FML 10/2021
Seit 70 Jahren stellt die Redaktion von FML — Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk im AUDIN Verlag das Erscheinen der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift für das Autoreparaturhandwerk sicher. So hat sich die Redaktion als unabhängiges Sprachrohr der Branche positioniert. Im Fokus der Berichterstattung jeder Ausgabe stehen thematische Schwerpunkte als Highlight für alle Aspekte der modernen Unfallreparatur- und Oberflächentechnik.
Seit 70 Jahren stellt die Redaktion von FML — Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk im AUDIN Verlag das Erscheinen der monatlich erscheinenden Fachzeitschrift für das Autoreparaturhandwerk sicher. So hat sich die Redaktion als unabhängiges Sprachrohr der Branche positioniert. Im Fokus der Berichterstattung jeder Ausgabe stehen thematische Schwerpunkte als Highlight für alle Aspekte der modernen Unfallreparatur- und Oberflächentechnik.
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B 8503 E<br />
<strong>FML</strong><br />
<strong>10</strong><br />
Oktober <strong>2021</strong><br />
65. Jahrgang<br />
Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk<br />
SCHWERPUNKT<br />
Automechanika –<br />
Der Auftakt ist gemacht<br />
AUS DER PRAXIS<br />
Warum Trockeneisstrahlen<br />
punktet<br />
EXOTEN<br />
Von Stralsund<br />
nach Fernost
IMMER AKTUELL<br />
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EDITORIAL<br />
Das ist doch<br />
mal ‘ne<br />
Ansage!<br />
In so schwierigen Zeiten einen internationalen<br />
Wettbewerb, wie „body &<br />
paint” zu organisieren und zu veranstalten<br />
war die große Herausforderung für<br />
die Automechanika in Frankfurt.<br />
Das Ergebnis hat gezeigt: es war ein<br />
großer Erfolg und stieß auf eine tolle<br />
Resonanz bei allen Beteiligten.<br />
Zum deutschen Body & Paint Wettbewerb<br />
auf der Automechanika Frankfurt<br />
traten engagierte Lack- und Karosserie-Profis<br />
gegeneinander an, um mit<br />
ihrer Arbeit die fachkundige Jury zu<br />
überzeugen und ins große Finale der<br />
internationalen Automechanika Body &<br />
Paint Weltmeisterschaft einzuziehen.<br />
Drei Finalisten, die sich in Birmingham,<br />
Johannesburg und Shanghai durchgesetzt<br />
hatten, waren gesetzt.<br />
Die große Herausforderung dieses<br />
Contests ist die Gestaltung einer<br />
Motorhaube mit einem landestypischen<br />
Motiv, wobei das Hauptaugenmerk auf<br />
technischer Perfektion und kreativem<br />
Design liegt.<br />
Dass das Lackiererhandwerk zu den<br />
zweifellos anspruchsvollen gehört<br />
ist im Bewusstsein vor allem der Kunden,<br />
nicht immer präsent. Im Reparaturalltag<br />
besteht das Können darin, so zu<br />
arbeiten, dass kein Unterschied zum<br />
Originalzustand erkennbar ist – für den<br />
Kunden mehr als selbstverständlich.<br />
Die Makel der Serienlackierung bleiben,<br />
nein, müssen, bei dieser Arbeit ja<br />
unsichtbar bleiben. Da bleibt keine Zeit<br />
für Kreativität.<br />
Und genau da setzte die Idee zu<br />
diesem Wettbewerb an.<br />
Die Ergebnisse waren beeindruckend<br />
und zeugen von der Kreativität und<br />
Freude an diesem Beruf.<br />
Kunst kommt<br />
von Können,<br />
käme sie von<br />
Wollen, hieße sie<br />
Wulst [oder Wunst]<br />
Besonders erfreulich in diesem Zusammenhang:<br />
die in Frankfurt,<br />
während der Automechanika präsentierten<br />
Motorhauben waren beinahe zur<br />
Hälfte von Lackiererinnen geschaffen<br />
worden!<br />
Immer wieder war in den Gesprächen<br />
mit den Teilnehmerinnen auch zu hören:<br />
für mich gehört die Leidenschaft<br />
zu meinem Beruf, Tag für Tag – aber<br />
mich einer Herausforderung, wie dem<br />
„body & paint“ - Wettbewerb zu stellen,<br />
das hat mich nochmals ganz besonders<br />
befeuert.<br />
Es war für die Jury eine große Herausforderung<br />
die nach den Fachkriterien<br />
beste Haube zu finden – sowohl<br />
im deutschen, als auch im internationalen<br />
Wettbewerb.<br />
Und es wurde eine besondere Haube,<br />
die diesen Contest schließlich gewann.<br />
An dieser Stelle sei der Sieger, Alexander<br />
Hagmann, zitiert:<br />
„Ich setzte 16 unterschiedliche Lacktechniken<br />
und Lackeffekte ein – eine<br />
für jedes deutsche Bundesland. Viele<br />
von mir verwendete Materialien standen<br />
nicht einfach im Regal – ich habe<br />
manche mit speziellen Pigmenten<br />
selbst gemischt.<br />
Bei meinen Entwürfen war mir wichtig,<br />
diese von Hand zu zeichnen und nicht<br />
am Computer!<br />
Ich bin schließlich Handwerker!”<br />
Dem ist eigentlich Nichts hinzuzufügen,<br />
außer: Herzlichen Glückwunsch!<br />
Wolfgang Auer, Chefredakteur<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong><br />
3
<strong>FML</strong><br />
<strong>10</strong>/<strong>2021</strong><br />
AKTUELL<br />
5 DAT-Barometer September <strong>2021</strong><br />
7 Axalta schließt mit U-POL ab<br />
8 Zulassungen – Einbruch im August<br />
UNTERNEHMENSKULTUR<br />
9 Heiße Ohren haben ausgedient!<br />
14<br />
Der Auftakt ist gemacht!<br />
Nach eineinhalb Jahren Zwangspause begrüßte die<br />
Messe Frankfurt vom 14. bis 16. September am<br />
Heimatstandort erstmals wieder Aussteller und<br />
Fachbesucher zu zwei Eigenveranstaltungen.<br />
EXOTEN<br />
11 Von Stralsund nach Fernost<br />
SCHWERPUNKT<br />
14 Der Auftakt ist gemacht<br />
16 Ein Mann, eine Haube, zwei Titel<br />
AUS DER PRAXIS<br />
19 Warum Trockeneisstrahlen punktet<br />
23 Lift up!<br />
INTERVIEW<br />
25 „Aufgeben passt nicht zu uns“<br />
11<br />
Von Stralsund nach Fernost<br />
Wer in den vergangenen Wochen am K&L-Betrieb<br />
von Mathias Blank in Stralsund vorbeifuhr, rieb sich<br />
vielleicht verwundert die Augen. Ein Hubschrauber<br />
der Rügen Rundflug erstrahlt nun dank seines<br />
Teams und Lacken von Cromax ® in neuem Glanz.<br />
BRANCHEN NEWS<br />
28 Glasurit ColorMotion und LPS Service Center<br />
Gruppe<br />
29 Jubiläums-Aktion vom 4. Oktober bis 26. November<br />
30 Perlglanzreparaturlackierungen auf großen<br />
Oberflächen<br />
31 Traditions-Mittelständler goes Instagram<br />
32 Nachhaltiger Kunstharzlack? Das geht!<br />
33 130 Oldtimer machen Station in Münster<br />
34 Die Nummer gegen Lack-Kummer<br />
35 Ultra Linie von Covestro<br />
19<br />
Warum Trockeneisstrahlen punktet<br />
Geht es um die Reinigung von Kraftfahrzeugen,<br />
denkt man zunächst an SB-Waschparks, Waschanlagen<br />
oder das manuelle Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger.<br />
36 WER • WO • WAS<br />
38 IMPRESSUM<br />
4 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
AKTUELL<br />
DAT-Barometer<br />
September <strong>2021</strong><br />
Der Pkw-Bestand in<br />
Deutschland ist die<br />
Summe aller zu einem<br />
bestimmten Stichtag<br />
zugelassenen Fahrzeuge.<br />
Darunter fallen<br />
Fahrzeuge aller Altersklassen,<br />
d. h. Oldtimer,<br />
Youngtimer und<br />
auch ganz junge Fahrzeuge.<br />
Unabhängig<br />
vom Alter (im Schnitt<br />
9,8 Jahre) fahren von<br />
allen rund 48 Mio.<br />
Pkw 96% mit einem<br />
Benzin- oder Dieselmotor.<br />
4% entfallen<br />
auf sonstige Antriebe.<br />
Benziner dominieren weiterhin Pkw-Bestand: Zum 1.1.<strong>2021</strong> waren in Deutschland 48.248.584<br />
Pkw zugelassen und damit 1,1% mehr als zum selben Stichtag im Jahr zuvor. Zwei Drittel der Pkw<br />
entfielen auf die Antriebsart Benziner, ein Drittel hatte einen Dieselmotor. Während ihre Zuwachsraten<br />
nahezu auf Vorjahresniveau verharrten, verdoppelte sich der Anteil der Sonstigen Antriebsarten.<br />
Dennoch erreichten sie mit 4% nach wie vor einen sehr geringen Marktanteil. Aufgeschlüsselt<br />
unterteilen sie sich dabei in 57% Hybride (dabei sind auch die Mildhybride enthalten), 25%<br />
Gasfahrzeuge und 18% reine Elektroautos. Die höchsten Zuwachsraten generierten aber die reinen<br />
Elektroautos mit +126%.<br />
Unterscheidet man alle 48<br />
Mio. Pkw nur nach Fahrzeugen<br />
mit und ohne Verbrennertechnologie,<br />
erhöht sich<br />
der Anteil der Verbrenner sogar<br />
auf 99%. Dies hat zwei<br />
Gründe: Einerseits sind alle<br />
Hybridfahrzeuge mit einem<br />
Antriebsarten in Haltergruppen unterschiedlich: Die bevorzugte Antriebsart variiert nach Haltergruppe.<br />
Die größte Haltergruppe sind dabei die privaten Halter, auf die gut 43 Mio. Pkw zugelassen<br />
sind. Diese setzen zu 69% auf Benziner, zu 28% auf Diesel und zu 3% auf Sonstige Antriebsarten.<br />
Ganz anders das Bild bei den gewerblichen Haltern (5 Mio. Pkw): Nur 35% deren Pkw sind<br />
mit einem Benzinmotor ausgestattet. Nicht zuletzt wegen des Langstreckenvorteils fährt die überwiegende<br />
Mehrheit (53%) einen Diesel und gut 12% ein Auto mit einer alternativen Antriebsart<br />
(inkl. Mildhybride). Besonders die Steuervoreile bei PHEV und BEV begünstigen diesen Effekt.<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 5
AKTUELL<br />
Verbrenner-Antriebssystem<br />
ausgestattet. Andererseits<br />
gibt es die Thematik der so<br />
genannten Mildhybride. Diese<br />
können im Gegensatz zu<br />
anderen Hybridantrieben<br />
nicht rein elektrisch fahren,<br />
zählen aber laut KBA zu den<br />
alternativen Antriebsarten.<br />
Sie verfügen über einen so<br />
genannten Startergenerator<br />
(z. B. 48 Volt), der während<br />
der Fahrt beim Kraftstoffsparen<br />
hilft. Strenggenommen<br />
müssten alle Mildhybride – je<br />
nach verbauter Verbrennerart<br />
– den 31 Mio. Benzinern<br />
oder 15 Mio. Diesel-Pkw zugeordnet<br />
werden.<br />
Rechnet man die 48 Mio.<br />
Pkw auf alle Bundesbürger<br />
in Deutschland um, so sind<br />
nicht nur 90% in privatem Besitz,<br />
sondern es verteilen sich<br />
auf 1.000 Einwohner im<br />
Schnitt 580 Pkw. Jedes Jahr<br />
kommen zu dem Pkw-Bestand<br />
etwa 3 Mio. Neuzulassungen<br />
hinzu, deutlich weniger<br />
Automobile werden exportiert<br />
oder verschrottet. Dadurch<br />
steigt der Bestand stets<br />
leicht an, und er wird zunehmend<br />
mit modernen Verbrennungsmotoren<br />
und im niedrigen<br />
zweistelligen Bereich mit<br />
batterieelektrischen Pkw angereichert.<br />
Das führt vor Augen,<br />
dass es noch eine ganze<br />
Weile dauern würde, bis der<br />
Pkw-Bestand vollkommen<br />
elektrifiziert wäre.<br />
Euro-6-Norm vorherrschend im Bestand: Zum Stichtag 1.1.<strong>2021</strong> waren 37 Prozent aller Pkw in<br />
Deutschland mit der derzeit höchsten Abgasnorm (Euro 6) ausgestattet. Ein weiteres Viertel verfügte<br />
über die Euro-5-Norm. Aus dem Bestand verschwinden zunehmend die Euro-Normen 1–4:<br />
Machten diese vor fünf Jahren noch gut die Hälfte aus, waren es zum 1.1<strong>2021</strong> nur noch 36 Prozent.<br />
In allen Gruppen sind die Benziner am stärksten vertreten, besonders aber bei den Euro-Normen<br />
1–4 mit fast 14 Mio. Einheiten. Die Sonstigen Antriebsarten, zu denen beispielsweise die modernen<br />
Hybride zählen, sind erwartungsgemäß mehrheitlich in der Euro-6-Norm anzutreffen. Pkw<br />
mit Elektroantrieb werden dagegen der Euro-Norm „Sonstige“ zugeschrieben, da die Emission<br />
nicht direkt am Fahrzeug stattfindet.<br />
Wieder gestiegene Kraftstoffkosten: Während bei den Zulassungszahlen eine klare Aufteilung<br />
nach Benzin und Diesel aufgrund der zunehmenden Verwässerung durch Mildhybride immer<br />
schwerer wird, macht eine Aufteilung nach Spritpreisen durchaus Sinn. Traditionell liegen die<br />
Preise für Benzin <strong>10</strong> bis 15 Prozent über dem Diesel. Während die Spritpreise 2020 während des<br />
ersten und zweiten Lockdowns sehr niedrig waren, stiegen sie Anfang <strong>2021</strong> wieder auf 2019er Niveau.<br />
Seitdem steigen sie kontinuierlich an und liegen mit 155,7 Cent/Liter für Benzin und<br />
138,6 Cent/Liter für Diesel auf dem hohen Niveau von 2013. Aufgrund der Vielzahl verschiedener<br />
Anbieter ist eine Aufstellung der Kosten für eine Kilowattstunde für ein Elektrofahrzeug nicht<br />
möglich. Die Kosten sind für den Verbraucher somit nicht transparent.<br />
6<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
Übernahme<br />
Axalta schließt<br />
mit U-POL ab<br />
Robert Bryant, CEO Axalta<br />
Axalta Coating Systems<br />
(NYSE: AXTA), ein weltweit<br />
führender Anbieter von Flüssig-<br />
und Pulverlacken, gab<br />
heute bekannt, dass das Unternehmen<br />
die zuvor angekündigte<br />
Übernahme von U-<br />
POL Holdings Limited („U-<br />
POL“) erfolgreich abgeschlossen<br />
hat.<br />
Die Akquisition von U-POL,<br />
einem führenden Hersteller<br />
von Lacken, Schutzlackierungen<br />
und Zubehör für den Autoreparaturlackbereich,<br />
stärkt<br />
die globale Führungsposition<br />
von Axalta auf dem Reparaturlackmarkt<br />
und unterstützt<br />
die weit gefasste Wachstumsstrategie<br />
des Unternehmens.<br />
„Die Übernahme von U-POL<br />
ist ein weiterer Schritt in<br />
Axaltas Wachstumsstrategie.<br />
Sie stärkt unsere globale Führungsposition<br />
auf dem Reparaturlackmarkt“,<br />
betont Axaltas<br />
CEO Robert Bryant. „Das<br />
Team, die Branchenkompetenz<br />
und die Arbeits abläufe<br />
von U-POL ergänzen unsere<br />
Kompetenzen und bieten<br />
eine starke Plattform für zukünftiges<br />
Wachstum. Wir arbeiten<br />
daran, die Integration<br />
von U-POL so reibungslos<br />
wie möglich zu gestalten<br />
ohne das gewohnt hohe Niveau<br />
an Dienstleis tungen für<br />
unsere Kunden zu beeinträchtigen.<br />
Ich heiße unsere<br />
neuesten Teammitglieder in<br />
der Axalta-Familie herzlich<br />
willkommen und freue mich<br />
auf all das, was wir gemeinsam<br />
erreichen können.“<br />
AKTUELL<br />
U-POLs Portfolio an hochwertigen<br />
Produkten und Zubehör<br />
für die Autolackreparatur umfasst<br />
Füller, Lacke, Aerosole,<br />
Klebstoffe und lackverwandte<br />
Produkte sowie Schutzlakkierungen<br />
für den Automotive<br />
Aftermarket. Die Erweiterung<br />
des Angebots um diese<br />
Produkte wird den adressierbaren<br />
Markt von Axalta auf<br />
das wichtige und wachsende<br />
Mainstream- und Economy-<br />
Segment der Reparaturlakkierung<br />
ausweiten.<br />
Axalta wird das Produktwachstum<br />
von U-POLs Produktportfolio<br />
durch einen erweiterten<br />
Marktzugang über<br />
bestehende Vertriebskanäle<br />
beschleunigen. Gleichzeitig<br />
werden die Vertriebskanäle<br />
von U-POL genutzt, um die<br />
Reichweite von Axaltas Reparaturlack-Portfolio<br />
auf neue<br />
Kunden auszudehnen. ☐<br />
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AKTUELL<br />
Zulassungen<br />
Einbruch im August<br />
durchschnittliche CO2-Ausstoß<br />
ging um 18,2 Prozent zurück<br />
und betrug 114,6 g/km.<br />
Bei den Nutzfahrzeugen fiel<br />
die Entwicklung bei den Sattelzugmaschinen<br />
mit +<strong>10</strong>,1<br />
Prozent erfreulich aus. Die<br />
Zugmaschinen insgesamt erreichten<br />
ein Plus von 5,8 Prozent<br />
und die Sonstigen Kraftfahrzeuge<br />
(Kfz) konnten Zugewinne<br />
von 4,0 Prozent erzielen.<br />
Ein zweistelliger Rückgang<br />
zeigte sich bei den<br />
Lastkraftwagen (Lkw) (–14,5<br />
%), die Kraftomnibusse gingen<br />
um 4,3 Prozent zurück.<br />
Die Neuzulassungen von<br />
Krafträdern gingen um 17,6<br />
Prozent zurück.<br />
Insgesamt wurden 243.081<br />
Kfz (–21,1 %) und 27.805 Kfz-<br />
Anhänger (+4,4 %) neu zugelassen.<br />
193.307 Personenkraftwagen<br />
(Pkw) wurden im August neu<br />
zugelassen. Im Vergleich zum<br />
Vorjahresmonat zeigte sich<br />
somit ein Minus von 23,0 Prozent.<br />
Die bisherige Jahresbilanz<br />
weist mit 1.820.589 Pkw-<br />
Neuzulassungen einen Zuwachs<br />
von 2,5 Prozent aus.<br />
63,0 Prozent (–21,6 %) der<br />
Neuwagen wurden gewerblich<br />
und 36,9 Prozent (–25,3<br />
%) privat zugelassen.<br />
Unter den deutschen Marken<br />
verzeichnete Opel (+7,9 %)<br />
erneut als einzige Zugewinne<br />
in der Neuzulassungsstatis -<br />
tik. Die weiteren Marken wiesen<br />
Rückgänge auf, die bei<br />
Mercedes mit –50,0 Prozent<br />
am stärksten ausfielen, gefolgt<br />
von Ford (–45,8 %), Mini<br />
(–41,6 %) und Smart (–40,8<br />
%). Mit 18,7 Prozent war VW<br />
(–17,4 %) weiterhin anteilstärkste<br />
deutsche Marke.<br />
Bei den Importmarken übertrafen<br />
einzig Suzuki (+37,2<br />
%), Tesla (+33,9 %), Mazda<br />
(+19,3 %) und Ssangyong<br />
(+0,5 %) ihr Zulassungsergebnis<br />
des Vorjahresmonats.<br />
Rückgänge von mehr als 40<br />
Prozent zeigten sich dagegen<br />
bei Jeep (–59,1 %), DS (–57,4<br />
%) und Nissan (–46,2 %), den<br />
geringsten Rückgang verzeichnete<br />
Toyota mit –0,8 Prozent.<br />
Hyundai war mit einem<br />
Neuzulassungsanteil von 5,2<br />
Prozent die stärks te Importmarke,<br />
gefolgt von Skoda mit<br />
5,0 Prozent.<br />
Die Minis erreichten mit<br />
+18,0 Prozent als einziges<br />
Segment einen Zuwachs. Ihr<br />
Anteil an den Neuzulassungen<br />
betrug 7,0 Prozent. Bei<br />
den übrigen Segmenten zeigten<br />
sich Rückgänge, die bei<br />
den Großraum-Vans (–48,5<br />
%), den Utilities (–44,9 %),<br />
der Oberen Mittelklasse<br />
(–43,1 %) und den Mini-Vans<br />
(–42,5 %) am deutlichsten<br />
ausfielen. Die SUVs waren<br />
trotz eines Rückgangs von<br />
8,4 Prozent das anteilsstärks -<br />
te Segment (27,2 %), gefolgt<br />
von der Kompaktklasse mit<br />
18,6 Prozent (–30,1 %) sowie<br />
den Kleinwagen mit 13,4 Prozent<br />
(–33,5 %).<br />
35,5 Prozent der Neuwagen<br />
waren mit einem Benzinmotor<br />
ausgestattet (68.598/<br />
–41,8 %), 17,7 Prozent entfielen<br />
auf Dieselfahrzeuge<br />
(34.171/–50,8 %). Fahrzeuge<br />
mit Hybridantrieb (60.720/<br />
+31,5 %) erreichten einen Anteil<br />
von 31,4 Prozent, darunter<br />
die Plug-in-Hybride<br />
(24.497/+43,3 %) mit einem<br />
Anteil von 12,7 Prozent. Elektro-Pkw<br />
(BEV) (28.860/+79,5<br />
%) konnten einen Anteil von<br />
14,9 Prozent ausweisen. Ein<br />
Anteil von 0,4 Prozent entfiel<br />
auf Pkw mit der Kraftstoffart<br />
Flüssiggas (711/–8,1 %) und<br />
0,1 Prozent waren Erdgasfahrzeuge<br />
(199/–69,8 %). Der<br />
Eine positive Bilanz zeigte<br />
sich auf dem Gebrauchtfahrzeugmarkt<br />
bei den Sonstigen<br />
Kfz (+12,0 %), den Kraftomnibussen<br />
(+7,9 %) und den Lkw<br />
(+1,1 %). Gebrauchte Krafträder<br />
(–14,9 %), Pkw (–8,0 %),<br />
Zugmaschinen insgesamt<br />
(–3,3 %), darunter Sattelzugmaschinen<br />
(–1,1 %) waren im<br />
August <strong>2021</strong> weniger gefragt.<br />
Insgesamt wechselten<br />
672.995 Kfz (–8,0 %) und<br />
39.557 Kfz-Anhänger (+1,3<br />
%) die Halterin beziehungsweise<br />
den Halter. ☐<br />
8<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
UNTERNEHMENSKULTUR<br />
Mitarbeitergespräche im Handwerk<br />
Heiße Ohren haben<br />
ausgedient!<br />
Erinnern Sie sich noch an Ihr<br />
erstes Gespräch, das Sie ins<br />
Büro Ihres Chefs führte. Unsere<br />
Großeltern sprachen noch<br />
davon, dass man sich „eine<br />
Zigarre abholte“.<br />
Das Gespräch mit dem Vorgesetzten<br />
oder vielmehr die Ungewissheit am Tag<br />
davor war oft geprägt von Angst. Angst<br />
vor der ungewohnten 1:1-Situation und<br />
der vermeintlichen Konfrontation mit<br />
eigenem Fehlverhalten.<br />
Heutige Mitarbeitergespräche sind<br />
aber konstruktiv und somit völlig anders<br />
als früher zu verstehen:<br />
Vorgesetzte sollen darin erfahren,<br />
• wo die eigenen Mitarbeiter Verbesserungspotenzial<br />
im Betrieb sehen.<br />
• wie sie selbst ihre Stärken und<br />
Schwächen einschätzen<br />
• und selbst Vorschläge machen, wie<br />
sie ihre Defizite im Sinne des Unternehmens<br />
angehen können.<br />
• ob Ihr Mitarbeiter eigene Ideen hat,<br />
wie er/sie seine/ihre Stärken fördern<br />
kann.<br />
• welche Fortbildungsmöglichkeiten<br />
den Neigungen des Mitarbeiters im<br />
Sinne des Unternehmens weiterhelfen<br />
können.<br />
Heute steht in vielen Handwerksbetrieben<br />
das Mitarbeitergespräch keineswegs<br />
ganz oben auf der Tagesordnung.<br />
Dabei bieten sich diese Gespräche<br />
doch sehr gut an, um mit den Mitarbeitern<br />
die gemeinsame Arbeit zu bewerten.<br />
Man kann die Leistungen reflektieren,<br />
Kritik und Feedback austauschen<br />
und über neue Planungen und Ziele<br />
des Unternehmens sprechen.<br />
Mitarbeitergesprächskultur<br />
Führen Sie regelmäßig gut vorbereitete<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 9
UNTERNEHMENSKULTUR<br />
Mitarbeitergespräche, in denen Sie<br />
Feedback geben, aber auch die Wünsche<br />
und Ziele Ihrer Mitarbeiter abfragen.<br />
Geben Sie ihnen Möglichkeiten<br />
zu Weiterbildung und entwickeln Sie<br />
gemeinsam Perspektiven. So wachsen<br />
Ihre Mitarbeiter mit Ihnen und orientieren<br />
sich nicht so schnell um, weil ein<br />
Mitbewerber ein paar Euro mehr bietet.<br />
Das gemeinsame Gespräch ist Ihrem<br />
Mitarbeiter gegenüber auch immer<br />
Ausdruck einer Wertschätzung. Bei unseren<br />
Mitarbeiter-Befragungen haben<br />
wir festgestellt, dass Mitarbeiter, die<br />
solche Gespräche absolviert hatten, im<br />
Durchschnitt viel zufriedener waren.<br />
Diese Mitarbeiter sind in der Regel<br />
auch engagierter und haben eine höhere<br />
Bindung an das Unternehmen.<br />
Darum nehmen Sie sich mindestens<br />
einmal im Jahr Zeit für das Mitarbeitergespräch.<br />
Vorbereitung<br />
Vorbereitung ist 90 Prozent des Erfolgs.<br />
Denn das Mitarbeitergespräch allein ist<br />
noch kein Garant dafür, dass sich bei<br />
den Mitarbeitern positive Veränderungen<br />
einstellen. Bereiten Sie sich gut vor<br />
und nehmen sich wirklich Zeit für Ihre<br />
Mitarbeiter. Ziehen Sie sich gemeinsam<br />
zurück aus dem Tagesgeschäft, am be -<br />
ten an einen Ort, wo sie möglichst ungestört<br />
reden können.<br />
Geben Sie auch dem Mitarbeiter frühzeitig<br />
den Termin bekannt damit auch<br />
er sich gut vorbereiten kann. Teilen Sie<br />
ihm mit, worum es Ihnen in dem Gespräch<br />
geht. Denn es ist vorstellbar,<br />
dass sich Ihr Mitarbeiter völlig unbegründet<br />
sorgt, was ihn wohl erwartet.<br />
Nehmen Sie ihm die Aufregung, indem<br />
Sie ihm allgemein sagen, worum es Ihnen<br />
geht, und dass auch seine Meinung<br />
und sein Beitrag gefragt sind.<br />
Mitarbeiter-Gespräche<br />
Es gibt verschiedene Arten von Mitarbeiter-Gesprächen<br />
in Handwerksbetrieben:<br />
• Das Jahresgespräch, das Anerkennungsgespräch<br />
z.B. aus aktuellem<br />
Anlass bei einer besonders guten<br />
Leis tung.<br />
• Auch das Rückkehrgespräch nach einer<br />
Krankheit kann hilfreich sein.<br />
Manchen Menschen fällt es schwer<br />
nach einer längeren Krankheit an<br />
den Arbeitsplatz zurückzukehren.<br />
Manche machen sich Sorgen, ob sie<br />
von Kollegen gemobbt werden.<br />
Fragen Sie nach, ob er/sie sich auskuriert<br />
hat, und ob ggf. etwas an seinem<br />
Arbeitsplatz etwas nachjustiert<br />
werden muss, damit er nicht erneut<br />
ausfällt.<br />
• Das Konfliktgespräch, bei dem man<br />
Probleme innerhalb der Mannschaft<br />
zu lösen versucht und der Sache auf<br />
den Grund gehen muss.<br />
• Das Kritikgespräch bei aktuellen<br />
Fehlverhalten und<br />
• leider auch das Abmahnungs- und<br />
Kündigungsgespräch.<br />
Wichtig bei allen Mitarbeiter-Gesprächen:<br />
Immer nur unter vier Augen.<br />
Planung<br />
Zur Planung und Vorbereitung finden<br />
Sie auch viele Checklisten im Internet.<br />
Wir können diese Listen aber auch bei<br />
Bedarf mit Ihnen gemeinsam entwikkeln.<br />
Die nachfolgenden Punkte sollten Sie<br />
für Ihre eigene Planung beachten:<br />
• Zeit und Ort: Datum und Zeit festlegen.<br />
Ort bestimmen (störungsfreier<br />
Raum)<br />
• Einladung: Mindestens eine Woche<br />
vorher die Mitarbeiter informieren<br />
• Personenkreis: Teilnehmer festlegen,<br />
evtl. auch die Führungskraft<br />
dazu holen<br />
• Gesprächs-Ziel: Inhalte festlegen<br />
(Lob und Kritik), Verbesserungspotential<br />
im Betriebsablauf; persönliche<br />
Fortbildungswünsche ...<br />
• Protokoll: Protokoll (wenn vorhanden)<br />
des letzten Gespräches mit einbeziehen<br />
Gesprächsaufbau<br />
Begrüßen Sie Ihren Mitarbeiter freundlich<br />
und erklären Sie die Gründe und<br />
das Ziel eines Mitarbeitergespräches.<br />
Zeigen Sie Beispiele auf, worum es ihnen<br />
geht.<br />
Gesprächsführung<br />
Bleiben Sie entspannt und positiv. Begegnen<br />
Sie sich immer mit Respekt.<br />
Gehen Sie allgemeinen Aussagen auf<br />
den Grund. Geben Sie Feedback und<br />
führen das Gespräch im Dialog. Hören<br />
Sie aktiv zu, ohne sich schon im Kopf<br />
die Antwort zu überlegen. Achten Sie<br />
auf die Körpersprache und machen Sie<br />
sich Notizen des Gespräches. Lassen<br />
Sie dem Mitarbeiter Raum für seine eigenen<br />
Meinungen.<br />
Nachbereitung<br />
Resümieren und reflektieren Sie das<br />
Gespräch anhand Ihrer Gesprächsnotizen.<br />
Wie war die Atmosphäre und der<br />
Nutzen des Gespräches ? Was würden<br />
Sie beim nächsten Mal besser machen?<br />
Morgen-Ritual<br />
Ich kenne Betriebe, die jeden Morgen<br />
bei Arbeitsbeginn mit all Ihren Mitarbeitern<br />
kurz den Tag und die anstehenden<br />
Arbeiten und Termine besprechen.<br />
Dabei wächst man als Team gut zusammen<br />
und klärt so bereits im Vorfeld, ob<br />
es anstehende Probleme und Engpässe<br />
in den einzelnen Abteilungen gibt.<br />
Für viele Mitarbeiter ist das auch ein<br />
kleines, positives Ritual, wenn der Chef<br />
sich morgens die Zeit nimmt.<br />
Das zeigt den Mitarbeitern auch immer<br />
Anerkennung und Wertschätzung.<br />
Bei Anregungen und Fragen können<br />
Sie mich auch gerne anrufen oder senden<br />
mir einfach eine Mail.<br />
Bei Bedarf unterstützen wir Sie auch<br />
vor Ort bei diesem Thema.<br />
In diesem Sinne,<br />
Ihr Andreas Keller<br />
Berater der Stellschrauben UG<br />
Mobil 0171-3311305<br />
www.stellschrauben.org<br />
andreas.keller@stellschrauben.org<br />
<strong>10</strong><br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
EXOTEN<br />
Bei direktem Sonnenlicht kommt der Farbton richtig zur Geltung.<br />
Bilder: MB exclusiv Lack<br />
Wer in den vergangenen<br />
Wochen am K&L-Betrieb von<br />
Mathias Blank in Stralsund<br />
vorbeifuhr, rieb sich vielleicht<br />
verwundert die Augen: Statt<br />
Rädern hatte das auf seine<br />
neue Lackierung wartende<br />
Objekt Kufen. Ein Hubschrauber<br />
der Rügen Rundflug<br />
erstrahlt nun dank seines<br />
Teams und Lacken von<br />
Cromax ® in neuem Glanz –<br />
und fliegt jetzt in die weite<br />
Welt hinaus.<br />
Abheben<br />
Von Stralsund nach<br />
Fernost<br />
Alles fing damit an, dass von Rostock<br />
bis Rügen kein K&L-Betrieb zu finden<br />
war, der sich eines Airbus-Hubschraubers<br />
annehmen konnte. „Jedoch hatte<br />
ein Kollege in einem Betrieb, der die<br />
Anfrage von Rügen Rundflug ablehnte,<br />
davon gehört, dass wir schon einmal einen<br />
kleineren Hubschrauber lackiert<br />
hatten“, berichtet Mathias Blank von<br />
MB exclusiv Lack in Stralsund. Aufgrund<br />
der Tätigkeit im Nutzfahrzeug-<br />
Geschäft hat Blanks Betrieb auch Kapazitäten<br />
für die Lackierung von größerem<br />
Fluggerät.<br />
„Also empfahl der Kollege der Rügen<br />
Rundflug, uns einmal zu kontaktieren“,<br />
führt Blank aus. Er zögerte nach der<br />
Kontaktaufnahme nicht lange, begab<br />
sich nach Rügen, nahm das Objekt in<br />
Augenschein und startete gründliche<br />
Recherchen. In denen ging es unter anderem<br />
darum, welchen Lack er für dieses<br />
ungewöhnliche Objekt verwenden<br />
könnte. Wenn ein Luftfahrzeug im offiziellen<br />
Flugverkehr unterwegs ist, muss<br />
unter die Grundierung ein spezieller<br />
Raumfahrtfüller gespritzt werden, der<br />
extrem leicht und damit kerosinsparend<br />
ist. Außerdem sorgt der Füller für<br />
Radarerkennung auch bei Nacht.<br />
Diese Speziallackierung ist in diesem<br />
Fall nicht nötig, da der Hubschrauber<br />
nur bei Tageslicht geflogen wird. „Also<br />
genügte ein Dreischicht-Aufbau wie<br />
beim Pkw”, erläutert Lackierermeister<br />
Blank.<br />
Wie fiel dann die Entscheidung, welche<br />
Farbe es werden sollte? „Als der Kunde<br />
bei uns vor Ort war, um die Details zu<br />
besprechen, fiel ihm ein Ölfass auf, das<br />
wir im Mazda-Farbton 41V lackiert hatten<br />
– dieser Farbton besticht durch seine<br />
Tiefe und Brillanz, welche durch das<br />
Auftragen eines eingefärbten Klarlacks<br />
erreicht werden. Genau diesen Look<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 11
EXOTEN<br />
Außer den demontierten Rotoren erstrahlt der Hubschrauber im Mazda-Farbton Soul Red Metallic 41V.<br />
wollte er für seinen Hubschrauber.”<br />
Nun musste nur noch der Transport gestemmt<br />
werden: Hier organisierte ein<br />
Stralsunder Spediteur alles Nötige.<br />
Allein 40 Stunden flossen dann in die<br />
Vorarbeiten, bevor lackiert werden<br />
konnte. Mit 2,50 Metern Breite, 4,30<br />
Metern Höhe und rund 12 Metern Länge<br />
waren ungefähr die Ausmaße eines<br />
7,5-Tonners zu bearbeiten. Dann wurde<br />
alles im Sichtbereich – außer den Rotoren<br />
– lackiert. Diese bestehen aus einem<br />
speziellen Carbon, das keine<br />
Lackschicht benötigt.<br />
Sechs Wochen dauerte das Projekt.<br />
„Mein ganzes Team war begeistert davon.<br />
Es war einfach etwas ganz anderes<br />
als sonst.” Begeisterung dann auch<br />
beim Kunden, als er seinen frischlakkierten<br />
Hubschrauber in Augenschein<br />
nehmen konnte. Hier, sollte man jetzt<br />
meinen, könnte dann gut das Ende dieser<br />
sehr erfolgreichen Geschichte sein.<br />
Aber sie geht weiter, in mehreren Kapiteln.<br />
Zwecks TÜV-Überprüfung wurde der<br />
Hubschrauber im Anschluss in eine<br />
große Hubschrauberwerft nach Berlin<br />
gebracht. Dort war gerade ein Eigner<br />
aus Fernost anwesend, dem dieses glänzende<br />
Fluggerät so gut gefiel, dass er<br />
es dem Besitzer direkt abkaufte. Und<br />
Mathias Blank wiederum hat in der<br />
Branche eine solche Bekanntheit erlangt,<br />
dass man ihn für die Lackierung<br />
von weiteren Hubschraubern und kleinen<br />
Privatfliegern angefragt hat. „Wahrscheinlich<br />
kann ich extra dafür noch<br />
Mitarbeiter einstellen.” Man darf gespannt<br />
sein, welche Fluggeräte dann in<br />
der nächsten Zeit ihren Weg nach Stralsund<br />
finden werden, um dort in neuem<br />
Glanz zu erstrahlen.<br />
☐<br />
Nach sechs Wochen Arbeit rollt das Fluggerät wieder vom Hof.<br />
12<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
Paint PerformAir<br />
powered by AkzoNobel<br />
EINSPARPOTENZIAL<br />
ERHÖHUNG KABINENKAPAZITÄT<br />
durch Verkürzung von Abluft- und Trocknungszeiten<br />
von 20 %<br />
bis 35 %<br />
BASISLACK<br />
von 20 %<br />
bis 35 %<br />
KONVENTIONELLER KLARLACK<br />
von <strong>10</strong> %<br />
bis 15 %<br />
FEUCHTIGKEITSHÄRTENDER KLARLACK<br />
von 20 %<br />
bis 30 %<br />
ENERGIEKOSTEN SENKEN DURCH TROCKNUNG<br />
bei feuchtigkeitshärtenden Lacken<br />
von 80 %<br />
bis <strong>10</strong>0 %<br />
EINSPARUNG VON FINISHKOSTEN<br />
von 20 %<br />
bis 25 %<br />
Darauf dürfen<br />
Sie gespannt sein –<br />
starke Betriebe und<br />
grosse Emotionen!<br />
Der Paint PerformAir öffnet uns<br />
nicht nur die Tür zur Lackierkabine,<br />
sondern auch zu den<br />
ganz besonderen Erfolgsstories<br />
unserer Kunden.<br />
Schauen Sie rein,<br />
in Kürze auf unserem<br />
YouTube-Kanal:
SCHWERPUNKT<br />
Fotos: Messe Frankfurt<br />
Der Auftakt ist gemacht!<br />
Nach eineinhalb Jahren<br />
Zwangspause begrüßte die<br />
Messe Frankfurt vom 14. bis<br />
16. September am Heimat -<br />
standort erstmals wieder Aussteller<br />
und Fachbesucher zu<br />
zwei Eigenveranstaltungen. An<br />
der Sonderausgabe der Automechanika<br />
Frankfurt „digital<br />
plus” in der Halle 3 und der<br />
Konferenzmesse Hypermotion<br />
Frankfurt im Forum beteiligten<br />
sich 388 Aussteller, 53<br />
Prozent davon präsentierten<br />
sich live vor Ort, die übrigen<br />
online. Rund <strong>10</strong>.000 Besucher<br />
aus 70 Ländern verfolgten<br />
das Messeprogramm über<br />
drei Tage hinweg live in<br />
Frankfurt und online.<br />
Das Konzept der beiden Veranstaltungen<br />
– eine physische Messe plus die digitale<br />
Möglichkeit der Teilnahme – wurde<br />
von Ausstellern und Besuchern gut<br />
angenommen. Dazu sagt Albrecht Kruse,<br />
Geschäftsführer SATA: „Ich freue<br />
mich, dass wir wieder auf der Automechanika,<br />
unserer Leitmesse, sind – auch<br />
physisch. Das hybride Format dieser<br />
Sonderausgabe halte ich für sehr gelungen,<br />
insbesondere für das internationale<br />
Publikum, das nicht nach Frankfurt<br />
reisen kann, bietet es die Option, an<br />
der Messe teilzunehmen. Aber ich halte<br />
das physische Treffen mit Kunden für<br />
extrem wichtig.<br />
Ein großes Lob an das Automechanika-<br />
Team, das dieses Format für die Automechanika<br />
Frankfurt umgesetzt hat.“<br />
14<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
SCHWERPUNKT<br />
Echte große Emotionen konnte man auf<br />
der Messebühne der ersten nationalen<br />
und internationalen Body & Paint<br />
Championships erleben.<br />
Die Fachjury war hochkarätig besetzt<br />
mit:<br />
Thomas Aukamm, Hauptgeschäftsführer<br />
Zentralverband Karosserie- und<br />
Fahrzeugtechnik e.V.<br />
Dr. Albert Bill, Geschäftsführer Bundesverband<br />
Farbe Gestaltung Bautenschutz<br />
Christian Helfert, Helfert GmbH,Karosserie-<br />
und Lackierfachbetrieb<br />
Danny Schramm, SchrammWerk<br />
GmbH<br />
Michael Rehm, Chefredakteur Lackiererblatt<br />
Wolfgang Auer, Chefredakteur <strong>FML</strong><br />
Audin Verlag GmbH<br />
Johannesburg und Shanghai durchgesetzt<br />
hatten, waren bereits gesetzt. Die<br />
große Herausforderung dieses Contests<br />
war die Gestaltung einer Motorhaube<br />
mit einem landestypischen Motiv, wobei<br />
das Hauptaugenmerk auf technischer<br />
Perfektion und kreativem Design<br />
lag. Gesponsert wurde der deutsche<br />
Wettbewerb von AkzoNobel, Axalta,<br />
BASF, Carbon und SATA. Der führende<br />
Lackpistolenhersteller aus Kornwestheim<br />
unterstützt den Wettbewerb von<br />
der ersten Stunde an.<br />
☐<br />
Überreicht wurden die Preise vom Ideengeber<br />
des Wettbewerbs Wolfgang<br />
Auer und Michael Rehm, Chefredakteur<br />
Lackiererblatt.<br />
Zum deutschen Body & Paint Wettbewerb<br />
auf der Automechanika Frankfurt<br />
traten engagierte Lack- und Karosserie-<br />
Profis gegeneinander an, um mit ihrer<br />
Arbeit die fachkundige Jury zu überzeugen<br />
und ins große Finale der internationalen<br />
Automechanika Body &<br />
Paint Weltmeisterschaft einzuziehen.<br />
Drei Finalisten, die sich in Birmingham,<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 15
SCHWERPUNKT<br />
So sehen Sieger aus:<br />
Alexander Hagemann bei der<br />
Preisverleihung in Frankfurt.<br />
Foto: Messe Frankfurt<br />
Ein Mann, eine Haube,<br />
zwei Titel<br />
Erst gewann er den deutschen<br />
Jurypreis und dann auch den<br />
Weltmeistertitel: Lackierer -<br />
meister Alexander Hagemann<br />
ist strahlender Sieger der<br />
ersten nationalen und internationalen<br />
Body & Paint<br />
Championships.<br />
2<strong>10</strong> Stunden Arbeit – für diesen einen<br />
Moment. Als auf der Automechanika in<br />
Frankfurt der Weltmeister verkündet<br />
wurde, strahlte Alexander Hagemann,<br />
37, über das ganze Gesicht. Mit ihm<br />
freut sich das Team seines Sponsors,<br />
der Axalta-Premiummarke Standox.<br />
„Wir haben unglaublich mit Alex gefiebert<br />
und sind wahnsinnig stolz auf seine<br />
Leistung“, erklärte Standox-Marketingleiterin<br />
Yasmin Armbruster.<br />
„Ich brauche solche Herausforderungen<br />
einfach. Das tägliche Geschäft ist<br />
das eine. Das andere ist, dass ich immer<br />
wieder neu kreativ gefordert sein<br />
möchte und gerne Spitzenleistung bringe“,<br />
erzählt Lackierermeister Alexander<br />
Hagemann. Seine aktuelle Lei s -<br />
tung: Nicht nur spitze. Sondern weltmeisterlich.<br />
Und: im wahrsten Sinne des<br />
Wortes vielschichtig.<br />
Im Mittelpunkt seiner Gestaltung steht<br />
die Automobilindustrie und die automobile<br />
Entwicklung Deutschlands. „Ich<br />
habe exakt 16 verschiedene Effekte<br />
bzw. kreative Techniken eingesetzt –<br />
dies entspricht genau der Anzahl der<br />
deutschen Bundesländer.“ Angelehnt<br />
an die deutschen Landesfarben verwendete<br />
Alexander überwiegend nur<br />
Weiß-, Schwarz-, Rot- und Gelbtöne.<br />
Auch hier liegen viele Details im Ver-<br />
16 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
Custom Design Gun<br />
Neues Design<br />
im Kon 昀 gurator<br />
verfügbar!<br />
Ob Familien-Fotos, die Aufnahmen des letzten Traumurlaubes,<br />
Bilder des Haustiers oder ein eigener fantasievoller<br />
Designentwurf. Der Custom Design Gun (CDG)<br />
Konfigurator von SATA setzt Ihrer Kreativität keine Grenzen.<br />
Wählen Sie zwischen den Modellen SATAjet X 5500 und<br />
SATAjet 5000 B und gestalten Sie diese nach Ihren Vorlieben.<br />
Von der Düsentechnologie, über die Düsengröße, die Farbe der<br />
Anbauteile bis hin zum Design. Mit dem CDG-Konfigurator<br />
schaffen Sie sich in wenigen Minuten und Klicks Ihr SATA-Unikat.<br />
Jetzt zum Konfigurator und<br />
Lackierpistole designen:<br />
www.sata.com/cdg
SCHWERPUNKT<br />
borgenen. Wie etwa das Geheimnis der<br />
Zahlen 3 und 16.<br />
„Diese Ziffern sind auf meiner Haube<br />
ständig präsent. Sie stehen für die Zahl<br />
der Länder, die Farben der deutschen<br />
Flagge sowie die drei Säulen der Demokratie.“<br />
Andere Objekte erscheinen<br />
nur im UV-Licht und entfalten dann<br />
ihre Einzigartigkeit. So der deutsche<br />
Bundesadler, der schützend seine Flügel<br />
ausbreitet, überdeckt von sechs<br />
Sternen der europäischen Flagge. Diese<br />
stehen stellvertretend für die Gründerstaaten<br />
der EU – Frankreich,<br />
Deutschland, Belgien, Niederlande, Luxemburg<br />
und Italien.<br />
Viele seiner Materialien stehen nicht<br />
einfach im Regal: Hagemann mischt<br />
Lacke mit speziellen Pigmenten selbst.<br />
Bei der Gestaltung setzte er auf bewährte<br />
„Old-School-Technik“ und<br />
zeichnete seine Entwürfe nach wie vor<br />
per Hand. „Das liegt mir einfach mehr<br />
als die Gestaltung am Computer. Ich<br />
bin schließlich Handwerker.“ Ein<br />
Handwerker, der seine Kunst vollendet<br />
beherrscht. Und seinen Sieg jetzt ausführlich<br />
mit seiner Familie feiert – denn<br />
die hatte in den letzten Wochen viel<br />
Verständnis und Geduld für sein großes<br />
Projekt. Und mit Sicherheit wurde<br />
er auch in seinem Betrieb, bei Karosserie<br />
Baur in Rottenburg am Neckar, mit<br />
gebührenden Ehren empfangen. ☐<br />
Kreativ, vielschichtig, weltmeisterlich: Die Haube und ihre Details.<br />
Foto: Axalta<br />
18 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
AUS DER PRAXIS<br />
Für Kfz-Werkstätten ist Trockeneisstrahlen in vielen Anwendungsbereichen interessant.<br />
Fotos und Illustrationen: Kärcher<br />
Fahrzeug-Reinigung<br />
Warum Trockeneisstrahlen<br />
punktet<br />
Geht es um die Reinigung von<br />
Kraftfahrzeugen, denkt man<br />
zunächst an SB-Waschparks,<br />
Waschanlagen oder das manuelle<br />
Arbeiten mit dem Hochdruckreiniger.<br />
Es gibt aber verschiedene Anwendungsbereiche,<br />
für die andere Techniken<br />
benötigt werden. Dazu zählen die<br />
Spotreinigung vor Reparaturen, die<br />
Entfernung von Unterbodenschutzlack<br />
bei älteren Modellen oder die Aufbereitung<br />
des Fahrzeuginnenraums bei<br />
exklusiven Fahrzeugen. Trockeneisstrahlen<br />
eignet sich für all diese Anwendungen<br />
sehr gut – umso mehr, als<br />
dass mittlerweile eine kompakte Lösung<br />
am Markt verfügbar ist, die<br />
selbst Trockeneis erzeugt und somit<br />
Die als Strahlmittel verwendeten CO2-<br />
Pellets haben eine Größe von 0,5 bis 3<br />
mm und treffen mit einer Geschwindigkeit<br />
von 150 m/s und einer Temperatur<br />
von –79 °C auf die Oberfläche.<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 19
AUS DER PRAXIS<br />
im Werkstattalltag flexibel einsetzbar<br />
ist.<br />
Trockeneisstrahlen:<br />
Wie die Technik funktioniert.<br />
Das Trockeneisstrahlen ist ein Partikelstrahlverfahren,<br />
bei dem CO2-Pellets<br />
mit einer Größe von 0,5 bis 3 mm als<br />
Strahlmittel verwendet werden. Im Gegensatz<br />
zu den meisten anderen Strahlmedien,<br />
die ihren festen Aggregatszustand<br />
während des Arbeitsprozesses<br />
nicht ändern, beruht die Oberflächenwirkung<br />
nicht nur auf dem abgegebenen<br />
mechanischen Impuls. Denn die<br />
mechanische Energie wird mit thermischer<br />
Energie verbunden, was zu einer<br />
sehr hohen Reinigungsleistung führt.<br />
Die Trockeneispellets prallen mit einer<br />
Temperatur von –79 °C und einer Geschwindigkeit<br />
von 150 m/s auf die<br />
Oberfläche auf. Dabei geben sie ihre<br />
kinetische Energie ab. Durch die Kälte<br />
wird der Schmutz zudem brüchig und<br />
spröde, so dass er sich leichter löst. Ein<br />
weiterer Effekt steckt in der sogenannten<br />
Sublimation: Teile des gefrorenen<br />
Kohlendioxids dringen in die Risse von<br />
Schmutzkrusten oder Farbaufträgen<br />
ein, gehen vom festen in einen gasförmigen<br />
Zustand über und lassen durch<br />
diese 400-fache Volumenvergrößerung<br />
den Schmutz regelrecht aufbrechen.<br />
Zurück bleiben lediglich die abgestrahlten<br />
Substanzen, die je nach Menge<br />
und Zusammensetzung entweder mit<br />
der vorhandenen Druckluft abgeblasen<br />
Unter anderem wirkt Trockeneisstrahlen durch Sublimation: Teile des gefrorenen<br />
Kohlendioxids dringen in die Risse von Schmutzkrusten oder Farbaufträgen ein,<br />
gehen vom festen in einen gasförmigen Zustand über und lassen durch diese<br />
Volumenvergrößerung den Schmutz regelrecht abplatzen.<br />
oder mit Saugern aufgenommen werden.<br />
Da das Verfahren kaum abrasiv ist und<br />
keine Strahlmittelrückstände, kein<br />
Schmutzwasser und keine Feuchtigkeit<br />
verbleiben, lassen sich speziell empfindliche<br />
Oberflächen schonend und<br />
mit geringem Aufwand von Schmutz<br />
befreien. Auch Bereiche, in denen kein<br />
Wasser verwendet werden kann, sind<br />
für Trockeneisstrahlen prädestiniert.<br />
Durch die Verwendung unterschiedlicher<br />
Düsengeometrien und -größen<br />
kann auf die jeweilige Anwendung eingegangen<br />
werden. In einem Scrambler<br />
lassen sich Pellets zerkleinern, um besonders<br />
schonend zu reinigen.<br />
Strahlgerät, Kompressor,<br />
Pellets & Co.:<br />
Was bei der Auswahl zu<br />
beachten ist.<br />
Große Trockeneisstrahlgeräte, die sogar<br />
für die Entlackung von Oberflächen<br />
geeignet sind, verbrauchen etwa<br />
30 bis <strong>10</strong>0 kg Trockeneis pro Stunde.<br />
Das Strahlgerät dosiert die Pellets in einen<br />
Druckluftstrahl ein, der über<br />
Strahlschlauch mit Pistole und Düse auf<br />
die Oberfläche gelangt. Die benötigte<br />
Druckluft lässt sich über ein Druckluftnetz<br />
oder direkt über einen Kompressor<br />
beziehen, der ausreichend Luftdruck<br />
und -menge liefert. Da die<br />
Druckluft mindestens der Klasse 3<br />
(ISO 8573-1) entsprechen muss, empfiehlt<br />
sich der Einsatz eines Wasserund<br />
ggf. Ölabscheiders sowie eines<br />
Nachkühlers.<br />
Beispielsweise lassen sich bei einer Wartung Bauteile problemlos von<br />
Verschmutzungen befreien.<br />
Die Trockeneispellets werden in großen<br />
Hydraulikpressen, sogenannten<br />
Pelletizern, hergestellt und in den meis -<br />
ten Industrieländern per 24-Stunden-<br />
Service geliefert. Werden die Pellets in<br />
den angelieferten Isolierboxen aufbewahrt,<br />
so bleiben sie drei bis fünf Tage<br />
gebrauchsfähig. Über die Zeit verlierend<br />
die Pellets allerdings Volumen,<br />
20 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
AUS DER PRAXIS<br />
Am Markt verfügbar sind Systeme, die mit Trockeneispellets versorgt werden ebenso<br />
wie...<br />
... ein kompaktes Modell, das selbst Trockeneis erzeugt und damit sehr flexibel eingesetzt<br />
werden kann.<br />
und die Luftfeuchtigkeit kondensiert an<br />
ihnen. Dadurch nimmt die Dichte ab,<br />
und die Pellets verkleben miteinander –<br />
die Reinigungsleistung verringert sich,<br />
und die Pellets sind schließlich nicht<br />
mehr nutzbar. Wer kontinuierlich hohe<br />
Verbräuche hat und nicht von Lieferketten<br />
abhängig sein möchte, kann mithilfe<br />
eines Pelletizers und eines Niederdrucktanks<br />
mit flüssigem CO2 selbst<br />
Trockeneisgranulat nach Bedarf herstellen.<br />
das in Flaschen verlustfrei eingelagert<br />
werden kann, sowie ein Druckluftnetz<br />
bzw. einen kompakten Kompressor.<br />
Dank eines intuitiven Bedienkonzepts<br />
und zahlreicher Assistenzsysteme zur<br />
Überwachung von Mindeststrahldruck<br />
oder Überhitzungsgefahr ist die Anwendung<br />
ohne lange Einweisung oder Planung<br />
möglich.<br />
Trockeneis für Kraftfahrzeuge<br />
(1):<br />
Vor der Reparatur.<br />
Ob es die jährliche Inspektion eines<br />
Fahrzeugs ist oder eine Unfallinstandsetzung:<br />
Bevor die eigentliche Arbeit in<br />
der Werkstatt beginnt, muss der Arbeitsbereich<br />
gereinigt werden. Vom<br />
Motorraum über den Ansaugtrakt bis<br />
zum Abgasrückführventil – mit einem<br />
Trockeneisstrahlgerät ist schnell für<br />
Sauberkeit gesorgt, ohne die Oberflächen<br />
zu beschädigen. Auch Kontaktstellen<br />
oder Sensoren von E-Autos lassen<br />
sich schonend von Schmutz befreien.<br />
Vor allem bei der Entfernung von<br />
Unterbodenschutzlack an älteren Fahrzeugen<br />
ist Trockeneisstrahlen eine sehr<br />
effiziente Technik. Ist die Karosserie<br />
von Korrosion betroffen, so muss die bitumenähnliche<br />
Substanz zunächst entfernt<br />
werden, bevor die Karosserie zerlegt<br />
und neu aufgebaut werden kann.<br />
Das Sandpartikelstrahlverfahren ist wegen<br />
der verbleibenden Rückstände<br />
nicht geeignet. Trockeneis hingegen arbeitet<br />
schonend und erzielt durch die<br />
niedrige Temperatur auf dem hartnäkkigen<br />
Lack mittels Sublimation eine besonders<br />
gute Wirkung.<br />
Trockeneis für Kraftfahrzeuge<br />
(2):<br />
Aufbereitung von Flottenfahrzeugen<br />
und Oldtimern.<br />
Ein weiterer Bereich, in dem sich der<br />
Einsatz von Trockeneisstrahlen auszahlt,<br />
ist die schonende Aufbereitung<br />
von Fahrzeugen. Die Investition in die<br />
Technik ist vor allem bei großen Fahrzeugflotten<br />
lohnend, oder in der Aufbereitung<br />
von exklusiven Sportwägen<br />
oder Oldtimern. Außen unterstützt das<br />
Je nach Einsatzzweck und -dauer, kann<br />
der Aufwand für ein großes Strahlgerät<br />
samt Pellet-Beschaffung der Nutzung<br />
des Verfahrens im Weg stehen. Seit kurzem<br />
ist eine Lösung für die Spotreinigung<br />
am Markt erhältlich, bei der das<br />
Trockeneisstrahlgerät die benötigten<br />
Pellets selbst erzeugt – genau dann,<br />
wenn die Reinigung erfolgt, in der benötigten<br />
Menge. Der Anwender muss<br />
lediglich flüssiges CO2 bereitstellen,<br />
Auch bei Einsätzen am Unterboden, bis hin zur Entfernung von Unterbodenschutzlack,<br />
ist Trockeneisstrahlen eine effiziente, leistungsstarke Technik.<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 21
AUS DER PRAXIS<br />
Trockeneisstrahlgerät bei der Reinigung<br />
von Gummidichtungen und Falzen,<br />
der Entfernung von Aufklebern<br />
oder Kleberückständen oder bei der<br />
Entfernung der Ablaufspuren von Gummifalzen<br />
unter dem Spiegel und an den<br />
Fahrzeugtüren unten. Auch zur Reinigung<br />
von besonders empfindlichen,<br />
teuren Felgen ist das Verfahren sehr gut<br />
geeignet.<br />
Im Bereich der Innenraumreinigung punktet Trockeneisstrahlen, da es keinerlei<br />
Rückstände...<br />
Im Innenraum lassen sich per Trockeneisstrahlgerät<br />
Armaturen, Knöpfe, Sitzpolster,<br />
Boxenabdeckungen, Dachhimmel,<br />
Teppiche oder Lüftungsschlitze<br />
schonend, effizient und ohne Feuchtigkeit<br />
von Verschmutzungen und Flecken<br />
befreien. Es ist lediglich darauf zu achten,<br />
dass wenig Strahlmittel bei geringem<br />
Druck verwendet wird und bei Bedarf<br />
ein Scrambler die 3 mm großen<br />
Trockeneis-Pellets auf einen schneeartigen<br />
Zustand zerkleinert. ☐<br />
Arbeitsschutz:<br />
Was Anwender<br />
zu beachten haben<br />
...oder Feuchtigkeit hinterlässt, wodurch Trocknungszeiten überflüssig sind.<br />
Besonders vorteilhaft sind Trockeneisstrahlgeräte, die die Pellets selbst erzeugen<br />
und somit flexibel eingesetzt werden können.<br />
Der Schalldruck eines Trockeneisstrahlgeräts<br />
variiert und liegt in Abhängigkeit<br />
der Betriebsparameter<br />
zwischen 75 und 125 dB(A). Der Anwender<br />
muss also meist einen Gehörschutz<br />
tragen, der ab 80/95<br />
dB(A) vorgeschrieben ist. Zu seiner<br />
Sicherheit sollte die Persönliche<br />
Schutzausrüstung (PSA) außerdem<br />
Overall, Schutzbrille mit Helm sowie<br />
Handschuhe umfassen, da Trockeneis<br />
wegen der hohen Kälte auf der<br />
Haut zu Verbrennungen führt. Je<br />
nach Anwendung empfiehlt sich das<br />
Tragen einer (Staub-)Schutzmaske.<br />
Die maximale Arbeitsplatzkonzentration<br />
für CO2 (MAK) ist auf 0,5 Volumenprozent<br />
beschränkt. In einer großen<br />
Fabrikhalle führt dies nur selten<br />
zu Problemen – in kleinen, geschlossenen<br />
Räumen oder Strahlkabinen<br />
muss allerdings eine Belüftungsanlage<br />
vorhanden sein. Ist dies nicht der<br />
Fall, braucht der Anwender eine<br />
Sauerstoffversorgung. Ein CO2-Messgerät<br />
am Arbeitsplatz stellt sicher,<br />
dass die Luftzusammensetzung<br />
stimmt.<br />
22 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
AUS DER PRAXIS<br />
Die Liftwerk GmbH, der Hubliftspezialist<br />
aus Nordhessen,<br />
stellt Hebebühnen für den<br />
Anwender im Autolackier- und<br />
Karosseriebereich her.<br />
Die Scherenhebebühnen-Familie<br />
„Lift Assist“ kann aufgelegt<br />
oder im Boden eingebaut<br />
werden. Je nach Modell wird<br />
das Fahrzeug an den Rädern<br />
oder am Schweller angehoben.<br />
Beim Einbau in Lackierkabinen<br />
ist optional auch der<br />
Querverschub möglich.<br />
Hebebühnen<br />
Lift up!<br />
Innovationskraft, viele Jahre Erfahrung<br />
durch den Hersteller und die Marktnähe<br />
durch einen alten Bekannten in unserer<br />
Szene werden bei Liftwerk vereint.<br />
Wir sprachen mit Bernd Hoffmann am<br />
Produktionsstandort in Kaufungen bei<br />
Kassel:<br />
Aktuell sind davon die Nachrichten<br />
voll: Mangel an Rohstoffen,<br />
keine Ersatzteile,<br />
fehlende Elektronik-Teile aus<br />
China. Verzögerung von Lieferketten<br />
und steigende Preise<br />
auf dem Weltmarkt. Wie sind<br />
sie aufgestellt:<br />
Gerade als Kleinserienhersteller wissen<br />
wir, welche Risiken die Fertigung<br />
im Ausland mit sich bringt.<br />
Wir fertigen daher ausschließlich hier<br />
an unserem Standort und kommen so<br />
zuverlässig an alle benötigten Teile. Immerhin<br />
haben wir eine Eigenfertigungsquote<br />
von rd. 95 Prozent und sind nur<br />
in sehr geringem Maß auf Dritte angewiesen.<br />
Einzig die Beschaffung von Stahlblechen<br />
ist augenblicklich ein Problem –<br />
insbesondere in der Güte, wie wir sie<br />
benötigen. Das führt hier und dort zu<br />
leichten Verzögerungen.<br />
Unsere Bühnen sind sehr robust und<br />
man merkt es auch an den Materialien,<br />
die wir verarbeiten. Die Scheren sind<br />
entsprechend ausgelegt, so dass wir<br />
überall auf 3,5 t Hubkraft kommen. Das<br />
ist ein Sicherheitsaspekt, bei dem wir<br />
keine Kompromisse eingehen.<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 23
AUS DER PRAXIS<br />
Wir produzieren im Grunde zwei Serien:<br />
eine mit zwei Luftbälgen; da kommt<br />
man auf eine Hubhöhe von einem Meter;<br />
damit liegt die Arbeitshöhe bei<br />
1,30 m und eine Serie mit drei Luftbälgen,<br />
so dass wir eine Arbeitshöhe von<br />
etwa 1,70 m erreichen.<br />
In wie weit fehlt Ihnen die<br />
Leitmesse Automechanika<br />
um Neuigkeiten vorstellen<br />
zu können?<br />
Die Messe fehlt uns gar nicht. Aufgrund<br />
unserer Erfahrung der letzten Jahre<br />
rechnen sich für uns die Messe- und<br />
Personalkosten nicht. In der Regel fehlen<br />
uns auf der Messe die Entscheider<br />
sowohl von den Werkstätten, wie auch<br />
aus der Lackindustrie; im direkten Kontakt<br />
erreichen wir diesen Personenkreis<br />
viel eher.<br />
Bernd Hoffmann,Vertrieb Automotive und der Liftwerk Produktionsleiter Ulrich<br />
Sievert<br />
Wenn unser Fokus im Export läge,<br />
dann hätten wir uns sicher anders entschieden.<br />
Aber da wir primär den<br />
deutsch-sprachigen Raum im Auge haben,<br />
ist die Entscheidung eben so gefallen.<br />
Wir gehen lieber auf regionale Veranstaltungen.<br />
… um dort Neuigkeiten vorstellen<br />
zu können oder gibt<br />
es keine Neuigkeiten die Sie<br />
auf einer Messe präsentieren<br />
könnten?<br />
Doch, doch wir entwickeln aktuell<br />
TransMobile für den Werkstattbereich.<br />
Der Gedanke dabei ist, dass ein Fahrzeug<br />
bereits bei der Annahme auf eine<br />
Hebebühne gebracht wird und es diese<br />
Hebebühne dann nicht mehr verlässt.<br />
Der Transport über die gesamten Abläufe<br />
in der Werkstatt von der Annahme,<br />
Vorbereitung, Lackierung zum Finish<br />
und zur Übergabe erfolgt über die<br />
TransMobile.<br />
Die Renaissance dieses Gedankens,<br />
den es eigentlich schon seit ein paar<br />
Jahren gibt, liegt darin, dass es insbesondere<br />
bei den Elektrofahrzeugen erforderlich<br />
ist diese Technik einzusetzen.<br />
Viele Elektrofahrzeuge lassen sich,<br />
nachdem der Stromkreis unterbrochen<br />
wurde, nicht mehr anders in der Werkstatt<br />
bewegen. Die Rangierzeiten reduzieren<br />
sich damit um rund 20 Prozent.<br />
Hebebühnen für Rollstühle und Werkstätten „Made in Nordhessen“. Die Eigenfertigungsquote<br />
liegt bei rund 95 Prozent<br />
Ein interessantes Projekt, das<br />
in Zukunft sicher an Bedeutung<br />
gewinnt. Was ist sonst<br />
geplant? Der Produktionsstandort<br />
verspricht Flexibilität<br />
in der Fertigung?<br />
Wir werden uns immer auf das konzentrieren,<br />
wo wir zu Hause sind – und das<br />
ist der Lack- und Karosseriefachbetrieb.<br />
Da sind wir zu Hause und die<br />
Kundenwünsche kennen wir schon viele<br />
Jahre.<br />
Wir stellen zur Zeit Überlegungen an,<br />
ob wir zusätzlich noch Pistolen-Reinigungsgeräte<br />
in unser Portfolio mit aufzunehmen.<br />
Meine Idee ist schon seit<br />
vielen Jahren ein kleines, kompaktes<br />
Gerät zu entwickeln und anzubieten.<br />
Wir haben das Know-how und die Produktionskapazität<br />
so etwas kurzfristig<br />
auf die Beine zu stellen.<br />
Ulrich Diederichs<br />
24 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
INTERVIEW<br />
Das Hochwasser hat bei IDENTICA<br />
Bultink die komplette Werkstatt geflutet.<br />
Fotos: IDENTICA Bultink<br />
Wille und Zuversicht<br />
„Aufgeben passt nicht zu uns“<br />
Bei IDENTICA Bultink in Hagen<br />
flutete das Hochwasser in<br />
der Nacht zum 15. Juli den<br />
kompletten Betrieb. Das Ausmaß<br />
der Zerstörung war katastrophal<br />
– und dennoch konnte<br />
der Betrieb nur wenige Wochen<br />
später wieder eröffnen.<br />
Wie das funktionierte und welche<br />
wichtigen Erkenntnisse<br />
Bastian Bultink aus diesem<br />
Unglück mitgenommen hat, erklärt<br />
er im Interview.<br />
Herr Bultink, den Starkregen<br />
Mitte Juli haben sehr viele<br />
Menschen zu spüren bekommen<br />
– wie kam es bei Ihnen<br />
zur Überflutung?<br />
Es ging alles sehr, sehr schnell. Wir hatten<br />
vorher nie Probleme mit Hochwasser.<br />
Am 14. Juli gegen 16.30 Uhr lief<br />
nebenan die Bahnunterführung voll –<br />
das passiert öfter, weil der Kanal an<br />
dieser Stelle schnell verstopft. Plötzlich<br />
stieg das Wasser. Wir hatten aber immer<br />
noch nicht damit gerechnet, dass<br />
es unseren Betrieb erreichen würde.<br />
Sicherheitshalber besorgten wir trotzdem<br />
mehrere Paletten Sandsäcke im<br />
gegenüberliegenden Baumarkt. Um<br />
19.30 Uhr war klar: Wir haben den<br />
Kampf gegen das Wasser verloren. Die<br />
Straße hatte sich zu einem Fluss entwickelt<br />
und wir konnten unser Firmengelände<br />
plötzlich nicht mehr befahren<br />
oder verlassen.<br />
Was haben Sie dann gemacht?<br />
Wir begannen sofort, die Fahrzeuge auf<br />
die Hebebühnen bzw. hinter die Werkstatt<br />
zu fahren, weil das Gelände dort<br />
etwas höher liegt. Um 20.30 Uhr standen<br />
wir in den Hallen knietief im Wasser.<br />
Wir versuchten zu retten, was zu retten<br />
war. Da wir aber nicht wussten, welche<br />
Geräte noch angeschlossen waren<br />
und welche nicht, und wir auch keine<br />
Möglichkeit hatten, zum Stromkas ten<br />
zu gelangen, entschieden wir, das Gelände<br />
zu verlassen. Bei uns liegt über -<br />
all Starkstrom – wir wollten auf gar keinen<br />
Fall Menschenleben riskieren. Das<br />
Bürogebäude versuchten wir noch mit<br />
Sandsäcken zu retten, doch am nächsten<br />
Morgen sahen wir, dass auch das<br />
nichts genutzt hatte. Über Nacht stieg<br />
das Wasser in den Hallen auf 1,20 Meter<br />
und im Bürogebäude auf 80 cm.<br />
Wie sah das Ausmaß der<br />
Zerstörung aus?<br />
Am nächsten Morgen war das Wasser<br />
noch da, aber es war schon deutlich<br />
weniger. Nach dem Wasser blieb der<br />
Schlamm und nahezu alles war zerstört<br />
oder weggeschwommen. Wir können<br />
den Schaden immer noch nicht in Zah-<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 25
INTERVIEW<br />
Auch im Bürogebäude stand das Wasser.<br />
len benennen, aber wir sind auf jeden<br />
Fall im Millionenbereich.<br />
Die fast völlige Zerstörung des<br />
Familienbetriebs – haben Sie<br />
ans Aufgeben gedacht? Was<br />
hat Sie angetrieben?<br />
Nein, Aufgeben passt nicht zu uns. Da<br />
hatten wir keine Sekunde dran gedacht.<br />
Meine Frau und ich überlegten<br />
sofort, wie und in welcher Reihenfolge<br />
was wieder aufgebaut werden würde.<br />
Was uns antrieb? Jeden Tag das Beste<br />
aus dem Tag zu machen! Das Schicksal<br />
hatte sich unseren Betrieb ausgesucht<br />
– dann zeigen wir dem Schicksal<br />
mal, wie man einen Betrieb wieder aufbaut!<br />
Zum Wiederaufbau: Womit<br />
haben Sie zuerst angefangen?<br />
Wie war der Ablauf?<br />
Noch am Abend haben wir unseren<br />
Versicherungsmakler angerufen. Er hat<br />
einen klasse Job gemacht: Direkt am<br />
nächsten Tag kam der Schadenregulierer<br />
von der Basler Versicherung mit<br />
Gutachtern und Sachverständigen. Es<br />
wurde uns erklärt, wie es jetzt weitergeht.<br />
Wir sind sehr gut versichert – ein<br />
beruhigendes Gefühl! Auch die Mitarbeiter<br />
konnten durch unsere Betriebsunterbrechungsversicherung<br />
weiter zur<br />
Arbeit kommen.<br />
Nur war die Arbeit jetzt eine andere.<br />
Alle haben angepackt! Toll, so ein klasse<br />
Team zu haben. Wir säuberten und<br />
desinfizierten die Hallen, schlugen die<br />
nassen Wände ab, reinigten das Bürogebäude,<br />
überprüften die Werkzeuge,<br />
machten Listen für die Versicherung.<br />
Dann kam der Abriss: Im Bürogebäude<br />
musste der Boden bis auf die Bodenplatte<br />
herausgestemmt und die Wände,<br />
weil es ein Fertighaus ist, bis auf 1,50<br />
Meter entfernt werden.<br />
Seit dem 23. August haben<br />
Sie wieder geöffnet. Wenn Sie<br />
jetzt zurückblicken: Womit<br />
hatten Sie am meisten zu<br />
kämpfen? Was war die<br />
größte Herausforderung?<br />
Die größte Herausforderung war es,<br />
nicht einfach machen zu können! Es ist<br />
unglaublich wichtig, auf die Versicherung<br />
zu achten und korrekt vorzugehen.<br />
Defekte Werkzeuge oder Maschinen<br />
dürfen beispielsweise nicht einfach<br />
entsorgt werden. Die Versicherung<br />
macht anhand der erstellten Listen<br />
Stichproben und schaut, ob die Maschinen<br />
tatsächlich defekt sind. Absolut<br />
richtig und verständlich, aber das muss<br />
man alles wissen. Bevor wir überhaupt<br />
etwas berühren durften, mussten wir<br />
von allem Fotos machen. Solche Tipps<br />
haben wir von unserem Makler bekommen.<br />
Das sind Kleinigkeiten, aber so etwas<br />
kann ganz schnell böse enden.<br />
Sie bedanken sich in Ihren<br />
Facebook-Videos immer<br />
wieder für die Hilfe.<br />
Wer hat Sie wie unterstützt?<br />
Die meiste Unterstützung erhielten wir<br />
von unseren 62 Mitarbeitern. Wir haben<br />
bei uns zu Hause ein Not-Büro eingerichtet,<br />
von wo aus die Kunden telefonisch<br />
informiert wurden.<br />
Auch samstags und sonntags wurde zu<br />
Hause telefoniert und in der Werkstatt<br />
aufgeräumt und sauber gemacht. Alle<br />
zogen an einem Strang. Auch externe<br />
Unternehmen, auf die wir zurückgreifen<br />
mussten, verschoben für uns andere<br />
Termine, um uns zu helfen. Wir wollten<br />
so schnell wie möglich wieder für unsere<br />
Kunden da sein. Das war uns sehr<br />
wichtig. Unser Dank geht aber natürlich<br />
auch an die zahlreichen Freunde,<br />
Bekannte, Kunden, Partner und Hagener.<br />
Wie viel Hilfe uns angeboten wurde,<br />
ist unfassbar! Jeder steuerte das bei,<br />
was er oder sie leisten konnte. Einfach<br />
großartig! Auch wissen wir es zu schätzen,<br />
solche tollen Kunden zu haben!<br />
Bis auf wenige, die nachvollziehbare<br />
Gründe hatten, haben alle mit ihrem<br />
Service oder der Reparatur gewartet,<br />
bis wir wieder aufgemacht haben.<br />
Danke für das Gespräch Herr<br />
Bultnik.<br />
Mit vereinten Kräften hat es IDENTICA<br />
Bultink geschafft, den Betrieb am<br />
23.8. wieder zu öffnen.<br />
26 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
Immer aktuell informiert mit<br />
<strong>FML</strong><br />
Der Fahrzeug- und Metall-Lackierer / Das Lackiererhandwerk<br />
Seit mehr als 60 Jahren<br />
erscheint <strong>FML</strong> — Der<br />
Fahrzeug- und Metall-<br />
Lackierer / Das Lackiererhandwerk<br />
im AUDIN Verlag<br />
die Fachzeitschrift für das Autoreparaturhandwerk.<br />
Im Fokus der Berichterstattung jeder Ausgabe stehen<br />
thematische Schwerpunkte als Highlight für<br />
alle Aspekte der modernen Unfallreparatur- und<br />
Oberflächentechnik. Durch regelmäßige Beiträge<br />
begleitet <strong>FML</strong> die Ausbildung zum Fahrzeuglackierer<br />
in enger Kooperation mit den renommierten<br />
deutschen Berufs- und Meisterschulen.<br />
Die Redaktion von <strong>FML</strong> arbeitet eng mit einem<br />
Stamm von kompetenten und qualifizierten Autoren<br />
und veröffentlicht deren Fachbeiträge.<br />
AUDIN Verlag GmbH<br />
Knöbelstraße 36<br />
80538 München<br />
Tel. (0 89) 24 22 83-0<br />
Fax (0 89) 24 22 8319<br />
Abobestellung unter:<br />
www.fml-aktuell.de/abo.html
BRANCHEN NEWS<br />
Kooperation<br />
Glasurit ColorMotion und<br />
der LPS Service Center Gruppe<br />
Bernd Sessner, BASF Key Account Manager FLI (Fleet Leasing<br />
Insurance), Angelika Busch, geschäftsführende Gesellschafterin<br />
LPS, Detlef Peltzer, geschäftsführender Gesellschafter LPS<br />
Das Glasurit Kundennetzwerk<br />
ColorMotion und die<br />
LPS Firmen-Gruppe werden<br />
in Zukunft eng zusammenarbeiten.<br />
Ziel ist es, das LPS<br />
Netzwerk weiter auszubauen,<br />
sowie die Belieferung mit Reparaturlacken<br />
für das LPS<br />
Premium Center in Neuss –<br />
dem größten und modernsten<br />
Leasingrückgabe-Center in<br />
Deutschland. Zudem verarbeitet<br />
die LPS Akademie<br />
(ILA: International LPS Academy)<br />
in Neuss primär Glasurit-Lacke.<br />
Die LPS Firmen-Gruppe, mit<br />
einem jährlichen Steuerungsvolumen<br />
von mehreren Millionen<br />
Euro, hat sich bundes-<br />
weit auf die Bearbeitung und<br />
Bewertung von Leasingfahrzeugen<br />
vor ihrer Rückführung,<br />
sowie auf die Einsteuerung<br />
von Unfallschäden spezialisiert.<br />
Das erste LPS Service<br />
Center wurde im Jahr<br />
2002 in Ratingen gegründet<br />
und beschäftigt sich seitdem<br />
mit der Bearbeitung von<br />
Lackschäden – Smart-Repair,<br />
Dellen sowie Hagelschäden.<br />
Anfangs waren ausschließlich<br />
Autohäuser und deren<br />
große Niederlassungen die<br />
Hauptkunden.<br />
Mittlerweile hat die Firmengruppe<br />
das größte Reparatur-<br />
Netzwerk für Leasingfahrzeuge<br />
aufgebaut, betreut bundesweit<br />
Groß- und Flottenkunden<br />
und kooperiert zusätzlich<br />
mit namhaften Schadensteuerern.<br />
Die Forderung<br />
der Flottenkunden ist neben<br />
der Unfall-Instandsetzung<br />
auch die zusätzliche professionelle<br />
Bearbeitung von Leasingrückläufern.<br />
Detlef Peltzer, geschäftsführender<br />
Gesellschafter, zur<br />
Kooperation: „Einer unserer<br />
USPs ist, dass wir das Leasing-Segment<br />
sehr genau<br />
kennen und wissen, was bei<br />
einem Rückläufer akzeptable<br />
und nicht akzeptable Gebrauchsspuren<br />
sind. Mit unserer<br />
eigens entwickelten<br />
Premium Smart-Repair-Technik<br />
ist es uns möglich, Schäden<br />
kostengünstig Instand zu<br />
setzen und es hat sich gezeigt,<br />
dass Glasurit Produkte<br />
hier besonders gut geeignet<br />
sind.“<br />
Die Smart-Repair-Technik,<br />
standardisierte Prozesse in<br />
der Bearbeitung von Leasing -<br />
rückläufern und der Umgang<br />
mit Schadenskatalogen wird<br />
in den Schulungen von LPS<br />
regelmäßig an Partnerbetriebe<br />
im LPS eigenen Schulungszentrum<br />
vermittelt<br />
Darüber hinaus bietet LPS<br />
seinen Partnerbetrieben Unterstützung<br />
im Bereich Marketing<br />
und Akquise an. Angelika<br />
Busch, geschäftsführende<br />
Gesellschafterin, dazu:<br />
„Viele Betriebe haben im Alltag<br />
nicht die Zeit, ihren<br />
Markt zu sondieren und Neukunden<br />
zu identifizieren und<br />
akquirieren.<br />
Mit dem LPS-Marketing-Konzept<br />
haben wir einen passenden<br />
Baustein für Betriebe gefunden,<br />
ihren Umsatz weiter<br />
zu steigern.“<br />
Bernd Sessner, Key Account<br />
Manager FLI bei der BASF<br />
sieht in LPS viel Potential für<br />
das Glasurit Netzwerk Color-<br />
Motion, „LPS verfügt bereits<br />
über ein weites Netzwerk<br />
und ist ausgezeichnet mit<br />
Schadensteuerern und Flotten<br />
vernetzt. Für ColorMotion<br />
Betriebe öffnen sich hier viele<br />
Möglichkeiten und die<br />
Konzepte passen sehr gut in<br />
unsere Netzwerkstrategie.“<br />
LPS Service Center<br />
Die LPS Firmen-Gruppe wurde<br />
im Jahr 2002 von Detlef<br />
Peltzer und Angelika Busch<br />
(geschäftsführende Gesellschafter)<br />
in Ratingen im Ruhrgebiet<br />
gegründet. Heute betreut<br />
die LPS Firmen-Gruppe<br />
bundesweit Groß- und Flottenkunden<br />
mit Fuhrparkgrößen<br />
bis zu mehreren tausend<br />
Fahrzeugen.<br />
Der Fokus der LPS Firmen-<br />
Gruppe liegt auf der professionellen,<br />
bundesweiten Bearbeitung<br />
von Leasingrückläufern<br />
und Unfallschäden.<br />
Unter Anwendung einer<br />
hauseigenen Lackiertechnik<br />
„Premium S.m.a.r.t-Repair“<br />
werden unter anderem Lackschäden<br />
bearbeitet, die in<br />
eine Fläche tangieren, ohne<br />
dabei das ganze Bauteil lakkieren<br />
zu müssen. ☐<br />
28 <strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
BRANCHEN NEWS<br />
ANEST IWATA feiert 95. Geburtstag<br />
Jubiläums-Aktion vom<br />
4. Oktober bis 26. November <strong>2021</strong><br />
Im Jahr <strong>2021</strong> feiert die<br />
ANEST IWATA Gruppe nun<br />
mehr ihren 95. Geburtstag<br />
und damit 95 Jahre Passion<br />
für das Lackieren.<br />
ANEST IWATA kombiniert<br />
die langjährige Erfahrung in<br />
der Oberflächentechnik mit<br />
anspruchsvoller japanischer<br />
Handwerkskunst unter der<br />
stetigen Suche nach Spitzentechnologien.<br />
So entwickelte<br />
und entwickelt die Unternehmensgruppe<br />
Profi- Lackierpistolen,<br />
mit denen im Lackierprozess<br />
jede Grenze überschreitbar<br />
wird.<br />
Feiern Sie mit ANEST IWA-<br />
TA und erhalten Sie im Zeitraum<br />
vom 4. Oktober bis 26.<br />
November <strong>2021</strong> zum PRO<br />
KIT der SUPERNOVA Serie<br />
GRATIS den 95 Jahre Jubiläums-Hoodie.<br />
Die Profi- Lackierpistolen der<br />
SUPERNOVA Serie arbeiten<br />
unter Einsatz der bewährten<br />
Vorzerstäuber Technologie<br />
(Schlitzdüse). Die Vorteile<br />
der Vorzerstäuber Technologie<br />
liegen klar auf der Hand:<br />
weniger Luftbedarf, hohe Materialübertragung,<br />
deutlich<br />
weniger Overspray, sehr feine<br />
Zerstäubung und weiches<br />
Spritzbild. Diese Technologie<br />
ermöglicht eine perfekte<br />
Oberflächenbeschichtung<br />
mit einer hohen Materialeinsparung.<br />
Bestellungen des Jubiläums-<br />
Bundles können ab sofort bei<br />
allen autorisierten Fachhändlern<br />
aufgegeben werden. Die<br />
Auslieferung erfolgt ab 4.<br />
Oktober <strong>2021</strong> solange der<br />
Vorrat reicht.<br />
Besuchen Sie ANEST IWATA<br />
für mehr Informationen auf<br />
der neuen Homepage<br />
www.anest-iwata-coating.com<br />
oder folgen Sie ANEST IWA-<br />
TA auf dem Facebookprofil<br />
www.facebook.com/ANESTI-<br />
WATADeutschland bzw. bei<br />
Instagram:<br />
www.instagram.com/anestiwatadeutschland.<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 29
BRANCHEN NEWS<br />
Tipps<br />
Perlglanzreparaturlackierungen auf<br />
großen Oberflächen<br />
Im neuesten Standovision<br />
Trainingsvideo demonstriert<br />
ein Experte Lackierern das<br />
Durchführen einer perfekten<br />
weißen Perlglanzreparatur in<br />
drei Schichten und über die<br />
gesamte Fahrzeugseite.<br />
Standox, eine globale Reparaturlackmarke<br />
von Axalta,<br />
einem weltweit führenden<br />
Anbieter von Flüssig- und<br />
Pulverlacken, hat ein neues<br />
Standovision Trainingsvideo<br />
veröffentlicht. Das Video veranschaulicht<br />
Lackierern, wie<br />
sie eine perfekte weiße Perlglanzreparatur<br />
in drei<br />
Schichten über eine komplette<br />
Fahrzeugseite vornehmen<br />
können. Laut Axaltas Globaler<br />
Studie der beliebtesten<br />
Autofarben 2020 (Global Automotive<br />
2020 Color Popularity<br />
Report) bleibt Weiß mit<br />
38 Prozent die beliebteste<br />
Autofarbe auf der ganzen<br />
Welt. Angesichts der Tatsache,<br />
dass 11 Prozent der weißen<br />
Fahrzeuge einen Perlmutteffekt<br />
aufweisen, steigt<br />
der Bedarf an 3-Schicht-Reparaturlackierungen<br />
stetig.<br />
In diesem aktuellen Standovision<br />
Video führt ein Experte<br />
von Axalta die Reparaturlakkierer<br />
durch die erforderlichen<br />
Schritte für komplexe 3-<br />
Schicht-Perlglanzreparaturen,<br />
die über mehr als ein Karrosserieteil<br />
verlaufen. Dazu gehören<br />
auch Vermeiden und<br />
Beheben von Fehlern, damit<br />
auf Anhieb die gewünschten<br />
Ergebnisse erzielt werden.<br />
Harald Klöckner, Axalta International<br />
Training Leader<br />
und Refinish Product Specialist<br />
für die Region Europa,<br />
Naher Osten und Afrika, betont:<br />
„Wir haben unseren professionellen<br />
Lackierern aufmerksam<br />
zugehört. Sie haben<br />
uns um Rat zu dem schwierigen<br />
Reparaturverfahren bei<br />
3-Schicht-Perlglanzlackierungen<br />
auf größeren Oberflächen<br />
gefragt. Daraufhin haben<br />
wir dieses Trainingsvideo<br />
entwickelt und uns hierbei<br />
auf Techniken konzentriert,<br />
bei denen der Basislack<br />
Standoblue eingesetzt<br />
wird, um Probleme wie Wolkenbildung<br />
zu vermeiden.<br />
Außerdem sprechen wir weitere<br />
Herausforderungen an,<br />
denen Lackierer während<br />
der Reparatur begegnen<br />
könnten.“<br />
Vorbereitung und Planung<br />
Standox empfiehlt, dass sich<br />
die Lackierer vor Beginn einer<br />
3-Schicht-Reparaturlakkierung<br />
mit wichtigen Techniken,<br />
wie beispielsweise der<br />
Erstellung von Farbmustern<br />
und dem Beilackierverfahren<br />
vertraut machen. Diese sind<br />
für Reparaturen jeder Größe<br />
ein absolutes Muss.<br />
„Ein weiterer wichtiger<br />
Aspekt bei der Vorbereitung<br />
ist die Verwendung des richtigen<br />
Füllerfarbtons. Für eine<br />
weiße Perleffektlackierung<br />
empfehlen wir einen weißen<br />
Füller“, erklärt Harald Klöckner.<br />
Anpassung an die<br />
Umgebungsbedingungen<br />
Bei großen Reparaturen ist<br />
die Produkteinstellung aufgrund<br />
der Anzahl an Überlappungsbereichen<br />
sowohl<br />
beim Auftragen der Grundfarbe<br />
als auch beim Effektgang<br />
von noch größerer<br />
Wichtigkeit. Lackierer sollten<br />
die Anzahl der Überlappungsbereiche<br />
möglichst reduzieren,<br />
um ein Absetzen<br />
von trockenem Spritznebel<br />
auf dem noch zu lackierenden<br />
Teil der Reparaturarbeit<br />
zu minimieren.<br />
Bei Arbeiten unter wärmeren<br />
Bedingungen empfiehlt Standox,<br />
den Basislack entsprechend<br />
einzustellen, um einer<br />
schnelleren Ablüftzeit entgegenzuwirken.<br />
Eine langsamere<br />
Produkteinstellung hält<br />
den Lackfilm länger offen,<br />
wodurch eine bessere Spritznebelaufnahme<br />
ermöglicht<br />
und Wolkenbildung vermieden<br />
werden kann. Es muss<br />
zudem berücksichtigt werden,<br />
dass die Grundfarbe<br />
schneller trocknet, wenn sie<br />
gehärtet ist. Unter heißen Bedingungen<br />
trägt eine größere<br />
Düse an der Spritzpistole<br />
dazu bei, die Applikationsgeschwindigkeit<br />
beizubehalten<br />
und einen gleichmäßig nassen<br />
Film zu erzeugen.<br />
Die beste Art der<br />
Lackierung<br />
Beim Lackieren einer kompletten<br />
Fahrzeugseite können<br />
die Lackierer entweder am<br />
unteren Bereich des hinteren<br />
Radlaufs beginnen und von<br />
dort aus zur Fahrzeugfront arbeiten<br />
oder vom vorderen<br />
Kotflügel aus in Richtung<br />
Fahrzeugheck lackieren. Dabei<br />
ist es wichtig sicherzustellen,<br />
dass die einzelnen Bereiche<br />
gleichmäßig ineinander<br />
übergehen, um einen durchgängigen<br />
Lackfilm zu erzielen.<br />
„Dieses Video sollte in Verbindung<br />
mit dem von uns bereits<br />
veröffentlichten Trainingsvideo<br />
zur 3-Schicht-Reparaturlackierung<br />
angesehen<br />
werden. Die beiden Videos<br />
sollten zusammen angesehen<br />
werden, um den Lackierern<br />
zu perfekten Reparaturen zu<br />
verhelfen“, sagt Harald<br />
Klöckner.<br />
Beide Standox Videos – „3-<br />
Schicht-Reparaturlackierung<br />
einer kompletten Fahrzeugseite“<br />
und „3-Schicht-Reparaturlackierung“<br />
– finden Sie<br />
auf dem Standox YouTube-<br />
Kanal<br />
www.youtube.com/standoxonline.<br />
Weitere Informationen<br />
zu Standox finden Sie<br />
unter www.standox.com/de.<br />
☐<br />
30<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
BRANCHEN NEWS<br />
Auf neuen Wegen<br />
Traditions-Mittelständler goes<br />
Instagram<br />
Geschäftsführer Bernhard<br />
Pannenbecker.<br />
Foto: Innocolor Pannenbecker<br />
Bernhard Pannenbecker vertreibt<br />
in seinem Unternehmen<br />
neben Autoteilen und<br />
Tischlerbedarf seit Jahrzehnten<br />
Autoreparaturlacke der<br />
Axalta-Premiummarken Cromax<br />
® und Standox. Sein Credo:<br />
Unmittelbar und nah am<br />
Kunden sein. Neben passgenauem<br />
Service und eng getakteten<br />
Lieferungen mehrfach<br />
am Tag gehört für ihn<br />
jetzt auch die Präsenz in den<br />
sozialen Medien dazu.<br />
Wer ein Unternehmen leitet,<br />
das seit 1934 besteht, der<br />
kennt sich mit Veränderungen<br />
bestens aus. So auch<br />
Bernhard Pannenbecker, der<br />
in dritter Generation die Gerhard<br />
Pannenbecker KG in<br />
Moers leitet. Er konzipiert<br />
mit seinem Team seit Monaten<br />
den Instagram-Auftritt seiner<br />
Firma – und ist im Juni<br />
mit den ersten Videos an den<br />
Start gegangen.<br />
„Soziale Medien – das war eigentlich<br />
noch nie mein Thema.<br />
Aber ich sehe immer<br />
mehr, dass wir daran als Unternehmen<br />
nicht mehr vorbeikommen”,<br />
so der 51-Jährige.<br />
Und mehr als das: Die Videodrehs<br />
mit seinem Sohn und<br />
einem befreundeten PR-Spezialisten<br />
„sind zwar anstrengend,<br />
wenn man dieselbe<br />
Szene acht Mal drehen muss,<br />
aber es macht auch einfach<br />
Spaß!” Eine weitere Erkenntnis,<br />
die er während der Produktion<br />
hatte: Auch wenn die<br />
Inhalte unterhaltsam und<br />
kurzweilig daherkommen –<br />
dahinter steckt eine Menge<br />
Planung und Arbeit.<br />
Unterstützung erhält der<br />
Händler dabei von der Axalta-Marketingleitung<br />
Deutschland.<br />
„Erste Ideen und Konzepte<br />
konnte ich mit Bianca<br />
Anhalt von Axalta entwikkeln.”<br />
Konkretisiert hat er<br />
die Pläne dann mit einem<br />
Team aus insgesamt 16 Kollegen.<br />
„Abgesehen von dieser<br />
Gruppe ist jeder Kollege und<br />
jede Kollegin eingeladen,<br />
sich mit Ideen und Verbesserungsvorschlägen<br />
einzubringen.”<br />
Dies spiegelt sein Verständnis<br />
von möglichst flachen<br />
Hierarchien und Agilität<br />
in seinem Unternehmen<br />
wider.<br />
Den Anfang machten zwei Videos,<br />
in denen der User einen<br />
Blick hinter die Kulissen<br />
des mittelständischen Unternehmens<br />
mit 360 Mitarbeitern<br />
werfen kann. „So können<br />
auch Kunden, die selten<br />
oder gar nicht bei uns in den<br />
Standorten vorbeikommen,<br />
einmal schauen, wie bei uns<br />
alles organisiert ist”, erklärt<br />
Bernhard Pannenbecker. In<br />
weiteren Videos geht es um<br />
Der Ende Juni gestartete Instagram-Account kann schon einigen<br />
Content vorweisen.<br />
Foto: Bkomm<br />
fachliche Themen wie zum<br />
Beispiel das digitale Farbtonmanagement,<br />
anschaulich<br />
von einem Servicetechniker<br />
erklärt. Bestens abgestimmte<br />
Abläufe, viel Fachwissen und<br />
nicht zuletzt neue Produkte<br />
und Materialien sollen zukünftig<br />
thematisiert werden.<br />
„Wir haben ein breites Spektrum<br />
an Erfahrung und Expertise<br />
– damit möchten wir<br />
nicht nur kleckern, sondern<br />
klotzen.”<br />
Lohnt sich die Arbeit? „Natürlich<br />
sind wir mit einer<br />
dreistelligen Zahl an Abonnenten<br />
noch nicht am Ende<br />
der Fahnenstange”, überlegt<br />
Bernhard Pannenbecker.<br />
„Aber die positiven Rückmeldungen<br />
von Kunden und Geschäftspartnern<br />
zeigen uns,<br />
dass wir auf dem richtigen<br />
Weg sind.” Ziel des Weges:<br />
Eine größere Bekanntheit<br />
des Unternehmens soll bei<br />
der geplanten Expansion helfen.<br />
Im Ruhrgebiet und am<br />
Niederrhein kennt man den<br />
alteingesessenen Mittelständler<br />
zwar. „Aber südlich von<br />
Düsseldorf haben wir noch<br />
Potenzial. Und das möchte<br />
ich gerne ausschöpfen.” Und<br />
dafür geht er auch gerne<br />
neue Wege.<br />
☐<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 31
BRANCHEN NEWS<br />
Moderne Alkydharzlacke<br />
Nachhaltiger Kunstharzlack?<br />
Das geht!<br />
Die Mischung macht’s! Die nachhaltigen Kunstharzlacke der<br />
Farbenfabrik Oellers werden fortlaufend weiterentwickelt.<br />
Copyright: AdobeStock_434531657<br />
Stoßfestigkeit, hohes Deckvermögen<br />
und gute Verlauf -<br />
eigenschaften gehören zu<br />
den vielen Vorteilen von<br />
Kunstharz- bzw. Alkydharzlacken.<br />
Und trotzdem stehen<br />
sie gelegentlich in der Kritik.<br />
Umweltschützer mahnen besonders<br />
einen hohen Lösungsmittelanteil<br />
und mineralische<br />
Öle als Basis dieser<br />
Farben an. Dabei bieten<br />
Lackexperten wie die Farbenfabrik<br />
OELLERS schon<br />
lange umweltverträglichere<br />
Alkydharze aus nachhaltigen<br />
Rohstoffen an.<br />
Ob 30.000 Jahre alte Höhlenmalereien<br />
oder 6.000 Jahre<br />
altes Chinaporzellan – seit<br />
Urzeiten dekorieren und verschönern<br />
Menschen mit einem<br />
Gemisch aus Ölen, Harzen<br />
und farbigen Pigmenten<br />
ihre Umgebung. Heute spielen<br />
auch Oberflächenschutz<br />
und Werterhalt eine entscheidende<br />
Rolle beim Aufbringen<br />
von Farben und Lacken.<br />
Die sogenannten Formulierungen<br />
– also die Rezepturen<br />
– moderner Lacke und Farben<br />
sind dabei im ständigen<br />
Wandel und werden immer<br />
komplexer: Aber immer noch<br />
bilden drei Bestandteile –<br />
Bindemittel, Füllstoffe und<br />
farbgebende Pigmente – die<br />
Basis für hochwertige Beschichtungen.<br />
Lackingenieure wie Tobias<br />
Krawczyk, Entwickler bei der<br />
Farbenfabrik OELLERS in Aldenhoven<br />
und Chemiedoktorand<br />
an der Hochschule Niederrhein,<br />
verfeinern fortlaufend<br />
die Zusammensetzungen<br />
von Lacken und passen<br />
sie spezifischen Anforderungen<br />
an. Neben Haltbarkeit,<br />
Oberflächenschutz oder gu -<br />
ter Verarbeitung stehen heute<br />
auch Umwelt- und Gesundheitsaspekte<br />
im Fokus. Vor allem<br />
Kunstharz- bzw. Alkydharzlacke<br />
bieten hier großes<br />
Potenzial für den Einsatz<br />
nachhaltiger Inhaltsstoffe.<br />
Die Entwickler verzichten inzwischen<br />
weitgehend auf Mineralöle<br />
und reduzieren die<br />
früher sehr hohen Anteile petrochemischer<br />
Lösungsmittel<br />
immer weiter.<br />
Alkydharze aus nachhaltigen<br />
Rohstoffen<br />
„Dabei gilt es natürlich die<br />
positiven Eigenschaften dieser<br />
Lackart zu erhalten und<br />
noch weiter zu verbessern“,<br />
beschreibt Krawczyk eine<br />
der Herausforderungen seiner<br />
Arbeit. Kunstharzlacke<br />
sind grundsätzlich sehr robust<br />
und abriebfest und eignen<br />
sich ideal für extrem beanspruchte<br />
Oberflächen im<br />
Außenbereich. Ob auf Holztoren,<br />
Gartenhäusern, Metallgattern,<br />
Nutzfahrzeugen oder<br />
Containern – Kunstharzlacke<br />
haften besonders gut und<br />
sind äußerst resistent gegen<br />
Umwelteinflüsse und mechanische<br />
Belastungen.<br />
Als Bindemittel enthält Kunstharzlack<br />
Alkydharz; ein Polymer,<br />
das mit Fettsäuren modifiziert<br />
ist. Fettsäuren kommen<br />
in pflanzlichen Ölen aus<br />
nachwachsenden Rohstoffen<br />
vor; etwa in Raps- und Sonnenblumenöl.<br />
Sie werden<br />
chemisch mit dem Polymer<br />
verknüpft, damit der Lack<br />
seine Anwenderfreundlichkeit<br />
erhält. „Je nach Untergrund<br />
wird die Zusammensetzung<br />
angepasst“, sagt<br />
Krawczyk. So gibt es Alkydharze,<br />
die sehr gut auf Holz<br />
haften, und andere, die wiederum<br />
besser für Metalle<br />
oder Kunststoffoberflächen<br />
geeignet sind.<br />
Die Lackherstellung selbst<br />
lässt sich ein wenig mit Kochen<br />
oder Backen vergleichen.<br />
„Im Grunde ist die Formulierung<br />
ein Rezept, das<br />
fortlaufend weiterentwickelt<br />
und den Bedürfnissen angepasst<br />
wird“, erklärt der Chemiker.<br />
So kann bei der Zusammensetzung<br />
des Lacks<br />
etwa die elektrische Leitfähigkeit,<br />
die Trocknungszeit<br />
oder der bestmögliche Korrosionsschutz<br />
von Bedeutung<br />
sein. Viskosität und Fließeigenschaften<br />
lassen sich ebenfalls<br />
präzise einstellen, je<br />
nachdem, ob der Lack gestrichen,<br />
gerollt oder gespritzt<br />
werden soll. Damit es<br />
„schmeckt“, bieten Lackhersteller<br />
wie die Farbenfabrik<br />
OELLERS für jeden Anspruch<br />
die passende Lösung.<br />
Großen Einfluss auf die kontinuierliche<br />
Weiterentwick-<br />
Das kommt auch Nutzfahrzeugen zugute: Lacke und<br />
Korrosionsschutz auf natürlicher Basis.<br />
Copyright: dreamstime_54535525<br />
32<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
BRANCHEN NEWS<br />
lung moderner und umweltverträglicher<br />
Alkydharzlacke<br />
hat das gestiegene Umweltbewusstsein<br />
vieler Endkunden.<br />
Noch vor wenigen Jahren<br />
wurden Kunstharzlacke<br />
hauptsächlich aus mineralischen<br />
Ölen produziert und<br />
mit stark riechenden, petrochemischen<br />
Lösungsmitteln<br />
verdünnt. Paul Oellers erkannte<br />
früh, dass Lacke auf<br />
Pflanzen- und Wasserbasis<br />
mindestens genauso gut sind.<br />
Deshalb fokussierte der Inhaber<br />
der Farbenfabrik OEL-<br />
LERS sein Sortiment auf<br />
überwiegend nachhaltige<br />
Lacke. Heute werden die Alkydharzlacke<br />
in seinem Portfolio<br />
bis zu 90 Prozent aus<br />
nachhaltigen Rohstoffen hergestellt.<br />
Trend zu noch mehr Nachhaltigkeit<br />
Bei einigen wenigen Bestandteilen<br />
der Lacke gibt es in<br />
punkto Umweltverträglichkeit<br />
noch Verbesserungsmöglichkeiten.<br />
Besonders die<br />
Farbpigmente hat Krawczyk<br />
im Blick. Pigmenthersteller<br />
bieten aus optischen Gründen<br />
vor allem die organischen<br />
Varianten an. Doch<br />
diese werden meist petrochemisch<br />
hergestellt. Vielen<br />
Kunstharzlacken sind zudem<br />
häufig Additive zugesetzt, die<br />
Rohöldestillate beinhalten.<br />
„Das sind die beiden wesentlichen<br />
Ansatzpunkte, an denen<br />
wir forschen, um die<br />
Nachhaltigkeit von Alkydharzlacken<br />
noch weiter zu<br />
steigern“, erklärt der Chemiker.<br />
Alkydharzlacke vs. Acryllacke<br />
Im Gesamtvergleich schneiden<br />
für Tobias Krawczyk Alkydharzlacke<br />
besser ab als<br />
Acryllacke. „Kunstharzlacke<br />
sind für mich die erste Wahl“,<br />
ist er überzeugt. „Sie sind<br />
deutlich fehlertoleranter und<br />
lassen sich für nahezu jeden<br />
Anwendungsbereich nutzen.“<br />
Dabei wirft er noch einen<br />
weiteren Aspekt auf, der die<br />
Nachhaltigkeit von Kunstharzlacken<br />
ausmacht. „Ist<br />
eine Oberfläche fachmännisch<br />
mit einem Alkydharzlack<br />
beschichtet, brauche ich<br />
mich sehr, sehr lange nicht<br />
mehr darum zu kümmern“,<br />
betont er. „So schont die Farbe<br />
zusätzlich finanzielle Ressourcen.“<br />
☐<br />
Werkgelände als Etappenziel<br />
130 Oldtimer machen Station<br />
in Münster<br />
globaler Ratgeber der FIVA<br />
für lackrelevante Fragen bei<br />
klassischen Fahrzeugen.<br />
Unter den vierrädrigen Kostbarkeiten<br />
fanden sich seltene<br />
Exemplare aus den 19<strong>10</strong>er<br />
Jahren wie ein Rolls Royce<br />
und ein Renault aus dem Jahr<br />
1913, ein Pierce Arrow aus<br />
den 1920er Jahren sowie ein<br />
Kompressor-Mercedes.<br />
Die Rallye, die sonst als<br />
ADAC Zurich Westfalen Klassik<br />
bekannt ist, wurde in diesem<br />
Jahr von der FIVA zur<br />
„FIVA World Rally“ auserkoren.<br />
Hierfür wird jedes Jahr<br />
eine andere Rallye ausgewählt.<br />
Die zurückzulegende<br />
Route beträgt insgesamt 650<br />
Kilometer, die an fünf Tagen<br />
absolviert werden. ☐<br />
Auf Hochglanz poliert und<br />
liebevoll gepflegt fuhren jetzt<br />
mehr als <strong>10</strong>0 Klassiker der<br />
Automobilgeschichte mit ihren<br />
Fahrern auf dem Werksgelände<br />
von BASF in Münster<br />
ein. Vor Ort galt es für<br />
die Teilnehmer eine Frage<br />
zur Lackschichtdeckenmessung<br />
zu beantworten. Ebenso<br />
bestand die Möglichkeit sich<br />
über Themen wie Lackaufbau,<br />
Produkte, Lacktrends<br />
und die Unternehmensgeschichte<br />
zu informieren bevor<br />
die Fahrt nach möglichst kurzer<br />
Unterbrechung fortgesetzt<br />
wurde.<br />
Jürgen Book, Classic Car Colors<br />
Manager bei BASF Coatings,<br />
hat die Kooperation<br />
der Autoreparaturlack-Marke<br />
Glasurit mit dem Weltverband<br />
der Oldtimer-Clubs initiiert:<br />
Seit 2016 ist Glasurit<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 33
BRANCHEN NEWS<br />
Schwerpunkt<br />
Das Hotline-Team<br />
Die Nummer gegen Lack-Kummer<br />
Tobias Denstädt, Andrea Rommel, Mike Trapp und Olaf Tepper-Wilhelm bilden zusammen das<br />
Hotline-Team.<br />
Foto: Axalta<br />
Trotz besten Materials und<br />
geschulter Mitarbeiter:<br />
Manchmal läuft es einfach<br />
nicht in der Werkstatt. Fehlstellen<br />
im Lack, streikende<br />
Computerprogramme, unauffindbare<br />
Farbtöne – hier hilft<br />
den Kunden der Axalta Premiummarken<br />
Spies Hecker,<br />
Cromax und Standox das<br />
Team von der Hotline. Drei<br />
Experten und eine Expertin<br />
aus den Bereichen Admin,<br />
Software, Color und Technik<br />
kümmern sich um die Anrufer.<br />
Das Fahrzeug ist abgedeckt,<br />
die Farbtonmessung durchgeführt<br />
und bevor es ans Lakkieren<br />
geht, muss nur noch<br />
die Formel gemischt werden<br />
– da verweigert der Color<br />
Computer den Dienst und<br />
will sich partout nicht mit der<br />
Waage verbinden lassen. Guter<br />
Rat scheint hier teuer zu<br />
sein – jedoch nicht für Kunden<br />
der Axalta-Premiummarken<br />
Spies Hecker, Standox<br />
und Cromax.<br />
Der Lacklieferant bietet mit<br />
seiner kostenlosen Hotline<br />
umfassenden Service für<br />
Kunden in den Bereichen<br />
Software, Administration,<br />
Technik und Color. An Wochentagen<br />
steht das Team ab<br />
8:00 Uhr in den Startlöchern.<br />
„An der Software-Hotline<br />
melden sich Kunden, wenn<br />
digitale Prozesse nicht laufen,<br />
wie sie es eigentlich sollten”,<br />
erläutert Andrea Rommel,<br />
die hier mit ihrem Kollegen<br />
Tobias Denstädt Helfer<br />
in der Not ist. Meist sind es<br />
nicht installierte Updates, die<br />
alles ins Stocken bringen.<br />
„Hier wähle ich mich dann<br />
über die Fernwartung beim<br />
Kunden ein und bringe die<br />
Dinge im besten Fall wieder<br />
schnell ans Laufen. Manchmal<br />
kann es allerdings auch<br />
ein paar Stunden dauern, je<br />
nachdem, wie komplex das<br />
Problem ist“, erläutert Tobias<br />
Denstädt. Vor zwei Jahren<br />
wurde zusätzlich eine Admin-<br />
Hotline eingerichtet, die Olaf<br />
Tepper-Wilhelm betreut. Wer<br />
zum Beispiel seine Zugangsdaten<br />
vergessen hat, erhält<br />
von ihm Hilfe per Telefon<br />
und per Mail – und das immer<br />
schnell.<br />
Als Administrator sorgt er dafür,<br />
dass die Kunden reibungslosen<br />
Zugang zu allen<br />
digitalen Bereichen haben,<br />
die für sie unerlässlich sind.<br />
„Webshop, Color-Software,<br />
Registrierung – für den effizienten<br />
Ablauf im Betrieb ist<br />
das alles sehr wichtig.“<br />
Viel Erfahrung und geballte<br />
Kompetenz gibt es bei Mike<br />
Trapp an der Technik-Hotline.<br />
Der Lackierermeister lei -<br />
tet Hilfestellung bei Fragen<br />
zum Lackaufbau und geht<br />
auf Spurensuche, wenn es<br />
mal wieder zu Lackierfehlern<br />
kommt – meistens erfolgreich.<br />
„Allerdings gibt es auch Fälle,<br />
in denen ich die Kollegen<br />
im Außendienst informiere,<br />
damit sie sich beim Kunden<br />
das Problem direkt vor Ort<br />
anschauen.“ Und er nennt direkt<br />
ein Beispiel: In einem<br />
Betrieb kam es plötzlich wiederholt<br />
zu unerklärlichen<br />
Lackierfehlern. Die Nachforschungen<br />
des Außendienstlers<br />
ergaben: In den Ansaugbereich<br />
des Druckluft-Kompressors<br />
strömte von einer benachbarten<br />
Kantine Küchendunst.<br />
„Lack und Pommesfett<br />
– das vertrug sich einfach<br />
nicht“, fasst Mike Trapp die<br />
Situation zusammen.<br />
Auch an der Color-Hotline,<br />
die neben Andrea Rommel<br />
und Olaf Tepper-Wilhelm von<br />
Tobias Denstädt betreut wird,<br />
müssen mitunter umfangreiche<br />
Nachforschungen angestellt<br />
werden: Scheint ein<br />
Farbton unauffindbar, geht er<br />
auch schon mal anhand der<br />
Fahrgestellnummer auf die<br />
Suche. Auch bei Fragen nach<br />
Farbtönen für Anbauteile wie<br />
Stoßstangen unterstützt er<br />
und ebenso, wenn der Kunde<br />
einen Farbton in einer anderen<br />
Lackqualität wünscht.<br />
„Hier stelle ich dann möglichst<br />
annähernde Farbtonformeln<br />
zusammen“, erläutert<br />
Tobias Denstädt. Gibt es<br />
auch Fälle, in denen er passen<br />
muss? Dank seiner 20<br />
Jahre Erfahrung im Bereich<br />
der Coloristik nur selten – jedoch:<br />
„Oldtimerlackierung<br />
ist oftmals speziell. Früher<br />
wurden noch bleihaltige<br />
Mischlacke verwendet, die es<br />
heute natürlich nicht mehr<br />
gibt. Um hier eine Mischformel<br />
in einer aktuellen Lackqualität<br />
anzubieten, schaut<br />
sich dann ein Axalta-Techniker<br />
direkt im Betrieb das<br />
Fahrzeug an. Wir lassen niemanden<br />
hängen und sind<br />
erst zufrieden, wenn das Problem<br />
gelöst ist.“<br />
Hier zeigt sich: Hochwertige<br />
Materialien, ausgefeilte Technik<br />
und die passenden digitalen<br />
Anwendungen sind das<br />
eine. Es braucht aber immer<br />
noch Ansprechpartner, die<br />
im Zweifelsfall und dann<br />
möglichst schnell helfen können.<br />
„Dass Zeit in den Betrieben<br />
Geld ist, liegt auf der<br />
Hand. Je schneller wir dafür<br />
sorgen können, dass alles<br />
wieder läuft, desto besser“,<br />
fasst Olaf Tepper-Wilhelm zusammen.<br />
Und seine Kollegin Andrea<br />
Rommel ergänzt: „Wer hier<br />
anruft, ärgert sich gerade<br />
über etwas oder kommt in einem<br />
Vorgang nicht weiter. Es<br />
ist einfach immer wieder<br />
schön, wenn der Anrufer am<br />
Ende zufrieden auflegen<br />
kann.“<br />
☐<br />
34<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
BRANCHEN NEWS<br />
Schwerpunkt<br />
Lackhärter<br />
Ultra Linie von Covestro<br />
Dank des Einsatzes von Lackhärtern der Ultra Linie von Covestro<br />
mit sehr geringen Restmengen an freien Isocyanaten k<br />
önnen Autoreparaturlacke des Unternehmensbereichs Coatings<br />
der BASF einen neuen Standard in der Arbeitshygiene erfüllen.<br />
Fotos: Covestro<br />
Der Unternehmensbereich<br />
Coatings der BASF, ein weltweit<br />
führender Anbieter von<br />
qualitativ hochwertigen, langlebigen<br />
und sicheren Autoreparaturlacken,<br />
verwendet<br />
eine breite Palette von Härtern,<br />
einschließlich Desmodur<br />
® Ultra Härter von Covestro.<br />
Dies ermöglicht es der<br />
BASF, ihr Reparaturlackportfolio<br />
aufzurüsten, um höhere<br />
Arbeitsschutzstandards für<br />
den Einsatz von Isocyanaten<br />
zu erfüllen. Die Härter enthalten<br />
nur sehr geringe Restmengen<br />
an monomeren Diisocyanaten<br />
von weniger als<br />
0,1 Gewichtsprozent und setzen<br />
damit einen völlig neuen<br />
Standard in der Arbeitshygiene.<br />
„Dank des Einsatzes dieser<br />
Rohstoffe erfüllen unsere Reparaturlacke<br />
höchste Sicherheitsanforderungen<br />
bei<br />
gleichbleibender Premiumqualität”,<br />
sagt Fabien Boschetti,<br />
Director Global Marketing<br />
bei BASF Automotive<br />
Refinish Coatings Solutions.<br />
„So können wir die Auswirkungen<br />
der neuen EU-Vorschriften<br />
auf Karosseriezentren<br />
minimieren.”<br />
Die Ultra-Produkte liegen unter<br />
dem Grenzwert von 0,1<br />
Gewichtsprozent Restmonomeren,<br />
der in der neuen RE-<br />
ACH-Verordnung zur eingeschränkten<br />
Verwendung von<br />
Diisocyanaten festgelegt ist.<br />
Die Lackierer in den von der<br />
BASF belieferten Karosseriewerkstätten<br />
können dadurch<br />
zusätzlichen Aufwand bei der<br />
Umsetzung der neuen RE-<br />
ACH Verordnung sparen. Damit<br />
setzt die BASF ihre Philosophie<br />
fort, die Arbeitssicherheit<br />
ihrer Beschichtungslösungen<br />
stetig zu verbessern.<br />
Davon profitiert auch der Unternehmensbereich<br />
Coatings<br />
der BASF: „Da es sich um einen<br />
1:1-Austausch handelt,<br />
konnte unser Kunde seine<br />
Lackrezepturen beibehalten.<br />
Dies vereinfacht die Umstellung<br />
auf Ultra Produkte deutlich”,<br />
erklärt Lackexperte Dr.<br />
Markus Mechtel von Covestro.<br />
„So profitieren die Karosseriezentren<br />
von der Leis -<br />
tungsfähigkeit der Zweikomponenten-Polyurethan-Lacke<br />
und erfüllen gleichzeitig höhere<br />
Anforderungen an die<br />
Arbeitshygiene.”<br />
Die Lösung steht auch im<br />
Einklang mit drei UN-Zielen<br />
für nachhaltige Entwicklung<br />
(UN-SDGs): Nummer 3: Gesundheit<br />
und Wohlergehen,<br />
Nummer 8: Menschenwürdige<br />
Arbeit und Wirtschaftswachstum<br />
sowie Nummer 12:<br />
Verantwortungsvolle Produktion<br />
und Konsum. ☐<br />
Mit Härtern der Ultra Linie von Covestro formulierte Reparaturlacke der BASF erfüllen höchste<br />
Sicherheitsstandards bei gleichbleibender Premiumqualität, auch in puncto Optik.<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong> 35
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36<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
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Knöbelstraße 36<br />
80538 München<br />
Tel. (0 89) 24 22 83-0<br />
Fax (0 89) 24 22 83 19<br />
Homepage: www.fml-aktuell.de<br />
E-Mail-Adresse: fml@audin.de<br />
Chefredakteur:<br />
Wolfgang Auer (verantwortlich)<br />
E-Mail: wolfgang.auer@audin.de<br />
Redaktion, Reportagen,<br />
Videoproduktion:<br />
Text & Idee Ulrich Diederichs, Wuppertal<br />
E-Mail: ulrich.diederichs@audin.de<br />
Anzeigen:<br />
Gabriele Dinnendahl<br />
(verantwortlich)<br />
E-Mail: gabriele.dinnendahl@audin.de<br />
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Chiffre-Gebühr<br />
3,00 EUR<br />
Schlussredaktion:<br />
Anton Tischner<br />
E-Mail: fml@audin.de<br />
Manager Digital Business:<br />
Burkhard Bonarius<br />
E-Mail: burkhard.bonarius@audin.de<br />
Zur Zeit gültige Anzeigenpreisliste<br />
Nr. 65 vom 1. Januar <strong>2021</strong>.<br />
Anschriften der Verantwortlichen<br />
ist die Verlagsanschrift.<br />
Verlagskonto:<br />
HypoVereinsbank,<br />
München<br />
IBAN: DE59700202703240<strong>10</strong>8703<br />
Für unverlangt eingesandte Manuskripte<br />
wird keine Haftung übernommen. Zur Veröffentlichung<br />
angenommene Originalbeiträge<br />
gehen in den Besitz des Verlages<br />
über. Alle Rechte, auch auszugsweisen<br />
Nachdrucks, der fotomechanischen Wiedergabe<br />
und der Übersetzung vorbehalten.<br />
Vertrieb über:<br />
Cover Service GmbH & Co. KG<br />
Leserservice <strong>FML</strong><br />
Postfach 1363, 82034 Deisenhofen<br />
Telefon (0 89) 8 58 53-830,<br />
Fax (0 89) 8 58 53-888<br />
fml@cover-services.de<br />
Erscheint monatlich, Bezugspreis jährlich<br />
49,50 €, Ausland jährlich 56,– €, Einzelheft<br />
Inland: 5,40 €, Ausland: 5,90 €. Preise einschließlich<br />
Postgebühren; im Inlands-Bezugspreis<br />
sind 7% MwSt. enthalten.<br />
Die digitalen Augen<br />
Ohne computergestützte und -gesyteuerte Farbtonmessung<br />
mit Rezepturhersgtellung ist eine Ausmischung von Fahrzeuglacken<br />
heute kaum noch vorstellbar.11-12<br />
Abonnement-Bestellungen, Adressänderungen,<br />
Kündigungen direkt an E-Mail:<br />
fml@cover-services.de. Kündigungen können<br />
nur be rücksichtigt werden, wenn diese<br />
acht Wochen vor Ende des berechneten Bezugszeitraumes<br />
vorliegen. Bezugsgebühren<br />
sind im voraus fällig.<br />
Außerdem in<br />
<strong>FML</strong> 11-12/<strong>2021</strong><br />
• Betriebseinrichtung<br />
• Vorbereitungsplätze<br />
• Ausrüstung<br />
• Nachrüstung<br />
38<br />
<strong>FML</strong> 9/<strong>2021</strong><br />
Erscheinungstermin<br />
15. November <strong>2021</strong><br />
Redaktionsschluss:<br />
18. Oktober <strong>2021</strong><br />
Anzeigenschluss:<br />
19. Okotber <strong>2021</strong><br />
Konto für Abonnementsgebühren:<br />
AUDIN Verlag GmbH, München, Hypo<br />
Vereinsbank DE15700202703240125403<br />
Die Bezahlung der Abo-Gebühren ist auch<br />
über den Einzug durch die Kredit-Karten Eurocard<br />
und Visacard möglich.<br />
ISSN 0179—3586<br />
Gerichtsstand: München<br />
Druck:<br />
MDV Maristen Druck & Verlag GmbH,<br />
Furth<br />
<strong>FML</strong> <strong>10</strong>/<strong>2021</strong>
STELLENANGEBOTE<br />
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Die WM SE zählt zu den führenden Unternehmen im Handel mit KFZ-Teilen, -Zubehör, Reifen,<br />
Werkzeugen und Werkstattausrüstungen in Europa. Mit mehr als 200 WM Verkaufshäusern in<br />
Europa und den USA kommissionieren wir im Jahr rund 45 Mio. Artikel und beliefern unsere<br />
Kunden mehrfach täglich just in time.<br />
Um unsere Aktivitäten weiter auszubauen, suchen wir Sie zum nächstmöglichen Termin für<br />
unsere Gebietszentrale in Düsseldorf als<br />
Außendienstmitarbeiter (m/w/d)<br />
für den Bereich Lack / Lackzubehör<br />
Wir bieten Ihnen eine verantwortungsvolle und interessante Tätigkeit, sowie attraktive<br />
Perspektiven für die berufliche Entwicklung in einem modernen und zukunftsorientierten<br />
Unternehmen.<br />
Wenn Sie Ihr Wissen auf einer breiten Basis einbringen und Ihre Stärken entfalten möchten,<br />
freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen!<br />
Gerne per E-Mail an den Geschäftsführenden Gebietsleiter<br />
Herrn Thomas Zafiroudis (thomas.zafiroudis@wm.de)<br />
WM SE • Reisholzer Bahnstr. 35 • 40599 Düsseldorf • www.wm.de<br />
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Um unsere Aktivitäten weiter auszubauen, suchen wir Sie zum nächstmöglichen Termin für<br />
unsere Gebietszentrale in Hannover als<br />
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Unternehmen.<br />
Wenn Sie Ihr Wissen auf einer breiten Basis einbringen und Ihre Stärken entfalten möchten,<br />
freuen wir uns auf Ihre aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen!<br />
Gerne per E-Mail an den Geschäftsführenden Gebietsleiter<br />
Herrn Markus Klein (markus.klein@wm.de)<br />
WM SE • Im Bahlbrink 2 • 30827 Garbsen • www.wm.de<br />
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Besuchen Sie uns im Internet:<br />
www.fml-aktuell.de<br />
E-Mail: fml@audin.de<br />
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unsere Gebietszentrale in Mannheim als<br />
Außendienstmitarbeiter (m/w/d)<br />
für den Bereich Lack / Lackzubehör<br />
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Gerne per E-Mail an den Geschäftsführenden Gebietsleiter<br />
Herrn Markus Schetschok (markus.schetschok@wm.de)<br />
WM SE • Morchfeldstr. 55 • 68199 Mannheim • www.wm.de<br />
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