09.10.2023 Aufrufe

Wir müssen hier weg

Eine Kurzgeschichte die so, oder so ähnlich, hätte passieren können, oder vielleicht auch passieren kann?

Eine Kurzgeschichte die so, oder so ähnlich, hätte passieren können, oder vielleicht auch passieren kann?

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Erfolgreiche ePaper selbst erstellen

Machen Sie aus Ihren PDF Publikationen ein blätterbares Flipbook mit unserer einzigartigen Google optimierten e-Paper Software.

St. Valenn ein eigenes Lokal. Alle zwei Tage fährt er mit seine Ape nach Schlanders zur Brauerei und holt dort 3

Fässer eines extra für Ihn gebrauten Bieres ab. Normalerweise müsste er die leeren Fässer mit zur Brauerei

bringen, aber diesmal hat er die Fässer zu Hause gelassen, weil er ja Markus versprochen hate Thomas und

Bena nach Schlanders zu bringen. In Laas hielt Josephe, um die Ape vollzutanken. Bena war nun auch wach.

Es war abzusehen, dass die Fahrt bald zu Ende sei. Denn bis Schlanders waren es nur noch wenige Kilometer.

Kurz bevor sie nach Schlanders hereinfuhren, gab Josephe den beiden noch den Tipp vorsichg zu sein. „Man

kann leider niemandem mehr trauen, viele verkaufen einen für ein bisschen Geld!“

Thomas und Bena sollten zum Ortsausgang gehen. Dort soll ein Johannes warten, der die beiden mit seinem

LKW mitnehmen würde bis Trient. Die Brauerei in Schlanders ist ein imposantes Gebäude. Es geht sogar über

die Straße hinweg, also quasi mit einer eigenen Überführung. An der Einfahrt zum Brauereigelände ließ Josephe

dann Thomas, Bena und die beiden Hunde aussteigen. So hübsch wie die Ortscha aussah, so schlecht war

die Atmosphäre. Mit der Warnung von Josephe in den Ohren waren Thomas und Bena nun also mitendrin.

Und gefühlt waren alle Augen auf die beiden gerichtet. In der Ortsmite war ein Mann, der von vielen dunkel

gekleideten Männern umringt war. Als Bena und Thomas sich näherten öffnete sich der Menschen-Kreis.

Bena und Thomas liefen auf den Mann zu. „Salam aleikum!“ rief eine efe laute Smme, die zu dem Mann in

der Mite gehörte, Thomas zu. Bena rief laut „Der Friede des Herrn sei mit Dir!“ Es wurde sofort gespenssch

sll. Was für ein Affront. Eine Frau ergrei das Wort. Aber der Mann reagierte posiv „Ah – ihr seid besmmt

Christen? Das ist auf jeden Fall besser als diese vielen ungläubigen Hunde!“ Seine Begleiter fingen laut zu

lachen an.

Thomas flüsterte zu Bena „Lass mich lieber reden!“ Der Mann stellte sich als Mahamed vor. Er sei der Imam

der Gemeinde. Und er wollte natürlich wissen was Thomas und Bena vorhaben.

Thomas gab nicht viel Preis von dem, was sie vorhaben, er sagte aber dem Imam, dass sie nur auf der

Durchreise seien. Das sie weiter nach Trient wollen. Der Imam lud nun die beiden ein, dass es so Brauch sei Tee

zu trinken und zu essen. Es sei die Pflicht eines Moslems, der an Allah glaubt, gasreundlich zu sein. Und es sei

eine Beleidigung, wenn diese Gasreundscha abgelehnt wird. Also gingen Thomas und Bena mit Mahamed.

Es gab Tee, reichlich zu essen und arabische Musik. Es war eine seltsame Atmosphäre. Thomas und Bena

spürten eine Spannung. Die Menschen waren zwar gasreundlich, aber schienen nicht begeistert zu sein.

Nach dem Essen dankte Thomas dem Mahamed für alles, und machte sich mit Bena wieder auf den Weg. Die

Hunde mussten übrigens draußen warten. Als die beiden losliefen haten sie das Gefühl, dass sich verfolgt

werden. Da sie sich aber nicht auskannten, und nur vage wussten, wo sie hinmüssen, konnten sie keine großen

Umwege machen. Dennoch wurden sie von den Verfolgern in eine Nebenstraße gedrängt. Und plötzlich fielen

Schüsse. Die beiden rannten los. Immer öer fielen Schüsse. Und da sahen sie dann auch endlich den LKW der

offensichtlich auf sie wartete. Ein Mann – hoffentlich Johannes – winkte heksch. Thomas und Bena rannten

– beinahe schneller als die beiden Hunde. Die Hunde hießen Jack und Black. Jack war ein Dackelmischling und

Black ein großer belgischer Schäferhund. Kurz bevor sie in den LKW steigen konnten, passierte es. Ein Schuss

traf Jack. Jack jaulte auf. Black bellte, Bena schrie vor Verzweiflung. Sie hate Jack als Welpe geholt und ihm

alles beigebracht. Thomas drängte alle in den LKW und der fuhr los. Bena hielt Jack in ihren Armen. Jack

blutete und hate traurige Augen. Black versuchte Jack gesund zu schlecken. Thomas streichelt auch Jack. Ein

letzter Atemzug – Jack war tot. Bena rief laut „Nein!“ und weinte hysterisch. Thomas saß wie versteinert da

und Black machte das typische Hunde-Weinen.

Nach einer gefühlten Ewigkeit fuhr Johannes auf einen Parkplatz bei Laifs – unweit von Trient. Bis hierhin war

gespenssche Ruhe. Keiner hat ein Wort gesprochen. Johannes ging wortlos und holte aus einem Staufach des

Satelschleppers eine Werkzeugkiste. Darin hate er einen Klapp-Spaten. Er fing an ein Loch zu buddeln. Bena

legte dann Jack in das Loch, und Thomas schaufelte es zu. Die 3 standen mit Black da und sprachen ein Gebet

und sangen ein Worship-Lied.

Johannes sagte dann irgendwann „Ich will ungern drängeln, aber wir müssen weiter! Es ist nicht mehr weit bis

Trient. Markus wartet auf Euch!“ Also segen sie wieder in den Truck und fuhren weiter.

Nach einer weiteren Stunde kamen sie dann endlich bei Markus an. Markus lebte im Gemeindehaus. Er war ein

schrulliger Typ. Da es richg heiß war in Trient empfing er Thomas und Bena in Badehose. „Ich habe es mir im

Garten gemütlich gemacht! Aber kommt – ich zeige Euch, wo ihr Euch frisch machen könnt!“ Im Gemeindehaus

gab es ein kleines Apartment. „Es ist nicht groß und schon gar nicht luxuriös, aber hier könnt Ihr zunächst

bleiben!“

5

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!