Meine „Lebensquellen“

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Meine „Lebensquellen“

Lebensquellen

Ausgabe 59

www.neugasse11.at

Seite 1

gestaltet von Herbert Wesely


Meine „Lebensquellen“

… sind mit Absicht gegen den Zeitgeist geschrieben. Sie richten sich an

einen Leser, der sich auf den wesentlichen Kern des Geschehens

einlassen möchte, der Freude am Wort, am Satz, am dahin fließen meiner

Gedanken hat, der bereit ist, mit ihnen mitzufühlen, sie vielleicht auch

abzulehnen.

"... Aphorismen sind so gut, wie sie verstanden und interpretiert werden.

Sie enthalten in erster Linie die Aussage, die wir in sie hineinlesen. So

manchen Aphorismus verstehen wir erst nach Jahren, weil uns vorher die zu

einem Echo notwendigen Erfahrungen fehlten … (nach Stefan Kurella)

… geschrieben und fotografiert

von Herbert Wesely/ Leon de Revagnard

… präsentiert Alltagsgedanken aus seiner Homepage

u.a. auch mit Fotografien von Ing. Wolfgang

Ruthner/ppt …

Ein Tisch für alle – Oft geben die Reichen den Armen auch noch einen

tritt, damit sie keinen Platz am gedeckten Tisch bekommen. Dabei

müssten sie nur ein wenig zusammenrücken. Dann wäre Platz für alle …

LdR

Seite 2

gestaltet von Herbert Wesely


Auf dieser Welt ...

ADVENT - das bedeutet: das Morgen steht bereit, auch abseits von

Bitterkeit und Tränen, wird Freude möglich und durch Schmerzen

hindurch. Kann neue Zuversicht geboren werden.

Sehnsucht nach mehr Leben und Lebendigkeit, das ist Ausschau halten

nach Gott in meinem Leben - wach sein, hellwach - und hinschauen,

hinschauen auf mein Leben, auf diese Welt ...

Seite 3

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Von der Oberflächigkeit zum

Materialismus ...

Lebensquellen - Das Eigenartige unseres menschlichen Hoffens und

Erwartens ist es, dass wir mit festen Vorstellungen und genauen

Mustern erwarten. So kommt es, dass wir meist genau wissen, was wir

erwarten, dass aber das Angekommene oft nicht unserer Erwartung

entspricht. So wird aus dem Glück Sorge, aus der Geselligkeit Isolation,

aus der Erwartung Enttäuschung. Und wir Menschen unserer Zeit

stehen immer mehr in dieser Diskrepanz zwischen Erwartung und

Erfüllung. Je enttäuschter wir durch all das sind, was von außen an uns

herangetragen wird, umso mehr sind wir versucht, das entstandene

Vakuum in uns durch irgendetwas auszufüllen. Wir werden dann willig, all

das für uns als notwendig anzusehen, was uns die Werbung, die

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gestaltet von Herbert Wesely


Konsumgesellschaft, der Lebensstil anderer als zum Glück erforderlich

anpreisen.

Was wir aber wirklich brauchen, liegt nicht im Bereich dessen, was

Kreditbanken und Weihnachtsauslagen in Fülle anzubieten haben,

sondern im Bereich der tieferen Sehnsucht nach menschlicher

Begegnung und Erfüllung. Vor lauter Advent aus Lametta,

Oberflächlichkeit und Materialismus verpassen wir den Erwarteten. Die

religiösen Zeichen sind zu nostalgischen und kommerziellen Signalen

umgemünzt worden. Das Kind in der Krippe ist nicht mehr das Zeichen

der Wiedergeburt. Die Sterne in unseren Straßen weisen nicht mehr an

den Ort der Verheißung.

Es geht dem Christen im Advent auch weniger darum, seine eigenen

Erwartungen zu erfüllen, als vielmehr die Erwartungen seiner

Mitmenschen zu erraten und zu erfüllen.

Aphorismen und sonstige

Lebensweisheiten

Lästern ist eine Voraussetzung dafür, dass soziale Systeme

funktionieren.

ADVENT, das ist nicht zufriedengeben mit dem, was vordergründig ist -

das ist sich ausstrecken nach dem, was noch nicht ist, aber was sein

könnte ...

Die Wahrnehmung der Zeit ist eine der vielen Illusionen, die uns das

Gehirn schenkt.

Seite 5

gestaltet von Herbert Wesely


Wo geh' ich hin? ...

WO GEH' ICH HIN?

Wo geh' ich hin, folg' ich den Wolken?

Wo ist der Weg, den ich nicht seh'?

Wer weiß die Antwort auf meine Frage,

warum ich lebe - und vergeh'?

Wo geh' ich hin? Folg' ich den Kindern?

Seh'n sie den Weg, den ich nicht seh'?

Gibt mir ihr Lächeln etwa die Antwort,

warum ich lebe - und vergeh'?

Wo geh' ich hin; folg' ich dem Herzen?

Warum erst leben, um dann zu sterben?

Ich weiß nicht recht, ob ich das je versteh'!

Wo komm' ich her? - Wo geh' ich hin?

Seite 6

gestaltet von Herbert Wesely


Aphorismen und sonstige

Lebensweisheiten

Der Kapitalismus frisst seine Kinder, verantwortungslos überrollt der

neoliberale Markt mühsam errungene Tugenden wie Verantwortung und

zwischenmenschliches Engagement.

Womöglich ist bei aller Überforderung das Ineinanderkollabieren von

Leben und Arbeit, von Privatem und Öffentlichem, von Banalem und

Dramatischem ein ungeheuerlicher Gewinn.

Eines Tages erschuf Gott den Fußball, gab ihn den Brasilianern und

sagte zu ihnen: „Gehet in die Welt und lehret ihn.“

In unserer Gesellschaft ist folgendes "Golden-Order-Prinzip" zum

obersten Gebot geworden: Je toller man den anderen übers Ohr haut,

desto größer ist das eigene Heldentum.

Die Exzesse des Konsums sind eine Affenfalle, führen in eine

infantilisierte Gesellschaft und möglicherweise zum Ende der

Demokratie.

Das Medienzeitalter des World Wide Web befördert nicht nur

Information und Bildung, es stellt auch die publizistischen Verbreitungs-

und Irrwege für so vielen virtuellen Wahnsinn zur Verfügung.

Das Geheimnis eines erfolgreichen Teams ist eine gesunde Mischung

aus Koordination und Motivation. Beides lässt sich jedoch nur durch

eine stabile Mannschaft erreichen. Das Rezept zum Erfolg lautet: So

wenig Wechsel wie möglich und so viel wie nötig.

Seite 7

gestaltet von Herbert Wesely


Warum uns Wohlstand allein

nicht zufrieden macht ...

Lebensquellen - Geld macht nicht glücklich, sagt uns die Glückforschung.

Doch davon unbeeindruckt, streben die meisten Menschen nach

materiellem Wohlstand. Viele bringen es tatsächlich zu mehr Geld, aber

es nützt ihnen nicht viel. Nach neuesten Erkenntnissen sind

Materialisten nicht nur unglücklicher, sie fühlen sich auch unsicherer,

leiden mehr an Depressionen, Ängsten und konsumieren häufiger Drogen.

Wer zu Geld kommt, gewöhnt sich schnell daran und will noch mehr. Um

zufrieden leben zu können, sollten wir ein gesundes Verhältnis zum Geld

entwickeln und ihm keinen allzu großen Stellenwert im Leben einräumen.

Seite 8

gestaltet von Herbert Wesely


Wir stehen uns oft selbst im

Weg ...

Spiritualität - Vielleicht ist auch unser Lebensrhythmus so, dass wir

unserer Seele davonrasen. Alle kennen wir die Situation, dass uns nichts

- aber auch gar nichts - anspricht. Alles ist wie versperrt, wir sind leicht

reizbar.

Tiefere Gedanken sind fern, und wir plätschern an der Oberfläche. Wann

ist das besonders der Fall? Nicht nur, wenn wir abgespannt und

wetterfühlig sind. Das ist oft auch so, wenn wir "nur die Zeit

totschlagen", uns von Illustrierten und Fernsehen stundenlang berieseln

lassen; wenn wir uns selbst aus dem Weg gehen und nicht die Zeit

nehmen, zu uns selbst zu kommen.

Und wir kennen die andere Erfahrung: Nach einem Buch oder einen Film,

die zum Nachdenken anregen, nach einer Begegnung mit einem

Seite 9

gestaltet von Herbert Wesely


Menschen, mit dem man über mehr als über Wetter und Mode reden

kann, nach einer Meditationspause, sind wir ganz anders. Reizbarkeit

fällt von uns ab, unsere Gedanken bekommen eine überraschende Tiefe.

Wir sehen vieles klarer und einfacher.

Hier wird deutlich, dass wir uns oft selbst im Wege stehen, und dass wir

uns von vielen Dingen den Blick auf uns selbst verstellen lassen; dass wir

irgendwie ungesund leben, dass etwas in uns zu kurz kommt ...

Musik in der Welt ...

Lebensquellen - Innerhalb eines langen Weges ist meist auch ein Weg

nach innen dabei, um mit allen Sinnen zu spüren, nichts zu übersehen,

bewußter zu beobachten, nichts zu überhören, um den Tönen der Welt zu

lauschen ...

Seite 10

gestaltet von Herbert Wesely


Aphorismen und sonstige

Lebensweisheiten

Je stärker ein Staat die Zuwanderung beschränkt, umso mehr wird auf

Asylanträge ausgewichen.

Es gibt einen schmalen Grat zwischen Höflichkeit und Lüge. Und ich bin

für mehr Ehrlichkeit.

Wer sich nicht täglich wenigstens fünf Minuten mit dem Tod

beschäftigt, der lebt nicht, sondern läuft nur vor etwas davon.

Takt ist angewandte soziale Intelligenz: Er baut Konflikte ab und

verhindert sozialen Stress.

Es gibt keine reinen Geldprobleme. Die Probleme, die wir im Umgang mit

Finanzen haben, zeigen sich auch in anderen Bereichen unseres Lebens.

Ein heilendes Lachen kann helfen, wenn man Gottes Wege nicht

versteht.

Mein größter Wunsch ist die Gesundheit. Der Rest kommt von oben und

von innen.

Seite 11

gestaltet von Herbert Wesely


Der Mensch hofft und harrt ...

Lebensquellen - Warten ist nicht etwa bloß Kindersache. Auch als

Erwachsene bleiben wir Wartende, denn Warten und Hoffen ist eine

menschliche Grundsituation:

Wir wurden als Kinder von unsern Eltern erwartet. Als Kinder träumten

wir davon, erwachsen zu sein. Junge Menschen warten auf die

Volljährigkeit und das Übernehmen von Verantwortung. Der junge

Erwachsene wartet auf den Freund, die Freundin, einen Brief, den

Geliebten. Wir warten als Erwachsene auf eine Freude, Glück,

Geselligkeit, eine Anerkennung, auf Lohn und Ferien. - Ohne es uns

eingestehen zu wollen, erwarten wir auch Alter und Tod.

Seite 12

gestaltet von Herbert Wesely


Weil nichts bleibt wie es ist ...

Lebensquellen - Keinem bleibt die Erfahrung erspart, wie man Übergänge

meistert. Das Leben ändert sich: durch Trennung, durch eine Krankheit,

durch Kinder, durch Arbeitslosigkeit, durch das Älterwerden.

Freiwillig oder gezwungenermaßen müssen wir uns auf Neues einstellen.

Das aber geht nicht von heute auf morgen. Der Übergang zwischen dem

Alten und dem Neuen will gemeistert und gestaltet werden.

Wie geht das? Was brauchen wir, um die Unsicherheit des Übergangs

auszuhalten und sicher im Neuen zu landen? Berechtigte Fragen, die

nicht immer einfach zu beantworten sind.

Seite 13

gestaltet von Herbert Wesely


Eine innere Kraft ...

Lebensquellen - Es gibt Menschen, die entscheiden sich für das Gute, sei

es aus Gewohnheit oder aus einer plötzlichen Eingebung heraus. Sogar

gegen einen unmittelbaren Vorteil wählen sie etwas, was in einem

größeren Sinn besser ist. Manchmal scheint das unbegreiflich.

Aber wenn Menschen so handeln, erfahren sie eine plötzliche innere

Sicherheit, das Richtige zu tun. Positive Gefühle begleiten sie und

schenken Freude, Freundlichkeit, Geduld, einen "inneren Frieden" - und

vielleicht: Be-Geist-erung!

Seite 14

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Der Club wird zur Heimat ...

Auch die Suche nach Gemeinschaft wird in der Welt des Fußballs

befriedigt. Man pilgert gemeinsam zur Spielstätte und teilt gemeinsam

Freud und Leid des Matchausganges. Beim Absingen des Clubliedes oder

beim Erklingen der Nationalhymne treibt das Zugehörigkeitsgefühl

selbst dem hartgesottensten Fan die Tränen in die Augen.

Wieder drängt sich ein Vergleich auf: Kommen solche Gefühle nicht auch

bei Teilnehmern an Wallfahrten, Katholikentagen und sonstigen

kirchlichen Großveranstaltungen auf?

Seite 15

gestaltet von Herbert Wesely


Welcher Schlüssel passt? ...

Lebensquellen - Es gibt einfache Fragen im Leben, wichtigere und

unwichtigere, mit einfachen Antworten darauf. Und es gibt wichtige

Fragen - Schlüsselfragen, von denen sehr viel abhängt und denen man

nicht ausweichen kann ...

Seite 16

gestaltet von Herbert Wesely


Aphorismen und sonstige

Lebensweisheiten

Lottospielen dient dem Abbau von psychischen Spannungen im

Menschen, die aus dem Missverhältnis zwischen seinem tatsächlichen

und seinem angestrebten gesellschaftlichen Status entsteht.

Die Reise durch den Lebensraum stößt immer wieder auf Grenzen, da

wir zu ständiger Neuanpassung verurteilt sind.

Berge ...

LEBENSQUELLEN - Berge wirken je nach Stimmung schützend oder

bedrückend. Doch auf ihrer Spitze bieten sie einen befreienden Ausblick

über das Land. Hier lassen sich Gedanken ordnen, losgelöst und über den

Alltag erhaben.

Von einem evolutionären Standpunkt aus bieten Berge einen

Aussichtspunkt, von dem aus sich Feinde oder Nahrungsquellen leicht

sichten lassen.

Weil sie so unendlich größer sind als wir, haben Berge etwas Heilendes,

sagen die Buddhisten ...

Seite 17

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Andere Werte ...

Lebensquellen - Für Kinder ist es wichtig zu lernen wie man mithilfe

seiner Talente Geld verdient, und gleichzeitig verstehen, dass Geld ein

Medium und kein Ziel ist und dass es Werte gibt, die sich nicht in

Geldwert transferieren lassen ...

Seite 18

gestaltet von Herbert Wesely


Der Mensch ist unterwegs und

heimatlos ...

Lebensquellen - Der Mensch lebt in der Zeit, und das bringt Bewegung,

Veränderung und ständige Unruhe in sein Leben. "Nichts ist, was dich

bewegt, du selber bist das Rad, das aus sich selbsten läuft und keine

Ruhe hat." Diese Aussage des Mystikers Angelus Silesius meint das,

was wir moderne Menschen so erfahren:

Ich bin ausgegangen, draußen gingen Menschen:

Sie gingen, sie kamen, sie eilten, sie liefen.

Die Fahrräder liefen, die Wagen liefen, die Lastautos liefen,

die Straße lief, die Stadt lief, alles lief.

Sie liefen, um keine Zeit zu verlieren, sie liefen hinter der Zeit her,

um die Zeit einzuholen, um Zeit zu gewinnen.

Auf Wiedersehen, entschuldigen Sie, ich habe keine Zeit.

Aber wohin ist der Einzelne und die unruhige Menschheit unterwegs?

Seite 19

gestaltet von Herbert Wesely


Aphorismen und sonstige

Lebensweisheiten

Menschen sind nur dann in der Lage Hilfe anzunehmen, wenn sie spüren,

dass sie geschätzt werden.

Das Geheimnis der Sentimentalität ist, dass sie Traurigkeit und Glück

in einer Empfindung liefert.

Wenn die Hoffnung den Funken einer Chance beinhaltet, ist es besser die

Chance zu nutzen, als im Pessimismus unterzugehen.

OBAMA steht im Weltgeschehen für Wechsel oder Terror, mir ist in

diesem Fall der Wechsel lieber.

Gescheiterte Unternehmer haben meist mit gesellschaftlicher

Ächtung und dem Image des Verlierers zu kämpfen. Es ist nicht

notwendig sich zu verkriechen. Man ist als Unternehmer und nicht als

Mensch gescheitert.

Seite 20

gestaltet von Herbert Wesely


Passagen - Übergänge -

Veränderungen ...

Lebensquellen - Eine Veränderung steht an. Oder uns widerfährt etwas,

was unseren bisherigen Erwartungen nicht entspricht. Es wird eine mehr

oder weniger deutliche Enttäuschung erlebt. Es kommt etwas zu Ende:

Wir investieren nicht mehr länger in überlebte Beziehungen oder

unbefriedigende Tätigkeiten. Verwirrung macht sich breit, wir fühlen uns

leer und planlos.

Bei Akzeptanz des Endes hofft man auch nicht mehr auf die

Wiederherstellung des alten Zustandes, sondern trauert um das

Verlorene, um den Verlust von sicher geglaubten Strukturen.

Das muss aber nicht alles gewesen sein - die Bewegung kann

weitergehen und zu einem neuen Beginn führen. Die eigene Biografie wird

weitergeschrieben. Wenn wir diese Übergänge, Schwellen überschreiten,

dann merken wir intensiver als sonst, dass wir lebendig sind.

Passagen sind jene merkwürdigen Übergänge, an denen man innehalten

muss, um weiterkommen zu können ...

Seite 21

gestaltet von Herbert Wesely


Der Querbalken hat viele

Gesichter ...

Lebensquellen - Das Kreuz kann von innen kommen, man macht sich

selbst das Leben schwer. Das Kreuz kann aber auch von anderen

kommen. Wie können doch Menschen einem das Leben schwer machen!

Man hat ihnen vielleicht nichts zuleide getan. Die einzige "Sünde" ist,

dass man da ist, dass es einen gibt. Leider gibt es so viele Menschen, die

den "Vorzug" des anderen als "Vorwurf" empfinden, die nicht eher ruhen,

bis sie ihre innere Ladung losgeworden sind.

Man könnte sich ohrfeigen oder gar umbringen, weil man keinen Ausweg

mehr sieht, nicht mehr weiter weiß. Kreuz ist immer etwas, das einem

einen Strich durch die Rechnung macht. Und dieses Kreuz hinterlässt

immer wieder die gleichen Fragen: Warum? Wie lange? Warum gerade ich?

Wie viele Menschen sind an diesen Fragen zerbrochen ...

Seite 22

gestaltet von Herbert Wesely


Vertrauen macht vieles

leichter ...

Lebensquellen - Eine Geschichte erzählt: "Eines Nachts bricht in einem

Haus ein Brand aus. Während die Flammen emporschießen, stürzen

Eltern und Kinder aus dem Haus. Entsetzt sehen sie dem Schauspiel zu.

Plötzlich bemerken sie, dass der Jüngste fehlt, ein fünfjähriger Junge,

der im Augenblick der Flucht vor Rauch und Flammen Angst bekam und in

das obere Stockwerk kletterte.

Man schaute einander an. Keine Möglichkeit, sich in das Haus

zurückzuwagen, dass immer mehr zu einem Glutofen wird. Da öffnet sich

oben ein Fenster. Das Kind ruft um Hilfe. Sein Vater sieht es und schreit

ihm zu: "Spring!"

Das Kind sieht nur Rauch und Flammen. Es hört aber die Stimme des

Vaters und antwortet: "Vater, ich sehe dich nicht!"

Seite 23

gestaltet von Herbert Wesely


Der Vater ruft ihm zu: "Aber ich sehe dich, und das genügt, spring!"

Das Kind sprang und fand sich heil und gesund in den Armen des Vaters,

der es aufgefangen hatte.

Aphorismen und sonstige

Lebensweisheiten

Weil Krisen immer auch wesentliche geistige Wurzeln haben, können

diese nur durch eine geistige Neubesinnung bewältigt werden. Das heißt:

Abkehr vom Zeitgeist.

Wandern stärkt das seelische Immunsystem, das uns hilft, Belastungen

auszuhalten, Misserfolge zu überwinden und die Welt mit allen Sinnen zu

erleben.

Das Leben selbst ist eine Frage der Auseinandersetzung, in aller Breite

und Tiefe. Es auszukosten, da, wo es schön ist, und ertragen zu können,

wenn es schrecklich ist.

Aphorismen sind eine Gratwanderung zwischen Blödsinn und Wahnsinn,

treffen die Kernaussage einer Lebensweisheit aber meist in der Mitte.

Manche Menschen haben Größe, aber das Menschsein lässt sich nicht

vermeiden. Als Mensch ist man auch neidisch, gierig, zornig und

rachsüchtig.

Seite 24

gestaltet von Herbert Wesely

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