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Kontakte 1/2017

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NR. 44 1/<strong>2017</strong><br />

Das Magazin für unsere Kunden, Mitarbeiter und Freunde<br />

top – warum die neue<br />

verzinkerei in holdorf<br />

ein voller erfolg ist<br />

riesig – wieso sich bremen<br />

auf besinnlichkeit im<br />

xxl-format freuen kann<br />

engagiert – wie der<br />

generationswechsel von<br />

mitarbeitern gelingt<br />

SEPPELER – BEI UNS KLAPPT’S.


2 SEPPELER IN ZAHLEN KONTAKTE<br />

SEPPELER<br />

IN ZAHLEN<br />

Was war bei uns los in<br />

den vergangenen Monaten?<br />

Ein paar prägnante Zahlen<br />

für den schnellen Überblick:<br />

803.471<br />

kilogramm Zink wurden für die Erstbefüllung<br />

des Kessels in der neuen Verzinkerei<br />

in Holdorf benötigt.<br />

819<br />

leds erleuchten das Logo der Verzinkerei<br />

Lennestadt im Außenbereich. Damit Kunden,<br />

Lieferanten und Besucher den Standort zu<br />

10+ 5<br />

jeder Zeit einwandfrei finden.<br />

standorte: Wir haben das Unternehmen Antikor<br />

in Świdnica übernommen und somit seit Juli <strong>2017</strong><br />

fünf polnische Standorte. Dazu kommen die zehn<br />

deutschen.<br />

70.000<br />

betriebsaufträge bearbeiten<br />

die Mitarbeiter der Feuerverzinkung<br />

Helling & Neuhaus jährlich schnell,<br />

zuverlässig und durchdacht.


KONTAKTE Editorial 3<br />

LIEBE LESERINNEN UND LESER,<br />

schon einen Blick auf die Zahlen links geworfen?<br />

Falls ja, dann ahnen Sie es sicher schon: In den<br />

vergangenen Monaten hat sich Großes bei uns getan<br />

– im wahrsten Sinne des Wortes.<br />

An unserem Standort in Holdorf etwa haben wir<br />

eine komplett neue Verzinkerei gebaut und in Betrieb<br />

ge nommen, ausgestattet mit modernster<br />

Technik und dem breitesten Kessel Deutschlands.<br />

Wir ermög lichen hier das Verzinken in ganz neuen<br />

Dimensionen. Apropos Dimensionen: Unsere Kollegen<br />

in Osnabrück haben den größten transportablen<br />

Weih nachtsbaum der Welt verzinkt. Das Gerüst<br />

besteht aus 60 Tonnen Stahl – einen solchen Auftrag<br />

hat man nicht alle Tage. Außerdem haben wir<br />

einen großen Schritt in Sachen Nachhaltigkeit gemacht.<br />

Und auch die Seppeler Gruppe selbst ist größer<br />

geworden: Wir freuen uns sehr, dass wir einen<br />

neuen Standort in Polen dazugewinnen konnten.<br />

Sind Sie neugierig geworden? Das hoffe ich, denn<br />

Seppeler hat viel Spannendes zu bieten. Unser<br />

neues Magazin berichtet Ihnen davon.<br />

Viel Spaß beim Lesen!<br />

STEFAN NEESE<br />

Geschäftsführer der Seppeler Gruppe<br />

Impressum<br />

Projekte und Neuigkeiten aus den Unternehmen<br />

der Seppeler Gruppe.<br />

<strong>Kontakte</strong> erscheint ein- bis zweimal jährlich.<br />

Haben Sie Fragen, Tipps und Anmerkungen?<br />

Schreiben Sie uns: Stefanie Jungewelter,<br />

stefanie.jungewelter@seppeler.de<br />

Herausgeber:<br />

Seppeler Holding und<br />

Verwaltungs GmbH & Co. KG<br />

Bahnhofstraße 55<br />

33397 Rietberg<br />

www.seppeler.de<br />

Fon 05244 983-0<br />

info-holding@seppeler.de<br />

Nachdruck nur mit Zustimmung des Herausgebers.<br />

Fotos und Grafiken von Mitarbeitern und aus dem<br />

Seppeler Archiv (soweit nicht anders angegeben).<br />

SEPPELER – BEI UNS KLAPPT’S.<br />

STEFAN NEESE<br />

GESCHÄFTSFÜHRER DER SEPPELER GRUPPE<br />

Rietberg, Oktober <strong>2017</strong><br />

Bildnachweis:<br />

Seite 14: Zeichnung auf Basis einer Fotovorlage der<br />

UPHOFF Schlosserei GmbH<br />

Seite 19 oben: Erich Sprick<br />

Seite 22: Harry Wegener<br />

Konzeption, Gestaltung und Redaktion:<br />

3st kommunikation GmbH<br />

Illustrator: Bernd Schifferdecker S. 3, S. 21


4 Inhalt<br />

KONTAKTE<br />

10<br />

DIE GROSSE LÖSUNG<br />

Aufzugschächte verzinken? Kein Problem. Güllefässer,<br />

Spindeltreppen, Kabeltrommeln? Gerne. Unsere<br />

neue Verzinkerei in Holdorf bietet enormes Potenzial.<br />

Wir nehmen Sie mit auf einen Rundgang.<br />

GRÜNES LICHT<br />

16<br />

20<br />

Unser Ziel ist es, ökonomische, ökologische<br />

und soziale Belange in Einklang zu bringen.<br />

Was wir in den vergangenen Monaten<br />

in punkto Energiesparen und Ressourcenschonung<br />

erreicht haben, kann sich sehen<br />

lassen.<br />

28<br />

EIN ROHSTOFF MACHT SICH RAR<br />

Zink ist unser wichtigster Rohstoff. Doch die Preise<br />

für dieses wertvolle Industriemetall sind stark<br />

gestiegen. Ein Experte gibt im Interview Einblick in<br />

diesen hoch dynamischen Markt.<br />

GENERATIONSWECHSEL<br />

Wenn erfahrene Mitarbeiter gehen, stellt das viele Unternehmen<br />

vor Herausforderungen. Zwei unserer Kollegen<br />

zeigen, wie ein solcher Generationswechsel klappt.


KONTAKTE Inhalt 5<br />

INHALT<br />

01 TICKER<br />

S. 06 Großaufnahme<br />

S. 08 Standortticker<br />

02 THEMA<br />

S. 10 Die große Lösung<br />

03 TECHNIK<br />

S. 16 Grünes Licht<br />

S. 18 Eine Frage der Verantwortung<br />

S. 19 Glückwunsch!<br />

S. 20 Ein Rohstoff macht sich rar<br />

S. 22 O Tannenbaum!<br />

S. 24 Schichtwechsel<br />

04 TEAM<br />

S. 26 Unsere Stiftung ist Forschungsgegenstand<br />

S. 28 Generationswechsel<br />

S. 32 Personalien<br />

S. 34 Aus unseren Teams<br />

S. 35 Steckbrief


grossaufnahme Im Alltag treten wir sie oft mit Füßen,<br />

dabei wandeln sich Gitterroste immer häufiger vom<br />

In dustrieprodukt zum Designobjekt. Bei unseren Kollegen<br />

von Helling & Neuhaus Gitterroste entstehen in der Fertigung<br />

nicht nur belastbare und funktionale, sondern auch<br />

ästhetische Produkte. Sie können mit ihrem metallischen<br />

Industriecharme echte architektonische Hingucker sein,<br />

etwa an Balkonen, Fassaden oder Dächern. Verwendet<br />

wird ein besonders hochfester Stahl, der eine 50 Prozent<br />

höhere Belastbarkeit und damit zahlreiche Einsatzbereiche<br />

garantiert. Durch die hauseigene Feuerverzinkung<br />

sind die maß geschneiderten Roste zudem vor Korrosion<br />

geschützt – dauerhaft und nachhaltig.


8<br />

TICKER / STANDORTTICKER<br />

KONTAKTE<br />

5<br />

3<br />

4<br />

6<br />

7<br />

2<br />

9 /<br />

10<br />

1<br />

8<br />

14<br />

12<br />

13<br />

11<br />

15<br />

STANDORT-<br />

TICKER<br />

deutschland 1 <br />

Rietbergwerke GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Beschichtung<br />

Rietberg<br />

Rietbergwerke GmbH & Co. KG<br />

Behältertechnik<br />

Rietberg<br />

Stahlkonzepte Rietberg<br />

GmbH & Co. KG<br />

Rietberg<br />

2 <br />

Helling & Neuhaus GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Gütersloh <br />

„Drei Pilger“ heißt eine Skulptur des<br />

Künstlers und Metallbauingenieurs<br />

Friedel Josting, die unsere Kollegen aus<br />

Gütersloh verzinkt und geschliffen haben.<br />

Das 576 Kilo schwere Trio besteht<br />

aus geschweißten Stahlrohren und<br />

wurde pulverbeschichtet in der Farbe<br />

Orange- Braun, die Köpfe sind in Perlgold<br />

gehalten. Wer möchte, kann sich die<br />

Skulptur anschauen: Sie steht auf der<br />

Maiwiese in Enger.<br />

Mehr auf ›› WWW.SEPPELER.DE<br />

Helling & Neuhaus GmbH & Co. KG<br />

Gitterroste<br />

Gütersloh<br />

Unsere Kollegen haben eine neue Anlage,<br />

die der Produktion von U-Profilen für<br />

die Gitterrost-Randeinfassungen dient.<br />

Im ersten Schritt kann die Profilhöhe<br />

20 Millimeter hergestellt werden. Künftig<br />

sollen über das Werkzeugwechselsystem<br />

auch Profile für weitere Bauhöhen<br />

möglich sein. Das integrierte Kennzeichnungssystem<br />

unterstreicht die Qualitätsansprüche<br />

von Helling & Neuhaus<br />

Gitterroste.


KONTAKTE TICKER / STANDORTTICKER 9<br />

3 <br />

Feuerverzinkung Osnabrück<br />

GmbH & Co. KG<br />

Westerkappeln<br />

25 Prozent weniger Energie benötigt<br />

die neue Produktionsstraße in Osnabrück.<br />

Der Clou: Per Wärmerückgewinnungsanlage<br />

können wir die Abwärme des Ofens<br />

für die Vorbehandlung nutzen. Wir haben<br />

einen einstelligen Millionenbetrag in den<br />

geschlossenen Produktionskreislauf investiert,<br />

mehr als 50 Prozent davon stammen<br />

aus dem Förderprogramm NRW.<br />

BANK.Effizienzkredit. Die NRW Bank hat<br />

die zukunftsweisende Maßnahme nicht<br />

nur mitfinanziert, sie berichtet sogar in<br />

ihrem aktuellen Nachhaltigkeitsreport<br />

darüber.<br />

Mehr unter „Finanzpublikationen“ auf<br />

›› WWW.NRWBANK.DE<br />

4 <br />

Feuerverzinkung Holdorf<br />

GmbH & Co. KG<br />

Holdorf<br />

5 <br />

Feuerverzinkung Bremen<br />

GmbH & Co. KG<br />

Bremen<br />

6 <br />

Feuerverzinkung Hannover<br />

GmbH & Co. KG<br />

Langenhagen<br />

Unsere Kollegen erweitern ihren Service<br />

für Metallbauer und Schlosser mit einer<br />

neuen Sammelstelle in Bad Harzburg-<br />

Harlingerode. Hier können zu verzinkende<br />

Materialien, angefangen von der 6-Millimeter-Schraube<br />

bis hin zu Metallbauteilen,<br />

abgegeben werden. Sie werden von<br />

dort nach Hannover geschickt, feuerverzinkt<br />

und wieder zurück zur Sammelstelle<br />

geliefert. Selbstverständlich ist auch<br />

die Abholung direkt beim Kunden möglich.<br />

Infos unter Tel. 05322/780760.<br />

7 <br />

Feuerverzinkung Genthin<br />

GmbH & Co. KG<br />

Genthin<br />

8<br />

Verzinkerei Lennestadt<br />

GmbH & Co. KG<br />

Lennestadt<br />

9<br />

Feuerverzinkerei Picker<br />

GmbH & Co. KG<br />

Arnsberg<br />

10<br />

Pulverbeschichtung Arnsberg<br />

GmbH & Co. KG<br />

Arnsberg<br />

polen<br />

11<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Chrzanów<br />

12<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Kluczbork<br />

13<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Częstochowa<br />

14<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Świdnica<br />

Seppeler expandiert: Im Juli haben wir<br />

das Unternehmen Antikor im polnischen<br />

Świdnica übernommen. Die dortige Verzinkerei<br />

ergänzt das Angebot der anderen<br />

polnischen Standorte ideal. Sie verfügt<br />

über eine Stückverzinkungsanlage mit den<br />

Arbeitsmaßen 5 Meter x 1,3 Meter x 2,7<br />

Meter sowie über eine Hochtemperaturanlage<br />

mit den Maßen 3 Meter x 1 Meter<br />

x 2 Meter für Schleuderware und Stückverzinkung<br />

bei 605 Grad Celsius. Schlosse r-<br />

ware, Gerüstteile, Zugstangen sowie Elemente<br />

für Fahrgestelle werden hier vor<br />

Korrosion geschützt. Alle Mitarbeiter in<br />

Świdnica sind übernommen worden, zudem<br />

planen wir den Ausbau und eine Modernisierung<br />

des Standortes.<br />

15<br />

Kraty Mostostal Kraków Sp. z o.o.<br />

Kraków


10 THEMA / DIE GROSSE LÖSUNG<br />

KONTAKTE<br />

DIE GROSSE<br />

LÖSUNG


KONTAKTE<br />

THEMA / DIE GROSSE LÖSUNG 11<br />

Feuerverzinkung<br />

Stahl reist nicht gerne. Diese Redewendung kann man getrost vergessen,<br />

denn nach Holdorf reist Stahl gerne. Auf dem platten oldenburgischen<br />

Land hat Seppeler die modernste Feuerverzinkung<br />

Europas errichtet, ausgestattet mit dem breitesten Kessel Deutschlands.<br />

Die gewaltige Anlage zieht Kunden aus dem ganzen Bundesgebiet,<br />

aus Dänemark, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden an.<br />

HOLDORF


12 THEMA / DIE GROSSE LÖSUNG<br />

KONTAKTE<br />

STAPELKRANE<br />

Die Produkte können direkt vom Lkw an die<br />

Traverse gebracht werden.<br />

Breiter, tiefer, länger – beim Verzinken<br />

kommt es auf die Maße an. Die neue<br />

Feuer verzinkung Holdorf, gebaut in nur<br />

elf Monaten und offiziell eingeweiht im<br />

Mai <strong>2017</strong>, eröffnet unseren Kunden und<br />

Mit arbeitern völlig neue Dimensionen.<br />

Geschäftsbereichsleiter Frank Deneke und<br />

der Technische Leiter Timm Spiegel<br />

berichten auf einem Rundgang mit vier<br />

Stationen, welche Potenziale der Neubau<br />

bietet.<br />

01 ANLIEFERUNG<br />

Wer die riesige Halle zum ersten Mal betritt,<br />

staunt nicht schlecht. Keine Spur<br />

vom gemeinhin eher kolossalen, düsteren<br />

Charme eines großen Industriebetriebs.<br />

Im Gegenteil: Die Anlage ist modern, weit,<br />

hell und freundlich – und wirkt so aufgeräumt<br />

und sauber, als könne man vom<br />

Boden essen. Durch große Fensterfronten<br />

fällt Tageslicht, ansonsten sorgen LEDs<br />

für optimale, ressourcenschonende Beleuchtung.<br />

Ein Highlight für Mitarbeiter<br />

ist die Fußbodenheizung, die nicht nur ein<br />

angenehmes Arbeitsklima schafft, sondern<br />

auch eine bessere Trock nung des Materials<br />

auf der Schwarz warenseite erreicht.<br />

Apropos Schwarzwaren: Anders als in<br />

der alten Verzinkerei können die Lkw<br />

ihre Ladung nun direkt zur Traverse anliefern.<br />

Die Stapelkrane können je bis<br />

zu 10 Tonnen Gewicht aufnehmen, sie<br />

laden die Schwarzware vom Laster ab,<br />

transportieren sie zu den Traversen,<br />

wo sie gewogen wird und führen sie so<br />

direkt der Produktion zu. Gleichzeitig<br />

wird die Ware elektronisch erfasst. „Das<br />

beschleunigt den Produktionsprozess<br />

erheblich“, erklärt Deneke. „Die Digitalisierung<br />

ermöglicht außerdem eine lückenlose<br />

Dokumentation, was etwa für<br />

Serienteile sehr wichtig ist.“ Den alten<br />

Tagen, als noch händisch Auftragszettel<br />

ausgefüllt wurden, trauert der Geschäfts -<br />

bereichsleiter nicht nach.<br />

02 VORBEHANDLUNG<br />

Bevor die Werkstücke ins Zinkbad kommen,<br />

müssen sie entfettet und gespült<br />

werden. Im Anschluss folgen das Beizen<br />

mit verdünnter Salzsäure, um Rost und<br />

Zunder zu entfernen, und erneut ein Wasserbad.<br />

Das anschließende Flussmittelbad<br />

nimmt eine intensive Feinreinigung der<br />

Stahloberfläche vor und steigert die<br />

Benetzungsfähigkeit beim Verzinken. Im<br />

Neubau wurden alle zwölf Vorbehandlungsbecken<br />

mit Entfettung, Beize und<br />

Fluxbecken eingekapselt. Das bedeutet<br />

ein großes Plus für Umwelt und Arbeitssicherheit.<br />

Ein sogenannter Nasswäscher<br />

reinigt außerdem die Abluft in einem<br />

geschlossenen Kreislaufsystem.<br />

VORBEHANDUNG<br />

Alle zwölf Vorbehandlungsbecken im Neubau<br />

sind eingekapselt – ein Plus für Arbeitssicherheit<br />

und Umwelt.


KONTAKTE THEMA / DIE GROSSE LÖSUNG 13<br />

„Eigentlich wollten wir die<br />

alte Feuerverzinkung<br />

modernisieren. Wir sind<br />

sehr froh, dass wir die<br />

große Lösung eines Neubaus<br />

am gleichen Standort<br />

realisieren konnten.“<br />

Frank Deneke, Geschäftsbereichsleiter Feuerverzinkung Holdorf<br />

„Unsere Wärmerückgewinnung leitet<br />

die Abwärme aus dem Zinkbecken in den<br />

Trockenofen und die Vorbehandlungsbecken“,<br />

berichtet Deneke weiter. Die Folge<br />

ist, dass die Schwarzware in den<br />

Becken energieeffizient behandelt und der<br />

chemische Prozess beschleunigt wird,<br />

da die Ware im Trockenofen auf eine höhere<br />

Temperatur gebracht werden kann.<br />

Der Temperaturunterschied zum Zinkbecken<br />

ist geringer, wodurch der Prozess<br />

des Ver zinkens schneller und in noch<br />

besserer Qualität abläuft.<br />

Auch hier steigert Automatisierung die<br />

Effizienz. Während zuvor Mitarbeiter mit<br />

manuellen Auftragsbelegen die Vorbehandlung<br />

koordinierten, erfolgt diese nun<br />

ganz automatisch durch zu Anfang des<br />

Prozesses eingesteuerte „Rezepte“. Diese<br />

geben vor, wie lange ein Bauteil in den<br />

Becken zu behandeln ist. Nachhaltig ist<br />

das Ganze obendrein, denn die computergesteuerte<br />

Vorbehandlung hat Auswirkungen<br />

auf die im Verzinkungsprozess<br />

auftretende Zinkasche und das Hartzink.<br />

Die Zinkasche wird übrigens recycelt.<br />

VERZINKUNGSKESSEL XXL<br />

Bis zu zehn Tonnen schwere und 2,55 Meter breite<br />

Produkte können in dem Kessel verzinkt werden.


14 tECHNiK THEMA / DIE / diE GROSSE GroSSE LÖSUNG lÖSUNG<br />

KONTAKTE<br />

ZINKSCHMELZE<br />

Beim Feuerverzinken bilden Zink und Eisen eine<br />

robuste Legierung an der Oberfläche der Waren.<br />

DER NEUE KESSEL IST<br />

IDEAL FÜR SPERRIGE OBJEKTE<br />

Seppeler entwickelt mit seinen Kunden gerne<br />

individuelle Lösungen für deren Werkstücke. Die<br />

UPHOFF Schlosserei etwa lässt in Holdorf ihre<br />

Aufzugschächte verzinken. Bei solchen Produkten<br />

mit Hohlkörpern dürfen keine geschlossenen<br />

Hohlräume vorhanden sein, sonst besteht die Gefahr,<br />

dass das Stahlprodukt während des Tauchgangs<br />

explodiert.<br />

In Absprache mit Seppeler setzt der Kunde schon<br />

in der Produktion Durchfluss- und Entlüftungsbohrungen<br />

ein. Das Zink kann somit ohne Sto ckungen<br />

alle Bereiche des Schachtes er reichen. Außerdem<br />

wird das Entstehen von Luftblasen verhindert.<br />

03 VERZINKUNG<br />

Das Herzstück des Neubaus ist der Kessel<br />

mit einer Arbeitsbreite von 2,55 Metern,<br />

einer Tiefe von 3,30 Metern und einer Länge<br />

von 12,60 Metern. Bis zu zehn Tonnen<br />

schwere Produkte können hier verzinkt<br />

werden. Verzinken heißt, dass die Objekte<br />

in flüssige Zinkschmelze getaucht werden.<br />

Zink hat eine Schmelztemperatur von<br />

rund 419 Grad Celsius. Nach dem Eintauchen<br />

verbleiben die Teile im 450 Grad heißen<br />

Zinkbad, bis sie dessen Temperatur<br />

angenommen haben. Es folgen das „Abkochen”<br />

des Flussmittels und die Reinigung<br />

der Oberfläche von Oxiden und<br />

Flussmittelresten, bevor die Ware aus<br />

der Schmelze gezogen wird. „Der Verzinkungsvorgang,<br />

also das Eintauchen und<br />

Herausziehen der Ware, wird händisch<br />

gefahren. Ansonsten laufen alle Kranbewegungen<br />

vollautomatisch ab“, erklärt<br />

der Technische Leiter Timm Spiegel.<br />

Dass wir bereits verschweißte Ware<br />

verzinken und direkt ausliefern können,<br />

spart Kunden Arbeit, Geld und Zeit.<br />

Der neue Kessel ist ideal für sperriges<br />

Gut wie Güllefässer, Spindeltreppen,<br />

Spielplatzausrüstungen, Gittermasten,<br />

Kabeltrommeln – oder auch Aufzugschächte,<br />

was Ralf Uphoff gerne in Anspruch<br />

nimmt. Er ist Geschäftsführer<br />

der UPHOFF Schlosserei aus Hille, die


KONTAKTE THEMA / DIE GROSSE LÖSUNG 15<br />

8<br />

krane fahren bei der Feuerverzinkung<br />

Holdorf, davon 6 in der Produktionslinie<br />

und 2 Stapelkrane zur Verladung. Es stehen<br />

8 Hub- und Senkstationen zur Verfügung,<br />

auf denen das Kundenmaterial<br />

an- und abgehangen wird. Mitarbeiter<br />

können die Traverse auf eine angenehme<br />

Arbeitshöhe fahren und ergonomisch<br />

arbeiten.<br />

KONTROLLE<br />

Die Kunden erhalten einwandfrei verzinkte Produkte. Vor Auslieferung wird<br />

mit strengem Blick die Qualität geprüft.<br />

unter anderem außenstehende Aufzugschächte<br />

aus Stahl herstellt. „Unsere<br />

Schächte werden hier am Stück verzinkt.<br />

Das ist sehr von Vorteil, denn die Aufzugstür<br />

ist bei einem Aufzug nie vollkommen<br />

dicht, da es dort unten meist eine<br />

offene Führung gibt. Je nach Wetterlage<br />

kann Feuchtigkeit eindringen“, erklärt<br />

Uphoff. „Nun können wir unseren Kunden<br />

eine lückenlos verzinkte Konstruktion<br />

anbieten, die auch im Hohlraum vor Korrosion<br />

geschützt ist.“ Mit anderen Worten:<br />

Die Lebensdauer des Aufzugs steigt.<br />

04 KÜHLUNG<br />

Die noch heißen Stahlteile kühlen an der<br />

Luft ab. Sie werden nun nach Bedarf<br />

nachgearbeitet und kommissioniert. „Und<br />

vor der Auslieferung wird selbstverständlich<br />

kontrolliert, dass der Kunde<br />

einwandfrei verzinkte Ware erhält“, so<br />

Spiegel.<br />

Übrigens: Alle Bereiche, in denen sich<br />

Krane automatisch bewegen, sind eingezäunt<br />

und elektrisch verriegelt. Wenn<br />

jemand die Tür öffnet, bleiben alle Krane<br />

in diesem Bereich stehen. Wenn der Verteilerkran<br />

an einer der Hub- und Senkstationen<br />

eine neue Traverse bringt, muss<br />

er seinen Sicherheitsbereich verlassen.<br />

Dies geschieht nur mit Zustimmung durch<br />

einen Mitarbeiter – wiederum eine echte<br />

Verbesserung der Arbeitssicherheit.<br />

Dass der Neubau das Verzinken in neuen<br />

Dimensionen ermöglicht, ist das eine<br />

große Plus, das andere ist das Tempo. Die<br />

acht Traversenstationen schaffen einen<br />

schnelleren Durchlauf als früher. Ist eine<br />

Voranmeldung erfolgt, braucht der gesamte<br />

Prozess nur sechs bis acht Stunden.<br />

Kunden aus dem Ausland nutzen das, indem<br />

sie abends anreisen, über Nacht<br />

verzinken lassen und dann morgens das<br />

fertig verzinkte Produkt wieder mitnehmen<br />

– Quicktime-Ver zinkung in Seppeler<br />

Qualität.<br />

info<br />

feuerverzinkung<br />

Nachhaltig und langlebig: Beim<br />

Feuer verzinken werden Stahlteile in<br />

Zinkschmelze getaucht. Zink und<br />

Eisen bilden an der Oberfläche eine<br />

robuste Legierung, die das Produkt<br />

bis zu 100 Jahre vor Korrosion schützt.<br />

In Holdorf eröffnet der breiteste<br />

Kessel Deutsch lands eine Verzinkung<br />

in neuen Dimensionen, von der kleinen<br />

Schraube bis zum großen Aufzugschacht.<br />

Nach Anmeldung auch als<br />

Quicktime-Verzinkung über Nacht.<br />

http://www.seppeler.de/de/standorte/<br />

feuerverzinkung-holdorf.php<br />

frank<br />

deneke<br />

(Geschäftsbereichsleiter<br />

Feuerverzinkung Holdorf)


16 Technik / Grünes Licht<br />

KONTAKTE<br />

GRÜNES<br />

LICHT<br />

Schlummerbeleuchtung war gestern. Seit März<br />

strahlen die Rietbergwerke wortwörtlich in<br />

neuem Licht. Damit haben sich nicht nur die Arbeitsbedingungen<br />

massiv verbessert – auch<br />

die Energiebilanz zeigt: Die Investition hat sich<br />

gelohnt! Nur ein Beispiel für effizientes Wirtschaften<br />

bei Seppeler.<br />

RIETBERG<br />

„Setzt man statt der alten Leuchten einfach<br />

LEDs ein, spart man unterm Strich<br />

schon mal 70 Prozent Strom“, weiß Ina<br />

Kuhlmann, die bei Seppeler für das Thema<br />

Energiemanagement verantwortlich<br />

ist. 110 Watt statt 440 Watt. Wer weniger<br />

Strom verbraucht, zahlt weniger Geld –<br />

und produziert weniger Treibhausgase.<br />

Die Rechnung ist einfach.<br />

Ein ganz neues Beleuchtungssystem<br />

Viele Seppeler Standorte wurden in den<br />

vergangenen Jahren auf ihre Beleuchtung<br />

hin überprüft und gegebenenfalls<br />

mit neuen LEDs ausgestattet. Anlass<br />

war unter anderem das EU-weite Verbot<br />

von HQL-Leuchten. Die waren früher<br />

in der Industrie üblich, sind allerdings in<br />

hohem Maße ineffizient. „In Rietberg“,<br />

berichtet Kuhlmann, „haben wir aber noch<br />

einen draufgesetzt.“ Dort war die Lichtsituation<br />

alles andere als zufriedenstellend.<br />

„Stellenweise herrschte eher so<br />

eine Art Schlummerbeleuchtung“, nennt<br />

es die Ingenieurin.<br />

Zusammen mit den Experten von Wintermayr<br />

Energiekonzepte Systemtechnik<br />

GmbH entwickelte die Betriebsleitung ein<br />

ganz neues Beleuchtungskonzept. „Es<br />

gibt natürlich Arbeitsplätze, an denen wir<br />

viel Lux brauchen“, erklärt Kuhlmann den<br />

Hintergrund. „Lagerflächen müssen dagegen<br />

bei Weitem nicht so hell beleuchtet<br />

werden.“ Seit März ist die neue Anlage in<br />

Betrieb. Das Ergebnis: 90 Prozent mehr<br />

Licht dort, wo es hingehört – und trotzdem<br />

70 Prozent Energieeinsparung. Das ist<br />

so viel, dass sich die In vestition schon in<br />

fünf Jahren amor tisiert.<br />

Der grüne Gedanke ist uns wichtig<br />

Dass Energiesparen und Umweltschutz<br />

zentrale Themen für Seppeler sind, liegt<br />

auch in der Natur des Geschäfts. Feuerverzinken<br />

als Korrosionsschutz ist per se<br />

schon ein umweltfreundliches Verfahren<br />

– gleichzeitig braucht es aber große<br />

Mengen an Energie. Will man 25 Tonnen<br />

Zink auf der Temperatur von 450 Grad Celsius<br />

halten, geht das natürlich nicht ohne<br />

enorme Hitze. „Der grüne Gedanke ist uns<br />

wichtig. Wir überlegen ständig, wo und<br />

wie wir noch ressourceneffizienter wirtschaften<br />

können“, erklärt Kuhlmann. Zusammen<br />

mit zwei Kollegen treibt sie von<br />

der Zentrale in Rietberg aus die Nachhaltigkeit<br />

im Unternehmen voran. Wärmerückgewinnungsverfahren<br />

sind ganz normaler<br />

Usus, Abfallrecycling ebenfalls:<br />

Säure, zinkhaltige Abfälle und Zinkasche<br />

werden fast vollständig in den Kreislauf<br />

zurückgegeben oder anderweitig wiederverwertet.<br />

Seit 2015 bestätigt auch ein<br />

TÜV-Zertifikat, dass Seppeler in Sachen<br />

nachhaltige Unternehmens führung die<br />

Nase vorn hat.<br />

An den Standorten werden Ina Kuhlmann<br />

und ihre Kollegen tatkräftig unterstützt. Je<br />

Standort gibt es mindestens einen Energie-<br />

und Umweltbeauftragten. Alle werden<br />

in Workshops geschult und kommen zu<br />

jährlichen Treffen zusammen. Ina Kuhlmann<br />

selbst ist zwei Mal im Jahr an jedem<br />

Standort, um über besondere Themen aufzuklären<br />

oder etwa über werksspezifische<br />

Anforderungen zu sprechen und gemeinsam<br />

Lösungen anzustoßen.


KONTAKTE Technik / Grünes Licht 17<br />

414<br />

98<br />

prozent der Abfälle, die bei der<br />

Feuerverzinkung entstehen,<br />

werden weiterverwertet oder in den<br />

Zinkkreislauf zurückgegeben.<br />

tonnen weniger CO 2<br />

-Ausstoß pro<br />

Jahr erreicht das neue Beleuchtungssystem<br />

in Rietberg. Zum Vergleich:<br />

Das entspricht dem Jahresverbrauch<br />

von rund 100 Pkw pro<br />

Jahr bei einer Fahrleistung von<br />

30.000 Kilometern.<br />

70<br />

prozent weniger Strom: Durch die<br />

Umrüstung auf LEDs konnten die<br />

Rietbergwerke ihren Verbrauch erheblich<br />

reduzieren.<br />

info<br />

nachhaltigkeit<br />

Energie, Umwelt, Qualität, Arbeitsund<br />

Gesundheitsschutz: Seit 2014<br />

wird das Thema Nachhaltigkeit in<br />

der Seppeler Gruppe zentral und<br />

standortübergreifend vorangetrieben,<br />

seit 2015 mit TÜV-Zertifikat.<br />

Unser klares Ziel: ökonomische,<br />

ökologische und soziale Belange<br />

in Einklang zu bringen.<br />

http://www.seppeler.de/de/ueber-uns/<br />

nachhaltigkeit.php<br />

ina<br />

kuhlmann<br />

(Qualitäts- und Energiemanagementbeauftragte<br />

der Seppeler Gruppe)


18<br />

Technik / Eine Frage der Verantwortung<br />

KONTAKTE<br />

EINE FRAGE DER<br />

VERANTWORTUNG<br />

Unser Ziel: lückenloses Energie-Monitoring.<br />

Dank einer neuen Software können wir effizient<br />

und nachhaltig unsere Verbräuche<br />

überwachen und „Übeltäter“ schnell enttarnen.<br />

RIETBERG<br />

Wie viel Energie verbrauchen unsere einzelnen<br />

Standorte? Laufen die Trockenöfen<br />

effizient? Arbeitet die Wärmerückgewinnung<br />

optimal? Warum verändert<br />

sich plötzlich der Gasverbrauch? Seit Kurzem<br />

beantworten wir solche Fragen mit<br />

Hilfe der Software Logit+. Mit ihr kontrollieren<br />

wir standortindividuell alle Anlagen<br />

nach Energie- und Strombedarf – und<br />

das minuziös: Alle 15 Minuten wird der<br />

Ist-Verbrauch aktualisiert.<br />

Schwellen geben Alarm<br />

Über individuell festgelegte Grenzwerte<br />

signalisiert das System, wenn der En ergie<br />

verbrauch einer Anlage aus dem Ruder<br />

läuft. Auffälligkeiten gehen umgehend<br />

bei den Energiebeauftragten der einzelnen<br />

Standorte ein, die sofort aktiv werden<br />

können.<br />

Optimale Übersicht<br />

Zentral vergleicht die Qualitäts- und Energiemanagementbeauftragte<br />

Ina Kuhlmann<br />

ähnliche Anlagen und deren Energiebedarf<br />

miteinander und macht die Kollegen<br />

vor Ort auf Auffälligkeiten aufmerksam.<br />

Ein konkretes Beispiel aus Lennestadt:<br />

Die Software zeigte einen ungewöhnlich<br />

hohen Gasverbrauch des Trockenofens<br />

an. Schnell war klar: Die Steuerung war<br />

nicht optimal eingestellt, dadurch arbeitete<br />

die Wärmerückgewinnung ineffizient.<br />

Wir überholten die Systemeinstellungen<br />

des Ofens und reduzierten so den Gasverbrauch<br />

um 85 Prozent – trotz Mehrproduktion.<br />

157 Tonnen CO 2<br />

stößt die Anlage<br />

dadurch im Jahr weniger aus.<br />

Alle Verantwortlichen der Standorte arbeiten<br />

bereits vor Ort mit Logit+. Zudem sollen<br />

die Verbrauchswerte demnächst direkt<br />

mit den Kostenstellen verknüpft werden,<br />

was dem Controlling eine optimale Übersicht<br />

über die Energieverbräuche der gesamten<br />

Seppeler Gruppe bietet. Eine klare<br />

Win-Win-Situation: Wir schonen die Umwelt<br />

und sparen dadurch Geld.<br />

Die neue Software kann ähnliche Anlagen<br />

(farblich codiert) in punkto Energiebedarf<br />

vergleichen. Arbeitet eine ineffizient, fällt<br />

das schnell auf.


KONTAKTE Technik / Glückwunsch! 19<br />

GLÜCKWUNSCH!<br />

50 Jahre im Geschäft: Unser Händler Erich Sprick<br />

hat Jubiläum. Ein Dankeschön – und ein kurzer<br />

Rückblick zu den Anfängen der Tankstellen.<br />

RIETBERG<br />

Jahrzehntelange Beständigkeit ist für<br />

die Rietbergwerke ein zentrales Stichwort,<br />

nicht nur beim Feuerverzinken. Ganz<br />

besonders freuen wir uns, dass einer unserer<br />

treuesten Händler 50-jähriges<br />

Firmenbestehen feiert. Erich Sprick, ansässig<br />

in Oldenburg, startete damals<br />

mit dem Verkauf von Tankwagen und traf<br />

drei Jahre später Dr. Klaus Seppeler<br />

auf der Internationalen Automobilausstellung.<br />

Man vereinbarte eine Zusammenarbeit<br />

– die bis heute hält.<br />

Gute Idee – gute Umsetzung<br />

Waren es anfangs die stationären Tankanlagen,<br />

so kamen bald neue Ideen dazu.<br />

Dass die heute so erfolgreichen mobilen<br />

Kraftstofftankstellen entwickelt wurden,<br />

ist zum Großteil Erich Sprick zu verdanken.<br />

Er hatte den Einfall, der zu den ersten<br />

Behältern überhaupt führte.<br />

Über die Jahrzehnte etablierte sich ein<br />

Mietgeschäft für diese Behälter, das<br />

durch eine zügige und verlässliche Abwicklung<br />

zum Erfolg wurde. Besonders<br />

die unkomplizierte Art hat die Kunden<br />

erst verblüfft, dann überzeugt und später<br />

zu Stammkunden gemacht – tausende<br />

Einheiten wurden verkauft!<br />

Solche Partnerschaften sind selten<br />

In unserer immer schnelllebigeren Zeit<br />

ist eine solche Partnerschaft etwas<br />

Besonderes. Mit seinen 86 Lebensjahren<br />

zieht sich Erich Sprick nun langsam aus<br />

dem Arbeitsleben zurück, die geschäftlichen<br />

Aktivitäten werden jedoch mit<br />

vollem Elan weitergeführt. Auch da verlassen<br />

wir uns auf Erich Sprick. Wie eigentlich<br />

immer.<br />

Wir wünschen dem Ehepaar Sprick für<br />

die Zukunft alles Gute und vor allem Gesundheit!<br />

Mit stationären Tankanlagen ging die<br />

Zusammenarbeit Sprick-Seppeler los.<br />

Das Bild stammt von 1973.<br />

Wir gratulieren: Guido Röttgers vom<br />

Vertrieb der Rietbergwerke überreicht<br />

Erich und Irene Sprick eine Urkunde<br />

und eine Kollage aller Mitarbeiter der<br />

Behältertechnik.


20 Technik / Ein Rohstoff macht sich rar<br />

KONTAKTE<br />

EIN ROHSTOFF<br />

MACHT SICH RAR<br />

Die Preise für Zink haben enorm angezogen, sehr<br />

zum Verdruss von Verarbeitern und deren Kunden.<br />

Dr. Heinz-Jürgen Büchner, Rohstoffexperte der<br />

IKB Deutsche Industriebank AG, gibt Einblick in den<br />

Markt für dieses weltweit nachgefragte Metall.


KONTAKTE Technik / Ein Rohstoff macht sich rar 21<br />

Herr Dr. Büchner, der Preis für Zink<br />

ist enorm gestiegen: Im zweiten Quartal<br />

2016 lag er bei 1.917 US-Dollar pro<br />

Tonne, im August <strong>2017</strong> bei 3.142 US-<br />

Dollar. Die Weltbank prognostiziert<br />

über das gesamte Jahr <strong>2017</strong> einen<br />

Preisanstieg von 32 Prozent. Kein anderes<br />

Industriemetall macht derzeit<br />

eine ähnlich steile Karriere.<br />

PREISENTWICKLUNG<br />

US-$ / t<br />

4.000<br />

3.000<br />

2.000<br />

3.142<br />

HB: Das stimmt. Speziell 2016 hatten<br />

wir schlicht ein klares Defizit im Angebot,<br />

die Metallproduktion war deutlich geringer<br />

als die Nachfrage. Zu Beginn vergangenen<br />

Jahres lagen die Vorräte an der<br />

London Metal Exchange (LME), dem wichtigsten<br />

Marktplatz für Metalle, noch bei<br />

600.000 Tonnen. Bis Mitte August <strong>2017</strong><br />

sanken sie auf 250.000 Tonnen. Da ist<br />

es normal, dass der Preis steigt.<br />

Weltweit wird die Produktion gekürzt<br />

oder Minen schließen gleich ganz –<br />

für Außenstehende liest sich die Entwicklung<br />

des Zink-Marktes in Teilen<br />

sehr abenteuerlich.<br />

HB: Ja, das mag sein. Letztlich sind<br />

das aber mehr oder weniger ausgeprägte,<br />

wiederkehrende Schwankungen. Minen<br />

schließen, wenn sie nicht mehr rentabel<br />

sind oder wenn sich der Zinkpreis so<br />

schlecht entwickelt, dass der Betrieb vorübergehend<br />

nicht wirtschaftlich ist.<br />

Selbst wenn sich der Markt erholen sollte,<br />

heißt das nicht, dass die Produktion<br />

in den geschlossenen Minen grundsätzlich<br />

wiederaufgenommen werden kann.<br />

Teilweise müssen Neuerschließungen erfolgen.<br />

Und das im gleichen Umfang.<br />

1.000<br />

0<br />

2011 2012 2013 2014 2015 2016 <strong>2017</strong><br />

HB: Allein die Hälfte des 2015 abgebauten<br />

Zinks ging in die Galvanisierung und<br />

Feuerverzinkung. Verzinker wie Seppeler<br />

sind von der Knappheit und damit von<br />

Preisschwankungen also besonders betroffen.<br />

Zink kommt aber, wenn auch in<br />

deutlich kleinerer Menge, in zahlreichen<br />

Industrien zum Einsatz, etwa in der Zinkchemie,<br />

Gummiproduktion oder Elektronikindustrie.<br />

Sogar in alltäglichen Produkten<br />

wie Sonnencreme ist Zink zu<br />

finden. Ein wichtiges Thema, über das sich<br />

Unternehmen Gedanken machen, ist<br />

übrigens das Zink-Recycling. Hier steckt<br />

noch viel Potenzial. Schließlich können<br />

bis zu 98 Prozent der Abfälle wiederverwertet<br />

werden. Zu Ihrer zweiten Frage:<br />

Ja, solche starken Schwankungen gibt es<br />

bei Industriemetallen immer wieder. 2014<br />

beispielsweise hatte Indonesien ein Exportverbot<br />

für unbehandeltes Nickel erlassen.<br />

In wenigen Wochen stiegen Handelskontrakte<br />

gigantisch an. Nickel, Zink<br />

und andere Metalle sind Anlagemedien<br />

geworden, und Rohstoffspekulationen<br />

bringen enorm Bewegung in den Markt.<br />

Trotz des gestiegenen Rohstoffpreises<br />

ist die Verzinkung hinsichtlich des<br />

Preis-Leistungs-Verhältnisses immer<br />

noch der günstigste Korrosionsschutz.<br />

Können Zinkverarbeiter wie Seppeler<br />

die Preisentwicklung beeinflussen?<br />

QUELLE: MBI<br />

31.08.17<br />

die Bauindustrie in China? Setzt US-Präsident<br />

Donald Trump die versprochenen<br />

Infrastrukturvorhaben um? Wie entwickelt<br />

sich die Mobilität weiter? Und wie<br />

agieren die Minenbetreiber? Im ersten<br />

Halbjahr <strong>2017</strong> stieg die Minenproduktion<br />

um 5,4 Prozent. Trotzdem kam es erneut<br />

zu einem Angebotsdefizit von gut<br />

200.000 Tonnen. Langfristig geht man<br />

davon aus, dass es weltweit noch 1,9 Milliarden<br />

Tonnen Zink-Ressourcen gibt.<br />

Im Schnitt braucht es zwar wenigstens<br />

sechs bis acht Jahre Vorlauf bis zur Erschließung<br />

einer neuen Mine, aber derzeit<br />

arbeitet Russland bereits am Kholodninskoe-Minenprojekt<br />

mit allein 21,2 Millionen<br />

Tonnen Erzreserven, auch in Kanada<br />

und weiteren Ländern gibt es neue<br />

Projekte. Es bleibt auf alle Fälle spannend.<br />

Wir werden den Markt daher weiter<br />

mit Interesse beobachten.<br />

Welche Branchen sind von der Zink-<br />

Knappheit besonders betroffen? Und gab<br />

es schon mal eine ähnliche Situation auf<br />

dem Markt für Industriemetalle?<br />

HB: Nein. Seppeler ist zwar eine große<br />

Gruppe, aber letztlich ist der Gesamtverbrauch<br />

der Feuerverzinkungsindustrie<br />

weltweit gesehen zu klein, um Einfluss<br />

nehmen zu können. Das Gute ist jedoch,<br />

dass die Nachfrage nach diesem langlebigen<br />

Korrosionsschutz in jedem Falle<br />

weiter zunehmen wird. Verzinkungen sind<br />

ungeheuer wichtig und zukunftsweisend.<br />

Wie wird sich der Markt für Zink in<br />

den nächsten Jahren entwickeln?<br />

HB: Für eine Prognose muss man viele<br />

Faktoren bedenken: Wie entwickelt sich<br />

DR. HEINZ-JÜRGEN BÜCHNER<br />

verantwortet bei der IKB Deutsche Industriebank das<br />

Thema Rohstoffe. Er ist Managing Director Industrials &<br />

Automotive der IKB Deutschen Industriebank.


22<br />

Technik / O Tannenbaum!<br />

KONTAKTE<br />

O TANNEN-<br />

BAUM!<br />

Er ist ein gewaltiger Hingucker: Die Feu erverzinkung<br />

Osnabrück hat den größten<br />

transportablen Weihnachtsbaum der Welt<br />

verzinkt. Das ursprünglich für Bristol<br />

gebaute XXL-Stück soll demnächst in der<br />

deutschen Heimat für besinnliche Stimmung<br />

sorgen.<br />

Feuerverzinkung<br />

OSNABRÜCK<br />

Wenn auf den Adventsmärkten die Buden<br />

aufgeschlagen werden, Lebkuchenduft<br />

durch die Gassen weht und Weihnachtsbäume<br />

die Winternächte erhellen,<br />

fangen die Augen vieler Menschen an<br />

zu leuchten. In Bremen dürften die Augen<br />

der Marktbesucher ganz besonders<br />

leuchten, denn dort plant man Großes.<br />

40 Meter hoch ist der Baum, den der<br />

Schausteller Harry Wegener aus Stuhr<br />

in der Hansestadt aufstellen will, geschmückt<br />

mit zwei Millionen LED-Leuchten,<br />

das Gerüst aus 60 Tonnen reinstem<br />

Stahl, ausgestattet mit zwei begehbaren<br />

Etagen mit Thekenbetrieb. Weitgereist ist<br />

dieser größte transportable Weihnachtsbaum<br />

der Welt noch dazu: 2015 hatte<br />

Wegener die Ausschreibung für den Weihnachtsmarkt<br />

in Bristol gewonnen und<br />

sein XXL-Projekt mit der Firma Heinrich<br />

Rohlfing GmbH aus Stemwede-Niedermehnen<br />

realisiert. Da er <strong>2017</strong> nicht erneut<br />

zum Zuge kam, holte er den Baum<br />

in die Heimat zurück.<br />

Kessel für besondere Fälle<br />

Damit das Prachtstück Schnee und Regen<br />

trotzt, ließ Rohlfing das Stahlgerüst<br />

feuerverzinken – von unseren Kollegen<br />

in Osnabrück. Die Firma vertraut der<br />

Feuerverzinkung Osnabrück bereits seit<br />

den 70ern. Ausschlaggebend waren<br />

auch die Maße des neuen Kessels, denn<br />

2,50 Meter tiefe Teile kann nicht jeder<br />

verzinken – Osnabrück mit einem Kesselarbeitsmaß<br />

von 3,50 Metern schon.<br />

Rohlfings größte Herausforderung war<br />

übrigens, den Riesenbaum demontierbar<br />

und händelbar zu machen, auch um einen<br />

teuren Sondertransport zu vermeiden.<br />

Das 35 Meter hohe Gerüst wurde daher<br />

in sechs Teilen gefertigt. Der rotierende<br />

Stern an der Spitze wird elektrisch<br />

betrieben und misst alleine schon fünf<br />

Meter.<br />

Zwei Etagen des 40 Meter hohen Baumes sind<br />

begehbar und können für Thekenbetrieb genutzt<br />

werden.


KONTAKTE Technik / O Tannenbaum! 23<br />

2<br />

millionen LED-Leuchten<br />

sorgen für besinnliche<br />

Stimmung.<br />

Im Inneren des Riesenbaumes. Die Eisen-Zink-<br />

Legierung, die durch die Feuerverzinkung entsteht,<br />

schützt den Stahl des Gerüstes bis zu 100 Jahre<br />

vor Korrosion.<br />

40<br />

BREMEN<br />

meter hoch erstreckt sich der<br />

größte transportable Weihnachtsbaum<br />

der Welt.<br />

BRISTOL<br />

60<br />

tonnen Stahl sind im Gerüst<br />

des Baumes verarbeitet.


24<br />

Technik / Schichtwechsel<br />

KONTAKTE<br />

SCHICHT­<br />

WECHSEL<br />

Seppeler Qualität in Farbe – so<br />

könnte man, äußerst kurzgefasst,<br />

die Arbeit unserer Kollegen aus<br />

der Beschichtung beschreiben. Für<br />

alle, die es genauer wissen möch -<br />

ten, bieten wir hier einen Überblick<br />

über das Portfolio. Denn dieses<br />

Angebot wird bei Seppeler immer<br />

stärker nachgefragt und soll in<br />

Zukunft deutlich wachsen.<br />

Beschichtung


KONTAKTE Technik / Schichtwechsel 25<br />

Der Trend geht zur individuellen Farbgestaltung.<br />

Beschichtungen sind ein zukunftsweisendes<br />

Thema: Im vergangenen<br />

Jahr ist die Nachfrage allein für das<br />

Duplex-Verfahren um mehr als 70 Prozent<br />

gestiegen. Unsere Kunden wünschen<br />

nicht nur ein Produkt, das langlebig ist.<br />

Es muss auch gestalterisch ins Gesamtbild<br />

passen. Um der hohen Nachfrage<br />

gerecht zu werden, bauen wir nach und<br />

nach das Geschäftsfeld aus: Neben<br />

der Nassbeschichtung in Rietberg und<br />

der Pulverbeschichtung in Arnsberg<br />

werden auch die Standorte in Bremen<br />

und Holdorf ihr Portfolio erweitern. Mit<br />

leistungsstarken Partnern bieten bereits<br />

alle Seppeler Betriebe Duplex-Beschichtungen<br />

an.<br />

DUPLEX-BESCHICHTUNG<br />

Duplex-Systeme bestehen aus einer Feuerverzinkung<br />

und einer zusätzlichen Beschichtung.<br />

Dieses Verfahren verlängert<br />

den hervorragenden Korrosionsschutz<br />

der Feuerverzinkung nochmal. Die hohe<br />

Schutzdauer ergibt sich durch einen synergetischen<br />

Effekt: Die Farbe schützt die<br />

Verzinkung vor dem natürlichen Abtrag,<br />

und das Zink schützt die Farbe vor Unterrostung.<br />

Die Schutzdauer einer Duplex-<br />

Beschichtung ist somit deutlich länger als<br />

die Summe der Einzelschutzdauer einer<br />

Verzinkung oder Beschichtung. Darüber<br />

hinaus haben gestalterische Gründe an<br />

Bedeutung gewonnen.<br />

NASSBESCHICHTUNG<br />

Seppeler hat mehr als 30 Jahre Erfahrung<br />

mit Nassbeschichtungen. Das Verfahren<br />

bietet individuelle farbliche Gestaltungsmöglichkeiten<br />

mit allen RAL- oder Sonderfarbtönen<br />

und ist für höchste Belastungen<br />

bis Korrosivitätskategorie C5<br />

geeignet. Die Anwendungsfälle sind vielfältig:<br />

Stahlkonstruktionen für Industrie<br />

oder Küsten- und Offshore-Bereiche, Verkehrszeichenträger,<br />

Lärmschutzwände,<br />

Brückenbauteile, Fahrleitungsmaste oder<br />

auch Treppen konstruktionen. Bei der<br />

Nassbeschichtung sind auch Funktionsbeschichtungen<br />

für den Brandschutz<br />

verfügbar.<br />

PULVERBESCHICHTUNG<br />

Dieses Verfahren interessiert immer mehr<br />

Kunden. Wir beschichten mit Kunststoffpartikeln<br />

auf Basis von Polyester- oder<br />

Epoxidharz per elektrostatischer Aufladung.<br />

Die Partikel werden bei 180 Grad<br />

Celsius eingebrannt, heißt: Sie verlaufen<br />

zu einer Lackschicht. Geeignet ist diese<br />

Beschichtung, die ohne Lösemittel auskommt<br />

und somit umweltschonend ist,<br />

für Stahl, verzinkten Stahl, Aluminium<br />

und Edelstahl. Die Vorteile: Das Werkstück<br />

ist ohne Trockenzeit sofort einsetzbar<br />

und aufgrund der guten UV-Beständigkeit<br />

sowie hohen Farbtonstabilität (RAL- und<br />

NCS-Palette) gegen Witterungseinflüsse<br />

geschützt. Die Oberfläche ist schlag-,<br />

kratz- und abriebfest. Sonderlösungen<br />

wie Anti-Graffiti-Beschichtungen gehören<br />

ebenfalls zum Angebot. Ein Plus ist die<br />

Optik: Immer mehr Metallbauarbeiten<br />

wie Balkongeländer oder Zaunsysteme<br />

werden auch aus ästhetischen Gründen<br />

nach der Feuerverzinkung pulverbeschichtet.<br />

BRANDSCHUTZBESCHICHTUNG<br />

Stahlkonstruktionen können je nach<br />

Brand last ab 500 Grad Celsius instabil<br />

werden. Ist eine erhöhte Sicherheit gefordert,<br />

bietet sich unser werksseitiges<br />

Brandschutzsystem mit Sika® Unitherm®<br />

Platinum an. Dieses quillt im Brandfall auf<br />

und schützt den Stahl durch eine dicke,<br />

wärmeisolierte Schaumschicht. Das Bauteil<br />

ist im Brandfall länger geschützt,<br />

sodass mehr Zeit bleibt, um ein Gebäude<br />

zu evakuieren. Diese innovative Beschichtung<br />

auf Epoxidharz-Basis schützt<br />

Bauteile im Innen- und Außenbereich<br />

und erreicht sogar Korrosivitätskategorien<br />

bis C5. Durch die sehr harte Oberfläche<br />

ist die Gefahr von Montageschäden<br />

gering. Das Verfahren ist zudem ökologisch<br />

und wirtschaftlich, weil es lösemittelfrei<br />

ist.<br />

TEAMWORK<br />

Möglich wird unser umfangreiches Angebot<br />

durch gutes Teamwork unserer<br />

Standorte, denn die Rohmaterialien der<br />

Kunden werden zum Beispiel bei Helling &<br />

Neuhaus in Gütersloh verzinkt und geschliffen<br />

und im 90 Kilometer entfernten<br />

Arnsberg farbig beschichtet. Die einzelnen<br />

Arbeitsschritte gehen optimal ineinander<br />

über. Unsere Kunden bekommen von<br />

ihrem Ansprechpartner bei Seppeler<br />

alles aus einer Hand und sparen so erheblich<br />

Zeit, Wege und Verpackungsmaterialien<br />

und können sich auf absolute Termintreue<br />

verlassen.<br />

www.seppeler.de/de/beschichtung.php


26 TEAM / UNSERE STIFTUNG IST FORSCHUNGSGEGENSTAND<br />

KONTAKTE<br />

UNSERE STIFTUNG<br />

IST FORSCHUNGS-<br />

GEGENSTAND<br />

Seit 2003 besteht die Dr. Klaus Seppeler Stiftung.<br />

Warum unsere Erfahrungen ein Schatz für die<br />

Forschung sind, erklärt der Vorsitzende des Aufsichtsorgans<br />

der Stiftung, Professor Dr. Heinrich<br />

Münz, in seinem Gastbeitrag.<br />

RIETBERG<br />

Die Bedeutung von Stiftungen für den<br />

wirtschaftlichen Erfolg in Industrieunternehmen<br />

– darüber forschen Wirtschaftswissenschaftler<br />

seit Kurzem intensiv. Am<br />

Lehrstuhl „Führung von Familienunternehmen“<br />

der Universität Bielefeld widmen<br />

sich Frau Professor Dr. Christina Hoon<br />

und ihr Mitarbeiter Herr Gabor Neumann<br />

(M.Sc.) der Thematik. Erkenntnisse zum<br />

Zusammenspiel zwischen Stiftungen, Eigentümerfamilien<br />

und daraus entstandene<br />

betriebliche Entwicklungen sind Untersuchungsziele.<br />

Fundierte Forschung zur Bedeutung der<br />

Institution „Stiftung“ in Unternehmen<br />

erzeugt Wissen, dessen Wert über das<br />

rein fachwissenschaftliche Interesse<br />

hinausgeht und für den Industriestandort<br />

Deutschland auch allgemeingesellschaftliche<br />

Relevanz besitzt. Beispiele<br />

dafür sind etwa die Wahrung des Unternehmenserfolgs<br />

sowie die Konstellation<br />

der Nachfolgeregelung im Sinne der<br />

Arbeitsplatzsicherung und die Investition<br />

von Erträgen der Stiftung ins Unternehmen.<br />

Wir bieten Basisdaten und...<br />

In diese universitäre Forschung ist die<br />

Dr. Klaus Seppeler Stiftung mit einem<br />

dreijährigen Projekt seit 2016 fördernd<br />

einbezogen. Als unternehmensgebundene<br />

und familiennahe Institution der<br />

Seppeler Gruppe gilt unsere Stiftung<br />

in mehrfacher Hinsicht als besonders forschungsrelevantes<br />

Untersuchungsobjekt.<br />

In der Dr. Klaus Seppeler Stiftung<br />

besteht langjährige Erfahrung zur Zusammenarbeit<br />

von Stiftung mit der Eigentümerfamilie<br />

und den Entscheidungsgremien<br />

im Unternehmen. So sind die<br />

Gesellschafterfunktion, die Umsetzung<br />

von Stiftungszielen wie die Förderung von<br />

Forschung und Entwicklung, aber auch<br />

der Einfluss auf die Unternehmensentwicklung<br />

über viele Jahre ausführlich<br />

dokumentiert. Den Forschern stehen somit<br />

umfangreiche Basisdaten zur Verfügung.<br />

Das Projekt ist auch für die Seppeler<br />

Stiftung und die Unternehmensgruppe<br />

von Interesse. Eine solche Begleitforschung<br />

ermöglicht eine objektive „außenbegutachtete“<br />

Überprüfung zur Effizienz<br />

und Stabilität der Stiftungskonstruktion,<br />

insbesondere auch im Hinblick auf den<br />

wirtschaftlichen Erfolg der Gruppe. Es<br />

stellt sich hier die Frage, ob die ursprüngliche<br />

Zielsetzung des Stifters mit seiner<br />

Stiftungskonstruktion unter den Belastungen<br />

einer sich ändernden Wirtschaftswelt<br />

und Familienstruktur gesichert bleibt.<br />

Oder auch, ob aus wissenschaftlicher<br />

Sicht Notwendigkeiten zu Anpassungen<br />

oder Erweiterungen in den Aufgaben<br />

bestehen.<br />

...erhalten Anregungen für die Zukunft<br />

Darüber hinaus verspricht die Verbindung<br />

zur Kompetenz der Universität für Stiftung<br />

und Seppeler Gruppe Anregungen<br />

und Ideen aus der aktuellen betriebswirtschaftlichen<br />

Forschung. Dies ist interessant,<br />

um zukunftsgerichtete Entwicklungen<br />

im eigenen Unternehmen zu<br />

fördern. Mit ihren innovativen Strukturelementen<br />

– Entscheidungsautonomie,<br />

Unternehmensverbundenheit, Familiennähe<br />

und der Hauptaufgabe der Sicherung<br />

von Forschung und Entwicklung im Un-


KONTAKTE TEAM / UNSERE STIFTUNG IST FORSCHUNGSGEGENSTAND 27<br />

DIE MITGLIEDER<br />

UNSERER STIFTUNG:<br />

v. l. n. r.:<br />

VORSTAND<br />

Walter Maaß<br />

(Vorsitzender),<br />

Günter Thülig<br />

(stellvertretender<br />

Vorsitzender)<br />

AUFSICHTSORGAN<br />

Prof. Dr. Heinrich Münz<br />

(Vorsitzender),<br />

Nina Seppeler<br />

(assoziiertes Mitglied),<br />

Kai Seppeler<br />

(Geschäftsführender<br />

Gesellschafter Seppeler<br />

Gruppe),<br />

Prof. Dr. Ralf Feser<br />

(stellvertretender<br />

Vorsitzender)<br />

„Fundierte Forschung<br />

zur Bedeutung von<br />

Stiftungen erzeugt<br />

wertvolles Wissen.“<br />

Professor Dr. Heinrich Münz<br />

ternehmen – bietet die Institution unserer<br />

Stiftung ein fortschrittliches Modell wirtschaftlicher<br />

und gesellschaftlich verantwortungsvoller<br />

Unternehmenskultur.<br />

Dr. Klaus Seppeler, verstorben im Jahr<br />

2008, initiierte 2003 seine Stiftung zum<br />

Wohle des Unternehmens, der Familie<br />

und der Mitarbeiter. Eine universitäre Begleitforschung<br />

kann nun dazu auch den<br />

allgemeinwirtschaftlichen Wert beschreiben.<br />

Das wäre sicher in seinem Sinne.<br />

FORUMSGESPRÄCHE<br />

Vorrangiges Ziel der Stiftung ist es, den Erfolg des Unternehmens<br />

zu sichern. Erfolg ist eng mit den Mitarbeitern<br />

verbunden. Daher sollen diese auch hinsichtlich Innovationen<br />

sensibilisiert werden. Ein Beispiel dafür ist das<br />

Forumsgespräch, in dem Entscheidungsträger spezielle<br />

Themen, die in der Wirtschaft eine Rolle spielen, auf die<br />

Zukunft der Seppeler Gruppe bezogen behandeln.<br />

So widmete sich das letzte Forumsgespräch dem Thema<br />

Industrie 4.0. Denn auch in unseren Arbeitsbereichen<br />

Feuerverzinkung, Beschichtung, Behältertechnik und<br />

Gitterroste kommt man an der Digitalisierung nicht<br />

vorbei. Im Fokus steht hier besonders die Optimierung<br />

des Datenmanagements. Beim Forumsgespräch gab<br />

es dazu Input von Ulrich Feldhans (Projektconsulting) zur<br />

aktuellen IT-Situation und zu den Vorteilen von ERP-<br />

Anwendungen im Unternehmen. Von der Prozess- und<br />

Produktionsebene über die Logistik und den Vertrieb<br />

bis hin zum Marketing und der Buchhaltung – alle Bereiche<br />

werden vom elektronischen Datenmanagement<br />

bestimmt.


28<br />

Team / Generationswechsel<br />

KONTAKTE<br />

GENERATIONS-<br />

WECHSEL<br />

Der eine geht, der andere kommt – klingt simpel,<br />

ist es aber nicht. Wenn Unternehmen etablierte<br />

Mitarbeiter verlieren, dann gehen mit ihnen oftmals<br />

auch Wissen, Erfahrung und <strong>Kontakte</strong>.<br />

Das muss nicht so sein. Der ehemalige Geschäftsbereichsleiter<br />

der Feuerverzinkung Hannover,<br />

Jürgen Stegen, und sein Nachfolger Christoph<br />

Echtermann machen es vor.<br />

HANNOVER<br />

Herr Stegen, Sie sind gerade in<br />

Ruhestand gegangen. Wie schmeckt<br />

die Freiheit?<br />

JS: Ich konnte mich 50 Jahre vorbereiten,<br />

deshalb ist mir die Umstellung nicht<br />

schwergefallen. Ich zehre von dem, was<br />

ich bei Seppeler gelernt habe. Das ist<br />

ein Schatz, den man privat nutzen kann.<br />

Ich bin seit 13 Jahren Vorsitzender eines<br />

Sportvereins, da kommt mir meine<br />

Organisationserfahrung sehr zugute.<br />

Ein geflügeltes Wort lautet: „Niemals<br />

geht man so ganz.“ Was haben Sie<br />

Ihrem Nachfolger hinterlassen?<br />

JS: Wir haben von 2014 bis 2016 unser<br />

Werk in Hannover erheblich umgebaut,<br />

und seit Herr Echtermann hier ist, sind<br />

weitere 2.600 Quadratmeter hinzugekommen.<br />

Unsere Feuerverzinkung hat<br />

nun am Markt ganz neue Möglichkeiten.<br />

Das ist gut so, denn im Geschäftsjahr 2016<br />

haben sich einige Herausforderungen<br />

ergeben. Wir haben daher neue Wege<br />

eingeschlagen, die mein Nachfolger weiterführt.<br />

Übrigens geht man tatsächlich<br />

niemals so ganz: Wenn Herr Echtermann<br />

mal meinen Rat in Bezug auf einen Kunden<br />

braucht, den ich gut kenne, dann stehe<br />

ich zur Verfügung.<br />

Herr Echtermann, Sie sind seit 2011<br />

bei Seppeler. Wie schwierig ist es,<br />

wenn man in einer Führungsposition<br />

als junger Kollege einem älteren<br />

nachfolgt, der diese Position lange<br />

und erfolgreich ausgefüllt hat?<br />

CE: Mir hat vor allem geholfen, dass ich<br />

zunächst als Assistent der Geschäftsleitung,<br />

aber später auch auf meinen anderen<br />

Positionen die Strukturen der<br />

Gruppe gut kennengelernt habe. Außerdem<br />

arbeitet in Hannover ein sehr kompetentes<br />

Team, der Übergang war also<br />

nicht schwierig. Hierbei hilft es mir sehr,<br />

dass ich aus einem Familienbetrieb im<br />

Bereich Fahrzeugbau komme. Daher be-<br />

sitze ich den technischen Hintergrund<br />

und hatte schon früh Berührung mit dem<br />

Thema Feuerverzinken. Zuhause muss<br />

man halt immer mit anpacken und mit erfahrenen<br />

Menschen zusammenarbeiten.<br />

Dadurch habe ich sehr viel fürs Leben gelernt,<br />

was einem kein Studium beibringen<br />

kann. So kann man mit seinen eigenen<br />

Mitarbeitern immer auf Augenhöhe<br />

diskutieren und konstruktive Entscheidungen<br />

treffen, die dem Kunden nutzen und<br />

das gesamte Unternehmen nach vorne<br />

bringen.<br />

Viele Unternehmen machen die<br />

schmerzliche Erfahrung, dass Wissen<br />

verloren geht, wenn erfahrene<br />

Köpfe gehen. Wie haben Sie beide<br />

die Übergabe organisiert?<br />

JS: Ich wäre normalerweise zum<br />

31. Dezember 2016 in Rente gegangen,<br />

habe aber fünf Monate angehängt, weil<br />

Herr Echtermann als Projektleiter den<br />

Neubau der Feuerverzinkung Holdorf


KONTAKTE Team / Generationswechsel 29<br />

„Wir haben die Übergabe<br />

im Tandem organisiert<br />

und über fünf Monate<br />

hinweg einen Punkt nach<br />

dem anderen durchgearbeitet.<br />

Wenn<br />

die Chemie stimmt,<br />

dann klappt das.“<br />

Christoph Echtermann<br />

„Mein Wissen ist, ich<br />

möchte sagen, zu<br />

98 Prozent übergeben.<br />

Das haben wir gut<br />

hinbekommen.“<br />

Jürgen Stegen


30<br />

Team / Generationswechsel<br />

KONTAKTE<br />

zu Ende gebracht hat. Die Übergabe war<br />

mir sehr wichtig. Wir sind schrittweise<br />

vorgegangen, das heißt: Wir haben eine<br />

bestimmte Aufgabe angepackt, sie durchgearbeitet,<br />

dann hat Herr Echtermann sie<br />

übernommen und wenn er Fragen hatte,<br />

konnten wir sie direkt klären. Er hat<br />

viele gut organisierte Ab läufe übernommen,<br />

aber natürlich auch eigene Vorstellungen<br />

umgesetzt, etwa in punkto<br />

Digitalisierung.<br />

CE: Wir haben beispielsweise für unseren<br />

Verwaltungsbereich einen gemeinsamen<br />

Terminkalender in ein vernetztes<br />

Tool übertragen, auf das jeder Zugriff<br />

hat. So lassen sich Termine besser koordinieren.<br />

Des Weiteren haben wir eine<br />

betriebliche WhatsApp-Gruppe gegründet.<br />

Wenn jemandem, seien es Schicht führer,<br />

Koordinatoren, Produktions- oder Betriebsleitung,<br />

Probleme auffallen, werden<br />

schnell und unkompliziert Bilder in die<br />

Gruppe eingestellt und ebenso schnell Lösungen<br />

gefunden. Durch diese und viele<br />

weitere Maßnahmen sind In for mationen<br />

immer und fast überall schnell verfügbar.<br />

Dadurch ist gewährleistet, dass einwandfreie<br />

Ware mit höchster Qualität rausgeht.<br />

JS: Wir haben außerdem viele Kunden<br />

und Lieferanten gemeinsam besucht und<br />

den Wechsel kommuniziert: „Ich bin weg<br />

und der Mann ist da – er ist genauso<br />

kompetent und wird sich Ihren Anliegen<br />

widmen.“ Mir war es wichtig, eine Übergabe<br />

auf Augenhöhe zu machen. Wir sind<br />

beide Fußballer und unter Fußballern ist<br />

das so üblich. Außerdem weiß das Team<br />

in Hannover bestens über alles Bescheid.<br />

Teamwork ist der Grundstein für<br />

jeden Erfolg.<br />

Das heißt, bei Seppeler existiert<br />

das Wissen eher in Teams als in<br />

Individuen?<br />

JS: Ja, für Hannover kann man das so<br />

sagen.<br />

CE: Ich lege sehr viel Wert darauf, dass<br />

Wissen und Verantwortung auf viele Mitarbeiter<br />

verteilt wird. Wenn mal jemand<br />

ausfällt, kann ein anderer übernehmen,<br />

so dass der Betrieb reibungs los weiterläuft.<br />

Am Ende wird Qualität immer<br />

durch Menschen gemacht.<br />

JÜRGEN STEGEN<br />

Jürgen Stegen hat das Feuerverzinkungshandwerk<br />

von der Pike auf erlernt: Im<br />

August 1967 begann er bei der hannoverschen<br />

Feuerverzinkerei seine Ausbildung<br />

zum Industriekaufmann, machte den<br />

Lkw-Führerschein Klasse 2 bei der Bundeswehr<br />

und studierte in den 70ern BWL.<br />

Stegen war 23 Jahre bei Seppeler angestellt,<br />

davon 13 Jahre Geschäftsbereichsleiter<br />

der Feuerverzinkung Hannover,<br />

bevor er im Februar <strong>2017</strong> an Christoph<br />

Echtermann übergab. Seit 13 Jahren<br />

sitzt der Fußballer ehrenamtlich einem<br />

Sportverein mit sieben Sparten und<br />

rund 1.450 Mitgliedern vor. Er ist verheiratet<br />

und hat zwei erwachsene Kinder.<br />

In der Freizeit reist er mit seiner Frau sehr<br />

gerne. Langeweile wird in seinem Ruhestand<br />

also nicht aufkommen. Und der<br />

Kontakt zur Seppeler Gruppe soll natürlich<br />

auch nicht abreißen.


KONTAKTE Team / Generationswechsel 31<br />

CHRISTOPH ECHTERMANN<br />

Christoph Echtermann ist seit Februar<br />

<strong>2017</strong> Geschäftsbereichsleiter der Feuerverzinkung<br />

Hannover. Der 33-Jährige<br />

studierte Wirtschaftswissenschaften mit<br />

dem Schwerpunkt „Management, Information<br />

und Marketing” in Bielefeld<br />

und startete 2011 als Assistent der Geschäftsleitung<br />

bei Seppeler. Unter seiner<br />

Leitung führte die Gruppe das neue<br />

Energie-Managementsystem ein. Außerdem<br />

war Echtermann Projektleiter für<br />

den Neubau der Feuerverzinkung Holdorf,<br />

die Anfang <strong>2017</strong> in Betrieb genommen<br />

wurde. Der gebürtige Ahlener ist leidenschaftlicher<br />

Freizeitsportler und unterstützt<br />

nach wie vor seinen Vater im Familienunternehmen<br />

Fahrzeugbau. Zudem<br />

gibt es auf dem ehemaligen Bauernhof<br />

der Großeltern immer etwas zu tun.<br />

Sie haben über Ihren unterschiedlichen<br />

Umgang mit der Digitalisierung<br />

gesprochen. Oftmals prallen bei solchen<br />

Generationswechseln ja auch zu<br />

anderen Aspekten Welten aufeinander.<br />

Haben Sie einen Tipp für all diejenigen,<br />

die ebenfalls einen solchen<br />

Wechsel gestalten müssen?<br />

JS: Wenn beide Seiten das Wohl des<br />

Unternehmens und seine Weiterentwicklung<br />

im Blick haben, klappt das auch.<br />

Der Neue muss seine Überlegungen und<br />

sein Wissen einbringen können, der<br />

Alte muss zur Übergabe bereit sein.<br />

CE: Es gibt kein Patentrezept. Wir haben<br />

uns für eine Tandem-Lösung entschieden,<br />

wie sie Herr Stegen beschrieben hat. Man<br />

tut als junger Kollege gut daran, auf die<br />

Erfahrung der Älteren zu setzen und viele<br />

Informationen aufzunehmen und sich<br />

herauszupicken, was man benötigt. Aber<br />

man muss am Ende ein eigenes Ziel verfolgen<br />

und sein Team von diesem Ziel und<br />

dem Weg dorthin überzeugen. Die Welt<br />

wird immer komplexer. Ich glaube nicht,<br />

dass man in einer Führungsposition als<br />

autoritärer Einzelkämpfer dauerhaft erfolgreich<br />

sein kann.<br />

Wie lautet die Bilanz Ihrer ersten<br />

Monate im Amt, auf was können sich<br />

Mitarbeiter und Kunden noch freuen?<br />

CE: Derzeit freuen wir uns über eine<br />

deutliche Produktionssteigerung – das<br />

liegt zum einen daran, dass die Wirtschaft<br />

floriert und zum anderen daran, dass wir<br />

die Produktivität steigern konnten. Wir haben<br />

außerdem unseren Vertrieb intensiviert<br />

und zahlreiche Neukunden gewonnen.<br />

Auf dem neuen, 2600 m² großen<br />

Grundstück wollen wir zunächst logistische<br />

Vorteile für Kunden generieren und<br />

später vielleicht eine Pulverbeschichtung<br />

bauen. Und wir haben ein ganz großes<br />

Projekt vor: Im Bereich Forschung und<br />

Entwicklung werden wir unsere Vorbehandlung<br />

zum Jahreswechsel <strong>2017</strong>/2018<br />

komplett erneuern und die modernste<br />

Anlage installieren, die es in der Seppeler<br />

Gruppe gibt, um unseren Kunden immer<br />

die beste Qualität liefern zu können.<br />

Herr Stegen, Sie haben das letzte<br />

Wort für einen Abschiedsgruß!<br />

JS: Mein Dank geht an die Familie<br />

Seppeler, allen voran an den 2008 verstorbenen<br />

Dr. Klaus Seppeler, der ein<br />

großes Vorbild für mich war. Er geht auch<br />

an die Geschäftsführer und Geschäftsbereichsleiter,<br />

an unsere Mitarbeiter bei der<br />

Feuerverzinkung Hannover, an meine<br />

Kollegen und ganz herzlich an alle unsere<br />

treuen Kunden. Ich wünsche allen eine<br />

gute Zukunft und viel Erfolg – ganz besonders<br />

natürlich Herrn Echtermann.<br />

CE: Ich möchte mich auch noch herzlich<br />

bei Herrn Stegen bedanken und<br />

wünsche ihm alles Gute für seinen neuen<br />

Lebensabschnitt.<br />

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit<br />

genommen haben!


32<br />

Team / Personalien<br />

KONTAKTE<br />

PERSONALIEN<br />

AUSBILDUNGSBEGINN<br />

Seit September gibt es zwei „Neue“ in<br />

der Seppeler Gruppe:<br />

Lisa Brandherm (Industriekauffrau),<br />

Volodia Davtyan (Techn. Produktdesigner)<br />

GRATULATION, PRÜFUNG BESTANDEN<br />

Eugen Illarionow – Mitarbeiter der<br />

Arbeitsvorbereitung/Konstruktion der<br />

Behältertechnik, hat im Juli 2016 am<br />

Richard von Weizsäcker-Berufskolleg das<br />

Fachschulexamen „Staatlich geprüfter<br />

Techniker“ abgelegt.<br />

Oliver Brinkhaus – Prokurist der Stahlkonzepte<br />

Rietberg und der Pulverbeschichtung<br />

Arnsberg, hat im Juli <strong>2017</strong> als<br />

einer der Lehrgangsbesten vor der IHK<br />

Arnsberg als „Geprüfter Tech nischer Betriebswirt“<br />

abgeschlossen.<br />

Pascal Monkenbusch – Verkaufsleiter<br />

der Feuerverzinkung Osnabrück, wurde<br />

im September 2016 an der FH Südwestfalen<br />

der akademische Grad „Bachelor of<br />

Arts“ verliehen.<br />

AUF BALD! IN PENSION GINGEN<br />

Rietberg: Werner Funke (Holding) war<br />

48 Jahre im Unternehmen, Günter Bolz<br />

und Waldemar Faller (Verzinkerei) waren<br />

45 bzw. 26 Jahre dabei, in der Behältertechnik<br />

gingen Heinrich Orthaus nach 48,<br />

Rainer Tielking nach 21 und Bernhard<br />

Wilhelmstroop nach 48 Jahren.<br />

Gütersloh: Waldemar Leimann war<br />

2 Jahre in der Verzinkerei.<br />

Holdorf: Andrej Tissen war 21 Jahre dabei.<br />

Osnabrück: Kasimier Knapik ging nach<br />

27 Jahren.<br />

Hannover: Grzegorz Staron war 19 Jahre<br />

im Unternehmen, Jürgen Stegen 23 Jahre.<br />

AUSBILDUNGSABSCHLUSS<br />

Vier Azubis haben ihre IHK-Prüfung<br />

absolviert:<br />

Januar <strong>2017</strong>: Tolgahan Kaskun und<br />

Dennis Schlaht (Industriemechaniker)<br />

Juni/Juli <strong>2017</strong>: Ahmet Kaya (Industriemechaniker),<br />

Konstantin Funk (Industriekaufmann)<br />

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!<br />

Seit Juni ist er 60 Jahre alt: Kai Seppeler.<br />

Unser geschäftsführender Gesellschafter<br />

ist als Sohn von Dr. Klaus Seppeler quasi<br />

mit dem Unternehmen aufgewachsen.<br />

Als Kind spielte er in den Produktionshallen,<br />

später lernte er das Metier von der Pike<br />

auf, ob im Vertrieb, als Geschäftsführer bei<br />

Picker oder als Geschäfts bereichsleiter<br />

nach der Wende in Genthin. Seit Juli 1991<br />

ist er offiziell in der Geschäftsführung<br />

tätig. Kai Seppeler war maßgeblich verantwortlich<br />

für den Aufbau des Unternehmens<br />

im Osten nach 1990 und gab den Impuls<br />

zum Wachstum in Polen. Heute zählt<br />

die Ocynkownia Śląsk landesweit zur<br />

größten Unternehmensgruppe im Feuerverzinkungs<br />

bereich und entwickelt sich<br />

erfolgreich weiter.<br />

Geschäftsführung und Stiftung sagen<br />

vielen Dank für die – in Ost und West – gemeinsam<br />

geleistete Arbeit und natürlich<br />

nochmal herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.<br />

Wir wünschen alles Gute!<br />

WIR BEGRÜSSEN NEU IM TEAM<br />

Rietberg: Carsten Drewes-Hutmacher,<br />

Katja Kalt, Christel Naumann, John<br />

Schmidt, Dennis Westermann, Rita Westhoff,<br />

Muhammet Akilli, Lisa Brandherm,<br />

Volodia Davtyan, Ahmet Erdogmus,<br />

Stefan Fuchs, Christian Grundmeier,<br />

Philip König, Benjamin Rottjakob,<br />

Bernhard Mieszala, Kamo Sargsjan,<br />

Mihai Talpan, Wassili Schröder<br />

Gütersloh: George Badoi, Florian Brühl,<br />

Gennadij Butko, Memis Erdogmus, Jörg<br />

Lachmann, Sven Marsch, Holger Moorfeld,<br />

Vasilios Ntatsis, Artjom Neufeld,<br />

Anna-Lena Pfeiffer, Mario Simic, Dennis<br />

Stromberg, Sylvester Weszczak, Frank<br />

Zimmeck<br />

Holdorf: Wolfgang Gurtner, Dawid Gwizdz,<br />

Fatmir Jonuzaj, Berthold Kuper, Marion<br />

Pille, Markus Wehage<br />

Bremen: Britta Axmann, Dirk Blankenburg,<br />

Carsten Klenner, Alexander<br />

Maschtaler, Carsten Tietjen, Tiberiu<br />

Vieru, Zhelyo Zhelev<br />

Osnabrück: Fatih Ayes, Dario Dragic,<br />

Michael Kaupenjohann, Ivan Kryukov,<br />

Olga Martens, Mark Nachtigall, Markus<br />

Tegeler<br />

Genthin: Mustafa Ahmad, Till Flammann,<br />

Holger Letz, Steven Plewka, Heiko Richter<br />

Lennestadt: Sunday Tobi Alomaja, Tatiana<br />

Bauer, Mohamad Hajoula, Nico Henke,<br />

Taher Hodroj, Karin Klaas, Miroslaw<br />

Pielka, Lucas Plitt, Yuliya Seldenreich,<br />

Betim Svarca, Jan Skolik, Arif Zadran,<br />

Adam Zsoter<br />

Hannover: Matthias Blumenau,<br />

Waldemar Damian Bochenski, Wladimir<br />

Dukkardt, Daniel Boleslaw Gondek,<br />

Wolfgang Heinemann, Alexander Heisig,<br />

Krzysztof Jankowski, Christine Klingebiel,<br />

Thomas Lugauer, Gregor Majstrenko,<br />

Andrei Obukhov, Andrzej Sztuka, Sylwester<br />

Tuznik, Robert Vojkovic, Patryk Jan Wowro<br />

Arnsberg (Pulverbeschichtung): Vanessa<br />

Altieri, Gerda Erika Burchard, Antonio Chiovaro,<br />

Sophie Drepper, Naji El Kazem, Lothar<br />

Gerken, Mike Gregori, Moritz Hitzegrad,


KONTAKTE TEAM / PERSONALIEN 33<br />

Rudolf Kipp, Arnela Kocan, Mirela Kocan,<br />

Sanela Kocan, Polina Koch, Alexander<br />

Krebs, Sebastian Kuchta, Marie-Ange<br />

Manderlier, Eugen Marsch, Alen Martinovic,<br />

Kanesamoorthy Muhilvannan, Thaponity<br />

Muhilvannan, Tony Nash, Robin Nieprymierow,<br />

Marvin Pietz, Sabrina Polyga,<br />

Holger Schnittger, Carsten Schulte, Oury<br />

Sidibe, Nicole Speer, Matthias Steinberg,<br />

Anton Sträter, Monika Tilgner, Karl-Heinz<br />

Wiesrecker, (Picker) Toni Sousa Fernandes,<br />

Jahid Moslem Uddin<br />

Chrzanow: Magdalena Banasik, Zuzanna<br />

Markowska, Józef Smolik, Krzysztof<br />

Sznajdrowicz<br />

Kluczbork: Arkadiusz Kiedrzyn, Edward<br />

Kos, Justyna Kudła, Dawid Perlak, Arkadiusz<br />

Sputo, Małgorzata Staniszewska<br />

Częstochowa: Maciej Adamiak, Grzegorz<br />

Babicz, Kamil Centkowski, Paweł Holisz,<br />

Sebastian Karoń, Łukasz Kotynia, Marcin<br />

Lampa, Kamil Łaskawski, Adam Madera,<br />

Sebastian Mandat, Damian Mermer,<br />

Jakub Niestrój, Krzysztof Owczarek,<br />

Kamil Piętak, Dawid Pluta, Konrad Podsiadlik,<br />

Robert Skwarczyński, Radosław<br />

Smoliński, Konrad Sojda, Sebastian<br />

Stachurski, Tadeusz Staniec, Damian<br />

Trybulec, Agnieszka Wójcik-Mucha<br />

Świdnica: Iwona Bukowska, Roman<br />

Byrski, Arnold Fedorowicz, Bogdan Galuba,<br />

Jacek Gałecki, Stanisław Gączkowski,<br />

Kamil Gierula, Tadeusz Hruszowiec, Piotr<br />

Kacprzak, Adrian Karol, Grzegorz Kikut,<br />

Jacek Knapik, Przemysław Knapik,<br />

Magdalena Kycia, Marian Łuczak,<br />

Mariusz Majka, Krzysztof Makarewicz,<br />

Wiesław Marczak, Tomasz Martyniak,<br />

Agnieszka Michalska, Magdalena Miezgiel,<br />

Radosław Miklas, Mateusz Misztal,<br />

Łukasz Mokrzycki, Marcin Naleśnik,<br />

Mariusz Niewiadomski, Wiesław Pabich,<br />

Marek Pękala, Daniel Pipiak, Grzegorz<br />

Podhalicz, Krzysztof Polaczyk, Grzegorz<br />

Półtorak, Grzegorz Rzeszót, Dariusz<br />

Sadło, Zbigniew Sajda, Artur Sobala,<br />

Wojciech Sobczyk, Tomasz Staniszewski,<br />

Paulina Szustka, Rafał Śmietana, Barbara<br />

Tęcza, Kamil Tobiasz, Justyna Trafas,<br />

Arkadiusz Trzaska, Paweł Trzaska,<br />

Robert Walczak<br />

DANK AN UNSERE JUBILARE<br />

10 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietberg: Verena Nagel, Stephanie Peitz,<br />

Michael Richter, Ingo Bender, Ron Brüggemann,<br />

Johann Dinius, Franco Grelle,<br />

Mateus Marusiak, Pasquale Primerano,<br />

Sandro Radtke, Kristina Schröder,<br />

Waltraud Schwietert, Werner Thiesmann<br />

Gütersloh: Johann Friesen, Anatoli Friesen<br />

Holdorf: Sergej Danilenko, Sven Kehl,<br />

Valeri Korolew, Kim Krohn, Vitali Schiller,<br />

Jakob Werle<br />

Bremen: Sergej Andrienko, Viktor Dirlam,<br />

Sergej Komissarow, Sergey Tarasov<br />

Osnabrück: Konstantin Bujukidi, Stev<br />

Clare, Andreas Dalke, Christian Feldhoff,<br />

Stefan Hellermann, Michael Kibler, Daniel<br />

Liekam<br />

Lennestadt: Christoph Tetzlaff, Michel<br />

Wappler-Jergler<br />

Hannover: Alexander Polei<br />

Chrzanow: Grzegorz Biśta, Sebastian<br />

Rokita, Elżbieta Stój<br />

20 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietberg: Sandra Pfeiffer, Alexander<br />

Klassen, Michael Steiner, Rainer Tielking<br />

Gütersloh: Vasilij Ilin, Ralf Pauly, Carsten<br />

Vark, Nikolaos Zissiadis<br />

Holdorf: Sergej Kehl<br />

Bremen: Wjatscheslaw Beratz<br />

Genthin: Olaf Meier<br />

Hannover: Lutz Gäbler, Manfred Lahn<br />

Arnsberg (Picker): Antonio Machado da<br />

Silva, Paulo Matos Da Silva<br />

25 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietberg: Michael Brinkhaus, Andreas<br />

Funk, Kristijan Gradiscaj, Reinhard<br />

Hübner, Reiner Martinschledde, Nurkan<br />

Özcan, Alexej Reimer, Heinrich Schiller,<br />

Peter Paul Tessikowski, Alexander<br />

Warkentin<br />

Gütersloh: Peter Berg, Oliver Hano,<br />

Vasilios Kajopoulos<br />

Holdorf: Ronny Kreß<br />

Bremen: Rolf Glaser<br />

Osnabrück: Wladimir Albrecht, Dorothea<br />

Buchholz, Martin Geschwandtner, Olaf<br />

Kaiser, Amarjit Kalsi, Sasa Obradovic,<br />

Peter Richmeier<br />

Genthin: Hans-Hermann Becker,<br />

Frank Bohn<br />

Hannover: Karsten Held, Seref Zeybek<br />

Arnsberg (Picker): Joao Alves, Antonio<br />

Cavaco, Jose Lemos, Armando Magalhaes<br />

30 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietberg: Celalettin Erden, Thomas<br />

Grabosch, Tacettin Hanelce, Kemal Ileri,<br />

Andreas Köllner, Adnan Öztürk, Anja<br />

Pauleickhoff, Michael Pauleickhoff,<br />

Yonis Tepebasi<br />

Gütersloh: Gudrun Butzner<br />

Genthin: Doreen Geue, Mirco Matthies<br />

35 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietberg: Klaus Igelhorst, Ümüt Taskin<br />

Gütersloh: Norbert Dübeler, Klaus<br />

Peterhanwahr, Ulrike Roggenkamp<br />

40 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietberg: Heribert Zwick<br />

Gütersloh: Werner Fox<br />

Osnabrück: Wilfried Schürkamp<br />

Genthin: Wolfgang Schneider<br />

Lennestadt: Bernd van den Bossche<br />

45 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietberg: Günter Bolz, Werner Janowitz,<br />

Manfred Oetter<br />

IN STILLEM GEDENKEN<br />

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der<br />

Rietbergwerke trauern um Ulrich Brockschnieder.<br />

Er war 31 Jahre Lkw-Fahrer<br />

der Verzinkerei und starb am 24.10.2016<br />

im Alter von 57 Jahren.<br />

Die Belegschaft von Helling & Neuhaus<br />

trauert um Uwe Leschnikowski, der am<br />

21.01.<strong>2017</strong> mit 56 Jahren verstarb. Er<br />

war 31 Jahre als Produktionsmitarbeiter<br />

in der Verzinkerei tätig.


34<br />

Team / Aus Unseren Teams<br />

KONTAKTE<br />

AUS UNSEREN<br />

TEAMS<br />

Ob Spenden, Sponsoring oder Gruppenaktionen:<br />

ein paar Beispiele, was unsere Kollegen neben der<br />

„normalen“ Arbeit alles leisten.<br />

LAUFEN MACHT LAUNE<br />

Ob Azubis, Sekretärinnen, Buchhalter, IT-<br />

Experten oder Geschäftsführer: Beim<br />

sechsten AOK-Firmenlauf schnürten Mitarbeiter<br />

aus allen Altersklassen und<br />

Abteilun gen ihre Sportschuhe. Seppeler<br />

nahm zum zweiten Mal am „Cityloop“ in<br />

Wiedenbrück teil. Unsere 20 Kollegen genossen<br />

die professionelle Organisation<br />

und die gute Stimmung: Eine Samba-Band<br />

heizte den 2.200 Firmenläufern und zahlreichen<br />

Zuschauern ein. Amanal Petros,<br />

deutscher Vizemeister über 10.000 Meter<br />

und „Laufbotschafter“ bei der Veranstaltung,<br />

lief lässig und gute Laune verbreitend<br />

zwischen den Hobbyläufern<br />

und zeigte, worum es beim Cityloop geht:<br />

um Teamgeist und Spaß an der Bewegung.<br />

KUNST MIT ANZIEHUNGSKRAFT<br />

Ist Ihnen das neue Bild im Treppenhaus<br />

der Behältertechnik in Rietberg aufgefallen?<br />

190 auf 190 Zentimeter groß, in Blau<br />

und Silber changierend, die Farbe in eigenwilliger<br />

Weise aufgetragen? „Holding<br />

Liquids Blue’s“ zeigt das Seppeler Logo<br />

und greift die Struktur des Geländers auf.<br />

Gestaltet hat es unser Kollege Michael<br />

Steiner, der seit 20 Jahren bei den Rietbergwerken<br />

arbeitet und seit 40 Jahren<br />

Kunst schafft. Der Produktionstechniker<br />

verknüpfte sein Know-how mit seiner<br />

Leidenschaft und entwickelte einen eigenen<br />

Prozess zur Gestaltung: „Magnetic<br />

Painting“. Wie das funktioniert? „Ich bringe<br />

pastöse Ölfarbe auf die Leinwand auf<br />

und verdränge sie mit Kugeln und Walzen.<br />

Die steuere ich über einen Magneten,<br />

den ich an der Rückseite der Leinwand<br />

manuell führe – mit einer selbstgebauten<br />

Maschine“, erklärt Steiner. „Dabei entstehen<br />

Strukturen, die sich je nach Gewicht<br />

der Kugel, Stärke des Magneten und<br />

Tempo der Bewegung unterscheiden.“<br />

Spannend, oder?<br />

EINE SPENDE FÜRS LEBEN<br />

Stefan Höber zögerte keine Sekunde:<br />

Im Februar <strong>2017</strong> spendete unser Kollege<br />

einer schwerkranken Australierin Knochenmark<br />

– und erfuhr kürzlich, dass sich<br />

ihr Zustand stabilisiert hat. Die Seppeler<br />

Gruppe unterstützte die hoffentlich lebens<br />

rettende Spende, indem sie die<br />

Lohn fortzahlung für ihn übernahm. Normalerweise<br />

macht das die Deutsche<br />

Knochenmarkspenderdatei.


KONTAKTE<br />

Team / Steckbrief<br />

35<br />

STECK-<br />

BRIEF<br />

Die ersten Arbeitstage war er<br />

„inkognito“, heute kennen ihn<br />

(fast) alle bei Seppeler: Gregor<br />

Köring stellt sich in unserem<br />

aktuellen „Steckbrief“ vor.<br />

VOR- UND NACHNAME Gregor Köring<br />

GEBURTSTAG 12. August 1963<br />

WOHNORT<br />

Paderborn<br />

BERUF<br />

Geschäftsbereichsleiter<br />

Helling & Neuhaus Gitterroste<br />

Gregor Köring mag Golf, Reisen und Popmusik, aber keine<br />

Krawatten – sehr zur Freude von Kollegen und Besuchern,<br />

die es ihm gerne nachmachen und sich schnellstmöglich<br />

Freiheit am Hals verschaffen.<br />

MEIN ERSTER TAG BEI SEPPELER…<br />

… war der 1. April 1999. Dies war mein offizieller Arbeitsbeginn.<br />

Allerdings war ich bereits eine Woche zuvor „inkognito“ im<br />

Betrieb unterwegs, um mich mit den Produktionsabläufen vertraut<br />

zu machen. Meine kaufmännisch-technische Ausbildung<br />

hat mir den Einstieg sehr erleichtert und mich dazu befähigt, die<br />

betrieblichen Zusammenhänge von Produktion und Vertrieb in<br />

das richtige Verhältnis zu setzen. Mit großen Emotionen war mein<br />

erster Arbeitstag nicht verbunden, da ich in meinem Berufsleben<br />

vielfältige Jobs hatte – vom Kfz-Mechaniker über den Außendienst<br />

bis hin zum internationalen Vertriebsleiter. Für einige<br />

Jahre bin ich sogar unter die Nordlichter gegangen und habe in<br />

Bremen gelebt. Aber als ostwestfälisches Urgestein hat es mich<br />

dann doch wieder in die Heimat zurückgezogen. Was für mich<br />

im Beruf wichtig ist beziehungsweise worauf ich im Berufsalltag<br />

Wert lege? Pragmatismus und dass das Wort etwas zählt.<br />

HOBBYS<br />

Golf spielen, reisen<br />

LIEBLINGSMUSIK<br />

Deutscher Pop<br />

LEBENSZIEL<br />

Carpe Diem


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