DIEPHAUS Nachhaltigkeitsbericht 2022
Nachhaltigkeit ist für uns mehr als ein Schlagwort. Es ist eine Verpflichtung gegenüber unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unserer Umwelt. Wir sind stolz darauf, Ihnen unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht (Berichtsjahr: 2022) zu präsentieren. Hierin zeigen wir Ihnen, wie wir unsere ökologischen, sozialen sowie ökonomischen Ziele verfolgen und erreichen.
Nachhaltigkeit ist für uns mehr als ein Schlagwort. Es ist eine Verpflichtung gegenüber unseren Kunden, unseren Mitarbeitern und unserer Umwelt. Wir sind stolz darauf, Ihnen unseren ersten Nachhaltigkeitsbericht (Berichtsjahr: 2022) zu präsentieren. Hierin zeigen wir Ihnen, wie wir unsere ökologischen, sozialen sowie ökonomischen Ziele verfolgen und erreichen.
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Gartenkontraste<br />
<strong>Nachhaltigkeitsbericht</strong><br />
<strong>2022</strong><br />
GESAMTKATALOG <strong>2022</strong><br />
TERRASSENPLATTEN<br />
PFLASTERSTEINE<br />
MAUERSTEINE<br />
L-STEINE<br />
PALISADEN<br />
STUFEN<br />
RANDSTEINE
2<br />
Über diesen Bericht<br />
Unser <strong>Nachhaltigkeitsbericht</strong> <strong>2022</strong> wurde nach den Berichtsstandards des Deutschen<br />
Nachhaltigkeitskodex (DNK) erstellt. Unser formeller Bericht zu den 20 Kriterien<br />
des DNK ist auch in der Datenbank auf der Webseite des DNK einsehbar.<br />
Inhaltsverzeichnis<br />
Vorwort<br />
—<br />
Über uns<br />
Familiär, partnerschaftlich, innovativ<br />
Aus der Geschäftsführung<br />
Meilensteine<br />
—<br />
Strategie<br />
Unser CSR-Ansatz<br />
Zahlen. Daten. Fakten.<br />
Wesentlichkeit<br />
Ziele<br />
Wertschöpfungskette<br />
—<br />
Prozessmanagement<br />
Verantwortung<br />
Kontrolle<br />
Anreizsysteme<br />
Anspruchsgruppen<br />
Innovationen<br />
03<br />
06<br />
10<br />
12<br />
17<br />
20<br />
22<br />
26<br />
28<br />
34<br />
36<br />
38<br />
40<br />
42<br />
Umwelt<br />
Inanspruchnahme von natürlichen Ressourcen<br />
Ressourcenmanagement<br />
Klimarelevante Emissionen<br />
—<br />
Gesellschaft<br />
Arbeitnehmerrechte<br />
Chancengerechtigkeit<br />
Qualifizierung<br />
Arbeits- und Gesundheitsschutz<br />
Diversität<br />
Menschenrechte<br />
Gemeinwesen<br />
Einflussnahme<br />
Gesetzeskonformes Verhalten<br />
—<br />
Impressum<br />
52<br />
54<br />
60<br />
64<br />
65<br />
69<br />
71<br />
72<br />
73<br />
80<br />
81<br />
83
Vorwort<br />
3<br />
Vorwort<br />
Liebe Leserin,<br />
Lieber Leser,<br />
Nachhaltigkeit ist für uns mehr als ein Schlagwort.<br />
Es ist eine Verpflichtung gegenüber unseren<br />
Kunden, unseren Mitarbeitern und unserer<br />
Umwelt. Wir sind stolz darauf, Ihnen unseren<br />
ersten <strong>Nachhaltigkeitsbericht</strong> (Berichtsjahr:<br />
<strong>2022</strong>) zu präsentieren. Hierin zeigen wir Ihnen,<br />
wie wir unsere ökologischen, sozialen sowie<br />
ökonomischen Ziele verfolgen und erreichen.<br />
Die Diephaus Unternehmensgruppe ist ein<br />
reines Familienunternehmen mit Hauptsitz im<br />
niedersächsischen Vechta. An weiteren sechs<br />
Standorten in ganz Deutschland werden hochwertige<br />
Betonprodukte für den Garten- und<br />
Landschaftsbau, den Straßen- und Tiefbau sowie<br />
den Hochbau produziert. Zum Einsatz kommen<br />
stets hochwertige Rohstoffe, die überwiegend<br />
regional bezogen werden.<br />
Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind wichtiger<br />
denn je in unserer aktuellen Zeit, denn Klimaexperten<br />
schlagen global Alarm. Als Hersteller des<br />
weltweit meistverwendeten Baustoffes „Beton“<br />
sind wir uns in diesem Punkt unserer besonderen<br />
Verantwortung bewusst. In diesem <strong>Nachhaltigkeitsbericht</strong><br />
erfahren Sie mehr über unsere Strategie,<br />
unsere Maßnahmen und unsere Erfolge in<br />
den folgenden Bereichen.<br />
Umweltschutz: Wir reduzieren unseren Energieverbrauch,<br />
unseren CO 2 -Ausstoß und unseren<br />
Ressourcenverbrauch beispielsweise durch den<br />
Einsatz erneuerbarer Energien, moderner Technologien<br />
und recycelter Materialien.<br />
Soziale Verantwortung: Wir fördern die Gesundheit,<br />
die Sicherheit und die Weiterbildung<br />
unserer Mitarbeiter, unterstützen soziale Projekte<br />
in unserer Region und pflegen einen fairen<br />
und partnerschaftlichen Umgang mit unseren<br />
Lieferanten und Kunden.<br />
Wirtschaftliche Leistung: Wir sichern unsere<br />
Wettbewerbsfähigkeit, unsere Innovationskraft<br />
und unsere Zukunftsfähigkeit durch kontinuierliche<br />
Verbesserung, Investitionen in neue Produkte<br />
und Märkte und eine solide Finanzierung.<br />
Wir laden Sie herzlich ein, sich auf den kommenden<br />
Seiten selbst ein Bild von unserem Engagement<br />
im Bereich Nachhaltigkeit zu machen.<br />
Damit der Bericht besser lesbar ist, verwenden<br />
wir das generische Maskulinum.<br />
Herzlich ihr Theo Diephaus
Über uns
6<br />
Familiär, partnerschaftlich,<br />
innovativ<br />
Seit der Gründung des Baufachgeschäftes im<br />
Jahr 1932 durch Theodor Diephaus hat sich die<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> Unternehmensgruppe mit Stammsitz<br />
in Vechta zum bundesweiten Marktführer unter<br />
den Werksteinherstellern entwickelt. Heute<br />
ist das in vierter Generation von den Brüdern<br />
Theodor, Arnd und Christian Diephaus geführte<br />
Familienunternehmen eine innovative, etablierte<br />
und mehrfach u.a. mit dem „GERMAN BRAND<br />
AWARD“ ausgezeichnete Marke, die nach ihrem<br />
Leitbild „betont natürlich“ agiert.<br />
Für <strong>DIEPHAUS</strong> sind 345 Mitarbeitende an sechs<br />
Standorten in Niedersachsen (Vechta), Bayern<br />
(Wörth und Tröstau), Baden-Württemberg (Munderkingen<br />
und Muttensweiler) und Sachsen-<br />
Anhalt (Schopsdorf) tätig. In Vechta steht auf<br />
einer Betriebsfläche von 20 ha eines der größten<br />
Betonwarenwerke in Deutschland.<br />
Über uns
Über uns<br />
7<br />
Das Produktportfolio der Marke <strong>DIEPHAUS</strong><br />
beinhaltet Komplettprogramme aus Platten,<br />
Pflastersteinen, Mauern, Stufen sowie Hangund<br />
Randbefestigungen in einer umfangreichen<br />
Farben- und Formatvielfalt und mit patentierter<br />
Technik. Im Berichtsjahr <strong>2022</strong> hat das Unternehmen<br />
646.085 Tonnen Platten, Pflaster,<br />
Mauern und Steine produziert. Eine aufwändige<br />
Bearbeitung erfahren die gefertigten Produkte<br />
im Nachbearbeitungszentrum, in dem kalibriert,<br />
geschliffen, kugelgestrahlt, beschichtet oder die<br />
Produkte in verschiedene Größen geschnitten<br />
werden. So entstehen Betonwerksteinplatten<br />
mit Edelsplitten, geschliffen und gestrahlt,<br />
Waschbeton-, Beton- und Strukturplatten, Pflastersteine<br />
mit Edelsplitt-Oberfläche oder antik,<br />
gerumpelt, für Hang und Wand Böschungselemente,<br />
Palisaden, U-und L- Steine und vieles<br />
mehr. Damit bedient die Unternehmensgruppe<br />
Gartenbauer, Landschaftsplaner, Architekten<br />
und Endverbraucher aus Deutschland und dem<br />
nahen Ausland.<br />
Werk Vechta
8<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> hält große Lagerflächen vor, da der<br />
Handel mit Steinen und Platten vorwiegend<br />
zwischen den Monaten April und September abgewickelt<br />
wird. In dieser Zeit herrscht die größte<br />
Nachfrage, sodass im Winterhalbjahr vorproduziert<br />
wird. Die Fertigprodukte werden dann<br />
gelagert.<br />
Qualitativ hochwertig, ökologisch nachhaltig<br />
Als ein in einer ressourcen- und energieintensiven<br />
Branche tätiges Unternehmen setzt<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> auf Entwicklungs- und Forschungs-<br />
prozesse. Eine enge Zusammenarbeit zwischen<br />
den Entwicklungsteams, dem Netz an Außendienstlern<br />
sowie den Partnern aus der Baustoffbranche<br />
und den Hochschulen bilden die Basis.<br />
Daraus entstehen stets neue, innovative und<br />
nachhaltige Ideen und Trends wie beispielsweise<br />
eine moderne Versickerungstechnik oder<br />
das eigene Werksteinprogramm mit dem PEARL<br />
Effekt. Hierbei handelt es sich um eine spezielle<br />
Oberflächenveredelung, die die Platten schützt<br />
– je nach Wirkungsgrad – und sie besonders<br />
schmutzabweisend und pflegeleicht macht.<br />
Werk Munderkingen
Über uns<br />
9<br />
Berücksichtigung finden dabei auch immer<br />
wirtschaftlich-ökologische Aspekte und hohe<br />
Qualitätsstandards, die durch Güteschutz und<br />
DIN-Normen gewährleistet werden.<br />
Aufgrund der sechs Standorte und der bedarfsgerechten,<br />
deutschlandweiten Verteilung unserer<br />
Produktionskapazitäten ist eine nachhaltige<br />
und wirtschaftliche Belieferung des Bundesgebietes<br />
und des benachbarten Auslandes sichergestellt.<br />
Ziel des Unternehmens ist es, im Bereich Gartenbaustoffe<br />
in Deutschland Marktführer zu werden.<br />
Im Fokus steht dabei die Entwicklung weiterer<br />
qualitativ hochwertiger und ökologisch nachhaltiger<br />
Trends. Ein partnerschaftlicher und fairer<br />
Umgang mit den Stakeholdern bildet hierfür die<br />
Grundlage. Zudem ist das Thema Digitalisierung<br />
eine weitere Kernaufgabe und zugleich stetiger<br />
Treiber in der Entwicklung des Unternehmens.<br />
Werk Wörth
10<br />
Aus der Geschäftsführung<br />
CHRISTIAN <strong>DIEPHAUS</strong><br />
» Nachhaltigkeit ist für uns keine<br />
Option, sondern eine Verpflichtung.<br />
Wir müssen uns unserer<br />
Verantwortung gegenüber der<br />
Umwelt bewusst sein und uns<br />
aktiv bemühen, unsere Umweltauswirkungen<br />
zu minimieren.<br />
Wir setzen uns dafür ein, die<br />
Nutzung von Rohstoffen und Ressourcen<br />
zu optimieren. Die Verwendung<br />
von recyceltem Material<br />
in der Produktion von Betonprodukten<br />
ist ein wichtiger Schritt<br />
in diese Richtung. «
Über uns<br />
11<br />
» Unser Leben und Wirtschaften<br />
nachhaltiger zu gestalten ist die<br />
maßgebliche Richtung, die wir<br />
alle gehen müssen. Das ist eine<br />
große Herausforderung, die wir<br />
als Chance verstehen.<br />
Für uns bedeutet unternehmerische<br />
Verantwortung, die Zukunft<br />
von morgen bereits heute in<br />
unsere Handlungsstrategien miteinzubeziehen.<br />
«<br />
THEO <strong>DIEPHAUS</strong><br />
» Als Familienunternehmen ist es für uns von großer Bedeutung, auch<br />
für zukünftige Generationen zu planen und zu handeln.<br />
Eine nachhaltige Produktion ist für uns daher ein wichtiger Bestandteil<br />
unserer Unternehmensstrategie.<br />
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter spielen eine wichtige Rolle<br />
bei der Umsetzung unserer Nachhaltigkeitsziele. Wir möchten sie<br />
daher auch in Zukunft dabei unterstützen, umweltbewusst zu handeln<br />
und ihren Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. «<br />
ARND <strong>DIEPHAUS</strong>
12<br />
1977 HIGH-TECH<br />
Die erste computergesteuerte Pflastersteinanlage<br />
kommt zum Einsatz.<br />
Meilensteine<br />
1932 PIONIERGEIST<br />
Theodor Diephaus legt mit der Eröffnung eines<br />
Baugeschäftes in der Hagener Straße, Vechta<br />
den Grundstein für das erfolgreiche Familienunternehmen.<br />
1948 UMZUG<br />
Neuer Firmensitz wird das ehemalige Flugplatzgelände<br />
in Vechta.<br />
1952 PRODUKTIVITÄT<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> beginnt mit der eigenen Herstellung<br />
von Bimsmauersteinen und Deckensteinen, 3<br />
Jahre später erweitern Schwerbeton, Bossensteine,<br />
Trockenmauern, Giebelplatten und Gehwegplatten<br />
das Angebot.<br />
1964 STANDORTWECHSEL<br />
Der Betrieb findet an der Lohner Straße seinen<br />
endgültigen Standort. Damalige Größe:<br />
15.000m².<br />
1972 MEILENSTEIN<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> entwickelt erstmals Betonwerksteinprodukte.<br />
1995 ZUWACHS I<br />
Errichtung des Zweigwerkes in 39291 Genthin OT<br />
Schopsdorf (Sachsen-Anhalt).<br />
2002 ZUWACHS II<br />
Übernahme des Werkes in 63939 Wörth am Main<br />
(Bayern) mit zwei Werken.<br />
2004 INNOVATIONEN<br />
Neue Ideen „made by <strong>DIEPHAUS</strong>“: Produkt-Highlights<br />
sind u.a. die ersten Nanotech-Platten<br />
sowie die beschichteten Betonwerksteinplatten<br />
„Die Belgische“.<br />
2007 FEIERLICHKEITEN<br />
Das Unternehmen feiert sein 75-jähriges Jubiläum.<br />
2008 ZUWACHS III<br />
Übernahme der Betonwerke Reinschütz in 89597<br />
Munderkingen und 88456 Muttensweiler.<br />
2013 WACHSTUM<br />
Errichtung einer Pflastersteinanlage im Werk<br />
Vechta zur hochtechnologischen Produktion von<br />
Betonwaren.
13<br />
2015 DESIGNPREIS<br />
Wir erhalten den renommierten „reddot design<br />
award“ für unsere TOSA Mauersteine aufgrund<br />
des modernen Designs und der Alternative zum<br />
Böschungsstein.<br />
2017 NEUBAU<br />
Das Werk Vechta erhält ein neues hochmodernes<br />
Gebäude für die Disposition.<br />
2019 ZUWACHS IV<br />
Übernahme eines Betonwerks in 95709 Tröstau<br />
(Bayern). Erweiterung der Betriebsfläche und<br />
Modernisierung der Technik.<br />
<strong>2022</strong> PARKPLATZ<br />
Platz für 30 LKW bei der Logistik in Vechta.<br />
IDEENGARTEN<br />
Fertigstellung Umbau Ideengarten Vechta & Wörth.<br />
GERMAN BRAND AWARD GEWONNEN<br />
Bereits zum 3. Mal gewinnt <strong>DIEPHAUS</strong> den begehrten<br />
Award mit einer »Special Mention« in der Kategorie<br />
„Excellent Brands - Building & Elements“.<br />
90-JÄHRIGES BESTEHEN<br />
Das Unternehmen in der 4. Generation ist immer noch<br />
in Familienhand, misst rund 350 Mitarbeiter und<br />
blickt vor allem mit Stolz auf all die Erfolge im Laufe<br />
der 90-jährigen Geschichte zurück.<br />
2020 AUSZEICHNUNG<br />
Nach diversen Auszeichnungen unserer Produkte<br />
erhalten wir den „german brand award 20“ aufgrund<br />
des modernen Produktsortiments und der<br />
designorientierten Produktvielfalt.
Strategie
16
DNK-Kriterium 01<br />
17<br />
Unser CSR-Ansatz<br />
Wir wirken in einer ressourcen- und energieintensiven<br />
Branche mit einem relevanten Fußabdruck.<br />
Mit Blick auf die Entwicklung unseres<br />
Unternehmens ist es deshalb unser Anliegen,<br />
soziale, wirtschaftliche und ökologische Aspekte<br />
in Einklang zu bringen sowie einen verantwortungsvollen<br />
und nachhaltigen Umgang mit unseren<br />
Stakeholdern und der Umwelt zu pflegen.<br />
Unser Mission Statement: „Jeden Tag ein Stück<br />
besser werden.“<br />
Im Vorweg unserer ersten DNK-Erklärung haben<br />
wir im März <strong>2022</strong> mit Unterstützung eines Büros<br />
für Nachhaltigkeitsmanagement damit begonnen,<br />
eine eigenständige Nachhaltigkeitsstrategie<br />
zu entwickeln. Sie wird bis 2023 finalisiert<br />
und in die übergreifende Unternehmensstrategie<br />
eingebunden sein.<br />
Bei der Umsetzung orientieren wir uns an den für<br />
unser Unternehmen relevanten politischen Zielsetzungen<br />
der Vereinten Nationen (Sustainable<br />
Development Goals - SDGs). Sie dienen weltweit<br />
der Sicherung einer nachhaltigen Entwicklung<br />
auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer<br />
Ebene.<br />
Bereits in der Vergangenheit haben wir nachhaltige<br />
Schritte in den folgenden Bereichen<br />
eingeleitet:<br />
Nachhaltiger Konsum und Produktion<br />
• Recycling von Ausschussware 2005<br />
• Einführung E-Mobilität <strong>2022</strong><br />
Wir fokussieren uns dabei auf die<br />
folgenden Handlungsfelder:<br />
• Ressourcen- und Klimaschutz: Festlegung<br />
eines CO 2 -Reduktionspfades nach der<br />
Ermittlung des CO 2 -Fußabdruckes<br />
(Messung ist im Frühjahr 2023 erfolgt)<br />
• Nachhaltige Produktion und<br />
Produktentwicklung<br />
• Mitarbeitergewinnung und<br />
Unternehmenskultur<br />
• Positionierung und Kommunikation<br />
• Vertrieb: Überprüfung des Portfolios<br />
(Hohlkernpalisaden bereits seit den 90er<br />
Jahren - zuvor nur Vollpalisaden),<br />
kontinuierliche Reduktion von ressourcenintensiven<br />
Produkten im Einstiegsbereich, hier:<br />
Reduktion der Ressourcenverschwendung<br />
Strategie
18<br />
Maßnahmen zum Klimaschutz<br />
• Einführung Energiemanagementsystem 2015<br />
• Energiebeschaffung (Einsatz von PV-Anlagen<br />
+ Windenergie <strong>2022</strong>)<br />
• Ausbildung und Schulung<br />
von Mitarbeitenden<br />
• Unser Energiemanagementsystem ist nach<br />
ISO 50001 zertifiziert. Das Ziel ist es, hierüber<br />
unsere Energieverbräuche zu identifizieren,<br />
sie effizienter zu gestalten und zu<br />
reduzieren. Darüber hinaus arbeiten wir an<br />
der Einführung der ISO 14064, die für uns ein<br />
geeignetes Instrument zur Entwicklung von<br />
Programmen zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen<br />
darstellt.<br />
Strategie
CSR-Ansatz<br />
19<br />
„Jeden Tag ein Stück besser“<br />
Unser CSR-Ansatz<br />
Unternehmenskultur<br />
Mitarbeitergewinnung/<br />
-bindung<br />
Mitarbeiter<br />
Klima und<br />
Ressourcen<br />
Kommunikation<br />
Produkt<br />
Festlegung eines<br />
CO2-ReduktiOnspFades<br />
Markt<br />
Ermittlung des<br />
Fußabdruckes<br />
Positionierung<br />
nachhaltige Produktion und<br />
Produktentwicklung
20<br />
Zahlen. Daten. Fakten.<br />
Auszubildende<br />
35<br />
in <strong>2022</strong><br />
Dual Studierende<br />
3<br />
in <strong>2022</strong><br />
Standorte<br />
6<br />
341<br />
342<br />
345<br />
2020 2021 <strong>2022</strong><br />
Mitarbeiterentwicklung
21<br />
Produktion<br />
646.085 t<br />
Platten, Pflaster, Mauern<br />
und Steine in <strong>2022</strong><br />
Senkung den Energieverbrauches seit 2015 um<br />
ca. 3,49%<br />
Energieeinsatz<br />
je produzierter Tonne<br />
für das Jahr <strong>2022</strong><br />
maximal<br />
22,33 kWh
22<br />
Wesentlichkeit<br />
Unsere Kern-Handlungsfelder<br />
Mit der Unternehmensgruppe <strong>DIEPHAUS</strong> sind<br />
wir ein Akteur in der Baustoffbranche, der auf<br />
natürliche Ressourcen angewiesen ist. Zudem<br />
werden bei der Herstellung der Produkte hohe<br />
Energiemengen verbraucht. Der Abbau natürlicher<br />
Ressourcen ist mit Eingriffen in die Umwelt<br />
verbunden und trägt zur Klimaerwärmung bei.<br />
Wir sind uns bewusst, verantwortungsvoll und<br />
effizient mit diesen Ressourcen umzugehen - vor<br />
allem auch mit Blick auf die Zukunft nachfolgender<br />
Generationen.<br />
Werkstoff Beton<br />
Insbesondere sind wir auf den Werkstoff Beton<br />
angewiesen. Er wird überwiegend aus Sand, Kies<br />
und Zement hergestellt. Die Herstellung von<br />
Zement verbraucht große Mengen Energie und<br />
trägt zum Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase<br />
bei. Sand und Kies sind endliche Ressourcen.<br />
Beim Abbau kann es negative Auswirkungen auf<br />
die Artenvielfalt, Gewässer, das Grundwasser und<br />
die Landschaft geben.<br />
Transport<br />
Ein weiterer Aspekt ist der frachtintensive Transport<br />
unserer Produkte und der damit verbundene<br />
CO 2 -Ausstoß. Die Herstellung unserer Produkte<br />
ist zudem arbeits-, staub- und lärmintensiv, was<br />
Auswirkungen auf unsere Anwohner sowie auf<br />
die Gesundheit und das Wohlergehen unserer<br />
Mitarbeitenden hat.<br />
Unsere Wertschöpfung verbleibt fast ausnahmslos<br />
im eigenen Land: Wir beziehen unsere<br />
Rohstoffe und Waren fast ausschließlich aus<br />
Deutschland, produzieren in unseren sechs<br />
deutschlandweiten Standorten und liefern regional<br />
an unsere umliegenden Kunden.<br />
Auch das Recycling unserer Produkte<br />
erfolgt in Deutschland.<br />
Genehmigungsrechtliche<br />
Fragestellungen<br />
Diese und andere Aspekte haben<br />
genehmigungsrechtliche Fragestellungen<br />
zur Folge. Darüber hinaus<br />
beschäftigen wir uns intensiv mit umwelt- und<br />
energiepolitischen Rahmenbedingungen. Diesbezüglich<br />
arbeiten wir eng mit den politischen<br />
Entscheidungsträgern und Kommunen an unseren<br />
Standorten zusammen und halten uns an die<br />
entsprechenden Normen und Gesetze.<br />
Finanz- und<br />
Investitionspolitik<br />
Unsere Finanz- und Investitionspolitik ist von<br />
Weitsicht, Mut und Verlässlichkeit geprägt. Das<br />
sichert Arbeitsplätze und stärkt die Zukunftsfähigkeit<br />
des Unternehmens. In den vergangenen<br />
Monaten sind die Einkaufspreise für Roh- und<br />
Werkstoffe wie Zement, Sand, Keramik oder auch<br />
Naturstein stark gestiegen. Diese Kostensteigerungen<br />
- verbunden mit den erhöhten Energiepreisen<br />
sowie den europäischen und deutschen<br />
Anforderungen an Unternehmen in Bezug auf die
DNK-Kriterium 02<br />
23<br />
Begrenzung des CO 2 -Ausstoßes (CO 2 -Bepreisung)<br />
- sorgen für finanzielle Unsicherheit in der Branche.<br />
Wir begegnen dieser Situation mit Effizienzmaßnahmen<br />
und dem Einsatz von Ersatzstoffen<br />
wie z.B. Recyclingmaterial oder der Erforschung<br />
neuer (Recycling-)Materialien. Darüber hinaus<br />
arbeiten wir an der Reduktion von Wandstärken<br />
(Produktentwicklungen / betontechnologische<br />
Fortschritte) und der Logistikoptimierung (Zentraldisposition).<br />
Mitarbeitende<br />
Um unsere Mitarbeitenden gesundheitlich bestmöglich<br />
zu schützen, erhalten sie Sicherheitseinweisungen.<br />
Wir statten sie mit Arbeitsschutzausrüstungen<br />
aus. Unsere Maschinen verfügen<br />
über moderne Sicherheitsausstattungen. Zudem<br />
setzen wir mechanische Hebewerkzeuge ein. Stetig<br />
arbeiten wir an der Entwicklung innovativer<br />
Maschinen und Anlagen. Damit erfüllen wir die<br />
gesetzlichen Vorgaben.<br />
Das Thema Mitarbeitergewinnung und -bindung<br />
spielt für unser Familienunternehmen in vierter<br />
Generation eine zentrale Rolle. Wir pflegen<br />
flache Hierarchien und eine Kultur der offenen<br />
Türen. An unseren sechs deutschlandweiten, regional<br />
geprägten Standorten stellen wir jährlich<br />
überdurchschnittlich viele Auszubildende ein.<br />
Wir bieten Werks- und duale Studiengänge an,<br />
fördern und fordern unsere Arbeitnehmerinnen<br />
und Arbeitnehmer durch Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten,<br />
bieten ihnen betriebliche<br />
Zusatzleistungen an und versuchen sie so an uns<br />
zu binden. Der anhaltende Fachkräftemangel<br />
erschwert zunehmend die Besetzung vakanter<br />
Stellen. Über erweiterte E-Recruitingmaßnahmen<br />
und der erhöhten Präsenz auf Ausbildungsmessen<br />
steuern wir gegen.<br />
Innovationen und nachhaltiges<br />
Produktmanagement<br />
Die Nachfrage nach nachhaltigen Werksteinprodukten<br />
ist deutlich gestiegen. Unser Portfolio<br />
zeichnet sich bereits jetzt durch eine hohe<br />
Qualität und Langlebigkeit aus. Dennoch arbeiten<br />
wir unter anderem in Kooperation mit wissenschaftlichen<br />
Partnern an der Entwicklung und<br />
Markteinführung entsprechender Alternativen<br />
in den Fertigungsprozessen und bei den Produkten.<br />
Unser Ziel ist es, in unserer Produktion noch<br />
ressourcensparender und energieeffizienter zu<br />
agieren.<br />
Auch das Thema Recycling nehmen wir in den<br />
Blick. Der in der Produktion entstandene Ausschuss<br />
wird bei uns „gebrochen“ und als Sand<br />
bzw. Kies zurückgeführt (Downcycling). Im Zuge<br />
eines Forschungsprojektes mit der Hochschule<br />
Bremen, das bis 2024 läuft und von dem wir<br />
uns konkrete Erkenntnisse für die Jahre 2025ff.<br />
erhoffen, arbeiten wir daran, auch den vorhandenen<br />
Zement herauszulösen. Er soll ebenfalls<br />
zurück in die Produktion gehen (Upcycling).<br />
Hintergrund: Laut der Umweltorganisation WWF<br />
war Zement im Jahr 2017 für acht Prozent des<br />
globalen und zwei Prozent des deutschen Treibhausgasausstoßes<br />
verantwortlich.
24<br />
Wesentlichkeit<br />
Unser Portfolio ist frachtintensiv. Deshalb arbeiten<br />
wir an Innovationen wie etwa der Minderung von<br />
Plattenstärken bei gleichbleibender Qualität oder<br />
an hohlen Produkten, z. B. Winkelstufen. Sie sparen<br />
Material und Masse ein. Zudem gelingt es uns, über<br />
unsere deutschlandweit verteilten Standorte, Transportwege<br />
zu den Kunden kurz zu halten. Wir arbeiten<br />
überwiegend mit regionalen Lieferanten, Dienstleistern<br />
und Partnern zusammen.<br />
Energiemanagement<br />
Mit Hilfe des Energiemanagementsystems DIN ISO<br />
50001 identifizieren wir unsere Energieverbräuche,<br />
gestalten sie effizienter und reduzieren sie. Bereits<br />
eingeleitete Energiesparmaßnahmen umfassen<br />
etwa die Anschaffung von E-Fahrzeugen oder<br />
» Wir streben kontinuierlich<br />
danach, unsere Produktionsprozesse<br />
zu optimieren und<br />
unsere Ressourceneffizienz zu<br />
verbessern. Dabei ist es uns<br />
wichtig, dass wir unsere Kunden<br />
weiterhin mit hochwertigen<br />
und nachhaltigen Betonprodukten<br />
beliefern können. «<br />
auch die energetische Sanierung von Maschinen,<br />
Anlagen und Standorten. Zudem haben wir mit der<br />
Inbetriebnahme von Photovoltaik-Anlagen und der<br />
Nutzung von Windkraft den Umstieg auf Erneuerbare<br />
Energien eingeleitet.<br />
Mit Blick auf die zunehmende Ressourcenknappheit<br />
und den fortschreitenden Klimawandel ist es<br />
unser vorrangiges Ziel, unseren CO ² -Fußabdruck<br />
zu minimieren, indem wir Emissionen reduzieren<br />
und Produkte noch effizienter gestalten. All das mit<br />
dem Ansinnen, unserer Verantwortung gerecht zu<br />
werden, uns zukunftsfähig aufzustellen und wettbewerbsfähig<br />
zu bleiben.<br />
MICHAEL LEHMANN<br />
Teamleiter Vertriebsinnendienst /<br />
Assistenz der Vertriebsleitung
DNK-Kriterium 02<br />
25
26<br />
Ziele<br />
Der Diephaus-Weg<br />
Unser Ziel ist es, soziale, wirtschaftliche und<br />
ökologische Aspekte bestmöglich in Einklang zu<br />
bringen. Dafür wollen wir einen verantwortungsvollen<br />
und nachhaltigen Umgang mit unseren<br />
Stakeholdern und der Umwelt pflegen. Unser<br />
Mission Statement: „Jeden Tag ein Stück besser<br />
werden.“<br />
In einem Workshop im Mai <strong>2022</strong> auf oberster<br />
Entscheiderebene haben wir uns als Geschäftsführung<br />
auf diese Ziele geeinigt:<br />
• Ressourcen- und Klimaschutz<br />
• energieeffiziente Produktion und<br />
nachhaltige Produktentwicklung<br />
• Mitarbeitergewinnung und<br />
Unternehmenskultur<br />
• Positionierung und Kommunikation<br />
Dabei nehmen wir Einzelaspekte wie die Ermittlung<br />
des CO 2 -Fußabdruckes (im Frühjahr 2023<br />
gestartet ) sowie darauf basierend ein Reduktionsziel<br />
unserer CO 2 -Emissionen, die Steigerung<br />
der Rohstoff- und Energieeffizienz, die Einführung<br />
nachhaltiger Produktionsabläufe, das<br />
Employer Branding, ein verlässliches Lieferanten-<br />
und Kundenmanagement, die Fokussierung<br />
auf E-Mobilität, die Intensivierung wissenschaftlicher<br />
Kooperationen und auch die <strong>Nachhaltigkeitsbericht</strong>erstattung<br />
in den Blick.<br />
Da die Ziele zusammenhängen und sich einander<br />
bedingen, haben wir keine Priorisierung vorgenommen.<br />
Wir gehen alle Punkte zeitgleich und<br />
mit gleich hoher Bedeutung an.<br />
Für die Entwicklung, Umsetzung und Einhaltung<br />
der geltenden Anforderungen ist die Geschäftsführung<br />
zuständig. Sie schafft die organisatorischen<br />
Voraussetzungen in der Unternehmensgruppe<br />
und entscheidet über die betriebliche<br />
Unternehmenspolitik sowie über Ziele und Maßnahmen.<br />
Zur Erarbeitung des Prozesses und der<br />
Umsetzung werden wir interne Arbeitsgruppen<br />
etablieren. Messbar werden sollen die Ziele über<br />
die Berechnung des CO 2 -Fußabdruckes, Mitarbeiter-,<br />
Kunden- und Lieferantenbefragungen sowie<br />
Finanzberichte.<br />
Die Nachhaltigkeitsstrategie manifestieren wir<br />
in unseren Leitlinien und orientieren uns an den<br />
für uns relevanten politischen Zielsetzungen<br />
der Vereinten Nationen (Sustainable Development<br />
Goals - SDGs). Folgende wesentlichen<br />
Nachhaltigkeitsthemen werden durch unsere<br />
Geschäftstätigkeit beeinflusst: "Gesundheit und<br />
Wohlergehen" (SDG 3), "Hochwertige Bildung"<br />
(SDG 4), "Industrie, Innovation und Infrastruktur"(SDG<br />
9), "Nachhaltiger Konsum und Produktion"<br />
(SDG 12), "Maßnahmen zum Klimaschutz"<br />
(SDG 13).
DNK-Kriterium 03<br />
27<br />
Unsere wesentlichen Themen<br />
Gesundheit und<br />
Wohlergehen<br />
Hochwertige Bildung<br />
Industrie, Innovation und<br />
Infrastruktur<br />
Nachhaltiger Konsum und<br />
Produktion<br />
Maßnahmen zum Klimaschutz
28<br />
Wertschöpfungskette<br />
Nachhaltig auf allen Ebenen<br />
Bei der Betrachtung der Wertschöpfungskette<br />
beziehen wir in sämtlichen Bereichen die<br />
Aspekte der Nachhaltigkeit ein. Uns ist bewusst,<br />
dass die Gestaltung und der Vertrieb eines wettbewerbsfähigen<br />
Produktes eine Konsequenz aus<br />
nachhaltigem Handeln in allen Unternehmensbereichen<br />
sowie der gesamten Wertschöpfungskette<br />
ist.<br />
Die Herstellung qualitativ hochwertiger und<br />
nachhaltiger Produkte beginnt mit dem verantwortungsbewussten<br />
und sparsamen Umgang mit<br />
Ressourcen. Insbesondere bei der Gewinnung<br />
von Sand und Kies erfolgt ein deutlicher Eingriff<br />
in die Natur und Umwelt, sodass der Einsatz<br />
dieser endlichen Rohstoffe auf ein Minimum reduziert<br />
werden sollte. Dies erfolgt bei uns durch<br />
kontinuierliche Maßnahmen zur Senkung der<br />
Ausschussquoten, Verminderung der Produktstärken<br />
und dem Einsatz von Recyclingmaterial.<br />
Insbesondere durch das Recyceln des eigenen<br />
Ausschusses werden Materialien dem Kreislauf<br />
zurückgeführt und somit der Abbau von Sandund<br />
Kiesmengen vermindert. Die Aufbereitung<br />
des Recyclingmaterials ersetzt ca. 6 % des eingesetzten<br />
Materials und erfolgt auf dem eigenen<br />
Betriebsgelände, sodass keine zusätzlichen<br />
Transportwege entstehen.<br />
Durch den Einsatz von regionalen Lieferanten<br />
und Partnern (Umkreis < 100 km) stärken<br />
wir eine regionale Wertschöpfung und halten<br />
entsprechende Transportwege möglichst kurz.<br />
Im Rahmen unserer langfristigen Lieferantenbeziehungen<br />
pflegen wir einen kontinuierlichen<br />
Austausch zur stetigen Verbesserung und nachhaltigen<br />
Entwicklung der Geschäftsbeziehung.<br />
Insbesondere im Bereich der Fertigung sowie<br />
der internen Logistik setzen wir auf modernste<br />
Maschinen- und Anlagentechnik, um sowohl die<br />
Arbeitsbelastung unserer Mitarbeitenden und<br />
hieraus gegebenenfalls folgende, negative Auswirkungen<br />
auf deren Gesundheit zu begrenzen,<br />
als auch den Energie- und Ressourceneinsatz<br />
auf ein Minimum zu reduzieren. So konnten wir<br />
in der Vergangenheit unseren Energieeinsatz<br />
je Tonne durchschnittlich um 3,50 % pro Jahr<br />
reduzieren.<br />
In Zusammenarbeit mit unseren langjährigen<br />
Logistikdienstleistern und Kunden arbeiten wir<br />
kontinuierlich an einer effizienten Distribution<br />
unserer Waren. In der Vergangenheit wurde in<br />
der Betonwarenlogistik üblicherweise der LKW<br />
als Transportmittel eingesetzt, wohingegen nun<br />
vermehrt die Bahn eingebunden werden soll.<br />
Ebenso versuchen wir insbesondere im Vertrieb<br />
die dienstlichen Reisen auf ein Minimum zu<br />
reduzieren. Dies erfolgt anhand der Nutzung von<br />
Videokonferenzen oder entsprechenden Planungstools<br />
im Vertrieb.
DNK-Kriterium 04<br />
29<br />
Nachfolgend die Stufen der Wertschöpfungskette<br />
unserer Produkte:<br />
1. Rohstoffeinkauf<br />
2. Externe Logistik (Anlieferung)<br />
3. Lagerung Rohware<br />
4. Produktion<br />
5. Interne Logistik<br />
6. Lagerung der Fertigwaren<br />
7. Marketing und Vertrieb<br />
8. Externe Logistik (Auslieferung)<br />
9. Recycling<br />
Folgende Nachhaltigkeitsaspekte sind für die Wertschöpfungsstufen von Bedeutung<br />
Rohstoffeinkauf<br />
Externe Logistik (Anlieferung)<br />
Lagerung Rohware ---<br />
Produktion<br />
Interne Logistik<br />
Lagerung der Fertigwaren ---<br />
Marketing und Vertrieb<br />
Externe Logistik (Auslieferung)<br />
Nachhaltiger Konsum und Produktion<br />
Maßnahmen zum Klimaschutz<br />
Nachhaltiger Konsum und Produktion, hochwertige<br />
Bildung<br />
Maßnahmen zum Klimaschutz<br />
Hochwertige Bildung<br />
Maßnahmen zum Klimaschutz
30
DNK-Kriterium 04<br />
31<br />
Gemeinsam an Lösungen arbeiten<br />
Bislang haben wir keine tiefgründige Prüfung der<br />
Nachhaltigkeitskriterien vorgenommen, werden<br />
dies aber im Zuge der Ermittlung des CO ² -Fußabdruckes<br />
künftig vornehmen.<br />
Die jeweiligen sozialen und ökologischen Auswirkungen,<br />
die in den einzelnen Bereichen<br />
auftreten, sind uns bekannt. Diese gehen wir auf<br />
unterschiedlichen Wegen an.<br />
In den regelmäßigen Kundengesprächen und<br />
Audits kommunizieren und diskutieren wir diese<br />
Auswirkungen und Nachhaltigkeitsaspekte im<br />
Allgemeinen. Auch werben wir bereits aktiv für<br />
unsere nachhaltigen Produkte. Über Abfragen<br />
und Umfragen werden wir dieses Thema in Zukunft<br />
verstärken, um dann ggf. auch gemeinsam<br />
an nachhaltigen Lösungen und Verbesserungen<br />
zu arbeiten.<br />
Rohstoffeinkauf<br />
Externe Logistik (Anlieferung)<br />
Lagerung Rohware ---<br />
Produktion<br />
Interne Logistik<br />
Lagerung der Fertigwaren ---<br />
Marketing und Vertrieb<br />
Externe Logistik (Auslieferung) ---<br />
Projekte zum effizienten Einsatz von Rohstoffen<br />
Effiziente Einkaufssteuerung<br />
Nachhaltiger Umgang mit Rohstoffen und Schulung<br />
von Mitarbeitenden<br />
Einsatz von effizienten Flurförderfahrzeugen, Wegeoptimierung<br />
Vermeidung von Reisen (digitale Meetings) Aus- und<br />
Weiterbildung von Mitarbeitenden
Prozessmanagement
34<br />
DNK-Kriterium 05<br />
Verantwortung<br />
Nachhaltigkeit als gemeinsame Aufgabe<br />
Mit Beginn des Jahres <strong>2022</strong> haben wir uns als<br />
Geschäftsführung (Theo, Arnd und Christian<br />
Diephaus) dazu entschlossen, die vorhandenen<br />
nachhaltigen Engagements der Unternehmensgruppe<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> zu bündeln und in eine<br />
konkrete Nachhaltigkeitsstrategie zu überführen.<br />
Unterstützung erhalten wir von einem Büro<br />
für Nachhaltigkeitsmanagement, Marketing und<br />
Kommunikation aus unserer Region sowie von<br />
Kolleginnen und Kollegen.<br />
In einem gemeinsamen Workshop auf Geschäftsführerebene<br />
im März <strong>2022</strong> haben wir uns auf<br />
die Ziele und das weitere Vorgehen in Bezug auf<br />
unser Engagement verständigt. Die Nachhaltigkeitsstrategie<br />
soll bis 2023 finalisiert und in die<br />
Unternehmensstrategie eingebunden sein. Es<br />
folgten erste Schritte und Abfragen innerhalb<br />
des Unternehmens für die Erklärung nach dem<br />
Deutschen Nachhaltigkeitskodex.<br />
Die DNK-Erklärung haben wir in diesen <strong>Nachhaltigkeitsbericht</strong><br />
als Printversion überführt<br />
– mit dem Ziel, Transparenz über unsere CSR-Aktivitäten<br />
im Unternehmen zu schaffen und eine<br />
Vergleichbarkeit mit anderen Unternehmen<br />
herzustellen.<br />
Für die Koordinierung, Entwicklung, Umsetzung<br />
und Einhaltung der geltenden Anforderungen ist<br />
die <strong>DIEPHAUS</strong>-Geschäftsführung zuständig. Sie<br />
schafft die organisatorischen Voraussetzungen<br />
und entscheidet über die betriebliche Unternehmenspolitik<br />
sowie über Ziele und Maßnahmen.<br />
Unterstützt werden die Brüder Diephaus<br />
dabei insbesondere vom Controlling sowie von<br />
Kolleginnen und Kollegen aus den Bereichen<br />
Personal, Energiemanagement, Arbeitssicherheit<br />
und Einkauf.<br />
Zur Erarbeitung des Prozesses und der Umsetzung<br />
von Projekten werden wir interne<br />
Arbeitsgruppen bestehend aus Mitarbeitenden<br />
aller Unternehmensbereiche etablieren.<br />
Messbar werden sollen unsere Ziele<br />
etwa über die im Frühjahr 2023<br />
gestartete Berechnung des<br />
CO 2 -Fußabdruckes, Mitarbeiter-,<br />
Kunden- und Lieferanten-<br />
CO<br />
befragungen, Finanzberichte<br />
oder unsere Managementsysteme.<br />
²<br />
In jährlichen Management-Reviews<br />
werden wir prüfen, ob die eingeleiteten Maßnahmen<br />
und Projekte zum Thema Nachhaltigkeit ihre<br />
Ziele erreicht haben bzw. an welchen Stellen wir<br />
gegebenenfalls nachsteuern müssen.
DNK-Kriterium 06<br />
35<br />
Messbarkeit und Transparenz<br />
Mit der Entwicklung einer Nachhaltigkeitsstrategie<br />
wollen wir unsere ökonomischen, sozialen<br />
und ökologischen Engagements in konkrete<br />
Prozesse überführen, gemeinsam mit unseren<br />
Stakeholdern neue Projekte initiieren und die<br />
Ziele messbar machen. Über den Fortschritt<br />
werden wir unsere Stakeholder künftig jährlich<br />
informieren.<br />
Sowohl die DNK-Erklärung als auch diesen<br />
CSR-Printbericht habrn wir intern an alle Mitarbeitenden<br />
kommuniziert und auch unseren<br />
Lieferanten und Kunden zur Verfügung gestellt.<br />
Die Berichte haben wir auf unserer Website veröffentlicht<br />
und zum Download bereitgestellt.<br />
Regeln und Prozesse
36<br />
Planung und Verlässlichkeit<br />
Eine Festlegung der Leistungsindikatoren zur<br />
Nachhaltigkeit in der regelmäßigen internen Planung<br />
und Kontrolle ist in Vorbereitung und wird<br />
sich unter anderen auf die folgenden Aspekte<br />
beziehen:<br />
• Krankheits- und Fluktuationsquote<br />
(Gesundheit und Wohlergehen)<br />
• Übernahmequote Auszubildende<br />
(hochwertige Bildung)<br />
• Zufriedenheit der Mitarbeitenden<br />
• Energiekennzahlen / Energieeinsparung<br />
(Klimaschutz)<br />
• Ausschussquoten / Recyclinganteil /<br />
CO ² -Ausstoß je produzierter Mengeneinheit,<br />
nach Geschäftsbereich in Tonnen oder<br />
Quadratmeter<br />
Weitere Aspekte und Leistungsindikatoren<br />
werden derzeit erarbeitet und ggf. ergänzt. Die<br />
Verlässlichkeit der Daten wird durch folgende<br />
Punkte gewährleistet:<br />
• Auswahl geeigneter Datenquellen<br />
• Laufende Pflege im SAP-System<br />
• Tägliche Datensicherungen<br />
• Plausibilitätsprüfungen der Ergebnisse<br />
• Identifizierung und Bewertung von<br />
Ausreißern<br />
• Energiemanagementsystem nach<br />
DIN EN 50001<br />
• CO 2 -Bilanzierung / -Fußabdruck<br />
Kontrolle
DNK-Kriterium 07<br />
37<br />
Unsere Werte und Grundsätze<br />
Durch die Marktplatzierung von beispielsweise<br />
hochwertigen 8cm L-Steinen (statt der marktüblichen<br />
12cm) bei identischen Eigenschaften und<br />
vereinfachter Verarbeitung brechen wir bisherige<br />
Konsummuster (Überdimensionierung aus Gewohnheit)<br />
auf, denken etablierte Produkte neu<br />
und setzen somit neue „Trends“.<br />
In unserem familiengeführten Unternehmen<br />
herrschen flache Hierarchien, direkte und offene<br />
Kontakte sowie eine Kultur der „offenen“ Türen.<br />
Um einer nachhaltigen und modernen Personalpolitik<br />
gerecht zu werden, haben wir bei DIE-<br />
PHAUS im Jahr 2018 beispielsweise das Projekt<br />
„unternehmensWert: Mensch“ initiiert.<br />
Mit Spitzenqualität und Service begeistern<br />
wir unsere Kunden. Mit unseren Stakeholdern<br />
pflegen wir einen partnerschaftlichen und fairen<br />
Umgang. Wir folgen mit Blick auf das Compliance-<br />
Ideal den Grundsätzen des Ehrbaren Kaufmanns.
38<br />
Gesundheitsaspekte und mehr<br />
Anreizsysteme<br />
Die Zielvereinbarungen und Vergütungen für<br />
Führungskräfte und Mitarbeitende sind bislang<br />
noch nicht am Erreichen von Nachhaltigkeitszielen<br />
und an der langfristigen Wertschöpfung<br />
orientiert. Langfristige, konkrete Nachhaltigkeitsziele<br />
im Vergütungssystem sind im Sinne<br />
unserer Unternehmensphilosophie vorerst nicht<br />
geplant.<br />
In einigen Bereichen haben wir bei <strong>DIEPHAUS</strong><br />
jedoch Anreizsysteme für unsere Beschäftigten<br />
geschaffen, die auf nachhaltige Aspekte einzahlen,<br />
zum Beispiel:<br />
• Gesundheitsprämie: Die Mitarbeitenden<br />
erhalten je Monat eine steuerfreie Zulage<br />
in Form eines Tankgutscheins, sofern keine<br />
Krankheitstage anfallen<br />
• Roadrunner Tankkarte<br />
• Gesundheitsmanagement Barmer Ersatzkasse:<br />
Mitarbeitende können an Maßnahmen zur<br />
Verbesserung der Gesundheit teilnehmen,<br />
z.B. Body-Check (Vermessung des Körperzustandes<br />
inkl. Verbesserungsvorschlägen),<br />
Faszientraining zur Minderung von Verspannungen,<br />
Stressminderungskurse<br />
• Ausschussquotenbonus: Mitarbeitende<br />
erhalten bei einer effizienten und ressourcenschonenden<br />
Produktion mit geringen<br />
Ausschüssen einen Bonus ausgezahlt<br />
• Programm „Mitarbeitende werben<br />
Mitarbeitende“ (Prämie im Erfolgsfall)<br />
Die Nachhaltigkeitsziele, die sich aus der DIN<br />
EN 50001 (Energiemanagement) ergeben, sind<br />
bereits Bestandteil der Evaluation der obersten<br />
Führungsebene. So soll etwa der Energieeinsatz<br />
je produzierter Tonne für das Jahr <strong>2022</strong> maximal<br />
22,50 kWh betragen. Darüber hinaus erfolgt<br />
noch keine Kontrolle der vereinbarten Ziele.<br />
Entsprechende Gremien (abseits der Geschäftsleitung)<br />
sind bislang nicht vorhanden.
DNK-Kriterium 08<br />
39<br />
Unser Vergütungssystem<br />
Unsere Vergütungspolitik basiert auf den<br />
gesetzlichen Anforderungen. Wir entlohnen<br />
geschlechtergerecht. Darüber hinaus gewähren<br />
wir unseren Mitarbeitenden unterschiedliche Anreizsysteme<br />
und Sonderleistungen, die zum Teil<br />
auch auf nachhaltige Ziele einzahlen.<br />
Für uns ist es als nicht kapitalmarktgeführtes<br />
Unternehmen nicht wesentlich, im Sinne<br />
der Nachhaltigkeitsausrichtung die weiteren<br />
Leistungsindikatoren zur Vergütungspolitik zu<br />
erheben.<br />
Zu den Einzelheiten der Vergütung verweisen wir<br />
auf unsere Jahresberichte, die unter<br />
http://bundesanzeiger.de einzusehen sind.<br />
Als mittelständisches Familienunternehmen<br />
agieren wir nicht kapitalmarktorientiert. Daher<br />
halten wir es derzeit für nicht wesentlich, im Sinne<br />
der Nachhaltigkeitsausrichtung die Leistungsindikatoren<br />
zur Vergütungspolitik zu erheben.<br />
Sonderleistungen<br />
Weihnachtsgeld (kaufmännische sowie<br />
gewerbliche Mitarbeitende)<br />
Urlaubsgeld (gewerbliche Mitarbeitende)<br />
Bereitstellung von Sicherheitsschuhen<br />
(kaufmännische und gewerbliche Mitarbeitende)<br />
Zahlung Nachtschichtzulage (gewerbliche<br />
Mitarbeitende)<br />
Zahlung vermögenswirksamer Leistungen<br />
Firmenfahrzeuge (Außendienst, Abteilungsleiter<br />
und Vorarbeiter)<br />
Surface / Laptop (Außendienst, Abteilungsleiter,<br />
Auszubildende)<br />
Programm Mitarbeitende werben Mitarbeitende<br />
(alle Mitarbeitende, im<br />
Erfolgsfall)<br />
Firmenhandy (Außendienst, Vorarbeiter<br />
gewerblich)<br />
Tankkarte (alle Mitarbeitende)<br />
Gesundheitskurse (Verwaltung) am<br />
Standort Vechta
40<br />
Anspruchsgruppen<br />
Unsere zentralen Stakeholder<br />
Im Zuge einer internen Stakeholderanalyse<br />
sowie auch des Workshops auf Geschäftsführerebene<br />
zur Erarbeitung der Nachhaltigkeitsstrategie<br />
haben wir <strong>2022</strong> unsere Anspruchsgruppen<br />
aufgeschlüsselt:<br />
• Mitarbeitende<br />
• Kunden und Lieferanten<br />
• Gesellschafter<br />
• Wettbewerber<br />
• Gesellschaft<br />
• Region Oldenburger Münsterland,<br />
Stadt Vechta<br />
• Banken<br />
• NGOs<br />
• Medien<br />
Die wichtigsten Anspruchsgruppen sind für uns<br />
unsere Mitarbeitenden, die Kunden und die Gesellschafter.<br />
Weitere Stakeholder sind Lieferanten,<br />
Banken, die Politik (Stadt, Landkreis, Staat),<br />
die Gesellschaft und Verbände.<br />
Transparenz sowie ein offener Dialog und Austausch<br />
mit unseren Stakeholdern ist uns seit jeher<br />
ein wichtiges Anliegen. Mit den Mitarbeitenden<br />
vereinbaren wir jährliche Zielvereinbarungsgespräche.<br />
Wir binden sie über das Programm „Hand<br />
in Hand“ in das betriebliche Verbesserungsmanagement<br />
mit ein. Unternehmensrelevante Informationen<br />
kommunizieren wir über die Mitarbeiterzeitung<br />
„Steinzeit“ und legen sie im Intranet<br />
sowie im betriebseigenen Wikipedia ab. Sie sind<br />
dort für alle Mitarbeitenden unserer Standorte abrufbar.<br />
Für Abteilungsfeiern geben wir finanzielle<br />
Zuschüsse. Über eine jährliche Weihnachtsfeier<br />
und ein Sommerfest (Familienfest) stärken wir die<br />
Geselligkeit und das Zusammengehörigkeitsgefühl.<br />
Mit unseren Kunden - hier unterscheiden wir<br />
zwischen den Händler-, End- und Verarbeiterkunden<br />
- sind wir in einem steten Dialog. Über Kundenumfragen<br />
und Fachmesseauftritte (GalaBau<br />
Nürnberg) stehen rund 50 unserer Mitarbeitenden<br />
im Austausch zu unseren Händlerkunden.<br />
Mit unseren Endkunden kommunizieren wir im<br />
Rahmen unserer jährlichen Hausmesse (Gartenfest)<br />
und des Privatverkaufs an den Standorten.<br />
Die Verarbeiterkunden treffen wir auf Fachmessen<br />
und im Zuge unserer Fördermitgliedschaft im Verband<br />
der Garten- und Landschaftsbauer Niedersachsen.<br />
Auch mit unseren Lieferanten führen<br />
wir regelmäßige Gespräche und Audits, zum Teil<br />
mehrfach im Jahr.<br />
Unser Ziel ist es, nach der Entwicklung unserer<br />
Nachhaltigkeitsstrategie über Befragungen,<br />
Workshops, Gespräche und Informationen alle<br />
Stakeholder in die Prozesse und Ziele miteinzubinden<br />
sowie ihre Erwartungen und Möglichkeiten<br />
der Kooperation abzufragen.<br />
Im Bereich „Innovation und Produktentwicklung“<br />
beispielsweise sind wir Partner der „Zentrale<br />
Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)“ - ein<br />
bundesweites, technologie- und branchenoffenes
DNK-Kriterium 09<br />
41<br />
Förderprogramm, mit dem die Innovationskraft<br />
und die Wettbewerbsfähigkeit mittelständischer<br />
Unternehmen nachhaltig gestärkt werden. Hier<br />
arbeiten wir etwa mit der Fachhochschule Münster<br />
an der Weiterentwicklung von Beschichtungssystemen.<br />
Mit der Hochschule Bremen forschen wir<br />
an der effizienten Nutzung von Recyclingmaterial.<br />
Im Austausch mit unseren Stakeholdern gibt es<br />
derzeit vor allem folgende Themen, die diskutiert<br />
werden:<br />
• Coronapandemie: Hygienemaßnahmen, Auswirkungen<br />
auf die Arbeitswelt (Mitarbeitende)<br />
• Energiemanagement: Beschaffung, Effizienz,<br />
CO ² -Reduktion (Gesellschaft)<br />
• Klimawandel: Biodiversität, Ressourcenschutz<br />
(Lieferanten), nachhaltige Produktentwicklung<br />
(Kunden)<br />
• Fachkräftegewinnung und -bindung<br />
(Gesellschaft)<br />
• Lärm- und Staubbelästigung (Anrainer)<br />
Über die Entwicklung der Nachhaltigkeitsstrategie<br />
wollen wir diesbezüglich die Transparenz, den<br />
Dialog und die Kommunikation zu jenen Themen,<br />
die unser Unternehmen wesentlich betreffen,<br />
verstärken und Kooperationen anstoßen.<br />
» Wir arbeiten eng mit unseren Kunden zusammen, um gemeinsam<br />
eine nachhaltige Bauweise zu fördern. Denn nur durch eine umweltbewusste<br />
Planung und Ausführung von Bauprojekten können wir<br />
gemeinsam einen Beitrag zum Umweltschutz leisten. «<br />
THEO <strong>DIEPHAUS</strong>
42<br />
Innovationen<br />
Trends setzen, Ressourcen sparen<br />
Wie bereits an vorheriger Stelle beschrieben,<br />
stellt der Abbau von Sand und Kies einen erheblichen<br />
Eingriff in die Natur dar. Zement ist in der<br />
Herstellung CO ² -, die Anlieferung der Rohstoffe<br />
frachtintensiv. Bei der Herstellung von Betonwaren<br />
ist der Energieeinsatz moderat, es gibt keine<br />
CO ² -Belastung durch Prozessausstöße.<br />
Vor diesen Hintergründen ist die Unternehmensgruppe<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> bestrebt, durch ein innovatives<br />
und nachhaltiges Produktmanagement den<br />
Ressourceneinsatz zu reduzieren und Verbesserungen<br />
in der Produktentwicklung zu erzielen.<br />
Diese innovationsfreundliche Unternehmenskultur<br />
wird insbesondere durch die Vielzahl<br />
an Projekten in Zusammenarbeit mit anderen<br />
Industrie- und Hochschulpartnern deutlich.<br />
So werden u. a. neue Verfahren im Bereich der<br />
Kreislaufwirtschaft (Recycling von Ausschussmaterial),<br />
im effizienten Ressourceneinsatz<br />
und in der Vermeidung umweltschädlicher Gase<br />
implementiert.<br />
Konkrete Beispiele hierfür sind die Produktion<br />
versickerungsfähiger Beläge, Hohlsteinmauersysteme,die<br />
Verringerung der Stärken des<br />
jeweiligen Produktes, Hohlsteinpalisaden im<br />
Vergleich zu Natursteinpalisaden, verschiebesichere<br />
Beläge (stabile Flächen), die Entwicklung<br />
des Pearl-Effektes (pflegeleichte und dauerhafte<br />
Betonsteinoberflächen), der Keramikverbund,<br />
also die Kombination von Keramik und Beton,<br />
die erhebliche Ressourcen im Vergleich zur Vollkeramik<br />
einspart.<br />
Folgende Projekte zur Minderung des Ressourceneinsatzes<br />
sind bereits in der Umsetzung:<br />
• Projekt 8-cm-L-Steine statt 12 cm Rückenstärke<br />
bei identischen Eigenschaften =><br />
deutliche Materialeinsparung<br />
• Produktion und Absatz von 4-cm-Platten<br />
statt branchenüblichen 5 cm. Diese Produkte<br />
werden bereits dem Baumarkt angeboten<br />
und zum Teil geliefert => 20 % Materialeinsparung<br />
• Entwicklung eines Produktionsverfahrens zur<br />
Herstellung ressourcensparender Produkte<br />
• Rückführung der entstandenen Ausschüsse<br />
in die Produktion. Der Ausschuss wird durch<br />
die eigene Recyclinganlage in Sand und Kies<br />
gebrochen und wiederverwertet. Laufendes<br />
ZIM-Forschungsprojekt mit der Hochschule<br />
Bremen zur effizienten Nutzung von Ausschussmaterial.<br />
Ergebnisse sind Mitte 2025<br />
zu erwarten.<br />
Auch entwickeln wir umweltfreundliche Produkte.<br />
So arbeiten wir im Zuge eines ZIM-Forschungsprojektes<br />
mit der Fachhochschule<br />
Münster an einer Applikation innovativer Beschichtungssysteme.<br />
Wir nutzen erneuerbare Energien und Antriebe.<br />
Am Standort Munderkingen haben wir <strong>2022</strong> eine<br />
PV-Anlage installiert und in Betrieb genommen.
DNK-Kriterium 10<br />
43<br />
Acht Elektro-Smarts sind seit <strong>2022</strong> bei uns im<br />
Einsatz und ersetzten klassische Verbrennerfahrzeuge.<br />
Diese Fahrzeuge sind um 70% effizienter.<br />
Am Standort in Vechta ist zudem die Installation<br />
einer PV-Anlage geplant.<br />
Hinsichtlich der Energieeffizienz haben wir<br />
<strong>2022</strong> die folgenden Maßnahmen ergriffen:<br />
• Energetische Sanierung der Maschinen<br />
und Anlagen am Standort Tröstau<br />
• Austausch der Beleuchtung in Halle 50<br />
sowie der Schlosserei am Standort Vechta<br />
(Einsparung beläuft sich auf ca. 38.000 kWh<br />
und somit 60% pro Jahr)<br />
• Austausch der Beleuchtung in der<br />
L-Steinfertigung am Standort Munderkingen<br />
(Einsparung beläuft sich auf ca. 20.500 kWh<br />
und somit 80%)<br />
• Beleuchtungsaustausch am Standort Wörth<br />
am Main (Bergstraße): Einsparung beläuft<br />
sich auf ca. 42.250 kWh und somit 60%<br />
Auch unsere Lieferanten und Kunden binden wir<br />
aktiv in den Entwicklungsprozess für ressourceneffiziente<br />
Produkte ein, etwa über das Einbringen<br />
von Recyclingmaterial oder die Angebote<br />
mit geringeren Produktstärken. Sofern aktuelle<br />
Projekte die Nutzung von altem Recyclingmaterial<br />
bestätigen, kann die Wertschöpfungskette<br />
um Recycling erweitert werden.
44<br />
Neuer 8 cm L-Stein spart Ressourcen<br />
Innovation L-Stein<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> bringt 2023 den bewehrten L-Stein mit nur<br />
8 cm Stärke auf den Markt. Dies spart im Gegensatz zur<br />
bisherigen 12 cm starken Ausführung satte 20-35 Prozent<br />
Ressourcen ein und schont damit die Umwelt. Durch<br />
seine Sichtbetonoptik rundum, ist der L-Stein ideal als<br />
Abgrenzung oder auch als Hochbeet im Garten einsetzbar,<br />
dank der Bewehrung im Inneren optimal für leichtere<br />
statische Belastungen geeignet und durch die Einpunkt-<br />
Aufhängung leicht zu versetzen. Erhältlich ist die<br />
Variante in 100 cm Baulänge mit Höhen von 55-205 cm<br />
inklusive passender Ecken. Damit sind sie nicht nur funktionell,<br />
sondern auch optisch ein wahres Allround-Talent<br />
in jedem Garten.<br />
Je nach Ausführung bis zu<br />
35%<br />
Ressourcenersparnis
DNK-Kriterium 10<br />
45
46<br />
Nachhaltige Alternative zu Natursteinprodukten<br />
Palisaden aus Beton sind eine nachhaltige Alternative zu Natursteinprodukten. Im<br />
Vergleich zu Natursteinen, die oft aus weit entfernten Ländern wie China, Indien<br />
oder der Türkei importiert werden müssen, sind Palisaden aus Beton made in Germany<br />
und verursachen damit aufgrund des kurzen Transportweges erheblich weniger<br />
CO 2 -Emissionen.<br />
Nomos Palisade<br />
Wer jedoch ungern auf die Natursteinoptik verzichten möchte, der ist mit der NO-<br />
MOS PICO Palisade von Diephaus gut beraten: äußerlich sieht sie jenem Werkstoff<br />
verblüffend ähnlich, weist jedoch alle Vorteile des Betonwerksteins auf. Zu diesen<br />
zählen vor allem seine einfache Pflege, die Robustheit sowie Langlebigkeit. Und:<br />
bei Bedarf können fehlerhafte Palisaden schnell und kostengünstig ausgetauscht<br />
werden. Durch die Produktion in Deutschland, die Verwendung von überwiegend<br />
regionalen Rohstoffen und die Langlebigkeit, die Betonwerksteinpalisaden aufweisen,<br />
entscheidet man sich für ein nachhaltiges und umweltfreundliches Produkt.<br />
Eine weitere Alternative zu vorgenannten Werkstoffen sind Palisaden aus Holz.<br />
Jedoch weisen auch diese einige Nachteile auf: Holzpalisaden bestehen zwar aus<br />
einem nachwachsenden Rohstoff, verrotten jedoch schnell und müssen daher in<br />
kurzen Abständen ausgetauscht werden. Zudem reagieren sie auf Sonneneinstrahlung<br />
und Feuchtigkeit und können daher auch nach kurzer Zeit schon Verfärbungen<br />
oder aber Risse und Verformungen aufweisen.
DNK-Kriterium 10<br />
47
48
DNK-Kriterium 10<br />
49<br />
»Die Innovationskraft<br />
zählt zu unseren größten<br />
Stärken. Wir arbeiten schon<br />
heute an den Technologien<br />
von morgen – für eine<br />
nachhaltige Zukunft.“«<br />
THEO <strong>DIEPHAUS</strong>
Umwelt
52<br />
DNK-Kriterium 11<br />
Inanspruchnahme von<br />
natürlichen Ressourcen<br />
Vermeiden, reduzieren, recyceln<br />
Im Jahr <strong>2022</strong> haben wir mit der <strong>DIEPHAUS</strong><br />
Betonwerk GmbH insgesamt 255.974 Tonnen<br />
Sand, 87.948 Tonnen Kies, 75.686 Tonnen Splitt,<br />
70.721 Tonnen Zement und 24.568 Tonnen Bindemittel<br />
eingesetzt.<br />
Darüber hinaus haben wir in <strong>2022</strong> insgesamt<br />
38.715 m3 Wasser verbraucht, das wir unseren<br />
werkseigenen Brunnen entnehmen.<br />
Wasserbrauch im Jahr 2021 nach Standorten<br />
pro Jahr<br />
Werk Vechta 18.676 m³<br />
Werk Schopsdorf 1.487 m³<br />
Werk Wörth 8.290 m³<br />
Werk Tröstau 1.980 m³<br />
Werk Munderkingen 5.139 m³<br />
Werk Muttensweiler 3.143 m³<br />
In der Produktion gibt es in der Regel kein<br />
Abwasser. Sollte z.B. bei der Reinigung von<br />
Lackwalzen Abwasser entstehen, wird dies der<br />
Produktion rückgeführt. Das Abwasser aus den<br />
Sanitärräumen und der Verwaltung wird auf dem<br />
üblichen Weg in die Kanalisation geleitet.<br />
Eine genaue Aufschlüsselung der Wasserentnahme<br />
haben wir bislang nicht vorgenommen,<br />
werden dies aber für das nächste Geschäftsjahr<br />
einführen und entsprechende Maßnahmen und<br />
Einsparziele formulieren.<br />
Im Jahr <strong>2022</strong> haben wir insgesamt 29.497<br />
Tonnen Recyclingmaterial eingesetzt (Vechta:<br />
28.924 Tonnen, Schopsdorf 573 Tonnen). Es liegt<br />
uns an den übrigen Standorten keine Genehmigung<br />
nach dem Bundes-Immissionsschutzgesetz<br />
(BImSchG) für den Betrieb einer Recyclinganlage<br />
(Brechanlage) vor. Entsprechende Anträge<br />
wurden gestellt, jedoch aufgrund der örtlichen<br />
Gegebenheiten abgelehnt.<br />
Einsatz an Recyclingmaterial<br />
in t<br />
28.924<br />
Vechta<br />
573<br />
Schopsdorf<br />
Gesamt:<br />
29.497 t
DNK-Kriterium 12<br />
53<br />
Unsere Ziele in den einzelnen Wertschöpfungsebenen:<br />
• Rohstoffeinkauf: Projekte zum effizienten<br />
Einsatz von Rohstoffen<br />
• Produktion: Nachhaltiger Umgang mit<br />
Rohstoffen durch Erhöhung der Recyclingquote<br />
und Ausbildung von Mitarbeitenden<br />
• Interne Logistik: Einsatz von effizienten<br />
Flurförderfahrzeugen + Wegeoptimierung<br />
• Marketing & Vertrieb: Vermeidung von Reisen<br />
(ZOOM-Meetings)<br />
Wir haben uns vorgenommen, den Recyclinganteil<br />
über die Entwicklung neuer Fertigungsrezepte<br />
und -prozesse sukzessive weiter zu erhöhen,<br />
den Ressourceneinsatz und den Ausschuss über<br />
Optimierungen zu mindern, weitere umweltfreundliche<br />
Produkte und Prozesse zu entwickeln<br />
und die Kreislaufwirtschaft zu forcieren:<br />
aktuell Ziel bis 2025<br />
Anteil Recyclingmaterial<br />
6,09%<br />
7,09%<br />
Anteil Zement<br />
13%<br />
Ausschussquote<br />
5,72%<br />
12%<br />
5%<br />
Ziele
54<br />
Ressourcenmanagement<br />
Partnerschaftlich nach vorn<br />
Unser Portfolio zeichnet sich bereits jetzt durch<br />
eine hohe Qualität und Langlebigkeit aus. Dennoch<br />
arbeiten wir unter anderem in Kooperation<br />
mit wissenschaftlichen Partnern an der Entwicklung<br />
und Markteinführung entsprechender<br />
Alternativen in den Fertigungsprozessen und bei<br />
unseren Produkten.<br />
Der in der Produktion entstandene Ausschuss<br />
wird bei uns in der Recyclinganlage in Vechta<br />
„gebrochen“ und als Sand bzw. Kies zurückgeführt<br />
(Downcycling). Im Zuge eines Forschungsprojektes<br />
mit der Hochschule Bremen soll der<br />
Einsatz des Recyclingmaterials soweit optimiert<br />
werden, dass Zement eingespart werden kann<br />
(Upcycling).<br />
Unser Portfolio ist fracht-, ressourcen- und energieintensiv.<br />
Deshalb arbeiten wir an Innovationen<br />
wie etwa der Minderung von Plattenstärken<br />
bei gleichbleibender Qualität oder an hohlen<br />
Produkten und Winkelstufen. Sie sparen Material<br />
und Masse ein. Zudem gelingt es uns, über<br />
unsere deutschlandweit verteilten Standorte<br />
Transportwege zu den Kunden kurzzuhalten. Wir<br />
arbeiten überwiegend mit regionalen Lieferanten,<br />
Dienstleistern und Partnern zusammen.<br />
Mit Hilfe des Energiemanagementsystems DIN<br />
ISO 50001 identifizieren wir unsere Energieverbräuche,<br />
gestalten sie effizienter und reduzieren<br />
sie. Bereits eingeleitete Energiesparmaßnahmen<br />
umfassen etwa die Anschaffung von E-Fahrzeugen<br />
oder auch die energetische Sanierung von<br />
Maschinen, Anlagen und Standorten. Zudem<br />
haben wir mit der Inbetriebnahme von Photovoltaik-Anlagen<br />
und der Nutzung von Windkraft den<br />
Umstieg auf Erneuerbare Energien eingeleitet:<br />
PV-Anlage Munderkingen Betrieb seit <strong>2022</strong><br />
PV-Anlage Vechta 1 Betrieb ab Mai 2023<br />
(1.250 kWp, Plan<br />
Deckung Eigenbedarf:<br />
20,36%)<br />
PV-Anlage Schopsdorf Betrieb Mai 2024<br />
PV-Anlage Vechta 2 Betrieb Mai 2025<br />
Weitere Schwerpunkte unserer künftigen ökologischen<br />
Bemühungen betreffen darüber hinaus<br />
das Wassermanagement, die Mülltrennung und<br />
das Energiemanagementsystem. Sofern möglich,<br />
führen wir etwa Brauchwasser aus der Produktion<br />
zurück. Abfälle werden weitestgehend vermieden,<br />
getrennt und fachgerecht entsorgt. Rohwaren<br />
beispielsweise verpacken wir nur minimal,<br />
um sie für den Lagertransport zu sichern und<br />
Kunststoffabfälle bei der Weiterverarbeitung<br />
zu vermeiden. Eine detaillierte Aufschlüsselung<br />
und Erfassung des Gesamtgewichts, auch nach<br />
Standorten und Zusammensetzung des Abfalls<br />
ist für das Geschäftsjahr 2023 geplant.
DNK-Kriterium 12<br />
55<br />
Mit Blick auf das Energiemanagement ermitteln<br />
wir seit 2015 den Energieeinsatz je produzierter<br />
Tonne (kWh je to.). Diesen konnten wir in den<br />
vergangenen Jahren kontinuierlich verringern:<br />
Energiemanagement<br />
in kWh<br />
29,56<br />
26,98<br />
26,97<br />
25,53<br />
24,70<br />
24,15<br />
23,79<br />
22,33<br />
2015 2016<br />
2017 2018 2019<br />
2020 2021 <strong>2022</strong><br />
(Senkung des<br />
Energieverbrauches<br />
seit 2015 um<br />
ca. 3,49%)<br />
Unterstützung bei der Umsetzung unserer ökologischen<br />
Ziele erhalten wir über unsere Kooperationen<br />
mit anderen Industrie- und Hochschulpartnern.<br />
Diese wollen wir weiter verstärken. Aus<br />
der Zusammenarbeit ist bereits viel entstanden<br />
(vgl. Kriterium 10).<br />
Zu den wesentlichen Risiken, die sich aus unserer<br />
Geschäftstätigkeit in Bezug auf Ressourcen und<br />
Umwelt ergeben, äußern wir uns u.a. in Kriterium<br />
2.
56<br />
Ressourcenmanagement<br />
Unsere Eigenenergie-Erzeugung<br />
Für das Berichtsjahr <strong>2022</strong> haben wir nachfolgende<br />
Werte für die Eigenenergie-Erzeugung sowie<br />
für unsere Energieverbräuche ermittelt.<br />
Eigenenergie-Erzeugung (Strom durch PV-Anlagen<br />
/ Entwicklung nach Verfügbarkeit):<br />
- Werk Munderkingen: 231.010 kWh (Produktion),<br />
160.264 kWh (Eigenverbrauch)<br />
Unsere Energieverbräuche<br />
Wir haben unseren Energieverbrauch seit 2015<br />
im Durchschnitt um 3,49 % gesenkt (von 29,56<br />
kWh/to auf 22,33 kWh/to in <strong>2022</strong>). Unser Ziel<br />
Energieeinsatz (Fremdbezug):<br />
in kWh<br />
ist es, unsere CO 2 -Emissionen nun jährlich um<br />
jeweils 2% zu senken und dabei den Anteil Erneuerbarer<br />
Energien kontinuierlich auszubauen.<br />
Unsere zentralen Hebel für die Verringerung<br />
des Energieverbrauchs sehen wir im Betrieb<br />
eines Energiemanagementsystems nach ISO<br />
50001:2018, in der Nutzung der bestehenden<br />
Hallendächer für PV-Anlagen, der Nutzung<br />
unserer Betriebsflächen für Windkraftanlagen<br />
sowie der Ausbildung und Schulung unserer<br />
Mitarbeitenden. In Bezug auf die PV-Anlagen erhoffen<br />
wir uns eine Deckung des Strombedarfes<br />
von ca. 20 bis 25%, durch die Windkraftanlagen<br />
von ca. 30 bis 40% und durch die Ausbildung und<br />
Schulung der Mitarbeitenden die Senkung des<br />
Energieverbrauches von ca. 5 bis 10 %.<br />
Werk Strom Diesel Erdgas Heizöl<br />
Vechta 4.910.790 3.488.330 296.450 0<br />
Schopsdorf 432.323 145.510 77.897 0<br />
Wörth 1 1.308.669 130.464 0 20.704<br />
Wörth 2 702.891 416.830 0 198.589<br />
Tröstau 296.551 111.697 0 0<br />
Munderkingen 644.141 348.060 254.456 0<br />
Muttensweiler 618.795 208.792 0 94.694<br />
Summe 8.914.160 4.849.684 628.803 313.987
DNK-Kriterium 12<br />
57<br />
Der Großteil der Verbräuche der Unternehmensgruppe<br />
entfällt derzeit auf folgende Bereiche.<br />
Stromverbrauch der Fertigungsmaschinen<br />
In der Fertigung müssen hohe Lasten bewegt<br />
und ein hoher Pressdruck erzeugt werden. Hierfür<br />
ist elektrische Energie notwendig, die nur mit<br />
hohem Aufwand gesenkt werden kann.<br />
Energieverbrauch Fertigungsanlagen: 60,61 %<br />
der Gesamtenergie (8.914.160 kWh).<br />
Energieverbrauch<br />
Dieselverbrauch der Firmen- und Flurförderfahrzeuge<br />
Die Rohstoffe und Fertigwaren müssen betriebsintern<br />
bewegt und verladen werden. Für diese<br />
Lasten sind Flurförderfahrzeuge mit entsprechender<br />
Traglast notwendig. Trotz Nutzung neuester<br />
Technik ist der Einsatz von Diesel bislang<br />
unvermeidlich. Über unser Energiemanagementsystem<br />
identifizieren wir Einsparmaßnahmen<br />
und setzen diese in allen Unternehmensbereichen<br />
um.<br />
Heizen:<br />
942.790 kWh<br />
Logistik und Mobilität:<br />
4.849.684 kWh<br />
6,41 %<br />
32,98 %<br />
So modernisieren wir unseren Maschinenpark<br />
der Unternehmensgruppe fortlaufend und halten<br />
ihn somit auf den aktuellen Stand der Technik,<br />
um die Qualität zu erhalten und die Effizienz zu<br />
steigern.<br />
Energieverbrauch Logistik und Mobilität:<br />
32,98 % der Gesamtenergie (4.849.684 kWh).<br />
Energieverbrauch Heizen:<br />
6,41 % der Gesamtenergie (942.790 kWh).<br />
Fertigungsanlagen:<br />
8.914.160 kWh<br />
60,61 %
58<br />
Ressourcenmanagement<br />
Geplante Maßnahmen in 2023<br />
• energetische Sanierung einer Pflastersteinanlage<br />
in Vechta: Die Anlage wird dann dem<br />
neuesten Stand der Technik entsprechen,<br />
sodass ein geringerer Energiebedarf entsteht<br />
und die Ausschussmengen deutlich gesenkt<br />
werden können. Das Vorhaben wird von der<br />
BAFA hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz<br />
gefördert.<br />
• Anschaffung eines E-Fahrzeugs sowie<br />
eines Hybrid-Fahrzeugs und Abschaffung<br />
weiterer Verbrennungsfahrzeuge.<br />
• Inbetriebnahme einer weiteren energie- und<br />
ressourceneffizienten Pflastersteinanlage<br />
am Standort Vechta: Die Anlage entspricht<br />
dem neuesten Stand der Technik, sodass ein<br />
geringerer Energiebedarf entsteht und die<br />
Ausschussmengen deutlich gesenkt werden<br />
können. Das Vorhaben wird von der BAFA<br />
hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz<br />
gefördert.<br />
• Inbetriebnahme einer weiteren energie- und<br />
ressourceneffizienten Pflastersteinanlage am<br />
Standort Schopsdorf: Die Anlage entspricht<br />
dem neuesten Stand der Technik, sodass ein<br />
geringer Energiebedarf entsteht und die<br />
Ausschussmengen deutlich gesenkt werden<br />
können. Das Vorhaben wird von der BAFA<br />
hinsichtlich Energie- und Ressourceneffizienz<br />
gefördert.<br />
Wasserentnahme<br />
Bislang haben wir keine genaue Aufschlüsselung<br />
in diesem Bereich vorgenommen, werden dies<br />
aber für das nächste Geschäftsjahr einführen und<br />
entsprechende Maßnahmen und Einsparziele<br />
formulieren.<br />
Angefallener Abfall<br />
Hierzu haben wir noch keine detaillierten Daten<br />
erhoben. Eine Erfassung des Gesamtgewichts<br />
und eine Aufschlüsselung dieser Summe nach<br />
Standorten und Zusammensetzung des Abfalls<br />
ist für das Geschäftsjahr 2023 geplant.
DNK-Kriterium 12<br />
59<br />
» Als Leiter Disposition ist es<br />
uns wichtig, dass wir unsere<br />
Transportwege möglichst kurz<br />
halten und so einen Beitrag<br />
zum Klimaschutz leisten. Deshalb<br />
setzen wir auf eine gute<br />
Verteilung unserer Werke in<br />
Deutschland und eine optimale<br />
Auslastung unserer Transportfahrzeuge.<br />
Wir streben danach, unsere<br />
Logistikprozesse kontinuierlich<br />
zu optimieren und Transportwege<br />
zu vermeiden. Dabei<br />
setzen wir auf eine intelligente<br />
Disposition unserer Transporte<br />
und die Zusammenarbeit mit<br />
lokalen Partnern, um unsere<br />
Ressourcen so effizient wie<br />
möglich zu nutzen. «<br />
MATTHIAS MÄHLMANN
60<br />
Klimarelevante Emissionen<br />
Den CO 2 -Ausstoß senken<br />
Für das Jahr <strong>2022</strong> haben wir erstmals zusammen<br />
mit unserem Partner myclimate eine externe Bilanzierung<br />
unserer CO 2 -Emissionen vorgenommen.<br />
Demnach ergibt sich für Scope 1 und 2 die Summe<br />
von 5.308,89 Tonnen CO 2 -Äquivalente nach<br />
GHG-Protocol. Gemessen an unserer Produktionsmenge<br />
in Höhe von 546.284 Tonnen ergeben sich<br />
CO 2 -Emissionen in Scope 1 und 2 in Höhe von<br />
0,0097 Tonnen CO 2 je produzierter Tonne.<br />
Mit Hilfe des Energiemanagementsystems DIN ISO<br />
50001 identifizieren wir unsere Energieverbräuche,<br />
gestalten sie effizienter und reduzieren sie.<br />
Darüber hinaus arbeiten wir an der Einführung der<br />
ISO 14064, die für uns ein geeignetes Instrument<br />
zur Entwicklung von Programmen zur Reduzierung<br />
von Treibhausgasemissionen darstellt. Die größten<br />
Herausforderungen für uns sind die Senkung des<br />
Stromverbrauches und der frachtintensive Transport<br />
(Kraftstoffverbrauch).<br />
Bereits eingeleitete Energiesparmaßnahmen<br />
umfassen etwa die Anschaffung von E-Fahrzeugen<br />
oder auch die energetische Sanierung von Maschinen,<br />
Anlagen und Standorten. Zudem haben wir<br />
mit der Inbetriebnahme von Photovoltaik-Anlagen<br />
und der Nutzung von Windkraft den Umstieg auf<br />
Erneuerbare Energien eingeleitet:<br />
PV-Anlage Munderkingen: Betrieb seit <strong>2022</strong><br />
PV-Anlage Vechta 1: Betrieb ab Mai 2023<br />
(1.250 kWp, Plan Deckung Eigenbedarf: 20,36%)<br />
PV-Anlage Schopsdorf: Betrieb Mai 2024<br />
PV-Anlage Vechta 2: Betrieb Mai 2025<br />
Mit Blick auf das Energiemanagement ermitteln<br />
wir seit 2015 den Energieeinsatz je produzierter<br />
Tonne (kWh je to.). Diesen konnten wir in den<br />
vergangenen Jahren kontinuierlich verringern:<br />
2015 = 29,56 kWh<br />
2016 = 26,98 kWh<br />
2017 = 26,97 kWh<br />
2018 = 25,53 kWh<br />
2019 = 24,70 kWh<br />
2020 = 24,15 kWh<br />
2021 = 23,79 kWh<br />
<strong>2022</strong> = 22,33 kWh<br />
Wir haben unseren Energieverbrauch in den vergangenen<br />
vier Jahren im Durchschnitt um 3,49%<br />
gesenkt. Unser Ziel ist es, den CO 2 -Ausstoß jährlich<br />
um 2% zu reduzieren.<br />
Über die externe Bilanzierung unserer CO 2 -Emissionen<br />
streben wir ab 2023 einen konkreten<br />
Reduktionspfad an, um unseren CO 2 -Fußabdruck<br />
über den Dreiklang „reduzieren, vermeiden,<br />
kompensieren“ signifikant zu senken (vgl. Verringerung<br />
des Energieverbrauchs).
DNK-Kriterium 13<br />
61<br />
CO 2 -Äquivalente unseres Energieverbrauchs (Scope 1 und 2) für das Jahr <strong>2022</strong>:<br />
Werk Strom Diesel Erdgas Heizöl<br />
CO ² -Äquivalent 428 g/kWh 267 g/kWh 201 g/kWh 279 g/kWh<br />
Vechta 2.101,80 to. 931,38 to. 59,89 to. 0,00 to.<br />
Schopsdorf 185,03 to. 38,85 to. 15,66 to. 0,00 to.<br />
Wörth 1 560,11 to. 34,83 to. 0,00 to. 5,78 to.<br />
Wörth 2 300,84 to. 111,29 to. 0,00 to. 39,91 to.<br />
Tröstau 126,92 to. 29,82 to. 0,00 to. 0,00 to.<br />
Munderkingen 275,69 to. 92,93 to. 51,15 to. 0,00 to.<br />
Muttensweiler 264,84 to. 55,75 to. 0,00 to. 26,42 to.<br />
Summe 3.815,23 to. 1.294,85 to. 126,70 to. 72,11 to.<br />
Aus der Nutzung von Diesel, Erdgas und Heizöl<br />
ergibt sich für Scope 1 im Jahr <strong>2022</strong> somit die<br />
Summe von 1.493,66 Tonnen CO 2 -Äquivalente.<br />
Aus der Nutzung von Strom ergibt sich für Scope<br />
2 im Jahr <strong>2022</strong> somit die Summe von 3.815,23<br />
Tonnen CO 2 -Äquivalente.<br />
Bislang haben wir nur die Erfassung unserer<br />
Emissionen nach Scope 1 und 2 ermittelt.<br />
Ob wir diese künftig auch nach Scope 3 erweitern,<br />
ist noch nicht final entschieden.
Gesellschaft
64<br />
DNK-Kriterium 14<br />
Arbeitnehmerrechte<br />
Mitarbeitereinbindung als Ziel<br />
Unsere Unternehmensstandorte befinden sich allesamt<br />
in Deutschland. Unsere Mitarbeitenden sind<br />
ausschließlich im Inland beschäftigt. Die Gesetzgebung<br />
der Bundesrepublik Deutschland wurde und<br />
wird auch künftig eingehalten. Gleiches gilt für die<br />
Arbeitnehmerrechte.<br />
Wir führen regelmäßige Gespräche mit unseren Mitarbeitenden,<br />
leben flache Hierarchien und pflegen<br />
eine Kultur der offenen Türen. Mit dem Projekt<br />
„Hand in Hand“ verfügen wir über ein betriebliches<br />
Vorschlagswesen. Dies sind Wege, unsere Beschäftigten<br />
in die Unternehmensziele mit einzubinden<br />
und ihre Ideen aufzunehmen.<br />
Es ist geplant, unsere Mitarbeitenden in die künftigen<br />
Ziele, Prozesse und Projekte bezüglich des<br />
Nachhaltigkeitsmanagements miteinzubeziehen.<br />
Dafür werden wir zunächst eine Umfrage innerhalb<br />
der Belegschaft durchführen, um zu eruieren, welche<br />
Nachhaltigkeitsthemen unseren Beschäftigten<br />
wichtig sind. Nach Definition der einzelnen Handlungsfelder<br />
und Ziele durch die Geschäftsführung<br />
werden wir Arbeitsgruppen ins Leben rufen, für die<br />
sich interessierte Beschäftigte eintragen können,<br />
um sich an der Umsetzung zu beteiligen.<br />
Es sind für die Zukunft keine wesentlichen Risiken in<br />
Bezug auf die Arbeitnehmerrechte zu erkennen, da<br />
wir auch weiterhin in Deutschland agieren und die<br />
Rechte auch in Eigeninteresse strikt einhalten. Aus<br />
diesem Grund haben wir diesbezüglich auch keine<br />
Ziele definiert.<br />
» Wir betrachten unser Unternehmen mit unseren Mitarbeitern als<br />
gewachsene Diephaus-Familie. Für uns als Inhaberfamilie ist es wichtig,<br />
unsere gelebten Werte umzusetzen – dies schafft Zuverlässigkeit.<br />
Nicht nur bei unseren Mitarbeitern, auch bei unseren Kunden.<br />
Heute und vor allen Dingen auch in Zukunft.«<br />
THEO <strong>DIEPHAUS</strong>
DNK-Kriterium 15<br />
65<br />
Kurze Wege, flache Hierarchien<br />
Ein respektvoller Umgang miteinander, Teamgeist,<br />
Chancengleichheit und Diversität sind<br />
Themen, die uns bei <strong>DIEPHAUS</strong> sehr wichtig sind.<br />
Wir leben flache Hierarchien. Der direkte Kontakt<br />
zur Geschäftsleitung und zu den Vorgesetzten<br />
ist bei uns selbstverständlich. Deutlich wird dies<br />
etwa auch bei unseren internen Veranstaltungen<br />
wie dem jährlichen Familien-, Gartenfest oder der<br />
Weihnachtsfeier: Sie fördern den Zusammenhalt.<br />
Keine Diskriminierung<br />
Bei Stellenbesetzungen machen wir keinen<br />
Unterschied nach Geschlecht, Alter, Religion,<br />
Behinderung, sozialer, ethnischer und/oder nationaler<br />
Herkunft, Mitgliedschaft in Arbeitnehmerorganisationen<br />
einschließlich Gewerkschaften,<br />
politischer Einstellung, sexueller Neigung<br />
oder persönlicher Charaktere. Diskriminierendes<br />
Verhalten dulden wir nicht. Es ist uns dahingehend<br />
bislang kein Fall in der eigenen Belegschaft<br />
bekannt. Sofern dies bei eigenem oder betriebsfremdem<br />
Personal auftreten sollte, wird der<br />
Sachverhalt umgehend durch die Personal- sowie<br />
Geschäftsleitung behandelt und unterbunden.<br />
Diversität<br />
Innerhalb unseres Unternehmens sind fünf Menschen<br />
mit Beeinträchtigungen beschäftigt. Die<br />
Frauenquote beträgt rund 16,5%. Eine Frau besetzt<br />
derzeit eine Führungsposition. Hier würden<br />
wir uns gerne künftig noch besser aufstellen.<br />
Jedoch ist es in unserer männerdominierten<br />
Branche und auch angesichts der derzeit angespannten<br />
Arbeitsmarktlage schwierig, Frauen<br />
für unser Unternehmen und als Führungskraft zu<br />
gewinnen. Deshalb setzen wir uns diesbezüglich<br />
derzeit auch keine Ziele. In unserem Unternehmen<br />
arbeitet eine Vielzahl von Menschen mit<br />
Migrationshintergrund. Insgesamt sind es 51<br />
Mitarbeitende und somit 14,09% (Werk Vechta:<br />
26, Werk Wörth 15, Werk Tröstau 3, Werk Munderkingen<br />
7).<br />
Arbeits- und Gesundheitsschutz<br />
Viele Tätigkeiten innerhalb unseres Unternehmens<br />
sind körperlich belastend. Deshalb spielt<br />
der Gesundheits- und Arbeitsschutz unserer<br />
Mitarbeitenden eine zentrale Rolle. Wir erfüllen<br />
die gesetzlichen Arbeitsschutzbestimmungen<br />
und statten unsere Beschäftigten mit berufsspezifischer<br />
Schutzausrüstung aus. Es finden<br />
regelmäßige Sicherheitsunterweisungen statt.<br />
Eine Betreuung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit<br />
ist gewährleistet.<br />
Der Region verbunden<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> ist seit 2013 Mitglied im „Verbund familienfreundlicher<br />
Unternehmen e.V. Oldenburger<br />
Münsterland“. Dies ist ein Zusammenschluss<br />
kleiner und mittlerer Wirtschaftsunternehmen<br />
und kommunaler Arbeitgeber in der Region. Ziel<br />
des Verbundes ist es, ein effizientes und flexibles<br />
Personalmanagement in Verbindung mit familienfreundlichen<br />
Beschäftigungsstrukturen zu<br />
fördern. Bei familiären Ereignissen wie z.B. eine<br />
Hochzeit oder der Geburt von Kindern erhalten<br />
Chancengerechtigkeit
66<br />
Mitarbeitende Bonuszahlungen. Wir ermöglichen<br />
individuelle Arbeitszeitmodelle zur Vereinbarkeit<br />
von Familie und Beruf. Bislang haben wir diesbezüglich<br />
für jeden Mitarbeitenden eine passende<br />
Lösung gefunden.<br />
Sollten die Lebensumstände es erfordern,<br />
ermöglichen wir eine Anpassung der Wochenarbeits-<br />
oder Pausenzeiten, des Arbeitsbeginns<br />
sowie der Nutzung von Homeoffice. Geleistete<br />
Überstunden werden auf einem Arbeitszeitkonto<br />
vermerkt. Wir entlohnen unsere Beschäftigten<br />
marktgerecht beziehungsweise zahlen den gesetzlichen<br />
Mindestlohn.<br />
Corona-Maßnahmen<br />
In Zeiten der Corona-Pandemie haben wir unsere<br />
Hygienemaßnahmen nochmals verstärkt. Zum<br />
Standard gehört seither die Bereitstellung von<br />
Umkleide-, Sanitär- und Waschräumen mit entsprechenden<br />
Hygieneartikeln sowie von Desinfektionsmitteln<br />
in den Eingangsbereichen. Wir<br />
haben mehrfach Impfaktionen und -angebote<br />
im und außerhalb des Betriebes angeboten,<br />
Home-Office ermöglicht, Übergabepunkte zur<br />
Vermeidung von Kontakten eingerichtet und<br />
Desinfektionsspender sowie Hygienewände in<br />
Kontaktbereichen (Ausstellungen etc.) aufgestellt.<br />
Auch haben wir an unsere Beschäftigten<br />
einen Corona-Bonus ausgezahlt.<br />
Teamgeist und körperliche Fitness<br />
Um den Teamgeist und die körperliche Fitness zu<br />
stärken, existiert bei uns (am Standort Vechta)<br />
eine Betriebsfußballmannschaft. Sie nimmt<br />
beispielsweise am jährlichen Kunststoffcup bei<br />
BW Lohne oder auch an Hobbyturnieren teil. In<br />
Kooperation mit der Barmer Ersatzkasse haben<br />
wir ein Gesundheitstraining mit der so genannten<br />
„Blackroll“ angeboten, um Belastungen am<br />
Arbeitsplatz entgegenzuwirken. Auch gab es<br />
ein Faszientraining im April <strong>2022</strong>, an der die<br />
gesamte Verwaltung teilgenommen hat. Der<br />
„Body-Check“ erfolgte im September <strong>2022</strong> mit<br />
insgesamt 15 Personen. Wiederholungen und<br />
weitere Programme sind in der Planung.<br />
Darüber hinaus haben wir auch <strong>2022</strong> an der<br />
Aktion „Mit dem Rad zu Arbeit“ teilgenommen,<br />
das von der Personalabteilung initiiert wurde<br />
und jährlich in Kooperation mit der AOK durchgeführt<br />
wird.<br />
Unsere Angebote in den Bereichen Chancengerechtigkeit<br />
und Vielfalt (Diversivität), Arbeitssicherheit<br />
und Gesundheitsschutz, Mitbestimmung,<br />
Integration von Migranten und Menschen<br />
mit Behinderung, angemessene Bezahlung sowie<br />
Vereinbarung von Familie und Beruf werden vielfach<br />
und sehr gut von unseren Mitarbeitenden<br />
angenommen - einige Kurse sind zum Teil überbelegt.<br />
Insofern haben wir hier unsere gesteckten<br />
Ziele erreicht. Diesen Weg möchten wir auch<br />
in Zukunft weitergehen und die erfolgreichen,<br />
bereits implementierten Maßnahmen weiterführen<br />
und ggf. -entwickeln.
DNK-Kriterium 15<br />
67<br />
» Kurze Wege und flache<br />
Hierarchien. Bei Diephaus<br />
wird nicht lange überlegt,<br />
sondern gehandelt.<br />
Das macht das Arbeiten in<br />
diesem familiengeführten<br />
Unternehmen so spannend<br />
und angenehm. «<br />
MICHAEL LEHMANN<br />
Teamleiter Vetriebsinnendienst /<br />
Assistenz der Vertriebsleitung<br />
» Wir leben die Du-Kultur:<br />
Egal ob Geschäftsleitung oder<br />
Teamleiter. Ich fühle mich<br />
dadurch als wertvoller Teil der<br />
Gemeinschaft und erlebe mich<br />
als wichtigen Bestandteil des<br />
Unternehmens. «<br />
JANINE SCHMIDT<br />
Vertriebsinnendienst
68<br />
Ausbildung <strong>2022</strong>
DNK-Kriterium 16<br />
69<br />
Recruiting und Bindung im Fokus<br />
Unsere Beschäftigten sind das Fundament unseres<br />
Erfolges. Die Zahl unserer Mitarbeitenden<br />
ist seit der Gründung 1932 und mit den Erweiterungen<br />
stetig gewachsen. Stand Mai <strong>2022</strong> sind<br />
bei uns an den sechs Standorten 345 Menschen<br />
tätig, davon 57 Frauen und 288 Männer davon<br />
35 Auszubildende.<br />
Ausbildung<br />
Wir bilden derzeit in den folgenden Berufen aus<br />
(jeweils m/w/d): Industriekaufmann, Maschinen-<br />
und Anlagenführer, Fachinformatiker für<br />
Systemintegration (m/w/d), Industriemechaniker<br />
und Elektroniker für Betriebstechnik. Darüber<br />
hinaus bieten wir das Duale Studium an. Die<br />
Übernahmequote beträgt 100%. Damit haben wir<br />
unser Ziel in <strong>2022</strong> erreicht.<br />
Junges Team<br />
Unsere Mitarbeitenden fühlen sich unserem Unternehmen<br />
verbunden. Sie sind im Durchschnitt<br />
8,4 Jahre für uns tätig. Die Fluktuationsrate<br />
hat sich in den vergangenen zwei Jahren sehr<br />
verbessert: Sie beträgt im Jahr <strong>2022</strong> 17,42%.<br />
Diesbezüglich versuchen wir über verschiedene<br />
Anreizsysteme, uns stetig zu verbessern. Wir sind<br />
ein eher junger Betrieb: Das Durchschnittsalter<br />
unserer Beschäftigten beträgt 39,58 Jahre.<br />
Recruiting<br />
Aufgrund der zunehmenden Komplexität<br />
innerhalb unseres Unternehmens durch die<br />
Digitalisierung und Vernetzung sind wir insbesondere<br />
auf gelernte Fachkräfte angewiesen.<br />
Die Gewinnung und langfristige Bindung dieser<br />
Mitarbeitenden sind zu einer enormen Herausforderung<br />
geworden. Zwei zentrale Gründe, die<br />
wir beobachten: der allgemein vorherrschende<br />
Fachkräftemangel sowie der mitunter hart<br />
geführte Wettbewerb in der Gewinnung von<br />
Mitarbeitenden („War for Talents“) in den wirtschaftlich<br />
starken oder sehr ländlichen Regionen<br />
unserer Produktionsstätten.<br />
Um hier entgegenzuwirken, haben wir in den<br />
vergangenen zehn Jahren unterschiedliche Maßnahmen<br />
ergriffen und Projekte umgesetzt:<br />
• Gesundheitsförderung der Mitarbeitenden<br />
(Barmer-Projekt)<br />
• Ausbildung von Fachkräften pro Jahr:<br />
12 Industriekaufleute, 2 Industriemechaniker,<br />
1 Elektroniker für Betriebstechnik, 1 Maschinen-<br />
und Anlagenführer, 1 Fachinformatiker,<br />
duales Studium (je nach Bewerbungslage und<br />
Bedarf)<br />
• Weiterbildung und Förderung von Talenten<br />
• regelmäßige Feedbackgespräche in so<br />
genannten Azubirunden sowie nach jedem<br />
Abteilungswechsel im Einzelgespräch mit<br />
der Personalabteilung zu Perspektiven und<br />
Unterstützungsmöglichkeiten im Betrieb und<br />
in der Schule/Uni<br />
• Nutzung digitaler Hilfsmittel zur Entlastung<br />
der Belegschaft: Ausstattung aller vorhandenen<br />
Stapler mit iPads zur Verbuchung<br />
Qualifizierung
70<br />
der Warenbewegungen (ca. 30-40 Stapler),<br />
Mobiltelefone und Tablets in der Fertigung<br />
zur Einsicht von Mails oder Datenblättern<br />
• seit 2018: Programm „Mitarbeitende werben<br />
Mitarbeitende“ (Prämie im Erfolgsfall)<br />
• Sonderleistungen wie Firmenwagen und<br />
-handys, Sonderzahlungen, Surface / Laptop,<br />
Tankkarten etc.<br />
Wir sind nach wie vor ein starker Ausbildungsbetrieb.<br />
Unsere Ziele im Bereich der Qualifizierung<br />
haben wir erreicht. Gleiches erhoffen wir uns<br />
auch für die nächsten Jahre. Darüber hinaus<br />
führende Ziele haben wir uns angesichts der derzeitigen<br />
Arbeitsmarktlage nicht vorgenommen.<br />
Wesentliche oder potentielle Risiken, die sich aus<br />
unserer Geschäftstätigkeit ergeben könnten, wie<br />
beispielsweise die fehlende Qualifizierung der<br />
Mitarbeitenden, sehen wir derzeit nicht.<br />
Stundenzahl für die Aus- und Weiterbildung<br />
Geschlecht Angestelltenkategorie durchschn. Stundenzahl<br />
männlich Leitender gewerblicher Angestellter 32 Stunden; 32 Stunden<br />
weiblich kfm. Angestellte 2 Monate (Selbststudium)<br />
männlich kfm. Angestellter 12 Monate (Selbststudium);<br />
2 Monate (Selbststudium)<br />
männlich gewerblicher Vorarbeiter 8 Stunden<br />
weiblich Leitende Angestellte 1 Stunden<br />
männlich gewerblicher Vorarbeiter 4 Stunden<br />
männlich gewerblicher Vorarbeiter 4 Stunden<br />
männlich Auszubildender Industriekaufmann 15 Stunden<br />
männlich Auszubildender Industriekaufmann 15 Stunden<br />
weiblich Auszubildende Industriekauffrau 15 Stunden
DNK-Kriterium 16<br />
71<br />
Kernthema Arbeitssicherheit<br />
Krankheitsquote:<br />
Relevante Informationen zu Arbeitssicherheit<br />
und Gesundheitsschutz werden dokumentiert<br />
und in einem betriebseigenen Wikipedia abgelegt.<br />
Darüber hinaus statten wir unsere internen<br />
und externen Beschäftigten mit berufsspezifischer<br />
Schutzausrüstung aus. Es finden regelmäßige<br />
Sicherheitsunterweisungen für alle statt<br />
- an den Standorten Munderkingen und Muttensweiler<br />
beispielsweise werden regelmäßige<br />
Arbeitsschutzausschuss-Sitzungen durchgeführt.<br />
Eine Betreuung und kontinuierliche Verbesserung<br />
durch eine externe Fachkraft für<br />
Arbeitssicherheit ist an den Standorten Vechta,<br />
Schopsdorf, Wörth und Tröstau gewährleistet.<br />
Auf Geschäftsführerebene und in der Personalabteilung<br />
analysieren wir Unfallstatistiken und<br />
arbeiten an Lösungsansätzen zur Vermeidung<br />
von Unfällen.<br />
Verletzungen und krankheitsbedingte Fehltage<br />
3,51 %<br />
4,11 %<br />
4,40 %<br />
2020 2021 <strong>2022</strong><br />
2018 2019 2020 2021 <strong>2022</strong><br />
Unfälle gesamt 20 18 25 27 36<br />
Arbeitsunfälle 20 18 24 25 35<br />
Wegeunfälle 0 0 1 2 1<br />
Ausfalltage Arbeitsunfälle<br />
209 216 1079 665 830<br />
arbeitsbedingte<br />
Todesfälle<br />
0 0 0 0 0<br />
Arbeits- und Gesundheitsschutz
72<br />
Diversität<br />
Divers und bunt<br />
Zu unserem Stamm der festangestellten Mitarbeitenden<br />
(insgesamt 345) zählen 57 Frauen<br />
und 288 Männer. 74,3% der Männer sind in der<br />
Produktion und 25,7% in der Verwaltung tätig.<br />
Bei den Frauen sind es 0% in der Produktion<br />
und 100% in der Verwaltung. Darüber hinaus<br />
beschäftigen wir 12 Teilzeitkräfte (drei männlich,<br />
neun weiblich). Von unseren 33 Führungskräften<br />
ist eine weiblich. Der überwiegende Teil<br />
der Mitarbeitenden kommt aus den Regionen der<br />
jeweiligen Standorte.<br />
63% unserer Beschäftigten sind 44 Jahre oder<br />
jünger, 27% unserer Mitarbeitenden bereits zehn<br />
Jahre oder länger bei uns beschäftigt.<br />
Fünf Menschen mit Beeinträchtigungen arbeiten<br />
in unserem Unternehmen. Das ist ein Anteil von<br />
1,4 Prozent gemessen an der Gesamtbelegschaft.<br />
Der Anteil von Beschäftigten mit Migrationshintergrund<br />
liegt im Jahr <strong>2022</strong> bei 14,09 Prozent.<br />
Weitere Kennzahlen zur Diversität haben wir<br />
bislang nicht erhoben.<br />
Diskriminierungsvorfälle haben wir im Jahr <strong>2022</strong><br />
nicht registriert.<br />
Geschlechterverteilung<br />
57 Frauen<br />
288 Männer<br />
Beschäftigte mit Migrationshintergrund<br />
14 %
DNK-Kriterium 17<br />
73<br />
Das Lieferkettengesetz im Blick<br />
Die Einhaltung von Menschenrechten ist uns<br />
grundsätzlich sehr wichtig. Das Thema ist für<br />
uns jedoch nicht wesentlich, da unsere Zulieferbetriebe<br />
und Dienstleister überwiegend<br />
aus Deutschland oder der Europäischen Union<br />
kommen und dort die Gefahr der Verletzung von<br />
Menschenrechten nicht groß ist. Die von uns genutzten<br />
Rohstoffe und Verbrauchsgüter werden<br />
in Deutschland produziert. Hieran wird sich in<br />
Zukunft für unser Unternehmen nichts ändern.<br />
Die Menschenrechte in Deutschland und der EU<br />
werden eingehalten, Zwangs- und Kinderarbeit<br />
sowie jegliche Form der Ausbeutung sind uns<br />
nicht bekannt.<br />
Aktuell vertrauen wir auf die Zusicherung aus<br />
Gesprächen und Lieferantenbewertungen, die<br />
unser Einkauf vornimmt. Er spricht dabei entsprechende<br />
Themen an. Diese Gespräche werden<br />
wir künftig vertiefen. Die üblichen Waren werden<br />
nicht direkt beim Hersteller (beispielsweise aus<br />
Fernost) beschafft, sondern über den Handel in<br />
Deutschland oder der EU.<br />
Aufgrund dieser Ausgangslage (und da wir bislang<br />
keine negativen Vorkommnisse registriert<br />
haben) sind uns keine Risiken bezüglich einer<br />
möglichen Verletzung von Menschenrechten in<br />
Bezug auf unsere Geschäftstätigkeit bekannt.<br />
Das geplante EU-Lieferkettengesetz haben wir im<br />
Blick und werden es umsetzen.<br />
Unsere Investitionen prüfen wir. Bei den Einkaufsvorgängen<br />
achten wir darauf, dass die Einkaufsbedingungen<br />
sowie die gültigen Normen,<br />
Vorgaben und Gesetze eingehalten werden.<br />
Insbesondere bei Rohstoffen werden laufende<br />
Proben und Analysen in unserem werkseigenen<br />
Labor vorgenommen. Dies gilt ebenfalls für<br />
Maschinen und Anlagen, sodass Brandschutz,<br />
Arbeitsschutz etc. zu jederzeit eingehalten<br />
werden können.<br />
Bislang enthalten unsere Investitionsvereinbarungen<br />
und -verträge keine Menschenrechtsklauseln<br />
und werden auch nicht auf Menschenrechtsaspekte<br />
geprüft (vgl. Kriterium 17).<br />
Wir arbeiten schwerpunktmäßig mit Lieferanten<br />
aus den Bereichen Spedition, Roh-, Hilfs- und<br />
Betriebsstoffe sowie Verpackung und Paletten<br />
zusammen. Hinzu kommen Lieferanten etwa für<br />
Ersatzteile oder Handelswaren.<br />
Die Lieferantenauswahl unterliegt einem transparenten<br />
Prozess: Es beginnt mit einer Bedarfsmeldung<br />
im Unternehmen. Dann begeben wir<br />
uns auf die Suche nach entsprechenden Lieferanten.<br />
Es folgen eine Anfrage und erste Gespräche.<br />
Nach der Auswahl des passenden Lieferanten<br />
(Preis, Qualität, Rahmenbedingungen) folgt<br />
die Abwicklung des Geschäftes. Wir bewerten<br />
und analysieren den Lieferanten. Es kommt zur<br />
Weiterentwicklung und Verbesserung der Zusammenarbeit<br />
oder ggf. einer Trennung.<br />
Grundsätzlich ist die Zusammenarbeit mit unseren<br />
Lieferanten von Loyalität und Partnerschaftlichkeit<br />
geprägt.<br />
Menschenrechte
74<br />
Menschenrechte<br />
Lieferantenbeziehungen ausweiten<br />
Unsere Betriebsstandorte befinden sich allesamt<br />
in Deutschland und unterliegen dem deutschen<br />
Recht. Die Geschäftsleitung prüft und kontrolliert<br />
alle sechs Standorte sowie deren Kundenund<br />
Lieferantenmanagement in regelmäßigen<br />
Abständen. Die Standorte werden nicht - da sie<br />
sich in Deutschland befinden - explizit auf die<br />
Einhaltung der Menschenrechte geprüft. Es wird<br />
auch keine menschenrechtliche Folgenabschätzung<br />
durchgeführt.<br />
Eine Bewertung neuer Lieferanten anhand von<br />
sozialen Kriterien nehmen wir bislang nicht vor.<br />
Aktuell führen wir eine klassische Lieferantenbewertung<br />
durch. Die sozialen und umweltbezogenen<br />
Kriterien sollen in der Bewertung 2023<br />
ergänzt werden.<br />
Wir prüfen derzeit unsere Lieferanten nicht explizit<br />
auf deren soziale Auswirkungen. Insofern<br />
können wir keine Angaben zu tatsächlichen und<br />
potenziellen negativen sozialen Auswirkungen<br />
machen.<br />
Gleichwohl stehen wir in einem stetigen Dialog<br />
mit unseren Lieferanten. Durch die Werksübernahmen<br />
in Munderkingen, Muttensweiler und<br />
Tröstau gewinnen wir stetig neue Lieferanten<br />
hinzu. Wir lassen uns über Zertifikate, freiwillige<br />
Selbstauskünfte oder Bescheinigungen die Einhaltung<br />
der entsprechenden Gesetze, Richtlinien<br />
und Normen bestätigen. Beendigungen von<br />
Lieferantenbeziehungen in Folge tatsächlicher<br />
oder potenzieller negativer sozialer Auswirkungen<br />
gab es bislang nicht.<br />
» Unsere sieben Werke sind in ganz Deutschland<br />
verteilt. Dies garantiert kurze Transportwege, rasche<br />
Logistikabläufe sowie ein minimaler<br />
Ressourcenverbrauch und nicht zuletzt eine<br />
deutliche CO 2 -Emissionsminderung. «<br />
THEO <strong>DIEPHAUS</strong>
DNK-Kriterium 18<br />
75<br />
Der Region stark verbunden<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> ist dem Oldenburger Münsterland, wo<br />
1932 in Vechta der Grundstein für unser Familienunternehmen<br />
gelegt wurde, sehr verbunden.<br />
Auf einer Betriebsfläche von 20 ha steht dort<br />
eines der größten Betonwarenwerke Deutschlands.<br />
Zwar operieren wir inzwischen deutschlandweit<br />
an sechs Standorten, dennoch ist<br />
und bleibt <strong>DIEPHAUS</strong> vor allem mit Vechta fest<br />
verwurzelt.<br />
Wir legen in unseren Beziehungen zu den<br />
Regionen, zu unseren Kunden, Lieferanten,<br />
Verbänden, Behörden, Medien, Banken, Versicherungen,<br />
Institutionen, Vereinen und vor<br />
allem auch zu den Menschen vor Ort großen Wert<br />
auf Bodenständigkeit, dauerhafte Verbindungen<br />
und Nähe.<br />
Eine positive Entwicklung und Steigerung der<br />
Attraktivität der Regionen, in denen wir tätig<br />
sind, liegt dem Unternehmen sehr am Herzen.<br />
Nicht nur deshalb sind sowohl die Gesellschafter<br />
als auch die Mitarbeitenden in den örtlichen<br />
Vereinen und Verbänden aktiv und unterstützen<br />
diese ehrenamtlich.<br />
Die Beiträge zum Gemeinwesen verteilen sich auf<br />
unterschiedliche Bereiche:<br />
1. Beitrag zur regionalen Entwicklung<br />
• Unterstützung sozialer Einrichtungen,<br />
der Städte und Kommunen<br />
• Unterstützung kultureller, öffentlicher<br />
Veranstaltungen (z.B. Stadtgarten <strong>2022</strong>)<br />
- Planung eigener öffentlicher Veranstaltungen<br />
(z.B. <strong>DIEPHAUS</strong>-Gartenfest <strong>2022</strong>)<br />
2. Sponsorings<br />
• Bandenwerbung VfL Oythe<br />
• Bandenwerbung SFN Vechta<br />
• Bandenwerbung SC SW Bakum<br />
• Bandenwerbung VfL Munderkingen<br />
• Bandenwerbung SV Unterstadion<br />
• Trikotsponsorings für<br />
verschiedene Jugendteams<br />
Gemeinwesen
76<br />
Spendenübergabe<br />
an Vechta<br />
Cares e. V.<br />
Diephaus ist<br />
Partner der<br />
Feuerwehr<br />
Munderkingen<br />
3. Spenden und weitere soziale Maßnahmen<br />
• z. B. Kinderhospiz, Kindergärten,<br />
Kinderkrankenwagen etc.<br />
• Tombola auf der Weihnachtsfeier: Erlös wird<br />
gerundet, durch die Geschäftsleitung verdoppelt<br />
und an soziale Einrichtungen gespendet<br />
4. Engagement und Mitgliedschaften in Verbänden<br />
und/oder gesellschaftlichen Organisationen<br />
• Theo Diephaus Senior: Gründungsvater<br />
der Bürgerstiftung Vechta<br />
• Theo Diephaus: Vizepräsident BSV Vechta<br />
(Schützenverein)<br />
• Christian Diephaus: Elferrat Vechta, Karneval<br />
• Mitglied im „Verbund familienfreundlicher<br />
Unternehmen e. V. Oldenburger Münsterland“<br />
• Mitglied im Verbund Oldenburger<br />
Münsterland e. V.<br />
• Mitglied im Netzwerk „Nachhaltigkeit<br />
und Transformation“ des OM-Verbundes<br />
Kohlgang <strong>2022</strong>
DNK-Kriterium 18<br />
77<br />
BurgerBox Catering<br />
Ehrung der Jubilare, Weihnachtsfeier <strong>2022</strong>
78<br />
Mitarbeiterfest <strong>2022</strong>
DNK-Kriterium 18<br />
79<br />
Gartenfest <strong>2022</strong>
80<br />
DNK-Kriterium 19<br />
Die Zukunft aktiv mitgestalten<br />
Wir üben weder über das Unternehmen noch den<br />
Branchenverband politischen Einfluss, etwa auf<br />
gesetzgebende Verfahren wie beispielsweise die<br />
CO 2 -Besteuerung, Mautverfahrensänderungen<br />
oder das Emissionsschutzgesetz aus. Auch haben<br />
wir in den vergangenen Jahren keine politischen<br />
Parteien mit Spenden unterstützt. Wir sind auch<br />
in keiner politisch aktiven Organisation tätig.<br />
Einflussnahme<br />
Über die in Kriterium 18 genannten aktiven<br />
Mitgliedschaften in den unterschiedlichen<br />
Verbänden und Vereinen versuchen wir, unsere<br />
Unternehmensinteressen zu vertreten, uns in<br />
Diskussionen miteinzubringen und eine nachhaltige<br />
Entwicklung der Regionen zu unterstützen.<br />
Dies wird auch durch unsere Kooperationen und<br />
der Zusammenarbeit mit wissenschaftlichen<br />
Partnern deutlich.
DNK-Kriterium 20<br />
81<br />
Werte und Regeln im Blick<br />
Als ausschließlich in Deutschland agierendes<br />
Unternehmen unterliegen wir zahlreichen nationalen<br />
Bestimmungen. Von unseren Beschäftigten<br />
erwarten wir, dass sie gesetzeskonform<br />
agieren und die Werte und Regeln des Unternehmens<br />
einhalten.<br />
Um rechtswidriges Verhalten und insbesondere<br />
Korruption innerhalb der Unternehmensgruppe<br />
zu vermeiden, haben wir verschiedene Mechanismen,<br />
Standards, Systeme und Prozesse etabliert.<br />
Verantwortlich für das Thema Compliance ist die<br />
Geschäftsführung.<br />
Grundsätzlich lehnt die Geschäftsleitung rechtswidriges<br />
Verhalten und Korruption ab. In Einstellungsgesprächen<br />
und weiterführenden Gesprächen<br />
mit Führungskräften und Mitarbeitenden<br />
informieren und sensibilisieren wir hierüber<br />
eingehend und fortwährend.<br />
Wir arbeiten bei <strong>DIEPHAUS</strong> etwa mit dem „Vier-<br />
Augen-Prinzip“, um mögliche Verfehlungen<br />
doppelt zu prüfen. Wir führen eine ordnungsgemäße<br />
Buchhaltung, untersagen die Annahme<br />
von Geschenken und dokumentieren sämtliche<br />
Vorgänge und Prozesse innerhalb unserer Geschäftstätigkeit<br />
schriftlich. Verantwortlich für<br />
die Prüfung der Vorgänge, Regeln und Gesetze<br />
sind die Geschäftsführung und die für die interne<br />
Revision zuständigen Personen.<br />
Unsere bisherigen Ziele haben wir erreicht.<br />
Es ist kein konkreter Fall von Korruption aufgetreten.<br />
Durch die kategorische Ablehnung von<br />
Korruption und Vorteilsnahme in Bezug auf die<br />
gesamte Wertschöpfungskette hat das Handeln<br />
der <strong>DIEPHAUS</strong> Betonwerk GmbH nach unseren<br />
Kenntnissen keine negativen Auswirkungen<br />
auf die Bekämpfung von Korruption und<br />
Bestechung.<br />
Gesetzeskonformes<br />
Verhalten
82
83<br />
Herausgeber & Ansprechpartner<br />
<strong>DIEPHAUS</strong> BETONWERK GMBH<br />
Zum Langenberg 1 | 49377 Vechta | www.diephaus.de<br />
Geschäftsführer<br />
Theodor Diephaus<br />
Zum Langenberg 1<br />
49377 Vechta<br />
Deutschland<br />
04441 9302 0<br />
04441 9302 120<br />
theojun.diephaus@diephaus.de<br />
Konzeption & Redaktion<br />
Layout, Gestaltung<br />
Wagner GbR<br />
Büro für CSR, Marketing & Kommunikation<br />
Barbara & Stefan Wagner<br />
Bildnachweise<br />
Werbeagentur WelterWerk<br />
Carola Welter<br />
Timo Lutz Titel, Seite 3, 10, 11, 16, 24, 25, 29, 37, 41, 43, 59, 64, 67, 68<br />
Sonstige <strong>DIEPHAUS</strong> BETONWERK GMBH<br />
Impressum