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Kontakte 1/2020

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NR. 47 1/<strong>2020</strong><br />

Wie unsere beschichtungseXperten<br />

den aktuellen trend<br />

Zur farbgestaltung Zukunftsorientiert<br />

umsetZen<br />

Warum unsere behÄlter ein<br />

begehrtes gut sind – und das<br />

auch in Zukunft bleiben Werden<br />

Wie sich unser gitterrosteportfolio<br />

verÄndert hat und<br />

stetig WÄchst


2 SEPPELER IN ZAHLEN<br />

KONTAKTE<br />

SEPPELER<br />

IN ZAHLEN<br />

Was ist los bei uns?<br />

Ein paar prägnante Zahlen<br />

für den schnellen Überblick.<br />

https://www.seppeler.de/<br />

de/ueber-uns/historie.php<br />

Jahre sind wir mittlerweile alt. Wer mehr über<br />

unsere Geschichte erfahren möchte, sollte sich unsere<br />

neu gestaltete audiovisuelle historie ansehen.<br />

Viel Spaß beim Durchstöbern!<br />

1 5<br />

Die Zinkkessel aller Standorte (Kesselvolumen)<br />

haben insgesamt das Fassungsvermögen von<br />

5.767 badeWannen.<br />

standorte hat die Seppeler Gruppe mittlerweile:<br />

zehn in Deutschland und fünf in Polen. Durch die Übernahme<br />

von Thöne Metallwaren sind wir nun nämlich<br />

auch in Salzkotten mit einer Feuerverzinkung und einer<br />

Gitterrostefertigung vertreten. Mehr dazu auf Seite 20.<br />

72<br />

neue kolleginnen und kollegen<br />

hat die Seppeler Gruppe seit Anfang des<br />

Jahres dazubekommen.<br />

3 0<br />

Seppeler war bereits vor über 30 Jahren einer der<br />

ersten Verzinkungsbetriebe in Europa, der sein Leistungsangebot<br />

um eine eigene beschichtung erweiterte.<br />

Zusammen mit der Deutschen Bahn war man in<br />

Rietberg Pionier für den Einsatz von umweltfreundlichen,<br />

wasserverdünnbaren Beschichtungsstoffen. Erfahrung,<br />

Qualität und Kompetenz sind die Eckpfeiler, auf die Kunden<br />

der Seppeler Gruppe vertrauen können.


KONTAKTE EDITORIAL 3<br />

LIEBE LESERINNEN UND LESER,<br />

wir erleben ein Jahr voller großer Veränderungen.<br />

Besonders in diesen unsicheren<br />

Zeiten zeigt sich, wie gut und wichtig es ist,<br />

als Unternehmen ein festes Fundament zu<br />

haben und doch beweglich genug zu sein, um<br />

diese Heraus forderungen mitzugestalten.<br />

Unser Fundament besteht aus Expertise und<br />

Innovationskraft, aus über hundertjähriger<br />

Tradition und vielfältiger Erfahrung, aus<br />

Vertrauen in unsere Mitarbeiter und aus<br />

partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit unseren<br />

Kunden. Was uns bewegt und uns<br />

antreibt, wie wir die Veränderungen gestalten<br />

und welche Vielfalt an Themen uns in diesem<br />

Jahr begleitet, davon berichtet dieses<br />

Magazin. Es erzählt von unseren Beschichtern<br />

und wie sie zwei der großen Branchentrends<br />

in ihre tägliche Arbeit übertragen. Es<br />

bringt Sie zu unserem Werk in Częstochowa,<br />

das wir grundlegend transformiert und für<br />

die Zukunft neu aufgestellt haben.<br />

Wir geben Ihnen ebenso Einblick in die aktuellen<br />

Entwicklungen der Bereiche Gitterrostfertigung<br />

und Behälterbau. Und wir berichten<br />

von vielen Projekten, in denen wir<br />

mit unseren Kunden die Themen Ökologie<br />

und Nachhaltigkeit vorangebracht haben.<br />

Ich bin sicher: Gemeinsam kommen wir auch<br />

weiterhin gut durch diese Zeit, die nicht nur<br />

zahlreiche Veränderungen mit sich bringt,<br />

sondern auch jede Menge Chancen eröffnet.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen!<br />

SEPPELER – BEI UNS KLAPPT’S.<br />

KAI SEPPELER<br />

Rietberg, Oktober <strong>2020</strong><br />

KAI SEPPELER<br />

Gesellschafter und Vorsitzender des<br />

Aufsichtsrates der Seppeler Gruppe<br />

Impressum<br />

Projekte und Neuigkeiten aus den Unternehmen<br />

der Seppeler Gruppe.<br />

<strong>Kontakte</strong> erscheint ein- bis zweimal jährlich.<br />

Haben Sie Fragen, Tipps und Anmerkungen?<br />

Schreiben Sie uns: marketing@seppeler.de<br />

Herausgeber:<br />

Seppeler Holding und<br />

Verwaltungs GmbH & Co. KG<br />

Bahnhofstraße 55<br />

33397 Rietberg<br />

Fon 05244 983-258<br />

marketing@seppeler.de<br />

www.seppeler.de<br />

Konzeption, Projekt- und Redaktionsleitung:<br />

Marketing Seppeler Holding<br />

Konzeption, Gestaltung und Redaktion:<br />

3st kommunikation GmbH<br />

Illustration: Bernd Schifferdecker S. 3<br />

Druck: K & W Kunst-und Werbedruck GmbH<br />

Hinterm Schloß 11, 32549 Bad Oeynhausen<br />

Bildnachweise: kuritafsheen/Gettyimages: S. 10/11,<br />

Eric Isselee/Shutterstock: S. 12, PetlinDmitry/<br />

Shutterstock: S. 14, Franz Ruberg & Co. GmbH: S. 27,<br />

Goldbeck GmbH: S. 28/29, Hillebrandt GmbH: S. 30/31,<br />

ORKA Steganlagen GmbH: S. 34<br />

Nachdruck nur mit Zustimmung des Herausgebers.<br />

Fotos und Grafiken von Mitarbeitern und aus dem<br />

Seppeler Archiv (soweit nicht anders angegeben).<br />

Erscheinungsjahr: <strong>2020</strong>


4 INHALT<br />

KONTAKTE<br />

10<br />

WIR TREIBEN’S GERNE BUNT<br />

INHALT<br />

Individualisierung und Nachhaltigkeit sind zwei der<br />

großen Megatrends unserer Zeit. Was das für die Arbeit<br />

unserer Beschichtungsexperten bedeutet, das lesen<br />

Sie in unserem Themenspecial.<br />

01 TICKER<br />

S. 06 Großaufnahme<br />

S. 08 Standortticker<br />

20<br />

02 THEMA<br />

S. 10 Wir treiben’s gerne bunt<br />

03 TECHNIK<br />

S. 16 Der hat’s in sich<br />

S. 18 Schweißen und staunen<br />

S. 20 Von der harten Sorte<br />

S. 26 Ahoi, Welthandel!<br />

S. 28 Einmalig nachhaltig<br />

S. 30 Mit einem Knoten gelöst<br />

S. 32 Himmlische Aussichten<br />

S. 34 Immer eine Handbreit<br />

Wasser unterm Kiel<br />

S. 36 Wasser marsch!<br />

S. 37 Eine Frage der Verantwortung<br />

04 TEAM<br />

S. 38 Unser polnisches Glanzstück<br />

S. 40 Personalien<br />

S. 42 Aus unseren Teams<br />

S. 43 Steckbrief<br />

VON DER HARTEN SORTE<br />

Die Nachfrage nach Gitterrosten wächst<br />

stetig. Die enorm stabilen Bauteile sind<br />

nicht nur wirtschaftlich und nachhaltig,<br />

sie können auch sehr ästhetisch sein.


KONTAKTE INHALT 5<br />

30<br />

MIT EINEM KNOTEN GELÖST<br />

Verschleißen Gebäude, kann es heikel<br />

werden. Gut, wenn man dann Partner<br />

findet, die nicht nur über jede Menge<br />

Expertise verfügen, sondern einfach<br />

auch mal querdenken.<br />

38<br />

UNSER POLNISCHES GLANZSTÜCK<br />

Sie ist top saniert und nun Polens<br />

modernste Verzinkerei: die Ocynkownia<br />

Śląsk in Częstochowa. Ein Interview<br />

mit Standortleiter Krzysztof Demendecki<br />

über eine Transformation.


grossaufnahme Müssen Sie auch spontan an die Räder<br />

einer Modelleisenbahn denken? Diese sind zwar viel kleiner<br />

als die abgebildeten Spulen mit ihrem stolzen Durchmesser<br />

von 3,20 Metern, aber ähnlich sehen sie sich schon. Wir verzinken<br />

diese Spulen und schützen sie so vor Verwitterung, denn<br />

mit ihnen transportiert und lagert man Baueinsatzkabel, die<br />

bei Reparaturen von Hochspannungsleitungen als Umleitung<br />

dienen. Für unseren Standort Holdorf sind solche Dimensionen<br />

kein Problem: Wir arbeiten hier mit dem breitesten Verzinkungskessel<br />

Deutschlands.


8 TICKER / STANDORTTICKER<br />

KONTAKTE<br />

5<br />

3<br />

4<br />

6<br />

7<br />

9<br />

2<br />

1<br />

10<br />

8<br />

14<br />

12<br />

13<br />

11<br />

15<br />

STANDORT-<br />

TICKER<br />

deutschland<br />

1 <br />

Rietbergwerke GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Beschichtung<br />

Rietberg<br />

Seppeler Holding &<br />

Verwaltungs GmbH & Co. KG<br />

Rietberg<br />

Vermögensverwaltung. Als Dachorganisation<br />

nimmt die WV Metalle die gemeinsamen<br />

Interessen der metallerzeugenden<br />

und metallverarbeitenden Industrie wahr.<br />

Rietbergwerke GmbH & Co. KG<br />

Behältertechnik<br />

Rietberg<br />

Stefan Neese, seit 2017 Vorstands- und<br />

Präsidiumsmitglied der Wirtschaftsvereinigung<br />

Metalle e. V. (WV Metalle), wurde<br />

Ende Mai 2019 von den Vorstandsmitgliedern<br />

zum Schatzmeister gewählt. Zu<br />

seinen Hauptaufgaben gehören die<br />

Überwachung der Kassenführung sowie,<br />

in Kooperation mit dem Vorstand, die


KONTAKTE TICKER / STANDORTTICKER 9<br />

2 <br />

Helling & Neuhaus GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Beschichtung<br />

Gütersloh <br />

Für ein solches Projekt arbeiten selbst<br />

die erfahrensten Kollegen unter uns<br />

nicht allzu oft: Helling & Neuhaus verhalf<br />

zwei Luxus-Baumhäusern zu nachhaltigem<br />

Korrosionsschutz. 300.000 Euro<br />

investierte Bauherr Ingo Hanneforth<br />

in das maßgeschneiderte Projekt am<br />

Gütersloher Epkes Kamp, die Schlosserei<br />

Martin Hanneforth übernahm die Stahlbauarbeiten.<br />

Einem außergewöhnlichen<br />

Übernachtungserlebnis inmitten der<br />

Natur steht nun nichts mehr im Wege.<br />

Helling & Neuhaus GmbH & Co. KG<br />

Gitterroste<br />

Gütersloh<br />

3 <br />

Feuerverzinkung Osnabrück<br />

GmbH & Co. KG<br />

Westerkappeln<br />

Mit dem Bau einer neuen Halle an die<br />

bestehenden Produktionshallen erweitert<br />

die Feuerverzinkung Osnabrück ihre<br />

Möglichkeiten für Zusatzarbeiten. Die<br />

Halle hat eine Fläche von rund 2.000 Quadratmetern.<br />

Sie umfasst unter anderem<br />

eine hochmoderne Schleifkabine mit<br />

Absaugung sowie Platz für Montagearbeiten,<br />

Kommissionierungen und weitere<br />

kundenindividuelle Zusatzarbeiten.<br />

4 <br />

Feuerverzinkung Holdorf<br />

GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Beschichtung<br />

Holdorf<br />

5 <br />

Feuerverzinkung Bremen<br />

GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Beschichtung<br />

Bremen<br />

6 <br />

Feuerverzinkung Hannover<br />

GmbH & Co. KG<br />

Langenhagen<br />

7 <br />

Feuerverzinkung Genthin<br />

GmbH & Co. KG<br />

Genthin<br />

Nicht nur die Rietbergwerke feierten<br />

einen runden Geburtstag, sondern<br />

auch die Feuerverzinkung Genthin, die<br />

seit fast 30 Jahren zu unserer Gruppe<br />

gehört. Das Unternehmen wurde im vergangenen<br />

Oktober 50 Jahre alt und lud<br />

Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner<br />

zur Jubi läumsparty ins Erlebnisdorf<br />

Parey ein. Übrigens haben wir an unserem<br />

kleinsten Standort Großes vor:<br />

nämlich den Neubau einer modernen<br />

Verzinkungsanlage. Die Planungen laufen<br />

auf Hochtouren!<br />

8<br />

Verzinkerei Lennestadt<br />

GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Beschichtung<br />

Lennestadt<br />

9<br />

Feuerverzinkerei Picker<br />

GmbH & Co. KG<br />

Arnsberg<br />

Einen dicken Blumenstrauß und die herzlichsten<br />

Glückwünsche aller Kollegen<br />

der Seppeler Gruppe überreichte die<br />

Geschäftsleitung an Birgit Picker. Seit<br />

40 Jahren ist sie in der Feuerverzinkerei<br />

Picker tätig, seit 1986 auch Mitgesellschafterin.<br />

Als Geschäftsbereichsleiterin<br />

innerhalb der Seppeler Gruppe ist sie<br />

die einzige Frau in dieser Position. Sie<br />

leitet das Unternehmen mit viel Herz<br />

und noch mehr Verstand und dabei äußerst<br />

erfolgreich. Die Feuerverzinkerei<br />

Picker ist auf Stabstahl, Rohre sowie<br />

das „Ohne-Loch-Verfahren“ für Bleche<br />

spezialisiert.<br />

10<br />

Thöne Metallwaren GmbH & Co. KG<br />

Feuerverzinkung<br />

Gitterroste<br />

Salzkotten<br />

Seit diesem Jahr ist die Thöne Metallwaren<br />

GmbH & Co. KG aus Salzkotten<br />

Teil der Seppeler-Welt: Die Übernahme<br />

wurde zum 1. Januar <strong>2020</strong> vollzogen.<br />

Alle 80 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />

wurden übernommen. Zunächst steht<br />

die schrittweise Integration von Thöne<br />

auf dem Programm, danach soll am<br />

Standort investiert werden, um ihn weiterzuentwickeln.<br />

polen<br />

11<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Chrzanów<br />

12<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Kluczbork<br />

Unsere polnischen Kollegen in Kluczbork<br />

haben ihre Halle erweitert. Davon profitieren<br />

Mitarbeiter und Kunden, denn so<br />

steigt die Funktionalität des Gebäudes,<br />

die Produktion wird effizienter und die<br />

logis tischen Prozesse verlaufen zügiger.<br />

Die Erweiterung wird genutzt für<br />

Nacharbeitsplätze, die Lagerung von<br />

schweren Stahlbauten und als zusätzliche<br />

Beladefläche.<br />

13<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Częstochowa<br />

14<br />

Ocynkownia Śląsk Sp. z o.o.<br />

Świdnica<br />

15<br />

Kraty Mostostal Kraków Sp. z o.o.<br />

Kraków


10 THEMA / WIR TREIBEN’S GERNE BUNT<br />

KONTAKTE<br />

WIR TREIBEN’S<br />

GERNE BUNT<br />

Etwa 20 Millionen Farben sieht der Mensch – da wäre<br />

es doch schade, grau in grau zu leben. Unsere Kollegen<br />

aus der Beschichtung kombinieren deshalb für ihre<br />

Kunden hochwertigen Korrosionsschutz mit dem Trend<br />

zur individuellen Farbgestaltung.<br />

GÜTERSLOH


KONTAKTE THEMA / WIR TREIBEN’S GERNE BUNT 11


12 THEMA / WIR TREIBEN’S GERNE BUNT<br />

KONTAKTE<br />

Das Chamäleon ist ein Profi in puncto<br />

Farbe und Beschichtung. Lange dachten<br />

Forscher, das Wechselspiel diene nur<br />

zur Tarnung, doch mittlerweile ist klar,<br />

dass das Tier damit kommuniziert. Es<br />

wird sprichwörtlich rot vor Wut. Unter<br />

einer Schicht Hautzellen, die die Pigmentierung<br />

kontrollieren, entdeckten<br />

Forscher vor wenigen Jahren eine<br />

weitere Zellschicht mit Nanokristallen.<br />

Diese reflektieren und brechen Licht<br />

und verändern ihre Abstände zueinander.<br />

Wird der kleine Drache wütend,<br />

werden die Abstände größer, und damit<br />

verschiebt sich auch die von den Kristallen<br />

reflektierte Farbe auf dem Spektrum<br />

von Blau zu Rot. Aber: Das Spektakel<br />

geschieht intuitiv, das Tier kann<br />

seine Farbe nicht steuern.<br />

Im Gegensatz zum Chamäleon wissen<br />

unsere Beschichtungsexperten, was<br />

sie tun. Das ist auch gut so, denn mit<br />

ihrer Arbeit antworten sie auf zwei<br />

Megatrends unserer Zeit: Nachhaltigkeit<br />

und Individualisierung. Das gilt besonders<br />

für unsere Duplex-Systeme, die<br />

durch die Verbindung von Feuerverzink<br />

ung und zusätzlicher Farbbeschichtung<br />

für maximalen Korrosionsschutz<br />

sorgen und eine individuelle Farbgestaltung<br />

von Produkten ermöglichen (mehr<br />

zu den Beschichtungsverfahren in den<br />

Infoboxen auf Seite 14).<br />

Korrosionsschutz ist essenziell<br />

Bauteile aus Metall zu schützen, ist<br />

enorm wichtig. Allein in Deutschland<br />

gingen vergangenes Jahr laut DECHEMA,<br />

der Gesellschaft für Chemische Technik<br />

und Biotechnologie, zwischen 110 und<br />

140 Milliarden Euro durch Korrosionsschäden<br />

verloren. Das entspricht drei<br />

bis vier Prozent des Bruttoinlandsproduktes.<br />

Rost zerstört nicht nur Ressourcen,<br />

sondern im schlimmsten Fall sogar<br />

Leben. Ein Hauptgrund für den Einsturz<br />

der Morandi-Brücke in Genua im August<br />

2018, bei dem 43 Menschen starben, war<br />

die Korrosion der Tragseile aus Stahl.<br />

Genau darauf, auf den Schutz vor Korrosion,<br />

ist unsere Gruppe spezialisiert. Seit<br />

einigen Jahren wächst die Bedeutung<br />

von Farbe als gestalterisches Element.<br />

Bei unseren Kollegen von Helling & Neuhaus<br />

aus Gütersloh ist daher seit November<br />

2019 zusätzlich zur Verzinkerei<br />

eine neue Pulverbeschichtungsanlage<br />

in Betrieb.<br />

Markt für Farbe wächst<br />

„Die Kernkompetenz von Seppeler ist und<br />

bleibt das Feuerverzinken. Aber der<br />

Markt verlangt nach Farbe. Mit der Nassbeschichtung<br />

in Rietberg sind wir im<br />

Bereich Stahlbau schon lange erfolgreich,<br />

in Holdorf wurde zudem eine neue Nassbeschichtung<br />

aufgebaut. Aber auch für<br />

Pulverbeschichtung steigt die Nachfrage“,<br />

erklärt Frank Sommer, Geschäftsbereichsleiter<br />

Feuerverzinkung von Helling<br />

& Neuhaus. „Durch unsere neue<br />

Pulverbeschichtung in Gütersloh sind wir<br />

nun viel breiter aufgestellt und haben<br />

unser Angebot für den Oberflächenschutz<br />

ausgebaut.“ Während sich die Standorte<br />

in Bremen und Lennestadt mit ihren kleineren<br />

Beschichtungsanlagen vor allem<br />

um Metallbau und Schlosserware kümmern,<br />

bietet Gütersloh nun eine industriell<br />

aufgestellte Großanlage, die von der<br />

Aufgabe bis zur Abnahme vollautomatisch<br />

läuft:<br />

›<br />

Die Pulverbeschichtungsanlage am Standort<br />

Bremen ist so etwas wie die kleine Schwester<br />

vom großen Bruder in Gütersloh. Sie ist bereits<br />

2019 in Betrieb gegangen und deckt Arbeitsmaße<br />

von 6 x 2,50 x 1,50 Metern ab.


›<br />

KONTAKTE THEMA / WIR TREIBEN’S GERNE BUNT 13<br />

01<br />

AUFGABE<br />

Die Anlage verfügt über 35 Traversen,<br />

die bestückt werden und in Puffer vor<br />

die Prozessstationen fahren. Den Bauteilen<br />

werden per Barcode „Rezepte“ für<br />

den Durchlauf mitgegeben. Da die Anlage<br />

mit dem IT-Netzwerk verknüpft ist,<br />

werden alle Prozesse, zum Beispiel Temperaturverläufe,<br />

Drücke, Leitwerte etc.,<br />

dokumentiert. Diese Daten stehen den<br />

Kunden auch zur Verfügung. Das heißt,<br />

jeder Arbeitsschritt ist nachvollziehbar<br />

und reproduzierbar. Bauteile mit einem<br />

Stückgewicht von bis zu 1 Tonne können<br />

mit den Traversen bewegt werden.<br />

Die Automatikkabine arbeitet mit Injektortechnik. Die<br />

Prozessparameter werden automatisch von den<br />

Traversen übergeben und dann aktiviert. Alle Arbeits -<br />

schritte sind nachvollziehbar und reproduzierbar.<br />

›Bei Helling & Neuhaus kann trotz vollautomatischer<br />

Großanlage in dieser Lackierkabine auch manuell<br />

lackiert werden. Kleinstleistungen, schnelle Farb -<br />

wechsel und kurzfristige Termine sind möglich.<br />

02<br />

VORBEHANDLUNG<br />

04<br />

PULVERAPPLIKATION<br />

Helling & Neuhaus arbeitet mit einer<br />

nasschemischen Fünf-Kammer-Vorbehandlung,<br />

die die alkalische Entfettung,<br />

das Spülen und Aktivieren sowie<br />

die Tri-Kationen-Zinkphosphatierung<br />

umfasst. Am Schluss werden die Bauteile<br />

chromfrei passiviert. Die Zinkphosphatschicht<br />

ist besonders korrosionsbeständig<br />

und wird durch die chrom -<br />

freie Passivierung verdichtet. Das steigert<br />

den Korrosionsschutz nochmals.<br />

03<br />

TROCKNUNG<br />

Die Bauteile fahren von der Vorbehandlung<br />

in den Haftwassertrockner.<br />

Nach der Trocknung geht es in die<br />

Schnellfarbwechselkabine mit automatischer<br />

oder in die Großraumkabine<br />

mit manueller Applikation. In der erstgenannten<br />

können, bedingt durch die<br />

Kabinengröße, Bauteile von 7 x 2 x<br />

0,80 Metern beschichtet werden. Die<br />

Handkabine schafft sogar Größen von<br />

7 x 2,30 x 1,20 Metern.<br />

05<br />

PULVEREINBRENNUNG<br />

Nach der Applikation kommen die Bauteile<br />

zunächst kurz in die Angelierkammer,<br />

um Traversen farbunabhängig<br />

gemeinsam in den Einbrennofen fahren<br />

zu können. Nach dem Einbrennen<br />

müssen die Bauteile auskühlen und<br />

sind danach direkt versandfertig.


14 THEMA / WIR TREIBEN’S GERNE BUNT<br />

KONTAKTE<br />

5<br />

VERFAHREN<br />

Paint-Inspektoren arbeiten bei Seppeler. Der erste legte bereits 2001<br />

seine Prüfung ab, rund zwei Jahre nachdem TÜV Rheinland und seine<br />

Zertifizierungsgesellschaft DIN CERTICO das Verfahren anboten. Die<br />

Zertifizierung weist eine fundierte Ausbildung sowie stetige Weiterbildungsmaßnahmen<br />

in der Beschichtung nach. Sie muss alle fünf Jahre<br />

durch Prüfungen neu erworben werden.<br />

„Die Anlage ist topmodern, energieeffizient<br />

und ressourcenschonend“, berichtet<br />

Sommer stolz. Durch speziell isolierte<br />

Paneele ist der Wärmeverlust der Vorbehandlung<br />

und der Ofenhüllen gering.<br />

Die Kühlzone ist eingehaust, um die warme<br />

Abluft über eine Wärmerückgewinnung<br />

für die Hallenheizung zu nutzen.<br />

Alle Prozessbäder laufen in eine Verdampferanlage<br />

und werden dort in den<br />

Beschichtungsprozess zurückgeführt.<br />

Damit ist dieser bei Helling & Neuhaus<br />

komplett abwasserfrei, nur das Konzentrat<br />

aus dem Verdampfer muss entsorgt<br />

werden.<br />

Seppeler-Service: kompetent und<br />

umfassend<br />

Wer möchte, erhält bei Helling & Neuhaus<br />

vollständigen Oberflächen-Service aus<br />

einer Hand. Unsere Kollegen verknüpfen<br />

mit ihren Duplex-Systemen zum einen<br />

Feuerverzinkung und Pulverbeschichtung<br />

und bieten zum anderen weitere<br />

Leistungen wie Montage, Lagerung und<br />

Kommissionierung an. Der logistische<br />

Aufwand reduziert sich enorm, wenn nur<br />

ein einziger Dienstleister tätig ist.<br />

PULVERBESCHICHTUNG<br />

Pulverbeschichtet wird mit Kunststoffpartikeln<br />

auf Basis von Polyester- oder<br />

Epoxidharz per elektrostatischer Auf -<br />

ladung. Die Partikel der Farbspektren von<br />

zum Beispiel RAL, DB oder NCS werden<br />

bei bis zu 200 Grad Celsius eingebrannt<br />

und verlaufen zu einer Lackschicht. Geeignet<br />

ist diese lösemittelfreie Beschichtung<br />

für Stahl, verzinkten Stahl, Aluminium<br />

und Edelstahl. Die Werkstücke<br />

sind ohne zusätzlichen Trocknungsvorgang<br />

sofort ein setzbar. Die Oberfläche<br />

bleicht nicht aus, ist witterungsbeständig,<br />

schlag-, kratz- und abriebfest. Das Verfahren<br />

ermöglicht zudem Anti-Graffiti-<br />

Beschich tungen. Besonders geeignet ist<br />

es für Stahlbau- und Metallbauarbeiten<br />

wie Balkongeländer oder Zaunsysteme.<br />

NASSBESCHICHTUNG<br />

Dieses Verfahren ermöglicht indivi duelle<br />

Farbgestaltungen mit allen RAL- oder<br />

Sonderfarbtönen und ist für höchste<br />

Belastungen bis Korrosivitätskategorie<br />

C5 geeignet. Es bietet sich an für Stahlkonstruktionen<br />

in der Industrie, im Küstenund<br />

Offshore-Bereich sowie für Verkehrszeichenträger,<br />

Lärmschutzwände,<br />

Brückenbauteile, Fahrleitungsmaste oder<br />

auch Treppenkonstruktionen. Möglich<br />

sind auch Brandschutzbeschichtungen.<br />

DUPLEX-BESCHICHTUNG<br />

Duplex-Systeme bestehen aus einer<br />

Feuerverzinkung sowie einer zusätz lichen<br />

Farbschicht aus Pulver- oder Nasslack<br />

und sind besonders korrosionsbeständig,<br />

abriebsicher und stoß fest. Die Schichten<br />

haben einen synergetischen Effekt: Die<br />

Farbe schützt die Verzinkung vor Abtrag,<br />

das Zink die Farbe vor Unterrostung.<br />

Zudem schätzen immer mehr Kunden<br />

Produkte, die nicht nur nachhaltig, langlebig<br />

und wirtschaftlich sind. Sie müssen<br />

darüber hinaus auch ästhetisch sein,<br />

eine bestimmte Signalwirkung haben<br />

und nicht zuletzt gestalt erisch zum<br />

Unternehmen passen.


KONTAKTE THEMA / WIR TREIBEN’S GERNE BUNT 15<br />

Mit der neuen Anlage, mit der ein maximaler<br />

Korrosionsschutz bis Korros<br />

ivitätsklasse C5 erreicht werden kann,<br />

bedienen die Gütersloher nicht nur<br />

Stammkunden schneller und besser, sie<br />

locken vermehrt auch Neukunden an.<br />

Sommer nennt als Beispiel Fahrradhersteller,<br />

denn die Anlage ist neben verzinktem<br />

Stahl und Schwarzstahl auch<br />

auf Aluminium ausgelegt. Die Fahrradhersteller<br />

lassen etwa Aluminiumteile in<br />

der Vorbehandlung chromfrei passivieren<br />

– in Verbindung mit einer Pulverlackierung<br />

entsteht so bereits ein<br />

hochwertiges, ästhetisches Endprodukt<br />

mit hohem Korrosionsschutz.<br />

›<br />

Ganz egal, ob die Beschichtung per Hand<br />

oder per Automatik erfolgt: Wir liefern<br />

stets die gewohnt hohe Seppeler-Qualität.<br />

Übrigens: Den Wünschen unserer Kunden<br />

sind kaum Grenzen gesetzt, denn<br />

wir bieten mehr als tausend Farben an.<br />

Gern gestalten wir jedes Werkstück<br />

individuell. Bei uns muss also niemand<br />

rot vor Wut werden wie das Chamäleon.<br />

Oder sich gar schwarzärgern. Dafür ist<br />

die Welt doch viel zu bunt.<br />

info<br />

„Mit dem Vorteil, dass wir die Stahlbauteile<br />

jetzt in unserer Region<br />

durch die nasschemische Vorbehandlung<br />

mit reproduzierbarer<br />

Qualität pulverbeschichten lassen<br />

können, sprechen wir direkt neue<br />

Kunden mit hohen Ansprüchen an<br />

die Oberfläche an.“<br />

Markus Bürger, Geschäftsführender Gesellschafter, Blechwerk Bürger in Bad Salzuflen<br />

pulverbeschichtung<br />

Wir schützen und veredeln Produkte<br />

mit unserer Oberflächenbeschichtung.<br />

Eine gute Wahl für verzinktes<br />

Material, Stahl oder Aluminium. So<br />

kann auf den jeweiligen Einsatz abgestimmt<br />

sogar die Korrosivitätskategorie<br />

C5 oder CX erreicht werden. In<br />

unserer Pulverbeschichtung erhält<br />

das Bauteil den farblichen Feinschliff.<br />

FRANK<br />

SOMMER<br />

https://www.seppeler.de/<br />

de/standorte/helling-neu<br />

haus-guetersloh-pulver<br />

beschichtung.php<br />

Geschäftsbereichsleiter<br />

Feuerverzinkung Helling & Neuhaus


TYPE<br />

Rietbergwerke<br />

GmbH & Co. KG<br />

Z-38.12-230<br />

TÜV NORD<br />

Systems<br />

GmbH & Co. KG<br />

3 0<br />

202<br />

16 TECHNIK / DER HAT’S IN SICH<br />

DER HAT’S IN SICH<br />

KONTAKTE<br />

Er ist die jüngste Weiterentwicklung der Rietbergwerke<br />

– und wird die Tradition hochwertiger,<br />

robuster Baustellentanks fortführen: der<br />

QUADRO-D. Ein kurzer Überblick, was die neue<br />

Generation der Produktfamilie QUADRO kann.<br />

RIETBERG<br />

Der QUADRO ist die kubische Baureihe mobiler Kraftstofftanks<br />

der Rietbergwerke. Seit 15 Jahren ist er am Markt und wird<br />

stetig mit Unterstützung von Kunden weiterentwickelt. Er eignet<br />

sich für die mobile Kraftstoffversorgung in Maschinen und<br />

Aggregaten aller Art, wie zum Beispiel Baumaschinen, Traktoren,<br />

Sportflugzeuge, Notstromaggregate und Warmlufterzeuger.<br />

Durch die unbefristete UN-Zulassung als Transportbehälter<br />

sowie die Zulassung als Lagerbehälter ist der neue<br />

QUADRO-D unter vereinfachten Bedingungen zu transportieren<br />

und universell einsetzbar. Der doppelwandige Tank hat eine<br />

permanente, energieunabhängige Vakuum-Lecküberwachung<br />

beider Wände und braucht daher keine zusätzliche Auffangwanne<br />

zur stationären Lagerung oder zur Verwendung in Wasserschutzgebieten.<br />

Des Weiteren darf der Tank ohne zusätzliche<br />

Überdachung zur Lagerung im Freien verwendet werden. „Wir<br />

gehen davon aus“, sagt Matthias Limberg, Leiter Behältertechnik<br />

der Rietbergwerke, „dass wir den hochwertigsten<br />

Tank am Markt haben“. Was ihn so exzellent macht? Hier die<br />

wichtigsten Punkte:<br />

HERSTE LERDATEN<br />

MANUFACTURER DATA<br />

HERSTE L-NR.<br />

31A/Y/01.20/D/<br />

MANUFACTURER NUMBER<br />

HERSTE L-JAHR<br />

YEAR OF MANUFACTURE<br />

TYPBEZEICHNUNG<br />

DATUM DER LETZTEN<br />

INSPEKTION UND PRÜFUNG<br />

QUADRO<br />

DATE OF LAST INSPECTION AND LEAK TEST<br />

Harnstofftank<br />

Der isolierbare und beheizbare Harnstofftank kann zusätzlich<br />

angebaut werden. Förderpumpe und Armaturen werden<br />

dabei sicher im Staukasten montiert.<br />

Durchführung<br />

Die seitliche Durchführung ermöglicht das Herausführen von Stromversorgungen<br />

oder Kraftstoffleitungen bei abgeschlossenem Deckel.<br />

Gleichzeitig verhindert die Abdeckung das Eindringen von Niederschlagswasser.


D<br />

0<br />

0<br />

MATERIAL<br />

Rietbegwerke GmbH & Co. KG<br />

Geschäftsbereich Behältertechnik<br />

1,2<br />

0,2/-0,6<br />

0,2<br />

95<br />

1 0<br />

30<br />

KONTAKTE TECHNIK / DER HAT’S IN SICH 17<br />

Deckel<br />

Der Deckel ist abschließbar und kann dank zweier Gasdruckfedern<br />

von drei Seiten ganz einfach bedient werden. Der Armaturenblock<br />

ist übersichtlich und ergonomisch zu bedienen. Er befindet sich auf<br />

dem Domdeckel und vereint Zapfventilhalterung, Grenzwertgeber,<br />

Sicherheitsventil und Entlüftungsleitung.<br />

Staukasten und Armaturen<br />

„Das Zapfventil liegt in einem Zapfventilhalter mit absperrbarem<br />

Rücklauf“, sagt Limberg. „So laufen Restmengen nicht einfach<br />

aus dem Ventil aus, sondern über ein Sieb zurück in den Tank.“<br />

Der geräumige Staukasten bietet viel Platz für eine Vielzahl an<br />

Zusatzausstattungen, wie etwa Schlauchaufroller, Batteriepacks,<br />

Kraftstofffilter, Tankheizungen und vieles mehr. Der Kraftstoffschlauch<br />

ist über ein Drehgelenk und eine zusätzliche Kunststoffummantelung<br />

gegen das Abknicken im rauen Arbeitsalltag geschützt.<br />

Flexibilität<br />

BETRIEBSDATEN<br />

OPERATING DATA<br />

FA SUNGSRAUM [l]<br />

CAPACITY [l]<br />

EIGENMA SE [kg]<br />

NET WEIGHT [kg]<br />

Bahnhofstraße 5<br />

397 Rietberg<br />

MAX. ZUL. FÜ LUNGSGRAD [%]<br />

MAX. PERMI SIBLE FI LING LEVEL [%]<br />

w.rietberg-behaelter.de<br />

BAM 15450-rietberg/9800/1807<br />

ZUL. FÜ L-, ENTL ERUNGSDRUCK [bar]<br />

PERM. FI LING AND DISCHARGE PRE SURE [bar]<br />

PRÜFDRUCK BEHÄLTER/ÜBERW. RAUM [bar]<br />

TEST. PRE SURE VE SEL/INTERSTITIAL SPACE [bar]<br />

WERKSTO F<br />

MIN. WAN DICKE [mm]<br />

MIN. WA L THICKNE S [mm]<br />

MAX. ZUL. DICHTE LAGERMEDIUM [kg/l]<br />

MAX. PERM. DENSITY STORAGE MEDIUM [kg/l]<br />

LAGERUNG: NUR DRUCKLOSER BETRIEB ZULÄ SIG<br />

STORAGE: ONLY UNPRE SURIZED OPERATION PERMI TED<br />

BEHÄLTER-REGISTRIERUNG<br />

REGISTRATION OF CONTAINERS<br />

INSPEKTION UND PRÜFUNG<br />

INSPECTION AND TESTING<br />

PRODUKTDOKUMENTATION<br />

PRODUCT DOCUMENTATIONS<br />

038/1.0 32<br />

2,0/3,0/4,0<br />

Obwohl der QUADRO-D ein Serienprodukt ist, sind wir in der Lage,<br />

auf eine Vielzahl von spezifischen Kundenbedürfnissen einzugehen.<br />

Sowohl der Tank als auch der Staukasten können individuell<br />

in der Höhe gebaut werden. Für zusätzlich gewünschte Armaturen<br />

können wir dem Tank weitere Anschlüsse hinzufügen. Je<br />

nach Anforderung des zu transportierenden Gefahrstoffes können<br />

wir den Tank in dem für den Stoff optimalen Material bauen. So<br />

sind neben den Ausführungen in Stahl oder Stahl mit Feuerverzinkung<br />

auch Ausführungen in hochlegierten Stählen möglich.<br />

Sicherheit<br />

Der massive Stahlriegel des Schließsystems schützt wirkungsvoll<br />

gegen das Aufbrechen des Deckels und damit vor Dieselklau auf<br />

Baustellen. „Der innenliegende Schließzylinder ist austauschbar,<br />

sodass ein Unternehmer auch sein eigenes Schloss einbauen<br />

kann“, erklärt Limberg. Statt der 3-Punkt-Verriegelung ist auch eine<br />

5-Punkt-Verriegelung für noch mehr Diebstahlschutz möglich.<br />

Außenhaut<br />

Der Tank ist feuerverzinkt und damit für viele Jahrzehnte vor Korrosion<br />

geschützt. Der Behälterkörper ist sehr stabil, wie Limberg sagt:<br />

„Gerade im Tiefbau geht es auch mal rauer zu. Mancher Kunststoffbehälter<br />

platzt, wenn er zu robust abgesetzt wird. Das passiert unseren<br />

Stahltanks nicht. Durch die stabile Bauweise kann der QUADRO-D<br />

mehr als eine halbe Tonne Zusatzausrüstung in seinem Staufach und<br />

auf optionalen Außenkonsolen tragen. Zudem darf er befüllt dreifach<br />

gestapelt werden.


18 TECHNIK / SCHWEIßEN UND STAUNEN<br />

KONTAKTE<br />

SCHWEIßEN UND STAUNEN<br />

Unsere Transportbehälter sind ein begehrtes Gut. Eine erfreuliche<br />

Tatsache, die neue Anforderungen an unsere Produktion stellt.<br />

Deshalb haben wir in eine weitere hochmoderne Roboterzelle<br />

investiert.<br />

RIETBERG<br />

Produktionskapazitäten rauf, Kosten und<br />

Durchlaufzeiten runter – um einer<br />

solchen Anforderung gerecht zu werden,<br />

braucht man heutzutage neben Fachpersonal<br />

die Unterstützung von Hochleistungsrobotern.<br />

Sie müssen die Bauteile<br />

erkennen, an den unzugänglichsten<br />

Stellen schweißen und die Teile danach<br />

wieder in das Fördersystem zurücklegen.<br />

Solche Roboter gibt es nicht von der<br />

Stange. Doch wie kommt man dann zum<br />

perfekten Schweißautomaten?<br />

Innovationsprozess<br />

01<br />

Zuerst entwickelten wir verschiedene<br />

Produktionsmethoden<br />

für die Herstellung von<br />

doppelwandigen Behältern<br />

und testeten sie gegeneinander<br />

aus.<br />

03<br />

02<br />

Mit dem Automationsspezialisten<br />

Cosima entwickelten wir<br />

ein vielversprechendes und<br />

modernes Produktionskonzept<br />

für kubische Behälter.<br />

Anhand von Prototypen ermittelten<br />

wir den Prozess,<br />

der die höchste Qualität und<br />

gleichzeitig die besten Voraussetzungen<br />

für die Automatisierung<br />

bietet.<br />

04<br />

05<br />

›<br />

Der Handling-Roboter kann verschiedene<br />

Bauteile erkennen, greifen und in jede beliebige<br />

Schweißposition bringen.<br />

Wir besuchten Referenzanlagen,<br />

die eine vergleichbare<br />

Technologie in der laufenden<br />

Produktion bereits erfolgreich<br />

einsetzen.<br />

Nach der Konstruktion starteten<br />

wir mit Versuchen in der<br />

Praxis. Aktuell werden bereits<br />

Erstserien von Behältern<br />

geschweißt, die täglich weiter<br />

optimiert werden.


KONTAKTE TECHNIK / SCHWEIßEN UND STAUNEN 19<br />

Die Entwicklung einer solchen Innovation dauert in der Regel<br />

mehrere Jahre, doch diese Investition lohnt sich. Die neue Anlage<br />

wird – neben höheren Produktionszahlen – noch mehr Individualität<br />

in der Serienfertigung ermöglichen. Die Roboter sind in<br />

der Lage, unterschiedlich geformte Bauteile zu erkennen, entgegenzunehmen,<br />

passgenau zu schweißen und dann wieder in<br />

das Fördersystem zu geben. Das Zusammenspiel der zwei<br />

Roboter ermöglicht außerdem unzählige Schweißpositionen, mit<br />

denen die optimale Lage für eine Schweißnaht exakt einge -<br />

stellt und wiederholt werden kann. Ein Faktor, der weiter zu<br />

unseren hohen Qualitätsstandards beiträgt.<br />

›<br />

Vor dem neuen Roboter (v.l.n.r.): Friedhelm Geib, Cosima<br />

Schweißtechnologie, Matthias Limberg, Geschäftsbereichsleiter<br />

Behälterbau, und Manuel Albrecht, Technischer Leiter Behälterbau,<br />

(beide von Seppeler).<br />

28 m<br />

Die gesamte Schweißanlage ist mit<br />

Transportbahn 28 Meter lang und hat<br />

eine Tragkraft von 700 Kilogramm.


20 TECHNIK / VON DER HARTEN SORTE<br />

KONTAKTE


KONTAKTE<br />

TECHNIK / VON DER HARTEN SORTE<br />

21<br />

VON DER<br />

HARTEN SORTE<br />

Die können was: unsere Gitterroste.<br />

Die Nachfrage nach diesen höchst<br />

stabilen Bauteilen wächst stetig. Gut,<br />

dass wir hier weit mehr als 50 Jahre<br />

Expertise haben und den Geschäftsbereich<br />

immer weiterentwickeln:<br />

etwa mit einer neuen Fertigung in<br />

Gütersloh und mit der Übernahme<br />

der Thöne Metallwaren GmbH & Co.<br />

KG in Salzkotten.<br />

GÜTERSLOH / SALZKOTTEN<br />

Lange Zeit nutzte man Gitterroste mit ihren hervorragenden<br />

statischen Eigenschaften vor allem dort, wo man extrem belastbare<br />

Bauteile brauchte – beispielsweise im Boden, in Treppen<br />

und Geländern von Industriebauten, an Maschinenanlagen, in Brücken,<br />

Stadien, Parkhäusern, an Flucht- und Rettungswegen. Doch<br />

dann entdeckte man auch ihren ästhetischen Wert. Heutzutage<br />

sind die ausgesprochen langlebigen und funktionalen Gitterroste<br />

als Gestaltungselemente nicht mehr aus der modernen Architektur<br />

wegzudenken: Sie sind licht- und luftdurchlässig und ermöglichen<br />

ein Spiel mit Fläche und Transparenz, mit Licht und Schatten. Planer<br />

können Größe, Form und Farbe individuell festlegen und<br />

machen die Gitterroste so zum Blickfang an Balkonen, Fassaden<br />

und Dächern.


22 TECHNIK / VON DER HARTEN SORTE<br />

KONTAKTE<br />

›<br />

Ein Kollege steuert die halbautomatische<br />

Gitterrost-Presse.<br />

›<br />

Coil-Materiallager, unser Rohstoff für die<br />

Tragstabherstellung.<br />

In Zeiten von zunehmender Ressourcenknappheit<br />

kommen die Roste auch dem<br />

wachsenden Bedürfnis nach Nachhaltigkeit<br />

entgegen. Denn die meist aus verzinktem<br />

Stahl bestehenden Konstruktionen<br />

sind recycelbar und damit nicht<br />

nur schöne, sondern auch wirtschaftliche<br />

und nachhaltige Bauteile. Unser<br />

Geschäftsbereich ist daher in den vergangenen<br />

Jahren deutlich gewachsen,<br />

unter anderem um eine neue Produktionshalle<br />

bei Helling & Neuhaus in<br />

Gütersloh – ein Projekt, das sich über<br />

drei Jahre erstreckte.<br />

Früher Lachse, heute Gitterroste<br />

„2015 haben wir das Grundstück Dieselstraße<br />

42 mit seinen 12.000 Quadratmeter<br />

Fläche, mit Produktionshallen,<br />

Büroanbau und Tiefkühlhaus gekauft“,<br />

erinnert sich Gregor Köring, Geschäftsbereichsleiter<br />

Helling & Neuhaus Gitterroste.<br />

Mit Tiefkühlhaus? Allerdings, denn<br />

in den Gebäuden befand sich bis dahin<br />

eine Fischverarbeitung, die für große<br />

Lebensmittelketten aus ganzen Lachsen<br />

verkaufsfertige Scheiben herstellte. „Im<br />

Jahr darauf wurde die Produktionshalle<br />

saniert, damit wir hier Gitterroste<br />

fertigen und lagern konnten. Dabei ging<br />

es um Drain-Roste und Umrahmungsprofile.“<br />

2017 folgten der Abriss von Büroanbau<br />

und Tiefkühlhaus sowie die Vorbereitung<br />

von Flächen und Untergrund für<br />

den Neubau. Im August startete die<br />

Firma Goldbeck aus Bielefeld den Bau<br />

der 3.500 Quadratmeter großen Produktionshalle<br />

sowie eines Anbaus mit<br />

Sozialräumen und Räumen für die Betriebsleitung.<br />

„Am 9. Mai 2018 übernahmen<br />

wir den Neubau und zogen im<br />

laufenden Betrieb um“, berichtet Köring.<br />

Keine einfache Sache, denn es musste<br />

eine Produktionsmaschine nach der anderen<br />

in die neue Produktionshalle gebracht<br />

und wieder in Betrieb genommen<br />

werden. Das führte kurzzeitig zu einigen<br />

Beeinträchtigungen: „Wir haben unsere<br />

Kunden über alles informiert. Sie hatten<br />

Verständnis und sind uns treu geblieben“,<br />

so Köring.<br />

Thöne erweitert Seppeler-Portfolio<br />

Mit Beginn dieses Jahres hat der Geschäftsbereich<br />

Gitterroste erneut Zuwachs<br />

bekommen: Seit 1. Januar <strong>2020</strong><br />

ist die Thöne Metallwaren GmbH Co.<br />

KG, zu der neben der Gitterrostfertigung<br />

auch eine Verzinkerei gehört, Teil der<br />

Seppeler-Welt. Die Integration des traditionsreichen<br />

Familienunternehmens<br />

aus Salzkotten erweitert unser Portfolio<br />

unter anderem im Bereich Gossen-,<br />

Schwerlast- und Lüftungs- sowie Kombiroste.<br />

„Ganz besonders groß ist die<br />

Range aber im Segment Schweißpressroste,<br />

einer äußerst stabilen und widerstandsfähigen<br />

Variante“, erklärt Köring.


KONTAKTE<br />

TECHNIK / VON DER HARTEN SORTE<br />

23<br />

›<br />

Unsere Gitterrostfertigung in Gütersloh<br />

nach dem Um- und Neubau.<br />

›<br />

Mit dieser hochmodernen Profilieranlage<br />

stellen wir unsere Gitterrostumrandungen her.<br />

› Seit Januar <strong>2020</strong><br />

offiziell Teil der<br />

Seppeler Welt: das<br />

Werk von Thöne<br />

Metallwaren in<br />

Salzkotten.<br />

info<br />

RAL-GZ<br />

638<br />

Das Gütezeichen der Gütegemeinschaft<br />

Gitterroste beweist die Qualität der<br />

Gitterroste von Seppeler. Einmal im Jahr<br />

überprüft ein neutrales Institut die<br />

Ware, etwa Werks- und Schweißerzeugnisse,<br />

und entnimmt Materialproben<br />

aus der laufenden Produktion. So kann<br />

der Kunde sicher sein, dass die Bauteile<br />

hochwertig sind und dem Stand der<br />

Technik entsprechen.<br />

firma thöne<br />

Friedrich Thöne gründete den<br />

Familienbetrieb 1935 als Schlosserei<br />

in Gütersloh. Ende der 1970er-Jahre<br />

übernahm Sohn Rolf die Geschäftsführung.<br />

Der Ingenieur machte<br />

aus der mittlerweile in Delbrück ansässigen<br />

Firma ein mittelständisches<br />

Industrieunternehmen. 1983<br />

wechselte der Firmensitz erneut:<br />

nach Salzkotten, wo das Unternehmen<br />

noch heute beheimatet ist.<br />

Durch den Umzug expandierte Thöne<br />

auf rund 83.000 Quadratmeter. Vor<br />

einigen Jahren übernahm die dritte<br />

Generation der Familie das Ruder:<br />

Kauffrau Astrid Thöne wechselte in<br />

die Geschäftsführung und leitete<br />

die Geschicke des Industriebetriebes<br />

neben ihrem Vater Rolf. Zum<br />

1. Januar <strong>2020</strong> wurde Thöne von der<br />

Seppeler Gruppe übernommen.


24 TECHNIK / VON DER HARTEN SORTE<br />

KONTAKTE<br />

WIE EIN<br />

SCHWEIß-<br />

PRESSROST<br />

ENTSTEHT<br />

01<br />

Schweißpressroste bestehen<br />

aus Füllstäben, meist verdrillte<br />

Vierkantstäbe, Tragstäben<br />

und einer Randeinfassung.<br />

S = 2.500 kVa<br />

P = 100t<br />

02<br />

Mit hohem Druck werden die<br />

Füllstäbe in die Tragstäbe<br />

gepresst und verschweißt.<br />

03<br />

Die fertigen Schweißpressroste<br />

sind äußerst stabil und<br />

widerstandsfähig.


›<br />

KONTAKTE<br />

TECHNIK / VON DER HARTEN SORTE<br />

25<br />

Trittsicher, rutschfest und langlebig: ein<br />

Wartungssteg mit Schweißpressrost-Belag.<br />

Bei der Herstellung der Schweißpressroste<br />

werden die Querstäbe aus<br />

verdrilltem Vierkantstahl in einem<br />

Arbeitsgang in die ungeschlitzten Tragstäbe<br />

eingepresst und an jedem Kreuzungspunkt<br />

verschweißt. „Die Teile können<br />

dadurch extrem hohe Traglasten<br />

aufnehmen und große Punktlasten bewältigen.<br />

Ihre Einsatzmöglichkeiten<br />

sind nahezu unbegrenzt“, so Köring. „Neben<br />

der kundenspezifischen, maschinellen<br />

Maßanfertigung mit einer Breite<br />

von bis zu 1.250 Millimetern ist der Einsatz<br />

von Tragstäben bis zu 120 x<br />

5 Millimetern möglich.“<br />

„Mit den zusätzlichen Produktionsmöglichkeiten<br />

in Salzkotten können wir unseren<br />

Kunden jetzt aus zwei Produktionsstandorten<br />

ein noch umfangreicheres<br />

Gitterrostportfolio bieten“, so Köring.<br />

Wer mehr wissen möchte über unseren<br />

neuen Standort in Salzkotten und das<br />

erweiterte Angebot im Bereich Gitterroste,<br />

sollte sich auf der Homepage informieren:<br />

www.seppeler.de. Unser Kollege<br />

Gregor Köring steht auch gerne für<br />

Rückfragen zur Verfügung.<br />

info<br />

100 % termintreu<br />

Gitterroste? Wir stehen drauf!<br />

Seppeler bietet Roste nach Maß<br />

in allen Größen, Stärken und Bauhöhen.<br />

In der eigenen Fertigung,<br />

Verzinkung und Passivierung entstehen<br />

langlebige, funktionale<br />

und ästhetische Produkte – in kürzester<br />

Zeit und mit 100 Prozent<br />

Termintreue auch bei Großprojekten.<br />

GREGOR KÖRING<br />

Geschäftsbereichsleiter Gitterroste<br />

Helling & Neuhaus<br />

Thöne Metallwaren


26 TECHNIK / AHOI, WELTHANDEL!<br />

KONTAKTE<br />

AHOI, WELTHANDEL!<br />

Die Weltbevölkerung wächst – und mit ihr der Hunger nach<br />

Getreide. Jedes Jahr werden Millionen Tonnen produziert und<br />

gehandelt. Einer der Knotenpunkte soll das neue Getreideterminal<br />

im Rostocker Seehafen werden, in dem jede Menge<br />

Seppeler steckt.<br />

GÜTERSLOH<br />

8,4 Milliarden – so viele Menschen werden<br />

2030 auf der Erde leben, schätzen<br />

die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit<br />

und Entwicklung (OECD)<br />

und die Landwirtschaftsorganisation der<br />

Vereinten Nationen (FAO). Ein Grundpfeiler<br />

ihrer Ernährung ist Weizen, das<br />

mit einer Anbaufläche von 217 Millionen<br />

Hektar wichtigste Getreide der Welt –<br />

gefolgt von Mais, Reis und Gerste. In<br />

ihrem „Agricultural Outlook 2019–2028“<br />

prognostizieren beide Organisationen<br />

einen Anstieg des Weizenverbrauches in<br />

den nächsten zehn Jahren um 93 Millionen<br />

Tonnen. Eine große Herausforderung<br />

für die Agrarwirtschaft – nicht<br />

nur in Bezug auf den Anbau, sondern<br />

auch auf den Handel.<br />

Die Unternehmen Beiselen, Trede & von<br />

Pein, Rudolf Peters Landhandel und<br />

J. Stöfen haben deshalb im Seehafen von<br />

Rostock ein neues Getreideterminal<br />

gebaut, das eine der größten Export-<br />

Anlagen Europas werden soll. Auf<br />

fünf Hektar Fläche entstehen 18 Silos<br />

mit einer Lagerkapazität von 160.000<br />

Tonnen, eine Getreideannahme für Bahn<br />

und Lkw, Schaltwarte und Maschinenturm,<br />

eine Verladung mit Förderbandbrücke,<br />

eine Werkstatt sowie Labore<br />

und Büros. Der Komplex ist auf dem neuesten<br />

Stand der Technik – und in der<br />

stecken 100 Tonnen von uns verzinkte<br />

Stahlbauteile.<br />

Auftrag lief mehr als ein Jahr<br />

„Im Juli 2017 trafen wir uns mit dem Produktionsleiter<br />

unseres Kunden, der Mühlen-<br />

und Silobaufirma Franz Ruberg & Co,<br />

um die Eckdaten des Projektes festzulegen“,<br />

berichtet Alexander Köster, Verkauf<br />

Feuerverzinkung & Pulverbeschichtung<br />

von Helling & Neuhaus. „Im August 2017<br />

fingen wir an, die ersten Teile zu verzinken<br />

– der Zeitraum dafür erstreckte sich<br />

über mehr als ein Jahr.“ Alle von uns<br />

verzinkten Bauteile erhielten zudem eine<br />

Zinklar-Passivierung, die vor Weißrost<br />

schützt und für einen längeren Glanzerhalt<br />

sorgt. Verbaut sind die Elemente<br />

größtenteils in Fördertechnik und Elevatoren.<br />

Das sind Förderanlagen, die besonders<br />

für den Materialtransport in<br />

vertikaler Richtung geeignet sind. Man<br />

verwendet sie häufig beim An- und Abtransport<br />

von Material im Bergbau, in<br />

Kraftwerken oder eben im Lagerbereich.<br />

Anforderungen punktgenau erfüllt<br />

„Das Handling der Elevatorröhren war im<br />

Verzinkungsprozess aufgrund ihres<br />

großen Durchmessers nicht ganz einfach.<br />

Die eigentliche Herausforderung<br />

für uns steckte aber in der Logistik. Wir<br />

hatten einen extrem engen Zeitplan“,<br />

so Köster. Auch Michael Wolf, Geschäftsführer<br />

und Vertriebschef von Ruberg,<br />

erinnert sich: „Wir haben Seppeler informiert,<br />

wann sie unsere Bauteile abholen<br />

können und die verzinkte Ware immer<br />

just in time zurückbekommen, um<br />

sie zügig zur Baustelle weiterzuschicken.<br />

100 Prozent termintreu und immer in<br />

bester Qualität.“<br />

Dafür hat Helling & Neuhaus seine Arbeiten<br />

exakt auf die Anforderungen<br />

von Ruberg abgestimmt. Kein Problem,<br />

denn die Geschäftsbeziehung beider<br />

Häuser währt viele Jahre – man verlässt<br />

sich aufeinander. „Wir sind mehr als<br />

zufrieden mit der Zusammenarbeit“, sagt<br />

Wolf, für den der Auftrag aus Rostock<br />

ein echtes Großprojekt ist, denn weitere<br />

Bauphasen stehen noch bevor.<br />

Zurzeit wird eine Bahnannahme gebaut<br />

und im Anschluss erfolgt die Montage der<br />

letzten vier der 18 Silos. Zudem ist ein<br />

Lager mit einem Volumen von 70.000 Kubikmeter<br />

Kapazität für die zweite Jahreshälfte<br />

<strong>2020</strong> geplant. Teilbereiche des<br />

Terminals wurden schon in Betrieb<br />

genommen und bereits Anfang April meldeten<br />

die Betreiber ihre erste Million<br />

Tonnen verladenes Getreide. Das Schiff<br />

zu diesem Meilenstein: die MV Roztocze,<br />

die mit Gerste für Marokko beladen wurde.<br />

Sie war eines von 55 Seeschiffen,<br />

die in den ersten 15 Betriebsmonaten<br />

in See stachen, um Menschen in gut 15<br />

Ländern mit Getreide zu versorgen.<br />

320 Mio.<br />

Die bald 18 Silos haben nach Fertigstellung<br />

eine Lagerkapazität von<br />

160.000 Tonnen Getreide. Das entspricht<br />

der Mehlmenge für 320<br />

Millionen Brote.


KONTAKTE TECHNIK / AHOI, WELTHANDEL! 27<br />

›<br />

Verzinkte Teile von<br />

Seppeler stecken vor<br />

allem in der Fördertechnik<br />

sowie in vielen<br />

weiteren Maschinen des<br />

Getreideterminals.<br />

250<br />

200<br />

150<br />

100<br />

2008 2013 2018 2023 2028<br />

EXPORT-<br />

SCHLAGER<br />

Auf knapp 204 Millionen Tonnen<br />

im Jahr 2028 wird vermutlich<br />

allein der weltweite Handel von<br />

Weizen anwachsen.<br />

Quelle: OECD-FAO Agricultural<br />

Outlook 2019–2028


28 TECHNIK / EINMALIG NACHHALTIG<br />

KONTAKTE<br />

EINMALIG<br />

NACHHALTIG<br />

Wie wünscht man sich ein Parkhaus?<br />

Großzügig, offen, freundlich und<br />

hell – und das dauerhaft. Gibt‘s das?<br />

MANNHEIM / RIETBERG<br />

Doppelt hält besser. Diese alte Volksweisheit<br />

trifft auf unsere bewährten Duplex-<br />

Systeme, die aus einer Feuerverzinkung<br />

und einer zusätzlichen Farbbeschichtung<br />

bestehen, voll und ganz zu: Während<br />

die Beschichtung das Zink vor dem<br />

natürlichen Abtrag schützt, bewahrt die<br />

Feuerverzinkung die Beschichtung vor<br />

Unterrostung. Die Rietbergwerke und<br />

Goldbeck beschritten jetzt gemeinsam<br />

neue Wege bei einem Parkhausprojekt.<br />

Klein, aber fein<br />

Es war ein „relativ kleines, aber besonderes<br />

Bauvorhaben“, sagt Michael Pauleickhoff,<br />

Geschäftsbereichsleiter der<br />

Rietbergwerke. Das Bauunternehmen<br />

Goldbeck erweiterte sein Mitarbeiterparkhaus<br />

in Hirschberg bei Mannheim<br />

um einen modernen Anbau und setzte<br />

dabei auf Nachhaltigkeit. Die Energieversorgung<br />

speist sich aus Wind- und<br />

Solarkraft und die industriell vorgefertigten<br />

Systembauteile wurden besonders<br />

ressourcenschonend hergestellt.<br />

Hier kommen wir ins Spiel. Damit das<br />

Projekt nicht nur umweltfreundlich, sondern<br />

auch nachhaltig ist, haben wir für<br />

besonders langlebigen Korrosionsschutz<br />

gesorgt: Insgesamt wurden 100 Tonnen<br />

Stahlbauteile feuerverzinkt – bei gut der<br />

Hälfte davon, den Deckenträgern, wurde<br />

erstmals im Duplex-Verfahren ein ein-<br />

komponentiger, umweltfreundlicher und<br />

lösemittelarmer Wasserlack eingesetzt.<br />

Mit der jahrzehntelangen Erfahrung der<br />

Rietbergwerke wurde, gemeinsam mit<br />

dem Farbhersteller Geholit + Wiemer, ein<br />

System gefunden, das optimal auf die<br />

Anforderungen von Goldbeck und die Bedingungen<br />

vor Ort abgestimmt ist. „Dadurch<br />

erhöht sich der Korrosionsschutz<br />

noch einmal deutlich“, erklärt Pauleickhoff.<br />

„Das Verfahren ist langlebig, wartungsfrei<br />

und zu 100 Prozent recycelfähig<br />

– und damit sehr nachhaltig und<br />

wirtschaftlich.“<br />

Ausgezeichnet parken<br />

Die weiße Spezialbeschichtung ist nicht<br />

nur innovativ, sie verleiht dem Parkhaus<br />

zudem eine helle, freundliche Atmo -<br />

s phäre. Ein weiterer Vorteil: Das bereits<br />

bestehende Parkhaus konnte vor Ort<br />

mit dem gleichen System neu beschichtet<br />

werden. Dadurch wirken Alt und<br />

Neu jetzt wie aus einem Guss.<br />

Das Pilotprojekt erhielt als erstes Parkhaus<br />

in Deutschland auf der Immobilienmesse<br />

Expo Real das Gold-Zertifikat<br />

der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges<br />

Bauen – genau das, was ein gutes<br />

zu einem ausgezeichneten Projekt macht.<br />

Weitere Bauvorhaben mit der erfolgreichen<br />

Kombination aus Verzinkung und<br />

Farbbeschichtung sollen folgen.<br />

1.000 m 2<br />

Fläche haben wir im neuen Duplex-Verfahren<br />

mit einem innovativen Wasserlack<br />

bearbeitet.


›<br />

KONTAKTE TECHNIK / EINMALIG NACHHALTIG 29<br />

›<br />

Vorreiter: Das Goldbeck-Mitarbeiterparkhaus in Hirschberg hat als erstes Parkhaus<br />

in Deutschland auf der Expo Real das Gold-Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für<br />

nachhaltiges Bauen erhalten.<br />

Für die Deckenträger wurde erstmals im<br />

Duplex-Verfahren ein einkomponentiger,<br />

umweltfreundlicher und lösemittelarmer<br />

Wasserlack eingesetzt.


30 TECHNIK / MIT EINEM KNOTEN GELÖST<br />

KONTAKTE<br />

MIT EINEM<br />

KNOTEN<br />

GELÖST<br />

Wenn Gebäude in die Jahre kommen,<br />

sind Spezialisten gefragt. Mit<br />

Know-how und innovativen Ideen<br />

lösen sie so manches Sanierungsproblem<br />

– zum Beispiel für Knorr-<br />

Bremse in München.<br />

›<br />

Dieser Kontenpunkt wurde<br />

inklusive einer Verschraubungsmöglichkeit<br />

entwickelt<br />

und von Seppeler verzinkt<br />

und beschichtet.<br />

OSNABRÜCK / RIETBERG<br />

Die Zentrale von Knorr-Bremse befindet<br />

sich in einem beeindruckenden Gebäude-Ensemble<br />

aus drei identischen Glaskuben<br />

mitten in München. Seit 13 Jahren<br />

nutzt der Weltmarktführer für Bremssysteme<br />

diese Gebäude und kämpfte zunehmend<br />

mit Materialverschleiß: Teile<br />

der Glasfassade waren beschädigt, die<br />

Jalousien nur partiell funktionsfähig.<br />

Kein annehmbarer Zustand für ein Unternehmen,<br />

das für Qualität, Sicherheit<br />

und Zuverlässigkeit steht – und dessen<br />

Mitarbeiter Sonnenschutz benötigen.<br />

Deshalb beauftragte Knorr-Bremse ein<br />

Team, bestehend aus HENN Architekten<br />

und dem Tragwerksplaner Werner Sobeck.<br />

Sie sollten eine Konstruktion entwickeln,<br />

die intakte Fassadenteile integriert und<br />

mit einem neuen Sonnenschutzsystem<br />

verbindet. Ihr kühner Entwurf wurde allen<br />

ästhetischen Anforderungen gerecht,<br />

stellte die ausführenden Unternehmen<br />

jedoch vor Probleme: Das außenliegende<br />

Stahlgerüst, das den Sonnenschutz tragen<br />

sollte, musste direkt am Gebäude<br />

verschweißt werden – im laufenden Betrieb<br />

mit rund 2.500 Mit arbeitern. Neben<br />

logistischen Herausforderungen bedeutete<br />

dies eine hohe Beschädigungsgefahr<br />

der neuen 7.200 qm großen Glasfassade.<br />

Ein Risiko, das weder Knorr-Bremse<br />

noch der ausführende Stahlbauer Hillebrandt<br />

ein gehen wollten.<br />

Das Konzept drohte zu scheitern, bis die<br />

Firma Hillebrandt eine geniale Idee hatte:<br />

Sie entwickelte eine Art Stecksystem<br />

für die Stahlkonstruktion. Die Stahlprofile<br />

wurden in „Knotenpunkten“ verschraubt,<br />

was das Verschweißen vor Ort überflüssig<br />

machte und damit das Risiko, die Kosten<br />

sowie den Zeitaufwand senkte. Die<br />

Stahlelemente konnten werkseitig besser<br />

vorbereitet und transportiert werden.<br />

Ein Gewinn für alle Beteiligten.<br />

info<br />

firma hillebrandt<br />

Die im Jahre 1930 vom Hufschmied<br />

Theodor Hillebrandt gegründetete<br />

Firma wuchs im Laufe der Jahre<br />

durch die Bereiche Bauschlosserei<br />

und den Bau von Containern für den<br />

Umweltschutzbereich zu einem<br />

namhaften Anbieter von Stahlbaukonstruktionen<br />

für Fassaden und<br />

speziellen Entsorgungslösungen für<br />

Kommunen und Entsorger heran.<br />

Seit 2008 ist sie am neuen Firmenstandort<br />

in Greven ansässig. Auf<br />

einer Fläche von 24.000 qm fertigen<br />

heute rund 110 Mitarbeiter unter<br />

der Führung von Theo Hillebrandt<br />

Produkte höchster Qualität.<br />

https://www.hillebrandt-stahlbau.de


KONTAKTE TECHNIK / MIT EINEM KNOTEN GELÖST 31<br />

Fassadenfläche mussten mit<br />

einem neuen Sonnenschutz<br />

versehen werden.<br />

Trotzdem blieb die Fassadenverkleidung<br />

ein Projekt der Superlative. Es war nicht<br />

nur für Hillebrandt das größte Montageprojekt<br />

der Unternehmensgeschichte,<br />

sondern stellte auch besondere Anforderungen<br />

an Feuerverzinkung und Beschichtung.<br />

„Die Länge der Profile mit<br />

14,50 Metern war für die Seppeler Gruppe<br />

kein Problem, aber die Höhe von 3,10<br />

Metern hat das Tauchbecken der Kollegen<br />

in Rietberg voll ausgereizt“, erklärt<br />

Verkaufsleiter Pascal Monkenbusch<br />

aus Osnabrück. „Wir haben bei diesem<br />

Projekt insgesamt 420 Tonnen Stahl verzinkt,<br />

und das in einem sehr engen<br />

Zeitrahmen.“<br />

Auch die Beschichtung erforderte Geschick,<br />

denn die Eisenglimmerpartikel<br />

des gewählten Farbtons können beim<br />

Nacharbeiten schnell fleckig werden.<br />

„Bei einer Fassade steht natürlich – neben<br />

dem Korrosionsschutz – die Optik<br />

an erster Stelle“, sagt Verkaufsleiter<br />

Karsten Wietheger aus Rietberg. „Deshalb<br />

durfte uns kein Fehler passieren.<br />

Zum Glück haben wir mehr als 30 Jahre<br />

Erfahrung in der Beschichtung.“ In<br />

7.200 m 2 info<br />

enger Zusammenarbeit bereiteten die<br />

Standorte Rietberg und Osnabrück alle<br />

Bauteile für die Montage vor. „Trotzdem<br />

war das Projekt eine Herausforderung“,<br />

so Monkenbusch. „Würde man alle Stahlprofile<br />

hintereinanderlegen, käme man<br />

auf eine Strecke von 1,5 Kilometern, die wir<br />

schnell und fehlerfrei feuerverzinken<br />

und beschichten mussten – und das koordiniert<br />

mit mehreren Projektteilnehmern.“<br />

Dass das Projekt termingerecht fertig<br />

wurde, liegt nicht nur am Know-how<br />

aller Beteiligten, sondern auch am großen<br />

Vertrauen zwischen Seppeler und<br />

Hillebrandt. Mehr als 45 Jahre erfolgreiche<br />

Zusammenarbeit verbinden das<br />

Werk in Osnabrück und den Stahlbauer,<br />

der alle seine Bauteile bei Seppeler<br />

verzinken lässt. „Diese Geschäftsbeziehung<br />

ist in ihrer Dauer, dem gegenseitigen<br />

Vertrauen und der Verlässlichkeit<br />

außergewöhnlich“, findet Monkenbusch.<br />

„Theo Hillebrandt verfolgte die Entwicklungen<br />

unseres Unternehmens bereits<br />

als Kind aus nächster Nähe und ist somit<br />

auch ein Teil der langen Historie der<br />

Feuerverzinkung Osnabrück.“<br />

›<br />

Die Stahlprofile sind bis zu 14,50 Meter lang und<br />

wurden von außen am Gebäude angebracht.<br />

firma knorr-bremse<br />

Georg Knorr gründete 1905 in Berlin<br />

sein Unternehmen, das sich bald<br />

mit Druckluftbremsen für Güterzüge<br />

einen Namen in Europa machte.<br />

1945 wurde das Berliner Stammwerk<br />

jedoch enteignet, die Geschäfte<br />

wurden nach München verlegt. Seit<br />

dem Eigentümerwechsel 1985 konzentriert<br />

sich das Unternehmen, das<br />

später stark expandierte, auf Bremssysteme<br />

für Schienen- und Nutzfahrzeuge.<br />

In diesen Produktbereichen<br />

gilt der Knorr-Bremse-Konzern<br />

heute als der weltweit führende<br />

Hersteller und ist an mehr als 120<br />

Standorten in 30 Ländern vertreten.<br />

›<br />

Die drei Gebäude der Knorr-Bremse-Zentrale sind identisch gebaut –<br />

jedes von ihnen ist 35 Meter breit und 20 Meter hoch.<br />

https://www.knorr-bremse.com


32 TECHNIK / HIMMLISCHE AUSSICHTEN<br />

KONTAKTE<br />

HIMMLISCHE<br />

AUSSICHTEN<br />

Das Sauerland von oben: Der Skywalk Möhnetal bietet in<br />

78 Meter Höhe spektakuläre Ausblicke auf eine abwechslungsreiche<br />

Landschaft. Damit das lange so bleibt, haben<br />

unsere Kollegen aus Rietberg die Stahlkonstruktion verzinkt<br />

und somit fast 100 Jahre vor Korrosion geschützt.<br />

RIETBERG


KONTAKTE TECHNIK / HIMMLISCHE AUSSICHTEN 33<br />

85 µm<br />

dick ist der Schutzpanzer aus Zink, mit dem unsere Kollegen von den<br />

Rietbergwerken den Skywalk Möhnetal überzogen haben.<br />

Am Anfang war es nur eine verrückte Idee. Einige heimatverliebte<br />

Sauerländer gründeten die Bürgerinitiative „Allagen-<br />

Niederbergheim“, um ihrem Dörfchen eine Attraktion zu<br />

bescheren. Fünf Jahre brauchten sie und Projektleiter Uli<br />

Cordes, um ihre Pläne wahr zu machen. Aber der Reihe nach …<br />

„Es gibt bei uns einen Steilhang, der fast 80 Meter tief ins Tal abfällt“,<br />

erzählt Planer und Bauleiter Ferdi Kühle. Der talseitige<br />

Bewuchs entlang des Weges erlaubte aber kaum einen Blick in<br />

die Ferne. Die Idee: Warum nicht hier einen Skywalk als „Baumtor“<br />

errichten, der einen einmaligen Panoramablick ermöglicht?<br />

30 Meter zum Flanieren<br />

Mehrere Varianten wurden geplant. Kühles Ansatz basierte auf<br />

einer sehr weiten Ausladung. In sein Modell ließ er ästhetische<br />

und funktionale Aspekte einfließen. Seine Konstruktion hat eine<br />

Gesamtfläche von rund 38 Quadratmetern und ragt 30 Meter<br />

ins Tal. „Durch die leichte Steigung von sechs Prozent können<br />

auch Rollstuhlfahrer den Skywalk nutzen“, erklärt Kühle. Die<br />

Geländer mit Handlauf sind dank der Höhe von 1,30 Metern sicher<br />

konzipiert. Die Lamellen der rutschhemmenden Gitterroste<br />

haben einen Abstand von nur 10 Millimetern, sodass sich auch<br />

ängstliche Personen auf den Skywalk wagen.<br />

„Wir haben eng mit Unternehmen aus der Region zusammengearbeitet,<br />

die etwa die aufwendigen Stahl- und Metallbauarbeiten<br />

durchgeführt haben“, erläutert Kühle. Eines dieser<br />

Unternehmen war unser Auftraggeber: die Firma Eickhoff<br />

Stahl-Metallbau. „Bei der Verzinkung haben wir mit Seppeler<br />

einen kompetenten und sehr zuverlässigen Partner gefun -<br />

den“, lobt der Bauingenieur die Kooperation.<br />

Rietberg verzinkt bis 23 Meter Länge<br />

Der Skywalk wurde in vier Teilen verzinkt und vor Ort zusammengefügt.<br />

Die Größe der Stahlkonstruktion wäre für manchen<br />

Verzinker heikel, denn das längste Bauteil misst 16,70 Meter.<br />

Für unsere Kollegen in Rietberg kein Problem: Das Verzinkungsbecken<br />

kann Stücke bis 23 Meter Länge und 4,80 Meter Höhe<br />

sowie 10 Tonnen Gewicht aufnehmen.<br />

Der Skywalk wurde im November 2019 eröffnet und findet<br />

großen Anklang. Eine Grundlage dafür, dass auch in Jahrzehnten<br />

noch viele Besucher den Panoramablick genießen können,<br />

ist nicht zuletzt der nachhaltige Korrosionsschutz. Schöne Aussichten<br />

– in zweifacher Hinsicht.


›<br />

34 TECHNIK / IMMER EINE HANDBREIT WASSER UNTERM KIEL<br />

KONTAKTE<br />

Bild oben: Die Marina Zehdenick war mit ihren allein<br />

mehr als 150 Liegeplätzen ein echtes Großprojekt<br />

für Orka. Bild rechts: eine Marina am Wannsee.


KONTAKTE TECHNIK / IMMER EINE HANDBREIT WASSER UNTERM KIEL 35<br />

IMMER EINE HANDBREIT<br />

WASSER UNTERM KIEL<br />

Wenn Sie das Wort „Steg“ hören – woran denken Sie? An einen Weg<br />

aus Holzbrettern, der ins Wasser führt? Aus Sicht des Steganlagenbauers<br />

Orka ist das gar nicht falsch – aber zu traditionell gedacht.<br />

GENTHIN<br />

„Sie können es sich vorstellen, wir können<br />

es bauen“ – das ist das Motto unseres<br />

Kunden Orka Steganlagen GmbH,<br />

und so mancher Auftraggeber lässt<br />

sich das nicht zweimal sagen. So hat<br />

Orka etwa in Görlitz eine Badeinsel als<br />

riesigen Donut gestaltet. Für einen Wasserspielplatz<br />

in Ingolstadt ist der „Donauwurm“<br />

entstanden, der sich durch<br />

Sand und Wasser schlängelt und kleine<br />

Wasserratten anlockt. In Füssen in Bayern<br />

wurde aus einer Anlage eine ganze<br />

Kneipp-Insel, und auch einen Steg mit<br />

stählernem Eisberg hat Orka gebaut –<br />

inklusive Sonnen segel, Clubtisch und<br />

Liegenetz.<br />

Stege sind maßgeschneidert<br />

„Wir bedienen jeden Kunden, der Wert<br />

auf Qualität und Individualität legt“,<br />

sagt Jasmin Lindner von Orka. „Unsere<br />

Anlagen sind maßgeschneidert, an<br />

die Umgebung angepasst und immer ein<br />

Hingucker.“ Verwendet werden laut der<br />

Geschäftsführerin nur die hochwertigsten<br />

Baustoffe, allesamt aus Deutschland,<br />

produziert wird in der eigenen Halle. Orka<br />

stellt vor allem an die Oberflächenbehandlung<br />

hohe Anforderungen, schließlich<br />

betreten die Kunden die Anlagen<br />

meist barfuß.<br />

Seit fünf Jahren arbeitet das Unternehmen<br />

aus Brandenburg an der Havel mit<br />

unseren Kollegen aus der Feuerverzinkung<br />

Genthin zusammen und schätzt<br />

neben deren Zuverlässigkeit und lösungsorientiertem<br />

Vorgehen vor allem<br />

die Qualität der Arbeit. „Wir verzinken<br />

für Orka die Siederohre und die Stegelemente<br />

mit Zubehör“, sagt Dirk Meißner,<br />

der in Genthin für Außendienst, Beratung<br />

und Verkauf zuständig ist. „Stahl<br />

ist ideal für Produkte, die der Witterung<br />

ausgesetzt sind. Wenn diese durch die<br />

Feuerverzinkung zusätzlich vor Korrosion<br />

geschützt werden, erhöht das die<br />

Langlebigkeit des Produktes für viele<br />

Jahrzehnte und leistet einen Beitrag<br />

zum Umweltschutz.“<br />

Abläufe werden stetig optimiert<br />

Allein 2019 hat Seppeler 112 Tonnen<br />

Stahl für Orka verzinkt. Und wenn es<br />

sein muss, geht das ausgesprochen<br />

schnell: Bei einem Gesamtgewicht<br />

von bis zu 10 Tonnen verzinkt Genthin innerhalb<br />

von 24 Stunden. Bei Schlosserware,<br />

die zwischen 6.30 und 12 Uhr<br />

(freitags 10 Uhr) angeliefert wird, sind<br />

sogar Blitzverzinkungen möglich und die<br />

Ware ist am selben Tag ab 17 Uhr (freitags<br />

16 Uhr) abholbereit. Wichtig: Immer<br />

wieder werden die Prozesse neu durchdacht:<br />

„Wir haben mit Orka eine Anhängevorschrift<br />

für die Stegele mente erarbeitet,<br />

um optimale Verzinkungsergebnisse zu<br />

erzielen“, erklärt Meißner. Dadurch konnten<br />

Fehlstellen, die durch die Anhängung<br />

und den Ablauf entstehen, minimiert beziehungsweise<br />

in den nicht sichtbaren Bereich<br />

verlagert werden.<br />

Vor allem ein gemeinsames Projekt ist<br />

Lindner in Erinnerung geblieben – nicht<br />

aufgrund der Optik, sondern seiner Größe:<br />

die Marina Zehdenick. Die neue Hafenanlage<br />

am Prerauer Stich verfügt über mehr<br />

als 150 Liegeplätze, Winter lagerplätze in<br />

einer überdachten Halle, eine Hafentankstelle,<br />

Gastronomie und vieles mehr. „Das<br />

war ein sehr umfangreicher Auftrag“, so<br />

Lindner. „In der Marina sind allein rund<br />

1.000 Meter Stahlkonstruktionen verbaut.“<br />

Übrigens: Die Anlagen sind fest mit dem<br />

Seeboden verbunden und können sehr<br />

schmal ausgeführt werden. Breiten von 1<br />

bis 6 Metern und eine Tragfähigkeit bis<br />

500 Kilogramm pro Quadratmeter sind<br />

Lindner zufolge kein Problem – da bringt<br />

auch ein Eisberg aus Stahl nichts ins<br />

Wanken.


36 TECHNIK / WASSER MARSCH!<br />

KONTAKTE<br />

WASSER MARSCH!<br />

Die Umflutung des Padersees ist das größte ökologische Gewässerentwicklungsprojekt<br />

in Paderborn. 270 Meter lange Spundwände<br />

zeigen dem Fluss seinen neuen Lauf – gehalten von Stahlträgern,<br />

nachhaltig und umweltfreundlich von uns verzinkt.<br />

PADERBORN / RIETBERG<br />

Flüsse und Seen sind komplexe Ökosysteme<br />

und stecken voller Leben.<br />

Unsachgemäße Eingriffe in die Natur<br />

bedrohen jedoch die artenreiche<br />

Tier- und Pflanzenwelt.<br />

In Paderborn war die Umflutung des<br />

Padersees die Lösung. Seitdem fließt<br />

die Pader nun nördlich des als Hochwasserrückhaltebecken<br />

angelegten<br />

Gewässers. Oberlauf und Unterlauf<br />

bilden wieder eine Einheit. Erste Ergebnisse<br />

des Monitorings zeigen:<br />

Das Projekt ist ökologisch betrachtet<br />

ein voller Erfolg. „Fische und andere<br />

Organismen haben jetzt wieder die<br />

Möglichkeit, die obere Pader und die<br />

Bäche und Quellen des Rothebachsystems<br />

zu erreichen“, berichtet Bauleiter<br />

Axel Schröder.<br />

Stahlträger der Spundwände verzinkt<br />

25 Kilometer Fließgewässer wurden<br />

mit dem Durchstich erschlossen. Etwa<br />

800 Meter lang ist die Umflut. Um den<br />

Fluss vom See zu trennen, musste ein<br />

Damm aufgeschüttet werden: 270 Meter<br />

Stahlspundwände halten ihn zusammen.<br />

Die insgesamt 20 Tonnen schweren<br />

und jeweils 20 Meter langen Stahlträger<br />

dafür hat Seppeler nach dem Prinzip<br />

der Doppeltauchung feuerverzinkt. Mit<br />

ihren außergewöhnlich großen Kesselmaßen<br />

von 17,50 Meter kamen hier in<br />

der Region allein die Rietbergwerke für<br />

den Auftrag in Frage. Zusätzlich übernahmen<br />

unsere Kollegen die Transportund<br />

Logistikabwicklung zwischen Baustelle,<br />

Verarbeitung und Stahllieferung.<br />

Das Projekt ist wichtig für die Region<br />

„Wir haben nicht nur für langlebigen Korrosionsschutz<br />

gesorgt, sondern auch mit<br />

ressourcenschonenden Leistungen dem<br />

Vorher – nachher: die Brücke im „Rohzustand“<br />

(Bild oben) und die fertige Anlage mit den von<br />

›uns verzinkten Stahlträgern (Bild unten links).<br />

›<br />

Umwelt- und Nachhaltigkeitsanspruch<br />

des Projekts Rechnung getragen“, so der<br />

Projektleiter der Rietbergwerke Christian<br />

Grundmeier. „Der Naherholungswert liegt<br />

nicht nur uns am Herzen, er ist ein wichtiger<br />

Bestandteil der gesamten Region.“<br />

Die Pader ist der kürzeste Fluss Deutschlands<br />

– und für Paderborn enorm wichtig.<br />

Sie gilt als die „grüne Lunge“ der Stadt,<br />

ein Schatz, den es zu hüten gilt. Dabei ist<br />

die Umflut ebenso wie die vorangegangene<br />

Umgestaltung des Oberlaufs ein<br />

wichtiger Baustein. Wir haben unseren<br />

Teil dazu beigetragen, dass dies lange<br />

so bleibt.


KONTAKTE TECHNIK / EINE FRAGE DER VERANTWORTUNG 37<br />

EINE FRAGE DER VERANTWORTUNG<br />

Kleinvieh macht auch Mist, sagt der Volksmund. Und damit<br />

hat er Recht, findet unsere Energieexpertin Ina Kuhlmann.<br />

Jede eingesparte Tonne CO 2 zählt, wenn man es ernst damit<br />

meint, klimafreundlich zu arbeiten. Einblick in ein kleines,<br />

aber wegweisendes Energiesparprojekt.<br />

LENNESTADT<br />

Spartrafo<br />

Anlage<br />

Netzrückwirkungen<br />

Mittelspannungstrafo Lennestadt<br />

Seit April 2019 läuft am Pilotstandort<br />

Lennestadt ein Spezialtrafo. Seine<br />

Aufgabe ist das Stromsparen und die<br />

erfüllt er mit Erfolg: Im ersten Jahr<br />

verbrauchte die Verzinkerei rund zehn<br />

Prozent weniger. Das entspricht 70.000<br />

Kilowattstunden und damit dem Bedarf<br />

von 18 Drei-Personen-Haushalten. Und:<br />

Der CO 2 -Ausstoß hat sich um 35 Tonnen<br />

reduziert. Nachdem die Anlage optimiert<br />

wurde, gehen die Kollegen von zukünftig<br />

bis zu zwölf Prozent weniger Stromverbrauch<br />

aus.<br />

Für ein energieintensives Unternehmen<br />

wie unseres mögen das keine riesigen<br />

Zahlen sein, aber es zeigt die Haltung<br />

zum Thema Ressourceneffizienz: „In vielen<br />

Betrieben sind wir energetisch so<br />

ausgereizt, dass wir kaum noch sparen<br />

können. Aber im Sinne des Umweltschutzes<br />

wollen wir jede Chance nutzen“,<br />

erklärt Ina Kuhlmann, die Qualitäts- und<br />

Energiemanagementbeauftragte unserer<br />

Gruppe. „Strom macht generell nur ein<br />

Zehntel unseres Energiebedarfs aus.<br />

Rund 90 Prozent decken wir mit Gas ab,<br />

denn damit erhitzen wir die Zinkkessel<br />

rund um die Uhr auf 450 Grad Celsius.<br />

So bleibt das Zink flüssig.“ Der Spezialtrafo<br />

ist also eine kleine, aber wichtige<br />

Stellschraube in unserem Energiemanagement.<br />

Vereinfacht formuliert betreibt der Trafo<br />

Stromrecycling: Die Differenz zwischen<br />

der Ein- und Ausgangsspannung erzeugt<br />

in seinem Innern ein magnetisches Feld,<br />

das die ungenutzten Oberwellen auffängt<br />

und an die Verbraucher in den Unternehmenskreisläufen<br />

zurückgibt. „Normalerweise<br />

fließt eine solche Überspannung<br />

als Rückkopplung zurück ins Netz.<br />

Der Spezialtrafo hält diese auf und wandelt<br />

sie wieder in nutzbare Energie um“,<br />

erklärt Kuhlmann.<br />

Da sich der neue Trafo in Lennestadt<br />

bewährt hat, soll er auch an anderen<br />

Standorten installiert werden – ganz<br />

nach dem Motto: Die klimafreundlichste<br />

Kilowattstunde ist immer noch die, die<br />

man nicht verbraucht.<br />

70.000<br />

Kilowattstunden Strom konnte die<br />

Verzinkerei in Lennestadt durch den<br />

neuen Spezialtrafo einsparen.<br />

›<br />

Ina Kuhlmann, Qualitäts- und<br />

Energiemanagementbeauftragte<br />

der Seppeler Gruppe.


38 TEAM / UNSER POLNISCHES GLANZSTÜCK<br />

KONTAKTE<br />

UNSER POLNISCHES GLANZSTÜCK<br />

Auf der Suche nach Neuem haben wir das Bestehende verändert<br />

und so unserem Werk Ocynkownia Śląsk in Częstochowa ein völlig<br />

neues Gesicht verliehen. Nach der Modernisierung ist es technisch<br />

die modernste Verzinkungsanlage Polens. Fünf Fragen an Standortleiter<br />

Krzysztof Demendecki.<br />

CZĘSTOCHOWA<br />

01. Herr Demendecki, was hat sich<br />

durch die Umgestaltung verändert?<br />

KD: In Sachen Technik? Alles! Angefangen<br />

bei den neuen Dimensionen der<br />

Verzinkungsanlage bis hin zur Logistik.<br />

Die neue Anlage erfüllt alle Ansprüche,<br />

die wir hinsichtlich Material und Ressourcenverbrauch,<br />

Effizienz, Umweltschutz,<br />

Arbeitssicherheit und Logistik<br />

an eine moderne Feuerverzinkerei stellen.<br />

Ein paar Beispiele: Der neue Verzinkungskessel<br />

ist tiefer und länger, sodass<br />

wir ein größeres Spektrum an Produk -<br />

ten feuerverzinken und neue Kunden<br />

gewinnen können. Durch die Teilautomatisierung<br />

und die veränderte Logistik<br />

mit zusätzlichen Krananlagen können<br />

wir kürzere Durchlaufzeiten und damit<br />

kurzfristige Terminwünsche von Kun den<br />

realisieren. Dazu gehören auch optimierte,<br />

umweltschonende Arbeitsabläufe und<br />

dank einer lückenlosen Nachverfolgung<br />

aller Schritte eine gestiegene Prozesssicherheit<br />

– sowie bessere und moderne<br />

Arbeitsbedingungen für alle Mitarbeiter.<br />

Auch aus ökologischer Sicht ist viel<br />

passiert: Alle Vorbehandlungsbecken<br />

mit Entfettung, Beize und Fluxbecken<br />

sind nun eingekapselt. In einem geschlossenen<br />

Kreislaufsystem wird die<br />

Abluft durch einen Nasswäscher gereinigt.<br />

Außerdem sorgt unsere Wärmerückgewinnung<br />

dafür, dass die Ware in<br />

den Vorbehandlungsbecken auf eine höhere<br />

Temperatur gebracht wird. Der<br />

Verzinkungsprozess ist noch schneller<br />

und von besonders guter Qualität. Dass<br />

unsere Ergebnisse top sind, belegen die<br />

Zertifikate ISO 9001 und DASt.<br />

02. Wie sind die neuen Produktionskapazitäten<br />

und welche Dienstleistungen<br />

bieten Sie Ihren Kunden zusätzlich an?<br />

KD: Die Kapazität ist erheblich gestiegen,<br />

hängt prinzipiell aber vom Materialmix<br />

ab. Als Dienstleistung bieten<br />

wir neben dem Transport auch die Lagerung<br />

des Materials an. Das spart Kunden<br />

Zeit, Geld und Arbeit. Und – darauf<br />

sind wir besonders stolz – die Passivierung<br />

der verzinkten Oberfläche mit Zinklar<br />

gehört ebenfalls zu den neuen<br />

Kundenvorteilen. Wir sind froh hier Vorreiter<br />

zu sein.<br />

03. Lohnt sich die Passivierung mit<br />

Zinklar wirklich?<br />

KD: Zinklar ist eine ausgezeichnete<br />

Acrylpassivierung. Sie verhindert, dass<br />

sich Weißrost oder Flecken bilden und<br />

erhält den Glanz der Zinkschicht für lange<br />

Zeit. Eine Passivierung lohnt sich<br />

also auf jeden Fall für die Kunden, die<br />

Wert auf die Ästhetik ihres Produktes<br />

legen.<br />

04. Welche Teile verzinken Sie denn<br />

überhaupt?<br />

KD: Alles – im Rahmen unserer technischen<br />

Möglichkeiten. Geht eine Anfrage<br />

darüber hinaus, übernimmt in der<br />

Regel eine der anderen drei polnischen<br />

Verzinkereien von Seppeler. Da wir alle<br />

in Südpolen nah beieinanderliegen,<br />

können wir Synergien nutzen. Für unsere<br />

Kunden bedeutet das: kürzere Lieferzeiten,<br />

gleichbleibende Verzinkungsqualität<br />

und flexible Dienstleistungen.<br />

Prinzipiell ist aber jede Anlage für bestimmte<br />

Produkte ausgelegt. Unser<br />

neuer 14 Meter langer, 1,4 Meter breiter<br />

und 3,2 Meter tiefer Kessel eignet sich<br />

besonders zum Verzinken großer Mengen<br />

von Serienprodukten.<br />

05. Und wie lange dauert eine Feuerverzinkung<br />

mit der neuen Anlage?<br />

KD: Als führende Verzinkerei in Polen<br />

können wir Aufträge in weniger als zwölf<br />

Stunden ausführen. Möglich ist dieser<br />

Express-Service unter anderem durch<br />

die elektronische Erfassung aller Daten,<br />

die Automatisierung der Anlagentechnik<br />

sowie das vollautomatische interne<br />

Transportsystem, welches den Prozess<br />

von der Warenannahme bis zur Verladung<br />

in den Lkw optimiert. Die daraus<br />

resultierende Zeitersparnis erlaubt eine<br />

Lieferung just in time.


KONTAKTE TEAM / UNSER POLNISCHES GLANZSTÜCK 39<br />

100.000 t<br />

info<br />

Stahl werden pro Jahr in den vier<br />

polnischen Verzinkereien von Seppeler<br />

in Częstochowa, Chrzanów, Kluczbork<br />

und Świdnica verzinkt. Damit ist die<br />

Ocynkownia Śląsk die größte Gruppe<br />

von Verzinkungsbetrieben im Land.<br />

Seppeler betreibt außerdem am<br />

Standort Kraków eine Gitterrostefertigung.<br />

Um den wachsenden<br />

Anforderungen unserer Kunden und<br />

des Marktes gerecht zu werden,<br />

plant Seppeler weitere Veränderungen<br />

an einzelnen Standorten, aber dazu<br />

an anderer Stelle mehr.<br />

leiter seit 2014<br />

Nach dem Abschluss seines Studiums<br />

an der Wirtschaftsuniversität<br />

Kraków und einem Praktikum in der<br />

Seppeler Gruppe arbeitete Krzysztof<br />

Demendecki im Vertrieb am Standort<br />

Kluczbork. Davor war er in diversen<br />

Positionen in unterschied lichen<br />

Stahlunternehmen tätig. Heute ist<br />

er Geschäftsbereichsleiter der Ocynkownia<br />

Śląsk Częstochowa, die seit<br />

sieben Jahren zur Seppeler Gruppe<br />

gehört.<br />

KRZYSZTOF<br />

DEMENDECKI<br />

Geschäftsbereichsleiter Częstochowa


40 TEAM / PERSONALIEN<br />

KONTAKTE<br />

WIR BEGRÜSSEN IM TEAM DER<br />

SEPPELER GRUPPE SEIT 2019<br />

Seppeler Holding: Niclas Bertelt, Leon Breimhorst,<br />

Nedim Fis, Maria Gerks, Tim Kespohl,<br />

Oliver Lummer, Marie Müller, Fabio Osmers,<br />

Frank Pielsticker, Stefan Pörtner, Patrick Ringel,<br />

Andreas Schmidt, Matwej Stofast<br />

Rietbergwerke: Ömer Akca, Catalin Aldea,<br />

Christian Baal, Octavian-Marius Badan, Fehmi<br />

Coban, Kornelia Herbort, Marcel Kube, Jakob<br />

Neufeldt, Holger Rösel, Ali Sariyildiz, Otto<br />

Schmidt, Martin Schwake, Vitali Siek, Adrian<br />

Vasile Stefan, Miroslaw Szymanski, Damir Toposch,<br />

Ramazan Urhan, Erwin Viereck, Paul<br />

Warkentin, Mustafa Yildiz<br />

Thöne Metallwaren: Wir begrüßen alle Mitarbeiter<br />

der Thöne Metallwaren!<br />

Helling & Neuhaus: Mohammad Latif Asefi,<br />

Alexandru-Lucian Branescu, Sergiu Damir,<br />

Krzysztof Ryszard Derek, Michael Fast, Dännis<br />

Grzyb, Sergej Kasatschkow, Tozo Khalid Namer,<br />

Norbert Klatt, Justin Leifeld, Erwin Mientus,<br />

Ion-Bogdan Miu, Pawel Nogaj, Eberhard<br />

Opatz, Johanna Papke, Grzegorz Polom, Mehran<br />

Rashidifar, Frank Reimann, Marc Schiffner,<br />

Robert-Marin Schlegel, Tanju Sezer, Dirk Siekmann,<br />

Andreas Taub, Georgios Vasileiadis, Peter<br />

Voß, Christian Zontea<br />

Feuerverzinkung Holdorf: Burhan Bela, Erkan<br />

Bela, Alexander Bockhorst, Gheorghe Codau,<br />

Luca Diekhaus, Ovidiu-Costel Gheorghe, Daniel<br />

Adrian Giulea, Florian große Schlarmann, Lukas<br />

große Schlarmann, Emin Hyseni, Catalin-<br />

Constantin Ifrim, Uwe Jachens, Claudia Jendrzejewski,<br />

Waldemar Jost, Artem Kondratyev,<br />

Tino Langer, Constantin-Gabriel Marcu, Radu<br />

Mestesan, Gigel Naziru, Patryk Stanislaw<br />

Olownia, Jan Potthoff, Cristi-Nicolae Siriteanu,<br />

Lucasz Zyznowski<br />

Feuerverzinkung Bremen: Rene Baumgart,<br />

Valentin Daneliuc, Pascal Heineke, Thomas<br />

Heineke, Imre Katona, Alexey Lyakhov, Nikolay<br />

Marinov, Marc Oliver Prelle, Daniel Radaszewski,<br />

Dörte Timpe<br />

Feuerverzinkung Osnabrück: Vitalie Boboc,<br />

Jonas de Ridder, Andy Kalsi, Konrad Lewandowski,<br />

Mariusz Michalowski, Ivo Monov,<br />

Sergej Ossipov, Thomas Peschke, Tobias Teichert,<br />

Andrzej Tomaszewski, Ardian Vokshi,<br />

Sidik Zukhurov<br />

Feuerverzinkung Genthin: Robert Bock,<br />

Steffen Sobrecht, Ronny Wieske<br />

Verzinkerei Lennestadt: Mourad Benahmed,<br />

Arjel Bozhuri, Karl-Eugen Camen, Donald<br />

Carciu, Nicolai Cristidul, Sven Daus,<br />

Daniel Falkenthal, Constantin Gavrilita, Mirali<br />

Gulrose, Andi Lena, Patrick Linden, Nikolaos<br />

Manoukidis, Janos Matolcsi, Mareike Schneider,<br />

Denis Sitari, Alexander Spitzer, Christian<br />

Vormberg, Khan Mohammad Zadran<br />

Feuerverzinkung Hannover: Nebil Al Alo,<br />

Hans Broll, Marian Czaja, Encarna Dawe-Collado,<br />

Leon Draukschas, Hishiar Ido Kolo, Celine<br />

Losch, Dominik Paasch, Jan-Hendrik Peters,<br />

Talal Qadokoro, Denis Szczygiel, Krzysztof<br />

Szoltysek, Sylwester Tuznik<br />

Feuerverzinkerei Picker: Hekmatollah Arab,<br />

Adnan Avdullahi, Carsten Bücher, Jerzy Dargacz,<br />

Ibrahim Rezai<br />

Chrzanów: Łukasz Hajduk, Jacek Liwski, Mateusz<br />

Oramus, Monika Pastwa, Krzysztof Sznajdrowicz,<br />

Małgorzata Tekieli-Krawczyk<br />

Kluczbork: Mariusz Bereta, Krzysztof<br />

Gawroński, Mateusz Kiedrzyn, Dariusz Kropacz,<br />

Jarosław Musiałek<br />

Częstochowa: Paweł Błasik, Daniel Borowiecki,<br />

Sebastian Kozłowski, Anna Nowak, Tomasz<br />

Prześlak, Jan Suchecki, Andrzej Fatalski, Mariusz<br />

Marcisz, Dominik Szymczyk, Mateusz<br />

Sieradzki, Krzysztof Boral, Mariusz Tarnowski,<br />

Łukasz Bielaś, Bartłomiej Toroński, Sławomir<br />

Biaduń, Kamila Kamrat, Mateusz Więckowski,<br />

Mariusz Kuczak, Daniel Skrzypczyk, Patryk<br />

Samborski, Paweł Rabiniak, Wojciech<br />

Nieckosiński<br />

Świdnica: Piotr Brenk, Łukasz Bystry, Andrzej<br />

Grabski, Dariusz Jabłoński, Piotr Klisiewicz,<br />

Volodymyr Klymyshyn, Arkadiusz Krasota, Witold<br />

Rudnicki, Serhii Shved, Marlena Sochowicz,<br />

Adrian Stochniał, Denys Tililin, Janusz<br />

Waśko, Magdalena Włudyka, Andrii Vulkanin,<br />

Mateusz Leśniak, Tomasz Brózda<br />

KMK: Ryszard Bac, Piotr Białaszczyk, Michał<br />

Biga, Krzysztof Cerek, Mateusz Gudowski, Piotr<br />

Lewartowski, Kamil Pluta, Adrian Sepielak,<br />

Michał Szczęśniak, Grzegorz Zębala<br />

AUSBILDUNGSBEGINN<br />

Im August / September 2019 und im August<br />

<strong>2020</strong> begann für 10 neue Azubis innerhalb der<br />

Seppeler Gruppe die Ausbildung in den Berufen<br />

Fachkraft für Metalltechnik, Fachlagerist,<br />

Industriekaufleute, Industriemechaniker, Konstruktionsmechaniker<br />

und Oberflächenbeschichter.<br />

GRATULATION, PRÜFUNG BESTANDEN<br />

Wadim Sartison: Mitarbeiter der Behältertechnik,<br />

hat im Januar 2019 die Prüfung<br />

„Geprüfter Industriemeister Fachrichtung<br />

Metall“ erfolgreich bestanden.<br />

Lukas Koch: Mitarbeiter der Behältertechnik,<br />

hat im Februar 2019 die Bachelorprüfung<br />

„Wirtschaftsingenieurwesen“ erfolgreich bestanden.<br />

Sebastian Kloppe: Mitarbeiter der Seppeler<br />

Holding, hat im Juli <strong>2020</strong> seine Weiterbildung<br />

zum zertifizierten „Systemischen Business<br />

Coach“ erfolgreich abgeschlossen.<br />

ERFOLGREICHER<br />

AUSBILDUNGSABSCHLUSS<br />

Im Jahr 2019 beendeten 5 Azubis der Seppeler<br />

Gruppe erfolgreich ihre Ausbildung: Kieran<br />

Farrer, Serkan Ahmet Olgou (Industriemechaniker),<br />

Henny Kuhlmann, Anna-Lena Pfeiffer,<br />

Dennis Stromberg (Industriekaufleute).<br />

Im Januar <strong>2020</strong> beendeten 3 Azubis der<br />

Seppeler Gruppe ihre Ausbildung in folgenden<br />

Berufen: Phil Hübner, David Schlaht (Industriemechaniker),<br />

Lisa Brandherm (Industriekauffrau).<br />

Im September <strong>2020</strong> beendete Robert Vojkovic<br />

seine Ausbildung zum Oberflächenbeschichter.<br />

IN STILLEM GEDENKEN<br />

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rietbergwerke<br />

trauern um Jakob Flaming. Er verstarb<br />

am 30.01.2019 im Alter von 54 Jahren.<br />

Helling & Neuhaus: Andreas Neufeld verstarb<br />

am 22.06.<strong>2020</strong> im Alter von 60 Jahren.<br />

Dimitrios Eftychidis verstarb am 31.08.<strong>2020</strong><br />

im Alter von 32 Jahren.<br />

Feuerverzinkung Osnabrück: Amarjit Kalsi<br />

verstarb am 14.06.<strong>2020</strong> im Alter von 65 Jahren.<br />

Feuerverzinkung Hannover: Thomas Muth verstarb<br />

am 26.02.<strong>2020</strong> im Alter von 51 Jahren.


KONTAKTE<br />

TEAM / PERSONALIEN<br />

41<br />

PERSONALIEN<br />

AUF BALD! IN PENSION GINGEN<br />

(2019/<strong>2020</strong>)<br />

Seppeler Holding: Christel Naumann war<br />

4 Jahre im Unternehmen, Rita Westhoff<br />

war 3 Jahre im Unternehmen<br />

Rietbergwerke: Robert Bee war 14 Jahre<br />

im Unternehmen, Franz-Bernhard Eickel<br />

war 45 Jahre im Unternehmen, Reinhard<br />

Hübner war 27 Jahre im Unternehmen<br />

(Behältertechnik), Klaus Ebbemeier war<br />

39 Jahre als Kraftfahrer im Unternehmen,<br />

Rainer Dobrascack war 33 Jahre im Unternehmen,<br />

Heinrich Schulz war 30 Jahre<br />

im Unternehmen (Verzinkerei)<br />

Helling & Neuhaus: Waldemar Isaak war<br />

29 Jahre im Unternehmen (Gitterroste),<br />

Werner Fox war 42 Jahre im Unternehmen<br />

(Verzinkerei)<br />

Feuerverzinkung Holdorf: Waldemar<br />

Jost war 12 Jahre im Unternehmen,<br />

Peter Kaiser war 23 Jahre im Unternehmen,<br />

Otto Rommel war 14 Jahre im<br />

Unternehmen<br />

Feuerverzinkung Osnabrück: Kazimierz<br />

Hrycyna war 28 Jahre im Unternehmen<br />

Feuerverzinkung Genthin: Wolfgang<br />

Schneider war 43 Jahre im Unternehmen<br />

Feuerverzinkung Hannover: Horst Gäbler<br />

war 29 Jahre im Unternehmen, Eduard<br />

Krieger war 25 Jahre im Unternehmen<br />

DANK AN UNSERE JUBILARE<br />

10 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Seppeler Holding: Alexander Lengle<br />

Rietbergwerke: Vladimir Boldt, Deniz<br />

Gökdemir, Akin Kaya<br />

Helling & Neuhaus: Michael Fröhleke,<br />

Juri Reiswich<br />

Feuerverzinkung Holdorf: Wilhelm Deikun,<br />

Jan Figiel, Waldemar Hartung, Bogdan Mikolajek,<br />

Ryszard Szot, Alexander Tissen, Alexander<br />

Ulman<br />

Feuerverzinkung Bremen: Harald Detzkeit<br />

Verzinkerei Lennestadt: Rolf Blaas<br />

Feuerverzinkung Hannover: Adrian<br />

Marciniak<br />

Chrzanów: Konrad Stępień<br />

Kluczbork: Arkadiusz Hudzik, Piotr Kulej,<br />

Łukasz Libera, Hubert Niksdorf, Krzysztof<br />

Symiec, Adam Wancel, Henryk Wiecha<br />

Częstochowa: Damian Kusa, Anna Urbańska,<br />

Rafał Koniecki, Krzysztof Radek, Michał Gizowski,<br />

Sebastian Ciak, Piotr Franc<br />

KMK: Grzegorz Cerek, Marek Fraś,<br />

Łukasz Lisiakiewicz, Krzysztof Przygoda,<br />

Michał Stalica<br />

20 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Rietbergwerke: Ismail Dobo, Detlef Willner<br />

Helling & Neuhaus: Lars Brüggenthies,<br />

Andrej Sudow<br />

Feuerverzinkung Holdorf: Andre Gerzen,<br />

Viktor Gorgelender, Dieter Held, Georg<br />

Schestakow<br />

Feuerverzinkung Bremen: Christian Zwick<br />

Feuerverzinkung Osnabrück: Eduard Haak,<br />

Johannes Morkel<br />

Feuerverzinkung Hannover: Oleg Starovoitov,<br />

Leonid Witmann<br />

Chrzanów: Aneta Karcz, Tomasz Likus,<br />

Mirosław Małodobry, Krzysztof Mroczek, Piotr<br />

Saj, Tomasz Trębacz, Tomasz Ziembiński<br />

KMK: Rajmund Cerek, Małgorzata Demendecka,<br />

Andrzej Flisak<br />

25 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Seppeler Holding: Mechtild Austerhoff<br />

Rietbergwerke: Dirk Christan, Peter Oetter,<br />

Medet Ünsal<br />

Helling & Neuhaus: Markus Brühl, Georgios<br />

Chatzimichailidis, Maximos Katikaridis,<br />

Michaela Willinghöfer<br />

Feuerverzinkung Osnabrück: Nikolaj Horich<br />

Feuerverzinkung Hannover: Eduard Krieger,<br />

Rudolf Krieger, Nikolaus Munk, Adam Norek,<br />

Heiko Schacht, Sergej Zielke<br />

30 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Seppeler Holding: Vera Lidzba<br />

Rietbergwerke: Dariusz Beska, Valeri Dick,<br />

Andreas Renpening, Peter Renpening, Heinrich<br />

Schulz, Ahmet Simsek<br />

Helling & Neuhaus: Kasimir Biesek, Dimitrios<br />

Gogakis, Albert Hagenkort, Michael<br />

Hundt, Nikolaos Stamoulopoulos, Ioannis<br />

Tekidis<br />

Feuerverzinkung Osnabrück: Horst<br />

Liekam, Udo Zweber<br />

Feuerverzinkung Hannover: Marek Krol<br />

Feuerverzinkerei Picker: Guiseppe Cicionti<br />

35 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Seppeler Holding: Anja Puharic<br />

Rietbergwerke: Simone Bartels, Andreas<br />

Rüpping<br />

Helling & Neuhaus: Melisan Berber, Gabriele<br />

Marquardt<br />

Feuerverzinkung Genthin: Heiko Heidel<br />

40 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Seppeler Holding: Petra Aldehoff<br />

Rietbergwerke: Hüseyin Erdem, Hasan<br />

Karakaya, Hayri Taskin<br />

Helling & Neuhaus: Hubert Dübeler, Rudolf<br />

Halupczok, Andrea Helmig, Sabine Kalkstein<br />

Feuerverzinkerei Picker: Birgit Picker<br />

45 JAHRE IM UNTERNEHMEN<br />

Seppeler Holding: Friedrich Aldehoff,<br />

Franz Bernhard Eickel


42 TEAM / AUS UNSEREN TEAMS<br />

KONTAKTE<br />

AUS UNSEREN<br />

TEAMS<br />

Was gibt es Neues von den Kollegen?<br />

Eine ganze Menge! Hier sind zwei Highlights.<br />

HELFEN KANN SO EINFACH SEIN<br />

Name: Wolfgang Gerwing, Beruf: Schmelzschweißer, Berufung: Kronkorken sammeln.<br />

Kronkorken? Ja, genau! Mit seinem umweltbewussten „Hobby“ hat es unser Kollege<br />

aus Rheda-Wiedenbrück, der seit 41 Jahren bei den Rietbergwerken arbeitet, bereits<br />

mehrfach in die Zeitungen geschafft. „Angefangen hat alles mit einer Anfrage vom<br />

Kolpingverband, für einen guten Zweck im Angelverein Kronkorken zu sammeln“, erzählt<br />

der Naturliebhaber, der sich mit Begeisterung ehrenamtlich für seine Heimat<br />

engagiert. Schließlich hat er nicht nur die Vereinsmitglieder, sondern gleich auch seine<br />

Freunde und Kollegen angestachelt. 2,5 Tonnen Kronkorken wurden so im Laufe<br />

von vier Jahren gesammelt. Inzwischen stehen im Kreis sogar Sammeltonnen mit jeweils<br />

70 Kilogramm Fassungsvermögen, die regelmäßig geleert werden.<br />

Die Aktion wurde 2012 von Ingo Petermeier aus Wadersloh-Liesborn ins Leben<br />

gerufen. Mittlerweile machen Menschen aus ganz Deutschland mit. Einmal pro Jahr<br />

werden die gesammelten Werke zum Wertstoffhändler gebracht und der Erlös<br />

1:1 der „Patientenhilfe Darmkrebs“ gespendet.<br />

WIR WERDEN EUCH VERMISSEN!<br />

Dieses Trio wird uns fehlen, ganz besonders<br />

den Kollegen aus dem Behälterbau:<br />

Robert Bee, Franz-Bernhard Eickel<br />

und Adalbert Burmeister haben sich<br />

gemeinsam in den Ruhestand verabschiedet.<br />

Mit ihnen verlassen exakt<br />

100 Jahre Kompetenz den Geschäftsbereich,<br />

denn allein Franz-Bernhard<br />

Eickel, der zuletzt als Vorarbeiter in der<br />

Endmontage gearbeitet hat, kommt<br />

auf 45 Jahre Betriebszugehörigkeit. Der<br />

64-jährige „Milchbubi“ hat für manches<br />

Schmunzeln gesorgt, weil er nie ohne<br />

seine Literpackung Biomilch zur Arbeit<br />

kam, die er publikumswirksam hoch<br />

in den Raum hielt, laut „Prost!“ rief und<br />

dann trank. Fast so lange wie er war<br />

auch Adalbert Burmeister bei Seppeler:<br />

Der 67-Jährige aus der Konstruktion<br />

arbeitete 41 Jahre bei uns. 14 Jahre war<br />

unser Gebietsvertriebsleiter Nord /<br />

West, Robert Bee (64), dabei. Jetzt muss<br />

wohl ein anderer die Kollegen am<br />

Ende der Frühstückspause mit einem<br />

eindringlichen „An die Funktion!“ auffordern,<br />

endlich wieder an die Arbeitsplätze<br />

zurückzukehren. Kommt uns bald<br />

besuchen, ihr drei!<br />

V. l. n. r.: Thomas Weise, Adalbert Burmeister,<br />

Matthias Limberg, Franz-Bernhard<br />

Eickel, Robert Bee, Stefan Neese.


KONTAKTE<br />

TEAM / STECKBRIEF<br />

43<br />

STECK-<br />

BRIEF<br />

Sie dachten, bei einem Junggesellenabschied<br />

wird nur Quatsch<br />

gemacht? Nein, nein. Manchmal<br />

werden hier Karrieren geplant –<br />

das gilt zumindest für unseren<br />

Kollegen Norbert Meierkord.<br />

›<br />

Nebenberuf, Hobby, Ausgleich: Norbert Meierkord liebt die Landwirtschaft<br />

und versorgt mit seinem Vater unter anderem 50 Rinder. Das<br />

Bild oben zeigt Meierkord (links) mit einem Kollegen in der Werkshalle.<br />

VOR- UND NACHNAME Norbert Meierkord<br />

GEBURTSTAG 16. Oktober 1984<br />

FAMILIENSTAND<br />

verheiratet, zwei Kinder<br />

WOHNORT<br />

Rheda-Wiedenbrück<br />

BERUF<br />

Techniker – zuständig für<br />

Werksplanung<br />

AUSBILDUNG<br />

Maschinenbau-Mechaniker und<br />

staatlich geprüfter Techniker<br />

MEIN ERSTER TAG BEI SEPPELER …<br />

… war offiziell der 1. Januar 2011. Ich war aber bereits einige<br />

Wochen zuvor aktiv, da zum Jahresende immer viel Arbeit bei<br />

Wartung und Instandsetzung der Anlagen ansteht. Ich erfuhr<br />

bei einem Junggesellenabschied, dass mein damaliger Vorgänger<br />

das Haus verlässt und ein Nachfolger gesucht wird. Drei<br />

Tage später war alles geritzt. Wir sind heute noch Freunde, wie<br />

das Leben manchmal so spielt! Mein erstes großes Projekt<br />

war der Werksumbau in Lennestadt. Derzeit arbeite ich mit<br />

meinen Teamkollegen aus der Werksplanung am Neubau in<br />

Genthin – auch ein herausforderndes Projekt – und das ist<br />

genau mein Ding.<br />

HOBBYS<br />

Landwirtschaft – obwohl das mehr ist als ein Hobby. Ich bewirtschafte<br />

mit meinem Vater 40 Hektar Land, wir versorgen<br />

600 Schweine und 50 Rinder. Das ist eine tolle Abwechslung für<br />

Körper und Geist. Ich bekomme den Kopf frei und finde oft<br />

bei der Hofarbeit Lösungen für das Tagesgeschäft bei Seppeler –<br />

und umgekehrt. Ich bin sehr verwurzelt in der Region und<br />

neben der Landwirtschaft sind mir Familie, Freunde und mein<br />

Schützenverein wichtig.<br />

LIEBLINGSMUSIK<br />

Aktuelle Charts<br />

LIEBLINGSESSEN<br />

Reibekuchen mit Apfelmus<br />

DAS WÜNSCHE ICH MIR<br />

Gesund durchs Leben kommen und Spaß an dem haben,<br />

was ich mache!


RietBeRG · GÜteRsloh · BReMen · Genthin · osnaBRÜcK · hannoVeR · holdoRf<br />

lennestadt · aRnsBeRG · salZKotten · chRZanÓW · KlucZBoRK · cZĘstochoWa · ŚWidnica · KRaKÓW

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