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PROMAGAZIN August 2023

Unsere Themen in der August-Ausgabe: Familienunternehmen, Regionaltag Güglingen, Hohenloher Wirtschaftsmesse

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für die Region Heilbronn-Franken.<br />

08 I 23<br />

23. Jahrgang | 4,00 Euro | 52856<br />

Dynamisch<br />

voran<br />

Gute Führungskultur begeistert<br />

und bindet Mitarbeiter<br />

Familienunternehmen | Regionaltag Güglingen | pro-magazin.de<br />

Arbeitgebermarke:<br />

Die Rommelag Gruppe schärft ihr<br />

Profil als Top-Unternehmen<br />

der Region. Mehr lesen<br />

Sie ab Seite 20.


Rad- und Wanderwege<br />

Märchenschlösser laden ein<br />

Coole Ziele für die Familie<br />

EDITORIAL<br />

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Arbeit bereichert, auch die Mehrzahl der Bevölkerung setzt ihr<br />

Vertrauen in Familienunternehmen. Doch der Vorsprung<br />

schwindet. Lesen Sie ab Seite 6, zu welchen Erkenntnissen die<br />

PwC-Studie „Family Business Survey <strong>2023</strong>“ gekommen ist.<br />

Erfolgreiche Familienunternehmen können Sie nicht nur im<br />

Heft kennenlernen, sondern auch beim Regionaltag in Güglingen.<br />

Was Sie dort sonst noch erwartet, erfahren Sie ab Seite 26.<br />

Viel Spaß beim Lesen wünscht<br />

Teresa Zwirner<br />

Redaktionsleiterin<br />

teresa.zwirner@pro-vs.de<br />

Was Kindern<br />

Spaß macht<br />

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3


INHALT<br />

INHALT<br />

IN DIESER AUSGABE<br />

Regionaltag Güglingen<br />

Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

Rubriken<br />

Familienunternehmen<br />

06 „Vertrauen aufzubauen, ist ein langer Prozess“<br />

Eine neue Studie zeigt, dass Familienunternehmen<br />

ihren Vertrauensvorsprung pflegen müssen<br />

10 „Bisweilen fällt es schwer, Altbewährtes loszulassen“<br />

Expertin Miriam Bird erklärt, wo die Chancen und<br />

Risiken familiengeführter Firmen liegen<br />

14 Aus der „Garage“ zum Champion<br />

Wir zeigen, wie einstige Kleinbetriebe über die<br />

Jahrzehnte zu Weltmarktführern aufgestiegen sind<br />

18 „Klare Abgrenzung zwischen Senior und Junior wichtig“<br />

Clemens Krüger spricht im Interview über die<br />

Bedeutung einer guten Nachfolgeplanung<br />

Titel<br />

20 „Das Gesamtpaket muss stimmen“<br />

Rommelag setzt im Wettbewerb um Fachkräfte<br />

auf eine glaubwürdige Arbeitgebermarke<br />

22 „Wir müssen als Region gemeinsam auftreten“<br />

Johannes Schmalzl von pro Region möchte das<br />

Wir-Gefühl in Heilbronn-Franken stärken<br />

28 Der Weinbau prägt das Lebensgefühl<br />

Sabine Hübl vom Neckar-Zaber-Tourismus erklärt,<br />

was das Zabergäu so besonders macht<br />

26<br />

Die Vielfalt der Genießerregion erleben<br />

Die Menschen zusammenbringen und ihnen die<br />

Vielfalt der Region vor Augen führen: Das ist das Ziel<br />

des Regionaltags. Gastgeber <strong>2023</strong> ist am 24. September<br />

die Stadt Güglingen im Zabergäu.<br />

Foto: Stadt Güglingen<br />

30 Messe mit allen Sinnen erleben<br />

Veranstalter Michael Lösch verrät, wie sich die<br />

Messelandschaft nach Corona entwickelt hat<br />

32 „Als Messestadt über die Region hinaus etabliert“<br />

Künzelsaus Bürgermeister Stefan Neumann<br />

über die Standortvorteile seiner Stadt<br />

34 Nachhaltigkeit im Fokus<br />

Die Arnold Group blickt zum 125-jährigen<br />

Jubiläum optimistisch in die Zukunft<br />

Jobmagazin<br />

36 „Es braucht eine bestimmte Menge an Menschen“<br />

Josephine Hofmann vom Fraunhofer IAO spricht<br />

im Interview über die Vorteile und Hürden der<br />

Vier-Tage-Woche<br />

38 Schlummernde Potenziale<br />

So unterstützt die Agentur für Arbeit Schwäbisch<br />

Hall-Tauberbischofsheim Unternehmen bei der<br />

Suche nach Fachkräften<br />

03 Editorial<br />

40 Neues aus der Region<br />

42 Bürgerinitiative pro Region informiert<br />

44 Veranstaltungskalender<br />

46 Ausblick & Impressum<br />

Zum Titelbild<br />

Um im Wettbewerb um Fachkräfte die Nase vorne zu haben,<br />

setzt Rommelag auf eine glaubwürdige Arbeitgebermarke.<br />

Hierfür wurde vor zwei Jahren ein umfangreicher Veränderungsprozess<br />

angestoßen. Den Fokus legen Rommelag-CEO<br />

Ralf Bouffleur (rechts) und Personalchef Robin Heine dabei<br />

auf gute Führungskultur, offene Kommunikation mit den<br />

Beschäftigten und auf ein klares Unternehmensbranding.<br />

Foto: Wolfgang Reiher Photography<br />

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4 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

5


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen<br />

Gemeinsam an einem Strang ziehen: Familienunternehmen müssen das ihnen entgegengebrachte Vertrauen gut pflegen.<br />

„Vertrauen aufzubauen,<br />

ist ein langer Prozess“<br />

Familienunternehmen gelten in der Bevölkerung als vertrauenswürdigste<br />

Organisationsform, doch dieser Vertrauensvorsprung<br />

schmilzt. Die aktuelle PwC-Studie „Family Business Survey“ zeigt,<br />

was für Betriebe jetzt wichtig ist.<br />

Sie sind das Rückgrat der deutschen<br />

Wirtschaft, oftmals Weltmarktführer<br />

und erwirtschaften<br />

Milliardenumsätze: Familienunternehmen<br />

prägen die Unternehmenslandschaft<br />

– insbesondere in der Region<br />

Heilbronn-Franken. Zu den größten<br />

Stärken von Familienunternehmen<br />

zählt das Vertrauen, das ihnen entgegengebracht<br />

wird. Doch dieser Wettbewerbsvorteil<br />

schwindet, hat die Studie<br />

„Family Business Survey <strong>2023</strong>“ der<br />

Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft<br />

PwC Deutschland festgestellt.<br />

„Das Urvertrauen, das vielen<br />

Familienunternehmen in der Vergangenheit<br />

entgegenbracht wurde, gibt es<br />

nicht mehr“, erklärt Uwe Rittmann,<br />

Leiter Familienunternehmen und Mittelstand<br />

bei PwC.<br />

Konsumenten und Mitarbeitende<br />

seien auf der einen Seite kritischer<br />

geworden. Andererseits werde es ihnen<br />

schwerer gemacht, die Qualität ihrer<br />

Quellen zu beurteilen. „Das verunsichert<br />

und Verunsicherung ist nicht<br />

vertrauensbildend“, sagt Rittmann. Dabei<br />

stehen Familienunternehmen im<br />

Vergleich noch gut da. Laut dem Edelman<br />

Trust Barometer <strong>2023</strong> der Kommunikationsagentur<br />

Edelman vertrauen<br />

88 Prozent der Befragten in<br />

Deutschland Familienunternehmen,<br />

aber nur 30 Prozent der Bundesregierung<br />

und 15 Prozent international tätigen<br />

Konzernen. Dies sei laut Rittmann<br />

jedoch kein Grund, die Füße stillzuhalten.<br />

Denn auch Familienunternehmen<br />

haben in den vergangenen zehn<br />

Jahren an Vertrauen eingebüßt – insbesondere<br />

auf globaler Ebene. So liege<br />

der Vertrauensvorsprung, den Familienunternehmen<br />

gegenüber anderen<br />

Unternehmensformen haben, in<br />

Deutschland bei 13 Prozentpunkten,<br />

global seien es lediglich sechs Prozentpunkte.<br />

Um das Vertrauen zu stärken, haben<br />

sich Unternehmen laut der PwC-<br />

Studie vor allem das Ziel gesetzt, die<br />

Kundenzufriedenheit und die<br />

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6 <strong>August</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen<br />

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT<br />

Quelle: PwC Digital Trust Survey <strong>2023</strong><br />

Digitalisierung im Fokus<br />

Auf diese Themen legen Familienunternehmen im deutschsprachigen Raum in den<br />

kommenden zwei Jahren den Schwerpunkt<br />

Verbesserung unserer<br />

digitalen Fähigkeiten<br />

Steigerung des Vertrauens<br />

unserer Mitarbeitenden<br />

Expansion in neue Märkte<br />

oder Kundensegmente<br />

Rettung unseres Unternehmens/Kostendeckung<br />

Reduzierung des CO₂-Fußabdrucks<br />

der Organisation<br />

Einführung neuer<br />

Produkte/Dienstleistungen<br />

Veränderung/Anpassung<br />

des Geschäftsmodells<br />

Reduzierung von Abhängigkeiten<br />

entlang der Wertschöpfungskette<br />

62<br />

44<br />

42<br />

42<br />

41<br />

41<br />

33<br />

30<br />

Bindung von Fachkräften zu steigern.<br />

Im Unternehmen selbst sehen sie die<br />

höchste Priorität darin, die digitalen<br />

Fähigkeiten zu verbessern und, an<br />

zweiter Stelle, das Vertrauen der eigenen<br />

Mitarbeiter zu steigern. Dies lasse<br />

sich mit dem Nachholbedarf deutscher<br />

Familienunternehmen bei der<br />

digitalen Transformation erklären.<br />

Laut PwC-Studie behaupten lediglich<br />

40 Prozent der deutschen Familienunternehmen,<br />

starke digitale<br />

Fähigkeiten zu besitzen. Dabei spielt<br />

eine stärkere Digitalisierung, insbesondere<br />

der Schutz digitaler Identitäten<br />

und Daten, für das Vertrauen eine<br />

bedeutende Rolle. Für 79 Prozent der<br />

befragten Konsumenten ist die Sicherheit<br />

ihrer Daten die Voraussetzung, um<br />

Vertrauen zu generieren. Mehr als zwei<br />

Drittel erwarten von Unternehmen zudem<br />

Transparenz hinsichtlich der<br />

Handhabung ihrer privaten Daten.<br />

„All das braucht natürlich eine<br />

solide Cybersecurity. Hier können die<br />

Unternehmen von gemeinsamen<br />

Clustern profitieren, da sie so nicht<br />

nur Ressourcen bündeln, sondern<br />

auch Erfahrungen austauschen können“,<br />

erklärt Marcus Nickel, Standortleiter<br />

von PwC in Suttgart. Konzerne<br />

haben beim Thema Digitalisierung<br />

häufig die Nase vorn, da sie bereits<br />

früh damit begonnen und in Datenschutz<br />

investiert haben.<br />

Vieles läuft im<br />

Verborgenen ab<br />

„Familienunternehmen müssen in vielen<br />

Bereichen technologieoffener werden,<br />

dazu zählt zum Beispiel der Einsatz<br />

von Künstlicher Intelligenz für die<br />

interne Prozessoptimierung oder auch<br />

die Digitalisierung von Vertrieb und<br />

Kundenkontakt“, sagt Marcus Nickel.<br />

Dies spreche auf den ersten Blick gegen<br />

die DNA von Familienunternehmen,<br />

die sich durch langjährige persönliche<br />

Beziehungen zu Mitarbeitern<br />

und Kunden auszeichne. „Hier müssen<br />

Familienunternehmen jedoch handeln,<br />

um nicht den Anschluss zu verlieren“,<br />

betont Nickel. Ein weiterer Vorteil<br />

von Konzernen liegt laut Studie darin,<br />

dass diese besser nach außen kommunizieren.<br />

Ein Punkt, den auch Familienunternehmen<br />

verstärkt angehen sollten.<br />

„In der Außenkommunikation sind<br />

viele Familienunternehmen einfach zu<br />

verschwiegen. Die Hidden Champions<br />

in Baden-Württemberg zeichnen sich<br />

zwar durch eine beeindruckend hohe<br />

Forschungs- und Entwicklungsquote<br />

aus. Das Problem besteht jedoch darin,<br />

dass vieles im Verborgenen abläuft“,<br />

analysiert Marcus Nickel.<br />

Familienunternehmen sollten ihr<br />

soziales und ökologisches Engagement<br />

laut dem Experten sichtbar machen,<br />

wenn sie das Vertrauen wichtiger Stakeholder<br />

gewinnen und halten möchten.<br />

Zu wichtigen gesellschaftlichen<br />

und sozialen Fragen bezieht laut Studie<br />

aktuell nur ein kleiner Teil (15 Prozent)<br />

der befragten Familienunternehmen<br />

öffentlich Stellung. Dabei werde von<br />

Unternehmen mittlerweile erwartet,<br />

sich klar zu positionieren. Nur so könne<br />

Vertrauen langfristig aufrechterhalten<br />

werden. „Vertrauen aufzubauen, ist<br />

ein langer Prozess. Es zu zerstören,<br />

geht dagegen schnell“, sagt Uwe Rittmann.<br />

Schlechter Kundenservice,<br />

Kommunikationsdefizite, fehlende<br />

Transparenz beim Umgang mit persönlichen<br />

Daten oder öffentlich gewordenes<br />

Fehlverhalten eines Unternehmens<br />

seien dabei nur Beispiele,<br />

wie das Vertrauen in eine Firma gedämpft<br />

werden kann. <br />

tz<br />

Info<br />

Für die „Family Business Survey <strong>2023</strong>“<br />

(Titel: „Transform to build trust“) hat<br />

die Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft<br />

PwC rund 2000<br />

Familienunternehmen aus 82 Ländern<br />

befragt – 172 davon aus der DACH-<br />

Region, 115 davon aus Deutschland.<br />

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Eine Übersicht der Arbeitgeber auf jobstimme.de/firmenverzeichnis<br />

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8 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

9


Frauen an der Spitze: Weibliche Nachfolgerinnen müssen sich in Familienunternehmen nicht selten<br />

besonderen Herausforderungen stellen.<br />

Foto: Adobe Stock Bilder/Jacob Lund<br />

Mit klarem Blick voran: Unternehmensziele<br />

erreichen, Visionen<br />

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Begleitung auf dem Erfolgspfad.<br />

„Bisweilen fällt es schwer,<br />

Altbewährtes loszulassen“<br />

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Maßnahmen zur langfristigen<br />

Mitarbeitergewinnung & Imageförderung.<br />

In der Region arbeiten viele erfolgreiche Familienunternehmen.<br />

Expertin Miriam Bird erklärt, wo die Vorteile und Chancen einer<br />

familiengeführten Firma liegen – und welche Gefahren lauern.<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Sie erforschen, wie sich betriebswirtschaftliche<br />

Konzepte und Familienunternehmen<br />

möglichst effizient in<br />

Einklang bringen lassen. Wo setzen<br />

sie Ihren Fokus?<br />

Miriam Bird: Wir haben uns drei Forschungsschwerpunkte<br />

gesetzt. Einer<br />

davon ist das Thema Nachhaltigkeit.<br />

Das heißt, wir stellen uns die Frage,<br />

was Nachhaltigkeit in Familienunternehmen<br />

beeinflusst und wie das Unternehmen<br />

über Generationen hinweg<br />

bestehen kann. Ein Aspekt hier ist unter<br />

anderem das Thema Nachfolge insbesondere<br />

mit Blick auf männliche<br />

oder weibliche Nachfolge.<br />

Wieso spielt das Geschlecht eine Rolle?<br />

Bird: Unternehmen setzen inzwischen<br />

verstärkt auch auf weibliche Nachfolgerinnen,<br />

was aus unserer Sicht eine<br />

gute Entwicklung darstellt. Wir möchten<br />

verstehen, welchen Hindernissen<br />

sich insbesondere weibliche Nachfolgerinnen<br />

stellen müssen und wie man<br />

diese entsprechend fördern kann, ins<br />

Familienunternehmen einzusteigen.<br />

Erkennt man denn Unterschiede mit<br />

Blick auf das Thema Nachhaltigkeit?<br />

Bird: Aktuell erforschen wir noch, inwiefern<br />

Frauen ein höheres Bewusstsein<br />

für diese Themen haben. Es zeichnet<br />

sich jedoch ab, dass die von Frauen<br />

geführten Unternehmen eher dazu<br />

tendieren, weniger CO₂ und Energie<br />

auszustoßen und verstärkt auf Umweltinnovationen<br />

zu setzen. Wir haben<br />

aktuell zum zweiten Mal eine deutschlandweite<br />

Umfrage unter Familienunternehmen<br />

laufen. Mit dieser möchten<br />

wir besser verstehen, inwiefern sich<br />

die Rollenverteilung innerhalb eines<br />

Unternehmens auf die Dekarbonisierung<br />

auswirkt.<br />

Und der zweite Schwerpunkt?<br />

​Bird: Das zweite Thema ist die Schnittstelle<br />

zwischen Management und<br />

Technologie. Dabei fragen wir uns, wie<br />

sich neue Technologien, beispielsweise<br />

künstliche Intelligenz und Blockchain,<br />

auf Familienunternehmen auswirken.<br />

Gerade in Heilbronn ist das<br />

mit Blick auf den geplanten KI-Park ein<br />

großes Thema, zumal zwar jeder davon<br />

spricht, aber nur sehr wenige Unternehmen<br />

künstliche Intelligenz tatsächlich<br />

nutzen. Hier haben wir ein<br />

Forschungsprojekt gestartet, wobei wir<br />

erforschen möchten, was Unter-<br />

Gemeinsam im Workshop:<br />

Stärken, Schwächen & Werte<br />

des Unternehmens ermitteln.<br />

Die Persönlichkeit des Unternehmens:<br />

Strategie entwickeln, Werte formen &<br />

Bekanntheitsgrad aufbauen.<br />

10 <strong>August</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen<br />

Familienunternehmen | WIRTSCHAFT<br />

nehmen konkret daran hindert, künstliche<br />

Intelligenzen wie beispielsweise<br />

Machine Learning einzuführen.<br />

Und was könnte das sein?<br />

Bird: Das erforschen wir aktuell noch.<br />

Doch wir wissen bereits, dass insbesondere<br />

Familienunternehmen dazu<br />

neigen, an Altbewährten festzuhalten<br />

und auf Traditionen zu setzen. Es ist jedoch<br />

wichtig, hier den Bogen zwischen<br />

Tradition und Innovation zu schlagen<br />

und nicht zu sehr traditionell zu denken.<br />

Gerade wenn der Gründer oder<br />

die Gründerin selbst noch aktiv im Unternehmen<br />

eingebunden ist, fällt es Familienunternehmen<br />

bisweilen schwer,<br />

Altbewährtes loszulassen.<br />

Denken Sie, dass gerade das Thema<br />

Nachfolge hier eine Chance sein kann?<br />

Bird: Auf jeden Fall. Wir sehen Nachfolge<br />

als große Chance für jedes Familienunternehmen,<br />

um neuen Wind<br />

reinzubringen. Dabei findet automatisch<br />

ein Change-Prozess statt, an den<br />

man direkt anknüpfen kann. Beispielsweise<br />

haben wir vor ein paar Jahren<br />

einmal eine Studie darüber gemacht,<br />

was es bedeutet, wenn die oder der<br />

Vorgänger noch im Aufsichtsrat tätig<br />

ist. In den Ergebnissen erkennt man,<br />

dass dieser das Unternehmen noch<br />

stark beeinflussen kann und der Nachfolger<br />

somit weniger Entscheidungsfreiheit<br />

hat. Auch das kann Innovation<br />

verhindern.<br />

Inwiefern beeinflusst die familiäre<br />

Ausrichtung die Kultur dieser Unternehmen?<br />

Bird: Sehr stark, denn Familie und Unternehmen<br />

sind unweigerlich miteinander<br />

verbunden. Das Familiensystem<br />

wirkt sich immer auf das Unternehmen<br />

aus, daher ist es sehr wichtig, die Familie<br />

an sich besser zu verstehen. Wie verhält<br />

sie sich? Welche Werte sind in der<br />

Familie wichtig? Ein großer Vorteil in<br />

Familienunternehmen ist es, dass sie<br />

zu langfristigen Investitionen tendieren<br />

und sich über Generationen hinweg<br />

bereits Gedanken machen. Auch<br />

das Thema Vertrauen und Loyalität<br />

und das Integrieren der eigenen Mitarbeitenden<br />

ist hier häufig stark vertreten.<br />

Das heißt, Familienunternehmen<br />

haben weniger mit dem Fachkräftemangel<br />

zu kämpfen?<br />

Bird: Nicht ganz. Meiner Ansicht nach<br />

können Familienunternehmen bestehende<br />

Mitarbeitende gut halten. Wenn<br />

man sich umhört, erzählen die meisten<br />

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer,<br />

dass sie gern für ein Familienunternehmen<br />

arbeiten, da es häufig familiär<br />

und freundschaftlich ist und starkes<br />

Augenmerk auf die Mitarbeitenden gelegt<br />

wird. Neue Mitarbeitende zu rekrutieren,<br />

wird jedoch zunehmend<br />

schwieriger – und das betrifft auch Familienunternehmen.<br />

Da kommt es verstärkt<br />

auf innovative Lösungen an, wie<br />

etwa flexible Arbeitsplatzmodelle oder<br />

die Bereitschaft, Menschen anzuheuern,<br />

die beispielsweise aus dem englischsprachigen<br />

Raum kommen. Familienunternehmen<br />

müssen sich hier als<br />

moderne Arbeitnehmer darstellen und<br />

neuen Entwicklungen öffnen.<br />

Spielt auch die Unternehmensgröße<br />

eine Rolle?<br />

Bird: Ja, denn kleine Familienunternehmen<br />

sind oft noch inhabergeführt,<br />

das macht es spezieller, dafür sind die<br />

Entscheidungswege auch viel kürzer<br />

und das Unternehmen ist dadurch flexibler.<br />

Bei kleinen Unternehmen liegt<br />

dafür eine große Entscheidungsmacht<br />

in einer Person. Hier kommt es darauf<br />

an, wie kompetent diese Person ist. In<br />

größeren Unternehmen verteilt sich<br />

diese Entscheidungsmacht in der Regel<br />

auf mehrere Personen.<br />

Kann das auch zu Konflikten führen –<br />

wenn beispielsweise mehrere Familienmitglieder<br />

an der Spitze stehen?<br />

Bird: Ja, denn gerade familiäre Konflikte<br />

wirken sich automatisch auch auf<br />

das Unternehmen aus. Hier gibt es<br />

häufig eine Familienverfassung, die<br />

schriftlich aufgesetzt wird und genau<br />

festhält, welche Werte man im Unternehmen<br />

leben möchte und wie die Familie<br />

hier mitwirkt. Aus meiner Sicht<br />

ist es für Familienunternehmen sehr<br />

wichtig, sich vorab zu überlegen, welchen<br />

Einfluss die Familienmitglieder<br />

auf den Betrieb nehmen möchten und<br />

das in Form einer Verfassung auch<br />

schwarz auf weiß festzuhalten.<br />

Zu guter Letzt zurück zum Anfang<br />

unseres Gesprächs: Was ist Ihr dritter<br />

Forschungsschwerpunkt?<br />

Bird: Der dritte Schwerpunkt umfasst<br />

das Thema Strategie und Governance.<br />

Hier schauen wir, welche Kompetenzen<br />

die Eigentümer mitbringen und<br />

wie sich das auf das Familienunternehmen<br />

auswirkt. Unseren Forschungen<br />

nach wirken sich diese Eigenschaften<br />

– beispielsweise, wenn der<br />

Eigentümer sehr innovativ und kreativ<br />

ist – sehr stark auf das Unternehmenswachstum<br />

aus.<br />

Zur Person<br />

Prof. Dr. Miriam<br />

Bird ist Professorin<br />

für Entrepreneurship<br />

und Familienunternehmen an der<br />

TUM School of Management sowie<br />

Direktorin des Global Center for<br />

Family Enterprise (GCFE) am TUM<br />

Campus Heilbronn.<br />

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und verarbeitet Einzelteile zu<br />

Baugruppen und veredelt Bauteile entsprechend<br />

den Anforderungen der<br />

Kunden. Dabei bietet das Unternehmen<br />

hochwertige, präzise und individuelle<br />

Lösungen an. Eingesetzt wird<br />

ein Maschinenpark, der mit modernsten<br />

Technologien einen hohen Qualitätsstandard<br />

und Zuverlässigkeit garantiert.<br />

Müller Metalltechnik setzt auf<br />

langfristige und vertrauensvolle Zusammenarbeit.<br />

Die Investition in eine vergrößerte<br />

Produktionsfläche ist vollendet. Mit<br />

neuester Technologie stellt das Unter-<br />

nehmen anspruchsvolle Teile in hoher<br />

Qualität für seine Kunden her. Müller<br />

Metalltechnik ist eingebettet in die Region<br />

Hohenlohe, dort verwurzelt und in<br />

vielfältiger Weise den Menschen verbunden.<br />

Info<br />

KONTAKT<br />

Müller Metalltechnik GmbH<br />

Bachstraße 23<br />

74635 Kupferzell<br />

Tel.: 07944/941 800<br />

info@mueller-metalltechnik.de<br />

www.mueller-metalltechnik.de<br />

ADVERTORIAL<br />

12 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

13


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen<br />

Anzeige<br />

Zippe Industrieanlagen<br />

GmbH, Wertheim<br />

Gestern und heute<br />

Aus der „Garage“<br />

zum Champion<br />

Heilbronn-Franken steht wie kaum eine andere Region für erfolgreiche Familienunternehmen.<br />

Wir zeigen, wie einstige Kleinbetriebe über die Jahrzehnte zu<br />

Weltmarktführern aufgestiegen sind und was sie für die Zukunft planen.<br />

Mit LEONHARD WEISS Freude am Bauen erleben<br />

Mitarbeiter sind die wichtigste Säule des Erfolgs<br />

Die Liebe zum Gestalten ist die Grundlage für die<br />

Freude am Bauen. Jeder Mensch, ganz egal welchen<br />

Alters und welcher Nationalität, will innerhalb<br />

seines Lebens etwas gestalten, etwas bleibendes<br />

Neues erschaffen oder etwas Vorhandenes abändern<br />

und mit seiner Handschrift versehen.<br />

Seit über 100 Jahren arbeitet das<br />

Unternehmen im Bereich Gemengeund<br />

Scherbenanlagen für die internationale<br />

Glasindustrie. 1920 durch<br />

Alfred Zippe gegründet, wird das<br />

Unternehmen mittlerweile in vierter<br />

Generation geführt.<br />

Nachdem die Firma nach der<br />

Gründung 1920 zunächst in Haida,<br />

Nordböhmen, angesiedelt war, wurde<br />

die Zippe Industrieanlagen GmbH<br />

1951 in Wertheim neugegründet und<br />

neben Alfred Zippe senior auch von<br />

Sohn Alfred Zippe junior und Ehefrau<br />

Edith geführt.<br />

2020 feiert die Zippe Industrieanlagen<br />

GmbH 100-jähriges Bestehen – allerdings<br />

ohne Jubiläumsfeier, die coronabedingt<br />

ausfallen musste.<br />

2022 wird die 657. Gemengeanlage<br />

gebaut und in Betrieb genommen.<br />

Blick in die Zukunft<br />

Angesichts der sich wandelnden Glasindustrie<br />

werden die Themen Dekarbonisierung<br />

und Effizienz für Zippe<br />

auch in Zukunft Priorität haben. Beispielsweise<br />

wird die Nutzung von Oxy-<br />

Fuel und Elektrizität bei Wannen zunehmen.<br />

Das Unternehmen aus<br />

Wertheim arbeitet hierfür an einem<br />

optimiertem Oxy-Fuel-Gemenge- und<br />

Scherbenvorwärmer. Des Weiteren ist<br />

die Zippe Industrieanlagen GmbH aktuell<br />

an einem Projekt der deutschen<br />

Umweltstiftung zusammen mit den<br />

Technischen Universitäten von Nürnberg<br />

und Freiberg zur Dekarbonisierung<br />

beteiligt. Hierbei geht es um das<br />

Thema der technischen Integration<br />

der Rohstoffe Caustic Soda (Natronlauge)<br />

und Branntkalk (gelöschter<br />

Kalk) in bestehenden Rohstoffanlagen<br />

oder in künftig gebauten Anlagen, um<br />

CO₂-Emissionen auf diese Weise zu reduzieren<br />

und nicht nur durch die jeweils<br />

zugeführte Art von Energie.<br />

Optima Packaging Group<br />

GmbH, Schwäbisch Hall<br />

Gestern und heute<br />

1922 gründete Otto Bühler in Schwäbisch<br />

Hall die „Spezialfabrik für automatische<br />

Präzisionsabfüllmaschinen“.<br />

100 Jahre später ist das Familienunternehmen<br />

erfolgreicher Technologieführer<br />

für nachhaltige Abfüll-, Verpackungs-<br />

und Produktionssysteme.<br />

Fotos: Zippe Industrieanlagen GmbH, Optima, Bausch+Ströbel<br />

Die über 6.700 „Gelben vom WEISS“ folgen dafür<br />

dem gemeinsamen Leitbild, das den Wertekosmos<br />

des familiär geführten Bauunternehmens dauerhaft<br />

aufrechterhält und unter anderem die partnerschaftliche<br />

Zusammenarbeit untereinander sowie<br />

mit Kunden und Geschäftspartnern unterstreicht.<br />

Die eigenen Mitarbeiter nehmen einen besonderen<br />

Stellenwert ein und genießen eine hohe<br />

Wertschätzung. Sie bilden mit ihrem Wissen,<br />

ihrer Loyalität und mit ihrem hohen Einsatz die<br />

wichtigste Säule des Erfolgs. LEONHARD WEISS<br />

arbeitet deshalb mit ganzheitlichem Blick daran,<br />

ein attraktives Arbeitsumfeld für jeden Einzelnen<br />

zu schaffen. Dazu zählen beispielsweise übertarifliche<br />

finanzielle Leistungen, eine Ergebnisbeteiligung,<br />

die Förderung der Work-Life-Balance und<br />

eine gezielte persönliche Weiterentwicklung über<br />

die firmeneigene LEONHARD WEISS-Akademie sowie<br />

eine betriebliche Altersvorsorge. Zusammengenommen<br />

bilden alle Aspekte die Basis für ein<br />

hochmotiviertes, junges, dynamisches Team, das<br />

mit Neugier und Leidenschaft Ideen voranbringt.<br />

Bei aller Größe und Wachstum herrscht bei LEON-<br />

HARD WEISS zudem immer noch die Philosophie<br />

eines bodenständigen und traditionsbewussten<br />

Familienunternehmens. „Gute Arbeitsbedingungen,<br />

ein vertrauensvolles Klima und persönliche<br />

Kommunikation sind Wesenselemente der Unternehmenskultur<br />

bei LEONHARD WEISS und schaffen<br />

aus unserer Sicht ideale Rahmenbedingungen<br />

zum Arbeiten,“ so der geschäftsführende Gesellschafter<br />

Alexander Weiss.<br />

Innovationsgeist trifft auf<br />

klimabewusstes Bauen<br />

So verstehen die Experten von LEONHARD WEISS<br />

es auch, Qualität mit Innovation zu vereinen und<br />

mit viel Planungsgeschick Bauwerke sowie Infrastrukturen<br />

zu gestalten, die individuell, sicher und<br />

robust gebaut sind.<br />

Im Sinne der Nachhaltigkeit setzt das Familienunternehmen<br />

auf klimabewusstes Bauen und realisiert<br />

seine Projekte mithilfe innovativer Technologien<br />

und moderner Arbeitsmittel. Maschinen und<br />

Fahrzeuge haben ein geringes Durchschnittsalter<br />

und sind mit emissionsmindernden Elementen<br />

ausgestattet. Mit diesen und zahlreichen weiteren<br />

Maßnahmen kommt LEONHARD WEISS seiner<br />

sozialen Verantwortung für künftige Generationen<br />

nach und leistet einen aktiven Beitrag zur Weiterentwicklung<br />

der Baubranche.<br />

Möchten auch Sie gemeinsam mit uns die Zukunft<br />

des Bauens gestalten und beim Top Arbeitgeber<br />

der Baubranche durchstarten? Dann werden Sie<br />

Teil der großen LW-Familie! Wir bieten spannende<br />

Aufgaben für Fach- und Führungskräfte sowie<br />

vielfältige Ausbildungs- und Studienrichtungen für<br />

Schulabgänger!<br />

LEONHARD WEISS GmbH & Co. KG<br />

BAUUNTERNEHMUNG<br />

Familiengeführt in der 4. Generation<br />

Gegründet<br />

1900<br />

Hauptstandorte<br />

Satteldorf und Göppingen, 27 weitere Standorte<br />

und 10 Tochterunternehmen in Deutschland<br />

Mitarbeiter<br />

Innerhalb der Unternehmensgruppe 6.703<br />

Beschäftigte, davon 362 Auszubildende und<br />

Duale Studenten<br />

www.leonhard-weiss.jobs<br />

www.leonhard-weiss.de<br />

14<br />

<strong>August</strong> <strong>2023</strong>


Familienunternehmen | WIRTSCHAFT<br />

In den 1920er-Jahren ist Kaffee ein<br />

Luxusgut. Doch es gibt kaum geeignete<br />

Maschinen für das präzise Abfüllen.<br />

Otto Bühler erkennt die Zeichen der<br />

Zeit und entwickelt eine automatische<br />

Präzisions-Abfüllwaage, die sich großer<br />

Beliebtheit erfreut.<br />

Die Lehrecke ist 1962 noch ein<br />

bescheidener Vorläufer des heutigen<br />

modernen Ausbildungszentrums.<br />

2022 investiert Optima am Hauptsitz<br />

in Schwäbisch Hall: Mit der Eröffnung<br />

des neuen CSPE-Center II wächst die<br />

Produktionsfläche von Optima Pharma<br />

im Gewerbegebiet Solpark. Die mit<br />

modernster Technik ausgestattete Produktionsstätte<br />

bildet einen weiteren<br />

Meilenstein für das Unternehmen.<br />

Optima-Manager Stefan König:<br />

„Als familiengeführtes Unternehmen<br />

gehört nachhaltiges Handeln<br />

zu unserer Unternehmens-DNA.“<br />

Blick in die Zukunft<br />

Auch für Optima ist nachhaltiges Handeln<br />

wichtig. „Für die konkrete Umsetzung<br />

unserer Maßnahmen sorgt unsere<br />

Nachhaltigkeitsstrategie ‚We care for<br />

tomorrow.‘ Diese hebt unsere Nachhaltigkeitsprogramme<br />

in den nächsten<br />

zwei Jahren auf das nächste Level“, sagt<br />

Stefan König, Managing Director Optima<br />

Packaging Group GmbH. „Wir orientieren<br />

unsere CO₂-Reduktionsziele<br />

beispielsweise an der Science Based<br />

Target initiative (SBTi) und fokussieren<br />

uns auf nachweislich wirksame<br />

Maßnahmen, um die Erreichung der<br />

Ziele des Pariser Klimaabkommens zu<br />

unterstützen.“ Aktuell baue das Unternehmen<br />

beispielsweise Kapazitäten<br />

zur Entwicklung von nachhaltigen<br />

Produkten und Verpackungskonzepten<br />

aus, die in den kommenden zwei<br />

bis drei Jahren gemeinsam mit Optima-Kunden<br />

auf dem Markt eingeführt<br />

werden sollen.<br />

Bausch+Ströbel SE + Co. KG,<br />

Ilshofen<br />

Gestern und heute<br />

In einem rund 200 Quadratmeter kleinen<br />

Gebäude in der Haller Straße 57 in<br />

Ilshofen beginnt für die Gründer Siegfried<br />

Bullinger (links) und Rolf Ströbel<br />

die Unternehmensgeschichte von<br />

Bausch+Ströbel. Die seit 1967 über<br />

100 Mal gebaute Ampullen-Füll- und<br />

Verschließmaschine AFV 1000 steht<br />

wie kaum ein anderer Maschinentyp<br />

für den Weg des Unternehmens vom<br />

Kleinbetrieb zum Weltmarktführer.<br />

1974 bezieht das Unternehmen in der<br />

Parkstraße in Ilshofen den Neubau für<br />

Verwaltung, Technik und Vertrieb.<br />

1991 wird das Park-Hotel (oben) direkt<br />

neben dem Firmengelände eingeweiht,<br />

um Gästen eine hochwertige Unterkunft<br />

vor Ort zu bieten.<br />

Es hat sich einiges getan im Laufe der<br />

Jahrzehnte: Im Vordergrund steht der<br />

mit einer Photovoltaikanlage überdachte<br />

Mitarbeiterparkplatz. Auf der<br />

linken Seite befindet sich die 2017 eröffnete<br />

Fertigungshalle, vorne rechts<br />

die neue Halle 4 inklusive der Galvanik,<br />

dem Sortiergerätenbau sowie der<br />

hochmodernen Ausbildung.<br />

Blick in die Zukunft<br />

Bausch+Ströbel möchte Fachkräfte für<br />

die künftige unternehmerische Entwicklung<br />

qualifizieren. Hierbei soll das<br />

<strong>2023</strong> neu eröffnete Ausbildungszentrum<br />

ein Flaggschiff werden, um das<br />

Unternehmen aus Satteldorf für junge<br />

und motivierte Talente weiterhin attraktiv<br />

zu machen „Wir geben dem<br />

Thema Ausbildung im wahrsten Sinne<br />

des Wortes noch mehr Raum, so etwa<br />

in einem eigens gestalteten Technologie-<br />

und Softwareschulungsbereich<br />

oder einem Raum für kreatives Arbeiten<br />

mit hochmodernen 3-D-Druckern,<br />

einem 3-D-Scanner und noch vielem<br />

mehr“, erklärt Tim Jahn, Ausbildungsleiter<br />

Software. Der Neubau schaffe auf<br />

rund 1.600 Quadratmetern für junge<br />

Menschen in den Ausbildungsabteilungen<br />

Elektro, Metall und Software einen<br />

innovativen Platz, sich zu entfalten.<br />

Anzeige<br />

WEBike <strong>2023</strong> – ein tolles Sommerfest<br />

670 Radelnde waren mit Würth Elektronik auf Tour.<br />

Jung und Alt nahmen am Radevent<br />

WEBike <strong>2023</strong> teil.<br />

Foto: Würth Elektronik<br />

Sommer, Sonne und Radelspaß – das<br />

war beim Event WEBike <strong>2023</strong> von<br />

Würth Elektronik am 18. Juni zu erleben.<br />

Ohne Zeitmessung, dafür aber mit<br />

teils sportlichen Höhenmetern, ging es<br />

vom Firmenhof Niedernhall aus auf betreute<br />

Rundtour-Kurse. Gut 670 Radbegeisterte<br />

nahmen das Angebot an und<br />

wählten Strecken zwischen 20 und 120<br />

Kilometern Länge. Um 7 Uhr morgens<br />

machten sich die Langstrecken-Fans auf<br />

den Weg. Niedernhalls Bürgermeister<br />

Achim Beck eröffnete um 9 Uhr die Familienstrecke.<br />

Würth Elektronik und<br />

das Hohenloher Freilandmuseum Wackershofen<br />

verlosten als Klimaschutz-<br />

Partner auch fünf Baum-Patenschaften,<br />

um an die Wichtigkeit einer intakten<br />

Natur zu erinnern. Kinder halfen bei der<br />

Ziehung der Gewinner.<br />

WEBike lud an diesem Tag nicht<br />

allein zu Bewegung ein. Das Jubiläum<br />

„50 Jahre Hohenlohekreis“, der „Tag<br />

der Mobilität“ entlang des Kocher-<br />

Flusslaufes sowie der Start der Aktion<br />

„Stadtradeln“ motivierten ebenfalls<br />

dazu, den Tag zu genießen. Zu den Gästen<br />

gehörte neben Landrat Matthias<br />

Neth auch Friedlinde Gurr-Hirsch, die<br />

Vorsitzende der Bürgerinitiative pro<br />

Region Heilbronn-Franken. Sie stattete<br />

der Veranstaltung mit einer Delegation<br />

von 60 Personen einen Besuch ab – natürlich<br />

mit dem Fahrrad.<br />

Info<br />

ADVERTORIAL<br />

Würth Elektronik eiSos GmbH & Co. KG<br />

Max-Eyth-Str. 1<br />

74638 Waldenburg<br />

Tel.: 07942 945-0<br />

E-Mail: eiSos@we-online.de<br />

www.we-online.de<br />

Gesichter hinter<br />

dem SMILE<br />

Made by GEMÜ<br />

Als global tätiges Familienunternehmen setzen wir auf innovative<br />

Lösungen und modernste Technologien. Neben unseren Innovationen<br />

sind es unsere engagierten Mitarbeitenden, die uns erfolgreich machen.<br />

Zu unserem wirtschaftlichen Erfolg trägt auch eine aktiv gelebte und familiäre<br />

Unternehmenskultur bei, die bereits mehrfach ausgezeichnet wurde.<br />

Ausgezeichnet als<br />

Top-Arbeitgeber<br />

im Mielstand<br />

16<br />

<strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

<strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Familienunternehmen<br />

„Klare Abgrenzung<br />

zwischen Senior<br />

und Junior wichtig“<br />

43 Prozent der deutschen Familienunternehmen stehen laut<br />

ifo Institut vor der Nachfolgeplanung. Clemens Krüger rät,<br />

potenzielle Nachfolger frühzeitig auf die Aufgaben vorzubereiten.<br />

Die Langfassung des Interviews<br />

finden Sie im Internet auf<br />

www.pro-magazin.de<br />

Foto: Staud Studios GmbH<br />

TOP-Unternehmen<br />

der Region<br />

Die Nachfolgeregelung ist oft eine Herausforderung:<br />

Wie kann eine erfolgreiche<br />

Übergabe gewährleistet werden?<br />

Clemens Krüger: Nachfolger sollten<br />

frühzeitig durch Aus- und Weiterbildung<br />

auf ihre Rolle vorbereitet werden.<br />

Außerdem ermöglicht eine<br />

schrittweise Übertragung von Aufgabenbereichen,<br />

die nötigen Managementkompetenzen<br />

aufzubauen. Persönliches<br />

Coaching durch den Senior<br />

sowie externe Beratung unterstützen<br />

den Know-how-Transfer. Wichtig ist<br />

jedoch eine klare Abgrenzung der Verantwortlichkeiten<br />

zwischen Senior<br />

und Junior.<br />

Welche Fähigkeiten sollte der Nachfolger<br />

oder die Nachfolgerin entwickeln?<br />

Krüger: In Zukunft wird die Entwicklung<br />

von dynamischen Fähigkeiten<br />

unerlässlich sein. Die Idee dahinter<br />

beschreibt die Fähigkeit, sich kontinuierlich<br />

weiterzuentwickeln und an<br />

veränderte Umweltbedingungen anzupassen.<br />

Und welche Skills sind noch wichtig?<br />

Krüger: Um Nachfolger auf die zukünftigen<br />

Herausforderungen vorzubereiten,<br />

müssen über fachliche Qualifikationen<br />

hinaus bestimmte<br />

Schlüsselkompetenzen<br />

entwickelt werden. Dazu gehören<br />

unter anderem Netzwerkdenken,<br />

Change-Management-Fähigkeiten,<br />

Lernbereitschaft, Empathie und<br />

Kommunikation sowie systemisches<br />

Denken. Die Kompetenzen können<br />

durch Learning by Doing, Mentoring,<br />

Weiterbildungen, Networking und die<br />

frühzeitige Einbindung in Veränderungsprozesse<br />

erworben werden.<br />

Wichtig ist eine Kombination aus praktischer<br />

Erfahrung und Reflexion. So<br />

können Nachfolger die Innovationsfähigkeit<br />

und Zukunftsorientierung von<br />

Familienunternehmen sichern und<br />

den Erfolg auch in Zeiten des Umbruchs<br />

erhalten.<br />

Sollten in die Führung auch nicht-familiäre<br />

Mitarbeiter integriert werden?<br />

Krüger: Die Einbindung externer Führungskräfte<br />

kann die Zukunftsfähigkeit<br />

von Familienunternehmen entscheidend<br />

stärken. Sie bringen<br />

wertvolle Erfahrungen aus anderen<br />

Unternehmen ein. Außerdem sorgen<br />

sie für mehr Objektivität in Entscheidungsprozessen<br />

und ergänzen die familienbezogenen<br />

Sichtweisen. Eine<br />

Mischung aus familieninternen und<br />

-externen Führungskräften vereint die<br />

Vorteile beider Seiten und trägt zum<br />

langfristigen Erfolg bei.<br />

Stichwort Erfolg: Welche Faktoren<br />

beeinflussen das Wachstum von Familienunternehmen?<br />

Krüger: Hier gibt es verschiedene Faktoren.<br />

Professionelle Governance-<br />

Strukturen und klare Regeln schaffen<br />

zum Beispiel Stabilität in Entscheidungsprozessen.<br />

Risikomanagement<br />

und Controlling ermöglichen ein vor-<br />

ausschauendes Handeln. Eine Innovationskultur<br />

ist wichtig für die Wettbewerbsfähigkeit.<br />

Insgesamt ist es die<br />

Kombination verschiedener Faktoren,<br />

die Familienunternehmen fit für die<br />

Zukunft macht.<br />

Und wie sind Familienunternehmen<br />

in Baden-Württemberg aufgestellt?<br />

Krüger: Die Unternehmenskultur in<br />

Baden-Württemberg bietet Familienunternehmen<br />

sowohl Chancen als<br />

auch Risiken. Einerseits führen die<br />

starke Identifikation mit Produkten<br />

und Marke zu Wettbewerbsvorteilen<br />

wie solider Finanzierung und erfahrungsbasiertem<br />

Know-how. Andererseits<br />

können Betriebsblindheit und<br />

zögerliche Reaktionen und inkrementelle<br />

Innovation in einer sich wandelnden<br />

Umwelt zum Risiko werden.<br />

Neue Mitarbeiter und Führungskräfte<br />

tun sich hier möglicherweise schwer,<br />

eigene Akzente zu setzen.<br />

<br />

Interview: tz<br />

Zur Person<br />

Clemens Krüger ist<br />

akademischer Mitarbeiter<br />

am Friedrichshafener<br />

Institut für Familienunternehmen (FIF).<br />

www.regiomail.de<br />

www.kurz-entsorgung.de<br />

18<br />

<strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

WIR sind Heilbronn-Franken<br />

Ihre Ansprechpartnerin: Darja Schiz-Salov | Sales Managerin | Tel. 0791 95061-8331 | darja.schiz-salov@pro-vs.de


Titel | WIRTSCHAFT<br />

Klarer Kurs: Rommelag-CEO Ralf Bouffleur (links) und Personalchef Robin Heine.<br />

„Das Gesamtpaket<br />

muss stimmen“<br />

Eine glaubwürdige Arbeitgebermarke ist im Wettbewerb um<br />

Fachkräfte von strategischer Bedeutung. Der Verpackungsspezialist<br />

Rommelag will sich künftig offensiver positionieren, setzt auf gute<br />

Führungskultur und enge Kommunikation mit den Mitarbeitern.<br />

Dicht bewaldete Berge, herrliche<br />

Wander- und Fahrradwege, Natur<br />

pur: Nicht ohne Grund wird<br />

die Gegend um die Gemeinde Sulzbach-Laufen<br />

im Kochertal gern „kleiner<br />

Schwarzwald“ genannt. Eine ländlich<br />

geprägte Region zum Wohlfühlen<br />

– und seit mehr als 60 Jahren die Heimat<br />

von Rommelag. Die Lage am südlichen<br />

Rand des Landkreises Schwä-<br />

Fotos: Wolfgang Reiher Photography<br />

bisch Hall ist für das Unternehmen<br />

zwar eine Herausforderung, aber kein<br />

relevanter Standortnachteil. „Schwäbisch<br />

Hall und Aalen sind schnell zu<br />

erreichen, ebenso Backnang, Crailsheim<br />

oder Schwäbisch Gmünd“, sagt<br />

Robin Heine, Chief People Officer<br />

(CPO) bei Rommelag. „Wenn wir in<br />

oder bei Stuttgart sitzen würden, müssten<br />

wir mit Firmen wie Porsche, Bosch,<br />

Mercedes oder Siemens um die Fachkräfte<br />

buhlen.“<br />

Doch auch ohne Großkonzerne<br />

ist der Wettbewerb um geeignetes Personal<br />

hart, nicht zuletzt weil die Verpackungsbranche<br />

in der Region extrem<br />

stark ist. „Wir fischen alle im selben<br />

Teich“, meint Heine treffend. Zudem ist<br />

Rommelag, Erfinder und Weltmarktführer<br />

in der Blow-Fill-Seal-Technologie,<br />

in der Vergangenheit als Arbeitgeber<br />

eher zurückhaltend aufgetreten. In<br />

der Branche genießt das Unternehmen<br />

zwar einen exzellenten Ruf, doch erst<br />

seit 2016 tritt Rommelag als Dachmarke<br />

für die Einzelfirmen, Produkte und<br />

Dienstleistungen in Erscheinung. „Wir<br />

haben festgestellt, dass unsere Sichtbarkeit<br />

regional sehr beschränkt war.<br />

Die Marke Rommelag war selbst in der<br />

engeren Region bis 2016 nicht präsent“,<br />

sagt Marketingleiter Andreas<br />

Häußner.<br />

Auf dem Weg zur Marke<br />

Dies war für das Familienunternehmen<br />

mit seinen weltweit rund 2000<br />

Mitarbeitern aber nur der erste Schritt,<br />

um sich als Arbeitgebermarke zu positionieren.<br />

Vor gut zwei Jahren wurde in<br />

Zusammenarbeit mit einer Agentur<br />

ein umfangreicher Veränderungsprozess<br />

angestoßen, um die Wahrnehmung<br />

und das Profil nach außen, aber<br />

auch ins Unternehmen hinein zu<br />

schärfen.<br />

Was macht uns besonders? Wie<br />

wollen wir als Arbeitgeber sein? In<br />

zahlreichen Workshops wurden diese<br />

und andere Fragen diskutiert. „Es war<br />

ein aufwendiger Prozess, um die Arbeitgebermarke<br />

zu entwickeln“, sagt<br />

Häußner. Ein Prozess, in den das Un-<br />

ternehmen nicht nur Zeit und Energie,<br />

sondern auch viel Geld investiert hat.<br />

Der Aufwand habe sich aber absolut<br />

gelohnt, betont Häußner.<br />

Der neue Claim für die Rommelag<br />

Gruppe, der ebenfalls entwickelt<br />

wurde, soll im September gelauncht<br />

werden. Dann startet auch eine breit<br />

angelegte Marketingkampagne, die<br />

Kinospots, Werbung in Zeitschriften,<br />

auf Bussen und Plakatwänden ebenso<br />

umfasst wie Online-PR, das Sponsoring<br />

lokaler Vereine und andere Maßnahmen.<br />

„Unser Anspruch ist, dass<br />

Rommelag in der Region deutlich präsenter<br />

ist und sich als Top-Arbeitgebermarke<br />

positioniert“, sagt Häußner.<br />

Ein Ziel des Markenbildungsprozesses<br />

stand indes schon länger fest:<br />

„Als Arbeitgeber werden wir, wo immer<br />

das möglich ist, unseren Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern in ihren<br />

Wünschen und Bedürfnissen entgegenkommen“,<br />

sagt Heine. Diese „maximale<br />

Zugewandtheit“ sei im Wettbewerb<br />

um exzellente Fachkräfte ein<br />

zentraler Baustein – aber eben nur einer<br />

von vielen. „Das Gesamtpaket<br />

muss stimmen. Es umfasst die Firmenkultur<br />

und das gute Miteinander ebenso<br />

wie die eigentliche Tätigkeit im Unternehmen,<br />

das Gehalt, Benefits,<br />

Karrierechancen und vieles mehr.“<br />

Essenziell sei, so Häußner, dass<br />

man die Arbeitgeberversprechen auch<br />

einlösen könne – nach innen wie nach<br />

außen. „Glaubwürdigkeit ist ein hohes<br />

Gut. Wenn wir Mitarbeiter mit Versprechen<br />

locken, die wir nicht halten,<br />

werden sie nicht lange bleiben.“ Ein<br />

Teil des „Gesamtpakets“ ist die Mitarbeiter-App,<br />

die seit zwei Jahren bereitsteht<br />

und „ein Quantensprung in der<br />

internen Kommunikation war“, sagt<br />

Robin Heine. Die App sei für Rommelag<br />

inzwischen ein unverzichtbares<br />

Tool, wo Firmen-News und Videos geteilt<br />

und Infos zu Weiterbildungsangeboten<br />

hochgeladen werden, wo sich<br />

Mitarbeiter vernetzen und sie private<br />

Angebote einstellen können. Mehr als<br />

90 Prozent aller Mitarbeitenden haben,<br />

so Heine, auf ihren privaten Handys<br />

die App installiert und nutzen sie<br />

intensiv.<br />

Kommunikation als Baustein guter Führungskultur: Marketingleiter<br />

Andreas Häußner im Gespräch mit einer Mitarbeiterin.<br />

Besondere Aufmerksamkeit während<br />

des Veränderungsprozesses bei<br />

Rommelag galt dem Thema Führung.<br />

„Für uns ist eine gute Führungskultur<br />

ein zentraler Faktor für den strategischen<br />

Unternehmenserfolg“, sagt der<br />

Personalchef. „Wir haben uns gefragt:<br />

Welche Führungskultur wollen wir im<br />

Unternehmen leben, wie wollen wir<br />

kommunizieren und welche gemeinsame<br />

Wertebasis haben wir?“<br />

Offensive Feedbackkultur<br />

Es wurden Führungsleitlinien erarbeitet,<br />

die Verantwortung und offene<br />

Kommunikation ebenso umfassen wie<br />

Kundenorientierung und Veränderungswillen.<br />

Intern widerspiegeln soll<br />

sich dies vor allem in einer offensiven<br />

Feedbackkultur. Jede Mitarbeiterin<br />

und jeder Mitarbeiter erhält vom Vorgesetzten<br />

eine Feedback-Box, die ihn<br />

bzw. sie zu ebenso kritischer wie konstruktiver<br />

und wertschätzender Kommunikation<br />

animieren soll – und das<br />

nicht nur ein Mal im Jahr. „Die üblichen<br />

Jahresgespräche haben wir als<br />

wenig zielführend abgeschafft“, sagt<br />

Heine. „Die Feedback-Box ist ein guter<br />

Einstieg, um mit den Kärtchen auf<br />

spielerische Weise in den Dialog zu<br />

treten. Schließlich ist es nicht einfach,<br />

mitunter sogar eine hohe Hürde, den<br />

Vorgesetzten zu kritisieren oder Verbesserungen<br />

einzufordern.“<br />

Alle Rommelag-Führungskräfte –<br />

über alle Hierarchieebenen und alle<br />

Standorte hinweg – tragen die neuen<br />

Führungsleitlinien mit und werden in<br />

einem sechstägigen Training auf die<br />

Aufgaben vorbereitet. „Ziel war es,<br />

eine gemeinsame Sprache zu sprechen<br />

und ein gemeinsames Verständnis von<br />

Führung zu erzeugen“, betont Heine.<br />

„Unsere Führungskräfte sind die Botschafter<br />

für die Feedbackkultur.“<br />

Es ist ein hoher Anspruch an Führung,<br />

den sich Rommelag, nicht nur auf<br />

kommunikativer Ebene, auferlegt.<br />

„Wer seine Zukunft dagegen eher in der<br />

Fachlichkeit als bei Führungsaufgaben<br />

sieht, kann bei Rommelag auch eine<br />

Fachlaufbahn einschlagen“, sagt Heine.<br />

In der Mitarbeiter-App sind, je nach<br />

Tochterfirma, alle Möglichkeiten und<br />

Arbeitsbereiche transparent dargestellt,<br />

also wo überall eine Fachlaufbahn<br />

möglich ist und was man für die<br />

neue Karrierestufe können muss. „Im<br />

Gespräch mit dem Vorgesetzten wird<br />

dann besprochen, was der Mitarbeiter<br />

unternehmen kann, um die angestrebte<br />

Position zu erreichen.“<br />

<br />

Eckart Baier<br />

20 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

21


WIRTSCHAFT | Regionaltag Güglingen<br />

„Wir müssen als Region<br />

gemeinsam auftreten“<br />

Der Regionaltag in Güglingen ist ein wichtiger Eckpfeiler, um die<br />

Menschen zusammenzubringen: Im Interview spricht der pro Region-<br />

Beiratsvorsitzende Johannes Schmalzl über das Wir-Gefühl und über<br />

Chancen und Herausforderungen für die Region Heilbronn-Franken.<br />

Interview: Eckart Baier<br />

Das Wir-Gefühl für Region Heilbronn-<br />

Franken stärken: Das hat sich die Bürgerinitiative<br />

pro Region bei der Gründung<br />

1997 auf die Fahnen geschrieben.<br />

Wurde diese Ziel inzwischen erreicht?<br />

Johannes Schmalzl: Wir sind auf einem<br />

guten Weg. Heilbronn-Franken<br />

mit seinen selbstbewussten Landkreisen,<br />

Städten und Gemeinden ist ja keine<br />

historisch gewachsene Region, daher<br />

ist das Zusammenwachsen keine<br />

Sache, die von heute auf morgen geht.<br />

Wir brauchen einen langen Atem und<br />

Visionen.<br />

Woran hapert es noch in Sachen<br />

Wir-Gefühl?<br />

Schmalzl: Noch mehr Menschen müssen<br />

ein Bewusstsein für die Bedeutung<br />

der Region bekommen – das ist unsere<br />

Aufgabe als Bürgerinitiative. Schon<br />

geografisch ist dies eine Herausforderung,<br />

wenn Sie an die enormen Entfernungen<br />

zwischen Wertheim, Eppingen<br />

und Crailsheim denken. Heilbronn-<br />

Franken ist die flächenmäßig größte<br />

Region in Baden-Württemberg, da ist<br />

es schon eine Riesenaufgabe, die Menschen<br />

dafür zu begeistern.<br />

Am Namen Heilbronn-Franken liegt<br />

es nicht?<br />

Schmalzl: Nein. Ich weiß, dass manche<br />

mit dem Begriff Franken fremdeln<br />

und bei der Gründung 1973 lieber eine<br />

Region Heilbronn, Hohenlohe und<br />

Tauber gehabt hätten. Diese Diskussion<br />

bringt uns aber nicht weiter. Wenn<br />

mir aber einer nachweisen würde, dass<br />

mit einem neuen Namen das Wir-Gefühl<br />

wachsen würde, dann würde ich<br />

sagen, an mir soll es nicht liegen.<br />

Das Wir-Gefühl ist aber doch nicht<br />

nur die Sache von Bürgerinnen und<br />

Bürgern?<br />

Schmalzl: Ganz und gar nicht! Hier<br />

sind alle gefragt, Unternehmen, Politiker<br />

und kommunale Mandatsträgern,<br />

die wir zu unseren regelmäßigen<br />

Regio naltafeln einladen. Die großen<br />

Herausforderungen der Zukunft können<br />

wir nur gemeinsam lösen.<br />

Welche Herausforderungen sind das?<br />

Schmalzl: Ein großes Thema ist die Infrastruktur,<br />

egal ob es der Ausbau des<br />

schnellen Internets oder der A6 ist. Das<br />

geht alles viel zu langsam voran. Gleiches<br />

gilt für die Frankenbahn, die Hohenlohebahn<br />

oder vielleicht einmal für<br />

die Kochertalbahn. Solche Projekte<br />

kann man nur mit großer Einigkeit in<br />

der Region auf den Weg bringen und<br />

Foto: Peter Petter<br />

Johannes Schmalzl: „Die großen Herausforderungen der Zukunft können wir nur<br />

gemeinsam lösen.“<br />

beschleunigen. Da müssen wir alle in<br />

der Region gegenüber Bund und Land<br />

gemeinsam auftreten. Das klappt schon<br />

gut, könnte aber noch besser sein. Die<br />

Politiker der Region müssen zum Beispiel<br />

noch viel entschiedener für die Interessen<br />

der Menschen im ländlichen<br />

Raum eintreten, auch beim Thema Individualverkehr.<br />

Das Auto mag in Metropolen<br />

verzichtbar sein, bei uns ist es<br />

für den Alltag der allermeisten Menschen<br />

überlebensnotwendig.<br />

Eine der großen Stärken der Region ist<br />

ihre Wirtschaftskraft – die auch pro<br />

Region Rückenwind gibt?<br />

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WIRTSCHAFT | Regionaltag Güglingen<br />

Regionaltag Güglingen | WIRTSCHAFT<br />

Schmalzl: Selbstverständlich. Es war ja<br />

Reinhold Würth, der zusammen mit<br />

Frank Stroh die Bürgerinitiative gegründet<br />

hat. Die Firma Würth hat sich<br />

ihrer Verantwortung auch nie entzogen<br />

und mit ihrem Engagement viele Nachahmer<br />

gefunden. Natürlich sind wir<br />

stolz auf die Weltmarktführer und andere<br />

Top-Unternehmen der Region,<br />

weil sie die Transformation, über die<br />

momentan alle reden, wirklich geschafft<br />

haben. Dies zeigt, dass wir eine<br />

echte Modellregion sind, wo klassischer<br />

ländlicher Raum mit Wirtschaft,<br />

Tourismus und Dienstleistungen wunderbar<br />

zusammenwirken.<br />

Welche Themen stehen bei pro Region<br />

oben auf der Agenda?<br />

Schmalzl: Unser Verein mit den Vorsitzenden<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch und<br />

Rudolf Luz wird in den kommenden<br />

Monaten den Fokus auf das Thema<br />

Nachhaltigkeit legen: Wie kann eine<br />

Nachhaltigkeitsstrategie für die Region<br />

aussehen und wie kann man diese<br />

sinnvoll umsetzen?<br />

Welche Impulse geben Sie dem Verein<br />

als Beiratsvorsitzender?<br />

Schmalzl: Ich habe im Vorstand beispielsweise<br />

vorgeschlagen, dass wir uns<br />

dem Thema Stifterregion widmen sollten.<br />

Wir verfügen über viele kleine und<br />

große Stiftungen, die unsere Region vorantreiben.<br />

Egal ob kleine Bürgerstiftung<br />

oder große unternehmensnahe Stiftung<br />

– alle arbeiten daran, die Zukunft der<br />

Region zu sichern. An erster Stelle ist<br />

hier die Dieter Schwarz-Stiftung zu nennen,<br />

die mit dem KI-Innovationspark einen<br />

ganz neuen Stadtteil plant. Was da<br />

in Heilbronn passiert, ist etwas ganz<br />

Großes, wovon Heilbronn-Franken als<br />

Wissenschafts- und Wirtschaftsregion<br />

in höchstem Maße profitieren wird.<br />

Wie sehen Sie überhaupt Ihre Rolle und<br />

Ihre Aufgabe als Beiratsvorsitzender<br />

von pro Region?<br />

Schmalzl: Ich will nicht nur im Verein,<br />

sondern vor allem auch in der Region<br />

präsent sein. Als ehemaliger Regierungspräsident<br />

des Regierungsbezirks<br />

Stuttgart bin ich gut vernetzt, kenne<br />

viele Menschen, Akteure, Bürgermeister,<br />

Landräte, aber auch Unternehmer.<br />

Ich weiß um die Stärken, aber auch um<br />

die Schwächen der Region. Reinhold<br />

Würth hat immer gesagt, dass man<br />

sich auch mit den Schwächen beschäftigen<br />

muss.<br />

Die Region kennen Sie aber schon viel<br />

länger …<br />

Schmalzl: Ja, denn ich bin hier oben<br />

im Grenzbereich Tauberfranken-Unterfranken<br />

aufgewachsen, meine Frau<br />

kommt aus Tauberbischofsheim – ich<br />

musste mein Heimatgefühl also nicht<br />

erst als Beiratsvorsitzender von pro Region<br />

entdecken.<br />

Womit wir wieder beim Wir-Gefühl<br />

sind. Welche Rolle spielen in diesem<br />

Zusammenhang die jährlich stattfindenden<br />

Regionaltage?<br />

Schmalzl: Die sind für uns ein wichtiger<br />

Eckpfeiler, um die Menschen in der<br />

Region zusammenzubringen. Die Regionaltage<br />

sind immer ein großer Erfolg,<br />

vor allem wenn Wetter und Programm<br />

stimmen. Ich freue mich schon<br />

sehr auf den Regionaltag am 24. September<br />

in Güglingen!<br />

Müssen Sie die Städte und Gemeinden<br />

denn überreden, einen Regionaltag<br />

auszurichten?<br />

Schmalzl: Im Gegenteil! Jede Kommune<br />

ist sehr gerne Gastgeber, um sich zu<br />

präsentieren.<br />

Touristisch hat die Region Heilbronn-<br />

Franken enorm viel zu bieten. Macht<br />

sie denn schon genug aus diesem<br />

Potenzial?<br />

Schmalzl: Leider gelingt das nur in<br />

kleinen Schritten, etwa wenn wir uns<br />

bei der Urlaubsmesse CMT in Stuttgart<br />

und anderen Veranstaltungen als Region<br />

präsentieren. Wichtig wäre ein<br />

guter Onlineauftritt. Das sage ich auch<br />

in Richtung Regionalverband, der<br />

nicht nur das Charisma der Verwaltungseinheit<br />

transportieren sollte,<br />

sondern auch darstellen muss, was die<br />

Region Heilbronn-Franken verbindet<br />

und welche Highlights sie zu bieten<br />

hat. Es geht ja nicht nur um den Tourismus,<br />

sondern auch darum, uns als<br />

Region zu präsentieren und Menschen,<br />

die zu uns kommen, um zu arbeiten,<br />

eine neue Heimat zu bieten.<br />

Was sind denn für Sie die Highlights<br />

der Region?<br />

Schmalzl: Wo soll ich anfangen? Vielleicht<br />

bei den Freilichtspielen in<br />

Schwäbisch Hall und Jagsthausen?<br />

Auch die Würth Museen oder die Musikakademie<br />

in Weikersheim oder der<br />

Freizeitpark Tripsdrill haben eine<br />

enorme überregionale Anziehungskraft.<br />

Diese Highlights – und viele andere<br />

mehr! – muss man gemeinsam<br />

vermarkten. Dies ist die Aufforderung<br />

an die Städte und Landkreise, gemeinsam<br />

nach außen zu agieren. Die Menschen<br />

sollen die Region als Einheit und<br />

nicht als Flickenteppich wahrnehmen.<br />

Im Tourismus muss es aufhören, dass<br />

jeder nur seinen eigenen kleinen Hügel<br />

bewirbt – die ganze Landschaft<br />

muss in den Blick.<br />

Zur Person<br />

Johannes Schmalzl ist Jurist und war<br />

Regierungspräsident des Regierungsbezirks<br />

Stuttgart sowie Hauptgeschäftsführer<br />

der IHK Region Stuttgart.<br />

Seit Herbst 2022 ist er Vorstandsvorsitzender<br />

der Stiftung Würth und<br />

Beiratsvorsitzender von pro Region.<br />

Kultur in Güglingen – <strong>2023</strong><br />

Seit 1981 zeigt die<br />

Stadt Güglingen in der<br />

Herzogskelter ein buntes<br />

Bühnenprogramm.<br />

Mit 400 Plätzen und einem<br />

außergewöhnlichen<br />

Ambiente im historischen<br />

Gemäuer stehen in diesem<br />

Jahr wieder hochkarätige<br />

Künstler aus den Bereichen<br />

Musik und Comedy auf<br />

dem Programm:<br />

Lars Reichow – Samstag, 14. Oktober<br />

„Von Kelten und Germanen“ Konzert<br />

Sonntag, 15. Oktober<br />

William Wahl – Samstag, 11. November<br />

Konzert CARA am Freitag, 24. November<br />

Konzert Württembergisches Kammerorchester<br />

Heilbronn – Samstag, 16. Dezember<br />

Alle Infos und Karten unter www.reservix.de oder unter<br />

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Telefonische Bestellung unter 07135/108 24<br />

Am Samstag und Sonntag, 14. /15. Oktober läuft ab 17 Uhr kostenlos<br />

der Weinbrunnen im Deutschen Hof. Eine gute Gelegenheit diesen<br />

besonderen Brunnen in Güglingen kennen zu lernen und zu genießen.<br />

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<strong>2023</strong><br />

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2024<br />

Touristinfo Tel.: 09343 / 501-5332<br />

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Wir sind eine<br />

starke Regi on!<br />

…wir wollen sie<br />

gemeinsam erleben und<br />

weiterentwickeln.<br />

Die Bürgerinitiative pro<br />

Region Heilbronn-Franken<br />

e.V. lebt diese Region, denn<br />

wir sind...<br />

• engagierte Bürger, die<br />

sich uneigennützig<br />

für die Belange der<br />

Region einsetzen,<br />

• ein gemeinnütziger<br />

Verein, der sich aus<br />

Mitgliedsbeiträgen und<br />

Spenden finanziert,<br />

Wir gratulieren zu<br />

50 Jahre<br />

Hohenlohekreis.<br />

wir wollen...<br />

• das Wir-Gefühl in der Region<br />

Heilbronn-Franken fördern,<br />

• deren Stärken herausstellen<br />

- auch im Wettbewerb zu<br />

anderen Regionen,<br />

• die Schwächen der Region<br />

offen benennen und gemeinsam<br />

auf Veränderun gen<br />

drängen,<br />

• engagierten Bürgern die<br />

Möglichkeit zur konstruk -<br />

tiven Mitarbeit bieten,<br />

• Plattform sein für den<br />

Meinungsaustausch von<br />

Bürgern und Gremien der<br />

Region.<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

Geschäftsstelle: c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG · Postfach · 74650 Künzelsau<br />

Telefon: 07940/15-2329 · www.pro-region.de · info@pro-region.de<br />

Machen Sie mit!<br />

Stärken Sie die Region!<br />

Werden Sie Mitglied!<br />

24 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

25


WIRTSCHAFT | Regionaltag Güglingen<br />

Anzeige<br />

Die Vielfalt der<br />

Genießerregion erleben<br />

50-jährige Kreisreform in Heilbronn-Franken: Ein Grund, gemeinsam<br />

zu feiern. Wo wäre das besser möglich als beim 23. Regionaltag, zu<br />

dem in diesem Jahr am 24. September die Stadt Güglingen einlädt.<br />

Die Menschen zusammenbringen<br />

und ihnen die Vielfalt der Region<br />

Heilbronn-Franken vor Augen<br />

führen: Das ist das Ziel der Regionaltage.<br />

Gastgeber <strong>2023</strong> ist am 24. September<br />

die Stadt Güglingen. „Das Zabergäu<br />

ist eine dieser wunderbaren<br />

Landschaften in unserer Region. Naturnahe<br />

Laubwälder auf Nordhängen<br />

und Höhenrücken prägen die Gegend.<br />

Info<br />

Das vollständige Programm sowie ein<br />

Ausstellerverzeichnis sind auf den<br />

Webseiten von pro Region und der<br />

Stadt Güglingen zu finden.<br />

Der Naturpark Stromberg-Heuchelberg,<br />

sympathische Weinorte und viele<br />

Ausflugsziele und Sehenswürdigkeiten<br />

wie etwa Tripsdrill laden zum Besuch<br />

ein“, sagt Friedlinde Gurr-Hirsch, Vorsitzende<br />

der Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken, die mit dem<br />

Aktionstag das Regionalbewusstsein<br />

stärken und das Zusammenwachsen<br />

der Region fördern möchte.<br />

Besucherinnen und Besucher<br />

können sich auf ein hochrangiges Programm<br />

auf der Showbühne im Deutschen<br />

Hof freuen, auf Mundart und<br />

Musik mit dem SWR Studio Heilbronn<br />

im Rathaus, auf Führungen, Kunst und<br />

Musik sowie auf rund 75 Unternehmen<br />

und Aussteller aus allen Teilen der Region<br />

in der Innenstadt. Und auch für<br />

die kleinen Gästen sind am Nachmittag<br />

auf dem alten Sportplatz jede Menge<br />

Attraktionen geboten.<br />

„Bei der offiziellen Begrüßung<br />

am Weinbrunnen wird Regierungspräsidentin<br />

Susanne Bay die Festrede halten.<br />

Für das Bühnenprogramm freuen<br />

wir uns unter anderem auf die Polizei<br />

Big Band, die Hohenlohe Highlanders,<br />

die Werkskapelle Layher und den<br />

Würth Chor“, erklärt Gurr-Hirsch.<br />

Auf das Publikum in Güglingen<br />

wartet zudem ein attraktives Gewinnspiel,<br />

bei dem unter anderem ein<br />

Übernachtungsgutschein im Baumhaus<br />

sowie zwei Tagespässe für den<br />

Erlebnispark Tripsdrill winken. Außerdem<br />

präsentieren sich beim bäuerlichen<br />

Genießermarkt eine Reihe von<br />

Fotos: Stadt Güglingen, AKG, WEBER-HYDRAULIK GMBH<br />

Der Deutsche Hof in Güglingen ist einer der Schauplätze<br />

des Regionaltags <strong>2023</strong>.<br />

erfahrenen Erzeugern und engagierten Direktvermarktern<br />

mit einer Vielfalt an Qualitätsprodukte. „Dazu werden die<br />

Winzer der Region dem Tag mit edlen Weinen die Krone<br />

aufsetzen“, freut sich die Vorsitzende, die sich mit ihrer<br />

Bürgerinitiative auch über den Regionaltag heraus für die<br />

Region einsetzt.<br />

„Wir wollen das Kulturangebot, die Freizeitmöglichkeiten<br />

und das Bildungsangebot unserer wirtschaftlich<br />

starken Region noch deutlicher herausarbeiten und auf<br />

diesen Gebieten für die Region werben. Aktuell begründen<br />

wir mit der ‚Nachhaltigen Region Heilbronn-Franken‘ ein<br />

Netzwerk zur Nachhaltigkeit in Heilbronn-Franken“, sagt<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch. Gemeinsam mit allen Beteiligten<br />

und den Bürgerinnen und Bürgern aus Heilbronn-Franken<br />

wolle man diese Themen angehen. Teresa Zwirner<br />

GEWINNSPIEL<br />

GEWINN2 0 2 3<br />

1. In diesem Jahr hätte Hermann Lenz seinen 100jährigen Geburtstag<br />

begangen. Welcher Kreisstadt im Hohenlohekreis setzte er mit dem<br />

Werk „Verlassene Zimmer“ ein literarisches Denkmal?<br />

2. Welche historische Bühnenfigur von Heinrich von Kleist verbindet<br />

sich mit Heilbronn?<br />

3. Wie heißt die Hauptfigur aus dem Drama von Johann Wolfgang v. Goethe,<br />

welche auch einem Theaterstück der jährlich aufgeführten Burgfestspiele<br />

den Titel verleiht ?<br />

3<br />

2<br />

4. In welcher Stadt wurde der Dichter Friedrich Hölderlin geboren?<br />

5. Wie heißt das berühmte Gemälde von Matthias Grünewald in einer<br />

Dorfkirche im Main-Tauber-Kreis?<br />

6. Agnes Günther, die Schöpferin des berühmten Romans „Die Heilige und ihr<br />

Narr“, lebte unter anderem in dieser Stadt des Landkreises Schwäbisch Hall.<br />

6<br />

1<br />

4<br />

7. Vor welcher Kirche finden in Schwäbisch Hall Aufführungen der Freilichtspiele<br />

statt?<br />

5<br />

7<br />

8. Welche antike Großmacht hat ihre Spuren auch in Güglingen hinterlassen?<br />

Andreas Achauer,<br />

Geschäftsführer<br />

der AKG Achauer<br />

Kompostierungs<br />

GmbH + Co. KG<br />

Unternehmen aus der Region<br />

„Wir sind seit über 30 Jahren<br />

in den Bereichen Kompostierung,<br />

Bioabfall, Altholz sowie<br />

Herstellung und Verkauf von<br />

Substraten, Kompost, Hackschnitzel<br />

und Rinde spezialisiert.<br />

Auf unseren modernen<br />

Plätzen in Pfaffenhofen und<br />

Heilbronn können wir auf einer<br />

Fläche von über zehn<br />

Hektar Biomasse und andere<br />

Materialien annehmen und<br />

aufbereiten. Um die Arbeitsabläufe<br />

effektiver zu gestalten,<br />

wurde bereits bei der Annahme<br />

des Materials vor<br />

wenigen Jahren in eine zweite<br />

Waage investiert. Aktuell wird<br />

der nach Bundesimmissionsgesetz<br />

genehmigte Platz in<br />

Pfaffenhofen um weitere<br />

15.000 qm vergrößert, um den<br />

wachsenden Anforderungen<br />

am Markt gerecht zu werden<br />

sowie Arbeitsabläufe optimierter<br />

zu gestalten. So werden<br />

die Aufbereitungsmaschinen<br />

nach und nach auf<br />

Elektroantrieb umgestellt, um<br />

den eigens produzierten<br />

Strom aus einer großen Photovoltaikanlage<br />

zu nutzen.<br />

Auf dem Platz in Heilbronn<br />

wird zusätzlich Rest- und<br />

Sperrmüll aus den Landkreisen<br />

Heilbronn, Schwäbisch<br />

Hall sowie der Stadt Heilbronn<br />

angenommen, aufbereitet<br />

bzw. umgeschlagen.<br />

Aktuell plant die AKG zusammen<br />

mit der KWA AG Stuttgart<br />

eine Vergärungsanlage,<br />

in der Bioabfälle zu Energie<br />

umgewandelt werden. Das<br />

daraus gewonnene Biogas<br />

soll in einer bestehende Erdgasleitung<br />

eingespeist und<br />

energetisch genutzt werden.“<br />

Christine Grotz,<br />

geschäftsführende<br />

Gesellschafterin<br />

der Weber-Hydraulik GmbH<br />

„Als Hydraulikspezialist haben wir technologisch die<br />

Weichen für weiteres Wachstum gestellt. Die Vernetzung<br />

von Komponenten, Maschinen und Produkten<br />

sowie die Verarbeitung von Daten wird für uns noch<br />

stärker an Bedeutung gewinnen, sowohl mit Blick auf<br />

eine zunehmend virtuelle Produktentwicklung als<br />

auch im Betrieb. Wichtig ist, die Handlungsfelder gemeinsam<br />

mit der Belegschaft zu erarbeiten, was uns<br />

mit unserem neuen Leitbild im letzten Jahr gelungen<br />

ist. Die gesamte Branche steht vor einer großen Transformation,<br />

in der die Kraft zur Innovation über den<br />

langfristigen Unternehmenserfolg entscheiden wird.“<br />

9. In dieser Stadt des Main-Tauber-Kreises findet 2024 der Regionaltag statt.<br />

Güglingen ist ein starkes Stück dieser Landschaft ....<br />

Des Rätsels Lösung:<br />

8<br />

9<br />

-<br />

1 2 3<br />

4 5 6<br />

7 8<br />

9<br />

Hauptgewinn: Ein Übernachtungsgutschein für eine Familie (zwei Erwachsene<br />

und zwei Kinder) im Baumhaus sowie beim Einchecken zwei Tagespässe für den<br />

Erlebnispark. Oder einen der weiteren attraktiven Preise gewinnen.<br />

Einsende-Möglichkeiten:<br />

Postalisch: Einsendeschluss 21. Sept. <strong>2023</strong><br />

Es gilt das Datum des Poststempels<br />

per eMail: Einsendeschluss 22. Sept. <strong>2023</strong>, 24.00 Uhr<br />

Darüber hinaus können Sie Ihre Karte mit der Lösung und Anschrift am<br />

24. Sept. <strong>2023</strong>, bis 17.00 Uhr am Stand der Bürgerinitiative einwerfen.<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach · 74650 Künzelsau<br />

www.pro-region.de<br />

Tel. 07940/152329 · info@pro-region.de<br />

26<br />

<strong>August</strong> <strong>2023</strong>


WIRTSCHAFT | Regionaltag Güglingen<br />

Regionaltag Güglingen | WIRTSCHAFT<br />

Die Neckar-Zaber-Region ist<br />

Deutschlands größte Rotweinlandschaft.<br />

Neben dem<br />

Weinbau prägen vor allem<br />

die Gastfreundschaft und<br />

Herzlichkeit der Einheimischen<br />

die Region.<br />

Der Weinbau prägt<br />

das Lebensgefühl<br />

Wer Genuss, Natur und Kultur in harmonischer Einheit erleben<br />

möchte, ist im Zabergäu genau richtig. Sabine Hübl vom Neckar-<br />

Zaber-Tourismus erklärt, was die Weinregion so besonders macht<br />

und welche Rolle Tourismusmarketing dabei spielt.<br />

Malerische Weinlandschaften,<br />

historische Sehenswürdigkeiten<br />

und schwäbische Gastfreundschaft<br />

– das Zabergäu hat einiges<br />

zu bieten. „Unsere Aufgabe ist es,<br />

die Vorzüge der Neckar-Zaber-Region<br />

hervorzuheben und gleichzeitig neue<br />

attraktive Angebote zu schaffen“, erläutert<br />

Sabine Hübl, Geschäftsführerin<br />

des Vereins Neckar-Zaber-Tourismus.<br />

Um die Freizeitangebote und Vorzüge<br />

der Weinregion bekannt zu machen,<br />

bedarf es kreativer Marketingmaßnahmen.<br />

Dies erfolge im Zabergäu ganz<br />

klassisch über die Erstellung von Printmedien<br />

wie Rad- und Wanderkarten,<br />

dem Besenkalender oder dem Gruppenplaner<br />

bis hin zu Online-Aktivitäten,<br />

Influencer Marketing, Messeaktionen<br />

oder Pressereisen.<br />

Ein weiterer Schwerpunkt sei der<br />

Betrieb der Tourist-Info, der bald in die<br />

Brackenheimer Innenstadt umziehen<br />

wird. Mit der neuen Tourist-Info ent-<br />

Foto: Neckar-Zaber-Tourismus e.V.<br />

stehe eine moderne Anlaufstelle für<br />

Gäste und Einheimische, gleichzeitig<br />

werde sie Teil eines touristischen Ensembles<br />

aus attraktiven Angeboten am<br />

Eingang der historischen Altstadt von<br />

Brackenheim. „Hier informieren und<br />

beraten wir Besucher individuell. Genauso<br />

wichtig ist für uns aber auch die<br />

Zusammenarbeit mit unseren Mitgliedsbetrieben<br />

und Kommunen“, sagt<br />

Sabine Hübl.<br />

Durch die enge Vernetzung von<br />

Leistungsträgern können Synergien geschaffen<br />

werden, um das touristische<br />

Potenzial der Region besser zu nutzen.<br />

So wie mit der Tourismus Marketing<br />

GmbH Baden-Württemberg. „Als sich<br />

die Tourismus Marketing GmbH Anfang<br />

des Jahres auf die Suche nach kulinarischen<br />

Wandertouren gemacht hat,<br />

haben wir geprüft, welche Rundwege<br />

und Einkehrstationen die Kriterien erfüllen<br />

und unsere Bewerbung eingereicht“,<br />

erklärt Hübl. Mit Erfolg – gleich<br />

zwei der jetzt ausgezeichneten Genusspfade<br />

im Ländle befinden sich in<br />

der Neckar-Zaber-Region: Der Wanderdreiklang<br />

BRA1 in Brackenheim<br />

und die Katzenbeißer-Runde in Lauffen.<br />

Um die Auszeichnung und die damit<br />

verbundene Vermarktung zu erhalten,<br />

müssen die Touren durch attraktive<br />

Landschaften führen und Wanderspaß<br />

mit Kulinarik verbinden. Letztlich seien<br />

es vor allem die Menschen, die die<br />

Region besonders machen.<br />

Die Gastlichkeit, die herzliche Art<br />

der Einwohner und die Leidenschaft<br />

für den Weinbau – dies präge das Lebensgefühl.<br />

Tanja Seegelke, Geschäftsführerin<br />

der Touristikgemeinschaft<br />

HeilbronnerLand e. V., setzt beim Tourismusmarketing<br />

ebenfalls auf die Einheimischen.<br />

„Künftig wird es vermehrt<br />

darum gehen, neben den Gästen auch<br />

die heimische Bevölkerung in den Fokus<br />

zu rücken – um die Region als<br />

Wohn- und Lebensstandort noch attraktiver<br />

zu machen“, erklärt Seegelke.<br />

Mit der Arbeit als Tourismusgemeinschaft<br />

leiste man hier einen Beitrag, damit<br />

die Wirtschaftsbetriebe und Unternehmen<br />

für Arbeitskräfte attraktiv<br />

seien. Die größte Herausforderung im<br />

Touristikbereich sieht Seegelke aktuell<br />

im Datenmanagement. Einen Schritt in<br />

die richtige Richtung macht hier der<br />

Verein Neckar-Zaber-Tourismus.<br />

Mit dem Umzug der Daten zur<br />

landesweiten Datenbank mein.toubiz<br />

seien künftig alle Angebote und Veranstaltungen<br />

in der zentralen Daten-<br />

Drehscheibe von Baden-Württemberg<br />

aufgeführt. „Durch die Präsenz auf der<br />

landesweiten Plattform erhöht sich die<br />

Reichweite unserer Angebote und eröffnet<br />

neue Vermarktungswege“, erklärt<br />

Hübl.<br />

Auch Tanja Seegelke setzt auf digitale<br />

Sichtbarkeit. „Über Special-Interest<br />

Portale wie komoot und outdooractive<br />

können wir Menschen erreichen,<br />

die nicht explizit nach uns suchen“, erklärt<br />

die Geschäftsführerin. Über Onlinemarketing-Kampagnen<br />

könne man<br />

zudem ganz gezielt Menschen mit entsprechenden<br />

Interessen erreichen.<br />

<br />

Teresa Zwirner<br />

Durchführender Partner<br />

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28 <strong>August</strong> <strong>2023</strong>


Wirtschaftsmesse | WIRTSCHAFT<br />

Hohenloher Wirtschaftsmesse und Berufsinfotag am Messefreitag: Künzelsau ist für Unternehmen ein attraktives Ziel.<br />

Messe mit allen<br />

Sinnen erleben<br />

Vom 22. bis 24. September präsentieren sich über 140 Unternehmen<br />

auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse in Künzelsau. Michael<br />

Lösch verrät, was sich Unternehmen von der Veranstaltung versprechen<br />

und wie sich die Messelandschaft seit Corona entwickelt hat.<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Die Langfassung des Interviews<br />

finden Sie im Internet auf<br />

www.pro-magazin.de<br />

2019. Ein gutes Zeichen, denn sowohl<br />

Aussteller als auch Besucher sind froh,<br />

sich nach der Pandemiepause wieder<br />

persönlich begegnen zu können.<br />

Haben Sie während der Pandemie<br />

auch digitale Alternativen angeboten?<br />

Lösch: Natürlich haben wir uns mit<br />

diesen Angeboten beschäftigt. Die<br />

Rückmeldungen der Aussteller zeigten<br />

jedoch in den meisten Fällen, dass digitale<br />

Formate im B2C-Bereich nicht<br />

den persönlichen Kontakt zum Kunden<br />

ersetzen können. Deshalb sind<br />

wir, sobald es möglich war, wieder zur<br />

Durchführung von Messen im herkömmlichen<br />

Sinne zurückgekehrt.<br />

Dies sind die Vorteile für die Besucher.<br />

Welche Erwartungen haben ausstellende<br />

Unternehmen an eine Messe?<br />

Lösch: Da gibt es unterschiedliche<br />

Wünsche der Unternehmen. Von<br />

Imagewerbung, Terminvereinbarung,<br />

Adressgenerierung bis hin zur konkreten<br />

Umsatzerzielung ist alles dabei.<br />

Grundsätzlich ist eine gelungene Mischung<br />

aus interessierten Besuchern<br />

und einer gewissen Grundmenge an<br />

Besuchern der Schlüssel zur Zufriedenheit.<br />

Das war vor Corona so und ist<br />

auch nach dieser Zeit so. Diesen Mix<br />

durch gezielte Endkundenbewerbung<br />

zu erreichen, ist die Herausforderung<br />

an die Messe und deren Veranstalter.<br />

Wie gehen Sie auf die Bedürfnisse der<br />

Unternehmen ein?<br />

Lösch: Eine erfolgreiche Messe muss<br />

in der heutigen Zeit gleichzeitig mehrere<br />

Nutzen bieten. Niederschwellige<br />

Teilnahmeangebote für Aussteller,<br />

Ausstellungsflächen in gefragten Grö-<br />

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ßen und Formen sowie ein Messekonzept,<br />

das die in den vorherigen Fragen<br />

genannten Punkte widerspiegelt. Dies<br />

bestimmt aktuell unsere fortwährende<br />

Optimierung der Messen, um Ausstellern<br />

und Besuchern die Rahmenbedingungen<br />

zu schaffen, damit ein erfolgreicher<br />

und erlebnisreicher Messebesuch<br />

möglich ist.<br />

Und wie wird sich die Messelandschaft<br />

in Zukunft entwickeln – zum Beispiel<br />

mit Blick auf die nächste Hohenloher<br />

Wirtschaftsmesse in drei Jahren?<br />

Lösch: Auch für die nächste Hohenloher<br />

Wirtschaftsmesse sind schon Ideen<br />

vorhanden. Hier wird es vorwiegend<br />

inhaltliche Anpassungen geben. Rahmenprogrammpunkte<br />

werden gezielt<br />

ausgewählt sowie Themen aufgegriffen,<br />

die zum nächsten Messetermin<br />

aktuell sind. Sowohl der Standort Künzelsau,<br />

das Messegelände als auch das<br />

Netzwerk in der Region bieten hier<br />

beste Voraussetzungen.<br />

Marco Wolpert,<br />

Leiter Unternehmenskommunikation<br />

bei der Sparkasse<br />

Hohenlohekreis<br />

„Als attraktiver Arbeitgeber der Region<br />

bietet die Sparkasse Hohenlohekreis<br />

bei der Messe Interessierten die Möglichkeit,<br />

über das Ausbildungsangebot<br />

und Karrieremöglichkeiten in der<br />

Sparkassen-Finanzgruppe zu sprechen.<br />

Auch bei der Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

in Künzelsau zeigt die Sparkasse<br />

Hohenlohekreis, was ihr Slogan ‚Einfach<br />

mehr für alle‘ für die Region und<br />

ihre Menschen bedeutet. Die Mitarbeiter<br />

der Sparkassen-Finanzgruppe freuen<br />

sich auf viele Besucher und eine<br />

tolle Hohenloher Wirtschaftsmesse“.<br />

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Zur Person<br />

Michael Lösch ist<br />

Bereichsleitung Partnerveranstaltungen<br />

der Mattfeldt & Sänger<br />

Marketing und Messe AG.<br />

Die letzte Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

fand vor Corona statt. Rechnen Sie<br />

mit mehr oder weniger Ausstellern?<br />

Michael Lösch: Bereits im Juni waren<br />

schon mehr Flächen belegt und Aussteller<br />

angemeldet wie zur gleichen Zeit<br />

Corona führt also zu einem Aufschwung?<br />

Lösch: Sagen wir es so: Corona hat einiges<br />

verändert. Etliche Unternehmen<br />

sind vom Markt verschwunden, andere<br />

haben aufgrund von Personalmangel<br />

oder anderer Probleme noch nicht<br />

die Möglichkeit, Messen als Verkaufsplattform<br />

zu nutzen. Wer sich solchen<br />

Herausforderungen jedoch nicht stellen<br />

muss, nutzt gern wieder Messen als<br />

Vertriebs- und Kommunikationsplattform.<br />

Ich würde nicht von einem Aufoder<br />

Abschwung generell reden, sondern<br />

von einem Unterschied bezüglich<br />

der Themen, die nach Corona auf Messen<br />

präsent sind. Einige Branchen steigen<br />

erst langsam ein, andere sind bereits<br />

stärker vertreten.<br />

Können Sie das weiter ausführen?<br />

Lösch: Bei allen Produkten und<br />

Dienstleistungen kaufen wir auch die<br />

Person oder das Unternehmen und<br />

das Vertrauen mit, das wir im persönlichen<br />

Gespräch gewonnen haben. Bei<br />

einer persönlichen Beratung auf einer<br />

Messe ist der Eindruck vollständiger<br />

als bei einer Videoberatung. Zudem<br />

kann ich Produkte in vielen Fällen berühren<br />

und sogar testen. Rahmenprogrammpunkte<br />

und Mitmachaktionen<br />

bieten zusätzlich Erlebnisse, die das<br />

Erlebnis ergänzen. Die Kombination<br />

aus Lösungssuche, Shoppingerlebnis,<br />

Kontaktaufbau und einen schönen Tag<br />

oder Nachmittag zu verbringen, ist der<br />

Grund, warum Messen weiterhin eine<br />

wichtige Rolle spielen werden.<br />

Fotos: Stadt Künzelsau, Mattfeldt & Sänger, Sparkasse Hohenlohekreis<br />

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30<br />

<strong>August</strong> <strong>2023</strong>


Wirtschaftsmesse | WIRTSCHAFT<br />

Bei der Hohenloher Wirtschaftsmesse in Künzelsau präsentiert sich die Region mit ihrer großen Wirtschaftskraft.<br />

„Als Messestadt über die<br />

Region hinaus etabliert“<br />

Stadt der Weltmarktführer, Gründer und bald auch der<br />

Gesundheitsversorgung: Bürgermeister Stefan Neumann<br />

zeigt, wieso Künzelsau nicht nur als Messestadt glänzt.<br />

Mehr als zehn Weltmarktführer<br />

sitzen in und um Künzelsau –<br />

allen voran das Schraubenimperium<br />

Würth. Ein Segen für die Stadt,<br />

dass Gründer und Unternehmer sich<br />

hier niedergelassen und von Beginn an<br />

so erfolgreich gewirtschaftet haben.<br />

Doch das hat seinen Grund: „Wenn<br />

unser Standort nicht die nötigen Voraussetzungen<br />

für derart steil ansteigende<br />

Erfolgskurven bieten würde,<br />

hätten die Unternehmer der ersten<br />

Stunde unsere Region gleich wieder<br />

verlassen“, erklärt Stefan Neumann,<br />

Bürgermeister der Stadt Künzelsau. Im<br />

ländlichen Hohenlohe und gerade in<br />

Künzelsau seien die Rahmenbedingungen<br />

und die notwendigen Faktoren<br />

für Erfolgsgeschichten vorhanden –<br />

auch für Gründer von heute und morgen.<br />

„Nicht umsonst wurde Künzelsau<br />

landesweit als gründungsfreundlichste<br />

Kommune ausgezeichnet.“<br />

In Hohenlohe und gerade am<br />

Standort Künzelsau gebe es viele Unternehmen,<br />

die sich seit Jahren positiv<br />

entwickeln. „Stets sind es gut ausgebildete<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter,<br />

die diese Entwicklung im Arbeitsalltag<br />

und in ihren Unternehmen möglich<br />

machen“, sagt der Bürgermeister. Fachkräfte<br />

und hochmotivierter Nachwuchs<br />

seien für alle wichtig – auch für<br />

die Stadtverwaltung Künzelsau, die<br />

sich vom 22. bis 24. September selbst<br />

auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

in Künzelsau präsentiert.<br />

Im Mittelpunkt der Messe auf<br />

dem Wertwiesen-Gelände stehen die<br />

Informationen an den Ständen in den<br />

Messehallen sowie im Außenbereich.<br />

Unter den rund 140 Ausstellern sind<br />

Industrie, Großhandel und Handwerk<br />

ebenso vertreten wie Dienstleister –<br />

ein guter und professioneller Branchenmix.<br />

Die Unternehmensauftritte<br />

werden an den Messetagen durch ein<br />

breites Rahmenprogramm ergänzt,<br />

während Fachvorträge die vielfältigen<br />

Fachinformationen abrunden<br />

Foto: Tamara Ludwig<br />

Exklusiv<br />

unsere Fashion-Kollektion<br />

„Die Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

findet zum achten Mal statt und<br />

hat Künzelsau als Messestadt über die<br />

Region hinaus etabliert. Hier präsentiert<br />

sich die große Wirtschaftskraft<br />

der Region“, erklärt Bürgermeister<br />

Neumann. Die Messe zeige eindrucksvoll,<br />

welch hohen Entwicklungsstand<br />

die Leitbranchen in der Region haben.<br />

„Sie hat für unseren Standort enorme<br />

Bedeutung.“<br />

Mit Blick auf den Fachkräftemangel<br />

hilft die Messe, Schulabsolventen<br />

mit Unternehmen der Region zusammenzubringen.<br />

Beim Berufsinfotag am<br />

Messefreitag können sich diese bei den<br />

Ausbildungsbetrieben direkt und persönlich<br />

über den Berufseinstieg informieren.<br />

In Künzelsau soll jedoch nicht<br />

nur die Wirtschaftsmesse dem Fachkräftemangel<br />

entgegenwirken. „Auch<br />

unser Netzwerk Hohenlohe Plus ist dabei<br />

ein innovativer Ansatz. In diesem<br />

Netzwerk arbeiten Firmen aus Hohenlohe<br />

gemeinsam mit den fünf Hohenloher<br />

Mittelzentren an Maßnahmen,<br />

um die Anwerbung von Fachkräften zu<br />

unterstützen“, sagt Sebastian Neumann.<br />

Neben dem Werben um Fachpersonal<br />

rückt in der 15.000-Einwohner-<br />

Stadt am Kocher außerdem das Thema<br />

Gesundheit verstärkt in den Blick:<br />

Nach dem Beschluss vom 18. Juli <strong>2023</strong><br />

wird die Stadt Künzelsau das ehemalige<br />

Krankenhausareal in der Kreisstadt<br />

inklusive der Psychiatrischen Tagesklinik<br />

und des Ärztehauses mediKÜN mit<br />

Wirkung zum Januar 2024 übernehmen.<br />

Ziel sei es, medizinische und gesundheitsnahe<br />

Dienstleistungen in<br />

den Gebäuden des ehemaligen Krankenhauses<br />

Künzelsau zu erhalten und<br />

auszubauen.<br />

„Das Areal kann und soll aus unserer<br />

Sicht künftig einen festen Anker<br />

der Gesundheitsversorgung von Hohenlohe<br />

als interdisziplinäres, ambulantes<br />

Zentrum mediKÜN bilden. Es<br />

soll aber nicht nur stabil und tragfähig<br />

Bei uns geht es um mehr als nur<br />

Hebetechnik – es geht um Leidenschaft,<br />

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Halle 4, Stand 416<br />

Künzelsau Wertwiesen<br />

22.– 24. September<br />

sein, sondern in Zukunft weiter<br />

wachsen und Raum für ergänzende<br />

Elemente bilden“, erklärt Stefan Neumann.<br />

Die Voraussetzungen für eine<br />

gute Entwicklung im Gesundheitsbereich<br />

seien vorhanden, betont der<br />

Bürgermeister. Dieses Potenzial gelte<br />

es nun gemeinsam mit dem Gemeinderat,<br />

der Stadtverwaltung sowie<br />

Ärzten, Therapeuten und<br />

Spezialisten zu nutzen und die Stadt<br />

ebenso wie in der Wirtschaft auch im<br />

Gesundheitsbereich für die Zukunft<br />

fit zu machen. Teresa Zwirner<br />

Info<br />

Die Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

findet vom 22. – 24. September statt.<br />

Ort: Messegelände Wertwiesen<br />

Öffnungszeiten: Fr. und Sa. 10 – 17 Uhr,<br />

So. 10.30 – 17 Uhr<br />

Eintritt frei<br />

32 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

33


WIRTSCHAFT | Wirtschaftsmesse<br />

Nachhaltigkeit im Fokus<br />

Vor 125 Jahren ließen Louis und Carl Arnold die ersten Schrauben<br />

in Forchtenberg-Ernsbach fertigen. Heute ist die Arnold Group ein<br />

internationaler Spezialist von Verbindungselementen. Zum Jubiläum<br />

blicken CEO Dirk Döllner und CFO / CMO Frank Agner in die Zukunft.<br />

Die Langfassung des Interviews<br />

finden Sie im Internet auf<br />

www.pro-magazin.de<br />

Die Schraubenfabrik L. & C. Arnold<br />

war vor 125 Jahren ein Pionier der<br />

Befestigungstechnik. Welche Felder<br />

haben Sie für die Zukunft im Fokus?<br />

Dirk Döllner: Um den zukünftigen Erfolg<br />

der Arnold Group zu sichern und<br />

weiter auszubauen, haben wir fünf<br />

strategische Stoßrichtungen fest verankert:<br />

Im Bereich „New Mobility“ beschäftigen<br />

wir uns mit den Trends der<br />

Mobilität. Den Herausforderungen der<br />

zukünftigen Arbeitswelt stellen wir uns<br />

mit „Future of Work“.<br />

Frank Agner: Beim Thema „Internationalization“<br />

fokussieren wir uns auf<br />

den Ausbau der internationalen Zusammenarbeit<br />

in der Arnold-Gruppe.<br />

„Digitalization“ befasst sich mit der<br />

Nutzung neuer Technologien und<br />

smarter Lösungen. Nachhaltigkeit –<br />

„Sustainability“ – bedeutet für uns, einen<br />

dauerhaften ökologischen, ökonomischen<br />

und sozialen Mehrwert zu<br />

schaffen. In allen diesen Bereichen haben<br />

wir uns ambitionierte Ziele ge-<br />

setzt, die uns für die Zukunft optimal<br />

aufstellen.<br />

Zur Nachhaltigkeit: Wie und wo lässt<br />

sich der CO₂-Ausstoß effektiv reduzieren?<br />

Agner: Arnold hat in den letzten Jahren<br />

viel investiert um den eigenen CO₂-<br />

Fußabdruck zu reduzieren – sei es<br />

durch die Optimierung unserer Produktion<br />

mit LED-Beleuchtung oder<br />

Wärmerückgewinnung, sei es die Eigenenergieerzeugung<br />

durch den Ausbau<br />

von Photovoltaikanlagen. Zudem<br />

streben wir die Nutzung von Windkraft<br />

an. Bei Arnold bilden wir bereits eine<br />

klimaneutrale Produktion ab, nun haben<br />

wir auch bei unseren Lieferanten<br />

den Anstoß zur Reduktion bei eingekauften<br />

Waren und Dienstleistungen<br />

gegeben. Mit der Initiative ACO₂-Save<br />

unterstützen wir zudem schon heute<br />

Foto: Arnold Group<br />

unsere Kunden durch innovative Produktkonzepte<br />

und intelligente Prognosetechnologien,<br />

die bereits im Entwicklungsprozess<br />

zum Einsatz kommen,<br />

aktiv CO₂-Emissionen zu reduzieren.<br />

Arnold gehört seit 1994 zur Würth-<br />

Gruppe. Welche Vorteile bietet die<br />

Anbindung – und was bedeutet für<br />

Sie die Verankerung in der Region?<br />

Döllner: Der Grundstein für die jahrzentelange<br />

Zusammenarbeit von<br />

Würth und Arnold wurde bereits im<br />

Jahr 1945 gelegt, als Arnold zum ersten<br />

Schraubenlieferanten von Würth wurde.<br />

1994 entschied Reinhold Würth,<br />

das Schraubenwerk in Ernsbach zu<br />

übernehmen. Die vorgegebenen Rahmenbedingungen<br />

der Würth-Gruppe<br />

wie Unternehmenskultur, Unternehmertum<br />

und wirtschaftliche Stärke ermöglichten<br />

die beeindruckende Entwicklung<br />

in den letzten Jahrzehnten.<br />

Agner: Als erster Schraubenproduzent<br />

der Region hat Arnold die Wirtschaftsgeschichte<br />

in Heilbronn-Franken entscheidend<br />

geprägt. Mit der Investition<br />

in unseren neuen Produktionsstandort<br />

in Forchtenberg-Rauhbusch haben wir<br />

erneut ein klares Bekenntnis für die Region<br />

Hohenlohe und ihre Menschen<br />

abgegeben.<br />

Die Arnold Group ist auch im<br />

internationalen Geschäft stark präsent.<br />

Wie beurteilen Sie die wirtschaftliche<br />

Entwicklung – und spüren Sie Auswirkungen<br />

des Ukraine-Kriegs?<br />

Agner: Neben unseren Standorten in<br />

Deutschland sind wir mit eigenen Unternehmungen<br />

in Frankreich, den USA<br />

und China präsent. Wir stehen mit unseren<br />

Kunden in vielen anderen Ländern<br />

in kontinuierlichem Austausch.<br />

Nur so lassen sich immer komplexer<br />

werdende Herausforderungen souverän<br />

meistern. Die Auswirkungen des<br />

Ukraine-Kriegs waren sowohl in der<br />

Gesamtwirtschaft als auch in der Industrie<br />

deutlich spürbar. Wir haben<br />

frühzeitig entsprechende Maßnahmen<br />

ergriffen, um den Lieferengpässen,<br />

Optimistisch in die Zukunft: Dirk<br />

Döllner (links, CEO Arnold Group) und<br />

Frank Agner (CFO / CMO Arnold Group).<br />

Transportproblemen und steigenden<br />

Preise zu begegnen und den Betrieb<br />

bestmöglich weiterzuführen. Dennoch<br />

spüren auch wir aktuell eine „Seitwärtsphase“,<br />

statt einer Wachstumsphase.<br />

Arnold peilt einen Jahresumsatz von<br />

500 Millionen Euro an. Wann werden<br />

Sie dieses Ziel erreichen?<br />

Döllner: Was die Zukunft bringt, können<br />

wir nie mit Sicherheit sagen. Wir<br />

schauen mit Zuversicht in die Zukunft<br />

und gehen heute davon aus, die 500<br />

Millionen Euro Umsatz in den nächsten<br />

zehn Jahren erreichen zu können. Mit<br />

unseren Auslandsgesellschaften wollen<br />

wir diese Marke schon in diesem<br />

Jahrzehnt knacken. Interview: bai<br />

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„Es braucht eine bestimmte<br />

Menge an Menschen“<br />

Weniger Arbeitstage bei vollem Gehalt: Die Idee einer Vier-Tage-<br />

Woche wird heiß diskutiert und gewinnt immer mehr an Bedeutung.<br />

Wir haben mit Josephine Hofmann vom Fraunhofer Institut über die<br />

Vorteile und die Hürden des Arbeitszeitmodells gesprochen.<br />

Interview: Teresa Zwirner<br />

Josephine Hofmann setzt sich<br />

für eine fundierte Erforschung<br />

der Vier-Tage-Woche ein.<br />

Beim Thema Vier-Tage-Woche gibt es<br />

unterschiedliche Konzepte. Können Sie<br />

diese kurz erläutern?<br />

Josephine Hofmann: Grundsätzlich<br />

sprechen wir bei der Vier-Tage-Woche<br />

von zwei Varianten: Die eine bedeutet,<br />

dass die geschuldete Arbeitszeit bei<br />

gleichzeitig vollem Lohn von beispielsweise<br />

35 Wochenstunden, wie in der<br />

IG Metall, auf 32 Wochenstunden reduziert<br />

wird. Die zweite Variante besagt,<br />

dass die zu erledigenden Stunden<br />

statt der derzeit üblichen Fünf-Tage-<br />

Woche auf vier Tage – beispielsweise<br />

von Montag bis Donnerstag – verteilt<br />

werden. Die Arbeitszeitverkürzung ist<br />

dabei für Unternehmen zweifellos die<br />

Foto: Zuckerfabrik, Fraunhofer IAO<br />

teurere Variante und könnte somit bei<br />

Arbeitgebern auf deutlich größeren<br />

Widerstand treffen.<br />

Bei der zweiten Variante müssten<br />

die Arbeitnehmer dann aber pro Tag<br />

länger arbeiten …<br />

Hofmann: Ja, bei einer 40-Stunden<br />

Woche müssen die Arbeitnehmer<br />

dann rein rechnerisch an die zehn<br />

Stunden am Tag arbeiten. Das ist<br />

knapp an der Grenze dessen, was laut<br />

Arbeitszeitgesetz überhaupt erlaubt<br />

ist. Hier bleiben offene Fragen: Ob das<br />

– gerade bei körperlich anstrengenden<br />

Tätigkeiten – überhaupt möglich ist;<br />

ob das dazu führt, dass die Menschen<br />

vielleicht noch weniger Pausen machen<br />

und dadurch noch ungesünder<br />

arbeiten und so weiter. Diese Fragen<br />

müssen erst noch geklärt werden,<br />

denn auf der anderen Seite wird argumentiert,<br />

dass die Menschen aufgrund<br />

der dreitägigen Pause mehr Erholungswert<br />

haben.<br />

Was sind denn aus Ihrer Sicht Vorteile<br />

einer Vier-Tage-Woche?<br />

Hofmann: Der Vorteil, der häufig dargestellt<br />

wird, ist, dass die Arbeitnehmer<br />

mehr Zeit am Stück frei haben und<br />

dadurch flexibler sind. Aktuell gibt es<br />

jedoch noch wenige Studien, die meisten<br />

davon aus dem Ausland, die aus<br />

unserer Sicht aufgrund einer zu kurzen<br />

Laufzeit oder einer zu geringen Messung<br />

noch nicht sehr belastbar sind.<br />

Die Studien besagen zwar, dass die<br />

Leute in der verkürzten Zeit produktiver<br />

sind und dadurch kein großer Unterschied<br />

auf die Arbeitsleistung zu beobachten<br />

ist, doch das können wir<br />

nicht beurteilen, da in unseren Augen<br />

hier die Länge der erforschten Zeit<br />

nicht ausreicht.<br />

Und mit Blick auf die Branchen: Kann<br />

man bereits einschätzen, in welchen<br />

Bereichen eine Vier-Tage-Woche besonders<br />

gut umsetzbar wäre?<br />

Hofmann: Leider nicht. Man kann<br />

zwar sagen, dass es Berufsgruppen<br />

gibt, die an der Entwicklung hin zur<br />

mobilen Arbeit nicht teilhaben konnten,<br />

beispielsweise im Pflegebereich<br />

oder in der Produktion, und die darauf<br />

warten, endlich ein Angebot mit mehr<br />

Flexibilität im Job zu bekommen. Aber<br />

hier gibt es eine Menge Dinge zu beachten<br />

und zu überdenken. In einem<br />

Pflegeheim kann beispielsweise nicht<br />

von jetzt auf gleich nur von Montag bis<br />

Donnerstag gearbeitet werden. Das ist<br />

arbeitsorganisatorisch gesehen alles<br />

andere als trivial. Das Modell braucht<br />

eine bestimmte Mindestmenge an<br />

Menschen, um die Arbeit entsprechend<br />

aufteilen zu können.<br />

Klingt das nicht widersprüchlich zum<br />

aktuellen Fachkräftemangel?<br />

Hofmann: Das stimmt zwar, aber hier<br />

wird umgekehrt argumentiert. Befürworter<br />

sehen bei der Vier-Tage-Woche<br />

die Chance, dass Menschen, die aktuell<br />

in Teilzeit arbeiten, verstärkt auf<br />

Vollzeit wechseln können und damit<br />

das Arbeitsvolumen erhöhen. Das ist<br />

zwar eine plausible Überlegung, ob<br />

das zu guter Letzt aber auch so stattfindet,<br />

weiß aufgrund der dünnen Studienlage<br />

noch kein Mensch.<br />

Das heißt, die Forschung in diesem Bereich<br />

sollte auch hier in Deutschland<br />

verstärkt werden?<br />

Hofmann: Ja, absolut! Hier in Deutschland<br />

gibt es dazu noch keine fundierte<br />

Forschung. Wir vom Fraunhofer bemühen<br />

uns daher gerade sehr darum, dass<br />

sich das ändert.<br />

Gibt es denn auch alternative Modelle<br />

zur Vier-Tage-Woche, die ähnliche Vorteile<br />

bieten könnten?<br />

Hofmann: Jein. In den letzten Jahren<br />

haben wir zwar einen extremen Aufbau<br />

bei mobilen Arbeitsmodellen erlebt,<br />

doch hier geht es um die Arbeitszeit an<br />

sich und die arbeitszeitliche Flexibilisierung.<br />

In einigen Firmen gibt es andere<br />

Modelle, wie Wahlarbeitszeiten,<br />

in denen Arbeitnehmer alle zwei Jahre<br />

auswählen können, wie viel sie in der<br />

Woche arbeiten möchten. Das Unternehmen<br />

Trumpf arbeitet beispielsweise<br />

sehr erfolgreich damit. Auch die<br />

Themen Teilzeit und Gleitzeit sind<br />

nicht neu. Das Neue an dem Vier-Tage-<br />

Modell ist aber das Versprechen auf<br />

diese festgelegten freien Tage am Stück.<br />

Männerberuf?<br />

Bis jetzt<br />

vielleicht.<br />

Das Leben steckt voller Chancen. Informiere dich,<br />

wie du mit einer MINT-Ausbildung erfolgreich in dein<br />

Berufsleben starten kannst – mit unserer Beratung.<br />

Spielen hier auch neue Technologien<br />

und digitale Arbeitsmittel eine Rolle?<br />

Hofmann: Natürlich können digitale<br />

Technologien beispielsweise bei Planungsthemen<br />

besser unterstützen<br />

oder digitale Schichtplanungen im<br />

Schichtbetrieb helfen. Viele Unternehmen<br />

setzen bereits jetzt schon neue<br />

Technologien ein. Das größere Thema<br />

beim Vier-Tage-Modell bleibt die benötigte<br />

Menge der Menschen und inwiefern<br />

das darüber machbar ist.<br />

Hand aufs Herz: Wie schätzen Sie die<br />

mittelfristigen Zukunftsaussichten der<br />

Vier-Tage-Woche ein?<br />

Hofmann: Die Vier-Tage-Woche ist ein<br />

hochinteressantes und aktuell stark gefragtes<br />

Thema. Der Druck auf eine entsprechende<br />

Regelung wird immer größer,<br />

die Arbeitnehmer möchten die<br />

Vier-Tage-Woche haben. Wir haben aktuell<br />

einen Arbeitnehmermarkt, daher<br />

gehen wir schon davon aus, dass künftig<br />

noch mehr Bewegung reinkommt<br />

und die Unternehmen Dinge anbieten<br />

müssen, um die Mitarbeiter zu halten.<br />

In welchem Umfang das stattfindet,<br />

wird sich erst weisen. Doch schon jetzt<br />

gibt es immer mehr Ideen: Es hat mit<br />

Heimarbeit angefangen bis hin zu mobiler<br />

Arbeit. Jetzt kommen die Arbeitnehmer<br />

und wollen vom Urlaubsort<br />

aus arbeiten oder gar nicht mehr umziehen.<br />

Daran sieht man, dass die Fantasie<br />

und die Wünsche größer geworden<br />

sind – und diese Entwicklung wird<br />

bestehen bleiben.<br />

Zur Person<br />

Veränderung im Job<br />

Dr. Josephine Hofmann leitet das Team<br />

Zusammenarbeit und Führung des<br />

Fraunhofer IAO und ist gleichzeitig<br />

stellvertretende Leiterin des<br />

Forschungsbereiches Unternehmensentwicklung<br />

und Arbeitsgestaltung.<br />

ein Berufsleben lang gut begleitet und beraten<br />

Die Berufsberatung im Erwerbsleben unterstützt Menschen<br />

in allen Phasen ihres Erwerbslebens durch berufliche Orientierung<br />

und Beratung. Mit dem Dienstleistungsangebot begegnet<br />

die Agentur für Arbeit den Trends am Arbeitsmarkt. Die<br />

Demographie, Decarbonisierung und Digitalisierung wirken<br />

sich auch auf die Arbeitswelt aus.<br />

Das Dienstleistungsangebot besteht aus persönlichen und<br />

digitalen Elementen. Ein Schwerpunkt ist die persönliche<br />

Beratung, die sowohl in den Arbeitsagenturen als auch<br />

Betrieben stattfinden kann.<br />

So erreichen Sie die Berufsberatung im Erwerbsleben:<br />

Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />

Tel: 0791 9758-400<br />

36 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

Mit einer MINT-Ausbildung stichst du auf dem Arbeitsmarkt<br />

hervor und kannst dich zwischen einer Vielzahl von<br />

Berufen entscheiden. Welcher davon am besten zu dir<br />

passt, erfährst du in unserer Beratung. Entweder online<br />

oder direkt vor Ort. Mehr unter www.arbeitsagentur.de<br />

Agentur für Arbeit Heilbronn<br />

Tel: 0800 4 5555 00


JOBMAGAZIN<br />

Schlummernde Potenziale<br />

Es gibt zahlreiche Stellschrauben, um dem Fachkräftemangel<br />

in der Region entgegenzuwirken. Elisabeth Giesen gibt Auskunft,<br />

wie die Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />

Unternehmen unterstützt – und was Firmen ihrerseits tun sollten.<br />

Interview: Eckart Baier<br />

Können auch Geflüchtete zur Linderung<br />

des Fachkräftemangels beitragen?<br />

Giesen: Viele Geflüchtete bringen ein<br />

abgeschlossenes Studium aus dem<br />

Heimatland mit. Bevor sie hier als<br />

Fachkräfte arbeiten können gilt es<br />

aber, ein paar Hürden zu überwinden.<br />

KEINE AUSGABE<br />

VERPASSEN!<br />

Die Langfassung des Interviews<br />

finden Sie im Internet auf<br />

www.pro-magazin.de<br />

Wie kann die Agentur für Arbeit (AA)<br />

Unternehmen der Region bei der<br />

Rekrutierung geeigneter Fachkräfte<br />

helfen?<br />

Elisabeth Giesen: Auf diese Frage gibt<br />

es keine kurze Antwort. Wir möchten<br />

keinen Jugendlichen verlieren und haben<br />

deshalb individuelle Unterstützungsmöglichkeiten<br />

für junge Menschen.<br />

Mit der Spätstarter-Kampagne<br />

sprechen wir Ungelernte an. Wir unterstützen<br />

die Qualifizierung von Arbeitslosen<br />

und Beschäftigten. Mit der<br />

Dienstleistung „Berufsberatung im Erwerbsleben“<br />

helfen wir Arbeitnehmenden,<br />

mit den aktuellen Entwicklungen<br />

am Arbeitsmarkt Schritt zu<br />

halten. Für die „stille Reserve“ bieten<br />

wir viele Veranstaltungen zur Vorbereitung<br />

auf den Wiedereinstieg. Mit der<br />

Jobbörse „Arbeit und Rente“ bieten wir<br />

unter Federführung der WFG Schwäbisch<br />

Hall eine Plattform, auf der Unternehmen<br />

Rentnerinnen und Rentner<br />

mit gutem Fachwissen finden können.<br />

Liegt in der „stillen Reserve“ – also<br />

Menschen, die nicht aktiv nach Arbeit<br />

suchen, sich aber Arbeit wünschen –<br />

tatsächlich noch hohes Potenzial?<br />

Giesen: Unsere Angebote zum Wiedereinstieg<br />

für genau diesen Personenkreis<br />

sind stets sehr gut besucht. Oft<br />

sind es sehr gut ausgebildete Frauen,<br />

die bei der Organisation des Familienalltags<br />

ihre sozialen Kompetenzen trainiert<br />

und perfektioniert haben. Also ja,<br />

Elisabeth Giesen: Die AA berät Firmen<br />

auch in Sachen Ausbildungsplätze.<br />

da schlummert ein Potenzial, das der<br />

Arbeitsmarkt dringend braucht.<br />

Welche Strategie verfolgt die AA, um<br />

ausländische Fachkräfte in die Region<br />

zu holen?<br />

Giesen: Wir unterstützen Unternehmen<br />

bei der Anwerbung von Mitarbeitenden<br />

aus dem Ausland und beraten<br />

Arbeits- und Fachkräfte, die zuwandern<br />

wollen. Dabei arbeiten wir mit<br />

der Zentralen Auslands- und Fachvermittlung<br />

Bundesagentur für Arbeit<br />

(ZAV) sowie der Regionalen Koordinationsstelle<br />

Fachkräfteeinwanderung<br />

Heilbronn-Franken (RKF) zusammen.<br />

Was Deutschland braucht, sind einfache,<br />

schnelle und unbürokratische<br />

Verfahren.<br />

Foto: Agentur für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim<br />

In der Region sind noch viele Ausbildungsplätze<br />

unbesetzt. Wie kann die<br />

AA die Unternehmen beim Recruiting<br />

unterstützen?<br />

Giesen: Wir treffen mit unseren Vermittlungsvorschlägen<br />

eine Vorauswahl<br />

für die Unternehmen entsprechend ihren<br />

Anforderungen. Gibt es keine passenden<br />

Ausbildungsinteressenten, beraten<br />

wir zu Alternativen.<br />

Wo sehen Sie die effektivsten Stellschrauben,<br />

um dem Mangel an<br />

Fachkräften entgegenzuwirken?<br />

Giesen: Es muss uns gelingen, die Erwerbsbeteiligung<br />

der Generation<br />

60 plus, die Erwerbsquote und Arbeitszeit<br />

der Frauen sowie die Weiterbildung<br />

von geringqualifizierten Beschäftigten<br />

zu steigern.<br />

Welche Maßnahmen können Firmen<br />

ergreifen, um den Bedarf an qualifizierten<br />

Arbeitskräften decken zu können?<br />

Giesen: Eine vorausschauende Personalpolitik<br />

muss im Blick haben, wer<br />

wann in Rente geht und welche Qualifizierungsbedarfe<br />

auf mein Unternehmen<br />

zukommen. Berufliche Ausbildung,<br />

Weiterbildung, altersgerechte<br />

Arbeitsbedingungen und Angebote für<br />

die Vereinbarkeit von Beruf und Familie<br />

sollten selbstverständlich sein.<br />

Zur Person<br />

Elisabeth Giesen ist Vorsitzende der<br />

Geschäftsführung bei der Agentur<br />

für Arbeit Schwäbisch Hall-Tauberbischofsheim.<br />

4 Ausgaben + 1 Urlaubsheft gratis<br />

5x<br />

LebensArt<br />

nur 15,60 €*<br />

*inkl. MwSt. und<br />

Versand<br />

Bestellen Sie jetzt Ihr Abo unter<br />

www.pro-vs.de/lebensart<br />

oder rufen Sie uns an: Tel. 0791/95061-8300<br />

38 <strong>August</strong> <strong>2023</strong>


NEUES AUS DER REGION<br />

NEUES AUS DER REGION<br />

Mehr Nachhaltigkeit durch den Einsatz von Industriekameras<br />

Nachhaltiger Aufbau starker Arbeitgebermarken<br />

Der Industriekamerahersteller<br />

IDS Imaging Development Systems<br />

GmbH aus Obersulm sieht<br />

sich in der Verantwortung, seinen<br />

ökologischen Fußabdruck<br />

möglichst gering zu halten. Dies<br />

zeige sich nach Angaben des Unternehmens<br />

in seiner eigenen<br />

Geschäftstätigkeit, beispielsweise<br />

in langlebigen, klimakompensierten<br />

Kameramodellen oder in<br />

einer rohstoffbewussten Produktion<br />

und Logistik.<br />

Erheblich mehr Potenzial<br />

biete jedoch der gezielte Einsatz<br />

von Industriekameras zur Ressourcenschonung<br />

auf Anwenderseite.<br />

Als fester Bestandteil<br />

vieler Automatisierungslösungen<br />

eröffnet Bildverarbeitung<br />

laut IDS neue Wege, um für<br />

mehr Nachhaltigkeit zu sorgen.<br />

Industriekameras erfassen zum<br />

Beispiel Qualitätsmerkmale<br />

oder Verbrauchsdaten. Eingesetzt<br />

in der Qualitätssicherung<br />

oder Inspektion verringern sie<br />

Ausschuss und vermeiden Reklamationen,<br />

Retouren oder Reparaturen.<br />

Gleichzeitig können<br />

Bildverarbeitungssysteme laut<br />

IDS helfen, den Energieverbrauch<br />

in der Fertigung zu reduzieren.<br />

Durch eine dauerhafte<br />

Überwachung von Prozessen ermöglichen<br />

sie, Engpässe oder<br />

ineffiziente Abläufe zu identifizieren<br />

und zu optimieren.<br />

Mithilfe von Bildverarbeitungstechnologien<br />

können laut<br />

IDS Unternehmen sowohl ihre<br />

Produktqualität verbessern, als<br />

auch Ressourcen einsparen und<br />

umweltfreundlicher produzieren.<br />

Dies senke Kosten, steigere<br />

die Wettbewerbsfähigkeit und<br />

trage zur Nachhaltigkeit bei.<br />

„Viele Prozesse bieten diesbezüglich<br />

enormes Potenzial. Wer<br />

sie optimiert, ob mit oder ohne<br />

Bildverarbeitung, trägt damit<br />

zum Erhalt unseres Lebensraumes<br />

bei“, sagt IDS-Geschäftsführer<br />

Jan Hartmann.<br />

@ www.ids-imaging.de<br />

Vielfältige Einsatzmöglichkeiten: Auch beim Smart Farming<br />

können Industriekameras und Bildverarbeitung dazu beitragen,<br />

Prozesse zu optimieren und Erträge zu steigern.<br />

Foto: IDS<br />

Die Marketingagentur Gündisch<br />

& Friends aus Crailsheim widmet<br />

sich intensiv der Gestaltung<br />

wirkungsvoller Arbeitgebermarken.<br />

Das Familienunternehmen<br />

der Brüder Andreas und Patrick<br />

Gündisch ist seit 2012 tätig und<br />

wurde bereits mehrfach ausgezeichnet.<br />

Laut Patrick Gündisch hat<br />

das Unternehmen einen wegweisenden<br />

Ansatz entwickelt,<br />

der vor allem mittelständischen<br />

Unternehmen dabei helfe, als attraktive<br />

Arbeitgeber für bestehende<br />

Mitarbeiter, Bewerber<br />

und Wechselwillige wahrgenommen<br />

zu werden. Er betont<br />

die Ganzheitlichkeit und Nachhaltigkeit<br />

dieser Lösung: „Wir<br />

stellen uns aktiv den Herausforderungen<br />

der Personalgewinnung.<br />

Jedes Unternehmen hat<br />

eine einzigartige Persönlichkeit,<br />

die wir einfangen und authentisch<br />

vermitteln möchten. Wir<br />

möchten, dass jeder Bewerber<br />

ein klares Bild vom Arbeitsumfeld<br />

erhält.”<br />

Der Schlüssel zum Erfolg liege<br />

in einer gründlichen Unternehmensanalyse,<br />

in der Werte<br />

und Persönlichkeit des Kundenunternehmens<br />

herausgearbeitet<br />

werden. Dieser Ansatz ermögliche<br />

die Entwicklung maßgeschneiderter<br />

Botschaften, die<br />

auf den Werten des Unternehmens<br />

basieren und seine Identität<br />

widerspiegeln.<br />

Ein besonderes Merkmal des<br />

Prozesses seien die regelmäßigen<br />

Workshops mit Mitarbeitern,<br />

die offen über Stärken,<br />

Foto: Gündisch & Friends<br />

Schwächen und Werte des Unternehmens<br />

sprechen. Diese<br />

Einblicke fließen in die Entwicklung<br />

einer individuellen Marketingstrategie<br />

ein, die langfristig<br />

umgesetzt wird. „Wir sehen uns<br />

als Partner unserer Kunden und<br />

begleiten sie auf dem Weg zur<br />

optimalen Arbeitgebermarke”,<br />

betont Patrick Gündisch.<br />

@ www.gundf.de<br />

Patrick Gündisch und sein Team helfen Unternehmen<br />

mit maßgeschneiderten Marketingstrategien beim Aufbau<br />

starker Arbeitgebermarken.<br />

Große Vielfalt<br />

Fürstliche Gartentage<br />

Initiative<br />

Unternehmen präsentieren sich auf der Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

Historische Wohn- und Geschäftsgebäude,<br />

moderne Handels-<br />

und Industrieflächen, umgeben<br />

von Neu- und Altbau:<br />

Kaum eine Stadt in Deutschland<br />

bietet eine größere Immobilienvielfalt<br />

als Schwäbisch Hall. Genau<br />

in dieser Vielfalt liegt nach<br />

eigenen Angaben die Stärke der<br />

Grundstücks- und Wohnungsbaugesellschaft<br />

Schwäbisch Hall<br />

(GWG). Seit mehr als 100 Jahren<br />

kümmert sich die GWG um alle<br />

Geschäftsfelder der Immobilienwirtschaft<br />

– vom Neubau über<br />

die Sanierung bis zur Vermietung<br />

und Verwaltung von Wohnund<br />

Gewerbeimmobilien. Auch<br />

Industriegebäude, Ärztehäuser,<br />

Pflegeeinrichtungen, Hotels und<br />

ganze Stadtviertel wurden von<br />

der GWG bereits realisiert.<br />

@ www.gwg-sha.de<br />

Am ersten Wochenende im September<br />

werden zum 18. Mal die<br />

Tore auf Schloss Langenburg für<br />

die Fürstlichen Gartentage geöffnet.<br />

Über 170 Aussteller präsentieren<br />

vom 1. bis 3. September<br />

rund um das imposante Schloss<br />

sowie im Marstall und der Orangerie<br />

ihre Ideen für den Garten<br />

und das stilvolle Wohnen.<br />

Mit über 20.000 Besuchern<br />

zählen die Fürstlichen Gartentage<br />

auf Schloss Langenburg laut<br />

Veranstalter zu den größten und<br />

beliebtesten Gartenmessen in<br />

Süddeutschland. Gartenfreunde<br />

finden dort eine große Fülle an<br />

blühenden, mehrjährigen Pflanzen,<br />

die es ermöglichen, noch<br />

einmal Farbe in den spätsommerlichen<br />

Garten zu bringen.<br />

Aber auch für einen farbenfrohen<br />

Frühling kann man sich auf<br />

den Gartentagen eindecken. Es<br />

beginnt die Pflanzzeit für die<br />

Zwiebeln und Knollen der Frühlingsblüher.<br />

Auf den Gartentagen<br />

erhält man dazu eine große<br />

Auswahl sowie die dazugehörige<br />

fundierte Beratung.<br />

Auch kulinarisch kommen<br />

die Besucher laut Veranstalter<br />

an den zahlreichen Gastronomieständen<br />

auf dem Gelände<br />

auf ihre Kosten. In den Biergärten,<br />

Weinlauben und auf den<br />

Caféterrassen werden Hohenloher<br />

Spezialitäten und internationale<br />

Köstlichkeiten angeboten.<br />

Dazu gibt es zahlreiche Gartenkonzerte<br />

im Renaissance-Innenhof<br />

sowie im Barockgarten. Das<br />

Deutsche Automuseum ist für<br />

die Besucher der Gartentage<br />

kostenfrei zugänglich.<br />

@ www.garten-schlosslangenburg.de<br />

Die Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e. V. hat eine<br />

Nachhaltigkeitsinitiative gestartet<br />

und sich mit Europa-, Bundes-<br />

und Landtagsabgeordneten<br />

zu einer Gesprächsrunde getroffen.<br />

Thema war „Nachhaltigkeit<br />

– Eine Strategie für die Region<br />

Heilbronn-Franken“ mit dem<br />

Ziel, das Bewusstsein für eine<br />

nachhaltige Politik zu fördern.<br />

Mit zwei Workshops wurden die<br />

Grundlagen für den weiteren<br />

Prozess gelegt, in den alle gesellschaftlichen<br />

Gruppen eingebunden<br />

werden sollen. Viele der regionalen<br />

Abgeordneten haben<br />

laut pro Region einer beim Gespräch<br />

vorgelegten Beschlussvorlage<br />

zugestimmt und sich der<br />

Nachhaltigkeitsinitiative angeschlossen.<br />

@ www.pro-region.de<br />

Foto: Mattfeldt + Sänger<br />

Bald ist wieder Messezeit in der<br />

Region: Vom 22. bis 24. September<br />

findet die Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

auf dem Messegelände<br />

Wertwiesen in Künzelsau<br />

statt. Über 160 Unternehmen<br />

präsentieren laut Veranstalter<br />

bei freiem Eintritt in fünf Zelten<br />

und auf dem großem Freigelände<br />

ihre Produkte und Dienstleistungen.<br />

Die gesamte Bandbreite<br />

der regionalen Wirtschaft wird<br />

vertreten sein, vom Start-up bis<br />

zum Global Player, vom lokalen<br />

Handwerker bis zum überregionalen<br />

Industrieunternehmen.<br />

Hoher Besucherandrang: Die Hohenloher Wirtschaftsmesse<br />

zieht regelmäßig Scharen von Besuchern an, die sich über<br />

regionale Unternehmen informieren wollen.<br />

Der Messefreitag ist ein Berufsinformationstag.<br />

Hier können<br />

werdende Auszubildende<br />

interessante Ausbildungsbetriebe<br />

aus der Region kennenlernen.<br />

Laut Veranstalter wird der<br />

Freitag vorwiegend von Schulklassen<br />

besucht. Aber auch am<br />

Wochenende sei bei einem entspannten<br />

Messebesuch mit Eltern<br />

oder Freunden die Jobsuche<br />

möglich. Ausbildungsleiter und<br />

Azubis an den Ausstellerständen<br />

geben Einblicke in Berufe und<br />

bieten Infos aus erster Hand.<br />

Zudem ermögliche eine neue<br />

digitale Datenbank auf der<br />

Messe homepage Interessierten,<br />

ihre Wunschausbildung, den<br />

Traum- oder Ferienjob, ein Praktikumsstelle,<br />

duales Studium,<br />

Werksstudententätigkeit und<br />

vieles mehr einfach und schnell<br />

zu selektieren.<br />

Ein Kinderprogramm, Hüpfburg,<br />

Spielplatz und viele Ausstelleraktionen<br />

machen die<br />

Wirtschaftsmesse für Familien,<br />

Jugendliche und Kinder gleichermaßen<br />

interessant.<br />

Erstmals gibt es am Samstagnachmittag<br />

Vortragsangebote<br />

für Geschäftsführer, Abteilungsleiter<br />

und gewerbliche Entscheider.<br />

Auf dem Programm stehen<br />

spezielle B2B-Vortragsthemen,<br />

zum Beispiel zum Thema Fachkräftegewinnung.<br />

Für Samstagabend<br />

ist der bewährte Aussteller-<br />

und Netzwerkabend geplant.<br />

Im großen Gastronomiezelt<br />

mit Freiluftbiergarten sorgen der<br />

Partner Panorama-Catering und<br />

weitere Aussteller für das leibliche<br />

Wohl der Messebesucher.<br />

@ www.meineregion.ag/<br />

kuenzelsau<br />

40 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

41


Anzeige<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. informiert<br />

Anzeige<br />

ADVERTORIAL<br />

Schlüsseltechnologie der Zukunft<br />

Heilbronn-Franken nimmt Vorreiterrolle bei Künstlicher Intelligenz ein.<br />

Künstliche Intelligenz (KI) gilt als die<br />

Schlüsseltechnologie der Zukunft.<br />

Sie wird sich immer stärker auf unser<br />

Leben auswirken – beruflich und privat.<br />

„Das Wachstum und der Wohlstand in<br />

der Region Heilbronn-Franken werden<br />

in Zukunft davon abhängen, wie wir die<br />

Chancen für uns nutzen, die sich aus digitalen,<br />

vernetzten Technologien und<br />

Künstlicher Intelligenz ergeben“, sagt<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch, Vorsitzende der<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-<br />

Franken.<br />

Mit dem Innovation Park Artifical<br />

Intelligence (Ipai) entsteht derzeit in<br />

Heilbronn das vielleicht größte Ökosystem<br />

für Künstliche Intelligenz in<br />

Europa – und dies mitten in unserer Region.<br />

Kleine, mittlere und große Unternehmen,<br />

Start-ups sowie Talente und<br />

Akteure des öffentlichen Sektors werden<br />

dort an KI-basierten Softwareprodukten<br />

und -lösungen arbeiten.<br />

„Wir dürfen der Stadt Heilbronn,<br />

der Stadtsiedlung Heilbronn GmbH<br />

und der Dieter Schwarz Stiftung dankbar<br />

sein, dass man den Wettbewerb des<br />

Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und<br />

Tourismus Baden-Württemberg für die<br />

Ja, zur Region<br />

Heilbronn-Franken<br />

Werden Sie jetzt Mitglied in der „Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken<br />

e. V.“.<br />

Fördern Sie das „Wir-Gefühl“ in der Region<br />

Heilbronn-Franken und setzen Sie sich für<br />

ihre Belange ein. Nutzen Sie unseren Verein<br />

als Plattform für den Meinungsaustausch von<br />

Bürgern und Gremien.<br />

Als Dankeschön lesen Sie das PROMagazin<br />

ein halbes Jahr kostenlos.<br />

Ihre Staatssekretärin a.D.<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch<br />

Ansiedlung des KI-Innovationsparks<br />

mit einem gemeinsamen Beitrag für<br />

sich entscheiden konnte“, sagt Gurr-<br />

Hirsch. Der Landtag des Landes Baden-<br />

Württemberg stellt für das KI-Leuchtturmprojekt<br />

bis zu 50 Millionen Euro<br />

bereit. „In einer Welt im Wandel wird<br />

es entscheidend sein, bei den neuen<br />

Technologien, der Transformation und<br />

der Digitalisierung an der Spitze zu stehen“,<br />

ist Gurr-Hirsch überzeugt. „Gerade<br />

unsere vom Automobil abhängige<br />

Region Heilbronn-Franken, aber auch<br />

das Land Baden-Württemberg müssen<br />

sich neu positionieren, wenn wir wirtschaftlich<br />

auch in Zukunft in der Champions<br />

League spielen wollen.“<br />

KI verspricht viele Vorteile<br />

Künstliche Intelligenz kann nicht nur<br />

Produktionsprozesse effizienter und<br />

damit wirtschaftlicher machen, sondern<br />

auch die Nachhaltigkeit steigern.<br />

Eine Studie des KI-Fortschrittszentrums<br />

in Stuttgart zeigt, wie sich beispielsweise<br />

die Treibhausgas-Emissionen<br />

oder der Verbrauch von Ressourcen<br />

Beitrittserklärung<br />

und Energie mit Hilfe von KI reduzieren<br />

lassen. Dieser Aspekt könne aus Sicht<br />

von Gurr-Hirsch auch in das von der<br />

Bürgerinitiative pro Region gerade gestartete<br />

Projekt „Nachhaltige Region<br />

Heilbronn-Franken“ einfließen.<br />

Friedlinde Gurr-Hirsch ist überzeugt,<br />

dass Heilbronn-Franken eine<br />

Vorreiterrolle bei Künstlicher Intelligenz<br />

einnehmen wird. „Wir wollen das<br />

Thema KI aufgreifen und konnten für<br />

die Regional-Tafel am 25.10.<strong>2023</strong> im<br />

Schloss Kirchberg mit Moritz Gräter,<br />

CEO des Ipai, einen hervorragenden Experten<br />

für den Festvortrag gewinnen“,<br />

freut sich Gurr-Hirsch. Gemeinsam gelte<br />

es nun, die Chancen von KI zu nutzen,<br />

aber auch die Risiken im Blick zu<br />

behalten. „Dann ist die Region Heilbronn-Franken<br />

im Wettbewerb der Regionen<br />

gut aufgestellt“, ist sich Gurr-<br />

Hirsch sicher.<br />

Hiermit erkläre ich ab sofort meinen Beitritt zur „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“.<br />

Als Dankeschön lese ich das PROMagazin sechs Monate lang kostenlos. Der Mitgliedsbeitrag ist steuerlich<br />

absetzbar.<br />

Formular bitte ausfüllen, ausschneiden und an folgende Adresse senden oder faxen:<br />

Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V. | c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach 74650 Künzelsau | Fax 07940 15-4669 | info@pro-region.de | www.pro-region.de<br />

Ich/Wir ermächtige/n den Verein „Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e. V.“ den Jahresbeitrag<br />

in Höhe von<br />

10 Euro (Nicht Erwerbstätige) 30 Euro (Erwerbstätige) ______ Euro (juristische Pers., mind. 100 Euro)<br />

von meinem/unseren Konto abzubuchen. Die Abbuchungsermächtigung ist widerruflich.<br />

Firma/Name, Vorname<br />

PLZ, Ort<br />

Straße<br />

Geburtsdatum<br />

Eine Aktion der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

www.pro-region.de<br />

Foto: Systemair GmbH<br />

Spatenstich für neue Produktionshalle<br />

(v.l.): Gerd Dietz (Bereichsleiter<br />

Schlüsselfertigbau Baugruppe<br />

Stauch), Ralf Ehrler (Architekt<br />

Baugruppe Stauch), Peter Dörzbacher<br />

(Bereichsleiter Betrieb / Projektleiter<br />

Hallenneubau Systemair GmbH),<br />

Anders Ulff (CFO Systemair GmbH),<br />

Kurt Maurer (Geschäftsführer<br />

Systemair GmbH), Roland Kasper<br />

(CEO Systemair GmbH), Stefan<br />

Fischer (Geschäftsführer Systemair<br />

GmbH), Peter Löffler (Bürgermeisterstellvertreter<br />

Boxberg), Roland<br />

Schneider (Ortsvorsteher<br />

Windischbuch), Roland Stang<br />

(Stadtrat Boxberg) und Torsten<br />

Bornschein (Betriebsratsvorsitzender<br />

Systemair GmbH).<br />

Neue Produktionshalle entsteht<br />

Die Systemair GmbH erweitert ihre Kapazitäten in Windischbuch.<br />

Ein weiterer wichtiger Meilenstein<br />

für die Systemair GmbH, einem<br />

weltweit führenden Anbieter von<br />

nachhaltigen und energieeffizienten<br />

Lüftungs- und Klimasystemen: Mitte<br />

<strong>August</strong> erfolgte der offizielle Spatenstich<br />

für eine neue, hochmoderne Produktionshalle<br />

in Windischbuch. Der<br />

Neubau ermöglicht dem Unternehmen<br />

eine erweiterte Produktion und Fertigung<br />

von innovativen Produkten, um<br />

den steigenden Anforderungen des<br />

Marktes gerecht zu werden. Die Investitionssumme<br />

für dieses zukunftsweisende<br />

Projekt beläuft sich auf über 4,2<br />

Millionen Euro. Zusätzlich zu dieser<br />

neuen Halle werden weitere bedeutende<br />

Investitionen in hochmoderne<br />

Maschinen und Anlagen getätigt.<br />

Die feierliche Zeremonie des<br />

Spatenstichs fand in Anwesenheit der<br />

Geschäftsleitung der Systemair GmbH<br />

statt, begleitet von hochrangigen Vertretern<br />

der Systemair Gruppe und der<br />

lokalen Politik. Eingeladen war natürlich<br />

auch die engagierte Belegschaft<br />

der Systemair GmbH, die mit ihrem<br />

Einsatz und ihrer Expertise maßgeblich<br />

zum Erfolg des Unternehmens beiträgt.<br />

Die Veranstaltung begann mit einer<br />

inspirierenden Rede der Geschäftsführung<br />

und anderer offizieller Gäste,<br />

welche die Bedeutung dieses Meilensteins<br />

für das Unternehmen und die<br />

Region hervorhoben. „Mit dem Spatenstich<br />

für die neue Halle setzen wir ein<br />

klares Zeichen für unsere kontinuierliche<br />

Weiterentwicklung und unser Engagement<br />

für eine nachhaltige, zukunftsorientierte<br />

Produktion. Die<br />

Erweiterung der Produktionskapazitäten<br />

wird das Unternehmen in die Lage<br />

versetzen, noch flexibler und effizienter<br />

auf die Bedürfnisse des Marktes<br />

einzugehen und ihre Position als einer<br />

der führenden Anbieter in der Branche<br />

weiter auszubauen“, erklärte Geschäftsführer<br />

Stefan Fischer in seiner<br />

Rede anlässlich des Spatenstichs.<br />

Neue Arbeitsplätze in der Region<br />

Das neue Gebäude wird eine Fläche<br />

von über 4000 Quadratmetern umfassen<br />

und stellt eine erhebliche Erweite-<br />

rung der Produktionskapazitäten dar.<br />

Dadurch wird die Systemair GmbH ihre<br />

Fähigkeit zur effizienten Herstellung<br />

hochwertiger Produkte weiter ausbauen<br />

und den stetig wachsenden Bedarf<br />

der Kunden weltweit besser bedienen<br />

können. Als attraktiver Arbeitgeber<br />

schafft die Systemair GmbH mit der Erweiterung<br />

der Produktion auch zahlreiche<br />

neue Arbeitsplätze in der Region.<br />

Info<br />

KONTAKT<br />

Systemair GmbH<br />

Seehöfer Straße 45<br />

97944 Boxberg<br />

Tel.: 7930 9272-0<br />

E-Mail: info@systemair.de<br />

www.systemair.de<br />

E-Mail (für Vereinspost)<br />

Bankinstitut<br />

Konto-Nr.<br />

Bankleitzahl<br />

Ort/Datum<br />

Unterschrift<br />

43


VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

VERANSTALTUNGSKALENDER<br />

Ausstellungen<br />

3.9. – 1.10. Lauda-Königshofen<br />

Isabell Günye: Acryl – Pop.sart<br />

Galerie das Auge<br />

9.9. – 8.10. Bad Rappenau<br />

Dr. Inna Fuchs: Person im Raum<br />

Kulturhaus Forum Fränkischer Hof<br />

15.9. – 19.10. Tauberbischofsheim<br />

Christiane Gaebert: Malerei,<br />

Paper-Art, Druckgrafik<br />

Engelsaal<br />

16.9. – 24.9. Schwäbisch Hall<br />

Semesterausstellung <strong>2023</strong><br />

Haller Akademie der Künste<br />

17.9. – 12.11. Bad Wimpfen<br />

Patrick Fauck<br />

Galerie der Stadt im Alten Spital<br />

24.9. – 29.10. Wertheim-Bronnbach<br />

Kunstausstellung „Crosswork“<br />

Kloster Bronnbach<br />

29.9. – 24.11. Abstatt<br />

Hakan Mandalinci: Paradoxon<br />

Rathaus<br />

Messen<br />

1.9. – 3.9. Langenburg<br />

Fürstliche Gartentage<br />

Schloss<br />

16.9. – 17.9. Bad Rappenau<br />

13. Garten & Genuss –<br />

die große Gartenmesse<br />

Salinenpark<br />

22.9. – 24.9. Künzelsau<br />

Wirtschaftsmesse<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

EVENTS UND VERANSTALTUNGEN IM SEPTEMBER<br />

Ein Service der Bürgerinitiative pro Region Heilbronn-Franken e.V.<br />

Weitere Termine unter www.pro-region.de<br />

Alle Angaben ohne Gewähr.<br />

29.9. – 2.10. Heilbronn<br />

Heilbronner Herbstmesse<br />

Theresienwiese<br />

Feste<br />

1.9. – 3.9. Krautheim-Klepsau<br />

Klepsauer Weintage<br />

Winzerkeller<br />

1.9. – 2.9. Tauberbischofsheim<br />

Wein am Schloss<br />

Schlossplatz<br />

2.9. – 4.9. Eberstadt<br />

Eberstädter Markt – Wein- und<br />

Straßenfest<br />

Marktplatz<br />

2.9. – 4.9. Lauffen<br />

Wein auf der Insel<br />

Rathausburg<br />

2.9. – 4.9. Neckarsulm<br />

Ganzhornfest<br />

7.9. – 17.9. Heilbronn<br />

Heilbronner Weindorf<br />

8.9. Crailsheim-Roßfeld<br />

Roßfelder Sichelhenket<br />

Ortsmitte<br />

8.9. – 10.9. Gaildorf<br />

Floßfest und Limpurger Energieund<br />

Gewerbeschau<br />

Festgelände<br />

9.9. Bad Mergentheim<br />

Mallorca Sommer Festival<br />

Volksfestplatz<br />

Tipp<br />

14.9. Lauffen<br />

Open-Air-Kino im Lauffener Burghof<br />

15.9. – 18.9. Crailsheim<br />

Fränkisches Volksfest<br />

Volksfestplatz<br />

15.9. Künzelsau<br />

Mitternachtsshopping<br />

Innenstadt<br />

15.9. – 24.9. Lauda-Königshofen<br />

Königshöfer Messe<br />

17.9. Mainhard<br />

Tag des Schwäbischen Waldes<br />

17.9. Schwäbisch Hall<br />

Freundschaftstag – Fest der ausländischen<br />

Vereine in Schwäbisch Hall<br />

Historisches Marktplatz<br />

23.9. – 24.9. Wackershofen<br />

Backofenfest – Ein Fest wie zu<br />

Urgroßmutters Zeiten<br />

Hohenloher Freilandmuseum<br />

23.9. – 24.9. Wertheim<br />

Glasfestival<br />

Rathaus<br />

23.9. – 24.9. Bad Wimpfen<br />

Herbst.Musik.Genuss<br />

Altstadt<br />

24.9. Assamstadt<br />

Verkaufsoffener Sonntag<br />

30.9. – 1.10. Schwäbisch Hall<br />

Haller Herbst – Herbstfest mit<br />

verkaufsoffenem Sonntag<br />

Innenstadt<br />

30.9. – 1.10. Künzelsau<br />

Street Food Festival<br />

Innenstadt<br />

Tipp<br />

30.9. Distelhausen<br />

20. Distelhäuser Winterbockanstich<br />

Alte Füllerei<br />

Tipp<br />

Konzerte<br />

1.9. – 2.9. Eppingen<br />

Eppinger Festivalsommer: Blue Velvet<br />

Band, Stadium und Abschlussparty<br />

Weiherpark<br />

3.9. Künzelsau-Gaisbach<br />

Anne-Sophie Mutter: Mutter's Virtuosi<br />

Carmen Würth Forum<br />

9.9. Kupferzell<br />

Familienkonzert The Twiolins:<br />

Hurra, wir spielen ein Konzert<br />

Akademie Schloss<br />

9.9. Bad Rappenau<br />

Alexandre Zindel<br />

Wasserschloss<br />

14.9. Künzelsau-Gaisbach<br />

33. Würth-Preis der Jeunesses<br />

Musicales Deutschland<br />

Carmen Würth Forum<br />

15.9. Schwäbisch Hall<br />

Stuttgarter Philharmoniker<br />

Kirche St. Michael<br />

20.9. Heilbronn<br />

1. Heilbronner Konzert:<br />

Kosmos Beethoven<br />

Theodor-Heuss-Saal<br />

22.9. Bad Mergentheim<br />

Giora Feidman: Friendship Tour <strong>2023</strong><br />

Großer Kursaal<br />

23.9. Wertheim<br />

Nightgroove<br />

Innenstadt<br />

24.9. Schöntal<br />

Schlusspunkt – Barocker Glanz: Silke<br />

Aichhorn, Harfe/Martina Trumpp,<br />

Violine/Ensemble D‘Accord<br />

Festsaal<br />

24.9. Wertheim<br />

Meisterkonzert mit Werken für<br />

Violine und Klavier<br />

Schlösschen im Hofgarten<br />

28.9. Künzelsau-Gaisbach<br />

O lieb, solange du lieben kannst<br />

Carmen Würth Forum<br />

30.9. Künzelsau-Gaisbach<br />

Saisoneröffnung Teil 1 von 2<br />

Carmen Würth Forum<br />

30.9. Tauberbischofsheim<br />

Servus Peter – eine Hommage an<br />

Peter Alexander<br />

Stadthalle<br />

Lesung / Literatur<br />

6.9. Bad Rappenau<br />

Autorenlesung mit Marlene Bach<br />

Buchhandlung passepartout<br />

8.9. Heilbronn<br />

Heilbronner Poetry Slam<br />

Freies Kulturzentrum<br />

Maschinenfabrik<br />

9.9. Künzelsau<br />

Der Himmel über dem Platz<br />

Kulturhaus Würth mit Bibliothek<br />

Frau Holle<br />

24.9. Bad Rappenau-Heinsheim<br />

Von Jericho bis New York<br />

Ehemalige Synagoge<br />

26.9. Heilbronn<br />

José F. A. Oliver: „In jeden<br />

Fluss mündet ein Meer“<br />

Theaterschiff<br />

Sport<br />

9.9. Niedernhall<br />

ebm-papst Marathon<br />

Sporthalle und Festgelände<br />

16.9. – 17.9. Bad Rappenau<br />

Deutsche Junioren-Meisterschaften<br />

im Ultimate Frisbee<br />

Waldstadion<br />

29.9. – 1.10. Bühlertann<br />

Moto-Cross<br />

Deutsche Meisterschaft GCC /<br />

Oktoberfest<br />

30.9. Kupferzell<br />

Kärwe-Lauf / Stauch-Cup<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Tipp<br />

Märkte<br />

7.9. Bühlerzell-Geifertshofen<br />

Vieh- und Krämermarkt<br />

9.9. Künzelsau<br />

Kraut- und Rübenmarkt<br />

Innenstadt<br />

13.9. Gaildorf-Ottendorf<br />

Krämermarkt<br />

18.9. Schwaigern<br />

Krämermarkt<br />

23.9. – 24.9. Ilshofen<br />

Ilshofener Herbst und Töpfermarkt<br />

mit 11. B+S Stadtlauf<br />

29.9. – 1.10. Heilbronn<br />

Heilbronner Hafenmarkt<br />

Innenstadt<br />

Mix<br />

15.9. Wertheim-Reicholzheim<br />

Kabarett: Urban Priol<br />

Turn- und Festhalle<br />

2.3.9. Lauffen<br />

Kabarett: Tobias Mann:<br />

Mann gegen Mann<br />

Klosterhof<br />

2.5.9. Künzelsau-Gaisbach<br />

Treffpunkt Forum:<br />

Peter Schlickenrieder<br />

Carmen Würth Forum<br />

Kontakt<br />

Bürgerinitiative pro Region<br />

Heilbronn-Franken e.V.<br />

c/o Adolf Würth GmbH & Co. KG<br />

Postfach, 74650 Künzelsau<br />

Ansprechpartner für Termine:<br />

Ralph Wachter, Telefon 07940 152329<br />

www.pro-region.de<br />

44 <strong>August</strong> <strong>2023</strong><br />

45


AUSBLICK<br />

Die Zukunft der Bildung ist digital<br />

Die nächste<br />

Ausgabe<br />

erscheint ab<br />

28. September<br />

Die Verschmelzung von Bildung und Digitalisierung eröffnet Horizonte. Und es<br />

wird die Art und Weise, wie wir lernen, lehren und uns entwickeln, verändern.<br />

Der geplante KI-Park in Heilbronn ist dabei nur ein Beispiel, wie das Thema<br />

Digitalisierung auch in der Region das Leben bestimmen wird.<br />

Fotos: ipai/mvrdV, Matthias Bitsch, Adobe Stock Bilder/ Robert Kneschke<br />

Impressum<br />

Offizielles Organ der Bürgerinitiative<br />

pro Region Heilbronn-Franken e. V.;<br />

www.pro-region.de<br />

Herausgeber<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Ein Unternehmen der<br />

Stimme Mediengruppe<br />

Geschäftsführer<br />

Marcus Baumann, Marc Becker,<br />

Tilmann Distelbarth<br />

Verlagsleitung<br />

Beate Semmler<br />

Leitung Produktmanagement Print & Digital<br />

Lisa Hofmann-Vorbach<br />

Chefredaktion pVS<br />

Eckart Baier (V. i. S. d. P.)<br />

Redaktionsleitung<br />

Teresa Zwirner, Dirk Täuber (Sonderthemen)<br />

Redaktion<br />

Hannah Henrici<br />

Layout und Grafik<br />

Stimme Mediengruppe, CrossMedia<br />

Sales Management<br />

Heike Bischoff, Anja Schilling, Darja Schiz-Salov<br />

SOWEIT DAS AUGE REICHT:<br />

LEBENSMITTEL VIELFÄLTIG VERPACKEN.<br />

BESTENS REALISIERT MIT SCHUBERT.<br />

Wissensstadt Heilbronn<br />

Vom TUM Campus Heilbronn zur<br />

Programmierschule bis zum<br />

Heilbronner Institut für Lebenslanges<br />

Lernen: Die Stadt Heilbronn geht vor<br />

allem in den Bereichen Bildung und<br />

künstliche Intelligenz mit großen<br />

Schritten voran. Wir zeigen im nächsten<br />

Heft, wie sich die Stadt über die<br />

Jahre verändert hat und wie sie sich in<br />

Zukunft aufstellen möchte.<br />

Es gilt die Anzeigenpreisliste<br />

Nr. 23 vom 1.1.<strong>2023</strong><br />

Vertrieb<br />

Yannis Gaukel, Telefon 0791 95061-8300<br />

Erscheinungsweise: monatlich<br />

Bezugsbedingungen<br />

Das Jahresabo beträgt 48,00 Euro.<br />

Nachdruck und Vervielfältigung – auch<br />

auszugsweise – nur mit Genehmigung<br />

des Verlages.<br />

Verlags- und Redaktionsanschrift<br />

pVS - pro Verlag und Service GmbH & Co. KG<br />

Stauffenbergstraße 18<br />

74523 Schwäbisch Hall<br />

Telefon 0791 95061-8300<br />

info@pro-vs.de<br />

Gut verpackt<br />

In unserer globalisierten Welt ist die<br />

Verpackungsbranche ein dynamischer<br />

Sektor, der sich kontinuierlich an sich<br />

wandelnde Verbraucherbedürfnisse<br />

und technologische Entwicklungen<br />

anpassen muss. Zahlreiche<br />

Unternehmen aus der Region zeigen,<br />

wie Fortschritt und Nachhaltigkeit<br />

zusammengehen können.<br />

Druck und Herstellung<br />

Möller Pro Media GmbH<br />

Zeppelinstraße 6, 16356 Ahrensfelde<br />

Telefon 030 41909-0, Fax 030 41909-299<br />

Gedruckt auf umweltfreundlichem UltraMag<br />

Plus Silk-Recyclingpapier aus 100% Altpapier,<br />

zertifiziert mit den Umweltsiegeln „Der Blaue<br />

Engel“, „EU-Ecolabel“ sowie FSC- und PEFC-<br />

Siegel.<br />

ISSN 2509-5528<br />

www.pro-magazin.de<br />

Flexibel sein ist gut, schnell und flexibel sein ist besser. Die Verpackungsmaschinen<br />

von Schubert zeigen, wie es geht. Intelligente Steuerung und präzise Robotik ersetzen<br />

komplizierte Mechanik und sorgen für höchste Flexibilität in allen Verpackungsprozessen.<br />

Folgerichtig, dass 80% der führenden FMCG-Konzerne auf uns setzen und auf<br />

perfektes Verpacken bei geringstem Verbrauch. Ganz im Sinne unserer Mission Blue:<br />

Win-Win-Situationen erzeugen – für den Planeten und für Sie. www.schubert.group/de/lebensmittel/<br />

46<br />

<strong>August</strong> <strong>2023</strong>


Kommende Veranstaltungen<br />

30.09.<strong>2023</strong> | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Saisoneröffnung Teil 1 von 2 | Würth Philharmoniker<br />

01.10.<strong>2023</strong> | 11.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Saisoneröffnung Teil 2 von 2 | Würth Philharmoniker<br />

12.10.<strong>2023</strong> | 19.00 Uhr | Kunsthalle Würth<br />

Verrückt vor Liebe | Notos Quartett<br />

20.10.<strong>2023</strong> | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

füenf | ENDLICH! - Die Abschiedstour mit Highlights aus 25 Jahren<br />

26.10.<strong>2023</strong> | 19.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Lieben Sie Schubert? | Mit Ksenia Dubrovskaya und Gästen<br />

04.11.<strong>2023</strong> | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Mit Charme und Temperament | Würth Philharmoniker<br />

12.11.<strong>2023</strong> | 15.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Familienkonzert „Haydn für Kids“ | Würth Philharmoniker<br />

25.11.<strong>2023</strong> | 17.00 Uhr | CARMEN WÜRTH FORUM<br />

Wahre Gefühle | Würth Philharmoniker<br />

Laufende Ausstellungen<br />

bis 03.09.<strong>2023</strong> | täglich 10 – 18 Uhr* | MUSEUM WÜRTH 2<br />

David Hockney. A Year in Normandie und Sammlung Würth.<br />

GEORG BASELITZ zum 85. Geburtstag (Werkpräsentation im Atrium)<br />

SAISON <strong>2023</strong>/2024<br />

Informationen zu den Veranstaltungen erhalten Sie unter<br />

www.kultur.wuerth.com, T 07940 15-6200 oder kultur@wuerth.com.<br />

Karten erhalten Sie in unserem Webshop<br />

unter www.kultur.wuerth.com, in den Shops<br />

der Museen Würth in Künzelsau-Gaisbach,<br />

unter www.eventim.de, bei allen eventim-<br />

Vorverkaufsstellen sowie ggf. an der Abendkasse.<br />

bis 22.10.<strong>2023</strong> | Mi – So, 11 – 17 Uhr* | HIRSCHWIRTSCHEUER<br />

Joachim Georg Creuzfelder 1622-1702.<br />

Maler der Grafen von Hohenlohe.<br />

bis 05.11.<strong>2023</strong> | täglich 10 – 18 Uhr* | KUNSTHALLE WÜRTH<br />

Rosenrot, Grasgrün, Quittengelb.<br />

Pflanzengeheimnisse in der Sammlung Würth.<br />

bis 03.12.<strong>2023</strong> | täglich 11 – 18 Uhr* | MUSEUM WÜRTH<br />

Fähigkeiten! Kunst von besonderen Menschen in der Sammlung Würth.<br />

Dauerausstellung | Di – So, 11 – 17 Uhr* | JOHANNITERKIRCHE<br />

Alte Meister in der Sammlung Würth mit Madonna des Bürgermeisters<br />

Jacob Meyer zum Hasen von Hans Holbein d. J. und Falkensteiner<br />

Altar des Meisters von Meßkirch im Kontext der Sammlung Würth.<br />

*Sonderöffnungszeiten an Feiertagen.<br />

Nähere Informationen unter www.kunst.wuerth.com

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