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Wir müssen hier weg

Eine Kurzgeschichte die so, oder so ähnlich, hätte passieren können, oder vielleicht auch passieren kann?

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Ort und versucht die aufgebrachte Meute zurückzuhalten. Aber es ist ein unausgeglichenes Kräeverhältnis.

Und nicht jeder Polizist scheint moviert zu sein sich wegen einer Chrisn hier in Gefahr zu bringen.

Während dessen redet Natalie mit Bena. „Du solltest vielleicht besser gehen? Wer weiß was hier gleich

passiert?“ Bena ist komplet entsetzt. „Was passiert hier Natalie? Ich habe nur meinen Job gemacht, und jetzt

will der Mob mir an den Kragen?“

„Geh mit Deinem Thomas und bring Dich in Sicherheit!“ fuhr Natalie Bena an. Die beiden arbeiten schon seit

vielen Jahren zusammen. Natalie hat Bena immer schon belächelt für ihren Glauben. Bena wiederum

versuchte immer wieder Natalie zu bekehren. Als Team waren die beiden einfach genial, aber als Menschen

haben sie nie zueinander gepasst. Dennoch nahm Bena sich den Ratschlag von Natalie zu herzen, und verlies

die Klinik durch einen kleinen Seiteneingang. Dort führte ein Weg in das Kaiserwäldchen. Bena rannte quer

durch den Wald nach Hause. Sie war so panisch geflüchtet, dass sie komplet vergessen hate ihre Sachen

mitzunehmen. So kam es, dass sie um 4:30 sturm läuten musste. Thomas torkelt verschlafen an die Türe.

Bena stürmt herein und ru nur „Schnell – wir müssen hier weg!“

Thomas war natürlich komplet überfordert. Er lag gerade noch im Tiefschlaf und versuchte zu verstehen, was

Bena ihm heksch um die Ohren warf. Dabei packte sie einen großen Koffer zusammen. Thomas verstand gar

nichts. Er saß am Bet und versuchte seine Frau zu beruhigen. „Schatz, komm setz Dich zu mir. Beruhig Dich

etwas, und morgen sieht die Welt ganz anders aus!“ sagte Thomas zu ihr.

„Hör endlich auf mich“ schrie Bena. „Die sind komplet wahnsinnig geworden, und besmmt stehen die gleich

hier bei uns vor der Türe!“

Die Tiere spürten, dass da etwas Schlimmes im Gang war. Die Hunde bellten und rannten nervös durch die

Wohnung, während der Kater mit aufgestelltem Fell auf dem Bet stand und laut miaute. Thomas versuchte die

Hunde zu beruhigen, mit mitelprächgem Erfolg während Bena aufgebracht rief „jetzt zieh dich endlich an –

wir müssen verschwinden!“

Die Situaon verschäre sich, als man draußen das Quietschen einer Vollbremsung hörte. Sofort liefen Thomas

und Bena in die Küche, um aus dem Fenster zu schauen. Man sah, dass draußen ein Auto stand mit

laufendem Motor. Die Beifahrertüre stand auf, und von der Haustüre lief eine Gestalt zurück zum Auto, und das

fuhr mit quietschenden Reifen auf und davon. „Siehst Du – ich habe es Dir gesagt!“ raunte Bena Thomas an.

Thomas zog sich an, und packte auch ein paar Klamoten in seinen Rucksack. Den Kater ließen die beiden raus

und die Hunde an die Leinen und ab ins Auto – mit den Hunden.

Als die beiden um die Ecke bogen, sahen sie noch im Rückspiegel wie eine Kolonne Autos zu ihrem Haus

vorfuhr. Und als die beiden aus der Siedlung fuhren sah man eine Säule aus Feuer und Rauch, aus der Siedlung

aufstehen. Bena brach in Tränen aus, die sofort in einen Heul-Krampf übergingen. Sie stammelte immer

wieder „Die sind verrückt!“ und „Warum denn nur?“

Thomas fuhr das Auto, und hielt auf einem Berg, von dem aus man auf die Siedlung sehen konnte. Es sind zwar

einige Kilometer gewesen, aber man konnte gut erkennen, dass es das Haus war, in dem sie wohnten, das in

Flammen stand. Selbst die Hunde schienen zu weinen. „Hoffentlich hat es Lucky (der Kater) gescha?“ sagte

Bena mit ziternder Smme zu Thomas. „Der ist ein schlauer Bursche!“ beruhigte Thomas. „Der hat sich

besmmt längst in Sicherheit versteckt!“

Die beiden überlegen, was sie nun tun wollen. Nach kurzer Diskussion fassen sie den Plan zu Bekannten aus der

Gemeinde nach Füssen zu fahren. Also segen sie wieder ins Auto und fuhren los. Sie waren sich einig – ein

paar Tage, dann wird sich schon wieder alles beruhigt haben. Bena wollte eigentlich immer Worship-Musik

hören. Worship, das ist christliche Musik. Aber heute war alles anders. Ruhe! Nichts keinerlei Musik, keine

Gespräche. Es war so sll, dass man trotz der Fahrgeräusche die Hunde auf der Rücksitzbank des alten Passates

hecheln hörte. Auf dem Weg nach Füssen wäre eigentlich die nächste Ortscha, durch die man kommt,

Marktoberdorf gewesen. Allerdings war da eine Umleitung, und die beiden mussten über viele kleine Straßen

zum Teil Feldwege außen herumfahren. Aber dann, nach einer gefühlten Ewigkeit, tauchte endlich der

Forgensee am Wegesrand auf. Füssen ist also nicht mehr weit. Es gab so ein Ritual – immer, wenn Thomas und

Bena nach Füssen fuhren, dann hielten sie an einem Parkplatz am Ausleger Illasbergsee. Von da aus kann man

quer über den See schauen und sieht das Gemeindehaus Füssen. Jetzt im Licht der Morgendämmerung war der

Ausblick besmmt sensaonell. Also segen die beiden aus. Mit Entsetzen sahen sie, dass das Gemeindehaus in

Flammen stand.

Sofort lief Thomas zum Auto und machte das Autoradio an. Eben kamen die Nachrichten: „Durch den Tod der

kleinen Johanna im Klinikum Kaueuren entbrannte in der Nacht ein Aufstand gegen die Christen. Mutmaßlich

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