Die unbedingte Universität - und Ingenieur-Verein zu Berlin eV

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Die unbedingte Universität - und Ingenieur-Verein zu Berlin eV

V.7 Kooperationsaufgabe

Architektur – Konstruktiver Ingenieurbau (A/KI)

Umnutzung und Erschließung des denkmalgeschützten

Umlaufkanals von Ludwig Leo

Aufgabenstellung

Der auf der Schleuseninsel (vgl. Einleitung zur Aufgabenstellung Seite 21 f.) von

Ludwig Leo errichtete skulpturale Bau des Umlaufkanals steht heute unter

Denkmalschutz und ist grundlegend zu erhalten. Auch die westlichen Gebäudeteile

der Seebeckenhallen stehen unter Denkmalschutz (vgl. Ausschnitt aus der

Denkmalkarte). Die Erhaltung des langen (250 m) Seegangsbecken in seiner Gesamtheit

wäre zu begrüßen. Es ist jedoch den Entwurfsverfassern überlassen, wie

sie durch ihren Entwurfansatz einen intelligenten und innovativen Umgang mit

diesen Gebäuden finden. Es gilt, den Wert des Denkmals zu erhalten, zu pflegen

und durch adäquate Nutzungen zu neuem Leben zu erwecken.

Der besondere Reiz der Anlage soll sich in der entwurflichen Behandlung widerspiegeln.

Die Aufgabe in der Kooperation von Konstruktivem Ingenieurbau und

Architektur sucht einen möglichst innovativen und zugleich denkmalgerechten

Entwurf, der die Identität von Ort und Bauwerk in Planung, Konstruktion, Material

unterstützt.

Lösungen sollten aus den Gegebenheiten von Topographie und Landschaft, Historie

des Ortes und Genius Loci hergeleitet sein. Dies fordert in besonderer Weise

die kreative Zusammenarbeit von Ingenieur und Architekt heraus.

Aufgabenteile

1. Es ist eine neue Nutzung für den Leo-Bau zu finden, die mit den Zielen des

Masterplans der TU die Schleuseninsel als Top-Adresse für die Kreativwirtschaft

zu entwickeln einhergeht bzw. als Leuchtturm für die neue Adresse fungiert.

2. Es ist eine Brücke zu planen, die als neue Erschließung des Gebäudes vom Ostgelände

der TU über die Schleusenbrücke bis auf die Nordseite des Landwehrkanals

führt. Höhe und Länge sind wählbar: Die Brücke kann sowohl ebenerdig

unter Beachtung des Schifffahrtprofils wie auch in einer höheren Ebene über die

Insel geführt werden. Dabei kann sie sowohl durch den Umlaufkanalring des Leo-

Baus als auch daran vorbei geführt werden oder evtl. das Gebäude durchdringen.

Die Brücke sollte für Fußgänger und evtl. Radfahrer benutzbar sein. Es sind Einblicke

in die Bauten zu schaffen, die sich beim Weg über die Brücke ergeben.

3. Von der Brücke aus ist die Anbindung an das Gebäude-Ensemble herzustellen.

In Zusammenhang mit dieser Maßnahme steht die Schaffung eines für die neue

Nutzung passenden Eingangs zum Ensemble.

4. Das Gebäudeensemble und insbesondere der Leo-Bau sollen durch phantasievolle

Auseinandersetzung mit der Bauaufgabe zu einer neuen Erlebniswelt werden,

die sowohl für unversitätsinterne Bedürfnisse genutzt werden kann, aber ebenso

den Ort der Öffentlichkeit zugänglich macht. Dazu sind Ergänzungen und Anfügungen

zu den vorhandene Gebäuden möglich.

Die neuen Nutzungen können sein: ein Universitätsklub, ein Graduierten-/Alumnikolleg,

Forum, Ort für Ausstellungen und Veranstaltungen, Kunstforum.

AUSSCHREIBUNG 27. SEPTEMBER 2010

AIV

Schinkel-Wettbewerb

2011

38

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