Karlsruhe kann es besser! Gemeinderatsinfo #9 | 2023
Karlsruhe kann es besser! Und deswegen braucht es Mut, neue Konzepte und Projekte anzustoßen: Die Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler und FÜR Karlsruhe setzt sich für ein neues Umweltkonzept ein – die „Schwammstadt“. Mithilfe von begrünten und entsiegelten Flächen kann Wasser aufgefangen werden, damit in den heißen Monaten die Stadt gekühlt werden kann. Außerdem engagieren sich die Stadträte für eine effiziente und praktische Verkehrsanbindung am Europaplatz und in der Waldstadt. Dies und mehr lesen Sie in der neuen Gemeinderatsinfo.
Karlsruhe kann es besser! Und deswegen braucht es Mut, neue Konzepte und Projekte anzustoßen: Die Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler und FÜR Karlsruhe setzt sich für ein neues Umweltkonzept ein – die „Schwammstadt“. Mithilfe von begrünten und entsiegelten Flächen kann Wasser aufgefangen werden,
damit in den heißen Monaten die Stadt gekühlt werden kann. Außerdem engagieren sich die Stadträte für eine effiziente und praktische Verkehrsanbindung am Europaplatz und in der Waldstadt. Dies und mehr lesen Sie in der neuen Gemeinderatsinfo.
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GEMEINDERATSINFO<br />
der Freie Wähler | FÜR <strong>Karlsruhe</strong> Gemeinderatsfraktion<br />
Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
ISSN 2751-7918<br />
<strong>Karlsruhe</strong> <strong>kann</strong> <strong>es</strong> b<strong>es</strong>ser!<br />
Die Fraktion der Freien Wähler und FÜR <strong>Karlsruhe</strong> hat neue Ideen für den<br />
Klimaschutz und den Verkehr in <strong>Karlsruhe</strong>.<br />
Interview mit<br />
Friedemann<br />
Kalmbach<br />
Stadtrat Kalmbach<br />
spricht über seine<br />
Eindrücke, wohin <strong>es</strong> in<br />
der <strong>Karlsruhe</strong>r<br />
Stadtpolitik geht.<br />
<strong>Karlsruhe</strong> als<br />
Klima-<br />
Schwammstadt<br />
Welche Flächen können<br />
genutzt werden, um<br />
mehr Wasser zu<br />
speichern? Die Fraktion<br />
stellt eine Anfrage an<br />
die Stadt.<br />
Neue Ideen für<br />
den <strong>Karlsruhe</strong>r<br />
Straßenverkehr<br />
Neue Verkehrskonzepte<br />
können den<br />
öffentlichen<br />
Nahverkehr effektiver<br />
g<strong>es</strong>talten.<br />
Seite 4 bis 9 Seite 14 und 15 Seite 22 bis 25<br />
fwfuer.de
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Editorial<br />
<strong>Karlsruhe</strong> <strong>kann</strong> <strong>es</strong> b<strong>es</strong>ser! Und damit in den heißen Monaten die Stadt<br />
d<strong>es</strong>wegen braucht <strong>es</strong> Mut, neue gekühlt werden <strong>kann</strong>. Außerdem<br />
Konzepte und Projekte anzustoßen: engagieren sich die Stadträte für eine<br />
Die Fraktionsgemeinschaft der Freien effiziente und praktische<br />
Wähler und FÜR <strong>Karlsruhe</strong> setzt sich<br />
für ein neu<strong>es</strong> Umweltkonzept ein – die<br />
Verkehrsanbindung am Europaplatz<br />
und in der Waldstadt. Di<strong>es</strong> und mehr<br />
„Schwammstadt“. Mithilfe von l<strong>es</strong>en Sie in der neuen<br />
begrünten und entsiegelten Flächen <strong>Gemeinderatsinfo</strong>.<br />
<strong>kann</strong> Wasser aufgefangen werden,<br />
Für Sie im Gemeinderat<br />
INHALT<br />
INTERVIEW MIT FRIEDEMANN KALMBACH<br />
Fraktionsvorsitzender Friedemann Kalmbach spricht über die <strong>Karlsruhe</strong>r<br />
Wirtschaft und was die Verkleinerung von Galeria Karstadt für die<br />
Innenstadt bedeutet. Auch gibt er einen Vorausblick auf die<br />
Wahlkampfthemen der Gemeinderatswahl.<br />
EINE BESSERE BESCHILDERUNG FÜR KARLSRUHE!<br />
Der <strong>Karlsruhe</strong>r Tourismus <strong>kann</strong> verb<strong>es</strong>sert werden. Eine kleine, aber<br />
effektive Änderung wäre eine B<strong>es</strong>childerung der Sehenswürdigkeiten, wie<br />
<strong>es</strong> auch in anderen Städten bereits umg<strong>es</strong>etzt wurde.<br />
DER PODCAST DER FRAKTIONSGEMEINSCHAFT<br />
Mitglieder der Fraktionsgemeinschaft treffen sich mit Experten aus der<br />
Stadt. Di<strong>es</strong>mal im G<strong>es</strong>präch: Der jüngste Hochschulpräsident Dr. Robert<br />
Lepeni<strong>es</strong>, die Schulleiter Harald Betram und Klaus Kühn sowie Peer<br />
Gimsch, G<strong>es</strong>chäftsführer der ProLiberis und Lenitas.<br />
4<br />
12<br />
16<br />
Petra Lorenz<br />
Stadträtin<br />
Friedemann Kalmbach<br />
Fraktionsvorsitzender<br />
Jürgen Wenzel<br />
Stadtrat<br />
BESUCH IM STÄDTISCHEN KLINIKUM<br />
Stadträtin Lorenz und Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt<br />
30<br />
waren zu B<strong>es</strong>uch im Städtischen Klinikum, um über die Finanzierung im<br />
Impr<strong>es</strong>sum<br />
ISSN 2751-7918<br />
G<strong>es</strong>undheitsbereich, den Fachkräftemangel und Schließung der<br />
Intensivstation d<strong>es</strong> Diakonissenkrankenhaus<strong>es</strong> zu sprechen.<br />
An di<strong>es</strong>er Ausgabe haben mitgearbeitet:<br />
Grafik, Fotos und Bilder:<br />
Text:<br />
Layout:<br />
Druck:<br />
V.i.S.d.P.:<br />
| 2<br />
Gabriel Meier; Micha Schlittenhardt; Daniel Gräber; Marius Meger;<br />
unsplash.com<br />
Marius Meger; Daniel Gräber; Micha Schlittenhardt, Gabriel Meier<br />
Micha Schlittenhardt<br />
Umweltdruckerei<br />
Friedemann Kalmbach, Fraktionsvorsitzender<br />
FW|FÜR Gemeinderatsfraktion<br />
Haus der Fraktionen<br />
Hebelstr. 13<br />
76133 <strong>Karlsruhe</strong><br />
Fon: 0721 133 1096<br />
Fax: 0721 133 1659<br />
Mail: fwfuer@fraktion.karlsruhe.de<br />
BÄNKE STIFTEN FÜR DIE STADT<br />
<strong>Karlsruhe</strong> mitzug<strong>es</strong>talten <strong>kann</strong> einfach und unkompliziert sein.<br />
Privatpersonen und Vereine können eine Sitzbank für <strong>Karlsruhe</strong> sponsern. Um<br />
die Finanzierung so einfach wie möglich zu halten, regt die<br />
Fraktionsgemeinschaft ein neu<strong>es</strong> Stiftungsmodell an.<br />
3 |<br />
38
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Interview mit Stadtrat<br />
Friedemann Kalmbach<br />
Stadtrat Friedemann Kalmbach vertritt die Wählergruppe FÜR <strong>Karlsruhe</strong><br />
seit 2009 im <strong>Karlsruhe</strong>r Gemeinderat. 2012 trat er als Kandidat für die<br />
Oberbürgermeisterwahl in <strong>Karlsruhe</strong> an und erhielt 4,46 % der<br />
Stimmen. Seit der Gemeinderatswahl 2019 bilden die Freien Wähler<br />
<strong>Karlsruhe</strong> und FÜR <strong>Karlsruhe</strong> eine Fraktionsgemeinschaft, deren<br />
Fraktionsvorsitzender er seit 2021 ist.<br />
Friedemann Kalmbach ist Gründer der Nehemia-Initiative, ein<br />
gemeinnütziger Verein, der sich für soziale, geistliche und<br />
g<strong>es</strong>undheitliche Belange einsetzt. Er ist außerdem Mitbegründer der<br />
Atempause-Buchhandlung, die <strong>es</strong> seit 1984 in <strong>Karlsruhe</strong> gibt.<br />
Herr Kalmbach, im Frühjahr hat sich viel in der <strong>Karlsruhe</strong>r Stadtpolitik getan.<br />
Gibt <strong>es</strong> ein Thema, welch<strong>es</strong> Sie zurzeit b<strong>es</strong>onders b<strong>es</strong>chäftigt?<br />
Ein Thema, welch<strong>es</strong> mich b<strong>es</strong>onders b<strong>es</strong>chäftigt, ist die Situation in den Kitas.<br />
Einerseits fehlt <strong>es</strong> an Betreuungsplätzen. Andererseits , und das ist noch<br />
schwieriger, fehlen Fachkräfte. Was nützt <strong>es</strong>, wenn wir Geld in Gebäude<br />
inv<strong>es</strong>tieren, aber keine Fachkräfte haben, die unsere Kinder nicht nur betreuen,<br />
sondern auch verlässliche Begleitperson auf dem Weg ins Leben sind?<br />
Verlässlichkeit ist das zentrale Stichwort, das die Eltern von den Kitas erwarten<br />
und die ist nicht überall gegeben. Die Träger der Kitas versuchen jetzt mit<br />
Betreuungszeitkürzungen Verlässlichkeit herzustellen. Gleichzeitig reicht di<strong>es</strong>e<br />
Zeit für berufstätige Eltern nicht mehr aus, um ihre Arbeitszeit zu erfüllen. Bei<br />
vielen Eltern brodelt <strong>es</strong>.<br />
Es ist jetzt schwer zu sagen, ob die Stadt <strong>es</strong> schafft, kurzfristig Maßnahmen in die<br />
Wege zu leiten, die schnell greifen. Aber ein<strong>es</strong> ist sicher: Di<strong>es</strong><strong>es</strong> Anliegen werden<br />
wir als Top-Thema bearbeiten, Vorschläge einbringen, um dann Erfolge<br />
einzufahren: Für alle Kinder einen Raum zum Leben, Lernen, Wachsen anbieten<br />
zu können. Wenn sie Ideen haben, sprechen Sie uns bitte an! Wie hören uns gerne<br />
an, was sie bewegt.<br />
| 4<br />
5 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Stehen nun Sparmaßnahmen an, die die Bürger auch spüren werden?<br />
Ja, im Einzelfall schon, sei <strong>es</strong> die Erhöhung der Hund<strong>es</strong>teuer, d<strong>es</strong> Zooeintritts,<br />
oder von Dienstleistungen der Verwaltung, etc. Auch die Erwartung, dass die<br />
Stadt die Härten der Inflation ausgleicht, wird enttäuscht werden. Es gibt aber<br />
ein Versprechen der Verwaltung, dass die freiwilligen Leistung wie die<br />
Zuschüsse an Vereine nicht angetastet werden. Die größte Auswirkung wird<br />
Bald stehen wieder die Haushaltsverhandlungen d<strong>es</strong> Gemeinderats an. Hat<br />
<strong>Karlsruhe</strong> überhaupt Geld, seine Probleme zu lösen?<br />
Ja, <strong>Karlsruhe</strong> hat trotz klammer Kasse immer noch Geld. Die Frage ist nur, wofür<br />
man <strong>es</strong> ausgibt. Natürlich <strong>kann</strong> man nicht alle Probleme angehen. Man muss<br />
gezielt priorisieren und muss das Wichtige, das jetzt angegangen werden muss,<br />
vom weniger Wichtigen trennen. Das ist eine Hauptkritik von unserer Fraktion.<br />
Zum Beispiel muss jetzt keine Turmbergbahn in Durlach angegangen werden -<br />
das hat keine Priorität, also gibt <strong>es</strong> nur die Möglichkeiten, das Bauprojekt zu<br />
verschieben oder zu streichen.<br />
Eine Hauptkritik am Sparkurs d<strong>es</strong> Oberbürgermeisters ist, dass <strong>es</strong> keine<br />
Priorisierung gegeben hat, sondern jed<strong>es</strong> Dezernat angewi<strong>es</strong>en wurde, einen<br />
f<strong>es</strong>ten Prozentsatz d<strong>es</strong> Budget zu „sparen“. Das ist keine gezielter Umgang<br />
mit den Finanzen. Worum geht <strong>es</strong> dem Oberbürgermeister? Was soll<br />
zukünftig gefördert werden, was geht nicht mehr? All das vermissen wir.<br />
Vielleicht werden wir <strong>es</strong> ja am Dienstag, 25. Juli erfahren. Da bringt der<br />
Oberbürgermeister seinen Haushalt ein.<br />
sein, dass die Stadt einen Teil der Inv<strong>es</strong>titionsprojekte nicht mehr<br />
durchführen <strong>kann</strong>, die <strong>es</strong> geplant hat. Wer kein Geld erwirtschaftet <strong>kann</strong> eben<br />
auch kein<strong>es</strong> ausgeben.<br />
Wenn wenig Geld da ist, für was wollen Sie sich dann im kommenden<br />
Wahlkampf für die Gemeinderatswahlen stark machen? Kein Geld ausgeben<br />
und sparen ist ja kein so angenehm<strong>es</strong> Thema.<br />
Es geht uns um Priorisierung. Das heißt soviel wie, welche Inv<strong>es</strong>tition die wir<br />
heute tätigen, bringt in der Zukunft Ertrag und der Stadt einen wirklichen<br />
Mehrwert? Das heißt für uns klar und deutlich, dass wir uns für die Kinder<br />
stark machen in Kitas und Schulen. Im Sozialen könnte man immer mehr tun,<br />
aber da haben wir in <strong>Karlsruhe</strong> einen sehr hohen Standard und <strong>es</strong> ist zu<br />
verkraften, hier kein Mehr einzufordern.<br />
Ein weiter<strong>es</strong> Thema das die Menschen bewegt ist im Rahmen d<strong>es</strong><br />
Klimaschutz<strong>es</strong>. Wie machen wir die Stadt „bewohnbar“ in heißen<br />
Sommerperioden? Es ist Geld da, aber nicht für all<strong>es</strong> und gegebenenfalls heißt<br />
<strong>es</strong> eben auch, an einer Stelle zu streichen, um wirklich etwas tun zu können,<br />
wo Frucht zu erwarten ist.<br />
| 6<br />
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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Was sind ihre Ideen für die verbleibende Legislatur?<br />
Zunächst wird unser Energie in den nächsten Doppelhaushalt fließen. Der<br />
Haushalt wird am 25. 7. 23 vom Oberbürgermeister und er Ersten<br />
Bürgermeisterin vorg<strong>es</strong>tellt. Darauf werden wir reagieren müssen, denn jetzt<br />
erst liegt die Planung der Verwaltung offen. Daraufhin können die Fraktionen,<br />
Anträge zum Streichen von Haushaltsposten oder neue Aufgaben einbringen.<br />
Wie haben Sie auf die Nachricht reagiert, dass Galeria-Karstadt Kaufhof<br />
seine Verkaufsfläche verkleinert?<br />
Ich bin froh, dass Karstadt uns erhalten bleibt. Karstadt ist ein Flaggschiff und<br />
seit vielen Jahren ein attraktiv<strong>es</strong> Angebot für den B<strong>es</strong>uch der Innenstadt. Wenn<br />
Karstadt weg wäre, hätten viele Menschen aus der Umgebung keinen Grund<br />
mehr in die Innenstadt zu kommen. Wir brauchen einen großen „Player“ und<br />
wir haben die Hoffnung, dass auch andere hochwertige G<strong>es</strong>chäfte nach<br />
<strong>Karlsruhe</strong> finden, denn sie ziehen die Menschen nach <strong>Karlsruhe</strong> und davon<br />
profitieren auch die kleineren G<strong>es</strong>chäfte. Dass Karstadt seine Verkaufsfläche<br />
verkleinert, ist natürlich schade, aber die Flächen werden mit Sicherheit nicht<br />
leer stehen, sondern anderweitig vermietet werden. Das sehe ich gelassen.<br />
Abschließend die Frage: Was wünschen Sie sich für <strong>Karlsruhe</strong>s Zukunft?<br />
Ich wünsche mir, dass die Menschen in den Stadtteilen und Quartiere, in die<br />
Nachbarschaften r<strong>es</strong>pektvoll und unterstützend miteinander umgehen. Ich<br />
wünsche mir, dass <strong>Karlsruhe</strong> eine sicher Stadt ist. Ich wünsche mir, dass Kitas<br />
und Schulen gefördert werden und damit zeigen, dass unsere Kinder uns<br />
wichtig sind und di<strong>es</strong>e ihre Potentiale entwickeln können<br />
Ich wünsche mir, dass innovative Firmen und Unternehmen mit guten Werten,<br />
Fortschritte im Klimaschutz erbringen und erfolgreich sind und viele gute<br />
Arbeitsplätze schaffen.<br />
| 8<br />
9 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Wie viele Bäume wurden<br />
in <strong>Karlsruhe</strong> gefällt?<br />
Die Fraktionsgemeinschaft hat eine Anfrage an den <strong>Karlsruhe</strong>r Gemeinderat<br />
g<strong>es</strong>tellt, um Informationen über Baumfällungen und Neupflanzungen seit der<br />
Einführung der Klimaanpassungsstrategie im Jahr 2013 zu erhalten. Die<br />
Beantwortung di<strong>es</strong>er Fragen wird dabei helfen, einen b<strong>es</strong>seren Einblick in die<br />
Baumfällungen und die Maßnahmen zur Wiederherstellung d<strong>es</strong><br />
Baumb<strong>es</strong>tand<strong>es</strong> in <strong>Karlsruhe</strong> zu erhalten.<br />
"Klimaanpassung ist ein wichtiger Baustein im Blick auf den Klimawandel.<br />
Di<strong>es</strong> wird zudem deutlich in den von der Bürgerschaft deutlich gemachten<br />
willen nach mehr Bäumen und B<strong>es</strong>chattung in der City Umfrage 2022. Bäume<br />
spielen dabei ein große Rolle für das Mikroklima, sowie die B<strong>es</strong>chattung und<br />
Abkühlung an Hitzetagen", so Fraktionsvorsitzender Friedemann Kalmbach<br />
(FÜR <strong>Karlsruhe</strong>).<br />
Die Bürgerschaft hat <strong>es</strong><br />
deutlich gemacht: mehr<br />
Bäume und mehr<br />
B<strong>es</strong>chattung auf öffentlichen<br />
Plätzen!<br />
Die Anfrage umfasst fünf<br />
Fragen, die sich auf die<br />
Anzahl der gefällten und<br />
gepflanzten Bäume seit<br />
2013 bis zur Fortschreibung<br />
2021, die Anzahl der seit 2021 gefällten Bäume, die Anzahl der geplanten<br />
Fällungen bis 2030 sowie die Umsetzung und Planung von Neupflanzungen<br />
von Bäumen von 2021 bis 2030 beziehen. Die Fraktionsgemeinschaft betont<br />
die Bedeutung von angem<strong>es</strong>senen Schritten zur Verb<strong>es</strong>serung d<strong>es</strong> Stadtklimas<br />
und zur Erhöhung der Lebensqualität der Menschen in <strong>Karlsruhe</strong>.<br />
Das Fällen der Bäume ist ohne die Stimmen der Fraktionsgemeinschaft im<br />
| 10 11 |<br />
Gemeinderat b<strong>es</strong>chlossen worden.
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
* Quelle: robert rugierro / unsplash.com<br />
Eine b<strong>es</strong>sere B<strong>es</strong>childerung<br />
für unsere Stadt!<br />
Die Fraktionsgemeinschaft hat einen Antrag an den <strong>Karlsruhe</strong>r Gemeinderat<br />
g<strong>es</strong>tellt, der eine b<strong>es</strong>sere B<strong>es</strong>childerung für den Tourismus in der Innenstadt<br />
fordert. In Zusammenarbeit mit der <strong>Karlsruhe</strong> Tourismus GmbH soll ein<br />
Konzept erarbeitet werden, das Wegweiser auf dem Marktplatz und wichtigen<br />
Kreuzungen errichtet, um auf die Highlights der Stadt hinzuweisen und die<br />
Fußwege mit Meterangabe kenntlich zu machen.<br />
Als lebenswerte und attraktive Stadt mit knapp 1 Millionen Übernachtungen<br />
im Jahr ist <strong>es</strong> wichtig, dass die Wegführung und Erfahrung in der Stadt<br />
verb<strong>es</strong>sert wird. Eine b<strong>es</strong>sere B<strong>es</strong>childerung in der Innenstadt und Wegweiser<br />
auf Marktplatz und wichtigen Kreuzungen sind ein wichtiger Schritt, um die<br />
Attraktivität der Stadt für Touristen zu steigern.<br />
Als lebenswerte und attraktive<br />
Stadt mit knapp 1 Millionen<br />
Übernachtungen im Jahr ist <strong>es</strong><br />
wichtig, dass die Wegführung<br />
verb<strong>es</strong>sert wird.<br />
Fraktionsvorsitzender Friedemann Kalmbach, Stadträte Jürgen Wenzel und<br />
Petra Lorenz sowie Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt setzen sich<br />
für eine lebenswerte und attraktive Stadt ein und freuen sich darauf, die Idee<br />
im Gemeinderat vorzustellen.<br />
Was ist das Ziel d<strong>es</strong> Antrags?<br />
Das Ziel d<strong>es</strong> Antrags ist <strong>es</strong>, eine b<strong>es</strong>sere B<strong>es</strong>childerung für den Tourismus in der<br />
Innenstadt von <strong>Karlsruhe</strong> zu schaffen. In Zusammenarbeit mit der KTG <strong>Karlsruhe</strong><br />
Tourismus GmbH soll ein Konzept erarbeitet werden, das Wegweiser auf dem<br />
Marktplatz und wichtigen Kreuzungen errichtet, um auf die Highlights der Stadt<br />
hinzuweisen und die Fußwege mit Meterangabe kenntlich zu machen.<br />
Warum ist eine b<strong>es</strong>sere B<strong>es</strong>childerung wichtig?<br />
F A Q<br />
Als lebenswerte und attraktive Stadt mit knapp 1 Millionen Übernachtungen im<br />
Jahr ist <strong>es</strong> wichtig, dass die Führung und Erfahrung auch offline in der Stadt<br />
verb<strong>es</strong>sert wird. Eine b<strong>es</strong>sere B<strong>es</strong>childerung in der Innenstadt und Wegweiser auf<br />
Marktplatz und wichtigen Kreuzungen sind ein wichtiger Schritt, um die<br />
Attraktivität der Stadt für Touristen zu steigern.<br />
| 12 13 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
* Quelle: ricardo gomez / unsplash.com<br />
<strong>Karlsruhe</strong> als klimafreundliche<br />
„Schwammstadt“?<br />
Die Fraktionsgemeinschaft stellt eine Anfrage zum Thema „<strong>Karlsruhe</strong> als<br />
Schwammstadt“. Die Umsetzung d<strong>es</strong> Prinzips einer Schwammstadt ist ein<br />
wichtiger Schritt, um die Stadt klimar<strong>es</strong>istenter zu machen und den Druck auf<br />
natürliche Wasserr<strong>es</strong>sourcen zu verringern. Die Fraktionsgemeinschaft setzt<br />
sich dafür ein, dass die Stadt <strong>Karlsruhe</strong> konkrete Projekte und Initiativen<br />
umsetzt, um das Prinzip einer Schwammstadt zu verwirklichen.<br />
Was ist eine „Schwammstadt“?<br />
F A Q<br />
Eine Schwammstadt ist eine städtische Infrastruktur, die Regenwasser auffängt,<br />
speichert und nutzt, um Überschwemmungen und Wasserknappheit zu<br />
reduzieren. Durch grüne Dächer, Regenwasserbecken und durchlässige<br />
Oberflächen wie Parks oder andere entsiegelte Flächen wird das Regenwasser<br />
zurückgehalten. Es versickert in den Boden, wodurch das Grundwasser<br />
aufgefüllt wird und Überflutungen vermieden werden. Grünflächen wie Parks<br />
und Gärten dienen als natürliche Schwämme, die Wasser aufnehmen und<br />
verdunsten können, wodurch die Stadt in Hitzeperioden abgekühlt wird. Das<br />
aufg<strong>es</strong>ogene Regenwasser wird wiederverwendet, zum Beispiel für<br />
Bewässerung oder Industri<strong>es</strong>ysteme. Das Ziel ist eine nachhaltige<br />
Wasserbewirtschaftung in städtischen Gebieten und eine Verringerung d<strong>es</strong><br />
Drucks auf natürliche Wasserr<strong>es</strong>sourcen.<br />
Was sind konkrete Maßnahmen, die die Stadt umsetzen <strong>kann</strong>?<br />
Die Stadt <strong>kann</strong> zum Beispiel grüne Dächer fördern, Regenwasserbecken<br />
anlegen, durchlässige Oberflächen wie Parks oder entsiegelte Flächen schaffen<br />
und Zisternen bei Neubauten und neuen Grünflächen berücksichtigen. Auch die<br />
Bewässerung von städtischen Friedhöfen <strong>kann</strong> auf Wasser aus Zisternen<br />
umg<strong>es</strong>tellt werden. Das Ziel ist eine nachhaltige Wasserbewirtschaftung in<br />
städtischen Gebieten und eine Verringerung d<strong>es</strong> Drucks auf natürliche<br />
Wasserr<strong>es</strong>sourcen.<br />
Die Anfrage soll dazu dienen, den aktuellen Sach- und Entwicklungsstand hin<br />
zur Schwammstadt zu ermitteln: „Wir sind g<strong>es</strong>pannt auf die Antworten der<br />
Stadtverwaltung und werden uns dafür einsetzen, dass die Pläne und<br />
Maßnahmen im Hinblick auf die zukünftige Entwicklung als Schwammstadt<br />
umg<strong>es</strong>etzt werden.“, so Fraktionsvorsitzender Friedemann Kalmbach (FÜR<br />
<strong>Karlsruhe</strong>).<br />
| 14 15 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Die Fraktion im Podcast<br />
Hacker, ChatGPT und TikTok in der<br />
Schule<br />
In einer 32. Folge d<strong>es</strong> Podcasts der Fraktionsgemeinschaft diskutiert<br />
Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt mit Konrektor Harald Bertram<br />
vom Goethe Gymnasium <strong>Karlsruhe</strong> und Rektor Klaus Kühn von der<br />
P<strong>es</strong>talozzischule Durlach über ihre Erfahrungen im Schulalltag.<br />
Im Fokus steht dabei die Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den<br />
Schulalltag, angefangen bei Hackerangriffen bis hin zu TikTok Trends. ChatGPT,<br />
die KI-Revolution, wird ebenfalls thematisiert. Insb<strong>es</strong>ondere diskutieren sie die<br />
Auswirkungen von Social Media auf die Konzentration der Schülerinnen und<br />
Schüler sowie den Umgang mit digitalen Medien im Unterricht. In Bezug auf die<br />
Bedeutung der Digitalisierung für den Schulalltag sind sich Bertram und Kühn<br />
einig, dass <strong>es</strong> noch Nachholbedarf gibt und ein Gleichgewicht zwischen digitaler<br />
Bildung und pädagogischem Anspruch gefunden werden muss.<br />
Es gibt einen Nachholbedarf im<br />
digitalen Bereich. Es braucht aber<br />
auch einen Ausgleich zwischen<br />
digitalem Lernen und<br />
pädagogischem Anspruch.<br />
Bertram und Kühn geben Einblicke in ihre Erfahrungen mit der<br />
Implementierung digitaler Medien in den Unterricht und betonen die Bedeutung<br />
der digitalen Kompetenz für die Schülerinnen und Schüler. Die KI-Revolution<br />
ChatGPT wird ebenfalls diskutiert und ihre möglichen Auswirkungen auf den<br />
Schulalltag erörtert.<br />
Rektor Klaus Kühn (P<strong>es</strong>talozzischule) mit Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha<br />
Schlittenhardt und Konrektor Harald Bertram (Goethe Gymnasium).<br />
| 16 17 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Das sind unsere Themen:<br />
Thema: Podcast<br />
• Hacker, ChatGPT und TikTok in der Schule: Ein G<strong>es</strong>präch mit Rektor Klaus<br />
Kühn (P<strong>es</strong>tallozischule) und Konrektor Harald Bertram (Goethe<br />
Gymnasium).<br />
• Wissenschaft und Politik: Prof. Dr. Lepeni<strong>es</strong> spricht darüber wie<br />
Wissenschaft und Kommunalpolitik vereinbart werden können.<br />
• Öffnungszeiten vs. Fachkräftemangel: Wie sicher und zuverlässig sind die<br />
Kita-Betreuungen in <strong>Karlsruhe</strong>. Darüber tauschen sich Stadtrat<br />
Friedemann Kalmbach und Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt<br />
mit Peer Grimsch, G<strong>es</strong>chäftsführer der ProLiberis und Lenitas, aus.<br />
„Innerhalb der Wissenschaften<br />
gibt <strong>es</strong> inzwischen tolle Methoden,<br />
wie man Transformation vor Ort<br />
schaffen <strong>kann</strong>.“<br />
Die Frage, wie die Wissenschaft den politischen Dialog unterstützen <strong>kann</strong>, wird<br />
ebenfalls erörtert, ebenso wie die Rolle der Bürgerbeteiligung, einschließlich d<strong>es</strong><br />
Wissenschaft und Politik<br />
Prof. Dr. Robert Lepeni<strong>es</strong>, der jüngste Hochschulpräsident Deutschlands und<br />
Leiter der Karlshochschule, ist be<strong>kann</strong>t für seine Expertise in den Bereichen Outof-the-Box-Denken,<br />
Vernetzung und wissenschaftlicher Dialog. In dem neuen<br />
Podcast "Wissenschaft & Politik" der Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler<br />
Potenzials von Social Media.<br />
Ein zentral<strong>es</strong> Thema ist die Auswirkung von KI auf das Informationssystem und<br />
die Bedeutung von Vertrauen in der heutigen G<strong>es</strong>ellschaft. Lepeni<strong>es</strong> betont die<br />
Rolle der Hochschulen beim Aufbau von R<strong>es</strong>ilienz in der G<strong>es</strong>ellschaft durch<br />
Praxislernen.<br />
und FÜR <strong>Karlsruhe</strong> diskutiert er mit Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha<br />
Schlittenhardt über innovative Denkansätze, Künstliche Intelligenz (KI) und<br />
Social Media in Politik und G<strong>es</strong>ellschaft.<br />
Der Podcast beleuchtet verschiedene Themen, darunter die Anwendbarkeit d<strong>es</strong><br />
internationalen Ansatz<strong>es</strong> der Karlshochschule auf lokaler Ebene. Dr. Lepeni<strong>es</strong><br />
spricht auch über "Nudging" und wie unser Verhalten beeinflusst wird, sowie<br />
über die Notwendigkeit, Mut zum vernetzten Denken zu haben.<br />
Ein weiterer Schwerpunkt d<strong>es</strong> G<strong>es</strong>prächs liegt auf der Rückkehr zu kindlicher<br />
Neugierde und dem Denken "Out of the box".<br />
Prof. Dr. Lepeni<strong>es</strong> im Podcastg<strong>es</strong>präch mit<br />
Schlittenhardt .<br />
Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha<br />
| 18 19 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Unsere Arbeit im<br />
Gemeinderat<br />
Peer Grimsch im G<strong>es</strong>präch mit Micha Schlittenhardt und Stadtrat Kalmbach.<br />
Kita-Krise in <strong>Karlsruhe</strong>?<br />
In der neu<strong>es</strong>ten Folge d<strong>es</strong> Podcast „Die Lage in <strong>Karlsruhe</strong>“ geht <strong>es</strong> um die Kita-<br />
Krise in <strong>Karlsruhe</strong> und wie di<strong>es</strong>e gemeistert werden <strong>kann</strong>. Der Gast Peer Gimsch,<br />
G<strong>es</strong>chäftsführer der ProLiberis und Lenitas, spricht mit<br />
Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt und Stadtrat Freidemann<br />
Kalmbach (FÜR <strong>Karlsruhe</strong>) über die Ausbildung von pädagogischen Fachkräften<br />
und die Ausweitung der Ausbildungsaktivitäten, um mehr Fachkräfte zu<br />
gewinnen.<br />
Es wird außerdem über das Wachstum der Kitas g<strong>es</strong>prochen, das hauptsächlich<br />
die unter Dreijährigen betrifft. In <strong>Karlsruhe</strong> herrscht eine große Trägervielfalt,<br />
was <strong>es</strong> den Eltern ermöglicht, eine Einrichtung nach ihren weltanschaulichen<br />
Vorstellungen auszuwählen. Ab 2013 haben Kinder ab dem ersten Geburtstag<br />
einen Rechtsanspruch auf Kita-Plätze und neue Kita-Plätze wurden g<strong>es</strong>chaffen.<br />
Doch die Ausbildungskapazitäten haben mit dem Bedarf nicht Schritt gehalten,<br />
womit eine Debatte über einen angem<strong>es</strong>senen Eigenanteil der Finanzierung für<br />
Eltern und Beitragsfreiheit entstanden ist. Sind beitragsfreie Kitas eine Lösung<br />
und was können Kommunalpolitik und Behörden tun, um dem Personalmangel<br />
zu<br />
begegnen?<br />
Peer Grimsch gibt dabei Tipps, wie man als Arbeitgeber mit Personalmangel<br />
umgehen <strong>kann</strong>.<br />
Schutz für den Christkindl<strong>es</strong>markt<br />
Die Fraktionsgemeinschaft hat eine Anfrage an den <strong>Karlsruhe</strong>r Gemeinderat<br />
g<strong>es</strong>tellt, um die Stammb<strong>es</strong>chickereigenschaft von B<strong>es</strong>chickerinnen und<br />
B<strong>es</strong>chickern auf dem <strong>Karlsruhe</strong>r Christkindl<strong>es</strong>markt zu schützen.<br />
B<strong>es</strong>chickerinnen und B<strong>es</strong>chicker haben berichtet, dass bei einem Eigentümeroder<br />
G<strong>es</strong>ellschafterwechsel die Stammb<strong>es</strong>chickereigenschaft wegfällt, obwohl<br />
<strong>es</strong> sich um die selbe juristische Person handelt. Di<strong>es</strong> <strong>kann</strong> langfristig negative<br />
Auswirkungen auf den <strong>Karlsruhe</strong>r Christkindl<strong>es</strong>markt haben, da die<br />
Kontinuität und Tradition di<strong>es</strong>er Betriebe in Frage g<strong>es</strong>tellt wird.<br />
Die Anfrage der FW|FÜR <strong>Karlsruhe</strong> Fraktion soll klären, ob Bewerbungen um<br />
einen Standplatz für B<strong>es</strong>chickerinnen und B<strong>es</strong>chicker als neue Bewerberinnen<br />
und Bewerber registriert werden, statt dem Greifen einer<br />
Stammb<strong>es</strong>chickereigenschaft.<br />
Stadträtin Petra Lorenz betont: "Traditionsreiche B<strong>es</strong>chickerinnen und<br />
B<strong>es</strong>chicker sind ein wichtiger B<strong>es</strong>tandteil d<strong>es</strong> <strong>Karlsruhe</strong>r<br />
Christkindl<strong>es</strong>markt<strong>es</strong>. Wir müssen sicherstellen, dass ihre Kontinuität und<br />
Tradition g<strong>es</strong>chützt werden."<br />
| 20 21 |
* Quelle: w<strong>es</strong>ton m/ unsplash.com<br />
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Fortschritt bei den E-Rollern<br />
Um Ordnung und Verkehrsstruktur in der <strong>Karlsruhe</strong>r Innenstadt zu bewahren<br />
Eine b<strong>es</strong>sere Anbindung für die Waldstadt<br />
Die Fraktionsgemeinschaft äußert Bedenken über die Auswirkungen der<br />
Umstellung d<strong>es</strong> Liniennetz<strong>es</strong> auf die Anbindung der Waldstadt. Stadträtin<br />
Petra Lorenz (FW) betonte, dass die Auswirkungen von Entscheidungen wie<br />
der Umstellung d<strong>es</strong> Liniennetz<strong>es</strong> auf die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger<br />
sowie den öffentlichen Verkehr zu überprüfen und gegebenenfalls<br />
Anpassungen vorzunehmen seien.<br />
"Uns ist <strong>es</strong> wichtig, die Auswirkungen unserer Entscheidungen wie der<br />
Umstellung d<strong>es</strong> Liniennetz<strong>es</strong> zu überprüfen und gegebenenfalls Anpassungen<br />
vorzunehmen. B<strong>es</strong>onders im Hinblick auf die Mobilität der Bürgerinnen und<br />
Bürger und die Auswirkungen auf den öffentlichen Verkehr ist <strong>es</strong> wichtig,<br />
regelmäßig die Entwicklung der Fahrgastzahlen in den verschiedenen<br />
Stadtteilen zu überprüfen. Um überhaupt beurteilten zu können, ob die<br />
Umstellung d<strong>es</strong> Liniennetz<strong>es</strong> tatsächlich zu einer Verb<strong>es</strong>serung d<strong>es</strong><br />
öffentlichen Verkehrs geführt hat oder ob <strong>es</strong> Anpassungsbedarf gibt, brauchen<br />
wir die g<strong>es</strong>icherten Informationen der Stadt", so Stadträtin Petra Lorenz.<br />
Die Anfrage an die Stadtverwaltung dient als Informationsquelle über die<br />
Entwicklung der Fahrgastzahlen in der Waldstadt seit der Umstellung d<strong>es</strong><br />
Liniennetz<strong>es</strong>. Die Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler und FÜR<br />
<strong>Karlsruhe</strong> setzt sich dafür ein, dass die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger<br />
in <strong>Karlsruhe</strong> gewährleistet wird und der öffentliche Verkehr für alle<br />
zugänglich und effektiv ist.<br />
hatte die Fraktionsgemeinschaft einen Antrag eingereicht, der für<br />
ausgewi<strong>es</strong>ene E-Scooter-Hubs plädiert. Das sind Parkflächen, die als<br />
Abstellmöglichkeiten und Ausleihorte dienen. Im Antrag der Fraktion wird die<br />
Stadtverwaltung dazu aufgefordert, sich mit den Anbietern der E-Scooter zu<br />
verständigen, um Parkplätze für die Roller an stark frequentierten Orten der<br />
Stadt zu ermöglichen.<br />
Nun zeichnet sich ein Fortschritt bei den E-Scooter ab. Oberbürgermeister<br />
Frank Mentrup informierte in einen Brief über G<strong>es</strong>präche mit den E-Scooter-<br />
Verleihfirmen. Für die Organisation der E-Scooter sollen zukünftig<br />
"Hotspots" identifiziert werden, "an denen Parkflächen für E-Scooter<br />
definiert werden sollen", heißt <strong>es</strong> in der Vereinbarung zwischen der Stadt und<br />
den G<strong>es</strong>chäftsführern der Sharing-Anbieter.<br />
Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt begrüßt die Vereinbarung<br />
zwischen Stadt und E-Scooter-Verleihern: "Das wir beim Verkehr in der<br />
Innenstadt Fortschritte erzielen, freut uns sehr. Bei den E-Scootern braucht <strong>es</strong><br />
mehr Organisation. Die Stadt tut gut daran, sich um offizielle<br />
Abstellmöglichkeiten zu kümmern, wie beispielsweise in Pisa. Dass die E-<br />
Scooter nicht mehr nur irgendwo stehen, oder im Weg stehen, sondern auf E-<br />
Scooter-Hubs, die schnell erreichbar sind, ist für das Auffinden und für die<br />
Ordnung hilfreich."<br />
Die Fraktion fordert weiter eine zügige Umsetzung von definierten<br />
Abstellplätzen an Hotspots für E-Scooter. Di<strong>es</strong> soll in Zukunft ein wild<strong>es</strong><br />
Abstellen an di<strong>es</strong>en stark frequentierten Orten verhindern.<br />
| 22 23 |<br />
* Quelle: rick gebhardt/ unsplash.com
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Halt<strong>es</strong>tellen am Europaplatz<br />
b<strong>es</strong>ser g<strong>es</strong>talten!<br />
Warum soll die Halt<strong>es</strong>telle in der Karlstraße g<strong>es</strong>chlossen werden?<br />
F A Q<br />
Die Fraktionsgemeinschaft setzt sich für eine behindertengerechte Halt<strong>es</strong>telle<br />
mit guter Umsteigeanbindung am Europaplatz ein. In einem Ergänzungs- /<br />
Änderungsantrag schlagen sie vor, die Halt<strong>es</strong>telle Europaplatz zu erhalten und<br />
die Halt<strong>es</strong>telle in der Karlstraße zu schließen.<br />
Die Halt<strong>es</strong>telle am Europaplatz verfügt bereits über eine behindertengerechte<br />
Ausstattung und direkte Anbindung an die U-Strab. Auch Aufzüge sind<br />
vorhanden. Die oberirdischen Gleise auf dem Europaplatz bleiben auch bei<br />
Verlegung der Halt<strong>es</strong>telle b<strong>es</strong>tehen, somit ist eine anderweitige Nutzung d<strong>es</strong><br />
Platz<strong>es</strong> nicht möglich.<br />
Die Halt<strong>es</strong>telle in der Karlstraße erfüllt durch das geänderte Liniennetz der<br />
Kombilösung ihre vorherige Funktion als Umstiegsstation nicht mehr. Durch die<br />
Schließung können Kosten eing<strong>es</strong>part werden.<br />
Warum soll die Halt<strong>es</strong>telle am Europaplatz erhalten bleiben?<br />
Die Halt<strong>es</strong>telle am Europaplatz verfügt bereits über eine behindertengerechte<br />
Ausstattung und direkte Anbindung an die U-Strab. Auch Aufzüge sind<br />
vorhanden. Die oberirdischen Gleise auf dem Europaplatz bleiben auch bei<br />
Verlegung der Halt<strong>es</strong>telle b<strong>es</strong>tehen, somit ist eine anderweitige Nutzung d<strong>es</strong><br />
Platz<strong>es</strong> nicht möglich.<br />
Wie wird die barrierefreie Infrastruktur gewährleistet?<br />
Durch die Erhaltung der Halt<strong>es</strong>telle am Europaplatz und die Schließung der<br />
Halt<strong>es</strong>telle in der Karlstraße wird eine effiziente und kostensparende Lösung<br />
erreicht.<br />
Die Schließung der Halt<strong>es</strong>telle in der Karlstraße wird vorg<strong>es</strong>chlagen, da sie<br />
durch das geänderte Liniennetz der Kombilösung ihre vorherige Funktion als<br />
Umstiegsstation nicht mehr erfüllt. Durch di<strong>es</strong>e Änderungen können die<br />
Kosten der Verlegung der Halt<strong>es</strong>telle eing<strong>es</strong>part werden bei direkter<br />
Anbindung an die U-Strab und der vorhandenen Infrastruktur.<br />
Die Fraktionsvorsitzende Friedemann Kalmbach, sowie die Stadträte Jürgen<br />
Wenzel und Petra Lorenz setzen sich für eine effiziente und kostensparende<br />
Lösung ein. Micha Schlittenhardt, Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer, betont die<br />
Wichtigkeit einer barrierefreien Infrastruktur für alle Bürgerinnen und<br />
Bürger.<br />
| 24 25 |
* Quelle: Patrick Schneider / unsplash.com<br />
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09| <strong>2023</strong><br />
Die Sporthallen, Leichtathletikplätze und Stadien sind in <strong>Karlsruhe</strong> laut der<br />
Stadtverwaltung jedoch solide: "Die Sporthallen sind zur Ausübung d<strong>es</strong><br />
Bewegungsarmut bei Kindern<br />
Die Stadt <strong>Karlsruhe</strong> beantwortete eine Anfrage der Fraktionsgemeinschaft zur<br />
Bewegungsarmut, allerdings wenig konkret. Die Fraktionsgemeinschaft hatte<br />
eine Anfrage an die Stadtverwaltung g<strong>es</strong>tellt, um zu erfahren, wie gut die Stadt<br />
mit Sportanlagen und Personal für den Schulunterricht ausg<strong>es</strong>tattet ist, um<br />
Bewegungsmangel bei Schülerinnen und Schülern vorzubeugen. Eine<br />
B<strong>es</strong>tandsanalyse solle Klarheit schaffen.<br />
Schulsports angem<strong>es</strong>sen ausg<strong>es</strong>tattet. Einige Hallen sind altersbedingt<br />
sanierungsbedürftig, der Schulsport ist dadurch jedoch nicht eing<strong>es</strong>chränkt.<br />
Notwendige Bauunterhaltungsmaßnahmen erfolgen bei Bedarf, ebenso<br />
werden erforderliche Ersatzb<strong>es</strong>chaffungen von Sportgeräten zeitnah<br />
vorgenommen", heißt <strong>es</strong> im Antwortschreiben der Stadt. Der Sanierungsstau<br />
und die finanzielle Lage lassen allerdings keine konkreteren Aussagen bei der<br />
Umsetzung zu.<br />
Jedoch hat die Stadtverwaltung keine Antwort darauf, ob der Sport- und<br />
Schwimmunterricht mit genügend qualifiziertem Lehrpersonal ausg<strong>es</strong>tattet<br />
ist - eine Grundvoraussetzung für ausreichend Bewegung für Kinder. Auch hat<br />
die Stadtverwaltung keine Informationen darüber, wie viele Sportstunden im<br />
vergangenen Schuljahr ausgefallen sind. Die Fraktion erwartet hier deutliche<br />
Nachb<strong>es</strong>serung. In der Gemeinderatssitzung kritisierte Stadtrat Friedemann<br />
Kalmbach die schlechte Datenlage und bat die Stadt, um eine genauere<br />
Beantwortung. Oberbürgermeister Mentrup sagte zu, die Frage nochmal im<br />
G<strong>es</strong>präch zu klären.<br />
Schon vor der Pandemie ist laut mehrerer Studien mehr als doppelt so viel<br />
Unterricht ausgefallen, als Behörden und Bildungsminister behauptet haben:<br />
5 % aller Sportstunden sind mangels fehlender Lehrkräften und Sportstätten<br />
entfallen.<br />
* Quelle: Fitsum Admasu / unsplash.com<br />
| 26 27 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Wie geht <strong>es</strong> weiter mit Karstadt?<br />
Die Stadtverwaltung <strong>Karlsruhe</strong> hat auf die Anfrage der Fraktionsgemeinschaft<br />
Freie Wähler und FÜR <strong>Karlsruhe</strong> geantwortet, die eine Unterstützung von<br />
Galeria Karstadt Kaufhof durch die Stadtverwaltung betraf. Dabei wurden<br />
verschiedene Fragen g<strong>es</strong>tellt, unter anderem zur Eigentümerschaft der Stadt<br />
an dem von Galeria Karstadt Kaufhof genutzten Gebäudeteil unter der<br />
Lammstraße und zur Mietzahlung d<strong>es</strong> Unternehmens an die Stadt <strong>Karlsruhe</strong>.<br />
In ihrer Antwort auf die Anfrage gibt die Stadtverwaltung Auskunft zu den<br />
g<strong>es</strong>tellten Fragen. Allerdings gibt <strong>es</strong> eine Unklarheit, so heißt <strong>es</strong>: "Da Karstadt<br />
damals Hauptnutzer der unterbauten Fläche war, wurde zugunsten von<br />
Karstadt auch eine Dienstbarkeit im Grundbuch eingetragen. Trotzdem wird<br />
die Stadt als Eigentümer der Unterbauung angenommen. Eine rechtliche<br />
Prüfung di<strong>es</strong>er Konstellation erfolgt derzeit noch."<br />
Die Fraktionsgemeinschaft hatte bei der Stadtverwaltung nachgefragt, ob die<br />
Stadt Eigentümerin d<strong>es</strong> Gebäudeteils unter dem Rathaus und der Lammstraße<br />
ist und ob Galeria Karstadt Kaufhof Miete an die Stadt zahlt und man bei dem<br />
Mietpreis Karstadt entgegengekommen worden sei. Die Stadt baute damals die<br />
Verbindung zum Gebäude von Karstadt mit.<br />
Die Stadtverwaltung betonte, dass <strong>es</strong> kein Entgegenkommen beim Mietpreis<br />
gab und mit der Kündigung zum 30. Juni <strong>2023</strong> auch kein<strong>es</strong> mehr erforderlich<br />
ist. Galeria Karstadt Kaufhof sei seit Jahren kein Vertragspartner der Stadt<br />
mehr, da sämtliche Verträge auf die Aachener Grundvermögen<br />
Kapitalverwaltungsg<strong>es</strong>ellschaft mbH übergegangen sind, die Miete an die<br />
Fächer GmbH zahlen. Di<strong>es</strong>e G<strong>es</strong>ellschaft zahlt eine marktübliche Miete für die<br />
Teilfläche unter dem Rathaus. Spannend wäre die Bedeutung der Dienstbarkeit<br />
im Grundbuch und deren rechtliche Bewertung, heißt <strong>es</strong> aus der Fraktion.<br />
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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Aktuell wird darüber debattiert, ob die Geldmittel der Kliniken in ihrer jetzigen<br />
Form ausreichen, um die Krankenhäuser angem<strong>es</strong>sen zu finanzieren. Eine<br />
Vorhaltefinanzierung, bei der bis zu 60% der Kosten für das Vorhalten von<br />
Personal und R<strong>es</strong>sourcen finanziert werden sollen, könnte ein Lösungsansatz<br />
sein. Der grundsätzliche Versorgungsauftrag liegt bei der Stadt, jedoch nicht<br />
B<strong>es</strong>uch im Städtischen Klinikum<br />
Stadträtin Petra Lorenz und Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt<br />
von der Fraktionsgemeinschaft Freie Wähler | FÜR <strong>Karlsruhe</strong> haben das<br />
Städtische Klinikum <strong>Karlsruhe</strong> b<strong>es</strong>ucht. Dort hat man sich mit der Leitung d<strong>es</strong><br />
Klinikums ausgetauscht, um strukturelle Probleme b<strong>es</strong>ser zu verstehen. Die<br />
Finanzierung der Krankenhäuser in Deutschland ist seit langem ein Problem.<br />
Di<strong>es</strong> gilt auch für die Kliniken in <strong>Karlsruhe</strong>. Laut aktuellen Schätzungen<br />
schreiben nur etwa 3-5% der Kliniken in Deutschland positive Zahlen. Das<br />
Krankenhausfinanzierungssystem ist über 50 Jahre alt und bedarf einer<br />
Reformierung, um den aktuellen Herausforderungen gerecht zu werden.<br />
die Finanzierung.<br />
Das Städtische Klinikum kritisiert, dass die Bund<strong>es</strong>länder ihrer Pflicht, der<br />
„auskömmlichen Finanzierung“ der Krankenhäuser, nicht nachkommen. Mit<br />
fehlenden Inv<strong>es</strong>titionen ist <strong>es</strong> schwerer „moderne Strukturen, ausgezeichnete<br />
Arbeitsbedingungen und erstklassige Medizin“ zu gewährleisten. Vom Land<br />
kommen bisher nur 50-55% der notwendigen Finanzierung.<br />
Behandlungen – vor allem in der Notfallversorgung – können extrem<br />
aufwendig sein, verlangen eine hohe Interdisziplinarität und bringen zumeist<br />
eine überdurchschnittlich lange Verweildauer d<strong>es</strong> Patienten mit sich, der<br />
versorgt werden muss: „Grundsätzlich ist von einer Unterfinanzierung von<br />
etwa 94 € pro Fall in der ambulanten Notfallversorgung im Krankenhaus<br />
auszugehen.“, so die Pr<strong>es</strong>s<strong>es</strong>telle d<strong>es</strong> Städtischen Klinikums.<br />
Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha Schlittenhardt und Stadträtin Petra<br />
Lorenz vor dem Städtischen Klinikum.<br />
| 30 31 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Im Vergleich zu den kommunalen Kliniken haben Unikliniken selten ein<br />
Finanzierungsproblem, denn Universitätskliniken werden in der Regel anders<br />
finanziert als reguläre Krankenhäuser: Zum einen durch die<br />
Land<strong>es</strong>finanzierung, von der Unikliniken einen beträchtlichen Teil ihrer<br />
finanziellen Unterstützung vom jeweiligen Bund<strong>es</strong>land, in dem sie ansässig<br />
sind, erhalten.<br />
Eine sichere Finanzierung ist ein<br />
Schritt für einen attraktiven<br />
Arbeitsplatz und damit ein Anreiz<br />
für viele im medizinischen Bereich<br />
zu arbeiten.<br />
„Um der Unsicherheit d<strong>es</strong> Personals entgegenzuwirken, wäre eine sichere<br />
Finanzierung ein gut<strong>es</strong> Rezept“, meint Fraktionsg<strong>es</strong>chäftsführer Micha<br />
Schlittenhardt (FÜR <strong>Karlsruhe</strong>) „wir müssen der Situation unserer<br />
Krankenhäuser unsere volle Aufmerksamkeit widmen. Seit der Schließung der<br />
Intensivstation d<strong>es</strong> Diakonissenkrankenhaus<strong>es</strong> richtet sich der Fokus nun<br />
noch mehr auf das Städtische Klinikum, denn dort arbeitet das Personal am<br />
Limit und die Finanzierung bereitet Sorgen. Wir hoffen, dass einige unserer<br />
Lösungsvorsätze vom Gemeinderat aufgenommen werden.“<br />
Stadträtin Petra Lorenz im G<strong>es</strong>präch mit Markus Heming, Tobias Herrbrich<br />
und Dr. med. Michael Geißler.<br />
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| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Stellungnahme d<strong>es</strong> Städtischen Klinikums:<br />
„Zur Sicherung der Zukunftsfähigkeit d<strong>es</strong> Städtischen Klinikums war die Planung<br />
und Realisierung ein<strong>es</strong> modernen und innovativen Neubaus <strong>es</strong>sentiell. Das neue<br />
Betten- und Funktionshaus „Haus M“ im Städtischen Klinikum <strong>Karlsruhe</strong> wurde<br />
in 2021 als zukunftsweisend<strong>es</strong>, modern<strong>es</strong> Konzept für die chirurgischen<br />
Fachdisziplinen, die Intensivmedizin und die operative Infrastruktur in Betrieb<br />
genommen. Mit Haus M haben sich die Flächen und Räumlichkeiten u.a. für die<br />
Zentrale Notaufnahme (ZNA) deutlich vergrößert, um den weiter wachsenden<br />
Patientenzahlen von fast 60.000 Patienten jährlich gerecht zu werden. Zudem<br />
profitieren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Patientinnen und<br />
Patienten von verb<strong>es</strong>serten Proz<strong>es</strong>sen in den Klinikabläufen und kürzeren Wegen.<br />
Die weitere bauliche, strukturelle Weiterentwicklung der Kliniken und<br />
Fachbereiche, die noch in ineffizienten Altbaustrukturen arbeiten, ist daher von<br />
größter Bedeutung.<br />
Eine dringende Notwendigkeit ist der Ausbau von Kurzzeitpflege und<br />
Altenpflegeheimen in der Region. Insb<strong>es</strong>ondere in Zeiten immer knapper<br />
werdender R<strong>es</strong>sourcen steht das Klinikum wie viele Krankenhäuser vor der<br />
Herausforderung, eine zeitnahe Unterbringung der zu entlassenden<br />
Patient*innen in Pflegeeinrichtungen sicherzustellen. Durch<br />
Kooperationsvereinbarungen mit Pflegeeinrichtungen soll der Abfluss der<br />
Patient*innen verb<strong>es</strong>sert werden, allerdings sind die aktuell zur Verfügung<br />
stehenden Kapazitäten für den tatsächlichen Bedarf nicht ausreichend. Eine enge<br />
Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Einrichtungen <strong>kann</strong> dazu<br />
beitragen, das Krankenhaus effizienter zu g<strong>es</strong>talten und den Bedürfnissen der<br />
Patienten gerecht zu werden. Für die Sicherstellung der Patientenversorgung sind<br />
Konzepte zur Mitarbeitendengewinnung, zur optimierten Ausbildung und zur<br />
Zum Beispiel ist ein verlässlicher Dienstplan für Pflegekräfte ein entscheidender<br />
Punkt in der Beurteilung der Qualität d<strong>es</strong> eigenen Arbeitsplatz<strong>es</strong>. Das spontane<br />
Einspringen aus dem geplanten Frei ist belastend und die Bereitschaft zur<br />
freiwilligen spontanen Krankheitsvertretung sinkt. Am Klinikum <strong>Karlsruhe</strong><br />
wurden schon verschiedene Konzepte umg<strong>es</strong>etzt, um ungeplante<br />
Personalausfälle so zu kompensieren, dass die Dienstplanstabilität weit<strong>es</strong>tgehend<br />
gewährleistet ist.<br />
Das Städtische Klinikum <strong>Karlsruhe</strong> gewährleistet, als bund<strong>es</strong>weit einer der 10<br />
größten nicht universitären Maximalversorger, sowohl in der Region Mittlerer<br />
Oberrhein als auch über die Region hinaus, eine hochqualifizierte,<br />
patientenorientierte und wohnortnahe Versorgung der Bevölkerung. Die<br />
kommunalen Großkliniken, wie das Städtische Klinikum <strong>Karlsruhe</strong>, werden<br />
zukünftig das verlässliche Rückgrat der Daseinsvorsorge sowie der stationären<br />
und ambulanten G<strong>es</strong>undheitsversorgung in Deutschland darstellen. Die<br />
anhaltende drastische Unterfinanzierung der Kliniken ist maßgeblich für<br />
Krankenhausschließungen verantwortlich, da die Kliniken aufgrund d<strong>es</strong><br />
aktuellen Systems, ohne Unterstützung der Träger, die wirtschaftliche Sicherung<br />
nicht aus eigener Kraft aufbringen können und werden di<strong>es</strong> auch in den<br />
kommenden Jahren, wenn sich die Krankenhausfinanzierung nicht ändert, auch<br />
nicht stemmen können.“<br />
| 34 35 |
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Wie geht man mit Fahrrädern auf<br />
Behindertenparkplätzen um?<br />
Wiederholt wurde beobachtet, dass Fahrräder die Parkplätze für Menschen mit<br />
Behinderung blockierten. Die Fraktionsgemeinschaft aus Freien Wählern und<br />
FÜR <strong>Karlsruhe</strong> hat eine Anfrage an die Stadtverwaltung , um zu erfahren,<br />
welche Maßnahmen vom Ordnungsamt ergriffen werden, damit<br />
Behindertenparkplätze frei zugänglich bleiben und nicht von Fahrrädern oder<br />
anderen Fahrzeugen blockiert werden. Die Stadtverwaltung sieht das Problem<br />
ähnlich. Grundsätzlich müssen sich alle Verkehrsteilnehmer an die<br />
Straßenverkehrsordnung halten. Bei Fahrrädern ergibt sich jedoch die<br />
Problematik, dass sie keiner Kennzeichenpflicht unterliegen und die<br />
verantwortliche Person in der Regel nicht ermittelt werden <strong>kann</strong>.<br />
Wenn Behinderungen von Behindertenparkplätzen oder auch auf Geh- und<br />
Radwegen durch Fahrräder gemeldet werden, b<strong>es</strong>teht lediglich die<br />
Möglichkeit, die Behinderung durch eigenständig<strong>es</strong> Entfernen zu b<strong>es</strong>eitigen.<br />
Die Stadtverwaltung <strong>kann</strong> eine aktive Kontrolle durch fehlend<strong>es</strong> Personal<br />
nicht gewährleisten. Nur bei b<strong>es</strong>ond<strong>es</strong> schwerwiegenden Fällen <strong>kann</strong> die<br />
Stadtverwaltung eingreifen. Im Antwortschreiben der Stadtverwaltung wird<br />
deutlich, dass letztendlich keine wirksamen Mittel zur Verfügung stehen, um<br />
erfolgreich gegen solche Missstände vorzugehen.<br />
Bei Verstößen gegen die Verkehrsordnung und Einschränkungen der<br />
Behindertenparkplätzen ist also vor allem die eigene Bürgercourage gefragt,<br />
um jeder Bürgerin und jedem Bürger die Möglichkeit zu geben,<br />
uneing<strong>es</strong>chränkt <strong>Karlsruhe</strong> unterwegs zu sein.<br />
* Quelle: clique studios/unsplash.com<br />
| 36 37 |<br />
* Quelle: Markus Spiske / unsplash.com
| GEMEINDERATSINFO | Ausgabe 09 | <strong>2023</strong><br />
Bänke für <strong>Karlsruhe</strong> stiften<br />
* Quelle: Omar Ram / unsplash.com<br />
Jetzt können Privatpersonen und Vereine eine Sitzbank für <strong>Karlsruhe</strong><br />
sponsern. Parkbänke können in <strong>Karlsruhe</strong> dadurch schnell und unkompliziert<br />
finanziert und instand gehalten werden. Um di<strong>es</strong> zu ermöglichen, regte die<br />
Fraktionsgemeinschaft der Freien Wähler und FÜR <strong>Karlsruhe</strong> ein neu<strong>es</strong><br />
Stiftungsmodell an, bei dem Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und<br />
Vereine Geld zusammenlegen können, um für neue Bänke zu spenden. Die<br />
Stadtverwaltung hat di<strong>es</strong>en Vorschlag nun umg<strong>es</strong>etzt.<br />
Eine neue Bank mit Spendenplakette kostet rund 1500€. Wer<br />
Instandhaltungsmaßnahmen und Reparaturen aufgrund von Vandalismus<br />
mitfinanzieren möchte, <strong>kann</strong> Geld spenden und den Aufstellungsort und den<br />
Banktyp b<strong>es</strong>timmen. Dazu können sich inter<strong>es</strong>sierte Bürgerinnen und Bürger<br />
sowie Vereine oder Unternehmen formlos per E-Mail an das Gartenbauamt<br />
wenden.<br />
* Quelle: MonikaP / pixabay.com<br />
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