13.09.2023 Aufrufe

Regio Spezial Unterallgäu

Der TT Verlag mit Sitz in Kempten veröffentlicht jedes Jahr 6 Ausgaben des Allgäuer Wirtschaftsmagazin plus Sonderausgaben. Pro Ausgabe erreicht die Publikation ca. 50.000 Leser aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu. Der Schwerpunkt liegt auf regionale Themen und Unternehmen - ohne die große weite Welt außer Acht zu lassen.

Der TT Verlag mit Sitz in Kempten veröffentlicht jedes Jahr 6 Ausgaben des Allgäuer Wirtschaftsmagazin plus Sonderausgaben. Pro Ausgabe erreicht die Publikation ca. 50.000 Leser aus dem bayerischen und württembergischen Allgäu. Der Schwerpunkt liegt auf regionale Themen und Unternehmen - ohne die große weite Welt außer Acht zu lassen.

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<strong>Spezial</strong> | August 2023<br />

UNTERALLGÄU<br />

Wirtschaft | Branchen-News | Kultur | Soziales<br />

20 38<br />

48<br />

52


2 <strong>Unterallgäu</strong>


<strong>Unterallgäu</strong> | Editorial<br />

Liebe Leserinnen und Leser<br />

des Allgäuer Wirtschaftsmagazins,<br />

BILDER: ADOBE STOCK, A. BERGER PRÄZISIONSDREHTEILE GMBH & CO. KG, GROB-WERKE GMBH & CO.KG, RUF MASCHINENBAU GMBH & CO. KG, SICOR IT GMBH<br />

BILD: ANDREA THOMA-BÖCK<br />

Andrea Thoma-Böck<br />

über 15.000 mittelständische Unternehmen<br />

aus Produktion, Handel und Dienstleistungen<br />

prägen die Wirtschaft im <strong>Unterallgäu</strong><br />

und in Memmingen. In der <strong>Regio</strong>n<br />

finden branchenübergreifend mehr als<br />

86.000 Beschäftigte eine Arbeit und über<br />

1.800 junge Menschen allein in den IHK-<br />

Berufen einen Ausbildungsplatz. Entlang<br />

der A96 und am Schnittpunkt zur A7 ist<br />

einer der stärksten Industrie- und Logistikstandorte<br />

Bayerisch-Schwabens entstanden,<br />

der den vielen Krisen der letzten Jahre<br />

mit innovativem Unternehmergeist begegnet<br />

ist. Darauf können wir stolz sein. Im<br />

aktuellen „<strong>Regio</strong> <strong>Spezial</strong> <strong>Unterallgäu</strong>“ finden<br />

Sie viele kluge Köpfe und anpa ck -<br />

en de Hände, die die <strong>Unterallgäu</strong>er und<br />

Memminger Wirtschaft zu dem gemacht<br />

haben, was sie heute ist.<br />

Ohne unternehmerische Freiheit kann die<br />

regionale Wirtschaft im internationalen<br />

Wettbewerb nicht bestehen. Doch statt die<br />

Unternehmen vom bürokratischen Ballast<br />

zu entbinden, setzen deutsche und europäische<br />

Behörden immer neue Auflagen<br />

drauf, ohne unnötige Regularien abzuschaffen.<br />

Dabei sind die konjunkturellen<br />

Herausforderungen immens, wie die aktuelle<br />

IHK-Konjunkturumfrage zeigt. Den<br />

Unternehmen fehlen Arbeitskräfte. Viele<br />

Plätze in unseren Werkhallen, Ladengeschäften<br />

oder Büros bleiben unbesetzt.<br />

Neue Ideen können so nicht umgesetzt<br />

werden, Aufträge bleiben liegen. Das bringt<br />

die Unternehmen ebenso in eine schwierige<br />

Lage wie die im internationalen Vergleich<br />

viel zu hohen Energiekosten, für die<br />

die Politik immer noch keine langfristige<br />

Lösung hat. Hinzu kommt die anhaltend<br />

hohe Inflationsrate, die auf die Kauf- und<br />

Urlaubslaune unserer Kundschaft und<br />

Gäste drückt. Das alles macht es der regionalen<br />

Wirtschaft nicht einfach, in die<br />

Zukunft zu investieren.<br />

Dennoch ist der Unternehmer- und Gründergeist<br />

in Memmingen und im <strong>Unterallgäu</strong><br />

ungebrochen. So haben 2022 wieder<br />

über 1.400 Gründerinnen und Gründer<br />

den Weg in die unternehmerische Selbstständigkeit<br />

angetreten – manche neben<br />

ihrem Job, viele aber auch im Vollerwerb.<br />

Sie sind Chancengründer, die ihre wirtschaftliche<br />

Zukunft in die eigenen Hände<br />

nehmen. Dabei treffen sie auf ein Umfeld<br />

etablierter Unternehmen, die oftmals über<br />

Generationen hinweg durch die Inhaberfamilie<br />

geführt werden. Nimmt man Jung<br />

und Erfahren, Groß und Klein zusammen,<br />

dann ergibt sich ein Wirtschaftsstandort,<br />

dessen zahlreiche Facetten Sie in diesem<br />

Magazin erleben können. Gerade diese<br />

vielfältige Mischung gibt uns – allen Widrigkeiten<br />

zum Trotz – Mut und Zuversicht.<br />

Also: Lasst uns machen.<br />

Herzliche Grüße und viel Freude<br />

beim Lesen wünscht<br />

Andrea Thoma-Böck,<br />

Vorsitzende der IHK-<strong>Regio</strong>nalversammlung<br />

Memmingen / <strong>Unterallgäu</strong>.<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

3


<strong>Unterallgäu</strong> | Inhalt<br />

14 Windkanalbau<br />

Die aero and sports GmbH baut den<br />

ersten Windkanal für ambitionierten<br />

Leistungssport in Bad Wörishofen.<br />

16 Grüner Strom aus Bioreststoffen<br />

Käßmeyer in Erkheim erweitert sein<br />

Areal und modernisiert seine Reststoff-<br />

Verwertung umfassend.<br />

18 Kunst und Kultur in Ottobeuren<br />

Beide sind einen Besuch wert: die Basilika<br />

mit dem Benediktinerkloster und das<br />

Museum für zeitgenössische Kunst –<br />

Diether Kunerth.<br />

20 Präzisionsdrehteile<br />

Am Standort Ottobeuren produziert die<br />

Berger Gruppe Präzisionsdrehteile in<br />

Groß-, Mittel- und Kleinserien, vor allem<br />

für die großen Zulieferer der Automobilindustrie.<br />

10<br />

06 Bauunternehmen<br />

24<br />

Die Glass GmbH Bauunternehmung in<br />

Mindelheim wird in der dritten Generation<br />

als Familienunternehmen geführt – dieses<br />

Jahr hat die Glass Gruppe 75-jähriges<br />

Jubiläum.<br />

10 Personaldienstleister<br />

Effiziente Personalgewinnung in Zeiten<br />

von Arbeits- und Fachkräftemangel –<br />

darauf hat sich das Unternehmen<br />

TIMEPARTNER spezialisiert.<br />

22 Ledermanufaktur<br />

Qualität und hochwertige Handarbeit,<br />

die überdauert: Seit 1956 produziert die<br />

Lederwarenmanufaktur Göppel in Berkheim-Illerbachen<br />

Accessoires für regionale<br />

Unternehmen und namhafte Hersteller.<br />

24 Fachklinik<br />

Die Klinik Bad Wörishofen unterstützt<br />

Rehabilitanden mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br />

und orthopädischen Beschwerden<br />

in enger Kooperation beider Fachrichtungen.<br />

28 Bauernhofmuseum<br />

Inmitten des liebenswerten Illerwinkels<br />

liegt das Schwä bische Bauernhofmuseum.<br />

Mit seinen über 30 historischen Gebäuden<br />

ist es eines der schönsten und ältesten<br />

Museen dieser Art in Süddeutschland.<br />

4 <strong>Unterallgäu</strong>


30 Finanzdienstleistungen<br />

Der Kreisverband <strong>Unterallgäu</strong> der<br />

VR-Banken bündelt die Kompetenzen der<br />

sechs regionalen Filialnetze. Speziell<br />

ausgebildete Firmenbetreuer beraten<br />

Unternehmen in finanziellen Fragen.<br />

34 Bad Wörishofen<br />

Mit einem Hebesatz von 240 % bietet die<br />

Stadt einen optimalen Standort für Neugründungen<br />

und bestehende Unternehmen.<br />

36 Kommunale Entwicklung<br />

Der Markt Erkheim stellt sich als attraktiver<br />

Wirtschafts- und Wohnort mit<br />

überraschend aktivem Vereinsleben vor.<br />

38 Elektromobilität<br />

Als weltweit vertretener Hersteller innovativer<br />

Produktions- und Automatisierungssysteme<br />

bietet die GROB-WERKE<br />

GmbH & Co. KG in Mindelheim erfahrenen<br />

Facharbeitern, Nachwuchskräften und<br />

Auszubildenden eine Chance auf einen<br />

Job mit Zukunft.<br />

42 Glückswege<br />

13 Glückswege ziehen sich quer durch<br />

das <strong>Unterallgäu</strong> und bringen Körper und<br />

Seele in Einklang.<br />

44 Darmkrebszentrum Ottobeuren<br />

Nach dem erfolgreichen Aufbau des<br />

Darmkrebszentrums Kempten strebt<br />

Dr. Christian Hart die Erstzertifizierung<br />

bis Mitte 2025 auch für Ottobeuren an.<br />

48 Brikettieren<br />

RUF ist Weltmarktführer bei mechanischen<br />

und hydraulischen Brikettpressen.<br />

Seit 2016 laufen Produktion und Betrieb<br />

CO 2<br />

-neutral, jetzt auch offiziell zertifiziert.<br />

50 Wirtschaftsfaktor Flughafen MM<br />

Der Flughafen Memmingen stellt<br />

inzwischen einen bedeutenden<br />

Wirtschaftsfaktor in der <strong>Regio</strong>n dar.<br />

52 IT-Service<br />

Seit 25 Jahren steht die SICOR IT GmbH<br />

aus Mindelheim Unternehmen auf dem<br />

Weg der Digitalisierung erfolgreich zur<br />

Seite.<br />

54 Wirtschaftsraum<br />

Memmingen-<strong>Unterallgäu</strong><br />

Das <strong>Unterallgäu</strong> zeigt sich als stabiler und<br />

sicherer Wirtschaftsraum mit großem<br />

Zukunftspotenzial.<br />

58<br />

56 Sicherheit und Einbruchschutz<br />

Das Unternehmen Planprotect, vertreten<br />

durch Kooperationspartner Schiegg<br />

Assekuranzservice in Kirchheim, bietet<br />

Sicherheitskonzepte gegen Einbruch<br />

und Vandalismus für Unternehmen und<br />

Privatpersonen.<br />

57 Fenster-Systemprofile<br />

Großflächig, schlank, recycelbar:<br />

SALAMANDER WINDOWS in Türkheim<br />

revolutioniert das Kunststoff-Fenster.<br />

58 Zimmerei<br />

Die Zimmerei Hölzle aus Erkheim ist<br />

Experte für kleine und große Arbeiten<br />

mit Holz.<br />

59 Zu guter Letzt<br />

Alles, was man braucht, und noch viel<br />

mehr.<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

5


Mindelheim | Bauunternehmen<br />

Auf solidem<br />

Fundament gebaut<br />

Die Glass GmbH Bauunternehmung in Mindelheim<br />

feiert dieses Jahr 75-jähriges Bestehen<br />

Das Familienunternehmen mit<br />

800 Mitarbeitenden wird heute in dritter<br />

Generation geführt. Zur Firmengruppe<br />

gehören Ingenieurbau-Betriebe,<br />

Bauunternehmen sowie ein Umwelttechnik-Betrieb<br />

und der Bereich Glass<br />

Immobilien. Das Leistungsspektrum des<br />

Unternehmens ist breit. Ein besonderes<br />

Augenmerk legt die Geschäftsführung<br />

auf die Ausbildung junger Menschen.<br />

„Ob Neubau, Umbau oder<br />

Erweiterung, Wohnkomplex,<br />

Kraftwerk oder Eisenbahnüberführung:<br />

Wer mit uns baut,<br />

baut entspannt.“<br />

Björn Glass, Geschäftsführer<br />

62 <strong>Unterallgäu</strong>


Referenzobjekt Ingenieur- und Brückenbau<br />

Referenzobjekt Schlüsselfertigbau<br />

Referenzobjekt Glass Immobilien<br />

Referenzobjekt Industrie- und Gewerbebau<br />

Bauen aus einer Hand – das bietet die<br />

Glass GmbH Bauunternehmung öffentlichen<br />

und privaten Bauherren in ganz<br />

Deutschland und im europäischen Ausland.<br />

Mit Industrie- und Gewerbebau,<br />

Tiefbau, Hochbau, Schlüsselfertigbau bis<br />

hin zum Ingenieur- und Brückenbau sind<br />

am Standort Mindelheim alle bedeutenden<br />

Bereiche des Bauwesens vertreten.<br />

Die Fachbereiche Konstruktion und Arbeitsvorbereitung<br />

werden ebenfalls firmenintern<br />

abgewickelt und runden das<br />

Portfolio ab. Verwirklicht werden nahezu<br />

alle Gebäudetypen – bekannt ist das Unternehmen<br />

vor allem für große Industrieund<br />

Gewerbebauten. Die Fertigteile für<br />

die Bauten aus Beton und Stahlbeton<br />

werden direkt aus dem eigenen Werk in<br />

Mindelheim geliefert. Das erleichtert<br />

nicht nur die Planung und die Bauvorbereitung,<br />

sondern bietet Kunden auch eine<br />

höhere Flexibilität und Schnelligkeit. Für<br />

die Montage der Betonfertigteile steht ein<br />

firmeneigener Maschinenpark zur Verfü-<br />

gung, sodass die Bauausführung planbar<br />

und zuverlässig erfolgen kann. „Als Familienunternehmen<br />

und bedeutender Arbeitgeber<br />

der <strong>Regio</strong>n verfügen wir über<br />

langjähriges und äußerst gut geschultes<br />

Fachpersonal, auf das wir uns jederzeit<br />

verlassen können. Auf diese Weise können<br />

wir neben optimalen Planungsleistungen<br />

auch höchste Qualität bei der<br />

Bauausführung vor Ort garantieren“, betont<br />

Geschäftsführer Björn Glass.<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

73


Schwäbische Unternehmensgeschichte<br />

Der Ingenieur und Architekt Albert Glass<br />

kommt nach Ende des Zweiten Weltkrieges<br />

von Augsburg nach Mindelheim und<br />

wagt 1948 den Schritt in die Selbstständigkeit:<br />

Gemeinsam mit seiner Frau Helene<br />

und vier Mitarbeitern der ersten Stunde<br />

gründet er das Baugeschäft. Es sind<br />

kleine Schritte, die den jungen Betrieb<br />

damals voranbringen. Bereits nach zwei<br />

Jahren beginnt Glass mit der Fabrikation<br />

großformatiger Hohlblocksteine und<br />

Hohlkörperdecken aus Beton. Zum<br />

25-jährigen Jubiläum zieht die Bauunternehmung<br />

1973 in die heutige Daimlerstraße:<br />

Auf dem Gelände entstehen Büround<br />

Sozialräume, Werkstätten für die<br />

Wartung und Repara tur der Baumaschinen<br />

und Fahrzeuge sowie moderne Produktionsstätten.<br />

Dieter Glass tritt 1975 in<br />

das elterliche Unternehmen ein.<br />

Ausrichtung auf Bauvorhaben weltweit<br />

Mit der Gründung der Niederlassung in<br />

München, der Glass Ingenieurbau Leipzig<br />

und deren Niederlassung in Berlin,<br />

der Übernahme der Bad Wörishofer Bauunternehmung<br />

Kreuzer und der Tochterfirma<br />

Glass Umwelttechnik werden in<br />

den 1980er und 90er Jahren entscheidende<br />

Schritte vollzogen. Die Gruppe etabliert<br />

sich und realisiert nicht nur Vorhaben<br />

in der <strong>Regio</strong>n Schwaben, sondern<br />

weltweit. Der Betrieb bleibt trotz des<br />

Wachstums ein Familienunternehmen:<br />

2011 tritt Björn Glass, der Enkel des Firmengründers,<br />

in die Geschäftsführung<br />

ein. Im Jahr 2019 wird die Fläche des bisherigen<br />

Verwaltungsgebäudes mit einem<br />

Anbau verdoppelt. Neue Fertigungs- und<br />

Schalungshallen entstehen. Die Geschäfts -<br />

führung investiert kontinuierlich in die<br />

Digitalisierung und modernisiert das<br />

Un ternehmen durch neue technische<br />

Möglichkeiten.<br />

Chancen für zahlreiche Auszubildende<br />

An den Standorten in Mindelheim, Leipzig<br />

und Bad Wörishofen bildet die Glass<br />

Gruppe rund 40 Auszubildende aus. Ob<br />

gewerblich oder kaufmännisch – in allen<br />

Bereichen legt die Geschäftsleitung vor<br />

allem Wert auf eine praxisnahe Ausbildung<br />

und die Vermittlung umfangreichen<br />

Fachwissens. „Vielfältige Aufgaben,<br />

ein gutes Miteinander, Wertschätzung für<br />

die geleistete Arbeit und ein sicherer Abschluss<br />

der Ausbildung stehen bei uns im<br />

Fokus“, bestätigt Björn Glass. Die Größe<br />

des Unternehmens und die verschiedenen<br />

Unternehmensbereiche eröffnen<br />

jungen Menschen zahlreiche Karrierechancen.<br />

■<br />

Meike Winter<br />

1942: Albert und Helene Glass 1952: Steinfertigung<br />

1952: erster LKW<br />

1948<br />

Firmengründung<br />

Albert & Helene Glass<br />

am Gassnerplatz<br />

1959<br />

Bau Werk I „Neues<br />

Betonwerk“ in der Industriestraße,<br />

Mindelheim<br />

1972<br />

Bau des Glass-Verwaltungsgebäudes<br />

am heu tigen Standort<br />

Daimlerstraße, Mindelheim<br />

1984<br />

Gründung der Glass GmbH<br />

Bauunternehmung Niederlassung<br />

München<br />

1991<br />

Gründung der Glass Ingenieurbau<br />

Leipzig GmbH als Tochtergesellschaft<br />

der Glass GmbH Bauunternehmung<br />

1954<br />

Bau „Altes Betonwerk“ /<br />

Tuffsteinwerk<br />

in der Industriestraße<br />

1969<br />

Bau Werk II am heutigen Standort<br />

Daimlerstraße, Mindelheim<br />

(ehemals Landsberger Straße)<br />

1975<br />

Dieter Glass tritt in die<br />

Geschäftsführung ein<br />

1988<br />

Die Bauunternehmung Kreuzer<br />

GmbH & Co. KG in Bad Wörishofen<br />

wird Teil der Glass Firmengruppe<br />

1993<br />

Neubau des Verwaltungsgebäudes<br />

für die Niederlassung München in<br />

der Lierstraße<br />

84 <strong>Unterallgäu</strong>


Firmengelände Mindelheim<br />

Die Geschäftsführer Björn Glass und Dieter Glass (rechts)<br />

75 Jahre Glass GmbH Bauunternehmung in Mindelheim<br />

1993<br />

Neubau des Verwaltungsgebäudes und<br />

Bauhof der Glass Ingenieurbau Leipzig GmbH<br />

am heutigen Standort Markkleeberg<br />

2006<br />

Gründung der<br />

Swiss Concrete GmbH<br />

2011<br />

Björn Glass<br />

tritt in die Geschäftsführung<br />

ein<br />

2012<br />

Eintritt der Baumeister<br />

Herbert Maier Bau GmbH<br />

in die Firmengruppe<br />

Glass GmbH<br />

1994<br />

Gründung der Glass GmbH & Co.<br />

Umwelttechnik KG<br />

2008<br />

Gründung der Immobilienverwaltung<br />

Bad Wörishofen GmbH,<br />

später Glass Immobilien GmbH<br />

2011<br />

Eröffnung der Niederlassung Berlin<br />

als Abzweig der Glass Ingenieurbau<br />

Leipzig GmbH<br />

Bauunternehmung<br />

Daimlerstraße 3<br />

87719 Mindelheim<br />

Telefon 08261 992-0<br />

info@glass-bau.de<br />

www.glass-bau.de<br />

BILDER: GLASS GMBH<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

95


Memmingen | Personaldienstleister<br />

Effiziente Personalgewinnung<br />

Dem Arbeits- und Fachkräftemangel entgegenwirken<br />

Der Fachkräftemangel ist bundesweit allgegenwärtig, zieht sich durch nahezu alle<br />

Branchen. Gutes Personal ist schwer zu finden. Das macht sich auch bei TIMEPARTNER<br />

bemerkbar. Das auf die Personalvermittlung und Arbeitnehmerüberlassung spezialisierte<br />

Unternehmen fusionierte daher im September 2021 mit ZAQUENSIS. Das Schwesterunternehmen<br />

verfügt über langjährige Erfahrung bei der Personalgewinnung von<br />

EU-Arbeitskräften. Von diesem Know-how profitierten auch die beiden TIMEPARTNER-<br />

Niederlassungen in Memmingen und Kempten.<br />

Die 15.000 Mitarbeitenden von TIMEPARTNER sind<br />

in 15 verschiedenen Fachbereichen im Einsatz.<br />

10 <strong>Unterallgäu</strong>


persönlicher Ansprechpartner für seine<br />

Kunden. Insgesamt deckt TIMEPART-<br />

NER 15 verschiedene Fachbereiche ab,<br />

stellt unter anderem Personal – von<br />

Aushilfs- bis zu Fachkräften – für die<br />

Produktion, das Handwerk, die Logistik,<br />

den Verkauf, die Gesundheitsbranche<br />

und den naturwissenschaftlichen<br />

Bereich zur Verfügung.<br />

International vernetzt<br />

Da seit geraumer Zeit eine sehr hohe Auftragslage<br />

auf einen leergefischten deutschen<br />

Arbeitsmarkt trifft, hat sich TIME-<br />

PARTNER mit der Fusionierung des<br />

Schwesterunternehmens ZAQUENSIS<br />

in ternational noch breiter aufgestellt.<br />

Jasmin Thiele, Branch Manager der<br />

TIMEPARTNER-Standorte Memmingen<br />

und Kempten, spürte bereits im letzten<br />

Jahr die Synergieeffekte, die durch den<br />

Zusammenschluss entstanden sind. Im<br />

vergangenen Sommer konnte Thiele<br />

ihren Kunden 60 georgische Studierende<br />

vermitteln, die während der Urlaubszeit<br />

für personelle Entlastung in den Unternehmen<br />

sorgten. Da dieses Projekt besonders<br />

erfolgreich war, sind dieses Jahr<br />

sogar 80 Studierende bei verschieden<br />

Unternehmen im Einsatz. „Insgesamt<br />

konnte dadurch der Personalbedarf von<br />

rund 15 Kunden aus ganz unterschiedlichen<br />

Branchen gedeckt werden“, erklärt<br />

die Branch Managerin.<br />

chend viele Fragen wollten beantworten<br />

werden – auch mal am Wochenende.“<br />

Trotz des hohen organisatorischen und<br />

zeitlichen Aufwands will die Branch<br />

Managerin die gemachte Erfahrung nicht<br />

missen – im Gegenteil: „Ich durfte auch<br />

dieses Jahr wieder viele spannende Persönlichkeiten<br />

kennenlernen, denen ich<br />

sonst nie begegnet wäre. Dementsprechend<br />

freue ich mich schon auf die nächsten<br />

Gäste.“<br />

„Ich durfte auch dieses Jahr wieder<br />

viele spannende Persönlichkeiten<br />

kennenlernen, denen ich sonst nie<br />

begegnet wäre.“<br />

Jasmin Thiele,<br />

Branch Managerin bei TIMEPARTNER<br />

Dominik Baum<br />

Branchenübergreifende Personalgewinnung<br />

Das zur Muttergesellschaft House of<br />

HR Germany gehörende Unternehmen<br />

TIMEPARTNER ist in den Bereichen<br />

Arbeitnehmerüberlassung und Personalvermittlung<br />

tätig. Mit 185 Standorten<br />

und 15.000 Mitarbeitern hat sich<br />

das Unternehmen deutschlandweit flächendeckend<br />

aufgestellt und ist vor Ort<br />

Rundum-sorglos-Paket<br />

Die Kunden von Jasmin Thiele konnten<br />

sich dabei entspannt zurücklehnen. TI-<br />

MEPARTNER erledigte sämtliche Behördengänge<br />

– vom Einwohnermeldeamt<br />

bis zur Arbeitsgenehmigung bei der<br />

Agentur für Arbeit –, organisierte die Anreise<br />

sowie Unterkünfte für alle Studierenden<br />

und stellte einen Fahrdienst von<br />

der Wohnung zum jeweiligen Arbeitgeber<br />

bereit. „Ich wurde von heute auf<br />

morgen Mutter von 80 Kindern“, erzählt<br />

Thiele lachend. „Es ist natürlich nicht<br />

leicht, sich in kürzester Zeit in einem<br />

fremden Land zurechtzufinden. Entspre-<br />

TIMEPARTNER<br />

Personalmanagement GmbH<br />

Niederlassung Memmingen<br />

Kreuzstraße 7<br />

87700 Memmingen<br />

Telefon 08331 96693-40<br />

Memmingen@timepartner.com<br />

www.timepartner.com<br />

Niederlassung Kempten<br />

Kronenstraße 27<br />

87435 Kempten<br />

Telefon 0831 5262610-0<br />

Kempten@timepartner.com<br />

BILDER: TIMEPARTNER PERSONALMANAGEMENT GMBH<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

11


Wirtschaft und Leben im Allgäu<br />

Unternehmenspreis „Berufsbildung ohne Grenzen“<br />

BILD: UNSPLASH<br />

Berlin // Unternehmen, die ihren<br />

Auszubildenden Auslandspraktika<br />

ermöglichen, können sich noch bis<br />

zum 1. September 2023 um den<br />

Unternehmenspreis 2023 von DIHK<br />

(Deutsche Industrie- und Handelskammer)<br />

und ZWH (Zentralstelle<br />

für die Weiterbildung im Handwerk<br />

e.V.) bewerben. Drei Hauptpreise werden<br />

in der Kategorie „Beste Praxis“ an<br />

sehr kleine (1 bis 9 Mitarbeitende), kleine<br />

(10 bis 49 Mitarbeitende) und mittlere<br />

(50 bis 249 Mitarbeitende) Unternehmen<br />

vergeben. Zusätzlich wird ein<br />

weiteres Unternehmen in der Katego rie<br />

„Bester Newcomer“ ausgezeichnet. Alle<br />

teilnehmenden Unternehmen mit besonderem<br />

Engagement werden außerdem<br />

bei einer festlichen Abendveranstaltung<br />

für ihren Einsatz für die<br />

internationale Lernmobilität geehrt.<br />

Ausgewählt werden die Gewinner von<br />

einer Jury, bestehend aus Personen der<br />

Wirtschaftsverbände DIHK und ZDH,<br />

Unternehmen und Azubis mit Erfahrungen<br />

im Bereich der internationalen<br />

Lernmobilität sowie dem Bundesministerium<br />

für Wirtschaft und Klimaschutz.<br />

Bewerbung über die Webseite berufsbildung-ohne-grenzen.de<br />

Guinness Weltrekord 2023<br />

Bad Wörishofen // Am Samstag, den<br />

22. Juli 2023 hat Bad Wörishofen den<br />

Guinness-Weltrekord für den „Größten<br />

Hydrotherapievortrag der Welt<br />

mit anschließendem Wassertreten“<br />

geholt – gefordert waren mindestens<br />

250 Teilnehmer, teilgenommen<br />

haben 838. Die Besucherinnen und<br />

Besucher stellten sich geduldig zur Registrierung<br />

für den Weltrekordversuch<br />

an. Anschließend hörten sie den Vortrag<br />

und absolvierten eine Runde Was-<br />

sertreten an den teilnehmenden Wassertretanlagen<br />

im Stadtgebiet. „Unser großer<br />

Dank gilt allen Helfern, die als Vortragende,<br />

Zeugen, Stewards, Filmende und<br />

Fotografierende tatkräftig mitgewirkt haben,<br />

damit der Rekord gelingen kann. Die<br />

erfolgreiche Umsetzung einer guten Organisation<br />

benötigt finanzielle Mittel. Daher<br />

nochmal unser großer Dank an die<br />

Sponsoren für deren Unterstützung“, so<br />

Nicole Beisel vom Kur- und Tourismusbetrieb<br />

Bad Wörishofen.<br />

BILD: BAD WÖRISHOFEN<br />

12 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Wirtschaft und Leben im Allgäu<br />

Baumaschinen unkompliziert mieten<br />

Berkheim // „Der Mietpark“ heißt<br />

der neue Geschäftsbereich der Max<br />

Wild GmbH – Kunden können jetzt<br />

Baumaschinen ausleihen. Am Haupt -<br />

sitz in Berkheim vermietet das Unternehmen<br />

Mini- und Kompaktbaumaschinen<br />

inklusive Anbaugeräten. Bauund<br />

Gartenbaufirmen finden bei Max<br />

Wild die passenden Maschinen für<br />

unterschiedliche Aufträge. Aber auch<br />

für private Garten- oder Bauarbeiten<br />

stehen Bagger und Co. bereit. Auf<br />

Wunsch liefert Max Wild die Maschinen<br />

direkt zur Baustelle. „Ich freue mich<br />

ganz besonders über unseren neuen<br />

Mietpark und dass wir Firmen, aber<br />

auch den Menschen hier in der <strong>Regio</strong>n<br />

einen besonderen Service bieten können.<br />

Sei es für gewerbliche Bauarbeiten<br />

oder auch für die private Gartenaktion,<br />

zum Beispiel um einen Teich auszubaggern“,<br />

erklärt Daniel Wild, Geschäftsfeldleiter<br />

Fuhrpark- und Gerätemanagement<br />

der Max Wild GmbH. Das<br />

Familienunternehmen ist seit 1955 am<br />

Markt und hat inzwischen 650 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter sowie 60<br />

Auszubildende.<br />

BILD: MAX WILD GMBH<br />

Alpenstraße 15<br />

87700 Memmingen<br />

info@eisen-braun.de 08331 – 9525 – 0<br />

Alpenstraße 15<br />

87700 Memmingen<br />

Schrott- und<br />

Metallgroßhandel<br />

info@eisen-braun.de Seit knapp 100 Jahren 08331 – Recycling<br />

9525 – 0<br />

für den Ressourcen- und<br />

Umweltschutz<br />

Individuelle Entsorgungskonzepte<br />

für Industrie, Handwerk und Privat<br />

Containerdienst<br />

Industrieabbrüche<br />

Neu- und Baustahlhandel<br />

Wir schließen den Rohstoffkreislauf<br />

Schrott<br />

Metallg<br />

Seit knapp<br />

für den Res<br />

Umweltsch<br />

Individu<br />

für Indu<br />

Contain<br />

Industr<br />

Neu- un<br />

Wir schließ<br />

Wussten Sie schon, dass die<br />

Herstellung einer Tonne Stahl<br />

aus Schrott 1,67t CO 2 2 gegenüber<br />

der Herstellung aus Eisenerz<br />

einspart?<br />

facebook.com/eisenbraungmbh<br />

www.eisen-braun.de<br />

facebook.com/eisenbraungmbh<br />

ww<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

13


Bad Wörishofen | Windkanal<br />

Wind of Change<br />

Unternehmer Joachim Wenzkus verwirklicht ersten Windkanal<br />

für ambitionierten Leistungssport in Bad Wörishofen<br />

Er sei ein „Visionär“ mit ehrlicher Attitude, risikofreudig und durchweg optimistisch.<br />

Ein „Rumtreiber“, der gerne in der Welt unterwegs ist und Begegnungen mit Menschen<br />

schätzt. Joachim Wenzkus, Geschäftsführer der aero and sports GmbH, hat mit „THE AEROW“,<br />

dem hierzulande ersten Windkanal für ambitionierten Leistungssport, Großes vor.<br />

Es geht um die Verwirklichung eines Projekts, das in dieser Art einmalig ist.<br />

Der Windkanal entsteht in Bad Wörishofen und soll künftig für Hobby-, Amateurund<br />

Profiathleten die Anlaufstelle in puncto Aerodynamik-Optimierungen werden.<br />

Leidenschaft für Fahrzeuge<br />

Wenzkus, der aus dem Automobil- und<br />

Formel 1-Bereich kommt, war an der Entwicklung<br />

und dem Bau von Wind- und<br />

Klimawindkanälen weltweit beteiligt.<br />

Eine Leidenschaft für Fahrzeuge hatte<br />

Joachim Wenzkus schon immer. Als Fahrzeugingenieur<br />

arbeitete er 20 Jahre bei<br />

Ford, dort kam er erstmals mit dem Bereich<br />

der Aerodynamik und dem Windkanalbau<br />

in Berührung – sein Interesse an<br />

diesem Gebiet war fortan geweckt. 2006<br />

machte sich der Unternehmer mit seiner<br />

Firma aem selbstständig und verschrieb<br />

sich dem Bau von Windkanälen. Mit Erfolg:<br />

Zu den Kunden zählen namhafte<br />

Unternehmen wie BMW, Porsche oder<br />

MTU. „Wir hatten schon Boris Becker im<br />

Windkanal, um seinen cW-Wert [„Windschlüpfrigkeit“]<br />

zu messen“, erinnert sich<br />

Wenzkus. Auch am Bau des Windkanals<br />

für Bodyflying in der Jochen Schweizer<br />

Arena hat er mitgewirkt.<br />

„Es ist wichtig, zu dem zu stehen,<br />

was man macht, und aus seinen<br />

Erfahrungen zu lernen. Nur so kann<br />

Wachstum entstehen und<br />

Veränderungen angestoßen werden.“<br />

Joachim Wenzkus,<br />

Geschäftsführer aero and sports GmbH<br />

Die Idee zu „THE AEROW“<br />

Zusammen mit Björn Geesmann, dem<br />

Trainer des deutschen Triathleten und<br />

Ironman-Gewinners Patrick Lange, kam<br />

Wenzkus die Idee zu „THE AEROW“ (eine<br />

Wortschöpfung aus Luft und Pfeil), dem<br />

14 2 <strong>Unterallgäu</strong>


nach Göttinger Bauart entwickelten Windkanal,<br />

der in dieser Form einmalig ist. Denn<br />

anders als im Automobil- und Flugzeugbau<br />

konnten Leistungssportler wie Triathleten<br />

bis dato nicht ohne Weiteres auf Windkanäle<br />

zurückgreifen. Die Automobil-Wind -<br />

kanäle sind ausgelastet, die Stundenpreise<br />

zu teuer. Ein Gamechanger müsse her, der<br />

für frischen Wind sorgt. Die Motivation,<br />

die den Ingenieur und Unternehmer da -<br />

bei antreibt: „Aerodynamik für die breite<br />

Masse erlebbar und bezahlbar zu machen“.<br />

Überwältigendes Echo<br />

Das Echo auf den Windkanal, der im Norden<br />

der Kneippstadt entsteht, sei groß.<br />

„Und die Nachfrage wird immer größer“,<br />

freut sich Joachim Wenzkus. Denn nicht<br />

nur Radprofis, auch Eisschnellläufer, Skispringer,<br />

Bobfahrer und andere Athleten<br />

sowie Hobbysportler sollen von dem Angebot<br />

profitieren. „THE AEROW“ soll<br />

ganzjährige Anlaufstelle für all jene werden,<br />

die an ihrem Stil feilen und ihren<br />

Sport perfektionieren wollen. „Wind -<br />

ka näle dieser Art werden in Zukunft an<br />

Bedeutung gewinnen“, ist sich der Unternehmer<br />

sicher. Bikefittings ergänzen das<br />

Portfolio und für die Zukunft sind ein<br />

Trainingszentrum und eine Gegenschwimm<br />

anlage in Planung. Beim Bau<br />

von „THE AEROW“ setzt Wenzkus auf<br />

<strong>Regio</strong>nalität und Nachhaltigkeit. Der Betrieb<br />

startet Ende des Jahres mit einem<br />

Soft-Opening. Für das Frühjahr 2024<br />

kündigt er eine „große, repräsentative Eröffnungsfeier“<br />

an. Es soll Vorträge und<br />

Präsentationen geben, die den Besuchern<br />

das Konzept von „THE AEROW“ näherbringen.<br />

Auch für die Zukunft seien Veranstaltungen<br />

vor Ort denkbar, die Interes-<br />

sierten beispielsweise vermitteln, wie man<br />

richtig trainiert oder wie Aerody namik<br />

funktioniert und welche zentrale Rolle sie<br />

im Spitzen- und Breitensport spielt.<br />

Das Hobby zum Beruf gemacht<br />

„Ich bin schon immer ein Visionär gewesen“,<br />

meint Joachim Wenzkus, „brauche<br />

aber jemanden, der die Visionen umsetzt“.<br />

Glücklicherweise habe er ein starkes<br />

Team hinter sich, auf das er sich verlassen<br />

könne. Sein Beruf ist für ihn vor<br />

allem eines: „ein Hobby, das mir Spaß<br />

macht“. Diesem „Hobby“ geht Wenzkus<br />

mit größtem Interesse nach. Er hat Spaß<br />

daran, Ideen zu entwickeln, ihnen Wind<br />

unter die Flügel zu geben und dabei zuzusehen,<br />

wie sie Form annehmen. Er sei ein<br />

lösungsorientierter Mensch, der viel Wert<br />

auf Ehrlichkeit und Fairness lege – eine<br />

Philosophie, die der Unternehmer auch<br />

in der Firma und im Umgang mit seinen<br />

Mitarbeitern lebe. „Es ist wichtig, zu dem<br />

zu stehen, was man macht, offen zu sein,<br />

und aus seinen Erfahrungen zu lernen“,<br />

sagt Wenzkus. „Nur so kann Wachstum<br />

entstehen und Veränderungen angestoßen<br />

werden“.<br />

Mahi Kola<br />

aero and sports GmbH<br />

Bürgermeister-Stöckle-Straße 7<br />

86825 Bad Wörishofen<br />

Telefon 08247 3669198<br />

info@aeroandsports.com<br />

www.theaerow.de<br />

BILDER: AERO AND SPORTS GMBH<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

15 3


Erkheim | Abfallverwertung<br />

Grüner Strom aus Bioreststoffen<br />

Käßmeyer BES modernisiert umfassend seine Verwertung und erweitert die Kapazitäten<br />

Speisereste und organischer Abfall aus Biotonne, Gastronomie und industrieller Herstellung sind viel zu wertvoll, um sie über die Resttonne<br />

zu entsorgen. Das Biomasse-Kompetenz-Zentrum in Erkheim macht daraus Energie und organischen Wirtschaftsdünger. Um sich<br />

zukunftssicher aufzustellen, erweitert das Unternehmen künftig seine bestehenden Flächen für die Kompostierung und modernisiert bis<br />

2025 die Vergärungsprozesse. Wir sprachen mit Geschäftsführer Dr. Alexander Eberhardinger und dem Technischen Betriebsleiter Jochen<br />

Vogtherr über die geplante Rundum-Erneuerung.<br />

Dr. Alexander Eberhardinger,<br />

Geschäftsführer<br />

Jochen Vogtherr,<br />

Technischer Betriebsleiter<br />

missionsschutzes mit der Festlegung von<br />

Höchstmengen ab. In sämtlichen betrieblichen<br />

Prozessen müssen wir nachweisen,<br />

dass wir fachgerecht arbeiten und die<br />

vorgeschriebenen Grenzwerte einhalten.<br />

Da wir sehr unterschiedliche Arten von<br />

Bioreststoffen erhalten, ist das durchaus<br />

herausfordernd. Das Spektrum reicht<br />

vom Bioabfall über Fettabscheider und<br />

flüssige Spülwässer von Molkereien bis<br />

hin zu verpackten Lebensmitteln wie abgelaufener<br />

Milch oder Joghurt aus Fehlproduktionen.<br />

AWM: Sie beide sagen, Bioabfälle sind<br />

viel zu schade für die Restmülltonne,<br />

manchmal sogar für den heimischen Kom -<br />

post. Warum?<br />

A. Eberhardinger: Bioabfälle lassen<br />

sich zu 100 Prozent recyceln. Und bieten<br />

nebenbei die Chance, aus regionalen<br />

Reststoffen erneuerbare Energie zu erzeugen.<br />

Leider finden sich immer noch<br />

bis zu 40 Prozent Bioabfall in Restmülltonnen,<br />

der dann einfach verbrannt werden<br />

muss. Wir hier bei Käßmeyer stellen<br />

aus Bioabfall hochwertigen organischen,<br />

ab 2025 auch mineralischen Dünger her<br />

und gewinnen aus dem Biogas Wärmeenergie<br />

und Grünen Strom. Diese kombinierte<br />

Verwertung macht Bioabfall so<br />

wertvoll.<br />

J. Vogtherr: Die Bioenergie, die wir aktuell<br />

in unserer Anlage erzeugen, entspricht<br />

dem Rohstoffbedarf einer landwirtschaftlichen<br />

Biogasanlage von rund 400 Hektar<br />

Mais-Anbaufläche. Unsere Bioreststoffe<br />

fallen sowieso an, sind regional und nachhaltig<br />

verfügbar und weisen damit eine<br />

positive Klimabilanz auf. Das zeigt, welches<br />

Potenzial in Bioabfall steckt und wie unsinnig<br />

es ist, ihn als Restmüll zu entsorgen.<br />

AWM: Nach der Modernisierung dürfen<br />

Sie jährlich 30.000 Tonnen Bioabfälle vergären.<br />

Ist es üblich, dass hier Maximallimits<br />

gesetzt werden?<br />

J. Vogtherr: Ja, das ist so. Die Genehmigungsverfahren<br />

für Abfallbehandlungsanlagen<br />

laufen zu Recht im Sinne des Im-<br />

Zusammensetzung der<br />

durchschnittlichen Restmülltonne<br />

16 2 <strong>Unterallgäu</strong>


AWM: Was passiert mit Verpackungen<br />

und Fremdstoffen, die im Biomüll enthalten<br />

sind?<br />

A. Eberhardinger: Sowohl Bioabfall<br />

als auch verpackte Lebensmittel werden<br />

zunächst samt Verpackung zerkleinert<br />

und mithilfe von Wasser breiartig aufbereitet.<br />

Diese Suspension durchläuft<br />

dann verschiedene Trennprozesse, um<br />

organische Substanz von Verpackungen<br />

und Fremdstoffen abzuscheiden. Die<br />

Fremdstoffe müssen wir in externen<br />

thermischen Verbrennungsanlagen entsorgen,<br />

die Biomasse bleibt in unserer<br />

Vergärung, an deren Ende Grüner Strom<br />

Was ist an Bioabfall so wertvoll<br />

und wie entsteht Kompost?<br />

Dieses Erklärvideo<br />

gibt verständliche<br />

Antworten auf<br />

unterhaltsame Art<br />

und Weise.<br />

entsteht. Unsere aktuelle Strommenge<br />

reicht für die Versorgung von rund<br />

2.000 Haushalten. Nach der Erweiterung<br />

ab 2025 steigern wir das um etwa<br />

40 Prozent.<br />

AWM: Verwerten Sie auch Schlachtabfälle?<br />

J. Vogtherr: Nein. Die Liste unserer<br />

Einsatzstoffe ist im Genehmigungsverfahren<br />

festgelegt und wird sich auch<br />

künftig nicht wesentlich ändern. Wir<br />

prüfen jede einzelne Anlieferung und<br />

dokumentieren deren Herkunft. Unsere<br />

gesamte Rohstoff-Lieferkette wird in<br />

einem Zertifizierungsverfahren gemäß<br />

BioStrom-Nachhaltigkeitsverordnung<br />

überwacht.<br />

AWM: Was würden Sie sich beim Umgang<br />

mit Bioabfällen wünschen?<br />

J. Vogtherr: Ich wünsche mir ein besseres<br />

Bewusstsein dafür, wie wertvoll Bioabfall<br />

ist. Der Blickwinkel darf nicht an<br />

der Mülltonne enden. Je besser in den<br />

Haushalten getrennt wird, desto weniger<br />

Energie „vergeuden“ wir für die Trennung<br />

und Entsorgung von Plastiktüten, Fehlwürfen<br />

und sonstigen Fremdstoffen.<br />

A. Eberhardinger: Mich begeistert,<br />

dass im Bioabfall das Potenzial zu grundlastfähiger<br />

regenerativer Energie steckt,<br />

ohne dabei Konflikte der Landnutzung<br />

zu verursachen. In den vergangenen 20<br />

Jahren haben wir im Bereich der Energiewende<br />

meist über Sonne- und Windenergie<br />

gesprochen. Bioenergie ist speicherbar,<br />

regional umsetzbar und wir können<br />

sowohl tagesflexibel als auch an 8.760<br />

Stunden im Jahr Strom und Wärme gewinnen.<br />

Dass die Vorteile von Bioabfall<br />

als ideale Energieergänzung zu Sonne<br />

und Wind erkannt und ausgebaut werden,<br />

das wünsche ich mir.<br />

AWM: Wir danken Ihnen für dieses aufschlussreiche<br />

Gespräch.<br />

Käßmeyer<br />

Biomasse-Kompetenz-Zentrum<br />

BES Bio-Energie Schwaben GmbH<br />

Eidelerholzstraße 101<br />

87746 Erkheim<br />

Telefon 08336 8055-0<br />

firma@ksk-gmbh.de<br />

www.biomassezentrum.de<br />

Sigrid Leger<br />

BILDER: BIO ENERGIE SCHWABEN GMBH +<br />

GASSPEICHER<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

17 3


Ottobeuren | Kunst und Kultur<br />

Ottobeuren –<br />

Kunst und Kultur vom Feinsten<br />

Ottobeuren ist immer eine Reise wert. Neben der weltbekannten Basilika mit dem Benediktinerkloster findet sich hier auch das Museum<br />

für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth.<br />

Kunst auf 2.000 Quadratmetern<br />

Direkt im Ort skern neben der Basilika<br />

befindet sich das Museum für zeitgenössische<br />

Kunst – Diether Kunerth. In der<br />

Ausschreibung für ein neues Museum<br />

konnte sich das Büro Atelier Lohrer aus<br />

Stuttgart gegen Konkurrenten aus ganz<br />

Europa durchsetzen. Das markante Erscheinungsbild<br />

des Museums bildet einen<br />

klaren Kontrast zur benachbarten, im Barockstil<br />

erbauten Basilika. Das Gebäude<br />

fasziniert bereits von außen und wurde<br />

bereits mit zwei internationalen Architekturpreisen<br />

ausgezeichnet. Auf nahezu<br />

2.000 Quadratmetern werden wechselnde<br />

Ausstellungen gezeigt. Rund die Hälfte<br />

dieser Fläche belegt noch bis zum 22.<br />

Oktober 2023 die Ausstellung Friedensreich<br />

Hundertwasser „Im Einklang mit<br />

der Natur“.<br />

Klassik-Konzerte in der Basilika<br />

Bereits seit mehr als 70 Jahren finden in<br />

der Basilika und im Kaisersaal der Bene-<br />

Museum für zeitgenössische Kunst – Diether Kunerth<br />

diktinerabtei die Ottobeurer Konzerte<br />

statt. Hundertausende Musikliebhaber<br />

kamen bereits in den Genuss der unterschiedlichen<br />

Orchester, Chöre und Solisten.<br />

Weltbekannte Dirigenten wie Leonard<br />

Bernstein und Herbert Karajan<br />

haben bereits in dem Kneippkurort gastiert.<br />

Seit 2021 wird nun der Kaisersaal<br />

der Abtei restauriert und ein Teil der<br />

Konzerte findet währenddessen im Museum<br />

für Zeitgenössische Kunst statt.<br />

Nach zahlreichen Konzerten der Superlative<br />

in diesem Jahr wird das letzte im<br />

September stattfinden. Schon jetzt lässt<br />

sich voller Vorfreude auf das kommende<br />

Jahr blicken, denn auch 2024 werden die<br />

Ottobeurer Konzerte mit einem erlesenen<br />

Programm Musikliebhaber aus Nah<br />

und Fern begeistern.<br />

Das neu eröffnete Klostermuseum<br />

Wer in Ottobeuren zu Gast ist, sollte –<br />

neben dem Besuch des Museums für<br />

zeitgenössische Kunst und der Basilika –<br />

auf jeden Fall das neu eröffnete Klostermuseum<br />

besichtigen. Nach mehreren<br />

Jahren der Renovierung ist das Museum<br />

der Benediktinerabtei nun wieder geöffnet<br />

und auch die historische Bibliothek<br />

wieder zugänglich. Betritt man die<br />

prunkvollen Räume, ist man sogleich von<br />

deren Schönheit begeistert. Ein großer<br />

Teil der Ausstellung wurde neugestaltet<br />

und zieht die Besucherinnen und Besucher<br />

in ihren Bann.<br />

18 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Neben den ausgestellten Exponaten lässt<br />

es sich nun auch virtuell ins Klosterleben<br />

eintauchen. Neu im Museum sind interaktive<br />

Medienstationen mit deren Hilfe<br />

man das Kloster insgesamt besser kennenlernen<br />

kann. Wer möchte, kann den<br />

Besuch dann mit einem Streifzug durch<br />

den Klosterladen abschließen.<br />

Günther Hammes<br />

BILDER : LOUIS ZUCHTRIEGEL, CHRISTIAN PRAGER, TOURISTIKAMT OTTOBEUREN<br />

Leistungsstark<br />

und verantwortungsvoll.<br />

Verlässlich<br />

und partnerschaftlich.<br />

Für Sie vor Ort.<br />

Im <strong>Unterallgäu</strong>.<br />

Zukunftsfähig<br />

und innovativ.<br />

Weil’s um mehr als Geld geht.<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

19 3


Ottobeuren | Präzisionsdrehteile<br />

Berger kombiniert<br />

Mensch und IT mit Technik<br />

Technologieführer Berger lebt vom persönlichen Engagement seiner Mitarbeitenden |<br />

hervorragende Karriere-Chancen<br />

1955 gründete Alois Berger seine Firma mit zwei Mitarbeitern auf einer Betriebsfläche<br />

von 105 Quadratmetern. Heute zählt die Berger Gruppe mit weltweit rund 2.500<br />

Mitarbeitenden in 11 Werken zu einem der größten Hersteller von Präzisionsteilen<br />

in Familienbesitz. Auf über 90.000 Quadratmetern Fertigungsfläche produziert die<br />

Berger Gruppe in Deutschland, Polen, USA, Kanada und China. Das Berger’s Airporthotel<br />

und Restaurant in Memmingerberg sowie das Hotel Edita in Scheidegg gehören<br />

dem Gründer-Ehepaar Edith und Alois Berger.<br />

„Verständnis füreinander ist wichtig,<br />

im Kleinen wie im Großen.“<br />

Karin Berger-Haggenmiller, CEO Berger Holding<br />

Am Standort Ottobeuren, wo Alois Berger<br />

und ein Großteil seiner Familie lebt,<br />

fertigt das Unternehmen Präzisionsdrehteile,<br />

vor allem für die großen Zulieferer<br />

der Automobilindustrie. Mitten im Mobilitäts-Transformationsprozess<br />

bewährt sich<br />

Berger als innovativer Partner, insbesondere<br />

im Bereich neuer Fertigungsverfahren.<br />

Denn Stillstand ist für Karin Berger-<br />

Haggenmiller ein Fremdwort. Die Tochter<br />

von Firmengründer Alois Berger ist seit<br />

2001 CEO der Berger Holding und baut,<br />

gemeinsam mit Familiengesellschaftern<br />

und Beirat, die Stärken und Werte des<br />

Unternehmens aus. „Technische Offenheit<br />

bei höchster Produktionsqualität waren<br />

schon immer eine unserer wesentlichen<br />

Stärken – und sind es auch heute<br />

noch“, betont Karin Berger-Haggenmiller.<br />

Neben dem beruflichen Werk ihrer Familie<br />

engagiert sie sich auch für viele soziale<br />

Belange in der <strong>Regio</strong>n.<br />

Berger bewegt Menschen<br />

In Ottobeuren wurde bereits vor über 15<br />

Jahren mit ABA eine separate Azubi-Firma<br />

im Unternehmen gegründet, in der<br />

gewerbliche und kaufmännische Auszubildende<br />

zusammenarbeiten. Sie entwerfen,<br />

fertigen und vermarkten eigene Produkte.<br />

Dabei entwickeln sie Teamfähigkeit,<br />

Zuverlässigkeit und das eigenständige<br />

Arbeiten. Produkte wie Weihnachtsengel,<br />

Nussknacker, Schachspiele<br />

und vieles andere verkaufen die Berger-<br />

Azubis auf jährlichen Märkten, Messen<br />

und bei der betrieblichen Tombola. Die<br />

Einnahmen nutzen sie für gemeinsame<br />

Unternehmungen, rund die Hälfte spenden<br />

sie für diverse soziale Zwecke.<br />

20 <strong>Unterallgäu</strong>


Berger-Standort Ottobeuren<br />

Fertigungsspektrum:<br />

• CNC-Mehrspindel-Drehen,<br />

Fräsen & Schleifen<br />

• Bearbeitung von 4 – 32 mm<br />

• Fertigung von Klein-, Mittel- &<br />

Großserien<br />

Produktionsanlagen: 200<br />

Mitarbeitende: 557<br />

In ihrer eigenen Azubi-Firma ABA arbeiten gewerbliche und kaufmännische Berger-Auszubildende<br />

zusammen. Sie entwickeln, fertigen und vermarkten ihre Produkte eigenständig.<br />

MACHEN SIE KARRIERE BEI BERGER<br />

Offene Stellen unter:<br />

„Azubis sind unsere Zukunft, und unsere<br />

Mitarbeiter unser höchstes Gut“, erklärt<br />

CEO Karin Berger-Haggenmiller. Seit 2022<br />

teilt sie sich mit CEO Dr. Klaus Rudolf<br />

Mäusl die Geschäftsleitung, nachdem er<br />

vier Jahre als Beiratsvorsitzender an wichtigen<br />

Lenkungsprozessen beteiligt war.<br />

Großen Wert legt das Führungsduo auch<br />

auf familienfreundliche Arbeitszeiten, große,<br />

interessante Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

im In- und Ausland, eine moderne<br />

Arbeitsumgebung, Freiraum für eigene<br />

Ideen und diverse Mitarbeitervergünstigungen.<br />

Auf Anfrage führten sie zum Beispiel<br />

Teilzeit-Abendschichten in der Produktion<br />

ein. Für das hervorragende betriebliche<br />

Gesundheitsmanagement wurde<br />

Berger kürzlich als „Gesunder Arbeitgeber“<br />

ausgezeichnet.<br />

Weitere Benefits für Mitarbeitende sind<br />

unter anderem die betriebliche Altersversorgung<br />

oder das E-Bike-Leasing, das<br />

knapp 60 der rund 550 Mitarbeitenden<br />

aufgrund der preisgünstigen Konditionen<br />

bereits nutzen.<br />

Ruhestand greifbar<br />

„Veränderung ist unsere Konstante“, fasst<br />

Karin Berger-Haggenmiller rückblickend<br />

die Geschichte der Unternehmerfamilie<br />

Berger zusammen. Auf die Geschäftsführerin<br />

selbst wartet ab Oktober 2023 eine<br />

große Veränderung: Sie will in ihren wohlverdienten<br />

Ruhestand gehen, Dr. Klaus<br />

Rudolf Mäusl die alleinige Geschäftsführung<br />

der Berger Holding übernehmen.<br />

Beide blicken sie zuversichtlich auf diesen<br />

Wechsel. „Rotatorische Bauteile werden<br />

weiterhin benötigt, bei Elektroantrieben<br />

wie auch bei Wasserstoff-betriebenen.<br />

In der Kombination IT, KI und Technik<br />

entwickeln unsere Teams bereits heute<br />

innovative Anwendungsprototypen, in<br />

denen wir echte Chancen sehen“, erklärt<br />

Dr. Mäusl. Bleibt die Frage nach einem<br />

angemessenen Abschiedsgeschenk. „Das<br />

habe ich mir selbst schon gemacht“, winkt<br />

Karin Berger-Haggenmiller ab: „Dass wir<br />

zum Teil Mitarbeiterkinder der dritten<br />

Generation bei uns beschäftigen, das ist<br />

mein schönstes Geschenk.“<br />

Sigrid Leger<br />

„Wir werden in Zukunft noch<br />

technischer werden und<br />

sehen unsere Chancen in der<br />

Transformation.“<br />

Dr. Klaus Rudolf Mäusl, CEO Berger Holding<br />

A. Berger Präzisionsdrehteile<br />

GmbH & Co. KG<br />

Egerländerstraße 7<br />

87724 Ottobeuren<br />

Telefon 08332 791-0<br />

berger-holding@aberger.de<br />

www.aberger.de<br />

BILDER: A. BERGER PRÄZISIONSDREHTEILE GMBH & CO. KG<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

21 3


Berkheim | Lederwarenmanufaktur<br />

Jedes Produkt ein Einzelstück<br />

Traditionelle Lederwaren handmade in Oberschwaben<br />

Individuelle Kundenwünsche, Sonderfertigungen, Restauration oder Neuanfertigung alter Lieblingsstücke? Die Lederwarenmanufaktur<br />

Göppel in Berkheim-Illerbachen fertigt Artikel für Privat- oder Geschäftskunden vollständig in hochwertiger Handarbeit.<br />

„Wir haben uns bewusst für Leder<br />

aus deutschen und italienischen<br />

Gerbereien entschieden.<br />

Billiges, ausbeuterisches Leder<br />

aus Fernost lehnen wir ab.“<br />

Hubert Göppel, Inhaber<br />

Im Oktober 1956 beginnt Edmund<br />

Göppel in Berkheim-<br />

Illerbachen mit der Herstellung<br />

von Lederwaren. Die<br />

hohe Nachfrage und stetig<br />

steigende Mitarbeiterzahl lassen<br />

die Manufaktur wachsen<br />

und trotzt damit dem Outsourcing<br />

und Offshoring<br />

und der damit verbundenen<br />

starken Konkurrenz<br />

der industriellen<br />

und billigen<br />

Massenware aus<br />

asiatischen Ländern.<br />

1995 übernahm<br />

Hubert<br />

Göppel als Täsch -<br />

nermeister die Lederwarenmanufaktur<br />

seines Vaters und<br />

berichtet: „Wir sind gegen den Strom geschwommen<br />

und sind sowohl unserem<br />

Prinzip „Handgemacht in Deutschland“<br />

als auch unserem Standort in Berkheim<br />

treu geblieben.“ Dieses Motto zahlt sich<br />

mit großem Erfolg aus: Nach wie vor werden<br />

hochwertige Lederwaren in Handarbeit<br />

gefertigt – jedes Stück ist ein Unikat<br />

mit viel Liebe zum Detail. „Das Thema<br />

Nachhaltigkeit ist für uns selbstverständlich.<br />

Echtleder ist ein natürliches, langlebiges<br />

Produkt“, erklär Göppel, „Wir veredeln<br />

dieses feine Material in tra ditio -<br />

neller Handwerkskunst zu hochwertigen<br />

Alltagsprodukten.“ Der Inhaber weiß<br />

auch, dass Arbeitsbedingungen in den<br />

asiatischen Ländern, Kinderarbeit und<br />

exploitierte Löhne stark in die Kritik geraten<br />

sind: „Deshalb achten Unternehmen<br />

verstärkt darauf, wie ihre Produkte<br />

hergestellt werden und das zu unserer<br />

Freude.“ Ein Grund auch dafür, dass das<br />

Unternehmen sich bewusst für schadstofffreies<br />

Leder aus deutschen und italienischen<br />

Gerbereien entschieden hat und<br />

billiges, ausbeuterisches Leder aus Fernost<br />

ablehnt.<br />

Lederwaren für die Ewigkeit<br />

Das Leder ist vegetabil gegerbt und besonders<br />

robust ist das Leder des Albbüffels.<br />

„Das Leder hat einen angenehmen<br />

Griff und zeichnet sich durch eine schöne<br />

Narbenstruktur aus,“ erklärt der Täschner,<br />

„und es hält ein Leben lang.“ Der Albbüffel<br />

weidet auf Kräuterwiesen und<br />

Wachholderhalden rund um Hohenstein.<br />

Dort dienen sie in erster Linie der Landschaftspflege<br />

im Biosphärengebiet Schwä -<br />

bische Alb und sind nicht um jeden Preis<br />

auf Fleischertrag und Milchleistung getrimmt.<br />

Aus dessen Leder wird in Berkheim-Illerbachen<br />

hochwertige und edle<br />

Ware in sorgfältiger und alter handwerklicher<br />

Tradition hergestellt.<br />

22 <strong>Unterallgäu</strong>


Wir haben für Sie geöffnet:<br />

Mo. – Do.<br />

Fr.<br />

8.00 – 12.00 Uhr<br />

und 13.00 – 17.00 Uhr<br />

8.00 – 12.00 Uhr<br />

sowie nach Vereinbarung<br />

Anfertigungen auf Kundenwunsch<br />

Das Unternehmen fertigt individuelle<br />

Kundenwünsche für Privat- und Geschäftskunden<br />

an. Dabei hat der Kunde<br />

freie Entscheidung von der Materialauswahl<br />

bis hin zur Nahtfarbe. So gibt es die<br />

Möglichkeit, die Firmenfarbe für das Innenfutter<br />

oder die Naht zu wählen, oder<br />

eine Prägung des Firmenlogos auf dem<br />

Produkt. „Wir fertigen auch die dazu passende<br />

Verpackung oder Kartonage her.<br />

Hier bieten wir ebenfalls Individualität<br />

und passen alles dem Artikel an - bis ins<br />

Detail in kompromissloser Qualität,“ beteuert<br />

Göppel. Des Weiteren ist der Inhaber<br />

glücklich zu wissen, dass regionale<br />

Unternehmen wie zum Beispiel der exklusive<br />

Automobilhersteller Alpina aus<br />

Buchloe oder der Traktorhersteller Fendt<br />

aus Marktoberdorf gemeinsam mit der<br />

Lederwarenmanufaktur auf Qualität und<br />

soziale Nachhaltigkeit setzt. So werden<br />

unter anderem Accessoires, Dokumententaschen,<br />

Handy- oder Tablet-Hüllen<br />

und Schlüsselanhänger und viele mehr<br />

für diese Unternehmen explizit in Berkheim<br />

gefertigt. Auch das Dienstetui des<br />

Landeskriminalamtes Baden-Württemberg,<br />

versehen mit Dienststern und geheimen<br />

fälschungssicheren Erkennungszeichen,<br />

entstammt der Manufaktur von<br />

Hubert Göppel.<br />

Sicherheit<br />

Auf Wunsch verarbeitet der Täschner<br />

auch CRYPTALLOY-Folien, um private<br />

Daten zu schützen. „Diese Abschirmungsfolien<br />

z.B. in Geldbörsen Handtaschen<br />

und Etuis, blockieren RFID-Signale<br />

und schützen den Datenträger vor einem<br />

unautorisierten Zugriff,“ so Göppel, „die<br />

dünne flexible Folie lässt sich problemlos<br />

und nicht sichtbar verarbeiten.“<br />

Nadja Falke<br />

Lederwarenmanufaktur Göppel<br />

Hubert Göppel e.K.<br />

Leutkircher Straße 30<br />

88450 Berkheim-Illerbachen<br />

Telefon 08395 9415-0<br />

info@goeppel-lederwaren.de<br />

www.goeppel-lederwaren.de<br />

BILDER : LEDERWARENMANUFAKTUR GÖPPEL<br />

<strong>Unterallgäu</strong> 23


Bad Wörishofen | Fachklinik<br />

Spürbar gesund<br />

Die Klinik Bad Wörishofen unterstützt Rehabilitanden mit<br />

Herz-Kreislauf-Erkrankungen und orthopädischen Beschwerden<br />

in enger Kooperation beider Fachrichtungen<br />

An der Peripherie des beliebten und bekannten Kneipp-Kurortes Bad Wörishofen<br />

betreibt die Deutsche Rentenversicherung Schwaben seit über 65 Jahren die Klinik<br />

Bad Wörishofen, Fachklinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Orthopädie.<br />

Die Fachklinik ist mehrfach zertifiziert und ausgezeichnet.<br />

24 <strong>Unterallgäu</strong>


Bereits im Namen des Hauses erkennt<br />

man die Besonderheit: „Eine enge Kooperation<br />

zwischen Kardiologie und Orthopädie<br />

ist selten in einer Reha-Klinik“, erläutert<br />

Dr. Florian Scheffold, seit Juli 2022<br />

in der Klinik tätig und ärztlicher Leiter<br />

der Orthopädie. „Dieser Mix ermöglicht<br />

uns, Rehabilitanden zu versorgen, die<br />

neben einer orthopädischen beziehungsweise<br />

unfallchirurgischen Therapie auch<br />

eine internistisch-kardiologische Behandlung<br />

benötigen. Und andersherum<br />

ist es natürlich genauso: Rehabilitanden,<br />

die aufgrund einer kardiologischen<br />

Behandlung zu uns kommen, steht bei<br />

Bedarf während ihres Reha-Aufenthaltes<br />

auch das gesamte Spektrum der orthopädischen<br />

Behandlung zur Verfügung.“ Als<br />

Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie<br />

sowie spezielle Unfallchirurgie besitzt<br />

Dr. Scheffold besondere Expertise in<br />

Schulterchirurgie, Endoprothetik, für<br />

Sportverletzungen und für die Behandlung<br />

chronischer Wirbelsäulenleiden.<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

25 3


„Wir bieten eine enge<br />

Kooperation zwischen<br />

Orthopädie und Kardiologie.“<br />

Dr. Florian Scheffold,<br />

Ärztlicher Leiter Orthopädie<br />

der Klinik Bad Wörishofen<br />

Orthopädische Rehabilitation<br />

In der Fachklinik Bad Wörishofen führt<br />

die orthopädische Abteilung ambulante<br />

und stationäre Anschlussrehabilitationen<br />

(AHB) nach orthopädischen Operationen,<br />

traumatologischen Eingriffen und<br />

konservativen Behandlungen durch.<br />

Dazu gehören zum Beispiel Knie-, Hüftoder<br />

Schulter-Prothesen, schulterchirurgische<br />

Eingriffe und Bandscheiben-Operationen<br />

nach einem Bandscheibenvorfall<br />

oder bei chronischen Rückenschmerzen.<br />

Darüber hinaus wird auch die klassische<br />

orthopädische Rehabilitation angeboten.<br />

„Durch meine langjährige Tätigkeit in<br />

verschiedenen orthopädischen und unfallchirurgischen<br />

Akut-Kliniken habe ich<br />

eine große Erfahrung mit den entsprechenden<br />

Krankheitsbildern. Die Rehabilitanden<br />

profitieren davon, dass ich durch<br />

meine operative Tätigkeit fundierte<br />

Kenntnisse erworben habe, die ich in die<br />

Nachbehandlung einfließen lassen kann“,<br />

so Dr. Scheffold.<br />

„Wir möchten Rehabilitanden zu<br />

Experten in eigener Sache machen.“<br />

Prof. Dr. Jens Wagner,<br />

Chefarzt der Klinik Bad Wörishofen<br />

Rundum wohlfühlen<br />

Neben dem fachlichen Know-how und<br />

einer individuellen Rehabilitation nach<br />

modernsten therapeutischen Konzepten<br />

ist es für Dr. Scheffold ebenso wichtig,<br />

dass sich die Rehabilitanden in der Klinik<br />

rundum wohlfühlen. „Unser Haus liegt<br />

fernab von Lärm und Hektik im reizvollen<br />

Allgäuer Voralpenland. Bei freier Kapazität<br />

können auch Begleitpersonen<br />

unserer Rehabilitanden bei uns untergebracht<br />

werden. Und die vielen Freizeit-<br />

26 4 <strong>Unterallgäu</strong>


angebote in der näheren Umgebung sorgen<br />

für einen rundum gelungenen Mix“,<br />

fasst Dr. Scheffold den Rundum-Service<br />

zusammen.<br />

High-End-Reha für Herzpatienten<br />

Die kardiologische Abteilung wird seit<br />

2006 von Chefarzt Prof. Dr. Jens Wagner<br />

geleitet. Der renommierte Internist mit<br />

den Schwerpunkten Kardiologie, Pneumologie,<br />

Intensivmedizin und Prävention<br />

ist seit über zehn Jahren außerplanmäßiger<br />

Professor an der medizinischen<br />

Fakultät der Universität Würzburg. Unter<br />

seiner Führung wurde das Leistungsspektrum<br />

der Kardiologie in der Fachklinik<br />

kontinuierlich ausgebaut und bietet nun<br />

eine High-End-Reha für Herzerkrankungen<br />

an. Diese hohe Versorgungsqualität<br />

dokumentieren alle relevanten Zertifizierungen<br />

der entsprechenden Fachgesellschaften<br />

und eine besondere Expertise in<br />

der Betreuung von Herztransplantations-<br />

und Kunstherz-Patienten. Auch Dialysepatienten<br />

mit Herzerkrankungen können<br />

betreut werden. Zuletzt erhielt die Abteilung<br />

im Juni 2023 von der Deutschen<br />

Gesellschaft für Angiologie das Siegel<br />

„Klinik mit spezieller Gefäßexpertise“.<br />

Fachübergreifender Austausch<br />

„Zu uns kommen Menschen nach einem<br />

Herzinfarkt, Stent-, Bypass- oder Herzklappen-Operationen<br />

oder Menschen<br />

mit Herzmuskelschwäche und nach einer<br />

Lungenembolie. Zu unseren Rehabilitanden<br />

zählen auch besonders schwere Fälle<br />

mit Kunstherz oder nach einer Transplantation,<br />

die nicht in jeder Klinik betreut<br />

werden können“, fasst der Chefarzt<br />

das breite kardiologische Behandlungsspektrum<br />

zusammen. Hier sind Teamwork<br />

aller Berufsgruppen und ein ständiger<br />

Austausch gefragt. „Wir haben den<br />

Menschen ganzheitlich im Blick“, sagt<br />

Prof. Dr. Wagner und ergänzt: „Alles in<br />

allem möchten wir die Rehabilitanden<br />

während ihres Aufenthaltes bei uns zu<br />

Experten in eigener Sache und wieder fit<br />

für den Alltag machen. Das größte Lob<br />

für uns ist deshalb, wenn wir das Hand in<br />

Hand nachhaltig erreichen und die Menschen<br />

bei uns neue Lebenskraft und Lebensfreude<br />

schöpfen können.“ ■<br />

Klinik Bad Wörishofen<br />

Meike Winter<br />

Fachklinik für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und<br />

Orthopädie<br />

Tannenbaum 2<br />

86825 Bad Wörishofen<br />

Telefon 08247 9990<br />

klinik-bw@drv-schwaben.de<br />

www.klinik-badwoerishofen.de<br />

BILDER: PHILIP HERZHOFF<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

27 5


Illerbeuren | Bauernhofmuseum<br />

Die Zeit vergessen im<br />

Schwäbischen Bauernhofmuseum<br />

Illerbeuren<br />

Südlich von Memmingen, inmitten des liebenswerten Illerwinkels, liegt das Schwäbische Bauernhofmuseum. Mit seinen inzwischen<br />

über 30 historischen Gebäuden ist es nicht nur eines der schönsten, sondern auch eines der ältesten Museen dieser Art in Süddeutschland.<br />

BILD : TANJA KUTTER/BAUERNHOFMUSEUM<br />

Vom Heimatmuseum zu Freilichtmuseum<br />

Was bereits 1948 mit der Gründung eines<br />

Heimatvereins begann, entwickelte sich<br />

über die Jahrzehnte vom kleinen Heimatmuseum<br />

inmitten des Dorfs zum heutigen<br />

Freilichtmuseum. Im ersten `Bauernhofmuseum´<br />

konnte zu anfangs nur das<br />

Erdgeschoss besichtigt werden, da die<br />

oberen Räume noch immer bewohnt waren.<br />

Nach und nach wuchs das Museum<br />

und entwickelte sich weiter. Mit viel Liebe<br />

und Schweiß wurden immer mehr Gebäude<br />

hierher versetzt um hier in Illerbeuren<br />

für immer verweilen zu dürfen.<br />

Nach und nach wuchs das einstige Museum<br />

so zu einem der bedeutendsten<br />

Freiluftmuseen in Deutschland. Es entstanden<br />

eigene Werkstätten, eine selbständige<br />

Landwirtschaft und es wurde<br />

vermehrt ein museumspädagogisches<br />

Programm angeboten. Im Laufe der Jahre<br />

kam ein altes Windrad, ein Wasserpumphaus<br />

und vieles mehr dazu, um die Technik<br />

auf dem Land darzustellen und für<br />

kommende Generationen zu erhalten.<br />

Ein lebendiges Museum<br />

Es ist ein lebendiges Museum, alles andere<br />

als langweilig. Verteilt über das gesamte<br />

Jahr finden zahlreiche Veranstaltungen<br />

statt. Neben Vorführungen und Veranstaltungen<br />

wie der Obsttag, bei denen<br />

man viel über Sorten und Anbau erfahren<br />

kann, gibt es ein spannendes Ferienprogramm<br />

und allerlei Kurse wie Käseherstellung,<br />

Brotbacken oder auch wie man<br />

seine eigene Sense dengelt.<br />

Alle 25 Jahre wieder<br />

Ein besonderes Schmankerl ist das Illerbeurer<br />

Festspiel, das nur alle 25 Jahre aufgeführt<br />

wird. Inmitten des Museums<br />

wird das Freilichtspiel, das über Angst,<br />

Verzweiflung und Aberglaube, aber auch<br />

über die Hoffnung auf die Zukunft erzählt<br />

aufgeführt. Illerbeuren spielt hier<br />

seine Geschichte aus dem 30jährigen<br />

Krieg nach.<br />

In diesem Jahr wirkten wieder über 300<br />

Freiwillige mit. Die Laienschauspieler,<br />

unterstützt von zahlreichen Musikern,<br />

gaben ihr Bestes, um dem Stück unter der<br />

Leitung des Regisseurs Richard Aigner<br />

leben einzuhauchen. All dies wäre natürlich<br />

ohne die vielen ehrenamtlichen Helfer<br />

im Hintergrund nicht möglich gewesen.<br />

Bei den Illerbeurern Festspielen<br />

kommt alles zusammen: Dorfbewohner<br />

aus allen Generationen geben alles und<br />

lassen die Geschichte der <strong>Regio</strong>n in diesem<br />

historischen Freilichtmuseum zum<br />

Leben erwachen.<br />

Günther Hammes<br />

28 <strong>Unterallgäu</strong>


Nissan<br />

Townstar Tekna<br />

Der Nissan<br />

Townstar Kombi<br />

Immer flexibel bleiben<br />

Das neue Nissan Flex Auto-Abo<br />

NISSAN FLEX Das neue Abo-Modell ist die unkomplizierteste<br />

Art, in den Genuss Ihres Nissan<br />

Traumautos zu kommen. Statt zu kaufen oder zu<br />

leasen, können Sie es ganz einfach im Abo mieten.<br />

Nissan Townstar Kombi: Kraftstoffverbrauch (l/100 km): niedrig: 8,1, mittel: 6,4–6,3, hoch:<br />

5,9–5,8, Höchstwert: 7,4–7,3, kombiniert: 6,8–6,7; CO₂-Emissionen kombiniert (g/km): 154–<br />

152 (nach gesetzl. Messverfahren, Werte nach WLTP). Weitere Informationen erhalten Sie<br />

bei Ihrem Nissan Händler oder auf www.nissan.de<br />

Fahrzeug-Abo Nissan Flex<br />

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Neben der klassischen Autovermietung aller<br />

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für den Autovermietung Privat- und Gewerbekunden<br />

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Autohaus Privat- und Rabus<br />

Gewerbe-<br />

auch ein<br />

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drei<br />

flexibles Monaten Fahrzeug-Abo an. Das NissanFlex-Abo mit Laufzeiten enthält ab drei<br />

sämtliche<br />

Kosten an. Das für NissanFlex-Abo Nutzung, Versicherung, enthält sämt-<br />

Reifen<br />

Monaten<br />

liche und Kosten Wartung für während Nutzung, der Versicherung, Laufzeit, lediglich Reifen<br />

Sprit<br />

und oder Wartung Ladestrom während trägt der Laufzeit, Mieter selbst. lediglich „Die Sprit<br />

Abos<br />

oder werden Ladestrom abgeschlossen, trägt der Mieter um z.B. selbst. ein „Die Elektroauto Abos<br />

werden vor dem abgeschlossen, endgültigen um Kauf z.B. erstmal ein Elektroauto<br />

kennenzulernen,<br />

dem um endgültigen einen kurzfristigen Kauf erstmal Fahrzeugbedarf kennenzu-<br />

im<br />

vor<br />

lernen, Betrieb um abzudecken einen kurzfristigen oder um Fahrzeugbedarf einen temporären im<br />

Betrieb Dienstwagen abzudecken für die oder Probezeit um einen eines temporären<br />

neuen Mitarbeiters<br />

bereitzustellen“, für die Probezeit erläutert eines neuen Nutzfahr-<br />

Mit-<br />

Dienstwagen<br />

arbeiters zeug-Berater bereitzustellen“, Stefan Schütz. erläutert Das Autohaus Nutzfahr-<br />

Rabus<br />

zeug-Berater bevorratet zahlreiche Stefan Schütz. Modelle Das Autohaus und Varianten, Rabus<br />

um<br />

bevorratet auf Kundenanfragen zahlreiche Modelle kurzfristig und Varianten, reagieren um<br />

zu<br />

auf können.<br />

Kundenanfragen kurzfristig reagieren zu<br />

können.<br />

Autohaus Rabus – Autovermietung Rapaja<br />

Autohaus Rabus – Autovermietung Rapaja<br />

Erleben Sie Sie die die Freiheit auf vier Rädern mit unserer Autovermietung. Ob Abenteuerlust<br />

Erleben Sie die Freiheit auf vier Rädern mit unserer Autovermietung. Ob Abenteuerlust<br />

auf auf Reisen mit mit unseren Campern oder Transportaufgaben im Alltag mit unseren<br />

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Gewerbefahrzeugen, ob ob Allrad-Fahrzeug für den Winter oder eine komfortable<br />

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Limousine für für die die Reise, ob ob kompaktes Stadtauto oder geräumiger 8-Sitzer für die ganze<br />

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Familie –– bei bei uns uns finden Sie Sie das richtige Fahrzeug für jeden Anlass. Mieten Sie flexibel,<br />

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und überzeugen Sie sich selbst. Wir freuen uns drauf, Sie auf der Straße zu begleiten.<br />

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Klassische<br />

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Autovermietung<br />

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Anhängelast<br />

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Antriebe Antriebe<br />

Anhänger und Zubehör<br />

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AUTOHAUS<br />

AUTOHAUS RABUS<br />

RABUS E.K.<br />

E.K.<br />

Schumacherring<br />

Schumacherring 2<br />

2 l<br />

l 87700<br />

87700 Memmingen<br />

Memmingen<br />

Telefon: 08331 750 90-0 | www.autohaus-rabus.de<br />

Telefon: 08331 750 90-0 | www.autohaus-rabus.de<br />

AUTOHAUS<br />

AUTOHAUS RABUS<br />

RABUS GMBH<br />

GMBH<br />

Lenzfrieder<br />

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Str. Str.<br />

Str. 70–72<br />

70–72<br />

l l 87437<br />

87437 Kempten<br />

Kempten<br />

Telefon: 0831 99 09 39-0 www.autohaus-rabus.de<br />

Telefon: 08319999090939-0 39-0 | | www.autohaus-rabus.de<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

29 2


<strong>Unterallgäu</strong> | Finanzdienstleistungen<br />

Aus der <strong>Regio</strong>n für die <strong>Regio</strong>n<br />

Die VR-Banken im <strong>Unterallgäu</strong> – hohe Kompetenz in sechs Filialnetzen |<br />

persönliche Ansprechpartner für Firmenkunden<br />

Volks- und Raiffeisenbanken (VR-Banken)<br />

sind fester Bestandteil der Wirtschaft im<br />

<strong>Unterallgäu</strong>. Zahlreiche mittelständische<br />

Unternehmen, zum Großteil Familienunternehmen,<br />

wurzeln hier, ebenso kleine<br />

und Kleinstunternehmen sowie einige<br />

Hidden Champions, die als Weltmarktführer<br />

international unterwegs sind. „Sie<br />

alle finden in den regionalen Filialnetzen<br />

der VR-Banken kompetente Ansprechpartner,<br />

die zuhören können, um individuelle,<br />

bedarfsgerechte Lösungen für das<br />

jeweilige Anliegen zu finden“, erklärt Jan<br />

Wanner, Vorsitzender des Kreisverbands<br />

<strong>Unterallgäu</strong>, in welchem die sechs Volksund<br />

Raiffeisenbanken organisiert sind..<br />

Deren großes Plus: Ihre Firmenbetreuer<br />

kennen die <strong>Regio</strong>n aus dem Effeff, sind<br />

gut vernetzt und gleichzeitig physisch an-<br />

wesend. Sie – wie übrigens alle Mitarbeitenden<br />

– fühlen sich dem Grundsatz der<br />

VR-Banken als Genossenschaft verpflichtet:<br />

Wir wollen unsere Mitglieder fördern.<br />

Was einer alleine nicht schafft,<br />

das schaffen wir gemeinsam<br />

<strong>Regio</strong>nal sind die VR-Banken fest verwurzelt.<br />

Gleichzeitig greifen die einzelnen<br />

selbständigen Filialnetze sowie der Kreisverband<br />

bei Themen wie Internationalität,<br />

grenzüberschreitende Finanzierung, Geldanlage<br />

oder Bausparverträge auf die Expertise<br />

der Genossenschaftlichen VR-Finanz-<br />

Gruppe zurück. Mit Partnern wie der Fondsgesellschaft<br />

Union Invest, der Bausparkasse<br />

Schwäbisch Hall oder dem Finanzierer<br />

VR Smart Finanz für einfachste Mittelstandslösungen,<br />

um nur einige zu nennen.<br />

Ob bundesweit oder auf Landkreisebene,<br />

die VR-Banken verbinden gekonnt individuelle<br />

und persönliche Betreuung mit modernem,<br />

digitalem Bankwesen. Auf Kreisebene<br />

wurde erst kürzlich ein gemeinsames<br />

Vorgehen bei den gefürchteten kriminellen<br />

Geldautomaten-Sprengungen abgestimmt.<br />

Die <strong>Unterallgäu</strong>er Volks- und<br />

Raiffeisenbanken werden den Gelddieben<br />

durch den Einsatz von Färbetechnik Einhalt<br />

gebieten. „Eine gute Lösung“, erklärt<br />

Jan Wanner. „Wir wollen jegliche Sprengung<br />

verhindern, um Anwohner und zufällig<br />

vorbeigehende Passanten nicht zu<br />

gefährden. Diebe können mit eingefärbten<br />

Geldscheinen nichts anfangen, machen<br />

also keine Beute. So erledigt sich das Thema<br />

von selbst. Für mich ein kleines Beispiel,<br />

wie wir gemeinsam mehr als einer<br />

alleine erreichen können.“<br />

Sigrid Leger<br />

30 <strong>Unterallgäu</strong>


VR-Bank Memmingen eG<br />

196 Mitarbeitende in 8 Filialen und 6 SB-<br />

Filialen: Die VR-Bank Memmingen ist ein<br />

starker Finanzpartner für Unternehmen in<br />

Memmingen und im <strong>Unterallgäu</strong>. Am Flughafenkreisel<br />

in Memmingerberg baut sie<br />

derzeit drei Gewerbeimmobilien. Dort finden<br />

ab Ende 2023 die örtliche Filiale Memmingerberg<br />

ihren Platz sowie ein Teil der Verwaltung<br />

mit 80 Beschäftigten. Darunter auch<br />

fachkundige Firmenberater, die mit Unternehmen<br />

individuelle Lösungen erörtern.<br />

„Wir denken lösungs- und nicht<br />

problemorientiert.“<br />

Michael Dobler,<br />

Firmenkundenberater<br />

Nach seiner VR-Bank-Ausbildung in<br />

Memmingen durchlief Michael Dobler als<br />

Firmenkundenberater in München sämtliche<br />

Segmente und schloss seine berufsbegleitenden<br />

Studiengänge ab. Mit Frau<br />

und Tochter zog er zurück in die Heimat.<br />

Seit 2022 ist er der <strong>Spezial</strong>ist für Fördermöglichkeiten,<br />

Unternehmensfinanzierungen<br />

und -nachfolgen.<br />

Michael Dobler, Firmenkundenberater<br />

VR-Bank Memmingen<br />

Telefon 08331 8200-0<br />

info@vr-memmingen.de<br />

www.vr-memmingen.de<br />

BILDER: VR-BANK MEMMINGEN EG<br />

Raiffeisenbank Pfaffenhausen eG<br />

Wir sind eine moderne, leistungsfähige<br />

und ausschließlich regional tätige Bank.<br />

Unser hervorragend ausgebildetes Team von<br />

56 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern bildet<br />

das Gesicht der Bank. Seit 118 Jahren stellen<br />

wir die Wünsche und Ziele unserer Kunden<br />

in den Mittelpunkt unseres Handelns.<br />

Mit der genossenschaftlichen Philosophie<br />

beraten wir fair, transparent und auf Augenhöhe<br />

unserer Kunden. Wir arbeiten dort,<br />

wo wir wohnen.<br />

„Entscheidungen treffen wir<br />

schnell und unkompliziert.“<br />

Edgar Huber,<br />

Bereichsleiter Firmenkunden<br />

Seit seiner Ausbildung 1994 in der<br />

Raiffeisenbank Pfaffenhausen und nach<br />

mehreren berufsbegleitenden Studiengängen<br />

ist Edgar Huber seit Juli 2021<br />

Bereichsleiter Firmenkunden.<br />

Die Nähe zu den Kunden ist ihm sehr<br />

wichtig; sein Team pflegt die Kontakte<br />

nicht nur geschäftlich, sondern auch<br />

privat.<br />

Edgar Huber, Firmenkundenberater<br />

Raiffeisenbank Pfaffenhausen eG<br />

Telefon 08265 9699-302<br />

edgar.huber@rb-pfaffenhausen.de<br />

www.rb-pfaffenhausen.de<br />

BILDER: RAIFFEISENBANK PFAFFENHAUSEN EG<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

31


Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG<br />

Wir das „starke Herz Schwabens“ sind<br />

24 Mal – mit 12 Geschäftsstellen und<br />

12 SB-Filialen – für unsere Kunden da.<br />

Die Geschäftsstelle Erkheim bietet alle<br />

Dienstleistungen einer Bank aus einer Hand.<br />

Von A wie Aktien bis Z wie Zinsen.<br />

Wir unterstützen die lokale Wirtschaft<br />

und sind für 213 Mitarbeiterinnen und<br />

Mitarbeiter ein attraktiver Arbeitgeber.<br />

„Ich setze mich dafür ein, passende<br />

Finanzierungsmöglichkeiten für Ihr<br />

Vorhaben zu finden.“<br />

Alexander Binzer, Firmenkundenberater<br />

Alexander Binzer ist Ihr Firmenkunden-<br />

Ansprechpartner in Erkheim.<br />

Nach der Ausbildung hat er verschiedene<br />

Stellen vom Kundenberater, über<br />

Geschäftsstellenleiter, Wohnbaufinanzierungsberater<br />

bis zum Firmenkundenbetreuer<br />

bekleidet.<br />

Raiffeisenbank Schwaben Mitte eG,<br />

Geschäftsstelle Erkheim<br />

Telefon 08336 8026-20<br />

alexander.binzer@rb-schwaben.de<br />

www.rb-schwaben.de<br />

BILDER: RAIFFEISENBANK SCHWABEN MITTE EG<br />

Genossenschaftsbank<br />

<strong>Unterallgäu</strong> eG<br />

Mit Mindelheim als Sitz betreut die Genobank<br />

ihre Privat- und Firmenkunden mit<br />

173 Mitarbeitenden in 10 Geschäftsstellen.<br />

Wir sind der Partner der Menschen und<br />

Unternehmen vor Ort und begleiten sie bei<br />

der Verwirklichung ihrer Wünsche. „Ich sehe mich als Begleiter,<br />

Tobias Mayer kümmert sich seit 2001<br />

Möglichmacher und Sparringspartner.“<br />

Tobias Mayer,<br />

Prokurist und Bereichsleiter Kreditbank<br />

mit seinem 13-köpfigen Team um die<br />

Bedürfnisse unserer Firmenkunden,<br />

ob Finanzierung, Geldanlage, Zahlungsverkehr,<br />

Absicherung oder Vorsorge.<br />

Tobias Mayer, Prokurist und<br />

Bereichsleiter Kreditbank<br />

Genossenschaftsbank <strong>Unterallgäu</strong> eG<br />

Telefon 08261 7659-1184<br />

tobias.mayer@genosbank.de<br />

www.genobank-unterallgaeu.de<br />

BILDER: GENOBANK UNTERALLGÄU EG<br />

32 <strong>Unterallgäu</strong>


Raiffeisenbank im Allgäuer Land eG<br />

Mit 20 Filialen und 200 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeitern sind wir breit aufgestellt.<br />

Die Raiffeisenbank im Allgäuer Land ist der<br />

heimischen Wirtschaft verpflichtet: Unsere<br />

<strong>Spezial</strong>isten für Firmenkunden sind in sechs<br />

Hauptgeschäftsstellen persönlich für Sie da.<br />

Wir erarbeiten gemeinsam mit unseren<br />

Kunden maßgeschneiderte Strategien.<br />

Im Mittelpunkt steht immer der Mensch.<br />

„Schön, wenn man da etwas<br />

bewegen kann, wo man lebt.“<br />

Florian Bircheneder,<br />

Prokurist und Firmenkundenberater<br />

Nach seiner Ausbildung zum Bankkaufmann<br />

hat Florian Bircheneder seinen<br />

Werdegang zum Firmenkundenberater im<br />

Allgäuer Land mit den erforderlichen Seminaren<br />

und berufsbegleitenden Studiengängen<br />

erfolgreich abgeschlossen.<br />

Seit 2021 ist er Prokurist und Leiter<br />

unseres <strong>Regio</strong>nalmarktes Haldenwang.<br />

Florian Bircheneder, Prokurist<br />

und Firmenkundenberater<br />

Raiffeisenbank Allgäuer Land eG<br />

Telefon 08373 9202-0<br />

info@rb-allgaeuerland.de<br />

www.rb-allgaeuerland.de<br />

BILDER: RAIFFEISENBANK IM ALLGÄUER LAND EG<br />

Raiffeisenbank Türkheim eG<br />

Die Raiffeisenbank Türkheim ist mit 35<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in fünf<br />

Filialen die Bank vor Ort.<br />

Kurze, schnelle<br />

Entscheidungswege<br />

und persönliche<br />

Ansprechpartner<br />

machen sie zum<br />

idealen Partner für<br />

Unternehmen.<br />

„Jedes Unternehmen hat andere Ziele,<br />

deshalb müssen Lösungen individuell sein.“<br />

Alfred Schmid,<br />

Prokurist<br />

Alfred Schmid begann 1992 seine<br />

Ausbildung bei der Raiffeisenbank Türkheim.<br />

Kontinuierliche und umfangreiche<br />

Weiterbildung sowie seine lang jährige<br />

Erfahrung machen ihn zum kompetenten<br />

Ansprechpartner für alle Unternehmen<br />

in der <strong>Regio</strong>n.<br />

Alfred Schmid, Prokurist<br />

Raiffeisenbank Türkheim eG<br />

Telefon 08245 9667-26<br />

alfred.schmid@rb-tuerkheim.de<br />

www.rb-tuerkheim.de<br />

BILDER: RAIFFEISENBANK TÜRKHEIM EG<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

33


Bad Wörishofen | Attraktiver Standort<br />

Bad Wörishofen – ein<br />

attraktiver Standort<br />

Wir alle kennen Bad Wörishofen als den Standort für Kur- und Erholungsaufenthalte.<br />

Aber neben einer perfekten Palette für Touristen aus dem In- und Ausland bietet die<br />

Kurstadt auch eine hohe Attraktivität für Unternehmen der verschiedensten Arten.<br />

Tourismus als stabile Säule<br />

Mit über 153.000 Ankünften und über<br />

650.0000 Gästeübernachtungen in 2019<br />

gehört Bad Wörishofen ohne Zweifel zu<br />

einem der bekanntesten Kurorte unseres<br />

Landes. Und dank des guten Rufs von<br />

Pfarrer Sebastian Kneipp kommen die<br />

Gäste nicht nur aus Deutschland, sondern<br />

aus zahlreichen Nachbarländern und teils<br />

bis aus Übersee, um die Ruhe und Erho-<br />

lung hier im <strong>Unterallgäu</strong> zu genießen.<br />

Nach den schwierigen Corona-Jahren ist<br />

Bad Wörishofen heute wieder das Ziel<br />

vieler Ruhesuchenden, die sich getreu<br />

dem Motto von Pfarrer Sebastian Kneipp<br />

„Gesund leben mit der Natur“ ihre Kräfte<br />

zurückholen wollen. Wer heute zum<br />

Kneippen nach Bad Wörishofen geht, den<br />

erwartet ein modernes und allumfängliches<br />

Therapiekonzept, und seinen Lebens -<br />

wandel nachhaltig zu unterstützen.<br />

Wirtschaftsstandort Bad Wörishofen<br />

Trotz der Berühmtheit und der stabilen<br />

Säule des Tourismus hat sich Bad Wörishofen<br />

in den letzten Jahren auch stark auf<br />

andere Wirtschaftsbereiche ausgerichtet.<br />

Sie Stadt hat sich zu einem interessanten<br />

Investitionsstandort entwickelt. Möglich<br />

wird dies nicht zuletzt durch eine relativ<br />

unbürokratische Hilfe bei der Unternehmensansiedlung,<br />

der Suche nach geeig-<br />

34 2 <strong>Unterallgäu</strong>


BILDER : KUR- UND TOURISMUSBETRIEB BAD WÖRISHOFEN<br />

neten Gewerbeflächen und der positiven<br />

Einstellung gegenüber neuen Unternehmen.<br />

Bad Wörishofen hat mehr als nur<br />

einen Joker im Ärmel, wenn es um die<br />

Attraktivität des Standorts geht. Neben<br />

der verkehrstechnisch günstigen Lage an<br />

der A96, auf der die Metropole München<br />

oder auch Augsburg nur einen Katzensprung<br />

entfernt ist, befindet sich bei<br />

Memmingen in unmittelbarer Nähe der<br />

Allgäu Airport, der seinerseits von der<br />

immer größeren Beliebtheit der <strong>Regio</strong>n<br />

profitiert. Die Kurstadt liegt nahe genug<br />

an München um bei Wunsch die kulturellen<br />

Vorteile einer Großstadt zu genießen,<br />

aber weit genug entfernt, um sich<br />

die Mieten für eine schöne Wohnung<br />

oder Häuschen noch leisten zu können.<br />

Nicht umsonst haben sich zahlreiche<br />

Unternehmen hier niedergelassen und<br />

werben mit dem Standort um neue Mitarbeiter.<br />

240 % – ein Hebesatz der für Nachfrage sorgt<br />

Bad Wörishofen ist sich seiner Bedeutung<br />

bewusst und hat daher vor einigen<br />

Jahren beschlossen, den Hebesatz für die<br />

Gewerbesteuer auf 240 zu senken. Damit<br />

entlastet die Gemeinde die ansässigen<br />

Unternehmen enorm und gibt diesen<br />

wiederum die Möglichkeit freiwerdende<br />

Gelder zu reinvestieren. Mit dem Hebesatz<br />

von 240, der nur knapp über dem<br />

gesetzlich vorgeschriebenen Mindestsatz<br />

von 200 liegt, zeigt Bad Wörishofen den<br />

Unternehmen, dass sie hier willkommen<br />

sind und bietet ihnen neben den zahlreichen<br />

weiteren Vorteilen der Kurstadt<br />

einen bedeutenden finanziellen Spielraum.<br />

Hohe Lebensqualität<br />

Chapeau Bad Wörishofen, für die hohe<br />

Lebensqualität in dieser Stadt. Umgeben<br />

von jeder Menge Natur mit hohem Freizeitwert,<br />

nahe an München und Augs-<br />

burg und auch der schöne Bodensee oder<br />

die Allgäuer Alpen sind nicht weit entfernt<br />

– wer möchte nicht gerne hier leben.<br />

Die Kurstadt hat Flair und punktet<br />

mit ihren vielen Park- und Grünanlagen.<br />

Des Weiteren laden ein Freibad und zahlreiche<br />

schöne Plätze zum Durchatmen<br />

und entspannen ein. Hier lässt sich das<br />

Leben genießen, alle Einkaufsmöglichkeiten<br />

sind vorhanden und auch kulturell hat<br />

die Stadt einiges zu bieten. Vorzüge, die<br />

heute mehr denn je von den Mitarbeitenden<br />

in Unternehmen geschätzt werden.<br />

Besonders vor dem Hintergrund des<br />

Fachkräftemangels ist es wichtig, dass<br />

Unternehmen mit eben diesen Werten<br />

glänzen können. Denn wo wollen Sie lieber<br />

mit Ihrer Familie leben und Ihre Kinder<br />

aufwachsen sehen? In der Großstadt<br />

mit all dem Gedränge und den Nachteilen<br />

oder in einem Umfeld, wo sich die<br />

Menschen am Morgen grüßen und noch<br />

echte Werte gelebt werden?<br />

Günther Hammes<br />

<strong>Unterallgäu</strong> 2 | 2022<br />

15 3<br />

35


Markt Erkheim | Kommunale Entwicklung<br />

Tradition, erfrischend<br />

anders interpretiert<br />

3.300 Einwohner, über 50 Vereine und vielseitiges Gewerbe –<br />

in Markt Erkheim lässt es sich attraktiv leben und wirtschaften<br />

Schon als die Gemeinde Erkheim 1906 den Titel „Markt“ bei Prinzregent Luitpold von<br />

Bayern beantragte, überzeugten die bunte Vielfalt an örtlich ansässigem Gewerbe und die<br />

zahlreichen Vereine. Noch heute überraschen der Markt und seine drei Ortsteile Arlesried,<br />

Daxberg und Schlegelsberg mit über 50 aktiven Vereinen und einem starken Wirtschaftsleben.<br />

Die Bürgerinnen und Bürger der Kommune verbinden Tradition zudem gerne mal<br />

mit erfrischend anderen Wegen. Das beweisen ein Unverpackt-Laden, das von einem<br />

Förderverein betriebene Mitglieds-Freibad, ein bereits seit 15 Jahren bestehendes Nahwärmenetz<br />

oder gewerbliche Aktivitäten im Bereich Öko-Holzhaus und Tiny-House-Bau.<br />

„Unser aktives Vereinsleben ist eine<br />

Stärke, die sich auf alle hier in<br />

Erkheim positiv auswirkt. Dafür<br />

danke ich allen Ehrenamtlichen!“<br />

Christian Seeberger,<br />

Erster Bürgermeister Erkheim<br />

Markt Erkheim hat viel zu bieten. Verkehrsgünstig<br />

gelegen an der Autobahn A<br />

96, nur 15 Kilometer entfernt vom Allgäu<br />

Airport. Drei Kilometer vom Ortskern<br />

entfernt liegt der Bahnhof Sontheim an<br />

der Bahnstrecke Memmingen-München,<br />

der seit Mai 2023 über den neuen interkommunalen<br />

Radweg sicher erreicht<br />

werden kann. Wer Erkheim und Umgebung<br />

zu Fuß erkunden möchte, der nutzt<br />

am besten den neun Kilometer langen<br />

Glücksbaum-Rundweg, der sich mit ei-<br />

nem Besuch im Dorfschulmuseum, im<br />

großflächigen Wasenmoos und in der<br />

Erkheimer Wassertretanlange abrunden<br />

lässt.<br />

Moderner Gewerbe- und Wirtschaftsstandort<br />

Bei der Anreise von Süden sticht Europas<br />

größter Holzkopf ins Auge, gebaut von<br />

Erkheims größtem Arbeitgeber Baufritz.<br />

Weitere mittelständische Unternehmen,<br />

beispielsweise aus den Branchen Bau,<br />

Maschinenbau, Handwerk, Metallverarbeitung<br />

und Dienstleistung schätzen den<br />

Standort mit seiner verkehrsgünstigen<br />

Lage, der gut ausgebauten Infrastruktur<br />

und einem vielfältigen Kultur- und Freizeitangebot.<br />

Einzelhandel, Handwerksbetriebe,<br />

Dienstleistungssektor und Gastronomie<br />

sind breit aufgestellt, medizinische<br />

und tägliche Nahversorgung gesichert.<br />

Auch ein Hotel ist vorhanden – für eine<br />

Gemeinde mit 3.300 Einwohnern keineswegs<br />

selbstverständlich.<br />

36 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Buntes Vereinsleben<br />

„Wir sind ein attraktiver Wohn-und<br />

Wirtschaftsstandort, mit einem aktiven<br />

Vereinsleben“, betont Erkheims Bürgermeister<br />

Christian Seeberger. „Bei uns<br />

wird fleißig gearbeitet, denn viele haben<br />

immer noch einen landwirtschaftlichen<br />

Hintergrund. Aber auch gerne gelebt, gefeiert<br />

und gelacht.“ Von den über 50 Vereinen<br />

möchte er eigentlich keinen herausheben:<br />

„Jeder einzelne trägt dazu bei,<br />

dass die Menschen sich hier wohlfühlen,<br />

sich entfalten und verwirklichen können.<br />

Und im Vertrauen aufeinander auch mal<br />

erfrischend andere Wege gehen.“<br />

Und dann sprudelt es doch aus ihm heraus<br />

und er stellt einige dieser anderen<br />

Wege vor: Da ist der Kinderfleck-Verein,<br />

der einen öffentlichen Spielplatz unterhält.<br />

Das Erkheimer Vereinsfreibad, das<br />

Mitglieder aus nah und fern anlockt. Die<br />

Initiative Daxberger Ritterbier, mit der<br />

Geld für eine Kirchenrenovierung gesammelt<br />

wurde, oder das Arlesrieder<br />

Bier zur 50-Jahr-Feier der Eingemeindung.<br />

Und der Fußballverein, der – höchstklassig<br />

im gesamten <strong>Unterallgäu</strong> – in der Landesliga<br />

Südwest spielt. Sofort entschuldigt<br />

sich der Bürgermeister bei all den<br />

Vereinen, die jetzt nicht genannt wurden.<br />

Wärmekonzept Nahwärme<br />

Schon seit über 15 Jahren verfügt Erkheim<br />

über eine Nahwärmeversorgung<br />

mit Abwärme aus einer Biogasanlage, errichtet<br />

von einheimischen Unternehmen.<br />

Verbrauchsspitzen puffert eine Hackschnitzelanlage<br />

ab. „Eine zweite Anlage<br />

örtlicher Unternehmen ist bereits in Betrieb<br />

und eine weitere befindet sich in der<br />

Planungsphase“, erklärt Bürgermeister<br />

Christian Seeberger. „An die soll dann<br />

das neue Feuerwehrhaus angeschlossen<br />

werden.“ In der ersten Vorplanung ist das<br />

<strong>Regio</strong>nalwerk <strong>Unterallgäu</strong>, an der sich ak-<br />

tuell 30 Gemeinden beteiligen, darunter<br />

Erkheim. Zentrale Idee ist der Zusammenschluss<br />

mehrerer Gemeinden, um<br />

regionale Projekte der regenerativen<br />

Energieerzeugung aufzubauen, die alleine<br />

nicht möglich wären.<br />

Kulturelle Highlights in Erkheim<br />

Sigrid Leger<br />

Die Gemeinde Erkheim informiert ihre<br />

Bürgerinnen und Bürger über einen eigenen<br />

Videokanal. Jetzt reinschauen!<br />

Erkheimer Volksfest<br />

Immer am 2. Wochenende im Juli von<br />

Freitag bis Montag, veranstaltet von<br />

der Musikkapelle Markt Erkheim e.V.<br />

120 Jahre Sängerbund Erkheim und<br />

40 Jahre Allgäuer Bauernchor<br />

23.09.2023 Jubiläumskonzert in<br />

der Schulverbandshalle Erkheim<br />

Spatenstich im November 2022, Richtfest im Juni 2023 –<br />

im Frühjahr soll der Neubau des Feuerwehrhauses bezugsfertig sein.<br />

Standartenweihe und Bayerisches<br />

Patriotentreffen<br />

24.09.2023 zum ersten Mal in<br />

Erkheim, veranstaltet vom König-<br />

Ludwig-Verein Erkheim<br />

Klausenmarkt mit Umzug<br />

02. + 03.12.2023 auf der Marktstraße,<br />

veranstaltet von den Erkheimer<br />

Klausen e.V.<br />

Markt Erkheim<br />

Marktstraße 1<br />

87746 Erkheim<br />

Telefon 08336 805357-0<br />

rathaus@erkheim.de<br />

www.erkheim.de<br />

BILDER: MARKT ERKHEIM<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

37 3


Mindelheim | Elektromobilität<br />

Glänzende<br />

Aussichten!<br />

Der perfekte Start in ein erfolgreiches<br />

und spannendes Berufsleben<br />

Als weltweit vertretener Hersteller innovativer Produktionsund<br />

Automatisierungssysteme bietet die GROB-WERKE<br />

GmbH & Co. KG in Mindelheim erfahrenen Facharbeitern,<br />

Nachwuchskräften und Auszubildenden eine Chance auf<br />

einen Job mit Zukunft.<br />

38 <strong>Unterallgäu</strong>


<strong>Unterallgäu</strong><br />

39


„Die Kundenprodukte der<br />

Elektromobilität enthalten bisher<br />

eher selten eingesetzte SPS-<br />

Steuerungen. Das wird spannend!“<br />

Max Höbel, EAT<br />

In fast 100 Jahren hat sich GROB zu<br />

einem weltweit agierenden Unternehmen<br />

mit Standorten in Deutschland,<br />

Brasilien, China, Italien und den USA sowie<br />

einem Jahresumsatz von weit über<br />

einer Milliarde Euro entwickelt. Durch<br />

die jahrzehntelange Erfahrung als Hersteller<br />

für hocheffiziente Fertigungs- und<br />

Mon tage techniken ist GROB optimal für<br />

die Herausforderungen aufgestellt, die<br />

sich durch neue Antriebsformen ergeben.<br />

Das brandaktuelle Thema Elektromobilität<br />

ist kreativer Ansporn für serienreife<br />

Lösungen in der Produktion von Hybridund<br />

Elektroantrieben. Ebenso sind Montageanlagen<br />

für die Batterie- und Brennstoffzellentechnologie<br />

ein weiterer Teil<br />

der Produktpalette. Eine selbst entwickelte<br />

Software zur Digitalisierung und Vernetzung<br />

von Produktionsprozessen bereitet<br />

den Weg in eine digitale Zukunft.<br />

Nicht ohne Grund arbeiten führende<br />

Automobilhersteller mit den GROB-<br />

WERKEN aus Mindelheim zusammen.<br />

Die Zukunft im Blick<br />

Der technologische Wandel vom Verbrennungs-<br />

hin zum Elektromotor stellt<br />

neue Ansprüche an die Fachkräfte bei der<br />

Entwicklung und Produktion von serienreifen<br />

Hybrid- und Elektroantrieben sowie<br />

leistungsfähiger Batteriezellen. „Aktuell<br />

stellt die Transformation hin zur<br />

Elektromobilität die größte Herausforderung<br />

für das Personalmanagement bei<br />

GROB dar“, so Karl Hempfer, Bereichsleiter<br />

Personalmanagement. Die Technologien<br />

der Elektromobilität bedeuten einen<br />

hohen Entwicklungsaufwand, was sich<br />

absehbar auch nicht ändern wird. Um<br />

den Ansprüchen einer neuen Zeit gerecht<br />

zu werden, wurde der Ausbildungsbereich<br />

der GROB-WERKE umgehend<br />

den Entwicklungen angepasst.<br />

Modernes Ausbildungszentrum<br />

Als einer der größten Arbeitgeber der<br />

<strong>Regio</strong>n bietet das Unternehmen Berufseinsteigern<br />

hervorragende Möglichkeiten.<br />

In einem hochmodernen Ausbildungszentrum,<br />

das mit innovativer Tech nologie<br />

ausgestattet ist, wird der Nachwuchs für<br />

die technischen und gewerblichen Bereiche<br />

ausgebildet und für die Zukunft fit<br />

gemacht.<br />

Auf den Transformationsprozess im<br />

Produktspektrum wurde mit sofortigen<br />

Anpassungen im Ausbildungsprozess re-<br />

„Als ich mich beworben habe, hätte<br />

ich mir nicht vorstellen können, dass<br />

die Inbetriebnahme einer Anlage<br />

zur Herstellung von Kupferdrähten<br />

für die E-Mobilität zu meinen<br />

Aufgabengebieten zählen wird.<br />

Unglaublich spannende Themen<br />

kommen da auf uns zu!“<br />

Celina Schwarz, IM<br />

agiert. Daher stehen nun drei verschie -<br />

dene Robotersysteme, zwei kollaborative<br />

Roboter und ein Fertigungsmodul zur<br />

Herstellung von Hairpin-Werkstücken<br />

im Ausbildungszentrum zu Trainingszwecken<br />

zur Verfügung.<br />

Diese Azubi-Benefits bietet GROB<br />

• Modernes Ausbildungszentrum<br />

• Events und Trainings<br />

• Flexible Arbeitszeiten<br />

• Fahrtkostenzuschuss<br />

• Wohnungszuschuss sowie<br />

Übernahme von Umzugskosten<br />

• Monatliche Essenspauschale<br />

• Zuschuss für Fitnessstudio<br />

• GROB-Leasingfahrzeug für die<br />

besten Azubis<br />

40 <strong>Unterallgäu</strong>


„Die Montageanlagen der<br />

Elektromobilität sind ein wahres<br />

Eldorado für einen Mechatroniker.<br />

Hier kann man sich mal<br />

richtig austoben.“<br />

Andreas Alstetter, MT<br />

Ausbildungsberufe (m/w/d)<br />

Neben Elektronikern und Mechatronikern<br />

werden bei GROB auch Fachkräfte<br />

in anderen Bereichen ausgebildet.<br />

• Elektroniker<br />

• Fachinformatiker<br />

• Fachkraft für Lagerlogistik<br />

• Industriekaufleute<br />

• Industriemechaniker<br />

• Konstruktionsmechaniker<br />

• Mechatroniker<br />

• Technische Produktdesigner<br />

• Werkstoffprüfer<br />

• Zerspanungsmechaniker<br />

• Duale Studiengänge<br />

(Elektro- und Informationstechnik,<br />

Maschinenbau, Mechatronik,<br />

Wirtschaftsingenieurwesen)<br />

Langeweile – nicht bei GROB<br />

Die Auszubildenden durchlaufen während<br />

ihrer 3,5-jährigen Lehrzeit verschiedene<br />

Fachabteilungen. Die Rotation mit<br />

variierenden Aufgabenfeldern sorgt nicht<br />

nur für Abwechslung, sondern hilft den<br />

Azubis dabei, ihre jeweiligen Stärken und<br />

Interessen zu erkennen. Auf eine spannende<br />

Zukunft freut sich auch Max<br />

Höbel. Es werde interessant, da für die<br />

Elektromobilität seltene SPS-Steuerungen<br />

eingesetzt würden, so der angehende<br />

Elektroniker für Automatisierungstechnik.<br />

Auch Marie-Christin Müller-Zurlinden<br />

freut sich über die herausfordernden<br />

Aufgaben: „Die Kundenwerkstücke der<br />

Elektromobilität bedeuten für uns Werkstoffprüfer<br />

neuartige Mess- und Prüfverfahren.“<br />

Eine besondere Chance für<br />

die Auszubildenden bietet ein mehrwöchiges<br />

Azubi-Austausch-Programm. In<br />

Kooperation mit den GROB-WERKEN<br />

in den USA, Brasilien und China kann<br />

schon während der Ausbildung wertvolle<br />

Auslandserfahrung gesammelt werden.<br />

Auf die berufliche Zukunft bestens vorbereitet<br />

Mit einer spannenden und hervorragenden<br />

Ausbildung in eine glänzende Zukunft,<br />

darauf freut sich auch die Auszubildende<br />

Celina Schwarz: „Unglaublich<br />

spannende Themen kommen da auf uns<br />

zu.“ Und Andreas Alstetter ergänzt: „Die<br />

Montageanlagen der Elektromobilität sind<br />

„Die Kundenwerkstücke der<br />

Elektromobilität bedeuten für uns<br />

Werkstoffprüfer neuartige<br />

Mess- und Prüfverfahren.<br />

Eine anspruchsvolle, aber hochinteressante<br />

Aufgabe.“<br />

Marie-Christin Müller-Zurlinden, WP<br />

ein wahres Eldorado für einen Mechatroniker.“<br />

Dass den Auszubildenden nach<br />

erfolgreichem Abschluss eine glänzende<br />

Zukunft winkt, zeigt die Übernahmequote<br />

von GROB: Von über 2.000 ehemaligen<br />

Auszubildenden ist der Großteil<br />

nach wie vor im Unternehmen beschäftigt.<br />

Heute genießen sie die vielen Vorteile<br />

des Unternehmens, wie beispielsweise<br />

zahlreiche Förder- und Weiterbildungsangebote.<br />

Denn nicht nur während der<br />

Ausbildungszeit, sondern auch im Laufe<br />

der weiteren Berufspraxis werden interne<br />

oder externe Schulungen, die auf die Bedürfnisse<br />

jedes Einzelnen abgestimmt<br />

sind, angeboten.<br />

■<br />

GROB-WERKE GmbH & Co. KG<br />

Industriestraße 4<br />

87719 Mindelheim<br />

Telefon 08261 996-0<br />

info@de.grobgroup.com<br />

www.grobgroup.com<br />

Günther Hammes<br />

BILDER: GROB-WERKE GMBH & CO.KG<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

41 5


<strong>Unterallgäu</strong> | Erlebnis<br />

Zum Glück im <strong>Unterallgäu</strong><br />

Während es in den Allgäuer Bergen immer voller wird, genießen mehr und mehr Menschen die Natur, die Stille und die Kultur des<br />

<strong>Unterallgäu</strong>s. 13 Glückswege ziehen sich quer durch diese <strong>Regio</strong>n und bringen Körper und Seele in Einklang.<br />

Immer mehr Touristen und auch Einheimische<br />

begeistern sich an der Schönheit<br />

und der Ursprünglichkeit des <strong>Unterallgäu</strong>s.<br />

Die Sehnsucht danach, sich eine<br />

Auszeit in der Natur zu gönnen und das<br />

Brauchtum einer <strong>Regio</strong>n zu erleben, ist<br />

nicht erst seit Corona ein Bedürfnis vieler<br />

Menschen. Wandern ist `IN´, ob in der<br />

Ferne oder in der Schönheit der Berge.<br />

Was aber, wenn diese Ziele so überlaufen<br />

sind, dass es kaum noch einen Fleck gibt,<br />

an dem man sich nicht erst hinter einem<br />

Influencer anstellen muss, um ein Erinne-<br />

rungsfoto zu machen? Dann suchen die<br />

Menschen eine Alternative – und eben<br />

diese haben sie, so scheint es, gefunden.<br />

In der lieblichen <strong>Regio</strong>n des <strong>Unterallgäu</strong>s.<br />

Seit Jahren steigen dort die Zahlen der<br />

Gästeübernachtungen und auch die Tagestouristen<br />

finden immer öfter hierher<br />

und genießen die Natur und die reizvollen<br />

Städte und Gemeinden mit ihren kulturellen<br />

Angeboten.<br />

Um dieser Nachfrage gerecht zu werden,<br />

geben sich die Verantwortlichen<br />

im Landkreis <strong>Unterallgäu</strong> alle Mühe<br />

und lassen sich gerne zu neuen Ideen<br />

inspirieren. So entstanden vor einigen<br />

Jahren die Glückwege im <strong>Unterallgäu</strong>.<br />

13 Routen führen durch eine bezaubernde<br />

Landschaft und geben den Besuchern<br />

die Möglichkeit, die Hektik<br />

und den Stress des Alltags hinter sich zu<br />

lassen. Hierbei haben sie die Wahl zwischen<br />

Glückswegen, die auf Schusters<br />

Rappen erlebt werden oder auch einigen<br />

Wegen, die sich mit dem Fahrrad<br />

erkunden lassen. Hier lässt sich der<br />

Stress des Alltags vergessen und neue<br />

Kraft tanken.<br />

42 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Erlebnis <strong>Unterallgäu</strong><br />

Das Schöne an den Glückswegen ist<br />

auch, dass sie durch zahlreiche Erlebnisorte<br />

geprägt sind. Je nach Weg finden<br />

sich hier historische Bauten wie Burgen<br />

und Schlösser oder auch Wassertretanlagen<br />

oder erfrischende Seen, Flüsse und<br />

Moore. Das Netz der Glückswege bildet<br />

einen Erlebnisraum, in dem der Besucher<br />

ein umfassendes Angebot an schönen Erfahrungen<br />

nutzen kann. Die Partnergemeinden,<br />

die die Glückwege betreuen,<br />

können sich individuell präsentieren,<br />

sind aber dennoch durch die Wege wie<br />

auf einer Perlenkette miteinander verbunden.<br />

Tourismus für die <strong>Regio</strong>n<br />

Dass die Wege ein Glücksfall für den Tourismus<br />

sind, haben auch die Verantwortlichen<br />

des Landratsamtes erkannt. Hier<br />

wurde ein Konzept entwickelt und gemeinsam<br />

mit den Partnergemeinden finanziert,<br />

um die Glückswege noch bekannter<br />

zu machen. Denn die Glückswege<br />

sind nicht nur eine Wohltat für die Besucher,<br />

sondern auch ein Segen für die<br />

Wirtschaft. Von den Gästen profitiert,<br />

neben der zahlreichen Gaststätten am<br />

Wegesrand, auch die hier ansässige Hotellerie.<br />

Beide sollen künftig noch stärker<br />

in das Konzept mit eingebunden werden<br />

und so mehr Kaufkraft in die <strong>Regio</strong>n<br />

bringen.<br />

Beworben werden die Glückswege bereits<br />

mit einem Konzept, das sowohl<br />

Printmedien als auch Online-Auftritte<br />

einschließt. Eine gedruckte Übersichtskarte<br />

sowie ein Serviceheft mit Erläuterung<br />

der Wege sind in Papierform und<br />

auch unter der Webseite www.glueckswege-allgaeu.de<br />

verfügbar.<br />

Günther Hammes<br />

BILDER : GLÜCKSWEGE ALLGÄU<br />

43


Ottobeuren | Geplantes Darmkrebszentrum<br />

Darmkrebs-Operation per Roboter<br />

Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie Dr. Christian Hart baut Darmkrebszentrum<br />

in Ottobeuren auf | seit Juli führt er minimalinvasive OPs per da-Vinci-Roboter durch<br />

44 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Die Klinik Ottobeuren ist eines der kleineren Krankenhäuser in Deutschland.<br />

Dennoch bietet der Chefarzt der Chirurgie, Dr. Christian Hart, seit Ende Juli die modernste<br />

Operations technik für die Allgemein- und Viszeralchirurgie an, die es weltweit aktuell<br />

gibt: das robotische Operationssystem da Vinci. Nachdem „Roboter-Chirurg“ Dr. Hart<br />

bereits am Klinikum Kempten 2013 erfolgreich ein zertifiziertes Darmkrebszentrum<br />

etablierte, strebt er dieses bis Mitte 2025 auch für Ottobeuren an. Wir sprachen mit<br />

Dr. Hart über robotisches Operieren, insbesondere bei Darmkrebs.<br />

Vita Dr. med. Christian Hart<br />

Christian Hart studierte Medizin an<br />

den Universitäten Regensburg und<br />

Würzburg. Während seiner chirurgischen<br />

Grundausbildung am Kreiskrankenhaus<br />

Ottobeuren promovierte er.<br />

Seinen Facharzt für Viszeralchirurgie<br />

absolvierte er am Klinikum Kempten.<br />

Dort baute er erfolgreich das Darmkrebszentrum<br />

auf, mit der Erstzertifizierung<br />

2013. Im weiteren Verlauf<br />

wurde er zum Oberarzt und später<br />

zum Sektionsleiter Darmchirurgie ernannt.<br />

Nach seiner Ausbildung für robotische<br />

Chirurgie wechselte Dr. Hart<br />

2023 als Chefarzt für Chirurgie nach<br />

Ottobeuren und baut dort das zweite<br />

Darmkrebszentrum im Klinikverbund<br />

auf. Die Erstzertifizierung strebt er für<br />

Mitte 2025 an.<br />

AWM: Dr. Hart, wie kommt es, dass der<br />

Klinikverbund in ein so innovatives und<br />

hochmodernes da Vinci-Operationssystem<br />

an der Klinik Ottobeuren investiert?<br />

Dr. Hart: Da hat der Klinikverbund sehr<br />

vorausschauend gehandelt. Darmkrebs<br />

ist eine der häufigsten Krebsarten, bei<br />

Männern die zweit-, bei Frauen die dritthäufigste.<br />

Im Zuge der Krankenhausreform<br />

von Gesundheitsminister Karl Lauterbach<br />

rechnen wir fest damit, dass es<br />

für Darmkrebs-Operationen – wie für<br />

einige andere bereits umgesetzt – künftig<br />

Mindestfallzahlen geben wird. Bei Darmkrebs<br />

gehen wir von 50 pro Jahr aus.<br />

Kempten ausgenommen liegt die Zahl in<br />

unseren einzelnen Verbundkliniken bei<br />

jährlich 30 bis 35. Deshalb werden wir die<br />

Behandlung dieser Patienten in Zukunft<br />

bündeln und bauen in Ottobeuren das<br />

zweite Darmkrebszentrum im Verbund<br />

auf. Damit haben wir eines in Kempten<br />

für Patienten aus dem Allgäuer Süden<br />

und eines in Ottobeuren für die aus dem<br />

Allgäuer Norden.<br />

AWM: Ist der da Vinci-Roboter Voraussetzung,<br />

um eine Zertifizierung als Darm -<br />

krebszentrum zu erlangen?<br />

Dr. Hart: Nein, ist er nicht. Wir möchten<br />

jedoch in beiden Zentren eine gleichwertige<br />

Behandlung anbieten. Bereits<br />

am Klinikum Kempten war ich zentral<br />

involviert in die Einführung des da Vin ci-<br />

OP-Systems. Als mein Ottobeurer Vorgänger,<br />

Altchefarzt Dr. Wolfgang Frehner,<br />

im April 2023 in Ruhestand ging, be -<br />

kam ich die Chefarztposition hier angeboten,<br />

und damit die Chance, ein weiteres<br />

Darmkrebszentrum aufzubauen und<br />

in diesem Zuge auch ein robotisches<br />

Operationssystem einzuführen. Dabei kommen<br />

mir die über die letzten zehn Jahre<br />

geknüpften Kontakte mit den niedergelassenen<br />

Kolleginnen und Kollegen der<br />

<strong>Regio</strong>n und die Erfahrungen aus Kempten<br />

sehr zugute.<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

45 3


da-Vinci-Operationssysteme<br />

• Über 7.500 da-Vinci-Operationssysteme<br />

weltweit in Krankenhäusern<br />

• Davon rund 260 in Deutschland<br />

• US-Hersteller Intuitive fertigt<br />

nun auch seit 2019 die Visualisierungssysteme<br />

für da Vinci in<br />

Deutschland an.<br />

• Über 260.000 minimalinvasive<br />

Eingriffe 2022 in Europa mit da Vinci<br />

AWM: Der Roboter wurde im Juni geliefert,<br />

vor wenigen Tagen haben Sie im neuen<br />

Ottobeurer OP-Trakt die erste Operation<br />

mit Ihrem Team durchgeführt. Wie lief es?<br />

Dr. Hart: Es lief, wie zu erwarten, alles<br />

reibungslos, wofür ich überaus dankbar<br />

bin. Ich selbst habe in Kempten nach meiner<br />

Ausbildung zum da Vinci-Chirurgen<br />

eine große Zahl an Operationen mit diesem<br />

System durchgeführt. Das Team hier<br />

wurde in den letzten Monaten intensiv<br />

geschult und von mir angeleitet. Wir<br />

Chirurgen haben zudem die Möglichkeit,<br />

uns am Simulator im eigenen OP-Saal<br />

intensiv auf Operationen vorzubereiten.<br />

Selbstverständlich klären wir unsere Patientinnen<br />

und Patienten auf über das<br />

angewandte OP-Verfahren und stehen<br />

für alle Fragen rund um den Eingriff Rede<br />

und Antwort.<br />

AWM: Irgendwie ist die Vorstellung, von<br />

einem Roboter operiert zu werden, befremdlich.<br />

Können Sie das verstehen?<br />

Dr. Hart: Oh ja, sogar sehr gut. Ehrlich<br />

gesagt war ich anfangs durchaus skeptisch.<br />

Von meinem damaligen Chef Professor<br />

Büchler wurde ich zu einer Präsentation<br />

des da Vinci-Systems geschickt<br />

und haben in diesem Zuge „Feuer gefangen“<br />

für die robotische Chirurgie.<br />

Dadurch kam schließlich die Anschaffung<br />

eines solchen Systems für Kempten<br />

ins Rollen. Wir Chirurgen haben für da<br />

Vinci ein mehrstufiges Ausbildungskonzept<br />

über etliche Monate durchlaufen.<br />

Im Übrigen operiert nicht der Roboter,<br />

sondern immer noch der Chirurg.<br />

Da Vinci ist ein hochmodernes Instrument,<br />

welches die Bewegungen des<br />

Chirurgen exakt umsetzt. Weder entscheidet<br />

der Roboter welche Instrumente<br />

wie zum Einsatz kommen, noch führt er<br />

selbständig Bewegungen aus. Das alles<br />

lenkt und steuert der Roboter-Operateur.<br />

AWM: Ist der Roboter denn mit Künstlicher<br />

Intelligenz ausgestattet und lernt<br />

dazu?<br />

46 <strong>Unterallgäu</strong>


Dr. Hart: (lacht) Nein, das ist er nicht.<br />

Der Begriff Roboter ist eigentlich auch<br />

falsch. Korrekt und etwas sperrig heißt es<br />

da Vinci Endoskopie-Instrumentensteuerungssystem.<br />

Aber alle sagen der Einfachheit<br />

halber da Vinci-Roboter.<br />

AWM: Okay. Wie läuft denn so eine Roboter-Operation<br />

ab?<br />

Dr. Hart: Zunächst bringe ich als Operateur<br />

fünf Trokare in die Bauchhöhle des<br />

Patienten ein. So nennen wir die minimalinvasiven<br />

Zugangshülsen, über die<br />

wir die Instrumente einführen können.<br />

Deren korrekte Position ist entscheidend<br />

für den Verlauf der Operation. Der Roboter-Operateur<br />

sitzt im gleichen OP-Saal<br />

in wenigen Metern Entfernung vom Patienten<br />

an der Bedienkonsole, die ihm<br />

einen hochauflösenden 3D-Blick in den<br />

OP-Situs ermöglicht und von wo aus er<br />

über zwei „Joysticks“ und Pedale die Instrumente<br />

im Bauch des Patienten steuert.<br />

Die da Vinci-Instrumente sind vollgelenkig<br />

beweglich, wie ein Handgelenk. Eine<br />

große Bewegung an der Bedienkonsole<br />

entspricht einer deutlich kleineren an<br />

den Instrumenten, die sich dadurch äußerst<br />

präzise steuern lassen.<br />

AWM: Wie ist der aktuelle Stand der<br />

Zertifizierung als Darmkrebszentrum?<br />

Dr. Hart: Die erforderlichen Grundstrukturen<br />

bei Vorsorge, Diagnose, Behandlung<br />

und Nachsorge sind bereits alle<br />

vorhanden. Im Detail gilt es noch verschiedene<br />

Aspekte zu standardisieren<br />

und das Netzwerk mit den ambulanten<br />

Kollegen auszubauen. Momentan rechne<br />

ich damit, dass wir den angepeilten Termin<br />

Mitte 2025 halten können.<br />

AWM: Dazu wünschen wir Ihnen<br />

viel Erfolg! Herzlichen Dank für das Gespräch.<br />

■<br />

Sigrid Leger<br />

Klinikverbund Allgäu gGmbH<br />

Klinik Ottobeuren –<br />

Allgemein- und Viszeralchirurgie<br />

Chefarzt Dr. Christian Hart<br />

Memminger Str. 31<br />

87724 Ottobeuren<br />

Telefon 08332 792 5423<br />

christian.hart@klinikverbund-allgaeu.de<br />

www.klinikverbund-allgaeu.de<br />

BILDER: KLINIKVERBUND ALLGÄU<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

47 5


Zaisertshofen | Brikettieren<br />

Betriebliche Reststoffe<br />

nachhaltig aufwerten<br />

RUF Maschinenbau ist Weltmarktführer bei Brikettieranlagen | Volumenreduzierung<br />

und Nebeneinkünfte durch Weiterverwertung sorgen für rasche Amortisierung<br />

„Brikettieren kann sich bereits<br />

bei kleinen Mengen lohnen.<br />

Fragen Sie uns!“<br />

Roland Ruf, Geschäftsführung<br />

RUF Maschinenbau hat den<br />

Zertifizierungsprozess zur CO 2<br />

-<br />

Neutralität erfolgreich abgeschlossen.<br />

Insgesamt spart das Werk pro Jahr<br />

gut 1.000 Tonnen CO 2<br />

ein.<br />

Nachhaltigkeit ist in aller Munde. Statt nur darüber zu reden, schafft das Maschinenbau-Unternehmen RUF in Zaisertshofen lieber klare<br />

Fakten: Seit April 2023 arbeitet der Weltmarktführer für Brikettieranlagen am Standort Zaisertshofen offiziell zu einhundert Prozent<br />

CO 2<br />

-neutral. Gleichzeitig verhilft das Familienunternehmen mit seinen über 6.000 verkauften Brikettieranlagen immer mehr Unternehmen<br />

weltweit dazu, ihre betrieblichen Reststoffe einem Sekundärkreislauf zuzuführen. Daraus resultieren nicht nur Einsparungen bei Rohstoffen<br />

und Energie, sondern auch bei Kosten und CO 2<br />

-Ausstoß.<br />

RUF Maschinenbau weltweit<br />

• Hauptsitz in Zaisertshofen<br />

• Tochterfirmen in USA, Slowenien,<br />

Großbritannien, Dänemark<br />

• Handelsvertretungen in über<br />

30 Ländern<br />

• 170 Mitarbeitende<br />

• Rekordjahr 2022 bei Umsatz und<br />

Zahl verkaufter Brikettieranlagen<br />

• Kostenfreie Probeverpressung auf<br />

Anfrage<br />

Holz- und Metallspäne, leicht entzündliches<br />

Magnesiumpulver, geschredderte<br />

Geldscheine aus der Banknotenvernichtung<br />

– Brikettieranlagen von RUF sind in<br />

vielen Branchen im Einsatz. „Unsere Kunden<br />

schätzen die Zuverlässigkeit, mit der<br />

unsere Anlagen laufen, das Einsparpotenzial<br />

sowie die Nebeneinkünfte, die sich<br />

mit dem Verkauf der Briketts realisieren<br />

lassen“, erklärt Geschäftsführer Roland<br />

Ruf. Sein Bruder Wolfgang Ruf, ebenfalls<br />

Mitglied der Geschäftsführung, ergänzt:<br />

„Egal, welches Brikettiermaterial – jede<br />

von uns geplante und gebaute Brikettieranlage<br />

durchläuft einen 20-stündigen End -<br />

probelauf hier im Werk in Zaisertshofen,<br />

bevor sie zur Auslieferung kommt.“<br />

CO 2<br />

-neutrale Produktion<br />

Nachhaltigkeit ist in der RUF Unternehmens-DNA<br />

fest verankert. Bereits 2009<br />

fiel der Startschuss für die Nutzung sämtlicher<br />

betrieblichen Dachflächen zur<br />

Stromproduktion über Photovoltaikanlagen.<br />

Auf einer Fläche von 10.732 Quadratmetern<br />

erzeugen aktuell 7.320 Photovoltaikmodule<br />

mit einer Modulleistung<br />

von 1.692 kWp nachhaltigen Sonnenstrom.<br />

Ein integrierter Batteriespeicher<br />

mit 307 kWh Speicherkapazität hilft dabei,<br />

maximalen Eigenverbrauch zu erreichen.<br />

Das firmeneigene, mit Pflanzenöl<br />

betriebene Blockheizkraftwerk hinzugerechnet,<br />

produziert RUF bereits seit über<br />

48 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Unternehmerfamilie Ruf: Roland Ruf, Helga und Hans Ruf, Wolfgang Ruf. (v.l.n.r.)<br />

Den hohen Auftragszuwachs im bisherigen<br />

Rekordjahr 2022 führt die Unternehmerfamilie<br />

auf das Bestreben ihrer Kundschaft<br />

zurück, verstärkt fossile Rohstoffe<br />

und Energie einzusparen. So verzeichnete<br />

RUF steigende Nachfragen vor allem<br />

aus dem Holz-, dem Metall- und dem<br />

Energiesektor. „Verarbeitende Unternehmen<br />

erkennen ihre betrieblichen Reststoffe<br />

vermehrt als wertvollen Rohstoff<br />

zur weiteren Verwertung“, erläutert Geschäftsführer<br />

Wolfgang Ruf. Im Metallsektor<br />

unterstützen nicht zuletzt die extrem<br />

hohen Stahlpreisschwankungen das<br />

Bewusstsein, dass die Brikettierung eigener<br />

Metallspäne die vorhandenen Ressourcen<br />

schont und im Sinne einer Kreissechs<br />

Jahren mehr ökologischen Strom<br />

und Wärme, als das Unternehmen selbst<br />

verbraucht. Seit April 2023 ist es nun offiziell<br />

bestätigt: RUF Maschinenbau in Zaisertshofen<br />

arbeitet komplett CO 2<br />

-neutral.<br />

Interne CO 2<br />

-Projekte<br />

Auch der interne Energieverbrauch konnte<br />

über die letzten Jahre konsequent gesenkt<br />

werden. Beispielweise wurde eine<br />

energiesparende Lüftungsanlage in der<br />

Lackierhalle installiert, die jährlich rund<br />

60 Megawattstunden weniger Energie<br />

verbraucht. Zahlreiche kleinere Projekte<br />

zeigen vor allem in Summe ihre Wirkung.<br />

So verbessert die Umstellung auf LED-Beleuchtung<br />

in den Produktionshallen die<br />

jährliche CO 2<br />

-Bilanz um gut acht Tonnen.<br />

Bei seinen Brikettieranlagen achtet RUF<br />

Maschinenbau zudem auf möglichst hohe<br />

Energieeffizienz. Bei der neuen RUF 1200<br />

ist es dem Familienunternehmen gelungen,<br />

den Stromverbrauch gegenüber dem<br />

Vorgängermodel um 25 Prozent senken.<br />

Gleichzeitig wurde der Durchsatz um<br />

rund sieben Prozent auf 1090 Kilogramm<br />

pro Stunde erhöht.<br />

Kreislaufwirtschaft<br />

laufwirtschaft zu einer Stabilisierung bei -<br />

trägt. „Wir freuen uns, wenn wir unsere<br />

Kunden beim Ausbau der Kreislaufwirtschaft<br />

durch Recycling unterstützen<br />

können“, ist man sich bei RUF Maschinenbau<br />

einig. „Wenn diese mit dem schonenden<br />

Umgang von Ressourcen auch<br />

Kosten sparen und dabei Geld verdienen,<br />

ist das umso erfreulicher.“<br />

Sigrid Leger<br />

Über Peripheriegeräte wie Förderer, Spänetrichter oder<br />

Silos lässt sich die Brikettierung automatisieren und an<br />

die bestehenden Prozesse im Unternehmen anpassen.<br />

„Nachhaltigkeit ist in unserer<br />

Unternehmens-DNA fest verankert.“<br />

Wolfgang Ruf, Geschäftsführung<br />

Brikettieren ist möglich bei Aluminium, Stahl, Kupfer, Gold, Schleifschlamm, Kunststoffstäuben, Holz, Papier, Textilstäuben<br />

und vielen organischen Materialien.<br />

RUF Maschinenbau GmbH & Co. KG<br />

Hausener Straße 101<br />

86874 Zaisertshofen<br />

Telefon 0826 9090-0<br />

info@brikettieren.de<br />

www.brikettieren.de<br />

BILDER : RUF MASCHINENBAU GMBH & CO. KG<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

49 3


Memmingen | Flughafen<br />

Dreh- und Angelpunkt<br />

Flughafen Memmingen<br />

Der Flughafen Memmingen, auch Allgäu Airport genannt, hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor in der<br />

<strong>Regio</strong>n entwickelt. Nicht nur, dass dieser selbst interessante Arbeitsplätze bietet, auch die ansässigen Unternehmen im Allgäu ebenso<br />

wie der Tourismus profitieren von diesem.<br />

Mit seiner Lage am Autobahnkreuz A7/<br />

A96 und nur ein paar Minuten vom<br />

Memminger Bahnhof mit dem Knotenpunkt<br />

München-Zürich und Ulm-Oberstdorf<br />

ist der Flughafen nicht nur für ortsansässige<br />

Unternehmen und Bürger ein<br />

zentraler Verkehrsknotenpunkt. Ein Großteil<br />

der Passagiere kommt aus Bayern und<br />

Baden-Württemberg, aber auch aus Österreich<br />

und der Schweiz, um ein Reiseziel<br />

innerhalb Europas anzufliegen. Fluggäste<br />

aus anderen Ländern nutzen den<br />

Flughafen oftmals, um von Memmingerberg<br />

zum Zielort weiterzureisen.<br />

Neben dem touristischen Stellenwert, ist<br />

auch die Bedeutung des Flughafens für<br />

die Allgäuer Unternehmen nicht zu vernachlässigen.<br />

Dieser ermöglicht beispielsweise<br />

eine schnelle Erreichbarkeit zu Produktionsstätten<br />

in Osteuropa oder auch<br />

Treffen mit Geschäftspartnern und Kunden<br />

europaweit.<br />

Unabhängig vom Zwecke der Reise, ist<br />

sicherlich für alle Passagiere das nahe<br />

Parken, das einfache Einchecken und<br />

die Übersichtlichkeit des Flughafens ein<br />

großer Pluspunkt.<br />

International verbunden<br />

Über 50 Ziele können inzwischen Non-<br />

Stopp aus Memmingerberg angeflogen<br />

werden. Nach den schwierigen Corona-<br />

Jahren ist der Airport wieder auf Wachstumskurs.<br />

Knapp zwei Millionen Passagiere<br />

durfte der Flughafen im Jahr 2022<br />

als seine Gäste begrüßen, womit eine<br />

neue Bestmarke erreicht wurde und der<br />

Trend geht weiter nach oben. In diesem<br />

Jahr soll diese Grenze geknackt werden<br />

und die Prognosen hierfür stehen gut,<br />

denn schon im Mai konnte der Flughafen<br />

50 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Memmingen eine Million Passagiere verzeichnen.<br />

Jobgenerator Flughafen<br />

Fast 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

sind derzeit am Flughafen Memmingen<br />

beschäftigt. Um jedoch die geplanten<br />

Wachstumsziele verwirklichen zu können,<br />

wurden weitere Stellen im Bereich<br />

Technik und Flughafenabwicklung wie<br />

auch im Service und der Verwaltung geschaffen.<br />

Neben verschiedenen Ausbildungsberufen,<br />

sind auch duale Studiengänge<br />

möglich. Hinzu kommen zahlreiche<br />

Arbeitsplätze in Unternehmen, die<br />

vom Flughafen profitieren: Airport-Shuttles,<br />

Taxifahrer wie insbesonders auch<br />

das Hotel- und Gaststättengewerbe in<br />

der <strong>Regio</strong>n.<br />

Klimaneutral bis 2030<br />

Große Ziele steckt sich der Flughafen<br />

auch in anderen Bereichen. So steht der<br />

Plan, bis 2030 klimaneutral zu werden.<br />

Ein ehrgeiziges Ziel, denn damit wäre der<br />

Flughafen einer der ersten klimaneutralen<br />

Flughäfen in Deutschland. Unter dem<br />

Projektnamen `Green Airport Memmingen´<br />

wird fleißig an dem Ziel gearbeitet.<br />

Bereits 2017 wurde daher die Airport<br />

Energie Management GmbH als Tochter<br />

der Flughafen Memmingen GmbH und<br />

auch die e-con AG gegründet, um die<br />

nötigen Schritte in Richtung Klimaneutralität<br />

gehen zu können. Nun wurde vor<br />

kurzem ein Blockheizkraftwerk als Teil<br />

des Gesamtkonzepts eingeweiht, welches<br />

über eine Rohrleitung aus einer Biogas-<br />

anlage im 5 km entfernten Hawangen gespeist<br />

wird. Durch die Anlage werden<br />

letztlich aus Gülle und Mist Strom und<br />

Wärme für den Memminger Flughafen<br />

gewonnen. Es ist noch ein langer Weg zur<br />

Klimaneutralität, aber das Ziel des Flughafens,<br />

die CO 2<br />

-Emissionen auch für<br />

kommende Generationen zu senken, ist<br />

klar gesteckt.<br />

Günther Hammes<br />

Interesse?<br />

Dann einfach nur den<br />

Lebenslauf hochladen.<br />

Fertig!<br />

BILDER : FLUGHAFEN MEMMINGEN GMBH<br />

Sie suchen neue Herausforderungen?<br />

Bewerben Sie sich bei uns als:<br />

• Elektroniker (m/w/d) Instandhaltung<br />

• Industriemechaniker (m/w/d) Instandhaltung<br />

• SPS-Programmierer/Automatisierungstechniker (m/w/d)<br />

• Anlagenmechaniker (m/w/d)<br />

• Milchtechnologe (m/w/d)<br />

• Milchwirtschaftlicher Laborant (m/w/d)<br />

• Maschinenfahrer (m/w/d)<br />

Den Wechsel zu uns machen wir Ihnen so leicht wie das Öffnen<br />

eines Joghurtbechers. Ganz gleich, ob mit oder ohne Lebensmittel-<br />

Erfahrung und ob Sie aus einem kleinen oder großen Betrieb zu uns<br />

wechseln. Setzen Sie Ihr handwerkliches Geschick bei uns ein.<br />

Kommen Sie in unser Team und auf den Geschmack von modernsten<br />

Anlagen, familiärem Arbeitsklima, 30Tagen Urlaub, betrieblicher<br />

Altersvorsorge, Urlaubs- und Weihnachtsgeld, kostenlosen Joghurtprodukten,<br />

Betriebsfest, Kantine und vielem mehr.<br />

Erfahren Sie mehr über<br />

unsere offenen Stellen:<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

3<br />

51 3


Mindelheim | IT-Service<br />

Der IT-Player in der <strong>Regio</strong>n<br />

Die SICOR IT GmbH aus Mindelheim hebt IT-Service aufs nächste Level<br />

Als erfahrener IT-<strong>Spezial</strong>ist steht das Team der SICOR IT GmbH aus Mindelheim seit<br />

25 Jahren vor allem kleinen und mittleren Unternehmen auf dem Weg der Digitalisierung<br />

erfolgreich zur Seite. Das breite Portfolio umfasst Webentwicklung und Systemtechnik mit<br />

IT-Security genauso wie Cloud-Hosting und Begleitung von Digitalisierungsprozessen.<br />

Die Mission der SICOR IT<br />

Gegründet wurde die „Schwaben Internet<br />

Corporation“ (SICOR) 1998 von den<br />

vier Gesellschaftern Landkreis <strong>Unterallgäu</strong>,<br />

VR-Bank Memmingen eG, Sparkasse<br />

Memmingen und LEW Telnet mit dem<br />

Ziel, den Firmen im Landkreis als kompetenter<br />

Partner in sämtlichen IT-Belangen<br />

Unterstützung zu bieten. In den folgenden<br />

Jahren entwickelte sich die SICOR zu<br />

einem wichtigen IT-Player in der <strong>Regio</strong>n.<br />

Mit dem Mutterunternehmen, dem kaufmännischen<br />

Dienstleister KDL Süd GmbH<br />

besteht eine enge Zusammenarbeit. Ende<br />

2021 stellte sich die SICOR IT neu auf –<br />

mit frischer Corporate Identity und erweitertem<br />

Leistungsspektrum, um stets<br />

up to date zu sein, und ihre Kunden auf<br />

dem Weg der Digitalisierung bestmöglich<br />

begleiten zu können. Die Kunden des<br />

Mindelheimer Unternehmens kommen<br />

aus allen Branchen – seien es Industrieunternehmen,<br />

Bau- und Dienstleistungsbetriebe<br />

bis hin zu Handwerkern. Der<br />

IT-<strong>Spezial</strong>ist mit einem Team aus professionellen<br />

Programmierern und Technikern<br />

war bereits an der Verwirklichung<br />

diverser Projekte beteiligt: Von Websites<br />

für Kommunen über verschiedene mo-<br />

„Wir sorgen für die zuverlässige und<br />

funktionierende IT-Umgebung,<br />

damit der Kunde sich auf sein<br />

Tagesgeschäft konzentrieren kann.“<br />

Andreas Fink,<br />

Betriebsleiter und Prokurist<br />

52 2 <strong>Unterallgäu</strong>


ile Apps und Online-Shops bis hin zur<br />

Konzeption und der Betreuung von gesamten<br />

IT-Infrastrukturen für Unternehmen,<br />

SICOR IT hilft den Kunden in jeder<br />

Hinsicht durch eine professionelle Beratung,<br />

den digitalen Wandel erfolgreich<br />

umzusetzen.<br />

Persönlicher Kontakt und ehrliche Beratung<br />

„Wir sorgen für die zuverlässige und<br />

funktionierende IT-Umgebung, damit<br />

der Kunde sich auf sein Tagesgeschäft<br />

konzentrieren kann“, fasst Betriebsleiter<br />

Andreas Fink den gebotenen Mehrwert<br />

für die Unternehmen zusammen. „Unsere<br />

Kunden legen die Verantwortung für<br />

ihre Systeme in unsere Hand. Wir unterstützen<br />

Sie mit unserem Expertenwissen;<br />

dazu gehört tägliches Monitoring und<br />

ständige Updates.“ Das, was die SICOR in<br />

besonderem Maße ausmacht: Ein junges<br />

Team aus engagierten Entwicklern und<br />

IT-Technikern, ehrliche Beratung und<br />

persönlicher Kundenkontakt. „Jeder<br />

Kunde hat bei uns einen festen Ansprechpartner“,<br />

sagt Günter Trunzer, einer der<br />

Geschäftsführer. „Unternehmen können<br />

sich mit allen IT-bezogenen Themen an<br />

uns wenden, wir bieten alles aus einer<br />

Hand“, so Trunzer. Unabdingbar sei hier<br />

eine transparente Beratung, die darauf<br />

abzielt, sinnvolle, individuell auf den<br />

Kunden zugeschnittene Lösungen zu finden.<br />

Lösungen, die Prozesse vereinfachen<br />

und wirklichen Mehrwert für die Unternehmen<br />

bringen. Diesem Credo hat sich<br />

das SICOR-Team verschrieben: Die IT-<br />

Experten setzen ihre Projekte mit Leidenschaft<br />

um, scheuen keine Herausforderung,<br />

sind am digitalen Puls der Zeit. Als<br />

Ausbildungsbetrieb liegt dem Unternehmen<br />

seit jeher die Ausbildung von Nachwuchs-ITlern<br />

besonders am Herzen.<br />

Next Level IT-Service<br />

Wie elementar wichtig guter IT-Service<br />

in einer zunehmend digital orientierten<br />

Welt ist, betont dabei Fink. „Ob die Prozesse<br />

laufen, hängt im Wesentlichen von<br />

einer funktionierenden IT ab – sie ist der<br />

Kern“, so der Betriebsleiter. „Unternehmen<br />

sparen hier oft am falschen Ende“,<br />

bedauert Fink. Auch, was die Bedeutung<br />

der IT-Sicherheit angehe, gebe es dringenden<br />

Nachholbedarf. Eine zentrale<br />

Rolle spiele die Bereitschaft, neue Wege<br />

zu gehen, sich nicht vor Veränderung, vor<br />

Weiterentwicklung zu verschließen. Die<br />

digitale Welt ist eine schnelllebige: „Grenzen,<br />

die man gestern noch hatte, werden<br />

morgen schon auf ein neues Level gehoben“,<br />

so Fink. Das sei einerseits herausfordernd,<br />

aber auch spannend – „wenn man<br />

bereit ist, mitzugehen und Potenziale<br />

als Chance für Wachstum zu erkennen“.<br />

Laut Fink und Trunzer gewinnen digitalisierte<br />

Prozesse im Mittelstand immer<br />

mehr an Bedeutung, aber auch innova -<br />

tive Apps und KI sind zukunftsträchtige<br />

Themen, welche es zu verfolgen gilt. Bei<br />

alldem verliert das IT-Unternehmen das<br />

Wesentliche nicht aus den Augen: Der<br />

Mensch steht im Mittelpunkt. „Anders<br />

als bei diversen Providern, die über<br />

Masse gehen, setzen wir auf Qualität,<br />

Fairness und persönlichen Kontakt“, so<br />

Fink. Trunzer ergänzt: „Der beste Beweis<br />

dafür, dass wir diese Philosophie seit 25<br />

Jahren tagtäglich in unserer Firma leben,<br />

sind unsere Kunden, die uns langjährig<br />

die Treue halten.“<br />

Mahi Kola<br />

SICOR IT GmbH<br />

Krumbacher Straße 20b<br />

87719 Mindelheim<br />

Telefon 08261 7365-200<br />

info@sicor.de<br />

www.sicor.de<br />

BILDER: SICOR IT GMBH<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

53


Memmingen-<strong>Unterallgäu</strong> | Wirtschaftsraum<br />

Glänzende Aussichten<br />

für den Wirtschaftsraum<br />

Memmingen-<strong>Unterallgäu</strong><br />

Das <strong>Unterallgäu</strong> zeigt sich als stabiler und sicherer Wirtschaftsraum mit großem Zukunftspotenzial. Vom Soloselbstständigen über<br />

leistungsfähige kleinere und mittelständische Betriebe bis zum international agierenden Unternehmen finden alle hier ihre Heimat.<br />

Das <strong>Unterallgäu</strong> mit Memmingen stellt<br />

sich als zunehmend attraktiver Wirtschaftsstandort<br />

dar. 147.776 Einwohner<br />

verteilt auf 52 Gemeinden, Städte und<br />

Märkte lebten Ende 2021 im Landkreis<br />

<strong>Unterallgäu</strong>. Der Landkreis gehört mit<br />

seinen 1.230 km² zum Regierungsbezirk<br />

Schwaben und entwickelte sich in den<br />

letzten Jahrzehnten immer mehr von<br />

einer hauptsächlich landwirtschaftlichen<br />

Nutzung zu einem erfolgreichen gewerblichen<br />

Wirtschaftsraum. Von den über<br />

7.000 angesiedelten Betrieben ist die<br />

Mehrheit inhabergeführt, aber neben<br />

einer Vielzahl von kleinen Unternehmen<br />

sind hier auch eine beachtliche Anzahl an<br />

global agierenden Unternehmen vertreten,<br />

die sich weit über die deutschen<br />

Grenzen hinaus einen guten Namen gemacht<br />

haben und teils zu den Weltmarktführern<br />

in ihrem Bereich gehören. Zahl-<br />

reiche `Hidden Champions´ sind hier im<br />

<strong>Unterallgäu</strong> vertreten und bieten ihren<br />

Arbeitnehmern eine strahlende Zukunft.<br />

Gemeinsam bilden sie das starke Rückgrat<br />

auf dem der wirtschaftliche Erfolg<br />

dieser <strong>Regio</strong>n ruht.<br />

Eine gute Infrastruktur<br />

Einer der Erfolgsfaktoren ist die ausgezeichnete<br />

Verkehrsanbindung und die<br />

nahe Lage zu Österreich, Schweiz und<br />

Städten wie Augsburg, München oder<br />

auch Ulm und Stuttgart. Zusätzlich eröffnet<br />

der Allgäu Airport in Memmingerberg<br />

die Möglichkeit innerhalb kürzester<br />

Zeit viele internationale Städte zu<br />

erreichen.<br />

Trotz der ländlichen Struktur kann das<br />

<strong>Unterallgäu</strong> mit einer fast flächendecken-<br />

Mit rund 3.300 Einwohnern ist Memmingerberg mit seiner stetig<br />

wachsenden Infrastruktur eine moderne, vielseitige Gemeinde.<br />

Das Rathaus stellt sich nach diversen Umbaumaßnahmen<br />

noch bürgerfreundlicher und barrierefrei dar; ebenso wurde<br />

die Mehrzweckhalle energetisch saniert. Durch den Neubau<br />

der VR-Bank neben dem Feneberg-Markt entsteht neben<br />

einer Bankfiliale und Verwaltungsgebäude auch eine wertvolle<br />

medizinische Grundversorgung für unsere Bürgerschaft.<br />

Am <strong>Regio</strong>nalflughafen ist aktuell ein Flughafenhotel geplant.<br />

MEMMINGERBERG<br />

54 <strong>Unterallgäu</strong><br />

Gemeinde Memmingerberg | Benninger Str. 3 | 87466 Memmingerberg | 08331 9526-0 | www.memmingerberg.de


den Breitband-Internetversorgung punkten.<br />

Einer der Faktoren, ohne die eine<br />

Unternehmenslandschaft heute nicht<br />

mehr aufgebaut werden kann. Um dem<br />

Trend nach Unternehmensansiedlungen<br />

im <strong>Unterallgäu</strong> nachzukommen haben<br />

die Gemeinden viele Gewerbeflächen geschaffen.<br />

Viele davon sind kurz- oder mittelfristig<br />

verfügbar und bieten einen sehr<br />

guten Anschluss an das bestehende Verkehrsnetz.<br />

Gemeinsam mit den Unternehmen<br />

Ein klar ausgegebenes Ziel der politisch<br />

Verantwortlichen ist die gezielte Unterstützung<br />

der Unternehmen. Mit einem<br />

Netzwerk an kompetenten Wirtschaftsberatern<br />

werden Unternehmer und<br />

Gründer gefördert und bestmöglich beraten.<br />

So kann zum Beispiel im Existenzgründerzentrum<br />

Memmingen-<strong>Unterallgäu</strong><br />

um Rat gefragt werden. Hier stehen<br />

auch verschiedene Gewerberäume zur<br />

Anmietung zur Verfügung um eine<br />

Unternehmungsgründung möglichst einfach<br />

zu halten. Das Konzept hier ist klar:<br />

der Gründer bezahlt nur, was er braucht,<br />

also nur die Bürofläche die er nutzt. Weitere<br />

übliche Nebenflächen wie Parkplatz,<br />

Foyer oder auch Toiletten werden nicht<br />

berechnet. Des Weiteren gibt es einen<br />

Besucherempfang, Konferenz- und Besprechungsräume<br />

in verschiedenen Größen,<br />

leistungsfähige Internetanbindung<br />

und vieles mehr. So bleiben die Fixkos -<br />

ten überschaubar und die Gründer können<br />

sich auf ihr tägliches Geschäft konzentrieren.<br />

Zahlreiche Tagungsmöglichkeiten<br />

Platz für Besprechungen und Tagungen<br />

findet sich in der <strong>Regio</strong>n auf jeden Fall:<br />

mit seinem breitgefächerten Angebot an<br />

Tagungs- und Seminarmöglichkeiten<br />

zeigt die Wirtschaftsregion <strong>Unterallgäu</strong>-<br />

Memmingen was sie kann. Von der kleinen<br />

Location im Gasthof bis zum Fünf-<br />

Sterne-Superior-Hotel ist hier für jeden<br />

Anlass das richtige Angebot vorhanden.<br />

Und nach der Tagung ist es ja auch kein<br />

Fehler, dass die Golfplätze der <strong>Regio</strong>n<br />

teils zu den beliebtesten Deutschlands gehören.<br />

Viel Platz für Existenzen<br />

Der Wirtschaftsraum Memmingen-<br />

<strong>Unterallgäu</strong> verfügt über beste Voraussetzungen<br />

um Unternehmen hier anzusiedeln.<br />

Eine vorausschauende Kommunalpolitik<br />

sorgte und sorgt für eine gute Infrastruktur<br />

und setzt positive Zeichen für<br />

die wirtschaftliche Entwicklung einer <strong>Regio</strong>n,<br />

in der Landwirtschaft, Tourismus<br />

und Unternehmen miteinander am Aufstreben<br />

der <strong>Regio</strong>n wirken.<br />

Günther Hammes<br />

Gut gedacht, gut gemacht. Unsere Philosophie.<br />

Die Leistung, die wir erbringen, ist mehr als reines Handwerk.<br />

Fundament für unsere Arbeit ist Know-how und Erfahrung. Und<br />

darauf aufbauend eine Beratung und Planungs-Unterstützung<br />

auf die sich Architekten genauso verlassen wie Bauherren.<br />

Rufen Sie uns an, wir beraten Sie gerne! Ettringer Straße 13<br />

86842 Türkheim<br />

info@vaitl-bedachungen.de<br />

Bedachungen Zimmerei Spenglerei<br />

Gerüstbau Trockenbau Vollwärmeschutz<br />

www.vaitl-bedachungen.de<br />

Telefon08245/4123<br />

Telefax08245/3748<br />

BILDER : LANDKREIS UNTERALLGÄU<br />

<strong>Unterallgäu</strong> Oberallgäu<br />

3<br />

55 3


Kirchheim | Versicherungsservice<br />

Planprotect: Service- und Notrufleitstelle<br />

Planprotect macht<br />

Deutschland sicherer<br />

„Sicherheit ist keine Frage der Technik,<br />

sondern der Reaktionszeit.“ Mit diesen klaren<br />

Worten beschreibt Uwe Breker, Vorstandssprecher<br />

der Planprotect, wohl eines<br />

der innovativsten und dabei effektivsten<br />

Sicherheitskonzepte für Unternehmen und<br />

auch Privatpersonen. Die Idee und das<br />

Konzept richten sich an ein einfaches Bedürfnis<br />

der Kunden: Sicherheit. In Unternehmen<br />

und Privathäusern nimmt das<br />

Thema Sicherheit hierzulande einen großen<br />

Stellenwert ein. Das liegt zum einen an<br />

der Lage Deutschlands mit seinen zahlreichen<br />

Grenzländern und zum anderen am<br />

Wohlstand und Reichtum, den der Mittelstand<br />

in unsere Häuser trägt.<br />

„Für Einbrecher gibt es immer etwas zu<br />

holen – jederzeit. Und wenn nicht, dann<br />

hinterlassen sie Chaos“, ergänzt Peter<br />

Moorloher, Niederlassungsleiter in Bayern.<br />

So oder so, Sie als Unternehmer haben<br />

den Schaden, den Ärger, den Verlust<br />

– besonders dann, wenn das operative<br />

Geschäft durch einen Einbruch zum Er-<br />

liegen kommt. Was Ihnen bleibt, ist die<br />

Unsicherheit und Angst, es könnte wieder<br />

jemand einbrechen. Dazu kommt,<br />

dass man nicht gerne einen Einbrecher<br />

auf frischer Tat ertappen möchte. „Einbrecher<br />

werden nicht nur professioneller<br />

und dreister, sie werden auch immer gewalttätiger“,<br />

so Moorloher weiter.<br />

Wie schützt man am besten sein Unternehmen<br />

oder Haus vor Einbruch und<br />

Vandalismus? Mit Echtzeitschutz. Die<br />

Planprotect stellt nach einer Alarmauslösung,<br />

mittels hochempfindlicher Mikrofone<br />

und optionaler Kameras, sekundenschnell<br />

fest, was vor sich geht und leitet<br />

umgehend alle Maßnahmen zum Schutz<br />

Ihres Objektes ein. „Wir sprechen dabei<br />

auch den Täter lautstark an, wodurch er<br />

sich schockartig gestellt fühlt und<br />

schnellstmöglich das Objekt verlässt“, erklärt<br />

Uwe Breker. Die Geschehnisse werden<br />

bei einem Echtalarm digital in der<br />

Notruf- und Serviceleitstelle aufgezeichnet<br />

und von erfahrenen Sicherheitsex-<br />

perten ausgewertet. Die Planprotect alarmiert<br />

und koordiniert daraufhin einen<br />

möglichen Polizeieinsatz. Die Schadenverhinderungsquote<br />

liegt bei 97,45 Prozent.<br />

(planprotect.de/schadenverhinderungsquote).<br />

Lassen Sie sich jetzt beraten!<br />

PLANPROTECT AG<br />

Peter Moorloher<br />

Telefon 08072 9369791<br />

Mobil 0171 4219288<br />

p.moorloher@planprotect.de<br />

www.planprotect.de<br />

Schiegg AssekuranzService<br />

Kooperationspartner der Planprotect<br />

Hauptstraße 22<br />

87757 Kirchheim<br />

Telefon 08266 86222-0<br />

info-schiegg@mannheimer.de<br />

www.schiegg-assekuranz.de<br />

BILDER: PLANPROTECT AG<br />

56 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Türkheim | Systemprofile für Türen und Fenster<br />

„Ein Unternehmen,<br />

das sich aus dem Fenster lehnt“<br />

Großflächig, schlank, recycelbar: SALAMANDER revolutioniert das PVC-Fenster<br />

Mehr als 100 Jahre Tradition und innovativ<br />

und kreativ wie am ersten Tag – die Innovationskraft<br />

der SALAMANDER Gruppe,<br />

ein familiengeführtes Unternehmen in<br />

Türkheim, wird immer wieder unter Beweis<br />

gestellt. Zuletzt wurde das Greta®<br />

Fenster, ein aus 100 % Recyclingstoffen<br />

produziertes Produkt, mit dem Red Dot<br />

Design Award und das Fenstersystem<br />

greenEvolution straight® mit dem Anerkennungspreis<br />

Nachhaltigkeit auf dem<br />

Wiener Fensterkongress ausgezeichnet.<br />

Die Unternehmensgeschichte am Standort<br />

Türkheim begann 1917 mit der<br />

Schuhproduktion. Über die Jahrzehnte<br />

wurde mit der Herstellung von Absätzen<br />

für Damenschuhe zusätzliche Expertise<br />

und Know-how in der Kunststoff-Spritztechnik<br />

aufgebaut und die Basis für die<br />

heutige Kunststoffextrusion gelegt. Dieses<br />

Jahr feiert SALAMANDER WINDOW &<br />

DOOR SYSTEMS das 50-jährige Jubiläum.<br />

„Wir sind ein Traditionsunternehmen<br />

mit Start-up-Charakter und Raum<br />

für innovative Ideen.“<br />

Götz Schmiedeknecht,<br />

Co-CEO SALAMANDER Industrie-Produkte<br />

Zahlen und Fakten<br />

• Stammsitz: Türkheim im <strong>Unterallgäu</strong><br />

• Mitarbeitende weltweit: 1.550,<br />

davon 40 Auszubildende<br />

• Vertrieb: mehr als 50 Länder<br />

weltweit<br />

„So wie Salamander vor mehr als 100<br />

Jahren die Schuhproduktion revolutioniert<br />

hat, denken wir heute das PVC-<br />

Fenster mit einem revolutionären An -<br />

satz neu,“ erklärt der für das Marketing<br />

verantwortliche Geschäftsführer Götz<br />

Schmiedeknecht. Sein Bruder, Architekt<br />

Till Schmiedeknecht, in der Geschäftsführung<br />

für Produktentwicklung und<br />

Design verantwortlich, ergänzt: „Unsere<br />

Profilsysteme sind emotionale Erlebnisse,<br />

die maßgeblich zur Wohnatmosphäre<br />

beitragen.“<br />

Nachhaltigkeit wird bei SALAMANDER<br />

in allen Unternehmensbereichen konsequent<br />

im Einklang mit dem Design<br />

gelebt. Mit einer ressourcensparenden<br />

Produktion, dem Einsatz von recyceltem<br />

Material bis zur Sicherung der Arbeitsplätze.<br />

Aktuell arbeiten in Türkheim 600<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am<br />

SALAMANDER Qualitätsprodukt „Made<br />

in Germany“.<br />

„Nachhaltigkeit verstehen wir<br />

als ganzheitlichen Ansatz,<br />

der umfänglich in unsere Strategie<br />

eingebunden ist.“<br />

Till Schmiedeknecht,<br />

Co-CEO SALAMANDER Industrie-Produkte<br />

SALAMANDER Industrie-Produkte GmbH<br />

Jakob-Sigle-Straße 58<br />

86842 Türkheim<br />

Telefon 08245 52-0<br />

info@salamander-windows.com<br />

www.salamander-windows.com<br />

BILDER: SALAMANDER INDUSTRIE-PRODUKTE GMBH<br />

2 <strong>Unterallgäu</strong><br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

57


Erkheim | Zimmerei<br />

<strong>Spezial</strong>ist für Zimmerarbeiten<br />

Die Zimmerei Hölzle aus Erkheim ist gerüstet für alle Aufgaben<br />

rund um den Holzbau – vom Dachstuhl bis zum Carport<br />

Abwechslungsreich und herausfordernd sind die Anforderungen, denen sich das Team<br />

der Zimmerei Hölzle jeden Tag aufs Neue stellt. Mal wird hoch oben ein Dachstuhl<br />

errichtet, dann ein denkmalgeschütztes Gebäude saniert oder es werden passgenau<br />

morsche Balken in einem Kloster ausgetauscht.<br />

Die Auftragsbücher der Zimmerei Hölzle<br />

sind gut gefüllt, trotzdem müssen Kunden<br />

nach Möglichkeit nicht lange auf<br />

einen Termin warten. „Wir sind ein großer<br />

Betrieb und dank unserer 48 Mitarbeitenden<br />

flexibel“, bestätigt Geschäftsführer<br />

Thomas Merk, der das Unter -<br />

nehmen seit 2004 leitet. Auf dem großen<br />

Firmengelände in Erkheim sind Lagerund<br />

Produktionshallen, das Bürogebäude<br />

sowie die Ausstellung untergebracht. Die<br />

„Für uns ist keine Aufgabe<br />

zu klein und keine zu groß.“<br />

Thomas Merk, Geschäftsführer<br />

Zimmerei errichtet komplette Holzhäuser,<br />

plant und fertigt Dachstühle oder<br />

kümmert sich um den Austausch von<br />

Dachfenstern. Auch die Vorfertigung größerer<br />

Bauteile ist in der Werkstatt problemlos<br />

möglich.<br />

Die Arbeit mit Holz ist für Thomas Merk<br />

nicht nur ein Job, sondern vor allem Leidenschaft<br />

– schon als Jugendlicher war er<br />

vom Material und dessen vielfältigen<br />

Möglichkeiten begeistert. Heute gibt er<br />

sein Wissen gerne an die Auszubildenden<br />

im Betrieb weiter, die das Traditionshandwerk<br />

hier von Grund auf erlernen.<br />

„Bei uns gibt es ganz unterschiedliche<br />

Projekte, das macht die Ausbildung abwechslungsreich<br />

und interessant“, sagt er.<br />

Und so kann es sein, dass der Auszubildende<br />

an einem Tag einen Gartenzaun<br />

repariert, am nächsten Tag hilft, ein<br />

Holzhaus zu errichten und kurz darauf<br />

morsches Gebälk in einer Kirche austauscht.<br />

Zu den großen Projekten in<br />

diesem Jahr gehörte zum Beispiel der<br />

Dachstuhl im Kloster Ottobeuren, in<br />

dem morsche Balken und die Eindeckung<br />

erneuert wurden.<br />

Die wichtigsten Leistungen auf<br />

einen Blick<br />

• Holzhäuser<br />

• Sanierungen & Reparaturen<br />

• Dachkonstruktionen & Dachstühle<br />

• Aufstockungen<br />

• Dachgauben<br />

• Dachfenster<br />

• Innenausbau<br />

• Carports<br />

Zimmerei Hölzle GmbH<br />

Sägemühlweg 7<br />

87746 Erkheim<br />

Telefon 08336 80270<br />

info@zimmerei-hoelzle.de<br />

www.zimmerei-hoelzle.de<br />

BILDER : ZIMMEREI HÖLZLE GMBH<br />

58 2 <strong>Unterallgäu</strong>


Schlusswort<br />

Alles, was man braucht,<br />

und noch viel mehr<br />

Impressum<br />

Verlag<br />

TT VERLAG GmbH<br />

St.-Mang-Platz 1<br />

87435 Kempten<br />

Telefon 0831 960151-0<br />

Telefax 0831 960151-29<br />

info@tt-verlag.de<br />

www.tt-verlag.de<br />

Geschäftsinhaber/-leitung<br />

Thomas Tänzel (gesamtverantwortlich)<br />

AWM-Redaktion<br />

Nadja Falke, Anna Keller,<br />

Günther Hammes, Meike Winter,<br />

Andrea Scheungrab, Theresa Knausberg,<br />

Karin Bitsch<br />

BILDER: PIXABAY (TOBIAS BAITER)<br />

AWM-Medienberatung<br />

Thomas Tänzel ......................... 0831 960151-10<br />

Simone Kaneider ..................... 0831 960151-13<br />

Andrea Scheungrab ................ 0831 960151-15<br />

Simon Schmalholz .................. 0831 960151-16<br />

Eine wunderschöne Landschaft mit vielen<br />

Wäldern und Wiesen, liebevolle Städte<br />

und Dörfer und eine Wirtschaft, die<br />

sich sehen lassen kann – was braucht<br />

man mehr, um glücklich zu sein?<br />

Im <strong>Unterallgäu</strong> ist alles zum Greifen nah:<br />

Burgen und Schlösser, Flüsse und Seen,<br />

Dörfer und Städte und Menschen, die diese<br />

Geschenke zu schätzen wissen. Auch<br />

kulturell hat das <strong>Unterallgäu</strong> viel zu bie -<br />

ten von Konzerten bis Kunst und Theater.<br />

Es kommt nicht von ungefähr, dass die<br />

<strong>Regio</strong>n bei Übernachtungs- und Tagestouristen<br />

immer beliebter wird. Wer einmal<br />

durch die historische Altstadt Mindelheims<br />

geschlendert ist oder sich an<br />

der Schönheit der Basilika Ottobeuren<br />

erfreut hat, kommt gerne wieder hierher<br />

und nimmt sich eventuell Zeit, dieses<br />

Mal länger zu bleiben und die Natur zu<br />

genießen. Vielleicht sogar auf einem der<br />

Glückswege, die sich kurzweilig und wunderschön<br />

durch die Landschaft ziehen.<br />

Aber natürlich braucht ein Landkreis<br />

mehr als nur eine schöne Landschaft und<br />

ein interessantes Kulturprogramm. Er benötigt<br />

eine florierende Wirtschaft – und<br />

die bietet das <strong>Unterallgäu</strong>. Tourismus,<br />

Landwirtschaft, Handwerk und Industrie<br />

bilden einen gesunden Mix aus allen Bereichen<br />

und sind damit ein besonders<br />

stabiles Fundament.<br />

Ich möchte hier aber kein reines Loblied<br />

singen. Aktuelle Herausforderungen gehen<br />

auch am <strong>Unterallgäu</strong> nicht spurlos<br />

vorüber: die hohe Inflation, die Energiepreise<br />

oder der Fachkräftemangel. Glücklicherweise<br />

können die Unternehmen im<br />

<strong>Unterallgäu</strong> für einen Arbeitsplatz werben,<br />

der in einem der attraktivsten Landkreise<br />

Deutschlands liegt.<br />

Günther Hammes<br />

Druckvorstufe und Druck<br />

Holzer Druck und Medien GmbH + Co. KG<br />

88171 Weiler-Simmerberg<br />

www.druckerei-holzer.de<br />

Magazin-Layout<br />

inallermunde GmbH<br />

88299 Leutkirch im Allgäu<br />

www.inallermunde.de<br />

Bankverbindung<br />

Sparkasse Allgäu<br />

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Urheber- und Verlagsrecht<br />

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Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit Genehmigung<br />

des Verlages. Für unverlangt eingesandte<br />

Manuskripte wird keine Haftung übernommen. Namentlich<br />

gekennzeichnete Beiträge kennzeichnen<br />

nicht die Ansicht der TT-Verlags-Redaktion.<br />

<strong>Unterallgäu</strong><br />

59


Wagner Magnete seit 1935 in Heimertingen<br />

In stetigem Wachstum haben wir uns zu einem führenden Hersteller von Magnetund<br />

Umwelttechnik entwickelt. Wagner Magnete steht für ein Unternehmen des<br />

deutschen Maschinenbaus, das ausgereifte Technik mit ständiger Innovation<br />

verbindet. Aus dem <strong>Unterallgäu</strong> exportieren wir weltweit.<br />

Unsere Spannmagnete sorgen bei Bearbeitungsprozessen für sicheren Halt und<br />

Präzision, wobei die zugehörigen elektronischen Steuerungen eine fein justierbare<br />

Spannkraft ermöglichen und abschließend das Magnetfeld vollständig aus dem<br />

Werkstück entfernen. Geht es um die Separation von Nichteisenmetallen wie etwa<br />

Aluminium oder Kupfer sind wir einer der Re cycling-Pioniere der Branche - Wagner<br />

Magnete hat sich als eines der ersten Unternehmen darauf spezialisiert.<br />

An unserem Standort in Heimertingen beschäftigen wir 160 hochqualifizierte<br />

Mitarbeiter. Als erfolgreiches Familienunternehmen ist es für uns Herausforderung<br />

und Verpflichtung, junge Menschen sehr gut auszubilden und ihnen damit den Start<br />

in ein erfolgreiches Berufsleben zu ermöglichen.<br />

Wagner Magnete GmbH & Co. KG<br />

Obere Straße 15<br />

D-87751 Heimertingen<br />

Telefon: +49 (0) 8335 980-0<br />

Telefax: +49 (0) 8335 980-270<br />

www.wagner-magnete.de<br />

E-Mail: info@wagner-magnete.de<br />

Die Zukunft beginnt jetzt, kommen Sie in´s Team Wagner Magnete!<br />

Technologie<br />

die<br />

anzieht<br />

Magnetscheider<br />

Metall-Rückgewinnung - Metalle erkennen & sortieren<br />

Spannmagnete<br />

Spannsysteme für Werkzeugmaschinen<br />

Entmagnetisierung<br />

Entfernen des Magnetismus in Werkstücken<br />

Halten und Transportieren<br />

Lasthebemagnete und Haltemagnete<br />

Steuerungstechnik<br />

Magnetsteuerungstechnik und Überwachungseinheiten

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