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Newsletter_11-2023_DE

Der REINRAUM NEWSLETTER erscheint jeden Monat als Blätterkatalog. Er wird i.d.R. am ersten Dienstag des Monats an die Abonnenten per eMail verschickt. Häufig werden NEWSLETTER auch firmenintern weitergeleitet/geteilt. Dadurch ist die Reichweite höher als die Zahl der Abonnenten. Es gibt eine deutsche und eine englische (internationale) Ausgabe des NEWSLETTERS. Alle NEWSLETTER werden auf www.reinraum.de archiviert und können jederzeit als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

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<strong>DE</strong> <strong>11</strong>/23<br />

Masterstudiengang<br />

mit Schwerpunkt<br />

Facility Design für die<br />

Life-Science-Industrie<br />

AdobeStock


Masterstudiengang mit<br />

Schwerpunkt Facility Design<br />

für die Life-Science-Industrie<br />

Der Masterstudiengang „Facility and Process Design“ (FPD) wird seit 2009 (zuvor als „Facility<br />

Design und Management“, FDM) an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen angeboten.<br />

Neben der Wahlrichtung „Facility Design und Management“, mit den Vertiefungen<br />

„Planung von Produktionsanlagen“ und „Planung von Großküchen“ gibt es die Wahlrichtung<br />

„Produkt- und Prozessinnovation“.<br />

Ab dem Sommersemester 2024 werden aus dem bisherigen Masterstudiengang mit<br />

zwei Wahlrichtungen zwei eigenständige Masterstudiengänge geschaffen werden.<br />

Die beiden neuen Masterstudiengänge sind:<br />

– Life Science Engineering (LSE) mit dem Fokus auf Facility Design<br />

und technisches Management für die Life-Science-Industrie<br />

– Life Science Innovation (LSI) mit dem Fokus auf Produkt- und Prozessinnovation<br />

für die Life Sciences<br />

AdobeStock<br />

Der stark anwendungsorientierte Studiengang Life Science Engineering (LSE) ist in seiner<br />

Ausrichtung auf das Facility Design für die Life-Science-Industrie einzigartig. Die<br />

Absolvent:innen werden dazu qualifiziert, in spezialisierten Planungsunternehmen bzw.<br />

-büros für die Life-Science-Industrie tätig zu sein oder technische Managementaufgaben<br />

im Bereich der Life-Science-Industrie (Lebensmittel,<br />

Pharma, Kosmetik, Medizinprodukte) zu übernehmen. Dieser<br />

Studiengang wird teilweise auf Englisch, teilweise auf<br />

Deutsch angeboten und mit dem Abschluss Master of Engineering<br />

(M. Eng.) abgeschlossen. Für diesen Studiengang<br />

wird ein „Professional Master‘s Program“ beworben, bei dem<br />

die Studierenden in Teilzeit in einem Planungsunternehmen<br />

erste Berufserfahrung sammeln und parallel dazu im Masterstudiengang<br />

LSE studieren. Die Partnerfirma bietet einen<br />

Arbeitsplatz mit zunehmender Projektverantwortung und<br />

nimmt Rücksicht auf die studienbedingten Anforderungen.<br />

Präsenz an der Hochschule ist dabei nur im Rahmen einer Präsenzwoche pro Semester,<br />

in der Prüfungszeit und zu einzelnen Terminen notwendig. Die Masterarbeit wird in der<br />

Regel bei der Partnerfirma in Vollzeit durchgeführt. Das Studienprogramm umfasst vier<br />

statt der üblichen zwei Semester im Vollzeitstudium. Hinzu kommt ein Semester für die<br />

abschließende Masterarbeit.<br />

Der Studiengang Life Science Innovation (LSI) ist forschungsorientiert und soll die<br />

Absolvent:innen befähigen, Forschungsaufgaben im Rahmen der Produkt- und Prozessinnovation<br />

in den Life Sciences zu übernehmen. Dieser Studiengang wird zu 100 % auf<br />

Englisch angeboten werden, um auch für Bewerber:innen aus dem Ausland attraktiv<br />

zu sein. Er wird mit dem Master of Science (M. Sc.) abgeschlossen. Hier ist eine enge<br />

Verzahnung mit den Aktivitäten im Innovationscampus Sigmaringen (https://innovationscampus-sigmaringen.de)<br />

geplant. Die Studierenden können dort in laufenden Forschungsvorhaben<br />

eingebunden werden, entweder im Rahmen eines Innovationsprojekts<br />

oder ihrer Masterthesis. Nach Abschluss des Masterstudiums besteht dort auch die Möglichkeit<br />

der Promotion.<br />

Die beiden Studiengänge haben jeweils 90 ECTS-Punkte und eine Regelstudienzeit<br />

von 3 Semestern. Das Studienprogramm von 12 Modulen à 5 ECTS-Punkte kann in Vollzeit<br />

in zwei Semestern absolviert werden. Die Masterthesis kann im 3. Semester abgeschlossen<br />

werden. Bei einem Teilzeitstudium, wie im zuvor beschriebenen „Professional Master‘s Program“,<br />

verlängert sich die Studiendauer der beiden ersten Studiensemester entsprechend.<br />

November <strong>2023</strong><br />

Liebe Reinraum-Tätige<br />

und -Interessierte,<br />

entgegen vieler Hoffnungen zum<br />

Jahresanfang steht das Jahr <strong>2023</strong> aus<br />

wirtschaftlicher Sicht bisher leider eher<br />

für Stagnation und Frustration als für<br />

einen motivierten Aufbruch.<br />

Aufgebrochen ins Ausland sind jedoch<br />

30 Prozent des Investitionskapitals,<br />

wovon lediglich 25 Prozent in der EU<br />

verblieben sind.<br />

Wir sollten uns jedoch nicht<br />

entmutigen lassen. Aufbauend dazu<br />

einige interessante und auch<br />

erfolgreiche Geschichten aus der<br />

„Reinraum-Branche“:<br />

> Masterstudiengang mit<br />

Schwerpunkt Facility Design für<br />

die Life-Science-Industrie<br />

> Der neue Annex 1 und die<br />

Anforderungen an Luftströmungen<br />

und deren Visualisierung<br />

> Neue Energieführung für<br />

SCARA-Roboter in Reinräumen<br />

> Neue Reinraumwäscherei<br />

in Eindhoven eröffnet<br />

> Reinheitsprüfung per Fluoreszenz<br />

> Wegweisende Konzepte für eine<br />

nachhaltige und ökonomische<br />

Batteriezellproduktion<br />

> Innovative Raumoptimierung<br />

Mit freundlichem Gruß<br />

Reinhold Schuster<br />

Hochschule Albstadt-Sigmaringen<br />

Anton-Günther-Str. 51<br />

Fakultät Life Sciences<br />

D 72488 Sigmaringen<br />

Telefon: +49 7571 7328242 Telefax: +49 7571 7328235<br />

Mail: schmida@hs-albsig.de www.hs-albsig.de/Seiten/homepage.aspx<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>11</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 2/64


Reinraum-Stammtisch: 07.12.<strong>2023</strong><br />

Implementierung von Reinheitsanforderungen<br />

in bestehende Fertigungsprozesse<br />

Zum Jahresende veranstaltet die COLANDIS GmbH erneut einen Reinraum-Stammtisch in<br />

Kahla. Am Donnerstag, den 07. Dezember <strong>2023</strong>, findet in Kahla der Reinraum-Stammtisch<br />

zum Thema „Implementierung von Reinheitsanforderungen in bestehende Fertigungsprozesse“<br />

gemeinsam mit dem Kompetenznetzwerk für die industrielle Bauteil- und Oberflächenreinigung<br />

Cleaning Excellence Center (CEC) statt.<br />

Es wird beleuchtet, worauf bei der Errichtung einer reinen Umgebung zu achten ist und<br />

wie auch lediglich Teilbereiche mit reiner Luft versorgt und die Partikelkonzentration in diesen<br />

Bereichen nachträglich verbessert werden kann.<br />

Was: Reinraum-Stammtisch<br />

Wann: Donnerstag, 07. Dezember <strong>2023</strong> | 16:30 Uhr<br />

Wo: COLANDIS GmbH | Im Camisch 34 | 07768 Kahla oder digital<br />

Für Getränke und einen Imbiss ist gesorgt. Für die Veranstaltung wird ein kleiner Unkostenbeitrag<br />

von 15,-€ (inkl. MwSt.) erhoben.<br />

Für all diejenigen, die an diesem Tag nicht in Kahla sein können, besteht außerdem die<br />

Möglichkeit digital an dem Stammtisch teilzunehmen.<br />

COLANDIS GmbH<br />

Im Camisch 34 D 07768 Kahla Telefon: +49 36424 76940 Telefax: +49 36424 7694<strong>11</strong> eMail: info@colandis.com Internet: http://www.colandis.com<br />

Seminar: 20.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 21.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

GMP Annex 1 umgesetzt!<br />

Start in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess<br />

Veranstaltungsort: Buseck<br />

Veranstalter: Hydroflex Group GmbH<br />

Sie haben GMP Annex 1 erfolgreich umgesetzt - doch wie geht es<br />

nun weiter? In unserem Seminar geben wir Ihnen die notwendigen<br />

Informationen an die Hand, um Ihre Contamination Control Strategy<br />

gemäß den Vorgaben des Annex 1 kontinuierlich weiterzuentwickeln.<br />

Hierfür haben sich die Unternehmen DuPont, Ecolab, Hydroflex<br />

und SHIELD Scientific B.V., zusammengetan, um Ihnen einen umfassenden<br />

und ganzheitlichen Überblick über die Anforderungen<br />

und Best Practices des GMP Annex 1 zu bieten.<br />

Das zweitägige Seminar beginnt am 20. November um 13:00 Uhr<br />

und wird am Standort der Hydroflex Group GmbH (Kiesacker 19,<br />

35418 Buseck) stattfinden. Freuen Sie sich auf Vorträge von Experten<br />

auf Ihrem Gebiet, praktische Übungen sowie den fachlichen und<br />

informativen Austausch.<br />

Melden Sie sich noch heute an! Alle weiteren Informationen<br />

sowie das Anmeldeformular erhalten Sie per Mail über info@hydroflex-group.com.<br />

Hydroflex Group GmbH<br />

Cleanroom Hygiene<br />

Kiesacker 19<br />

D 35418 Buseck<br />

Telefon: +49 6408 504350 Telefax: +49 6408 5043520<br />

eMail: info@hydroflex-group.com<br />

Internet: http://www.hydroflex-group.com<br />

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Seite 3/64


Live-Webinar: 21.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> von 15.00 bis 16.00 h<br />

Computersystemvalidierung<br />

im GxP-regulierten Umfeld<br />

In GxP-regulierten Branchen wie der Pharmaindustrie ist die Validierung<br />

von Computer-/Softwareprogrammen vorgeschrieben, insofern sie<br />

Einfluss auf die Produktqualität haben. Die Qualität und der Erfolg der<br />

Validierung hängen von einem korrekten und zum Anwendungsprozess<br />

passenden Lastenheft ab. In dem Webinar erläutert Testo anhand eines<br />

Beispiels die einzelnen Schritte und Techniken, mit denen die Kunden<br />

ihre Computersystemvalidierung nach GAMP® 5 Second Edition erfolgreich<br />

durchführen können: von den Anforderungen aus dem Annex<br />

1 und GAMP® 5 Second Edition, über die Definition des Prozesses, die<br />

Ermittlung der Prozessrisiken, der Spezifikation der Anforderungen an<br />

Software, bis hin zur Erstellung des Lastenheftes.<br />

Testo Industrial Services GmbH<br />

Gewerbestraße 3<br />

D 79199 Kirchzarten<br />

Telefon: +49 7661 909018000<br />

eMail: gmp@testotis.de<br />

Internet: http://www.testotis.de<br />

Die Inhalte des CSV-Webinars<br />

– Einleitung zur Validierung: Anforderungen aus dem Annex 1,<br />

GAMP® 5 Second Edition und<br />

das V-Modell für GAMP-Kategorie 4<br />

– Schritt 1: Kenne den Prozess!<br />

– Schritt 2: Kenne die Risiken im und für den Prozess!<br />

– Schritt 3: Welche Anforderungen an die Software gibt es?<br />

– Schritt 4: Erstelle Lastenheft und Spezifikationen<br />

Anmeldung über die Homepage:<br />

https://www.testotis.de/events/webinar-computersystemvalidierung-im-gxp-regulierten-umfeld<br />

Kontakt:<br />

Christina Staiger<br />

Marketingreferentin<br />

Testo Industrial Services<br />

cstaiger@testotis.de<br />

Aus der clean-tek Reinraumtechnik GmbH + Co.KG<br />

wird die clean-tek Reinraumtechnik GmbH<br />

Die Struktur der Unternehmensgruppe wurde vereinfacht:<br />

Im Zuge einer Anwachsung wurde das operative Geschäft der clean-tek Reinraumtechnik GmbH + Co.KG rückwirkend zum 01.01.<strong>2023</strong><br />

auf ihre 100-prozentige Kommanditistin, clean-tek Invest GmbH übertragen. Diese wurde ihrerseits in clean-tek Reinraumtechnik GmbH<br />

umfirmiert. Diese Maßnahme dient allein der Vereinfachung der Unternehmensgruppe.<br />

Alle Bereiche des Unternehmens, einschließlich den allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie sämtliche Bankinformationen<br />

und Zahlungsmöglichkeiten bleiben weiterhin unverändert bestehen. Ferner bleibt die den Kunden bekannte Anschrift sowie sämtliche<br />

Kontaktdaten von der Umstrukturierung unberührt.<br />

clean-tek Reinraumtechnik GmbH<br />

Steinbeisstraße 4<br />

D 71272 Renningen<br />

Telefon: +49 7159 93120<br />

eMail: info@clean-tek.de<br />

Internet: http://www.clean-tek.de<br />

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Experte im Reinraum<br />

cleansman®<br />

Menschen im Reinraum – reinraum online zeigt den Menschen hinter den Normen<br />

und stellt eine „Reinraum“-Persönlichkeit vor<br />

Christian Fleuren<br />

Geboren 1970 in Hagen, aufgewachsen und seit 1971<br />

wohnhaft in Düsseldorf, verheiratet, zwei Kinder.<br />

Nach dem Abitur 1989 absolvierte Christian Fleuren<br />

eine Reserveoffizierslaufbahn bei der Bundeswehr im<br />

Bereich Sprache und Aufklärung. Nach einer kurzen<br />

Stippvisite an der Universität entschied er sich für eine<br />

Lehre bei der Deutschen Bank, wo er das nötige kaufmännische<br />

Rüstzeug für seine berufliche Zukunft<br />

mitbekommen sollte.<br />

Nach einigen Jahren des Bankerdaseins führte ihn sein<br />

Weg in das Handwerk, einen Estrich- und Bodenbelagsobjekteur<br />

aus Essen. Dort wurde die Industrie<br />

auf ihn aufmerksam und machte ihm ein Angebot.<br />

In der Folge arbeitete er von 1998 bis 2020 bei Freudenberg<br />

Bausysteme KG (später nora systems GmbH)<br />

im Vertrieb, davon die letzten zwölf Jahre mit<br />

konkretem Fokus auf Industrie-, Labor- und Reinraumanwendungen.<br />

Seit <strong>2023</strong> ist er für den Vertrieb bei der Reinraumsparte<br />

vitec der Viessmann Gruppe (Viessmann Technologies<br />

GmbH) aus Hof an der Saale verantwortlich.<br />

Vorab eine Frage zum Thema<br />

Reinraum: Welches ist Ihr Spezialgebiet?<br />

Wo kennen Sie sich besonders<br />

gut aus?<br />

Reinraumböden, seit diesem Jahr<br />

auch Wand und Decke.<br />

Was wollten Sie als Kind werden?<br />

Laut meiner Mutter hatte ich<br />

ständig wechselnde Ideen.<br />

Welches war Ihr erstes Auto?<br />

Golf I, Bj. 82, marsrot<br />

Worüber können Sie sich freuen?<br />

Über die möglichst wenig berührte<br />

Natur in den Bergen und am Meer.<br />

Auf welche Leistung sind Sie<br />

besonders stolz?<br />

Diverse Bergpässe mit dem<br />

Fahrrad gefahren zu sein und<br />

mit 45 noch angefangen zu haben,<br />

Saxophon zu spielen.<br />

Welche technische Leistung<br />

bewundern Sie am meisten?<br />

14-Gang Rohloff Nabenschaltung<br />

Mit wem würden Sie gerne einen<br />

Monat lang tauschen?<br />

Mit niemandem<br />

In welchem Land hätten Sie gerne<br />

einen Zweitwohnsitz?<br />

Italien oder Frankreich<br />

Wem wären Sie gerne begegnet?<br />

Johann Sebastian Bach, Leonardo<br />

da Vinci, Giuseppe Verdi<br />

Welches Buch würden Sie derzeit<br />

empfehlen?<br />

Deutsch für Profis - Wege zu<br />

gutem Stil von Wolf Schneider<br />

Was ist Ihr Lieblingsessen?<br />

Pizza Napoli mit Sardellen,<br />

Kapern, Artischocken und Oliven<br />

/ Nudeln mit Tomatensoße und<br />

gekochtem Ei<br />

Was ist Ihre Lieblingsmusik?<br />

Klassische Chorwerke 16. bis 20. Jh.<br />

sowie Jazz<br />

Was war der beste Rat, den Sie je<br />

bekommen haben?<br />

Nicht über jedes Stöckchen zu<br />

springen, das man mir hinhält.<br />

Haben Sie ein Motto?<br />

Natur schützen und bewahren!<br />

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Der neue Annex 1 und die<br />

Anforderungen an Luftströmungen<br />

und deren Visualisierung<br />

Autor: Michael Kuhn<br />

Im August 2022 erschien der neue und vollständig überarbeitete Annex 1 zum GMP-Leitfaden der EU mit vielen neuen Anforderungen<br />

an Luftströmungen und Strömungsvisualisierung. Diese werden im vorliegenden Whitepaper einzeln erörtert.<br />

Der Anhang 1 zum GMP-Leitfaden1 (nachfolgend als neuer Annex 1<br />

bezeichnet) ist im August 2022 neu erschienen. Die alte Fassung von<br />

2008 wurde umfassend über alle Themengebiete hinweg überarbeitet.<br />

Daraus ergeben sich neue Anforderungen an die Reinraumbetreiber.<br />

Die Strömungsvisualisierung und die Luftströmung haben<br />

durch die Überarbeitung eine sehr viel größere Bedeutung gewonnen<br />

und werden daher auch bei GMP-Inspektionen stärker in den<br />

Fokus gerückt.<br />

Die zunehmende Bedeutung der Luftströmung erkennt man<br />

auch daran, dass in der alten Fassung des Annex 1 auf das Thema<br />

Luftströmung in drei Abschnitten jeweils nur kurz eingegangen<br />

wird, während der neue Annex 1 sich in acht Abschnitten teilweise<br />

sehr ausführlich mit dem Thema auseinandersetzt. Auf die acht neu<br />

formulierten Abschnitte wird nachfolgend einzeln eingegangen.<br />

Abschnitt 4.4 des neuen Annex 1: Anforderungen<br />

an den Klasse A Bereich<br />

In den Bereichen, in denen Reinraumklasse A einzuhalten ist, gelten<br />

die höchsten Reinheitsanforderungen in der Sterilproduktion<br />

von Arzneimitteln. Dort soll eine gerichtete Reinluftströmung (Erstluftschutz,<br />

siehe Abbildung 1)² rund um den zu schützenden Bereich<br />

herrschen. Man spricht dabei auch von TAV-Strömung³. Diese Strömungsform<br />

muss über den gesamten A-Bereich nachgewiesen werden.<br />

Das erfolgt im Rahmen der Qualifizierung. Dabei sind sowohl<br />

die „at rest“-Bedingungen als auch die „in operation“-Bedingungen<br />

zu prüfen. In der alten Fassung des Annex 1 von 2008 sprach man<br />

noch von der Validierung der laminaren Strömung. Glücklicherweise<br />

wurde diese Begrifflichkeit geändert, da eine laminare Strömung<br />

(ohne Turbulenzen) in der Praxis nicht vorkommt ist und erst recht<br />

nicht validiert werden kann.<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 4.4:<br />

Klasse A: Die kritische Zone für Arbeitsvorgänge mit hohem Risiko (zum<br />

Beispiel aseptische Prozesslinie, Abfüllbereich, Stopfenbehälter, offene<br />

Primärverpackungen oder zur Herstellung aseptischer Verbindungen<br />

unter dem Schutz der Zuluft direkt nach dem Filter (Erstluft). Normalerweise<br />

werden solche Bedingungen durch einen gerichteten Luftstrom,<br />

wie zum Beispiel durch Arbeitsstationen mit gerichtetem Luftstrom<br />

innerhalb von RABS oder Isolatoren, sichergestellt. Die Aufrechterhaltung<br />

eines gerichteten Luftstroms sollte für den gesamten Bereich der<br />

Klasse A nachgewiesen und qualifiziert werden. Direkte Eingriffe des<br />

Bedienpersonals in den Bereich der Klasse A (zum Beispiel ohne den<br />

Schutz durch Barrieren und Handschuh-Anschlüssen) sollten<br />

durch die Auslegung der Räumlichkeiten, der Ausrüstung, des Prozesses<br />

und der Verfahren minimiert werden.<br />

Abschnitt 4.15 des neuen Annex 1:<br />

Allgemeine Anforderungen an Reinräume und reine Bereiche<br />

– Im Abschnitt 4.15 wird die Strömungsvisualisierung allgemein<br />

beschrieben. Neu ist u.a., dass diese grundsätzlich auch für Reinräume<br />

(siehe Beispiel in Abbildung 2) anzuwenden ist und nicht<br />

nur für TAV-Bereiche. Der Umfang der Visualisierung hängt vom<br />

Kontaminationsrisiko ab. Beispiele für Kontaminationsquellen<br />

werden genannt:<br />

– Boden (auf dem sich Partikel ablagern können)<br />

– Bedienpersonal (z. B. Reinraumkleidung des Bedienpersonals)<br />

– Equipment (z. B. bewegte Teile, die Abrieb generieren)<br />

Abbildung 1: Umströmung einer Füllnadel durch Erstluft in einem Isolator. Das linke Bild zeigt den Nachweis im Rahmen einer CFD Simulation (Design)<br />

und das rechte Bild den Nachweis bei der Strömungsvisualisierung an der realen Anlage im Rahmen der Qualifizierung.<br />

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Dipl.-Ing.(FH) Michael Kuhn<br />

Zudem werden folgende Punkte im Abschnitt 4.15 angesprochen:<br />

– Was soll visualisiert werden?<br />

– Welche Anforderungen sind einzuhalten?<br />

– Wie ist die Visualisierung durchzuführen und zu dokumentieren?<br />

– Wie ist bei Abweichungen vorzugehen?<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 4.15:<br />

Die Luftführung innerhalb von Reinräumen und Zonen sollte<br />

visualisiert werden, um nachzuweisen, dass Luft nicht aus Bereichen<br />

niedriger Reinheitsklassen in Bereiche höherer Reinheitsklassen strömt<br />

und dass Luft nicht über weniger reine Bereiche (z. B. über den Boden)<br />

oder über Bedienpersonal oder Ausrüstungsgegenstände geführt wird,<br />

die Verunreinigungen in Bereiche höherer Reinheitsklassen hineintragen<br />

könnten.<br />

Wenn ein unidirektionaler Luftstrom erforderlich ist, sollten Visualisierungsstudien<br />

durchgeführt werden, um die Einhaltung der Compliance<br />

zu zeigen (siehe Abschnitte 4.4 und 4.19). Wenn abgefüllte, verschlossene<br />

Produkte über eine kleine Durchführung in einen angrenzenden Reinraum<br />

einer niedrigeren Reinheitsklasse überführt werden, sollten Visualisierungsstudien<br />

der Luftströmung zeigen, dass keine Luft aus Reinräumen<br />

einer niedrigeren Reinheitsklasse in den Bereich der Reinheitsklasse<br />

B eindringt. Wenn sich herausstellt, dass die Luftbewegung ein<br />

Kontaminationsrisiko für den Reinraum oder die kritische Zone darstellt,<br />

sollten Korrekturmaßnahmen, wie z. B. Verbesserungen der Auslegung,<br />

durchgeführt werden. Untersuchungen der Luftführung sollten sowohl<br />

im Ruhezustand als auch im Betriebszustand durchgeführt werden<br />

(z. B. durch Simulation von Eingriffen von Bedienpersonal). Videoaufzeichnungen<br />

der Luftführung sollten aufbewahrt werden. Die Ergebnisse<br />

der Luftvisualisierungsstudien sollten dokumentiert und bei der Festlegung<br />

des Umgebungsmonitorings der Anlage berücksichtigt werden.<br />

Abschnitt 4.19 des neuen Annex 1:<br />

Anforderungen an Isolatoren und RABS<br />

Der neue Annex 1 befürwortet den Einsatz von Isolatoren und<br />

RABS,5 um einen bestmöglichen Schutz vor Kontamination durch<br />

den Bediener zu erreichen. Für beide Systeme werden im Abschnitt<br />

4.19 zusätzliche Anforderungen zu Abschnitt 4.15 beschrieben. Bei<br />

den Isolatoren wird zudem zwischen offenen und geschlossenen<br />

Isolatoren sowie Unterdruckisolatoren unterschieden. Bei offenen<br />

Isolatoren (z. B. Isolator mit Mousehole) und RABS gelten die<br />

höchsten Anforderungen an die Strömung. Der kritische Bereich ist<br />

durch Erstluft und TAV-Strömung (für offene Isolatoren und RABS)<br />

zu schützen.<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 4.19:<br />

a. Die Konstruktion offener Isolatoren sollte Bedingungen der Reinheitsklasse<br />

A mit Erstluftschutz in der kritischen Zone und einem unidirektionalen<br />

Luftstrom gewährleisten, der während der Verarbeitung über die<br />

exponierten Produkte hinwegströmt und von ihnen wegführt.<br />

b. Die Auslegung geschlossener Isolatoren sollte Bedingungen der<br />

Reinheitsklasse A mit angemessenem Schutz für exponierte Produkte<br />

während der Verarbeitung gewährleisten. Der Luftstrom muss in geschlossenen<br />

Isolatoren, in denen einfache Arbeits gänge durchgeführt<br />

werden, nicht unbedingt vollständig unidirektional sein. Ein turbulenter<br />

Luftstrom sollte jedoch das Risiko einer Verunreinigung des exponierten<br />

Produkts nicht erhöhen. Sind Verarbeitungslinien in geschlossene<br />

Isolatoren integriert, sollten Bedingungen der Reinheitsklasse A mit<br />

einem Erstluftschutz in der kritischen Zone und einem unidirektionalen<br />

Luftstrom, der während der Verarbeitung über die exponierten Produkte<br />

hinwegströmt, sichergestellt werden.<br />

Die Auslegung von RABS sollte Bedingungen der Reinheitsklasse A mit<br />

unidirektionalem Luftstrom und Erstluftschutz in der kritischen Zone gewährleisten.<br />

Es sollte ein gerichteter Luftstrom von der kritischen Zone<br />

zur unterstützenden Hintergrundumgebung aufrechterhalten werden.<br />

Abschnitt 4.20 des neuen Annex 1 zu Isolatoren und RABS:<br />

Bei Isolatoren wird im Abschnitt 4.20 auch der Einfluss von Handschuheingriffen<br />

auf die Strömung im kritischen Bereich thematisiert<br />

(siehe auch Abbildung 4). Das soll bereits bei der Erstellung der<br />

CCS6 berücksichtigt werden.<br />

Hinweise:<br />

– Kritische Handschuheingriffe können bereits im Design durch<br />

eine CFD-Simulation geprüft und optimiert werden<br />

– Handschuheingriffe sind in gleicher Weise auch bei RABS zu<br />

betrachten (im Annex 1 findet sich dazu keine konkrete Beschreibung)<br />

Zusätzlich zu den Handschuheingriffen sind die Strömungsverhältnisse<br />

an den Überströmöffnungen zu visualisieren (siehe<br />

Abbildung 5).<br />

Abbildung 2: Beispiel für eine Strömungsvisualisierung in<br />

einem turbulent belüfteten Reinraum der Klasse B. Die Prüfung<br />

und Bewertung erfolgte hier auf Basis der VDI 2083 Blatt 34.<br />

Abbildung 3: Visualisierung der TAV-Strömung in einem geschlossenen<br />

Isolator mit einer Stromfadenlanze.<br />

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Zitat aus Annex 1, Abschnitt 4.20 zu Isolatore:<br />

a. Bei der Durchführung der Risikobewertung für die CCS eines Isolators<br />

sollten unter anderem folgende Punkte berücksichtigt werden:… die<br />

Auswirkungen von Handschuhmanipulationen, die die Luftströmung<br />

oberhalb kritischer Prozesspunkte beeinträchtigen könnten ….<br />

b. An den Anschlussstellen offener Isolatoren sollten Untersuchungen<br />

der Luftströmungsmuster durchgeführt werden, um nachzuweisen, dass<br />

keine Luft eindringen kann.<br />

Bei der Anwendung von RABS-Technologie soll auch der Einfluss<br />

von Türöffnungen auf die Strömungsverhältnisse im kritischen Bereich<br />

analysiert werden. Dazu ist Nebel an der Reinraumkleidung<br />

des Operators aufzugeben (siehe Abbildung 6) und im kritischen<br />

Bereich. Der Nebel darf nicht von der Person in Richtung kritischer<br />

Bereich strömen. Der kritische Bereich muss weiterhin durch Erstluft<br />

geschützt sein. Falls mehrere Türen gleichzeitig geöffnet werden,<br />

ist auch diese Situation zu visualisieren und zu bewerten.<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 4.20 zu RABS:<br />

Die Hintergrundumgebung für RABS, die für die aseptische Verarbeitung<br />

verwendet werden, sollte mindestens der Reinheitsklasse B entsprechen,<br />

und es sollten Untersuchungen der Luftströmungsmuster durchgeführt<br />

werden, um nachzuweisen, dass während der Eingriffe und durch<br />

Türöffnungen (wenn Türen vorhanden sind) keine Luft eindringt.<br />

Abschnitt 4.30 des neuen Annex 1 zu Luftgeschwindigkeit<br />

und Strömung<br />

Die Luftgeschwindigkeit ist eine extrem wichtige Einflussgröße auf<br />

die Strömungsverhältnisse in einem TAV-Bereich. Daher muss zusammen<br />

mit der Strömungsvisualisierung auch immer eine Messung<br />

der Luftgeschwindigkeiten erfolgen. Die gemessenen Luftgeschwindigkeiten<br />

müssen in dem festgelegten Geschwindigkeitsbereich<br />

liegen. Grundsätzlich darf vom bereits im Annex 1 in der Ausgabe<br />

von 2008 definierten Geschwindigkeitsbereich von 0,36 … 0,54<br />

m/s neuerdings abgewichen werden, wenn dies in der CCS wissenschaftlich<br />

begründet wird. Das eröffnet die Möglichkeit eines energiesparenden<br />

Betriebs der TAV- Bereiche. Dabei wird seitens STZ<br />

EURO empfohlen, die Reduzierung der Luftgeschwindigkeit mittels<br />

CFD-Simulation bereits im Design zu verifizieren. Für Reinraumbetreiber,<br />

die zudem durch die FDA inspiziert werden, empfiehlt es<br />

sich, vorab zu klären, ob diese Vorgehensweise dort ebenfalls auf<br />

Akzeptanz stößt.<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 4.30:<br />

Die Geschwindigkeit der von unidirektionalen Luftstromsystemen zugeführten<br />

Luft sollte im Qualifizierungsbericht eindeutig begründet werden,<br />

einschließlich des Ortes für die Messung der Luftgeschwindigkeit.<br />

Die Luftgeschwindigkeit sollte so ausgelegt, gemessen und aufrechterhalten<br />

werden, dass eine angemessene unidirektionale Luftbewegung<br />

den Schutz des Produkts und offener Komponenten am Arbeitsplatz<br />

gewähr-leistet (z. B. dort, wo risikoreiche Arbeitsvorgänge stattfinden<br />

und wo das Produkt und/oder die Komponenten exponiert sind). Unidirektionale<br />

Luftströmungssysteme sollten eine homogene Luftgeschwindigkeit<br />

in einem Bereich von 0,36–0,54 m/s (Richtwert) am Arbeitsplatz<br />

zur Verfügung stellen, es sei denn, in der CCS ist etwas anderes wissenschaftlich<br />

begründet. Studien zur Visualisierung des Luftstroms sollten<br />

mit der Messung der Luftgeschwindigkeit korrelieren.<br />

Abschnitt 7.18 des neuen Annex 1 zu Personal:<br />

Die störenden Einflüsse auf die Strömung durch das Personal werden<br />

im neuen Annex 1 besonders umfangreich thematisiert.<br />

Die Abschnitte 4.20, 7.18 und 8.16 widmen sich ausführlich dieser<br />

Thematik. Bei der Durchführung der Strömungsvisualisierung empfiehlt<br />

es sich, unzureichend durchgeführte Personaleingriffe in der<br />

Videodokumentation als Schulungsmaterial zu kennzeichnen. Anschließend<br />

wird der Personaleingriff in korrekter Form wiederholt<br />

und dokumentiert.<br />

Die Planung kritischer Personaleingriffe kann auch per CFD-<br />

Simulation bereits in der Designphase der reinlufttechnischen<br />

Anlage unterstützt werden.<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 7.18:<br />

Tätigkeiten in reinen Bereichen, die für die Produktionsprozesse nicht<br />

relevant sind, sollten auf ein Minimum beschränkt werden, besonders<br />

während aseptischer Arbeitsvorgänge. Das Personal sollte sich langsam,<br />

kontrolliert und methodisch bewegen, um eine übermäßige Abgabe von<br />

Partikeln und Organismen durch übertriebene Aktivität zu vermeiden. Bedienpersonal,<br />

das aseptische Arbeitsgänge durchführt, sollte sich jederzeit<br />

an die Regeln der aseptischen Technik halten, um Änderungen der<br />

Luftströme zu vermeiden, die Luft minderer Qualität in die kritische Zone<br />

einbringen könnten. Bewegung in der Nähe der kritischen Zone sollte<br />

eingeschränkt und eine Behinderung des unidirektionalen Luftstroms<br />

(Erstluft) vermieden werden. Eine Bewertung von Studien zur Visualisierung<br />

von Luftströmungen sollte als Teil des Schulungsprogramms in<br />

Betracht gezogen werden.<br />

Abbildung 4: Handschuheingriff an einem RTP (Rapid Transfer Port)<br />

eines Isolators mit Strömungsvisualisierung und Nebelaufgabe<br />

oberhalb des Handschuhs. Zusätzlich wird im weiteren Verlauf Nebel<br />

unterhalb des Handschuhs aufgegeben.<br />

Abbildung 5: Visualisierung der Überströmung am Mousehole<br />

eines offenen Isolators. Zusätzlich ist im weiteren Verlauf der<br />

Strömungsvisualisierung abströmseitig vom Mousehole Nebel<br />

aufzugeben und zu prüfen, ob Nebel in den Isolator eindringt.<br />

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Abschnitt 8.16 des neuen Annex 1<br />

(Planung von Personaleingriffen)<br />

Bei der Planung von Eingriffen sollten alle Auswirkungen auf Luftströme,<br />

kritische Oberflächen und Produkte berücksichtigt werden.<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 8.16:<br />

Es sollte eine genehmigte Liste zulässiger und qualifizierter Eingriffe,<br />

sowohl benötigte als auch korrektive, vorliegen, die während der Produktion<br />

vorkommen können (siehe Absatz 9.34). Die Eingriffe sollten<br />

sorgfältig geplant werden, um sicherzustellen, dass das Risiko einer<br />

Kontamination der Umwelt, des Prozesses und des Produkts wirksam<br />

minimiert wird.<br />

Abschnitt 9.4 des neuen Annex 1 zur Festlegung<br />

von Probenahmestellen<br />

Ein abschließender Hinweis auf die Strömungsvisualisierung findet<br />

sich noch in Abschnitt 9.4 des neuen Annex 1. Bei der Festlegung<br />

von Probenahmestellen für das Umgebungsmonitoring sollen die<br />

Ergebnisse der Strömungsvisualisierung berücksichtigt werden.<br />

Weitere kurze Hinweise zur Luftströmung und Visualisierung finden<br />

sich bei speziellen Themen wie Heißluftsterilisation, Gefriertrocknung<br />

und Blow-Fill-Seal-Abfüllprozessen.<br />

Zitat aus Annex 1, Abschnitt 9.4:<br />

Es sollte ein Programm für das Umgebungsmonitoring erstellt und dokumentiert<br />

werden … Risikobewertungen sollten zur Aufstellung dieses<br />

umfassenden Programms für das Umgebungsmonitoring durchgeführt<br />

werden … Die Risikobewertung sollte die Bestimmung der kritischen<br />

Überwachungsstellen beinhalten…Auch andere Informationen wie Studien<br />

zur Visualisierung des Luftstroms sollten berücksichtigt werden.<br />

Zusammenfassung<br />

– Die Strömungsverhältnisse in reinen Bereichen und Reinräumen<br />

und deren Visualisierung haben einen erheblichen Stellenwert im<br />

neuen Annex 1 von 2022.<br />

– Die acht neu formulierten Abschnitte im neuen Annex 1 wurden<br />

in diesem Whitepaper näher beleuchtet. In der Ausgabe von 2008<br />

waren Strömung und Visualisierung nur in drei Abschnitten beschrieben.<br />

– Das Regelwerk VDI 2083 Blatt 3 (August 2022) beschreibt umfassend<br />

das Thema Strömungsvisualisierung. Es findet sich eine<br />

weitgehende Übereinstimmung mit den neuen Anforderungen<br />

des Annex 1. Die in der VDI-Richtlinie beschriebenen Hinweise<br />

und Akzeptanzkriterien können daher für die Durchführung und<br />

Bewertung der Strömungsvisualisierung herangezogen werden.<br />

– Reine Bereiche und Reinräume können mittels CFD-Simulation<br />

bereits im Design so weit optimiert werden, dass die Anforderungen<br />

des neuen Annex 1 erfüllt werden. Die CFD-Simulation kann<br />

z.B. für folgende Fragestellungen hilfreich sein:<br />

– Einfluss von Türöffnungen auf die Strömung im kritischen<br />

Bereich und auf Überströmungen<br />

– Einfluss von Handschuheingriffen im kritischen Bereich<br />

– Positionierung von Probenahmesonden<br />

– Festlegung der Messorte für die Luftgeschwindigkeitsmessung<br />

u.v.m.7<br />

Autor<br />

Dipl.-Ing.(FH) Michael Kuhn leitet zusammen mit Benjamin Pfändler<br />

das Steinbeis-Transferzentrum Energie-, Umwelt- und Reinraumtechnik<br />

(STZ EURO) in Offenburg.<br />

Er hat als Vorsitzender die Richtlinien VDI 2083 Blatt 19 (Reinraumdichtheit)<br />

und VDI 2083 Blatt 4.2 (Energieeffizienz) mit erarbeitet.<br />

Zuletzt hat er die neue VDI 2083 Blatt 3 mit auf den Weg<br />

gebracht. Bis 2019 war er Lehrbeauftragter für Reinraumtechnik und<br />

Lüftungstechnik an den Hochschulen Offenburg und Nordwestschweiz.<br />

Zudem ist er als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger<br />

für Luft- und Klimatechnik, insbesondere Reinraumtechnik<br />

tätig.<br />

Hinweis:<br />

Die aufgeführten Textauschnitte aus dem neuen Annex 1 wurden aus<br />

dem aktuellen GMP-Berater (GMP-Verlag Peither AG) entnommen.<br />

Quellen:<br />

1 The Rules Governing Medicinal Products in the European Union Volume 4<br />

EU Guidelines for Good Manufacturing Practice for Medicinal Products<br />

for Human and Veterinary Use, Annex 1, Manufacture of Sterile Medicinal<br />

Products GMP = Good Manufacturing Pratice<br />

2 Erstluft bezieht sich auf gefilterte Luft, deren Strom vor dem Kontakt<br />

mit dem exponierten Produkt und den produktberührenden Oberflächen<br />

nicht unterbrochen wurde, wodurch die Luft vor dem Erreichen der kritischen<br />

Zone kontaminiert werden könnte.<br />

3 TAV = Turbulenzarme Verdrängungsströmung<br />

4 VDI 2083 Blatt 3:2022-08, Reinraumtechnik - Messtechnik<br />

5 RABS = Restricted Access Barrier System<br />

6 CCS = Contamination Control Strategy<br />

7 Weitere Beispiele finden sich im Whitepaper „Strömungssimulation“<br />

des STZ EURO unter www.stz-euro.de/aktuelles/veroeffentlichungen/<br />

Abbildung 6: Visualisierung eine Personaleingriffs mit offener Tür an<br />

einem RABS. Nebelaufgabe an der Kleidung des Operators.<br />

STZ EURO Steinbeis-Transferzentrum<br />

Energie-, Umwelt- und Reinraumtechnik Offenburg<br />

Badstraße 24a<br />

D 77652 Offenburg<br />

Telefon: +49 781 203547<strong>11</strong><br />

eMail: mkuhn@stz-euro.de<br />

Internet: http://www.stz-euro.de<br />

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Im neuen Test- und Dienstleistungszentrum (TDZ) bietet LPW seinen Kunden die Möglichkeit, neben der Lohnreinigung unter anderem auch<br />

Anwendungen sowie Versuche in puncto zukunftsfähiger Feinst- und Ultra-Feinstreinigung durchzuführen. (Foto: LPW)<br />

Nach Brand: moderner, leistungsfähiger und absolut High Tech.<br />

LPW Test- und Dienstleistungszentrum<br />

wiedereröffnet<br />

Nach nur knapp sechs Monaten Bauzeit wurde kürzlich das Test- und Dienstleistungszentrum für Präzisionsreinigung von<br />

LPW am Firmenstandort in Riederich wiedereröffnet. Aufgrund eines Feuers zu Jahresbeginn musste es von Grund auf neu<br />

errichtet werden. Dies nahmen die Reinigungsspezialisten zum Anlass, das TDZ noch moderner sowie leistungsfähiger zu<br />

gestalten und mit High Tech auf höchstem Niveau im Wert von über einer Million Euro auszustatten.<br />

Auf insgesamt 380 Quadratmetern finden nun wieder Kundenversuche,<br />

Lohnreinigung sowie die Arbeit an Forschungsprojekten<br />

statt. Dabei bietet das neue Setting noch mehr Möglichkeiten im<br />

Bereich der Prozess- und Verfahrensentwicklung für externe Anwender<br />

als auch firmeninterne Aktivitäten. Gerhard Koblenzer,<br />

CEO LPW Reinigungssysteme GmbH: „Natürlich war der Brand im<br />

ersten Moment ein Schock. Doch wir haben das Beste daraus gemacht<br />

und beim Wiederaufbau die Chance genutzt, das TDZ drei<br />

Jahre nach Eröffnung auf den neusten Stand der Technik zu bringen<br />

und zukunftsfähiger zu gestalten. Dafür haben wir neben der Versicherungssumme<br />

auch noch eigenes Geld in die Hand genommen.“<br />

Die technische Ausstattung stellt sich jetzt wie folgt dar:<br />

Der neue Reinraum wurde hinsichtlich Monitoring, Energieeffizienz<br />

und Performance in seinem Leistungsspektrum deutlich verbessert.<br />

(Foto: LPW)<br />

– Komplett neue Medienversorgung (Luft, technische Gase und<br />

Flüssigkei-ten in Form einer VE- und Reinstwasser-Versorgung)<br />

- ISO 7-Reinraum mit integrierter Luft-Partikelmessung sowie<br />

Verdunk-lungsmöglichkeit des gesamten Reinraums zur UV-<br />

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Lichtinspektion<br />

– Mobile Laminar-Flow-Einheit im Reinraum zur Erzeugung eines<br />

Arbeitsbe-reichs unter ISO 5-Umgebungsbedingungen für Inspektion,<br />

Handling und Verpackung gereinigter Bauteile<br />

– Dreistufige Präzisionsreinigungsanlage (PowerJet 670T3 CNp),<br />

integriert im Reinraum, mit US-Reinigung/-Spülen, Injektionsfluten,<br />

CNp-Reinigung/-Spülen, Reinstwasserspüle, integrierter<br />

Heißluft-/Vakuumtrocknung, berührungloser IR-/CNp-Trocknung<br />

und integriertem chargenbezogenen Prozessmonitoring<br />

– Vakuum-Verpackungseinheit, die eine ein- oder mehrlagige<br />

Verarbeitung der gereinigten und getrockneten Bauteile, auch<br />

unter Stickstoffat-mosphäre, erlaubt<br />

– Vorreinigung im Grauraum mit einer PowerJet 670T2 Basic:<br />

zweistufiger Reinigungs-/Spülprozess mit integrierter US-/CNp-<br />

Reinigung und anschlie-ßender Heißluft-/Vakuumtrocknung<br />

Mit der LPW-Reinstwasseranlage zur Versorgung der Laborbereiche<br />

und der finalen Reinigung im Reinraum, können selbst hochwertigste<br />

Anforde-rungen aus der Medizintechnik, der Präzisionskomponentenfertigung,<br />

der optischen Industrie sowie aus dem neuen<br />

Portfolio des Automotive-Sektors realisiert werden. Außerdem ermöglicht<br />

eine zentrale Steuerungstechnik die Dokumentation aller<br />

Verfahrensprozesse sowie der Umweltbedingun-gen. Des Weiteren<br />

wurden die Labor-Räumlichkeiten nun so ausstattet, dass neben der<br />

Sauberkeitsanalytik auch halbautomatische Vorversuche auf einer<br />

CNp-Wetbench oder auf einem CNp-/Ultraschall-Doppelwannensystem<br />

zur Chemieauswahl/Chemieverträglichkeit sowie für Spültests<br />

und zur Prozessdefinition durchführbar sind.<br />

Koblenzer: „Im TDZ herrscht bereits wieder Hochbetrieb. Da die<br />

Nachfrage immens ist, planen wir zum Jahreswechsel eine Erweiterung<br />

der Lohnreini-gungskapazitäten durch die Integration weiterer<br />

Anlagen.“<br />

Für die Betreuung des Test- und Dienstleistungszentrums in<br />

Riederich bei Metzingen ist das LPW Applikations-Engineering-<br />

Team unter der Leitung von Christian Koblenzer verantwortlich.<br />

Anfragen und Terminvereinbarungen sind per E-Mail an info@lpwcleaning.com<br />

möglich.<br />

LPW Reinigungssysteme GmbH<br />

Industriestraße 19<br />

D 72585 Riederich<br />

Telefon: +49 7123 38040<br />

eMail: info@lpw-cleaning.de<br />

Internet: http://www.lpw-cleaning.de<br />

Tel.: +49 (0) 7072/ 131-0<br />

info@kemmlit.de<br />

www.kemmlit-reinraum.de<br />

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Seite <strong>11</strong>/103


Clean SCARA Cable Solution arbeitet nahezu partikelfrei nach ISO Klasse 2<br />

Neue Energieführung für<br />

SCARA-Roboter in Reinräumen<br />

igus bringt eine neue Energieführung für SCARA-Roboter in Reinräumen auf den Markt: Die Clean SCARA Cable Solution<br />

besteht aus tribologisch optimierten Hochleistungskunststoffen und arbeitet selbst bei High-Speed-Anwendungen<br />

nahezu partikelfrei nach ISO Klasse 2. Zudem punktet das System im Vergleich zu klassischen Wellschläuchen mit hoher<br />

Stabilität und Bedienerfreundlichkeit.<br />

Der Hollywood-Blockbuster Deep Impact: Ein Komet mit 2,5 Kilometern<br />

Durchmesser rast auf die Erde zu, schlägt ein und sorgt für<br />

weltweite Zerstörung. Ein Worst-Case-Szenario, von dem auch die<br />

Elektronikproduktion ein Liedchen singen kann. Allerdings in anderen<br />

Dimensionen. Denn hier sind winzige, mit dem Auge nicht<br />

sichtbare Partikel die Kometen, die Elektronikbauteile, Halbleiter<br />

und Displays ruinieren. Entsprechend wichtig ist es, dass Maschinen<br />

und Anlagen möglichst reibungsarm sind und die Umgebungsluft<br />

nicht kontaminieren. Gar nicht so leicht, besonders nicht bei<br />

sogenannten SCARA-Robotern, die einem menschlichen Arm ähneln<br />

und sich rasant über vier Achsen bewegen – mit Zyklenzeiten<br />

von weit unter einer Sekunde. Hier besteht immer die Gefahr, dass<br />

sich bei High-Speed-Anwendungen Partikel von Wellschläuchen<br />

und Rohren lösen. „Die Führung von Leitungen und Schläuchen am<br />

SCARA-Roboter im Reinraum ist tatsächlich eine Wissenschaft für<br />

sich. Schnelle Bewegungen sind purer Stress für das Material, wodurch<br />

Abrieb und damit unliebsame Partikel freigesetzt werden“,<br />

bestätigt Matthias Meyer, Leiter Geschäftsbereich triflex und Robotics<br />

bei igus. Aus diesem Grund hat igus das 2020 entwickelte<br />

Energieführungssystem SCARA Cable Solution um eine Variante<br />

für Reinräume erweitert. „Die neue Clean SCARA Cable Solution<br />

ist eine reinraumtaugliche Energieführung für High-Speed-Anwendungen<br />

– verlässlich, kompakt, leicht zu bedienen und schnell nachzurüsten,“<br />

so Meyer.<br />

ISO Klasse 2: selbst bei wildesten Bewegungen<br />

kaum Partikel in der Umgebungsluft<br />

Herzstück der neuen Reinraum-Energieführung ist die e-skin<br />

soft, eine modular aufgebaute Energiekette, die Leitungen und<br />

Die Clean SCARA Cable Solution sorgt für eine partikelfreie Energieführung<br />

selbst bei hoch dynamischen Bewegungen. (Quelle: igus GmbH)<br />

Schläuche in einem Bogen vom vertikalen Arm des Roboters zum<br />

Endeffektor führt. Ihre flexible Ober- und Unterschale lassen sich<br />

zu einem geschlossenen, staub- und wasserdichten Rohr zusammenfügen.<br />

So ist gewährleistet, dass Partikel der Leitungen und<br />

Schläuche nicht aus dem Inneren in die Umgebungsluft gelangen<br />

– selbst bei wildesten Bewegungen. „Um dabei den Stress auf die<br />

Leitungen zu reduzieren und ihre Langlebigkeit zu erhöhen, haben<br />

wir an Festpunkt und Mitnehmer der Energieführung die Anbindungen<br />

drehend gelagert“, erklärt Meyer. „Das ist der besondere<br />

Clou der Energieführung. Gleichzeitig sind die Drehlagerungen so<br />

konstruiert, dass sie selbst bei den dynamischsten Bewegungen<br />

nahezu partikelfrei sind.“ Und auch die e-kette selbst sei besonders<br />

abriebfest – dank tribologisch optimiertem Hochleistungskunststoff.<br />

Das bestätigt auch die ISO Zertifizierung durch Experten<br />

des Fraunhofer-Instituts. Die Clean SCARA Cable Solution hat<br />

ISO Klasse 2 erreicht. Das bedeutet, dass die Energieführung so<br />

abriebfest ist, dass sich im laufenden Betrieb in einem Kubikmeter<br />

Luft höchstens 100 Partikel bis zu einer Größe von 0,1 Mikrometer<br />

finden. Zum Vergleich: Ein durchschnittliches Blatt Papier ist 80<br />

Mikrometer dick, also 800-fach dicker.<br />

Clean SCARA Cable Solution als Alternative<br />

zu klassischen Wellschläuchen<br />

igus bietet mit der neuen Energieführung eine Alternative zu klassischen<br />

Wellschläuchen, die neben der Reinraumtauglichkeit zwei<br />

weitere Vorteile bietet. Erstens: Dünne, beim SCARA hauptsächlich<br />

eingesetzte Wellschläuche besitzen kaum Eigensteifigkeit<br />

und können dadurch schnell abknicken. Die fehlende Lagerung,<br />

die Torsion abfängt, sorgt zusätzlich dafür, dass die Wellschläuche<br />

schnell reißen. „Anders als Wellschläuche stützt sich die Clean<br />

SCARA Cable Solution selbst und besitzt eine einzigartige Drehlagerung.<br />

Damit ist sie ideal für kurze freitragende Längen und hochdynamische<br />

Anwendungen geeignet“, so Meyer. „Besonders bei<br />

seitlicher Krafteinwirkung ist die ovale Geometrie der Kette von<br />

Vorteil, da sie zusätzliche Stabilität bietet.“ Der zweite Vorteil im<br />

Vergleich zum Wellschlauch: Dank des Zipper-Prinzips lässt sich<br />

die Clean SCARA Cable Solution so leicht öffnen wie ein Reißverschluss.<br />

Entsprechend schnell können Anwender Leitungen und<br />

Schläuche einlegen. Für zusätzlichen Schutz sorgt eine optionale<br />

Innenaufteilung, die bei Wellschläuchen ebenfalls nicht möglich<br />

ist. „Auf Wunsch kann der Kunde die neue Energiekette für Reinräume<br />

direkt anschlussfertig mit chainflex Leitungen als komplettes<br />

System erhalten.“ Hier stehen über 900 hochflexible Leitungen<br />

mit IPA Klasse 1 zur Verfügung.<br />

igus GmbH<br />

D 5<strong>11</strong>47 Köln<br />

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„10.000“ – comprei feiert!<br />

comprei, ein führendes Unternehmen mit nahezu 25 Jahren Erfahrung im Bereich Reinraumausbildung, Reinraumdienstleistung<br />

und Handel mit Reinraumzubehör, feiert einen bemerkenswerten Meilenstein in der Unternehmensgeschichte:<br />

Die erfolgreiche Qualifizierung von 10.000 Fachkräften aus verschiedensten Industrien für ihren anspruchsvollen Einsatz<br />

im Reinraum.<br />

den neuen Annex 1 sind für die kommende<br />

Umsetzung sehr hilfreich.“<br />

– „Unsere PKAs waren so begeistert von der<br />

Schulung, die uns geboten wurde! Und<br />

das Ergebnis ist dermaßen zufriedenstellend<br />

(signifikante Keimreduktion beobachtbar),<br />

dass wir wieder eine Schulung<br />

durchführen möchten.“<br />

„10.000 Lernende<br />

– was steckt hinter dieser Zahl?“<br />

Wir haben bei Simon Fiala,<br />

Leitung Training und Ausbildung<br />

bei comprei, nachgefragt.<br />

„Die Zahl der 10.000 Teilnehmer an unseren<br />

Trainings der vergangenen Jahre ist<br />

ein Resultat, das uns enorm freut! Für uns<br />

als Trainer-Team ist es noch mehr als eine<br />

reine Zahl. Dahinter stecken intensive Erlebnisse,<br />

die wir mit einzelnen Menschen<br />

haben durften. Während der ein- bis fünftägigen<br />

Trainings konnten wir Menschen<br />

in Kleingruppen beim Lernen und Formen<br />

ihres Mindset für Kontaminationskontrolle<br />

begleiten. Wir durften Lernenden dabei<br />

helfen, sich neue Skills anzueignen und diese<br />

in ihrer täglichen Routine zu verankern.<br />

So manchen konnten wir nach einiger Zeit<br />

zur Requalifizierung wiedertreffen, und viele<br />

haben uns erzählt, wie sie Gelerntes in<br />

ihrem Reinraum-Alltag anwenden konnten.<br />

So etwas zu hören, ist für einen Trainer die<br />

größte Freude – letztlich auch Anerkennung<br />

und Dank für das Herzblut, das man gern hineingelegt<br />

hat.“<br />

Die ausgebildeten Fachkräfte stammen<br />

aus einer Vielzahl von Branchen, darunter<br />

die pharmazeutische Industrie, Biotechnologie,<br />

Mikroelektronik und Klinikapotheken.<br />

Dieses Spektrum zeigt die Vielsei\gkeit und<br />

den Individualisierungsgrad von comprei-<br />

Bild von rawpixel.com auf Freepik<br />

Trainingsprogrammen und ihrer Wirksamkeit<br />

in vielfältigen Anwendungsbereichen.<br />

Indem sie Konzepte für Kontaminationskontrolle<br />

im Reinraum verstehen und Maßnahmen<br />

nachhaltig umsetzen lernen, tragen<br />

die von comprei trainierten Fachkräfte dazu<br />

bei, an ihrem Arbeitsplatz Kontaminationsrisiken<br />

zu minimieren, Produktqualität und<br />

vielfach Patientensicherheit zu gewährleisten<br />

und Effizienz und Wirtschaftlichkeit zu<br />

steigern. So ausgerüstet leisten diese Fachkräfte<br />

einen essenziellen Beitrag dazu, dass<br />

derartige Hightech-Anwendungen überhaupt<br />

möglich sind.<br />

Was sagen die Schulungsteilnehmer<br />

und Organisatoren selbst dazu?<br />

– „Bei Ihnen möchte ich mich recht herzlich<br />

bedanken, dass es ihnen gelungen<br />

ist, aus dem etwas trockenen Schulungsthema<br />

– das Wort Schulung ist vorher<br />

bei einigen meiner Mitarbeiter nicht gut<br />

angekommen – ein anschauliches und<br />

gut verständliches ‚Spiel‘ zu inszenieren,<br />

an dem alle mit viel Freude teilgenommen<br />

haben.“<br />

– „Der Lehrgang zum zertifizierten Reinraumexperten<br />

eröffnete mir einen<br />

ganz neuen Blickwinkel auf das breite<br />

Themenfeld Reinraum. In allen Schwerpunktbereichen<br />

durfte ich neue Erkenntnisse<br />

sammeln, welche mir in der täglichen<br />

Arbeit von Nutzen sind.“<br />

– „Vor allem die aktuellen Infos in Bezug auf<br />

„Dieser Meilenstein ist ein Beleg für die<br />

Performance unserer Ausbildungsprogramme<br />

und das Vertrauen, das unsere Kunden<br />

in uns setzen,“ sagt der GeschäSsführer<br />

von comprei, Achim Angermeier. „Wir sind<br />

stolz darauf, mit unserem Know-How einen<br />

wertvollen Beitrag zu leisten, dass sich<br />

unsere Kunden auf ihre Kernkompetenzen<br />

konzentrieren können – u.a. in der Fertigung<br />

von hochspezialisierten technischen Komponenten<br />

und Systemen sowie in der Forschung<br />

und Herstellung von State-of-the-<br />

Art-Medizin. Es ist unser kontinuierliches<br />

Bestreben, den hohen Erwartungen unserer<br />

Kunden gerecht zu werden und sie in ihren<br />

spezifischen Anwendungsbereichen zu unterstützen.“<br />

comprei versteht sich als Themenführer,<br />

Entwickler und Anwender von effektiven<br />

und effizienten Konzepten zur Kontaminationskontrolle<br />

im Reinraum, zertifiziert<br />

nach der Qualitätsmanagementnorm ISO<br />

9001. Bekannt als der Experte für Kontaminationskontrolle<br />

im Reinraum, ist comprei<br />

ein nach ISO 21001 und ISO 29993 zertifiziertes<br />

Ausbildungsunternehmen. Täglich<br />

sind 120 MitarbeiterInnen der comprei-Reinraumdienstleistung<br />

in mehr als<br />

200 Reinräumen im Einsatz. Der Handel<br />

mit zertifiziertem, von comprei getestetem<br />

Reinraumzubehör ergänzt das Leistungsprogramm,<br />

um die Kunden ganzheitlich und<br />

verlässlich zu versorgen.<br />

comprei Reinraum-Handel und Schulungs GesmbH<br />

Europastrasse 10<br />

A 9524 Villach<br />

Telefon: +43 4242 44075 Telefax: +43 4242 41782<br />

eMail: office@comprei.eu<br />

Internet: http://www.comprei.eu<br />

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Seite 13/64


ICH ERWARTE<br />

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Am 28. September <strong>2023</strong> eröffnete CWS Cleanrooms zusammen mit geladenen Kunden<br />

offiziell seine neue Reinraumwäscherei in Eindhoven.<br />

Neue Reinraumwäscherei in<br />

Eindhoven eröffnet<br />

CWS Cleanrooms ist ein Full-Service-Anbieter und Leasingpartner<br />

für Reinraumtextilien und -zubehör. Für seine Kunden sorgt das<br />

Unternehmen dafür, diese stets fachgerecht aufbereitet in den benötigten<br />

Mengen und Größe zur richtigen Zeit am richtigen Ort ausreichend<br />

zur Verfügung zu stellen.<br />

Europaweites Wäschereinetzwerk weiter ausgebaut<br />

Der Reinraummarkt wächst und mit ihm die Anforderungen an GMP<br />

Annex 1 konforme Textilkonzepte und entsprechende Wäschekapazitäten.<br />

Für eine optimale Versorgung hat das Unternehmen zwischen<br />

2022 und <strong>2023</strong> eine zweite Reinraumwäscherei in Eindhoven<br />

gebaut. Mit dieser Investition für das Wachstum der Kunden aus der<br />

Pharma-, Life Sciences- und Halbleiterindustrie in den Benelux-<br />

Ländern hat das Unternehmen eine weitere hochmoderne Produktionsstätte<br />

mit zukunftsweisenden Technologien errichtet und im<br />

März erfolgreich in Betrieb genommen. Seitdem dekontaminiert der<br />

Standort professionell in ein 2-Schicht-Modell der Klasse ISO 5. Die<br />

offizielle Eröffnung fand nun Ende September statt.<br />

Erfolgreiche Eröffnungsveranstaltung<br />

Gemeinsam mit geladenen Kunden wurde die Eröffnung von Eindhoven<br />

2 gefeiert. Neben interessanten Vorträgen erhielten die Kunden<br />

bei Rundgängen durch die Wäscherei einen Einblick in die modernen<br />

und energieeffizienten Anlagen. Außerdem präsentierte das<br />

Unternehmen sein Dienstleistungsangebot sowie innovative und<br />

nachhaltige Lösungen.<br />

Die Kunden vor Ort waren überzeugt: „Wir freuen uns für CWS<br />

Cleanrooms. Diese Wäscherei ist ein wichtiger Zubau, auch für uns<br />

Kunden“, sagte ein langjähriger Kunde. Auch Egbert Jan Schulenburg,<br />

Regional Manager Operations von Cleanrooms Eindhoven,<br />

zeigte sich zufrieden: „In kürzester Zeit haben wir hier eine weitere<br />

Reinraumwäscherei mit modernster Ausstattung errichtet, die<br />

höchsten Qualitätsansprüchen gerecht wird. Heute konnten wir dies<br />

gemeinsam mit unseren Kunden feiern. Ein wichtiger Meilenstein<br />

für das Unternehmen und den Standort Eindhoven.“<br />

„Diese Erweiterung wird unsere Produktionskapazität erheblich<br />

steigern, so dass wir den wachsenden Anforderungen unserer<br />

Kunden besser gerecht werden können. Unsere neue Wäscherei ist<br />

nicht nur ein Gebäude, sondern ein Symbol für unser Engagement<br />

und unsere Entschlossenheit, eine gesündere und sicherere Zukunft<br />

zu gestalten“, erklärte Markus Schad, CEO von CWS Cleanrooms.<br />

CWS Cleanrooms Deutschland GmbH & Co.KG<br />

Dreieich Plaza 1 A<br />

D 63303 Dreieich<br />

Telefon: +49 6103 3091290<br />

Telefax: +49 6103 309169<br />

eMail: cleanrooms.de@cws.com<br />

Internet: http://www.cws.com/reinraum<br />

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Seite 15/64


Erweiterung der<br />

Produktionskapazität unter<br />

Reinraumbedingungen<br />

Um der steigenden Nachfrage nach Verpackungslösungen für Sterilgüter gerecht zu werden, investiert die SÜDPACK Medica<br />

AG in die Erweiterung ihres französischen Standortes in der Region Orne. Mit dem Spatenstich für das Werk in Coulmer<br />

am 19. September legt das Unternehmen einen wichtigen Grundstein für den weiteren Ausbau seiner führenden Rolle<br />

in der Produktion von Beuteln unter ISO 7 Reinraumbedingungen.<br />

„Die Erweiterung unserer Produktionskapazitäten<br />

ermöglicht es uns, uns neben<br />

der Medizingüterindustrie auch im Pharmasektor<br />

noch stärker zu positionieren“,<br />

unterstreicht Thomas Freis, Geschäftsführer<br />

von SÜDPACK Medica. Seit mehr<br />

als 30 Jahren ist die SÜDPACK Medica ein<br />

bewährter Partner der Gesundheitsbranche.<br />

Der Standort in Coulmer steht vor allem für<br />

die Herstellung von Steril-barrierebeuteln,<br />

wie sie beispielsweise für das Verpacken<br />

von Implantaten zum Einsatz kommen. Das<br />

Produktangebot umfasst zudem ein breites<br />

Spektrum an Rollenware und Deckellösungen<br />

aus Folie, Tyvek® und Papier. Ein zukünftiger<br />

Produktionsschwerpunkt werden<br />

Headerbags sein, speziell für großvolumige<br />

Medizintechnikprodukte, die üblicherweise<br />

einer ETO-Sterilisation unterzogen werden.<br />

Die typischen Einsatzmöglichkeiten<br />

reichen hierbei von Spritzennestern und<br />

Pipettenboxen über chirurgische Sets und<br />

Wound Care Produkte bis zu chirurgischen<br />

Textilien.<br />

Konsequente Ausrichtung auf<br />

die Kunden- und Marktanforderungen<br />

Bereits in den letzten Jahren wurde in<br />

Schlauchbeutel- und 3-Rand-Siegelbeutel-Anlagen<br />

investiert, um den erhöhten<br />

Bedarf nach Folien und Beuteln zu decken,<br />

die sich an verschiedenen Stellen der Wertschöpfungskette<br />

auch in der Pharmaindustrie<br />

verwenden lassen. Für das Verpacken<br />

von Produkten wie Stopper, Filter oder<br />

Konnektoren sind diese ein optimales Verpackungskonzept,<br />

sie dienen aber auch als<br />

einfache Medienverpackungen und vor allem<br />

als Transferverpackungen.<br />

Gerade bei diesen Transport- bzw. Prozessverpackungen,<br />

die zum Transport von<br />

Reinraum zu Reinraum oder bis zur Anwendung<br />

eingesetzt werden, sieht Thomas<br />

Freis ein enormes Marktpotenzial für die<br />

SÜDPACK Medica: „Die Glas-flaschen,<br />

Ampullen oder Spritzen, die zur Verabrei-<br />

chung von flüssigen Parente-ralen wie etwa<br />

Infusionen notwendig sind, müssen vor der<br />

Befüllung absolut keimfrei sein. Da wir im<br />

Zuge der Werkserweiterung auch unsere<br />

Reinraum-Produktionsfläche unter ISO 7<br />

Bedingungen praktisch verdoppeln, sind<br />

wir ein noch leistungsfähigerer Anbieter im<br />

Markt. Und zwar mit hohen Qualitätsstandards<br />

und einem kompromisslosen Qualitätsversprechen.“<br />

Am 19. September <strong>2023</strong> nun<br />

fiel der Startschuss …<br />

für das derzeit größte Einzelprojekt in<br />

der SÜDPACK Medica. Der französische<br />

Standort der SÜDPACK Medica ist zertifiziert<br />

nach ISO 13485 (Medizin + Diag-nostik)<br />

und 15378 (Primärpackmittel – GMP)<br />

– und damit bestens für die Produktion von<br />

Sterilbarrieresystemen für Medizintechnikund<br />

Diagnostikanwen-dungen sowie für die<br />

Herstellung von Primärverpackungen für<br />

Arzneimittel geeignet.<br />

An dem offiziellen Spatenstich nahmen<br />

neben den Gesellschaftern von SÜDPACK,<br />

Frau Carolin Grimbacher und Herr Johannes<br />

Remmele, auch der CEO der SÜDPACK<br />

Gruppe, Herr Erik Bouts, sowie Thomas<br />

Freis als Geschäftsführer der SÜDPACK<br />

Medica AG und nicht zuletzt auch der Leiter<br />

des Investitionspro-jektes Frederic Covasso<br />

und Werksleiter Samuel Wilquin teil.<br />

Chantal Nicoleau, die Bürgermeisterin von<br />

Coulmer, zeigte sich begeistert von dem<br />

SÜDPACK In-vest, der auch mit der Schaffung<br />

neuer Arbeitsplätze verknüpft wird –<br />

ebenso wie der Vorsitzende des örtlichen<br />

Gemeindeverbandes „Vallées d’Auge et du<br />

Merlerault“ Sébastien Gourdel in seiner<br />

Rede zum Festakt. Zu den weiteren Gästen,<br />

die der Einladung der SÜDPACK Medica<br />

gerne gefolgt waren, gehörten Agnès Laigre,<br />

die Vizepräsidentin des örtlichen Gemeindeverbandes<br />

„Vallées d’Auge et du Merlerault“,<br />

Jean Pierre Feret, Mitglied des Departementsrats<br />

wie auch hochrangige Vertreter<br />

des Chambre de Commerce et de l‘Industrie<br />

und der beauftragten Baufirmen.<br />

SÜDPACK Medica AG<br />

CH 6341 Baar<br />

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igus erweitert seine nahezu partikelfreie Energiekettenserie e-skin flat<br />

um eine elektrostatisch ableitfähige Variante<br />

e-skin flat ESD:<br />

Für die allerhöchste Sicherheit<br />

und Sauberkeit in Reinräumen<br />

Speziell für hochsensible Reinräume hat igus seine e-skin flat Serie um eine ESD-Variante erweitert. Der neue Werkstoff<br />

des modularen Flachbandkabels verhindert eine elektrostatische Aufladung der Kette und sorgt gleichzeitig für Partikelfreiheit,<br />

selbst bei schnellsten Bewegungen. Gleichzeitig ermöglicht der modulare Aufbau mit einzelnen Pods eine schnelle<br />

Befüllung der Energieführung.<br />

In der Produktion der Elektronik- und Halbleiterindustrie<br />

sind neben partikelfreien<br />

Reinräumen auch Maschinenkomponenten<br />

gefragt, die elektrostatisch ableitfähig sind.<br />

Denn nur der kleinste unscheinbare Stromstoß<br />

aufgrund von elektrostatischer Aufladung,<br />

kann das wertvolle Produkt leicht<br />

zerstören. Daher hat igus seine e-skin flat<br />

Serie um eine ESD-Variante erweitert. Die<br />

neue schwarze e-skin flat besteht aus einem<br />

elektrostatisch ableitenden Material. „Der<br />

neue Werkstoff kombiniert die geringe Partikelemission<br />

der bewährten e-skin flat und<br />

einer oftmals geforderten ESD-Zulassung.<br />

Die Kette produziert nahezu keine Partikel<br />

und leitet elektronische Aufladungen di-<br />

rekt ab“, so Kira Weller, Produktmanagerin<br />

e-ketten bei igus. „Mit der neuen e-skin<br />

flat ESD haben wir genau das Produkt für<br />

unsere Kunden entwickelt, welches für die<br />

Produktion von sensitiven elektronischen<br />

Komponenten benötigt wird.“ Zum Einsatz<br />

kommt das Flachbandkabel zum Beispiel<br />

bei dem Automatisierungsspezialisten<br />

Weiss in seiner High-Speed Pick & Place-<br />

Einheit HP70. Diese wird unter anderem für<br />

das Materialhandling in der Medizin- und<br />

Pharmaindustrie eingesetzt. Von den Vorteilen<br />

der e-skin flat ESD zeigt sich Weiss<br />

begeistert. Das Flachbandkabel von igus ist<br />

im Vergleich zu klassischen Wellschläuchen<br />

bei den schnellen Bewegungen deutlich<br />

Für die sichere und partikelfreie Produktion von ESD-sensiblen Teilen hat igus<br />

eine elektrostatisch ableitfähige Variante der e-skin flat entwickelt – ebenfalls<br />

mit austauschbaren Leitungen. (Quelle: igus GmbH)<br />

stabiler, ruhiger und weniger verschleißanfällig.<br />

Auch gegenüber den laminierten<br />

Flachbandleitungen aus Polytetrafluorethylen<br />

(PTFE) kann die e-skin flat mit ihrem<br />

modularen Aufbau punkten. Im hauseigenen<br />

Reinraumlabor, welches igus gemeinsam<br />

mit den Fraunhofer Institut entwickelt<br />

hat, bewies sich die neue e-skin flat bereits<br />

in der höchsten Reinraumklasse.<br />

Leitungen einfach tauschen<br />

Für eine schnelle und einfache Montage der<br />

e-skin flat sorgen sogenannte „single pod“-<br />

Profile. So lässt sich die Energieführung<br />

einfach erweitern. Ein Zip-Locksystem gibt<br />

Anwendern die Möglichkeit, einfach die<br />

Leitungen auszutauschen. „Das ist ein ganz<br />

wesentlicher Vorteil gegenüber den weit<br />

verbreiteten PTFE-Flachbandleitungen.<br />

Denn dort sind die verseilten Adern in einem<br />

durchgängigen Flachband verschweißt<br />

und nicht trennbar. Anwender müssen beim<br />

Bruch einer einzelnen Ader das gesamte<br />

System tauschen. Das kostet Geld und Zeit“,<br />

weiß Kira Weller. „Wir bieten für unsere e-<br />

skin flat die CFCLEAN Leitungsadern für<br />

die Übertragung von Energie, Motorsteuerungs-,<br />

Bus- und Ethernetsignalen. So erhält<br />

der Anwender ein anschlussfertiges Energieführungssystem<br />

direkt aus einer Hand.“<br />

Sind längere Verfahrwege von bis zu fünf<br />

Metern gefragt, kann der Anwender auf eine<br />

Stützkette zurückgreifen, welche einfach<br />

in die Pods intergiert wird. Abstandshalter,<br />

Anschlusselemente der e-skin flat Serie sowie<br />

der smarte i.Cee EC.S Ultraschallsensor<br />

zur Zustandsüberwachung sind ebenfalls<br />

kompatibel mit der neuen ESD-Kette.<br />

igus GmbH<br />

D 5<strong>11</strong>47 Köln<br />

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Chromatographische Systeme<br />

Bevor der Warning Letter kommt:<br />

Wieso eine digitale, manipulationssichere<br />

und automatische Geräte-Qualifizierung hohe<br />

Datenintegrität gewährleistet<br />

Ohne verlässliche und lückenlose Forschungsdaten gibt es auch keine Zulassung für beispielsweise neue Medikamente.<br />

Daher sind Labore weltweit bei ihrer Dokumentation u.a. dazu verpflichtet, die ALCOA-Richtlinien der amerikanischen<br />

Food and Drug Administration (FDA) für ihre Messsysteme einzuhalten. Kommen im Zuge eines Audits Lücken zum Vorschein,<br />

weil z. B. bestimmte Metadaten verschwunden oder manuelle Anpassungen nicht nachvollziehbar sind, kann dies<br />

verschärfte Auflagen und im wiederholten Fall sogar die Schließung des Labors zur Folge haben. Um von Anfang an eine<br />

hohe Datenintegrität sicherzustellen, bietet die AnaTox eine spezielle Software an, die es dem Labor ermöglicht, alle Wartungs-,<br />

Reparatur- und Qualifizierungsdaten verlässlich und manipulationssicher zu sammeln sowie zu dokumentieren.<br />

Dabei ist die AIQ-Tool-Software besonders bedienerfreundlich: Die Qualifizierungen können durch einen erfahrenen<br />

Techniker als auch einen geschulten firmeninternen Mitarbeiter durchgeführt werden – die Ergebnisse sind vergleichbar<br />

und normgerecht.<br />

Detlef Wilhelm ist Geschäftsführer<br />

der AnaTox GmbH & Co. KG und<br />

hat mit der AIQ-Software eine<br />

ALCOA-konforme Qualifikationssoftware<br />

für chromatographische<br />

Systeme entwickelt.<br />

(Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)<br />

In vielen Laboren zählt neben der eigentlichen<br />

Forschung auch das Sammeln und<br />

Bewerten der dabei generierten Daten<br />

zum Alltag: Tabellenkalkulationen werden<br />

erstellt, Ergebnisse in Open-Source-Systemen<br />

verarbeitet, Daten in einer Drittanbieter-Cloud<br />

gespeichert, Systeme aufgerüstet<br />

und das nächste Audit mit einer<br />

Mischung aus Papier- und elektronischen<br />

Aufzeichnungen vorbereitet. Insbesondere<br />

im Bereich der Arzneimittelentwicklung<br />

und -produktion sorgt ein strenges Regelwerk<br />

dafür, dass der komplette Prozess von<br />

der Entwicklung bis zur Qualitätskontrolle<br />

der fertigen Arzneiform inklusive aller gesammelten<br />

Daten und durchgeführten Tests<br />

lückenlos nachvollziehbar ist. Während der<br />

Audits und Inspektionen muss das Laborpersonal<br />

daher auf sämtliche Fragen zur<br />

Compliance u.a. hinsichtlich der Qualifikation<br />

ihrer Geräte und Systeme vorbereitet<br />

sein. Die Aufsichtsbehörde kann dabei<br />

aus zwei unterschiedlichen Blickwinkeln<br />

Fragen stellen: zum einen hinsichtlich der<br />

Datenintegrität und zum anderen in Bezug<br />

auf die Einhaltung der Regularien für die<br />

Qualifikation.<br />

Dadurch haben sich die Fragen geändert,<br />

mit denen sich die regulierten Laboratorien<br />

konfrontiert sehen, um die Erfüllung<br />

der Anforderungen entsprechend USP<br />

nachzuweisen. Die Qualifizierung der Instrumente<br />

muss daher auf wissenschaftlichen<br />

Prinzipien beruhen und ein erforderliches<br />

Maß an messtechnischen Prüfungen beinhalten,<br />

die entsprechend der Laboranforderungen<br />

richtig dimensioniert sind. Maßgeblich<br />

dabei unterstützen kann das AIQ-Tool<br />

von AnaTox: Mit dieser Software werden<br />

autorisierte Gerätenutzer in die Lage versetzt,<br />

Qualifizierungen und Wartungen in<br />

sehr kurzer Zeit herstellerunabhängig selbst<br />

Chromatograpische Systeme enthalten zahlreiche Komponenten, die regelmäßig geprüft<br />

und gewartet werden müssen, um das präzise Arbeiten der Geräte sicherzustellen.<br />

(Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)<br />

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Viele Laborbereiche verschiedener Branchen<br />

nutzen für eine präzise Stofftrennung<br />

chromatographische Systeme.<br />

(Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)<br />

durchzuführen sowie verschiedene Parameter<br />

und Veränderungen an der Hardware<br />

manipulationssicher zu dokumentieren.<br />

Die Datenintegrität genügt dabei stets hohen<br />

Anforderungen und bietet zusätzliche<br />

Rechtssicherheit.<br />

alle Daten zu einem Instrument an einem<br />

zentralen Ort und sind inklusive ihrer Audit-Trail<br />

Protokolle übersichtlich verfügbar.<br />

Alle Reports des jeweiligen Instruments,<br />

welche die Compliance-Aktivitäten betreffen,<br />

sind dabei unveränderbar. Auf diese<br />

Weise wird einerseits sichergestellt, dass<br />

Daten und Reports weder ganz, noch teilweise<br />

„verloren“ gehen. Andererseits sinkt<br />

dadurch das Risiko, dass ein beabsichtigtes<br />

oder unbeabsichtigtes Verändern der erfassten<br />

Parameter und Ergebnisse möglich<br />

wird. Zu jeder Zeit lässt sich nachvollziehen,<br />

welcher Bearbeiter die einzelnen Maßnahmen<br />

durchgeführt hat. So bleibt auch der<br />

zeitliche Zusammenhang zwischen Messung<br />

und Datenauswertung sichergestellt,<br />

da z.B. eine nachträgliche Manipulation der<br />

Zeitangaben ausgeschlossen ist.<br />

AIQ-Tool berücksichtigt kundenspezifische<br />

Anforderungen (URS)<br />

Dennoch bleibt das AIQ-Tool flexibel: Kundenspezifische<br />

Anforderungen (URS) an die<br />

Qualifizierungen können durch Anpassung<br />

von Messparametern der Tests einfach berücksichtigt<br />

werden. So ist es beispielsweise<br />

für viele Labore nicht sinnvoll, die Flusspräzision<br />

einer HPLC-Pumpe bei 5 ml/min zu<br />

überprüfen. Stattdessen sollten diese nahe<br />

an den vorgesehenen Methoden-Parametern,<br />

die während der Design Qualifikation<br />

für das Gerät festgelegt wurden, durchgeführt<br />

werden. Da solche Anpassungen bei<br />

der Arbeit mit dem AIQ-Tool automatisch<br />

lückenlos dokumentiert werden, behalten<br />

die Ergebnisse trotz der Eingriffe in das Set-<br />

up seitens der Bediener ihre Authentizität<br />

und Validität.<br />

Neben der Dokumentation der Ergebnisse<br />

und Abläufe der wissenschaftlichen<br />

Messverfahren erlaubt das AIQ-Tool auch<br />

ein bedienerfreundliches Wartungsmanagement<br />

nach Herstellervorgaben, das<br />

zusätzliche Datenintegrität mit sich bringt.<br />

Werden Geräte über das Tool registriert,<br />

erfolgt eine automatische Dokumentation<br />

von dessen Status- und Fehlermeldungen.<br />

Dadurch ist es dem Personal ebenso wie<br />

den qualifizierenden Prüfern möglich, alle<br />

Aktivitäten an der Hardware zu tracken.<br />

Dies schließt auch „Veränderungen“ wie z.<br />

B. einen Modultausch nach einer Reparatur<br />

ein, ohne das System komplett erneut qualifizieren<br />

zu müssen. Da ein aufwändiges Zusammentragen<br />

und Sichten verschiedener<br />

Protokolle entfällt, erleichtert das AIQ-Tool<br />

auch die Arbeit der internen Qualitätskontrolle<br />

sowie der auditierenden Behörden und<br />

Kunden. Die Dokumentation aller Aktivitäten<br />

aller Instrumente wird harmonisiert.<br />

Dies trägt zu einer deutlichen Reduktion<br />

des Aufwandes beim Nachvollziehen, Überprüfen<br />

und Freigeben der Geräte bei. Damit<br />

sinkt die „Instrument down time“ deutlich<br />

und der sicheren und zugleich produktiven<br />

Qualitätskontrolle steht nichts mehr im<br />

Wege.<br />

* R.D. McDowall, LCGC Europe, October 2022,<br />

Volume 35, Issue 9<br />

AnaTox GmbH & Co. KG<br />

D 15517 Fürstenwalde/Spree<br />

Vollelektronische Dokumentation verhindert<br />

verwaiste Daten (Orphan Data*)<br />

und deren Manipulation<br />

Die Umsetzung der Qualifizierungen mit einem<br />

vollelektronischen Protokoll bietet das<br />

geringste Risiko in Bezug auf Probleme mit<br />

der Datenintegrität, da manuelle Eingaben<br />

und/oder Berechnungen im Idealfall auf ein<br />

Minimum reduziert werden. Deshalb führt<br />

die AIQ-Software sämtliche Prozesse elektronisch<br />

durch, wodurch alle Daten inklusive<br />

der Parameter automatisch in einer eigenen<br />

Datenbank gespeichert werden. Dies gilt sowohl<br />

für Operational Qualifikationen (OQ),<br />

Wartungen (PM) und Requalifizierungen<br />

nach Reparaturen (RQ) als auch für Performance<br />

Qualifikationen (PQ). Somit landen<br />

Sämtliche Parameter werden kontinuierlich überwacht und die erfassten Ergebnisse – inklusive<br />

aller Roh- und Metadaten – in der eigenen AIQ-Datenbank gespeichert, sodass sie nicht durch<br />

externe Zugriffe manipuliert werden können. (Quelle: AnaTox GmbH & Co. KG)<br />

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Fraunhofer IBMT Partner im Projekt TRANSFORM<br />

Startschuss für TRANSFORM-Projekt<br />

zur Errichtung von Smart Transformation<br />

Labs für zukunftsorientierte Landwirtschaft<br />

in Mitteldeutschland<br />

Am 27. Juli <strong>2023</strong> besuchte der Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Cem Özdemir, den Campus Bernburg<br />

der Hochschule Anhalt und gab den Startschuss für das Projekt TRANSFORM in Form der Übergabe des Förderbescheids.<br />

TRANSFORM ist Teil des Förderprogramms „Zukunftsbetriebe und Zukunftsregionen“ und widmet sich der digitalen<br />

Transformation der Landwirtschaft in der Region Mitteldeutschland. Das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik<br />

IBMT bringt als Geräte- und Technologieentwickler insbesondere seine Kompetenz zum Aufbau und Betrieb mobiler und<br />

modularer Einheiten ins Projekt ein.<br />

Dummy Vor-Ort-Technikmodul<br />

© Prof. Dr. Uwe Knauer, Hochschule Anhalt, Bernburg.<br />

In enger Zusammenarbeit mit Landwirtschaftsbetrieben zielt<br />

TRANSFORM darauf ab, die Landwirtschaft durch den Einsatz digitaler<br />

Werkzeuge zu transformieren. Im Fokus stehen der Aufbau von<br />

Smart Transformation Labs in der Region Mitteldeutschland und die<br />

Bereitstellung von Entscheidungshilfen für aktuelle Fragestellungen<br />

im Pflanzenbau.<br />

Die Smart Transformation Labs werden als Orte des Wissenstransfers<br />

in der Innovationswerkstatt in Bernburg-Strenzfeld und im<br />

Elbedome des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung<br />

IFF in Magdeburg eingerichtet. Sie sollen einen intensiven<br />

Austausch mit Landwirtschaftsbetrieben darüber ermöglichen,<br />

was einen Zukunftsbetrieb ausmacht und wie die Transformation in<br />

einen Zukunftsbetrieb gestaltet werden kann.<br />

Im Rahmen des Projekts werden zudem Veranstaltungen direkt<br />

vor Ort bei landwirtschaftlichen Betrieben durchgeführt, um den<br />

Austausch und die Kooperation zwischen allen Beteiligten zu fördern.<br />

Zuständig für die Koordination des Projektes ist die Hochschule<br />

Anhalt. Projektpartner sind das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb<br />

und -automatisierung IFF aus Magdeburg, die Landesanstalt<br />

für Landwirtschaft und Gartenbau Sachsen-Anhalt mit Hauptsitz in<br />

Bernburg und das Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik<br />

IBMT aus Sulzbach/Saar.<br />

Für die Vor-Ort-Demonstration einer optimierten digitalen Infrastruktur<br />

werden Technik- und Präsentationsmodule für bereits<br />

vorhandene Fahrzeuge realisiert. Dazu bringt das Fraunhofer-Institut<br />

für Biomedizinische Technik IBMT IBMT als Geräte- und Technologieentwickler<br />

insbesondere seine Kompetenz zum Aufbau und<br />

Betrieb mobiler und modularer Einheiten ein. Die Anbindung der<br />

mobilen Komponenten mittels moderner Mobilfunktechnologien<br />

verknüpft die verschiedenen Standorte sowohl hinsichtlich technischer<br />

Kapazitäten als auch innerhalb des Beratungsprozesses. Die<br />

verschiedene Anwendungsbedarfe stellen dabei unterschiedliche<br />

Anforderungen hinsichtlich Robustheit, Geländegängigkeit, Energieversorgung,<br />

Raumnutzungskonzepten, Betriebsumgebung sowie<br />

Sicherheitsaspekte. Im Projekt ist das Fraunhofer IBMT aufgrund<br />

seiner Expertise und langjährigen Erfahrungen in die Entwicklung<br />

des Raumkonzepts für das mobile Smart Transformation Lab, die Erstellung<br />

des Lastenheftes, der Bauüberwachung und der Abnahme/<br />

Inbetriebnahme der Fahrzeugmodule eingebunden.<br />

Die feierliche Übergabe des Förderbescheids fand am 27. Juli<br />

<strong>2023</strong> von 12:00 bis 13:30 Uhr in der Innovationswerkstatt am Campus<br />

Bernburg der Hochschule Anhalt statt. Neben Bundesminister Cem<br />

Özdemir waren auch der Minister für Wirtschaft, Tourismus, Landwirtschaft<br />

und Forsten des Landes Sachsen-Anhalt, Sven Schulze,<br />

Vertreter der Hochschule Anhalt und der Projektpartner sowie weitere<br />

Gäste aus Politik, Landwirtschaft und Wissenschaft anwesend.<br />

Kontakt:<br />

Prof. Dr. Uwe Knauer<br />

Schwerpunkt: Digitale Technologien in der Pflanzenproduktion<br />

Fachbereich Landwirtschaft, Ökotrophologie und<br />

Landschaftsentwicklung<br />

E-Mail: uwe.knauer@hs-anhalt.de<br />

Tel.: +49 (0)3471 355 1278<br />

Mobiles Labor BioSensoLab des Fraunhofer IBMT.<br />

© Prof. Dr. Uwe Knauer, Hochschule Anhalt, Bernburg.<br />

Fraunhofer-Institut für Biomedizinische Technik IBMT<br />

D 66280 Sulzbach<br />

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Rotronic Messgeräte GmbH in die<br />

Process Sensing Technologies PST GmbH<br />

übertragen<br />

Rotronic Messgeräte GmbH wurde im Jahr 2017 von Process Sensing<br />

Technologies (PST Gruppe) übernommen. Zum 1. August <strong>2023</strong><br />

wurde die Geschäftstätigkeit der Rotronic Messgeräte GmbH am<br />

Standort Ettlingen nun in die Process Sensing Technologies PST<br />

GmbH übertragen. Die Firmenanschrift/Adresse bleibt unverändert<br />

am Standort Ettlingen erhalten. Unsere Kundenbetreuung mit Vertrieb,<br />

Auftragsbearbeitung, Lieferung, Service und Support erfolgt<br />

weiterhin durch die Ihnen bekannten Ansprechpartner vor Ort und<br />

am Standort Ettlingen. Die Rechnungsstellung erfolgt im Namen der<br />

Process Sensing Technologies PST GmbH.<br />

Die oben genannten Änderungen haben keinen Einfluss auf die<br />

Produktmarken. Alle bisher von Rotronic angebotenen Produkte<br />

zum Messen von Feuchtigkeit und Temperatur, sowie Feuchte- und<br />

Temperatur-Kalibriergeräte und Monitoring-Systeme werden unter<br />

den Markennamen weitergeführt und über unsere lokalen PST-Niederlassungen<br />

und Distributoren vertrieben.<br />

Process Sensing Technologies (PST) bietet ein unübertroffenes<br />

Angebot an Messgeräten, Analysatoren und Sensoren für Präzisionsmessungen<br />

und Überwachung in sehr anspruchsvollen Märkten.<br />

Diese reichen von Automotive, Pharma/Life Sciences, Gasproduktion,<br />

Halbleiter, Öl & Gas, Petrochemie und Energie bis hin zur Gasdetektion,<br />

Lebensmittel- und Getränkeindustrie sowie Gebäudeautomation.<br />

Die Kunden profitieren vom einfachen Zugang zu einem umfassenden<br />

globalen Netzwerk lokaler Anwendungs- und Produktexperten<br />

in 24 PST-Vertriebs- und Serviceniederlassungen, die von mehr<br />

als 100 Händlern unterstützt werden.<br />

Rotronic Außenansicht<br />

Process Sensing Technologies PST GmbH<br />

Einsteinstraße 17-23<br />

D D 76275 Ettlingen<br />

Telefon: +49 7243 383 250<br />

Telefax: +49 7243 383 260<br />

eMail: info@rotronic.de<br />

Internet: http://www.processsensing.com/de-de/<br />

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Organische Rückstände sicher erkennen<br />

Reinheitsprüfung per Fluoreszenz<br />

Viele moderne Fertigungsprozesse setzen saubere Bauteiloberflächen voraus. Fraunhofer IPM entwickelt hochmoderne<br />

Fluoreszenz-Messsysteme wie den F-Scanner oder die F-Camera, mit denen die Sauberkeit ganzer Bauteile in der Linie<br />

oder im Labor beurteilt werden kann. Aktuelle Lösungen präsentiert Fraunhofer IPM auf der Messe parts2clean <strong>2023</strong> in<br />

Stuttgart. Im Rahmen zweier kürzlich gestarteter Verbundprojekte entwickeln Forschende weitere Spezialsysteme z. B. zur<br />

Kontrolle des Trennmittelauftrages im Leichtbau.<br />

Die Sauberkeit der Bauteiloberfläche – speziell im Hinblick auf organische<br />

Verunreinigungen – ist in vielen modernen Fertigungsprozessen<br />

entscheidend für die Qualität des gefertigten Bauteils:<br />

Das gilt z. B. für Klebe-, Dicht- und Schweißprozesse sowie für<br />

Beschichtungs- und Vakuumprozesse. Zur Überwachung und Dokumentation<br />

der Oberflächenreinheit entwickelt Fraunhofer IPM<br />

modernste Fluoreszenz-Messsysteme wie den F-Scanner oder die<br />

F-Camera. Diese Systeme können die Sauberkeit von Oberflächen<br />

lückenlos prüfen – auf dem gesamten Bauteil, für jedes Bauteil. Sie<br />

minimieren Ressourcen und Ausschuss, reduzieren Ausfallzeiten<br />

von Anlagen und maximieren Qualität und Lebensdauer von Bauteilen.<br />

Solche Systeme ebnen den Weg zu nachhaltigeren, datenbasierten<br />

Reinigungs- und Beschichtungsprozessen.<br />

Organische Substanzen per Fluoreszenz nachweisen<br />

Durch Kombination der hochsensiblen Methode der laserinduzierten<br />

Fluoreszenzdetektion mit dem Konzept des Laserscannings<br />

gelang Fraunhofer IPM die Entwicklung des F-Scanners. Mit ihm<br />

können nahezu beliebige Teile von weniger als einem Quadratzentimeter<br />

bis hin zu mehreren Quadratmetern Größe hochaufgelöst<br />

auf Reinheit hin kontrolliert werden – in der Fertigungslinie, im<br />

Technikum oder im Labor. Der violette oder ultraviolette Laserstrahl<br />

des F-Scanners bringt organische Rückstände wie Schmierstoffe,<br />

Korrosionschutzöle, Trennmittel, Flussmittel und Fingerabdrücke<br />

dazu, Fluoreszenzlicht auszusenden. Die Nachweisgrenze liegt für<br />

die meisten organischen Spezies im Bereich von 1 bis 10 Milligramm<br />

pro Quadratmeter, was einer Schichtdicke von nur wenigen Nanometern<br />

entspricht.<br />

von Leichtbauteilen: Hier entwickelt ein Team Prüfsysteme für den<br />

Aluminium- bzw. Magnesium-Druckgussprozess, die dafür sorgen<br />

sollen, dass notwendige Formtrennmittel im Prozess optimal aufgetragen<br />

werden und Rückstände nach dem Prozess direkt erkannt<br />

werden. Im Rahmen des Projekts Qual-Clean entwickelt Fraunhofer<br />

IPM ein in den Reinigungsprozess integrierbares Qualitätssicherungssystems,<br />

das die gezielte Reinigung kritischer Bauteilbereiche<br />

garantiert und dokumentiert. Dafür wird die F-Scanner-Technologie<br />

von Fraunhofer IPM mit der Technologie der CO2-Schneestrahlreinigung<br />

vom Industriepartner acp systems AG kombiniert.<br />

Fraunhofer-Institut für Physikalische Messtechnik IPM<br />

D 79<strong>11</strong>0 Freiburg<br />

Fluoreszenzbild eines Bauteils in Falschfarbendarstellung -<br />

schwarze Bereiche sind sauber, weiße Bereiche sind stark<br />

verschmutzt. © Fraunhofer IPM<br />

Zwei aktuelle Forschungsprojekte<br />

Ganz aktuell entwickelt Fraunhofer zusammen mit Partnern in zwei<br />

laufenden Projekten neue Anwendungen zur Reinheitsprüfung.<br />

Im Projekt InMoDie geht es um Reinheitsaspekte in der Fertigung<br />

Die F-Scanner-Familie: F-Scanner 1D, F-Scanner 1Dmin, F-Scanner 2D. © Fraunhofer IPM<br />

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Feierliches Richtfest des<br />

Fraunhofer-Instituts für<br />

Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP<br />

Das Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin und Pharmakologie ITMP setzte heute mit dem feierlichen Richtfest<br />

seines neuen Gebäudes auf dem Campus Niederrad der Goethe-Universität Frankfurt einen bedeutenden Meilenstein für<br />

die Forschungslandschaft in Hessen. Über 100 hochkarätige Vertreter der Politik, Industrie und Wissenschaft sowie die beteiligten<br />

Gewerke nahmen an der Veranstaltung teil, darunter auch Hessens Ministerpräsident Boris Rhein. Er betonte die<br />

Bedeutung des Fraunhofer ITMP für den Wissenschafts- und Pharmastandort Hessen.<br />

»Das Fraunhofer ITMP ist eine beispielhafte<br />

Kooperation von Wissenschaft, Wirtschaft<br />

und Politik. Die Fraunhofer-Gesellschaft<br />

und die Goethe-Universität, der Bund und<br />

das Land Hessen haben mit dem Neubau<br />

ein Meisterstück für die medizinische Forschung<br />

abgeliefert. Das Engagement ist beispielhaft<br />

dafür, dass die Akteure aus Wissenschaft,<br />

Politik und Wirtschaft eng zusammenarbeiten.<br />

Ich danke im Namen der<br />

gesamten Landesregierung allen, die zum<br />

Gelingen des Projekts beigetragen haben«,<br />

sagte der hessische Ministerpräsident Boris<br />

Rhein.<br />

Die Grundlage für das Fraunhofer ITMP<br />

bildet das durch das Land Hessen geförderte<br />

LOEWE-Zentrum Translationale Medizin<br />

und Pharmakologie (TMP). An seinen<br />

mittlerweile fünf Standorten in Frankfurt<br />

am Main, Hamburg, Göttingen, Penzberg/<br />

München und Berlin werden innovative<br />

Wege zur Früherkennung, Diagnose und<br />

Therapie von Erkrankungen in Folge gestörter<br />

Funktionen des Immunsystems erforscht.<br />

In dem geplanten Neubau wird sich<br />

das Fraunhofer ITMP der Überführung medizinischer<br />

Erkenntnisse in innovative Therapien<br />

und Medikamente widmen.<br />

Dr. Sandra Krey, Vorständin für Finanzen<br />

und Controlling der Fraunhofer-Gesellschaft,<br />

erklärte: »Die Gesundheitswirtschaft<br />

zählt zu den tragenden Säulen der<br />

deutschen und europäischen Wirtschaft.<br />

Als anwendungsorientiert forschende und<br />

stark interdisziplinär operierende Organisation<br />

nimmt die Fraunhofer-Gesellschaft<br />

hier eine zentrale Rolle ein. Unser Ziel ist<br />

es, einen maßgeblichen Beitrag für gesellschaftliche<br />

Zukunftssicherung, technologische<br />

Souveränität, Resilienz und – insbesondere<br />

– für eine bezahlbare Gesundheit<br />

für alle zu leisten. Der Schlüssel dafür liegt<br />

in unserer sogenannten 4D-Strategie. Diese<br />

führt die bislang häufig getrennt entwickel-<br />

Abb. 1 (v.l.n.r.): Volker Bouffier, Mitglied des Fraunhofer ITMP-Kuratoriums und Hessischer<br />

Ministerpräsident a.D., Ayse Asar, Staatssekretärin im Hessischen Ministerium für Wissenschaft<br />

und Kunst, Boris Rhein, Hessischer Ministerpräsident, Prof. Gerd Geißlinger, Institutsleiter des<br />

Fraunhofer ITMP, Dr. Sandra Krey, Vorständin für Finanzen und Controlling der Fraunhofer-<br />

Gesellschaft, Prof. Frank Behrens, stellv. Institutsleiter des Fraunhofer ITMP<br />

© Fotograf Jürgen Lecher/Fraunhofer ITMP<br />

ten Felder Drugs, Devices, Diagnostics und<br />

Data zusammen, sodass Fraunhofer-Forscherinnen<br />

und -Forscher disziplinübergreifend<br />

kostenintelligente Systemlösungen<br />

für die Gesundheitsversorgung entwickeln<br />

können. Das Fraunhofer ITMP leistet hierzu<br />

als eines der Leitinstitute einen maßgeblichen<br />

Beitrag. Dabei ist die dezentrale Aufstellung<br />

des Instituts eine hervorragende<br />

Basis für den deutschlandweiten Aufbau<br />

lokaler Gesundheitsnetzwerke mit der Industrie.<br />

Dieser gelebte interdisziplinäre und<br />

internationale Austausch spiegelt sich auch<br />

in dem Neubau wider, für den wir heute das<br />

Richtfest feiern. Unter einem Dach wird hier<br />

künftig an den drei Forschungsschwerpunkten<br />

des Instituts gearbeitet: Drug Discovery,<br />

präklinische Forschung und klinische Forschung.<br />

Die offene Struktur gewährleistet<br />

eine offene Kommunikation zwischen den<br />

einzelnen Abteilungen.«<br />

Prof. Gerd Geißlinger, Institutsleiter<br />

des Fraunhofer ITMP, unterstrich in seiner<br />

Präsentation die Wichtigkeit der translationalen<br />

Forschung und hob die Synergien<br />

hervor, die der Neubau dem Institut<br />

bieten wird: »Durch die transdisziplinäre<br />

Gesundheitsforschung, die durch das Zusammenwirken<br />

von Ärzten, Ingenieuren,<br />

Naturwissenschaftlern und Data Scientists<br />

innerhalb der Fraunhofer-Gesellschaft und<br />

am Fraunhofer ITMP möglich ist, können<br />

einerseits Patientinnen und Patienten von<br />

Innovationen schnell profitieren, und andererseits<br />

wird ein wichtiger Beitrag zu einer<br />

kostenintelligenten Gesundheitsversorgung<br />

geleistet werden.«<br />

Der Einzug der Forscherinnen und Forscher<br />

in den Neubau des Fraunhofer ITMP<br />

ist für das vierte Quartal 2024 geplant.<br />

Fraunhofer-Institut für Translationale Medizin<br />

und Pharmakologie ITMP<br />

D 60596 Frankfurt a. M.<br />

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Konzept eines Anlagenpiloten der Fraunhofer FFB in U-Anordnung als Makro-Environment. © Fraunhofer FFB<br />

Wegweisende Konzepte für eine<br />

nachhaltige und ökonomische<br />

Batteriezellproduktion<br />

Für den Wandel hin zu nachhaltiger Mobilität sind leistungsfähige Batteriezellen eine entscheidende Voraussetzung.<br />

Grundlegend ist dafür, eine energiesparende- und ressourceneffizientere Produktionsinfrastruktur der Zellen zu schaffen.<br />

Forschende der Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB zeigen nun Möglichkeiten auf, wie mit<br />

dem Einsatz von so genannten »Mini- und Makro-Environments« Energie- und Betriebskosten in der Batteriezellfertigung<br />

reduziert, und dadurch ein hohes Potenzial für eine wettbewerbsfähige Batterieproduktion in Deutschland und Europa<br />

geschaffen werden kann. Die Erkenntnisse sind in dem neu erschienenen Whitepaper »Energieeffiziente und qualitätsorientierte<br />

Anlagenkonzepte für die Batteriezellfertigung« zusammengefasst, das ab sofort zur Verfügung steht.<br />

Die Dynamik, mit der sich die Batteriespeichertechnologie als einer<br />

der vielversprechendsten Ansätze zur Substitution fossiler Energieträger<br />

weiterentwickelt, ist enorm. Damit Batteriezellen auf lange<br />

Sicht nachhaltiger und ökonomischer gefertigt werden können, bedarf<br />

es jedoch im Herstellungsprozess zusätzlicher Einsparungspotenziale<br />

und Effizienzstrategien, ohne dabei die Standards von<br />

Fertigungsumgebungen außer Acht zu lassen. Aktuell resultieren<br />

bis zu 50 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland aus<br />

dem benötigten Strombedarf für die Produktion von Batteriezellen,<br />

davon entfallen bis zu 43 Prozent des Energiebedarfs auf die Fertigungsumgebung<br />

sowie den Betrieb der Rein- und Trockenräume.<br />

Das Whitepaper der Münsteraner Forscherinnen und Forscher beschreibt,<br />

wie mithilfe verschiedener innovativer Environment-Konzepte<br />

zukünftig in der Batteriezellfertigung ein wirtschaftliches und<br />

umwelttechnisches Einsparpotenzial erzielt werden kann, und zeigt<br />

zudem die praktische Umsetzung des Konzepts an der Fraunhofer<br />

FFB auf.<br />

Herausforderungen in der Batteriezellfertigung<br />

In ihrem Anwendungsbereich gilt die Lithium-Ionen-Batterie (LIB)<br />

als die fortschrittlichste Variante: Stationäre Energiespeichersyste-<br />

me, Verbraucherelektronik, aber vor allem die Elektrifizierung der<br />

Mobilität nimmt den Großteil des zu erwartenden Gesamtbedarfs<br />

ein. Sie ist der Treiber für die jährlich steigende Nachfrage nach LIB<br />

im Gigawattstunden-Bereich.Die wachsenden Ansprüche an die<br />

Nachhaltigkeit und Leistungseigenschaften der Batterie, wie zum<br />

Beispiel eine höhere Energiedichte zur Steigerung der Reichweite<br />

von Elektrofahrzeugen, werden auch neuartige Zellmaterialien benötigt.<br />

Mit Blick auf eine reibungslose, qualitativ hochwertige und<br />

sichere Herstellung der Batteriezellen stellen diese jedoch umfassende<br />

Anforderungen an Sauberkeit und Trockenheit.<br />

Rein- und Trockenräume, also hermetisch dichte Räume, erfüllen<br />

diese Anforderungen. Sie verfügen über ein trockenes Raumklima<br />

und dadurch über eine sehr niedrige Luftfeuchtigkeit bei einem<br />

Taupunkt von minus 60 Grad – dem Temperaturwert, ab dem die<br />

Kondensation der Luftfeuchte beginnt. Damit es trockner als in der<br />

Wüste ist, sind allerdings enorme Energieaufwände für die Aufbereitung<br />

der sehr trockenen Luft erforderlich.<br />

Potenzial neuer Environment-Konzepte<br />

in der Batteriezellfertigung<br />

Für die Fertigungsumgebung entwickelt, realisiert und erforscht die<br />

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Fraunhofer FFB daher prozess- und maschinennahe<br />

Einhausungskonzepte in der Produktion, die zukünftig<br />

die energieintensiven Rein- und Trockenräume ersetzen<br />

sollen und deutlich kostengünstigere und nachhaltigere<br />

Alternativen darstellen.<br />

– »Mini-Environments sind begrenzte, abgetrennte<br />

Fertigungs- und Transporteinheiten, welche den<br />

wertschöpfenden Prozess sowie das Produkt einkapseln.<br />

Der Einsatz von »Mini-Environments« ist bisher<br />

noch auf den Labor- bzw. Pilotmaßstab begrenzt.«<br />

– »Makro-Environments verbinden und kombinieren<br />

begrenzte, abgetrennte Fertigungsbereiche, welche<br />

die Bedienung, die Logistik sowie die Maschinenund<br />

Fertigungseinheiten umfassen können.«<br />

Dazu Marius Heller, wissenschaftlicher Mitarbeiter der<br />

Forschungsgruppe »Assemblierung und Formierung« an<br />

der Fraunhofer FFB: »Mit dem Einsatz von ›Mini-Environments‹<br />

in der Batteriezellfertigung können entscheidende<br />

Parameter verbessert werden. Dazu zählen<br />

deutlich geringere Betriebs- und Energiekosten und der<br />

Schutz der Mitarbeitenden vor potenziell schädlichen<br />

Gefahrenstoffen. Für die Industrie kann in Zukunft mit<br />

einem Umstieg auf Environment-Anlagenkonzepte die<br />

Wende zu einer ökologischen und ökonomischen Zellfertigung<br />

in Europa gelingen.«<br />

Umsetzung und Erprobung in den Produktionslinien<br />

der Fraunhofer FFB<br />

Anlagenhersteller sind zukünftig gefordert, eine effektive<br />

und effiziente Anlagentechnik zu entwerfen. Die<br />

Fraunhofer FFB wird in ihren flexiblen und wandlungsfähigen<br />

Fabriken, der »FFB PreFab« und »FFB Fab«,<br />

einen Vergleichsmaßstab für qualitätsorientierte und<br />

energieeffiziente Anlagentechnik gegenüber dem bestehenden<br />

Stand der Technik etablieren und so einen<br />

wesentlichen Beitrag zum Transfer fortschrittlicher Lösungen<br />

in die Batterieindustrie leisten. Dazu werden u.a.<br />

die umliegenden Rein- und Trockenräume vorgehalten,<br />

um die Prozess- und Produktionstechnologien zu erproben<br />

und zu quantifizieren. Zugleich erfolgt stufenweise<br />

die Erprobung der Environment-Konzepte.<br />

Hasibe Turhan, wissenschaftliche Mitarbeiterin der<br />

Forschungsgruppe »Assemblierung und Formierung« an<br />

der Fraunhofer FFB: »Wir erwarten für die Batteriezellfertigung<br />

eine ähnliche Entwicklung wie sie die Halbleiterfertigung<br />

bereits vor 30 Jahren durchlaufen hat: Durch<br />

die prozessnahe Einkapselung können zielgerichtet<br />

Luftströmungen realisiert und eine hohe Produktqualität<br />

erreicht werden. Insgesamt wird der gesamte Ablauf<br />

der Prozessumgebung optimiert.«<br />

Auf der Grundlage von Marktbeobachtungen und<br />

Industriegesprächen erwartet die Fraunhofer FFB den<br />

Durchbruch für »Mini-Environments« von dem Pilotlinienmaßstab<br />

auf den Serienmaßstab ab dem Jahr 2027.<br />

Das Whitepaper »Energieeffiziente und qualitätsorientierte<br />

Anlagenkonzepte für die Batteriezellfertigung<br />

« steht ab sofort zum kostenlosen Download bereit.<br />

Fraunhofer-Einrichtung Forschungsfertigung Batteriezelle FFB<br />

D 48165 Münster<br />

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Fraunhofer-Geschäftsbereich Reinigung von Beginn an auf der parts2clean (links: 2003, rechts: 2022) © Fraunhofer<br />

20 Jahre aktiv für die industrielle<br />

Teilereinigung – Vom „Teile-Waschen“<br />

zur High-Purity Reinigung<br />

Wo gehobelt wird, da fallen Späne – getreu der Redewendung kennt nahezu jedes produzierende oder verarbeitende Unternehmen<br />

und Einrichtungen die Relevanz von Reinigung und den Einfluss von Verunreinigungen in Prozessketten. Auch<br />

im Kosmos der Fraunhofer-Institute stellte sich in den 2000er Jahren die Frage nach Reinigungsprozessen und zugehörigen<br />

Kompetenzen. Es folgte bald darauf die Geburtsstunde der Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik. Dieser Zusammenschluss<br />

feiert nun 20-jähriges Jubiläum. Bis heute werden Reinigungstechnologien für unterschiedlichste industrielle<br />

Fragestellungen mit neuesten Verfahren und Technologien passgenau von Fraunhofer-Instituten und -Einrichtungen entwickelt.<br />

Der Fraunhofer-Geschäftsbereich<br />

Reinigung blickt in diesem Jahr auf<br />

20 Jahre erfolgreiche Forschung<br />

und Entwicklung im Bereich der<br />

industriellen Teilereinigung zurück<br />

– Anlass für eine Rückschau auf<br />

Schlaglichter und bisher Erreichtes.<br />

Aber auch, um einen Blick auf viele<br />

aktuelle Entwicklungen und Forschungsergebnisse zu werfen und in<br />

die Zukunft zu wagen.<br />

Eines der mittlerweile 77 Institute und Einrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft<br />

hat sich ausschließlich der industriellen Reinigung<br />

von Oberflächen verschrieben, jedoch gibt es viele Institute,<br />

die sich aufgrund ihrer technologischen Ausrichtung zwangsläufig<br />

mit Reinigungsprozessen befassen müssen, um technologisch erfolgreich<br />

zu sein.<br />

Außenwirksam ist diese technologische Kompetenz jedoch<br />

kaum. Diese Situation bestand auch schon im Jahr 2001, weshalb Dr.<br />

Konrad Wissenbach vom Fraunhofer ILT aus einer aktuellen Aufgabenstellung<br />

heraus eine Fraunhofer-interne Umfrage startete, wer<br />

sich eigentlich alles mit Reinigungsprozessen befasst und Interesse<br />

an einer Zusammenarbeit hat. Diese erste Kontaktaufnahme führte<br />

schließlich am 5. Dezember 2002 zur Gründung der damaligen<br />

Fraunhofer-Allianz Reinigungstechnik. Gründungsmitglieder waren<br />

die Fraunhofer-Institute FEP, ICT, IGB, ILT, IPA, IPK, IST und IWS.<br />

Der Aufbau einer Geschäftsstelle am Fraunhofer IPK als zentrale<br />

Adresse für interessierte Partner und Kunden der Mitgliedsinstitute<br />

und die Erstellung einer eigenen Website für die Sichtbarkeit<br />

von Kompetenzen, laborativen Möglichkeiten und<br />

Geschäftsfeldern waren die Basis für einen erfolgreichen<br />

Start dieser langfristigen Zusammenarbeit.<br />

parts2clean und Fachforum von<br />

Beginn an mit gebündelter<br />

Fraunhofer-Kompetenz<br />

Eine wesentliche Aktivität der neu gegründeten Allianz war gleich<br />

im ersten Jahr die gemeinsame Planung und der erfolgreiche Start<br />

der neu 2003 ins Leben gerufenen parts2clean in Friedrichshafen.<br />

Von Beginn an engagiert sich der heutige Fraunhofer-Geschäftsbereich<br />

Reinigung (FRei) für die fachliche Ausrichtung der parts2clean,<br />

die sich erfolgreich im Markt behaupten konnte und damit in diesem<br />

Jahr ebenfalls zusammen mit dem aktuellen Veranstalter – der Deutschen<br />

Messe AG - das 20-jährige Jubiläum feiern kann. Insbesondere<br />

das begleitende Fachforum der parts2clean ist von Beginn an<br />

der Besuchermagnet der Messe. Das Fachforum wird aktuell vom<br />

Fraunhofer-Geschäftsbereich Reinigung FRei zusammen mit dem<br />

Fachverband industrielle Teilereinigung e.V. (FiT) organisiert und<br />

moderiert. Es bildet mit drei Veranstaltungstagen und 58 Vorträgen,<br />

als mittlerweile größte Fachveranstaltung auf diesem Gebiet, nach<br />

wie vor ein stabiles Rückgrat der parts2clean.<br />

Innovationen und Normgestaltung mit angewandter Forschung<br />

Durch die Mitgliedsinstitute des Fraunhofer-Geschäftsbereiches<br />

Reinigung FRei wurden und werden innovative Trends und Ent-<br />

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wicklungen in dieser branchenübergreifenden Technologie umgesetzt und damit<br />

die Meisterung neuer industrieller Herausforderungen oft erst ermöglicht. Einige<br />

Beispiele dafür sind einheitliche Standards durch die VDA19-Reihe, hochauflösende<br />

bildgebende Detektion von Restverschmutzungen, Strahlverfahren mit CO2<br />

und Laser, KI-unterstützte Reinigungsprozesse bis hin zu umweltschonenden Reinigungsmedien.<br />

Aktuell werden auch in einem DIN-Normungsausschuss Fragestellungen<br />

zur Vereinheitlichung und Hilfestellung für die gezielte Bearbeitung von<br />

Reinigungsaufgaben bearbeitet.<br />

Konnte sich um 2000 herum noch niemand vorstellen, dass für die Automobilproduktion<br />

auch Arbeiten in Reinräumen notwendig sein werden, so sind solche<br />

Montage- und Reinigungsprozesse für die sichere Funktionalität vieler Baugruppen<br />

mittlerweile in großem Umfang erforderlich. Selbst Blechbearbeiter beliefern<br />

zunehmend Endkunden, die für die Zulieferteile Reinraumqualität fordern. Obwohl<br />

sich der Begriff „Teile waschen“ immer noch hartnäckig hält, haben heutige Reinigungsprozesse<br />

zunehmend den Charakter einer Präzisionsbearbeitung von Oberflächen.<br />

Um die richtigen Entscheidungen für Entwicklungs-Strategien im Bereich der<br />

industriellen Teilereinigung treffen zu können, ist eine detaillierte Marktkenntnis<br />

eine wesentliche Grundlage. Deshalb führt FRei regelmäßige Marktbefragungen<br />

durch und veröffentlicht die Ergebnisse in Form einer Studie. Nach 2007 und 2012<br />

wurde die letzte Befragung 2020 mitten in der durch Corona erschütterten Marktsituation<br />

durchgeführt. Damit konnten zusätzliche Informationen zur Resilienz der<br />

Teilereinigungs-Branche erhoben werden, die wertvoll für strategische Entscheidungen<br />

sind.<br />

Unterschätztes Wissen - Industrielle Teilereinigung<br />

Der Werdegang des Fraunhofer-Geschäftsbereiches Reinigung FRei ist nahtlos verbunden<br />

mit dem Ringen um Wissensvermittlung in dem vor 20 Jahren noch dünn<br />

besetzten Gebiet der industriellen Teilereinigung. Neben etlichen Spezialseminaren<br />

zu Teilthemen der industriellen Teilereinigung in den Mitgliedsinstituten wird seit<br />

2009 ein gemeinsames jährliches Grundlagenseminar in Dresden veranstaltet.<br />

Frank-Holm Rögner, aktueller Sprecher des Geschäftsbereiches Reinigung und<br />

Mitstreiter der ersten Stunde führt hier aus: „Diese drei- bzw. viertägige Veranstaltungsreihe<br />

ist ein wichtiger Baustein zur Wissensvermittlung und hat bisher schon<br />

enorm viel positives Feedback erhalten. Auch über die Corona-Zeit haben wir das Seminar<br />

als Online-Format aufrechterhalten können. Es kann jedoch nur in sehr komprimierter<br />

Form die Basics der Reinigungsprozesse vermitteln. Bei uns und vielen interessierten<br />

Partnern wurde der Bedarf nach einer umfassenderen Fortbildung laut, denn<br />

eine berufliche Ausbildung existiert in diesem Fachgebiet bisher leider nicht.“<br />

Intensive Bemühungen des Fraunhofer FEP in diese Richtung mündeten nach<br />

ca. acht Jahren, am 01.02.2021, in die Bewilligung des im Rahmen des InnoVET-<br />

Wettbewerbs geförderten Projekts „CLOU“.<br />

„Darin wird nun unter anderem das Konzept einer berufsbegleitenden Fortbildung<br />

zum „Geprüften Berufsspezialisten (m/w/d) für industrielle Teilereinigung“ zusammen<br />

mit der Sächsischen Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe<br />

Dresden mbH (SGB) erarbeitet und aktuell erprobt. Das ist ein Meilenstein<br />

für diese Branche!“ fährt Frank-Holm Rögner begeistert fort.<br />

Aktuell sind die Fraunhofer-Institute FEP, IGB, IGCV, IPA, IPK, IPM, IST, IVV<br />

und IWS Mitglied im Fraunhofer-Geschäftsbereich Reinigung FRei. Die Geschäftsstelle<br />

befindet sich seit 2019 am Fraunhofer FEP und kümmert sich kontinuierlich<br />

um die Weiterentwicklung des Fachforums auf der parts2clean und weitere Seminare<br />

und Events für alle Partner, die Bedarf und Interesse an Wissen und Entwicklungen<br />

sowie Technologien im Bereich der industriellen Teilereinigung haben.<br />

Für individuelle Herausforderungen, die die Entwicklung einer konkreten Reinigungslösung<br />

erfordern, vermittelt die Geschäftsstelle den jeweils richtigen Ansprechpartner<br />

innerhalb der Fraunhofer-Institute und steht von der Beratung über<br />

Machbarkeitsstudien bis zur Entwicklung kundenspezifischer Lösungen für Unternehmen<br />

und Partner bereit.<br />

Fraunhofer-Institut für Organische Elektronik, Elektronenstrahl-<br />

und Plasmatechnik FEP<br />

D 01277 Dresden<br />

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AutoRAPID-Projekt biegt in<br />

Zielgerade ein: Erfolgreiche<br />

Probestellung in Erlangen<br />

Die vollautomatisierte Messung biophysikalischer Eigenschaften hunderter Zellproben in nur wenigen Tagen ist Ziel des<br />

Kooperationsprojekts »AutoRAPID«, an dem Wissenschaftler des Max-Planck-Instituts für die Physik des Lichts (MPL)<br />

Erlangen und des Fraunhofer-Instituts für Produktionstechnik und Automatisierung IPA in Mannheim standortübergreifend<br />

zusammenarbeiten. Dazu haben die Wissenschaftler erstmals die einzelnen Komponenten der Biophysiker und der<br />

Automatisierungsingenieure erfolgreich in Erlangen aufgebaut.<br />

Forschende der Abteilung Biologische Optomechanik des MPL unter<br />

der Leitung von Prof. Jochen Guck haben eine biophysikalische<br />

Messmethode entwickelt, die sie in die Lage versetzt, die individuelle<br />

mechanische Charakterisierung einer großen Anzahl von Zellen<br />

mit einer Messgeschwindigkeit von 100 bis 1000 Zellen pro Sekunde<br />

vorzunehmen. So können sie beispielsweise nachweisen, dass sich<br />

biomechanische Eigenschaften von krankhaft veränderten Zellen<br />

signifikant von gesunden Zellen unterscheiden. Das zugrundeliegende<br />

eigens entwickelte Messverfahren, das sogenannte »Rapid<br />

physical phenotyping in deformational flow« – zu Deutsch »Schnelle<br />

physikalische Phänotypisierung im Deformationsfluss« – ist in seiner<br />

Kurzform »RAPID« nicht nur namensgebend für das Projekt,<br />

sondern auch Programm: Es geht um maximale Beschleunigung der<br />

Messgeschwindigkeit. Das Bestreben des AutoRAPID-Projekts ist<br />

die mikrofluidische Messmethode in ein vollautomatisches validiertes<br />

Analysesystem zu überführen.<br />

Hierbei fließen Zellen durch ein Kanalsystem, das nur wenige<br />

zehn Mikrometer breit ist, um die Verformbarkeit der Zellen zu<br />

testen. Die Forscher zielen langfristig darauf ab, die Auswirkungen<br />

von variablen Parametern, z. B. von Medikamenten auf die physikalischen<br />

Eigenschaften von Zellen, zu messen und diese Erkenntnis<br />

für therapeutische Ansätze nutzbar zu machen. Jetzt wurde der integrierte<br />

Aufbau erstmals in Erlangen aufgestellt und das Zusammenspiel<br />

der Prozessautomatisierung von der Probennahme bis zu den<br />

optischen Analysemethoden überprüft.<br />

Prototyp zur Automatisierung der biophysikalischen<br />

Zellvermessung voll funktionsfähig<br />

Die einzelnen Baukomponenten des AutoRAPID-Projekts wurden<br />

in einer gemeinsamen Probestellung von den beiden Forschungsgruppen<br />

erfolgreich zu einem System zusammengefügt und einem<br />

Funktionstest unterzogen. Die messmethodische Expertise aus der<br />

Biophysik liefert dabei das Forscherteam von Prof. Jochen Guck, Direktor<br />

am MPL.<br />

Im konkreten Aufbau wird der eigens entwickelte fluidische<br />

Mikrochip mit optischen Messmethoden kombiniert. Die Wissenschaftler<br />

können die physikalischen Eigenschaften der Zellen durch<br />

ein ausgeklügeltes Flusssystem analysieren und für verschiedenste<br />

Messungen entsprechend fokussieren.<br />

Prof. Jochen Guck (l.) und Dr. Jens Langjürgen (r.)<br />

inspizieren den Aufbau des AutoRAPID-Projekts.<br />

© MPL/Foto: Susanne Veiezens, MPL<br />

Das AutoRAPID-Projekt kombiniert das biophysikalische Messwissen<br />

des MPL mit dem technischen Know-how der IPA-Wissenschaftler in der<br />

Prozessautomatisierung. © MPL/Foto: Susanne Veiezens, MPL<br />

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Die Wissenschaftler des Fraunhofer IPA im Team von Dr.-Ing. Jens<br />

Langejürgen, Abteilungsleiter Klinische Gesundheitstechnologien<br />

in Mannheim, steuern ihre Kompetenz in der Prozessautomatisierung<br />

bei. Während die herkömmliche manuelle Messung einer Probe<br />

schon eine aufwendige Vorbereitungszeit von bis zu 30 Minuten<br />

pro Probe in Anspruch nimmt, können in dem neuen automatisierten<br />

Prozess von AutoRAPID bis zu 96 Proben an einem Tag analysiert<br />

werden. Von der Probennahme und Befüllung des Mikrochips<br />

durch einen Pipettierroboter bis hin zur Ansteuerung des Dreipumpensystems<br />

und der Probenanalyse selbst sind alle Prozessschritte<br />

vollautomatisch programmierbar. Einen weiteren Vorteil stellt das<br />

neu entwickelte integrierte Reinigungsverfahren von AutoRAPID<br />

dar: Der bisherige Einweg-Chip wird durch ein fest verbautes Mehrweg-Messmodul<br />

ersetzt.<br />

Das auf vier Laufzeitjahre ausgelegte AutoRAPID-Projekt befindet<br />

sich nunmehr im dritten (Forschungs-)Jahr und geht damit<br />

in die entscheidende letzte Projektphase über. Ende 2024 möchten<br />

die Wissenschaftler ein validiertes Messgerät demonstrieren,<br />

welches Tausende von Messungen automatisch durchführt. Jochen<br />

Guck äußert sich zuversichtlich: »Es ist großartig zu sehen, wie ein<br />

lang geplantes Ziel endlich greifbar wird. Bald können wir Messreihen<br />

durchführen, die vor Kurzem noch völlig undenkbar waren«.<br />

Im nächsten Schritt wird das automatische Analyseverfahren in der<br />

Praxis erprobt und im täglichen Einsatz auf Herz und Nieren getestet.<br />

Jens Langejürgen freut sich: »Durch die hervorragende Zusammenarbeit<br />

in diesem Projekt konnten wir schnell einen ausreichend<br />

automatisierten Messaufbau für die extensive praktische Testphase<br />

in Erlangen einrichten. Gleichzeitig haben wir in Mannheim eine<br />

identische Kopie des Systems, die es uns ermöglicht, parallel weitere<br />

Optimierungsschritte durchzuführen. Im gemeinsamen interdisziplinären<br />

Projektteam profitieren wir von den ganz unterschiedlichen<br />

Erfahrungen und Herangehensweisen.«<br />

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA<br />

Nobelstraße 12<br />

D 70569 Stuttgart<br />

Telefon: +49 7<strong>11</strong> 970 1667<br />

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de<br />

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de<br />

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teilnehmen<br />

COLANDIS lädt ein zum<br />

Reinraum-Stammtisch<br />

Thema: „Implementierung von Reinheitsanforderungen<br />

in bestehende Fertigungsprozesse“<br />

07.12.<strong>2023</strong><br />

16:30 Uhr<br />

Vor Ort oder digital<br />

www.colandis.com<br />

COLANDIS GmbH | Im Camisch 34 | 07768 Kahla<br />

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Der kryogene On-Wafer-Prober am Fraunhofer IAF charakterisiert vollautomatisch<br />

bis zu 25 ganze 200-mm- oder 300-mm-Wafer mit Bauelementen<br />

für Quantencomputer. © Fraunhofer IAF<br />

Blick in die Hauptkammer mit einem 200-mm-Wafer in der Mitte auf<br />

dem Chuck, der unter der Nadelkarte bewegt wird. Die Anlage prüft<br />

einen Wafer aus dem Projekt »QUASAR«, in dem Forschende Einzelelektronentransistoren<br />

basierend auf Silizium-Quantentöpfen entwickeln, die<br />

als Bauelement für Spin-Qubits genutzt werden sollen. © Fraunhofer IAF<br />

Projekt »KryoproPlus« erfolgreich abgeschlossen<br />

Kryogener On-Wafer-Prober bestimmt die<br />

Qualität von Qubit-Bauelementen für<br />

Quantencomputing und Quantensensorik<br />

Deutschlands erste kryogene Anlage zur statistischen Qualitätsmessung von Qubit-Bauelementen auf ganzen 200- und<br />

300-mm-Wafern hat am Fraunhofer IAF die Arbeit aufgenommen. Der On-Wafer-Prober kann Bauelemente auf Basis von<br />

Halbleiter-Quantenpunkten und -Quantentöpfen sowie Supraleitern bei Messtemperaturen unter 2 K charakterisieren.<br />

Durch den vollautomatischen Betrieb können Forschende eine quantitativ relevante Datenbasis aufbauen und die industrielle<br />

Fertigung hochwertiger Bauelemente für Quantencomputing und Quantensensorik in Europa voranbringen.<br />

Mit dem neu in Betrieb genommenen kryogenen On-Wafer-Prober<br />

möchten Forschende des Fraunhofer-Instituts für Angewandte<br />

Festkörperphysik IAF die Funktionsweise von Quantenbauelementen<br />

besser verstehen, die auf Halbleiter-Quantenpunkten und<br />

-Quantentöpfen sowie Supraleitern basieren. Das Gerät kann Wafer<br />

in Industriegrößen (200 mm und 300 mm) und hohen Stückzahlen<br />

(bis 25 Wafer hintereinander) vollautomatisch bei Tiefsttemperaturen<br />

unter 2 K (-271,15 C°) charakterisieren.<br />

Die gewonnenen Datenmengen reduzieren die Abhängigkeit<br />

von Zufallstreffern, wie sie für reine Einzelmessungen kennzeichnend<br />

ist, erheblich. Auf diese Weise trägt die Steigerung der Messkapazitäten<br />

am Institut dazu bei, eine verlässliche Fertigung von<br />

qualitativ hochwertigen Qubits zu entwickeln, die in Quantencomputern<br />

und Quantensensoren zum Einsatz kommen können.<br />

Zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ist die Anlage weltweit die<br />

fünfte, in Europa die zweite und in Deutschland die erste ihrer Art.<br />

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) förderte<br />

die Beschaffung und Inbetriebnahme des Wafer-Probers im Rahmen<br />

des Projekts »KryoproPlus – Bereitstellung und Verifizierung<br />

eines kryogenen On-Wafer-Probers«.<br />

Know-how für die industrielle Qubit-Fertigung aufbauen<br />

»Durch den On-Wafer-Prober gewinnen wir bundesweit einzigartige<br />

neue Fähigkeiten in der kryogenen Charakterisierung«, betont<br />

Prof. Dr. Rüdiger Quay, »KryoproPlus«-Projektkoordinator und kommissarischer<br />

Institutsleiter des Fraunhofer IAF. »Mit ihm werden<br />

wir unsere Partner aus Forschung und Industrie beim Aufbau einer<br />

europäischen Lieferkette für Materialien und Produktionsprozesse<br />

für Festkörper-Qubits unterstützen. So können wir einen wichtigen<br />

Beitrag zur technologischen Souveränität Deutschlands und Europas<br />

leisten«, blickt Quay voraus.<br />

»Der Wafer-Prober stellt uns erstmals statistisch relevante Datenmengen<br />

zur Verfügung, mit denen wir die Herstellung von Qubit-Bauelementen<br />

systematisch optimieren und skalieren können«,<br />

erklärt Nikola Komerički, der das »KryoproPlus«-Projekt im Rahmen<br />

seiner Promotion zur Charakterisierung von Quantencomputing-<br />

Bauelementen betreut. Komerički hat die Installation und Inbetriebnahme<br />

der Anlage koordiniert und führt bereits erste Messungen<br />

durch.<br />

»Wir möchten besser verstehen, wie wir zu guten, homoge-<br />

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Bessere Daten durch automatisierte Messung<br />

ganzer 200-mm- und 300-mm-Wafer bei Temperaturen unter 2 K<br />

Qubits auf Basis von Halbleiter-Quantenpunkten und -Quantentöpfen sowie Supraleitern<br />

funktionieren bei Temperaturen nahe dem absoluten Nullpunkt (-273,15 °C), da diese die<br />

Störeinflüsse der Umgebung minimieren, Supraleitung aktivieren und so die Formung und<br />

Verschränkung der Qubits ermöglichen. Für die Prüfung, Optimierung und Skalierung von<br />

Qubits spielt es demnach eine wesentliche Rolle, dass sie möglichst bei ihrer Betriebstemperatur<br />

charakterisiert werden und eine statistisch auswertbare Messdatenmenge erfasst<br />

wird.<br />

Der kryogene On-Wafer-Prober schließt diese Charakterisierungslücke. Die automatisierte<br />

Messung ganzer 200-mm- und 300-mm-Wafer bei Temperaturen unter 2 K mit geringer<br />

Wechselzeit erhöht die Menge der verfügbaren Daten um ein Vielfaches. Mit ihnen<br />

verfügen Forschende und Ingenieurinnen und Ingenieure über die nötige Basis, um gezielte<br />

Verbesserungen von Bauelementen zur Qubit-Formung vorzunehmen und die Skalierbarkeit<br />

zu erhöhen.<br />

Charakterisierung von Qubit-Bauelementen<br />

in den Projekten »MATQu«, »QUASAR« und »QLSI«<br />

1-K-Kryostat mit durchgeführten Leitungen für<br />

Gleichstrom- und Hochfrequenz-Messungen.<br />

© Fraunhofer IAF<br />

nen Qubits kommen, um die Skalierung<br />

und industrielle Produktion von Qubits in<br />

Deutschland und Europa zu ermöglichen«,<br />

ergänzt Komerički. »Dafür ist es nötig, den<br />

qualitativen Blick um die quantitative, statistische<br />

Perspektive auf das Verhalten der<br />

Bauelemente zu erweitern.«<br />

Durch die vollständige Inbetriebnahme des Wafer-Probers ist das Projekt »KryoproPlus« abgeschlossen.<br />

Die ersten Einsätze hat die Anlage im Rahmen der Projekte »MATQu – Materialien<br />

für das Quantencomputing«, »QUASAR – Halbleiter-Quantenprozessor mit shuttlingbasierter<br />

skalierbarer Architektur« und »QLSI – Großskalige Quantenintegration mit<br />

Silizium«.<br />

Für »MATQu« charakterisiert und analysiert Komerički (Niobium-)Josephson-Kontakte,<br />

die Bauelemente für Transmon-Qubits darstellen. Für »QUASAR« und »QLSI« erfolgen Charakterisierungen<br />

von Feldeffekttransistoren (FETs) für Einzelelektronentransistoren (SETs)<br />

basierend auf Silizium-Quantentöpfen und im Anschluss von SETs, die als Bauelemente für<br />

Spin-Qubits dienen.<br />

Fraunhofer-Institut für Angewandte<br />

Festkörperphysik IAF<br />

D 79108 Freiburg<br />

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(V. l. n. r.:) Andreas Traube, Leiter der Abteilung Laborautomatisierung und Bioproduktionstechnik am Fraunhofer IPA, Prof. Thomas Bauernhansl,<br />

Institutsleiter des Fraunhofer IPA, Thomas Linkenheil, Co-CEO der URG, Sarah Ostertag, UX & Industrial Design Lead and Product Management<br />

der URG und Tobias Brode, Head of Business Development Lab Automation der URG. © Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez<br />

Fraunhofer IPA überträgt die Nutzungsrechte<br />

an Laborroboter KEVIN® United Robotics Group<br />

Die United Robotics Group (URG) und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA haben im<br />

Rahmen ihrer neu geschlossenen technologischen Partnerschaft eine Lizenzvereinbarung unterzeichnet. Inhalt der Vereinbarung<br />

ist der Vertrieb und die Weiterentwicklung des Laborroboters KEVIN®, der von der URG produziert und vertrieben<br />

wird.<br />

KEVIN® ist ein autonomer, mobiler Laborroboter vom Fraunhofer<br />

IPA. Er lässt sich flexibel und intuitiv in Laborinfrastrukturen integrieren<br />

und automatisiert Prozesse. Der Roboter übernimmt repetitive<br />

Routineaufgaben. So befördert er Mikrotiterplatten und sogenannte<br />

Racks, Gestelle für Proberöhrchen, oder Verbrauchsartikel<br />

zum Nachfüllen. Darüber hinaus kann er Anlagen mit Pipettenspitzen<br />

beliefern.<br />

Der Laborroboter KEVIN® wurde von dem Team der Abteilung<br />

für Laborautomatisierung und Bioproduktionstechnik unter Andreas<br />

Traube entwickelt und mit ersten Testkunden weltweit zur Prototypenreife<br />

gebracht. Unter dem Dach der URG soll KEVIN® nun<br />

in Serienproduktion gehen. Hierzu hat das Unternehmen eine entsprechende<br />

Lizenz zur Nutzung und Weiterentwicklung der Hardund<br />

Software des Roboters erworben. »Wir freuen uns darüber, dass<br />

wir im Rahmen der Zusammenarbeit durch unsere Robotiklösungen<br />

neue, vielversprechende Perspektiven für die Laborautomation<br />

schaffen können. Damit stärken wir unsere Präsenz im Life Science-<br />

Bereich – und können gesellschaftlichen Herausforderungen wie<br />

dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel wirksam<br />

begegnen«, erklärt Thomas Linkenheil, Co-CEO der URG.<br />

Mit einem Einsatz von KEVIN® rund um die Uhr steigt die Effizienz<br />

im Labor. Angesichts des Fachkräftemangels ist eine Entlastung<br />

der Belegschaft besonders wichtig, denn so kann sie sich auf<br />

besonders wertschöpfende Tätigkeiten konzentrieren.<br />

»Mit der neuen Vereinbarung haben wir der weiteren Entwicklung<br />

und Vermarktung von KEVIN® einen entscheidenden Schub<br />

verliehen. Automatisierung spielt im Life-Science-Bereich eine<br />

zentrale Rolle. Labore können dadurch auf unterschiedliche Bedarfe<br />

flexibel reagieren. Umso wichtiger ist es, gemeinsam passende Lösungen<br />

für diesen Sektor zu entwickeln«, kommentiert Thomas Bauernhansl,<br />

Institutsleiter des Fraunhofer IPA.<br />

Personeller Wechsel vom Fraunhofer IPA zur URG<br />

Im Zuge der technologischen Partnerschaft zwischen dem Fraunhofer<br />

IPA und der URG sowie der Übertragung der Lizenzrechte an<br />

KEVIN® ist es auch zu personellen Veränderungen gekommen. So<br />

sind die beiden IPA-Wissenschaftler Sarah Ostertag und Tobias Brode<br />

zur United Robotics Group gewechselt. Beide begleiten KEVIN®<br />

von der ersten Idee an bis zum marktreifen Serienprodukt. In der<br />

URG sind Sarah Ostertag als UX & Industrial Design Lead + Product<br />

Management und Tobias Brode als Head of Business Development<br />

Lab Automation tätig.<br />

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA<br />

Nobelstraße 12<br />

Telefon: +49 7<strong>11</strong> 970 1667<br />

D 70569 Stuttgart<br />

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de<br />

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de<br />

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Seite 32/64


Erneute Investitionen in Lieferkette für komplexe injizierbare Medikamente<br />

Vetter investiert in zusätzliche Kapazitäten<br />

Vetter, eine weltweit führende Contract Development und Manufacturing<br />

Organisation (CDMO), investiert am Standort Ravensburg<br />

über 230 Mio. Euro in ein neues Produktionsgebäude, das mehrere<br />

kommerzielle Abfülllinien beherbergen wird. Mit der Fertigstellung<br />

des 122 m langen, 44 m breiten und 32 m hohen Rohbaus konnte nun<br />

ein wichtiger Meilenstein nach dem Baubeginn im November 2021<br />

erreicht werden. Der Pharmadienstleister wird damit seine kommerziellen<br />

Produktionskapazitäten für den weltweiten Kundenstamm<br />

des Unternehmens nochmals erhöhen und plant Ende 2024, die ersten<br />

Reinräume zu installieren.<br />

Vetter-Geschäftsführer Thomas Otto: „Unser neues Produktionsgebäude<br />

ist ein Zeichen dafür, dass wir den Bedürfnissen unserer<br />

Kunden nach komplexen injizierbaren Arzneimitteln in Bezug<br />

auf Verpackungssysteme, spezifische Prozessanforderungen und<br />

Chargengrößen gerecht werden wollen. Dies ist nur eine von mehreren<br />

Investitionen, die wir derzeit tätigen, um unser Wachstum nachhaltig<br />

zu sichern.“<br />

Zu den weiteren Investitionen gehören die Vergrößerung der<br />

Laborfläche für analytische Dienstleistungen, die Erweiterung der<br />

Abfüllkapazitäten durch zusätzliche kommerzielle Produktionslinien<br />

an bestehenden Standorten in der Region, die Erweiterung der<br />

Kühllagerung und der Lagerhaltung sowie ein neues Lager für technische<br />

Geräte und Equipment. Außerdem werden die Infrastruktur<br />

und daran anknüpfende Prozesse an allen globalen Standorten kontinuierlich<br />

weiterentwickelt, neue Ansatz- und Vorbereitungsräume<br />

eingerichtet und die Abwicklung von Ein- und Ausgangsmaterialien<br />

an den Produktionsstandorten wird weiter optimiert.<br />

„In unserer Branche entwickeln sich die Bedürfnisse unserer<br />

Kunden und der von ihnen versorgten Patienten beständig weiter“,<br />

betont Vetter-Geschäftsführer Peter Sölkner. „Unsere Aufgabe und<br />

unser Anspruch als eine führende CDMO ist es, als starker Partner<br />

zu agieren, die notwendigen proaktiven Schritte zu unternehmen,<br />

um relevante Branchentrends frühzeitig zu erkennen, und den<br />

wachsenden Anforderungen des Marktes durch den Aufbau entsprechender<br />

Ressourcen zu begegnen. In den kommenden Jahren<br />

werden wir weiter investieren, um dieser Verpflichtung gerecht zu<br />

werden – als Dienstleister von der frühen Entwicklungsphase über<br />

die aseptische Abfüllung bis hin zu Montage- und Verpackungsdienstleistungen.“<br />

Vetter Pharma International GmbH<br />

D 88212 Ravensburg<br />

Monitoring Lösungen von A – Z<br />

• Mapping inklusive Report (USP1079/WHO Appendix 8)<br />

• ISO 14644 Raumstatusvisualisierung<br />

• RBE Batch Release Reports<br />

• Kalibriermanagement (Übersicht mit Historie)<br />

Präzise Mess- und Überwachungslösungen für Reinräume.<br />

Das Rotronic Monitoring System (RMS) bietet höchste Datenverfügbarkeit und maximale<br />

Flexibilität durch einfaches Einbinden von Fremdgeräten. RMS entspricht den Empfehlungen<br />

nach GAMP5 und ist FDA CFR 21 Part <strong>11</strong>/EU Annex <strong>11</strong> konform.<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> 05-<strong>2023</strong> Seite 33/103<br />

Erfahren Sie mehr unter Rotronic.de/rms oder ProcessSensing.com


Reinraumprojekt (B.Braun Melsungen)<br />

Viessmann Refrigeration Solutions stärkt<br />

Wachstumskurs mit strategischen Partnerschaften<br />

– Weiterentwicklung schafft beste Voraussetzungen für mehr Reichweite, industrielle Größe und profitables Wachstum<br />

– Joint Venture: Viessmann Refrigeration Solutions und Epta S.p.A. werden gemeinsam zu einem führenden Anbieter<br />

für gewerbliche Kältetechnik in Mittel- und Nordeuropa<br />

– Internationale Expansion: Übernahme von BMIL Technologies stärkt Geschäft rund um Reinraum- und<br />

Kühlzellenlösungen von Viessmann Refrigeration Solutions in Nordamerika<br />

Die Viessmann Refrigeration Solutions („VRS“) hat heute bekannt<br />

gegeben, ihren Wachstumskurs und ihre Marktposition durch zwei<br />

neue strategische Partnerschaften zu stärken.<br />

Die VRS führt dazu ihre gewerbliche Kältetechnik mit Produktion<br />

in Porvoo (Finnland) mit dem Geschäft von Epta S.p.A („Epta“) in<br />

einem Joint Venture zusammen. Der Zusammenschluss steht unter<br />

dem Vorbehalt der Zustimmung der zuständigen Kartellbehörden.<br />

Epta ist ein global agierendes Unternehmen, das sich auf gewerbliche<br />

Kältetechnik spezialisiert hat. Das neu gegründete Joint Venture<br />

umfasst die Herstellung von Kühlmöbeln, schlüsselfertigen Komplettlösungen<br />

sowie damit verbundene Dienstleistungen. Ziel ist es,<br />

einen führenden Anbieter für gewerbliche Kühllösungen in Mittelund<br />

Nordeuropa zu schaffen.<br />

Gleichzeitig stärkt die VRS ihre Aktivitäten bei Reinraum- und<br />

Kühlzellenlösungen mit Produktion in Hof (Deutschland) durch<br />

die Akquisition des nordamerikanischen Systemintegrators BMIL<br />

Technologies LLC (“BMIL”). Mit der Transaktion tritt Viessmann<br />

erstmals in den wachstumsträchtigen nordamerikanischen Markt<br />

für Kühlzellen- und Reinraumlösungen ein.<br />

Führender Lösungsanbieter für<br />

gewerbliche Kältetechnik in Europa<br />

VRS und Epta werden ihre jeweiligen Aktivitäten in Mittel- und<br />

Nordeuropa in einem Joint Venture zusammenführen. Beide Unternehmen<br />

bündeln ihre jeweiligen Geschäftsaktivitäten rund um gewerbliche<br />

Kältetechnik in ausgewählten Märkten, um ihr profitables<br />

Wachstum in einem wettbewerbsintensiven Markt auszubauen.<br />

Epta, ein Familienunternehmen mit Sitz in Mailand (Italien) und<br />

Europäischer Marktführer für gewerbliche Kältetechnik im Lebensmitteleinzelhandel,<br />

wird seine Aktivitäten in Deutschland, Polen,<br />

Dänemark, Finnland und Norwegen mit den Aktivitäten von VRS<br />

in Deutschland, Polen, Dänemark, Finnland, Norwegen, Schweden,<br />

Tschechien, der Slowakei, Estland, Lettland und Litauen zusammenführen.<br />

Durch den Zusammenschluss schaffen beide Unternehmen<br />

einen führenden Lösungsanbieter von relevanter industrieller<br />

Größe und Dimension mit einem Gesamtumsatz von über 400 Millionen<br />

Euro und mehr als 1.600 Mitarbeitern in der Region.<br />

Kunden beider Unternehmen profitieren von einem größeren<br />

Angebot an führenden Kühllösungen und einem umfassenden, integrierten<br />

Serviceangebot.<br />

Marco Nocivelli, Aufsichtsratsvorsitzender und CEO von Epta:<br />

„Unsere Partnerschaft ist der Beginn einer gemeinsamen Reise und<br />

einer langfristigen Kooperation, die unsere Position in Mittel- und<br />

Nordeuropa stärken wird. Unser Knowhow in der gewerblichen<br />

Kältetechnik ist einzigartig und wir teilen ähnliche Werte als Familienunternehmen.<br />

Das neue, von Epta geführte Joint Venture, ist ein<br />

weiterer Schritt auf unserem Weg, unseren Status als Global Player<br />

in diesem Sektor zu festigen, dank einer Erhöhung der Produktionskapazität<br />

und einer verstärkten internationalen Präsenz. Vor<br />

dem Hintergrund des ökologischen und digitalen Wandels sind die<br />

Schaffung von Verbindungen und die Verbesserung der Netzwerklogik<br />

von grundlegender Bedeutung für eine nachhaltige Zukunft!“<br />

Frank Winters, CEO von Viessmann Refrigeration Solutions:<br />

„Epta und Viessmann Refrigeration Solutions streben beide nachhaltige<br />

Lösungen mit einem positiven Beitrag für unseren Planeten<br />

an. Durch die Partnerschaft kombinieren wir das Beste aus beiden<br />

Welten: Technologieführende, effiziente Energielösungen mit industrieller<br />

Größe und Skalenvorteilen. Gemeinsam schaffen wir<br />

Mehrwert für unsere Kunden, unsere Mitarbeitenden und für kommende<br />

Generationen.“<br />

Das Joint Venture mit Epta umfasst ausschließlich das Geschäft<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>11</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 34/64


und um die gewerbliche Kältetechnik der VRS, ihre Aktivitäten<br />

rund um Reinraum- und Kühlzellenlösungen sind davon ausgeschlossen.<br />

Der VRS Produktionsstandort in Hof (Deutschland), die<br />

zugehörigen Vertriebsgesellschaften und Viessmann Technologies<br />

verbleiben weiterhin vollständig bei der Viessmann Group.<br />

Nicht von der Joint-Venture-Vereinbarung betroffen sind die<br />

Epta Geschäftsaktivitäten in West- und Südeuropa, im Nahen Osten,<br />

in Lateinamerika, den USA sowie der Region Asien-Pazifik und<br />

in Ozeanien.<br />

Reinraum- und Kühlzellenlösungen von VRS erweitern<br />

ihre globale Präsenz mit Akquisition in Nordamerika<br />

Die Aktivitäten der VRS rund um Reinraum- und Kühlzellenlösungen<br />

werden zukünftig weiter gestärkt. Mit dem Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung<br />

an BMIL Technologies tritt VRS erstmals in den<br />

nordamerikanischen Markt ein. BMIL hat seinen Sitz in Morehead<br />

City, North Carolina (USA), und ist ein führender Anbieter von Systemintegrationslösungen<br />

für Kühlräume und Kühlanlagen. Mit der<br />

Übernahme beschleunigt Viessmann den Übergang zu Kühl- und<br />

Reinraumlösungen mit natürlichen Kältemitteln im nordamerikanischen<br />

Markt.<br />

Frank Winters, CEO von Viessmann Refrigeration Solutions:<br />

„Die Akquisition von BMIL steht im Einklang mit unseren langfristigen<br />

Nachhaltigkeitszielen und unserer Strategie zur Stärkung des<br />

Reinraum- und Kühlzellengeschäfts. Wir sehen ein hohes Wachstumspotenzial<br />

auf dem nordamerikanischen Markt, wo sich der<br />

Übergang zu Technologien auf Basis natürlicher Kältemittel beschleunigen<br />

wird. Wir freuen uns darauf, diese Wachstumschancen<br />

zu nutzen, um unseren positiven Beitrag zu vergrößern, insbesondere<br />

in den Bereichen Gastronomie, Hightech und Industrie.“<br />

Das Kühlzellen- und Reinraumgeschäft der VRS umfasst alle zugehörigen<br />

Vertriebsgesellschaften in ganz Europa sowie Viessmann<br />

Technologies und die Produktionsgesellschaft Viessmann Kühlsysteme,<br />

beide mit Sitz in Hof (Deutschland). Viessmann Kühlsysteme<br />

ist einer der größten Hersteller modularer Kühlzellen in Europa. Die<br />

Viessmann Group wurde vor über 100 Jahren von Johann Viessmann<br />

in Hof gegründet. Seitdem ist Hof ein wesentlicher Bestandteil der<br />

Familientradition der Viessmann Group.<br />

Die Übernahme von BMIL stärkt das Ökosystem der Viessmann<br />

Group und fügt sich in eine Reihe von internationalen Partnerschaften<br />

für Reinraum- und Kühlzellenlösungen mit ausgewählten Unternehmen<br />

ein – darunter beispielsweise Priva, ein niederländischer<br />

Spezialist für Gebäudeautomatisierung und vertikale Landwirtschaft,<br />

oder Intarcon, ein führender spanischer Hersteller von Kühlanlagen<br />

mit Schwerpunkt auf Energieeffizienz und Kältemitteln auf<br />

natürlicher Basis. Die Viessmann Group hat sich zum Ziel gesetzt,<br />

Lebensräume für zukünftige Generationen mitzugestalten, und ein<br />

Ökosystem aus führenden Unternehmen aufzubauen, die sich auf<br />

CO2-Vermeidung, CO2-Reduzierung und CO2-Speicherung konzentrieren.<br />

Viessmann Kühlsysteme GmbH<br />

D 95030 Hof/Saale<br />

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2. FiT2clean Award <strong>2023</strong> auf der parts2clean verliehen<br />

Das sind die ausgezeichneten Innovationen für<br />

die industrielle Bauteilreinigung <strong>2023</strong><br />

Den Innovationspreis FiT2clean Award hat der der Fachverband industrielle Teilereinigung e. V. (FiT) <strong>2023</strong> zum zweiten<br />

Mal vergeben. Es werden damit herausragende Leistungen und Lösungen für die industrielle Bauteilreinigung ausgezeichnet.<br />

Unter den drei Finalisten, die ihre Lösungen am dritten Messetag der diesjährigen parts2clean präsentierten, sicherte<br />

sich die Intelligent Fluids GmbH mit der Entwicklung innovativer, umweltgerechter Phasenfluide, die klassische Lösemittel<br />

zahlreichen Reinigungsanwendungen ersetzten können, den ersten Platz.<br />

In immer mehr Branchen ist die Bauteilreinigung nicht nur ein Fertigungsschritt,<br />

der entscheidend zur Produktqualität, sondern auch<br />

zur Ressourceneffizienz und der Umsetzung von neuen Produkten<br />

und damit zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit beiträgt. Dafür sind<br />

in der industriellen Reinigungstechnik innovative Entwicklungen<br />

erforderlich. „Mit dem 2022 etablierten und jährlich vergebenen<br />

FiT2clean Award würdigt der Fachverband industrielle Teilereinigung<br />

herausragende Leistungen und Lösungen und möchte Innovationen<br />

für die industrielle Teilereinigung vorantreiben“, berichtet<br />

Dr. Michael Flämmich, Vorstandsvorsitzender des FiT. <strong>2023</strong> bewarben<br />

sich insgesamt zwölf Unternehmen mit Neu- und Weiterentwicklungen<br />

um den Innovationspreis. „Die durchweg spannenden<br />

und zukunftsweisenden Entwicklungen machten es der mit Personen<br />

aus Wissenschaft, Forschung, Industrie und Medien besetzten<br />

Fachjury nicht leicht, die drei Finalisten auszuwählen“, ergänzt Michael<br />

Flämmich. Sie präsentierten ihre Lösungen am dritten Tag der<br />

diesjährigen parts2clean (28. September).<br />

Die Gewinner des FiT2clean Awards <strong>2023</strong><br />

Den mit 10.000 Euro und einem Jahr kostenloser Mitgliedschaft im<br />

Fachverband dotierten FiT2clean Award sicherte sich die Intelligent<br />

Fluids GmbH mit einem Konzept von Phasenfluiden, um klassische<br />

Lösemittel bei einer Vielzahl von industriellen Reinigungsanwendungen<br />

zu ersetzen. Die Fluide bestehen aus den Hauptkomponenten<br />

Wasser, Öl, Tenside und Aktivatoren. Statt der chemischen<br />

Auflösung von Verunreinigungen erfolgt die Entfernung der Kontaminationen<br />

damit durch physikalische Lift-off-Effekte. Dabei<br />

zeichnen sich diese neuen Reinigungsmedien nicht nur durch eine<br />

hohe Wirksamkeit aus, sondern ermöglichen auch signifikante Einsparungen<br />

bei den Betriebskosten.<br />

Den zweiten Platz belegte die Sphera Technology GmbH mit einer<br />

innovativen Lösung zur Kontrolle der technischen Sauberkeit im<br />

Mikro- und Nanobereich. Basis der Innovation bildet die Kombination<br />

eines standardisierten Prüfkörpers mit glatten Flächen, einge-<br />

Der FiT2clean Award wurde in diesem Jahr zum zweiten Mal für herausragende Neu- und Weiterentwicklungen<br />

für die Teilereinigung vergeben: (v.l.n.r.): Juliane Schulze (FiT), Dr. Alexander Breul<br />

(Intelligent Fluids), Dr. Axel Reimer Müller (OHB System, Projektpartner der Sphera Technology),<br />

Janine-Melanie Potreck (Sphera Technology), Maria Laure (Fronius) und Michael Flämmich (FiT).<br />

Bildquelle: Fachverband industrielle Teilereinigung e.V.<br />

Die Freude über den Gewinn des mit 10.000<br />

Euro dotierten FiT2clean Awards war groß bei<br />

Dr. Alexander Breul von Intelligent Fluids.<br />

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Seite 36/64


arbeiteten Stufen, Kühlrippen, Durchgangs- und Sacklochbohrungen<br />

sowie Gewinde mit hochpräzisen Prüfpartikeln in fest vorgegebenen<br />

Größen (z. B. 0.5 µm, 1 µm, 5 µm, 10 µm) und entsprechender<br />

Codierung mit UV-aktiven Farben. Sie werden in einem speziell entwickelten<br />

Verfahren auf den Prüfkörper aufgebracht. Im nächsten<br />

Schritt durchläuft der Prüfkörper die jeweils angewandten Schritte<br />

Reinigungsverfahren, Handhabung, Lagerung etc. Anschließend<br />

wird die Oberflächengeometrie aufgelöst beziehungsweise die angrenzenden<br />

Produktionsflächen ausgewertet. Dabei ist es erstmals<br />

möglich, die Reinigung auch quantitativ zu begutachten, wobei auf<br />

schnelle, einfache und kostengünstige Analysemethoden Wert gelegt<br />

wurde.<br />

Platz drei ging an die Fronius International GmbH für die Entwicklung<br />

eines Heiß-Aktiv-Plasmasystems, das unter anderem zur<br />

partiellen Reinigung der Schweißflächen von Massebolzen zum<br />

Einsatz kommt. Dafür wird das Lichtbogen-Plasma mittels Schutzgasstrom<br />

zur Flamme geformt, die im Kern Temperaturen von bis<br />

zu 1000 °C erreicht. Dadurch ausgelöste thermische und chemische<br />

Prozesse sorgen dafür, dass Materialoberflächen partiell und punktgenau<br />

von organischen Rückständen und filmischen Verschmutzungen<br />

befreit werden. Gleichzeitig wird die Oberfläche aktiviert.<br />

Da der Lichtbogen zwischen Plasmadüse und Wolframelektrode des<br />

Brenners entsteht, ist eine Masseverbindung zum Werkstück nicht<br />

erforderlich. Entsprechend lassen sich auch nicht metallische Materialien<br />

mit Heiß-Aktiv-Plasma reinigen.<br />

„Mit diesen und allen eingereichten Innovationen haben die<br />

Anbieter industrieller Reinigungstechnik ein großes Optimierungspotenzial<br />

für aktuelle Herausforderungen in der Bauteilreinigung erschlossen“,<br />

merkt Michael Flämmich an. „Das macht uns schon sehr<br />

neugierig auf die Einreichungen für den FiT2clan Award 2024.“ Der<br />

Innovationspreis des Fachverbands wird auch im kommenden Jahr<br />

im Rahmen der parts2clean verliehen, die vom 24. bis 26. September<br />

2024 auf dem Stuttgarter Messegelänge durchgeführt wird.<br />

Fachverband industrielle Teilereinigung (FiT) e.v.<br />

Geschäftsstelle<br />

Hauptstraße 7<br />

D 72639 Neuffen<br />

Telefon: +49 7025 84340<br />

Telefax: +49 7025 843420<br />

eMail: info@fit-online.org<br />

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Wissenstransfer leicht gemacht<br />

Spetec bietet jetzt auch<br />

Mitarbeiter-Schulungen an<br />

In einer steigenden Zahl von Branchen werden Reinraumbedingungen<br />

in Produktion, Verpackung und Lagerung benötigt. Dabei ist es<br />

mit der Installation der erforderlichen Technik längst nicht getan.<br />

Wie überall, spielt auch hier der Mensch die entscheidende Rolle.<br />

Sollen also die Bedingungen „sauber“ erfüllt werden, müssen die<br />

Mitarbeiter bestimmte Verhaltensregeln einhalten. Hierzu brauchen<br />

sie jedoch zunächst das Wissen und dann die Übung.<br />

Spetec bietet nun nicht nur die erforderliche technische Ausstattung<br />

für Reinräume von 10 m² bis 250 m² an, sondern ab sofort<br />

auch ein Mitarbeiter-Schulungsprogramm, das es den involvierten<br />

Personen erleichtert, sich in hochsensiblen Produktionsumgebungen<br />

„richtig“ zu verhalten. Diese Schulungen werden je nach Anforderungen<br />

des Kunden individuell angepasst und decken inhaltlich<br />

folgende Themen ab:<br />

– Verhalten im Reinraum<br />

– Grundlagen der Reinraumtechnik<br />

– Reinraumkleidung<br />

– Kontaminationsquellen im Reinraum<br />

– Partikelmesstechnik, Strömungsvisualisierung<br />

Die Schulungen dürften vor allem für Mitarbeitende in der Halbleiterfertigung,<br />

Feinmechanik, Optik und Optoelektronik, Lasertechnik<br />

oder Lebensmittelherstellung von besonderer Bedeutung sein.<br />

Bei Interesse gibt Spetec-Vertriebsleiter Christian Grüner nähere<br />

Auskunft.<br />

Spetec Gesellschaft für Labor- und Reinraumtechnik mbH<br />

Am Kletthamer Feld 15<br />

D 85435 Erding<br />

Telefon: +49 8122 959090<br />

Telefax: +49 8122 9590955<br />

eMail: info@spetec.de<br />

Internet: https://www.spetec.de<br />

Gerresheimer Gx Elite Vials:<br />

Mit Sicherheit auf der Überholspur<br />

– Bruchresistente Injektionsfläschchen für höchste Patienten- und Produktionssicherheit<br />

– Ready-to-fill auch in innovativer EZ-fill Smart Verpackung<br />

Gerresheimer, innovativer System- und Lösungsanbieter und globaler Partner für die Pharma- und Biotech-Branche, bietet<br />

mit Gx Elite eine Produktlinie von Injektionsfläschchen aus Glas für höchste Patientensicherheit und Produktionseffizienz.<br />

Höchste Qualität und Bruchsicherheit stehen hierbei im Vordergrund. Die hochentwickelte Primärverpackungslösung<br />

ist insbesondere für anspruchsvolle Medikamente wie Biopharmazeutika und Zytostatika geeignet. Gx Elite Vials können<br />

auch „Ready-to-fill“, also vorsterilisiert beispielsweise in der innovativen und nachhaltigen EZ-fill Smart Verpackung geliefert<br />

werden. Gerresheimer zeigt diese und weitere Lösungen auf der CPHI <strong>2023</strong> in Barcelona vom 24.-26. Oktober in Halle<br />

2 am Stand 50.<br />

„Der Trend in Richtung anspruchsvoller und<br />

innovativer Medikamente, wie Biopharmazeutika<br />

und Zytostatika aber auch neuartige<br />

Impfstoffe stellen neue Anforderungen<br />

an die Qualität und Leistungsfähigkeit der<br />

eingesetzten Primärverpackungslösungen“,<br />

sagt Holger Krenz, Global Vice President<br />

Business Development High Value<br />

Products Tubular Glass bei Gerresheimer.<br />

„Gleichzeitig verändert sich mit diesen neuen<br />

Lösungen die Arbeitsteilung zwischen<br />

pharmazeutischer Industrie und Verpackungsherstellern.“<br />

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Schiller Cleanroom Intralogistics stellt neuen Spacesaver vor<br />

Innovative Raumoptimierung<br />

Die Entwicklung und Konstruktion von Intralogistiklösungen für<br />

Reinräume ist eine anspruchsvolle Aufgabe, insbesondere wenn es<br />

um die effiziente Raumnutzung geht. Die zur SCIO-Gruppe gehörende<br />

SCI (Schiller Cleanroom Intralogistics) hat in Zusammenarbeit<br />

mit führenden Unternehmen aus der Halbleiterindustrie einen<br />

hochkompakten Speicherroboter für die Waferproduktion entwickelt.<br />

Durch den durchdachten konstruktiven Aufbau, das spezielle<br />

Innenraumdesign der Regale sowie die exakte Positionierung des<br />

Handlers werden die zur Verfügung stehenden Flächen und die<br />

Raumhöhe optimal ausgenutzt. Dank eines ausgeklügelten und<br />

außerordentlich leistungsfähigen Greifersystems ist es zudem möglich,<br />

die Behälter doppeltief zu lagern, was zusätzliche Platzersparnis<br />

bringt. Auf einer Fläche von weniger als 14qm können so über<br />

800 Waferboxen gelagert und bedarfsgerecht ein- und ausgelagert<br />

werden. Im Anschluss gewährleisten die SCI-Fördersysteme einen<br />

reibungslosen Transport der Wafer zu den entsprechenden Produktionsbereichen<br />

im Reinraum.<br />

Zum Vergleich, im klassischen Betrieb würden vergleichbare<br />

Mengen an Wafern mehr als 38 % mehr Platz benötigen. Da Platz<br />

bzw. Raum in den hochsauberen Reinräumen der Halbleiterindustrie<br />

aufgrund der hohen Anforderungen ein hochpreisiges Gut ist,<br />

arbeitet die SCI seit ihrer Gründung in 2009 mit namhaften Kunden<br />

aus der Halbleiterindustrie an Lösungen, um die Flächen im Reinraum<br />

noch produktiver nutzen zu können.<br />

Automatisierte Lagerhaltungssysteme bieten für die Halbleiter-Herstellung<br />

darüber hinaus eine Fülle von weiteren Vorteilen,<br />

mit denen sich die Lagerprozesse optimieren lassen: präzise Lagerdatenverfügbarkeit,<br />

schnelle Zugriffszeiten, materialschonendes<br />

und partikelarmes Handling sowie die Erhaltung eines konstanten<br />

Laminar Flow für gleichbleibende Luftqualität.<br />

Schiller Automatisierungstechnik GmbH<br />

Donau-Gewerbepark 30<br />

D 94486 Osterhofen<br />

Telefon: +49 9932 95040<br />

Telefax: +49 9932 9504900<br />

eMail: firma@schiller.de<br />

Internet: http://sci.schiller.de<br />

Die Gx Elite-Fläschchen von Gerresheimer<br />

adressieren die wachsenden Anforderungen an<br />

die Qualität und Leistungsfähigkeit von Primärverpackungslösungen<br />

für anspruchsvolle und<br />

innovative Medikamente wie Biopharmazeutika<br />

und Zytostatika.<br />

Bis zu vier Mal höhere Bruchsicherheit<br />

Die Gx Elite-Fläschchen zeichnen sich<br />

durch ihre hohe Qualität und Bruchsicherheit<br />

aus und schützen so zuverlässig wertvolle<br />

Arzneimittel. Sie sind das Ergebnis<br />

einer mehrjährigen Produktentwicklung<br />

und werden in einem patentierten Produktionsprozess<br />

hergestellt. Mikrodefekte mit<br />

einer Größe von 100 µm können sicher ausgeschlossen<br />

werden. Medikamente können<br />

so schnell und sicher abgefüllt werden.<br />

Nachhaltige EZ-fill Smart Verpackung<br />

Die Gx Elite-Fläschchen sind auch in der<br />

neuen, optimierten EZ-fill Smart Verpackung<br />

erhältlich. Die innovative RTF Verpackungsplattform<br />

vereinfacht den Abfüllprozess,<br />

führt zu geringeren Kosten und<br />

reduziert die Partikelbelastung um über 90<br />

% durch den Austausch der Tyvek-Siegelfolie<br />

durch eine Polymersiegelfolie. Beim Abziehen<br />

dieser Folie unmittelbar vor dem Abfüllprozess<br />

entstehen so keine Tyvekfasern<br />

bzw. Klebstoffpartikel. Das Risiko für derartige<br />

Partikelverunreinigungen wird dadurch<br />

deutlich gesenkt. Gleichzeitig verringert die<br />

EZ-fill Smart Verpackung den ökologischen<br />

Fußabdruck, indem z. B. Biopolymere, wiederverwendbaren<br />

Materialien sowie ein<br />

ressourcenschonendes Sterilizationsverfahren<br />

(VHP) genutzt werden.<br />

Breites Portfolio von<br />

Ready-to-fill-Produkten<br />

Die Gx Elite-Fläschchen gehören zu dem<br />

breiten Ready-to-fill (RTF)-Portfolio von<br />

Gerresheimer. Ready-to-fill Produkte ermöglichen<br />

es der Pharmaindustrie, sich auf<br />

ihre Kernkompetenzen zu konzentrieren<br />

und Kosten sowie Zeit für das Waschen und<br />

Sterilisieren der Primärverpackungen einzusparen.<br />

Medikamente können so schneller<br />

und mit geringeren Gesamtkosten im<br />

Produktionsprozess auf den Markt gebracht<br />

werden.<br />

Gerresheimer Regensburg GmbH<br />

D 92442 Wackersdorf<br />

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Gemeinsam noch schlagkräftiger: Das Service-Team vereint<br />

die Filtrationsexperten von Camfil und die Industrieabsaugungsprofis<br />

von Camfil Air Pollution Control.<br />

Head of Service Germany Oliver Albrecht (rechts) und<br />

langjähriger Project Manager Service Tobias Curylo (Mitte)<br />

erklären den sicheren Wechsel von kontaminierten Filtern mit<br />

Hilfe der Bag-in / Bag-out-Technologie.<br />

Neuer Service-Stützpunkt<br />

in Schleswig-Holstein<br />

Wo Fortschritt stattfindet, müssen die äußeren Umstände mithalten:<br />

Camfil, ein führender Hersteller von Lösungen für saubere Luft,<br />

gab heute die Eröffnung eines neuen Service-Stützpunkts bekannt.<br />

Das großzügige Gebäude befindet sich in direkter Nachbarschaft<br />

des Produktionsstandorts Reinfeld, wo auch der deutsche Hauptsitz<br />

des Unternehmens beheimatet ist. Mit der Erweiterung trägt Camfil<br />

der wachsenden Bedeutung seines Dienstleistungsgeschäfts in<br />

Deutschland Rechnung und schafft attraktive, moderne Arbeitsplätze<br />

für seine Service-Mitarbeiter.<br />

Dazu Andreas Klatschow, Geschäftsführer von Camfil Deutschland:<br />

„Wir verstehen uns nicht nur als Hersteller von Luftfilterprodukten<br />

und Absauganlagen, sondern als Full-Service-Partner unserer Kunden.<br />

Wenn es um das Thema saubere Luft geht, sind wir in jedem Fall<br />

der richtige Ansprechpartner. Bei uns gibt es alles aus einer Hand,<br />

das unterscheidet uns von anderen Anbietern.“<br />

Das umfangreiche Dienstleistungsportfolio reicht von der fachgerechten<br />

Einrichtung und Wartung von raumlufttechnischen Anlagen<br />

und industriellen Absauganlagen bis hin zur Qualifizierung von<br />

Operationssälen in Krankenhäusern und Reinräumen aller Klassen,<br />

auch für hochsensible Prozesse wie die aseptische Flüssigabfüllung<br />

oder die Herstellung von Radiopharmazeutika, die innovative, zielgerichtete<br />

Strahlentherapien ermöglichen.<br />

Auf rund 600 m2 Nutzfläche bietet der neue Stützpunkt neben<br />

Büros für das Backoffice-Team, das die bundes- oder sogar europaweiten<br />

Einsätze koordiniert, auch ausreichend Platz für die hochmoderne<br />

Messtechnik. Große Tore erleichtern das Beladen der weißen<br />

Vans, mit denen das Team jährlich Zehntausende von Kilometern<br />

zurücklegt und bei deren Anblick sicher so mancher Kunde erleichtert<br />

aufatmet, da er kostspielige, ungeplante Ausfallzeiten vermeiden<br />

kann. Insgesamt betreut das Camfil Service-Team mehrere hundert<br />

Kunden in Deutschland und vielen Nachbarländern.<br />

Des Weiteren gibt es Räumlichkeiten für interne Workshops<br />

und die regelmäßig stattfindenden Weiterbildungen. „Erstklassiger<br />

Service ist nur mit einem hochqualifizierten und motivierten<br />

Team möglich. Deshalb möchte ich meinen Mitarbeitern optimale<br />

Arbeitsbedingungen bieten“, sagt Oliver Albrecht, Head of Service<br />

Germany, der das Projekt federführend geplant und umgesetzt hat.<br />

„Wir sind auf einem sehr guten Weg – viele unserer Mitarbeiter haben<br />

eine lange Betriebszugehörigkeit, und ihre gebündelte Erfahrung<br />

kommt unseren Kunden direkt zugute.“<br />

Zur Einweihung des neuen Stützpunktes versammelten sich<br />

rund 30 Service-Mitarbeiter aus dem gesamten Bundesgebiet zu<br />

einer mehrtägigen Veranstaltung in Reinfeld. Neben einer Führung<br />

durch das neue Gebäude gab es eine informative Mischung aus<br />

Fachvorträgen, Trainings und Live-Demonstrationen zu Themen<br />

wie OP-Deckenbespannung oder dem sicheren Wechsel kontaminierter<br />

Filter mit Hilfe der Bag-in/Bag-out-Technologie. Bei strahlendem<br />

Sonnenschein konnte zum Ausklang der Veranstaltung<br />

auch der Außenbereich mit einem gemeinsamen Grillabend feierlich<br />

eröffnet werden.<br />

Camfil GmbH<br />

Feldstr. 26 - 32<br />

D 23858 Reinfeld<br />

Telefon: +49 4533 2020<br />

Telefax: +49 4533 202202<br />

eMail: info.de@camfil.com<br />

Internet: http://www.camfil.com<br />

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Seite 41/64


Dr. Michael Grosse übergibt CEO-Amt an Torsten Türling<br />

Wechsel an der Spitze der Syntegon-Gruppe<br />

– Torsten Türling wird zum 1. November <strong>2023</strong> neuer CEO der Syntegon-Gruppe<br />

– Dr. Michael Grosse gibt Amt zum 31. Oktober <strong>2023</strong> ab<br />

Torsten Türling wird zum 1. November <strong>2023</strong><br />

neuer CEO der Syntegon-Gruppe<br />

Die Syntegon-Gruppe, ein weltweit führender Anbieter von Prozess- und Verpackungstechnologie,<br />

ernennt Torsten Türling zum neuen Chief Executive Officer (CEO). Er folgt auf Dr.<br />

Michael Grosse, der das Unternehmen nach dreieinhalb erfolgreichen Jahren als CEO im<br />

gegenseitigen Einvernehmen zum 31. Oktober <strong>2023</strong> verlassen wird. Für die nächste Phase<br />

der Unternehmensentwicklung verstärkt Syntegon die Geschäftsleitung durch einen erfahrenen<br />

Manager, der Wachstum und Innovation des Unternehmens weiter vorantreiben und<br />

die Vertriebsaktivitäten deutlich stärken wird.<br />

Mit Torsten Türling gewinnt Syntegon einen wachstumsorientierten Strategen mit starkem<br />

Fokus auf Umsetzung. Er bringt mehr als 30 Jahre internationale Führungs- und Vertriebsexpertise<br />

mit und hat umfangreiche CEO-Erfahrung an der Spitze namhafter gelisteter<br />

und privatwirtschaftlicher Unternehmen. Zuletzt war er CEO von Nilfisk, einem weltweit<br />

führenden, börsennotierten Hersteller von professionellen Reinigungsgeräten mit Sitz in<br />

Dänemark. Während seiner Amtszeit leitete er die strategische Neuausrichtung des Unternehmens<br />

ein und erzielte deutliche Fortschritte bei Wachstum und Nachhaltigkeit. Zuvor<br />

verantwortete er als CEO den erfolgreichen Turnaround von Ideal Standard International.<br />

Bei der Linde AG hatte er verschiedene Führungspositionen inne und leitete als Geschäftsführer<br />

von Linde Kältetechnik nach dem Spin-Off die erfolgreiche Integration in die Carrier<br />

Corporation. Er hält einen Abschluss als Diplom-Kaufmann von der Universität Saarbrücken<br />

und einen Master in Management von der EM Lyon Business School in Lyon.<br />

Dr. Michael Grosse war seit 2020 CEO von Syntegon und in dieser Funktion nach der<br />

Abspaltung von Bosch Ende 2019 maßgeblich für die erfolgreiche Transformation zu einem<br />

international eigenständigen Unternehmen verantwortlich.<br />

„Wir danken Dr. Michael Grosse für sein enormes Engagement bei Syntegon und wünschen<br />

ihm für die Zukunft alles Gute. Er hat das Unternehmen sicher durch die Pandemie<br />

und die anhaltende globale Lieferkettenkrise geführt. Unter seiner Leitung hat sich Syntegon<br />

in den vergangenen Jahren hervorragend entwickelt. Für die nächste Phase freuen wir uns<br />

sehr, mit Torsten Türling einen international erfahrenen Manager mit ausgewiesener Vertriebsexpertise<br />

gewonnen zu haben. Mit einem starken Fokus auf Innovation und den Ausbau<br />

der Vertriebsstrukturen wird er dem Unternehmen zu weiterem Wachstum verhelfen“,<br />

sagt Marc Strobel, Aufsichtsratsvorsitzender von Syntegon.<br />

„Syntegon hat seit der Abspaltung von Bosch eine beeindruckende Entwicklung als eigenständiges<br />

Unternehmen vollzogen. Ich freue mich, meine Expertise in das Unternehmen<br />

einzubringen und gemeinsam mit allen Kollegen das Wachstumspotenzial der Gruppe auszuschöpfen.<br />

Die Lösungskompetenz von Syntegon ist enorm. Das Unternehmen begeistert<br />

Kunden auf der ganzen Welt mit einem innovativen Produkt- und Serviceangebot“, so Torsten<br />

Türling.<br />

„Es war mir eine große Freude und Ehre, Syntegon auf dem Weg zu einem eigenständigen,<br />

führenden und globalen Anbieter von innovativen und nachhaltigen Prozess- und Verpackungslösungen<br />

zu begleiten“, sagt Dr. Michael Grosse. „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt,<br />

das Ruder zu übergeben. Ich wünsche Torsten Türling viel Erfolg und Freude bei dieser Aufgabe.<br />

Gleichzeitig danke ich allen Kolleginnen und Kollegen für ihr Vertrauen und ihren unermüdlichen<br />

Einsatz.“<br />

Syntegon Technology GmbH<br />

Blaufelder Straße 45 D 74654 Crailsheim<br />

Telefon: +49 7951 4020<br />

eMail: packaging-ph@syntegon.com<br />

Internet: http://www.syntegon.com<br />

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Seite 42/64


Freeze-Light-Protect haftet auch bei hohen Minustemperaturen zuverlässig auf der Spritze und kann<br />

mit unterschiedlichen UV- und Lichtschutzlevels ausgestattet werden.<br />

Speziallabel für mRNA-Anwendungen und Zell- und Gentherapien<br />

Vorstellung eines neuen<br />

Freeze-Light-Protect Labels<br />

auf der PDA Universe of Pre-Filled Syringes<br />

Das neu entwickelte Freeze-Light-Protect Spritzenlabel von Schreiner MediPharm ist für Tiefkühlanwendungen bei hohen<br />

Minustemperaturen geeignet und bietet gleichzeitig individuellen Lichtschutz. Damit eignet es sich besonders für den Einsatz<br />

bei empfindlichen Wirkstoffen auf mRNA-Basis sowie für Zell- und Gentherapien. Das innovative Label stellt Schreiner<br />

MediPharm erstmals auf der diesjährigen PDA Universe of Pre-Filled Syringes and Injection Devices vom 17. bis 18.<br />

Oktober in Göteborg vor.<br />

Therapien und Impfstoffe mit mRNA-Wirkstoffen sowie Zell- und<br />

Gentherapien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Diese neuartigen<br />

Wirkstoffe bringen jedoch besondere Herausforderungen mit<br />

sich: Zum einen müssen sie bei Tiefkühltemperaturen von bis zu<br />

-100°C auf Trockeneis transportiert und gelagert werden. Zum anderen<br />

ist je nach Wirkstoff oftmals ein spezieller Lichtschutz erforderlich.<br />

Genau für diese Anwendungen hat Schreiner MediPharm das<br />

Freeze-Light-Protect Spritzenlabel entwickelt.<br />

Freeze-Light-Protect haftet trotz der extrem niedrigen Temperaturen<br />

sicher auf der Spritze und ermöglicht eine zuverlässige<br />

Kennzeichnung. Das Speziallabel kann außerdem mit unterschiedlichen<br />

UV- und Lichtschutzlevels ausgestattet werden. So bietet die<br />

erste Stufe einen reinen UV-Schutz, Stufe zwei einen Schutz vor<br />

UV-Strahlen sowie blauem Licht und Stufe drei einen vollständigen<br />

Lichtschutz. Der genaue Lichtschutzlevel kann kundenindividuell<br />

an die spezifischen Anforderungen des Wirkstoffs angepasst werden.<br />

Zudem können weitere Funktionalitäten integriert werden: abnehmbare<br />

Dokumentationsteile für den Impfpass oder die Patientenakte,<br />

Inspektionsfenster zur Kontrolle des Spritzeninhalts in unverfälschter<br />

Farbe sowie eine Graduierung zur korrekten Dosierung<br />

bei der Injektion.<br />

Das neuartige Label von Schreiner MediPharm wurde in Abstimmung<br />

mit dem Partner SCHOTT Pharma entwickelt, der die<br />

SCHOTT TOPPAC® freeze Spritze auf den Markt gebracht hat. Die<br />

1 ml long COC-Spritze wurde für Medikamente mit Temperaturen<br />

bis zu -100 °C entwickelt mit Blick darauf die Spritzenfunktionalität<br />

sowie die Integrität des Spritzenverschlusses zu erhalten und<br />

damit die Stabilität des Medika¬ments sicherzustellen. Schreiner<br />

MediPharms Freeze-Light-Protect wurde speziell für die SCHOTT<br />

TOPPAC® freeze Spritze getestet, um die Zuverlässigkeit der ins<br />

Label integrierten Schutzfunktionen sowie weiterer Features nachzuweisen.<br />

Dank der Kombination aus Freeze-Light-Protect Label und<br />

SCHOTT TOPPAC® freeze Spritze erhalten Pharmaunternehmen<br />

eine vorqualifizierte Lösung, die individuell auf die jeweilige Anwendung<br />

adaptiert werden kann. Aufgrund der gebündelten Expertise<br />

von Schreiner MediPharm und SCHOTT Pharma werden sie<br />

optimal bei der Markteinführung ihrer tiefgekühlten Medikamente<br />

unterstützt.<br />

Schreiner MediPharm<br />

D 85764 Oberschleissheim<br />

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Seite 43/64


parts2clean <strong>2023</strong>:<br />

Erstklassige Kontakte, neue Projekte<br />

und konkrete Abschlüsse<br />

Intensive Fachgespräche, ein sehr stark frequentiertes Fachforum und eine positive Stimmung an allen drei Messetagen<br />

zeigten: Die 20. parts2clean, die am 28. September endete, hat die Erwartungen erfüllt. Über 3.000 Fachbesucherinnen und<br />

Fachbesucher waren größtenteils mit aktuellen Aufgabenstellungen und Projekten sowie einem großen Wissensbedarf angereist.<br />

Daraus ergaben sich für die mehr als 150 Aussteller aus 14 Ländern hochwertige Kontakte, neue Projekte und sogar<br />

direkte Geschäftsabschlüsse.<br />

Sauberkeit spielt in immer mehr Industriebereichen eine immer größere<br />

Rolle, dieses Fazit lässt sich nach Ende der 20. parts2clean ziehen.<br />

Dies verdeutlichen die Aufgabenstellungen und Projekte, mit<br />

denen die über 3.000 Besucherinnen und Besucher vom 26. bis 28.<br />

Oktober <strong>2023</strong> auf das Messegelände Stuttgart angereist waren. Der<br />

Auslandsanteil lag bei rund 20 Prozent, die stärksten Besuchernationen<br />

waren Deutschland, Schweiz, Tschechien, Türkei, Österreich<br />

und die Niederlande.<br />

Zur beachtlichen Steigerung von rund 33 Prozent gegenüber dem<br />

Vorjahr hat sicherlich auch das Highlight-Thema „High Purity“ beigetragen,<br />

durch das die Kernbereiche der internationalen Leitmesse<br />

für industrielle Teile- und Oberflächenreinigung in diesem Jahr erstmals<br />

ergänzt wurde. „Wir haben dadurch das Lösungsangebot der<br />

parts2clean für Aufgabenstellungen, bei denen höchste Sauberkeitsanforderungen<br />

zu erfüllen sind, stärker in den Fokus gerückt“, berichtet<br />

Christoph Nowak, Project Director bei der Deutschen Messe<br />

AG. „Und es ist uns damit gelungen, Besucherinnen und Besucher<br />

aus diesen Branchen verstärkt auf die parts2clean zu ziehen.“ Dies<br />

bestätigt Dr.-Ing. Günther Schmauz, Vorstand bei der acp systems<br />

AG: „Mit unseren High Purity-Schneestrahlreinigungslösungen waren<br />

wir früher eher eine Nische bei der parts2clean. Bei der diesjährigen<br />

Veranstaltung konnten wir dagegen sehr viele Messegäste aus<br />

den Bereichen der EUV-Lithographie inklusive Systempartner und<br />

Zulieferer sowie Elektromobilität begrüßen. Letzteres erstreckt sich<br />

von Batterieherstellern über Komponenten für die Stromableitung<br />

und das Energiemanagement bis zu Elektromotoren. Für uns ist die<br />

parts2clean <strong>2023</strong> daher sehr gut verlaufen.“ Ähnlich äußert sich Jan<br />

Gerbrands, CEO bei der niederländischen Brookhuis Applied Data<br />

Intelligence B. V., die Produkte für die Optimierung des Betriebs von<br />

Reinräumen produziert: „Es war eine Supermesse für uns, denn wir<br />

konnten viele neue Kontakte generieren.“ „Die parts2clean war in<br />

diesem Jahr für uns deutlich erfolgreicher als 2022. Das ist sicherlich<br />

dem Highlight-Thema High Purity geschuldet, das im Programm<br />

von Ecoclean einen Schwerpunkt bildet. Es konnten dadurch neue<br />

Besucher angezogen werden“, berichtet auch Rainer Straub, Board<br />

of Management, Vice President Sales & Customer Service, Ecoclean<br />

GmbH.<br />

Entscheidungsfreudiges Fachpublikum<br />

mit Investitionsabsichten<br />

Insgesamt präsentierten mehr als 150 Aussteller aus 14 Ländern auf<br />

rund 4.500 Quadratmetern neue, weiterentwickelte und bewährte<br />

Produkte sowie Dienstleistungen für die industrielle Teile- und<br />

Oberflächenreinigung. Dass sie größtenteils sehr ins Detail gehende<br />

Gespräche über konkrete Projekte führen konnten, lag an dem mit<br />

99 Prozent überdurchschnittlich hohen Anteil an Fachpublikum.<br />

Rund 88 Prozent sind in betriebliche Investitionsentscheidungen<br />

eingebunden und etwa 80 Prozent besuchten die Messe mit Investitionsabsichten.<br />

Und diese wurden auf der parts2clean auch direkt<br />

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umgesetzt, wie Wolfgang Prem, Geschäftsführer der Maschinenbau<br />

Silberhorn GmbH, berichtet: „Wir nehmen dieses Jahr viele gute<br />

Kontakte zu Besucherinnen und Besuchern aus Unternehmen mit,<br />

die wir bisher nicht kannten. Das Highlight unserer Messeteilnahme<br />

war aber, dass wir direkt am Stand eine unserer neuen MWS-Reinigungsanlagen<br />

an ein Unternehmen aus Israel verkaufen konnten.<br />

Es war ein Erstkontakt, der sich hier auf der Messe ergeben hat.“<br />

Zufrieden äußert sich auch Manfred Holzleg, General Manager der<br />

Safechem Europe GmbH: „Wir haben auf der parts2clean immer<br />

die Gelegenheit, ein sehr breit gefächertes Publikum zu treffen. In<br />

diesem Jahr konnten wir zahlreiche gute Gespräche insbesondere<br />

mit Besuchern aus für uns neuen Branchen führen und können<br />

uns dadurch auch neue Geschäftsfelder erschließen. Wichtig ist die<br />

parts2clean für uns aber auch unter dem Aspekt, dass hier die Weltmarkt-<br />

und Technologieführer aus den verschiedenen Bereichen<br />

der industriellen Reinigungstechnik zusammenkommen und man<br />

sich interdisziplinär über Entwicklungen und Trends austauschen<br />

kann.“ Bahadir KöK, Sales Manager der türkischen Everest Elektro<br />

Mechanik Makina Sanayi Ve Tic. A.S. sieht das ähnlich: „Die parts2clean<br />

ist für Everest eine der wichtigsten Messen. Um unabhängiger<br />

von der Automobilindustrie zu werden, haben wir neue Anlagen<br />

entwickelt, beispielsweise entsprechend den Standards in der<br />

Medizintechnik, die wir hier präsentieren. Zur Messe laden wir auch<br />

unsere Händler aus verschiedenen Ländern ein, um ihnen die Neuentwicklungen<br />

vorzustellen.“ Als sehr positiv beurteilt Maria Laure<br />

aus dem Bereich New Business Perfect Welding bei der österreichischen<br />

Fronius International GmbH ihre Messeteilnahme: „Wir<br />

haben das dritte Mal an der parts2clean teilgenommen und sehen<br />

sowohl bei den Besucherzahlen als auch der Internationalität eine<br />

positive Entwicklung. Rund 50 Prozent der Gespräche führen wir in<br />

Englisch. Es sind sehr intensive Gespräche, in denen es um konkrete<br />

Aufgabenstellungen geht und teilweise haben die Besucher sogar<br />

die zu reinigenden Werkstücke dabei.“<br />

PurMop BLACK ®<br />

REVOLUTIONÄR:<br />

DAS WELTWEIT ERSTE REINRAUM<br />

MOPPSYSTEM AUS CARBON<br />

Made in<br />

Germany<br />

Großer Informationsbedarf sorgt für<br />

Rekordzahlen im Fachforum<br />

„Ein Besuchermagnet war das zweisprachige Fachforum der parts2clean<br />

schon immer. Aber in diesem Jahr untermauerte es seinen<br />

Status als eine der weltweit gefragtesten Wissensquellen zur industriellen<br />

Teile- und Oberflächenreinigung mit einer Rekord-Teilnahme“,<br />

berichtet Christoph Nowak. Und die Zahlen sprechen für sich:<br />

Insgesamt 2.700-mal Wissenstransfer par excellence durch Zuhören<br />

der simultan übersetzten (Deutsch Englisch) Vorträge renommierter<br />

Referenten aus Wissenschaft, Forschung und Industrie, um<br />

Reinigungswissen zu generieren beziehungsweise zu vertiefen. „Der<br />

enorme Zuspruch zeigt, dass sowohl bei klassischen Reinigungsaufgaben<br />

als auch High Purity-Anwendungen ein immenser Informationsbedarf<br />

besteht, der durch veränderte und neue Anforderungen<br />

weiter zunehmen wird“, ergänzt Christoph Nowak.<br />

Federleicht: nur 650 g Gesamtgewicht<br />

Mopp-Abwurf per Knopfdruck<br />

Integrierte Eckenreinigung<br />

2. FiT2clean Award verliehen<br />

Ein Highlight bot der letzte Messetag der parts2clean auch mit der<br />

Verleihung des FiT2clean-Awards. Der Fachverband industrielle<br />

Teilereinigung (FiT) zeichnete damit zum zweiten Mal herausragende<br />

Leistungen und Lösungen für die Teilereinigung aus. Den mit<br />

10.000 Euro dotierten Innovationspreis sicherte sich die Intelligent<br />

Fluids GmbH für die Entwicklung wasserbasierter, nachhaltiger<br />

Phasenfluide, die klassische Lösemittel bei zahlreichen Reinigungsanwendungen<br />

ersetzen können.<br />

Deutsche Messe AG<br />

D 30521 Hannover<br />

www.reinraum.de Seite 45/64<br />

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purmop-black.com


(Copyright: MCH Group)<br />

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Ilmac <strong>2023</strong> in Basel war ein voller Erfolg<br />

Am 28. September <strong>2023</strong> schloss Ilmac <strong>2023</strong> nach drei erlebnisreichen Messetagen die Tore und die Veranstalter können<br />

auf eine erfolgreiche Ausgabe zurückblicken. Vom 26. bis 28. September <strong>2023</strong> wurden die Basler Messehallen wieder zum<br />

grössten Treffpunkt der Chemie- und Life Science-Branche der Schweiz. Die erwartete Teilnehmerzahl von 10‘000 wurde<br />

übertroffen und so erlebten rund 12‘000 Teilnehmer und Teilnehmerinnen 400 namenhafte Aussteller aus über 20 Ländern<br />

sowie viele weitere Highlights. Ilmac präsentierte in diesem Jahr neben alt bewährten auch zahlreiche neue Formate und<br />

digitale Angebote.<br />

Während drei Tagen kamen führende Anbieter der Branche wie Agilent,<br />

Endress+Hauser, Integra, Mettler Toledo, Metrohm, Siemens<br />

und Skan sowie 30 innovative Startups in den Basler Messehallen<br />

zusammen, um ihre Innovationen und Produktneuheiten den rund<br />

12‘000 Teilnehmern und Teilnehmerinnen zu präsentieren. „Mit<br />

dem neuen Ilmac-Format konnten wir noch besser auf die Bedürfnisse<br />

der Branche eingehen und dadurch zahlreiche Ausstellende<br />

und Besuchende gewinnen. In Zukunft werden wir diese Strategie<br />

beibehalten und eine starke und erfolgreiche Ilmac sicherstellen“,<br />

so Céline Futterknecht (Brand Director, Ilmac). Neue Highlights wie<br />

die Startup-Area, die Ausstellung „Labor der Zukunft“, der Bereich<br />

„Job Connect“ und ein Speakers Corner ergänzten bewährte Formate<br />

wie Ilmac Conference und die bereits zum dritten Mal parallel<br />

stattfindenden Pharma Logistics Days. Ein besonderes Erlebnis für<br />

alle Aussteller und Besuchenden war der Networking Apéro. Nirgendwo<br />

sonst trifft man auf so viele Kolleginnen und Kollegen, Experten<br />

und Anbieter unter einem Dach. Regierungsrat Kaspar Sutter<br />

(Vorsteher des Departements für Wirtschaft, Soziales und Umwelt /<br />

Regierungsrat des Kantons Basel-Stadt) richtete sein Grusswort an<br />

die Branche.<br />

„Unser Fazit ist sehr gut. Wir konnten an unserem Stand viele<br />

neue Kunden begrüssen und interessante Projekte starten. Für uns<br />

als innovatives Unternehmen ist die Ilmac die wichtigste Messe, um<br />

unsere neuen Produkte einem breiten Fachpublikum präsentieren<br />

zu können“, sagt Ricardo Da Costa, General Manager von Anton Paar<br />

Switzerland AG im Anschluss der Ilmac. Auch Paula Winter, Global<br />

Marketing Programm Managerin von Beckman Coulter GmbH<br />

ist zufrieden: „Für uns lief es sehr gut. Wir hatten viele interessante<br />

Gespräche mit unseren Kunden. Die Ilmac ist sehr wichtig für uns,<br />

weil sie die Leitmesse für den Life und Sciences-Markt der Schweiz<br />

ist und wir hier unsere gesamte Produktpalette vorstellen können.“<br />

Guiseppe Cirillo, Head Sales & Marketing, SKAN AG, formulierte<br />

sein positives Fazit so: „Wir hatten viel zu tun und das wollen wir auf<br />

einer Messe! Wir wurden von vielen Menschen besucht – sowohl<br />

bestehende als auch neue Kunden. Für mich ist es schön zu sehen,<br />

wie sich die Ilmac entwickelt hat. Denn die Ilmac ist unsere Messe.“<br />

Effizienter Knowhow-Transfer an der Ilmac Conference<br />

Die wissenschaftlich geprägte „Ilmac Conference“ überzeugte die<br />

Teilnehmenden mit einer grossen Themenvielfalt und hochkarätigen<br />

Speakern. Im Fokus standen dieses Jahr wichtige Branchenthemen<br />

wie «Lab Digitalization», «Chemical Technologies» und «New<br />

Biotech Methods». Die „Ilmac Conference“ wurde in Zusammenarbeit<br />

mit Swiss Chemical Society, Swiss Biotech Association und<br />

dem Schweizerischen Verband Diplomierter Chemiker FH (SVC)<br />

organisiert und sorgte für einen effizienten Wissenstransfer zwischen<br />

den Experten und Besuchenden.<br />

„Unsere Erfahrungen auf der Ilmac sind durchweg positiv. Wir<br />

hatten sehr viele Besuchende auf der Conference. Unser Programm<br />

mit nationalen und internationalen Speakern ist bei den Menschen<br />

gut angekommen und unsere drei Themen, sind genau die Themen,<br />

die heutzutage die Leute beschäftigen.“, so David Spichiger, Executive<br />

Director and Head Office, Swiss Chemical Society.<br />

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Labor der Zukunft<br />

In der neuen Sonderschau „Labor der Zukunft“ hatten die Teilneh-<br />

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menden die Möglichkeit, auf interaktive Art und Weise zukunftsweisende<br />

Systeme und Infrastrukturen für Labore kennenzulernen.<br />

Sie konnten sich ein umfassendes Bild davon machen, wie das Labor<br />

der Zukunft angesichts der wachsenden Digitalisierung und der Forderung<br />

nach mehr Nachhaltigkeit aussehen wird. Zusätzlich hatten<br />

sie die Gelegenheit, in Workshops und Symposien der Innostage,<br />

Best-Practice-Beispiele auszutauschen und sich untereinander zu<br />

vernetzen. Zum Beispiel fand das Green Lab Symposium, das jährlich<br />

von Green Building Schweiz initiiert wird, in diesem Jahr zum<br />

ersten Mal in Zusammenarbeit mit Ilmac auf der Innostage statt.<br />

Jens Feddern, Head Vertical Market Life Science bei Siemens<br />

Schweiz, war mit den Besucherzahlen zufrieden: „Dass die Ilmac mit<br />

dem Labor der Zukunft etwas Neues gewagt hat und neue Impulse<br />

gesetzt hat, und es dann auch noch funktioniert hat, ist für uns ein<br />

Highlight.“<br />

Effiziente Transportlösungen an den Pharma Logistics Days<br />

An den Pharma Logistics Days hatten die Teilnehmenden am 27.<br />

und 28. September die Gelegenheit, aktuelle Trends und Innovationen<br />

der Pharma Logistics kennenzulernen. Rund 30 führende<br />

Dienstleister der Branche präsentierten ihre aktuellen Logistik-<br />

Lösungen und liessen Besuchende LKW‘s, Container und Passivverpackungen<br />

live erleben. Umrahmt wurde das Angebot von der<br />

Pharma Logistics Days Conference, die von Lukas Engelberger (Regierungsrat<br />

Basel Stadt / Vorsteher des Gesundheitsdepartements<br />

/ Präsident GDK) eröffnet wurde und verschiedene Gastredner aus<br />

der Life Science Industrie, aus Hochschulen oder aus der Logistik<br />

zu Wort kommen liess. „Im Prinzip wurde die gesamte Supply Chain<br />

der Pharmalogistik an einem Ort abgebildet“, so Gian Carlo Alessi<br />

von Lamprecht Pharma Logistics.<br />

Mit Ilmac 365 bestens vorbereitet und das ganze Jahr vernetzt<br />

Die neue Plattform Ilmac 365 ermöglichte sowohl Ausstellern als<br />

auch Teilnehmenden eine optimale Vorbereitung auf den Ilmac-<br />

Besuch. Mit Hilfe der App konnten die interaktiven Hallenpläne<br />

eingesehen, umfassende Informationen über Austeller und Programm<br />

eingeholt, Termine vorgemerkt und sogar Treffen während<br />

des Events vereinbart werden. Mit Ilmac 365 hat die Branche nun<br />

weiterhin die Möglichkeit, sich global zu vernetzen. Die Plattform ist<br />

nicht nur während, sondern auch vor und nach dem Event aktiv und<br />

bietet exklusiven Raum für Networking, Produktpräsentationen und<br />

Wissensaustausch - 365 Tage im Jahr.<br />

Die nächste Ilmac findet am 4. und 5. September 2024 in<br />

Lausanne und vom 16. bis 18. September 2025 in Basel statt.<br />

MCH Messe Schweiz (Basel) AG<br />

Messe Basel<br />

CH 4005 Basel<br />

Telefon: +41 58 206 3106<br />

eMail: anne.klipfel@ilmac.ch<br />

Internet: http://www.ilmac.ch<br />

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© NürnbergMesse / Thomas Geiger<br />

POWTECH und PARTEC <strong>2023</strong>:<br />

Internationale Heimat für Pulver-Processing<br />

und Partikeltechnologie<br />

Zufriedene Gäste in Nürnberg: Drei Tage lang waren die POWTECH und der PARTEC-Kongress in Nürnberg der Hotspot<br />

für internationale Experten der Verfahrenstechnik sowie die Forschungselite der Partikeltechnologie. Über 9.500 Fachbesucher<br />

reisten auch in diesem Jahr wieder aus dem In- und Ausland (rund 40 Prozent international) zur POWTECH an.<br />

In vier Messehallen präsentierten 553 Aussteller aus 27 Ländern – 43 Prozent aus dem Ausland – die neuesten Lösungen<br />

der Verfahrenstechnik sowie Analytik für Schüttgut- Pulver- und Liquidverarbeitung. Im hochwertigen Rahmenprogramm<br />

diskutieren die Speaker mit den Fachbesuchern in 55 Fachvorträgen über aktuelle Herausforderungen und konkrete Lösungswege<br />

für die Branche. Besonderes Highlight war der exzellent besuchte Wissenschaftskongress PARTEC mit 509 Teilnehmern<br />

und hochkarätigen Lectures zum aktuellen Stand der Partikeltechnologie. Den Chair übernimmt nun Professor<br />

Lutz Mädler vom Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien in Bremen von Professor Arno Kwade von der TU<br />

Braunschweig.<br />

„Die POWTECH – diesmal gemeinsam mit der PARTEC – zeigt einmal<br />

mehr, dass sie die Heimat für Pulver-Processing und Partikeltechnologie<br />

ist und eine enorme Impulskraft für die unterschiedlichen<br />

Branchen hat“, freut sich Heike Slotta, Excecutive Director<br />

Exhibitions bei der NürnbergMesse. Die POWTECH verzeichnet<br />

nicht nur bei der Ausstellerzahl ein Plus von 16 Prozent, auch<br />

die Besucherzahl ist gestiegen, und zwar auf über 9.500. Marianny<br />

Eisenhofer, Director POWTECH, ergänzt: „Was die POWTECH<br />

besonders auszeichnet, ist ihr Hands-on-Charakter. Die Aussteller<br />

lobten das große Interesse der Fachbesucher und die hohe Qualität<br />

und Quote an Entscheidern. Die Zufriedenheit der Aussteller und<br />

Besucher – das ist es doch, was am Ende zählt.“<br />

Die POWTECH als eine der führenden Processing-Messen<br />

weist erneut eine hohe Internationalität auf, vorrangig aus Europa,<br />

die Zugkraft der Messe reicht jedoch bis in die weltweit bedeutenden<br />

Processing-Märkte. Nicht nur bei den Ausstellern mit 43 Prozent,<br />

auch rund 40 Prozent der Fachbesucher reisten aus dem Ausland an,<br />

und zwar neben Deutschland vor allem aus Österreich, Italien, der<br />

Schweiz, den Niederlanden, Großbritannien, der Tschechischen Republik,<br />

China und der Türkei. Vertreten waren vor allem die Bereiche<br />

Chemie, Food and Feed und Pharma und auch die Maschinen- und<br />

Anlagenbauer bilden einen wichtigen Teil der POWTECH-Community.<br />

Eben diese POWTECH-Community freut sich schon auf ein<br />

Treffen in zwei Jahren, das zeigten die Ergebnisse eines unabhängigen<br />

Befragungsinstituts: 95 Prozent der befragten Besucher gaben<br />

an, nach der turnusgemäßen Pause wieder zur POWTECH kommen<br />

zu wollen. „Wie auf die Befragungsergebnisse kann man sich auf die<br />

Angaben der Aussteller- und Besucherzahlen der POWTECH übrigens<br />

verlassen“, betont Marianny Eisenhofer, Director POWTECH.<br />

„Sie werden durch Prüfung der Gesellschaft zur Freiwilligen Kontrolle<br />

von Messe- und Ausstellungszahlen (FKM) verifiziert, der sich<br />

etliche Messeveranstalter freiwillig unterziehen. Hier werden nur<br />

die tatsächlich registrierten und vor Ort erschienenen Besucher pro<br />

Messetag gezählt.“<br />

Zukunftsfähigkeit der Branche im Blick<br />

„Gerade in wirtschaftlich eher schwierigen Zeiten ist es wichtig,<br />

eine impulsgebende Plattform wie die POWTECH zu haben, die<br />

Orientierung schafft. Hier bietet sich die einmalige Chance, Experten<br />

zu treffen, sich zu informieren, auszutauschen und neue Ideen<br />

zu entwickeln“, so Heike Slotta, Executive Director Exhibitions bei<br />

der NürnbergMesse. Denn nur gemeinsam – und ich beziehe hier<br />

ausdrücklich auch die PARTEC mit dem wissenschaftlichen Fokus<br />

ein – können wir die Herausforderungen angehen und die richtigen<br />

Weichen für die Zukunft zu stellen.“<br />

Auch die POWTECH entwickelt ihr Ziel zur Förderung der Verfahrenstechnikbranche<br />

und ihrer Top-Anwenderindustrien konsequent<br />

weiter. Ab 2025 firmiert die Fachmesse als POWTECH TECH-<br />

NOPHARM und schafft mit dieser Weiterentwicklung eine passgenaue<br />

Plattform insbesondere für die wachsende Pharma- und die<br />

Life Science-Industrie. Der Vertrag zwischen der NürnbergMesse<br />

GmbH und der Arbeitsgemeinschaft für pharmazeutische Verfahrenstechnik<br />

e. V. (APV) wurde auf der POWTECH unterzeichnet.<br />

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PARTEC – Partikeltechnologieforschung auf höchstem Niveau<br />

Der aktuelle Stand der Partikeltechnologieforschung ist Grundlage<br />

für die Innovationen von morgen. 509 Teilnehmer aus 25 Ländern<br />

zog es in diesem Jahr zur PARTEC, dem parallel zur POWTECH<br />

stattfindenden dreitägigen Wissenschaftskongress im Portfolio der<br />

NürnbergMesse, getragen vom VDI-GVC. Neben hochkarätigen<br />

Lectures und Key-Notes, unter anderem von BASF und Nestlé sowie<br />

hochdotierten Wissenschaftspreisträgern, Award-Verleihungen<br />

und Panel Sessions stieß auch die Posterausstellung auf großes Interesse.<br />

Zum Abschluss des äußerst erfolgreichen Kongresses übergab<br />

der Chair Professor Arno Kwade, Institut für Partikeltechnik der<br />

TU Braunschweig, den Staffelstab an Professor Lutz Mädler vom<br />

Leibniz-Institut für Werkstofforientierte Technologien in Bremen.<br />

Mädler wird die PARTEC als neuer Chair in den kommenden zwei<br />

Jahren begleiten und weiterentwickeln.<br />

Zentrale Fragen und Lösungsvorschläge im Rahmenprogramm<br />

Große Nachfrage an Knowledge-to-go: Über 2.600 Teilnehmer verzeichnen<br />

die beiden Expertenforen stagetalks der POWTECH. In 55<br />

Fachvorträgen mit hochkarätigen Speakern diskutierten die Experten<br />

an allen drei Tagen über aktuelle Themen in der Automatisierungs-<br />

und Processing-Industrie. Das Expertenforum stagetalks II<br />

legte den Fokus auf die Pharmaproduktion. Ganz im Trend standen<br />

darüber hinaus die Themen Future Energies, Batterieproduktion,<br />

Recycling, Sustainability und New Food.<br />

Auch die VDMA-Sonderschau, erstmals gemeinsam organisiert<br />

von den Fachverbänden Allgemeine Lufttechnik und Verfahrenstechnische<br />

Maschinen und Apparate, als Netzwerk-Plattform<br />

und Branchen-Repräsentant erfreute sich großer Beliebtheit. Elf<br />

Mitgliedsunternehmen sowie VDMA-Expertinnen und -Experten<br />

führten die Fachbesucher hautnah an die Prozesskette der Schüttgutindustrie<br />

heran.<br />

Netzwerken, Kontakte knüpfen und neue Ideen diskutieren<br />

konnten sowohl das Fachpublikum als auch andere interessierte<br />

Besucher am Gemeinschaftsstand „Innovation made in Germany“,<br />

dem Networking Pavilion und international Startup-Pavilion sowie<br />

am POWTECH Campus Pavilion. Am Student Day am letzten Messetag<br />

führte eine digitale Guided Tour mehrere hundert Studierende<br />

und Doktoranden zu den Highlights der Fachmesse.<br />

Die eindrucksvollen Live-Demonstrationen zum Explosionsschutz<br />

des REMBE Research + Technology Center (RTC) sorgten<br />

auch in diesem Jahr im Messepark für staunende Gesichter und angeregte<br />

Gespräche über die Funktionsweise von Schutzsystemen.<br />

Jetzt schon Termine vormerken<br />

Die POWTECH geht nun in die turnusgemäße Pause. Nächster<br />

Termin ist der 23. bis 25. September 2025 – dann als POWTECH<br />

TECHNOPHARM, wieder gemeinsam mit der PARTEC und in Co-<br />

Location mit der FACHPACK am Messegelände Nürnberg. Danach<br />

findet die POWTECH wieder im September 2026 statt.<br />

NürnbergMesse GmbH<br />

D 90471 Nürnberg<br />

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Eines der beherrschenden Themen bei der diesjährigen DeburringEXPO<br />

war die Automatisierung von Entgrat- und Oberflächenfinish-Prozessen.<br />

(Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)<br />

Zahlreiche Aussteller präsentierten in allen Segmenten Neu- und<br />

Weiterentwicklungen, die bei Besuchern auf großes Interesse stießen.<br />

(Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)<br />

5. Leitmesse für Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen<br />

in Karlsruhe erfolgreich durchgeführt<br />

DeburringEXPO <strong>2023</strong> hat mit Qualität überzeugt<br />

Mit konkreten Aufgabenstellungen und einem hohen Informationsbedarf waren nahezu alle der über 1.200 Fachbesucherinnen<br />

und Fachbesucher zur diesjährigen DeburringEXPO vom 10. bis 12. Oktober nach Karlsruhe angereist. Für den<br />

Großteil der 107 ausstellenden Unternehmen aus 13 Ländern ergaben sich dadurch hervorragende Kontakte und Projekte,<br />

die ein gutes Nachmessegeschäft erwarten lassen. Mit über 500 Teilnehmern wurde auch das zweisprachige Fachforum<br />

seinem Ruf als gefragte Wissensquelle gerecht.<br />

Entgraten und die Herstellung von Präzisionsoberflächen sind nur<br />

ein Teilbereich der Oberflächentechnik. Aus Qualitäts- und Kostengründen<br />

rückt dieser jedoch immer stärker in den Fokus fertigender<br />

Unternehmen. Die aktuellen Aufgabenstellungen und Projekte,<br />

die die 1.214 Besucherinnen und Besucher (rund 10 % mehr als 2021)<br />

der diesjährigen DeburringEXPO vom 10. bis 12. Oktober im Gepäck<br />

hatten, bestätigen dies eindrücklich. Der Anteil internationaler Besucherinnen<br />

und Besucher lag bei 20 Prozent und 18 Länder waren<br />

vertreten. Die stärksten Besuchernationen nach Deutschland waren<br />

Schweiz, Italien, Österreich und Slowenien. „Wichtiger als die reinen<br />

Zahlen ist, dass sich die Messeteilnahme für die ausstellenden<br />

Unternehmen gelohnt hat“, merkt Hartmut Herdin, Geschäftsführer<br />

der privaten Messegesellschaft fairXperts GmbH & Co. KG, an.<br />

Substantielle Kontakte versprechen gutes Nachmessegeschäft<br />

Und das scheint der Fall zu sein wie aus den Äußerungen von Steffen<br />

Hedrich, Geschäftsführer bei der Kempf GmbH zu entnehmen<br />

ist: „Praktisch jeder Besucher der DeburringEXPO kommt mit einer<br />

aktuellen Problemstellung zur Messe, für die er eine Lösung sucht.<br />

Das zweisprachige Fachforum mit insgesamt 23 simultan<br />

(Deutsch Englisch) übersetzten Vorträgen zählte<br />

über 500 Teilnehmer (Bildquelle: fairXperts GmbH & Co. KG)<br />

Daher gehen die Gespräche schnell in die Tiefe. Wir haben hier<br />

auch eine Weltneuheit für Entgrataufgaben vorgestellt, bei denen<br />

sehr hohe Anforderungen an die Fasenqualität gestellt werden und<br />

sind damit auf eine deutlich bessere Resonanz gestoßen, als ich im<br />

Vorfeld erwartet hätte. Für uns steht bereits fest, dass wir auch 2025<br />

ausstellen werden.“ Dass es auf der DeburringEXPO so konkret zur<br />

Sache ging, lag am sehr hohen Anteil an Fachpublikum. Zu den dabei<br />

am stärksten vertretenen Branchen zählen der Maschinen- und Anlagenbau,<br />

Metallbe- und -verarbeitung, Medizin- und Pharmatechnik,<br />

Werkzeug- und Formenbau, Feinmechanik und Optik, Automobilindustrie<br />

sowie die Luft- und Raumfahrttechnik. Rund 92 Prozent<br />

der Besucherinnen und Besucher sind in betriebliche Investitionsentscheidungen<br />

eingebunden. Entsprechend gut ist die Qualität der<br />

Kontakte und Anfragen, die ein Großteil der 107 Aussteller aus 13<br />

Ländern hier generieren konnten. „Wir haben das Geschäft von einem<br />

anderen Unternehmen übernommen, das regelmäßig auf dieser<br />

Messe ausstellte und entsprechend waren wir dieses Jahr auch<br />

dabei. Die sehr konkreten Aufgabenstellungen sowie Anfragen und<br />

die daraus resultierende Qualität der Kontakte hat uns überrascht.<br />

Ich denke, wir werden auch bei der nächsten DeburringEXPO wieder<br />

ausstellen“, berichtet Shigeru Kajisaki, Managing Director, Yamazen<br />

Europe GmbH. Ausgesprochen zufrieden ist auch Dieter<br />

Münz, Geschäftsführer der Ultratec Innovation GmbH, mit dem<br />

Messeverlauf: „Für uns ist die DeburringEXPO die wichtigste Messe.<br />

Man hat hier zwar weniger Publikum als auf den großen Metallbearbeitungsmessen,<br />

aber die Besucher kommen alle mit einer Aufgabenstellung.<br />

Die Erfolgsquote für ein gutes Nachmessegeschäft<br />

ist hier daher signifikant höher als bei anderen Messen. Deshalb<br />

sind wir auf jeden Fall 2025 wieder dabei“. David Bartels, Laborleiter,<br />

Verfahrenstechnik, Sales, Höckh Metall-Reinigungsanlagen GmbH,<br />

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die gemeinsam mit dem Hersteller für thermische Entgratanlagen,<br />

SGM s.r.l., ausstellte, zieht ebenfalls eine positive Bilanz: „Entgraten<br />

ist bei der DeburringEXPO eines der Hauptthemen und die Reinigung<br />

ein vor- oder nachgelagerter Fertigungsschritt. Durch den gemeinsamen<br />

Messeauftritt mit SGM haben sich Synergien ergeben,<br />

durch die wir mehr interessante Kontakte als bei den bisherigen Veranstaltungen<br />

knüpfen konnten, darunter zahlreiche Neukontakte.“<br />

Von sehr detailreichen Gesprächen und Anfragen berichtet Patrick<br />

Taschek, Sales und Projekt Engineer bei der Rösler Oberflächentechnik<br />

GmbH: „Uns haben während der drei Messetage einerseits<br />

Bestandskunden besucht, mit denen wir neue Projekte besprechen<br />

konnten. Andererseits konnten wir gute Neukontakte generieren.<br />

In den Gesprächen ging es häufig darum, manuelle Prozesse zu reduzieren,<br />

Bearbeitungsvorgänge zu erleichtern und automatisiert<br />

abzubilden.“ Die Erfahrung, dass der nicht zuletzt durch den Fachkräftemangel<br />

verstärkte Trend zu mehr Automation auf der diesjährigen<br />

DeburringEXPO ein beherrschendes Thema war, machte auch<br />

Jan-Niklas Merkel aus dem technischen Vertrieb bei der SHL AG:<br />

„Die Besucher kamen aus unterschiedlichen metallverarbeitenden<br />

Branchen mit verschiedenen Aufgabenstellungen zum Entgraten<br />

und der Herstellung von Präzisionsoberflächen. Dabei konnten wir<br />

feststellen, dass die Anforderungen an Automatisierungslösungen<br />

steigen und die Ansprüche an den Automatisierungsgrad zunehmend<br />

höher werden.“<br />

Hohe Besucher-Zufriedenheit durch zahlreiche Innovationen<br />

Dass die Leitmesse für Entgrattechnologien und Präzisionsoberflächen<br />

auch die Erwartungen der Besucherinnen und Besucher<br />

erfüllte, lässt sich an der Auswertung der Besucherbefragung ablesen.<br />

Rund 85 Prozent waren mit dem Angebot sehr zufrieden bis<br />

zufrieden. Einen Anteil an der hohen Zufriedenheit hatten sicher die<br />

zahlreichen Neu- und Weiterentwicklungen, die von den Ausstellern<br />

vorgestellt wurden. Ein weiterer Beleg für die Besucher-Zufriedenheit<br />

ist die Weiterempfehlungsrate: Mehr als Dreiviertel würden<br />

Kolleginnen und Kollegen beziehungsweise Geschäftspartner einen<br />

Besuch der Leitmesse als Informations- und Beschaffungsplattform<br />

empfehlen.<br />

Gefragte Wissensquelle<br />

Das zweisprachige Fachforum der DeburringEXPO hat sich seit der<br />

ersten Veranstaltung als gefragte Wissensquelle etabliert. Bei der<br />

diesjährigen Veranstaltung nutzten 505 Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />

die simultan übersetzten (Deutsch Englisch) Vorträge,<br />

um ihr Wissen zu Entgrattechnologien und der Herstellung von Präzisionsoberflächen<br />

zu vertiefen. Für über 30 Prozent der Besucherinnen<br />

und Besucher war das Programm des Fachforums für den Tag<br />

ihres Messebesuches ausschlaggebend.<br />

Die nächste DeburringEXPO wird vom 14. bis 16. Oktober 2025<br />

auf dem Messegelände Karlsruhe durchgeführt.<br />

fairXperts GmbH & Co. KG<br />

D 72639 Neuffen<br />

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PaintExpo 2024 mit sehr gutem Anmeldestand<br />

Die Vorbereitungen für die kommende Ausgabe der Weltleitmesse<br />

für industrielle Lackiertechnik vom 9. bis 12. April 2024 in Karlsruhe<br />

sind in vollem Gange: Rund sechs Monate vor dem Start der Messe<br />

verzeichnet die PaintExpo einen sehr guten Anmeldestand. 90 Prozent<br />

der Ausstellungsfläche der Vorveranstaltung sind bereits jetzt<br />

vermietet. Auch eine Neuerung ist vorgesehen: Mit dem Angebot<br />

„digitale Themenrouten“ können Aussteller im Aussteller- und Produktverzeichnis<br />

auf der Website der PaintExpo auf ihre Themen zu<br />

den Schwerpunkten Nachhaltigkeit, Karriere und Ausstelleraktionen<br />

im Vorfeld der Messe aufmerksam machen.<br />

Aktuell haben sich 340 Aussteller für die PaintExpo 2024 angemeldet.<br />

„Wir sind auf einem guten Weg und blicken mit viel Vorfreude<br />

auf die kommende Ausgabe der Weltleitmesse für industrielle<br />

Lackiertechnik. Mit dem derzeitigen Anmeldestand sind wir sehr<br />

zufrieden. Wer auf der PaintExpo 2024 dabei sein will, sollte also<br />

nicht mehr lange zögern, um sich einen Standplatz zu sichern“, sagt<br />

Projektdirektorin Mariella Riedel, die seit April dieses Jahres die Leitung<br />

der PaintExpo innehat und bei der Leipziger Messe mehrere<br />

internationale Fachmessen verantwortet.<br />

Interessierte Unternehmen können sich weiterhin für die PaintExpo<br />

2024 anmelden. Die Anmeldeunterlagen für Aussteller sind<br />

über das Projektteam erhältlich. Die Anmeldefrist läuft noch bis zum<br />

30. November <strong>2023</strong>.<br />

Globales Schaufenster für die neuesten Trends rund um die<br />

Lackierung<br />

Neben Deutschland stammen momentan die meisten Aussteller aus<br />

Italien, der Türkei und der Schweiz. Das Ausstellerspektrum geht allerdings<br />

weit über Europa hinaus: So sind zum Beispiel auch Unternehmen<br />

aus den USA oder aus China vertreten. Der Anteil an internationalen<br />

Ausstellern liegt – Stand heute – bei über 40 Prozent. „Die<br />

hohe Internationalität verdeutlicht, dass die PaintExpo erneut zum<br />

globalen Schaufenster für die neuesten Trends rund um die Lackierung<br />

wird. Das Who’s who der Branche mit ihren Markt- und Technologieführern<br />

ist wieder dabei“, erklärt Projektdirektorin Mariella<br />

Riedel. Auch zahlreiche Neuaussteller feiern im April kommenden<br />

Jahres ihre Premiere auf der PaintExpo – dazu gehören unter anderem<br />

B6 Innovations aus Deutschland, Botko aus Belgien, Mirodur<br />

aus Italien und Rhopoint Instruments aus Deutschland.<br />

Erstmals seit 2012 ist Harter wieder als Aussteller auf der PaintExpo<br />

dabei. Jonas List vom technischen Vertrieb bei Harter erklärt,<br />

warum das Unternehmen auf die Weltleitmesse für industrielle<br />

Lackiertechnik zurückkehrt: „Wir haben in der letzten Zeit sehr<br />

viele Anfragen von Anlagenbauern bekommen, die ihren Kunden<br />

energiesparende und zugleich effiziente Trocknersysteme anbieten<br />

möchten. Das veranlasst uns auch wieder im Bereich der Lacktrocknung<br />

Präsenz zu zeigen. Auf der PaintExpo auszustellen ist hier<br />

eine wunderbare Möglichkeit, um mit Interessierten ins persönliche<br />

Gespräch zu kommen – über die vielen Möglichkeiten und Vorteile<br />

unserer staatlich geförderten Trocknungstechnologie.“ Harter stellt<br />

seit mehr als 30 Jahren wärmepumpenbasierte Trocknungsanlagen<br />

her – und beim Thema Energieeinsparung war die Firma mit ihren<br />

Kondensationstrocknern von Beginn an führend.<br />

Seit der ersten PaintExpo in 2006 war J. Wagner bei allen Messeauflagen<br />

vertreten – auch für die bevorstehende Weltleitmesse<br />

für industrielle Lackiertechnik hat sich das Unternehmen seinen<br />

Standplatz gesichert. „Die PaintExpo ist für uns ein unersetzlicher<br />

Branchentreff, auf dem wir unsere Produkte, Lösungen und Services<br />

präsentieren. Der persönliche Kontakt mit bestehenden und potenziellen<br />

Kunden und Geschäftspartnern ist für uns enorm wichtig, da<br />

wir uns durch den gegenseitigen Austausch kontinuierlich verbessern<br />

können. Die PaintExpo ist eines der Highlights unseres Messejahres,<br />

da sich hier alle relevanten Player der Oberflächenbranche<br />

tummeln. Die Internationalität der Besucher ist für uns als globales<br />

Unternehmen ein wichtiger Aspekt“, berichtet Markus Sonnenstatter,<br />

CSO Industrial Solutions bei J. Wagner. Der Hersteller zeigt<br />

Neuheiten im Bereich Nasslack und Pulver, ein Fokus wird dabei auf<br />

Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gelegt. Am Messestand von J.<br />

Wagner können die Besucher eine große Bandbreite erleben – von<br />

manuellem Equipment bis hin zu vollautomatisierten Anlagen.<br />

Digitale Themenrouten: Neues Angebot wird zur PaintExpo<br />

2024 eingeführt<br />

Neben vielen Produktneuheiten der Aussteller aus der Lackiertechnikbranche<br />

wartet auf die Messeteilnehmer eine weitere Neuerung:<br />

Digitale Themenrouten werden im Rahmen der PaintExpo eingeführt.<br />

Das neue Angebot wird die Schwerpunkte Nachhaltigkeit,<br />

Karriere sowie Ausstelleraktionen umfassen und es den Ausstellern<br />

ermöglichen, ihre thematisch dazu passenden Angebote im Aussteller-<br />

und Produktverzeichnis auf der Website der PaintExpo im<br />

Vorfeld der Messe vorzustellen. So können die Fachbesucher mithilfe<br />

der digitalen Ergänzung vor Ort auf der PaintExpo gezielt Entdeckungen<br />

zu den Schwerpunkten der Themenrouten machen.<br />

Leipziger Messe GmbH<br />

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(c: Constanze Tillmann)<br />

Zulieferbereich der Medizintechnik-Industrie präsentiert sich<br />

im „High-Performance-Modus“<br />

COMPAMED <strong>2023</strong> im Spannungsfeld<br />

zwischen Top-Innovationen und Regularien<br />

- Trendvorschau<br />

Wer sich von der Leistungsfähigkeit des Zulieferbereichs der Medizintechnik-Industrie überzeugen will, für den ist die<br />

Reise zur international führenden Branchenplattform COMPAMED in Düsseldorf ein Muss. Vom 13. – 16. November <strong>2023</strong><br />

demonstrieren hier in den mit mehr als 700 ausstellenden Unternehmen aus rund 40 Nationen komplett ausgelasteten<br />

Messehallen 8a und 8b sowie gegliedert in fünf Erlebniswelten ihr besonderes Knowhow und viele Neuheiten für den Einsatz<br />

in der Medizintechnik, in Medizinprodukten und der medizintechnischen Fertigung. Wie immer geschieht dies thematisch<br />

passend in fester Parallelität zur mit mehr als 5.000 Beteiligungen aus 70 Staaten weltführenden Medizinmesse<br />

MEDICA. Die fünf Erlebniswelten sind: Manufacturing & Devices (u. a. Komponenten, Bauteile, Fertigungsverfahren), Services<br />

& Advice (z. B. Forschung, Entwicklung, Dienstleistungen), Materials (u. a. Kunststoffe, Glas, Keramik, Metalle, Verbundwerkstoffe,<br />

Klebstoffe, Verpackungen), Micro Tech (wie Mikrokomponenten, Mikrofluidik) sowie IT in Tech (Software-Entwicklung<br />

und Wartung für die Medizintechnik).<br />

In diesen Erlebniswelten wird dem Fachpublikum neben vielen<br />

Innovationen auch spannendes Bühnenprogramm geboten durch<br />

zwei seit Jahren fest etablierte Programmformate: das COMPAMED<br />

HIGH-TECH FORUM by IVAM und das COMPAMED SUPPLIERS<br />

FORUM by Devicemed. Das vom Fachverband für Mikrotechnik<br />

IVAM organisierte Forum gibt (in Halle 8a) an allen Tagen mit internationalen<br />

Vorträgen einen Einblick in Forschung und Entwicklung<br />

der in der Fachmesse ausgestellten Verfahren und Produkte, erläutert<br />

Technologietrends der Branche und übermittelt Informationen<br />

zu den relevanten Auslandsmärkten für Medizintechnik. Auch das<br />

vom Fachmedium Devicemed ausgestaltete Forum begleitet die<br />

COMPAMED an allen vier Tagen und zeigt aktuelle Entwicklungen<br />

entlang der gesamten Wertschöpfungskette in der Medizintechnik<br />

auf (in Halle 8b). „Besonders das Thema `Elektronik in der Medizintechnik´<br />

stößt in diesem Jahr auf großes Interesse“, benennt Marc<br />

Platthaus, Chefredakteur der Devicemed, einen der diesjährigen<br />

Schwerpunkte.<br />

Embedded systems, Schrittmacher für moderne Medizintechnik<br />

Einen Einblick in aktuelle Entwicklungen auf Hightech-Niveau in<br />

diesem Gebiet gibt Dieter Müller mit seinem Forum-Vortrag, der den<br />

Titel „What ist the importance of embedded software and electronics<br />

in medical technology?“ trägt. Der Experte für Medical Engineering<br />

ist Senior Business Development Manager bei Akkodis, einem weltweit<br />

agierenden Entwicklungsdienstleister, und erläutert an mehreren<br />

Beispielen, zu welchen Leistungen “embedded Systems” moderner<br />

Medizintechnik heute verhelfen. So hat die Firma Aesculap<br />

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unter der Bezeichnung OrthoPilot Elite ein computergestütztes Navigationssystem<br />

entwickelt, das den Operateur bei Hüft- und Knieoperationen<br />

unterstützt. Dank der hohen Genauigkeit der Methode<br />

bei der Ausrichtung der Implantate wird die Voraussetzung für ihre<br />

Lebensdauer und Funktionen erreicht. Positiv für den Patienten:<br />

Der OrthoPilot kommt ohne zusätzliche Voruntersuchungen durch<br />

Röntgenbilder oder CT-Aufnahmen aus, eine zusätzliche Strahlenbelastung<br />

wird vermieden. Das System besteht als Einheit aus einem<br />

Computer, dazugehörender Tastatur und Maus, einem Bildschirm,<br />

einer Kamera und optischen Markern. Auf dieser Grundeinheit wird<br />

die Software für die Berechnung der Navigation verwendet, wobei<br />

es unterschiedliche Ausführungen für verschiedene Operationen<br />

gibt. Mithilfe der optischen Marker, die an den Instrumenten und<br />

am Körper befestigt sind, wird während der Operation ständig die<br />

Position der Instrumente ermittelt. Durch die unterschiedlichen<br />

Positionen der Marker kann die Software ein räumliches Bild berechnen<br />

und während der OP ständig die exakte Lage der Instrumente<br />

und des Gelenks anzeigen. Dadurch wird ein exakter Einbau<br />

der Implantate ermöglicht. Heute ist der OrthoPilot tägliche Routine<br />

bei über 1.500 Chirurgen weltweit, bislang wurden mehr als 300.000<br />

Operationen mit der speziellen Navigation durchgeführt.<br />

Welche Bedeutung die medizinische Elektronik heute bereits<br />

besitzt, lässt sich auch in Zahlen fassen. Nach Berechnungen des<br />

Marktfoschungsunternehmens Research an Markets betrug das Volumen<br />

für medizinische Elektronik 2021 6,30 Milliarden US-Dollar<br />

und wird im Prognosezeitraum bis 2030 voraussichtlich eine durchschnittliche<br />

jährliche Umsatzwachstumsrate von 8,3 Prozent erreichen.<br />

Der zunehmende Einsatz medizinischer Elektronik in den<br />

Bereichen Bildgebung, Screening, Therapie und Intervention ist ein<br />

wichtiger Treiber des Wachstums. Die amerikanischen National Institutes<br />

of Health (NIH) geben an, dass die Implementierung künstlicher<br />

Intelligenz (KI) in der Gesundheitsbranche die jährlichen<br />

Gesundheitskosten bis 2026 um 150 Milliarden US-Dollar senken<br />

könnte.<br />

„Europe meets USA“ – COMPAMED HIGH-TECH FORUM<br />

thematisiert Best Practices einer engen Freundschaft<br />

Auch das ebenfalls englischsprachige COMPAMED HIGH-TECH<br />

FORUM setzt mit seiner Schwerpunktsetzung auf Themen, die die<br />

Branche aktuell besonders bewegen: „Scale Up, don’t Screw Up:<br />

Design for Manufacturing in Printed Electronics and 3D Printing“,<br />

„Smart Sensor Solutions“, „Europe meets USA: High-Tech for Medical<br />

Devices“, „Laser & Photonic Applications“ sowie „Microfluidics“.<br />

Dieses Thema wird in zwei Sessions behandelt, die mit „Integration<br />

and Combination of Microfluidic Components Generating Solutions<br />

for Life Sciences” und “Microfluidic-based Diagnostic and Life<br />

Science Consumables - From Idea to Viable Product” betitelt sind.<br />

Zu den Highlights des Forums zählt erneut die Internationalisierungs-Session<br />

„Europe meets USA - High-Tech for Medical Devices“.<br />

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr wird diese<br />

Vortragsreihe fortgesetzt, die gezielt die Zusammenarbeit im Bereich<br />

der Medizintechnik zwischen Komponenten- und Geräteherstellern<br />

sowie Anwendern aus Europa und den USA fördern soll. Besonders<br />

die Verbindung zu den Medizintechnikfirmen, die auf der<br />

benachbarten MEDICA ausstellen, sorgte im letzten Jahr für fachliche<br />

Breite und effektive Kontaktanbahnung. Die Session wird am<br />

14.<strong>11</strong>. ganztägig für Messepublikum von MEDICA und COMPAMED<br />

angeboten und mit einem internationalen Networking abgerundet.<br />

Inhaltlich besonders interessant sind weiterhin die erste Session<br />

(Scale Up, don‘t Screw Up: Design for Manufacturing in Printed<br />

Electronics and 3D Printing) in der das finnische VTT mit Partnern<br />

stets brandaktuelle Highlights aus der Forschung präsentiert, sowie<br />

(c: Constanze Tillmann)<br />

die „Hands-on-Session“ zum Thema „Mikrofluidik“, die am Mittwochnachmittag<br />

(15.<strong>11</strong>.) stattfinden wird.<br />

Gemeinschaftsstand des IVAM – die Vielfalt der Mikrotechnik<br />

Der Gemeinschaftsstand des IVAM umfasst in diesem Jahr 48 Beteiligungen<br />

aus Industrie und Forschung, die elf Nationen repräsentieren<br />

(Deutschland, Schweden, Frankreich, Griechenland, Schweiz,<br />

Niederlande, Taiwan, UK, USA, Japan Finnland). „Es freut uns, dass<br />

auch die asiatischen Firmen nach den Pandemiejahren jetzt wieder<br />

dabei sind“, betont Dr. Thomas R. Dietrich, CEO des IVAM. Vor Ort<br />

gibt es erneut vielfältige miniaturisierte Komponenten (mikroelektronisch,<br />

optoelektronisch, mikrooptisch, mikrofluidisch), Sensoren,<br />

Aktoren und Sensorsysteme, Mikropumpen, Beschichtungen, smarte<br />

Textilien sowie Fertigungs- und Bearbeitungsverfahren zu sehen.<br />

Zu den Highlights der IVAM-Fläche dürfte auch in diesem Jahr wieder<br />

das junge Medizintechnik-Unternehmen CorTec (aus Freiburg)<br />

zählen mit modernster Technologie für die nächste Generation aktiver<br />

Implantate, welche die Kommunikation mit dem Nervensystem<br />

zur Heilung von Krankheiten ermöglicht. CorTec ist spezialisiert auf<br />

Implantate zur Langzeitaufzeichnung und Stimulation neuronaler<br />

Aktivität.<br />

Starke Fraunhofer-Beteiligung auch bei der COMPAMED<br />

Nicht nur bei der parallelen MEDICA, sondern auch immer stärker<br />

vertreten bei der COMPAMED, ist die Fraunhofer-Gesellschaft. Die<br />

weltweit führende Organisation für anwendungsorientierte For-<br />

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schung liefert Ideen und Entwicklungen für die Medizintechnik, die<br />

Gesundheit bezahlbar machen und innovative Behandlungsansätze<br />

ermöglichen soll. Die gezeigten Themen umfassen Werkstoffentwicklungen<br />

für die Medizin- und Oberflächentechnik, schnell herstellbare<br />

und kostengünstige Lab-on-a-Chip-Systeme und Innovationen<br />

im Bereich der Ultraschallbildgebung sowie der gedruckten<br />

3D-Mikro- und Makrooptiken. Nanotinten für die Medizintechnik,<br />

Knochenersatzmaterialien und In-vitro-Testsysteme runden das<br />

Angebot am Fraunhofer-Messestand ab. Hier präsentieren sieben<br />

Fraunhofer-Institute und -Einheiten ein breites Spektrum an Forschungsprojekten<br />

und -ergebnissen (Halle 8a, Stand G10).<br />

Bessere Heilung bei Knochenbrüchen<br />

Dazu zählt etwa das Projekt SCABAEGO, das die Heilung von Knochenbrüchen<br />

ohne Komplikationen zum Ziel hat. Nach Knochenbrüchen<br />

und anschließender stationärer Behandlung in der Klinik<br />

treten bei vielen Patientinnen und Patienten in der Heilungsphase<br />

noch Komplikationen auf. Darunter Pseudoarthrosen oder Knochendefekte.<br />

Für die Betroffenen ist dies eine große Belastung, zumal<br />

die Heilung deutlich länger dauert. Für Krankenhäuser und das<br />

gesamte Gesundheitswesen entstehen Mehraufwand und enorme<br />

Kosten.<br />

Das Fraunhofer-Institut für Fertigungstechnik und Angewandte<br />

Materialforschung IFAM hat hierfür gemeinsam mit der Firma<br />

BellaSeno und der Universitätsklinik Heidelberg eine Lösung entwickelt.<br />

Dabei kommt ein Komposit aus Polycaprolacton (PCL) und<br />

Bioglas zum Einsatz. Das degradierbare Polymer PCL bietet die stabile<br />

Stütz-, Gefäß- und Führungsstruktur, das Bioglas hemmt das<br />

bakterielle Wachstum und stimuliert die Knochenneubildung. In<br />

den gebrochenen Knochen eingesetzt, trägt das zu einer schnelleren<br />

und komplikationsfreien Heilung bei.<br />

Keine Angst mehr bei Zahnwurzelbehandlungen<br />

Ein weitere Fraunhofer-Innovation ist ein intelligentes Ultraschallsystem,<br />

das die Zahnwurzelbehandlung verbessert (Projekt IPUC-<br />

LEAN). Forschende des Fraunhofer-Instituts für Keramische Technologien<br />

und Systeme IKTS haben eine Technik entwickelt, die<br />

Wurzelbehandlungen beim Zahnarzt spürbar erleichtert. Bei der Behandlung<br />

reinigen Zahnärztinnen oder Zahnärzte die Wurzelkanäle<br />

mit einer Feile. Ein piezokeramischer Stapelaktor verbindet die Rotation<br />

der Feile mit einer Schwingungsbewegung, um das Verkleben<br />

im Wurzelkanal zu verhindern. Die Feile muss nicht so häufig gereinigt<br />

werden, und die Behandlung ist schneller zu Ende. Die Technologie<br />

lässt sich auch für weitere medizinische Anwendungen nutzen,<br />

beispielsweise in der Diagnostik oder bei der Krebsbehandlung.<br />

Sind PFAS in der Medizintechnik ersetzbar?<br />

Intensiv diskutiert werden dürfte im Rahmen der COMPAMED <strong>2023</strong><br />

auch das Thema PFAS. Innerhalb der EU droht ein pauschales Verbot<br />

dieser wichtigen Industriechemikalien, die gerade in der Medizintechnik<br />

vielfach angewendet werden. Die per- und polyfluorierten<br />

Alkylverbindungen mit hoher Langlebigkeit verursachen nachweislich<br />

Schäden für Umwelt und Gesundheit, retten andererseits aber<br />

Leben in vielen Hightech-Produkten. In der Medizintechnik sind sie<br />

insbesondere in der Endoskopie und der minimalinvasiven Chirurgie<br />

unverzichtbar. „Die breite Regulierung ganzer Stoffgruppen – unabhängig<br />

von deren nachgewiesenem Risiko – würde Europa, seinen<br />

Bürgerinnen und Bürgern und seiner Industrie irreparable Schäden<br />

zufügen“, sagt Jörg Mayer, Geschäftsführer des Industrieverbands<br />

SPECTARIS. In Summe gibt es rund 3.000 betroffene Produkte in<br />

der Medizintechnik – Endoskope, Herzkatheter, Implantate, Stents,<br />

MRT, CT oder Dialysemaschinen. In vielen Fällen fehlen Alternativen<br />

zu den bisher eingesetzten PFAS. Anzustreben wäre deshalb<br />

eine Lösung, die alle Interessen gleichermaßen berücksichtigt und<br />

sorgfältig Nutzen und Risiken gegeneinander abwägt.<br />

Auch „MDR“ und „IVDR“ sorgen weiter für Diskussionen<br />

Ein weiteres Regulierungsthema dürfte ebenfalls für Gesprächsbedarf<br />

sorgen – die Verordnungen über Medizinprodukte (MDR) und<br />

In-vitro-Diagnostika (IVDR), die von der EU erlassen wurden und<br />

seit 2021 bzw. 2022 gelten. Immerhin sind rund 500.000 Arten von<br />

Medizinprodukten auf dem Markt – die Intention der EU mit den<br />

Verordnungen war es, diese für die Patienten sicherer und transparenter<br />

zu machen. „Keine Frage, bei der vollständigen Umsetzung<br />

fehlt noch eine ganze Menge“, kommentiert Stefan Bolleininger,<br />

CEO der Beratungsfirma be-on-Quality, die bei allen Fragestellungen<br />

zu regulatorischen Anforderungen und Qualitätsmanagement in<br />

der Medizintechnik hilft. „Die Anzahl der arbeitsfähigen `Benannten<br />

Stellen´ muss noch zunehmen, weitere Guidelines wären hilfreich,<br />

damit wir das Richtige tun, aber auch der Mut der Unternehmer ist<br />

gefordert, eigene Entscheidungen zu treffen“, erklärt der Fachmann.<br />

Da die Verordnungen eine komplexe Materie darstellen, ist der Umgang<br />

für alle Beteiligten ein andauernder Lernprozess. Ohne Zweifel<br />

ist der Aufwand gegenüber den vorher geltenden Bestimmungen<br />

gestiegen. „Aber die Dokumentationsqualität und am Ende die Produktsicherheut<br />

für die Patienten sind eindeutig besser“, betont Bolleininger.<br />

„Die Forderungen des BVMed und des VDGH nach mehr<br />

Transparenz und Effizienz, mehr Berechenbarkeit und Schnelligkeit,<br />

mehr internationale Anschluss- und Wettbewerbsfähigkeit, eine<br />

gute Verwaltungspraxis sowie die vorgelegten Änderungsvorschläge,<br />

um ein Abwandern der Medizintechnik-Industrie aus Europa zu<br />

verhindern, unterstützen auch wir“, ergänzt IVAM-CEO Dr. Thomas<br />

Dietrich.<br />

Kein Holzweg: Bioabbaubare Leiterplatten aus Cellulose<br />

Elektronische Finessen, intelligente Sensoren, Streitthemen wie<br />

PFAS und neue Verordnungen über Medizinprodukte – die COM-<br />

PAMED bleibt eine Plattform mit einer großen Fülle an Innovationen<br />

und kreativen Auseinandersetzungen. Dazu gehört auch das<br />

„Dauerbrennerthema“ Nachhaltigkeit. Im multinationalen EU-Projekt<br />

„Hypelignum“ geht es um eine besonders verblüffende Lösung<br />

in diesem Sinne. HyPELignum steht für die Erforschung von Holzmaterialien<br />

in der hybriden gedruckten Elektronik: ein ganzheitlicher<br />

Ansatz für funktionelle Elektronik mit Netto-Null-Kohlenstoffemissionen.<br />

Die schnell wachsende Verfügbarkeit von preiswerter<br />

Unterhaltungselektronik führt zu immer größeren Mengen an Elektronikabfällen.<br />

Das von der EU geförderte Vorhaben will mit einem<br />

ganzheitlichen Ansatz zeigen, dass die Kombination von additiver<br />

Fertigung, holzbasierten Materialien (hier genau gesagt mit Cellulosefuibrillen),<br />

reichlich vorhandenen Übergangsmetallen und einer<br />

fortschrittlichen nachhaltigen Bewertung zur Konzeption und Herstellung<br />

von kohlenstofffreier Elektronik führen kann. „Wir arbeiten<br />

mit Holzsubstraten, die wir im Anschluss für Platinen verwenden<br />

können“, konstatiert Dr. Thomas Geiger von der schweizerischen<br />

EMPA (Eidgenössische Materialprüfungs- und Forschungsanstalt),<br />

im Projekt verantwortlich für die Basismaterialien. Auch dieser Ansatz,<br />

ein Uralt-Stoff ganz neu zu denken, ist typische für die COM-<br />

PAMED.<br />

Messe Düsseldorf GmbH<br />

D 40001 Düsseldorf<br />

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MULTIVAC auf der Compamed <strong>2023</strong> (13.-16. November <strong>2023</strong>)<br />

Medizingüter sicher, wirtschaftlich<br />

und nachhaltig verpacken<br />

Portfolioerweiterung im Einstiegsbereich<br />

Die Tiefziehverpackungsmaschine R 3, die<br />

der Medizinbranche erstmals vorgestellt<br />

wird, eignet sich für das Verpacken von lowrisk<br />

Medizinprodukten, wie z. B. Einwegspritzen,<br />

Laborbedarf, Konnektoren, etc.,<br />

die häufig in großen Mengen produziert<br />

und in marktüblichen Tiefziehverpackungen<br />

verpackt werden. Die Maschine zeichnet<br />

sich durch ein hervorragendes Preis-<br />

Leistungs-Verhältnis sowie eine einfache<br />

Wartung und Instandhaltung aus. Auf der<br />

Compamed wird eine Weichfolienpackung<br />

mit unbeschichtetem Papier als Oberfolie<br />

zum Verpacken von Einwegartikeln gezeigt.<br />

Die Oberfolie wird vor dem Siegeln mit einem<br />

Bell-Mark InteliJet Traverse HD Printer<br />

bedruckt, anschließend wird das Druckbild<br />

durch ein MULTIVAC Vision System überprüft.<br />

Traysealer für die hohen Anforderungen<br />

der Medizinindustrie<br />

Weitere Exponate umfassen den Traysealer<br />

T 260, ein mobiles Kompaktmodell, das für<br />

die Verarbeitung eines breiten Spektrums<br />

an Trays ausgelegt ist und beim Verpacken<br />

in kleinen bis mittleren Chargen ein hohes<br />

Maß an Prozesssicherheit, Reproduzierbarkeit<br />

und Flexibilität bietet. Das Siegelwerkzeug<br />

gewährleistet einen kontrollierten<br />

Siegeldruck und eine genaue Temperaturverteilung.<br />

Kritische Parameter werden permanent<br />

durch Sensoren überwacht.<br />

Sicheres Verpacken von Medizingütern<br />

in Beuteln<br />

Für das Verpacken von medizinischen Sterilgütern<br />

in Beuteln zeigt MULTIVAC die<br />

Kammermaschine C 300 TC. Sie ermöglicht<br />

die Herstellung von Verpackungen unter<br />

Vakuum oder modifizierter Atmosphäre<br />

und mit reduziertem Restsauerstoffgehalt.<br />

Eine temperaturgeregelte und permanent<br />

beheizte Siegelschiene sorgt bei dieser reinraumtauglichen<br />

Maschine für eine reproduzierbare<br />

Siegelqualität, dabei ist der Prozess<br />

kalibrierbar und validierbar.<br />

Modulares Carrier-System für den<br />

kontrollierten Transport, das Beladen<br />

und Puffern von Spritzen<br />

Zu den Exponaten zählt zudem ein modulares<br />

Carrier-System mit Handhabungsmodul<br />

H 242, welches exemplarisch das Einlegen<br />

einer Spritze in eine Kombinationspackung<br />

veranschaulicht. Das integrierte, leistungsstarke<br />

Vision System gewährleistet die<br />

zuverlässige Vollständigkeitsprüfung der<br />

Packungen auch bei hohem Durchsatz. Zusätzlich<br />

wird kontrolliert, ob die einzelnen<br />

Produkte korrekt in die vorgesehenen Kavitäten<br />

eingelegt sind.<br />

Nachhaltige Verpackungslösungen<br />

für Medizingüter<br />

Ein weiteres Messethema sind nachhaltige<br />

Verpackungslösungen, die auch in der Medizingüterindustrie<br />

zunehmend an Bedeutung<br />

gewinnen. Am Stand werden verschiedene<br />

Verpackungskonzepte präsentiert, die<br />

zur Einsparung von Verbrauchsmaterial und<br />

Ressourcen im Verpackungsprozess bzw. zu<br />

einer besseren Recyclingfähigkeit der Packungen<br />

beitragen.<br />

„Mit unseren Maschinen lassen sich<br />

deutliche Einsparungen bei den Verbrauchsmaterialien<br />

erzielen, etwa durch<br />

die Reduzierung der Foliendicke, die Anpassung<br />

der Packungsgröße an das Produkt<br />

oder eine optimierte Formatauslegung<br />

in der Maschine. Weitere Einsparpotenziale<br />

ergeben sich durch eine Reduzierung<br />

des Schneidabfalls, geringere Stegbreiten<br />

zwischen den Packungen oder reduzierte<br />

Randstreifen“, erklärt Verena Vetter, Product<br />

Manager Medical & Pharma Solutions<br />

bei MULTIVAC. „Auch mit Blick auf eine<br />

bessere Recyclingfähigkeit der Packungen<br />

können wir unsere Kunden unterstützen:<br />

Der Trend im Markt geht weg von Verbundfolien,<br />

die sich nicht recyclen lassen, hin zu<br />

recycelbaren Polyolefin-Lösungen. Unsere<br />

Maschinen sind so ausgelegt, dass sie verschiedene<br />

Packstoffe problemlos verarbeiten<br />

können, neben recyclebaren Polyolefin-<br />

Lösungen aus PE/PP auch Monomaterialien<br />

aus PP bzw. PE.“<br />

Mit Maschinen in MULTIVAC e-Concept<br />

können zudem Ressourcen im Verpackungsprozess<br />

geschont werden: Sie<br />

ermöglichen Einsparungen beim Druckluft-<br />

und Kühlwasserverbrauch sowie Energieeinsparungen<br />

durch den Einsatz elektrischer<br />

statt pneumatischer Antriebe.<br />

MULTIVAC Sepp Haggenmüller GmbH & Co. KG<br />

D 87787 Wolfertschwenden<br />

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PIA Kabelgrundmaschine: Die Kabelgrundmaschine von PIA eignet sich für verschiedene Produkte beispielsweise aus den Bereichen<br />

Automotive, Konsumgüter, und E-Mobility. (Quelle: PIA Automation)<br />

PIA auf der Productronica<br />

Automatisierungslösungen für<br />

eine effiziente Elektronikfertigung<br />

Wenn am 14. November die Productronica in München ihre Tore öffnet, sind auch die Automationsspezialisten von PIA<br />

mit dabei: In Halle B4 auf Stand 424 präsentiert das Unternehmen die ganze Bandbreite an Automationslösungen für eine<br />

effiziente Fertigung von Elektronik-Produkten.<br />

Ein Schwerpunktthema von PIA auf der Messe ist die automatisierte<br />

Kabelverarbeitung: PIA bietet hierfür kundenspezifische Sonderlösungen<br />

für Montageaufgaben mit hohen Taktraten und flexiblen Kabellängen.<br />

Auch für nachgelagerte Prozesse wie die Steckermontage<br />

und das Leiterplattenhandling bietet PIA passende Lösungen. Am<br />

Messestand zeigt das Unternehmen, wie unter anderem Steckverbinder,<br />

Klemmleisten, Stecker, Schalter oder Buchsen auf PIA Anlagen<br />

effizient und in gleichbleibender Qualität produziert werden<br />

können.<br />

Für die Elektromobilität oder auch für Trends wie das autonome<br />

Fahren übernehmen solche Lösungen eine Schlüsselrolle: So steigt<br />

PIA Kabelverarbeitung Abmanteln: Mit Anlagen von PIA zur<br />

Kabelverarbeitung lassen sich beispielsweise Kabel vollautomatisiert<br />

abmanteln. (Quelle: PIA Automation)<br />

beispielsweise der Bedarf an Hochvolt-Kabelsätzen oder auch an<br />

Kabeln, über die eine Vielzahl an Daten ausgetauscht werden. „Die<br />

Kabelkonfektionierung ist ein Wachstumsmarkt, speziell für die<br />

Elektromobilität. Unser Anspruch ist es, diesen Markt zu prägen und<br />

unsere Kunden mit hochflexiblen, effizienten Lösungen zu begeistern“,<br />

sagt Johannes Strasser, Managing Director von PIA Amberg.<br />

Nicht nur der Markt für E-Fahrzeuge wächst kontinuierlich – allein<br />

im August ließ das Kraftfahrt-Bundesamt knapp 87.000 neue Fahrzeuge<br />

zu – sondern auch die Variantenvielfalt. Das bedeutet höhere<br />

Anforderungen an die Produktionssysteme der Komponenten: Sie<br />

müssen hohe Ansprüche in Sachen Präzision, Qualität und Sicherheit<br />

erfüllen.<br />

Auf der Productronica stellt PIA neben der Kabelverarbeitung<br />

weitere Lösungen vor, mit denen die Kunden zentrale Komponenten<br />

für Elektrofahrzeuge automatisiert fertigen können. Dazu zählen<br />

High-Voltage-Ladeanschlüsse oder auch Niederspannungsanschlüsse,<br />

die die Kunden unter anderem für Displays oder Radarsysteme<br />

benötigen. Auch Hybrid-Module, E-Antriebe oder Batteriesysteme<br />

lassen sich auf den Anlagen von PIA herstellen.<br />

„Die Productronica bietet uns ein exzellentes Umfeld, um unser<br />

Know-how einem internationalen Fachpublikum zu präsentieren.<br />

Deshalb freuen wir uns sehr auf einen interessanten Austausch bei<br />

uns am Messestand“, so Johannes Strasser. Mit seinen Systemen<br />

bedient PIA Kunden aus unterschiedlichen Branchen. Dazu zählen<br />

neben der Automobilbranche beispielsweise auch Lösungen für<br />

Industrie- und Konsumgüter. Auf der Messe präsentiert das Unternehmen<br />

verschiedene Case Studies.<br />

PIA Automation Holding GmbH<br />

D 97616 Bad Neustadt a. d. Saale<br />

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Fakuma <strong>2023</strong>: Fokus auf das Wesentliche:<br />

Standardnahe Lösungen mit<br />

bewährter ENGEL Technologie<br />

Get connected – unter diesem Motto vernetzt ENGEL auf der Fakuma vom 17. bis 21. Oktober Expertinnen und Experten<br />

mit Maschinenlösungen und den entsprechenden Technologien. Auf dem ENGEL Messestand werden dazu unter anderem<br />

eine Automotive- und eine Medical-Anwendung präsentiert, denen eines gemeinsam ist: die Komplexität auf das Notwendigste<br />

beschränkt, zeigen sie, wie eine standardnahe Lösung mit bewährter ENGEL Technologie aussehen kann.<br />

Ein Partner für jeden Spritzgießbetrieb zu<br />

sein – diesen Anspruch stellt ENGEL bei<br />

der diesjährigen Fakuma in das Zentrum.<br />

Aufgrund jahrzehntelanger Erfahrung im<br />

Entwickeln und Bauen von Spritzgießlösungen<br />

hat man ein tiefes Verständnis für<br />

den Spritzgießprozess und seine Besonderheiten<br />

entwickelt. Auf der Fakuma präsentiert<br />

das Unternehmen Lösungen, die sich<br />

auf das Wesentliche beschränken – und<br />

dabei in puncto Performance und Effizienz<br />

glänzen.<br />

Energieeffiziente Einstiegsmaschine<br />

für das 2-Platten Segment<br />

Auf einer emac 265/130 fertigt ENGEL Nadelschutzkappen für den Medizinbereich. (Bild: Engel)<br />

Mit digitaler Unterstützung maximales<br />

Maschinenpotential heben<br />

Im Bereich der 2-Platten Maschinen zeigt<br />

ENGEL eine vielseitig einsetzbare Standardanwendung:<br />

Auf einer duo 1480/500<br />

werden 4-fach Automotive Abdeckungen<br />

für den Interieur Bereich aus einem PP<br />

Compound von Borealis gefertigt. Mit einem<br />

Rezyklatanteil von 30% wird deutlich,<br />

dass die Verarbeitung von wiederverwerteten<br />

Kunststoffen auf Standardmaschinen<br />

reibungslos funktioniert. Die Anwendung<br />

trägt damit einer aktuell in Diskussion befindlichen<br />

EU Richtlinie Rechnung, die bis<br />

2030 einen Anteil von 25% PCR (Post Consumer<br />

Recyclate) in Automobilen vorsieht.<br />

Ein viper 20 aus der Familie der ENGEL Linearroboter<br />

entnimmt die Bauteile aus dem<br />

4-Kavitäten Werkzeug von Simoldes und<br />

legt sie auf einem Förderband ab.<br />

Der servo-hydraulische Antrieb ENGEL<br />

ecodrive ist im Standard für alle Größen der<br />

duo-Baureihe verfügbar. In Kombination<br />

mit den digitalen Assistenzsystemen der iQ<br />

Familie, wie beispielsweise iQ clamp control<br />

und iQ flow control, lassen sich Energieeinsparungspotentiale<br />

von bis zu 40%<br />

gegenüber konventionellen Zweiplattenmaschinen<br />

realisieren. Die standardnahe Ausführung<br />

bietet zudem den Vorteil verkürzter<br />

Lieferzeiten.<br />

Ausgestattet mit sämtlichen iQ Lösungen,<br />

die derzeit am Markt verfügbar sind, zeigt<br />

ENGEL, wie das Potential der standardnahen<br />

duo 500 maximal gehoben werden<br />

kann. Während unter anderem iQ weight<br />

control die Prozessqualität sicherstellt, sorgt<br />

der iQ process observer dafür, dass – falls<br />

Veränderungen im Spritzgießprozess auftreten<br />

– der Maschinenbediener in Echtzeit<br />

auf diese hingewiesen wird. Über Sofortmaßnahmen<br />

kann Ausschuss vermieden<br />

und die Maschinenverfügbarkeit hochgehalten<br />

werden.<br />

e-mac erhöht Flächenproduktivität<br />

im Reinraum<br />

Für den medizinischen Bereich zeigt EN-<br />

GEL eine hochpräzise und vor allem platzsparende<br />

vollelektrische Anwendung: auf<br />

einer e-mac 265/130 – auf der Fakuma<br />

erstmals mit dem ENGEL Reinraumpaket<br />

ausgestattet – werden Nadelschutzkappen<br />

produziert. Somit ist nun auch die kompakte<br />

e-mac Baureihe für die platzsparende<br />

Produktion von medizinischen Teilen im<br />

Reinraum verfügbar. Das Werkzeug mit 96<br />

Kavitäten kommt von KEBO AG und wurde<br />

speziell für Sekundärverpackungen ent-<br />

Die Nadelverschlusskappen werden<br />

auf einem Werkzeug mit 96 Kavitäten<br />

von Kebo gefertigt. (Bild: Engel)<br />

wickelt. Sekundärverpackungen kommen<br />

nicht direkt mit dem Wirkstoff in Berührung<br />

und dienen hauptsächlich dem Schutz und<br />

der Identifikation des Medizinproduktes.<br />

Hochkavitäten-Werkzeuge wie jenes von<br />

Kebo erfordern hohe Präzision und Dynamik<br />

im Einspritzprozess – genau das stellt<br />

das neue Spritzaggregat 265 sicher. Die Zykluszeit<br />

liegt bei sportlichen 6,2 Sekunden.<br />

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Erstmals präsentiertes Boxtransfersystem<br />

reduziert manuelle Eingriffe<br />

Eine weitere Neuheit stellt das Boxtransfersystem<br />

dar, mit dem die Anlage optimal in<br />

einer teil- bis vollautomatisierten Produktion<br />

eingesetzt werden kann. Die gespritzten<br />

Nadelschutzkappen fallen aus dem<br />

Werkzeug von KEBO in eine Ausfallrutsche<br />

und werden von dort über ein Z Förderband<br />

in eine Box transportiert, die auf einem<br />

weiteren Förderband steht. Das Fassungsvolumen<br />

dieser Box liegt bei 30.000 Stück.<br />

Sobald dies erreicht ist, wird die Box auf<br />

dem Förderband nach vorne transportiert.<br />

Insgesamt finden vier derartige Boxen auf<br />

dem Band Platz. Das Box-Transfersystem<br />

kann an fahrerlose Transportsysteme (FTS)<br />

angebunden werden – und zwar unabhängig<br />

vom Anbieter. Neben der digitalen Schnittstelle<br />

braucht es lediglich logistische Vorbereitungen,<br />

damit das FTS an das Boxtransfersystem<br />

andocken kann, um die Boxen zu<br />

übernehmen.<br />

Mit Kombinationen zur<br />

optimalen Temperierung<br />

Sowohl die duo 500 als auch die e-mac 130<br />

zeigen, wie smarte Temperierung funktioniert.<br />

Beide Anlagen kombinieren e-flomo<br />

plus mit eco-flomo plus, um die unter-<br />

schiedlichen Aspekte der Temperierung<br />

optimal zu bedienen: während e-flomo<br />

plus die Werkzeugtemperierung regelt, wird<br />

für die Heißkanalregelung, konkret für die<br />

Überwachung des Durchflusses, eco-flomo<br />

plus eingesetzt. Sämtliche Verteiler werden<br />

über den Assistenten iQ flow control übersichtlich<br />

dargestellt.<br />

Lösungen, die auf das Wesentliche beschränkt,<br />

hoch performante, effiziente<br />

Spritzgießproduktionen ermöglichen – dieser<br />

Anforderung stellt sich ENGEL für seine<br />

Kundinnen und Kunden auf der Fakuma<br />

<strong>2023</strong>.<br />

ENGEL AUSTRIA GmbH<br />

A 43<strong>11</strong> Schwertberg<br />

Intelligente Normelemente von Ganter sorgen für mehr Sicherheit,<br />

mehr Effizienz und stabilere Prozesse.<br />

Signal-Feedback inklusive<br />

Anschlagschrauben mit Kabel? Ein Bügelgriff mit Signallicht? Ein<br />

Ölstandsanzeiger, der nicht nur visuell informiert, sondern dank<br />

REED-Kontakt auch ein elektronisches Signal verschickt? Kein<br />

Zweifel, Ganter-Normelemente werden noch funktionaler, multifunktional,<br />

um genau zu sein. Sie eignen sich für vielfältige Anwendungen,<br />

etwa zur Fernkontrolle des Füll- und Temperaturniveaus in<br />

Hydrauliktanks, zum Anzeigen der Situation von Prozessen, oder<br />

zum Melden der Lage von Teilen in Vorrichtungen.<br />

So meldet die schlaue Anschlagschraube GN 251.2 dank des<br />

integrierten Endlagenschalters, ob Werkstücke im Bearbeitungsprozess<br />

exakt positioniert sind. Der Rastbolzen GN 817.6 und sein<br />

pneumatisch betriebenes, komplett kompatibles Pendant GN 817.7,<br />

senden ein High-Signal sobald der Bolzen erfolgreich eingerastet<br />

ist. Informationen über sicherheitsrelevante Öffnungen geben die<br />

Schaltscharniere der Normengruppe GN 139 und GN 239, die in<br />

Zink-Druckguss, Edelstahl und glasfaserverstärktem Polyamid erhältlich<br />

sind. Der winkel-abhängige Schaltpunkt lässt sich dabei individuell<br />

justieren, zusammen mit dem oben erwähnten Rastbolzen<br />

kann man eine kombinierte Abfrage zur Schließung und Verriegelung<br />

vornehmen. Das dient der Sicherheit oder der Energieersparnis<br />

– etwa, wenn die effektive Kühlung in Schaltschränken geschlossene<br />

Türen voraussetzt. Mit induktiven Sensoren sind die Näherungsschalter<br />

GN 893 ausgestattet, in Kraftspannern verbaut, melden sie<br />

die korrekte Spannung eines Werkstückes in der Vorrichtung.<br />

Neben solchen Sensoriken finden sich weitere Bedien-elemente<br />

im Ganter-Portfolio: die Maschinen-Rohrgriffe GN 331 und GN<br />

332 liefern per Lichtsignal Statusinformationen, der Taster kann<br />

weitere Funktionen aufrufen, der ebenfalls eingebaute Not-Aus-<br />

Schalter unterbricht die Sicherheitskette der Anlage und stoppt diese<br />

sicher zum Schutz des bedienenden Personals vor Verletzungen<br />

und letztlich auch zum Schutz der Maschine vor Schäden.<br />

Ebenfalls mit Taster, aber ohne Not-Aus, arbeiten die Bügelgriffe<br />

GN 422 und GN 628.4. Ein direktes Feedback geben die runden<br />

Drucktaster GN 3310 durch einen rot oder grün leuchtenden Ring<br />

um die runde Tasterfläche.<br />

Bewusst verzichtet Ganter in allen Fällen auf die Signalübertragung<br />

per Funk und setzt stattdessen auf kabel-basierte Verbindungen<br />

– denn so fällt die Integration in Steuerungsanlagen leichter, zugleich<br />

ist die Zuverlässigkeit höher.<br />

Otto Ganter GmbH & Co. KG<br />

Triberger Straße 3<br />

D 78120 Furtwangen<br />

Telefon: +49 7723 65070 Telefax: +49 7723 4659<br />

eMail: info@ganternorm.com<br />

Internet: http://www.ganternorm.com<br />

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Edelstahl-Trolley<br />

für die Prozessindustrie<br />

Die Hubl Edelstahltechnik unterstützt Technologiewandel in der biopharmazeutischen<br />

Industrie mit exzellenter Konstruktion und Fertigung. Pharmahersteller<br />

benötigen in der Produktion sehr flexible Prozesse, die dennoch jederzeit den<br />

hohen Hygiene- und Sicherheitsstandards entsprechen. Als Komplettanbieter<br />

setzt der Biotech-Zulieferer Sartorius Stedim Biotech mit seinem Edelstahltrolley<br />

„FlexAct“ nicht nur auf flexible Handhabung bei unterschiedlichsten<br />

Fluid-Transfer- Applikationen. Bei dem Produkt wird darüber hinaus das Produktdesign<br />

gezielt als Mittel zur Differenzierung im Markt verwendet. Erfahrene<br />

Produktdesigner entwarfen eine ergonomische und bediensichere Form. Für<br />

Konstruktion, Fertigung und Montage der hochkomplexen und anspruchsvollen<br />

Edelstahlteile vertraute Sartorius der Hubl Edelstahltechnik. Nicht zuletzt die<br />

reibungslose Zusammenarbeit mit dem Spezialisten für Edelstahl-Blechverarbeitung<br />

sorgte für eine rasche Markteinführung.<br />

„Neben einem sehr flexibel einzusetzenden<br />

Edelstahl-Trolley, der sich anwendungsspezifisch<br />

mit Einwegmaterial bestücken<br />

lässt und den aktuellen Technologiewandel<br />

zu mehr Einwegmaterial aus Kunststoff<br />

unterstützt, haben wir das Produktdesign<br />

als Mittel zur Differenzierung im Markt<br />

ganz oben angesiedelt“, betont Thomas<br />

Paust, Global Direktor Integrated Solutions<br />

von Sartorius Stedim Biotech. Design und<br />

Funktionalität dürfen sich dabei natürlich<br />

nicht ausschließen. Zusammen mit einem<br />

ergonomischen und anschaulichen Design,<br />

sollte das Ganze auch noch kostengünstig<br />

aus Edelstahl zu fertigen sein. Hier kamen<br />

die Experten der Hubl Edelstahltechnik ins<br />

Spiel, die für die Göttinger schon eine speziell<br />

gestaltete Lebensmittelwaage gefertigt<br />

hatten. Mit viel Erfahrung sowie Konstruktions-<br />

und Fertigungs-Knowhow hat sich<br />

das Unternehmen aus Vaihingen/Enz als<br />

Spezialist für die Edelstahl-Blechverarbeitung<br />

etabliert und wird gern hinzugezogen,<br />

wenn es um Edelstahlprodukte höchster<br />

Güte für allerhöchste Anforderungen geht.<br />

Kunden sind renommierte Hersteller in der<br />

Reinraum-, Pharma-, Solar- und Lebensmittelbranche.<br />

Konstruktion und Fertigung<br />

setzen keine Grenzen<br />

So wurden auch die Herausforderungen<br />

beim Projekt FlexAct erfolgreich angegan-<br />

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gen. Es gibt bei dem Edelstahl-Trolley kaum<br />

Gleichteile und fast keine Symmetrien, dafür<br />

anspruchsvolle Rundungen sowie abgeflachte<br />

Ecken, etc. Die Edelstahlteile und<br />

–profile haben keine Parallelen, stattdessen<br />

gibt es vorspringende Flächen und Kanten.<br />

Verschiebbare Elemente wie der Capsulenhalter,<br />

die lose eingehängt sind und<br />

die Rundung des Trolleys aufnehmen und<br />

fortführen, bedeuteten weitere anspruchsvolle<br />

Fertigungsschritte. Die montierte Systemschiene<br />

horizontal auf der Gerätefront<br />

nimmt Zubehör wie Leuchten, Behälter oder<br />

Montagehaltestangen auf. Berücksichtigt ist<br />

dabei die sehr breite Palette an Zubehörlieferanten.<br />

Letztlich sollte sich der Trolley bei<br />

freier Lieferantenauswahl für jeden Prozess<br />

speziell bestücken lassen.<br />

Ungewöhnlich ist die Erscheinung des<br />

Trolleys für den Betrachter, denn es gibt<br />

keine Symmetrien, keine erkennbaren Achsen.<br />

„Alles scheint rund und schief und fertigungstechnisch<br />

auf den ersten Blick sehr<br />

aufwändig“, schildert Fertigungsleiter Rolf<br />

Reiner von der Hubl Edelstahltechnik den<br />

Herstellerblick. Designer Sebastian Maier<br />

vom Designbüro Corpus C erklärt warum:<br />

„Es sollte bewusst nicht der Anschein entstehen,<br />

es handle sich um einen „Servierwagen“<br />

wie in einer Klinik.“ Lackierungen<br />

in Dunkelgrau und Gelb ergänzen die Edelstahlflächen<br />

harmonisch. „Dass jedoch die<br />

Asymmetrie und jede Rundung auch der<br />

Funktion geschuldet ist, erschließt sich erst<br />

bei näherer Beschäftigung mit den Prozessen“,<br />

ergänzt Thomas Paust. Dass man sich<br />

bei Hubl immer intensiv mit den Prozessen<br />

der Auftraggeber und deren Kunden<br />

beschäftigt, ist sowohl Ursache als auch<br />

Ergebnis des Erfolgs. Der Edelstahl-Blechverarbeiter<br />

blickt auf eine beeindruckende<br />

Firmengeschichte zurück. Was vor beinahe<br />

35 Jahren mit der Herstellung von Dunstabzugshauben<br />

begann, ist zu einem Entwicklungspartner<br />

geworden, der Lösungen<br />

in Edelstahl konstruiert, die Form gestaltet<br />

und das Produkt in Serie fertigt.<br />

Design, Konstruktion und Fertigung<br />

wie Ping-Pong<br />

Maier war nach einer Firmenbesichtigung<br />

sehr begeistert: „Wir waren angenehm<br />

überrascht, zu sehen, dass es bei der Hubl<br />

Edelstahltechnik keine grundsätzlichen<br />

fertigungstechnischen Grenzen gab. Alles<br />

schien in Edelstahl möglich zu sein.“ In der<br />

Entwicklung des Trolleys folgten anschließend<br />

ein reger Austausch und eine gute Zusammenarbeit.<br />

Der Hubl-Konstruktionsleiter<br />

Bernhard Strauß sieht es genauso: „Der<br />

Prozess gestaltete sich wie beim Ping-Pong.<br />

Die Designer warfen eine Idee in den Raum<br />

und wir antworteten mit einer konstruktiven<br />

Umsetzung in Edelstahl.“ Bei Hubl<br />

wiederum tauschten sich Konstrukteur und<br />

Fertigungsleiter ständig aus. „Was designmäßig<br />

gewollt und konstruktiv umsetzbar<br />

war, lässt sich nicht immer einfach fertigen“,<br />

erinnert sich Reiner, „vor allem, wenn auch<br />

die Kosten zu berücksichtigen sind.“<br />

„Funktionalität und Flexibilität sollten<br />

beim FlexAct® sehr hoch sein. Unterschiedliche<br />

Anordnungen müssen sich<br />

genauso realisieren lassen, wie die Handhabung<br />

verschiedener Flüssigkeiten“, erklärt<br />

Maier. Die Designer aus Fürth begleiteten<br />

die gesamte Produktentwicklung von der<br />

Idee bis zur finalen Umsetzung. Nachdem<br />

die Anforderungen definiert waren, gab es<br />

unterschiedliche konzeptionelle Ansätze,<br />

die parallel entwickelt wurden und auf<br />

Handhabung, Ergonomie, Workflow und<br />

Prozessoptimierung überprüft und bewertet<br />

wurden. So haben Kunden, abhängig<br />

vom Prozess aber auch von der räumlichen<br />

Umgebung, unterschiedliche Anordnungen.<br />

Bauen die einen ihre Prozesskette von<br />

links nach rechts auf, ist sie bei anderen von<br />

rechts nach links angeordnet. Wandert dem<br />

entsprechend beispielsweise die Pumpe<br />

von links nach rechts, muss die Filterkerzenhalterung<br />

entsprechend auf die Gegenseite<br />

wechseln können. Um außerdem entsprechend<br />

der Prozessnotwendigkeiten und<br />

Kundenanforderungen notwendiges Zubehör<br />

wie Leuchten, Behälter, Montagehaltestangen<br />

etc. von verschiedenen Lieferanten<br />

anbringen zu können, wurde ein Haltesystem<br />

gefordert.<br />

Reinraumzertifikate für<br />

besondere Produktqualität<br />

Durch modernste Konstruktions- und Fertigungsprozesse,<br />

die auf langjährigen Erfahrungen<br />

im Umgang mit Edelstahl beruhen,<br />

hat die Hubl Edelstahltechnik bei Sartorius<br />

gepunktet. Bei Hubl wird stets viel Wert auf<br />

Investitionen in die Produktion gelegt, und<br />

so ist sie zentraler Bestandteil im Haus mit<br />

einer nahezu 100-prozentigen Fertigungstiefe.<br />

Hinzu kommen höchste Anforderungen<br />

an die Bearbeitungsmaschinen.<br />

Ein exzellenter Maschinenpark sorgt dafür,<br />

dass konstruktive Lösungen auch in hervorragende<br />

Produkte münden. Die Arbeit mit<br />

den oftmals V2A und V4A genannten Edelstahltypen<br />

1.4301, 1.4016, 1.4404 und 1.4571<br />

bedarf nämlich viel Erfahrung und oftmals<br />

besonderer Verfahren, um sie so zu schneiden,<br />

zu formen oder zu polieren, dass Reinraumqualität<br />

sichergestellt werden kann.<br />

Bereits im Mai 2010 hat der Edelstahl<br />

Blechverarbeiter Reinraum-Zertifikate vom<br />

Fraunhofer Institut IPA in Stuttgart für zwei<br />

Serienprodukte erhalten. Mit diesen, erstmals<br />

einem Blechverarbeiter verliehenen<br />

Gütesiegeln bietet die Hubl Edelstahltechnik<br />

Produkte für den Einsatz in der Chipund<br />

Pharmaindustrie, deren Qualität GMP-,<br />

FDA- und EHEDGAnforderungen erfüllen.<br />

Betrachtet man den Edelstahl-Trolley,<br />

freuen sich Betrachter und Anwender über<br />

ein ergonomisch und funktionell gestaltetes,<br />

formschönes Produkt, dessen Fertigung<br />

den veranschlagten Kostenrahmen<br />

nicht übersteigt. „Wir sehen uns auf einem<br />

guten Weg, durch die Design- und Formensprache<br />

in Verbindung mit einer hochfunktionellen<br />

Ergonomie unsere Produkte am<br />

Markt künftig noch besser platzieren zu<br />

können. Dass uns die Hubl Edelstahltechnik<br />

bei Konstruktion und Fertigung praktisch<br />

keine Grenzen gesetzt hat, lässt uns auf diesem<br />

Weg weiter planen“, blickt Paust voraus.<br />

Und auch die Designer sind hochzufrieden:<br />

„Hubl setzte unsere Ideen nahezu kompromisslos<br />

um und zeigte große Flexibilität in<br />

der Fertigungstechnik. So konnten fast 99<br />

Prozent unserer Ideen realisiert wurden.<br />

Eine erfreuliche Ausnahme im Berufsalltag,<br />

in dem wir oft mit Kompromissen leben<br />

müssen“, betont Maier abschließend.<br />

Edelstahltechnik in Perfektion<br />

Die Hubl Edelstahltechnik ist System-Lieferant<br />

in der hochwertigen Blechverarbeitung.<br />

Mit umfassendem Know-how in Produkt-Entwicklung,<br />

Industrie-Design und<br />

fertigungsbezogenen Konstruktionen sowie<br />

deren produktionstechnische Umsetzung<br />

werden die Blech-Spezialisten von Kunden<br />

hinzugezogen, wenn es um Gehäuse und<br />

Verkleidungen aus Edelstahlblech im Prototypenbau,<br />

bei Vorserien und Kleinserien<br />

geht.<br />

Die vielseitigen Ansprüche, die dabei<br />

an die Edelstahl-Experten gestellt werden,<br />

zeigen sich auch in der Branchen-Struktur<br />

ihrer Kunden. Das Team der Hubl Edelstahltechnik<br />

beliefert anspruchsvollste Branchen<br />

wie die Pharma-, Medizin- und Labortechnik,<br />

die Biotechnologie, die Reinraum- und<br />

Lebensmitteltechnik, die Verpackungsindustrie<br />

sowie den Maschinenbau und die<br />

Halbleiterei.<br />

Hubl Edelstahltechnik GmbH<br />

Reutwiesenstraße 44 - 50<br />

D 71665 Vaihingen/Enz<br />

Telefon: +49 7042 82450<br />

eMail: info@hubl-gmbh.de<br />

Internet: http://www.hubl-gmbh.de<br />

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Veranstaltungen<br />

im November <strong>2023</strong><br />

15.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 16.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Computervalidierung: Spezifizieren und Testen<br />

Veranstaltungsort: Unna bei Dortmund<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

15.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 16.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Reconstruction and Upgrading of GMP Facilities<br />

Veranstaltungsort: Live Online Seminar<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

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15.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Computervalidierung und Datenintegrität – Umsetzung für<br />

Praktiker am Beispiel eines Reinraum Monitoring Systems<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR …<br />

17.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Moderne Prozessvalidierung nach den Vorgaben der EMA und der FDA<br />

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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20.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 24.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Training & Schulung<br />

Kalibriertage Thermodynamik: Prüfmittelmanagement<br />

und Kalibriertraining<br />

Veranstaltungsort: Kirchzarten bei Freiburg<br />

Veranstalter: Testo Industrial Services GmbH<br />

MEHR …<br />

20.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 21.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

GMP Annex 1 umgesetzt!<br />

Start in einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess<br />

Veranstaltungsort: Buseck<br />

Veranstalter: Hydroflex Group GmbH<br />

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21.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Künstliche Intelligenz - Anwendungsfall Visuelle Kontrolle<br />

Veranstaltungsort: Live Online Seminar<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

22.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 23.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

GMP-compliant Equipment Design - Live Online Conference<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

22.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Effizientes Projektmanagement bei Reinraum Um- und Neubau<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR …<br />

23.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Reinigungsvalidierung mit Workshops<br />

Veranstaltungsort: Fulda<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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24.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 25.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Aseptische Zubereitungsprozesse atoxischer Parenteralia<br />

Veranstaltungsort: Elmshorn<br />

Veranstalter: Berner International GmbH<br />

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24.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Arbeiten und Handeln im Sinne des Annex 1 - Fokus Personal<br />

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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27.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Risikobasierter Ansatz im Lebenszyklus<br />

von Vertragsherstellern und Lieferanten<br />

Veranstaltungsort: in dem<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

28.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong> - 29.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

GMP-Auditing: Sicher Auditieren<br />

Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

28.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Training & Schulung<br />

Tagestraining Verhalten im Reinraum<br />

Veranstaltungsort: Marburg<br />

Veranstalter: ReinraumAkademie<br />

29.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

GMP intensiv<br />

Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

29.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Training & Schulung<br />

Tagestraining Professionelle Reinraumreinigung<br />

Veranstaltungsort: Marburg<br />

Veranstalter: ReinraumAkademie<br />

30.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Training & Schulung<br />

Tagestraining Basisschulung GMP<br />

Veranstaltungsort: Marburg<br />

Veranstalter: ReinraumAkademie<br />

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30.<strong>11</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Lean Lab Webinar – Erfolgreiche Optimierungen im Labor<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: Geniu GmbH<br />

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Veranstaltungen<br />

im Dezember <strong>2023</strong><br />

Datum: 01.12.<strong>2023</strong><br />

Training & Schulung<br />

Tagestraining Reinraumkleidung mit Wäschereibesichtigung<br />

Veranstaltungsort: Lauterbach<br />

Veranstalter: ReinraumAkademie<br />

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04.12.<strong>2023</strong> - 08.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Zertifikatslehrgang: Reinraum-Servicetechniker/-in<br />

mit Fachkundenachweis Mikrobiol. & Zytost.-Werkb. (IHK)<br />

Veranstaltungsort: Krefeld<br />

Veranstalter: IHK Mittlerer Niederrhein<br />

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04.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Pre-Conference - Deep Dive Risikomanagement<br />

Veranstaltungsort: Kassel<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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Datum: 04.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Pre-Conference -<br />

Deep Dive Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen<br />

Veranstaltungsort: Kassel<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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05.12.<strong>2023</strong> - 06.12.<strong>2023</strong><br />

Konferenz<br />

29. GMP-Konferenz<br />

Veranstaltungsort: Kassel<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

05.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Mess- und Prüfmittelbeauftragte<br />

Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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05.12.<strong>2023</strong> - 07.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Dichtigkeitsprüfung & Visuelle Kontrolle von Parenteralia<br />

Veranstaltungsort: Mannheim<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

05.12.<strong>2023</strong> - 07.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Lehrgang zum zertifizierten Reinraumexperten<br />

- Modul Reinraumtechnik<br />

Veranstaltungsort: Villach (A)<br />

Veranstalter: comprei Reinraum-Handel und Schulungs GesmbH<br />

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06.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Kalibrierung: Zertifikate und Dokumentationen<br />

Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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07.12.<strong>2023</strong> - 09.12.<strong>2023</strong><br />

Messe<br />

Vietnam Medi-Pharm Expo<br />

Veranstaltungsort: Hanoi City (Vietnam)<br />

Veranstalter: VINEXAD - Exhibition & event<br />

MEHR …<br />

07.12.<strong>2023</strong><br />

Tagung<br />

Reinraum-Stammtisch zum Thema „Implementierung von<br />

Reinheitsanforderungen in bestehende Fertigungsprozesse“<br />

Veranstaltungsort: Kahla<br />

Veranstalter: COLANDIS GmbH<br />

MEHR …<br />

08.12.<strong>2023</strong> - 09.12.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Onlineseminar Sicherheitstraining Zytostatika<br />

Veranstaltungsort: Elmshorn<br />

Veranstalter: Berner International GmbH<br />

12.12.<strong>2023</strong> - 13.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Computervalidierung: Keep IT Validated<br />

Veranstaltungsort: Baden-Baden<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

12.12.<strong>2023</strong> - 14.12.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Lehrgang zum Reinraum-Verantwortlichen mit Zertifikat<br />

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main<br />

Veranstalter: Cleanroom Future<br />

12.12.<strong>2023</strong> - 13.12.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

GMP-Anforderungen an das Anlagendesign (PT 15)<br />

- Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

13.12.<strong>2023</strong> - 15.12.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Validierungsbeauftragte/r<br />

in der pharmazeutischen Industrie (QV 16)<br />

- Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

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Veranstaltungen<br />

im Januar 2024<br />

19.01.2024 - 20.01.2024<br />

Seminar<br />

Praxisseminar Sicherheitstraining Zytostatika<br />

Veranstaltungsort: Elmshorn<br />

Veranstalter: Berner International GmbH<br />

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23.01.2024 - 25.01.2024<br />

Webinar<br />

Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I - Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

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24.01.2024 - 25.01.2024<br />

Seminar<br />

Intensivseminar für Reinraum Quereinsteiger<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

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26.01.2024<br />

Webinar<br />

PTS Live: Bezahlbarkeit von GMP<br />

für mittlere und kleine Unternehmen<br />

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

31.01.2024<br />

Webinar<br />

Excel-Auswerteblätter im Labor<br />

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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