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PROMAGAZIN Juli 2023

Unsere Themen in der Juli-Ausgabe: Zukunftstrend, Nachhaltigkeit, Landkreis Heilbronn

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für die Region Heilbronn-Franken.<br />

07 I 23<br />

23. Jahrgang | 4,00 Euro | 52856<br />

Ein Herz für die Region<br />

Harald Braun und Dieter Karle<br />

engagieren sich für Hohenlohe<br />

Zukunftstrends I Nachhaltigkeit | Landkreis Heilbronn | pro-magazin.de<br />

Volksbank Hohenlohe:<br />

Die genossenschaftliche Idee<br />

der Bank ist nach 180 Jahren<br />

immer noch topaktuell.<br />

Mehr lesen Sie ab<br />

Seite 28.


Rad- und Wanderwege<br />

Märchenschlösser laden ein<br />

Coole Ziele für die Familie<br />

Nimm dein Leben<br />

in die Hand.<br />

EDITORIAL<br />

L E S E N SIE AUCH<br />

Urlaub <strong>2023</strong><br />

Verkaufspreis 3,90 Euro<br />

Perfekte Touren<br />

für Entdecker<br />

Türme, Zinnen<br />

und Gemächer<br />

Was Kindern<br />

Spaß macht<br />

FERIEN<br />

TIPPS<br />

Bestsellerautorin<br />

Gaby Hauptmann<br />

Als regionaler Energieversorger sind wir hier in Schwäbisch<br />

Hall Als stark regionaler verwurzelt Energieversorger und die Förderung sind wir von hier Kultur, in Schwäbisch<br />

Bildung,<br />

Sport Hall und stark Soziales verwurzelt ist für und uns die eine Förderung Herzensangelegenheit.<br />

von Kultur, Bildung,<br />

Sport und Soziales ist für uns eine Herzensangelegenheit.<br />

Unter dem Motto Wünsche brauchen Eure Stimmen<br />

möchten Unter dem wir jedem Motto Verein, Wünsche jeder brauchen Institution Eure und jedem Stimmen<br />

Verband<br />

möchten in unserem wir jedem Netzgebiet Verein, jeder die Möglichkeit Institution und<br />

geben, jedem<br />

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Unterstützung in unserem Netzgebiet sein Projekt die zu Möglichkeit verwirklich.<br />

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Und so einfach geht’s:<br />

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Melden Sie Ihr Projekt bei unserer Spendenaktion an.<br />

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Wünsche Wünsche brauchen brauchen Eure<br />

Eure<br />

Stimmen<br />

Bewerbung ab ab dem<br />

dem<br />

18. September <strong>2023</strong><br />

<strong>2023</strong><br />

Liebe Leserinnen, liebe Leser,<br />

„Warum haben sich zwei Computer nicht verstanden? Weil einer<br />

von ihnen immer in binärer Sprache spricht, während der<br />

andere nur in Codezeilen antwortet.“ Die Witze von ChatGPT<br />

sind vielleicht noch ausbaufähig, kein Witz ist aber, dass schon<br />

jetzt Millionen Menschen die KI nutzen. Wieso es wichtig ist,<br />

klare Grenzen zu ziehen und Kontrollen wie bei Medikamenten<br />

einzuführen, erklärt Ranga Yogeshwar im Interview ab Seite 6.<br />

Apropos Medikamente: Wussten Sie, dass es schon jetzt personalisierte<br />

Arzneimittel direkt aus dem 3-D-Drucker gibt? Ab<br />

Seite 10 erfahren Sie, wie neue Technologien auch hier in der<br />

Region die Gesundheitsbranche verändern.<br />

Verändern müssen sich auch die Unternehmen selbst. Ab Seite<br />

14 lesen Sie, welche Megatrends die Wirtschaft besonders im<br />

Auge behalten sollte. Ein Trend ist das Thema Neo-Ökologie:<br />

Firmen aus der Region zeigen, wieso Nachhaltigkeit auch für<br />

das Markenversprechen wichtig ist (Seite 22).<br />

L E B E N S A RT<br />

Von kulturellen und sportlichen<br />

Angeboten bis hin zu<br />

Wanderwegen in verträumten<br />

Tälern: In der Urlaubsausgabe<br />

von LebensArt erfahren Sie,<br />

welche Freizeitmöglichkeiten<br />

im Ländle auf Sie warten –<br />

erhältlich im Kiosk oder unter:<br />

www.pro-vs.de/lebensart<br />

DAS ORIGINAL<br />

KEINE<br />

PANIK<br />

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ZUKUNFT DRIN<br />

KARRIERE<br />

STUDIUM<br />

AUSBILDUNG<br />

Herbst <strong>2023</strong><br />

Beschreiben Sie Ihr geplantes Projekt und laden Sie nach<br />

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Möglichkeit Möglichkeit ein ein entsprechendes entsprechendes<br />

Foto Foto zur zur<br />

Bewerbung Bewerbung<br />

hoch.<br />

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Nach Nach unserer unserer Freigabe Freigabe erscheint erscheint Ihr Ihr Vorhaben Vorhaben in in der der Galerie.<br />

Galerie.<br />

Bewerbungsphase<br />

Bewerbungsphase<br />

In In folgendem Zeitraum können Sie Sie Ihr Ihr Projekt hochladen:<br />

Bewerbungszeitraum:18.09.<strong>2023</strong> – 12.10.<strong>2023</strong><br />

Abstimmen und und gewinnen<br />

Insgesamt Insgesamt stehen stehen 10.000 10.000 Euro Euro zur zur Verfügung. Verfügung. Jeweils Jeweils 1.000<br />

1.000<br />

Euro gewinnen die die zehn zehn Projekte Projekte mit mit den den meisten meisten Stimmen.<br />

Stimmen.<br />

Sammeln Sie Stimmen und und unterstützen Sie Sie Ihr Ihr Projekt!<br />

Projekt!<br />

Das Zukunftsinstitut hat außerdem ermittelt, dass veränderte<br />

Rollenmuster Firmen beeinflussen. Wieso Führung künftig<br />

weiblicher werden muss, erklärt Erich Vad, Brigadegeneral a. D.<br />

und Ex-Berater von Angela Merkel, im Gespräch ab Seite 52.<br />

Genug von Zukunftstrends: Im aktuellen Heft werfen wir auch<br />

einen Blick zurück – auf 50 Jahre Kreisreform im Landkreis<br />

Heilbronn und 125 Jahre Schrauben- und Befestigungscluster .<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!<br />

R ATG E B E R Z U K U N F T<br />

Die Abschlussjahrgänge<br />

planen ihre berufliche<br />

Zukunft. Unser Ratgeber, der<br />

Ende September erscheint<br />

und in Schulen und Bildungseinrichtungen<br />

verteilt wird,<br />

stellt Arbeitgeber vor und<br />

gibt Einblicke in Ausbildungsund<br />

Studienmöglichkeiten in<br />

der Region. Mehr Infos unter<br />

www.pro-magazin.de/<br />

ratgeber-zukunft<br />

Machen Sie Sie mit mit und begeistern Sie andere von Ihrem Projektjekt!<br />

Erzählen Sie Sie Ihren Mitgliedern, Freunden, Bekannten, Fans,<br />

Verwandten und anderen Interessierten von Ihrem Projekt<br />

und und fordern Sie Sie sie sie auf, für für Ihr Projekt zu stimmen. Jede<br />

Stimme zählt zählt und und pro pro Vergabe gewinnen jeweils zehn Projektjekte<br />

mit mit den den meisten Stimmen!<br />

Teresa Zwirner<br />

Redaktionsleiterin<br />

teresa.zwirner@pro-vs.de<br />

3


INHALT<br />

INHALT<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

Zukunftstrends<br />

10 Arznei aus dem 3-D-Drucker<br />

Der Einsatz neuer Technologien hat das Potenzial,<br />

das Gesundheitswesen zu revolutionieren<br />

Nachruf<br />

54 „Sein Erbe strahlt“<br />

Abschied von einem Pionier der Verpackungsbranche:<br />

Der Unternehmer Gerhard Schubert ist verstorben<br />

Rubriken<br />

03 Editorial<br />

56 Neues aus der Region<br />

58 Bürgerinitiative pro Region informiert<br />

14 „Dazu braucht es vor allem Technologiesprünge“<br />

Megatrends zwingen Unternehmen dazu, ihre Prozesse<br />

und Geschäftsmodelle neu auszurichten<br />

16 Mit modernen Robotern Strom sparen<br />

Energieeffiziente Anlagen sind für Unternehmen ein<br />

wichter Hebel, den Energieverbrauch zu reduzieren<br />

06<br />

Fotos: H. G. Esch, Kocherwerk<br />

48<br />

60 Veranstaltungskalender<br />

62 Ausblick & Impressum<br />

Zum Titelbild<br />

18 „Seid mutig und traut euch was!“<br />

Katharina Hölzle vom Frauenhofer IAO möchte Baden-<br />

Württemberg auf dem Weg ins Metaverse voranbringen<br />

20 Navigieren durch die digitale Revolution<br />

Benjamin Talin erklärt, wie Unternehmen<br />

Technologien zur Datengewinnung nutzen können<br />

Nachhaltigkeit<br />

„Es braucht immer noch den Menschen“<br />

Künstliche Intelligenz (KI) wird die Gesellschaft und die<br />

Arbeitswelt verändern. Die Chancen sind enorm, doch man<br />

muss auch klare Grenzen ziehen, sagt Ranga Yogeshwar im<br />

Interview. Er plädiert für eine staatliche Regelung und für<br />

Kontrollen wie bei Medikamenten. Yogeshwar ist einer der<br />

führenden Wissenschaftsjournalisten in Deutschland, der<br />

sich seit vielen Jahren mit dem Thema KI beschäftigt.<br />

„Wettbewerb muss nicht in Feindschaft ausarten“<br />

Know-how, Innovation und Mut waren vor 125 Jahren die<br />

treibenden Kräfte hinter der Entwicklung des Schraubenund<br />

Befestigungsclusters der Region Hohenlohe/<br />

Heilbronn-Franken. Im Kocherwerk in Forchtenberg-<br />

Ernsbach präsentiert es sich in einer Ausstellung.<br />

Die Volksbank Hohenlohe ist die älteste aktive Genossenschaftsbank<br />

der Welt. Seit 180 Jahren steht die Bank<br />

Kundinnen und Kunden in der Region und darüber hinaus<br />

mit Rat und Tat zur Seite. Für Vorstand Harald Braun (links)<br />

und Dieter Karle, Vorstandsvorsitzender der Volksbank<br />

Hohenlohe, sind vertrauensvolle Beziehungen zu Privatund<br />

Firmenkunden dabei ausschlaggebend.<br />

Foto: Wolfgang Reiher Photography<br />

22 „Wir möchten eine Sogwirkung auslösen“<br />

Nachhaltigkeit spielt auch für das Markenversprechen<br />

eine immer wichtigere Rolle<br />

Landkreis Heilbronn<br />

Anzeige<br />

24 „Klimaschutz fängt im Unternehmen an“<br />

Energieeffizienz und erneuerbare Energien stehen<br />

bei Unternehmen in Baden-Wüttemberg im Fokus<br />

26 Die Zukunft mit grünen Ideen gestalten<br />

Zahlreiche Start-Ups möchten mit innovativen Ideen<br />

die Zukunft umweltfreundlicher gestalten<br />

Titel<br />

34 „Baden-Württemberg im Kleinen“<br />

Landrat Heuser erklärt, welchen Herausforderungen<br />

sich der Landkreis im Jubiläumsjahr stellen muss<br />

38 Eine bewegende Chronik<br />

Meilensteine aus den vergangenen 50 Jahren zeigen,<br />

wie sich der Landkreis verändert hat<br />

42 Innovativ und bürgernah<br />

Von Hightech bis zu Bildungsangeboten: Der Kreis<br />

hat viele Erfolgsgeschichten vorzuweisen<br />

Inlandsumzug<br />

Soll Ihr Umzug hier in der Region,<br />

deutschlandweit oder innerhalb<br />

Europas stattfinden? Wir sind Ihr<br />

zuverlässiger und kompetenter<br />

Ansprechpartner. Egal, ob Sie als<br />

Privatperson regional oder über<br />

eine Firma überregional umziehen.<br />

Wir betreuen Sie.<br />

Projekt-/ Büroumzug<br />

Firmenverlagerung, Neumöbel,<br />

Zoll Verwahrlager<br />

Wir sind erfahrener Partner von<br />

regional und international<br />

agierenden Firmen im Bereich<br />

Projekt- und Büroumzug.<br />

Komplette Firmenverlagerungen<br />

oder einzelne Arbeitsplätze?<br />

Wir finden mit Ihnen gemeinsam<br />

Lösungen.<br />

Internationaler Umzug<br />

weltweit<br />

Südafrika, Malta, China, die USA<br />

oder Mexiko. Egal wohin. Wir ziehen<br />

Sie weltweit um. Wir sind dabei Ihr<br />

Ansprechpartner und betreuen Sie<br />

vor, während und nach dem Umzug<br />

in allen Belangen. Wir haben ein<br />

weltweites Netz von persönlich<br />

bekannten Partnern auf das wir<br />

zurückgreifen.<br />

28 Partner für Generationen<br />

Seit 180 Jahren steht bei der Volksbank Hohenlohe<br />

der Mensch im Mittelpunkt<br />

46 Mit Erfahrung in die Zukunft<br />

Walter Börsch von den Wirtschaftssenioren erklärt,<br />

wieso Weitsicht und Feedback für Betriebe wichtig sind<br />

Sommer<br />

30 Vom Firmen-Filmdreh bis zur Floßfahrt<br />

Ideen für originelle Mitarbeiter-Events<br />

in der Region Heilbronn-Franken<br />

Jobmagazin<br />

52 „Unternehmen sollten Rat von außen beherzigen“<br />

Erich Vad im Interview über die Qualität weiblicher<br />

Führung und was er von Angela Merkel gelernt hat<br />

Onolzheimer Hauptstr. 59 • 74564 Crailsheim<br />

Tel. 07951 9160-0 • Fax 07951 9160-74<br />

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4<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

5


„Es braucht immer noch<br />

den Menschen“<br />

Fotos: H. G. Esch<br />

40 JAHRE<br />

IT-ZUKUNFTSPARTNER<br />

Künstliche Intelligenz (KI) wird die Gesellschaft und die Arbeitswelt<br />

verändern. Die Chancen sind enorm, doch man muss klare Grenzen<br />

ziehen, sagt Ranga Yogeshwar im Interview. Er sieht fachliche Defizite<br />

in der Politik und plädiert für Kontrollen wie bei Medikamenten.<br />

Interview: Eckart Baier<br />

Start hatte die KI bereits 100 Millionen<br />

aktive Nutzer. Es ist die Technologie, die<br />

sich am schnellsten ausgebreitet hat.<br />

Was mich außerdem sehr überrascht<br />

hat, ist die Breite der Anwendungen<br />

und dass KI in so vielen Bereichen derart<br />

rasante Fortschritte gemacht hat.<br />

Hand aufs Herz: Wann haben Sie<br />

zuletzt auf ein KI-Programm wie<br />

ChatGPT zurückgegriffen?<br />

Ranga Yogeshwar: Gestern Abend.<br />

Um was ging es dabei?<br />

Yogeshwar: Ich habe ein Programm in<br />

Python geschrieben, es ging um die<br />

Visualisierung von Daten für einen Vortrag<br />

und ich habe hierbei GITHub-<br />

Copilot und ChatGPT genutzt. Durch<br />

die Einbindung der KI gehen die Dinge<br />

sehr viel schneller. Allerdings muss ich<br />

immer noch drüberschauen, denn KI<br />

ist keinesfalls perfekt.<br />

Hat es Sie überrascht, mit welchem<br />

Tempo sich KI-Programme in kurzer<br />

Zeit entwickelt haben?<br />

Yogeshwar: In der Tat ist die Geschwindigkeit<br />

enorm, mit denen diese Innovationen<br />

in die Gesellschaft strömen. Bei<br />

ChatGPT ist das Tempo sogar atemberaubend:<br />

Nur zwei Monate nach dem<br />

KI macht sich wirklich fast überall breit?<br />

Yogeshwar: Das ist so. Wir reden definitiv<br />

nicht von einer Technologie, die nur<br />

in einem bestimmten Feld greift. In der<br />

Medizin wird KI genutzt, beim Programmieren,<br />

beim Komponieren, beim<br />

Erzeugen von Texten, Bildern, Videos<br />

und in anderen Bereichen. Oft können<br />

wir nicht mehr sagen, was von Menschen<br />

und was von Maschinen geschaffen<br />

wurde. Die Bewertung von Informationen<br />

wird immer schwieriger,<br />

Seit 1983 begleitet Bechtle Unternehmen und<br />

den Public Sector auf dem Weg in die Zukunft.<br />

Mit starker IT, die heute schon weiß, was wir<br />

morgen brauchen. Und mit Menschen, die<br />

stets das große Ganze im Blick behalten.<br />

40 Jahre Bechtle – 40 Jahre Zukunft.<br />

6 <strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

bechtle.com


WIRTSCHAFT | Zukunftstrends<br />

Zukunftstrends | WIRTSCHAFT<br />

weil wir nicht wissen, ob ein Bild real ist<br />

oder durch eine KI angefertigt.<br />

Die Arbeitswelt ist von KI-Anwendungen<br />

in vielen Bereichen unmittelbar betroffen.<br />

Die Investmentbank Goldman<br />

Sachs geht davon aus, dass bis zu einem<br />

Viertel der derzeitigen Arbeit durch KI<br />

ersetzt wird. Sind solche Schätzungen<br />

aus Ihrer Sicht realistisch?<br />

Yogeshwar: Das kann ich nicht sagen,<br />

aber natürlich werden sich viele Berufsbilder<br />

ändern, denken Sie etwa an Illustratoren.<br />

Ihr Job wird sich massiv verändern,<br />

teilweise auch obsolet werden.<br />

Auch beim Programmieren kann KI sehr<br />

hilfreich sein. Trotzdem müssen Sie immer<br />

checken, was die Maschine da gemacht<br />

hat. Man braucht künftig also<br />

vielleicht statt fünf Programmierer nur<br />

noch drei, aber man kann nicht auf sie<br />

verzichten. Ähnlich ist das bei Texten.<br />

Bisher waren Texte – von alten babylonischen<br />

Gesetzen bis zu den Tweets der<br />

Gegenwart – das Betriebssystem des<br />

Menschen. Jetzt mischt eine Maschine<br />

mit, die eigene Narrative erzeugt.<br />

Die Konkurrenz durch KI schürt bei vielen<br />

Beschäftigten Unsicherheit und<br />

Ängste – verständlich?<br />

Yogeshwar: Natürlich sind die neuen<br />

Technologien sehr disruptiv. In kurzer<br />

Zeit sehen wir große Veränderungen<br />

und das führt immer zu Verunsicherungen.<br />

Natürlich ist KI auch in der Lage, in<br />

vielen Bereichen die Produktivität zu<br />

steigern, aber man braucht immer noch<br />

den Menschen.<br />

In welchen Bereichen des Arbeitsmarkts<br />

sehen Sie die größten Chancen für den<br />

Einsatz von KI?<br />

Yogeshwar: Es gibt in vielen Bereichen<br />

großes Potenzial. Die tiefere Frage, gerade<br />

in Deutschland, muss aber lauten:<br />

Bist du bereit, dich zu verändern und<br />

anzupassen? Darin sind wir leider meistens<br />

nicht so gut. Beim Thema Digitalisierung<br />

hinken wir immer noch hinterher,<br />

obwohl jedem klar ist, dass<br />

Digitalisierung viele Vorzüge schafft.<br />

Ich muss nicht daran erinnern, dass die<br />

Medizininfrastruktur während der Pandemie<br />

auf dem Faxgerät basierte. Und<br />

Viele Berufsbilder werden sich durch KI ändern: Ranga Yogeshwar sieht<br />

Chancen, aber auch Risiken – und plädiert für eine staatliche Regulierung.<br />

das Schlimme ist: Es hat sich seither wenig<br />

geändert.<br />

Sind generative KI-Systeme in Ihren Augen<br />

eine ähnliche technische Revolution<br />

wie das Internet oder das Smartphone?<br />

Yogeshwar: Ja, weil wir zunächst einmal<br />

eine atemberaubende Breite von<br />

Anwendungen haben. Aber auch, weil<br />

wir aus dem kausalen oder expliziten<br />

Programmieren, wie es früher der Fall<br />

war, jetzt zu Programmen kommen, bei<br />

denen Korrelation im Vordergrund<br />

steht. Man versteht also nicht mehr genau,<br />

wie die Programme funktionieren.<br />

Selbst Fachleute wie beispielsweise Professor<br />

Björn Ommer, der den KI-Bildgenerator<br />

Stable Diffusion entwickelt hat,<br />

kann nicht genau sagen, wie die KI zu<br />

ihren Ergebnissen kommt.<br />

Was heißt das?<br />

Yogeshwar: Wenn wir nicht aufpassen,<br />

nutzen wir Anwendungen in sensiblen<br />

Bereichen und vertrauen auf eine KI, die<br />

intransparent ist. Das ist schon ein Kulturbruch,<br />

denn unsere Kultur der Aufklärung<br />

setzt auf Kausalität, auf Ursache<br />

und Wirkung. Wenn ein Algorithmus<br />

über Dinge entscheidet, sollte man als<br />

Betroffener schon wissen, auf welcher<br />

Basis die Entscheidung getroffen wurde.<br />

Wir müssen den Umgang mit KI noch<br />

lernen, sollten einiges ausprobieren und<br />

so erfahren, wo die Chancen sind, aber<br />

auch wo wir Grenzen ziehen müssen.<br />

Brauchen wir im Bereich KI denn eine<br />

staatliche Regulierung?<br />

Yogeshwar: Ja, aber da sehe ich derzeit<br />

Defizite, denn Regulierung braucht<br />

Kompetenz. Es geht ja nicht nur um Abschottung,<br />

sondern man muss die Dinge<br />

durchdringen und verstehen, um gezielt<br />

zu regulieren. Diese Kompetenz fehlt oft<br />

im universitären und staatlichen Bereich,<br />

denn die meisten promovierten<br />

KI-Experten gehen in die Wirtschaft.<br />

Experten warnen vor den Risiken von<br />

KI, vereinzelt gibt es sogar Rufe nach einem<br />

Forschungsstopp. Sind diese Bedenken<br />

aus Ihrer Sicht gerechtfertigt?<br />

Yogeshwar: Auf jeden Fall, denn hier<br />

kommt eine Veränderung durch eine<br />

neue Technologie in einem unglaublichen<br />

Tempo. Zudem ist KI die erste sich<br />

selbst verstärkende Technologie, denn<br />

mit KI-Systemen werden eben auch<br />

neue, noch bessere KI-Systeme entwickelt.<br />

Diese Veränderung kommt von<br />

wenigen großen Firmen, bedauerlicherweise<br />

keine davon aus Europa oder<br />

Deutschland. Da entstehen Abhängigkeiten<br />

und Veränderungen, die schon<br />

allein durch das Tempo eine neue Qualität<br />

besitzen.<br />

Sind US-Firmen denn gegen staatliche<br />

Regulierung?<br />

Yogeshwar: Was ich beim US-amerikanischen<br />

Ansatz manchmal etwas suspekt<br />

finde, ist, dass auf der einen Seite<br />

Leute wie OpenAI-Gründer Sam Altman<br />

sagen: Ja, wir brauchen eine Regulierung,<br />

wenn die Maschine in Zukunft<br />

das Ruder übernimmt, jedoch sofort<br />

Einspruch erheben, wenn in Europa<br />

ganz konkrete und zeitnahe Vorschläge<br />

gemacht werden. Dann kriegen sie kalte<br />

Füße und wollen sich, wie zuletzt<br />

OpenAI, aus Europa zurückziehen, falls<br />

Regulierungsmaßnahmen greifen. Hier<br />

wird sehr bewusst abgelenkt!<br />

Lassen sich Risiken von KI minimieren?<br />

Yogeshwar: Derzeit erleben wir einen<br />

Wettlauf zwischen den großen Firmen,<br />

die zum Teil Produkte auf den Markt<br />

werfen, die noch nicht ausgereift sind.<br />

Nachdem wir nun die erste Experimentierphase<br />

hinter uns haben, ist es jetzt<br />

an der Zeit, professioneller zu agieren.<br />

Ich plädiere für einen Mechanismus,<br />

den wir zum Beispiel aus dem Medizinbereich<br />

kennen: Für die Zulassung neuer<br />

Medikamente braucht es klinische<br />

Studien. Etwas Ähnliches brauchen wir<br />

auch im Kontext von KI, denn die möglichen<br />

Nebenwirkungen für die Gesellschaft<br />

sind einfach zu groß.<br />

Kann man voraussagen, was KI-Anwendungen<br />

in fünf Jahren leisten können?<br />

Yogeshwar: Bei Innovationen war es<br />

schon immer schwierig, in die Zukunft<br />

zu extrapolieren, auch weil jede Innovation<br />

uns selbst verändert. Daher sollten<br />

wir nicht nach Antworten, sondern nach<br />

den richtigen Fragen suchen. Ich erinnere<br />

daran, als die sozialen Netzwerke starteten<br />

und sich daran Visionen wie „Connecting<br />

the World“ knüpften. Das klang<br />

gut, doch das Ergebnis waren zum Beispiel<br />

auch Fake News und eine Fragmentierung<br />

und Polarisierung der Gesellschaft.<br />

Es ist daher wichtig, schneller<br />

und konsequenter auf Entwicklungen zu<br />

reagieren und den Rahmen stets flexibel<br />

anzupassen.<br />

WELTWEIT – MIT SICHERHEIT<br />

i.safe MOBILE ist innovativer Spezialist und Weltmarktführer für<br />

explosionsgeschützte Kommunikationsgeräte und -lösungen.<br />

Wir entwickeln und vermarkten Geräte, die präzise auf die Anforderungen<br />

unserer Kunden aus den Bereichen Chemie, Pharmazie, Erdölverarbeitung<br />

und anderen anspruchsvollen Industriezweigen abgestimmt sind.<br />

Zur Person<br />

Ranga Yogeshwar hat experimentelle<br />

Elementarteilchenphysik und Astrophysik<br />

studiert. Er ist einer der führenden<br />

Wissenschaftsjournalisten in<br />

Deutschland, der sich seit vielen Jahren<br />

mit dem Thema KI beschäftigt.<br />

ISM_MA0208_230405<br />

8<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

WWW.ISAFE-MOBILE.COM


WIRTSCHAFT | Zukunftstrends<br />

Mithilfe künstlicher Intelligenz können komplexe Operationen sicherer werden.<br />

Foto: SLK Kliniken Heilbronn GmbH<br />

Arznei aus dem 3-D-Drucker<br />

Von präzisen Operationen bis hin zur Unterstützung von Diagnosen: Der Einsatz von künstlicher<br />

Intelligenz, Robotik und modernsten Druckern hat das Potenzial, das Gesundheitswesen zu<br />

revolutionieren. Manche Technologien werden in der Region bereits eingesetzt.<br />

Es ist tückisch: Erweiterungen von<br />

Blutgefäßen – Aneurysmen – verlaufen<br />

überwiegend schmerzlos<br />

und bleiben so oft unbemerkt. Wenn<br />

eine Brust-, Bauch- oder Beckenschlagader<br />

dann platzt, muss schnellstmöglich<br />

operiert werden. Im Klinikum<br />

in Bad Friedrichshall setzen die SLK-<br />

Kliniken dabei unter anderem auf<br />

künstliche Intelligenz. Im Zentrum für<br />

Gefäß- und Endovascularchirurgie<br />

wird bei komplexen Operationen von<br />

lebensbedrohlichen Gefäßerweiterungen<br />

ein neues System eingesetzt, das<br />

mit einer Kombination aus vor der<br />

Operation angefertigten und während<br />

dem Eingriff erzeugten „Live-Röntgenbildern“<br />

arbeitet.<br />

Durch den Einsatz künstlicher<br />

Intelligenz ist es möglich, diese Bilder<br />

mit Computertomografie-(CT-)Aufnahmen<br />

abzugleichen. Livebilder und<br />

bearbeitete CT-Bilder werden hierzu<br />

digital übereinandergelegt, wodurch<br />

während der Operation eine sich selbst<br />

justierende dreidimensionale Karte<br />

der Gefäße in Echtzeit entsteht. So<br />

können Operierende sicher, schnell<br />

und präzise durch das Gefäßsystem<br />

navigieren – unabhängig davon, ob<br />

sich der Arm des Röntgengerätes oder<br />

die Position des Patienten verändert.<br />

„Das ist ungemein wertvoll, denn<br />

bei Operationen an der Bauch- oder<br />

Brustschlagader muss der Chirurg akribisch<br />

auf die Abgänge der Ein-<br />

10<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Zukunftstrends<br />

Zukunftstrends | WIRTSCHAFT<br />

geweide-, Nieren- oder auch Hirnschlagadern<br />

achten. Diese Arterien<br />

versorgen die lebenswichtigen Organe<br />

und das Gehirn mit Blut. Es gilt unbedingt<br />

zu verhindern, dass es bei der OP<br />

unabsichtlich zu einem Verschluss dieser<br />

Gefäße kommt“, erklärt Thomas<br />

Karl, Direktor des SLK-Zentrums für<br />

Gefäß- und Endovascularchirurgie.<br />

Geringerer Einsatz von<br />

Kontrastmitteln<br />

Ein großer Vorteil, den die Technologie<br />

durch die vorab markierten Gefäßabgänge<br />

zusätzlich bietet, ist der geringere<br />

Verbrauch von Röntgen-Kontrastmittel.<br />

Dieses muss bei sogenannten<br />

minimalinvasiven Gefäßeingriffen bei<br />

jeder Bewegung des Patienten oder einer<br />

Verschiebung des Röntgenbogens<br />

gespritzt werden, um die Hauptschlagadern<br />

und deren Abgänge sichtbar zu<br />

machen. „Mithilfe der neuen Technologie<br />

und dem Einsatz der CO 2<br />

-Angiographie,<br />

bei der anstatt jodhaltigem<br />

Kontrastmittel Kohlendioxid als Kontrastmittel<br />

verwendet wird, sind wir auf<br />

dem Weg zur kontrastmittelfreien Behandlung<br />

von Aneurysmen der Bauchund<br />

Brustschlagadern einen weiteren,<br />

großen Schritt vorangekommen“, erklärt<br />

Gefäßexperte Thomas Karl. Denn<br />

das System errechnet die Positionen<br />

neu und passt die Marker automatisch<br />

an, ohne dass eine erneute Kontrastmittelgabe<br />

notwendig wird.<br />

Personalisierte Medizin<br />

mittels 2-D- und 3-D-Druck<br />

Doch nicht nur bei Operationen helfen<br />

neue Technologien, den medizinischen<br />

Bereich voranzubringen. Auch<br />

bei Medikamenten verändern neue<br />

Verfahren die Branche. So stellen Unternehmen<br />

wie die Firma DiHeSys, Digital<br />

Health Systems GmbH aus Schwäbisch<br />

Gmünd, personalisierte Medizin<br />

mittels 2-D- und 3-D-Druckern her.<br />

„Für den Patienten hat die personalisierte<br />

Medizin nur Vorteile“, erklärt<br />

Gründer Prof. Dr. Gerald Huber.<br />

Der Patient erhalte nur noch die<br />

Dosis, die für eine optimale Wirkung<br />

bei gleichzeitig minimalen Nebenwirkungen<br />

notwendig sei. „Heute nimmt<br />

ein Patient mit 50 Kilogramm Körpergewicht<br />

und ein 150 Kilogramm schwerer<br />

Patient dieselbe Tablette ein. Die<br />

ideale Dosis hängt aber vom Gewicht,<br />

dem Alter, dem Geschlecht, dem Nierenstatus<br />

und den Vorerkrankungen<br />

des Patienten ab“, betont Huber. Ein<br />

weiterer Vorteil sei, dass in eine Tablette<br />

mehrere Wirkstoffe verdruckt werden<br />

könne, wodurch der Patient weniger<br />

Tabletten einnehmen müsse.<br />

Die personalisierte Medizin werde<br />

dabei in der Regel in der Apotheke<br />

hergestellt. „Der Patient erhält nur<br />

noch die Menge an Tabletten mit seiner<br />

personalisierten Dosis, welche der<br />

Patient auch wirklich benötigt. Aktuell<br />

landen über 50 Prozent aller hergestellten<br />

Medikamente nicht im Patienten,<br />

Tabletten aus dem Drucker: Mithilfe innovativer Technik werden Medikamente<br />

hergestellt, die an die individuellen Bedürfnissen der Patienten anpasst sind.<br />

Foto: Dihesys<br />

sondern als Müll in der Umwelt. Unser<br />

Verfahren ist daher umweltschonend<br />

und sehr nachhaltig“, erklärt Huber.<br />

Optimale Dosis für den<br />

Patienten<br />

Beim 2-D-Druck werde der Wirkstoff<br />

erst zu einer Tinte verarbeitet und diese<br />

dann auf ein dünnes Plättchen aufgetragen.<br />

Der Träger löse sich im<br />

Mund des Patienten in wenigen Sekunden<br />

auf, wodurch diese Form der<br />

Verabreichung insbesondere für Kinder<br />

und Patienten mit Schluckbeschwerden<br />

sehr gut geeignet sei.<br />

Beim 3-D-Druck werde der pharmazeutische<br />

Wirkstoff in ein Polymer<br />

eingearbeitet und dann über die 3-D-<br />

Druckköpfe des Flexdose-Druckers zu<br />

einer Tablette ausgeformt. Der Patient<br />

schluckt hier eine Tablette. Bei beiden<br />

Verfahren erhält der Patient nur die<br />

Dosis, die für ihn optimal ist. <br />

<br />

Teresa Zwirner<br />

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und empfindliche Güter wie Medikamente, Hygiene-<br />

und Medizinprodukte, Lebensmittel oder Kosmetika<br />

weltweit bei den Menschen ankommen, die täglich auf<br />

diese Produkte angewiesen sind. Sicher, zuverlässig<br />

und bestens geschützt. Mit unserer Arbeit leisten wir<br />

einen wertvollen Beitrag für mehr Gesundheit, mehr<br />

Sicherheit und eine höhere Lebensqualität.<br />

Dafür geben wir jeden Tag unser Bestes. Mit großer<br />

Expertise, Teamgeist und dem Anspruch, jede neue<br />

Herausforderung zur Begeisterung unserer Kunden<br />

und Partner zu lösen. Gemeinsam tun wir alles dafür,<br />

dass unser Team auch in Zukunft Optima – das Beste<br />

ist. Mit attraktiven Arbeitsbedingungen, vielseitigen<br />

Entfaltungsmöglichkeiten und einer Atmosphäre, in der<br />

sich die Menschen willkommen fühlen.<br />

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WIRTSCHAFT | Zukunftstrends<br />

Zukunftstrends | WIRTSCHAFT<br />

„Dazu braucht es vor allem<br />

Technologiesprünge“<br />

New Work, technologischer Fortschritt, Globalisierung: Drei von<br />

mehreren Megatrends, die Gesellschaften langfristig umformen.<br />

Sie zwingen auch Unternehmen dazu, ihre Strukturen, Prozesse,<br />

Geschäfts modelle und die Kommunikation neu auszurichten.<br />

Megatrends als Treiber des Wandels: Digitale Technologien durchdringen inzwischen<br />

fast alle Lebensbereiche.<br />

Lawinen in Zeitlupe – dieses Bild beschreibt<br />

Megatrends ganz gut,<br />

denn sie entwickeln sich zwar langsam,<br />

sind aber enorm mächtig. Um<br />

langfristig erfolgreich zu sein, müssen<br />

Unternehmen die Megatrends erkennen<br />

und in ihre Strategien einbeziehen.<br />

Ein wichtiger Punkt für Unternehmen<br />

ist das Thema New Work, das<br />

im deutschsprachigen Raum oft mit<br />

Begriffen wie Flexibilität, Sinnfindung<br />

und Agilität verbunden wird. „Die Zukunft<br />

der Arbeit wird aber viel mehr<br />

davon geprägt sein, wie die Individualität<br />

des Einzelnen in den Gesamtkontext<br />

einer Organisation eingebettet<br />

werden kann, wie also soziale Systeme<br />

als Ganzes wirksam sind“, erklärt Prof.<br />

Dr. Stefan Tewes, Director of Business<br />

Innovation des Frankfurter Zukunftsinstituts<br />

und Professor für digitale<br />

Transformation und Innovation an der<br />

FOM Hochschule für Oekonomie &<br />

Management mit Hauptsitz in Essen.<br />

Zudem seien technologische<br />

Entwicklungen und der Umgang mit<br />

Tools und Techniken essenzielle Bestandteile,<br />

um in einer volatilen und<br />

komplexen Wirtschaft noch Wachstum<br />

in Organisationen zu ermöglichen. Die<br />

30-Stunden-Woche sei laut dem Megatrend<br />

Research dabei kein global erkennbarer<br />

Trend.<br />

Effektivität der Organisation<br />

muss erhöht werden<br />

Foto: Adobe Stock Bilder/ horvsn<br />

„Die Reduzierung der Arbeitszeit wird<br />

nur bei mindestens gleichbleibender<br />

Produktivität möglich sein – aber auch<br />

nur dann, wenn die Effektivität der Organisation<br />

drastisch erhöht wird. Dazu<br />

braucht es vor allem Technologiesprünge“,<br />

so Tewes. Und da liege die<br />

größere gesellschaftliche Frage ganz<br />

woanders: Wird die Befähigung der<br />

Menschen durch staatliche Bildungsinstitutionen<br />

reichen, um im weltweiten<br />

Wettbewerb noch eine tragende<br />

Rolle zu spielen? „Bleiben diese wie<br />

heute, werden insbesondere in den<br />

technologischen und digitalen Bereichen<br />

nur Techno-Eliten mit den<br />

schnellen Entwicklungen Schritt halten<br />

– egal ob in drei, vier oder fünf Tagen<br />

die Woche“, erklärt der Experte.<br />

Der technologische Fortschritt<br />

ist dabei zweifellos eine der entscheidenden<br />

Entwicklungen, die Unternehmen<br />

in den kommenden Jahren prägen<br />

werden. Technologien wie<br />

künstliche Intelligenz, Internet der<br />

Dinge (IoT), Blockchain und 5G werden<br />

Unternehmen dabei unterstützen,<br />

ihre Prozesse zu optimieren, neue Geschäftsmodelle<br />

zu entwickeln und innovative<br />

Produkte und Dienstleistungen<br />

anzubieten.<br />

Unternehmen sollten sich darauf<br />

konzentrieren, diese Technologien zu<br />

verstehen und gezielt einzusetzen, um<br />

wettbewerbsfähig zu bleiben. Ganz<br />

wichtig ist hierbei das Thema Sicherheit.<br />

„Wir leben in einer real-digitalen<br />

Welt – kein Alltag ohne Technologie.<br />

Da jede Technologie angreifbar ist,<br />

werden die Investitionen in die Cybersicherheit<br />

zunehmen“, sagt Stefan Tewes.<br />

Aktuelle Entwicklungen wie digitales<br />

Zentralbankgeld werde die Frage<br />

der Sicherheit noch weiter verstärken.<br />

Aber auch der Schutz kritischer Einrichtungen<br />

werde relevanter. „Inwieweit<br />

Blockchain hier Einfluss nimmt,<br />

hängt stark vom jeweiligen Case ab.<br />

Eine Lösung für alle technischen Sicherheitsprobleme<br />

ist diese nicht“, betont<br />

der Zukunftsexperte.<br />

Auch in ihren Organisationsformen<br />

müssen sich Betriebe umstellen. Laut<br />

Zukunftsinstitut dürfen sie sich in der<br />

Netzwerkökonomie nicht länger als<br />

geschlossene Einheiten, sondern als<br />

Plattformen offener Netzwerke und<br />

branchenübergreifender Business-<br />

Ökosysteme verstehen.<br />

Inhaltliche und messbare<br />

Verantwortung übernehmen<br />

„Oft verwechselt man Netzwerkökonomie<br />

mit Hierarchienlosigkeit – das ist<br />

aber falsch. Es wird immer Menschen<br />

geben, die Verantwortung für Entscheidungen<br />

übernehmen müssen“, erklärt<br />

Tewes. Je dezentraler, also „netzwerkiger“<br />

Organisationen aufgestellt seien,<br />

desto mehr komme es auf Verantwortungsübernahme<br />

an. Neben der inhaltlichen<br />

Entscheidung sei aber auch die<br />

Messbarkeit der Entscheidung relevant.<br />

„Die ökonomische Verantwortung wird<br />

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Pflanzenwachstum aus Cloud steuern<br />

Würth Elektronik präsentierte IoT-Konzept auf dem Greentech-Festival.<br />

Wie Wireless Connectivity einen<br />

Beitrag zur Ernährung einer rasch<br />

wachsenden Weltbevölkerung leisten<br />

kann, demonstrierte Würth Elektronik<br />

mit einem IoT-vernetzten Prototyp eines<br />

digitalen Gewächshauses auf dem<br />

Adithya Madanahalli und Alexander<br />

Gerfer (v.l.) vor dem Prototyp eines<br />

vernetzten digitalen Gewächshauses.<br />

Foto: STIHL<br />

Foto: Würth Elektronik<br />

Stefan Tewes (Mitte) setzt künftig auf<br />

kleine Teams, die miteinander interagieren.<br />

häufig ausgeblendet. In Zukunft werden<br />

vor allem Menschen Entscheidungen<br />

treffen, die inhaltliche und messbare<br />

Verantwortung übernehmen. Diese<br />

werden in kleineren Teams mit anderen<br />

Teams interagieren. Im freien Wettbewerb<br />

weichen große und langsame Institutionen<br />

somit schnellen und dynamischen<br />

Organisationen“, erklärt der<br />

Experte. Auch die Globalisierung bringt<br />

Veränderungen mit sich. Während in-<br />

Greentech-Festival in Berlin. In dem innovativen<br />

Anbausystem lassen sich Beleuchtung,<br />

Bewässerung, Düngung und<br />

Klimatisierung aus der Ferne und automatisiert<br />

überwachen, steuern und optimieren<br />

– für höchste Ernteerträge<br />

und beste Lebensmittelqualität.<br />

„Smart Farming, das bedeutet<br />

heute vor allem: reibungslose digitale<br />

IoT-Vernetzung“, betont Alexander<br />

Gerfer, CTO von Würth Elektronik eiSos.<br />

„Messdaten, zum Beispiel über den pH-<br />

Wert und Salzgehalt des recycelten<br />

Gießwassers, die Bodenfeuchte oder<br />

den CO 2<br />

-Gehalt der Luft, müssen zuverlässig<br />

in die Cloud übertragen werden,<br />

damit sie dem Regelsystem in Echtzeit<br />

zur Verfügung stehen. Dessen Steuerbefehle<br />

müssen ebenso zuverlässig bei<br />

den Aktoren eintreffen. Dann kann man<br />

zum Beispiel gezielt Bewässerungs-<br />

ternationale Wirtschaftsbeziehungen<br />

von schwankenden nationalen Interessenlagen<br />

betroffen sind, befinden sich<br />

Wissenschaft und Wirtschaft, Kultur<br />

und Zivilgesellschaften weltweit in zunehmend<br />

engerem freien Austausch<br />

der Ideen, Talente und Waren.<br />

Diese Verbindungen sind laut Zukunftsinstitut<br />

vielleicht der wichtigste<br />

Treiber des Fortschritts, stellen Unternehmen<br />

aber auch vor Herausforderungen.<br />

„In einer globalen Welt müssen<br />

Unternehmen lernen, sich in dieser zurechtzufinden.<br />

Virtuelle und internationale<br />

Teams werden zunehmend zum<br />

Standard. Unternehmen müssen vor allem<br />

auf eine Balance zwischen Kerngeschäft<br />

und Innovation achten“, sagt Tewes.<br />

Das durch die Digitalisierung<br />

forcierte Tempo zwinge Unternehmen<br />

dazu, das Außen und das Innen – also<br />

Trends und Optionen – flexibel und<br />

durchgehend zu vereinen. Dazu brauche<br />

es neue Skills und eine Abkehr von<br />

klassischen Organisationsideen. tz<br />

pumpen starten oder die Farbtemperatur<br />

der LED-Beleuchtung so einstellen,<br />

dass der Pflanze in jeder Wachstumsphase<br />

das optimale Licht bekommt.“<br />

Info<br />

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Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG<br />

Max-Eyth-Str. 1<br />

74638 Waldenburg<br />

Tel.: 07942 945-0<br />

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14<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

15


WIRTSCHAFT | Zukunftstrends<br />

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ADVERTORIAL<br />

Mit modernen Robotern<br />

Strom sparen<br />

Industrieroboter verbrauchen viel Energie, doch das muss nicht sein.<br />

Kerstin Heinrich vom Unternehmen Kuka erklärt im Gastbeitrag,<br />

wieso energieeffiziente Roboter und Anlagen ein wichtiger Hebel<br />

sind, den Energieverbrauch in Industrieunternehmen zu reduzieren.<br />

Moderne Industrieroboter benötigen bis zu 60 Prozent weniger Energie als<br />

ihre Vorgängermodelle.<br />

Für Industrieunternehmen ist es<br />

wichtiger denn je, einen Beitrag zu<br />

einer klimafreundlichen Produktion<br />

zu leisten – sei es direkt, indem Roboter<br />

und Steuerungen wenig Energie<br />

verbrauchen, oder indirekt über die<br />

Entwicklung von Automatisierungslösungen,<br />

mit denen sich Emissionen reduzieren<br />

lassen. Kunden treffen ihre<br />

Kaufentscheidung zunehmen aus diesem<br />

Grund und berechnen die sogenannten<br />

„Total Cost of Ownership“<br />

(TCO), also die Gesamtkosten des Betriebs<br />

einer automatisierten Anlage<br />

mit Industrierobotern. Ein wichtiger<br />

Schritt, diesen zu optimieren, liegt auf<br />

der Hand: Industrieroboter und ihre<br />

Steuerungen müssen energieeffizienter<br />

werden.<br />

Ein neuer Industrieroboter kann<br />

zum Beispiel bis zu 60 Prozent weniger<br />

Energie verbrauchen als sein Vorgängermodell<br />

von vor zehn Jahren. Wie<br />

das möglich ist? Das Eigengewicht und<br />

seine Betriebsmodi wurden so aktualisiert,<br />

dass er im Betrieb erheblich weniger<br />

Energie benötigt als seine Vorgängermodelle.<br />

In Kombination mit<br />

der neuen Robotersteuerung wird dieser<br />

Effekt noch größer. Gemeinsam<br />

lassen sich Roboter und Steuerung um<br />

55 Prozent energieeffizienter einsetzen.<br />

Werden künftig Produktionshallen<br />

komplett mit Gleichstrom versorgt,<br />

können sogar 60 Prozent Energie im<br />

Vergleich zu 2010 eingespart werden.<br />

Im Rahmen des Forschungsprojektes<br />

DC-INDUSTRIE2 erarbeiteten 39<br />

Unternehmen aus Industrie und Forschung<br />

die Neuausrichtung der industriellen<br />

Stromversorgung. Der Fokus des<br />

Projekts lag auf der Gleichstromversorgung<br />

in Produktionshallen. Die energieeffizientere<br />

Produktion sollte unter<br />

anderem dadurch erreicht werden,<br />

dass der Gleichstrombetrieb die hocheffiziente<br />

Einspeisung von erneuerbaren<br />

Energien und die Rekuperation<br />

Fotos: KUKA Group<br />

von Bremsenergie erlaubt und dass<br />

die Energieverluste ausbleiben, die<br />

Spannungsumwandlungen von Wechsel-<br />

auf Gleichstrom mit sich bringen.<br />

Wie eine nachhaltige Produktion in<br />

der Praxis umgesetzt werden kann,<br />

zeigt dabei das Beispiel der CO₂neutralen<br />

Montageanlage für Batteriesysteme<br />

im westfinnischen Uusikaupunki.<br />

Das Unternehmen Valmet<br />

Automotive hat damit umfassend in<br />

eine nachhaltige Produktion von Batteriesystemen<br />

für Elektrofahrzeuge investiert.<br />

Neben Robotern für das Prozesshandling<br />

werden in dieser Anlage<br />

auch Rührreibschweißanlagen und<br />

Equipment für End-of-Line-Tests installiert.<br />

Ressourcenschonende Prozesse<br />

und auf Nachhaltigkeit optimierte<br />

Programmierungen wie zum Beispiel<br />

der Sleep Modus helfen dabei, Energie<br />

zu sparen.<br />

Nachhaltiges Wirtschaften gehört<br />

zu den drängendsten Aufgaben<br />

unserer Zeit. Vorauszudenken und zu<br />

handeln ist gerade für Technologieunternehmen<br />

von großer Bedeutung,<br />

weil komplexe Zukunftsbereiche wie<br />

Robotik und künstliche Intelligenz auf<br />

der Tagesordnung stehen. Eine intakte<br />

Umwelt, ein verantwortungsbewusster<br />

Umgang mit Ressourcen und nachhaltiges<br />

Wirtschaften – diese Ziele stehen<br />

weltweit im Fokus. Kerstin Heinrich<br />

Die Autorin<br />

Kerstin Heinrich<br />

ist Head of Corporate<br />

Sustainability<br />

der Kuka AG,<br />

ein Unternehmen der Maschinenbaubranche<br />

mit Sitz in Augsburg.<br />

Schwäbische Tradition trifft<br />

digitale Innovation<br />

Per App können Kunden passgenaue Container bestellen.<br />

Wir schreiben das Jahr 1968: Der<br />

Unternehmer Gerhard Kurz beginnt<br />

mit seinem ersten Fahrzeug in<br />

der Gemeinde Affalterbach Haus- und<br />

Sperrmüll einzusammeln und auf die<br />

dortige Deponie zu fahren. Heute: Mit<br />

zehn Betrieben an neun Standorten in<br />

Baden-Württemberg sowie rund 600<br />

Mitarbeitern darf sich die KURZ-Gruppe<br />

zu den leistungsfähigsten Marktteilnehmern<br />

der Entsorgungsbranche im<br />

„Ländle“ zählen. Im Bereich der klinikspezifischen<br />

Abfallentsorgung ist die<br />

Gruppe einer der deutschlandweit<br />

agierenden Player.<br />

Als innovatives Unternehmen betreibt<br />

die KURZ Entsorgung GmbH seit<br />

2017 einen erfolgreichen Onlineshop,<br />

der Kunden die einfache und schnelle<br />

Bestellung von Abfallcontainern ermöglicht.<br />

Um die Bestellung zu erleichtern,<br />

wird der Shop durch eine App ergänzt:<br />

Der Keller ist entrümpelt, die<br />

Wohnung renoviert. Ein Container<br />

muss her. Aber passt er in die Einfahrt<br />

oder vor die Garage? Die innovative<br />

App ContainAR hilft dabei, diese Fragen<br />

sicher und einfach zu beantworten.<br />

ContainAR beruht auf der Augmented<br />

Reality-Technologie und ermöglicht,<br />

virtuelle Abfallcontainer in Originalgröße<br />

am Wunschort zu platzieren. So<br />

können Kunden den Container sowie<br />

dessen Dimensionen prüfen und herausfinden,<br />

ob sich der gewählte Contai-<br />

Laden im App Store<br />

nerstandort eignet. Mithilfe der integrierten<br />

Fotofunktion ist es zudem<br />

möglich, diesen bildlich festzuhalten<br />

und an die Bestellung im Online-Shop<br />

anzufügen. Die Fotos werden dann an<br />

das Fahrpersonal weitergeleitet. So<br />

wissen die Fahrer genau, wo der Container<br />

abgestellt werden soll und es<br />

entstehen keine Missverständnisse.<br />

Kontakt<br />

KURZ Entsorgung GmbH<br />

E-Mail:<br />

e-commerce@kurz-entsorgung.de<br />

shop.kurz-entsorgung.de<br />

www.kurzgruppe.de<br />

16<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

17


WIRTSCHAFT | Zukunftstrends<br />

Zukunftstrends | WIRTSCHAFT<br />

„Seid mutig und<br />

traut euch was!“<br />

Eine Schnittstelle zwischen Realität und Virtualität, in die wir<br />

eintauchen können: Katharina Hölzle vom Fraunhofer IAO möchte<br />

Baden-Württemberg auf dem Weg ins Metaversum voranbringen.<br />

Im Gespräch erklärt sie, welcher praktische Nutzen dahintersteckt<br />

und wie es gelingt, Unternehmen von der Vision zu begeistern.<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Von virtueller Kommunikation bis zu digitalen Zwillingen: Neue Technologien<br />

verändern die Arbeitswelt massiv.<br />

Beim Digitalgipfel <strong>2023</strong> sprachen Sie<br />

über den Weg ins Metaversum: Wie<br />

definieren Sie das Metaversum?<br />

Katharina Hölzle: Der Begriff Metaverse<br />

wurde ja 1992 in Neal Stephensons<br />

Science-Fiction-Roman „Snow<br />

Crash“ geprägt, der von einer virtuellen<br />

Welt handelt, in der Menschen als<br />

programmierbare Avatare miteinander<br />

interagieren. Damit ist der Begriff sehr<br />

stark aus dem Gaming-Bereich getrieben.<br />

Wenn man aber schaut, was Mark<br />

Zuckerberg mit Meta ursprünglich<br />

vorhatte, eine Art virtuelle Parallelwelt<br />

zu schaffen, geht das in eine ähnliche<br />

Richtung. Aus meiner Sicht ist das Metaversum<br />

die Vision einer invasiven<br />

Umgebung, in die wir zwischen Realität<br />

und Virtualität eintauchen können.<br />

Diese Umgebung ist nicht ganz künstlich<br />

und nicht ganz real, sondern eine<br />

Schnittstelle dieser Welten, in der wir<br />

Menschen als künstlich geschaffene<br />

Avatare zusammenarbeiten, spielen<br />

und interagieren können.<br />

Erste ähnliche Welten gibt es bei Onlinespielen<br />

bereits. Welche technologischen<br />

Grundlagen sind erforderlich,<br />

um das Metaversum auch in anderen<br />

Bereichen zu realisieren?<br />

Hölzle: Ganz wichtig ist zu betonen,<br />

dass es ganz viele Technologien hierfür<br />

bereits gibt. Von digitalen Zwillingen,<br />

Kollaborationsplattformen bis zu den<br />

digitalen Kommunikationsmitteln, die<br />

wir gerade in unserem Gespräch nutzen.<br />

Das sind alles Technologien, die<br />

Foto: Adobe Stock Bilder/ Framestock, Ludmilla Parsyak<br />

Die Langfassung des Interviews<br />

finden Sie im Internet auf<br />

www.pro-magazin.de<br />

zum Metaversum dazugehören. Im<br />

Endeffekt werden wir die passende<br />

Hardware und eine Software benötigen,<br />

die es ermöglicht, eine Simulation<br />

dieser digitalen Welt zu schaffen, über<br />

die wir dann beispielsweise Daten austauschen<br />

und digitale Währungen nutzen<br />

können.<br />

Tech-Giganten investieren in dem<br />

Bereich riesige Summen. Microsoft will<br />

beispielsweise eine virtuelle Welt für<br />

das Arbeitsleben erschaffen. Welche<br />

Auswirkungen wird das Metaversum<br />

auf die Art und Weise haben, wie wir<br />

Informationen austauschen?<br />

Hölzle: Die Auswirkungen werden<br />

sehr groß sein. Allein die Zusammenarbeit,<br />

die wir bereits jetzt haben, war<br />

vor drei, vier Jahren noch undenkbar.<br />

Immerhin können Mitarbeitende von<br />

überall auf der Welt zusammenarbeiten,<br />

Ingenieure in Deutschland können<br />

die Fertigungsstraße in China aufbauen<br />

und erhalten dabei automatisch<br />

eine Meldung, wenn dort neue Ersatzteile<br />

gebraucht werden. Diese Nahtlosigkeit<br />

der Systeme führt dazu, dass die<br />

Frage, wer einen Wettbewerbsvorteil<br />

aufgrund der geografischen Lage hat,<br />

in gewisser Weise verschwimmt.<br />

Was bedeutet das für Forschung und<br />

Bildung?<br />

Hölzle: Auch im Bereich Lehre, Forschung<br />

und Ausbildung sehen wir Veränderung.<br />

Es stellt sich vermehrt die<br />

Frage, warum Studierende im Hörsaal<br />

oder Schülerinnen und Schüler in einem<br />

Klassenzimmer sitzen müssen.<br />

Auch das Lernen an sich wird sich ändern:<br />

Beispielsweise werden Kinder<br />

künftig auf dem Tablet im Biologiebuch<br />

direkt in das Arteriensystem des Menschen<br />

eintauchen können und als eine<br />

Art U-Boot-Pilot lernen, wie der Weg<br />

durch die Arterien geht.<br />

Wo sehen Sie in der Wirtschaft das<br />

größte Potenzial?<br />

Hölzle: Das ist schwierig zu beantworten,<br />

doch in den klassischen deutschen<br />

Stärken, den Ingenieurswissenschaften,<br />

passiert gerade sehr viel. Künftig<br />

wird es zwar noch Produktionshallen<br />

und Maschinen geben, die Frage wird<br />

aber sein, ob diese noch von Menschen<br />

gesteuert oder komplett automatisiert<br />

werden. Gerade die Ansteuerung kann<br />

gut virtuell übernommen werden.<br />

Und in anderen Bereichen?<br />

Hölzle: Der soziale Bereich wird in Zukunft<br />

sicher nicht komplett virtualisiert<br />

werden können, doch auch in den Gesundheitstechnologien<br />

werden große<br />

Sprünge gemacht, beispielsweise indem<br />

Roboter entwickelt werden, die 24<br />

Stunden am Stück operieren können<br />

und dabei Milliarden Daten zur Verfügung<br />

haben, um innerhalb kürzester<br />

Zeit zu erkennen, dass genau dieser Fall<br />

vor drei Monaten in Tokio bereits behandelt<br />

wurde. Das bringt Potenzial,<br />

Gesichter hinter<br />

dem SMILE<br />

Made by GEMÜ<br />

aber auch Ängste mit sich. Ein Punkt,<br />

der mir hier wichtig ist und der ein großes<br />

Problem aufwirft, ist die Tatsache,<br />

dass wir im Kontext der Digitalisierung<br />

weit zurückhängen. Gerade jetzt, wo es<br />

um die deutsche Wettbewerbsfähigkeit<br />

geht, bringt dies große Risiken mit sich.<br />

Mit dem Projekt „CyberLänd“ möchten<br />

Sie Baden-Württemberg auf dem Weg<br />

ins Metaverse voranbringen. Welche<br />

konkreten Ziele verfolgt das Projekt?<br />

Hölzle: Es geht uns um drei Punkte:<br />

Eine Ist-Analyse zu machen, wo wir in<br />

Baden-Württemberg stehen. Der zweite<br />

Schritt beinhaltet eine Szenario-Analyse,<br />

bei der wir uns fragen, wo wir in<br />

zehn Jahren sein werden. Der letzte<br />

Schritt umfasst das Ziel, Ängste abzubauen.<br />

Dafür möchten wir Menschen<br />

und Unternehmen mit ins Boot holen<br />

und Netzwerke bauen, um Vorbilder zu<br />

schaffen und zu zeigen, was gemeinsam<br />

möglich ist.<br />

Stichwort Vorbilder: Welche Schritte<br />

Als globales Technologieunternehmen ist es unser Ziel, vorauszugehen<br />

und innovative Produkte sowie wegweisende Lösungen zu entwickeln.<br />

Diese Innovationskraft zeigt sich auch in unserem wirtschaftlichen Erfolg.<br />

So wurden wir bereits mehrfach als Weltmarktführer und auch als Digital<br />

Champion ausgezeichnet.<br />

sollten Unternehmen gehen, um sich<br />

das Metaversum vorzubereiten?<br />

Hölzle: Als erstes möchte ich Unternehmen<br />

zurufen: Seid mutig und traut<br />

euch was! Wichtig wird es zudem sein,<br />

Netzwerke zu bilden, denn allein ist<br />

dieser Wandel nicht zu schaffen. Ich<br />

sehe das wie bei den kleinen Fischen,<br />

die gemeinsam einen großen Fisch bilden<br />

und den Hai erschrecken. Das ist<br />

meine Vision für Baden-Württemberg.<br />

Zur Person<br />

Prof. Dr. Katharina<br />

Hölzle leitet seit<br />

dem 1. April 2022<br />

das Institut für Arbeitswissenschaft<br />

IAT der<br />

Universität Stuttgart und das Fraunhofer-Institut<br />

für Arbeitswirtschaft und<br />

Organisation IAO.<br />

18<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

19


Zukunftstrends | WIRTSCHAFT<br />

Unternehmen wie Ziehl-Abegg nutzen verstärkt Plattformen wie TikTok, um unter anderem passende Bewerber zu finden.<br />

Navigieren durch die<br />

digitale Revolution<br />

Unternehmenserfolg hängt auch auch vom gezielten und effektiven<br />

Umgang mit Technologien ab. Wie Unternehmen diesen etwa bei der<br />

Datengewinnung und -analyse strategisch für sich nutzen können,<br />

erläutert Keynote Speaker Benjamin Talin im Gastbeitrag.<br />

Im Durchschnitt verbringen wir dreieinhalb<br />

Stunden pro Tag am Smartphone:<br />

Wir erledigen unsere Einkäufe<br />

online, kommunizieren mit dem<br />

Freundeskreis oder vereinfachen unser<br />

Leben mit Software oder Apps. Eines<br />

lässt sich nicht verleugnen: Wir leben<br />

in einer von Technologie geprägten<br />

Ära. Daher sollten wir auch nicht mehr<br />

darüber reden, ob Digitalisierung<br />

wichtig ist – denn Daten beherrschen<br />

unser Leben und bestimmen, was wir<br />

sehen, worauf wir uns konzentrieren<br />

und sogar, welche Produkte wir mögen.<br />

Dabei kratzen wir gerade erst an<br />

der Oberfläche, wie die Technologie<br />

unseren Alltag und die Unternehmenslandschaft<br />

verändern wird. Technologie<br />

wird zur neuen Normalität. Ein<br />

Blick auf diverse Onlineplattformen<br />

genügt, um den digitalen Wandel in<br />

der Wirtschaft zu bemerken. Unternehmen<br />

nutzen TikTok, um Bewerberinnen<br />

und Bewerber zu finden, über<br />

Google-Bewertungen findet die Reputationsbewertung<br />

statt und ein digitaler<br />

Shitstorm kann schnell das Aus für<br />

ein Unternehmen bedeuten.<br />

Auswirkungen digitaler<br />

Technologien<br />

Doch nicht nur globale Konzerne sind<br />

davon betroffen, auch kleine und mittelständische<br />

Unternehmen müssen<br />

sich dem digitalen Wandel stellen.<br />

Trotz der Offensichtlichkeit der technologischen<br />

Entwicklung sind laut<br />

Studien in der Regel 90 Prozent der<br />

Unternehmen „Digital Laggards“, also<br />

digitale Nachzügler.<br />

Anpassung an die Kanäle<br />

ist entscheidend<br />

Fairerweise ist zu erwähnen, dass kleine<br />

und mittelständische Unternehmen<br />

– neben dem täglichen Geschäft – oft<br />

vor besonderen Herausforderungen<br />

stehen, wie einem Mangel an relevanten<br />

Kenntnissen, Ressourcen und dem<br />

Mangel an Zeit. Dabei ist relevant hervorzuheben,<br />

dass die Lösung nicht darin<br />

besteht, die Digitalisierung zu vermeiden,<br />

sondern sich mit Bedacht zu<br />

öffnen. Es geht darum, sich das nötige<br />

Wissen anzueignen und dem unbekannten<br />

Terrain mit Neugier zu begegnen.<br />

Die Vielfalt an technischen Möglichkeiten,<br />

die Flut an Marketing-<br />

Fachwörtern und die Werbeverspre-<br />

Foto: ZIEHL-ABEGG / Ufuk Arslan<br />

chen kann lähmend sein. Die Auswahl<br />

der passenden Technologie hängt<br />

stark von der strategischen Positionierung<br />

eines Unternehmens ab.<br />

Wenn eine Firma führend im Bereich<br />

Kundenerlebnis sein will, ist die<br />

Anpassung an die Kanäle der Zielgruppe<br />

entscheidend. Diese Anpassung<br />

können beispielsweise Apps, digitale<br />

Plattformen, Online-Communities und<br />

digitale Interaktionen umfassen. Auf<br />

der anderen Seite können Unternehmen,<br />

die eine „Kostenführerschaft“ anstreben,<br />

einen Mehrwert mit ERP-Systemen,<br />

Automatisierung, neuen<br />

Angeboten wie Massenpersonalisierung<br />

und anderen effizienzsteigernden<br />

Technologien erzielen. Letztlich hängt<br />

der „Perfect Fit“ der Technologieauswahl<br />

davon ab, wie sich ein Unternehmen<br />

auf dem Markt positionieren will.<br />

Dies definieren unter anderem die Prozesse<br />

und Herausforderungen, die betrachtet<br />

und optimiert werden müssen.<br />

Daten und Digitalisierung<br />

zum Vorteil nutzen<br />

Viele Unternehmer fühlen sich von der<br />

„Willkür“ der Technologie und des<br />

Wandels abhängig, dabei vergessen<br />

sie, diese als einen strategischen Partner<br />

zu bewerten. Ein Teil der Strategieentwicklung<br />

ist die Gewinnung von<br />

Daten und die Nutzung der Ergebnisse<br />

aus der Datenanalyse. Es gibt inzwischen<br />

eine große Auswahl an Tools, die<br />

sehr einfach zu bedienen sind und mit<br />

denen Daten entweder gewonnen<br />

oder analysiert werden können. Einige<br />

von ihnen sind in der Basisversion sogar<br />

kostenlos.<br />

Viele weitere Tools können Unternehmen<br />

einen wesentlichen Fortschritt<br />

bieten, wie etwa eine Unterstützung<br />

bei der Überwachung der<br />

Produktion hin zur Maschinen-Telemetrie<br />

bis zur perfekten Analyse von<br />

Geschäftszahlen in ERP-Systemen,<br />

also Systeme die alle Prozesse und Daten<br />

in einem Unternehmen verwalten,<br />

um Potenziale zu erkennen.<br />

Unternehmen, die sich auf die<br />

strategisch relevanten Themen für ihr<br />

Geschäft fokussieren, Informationen<br />

sammeln und auf dieser Basis das passende<br />

Tool auswählen, werden die Digitalisierung<br />

meistern. Denn diese ersten<br />

Experimente führen zu Wachstum<br />

und Erfahrungen auf vielen Ebenen,<br />

die in der Zukunft dabei helfen, die<br />

besten Entscheidungen zu treffen.<br />

Unternehmen, die die Daten und<br />

die Digitalisierung zu ihrem Vorteil<br />

nutzen, werden im spannenden Rennen<br />

unserer Ära das Tempo vorgeben:<br />

In einer Welt, in der Technologie nicht<br />

nur ein Werkzeug ist, sondern ein entscheidender<br />

Faktor, der die führenden<br />

Unternehmen von den Nachzüglern<br />

trennt. <br />

Benjamin Talin<br />

Der Autor<br />

Benjamin Talin ist internationaler<br />

Keynote<br />

Speaker und Gründer von<br />

MoreThanDigital und der<br />

Helm 361 Gruppe, die sich mit Digitalisierung<br />

und Innovation beschäftigen.<br />

KARRIERE<br />

BEI ROMMELAG<br />

20 <strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

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WIRTSCHAFT | Nachhaltigkeit<br />

„Wir möchten eine<br />

Sogwirkung auslösen“<br />

Immer mehr Menschen achten beim Einkauf nicht nur auf<br />

Qualität und Preis, sondern auch auf Nachhaltigkeit, also auf<br />

die Auswirkungen auf Gesellschaft und Umwelt. Wir haben uns umgehört,<br />

was dies für Unternehmen der Region bedeutet.<br />

Kritischer Blick: Eine faire, nachhaltige Produktion sowie transparente Transportwege<br />

werden im Wettbewerb wichtiger.<br />

Das Konsumverhalten der Verbraucher<br />

hat sich in den vergangenen<br />

Jahren verändert: Soziale<br />

und umweltbezogene Aspekte spielen<br />

beim Einkauf und bei der Markenwahl<br />

eine immer größere Rolle. Der Bewusstseinswandel<br />

hat Folgen. So legt<br />

die dm-Drogeriemarktkette den Fokus<br />

schon seit längerem auf das Thema<br />

Nachhaltigkeit.<br />

„Unser Ziel ist es, die Produkte<br />

laufend nachhaltiger und umweltfreundlicher<br />

zu gestalten und sie im<br />

Einklang mit den Kundenerwartungen<br />

weiterzuentwickeln“, erläutert Geschäftsführerin<br />

Kerstin Erbe. „Auch mit<br />

Themen rund um Transparenz und<br />

Einhaltung der Menschenrechte entlang<br />

der Lieferkette beschäftigen wir<br />

uns seit Jahren.“ In Bezug auf die ökologische<br />

Nachhaltigkeit gebe es keine<br />

Produkte, die keine Umwelt- und Klimawirkung<br />

haben. Daher sei es das<br />

vorrangige Ziel, alle Umweltauswirkungen<br />

zu betrachten, diese bestmöglich<br />

zu reduzieren und die verbleibenden<br />

Belastungen zu kompensieren.<br />

„Daher haben wir uns entschieden, unsere<br />

Produktlinie Pro Climate, die wir<br />

2021 gelauncht haben, sukzessive weiter<br />

auszubauen“, sagt Erbe, die bei<br />

Deutschlands größtem Drogeriekonzern<br />

für das Produktmanagement verantwortlich<br />

ist. Auch bei weiteren dm-<br />

Produkten verfolge man die Strategie,<br />

umweltschonender zu werden.<br />

Bei der Würth-Gruppe spielen<br />

nachhaltige und soziale Aspekte ebenfalls<br />

eine immer wichtigere Rolle. „Unsere<br />

Kunden sollen sich mit unserer<br />

Marke identifizieren können und Vertrauen<br />

in unsere Produkte und unser<br />

Foto: Sebastian Heck, dm-drogerie markt GmbH + Co. KG<br />

Engagement haben“, sagt Robert Friedmann,<br />

Sprecher der Konzernführung<br />

der Würth-Gruppe. „Unser Bestreben<br />

ist es, zukünftig zirkulär zu wirtschaften,<br />

das heißt, wir erhalten Materialien<br />

und Rohstoffe in Kreisläufen und entkoppeln<br />

unser Wachstum von endlichen<br />

Ressourcen.“ Die Würth-Gruppe<br />

hat für ihre Marken drei Transformationsfelder<br />

identifiziert: Klima, Stoffkreisläufe<br />

und soziale Standards.<br />

Transparente<br />

Kommunikation<br />

Dabei schaffe ein Nachhaltigkeitsmanagement<br />

Synergien, rege den Wissenstransfer<br />

an und bilde einen einheitlichen<br />

Bezugsrahmen. „Durch<br />

eine transparente Kommunikation<br />

möchten wir unsere Botschaften und<br />

Fortschritte in Bezug auf die Themen<br />

Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung<br />

ganzheitlich vermitteln“, sagt<br />

Friedmann.<br />

Transparente Kommunikation ist<br />

auch für den Drogeriewarenhändler<br />

dm mit Sitz in Karlsruhe wichtig, gerade<br />

auch in Richtung der Verbraucher:<br />

„Wir möchten unseren Kundinnen<br />

und Kunden Informationen zur Verfügung<br />

stellen, die es ihnen leicht machen,<br />

sich für ein ethisch und ökologisch<br />

nachhaltig produziertes Produkt<br />

zu entscheiden und somit eine Sogwirkung<br />

auslösen“, sagt Kerstin Erbe. Dafür<br />

kläre man umfangreich und transparent<br />

über ökologische und soziale<br />

Aspekte auf: auf den Produkten im<br />

Nachhaltigkeitskasten und in der digitalen<br />

sowie Print-Kommunikation. Ziel<br />

ist es, den Unterschied zu einem konventionellen<br />

Produkt zu verdeutlichen<br />

und zu erklären.<br />

Für das IT-Systemhaus Bechtle<br />

spielt Transparenz ebenfalls eine gro-<br />

Foto: Würth<br />

ße Rolle. „Wir legen unsere Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />

im jährlichen Nachhaltigkeitsbericht<br />

offen, der seit dem<br />

Geschäftsjahr 2022 in unseren Geschäftsbericht<br />

integriert ist“, erklärt<br />

Pressesprecherin Sabine Brand. Zudem<br />

informiere man Mitarbeitende<br />

und die Öffentlichkeit über Social-Media-Kanäle,<br />

bei Kundenveranstaltungen,<br />

auf Messen oder Round Tables<br />

über die entsprechenden Ziele.<br />

Loyalität der Kunden in die<br />

Marke stärken<br />

Der Nachhaltigkeitsgedanke ist inzwichen<br />

ein zentraler Aspekt, um ein Unternehmen<br />

oder eine Marke im Wettbewerb<br />

zu positionieren. „Wir haben<br />

erkannt, dass immer mehr Verbraucherinnen<br />

und Verbraucher nach umweltfreundlichen<br />

und ethisch verantwortungsbewussten<br />

Produkten und<br />

Unternehmen suchen“, sagt Robert<br />

Friedmann von der Würth-Gruppe.<br />

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Von Photovoltaik bis zu umweltfreundlichen Materialien: Der Nachhaltigkeitsgedanke<br />

kann ein Faktor sein, um sich vom Wettbewerber abzuheben.<br />

„Indem wir nachhaltige Prozesse in unsere<br />

Geschäftsabläufe integrieren, umweltfreundliche<br />

Materialien verwenden<br />

und soziale Projekte unterstützen,<br />

differenzieren wir uns von anderen Unternehmen<br />

und stärken die Loyalität<br />

unserer Kunden in unsere Marke.“<br />

Das Ziel sei es, so Friedmann, den<br />

Qualitätsanspruch der Produkte auf die<br />

nachhaltigen und sozialen Sorgfaltspflichten<br />

entlang der Lieferkette zu<br />

übertragen, was unter anderem bedeute,<br />

menschenwürdige Arbeitsbedingungen<br />

sicherzustellen und ein faires<br />

Miteinander anzustreben.<br />

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Auch für Bechtle hängt der Erfolg<br />

einer Marke damit zusammen, das große<br />

Ganze im Blick zu haben. „Unser<br />

Antrieb sind starke Ziele, formuliert in<br />

einer messbaren Vision. Nachhaltigkeit,<br />

unabhängig von Zeitgeist und<br />

Mode, war von Anfang an Teil unserer<br />

strategischen Ausrichtung“, sagt Sabine<br />

Brand. Ökonomische, ökologische und<br />

soziale Verantwortung gehörten für ihr<br />

Unternehmen zusammen. „Erfolgreich<br />

ist man nur, wenn es gelingt, geschäftliche<br />

und gesellschaftlich-soziale Interessen<br />

in einem gesunden Gleichgewicht<br />

zu halten.“ Teresa Zwirner<br />

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22<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

23


WIRTSCHAFT | Nachhaltigkeit<br />

Nachhaltigkeit | WIRTSCHAFT<br />

„Klimaschutz fängt im<br />

Unternehmen an“<br />

Angesichts des Klimawandels wird umweltbewusstes Handeln und<br />

nachhaltiges Wirtschaften immer wichtiger. Im Zentrum stehen<br />

Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien. Große<br />

Unternehmen im Land gehen mit gutem Beispiel voran.<br />

Die Schwarz-Gruppe setzt unter anderem auf eine energieeffiziente Bauweise der Filialen.<br />

Die CO 2<br />

-Emissionen bis 2025 um<br />

21 Prozent reduzieren: Die Alfred<br />

Kärcher GmbH arbeitet mit<br />

klaren Zielen daran, eine nachhaltigere<br />

Zukunft zu schaffen. „Wir haben<br />

2021 die Kärcher-Werke weltweit auf<br />

Grünstrom umgestellt, unsere Produktion<br />

ist seitdem bilanziell CO 2<br />

-neutral<br />

gestellt“, erklärt Pressesprecher Sebastian<br />

Wein.<br />

„Zudem produzieren wir unseren<br />

eigenen Strom mit Photovoltaikanlagen.<br />

In Deutschland investieren wir aktuell<br />

zwei Millionen Euro in neue Photovoltaikanlagen,<br />

mit denen wir künftig<br />

über 1,7 Millionen Kilowattstunden<br />

Strom pro Jahr zusätzlich selbst erzeugen<br />

können.“ Die Erfüllung der Nachhaltigkeitsziele<br />

lebe bei Kärcher dabei<br />

von dem Beitrag aller Mitarbeitenden<br />

weltweit. Viele der Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />

verdanke man den Ideen<br />

engagierter Kollegen, betont Wein.<br />

„Zum Beispiel nahm der Produktionsstandort<br />

Oberes Bühlertal bei Obersontheim<br />

vergangenes Jahr ein neues<br />

Kühlsystem für seine Spritzgussanlage<br />

in Betrieb, die nun jährlich das Äquivalent<br />

von 77,2 Tonnen CO 2<br />

einspart“,<br />

sagt der Kärcher-Pressesprecher. „In<br />

unserem Werk in Rumänien wurde<br />

schon vor Längerem der interne Transport<br />

von Einwegverpackungen auf Boxen<br />

aus Regranulat umgestellt. Und<br />

von der IT wurde ein Data Cleanup<br />

Day initiiert, um nicht benötigten Speicherplatz<br />

freizugeben und so den<br />

Energieverbrauch zu reduzieren.“<br />

Auch bei der AOK Baden-Württemberg<br />

wird der Fokus auf eine nachhaltige<br />

Zukunft gelegt. „Klimaschutz<br />

und Nachhaltigkeit sind eng mit Gesundheitsschutz<br />

verbunden – darum<br />

ist Nachhaltigkeit Teil unserer gesellschaftlichen<br />

Verantwortung und bestimmt<br />

unser Handeln maßgeblich<br />

mit“, erklärt Johannes Bauernfeind,<br />

Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg.<br />

Die Klimaziele der<br />

Gesundheitskasse orientieren sich dabei<br />

an den internationalen Standards<br />

der Science Based Targets Initiative, die<br />

Unternehmen mit wissenschaftlich<br />

fundierten Zielen einen klar definierten<br />

Weg zur Reduzierung der Emissionen<br />

im Einklang mit den Zielen des Pariser<br />

Klimaschutzabkommens aufzeigt.<br />

„Als erste gesetzliche Krankenkasse<br />

im Land hat sich die AOK Baden-<br />

Württemberg 2020 mit dem Beitritt<br />

Fotos: Lidl, Kärcher<br />

Neue Transportsysteme wie im Hochregallager bei Obersontheim<br />

helfen Kärcher, die Klimazielen zu erreichen.<br />

zum Klimabündnis des Landes Baden-Württemberg verbindlich<br />

dem Ziel der Vereinten Nationen angeschlossen,<br />

die Erderwärmung auf maximal 1,5 Grad zu begrenzen“, erklärt<br />

CSR-Managerin Maria Gonzalez Medina. Um das zu<br />

schaffen, setzt die Südwestkasse Maßnahmen in den Feldern<br />

Liegenschaften, Transport, Veranstaltungen und<br />

Dienstleistungen um. „Bei den Standorten wird CO 2<br />

unter<br />

anderem durch Ökostrom, eine hohe LED-Quote bei den<br />

Leuchtmitteln, Ressourcenmanagement bei Wasserverbrauch<br />

und Abfallaufkommen, Energiemonitoring und<br />

Photovoltaikanlagen vermieden“, erklärt Gonzalez Medina.<br />

In der AOK-Hauptverwaltung und in jeder Bezirksdirektion<br />

wurden ergänzend interdisziplinäre Nachhaltigkeitsteams<br />

gegründet, welche regionale Maßnahmen ableiten<br />

und vorantreiben. „Ideen und Anregungen aus dem<br />

Unternehmen heraus, werden in der weiteren Strategie- und<br />

Zielsetzung aufgenommen. Klimaschutz geht nur gemeinsam<br />

und fängt im Unternehmen an“, so die CSR-Managerin.<br />

Auch die Schwarz-Gruppe ist 2020 der Science Based<br />

Targets Initiative beigetreten. Zu den Maßnahmen gehören<br />

im Rahmen der Klimastrategie unter anderem eine klimaschonende,<br />

energieeffiziente Bauweise von Verwaltungsgebäuden,<br />

Filialen und Logistikzentren, das aktive Mitwirken<br />

an Mobilitätskonzepten sowie eine klimafreundliche Sortimentsgestaltung.<br />

Einen weiteren großen Hebel sehen die<br />

Unternehmen der Schwarz-Gruppe im Ausbau ihrer Ladeinfrastruktur.<br />

Gruppenweit wurden zum Ende des Geschäftsjahrs<br />

2021 rund 6700 E-Ladepunkte an rund 2500<br />

Standorten betrieben. „Damit ermöglichen die Unternehmen<br />

der Schwarz-Gruppe es jedem Einzelnen, durch den<br />

Verzicht auf fossile Brennstoffe selbst einen wertvollen Beitrag<br />

zur Eindämmung des Klimawandels zu leisten, und<br />

treiben die Mobilitätswende aktiv mit voran“, sagt Sabrina<br />

Wohlfeil, Bereichsleiterin Ökosysteme und Corporate Responsibility<br />

Kommunikation bei der Schwarz Unternehmenskommunikation.<br />

Auch in der Logistik unternehme die<br />

Gruppe Maßnahmen zur CO 2<br />

-Reduktion – etwa durch das<br />

Angebot regionaler Produkte mit kürzeren Transportwegen<br />

bei den Handelssparten Lidl und Kaufland, einen klimafreundlichen<br />

Transport und eine effiziente Nutzung der Infrastruktur.<br />

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Teresa Zwirner<br />

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24<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

25


WIRTSCHAFT | Nachhaltigkeit<br />

Nachhaltigkeit | WIRTSCHAFT<br />

Fotos: GROPYUS, Olmatic<br />

„Gropyus ist ein PropTech-Unternehmen,<br />

das den Markt für Wohnungsbau<br />

transformiert und digitalisiert – und dafür<br />

das Mehrfamilienhaus neu erfindet.<br />

Die digital konzipierte, vollständig automatisierte<br />

Fertigung ermöglicht höchste<br />

Standards bei Design, Produktion und<br />

Baubetrieb, inklusive Kosten- und Planungssicherheit.<br />

Automatisierte Fertigung,<br />

digitaler Kern und verwendete<br />

Materialien erlauben skalierbare Produktion<br />

von Gebäuden, die schon heute<br />

95 Prozent nachhaltiger sind als das Referenzgebäude<br />

der Deutschen Gesellschaft<br />

für Nachhaltiges Bauen. Bereits<br />

2028 werden die Gebäude nicht nur<br />

energie-, sondern klimapositiv sein. Da<br />

Gropyus-Gebäude vollständig digitalisierte<br />

Produkte sind, können die Gebäude<br />

in Zukunft selbst entlang von Mieterbedürfnissen<br />

und Energieeinsparpoten -<br />

zialen optimiert werden. Dies wird eine<br />

Blaupause für den Markt darstellen. Der<br />

Standort Richen liegt aus logistischer<br />

Sicht dabei in perfekter Lage inmitten<br />

des Kernmarkts von Gropyus. Da in der<br />

Region zudem diverse Zulieferer für automatisierte<br />

Automobilproduktion angesiedelt<br />

sind, existiert ein großer Talentpool<br />

aus Expertinnen und Experten<br />

im Bereich der Robotik und Automation.<br />

Mit dem Eppinger Leimbinderwerk<br />

konnten zudem rund 100 Mitarbeitende<br />

übernommen werden, die über umfangreiche<br />

Erfahrung mit der Verarbeitung<br />

von Holz als Werkstoff verfügen. “<br />

Simon Nagel<br />

Managing<br />

Director der<br />

Gropyus<br />

Production<br />

Richen GmbH,<br />

Richen<br />

Das Unternehmen Gropyus möchte den Markt für Wohnungsbau digitalisieren und dadurch nachhaltiger gestalten.<br />

Die Zukunft mit<br />

grünen Ideen gestalten<br />

Nachhaltigkeit wird nicht nur bei Konzernen großgeschrieben, es gibt<br />

auch zahlreiche Start-ups, die mit innovativen Produkten die Zukunft<br />

umweltfreundlicher gestalten möchten – viele davon aus Baden-<br />

Württemberg. Zwei junge Unternehmen stellen ihre Ideen vor.<br />

Christian Olma<br />

Chief Marketing<br />

Officer der<br />

Olmatic GmbH,<br />

Freudenstadt<br />

„Das Olmatic Energiekonzept bietet<br />

Unternehmen eine einfache und kosteneffiziente<br />

Möglichkeit, Energiekosten<br />

zu sparen und gleichzeitig ihre CO₂-<br />

Emissionen zu reduzieren. Dabei<br />

übernehmen wir im Bedarfsfall die<br />

kompletten Investitionskosten für PV-<br />

Anlagen, Batteriespeicher und KI-gestützte<br />

Energiemanagement-Software<br />

und bieten einen stabilen PPA-Vertrag<br />

an. Das Besondere daran ist, dass sämtliche<br />

Prozesse beim Unternehmen unberührt<br />

bleiben und keine Änderungen<br />

erforderlich sind. Wir optimieren die<br />

Energieversorgung durch die Nutzung<br />

erneuerbarer Energien und eines intelligenten<br />

Energiemanagementsystems,<br />

um eine nachhaltige und zukunftsfähige<br />

Energieversorgung zu gewährleisten.<br />

Dank unseren selbst entwickelten Machine-Learning<br />

Algorithmen können<br />

wir den Energieverlauf der produzierenden<br />

Industrie und deren regenerative<br />

Erzeugung im Voraus identifizieren<br />

und mit Hilfe von Energiespeichern intelligent<br />

ausgleichen.“<br />

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26<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

Gap Year<br />

27


WIRTSCHAFT | Titel<br />

Titel | WIRTSCHAFT<br />

nen und weiterhin investieren“, sagt<br />

Braun. Die Stimmungslage in den regionalen<br />

Unternehmen sei „relativ gut“.<br />

In der Region verwurzelt: Vorstand Harald Braun (links) und Dieter Karle, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Hohenlohe.<br />

Partner für Generationen<br />

Die Volksbank Hohenlohe ist die älteste aktive Genossenschaftsbank<br />

der Welt. Ihre Gründungsidee ist auch im digitalen Zeitalter noch<br />

topaktuell: „Was einer alleine nicht schafft, das schaffen viele.“<br />

Vertrauen ist die wichtigste Währung<br />

einer Bank. „Das bekommt<br />

man nicht geschenkt, dass muss<br />

man sich erarbeiten“, ist Dieter Karle,<br />

Vorstandsvorsitzender der Volksbank<br />

Hohenlohe überzeugt. Vertrauensvolle<br />

Beziehungen zu Privat- und Firmenkunden<br />

sind ihm wichtig. „Manche Familien<br />

und Unternehmen hier in der<br />

Region betreut die Bank bereits über<br />

Generationen hinweg.“ Das Vertrauen,<br />

das der Genossenschaftsbank entgegengebracht<br />

werde, erleichtere die Geschäftsbeziehungen<br />

erheblich, insbesondere<br />

in von Unsicherheit geprägten<br />

Krisenzeiten.<br />

Aktuell sei eine gewisse Zurückhaltung<br />

spürbar, was die Investitionsbereitschaft<br />

der Unternehmen und somit<br />

auch die Kreditanfragen betreffe.<br />

„Unsere Firmenkunden sind derzeit<br />

eher vorsichtig“, sagt Harald Braun,<br />

Vorstand der Volksbank Hohenlohe.<br />

Das sei der aktuellen Lage geschuldet.<br />

Unklare politische und wirtschaftliche<br />

Rahmenbedingungen seien nicht förderlich<br />

für große Investitionen. „Einige<br />

Unternehmen fahren mehr auf Sicht,<br />

weil sie die weitere Entwicklung nur<br />

schwer einschätzen können“, ergänzt<br />

Karle. Doch von einem Investitionsstau<br />

könne nicht die Rede sein. „Wir leben<br />

in einer Region der Weltmarktführer.<br />

Hier sind sehr starke Mittelständler<br />

ansässig, die mittel- bis langfristig pla-<br />

Fotos: Wolfgang Reiher Photography<br />

Investition in Innovation<br />

Aus ihren Beratungsgesprächen wisse<br />

die Bank sehr gut, was die Unternehmen<br />

derzeit bewege, unter anderem<br />

Nachhaltigkeit und Energie. „Bei Produktionsunternehmen<br />

steht die Energieeffizienz<br />

ganz oben auf der Agenda,<br />

sowohl was elektrische Energie als<br />

auch Heizenergie betrifft“, berichtet<br />

Karle. Viele Finanzierungsfragen drehten<br />

sich daher aktuell um energetische<br />

Sanierung – übrigens nicht nur beim<br />

Gewerbebau, sondern auch beim<br />

Wohnbau. „Das ist kein Wunder, wir<br />

haben ja alle erlebt, wie teuer Energie<br />

werden kann“, meint Karle.<br />

Ein weiterer Treiber der geschäftlichen<br />

Entwicklung seien Investitionen<br />

in Forschung und Entwicklung sowie<br />

in Innovationen. Ein Thema, das auch<br />

die Bank selbst bewegt.<br />

Digitale Transformation<br />

Von der historischen Rechenmaschine bis zum Laptop: Seit jeher steht bei der<br />

Volksbank Hohenlohe nicht das Arbeitsgerät, sondern der Mensch im Mittelpunkt.<br />

Die fortschreitende Digitalisierung trage<br />

dazu bei, dass Bankgeschäfte immer<br />

schneller und effizienter werden.<br />

Dabei gehe es nicht nur um bequeme<br />

Onlinezugänge für Kunden, die per PC<br />

oder Smartphone-App praktisch rund<br />

um die Uhr Aufträge an die Bank einreichen<br />

können. Auch das Dokumentenmanagement<br />

und Arbeitsabläufe<br />

veränderten sich. „Wir verlagern standardisierte<br />

Prozesse immer stärker aus<br />

der analogen in die digitale Welt“, sagt<br />

Braun. „Früher musste ein Vertrag, sei<br />

es für ein Sparbuch oder ein Darlehen,<br />

physisch vorliegen und unterschrieben<br />

werden. Heute geht das auch mit<br />

digitaler Unterschrift. Das ist ein Mehrwert<br />

für beide Seiten: Wir müssen keine<br />

Dokumente mehr per Post verschicken,<br />

haben die digitalen Unterlagen<br />

sofort im System. Die Kunden müssen<br />

keine langen Wartezeiten oder Wegstrecken<br />

in Kauf nehmen“, sagt Braun.<br />

Auch für die Mitarbeitenden sei ein digitalisiertes<br />

Umfeld von Vorteil, da es<br />

ein ortsunabhängiges, mobiles Arbeiten<br />

ermögliche und die Vereinbarkeit<br />

von Familie und Beruf erleichtere. Das<br />

steigere die Arbeit geberattraktivität.<br />

„Wir erleben durch die Digitalisierung<br />

eine Veränderung von Arbeitswelten“,<br />

stellt Braun fest. „Das ist eine starke<br />

Transformation des Unternehmens.“<br />

Doch eines sei ganz klar: „Die Digitalisierung<br />

wird nie die Menschen ersetzen.<br />

Die Strategie unseres Hauses wird<br />

nie sein, eine Online-Bank zu werden.<br />

Wir legen weiterhin Wert auf Präsenz<br />

in der Fläche.“<br />

Für komplexe Themen wie Vermögensaufbau,<br />

Altersvorsorge, Finanzierungen<br />

oder Fördermittel sei auch<br />

in Zukunft eine individuelle, persönliche<br />

Beratung wichtig. Um sich stärker<br />

darauf zu fokussieren, investiere die<br />

Bank stark in die Qualifizierung der<br />

Mitarbeitenden.<br />

Hohenlohe im Herzen<br />

Die Menschen in den Mittelpunkt zu<br />

rücken, stehe auch im Zentrum der<br />

Aktionen anlässlich des 180-jährigen<br />

Bestehens. 1843 gründeten 50 Bürger<br />

die „Öhringer Privatspar- und Leihkasse“,<br />

die sich zur heutigen Volksbank<br />

Hohenlohe entwickelte. Als weltweit<br />

älteste aktive Genossenschaftsbank<br />

steht sie in der Tradition von Friedrich<br />

Wilhelm Raiffeisen und Hermann<br />

Schulze-Delitzsch und ihrer Idee der<br />

Hilfe zur Selbsthilfe, getreu dem Motto:<br />

„Was einer alleine nicht schafft, das<br />

schaffen viele.“ Diese Idee sei auch im<br />

digitalen Zeitalter topaktuell und lebendig.<br />

„Die Mitglieder einer Genossenschaft<br />

schließen sich zusammen,<br />

weil sie gemeinsam Ziele leichter erreichen“,<br />

sagt Karle. „Wir richten unser<br />

Handeln und Wirtschaften auf unsere<br />

Mitglieder aus.“<br />

Eine enge Verbundenheit mit der<br />

Region spiegele sich nicht nur im Namen<br />

der Bank wider, ihr Herz schlage<br />

für Hohenlohe. Daher suche die Bank<br />

in diesem Jahr 180 Menschen als Markenbotschafter.<br />

Jeden Monat sollen<br />

1500 Euro für ein regionales Herzensprojekt<br />

von Gruppen oder Vereinen<br />

gespendet werden. „Wir wollen damit<br />

das ehrenamtliche Engagement in der<br />

Region und gemeinnützige Projekte<br />

unterstützen“, sagt Karle. Zu den ersten<br />

Botschaftern gehören beispielsweise<br />

der Fanfarenzug Blaufelden, die Hohenloher<br />

Landfrauen oder das Reubacher<br />

Sommertheater. „Die Region zu<br />

fördern, das ist Teil unserer DNA als<br />

Genossenschaftsbank.“ Dirk Täuber<br />

28<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

29


WIRTSCHAFT | Sommer<br />

Vom Firmen-Filmdreh<br />

bis zur Floßfahrt<br />

Klassiker Seifenkistenrennen:<br />

Mitarbeiter-Events<br />

wie dieses regen<br />

zu Kreativität und<br />

Teamgeist an.<br />

Foto: hirschfeld.de<br />

tiv werden und innerhalb von zwei<br />

Monaten eine mehrtägige Veranstaltung<br />

in Ägypten auf die Beine stellen –<br />

inklusive U-Boot-Fahrt.<br />

Egal, ob es eher der klassische<br />

Ausflug sein soll oder ein extravaganter<br />

Event wird: Bei der Planung eines Mitarbeiterausfluges<br />

sollten Unternehmen<br />

zu Beginn die Ziele definieren.<br />

Geht es ausschließlich um Spaß oder<br />

sollen auch teambildende Elemente<br />

eingebaut werden?<br />

Zudem stehe bei allen Events die<br />

Sicherheit der Teilnehmenden an<br />

oberster Stelle. „Ich kann nur jedem<br />

Unternehmen anraten, sich aufgrund<br />

der Komplexität der sogenannten Versammlungsstättenverordnung<br />

und<br />

den immer strenger werdenden Vorschriften,<br />

sich professionell beraten zu<br />

lassen“, erklärt Jana Baier. Und Sascha<br />

Heide betont, dass neben schönen Erlebnissen<br />

auch immer das Essen eine<br />

zentrale Rolle spiele und bei der Planung<br />

entsprechend berücksichtigt<br />

werden müsse. Teresa Zwirner<br />

Beim Drehen eines Imagefilms oder beim gemeinsamen Performen eines Rocksongs<br />

können Mitarbeiter neue Seiten an sich und ihren Kollegen entdecken.<br />

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Ein strahlender Sommertag, begeisterte Mitarbeiter – so sieht ein<br />

gelungenes Firmenevent aus. Unternehmen haben längst erkannt,<br />

dass solche Veranstaltungen nicht nur ein nettes „Extra“ sind,<br />

sondern eine strategische Bedeutung für die Motivation und<br />

den Erfolg haben. In der Region gibt es reichhaltige Angebote.<br />

Von spannenden Outdoor-Spielen<br />

und Ausflügen bis hin zu<br />

Workshops und kulinarischen<br />

Erlebnissen: In Heilbronn-Franken<br />

gibt es viele Möglichkeiten, sommerliche<br />

Teambuilding-Events durchzuführen.<br />

„Kleine Gruppen bis 50 Teilnehmer<br />

können die Region,<br />

beispielsweise rund um Schwäbisch<br />

Hall, per Segway oder beim Offroad-<br />

Geländewagen-Trial erkunden und so<br />

einen richtig spaßigen Tag erleben“, erklärt<br />

Sascha Heide von der Eventplattform<br />

hirschfeld.de.<br />

Für bis zu 300 Teilnehmer biete<br />

sich das Programm „High land Games<br />

– Teambuilding im Schottenrock“ an,<br />

bei dem die Mitarbeitenden im Highlander-Wettbewerb<br />

gegeneinander<br />

antreten dürfen. Das Seifenkistenrennen<br />

und die Schlauchboot-Tour sind<br />

dagegen echte Klassiker unter den Mitarbeiterausflügen.<br />

Teamgeist ist auch<br />

gefragt, wenn gemeinsam ein Floß gebaut<br />

werden soll, um damit anschließend<br />

auf dem Neckar zu schippern.<br />

Wer es noch etwas ausgefallener<br />

mag, kann in der Region auch einen<br />

Firmen-Filmdreh organisieren, bei<br />

dem die Mitarbeitenden vor und hinter<br />

der Kamera aktiv werden. „Ziel ist<br />

es, einen lustigen Werbeclip für das eigene<br />

Unternehmen zu drehen. Am<br />

gleichen Abend noch werden die fertig<br />

nachbearbeiteten Videos mit Titel,<br />

passender Musik und allen Namen im<br />

Abspann uraufgeführt“, erklärt Heide.<br />

Viele spannende Teamevents organisiert<br />

auch die Veranstaltungsagentur<br />

Hamann and friends in Heilbronn –<br />

wie die Firmenlauf-Serie in ganz<br />

Deutschland. „Aus einer fixen Idee<br />

wurde der Lauf der ‚Heilbronner Stimme‘<br />

zum größten und erfolgreichsten<br />

Firmenlauf in Baden-Württemberg.<br />

Anfangs belächelt ist der Run heute innerhalb<br />

weniger Minuten mit über<br />

7000 Teilnehmenden ausgebucht“, sagt<br />

Jana Baier von der Agentur. Und auch<br />

bei einem ganz besonderen Kundenevent<br />

durfte Hamann and friends krea-<br />

widdern.de badwimpfen.de breitenauer-see.de<br />

gueglingen.de<br />

tierparkschwaigern.de<br />

Sommer Higlights der Region<br />

Ihre Ansprechpartnerin: Anja Schilling | Sales Managerin | Telefon 0791 95061 8326 | anja.schilling@pro-vs.de<br />

30 <strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

31


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Ein Kreis blüht auf<br />

Foto: Stadt Eppingen<br />

Eine attraktive Mischung aus landschaftlicher<br />

Schönheit, historischem<br />

Erbe und kultureller Vielfalt:<br />

Der Landkreis Heilbronn bietet<br />

unvergessliche Erlebnisse für Naturburschen<br />

und -mädchen, Stadtbummler,<br />

Feinschmecker und Kulturliebhaber.<br />

Von historischen Schlössern bis<br />

hin zu innovativen Orten ist der Landkreis<br />

Heilbronn eine Region, in der sich<br />

Vergangenheit und Zukunft perfekt vereinen.<br />

Starke Unternehmen wie Audi,<br />

die Schwarz-Gruppe und viele andere<br />

kurbeln die Wirtschaft an und bieten attraktive<br />

Jobmöglichkeiten. Eine Vielzahl<br />

an Freizeitmöglichkeiten locken Besucher<br />

von nah und fern – wie etwa das<br />

Gelände der Gartenschau Eppingen (im<br />

Bild), die 2022 von rund 400.000 Menschen<br />

besucht wurde.<br />

tz<br />

32<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

33


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

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Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

Größte Stadt im Landkreis: Neckarsulm ist die Heimat von Unternehmen wie Audi, Bechtle und der Schwarz-Gruppe.<br />

„Baden-Württemberg<br />

im Kleinen“<br />

Vor 85 Jahren gegründet, 1973 reformiert: Im Jubiläumsjahr steht der<br />

Landkreis Heilbronn sehr gut da – und muss sich gleichwohl Herausforderungen<br />

stellen: Fachkräftemangel, Digitalisierung, Verkehr und<br />

Klimaschutz sind die zentralen Themen für Landrat Norbert Heuser.<br />

Das wäre im Zeugnis eine glatte<br />

Eins: Der „Prognos Zukunftsatlas“<br />

2022 zählt den Landkreis<br />

Heilbronn zu den Top-Ten-Regionen<br />

Deutschlands mit den besten Zukunftschancen.<br />

Angesichts von Platz zehn unter<br />

400 Kreisen und kreisfreien Städten<br />

könnte sich Landrat Norbert Heuser<br />

entspannt zurücklehnen. Tatsächlich<br />

steht sein Kreis, der vor 85 Jahren gegründet<br />

und 1973 durch die Kreisreform<br />

neu zugeschnitten wurde, wirtschaftlich<br />

hervorragend da: Das<br />

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf ist laut<br />

„Deutschlandatlas“ mit 109.000 Euro<br />

(2020) überdurchschnittlich hoch, die<br />

Schuldenlast der Kommunen und die<br />

Arbeitslosigkeit sind gering, außerdem<br />

sind viele starke Firmen angesiedelt<br />

wie Audi, die Schwarz-Gruppe,<br />

Schunk, Dieffenbacher, Bechtle, Layher<br />

und viele mehr.<br />

Heuser, der 2021 zum Landrat gewählt<br />

wurde, weiß die sehr guten Rahmenbedingungen<br />

zu schätzen, sieht<br />

aber auch die Herausforderungen.<br />

Dazu zählt er nicht nur den Ausbau der<br />

Verkehrsinfrastruktur und den Fachkräftemangel,<br />

der Unternehmen ebenso<br />

wie der Verwaltung zu schaffen<br />

macht. Das wichtigste Zukunftsprojekt<br />

für den Landkreis sei das Thema Energie<br />

und Klimaschutz: „Der Klimawandel<br />

und eine nachhaltige Zukunft sind<br />

die zentralen Herausforderungen<br />

Foto: Adobe Stock/GDMpro S.R.O.<br />

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Bürgerinnen und Bürger,<br />

ich, Bürgermeister Kevin Kopf, begrüße Sie herzlich<br />

in Widdern, der charmanten Gemeinde zwischen<br />

Jagst und Kessachtal. Unser idyllisches Städtchen<br />

lockt mit seiner natürlichen Schönheit und einem<br />

vielfältigen Veranstaltungsangebot, das Ihnen unvergessliche<br />

Erlebnisse bietet. Tauchen Sie ein in die<br />

Natur entlang der Jagst und Kessach, genießen Sie<br />

gesellige Grillabende und erleben Sie die<br />

pulsierende Kultur unserer Stadt.<br />

Die malerische Natur rund um Widdern lädt zum<br />

Wandern und Fahrradfahren ein. Entdecken Sie die<br />

bezaubernden Wege entlang der Jagst und Kessach<br />

und lassen Sie sich von der zauberhaften Landschaft<br />

verzaubern. An den Grillmöglichkeiten können Sie<br />

gemütliche Stunden im Freien verbringen und die<br />

Geselligkeit mit Familie und Freunden genießen.<br />

Doch in Widdern dreht sich nicht nur alles um die<br />

Natur - auch kulturell hat unsere Gemeinde einiges<br />

zu bieten. Freuen Sie sich auf abwechslungsreiche<br />

Veranstaltungen wie den Schwäbischen Abend,<br />

bei dem Sie die regionale Kultur hautnah erleben<br />

Stadt Widdern<br />

an der Jagst<br />

– Erholung in schöner Natur an Jagst und Kessach<br />

– Dichtes Wegenetz zum Wandern und Radfahren<br />

– Angeln an der Jagst<br />

– Gastronomie und Straßencafé<br />

– Museum im alten Bahnhof<br />

– Günstiges Bauland, schnelle Anbindung an<br />

Autobahn HN - WÜ<br />

können. Lassen Sie sich von Stand-Up-Comedy-<br />

Shows zum Lachen bringen oder tauchen Sie ein<br />

in die spannende Crime Night. Unsere traditionellen<br />

Stadtfeste wie die Kirchweih und das Pfingstfest<br />

mit dem internationalen Holzfällerwettbewerb<br />

sorgen für Unterhaltung und Action für die<br />

ganze Familie.<br />

Ein besonderes Highlight ist das historische „Dörnle“,<br />

von dem aus Sie einen atemberaubenden Blick<br />

über Widdern und seine Umgebung genießen<br />

können. Hier können Sie die Geschichte unserer<br />

Stadt hautnah erleben und die malerische Kulisse<br />

bewundern.<br />

Ich lade Sie herzlich ein, Widdern zu besuchen und<br />

unsere Natur, Kultur und unvergessliche Veranstaltungen<br />

zu erleben. Lassen Sie sich von unserer herzlichen<br />

Gastfreundschaft und dem einzigartigen Flair<br />

unserer Gemeinde begeistern.<br />

Mit herzlichen Grüßen,<br />

Bürgermeister Kevin Kopf<br />

Rathaus Widdern<br />

Keltergasse 5<br />

74259 Widdern<br />

T. 06298 9247-0<br />

stadt@widdern.de<br />

www.Widdern.de<br />

34<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong> 35


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

für die kommenden Jahre“, sagt Heuser.<br />

„Daher hat der Kreistag die Gründung<br />

einer Energieagentur beschlossen,<br />

die die 46 Landkreiskommunen<br />

beim Klimaschutz und der kommunalen<br />

Wärmeplanung unterstützt.“<br />

Heuser geht davon aus, die Energieagentur<br />

Anfang 2024 an den Start zu<br />

bekommen. Ein Ziel für ihn ist auch die<br />

Nutzung von klimafreundlichem grünen<br />

Wasserstoff, der den CO₂-Ausstoß<br />

senken soll. Dafür setzt sich der Landrat<br />

als Sprecher für den Bereich Wasserstoff<br />

für die Metropolregion Stuttgart<br />

und die Region Heilbronn-Franken<br />

ein. Die Region mit ihrem starken industriellen<br />

Besatz ist auf eine zuverlässige<br />

und bezahlbare Energieinfrastruktur<br />

angewiesen.<br />

Schienennetz im Fokus<br />

Norbert Heuser, der 19 Jahre lang Bürgermeister<br />

von Neuenstadt am Kocher<br />

war, betont außerdem die Bedeutung<br />

des Verkehrssektors fürs Klima: „Wir<br />

müssen uns im Landkreis und in der<br />

Region intensiv einer bedarfsgerechten<br />

und klimafreundlichen Mobilität widmen.“<br />

Auf der Agenda stehe die Frankenbahn,<br />

die von Würzburg über Heilbronn<br />

nach Stuttgart führt. Hier geht es<br />

nicht nur um die Sanierung der Strecke,<br />

sondern auch um die Reaktivierung<br />

und Ertüchtigung von Haltepunkten<br />

und Bahnhöfen.<br />

Ebenso vorantreiben will Heuser<br />

die Reaktivierung der Schozach-Bottwartalbahn,<br />

der Krebsbachtal- und Zabergäubahn,<br />

den Ausbau von Busverbindungen<br />

sowie die Unterstützung<br />

der Kommunen beim E-Car-Sharing<br />

im ländlichen Raum. Denn auch das<br />

kennzeichnet den Landkreis mit seinen<br />

mehr als 350.000 Einwohnern: Zwischen<br />

Eppingen und Jagsthausen, Wüstenrot<br />

und Zaberfeld liegt nicht nur einer<br />

der stärksten Wirtschaftsräume in<br />

Baden-Württemberg mit Konzernen,<br />

Weltmarktführern und starken Mittelstandsfirmen.<br />

Der Landkreis ist auch<br />

ländlich, hat viel Natur und idyllische<br />

Landschaften, Sehenswürdigkeiten<br />

und Fachwerkstädte zu bieten.<br />

Stärke durch Geschlossenheit<br />

Diese Kombination – Wirtschaftskraft,<br />

Freizeitwert und hohe Lebensqualität<br />

– ist ein Pfund, mit dem Norbert Heuser<br />

gern wuchert: „Der Landkreis Heilbronn<br />

ist Baden-Württemberg im Kleinen“,<br />

bringt er es auf den Punkt.<br />

Die Geschichte beginnt 1938, als<br />

der Landkreis Heilbronn geschaffen<br />

wurde – ohne die Stadt Heilbronn, die<br />

Stadtkreis wurde. Der Verwaltungssitz<br />

des Landkreises blieb jedoch in Heilbronn<br />

und ist bis heute dort verankert.<br />

Im Zuge der Kreisreform 1973 kamen<br />

sieben Gemeinden hinzu. Die größte<br />

Stadt ist Neckarsulm mit rund 27.000<br />

Einwohnern. Zur 130.000-Einwohner-<br />

Großstadt pflegt der Landkreis traditionell<br />

enge Beziehungen. „Wenn in der<br />

Stadt Heilbronn innovative Zukunftsin-<br />

Landrat Norbert Heuser beim Festakt<br />

zum 50-jährigen Kreisjubiläum.<br />

Foto: Simone Weber<br />

vestitionen anstehen, dann ist ein entsprechendes<br />

Umfeld wichtig“, betont<br />

Heuser. Als Beispiel nennt er den geplanten<br />

KI-Park in Heilbronn: „Man<br />

versteht auf Anhieb, dass man sich bei<br />

einem Projekt dieser Größenordnung<br />

gegenseitig bereichert.“<br />

Dieser Gedanke müsse auch<br />

Grundlage für die Zusammenarbeit mit<br />

den drei anderen Kreisen der Region<br />

sein: „Den großen Herausforderungen<br />

muss man sich gemeinsam stellen, um<br />

Lösungen zu finden“, sagt Heuser.<br />

„Mein Motto lautet: Stärke entsteht<br />

durch Geschlossenheit.“ Dies beziehe<br />

sich auch ausdrücklich auf das Wir-Gefühl<br />

im Kreis und die gute Zusammenarbeit<br />

mit den Kommunen.<br />

Mit einem Thema müssen sich<br />

alle befassen: dem Fachkräftemangel.<br />

Was Unternehmen immer stärker betrifft,<br />

macht auch Ämtern und Behörden<br />

zu schaffen. „Wenn Stellen nicht<br />

besetzt werden können, dann hat das<br />

negative Auswirkungen auf die Produktivität<br />

und damit auf unseren wirtschaftlichen<br />

Wohlstand“, sagt Heuser.<br />

„Wenn man bedenkt, dass die geburtenstarken<br />

Jahrgänge erst noch in Rente<br />

gehen, erleben wir derzeit nur einen<br />

Vorgeschmack auf das, was noch<br />

kommt.“ Der Landkreis könne die Probleme<br />

nicht lösen, den Unternehmen<br />

aber helfen, indem behördliche Abläufe<br />

beschleunigt würden, beispielsweise<br />

bei der Eingliederung zugewanderter<br />

Arbeitskräfte.<br />

Seine eigene Behörde sei vom<br />

Fachkräftemangel ebenso betroffen,<br />

sagt Heuser – darunter zu leiden hätten<br />

die Bürgerinnen und Bürger, die längere<br />

Bearbeitungszeiten hinnehmen müssten.<br />

Der Landrat setzt daher verstärkt<br />

auf Nachwuchsgewinnung sowie gute<br />

Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten.<br />

Die Digitalisierung ist für Heuser<br />

ein weiterer wichtiger Punkt: Verwaltungsvorgänge<br />

sollen die Bürger künftig<br />

vermehrt von zu Hause erledigen können.<br />

„Ich hoffe darauf, dass KI uns helfen<br />

wird, Dinge zu beschleunigen und<br />

Menschen zu entlasten.“ Eckart Baier<br />

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WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

Eine bewegende Chronik<br />

Am 1. Januar 1973 wurde der Landkreis Heilbronn im Zuge der<br />

Kreisgebietsreform umgestaltet. Seitdem ist viel passiert. Wir haben<br />

einige Meilensteine der vergangenen 50 Jahre zusammengetragen.<br />

1973<br />

Der Landkreis Heilbronn wird zum<br />

1. Januar reformiert und umfasst<br />

nun 46 Gemeinden.<br />

1984<br />

Die Schwarz-Gruppe eröffnet in<br />

Neckarsulm den ersten Supermarkt<br />

unter dem Namen „Kaufland“<br />

1985<br />

Audi NSU Auto Union AG wird zur<br />

Audi AG in Neckarsulm<br />

1996<br />

Das Bauspar-Museum in Wüstenrot<br />

wird eröffnet<br />

Fotos: Audi AG, Andreas Veigel, Erlebnispark Tripsdrill, Bosch, BikiniARTmuseum,<br />

Fotograf Florian Busch, Steffan Maurhoff, Simone Weber,<br />

2001<br />

Die Kliniken des Landkreises und der<br />

Stadt Heilbronn verschmelzen zu den<br />

SLK-Kliniken Heilbronn<br />

1997<br />

Am 1. Juni fahren die ersten<br />

Stadtbahnen von Karlsruhe über<br />

Bretten bis nach Eppingen<br />

2004<br />

Der Erlebnispark Tripsdrill feiert<br />

75. Geburtstag<br />

2004<br />

In Abstatt eröffnet Bosch ein<br />

Entwicklungszentrum<br />

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Machen Sie mit!<br />

Stärken Sie die Region!<br />

Werden Sie Mitglied!<br />

…wir wollen sie<br />

gemeinsam erleben und<br />

weiterentwickeln.<br />

Die Bürgerinitiative pro<br />

Region Heilbronn-Franken<br />

e.V. lebt diese Region, denn<br />

wir sind...<br />

• engagierte Bürger, die<br />

sich uneigennützig<br />

für die Belange der<br />

Region einsetzen,<br />

• ein gemeinnütziger<br />

Verein, der sich aus<br />

Mitgliedsbeiträgen und<br />

Spenden finanziert,<br />

Wir gratulieren zu<br />

50 Jahre<br />

Hohenlohekreis.<br />

Wir gratulieren zu<br />

50 Jahre<br />

Landkreis Heilbronn.<br />

wir wollen...<br />

• das Wir-Gefühl in der Region<br />

Heilbronn-Franken fördern,<br />

• deren Stärken herausstellen<br />

- auch im Wettbewerb zu<br />

anderen Regionen,<br />

• die Schwächen der Region<br />

offen benennen und gemeinsam<br />

auf Veränderun gen<br />

drängen,<br />

• engagierten Bürgern die<br />

Möglichkeit zur konstruktiven<br />

Mitarbeit bieten,<br />

• Plattform sein für den<br />

Meinungsaustausch von<br />

Bürgern und Gremien der<br />

Region.<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

Geschäftsstelle: c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG · Postfach · 74650 Künzelsau<br />

Telefon: 07940/15-2329 · www.pro-region.de · info@pro-region.de<br />

Kultur- und Erlebnisprogramm<br />

Kultur pur!<br />

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Telefon 07136 - 832 106<br />

Touristikinformation<br />

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Stadt Stadt Bad Bad Friedrichshall Friedrichshall<br />

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38<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

39


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

2008<br />

Bad Rappenau ist Schauplatz<br />

der Landesgartenschau<br />

2020<br />

Am 5. <strong>Juli</strong> eröffnet in Bad Rappenau<br />

das BikiniARTmuseum, ein Museum<br />

für Bademoden und Badekultur<br />

<strong>2023</strong><br />

Der Landkreis Heilbronn feiert Doppeljubiläum:<br />

Am 26. Mai werden bei einem Festakt mit geladenen<br />

Gästen das 85-jährige Bestehen des Landkreises<br />

und 50 Jahre Kreisreform gewürdigt.<br />

2010<br />

Die DHBW in Heilbronn wird<br />

als Außenstelle der DHBW Mosbach<br />

gegründet<br />

2019<br />

In Bad Wimpfen wird eine neue<br />

Lidl-Zentrale gebaut<br />

<strong>2023</strong><br />

Am 15. April wird das Kernkraftwerk<br />

Neckarwestheim als letztes aktives<br />

AKW in Deutschland abgeschaltet<br />

In der Erlenbacher Sulmtalhalle<br />

begrüßt Landrat Norbert Heuser<br />

unter anderen Regierungspräsidentin<br />

Susanne Bay (rechts) und Innenminister<br />

Thomas Strobl (oben Mitte).<br />

zusammengekommen.<br />

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Von Hightech über Verkehrslösungen bis zu exzellenten Bildungsangeboten:<br />

Der Landkreis Heilbronn hat viele Erfolgsgeschichten<br />

vorzuweisen, wie unsere Beispiele aus vier Bereichen zeigen.<br />

Forschung<br />

Seit 50 Jahren werden in Lampoldshausen Raketen- und<br />

Satellitentriebwerke erforscht und getestet. Doch nicht<br />

nur das: „Green Propellants“ sind ein weiterer Schwerpunkt,<br />

mit dem sich das Deutsche Zentrum für Luftund<br />

Raumfahrt (DLR) hier intensiv auseinandersetzt.<br />

Umweltfreundlich, preisgünstig und leicht zu handhaben<br />

sollen die fortschrittlichen Treibstoffe für Raumfahrtantriebe<br />

sein. Ziel der Forschungsarbeit ist, die lagerfähigen<br />

Treibstoffe wie Hydrazin zukünftig ersetzen<br />

zu können. Aktuell testen, analysieren und bewerten<br />

DLR-Wissenschaftler solche neuartigen Treibstoffe in<br />

Triebwerken auf Verbrennungs-, Zünd-, Injektions- und<br />

Förderverhalten.<br />

Am Bildungscampus werden Kinder bei der Sprachentwicklung gefördert.<br />

Das DLR forscht in Lampoldshausen an Raumfahrtantrieben.<br />

Foto: aim Akademie für Innovative Bildung und Management<br />

Bildung<br />

Die Dieter Schwarz Stiftung engagiert<br />

sich seit 1999 in Heilbronn und der Region<br />

mit dem klaren Fokus, Bildungsangebote<br />

für Menschen in verschiedenen<br />

Lebensphasen zu fördern. Ein<br />

beeindruckendes Ergebnis ist der Bildungscampus,<br />

auf dem 2002 auch die<br />

Akademie für Innovative Bildung und<br />

Management Heilbronn-Franken gemeinnützige<br />

GmbH (aim) gegründet<br />

wurde. Die Ziele der Akademie sind es,<br />

die Ausbildungs- und Studierfähigkeit<br />

von Jugendlichen zu verbessern und<br />

den Wiedereinstieg nach der Familienphase<br />

für Eltern zu erleichtern und zu<br />

unterstützen. Ein Schwerpunkt der<br />

aim liegt dabei insbesondere auf der<br />

Sprachförderung für Kinder im Kindergarten<br />

und Schulalter.<br />

Foto: DLR<br />

Foto: Deutsche GIgaNetz<br />

Bisherige Fortschritte beim Glasfaserausbau in der Gigabit-Region Heilbronn-Franken.<br />

Highspeed für Heilbronn-Franken<br />

Die Deutsche GigaNetz treibt den flächendeckenden Glasfaserausbau voran.<br />

Nach 50 Jahren Kupferleitungen<br />

in der Region kommt nun ein Glasfasernetz<br />

für das superschnelle Internet<br />

der Zukunft. Eine schnelle und<br />

möglichst hundertprozentige Breitbandversorgung<br />

mit FttH-Anschlüssen<br />

und -Produkten ist das zentrale Ziel der<br />

Deutschen GigaNetz. Als Partner der<br />

Gigabit-Region Heilbronn-Franken bildet<br />

der regionale Glasfaserausbau einen<br />

Schwerpunkt des Engagements.<br />

Im Juni 2021 wurde die zugrunde<br />

liegende Kooperations-Rahmenvereinbarung<br />

mit rund 50 Kommunen getroffen.<br />

Das Ziel: Beste Voraussetzungen<br />

für einen flächendeckenden Glasfaserausbau<br />

schaffen sowie möglichst viele<br />

auf dem Weg dorthin mitnehmen. Die<br />

Deutsche GigaNetz ist diesem Ziel seither<br />

einen deutlichen Schritt nähergekommen.<br />

„Fast alle Kommunen haben<br />

das Vertragsquotenziel von 35 Prozent<br />

bereits erreicht oder übertroffen. In 26<br />

Kommunen sind wir heute schon in der<br />

Bauphase und haben inzwischen rund<br />

1.500 Kundinnen und Kunden in acht<br />

Ausbaugebieten ‚am Licht‘“, sagt Wolfram<br />

Thielen, Geschäftsführer Operations<br />

und Strategische Projekte bei der<br />

Deutschen GigaNetz. „Somit sind wir<br />

optimistisch, dass bis zum Spätsommer<br />

<strong>2023</strong> alle Kommunen, die sich aktuell<br />

noch in der Vorvermarktungsphase befinden<br />

beziehungsweise erfolgreich<br />

abgeschlossen haben, ebenfalls in die<br />

Umsetzungsplanung gehen. Ziel ist ein<br />

Ausbaubeginn in allen beteiligten<br />

Gemeinden bis Sommer 2025“, führt<br />

Thielen weiter aus.<br />

„Weitere bedeutende Zahlen aus<br />

technischer Sicht sind die rund 58.000<br />

‚Homes Passed‘-Anschlüsse, die für die<br />

Gigabit-Region von uns gebaut wurden“,<br />

ergänzt Dr. Peter Raue, Regionalleiter<br />

Technik Süd der Deutschen Giga-<br />

Netz. Darunter versteht man, dass alle<br />

(Erschließungs-)Vorarbeiten auf öffentlichem<br />

Grund abgeschlossen sind und<br />

die vorgelagerte Infrastruktur fertiggestellt<br />

ist. Über 19.000 Haushalte haben<br />

den Glasfasernetz-Anschluss bereits<br />

direkt am oder im Haus.<br />

Bis Ende <strong>2023</strong> stehen 600 Kilometer<br />

Trassenbau auf dem Ausbauplan<br />

für die Region Heilbronn-Franken. Alle<br />

Kommunen, die im Jahr 2022 in den<br />

Ausbau gestartet sind, sollen bis zum<br />

Ende dieses Jahres ‚am Licht‘ sein. Umgerechnet<br />

in Haushalte bedeutet das<br />

einen Zuwachs von mehr als 30.000.<br />

Info<br />

Deutsche GigaNetz GmbH<br />

Schauenburgerstraße 27<br />

20095 Hamburg<br />

Tel.: 040 605980-000<br />

E-Mail: info@deutsche-giganetz.de<br />

www.deutsche-giganetz.de<br />

42<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

43


WIRTSCHAFT | Landkreis Heilbronn<br />

Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

Mobilität<br />

Technologie<br />

Seit 2001 fährt die Stadtbahn auf der<br />

West-Ost-Achse (S 4) durch den Landkreis<br />

Heilbronn. Mit ihrem Beschluss,<br />

ein Stadtbahnsystem nach dem Karlsruher<br />

Modell aufzubauen, haben Stadt<br />

und Landkreis Heilbronn die Weichen<br />

für eine weitere Stärkung des öffentlichen<br />

Personennahverkehrs gestellt.<br />

Seit Dezember 2014 führt die neue<br />

Stadtbahnlinie S 41 vom Heilbronner<br />

Hauptbahnhof über Neckarsulm, Bad<br />

Friedrichshall, Offenau und Gundelsheim<br />

bis nach Mosbach. Außerdem<br />

verkehrt seit Mai 2015 die Stadtbahnlinie<br />

S 42 über Bad Wimpfen und Bad<br />

Rappenau bis nach Sinsheim. Damit<br />

stellt die Stadtbahn Heilbronn Nord<br />

die Verbindung zum S-Bahn-System<br />

des Rhein-Neckar-Raumes in Sinsheim<br />

und in Mosbach/Neckarelz her.<br />

Durch viele zusätzliche Haltepunkte<br />

auf den Strecken wird die Erschließung<br />

der Wohn- und Gewerbegebiete deutlich<br />

verbessert.<br />

Die Stadtbahnstrecke S4 führt seit 2001 durch den Landkreis Heilbronn.<br />

Foto: AVG/Paul Gärtner<br />

Die Bechtle AG mit Sitz in Neckarsulm<br />

zählt zu den führenden IT-Unternehmen<br />

in Europa. Seit 40 Jahren unterstützt<br />

der Betrieb Kunden mit modernen<br />

IT-Produkten und -Lösungen,<br />

Dienstleistungen und nachhaltigen IT-<br />

Konzepten bei der digitalen Transformation.<br />

Auch die Bietigheimer Marabu<br />

GmbH setzt auf die Unterstützung des<br />

IT-Unternehmens. Mit Bechtle implementierte<br />

der Hersteller von Sieb-, Digital-<br />

und Tampondruckfarben sowie<br />

Flüssigbeschichtungen Virtual-Reality-Lösungen<br />

in den Serviceprozess.<br />

Mit der HoloLens2-Datenbrille von<br />

Microsoft können die Marabu-Mitarbeitenden<br />

virtuelle Inhalte in reale<br />

Umgebungen projizieren. Auf diese<br />

Weise begleiten sie weltweit Kunden<br />

aus der Ferne bei Druckerreparaturen<br />

und Farbkalibrierungen. Ein effizienter<br />

Service, der Zeit einspart, Reisekosten<br />

reduziert und den CO₂-Ausstoß<br />

verringert.<br />

tz<br />

Foto: Bechtle<br />

Bechtle bietet Unternehmen Virtual- und Augmented-Reality-Lösungen an.<br />

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45


Landkreis Heilbronn | WIRTSCHAFT<br />

Erfahrung und Wissenstransfer: Mit dem Honorar aus ihren Beratungen fördern die Wirtschaftssenioren Heilbronn<br />

Kinder und Jugendliche in der Region.<br />

Mit Erfahrung in die Zukunft<br />

Ihre Expertise ist gefragt, vor allem wenn es um die Zukunftssicherung<br />

von Unternehmen geht: Walter Börsch von den Wirtschaftssenioren<br />

Heilbronn erklärt, weshalb ein weitsichtiges Management ebenso<br />

maßgeblich ist wie regelmäßiges Feedback und Netzwerken.<br />

Fotos: Wirtschaftssenioren<br />

Weiterentwicklungen zu erhalten und<br />

sich einzuordnen. Ähnlich wie das<br />

Mitarbeitergespräch nicht erst zur<br />

Kündigung erfolgen sollte, ist das Gespräch<br />

mit kompetenten Externen anzuraten,<br />

bevor es beispielsweise zu Liquiditätsproblemen<br />

kommt. Angelehnt<br />

an Rainer Maria Rilke gilt in vielen Fällen:<br />

„Die Zukunft zeigt sich uns, lange<br />

bevor sie eintritt.“ Typische Krisenindikatoren<br />

sind Störungen entlang der<br />

Wertschöpfungskette, nicht ausreichende<br />

Qualifikation der Mitarbeiter<br />

und mangelnde Aufmerksamkeit für<br />

Entwicklungen.<br />

Genug Zeit für notwendige<br />

Verbesserungen<br />

Dazu gehört auch, sich rechtzeitig Gedanken<br />

zu Unternehmensnachfolge<br />

oder dem Unternehmensverkauf zu<br />

machen. Es ist wie ein Attraktivitätstest,<br />

den man hin und wieder durchführen<br />

sollte. Wichtig ist, dass Unternehmen<br />

noch genügend Zeit haben,<br />

um notwendige Verbesserungen umzusetzen.<br />

So verhält es sich auch mit<br />

Materialflussanalysen. Material hat<br />

man entweder zu viel oder zu wenig,<br />

meist aber zu früh bezahlt, um es aktuell<br />

überhaupt zu bekommen. Hier kann<br />

ein zeitlich klar definiertes Projekt mit<br />

einem Materialflussexperten helfen,<br />

der schon alle Marktsituationen erlebt<br />

hat, um die entsprechenden Parameter<br />

richtig einzustellen. Ein Tipp: Schauen<br />

Sie entlang des Hauptverkehrswegs ihres<br />

Betriebes – je weniger Menschen<br />

Sie sehen, umso besser ist ihre Logistik.<br />

Die Bedeutung von Netzwerken<br />

kann für Unternehmen dabei nicht<br />

hoch genug eingeschätzt werden. In<br />

der Region gibt es fast unbegrenzte<br />

Möglichkeiten zur Vernetzung mit anderen<br />

Gruppen. Allerdings ist die Zeit<br />

eines jeden begrenzt und es bedarf einer<br />

klaren Strategie, um die Vorteile<br />

des Austauschs zu nutzen, ohne sich zu<br />

verzetteln und den Fokus zu verlieren. <br />

<br />

Walter Börsch<br />

Der Autor<br />

Walter Börsch war viele Jahre<br />

CEO bei verschiedenen europäischen<br />

Werkzeugmaschinenunternehmen.<br />

Seit Februar 2022 ist er<br />

Vorsitzender der Wirtschaftssenioren<br />

Heilbronn e. V.<br />

Die Wirtschaftssenioren sind Unternehmer<br />

und Experten aus verschiedenen<br />

Branchen, die nach ihrer aktiven<br />

Berufsphase ihre praktischen Erfahrungen<br />

an Unternehmen in der Region<br />

weitergeben.<br />

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Die heutige Zeit ist geprägt von<br />

elementaren Krisen wie der Corona-Pandemie,<br />

dem demografischen<br />

Wandel und dem Krieg in Europa.<br />

Dies erzeugt bei vielen ein Gefühl<br />

von Kontrollverlust. Unsere langjährige<br />

Berufserfahrung lehrt uns jedoch, dass<br />

methodisches Vorgehen, kombiniert<br />

mit Erfahrungswissen, eine gute<br />

Grundlage bilden, um auch in der heutigen<br />

Zeit Unternehmen zu sichern<br />

und Mehrwert zu generieren. Grundsätzlich<br />

ist für Unternehmen wie für<br />

Mitarbeiter ein regelmäßiges Feedback<br />

sinnvoll, um Anregungen für positive<br />

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46 <strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

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WIRTSCHAFT | Befestigungstechnik<br />

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ADVERTORIAL<br />

Foto: Olga Filippidis Photography<br />

Ehrung zum 125-jährigen Jubiläum (v.l.): Robert Friedmann, Sprecher der Konzernführung der Würth-Gruppe,<br />

überreicht eine Urkunde an Frank Agner, CFO/CMO, und Dirk Döllner, CEO der ARNOLD-Gruppe.<br />

Seit 125 Jahren erfolgreich<br />

Seit 2021 macht das Kocherwerk in Forchtenberg die Geschichte des Schrauben- und Befestigungsclusters erlebbar.<br />

„Wettbewerb muss nicht in<br />

Feindschaft ausarten“<br />

Das Schrauben- und Befestigungscluster feiert sein 125-jähriges<br />

Bestehen. Seit zwei Jahren zeigt das Kocherwerk in Forchtenberg<br />

in einer Dauerausstellung nicht nur die Entwicklungsgeschichte,<br />

sondern auch, wie die Menschen in Hohenlohe ticken.<br />

Know-how, Innovation und Mut<br />

waren vor 125 Jahren die treibenden<br />

Kräfte hinter der Entwicklung<br />

des Schrauben- und Befestigungsclusters<br />

der Region Hohenlohe/<br />

Heilbronn-Franken. Seit 2021 wird das<br />

Cluster im „Kocherwerk – Haus der<br />

Verbindungstechnik“ in Forchtenberg-Ernsbach<br />

in Ehren gehalten. Der<br />

Ort ist dabei Programm, denn 1898<br />

produzierte die Schrauben- und Eisenwarenfabrik<br />

von L. & C. Arnold in<br />

dem alten Mühlengebäude in Ernsbach<br />

die ersten industriell gefertigten<br />

Schrauben. Inzwischen stellen rund<br />

30 Unternehmen mit mehr als 10.000<br />

Mitarbeitern in der Region entweder<br />

selbst Schrauben- und Befestigungsteile<br />

her oder handeln damit. „Das Kocherwerk<br />

verbindet die lokale Geschichte<br />

der Industrialisierung mit der<br />

Zukunft zahlreicher Unternehmen“,<br />

erklärt Melanie Greiner, die gemeinsam<br />

mit ihrer Kollegin Ute Schuster<br />

das Kocherwerk leitet. Schwerpunkt<br />

sei es dabei, einerseits die Geschichte<br />

der Mühle, die Industrialisierung<br />

Foto: Kocherwerk<br />

ARNOLD UMFORMTECHNIK feiert Jubiläum mit großem Festakt.<br />

Vor 125 Jahren haben die Firmengründer<br />

Louis und Carl Arnold die<br />

ersten Schrauben im Kochertal gefertigt.<br />

Seither hat sich das Unternehmen<br />

ARNOLD vom Schraubenproduzenten<br />

zu einem prosperierenden und hochinnovativen<br />

Befestigungshersteller entwickelt<br />

und ist heute in Deutschland,<br />

Frankreich, Nordamerika sowie Asien<br />

präsent.<br />

Seit Mitte der 1990er Jahre gehört<br />

ARNOLD zur Würth-Gruppe. Beide<br />

Unternehmen stehen bereits lange in<br />

einer besonderen Beziehung, denn die<br />

erste Schraubenbestellung tätigte<br />

Adolf Würth im Jahr 1945 bei ARNOLD.<br />

An die Anfänge erinnert sich auch Prof.<br />

Dr. h. c. mult. Reinhold Würth bei seiner<br />

Ansprache auf der Jubiläumsfeier: „Ich<br />

durfte schon als zehnjähriger Bub mit<br />

meinem Vater von Künzelsau mit einem<br />

Kuhfuhrwerk nach Ernsbach zu<br />

ARNOLD fahren, um dort die ersten<br />

Schrauben für die neu gegründete<br />

Schraubengroßhandlung meines Vaters<br />

einzukaufen. Das war 1945, damit<br />

war der Grundstein für eine partnerschaftliche,<br />

vertrauensvolle Zusammenarbeit<br />

gelegt, die bis heute anhält.“<br />

Die Zukunft im Blick<br />

Das Unternehmen möchte an seine bisherige<br />

Erfolgsgeschichte anknüpfen<br />

und hat sich für die Zukunft gut aufgestellt.<br />

„Unsere Welt verändert sich permanent<br />

und immer schneller. Wir bei<br />

ARNOLD verstehen diesen Wandel als<br />

Chance und nutzen diesen für unsere<br />

Weiterentwicklung, beispielsweise in<br />

der Entwicklung von Verbindungsteilen<br />

für die Herstellung von E-Fahrzeugen“,<br />

betont Dirk Döllner, CEO der<br />

ARNOLD-Gruppe.<br />

Wirtschaftlicher Erfolg und der<br />

Wandel zu einer nachhaltigen Gesellschaft<br />

sind untrennbar miteinander<br />

verbunden. Für Frank Agner, CFO|CMO<br />

der ARNOLD-Gruppe, ist daher ein<br />

nachhaltiger Wirtschaftsansatz ein<br />

wichtiger Schlüssel auf dem Weg in<br />

eine lebenswerte Zukunft. „Nachhaltigkeit<br />

bei ARNOLD betrifft das große<br />

Ganze der Unternehmenspolitik ebenso<br />

wie das kleinste Produktdetail.“ Ressourceneffizienz<br />

steigern, Rohstoffproduktivität<br />

erhöhen sowie natürliche<br />

Ressourcen schonen sind Strategieziele,<br />

die ARNOLD systematisch umsetzt.<br />

Info<br />

ARNOLD UMFORMTECHNIK<br />

GmbH & Co. KG<br />

Carl-Arnold-Straße 25<br />

74670 Forchtenberg-Ernsbach<br />

Tel.: 07947 821-0<br />

E-Mail: info@arnold-fastening.com<br />

www.arnold-fastening.com<br />

48<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

49


WIRTSCHAFT | Befestigungstechnik<br />

Befestigungstechnik | WIRTSCHAFT<br />

Auf 400 Quadratmetern vermittelt das Kocherwerk Wissenswertes zu Schrauben und Befestigungsmaterial.<br />

Fotos: Kocherwerk<br />

Die interaktive Ausstellung bietet Originalexponate sowie digitale Zugänge und Lerntische für Jung und Alt.<br />

in der Region und die Anfänge der Firma<br />

Arnold als erstes Schraubenunternehmen<br />

darzustellen, andererseits die<br />

Entwicklung des Clusters mit rund 30<br />

Unternehmen.<br />

„Die einzelnen Firmen stellen<br />

sich und ihre Projekte im Kocherwerk<br />

vor, doch es geht uns auch darum, das<br />

Cluster zu zeigen und einen Blick in die<br />

Region zu werfen. Beispielsweise gehen<br />

wir darauf ein, wie es dazu kommt,<br />

dass so viele erfolgreiche Gründer in<br />

diesem Landstrich angesiedelt sind“,<br />

erklärt Greiner und ergänzt, dass der<br />

Hohenloher eben gerne tüftle und einen<br />

großen Gründungswillen habe. In<br />

der Region selbst gibt es noch weitere<br />

Cluster, wie etwa in den Bereichen Ventiltechnik<br />

oder Ventilatoren. „Was das<br />

Cluster und die Region besonders<br />

macht, ist die Tatsache, dass viele Unternehmen,<br />

obwohl sie teilweise am<br />

Markt im Wettbewerb zueinanderstehen,<br />

sich dennoch für ein Gemein-<br />

schaftsprojekt wie das Kocherwerk zusammengeschlossen<br />

haben“, erklärt<br />

die Leiterin.<br />

Die Idee, die gemeinsame Entwicklungsgeschichte<br />

aufzuzeigen, geht<br />

auf den Unternehmer Reinhold Würth<br />

zurück. Der Verein Förderer des<br />

Schrauben- und Befestigungsclusters<br />

Hohenlohe e. V. wurde 2018 ins Leben<br />

gerufen und umfasst mittlerweile 19<br />

Unternehmen.<br />

Das Kocherwerk ist gleichermaßen<br />

der Dreh- und Angelpunkt für Unternehmen<br />

des Befestigungs- und<br />

Schraubenclusters, ein außerschulischer<br />

Lernort für Schülerinnen und<br />

Schüler sowie ein Erlebnisort für Tourismus<br />

und Kultur. Auf 400 Quadratmetern<br />

vermittelt die interaktive Ausstellung<br />

Wissenswertes zu Schrauben und<br />

Befestigungsmaterial und bietet spannende<br />

Originalexponate sowie digitale<br />

Zugänge und Lern tische für Jung und<br />

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Heilbronn<br />

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+49 7942/9131-0 | Fax-352<br />

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50<br />

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|<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

51


WIRTSCHAFT | JobMagazin<br />

JobMagazin | WIRTSCHAFT<br />

„Unternehmen sollten Rat<br />

von außen beherzigen“<br />

Empathie, Verständnis, Integration: Diese Führungsqualitäten gelten<br />

als Schlüsselqualifikation für modernes Management. Wieso Führung<br />

in Zukunft weiblicher werden muss und was er von Angela Merkel<br />

gelernt hat, erklärt Unternehmensberater Erich Vad im Gespräch.<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Die Langfassung des Interviews<br />

finden Sie im Internet auf<br />

www.pro-magazin.de<br />

In Ihrem neuen Buch „New Female<br />

Leadership” sprechen Sie darüber,<br />

warum Frauen für Führungsaufgaben<br />

besonders geeignet sind. Wieso führen<br />

Frauen trotzdem so selten?<br />

Erich Vad: Zu diesem Thema gibt es<br />

viel Literatur und wissenschaftliche<br />

Analysen, die das Thema beleuchten.<br />

Das Buch, das Sandra Cegla und ich<br />

geschrieben haben, basiert dabei auf<br />

unseren persönlichen Erfahrungen –<br />

ihre Erfahrungen als Führungsposition<br />

bei der Kriminalpolizei in Berlin und<br />

bei der Frauenberatung, meine Erfahrungen<br />

als Berater von Angela Merkel.<br />

Und welche Erfahrungen mit Blick auf<br />

die Führung haben Sie gemacht?<br />

Vad: Warum Frauen auch jetzt noch<br />

selten in Führungspositionen zu finden<br />

sind, liegt unter anderem an alten,<br />

anerzogenen gesellschaftlichen Normen.<br />

Das sieht man auch an Sandras<br />

Geschichte vom braven Mädchen. Im<br />

Buch sprechen wir dabei viel über obsolete<br />

männlich geprägte Vorstellungen<br />

von Leadership und Führung. Auf<br />

dem Weg zur Macht haben Männer<br />

meines Erachtens schon Vorteile aufgrund<br />

ihrer Ellbogenmentalität, ihrer<br />

Durchsetzungsfähigkeit und einer gewissen<br />

Rücksichtslosigkeit bei ihrem<br />

Vorgehen.<br />

Und in Führungspositionen selbst?<br />

Vad: Dort sind dann eher weibliche Fähigkeiten<br />

gefragt, wie die Integration<br />

verschiedener Meinungen sowie das<br />

Zusammenbringen von Positionen<br />

und Menschen. Diese integrativen Fähigkeiten<br />

sind bei Frauen häufig gut<br />

ausgeprägt. Das heißt aber natürlich<br />

nicht, dass das nicht auch für Männer<br />

gilt. Auch diese können integrativ sein<br />

und Empathie zeigen. Am Ende geht es<br />

darum, eher Männern zugesprochenen<br />

Attributen mit Frauen zugesprochenen<br />

Attributen zu verbinden.<br />

Sie haben viele Jahre als militärpolitischer<br />

Berater für Bundeskanzlerin<br />

Angela Merkel gearbeitet. Was haben<br />

Sie von ihr gelernt?<br />

Frauen in Top-Jobs<br />

Frauenanteil in Führungspositionen zwischen<br />

15 – 64 Jahren im Jahr 2021<br />

Anteil in Prozent, ausgewählte EU-Staaten<br />

Lettland (EU-Max) 45,9<br />

Polen 43,0<br />

Frankreich 37,8<br />

Rumänien 35,8<br />

Spanien 33,3<br />

Deutschland 29,2<br />

Italien 28,2<br />

Zypern (EU-Min) 21,0<br />

Quelle: Eurostat<br />

EU-27: 34,7%<br />

Vad: Von Angela Merkel habe ich gelernt,<br />

dass es wichtig ist, bei allen Entscheidungen<br />

vom Ende her zu denken.<br />

Außerdem sollte man versuchen, bei<br />

der Entscheidungsfindung alle relevanten<br />

Faktoren zu berücksichtigen<br />

und vor allem Einzelfaktoren nicht absolut<br />

zu setzen. Letzlich geht es auch<br />

viel um Empathie. Das heißt nicht, für<br />

alles Verständnis zu haben, sondern<br />

bei Konfliktlösungen sich in andere hineinzuversetzen,<br />

weil man nur so zu<br />

optimalen Lösungen kommen kann.<br />

Gab es eine Führungskompetenz der<br />

Bundeskanzlerin, die Sie besonders<br />

fasziniert hat?<br />

Vad: An Angela Merkel hat mir besonders<br />

gefallen, dass sie Menschen unabhängig<br />

von ihrem gesellschaftlichen<br />

Status, ihrem Rang, ihrer Position oder<br />

ihrem Geschlecht immer gleichbehandelt<br />

und hier keine Unterschiede gemacht<br />

hat. Ich denke, es ist sehr wichtig,<br />

vor anderen Menschen Respekt zu<br />

haben, selbst wenn man anderer Meinung<br />

ist. Das trifft sowohl auf die Politik<br />

als auch auf die Wirtschaft zu.<br />

Können Sie das im Bezug auf die Wirtschaft<br />

konkretisieren?<br />

Vad: In meinen Jahren als Unternehmensberater<br />

habe ich die Erfahrung<br />

gemacht, dass es eine große Rolle<br />

spielt, inwiefern sich Mitarbeiter mit<br />

dem Unternehmen identifizieren können.<br />

Gerade dafür ist es relevant, als<br />

Führungsperson Input auch anzunehmen<br />

– beispielsweise von der jungen<br />

Generation mit Blick auf die Digitalisierung<br />

– und Gegenrede zuzulassen. Unternehmen<br />

sollten immer beweglich<br />

bleiben, nicht beratungsresistent sein<br />

und auch Rat von außen beherzigen.<br />

Wieso ist die Identifikation mit dem<br />

Unternehmen so wichtig?<br />

Vad: Ein Unternehmen kann die beste<br />

Philosophie haben, wenn man das als<br />

Chef nicht verkörpert, ist das unglaubwürdig.<br />

Man muss merken, dass die<br />

Mitarbeiter auch dahinterstehen. Ich<br />

sag es einmal so: Beim letzten Rad im<br />

Getriebe, beim Fahrer oder Koch, muss<br />

diese Firmenkultur gezeigt werden.<br />

Das sind auch Dinge, die ich bei der Beratung<br />

von Angela Merkel gespürt habe<br />

– eben weil sie keinen Unterschied in<br />

ihrer Wahrnehmung gemacht hat, ob<br />

das nun der amerikanische Präsident<br />

oder eben ihr Fahrer war.<br />

Noch einmal zurück zur männlich dominierten<br />

Machtposition. Meinen Sie,<br />

dass ein Umdenken stattfinden muss?<br />

Vad: Die Frage impliziert schon ganz<br />

richtig, dass wir hier umdenken müssen.<br />

In unserem Buch habe ich das Beispiel<br />

eines Dinners bei der Sicherheitskonferenz<br />

in München aufgeführt, bei<br />

der nur Männer am runden Tisch saßen.<br />

Das geht perspektivisch gesehen<br />

natürlich nicht. Ein Umdenken braucht<br />

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M. Duecker<br />

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aber auch Zeit und es bringt nichts,<br />

wenn bei der nächsten Sicherheitskonferenz<br />

dann dort nur Frauen sitzen. Es<br />

ist aber ein Hinweis, dass man etwas<br />

machen muss und Frauen ermutigen<br />

muss, in Führungspositionen zu gehen.<br />

Wie kann diese Ermutigung aussehen?<br />

Vad: In großen Betrieben ist es bereits<br />

so, dass Frauen in Machtpositionen<br />

präsenter sind. Es ist wichtig, dass gerade<br />

diese Frauen sich mit anderen Frauen<br />

verbinden und sich gegenseitig fördern.<br />

Das ist eine Kultur, wie sie es bei<br />

Männern bereits seit vielen Jahren gibt.<br />

Ich würde gerne noch einmal auf Ihre<br />

Aussage eingehen, dass es am Ende darum<br />

geht, Männer zugesprochenen Attributen<br />

mit Attributen zu verbinden, die<br />

Frauen zugesprochen werden …<br />

Vad: Ich denke, das ist für beide Seiten<br />

unumgänglich. Durchsetzungsvermögen<br />

und Empathie schließen sich meiner<br />

Ansicht nach nicht aus, ebenso wenig<br />

wie Stärke zeigen und gleichzeitig<br />

ARCHITEKT/BAU-ING.<br />

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Wir bearbeiten Projekte in der energetischen Sanierung, Erweiterung/Umbau und im<br />

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energieeffizienten Geschosswohnungsbau. Unsere Kunden befinden sich im privaten<br />

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(hpts. Hausverwaltungen) und gewerblichen Umfeld.<br />

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Das bieten Sie:<br />

Das bieten Sie:<br />

Foto: Erich Vad<br />

auf Dialog zu setzen. Wichtig ist aber,<br />

dass Frauen nicht einfach männliche<br />

Attitüden kopieren, sondern zu ihrer<br />

Weiblichkeit stehen und in der Führung<br />

sichtbar machen. Die Bundeskanzlerin<br />

hat sich während ihrer Amtszeit<br />

beispielsweise nie verstellt und in<br />

Handlungssituationen entsprechend<br />

nach ihrer eigenen Einstellung entschieden.<br />

Zur Person<br />

Erich Vad ist Brigadegeneral<br />

a. D. der Bundeswehr,<br />

Unternehmensberater<br />

und<br />

Publizist. In seiner letzten<br />

dienstlichen Funktion war Vad Gruppenleiter<br />

im Bundeskanzleramt, Sekretär<br />

des Bundessicherheitsrates und<br />

militärpolitischer Berater von Bundeskanzlerin<br />

Angela Merkel.<br />

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u.W.)<br />

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Ihre Aufgaben und Kompetenzen: • • Sonstige Bezahlung: Sozialleistungen: übertariflich<br />

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im Haus, kostenlose Getränke (Kaffee,Tee<br />

Ihre Aufgaben und Kompetenzen:<br />

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Planen und Ausschreiben von<br />

und Wasser), betriebliche Altersvorsorge,<br />

Selbstständiges Aufnehmen,<br />

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unterschiedlichsten Maßnahmen im<br />

Lademöglichkeit E-Mobilität<br />

Planen und Ausschreiben von<br />

und Wasser), betriebliche Altersvorsorge,<br />

Team nach Bürostandard. Hauptsächlich<br />

Leistungsphasen<br />

unterschiedlichsten 5 und<br />

Maßnahmen 6 der HOAI<br />

im<br />

Lademöglichkeit E-Mobilität<br />

im<br />

Bereich<br />

Team nach der<br />

Bürostandard. energetischen Sanierung.<br />

Hauptsächlich<br />

Leistungsphasen 5 und 6 der HOAI im<br />

Bereich der energetischen Sanierung.<br />

52<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

Sautter Sautter GmbH GmbH - Planungsbüro - Planungsbüro für für Energieeffizienz | | Brücklesäckerstraße 2 | 2 74248 | 74248 Ellhofen<br />

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Sautter GmbH - Planungsbüro für Energieeffizienz | Brücklesäckerstraße 2 | 74248 Ellhofen<br />

53


WIRTSCHAF | Nachruf<br />

vb-hohenlohe.de/thebaenk<br />

Unternehmer mit Mut und Visionen: Gerhard Schubert gründete 1966 in Crailsheim seine Firma, die heute<br />

Weltmarktführer für digitale Verpackungsmaschinen ist.<br />

„Sein Erbe strahlt“<br />

Am 4. <strong>Juli</strong>, kurz vor seinem 85. Geburtstag, ist der Unternehmer<br />

Gerhard Schubert verstorben. Horst Groninger, Gründer der<br />

Groninger-Gruppe, und Crailsheims Oberbürgermeister Christoph<br />

Grimmer gedenken dem Pionier der Verpackungsbranche.<br />

Horst Groninger, Gründer der<br />

Groninger & Co. GmbH:<br />

„Und plötzlich macht<br />

die traurige Nachricht<br />

vom Tod von Gerhard<br />

Schubert die Runde<br />

und dringt auch an<br />

unser Ohr, lässt uns betroffen<br />

und nachdenklich<br />

zurück. Für mich, für uns von Groninger,<br />

steht völlig außer Frage: Wir verlieren<br />

mit Gerhard Schubert nicht nur einen<br />

langjährigen, guten Nachbarn. Wir<br />

verlieren mit ihm einen Pionier der<br />

Verpackungsbranche. Einen Firmengründer,<br />

der Vorbild ist – auch für mich<br />

persönlich. Ich erinnere mich noch gut<br />

an die erste Begegnung mit Gerhard<br />

Schubert. Es war Anfang der 1980er<br />

Jahre, kurz nach unserer Firmengründung.<br />

Die Gerhard Schubert Verpackungsmaschinen<br />

GmbH war zu jener<br />

Zeit schon seit über zehn Jahren erfolgreich<br />

am Markt. Wir waren ein kleines<br />

Start-up, mit dem eisernen Willen, Erfolg<br />

zu haben, und dem Vorhaben, uns<br />

in direkter Nachbarschaft zur Firma<br />

Schubert niederzulassen. Ein zweites<br />

Maschinenbauunternehmen in ein<br />

und derselben Straße. Ein Vorhaben,<br />

das bei Gerhard Schubert zunächst<br />

freilich keine Begeisterungsströme<br />

ausgelöst hat, hatten wir schon damals<br />

denselben Bedarf an qualifizierten<br />

Fachkräften. Was ihn aber ein Leben<br />

lang ausgezeichnet hat: die Haltung<br />

und Aufrichtigkeit, diese Skepsis offen<br />

zu formulieren und nach einer gemeinsamen<br />

Lösung zu suchen. Im Sinne des<br />

‚ehrbaren Kaufmanns‘ haben wir – ein<br />

Konstrukteur und ein Ingenieur – uns<br />

auf einen fairen Wettbewerb, auf einen<br />

respektvollen Umgang auf Augenhöhe<br />

und eine wertschätzende Nachbarschaft<br />

geeinigt. Sie wurzelte mitunter<br />

so tief, dass unsere Mitarbeiter von<br />

Groninger viele Jahre das Betriebsrestaurant<br />

der Firma Schubert mitnutzen<br />

konnten, als wir selbst noch keines hatten.<br />

Wenn das keine große Geste eines<br />

ehrbaren Unternehmers ist. Ganz im<br />

Sinne eines Mannes, der sein Lebenswerk,<br />

seine Firma, aus eigener Kraft,<br />

aus einfachen Verhältnissen heraus,<br />

aufgebaut hat und dessen Geist seinen<br />

Tod überdauern wird. Sein Erbe strahlt<br />

– in Crailsheim, in Hohenlohe, in der<br />

Verpackungsbranche. Möge er in Frieden<br />

ruhen.“<br />

Christoph Grimmer, Oberbürgermeister<br />

von Crailsheim:<br />

„Die Stadt Crailsheim<br />

verliert in Gerhard<br />

Schubert eine herausragende<br />

Unternehmerpersönlichkeit.<br />

Mit seinen Ideen,<br />

seinem Erfindergeist und<br />

seinem Mut entwickelte er das Unternehmen<br />

von der Gründung 1966 zu einem<br />

Weltmarktführer im Verpackungsmaschinenbau.<br />

Doch er war nicht nur<br />

ein erfolgreicher Unternehmer, sondern<br />

auch ein inspirierender Mensch<br />

und eine beeindruckende Kämpfernatur.<br />

Sein unbändiger Wille ermöglichte<br />

es ihm, nach gesundheitlichen Rückschlägen<br />

Lebensqualität wiederzugewinnen.<br />

Die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes<br />

Crailsheim ist<br />

maßgeblich mit seinem Namen verbunden.<br />

Sein soziales Engagement und<br />

seine Verbundenheit mit der Stadt werden<br />

uns immer in Erinnerung bleiben.“<br />

Foto: Schubert GmbH, Groninger, privat<br />

Dieter Karle<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Harald Braun<br />

Vorstandsmitglied<br />

Ihre starke Bank<br />

in Hohenlohe.<br />

Das Beste seit 1843.<br />

Hohenlohe ist für uns mehr als eine Region.<br />

Seit 180 Jahren ist es uns eine Herzenssache<br />

unsere Mitglieder und Kunden sowie unsere<br />

Region zu unterstützen.<br />

Als starkes Team arbeiten wir engagiert<br />

für unsere Kunden hier in unserer Heimat.<br />

Nur das Beste für Sie.<br />

#StarkesTeam #180Jahre<br />

#Genossenschaft<br />

54 <strong>Juli</strong> <strong>2023</strong>


NEUES AUS DER REGION<br />

NEUES AUS DER REGION<br />

Engagement für Wohnungsbau in der Region<br />

Badespaß und Abkühlung am Breitenauer See<br />

Wohnraum schaffen: Dieser Aufgabe<br />

widmet sich das Siedlungswerk<br />

seit 75 Jahren. Zu seiner Jubiläumsfeier<br />

am 23. Juni lud das<br />

Unternehmen über 500 Gäste<br />

aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft,<br />

Kirche, dem sozialen Bereich<br />

sowie seine Mitarbeitenden<br />

nach Stuttgart ein.<br />

Als Gastrednerin hob die Ministerin<br />

für Landesentwicklung<br />

und Wohnen des Landes Baden-<br />

Württemberg, Nicole Razavi, das<br />

landesweite Engagement des<br />

Siedlungswerks für den sozialen<br />

Wohnungsbau sowie das regionale<br />

Verantwortungsbewusstsein<br />

des Unternehmens hervor.<br />

Die Ministerin ging ebenso auf<br />

die aktuell angespannte Lage am<br />

Wohnungsmarkt sowie auf die<br />

Planungen der Landesregierung<br />

zum künftigen Wohnförderprogramm<br />

und der Digitalisierung<br />

von Baugenehmigungen ein.<br />

Prälat Dr. Clemens Stroppel,<br />

Aufsichtsratsvorsitzender des<br />

Siedlungswerks und Generalvikar<br />

der Diözese Rottenburg-<br />

Stuttgart, erläuterte in einem<br />

Impulsvortrag anhand der katholischen<br />

Soziallehre den Leitgedanken<br />

des Unternehmens.<br />

Das Siedlungswerk wurde gegründet,<br />

um in der großen Wohnungsnot<br />

der Nachkriegsjahre<br />

Wohnraum zu schaffen. Im Jubiläumsjahr<br />

kann das Unternehmen<br />

nach eigenen Angaben auf<br />

rund 32.500 gebaute Wohnungen<br />

zurückblicken. Neben dem<br />

Hauptsitz in Stuttgart und der<br />

Geschäftsstelle in Heilbronn, ist<br />

das Unternehmen an sechs weiteren<br />

Standorten in Baden-<br />

Württemberg vertreten. Rund<br />

250 Mitarbeitende sind für die<br />

Unternehmensgruppe tätig.<br />

Das Siedlungswerk baut, verwaltet<br />

und vermietet Immobilien<br />

nicht nur in Einzelobjekten,<br />

sondern auch in ganzen Quartieren<br />

im Sinne einer ganzheitlichen<br />

Stadtentwicklung.<br />

@ www.siedlungswerk.de<br />

Bauministerin Nicole Razavi würdigte als Gastrednerin im<br />

Rahmen der Jubiläumsfeier das landesweite Engagement<br />

des Siedlungswerks für den Wohnungsbau.<br />

Foto: Siedlungswerk<br />

Foto: Breitenauer See<br />

Der Fünf-Sterne-Campingpark am Breitenauer See bietet<br />

Gästen attraktive Übernachtungsmöglichkeiten.<br />

Mit den Temperaturen steigen<br />

auch die Besucherzahlen am<br />

Breitenauer See bei Obersulm<br />

im Kreis Heilbronn. Das Naherholungsgebiet<br />

ist nicht nur bei<br />

Menschen aus der Region beliebt,<br />

es zieht auch Gäste aus der<br />

Ferne an. Kein Wunder: Der See<br />

gilt als ideal zum Segeln, Surfen,<br />

Baden, Wandern, Radeln und<br />

verspricht sommerlichen Spaß<br />

für die ganze Familie.<br />

Mit 38 Hektar ist der Breitenauer<br />

See die größte Wasserfläche<br />

in Nordwürttemberg. Das gesamte<br />

Naherholungsgebiet Breitenauer<br />

See umfasst rund 95<br />

Hektar für den See, den Campingpark<br />

und seine kompletten<br />

Nebenanlagen. Es ist eingebettet<br />

in die natürliche Umgebung des<br />

Naturparks Schwäbisch-Fränkischer<br />

Wald und bietet zahlreiche<br />

Möglichkeiten der aktiven Erholung<br />

und Entspannung. Weinberge<br />

und Wald prägen das Bild<br />

rund um den Breitenauer See.<br />

Das macht ihn nicht nur im<br />

Sommer, sondern rund ums Jahr<br />

zu einem beliebten Ausflugsziel<br />

für Erholungssuchende aus Nah<br />

und Fern. Badegäste, Spaziergänger,<br />

Jogger, Radfahrer und<br />

besonders Familien sind gern<br />

gesehene Gäste. Um den See<br />

führt ein Seerundweg mit einer<br />

Länge von 4,3 Kilometern. Für<br />

Kinder gibt es viel Platz zum Toben<br />

und Spielen.<br />

Wer mehrere Tage am See<br />

verbringen möchte, kann auf<br />

dem Fünf-Sterne-Campingpark<br />

Breitenauer See übernachten.<br />

Auf dem 17 Hektar großen Campingpark<br />

gibt es auch für Gäste<br />

ohne eigenen Wohnwagen oder<br />

Camper diverse Übernachtungsangebote.<br />

Es stehen Ferienblockhäuser,<br />

Schlaffässer und<br />

Mobile-Homes zur Verfügung,<br />

beispielsweise Season Camper.<br />

Gäste können laut den Betreibern<br />

alle Vorzüge eines modernen<br />

Campingurlaubs erleben.<br />

@ www.breitenauer-see.de<br />

Möller Manlift eröffnet Niederlassung in Neuenstadt am Kocher<br />

Stadtwerke Schwäbisch Hall sponsern erneut Vereine und Institutionen<br />

Nach einem Jahr Bauzeit wurde<br />

die neue Niederlassung von<br />

Möller Manlift in der Wernervon-Siemens-Straße<br />

2 in Neuenstadt<br />

am Kocher eröffnet. Wie<br />

das auf die Vermietung von Höhenzugangstechnik<br />

spezialisierte<br />

Dienstleistungsunternehmen<br />

mitteilt, stehen dort ab sofort<br />

mehr als 150 hochmoderne Geräte<br />

und Fahrzeuge zur Verfügung.<br />

Das Angebot im Bereich<br />

Anhänger-, Scheren-, Teleskopund<br />

LKW-Arbeitsbühnen sowie<br />

Front- und Teleskopstapler wird<br />

nach Angaben des Unternehmens<br />

durch weitere 550 Geräte<br />

und Fahrzeuge ergänzt, die bei<br />

Bedarf niederlassungsübergreifend<br />

durch den hauseigenen<br />

Fuhrpark angeliefert werden<br />

können. Zusätzlich bestehe über<br />

den System-Lift-Verbund ein<br />

deutschlandweiter Zugriff auf<br />

über 20.000 Geräte.<br />

Die autobahnnahe Anbindung<br />

der neuen Niederlassung<br />

in Neuenstadt am Kocher ist ein<br />

großer Vorteil für das Unternehmen,<br />

weiß Betriebsleiter Waldemar<br />

Rommel zu berichten: „Die<br />

verkehrsgünstige Lage unseres<br />

Betriebsgeländes ist ideal für die<br />

Abholung und Rückgabe von<br />

Leihgeräten.“ In der neuen Niederlassung<br />

befinde sich neben<br />

dem Bürogebäude und der<br />

Werkstatt auch ein vollausgestattetes<br />

Schulungszentrum, das<br />

zur Durchführung von System-<br />

Card-Bedienerschulungen aller<br />

Gerätekategorien diene, aber<br />

auch von externen Interessierten<br />

angemietet werden könne.<br />

Zwei Seminarräume mit jeweils<br />

etwa 55 Quadratmeter Größe<br />

und modernster technischer<br />

Ausstattung bieten laut dem Unternehmen<br />

genügend Raum, um<br />

bis zu 16 Personen pro Seminarraum<br />

in professioneller Arbeitsatmosphäre<br />

zu schulen.<br />

Möller Manlift vermietet seit<br />

2012 Arbeits- und Hebebühnen.<br />

Als System-Lift-Partnerbetrieb<br />

bietet es unter dem Label Greenline<br />

auch eine große Auswahl an<br />

Modellen mit nachhaltigem Antrieb.<br />

Neben der neuen Niederlassung<br />

im Raum Heilbronn verfügt<br />

das Unternehmen über<br />

Standorte in Würzburg und Fulda<br />

sowie Abholstationen für Geräte<br />

in Schweinfurt, Scheinfeld,<br />

Lauterbach, Tauberbischofsheim<br />

und Bad Kissingen.<br />

@ www.moeller-manlift.de<br />

Die neue Niederlassung von Möller Manlift in Neuenstadt<br />

am Kocher vermietet diverse Arbeits- und Hebebühnen.<br />

Foto: Möller Manlift<br />

Foto: Stadtwerke Schwäbisch Hall<br />

Der SSV Schwäbisch Hall konnte dank Sponsoring durch die<br />

Stadtwerke weitere Jugendtrainer ausbilden.<br />

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall<br />

sponsern regelmäßig Vereine,<br />

Verbände und Institiutionen.<br />

Jährlich erhalten sie zahlreiche<br />

Unterstützungsanfragen für verschiedenste<br />

Belange, die für das<br />

Vereinsleben wichtig sind, wie<br />

das Unternehmen mitteilt. Um<br />

die Vergabe von Geldern transparent<br />

zu machen, binden die<br />

Stadtwerke bereits seit 2018 die<br />

Öffentlichkeit ein. Das erfolgt<br />

nach Angaben des Unternehmens<br />

über eine Sponsoringplattform<br />

unter dem Motto<br />

„Wünsche brauchen eure Stimme“.<br />

Auf der Plattform können<br />

interessierte Vereine, Institutionen<br />

und Verbände ihre Projekte<br />

in Form einer kurzen textlichen<br />

Erklärung sowie eines Fotos einstellen<br />

und diese bewerben.<br />

Wer dabei das Rennen mache,<br />

entscheide ganz allein die<br />

Öffentlichkeit per Abstimmung.<br />

Jeder habe die Möglichkeit, für<br />

sein Wunschprojekt seine Stimme<br />

abzugeben und auch Freunde,<br />

Bekannte und Verwandte darauf<br />

aufmerksam zu machen.<br />

Von den Stadtwerken werden<br />

nach eigenen Angaben pro Vergabelauf<br />

insgesamt 10.000 Euro<br />

zur Verfügung gestellt. Die zehn<br />

Projekte mit den meisten Stimmen<br />

erhalten vom Haller Energieversorger<br />

eine Förderung<br />

über jeweils 1000 Euro. Um der<br />

Breite des Engagements, das von<br />

Sport über Kultur bis hin zum<br />

Sozialen reicht, gerecht zu werden,<br />

ist der Vergabelauf in zwei<br />

Kategorien mit jeweils fünf geförderten<br />

Projekten unterteilt.<br />

Die erste Kategorie ist Sport. Die<br />

zweite Kategorie beinhaltet Kultur<br />

und Soziales.<br />

Ab dem 18. September <strong>2023</strong><br />

können laut den Stadtwerken<br />

neue Projekte für den nächsten<br />

Vergabelauf auf der Plattform<br />

unter www.stadtwerke-hall.de/<br />

wuensche eingereicht werden.<br />

Am 16. Oktober <strong>2023</strong> startet die<br />

Abstimmungsphase. Dann gelte<br />

es, möglichst viele Stimmen zu<br />

sammeln, damit das Wunschprojekt<br />

unter die Top Fünf in seiner<br />

Kategorie kommt. Das Ende<br />

des Votings ist am 26. November.<br />

Am 27. November werden die<br />

Gewinner über den Facebookund<br />

den Instagram-Kanal der<br />

Stadtwerke Schwäbisch Hall bekannt<br />

gegeben.<br />

@ www.stadtwerke-hall.de/<br />

wuensche<br />

56<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

57


Anzeige<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert<br />

Regionaltag in Güglingen<br />

Ein fröhliches Bürgerfest für die gesamte Region Heilbronn-Franken.<br />

Am 24. September <strong>2023</strong> ist die Region<br />

mit dem Regionaltag zu Gast<br />

in Güglingen. Seit dem ersten Regionaltag<br />

1998 in Öhringen erfreut sich<br />

dieses traditionelle Fest für die Bürgerinnen<br />

und Bürger der Region Heilbronn-Franken<br />

großer Beliebtheit.<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch, Vorsitzende der<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-<br />

Franken e.V., und Güglingens Bürgermeister<br />

Ulrich Heckmann freuen sich<br />

schon auf viele tausend Besucherinnen<br />

und Besucher im schönen Zabergäu.<br />

Rund 70 Aussteller aus den Bereichen<br />

Tourismus, Wein, bäuerliche Erzeuger,<br />

Wirtschaft und Gesellschaft<br />

zeigen die ganze Vielfalt unserer wunderbaren<br />

Region. Natürlich kommt<br />

auch die Kulinarik nicht zu kurz. Ein<br />

buntes Bühnenprogramm und der SWR<br />

mit Mundart und Musik sorgen für gute<br />

Stimmung und Unterhaltung, die Geschäfte<br />

in Güglingen haben an diesem<br />

Sonntag geöffnet.<br />

Ziel der Regionaltage ist es, den<br />

Bürgerinnen und Bürgern der Region<br />

Heilbronn-Franken die Vielfalt und<br />

Schönheit des Gebietes, in dem wir leben,<br />

vor Augen zu führen und das Wir-<br />

Gefühl zu stärken. Gemeinsames Feiern<br />

soll dazu beitragen, das Regionalbewusstsein<br />

über alle unterschiedlichen<br />

historischen und landsmannschaftlichen<br />

Traditionen hinweg zu stärken<br />

und das Zusammenwachsen der quasi<br />

auf dem Reißbrett entstandenen Region<br />

Heilbronn-Franken zu fördern.<br />

In diesem Jahr feiert die Verwaltungsreform<br />

in Baden-Württemberg –<br />

und damit auch die Region Heilbronn-<br />

Franken sowie viele Landkreise – ihr<br />

50-jähriges Jubiläum. „In unserer Region<br />

Heilbronn-Franken gibt es aber auch<br />

nach dieser langen Zeit noch das ein<br />

oder andere Kirchturmdenken, etwa<br />

beim Tourismus. Aber auch bei der gemeinsamen<br />

Vermarktung und der regionalen<br />

Wirtschaftsförderung gibt es<br />

sicherlich noch mehr Potenzial für Zusammenarbeit“,<br />

sagt Gurr-Hirsch.<br />

Pro Region möchte dafür werben,<br />

dass die Region Heilbronn-Franken einerseits<br />

mit einer Stimme in Stuttgart,<br />

Berlin und Brüssel spricht. Anderseits<br />

will der Verein auch die Bürgerinnen<br />

und Bürger mitnehmen, um gemeinsam<br />

die Zukunft der Region Heilbronn-Franken<br />

zu gestalten.<br />

„Die Herausforderungen sind immens:<br />

Klimawandel, Transformation,<br />

Dekarbonisierung, Demografie oder<br />

Fachkräftemangel, aber auch die zunehmenden<br />

kriegerischen Auseinandersetzungen<br />

in der Welt, allen voran<br />

der brutale Überfall auf die Ukraine<br />

durch Wladimir Putin und seine Schergen.<br />

Gerade erst erholt sich die Welt<br />

vom Coronavirus. Demokratie, Offenheit<br />

und Meinungsfreiheit sind auch in<br />

Deutschland und Europa leider keine<br />

Selbstverständlichkeit mehr. Alle demokratischen<br />

Kräfte müssen zusammenstehen<br />

und sich für diese Demokratie<br />

einsetzen“, fordert Friedlinde<br />

Gurr-Hirsch. „Bei allen Problemen sollte<br />

man aber auch das Feiern nicht vergessen.<br />

Lassen Sie uns also gemeinsam<br />

am 24. September beim Regionaltag in<br />

Güglingen ein fröhliches Bürgerfest<br />

feiern.“<br />

Eine Aktion der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

www.pro-region.de<br />

TOP-Unternehmen<br />

der Region<br />

www.kurz-entsorgung.de<br />

Ja, zur Region<br />

Heilbronn-Franken<br />

Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken<br />

e. V.“.<br />

Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region<br />

Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für<br />

ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein<br />

als Plattform für den Meinungsaustausch von<br />

Bürgern und Gremien.<br />

Als Dankeschön lesen Sie das PROMagazin<br />

ein halbes Jahr kostenlos.<br />

Beitrittserklärung<br />

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.<br />

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich<br />

absetzbar.<br />

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de<br />

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag<br />

in Höhe von<br />

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)<br />

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.<br />

www.regiomail.de<br />

Ihre Staatssekretärin a.D.<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch<br />

Firma/Name, Vorname<br />

PLZ, Ort<br />

Straße<br />

Geburtsdatum<br />

E-Mail (für Vereinspost)<br />

Bankinstitut<br />

Konto-Nr.<br />

Ort/Datum<br />

Bankleitzahl<br />

Unterschrift<br />

WIR sind Heilbronn-Franken<br />

Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de 59


VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

Ausstellungen<br />

13.8. Langenburg<br />

Jörg Hartnagel und Eberhard Stein<br />

Hofratshaus<br />

15.8. – 31.8. Creglingen<br />

Lichtwunderzeit<br />

Herrgottskirche<br />

Theater<br />

2.8. Schwäbisch Hall<br />

Premiere: Was ihr wollt<br />

Neues Globe<br />

8.8. Schwäbisch Hall<br />

Premiere: All das Schöne<br />

Neues Globe<br />

29.8. Schwäbisch Hall<br />

Premiere: Ewig jung<br />

Neues Globe<br />

Feste<br />

3.8. Künzelsau<br />

Sommer in der Stadt<br />

Innenstadt<br />

4.8.– 6.8. Bühlerzell<br />

Kellerwaldfest<br />

Kellerwald<br />

5.8.– 6.8. Mulfingen-Ailringen<br />

Dorffest<br />

Ortsmitte<br />

5.8. Wüstenrot<br />

Kultur auf der Burg<br />

Burghof Maienfels<br />

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM AUGUST<br />

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

Weitere Termine unter www.pro-region.de<br />

Alle Angaben ohne Gewähr.<br />

5.8. – 6.8. Igersheim<br />

20. Gassenfest mit Straßenkünstler-<br />

Treffen<br />

Ortsmitte<br />

5.8. Schwäbisch Hall<br />

Hoolgaaschtfest<br />

Zwinger<br />

5.8. – 6.8. Braunsbach-Steinkirchen<br />

Schleppertreffen<br />

Braunsbach<br />

5.8. – 6.8. Bad Rappenau<br />

Parkfest im Kurpark<br />

Kurpark<br />

6.8. Tauberbischofsheim<br />

Autofreier Sonntag<br />

Strecke Tauberbischofsheim –<br />

Wertheim<br />

9.8. Bühlerzell-Geifertshofen<br />

Wasserspiele<br />

Freibad<br />

11.8. Brackenheim<br />

Dahoim Feschd mit Micha von der<br />

Rampe<br />

11.8.– 13.8. Krautheim<br />

Straßenfest<br />

Kirchplatz<br />

12.8. Mulfingen-Buchenbach<br />

Kräuterfest<br />

Herrenhaus<br />

12.8. – 13.8. Krautheim-<br />

Altkrautheim<br />

Straßenfest<br />

Kirchplatz<br />

13.8. Dörzbach<br />

Fahrtag<br />

Bahnhof<br />

15.8. Tauberbischofsheim<br />

Lange Shoppingnacht<br />

Stadtgebiet<br />

17.8. Künzelsau<br />

Sommer in der Stadt<br />

Innenstadt<br />

17.8. Neckarsulm<br />

Donnerstags in die City<br />

Fußgängerzone<br />

18.8. – 21.8. Erlenbach<br />

Original Erlenbacher Weinfest<br />

18.8. – 21.8. Ingelfingen-Criesbach<br />

Weinfest<br />

Kelter<br />

19.8. Wüstenrot<br />

Kultur auf der Burg<br />

Burghof Maienfels<br />

19.8. – 20.8. Bad Mergentheim<br />

Annotopia<br />

20.8. Crailsheim-Goldbach<br />

Goldbacher Lichterfest<br />

26.8. – 28.8. Brackenheim-Neipperg<br />

Kelterfest<br />

26.8. Schwäbisch Hall<br />

Sommernachtsfest: Romantisches<br />

Lichterfest mit Live-Musik<br />

Ackeranlagen<br />

26.8. – 27.8. Kochertal<br />

Kochertaler Genießertour<br />

27.8. Satteldorf<br />

Hammerschmiedefest<br />

Satteldorf<br />

27.8. Wolpertshausen<br />

Hoffest<br />

Sonnenhof und Regionalmarkt<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

31.8. Künzelsau<br />

Sommer in der Stadt<br />

Innenstadt<br />

Kabarett/Kleinkunst<br />

3.8. Niedernhall<br />

„Dui do on de Sell“<br />

Kelterhof<br />

3.8. Untergruppenbach<br />

Hillus Herzdropfa auf 60er Tour:<br />

Rezeptfrei ond guat verträglich<br />

6.8. Untergruppenbach<br />

Dui do on de Sell<br />

Burg Stettenfels<br />

17.8. Untergruppenbach<br />

LinkMichel<br />

Burg Stettenfels<br />

Musik & Konzerte<br />

4.8. Schrozberg<br />

Sommerkonzerte Teil I:<br />

Los Capitanes Del Son,<br />

Schlosshof<br />

5.8. Kloster Bronnbach<br />

Festliche Trompetengala<br />

Klosterkirche<br />

5.8. Niedernhall<br />

Soundtrack in Blech: Czech Brass<br />

Kelterhof<br />

5.8. Schrozberg<br />

Sommerkonzerte Teil II: WildOne<br />

Schlosshof<br />

6.8. Öhringen<br />

Konzerttag<br />

12.8. Öhringen<br />

Grenzenlos: Rudi Zapf Trio<br />

Hofgut<br />

13.8. Schillingsfürst<br />

Konzerttag im Schloss<br />

13.8. Brackenheim<br />

Pop & Poesie<br />

Tipp<br />

16.8. Kirchberg-Gaggstatt<br />

Klassik um vier - Viva Italia:<br />

Concertino Ensemble<br />

Jugendstilkirche<br />

19.8. Kloster Bronnbach<br />

Jeunesses Musicales Deutschland zu<br />

Gast in Bronnbach<br />

19.8. Ingelfingen<br />

Wiener Klassik a quattro: Concertino<br />

Ensemble<br />

Fürstensaal, Schloss<br />

25.8. Tauberbischofsheim<br />

Sommer Klassik Open Air<br />

Tauberbischofsheim<br />

25.8. Waldenburg<br />

Journey of Life – Musikalische<br />

Lebensreise: Ingenium Ensemble<br />

Ev. Stadtkirche<br />

26.8. Weinsberg<br />

Suite populaire: Lida Panteleev,<br />

Klavier / Martin Panteleev, Violine<br />

Baukelter<br />

Sport<br />

7.8. Schwäbisch Hall<br />

Fitness Summer Special<br />

Kunsthalle Würth<br />

19.8.– 20.8. Mulfingen<br />

Hohenlohepokalfliege<br />

für Drachen- und Gleitschirm<br />

Startplatz Geißberg<br />

21.8. Schwäbisch Hall<br />

Fitness Summer Special<br />

Kunsthalle Würth<br />

28.8. Schwäbisch Hall<br />

Fitness Summer Special<br />

Kunsthalle Würth<br />

Markt<br />

8.8. Mainhardt<br />

Mainhardter Markt<br />

Ortsmitte<br />

Tipp<br />

15.8. Tauberbischofsheim<br />

Krämermarkt<br />

Marktplatz<br />

26.8. – 27.8. Bad Wimpfen<br />

Zunftmarkt<br />

Burgviertel<br />

28.8. Brackenheim<br />

Sommermarkt<br />

Mix<br />

3.8. Wertheim<br />

Lesung mit Jutta Habedanck<br />

Schlösschen im Hofgarten<br />

4.8. Massenbachhausen<br />

Open-Air-Kino bei der „Grünen<br />

Ortsmitte“<br />

5.8. – 6.8. Hardthausen-<br />

Kochersteinsfeld<br />

Sommernachtsfest<br />

Rathausplatz<br />

6.8. Satteldorf<br />

Aktionstag<br />

10.8.– 23.8. Wertheim<br />

Burgfilmfest<br />

Burg Wertheim<br />

18.8. Schwaigern<br />

Sommernachtskino Open Air<br />

Kontakt<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach, 74650 Künzelsau<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Ansprechpartner für Termine:<br />

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329<br />

www.pro-region.de<br />

60<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong><br />

61


AUSBLICK<br />

Über Generationen hinweg erfolgreich<br />

Die nächste<br />

Ausgabe<br />

erscheint ab<br />

30. August<br />

Familienunternehmen prägen die Wirtschaftsstruktur in Heilbronn-Franken. Sie<br />

setzen auf langfristige Geschäftsstrategien, die von Werten wie Verantwortungsbewusstsein<br />

und Innovationskraft getragen sind. Im nächsten Heft beschäftigen<br />

wir uns unter anderem mit dem Thema Übergabe an die nächste Generation.<br />

Fotos: Adobe Stock/koldunova, Dirk Täuber, Olivier Schniepp, Foto Linke GmbH<br />

Impressum<br />

Offizielles Organ der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;<br />

www.pro-region.de<br />

Herausgeber<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Ein Unternehmen der<br />

Stimme Mediengruppe<br />

Geschäftsführer<br />

Marcus Baumann, Marc Becker,<br />

Tilmann Distelbarth<br />

Verlagsleitung<br />

Beate Semmler<br />

Leitung Produktmanagement Print & Digital<br />

Lisa Hofmann-Vorbach<br />

Chefredaktion pVS<br />

Eckart Baier (V. i. S. d. P.)<br />

Redaktionsleitung<br />

Teresa Zwirner, Dirk Täuber (Sonderthemen)<br />

Redaktion<br />

Hannah Henrici<br />

Layout und Grafik<br />

Stimme Mediengruppe, CrossMedia<br />

Sales Management<br />

Heike Bischoff, Anja Schilling, Darja Schiz-Salov<br />

KEINE AUSGABE<br />

VERPASSEN!<br />

4 Ausgaben + 1 Urlaubsheft gratis<br />

5x<br />

LebensArt<br />

nur 15,60 €*<br />

*inkl. MwSt. und<br />

Versand<br />

Regionaltag Güglingen<br />

Der Regionaltag 2022 in Crailsheim<br />

(rechts) war ein voller Erfolg.<br />

Dieses Jahr geht es nach Güglingen<br />

im Zabergäu, eine Stadt rund<br />

15 Kilometer südöstlich von<br />

Heilbronn. Ein Grund, nicht nur<br />

die Veranstaltung in den Fokus zu<br />

nehmen, sondern uns Unternehmen<br />

und Sehenswürdigkeiten dieser<br />

schönen Region zu widmen.<br />

Hohenloher<br />

Wirtschaftsmesse<br />

Sechs Zelthallen, zahlreiche<br />

Aussteller, ein attraktives Rahmenprogramm<br />

und ein Berufsinfotag<br />

obendrein: Bei der Hohenloher<br />

Wirtschaftsmesse in Künzelsau ist<br />

einiges geboten. Wir stellen Firmen<br />

der Region vor und zeigen, was<br />

Hohenlohe zu bieten hat.<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste<br />

Nr. 23 vom 1.1.<strong>2023</strong><br />

Vertrieb<br />

Yannis Gaukel, Telefon 0791 95061-8300<br />

Erscheinungsweise: monatlich<br />

Bezugsbedingungen<br />

Das Jahresabo beträgt 48,00 Euro.<br />

Nachdruck und Vervielfältigung – auch<br />

auszugsweise – nur mit Genehmigung<br />

des Verlages.<br />

Verlags- und Redaktionsanschrift<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Stauffenbergstraße 18<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791 95061-8300<br />

info@pro-vs.de<br />

Druck und Herstellung<br />

Möller Pro Media GmbH<br />

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde<br />

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299<br />

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag<br />

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,<br />

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue<br />

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-<br />

Siegel.<br />

ISSN 2509-5528<br />

www.pro-magazin.de<br />

Bestellen Sie jetzt Ihr Abo unter<br />

www.pro-vs.de/lebensart<br />

oder rufen Sie uns an: Tel. 0791/95061-8300<br />

62<br />

<strong>Juli</strong> <strong>2023</strong>


Komm ins Team<br />

#boschfamily<br />

Ausbildung bei bosch Tiernahrung<br />

Unsere Ausbildungsberufe:<br />

industriekaufmann (m/w/d)<br />

mediengestalter (m/w/d)<br />

maschinen- & anlagenfuhrer (m/w/d)<br />

industriemechaniker (m/w/d)<br />

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Bei uns wirst Du gefördert, darfst eigenverantwortlich und<br />

im Team arbeiten und genießt ein tolles, familiäres Arbeitsklima.<br />

Bewirb Dich jetzt!<br />

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bosch Tiernahrung GmbH & Co. KG<br />

Engelhardshauser Str. 55+57 / 74572 Blaufelden - Wiesenbach<br />

ausbildung@bosch-tiernahrung.de

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