Die Welt des Geldes - WiYou Thüringen - Ausbildung

wiyou.de

Die Welt des Geldes - WiYou Thüringen - Ausbildung

Thüringens Magazin für junge Köpfe

Wirtschaft und Du

Die Welt des Geldes

03 ı 2011

4. Jahrgang

WiYou.Rock.Block

Mit vielen Ausbil dungs -

angeboten aus

RegionWiYou.Rock.Block

deiner

Miss Kenichi: Die Stimme

der WiYou-Lounge

Deine Karriere

Produktionstechnologe: Neues

Berufsbild mit wichtiger Funktion

Schwerpunkt

Öffentliche Verwaltung:

Mehr als lochen und abheften

25. Juni · Messe Erfurt

Jobfinder


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Die Finanzbranche –

eine sichere Bank

1.954.060.768.199 Euro – das zeigte die Schuldenuhr der Bundes -

republik Deutschland Anfang Mai 2011 an. Und das ist noch nicht das

Ende, die Uhr tickt unaufhaltsam weiter und ist auf dem Weg, die

Zweibillionengrenze zu überschreiten. Mit einer solchen Zahl – zumindest

in Zusammenhang mit Geld – wirst du höchstwahrscheinlich in

deinem Leben nicht viel zu tun haben. Allerdings kannst du im

Finanzsektor schon mit erheblichen Summen in Berührung kommen.

Als Azubi in einer Bank etwa oder beim dualen Studium in einer

Steuerkanzlei beispielsweise.

Wir haben die klassischen Berufe wie Bankkauffrau beziehungsweise

-mann und die Steuerfachangestellten unter die Lupe genommen.

Steuern- und Prüfungswesen und Wirtschaftsmathematik sind die passenden

Studiengänge in der Branche. Eines haben wir dabei herausgefunden:

Finanzen sind nichts für Jedermann. Ein gewisses Faible für

Zahlen solltest du auf jeden Fall besitzen. Gute Noten in den Natur -

wissenschaften sind ohnehin Voraussetzung. Hast du aber einmal die

Wahl für einen solchen Beruf getroffen und fühlst dich wohl, dann stehen

dir viele Türen offen. Vor allem, was die Aufstiegs- und Weiterbil -

dungs mög lichkeiten angeht. Der Bedarf an Nachwuchs ist wie in fast

Anzeige

WiYou wurde unterstützt durch:

ZEIT FÜR IHREN

NEUEN JOB.

www.jobsintime.de

Editorial

René Weigel

Ressort-/Projektleitung

allen Branchen derzeit auch hier hoch. Und die Branche sucht bereits

jetzt nach neuen Azubis für 2012. Also bewirb dich rechtzeitig. Die passenden

Ausbildungsstellen findest du auf den kommenden Seiten.

Für die Technikbegeisterten haben wir einen ganz neuen Aus bil -

dungsberuf gefunden. Der Produktionstechnologe bildet eine bisher

fehlende Schnittstelle zwischen den studierten Ingenieuren und dem

spezialisierten Facharbeiter in der Produktion. Dadurch entsteht ein interessantes

Berufsbild, das in der Industrie immer stärker gefragt ist.

Last but not least findet in diesem Sommer die geilste Party des Jahres

bei Erfurt statt, und wir sind mit einer eigenen WiYou-Lounge am Start.

Weiße Ledermöbel, chilliger Sound von Miss Kenichi, die du im Inter -

view ab Seite 6 findest, eine Cocktailbar, an der es auch gesunde antialkoholische

Cocktails gibt und Spaß und Party, wenn du sie machst.

Wir freuen uns, wenn du am 2. Juli zur 89.0 RTL Beach Party an den

Stotternheimer See kommst. Genaueres erfährst du auf der Veran -

staltungsseite im Magazin.

Und jetzt erstmal ab ins Heft! Dein WiYou-Redakteur René

jobs in time Thüringen GmbH | NL Erfurt | Anger 47-49 | 99084 Erfurt | Tel.: 0361/65480-0 | Fax: -55 | eMail: erfurt@jobsintime.de

jobs in time Thüringen GmbH | NL Jena | Carl-Zeiss-Platz 1 | 07743 Jena | Tel.: 0371/355990-0 | Fax: -29 | eMail: jena@jobsintime.de

jobs in time Thüringen GmbH | NL Suhl | Schleusinger Str. 28 | 98527 Suhl | Tel.: 03681/45536-0 | Fax: -29 | eMail: suhl@jobsintime.de


4

Inhalt

WiYou.Rock.Block: Miss Kenichi 06

Aus dem Inhalt

Titel

Finanzwirtschaft

Money makes the World go round

Hilfe, ich habe Steuern

Deine Ausbildung zum

Steuerfanangestellten

Geld Geld Geld

Zwei Finanzexpterten

im Interview

Graf Zahls Kommilitone

Studium der Wirtschafts -

mathematik in Jena

Dein Service

Freiwilligenarbeit

Ehrenamtliche Arbeit

in einem indischen Waisenhaus

WiYouLogie

So stark wie eine

Elefantenherde

Maschinen aus Gotha

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

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Klassenausflug ins Produktionsgebäude

.www.mitec-engine-tec.de.

Bei Opel in Eisenach werden aus tausenden kleinen Einzelteilen ganze Autos zusammengesetzt.

Diese Komponenten werden meist von anderen Unternehmen, den Auto mobil zulieferern

gefertigt. Eine solche Firma ist die MITEC engine.tec GmbH in Krauthausen. Diese besuchten

Anfang April die 24 Schülerinnen und Schüler einer 10. Klasse des Tilesius Gymnasiums aus

Mühlhausen. Bei einem Rundgang durch die Produktionshallen wurden verschiedene Arbeits -

möglichkeiten für junge Ingenieure vorgestellt. Dabei konnten die Schüler in den Produktions -

prozess hineinschnuppern und mehr über die Tätigkeitsschwerpunkte der dort beschäftigten

Ingenieure, zum Beispiel in der Entwicklung, der Qualitätssicherung oder der Produktionsleitung

erfahren. Im Anschluss stellten sich erfahrene Mitarbeiter der Unternehmen den neugierigen

Fragen der Schüler. Nicht nur MITEC, die gesamte Thüringer Industrie sucht derzeit händeringend

nach gut ausgebildeten Ingenieuren; übrigens nicht nur ein Berufsbild für Jungs. (bo)

Lehrer sind keine Technikverweigerer

Hausaufgaben per Mail, Nachhilfekurse übers Internet oder gar eine Facebook-Fanpage für

einen Physikkurs. Zwar gibt es all dies bereits, allerdings spielen Computer und Internet im

Unterricht immer noch eine untergeordnete Rolle. Doch das liegt oftmals nicht an deinen

Lehrern, sondern zumeist an der schlechten technischen Ausstattung der Schule. Das zumindest

ergab eine aktuelle Umfrage des Hightech-Verbands BITKOM unter 500 Lehrerinnen und Lehrern

an Oberschulen. Danach beurteilen 77 Prozent der Lehrer die Nutzung digitaler Medien in den

Klassen positiv. Allerdings fordern 88 Prozent eine bessere technische Ausstattung der Schulen

mit Computern, schnellen Internetzugängen und digitalen Lernmaterialien. Letztlich setzt nur

knapp ein Viertel (23 Prozent) der Lehrkräfte Computer täglich oder mehrmals wöchentlich im

Unterricht ein. Und 40 Prozent der befragten Pauker nutzen den Computer kaum oder gar nicht.

(bo)

Fotos: Georg Roske, MITEC engine.tec GmbH, BITKOM, ARIS


POLIZEI THÜRINGEN

Ein Beruf mit vielen Gesichtern

Wir bilden aus:

Polizeibeamtinnen

und

Polizeibeamte

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und bewirb Dich jetzt für 2012

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2. Juli 2011

Erlebe MISS KENICHI

live on Stage und genieße

leckere COCKTAILS an

der LOUNGE BAR bei

der großen 89.0 RTL

BEACH PARTY am

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zum 17. Juni 2011: info@wiyou.de

WiYou-Lounge wird gesponsert von:

Ihren Namen hat sie dem japanischen

Manga „Robotic Angel“ entlehnt, weil sie

wie die tragische Hauptfigur des Streifens

aussieht. Ihre Textideen nimmt sie aus dem

Alltag. Ihre Bilder sind abstrakte Landschaften

in vielen Schichten. Genauso viele Schichten

hat auch Miss Kenichi.

Aufgewachsen nahe der thüringischen Grenze

lebt die Allround künst lerin heute in Berlin. Die

studierte Schauspielerin und Malerin steht am

2. Juli auf unserer WiYou-Lounge-Bühne bei

der 89.0 RTL Beach Party in Erfurt.

Klar, dass wir im Vorfeld ein paar Fragen hatten.

Miss

Kenichi

Als Miss Kenichi bist du mit deiner Gitarre allein auf den

Bühnen unterwegs. So werden wir dich auch in der

WiYou-Lounge bei der 89.0 RTL Beach Party in Erfurt erleben.

Machst du alles allein?

„Nein. Am Anfang hatte es sich bei meiner Musik so ergeben. Aber ich

liebe es, mit anderen Künstlern zusammen zu spielen. Ich kenne viele

Leute, die total begabt sind und ich freue mich immer, wenn jemand

noch seins dazu geben kann.“

Was werden wir am 2. Juli auf der Bühne von dir hören?

„Na ganz viele Songs von meinen beiden Platten. Vielleicht flechte ich

auch ein paar Cover ein. Ich habe mir da schon ein bisschen was überlegt.

Lasst euch überraschen.“

Okay, werden wir! Gibt es diesen „Traum vom

Entdecktwerden“ noch bei dir, beziehungsweise gab es ihn

überhaupt?

„Ja klar, das gab es schon. Aber ich habe eigentlich von Anfang an gewusst,

dass das gar nichts für mich gewesen wäre, glaube ich zumindest

– ich habe ja nun keine Vergleichsmöglichkeit. Der Traum ist ja,

dass man so kindlich denkt: ‚Ich werde jetzt berühmt und tausend Leute

kennen mich, wenn ich so einen Plattenvertrag bekomme.’ Ich habe

viele Freunde durch so einen großen Vertrag durchgehen sehen, und

da ist irgendwie gar nicht so viel passiert. Der Traum wird dadurch einfach

entglorifiziert. Ich bin sehr glücklich mit dem, was ich mir aufgebaut

habe. Wenn ich einfach das tun kann, was ich selber möchte, dann

ist das das allergrößte Geschenk.“

Was war der Auslöser für deine Künstlerkarriere?

Fotos: Georg Roske


„Gesungen habe ich schon immer. Meine erste Band hatte ich so mit 14

Jahren. Zwei Freunde und ich haben immer in einer Garage geprobt.

Keiner von uns hat richtig sein Instrument beherrscht und wir waren,

glaube ich, extrem damit beschäftigt, cool zu sein. Wir wollten so cool

sein wie Nirvana. Damals wollten wir alle sein wie Kurt Cobain.“

Sogar du?

„Sogar ich, ja.“

Wie ging das weiter – deine heutige Musik ist ja

weniger Nirvana-like?

„Während meiner Abi-Zeit bin ich zusammen mit einem Pianisten mehr

in die klassische Richtung gegangen. Er hat Klavier gespielt und ich

habe rezitiert. Ich habe mich damals schon sehr für die deutsche Spra -

che interessiert und viele Gedichte und Lyrik gelesen. So haben wir

dann zum Beispiel Beethovens Sturmsonate gespielt und dazwischen

habe ich Sophokles oder Euripides rezitiert. Das Ganze mit einem dramatischen

Aufbau. Das haben wir auch ein paar Mal in unserer kleinen

Stadt aufgeführt.“

Stand das Ziel „Künstlerin“ für dich immer schon fest?

„Wenn mich Leute, die mich schon lange nicht mehr gesehen haben,

heute fragen, was ich geworden bin, dann sagen sie: ‚Das war ja klar!’

Für mich war es allerdings zwischendrin nicht immer so klar. Ich wollte

zum Beispiel sogar mal Deutschlehrerin werden.“

Warum ist daraus nichts geworden?

„Ich glaube, der Lehrerberuf wäre einfach nichts für mich gewesen.

Nach dem Abi habe ich dann Schauspiel studiert. Das gab einen riesigen

Streit mit meinen Eltern. Die fanden das gar nicht so toll und wollten

lieber, dass ich was ‚Ordentliches’ mache.“

Glaubst du, dass das Erlernen einer Kunstrichtung von

der Gesellschaft eher argwöhnisch beäugt wird, solange

der Künstler noch keinen sichtbaren Erfolg hat?

„Bei den Eltern ist es, denke ich, erstmal so, dass sie einfach Angst haben,

dass du kein regelmäßiges Einkommen hast. Dabei ist Schauspieler

ja vielleicht noch der sicherste Beruf unter den Kunstberufen, weil man

irgendwo angestellt sein kann. Und dann haben viele Leute auch einfach

gar keine Vorstellung davon, wie der Alltag eines Künstlers aussieht.

Vieles wird auch durch die Medien total verzerrt. Es ist nicht so,

dass man den ganzen Tag nur rumhängt. Es entsteht bei vielen so ein

Bild, dass sich gefragt wird: ‚Wie will man denn damit Geld verdienen?’

Gleichzeitig braucht aber jede Gesellschaft ihre Künstler.“

Wie sieht denn dein Alltag als Künstlerin aus?

„Also acht Uhr aufstehen ist schon spät für mich. Es kommt darauf an,

für welchen künstlerischen Bereich ich gerade etwas mache. Ende Mai

habe ich zum Beispiel eine Ausstellung in meiner Galerie in Stuttgart.

Dafür male ich gerade den ganzen Tag. Dazwischen muss ich organisatorische

Dinge dafür vorbereiten. Dann mache ich natürlich auch immer

Musik. Ich treffe mich mit Leuten, telefoniere viel, und auch nachdenken

und Inspiration holen gehören zum täglichen kreativen Prozess.

Eigentlich sieht es so aus, dass mein Arbeitstag sozusagen nie endet.

Selbst wenn ich irgendwo einen Kaffee trinken gehe, dann komme ich

nicht von meiner Arbeit los.“

Was machst du lieber – malen oder singen?

„Beides. Es ist eine sehr konträre Art zu arbeiten. Es sind komplett andere

Prozesse, die dabei ablaufen. Es steht sich also nicht im Weg.

Deswegen stellt sich mir die Frage eigentlich gar nicht.“

WiYou.Rock.Block

Ist es schwer, mit Kunst allein Geld zu verdienen, wenn

man nicht der Superstar ist?

„Es gehört sicherlich viel Glück dazu. Das ist zwar in jedem Beruf der

Fall, aber es ist wahrscheinlich als Künstler schwerer, sich ein gewisses

Grundeinkommen zu sichern. Wenn man dann aber Geld verdient als

Musiker oder Maler, dann ist das meist auch okay.“

Als Künstlerin in der Öffentlichkeit bist du auch Kritik

unterworfen. Wie gehst du damit um?

„Kritik ist total wichtig. Wenn man sie nie bekommt oder sich darunter

wegduckt, dann kommt man auch nicht weiter. Negative Kritik ist sogar

noch wichtiger als positive. Denn dann kann man an den Punkt

kommen, wo man sagt: ‚Das sehe ich gar nicht so.’ Oder man kann etwas

ändern, wenn sie berechtigt ist. Nur wenn Kritik persönlich und

verletzend wird, dann finde ich das natürlich scheiße.“

Was steht jetzt in Zukunft bei dir auf dem Plan?

„Also wie gesagt, Ende Mai habe ich eine Einzelausstellung in meiner

Galerie. Dann arbeite ich gerade an meinem dritten Album, das nächstes

Jahr erscheinen wird und für das ich mit ganz tollen Leuten zusammen

arbeite. Und dann sind da noch einige Konzerte wie die

WiYou-Lounge. Ja, und dann hoffe ich einfach, dass das Kenichi-

Imperium wächst und gedeiht.“

Das Interview führte René Weigel

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

7


8

Deine Karriere

Azubi Julia

beim Bestellen

Da steckt Bewegung drin

Dass der Energy-Drink zur Neige geht, hat allerdings auch schon Julia

bemerkt. Die 20-Jährige ist Azubi bei Norma und lernt hier den Beruf

der Verkäuferin. Zwei Jahre dauert es, aber sie weiß schon jetzt, dass

sie ein drittes Jahr dranhängen wird, um danach den Titel „Kauffrau

im Einzelhandel“ zu bekommen. „Damit“, verrät Verkaufsleiter Torsten

Rockstedt, „kann man es bis zum Filialleiter schaffen.“ Bevor Julia aber

so weit ist, braucht es schon noch ein wenig Zeit. Zum Beispiel muss

sie jetzt erst einmal den Energy-Drink nachbestellen. Dafür nutzt sie

ein sogenanntes MDE – ein mobiles Datenerfassungsgerät. Mit ihm

scannt sie die Waren ab, die sie nachbestellen will. Abends werden die

Daten dann nach Erfurt in das neu entstandene Logistikzentrum von

Norma überspielt.

Was dir an dieser Stelle vielleicht gar nicht bewusst ist: Mit deinem

Einkauf hast du eine riesige logistische Kettenreaktion in Gang gesetzt

und jede Menge Menschen arbeiten nun dafür, die entstandene „Lücke“

in den Regalen wieder zu füllen. Die Daten kommen zunächst bei der

Verwaltung an. Hier sitzen Bürokaufleute, die die Bestellung aufnehmen

und Aufträge an das Lager und den Einkauf weitergeben. In der

Einkaufsabteilung werden alle Bestellungen der 70 Filialen, die das

Logistikzentrum bedient, gesammelt. Ist alles erfasst, werden die Waren

bei den Lieferanten bestellt – so auch der Energy-Drink. Natürlich nicht

in einzelnen Dosen. „In einem Discounter geht es um Masse“, sagt

Torsten Rockstedt, „Wir bestellen ganze Paletten.“

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

Hochregalanlage Norma-Logistikzentrum

Mitteldeutschland in Erfurt

Dein Tag in der Schule war echt stressig. Nach sieben Stunden kommst du endlich nach Hause und deiner Mutter fällt nichts besseres

ein, als dich gleich in den Supermarkt um die Ecke zu schicken, weil sie die Butter fürs Abendbrot vergessen hat. Widerwillig

schlürfst du los und denkst dir, dass du doch zum fit werden bei der Gelegenheit gleich einen Energy-Drink besorgen könntest.

Mama bezahlt ja grad. Am gewohnten Regal angekommen, denkst du dir: ‚Müssen heute ziemlich viele Menschen gestresst gewesen

sein’, denn es stehen grad mal noch so zehn Dosen da.

Irgendwann später – die Zeiten sind je nach Lieferant klar definiert –

kommt die Ware dann im Erfurter Logistikzentrum an. Jetzt ist die

Fachkraft für Lagerlogistik gefragt. Sie nämlich gleicht den Auftrag,

den sie am Anfang von der Verwaltung bekommen hat, mit der gelieferten

Ware ab und kontrolliert die Qualität. Ist alles in Ordnung, geht

es ans Zwischenlagern. Dafür stehen jede Menge Hochregale und verschiedene

Kühlabteilungen auf 16.000 Quadratmetern Fläche zur

Verfügung – zwei bis drei Fußballfelder etwa. Im Falle des Energy-

Drinks muss die Palette an einen ganz bestimmten Platz in einem

Hochregal, wo sie durch die Fachkraft für Lagerlogistik hingebracht

wird. Hier steht die Palette nicht lange.

Gerade hat auch der Kaufmann für Spedition- und Logistik dienst -

leistung seine Arbeit aufgenommen und die Route für den nächsten

LKW geplant. Mit auf dem Plan steht die Energy-Drink-Palette für deine

Norma-Filiale. Ein Fachlagerist holt also die Palette mit einem elektrischen

Hubwagen wieder aus dem Regal und stellt sie für den LKW-

Fahrer am Verladepunkt bereit. Der holt sie wenig später ab und

befördert sie in die richtige Filiale, wo sie Julia entgegen nimmt und

die „Lücke“ im Regal wieder schließt.

Und wenn dein Tag morgen wieder stressig ist, dann hast du dank

Julia und den vielen anderen Azubis und Fachkräften wieder die

Möglichkeit, dir einen ordentlichen Energieschub zu gönnen. (rw)

Fotos: Norma


Sehr gute

Ausbildungsvergütung

Hervorragende

fachliche Ausbildung

Ausgezeichnete

Karrierechancen

WIR ERWARTEN:

• Abitur, ein Zeugnis der mittleren

Reife oder ein überzeugendes

Hauptschulzeugnis

• Engagement, Kontaktfreudigkeit

und Teamgeist

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2. Lehrjahr

850,– Euro

3. Lehrjahr

950,– Euro

Lebensmittel-Discount


.TITELTHEMA.

Money makes

the world go round

Millionengewinn bei Jauch, „I need a Dollar“ im Radio und du? Du bist krankenversichert,

hast einen Handyvertrag, wohnst in einer Mietwohnung und –

bist damit ebenso ein kleiner Teil der großen weiten Welt der Finanzwirtschaft.

Aber wie hat das mit dem Geld eigentlich angefangen, und vor allem: Warum

sollte dich das bei der Berufswahl interessieren?

Im sechsten Jahrtausend ging man noch mit einem Huhn zum Bäcker, aber nicht weil

man es spazieren führen wollte, sondern um es gegen Brot zu tauschen – Ware gegen

Ware, das war ganz praktisch, weil man so einen direkten Nutzen von der Ware hatte. Es

hatte allerdings auch einige Nachteile: Nicht nur musste die Einkaufstasche einiges aushalten,

schließlich wurden unter anderem auch Rinder getauscht – auch hatte man häufig

Probleme mit der Umrechnung. Was, wenn man mal nur ein halbes Brot braucht – ein

lebendes Huhn sich aber nicht ohne weiteres teilen lässt? Es dauerte nicht lange, bis

man darauf kam, eine Art Zwischentauschmittel zu benutzen. Das waren am Anfang

Muscheln, Perlen, Edelsteine oder Metalle und später dann die ersten Münzen und noch

einige Zeit später das Papiergeld. Auch die erste Bank ließ dann nicht mehr lange auf

sich warten. Und Heute? Da ist die moderne Welt ohne eine funktionierende

Finanzwirtschaft nicht mehr vorstellbar.

Banken, Versicherungen, Makler, Steuer- und Unternehmensberater – rund um die

Finanzwirtschaft gibt es einiges an Berufen und Beschäftigungen. Dazu gehört alles,

was irgendwie mit der Logistik, der Verwaltung, der Vermehrung und dem Erhalt der

Finanzen und sonstiger Vermögenswerte zusammenhängt. Das sind Aktien, Invest -

mentfonds, geschlossene Fonds und Versicherungen, speziell für die Banken auch Bau -

sparverträge und physische Edelmetalle, ebenso wie Steuern, Kapitalanlagen in Immo -

bilien und Altersvorsorgen. Das heißt, es gibt viel zu tun, und so waren im letzten Jahr

allein in Thüringen fast 14.100 Menschen im Bereich Finanzdienstleister und Versiche -

rungen beschäftigt. Und, wie in jeder Branche, wird natürlich auch hier Nach wuchs gebraucht.

Dringend: Von den im April 2011 angebotenen 390 Lehrstellen in Thüringen

sind immerhin noch 190 unbesetzt.

Was du mitbringen musst, um eine Karriere im Finanzwesen zu starten? Planst du,

ein entsprechendes Hochschulestudium zu beginnen, ist das Abitur natürlich Bedingung.

Für eine Berufsausbildung reicht heute aber auch oft schon ein guter Realschulabschluss.

Ansonsten sind, neben einem Händchen für Zahlen, vor allem deine sozialen

Kompetenzen gefragt: Teamfähigkeit, seriöses Auftreten, gute Umgangsformen und

Zuverlässigkeit – denn auch, wenn sich bei Banken und Versicherungen einiges ‚hinter

den Kulissen’ abspielt, wird der direkte Kundenkontakt immer wichtiger. Denn die einzelnen

Aufgabenbereiche und angebotenen Leistungen und Produkte werden immer

komplexer, und besonders der Vertrieb und die Beratung damit immer wichtiger.

Darin erkennst du dich wieder? Dann solltest du dir die vielen Möglichkeiten, die diese

Branche bietet, einmal genauer anschauen. Nicht unattraktiv sind auch die Aufstiegsund

Weiterbildungsmöglichkeiten: Mit ein bisschen Ehrgeiz auf dem Motivationskonto

sind dir nach oben erstmal keine Grenzen gesetzt. Zudem bilden die Finanzdienstleister

überwiegend für den Eigenbedarf aus, das heißt, eine langfristige Anstellung ist zum

Greifen nah. Du siehst, was damals mit Hühnern begann, bietet dir heute DIE Chance

für deine berufliche Zukunft in einer Welt, in der sich vielleicht nicht alles, aber immerhin

ein großer Teil ums Geld dreht. (mü)

Foto: Renjith Krishnan/123RF.com


12

Titel

das WiYou.Lexikon

Ak·tu·ar

Fach·kraft für

Schutz und

Si·cher·heit

Steu·er·be·ra·ter

Be·am·ter im

ge·ho·be·nen

Zoll·dienst

Fi·nanz·as·sis·tent

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

[ ’viːjuː]

Strategien für Kapitalanlagen entwickeln, Risiken für Versicherungsprodukte einschätzen und berechnen, Aktien bewerten,

Jahresabschlüsse und Wachstumsprognosen erstellen – das sind deine Hauptaufgaben als Aktuar. Voraussetzung: Neben

deinem Händchen für Zahlen, interessierst du dich für die unendlichen Weiten der Finanzwelt. Die neuesten Entwicklungen

auf den weltweiten Finanz- und Versicherungsmärkten hast du immer im Blick. Zudem arbeitest du gern mit ganz unterschiedlichen

Menschen zusammen und behältst auch dann den Durchblick, wenn dein Chef mit komplexen Aufgaben -

stellungen zu dir kommt. Zum Aktuar qualifiziert dich ein mathematisches Hochschulstudium, an welches du eine aktuarwissenschaftliche

Zusatzausbildung anschließt. Chancen: Du arbeitest in Bank- und Kreditinstituten ebenso wie in

Versicherungsanstalten, statistischen Ämtern oder Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungspraxen.

Du weißt genau, was in gefährlichen Situationen zu tun ist, schließlich bewachst und behütest du als Fachkraft für Schutz

und Sicherheit Menschenleben, Geld- und Werttransporte, Firmen- und Veranstaltungsgelände oder wertvolle Betriebsan -

lagen. Hierfür analysierst du Gefahrensituationen, erstellst Sicherheitskonzepte, kontrollierst die vorhandenen Sicher -

heitsvorkehrungen und bringst diese, wenn nötig, auf den neuesten Stand. Voraussetzung: Du bist sportlich und Mathe,

Physik und Recht gehören zu deinen Lieblingsfächern. Denn um als Fachkraft für Schutz und Sicherheit tätig zu sein, bedarf

es nicht nur Muskelkraft sondern auch viel technisches Verständnis – schließlich hast du tagtäglich mit modernsten

Alarmanlagen, Sicherheitsschleusen und Kamerasystemen zu tun. Zudem kannst du vorausschauend denken und auch in

brenzligen Situationen einen kühlen Kopf bewahren. Chancen: Nach deiner dreijährigen schulischen oder dualen

Ausbildung darfst du dich Fachkraft für Schutz und Sicherheit nennen. Eine Anstellung findest du dann vor allem bei

Sicherheitsfirmen oder in Sicherheitsabteilungen von Banken, Flughäfen oder Messe- und Veranstaltungsfirmen.

Wenn andere verzweifelt über ihrer Steuererklärung sitzen und bei all den Belegen, die das Finanzamt fordert, den Überblick

verlieren, kommst du als Steuerberater ins Spiel. Du hilfst Privatpersonen und Firmen ihre Steuererklärung oder Jahresbilanz

abzulegen. Hierfür prüfst du Einkommen und Umsätze, sammelst Belege und schaust, wo sich eventuell Steuern einsparen

lassen. Voraussetzung: Nicht nur in Mathe bist du ein Ass, auch wenn es um das Verstehen von Gesetzestexten geht, verzagst

du nicht. Wenn du außerdem noch kommunikativ bist und strukturiert, selbstständig und sorgfältig arbeiten kannst,

steht deiner Karriere als Steuerberater fast nichts mehr im Weg. Alles, was du jetzt noch brauchst, ist eine abgeschlossene

kaufmännische Ausbildung oder ein betriebswirtschaftliches/rechtswissenschaftliches Studium und mindestens drei Jahre

Berufserfahrung. Dann kannst du dich mit einer meist zweijährigen Weiterbildung zum Steuerberater qualifizieren.

Chancen: Als Steuerberater arbeitest du entweder selbstständig oder du findest eine Anstellung bei Steuerberatungs-,

Wirtschafts- und Buchprüfungsgesellschaften.

Du kennst dich aus in punkto Zoll- und Steuergesetz und sorgst dafür, dass Waren, Güter und Arbeitsleistungen ordnungsgemäß

bezollt und versteuert werden. Hierfür bist du an Flughäfen, Grenzen, Baustellen, Häfen oder Firmengeländen unterwegs.

Zudem kontrollierst du, ob bestimmte Waren überhaupt in die Bundesrepublik eingeführt werden dürfen. Da du

im gehobenen Dienst tätig bist, übernimmst du zudem Führungsaufgaben und -verantwortung, etwa, wenn du

Zollmitarbeiter bei Routineabfertigung koordinierst und überwachst. Voraussetzung: Mit dem Abi in der Tasche absolvierst

du an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung ein meist dreijähriges Studium. Dafür solltest du dich sowohl

für juristische und politische als auch wirtschaftswissenschaftliche Themen interessieren. Chancen: Hauptzollämter,

Bundes- und Oberfinanzdirektionen zählen zu deinen späteren Arbeitgebern, genauso wie Zollkriminalämter,

Wasserzollbehörden oder zolltechnische Prüfungs- und Lehrinstitutionen.

Welche Versicherung ist die richtige? Wie kann ich genügend Geld fürs Alter zurücklegen? Und was muss getan werden, damit

neben der Finanzierung des neuen Eigenheims genug Geld fürs tägliche Leben übrig bleibt? Mit diesen oder ähnlichen

Fragen suchen Kunden bei dir kompetenten Rat und Hilfe. Du hilfst ihnen, im Dickicht des Finanzdschungels die passende

Lösung zu finden. Voraussetzung: Die zwei- bis zweieinhalbjährige Ausbildung zum Finanzassistent ist eine doppelt

qualifizierende Ausbildung. Das heißt: Du absolvierst neben deiner Ausbildung zum Finanzassistent eine weitere im kaufmännischen

Bereich. Und dafür brauchst du die Hochschulreife. Chancen: Nach deiner zwei- bis zweieinhalbjährigen

Ausbildung bist du vor allem bei Banken, Versicherungsgesellschaften oder Kreditinstituten ein gefragter Mitarbeiter.

Daneben sind auch Unternehmensberatung, PR-Arbeit oder Personalberatung interessante Einsatzbereiche. (mü)


Sehr gute

Ausbildungsvergütung

Hervorragende

fachliche Ausbildung

Ausgezeichnete

Karrierechancen

WIR ERWARTEN:

• Abitur, ein Zeugnis der mittleren

Reife oder ein überzeugendes

Hauptschulzeugnis

• Engagement, Kontaktfreudigkeit

und Teamgeist

Kaufmann/-frau für Speditionund

Logistkdienstleistung

Ausbildungszeit 3 Jahre

Fachkraft für Lagerlogistik

Ausbildungszeit 3 Jahre

Fachlagerist/-in

Ausbildungszeit 2 Jahre

Ausbildungsvergütung für

alle Ausbildungsberufe

1. Lehrjahr

750,– Euro

Sende Deine Bewerbungsunterlagen an:

NORMA Logistikzentrum Mitteldeutschland

z. Hd. Herrn Welz

Bei den Froschäckern 1a, 99098 Erfurt

2. Lehrjahr

850,– Euro

Logistik

3. Lehrjahr

950,– Euro


14

Titel

Hilfe, ich habe Steuern

Lohnsteuer, Einkommenssteuer, Vermögenssteuer – ein Wirrwarr von Zahlen und Gesetzen, das einem die Schweißperlen auf die

Stirn treibt. Du brauchst Hilfe und stehst früher oder später im langen Gang der BDO AG – einer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft –

und landest vielleicht im Büro von Johann Bolte. Der 23-Jährige ist im ersten Lehrjahr seiner Ausbildung zum Steuerfachangestellten,

und er hat Spaß an dem, was andere in die Verzweiflung treibt.

Ein Händchen für Zahlen und Interesse für wirtschaftliche und rechtliche

Zusammenhänge, das hatte Johann schon in der Schule. Doch

seine berufliche Laufbahn stand erstmal auf eher wackeligen Beinen.

So ging es nach dem Abitur zunächst in den Uni-Hörsaal. „Ich habe angefangen

Lehramt zu studieren. Aber nach einiger Zeit stand fest, das

ist doch nichts für mich“, erzählt Johann. Er wollte dann doch lieber eine

Ausbildung machen. „Und warum nicht im Finanzwesen.“ Da viele

in seiner Familie in dieser Branche arbeiten, war das für ihn kein völlig

fremdes Terrain. Außerdem hatte er einige Bücher zu diesem Thema

gelesen. Vor allem die Vielfältigkeit hatte ihn dann schließlich überzeugt.

„Da sind die verschiedenen Steuerbereiche, und dann der gesetzliche

Teil, wie zum Beispiel das Steuerrecht, der sich immer wieder

ändert.“ Darin sieht Johann eine besondere Herausforderung: „Es motiviert

mich, immer auf dem neuesten Stand sein zu müssen.“ Zur Zeit

arbeitet Johann in der Lohnbuchhaltung. Parallel zur schulischen

Ausbildung, die an zwei Tagen in der Woche stattfindet, wechselt später

auch der Aufgabenbereich im Unternehmen: So kommen noch

Einkommensteuer im zweiten und Abgabeverordnung im dritten

Lehrjahr dazu.

In seiner derzeitigen Abteilung bearbeitet Johann die Unterlagen

von Mandanten. Das heißt, er wertet ihre so genannten „Merkmale“

aus. Dazu zählen unter anderem die Steuerklasse, Versicherungen und

Freibeträge für Kinder. Mit Hilfe dieser Angaben werden dann verschiedenen

Parameter festgelegt. Diese werden zusammengefasst und

dienen beispielsweise als Grundlage zur Nettolohnberechnung. Das

macht dann allerdings nicht Johann selbst, sondern ein Rechenzentrum,

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

an welches er die Daten weiterleitet. Wenn die fertigen Berechnungen

wieder bei Johann auf dem Tisch landen, überprüft er sie noch einmal

und schickt sie an die Mandanten. Eine Aufgabe, bei der sehr gewissenhaft

gearbeitet werden muss, schließlich möchte jeder das richtige

Gehalt überwiesen bekommen. Johann sieht sich dabei als Dienst -

leister, der für den Mandanten arbeitet: „Ich bin dann da, wenn man

im Steuerdschungel nicht weiter weiß“, erklärt er. „Und ich kenne die

Gesetze und eben auch ein paar ‚Tricks’ mit denen ich für meinen Man -

danten das optimale aus den Steuern heraushole.“ Aber keine Angst,

das läuft alles im legalen Bereich, Johann weiß genau, in welchem

Rahmen er sich bewegen kann und darf, ohne gegen die gesetzliche

Vor gaben zu verstoßen.

Wie überall, gibt es aber auch in einem Steuerbüro Tätigkeiten, die

nicht so viel Spaß machen. Für Johann ist das die Arbeit im Sekre -

tariat: Postein- und Postausgang, Ordner anlegen und Gesetzestexte

archivieren gehören zu den Sachen, die mit der Zeit eintönig werden

und nicht ganz so viel Spaß machen. „Aber auch das muss eben sein“,

weiß Johann.

Das klingt alles nach sehr viel „Papierkram“, aber als Steuerfach -

angestellter hat man auch eine ganze Menge mit anderen Men -

schen zu tun. „Der direkte Kundenkontakt macht einen großen Teil

meiner Arbeit aus – ob Unterlagen gemeinsam ausfüllen oder Bera -

tungs gespräche führen“, erklärt Johann. Wo genau es in Zukunft mal

hingeht, weiß er zwar noch nicht genau, aber die Richtung, die stimme

jetzt. (mü)

Foto: Manuela Müller


Geld Geld Geld Das willst du nicht nur ausgeben, sondern auch damit arbeiten? Dann solltest

du dir die Branche der Finanzdienstleister einmal genauer ansehen.

Um dir dafür eine kleine Starthilfe zu geben, hat WiYou zwei Experten, die aus verschiedenen Perspektiven auf die Branche blicken,

gefragt, ob es sich überhaupt lohnt, eine Ausbildung in der Finanzdiestleistung zu planen und was du dafür mitbringen musst. Für

den Bereich Banken antwortet Klaus Wagner-Wieduwilt, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Ostdeutschen Bankenverbandes.

Norman Wirth ist geschäftsführender Vorstand des Bundesverbandes Finanzdienstleister und vertritt die Unabhängigen der Branche.

Norman Wirth,

geschäftsführender Vorstand

des Bundesverbandes

Finanzdienstleister

Herr Wirth, wer sind denn eigentlich

die unabhängigen Finanzdienstleister?

„Das sind unabhängige Vermittler und Berater, zum Beispiel Versi che -

rungsmakler, die direkt für den Kunden arbeiten, anders als etwa der

‚Bankberater’ welcher in erster Linie für seinen Arbeitgeber, also die

Bank, tätig ist. “

Und welche Jobperspektiven ergeben sich in diesem Bereich?

„Grundsätzlich wird künftig der Bedarf an Finanzdienstleistungen weiter

steigen, insbesondere in der Kundenberatung. Dabei verändern sich

die gesetzlichen Anforderungen und die Kundenwünsche ständig, sowohl

bei der Anlage als auch bei der Finanzierung. Es ergeben sich daraus

nicht nur neue Aufgaben für die Institute, sondern es bieten sich

damit auch interessante berufliche Perspektiven für den Einzelnen.“

Aber die Finanzkrise ist noch nicht ganz vergessen:

Welche Auswirkungen hat sie denn auf die zukünftige

Arbeitsmarktsituation?

Die Finanzkrise hat die Branche stark getroffen. Das ist jedoch eine

Chance für die unabhängigen Finanzdienstleister: Viele Bankkunden

haben begriffen, dass in den Banken keine Berater, sondern nur Verkäu -

fer agieren, die hauseigene Produkte vertreiben müssen. Hier können

die unabhängigen ihre Karten voll ausspielen: unabhängige Beratung

und kein Einfluss von Produktgebern. Man muss sich auf diese neuen

Bedürfnisse einstellen, dann übersteht man auch Krisen zeiten.“

Also raten Sie jungen Menschen jetzt zum beruflichen

Einstieg in die private Finanzdienstleistung?

„Auf jeden Fall. Die Branche wacht gerade erst auf. Die Regulierung

der kompletten Finanzberatung führt zur Aufgabe der Vermitt lungs -

tätigkeit zahlreicher Nebenberufler. Gleichzeitig nimmt der Vorsorge -

bedarf der Bevölkerung zu. Das ist die große Chance für hauptberufliche

Berater und Vermittler, sich erfolgreich eine Existenz aufzubauen.

Außerdem wird sich durch die anstehende Regulierung durch die strafferen

Gesetze für die Finanzbranche viel ändern und somit viel Kraft

und Aufwand fordern. Das ist aber für die Branche selbst und für den

Nachwuchs auch eine große Chance.“

Fotos: Bundesverband Finanzdienstleister, Ostdeutscher Bankenverband

Titel

Klaus Wagner-Wieduwilt,

geschäftsführendes Vorstandsmitglied

des Ostdeutschen

Bankenverbandes

Herr Wagner-Wieduwilt, wie beschreiben Sie

einem jungen Bewerber die Branche

der Finanzdienstleister?

Dieser Sektor ist sehr vielfältig aufgestellt, der Schwerpunkt liegt aber

in der Beratung von Kunden. Hierbei haben Banken einen besonderen

Stellenwert, sind sie doch oftmals der erste Ansprechpartner bei

Anliegen oder Fragen rund ums Geld.“

Was macht dabei ganz speziell die Ausbildung

in diesem Bereich attraktiv?

„Mit der Ausbildung zum Bankkaufmann erwirbt man Kenntnisse und

Fertigkeiten, die über das reine Bankgeschäft hinausgehen. Dieses

kaufmännische Grundlagenwissen ist natürlich auch in anderen kaufmännischen

Berufen erfolgreich einsetzbar. Mit der Ausbildung oder

der Absolvierung eines Traineeprogrammes in einer Bank sammelt man

erste Berufserfahrungen in einem anspruchsvollen Arbeitsumfeld, was

gute Chancen für das weitere Berufsleben eröffnet. Die Tätigkeit ist zudem

abwechslungsreich und bietet Möglichkeiten, sich individuell nach

seinem Interessengebiet zu verwirklichen.“

Das heißt, es gibt da noch mehr als die

klassischen Bankkaufleute?

„Ja. Die Banken benötigen auch Mitarbeiter mit anderen Berufs- beziehungsweise

Studienabschlüssen, beispielsweise in den Rechts- oder

Marketingabteilungen. Hier eröffnen sich weitere interessante berufliche

Möglichkeiten für junge Menschen.“

Und welche Vorraussetzungen muss ich erfüllen, um Erfolg

zu haben, wenn ich mich um einen Ausbildungsplatz in einer

Bank bewerbe?

„Voraussetzung für eine Banklehre ist in der Praxis ein Realschul -

abschluss oder das Abitur. Da die Arbeit in einer Bank in der Regel den

tagtäglichen Umgang mit Kunden bedeutet, sollte man Menschen gegenüber

aufgeschlossen sein und sich durch Kommunikationsfähigkeit

sowie Serviceorientierung auszeichnen. Notwendig sind aber zum

Beispiel auch die Bereitschaft zur ständigen Weiterbildung sowie

Teamfähigkeit.“ (mü)

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

15


16

Titel

Psst – (k)ein Bankgeheimnis

Eine Bank und ein Schalter – und eine ganze Menge mehr. Denn die Serviceberatung in einer Geschäftsstelle ist tatsächlich nur ein

kleiner Bereich der Arbeit in einer Bank. Das ist eigentlich kein Geheimnis, dennoch wissen viele nicht, wie abwechslungsreich und

anspruchsvoll der Beruf der Bankkaufleute sein kann.

Eine, die es weiß, ist Carolin Fritsche. Die 25-Jährige hat im letzten

Jahr ihre Lehre als Bankkaufrau bei der Volksbank Saaletal eG abgeschlossen

und im Anschluss daran eben da eine Stelle als Vertriebs -

assistentin angenommen. Der Weg ins Bankwesen stand aber auch bei

ihr gar nicht von Anfang an fest. „Ich hab nach meinem Schulabschluss

erst einmal eine Lehre zur Bürokauffrau gemacht. Das hat mir zwar

auch sehr viel Spaß gemacht, allerdings hab ich schnell gemerkt, dass

mir das trotzdem nicht reicht. Ich wollte noch ein bisschen mehr“, erklärt

Carolin. Dafür hat sie dann auch noch einmal die Schulbank gedrückt

und ihr Fachabitur nachgeholt. „Und dann habe ich mich bei

der Volksbank Saaletal eG auf einen Ausbildungsplatz als Bankkauffrau

beworben.“ Was dabei zukünftig auf sie zukommen würde, darüber hatte

sich Carolin vorher ausführlich informiert. „Ich habe mit vielen gesprochen,

die diese Ausbildung schon absolviert hatten oder noch mitten

drin steckten. Diese Gespräche haben mich in meiner Ent scheidung

immer bestätigt.“

Nach einer eintägigen Einführung, unter anderem in die Ausbil dungs -

inhalte, ging es dann nach dem Ausbil dungsstart auch gleich rein in

den Servicebereich und damit ran an den Kunden. Zunächst noch mit

einem erfahrenen Bankmitarbeiter im Rücken, musste Carolin sich von

Anfang an bei der Arbeit mit und am Kunden beweisen.

Mehr als ein altes Klischee dabei: Wer in einer Bank arbeitet, muss

sich dementsprechend kleiden. Zwar gibt es bei der Volksbank Saaletal

eG keinen strengen Dresscode, aber Jeans und T-Shirt sind auch hier

nicht erlaubt. Für Carolin war das aber nie ein Problem: „Ich mag den

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

lässigen Stil auch privat nicht so sehr, ich fühle mich in etwas eleganteren

Sachen einfach wohler. Und für die Arbeit mit dem Kunden ist

das eben auch angebracht.“ Da es wichtig ist, in einer Bank alle Berei -

che kennen zu lernen, wechselte Carolin regelmäßig die Abteilung.

Dabei ging es dann auch bald ins „Innere“ zu Datener fassung, Rech -

nungs wesen und Marktfolgeabteilungen. Da werden Überweisun gen

gebucht, Rechnun gen geschrieben, Verträge geprüft – wenn man, wie

Caro lin, Interesse und vor allem Spaß an kauf männi schen Aufgaben

hat, sind das besonders spannende Bereiche. Der die Praxis begleitende

Berufs schulunterricht erfolgte immer blockweise zwischendurch.

Apropos Schule – logisches Denken und Mathematik sind dabei für

eine Ausbildung in einer Bank natürlich wichtig, aber man muss nicht

unbedingt eine Eins auf dem Zeugnis haben. Denn mindestens ebenso

zählen Aufgeschlossenheit, verkäuferisches Talent und soziale

Kompetenz. Carolins ehemaliger Ausbildungsleiter Andreas Kümmel

bestätigt: „Wir achten sehr auf das Auf treten. Offenheit und Kommuni -

kationstalent gehören genauso dazu wie ausgeprägte Teamfähigkeit.“

Einmal Bankkauffrau – immer Bankkauffrau? Nicht bei Carolin. Eine

Sache, die sie an ihrem Beruf besonders schätzt, ist die Möglichkeit,

sich weiterzuentwickeln. Sie selbst hat gleich nach ihrem Abschluss ein

berufsbegleitendes Studium zur Bankfachwirtin begonnen. Dafür muss

sie zwar ihre Samstage in der FH Erfurt verbringen, aber das ist ein

Opfer, welches Carolin gern bringt: „Ich bin bis jetzt zufrieden, doch ich

bin noch nicht da, wo ich hin will. Ich möchte schon noch einiges erreichen“,

erklärt sie. (mü)

Foto: Manuela Müller


Mit 50 PS in die Bank

Deine Lehre in der Bank beginnt im Pferdestall? Klingt komisch,

ist aber so – zumindest, wenn du, wie Maria Köt te -

ritzsch, deine Lehrzeit bei der Volksbank Eisenberg leistest.

Dass ihre ersten Aufgaben Pferdeställe ausmisten und Unkraut jäten

sein werden, damit hatte auch Maria nicht gerechnet, als sie sich

bei der Volksbank Eisenberg bewarb. „Von dem Praktikum wurde mir

dann beim Vorstellungsgespräch erzählt“, erzählt die 22-Jährige. „Aber

ich bin hier in der ländlichen Gegend groß geworden, ich habe selbst

ein Pferd, deshalb habe ich mich eigentlich sogar darauf gefreut, auf

dem Reiterhof zu arbeiten“. Ganz so einfach war es aber doch nicht:

Vier Wochen lang mussten Maria und ihre zwei Azubi-Kollegen sich um

50 Pferde kümmern und auch rund um den Stall gab es genug zu tun.

Warum man Bankazubis in die Landwirtschaft schickt? Maria weiß,

dass es wichtig ist, um sich auf die Kunden, die in der Region zum Groß -

teil aus der Agrarwirtschaft kommen, besser einstellen zu können. „Hier

kommen die Menschen eben auch einmal mit Latzhose und Arbeits -

schuhen zu den Kreditverhandlungen. Wenn man aber ihre Arbeit kennt

und schätzen kann, geht man damit ganz anders um“, findet sie.

Außerdem beweise man bei so einem Praktikum, dass man auch selbst

mal richtig anpacken und sich die Hände schmutzig machen kann.

Als Auszubildender der Volksbank Eisenberg durchläuft man insgesamt

drei Praktika. Für Maria, die bereits im zweiten Lehrjahr ist, geht es im

Herbst als nächstes in ein Altenheim: „Das wird noch einmal eine richtige

Herausforderung für mich. Aber auch darauf freue ich mich.“ Einen

Branchenwechsel kann sie sich aber nicht vorstellen. „Ich habe hier in

der Bank das gefunden, was mir richtig Spaß macht. Ich schnuppere

gern mal in andere Bereiche rein, ich lerne da auch viel. Aber beruflich

zuhause fühle ich mich nur hier.“ (mü)

Foto: Oliver Berg/Ethikbank

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Titel

Mitwirken?

Selbst gestalten.

Ausbildungs start

2011/2012

Eine Bank. Viele Stärken. Das ist die TARGOBANK. Als bisherige

Citibank und neuer Teil der Gruppe Crédit Mutuel

setzen wir auf innovative Ideen und verantwortungsvolle

Menschen. Ob im Vertrieb, in unserem Dienstleistungszentrum

oder in der Hauptverwaltung – wir arbeiten

gemeinsam daran, dass Banking einfacher wird.

Ergreifen auch Sie nach der Schule Ihre Chance, und

bringen Sie Ihre Stärken ein.

Ausbildung zum/zur

Bankkaufmann/-frau

Fachinformatiker/-in

(Anwendungsentwicklung oder

Systemintegration)

Bürokaufmann/-frau

Dualer Studiengang

Bachelor of Arts m/w

(Fachrichtung Bank/Vertrieb)

Jetzt lernen Sie uns richtig kennen: In

einer unserer Filialen erleben Sie von

An fang an, was es heißt, im Bankwesen

zu arbeiten. Als festes Teammitglied werden Sie im täglichen

Kundenkontakt aktiv und können das Gelernte sofort

praktisch vertiefen. Übrigens, eigene Projekte sowie

abwechslungsreiche Fachtrainings und Workshops runden

Ihre praktische Ausbildung ab. Denn Ihre Entwicklung ist

uns wichtig. Nutzen Sie die Möglichkeit, gut vorbereitet

ins Berufsleben zu starten. Bei der TARGOBANK.

So geht Bank heute.

Möglichkeiten zur Bewerbung und weitere Informationen

finden Sie unter: karriere.targobank.de

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

17


Umfrage

Eric, 18

„Das kann ich so gar nicht sagen, das hängt vom spontanen Gefühl ab. Das Gesicht, ob gepierct

oder nicht, entscheidet, die Klamotten sind mir da relativ egal, denn auch jemand im

Anzug kann unsympathisch und unseriös wirken.“

Geb ich dir mein Geld?

Du hattest Geburtstag und trägst einen dicken Scheck von Oma in der Tasche. Jetzt bist du damit auf dem Weg zur Bank.

Glastür auf, rein, und dann steht er da: tätowiert, gepierct und sein T-Shirt ziert ein Totenkopf. Vertraust du ihm trotzdem

dein Geld an, oder machst du dich lieber schleunigst auf die Suche nach einem zur Bank passenden Anzugträger? WiYou

war unterwegs, und hat mal nachgefragt: Darf dein Bankberater aussehen wie Bad Boy Tommy Lee?

Nele, 13

„Bei einer Bank arbeitet man ja nicht einfach

so, da muss man schon ein bisschen

was drauf haben. Jemand, der äußerlich

aus dem Rahmen fällt, ist da vielleicht sogar

die bessere Wahl. Ich würde denken,

der muss ja wirklich was können, wenn er

sich erlauben kann, so aufzutreten.“

WiYou-Paten

Thüringer Unternehmen

zeigen Flagge!

Hanna, 13

„Also wenn die Bank jemandem das

Vertrauen schenkt, und ihn einstellt,

dann verlass ich mich auch darauf, und

denke, ich kann dem dann auch vertrauen.

Wenn es dann ein Bankberater mit

Tattoo oder Piercing oder langen Haaren

ist, dann ist das eben so, und für mich

kein Grund, den Schalter zu wechseln.“

Felix, 13

„Ich war ja noch nicht so oft in einer

Bank. Aber ich denke, ich würde dann

doch schon eher zu denen gehen, die

seriös angezogen sind. Da hätte ich

ein besseres Gefühl.“

Fotos und Umfrage: Olivia Köllmer, Manuela Müller, Illustration: Mark Yuill/123RF.com


Samantha, 14

„Das kommt darauf an. Wenn er

etwas ausgefallener gekleidet ist,

wäre das für mich nicht das

Problem. Wenn er allerdings ungepflegt

wirkt oder sogar unangenehm

riecht, würde ich lieber

gleich die Bank wechseln.“

Florian, 15

Hans, 14

„Naja, ich sehe das recht pragmatisch.

Der Koch trägt eine Uni -

form, der Polizist sowieso und für

mich sind Anzug und Krawatte

eben auch so eine Art Uniform –

sie sind in der Bank so was wie eine

Berufsbekleidung, die passt

und die dazu gehört. Ich gehe zu

dem im Anzug!“

Esther, 18

Anzeige

„Wenn ich zur Bank gehe, um mich zum Beispiel zu meinem Konto beraten zu lassen, lege

ich schon wert drauf, dass man mir seriös gegenübertritt. Auch wenn ich selbst kein

Anzugträger bin, erwarte ich das von denen, die da arbeiten. Für mich hat das was mit

Respekt gegenüber dem Kunden zu tun.“

Umfrage

Ausbildung zur Bankkauffrau

zum Bankkaufmann

Bewerbungsschluss:

am 31. Oktober 2011

Ausbildungsbeginn:

am 1. August 2012

Ausbildungsort:

Eisenberg

Bitte bewirb Dich

schriftlich mit den

üblichen Unterlagen an:

Volksbank

Eisenberg eG

Frau Kathrin Appelt

Martin-Luther-Str. 2

07607 Eisenberg

Tel. (036691) 58-0

Fax (036691) 58-555

Ausbildung mit und Verstand

Stelle fre


„Ich trage ja selbst Piercings, die schrecken mich deshalb überhaupt nicht ab. Man merkt

doch relativ schnell, ob jemand kompetent ist. Fühle ich mich gut beraten, bleib ich, fühle

ich mich schlecht beraten, bin ich weg, ob Anzug oder Lederhemd ist mir dabei egal.“

♥ ❨

EISENBERG

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20

Titel

WAS STUDIEREN? TEIL 1

Graf Zahls Kommilitone

Morgens Zahlen, Mittags Zahlen, Abends Zahlen – du fühlst dich im Dezimalsystem einfach Zuhause und willst auch beruflich

mit den abstrakten mathematischen Objekten dein Geld verdienen. Doch nur Fledermäuse zählen wie der Graf in der

Sesamstraße, das reicht dir nicht? Die Uni Jena findet auch: Es darf da noch ein bisschen mehr sein als reine Mathematik!

Deshalb gibt es dort für dich und alle anderen Fans von Eins und Co. den Bachelorstudiengang Wirtschaftsmathematik.

In diesem Studium geht es vor allem um spezifische mathematische

Methoden für die Fragestellungen der Wirtschaftsmathematik, und das

insbesondere auf den Gebieten Stochastik und Optimierung. Dabei sollen

dir aber nicht nur die fachlichen Inhalte vermittelt werden. So sind

logisches, analytisches Denken und eigenständiges methodisches

Arbeiten die übergeordneten, interdisziplinären Studienziele. In den

sechs Semestern an der Uni Jena wird dir deshalb nicht nur solide mathematische

und wirtschaftswissenschaftliche Fachkenntnis vermittelt,

sondern nach und nach auch die Fähigkeit, selbst wissenschaftlich zu

arbeiten.

Dabei fängst du inhaltlich zwar nicht wieder bei Null an, in den ersten

Semestern heißt es aber dennoch erst einmal Grundlagen der

Mathe matik auffrischen und festigen. Wenn du dich dann noch in die

Metho den der Angewandten Mathematik eingearbeitet hast, folgen

Einfüh rung in rechnergestützte Simulation, mathematische Software

und Programmierung. Damit du nicht nur die Zahlen und ihre

Beziehungen im Griff hast, tritt auch die Wirtschaft gleich zu Beginn

mit auf den Stun denplan. Du beginnst mit der Einführung in die

Betriebs wirt schafts- und Volkswirtschaftslehre, lernst dann alles über

Rechnungs wesen, Buchführung und Wirtschaftsinformatik, und hast

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

www.uni-jena.de

!

auch bei Mikro- und Makroökonomik bald den vollen Durchblick. Dein

Lehrplan besteht dabei aus Modulen und die sind zwar zum größten

Teil mit Vorlesungen und Seminaren besetzt, aber zahlreiche Tutorien,

Praktika und Selbststudieneinheiten sorgen für Abwechslung und machen

dich mit dem selbstständigen Arbeiten vertraut. Die gesamte universitäre

Ausbildung erfolgt dabei in Kooperation mit der wirtschaftswissenschaftlichen

Fakultät – darauf legt man an der Uni Jena

besonderen Wert, denn so hast du von Beginn an einen Bezug zur

Praxis. Hast du dann alle Studienmodule erfolgreich bestanden, wartet

noch eine letzte Unbekannte – die Abschlussarbeit. Danach kann

zusammengerechnet werden und du bekommst deinen Bachelor of

Science überreicht. Falls in der Sesamstraße dann gerade keine Stelle

frei ist, hast du als Absolvent der Wirtschaftsmathematik die Mög -

lichkeit, ein weiterführendes Masterstudium anzuschließen, oder dich

gleich in die freie Wirtschaft zu stürzen. Dort bieten Banken, Industrie -

unternehmen, Unternehmensberatungen, Versicherungen und IT-

Dienstleister gute Einstiegsmöglichkeiten in das Berufsleben.

Wenn du also mehr als nur eins und eins zusammenzählen kannst,

Verständnis für mathematische Denkweisen sowie ein Interesse an der

Lösung von Problemen mit logisch strukturierter Herangehensweise

hast, dann schreib dich ein – in Jena ist der Studiengang zulassungsfrei

und beginnt jeweils zum Wintersemester. (mü)

Foto: Uni Jena


WAS STUDIEREN? TEIL 2

Anzeige

Der Tarzan im Finanzdschungel

Rechnungen legen, betriebliche Kapitalanlagen überwachen und wirtschaftliche Geschäftsprozesse steuern – für viele ein

undurchschaubares Dickicht; für dich aber das reinste Vergnügen? Dann hat die Adam-Ries-Fachhochschule Erfurt die passende

Liane für dich. Im Studiengang Steuern und Prüfungswesen dreht sich in sieben Semestern alles um Betriebswirtschaft,

Volkswirtschaft, Recht, Steuern und Prüfungswesen.

Das klingt vielleicht erst einmal sehr theoretisch, davon solltest du

dich aber nicht abschrecken lassen: Alles wird möglichst praxisbezogen

vermittelt, und auch den Umgang mit Fach- und Gesetzestexten lernst

du schnell.

Ein Händchen für Zahlen solltest du allerdings haben, denn die

Mathe matik begleitet dich durch das gesamte Studium. Dazu gesellen

sich je nach Semester Marktforschung, Informationssysteme, Finanzwis -

senschaft, Steuern sowie Personal- und Qualitätsmanagement.

Der Finanzmarkt ist international – deshalb kommst du auch an

Englisch nicht vorbei – the so called business english, you know?! Dazu

runden Seminare zu Methoden-, Selbst- und Sozialkompetenzen deinen

Stundenplan ab.

Das besondere am Studium an der Adam-Ries FH ist, dass dein

Studiengang dual angelegt ist. So sitzt du zum Lernen nicht nur im

Hörsaal und über den Büchern, sondern arbeitest gleich ab dem ersten

Semester in einem Partnerunternehmen, wo du den praktischen Teil

deiner Ausbildung absolvierst. Der Wechsel erfolgt dabei wöchentlich.

So kannst du das erlernte theoretische Wissen immer sofort in die Tat

umsetzen und praxisorientiert anwenden.

Foto: Gerd Altmann/pixelio

Titel

Mit deinem Abschluss als „Bachelor of Arts“ in der Tasche unterstützt

du dann Steuerberater und Wirtschaftprüfer sowie die Buchhaltung eines

Großunternehmens oder Dienstleister im Bereich Management -

beratung der Betriebswirtschaft.

Außerdem hast du die Möglichkeit, dich selbstständig zu machen:

Du bearbeitest für Mandanten Steuererklärungen, prüfst ihre Steuer -

bescheide, erstellst für Unternehmen die Finanzbuchhaltung und führst

die Lohn und Gehalts abrechnung. Wenn dich nach einigen Jahren

Berufserfahrung noch einmal der Ehrgeiz packt, kannst du zudem dein

Steuerberaterexamen machen und dann als Steuerberater deine Man -

danten sicher durch den Finanzdschungel führen.

Wie an vielen privaten Hochschulen musst du auch an der Adam-Ries

FH Studiengebühren bezahlen, aber die werden entweder von deinem

Praxisbetrieb übernommen, oder du erhältst von eben diesem eine

Ausbildungsvergütung. Studienbeginn ist immer am 1. Oktober des

Jahres. (mü)

! www.arfh.de

DUAL STUDIEREN

IN

ERFURT

UNSERE DUALEN STUDIENGÄNGE:

Management nachhaltiger Energien

Produktions- und Logistikmanagement

Tourismuswirtschaft

Steuern und Prüfungswesen

STUDIENBERATUNG

jeden Donnerstag 16-18 Uhr

Juri-Gagarin-Ring 152

99084 Erfurt

Tel 0361/653120-10

erfurt@arfh.de

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

21


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Titel

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WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

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International, fachüber -

greifend, praxisorientiert

Die Studiengänge der Fachhochschule Nordhausen zeichnen sich

durch eine hervorragende Ausstattung und durch modernes Lernen in

kleinen Gruppen aus. Das Angebot umfasst zehn Bachelor studien -

gänge und vier Masterstudiengänge in den zwei Fachbereichen In -

genieur wis sen schaften sowie Wirtschafts- und Sozialwissenschaften.

In Nord hausen gibt es keinen anonymen Massenbetrieb: Professoren

und Dozenten nehmen sich viel Zeit für die individuellen Belange der

Studierenden. Alle Hochschuleinrichtungen befinden sich auf dem grünen

Campus und sind zu Fuß gut zu erreichen. Zahlreiche hervorragend

ausgestattete Labore und Forschungseinrichtungen realisieren ein praxisnahes

Studium an der Schnittstelle zwischen Lehre und Forschung.

Die vielen Initiativen der Studierenden sorgen für ein abwechslungsreiches

studentisches Leben. Eine wissenschaftliche Ausbil dung auf hohem

Niveau wird durch neueste Technologien und praxiserfahrene

Professoren und Do zen ten gewährleistet. Des Weiteren werden vielfältige

Angebote im internationalen Bereich

Die Fachhochschule Nordhausen ist eine mehrfach ausgezeichnete, moderne ange boten wie integrierter Fremd spra -

und innovative Hochschule in Thüringen. Seit ihrer Gründung 1997 und der chen unterricht oder auch Praxis- oder

Aufnahme des Studienbetriebs 1998 hat sich die Hochschule zu einer

Studien au fent halte im Ausland. Wie alle

zukunftsorientierten Bildungseinrichtung entwickelt.

Fachhochschulen ist die FHN in Lehre und

Forschung besonders den Anforderungen

der Praxis und den Veränderungen in der Berufswelt verpflichtet.

Derzeit studieren über 2.500 Studierende in Nordhausen.

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Deine Region

Per Agentur zum Job neben dem Studium

Du bist Student und auf der Suche nach einem Praktikum? Oder du willst dir mit einer studentischen Aushilfstätigkeit dein BaföG

ein bisschen aufpeppen? Dann beginnt für dich der Run zu Unternehmen, das Wühlen in Datenbanken oder das Studieren von

schwarzen Brettern. Einfacher ist es da, dich bei einem Vermittler für solche Jobs zu registrieren. In Jena zum Beispiel gibt es die

Agentur jobmailing.de, die sich auf genau diese Bedürfnisse von Studenten aus ganz Deutschland spezialisiert hat.

Die Verknüpfung von Theorie und Praxis ist einer der wichtigsten

Bestandteile der Ausbildung und des dualen Studiums. Im Hinblick auf

den stärker werdenden Fachkräftemangel sehen Unternehmen das als

wichtige Grundlage, um junge Mitarbeiter zu qualifizieren und zu binden

– auch mit Angeboten von Praktika und studentischen Aushilfs -

tätigkeiten.

Wobei der Anteil an Aushilfstätigkeiten gerade etwas abnimmt. jobmailing.de

baut stattdessen so genannte Fachkräftepools auf. Bewerber

mit Spezialkenntnissen werden dort erfasst und anfragenden Unter -

nehmen als Mitarbeiter vorgeschlagen. Sehr gefragt sind aktuell Be -

werber mit Berufserfahrung und Spezialkenntnissen.

Aber das heißt nicht, dass du als Student nicht mehr gefragt bist.

Nach wie vor wissen Unternehmen, dass es eine gute Möglichkeit ist,

über Praktika und Aushilfstätigkeiten an gute spätere Fachkräfte zu

kommen. Es gebe also, so Ronny Fieber, Inhaber der Agentur, auch noch

genügend Po tential für Studenten in seiner Agentur.

Erstaunlich sei allerdings die Erkenntnis, die Fieber über das Wissen

mancher Unternehmen bezüglich verschiedener Studiengänge erlangt

habe: „Es gibt zahlreiche Unternehmen, die nicht wissen, welche Inhalte

in verschiedenen Studienrichtungen vermittelt werden.“ So sei die

Beratung von Unternehmen in Bezug auf Bewerberprofile ein wichtiger

Geschäftszweig geworden. „Oftmals können auf diesem Wege geeignete

Bewerber vermittelt werden, welche im Vorfeld, aufgrund fal-

scher Vorstellungen zu den Studieninhalten, keine Chance bekommen

hätten, sich beim Unternehmen vorzustellen“, so Fieber. Zu unterschiedlich

seien da manchmal die Vorstellungen der Unternehmen zwischen

Studienfach und dem darin vermittelten Wissen.

Durchschnittlich vermittelt die Agentur zwei Bewerber pro Tag an

interessierte Unternehmen. Die eingehenden Anforderungsprofile der

Unternehmen werden online veröffentlicht und medial sowie via Job-

Newsletter verbreitet.

Für die Jobs einfliegende Bewerbungsunterlagen werden von der

Agentur geprüft und nach einem ersten Auswahl prozess gefiltert an

die Unternehmen weitergeleitet, welche die endgültige Entscheidung

selbst treffen. Das heißt für dich: einmal registrieren und schon kommen

Jobangebote per Mail zu dir. Du musst dich dann lediglich über

die Agentur bewerben und die vermittelt dich weiter. Oftmals münden

diese Aushilfsverhältnisse und Praktika dann auch in Festanstellungen.

Immer mehr Unternehmen wissen diesen Vermitt lungs service zu schätzen.

Wenn du in die Datei aufgenommen werden möchtest, dann reicht

zunächst eine Mail an info@jobmailing.de. Oder du informierst dich auf

der unten angegebenen Website. (em/rw)

! www.jobmailing.de

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

I


Stipendium für Begabte

Mathe, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sind in

der Schule deine Stärken? Dann rechne doch mal deinen

Notendurchschnitt in diesen Fächern aus. Liegt der bei 1,8 oder

ist sogar besser, solltest du dich für das Stipendiatenprogramm

der Stiftung Bildung für Thüringen STIFT interessieren.

Begabte Gymnasiastinnen und Gymnasiasten können durch das

Stipendium ihre Entwicklungschancen verbessern und sich den Start in

ein naturwissenschaftliches Studium erleichtern. Derzeit fördert die

Stiftung 61 Schülerinnen und Schüler der 11. und 12. Klasse. Für das

kommende Schuljahr ist die vierte Ausschreibung geplant. Durch das

Begleitprogramm wirst du als Schüler in den Bereichen „Persönlichkeits -

entwicklung“, „Schulische und berufliche Qualifizie rung“, „Stärkung der

gesellschaftlichen Verantwortung“ und „Erweite rung naturwissenschaftlicher

und technischer Kenntnisse und Fähig keiten“ unterstützt.

Damit du auch einen Blick auf die spannende Welt der Forschung und

der Hochtechnologie werfen kannst, ist ein Besuch im Deutschen

Zentrum für Luft- und Raumfahrt geplant. Außerdem wirst du Gast im

Deutschen Bundestag in Berlin sein, wirst Schnuppervorlesungen an

Thüringer Hochschulen erleben und unternehmensnahe Unterstützung

nutzen. Dabei wird dir der Kontakt zu Thüringer Unternehmen vermittelt,

du bekommst Praktikumsplätze angeboten nimmst an Betriebs -

erkundungen teil.

Wenn du den passenden Notendurchschnitt hast, gerade Schülerin

oder Schüler der 10. Klasse am Gymnasium bist und natürlich Interesse

hast, kannst du bis zum 31. Juli deine Bewerbungsunterlagen bei der

Stiftung Bildung für Thüringen einzureichen. (su)

Foto: tommyS/Pixelio

www.bildung-fuer-thueringen.de

!

Anzeige

Deine Region

Als mittelständisches, international tätiges Maschinenbau -

unter nehmen mit 20jähriger Erfolgsbilanz und starkem,

regionalem Bezug bieten wir dir Zukunft, mit einer

Ausbildung (auch noch für das Jahr 2011) als:

FEINWERKSMECHANIKER

(Fachrichtung Maschinenbau)

Ausbildungsschwerpunkt:

- Herstellung von Produkten der

Vorrichtungs- u. Formenbautechnik

oder als

METALLBAUER

(Fachrichtung Konstruktionstechnik)

Ausbildungsschwerpunkt:

- Fertigung von Metallkonstruktionen

unterschiedlichster Anwendungen

Die 3,5-jährige Ausbildung findet zum Teil überregional in

Thüringen sowie am Standort Dittersdorf b. Schleiz/Thür.

statt. Um dir die Berufsentscheidung zu erleichtern, kannst

du dir gern auch über Praktika ein genaueres Bild deiner

zukünftigen Tätigkeit verschaffen.

Neben den Vorteilen eines familiären Betriebsklimas bieten

wir eine tariforientierte Ausbildungsvergütung, eine betriebliche

Altersvorsorge und die Unterstützung durch gezielte

Weiterbildungsmöglichkeiten als Schweißfachmann,

CNC-Maschinenbediener oder einem Meister- bzw.

Ingenieurstudium.

Was solltest du mitbringen?

- handwerkliche Grundfertigkeiten (Erfassen geometrischer

Abmessungen und das Lesen und Anfertigungen

von Skizzen und Zeichnungen )

- räumliches Vorstellungsvermögen

- Interesse an mechanischen Prozessen und handwerklicher

Tätigkeit

- gute Noten in den naturwissenschaftlichen Fächern

- gute Kommunikations- und Teamfähigkeit

Deine Zukunft beginnt heute!

Bewerbungen bitte an:

BEFOMAS GmbH, z. Hd. Herr Bittner

Leiten 2, 07907 Dittersdorf/Thür.

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

III


IV

Deine Region

Arbeitslos als Schulabgänger?

Mit der Schule bist du im Juli fertig, deine Ausbildung fängt

aber erst im September an. In der Zeit dazwischen solltest du

eigentlich zur Arbeitsagentur gehen, damit du versichert bist

und Kindergeld gezahlt wird. Nun hat die Arbeitsagentur erklärt,

wenn zwischen der Schule und dem Beginn der Aus bil -

dung, des Studiums oder des Freiwilligendienstes weniger als

vier Monate liegen, musst du dich nicht arbeitslos melden.

Für die Berechnung der vier Monate gilt dein letzter Schultag. Als

arbeitslos melden musst du dich nur dann, wenn Arbeitslosengeld oder

Leistungen der Grundsicherung beantragt werden. Auch wenn es bis

zum Beginn deiner Ausbildung länger als vier Monate dauert oder du

dein Wunschstudium nicht antreten kannst.

Für den Fall, dass es in diesem Jahr nicht geklappt hat mit einer

Ausbildungsstelle, ist es wichtig, bei der Arbeitsagentur als Suchender

registriert zu sein. Dann nämlich kannst du die Ausbildungs- und

Arbeitsvermittlung der Agentur nutzen und schnell deine neue Stelle

finden. Sobald du als Arbeitslos gemeldet bist, musst du dich aber auch

an die Regeln der Arbeitsagentur halten. Du musst für eine

Arbeitsstelle bereit stehen, auch wenn sie dir am anderen Ende

Deutschlands angeboten wird.

Außerdem musst du Bescheid geben, wenn du Urlaub hast oder krank

bist. Zu jedem Termin, den dir die Agentur vorschreibt, musst du gehen,

Ausreden lassen die Arbeitsvermittler nicht zu. Wenn du dich nicht

daran hältst, wird dir mal eben schnell das Geld eingestrichen und es

droht die Pleite. Viel Stress, den du dir ersparen kannst, wenn du dich

rechtzeitig um deine Ausbildung gekümmert hast. Aber im Ernstfall ist

die Arbeitsagentur auch Retter und Helfer in schweren Zeiten. (su)

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

„Woche der Sonne“ in Jena

Rund 250 Schülerinnen und Schüler der dritten bis achten

Klasse von fünf Jenaer Schulen wurden vom 9. bis 13. Mai

durch Projekte an das Thema Photovoltaik und erneuerbare

Energien herangeführt. „Als Thüringer Solarbranchenverband

ist es uns wichtig, den Nachwuchs frühzeitig für die Nutzung

der Solarenergie zu begeistern", erläutert Dr. Patrick Mark -

schläger.

Diese Projektwoche soll die Schülerinnen und Schüler durch Spiel und

Spaß für naturwissenschaftliche und technische Fächer interessieren

und auf Karrieremöglichkeiten in der Thüringer Solarbranche hinweisen",

so erklärt der Vorstand von SolarInput und Geschäftsführer der

SCHOTT Solar Wafer GmbH und SCHOTT Solar Thin Film GmbH weiter.

Auf dem Programm standen theoretischer Unterricht zu den

Grundlagen erneuerbarer Energien, Erläuterungen zur Photovoltaik und

Solarthermie an praktischen Modellen und Experimenten. Die

Schülerinnen und Schüler der Regelschule Winzerla, der Kooperativen

Gesamtschule Adolf Reichwein, der Südschule Jena, dem Anger

Gymnasium Jena und dem Otto Schott Gymnasium Jena durften auch

Solarmobile wie den Solarbiker, den Schreitroboter oder eine Solar -

sonnenblume zusammenbauen.

Das Projekt fand im Rahmen der bundesweiten Kampagne „Woche

der Sonne“ statt. Die Aktionswoche unter der Schirmherrschaft des

Bundesumweltministers Dr. Norbert Röttgen hat das Ziel, auf die

Nutzung der Sonnenenergie zur Strom- und Wärmeversorgung hinzuweisen,

um die Solarenergie zu einer tragenden Säule der Energie -

versorgung auszubauen. (su/em)

www.arbeitsagentur.de !

www.woche-der-sonne.de !

Foto: Bundesagentur für Arbeit, Agentur für Erneuerbare Energien


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03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

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„Starke Schule“ aus Stadtilm

Deine Schule hat die Aufgabe dich gut auf die Zukunft vorzubereiten.

Es ist wichtig, dass deine Schule auf dich eingeht und

dir mit Rat und Tat zur Seite steht. Neben den fachlichen

Inhalten solltest du aber auch soziale Kompetenz erhalten und

optimale Bedingungen vorfinden. Denn in deiner Schule werden

die Grundsteine für die Zukunft gelegt. Die Staatliche Re -

gel schule Stadtilm erreichte beim Bundesentscheid „Starke

Schule“ den 8. Platz.

Die Regelschule in Stadtilm wurde für Deutschlands größten Schul -

preis „Starke Schule“ nominiert. Als einer von 16 Landessiegern nahm

die Regelschule am Bundesentscheid teil. Bei einer solchen Nomi -

nierung stehen Kriterien wie das Schulkonzept, die Vermittlung fachlicher

und sozialer Kompetenzen sowie erfolgreiche Förderung der

Berufsorientierung und Ausbildungsfähigkeit im Fokus. An diesem

Wettbewerb nehmen jährlich Hauptschulen, Regel- oder Gesamt -

schulen sowie Förderschulen und auch Grundschulen teil. Der Preis gilt

als Anerkennung von Qualitätsarbeit und als Wertschätzung des schulischen

Angebots. Mitte Mai dieses Jahres empfing die Staatliche Regel -

schule Stadtilm die Auszeichnung von Bundespräsident Wulff im

Schloss Bellevue. Die Jury bestand aus Vertretern der Schulen, Wissen -

schaft, Wirtschaft und öffentlichen Hand. In diesem Jahr wurde der

Schulpreis „Starke Schule“ bereits zum 11. Mal vergeben. Alle ausgezeichneten

Schulen werden im Netzwerk „Starke Schule“ aufgenommen

und erhalten finanzielle Unterstützung für Fortbil dungen sowie innovative

Schul projekte. Der mit 220.000 Euro dotierte Wettbewerb wird

von der Gemein nüt zigen Hertie-Stiftung, der Bundesagentur für Arbeit,

den Deutschen Ar beitgeberverbänden und der Deutschen Bank

Stiftung unterstützt. (en)

! www.starkeschule.ghst.de

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

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Was man alles aus einem

Metall-Rohling in Suhl produziert:

Werkstücke von allerhöchster Präzision

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Hervorragende Perspektive

Die Bruse GmbH produziert Drehteile in Präzision. Vom thüringischen

Suhl liefert das Unternehmen seine Bauteile in alle

Welt. Als Ausbildungsbetrieb bietet die Bruse GmbH eine hervorragende

Perspektive.

Bereits seit 1886 fertigt das Attendorner Unternehmen Gebr. Bruse

KG unterschiedlichste Bauteile aus Messing. Gemeinsam mit der

Bruse GmbH in Suhl begehen die beiden Familienunternehmen in diesem

Jahr ihr 125. beziehungsweise 20. Firmenjubiläum. Die 1991 gegründete

Bruse GmbH spielt dabei eine ganz wichtige Rolle im

Firmenverbund. Im Verlauf der letzten 20 Jahre entwickelte sich das

Unternehmen zu einem eigenständigen, innovativen, flexiblen und

stark expandierenden Betrieb der Zuliefererindustrie.

Die Bruse GmbH in Suhl stellt hauptsächlich hochwertige Präzisions -

drehteile für ihre Kunden her. Mittlerweile bietet das Unternehmen

über 60 Mitarbeitern aus Suhl und Umland einen krisensicheren

Arbeitsplatz. Viele der jungen Fachkräfte der Bruse GmbH sind echte

Eigengewächse und haben ihren Beruf in Suhl-Albrechts gelernt. „Wir

können unseren Mitarbeitern aus der Region seit 20 Jahren eine gute

berufliche Perspektive bieten“, so Geschäftsführer Christian Bruse. Die

Präzisions-Drehteile von Bruse genießen weltweit einen hervorragenden

Ruf, zahlreiche Marktführer aus verschieden Produktionsbereichen

gehören zum Kundenstamm.

Für das im August 2011 anlaufende Ausbildungsjahr sucht Bruse

vier Auszubildende, die das junge Team in Suhl verstärken sollen.

Die Bruse GmbH bietet sichere und hochinteressante Arbeitsplätze –

verantwortungsvoller Umgang mit dem computergesteuerten Maschi -

nen park inklusive. „Wir sind vom Standort Thüringen überzeugt und

wollen auch junge Menschen aus Thüringen von den Möglichkeiten

hier überzeugen“, lautet das Schlusswort von Christian Bruse.

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03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

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Dann bist du bei uns richtig!

Wir haben noch Ausbildungsplätze für 2011!

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Fachrichtung Frästechnik

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Scholz GmbH, Herrn Udo Scholz

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WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

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Industriestraße 26 . 96524 Neuhaus-Schierschnitz

Oder per Mail an: info@wws-keramik.de

Gewerbegebiet in

Neuhaus Schierschnitz

Industrie im

goldenen Süden

Von sanften Hügeln eingebettet, zwischen Schiefergebirge

und Maintal gelegen, findest du den Naturerholungsort

Neuhaus Schierschnitz. Der Ort erscheint in seiner landschaftlich

schönen Lage, seiner guten Anbindung und seinen In -

novationen nicht nur als Kurstandort des Südens – sondern

auch als aufstrebender Industriestandort.

Aus dem einstigen Bauerndorf entwickelte sich ein Bevölkerungs- und

Gewerbezentrum, gelegen zwischen dem südthüringischen Sonneberg

und dem oberfränkischen Kronach. Die Nähe zu den Autobahnen 73

und 71 zieht besonders mittelständische Unternehmen an und wird immer

attraktiver für Neuansiedlungen. In der Gemeinde findest du zwei

Gewerbegebiete, in denen sich bisher 17 produzierende Firmen niedergelassen

haben und auch ausbilden. In den Gewerbegebieten sind

vor allem metallverarbeitende Betriebe ansässig. Du kannst hier in typischen

Berufen wie zum Beispiel Metallbauer, Zerspanungs-, Kons -

truktions- oder Werkzeugmechaniker ausgebildet werden. Durch

Nieder lassungen von Firmen aus der Lasertechnik, Elektrokeramik und

auch Fahrzeugelektrik entwickeln sich die modernen Branchen am

Standort ständig weiter. Auch die Nachfrage nach freien Flächen belegt

das wachsende Interesse am Industriestandort Neuhaus Schier -

schnitz, wodurch der Bedarf an Fachkräften und Auszubildenden ebenfalls

weiter steigt.

Wenn du also aus der Gegend kommst oder dir eine Zukunft in der

Region vorstellen kannst, dann bietet dir Neuhaus Schierschnitz eine

gute Perspektive – zum Arbeiten und zum Leben. (en)

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produzieren wir hochwertige Innentüren und Zargen. Der Vertrieb unserer

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WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

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Jugendpreis

Thüringen 2011

der PARITÄTISCHEN BuntStiftung

und der Sparkassen-

Finanzgruppe Hessen-Thüringen

unter der Schirmherrschaft der

Ministerpräsidentin des Freistaates

Thüringen Christine Lieberknecht.

Neugier trifft

Erfahrung

ein Preis für generationenübergreifende Projekte

Preis 10.000 Euro

Für besonders herausragende Angebote

und Projekte, die im Rahmen des

generationsübergreifenden Ansatzes einen

Beitrag zur Gestaltung des demografischen

Wandels leisten und mit tollen, einfachen und

genialen Ideen etwas bewegen wollen.

Einsendeschluss:

30. Juli 2011

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Für Längerplaner

und Kurzentschlossene

Am 25. Juni solltest du dir ruhig ein Stündchen Zeit nehmen

und auf der Messe Erfurt aufschlagen. Hier findet von 10.00

Uhr bis 15.00 Uhr die Karrieremesse „Jobfinder“ statt. Derzeit

haben bereits über 130 Aussteller ihr Kommen bestätigt. Mit

im Gepäck haben sie Ausbildungsplätze über Ausbil dungs -

plätze, und das gleiche gilt für Studienplätze. Einige von ihnen

sollen direkt auf der „Jobfinder“ vergeben werden.

Angesprochen solltest du dich fühlen, wenn du noch für dieses Jahr

einen Ausbildungs- oder Studienplatz brauchst oder auch, wenn du

schon für das kommende Jahr auf der Suche bist. Dann gibt es an diesem

Samstag eigentlich nur eines für dich: Pack deine Bewerbungs -

mappe ein, zieh dir ordentliche Klamotten an und wirf dich auf den

Ausbildungsmarkt. Die Agentur für Arbeit bietet außerdem an, deine

Bewerbungsmappe genau unter die Lupe zu nehmen, falls du dir noch

nicht so sicher damit bist. Und für die Wissbegierigen gibt es viele interessante

Fachvorträge. Die Industrie- und Handelskammern informieren

über wichtige Schwerpunktberufe, die zukünftig stark nachgefragt

sein werden und erläutern dir Wege in die Selbständigkeit. Das

Handwerk stellt sich vor und Studienmöglichkeiten in Thüringen werden

erörtert. (rw)

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Foto: says marketing


.SCHWERPUNKTTHEMA.

Viel mehr als lochen

und abheften

Die Arbeit in der öffentlichen Verwaltung hat meist nicht den besten Ruf. Aber

das Bild von einem grauen Mann im grauen Anzug, Ärmelschonern und stickigem

Büro gehört längst der Vergangenheit an. Öffentliche Verwaltung bedeutet

heute Service am Bürger. Da sind Freundlichkeit und Kompetenz gefragt.

Themen, die du in der Ausbildung lernst und in der späteren Arbeit

umsetzt.

Wenn du dich als freundliche Fachkraft im Dienst der Menschen siehst und eine Aus -

bildung in der öffentlichen Verwaltung starten möchtest, hast du viele Möglichkeiten.

Verwaltet wird alles und überall. Ganz unten in der Reihenfolge stehen die kleinen Städte

und Gemeinden. Die Landkreise und die kreisfreien Städte beschäftigen auch oft hunderte

Angestellte, die für Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit sorgen. Ganz oben stehen

die Ämter, Behörden und Ministerien des Landes. Meistens werden Auszubildende zum

Verwaltungsfachangestellten gesucht. Weil in den letzten Jahren in der Verwaltung das

Geld knapp geworden ist und immer weniger Menschen in der Verwaltung arbeiten, wirst

du zum Multitalent ausgebildet. Du lernst den sicheren Umgang mit Rechtsvorschriften

und Verordnungen, musst betriebswirtschaftlich denken und dabei immer das Wohl deines

Kunden, also der Bürger, im Blick haben. Kurz, du wirst in allen Management-Fähig -

keiten ausgebildet. Grundlegend erledigst du in deiner Ausbildung Büro- und Verwal -

tungsarbeiten. Deshalb sind gute Kenntnisse in Mathe und Deutsch wichtig. Außerdem

solltest du flexibel und kreativ sein. Denn meistens musst du schnell Entscheidungen

treffen und wissen, mit wem du sie besprechen kannst. Dabei ist es egal, ob du in der

Materialbeschaffung einer Landesbehörde wie dem Forstamt arbeitest, in einer Ge -

meinde für Sicherheit und Ordnung sorgst, Zahlungsvorgänge eines Ministeriums erledigst

oder im Bürgerbüro einer Stadt Fragen zu Antragsformularen beantwortest. Die

Bezahlung ist in Thüringen über den Tarifvertrag für Auszubildende im öffentlichen

Dienst geregelt. Zwischen 700 und 800 Euro verdienst du im Monat, je nach Aus -

bildungsjahr. Übrigens reicht für eine Bewerbung normalerweise ein guter Real -

schulabschluss. Nach drei Jahren ist alles geschafft und wenn du dich gut angestellt

hast, wirst du meistens auch übernommen. Nun kannst du an deiner Karriere arbeiten.

Posten als Abteilungs- oder Referatsleiten winken dir. Am Ende kannst du sogar Beamter

werden. Wenn du auf der Karriereleiter ein paar Stufen überspringen und schneller vorankommen

willst, kannst du das mit einem Studium versuchen. Die Thüringer

Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gotha bildet in den Fachbereichen Kom -

munalverwaltung und staatliche allgemeine Verwaltung sowie im Fachbereich Steuern

Diplom-Verwaltungswirte und Diplom-Finanzwirte aus. Die beiden Studiengänge dauern

drei Jahre, danach wirst du als Sachbearbeiter des Freistaates eingestellt. Solltest du

aus irgendeinem Grund nach der Ausbildung oder dem Studium keine Anstellung in der

Verwaltung in Thüringen finden, bist du natürlich auch grundlegend fit, um in einem

anderen Land zu arbeiten. Und auch in der privaten Wirtschaft hast du gute Chancen.

Denn du bist erfahren im Umgang mit Kunden, Zahlungs- und Beschaf fungs ange -

legenheiten und weißt, wie man geltendes Recht anwendet.

Es ist also nicht die kleine staubige Schreibstube, die dein Berufsleben ausmacht.

Moderne Technik, sich ständig ändernde Regelungen und Vorschriften und anspruchsvolle

Themen rund um Büro, Beratung und Organisation machen deine Arbeit spannend.

Wenn du dich für einen Beruf in der öffentlichen Verwaltung interessierst, informier dich

doch in deiner Stadt oder dem Landkreis, bei den Ämtern und Behörden des Landes, oder

den Thüringer Ministerien über die Inhalte der Ausbildung und die Zahl der offenen

Stellen. (su)

Foto: Steelcase


Verwaltungsfachangestellte

Alles, nur nicht trocken

Schwerpunkt

Drei Jahre Ausbildung liegen gerade hinter Caroline. Eine Menge

Erfah rung, jede Menge Spaß und vor allem keine Sekunde Langeweile.

An ihren ersten Tag erinnert sie sich noch genau: „Das war alles mega

offiziell und extrem aufregend. Wir waren alle ins Rathaus eingeladen.

Der Oberbürgermeister hat uns willkommen geheißen und die ehemaligen

Azubis haben uns über ihre Ausbildung berichtet.“ Und was die

erzählten, hat Caroline mittlerweile alles selbst erlebt. Alle drei bis vier

Wochen erhielt sie Einblick in eine andere Abteilung der Stadt – und

da gibt es einige: Familienservice, Ordnungsamt, Jugendamt, Bürger -

service, Personalabteilung – um nur ein paar zu nennen. Und hier heißt

es überall und jederzeit Kundenkontakt. Bürger einer Stadt haben Fra -

gen und Probleme, stellen Anträge oder benötigen Dokumente. Caro -

line steht immer mit ihnen in Verbindung und bearbeitet nach dem

Kundengespräch die Vorgänge. Dadurch kennt sie sich mittlerweile gut

aus. „Oft fragen mich meine Freunde, wie

und wo sie was beantragen können, und ich Ein Job in der Verwaltung ist langweilig! Du sitzt den ganzen Tag an einem PC,

kann ihnen eigentlich immer weiterhelfen. Es hackst Daten ein, sortierst Belege und wartest auf den Feierabend.

ist schon cool, so einen tiefen Einblick zu be- So zumindest denken viele Menschen über den Beruf von Caroline.

kommen, wie so eine Stadt funktioniert“, Die 22-Jährige lernt Verwaltungsfachangestellte in Jena und kann diese

sagt Caroline stolz. Nach der Ausbildung Meinung so gar nicht teilen.

steht ihr die Welt in der Stadt offen. Über -

nom men wurde sie bereits. Jetzt will sie noch ein berufsbegleitendes

Studium anschließen und auch das macht Jena möglich. Von wegen

langweilig! (rw)

Foto: René Weigel

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03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

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2. Juli 2011

Erlebe MISS KENICHI

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leckere COCKTAILS an

der LOUNGE BAR bei

der großen 89.0 RTL

BEACH PARTY am

STOTTERNHEIMER

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WiYou-Lounge wird gesponsert von:

Die 89.0 RTL

Beachparty ON TOUR

Sommer, Sonne, Partylaune!

Endlich ist sie wieder da! Die 89.0 RTL Crew ist auf Tour! Wie

auch schon in den letzten Jahren steht in dem Tourplan des

Radiosenders das Stotternheimer Strandbad mit seiner legendären

Beachparty ganz oben und so feiert sie mit euch am

Samstag, den 2. Juli die größte Sommer-Beach Party des

Jahres!

Am Beach chillen, sonnengebräunte Körper unter freiem Himmel präsentieren,

die lange Nacht genießen oder mit einem eiskalten Cocktail

(auch ohne Alkohol) in der Hand zu den heißesten Rhythmen in die

Nacht hinein tanzen, das ist Sommerfeeling pur!

Diese Gelegenheit bietet sich dir am 2. Juli im sommerlichen Strand -

ambiente des Strandbades Stotternheim. Der Radiosender hat für diesen

Abend einiges vorbereitet. Auf der großen Bühne werden die zum

Partysender gehörenden Resident DJ´s an ihren Turntables den Strand

mit ihren Beats zum Beben bringen und beste Dance-, Black- und

Housemusik über den Stotternheimer See schallen lassen. Wie in jedem

Jahr hat 89.0 RTL auch dieses Mal eine Live Performance im Gepäck,

die garantiert die Stimmung zum Überkochen bringt. Doch nicht nur

für den absoluten Ohrenschmaus ist gesorgt, denn mit den heißen 89.0

RTL Partydancers gibt´s auch was für die Augen. Wer sich mal eine

Pause gönnen möchte, kann sich in die Wiyou-Lounge zurückziehen

und den einen oder anderen Cocktail genießen oder der Live-Music von

„Miss Kenichi“ lauschen.

Einlass zur heißesten Party des Sommers ist ab 20 Uhr und mit

sechs Euro Eintritt bisst du dabei. Dein Auto kannst du direkt am

Strandbad parken. Allen Partypeople sei aber geraten, rechtzeitig

einzuchecken, da auch in diesem Jahr wieder mit großen Schlangen

vor den Toren der Beachparty zu rechnen ist. Ein Abend, der auf jeden

Fall eines verspricht: Spaß ohne Grenzen! (em/rw)

Fotos: Dmitriy Shironosov/123rf.com, Marcus Scheidel


Was hat dich nach deinem Studium dazu bewogen,

zusammen mit deiner Cousine nach Indien zu gehen?

„Ich glaube es war eine Mischung aus Neugier, Fernweh und um hilfsbedürftigen

Menschen zu helfen. Ich habe mich schon ein paar Jahre

mit dem Gedanken beschäftigt, ins Ausland zu gehen oder sogar

Entwicklungshelfer zu werden. Auch wenn ich Germanistik studiert habe,

bin ich diese Idee nie ganz los geworden. Freiwilligenarbeit erweitert

meiner Meinung nach den Horizont und bietet sagenhafte

Einsichten und Möglichkeiten.“

Was waren deine ersten persönlichen Eindrücke?

„Der erste Tag war wirklich sehr ungewohnt. Wir sind zunächst in der

Wohnung des Präsidenten unserer Organisation angekommen und waren

etwas verwirrt, als zwei Kinder auf dem Boden lagen und schliefen.

Zuerst dachten wir, die Beiden schlafen wegen uns dort, bis sich später

herausstellte, dass arme Kinder fast immer auf dem Boden schlafen.

Auch an das ‚Badezimmer’ mussten wir uns gewöhnen. Es bestand

aus einem Loch im Boden und einem Eimerchen, welche als Toilette

und auch Dusche dienten. Hier gab es keinen europäischen Standard.

Mittlerweile haben wir uns an die Umstände gewöhnt. Wenn man

durch ein Land wie Indien reist, lernt man, jede Kleinigkeit zu schätzen,

wie zum Beispiel eine warme Dusche.“

Wie genau sieht deine Arbeit im Kinderheim

und in der Schule aus?

„Unser Kinderheim ist in einer großen Schule untergebracht, in der wir

alle Klassen unterrichten. Immer wenn ein Lehrer ausfällt, übernehmen

wir seine Stunden. Unsere hauptsächliche Aufgabe ist die Betreuung

der zehn Kinder aus dem Heim. Ihre Eltern können für den Lebens unter -

halt leider nicht selbst aufkommen und mussten deshalb ihre Kinder

in diese Einrich tung schicken. Wenn wir und die Kinder nicht in der

Schule sind, dann verbringen wir den ganzen Tag zusammen, spielen,

essen, lernen und beten. Die Kinder werden hier im Süden Indiens mit

dem christlichen Glauben erzogen und für uns als Atheisten war das

anfangs sehr schwer. Auch wenn wir immer noch nicht gläubig sind,

haben wir doch viel über das Christentum und seine Werte gelernt.“

Wie kann man sich deinen Tagesablauf

mit den Kindern vorstellen?

„Meistens werden die Kinder gegen 6.30 Uhr geweckt und haben dann

anderthalb Stunden Zeit sich zu waschen, sich anzuziehen, ihren

Ranzen zu packen und etwas zu essen. Zunächst gehen die Kinder zu

einer Art Nachhilfeunterricht. Da in Indien jeder Staat eine eigene

Sprache hat und sie nicht aus Kerala kommen, müssen die Kinder viel

nachholen. Um 9.30 Uhr beginnt dann der reguläre Unterricht mit den

anderen Kindern und endet gegen 15 Uhr. Nach dem Mittagsschlaf

machen alle Hausaufgaben oder spielen. Hier unterscheidet sich die

Nachmittagsgestaltung aufgrund des unterschiedlichen Alters. Nach

dem Beten und dem Abendbrot gehen dann alle gegen 21 Uhr ins

Bett.“

Wird die Freiwilligenarbeit

für euch finanziert?

„Wer als freiwilliger Helfer ins Ausland gehen will, muss sich bewusst

sein, dass fast immer eine hohe Gebühr bezahlt werden muss. Oft werden

die Organisationen nicht staatlich unterstützt und würden somit

auf den enormen Kosten eines freiwilligen Helfers sitzen bleiben. Auch

wir haben unseren Flug, die Versicherung und den Monatsbeitrag selbst

gezahlt.“

Foto: Dolly Schüler, Frances Teuchert

Dein Service

Zwischen der

Glitzerwelt Bollywoods

und der ehren amtlichen Arbeit in einem

indischen Waisenhaus

Dolly Schüler und Christina Schmidt verbindet nicht nur der Verwandt -

schaftsgrad, sondern auch ihr Fernweh und ihre soziale Ader. Die 24jährige

Dolly studierte Germanistik und Kunstgeschichte an der Uni in

Jena. Ihre gleichaltrige Cousine Chris tina ist gelernte Heimerzieherin.

Zusammen verschlug es sie in den Süden Indiens nach Kerala, um

dort für „Good News for Asia“ zu arbeiten. Die beiden jungen Frauen

arbeiten dort ehrenamtlich in einem Waisenhaus und unterrichten die

Kinder in einer Schule. Junior redakteurin Frances Teuchert traf Dolly,

um ihr ein paar Fragen zu dem Auslandsaufenthalt zu stellen.

Weitere Infos zur Freiwilligenarbeit unter:

! www.freiwilligenarbeit.de

! www.kultur-life.de

! www.goodnewsforasia.com

Interview

Juniorredakteurin Frances Teuchert wurde

1981 in Schmal kalden, im Thürin ger Wald,

geboren. Nach dem Abitur studierte sie in

Köln Medienwirtschaft und schloss es er -

folgreich als Diplom Medienökonomin

(FH) ab. Seit 2009 arbeitet Frances als freie

Journalistin für Print- und Onlinemedien.

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

29


30

Deine Karriere

Ausbildung zum

Produktionstechnologen

Anzeige

Spannende

Aufgaben und

gute Perspektiven

in Thüringen

Ohne Technik wäre unser Leben ziemlich öde: der Kühlschrank

leer – oder gar nicht erst vorhanden – und das Surfen im Netz

unmöglich. Klar ist, ohne Industrieunternehmen, die diese

Technik herstellen, könnten wir nicht wie gewohnt leben. Denn

bildlich ausgedrückt: Vom gegenseitigen Haareschneiden werden

wir nicht satt.

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

www.produktionstechnologe.de

www.karriere-im-maschinenbau.org

!

!

Doch damit unsere High-Tech-Produkte reibungslos vom Band laufen,

werden anspruchsvolle Maschinen benötigt. In Zeiten des internationalen

Wettbewerbs müssen diese Maschinen besser und schneller

sein als die der Konkurrenz. Geschwindigkeit ist dabei jedoch keine

Hexerei. Im Gegenteil – sie ist das Werk smarter Denker. Das sind jene

Fach kräfte, die Produkte schneller marktreif machen: Produktions tech -

nologen.

Produktionstechnologen halten

die Dinge am Laufen – reibungslos

Produktionstechnologen tragen dazu bei, dass das „Getriebe“ Pro duk -

tion reibungslos läuft. Und wenn es im Produktionsprozess „knirscht“,

also Reibungsverluste entstehen, sorgen sie für die Lösung des

Problems. Damit sie all dies leisten können, lernen Produk tions tech -

nologen in ihrer Ausbildung, wie sie Maschinen, IT und Unter -

nehmensorganisation erfolgreich miteinander verzahnen.

Produktionstechnologen sind den betrieblichen Zeitfressern auf der

Spur. Sie leisten detektivische Arbeit, indem sie beispielsweise vermeidbare

Wartezeiten aufspüren und Abläufe verbessern. Sie testen

neue Produkte und Verfahren und sorgen dafür, dass die Fertigung genau

die Ergebnisse hervorbringt, von denen die Entwickler geträumt

haben. Und dass diese Produkte in höchster Qualität und bestmöglicher

Geschwindigkeit hergestellt werden. Denn vor allem für die industrielle

Fertigung gilt: Zeit ist Geld. Außerdem bringen sie gemeinsam

mit Kunden und Lieferanten notwendige Veränderungsprozesse

voran.

Bei diesen Aufgaben agieren Produktionstechnologen in einem Team

aus Ingenieuren, Meistern und gestandenen Facharbeitern. Dafür brauchen

sie neben dem fachlichen Wissen auch Persönlichkeit. Gesucht

sind Menschen, die vor Problemen nicht zurückschrecken, sondern sie

lösen wollen. Die Lust auf Abenteuer haben – und zwar täglich. Und

die Andere für Ideen gewinnen können, von denen sie selbst begeistert

sind.

Karriere mit Lehre

Nach der Ausbildung stehen dem Produktionstechnologen interessante

und vielfältige betriebliche Einsatzmöglichkeiten offen: im

Einkauf, in der Konstruktion, der Produktionslogistik, der Service -

disposition und in der Qualitätssicherung. Die Weiterbil dungsangebote

in diesem Beruf reichen bis zur Bachelor-Ebene heran. „Karriere mit

Lehre“ – dies solltest du dir nicht entgehen lassen! Die tarifliche

Ausbildungsvergütung ist abhängig von Ausbildungsjahr und Ausbil -

dungsregion und liegt etwa zwischen 600 Euro und 800 Euro.

Unternehmen suchen

Auszubildende und Quereinsteiger

Thüringer Unternehmen suchen Auszubildende für den spannenden

Beruf des „Produktionstechnologen“. Wenn du Interesse an Technik

hast, Dingen gern auf den Grund gehst und Veränderungen vorantreiben

willst – dann ist dies der richtige Beruf für dich. Bist du dazu noch

selbstbewusst und teamfähig und arbeitest gern mit Menschen zusam -

men, dann bewirb dich! Studienabbrecher und Quereinsteiger sind

ebenfalls willkommen!

Detaillierte Informationen zum Produktions technologen findest du

unter www.produktionstechnologe.de, Ausbildungsplätze unter

www.karriere-im-maschinenbau.org. Autor: Alf Dahl/VDMA

Fotos: Analytik Jena


Ausgewählte Unternehmen,

die in Thüringen Produktionstechnologen

ausbilden, sind unter anderem:

• Analytik Jena AG, Niederlassung Eisfeld

www.analytik-jena.com

• Benteler Automobiltechnik Eisenach GmbH

www.benteler.de

• KAESER KOMPRESSOREN GmbH, Werk Gera

www.kaeser.de

• MAXIMATOR GmbH, Nordhausen

www.maximator.de

• MIWE Meiningen Michael Wenz GmbH

www.miwe.de

• Multicar Zweigwerk der Hako-Werke GmbH, Waltershausen

www.multicar.de

• Neumayer Tekfor GmbH, Schmölln

www.neumayer-tekfor.com

• Schmitz-Gotha Fahrzeugwerke GmbH, Gotha

www.cargobull.com

• simplex Armaturen & Systeme GmbH, Schwallungen

www.simplex-armaturen.de

• WEISSKOPF WERKZEUGE GmbH, Meiningen

www.weisskopf-werkzeuge.de

• VACOM Vakuum-Komponenten & Messtechnik GmbH, Jena

www.vacom.de

Anzeige

www.kaeser.com

Mit uns in die Zukunft starten

Eine gute Ausbildung ist der Grundstein für einen zukunftssicheren Arbeitsplatz.

Wir erwarten viel von unseren Auszubildenden, vor allem Einsatzfreude und

Leistungsbereitschaft. Dafür bieten wir Euch aber auch viel: eine erstklassige

Ausbildung an zwei Ausbildungsstandorten für eine aussichtsreiche und sichere

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Wir bilden aus ...

Elektroniker/-in

Industriemechaniker/-in

Zerspanungsmechaniker/-in

Mechatroniker/-in

Maschinen- und Anlagenführer/-in

Verfahrensmechaniker/-in

Produktionstechnologe/-technologin

Industrieelektriker/-in

Schickt Eure Bewerbungen an:

Standort Gera

KAESER KOMPRESSOREN GmbH

Leibnizstraße 65

07548 Gera

Frau Wittig

Tel. +49 365 4351261

Standort Coburg

KAESER KOMPRESSOREN GmbH

Carl-Kaeser-Straße 26

96450 Coburg

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Tel. +49 9561 640465

Deine Karriere

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

31


32

Anzeige

WiYouLogie

Zurechtgeschnittenes und gebogenes Blech wird fast überall

gebraucht. Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen und Kühlschränke,

Computergehäuse oder Eisenbahnwagons, und natürlich das bekannteste

Stück Blech, das Auto, sind nichts, ohne ihre äußere Hülle. Selbst

die kräftigen Maschinen von Bystronic haben Blechverkleidungen.

Ganz am Anfang der Produktion der Pressen, mit denen später

einmal auf der ganzen Welt in den verschiedensten Firmen Bleche gebogen

werden, steht die Anlieferung der einzelnen Teile. Dicke Me tall -

platten, die einmal den äußeren Rahmen der Presse ergeben, werden

schon fertig zugeschnitten angeliefert. Dünnere Bleche, die einmal elektronische

Bauteile abdecken, kommen als große Blech tafeln. Die werden

mit einem Laser auf den Zehntelmillimeter genau zurechtgeschnitten.

An anderen Bau teilen muss noch gehobelt oder gefräst

werden, damit sie das richtige Maß bekommen. Dafür hat der

Maschinen bauer selbst riesige Ma schinen, die in den großen Werk -

hallen für einen ordentlichen Lärm sorgen. Wenn alle Grund teile fertig

sind, werden sie miteinander verbunden. Die meisten werden zusammen

geschweißt. Das macht ein Schweiß roboter, der viel schneller und

genauer arbeitet, als ein Mensch.

Obwohl viele der Abläufe in der Produktion automatisch ablaufen

und von Maschinen übernommen werden, arbeiten fast

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

WiYouLogie

Maschinen so stark wie eine

Elefanten-

herde

Was nützt die schönste Blechtafel, wenn sie flach und

eben ist wie ein Blatt Papier. Papier lässt sich ja sehr

einfach knicken und falten. Blech, das einen oder mehrere

Zentimeter dick ist und dazu noch viele Meter

lang, braucht schon einen größeren Krafteinsatz, als

ihn starke Hände aufbringen können.

Dafür braucht es große Maschinen, mit denen die

Industrie viele Bleche in kurzer Zeit in die passende

Form bringen kann. Maschinen, wie sie in Gotha bei

Bystronic hergestellt werden.

180 Menschen bei Bystronic in Gotha. Über 20 davon sind Azubis. Sie

arbeiten zusammen mit ihren Kollegen überall in der Produktion. Denn

sobald die Grund teile verschweißt sind, geht die Arbeit erst richtig los.

Der Maschinen rohling muss gereinigt werden. Metallspäne und Ölreste

müssen runter, damit in der Lackierung Farbe auf die Oberflächen

kommt. Nach der Grundierung wird das Maschinengehäuse grau. Das

Fotos: Bystronic, Sebastian Holzbrecher/Erfurt


ist die Grund farbe. Einige Teile werden lila und dort, wo einmal der

Name Bystronic den Hersteller der Maschine kennzeichnet, bekommen

sie ein kräftiges Rot.

Nun sieht die Presse schon fast aus, wie eine richtige Ma -

schine. Fehlt nur noch das, was sie am Ende auch funktionieren lässt.

Hydraulische Leitungen und Motoren, elektronische Bauteile sowie

Stempel und Matrizen. Mit dem Stempel wird das Blech in die Matrize

gedrückt, bis es die richtige Form hat. So eine hydraulische Presse kann

bis zu 3.500 Tonnen Presskraft entwickeln. Der Product Manager

Karsten Trautvetter hat zur Verdeutlichung dieser Kraft einen schönen

Vergleich. „Das ist so, als ob 3.500 Elefanten gleichzeitig auf ein Stück

Blech springen, um es zu biegen.“

Jede der Elefanten-Maschinen wird speziell nach den Wün -

schen der Kunden hergestellt. Damit auch jeder Mitarbeiter weiß,

was die Maschine einmal machen soll, ist ein Durchlaufzettel an jedem

Entstehungsort dabei. Alle Extras und nötigen Teile stehen darauf und

so wächst die Maschine Stück für Stück. Bis sie dann am Ende fertig

ist. Aber fertig heißt bei Bystronic noch lange nicht fertig. Der Kunde

der Maschine hat seinem Produzenten nämlich schon erzählt, was die

Presse einmal machen soll. Also programmiert ein Mitarbeiter alle

Arbeitsabläufe und Prozesse ein und schickt die Maschine in den

Testlauf. Dieses Trockentraining dauert in der Regel 24 Stunden und

am Ende wird überprüft, ob alles glatt gelaufen ist. Wenn ja, geht die

Maschine auf Reisen. Vorher wird sie noch ordentlich verpackt. Gerade

dann, wenn der Kunde in Asien oder Amerika sitzt, wird um die

Maschine eine große Holzverpackung gezimmert, damit sie ihre

Schiffsreise gut übersteht. Beim Kunden angekommen, arbeitet die

Maschine nicht selten 20 oder 30 Jahre, weiß der Produktmanager

Karsten Trautvetter. Bei guter Pflege, halten sie auch 50.

Wenn du dich für große und starke Maschinen interessierst

und gern mit Metallen arbeiten möchtest, solltest du dich einmal

über eine Ausbildung bei Bystronic informieren. Jedes Jahr werden

Konstruk tions mechaniker (Schweißtechnik oder Ausrüstungstechnik),

Zerspa nungsmechaniker, Verfahrensmechaniker für Beschich tungs -

technik, Elektroniker für Betriebstechnik und Industriekaufleute ausgebildet.

Meistens sind es bis acht Stellen, die besetzt werden und am

Ende deiner Ausbildung hast du auch gute Chancen auf eine

Übernahme. Am Besten, du lernst bei einem Praktikum schon einmal

deine möglichen neuen Kollegen und das Unternehmen kennen. (su)

!

www.bystronic.de

Schweißroboter in

der Fertigung

Lackierarbeiten an

einem Maschinenteil

WiYouLogie

Montage einer

Maschinenkomponente

Arbeiten am

Schaltschrank

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

33


GeAT - Gesellschaft für

Arbeitnehmerüberlassung Thüringen AG

Julia Pietschmann

auszubildende Kauffrau

für Bürokommunikation

Du bist kreativ und willst dich entfalten?

Dann werde bei der GeAT AG

Kauffrau/-mann für Bürokommunikation!

GeAT AG, Personalreferentin Angelika Schulz,

Juri-Gagarin-Ring 152, 99084 Erfurt,

Email: aschulz@geat.de, Tel.: 0361 55846-15

In der nächsten WiYou erfährst du, wie der

Tag einer BA-Studentin der GeAT AG

aussieht!


Allwissende Zweitsemestler

175 Seiten mit Vorlesungen, Seminaren und Übungen. Daraus sollte

ich mir meinen Stundenplan basteln. Die Auswahl ist riesig und im

ersten Semester wäre ich ohne die Stundenplanberatung der Älteren

grandios gescheitert. Diesmal habe ich mich erfolgreich allein durchgekämpft

und nach mehreren Stunden mit Bleistift, Radiergummi und

Haareraufen hielt ich den Plan stolz in den Händen. Einige Veran -

staltungen kann ich wegen Überschneidungen nicht besuchen, das ist

nun mal so.

Der wirklich fiese Teil kam erst danach. Chemnitz ist nicht Leipzig

oder Jena. Es ist zwar voll, aber um die Plätze in Vorlesungen müssen

wir uns nicht schlagen, auf der Treppe sitzt nur selten jemand. In Se -

minaren und Übungen jedoch sind die Plätze beschränkt, meist auf 15

bis 30 Leute. Die Dozenten legen deswegen einen Tag und eine Uhrzeit

fest, wann man sich einschreiben muss. An dieser Stelle kommt OPAL

ins Spiel, die „Online-Plattform für Akademisches Lehren und Lernen

an den sächsischen Hochschulen“. Das Ding ist ein Kapitel für sich. Wer

Lust hat, einen deftigen Streit vom Zaun zu brechen – einfach mal sagen:

„Ich finde Opal genial.“ Schnell sein und Daumen drücken, dass

das Ding funktioniert. Zusätzlicher Spaßfaktor: Urlaub. Die meisten

Einschreibungen fanden nämlich in der Woche statt, in der ich eine

Freundin in Palermo besuchte. Sie hat Internet, zum Glück. Also morgens

um vier ins Bett, zehn vor acht klingelte der Wecker. (Samstags!

Hallo?) Aufstehen, den Laptop hochfahren, anmelden, einschreiben,

runterfahren und zurück ins Bett. Drei Stunden später haben wir es

dann mit dem Aufstehen nochmal ganz langsam versucht. Das ging

mehrere Tage so. Einmal brauchte meine Freundin ihren Laptop für die

Arbeit. Da bin ich morgens zu einem Freund von ihr getappt und habe

Dein Engagement

Ins zweite Semster zu kommen, das ist vergleichbar mit zweiter oder sechster Klasse: Endlich gehöre ich zu den Großen! Ich finde

Räume noch im verwinkelsten Teil der Uni und weiß, wo man gut weggehen kann. Nur die Sache mit dem Stundenplan und den

Einschreibungen will nicht einfacher werden...

Foto: Rainer Sturm/pixelio, privat

mich dort eingeschrieben. Er ist deswegen extra später zur Arbeit los.

Italien ist unkompliziert.

Zurück in Deutschland, zu Besuch bei einer Freundin, die an der

Gren ze zu Tschechien wohnt. Internet, Telefon? Seit zwei Tagen

Fehlanzeige. „Grenzkriminaliät an der sächsisch-tschechischen Grenze“,

so hieß die Exkursion, bei der ich im letzten Semester mitgemacht habe.

Kupfer ist wertvoll. Die Kabel hingen herunter, weg waren sie nicht.

Eigentlich war es ganz schön so, ohne Internet. Wäre da nicht die letzte

Einschreibung gewesen, der Englischkurs. Der ist freiwillig, verzich-

ten wollte ich trotzdem nicht. Wir

warteten und warteten, doch die Te le -

fon gesellschaft hatte anscheinend

Bes seres zu tun, als die Kabel zu reparieren.

Eine Freundin mit Internet übernahm

meine Einschreibung. Mitter -

nacht war der Termin, wir waren alle

furchtbar müde und konnten die Au -

gen gerade noch offen halten. Trotz -

dem wollte ich unbedingt wissen, ob

es geklappt hatte. Kurz vor Zwölf kam

eine SMS, mein Kurs war nicht gelistet.

Panikattacke meinerseits, immerhin

war ich wieder wach. Dann hat es

doch irgendwie geklappt. Ich werde jedenfalls

weiter an meinem Tschechisch

arbeiten. Vielleicht kriege ich ja mal einen

von denen zwischen die Finger.

TEXT:

Annemarie Walter ist 19 Jahre

und studiert Europastudien in

Chemnitz. Dafür verließ sie die

Heimat in Erfurt und steht von

nun an auf eigenen Beinen.

Das ist gut, denn dadurch hat

sie eine Menge zu erzählen,

und so schreibt sie die Uni-

Kolumne in der WiYou.

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du 35


36

Dein Engagement

Ausbildung mit Durchblick

Kaum ein Beruf ist so vielseitig, wie der des Verfahrensmechanikers für Kunststoffund

Kautschuktechnik. Labor und Produktion, Umgang und Verfahren mit unterschiedlichsten

Materialien und dem Prozess von deren Entstehung bis zum fertigen

Produkt. Verpackungstechnik, Lagerlogistik und Warenwirtschaft, aber auch alle

chemischen und technischen Aspekte bis hin zum Werkzeugbau. Steve Tüngerthal

lernt bereits seit einem Jahr in der Firma Fagerdala Automotiv AG in Ohrdruf. Seine

Wahl zu diesem Beruf hat er nicht bereut.

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

Steve geht gern in die Berufsschule. Eine willkommene Abwechslung zum

Berufsalltag, der ihn inzwischen voll in Anspruch nimmt. Erst vor einem Jahr

hat er die zehnte Klasse beendet, und sich mit unsicherem Gefühl bewerben

müssen. Keine leichte Aufgabe, denn ein Praktikum reicht oft nicht aus, um

wirklich Einblick in die Berufe zu geben. Umso größer war das Interesse, als

Steve herausfand, wie facettenreich seine Ausbildung sein sollte. Auch wenn

die Berufsschule ihn manchmal sehr fordert.

Nun beschäftigt er sich mit Hydraulik, Wirtschaftslehre und Tech nischer

Kommunikation. Dazu gehören Genauigkeit und Präzision beim Technischen

Zeichnen, aber auch Sozialkunde, Chemie und Deutsch. Die Lernfelder befassen

sich mit dem Beruf, auf den er stolz ist. Auch wenn er viel für den Unterricht

lernen muss und ihm manche Themen nicht leicht fallen. Er hat verstanden,

dass Interesse und Fleiß absolut notwendig sind, wenn er den Anforderungen

gewachsen sein will.

Hier hilft ihm die Praxis dabei, die Dinge besser zu verstehen. Sein Ausbilder

steht ihm dabei zur Seite. Christian Beyer ist es wichtig, dass Steve eine gute

Ausbildung erhält und den Lehrstoff begreift. Dazu gehören auch ständiger

Austausch und regelmäßige Gespräche, bei denen sich Probleme leichter erklären

und lösen lassen. Er möchte ihn unterstützen und hat deswegen immer

ein offenes Ohr, denn leichter wird es für seine Lehrlinge nicht.

Auf dem Lehrplan stehen unter anderem die Formteilhalle, die Konfek -

tionierung, das Werkzeughandling und der Werkzeugbau. Aber auch das

Labor und die Logistik warten noch. Dabei steht bereits die Zwischen prüfung

auf dem Plan des 17-Jährigen. Da bleibt wenig Zeit, sich über die Zukunft

Gedanken zu machen. Steve ist sich sicher, dass er seine Lehre gut bestehen

will. Was danach kommt, ist für ihn noch in weiter Ferne. Gerne würde er auch

bei der Fagerdala Automotive AG übernommen werden. Er hat sich gut eingewöhnt

und arbeitet gern mit seinen Kollegen. Er wird als guter Mitarbeiter geschätzt

und darf schon jetzt in vielen Bereichen ganz selbstständig arbeiten.

Im Gespräch über die Zukunft wirkt er jedoch

ein wenig nachdenklich. Er kennt die

Schwierigkeiten des Bewerbens und der

Arbeits platzsuche. Auch seine Kollegen haben

seine ruhige und offene Art sehr zu

schätzen gelernt. Es wäre schade für ihn,

wenn er nicht da bleiben dürfte. Doch bis

dahin bleibt noch ein wenig Zeit, in der er

lernen und in seinem Traumberuf arbeiten

kann.

Schon jetzt sammeln sich wieder die

Bewerbungen im Briefkasten seines

Ausbildungsbetriebes. Für viele Bewerber

gibt es gute Chancen, bei der Fagerdala

Automotiv AG eine Ausbildung zu beginnen.

Viel leicht wirst auch du bald einer von Steves Kollegen. Ob er alle Ziele erreichen

wird, liegt allein an ihm. Auf die kommenden zwei Jahre freut er sich jedenfalls

schon jetzt.

Juniorredakteurin Bianca Albrecht

Fotos: Bianca Albrecht


Lebe

Europas Vielfalt

So groß Europa ist, so vielseitig ist es auch. Geographisch, wirtschaftlich

und natürlich auch kulturell. Wichtigster Ausdruck

der kulturellen Unterschiede sind die verschiedenen Sprachen

auf dem Kontinent. Jede Sprache beschreibt ihre eigene

Kultur. Eine Sprache zu lernen ist das eine. Sie zu leben ist das

andere.

Gelebte Sprache wird im Berufsschulzentrum des Unstrut-Hainich-

Kreises in Mühlhausen jeden Tag praktiziert. Bilinguales Lernen heißt

das hier. Dahinter steht nichts anderes, als dass im Unterricht zwischen

den Sprachen gewechselt wird. Eben noch Deutsch, geht es dann mit

Französisch oder Englisch weiter. Das ist eine echte Herausforderung

für die Schüler und die Lehrer. Denn nicht jeder, der in die Berufsschule

kommt, hat die gleichen Sprachkenntnisse wie manch Mitschüler.

Damit sich diese Mühe auch lohnt, hat sich die Schule in den letzten

Jahren immer wieder um den Titel „Europaschule“ beworben und ihn

auch immer bekommen. Jetzt, da sie ihn zum vierten Mal hintereinander

tragen durfte, kann sie ihn dauerhaft behalten. Thüringens

Kultusminister Christoph Matschie hat die Schule am 13. Mai besucht

und dabei die passende Urkunde übergeben. „Die Berufsschule leistet

vorbildliche Arbeit, die europäische Dimension den Schülern nahe zu

bringen“, lobte er die Arbeit der Lehrer. Und er erklärte auch, dass es

in den nächsten Jahren immer öfter passieren wird, im Berufsleben

plötzlich mit Fremdsprachen umgehen zu müssen. Es ist aber nicht nur

der Unterricht in verschiedenen Sprachen, der die Schule so besonders

macht. Auch die Schüler selbst packen beim Lernen von Sprachen mit

an. Jeder der möchte, kann sich als Austauschschüler für einige Zeit bei

den europäischen Nachbarn aufhalten. Normalerweise dauert so eine

Reise drei Wochen. In der ersten lernt man seine neue Schule kennen

und in den folgenden beiden Wochen arbeitet man mit seinen

Anzeige

Foto: Sascha Uthe

Dein Engagement

Gastgebern in deren Ausbil dungs betrieb. Dazwischen ist viel Zeit, um

Land und Leute kennen zu lernen.

Maik Sy und Andreas Müller waren zum Schüleraustausch in

Norwegen. Im Rahmen ihrer Ausbildung konnten sie in einem Metall -

verarbeitenden Betrieb lernen, wie die Maschinen dort funktionieren.

In der Freizeit gab es Ausflüge nach Bergen oder ins Gebirge zum

Wandern. Beiden gefiel dabei, dass sie so viele Freiheiten hatten und

sich selbst beschäftigen konnten. „Ein wichtiger Schritt im Leben und

eine große Chance“, empfehlen die beiden Azubis.

Mit Programmen wie „Leonardo da Vinci“ oder dem „Deutsch-

Französischen Sekretariat“ ist es auch für dich möglich, einige Zeit im

Ausland zu verbringen. Neben der Sprache lernst du auch neue Freunde

kennen und verstehst den europäischen Gedanken vom gemeinsamen

Zusammenleben besser. (su)

Freie Ausbildungsplätze !

Ausbildung in den Gesundheitsberufen

l Physiotherapie

l Medizinisch-technische Assistenz für Funktionsdiagnostik

l Medizinisch-technische Assistenz für Radiologie

l Medizinisch-technische Assistenz für den Operationsdienst

l Fachschule für Sozialpädagogik (Erzieher, Erwerb der Fachhochschulreife)

l Fachoberschule Gesundheit und Soziales (Erwerb der Fachhochschulreife)

l Kinderpfl eger/in (Erwerb des Realschulabschlusses)

Staatlich anerkannter Abschluss (Beginn: August)

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!

SRH Institut für Gesundheitsberufe GmbH Suhl

Rimbachstraße 47, 98527 Suhl

Telefon 0 36 81 / 35 29 - 0

Telefax 0 36 81 / 35 29 - 28

info@ifg.srh.de · www.ifg-suhl.de

!

www.bs-uhk.de

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du 37


38

Dein Engagement

Zusätzlich zu den Experimentierkästen hatte

„Twins Undertake“ auch selbst gebastelte

Osterdeko im Angebot.

JugendUnternimmt

Die Vorrunde haben Marie, Jasmin, Theresa und Hannah locker

genommen, die Hauptrunde mit Bravour überstanden.

Und das Finale? Auch da haben die zwei Zwillingspärchen von

„Twins Undertake“ aus Mellingen der Konkurrenz gezeigt,

dass sie zwar die Jüngsten im Wettbewerb, aber trotzdem

nicht weniger ernst zu nehmen sind.

Nach der Hauptrunde gehörten die „Twins“ zu den zehn Finalteams.

Und für die hieß es dann einen Businessplan erstellen und diesen innerhalb

weniger Wochen in die Praxis umsetzen. Für alle Gruppen gab

es dafür je 300 Euro Startkapital für Material und die Dekoration des

Verkaufsstandes.

So ein eigenes Unternehmen ist ganz schön aufwendig, dass mussten

auch die Mädels von „Twins Undertake“ feststellen. „Gerade was

die Zeit angeht, haben wir uns ein bisschen verschätzt. Wir mussten ja

auch die Kästen alle selbst basteln, das hat dann doch länger gedauert“,

gibt Hannah zu. Dank einiger „Nachtschichten“ bekamen sie am

Ende aber alles rechtzeitig fertig, und dann wurde es ernst: Alle Fina -

listen bezogen am 26. März mit ihrem Stand das Einkaufs zentrum

Anger 1 in Erfurt und mussten sich unter den strengen Augen der Jury

am „echten“ Markt beweisen. „Es war am Anfang nicht so leicht, die

Leute anzusprechen, und sie mit an den Stand zu holen“, so Hannah.

Am 27. März wurde es dann richtig spannend: Die Preisvergabe stand

an. Der erste Platz ging an „Chloroplastics“ aus Hermsdorf – sie punkteten

mit ihren Charaktergrasköpfen. „Twins Undertake“ konnte sich

über einen hervorragenden zweiten Platz freuen. „Das ist toll, wir sind

total glücklich“, freut sich Hannah. Ob sie in Zukunft weiter als Unter -

neh merinnen tätig sein wollen, wissen die Vier noch nicht, eine erneute

Teilnahme an JugendUnternimmt im nächsten Jahr sei aber nicht

ausgeschlossen. (mü)

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

Die Bundessieger aus Hessen erhalten den

„Jugendforscht“-Preis des Bundespräsidenten

Christian Wulff

JugendForscht

Am 22. Mai war es endlich soweit, das Finale rief, und die

Nachwuchswissenschaftler hörten. Auch unsere Thüringer

Landessieger hatten sich nach Kiel aufgemacht. Da erfolgreich

Forschen das eine ist, erfolgreich Präsentieren aber noch einmal

etwas anderes, hatte die STIFT die 18 Finalisten des Frei -

staats im Vorfeld zum JungForscherCamp geladen.

Gemeinsam mit Forschungs- und Unternehmenspaten, Journalisten

und JugendForscht-Alumni konnten die talentierten Nachwuchs for -

scher an ihren Präsentationstechniken arbeiten. Dafür hieß es zunächst

die Projekte präsentieren und Kritik einstecken – konstruktive natürlich.

Danach wurde sich zusammengesetzt und an den Kritikpunkten gearbeitet.

Mal musste das Plakat umgestaltet, mal das „Fachchinesich“

verständlicher formuliert werden. Besonders wichtig war den „Coaches“

dabei immer, dass die Teilnehmer sich ihrer Leistung bewusst werden,

und sich dementsprechend auch selbstsicher vorstellen. „Wir möchten

ihnen unbedingt helfen, ihr Thema auf den Punkt zu bringen, und dabei

selbstbewusst und begeistert ihre eigene Leistung als das zu sehen

was sie ist. Viele stellen ihr Licht noch zu sehr unter den Scheffel“, sagt

Hilde Weeg, eine Fachjournalistin, über ihre Aufgabe als Expertin im

„Camp“. Der zweitätige Workshop war für die Veranstalter eine

Premiere. Und auch, wenn in der Organisation noch Verbes se rungs -

potenzial steckt, finden alle, es war ein Erfolg. „Gerade im Ablauf werden

wir das nächste Mal etwas ändern“, so Ines Vogel von der STIFT.

„Man merkt aber, wie sich die Teilnehmer weiterentwickeln, und dass ist

genau das, wofür wir hier gearbeitet haben. Und letzten Endes haben

auch wir eine Menge dabei gelernt."

Und die Mühe hatte sich gelohnt: Beim Finale ausgezeichnet wurden

unter anderem das Robotik-Team des Erfurter Albert Schweitzer

Gymnasiums sowie die Schülerinnen Linn Bieske und Kristin Endter aus

Ilmenau. (mü)

Fotos: Manuela Müller, Stiftung Jugend forscht e.V.


Ein Job zum Abheben

Dein Engagement

70.000 Flugstunden hat die Boing 737-200 im Hangar der Lufthansa Technical Training auf dem Erfurter Flughafen hinter sich. Das

sind knapp acht Jahre über den Wolken. Dennoch sieht sie aus wie geleckt und könnte rein theoretisch auch noch abheben.

Allerdings dient sie jetzt einem höheren Zweck: der Aus- und Weiterbildung. Erfurt ist einer von vier Standorten in Deutschland, an

denen Lufthansa Technical Training Ausbildungen durchführt. In Hamburg, München und Frankfurt ist auch die Erstausbildung zum

Fluggerätmechaniker in allen Schwerpunktrichtungen möglich. Nach Erfurt kommen meist diejenigen, die bereits eine Berufs -

ausbildung in der Tasche haben, und sich umschulen lassen wollen.

Es gibt viele verschiedene Schwierigkeitsgrade in der Ausbildung eines

Fluggerätmechanikers, die in europäische Lizenzen eingeteilt sind.

Zwei dieser Ausbildungszweige werden in Erfurt geschult. Der so genannte

„Cat. A“ – die Grundausbildung, die dich dazu berechtigt,

Freigabeberechtigungen für einfache planmäßige Wartungsarbeiten zu

erteilen – und der „Cat. B1“ – die weiterführende Ausbildung. Letztere

ist noch mal in verschiedene Antriebsarten unterteilt. In Erfurt werden

die Spezialisten für Turbinentriebwerke ausgebildet. Mit dieser Lizenz

darfst du auch Freigabebescheinigungen erteilen, nachdem du

Arbeiten an Luftfahrzeugstruktur, an Triebwerken und mechanischen

und elektrischen Systemen durchgeführt hast. In jedem Fall bist du mit

einer solchen Lizenz gefragt in den Wartungshangars aller Flughäfen

der Welt. Auf jedem Flughafen ist übrigens so ein Hangar vorhanden.

Und je größer der Flughafen, desto mehr natürlich. Denn Flugzeuge haben

ganz bestimmte Wartungsintervalle, die von jeder Gesellschaft eingehalten

werden müssen. Der so genannte Ramp-Check beispielsweise

wird täglich durchgeführt und beinhaltet unter anderem eine

Reifenkontrolle, die Prüfung des Ölstandes sowie einige Sichtkontrollen

verschiedener Teile. Beim größten aller Checks, dem D-Check wird das

Flugzeug komplett zerlegt und jedes Teil einzeln gewartet. Er findet je

nach Flugzeugtyp alle fünf bis zehn Jahre statt.

Allerdings darfst du zunächst längst nicht alle Arbeiten an einem

Flugzeug durchführen. Ein Jahr lang hast du nach der Theorie noch

eine Praxisphase, in der die Grundausbildung abgeschlossen wird. Erst

Foto: Lufthansa

!

www.be-lufthansa.com

dann erhältst du die vollständige Lizenz „Cat. A“. Eines sollte dir von

Anfang an dabei bewusst sein: Der Job gibt dir gleichzeitig eine große

Verantwortung. Deshalb sind die Zugangsvoraussetzungen auch nicht

ohne. Zunächst entscheidet der Notendurchschnitt. Da du dich über

die zentrale Plattform der Lufthansa bewerben musst, bist du erst einmal

einer von vielen. Nur die mit den besten Noten kommen weiter und

werden zu weiterführenden Tests und Gesprächen eingeladen. Erst,

wenn du diese Hürden überstanden hast, kannst du an diese Ausbil -

dung denken. Dann stehen dir allerdings alle Karrierewege offen.

„Besonders wichtig in dem Beruf ist neben Ehrgeiz und technischem

Verständnis auch die Flexibilität“, sagt Werner Schröder. Er ist der

Leiter des Ausbildungszentrums in Erfurt und weiß, wovon er spricht.

Er hat alle Lizenzen, die ein Fluggerätmechaniker haben kann und war

schon auf vielen Flughäfen der Welt. Angefangen hat er auch mit einer

Umschulung und dem „Cat. A“. Wie er kommen alle Ausbilder in

Erfurt direkt aus der Praxis. Viele arbeiten sogar zwischendurch immer

wieder an den „echten“ Maschinen.

Das Interessante an dem Beruf, so beschreibt es Werner Schröder, ist

seine Vielseitigkeit. Ein Fluggerät me chaniker muss sich mit allem an

einem Flugzeug auskennen: Elektrik, Mechanik, Hydraulik, er muss den

Formenbau genauso beherrschen wie den Umgang mit den verschiedensten

Materialien – vom Holz über Kunststoff bis hin zu edel legierten

Metallen. (rw)

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

39


Messen und Ausstellungen

Tagungen und Kongresse

Konzerte und Events

Internat. u. Nat. Rassehunde-Ausstellung

www.messe-erfurt.de

18.–19. Juni 2011

25. Juni 2011

JOBfinder – Die Börse für Aus- & Fortbildung, Beruf & Karriere

mega Rock in die Ferien

8. Juli 2011


Illustrationen: Jozef Dunaj/123RF.com, Lena Kovalyova/123RF.com

„Mistverständnisse“

Guten Morgen Guten Morgen, Guten Morgen Sonnenschein. Es ist 5:35 Uhr und mein

Nana Mouskouri-Wecker ruft nach mir. Räkeln, Strecken, Schlummertaste drücken und

Radio anschalten. Mich frauentypisch zehn Minuten vorm Aufstehen weckenlassend hab

ich noch ein paar Minuten fürs endgültige Wachwerden. Der Schlafsand krümelt sich so

langsam aus den Augen, das eine Ohr drückt sich noch ins Kissen, das andere lauscht der

quietschigen Morningshowmoderatorinnenstimme. Zwischen Starte-gut-in-den-Tag-Musik

und Hör-es-und-Vergiss-es-gleich-wieder-Horoskop verkündet sie die ‚Nachricht des

Morgens‘: „Obama ist tot!“ Bitte was??? Obama? Der Obama?? Der Präsidenten-Obama?

Der Obama Obama? Och nee. Nicht schon wieder. Gerade erst starb doch Knut, und jetzt

das. Was kommt, oder besser: Wer geht als nächstes? Und was wird jetzt aus den ganzen

Amerikanern? Die haben doch schon Kennedy verloren. Ich bin völlig durcheinander.

Während ich noch überlege, was ich später meinen Enkelkindern erzählen werde, wenn

sie mich fragen, wo ich war, als Obama erschossen wurde, ist es 5:45 Uhr geworden und

im Radio kommen endlich die ausführlichen Nachrichten: „Wie der Präsident der vereinigten

Staaten bestätigt, ist Osama Bin Laden bei einem Schusswechsel getötet worden.

Die genaueren ... “ Ich sinke erleichtert ins Kissen zurück. Ach so, Osama nicht Obama.

Ein kleines Mistverständis meines schläfrigen Ohres. Mit Barack hingegen ist alles in

Ordnung, oder zumindest nichts anders als sonst.

Also kann ich auch aufstehen, und auch schon drüber lachen. Allerdings nur auf den ersten

paar Metern vom Bett in den Tag. In der Küche glitzert der Morgen in einem Meer von

Alufolieschnipseln vor sich hin. Ich kombiniere und schließe auf ein erneutes Missverständis.

Diesmal nicht aus der verhört-, sondern aus der gehört-Kategorie, genauer aus der Wemgehörts-Kategorie.

Das Opfer: meine Stubentigerin. Offensichtlich hat sie sich in einer

nächtlichen Kamikatzeaktion über meine Damit-ich-morgens-länger-schlafen-kannschmier-ich-sie-abends-Käsebrote

hergemacht. Nicht so schön! ärgere ich mich über Miezis

Meine-deine-Missverstehen, aber wenigstens ist nicht wieder jemand gestorben. Gibt’s halt

leckere Diät zum Frühstück. Oder Bäcker.

Aber Missverständnisse sind echt anhänglich – sie kommen sogar mit raus auf die Straße.

Eine halbe Stunde nach Obamapanik und Katzenjammer auf dem Weg zur Arbeit. Eine

Kreuzung mit Ampel: Ich auf der einen Seite, mir gegenüber ein kleiner Blauer, am Steuer

eine ältere Dame mit Pudelfrisur. Wir sind beide Linksabbieger; wir beide haben grün. Und

wer darf jetzt zu erst? Klar beide voreinander – eigentlich. geht hier aber nicht. Beide hintereinander

– geht hier aber auch nicht. Also kurz abwarten. Sie tut nichts, also kann ich

losfahren. Denke ich. Denkt sie wohl auch: Wir beide fahren an, zucken, bremsen, winken,

nicken, fahren wieder an, bremsen. Ich lasse absaufen – sie zieht vorbei. Mist. Von einer

Oma ausgebremst. Inzwischen ist wieder rot. Hinter mir hupt es. Mir ist nach einem, in

die sem Falle unmissverständlichen, Handzeichen. Ich lass es dann doch und drehe das

Radio lauter. Es singt: Pietro Lombardi, Bohlens neuestes DSDS-Ziehkind. Diesmal krieg

ich tatsächlich Mist zu hören und merke: Ich bin nicht allein – Irrtümer sind überall: Man

suchte einen Superstar und fand ... naja, da haben die Zuschauer wohl was missverstanden.

So, ich bin ohne weitere nennenswerte Vorkommnisse im Büro angekommen. Noch keiner

da. Gut, dann gibt’s auch hier noch was auf die Ohren. Ich hau erstmal mein pinkes

Lieblingsalbum in den CD-Player: missundaztood! Na also, geht doch!

Schüssi, eure Mamü

Mamüs Welt

03/2011 · WiYou: Wirtschaft und Du

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Dein Engagement

Nachhaltige Schülerfirmen

in Thüringen Thüringens

Am 14. Mai fand das 9. Thüringer Bildungssymposium in der Universität Erfurt statt.

Mit dabei: 33 Schülerfirmen und die Jugendlichen des Jugendforums des Nach -

haltigkeitsbeirates Thüringen, die die nachhaltigsten Schülerfirmen unter die Lupe

genommen haben und dabei interessante Endeckungen machten:

„Als erste Schülerfirma fiel uns die ‚Schülerfairma’ der Jenaplan-Schule Jena ins Auge. Sie unterstützt

gleich zwei nachhaltige Projekte. Zum einen werden im Schülercafé Fair-Trade Süßigkeiten

und Knabbereien verkauft. Das zweite Projekt hat uns von den anwesenden Schülerfirmen am

meisten überzeugt: Über eine bestehende Schulpartnerschaft mit Nicaragua werden Produkte,

welche in der Partnerschule hergestellt wurden, gewinnbringend in Deutschland verkauft. Die

Einnahmen werden zur Unterstützung der Schule in Nicaragua verwendet. Unter anderem wurde

bereits eine neue Schulbibliothek aufgebaut, es wurden Computer und Unterrichtsmaterialien

angeschafft und ein reichhaltiges Freizeitangebot ermöglicht.

‚Schwimme gegen den Strom’ – das scheint das Motto der Schülerfirma ‚Fashionchest’ der ‘IGS

Grete Unrein’ Jena zu sein. Sie bieten günstige Textil produkte mit dem Schullogo für Schüler an,

um dem Markenzwang unter Jugendlichen entgegen zu wirken. Die Idee entstammt einer

Seminar fach arbeit aus dem Jahre 2010. Sehr zukunftsfähig ist das Modell der Schülerfirma

‚Rebläuse’ der Toskana schule Bad Sulza. Die Schüler bauen in Eigenregie Wein an, verarbeiten

und vertreiben diesen. Die nötigen Kenntnisse zum Vertrieb werden im Wirtschafts- und

Rechtsunterricht vermittelt. Die Schüler wollen in Zukunft den Wein auch zum Thema in den

Fächern Biologie und Chemie machen, wenn die Fachlehrer zu überzeugen sind.

Die Schülerfirma ‚MonteBoh’ der Montessori Schule Jena handelt mit ‚Fair-Trade Kaffe’ aus

Guatemala. Der rohe Kaffee wird dort gekauft und in Partnerschaft mit dem ‚Markt 11 Jena’ von

den Schülern geröstet und verkauft. Die Schülerfirma

‚SAG.lecker’ des FÖZ Herderschule Weimar, finan-

Das erwartet dich

in der nächsten WiYou

+

Berufe in der Automotive:

Auto mobilzulieferer gibt es in Thü -

ringen jede Menge. Sie kommen

aus den unterschiedlichsten Bran -

chen: der Kunststoffindustrie, dem

Formenbau, der Frästechnik oder

auch der Optik. Genauso vielfältig

wie ein Auto selbst sind auch die

Ausbildungen und Berufsbilder, die

sich rund herum entwickelt haben.

Wir schauen im kommenden Heft

hinter die Kulissen der Thüringer

Auto motiveindustrie.

WiYou: Wirtschaft und Du · 03/2011

zierte ihren Start durch den Verkauf von Zwei-Euro

Aktien an die Schüler, der Gewinn wird Jährlich mit

30 Prozent Zugewinnbeteiligung ausgeschüttet. Das

Projekt ‚ARTemis’ des evangelischen Gym na siums

Erfurt, vermietet Bilder und Kunstobjekte an Firmen

et cetera, welche nach einem Rotationsprinzip ausgetauscht

werden. Die Mietgewinne werden zur

Herstellung neuer Objekte verwendet. Für diese interessante

Geschäftsidee wurde die Schülerfirma

2011 zum UN-Dekade Projekt 2010/2011 ernannt.

Wir haben den ebenfalls anwesenden Kultusmi -

nister Matschie gefragt, welche Kriterien nach seiner

Meinung eine nachhaltige Schülerfirma erfüllen

muss. Er erklärte, dass ein nachhaltiges Konzept auf

Dauer tragfähig sein muss. Speziell für die Schüler -

firmen ergeben sich daraus zwei Aspekte. Zum einen

sollten Produkte und Dienstleistungen umweltgerecht

angeboten und im Falle der Produkte auch umweltfreundlich hergestellt werden. Zum anderen

muss das Geschäftsmodell nachhaltig sein. Dabei spielen vor allem soziale Interessen der

Firma eine große Rolle. Ziel einer Firma sollte es sein, durch Partnerschaften das gemeinsame

Arbeiten für nachhaltiges Wirtschaften mit unserer Welt weiter zu verbreiten. Sind diese

Bedingungen erfüllt, ist eine Schülerfirma, nach seiner Interpretation, nachhaltig.“

Redaktion des Jugendforums im Beirat für Nachhaltige Entwicklung

Impressum

Karrieremagazin für junge Köpfe

Herausgeber/Verleger:

Meier Verlags-GmbH

Geschäftsführer: Jürgen Meier

Josef-Ries-Str. 78, D-99086 Erfurt

Tel.: 0361 6019132

Fax: 0361 5504466

E-Mail: info@wiyou.de

Internet: www.wiyou.de

Sitz der Gesellschaft: Niedererbach

weitere Verlagsprodukte:

Redaktion:

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Redaktion: Sascha Uthe (su)

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Redaktion: Manuela Müller (mü)

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Redaktion: Eric Neumann (en)

Tel.: 0361 55048467

Mail: eric@wiyou.de

Externe Mitteilung (em)

Weitere Autoren dieser Ausgabe:

Bianca Albrecht, Annemarie Walter, Alf Dahl,

Frances Teuchert

Redaktionsschluss dieser Ausgabe:

23.05.2011

Assistenz der Geschäftsführung:

Juliane Kummer

Vertriebsleitung/Abonnenten-Service

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Nordthüringen: Jürgen Barkewitz

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E-Mail: j.barkewitz@ws-thueringen.com

Mittelthüringen: Anett Greyer

Tel.: 0170 2907407

E-Mail: a.greyer@ws-thueringen.com

Titelbild: buivmy1176/123RF.com

Layout: s.a.m. DieAgentur GmbH, Halle (Saale)

Druck: Druckhaus Gera GmbH, Gera

Nachdruck nur mit schriftlicher Genehmigung des

Verlages. Der Verlag übernimmt keine Haftung für

unverlangt eingesandte Manuskripte, Fotos und

Illustrationen.

Die nächste Ausgabe erscheint in der 33. KW 2011

Anzeigenschluss: 01.08.2011


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