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2023-9-oebm-der-osterreichische-baustoffmarkt - Dämmen! Und sich von hohen Kosten trennen

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Der Österreichische Baustoffmarkt<br />

Österreichische Post AG<br />

MZ 09Z037955M<br />

impactmedia, Dornbacher Straße 93, 1170 Wien<br />

Fachmagazin für den Baustoff-Fachhandel & Baumärkte<br />

JG 53<br />

9.<strong>2023</strong><br />

Andreas Jäger<br />

Klimaexperte<br />

<strong>Dämmen</strong>! <strong>Und</strong><br />

<strong>sich</strong> <strong>von</strong> <strong>hohen</strong><br />

<strong>Kosten</strong> <strong>trennen</strong>.<br />

Zeit, <strong>sich</strong> <strong>von</strong> <strong>hohen</strong> Heizkosten zu verabschieden. Mit <strong>der</strong> Austrotherm<br />

Wärmedämmung sparen Sie jede Menge Heiz - und Kühlkosten ein sowie<br />

auch noch unnötige CO 2<br />

-Emissionen. Das freut nicht nur Ihr Haushaltsbudget,<br />

son<strong>der</strong>n auch das Klima, auf das <strong>sich</strong> übrigens jedes Gründach positiv auswirkt.<br />

Dieses begrünte Umkehrdach wurde mit Austrotherm XPS ® <strong>sich</strong>er gedämmt.<br />

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Austrotherm GmbH, Friedrich Schmid-Straße 165,<br />

2754 Waldegg, www.austrotherm.com


E D I T O R I A L<br />

Geht uns bald das Licht aus?<br />

ALEXANDRA LEHRER<br />

Chefredaktion<br />

Foto: Richard Tanzer<br />

För<strong>der</strong>ungen gibt es in Hülle und Fülle. Ob E-Autos, Wärmepumpen o<strong>der</strong><br />

Photovoltaikanlagen. Um die Energiewende und somit die Klimaziele zu erreichen,<br />

wird dies auch alles notwendig sein. Aber ist das alles auch machbar?<br />

Hier ein kurzer Reality-Check!<br />

Wir können gar nicht so viel grünen Strom produzieren, dass eine flächendeckende<br />

E-Mobilität, eine flächendeckende Umrüstung auf Wärmepumpen funktionieren<br />

kann, schon gar nicht, wenn Windparks toll sind, aber nicht gewünscht. Photovoltaik<br />

ist auch toll, funktioniert aber dann nicht, wenn man sein Auto aufladen will,<br />

in <strong>der</strong> Nacht! Also geht uns demnächst <strong>der</strong> Strom aus? Wahrscheinlich!<br />

Aber, kein Problem! Der Kachelofenverband berichtet <strong>von</strong> einem enormen Mengen-<br />

und Umsatzplus. Also hat anscheinend je<strong>der</strong> mittlerweile eine Festbrennstoffheizung.<br />

Glücklich <strong>der</strong>, <strong>der</strong> auch einen Festbrennstoffherd hat. Dass Holz immer<br />

noch überteuert verkauft wird, ist hier Nebensache. Brauchen wir den Strom nicht<br />

zum Heizen und Kochen, für Licht und Komfort, können wir ihn für die Autos<br />

nutzen!<br />

Ein nächstes Problem scheint <strong>der</strong> unsagbare Mangel an Fachkräften. Geburtenschwache<br />

Jahrgänge tun ihr Übriges. Wir sagen kein Problem. Wo keine Aufträge,<br />

da werden auch keine Mitarbeiter:innen gebraucht, <strong>der</strong>en Löhne <strong>sich</strong> in Zukunft<br />

sowieso kein Unternehmen mehr leisten wird können.<br />

Da sind wir schon beim nächsten Problem! Die Aufträge! Gehen uns die Häuslbauer<br />

aus? Bei dieser Zinspolitik und Preisen, sieht es ganz danach aus. Auch Investoren<br />

werfen zurzeit das Handtuch, denn wenn sie auch das Geld zum Bauen<br />

hätten, sie das Gebaute nicht ankriegen. Dazu kommt, dass uns auch die Kreditnehmer<br />

ausgehen, weil wer bekommt noch einen Kredit mit <strong>der</strong> KIM-Verordnung!?<br />

Wir sagen kein Problem! Wir müssen noch zig Tonnen CO2 einsparen und<br />

das geht ganz gut, wenn nicht gebaut wird!<br />

<strong>Und</strong> nun zur letzten Frage: Gehen uns Innovationen, wirtschaftlich denkende und<br />

verantwortungsvolle Bürger, vorausschauende kluge Politiker, krisenresistente Unternehmen<br />

und vor allem kreative Köpfe aus?<br />

Hoffentlich nicht, weil das wäre dann wirklich ein Problem!<br />

9 . <strong>2023</strong> | 3


Bild: Griffner Haus<br />

6<br />

Bild: Los Muertos Crew<br />

9 10<br />

Bild: Kindel Media<br />

I N H A L T 9 . 2 0 2 3<br />

AUFTAKT<br />

Innovativer Innenausbau 6<br />

Trockenbau<br />

Die Sonne hat immer Saison 9<br />

Klimaneutral mit Photovoltaik<br />

INTERVIEW<br />

Den Wandel aktiv gestalten 19<br />

Interview mit Barbara Bernsteiner, Quester<br />

Alles, immer, gleichzeitig 21<br />

Interview mit Michaela Koch<br />

RECYCLE & REUSE<br />

Durchbruch beim Recycling ... 10<br />

... <strong>von</strong> PV-Modulen<br />

VERBÄNDE<br />

Branchenevent in <strong>der</strong> Wachau 12<br />

Landesgremium Nie<strong>der</strong>österreich<br />

Green deal gefährdet 14<br />

GDI 2050<br />

AUSBILDUNG<br />

Bildungsschwerpunkte 26<br />

Seminarkalen<strong>der</strong> des ba<br />

KI im Baustoffhandel 27<br />

Einsatz als Sales Navi<br />

Hinweis<br />

Geschlechtsneutrale Formulierung<br />

Zur Vereinfachung <strong>der</strong> Lesbarkeit erfolgt im ÖBM nur zum Teil<br />

eine geschlechtsneutrale Differenzierung. Die Ausrichtung ist<br />

in jedem Fall geschlechtsunabhängig.<br />

4 | 9 . <strong>2023</strong>


CO2<br />

reduziert<br />

Unser Beitrag<br />

zum Klimaschutz*<br />

>469 kg/t CO 2 gemäß<br />

EU-Taxonomie<br />

MADE IN AUSTRIA<br />

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Chromatarm<br />

CO2<br />

reduziert<br />

Unser Beitrag<br />

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EU-Taxonomie<br />

MADE IN AUSTRIA<br />

Chromatarm<br />

Bild: Teubl Foto: LH Gleinstätten<br />

25<br />

Bild: LH Korneuburg<br />

24<br />

23<br />

GRÜNES LEBEN BEGINNT MIT ECOPLANET<br />

UNIVERSALZEMENT<br />

CEM II/B-M (S-L) 42,5 N WT 38<br />

ESTRICHZEMENT<br />

CEM II/B-M (S-LL) 42,5 N<br />

ZEMENT<br />

CEM II/C-M (S-LL) 42,5 N<br />

Nachhaltiger Zement für Verbundestriche,<br />

Estriche auf Trennlage, schwimmend<br />

verlegte Estriche & Fußbodenheizungen<br />

Sehr gute Verarbeitbarkeit und<br />

Austrocknungsverhalten<br />

Estrichzement für die ganzjährige<br />

Anwendung, ideal ab 5°C<br />

Aufgrund seiner Zusammensetzung<br />

beson<strong>der</strong>s nachhaltiger Zement für den<br />

Häuslbauer, für massive Bauteile und<br />

Stahlbeton geeignet. Für Betonagen ab 10°C<br />

Länger verarbeitbar, langsamer in <strong>der</strong><br />

Festigkeitsentwicklung<br />

Gute Nachbehandlung erfor<strong>der</strong>lich<br />

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25 kg<br />

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Die Zemente aus <strong>der</strong> ECOPlanet Familie leisten aufgrund ihrer geringen<br />

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-Emission bei <strong>der</strong> Herstellung einen w esentlichen B eitrag zum<br />

K limaschutz gem. EU Taxonomie Verordnung vom 4. Juni 2021.<br />

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AUFTAKT<br />

T ROCKENBAU<br />

Trockenbau<br />

Innovativer Innenausbau –<br />

gar keine trockene Angelegenheit<br />

Der trockene Innenausbau hat in den letzten Jahrzehnten<br />

eine enorme Weiterentwicklung zu verzeichnen.<br />

Ursprünglich als Alternative zur herkömmlichen Bauweise<br />

für Zimmertrennwände und abgehängte Decken gedacht,<br />

ist <strong>der</strong> Trockenbau in all seinen Ausprägungen heute we<strong>der</strong><br />

aus Neubauten noch aus Sanierungsprojekten wegzudenken.<br />

Zudem gilt er auch als Bauweise <strong>der</strong> Zukunft, ist er doch<br />

prädestiniert für Kreislaufwirtschaft und nachhaltiges<br />

Bauen. Doch dem gegenüber stehen für alle in <strong>der</strong><br />

Wertschöpfungskette nicht wirklich positive Konjunkturzahlen<br />

und ein Rückgang im Wohnbau.<br />

Bild: Trimmel Wall Architekten<br />

Hoffnungsmarkt Sanierungen: Aktivitäten <strong>von</strong> Land und Kommunen und<br />

<strong>der</strong> Sanierungsbonus sollen den Sanierungsanteil – und damit auch den<br />

trockenen Innenausbau – ankurbeln. Wohnhaussanierung in <strong>der</strong> Mariahilfer<br />

Straße 182 in Wien<br />

Ständig steigende Ansprüche in<br />

den Bereichen Statik, Brandschutz,<br />

Schallschutz und Akustik haben<br />

zum laufenden Fortschritt des trockenen<br />

Innenausbaus beigetragen. Dabei orientiert<br />

<strong>sich</strong> die Industrie an den immer<br />

spektakuläreren Konzepten <strong>von</strong><br />

Architekt:innen und Bauherrnschaften,<br />

um innovative Systeme zu entwickeln,<br />

die <strong>der</strong>en Anfor<strong>der</strong>ungen erfüllen. Diese<br />

außergewöhnlichen Projekte gepaart mit<br />

den Produktneuheiten und hochqualitativen<br />

Monteursarbeiten treiben also gemeinsam<br />

die Innovation im trockenen<br />

Innenausbau voran.<br />

Der trockene Innenausbau ist jedoch<br />

nicht nur eine Möglichkeit, Leuchtturmkprojekte<br />

zu realisieren. Er ist vor<br />

allem ein wesentlicher Bestandteil des<br />

„normalen“ Wohnbaus geworden. Denn<br />

unsere Vorstellungen <strong>von</strong> komfortablem<br />

Wohnen sind gestiegen und <strong>der</strong> Innenausbau<br />

spielt dabei als Schlüsselgewerk<br />

eine entscheidende Rolle. Erst die Qualitäten<br />

des Trockenbaus in Bezug auf<br />

Flexibilität, Raumgestaltung und Funktionalität<br />

ermöglichen es, individuelle<br />

Planungen zu verwirklichen.<br />

Der trockene Innenausbau hat <strong>sich</strong><br />

also <strong>von</strong> einem Nebenschauplatz zu einer<br />

zentralen Komponente in <strong>der</strong> Bauindustrie<br />

entwickelt. Die Branche setzt<br />

<strong>sich</strong> selbst immer wie<strong>der</strong> neue Maßstäbe<br />

und wir können gespannt sein, wohin<br />

uns diese Entwicklung in Zukunft noch<br />

führen wird.<br />

In diesem Sinne heißt es für alle im<br />

Baustoffhandel, auch hier immer am<br />

Puls <strong>der</strong> Zeit zu bleiben und den Kunden<br />

die neuesten und besten Lösungen<br />

jeweils nach <strong>der</strong>en Schwerpunkt anzubieten.<br />

ALLGEMEINE TRENDS DER BRAN-<br />

CHE<br />

In <strong>der</strong> Branche „Gebäudetechnik und<br />

Innenausbau“ sind laut Wirtschaftskammer<br />

Österreich <strong>der</strong>zeit verschiedene<br />

6 | 9 . <strong>2023</strong>


AUFTAKT<br />

T ROCKENBAU<br />

Trends zu beobachten. Wichtige Aspekte<br />

stellen die Energieeffizienz und <strong>der</strong> verstärkte<br />

Einsatz <strong>von</strong> alternativen Energien<br />

sowie nachhaltige Rohstoffe dar. Zudem<br />

gewinnen umweltfreundliche, schadstoffarme<br />

Baustoffe, Naturprodukte und<br />

ökologische Materialien an Bedeutung.<br />

Innovative Werkstoffe, wie beispielsweise<br />

Lehm- und Kalkinnenputze, tragen<br />

zur Verbesserung <strong>der</strong> Raumluft bei. Ressourceneffizienz<br />

spielt im gesamten Produktlebenszyklus<br />

eine immer größere<br />

Rolle. Ein weiterer bedeuten<strong>der</strong> Trend<br />

sind die Digitalisierung und die Automatisierung<br />

– im Bereich Smart Home aber<br />

ebenso im Planungs- und Bauprozess.<br />

Auch eine flexible Raumgestaltung,<br />

die den individuellen Lebensumständen<br />

angepasst werden kann, gewinnt an<br />

Bedeutung. Barrierefreies und altersgerechtes<br />

Bauen stehen dabei im Fokus.<br />

Ebenso werden Raumklima, Hygiene<br />

und Schadstoffbelastung in Innenräumen<br />

vermehrt beachtet, um das Wohlbefinden<br />

und die Gesundheit <strong>der</strong> Bewohner<br />

zu verbessern. Eine kreative<br />

Innenausgestaltung, bei <strong>der</strong> Farben,<br />

Formen, Licht und funktionales Design<br />

eine Rolle spielen, ist ebenfalls gefragt.<br />

<strong>Und</strong> vor allem erbringen immer mehr<br />

Menschen Eigenleistungen o<strong>der</strong> führen<br />

Do-it-Yourself-Projekte durch.<br />

RÜCKGANG IM WOHNBAU: JAM-<br />

MERN AUF HOHEM NIVEAU<br />

Aber nicht nur <strong>der</strong> Trend zum Selbermachen,<br />

viel mehr noch stellen die <strong>der</strong>zeitige<br />

Konjunkturentwicklung, <strong>der</strong><br />

Rückgang im Wohnbau und auch im<br />

Fertighausbereich große Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

für die heimischen Trockenbauer<br />

dar.<br />

Laut Interconnection Consulting wird<br />

im Jahr <strong>2023</strong> insgesamt ein Rückgang<br />

<strong>der</strong> Baugenehmigungen im Wohnbau<br />

um rund 12 % erwartet, was <strong>sich</strong> mit<br />

einem Minus <strong>von</strong> 5,5 % auf die Fertigstellungen<br />

<strong>von</strong> Wohneinheiten auswirken<br />

wird. Im Jahr 2022 führte Wien<br />

die Liste <strong>der</strong> fertiggestellten Wohneinheiten<br />

mit 15.669 Einheiten (+3,5 %<br />

zu 2021) an, gefolgt <strong>von</strong> Nie<strong>der</strong>österreich<br />

mit 10.083 (+2,9 % zu 2021) und<br />

Oberösterreich mit 8.661 Einheiten.<br />

Den größten Anstieg bei den Fertigstellungen<br />

<strong>von</strong> Wohneinheiten (Ein- und<br />

Zweifamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser)<br />

verzeichnete Salzburg mit<br />

einem Plus <strong>von</strong> 14,3 %. In allen an<strong>der</strong>en<br />

Bundeslän<strong>der</strong>n gab es hingegen<br />

Rückgänge im Wohnbau. Es gibt aber<br />

auch eine gute Nachricht: Die Zahlen<br />

für 2022 liegen laut Studienautorin Yuliia<br />

Hrebenkova immer noch über dem<br />

langjährigen Durchschnitt!<br />

Nie<strong>der</strong>österreich und Oberösterreich<br />

dominieren den Bereich <strong>der</strong> Ein- und<br />

Zweifamilienhäuser mit rund 50 % aller<br />

Fertigstellungen bundesweit. Hoffen<br />

kann die Branche neben kommunalen<br />

Projekten noch auf den Sanierungsbonus<br />

für Private <strong>2023</strong>/2024 mit dem<br />

thermische Sanierungen im privaten<br />

Wohnbau für Gebäude, die älter als 20<br />

Jahre sind, geför<strong>der</strong>t werden.<br />

FERTIGHAUSMARKT UNTERLIEGT<br />

ANDEREN GESETZEN<br />

Ein weiterer Hoffnungsträger für den<br />

trockenen Innenausbau ist <strong>der</strong> heimische<br />

Fertighausmarkt. Er konnte 2022 – trotz<br />

des bundesweiten Rückgangs bei <strong>der</strong><br />

Fertigstellung <strong>von</strong> Ein- und Zweifamilienhäusern<br />

– um 7,9 % wachsen. Dennoch<br />

wird <strong>sich</strong> in den kommenden Jahren<br />

<strong>der</strong> generelle Rückgang auch auf die<br />

Fertighausbranche nie<strong>der</strong>schlagen. Für<br />

das Jahr <strong>2023</strong> wird eine deutliche Reduzierung<br />

<strong>von</strong> -17 % bei <strong>der</strong> Fertigstellung<br />

<strong>von</strong> Ein- und Zweifamilienhäusern<br />

erwartet, was naturgemäß auch zu einem<br />

sinkenden Absatzvolumen bei den Fertighäusern<br />

führt. In Österreich wird für<br />

dieses Jahr ein mengenmäßiger Rückgang<br />

<strong>von</strong> 7,6 % prognostiziert, <strong>der</strong> trotz<br />

starker Preissteigerungen eine Umsatzeinbuße<br />

<strong>der</strong> Branche <strong>von</strong> rund 3 % zur<br />

Folge haben wird. Das Wachstum des<br />

Fertighausmarktes ist hauptsächlich darauf<br />

zurückzuführen, dass immer mehr<br />

fertiggestellte Einfamilienhäuser als Fertighäuser<br />

ausgeführt werden – dieser Anteil<br />

wird <strong>2023</strong> voraus<strong>sich</strong>tlich auf 38,8<br />

% steigen. Im Jahr 2022 betrug das<br />

Marktvolumen für Fertighäuser in Österreich<br />

insgesamt 1,3 Milliarden Euro.<br />

Der Krieg in <strong>der</strong> Ukraine hat zu Instabilität<br />

und Rohstoffknappheit geführt,<br />

was Verzögerungen bei <strong>der</strong> Lieferung<br />

<strong>von</strong> Materialien und weitere Preiserhöhungen<br />

zur Folge hatte. Auf dem Fertighausmarkt<br />

erhöhten <strong>sich</strong> deshalb die<br />

Preise im Jahr 2022 um +7,3 %, im Jahr<br />

<strong>2023</strong> wird diese Steigerung voraus<strong>sich</strong>tlich<br />

bei +5,1 % liegen und 2024 voraus<strong>sich</strong>tlich<br />

bei +3,9 % gegenüber dem<br />

Vorjahr.<br />

TREND ZU „SCHLÜSSELFERTIGEN“<br />

FERTIGHÄUSERN IN ÖSTERREICH<br />

Mit einem Anteil 78,5 % ist das Einfamilienhaus<br />

<strong>der</strong> beliebteste Fertighaus-<br />

ð<br />

*) (Durchführung: April/Mai <strong>2023</strong>; Vollerhebung mit<br />

einem Rücklauf <strong>von</strong> n = 5.124<br />

Mo<strong>der</strong>nes, energieeffizientes und behagliches Wohnen braucht zeitgemäßen trockenen Innenausbau.<br />

Bild: Pixabay/newhouse<br />

9 . <strong>2023</strong> | 7


AUFTAKT<br />

T ROCKENBAU<br />

Typ. Danach folgen weit abgeschlagen<br />

Zweifamilienhäuser mit einem Anteil<br />

<strong>von</strong> 4,9%. Reihenhäuser und „Mehrgeschossiger<br />

Wohnbau“ machen den Rest<br />

aus. <strong>Und</strong> Herr und Frau Österreicher<br />

mögen es fix und fertig: In den letzten<br />

Jahren hat <strong>der</strong> Trend zu „schlüsselfertigen“<br />

Fertighäusern, kontinuierlich zugenommen<br />

und liegt <strong>der</strong>zeit bei einem<br />

Marktanteil <strong>von</strong> rund 41%. Dies geht zu<br />

Lasten jener Kategorien, bei denen <strong>der</strong><br />

Kunde selbst noch Ausbau- o<strong>der</strong> Veredelungsarbeiten<br />

durchführen muss.<br />

DER BRANCHE GEHEN DIE MEN-<br />

SCHEN AUS<br />

Dass die Anzahl <strong>der</strong> Fertigstellungen<br />

nicht mehr boomt wie noch vor wenigen<br />

Jahren hat auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Seite<br />

auch beinahe etwas Positives. Die Ergebnisse<br />

einer jährlichen österreichweiten<br />

Unternehmensbefragung („Arbeitskräfteradar“)<br />

im Auftrag <strong>der</strong> WKO *)<br />

zeigen, dass <strong>der</strong> Arbeits- und Fachkräftemangel<br />

in Österreich im April <strong>2023</strong><br />

auf einem sehr <strong>hohen</strong> Niveau lag (rund<br />

210.000 offene Stellen für Fachkräfte<br />

bezogen auf alle Mitgliedsbetriebe <strong>der</strong><br />

WKO), welcher bei 82 % <strong>der</strong> Betriebe<br />

spürbar wird!<br />

Ein beson<strong>der</strong>s massiver Mangel<br />

herrscht in folgenden Branchen:<br />

1. Baugewerbe<br />

2. Herstellung <strong>von</strong> Holzwaren<br />

3. Gastronomie/Hotellerie<br />

4. Gesundheits- und Sozialwesen<br />

5. Produktion Metall inkl. Maschinenund<br />

Fahrzeugbau<br />

<strong>Und</strong> wie sehen die Betriebe laut WKO<br />

den Fachkräftebedarf?<br />

• 82 % <strong>der</strong> Unternehmen sind vom<br />

Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel<br />

betroffen. 62 % spüren diesen (sehr)<br />

stark.<br />

• 56 % <strong>der</strong> Betriebe verspüren Umsatzeinbußen<br />

durch den Fachkräfte- und<br />

Arbeitskräftemangel<br />

• Für knapp die Hälfte (44 %) führt<br />

<strong>der</strong> Fachkräfte- und Arbeitskräftemangel<br />

bereits zur Einschränkung<br />

<strong>von</strong> Innovationen.<br />

• Insbeson<strong>der</strong>e werden Berufe im Tourismus,<br />

in <strong>der</strong> Technik, im Handwerk<br />

und Verkehr & Transport verstärkt<br />

gesucht<br />

• 82 % <strong>der</strong> Firmenchefs (und <strong>der</strong>en<br />

Angehörige) sind durch den Fachkräfte-<br />

und Arbeitskräftemangel zusätzlich<br />

belastet.<br />

y<br />

AUF EUROPA GESCHAUT<br />

Wachstum im Trennwandmarkt<br />

in Europa erwartet<br />

Der Markt für Trennwände in <strong>der</strong><br />

Europaregion (Deutschland, Österreich,<br />

Schweiz, Frankreich, Italien) stieg im<br />

Jahr 2022 um 0,8% an, nachdem bereits<br />

2021 ein Rückgang <strong>von</strong> 6% verzeichnet<br />

wurde. Laut einer Studie <strong>von</strong> Interconnection<br />

Consulting wird in den kommenden<br />

Jahren ein mo<strong>der</strong>ates Wachstum<br />

erwartet.<br />

Im Jahr 2022 betrug das verkaufte<br />

Absatzvolumen für Trennwände in den<br />

fünf untersuchten Län<strong>der</strong>n insgesamt<br />

3,4 Millionen Quadratmeter, <strong>der</strong> Umsatz<br />

lag bei rund einer Milliarde Euro. Durch<br />

Preiserhöhungen konnte <strong>der</strong> Markt<br />

seinen Umsatz um 12,4% steigern. Die<br />

DACH-Region verzeichnete dabei die<br />

stärkste Dynamik mit einem Anstieg des<br />

Absatzes <strong>von</strong> Trennwänden um 4,4%,<br />

trotz rückläufiger Bauaktivitäten im<br />

Bürosektor. Bis 2025 wird ein jährliches<br />

Wachstum <strong>von</strong> 3,3% erwartet.<br />

In Frankreich sank <strong>der</strong> Markt um 0,3%<br />

in Menge, doch es wird ein jährliches<br />

Wachstum <strong>von</strong> 3,5% bis 2025 prognostiziert.<br />

In Italien ging <strong>der</strong> Absatz um 3,4%<br />

zurück, jedoch wird für die nächsten drei<br />

Jahre ein langsamer Anstieg erwartet<br />

mit einer durchschnittlichen jährlichen<br />

Wachstumsrate <strong>von</strong> 1,6%. Für die<br />

gesamte Europaregion wird bis 2025 ein<br />

Wachstum <strong>von</strong> 3,0% erwartet.<br />

Bild: Griffner Haus<br />

In Österreich werden mehr als drei Viertel <strong>der</strong><br />

fertiggestellten Fertigteilhäuser als Einfamilienhaus<br />

ausgeführt. Bei den Ausbaustufen<br />

legen 59 % selbst Hand an, <strong>der</strong> Rest entscheidet<br />

<strong>sich</strong> für die schlüsselfertige Variante, die<br />

einen raschen und unkomplizierten Einzug<br />

ermöglicht. Bei <strong>der</strong> Gestaltung liegt weiterhin<br />

eine klare Formen¬sprache im Trend, die<br />

nicht zuletzt einer höheren Energieeffizienz<br />

und zukunftsorientierten Flexibilität geschuldet<br />

ist.<br />

8 | 9 . <strong>2023</strong>


AKTUELL<br />

W ÄRME<br />

Die Sonne hat immer Saison<br />

Bild: Kelly<br />

Zuverlässiger Energielieferant ist die Photovoltaik. Mit einer Gesamtleistung <strong>von</strong> 3,792 MWp decken<br />

PV-Anlagen bereits 6,6 Prozent des Strombedarfs in Österreich.<br />

Die angestrebte Klimaneutralität<br />

bis zum Jahr 2040 erfor<strong>der</strong>t<br />

enorme Anstrengungen und einen<br />

rasanten Ausbau <strong>der</strong> alternativen<br />

Energieerzeuger. Einer <strong>der</strong><br />

zuverlässigsten Energielieferanten<br />

ist die Sonne, die PV-Technik zur<br />

Sonnen-Energiegewinnung ist<br />

ebenfalls ausgereift. Kein Wun<strong>der</strong><br />

also, dass <strong>sich</strong> immer mehr<br />

Stromkunden für Photovoltaik<br />

entscheiden. Der Ausbau schreitet<br />

voran!<br />

Laut aktueller Marktstatistik des<br />

Bundesverbandes Photvoltaic<br />

Austria schaffte Österreich im<br />

vergangenen Jahr erstmals einen Jahres-<br />

PV-Zubau <strong>von</strong> über einem Gigawattpeak<br />

(GWp). Der Erfolg dieses Rekordzubaus<br />

zeigt, dass die Energiewende mit funktionierenden<br />

Maßnahmen und Rahmenbedingungen<br />

gelingen kann. Doch Ausruhen<br />

ist noch lange nicht angesagt, ist<br />

Vera Immitzer, Geschäftsführerin <strong>von</strong><br />

PV Austria überzeugt: „2022 war ein<br />

beson<strong>der</strong>es Jahr: Es war das Auftaktjahr<br />

des Erneuerbaren Ausbau Gesetzes, zugleich<br />

hat <strong>der</strong> hohe Strompreis große<br />

Teile <strong>der</strong> Bevölkerung und <strong>der</strong> Unternehmen<br />

in die eigene Sonnenstromproduktion<br />

getrieben. Entsprechend groß<br />

war <strong>der</strong> Zubau, <strong>der</strong> auch noch in das<br />

aktuelle Jahr reicht. Unsere Unternehmen<br />

melden aber bereits ein Abflachen<br />

<strong>der</strong> Nachfrage, weswegen aus heutiger<br />

Sicht noch unklar ist, wie <strong>sich</strong> <strong>der</strong> Trend<br />

fortsetzen wird.“<br />

HOHE ZUWACHSRATEN 2022<br />

Im vergangenen Jahr wurde in Österrei-<br />

ch eine PV-Leistung <strong>von</strong> 1.009 Megawattpeak<br />

(MWp) zugebaut. Damit wird<br />

mit <strong>der</strong> aktuell installierten Gesamtleistung<br />

<strong>von</strong> 3.792 MWp 6,6 Prozent <strong>der</strong><br />

Stromnachfrage mittels Sonnenstrom<br />

gedeckt. Trotz des Rekordzubaus sind<br />

aber noch nicht einmal 30 Prozent <strong>der</strong><br />

notwendigen PV-Leistung <strong>von</strong> 2030 installiert.<br />

Denn bis 2030 sind mindestens<br />

13.000 MWp und bis 2040 mehr als<br />

50.000 MWp PV-Leistung notwendig,<br />

wenn man tatsächlich Klimaneutralität<br />

erreichen will.<br />

„Nach wie vor werden die ,Low-Hanging<br />

Fruits‘ geerntet – alle Anlagen, die<br />

keine groben Probleme in <strong>der</strong> Genehmigung<br />

haben, sind gebaut. Wir sind<br />

<strong>von</strong> den Zielen 2030 noch weit entfernt,<br />

vergessen aber, dass für 2040 noch deutlichere<br />

Kraftanstrengungen gefor<strong>der</strong>t<br />

sind. Nach dem EAG auf Bundesebene<br />

sind nun die Bundeslän<strong>der</strong> dran, den<br />

PV-Ausbauturbo weiter zu befeuern.<br />

Der entsprechende Schub funktioniert<br />

nur mit einer PV-fitten Genehmigungslandschaft<br />

und vor allem ausreichend<br />

verfügbaren Flächen“, wendet <strong>sich</strong> Herbert<br />

Paierl, Vorstandsvorsitzen<strong>der</strong> <strong>von</strong><br />

PV Austria, an die Bundeslän<strong>der</strong>.<br />

FÖRDERUNG ERFORDERLICH<br />

Die schlechte Nachricht: Die Anlagenpreise<br />

stiegen wie<strong>der</strong>: Je nach Anlagensegment<br />

sind die Anschaffungskosten<br />

weiter angestiegen (um bis zu 10 Prozent)<br />

und befinden <strong>sich</strong> auf dem Niveau<br />

<strong>von</strong> vor acht Jahren. Konkret bedeutet<br />

das: Ohne För<strong>der</strong>ung geht’s (noch)<br />

nicht. Rund 90 Prozent <strong>der</strong> installierten<br />

PV-Anlagen und PV-Speichersysteme<br />

wurden über För<strong>der</strong>ungen des Bundes<br />

bzw. <strong>der</strong> Län<strong>der</strong> errichtet. Das <strong>sich</strong> die<br />

För<strong>der</strong>ungen lohnen, zeigt ein Blick in<br />

die Wirtschaft. So verzeichnen die heimischen<br />

Hersteller <strong>von</strong> PV-Modulen<br />

und Wechselrichtern deutliche Exportzuwächse.<br />

Bei den Modulen sind das<br />

deutlich über 50 Prozent, bei Wechselrichtern<br />

gar 82 Prozent. Auch <strong>der</strong> Gesamtumsatz<br />

steigt – zuletzt auf knapp<br />

1,7 Milliarden Euro. Damit wuchsen<br />

ð<br />

9 . <strong>2023</strong> | 9


AUFTAKT<br />

W ÄRME<br />

auch die Arbeitsplätze im PV-Bereich<br />

auf zuletzt 6.100 – und damit um 34<br />

Prozent mehr als im Vorjahr.<br />

PV-SYSTEME<br />

Wie groß eine Photovoltaik-Anlage bemessen<br />

wird hängt <strong>von</strong> unterschiedlichen<br />

Faktoren ab. Zum einen <strong>von</strong> <strong>der</strong><br />

zur Verfügung stehenden Fläche, <strong>der</strong><br />

benötigten Erzeugerleistung und letztendlich<br />

auch <strong>von</strong> den verfügbaren Finanzmitteln.<br />

Die wesentlichste Frage,<br />

die vorab <strong>der</strong> Planung natürlich beantwortet<br />

werden muss, ist die <strong>der</strong> Verfügbarkeit<br />

des Stromes. Derzufolge wird in<br />

die zwei wesentlichen Systeme netzgekoppelt<br />

o<strong>der</strong> Inselsystem unterschieden.<br />

Netzgekoppelte Systeme speisen bei<br />

einer Überschussproduktion den produzierten<br />

Strom ins öffentliche Stromnetz<br />

und beziehen Strom aus dem Netz,<br />

wann auch immer dieser gebraucht wird.<br />

Damit ist die vollständige Versorgungs<strong>sich</strong>erheit<br />

auch bei Produktionsschwankungen<br />

<strong>sich</strong>ergestellt.<br />

Inselsysteme – o<strong>der</strong> auch Stand-Alone-<br />

Systeme – hingegen sind völlig autark.<br />

Sie sind unabhängig vom Stromnetz,<br />

benötigen dafür aber Komponenten zur<br />

Stromspeicherung, um die Versorgungs<strong>sich</strong>erheit<br />

bei schwankendem Energieeintrag<br />

trotzdem noch <strong>sich</strong>erstellen zu<br />

können.<br />

y<br />

Trotz Boom am PV-Markt und enormen Zugewinne <strong>der</strong> Hersteller ist Österreich <strong>von</strong> den Zielen 2040 noch<br />

weit entfernt.<br />

Fakten und Daten zur PV-Markt in Österreich<br />

Zubau PV-Leistung 2022<br />

1.009 MWp<br />

Gesamte installierte PV-Leistung 2022<br />

3.792 MWp<br />

Versorgte Haushalte 2022 860.000<br />

Anteil PV-Strom an <strong>der</strong> Stromnachfrage 2022 60 %<br />

Erfor<strong>der</strong>liche gesamt installierte PV-Leistung 2030<br />

13.000 MWp<br />

Erfor<strong>der</strong>liche gesamt installierte PV-Leistung 2040<br />

>50.000 MWp<br />

Quelle: Photovoltaic Austria<br />

Bild: Los Muertos Crew<br />

Durchbruch beim Recycling <strong>von</strong> PV-Modulen<br />

Der erste Boom bei <strong>der</strong> Installation <strong>von</strong> Photovoltaik-Anlagen begann mit<br />

<strong>der</strong> Jahrtausendwende. Nun kommen die ersten Anlagen ans Ende ihrer<br />

Lebensdauer und damit stellt <strong>sich</strong> die Frage nach dem Recycling.<br />

Intensivere Nutzung <strong>der</strong> Sonnenenergie<br />

und damit ein kräftiger Ausbau<br />

<strong>von</strong> Solar- und Photovoltaikanlagen<br />

soll bei <strong>der</strong> Erreichung <strong>der</strong> Klimaneutralität<br />

helfen. Auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Seite wachsen<br />

aber auch die Berge an PV-Modulen,<br />

die ihrer Entsorgung harren.<br />

WELTNEUHEIT IM SILIZIUM-RECYCLING<br />

Eines <strong>der</strong> größten PV-Entsorgungsunternehmen<br />

ist die deutsche Reiling Unternehmensgruppe,<br />

die bis vor wenigen<br />

Jahren rund 500 Tonnen Solarmodule<br />

jährlich zur Entsorgung geliefert bekamen.<br />

Heute sind es 500 Tonnen im Monat.<br />

Tendenz weiter steigend. Um das<br />

Recycling effizienter und damit auch<br />

gewinnbringen<strong>der</strong> zu machen hat <strong>sich</strong><br />

das Unternehmen mit dem Fraunhofer-<br />

Centrum für Silzium-Photovoltaik zusammengeschlossen<br />

und ein neues Verfahren<br />

entwickelt<br />

10 | 9 . <strong>2023</strong>


UMFASSENDES RECYCLING MÖG-<br />

LICH<br />

Eine Tonne PV-Module enthält im<br />

Schnitt rund 650 bis 720 Kilogramm<br />

Glas, 125 bis 200 Kilogramm Aluminium,<br />

60 bis 110 Kilogramm Plastik sowie<br />

rund 30 bis 40 Kilogramm Silizium und<br />

ein halbes bis ganzes Kilo Silber. Bislang<br />

wurde aus alten PV-Modulen vorrangig<br />

Glas und Aluminium wie<strong>der</strong>gewonnen,<br />

was in Summe auch rund 80 Prozent<br />

eines Solarmoduls ausmacht. Durch das<br />

neuentwickelte Verfahren soll nun auch<br />

das in den Modulen enthaltene Silizium<br />

und Silber wie<strong>der</strong> in den Stoffkreislauf<br />

zurückgeführt werden. Damit wird das<br />

Recycling deutlich wirtschaftlicher und<br />

attraktiver. Bisher galt als Richtwert eine<br />

Recyclingmenge <strong>von</strong> rund 10.000 Modulen<br />

pro Jahr, damit <strong>der</strong> gesamte Prozess<br />

auch wirtschaftlich Sinn macht. Das<br />

könnte <strong>sich</strong> jetzt än<strong>der</strong>n.<br />

HOHER RECYCLINGBEDARF<br />

Die Internationale Organisation für erneuerbare<br />

Energien (IRENA) schätzt,<br />

dass weltweit bis 2030 mindestens 1,7<br />

Millionen Tonnen Altmodule anfallen<br />

werden, zwanzig Jahre später 60 Millionen<br />

Tonnen – und das ist das zurückhaltende<br />

Szenario. Sollten viele Module<br />

weniger als 30 Jahre gebraucht werden,<br />

müssten 2030 bereits 8 Millionen Tonnen<br />

entsorgt werden.<br />

Doch ganz so einfach ist das mit <strong>der</strong><br />

Entsorgung dann wie<strong>der</strong> auch nicht.<br />

Denn europaweit bzw. EU-weit müssen<br />

allen alten PV-Module geprüft und<br />

wie<strong>der</strong>verwendet o<strong>der</strong> mehr o<strong>der</strong> weniger<br />

vollständig recycelt werden. Private<br />

Haushalte können ausrangierte PV-Anlagen<br />

in <strong>der</strong> Regel kostenfrei bei Wertstoff-Sammelstellen<br />

abgeben, da die<br />

Hersteller die Recyclingkosten tragen<br />

müssen.<br />

Laut EU-Gesetzgebund müssen 80<br />

Prozent des Modulgewichts recycelt werden.<br />

Diese Quote wird mit Aluminium<br />

und Glas zwar bereits erfüllt, aus ökologischer<br />

ebenso wie aus ökonomischer<br />

Sicht sollte aber auch das restliche Material<br />

in <strong>der</strong> einen o<strong>der</strong> an<strong>der</strong>en Form einer<br />

Wie<strong>der</strong>verwertung zugeführt werden.<br />

Bild: Kindel Media<br />

PV-Anlagen sind zwar langlebig, müssen aber auch am Ende ihrer Lebensdauer entsorgt werden. Neueste<br />

Verfahren können die Module in ihre Einzelteile <strong>trennen</strong> und somit die ursprünglich verwendeten Rohstoffe<br />

wie<strong>der</strong>gewinnen und -verwerten.<br />

Der überwiegende Großteil <strong>der</strong> Solarmodule<br />

besteht aus Rohstoffen, die laut<br />

Umweltbundesamt nicht knapp sind, allerdings<br />

ist <strong>der</strong>en Gewinnung energieintensiv.<br />

Silizium wird in Schmelz-Reduktionsöfen<br />

mit etwa 2.300 Grad Celsius<br />

aus Quarzsand gewonnen – <strong>der</strong> CO2-<br />

Fußabdruck ist dementsprechend hoch<br />

– <strong>der</strong>zeit rund 20 Kilogramm CO2 pro<br />

Kilogramm Silizium. Im Fraunhofer-<br />

Center in Halle wird Silizium recycelt<br />

und somit <strong>der</strong> Fußabdruck verkleinert.<br />

SORTIEREN, ÄTZEN, SCHMELZEN<br />

Das ist das Rezept bei beim PV-Modul-Recycling:<br />

Zuerst werden die<br />

Bruchstücke sortiert und <strong>von</strong> Glas und<br />

Kunststoffresten befreit. Durch mehrere<br />

nasschemische Ätzprozesse in Säurebä<strong>der</strong>n<br />

werden an<strong>der</strong>e Metalle wie Kupfer,<br />

Silber o<strong>der</strong> Aluminium abgetrennt,<br />

um stetig reiner werdendes Silizium<br />

zu gewinnen. Hat es den gewünschten<br />

Reinheitsgrad, wird es geschmolzen. In<br />

einem Prozess, <strong>der</strong> an Kerzenziehen erinnert,<br />

werden aus dem flüssigen Silizium<br />

schließlich zylin<strong>der</strong>förmige Stäbe<br />

geformt. Daraus schneiden die Mitarbeiter<br />

am Fraunhofer-Center dann quadratische<br />

Wafer, die sie als Halbleiter in<br />

neuen PV-Module verbauen.<br />

Da Silizium in PV-Modulen beson<strong>der</strong>s<br />

rein sein muss, ist es <strong>der</strong>zeit noch<br />

fraglich, ob dieser Prozess in Zukunft<br />

<strong>der</strong> wirtschaftlich sinnvollste ist. Aber es<br />

gibt auch an<strong>der</strong>e Anwendungsmöglichkeiten:<br />

So wird <strong>der</strong> recycelte Rohstoff<br />

auch in <strong>der</strong> chemischen Industrie, <strong>der</strong><br />

Keramikindustrie und <strong>der</strong> Batterieherstellung<br />

gebraucht. Dort sind die Reinheitsanfor<strong>der</strong>ungen<br />

geringer, was den<br />

Recyclingprozess vereinfachen und die<br />

<strong>Kosten</strong> verringern würde. Nicht fraglich<br />

ist, dass <strong>der</strong> Markt für industrietaugliche<br />

PV-Recyclingverfahren wachsen wird.<br />

Laut einer IRENA-Prognose haben die<br />

technisch verwertbaren Rohstoffe aus<br />

PV-Paneelen bis 2030 einen Wert <strong>von</strong><br />

bis zu 450 Millionen US-Dollar. Bis<br />

2050 könnte <strong>der</strong> Wert auf 15 Milliarden<br />

US-Dollar steigen. Zudem werden<br />

durch das PV-Recycling neue Industriezweige<br />

und Arbeitsplätze entstehen.<br />

Gleichzeitig wird auch am Recycling<br />

<strong>der</strong> Glasbruchstücke weiter geforscht.<br />

In <strong>der</strong> Regel werden diese im Moment<br />

noch überwiegend zu Isoliermaterialien<br />

weiterverarbeitet, wie beispielsweise<br />

Glaswolle. Aber auch das könnte <strong>sich</strong><br />

bald än<strong>der</strong>n, denn am Fraunhofer-Center<br />

soll das in Zukunft optimiert werden.<br />

In Zukunft soll auch das Glas in einer<br />

Qualität recycelt werden, dass man es<br />

wie<strong>der</strong> in den Glas-Produktions-Kreislauf<br />

einglie<strong>der</strong>n kann.<br />

y<br />

9 . <strong>2023</strong> | 11


VERBÄNDE<br />

Wirtschaftskammer Nie<strong>der</strong>österreich<br />

Jährlicher Branchenevent in <strong>der</strong> Wachau<br />

Das NÖ Landesgremium des Baustoff-, Eisen- und Holzhandels lud seine<br />

Mitgliedsbetriebe zum jährlichen Branchentreffen zu einer Wachau-Schifffahrt<br />

ein. Obfrau Susanne Übellacker konnte bei schönstem Spätsommerwetter<br />

Baustoffhändler:innen aus ganz Nie<strong>der</strong>österreich auf <strong>der</strong> ausgebuchten MS<br />

Princess begrüßen.<br />

Als Vortragen<strong>der</strong> war Politikberater<br />

Dr. Thomas Hofer eingeladen,<br />

<strong>der</strong> unter dem Titel „Die empörte<br />

Republik – eine Gefahr für die Wirtschaft“<br />

einen kompakten Überblick über<br />

die aktuelle nationale und internationale<br />

Politiklandschaft bot. Die Themenlandschaft<br />

wird dabei immer schnelllebiger<br />

und die stattfindenden Diskussionen immer<br />

emotionaler geführt. Soziale Medi-<br />

en und auch <strong>der</strong> Einsatz <strong>von</strong> Künstlicher<br />

Intelligenz tragen hierzu ihren Teil bei.<br />

Durch diese Technologien wird es auch<br />

immer schwieriger die publizierten Bil<strong>der</strong>n<br />

bzw. Videos richtig zu interpretieren<br />

und auf <strong>der</strong> Wahrheitsgehalt hin zu<br />

prüfen. Die <strong>von</strong> Dr. Hofer präsentierten<br />

Themen und Gedankenansätze wurde<br />

bei den Teilnehmer:nnen im Laufe des<br />

Abends weiter angeregt diskutiert. y<br />

NÖ Baustoffhandelsobfrau Susanne<br />

Übellacker gemeinsam mit Politikberater Dr.<br />

Thomas Hofer<br />

Bild: WKNÖ Elisabeth Probst<br />

Österreichischer Baumeisterverband<br />

KIM-Verordnung jetzt aufheben!<br />

Ange<strong>sich</strong>ts des dramatischen Einbruchs im Bereich des privaten Wohnungs-<br />

und Hausbaus appelliert Verbandsobmann Robert Jägersberger im Vorfeld<br />

<strong>der</strong> kommenden Sitzung des Finanzmarktstabilitätsgremiums (FMSG) an<br />

alle politisch Verantwortlichen, die mittlerweile vollkommen kontraproduktiv<br />

wirkende KIM-Verordnung abzuschaffen und dem drohenden Zusammenbruch<br />

<strong>der</strong> privaten, fremdfinanzierten Wohnbaunachfrage entgegenzuwirken.<br />

ch appelliere an alle im FMSG<br />

„Ivertretenen Institutionen – Finanzministerium,<br />

Fiskalrat, Finanzmarkauf<strong>sich</strong>t<br />

und Nationalbank – endlich<br />

zur Kenntnis zu nehmen, dass <strong>sich</strong> die<br />

Rahmenbedingungen am Immobilienmarkt<br />

mittlerweile völlig geän<strong>der</strong>t haben:<br />

Die KIM-Verordnung war dazu<br />

gedacht, eine befürchtete Überhitzung<br />

des Immobilienmarktes zu verhin<strong>der</strong>n –<br />

da<strong>von</strong> kann jetzt keine Rede mehr sein:<br />

die Nachfrage nach Immobilienkrediten<br />

ist seit Mitte 2022 massiv rückläufig und<br />

hat <strong>sich</strong> im ersten Halbjahr <strong>2023</strong> weiter<br />

abgeschwächt. Als Folge <strong>der</strong> kräftig gestiegenen<br />

und weiterhin <strong>hohen</strong> Zinsen<br />

wird <strong>sich</strong> dieser Trend fortsetzen, ohne<br />

dass es zusätzlich einer KIM-Verordnung<br />

bedarf. Vor allem <strong>der</strong> fremdfinanzierte<br />

bzw. private Wohnbau ist faktisch<br />

zum Erliegen gekommen. Die KIM-Verordnung<br />

gehört weg“, so Robert Jägersberger.<br />

Dass es auch an<strong>der</strong>s geht, zeigt ein<br />

Blick ins benachbarte Ausland: in<br />

Deutschland sind Wohnkredite deutlich<br />

einfacher zu finanzieren. Tschechien hat<br />

auf die geän<strong>der</strong>ten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen<br />

reagiert. Die in Österreich<br />

geltende Schuldendienstquote <strong>von</strong><br />

40 % ist eine <strong>der</strong> schwierigsten Hürden<br />

auf dem Weg zu einem Immobilienkredit.<br />

„Aus gesamtwirtschaftlicher Sicht<br />

stellt <strong>sich</strong> mittlerweile nicht mehr die<br />

Frage, ob die KIM-Verordnung abgeschafft<br />

wird, son<strong>der</strong>n lediglich wann.<br />

Unserer Meinung nach kann die Antwort<br />

nur lauten: so rasch wie möglich“,<br />

so Jägersberger abschließend. y<br />

12 | 9 . <strong>2023</strong>


VERBÄNDE<br />

GBH-Gewerkschaft Bau-Holz<br />

Konjunkturmotor Bau stottert. Höchste Zeit zu handeln!<br />

Im Bauwesen ziehen finstere Wolken am Konjunkturhimmel auf. Seit<br />

Jahresbeginn beobachtet die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) einen<br />

besorgniserregenden Anstieg <strong>der</strong> Arbeitslosigkeit am Bau, gleichzeitig wird die<br />

Auftragslage schlechter. Die Bundesregierung ist dringend aufgefor<strong>der</strong>t, rasch<br />

zu handeln.<br />

erade im Wohnbau gibt es<br />

„Gmassive Auftragsrückgänge.<br />

Die Häuslbauer können <strong>sich</strong> wegen <strong>der</strong><br />

<strong>hohen</strong> Kreditzinsen und <strong>der</strong> restriktiven<br />

Kreditbestimmungen kein Eigenheim<br />

mehr leisten und auch die Gemeinden<br />

und Bauträger geraten zunehmend in<br />

Schwierigkeiten. Das wirkt <strong>sich</strong> direkt<br />

auch auf die Arbeitslosigkeit im Bauwesen<br />

aus, die mit 7,2 Prozent im August<br />

für die Bau-Hauptsaison erschreckend<br />

hoch ist. Der Konjunkturmotor Bau gerät<br />

immer stärker ins Stottern, die Bundesregierung<br />

ist dringend aufgerufen,<br />

dafür zu sorgen, dass dieser für so viele<br />

Branchen wichtige Konjunkturmotor<br />

nicht komplett ‚absäuft‘“, bringt GBH-<br />

Bundesvorsitzen<strong>der</strong> Abg.z.NR Josef Muchitsch<br />

die Probleme auf den Punkt.<br />

VORSCHLÄGE DER BAUSOZIAL-<br />

PARTNER ZUR KONJUNKTURBELE-<br />

BUNG RASCH UMSETZEN<br />

Die Bau-Sozialpartner haben bereits im<br />

Juni Vorschläge unterbreitet, mit welchen<br />

Maßnahmen die Baukonjunktur<br />

angekurbelt werden könnte:<br />

- Erhöhung und Zweckwidmung <strong>der</strong><br />

Wohnbauför<strong>der</strong>ung<br />

- Anpassung <strong>der</strong> Wohnbauför<strong>der</strong>richtlinien<br />

- Höhere Anreize für Sanierungs-Investitionen<br />

- Zinszuschuss bei Wohndarlehen<br />

- Spielraum bei Kreditvergaben nützen<br />

- Valorisierung <strong>der</strong> Schwellenwerteverordnung<br />

– Verlängerung und Erhöhung<br />

„Die Inflation steigt, die Arbeitslosigkeit<br />

steigt, die Wirtschaftsleistung sinkt.<br />

Die Situation wird <strong>von</strong> Monat zu Monat<br />

bedrohlicher. Wo ist die Bundesregierung<br />

in dieser Situation, wo sind ihre<br />

Vorschläge und Maßnahmen, um dieser<br />

Situation rasch Herr zu werden? Es<br />

ist höchste Zeit zu handeln!“, bekräftigt<br />

Muchitsch abschließend.<br />

y<br />

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VERBÄNDE<br />

GDI 2050 – Gebäudehülle+Dämmstoff Industrie 2050<br />

Wirtschaftsmotor Bau stockt – „Green Deal“ gefährdet<br />

„Die Situation ist besorgniserregend. Nicht nur, dass <strong>der</strong> Neubau massiv<br />

ins Stocken gekommen ist, son<strong>der</strong>n auch die erhoffte Sanierungswelle<br />

bis dato ausblieb. Der <strong>von</strong> <strong>der</strong> Regierung initiierte und aktiv beworbene<br />

Sanierungsbonus wird einfach noch zu wenig abgeholt“, analysiert Mag.<br />

Roland Hebbel, Vorstand <strong>der</strong> GDI 2050, die aktuelle Entwicklung.<br />

abei sollte die Dekarbonisie-<br />

im Gebäudesektor be-<br />

„Drung<br />

reits volle Fahrt aufnehmen, damit die<br />

gesteckten Klimaziele noch erreicht werden<br />

können. Es braucht jetzt Geschwindigkeit<br />

bei <strong>der</strong> Umsetzung“.<br />

DÄMMSTOFFBRANCHE RECHNET FÜR<br />

<strong>2023</strong> MIT MENGENMINUS VON 25 %<br />

Obwohl das Jahr 2022 für die Mitglie<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> GDI 2050 gut begonnen hatte,<br />

drehte <strong>sich</strong> im Laufe des Jahres <strong>der</strong> Mengenabsatz<br />

über alle Dämmstoffprodukte<br />

in ein Minus <strong>von</strong> 6,3 %. <strong>2023</strong> verstärkte<br />

<strong>sich</strong> diese negative Entwicklung. Roland<br />

Hebbel: „Für das gesamte Jahr <strong>2023</strong><br />

muss mit einem Rückgang <strong>von</strong> rund 25<br />

% gerechnet werden“. Bei <strong>der</strong> Fensterindustrie<br />

stehen die Zeichen ähnlich auf<br />

Sturm: im ersten Halbjahr <strong>2023</strong> gingen<br />

die Fensterverkäufe für den Neubau <strong>von</strong><br />

Ein- und Mehrfamilienhäusern im zweistelligen<br />

%-Satz zurück, im Sanierungs-<br />

bereich lag das Minus im einstelligen<br />

Prozentbereich.<br />

Dass <strong>der</strong> Wirtschaftsmotor Bau gerade<br />

eine massive Bremsung vollzieht,<br />

beweist zudem die wachsende Arbeitslosigkeit<br />

am Bau, die <strong>sich</strong> schon in den<br />

Sommermonaten bemerkbar gemacht<br />

hat. Hier warnt Hebbel vor einem weiteren<br />

Problem: „Wenn nicht rasch gegengesteuert<br />

wird, laufen wir Gefahr,<br />

dass uns die Arbeitskräfte, insbeson<strong>der</strong>e<br />

auch Fachkräfte, in an<strong>der</strong>e Bereiche<br />

abwan<strong>der</strong>n. Dem Bau darf nicht dasselbe<br />

Schicksal <strong>der</strong> Tourismuswirtschaft<br />

wi<strong>der</strong>fahren.“<br />

IMPULS DURCH ERHÖHUNG DER<br />

STEUERLICHEN ABSCHREIBUNG<br />

Aktuell können in Österreich Ausgaben<br />

in Höhe <strong>von</strong> 4 000 Euro für die thermisch-energetische<br />

Sanierung <strong>von</strong> Gebäuden<br />

als Son<strong>der</strong>ausgaben steuerlich<br />

geltend gemacht werden. Dieser Anreiz<br />

ist jedoch viel zu schwach, um das Ziel<br />

MAG. ROLAND HEBBEL<br />

Vorstand <strong>der</strong> GDI 2050<br />

Foto: Steinbacher Dämmstoffe<br />

<strong>der</strong> Dekarbonisierung des Gebäudebestandes<br />

bis 2040 zu erreichen. „Wir arbeiten<br />

seit Jahren daran, dass <strong>sich</strong> die<br />

Sanierungsrate in Richtung 3 % bewegt<br />

und die steuerliche Abschreibung <strong>von</strong><br />

Sanierungsmaßnahmen ein adäquates<br />

Lenkungsinstrument wird. Wir brauchen<br />

jetzt Tempo bei <strong>der</strong> Umsetzung.<br />

Die Maßnahmen müssen einfach und<br />

schnell auf Schiene gebracht werden,<br />

sonst wird es extrem schwierig, den<br />

Green Deal umzusetzen“, appelliert <strong>der</strong><br />

GDI 2050-Vorstand an die zuständigen<br />

Mitglie<strong>der</strong> <strong>der</strong> Bundesregierung.<br />

„Dass <strong>der</strong> steuerliche Anreiz funktioniert,<br />

bewies Italien mit dem ‚Superbonus‘.<br />

Hier konnte ein Steuerabsetzbetrag<br />

<strong>von</strong> 110 % <strong>der</strong> Ausgaben für energetische<br />

Verbesserungen <strong>der</strong> Gebäudehülle<br />

geltend gemacht werden“, ergänzt Hebbel.<br />

y<br />

DIE MARKTERHEBUNG 2021/2022 ERGAB FOLGENDE DATEN:<br />

Dämmstoffarten 2021 in Mio. m³ 2022 in Mio. m³ Verän<strong>der</strong>ung gegenüber 2021<br />

Schaumstoffe<br />

EPS, XPS und PUR<br />

Mineralwolle<br />

Stein- und Glaswolle<br />

Alternative Dämmstoffe<br />

Zellulose, Schafwolle, Hanf,<br />

Holzwolle-Leichtbauplatten<br />

3,587 3,298 -8,06 %<br />

2,450 2,358 -3,76 %<br />

0,300 0,280 -6,67 %<br />

Dämmstoffmarkt gesamt 6,337 5,936 -6,33 %<br />

14 | 9 . <strong>2023</strong>


MENSCHEN<br />

Robert Grieshofer neuer stellvertreten<strong>der</strong> Vorsitzen<strong>der</strong><br />

des hagebau-Auf<strong>sich</strong>tsrates<br />

Mit Mag. Robert Grieshofer übernimmt<br />

zum ersten Mal ein Österreicher Führungsverantwortung<br />

im obersten Gremium<br />

<strong>der</strong> in sechs europäischen Län<strong>der</strong>n<br />

tätigen Baustoff- und Baumarktkooperation<br />

hagebau. Diese Entscheidung hat<br />

die Gesellschafterversammlung <strong>von</strong> hagebau<br />

Ende Juni in Wien getroffen.<br />

Grieshofer (52) ist seit 14 Jahren Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> C. Bergmann KG in<br />

Traun, die mit neun Standorten und<br />

300 Mitarbeitern <strong>der</strong> größte Fliesenfach-<br />

und -einzelhändler in Österreich<br />

und Marktführer im oberösterreichischen<br />

Baustoffhandel ist. Das Unter-<br />

nehmen ist Gründungsmitglied <strong>von</strong> hagebau<br />

Österreich.<br />

Vor zehn Jahren wurde Grieshofer<br />

erstmals in den hagebau Auf<strong>sich</strong>tsrat berufen.<br />

Heute ist er dort in vier Fachbeiräten<br />

aktiv und setzt <strong>sich</strong> beson<strong>der</strong>s für<br />

die strategische Weiterentwicklung <strong>der</strong><br />

Bereiche Fachhandel, IT und Logistik<br />

ein. Grieshofer leitet die Regionalgruppe<br />

Österreich <strong>der</strong> hagebau.<br />

Für die zukünftige Ausrichtung <strong>von</strong><br />

hagebau betont Grieshofer: „Wachstum,<br />

Expansion und Digitalisierung bleiben<br />

zentrale strategische Handlungsfel<strong>der</strong>.<br />

Unser Slogan ‚Zusammen geht das‘ ist<br />

Bild: C.Bergmann<br />

nicht nur eine Floskel, son<strong>der</strong>n eine Willensbekundung.<br />

Dass wir alle an einem<br />

Strang ziehen, hat die Schlagkraft <strong>der</strong><br />

hagebau zuletzt enorm gesteigert. Da<strong>von</strong><br />

profitieren heute unsere Kunden<br />

und alle unsere Gesellschafter“. y<br />

Neuer Prokurist bei Bruno Machacek<br />

Philipp Kofler wurde mit 01.09.<strong>2023</strong><br />

zum Prokuristen <strong>der</strong> Bruno Machacek<br />

GmbH & CO KG bestellt.<br />

Das Urgestein des österreichischen<br />

Dachfachhandels ist seit über 20 Jahren<br />

für das Welser Familienunternehmen tätig<br />

und war <strong>von</strong> Anbeginn am Aufbau<br />

und <strong>der</strong> Entwicklung <strong>der</strong> Sparte Dach<br />

im Hause Machacek maßgeblich beteiligt.<br />

Die Geschäftsführung gratuliert dazu<br />

sehr herzlich und wünscht Philipp Kofler<br />

weiterhin viel Erfolg!<br />

y<br />

Markus Dietach, GF Machacek; Philipp Kofler und<br />

Siegfried Kalteis<br />

Bild: Machacek<br />

16 | 9 . <strong>2023</strong>


MENSCHEN<br />

Frischer Wind für Presse und Öffentlichkeitsarbeit bei<br />

<strong>der</strong> Zement und Beton InformationsGmbH<br />

Katharina Kutsche ist seit 1. September<br />

Ansprechpartnerin für alle Kommunikationsagenden<br />

<strong>der</strong> Zement und Beton<br />

InformationsGmbH. Sie verstärkt<br />

damit die Presse und Öffentlichkeitsarbeit<br />

<strong>der</strong> Vereinigung <strong>der</strong> Österreichischen<br />

Zementindustrie, VÖZ, und <strong>von</strong><br />

Smart Minerals. Claudia Dankl, Geschäftsführerin<br />

<strong>der</strong> Zement und Beton<br />

InformationsGmbH, über die Kompetenzerweiterung:<br />

„Wir freuen uns über<br />

die Zusammenarbeit mit Katharina Kutsche,<br />

die vor allem in puncto Social Media<br />

einen frischen Wind mitbringt wie<br />

auch die Neugier und das Interesse für<br />

Zement und Beton.“<br />

Nach ihrem Studium <strong>der</strong> Publizistik-<br />

und Kommunikationswissenschaft<br />

arbeitete Katharina Kutsche über fünf<br />

Jahre als Redakteurin für unterschiedliche<br />

Fachmagazine im Baubereich, absolvierte<br />

die Ausbildung zur Pressesprecherin<br />

am Wifi Wien und war drei Jahre<br />

als PR-Beraterin bei <strong>der</strong> PR-Agentur ikp<br />

Wien mit Fokus auf Kunden im Bereich<br />

Bauen und Wohnen tätig. Zuletzt arbeitete<br />

sie als Chefredakteurin für das<br />

Tischler Journal des Österreichischen<br />

Wirtschaftsverlages.<br />

y<br />

Foto: Bil<strong>der</strong>fräulein<br />

Holcim Österreich holt Christof Kunesch und Romy<br />

Sagmeister ins Management-Team<br />

Mit Blick auf die strategische Ausrichtung<br />

<strong>der</strong> grünen Transformation hat<br />

Holcim Österreich das Geschäftsleitungsteam<br />

erweitert: Christof Kunesch<br />

hat per Anfang Juni als Geschäftsführer<br />

die Verantwortung für die Holcim Beton<br />

(Österreich) übernommen. Romy<br />

Sagmeister leitet bereits seit Mai als<br />

Head of Communications Austria die<br />

Kommunikationsagenden bei Holcim<br />

Österreich.<br />

Christof Kunesch bringt für Holcim<br />

seine langjährige Expertise sowohl als<br />

Geschäftsführer als auch im Produktund<br />

Vertriebsmanagement in <strong>der</strong> Bauwirtschaft<br />

ein. In den letzten Jahren<br />

zeichnete er als Geschäftsführer für die<br />

euroMinerals und euroTalc Gesellschaften<br />

<strong>der</strong> Schmid Industrie Holding verantwortlich.<br />

Der Absolvent <strong>der</strong> Universität<br />

für Bodenkultur spezialisierte <strong>sich</strong><br />

auf Umweltingenieurwissenschaften und<br />

startete seine Karriere in <strong>der</strong> Bauwirtschaft<br />

bei Wopfinger Baustoffindustrie,<br />

daran anschließend verantwortete er als<br />

Geschäftsführer die Produktionsstandorte<br />

in Ungarn und <strong>der</strong> Slowakei sowie<br />

den Produktbereich Kalk <strong>der</strong> Unternehmensgruppe.<br />

Romy Sagmeister bringt aus ihrer<br />

langjährigen Beratungstätigkeit bei einer<br />

<strong>der</strong> führenden Kommunikationsagenturen<br />

in Österreich, Ketchum Publico,<br />

ein breites Spektrum an Industrie- und<br />

Branchenerfahrung sowie ein umfangreiches<br />

Portfolio <strong>von</strong> Markenführung<br />

bis Krisen- und Stakehol<strong>der</strong>management<br />

ein. Mit ihrer Spezialisierung auf<br />

Change Prozesse hat die Unternehmenskommunikatorin<br />

zuletzt in <strong>der</strong> Kunststoffindustrie<br />

als Head of Group Communications<br />

die Neupositionierung und<br />

Kommunikation <strong>der</strong> adapa Group geführt.<br />

y<br />

v.l.n.r. Romy Sagmeister / Head of Communications<br />

Holcim (Österreich), Christof Kunesch / Geschäftsführer<br />

Holcim Beton (Österreich), Berthold<br />

Kren / CEO Holcim Central Europe.<br />

Foto: Maria Hollun<strong>der</strong><br />

9 . <strong>2023</strong> | 17


MENSCHEN<br />

Alfred Bernhard verstorben<br />

Alfred Bernhard, langjähriger Geschäftsführer und CEO <strong>der</strong> Würth-Hochenburger Gruppe ist am<br />

11. August <strong>2023</strong> völlig unerwartet verstorben.<br />

Mit Alfred Bernhard verliert die Branche einen Vordenker und Visionär. Seine An<strong>sich</strong>ten und Einschätzungen<br />

wurden stets <strong>von</strong> allen interessiert aufgenommen, seine Klarheit und Geradlinigkeit <strong>von</strong> allen wertgeschätzt.<br />

Alfred Bernhard hat <strong>sich</strong> über viele Jahre auch sehr aktiv in den Gremien des VBÖ eingebracht. Von 2008<br />

bis zuletzt war er hochgeschätztes Mitglied des VBÖ-Vorstandes und hatte zusätzlich <strong>von</strong> 2008 bis 2014 das<br />

Amt des Vizepräsidenten inne.<br />

Alfred Bernhard war ein absoluter Kenner <strong>der</strong> Baustoffbranche. Er hat den Baustoffhandel wohl mit je<strong>der</strong><br />

Faser gelebt. Seine Meinung war oft richtungsweisend. Bernhard war immer über alle Belangen <strong>der</strong><br />

Branche informiert, nicht nur über aktuelle Marktgeschehnisse son<strong>der</strong>n vor allem sein Gespür für künftige<br />

Marktentwicklungen machten ihn zu einer ganz beson<strong>der</strong>en Persönlichkeit im Baustoffhandel.<br />

Unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme gelten seiner Familie aus <strong>der</strong>en Mitte er gerissen wurde und den<br />

Kolleg:innen und Mitarbeiter:innen <strong>der</strong> Firma Würth-Hochenburger.<br />

18 | 9 . <strong>2023</strong>


H A N D E L I N T E R V I E W<br />

Inter view mit B arbara B ernsteiner, Geschäftsführerin Q uester<br />

Den Wandel aktiv gestalten<br />

Vor genau zwei Jahren übernahm Barbara Bernsteiner die<br />

Geschäftsführung <strong>von</strong> Quester und erklärte die digitale Transformation<br />

zu einem ihrer Hauptziele. Damit will sie den Baustoffhandel im Bereich<br />

<strong>der</strong> Prozessoptimierung in den Fokus stellen. Im Interview mit dem ÖBM<br />

spricht sie über ihre Ziele und Vorstellungen, den Weg in die digitale<br />

Zukunft, gibt einen Einblick in die aktuelle Geschäftssituation und zeigt<br />

wie man als Frau im Baustoffhandel besteht.<br />

ÖBM: Sie kennen <strong>sich</strong> im Bereich <strong>der</strong><br />

Digitalisierung sehr gut aus. Woher<br />

kommt das?<br />

Bernsteiner: Ich habe mich mit dem<br />

Thema Digitalisierung meine ganze<br />

Karriere lang beschäftigt und auch einen<br />

MBA für „Digital Corporate Governance“<br />

dazu an <strong>der</strong> Donauuniversität<br />

in Krems absolviert. Das Thema ist<br />

ja längst kein neues mehr. Früher hat<br />

man dazu Automatisierung gesagt. Am<br />

Ende einer Prozesskette sieht man, wie<br />

ein Unternehmen funktioniert. Mit geht<br />

es nun darum, den Beginn <strong>der</strong> Prozesskette<br />

zu verän<strong>der</strong>n, weil das aus meiner<br />

Sicht das wirklich Wesentliche ist, was<br />

<strong>der</strong> Baustoffhandel braucht.<br />

Wo muss <strong>der</strong> Weg hinführen? Wie<br />

schaut <strong>der</strong> Prozess dahingehend aus?<br />

Ich denke, dass es die ganz simplen<br />

Dinge sind, die je<strong>der</strong> Händler, aber auch<br />

die Industrie machen muss. Das beginnt<br />

bei <strong>der</strong> Prozessanalyse und <strong>der</strong> Standardisierung.<br />

Wir sind in einem sehr<br />

individuellen Geschäft tätig, <strong>der</strong> Kunde<br />

braucht dennoch Lösungen, die auf<br />

Standards basieren.<br />

Wo liegen nun die Schwerpunkte bei<br />

Quester? Das automatisierte Bestellund<br />

Rechnungssystem? O<strong>der</strong> geht es<br />

darüber hinaus?<br />

Wenn es nur nach mir ginge, dann<br />

geht es weit darüber hinaus. Aber wir<br />

sind noch nicht so weit. Der Markt verän<strong>der</strong>t<br />

<strong>sich</strong> im Moment enorm schnell,<br />

wir befinden uns in einer höchst herausfor<strong>der</strong>nden<br />

Situation, wir brauchen<br />

JETZT Standards, um den nächsten<br />

Schritt gehen zu können. Ich bin <strong>der</strong><br />

Überzeugung, dass manche Dinge einfach<br />

ausprobiert werden müssen. Wir<br />

müssen nur tun.<br />

Was passiert bei Quester in dieser<br />

Richtung?<br />

Wir haben intern eine ganze Reihe <strong>von</strong><br />

Projekten laufen. Der Fokus dabei liegt<br />

aber eindeutig bei <strong>der</strong> Prozessstandardisierung.<br />

Ein sehr erfolgreiches Konzept<br />

ist die Automatisierung <strong>der</strong> Verarbeitung<br />

<strong>der</strong> Eingangsrechnungen. Das heißt, unsere<br />

gesamten Eingangsrechnungen werden<br />

als Pdf-Datei auf eine Plattform geladen<br />

und dort verarbeitet. Wenn die<br />

Prozesse und Details korrekt sind, kann<br />

BARBARA BERNSTEINER<br />

GF Quester<br />

Foto: Quester<br />

ð<br />

9 . <strong>2023</strong> | 19


H A N D E L I N T E R V I E W<br />

in weiterer Folge selbständig und automatisch<br />

gebucht werden.<br />

D.h. wenn auf diesen Dateien sämtliche<br />

Daten richtig sind!<br />

Genau. Hier geht es um Bestellnummer,<br />

Preis, Menge, etc. Passt das, dann<br />

funktioniert das richtig ausgezeichnet<br />

und erspart uns unglaublich viel Zeit<br />

und Aufwand.<br />

Wie weit ist Ihrer Meinung nach die<br />

Industrie in diesem Bereich? Funktioniert<br />

hier die Zusammenarbeit?<br />

Ja, das funktioniert bei vielen sehr gut,<br />

an<strong>der</strong>enorts ist noch Optimierungsbedarf.<br />

Aber hier haben wir in letzter Zeit<br />

große Schritte gemacht. Ehrlicherweise<br />

muss man aber sagen, dass es schon<br />

auch an uns selbst liegt, interne Prozesse<br />

einzuhalten und nicht dem Lieferanten<br />

alle Schuld zuzuweisen, wenn etwas<br />

nicht passt. Denn die Industrie kann es<br />

nur dann richtig machen, wenn wir den<br />

Standard auch richtig setzen und richtig<br />

weitergeben. Hier arbeiten wir laufend<br />

an <strong>der</strong> Verbesserung und Optimierung<br />

<strong>der</strong> Prozesse.<br />

Wie weit ist BME hier involviert?<br />

Die BME unterstützt uns da, wo wir<br />

Hilfe brauchen. Beispielsweise bei <strong>der</strong><br />

AP-Automation (Eingangsrechnungen),<br />

hier habe ich sehr viel Unterstützung aus<br />

dem Konzern erhalten.<br />

Nicht zuletzt durch Ihr Zutun scheint<br />

Quester in puncto Digitalisierung ein<br />

wenig weiter zu sein als <strong>der</strong> Mitbewerb.<br />

Merkt das auch <strong>der</strong> Kunde?<br />

Ich kann nicht sagen, ob wir weiter<br />

sind, wir haben an<strong>der</strong>e Schwerpunkte<br />

gesetzt. <strong>Und</strong> natürlich merken die Kunden<br />

Verän<strong>der</strong>ungen. Aber auch hier gibt<br />

es Themen, wo sie <strong>sich</strong> noch mehr wünschen<br />

würden. z.B. <strong>der</strong> Wunsch <strong>der</strong> Digitalisierung<br />

des Bestellvorgang bis hin<br />

zur papierlosen Zustellung. Das ist ein<br />

vali<strong>der</strong> Wunsch, <strong>der</strong> bereits in vielen an<strong>der</strong>en<br />

Branchen Standard ist.<br />

Kann man <strong>sich</strong> nicht <strong>von</strong> an<strong>der</strong>en<br />

Branchen abschauen, wie es funktionieren<br />

könnte?<br />

Es geht nicht um Lösungen, die sind<br />

standardisiert verfügbar. Es geht eher<br />

um die Menschen, die das auch möglich<br />

machen.<br />

Also die Mitarbeiter?! Akzeptieren<br />

Ihre Mitarbeiter diese Digitalisierungsprozesse?<br />

Grundsätzlich haben wir in weiten Bereichen<br />

die Unterstützung unserer Belegschaft.<br />

Heute wird je<strong>der</strong> Schritt manuell<br />

gesetzt, das bedeutet, dass unsere<br />

Qualität und unser Service am Kunden<br />

<strong>von</strong> Menschen abhängig sind. <strong>Und</strong><br />

agiert jemand nicht serviceorientiert,<br />

dann gibt es in diesem Moment ein Problem.<br />

Existiert aber ein Standard, dann<br />

gibt es Systemunterstützung, welche den<br />

Mitarbeitern hilft, <strong>sich</strong> selbst zu entwickeln,<br />

aber auch ein hohes Servicelevel<br />

zu (er)halten.<br />

Wo muss <strong>der</strong> Baustoffhandel in 10<br />

bis 15 Jahren mit <strong>der</strong> Digitalisierung<br />

sein?<br />

Das ist eine gute Frage! Ich glaube,<br />

dass <strong>sich</strong> <strong>der</strong> Baustoffhandel komplett<br />

verän<strong>der</strong>n wird. Heute verkaufen wir<br />

alle das gleiche Produkt. Ich denke aber,<br />

wir müssen uns die Frage stellen, was <strong>der</strong><br />

Kunde in Zukunft braucht? Wir gehen<br />

hier stark in Richtung nachhaltigeres<br />

Bauen.<br />

Wechseln wir das Thema? Wie geht es<br />

Quester in diesen un<strong>sich</strong>eren Zeiten?<br />

Es ist eine herausfor<strong>der</strong>nde Situation<br />

die wir als Team Quester bestmöglich<br />

mit viel Motivation und Zusammenhalt<br />

meistern. Grundsätzlich tut <strong>sich</strong> bei den<br />

Preisen recht viel, weil ja auch die Nachfrage<br />

zurückgeht. Dramatisch steigende<br />

Zinssätze schaffen Verun<strong>sich</strong>erung und<br />

beim Blick auf die aktuellen Ausgabenstatistiken<br />

<strong>der</strong> Menschen sieht man, dass<br />

Investitionen in Haus und Garten gerade<br />

nicht im Fokus stehen.<br />

Wie sehen Sie den kommenden<br />

Herbst?<br />

Der Herbst ist sehr herausfor<strong>der</strong>nd da<br />

sämtliche Wirtschaftsfaktoren in die negative<br />

Richtung zeigen und die Verun<strong>sich</strong>erung<br />

<strong>der</strong> Menschen weiterhin besteht.<br />

Daher ist es notwendig wachsam<br />

und flexibel zu bleiben und den Markt<br />

aktiv zu bearbeiten.<br />

.<br />

Sie haben Mitten im ersten Lockdown,<br />

also 2019, hier bei Quester<br />

als Finance Director begonnen. Es<br />

folgten schwierige Jahre mit Pandemie<br />

und jetzt Rezession. Wünschen<br />

Sie <strong>sich</strong> manchmal einfach ein bisschen<br />

weniger Aufregung in Ihrem Arbeitsalltag?<br />

Das wünscht <strong>sich</strong> je<strong>der</strong>, aber ich gehe<br />

nicht da<strong>von</strong> aus, dass es so sein wird.<br />

Diese ständige Bewegung, diese Flexibilität,<br />

das Wachsam bleiben steht auf<br />

<strong>der</strong> Tagesordnung und wird auch nicht<br />

aufhören. Es ist ein ständiger Transformationsprozess,<br />

<strong>der</strong> uns alle for<strong>der</strong>t, aber<br />

wir bleiben in Bewegung und es än<strong>der</strong>n<br />

<strong>sich</strong> Voraussetzungen, aber auch unsere<br />

Einstellung zu den Dingen selbst. Meine<br />

Aufgabe als Geschäftsführerin ist die Digitalisierungsprozesse<br />

und die Prozessoptimierungsprojekte<br />

weiter in die Organisation<br />

zu bringen.<br />

Sie sind eine <strong>der</strong> wenigen Frauen in<br />

<strong>der</strong> Branche, die als Geschäftsführerin<br />

tätig ist. Gibt es da Probleme, die<br />

Männer nicht hätten?<br />

Das kann durchaus so sein. Ich bin es<br />

gewohnt in stark männlich dominierten<br />

Branchen zu arbeiten, dennoch ist es<br />

als GF oft eine an<strong>der</strong>e Herausfor<strong>der</strong>ung<br />

damit umzugehen, vor allem da in <strong>der</strong><br />

Baubranche eine Unternehmensführung<br />

durch eine Frau noch nicht so stark verbreitet<br />

ist.<br />

Wie gehen Sie damit um?<br />

Ich bin authentisch und versuche mir<br />

selbst treu zu bleiben und entsprechend<br />

<strong>der</strong> Unternehmenswerte als Vorbild zu<br />

handeln. Frauen überlegen manches<br />

Mal zu viel, ob sie das und jenes jetzt<br />

tun können. Männer tun es einfach und<br />

manches mal ist es auch gut dieses Verhalten<br />

zu übernehmen<br />

20 | 9 . <strong>2023</strong>


H A N D E L I N T E R V I E W<br />

Inter view Michaela Koch, Geschäftsführerin B austoffgroßhandel Michael Koch GmbH<br />

Alles, immer, gleichzeitig<br />

Bald vier Jahrzehnte ist Michaela Koch im Baustoffhandel tätig und hat<br />

schon so einiges erlebt. Die aktuellen Herausfor<strong>der</strong>ungen für die Branche<br />

sind jedoch vielfältig wie nie. Im Interview mit dem ÖBM spricht sie<br />

über Preissteigerung, Kaufkraftrückgang, Umsatzeinbrüche und das<br />

Dauerthema Digitalisierung.<br />

ÖBM: Sie sind Funktionärin des Berufszweiges<br />

des Baustoff-, Eisen-,<br />

Hartwaren und Holzhandels im Landesgremium<br />

Burgenland. Was konkret<br />

sind Ihre Aufgaben? Wie und wobei<br />

können Sie Ihre Mitgliedsunternehmen<br />

unterstützen?<br />

Koch: Ich sehe meine Aufgabe darin,<br />

die Anliegen und Herausfor<strong>der</strong>ungen<br />

unserer Mitgliedsbetriebe zur Diskussion<br />

zu stellen. Das heißt ganz oft auch<br />

für eine Verhaltensverän<strong>der</strong>ung einzutreten,<br />

bei jenen die uns in unserer täglichen<br />

Arbeit behin<strong>der</strong>n o<strong>der</strong> belasten.<br />

Sowohl im Landes- als auch im Bundesgremium<br />

sehe ich meine Aufgabe als<br />

Funktionärin darin, mich für eine Verbesserung<br />

<strong>der</strong> jeweiligen Situation jedes<br />

einzelnen einzusetzen.<br />

Die WKO bietet ihren Mitglie<strong>der</strong>n<br />

unter an<strong>der</strong>em auch eine Reihe <strong>von</strong><br />

För<strong>der</strong>ungen an, beispielsweise für die<br />

weitere Digitalisierung <strong>der</strong> Betriebe.<br />

Wie werden diese För<strong>der</strong>ungen angenommen?<br />

Wie läuft das ab, wenn ein<br />

Unternehmen eine För<strong>der</strong>ung in Anspruch<br />

nehmen will? <strong>Und</strong> was kann<br />

alles geför<strong>der</strong>t werden?<br />

Unser Landesgremium informiert die<br />

Mitglie<strong>der</strong> über sämtliche För<strong>der</strong>ungen,<br />

wo und wie sie zu beantragen sind. Alle<br />

Informationen dazu findet man auch auf<br />

unserer Website. Im Bereich Digitalisierung<br />

gibt es <strong>der</strong>zeit För<strong>der</strong>ungen <strong>von</strong><br />

Projekten im Bereich Geschäftsmodelle<br />

und Prozesse, E-Commerce und Online-<br />

Marketing, digitale Verwaltung und ITund<br />

Cybersecurity. Letzterer Bereich ist<br />

<strong>der</strong>zeit hochaktuell. Immer mehr Unternehmen<br />

werden Opfer <strong>von</strong> Cyberkriminellen.<br />

Es ist bekannt, dass jedes<br />

Unternehmen irgendwann betroffen<br />

ist – unbekannt ist nur <strong>der</strong> Zeitpunkt.<br />

Daher ist jedes Unternehmen gut beraten,<br />

das Thema IT-Security sehr ernst zu<br />

nehmen, entsprechende Vorkehrungen<br />

zu treffen und für den Fall <strong>der</strong> Fälle unbedingt<br />

ein Notfallkonzept zu haben.<br />

Wie läuft das Geschäftsjahr <strong>2023</strong><br />

aus Sicht des Handels? Was sagen die<br />

Mitglie<strong>der</strong>? Wo liegen momentan die<br />

größten Probleme bzw. Herausfor<strong>der</strong>ungen?<br />

Nach den guten Pandemiejahren hat<br />

<strong>der</strong> Handel nun Umsatz- und Rohertragsrückgänge<br />

hinzunehmen. Begonnen<br />

hat diese Entwicklung schon im<br />

Herbst des Vorjahres. Die durch den<br />

Ukrainekrieg ausgelöste Teuerung im<br />

Energiebereich und in weiterer Folge bei<br />

etlichen Rohstoffen und somit dann bei<br />

den Endprodukten, hat zu einer Kaufkraftmin<strong>der</strong>ung<br />

geführt. Die Kreditvergaberichtlinien<br />

sind <strong>der</strong>art wirklichkeits-<br />

MICHAELA KOCH<br />

GF Baustoffgroßhandel Koch<br />

Foto: Pfluegl<br />

fremd, dass die wenigsten einen Kredit<br />

bekommen. Was gerade <strong>der</strong> Bausektor<br />

stark zu spüren bekommt und damit verbunden<br />

<strong>der</strong> Baustoffhandel. Aus meiner<br />

Sicht hat es die Regierung verabsäumt,<br />

entsprechende Rahmenbedingungen zu<br />

schaffen, dass <strong>der</strong> Bau, <strong>der</strong>, wie wir alle<br />

wissen, <strong>der</strong> Motor <strong>der</strong> Konjunktur ist,<br />

floriert. Wird hier nicht schnell etwas<br />

gemacht, wird <strong>sich</strong> die jetzige Entwicklung<br />

das ganze Jahr 2024 fortsetzen.<br />

Ein weiteres Problem, nicht nur für<br />

den Handel son<strong>der</strong>n für alle Branchen<br />

sind die geburtenschwachen Jahrgänge,<br />

die jetzt auf den Arbeitsmarkt kommen.<br />

ð<br />

9 . <strong>2023</strong> | 21


H A N D E L I N T E R V I E W<br />

Alle suchen nach Fachkräften. Hier<br />

das richtige Angebot für potentielle<br />

Mitarbeiter:innen zu finden, sodass sie<br />

<strong>sich</strong> für eine Arbeitsstelle im Baustoffhandel<br />

entscheiden, ist eine <strong>der</strong> größten<br />

Herausfor<strong>der</strong>ungen.<br />

Gab es im vergangenen Jahr bzw. gibt<br />

es aktuell Produkte, bei denen <strong>der</strong><br />

Handel eine erhöhte Nachfrage feststellen<br />

konnte? In welchen Segmenten<br />

war <strong>der</strong> höchste Zuwachs zu verzeichnen?<br />

(Sanierung, Klima, etc)<br />

Der Neubau ist total eingebrochen.<br />

Zuwachs gab bzw. gibt es im Bereich <strong>der</strong><br />

Sanierung, in erster Linie bei Fassaden<br />

und Bauelementen im privaten Bereich.<br />

Inwieweit ist das Bauhaupt- und -nebengewerbe<br />

ausgelastet und in welchen<br />

Bereichen gibt es Mangel bzw.<br />

Arbeitslose. Die Gewerkschaft Bau<br />

spricht ja <strong>von</strong> einem Arbeitslosenhöchststand.<br />

Auch das Bauhaupt- und -nebengewerbe<br />

leidet an dem Kaufkraftverlust<br />

durch die Teuerungen und an den Kreditrichtlinien.<br />

Viele haben bereits etliche<br />

Mitarbeiter:innen abgebaut und versuchen<br />

mit den vorhandenen in <strong>der</strong> Sanierung<br />

Aufträge zu bekommen. Wobei<br />

hier <strong>der</strong> Wettbewerb mit KMU wie auch<br />

großen Baufirmen zu unzufriedenen Ergebnissen<br />

führt.<br />

Ein Dauerthema quer durch alle<br />

Sparten und Bereiche ist <strong>der</strong> Fachkräftemangel?<br />

Wie sehen Sie die nahe<br />

Zukunft für den Handel? Ist <strong>der</strong> Baustoffhandel<br />

attraktiv genug, um ausreichend<br />

neue Mitarbeiter, Lehrlinge<br />

o<strong>der</strong> auch Quereinsteiger zu lukrieren?<br />

Was tut die Standesvertretung<br />

bzw. <strong>der</strong> Handel selbst, um hier langfristig<br />

nicht auf <strong>der</strong> Strecke zu bleiben?<br />

Unser Unternehmen ist seit Jahren<br />

überzeugt, dass wir selbst die Fachkräfte<br />

<strong>der</strong> Zukunft ausbilden müssen und<br />

räumen Lehrlingen daher einen <strong>hohen</strong><br />

Stellenwert ein.<br />

Das Landesgremium hat in den letzten<br />

Jahren im Radio und in <strong>der</strong> WK Zeitung<br />

den Bauproduktefachberater(m/w/d)<br />

beworben, Lehrlingscastings wurden<br />

und werden angeboten, bei denen <strong>sich</strong><br />

Unternehmen Schülern präsentieren,<br />

es gibt Prämien für Unternehmen, die<br />

Lehrlinge ausbilden und Prämien für<br />

Lehrlinge. Das Landesgremium unterstützt<br />

das Projekt Customer expert <strong>der</strong><br />

WKÖ, das sowohl für Lehrlinge als auch<br />

Quereinsteiger eine gute Ausbildung<br />

bietet und den Vorteil hat, auch als App<br />

zur Verfügung zu stehen.<br />

Um Arbeitskräfte für den Baustoffhandel<br />

zu begeistern, muss immer wie<strong>der</strong><br />

hervorgehoben werden, dass man<br />

in diesem Beruf ganz wesentlich zum<br />

Glück <strong>der</strong> Menschen beitragen kann.<br />

Man hilft mit, dass die Menschen ihr<br />

Daheim zu einer wahren Wohlfühloase<br />

machen können, in <strong>der</strong> sie Kraft für<br />

ihre täglichen Herausfor<strong>der</strong>ungen finden.<br />

Natürlich müssen Gehalt, Arbeitszeiten<br />

und Entwicklungsmöglichkeiten<br />

den heutigen Anfor<strong>der</strong>ungen entsprechend<br />

gestaltet werden,<br />

Die Digitalisierung wird künftig auch<br />

den Baustoffhandel neu definieren.<br />

Was müssen Händler Ihrer Meinung<br />

nach für Schritte setzen bzw. Umstrukturierungen<br />

vornehmen, um bei<br />

geän<strong>der</strong>ten Marktbedingungen bestehen<br />

zu können?<br />

Der Baustoffhandel wird wie alle<br />

Branchen seine Prozesse digitalisieren<br />

müssen, in <strong>der</strong> Verwaltung, im Verkauf,<br />

im Lager und im Fuhrpark. Ich bin da<strong>von</strong><br />

überzeugt, dass wir auch KI einsetzen<br />

müssen und das in gewissen Bereichen<br />

schneller erfolgen wird, als wir<br />

heute vermuten.<br />

Genossenschaft Waidhofen/Thaya forcier t den Ausbau <strong>der</strong> Unternehmensstandor te<br />

Lagerhaus stärkt Marktposition<br />

Das Lagerhaus Waidhofen a.d. Thaya präsentierte im Rahmen seiner<br />

Generalversammlung eine gute Unternehmensentwicklung. 2022 stieg <strong>der</strong><br />

Umsatz um 7,8 Prozent auf 93,2 Mio. EUR.<br />

Die Marktposition wurde gestärkt<br />

und mehrere Erweiterungs- und<br />

Mo<strong>der</strong>nisierungsprojekte in Angriff genommen.<br />

Im Rahmen <strong>der</strong> Wahlen wurde<br />

Obmann Gerhard Bayer im Amt bestätigt<br />

und Thomas Trimmel zum neuen<br />

Auf<strong>sich</strong>tsratsvorsitzenden ernannt.<br />

Zu bereits erfolgreich umgesetzten<br />

Aktivitäten zählt die Vergrößerung <strong>der</strong><br />

Werkstätte in Raabs a.d. Thaya sowie<br />

<strong>der</strong> Aufbau einer eigenen Rundholzlogistik.<br />

Aktuelle Genossenschaftsprojekte<br />

betreffen den Start des Baumeistergewerbes,<br />

die Erweiterung des Markts für<br />

Haus & Garten in Groß-Siegharts und<br />

die Mo<strong>der</strong>nisierung des Technik-Standorts<br />

Waldkirchen.<br />

Zentraler Teil <strong>der</strong> Generalversammlung<br />

waren neben <strong>der</strong> Unternehmenspräsentation<br />

zwei Gastvorträge. RWA-<br />

Vorstandsdirektor Christoph Metzker<br />

sprach vor zahlreichen Gästen über globale<br />

Megatrends. Insbeson<strong>der</strong>e beleuchtete<br />

er die Auswirkungen <strong>von</strong> Klimawandel,<br />

Bevölkerungswachstum sowie<br />

Digitalisierung auf unsere Gesellschaft.<br />

Kurt Bogg, Obmann-Stv. Raiffeisen-<br />

Holding NÖ-Wien, ging auf die gegenwärtige<br />

Konjunkturlage ein und gab<br />

Einblick in die aktuelle Inflations- und<br />

Zinsentwicklung.<br />

y<br />

22 | 9 . <strong>2023</strong>


HANDEL<br />

Teubl Gruppe<br />

Neuer OBI Markt in Pinkafeld<br />

Heimwerker und Gartenfreunde dürfen <strong>sich</strong> freuen: Der Bau des neuen OBI<br />

Bau- und Heimwerkermarktes in Pinkafeld ist fast abgeschlossen und das<br />

Eröffnungswochenende steht vor <strong>der</strong> Tür. So viel sei verraten: Es gibt tolle<br />

Aktionen und Eröffnungsangebote, Lieferantenvorführungen, Glücksrad,<br />

Attraktionen für Groß und Klein, gratis Fotoshooting und vieles mehr.<br />

Selbstverständlich lässt <strong>sich</strong> auch <strong>der</strong> OBI Biber dieses tolle Event nicht entgehen.<br />

Der neue OBI Markt in Pinkafeld<br />

befindet <strong>sich</strong> an <strong>der</strong> Nordausfahrt<br />

<strong>von</strong> Pinkafeld in <strong>der</strong> Wiener Straße<br />

96 und ist über den dort befindlichen<br />

Kreisverkehr optimal erreichbar.<br />

Er bietet den Kunden eine Verkaufsfläche<br />

<strong>von</strong> 4.400 m², die <strong>sich</strong> in ~ 3.000 m²<br />

Baumarkt und ~ 1.500 m² Gartencenter<br />

aufteilen. Abgestimmt wurde das Sortiment,<br />

das ca. 40.000 Artikel rund ums<br />

Renovieren, Mo<strong>der</strong>nisieren und das Verschönern<br />

<strong>von</strong> Haus und Garten umfasst,<br />

auf den Bedarf <strong>der</strong> Kunden in <strong>der</strong> Region,<br />

sodass <strong>der</strong> Standort als echter Nahversorger<br />

fungiert.<br />

Eine eigene Baustoffabteilung mit<br />

entsprechen<strong>der</strong> Fachkompetenz garantiert<br />

auch den gewerblichen Kunden in<br />

Pinkafeld eine optimale Betreuung und<br />

kurze Wege.<br />

Die gewohnten Services wie Holzzuschnitt,<br />

Farbmisch-Center und Gartenplaner<br />

werden um die Fachberatung des<br />

Badplaners und das Angebot <strong>von</strong> OBI<br />

Mietgeräten mit dazugehöriger Ausstellungsfläche<br />

und Zubehör erweitert.<br />

Neben den Sortimenten wurden<br />

auch die Innengestaltung und das Kundenleitsystem<br />

nach den neuesten Entwicklungen<br />

im Handel umgesetzt und<br />

versprechen ein ideales OBI-Einkaufserlebnis.<br />

Ein engagiertes Team <strong>von</strong> rund 30<br />

MitarbeiterInnen ist mit <strong>der</strong> gewohnten<br />

Fachkompetenz und Serviceorientierung<br />

täglich um die optimale Bearbeitung aller<br />

Kundenanliegen bemüht.<br />

Abgerundet wird das Einkaufserlebnis<br />

durch 128 komfortable Parkplätze direkt<br />

vor dem Haus und großzügige Verkehrsflächen,<br />

die auch den Einkauf <strong>von</strong> sperrigen<br />

Produkten mühelos ermöglichen.<br />

Die Umsetzung des Bauvorhabens<br />

wurde größtenteils mit heimischen<br />

Fachbetrieben realisiert; darin sieht die<br />

Teubl Gruppe ein weiteres Bekenntnis<br />

zur Stärkung <strong>der</strong> regionalen Wirtschaft<br />

und Handelslandschaft.<br />

„Wir freuen uns sehr darauf, unseren<br />

Kunden im neuen OBI Markt in Pinkafeld<br />

willkommen heißen zu dürfen<br />

und nun zeitgemäß und mit einer Fülle<br />

<strong>von</strong> neuen Produkten wirklich alle ihre<br />

Anliegen perfekt betreuen zu können“,<br />

sieht Marktleiter Christian Schirnhofer<br />

<strong>der</strong> Eröffnung schon entgegen! y<br />

Unternehmensgruppe Teubl<br />

Die Teubl Gruppe ist ein oststeirisches<br />

Familienunternehmen, welches <strong>von</strong> Reinhart<br />

und Oliver Werinos geleitet wird und<br />

auf eine fast 90-jährige Erfolgsgeschichte<br />

zurückblickt. Die Geschäftsbereiche <strong>der</strong><br />

Teubl Gruppe erstrecken <strong>sich</strong> heute vom<br />

Baustoffhandel über den Betrieb <strong>von</strong><br />

fünf Baumärkten als Franchisenehmer<br />

<strong>von</strong> OBI, die Umsetzung verschiedener<br />

Immobilienprojekte bis hin zum Betrieb<br />

<strong>von</strong> Autowaschanlagen und Tankstellen.<br />

Die Standorte des Unternehmens<br />

befinden <strong>sich</strong> größtenteils im Raum<br />

Oststeiermark und südliches Burgenland.<br />

Im Schnitt beschäftigt die Teubl Gruppe<br />

ca. 300 Mitarbeiter und stellt damit einen<br />

maßgeblichen Arbeitgeber in dieser<br />

Region dar.<br />

Neben <strong>der</strong> Zufriedenheit <strong>der</strong> Kunden, die<br />

in allen Geschäftsbereichen <strong>der</strong> Teubl<br />

Gruppe die wichtigste Zielsetzung ist,<br />

stellt die Aus- und Weiterbildung <strong>der</strong> Mitarbeiter<br />

einen Schwerpunkt des Unternehmens<br />

dar. Zurzeit werden in <strong>der</strong> Teubl<br />

Gruppe etwa 35 Lehrlinge ausgebildet;<br />

in <strong>der</strong> Vergangenheit haben viele fertig<br />

ausgebildete Lehrlinge ihre Karrierechance<br />

ergriffen und sind zu Führungskräften<br />

<strong>der</strong> Teubl Gruppe herangereift.<br />

Die Vorbereitungen für den neuen OBI-Markt in Pinkafeld<br />

sind abgeschlossen. Ende September findet<br />

die Eröffnung mit tollen Aktionen, Attraktionen und<br />

Angeboten statt.<br />

Bil<strong>der</strong>: Teubl<br />

9 . <strong>2023</strong> | 23


HANDEL<br />

Kundenmonitor <strong>2023</strong><br />

Österreichs hagebaumärkte erzielen erneut Spitzenwerte<br />

Der „Kundenmonitor Österreich“ erhebt jährlich die Zufriedenheit <strong>der</strong> Menschen<br />

in Österreich mit den heimischen Bau- und Heimwerkermärkten. Insgesamt<br />

wurden dafür 2.054 Personen befragt, die in den vergangenen sechs Monaten<br />

in einem Bau- und Heimwerkermarkt eingekauft haben. Dabei wurden Noten<br />

<strong>von</strong> „1“ (äußerst zufrieden) bis „5“ (unzufrieden) vergeben.<br />

Die Kundenmonitor-Ergebnisse<br />

des Jahres <strong>2023</strong> weisen für die<br />

österreichischen hagebaumärkte auch<br />

in diesem Jahr erneut Platz 1 in <strong>der</strong><br />

Gesamtbewertung <strong>der</strong> Kundenzufriedenheit<br />

(„Globalzufriedenheit“) aus.<br />

Beeindruckende 70 Prozent <strong>der</strong> hagebau-Kunden<br />

vergaben dabei die Bestnoten<br />

„äußerst“ o<strong>der</strong> „sehr zufrieden“.<br />

Die beson<strong>der</strong>e Zufriedenheit <strong>der</strong> hagebau-Kunden<br />

spiegelt <strong>sich</strong> auch in Spitzenwerten<br />

in gleich mehreren an<strong>der</strong>en<br />

Bereichen <strong>der</strong> Studie wi<strong>der</strong>: Den ersten<br />

Platz im Branchenvergleich belegen die<br />

hagebaumärkte u. a. in den Kategorien<br />

„Angebotene Services“, „Aktualität bzw.<br />

Mo<strong>der</strong>nität des Sortiments“, „Vorrätigkeit<br />

<strong>der</strong> gewünschten Produkte“ sowie<br />

bei „Son<strong>der</strong>angeboten und Aktionen“.<br />

ERFOLGREICH VOR ORT UND MIT<br />

DIGITALISIERUNG<br />

hagebau hat seine Digital- und Onlineangebote<br />

zuletzt massiv ausgebaut und<br />

mit Kunden-App, Onlineberatung und<br />

optimierter Website im Vergleich zu<br />

2022 die Kundenzufriedenheit in allen<br />

Digital-Bereichen wesentlich gesteigert.<br />

Der Erfolg dieser Digital-Offensive wird<br />

auch <strong>von</strong> den Studienergebnissen bestätigt:<br />

hagebau verzeichnet als einziges<br />

Branchenunternehmen einen Zugewinn<br />

bei <strong>der</strong> Bedeutung seiner Website für die<br />

Kunden. 71 Prozent <strong>der</strong> hagebau-Kunden<br />

benutzen sie zur Information und<br />

Vorbereitung ihrer Einkäufe. y<br />

Lagerhaus Korneuburg<br />

Investitionen und gesteigerter Umsatz<br />

Am 14. September präsentierte das Lagerhaus Korneuburg das Ergebnis<br />

des Geschäftsjahres 2022. Demnach hat die Genossenschaft ihren Umsatz<br />

um 15 % auf 107,8 Mio. EUR gesteigert. Im Fokus <strong>der</strong> Generalversammlung<br />

in Rückersdorf standen die geplanten und schon umgesetzten Projekte <strong>der</strong><br />

Genossenschaft, wie die Errichtung des neuen Technikzentrums Tresdorf und<br />

die Mo<strong>der</strong>nisierung diverser Standorte.<br />

Im kommenden Jahr sind <strong>der</strong> Bau<br />

einer Landmaschinen-Werkstätte in<br />

Ernstbrunn und <strong>der</strong> Ausbau <strong>der</strong> Photovoltaik-Anlagen<br />

an mehreren Stellen<br />

geplant.<br />

„Mit <strong>der</strong> Eröffnung des neuen Technikzentrums<br />

und <strong>der</strong> mo<strong>der</strong>nen Räumlichkeiten<br />

<strong>der</strong> Zentrale in Tresdorf haben<br />

wir eines <strong>der</strong> größten Projekte <strong>der</strong><br />

letzten Jahre erfolgreich abgeschlossen.<br />

2024 investieren wir in eine nachhaltige<br />

Energiegewinnung für den Betrieb<br />

unserer Standorte“, so Leopold Scheibböck,<br />

Geschäftsführer Lagerhaus Korneuburg.<br />

y<br />

Bild: Lagerhaus Korneuburg<br />

(v.l.n.r.): Inf. Franz Leidler vom Raiffeisen Revisionsverband,<br />

Bereichsleiterin Betriebsmittel <strong>der</strong><br />

RWA Mag. Claudia Mittermayr, Geschäftsführer<br />

Dir. Ing. Leopold Scheibböck, Obmann Johann<br />

Hendler, Auf<strong>sich</strong>tsrats-Vorsitzen<strong>der</strong> Hermann<br />

Muhm, Obmann-Stv. Gerhard Zimmermann (Copyright:<br />

Lagerhaus Korneuburg).<br />

24 | 9 . <strong>2023</strong>


HANDEL<br />

Lagerhaus Gleinstätten<br />

Eröffnung des Baustoffkompetenz-Zentrums<br />

Seit mehr als 100 Jahren „Die Kraft fürs Land“ zu sein, ist für das Lagerhaus<br />

Gleinstätten-Ehrenhausen-Wies mit seinen elf Standorten ein klarer Auftrag.<br />

Mit <strong>der</strong> Bündelung <strong>der</strong> Baustoffkompetenzen in <strong>der</strong> Gleinstätter Zentrale, stellt<br />

das Unternehmen mit insgesamt rund 200 Mitarbeiter:innen in <strong>der</strong> Region<br />

strategisch wichtige Weichen für die Zukunft und präsentiert <strong>sich</strong> noch stärker<br />

als bisher, als mo<strong>der</strong>ner, kompetenter Partner für alle Häuslbauer und Sanierer.<br />

Auf einer Gesamtfläche <strong>von</strong><br />

knapp 700 m² wurden für den<br />

gesamten Baustoffaußen- und innendienst<br />

sowie <strong>der</strong> Massivfertighauslinie<br />

„Town & Country“ fünfzehn mo<strong>der</strong>ne<br />

und funktionale Arbeitsplätze errichtet.<br />

In einer sehr großzügigen Bauelementeausstellung<br />

findet <strong>der</strong> Häuslbauer nun<br />

eine große Auswahl an hochwertigen<br />

Türen, Fenstern, Toren und Produkten<br />

für Sonnen- und Insektenschutz. Zudem<br />

können <strong>sich</strong> die Kunden bei <strong>der</strong><br />

Musterausstellung über unterschiedliche<br />

Ziegel, Dämmungen, Putze uvm. informieren.<br />

„Auch wenn <strong>der</strong> private Hausbau aktuell<br />

eher stagniert sehen wir uns verpflichtet,<br />

für unsere KundInnen stets<br />

bestens gerüstet zu sein“, erklärt Geschäftsführer<br />

Dir. Rudolf Schwarzl die<br />

Entscheidung zur Umstrukturierung in<br />

dieser Sparte.<br />

Am Freitag, dem 6. Oktober und<br />

Samstag, dem 7. Oktober findet nun am<br />

Lagerhausstandort in Gleinstätten 136<br />

die Eröffnung des neuen Baustoffkompetenzzentrums<br />

statt. Für Interessierte<br />

gibt es neben Führungen durch die Ausstellungsflächen<br />

und die Büros die Möglichkeit<br />

Baustoffrestposten o<strong>der</strong> Einzelstücke<br />

aus dem Bauelemente Bereich bei<br />

einem Flohmarkt günstig zu erwerben.<br />

Zudem gibt es auch die Möglichkeit <strong>sich</strong><br />

bei einem Vortrag <strong>der</strong> Firma „Energie<br />

Agentur GU GmbH“ über diverse För<strong>der</strong>möglichkeiten<br />

zu informieren. y<br />

Bil<strong>der</strong>: LH Gleinstätten<br />

CLEVERE<br />

SANIERUNGS-LÖSUNGEN<br />

FÜR ALTE TÜREN<br />

Schneller Einbau<br />

Keine aufwendige Mauerwerksän<strong>der</strong>ung<br />

Kein Stemmen<br />

Kein neuer odenauau<br />

Deutliche <strong>Kosten</strong>ersparnis<br />

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DOMOFERM - SANIERE SMART AUF DIE LEICHTE ART!


AUSBILDUNG<br />

Baustoff-Ausbildungszetrum<br />

Bildungsschwerpunkte<br />

Ob Webinar o<strong>der</strong> Seminar! Bildung zählt und das Baustoff-Ausbildungszentrum hat<br />

in den kommenden Monaten genau das richtige Angebot, um Mitarbeiter:innen im<br />

Baustoff-Fachhandel die wichtigsten Themen zu vermitteln!<br />

Infos und Deteils unter<br />

https://baustoff-ausbildung.at/<br />

seminarkalen<strong>der</strong>-listenan<strong>sich</strong>t/<br />

WEBINAR<br />

NEU: <strong>Kosten</strong>freie Vorstellung KI-Einsatz im Baustoffhandel<br />

Online Impuls für 14.11.<strong>2023</strong><br />

20.10.<strong>2023</strong>, 09:00 bis 09.30 Uhr<br />

Nachhaltiges Bauen<br />

Modul 1: Donnerstag, 9. November <strong>2023</strong><br />

08.00 bis 12.00 Uhr<br />

Modul 2: Freitag, 10. November <strong>2023</strong><br />

08.00 bis 12.00 Uhr<br />

Modul 3: Donnerstag, 16. November <strong>2023</strong><br />

08.00 bis 12.00 Uhr<br />

Modul 4: Freitag, 17. November <strong>2023</strong>,<br />

08.00 bis 12.00 Uhr<br />

NEU: Workshop: The Magic of social selling<br />

Montag, 20. November <strong>2023</strong>, 10.00 bis 11.30 Uhr<br />

Freitag, 24. November <strong>2023</strong>, 10.00 bis 11.30 Uhr<br />

Montag, 27. November <strong>2023</strong>, 10.00 bis 11.30 Uhr<br />

Freitag, 1. Dezember <strong>2023</strong>, 10.00 bis 11.30 Uhr<br />

Montag, 4. Dezember <strong>2023</strong>, 10.00 bis 12.00 Uhr<br />

5 Sterne Service am Telefon<br />

Dienstag, 28. November <strong>2023</strong>, 09.00 bis 12.00 Uhr<br />

Dienstag, 5. Dezember <strong>2023</strong>, 09.00 bis 12.00 Uhr<br />

Betriebswirtschaft Grundwissen für den Baustoffhandel<br />

Dienstag, 12. Dezember <strong>2023</strong><br />

08.30 bis 12.30 und 13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Das Führungscockpit<br />

Montag, 12. Februar 2024<br />

08.30 bis 12.30 und 13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Lager- und Bestandsmanagement 4.0<br />

Dienstag, 13. Februar 2024<br />

08.30 bis 12.30 und 13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Lageristen & Fahrer als Aushängeschild<br />

Mittwoch, 14. Februar 2024<br />

08.30 bis 12.30 und 13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Erfolgreich im Außendienst<br />

Donnerstag, 15. Februar 2024<br />

08.30 bis 12.30 und 13.00 bis 17.00 Uhr<br />

Businessknigge für Einsteiger und Lehrlinge<br />

Donnerstag, 4. April 2024, 08.30 bis 12.00 Uhr<br />

Donnerstag, 11. April 2024, 08.30 bis 12.00 Uhr<br />

SEMINAR<br />

NEU: KI-Einsatz im Baustoffhandel –<br />

KI als Sales-Navi nützen?<br />

14.11.<strong>2023</strong>, 09:00 bis 18.00 Uhr, Lengbachhof<br />

Erfolgreiche Neukundengewinnung<br />

Donnerstag, 25. Jänner 2024<br />

09.00 bis 18.00 Uhr, Oldtimer Guntramsdorf<br />

Abschlussorientiertes Angebotsmanagement<br />

Dienstag, 5. März 2024<br />

09.00 bis 18.00 Uhr, Oldtimer Guntramsdorf<br />

Preisverhandlung & Cross Selling<br />

Mittwoch, 6. März 2024<br />

09.00 bis 18.00 Uhr, Oldtimer Guntramsdorf<br />

NEU: Empowerment für angehende und<br />

talentierte Nachwuchs-Führungskräfte<br />

Dienstag, 19. März 2024, 08.30 bis 17.30 Uhr,<br />

Cityhotel St. Pölten<br />

26 | 9 . <strong>2023</strong>


AUSBILDUNG<br />

Neuer ba-Workshop<br />

KI-Einsatz im Baustoffhandel – KI als Sales-Navi<br />

Der Vertrieb hat <strong>sich</strong> verän<strong>der</strong>t und er wird <strong>sich</strong> weiter verän<strong>der</strong>n! Dass<br />

künstliche Intelligenz (KI) auch im Vertriebsprozess des Baustoffhandels<br />

eine wesentliche Rolle spielen wird und Unternehmen entscheidende<br />

Wettbewerbsvorteile einräumen kann, zeigen Ing. Peter Berger und Dr. Franz<br />

Juen im Praxisworkshop „KI-Einsatz im Baustoffhandel“ <strong>der</strong> am 14. November<br />

<strong>2023</strong> in NÖ im Hotel Lengbachhof startet.<br />

Der Workshop ist konzipiert für<br />

Geschäftsführer, Vertriebsleiter,<br />

Marketingleiter, Leiter Finanzen & Controlling,<br />

IT-Leiter, Innovationsmanager<br />

und interessierte Mitarbeiter:innen in<br />

den Bereichen Key Account Management,<br />

Produktmanagement und Vertriebscontrolling.<br />

Da es <strong>sich</strong> bei diesem Workshop um<br />

ein neues Angebot des Baustoffausbildungszentrums<br />

handelt, wird ein kostenloser<br />

online Einstiegs Web-Event<br />

am 20. Oktober <strong>2023</strong> <strong>von</strong> 9:00- 9:30<br />

für alle Interessierten angeboten, in dem<br />

sie erste Impulse erhalten, wie <strong>sich</strong> die<br />

Vertriebswelt im Baustoffhandel durch<br />

KI verän<strong>der</strong>n wird. (Anmeldeunterlagen<br />

für die kostenlose online Vorstellung des<br />

Workshops und den Workshop selbst,<br />

befinden <strong>sich</strong> auf www.baustoff-ausbildung.at).<br />

Dieser Workshop wird auch als Inhouse<br />

Veranstaltung angeboten. Anfragen<br />

dazu richten Sie bitte an:<br />

office@baustoff-ausbildung.at. y<br />

Peter Berger ist Grün<strong>der</strong> <strong>der</strong> auf<br />

Technischen Vertrieb spezialisierten<br />

Beratungsgruppe TEAM-Vertriebserfolg.<br />

Mit einer Erfahrung aus über 250<br />

Vertriebsoptimierungsprojekten ist er<br />

überzeugt: „KI verän<strong>der</strong>t den Vertrieb<br />

nachhaltig und entscheidend! Wer jetzt<br />

nicht dabei ist, wird in seiner Branche<br />

den Einstieg verpassen!“<br />

Franz Juen verfügt über mehr als 25<br />

Jahre fundierte Erfahrung im Bereich<br />

Consulting, Projektmanagement und<br />

Softwareentwicklung. Franz Juen ist auf<br />

digitale Vertriebsstrategien, Künstliche<br />

Intelligenz und Vertriebsautomatisierung<br />

im Marketing, Vertrieb und Service<br />

spezialisiert. Er begleitet Unternehmen<br />

als strategischer Berater bei <strong>der</strong><br />

Digitalisierung, Technologieauswahl und<br />

Lösungsumsetzung im E-Commerce und<br />

im Bereich des E-Business.<br />

Neues ba – Webinar<br />

The magic of social selling<br />

Mit <strong>der</strong> Social Media Managerin Tanja Savic und dem Unternehmensberater<br />

Oliver Eckelhart hat das österreichische Baustoffausbildungszentrum zwei neue<br />

Referenten gewonnen, die im Doppelpack das online Seminar „The magic of<br />

social selling“ bestreiten werden.<br />

Der insgesamt achtstündige Workshop<br />

wird in fünf Blöcke/Module<br />

aufgeteilt, damit dazwischen Zeit für<br />

entsprechende „Hausaufgaben“ bleibt,<br />

auf die die weitere Arbeit aufbaut.<br />

Ziel des Workshops ist es, dass die<br />

Teilnehmer:innen nicht nur verstehen<br />

wie social media funktioniert, sie sollen<br />

auch das Rüstzeug dafür bekommen Instagram<br />

und LinkedIn in einer social sel-<br />

ling Strategie zu verbinden und mit dem<br />

richtigen Content den richtigen Kunden<br />

anzusprechen. Mit den Trainern wird die<br />

Struktur für eine individuelle Vertriebsstrategie<br />

mit dem Schwerpunkt social<br />

selling entwickelt. Die Teilnehmer:innen<br />

erhalten so das notwendige Praxiswissen,<br />

um selbst ihre individuellen social selling<br />

Kampagnen zu entwickeln und auch auf<br />

Zukunftstrends vorbereitet zu sein.<br />

Das Webinar startet am 20. November<br />

<strong>2023</strong>. Für Unentschlossene gibt es<br />

die Möglichkeit am 23. Oktober <strong>2023</strong><br />

kostenlos an einer kurzen online Vorstellung<br />

dieses neuen ba- Webinars teilzunehmen,<br />

um <strong>sich</strong>er zu stellen, dass<br />

die inhaltlichen Erwartungen auch erfüllt<br />

werden.<br />

Für die Teilnahme ist eine formlose<br />

Anmeldung über das ba-Büro notwendig:<br />

office@baustoff-ausbildung.at y<br />

Bild: Oliver Eckelhart<br />

9 . <strong>2023</strong> | 27


INDUSTRIE NEWS<br />

Baumit<br />

Fünf Jahre Farbberatung in Peggau<br />

Das Baumit Farbberatungszentrum<br />

in Peggau in <strong>der</strong> Steiermark<br />

hat allen Grund zum Feiern: „Über<br />

1.000 Bauherr:innen haben <strong>sich</strong> seit <strong>der</strong><br />

Eröffnung 2018 für ein professionelles<br />

Farbberatungsservice in Peggau entschieden.<br />

Dabei wurden ebenfalls mehr als<br />

800 Designvorschläge für die zugehörigen<br />

Bauvorhaben erstellt. Das zeigt die<br />

Relevanz <strong>von</strong> diesem Baumit Mehrwehrt<br />

als hilfreiche Entscheidungsgrundlage<br />

auf dem Weg zur eigenen Traumfassade,<br />

freut <strong>sich</strong> Mag. Georg Bursik, Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> Baumit GmbH, über<br />

die hohe Akzeptanz. Gleich ob Neubau,<br />

Zubau o<strong>der</strong> Sanierung – bei <strong>der</strong> Fassadengestaltung<br />

sind eine Vielzahl an<br />

Entscheidungen zu treffen. Die professionellen<br />

Baumit Farbexpert:innen stehen<br />

deshalb mit Rat und Tat sowie viel<br />

Erfahrung zur Seite und liefern auf die<br />

Kundenwünsche zugeschnittene Vorschläge<br />

für ein perfektes Ergebnis.<br />

70 PROZENT ALLER FARBBERA-<br />

TUNGEN IM WESTEN BEREITS FÜR<br />

HAUSSANIERUNGEN<br />

Auch wenn beim privaten Neubau<br />

die Zahlen rückläufig sind, nimmt<br />

die Farbberatung für Sanierungsprojekte<br />

jetzt Fahrt auf. „Hier zeigt <strong>sich</strong><br />

Boho“ setzt auf stark und natürlich. Auch <strong>der</strong><br />

Einrichtungstrend Boho erobert die Fassade. Starke<br />

natürliche Farben wie Gold, Ocker, Rost und Holz<br />

gestalten nicht nur die Innenräume, son<strong>der</strong>n auch<br />

als „Ge<strong>sich</strong>t“ des Gebäudes.<br />

ein klares Ost-West-Gefälle. Während<br />

in Ostösterreich noch rund 55 Prozent<br />

aller Farbberatungen für Neubauten in<br />

Anspruch genommen werden, entfallen<br />

in Westösterreich bereits gut 70 Prozent<br />

auf Haussanierungen“, begründet Georg<br />

Bursik eine Trendwende. Ein Grund<br />

dafür ist das gestiegene Bewusstsein für<br />

den Wert <strong>von</strong> Bestandsgebäuden. Gut<br />

geplante Sanierungen zeigen im Ergebnis<br />

mit vertretbarem finanziellen Aufwand<br />

einen gesteigerten Wert <strong>der</strong> Immobilie,<br />

geringe Energiekosten und ein<br />

Raumklima zum Wohlfühlen.<br />

888 BAUMIT LIFE-FARBEN UM 180<br />

FARBTÖNE ERWEITERT<br />

Wohntrends blieben früher zumeist<br />

auf die Gestaltung <strong>von</strong> Innenräumen<br />

beschränkt. Heute beobachtet man eine<br />

Bewegung <strong>von</strong> innen nach außen. „Innen<br />

Hygge, außen Hygge. Die unterschiedlichsten<br />

Einrichtungstrends gehen<br />

konsequent auf die Fassade über<br />

und verlangen nach bestimmten Farbtönen<br />

und -nuancen“, erklärt Farbexperte<br />

Willy Spanring, Leiter <strong>der</strong> Baumit<br />

Farbberatungszentren. Dabei kristallisieren<br />

<strong>sich</strong> drei neue Farbschemata heraus:<br />

natürlich mit grünlichem Touch, erdig<br />

mit bräunlichen Tönen und „shady“ mit<br />

gräulichen Farbnuancen. Nach wie vor<br />

zeitlos sind Farbberatungen mit weiß als<br />

Grundton und Gestaltungselementen<br />

wie Putztechnik o<strong>der</strong> Körnung. y<br />

Fotos: Baumit<br />

Mit professioneller Farbberatung zur Traumfassade:<br />

„Das Baumit Farbberatungszentrum<br />

gibt es seit fünf Jahren in Peggau und<br />

6x in ganz Österreich“, so Farbexperte Willy<br />

Spanring, Leiter <strong>der</strong> Baumit Farbberatungszentren.<br />

„Beton“ kombiniert kühl mit warm. Er kombiniert<br />

kühle mit warmen Farben. Geradeaus und mo<strong>der</strong>n<br />

kommt Beton in seinen unterschiedlichen Nuancen<br />

zur Geltung.<br />

„Metallic“ arbeitet mit Lichteffekten Mit dem<br />

Fassadentrend Metallic wan<strong>der</strong>t ein weiterer<br />

Inneneinrichtungsstil nach außen. Dabei erzeugen<br />

unterschiedliche Strukturen unterschiedliche<br />

Lichteffekte. Beson<strong>der</strong>s faszinierende Ergebnisse<br />

lassen <strong>sich</strong> mit Baumit CreativTop und den Baumit<br />

Endbeschichtungen Baumit Metallic, Baumit Lasur<br />

o<strong>der</strong> Baumit Glitter erzielen.<br />

28 | 9 . <strong>2023</strong>


INDUSTRIE NEWS<br />

Wienerberger<br />

Dritter Wienerberger Maurer-Fünfkampf<br />

Heimische Maurer und Hochbauer<br />

können <strong>sich</strong> ab sofort<br />

für den dritten Wienerberger Maurer-<br />

Fünfkampf am 21. Oktober <strong>2023</strong> in <strong>der</strong><br />

Arena Nova in Wiener Neustadt anmelden.<br />

Auf alle Teilnehmer warten neben<br />

den fünf Disziplinen „Trogn“, „Stessn“,<br />

„Hoitn“, „Stemman“ und „Anwerfen“<br />

ein Goodiebag mit dem Maurer-Fünfkampf-Finisher-Shirt<br />

und exklusive<br />

Geschenke <strong>von</strong> Wienerberger und Engelbert<br />

Strauss sowie die Red Bull Athletenzone.<br />

Eine Anmeldung ist bis zum<br />

6. Oktober <strong>2023</strong> unter www.wienerberger.at/m5k<br />

möglich.<br />

Diesjähriger Headjudge ist Alex Roncevic,<br />

Europameister und Vize-Weltmeister<br />

im Hyrox, dem weltweit ersten<br />

Fitness-Wettbewerb. Für alle Zuschauer<br />

und Fans gibt es vor Ort Action pur<br />

Bild: Michael Meindl<br />

mit dem Red Bull-Eventcar und den<br />

sportlichen Höchstleistungen <strong>der</strong> Teilnehmenden.Johann<br />

Marchner, Wienerberger<br />

Österreich Geschäftsführer, sagt:<br />

„Erst kürzlich wurde <strong>der</strong> Maurer-Fünfkampf<br />

mit dem renommierten Werbepreis<br />

‚Goldener Hahn‘ als bestes Event<br />

Nie<strong>der</strong>österreichs ausgezeichnet – die<br />

Freude darüber war sehr groß, zumal<br />

damit nicht nur unser Wettbewerb,<br />

son<strong>der</strong>n damit auch das wichtige Bauhandwerk<br />

an <strong>sich</strong> nochmal stärker ins<br />

Rampenlicht gestellt wurde.“ y<br />

Kraft, Ausdauer und Geschicklichkeit<br />

müssen die Maurer beim 3.<br />

Wienerberger Maurer-Fünfkampf<br />

am 21. Oktober <strong>2023</strong> beweisen.<br />

Anmeldungen sind bis 6. Oktober<br />

möglich.<br />

Streng<br />

geprüft,<br />

einfach<br />

anzuwenden!<br />

Ceresit CL 51 Express 1-K<br />

– Wasserdichte, flexible<br />

Verbundabdichtung unter<br />

Fliesen und Platten<br />

Jetzt neu im praktischen,<br />

rechteckigen ECO-Kübel aus<br />

50% recyceltem Plastik!


INDUSTRIE NEWS<br />

Rigips Riduro<br />

Zukunftstrend: Mit Holz hoch bauen<br />

Speziell im urbanen Raum wird<br />

Holz aufgrund des <strong>hohen</strong> Vorfertigungsgrades<br />

immer öfter bei großvolumigen<br />

Wohnprojekten verbaut. „Denn<br />

da sind schnelle Bauprozesse beson<strong>der</strong>s<br />

gefragt, um lange Störungen des Wohnumfelds<br />

zu vermeiden“, erklärt Michael<br />

Allesch, Geschäftsführer Marketing<br />

und Vertrieb Isover und Rigips. Zudem<br />

spielt bei Holzbauten das Thema Nachhaltigkeit<br />

eine große Rolle. „Bauherren,<br />

die aus Überzeugung auf Holz setzen,<br />

achten auch bei Baumaterialien auf den<br />

ökologischen Fußabdruck. Nicht selten<br />

kommt daher Rigips Riduro zum Zug.“<br />

Die faserverstärkte Gipsplatte wurde in<br />

Bad Aussee entwickelt und wird auch<br />

dort produziert. Seit dem Jahr 2021<br />

übrigens zu 100 % mit Grünstrom!<br />

Aufgrund <strong>der</strong> kurzen Transportwege<br />

punktet sie mit einem sehr geringen<br />

CO2-Fußabdruck und ist zudem vollständig<br />

recycelbar.<br />

NACHHALTIG MIT ROBUSTEN EI-<br />

GENSCHAFTEN<br />

Die neue Rigips Holzbauplatte besteht<br />

im Wesentlichen aus einem imprägnierten,<br />

faserverstärkten Gipskern und einer<br />

hochfesten Kartonummantelung.<br />

Sie bietet eine höhere Biegefestigkeit als<br />

herkömmliche Gipsfaserplatten und ist<br />

durch ihre reduzierte Wasseraufnahmefähigkeit<br />

in Feuchträumen und bekleideten<br />

Außenwänden einsetzbar. Rigips<br />

Riduro kann auch zur Aussteifung bei<br />

tragenden Bauteilen z. B. im Bereich <strong>der</strong><br />

Nachverdichtung <strong>von</strong> Dachgeschoßausbauten<br />

verwendet werden. Noch ein<br />

Pluspunkt: Die Einbruchsklassen RC2<br />

und RC3 sind extern geprüft und bestätigen<br />

die hohe Robustheit <strong>der</strong> neuen<br />

Holzbauplatte „made in Austria“.<br />

ALLE VORTEILE VON RIGIPS RIDURO<br />

AUF EINEN BLICK:<br />

• aus nachhaltiger regionaler Produktion<br />

• statisch wirksame Beplankung<br />

• höhere Biegefestigkeit<br />

• reduzierte Wasseraufnahmefähigkeit<br />

= einsetzbar in Feuchträumen und<br />

bekleideten Außenwänden<br />

• höhere Oberflächenhärte als Holz<br />

• einbruchshemmende Systeme <strong>der</strong><br />

Klassen RC2 + RC3<br />

y<br />

Büsscher & Hoffmann bezieht neues grünes Bürogebäude und Schulungszentrum<br />

Mo<strong>der</strong>n und visionär<br />

Seit <strong>der</strong> Gründung <strong>von</strong> Büsscher<br />

& Hoffmann im Jahr 1852 ist<br />

das Bestreben, Bauwerke vor Wasser zu<br />

schützen und <strong>der</strong>en Langlebigkeit zu<br />

<strong>sich</strong>ern. Für alle unterschiedlichen Interessensgruppen<br />

ein echter Partner zu<br />

sein, auf den Verlass ist und <strong>der</strong> mit Rat<br />

und Tat zur Seite steht, erfor<strong>der</strong>t kontinuierliche<br />

Weiterentwicklung und das<br />

Stellen <strong>der</strong> Weichen für die Zukunft.<br />

Dieser fortschreitende Wachstumspfad<br />

hat das Unternehmen dazu veranlasst,<br />

ein neues Bürogebäude zu errichten.<br />

Dieses bietet optimale Bedingungen<br />

und Raum für den Austausch mit Kunden<br />

und Partnern sowie ein ideales Arbeitsumfeld<br />

für Mitarbeiter:innen.<br />

Die großzügigen Schulungsräumlichkeiten<br />

bieten die richtige Atmosphäre,<br />

um <strong>sich</strong> gemeinsam mit Kunden zu<br />

Das neue Bürogebäude mit PV-Anlage und<br />

Gründach.<br />

entwickeln, sie über Neuigkeiten zu informieren,<br />

sowie qualifizierte und fachgerechte<br />

Schulungen durchzuführen.<br />

Das Schaudach gewährt einen Einblick<br />

über die verschiedenen Möglichkeiten<br />

<strong>der</strong> Gestaltung <strong>von</strong> Lebensräumen auf<br />

Flachdächern in Kombination mit mo<strong>der</strong>nen<br />

und <strong>sich</strong>eren Abdichtungslösungen:<br />

Dachgärten, Urban Farming,<br />

Terrassen, Integration <strong>von</strong> Photovoltaik-Anlagen,<br />

Dach<strong>sich</strong>erheitsgelän<strong>der</strong>n<br />

und vieles mehr wurde hier umgesetzt.<br />

Das mo<strong>der</strong>ne Gründach speichert bis zu<br />

95% des Nie<strong>der</strong>schlagswasser, fungiert<br />

als Schwamm und erzeugt so ein eigenes<br />

Mikroklima. Mit Anfang Februar<br />

<strong>2023</strong> bezog die Belegschaft das grüne<br />

Bürogebäude; dieses wurde am 16. Juni<br />

<strong>2023</strong> feierlich eröffnet. Die Eröffnungsfeier<br />

fand im Beisein <strong>der</strong> oberösterreichischen<br />

Politik statt, wo Mag. Sabine<br />

Lindorfer, KR Ing. Herwig Mahr, DI<br />

Dr. Clemens Malina-Altzinger LH-Stv.<br />

in Mag.a Christine Haberlan<strong>der</strong>, sowie<br />

Dr. Johann Kwizda und Mag. Johannes<br />

Kwizda dabei waren.<br />

y<br />

Bild: Büsscher & Hoffmann<br />

30 | 9 . <strong>2023</strong>


W E B G U I D E<br />

BAUSTOFFE<br />

ARDEX Baustoff GmbH<br />

www.ardex.at<br />

Avenarius-Agro GmbH<br />

www.avenariusagro.at<br />

Baumit<br />

www.baumit.com<br />

Stauss-Perlite GmbH<br />

www.Stauss-Perlite.at<br />

James Hardie Austria<br />

www.fermacell.at<br />

www.jameshardie.com<br />

Henkel Central Eastern<br />

Europe GmbH<br />

www.ceresit.at<br />

DÄMMSTOFFE<br />

PCI Augsburg GmbH<br />

www.pci.at<br />

RÖFIX AG<br />

www.roefix.com<br />

Sopro Bauchemie GmbH<br />

www.sopro.at<br />

Soudal AT gmbH<br />

www.soudal.com<br />

www.fixall.eu<br />

Tiba Austria GmbH<br />

www.tibanet.com<br />

Austrotherm GmbH<br />

www.austrotherm.com<br />

FENSTER/TÜREN<br />

IT<br />

KAMIN<br />

Rockwool<br />

Handelsges.m.b.H.<br />

www.rockwool.at<br />

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www.rockwool-preisliste.at<br />

Wippro GmbH<br />

www.wippro.at<br />

Inndata Datentechnik<br />

www.inndata.at<br />

www.jubacon.net<br />

Schiedel GmbH<br />

www.schiedel.at<br />

Lias Österreich GesmbH<br />

www.liapor.at<br />

Mapei Austria GmbH<br />

www.mapei.at<br />

MEA Bausysteme GmbH<br />

www.mea-group.com/de/<br />

building-systems<br />

info.mea-bausysteme.at@<br />

mea-group.com<br />

Tel: +43 (0)2782 83200-13<br />

Karl Bachl Ges.m.b.H.<br />

www.bachl.at<br />

Isolith<br />

Leichtbauplattenwerk M.<br />

Hattinger Ges.m.b.H.<br />

www.isolith.com<br />

Linzmeier Bauelemente<br />

GmbH<br />

www.linzmeier.de<br />

LAGERSYSTEME<br />

OHRA Regalanlagen GmbH<br />

www.ohra.at<br />

T.: +43 7236 21534<br />

WASSERVER-/ENTSORGUNG<br />

FRÄNKISCHE Rohrwerke<br />

Gebr. Kirchner GmbH & Co.KG<br />

www.fraenkische.at<br />

Profibaustoffe Austria<br />

GmbH<br />

www.profibaustoffe.com<br />

Knauf Insulation GmbH<br />

www.knaufinsulation.at<br />

Steinbacher Dämmstoffe<br />

GmbH<br />

www.steinbacher.at<br />

ZIEGEL<br />

Bauhütte Leitl-Werke GmbH<br />

www.leitl.at<br />

Impressum<br />

Medieninhaber, Herausgeber und Verleger: Mag. Alexandra Lehrer, 1170 Wien, Dornbacher Str. 93, Telefon: 01/478 81 70, E-Mail: baustoff@impactmedia.at, www.impactmedia.at; Chefredaktion:<br />

Mag. Alexandra Lehrer; Chefredaktion VBÖ: Mag. Susanne Aigner-Haas Redaktion: Maximilian Lehrer; DI Tom Cervinka; Peter Mayer; Anzeigen: Peter Mayer, p.mayer@impactmedia.at;<br />

Abonnementverwaltung: Daniela Brany, d.brany@impactmedia.at; Grafik und Layout: Nicolas Lehrer; Druck: Druckerei Robitschek, 1050 Wien; Jahresabonnement: Inland: EUR 97,50; Ausland:<br />

EUR 112,-. Das Abonnement ist jeweils einen Monat vor Jahresende kündbar, sonst gilt die Bestellung für das folgende Jahr weiter. Erscheinungsweise: 10 x jährlich. Nachdruck nur mit Genehmigung<br />

des Verlegers gestattet. Angaben und Mitteilungen, welche <strong>von</strong> Firmen stammen, unterliegen nicht <strong>der</strong> Verantwortlichkeit <strong>der</strong> Redaktion, ihre Wie<strong>der</strong>gabe besagt nicht, dass sie die Meinung <strong>der</strong><br />

Redaktion o<strong>der</strong> eine Empfehlung darstellen. Bezahlte Einschaltungen sind mit + o<strong>der</strong> promotion gekennzeichnet.


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