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ZEIT Reiseträume

Reiseträume Stand September 2023

Reiseträume Stand September 2023

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<strong>ZEIT</strong><br />

SCHIFF AHOI<br />

Einmal um die ganze<br />

Welt mit der<br />

VASCO DA GAMA<br />

BELLA ITALIA<br />

Auf Grand Tour durch<br />

unser Sehnsuchtsland<br />

im <strong>ZEIT</strong> REISEN-Bus<br />

MALAGA<br />

Picassos Heimatstadt<br />

zeigt sich von ihren<br />

schönsten Seiten<br />

<strong>Reiseträume</strong><br />

2/2023<br />

Eine Sonderveröffentlichung des <strong>ZEIT</strong> Verlages


#GANZSCHÖNSCHÖN<br />

GANZ SCHÖN FREIBURG.<br />

Konviktstraße · Foto: Baschi Bender<br />

In der Altstadt ist Freiburg mittelalterlich verwunschen und mitten im Heute.<br />

Entdecken Sie das entspannte Leben in Deutschlands grüner Großstadt.<br />

VISIT.FREIBURG.DE


EDITORIAL & INHALT<br />

Herzliche Grüße aus …<br />

Manchmal sind es Maler, deren Bilder das Sehen<br />

verändern und Sehnsüchte in unsere Herzen<br />

pflanzen. Picassos Blick auf seine Heimat Andalusien,<br />

sein lebenslanges Schwärmen für seine Geburtsstadt<br />

Málaga, diesen luftigen Ort zwischen<br />

Meer und Himmel mit dem überirdischen Licht,<br />

hat bei vielen Reisenden ein Echo gefunden. Die<br />

Stadt dankt es Picasso zu seinem Jubiläum mit<br />

vielfältigen Aktivitäten, ja, sie hat sich geradezu<br />

herausgeputzt für diesen Anlass, wie wir bei unserer<br />

Stippvisite bemerkten. Aber auch woanders<br />

war es in diesem Sommer schön, etwa in den kleinen<br />

Dörfern des Trentino, in denen nachhaltiger<br />

Tourismus vorbildlich praktiziert wird. Wen eher<br />

das exotische Fernweh packt, der kann kurzentschlossen<br />

an Bord der VASCO DA GAMA auf<br />

Weltreise gehen, sollte allerdings aufpassen, dass<br />

ihm zu Weihnachten keine Kokosnuss auf den<br />

Kopf fällt. Zu jeder Jahreszeit einen Besuch wert<br />

ist die ungarische Hauptstadt Budapest, die in diesem<br />

Herbst die 150jährige Vereinigung ihrer beiden<br />

Stadthälften Buda und Pest feiert. Wer beim<br />

Reisen das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden<br />

möchte, sollte vielleicht einmal den kleinen<br />

Kurort Oberstaufen im Allgäu aufsuchen, wo<br />

eine bereits im 19. Jahrhundert entwickelte Detox-Kur,<br />

die Original Schroth-Kur, noch immer<br />

Wunder wirkt. Kommen Sie mit uns auf die Reise!<br />

Coverbild: nicko cruises Schiffsreisen GmbH<br />

MPRESSUM<br />

Herausgeber<br />

Zeitverlag Gerd<br />

Bucerius GmbH &<br />

Co. KG, Helmut-<br />

Schmidt-Haus,<br />

Speersort 1,<br />

20095 Hamburg<br />

Director Editorial<br />

Matthias Ehlert<br />

Direktorin<br />

Vermarktung<br />

Nathalie Senden<br />

Head of Tourism,<br />

Culture & Art<br />

Sandra Lindemeier<br />

28<br />

Alaska –<br />

Die letzte<br />

Grenze<br />

23<br />

Malaga<br />

im Licht<br />

12<br />

Rundreise<br />

im Paradies<br />

8<br />

Trentino und<br />

die Dörfer<br />

27<br />

Mit dem Fahrrad<br />

durch Vietnam<br />

Projektverantw.-<br />

<strong>ZEIT</strong> Reisen<br />

Anke Poggensee<br />

Artdirector<br />

Céline Odermatt<br />

Redaktion<br />

Michael Angele<br />

Ralph Gerstenberg<br />

Bildredaktion<br />

Iris Ströbel<br />

Autoren dieser<br />

Ausgabe<br />

Nadine Claudius<br />

Jeannette Richter<br />

Sandra Prechtel<br />

Olaf Schlippe<br />

Herstellung<br />

Jan Menssen<br />

Lithografie<br />

twentyfour Seven<br />

Creative<br />

Druck<br />

appl druck<br />

4 Einmal um die ganze Welt<br />

7 Ich packe meinen Koffer<br />

8 Von Dörfern und Menschen<br />

12 Ach, so schön ist Malaga<br />

17 Hotels zum Verlieben<br />

18 Unterwegs im Sehnsuchtsland<br />

21 Fünf Gründe für Cluburlaub<br />

22 Willkommen in Budapest!<br />

24 Perfekte Auszeit in Oberstaufen<br />

26 Grand Tour Katalonien<br />

29 Reisen, die Leben verändern<br />

31 Am Lagerfeuer<br />

3


EINMAL<br />

WELT<br />

die<br />

NICKO CRUISES<br />

um<br />

Malerische Buchten, exotische Ziele, unvergessliche Erlebnisse<br />

aufgereiht wie an einer Perlenkette: all das kann<br />

Wirklichkeit werden. An Bord der VASCO DA GAMA, die<br />

im Oktober zu ihrer sechsmonatigen Weltreise aufbricht.<br />

4


NICKO CRUISES<br />

Bilder: nicko cruises Schiffsreisen GmbH<br />

Schließen wir einmal kurz die Augen, lassen die Fantasie schweifen<br />

und begeben uns auf eine Reise in die nicht allzu ferne Zukunft: Es<br />

ist Ende November, in Deutschland werden die Tage kürzer, grauer<br />

und kälter … – und wo sind wir? An einem menschenleeren Traumstrand<br />

mitten im Indischen Ozean. Um uns herum puderweißer<br />

Sand, sich sanft wiegende Palmen und bizarre, kleine Felsen. Vor<br />

uns das blaue, angenehm temperierte Meer und ein endloser Horizont.<br />

Die Insel La Digue auf den Seychellen hat einige solcher<br />

Traumstrände (man kennt sie von früher aus der Bacardi-Werbung)<br />

und bietet noch viel mehr: Freilaufende Riesenschildkröten, kleine<br />

Strandbars, an denen frisch gefangener Pulpo serviert wird, eine<br />

entspannte, nahezu autofreie Atmosphäre, ja, überhaupt eine himmlische<br />

Ruhe, als wäre hier die Zeit stehengeblieben.<br />

Am frühen Morgen haben wir hier angelegt, an Bord des klassisch-eleganten<br />

Kreuzfahrtschiffes VASCO DA GAMA, benannt<br />

nach dem großen portugiesischen Seefahrer und Entdecker. Und<br />

wir fühlen uns selbst wie Entdecker, wenn wir die kleine Inselwelt<br />

erkunden, uns Kokosnüsse aufschlagen lassen oder mit dem Schnorchel<br />

die faszinierende Unterwasserwelt der Lagune erkunden.<br />

Seit die VASCO DA GAMA am 10. Oktober in Lissabon in See<br />

gestochen ist, haben wir schon einige solcher magischen Momente<br />

erlebt. In den verwinkelten Souks und auf dem quirligen Djemaa el<br />

Fna, dem zentralen Marktplatz von Marrakesch, fühlten wir uns unter<br />

Schlangenbeschwörern und Teppichhändlern wie in einem Märchen<br />

aus 1001 Nacht. Im Bandia-Naturreservat im Senegal wie<br />

Grzimeks Erben – dort konnten wir Löwen, Zebras und Giraffen in<br />

freier Wildbahn beobachten. Wir haben ein traditionelles Zulu-Dorf<br />

besichtigt, über die bis ans Meer reichenden Sanddünen der Namib-<br />

Wüste gestaunt, uns am Boulders Beach nahe Kapstadt in die knuddeligen<br />

Pinguine verliebt und das Kap der Guten Hoffnung umrundet.<br />

Nicht atemlos und mit engem Termin-Korsett, sondern dank<br />

des Slow Cruising Konzepts unseres<br />

Kreuzfahrt-Anbieters nicko cruises mit<br />

genügend Zeit, um das Gesehene als lebenslange<br />

Erinnerung abzuspeichern.<br />

Wir befinden uns auf der dritten Route<br />

unserer bis März dauernden Weltreise,<br />

die aus insgesamt zehn Routen besteht.<br />

Jede davon hat eine Länge zwischen<br />

14 und 25 Tagen und kann auch einzeln<br />

gebucht werden. Ca. 1000 Passagiere finden<br />

Platz auf der VASCO DA GAMA, das<br />

ist für eine Hochseekreuzfahrt nicht viel<br />

und ermöglicht genügend Raum für ein<br />

individuelles Urlaubserlebnis. Fünf Restaurants<br />

und sieben Bars stehen ihnen<br />

zur Verfügung, dazu ein beheizbarer<br />

Hauptpool am Oberdeck mit einem Panorama-Glasschiebedach,<br />

der Badespaß bei<br />

Wind und Wetter ermöglicht.<br />

Oben ein Markstand auf den Malediven,<br />

unten ein Blick auf einen der beiden Pools<br />

der VASCO DA GAMA. Links ein Strand<br />

auf der Hauptinsel Mahé der Seychellen<br />

5


NICKO CRUISES<br />

Links eine der komfortablen Balkonkabinen<br />

der VASCO DA GAMA. Dank des Slow<br />

Cruising Konzepts von nicko cruises bleibt<br />

für jeden Traumstrand (u.) genügend Zeit<br />

Die Welt<br />

entdecken<br />

Zehn Routen umfasst die Weltreise der<br />

VASCO DA GAMA vom 10.10.23 bis 8.4.24.<br />

Jede Route ist einzeln buchbar, in der Außenkabine,<br />

inkl. Flug und All-Inclusive-Paket an Bord:<br />

⚑ 15 Tage<br />

Mauritius – Madagaskar – Komoren –<br />

Seychellen – Malediven ab 4.399€ p. P.<br />

⚑ 23 Tage<br />

Philippinen – Bali – Timor – Cairns –<br />

Brisbane – Sydney ab 6.349€ p. P.<br />

⚑ 24 Tage<br />

Auckland – Cook Inseln – Bora Bora –<br />

Tahiti – Mexiko ab 6.749€ p. P.<br />

Die Weltreise 2024/25 mit 8 neuen Routen, u.a.<br />

rund um Südamerika, vom 23.10.24 bis 18.3.25 zum<br />

Ultra-Frühbucher-Preis ab 2.690€ p. P. (einzelne<br />

Routen) oder als Weltreise ab 23.652€ p. P.<br />

Alle Informationen finden Sie unter<br />

→ nicko-cruises.de/fernreisen<br />

Von Singapur geht es weiter nach Thailand, Kambodscha, Vietnam,<br />

Hongkong, die Philippinen. Wir streifen die großen Entdeckerziele<br />

Südostasiens wie die Tempelanlagen von Angkor<br />

Wat, besuchen schwimmende Märkte und wunderschöne<br />

Buchten. Wie auf einer Perlenkette reihen sich die intensiven<br />

Erlebnisse aneinander. Und wir sind noch lange nicht am Ende,<br />

denn ein ganz besonderer Höhepunkt wartet noch auf uns: die<br />

Weiten des Pazifik. Wieder lassen wir uns richtig Zeit bei einer<br />

ausführlichen Erkundungstour entlang der Küsten Australiens,<br />

Tasmaniens und Neuseelands, lernen die pulsierenden Metropolen<br />

Sydney und Melbourne kennen und alle Varianten von<br />

Grün in den „Fjorden Neuseelands“. Die folgenden Tage auf<br />

hoher See, unterwegs zu den Cook-Inseln und Französisch-Polynesien,<br />

genießen wir die Vorzüge der VASCO DA GAMA: Wir<br />

relaxen am Pool und in der Sauna, erfreuen uns an der Kreativität<br />

der Restaurantköche und amüsieren uns im bordeigenen<br />

Showtheater. Den Abschluss der Reise bildet ein Abstecher in<br />

die bunte, farbenfrohe Welt Mittelamerikas, u.a. nach Mexiko,<br />

Guatemala und Costa Rica, bevor wir uns mit einer Tagespassage<br />

durch den Panamakanal auf den Rückweg nach Europa machen,<br />

wo wir am 8. April auf Teneriffa ankommen.<br />

Nur eine Fantasie? Ja, aber eine, die schnell Wirklichkeit<br />

werden kann.<br />

Bilder: nicko cruises Schiffsreisen GmbH<br />

6


Regen<br />

UNTERWEGS<br />

Ich packe meinen<br />

Koffer ...<br />

Bilder: ©Closed, ©Shoepassion, ©Printworks, ©MoMA Design Store, ©MYTHERESA<br />

LIMITIERT<br />

Funktioniert um die Hüfte oder<br />

auch als Picknickdecke:<br />

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VON Nadine Claudius


DIE BEGEGNUNGEN<br />

den<br />

MACHEN<br />

UNTERSCHIED<br />

8


TRENTINO<br />

Bilder: Anja Büchner<br />

Die Dörfer im Trentino<br />

strahlen eine ganz<br />

besondere Atmosphäre<br />

aus. Wer sich aufmacht,<br />

sie zu entdecken, wird<br />

bereichert zurückkehren.<br />

VON Anja Büchner<br />

Es ist heiß in San Lorenzo in Banale, einem der Mitglieder im<br />

Club der schönsten Dörfer Italiens. Über uns umschweben weiße<br />

Wolkenfetzen die steilen Hänge der Brenta-Dolomiten, zu<br />

unseren Füßen erstreckt sich die sanfte Hochebene der Äußeren<br />

Judikarien. Träte der Monte Misone, der Richtung Süden<br />

wie ein Pfropfen im unteren Talausgang steckt, einen Schritt<br />

zur Seite, könnte man einen Zipfel des Gardasees erspähen.<br />

Auf dem schmalen Platz vor der Kirche nimmt ein junger<br />

Mann eine Gruppe Touristen in Empfang. Ermanno Baldessari,<br />

lässiges T-Shirt, die Haare im Nacken zusammengebunden,<br />

stammt aus dem Dorf, wie schon seine Eltern und Großeltern.<br />

Im Winter arbeitet der 22-jährige als Snowboardlehrer, im Sommer<br />

hilft er seinem Vater im Familienrestaurant. Und gelegentlich<br />

führt er als Tourguide Gäste durch sein Dorf, erklärt ihnen<br />

die besondere Architektur und gibt ihnen<br />

die Möglichkeit, dessen Bewohner<br />

kennenzulernen.<br />

Die Struktur der Judikarien-Dörfer<br />

ist auf den ersten Blick nur schwer zu<br />

erfassen. Sie wirken wie zusammengedrängt,<br />

ein Konglomerat aus verschachtelten<br />

Ebenen, Treppen, Mauern, Stiegen<br />

und Dächern, zwischen denen<br />

schmale Gassen aus Flusskieseln verlaufen.<br />

Eine Architektur entstanden aus<br />

den Zwängen der Umgebung. Da es an<br />

den Seitenhängen kaum ebene Flächen<br />

zum Bauen gab, nutzte man den Platz<br />

optimal und lehnte Haus an Haus.<br />

Erste Station von Ermannos Tour<br />

sind die Brunnen im Ortsteil Berghi.<br />

Zwei ältere Frauen mit Kopftuch und<br />

Schürze sind dort mit Körben voller<br />

Wäsche unterwegs. Sie begrüßen uns<br />

fröhlich und beantworten geduldig jede<br />

Frage. Wir erfahren, dass der untere<br />

Brunnen als Viehtränke und Waschmaschine<br />

des Dorfes diente, während man<br />

sich aus dem oberen das Trinkwasser holte. Jedes Dorf hier<br />

besitzt einen Brunnen. Mal groß wie ein Pool, mal rund wie<br />

eine Schüssel. Glasklar sprudelt das Wasser aus den Bergen in<br />

die steinernen Becken. Wir füllen unsere Flaschen und wandern<br />

weiter.<br />

Vor einem hoch aufragenden Gebäude bleiben wir stehen.<br />

Das Bauernhaus von Quinto Tomasi sei typisch für die Gegend,<br />

erklärt Ermanno. Im Erdgeschoß befanden sich die Ställe, darüber<br />

die Wohnräume, die offenen Dachgeschosse dienten als<br />

Scheune. Ein gestapelter Bauernhof. Über eine Auffahrt aus<br />

steinernen Bögen führt uns der Hausherr in die große Halle im<br />

dritten Stock. Hier wurden die Fuhrwerke abgestellt, Heu gelagert<br />

und Hochzeit gefeiert. Der drahtige Mann nimmt eine drei<br />

Meter lange Schlittenkonstruktion von der Wand. Als Kind<br />

musste er sie auf seinen Schultern hinauf ins Val D’Ambiez tragen,<br />

um damit Heu für den Winter zu holen.<br />

An der Fassade fallen die Rundbögen der Loggia aus rosafarbenem<br />

Stein ins Auge. Ein elegantes Detail, dass man eher<br />

an einem Palazzo erwartet als in einem Bergdorf. Der verwendete<br />

Stein, Ammonitico Rosso, wird seit der Römerzeit nördlich<br />

von Trento abgebaut. Sieht man ihn sich genauer an, entdeckt<br />

man spiralig aufgerollte Ammoniten, erstarrt im versteinerten<br />

Urschlamm, die von der geologischen Entstehungsgeschichte<br />

der Dolomiten künden. Denn ganz früher, vor 240 Millionen<br />

Jahren, gab es hier ein tropisches Meer, in dem riesige Korallenriffe,<br />

die heutigen Berg -<br />

massive, wuchsen.<br />

Später am Nachmittag<br />

zieht ein Gewitter auf. Zuflucht<br />

bietet das Il Ritorno,<br />

eine Kräuterplantage<br />

Links: Ein typisches Bauernhaus<br />

in San Lorenzo mit<br />

charakteristischer Rundbogen-Loggia,<br />

rechts:<br />

Walnussbäume im Bleggio.<br />

Li. Seite: Dorfbewohnerinnen<br />

aus San Lorenzo in Banale<br />

9


TRENTINO<br />

mit Restaurant und Hofladen. Vor einigen Jahren, erzählt die<br />

Besitzerin Anita Ciccolini, habe sich eine Gruppe Produzenten<br />

der Äußeren Judikarie zusammengetan und das Netzwerk Deges<br />

gegründet. Sie sind Imker, Metzger, Bäuerinnen, Bäcker<br />

oder Winzer, die sich an gemeinsame Regeln für ihre Arbeit<br />

halten. Die wichtigste lautet: Null Kilometer. Vor Ort produziert,<br />

vor Ort verkauft. Eigentlich eine alte, natürliche Lebensweise,<br />

die auf dem Boden, dem Mikroklima und der Kultur eines<br />

bestimmten Ortes beruht. Der leckere Schinken und Käse<br />

auf dem Tisch vor uns, die säuerlich eingelegten Forellen, der<br />

Wein, der Salat aus Anitas Blüten und Kräutern - alles stammt<br />

aus der Hochebene und den angrenzenden Almen und Seitentälern.<br />

„Unsere Geschmäcker sind unsere Geschichte“, sagt Anita.<br />

Und jedes Tal schmeckt hier ein bisschen anders.<br />

Nach dem Platzregen leuchten die dicken Echinaceablüten,<br />

Lavendel und Kornblumen auf den Feldern um die Terrasse.<br />

Hier oben, mit Blick über die Hochebene, hat man das Gefühl,<br />

über den Dingen zu stehen. Und im Inneren kehrt Ruhe ein.<br />

Ein von Anita hergestelltes Shampoo aus Verbena und<br />

Ecchinacea entdecken wir am nächsten Morgen im Badezimmer<br />

unseres kleinen Hotels Casariga. Der Name bezieht sich<br />

auf riga, Linie, erklärt uns beim Frühstück Elisa Bernardi. Als<br />

sie mit ihrem Mann Omar vor 14 Jahren das Land hier im Lomaso<br />

erwarb, schwebte ihnen ein Haus wie eine Linie in der Landschaft<br />

vor. Ihre Vision wurde Wirklichkeit: Zwei Bänder aus<br />

bodentiefen Fenstern schmiegen sich in die Wiese des Hanges,<br />

die wirkt, als wäre sie leicht hochgeklappt worden, um die<br />

Wohnräume des Hauses aufzunehmen. Von der Landstraße<br />

oberhalb führt ein kleiner Pfad über das Wiesendach zu zwei<br />

Natursteinmauern, die den Eingang markieren. Die Steine für<br />

die Mauern sammelten sie beim Aushub, erzählt Elisa. Früher<br />

hat sie als Restauratorin gearbeitet, ihr Mann besaß einen Bauernhof<br />

bei Bozen. „In den Äußeren<br />

Judikarien gibt es nur wenig Tourismus.<br />

Darum können wir hier Dinge<br />

verwirklichen, die in Bozen oder<br />

unten am Gardasee nicht mehr<br />

möglich sind. Aber es ist wichtig,<br />

behutsam vorzugehen.“<br />

Sieben Kilometer Luftlinie vom<br />

Casariga, auf der anderen Seite des<br />

Tals, liegt Rango, ein weiteres Mitglied<br />

im Club der schönsten Dörfer.<br />

Vor 12 Jahren war der Ort so<br />

gut wie verlassen. Rondini, von<br />

Rondine (Schwalbe), nannte man<br />

hier die Männer, die im Winter in<br />

die Po-Ebene zogen, um dort als<br />

Scherenschleifer oder Kupferschmiede<br />

zu arbeiten und im Frühjahr<br />

in ihre Dörfer zurückkehrten.<br />

Irgendwann blieben sie in den Städten<br />

oder zogen weiter nach Amerika.<br />

Rango verwaiste, wie so viele<br />

Borghi in Italien.<br />

Um dieser Landflucht zu begegnen, wurde 2001 „I Borghi piu<br />

belli d’Italia“, der Club der schönsten Dörfer Italiens, gegründet.<br />

Über 300 sind es mittlerweile, 11 davon im Trentino. Voraussetzung<br />

für die Aufnahme ist eine historische Dorfstruktur<br />

und eine gut erhaltene Bausubstanz. Die Dörfer bewerben sich,<br />

eine Kommission entscheidet, wer aufgenommen wird. Geld<br />

gibt es keines, aber das Prädikat lockt Touristen an. In Rango<br />

überredeten junge Leute die Einwohner, in den Erdgeschossen<br />

ihrer Häuser und den Bogendurchgängen einen Weihnachtsmarkt<br />

zu veranstalten. Er war ein Erfolg und der Startschuss<br />

für die Wiederbelebung des Ortes. Der Stolz der alten und neuen<br />

Bewohner auf ihr Dorf zeigt sich in den behutsam restaurierten<br />

Gebäuden und den liebevoll dekorierten Fassaden. Es<br />

ist schön, sich rund um Rango, im Bleggio, zu verlieren.<br />

Schmale Straßen schlängeln sich an steilen Hängen zwischen<br />

Weinreben und wilden Wiesen, führen hinunter zu kühlen<br />

Waldstücken entlang von Flussläufen. Walnussbäume säumen<br />

den Weg, der zu winzigen Dörfern führt.<br />

Eine breite Steintreppe führt zum<br />

Eingangstor des Dorfes Rango (o.). Links<br />

das zum Castel Campo gehörige Gehöft<br />

„Pacomio“ mit einer Scheune im oberen<br />

Geschoss. Ganz oben die Hänge im<br />

Norden der Giudicarie (Banale-Gebiet),<br />

im Hintergrund die Brenta-Dolomiten<br />

10


„Unsere vielen<br />

Geschmäcker sind<br />

unsere Geschichte“,<br />

sagt Anita Ciccolini,<br />

die eine Kräuterplantage<br />

mit<br />

angeschlossenem<br />

Hofladen und<br />

Restaurant betreibt.<br />

Aber auch Burgen, wie das Castel Campo, prägen diese charaktervolle<br />

Landschaft. Auf einem Felsen im Wald thront es, seine<br />

Ursprünge reichen bis ins 12. Jahrhundert zurück. 1920 erwarb<br />

es der Mailänder Cesare Rasini mit seiner Frau Thea. „Sie<br />

waren beide Intellektuelle und Thea eine begabte Bildhauerin“,<br />

erzählt uns Marina Rasini, die später in die Familie einheiratete.<br />

Wir stehen im Kastell-Innenhof, dessen grazile Bogengänge im<br />

Renaissance-Stil man in dieser trutzigen Umgebung nicht erwartet<br />

hätte. Als das Paar hierherzog, war die Gegend bitterarm.<br />

Jeden Tag standen Leute vorm Tor, um nach Essen und<br />

Kleidung zu fragen. Thea öffnete das Kastell für die Kinder der<br />

Gegend, die dort zu essen bekamen und im Park spielen durften.<br />

Marina Rasini hat Produktdesign studiert und viele Jahre<br />

in New York und der Schweiz gelebt. Als ihr Mann vor 20 Jahren<br />

früh an Krebs starb, zog sie sich auf die Burg zurück und<br />

begann sie wieder instandzusetzen. Heute veranstaltet sie hier<br />

mit ihren drei Töchtern Sommercamps für krebskranke Kinder<br />

und Jugendliche. Sie setzen fort, was Thea begonnen hatte.<br />

„Das Kastell gibt den Ton an“, sagt sie. „Es weiß, was in seinen<br />

Mauern geschehen soll. Und es mag Kinder.“<br />

Auf dem Land um das Anwesen experimentiert sie mit uralten<br />

Getreidesorten. Neben einem der Felder haben die Jugendlichen<br />

ein rundes Labyrinth aus Heu und Steinen angelegt. Obwohl<br />

im Herzen Judikariens gelegen ist kein Dorf von hier zu<br />

sehen, nur Himmel, Bäume, Wiesen und Felder. „Versuche,<br />

dich ganz leer zu machen, wenn du durch das Labyrinth gehst“,<br />

empfiehlt Marina. „Denke an nichts.“<br />

→ visittrentino.info<br />

11


MÁLAGA<br />

12


MÁLAGA<br />

Bild links: mauritius images/Wirestock, Inc./Alamy Stock Foto; rechts: Centre Pompidou Málaga; Alexandra González<br />

ACH, so<br />

schön ist<br />

MALAGA<br />

Die Stadt an der Costa<br />

del Sol ist zu beneiden:<br />

Um ihre Lage am Meer,<br />

den schützenden Kranz<br />

aus Bergen, das milde<br />

Klima, die heitere<br />

Atmosphäre und ihren<br />

berühmtesten Sohn<br />

VON Matthias Ehlert<br />

Oben: Huldigung an Picasso im<br />

Hafenviertel Soho vom Street-Art-<br />

Künstler TVBoy, li. der farbige<br />

Würfel des Centre Pompidou<br />

Málaga. Li. Seite die palmengesäumte<br />

Einkaufsmeile Puerta del Mar<br />

13


MÁLAGA<br />

HIER IST ER ALSO AUFGEWACHSEN, hat auf der Plaza de la<br />

Merced den Tauben nachgejagt, ist um die Ecke zur Schule gegangen.<br />

Hat hier den Duft von Meer und Jasmin geatmet, seine<br />

kindliche Fantasie von der großen Stierkampfarena anstacheln<br />

und in ersten Zeichnungen seine Begabung aufblitzen lassen.<br />

Pablo Picasso gilt heute als der berühmteste Sohn von Málaga,<br />

und die größte Stadt an der spanischen Sonnenküste tut alles,<br />

damit das nicht in Vergessenheit gerät. Dabei hat der Ausnahmekünstler<br />

ganze zehn Jahre – von 1881 bis 1891 – hier verbracht,<br />

bevor er mit seiner Familie nach Barcelona zog.<br />

Doch das spielt keine Rolle, jetzt, anlässlich seines 50. Todestages,<br />

ist seine Heimatstadt im Picasso-Fieber. Die Museen haben<br />

große Ausstellungen auf die Beine gestellt, obwohl sie im<br />

Vergleich zu Madrid, Paris oder New York, was wichtige Werke<br />

Picassos anbetrifft, eher die armen Verwandten am Katzentisch<br />

sind. Umso mehr stellt man die Herkunft in den Mittelpunkt<br />

und seine lebenslange Sehnsucht nach dem Ort seiner Kindheit:<br />

Alle Häuser, die irgendwie mit dem Künstler und seiner<br />

Familie verbunden sind, sind ausgeschildert, kostenfreie Audioguides<br />

erschließen auf Picasso-Routen die Quartiere, Restaurants<br />

werben mit von seiner Kunst inspirierten kulinarischen<br />

Kreationen.<br />

Wer sich auf Picassos Spuren begeben will, beginnt am besten<br />

auf der Plaza de la Merced, wo er als lebensgroße Bronzefigur<br />

auf einer Bank unter Jacarandabäumen wartet. Es ist das<br />

ideale Selfie-Motiv, man kann sich neben ihn setzen, die Hand<br />

um seine Schultern legen. Gleich dahinter, an einer Ecke des<br />

weitläufigen Platzes, steht sein Geburtshaus, das heute ein Museum<br />

ist. Die Ausstellung ist nicht sehr groß, hat aber dafür den<br />

Charme des Authentischen. Man tritt in den bürgerlichen Salon<br />

der Familie, eingerichtet mit Mobiliar vom Ende des 19. Jahrhundert<br />

und stellt sich vor, wie der kleine Pablo hier mit seinen<br />

Zinnsoldaten spielte oder von seinem künstlerisch tätigen Vater<br />

im Zeichnen unterrichtet wurde. Wie eine Reliquie wird sein<br />

Taufkleidchen präsentiert, flankiert von ersten Talentproben<br />

und Werken des Vaters. Das Herz von Kunstenthusiasten<br />

schlägt höher, wenn sie auf eines der originalen Skizzenbücher<br />

für Picassos Schlüsselwerk „Les Demoiselles d’Avignon“ aus<br />

dem Jahr 1907 stoßen. Aber auch die ausgestellte Druckgrafik<br />

hat hohe Qualität.<br />

Nächste Station ist das 2003 eröffnete Museo Picasso Málaga,<br />

das sich, nur ein paar Gehminuten entfernt, im historischen<br />

Zentrum der Stadt befindet. Genauer gesagt, im viele Jahrhunderte<br />

vergessenen mittelalterlichen Judenviertel, um dessen<br />

bauliche Überreste sich die Stadt heute wieder bemüht. Das<br />

Museum ist in den verwinkelten Gassen nicht so leicht zu<br />

finden, sicheres Indiz ist die lange Schlange vor dem Tor des<br />

HOTELTIPP<br />

Palacio Solecio<br />

Eine bessere Lage gibt es kaum: Mitten in Málagas<br />

Altstadt, nur ein paar Schritte von der Kathedrale<br />

und dem Picasso-Museum entfernt, empfängt das<br />

elegante Boutique-Hotel seine Gäste. Während vor<br />

den Fenstern das pulsierende Leben tobt,<br />

genießt man im Innern die Ruhe und Ästhetik<br />

eines perfekt renovierten Stadtpalastes<br />

aus dem 19. Jahrhundert. Zeitgemäßer<br />

Komfort trifft hier auf eine sorgsam<br />

bewahrte Atmosphäre und einen Tempel<br />

für Gourmets: Das Restaurant BALAUSTA<br />

von Sternekoch José Carlos Garcia, einem<br />

Pionier der neuen andalusischen Küche.<br />

→ palaciosolecio.com<br />

14


Bilder links: © Palacio Solecio; rechts: mauritius images/Alamy Stock Photos/Perry van Munster; mauritius images/Alamy/Stefano Politi Markovina<br />

historischen Stadtpalastes, der den Haupteingang bildet. Drinnen<br />

gleitet man dann fast unmerklich aus der Renaissance-<br />

Umgebung in die von dem amerikanischen Architekten Richard<br />

Gluckmann gestalteten weiten, weißen Ausstellungsräume.<br />

Rund 400 Werke umfasst die hier präsentierte Sammlung, die<br />

auf Schenkungen von Picassos Familie beruht. Es sind Werke<br />

aller Schaffensperioden, von denen sich der Künstler ursprünglich<br />

nie trennen wollte, und die sich nach dem Tod des Künstlers<br />

u.a. in dessen Atelier befanden.<br />

In den Gassen rund um das Museum tobt im Sommer das<br />

touristische Leben. Boutiquen, Eisdielen, Souvenir-Shops,<br />

Streetfood-Läden, Bodegas, Restaurants und immer wieder Tapas-Bars<br />

verquirlen zu einem bunten, lebendigen, unbeschwerten<br />

Mix, der einen der besonderen Reize der andalusischen<br />

Hafenstadt ausmacht. Erstaunlich ist die Kunstfertigkeit, mit<br />

der etwa die Kellner der berühmten, seit den 1930er Jahren stetig<br />

wachsenden Bodega El Pimpi in diesem fröhlichen Chaos<br />

die Übersicht behalten und jeden Gast innerhalb kürzester Zeit<br />

mit Erfrischungsgetränken oder gegrillten Sardinen versorgen.<br />

Leichtfüssig kann man hier wechseln zwischen kulinarischem<br />

und kulturellem Genuss, Sehenswürdigkeiten und<br />

Shopping-Vergnügen. Allein die Auswahl an Museen ist riesengroß:<br />

Noch einen Abstecher zum Museo de Málaga mit Gemäl-<br />

Links: Blick vom im Norden der Stadt<br />

gelegenen, prachtvollen Botanischen<br />

Garten, der im 19. Jahrhundert privat<br />

angelegt wurde. Unten: Tapas-Bar<br />

an der Placa de la Merced, wo auch<br />

das Geburtshaus Picassos steht<br />

den aus der Neuzeit und archäologischen Fundstücken im klassizistischen<br />

Zollhaus oder lieber ins Museum Carmen Thyssen<br />

mit spanischer Malerei des 19. Jahrhunderts in einem Renaissance-Palast?<br />

Auch das Stierkampfmuseum in der Arena soll<br />

einen Besuch wert sein und auf die Alcazaba, die von den Römern<br />

errichtete und von den Mauren erneuerte Festung, wollen<br />

wir auch noch steigen. Und dann weiter zum Castillo de Gibralfero<br />

hinauf, wo es die beste Aussicht über den Hafen und<br />

das Häusermeer in der malerischen Bucht gibt.<br />

Oder folgen wir den Lockrufen der Aromen und Gerüche<br />

und flanieren zum Mercado de Atarazanas, der ältesten und<br />

größten Markthalle der Stadt mit ihren wunderschönen Buntglasfenstern?<br />

Alles was hier an Obst und Gemüse, Fisch und<br />

Fleisch aufgetürmt ist, kann man gleich vor Ort probieren, als<br />

Smoothie oder Gambas vom Grill. Das Gegenbild zum herrlich<br />

Improvisierten und Ruralen bildet dann Málagas marmorgepflasterte<br />

Einkaufsmeile Marqués de Larios mit ihren aparten,<br />

15


MÁLAGA<br />

neuen Reichtum ausstrahlenden Patrizierhäusern, für die im<br />

19. Jahrhundert die Eleganz Chicagos Pate stand.<br />

Wer nach einer Atempause in diesem pulsierenden Trubel<br />

sucht, der findet ihn direkt im Herzen der Altstadt. In einem<br />

prachtvollen Stadtpalast aus dem 18. Jahrhundert, dem Palacio<br />

Solecio, hat vor vier Jahren ein Boutique-Hotel eröffnet, dessen<br />

Restaurant BALAUSTA mit seinen historischen Kreuzgängen<br />

eine Oase der Ruhe ist. Geleitet wird es vom Sternekoch José<br />

Carlos García, einem Pionier der neuen andalusischen Küche,<br />

der traditionelle Rezepte, regionale Zutaten und weltoffene Kreativität<br />

in eine unnachahmliche Balance bringt.<br />

Die letzten Stunden des Tages in Málaga gehören dem früheren<br />

Hafengelände. Bis vor wenigen Jahren vergittertes<br />

Sperrgebiet, ist es heute ein Parcours des mediterranen Müßiggangs.<br />

Ein Freiluft-Varieté, bei dem man aus dem Staunen<br />

nicht herauskommt. Kolumbianische Akrobaten-Truppen, die<br />

atemraubende Salti über mutige Freiwillige ausführen, Puppenspieler,<br />

die ihre Marionetten zu Michael Jackson oder Madonna<br />

gekonnt die Hüften schwingen lassen, Stimmvirtuosen, die ihre<br />

Arien in den sanften Nachthimmel schmettern. So viel geballte<br />

Straßenkunst auf hohem Niveau ist selten anzutreffen.<br />

Den nächsten Morgen, der die Stadt wieder mit einem makellos<br />

blauen Himmel begrüßt, beginnen wir mit einer Sünde.<br />

In der alteingesessenen, auf Churros spezialisierten Casa Aranda<br />

tauchen wir die heißen, verführerisch glänzenden Krapfen<br />

in einen café con leche. Und überlegen, was wir heute alles<br />

noch vorhaben. Vielleicht endlich mal an die schwarzen Sandstrände<br />

gehen oder das neue Ausgehviertel Soho erkunden? So<br />

vieles ist möglich in dieser Stadt, deren heitere Atmosphäre<br />

Picasso ein Leben lang vermisste: „Schau, dort im Süden liegt<br />

Málaga“, soll er oft sehnsüchtig als Exilant an der Côte d’Azur<br />

geseufzt haben. Wir können ihn verstehen.<br />

Die imposante,<br />

1876 eingeweihte<br />

Stierkampfarena<br />

von Málaga<br />

war noch nicht<br />

von Hochhäusern<br />

umstanden,<br />

als sie die zeichnerische<br />

Fantasie<br />

des kleinen<br />

Pablo Picasso<br />

anregte.<br />

Bild: Malaga City Tourist Board


HOTELS ZUM VERLIEBEN<br />

Bilder: La Zambra<br />

Neuer<br />

Glanz<br />

LA ZAMBRA, das war früher das Byblos Hotel und<br />

in den 1980er und 1990er Jahren eine echte Ikone.<br />

Julio Iglesias ist hier zum Sonnenuntergang mit<br />

dem Hubschrauber gelandet, nur um einen Cocktail<br />

zu schlürfen. Auch die Rolling Stones und<br />

Prinzessin Diana schauten gern vorbei, wenn sie<br />

die spanische Sonnenküste besuchten. Dann war<br />

es auf einmal vorbei mit dem Glamour, die Jetset-<br />

Karawane zog weiter. Gut für uns Normalsterbliche:<br />

Nach einer aufwendigen Umgestaltung durch<br />

das renommierte Architektur-Studio Esteva i Esteva<br />

und der Umbenennung in La Zambra erstrahlt<br />

das nun zur Hyatt-Gruppe gehörende Hotel schöner<br />

denn je, ohne dass sich das anscheinend<br />

schon groß herumgesprochen hätte.<br />

Die charakteristischen blauen Türme und die<br />

weiß leuchtende Fassade sind geblieben, doch im<br />

Innern öffnet sich nun eine andalusische Wohlfühloase,<br />

deren sanfte Farben und unaufdringliche<br />

Materialien sofort eine ausgesprochen beruhigende<br />

Wirkung entfalten. Der Name La Zambra<br />

leitet sich ab von einer Variante des Flamenco, die<br />

barfuss getanzt wird – und zumindest die Schuhe<br />

abstreifen möchte man sich auch auf der Stelle, so<br />

chillig und ungezwungen ist hier die Atmosphäre.<br />

Potenziert wird dieses Gefühl von dem weiten<br />

Grün ringsum, das Hotel grenzt direkt an die zwei<br />

berühmten Golfplätze Los Olivos und Los Lagos.<br />

Gleich vier Restaurants stehen den Gästen zur<br />

Verfügung, wobei das Picador mit seiner modernen<br />

Interpretation der lokalen Tapas-Kultur herausragt.<br />

Angenehm lässig, im Stil eines Chinguito<br />

(Strandbar) ist das Bartolo in der Nähe der beiden<br />

Pools, das mit mediterranen Snacks verführt.<br />

Das Motto des La Zambra lautet: „Die Freiheit zu<br />

sein und zu tun, was Dein Herz Dir sagt“. Mein<br />

Herz sagt mir nach drei Tagen, bitte, bitte bleibe<br />

noch länger hier, so gut wirst Du es so schnell<br />

nicht woanders haben. Aber die Tickets sind leider<br />

schon gebucht. → lazambrahotel.com<br />

Lage<br />

Malerisch gelegen zwischen<br />

Marbella und Málaga im<br />

Hinterland der Costa del Sol<br />

ist Mijas der nächste Ort.<br />

Größe<br />

197 Zimmer gibt es, alle mit<br />

Terrasse oder Balkon und<br />

Blick auf die angrenzenden<br />

Golfplätze oder die Berge.<br />

Wellness<br />

Auf 2000 qm bietet das Mood<br />

Spa fünf unterschiedliche<br />

„Wellness-Journeys“, um Körper<br />

und Geist zu entspannen.<br />

17


<strong>ZEIT</strong> REISEN<br />

BELLA<br />

ITALIA<br />

18


<strong>ZEIT</strong> REISEN<br />

Erlebnisse für Verstand, Herz und alle Sinne:<br />

Mit <strong>ZEIT</strong> REISEN auf Grand Tour im Sehnsuchtsland.<br />

VON Bettina von Bülow<br />

Bild: mauritius images/Alamy/Funkyfood London – Paul Williams<br />

Nicht erst seit Goethe weckt das „Land, wo die Zitronen blühn“<br />

unsere Sehnsucht: nach Schönheit und Stadtkultur, nach harmonischen<br />

Landschaften, dem blauen Meer natürlich und nach<br />

Pistazieneis. Die meisten von uns haben sonnige Ferienerinnerungen<br />

im Album, aber Italien ist so viel mehr. Auf einer 43-tägigen<br />

Kulturexpedition wollen wir das Land mit seinen Traditionen<br />

und Künsten erleben sowie seine Geschichte und Rolle im<br />

modernen Europa verstehen. Landschaft, Museen, Küche und<br />

Architektur erzählen von Etruskern, Griechen, Römern, Arabern,<br />

Normannen und Staufern. Sie hören diesen Erzählungen<br />

zu und dürfen sich auf Begegnungen und zudem auf unvergessliche<br />

Geschmacksmomente freuen. Erlebnisse für Verstand,<br />

Herz und alle Sinne erwarten Sie, fundierte Informationen von<br />

Ihrem Reiseleiter Prof. Dr. Ludwig Tavernier, von <strong>ZEIT</strong>-Redakteuren,<br />

Kunsthistorikern und Archäologen – und das inspirierende<br />

Gespräch darüber. Die Sehnsucht wollen wir nicht stillen,<br />

aber doch ihre Bilder schauen und begreifen.<br />

Auftakt der Grand Tour ist Hamburg. Vor dem Pressehaus<br />

fährt der komfortable <strong>ZEIT</strong>-Bus los. Wir wählen die langsame<br />

Annäherung, die dem Reisen den Weg zurückgibt und den Gedanken<br />

Räume öffnet. Speyer gewährt erste Tuchfühlung mit<br />

Italien, lombardische Steinmetze führten beim Dombau den<br />

Fäustel. Die Lombardei erreichen Sie über das Tessin, und von<br />

Genua setzt die Fähre nach Palermo über. Über die Jahrhunderte<br />

erlebte Sizilien eine Abfolge von siegreichen und geschlagenen<br />

Eroberern. Von diesen Vergangenheiten erzählen in Palermo,<br />

Monreale, Agrigent, Syrakus und Taormina griechische<br />

Tempel, römische Ruinen und immer wieder der normannischarabisch-byzantinische<br />

Stil. Ein sinnliches Gedächtnis der vielen<br />

Kulturen sind die Garküchen mit ihren Aromen und Düften.<br />

Über die Straße von Messina geht es entlang der Küste<br />

durch Kalabrien. Tarent war in der Antike ein wichtiger Seehafen,<br />

in der Gegenwart steht das Stahlwerk für den Konflikt zwischen<br />

Umweltschutz und dem Erhalt von Arbeitsplätzen im<br />

Mezzogiorno. Wie auf einem Barometer lassen sich in Brindisi<br />

historische Konstellationen ablesen: Von hier brachen Handelsschiffe<br />

ins östliche Mittelmeer auf, im Mittelalter in den Orient,<br />

im 19. Jahrhundert zu den Kolonien in Afrika. Heute spielen<br />

sich an der EU-Außengrenze menschliche Dramen ab.<br />

Über Otranto führt Ihre Route nach Lecce mit seinen Barockfassaden<br />

und Ostuni nach Alberobello, der Stadt der Trulli.<br />

Die Finesse italienischer Stadtkultur entfaltet sich in immer<br />

neuen Facetten, so auch in Bari. Wo einst sich die Kreuzritter<br />

einschifften, werden heute am Hafen Meeresfrüchte kulinarisch<br />

zelebriert. Wunderwerke der Baukunst sind das Castel<br />

del Monte aus der Zeit Kaiser Friedrich II. und Matera, die<br />

Stadt aus Höhlen. Auf der Fahrt nach Amalfi erleben Sie, vorbei<br />

an Fischerdörfern und Zitronenhainen, eine der schönsten<br />

Küstenstraßen der Welt: die Amalfitana (Abb. li.). Allein die<br />

Lage zwischen Meer und Vesuv macht Neapel zum Ereignis.<br />

Ein Höhepunkt jeder Italien-Reise ist Pompeji. Der Vulkanausbruch<br />

verschüttete und konservierte zugleich Alltagsleben<br />

und Kultur – ein einzigartiges Fenster in die römische Welt! Mit<br />

einer Archäologin begeben Sie sich in Rom auf Spurensuche in<br />

die Zeit Kaiser Augustus‘. Unter seiner Herrschaft wurde Rom<br />

zur modernen Metropole umgebaut. Der zweite Tag steht im<br />

Zeichen des Vatikans. Evelyn Finger, Leiterin des <strong>ZEIT</strong>-Ressorts<br />

Glauben & Zweifeln, und eine Kirchenhistorikerin führen<br />

Sie durch die Vatikanstadt.<br />

Nun folgt eine Reihe von Schönheiten, die mit etruskischen<br />

Nekropolen, Kirchen und Palazzi, mit Kochkunst, Arkadengängen<br />

und Piazze um den ersten Platz in Ihrem Herzen buhlen:<br />

Orvieto, Assisi, Perugia, Arezzo und Siena, die eine Stadt so<br />

charaktervoll wie die andere. Prima inter pares aber ist Florenz,<br />

in der Renaissance eine der bedeutendsten Städte Europas. Die<br />

Medicis unterstützten als Mäzene Leonardo da Vinci, Michelangelo,<br />

Botticelli und Galileo Galilei. Bei der Passeggiata, dem<br />

Abendspaziergang auf der mittelalterlichen Stadtmauer von<br />

Lucca können Sie sich über die Macht von Familien und Mäzenen<br />

austauschen – in der Renaissance wie in der Gegenwart.<br />

Freuen Sie sich auf die Fahrt entlang der ligurischen Küste<br />

und durch die Cinque Terre mit Panoramablicken auf das smaragdgrüne<br />

Meer. In Turin ziehen herrliche Barockbauten die<br />

Blicke auf sich. Das Haus Savoyen brachte nicht nur seinen<br />

Hang für Prunk in die Stadt, sondern auch eine große Schwäche<br />

für Schokolade. Süßes Pflichtprogramm! Die Viscontis und<br />

Sforzas prägten Mailand. Stil, Mode und Kultur sind hier zuhause<br />

– so wie in der Emilia-Romagna Genuss und feine Lebensart.<br />

In Bologna wird Essen mit besonderer Hingabe gepflegt.<br />

Über Ravenna erreichen Sie die Lagune von Venedig und<br />

gelangen vom Meer aus in dieses Gesamtkunstwerk aus Wasser,<br />

Palästen und Brücken. Petra Schaefer, Korrespondentin<br />

der <strong>ZEIT</strong>-Weltkunst, geht mit Ihnen über die Biennale und<br />

durch ihre Lieblingsviertel. Über Triest, das mit Kaffeekultur<br />

verführt, und durchs Friaul erreichen Sie Verona. Wo ließe sich<br />

schöner flanieren als in den Gassen der Stadt Romeos und Julias?<br />

Von Vicenza, das Palladios Handschrift trägt, reisen Sie<br />

nach Trient und über die Südtiroler Weinstraße nach Bozen.<br />

Vor der Kulisse der grandiosen Bergwelt der Dolomiten endet<br />

in Brixen die Grand Tour.<br />

<strong>ZEIT</strong> Reise: Italien – Grand Tour im Sehnsuchtsland<br />

Termin: 10.5.2024 | Dauer: 43 Tage | Preis: ab 17.990 € |<br />

Buchung unter → zeitreisen.zeit.de/bus-italien<br />

19


REISEEMPFEHLUNG<br />

„In Berlin kannst du<br />

einfach du selbst sein!“<br />

Zack, erzählen Sie etwas über sich.<br />

Ich bin 33 Jahre alt und ich liebe es, hier in Berlin zu<br />

leben. Seit vier Jahren arbeite ich im Hotel und<br />

ich kann mir nichts Besseres vorstellen. Du brauchst<br />

keinen Anzug tragen, kannst deine Ohrringe anbehalten,<br />

deine Tattoos sind okay, du kannst einfach du<br />

selbst sein, ohne etwas zu verstecken.<br />

Kultur und Geschichte, Lockerheit<br />

und Kreativität: Berlin hat<br />

viele Qualitäten, die es für Gäste<br />

aus aller Welt so anziehend<br />

macht. Doch wie findet man<br />

die Hotspots in einer Stadt,<br />

die sich permanent verändert?<br />

Die „Local Champions“ der<br />

Mercure Hotels bieten ihren<br />

Gästen jede Menge Geheimtipps.<br />

Diesmal erzählt Zack Hachem,<br />

Schicht leiter im Front Office<br />

des Hotel Mercure Berlin am<br />

Wittenbergplatz, wie sich sein<br />

persönliches Berlin anfühlt.<br />

Was ist das Einmalige am Hotel Mercure Berlin am<br />

Wittenbergplatz?<br />

Wir sind perfekt für Gäste, die sich für Shopping und<br />

Mode interessieren. Um uns herum sind die besten<br />

Einkaufsstraßen Berlins und gleich nebenan ist das berühmte<br />

Kaufhaus KaDeWe. Davon hat sich unser Hotel<br />

inspirieren lassen. Schon im Foyer überrascht eine<br />

ganze Wand mit Strickwaren, Bildern von Models,<br />

Stoffbahnen und Stoffbahnen. Wir haben sogar einen<br />

Laufsteg und ein Schaufenster, in dem ein extra für<br />

uns gestaltetes Kleid hängt. Die Gäste sind begeistert!<br />

Sobald sie ankommen, beginnen sie zu fotografieren.<br />

Wie schaffen Sie es, damit die Gäste sich gleich<br />

willkommen fühlen?<br />

Mit Freundlichkeit, Individualität und der richtigen<br />

Begrüßung. Ich gebe den Leuten gern Tipps für<br />

Aktivitäten, die nicht dem Standardprogramm der<br />

Berlinbesucher entsprechen. Ich empfehle ihnen<br />

gern die kleinen lokalen Restaurants, Bars und Parks,<br />

wo sie nicht gleich auf andere Touristen.<br />

Was wären solche Insider-Tipps?<br />

Zum Beispiel der Thaimarkt im Preußenpark, ein asiatischer<br />

Food Court, der nur am Wochenende stattfindet.<br />

Die guten Eisdielen am Viktoria-Luise-Platz.<br />

Oder die Uhr im Europa Center, die aus Wasser ist.<br />

Wofür ist ihre Gegend noch bekannt?<br />

Wir sind nur wenige Minuten vom Schöneberg<br />

Kiez, dem Berliner Gayviertel, entfernt. Dort gibt<br />

es viele Bars, Clubs und Geschäfte gibt, die für<br />

die LGBTQI+-Community sehr interessant sind.<br />

Der Christopher Street Day beginnt jedes Jahr im<br />

Juli direkt hier vor dem Hotel.<br />

Bilder: Mercure Hotel<br />

20


1<br />

SEHNSÜCHTE<br />

ERFÜLLEN.<br />

Wir alle träumen von unterschiedlichen<br />

Dingen: Liebst du<br />

die geballte Ladung Vitamin D<br />

und das verträumte Rauschen<br />

des Meeres. Oder findest du<br />

dein Glück im Schnee, an einem<br />

ruhigen See oder bei Gipfelerlebnissen?<br />

Wohin euch eure<br />

Sehnsüchte auch führen<br />

möchten, ROBINSON hat den<br />

perfekten Club für euch.<br />

2 GEMEINSAM<strong>ZEIT</strong>.<br />

Wie deine Erlebnisse zu Herzensmomenten<br />

werden? Das machen die Menschen<br />

aus, mit denen du sie teilst. Egal ob du<br />

bereits mit Lieblingsmenschen anreist.<br />

Sicher ist, dass du mit einem Herz voller<br />

neuer Best Buddys abreist. Urlaub<br />

bei ROBINSON bedeutet Bestzeit mit<br />

den richtigen Menschen.<br />

Bilder: Robinson Club<br />

3<br />

GENUSSMOMENTE<br />

FÜR GAUMEN UND SEELE.<br />

REISEEMPFEHLUNG<br />

5 gute Gründe für<br />

einen Cluburlaub mit<br />

ROBINSON<br />

Kulinarik hat bei ROBINSON einen<br />

hohen Stellenwert. Zahlreiche Gastrotainment-Konzepte<br />

oder lebensbejahendes<br />

BalAyur – ein unvergessliches<br />

Happening, und zwar jeden Tag gleich<br />

mehrfach. Niemand von euch muss<br />

kochen, aber jeder kann sicher sein,<br />

dass es allen schmeckt – das ist<br />

Quality-Time bei ROBINSON.<br />

4 BESSER ALS FERIEN.<br />

Wie jung eure Liebsten auch sein<br />

mögen, in den ROBINSON Clubs könnt<br />

ihr euch auf eine zuverlässige und<br />

altersgerechte Betreuung verlassen.<br />

Die ROBINS freuen sich schon, mit<br />

euren Glückskindern über Tische und<br />

Bänke zu gehen. So hat jeder von<br />

euch sein perfektes Tagesprogramm.<br />

Mehr Infos unter → robinson.com<br />

5 A K T I V<br />

ODER<br />

ENTSPANNT?<br />

64 Sportarten und -kurse mit Top-Trainern, da ist<br />

garantiert für jeden das Richtige dabei. Typ Auspowern<br />

wird glücklich auf dem Tennisplatz, der Mountainbike-<br />

Tour oder bei der Boxstunde. Typ Relax bucht sich<br />

im WellFit-Spa ein – nach der Yoga Session am Meer.<br />

21


REISEEMPFEHLUNG<br />

Willkommen in<br />

Budapest!<br />

Bilder: Visit Hungary<br />

Budapest, die geschichtsträchtige mitteleuropäische<br />

Hauptstadt, strahlt zugleich eine innovative und<br />

traditionelle Atmosphäre aus. Das macht sie zu einer<br />

besonders vielseitigen und kosmopolitischen Stadt.<br />

Die herrliche bauliche und natürliche Umgebung am<br />

Donauufer, die grandiose Architektur aus verschiedenen<br />

Epochen, die historischen Thermalbäder, die<br />

abwechslungsreiche Gastronomie, die blühende<br />

Mode- und Designszene sowie das reiche kulturelle<br />

Leben prägen den einzigartigen Charakter Budapests,<br />

dasim Herbst sein 150-jähriges Jubiläum feiert.<br />

Die Stadt bietet eine Vielzahl von Erlebnissen, die für<br />

jeden Gast unvergesslich sind. Das Schauspiel der<br />

Wachablösung vor dem Parlamentsgebäude, die Selfie-<br />

Motive auf der Kettenbrücke, die Schlittschuhbahn im<br />

Stadtwäldchen Liget oder das neue, interaktive House<br />

of Music hinter dem weitläufigen Heldenplatz mit<br />

seinen zwei renommierten Museen. Das quirlige Leben<br />

auf der Andrássy út, der Prachtmeile der Stadt, mit<br />

dem erst kürzlich restaurierten, spektakulären Opernhaus.<br />

Die Große Markthalle mit ihren authentischen<br />

lokalen Gerichten. Ein absolutes Muss ist ein Besuch in<br />

einem der historischen Badehäuser. Angelegt von den<br />

Römern, verfeinert von den Osmanen, hat sich hier<br />

eine einzigartige Badekultur erhalten. Hier lässt sich<br />

das Angenehme mit dem Gesunden verbinden und die<br />

entspannende Wirkung des weltberühmten Heilwassers<br />

ausprobieren. An 365 Tagen im Jahr, von denen<br />

jeder Tag einen Budapest-Besuch wert ist.<br />

Mehr Infos unter<br />

→ visithungary.com<br />

22


REISEEMPFEHLUNG<br />

Bunte Fassaden<br />

im Hafen von<br />

Roseau<br />

(Dominica)<br />

Spektakuläre<br />

Bergpanoramen<br />

auf St. Lucia<br />

AIDAperla vor St. George’s<br />

(Grenada)<br />

Ein Winter voller Sommer –<br />

und vielseitiger Natur<br />

Bilder: © Aida<br />

Paradiesische Inseln, Palmen und Sonne satt?<br />

Klingt ein bisschen wie eine Fototapete, könnte aber<br />

auch Ihr nächster Winterurlaub sein.<br />

FASZINATION KARIBISCHE INSELN<br />

Zusammen in der Hängematte über weißem Sand<br />

schaukeln. Der Blick schweift über das türkisblaue<br />

Wasser, das in der Sonne glitzert. Auf den AIDA<br />

Karibik-Routen warten nicht nur Traumstrände auf<br />

Sie, sondern auch eine vielfältige und geschichtsträchtige<br />

Kultur mit lebensfrohen Menschen. Ein<br />

echtes Paradies für Entdecker und Erholungsfreudige<br />

gleichermaßen, dem Sie mit AIDAperla ganz nahekommen<br />

können – während die anderen zu Hause<br />

frieren. Machen Sie Ihre Urlaubsträume diesen Winter<br />

wahr: Reisen Sie entspannt der Sonne entgegen …<br />

ABENTEUER ZU WASSER UND ZU LAND<br />

Die karibischen Inseln bieten viel Abwechslung: endlos<br />

lange Sandstrände – aber auch unzählige Gelegenheiten,<br />

einzigartige Naturschätze zu erkunden. Wandern Sie<br />

beispielsweise durch den Regenwald St. Lucias oder<br />

schnorcheln Sie an den Tauch-Hotspots vor Dominica.<br />

Vielleicht erhaschen Sie auch einen Blick auf die dort<br />

ansässigen Wale? Zurück an Bord dürfen Sie sich jede<br />

Menge Entspannung gönnen: Neben 3.100 m² Body & Soul<br />

Organic Spa hält AIDAperla auch private Wellness<br />

Cabanas für Sie bereit. Ankommen, tagträumen, relaxen –<br />

bei solchen Traumreisen kann der Winter einpacken!<br />

Hier gehts<br />

zur Traumreise<br />

„Karibische<br />

Inseln ab<br />

Dominikanische<br />

Republik“:<br />

DOMINIKANISCHE<br />

REPUBLIK<br />

◎<br />

La Romana<br />

◎ Antiqua<br />

◎ Guadeloupe<br />

◎ Dominiqua<br />

KARIBISCHES MEER<br />

◎ St. Lucia<br />

Aruba ◎<br />

◎ Bonaire<br />

◎ Curaçao<br />

St. Vincent ◎<br />

Grenada ◎<br />

◎ Barbados<br />

23


REISEEMPFEHLUNG<br />

Perfekte Auszeit in<br />

Oberstaufen<br />

Im äußersten Südwesten Bayerns im Allgäu liegt<br />

Oberstaufen am Fuße der Alpen. Aufgrund ihrer abwechslungsreichen<br />

Landschaft und ihres Heilklimas<br />

ist die kleine Marktgemeinde ein beliebtes Urlaubsziel.<br />

Die nahen Berggipfel, Wiesen und Schluchten laden<br />

zu ausgedehnten Wanderungen und Rad-Touren ein.<br />

Wegen seiner hervorragenden Servicequalität und<br />

Wanderinfrastruktur, die Familien, Natur- und Sportfreunde<br />

gleichermaßen beglückt, wurde Oberstaufen<br />

vom Deutschen Wanderinstitut als Premium-Wanderort<br />

ausgezeichnet. Der Hausberg von Oberstaufen<br />

ist der Hochgrat mitten im Naturpark Nagelfluh, mit<br />

1834 Metern zugleich der höchste Berg im westlichen<br />

Allgäu. Auf ihn führt eine nostalgische Gondel mit<br />

Vierer-Kabinen, bei klarem Wetter ist der Rundumblick<br />

von hier oben atemberaubend.<br />

Erstklassig ist auch die Luft im staatlich anerkannten<br />

Heilklimatischen Kurort Oberstaufen. Wer sich hier<br />

bewegt, stärkt die körpereigenen Abwehrkräfte und<br />

tut etwas gegen Herz- und Kreislaufprobleme. Zu ­<br />

gleich ist Oberstaufen der Ort mit den meisten Well ­<br />

ness hotels in Bayern – Entspannung ist hier vorprogrammiert.<br />

Spezialität ist die auf den schlesischen<br />

Fuhrmann Johann Schroth im 19. Jahrhundert zurück-<br />

24<br />

gehende Original Schrothkur: Ein Naturheilverfahren,<br />

das individuell vom Arzt angepasst wird und einer<br />

ganzheitlichen Detox-Behandlung gleicht. Seit 1991 ist<br />

Oberstaufen das weltweit einzige Schroth-Heilbad.<br />

Ein besonderes Angebot für Gäste ist die Oberstaufen<br />

PLUS Karte. In über 300 Unterkünften bekommt man<br />

sie ausgehändigt und kann damit von vielen attraktiven<br />

Zusatzleistungen profitieren, etwa kostenlosen Bergbahnfahrten<br />

oder dem Eintritt ins Erlebnisbad.<br />

Mehr Infos unter → oberstaufen.de<br />

Erholung garantiert: Mit gesunder Luft<br />

und herrlichen Ausblicken können Urlaubsgäste<br />

in Oberstaufen so richtig auftanken<br />

Bilder: Leo Schindzielorz (o.li.), Tobias Heimplätzer


NORDRHEIN-WESTFALEN<br />

Märchenhafte Kulissen<br />

Bild: Schloss Drachenburg, Königswinter © Johannes Höhn<br />

Burg Altena im Sauerland gilt als eine der schönsten<br />

Höhenburgen Deutschlands. Als „Versailles Westfalens“<br />

wird Schloss Nordkirchen im Münsterland<br />

bezeichnet. Und im Siebengebirge fügt sich hoch<br />

über dem Rhein Schloss Drachenburg (Abb. li.)<br />

idyllisch in die Landschaft. Nordrhein-Westfalens<br />

Reichtum an imposanten Schlössern und prächtigen<br />

Burgen ist bemerkenswert. Einige von ihnen ge ­<br />

hö ren zu den 60 Sehenswürdigkeiten, die Tourismus<br />

NRW auf seiner Website jetzt mit inspirierenden<br />

360-Grad-Panoramen neu in Szene gesetzt hat.<br />

„Flugmodus an!“ heißt es zum Start in die einladenden<br />

Perspektiven, die reichlich Inspirationen für<br />

einen Besuch vermitteln. Wie wäre es zum Beispiel<br />

mit einem Entdeckertrip zur Barockpracht der<br />

Welterbe-Schlösser Augustusburg und Falkenlust<br />

in Brühl?<br />

GEFÖRDERT DURCH:<br />

Tourismus NRW e.V.<br />

Völklinger Straße 4, 40219 Düsseldorf<br />

→ dein-nrw.de/kultur<br />

“Go Local”<br />

abseits der Massen<br />

“Go Local” abseits der Massen<br />

Gestalten Sie Ihre maßgeschneiderte Rundreise durch<br />

Australien und/oder Neuseeland gemeinsam mit den<br />

fachkundigen Reisespezialisten von TravelEssence.<br />

Durch unser langjähriges Know-How und direkte<br />

Kontakte zu lokalen Gastgebern mit handverlesenen<br />

Unterkünften wird Ihre schönste Auszeit des Jahres zum<br />

perfekten Erlebnis. Lehnen Sie sich entspannt zurück: wir<br />

kümmern uns um Flüge, Unterkünfte, Mietwagen und<br />

individuelle Aktivitäten - ganz nach Ihren persönlichen<br />

Wünschen und Vorlieben.<br />

Ihre Wünsche. Unser Wissen. Die perfekte Reise. www.travelessence.de


REISEEMPFEHLUNG<br />

Grand Tour Katalonien<br />

BARCELONA – TARRAGONA<br />

➊<br />

Die fünf Etappen der insgesamt 2000 KM<br />

umfassenden Grand Tour Route sind<br />

in fünf bis sieben Abschnitte eingeteilt,<br />

sodass vor Ort stets genügend Zeit<br />

bleibt, um die Highlights der jeweiligen<br />

Etappe, wie die romanischen Kirchen<br />

im Vall de Boí oder die römischen Ruinen<br />

Tarragonas, zu erkunden.<br />

➋<br />

➌<br />

TARRAGONA – LLEIDA<br />

LLEIDA – LA SEU D’URGELL<br />

Bilder: Katalonien Tourismus<br />

➍<br />

LA SEU D’URGELL –<br />

FIGUERES<br />

➎<br />

FIGUERES –<br />

BARCELONA<br />

Katalonien erstreckt sich von den kleinen Buchten und<br />

goldenen Sandstränden der felsigen Küste bis zu den<br />

schneebedeckten Gipfeln der Pyrenäen. Die Grand<br />

Tour ist eine Entdeckungsroute, um Kataloniens<br />

Naturlandschaften, aber auch seine kulturellen und<br />

kulinarischen Schätze kennenzulernen. Die Rundtour<br />

startet in Barcelona und führt vom Meer in die Berge<br />

und zurück. In mehreren Etappen kann man die<br />

Schönheiten der Naturparks, zahlreiche UNESCO<br />

Welterbestätten und regionale Küche erleben. Ausreichend<br />

Zeit sollte man mitbringen, denn es gilt viele,<br />

einzigartige Naturlandschaften zu durchstreifen. Die<br />

komplette Route ist für eine Dauer von zwei bis vier<br />

Wochen ausgelegt. Wer weniger Zeit hat, stellt sich<br />

seine eigene Grand Tour zusammen: Die Tour ist so<br />

aufgebaut, dass man die Abschnitte einzeln und zu<br />

jeder Jahreszeit abfahren kann. Wichtig ist nur, sich<br />

mit offenen Augen auf den Weg zu machen, um die<br />

vielen, neuen Gesichter Kataloniens kennenzulernen.<br />

Alles andere ergibt sich unterwegs.<br />

Alle Infos auf der Website<br />

→ grandtour.catalunya.com/de/<br />

26


REISEEMPFEHLUNG<br />

DIE WELT<br />

STEHT<br />

UNS<br />

OFFEN<br />

Bild: Gebeco<br />

In Jordanien durch die beeindruckende Felsenstadt<br />

Petra streifen? Auf Island die Kräfte der Natur ganz<br />

nah spüren? Oder lieber in Italien nach einem erlebnisreichen<br />

Tag Antipasti frisch von Mamma genießen?<br />

Auf Gebeco-Reisen tun wir all dies in bester Gesellschaft:<br />

mit einer Reisegruppe Gleichgesinnter und<br />

begleitet von einer kundigen Reiseleitung, die sich nicht<br />

nur um einen einwandfreien Ablauf der Reise küm ­<br />

mert, sondern als Kenner fremder Kulturen und persönlicher<br />

Ansprechpartner unserer Reisenden das<br />

Herzstück der Reise bildet. Durch sie werden besondere<br />

Begegnungen mit Menschen vor Ort möglich<br />

und kleine Insidertipps sorgen für Überraschungen.<br />

So lernen wir in Vietnam bei einer Radtour durch<br />

die Reisfelder die Dorfbewohner auf eine ganz andere<br />

Art kennen. In Kapstadt kommen wir ins Gespräch<br />

darüber, wie wunderbar die Aufbruchsstimmung der<br />

„Regenbogennation Südafrika“ mit den Traditionen<br />

der verschiedenen Kulturen harmoniert. Oder wir<br />

spü ren in Portugal die einzigartige Stimmung bei einer<br />

Fado-Veranstaltung. All diese Begegnungen erleben wir<br />

dank unserer Reiseleitung in gelöster Stimmung und<br />

gleichzeitig respektvoll und auf Augenhöhe. So nehmen<br />

wir nicht nur einzigartige Eindrücke aus unserem<br />

Reiseland mit, die es so kein zweites Mal geben wird,<br />

sondern werden gleichzeitig zu Brückenbauern zwischen<br />

den Kulturen. All dies können wir bei unser Rückkehr<br />

voller Begeisterung erzählen und mit Schnappschüssen<br />

von unserer Reise untermalen. Doch uns ist<br />

klar: Dieses Gefühl, das wir bei einer Gebeco-Reise<br />

verspüren, und das wir mit unseren Mitreisenden geteilt<br />

haben, das kann man nur auf Reisen erleben. Die<br />

neuen Gebeco-Kataloge für 2024 bieten schon jetzt<br />

Inspiration für die nächste Reise in Europa oder in die<br />

Ferne und sind online bestellbar.<br />

Gebeco GmbH&Co KG<br />

Holzkoppelweg 19, 24118 Kiel<br />

0431 54 46 0, → gebeco.de/kataloge<br />

27


REISEEMPFEHLUNG<br />

Die letzte Grenze<br />

Auf Traumreise mit dem Alaska-Spezialisten<br />

Holland America Line<br />

Die Westerdam in Glacier Bay.<br />

Mehr Infos unter<br />

→ hollandamerica.com<br />

Tel: 00800 1873 1873<br />

Wer wie Holland America Line auf eine 150jährige<br />

Firmengeschichte zurückblickt, leistet immer wieder<br />

Pionier arbeit. So ist Holland America der große<br />

Alaska-Pionier unter den Kreuzfahrtlinien, mit einer<br />

Destinationser fahrung seit 75 Jahren. Dank dieses<br />

gewachsenen Expertenwissens ist die Traumreise<br />

Alaska bei Holland America Line in den besten Händen.<br />

Der größte Bundesstaat der USA lässt sich besonders<br />

gut vom Wasser aus bereisen. Pro Saison bietet<br />

Holland America Line weit über 100 Kreuzfahrten an,<br />

die in Seattle oder Vancouver starten. Das vielfältige<br />

Angebot wird ergänzt durch 18 unterschiedliche<br />

„Cruisetours“. Diese zwei- bis elftägigen Kreuzfahrtverlängerungen<br />

in den Denali Nationalpark und ins<br />

Yukon-Territorium runden die Traumreise Alaska<br />

auf perfekte Weise ab. Das Beste daran: das komplette<br />

Land&Sea Package liegt in den bewährten Händen<br />

der Holland America Line Alaska-Spezialisten.<br />

Bilder: ©Holland America Line<br />

28


REISEEMPFEHLUNG<br />

Bilder: Ventura TRAVEL<br />

Reisen, die Leben<br />

verändern<br />

Genau wie viele von uns, hat Gerwin sein Leben lang<br />

gearbeitet und ist gereist, wann immer es möglich war.<br />

Während er und seine Frau ihre Reisen oft selbst orga ­<br />

nisierten, entdeckten sie in den Kleingruppen-Touren<br />

von Viventura eine wunderbare Alternative. Neben der<br />

Erkundung unvergesslicher Sehenswürdigkeiten in<br />

ganz Südamerika widmet Viventura seine Reiserouten<br />

lokalen Erfahrungen und Verbindungen zwischen<br />

Menschen.<br />

Auf einer Viventura-Reise lernte Gerwin die V Social<br />

Foundation kennen, eine Stiftung, die gemeindebasierte<br />

Tourismusprojekte unterstützt. Nach einer erfolgreichen<br />

Karriere verspürte er den Wunsch, zurückzugeben,<br />

und fand durch V Social seinen Platz in einem Projekt<br />

in La Boquilla, Kolumbien.<br />

Dort angekommen, verbringt er sechs Monate in La<br />

Boquilla und unterrichtet Mitglieder der Gemeinschaft<br />

in Englisch. Dies ist besonders wertvoll für die örtli ­<br />

chen Reiseführer, die nun ihre Touren einem größeren<br />

Publikum anbieten können. „Es sind wahre Freundschaften<br />

entstanden… Ich werde bestimmt wieder hinfahren,<br />

um die Leute zu treffen“, erzählt Gerwin.<br />

Gerwins Geschichte verdeutlicht die positive Kraft der<br />

Veränderung, die Reisen haben können. Genau deshalb<br />

integriert Viventura authentische lokale Erfahrungen<br />

in all seinen Reisen. Der kulturelle Austausch ist von u n ­<br />

schätzbarem Wert und hat, wie das Beispiel von Gerwin<br />

zeigt, oft lebensverändernde Wirkung.<br />

Viventura ermöglicht es Ihnen, echte Verbindungen<br />

zu den Menschen vor Ort aufzubauen. Besuchen Sie<br />

La Boquilla, tauchen Sie ein in das Leben eines traditionellen<br />

kolumbianischen Fischerdorfs und tragen Sie<br />

gleichzeitig zur örtlichen Gemeinschaft bei. Entdecken<br />

Sie das wahre Südamerika auf einzigartige Weise!<br />

Mehr Infos unter<br />

→ viventura.de<br />

29


RINGHOTELS<br />

Erleben Sie<br />

„echt HeimatGenuss“<br />

Entdecken Sie die schönsten Gegenden der Heimat<br />

und erkunden Sie die Highlights, die rechts und<br />

links Ihrer Route liegen. Ob entlang von Schlössern<br />

und Burgen, zu UNESCO Welterbestätten oder in<br />

das grüne Ruhrgebiet, es gibt viel Unerwartetes zu<br />

entdecken.<br />

Nach herrlichen Touren verwöhnen Sie sich mit<br />

au s gezeichneter Küche und einem guten Tropfen.<br />

Unsere privat geführten Ringhotels mit viel familiärem<br />

Flair bieten rundum „echt HeimatGenuss“ und<br />

Ihre Gastgeber haben immer gute Insider-Tipps<br />

auf Lager.<br />

Bilder: Ringhotels<br />

Mehr Reiseinspirationen finden<br />

Sie auf → ringhotels.de<br />

Winterspaß am Thunersee und am Lago Maggiore ‐ 8 Tage<br />

Der neue GoldenPass Express und die Centovallibahn sind inklusive!<br />

Sta 1469, ‐ € jetzt ab 999,‐ € pro Person im Doppelzimmer<br />

Sparen Sie bis zu 32% bei Buchung vor dem 31.10.2023<br />

Infopaket „Alpen‐<br />

Panoramabahnen Schweiz"<br />

Wert 16,50 €<br />

• Eine Übersichtskarte mit allen<br />

Panoramabahnen der Schweiz<br />

• Broschüren Bernina Express<br />

und Glacier Express<br />

• Ein Prospekt „Die Schätze<br />

Graubündens entdecken“<br />

• Informaonsmaterial zum<br />

Berner Oberland und der<br />

Jungfrauregion<br />

Jetzt hier gras anfordern<br />

zugprofi.com/infopaket‐ch<br />

oder 02771/8808628<br />

Nur solange Vorrat reicht!<br />

Genießen Sie diese Highlights:<br />

» 4 Tage (3 Nächte) an Ufer des Thunersees, nur einen Katzensprung von der<br />

malerischen Stadt Thun enernt. Schönes 3‐Sterne‐Hotel mit Frühstück<br />

Ein Abendessen sowie 1 SPA‐Gutschein sind für Sie inbegriffen<br />

» 4 Übernachtungen in der Sonnenstube der Schweiz, am Ufer des Laggo<br />

Maggiore ‐ 3 Sterne Hotel mit Frühstück<br />

» Einen faszinierenden Panoramabahnausflug inklusive des neuen GoldenPass<br />

Express nach Montreux bekommen Sie vom Zugprofi geschenkt<br />

» In der romanschen Centovallibahn geht es ins Tessin<br />

» Kostenlose Busse und Bahnen im ganzen Tessin sorgen für wunderbare Ausflüge<br />

durch die Region<br />

» Mit dem 1. Klasse Joker für nur 298,‐ € pro Person erleben Sie alle Züge im<br />

Komfort der 1. Klasse<br />

» Die Bahnanreise sowie die Rückreise von/zu Ihrem Heimatort bekommen<br />

Sie bei Buchung bis 31.10.2023 gras dazu<br />

» Anreisetage im Zeitraum: 09.10.23 ‐ 04.05.2024<br />

Ciliox GmbH ‐ Zugprofi, Industriestraße 42, 35684 Dillenburg<br />

www.zugprofi.com; 02771/8808628


AM LAGERFEUER<br />

Geschichte in Flaschen<br />

TEXT WOLFGANG LECHNER ILLUSTRATION<br />

Cora Meyer<br />

Klar: Auch die Fahrt durch den Panama-<br />

Kanal ist ein Genuss. Und für manche<br />

ein Lebenstraum: Die Schleusen, der<br />

Gatún-See, der Dschungel an den Ufern,<br />

die Mündung des Rio Chagres, der Gaillard-Durchstich<br />

… Man sitzt an Deck,<br />

schaut und staunt. Und vielleicht hört man sich auch den Vortrag<br />

über die unglaubliche Geschichte dieses Weltwunder-Bauwerks an.<br />

Am 14. Februar 2024 werde ich das alles wieder genießen können,<br />

erneut als Reiseleiter an Bord der Sea Cloud Spirit, deren erste<br />

Panama-Passage ich erleben durfte, kurz vor Weihnachten letzten<br />

Jahres. Und wieder werden wir alle in unser <strong>ZEIT</strong> Reisen-Gruppe<br />

den Atem anhalten, wenn das Dreimast-Vollschiff unter der Puente<br />

de las Américas durchfährt. 61 Meter Durchfahrtshöhe, offiziell!<br />

Und der Großmast der Sea Cloud Spirit ragt genau 57,90 Meter über<br />

die Wasserlinie. Ob das auch diesmal gutgeht? Ja … nein … oh, das<br />

wird knapp … geschafft!<br />

Als <strong>ZEIT</strong>-Redakteur, aber auch als Reiseleiter und<br />

Lektor auf Seereisen hat Dr. Wolfgang Lechner<br />

alle sieben Kontinente bereist. Am 5. Februar<br />

2024 sticht er mit <strong>ZEIT</strong> Reisen wieder in See – an<br />

Mittelamerikas prachtvoller Westküste.<br />

Es hilft, die Nerven zu beruhigen, wenn<br />

man dabei ein Glas Ron Abuelo in der<br />

Hand hält. Oder einen anderen karibischen<br />

Rum. Denn Rum war schon immer<br />

gut fürs Gemüt von Seefahrern.<br />

Rum ist der kulinarische Genuss in dieser<br />

Gegend der Welt. Und Rum hat selbst eine unglaubliche Geschichte,<br />

die ich als Lektor immer wieder gern erzähle: Es war<br />

Kolumbus, der das Zuckerrohr in die Karibik brachte. Für Zuckeranbau<br />

und -verarbeitung wurden Millionen von Afrikanern versklavt.<br />

Aus Melasse und Zuckerrohrsaft, entdeckt man später, lässt sich<br />

Rum destillieren. An Melasse und Rum entzündete sich der erste<br />

interkontinentale Handels krieg – und letztlich der amerikanische<br />

Unabhängigkeitskampf. Rum ist – wie ein Historiker einmal schrieb –<br />

„Geschichte in Flaschen“.<br />

Und Rum schmeckt. Besonders an Bord eines Segelschiffs im<br />

Panama-Kanal. Und wenn man seine Geschichte kennt.<br />

31


Haben uns heute<br />

einfach mal treiben lassen.<br />

Sind angekommen.<br />

Mach, was du liebst ...<br />

kaernten.at<br />

Wörthersee

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