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2023_INCENTO-Bergisch

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<strong>2023</strong> / 2024<br />

<strong>2023</strong> / 2024<br />

Das Kundenmagazin<br />

<strong>INCENTO</strong> – Das Kundenmagazin<br />

Stoßverkehr<br />

im Weltall<br />

Die Zukunft der Satelliten<br />

incento-bergisch.de<br />

34<br />

Salz<br />

Das weiße Gold<br />

48<br />

Kultur<br />

im Westen<br />

50<br />

Kultmarke:<br />

Martini<br />

58<br />

Reisebericht:<br />

Winterexpedition zum Nordkap


Ihre <strong>INCENTO</strong>-Partner<br />

im <strong>Bergisch</strong>en Land:<br />

Amico Lichtdesign<br />

Salvatore Amico<br />

Brillen Arlt<br />

Zentrum für Sehberatung<br />

Audi Zentrum Wuppertal<br />

Gottfried Schultz Gruppe<br />

Breidenbach Druck GmbH & Co. KG<br />

Tampon- und Werbedruck<br />

Colemus<br />

Projektentwicklung GmbH<br />

Com Technik Labenz GmbH & Co. KG<br />

Elektrotechnik, Telekommunikation<br />

Trusted Mentors<br />

RA Stephanie Kessenbrock<br />

Thomas Kramer<br />

IMMOBILIEN<br />

Christian Ochse<br />

Event Catering & Haus Marianne<br />

Volkswagen Zentrum Wuppertal<br />

Paul Sträter GmbH<br />

Küchen und Hausgeräte<br />

Volkswagen Zentrum Wuppertal<br />

Gottfried Schultz Gruppe<br />

PMC IT<br />

PC Systeme, Netzwerke, Service


Baeumer & Co GmbH & Co. KG<br />

Ihr Juwelier seit 1888<br />

<strong>Bergisch</strong>e Innovation<br />

Filmproduktionsgesellschaft mbH<br />

Ernst Buscher GmbH & Co. KG<br />

Energie und Wärme<br />

Badwelt-Dahlmann<br />

Sanitäranlagen und Heizungsbau<br />

Dreiklang Hörsysteme<br />

Sascha Kelz<br />

gartentyp GmbH<br />

Garten- und Landschaftsbau<br />

I n t ernetagentur<br />

VERSICHERUNGSKONZEPTE<br />

FINANZDIENSTLEISTUNGEN<br />

pixalla®<br />

Internetagentur<br />

rmb 3 – Versicherungskonzepte &<br />

Finanzdienstleistungen<br />

Karl Schönenberg GmbH<br />

Malerwerkstätten<br />

Weinstein<br />

Wein & Feinkost<br />

work and relax!<br />

Büroeinrichtungssysteme nach Maß<br />

Zauberfrau Ilona Peters<br />

Hilfe im Haushalt


Die neue EBEL Sport Classic Lady<br />

Tranquil Blue. Fotografiert in der<br />

Villa Turque - La Maison EBEL -<br />

vom renommierten Architekten<br />

Le Corbusier entworfen.<br />

EBEL.COM<br />

©<strong>2023</strong> EBEL – Ref. 1216598


<strong>INCENTO</strong> – Das Kundenmagazin<br />

LIEBE LESERINNEN,<br />

LIEBE LESER,<br />

INHALT<br />

mit welchen Begriffen und Assoziationen wird wohl das Jahr <strong>2023</strong> im Rückblick<br />

belegt werden? Schnell zeigt sich, dass in der Vielfalt der aktuellen<br />

Themen kaum eine eindeutige Priorisierung möglich ist. Das Nachdenken über<br />

diese Zusammenhänge hinterlässt einen schnell ratlos. Und vielleicht ist dies ja<br />

die Überschrift für dieses Jahr: Ratlosigkeit.<br />

Nun können wir diese Ratlosigkeit, die vor allem ihre Gründe auf nationaler und<br />

globaler Eben haben, nicht einfach auflösen. Aber wir können unseren Lesern<br />

einen Tipp geben: Die Vergewisserung über die Bedeutung des Naheliegenden<br />

kann ein Anker sein, um Ratlosigkeit zu überwinden. Ganz unphilosophisch:<br />

Das Gespräch mit Holger Dahlmann, unserem Fachmann für Heizungsbau in der<br />

Region kann für mehr Sicherheit in allen Fragen des Heizens der Zukunft sorgen.<br />

Oder der Austausch mit unserem <strong>INCENTO</strong>-Experten Michael Reißbach zu den<br />

sinnvollsten Reaktionen auf die andauernde Inflation. Oder Sie nehmen Kontakt<br />

zu unserem <strong>INCENTO</strong>-Partner Buscher Energie auf und überlegen gemeinsam ob<br />

eine Photovoltaik-Anlage auf Ihrem Dach ein richtiger Schritt in Richtung grüner<br />

Energie der Zukunft wäre.<br />

Natürlich sind dies nur kleine Ausschnitte aus unserer Lebensrealität und die<br />

aktuelle Ausgabe des <strong>INCENTO</strong>-Magazins bietet noch weit mehr Informationen,<br />

als anhand dieser drei Beispiele aufgelistet. Aber eins ist allen Informationen<br />

von unseren bergischen Netzwerkpartnern gemeinsam: Sie richten sich an die<br />

Menschen in unserer Region.<br />

Wenn wir unsere Region stärken, dann schafft dies für uns alle ein Plus an<br />

Sicherheit – gegen die allgemeine Ratlosigkeit zu vielen Themen unserer Zeit.<br />

Gleichzeitig möchten wir mit unserem Magazin aber immer wieder auch den<br />

Blick auf spannende Themen lenken. In dieser Ausgabe unter anderem mit<br />

einem Leitartikel über die Historie und die Zukunft der Satelliten.<br />

Lassen Sie sich von diesem und den weiteren Artikeln überraschen – wir wünschen<br />

Ihnen ungetrübten Lesegenuss.<br />

Ihre <strong>INCENTO</strong>-Unternehmer im <strong>Bergisch</strong>en Land<br />

07 Die „Nacht der Lichter <strong>2023</strong>“<br />

Ein gelungener Kunden-Event<br />

10 Satelliten<br />

Wohin entwickelt sich die<br />

Weltraumforschung?<br />

18 Com Technik Labenz<br />

20 Amico Lichtdesign<br />

21 Brillen Arlt<br />

22 Karl Schönenberg Malerwerkstätten<br />

24 PMC IT - PC Systeme,<br />

Netzwerke und Services<br />

26 Zauberfrau<br />

28 rmb 3 - Versicherungskonzepte<br />

und Finanzdienstleistungen<br />

30 Christian Ochse Event Catering<br />

32 pixalla - Internetagentur<br />

33 Badwelt Dahlmann<br />

34 Salz<br />

„Das weiße Gold“<br />

40 Dreiklang Hörsysteme<br />

42 work and relax!<br />

Büroraumkonzepte nach Maß<br />

43 Thomas Kramer IMMOBILIEN<br />

44 VW Zentrum Wuppertal<br />

45 Audi Zentrum Wuppertal<br />

46 ClimAid Limonaden<br />

47 Buscher Energie<br />

48 Kultur im Westen<br />

50 Kultmarke<br />

Martini<br />

56 gartentyp - Gartenbau<br />

58 Reisen: Nordkap<br />

Eine Hurtigruten-Expedition<br />

Wenn Sie mehr über das Unternehmernetzwerk<br />

erfahren möchten, besuchen Sie unsere Website:<br />

www.incento-bergisch.de<br />

62 Impressum + Bildnachweise


ALTE<br />

FEUER<br />

WACHE<br />

gGmbH<br />

Das<br />

Konzept<br />

unserer<br />

Präventionskette<br />

Lückenlose<br />

biographische<br />

Begleitung,<br />

Förderung<br />

& Unterstützung<br />

von 0–21<br />

Wir sind für dich da -<br />

immer!<br />

von 14–21 Jahren<br />

Offener<br />

Jugendbereich<br />

Qualifizierung/ Verselbstständigung<br />

Geschlechtsspezifische Angebote<br />

Integration junger Geflüchteter<br />

von 6–14 Jahren<br />

Das Gesunde<br />

Kinderhaus<br />

Soziale und emotionale<br />

Basisversorgung für<br />

Kinder von 6– 14 Jahren<br />

Intensivbetreuung<br />

Offener Kinder- und Jugendbereich<br />

Pädagogische Werkstatt<br />

Kulturwerkstatt<br />

von 4 Monaten bis zum<br />

6. Lebensjahr<br />

Der KulturKinderGarten<br />

Bindungsorientierter Ansatz<br />

Kulturelle Förderung<br />

Innovative Bildungskonzepte<br />

Armutsprävention<br />

ab der<br />

Schwangerschaft<br />

bis zum 3. Lebensjahr<br />

Frühe Hilfen<br />

Begleitung und Beratung,<br />

Bindungs- und Gesundheitsförderung<br />

ab der Schwangerschaft<br />

bis zum 3. Lebensjahr<br />

ALTE<br />

FEUER<br />

WACHE<br />

gGmbH<br />

Alte Feuerwache gGmbH Gathe 6 42107 Wuppertal<br />

www.altefeuerwache-wuppertal.de<br />

„<br />

Wir möchten unseren Platz der aktuellen Ausgabe spenden: für ein gemein nütziges Unter-<br />

nehmen, das im Herzen von Wuppertal wertvolle Arbeit leistet: Bitte schenken Sie der Alte<br />

Feuerwache Wuppertal einen Moment Ihrer Zeit – oder noch besser: eine kleine Spende ;-)<br />

jeder Euro hilft und kommt an – mitten in Wuppertal.<br />

“<br />

rmb 3 · Versicherungskonzepte · Finanzdienstleistungen · www.rmb3.de


Shopping<br />

einmal ganz anders<br />

Zur „Nacht der Lichter“ hatten die Einzelhandelspartner<br />

im <strong>INCENTO</strong>-Netzwerk ihre Kunden eingeladen.<br />

Die Idee:<br />

„Wir bieten ein exklusives und außergewöhnliches<br />

Shopping-Erlebnis, mit echten Highlights für unsere<br />

Kunden“ – so die beiden Mitinitiatoren Simone Arlt<br />

und Sascha Kelz. In ihren beiden Geschäften fand<br />

die „Nacht der Lichter <strong>2023</strong>“ statt und die weiteren<br />

Aussteller konnten so ihre Angebote im Herzen der<br />

Elberfelder Innenstadt präsentieren.<br />

Seite 7


Ganz ohne Zweifel haben die leckeren Würstchen, die<br />

am Morgen des Veranstaltungstages in der Metzgerei<br />

von Marc Sonnenschein in traditioneller Handarbeit gefertigt<br />

wurden, zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen.<br />

„Vor allem, weil sie auch so liebevoll auf dem Grill<br />

zubereitet wurden“, stimmen die <strong>INCENTO</strong>-Aussteller zu<br />

und loben Patrick Maksimovic, im Hauptberuf Verkaufsleiter<br />

im Audi-Zentrum Wuppertal, der den Profi-Grill<br />

von Christian Ochse bestens im Griff hatte. So konnten<br />

zu den perfekt gegarten Würstchen und den leckeren<br />

Gemüsespießen auch köstliche Saucen aus dem Sortiment<br />

von Weinstein gereicht werden. „Überhaupt hat<br />

sich das Konzept der engen Verbindung von kulinarischen<br />

Genüssen, passenden Weinen und ausgewählten<br />

Produkten aus den Sortimenten der Partnerunternehmen<br />

als sehr erfolgreich herausgestellt“, betont Klaus<br />

Neumann von Weinstein. Ähnliche Rückmeldungen haben<br />

auch die anderen Aussteller von ihren Kunden erhalten.<br />

Shoppen und genießen –<br />

ein Konzept mit Erfolg<br />

„Mit diesem Event in der Elberfelder Innenstadt wollten<br />

wir auch ein Zeichen für innovatives Shopping auf hohem<br />

Niveau setzen“, beschreiben Simone Arlt und Sascha<br />

Kelz die Idee der „Nacht der Lichter <strong>2023</strong>“. Denn<br />

gerade in den schwierigeren Zeiten, die vermutlich auch<br />

auf die Wuppertaler Einkaufszentren zukommen werden,<br />

sind Kreativität und gemeinschaftliche Aktivitäten<br />

von besonderer Bedeutung. Mit insgesamt acht Ausstellern<br />

aus Vohwinkel, Elberfeld und Barmen waren Einzelhändler<br />

aus verschiedenen Stadtteilen vertreten. „Uns<br />

verbindet vor allem unser Spaß an der individuellen Beratung“,<br />

führt Simone Arlt aus. Und davon konnten sich<br />

die Gäste überzeugen. Kreative Lichtkonzepte wurden<br />

von Salvatore Amico von Amico Lichtdesign vorgestellt.<br />

Die neuesten Trends bei innovativen Kochfeldern präsentierte<br />

Alexander Caspari von Küchen Sträter live. Individueller<br />

Schmuck und Uhren wurden von Antje und<br />

Mathias Wewer, Inhaber des Juweliergeschäftes Baeumer<br />

& Co, ausgestellt. Und immer standen das Gespräch<br />

und die kundenbezogene Beratung im Vordergrund.<br />

Gleiches galt für die modische Beratung von Petra Küpper,<br />

die hochwertige Taschen präsentierte, als auch für<br />

die Typberatung von Simone Arlt und ihrem Team bei


Wiederholung<br />

geplant<br />

Brillen Arlt. Auch bei den ersten Fachgesprächen über innovative<br />

Hörsysteme, die Sascha Kelz, Inhaber von Dreiklang Hörsysteme,<br />

führen konnte, war der individuelle Beratungsansatz<br />

spürbar.<br />

Bei vielen Themen konnte die „Nacht der Lichter“ zum Sammeln<br />

erster Eindrücke genutzt werden. „Wir wissen natürlich,<br />

dass noch weitere Gespräche mit den Kunden folgen werden“,<br />

bestätigt Sascha Kelz und verweist auf die vielen VIP-Coupons,<br />

die an die Gäste ausgegeben wurden. Von den Weinangeboten<br />

des <strong>INCENTO</strong>-Partners Klaus Neumann bis zu ausgewählten<br />

Leuchten von Salvatore Amico konnten Kunden mit<br />

diesen Coupons exklusive Frühlingsangebote noch bis Mitte<br />

Juni <strong>2023</strong> nutzen. „So kann man die ersten Beratungen in<br />

den Fachgeschäften weiterführen“, merken die Gastgeber<br />

Simone Arlt und Sascha Kelz an.<br />

Für das Jahr 2024 laufen die Planungen für eine weitere<br />

„Nacht der Lichter“. Der Termin steht bereits fest: Am Donnerstag,<br />

den 18. April 2024 laden die Wuppertaler INCEN-<br />

TO-Einzelhändler wieder zur „Nacht der Lichter“ – diesen<br />

Termin am besten jetzt schon fest im Kalender notieren!<br />

Seite 9


DIE ZUKUNFT DER SATELLITEN<br />

Stoßverkehr<br />

im Weltall<br />

Die Raumfahrt – ein Thema nur für Visionäre, so ist es oft zu hören. Dabei würde in<br />

unserem Alltag kaum noch etwas ohne die moderne Raumfahrt und die Vielzahl der<br />

Satelliten funktionieren: Internationaler Zahlungsverkehr in Echtzeit, zuverlässige<br />

Positionsbestimmungen im Navigationssystem, zielgenaue Bewässerung von Feldern,<br />

verlässliche Wetterprognosen im TV. Alle diese alltäglichen Services hängen an der<br />

Raumfahrt – besser gesagt an modernen Satelliten, die auf ihren Umlaufbahnen<br />

unaufhörlich das Weltall durchziehen. Wie lange das noch reibungslos funktioniert?<br />

Experten warnen vor erheblichen Problemen.<br />

Als am 04. Oktober 1957 um 19:28 Uhr die Eilmeldung vom Start<br />

des sowjetischen Satelliten Sputnik 1 über die Ticker der Nachrichtenagenturen<br />

lief, reagierte die westliche Welt geschockt. Erstmals<br />

war es gelungen, einen Satelliten mit einer Trägerrakete in das All<br />

zu schießen und dort auf eine Umlaufbahn, einen Orbit, um die Erde<br />

zu transportieren. Über Tage hinweg verfolgte die Menschheit gebannt<br />

die akustischen Signale, die codiert darüber Aufschluss gaben,<br />

ob der Satellit von Materie getroffen wurde. Die US-Amerikaner<br />

verstärkten daraufhin ihre eigenen Bemühungen um den Bau eines<br />

Satelliten – die Amerikaner waren bis dato immer davon ausgegangen,<br />

den Sowjets weit voraus zu sein – und brachten am 01.<br />

Februar 1958 den Satelliten Explorer 1 in eine stabile Umlaufbahn.<br />

Kurz darauf wurde die NASA gegründet, eine Reaktion auf den Sputnik-Schock<br />

und deutliches Zeichen der Amerikaner, dass man sich in<br />

Zeiten des Kalten Krieges den Rang als führende Forschungs- und<br />

Technologienation nicht streitig machen lassen wollte. Seit diesen<br />

Anfangszeiten der Raumfahrt hat sich viel getan. Heute kreisen<br />

rund 5.500 Satelliten um die Erde – von kleinen Kommunikationssatelliten<br />

bis hin zur Internationalen Raumstation IS, die auf ihrer<br />

festen Umlaufbahn um die Erde als aktuell größter Satellit gelten<br />

kann. Dabei unterscheiden sich die Satelliten in ihren Funktionen<br />

erheblich: Von der Erdbeobachtung über die Kommunikation bis zur<br />

Ausrichtung und Beobachtung ferner Galaxien reichen die Aufgaben,<br />

die heute von Satelliten übernommen werden.<br />

IN DIE RICHTIGEN BAHNEN GELENKT<br />

Ausschlaggebend für die Entwicklung von Satelliten waren die<br />

Grundlagenforschungen der Physik, die unter anderem von Albert<br />

Einstein vorangetrieben worden waren. Die Erkenntnisse über die<br />

Geschwindigkeit von Licht, die Anziehungskraft der Erde und die<br />

vermutete Schwerlosigkeit im All stellten die Basis für die Entwick-


lung der Satelliten dar. Dabei ist die grundsätzliche Funktionsweise<br />

der Satelliten bis heute unverändert geblieben: Mit einer Trägerrakete<br />

wird ein Satellit in eine Höhe von mindestens 200 Kilometer<br />

transportiert. In dieser Höhe beginnt der sogenannte Low Earth<br />

Orbit. Dieser Bereich des erdnahen Orbits erstreckt sich bis zu einer<br />

Höhe von 1.500 Kilometern. Ist der Satellit in diese Höhe gebracht<br />

worden, muss er in einem zweiten Schritt auf seine spätere<br />

Reisegeschwindigkeit beschleunigt werden. Wie hoch diese Reisegeschwindigkeit<br />

angesetzt wird, hängt wesentlich von der Höhe<br />

der Flugbahn ab. Grundsätzlich gilt: Je näher der Satellit in seiner<br />

Umlaufbahn der Erde kommt, umso höher muss die Geschwindigkeit<br />

des Satelliten sein, um der Erdanziehungskraft zu widerstehen<br />

und stabil auf seiner Bahn zu bleiben. Soll ein Satellit zum Beispiel<br />

auf einer Umlaufbahn in 300 Kilometer Entfernung zur Erde dauerhaft<br />

seine Bahnen ziehen, muss er eine Geschwindigkeit von 28.000<br />

Stundenkilometern erreichen. Unterschreitet er diese Geschwindigkeit,<br />

droht ihm der Absturz.<br />

Neben dem Low Earth Orbit ist der Medium Earth Orbit, der den Bereich<br />

in Höhen von 6.000 – 36.000 Kilometern umfasst, ein sehr<br />

beliebter Platz für das Ausbringen von Satelliten. Eine besondere<br />

Beachtung verdient dann noch der sogenannte Geostationary Orbit.<br />

Dieser Orbit befindet sich in einer Höhe von 35.790 Kilometern und<br />

zeichnet sich dadurch aus, dass die hier benötigte Reisegeschwindigkeit<br />

der Satelliten durch die geringeren Anziehungskräfte der<br />

Erde soweit reduziert werden kann, dass die Geschwindigkeit exakt<br />

der Rotationsgeschwindigkeit der Erde entspricht. Dies bedeutet,<br />

dass im Resultat die Satelliten auf diesem Orbit immer über einem<br />

bestimmten Punkt der Erde verharren. Für einige Aufgaben eine<br />

ganz wesentliche Erkenntnis, die in der Raumforschung gewonnen<br />

wurde. Zum Wesen der Satelliten zählt, dass sie über keinen eigenen<br />

Antrieb verfügen. Dies ist auch nicht nötig. Sind sie einmal auf<br />

die benötigte Geschwindigkeit „angeschoben“ worden, halten die<br />

Erdanziehungskräfte sie auf ihrer Kreisbahn und in der Schwerelosigkeit<br />

des Alls gibt es keine Materie, die sie abbremsen würde. So<br />

Der Sputnik 1 – mit diesem ersten Satelliten beginnt die Geschichte der<br />

unbemannten Raumfahrt. Gestartet von der Sowjetunion versetzte er den<br />

westlichen Mächten einen echten Schock.<br />

Seite 11


Aktive Satelliten, aber auch eine zunehmende Menge an Weltraumschrott,<br />

umkreist unsere Erde in unterschiedlichen Umlaufbahnen.<br />

könnten Satelliten theoretisch ohne zeitliche Limitierungen über<br />

das Firmament ziehen. Aber die realen Anforderungen an die Satelliten<br />

sehen natürlich anders aus. Sie wurden ins All transportiert,<br />

um dort konkrete Aufgaben zu erfüllen. Hierzu sind die Satelliten<br />

immer mit einer Mission Control Einheit auf der Erde verbunden. Zu<br />

diesen Kontrollstellen werden zum Beispiel Radarbilder gesendet,<br />

die der Satellit bei seinen Flügen aufnimmt. Und die Kontrollstellen<br />

sorgen auch dafür, dass die Flugbahnen des Satelliten immer<br />

wieder feinjustiert werden, um zum Beispiel Gravitations-Einflüsse<br />

des Mondes auszugleichen. Im Resultat führt dies dazu, dass die eigenen<br />

Energiedepots der Satelliten irgendwann aufgebraucht sind<br />

und der Satellit dann meist seine gewünschte Flugbahn verlässt.<br />

Damit wird er dann für seine eigentliche Mission wertlos.<br />

JEDE MENGE WELTRAUM-SCHROTT<br />

So kommt es, dass bislang rund 11.000 Satelliten ins Weltall transportiert<br />

wurden, aber lediglich 5.500 aktive Satelliten heute ihren<br />

Dienst tun. Die restlichen Satelliten sind zu einem geringen Teil soweit<br />

von ihren ursprünglichen Bahnen abgekommen, dass sie beim<br />

Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglühen oder – ebenfalls nur<br />

in geringer Zahl – in den Weiten des Weltalls entschwunden sind.<br />

Die übergroße Mehrzahl der nicht mehr funktionsfähigen Satelliten<br />

kreist aber weiterhin im Low Earth Orbit oder im Medium Earth Orbit<br />

auf einer mehr oder minder stabilen Kreisbahn um die Erde. Zu den<br />

funktionslosen Satelliten gesellen sich auch noch eine große Anzahl<br />

von ausgebrannten Endstufen der Trägerraketen, die den Satelliten<br />

einmal den notwendigen Antriebsschub zum Erreichen ihrer Reisegeschwindigkeit<br />

gegeben hatten. Über alle diese Teile, die die unbemannte<br />

Raumfahrt mittlerweile im All hinterlassen hat wird seit den<br />

ersten Starts von Satelliten penibel Buch geführt und so hat man<br />

bis heute noch einen klaren Überblick über den Müll, den die bisherige<br />

Raumfahrt im All hinterlassen hat. Allerdings wird es schon<br />

heute immer schwieriger die einzelnen Teile des Weltraum-Schrotts<br />

klar zu identifizieren. Denn immer wieder kommt es zu kleinen und<br />

großen Kollisionen. Ein besonders krachendes Beispiel: Im Februar<br />

2009 treffen in rund 800 Kilometern Höhe der amerikanische Kommunikationssatellit<br />

Iridium 33 und der russische Aufklärungssatellit<br />

Kosmos 2251 aufeinander. Bei einer Aufprallgeschwindigkeit von<br />

fast 12 Kilometern pro Sekunde, lassen sich die Folgen erahnen.<br />

Die Sprengkraft, die ungefähr der Wirkung von 10 Tonnen TNT entsprach,<br />

sorgte dafür, dass die beiden Satelliten in über 100.000<br />

kleinste Teilchen zerfetzt wurden. Bei dieser Rechnung wurden nur<br />

die Teilchen berücksichtigt, die mindestens eine Größe von einem<br />

Zentimeter behielten. Rund 100 Jahre werden diese Teilchen, so<br />

die Ansicht der Forscher, noch um die Erde kreisen, bevor sie in der<br />

Atmosphäre verglühen. Und in dieser Zeit können sie jede Menge<br />

Schaden anrichten. Denn bei den enormen Geschwindigkeiten, mit<br />

denen sowohl diese Schrott-Teile als auch die funktionsfähigen<br />

Satelliten im Orbit unterwegs sind, können Kollisionen mit diesen<br />

Teilchen intakte Satelliten zumindest empfindlich stören oder sogar<br />

funktionslos werden lassen. Internationale Forscherteams befürchten,<br />

dass sich durch die enorme Sprengkraft bei Kollisionen<br />

mit hoher Geschwindigkeit die Anzahl der Schrott-Teile im Weltall<br />

exponentiell erhöhen wird. Damit steigen die Risiken für die aktiven<br />

Satelliten, auf die wir in unserer modernen Dienstleistungs- und<br />

Kommunikationswelt in immer größerem Maße angewiesen sind,<br />

ebenfalls exponentiell. Skeptiker gehen sogar bereits heute davon<br />

aus, dass ohne die Entwicklung von Techniken zur Säuberung<br />

der wichtigsten Orbit–Ebenen der Betrieb von Satelliten zukünftig<br />

kaum mehr möglich sein wird. Die Zahlen sprechen dabei eine eindeutige<br />

Sprache: Das amerikanische Space-Surveillance Network<br />

hat sich die Aufgabe gestellt, Objekte mit einer Größe ab 10 Zentimetern<br />

im Orbit zu detektieren. Während im Januar 2014 rund<br />

16.700 Objekte dieser Kategorie vermeldet wurden, stieg die Zahl<br />

bis zum Jahr 2019 bereits auf 44.300 Objekte – Tendenz steigend.<br />

Unter den Teilen, die als Weltraum-Schrott bezeichnet werden, fallen<br />

übrigens auch die Werkzeuge, die von Astronauten in Außeneinsätzen<br />

der Raumschiffe verloren wurden.<br />

ESA PLANT CLEANING-MISSION<br />

Die europäische Weltraumorganisation ESA plant bereits für das Jahr<br />

2025 eine erste Mission zur Reduzierung des Weltraumschrotts. Es<br />

ist ein spezieller Satellit in Planung, der mit vier Greifarmen ausgestattet<br />

sein wird und in einer ersten Mission die ausgebrannte Endstufe<br />

einer Vega-Rakete einfangen soll. Bei diesem Unterfangen ist<br />

höchstes Feingefühl gefragt. Denn schon die geringste ungeplante<br />

Berührung der Objekte in der Phase der Annäherung würde bei<br />

einer Geschwindigkeit von rund 28.000 Stundenkilometern dazu<br />

führen, dass das Zielobjekt, der funktionslose Teil der Vega-Rakete,<br />

ins Trudeln geraten und die vorausberechnete Bahn verlassen<br />

würde. Das Experiment wäre dann vermutlich gescheitert. Gelingt<br />

es aber, dieses größere Teil Weltraum-Schrott – und die ESA geht<br />

davon aus, dass rund 5.000 funktionslose Objekte dieser Größenordnung<br />

aktuell im Orbit kreisen – einzufangen und dann gezielt in<br />

der Erdatmosphäre verglühen zu lassen, wäre der Beweis erbracht,<br />

dass es technologisch möglich ist, im Weltall aufzuräumen. Und<br />

diese Reduktion des Weltraum-Schrotts wird auch zwingend notwendig<br />

sein, wenn man nicht die größer werdende Zahl der aktiven<br />

Satelliten der Gefahr des Zusammenstoßes aussetzen möchte.<br />

Auch wenn ein komplexes Vertragswerk, aufgesetzt bereits in den<br />

1960er Jahren durch die Vereinten Nationen, die Haftungsfragen<br />

für Unfälle im Weltall einigermaßen zuverlässig klärt, sind doch<br />

die zu erwartenden Schäden bei weiterem Anstieg des Weltraum-


Die Internationale Raumstation ISS umkreist die Erde zuverlässig auf einer festgelegten Umlaufbahn. Bisher konnten alle drohenden Beinahe-Zusammenstöße mit<br />

Weltraum-Schrott durch entsprechende Lenkmanöver vermieden werden. Für eine sichere bemannte Raumfahrt wird es aber nötig werden, im Orbit aufzuräumen.<br />

Bildquelle:NASA<br />

Schrotts immens. Das Schweizer Unternehmen ClearSpace, das das<br />

Konzept des vierarmigen Müll-Roboters zur Entsorgung des Mülls<br />

im Orbit entwickelt hat, geht davon aus, dass in jedem Jahr 74 neue<br />

größere funktionslose Objekte zu dem bestehenden Müll-Problem<br />

hinzukommen. Möchte man auch zukünftig Satelliten nachhaltig<br />

und mit geringem Verlustrisiko betreiben, sollte man dem ambitionierten<br />

Projekt der ESA unbedingt die Daumen drücken. Bei Erfolg<br />

scheint sich dann eine Lösung des Problems anzudeuten. Für neue<br />

Satelliten-Projekte hingegen zeigt sich eine andere Lösung: Hier<br />

wird sich die Weltgemeinschaft vermutlich darauf einigen müssen,<br />

dass nur noch solche Satelliten im Erdorbit abgesetzt werden, die<br />

nach ihrer vorausgeplanten Einsatzzeit automatisch wieder in die<br />

Erdatmosphäre eintreten und dort verglühen. Diese Anforderung<br />

an moderne Satelliten würde es aber erforderlich machen, dass die<br />

neuen Modelle mit einem eigenen Antrieb ausgestattet werden, der<br />

nicht nur geringe Kurskorrekturen – dies ist heute schon üblich und<br />

wird durch die jeweiligen Kontrollstationen auf der Erde gemanagt<br />

– ausführen kann, sondern aktiv dafür sorgt, dass der Satellit nach<br />

Ende der Nutzungsdauer gezielt seine Umlaufbahn verlässt. Hierzu<br />

müsste der Satellit entsprechende Treibstoff-Reserven mit sich<br />

führen und der Transport der Satelliten würde sich entsprechend<br />

verteuern. Aber angesichts der Gefahren bei einem reinen ‚weiter<br />

so‘ wird sich die internationale Politik vermutlich auf ein solches Zukunftsmodell<br />

verständigen.<br />

GEFAHREN AUCH FÜR DIE ISS-RAUMSTATION<br />

Im Jahr 1998 geplant und seit dem 02. November 2002 dauerhaft<br />

von Astronauten bewohnt, ist die ISS mit ihrem Gewicht von 450<br />

Tonnen das langlebigste Raumschiff der Menschheit und das mit<br />

Abstand größte Objekt im erdnahen Orbit. In einer Höhe von 400<br />

Kilometern umkreist das Raumschiff innerhalb von 93 Minuten<br />

die Erde. Wenn man im Bereich der Kreisbahn der ISS lebt und das<br />

Raumschiff seine Solarmodule voll ausgefahren hat, lässt sich ein<br />

Überflug des Raumschiffes am besten in den frühen Abendstunden<br />

oder im Morgengrauen beobachten. Denn zu diesen Zeiten ist es auf<br />

der Erde jeweils noch relativ dunkel, das Raumschiff wird aber bereits<br />

voll von der Sonne beschienen. Kleiner Tipp für Beobachter: Die<br />

ISS-Raumstation verfügt über keine blinkenden Lichter. Sieht man<br />

ein blinkendes Objekt handelt es sich weder um die ISS noch um<br />

einen Satelliten, sondern immer um ein Verkehrsflugzeug in großer<br />

Höhe. Bei dieser bemannten Raumstation werden die Probleme,<br />

die der umherfliegende Weltraum-Schrott verursacht, überdeutlich.<br />

Mehrfach im Jahr muss die ISS-Station Ausweichmanöver fliegen,<br />

um drohende Kollisionen zu verhindern. Alle paar Wochen wird die<br />

Crew von der Bodenstation vor drohenden Zusammenstößen gewarnt<br />

und im vergangenen Jahr publizierte die russische Agentur<br />

TASS, dass es in 2020 insgesamt zu mehr als 220 gefährlichen Begegnungen<br />

zwischen der ISS und Schrott-Teilen im Weltall gekommen<br />

sei. Besonders gefährlich sind diese Beinahe-Zusammenstöße<br />

Seite 13


wenn sich ein Astronaut im Außeneinsatz befindet. So sicher die<br />

Raumanzüge der Astronauten auch sind – einem Zusammenstoß<br />

mit kleinsten Teilchen bei diesen enormen Geschwindigkeiten würden<br />

sie nicht standhalten. Wie gefährlich der Aufenthalt im All sein<br />

kann, musste auch der deutsche Astronaut Matthias Maurer erleben.<br />

Als er im November 2021 auf der Raumstation Dienst tat,<br />

mussten seine Kollegen und er sich in speziellen Raumkapseln in<br />

Sicherheit bringen. Russland hatte einen ausgedienten Satelliten<br />

abgeschossen und die Trümmerteile drohten im Anschluss auch in<br />

der ISS einzuschlagen.<br />

DIE KOMMUNIKATIONSSATELLITEN<br />

Aber was treibt nun die internationale Staatengemeinschaft dazu,<br />

sich in immer stärkerem Maße im All zu engagieren? Die Antwort ist<br />

so vielfältig, wie die Funktionsweisen der Satelliten und damit auch<br />

ihre Nutzung unterschiedlich sind. Bevor wir uns die wesentlichen<br />

technischen Errungenschaften, die erst durch moderne Satellitentechnik<br />

möglich geworden ist, im Detail ansehen, noch ein kurzer<br />

Blick auf die wichtigsten Player im Weltall: Zu den traditionell besonders<br />

engagierten Nationen zählen die USA und Russland. Daneben<br />

haben sich seit vielen Jahren auch die Europäer mit meist europäisch<br />

organisierten Weltraumprojekten einen Namen gemacht<br />

und seit einigen Jahren verstärkt China seine Aktivitäten im Weltall.<br />

Die Chinesen wollen in absehbarer Zeit auch mit dem Aufbau und<br />

Betrieb einer eigenen Raumstation ihre Bedeutung als Weltmacht<br />

weiter untermauern. Zu den Nationen, die sich in jüngster Zeit mit<br />

eigenen Projekten die Eroberung des Weltraums zum Ziel gesetzt<br />

haben, zählt nun auch Indien.<br />

Die Historie zeigt, dass das Thema Kommunikation bei der Entwicklung<br />

der ersten Satelliten bestimmend war und bis heute nicht an<br />

Bedeutung verloren hat. Schon der russische Satellit „Sputnik 1“ hat<br />

seine Wirkung vor allem durch die Aussendung eines Funksignals<br />

erzielt, das von Amateurfunkern auf der ganzen Welt gehört wurde.<br />

Als Reaktion beförderten die Amerikaner im Dezember 1958 mit<br />

dem „Project Score“ ebenfalls einen echten Kommunikationssatelliten<br />

ins All. Eine auf Tonband aufgezeichnete Rede des damaligen<br />

US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower wurde bei der Erdumrundung<br />

des Satelliten abgespielt und von Hobby-Funkern weltweit live<br />

empfangen. Wie rasant die Entwicklung der Satelliten-Technologie<br />

war, zeigte sich 1962: Die Amerikaner hatten den ersten kommerziellen<br />

Fernsehsatelliten „Telstar“ ins All geschickt. Über einen Zeitraum<br />

von 16 Minuten konnte dieser Satellit Programme aus den<br />

USA empfangen und nach Europa übertragen. Den Anfang machte<br />

Präsident John F. Kennedy mit einer Ansprache, gefolgt von Bildern<br />

der Niagara-Fälle und der Darbietung des Spirituals „Glory, Glory,<br />

Hallelujah“. Exakt nach 16 Minuten riss die Verbindung ab. Erst nach<br />

einem Umlauf des Satelliten um die Erde konnten sich die Europäer<br />

mit Übertragungen aus dem Pariser Louvre und einer italienischen<br />

Opernaufführung revanchieren. Erneut mit einem Programm über<br />

16 Minuten, bevor der Satellit wieder aus dem Übertragungsbereich<br />

verschwand. Diese Live-Übertragungen waren Großereignisse, die<br />

in den USA und in Europa gefeiert wurden. Und auch für viele Familien,<br />

die Angehörige in der Neuen Welt hatten, schaffte der Satellit<br />

„Telstar“ enorme Erleichterungen. Denn es konnte über diesen<br />

Satelliten zwischen den USA und Europa auch telefoniert werden.<br />

Die überlasteten Seekabel stellten nun nicht mehr die einzige Ver-<br />

Der Wettersatellit NOAA-M auf seiner geostationären Umlaufbahn.<br />

Bildquelle: NASA


links:<br />

Der Satellit SES 14 kann als klassischer<br />

Kommunikationssatellit gesehen werden.<br />

Bildquelle: NASA<br />

rechts:<br />

Der Hubble-Satellit gilt bis heute als<br />

wichtigstes Weltraumteleskop im<br />

All, mit dem die Wissenschaftler bis<br />

weit in die Frühzeit des Universums<br />

zurückblicken können.<br />

Bildquelle: NASA<br />

bindung dar – eine Revolution für die internationale Telefonie. Ganz<br />

wesentlich für die weitere Entwicklung der Kommunikationssatelliten<br />

war dann die Vergrößerung der Distanz der Satelliten zur Erde.<br />

Durch den Einsatz leistungsfähigerer Trägerraketen konnten Satelliten<br />

bis in den geostationären Orbit transportiert werden. Hier, in<br />

rund 35.000 Kilometer Erddistanz, reicht eine Geschwindigkeit des<br />

Satelliten exakt in der Größenordnung der Erdrotation aus, um den<br />

Absturz des Satelliten in die Erdatmosphäre zu verhindern. So bleiben<br />

nun diese Satelliten fix über einem Bezugspunkt auf der Erde<br />

stehen und können so perfekt Signale empfangen und auf einen<br />

relativ großen Bereich auf der Erde konstant abstrahlen. Ein Abreissen<br />

von TV-Bildern wie in den Anfangsjahren ist somit heute<br />

ausgeschlossen. Zum Thema Kommunikation zählt auch immer die<br />

geheime Kommunikation der Militärs. Die Nutzung von Satelliten zu<br />

militärischen Zwecken war immer schon ein wesentliches Motiv für<br />

technische Neuerungen. Auch die Kommunikation der Militärs wurde<br />

durch moderne Kommunikationssatelliten revolutioniert. Heute<br />

stellt es kein Problem mehr dar in Sekundenschnelle einen detaillierten<br />

Lagebericht aus einer schwer erreichbaren Region der Welt<br />

zu erhalten. Und die satellitengestützten Informationen sind für die<br />

Aufklärung mit Drohnen und auch für Drohnenangriffe unersetzlich.<br />

Auf eine ursprünglich militärische Initiative gehen somit auch<br />

die modernen Navigationssysteme zurück, auf die man als Autofahrer<br />

heute nur noch ungerne verzichten möchte. Als GPS-System<br />

bekannt geworden – wobei dies nur das US-amerikanische System<br />

bezeichnet, daneben gibt es ein russisches, ein chinesisches und das<br />

europäische Galileo-System – stellte diese Technologie die Basis<br />

für die Navigationssysteme im Auto dar und wird auch beim autonomen<br />

Fahren eingesetzt. Ähnlich verhält es sich mit einer ganzen<br />

Reihe von Services, die unsere modernen Smartphones bieten. Kurz<br />

gesagt: Ohne Satelliten kein Geocaching.<br />

Aber zurück zu den Fernsehbildern: Alleine die Satellitenflotte des<br />

Mutterkonzerns der europäischen Astra-Satelliten überträgt heute<br />

mehr als 8.200 TV-Sender an über eine Milliarde Menschen und<br />

stellt in vielen Weltregionen die einzige Möglichkeit dar, Fernsehbilder<br />

zu erhalten. Über die Kommunikationssatelliten wird auch der<br />

zeitsynchrone Abgleich von Zahlungsströmen realisiert. Würden<br />

diese Services länger ausfallen, wäre die Arbeitsfähigkeit der Börsen<br />

und Banken in aller Welt erheblich gefährdet, das Finanzsystem<br />

könnte instabil werden. Und auch das Internet hat seine Ableger im<br />

All. Die Mehrzahl der Daten, die täglich über das World Wide Web<br />

geteilt werden, laufen zwar heute über terrestrische Verbindungen.<br />

Aber schon lange existieren Internet-Verbindungen zu Satelliten auf<br />

einer geostationären Umlaufbahn. Der bisherige Marktführer HughesNet,<br />

der schon seit 1972 aktiv ist, versorgt rund 1.3 Millionen<br />

Amerikaner mit Internet-Diensten – vor allem in abgelegeneren,<br />

ländlichen Regionen. Auf eine ganz andere Dimension von Internet-Services<br />

ist das Starlink-System von Elon Musks Unternehmen<br />

SpaceX ausgelegt. Welche Veränderungen durch diese private Initiative<br />

im Weltall zu erwarten sind, wird am Ende dieses Artikels<br />

beschrieben.<br />

DIE BEOBACHTUNGSSATELLITEN<br />

Neben der Aufgabe der Kommunikation durch Satelliten hat sich<br />

die Beobachtung unseres Planeten durch Satelliten als das zweite<br />

große Arbeitsgebiet moderner Satelliten entwickelt. Für uns alle ist<br />

zum Beispiel das Wettervorschau-Radar im abendlichen Wetterbericht<br />

der Nachrichtensender zur Normalität geworden. Die Beobachtung<br />

der Wetter-Entwicklung wird dabei von Satelliten geleistet.<br />

Auch hier handelt es sich meist um Satelliten im geostationären Orbit,<br />

die aus ihrer fixen Position heraus jeweils identische Bilder produzieren<br />

und an die Empfangsstationen senden. Durch die exakte<br />

Gleichheit der Bilder können die Aufnahmen, wie bei einem Comic-<br />

Strip, zu einem Vorhersage-Film zusammengefügt werden. Ähnlich<br />

beeindruckend sind die Möglichkeiten, die moderne Radarsysteme<br />

in den Satelliten auf erdnäheren Umlaufbahnen erbringen. Vor allem<br />

aus dem militärischen Bereich ist bekannt, wie detailliert die<br />

Aufnahmen aus dem All mittlerweile sind. Auch wenn es beängstigend<br />

ist in welchen Zusammenhängen – zum Beispiel zur exakten<br />

Bestimmung von Angriffszielen – diese detailscharfen Bilder genutzt<br />

werden, so ist es technologisch immer wieder beeindruckend.<br />

Gegenstände von wenigen Zentimetern Größe können durch diese<br />

Radarsysteme eingefangen und an die Kontrollstationen auf der<br />

Erde übersendet werden.<br />

Neben den militärischen Einsatzgebieten haben sich vor allem die<br />

Landwirtschaft, der Umweltschutz, die Schifffahrt und der Bergbau<br />

als wichtige Bereiche moderner Satelliten-Technologie herauskris


wirtschaft, die Forstwirtschaft, den Gewässerschutz, die Raum- und<br />

Stadtplanung und das Katastrophenmanagement auf der Erde.<br />

Zentrales Element dieser Satelliten ist ein Multispectral-Imager, der<br />

hochauflösende Bilder liefert. Dabei können drei Bänder im roten<br />

Spektralbereich zum Beispiel die verschiedenen Pflanzenarten und<br />

sogar die jeweilige Wachstumsphase der Pflanzen abbilden. Der<br />

Gesundheitszustand der Pflanzen lässt sich auf diese Weise ermitteln<br />

– für Landwirte eine ganz wichtige Information zur punktgenauen<br />

Wässerung, Düngung und gegebenenfalls zum gezielten<br />

Einsatz von Schädlingsbekämpfungsmitteln. Ähnliches gilt für die<br />

Forstwirtschaft. Art, Beschaffenheit und Gesundheitszustand der<br />

Der europäische Satellit Sentinel-2<br />

versorgt unter anderem die Landwirte<br />

mit wichtigen Informationen.<br />

tallisiert. Durch die Exaktheit der radargestützten Messdaten kann<br />

die Erdoberfläche sehr viel genauer erfasst, bewertet und kartiert<br />

werden, als dies vor dem Einsatz der Beobachter aus dem All möglich<br />

war. Für den Bergbau bedeutet dies zum Beispiel, dass neue<br />

Erschließungen von Lagerstätten heute nur noch dort in Angriff<br />

genommen werden, wo die Bilder der eingesetzten Satelliten eindeutige<br />

Hinweise auf gewinnbringende Mengen der gesuchten Mineralien<br />

versprechen. Auch die Archäologie greift auf die zur Verfügung<br />

gestellten Bildmaterialien der Satelliten zurück und analysiert<br />

Bodenauffälligkeiten sehr genau, um mögliche Siedlungen aus antiker<br />

Vorzeit zu entdecken.<br />

DAS COPERNICUS-PROGRAMM<br />

Beispielhaft für die Vielzahl der Funktionen und die Vernetzung der<br />

eingehenden Daten ist das Copernicus-Programm der europäischen<br />

Union. Gestartet wurde das Programm 2014 mit der Entsendung<br />

der beiden Zwillings-Satelliten Sentinel 1 und Sentinel 1b. Sentinel<br />

bedeutet übersetzt soviel wie „Beobachter“ und ist ein treffender<br />

Ausdruck für die Funktionen der insgesamt 6 Sentinel-Missionen,<br />

die unter dem Namen Copernicus-Programm bei der europäischen<br />

Raumfahrtagentur ESA zusammenlaufen. Die Radarsatelliten<br />

Sentinel 1 und 1b sind darauf ausgelegt auch bei Nacht und<br />

bei bedecktem Himmel die Land- und Meeresoberflächen unseres<br />

Planeten rund um die Uhr zu überwachen. Die beiden 2,3 Tonnen<br />

schweren Satelliten umkreisen die Erde in einer Höhe von 700 Kilometern<br />

und das Radarauge erfasst dabei ein Gebiet von bis zu<br />

400 Kilometern Breite. Im Fokus dieser Beobachtungen stehen die<br />

Eisregionen an den beiden Polen, vulkanische Aktivitäten, Erbeben,<br />

Erdrutsche, Überschwemmungen, das Aufspüren von Bodensenkungen<br />

und -hebungen sowie das Beobachten von Meeresoberflächen,<br />

um Behinderungen durch Meereis und Ölverschmutzungen frühzeitig<br />

zu erkennen. So mancher Kapitän wurde aufgrund der hohen<br />

Auflösung des Radars schon des unzulässigen Ablassens von Altöl<br />

auf hoher See überführt. Die beiden Sentinel-Satelliten 2a und<br />

2b, die ähnlich wie Sentinel 1 und 1b als ein Zwillingspaar jeweils<br />

zeitversetzt um die Erde kreisen, bieten als Fernerkundungssatelliten<br />

mit Bildern in hoher Auflösung wichtige Dienste für die Land-<br />

Bäume kann überprüft werden, mit wichtigen Hinweisen für jeden<br />

Förster. Alle Bilddaten werden von der ESA kostenlos zur Verfügung<br />

gestellt, so dass spezialisierte Unternehmen darauf zugreifen und<br />

die riesigen Datenmengen so bearbeiten können, dass sie dem einzelnen<br />

Landwirt oder Förster an seinem individuellen Standort zur<br />

Verfügung stehen. Moderne Traktoren, ausgestattet mit großem<br />

Smart-Tablet, über das sich direkte Informationen zur benötigten<br />

Menge an Düngemittel oder dem Wasserbedarf auf einem einzelnen<br />

Feldabschnitt entnehmen lassen, gehören heute in vielen Höfen bereits<br />

zum Fuhrpark. So entwickelt sich eine smarte Landwirtschaft<br />

auf der Basis eines unablässigen Datenstroms aus dem Weltall. Und<br />

auch die Fähigkeit unseres Planeten zur Absorption des Klimagiftes<br />

Kohlendioxid lässt sich aus dem All genau beziffern: Sentinel 2<br />

liefert Informationen über den Blattflächenindex – eine Schlüsselgröße<br />

für die Abschätzung der Biomasse und deren Fähigkeit zur<br />

Absorption von CO 2<br />

. Mit hochempfindlichen Temperatursensoren<br />

ist die Mission Sentinel 3 ausgestattet, die seit 2016 vor allem die<br />

Ozeane in den Blick nimmt. Der Satellit ist mit seinen Datenreihen<br />

seines Radarhöhenmessers auch in der Lage, die Meeresspiegelhöhe<br />

und -topographie abzuleiten. Angeschlossene Wissenschaftszentren<br />

können die Struktur und Variabilität der Ozeanzirkulation erkennen<br />

und so immer weiter verbesserte Klimamodelle entwickeln.<br />

Die Beobachtungs-Instrumente der Missionen Sentinel 4 und 5 sind<br />

auf andere Satelliten aufgesetzt und können zum Beispiel die Beobachtung<br />

vulkanischer Aschewolken verbessern. So lassen sich durch<br />

das europäische Copernicus-Programm eine Vielzahl ganz alltäglicher<br />

Fragen auf der Basis exakter Daten diskutieren: Die Auswirkungen<br />

von städtebaulichen Projekten auf das Mikroklima lassen sich<br />

genauso ermitteln, wie eine eisfreie Schiffspassage durch die Polarmeere.<br />

Die Verhandlungen über Fangquoten von Fischflotten sind<br />

nicht mehr auf strittige Schätzungen der Fischschwärme angewiesen<br />

und die Erntekontingente von Weizen oder Reis zur Ernährung<br />

der Weltbevölkerung lassen sich ziemlich genau vorhersagen. Mit<br />

dieser Beobachtung unseres Planeten durch die „Begleiter“ – so die<br />

genaue Übersetzung des Begriffs Satellit – lässt sich ein so genaues<br />

Bild unserer Welt erstellen, dass politische Ausreden für ausbleibendes<br />

Handeln immer schwerer fällt.


STARLINK:<br />

Das Internet aus dem Orbit<br />

Am Anfang der Geschichte steht der Mars. Schon seit vielen Jahren ist es das erklärte<br />

Ziel von Elon Musk, Gründer des Unternehmens SpaceX und Mitinhaber der Automobilmarke<br />

Tesla, dazu beizutragen, dass sich die Menschheit einer möglichen Besiedlung<br />

des Planeten Mars widmet. Er hat dieses Ziel in vielen Interviews immer wieder unterstrichen<br />

und sieht darin die wesentliche Aufgabe seines Raumfahrtunternehmens SpaceX.<br />

Elon Musk gründete die Firma SpaceX. Seit 2020 ist<br />

auch sein Internet-Projekt Starlink mit tausenden von<br />

Satelliten am Start. Damit können auch Weltregionen,<br />

in denen bisher kaum Internet-Empfang möglich war,<br />

versorgt werden.<br />

DER BLICK IN DIE TIEFEN<br />

DES WELTRAUMS<br />

Den Satelliten bleibt aber nicht nur der beobachtende<br />

Blick auf unseren Planeten – unter<br />

Einsatz modernster Bildgebung und Messtechnik<br />

– vorbehalten, sondern sie spielen<br />

auch beim Blick in die Tiefen des Weltalls<br />

eine wichtige Rolle. Ein sehr populäres Beispiel<br />

für diese wissenschaftliche Arbeit von<br />

Satelliten ist das Weltraumteleskop Hubble.<br />

Der Satellit wurde bereits 1990 ins All geschossen<br />

und entfaltete dann seine großen<br />

Teleskopspiegel. Es war das erste von vier<br />

Weltraum-Teleskopen, die die NASA in dieser<br />

Zeit in Betrieb nahm. Man wollte so den<br />

Beschränkungen der Leistung von Teleskopen<br />

auf der Erde – bedingt durch die Moleküle<br />

der Atmosphäre – entgehen und noch<br />

tiefer in die Urgeschichte des Weltalls vordringen.<br />

Nach anfänglichen Schwierigkeiten<br />

wird heute dieses Ziel erreicht und die Forscher<br />

erhalten Bilder aus einer Zeit, die vermutlich<br />

ziemlich nah am Urknall und damit<br />

an der Entstehung des Weltalls liegen.<br />

Das Weltraum-Teleskop Hubble wird vom Raumschiff<br />

Discovery in den Wetraum ausgesetzt. Bildquelle: NASA.<br />

Um seiner Zielsetzung näher zu kommen, musste er zunächst ein wesentliches Problem<br />

lösen: Um zum Mars gelangen zu können, wird in jedem Fall eine Außenstation – also<br />

eine Raumstation von mindestens den Ausmaßen der ISS-Station – erforderlich sein.<br />

Da aber in den letzten Jahrzehnten die Kosten für den Transport in das All erheblich<br />

angestiegen waren, setzten die Techniker von SpaceX alle Anstrengungen daran, eine<br />

eigene Trägerrakete zu entwickeln. Das Ziel: Die Kosten für einen Transport sollten auf<br />

etwa zehn Prozent der bis dahin üblichen Marktpreise gesenkt werden.<br />

Drei Anläufe zum Start der dafür eigens konstruierten Falcon-Rakete verliefen desaströs,<br />

das Unternehmen stand kurz vor dem Bankrott. Mit dem vierten Anlauf war das<br />

Team um Elon Musk dann aber erfolgreich und heute zählt das Unternehmen SpaceX<br />

zu den wichtigsten Partnern der NASA und hat unter anderem das europäische Ariane-<br />

Raketenprogramm von seiner Spitzenposition verdrängt.<br />

Die erfolgreiche Entwicklung der Falcon-Trägerraketen stellte auch die Basis für die Entwicklung<br />

des Internet-Programms Starlink dar. Die Idee von Elon Musk: Im Gegensatz<br />

zu den bereits bestehenden Internet-Services über Satelliten auf geostationären Umlaufbahnen<br />

soll Starlink über Satelliten in sehr viel erdnäheren Umlaufbahnen positioniert<br />

werden. Der Vorteil dieser erdnäheren Umlaufbahn liegt vor allem in den kürzeren<br />

Reaktionszeiten der Internet-Signale. Durch die lange Strecke von 35.000 Kilometern<br />

zu geostationären Satelliten konnte hier nie eine Verbindung in Echtzeit realisiert werden.<br />

Mit den Starlink-Satelliten in einem Orbit von rund 500 Kilometern Entfernung<br />

zur Erde gelingt dies. Damit ist das satellitengestützte Starlink-System hoch attraktiv.<br />

Allerdings ist mit dieser Positionierung der Starlink-Satelliten auch ein Problem verbunden:<br />

Es wird von jedem Satelliten nur ein kleines räumliches Band auf der Erde erreicht<br />

und die Verbindung reißt – wie damals bei den ersten Fernsehübertragungen – bereits<br />

nach kurzer Zeit ab. Diese Problematik lässt sich nur durch ein groß angelegtes Netz<br />

von Satelliten überwinden. So ist zu erklären, dass mit Stand Ende 2022 bereits 3.376<br />

Starlink-Satelliten in den Orbit gebracht wurden. Das Unternehmen SpaceX verfügt darüber<br />

hinaus über Genehmigungen für den Start von weiteren 19.427 Satelliten und<br />

es liegen weitere Anträge über 22.488 Satelliten vor. Addiert man diese Zahlen, würde<br />

SpaceX etwa fünf Mal so viele Satelliten für das Starlink-Netzwerk ins All transportieren,<br />

wie seit dem Start des ersten Sputnik-Satelliten insgesamt von der gesamten<br />

Weltgemeinschaft an Satelliten ins All gebracht wurden.<br />

Mit diesem dichten Netz an Satelliten wäre dann allerdings eine weltweite Abdeckung<br />

mit schnellem Internet aus dem All gewährleistet. Ein Vorteil, den aktuell unter anderem<br />

die Ukraine zu nutzen weiß. Auf eine Twitter-Botschaft eines hochrangigen Regierungsmitglieds<br />

der Ukraine zu Beginn des Krieges mit Russland folgte eine schnelle<br />

Antwort von Elon Musk: Er stellte tausende von Starlink-Empfangsgeräten zur Verfügung<br />

und sorgt damit für eine autarke Kommunikationsstruktur der Ukraine, die alleine<br />

aufgrund der hohen Zahl an Empfangsgeräten von Russland kaum auszuschalten ist.<br />

Experten erwarten allerdings, dass die hohe Dichte von Starlink-Satelliten zu einer<br />

spürbaren Häufung von Beinahe-Unfällen und Ausweichmanövern im All führen wird.<br />

Auch wenn die Satelliten von Elon Musk so konzipiert sind, dass die nach fünf Jahren<br />

Nutzungsdauer in der Erdatmosphäre vollständig verglühen, ist die reine Anzahl von<br />

Satelliten für die Zukunft der Raumfahrt problematisch. Ganz abgesehen von der Frage,<br />

ob es richtig sein kann, dass ein Mann alleine für diese umfassende Infrastruktur im<br />

Weltall verantwortlich sein sollte.


AUSBILDUNG<br />

BLEIBT DAS ZENTRALE THEMA<br />

Nicht zuletzt in der politischen Debatte wird die Frage aufgeworfen, welche Fachleute<br />

eigentlich die ganzen notwendigen Aufgaben, die im Zuge der Transformation unserer<br />

Wirtschaft zu erledigen sind, übernehmen sollen. „Da kommt uns Handwerkern eine<br />

zentrale Rolle zu“, weiß Christian Labenz, der das Elektrounternehmen Com Technik<br />

Labenz in zweiter Generation erfolgreich leitet. „Wir müssen Anreize dafür schaffen,<br />

dass sich junge Leute für unser Handwerk interessieren. Und wir müssen dafür sorgen,<br />

dass sie sich langfristig bei uns wohlfühlen.“<br />

<strong>INCENTO</strong>: Herr Labenz, wieso weisen Sie dem Thema Ausbildung<br />

diese besondere Rolle zu?<br />

Christian Labenz: Für uns als Fachbetrieb ist bereits heute spürbar,<br />

welche Bedeutung der Strom in Zukunft für unsere Gesellschaft<br />

in allen Bereichen haben wird. Wenn Heizen und Mobilität<br />

zu unseren klassischen Aufgabengebieten der Beleuchtung und<br />

der Kommunikation hinzukommen, wird schnell deutlich, dass an<br />

allen ‚Fronten‘ der Elektriker als Fachmann benötigt wird. Ohne<br />

eine ausreichende Anzahl an gut ausgebildeten Elektrikern kann<br />

die Transformation der Wirtschaft von den fossilen Energien hin<br />

zu einer hauptsächlich auf Strom basierenden Energieversorgung<br />

nicht gelingen. Es ist also keine Frage, dass sich hier für junge<br />

Menschen hervorragende Zukunftsoptionen eröffnen.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Gleichzeitig tut sich das Handwerk in Deutschland<br />

schwer, eine ausreichende Anzahl an jungen Menschen für eine<br />

klassische Ausbildung zu gewinnen. Was gilt es zu tun?<br />

Christian Labenz: Ich bin ja seit einigen Jahren in unserer Berufsinnung<br />

engagiert und habe so Einblicke in gut funktionierende<br />

und weniger gute Ideen im Ausbildungsbereich unserer Branche.<br />

Zum einen ist deutlich, dass die Anspreche von Jugendlichen früh<br />

erfolgen muss. Wir machen sehr gute Erfahrungen mit den sogenannten<br />

Berufsfelderkundungstagen, die immer mehr Schulen<br />

anbieten und natürlich mit den Schülerpraktika, die wir regelmäßig<br />

für Schüler aus Wuppertal anbieten. Wenn dann die Atmosphäre<br />

in den Teams stimmt und die Schüler Spaß an den Aufgaben<br />

entwickeln, ist ein erster wichtiger Schritt getan.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Und wie sollte dann die spätere Lehre ausgestaltet werden?


Christian Labenz: Hier gibt es zwei wichtige Aspekte: Die Auszubildenden<br />

müssen aktiv in die Arbeit vor Ort eingebunden werden<br />

und gemäß ihrem jeweiligen Ausbildungsstand auch eigenständig<br />

Aufgaben erledigen dürfen. Von den überbetrieblichen<br />

Lehrwerkstätten hören wir immer wieder die Klage, dass viele<br />

Auszubildenden in ihren Betrieben immer nur mit den gleichen<br />

Aufgaben mit niedrigem Anforderungsprofil betraut werden. Das<br />

zerstört Motivation und ist letztlich auch für die Gesamtqualität<br />

der Ausbildung überhaupt nicht förderlich. Da muss ein Umdenken<br />

in einigen Betrieben einsetzen, um unsere Bemühungen zur<br />

Gewinnung von mehr jungen Menschen für das Handwerk nicht<br />

zu konterkarieren. Der zweite wichtige Aspekt liegt in unseren<br />

neuen Modellen zur schnellen Ausbildung von jungen Gesellen zu<br />

Meistern. Diese parallelen Ausbildungsgänge, in Verbindung mit<br />

zusätzlichen Angeboten zur betriebswirtschaftlichen Fortbildung,<br />

macht unseren Beruf auch für Schüler mit höheren Bildungsabschlüssen<br />

sehr attraktiv. Und so lässt sich auch Nachwuchs für die<br />

spätere Übernahme von Fachbetrieben gewinnen. Denn hier lauert<br />

das nächste Problem: Wenn immer mehr Handwerksmeister<br />

mit eigenem Betrieb in Rente gehen werden und kein Nachwuchs<br />

für den Betrieb in Sicht ist, wird es noch schwieriger, alle anstehenden<br />

Aufgaben zu bewältigen.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Apropos Übernahme. Werden die meisten Azubis bei<br />

Com Technik Labenz nach der Lehre auch übernommen?<br />

Christian Labenz: Wir versuchen im Prinzip alle Auszubildenden,<br />

die hier in unserem Betrieb das Handwerk des Elektrikers gelernt<br />

haben, im Anschluss an ihre Ausbildung auch zu übernehmen. Das<br />

gelingt nicht zu einhundert Prozent, aber die Quote liegt schon<br />

sehr hoch. Denn wir wissen ja bereits heute, dass die Aufgaben,<br />

die alleine von unseren Bestandskunden an uns herangetragen<br />

werden, eher umfangreicher werden. Und da verlasse ich mich am<br />

liebsten auf die Mitarbeiter, die die Philosophie von Com Technik<br />

Labenz schon in ihrer Ausbildung kennengelernt haben. Zumal so<br />

gut funktionierende Teams entstehen, die gerne ihre Aufgaben<br />

bei den Kunden übernehmen.<br />

Com Technik Labenz GmbH & Co. KG<br />

Am Raukamp 64,<br />

42111 Wuppertal<br />

Telefon 0202.94601-0<br />

info@labenz.net<br />

www.labenz.net<br />

MODERN BLEIBEN –<br />

DIE HERAUSFORDERUNGEN<br />

MEISTERN<br />

„Wir wissen von vielen Kunden, die über die Installation einer<br />

neuen Photovoltaik-Anlage nachdenken. Gleichzeitig gewinnt die<br />

Debatte über die Installation von Wärmepumpen zur Beheizung<br />

von Wohnungen und Häusern an Fahrt. Daran angelehnt muss<br />

dann häufig auch über die Versorgung mit Warmwasser diskutiert<br />

werden“, beschreibt Christian Labenz die Themen, die aktuell<br />

beinahe täglich an ihn herangetragen werden. „Und es ist ja<br />

auch sehr gut, dass sich so viele Menschen intensiv mit diesen<br />

Fragen auseinandersetzen. Das bietet uns dann die Möglichkeit,<br />

auch auf die damit verknüpften Modernisierungsanforderungen<br />

der hauseigenen Infrastruktur hinzuweisen.“<br />

DER KURZE WEG ZU DEN<br />

VERSORGUNGSWERKEN<br />

„Aufgrund unserer langjährigen Tätigkeit im <strong>Bergisch</strong>en Land verfügen<br />

wir über intensive Beziehungen zu den Versorgungsunternehmen<br />

in unserer Region“, merkt Christian Labenz an und führt weiter<br />

aus: „Dies ist vor allem dann von Bedeutung, wenn die Wünsche von<br />

Kunden nicht unbedingt mit den Leistungsprofilen der vorhandenen<br />

Leitungen übereinstimmen. Vor allem bei der E-Mobilität spüren wir<br />

bereits heute, dass in bestimmten Wohngebieten die Kapazitätsgrenzen<br />

der Leitungen erreicht werden. So empfehlen wir unseren<br />

Kunden dringend, dass – um ein typisches Beispiel zu nennen – vor<br />

der Bestellung einer Ladebox zur Montage in der heimischen Garage<br />

eine Abfrage beim zuständigen Versorgungsunternehmen gestellt<br />

Zählerschränke und Schaltkästen – hier ein Beispiel der Hager GmbH –<br />

sind größtenteils nur mit Lieferfristen erhältlich.<br />

werden sollte, ob denn die benötigten Leitungsreserven zur Verfügung<br />

stehen. Ansonsten hat man ein modernes Schnell–Ladesystem<br />

installiert und kann es gar nicht adäquat nutzen.“<br />

HAUSTECHNIK AUF MODERNEN STAND BRINGEN<br />

„Ähnliches gilt übrigens für den Betrieb einer Wärmepumpe. Hier ist<br />

eine Genehmigung durch die Stadtwerke vor Inbetriebnahme sogar<br />

vorgeschrieben. Deshalb empfehlen wir immer den Anschluss einer<br />

Wärmepumpe von einem Elektrofachbetrieb vornehmen zu lassen.“<br />

Im Zuge dieser Arbeiten kann dann auch geprüft werden, ob die<br />

Elektro-Infrastruktur im Haus noch den zukünftigen Anforderungen<br />

genügt. „Wir erleben da schon häufiger extreme Überraschungen.<br />

Ohne die Installation neuer Schaltkästen mit moderner Sicherungstechnik<br />

lassen sich in vielen älteren Häusern die modernen Techniken<br />

gar nicht einsetzen. Und wir weisen gerne noch einmal darauf<br />

hin: Bis heute sind ist bei Zählerschränken mit teilweise erheblichen<br />

Lieferfristen zu rechnen. Diese ergänzenden Zeitfenster für Bestellung<br />

und Montage sollten einkalkuliert werden.“


Wunschzettel<br />

für schönes Licht<br />

„Weihnachten kommt schneller als man denkt“, sagt Salvatore<br />

Amico und empfiehlt Außenleuchten von IP44 als das ideale<br />

Weihnachtsgeschenk. „So kann man sich schon im Winter auf<br />

das nächste Frühjahr freuen.“ Wer bis zum 15. Dezember seinen<br />

Wunschzettel bei Salvatore Amico abgibt, darf sich über eine<br />

zusätzliche Überraschung freuen.<br />

Ja, ich wünsche mir zum Weihnachtsfest <strong>2023</strong> eine<br />

Leuchte aus der Produktfamilie lix. Mich begeistert<br />

die schmale Form und ich freue mich jedes Mal, wenn<br />

ich mit einem leichten Tipp auf den Hut der Leuchte<br />

die Lichtintensität regulieren kann. Diese hochwertige<br />

Leuchte, die es auch noch in weiteren Farben gibt, ist<br />

eine echte Bereicherung für unseren Balkon und unsere<br />

Terrasse. Noch besser wirkt die Leuchte lix vom<br />

Hersteller IP44 im Duett. Mit zwei Leuchten – gerne<br />

in unterschiedlichen Farben – würde unser Gartentisch<br />

perfekt ausgeleuchtet.<br />

Ja, ich wünsche mir zum Weihnachtsfest <strong>2023</strong> eine Leuchte aus der<br />

Produktfamilie fil. Diese Begleiter im abendlichen Garten setzen gezielt<br />

ein ausgewähltes Segment in Szene. Ob es ein bestimmtes Beet, ein Arrangement<br />

aus Rasen und Sträuchern oder eine Sitzgruppe ist, können<br />

wir später entscheiden. Und die Flexibilität der Leuchten, die über ein<br />

bündig montiertes Solarpanel verfügen, sorgt dafür, dass wir je nach<br />

Anlass problemlos den Standort verändern können.<br />

Das gleichmäßige Lichtbild, das durch den innenliegenden Würfel aus<br />

transluzentem Polycarbonat erzielt wird, kann auch der Ausleuchtung<br />

von Wegen und Treppen dienen. So kommen unsere Besucher sicher<br />

vom Haus in den Garten. Eine Gruppe von Leuchten in den beiden Größen<br />

wäre das perfekte Geschenk.<br />

Amico Lichtdesign<br />

Salvatore Amico<br />

Kaiserstraße 124<br />

42329 Wuppertal<br />

Telefon 0202.27 02 63 83<br />

info@amico-lichtdesign.de<br />

www.amico-lichtdesign.de<br />

Ja, ich wünsche mir zum Weihnachtsfest<br />

<strong>2023</strong> eine Leuchte aus der Produktfamilie<br />

qua. Dieser echte Powerwürfel<br />

mit seinen kompakten Maßen<br />

und eigener Stromversorgung durch<br />

Solarpanels und Automatik-Modus<br />

eignet sich ideal für den spontanen<br />

Einsatz auf Balkon und Terrasse. Oder<br />

wir nehmen ihn einfach mit in den<br />

nächsten Urlaub – so wird ein Abend<br />

in den Dünen noch romantischer!


MADE IN GERMANY STEHT IM FOKUS<br />

Stabile Lieferketten, zuverlässige Lieferung, nachhaltige Produktion, kontinuierliche<br />

Versorgung mit Ersatzteilen – und gutes Design. „Das bieten uns vor allem deutsche<br />

und europäische Hersteller“, stimmen Simone Arlt und Matthias Zenker im<br />

<strong>INCENTO</strong>-Gespräch überein. „Und nur mit diesen Vorteilen können wir unsere Kunden<br />

dauerhaft überzeugen. Denn unser wichtigstes Ziel bleibt: Zufriedene Kunden.“<br />

„Wir haben uns im <strong>Bergisch</strong>en Land einen sehr guten Ruf aufgebaut.<br />

Als qualifiziertes Sehzentrum, als Partner für modische Brillen, als<br />

innovatives Fachgeschäft für Sport- und Sonnenbrillen, als erfahrener<br />

Anbieter für Komplettlösungen von Kontaktlinsen und als kompetente<br />

Ansprechpartner im Bereich Low-Vision“, fasst Simone Arlt<br />

die Schwerpunkte bei Brillen Arlt zusammen und ergänzt: „Diesen<br />

guten Ruf können wir nur dann weiter festigen, wenn wir unseren<br />

Kunden Zuverlässigkeit und Nachhaltigkeit bei den von uns empfohlenen<br />

Produkten gewährleisten.“<br />

„WIR STEHEN FÜR KLARHEIT“<br />

„Mit diesen Anforderungen unserer Kunden ist verbunden, dass<br />

wir uns bei der Auswahl von Herstellern klar positionieren“, führt<br />

Matthias Zenker ergänzend aus. „Wenn man zum Beispiel den Begriff<br />

‚Nachhaltigkeit‘ als Prüfkriterium anlegt, macht es deutlich<br />

mehr Sinne modische Brillengestelle von engagierten Designern aus<br />

Deutschland oder Österreich zu beziehen als sie um die halbe Welt<br />

zu transportieren. Zumal wir in Mitteleuropa eine wachsende Szene<br />

von innovativen Markenherstellern haben, die bezüglich der modischen<br />

Aktualität ihrer Modelle am Weltmarkt deutlich gewonnen<br />

haben. Wenn man sich zum Beispiel die Modelle der Marke Andy<br />

Wolf ansieht, versteht man schnell, warum diese Brillen bereits mit<br />

diversen Design-Preisen ausgezeichnet wurden.“ Zum Nachhaltigkeits-Konzept<br />

von Andy Wolf zählt, dass mit jeder verkauften Brille<br />

dieser Marke ein Quadratmeter Bergblütenwiese wieder rekultiviert<br />

wird – gut für die Insekten, gut für die Natur. „Einen anderen Weg<br />

geht unser italienischer Partner Sea to See“, ergänzt Simone Arlt.<br />

„Dieses Unternehmen stellt seine Brillenfassungen aus Plastikmüll,<br />

der aus dem Meer gesammelt wird, her. Vor allem die großen Mengen<br />

an Schleppnetzen aus Kunstfasern, die von den Kuttern gerne<br />

auf offener See entsorgt werden, können für Meerestiere zu tödlichen<br />

Fallen werden. Jede Tonne von diesem Plastikmüll, der aus den<br />

Weltmeeren gewonnen und in eine der topmodischen Brillengestelle<br />

von ‚Sea to See‘ verwandelt wird, hilft dabei Meeresbewohner zu<br />

schützen.“<br />

WIR BESTIMMEN DIE ZUKUNFT<br />

„Natürlich wissen wir, dass die klare Ausrichtung auf ebenso nachhaltige<br />

wie hochwertige Produkte unseren Planeten alleine nicht<br />

retten wird. Aber wir glauben, gemeinsam mit unseren Kunden, dass<br />

es wichtig ist, auch diese kleinen Schritte konsequent zu gehen“,<br />

sagen Simone Arlt und Matthias Zenker und fügen abschließend<br />

hinzu: „Unser Fokus auf deutsche Hersteller gilt in diesem Zusammenhang<br />

auch für die Lieferanten der von uns verwendeten Brillengläser.<br />

So können wir unseren Kunden immer höchste Qualität zu<br />

garantierten Lieferterminen anbieten. Ein weiterer guter Grund, um<br />

sich für unser Brillen Arlt zu entscheiden.“<br />

Turmhof 15<br />

42103 Wuppertal<br />

Telefon 0202.45 43 21<br />

info@brillen-arlt.de<br />

www.brillen-arlt.de


FASSADENANSTRICHE<br />

SIND UNSERE KERNKOMPETENZ<br />

Auch wenn durch die Kriegshandlungen während des Zweiten Weltkrieges eine große<br />

Anzahl von Bauwerken in Wuppertal zerstört wurden, ist das Stadtbild an vielen Stellen<br />

bis heute von historischen Fassaden geprägt. „Unser Malerbetrieb ist darauf spezialisiert,<br />

diese Fassaden bei Bedarf zu restaurieren und neu zu streichen. Häufig in enger<br />

Absprache mit dem Denkmalschutz“, beschreibt Frank Bydolek eine der Kernkompetenzen<br />

seines Malerbetriebes Karl Schönenberg GmbH.<br />

Der Schutz und die neue farbliche Gestaltung von Fassaden zählt<br />

zu den wichtigsten Aufgaben, die Frank Bydolek und sein Team für<br />

private Kunden im Großraum <strong>Bergisch</strong>es Land ausführen. „In diesem<br />

Bereich des Fassadenanstriche liegt traditionell ein Schwerpunkt<br />

unseres Malerbetriebes und wir freuen uns immer, wenn wir<br />

für Stammkunden oder gerne auch für neue Kunden tätig werden<br />

können“, bestätigt Malermeister Frank Bydolek, der die Malerbetriebe<br />

Karl Schönenberg bereits seit über zwanzig Jahren leitet. Dabei<br />

spielen Größe oder Alter des Objektes eine nachgeordnete Rolle:<br />

„Wir verfügen über die notwendige Erfahrung im Fassadenanstrich<br />

beim klassischen Einfamilienhaus ebenso wie in der Renovierung<br />

von Fassaden mehrstöckiger Mehrfamilienhäuser. Und wir haben<br />

auch schon eine ganze Reihe von Fasaden gestrichen, die sich durch<br />

ihren klassizistischen Baustil mit vielen Absetzungen und schmückenden<br />

Fassadenelementen auszeichneten. Für diesen Baustil sind<br />

je einige Wohnviertel in Wuppertal besonders bekannt und wir sind<br />

hier gerne Ansprechpartner.“<br />

DÄMMUNG DER FASSADEN WIRD HÄUFIGER<br />

Dies gilt auch, wenn eine Fassade gedämmt werden soll. „Im Zuge<br />

der steigenden Energiepreise und dem Wunsch nach Einbau von klimafreundlichen<br />

Heizsystemen steigt der Bedarf an Dämmung von<br />

Fassaden sprunghaft an. Für uns ist es immer wichtig, diese Frage<br />

frühzeitig mit den Immobilienbesitzern zu klären, da die Analyse<br />

der anstehenden Aufgaben beim Wunsch nach Dämmung völlig<br />

anders ausfällt, als bei einem klassischen Anstrich“, verdeutlicht<br />

Malermeister Bydolek. In der Regel empfiehlt er seinen Kunden die<br />

Dämmung der Fassade mit mineralischen Dämmstoffen. „Diese Materialien<br />

sind aus ökologischer Sicht deutlich weniger problematisch<br />

und sie sind nur schwer entflammbar – ein durchaus wichtiges Argument.<br />

Wir bieten unseren Kunden in diesem Segment einen vollständigen<br />

Service. Vom Aufbringen der Armierungsgewebe, über<br />

die Planung von Dehnungsfugen und das Anbringen von Eckprofilen<br />

bis zum Aufbringen des Schlussanstriches.“ Wenn der Kunde<br />

allerdings keine Dämmung wünscht, steht für Frank Bydolek bei der<br />

Besichtigung eines Objektes zunächst immer eine Analyse der unrenovierten<br />

Fassade an.<br />

DIE ANALYSE DER FASSADE<br />

Bei der Besichtigung vor Ort prüft Frank Bydolek zunächst den Gesamtzustand<br />

der Fassade. „Für uns ist dabei immer besonders wichtig,<br />

ob es signifikante Schäden am Putz gibt. Denn diese Schäden<br />

müssen dann genauer untersucht werden, um zu wissen, wie tief<br />

die Schäden in den Untergrund vorgedrungen sind. „Je nach Befund<br />

müssen wir dann Teilbereiche des Oberputzes abschlagen und neu


aufbringen oder es lassen sich alle Schäden mit einem einfachen<br />

Überputz beheben. Das ist von Fall zu Fall unterschiedlich. Besonders<br />

beobachten wir dabei natürlich alle Bauteile, die Befestigungen<br />

oder ergänzende Bauteile tragen. Hierzu zählen zum Beispiel die<br />

Übergänge zu Balkonen, die Installationsbereiche von Regenrinnen<br />

oder Bereiche, in denen Halterungen für Stromkabel oder ähnliches<br />

verankert sind.“ Neben dieser ersten Prüfung sit für Malermeister<br />

Bydolek immer auch die Betrachtung der Witterungseinflüsse von<br />

Bedeutung. „Hier spielt zum Beispiel die Frage eine Rolle, ob an der<br />

Wetterseite Moos- und Algenbildung festzustellen ist. Wenn starker<br />

Befall vorliegt, muss dieser vor Beginn der Anstricharbeiten ebenfalls<br />

entfernt und die Gebäudeteile getrocknet werden. Sonst kann<br />

der neue Anstrich nicht gut haften und das Ergebnis wäre für meinen<br />

Kunden auf mittlere Sicht nicht zufriedenstellend.“ Ähnliches<br />

gilt für die Frage der Vegetation. „Große Bäume oder Sträucher, die<br />

direkt an der Fassade stehen und diese permanent verschatten,<br />

muss man bei den Planungen natürlich beachten. Hier ist häufig<br />

Grünspan oder sogar Schimmelbildung zu beobachten. Entsprechende<br />

Vorarbeiten sind dann notwendig.“<br />

HELLE FARBEN LIEGEN IM TREND<br />

Über einige Jahre hinweg waren bei der Fassadengestaltung ja<br />

durchaus kräftigere, dunklere Farbtöne bei vielen Hausbesitzern<br />

sehr gefragt. „Dieser Trend hat aber spürbar nachgelassen. Heute<br />

stehen wieder hellere Farbtöne im Vordergrund. Vom klassischen<br />

Weiß, über etwas dezentere Creme-Töne bis hin zu sehr hellen graublau<br />

Varianten reichen aktuell die Farbtöne, die von den Kunden<br />

nachgefragt werden.“ Bei den Fassaden, die im klassizistischen Stil<br />

gehalten sind kommen dann aber meist auch noch dunklere Farben<br />

zum Einsatz, um Stuck- und Schmuckelemente deutlich abzusetzen.<br />

„Hier zahlt sich dann auch die Forschungsarbeit der Industrie aus“,<br />

weiß Frank Bydolek. „Denn lange Zeit waren nicht alle dunkleren<br />

Farbtöne in allen Materialien realisierbar. Durch neue Fertigungstechnologien<br />

und Fortschritte bei den eingesetzten Materialien sind<br />

nun aber alle Farbtöne in der Mehrzahl der Materialien erhältlich.“<br />

Mit welchem Material dann letztlich der neue Fassadenanstrich ausgeführt<br />

wird, ist individuell sehr unterschiedlich. „Das hängt in der<br />

Regel tatsächlich vom Wunsch des Kunden ab. Wir unterscheiden<br />

zwischen Silicon- und Silikat-Systemen. Die Silikat-Systeme sind<br />

hochwertiger, bringen aber bei stark verschmutzten Fassaden aber<br />

auch die besseren Ergebnisse und sind langfristig stabiler. Häufig<br />

empfehlen wir aber auch Silikon-Systeme, weil sie bei weniger stark<br />

belasteten Fasaden durchaus ausreichend sind. Weniger Kompromisse<br />

machen wir allerdings, wenn die neu zu streichenden Fassaden<br />

Risse aufweisen. Sind diese Risse nicht so tief, dass aufwändig<br />

ein neuer Putz aufgebracht werden muss, bieten sich sogenannte<br />

Top-Elastik-Systeme an. Diese Systeme sind in solchen Fällen dann<br />

aber auch zwingend erforderlich, um langfristig das erneute Auftreten<br />

der Risse durch den Neuanstrich verhindern zu können.“<br />

Die Wahl der geeigneten Materialien unterliegt der besonderen<br />

Sorgfaltspflicht, wenn es sich bei dem zu renovierenden Gebäude<br />

um ein Objekt handelt, das dem Denkmalschutz unterliegt. „Hier<br />

muss dann jeweils genau geprüft werden, welches Material genutzt<br />

werden kann. Sofern auch die Fassade des Gebäudes dem denkmalschutz<br />

unterliegt, müssen wir uns möglichst nah an die ursprünglich<br />

verwendeten Materialien annähern. Meist kommt dann ein<br />

spezielles Silikat-Produkt – wie zum Beispiel die einkomponentige<br />

Sol-Silikat-Sassadenfarbe Ultrasil HP 1901 des renommierten Herstellers<br />

Brillux zum Einsatz. In dieser Farbe sind keine Biozidzusätze<br />

verarbeitet, gleichzeitig ist die Farbe hochdeckend und sehr farbtonstabil.<br />

Damit sind die wesentlichen Vorraussetzungen geboten,<br />

um eine Zustimmung durch die Denkmalschutzbehörde zu erhalten.<br />

Unsere Erfahrung zeigt dabei, dass ein frühzeitiges Fachgespräch<br />

mit der Behörde meist eine reibungslose Abwicklung ermölicht“,<br />

führt Frank Bydolek aus.<br />

PLANUNGSVORLAUF BLEIBT WICHTIG<br />

Auch wenn die meisten Lieferketten nach den Problemen während<br />

der Pandemiephase wieder geschlossen sind, empfiehlt Frank Bydolek<br />

den neuen Anstrich einer Fassade mit einem gewissen zeitlichen<br />

Vorlauf zu planen. „Nicht alle Materialien und Komponenten sind<br />

heute wieder ab Lager von den Herstellern umgehend lieferbar. Es<br />

bleibt zum Teil bei gewissen Lieferfristen, die man beachten muss.<br />

Dies gilt vor allem für Produktbereiche in der Fassadendämmung<br />

und für sehr spezielle Anstrichfarben.“ Ergänzend weist Frank Bydolek<br />

daraufhin, dass auch die Gerüstbauer im <strong>Bergisch</strong>en Land<br />

weeiterhin sehr gut ausgelastet sind. „Sollte es also notwendig<br />

sein zur Renovierung einer Fassade ein Gerüst zu montieren, ist es<br />

zwingend notwendig, hier bestimmte Vorlauffristen zu beachten.“<br />

Um welche Fristen es sich konkret handelt, wird bei einer Objektbesichtigung<br />

schnell deutlich. „Wir können bei der Besichtigung direkt<br />

klären, ob ein Gerüst notwendig ist und welche Wartezeiten aktuell<br />

zu erwarten sind. Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie vor Ort<br />

an Ihrer Immobilie.“<br />

KOOPERATION MIT DER DENKMAL-BEHÖRDE<br />

Karl Schönenberg GmbH /<br />

Malerwerkstätten<br />

Weinberg 96<br />

42109 Wuppertal<br />

Telefon 0202.70 60 06<br />

karl.schoenenberg@web.de<br />

www.karl-schoenenberg.de


Flexibilität und Sicherheit<br />

Die Begriffe Flexibilität und Sicherheit stellen die beiden wichtigsten Pole dar, zwischen<br />

denen sich modernes IT-Management bewegen muss. „Einerseits wird zum Beispiel<br />

durch die Steigerung der Home-Office Aktivitäten in fast allen Firmen mehr Flexibilität<br />

nötig. Gleichzeitig darf natürlich die Sicherheit der IT-Infrastruktur eines Unternehmens<br />

nicht gefährdet werden“, weiß Kristian Linder aus vielen Kundengesprächen zu berichten.<br />

Beide Aspekte spielen bei den Konzepten seiner Firma PMC IT eine zentrale Rolle.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Herr Linder, warum spielt der Begriff<br />

„Sicherheit“ heute in der IT-Landschaft<br />

eine so zentrale Rolle?<br />

Kristian Linder: Diese starke Betonung des<br />

Sicherheitsaspektes wird nachvollziehbar,<br />

wenn man sich die Entwicklungslinien in der<br />

Informations-Technologie über die letzten<br />

10 Jahre hinweg anschaut. Hier geht die<br />

Entwicklung eindeutig von abgeschlossenen<br />

Rechnersystemen innerhalb eines Unternehmens<br />

hin zu offeneren Strukturen unter<br />

Einbeziehung des Internets und zunehmend<br />

auch unter Nutzung von Cloud-Services. Diese<br />

Öffnung der Systeme ist inhaltlich durchaus<br />

nachvollziehbar – im Artikel zur Satellitentechnologie<br />

in dieser <strong>INCENTO</strong>-Ausgabe<br />

wird dies ja deutlich: Wenn zum Beispiel ein<br />

landwirtschaftlicher Betrieb heute digitale<br />

Informationen zur Steigerung der Ernte-Effizienz<br />

nutzen möchte, muss er auf die Daten<br />

der Satelliten zugreifen können, die ihm<br />

via Internet zur Verfügung gestellt werden.<br />

Und schon sehe ich eine ziemlich offene IT-<br />

Architektur.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Und warum ist diese offene Architektur<br />

gefährlich?<br />

Kristian Linder: Weil sie grundsätzlich eine<br />

mögliche Angriffsfläche für Cyber-Attacken<br />

bietet. Während früher die Attacken von<br />

Hackern auf IT-Systeme eher die Ausnahme<br />

waren und entweder sicherheitspolitisch relevante<br />

Bereiche oder – in Ausnahmefällen<br />

– große Unternehmen betrafen, darf sich<br />

heute kein Unternehmer mehr sicher sein,<br />

nicht Opfer eines solchen Angriffs zu werden.<br />

Sei es aus Motiven, die der Industrie-<br />

Spionage zuzuordnen sind oder sei es aus<br />

rein kriminell-materiellen Motiven, die sich<br />

in Erpressungsversuchen zur Freigabe von<br />

gekaperten Rechnersystemen äußern.<br />

HYBRID-LÖSUNGEN<br />

SCHAFFEN SICHERHEIT<br />

<strong>INCENTO</strong>: Wie sorgen Sie bei Ihren Kunden<br />

für ein höchstmögliches Maß an Sicherheit?<br />

Kristian Linder: Letztlich muss diese Frage<br />

immer im direkten Gespräch mit dem Kunden<br />

diskutiert werden – auf Basis einer Risikoanalyse,<br />

die wir gerne für unsere Kunden<br />

erstellen. Grundsätzlich empfehlen wir die<br />

Installation eines gut austarierten Hybrid-<br />

Systems. Dies bedeutet, dass wir natürlich<br />

die notwendige Offenheit der Systeme in<br />

Richtung von Cloud-Angeboten ermöglichen<br />

– viele Unternehmen wären sonst auch<br />

kaum mehr arbeitsfähig – gleichzeitig aber<br />

auch eine eigene, entsprechend angepasste<br />

IT-Infrastruktur im Unternehmen aufbauen.<br />

Diese eigene IT-Infrastruktur soll im Prinzip<br />

sicherstellen, dass selbst bei einer Cyber-


Attacke die Auswirkungen so gering wie<br />

möglich ausfallen. Wenn ich zum Beispiel<br />

nach einer Infizierung meiner Rechnersysteme<br />

mit Schadsoftware auf einen möglichst<br />

aktuellen Datenbestand als Back-Up<br />

zurückgreifen kann, ist das Risiko, das mein<br />

Unternehmen einen erheblichen Schaden<br />

erleidet, relativ gering. Gleichzeitig bieten<br />

solche Hybrid-Lösungen die Voraussetzung<br />

dafür, dass moderne IT-Services in vollem<br />

Umfang genutzt werden können. Von der<br />

IT-Telefonie, dem schnellen Datenaustausch<br />

bis zur Nutzung aller modernen Kommunikationskanäle<br />

mit Kunden, Lieferanten und<br />

Mitarbeitern.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Welche technischen Umsetzungsmöglichkeiten<br />

stehen denn hier im Fokus?<br />

Kristian Linder: Grundsätzlich stellen wir<br />

unseren Kunden immer zwei Lösungs-Optionen<br />

vor. Entweder wir optimieren die eigene<br />

Infrastruktur im Betrieb des Kunden – zum<br />

Beispiel auf der Basis von Linux- oder VM-<br />

Systemen – oder wir realisieren einen Back-<br />

Up Automatismus auf die Cloud in unserem<br />

eigenen Rechenzentrum. Wir verfügen hier<br />

über die höchste Zertifizierung für Rechenzentren,<br />

die in Deutschland vergeben wird<br />

und können so jederzeit die Sicherheit der<br />

Daten unserer Kunden gewährleisten. Zumal<br />

die Daten verschlüsselt gespeichert werden.<br />

Unabhängig von der Frage, welche dieser<br />

technischen Lösungen der Kunde wählt,<br />

muss in jedem Fall ein der Größe des Unternehmens<br />

angemessenes Verfahren zur Erstellung<br />

von Back-Ups gewährleistet wer-<br />

den. Dies gilt sowohl für die jeweils zeitnahe<br />

Speicherung von Änderungen an Dateien<br />

als auch für die Durchführung regelmäßiger<br />

Back-Ups der kompletten Datenbestände.<br />

PASSWORD-SCHUTZ UND<br />

SICHERES DATENHANDLING<br />

<strong>INCENTO</strong>: Neben der Technik spielt aber<br />

auch der Faktor Mensch eine wichtige Rolle<br />

in der IT-Sicherheitsarchitektur. Wie kann<br />

man als Unternehmen hier sinnvoll agieren?<br />

Kristian Linder: Ja, diese Frage ist letztlich<br />

von zentraler Bedeutung. Und sie gewinnt<br />

immer mehr an Bedeutung, je offener die<br />

Systeme in den Unternehmen werden –<br />

Stichworte hier: Computerarbeit im Home-<br />

Office und Digitalisierung des Außendienstes.<br />

Jeder Unternehmer ist aufgefordert,<br />

seine Mitarbeiter für die Gefahren des<br />

Cyber-Raumes zu sensibilisieren. Aktuelle<br />

Kenntnisse der Daten-Security sollten zum<br />

Beispiel regelmäßig in Mitarbeiterschulungen<br />

einfließen. Hier wird dann auch schnell<br />

deutlich, wie wichtig das Handling von Passwörtern<br />

ist. Wobei die Wahl der Passwörter<br />

auch nicht dazu führen darf, dass man sich<br />

als „Gedächtnis-Hilfe“ kleine Post-Its an die<br />

Tastatur klebt. In jedem Fall sollten Unternehmen<br />

verstärkt über Systeme der 2-Faktoren<br />

Authentifizierung zum Beispiel durch<br />

die Generierung von Token nachdenken. Wir<br />

machen mit diesem System sehr gute Erfahrungen<br />

und beraten interessierte Unternehmen<br />

bei der Implementierung gerne.<br />

Kristian Linder berät Unternehmen im<br />

<strong>Bergisch</strong>en Land in allen Fragen des Aufbaus<br />

sicherer IT-Infrastruktur.<br />

PMC IT / Verwaltungssitz Wuppertal<br />

Kristian Linder<br />

Sedanstraße 84<br />

42281 Wuppertal<br />

Telefon 0202.51 45 671<br />

info@pmc-it.de.de<br />

www.pmc-it.de


ZAUBERFRAU WUPPERTAL FEIERT JUBILÄUM<br />

10 Jahre<br />

ERFOLGREICH AM MARKT<br />

Mehr als 200 Kunden pro Jahr haben die Zauberfrauen Wuppertal bei ihren Aufgaben<br />

im Haushalt individuell unterstützt. Aktuell sind 19 Zauberfrauen in Wuppertal<br />

aktiv, unterstützt vom Büro- und Organisationsteam rings um Gründerin Ilona Peters.<br />

„Unser System, das den Kunden immer im Mittelpunkt sieht, hat sich bewährt“,<br />

resümiert Ilona Peters und freut sich auf einige weitere, erfolgreiche Jahre.<br />

„Ich bedanke mich bei allen Kundinnen und<br />

Kunden für ihre Treue zu uns“, leitet Ilona<br />

Peters das <strong>INCENTO</strong>–Gespräch zum 10-jährigen<br />

Gründungsjubiläum von Zauberfrau<br />

Wuppertal ein und ergänzt: „Und ebenso<br />

herzlich bedanke ich mich bei allen meinen<br />

Mitarbeiterinnen, die mich in dieser Zeit aktiv<br />

begleitet haben. Jede für sich hat ihren<br />

Teil zum Erfolg unseres Geschäftsmodells<br />

beigetragen.“ Am 01. September 2013 hatte<br />

Ilona Peters nach einer Phase der Planung<br />

und Überlegung alle Schritte vorbereitet, um<br />

mit ihrem Unternehmen Zauberfrau Wuppertal<br />

an den Start zu gehen. „Dabei möchte<br />

ich betonen, dass das System Zauberfrau,<br />

in dem haushaltsnahe Dienstleistungen für<br />

Familien, Seniorinnen und Senioren und Berufstätige<br />

angeboten werden, ursprünglich<br />

in Münster konzipiert und dort auch ausprobiert<br />

wurde, bevor ich als Franchise-Nehmerin<br />

mit der Niederlassung in Wuppertal<br />

das erfolgreiche Konzept übernehmen und<br />

auf unseren Standort bezogen ausbauen<br />

konnte.“ Gerade der Gedanke des Franchise-Systems<br />

hatte Ilona Peters im Vorfeld<br />

der Unternehmensgründung nachhaltig<br />

überzeugt. „Zu unserem Franchise-System,


dem sich zwischenzeitlich auch noch weitere<br />

Unternehmerinnen und Unternehmer an<br />

anderen Standorten in NRW angeschlossen<br />

haben, zählte von Anfang an ein intensiver<br />

kollegialer Meinungsaustausch. Dieser Austausch<br />

ist bis heute die Basis dafür, dass wir<br />

die Service-Angebote für unsere Kunden<br />

kontinuierlich verbessern und so einen großen<br />

Anteil des regionalen Marktes für uns<br />

gewinnen konnten.“<br />

NACHFRAGE NACH DEN<br />

LEISTUNGEN VON<br />

ZAUBERFRAU BLEIBT<br />

UNGEBROCHEN HOCH<br />

Die Anfragen von Neukunden nach den Leistungen<br />

der Zauberfrauen bleiben seit der<br />

Gründungsphase stabil auf hohem Niveau.<br />

„Dies liegt sicher in erster Linie an der demografischen<br />

Entwicklung. Wir erleben<br />

eine Zunahme von Anfragen von älteren<br />

Kunden, die dringend eine Unterstützung<br />

in ihrem Haushalt benötigen – weil sie es<br />

allein einfach nicht mehr schaffen.“ Und da<br />

ist die Zauberfrau natürlich der richtige Ansprechpartner.<br />

„Wir haben uns darauf spezialisiert,<br />

Kunden, die bei der Bewältigung<br />

ihrer alltäglichen Aufgaben Unterstützung<br />

benötigen, so flexibel wie möglich zu helfen.<br />

Dazu zählen zum Beispiel Hilfe beim<br />

Einkaufen, Unterstützung bei der Reinigung<br />

der Wäsche oder auch die Übernahme von<br />

Reinigungsaufgaben im Haushalt“, verdeutlicht<br />

Ilona Peters und ist froh, dass sie alle<br />

Schwierigkeiten der vergangenen zehn Jahre<br />

erfolgreich meistern konnte. Und dabei<br />

waren die Probleme nicht klein: „Wir haben<br />

eine erhebliche Steigerung im Bereich des<br />

Mindestlohns erlebt. Dies hat mich für meine<br />

Mitarbeiterinnen natürlich sehr gefreut,<br />

weil ihre Leistungen jetzt angemessener<br />

honoriert werden. Aber für unsere Kunden<br />

stellten diese Veränderungen schon eine<br />

erhebliche Belastung dar. Dann hat uns die<br />

insgesamt fast dreijährige Phase der Corona-Pandemie<br />

vor spürbare organisatorische<br />

Herausforderungen gestellt. Denn unsere<br />

haushaltsnahen Dienstleistungen müssen<br />

eben – wie der Begriff schon verdeutlicht<br />

– bei unseren Kunden zu Hause stattfinden.<br />

Und dies bei zum Teil sehr hohen Ansteckungsrisiken.<br />

Das war weder für meine<br />

Zauberfrauen einfach noch für unsere Kunden.<br />

Andererseits mussten aber natürlich<br />

die notwendigen Hilfestellungen ermöglicht<br />

werden. Wenn wir zum Beispiel die Versorgung<br />

einer Familie übernehmen, in der die<br />

Mutter nach einem Klinikaufenthalt noch<br />

nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist, mussten<br />

wir diese Aufgaben auch in der Hochphase<br />

der Pandemie lösen. Und nun spüren wir, wie<br />

sich die hohe Inflation auf die Budgets unserer<br />

Kunden auswirkt. Aber ich bin sicher,<br />

dass wir auch diese finanziell angespannte<br />

Zeit überwinden werden, um unsere Leistungen<br />

auch zukünftig für unsere Kunden<br />

anbieten zu können.<br />

Bilder aus der Gründungsphase: Ilona Peters<br />

bei der Unterzeichnung des Franchise-Vertrages<br />

(2013) und nach der Überreichung des Unternehmerbriefes<br />

(2014).<br />

ZAUBERFRAU WUPPERTAL<br />

EIN ATTRAKTIVES<br />

GESCHÄFTSMODELL<br />

MIT ZUKUNFT<br />

Bei aller Begeisterung für die Tragfähigkeit<br />

der Angebote von Zauberfrau Wuppertal,<br />

die nicht zuletzt mit dem sehr positiven<br />

Image in Verbindung stehen, dass sich Ilona<br />

Peters in den vergangenen Jahren aufbauen<br />

konnte, bleibt für die Gründerin auch der<br />

realistische Blick in die Zukunft von Bedeutung:<br />

„Mein Mann und ich haben ja nun ein<br />

Alter erreicht, in dem man die weitere Zukunft<br />

eher in kürzeren Schritten plant. Das<br />

bedeutet vor allem, dass ich mich gerne in<br />

den kommenden Jahren mit dem Gedanken<br />

beschäftigen möchte, welche engagierte<br />

Person das Projekt Zauberfrau Wuppertal<br />

weiterführen könnte. Wer sich also vorstellen<br />

könnte, die Niederlassung Wuppertal<br />

von Zauberfrau weiterzuführen oder sogar<br />

zu vergrößern, sollte unbedingt den Kontakt<br />

zu mir suchen – ein Gespräch kann nie<br />

schaden.“<br />

Zauberfrau<br />

Dipl.-Ing. (FH) Ilona Peters<br />

Uellendahler Straße 502<br />

42109 Wuppertal<br />

Telefon 0202.870 14 330<br />

info@zauberfrau-wuppertal.de<br />

www.zauberfrau-wuppertal.de<br />

Das Orga-Team im Büro sorgt dafür, dass alle Termine der Zauberfrauen koordiniert<br />

werden und so die tägliche Unterstützung der Kunden reibungslos funktioniert.


DIE ZUKUNFT DER<br />

KINDER SCHÜTZEN<br />

Kinder sind unser höchstes Gut. Wer würde dem nicht zustimmen? Vor allem wenn man<br />

die Kleinen gerade selber bei ihrem faszinierenden Weg in diese Welt und in ein später<br />

selbstbestimmtes Leben beobachtet. „Aber es ist nicht immer garantiert, dass dieser<br />

Weg ohne Hindernisse bewältigt wird“, wissen die beiden rmb 3 -Experten Bodo Blum und<br />

Michael Reißbach. Mit dem neuen Fähigkeitenschutz und mit Ansparmodellen für einen<br />

späteren Kapitalstock bietet die Gothaer Versicherung attraktive Möglichkeiten, wie sich<br />

Großeltern und Paten sinnvoll in den Schutz der Zukunft der Kinder einbringen können.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Fähigkeitenschutz“<br />

für Kinder genau?<br />

Bodo Blum: Jedes Kind startet mit naturgegebenen Fähigkeiten in<br />

sein Leben. Allerdings ist nicht selbstverständlich, dass Neugeborene<br />

im Verlauf ihres Lebens alle Fähigkeiten auch in vollem Umfang<br />

behalten oder erlernen können. Krankheiten, Unfälle oder auch individuelle<br />

Prädispositionen eines Kindes können verhindern, dass alle<br />

Fähigkeiten in vollem Umfang entwickelt werden. Die Nachteile, die<br />

den Kindern aus diesem Verlust oder Nichterlernen von Fähigkeiten<br />

entstehen, werden über den „Fähigkeitenschutz“ der Gothaer Versicherung<br />

abgedeckt.<br />

Michael Reißbach: Ich darf dies an einem konkreten Beispiel verdeutlichen:<br />

Wenn ein Kind, das über den Gothaer Versicherungsschutz<br />

der Fähigkeiten verfügt, im vierten Lebensjahr an einer<br />

Hirnhautentzündung erkrankt und dadurch in der Folge mit dauerhaften<br />

gesundheitlichen Einschränkungen leben muss, würde eine<br />

entsprechende monatliche Rente von der Gothaer ausgezahlt werden.<br />

Damit würden die wirtschaftlichen Belastungen, die solche<br />

Krankheitsfolgen gerade für junge Familien haben können, spürbar<br />

abgefedert.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Wie ist denn dieser Fähigkeitenschutz aufgebaut?<br />

Bodo Blum: Der Schutz wächst mit den Kindern und ihren zunehmenden<br />

Fähigkeiten. Während in der Phase ab dem 6. Lebensmonat<br />

die Fähigkeiten Hören, Sehen, Greifen und Abstützen im<br />

Fokus stehen, werden ab dem 3. Lebensjahr auch Fähigkeiten wie<br />

Gehen, Knien, Treppensteigen oder der Gebrauch der Arme in den<br />

zu schützenden Katalog der Fähigkeiten aufgenommen. Ab dem 6.<br />

Lebensjahr kommen dann noch weitere neu erlernte Fähigkeiten<br />

wie das Schreiben, das Gleichgewicht, das Fahrradfahren oder der<br />

Ein- und Ausstieg in ein Automobil hinzu. Tauchen in einem dieser<br />

geschützten Fähigkeitsbereiche Defizite auf, werden Leistungen aus<br />

dem Gothaer Fähigkeitenschutz für die Kids fällig. So baut sich ein<br />

umfassender Schutz im Verlauf der ersten Lebensjahre auf. Werden<br />

die genannten Fähigkeiten nicht in vollem Umfang ausgebildet oder<br />

durch Krankheiten oder Unfälle eingeschränkt, greift der Versicherungsschutz.<br />

Dazu noch ein Beispiel aus der Praxis: Wenn sich ein<br />

Kind beim Spielen mit heißem Wasser verbrüht, kann durch eine<br />

Narbenbildung später zum Beispiel die Bewegungsfähigkeit von Armen<br />

oder Beinen eingeschränkt sein. Wenn dann das Treppensteigen<br />

schwefällt, würde der Fähigkeitenschutz der Gothaer greifen.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Für welche Kinder ist ein solcher Schutz denn möglich?<br />

Michael Reißbach: Der frühestmögliche Schutz beginnt am dem 6.<br />

Lebensmonat. Aber es können auch Kinder bis zum 14. Lebensjahr<br />

versichert werden. Die Mindestlaufzeit dieses Fähigkeitenschutzes<br />

der Gothaer beträgt 15 Jahre und endet somit im 30. Lebensjahr.<br />

Aber wenn man seine Kinder bis zu diesem Lebensalter abgesichert


hat, kann man schon sorgenfreier in die Zukunft blicken. Zumal dann<br />

die Möglichkeit besteht, den Fähigkeitenschutz – ohne weitere Gesundheitsprüfungen<br />

– in eine Berufsunfähigkeitsversicherung umzuwandeln.<br />

Das ist ein echtes weiteres Plus dieses Produkts.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Sie wenden sich mit diesem Fähigkeitenschutz explizit auch<br />

an Großeltern und Paten. Warum?<br />

Bodo Blum: Viele Großeltern und Paten sehen sich traditionell in der<br />

Rolle, ihren Enkeln oder Patenkindern etwas Gutes zu tun. Häufig wird<br />

dies in Form von klassischen Sparbüchern umgesetzt, auf die ein monatlicher<br />

Betrag eingezahlt wird, der den Kindern dann meist zum 18.<br />

Lebensjahr zur Verfügung stehen soll. Grundsätzlich ist gegen diese<br />

Idee auch nichts einzuwenden, aber wir empfehlen unseren Kunden –<br />

und natürlich auch allen <strong>INCENTO</strong>-Lesern, die sich mit dieser Thematik<br />

auseinandersetzen – vorab ein unverbindliches Gespräch mit uns zu<br />

führen. Denn es gibt Angebotspakete, die beide Aspekte aufgreifen:<br />

Den Schutz der Kinder beim Nichterlernen oder Verlust von Fähigkeiten<br />

und das Ansparen von Finanzmitteln für einen erfolgreichen Start in<br />

das Erwachsenenleben. Nach unserer Überzeugung kann man mit dieser<br />

Kombination den Kindern und auch deren Eltern gerade im Krisenfall<br />

deutlich wirksamer helfen.<br />

Michael Reißbach: Und diese Pakete sind sehr individuell zu gestal-<br />

Michael Reißbach und Bodo Blum von rmb 3 beraten gerne zu umfassenden Schutzkonzepten<br />

für Kinder. Eltern, Großeltern oder Paten sind herzlich eingeladen einen Termin zu vereinbaren.<br />

VERSICHERU NGSKONZEPTE<br />

FINANZDIENSTLEISTUNGEN<br />

Düsseldorfer Straße 128<br />

42115 Wuppertal<br />

Telefon 0202.5270-0<br />

info@rmb3.de<br />

www.rmb3.de<br />

Exklusivpartner der<br />

ten. Je nach Wünschen von Eltern, Großeltern oder Paten<br />

können neben dem Fähigkeitenschutz, den wir hier detailliert<br />

vorgestellt haben, auch noch durch eine preisgünstige<br />

Kinderunfallversicherung die Folgen von Unfällen abgemildert<br />

oder durch Mediclinic S die Gesundheitsleistungen<br />

im Krankheitsfall verbessert werden. Vor allem steht aber<br />

mit dem Gothaer GarantieRente Index ein Instrument zur<br />

Verfügung, mit dem bereits bei Einzahlung kleiner monatlicher<br />

Sparbeiträge aufgrund attraktiver Verzinsung ein<br />

Kapitalstock für die Kids aufgebaut werden kann, den ein<br />

Sparbuch in der Regel nicht erreichen wird. So kann man<br />

also positive Effekte für den Nachwuchs erzielen, ohne über<br />

seine geplanten Budgetgrenzen hinausgehen zu müssen.<br />

Dies gilt vor allem dann, wenn sich Großeltern und Paten<br />

mit ihren jeweiligen Budgets zusammenschließen, um so<br />

ein sinnvolles und gut schützendes Rundum-Paket für die<br />

neuen Erdenbürger zu realisieren.<br />

AUF ZINSWENDE UND<br />

INFLATION REAGIEREN<br />

Die Vorzeichen für viele Sparerinnen und Sparer haben sich im vergangenen<br />

Jahr grundlegend verändert. Nach einer langen Phase der<br />

Niedrigzinspolitik, die vor allem von den Notenbanken konsequent<br />

durchgesetzt wurde, sind die Jahre 2022 und <strong>2023</strong> von einer hohen<br />

Inflation gekennzeichnet.<br />

WAS BEDEUTET DIE INFLATION FÜR SPARER?<br />

„Grundsätzlich muss man festhalten, dass jeder Prozentpunkt einer<br />

Inflation die Kaufkraft der betroffenen Währung verringert. An den<br />

Preisen für Lebensmittel wird dies für jedermann schnell deutlich.<br />

Für einen Euro erhält man heute weniger Butter, Brot oder Obst. Dies<br />

gilt dann natürlich auch für Sparvermögen. Denn wenn ich das ge-<br />

sparte Geld später als Rentner benötige, lässt sich davon weniger<br />

kaufen – meine geplante Zusatzrente könnte also letztlich geringer<br />

ausfallen als geplant“, beschreibt Michael Reißbach, Seniorpartner<br />

bei rmb 3 , eine wichtige Konsequenz der Inflation.<br />

GEMANAGTE FONDS SIND EINE ALTERNATIVE<br />

Während die Inflation unverändert hoch bleibt, zögern viele Banken,<br />

ihren Kunden für ihre Spareinlagen entsprechend höhere Zinsen<br />

zu zahlen. „Auch wenn es hier positive Ausnahmen gibt – in der<br />

Regel muss man doch feststellen, dass man mit Sparguthaben bei<br />

der Bank letztlich einen Wertverlust seiner Ersparnisse hinnehmen<br />

muss. Erstaunlich robust zeigen sich hingegen weiterhin der Aktienmärkte<br />

und an dieser positiven Entwicklung kann man teilhaben,<br />

ohne Risiken einzugehen. Wir können unseren Kunden Anteile an<br />

gemanagten Fonds anbieten, die von einer Verlustabsicherung der<br />

Gothaer hinterlegt sind. So sinkt zwar die Rendite ein wenig, aber<br />

man kann mit ruhigem Gewissen hier sein Geld anlegen, ohne dass<br />

es ständig an Wert verliert. Sprechen Sie uns gerne zu diesem Thema<br />

an, wir beraten Sie.“<br />

Seite 29


Catering – à la carte<br />

Was darf es sein? Ein Flying-Buffet, bei dem Ihren Gästen Fingerfood vom Tablett gereicht<br />

wird? Oder lieber ein gesetztes Menü in klassischer Form? Oder sind Variationen<br />

von Speisen an mehreren Degustations-Stationen gefragt? Seit mehr als 25 Jahren<br />

prägt Christian Ochse das Catering-Geschehen in Wuppertal und ist mit allen Facetten<br />

modernen Caterings vertraut. Vielfalt ist seine Stärke.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Herr Ochse, warum steht der Begriff ‚Vielfalt‘ beim Catering<br />

aktuell so im Fokus?<br />

Christian Ochse: In den 25 Jahren, in denen ich nun als Event-Caterer<br />

aktiv bin, war die Vielfalt an Möglichkeiten noch nie so groß wie<br />

heute. Dies bezieht sich sowohl auf die Größe von Veranstaltungen<br />

– wir haben schon Events mit über 4.000 Gästen erfolgreich kulinarisch<br />

betreut – als auch auf die Stilistik jedes einzelnen Events. Mit<br />

der Auswahl der Speisen und der Wahl der Präsentation gibt man<br />

seinem Event eine bestimmte Ausrichtung, die mit den Programmpunkten<br />

der Veranstaltung und mit dem Stil der Location eine enge<br />

Verbindung eingeht. Für diese Gesamtwirkung einer Veranstaltung<br />

haben die Kunden heute ein viel feineres Gespür. Und das freut mich<br />

als Gastronomie-Partner, weil damit auch unserem Produkt mehr<br />

Bedeutung beigemessen wird.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Kann man diesen Zusammenhang noch etwas konkreter<br />

beschreiben?<br />

Christian Ochse: Aber sehr gerne. Am Beispiel einer Hochzeit im<br />

Haus Marianne lässt sich das gut verdeutlichen: Wenn ein Brautpaar<br />

ein mehrgängiges Menü wählt, dann sind damit ein paar Rahmenbedingungen<br />

für die Hochzeitsfeier vorgegeben. Zum Beispiel wird<br />

man längere Zeit fest an den zugewiesenen Tischen verbringen, der<br />

Hochzeitstanz wird erst relativ spät erfolgen und die Zeit zwischen<br />

den Gängen wird vermutlich mit den Reden von Angehörigen und<br />

Trauzeugen gefüllt werden. Wenn man sich aber für eine Mischform<br />

entscheidet, zum Beispiel die Vorspeisen als Flying Buffet in Form<br />

von Fingerfood servieren lässt, wird man diese Zeit noch in einer<br />

lockeren Atmosphäre an Stehtischen verbringen können. Ergänzt<br />

man diesen Gedanken um ein Dessert-Buffet, an dem sich jeder<br />

Gast nach eigenen Wünschen bedienen kann, lässt sich der Hochzeitstanz<br />

zeitlich nach vorne ziehen und es bleibt mehr Zeit für die<br />

Party. Wir haben sogar schon Hochzeiten betreut, bei denen es nur<br />

Curry-Wurst vom Grill gab. Da stand der Party-Gedanke eindeutig<br />

im Vordergrund. An diesen Beispielen sieht man, wie stark die Form


des kulinarischen Angebotes auch den Stil einer Veranstaltung prägt.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Und wie lässt sich dieser Gedanke auf Firmen-Events übertragen?<br />

Christian Ochse: Hier spielen im Kern ähnliche Abwägungen eine Rolle.<br />

Wenn ein Unternehmen zum Beispiel einen hochkarätig besetzten<br />

Workshop plant und den Gästen dieses Arbeitstreffens zu Mittag oder<br />

Abend ein Essen anbieten möchte, wird man sich vermutlich für ein<br />

Buffet entscheiden. Ganz anders, wenn man einen verdienten Vorstandskollegen<br />

in kleiner Runde stilvoll in den Ruhestand verabschieden<br />

möchte. Dann würden wir vermutlich eher ein gesetztes Menü servieren,<br />

zu dem dann auch die entsprechenden Reden der Kollegen ihren<br />

passenden Rahmen finden. Ganz anders natürlich das große Firmen-<br />

Familien-Sommerfest. Hier wären, je nach Größe des Unternehmens,<br />

verschiedene Degustations-Stationen mit sehr unterschiedlichen Speiseangeboten<br />

sinnvoll.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Diese Möglichkeiten bietet Ochse Event Catering Service an?<br />

Christian Ochse: Aber natürlich. Und es geht sogar noch ein Stück weiter:<br />

Als wir im Sommer 2022 gebeten wurden, den Solar-Decathlon<br />

am Mirker Bahnhof gastronomisch zu betreuen, war eine zentrale Aufgabe,<br />

dass alle Speisen während dieses Events vegan zubereitet sein<br />

mussten. Nun ist es grundsätzlich keine große Herausforderung vegane<br />

Gerichte zu kochen. Aber in den geforderten Mengen und mit der<br />

gewünschten Abwechslung während des gesamten einwöchigen Verlaufs<br />

der Veranstaltung – das war schon eine Aufgabe, die nicht viele<br />

Catering-Unternehmen in NRW übernommen hätten. Dieses Beispiel<br />

soll nur zeigen, dass wir uns auch solchen komplexen Aufgaben stellen.<br />

Das gilt sowohl für vegane Speisen als auch für vegetarische Menüs<br />

oder auch für klassische Speisen mit Fisch und Fleisch.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Wo sehen Sie aktuell die größten Herausforderungen für Ihre<br />

Branche?<br />

Christian Ochse: Zum Glück haben wir ja zwischenzeitlich die akute<br />

Phase der Corona-Pandemie überwunden und es sind wieder Events<br />

in allen Größenordnungen ohne Beschränkungen möglich. Soweit die<br />

guten Nachrichten. Nun macht sich aber bei uns die Inflation in besonderer<br />

Weise bemerkbar. Wir benötigen sowohl viel Energie als auch<br />

sehr viele Lebensmittel. Beide Bereiche gelten in Deutschland als die<br />

wesentlichen Treiber der Inflation. Also lässt sich leicht nachvollziehen,<br />

dass wir mit unseren preislichen Angeboten nicht überall für helle<br />

Freude sorgen – und dass obwohl uns als Gastronomen sogar letztlich<br />

weniger Gewinn verbleibt. Das ist ein Ritt auf einem schmalen Grat und<br />

man wird sehen müssen, wie sich diese Herausforderungen weiterentwickeln.<br />

Aber ich bin Optimist und hoffe, dass wir trotz dieser Probleme<br />

einen schwungvollen Herbst und Winter <strong>2023</strong> und einen ebenso lebhaften<br />

Jahresauftakt 2024 erleben werden.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Neben den kulinarischen Angeboten spielt ja auch die Location<br />

für einen Veranstaltung eine wichtige Rolle. Wo sind Sie aktiv?<br />

Christian Ochse: Grundsätzlich beliefern wir unsere Kunden mit den<br />

gewünschten Speisen am Ort ihrer Wahl. Das kann das eigene Firmengelände<br />

ebenso sein wie das eigene Zuhause. Natürlich ist es auch<br />

möglich, dass wir das Catering in eine Event-Location liefern. Wenn<br />

Kunden uns ansprechen, welche Event-Location wir empfehlen, benennen<br />

wir unser Haus Marianne. Dieses ehemalige Ausflugsrestaurant,<br />

das heute ausschließlich als Event-Location genutzt wird, befindet<br />

sich in unserem Besitz und wir können hier auf die individuellen Event-<br />

Wünsche unserer Kunden sehr flexibel eingehen – zum Beispiel für<br />

Weihnachtsfeiern, Jubiläen, Hochzeiten oder auch Tagungen, Seminare<br />

und Firmenfeiern. Aber auch wenn sich Kunden für eine andere Location<br />

entscheiden, liefern wir – natürlich in Absprache mit der jeweiligen<br />

Location – das Catering. Wir freuen uns, wenn wir alten und neuen Kunden<br />

mit unserer Flexibilität, unserer Erfahrung und mit neuen Ideen bei<br />

der Ausrichtung ihres individuellen Events helfen können.<br />

Kohlstraße 117<br />

42109 Wuppertal<br />

Telefon 0202.75 02 63<br />

info@ochse-catering.de<br />

Weitere Informationen finde Sie<br />

unter: www.ochse-catering.de


KI-Systeme<br />

als Assistenten<br />

nutzen<br />

Sieht so die Wuppertaler Schwebebahn aus? Nein, natürlich nicht.<br />

Aber wenn man eine auf künstlicher Intelligenz beruhende Fotosoftware<br />

mit einigen Stichworten wie zum Beispiel ‚Schwebebahn der<br />

Zukunft‘ füttert, entsteht ein solches Bild. „An der Frage, ob diese<br />

Entwicklung beängstigend sei oder nicht, scheiden sich ja aktuell die<br />

Geister“, greift Dennis Volmer, Inhaber der Internetagentur pixalla<br />

das Thema auf. „Nach unserer Ansicht wird es in Zukunft vor allem<br />

darauf ankommen, wie verantwortlich man mit den KI-Systemen,<br />

deren Entwicklung ja gerade erst beginnt, im Alltag umgeht. Für uns<br />

bedeutet dies bereits heute, dass wir sehr bewusst auf KI-Software<br />

zurückgreifen – aber immer darauf achten, dass sie von allen Mitarbeitern<br />

in unserem Team als Assistent bei unserer Arbeit begriffen<br />

wird.“<br />

Chat GPT im Arbeitsalltag<br />

Die von Microsoft entwickelte KI-Software Chat GPT, mit der sich<br />

Texte erstellen lassen, hat im Agenturalltag von pixalla bereits vor<br />

einiger Zeit Einzug gehalten. „Wir haben uns sehr früh für diese Software<br />

interessiert und sehen die immensen Entwicklungssprünge, die<br />

mit jedem neuen Update erkennbar werden. Wir haben die Software<br />

ursprünglich vor allem dazu eingesetzt, um erste Textvorschläge für<br />

Protokolle von Kundenmeetings zu erhalten. Ausgehend von den<br />

Heinz Fangman Str. 2-4<br />

42287 Wuppertal<br />

Telefon 0202.52747838<br />

info@pixalla.de<br />

www.pixalla.de<br />

I n t ernetagentur<br />

Stichworten der Meetings werden in unfassbar kurzer Zeit Textvorschläge<br />

generiert, die wir dann finalisieren und mit dem Kunden abstimmen<br />

können. Heute nutzen wir die Software aber auch bereits,<br />

um für Blogbeiträge unserer Kunden erste Textideen zu entwickeln,“<br />

erläutert Dennis Volmer im <strong>INCENTO</strong>-Gespräch. „Dabei bleibt aber<br />

wichtig, dass wir diese Ideen als Basis verstehen, auf der dann ein<br />

Mitarbeiter aufsetzen kann. Er muss entscheiden, ob die Gesamtrichtung<br />

des Textes den Wünschen des Kunden entspricht, er muss<br />

alle Fakten recherchieren und er muss die finale Formulierung verantworten.<br />

Solange KI-Systeme so genutzt werden, stellen sie eine<br />

Erleichterung dar, ohne uns Menschen aus der Verantwortung zu<br />

entlassen.“<br />

Übersetzungen und Bildentwicklung<br />

Weitere Bereiche der aktuellen Anwendung von KI-Software bei pixalla<br />

sind Übersetzungen und die Bildentwicklung. „Für die Übersetzungen<br />

gilt ähnliches wie für die Textentwicklung. Die finalen Übersetzungen<br />

müssen von einem qualifizierten Übersetzer geprüft und<br />

freigegeben werden. Allerdings kann man bei der aktuellen Software<br />

kaum mehr Fehler in den Übersetzungen finden.“ Auch bei der<br />

Bildentwicklung ist der Einsatz von KI-Assistenten umfangreich: Einerseits<br />

kann man völlig neue Bildideen entstehen lassen, die dann<br />

als Anregung für die weitere Kreativarbeit dienen. „Auf der anderen<br />

Seite unterstützen KI-Programme bei der Bildretusche. Bildfehler<br />

oder störende Elemente werden schnell erkannt und eliminiert. Ähnliches<br />

funktioniert bei Film- oder Tonaufnahmen hervorragend. Bildrauschen<br />

oder Tonstörungen können schnell und effizient erkannt<br />

und behoben werden“, beschreibt Dennis Volmer das Potenzial der<br />

KI-gestützten Software. „In Zukunft wird vor allem notwendig sein,<br />

dass immer sehr eindeutig markiert wird, welche Bilder von einer KI-<br />

Software erstellt wurden, um Missbrauch zu vermeiden.“<br />

Google-Optimierung bleibt zentrale Aufgabe<br />

„Für den Erfolg der Websites unserer Kunden bleibt die gute Findbarkeit<br />

über die weiterhin führende Suchmaschine von Google der<br />

zentrale Baustein.“ Auch hier unterstützen bereits heute KI-Systeme<br />

bei den Vorschlägen für Key-Word Cluster. Dieser Vorschlag ist dann<br />

die Basis für unsere Team-Diskussionen“, fasst Dennis Volmer zusammen.


Neues<br />

entdecken<br />

BÄDER-TRENDS <strong>2023</strong>/2024<br />

Für das Team rings um Holger Dahlmann bleibt das Thema Badgestaltung<br />

auch in diesem Jahr von großer Bedeutung. „Natürlich<br />

tangiert uns als Heizungs- und Sanitärfachbetrieb auch das Thema<br />

Heizen der Zukunft in besonderer Weise“, führt Holger Dahlmann<br />

aus. „Aber wir möchten bei aller notwendigen Debatte um die Heizsysteme<br />

unser Engagement bei der Gestaltung von modernen Bädern<br />

nicht aus dem Blick verlieren. Und wir freuen uns sehr, dass<br />

wir Dominik Reichert, der bereits im Jahr 2006 bei uns seine Ausbildung<br />

als Kammersieger absolviert hat und jetzt erfolgreich seine<br />

Meisterprüfung ablegen konnte, als Verstärkung für unser Büroteam<br />

gewinnen konnten.“<br />

Bad-Ausstellung neu gestaltet<br />

Diese Ausrichtung auf die Badgestaltung macht sich auch an der<br />

Entscheidung fest, die hauseigene Badausstellung von Grund auf<br />

neu zu gestalten. „Wir haben einen großen Bereich unserer Ausstellung<br />

umgebaut und stellen hier aktuelle Produkte unserer wichtigsten<br />

Partner vor. Anregungen haben wir uns dabei auch auf den<br />

wichtigen Bad-Messen dieses Jahres geholt. Im Jahr 2024 wird dann<br />

unsere Ausstellung komplett neu gestaltet sein – darauf darf man<br />

sich schon jetzt freuen.“<br />

Save the date: 7. SHK-Verbrauchermesse<br />

Den 17. und 18. Februar 2024 sollten alle Bad-Interessenten aus<br />

dem <strong>Bergisch</strong>en Land unbedingt auf ihren Terminkalendern vormerken.<br />

„Gemeinsam mit meinen Innungskollegen laden wir dann<br />

erneut zu unserer großen Sanitär- und Heizungsmesse in die Wuppertaler<br />

Stadthalle ein. Alle namhaften Hersteller sind dort mit ihren<br />

aktuellen Produkten vertreten“, lädt Holger Dahlmann die <strong>INCENTO</strong>-<br />

Leser zu einem Besuch ein.<br />

STECKBRIEF<br />

Name: Dominik Reichert<br />

Geburtsdatum: 16.03.1995<br />

Tätigkeit in der Firma:<br />

Planung, Ausarbeitung und neues Mitglied im Büroteam<br />

Hobbys: Angeln, Reisen, Technik<br />

Was bewegte mich zu diesem Beruf:<br />

Schon von klein auf wurde mir nachgesagt, dass ich mal<br />

was Handwerkliches machen werde und somit entschied<br />

ich mich 2013 eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker<br />

für Sanitär-Heizung-Klima zu machen.<br />

Was wünsche Ich mir für die Zukunft:<br />

Eine lebenswerte Erde, damit viele Generationen noch Spaß<br />

an ihr haben können und dass wir als SHK-Handwerk etwas<br />

dazu beitragen können.<br />

Badwelt-Dahlmann<br />

Gewerbeschulstraße 3<br />

42287 Wuppertal<br />

Telefon 0202.5000-17<br />

badwelt-dahlmann@t-online.de<br />

www.badwelt-dahlmann.de


„Auf Gold kann<br />

man verzichten,<br />

nicht aber auf Salz.“<br />

Der menschliche Körper benötigt Salz, jeden Tag. Was heute für wenig Geld im Supermarkt<br />

erhältlich ist, zählte früher zu den teuersten Lebensmitteln der Welt. Für Salz<br />

wurden Kriege geführt, die ersten Handelswege entstanden, um Salz zu den Märkten<br />

zu transportieren und Salz galt zeitweise sogar als offizielles Zahlungsmittel.<br />

Unser amtierender Bundesgesundheitsminister<br />

weiß um die Gefahren eines zu hohen<br />

Salzkonsums und bestellt deshalb – so<br />

wird es in vielen Zeitungen kolportiert – in<br />

Restaurants meist ungesalzene Gerichte.<br />

Denn die Weltgesundheitsorganisation<br />

WHO empfiehlt, dass jeder Mensch durchschnittlich<br />

etwa 4-5 Gramm Kochsalz – das<br />

entspricht einem Teelöffel – am Tag zu sich<br />

nehmen sollte. Der tatsächliche Salzkonsum<br />

liegt in Deutschland allerdings deutlich<br />

über der Zielmarke der WHO – aktuell<br />

durchschnittlich bei mehr als der doppelten<br />

Menge der empfohlenen Tagesration. Und in<br />

den meisten Industrie- und Schwellenländern<br />

steigt der Konsum von Salz weiter an.<br />

Dies ist im Wesentlichen auf zwei Gründe<br />

zurückzuführen: Da der menschliche Körper<br />

die empfohlene Mindestmenge an Salz tatsächlich<br />

benötigt um die Ausscheidungen<br />

an Salz – zum Beispiel durch das Schwitzen<br />

– auszugleichen und da in der Geschichte<br />

der Menschheit diese Mengen an Salz für die<br />

Bevölkerung nicht immer regelmäßig zur<br />

Verfügung standen, hat sich im Verlauf der<br />

Evolution in unseren Gehirnen bei der Aufnahme<br />

von Salz eine Art Belohnungssystem<br />

etabliert. Wenn Salz konsumiert wird, wird<br />

der Botenstoff Dopamin ausgeschüttet, der<br />

das Wohlbefinden steigert. Entsprechend<br />

sind die Menschen darauf fixiert, lieber mehr<br />

Salz zu sich zu nehmen als unbedingt erforderlich.<br />

Denn das Belohnungssystem unserer<br />

Gehirne kennt keine Grenzen des Bedarfs<br />

und die Empfehlungen der WHO schon gar<br />

nicht. Der zweite Grund für die übermäßigen<br />

Tagesrationen am Mineralstoff Salz in<br />

Deutschland liegt an der versteckten Verwendung<br />

von Salz in den industriell produzierten<br />

Lebensmitteln. Forscher gehen<br />

davon aus, dass wir etwa 75 Prozent des<br />

konsumierten Salzes über Fertiggerichte<br />

und industriell hergestellte Nahrungsmittel<br />

zu uns nehmen. Lediglich ein kleiner Teil<br />

des Salzes wird also in der privaten Küche<br />

den Speisen zugefügt oder gelangt beim<br />

Nachsalzen mit dem Salzstreuer in unseren<br />

Organismus. Und die WHO kennt noch eine<br />

spannende Zahl: Würden in Deutschland<br />

alle Menschen den täglichen Konsum von<br />

Salz halbieren – und damit lägen wir immer<br />

noch oberhalb der physiologisch benötigten<br />

Mindestmengen – ließen sich die gleichen<br />

Effekte erzielen, die heute durch alle ärztlich<br />

verordneten Blutdrucksenker erreicht<br />

werden.<br />

SALZ UND DER BLUTDRUCK<br />

Eine ganze Reihe von internationalen Forschungsarbeiten<br />

lässt keinen Zweifel daran,<br />

dass ein überdurchschnittlicher Salzkonsum<br />

für den Bluthochdruck mitverantwortlich<br />

sein kann. Erste Studien wurden bereits in<br />

den 1970er Jahren vorgelegt und heute<br />

besteht hier eigentlich kein Zweifel mehr.<br />

Schnell leuchtet das Problem hinter dem<br />

Problem auf: Mit einem dauerhaft erhöhten<br />

Blutdruck steigt das Risiko weiterer Krank-


heiten. Vor allem die Gefahr von Herzinfarkten<br />

und Schlaganfällen steigt rasant<br />

an. Weltweit wird heute die Anzahl der<br />

Menschen, die aufgrund kardialer Ereignisse<br />

sterben, die in Zusammenhang mit exzessiver<br />

Kochsalzzufuhr stehen, auf rund 2,3 Millionen<br />

geschätzt. Aber wie ist es zu dieser<br />

Umkehr der Verhältnisse gekommen? Vom<br />

Mangelgut zum krankmachenden Gewürz<br />

im Überfluss? Die Antwort ist relativ einfach:<br />

Durch den technischen Fortschritt und<br />

die Industrialisierung der Salzgewinnung.<br />

DIE GESCHICHTE DER<br />

SALZGEWINNUNG<br />

Die Bedeutung des Minerals Salz war den<br />

Menschen wohl schon in vorgeschichtlicher<br />

Zeit bewusst. Funde aus der Jungsteinzeit<br />

und der Bronzezeit im Gebiet des heutigen<br />

Sachsen-Anhalts legen die Vermutung nahe,<br />

dass bereits zu dieser Zeit aus Solequellen<br />

Salz gewonnen wurde. Neben der Bedeutung<br />

des täglichen Konsums zum Ausgleich<br />

von lebenswichtigen Mineralien spielten<br />

die Aspekte des Würzens von Speisen und<br />

der Konservierung von Lebensmitteln eine<br />

bedeutende Rolle. Aus antiken Quellen der<br />

Hochkulturen der Sumerer und Babylonier<br />

ist überliefert, dass schon in dieser frühen<br />

Zeit Salz auch zur Haltbarmachung von<br />

Speisen verwendet wurde. Archäologen haben<br />

in Deutschland Reste von Siedegefäßen<br />

aus Keramik gefunden, die auf die Eisenzeit<br />

zurückzudatieren sind. In dieser Zeit entstanden<br />

an Standorten wie in Halle an der<br />

Saale, Bad Nauheim, Schwäbisch Hall oder<br />

in Werl kleine Salinen, in denen das Wasser<br />

aus Solequellen in diesen Gefäßen aus Keramik<br />

aufgekocht und verdampft wurde.<br />

Nach mühsamer Arbeit verbleibt bei diesem<br />

Verfahren schließlich ein kleiner Rest<br />

Salz auf dem Boden der Gefäße, geeignet<br />

für die tägliche Nutzung. In Afrika nutzen<br />

einzelne Stämme bis heute diese Methode<br />

zur Gewinnung von Salz. Der weitaus größte<br />

Teil des Salzes, das in der Frühzeit von den<br />

Menschen verbraucht wurde, stammte aber<br />

aus den Meeren. Entsprechende Salzgärten<br />

wie wir sie noch heute bei vielen Anrainerstaaten<br />

des Mittelmeers und des Atlantiks<br />

finden, wurden angelegt, um in mehreren<br />

Trocknungsschritten das Wasser verdunsten<br />

zu lassen und Begleitstoffe auszufällen.<br />

So entstand reines Meersalz, das in weiteren<br />

Trocknungsschritten aufbereitet wurde<br />

und schließlich sowohl für den Verzehr als<br />

auch für den Transport in weiter entfernte<br />

Metropolen geeignet war. Es entstand der<br />

frühe Salzhandel. Aus Ägypten ist bekannt,<br />

dass Salz auch bei der Einbalsamierung der<br />

Leichname von Königen und hohen Beamten<br />

eingesetzt wurde. Auch hier ging es<br />

darum, sich die konservierenden Kräfte des<br />

Salzes zunutze zu machen. Wenig überraschend,<br />

dass auch aus dieser Zeit die ersten<br />

Mythen und Geschichten über die magische<br />

Kraft des Salzes überliefert sind. Salz<br />

galt über Jahrtausende hinweg als wirksam<br />

gegen Hexen, Geister und Dämonen. Die<br />

lebensspendende Kraft des Minerals galt<br />

in den Augen der Völker der Frühzeit automatisch<br />

als ein probates Mittel gegen die<br />

lebensbedrohlichen Kräfte der Finsternis.<br />

So hatte die Verwendung von Salz zur Einbalsamierung<br />

von Leichen im alten Ägypten<br />

neben der technischen Funktion der Konservierung<br />

auch den Sinn, dem Verstorbenen<br />

einen wirkmächtigen Verbündeten bei dem<br />

gefährlichen Weg in das Reich der Toten zur<br />

Seite zu stellen.<br />

Mit dem Transport des Salzes hin zu den<br />

Städten mit einer größeren Bevölkerung<br />

beginnt die Geschichte der Salzstraßen.<br />

Beinahe überall auf dem Globus haben sich<br />

solche frühzeitlichen Handelsstraßen gebildet,<br />

auf denen das Salz von den Salinen, den<br />

Salzbergwerken oder den am Meer gelegenen<br />

Salzgärten zu den Städten, in denen es<br />

keine Salzvorkommen gab, transportiert<br />

wurden. So entdeckten Forscher in Amerika<br />

an der Südküste von Belize fast vierzig<br />

Salzwerkstätten, in denen Salz für die von<br />

Maya besiedelten Städte im Landesinneren<br />

gewonnen wurde. Archäologen haben<br />

entsprechende Salzsiedereien auch bei den<br />

Azteken und verschiedenen indianischen<br />

Stämmen gefunden, immer begleitet auch<br />

von Funden, die vom Transport des kostbaren<br />

Gutes zu den Verbrauchern erzählen.<br />

Viele Forscher gehen davon aus, dass<br />

Zu den Zeiten, in denen es noch keine Kühlschränke gab, diente Salz als eines der wichtigsten Mittel, um Lebensmittel haltbar zu machen. Dazu zählte vor allem auch der<br />

Fisch, der in Salz eingelegt wurde. So ließ sich zum Beispiel der Hering in Fässern über längere Strecken transportieren und auch in Städten die weiter vom Meer entfernt<br />

waren, verkaufen ohne frühzeitig zu verderben.<br />

Seite 35


mots vom verliebten Koch zurückverfolgen:<br />

Schon zu Zeiten der Hellenen stand Salz im<br />

Ruf, ein sehr wirksames Aphrodisiakum zu<br />

sein. Entsprechend begehrt war das Salz in<br />

den wohlhabenden Kreisen und so entstand<br />

die Legende vom verliebten Koch, der daran<br />

zu erkennen ist, dass er die Speisen mit<br />

ein wenig zu viel Salz gewürzt hat. Nach<br />

dem Untergang des römischen Reiches lässt<br />

sich die Geschichte der Salzgewinnung und<br />

des Salzhandels in Deutschland in etwa ab<br />

dem 7. Jahrhundert nachvollziehen. Viele<br />

Städtenamen wie Hallstatt, Schwäbisch-<br />

Hall, Bad Reichenhall oder Halle an der Saale<br />

lassen sich auf den Salzhandel zurückführen,<br />

denn der Begriff ‚Hall‘ bezeichnete im<br />

Althochdeutsch Salz. Wie verbissen schon<br />

im frühen Salzhandel um Marktanteile gerungen<br />

wurde, zeigt das Beispiel Venedig.<br />

Im Umfeld der Lagunenstadt wurden früh<br />

Salzgärten angelegt und die Herrscher des<br />

Stadtstaates beanspruchten ein Monopol<br />

für die Salzproduktion und den Handel. Zur<br />

Durchsetzung dieses Monopols schreckten<br />

sie auch nicht vor militärischen Mitteln zurück<br />

und zerstörten konsequent alle Salzgärten<br />

im umliegenden Bereich des Mittelmeer-Raumes,<br />

die sich diesem Anspruch des<br />

aufsteigenden Stadt-Staates nicht beugen<br />

wollten. Zu einem ähnlich rigorosen Mittel<br />

griff im Jahr 1156 auch Heinrich der Löwe<br />

und sorgte so für den Aufstieg Münchens zu<br />

einer wichtigen Metropole im Voralpenland:<br />

Er ließ eine Isarbrücke bei Freising zerstören<br />

und sorgte damit dafür, dass das Salz aus<br />

Bad Reichenhall, dass dort in den bereits auf<br />

696 datierten ersten Salinen Deutschlands<br />

gewonnen wurde, über München transportiert<br />

werden musste – hier natürlich belegt<br />

mit üppigen Steuern, die dem Säckel des<br />

Herrschers zu Gute kamen und gleichzeitig<br />

für einen erheblichen wirtschaftlichen Aufstieg<br />

Münchens sorgte.<br />

Dieser Holzschnitt zeigt eine Siedepfanne, wie sie im österreichischen Hallstatt in Benutzung<br />

war. Der hohe Verbrauch an Brennholz führte im Umland von mittelalterlichen Salinen,<br />

in denen solehaltiges Wasser zur Gewinnung von Salz verdampft wurde, zur Abholzung der<br />

Wälder. Der hohe Gewinn, der durch den Verkauf des Salzes zu erzielen war, rechtfertigte<br />

den technischen Aufwand.<br />

auch die Gründung Roms auf den Handel<br />

mit Salz zurückzuführen ist. Strategisch<br />

zentral platziert an der Kreuzung der alten<br />

Salzhandelsstraße Via Salina und dem Tiber<br />

verhalf der Salzhandel der damals noch<br />

kleinen römischen Ansiedlung vermutlich<br />

der Handel mit dem weißen Gold zu seinem<br />

Aufstieg zur Metropole im Herzen Italiens.<br />

Insgesamt gewann das Salz während der<br />

Vormachtstellung des Römischen Reiches<br />

ständig weiter an Bedeutung. So wurde<br />

in großen Teilen des römischen Heeres die<br />

Bezahlung mit Salz eingeführt. Daher auch<br />

die Begriffe Sold und Salär, die sich beide<br />

auf die später in ganz Europa durchaus<br />

übliche Form der Bezahlung mit dem begehrten<br />

‚weißen Gold‘ zurückführen lassen.<br />

Noch weiter in die Vergangenheit lassen<br />

sich die Wurzeln des häufig tradierten Bon-<br />

DIE GESCHICHTE VON<br />

DER LÜNEBURGER SALZSAU<br />

Im Wappen von Lüneburg müsste eigentlich<br />

ein Wildschwein abgebildet sein, denn<br />

einem Vertreter dieser Familie der Borstentiere<br />

verdankt der Legende nach die norddeutsche<br />

Stadt ihren Aufstieg zu einem<br />

der wichtigsten Salzproduzenten des Mittelalters:<br />

Einige Jäger sollen schon lange<br />

vor 956 – dem Jahr in dem die erste Saline<br />

für Lüneburg aktenkundig wurde – einem<br />

Wildschwein durch die dichten Wälder im


Häufig fallen schon zu Beginn der Planungen die Entscheidungen über die eingesetzten Baumaterialien. Hier gilt es für Bauherren, sich frühzeitig über die aktuellen Erkenntnisse<br />

der Bauwritschaft zu informieren. So sind zum Beispiel neueste Erkenntnisse über die Qualität von Lehm und Stroh als Baumaterial in der Fachliteratur verfügbar.<br />

Umland von Lüneburg gefolgt sein. Nahe<br />

Lüneburg wurde der Wald lichter und sie<br />

fanden die Sau schlafend am Waldrand.<br />

Das Besondere: Das Fell der Wildsau war<br />

nicht wie üblich schwarz, sondern die Borsten<br />

schimmerten in der Sonne schneeweiß.<br />

Nachdem sie die Sau erlegt hatten, merkten<br />

die Jäger, dass es Salzkristalle waren, die für<br />

die weiße Färbung gesorgt hatten. Und sie<br />

fanden in direkter Nähe einen Tümpel, in<br />

dem sich die Sau gesuhlt hatte. Sie kosteten<br />

das Wasser und schmeckten, dass es enorm<br />

salzhaltig war – die Lüneburger Solequelle<br />

war entdeckt. Damit reihte sich Lüneburg<br />

erfolgreich in eine ganze Reihe von deutschen<br />

Städten ein, in denen aus salzhaltigen<br />

Solequellen Salz gewonnen wurde. Dazu<br />

wurde das Sole-Wasser gesammelt und in<br />

großen, eisernen Siedepfannen zum Kochen<br />

gebracht. Die Rechte zum Betrieb solcher<br />

Siedepfannen waren streng reglementiert<br />

und wurden von den adligen Landesherren<br />

verliehen. In Lüneburg wurde das Salz aus<br />

der nahegelegenen Solequelle in 54 Siedehütten<br />

gewonnen, die je vier Siedepfannen<br />

betrieben. Fast 300 Beschäftigte waren<br />

im frühen Mittelalter in den Siedehäusern<br />

beschäftigt und damit zählte die Saline<br />

in Lüneburg zu den Großbetrieben seiner<br />

Zeit. Bis heute zeugen die mittelalterlichen<br />

Wohnhäuser und Kirchen im historischen<br />

Zentrum der Stadt vom Reichtum, den die<br />

Salzgewinnung mit sich brachte. Kein Wunder,<br />

wenn man bedenkt, dass damals mehr<br />

als 20.000 Tonnen Salz in Lüneburg produziert<br />

wurde. Über die berühmte Salzstraße<br />

wurde das weiße Gold dann nach Lübeck<br />

transportiert und von dort über die norddeutsche<br />

Hanse in ganz Europa vermarktet.<br />

So war auch für die aufstrebende Handelsstadt<br />

Lübeck der Export des Salzes von<br />

größter wirtschaftlicher Bedeutung. Um den<br />

Energieaufwand für die Feuer der Siedereien<br />

möglichst gering zu halten, wurde schon<br />

damals im 3-Schicht Betrieb gearbeitet.<br />

Die Feuer unter den riesigen Siedepfannen<br />

durften nie erlöschen. Trotzdem stieg der<br />

Bedarf an Brennholz gewaltig an und die<br />

Wälder rings um Lüneburg fielen den Sägen<br />

der Holzhändler zum Opfer. Die nur mäßig<br />

bewaldete Heidelandschaft der Region entstand<br />

damals aus dieser Rodung großer<br />

Waldgebiete. Um den Bedarf an Feuerholz<br />

zu verringern, ging man dann dazu über,<br />

den Salzgehalt der Sole, die in den Siedepfannen<br />

verdampft wurde, zu erhöhen. Dies<br />

geschah über sogenannte Gradierwerke. Die<br />

aus dem Boden gepumpte Sole rieselt hier<br />

über Stroh oder Dornengestrüpp. Das Wasser<br />

verdunstete und die verbleibende Sole<br />

wies bereits vor der weiteren Verarbeitung<br />

in den Siedepfannen eine deutlich höhere<br />

Salzkonzentration auf. Über die Jahrhunderte<br />

hinweg zeigten sich aber auch die Probleme,<br />

die die Salzproduktion mit sich brachten.<br />

Das Absinken des Grundwasserspiegels<br />

durch das Abpumpen der Sole gefährdete<br />

ganze Wohngebiete – übrigens sind entsprechende<br />

Absackungen bis heute in Lüneburg<br />

gut sichtbar – und viele Solequellen<br />

waren nach intensiver Nutzung erschöpft.<br />

Alle diese Faktoren führten dazu, dass der<br />

Preis von Salz immer weiter anstieg und so<br />

mancher Bürger der damaligen Zeit sich einen<br />

Sonntagsbraten aus Rindfleisch durchaus<br />

hätte leisten können – wären die Preise<br />

für das Pökelsalz, mit dem das Fleisch haltbar<br />

gemacht wurde, nicht so hoch gewesen.<br />

SALZ AUS DEM BERG<br />

Neben der Gewinnung von Salz in den Salinen<br />

an den Küsten von Mittelmeer und<br />

Atlantik und dem Verdampfen von solehaltigem<br />

Quellwasser gibt es schon seit dem<br />

frühen Mittelalter alternative Verfahren zur<br />

Gewinnung des kostbaren Salzes. In Nord<br />

Seite 37


deutschland und in den Niederlanden wurden<br />

zum Beispiel Torfgebiete entdeckt, in<br />

denen eine relativ hohe Salzkonzentration<br />

im Boden gefunden wurde. In sehr aufwändigen<br />

Verfahren wurden Salz und Torf getrennt<br />

und das Salz in einem mehrstufigen<br />

Prozess gewaschen und für den Verzehr aufbereitet.<br />

Die Halligen in der deutschen Nordsee<br />

verdanken diesem Verfahren zur Gewinnung<br />

von „Hall“ – gleich Salz – ihren Namen.<br />

Auf die längste Geschichte blickt aber der<br />

Abbau von sogenanntem Steinsalz in den<br />

Alpen zurück. Schon um 1.500 vor Christi<br />

Geburt entstand so zum Beispiel im österreichischen<br />

Hallstatt das älteste bekannte<br />

Bergwerk der Welt. Seine Blütezeit erlebte<br />

dieses Bergwerk etwa von 800 bis 400 vor<br />

Christus als mehrere Schächte bis in eine<br />

Tiefe von rund 300 Metern vorgetrieben<br />

wurden und das kostbare Steinsalz gefördert<br />

wurde. Ein Bergrutsch verschüttete das<br />

Bergwerk und über Jahrhunderte ruhte dort<br />

der Betrieb, bis man im Mittelalter damit begann,<br />

hier erneut Salz zu fördern. Allerdings<br />

mit einer anderen Technologie: Es wurde<br />

Wasser in die salzführenden Gesteinsschichten<br />

gepumpt. Dort löste das Wasser Salz aus<br />

und trat als Sole wieder zu Tage. Und hier<br />

begann dann, wie schon für die Lüneburger<br />

Salinen beschrieben, das Verfahren des Verdampfens<br />

der Sole in große Siedepfannen<br />

zur Gewinnung des reinen Salzes. An die Erkenntnisse<br />

der frühen Gewinnung von Salz<br />

in bergmännischem Abbau knüpfte auch<br />

der Geologe Carl Christian Friederich Glenck<br />

an, der ab den 1820er Jahren die Methoden<br />

zur Suche nach Salzvorkommen in tieferen<br />

Gesteinsschichten erfolgreich verfeinerte. Er<br />

stieß dabei auf ergiebige Salzvorkommen<br />

und gründete mehrere Salinen, unter anderem<br />

die Schweizer Halle bei Basel.<br />

DIE INDUSTRIELLE<br />

PRODUKTION<br />

Vor mehr als 250 Millionen Jahren haben<br />

sich an vielen Stellen in Europa durch Erhebungen<br />

des damaligen Meeresbodens<br />

Ablagerungen von reinem Salz gebildet, die<br />

von Sedimenten der späteren Erdgeschichte<br />

überdeckt wurden. Durch Tiefenbohrungen<br />

kann man diese Salzstöcke, Salzmauern<br />

oder Salzkissen, die unterschiedlich nah an<br />

die Erdoberfläche heranreichen und auch<br />

über unterschiedliche Mächtigkeiten verfügen,<br />

entdecken. Mit diesen neuen Bohrungstechniken<br />

wurden großvolumige Salzvorkommen<br />

entdeckt, die aus dem vormals<br />

sehr exklusiven Mineral ein stets verfügbares<br />

Massenprodukt machten. Heute werden<br />

mit vollautomatischem Abraumwerkzeug<br />

und ausgetüftelten Fräsen überall auf der<br />

Welt Salzkammern von riesigen Ausmaßen<br />

ausgebeutet. So steht den Menschen Salz in<br />

jedem Supermarkt zu günstigen Preisen zur<br />

Verfügung. Neben dem Abbau von Steinsalz,<br />

die Produktion in Deutschland liegt bei etwa<br />

440.000 Tonnen im Jahr und trägt damit<br />

rund drei Prozent zur weltweit geförderten<br />

Menge bei, werden in diesen Salzbergwerken<br />

auch Kalisalze gefördert, die für die<br />

chemische Industrie und für die Produktion<br />

von Düngemitteln von größter Bedeutung<br />

sind. Neben dem bergmännischen Abbau<br />

von Salz aus Gestein, dass zu mindestens 90<br />

Prozent aus reinem Salz besteht, spielt auch<br />

das aus früheren Epochen bekannte Auswaschen<br />

und Sieden von Salz im industriellen<br />

Maßstab bis heute eine wichtige Rolle. Auch<br />

die Gewinnung von Salz aus Meerwasser<br />

bleibt eine bedeutende Quelle: Rund 20 Prozent<br />

des weltweit verbrauchten Speisesalzes<br />

wird aus Meerwasser gewonnen. Neben<br />

den europäischen Küsten wie der Algarve,<br />

der Bretagne, in der Camargue, der Toskana<br />

oder in Kroatien stehen auch ausgetrocknete<br />

Salzseen in Afrika hier im Fokus.


Welches Salz ist das Richtige?<br />

Ganz abgesehen von der Tatsache, dass in Deutschland der durchschnittliche<br />

Tageskonsum von Salz zu hoch ist und jeder Konsument<br />

sich intensiv mit der Frage beschäftigen sollte, wie der individuelle<br />

Salzverbrauch eher gesenkt werden kann – im Sinne der Gesundheitsförderung<br />

– steht für viele Verbraucher die Frage im Mittelpunkt,<br />

welches Salz eigentlich zu empfehlen ist. Dazu hier eine kurze<br />

Sammlung wichtiger Informationen:<br />

STEINSALZ<br />

Als Steinsalz werden die Salze bezeichnet, die in einem der hochmodernen<br />

Salzwerke gewonnen werden, die das Salz der Salzstöcke<br />

in großer Tiefe abbauen. Nach der Förderung durchläuft dieses Salz<br />

einen Prozess der industriellen Nachbereitung, in dem es zu Salz für<br />

den Verbrauchermarkt verfeinert wird. Zu diesem Prozess zählt bei<br />

rund 80 Prozent des angebotenen Tafelsalzes auch die Jodierung<br />

des Salzes. Durch diese Beifügung von Jod soll der Jodmangel in der<br />

Bevölkerung minimiert werden, in benachbarten europäischen Ländern<br />

ist diese Beimischung von Jod sogar gesetzlich vorgeschrieben.<br />

Eine weitere Beifügung sind die sogenannten Rieselhilfen. Da<br />

Salz dazu neigt, Wasser einzulagern und somit feucht zu werden, ist<br />

eine feine Dosierung des Gewürzes – zum Beispiel beim Rieseln aus<br />

dem Salzstreuer – ohne den Einsatz von Rieselhilfen nicht immer<br />

gewährleistet. Die früher übliche Methode der Hausfrauen, mit Hilfe<br />

von einigen Reiskörnern dem Salz die Feuchtigkeit zu entziehen, ist<br />

in der industriellen Produktion dem Einsatz einer Vielzahl von chemischen<br />

Hilfsmitteln gewichen. Die meisten davon sind unbedenklich,<br />

gegen einige gibt es aber durchaus gesundheitliche Bedenken.<br />

Man kann diese Problematik umgehen, indem man Steinsalz im Bioladen<br />

oder Reformhaus kauft, das ohne Rieselhilfen und teils auch<br />

ohne Jodierung angeboten wird. Zwar etwas teurer, aber im Vergleich<br />

zu früheren Zeiten immer noch sehr erschwinglich.<br />

MEERSALZ<br />

Meersalz zählt zu den bevorzugten Alternativen, die vor allem von<br />

Hobbyköchen gerne genutzt wird. Häufig wird das Meersalz auch<br />

sehr grobkörnig angeboten und wird dann frisch in der Salzmühle<br />

zum Verzehr gemahlen. In letzter Zeit ist das Meersalz allerdings<br />

durch den Fund von Mikroplastik in Verruf geraten. Besonders betroffen<br />

hiervon: Das beliebte Fleur de Sel. Dieses feine Salz wird im<br />

Gegensatz zum sonstigen Meersalz direkt von der Wasseroberfläche<br />

abgeschöpft und da Plastik Auftrieb hat, findet sich leider im<br />

Fleur de Sel heute auch die höchste Konzentration von Mikroplastik.<br />

Ursalz / Himalaya-Salz<br />

Geradezu magische Kräfte werden dem Ursalz, das meist im Himalaya-Gebirge<br />

gewonnen wird, zugesprochen. Dieses Salz ist aufgrund<br />

von Spuren von eingelagertem Eisenoxyd leicht rosa gefärbt. Ob<br />

die angeblich positiven Schwingungen der weiteren Mineralien,<br />

die in geringsten Spuren in diesem Salz nachzuweisen sind, allerdings<br />

wirklich die positiven gesundheitlichen Wirkungen auslösen<br />

können, die die Fans diesem Salz zuschreiben, ist wissenschaftlich<br />

höchst umstritten. Unstreitig ist hingegen der deutlich höhere Preis,<br />

der vor allem dann kaum zu rechtfertigen ist, wenn das Salz gar<br />

nicht aus dem Himalaya, sondern aus einem Salzwerk in Pakistan<br />

stammt. Entsprechende Herkunftsnachweise sollten also vor dem<br />

Kauf unbedingt genau gelesen werden.


Design prägt<br />

Imageigniac<br />

Assoziationen sind flink. Häufig ganz unbewusst<br />

purzeln unsere Klischees und Urteile in unser<br />

Bewusstsein. „Dies betrifft unsere ganze Lebensumwelt.<br />

Bisher wird die Mehrzahl der Menschen<br />

beim Begriff ‘Hörgerät‘ vermutlich schnell an Alter,<br />

Krankheit, Einschränkungen denken. Da stimmen<br />

Assoziationen und moderne Produktwelten aber<br />

nicht mehr überein. Eine Veränderung des Images<br />

und der Assoziationen muss dringend her“, sagt<br />

Sascha Kelz, Gründer von Dreiklang Hörsysteme.<br />

„Dazu gehört auch das Ambiente, in dem Hörsysteme<br />

präsentiert werden – so ist unser Geschäft in einem<br />

neuen Stil entstanden.“<br />

Mit seinem schlanken Design erinnern die Hörsysteme<br />

Signia Styletto AX an die modernen In-Ear Kopfhörer,<br />

die von allen Musikfans geliebt werden.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Herr Kelz, was meinen Sie genau<br />

mit der Kraft des Designs?<br />

Sascha Kelz: Lassen Sie mich dies an einem<br />

Beispiel verdeutlichen: Wenn Sie heute an<br />

einer klassischen Villa im Jugendstil vorbei<br />

gehen, dann haben Sie ganz schnell eine<br />

Flut von Bildern im Kopf. Da geht es um<br />

knarzendes Parkett, gediegenes Ambiente<br />

und große Bücherregale. Wenn Sie an einem<br />

Bungalow im Bauhaus-Stil vorbei gehen,<br />

werden Sie im Inneren einen original Eames-<br />

Chair und eine hochwertige HiFi-Anlage vermuten.<br />

Diese Beispiele zeigen, wie sehr die<br />

Architektur unsere Bilder von Leben prägen<br />

kann. Ein weiteres Beispiel dafür sind die<br />

modernen Markenstores von Apple. Wenn<br />

Sie einen solchen Store – zum Beispiel in<br />

Köln – betreten, dann werden auf einem riesigen<br />

Areal sehr zurückhaltend einige Produkte<br />

präsentiert. Man fühlt sich hier eher<br />

wie in einem Museum als in einem Verkaufs-<br />

paradies. Was geschieht? Der gefühlte Wert<br />

der ausgestellten Produkte steigt in diesem<br />

Ambiente. Das Interior-Design prägt also<br />

das Image der Produkte.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Und welche Schlussfolgerung haben<br />

Sie darauf für Ihre Produktwelten gezogen?<br />

Sascha Kelz: Eine wichtige Schlussfolgerung<br />

ist, dass die Produkte, die uns die innovativen<br />

Hörsystemen aufzeigen, in das<br />

Design der Hörstudios passen müssen. Solange<br />

moderne Hörsysteme in einem eher<br />

angestaubten Ambiente präsentiert werden,<br />

müssen wir uns nicht darüber wundern,<br />

dass der Imagewechsel der Produkte<br />

nicht so richtig funktioniert. Aus diesem<br />

Grunde ist bei Dreiklang Hörsysteme eine<br />

Mischung aus Industrial-Design und Wohlfühl-Atmosphäre<br />

in zeitgemäßem Wohnstil<br />

entstanden. Der Loft-Charakter war schon<br />

ein wenig durch das Ladenlokal mit seinen<br />

großen Oberlichtern, die uns sehr viel Licht<br />

schenken, vorgegeben. Wir haben dann bei<br />

Sascha Kelz ist begeisterter Radfahrer. Das wird auch<br />

in seinem Ladenlokal deutlich - das Rad vom Hersteller<br />

Cannondale ist prominent platziert.


der Gestaltung auf die Farbe Weiß und eine<br />

Beton-Optik gesetzt. Ergänzt um Elemente<br />

aus Holz und Kupfer. So haben wir eine Atmosphäre<br />

geschaffen, in der man sich gerne<br />

aufhält. Und dieser Ansatz von klarem Design<br />

und Wohlfühl-Qualität überträgt sich<br />

dann auch auf unsere Konzepte bei der Anpassung<br />

von Hörsystemen.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Was steht denn da im Vordergrund?<br />

Sascha Kelz: Unsere Kunden – bei den Klienten,<br />

bei denen wir ein Hörsystem nach der<br />

operativen Implantation eines Cochlea-Implantates<br />

anpassen, sprechen wir von Patienten<br />

– sollen sich ab dem ersten Besuch<br />

bei uns wohl fühlen. Dieses positive Grundgefühl<br />

ist ein wichtiger Pfeiler, um auch entspannt<br />

den Prozess der Anpassung eines<br />

Hörgerätes zu erleben – und so individuell<br />

zu den besten Ergebnissen zu gelangen.<br />

Denn wir brauchen ja die aktive Unterstützung<br />

der Kunden, um aus den technischen<br />

Möglichkeiten moderner Hörsysteme die<br />

besten Optionen für den Kunden herauszuarbeiten.<br />

Und ein wirklich gut eingestelltes<br />

Hörsystem, das optisch auch noch überzeugt,<br />

kann man dann mit Stolz tragen und<br />

Freunden und Familie von den tollen Ergebnissen<br />

berichten – das ist unser Ziel.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Und damit entwickelt sich dann<br />

auch ein anderes Image?<br />

Sascha Kelz: Genau. Das geht zwar nicht<br />

von heute auf morgen, sondern braucht<br />

seine Zeit. Aber in diesem Image-Wandel<br />

liegt unser Ziel. Wenn ich sehe, dass sich<br />

Kunden nach der Anpassung mit einem<br />

neuen Hörsystem intensiv mit der App des<br />

Herstellers beschäftigen, um vielleicht noch<br />

bessere Klangergebnisse zu erzielen, dann<br />

ist das genau die richtige Entwicklung: Mit<br />

moderner Technik ist das Hörsystem ein<br />

Element des modernen Lifestyles – so sollten<br />

Kunden heute ihre Hörsysteme erleben.<br />

Übrigens wird diese Philosophie auch von<br />

unseren Mitarbeitern engagiert umgesetzt.<br />

Alle verfügen über langjährige Erfahrungen<br />

in unserer Branche und freuen sich, wenn<br />

sie Kunden aktiv in diese positive Zukunft<br />

der modernen Hörsysteme begleiten können.<br />

Und damit wir immer die bestmögliche<br />

Produktauswahl für unsere Kunden bieten,<br />

haben wir uns bewusst dazu entschieden,<br />

die Produktlinien von mehreren Herstellern<br />

in unserem Hörstudio aufzunehmen.<br />

So können wir die jeweiligen Stärken eines<br />

Systems für den individuellen Bedarf unserer<br />

Kunde nutzen.<br />

Dreiklang Hörsysteme e.K.<br />

Burgstraße 11<br />

42103 Wuppertal<br />

Telefon 0202.478 449-55<br />

hallo@dreiklanghoeren.de<br />

www.dreiklanghoeren.de<br />

Sascha Kelz und seine Familie haben sich<br />

mit dem Geschäft Dreiklang Hörsysteme<br />

ihren Traum erfüllt. Überzeugen Sie sich von<br />

fachlicher Qualität und der angenehmen<br />

Atmosphäre bei einem Beratungsgespräch.<br />

Seite 41


Planung ist unsere Stärke<br />

Die Einrichtung von Büros orientiert sich immer deutlicher an den Bedürfnissen der<br />

Mitarbeiter. „Eine Entwicklung, die zu mehr Kreativität und höherer Leistungs-Effizienz<br />

führt“, weiß Büro-Experte Jörn Birkenheuer. Um die besten Ergebnisse zu erzielen,<br />

sollte ein Team von Spezialisten in die Planungen einbezogen werden. „Je früher, desto<br />

besser“, sagt Jörn Birkenheuer und steht für Projektanfragen gerne zur Verfügung.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Herr Birkenheuer, wann ist der richtige Moment, um Arbeitsplatz-Experten<br />

wie Sie in die Planungen neuer Büroflächen einzubeziehen?<br />

Jörn Birkenheuer: Unsere Erfahrung zeigt, dass man uns als Experten<br />

für neues Arbeiten schon bei den ersten Skizzen und Entwürfen<br />

für neue Bürobauten in die Planungen einbeziehen sollte. Denn<br />

wenn in der ersten Planungsphase falsche Annahmen bezüglich der<br />

Flächenanalyse der einzelnen Arbeitsplätze, der Kommunikationsbereiche<br />

oder der Konferenzräume getroffen werden, sind diese im<br />

weiteren Verlauf der Planungen nur sehr schwer zu korrigieren. Da<br />

sich die Arbeitswelt aber gerade im Nachgang zur Corona-Pandemie<br />

work and relax!<br />

Jörn Birkenheuer e.K.<br />

Ludwig-Richter-Straße 20<br />

42329 Wuppertal<br />

Telefon 0202.279 18 41<br />

mail@workandrelax.de<br />

www.workandrelax.de<br />

erheblich verändert, muss diese neue berufliche Wirklichkeit auch<br />

frühzeitig in die Planungen einfließen.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Was bringt work and relax! in die Planungen ein?<br />

Jörn Birkenheuer: Wir sind Partner der Initiative ‚Hallo Arbeit‘ in<br />

der ein bundesweites Netzwerk von Experten zusammengeschlossen<br />

ist. So bringen wir gebündelte Expertise in die Planungen ein<br />

und können zum Beispiel durch frühzeitige Visualisierungen von<br />

geplanten Büroetagen verdeutlichen, wie sich die spätere Arbeitsumwelt<br />

für die Mitarbeiter darstellen wird. Diese Visualisierungen<br />

sind auch ein wichtiges Instrument, um bereits in der Planungsphase<br />

von neuen Büros die notwendigen Veränderungsprozesse in den<br />

Unternehmen anzustoßen und breit zu diskutieren. In unseren Konzepten<br />

werden bereits Flächen für die Kommunikation und für das<br />

konzentrierte, ruhige Arbeiten ausgewiesen. Das Thema hybrides<br />

Arbeiten – also die Kombination von Home Office und Arbeitsplatz<br />

im Unternehmen – wird von Beginn an mit bedacht und Themen wie<br />

Akustik am Arbeitsplatz, ergonomische Konzepte und die richtige<br />

Beleuchtung stehen bei uns mit im Fokus.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Und Sie begleiten die Projekte dann bis zur finalen Umsetzung?<br />

Jörn Birkenheuer: Ja, dass entspricht unserem Grundkonzept. Von<br />

der Planung bis zum Einzug – wenn der Kunde unser gesamtes Leistungspaket<br />

abrufen möchte. Gerne sprechen wir den konkreten Ablauf<br />

der Projekte individuell mit den Kunden ab.


Best Property<br />

Agents<br />

<strong>2023</strong><br />

Kompetenz<br />

MIT AUSZEICHNUNG<br />

Erneut wurde Immobilienmakler Thomas Kramer vom führenden deutschen Branchenmagazin<br />

‚Bellevue‘ als einer der besten Makler unseres Landes ausgezeichnet. Vor allem seine<br />

Konzentration auf die Wuppertaler Wohnlagen, die ihm bestens bekannt sind und seine Fokussierung<br />

auf die Vermarktung privater Wohnhäuser haben ihm zu vielen positiven Rückmeldungen<br />

seiner Kunden und damit zu dieser bemerkenswerten Auszeichnung verholfen.<br />

FAIRER PARTNER AUCH IN SCHWIERIGEM MARKTUMFELD<br />

Durch die Erhöhung der Leitzinsen durch die EZB haben sich die Immobilienmärkte spürbar<br />

verändert. „Die Finanzierungskosten für Immobilienkäufer haben sich deutlich erhöht. Das<br />

verändert auch die Struktur der Marktpreise für die Verkäufer von Immobilien signifikant.<br />

Diese beiden Aspekte muss man heute sehr deutlich mit den beteiligten Partnern im Verkaufsprozess<br />

besprechen“, beschreibt Thomas Kramer die einschneidenden Veränderungen<br />

im Marktumfeld. Weiterhin berät Thomas Kramer die Verkäufer von Immobilien in die<br />

Richtung von realisierbaren Verkaufspreisen. „Anders als in den letzten Jahren muss man<br />

sich heute aber einfach auf einen längeren Zeitraum des Verkaufsprozesses einstellen. War<br />

dieser Prozess noch vor kurzer Zeit mit einem Sprint vergleichbar, viele Immobilien haben<br />

schnell den Besitzer gewechselt, geht die Entwicklung aktuell eher in Richtung eines Marathon-Laufs<br />

– die notwendige Geduld zahlt sich jedoch aus.“<br />

Thomas Kramer IMMOBILIEN<br />

Immobilienmakler Wuppertal<br />

Westfalenweg 269<br />

42111 Wuppertal<br />

Telefon 0202.27 27 62 99<br />

info@thomaskramer-immobilien.de<br />

www.thomaskramer-immobilien.de


Die Marke<br />

VW in der<br />

Offensive<br />

Marvin Jenzowski, der im Volkswagen Zentrum Wuppertal die Neuwagen-Abteilung<br />

für die Fahrzeuge der Marke VW leitet, informiert über die strategische Ausrichtung des<br />

VW-Konzerns und was die Automobilisten in Wuppertal zukünftig erwarten dürfen.<br />

Ein Blick auf die Straßen Wuppertals reicht bereits aus, um die Bedeutung<br />

der Marke VW für die Mobilität in unserer Region einzuschätzen.<br />

„Wie für weite Teile der Republik gilt auch im <strong>Bergisch</strong>en<br />

Land, dass Volkswagen zu den bedeutenden Anbietern von Automobilen<br />

zählt. Und unser Volkswagen Zentrum hier am Uellendahl<br />

hat dazu im Verbund der starken Gottfried Schultz Gruppe in den<br />

letzten Jahrzehnten maßgeblich beigetragen. Wir sehen unsere<br />

Aufgabe darin, diese Stärke nun auch durch den Transformationsprozess,<br />

der erkennbar begonnen hat, hindurch zu stabilisieren –<br />

und vielleicht sogar ein wenig auszubauen“, gibt Marvin Jenzowski<br />

eine erste Einschätzung.<br />

TRANSFORMATION ZUR E-MOBILITÄT<br />

Bei der Internationalen Automobil Ausstellung <strong>2023</strong> in München<br />

zeigte sich wie unter einem Brennglas vor welchen Herausforderungen<br />

die deutschen Automobilkonzerne stehen. „Zu einigen<br />

der wichtigsten Probleme bietet VW bereits heute überzeugende<br />

Lösungen“, stellt Verkaufsleiter Jenzowski fest. „Zum Beispiel mit<br />

der neuen VW-Limousine ID.7, die ab sofort bestellbar ist. Mit einer<br />

Reichweite von über 600 Kilometern und einem intuitiven Bedienfeld<br />

ist hier ein für Geschäftskunden überzeugendes Automobil<br />

vorgestellt worden, dass im Alltag alle Anforderungen an moderne<br />

Volkswagen Zentrum Wuppertal<br />

Gottfried Schultz GmbH & Co. KG<br />

Uellendahler Straße 245-251<br />

42109 Wuppertal<br />

Telefon 0202 27 57 - 0<br />

www.vw-center-wuppertal.de<br />

Mobilität problemlos erfüllt. Wenn nun auch noch – wie von Kanzler<br />

Olaf Scholz angekündigt – die Ausstattung mit Schnell-Ladesystemen<br />

vorangetrieben wird, sollten die wichtigsten Bedenken vieler<br />

Kunden gegen die E-Mobilität zerstreut sein.“ Wie intensiv sich der<br />

VW-Konzern mit den Wünschen seiner Kunden auseinandersetzt,<br />

zeigt sich auch am neuen Passat, der pünktlich zur IAA vorgestellt<br />

werden konnte: „Hier liegt der Schwerpunkt auf neuen Effizienz-<br />

Antrieben. Mit völlig neu entwickelten Hybrid-Antrieben gewährleistet<br />

VW, dass der Passat mit einer E-Reichweite von 100 Kilometern<br />

und der neuen Möglichkeit des schnellen Ladens im Alltag als<br />

rein elektrisches Fahrzeug genutzt werden kann. Bei längeren Reisen<br />

steht dann aber auch ein sparsamer Turbobenziner im Verbund<br />

mit dem E-Antrieb zur Verfügung und sorgt so für Reichweiten von<br />

rund 1.000 Kilometern – ohne Tank- oder Ladestopps.“ Wie wichtig<br />

das Modell Passat für den VW-Konzern ist, zeigt ein Blick auf die<br />

Zahlen: Mit mehr als 34 Millionen verkauften Exemplaren ist der<br />

Passat hinter dem Golf – aber noch vor dem Käfer – das zweitwichtigste<br />

Modell in der Geschichte der Wolfsburger Autoschmiede.<br />

NEUE HERAUSFORDERUNGEN<br />

AUCH FÜR DEN HANDEL<br />

Neben den Herstellern stehen auch die Automobilhändler in<br />

Deutschland vor großen Herausforderungen. „Im Zuge der Pandemie<br />

und des russischen Angriffs auf die Ukraine haben wir alle beobachten<br />

können, wie fragil die Lieferketten sind. Mittlerweile hat<br />

sich die Lage entspannt und die Produktionszahlen steigen wieder<br />

spürbar. Damit sollten wir bald wieder in der Lage sein, allen Kunden<br />

ihr Wunschmodell innerhalb vertretbarer Lieferfristen zu besorgen.“<br />

Allerdings zeigen sich im Alltag erhebliche Logistik-Probleme. „Die<br />

Belieferung der Händler mit den richtigen Fahrzeugen ist ein komplexe<br />

Logistik-Aufgabe. Und hier sehen wir noch die Nachwirkungen<br />

der Krisen. Unsere Aufgabe besteht aktuell vor allem darin, dafür zu<br />

sorgen, dass unsere Kunden das richtige Fahrzeug zum gewünschten<br />

Termin erhalten.“ Dabei dürfen sich die Kunden des Volkswagen<br />

Zentrums Wuppertal aber auf einen starken Partner verlassen. „Die<br />

Gottfried Schultz Gruppe zählt in Deutschland zu den wichtigsten<br />

Händlern des VW-Konzerns. Das sorgt bei Liefer-Problemen für die<br />

notwendige Aufmerksamkeit“, fasst Marvin Jenzkowski zusammen.


Von links: Thorsten Mainzer, Patrick Maksimovic, Gordon Bröcker, Maurice Heyra, Martin Michel<br />

„Wir sind Ihre Audi-Ansprechpartner“<br />

Wer ein Automobil der Marke Audi sucht, sollte in jedem Fall das Verkaufsteam<br />

des Audi Zentrums Wuppertal ansprechen. „Denn das ist unser eigener Anspruch:<br />

Wir möchten gerne allen Audi-Interessenten aus dem <strong>Bergisch</strong>en Land ein Angebot<br />

unterbreiten“, bestätigt Verkaufsleiter Patrick Maksimovic.<br />

Dabei wissen die Verkäufer rings um den engagierten Verlaufsleiter<br />

natürlich, dass nicht jedes Angebot automatisch zum Erfolg führen<br />

kann. „Aber wir mögen unsere Marke Audi einfach sehr, wir verfügen<br />

über viel Erfahrung in unserem Team und wir können mit der<br />

großen Gottfried Schultz-Gruppe im Hintergrund manchmal eben<br />

doch für einen kleinen Unterschied zu unseren Wettbewerbern sorgen.“<br />

Und als größter Audi-Partner in der Region ist dieser Wunsch,<br />

für alle Audi-Fans erster Ansprechpartner zu sein auch durchaus<br />

nachvollzierbar.<br />

DIE SICHTBARKEIT STÄRKEN<br />

Ergänzend arbeitet das Audi Zentrum Wuppertal daran, noch stärker<br />

als ein wichtiger Markenbotschafter wahrgenommen zu werden.<br />

„Wir haben unsere Präsenz in Netzwerken, bei Events und im<br />

Bereich Sponsoring noch einmal konzentriert und verstärkt. Jeder<br />

Automobil-Interessent im <strong>Bergisch</strong>en Land soll wissen, dass wir die<br />

kompetenten Ansprechpartner in allen Fragen rings um die Marke<br />

Audi sind.“<br />

SCHNELLE REAKTIONEN<br />

AUF KUNDENANFRAGEN<br />

„Wenn man diesen Wunsch und Anspruch an sich selbst mit Leben<br />

erfüllen möchte, zählt dazu vor allem eine schnelle Reaktion auf<br />

Kundenanfragen zu gewährleisten, um so im Gespräch das notwendige<br />

Vertrauen in unsere Kompetenz aufzubauen“, weiß Patrick<br />

Maksimovic und hat mit entsprechenden Ergänzungen in der Organisationstruktur<br />

des Audi-Zentrums reagiert. „Wir haben unsere<br />

telefonische Erreichbarkeit in den letzten Monaten spürbar verbessert.<br />

Während es früher doch manchmal Warteschleifen gab, sehen<br />

wir heute, dass die Kunden sehr zügig mit dem Verkaufsteam verbunden<br />

werden. Außerdem sind wir über unsere Website via Mail<br />

noch schneller erreichbar und auch die sozialen Medien halten wir<br />

kontinuierlich im Blick. So erhalten Kunden von uns immer sehr zeitnah<br />

eine Rückmeldungen.“<br />

Volkswagen Zentrum Wuppertal<br />

Audi Zentrum Wuppertal<br />

Uellendahler Straße 306<br />

42109 Wuppertal<br />

Telefon 0202.26631-0<br />

info@audi-zentrum-wuppertal.de<br />

www.audi-zentrum-wuppertal.de


SO SCHMECKT<br />

DAS BERGISCHE LAND<br />

Die köstliche Limonade ClimAid wird bei der Haaner Felsenquelle<br />

abgefüllt. Der Vorteil: Nur kurze Lieferwege bis zu den Kunden<br />

im <strong>Bergisch</strong>en Land. Mit den beiden neuen Geschmacksrichtungen<br />

Kola und Kola ohne Zucker haben die Macher von ClimAid – zu Ihnen<br />

zählen vor allem Stefan Römer, Mitinhaber der Haaner Felsenquelle<br />

und Maximilian Lein, Marketingleiter im Unternehmen – nun die<br />

Produktfamilie von ClimAid abgerundet.<br />

DER SCHUTZ DER UMWELT<br />

„Wir haben die fruchtigen ClimAid-Limonaden mit dem klaren Ziel<br />

entwickelt, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten“, führt Mitgründer<br />

Lein im <strong>INCENTO</strong>-Gespräch aus. „Dazu zählt neben den kurzen<br />

Lieferwegen und der Einsparung von Ressourcen in Produktion<br />

und Vertrieb vor allem die Umsetzung von Klimaschutzprojekten in<br />

unserer Region.“ Mit dem Einsatz von einem Euro je Kasten konnten<br />

so bereits mehrere Hektar Wald mit über 10.000 standortgerechten<br />

Laubgehölzen in Hagen aufgeforstet werden. „Die ClimAid-Limonade<br />

wird also klimaneutral produziert und stellt so eine echte<br />

regionale Alternative des nachhaltigen Genusses dar.“<br />

<strong>INCENTO</strong>-GÄSTE HABEN SCHON PROBIERT<br />

Bei der ‚Nacht der Lichter <strong>2023</strong>‘ konnten sich viele Gäste des IN-<br />

CENTO-Events bereits vom Geschmack der Fruchtlimonaden überzeugen.<br />

„Mit großem Erfolg“, berichten die beteiligten <strong>INCENTO</strong>-Unternehmer.<br />

„Viele unserer Kunden haben berichtet, dass ihnen diese<br />

Limonaden außerordentlich gut geschmeckt haben.“<br />

Und hier können Sie die ClimAid-Limonade in Wuppertal beziehen: Getränke Doeden, Getränke Frieling, Getränke Star,<br />

Local Life Steinbrenner, Rainer Schildberg GmbH, Trinkgut Getränkemärkte, Schildberg Getränkemarkt, Getränkemarkt<br />

Edeka Billstein, Akzenta Märkte, Getränke M. Lauterbach, Hornig Getränke oHG, Getränke Fickel, EDEKA Center Selders


In der letzten <strong>INCENTO</strong>-Ausgabe<br />

stellten Kai und Achim Buscher<br />

das Konzept zur Aufstellung von<br />

Ladesäulen für E-Fahrzeuge vor.<br />

Jetzt wurde das erste Projekt<br />

fertiggestellt – und weitere sollen<br />

folgen.<br />

Die ersten<br />

Ladestationen stehen!<br />

<strong>INCENTO</strong>: Herr Buscher, welches Projekt konnten Sie realisieren?<br />

Achim Buscher: Wir haben in Wermelskirchen vier Parkplätze mit zwei AC-<br />

Ladesäulen (2 x 22KW / 4 x11 KW) ausgestattet. Die Parkplätze befinden<br />

sich auf einem öffentlich zugänglichen privaten Gelände und stehen als öffentliche<br />

Ladesäulen allen E-Mobilisten zur Verfügung. Der Strom für diese<br />

Ladestationen wird von uns – also von der Buscher Energie – geliefert und<br />

mit den Verbrauchern abgerechnet. Der Inhaber der Parkplätze erhält von<br />

uns eine festgelegte Miete.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Und dieses System würden Sie auch an anderer Stelle umsetzen?<br />

Kai Buscher: Ja, das ist unser Plan. Idealerweise sollten es öffentlich zugängliche<br />

Stellplätze oder Kundenparkplätze wie zum Beispiel an Bäckereien<br />

oder Einkaufsmärkten sein. Je nach Standort und Potenzial gibt es unterschiedliche<br />

Ladesäulen-Konzepte.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Können überall Schnell-Ladestationen installiert werden?<br />

Kai Buscher: Das kommt darauf an, ob die Infrastruktur ausreichend ist.<br />

Wie klären die Netzverträglichkeit mit den zuständigen Netzbetreibern im<br />

Vorfeld ab. In der Regel machen die Schnellladesäulen nur bei einer sehr<br />

hohen Kundenfrequenz und kurzen Verweilzeiten Sinn. Daher findet man<br />

diese Säulen häufig in der Nähe von Autobahnen.<br />

<strong>INCENTO</strong>: Sie möchten dieses Miet-System zeitnah auch auf den Bereich der<br />

Photovoltaik ausdehnen. Was verbirgt sich dahinter?<br />

Achim Buscher: Noch sehr viele Dächer in NRW könnten für die Gewinnung<br />

von umweltfreundlicher Sonnenenergie genutzt werden. Aber viele Immobilienbesitzer<br />

scheuen den finanziellen, technischen und administrativen<br />

Aufwand. An diese Besitzer, die gerne mit einem Partner hier aus der Region<br />

zusammenarbeiten möchten, wenden wir uns mit unserem Angebot: Wir<br />

mieten die Dachfläche und installieren dort Solarpaneele. Dem Hausbesitzer<br />

entstehen keine Kosten. Mit dem so gewonnenen CO 2<br />

-neutralen Strom<br />

können wir dann weitere E-Ladestationen mit grünem Strom beliefern. Ein<br />

umweltfreundlicher Kreislauf, in dem wir als Buscher-Energie sowohl die Finanzmittel<br />

als auch die technische Kompetenz bereitstellen.<br />

Achim (links) und Kai Buscher stehen für Anfragen zur<br />

Elektromobilität und zu Photovoltaik-Anlagen jederzeit gerne Verfügung.<br />

Ernst Buscher GmbH & Co. KG<br />

Staubenthaler Straße 17<br />

42369 Wuppertal<br />

Telefon 0202.246 70 0<br />

info@buscher-energie.de<br />

www.buscher-energie.de


– KULTUR-TIPPS IM WESTEN –<br />

PABLO PICASSO | MAX BECKMANN<br />

MENSCH – MYTHOS – WELT, 17. SEPTEMBER <strong>2023</strong> - 07. JANUAR 2024, VON DER HEYDT MUSEUM WUPPERTAL<br />

Pablo Picasso (1881-1973) und Max Beckmann (1884-<br />

1950) sind Schlüsselfiguren der Moderne. Beide leisten<br />

in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts entscheidende<br />

Beiträge zu einer Neudefinition der Möglichkeiten<br />

und der Aufgaben gegenständlicher Malerei. Auf breiter<br />

Basis und im Rahmen einer Ausstellung miteinander<br />

vergleichen konnte man ihre Werke und damit<br />

ihre künstlerischen Haltungen und Auffassungen indes<br />

noch nie. Das Von der Heydt-Museum Wuppertal und<br />

das Sprengel Museum Hannover haben sich zusammengetan,<br />

um dies erstmals zu ermöglichen. Das Von<br />

der Heydt-Museum ist mit seiner Ausstellungsstation<br />

offizieller Partner des internationalen Projekts „Celebration<br />

Picasso 1973-<strong>2023</strong>“, das <strong>2023</strong> an den 50. Todestag<br />

des Künstlers erinnert.<br />

Pablo Picasso, Der Maler bei der Arbeit, 1964<br />

Gouache und Tusche über Lithografie 110,5 x 87 x 2,5 cm<br />

Sprengel Museum Hannover © Succession Picasso / VG Bild-Kunst, Bonn <strong>2023</strong><br />

Max Beckmann,<br />

Selbstbildnis als Clown, 1921<br />

Leinwand<br />

100 x 59 cm<br />

Von der Heydt-Museum Wuppertal<br />

Beckmann und Picasso, die die bewegte Epoche vom<br />

Fin de Siècle über zwei Weltkriege bis in die Zeit nach<br />

1945 durchlebten, haben mit ihrer Kunst unseren Blick<br />

auf das 20. Jahrhundert geprägt. Von unterschiedlichen<br />

Voraussetzungen ausgehend, gelangten sie eigenständig<br />

zu individuellen Lösungen großer Fragen der Kunst<br />

und kreisen mit ihrem Schaffen um Kernfragen der<br />

menschlichen Existenz. Trotz unterschiedlicher künstlerischer<br />

Auffassungen berühren ihre Positionen sich dabei<br />

immer wieder auf überraschende Weise. Während<br />

beide Künstler einerseits alte Regeln der Bildordnung<br />

zerstörten, griffen sie andererseits auf kunsthistorische<br />

Traditionen zurück; sei es, wie bei Picasso, um die<br />

Kunstgeschichte nach neuen, eigenen Maßstäben fortzuschreiben,<br />

oder, wie im Falle Beckmanns, um einen<br />

von modernen Mythen geprägten Bildkosmos zu schaffen.<br />

Beides setzt eine intensive Auseinandersetzung<br />

mit dem Bild und seinen Möglichkeiten voraus: mit dem<br />

Verhältnis zu Gegenständlichkeit und Räumlichkeit,<br />

mit der Beziehung zwischen Figuration und Abstraktion<br />

sowie mit der Erneuerung und Umdeutung ikonografischer<br />

Traditionen. Aber auch das eigene Leben, ihr<br />

künstlerisches Selbstverständnis, die politischen und<br />

gesellschaftlichen Rahmenbedingungen ihrer kreativen<br />

Arbeit sowie das Zeitgeschehen wurden von Picasso<br />

und Beckmann mit Vitalität und Verve thematisiert.<br />

Picasso und Beckmann entwickelten ihre Lebenswerke<br />

unabhängig voneinander und bewegten sich in unterschiedlichen<br />

Netzwerken. Gerade deshalb ist bemerkenswert,<br />

wie sie in ihrem Bestreben, der gegenständlichen,<br />

auf den Menschen und sein Weltverhältnis sich<br />

konzentrierenden Malerei neuen Sinn und neue Richtung<br />

zu geben, oftmals gleichsam Schulter an Schulter<br />

agierten und zu parallelen Auffassungen kommen.<br />

Andererseits vertraten sie nicht selten auch einander<br />

diametral entgegengesetzte Haltungen.


APROPOS VISIONÄR<br />

– KULTUR-TIPPS IM WESTEN –<br />

DER FOTOGRAF HORST H. BAUMANN, 26. AUGUST <strong>2023</strong> — 28. JANUAR 2024,<br />

MAKK – MUSEUM FÜR ANGEWANDTE KUNST KÖLN<br />

Der Fotograf Horst H. Baumann (1934, Aachen-2019, Düsseldorf)<br />

zählte zu den Shooting-Stars seiner Generation. Schon in<br />

jungen Jahren mehrfach ausgezeichnet, avancierte der Autodidakt<br />

ab den 1960er Jahren zu einem in den gedruckten Medien<br />

omnipräsenten, höchst erfolgreichen Fotografen.<br />

Baumann fotografierte im Eigenauftrag als „Street Photographer“,<br />

schuf Porträts internationaler Größen aus der Musikund<br />

Filmbranche (Juliette Gréco, Ursula Andress, Jane Fonda,<br />

Chris Howland), lieferte Reportagen für auflagenstarke Illustrierte<br />

(Stern, Kristall), bewährte sich auf dem Feld der Werbung<br />

und Visuellen Kommunikation, um sich mit Beginn der<br />

1960er Jahre intensiv mit den künstlerischen Möglichkeiten<br />

der Farbfotografie zu beschäftigen. Auch und gerade auf diesem<br />

Feld hat er Maßstäbe gesetzt. Ganz im Sinne von „New<br />

Color“ fotografierte Baumann nicht einfach farbig, er dachte<br />

die Farbe und nutzte sie als Stil- und Ausdrucksmittel. Damit<br />

zählt er, wohlgemerkt rund anderthalb Jahrzehnte vor William<br />

Eggleston oder Stephen Shore, zu den Pionieren einer künstlerischen<br />

Farbästhetik. Am bekanntesten sind sicher seine Bilder<br />

aus der Welt der Formel 1.<br />

Rückblickend darf man staunen, wie konsequent und zügig<br />

sich Baumann eine ganz eigene Bildsprache erarbeitet hat, die<br />

mit der „subjektiven fotografie“ und ihrem Formalismus so<br />

wenig zu tun hatte wie mit den verdeckten Geometrien eines<br />

Henri Cartier-Bresson, dessen Vorliebe für das Normalobjektiv<br />

Baumann ebenso ignorierte wie alle übrigen „Regeln“ aus<br />

den Handbüchern für Amateure. Durch den Sucher seiner Leica<br />

komponierte Baumann ausgesprochen radikale Bilder, wie sie<br />

neben ihm höchstens der Kölner Chargesheimer wagte.<br />

Was die frühe Fotografie von Horst H. Baumann auszeichnet,<br />

ist einerseits ein hohes Maß an Empathie, ein ehrliches Interesse<br />

an sozialen Themen, andererseits die konsequente Suche<br />

nach einem eigenen Ausdruck in der Kamerakunst. Noch aus<br />

dem vermeintlich banalsten Sujet wusste Baumann durch den<br />

gezielten Einsatz partieller Schärfe, durch kühne Aus- oder Anschnitte,<br />

gesuchte Perpektiven oder ein Spiel mit Vordergrund<br />

und Hintergrund eine Art von Fotografie zu stiften, die immer<br />

wieder überraschte, aber auch nicht wenige irritierte.<br />

Schwimmoper, Wuppertal, circa 1958 © Horst H. Baumann<br />

Jim Clark auf Lotus, Großer Preis von England,<br />

Silverstone 1963 © Horst H. Baumann<br />

Ab Mitte der 1960er Jahre wandte er sich multimedialen Projekten<br />

zu, speziell der Laserkunst, mit der er sich beispielsweise<br />

1977 auf der documenta 6 in Kassel präsentierte. Bis heute<br />

leuchtet der grüne Laserstrahl regelmäßig als nächtliches<br />

Wahrzeichen der hessischen Kunstmetropole. Auch der nach<br />

wie vor aktive Licht-Zeit-Pegel am Düsseldorfer Rheinturm<br />

geht auf sein Ideenkonto. Konsequent ab Ende der 1960er<br />

Jahre hat sich Baumann mit Multivisionen, Lichtinstallationen<br />

oder temporären Architekturen beschäftigt, während sein Beitrag<br />

zur deutschen Fotografie der 1950er und 1960er Jahre<br />

weitgehend in Vergessenheit geraten ist.


DIE GLOREICHEN DREI<br />

Martini – Mit süßem Aperitivo zur Kultmarke<br />

Wein und Kräuter – diese uralte Verbindung, die sich bis zu den Glanzzeiten des alten<br />

Ägypten zurückverfolgen lässt, ist die Basis für den nun 160-jährigen Erfolg der<br />

italienischen Marke Martini. Aus dem kleinen italienischen Dorf Pessione heraus wurde<br />

der Verkauf gestartet. Und bis heute ist das Stammwerk des größten Wermutherstellers<br />

der Welt dort angesiedelt. Mit seinem roten und weißen Aperitivo und dem Wermut<br />

Extra Dry, der seine Qualitäten vor allem als Begleiter in Cocktails voll ausspielt, treffen<br />

die Master-Blender des Hauses Martini, die für die Komposition der Zutaten zuständig<br />

sind, bis heute den Geschmack der Kunden – weltweit.<br />

Das Wermutkraut – mit botanischem<br />

Fachbegriff als Artemisia absinthium<br />

bekannt – zählt mit seinen Bitterstoffen<br />

zu den geschmacksprägenden<br />

Ingredienzien des Martini Wermut.<br />

Während Hippokrates das Wermutkraut vor allem als Heilmittel<br />

schätzte und es als wirksame Medizin gegen Gelbsucht und Tetanus<br />

empfahl, war schon den alten Ägyptern bekannt, dass Wein,<br />

der mit dem Wermutkraut versetzt wird, eine ganz besondere Geschmacksnote<br />

erhält und sehr bekömmlich ist. In der Regel wurden<br />

den Getränken weitere Kräuter, Rinden, Wurzeln und Blüten zugefügt<br />

– Rezepte dieser Art sind auch aus China, Mesopotamien und<br />

dem antiken Rom bekannt. Lange bevor in Europa diese Veredelung<br />

von Wein populär wurde, gab es also in den Hochburgen des antiken<br />

Weinanbaus Vorläufer für diese Mischung aus Wein und Gewürzen.<br />

Der Erfolg des Wermuts in Mitteleuropa hat vor allem mit der hohen<br />

Qualität des hier angebauten und gesammelten Wermutkrautes<br />

zu tun. Das ehemalige Königreich Savoyen, das seine wesentlichen<br />

Landesteile in den Hochgebirgen der französischen Alpen besaß,<br />

gilt als Quelle des aromatischsten Wermutkrautes und von hier aus<br />

lassen sich sowohl die Entwicklungslinien des Absinths als auch des<br />

Wermuts verfolgen.<br />

TURIN ALS ZENTRUM<br />

DER WERMUTPRODUKTION<br />

Antonio Bernadetto Carpano gilt als Erfinder des neuzeitlichen<br />

Wermuts. 1786 begann er in Turin sein Getränk, das im Wesentlichen<br />

aus Rotwein, Karamell, Zucker und über 30 Kräutern entstand<br />

– darunter auch das Wermutkraut aus den Alpen – zu verkaufen.<br />

Seine Geschäftsidee war so erfolgreich, dass er bald sein Geschäft<br />

im Herzen Turins über 24 Stunden aufhalten musste, um der Kundennachfrage<br />

Herr zu werden. Zunehmend wurde der Wermut von<br />

Carpano als Alternative zum Rotwein geschätzt und so entstand der<br />

italienische Wermut in seiner roten, eher lieblichen Ausprägung, die<br />

bis heute bekannt ist. Erst später kamen weiße Wermut-Angebote<br />

hinzu und in Frankreich gewann der eher trockene Wermut viele<br />

Anhänger. Ein weiterer Vorteil des Modegetränks zeigte sich ebenfalls<br />

bald: Da es sich beim Wermut in der Regel um einen sogenannten<br />

aufgespriteten Wein handelt, also einem Wein, dem Weingeist<br />

zugesetzt wird, um den Gärungsprozess zu unterbrechen, war ein<br />

Transport des fertigen Produktes viel einfacher als bei klassischem<br />

Wein, der beim Transport schnell zu moussieren beginnt.<br />

DREI GESCHÄFTSPARTNER GRÜNDEN MARTINI<br />

Der Vertriebsmanager Alessandro Martini, der Buchhalter Teofilo<br />

Sola und der Wein- und Kräuterkenner Luigi Rossi waren bei der Nationalen<br />

Wein- und Spirituosenbrennerei angestellt und hatten im<br />

Jahr 1863 die Chance, das Unternehmen zu kaufen. Beherzt griffen<br />

die drei Gründer zu und nannten das Unternehmen Martini Sola e<br />

Cia. Kurz nach dem Tod von Teofila Sola wurde der Namen später auf<br />

Martini & Rossi verkürzt, unter dem bis heute der Wermut aus Italien<br />

verkauft wird. Als Standort des Unternehmens hatten die drei<br />

Start-Up Unternehmer das Dörfchen Pessione bei Turin beibehalten.<br />

Es gab drei gute Gründe für diese Wahl: Die Trauben der Winzer<br />

des Piemont liegen in direkter Nähe zum Firmensitz und können<br />

gut dorthin angeliefert werden. Die Alpenkräuter, vor allem das<br />

Wermutkraut, gedeihen auch in relativer Nähe zum Firmensitz und<br />

über die Großstadt Turin, das in dieser Epoche als Handelszentrum<br />

Norditaliens fungierte, ließ sich der Transport von Wermut bestens<br />

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organisieren. Denn darauf hatten sich die drei Gründer schnell geeinigt: Wir<br />

wollen Wermut herstellen. Der Markterfolg des Klassikers Martini Rosso, der<br />

seit der Gründung des Unternehmens hergestellt wird, geht vor allem auf<br />

die Kompetenz des Produktentwicklers Luigi Rossi zurück. Mit seiner feinen<br />

Nase, den detaillierten Kenntnissen über die besten Traubensorten und sein<br />

Know-how über die geschmacklich besten Kräuter der nahe gelegenen Felder<br />

Pancalieri hat er ein Rezept für den Martini Rosso kreiert, das bis heute<br />

zu den bestgehüteten Geheimnissen des Unternehmens zählt. Es obliegt<br />

jeweils immer nur einem Master-Blender, der für die Komposition des Jahrgangs-Wermuts<br />

zuständig ist und diese spezielle Mischung im Sinne der<br />

Originalrezeptur nachzuempfinden. Seit acht Generationen wird dieses Verfahren<br />

zwischenzeitlich so durchgeführt und seit 1994 ist Giuseppe Musso<br />

der Masterblender und Ivano Tonutti unterstützt ihn als der Botanical-Experte<br />

das Unternehmens.<br />

ASTI SPUMANTE UND PROSECCO IM PROGRAMM<br />

Der original Wermut aus dem Hause Martini wird in der ganzen Welt<br />

gerne getrunken. Als Aperitif vor dem Essen oder als raffinierte Zugabe<br />

zu Cocktail-Klassikern wie Americano oder Negroni – der süß-bittere<br />

Wermut aus Turin darf nicht fehlen.<br />

Neben Giuseppe Musso und Ivano Tonutti spielt Sektmeister Livio Prandi<br />

eine weitere Hauptrolle in der Geschmackswelt von Martini. Denn seit den<br />

Gründungstagen des Unternehmens wird auch die Tradition der Schaumweine<br />

aus den Bianco Moscato Trauben – die in der Region Asti angebaut<br />

werden – vom Unternehmen Martini hochgehalten. Mit dem Martini Asti,<br />

dem Martini Prosecco, dem Martini Brut und dem Martini Rosé Extra Dry<br />

bilden die Wein-Connaisseure aus der Nähe von Turin große Teile des italienischen<br />

Schaumwein-Spektrums ab – in jeweils hoher Qualität. Bei vielen<br />

Weinkennern in früherer Zeit etwas in Verruf geraten, konnte der prickelnde<br />

Asti Spumante aus den sonnenverwöhnten Hügeln des Piemont, den das<br />

Hause Martini präsentiert, wieder an Bedeutung gewinnen. Die duftenden<br />

Moscato Bianco-Trauben besitzen eine natürliche Fruchtsüße, die diesen<br />

Spumante – an heißen Tagen gerne auch ergänzt um ein paar Eiswürfel<br />

im Glas – zu einem wohlschmeckenden Aperitivo oder zu einem perfekten<br />

Begleiter von Süßspeisen und Desserts machen. Mit seiner Mischung aus<br />

Chardonnay-, Trebbiano- und Garganega-Trauben, die in der Region Veneto-Fruilli<br />

von Hand gelesen werden, zeigt der Martini Brut eine völlig andere<br />

Charakteristik: Mit einem klar definierten Säureprofil verfügt er über ein<br />

intensives, reichhaltiges Bouquet und führt zu einem frischen, Abgang mit<br />

Mandelaromen. So ist er als Begleiter zu salzigen Snacks mit klassischen<br />

mediterranen Aromen bestens geeignet. Ähnlich gut eignet sich der Martini


Absinth – der hochprozentige Verwandte<br />

„Die grüne Fee“ – unter diesem Namen ist der Absinth in Frankreich<br />

bekannt. Um kaum ein anderes Getränk ranken sich so viele Gerüchte,<br />

Mythen und Legenden wie um den Absinth, dessen Herstellung<br />

und Vertrieb über Jahrzehnte hinweg in fast ganz Europa und den<br />

USA verboten war. Aber warum taucht der Absinth hier im Zusammenhang<br />

mit dem weltberühmten Wermut aus dem Hause Martini<br />

& Rossi auf? Weil er auf einer ähnlichen Basis hergestellt wird: Für<br />

beide Getränke ist das würzige Wermutkraut, das mit botanischem<br />

Fachbegriff Artemisia absinthium heißt, ein wesentlicher Bestandteil.<br />

Mit einem wichtigen Unterschied. Während im Aperitivo von<br />

Martini das Wermutkraut lediglich als geschmackliches Element einem<br />

Weinprodukt zugefügt wird, handelt es sich beim Absinth um<br />

ein Destillat aus dem Beifußkraut Wermut. Und ein Destillat weist in<br />

der Regel einen höheren Prozentsatz an Alkoholgehalt aus. Für den<br />

Absinth gilt dies in besonderer Weise, der vor allem in der Schweiz<br />

mit einem Alkoholgehalt zwischen 45 und 89 Prozent Alkohol hergestellt<br />

wurde.<br />

ABSINTH ALS MEDIZIN<br />

Die Ursprünge des Absinths gehen, wie bei vielen Spirituosen mit<br />

Kräutern bekannt, auf Herstellung und Vertrieb als Heilmittel zurück.<br />

Im bitterarmen Schweizer Tal Val de Travers wurde das Wermutkraut,<br />

das dort sehr gut gedeiht, zusammen mit Anis und Fenchel<br />

mazeriert und destilliert. Ergänzt um einige weitere Kräuter<br />

erhielt die Essenz ihre typische grünliche Färbung und galt als Heilmittel<br />

gegen Magenbeschwerden. Henri Louis Pernod erkannte die<br />

Marktchancen des Getränkes auch als Spirituose und gründete die<br />

erste Absinth-Destille in Frankreich. Mit durchschlagendem Erfolg:<br />

Vor allem die französischen Besatzungssoldaten in Algerien, die sich<br />

seit 1830 dort in einem dauerhaften Konflikt mit der einheimischen<br />

Bevölkerung befanden und häufig unter Malaria und Cholera litten,<br />

wurden großzügig mit Absinth versorgt. Auch wenn sich die Hoffnung<br />

auf geringere Krankenstände beim Militär nur zeitweise erfüllten,<br />

sorgten vor allem die von der Front zurückkehrenden Soldaten<br />

für eine steigende Popularität des Absinths im Kernland Frankreich.<br />

Zwei Meisterwerke, die die Bedeutung des Absinth für die Pariser Kunstszene<br />

illustrieren: Vincent van Gogh, Cafétisch mit Absinth, 1887 (oben)<br />

und Édouard Manet, Der Absinthtrinker, 1859 (links).<br />

ABSINTH ALS MODEGETRÄNK DER BOHÈME<br />

Da ein Glas Absinth für wenige Sous an den Bars in Paris erhältlich<br />

war und sich sowohl Künstler als auch Arbeiter ein Gläschen am späten<br />

Nachmittag leisten konnten, entstand eine neue Trinkkultur im<br />

eigentlich von Wein geprägten Frankreich. Mit einem Problem: Erstmals<br />

kamen weite Teile der Bevölkerung mit hochprozentigen Spirituosen<br />

in Berührung – mit teils verheerenden Folgen. Der Genuss<br />

von Absinth spiegelte eine Lebensart wider, die häufig in Ekzessen<br />

mündeten, die auch den Ordnungskräften nicht verborgen blieben.<br />

Forscher machten damals das Nervengift Thujon für die schwerwiegenden<br />

gesundheitlichen Folgen des Absinth-Konsums verantwortlich.<br />

Heute weiß man, dass die Konzentrationen dieses Bestandteils<br />

der ätherischen Öle im Absinth viel zu gering sind, um gesundheitliche<br />

Beeinträchtigungen hervorzurufen. Es war wohl eher verunreinigter<br />

Alkohol, der aus Gewinnsucht von mancher Destillerie<br />

eingesetzt wurde, um aus der Mode des Absinth-Konsums bei den<br />

Dichtern, Malern und Denkern der Pariser Bohème noch höhere Profite<br />

schlagen zu können. Zwischenzeitlich ist die Herstellung und<br />

der Vertrieb von Absinth in Europa wieder erlaubt und genießt vor<br />

allem in der Clubszene weiterhin seinen mythischen Ruf.<br />

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GESCHÜTTELT,<br />

NICHT GERÜHRT<br />

Die Geschichte des Martini-Cocktail<br />

James Bond zählt zur Minderheit, eindeutig.<br />

Denn ganz ohne Zweifel wünscht die große<br />

Mehrzahl der Genießer eines Dry Martini ihren<br />

Drink eher gerührt als geschüttelt. Bei diesem<br />

Klassiker der Bar-Kultur wird Gin und ein Spritzer<br />

von trockenem Wermut mit Eis im Shaker verrührt<br />

und dann doppelt in eine der typischen Martini-Schalen<br />

abgeseiht.<br />

Wenn der Drink handwerklich gut gemacht ist und die<br />

Zutaten von guter Qualität sind, entsteht ein bis heute<br />

faszinierender frischer Drink, den man zu jeder Tageszeit<br />

genießen kann. Ob es unbedingt die drei Martinis sein müssen,<br />

die in den 1930er Jahren gerne von US-amerikanischen Geschäftsleuten<br />

in der Mittagspause verzehrt wurden, soll dahingestellt<br />

bleiben. Aber als Aperitivo vor dem Abendessen bleibt<br />

dieser Drink immer eine gute Option.<br />

GESCHÜTTELTE MARTINIS ZEIGEN<br />

MILCHIGE FÄRBUNG<br />

Der große Unterschied zwischen geschüttelten und gerührten<br />

Martini–Cocktails liegt in der Färbung des Drinks beim Servieren.<br />

Während der gerührte Drink völlig klar bleibt, Gin und trockener<br />

Wermut verbinden sich schon beim Rühren sehr gut, weist der<br />

geschüttelte Martini zu Anfang eine milchige Trübung auf. Diese<br />

Trübung vergeht nach einigen Minuten, wenn die<br />

Luftbläschen, die durch das Schütteln von der<br />

Flüssigkeit aufgenommen wurden, aufgestiegen<br />

sind. Forscher haben allerdings<br />

herausgefunden, dass die gesunden<br />

Anti-Oxidantien bei der geschüttelten Version<br />

deutlich stärker ausgeprägt sind. So zählte<br />

James Bond vermutlich zu<br />

der Minderheit, die auch<br />

beim Konsum eines Cocktails die<br />

gesundheitlichen Auswirkungen<br />

nicht gänzlich aus den Augen verlor.<br />

Seine höchste Popularität erzielte der<br />

Dry Martini vor allem nach dem Ende der<br />

Prohibition in Amerika. Denn der von den<br />

Amerikanern eigentlich favorisierte Whiskey<br />

musste nach dem Ende des Alkoholverbotes für<br />

ein Jahr im Fass reifen. In diese Zeit-Lücke stieß der<br />

Gin, der sofort verfügbar war.<br />

VERWECHSLUNG MIT WERMUT VON<br />

MARTINI VERMEIDEN<br />

So hat also der Bar-Klassiker, wie wir ihn heute kennen,<br />

nichts mit dem eher süßen Wermut aus dem Hause<br />

Martini zu tun. Obwohl ein Blick in die Frühgeschichte<br />

des Drinks zeigt, dass er durchaus mit süßem Wermut<br />

oder mit Orangenbitter zubereitet wurde. Aber folgt<br />

man Anistatio Miller und Jared Brown besteht ein guter<br />

Dry Martini eben nur aus London Dry Gin und trockenem<br />

Wermut. Ergänzt nur um eine Olive – möglichst<br />

mit Stein, niemals mit Paprika gefüllt und ebenfalls<br />

niemals in Olivenöl eingelegt – oder der Zeste einer<br />

Zitrone. Dabei ist die Wahl von Olive oder<br />

Zitrone nicht beliebig. Die Zeste einer<br />

Zitrone wird immer dann gewählt,<br />

wenn der verwendete Gin ebenfalls<br />

Zitronenaromen aufweist. Sonst ist<br />

die Olive besser geeignet.


Prosecco als Ergänzung zu kleinen mediterranen Tapas am frühen<br />

Abend, während der Martini Rosé Extra Dry mit seinen intensiven<br />

Aromen aus dem Riesling Italico und Nebbiolo auch ganz ohne begleitende<br />

Speisen reines Sommervergnügen versprüht.<br />

DIE GLANZZEITEN DES MARTINI ROSSO<br />

Mit der weltweiten Bewunderung für den mediterran-lässigen Lebensstil<br />

im wohlhabenden Norden Italiens und an der französischen<br />

Mittelmeerküste in den 1950er und 1960er Jahren verbindet sich<br />

auch die erfolgreichste Zeit für den klassischen Martini. An den<br />

Stränden der Riviera wurden der Martini Rosso und auch der Martini<br />

Bianco am frühen Abend in fast jeder Bar genossen.<br />

Ein weiterer Trend sorgte für zusätzliche Nachfrage: In den USA, die<br />

spätestens seit der Prohibition über eine ausgeprägte Kultur des<br />

Genusses von hochprozentigen Spirituosen verfügten, wurden die<br />

Cocktail-Bars immer populärer. Von den Barkeepern der führenden<br />

Bars in den großen amerikanischen Metropolen wurden immer neue<br />

Getränke kreiert, viele gelten bis heute als Klassiker der Barkultur.<br />

Zu den wichtigsten Experimentierfeldern zählte der Whiskey als<br />

Basis-Spirituose. Diese wurde dann vor allem durch aromatische,<br />

kräuterige und süßliche Ingredienzien verfeinert. Heraus kamen<br />

Klassiker wie der Manhatten, der Negroni oder der Americano – und<br />

bei vielen dieser Drinks wurde Martini zur passenden Ergänzung. So<br />

ist es kein Wunder, dass der geschmacklich runde Wermut aus dem<br />

Hause Martini bald in keinem Barschrank mehr fehlte. Weder in den<br />

professionellen Bars noch in den vielen Hausbars, die ab den 1960er<br />

Jahren in fast allen Eigenheimen zu finden waren. Zum Erfolg der<br />

Marke Martini trug in dieser Zeit sicher auch das intensive Marketing<br />

bei. Als Sponsor von Radrennen und vor allem in der damals<br />

immer populärer werdenden Rennserie der Formel 1 war das Unternehmen<br />

aktiv. Bei den Autorennen waren zu dieser Zeit auch die<br />

Filmstars der Hollywood-Studios regelmäßig zu Gast und so zahlte<br />

der Imagegewinn, den die Marke Martini durch ihr Sponsoring gewann,<br />

signifikant auf die Umsätze ein, die im Martini-Stammhaus<br />

Casa Martini generiert werden konnten. In dieser Zeit wurde dann<br />

auch das Produktsortiment der Martini-Klassiker um den Martini<br />

Extra Dry erweitert. Mit diesem trockenen Wermut, der sich an die<br />

französische Tradition anlehnte, wollte man vor allem dem bekanntesten<br />

trockenen Martini – dem in Frankreich hergestellten Noilly<br />

Prat – Paroli bieten. Denn nur so konnte der immer mehr in Mode<br />

kommende Martini-Cocktail, der zwingend einen trockenen Wermut<br />

benötigt, auch mit einem Produkt aus dem Hause Martini & Rossi<br />

gerührt oder geschüttelt werden.<br />

WERMUTTRADITION – MIT UND OHNE ALKOHOL<br />

Neue Produkte beleben heute die klassische Marke Martini. Da sind<br />

zum einen die beiden alkoholfreien Produkte Martini Vibrante und<br />

Martini Floreale zu nennen. Die Basis dieser alkoholfreien Aperitivos<br />

stellen Weine dar, denen in einem schonenden Verfahren der<br />

Alkohol entzogen wurde. Das typische Martini-Profil erhalten diese<br />

Aperitivos dann durch die Zugabe von Kräutern – unter anderem<br />

auch hier natürlich das Wermutkraut – nach den alten Rezepten der<br />

erfahrenen Master-Blender. Einen weiteren Schritt in Richtung alter<br />

Traditionen macht das Unternehmen Martini, das bereits 1993 von<br />

der Gründerfamilie Rossi für den stolzen Übernahmepreis von 1,4<br />

Milliarden Dollar an das US-Unternehmen Bacardi verkauft wurde,<br />

mit den Produkten der Serie Riserva Speciale. So greift zum Beispiel<br />

der bernsteinfarbene Wermut Martini Riserva Speciale Ambrato<br />

auf eine traditionelle Gewürzmischung zurück, die perfekt mit<br />

den Aromen hochwertiger Tonic-Limonaden harmoniert. Die handwerkliche<br />

Perfektion der Kellermeister von Martini kommt vor allem<br />

beim Martini Riserva Speciale Rubino zum Tragen. Im Gegensatz<br />

zu seinem weltbekannten Pendant Martini Rosso überzeugt dieses<br />

Produkt, das in kleiner Auflage hergestellt wird, durch eine nuanciertere<br />

Kombination der Kräuter, die ein tiefes, bitteres und lange<br />

anhaltendes Kräutererlebnis vermittelt. Mit Safran, Angostura und<br />

Kalumba geht der Martini Riserva Speciale Bitter einen noch exoterischeren<br />

Weg. Aber er folgt damit natürlich auch den Pfaden, die<br />

Barkeeper mit ihren Kreationen, in denen Angostura eine wichtige<br />

Rolle spielt, bereits beschritten haben. So bleibt die Marke Martini<br />

ihrer erfolgreichen Geschichte treu und zeigt sich bereit für die<br />

Trends der jungen Generation. Und es macht Spaß, die neuen Geschmackswelten<br />

zu entdecken – sowohl mit Alkohol als auch ohne.


Stilechte Gartengestaltung – gartentyp ist Ihr kompetenter Partner<br />

Chill-Out<br />

IM HEIMISCHEN GARTEN<br />

„Der trockene Martini schmeckt am besten am eigenen Pool – ganz egal ob geschüttelt<br />

oder gerührt“, sagt Dominic Lindenberg, Mitgründer des Gartenbauunternehmens<br />

gartentyp in Sprockhövel. Nach 10 Jahren Erfolgsgeschichte mit Medienpräsenz bei<br />

Sendungen des WDR und RTL und der Übernahme von Aufgaben im Berufsverband hat<br />

gartentyp einen Spitzenplatz unter den engagierten Garten- und Landschaftsbauern<br />

erreicht. Vor allem auch mit dem neuen Mustergarten, der von Saison zu Saison an visueller<br />

Qualität gewinnt. Hier wird am besten spürbar, was der engagierte Gartenplaner meint:<br />

„Im eigenen Garten hat man seine Ruhe und hier kann man jedes Getränk seiner Wahl<br />

genießen, zu jeder Uhrzeit. Chillen ist immer möglich!“


gartentyp ist ein wichtiger<br />

Netzwerkpartner<br />

Ein Bild aus den Gründungstagen von Gartentyp: Sebastian Manns (links) und<br />

Dominic Lindenberg (rechts) bei Holzarbeiten.<br />

10 JAHRE GARTENTYP –<br />

EINE ERFOLGSGESCHICHTE<br />

Als sich Sebastian Manns und Dominic Lindenberg entschlossen,<br />

ihr eigenes Garten- und Landschaftsbauunternehmen unter dem<br />

Namen gartentyp zu gründen, war nicht unbedingt gesichert, dass<br />

sich aus der Idee eine Erfolgsgeschichte entwickeln würde. Zu groß<br />

waren die Krisen und Verwerfungen in den letzten 10 Jahren. Umso<br />

mehr muss man sagen: Chapeau vor dieser Leistung! Und diesem<br />

Applaus schließen sich alle <strong>INCENTO</strong>-Partner an, die die positive Entwicklung<br />

des Unternehmens von Beginn an verfolgen konnten.<br />

LEBENSFRREUDE PUR IM EIGENEN GARTEN<br />

„Was gibt es Schöneres, als nach einem langen Arbeitstag im eigenen<br />

Garten einen Aperitif – zum Beispiel einen garten-gin, der von<br />

uns in kleiner Auflage bei einer nahegelegenen Brennerei hergestellt<br />

wird – zu genießen. Diese pure Lebensfreude möchten wir unseren<br />

Kunden ermöglichen. Übrigens auch dadurch, dass wir empfehlen,<br />

Gärten intensiv zu bepflanzen. Denn dort gedeiht weniger Unkraut<br />

und die Gartenarbeit behält seinen Spaß- und Entspannungsfaktor“,<br />

führt Dominic Lindenberg in seine Philosophie als Gartenplaner<br />

ein. Und dabei ist es egal, ob es sich um die umfassende Planung<br />

und Gestaltung eines neuen Gartens, die Anlage einer neuen Terrasse<br />

oder um die regelmäßige Pflege von Sträuchern und Gehölzen<br />

handelt, mit der das Erscheinungsbild des Gartens dauerhaft stimmig<br />

bleibt. „Wir möchten als die Wellness-Gärtner wahrgenommen<br />

werden, die genau die Serviceleistungen rings um den individuellen<br />

Traumgarten liefern, die vom Kunden gewünscht werden“, bestätigt<br />

Sebastian Manns das Konzept. Und der Erfolg gibt den beiden Gründern<br />

Recht: Vor zehn Jahren zu zweit begonnen, ist bis heute das<br />

gartentyp-Team bereits auf 13 Mitarbeiter angewachsen.<br />

GUT VERNETZT UND MIT INNOVATIVEN IDEEN<br />

Aktuell stehen zwei innovative Themen auf der gartentyp-Agenda,<br />

die in den kommenden Monaten weiter konkretisiert werden sollen:<br />

„Zum einen ist uns das Thema ‚Dachbegrünung‘ sehr wichtig. Denn<br />

gerade in den Ballungsgebieten wird es im Sommer immer heißer<br />

und hier können begrünte Dächer für Abkühlung sorgen – gleichzeitig<br />

bekommen viele Insekten ein neues Zuhause. Zum anderen<br />

kümmern wir uns intensiv um das Thema Split-Wärmepumpen. Bei<br />

diesen Anlagen muss die Außeneinheit auf ein stabiles Fundament<br />

gesetzt werden. Wir sorgen für das fachgerechte und preisgünstige<br />

betonieren der Fundamente, und behalten gleichzeitig die stimmige<br />

Optik des Gartens im Blick“, führt Dominic Lindenberg aus und ergänzt:<br />

„Daneben bleibt es auch in der Zukunft unser Hauptanliegen<br />

schöne, stilgerechte Gärten für unser Kunden bauen und pflegen zu<br />

dürfen. Von der Planung, über die Erdarbeiten und die Anlage von<br />

Terrassen, Pools oder Außensaunen, bis zur Bepflanzung der Gärten,<br />

die Beleuchtung und die Installation von Bewässerungssystemen –<br />

alles aus einer Hand.“ Dominic Lindenberg freut sich über weitere<br />

Kundenanfragen aus dem ganzen <strong>Bergisch</strong>en Land.<br />

Die beiden Unternehmer Sebastian<br />

Manns und Dominic<br />

Lindenberg, hatten sich ja<br />

schon in der Gründungsphase<br />

ihres Unternehmens für eine<br />

Mitgliedschaft im <strong>INCENTO</strong>-<br />

Netzwerk entschieden. Und<br />

das sind natürlich die besten<br />

Voraussetzungen für Erfolg:<br />

Mit Engagement und einem<br />

klaren Kompass die anstehenden<br />

Aufgaben anzugehen. Heute zählt das Unternehmen<br />

gartentyp zu den wichtigen Partnern in unserem<br />

Netzwerk und ich freue mich, dass wir mit unseren<br />

Empfehlungen ein wenig dazu beitragen konnten, dass<br />

dieses Unternehmen seit 10 Jahren so erfolgreich am<br />

Markt tätig ist.<br />

Michael Reißbach, Seniorpartner von rmb 3 und Gründungsmitglied<br />

des <strong>INCENTO</strong>-Netzwerks<br />

Im modernen Lichtdesign<br />

spielt die Außenbeleuchtung<br />

eine zunehmend wichtige<br />

Rolle. Für viele Kunden<br />

ist die Inszenierung von<br />

Garten- oder Parkanlagen<br />

mit Lichtsystemen wichtig,<br />

um hier während der dunkleren<br />

Jahreszeit attraktive<br />

Sichtachsen zu schaffen.<br />

Von daher ist die Kooperation<br />

mit dem Gartenbauunternehmen gartentyp in<br />

unserem Netzwerk auch für mich von großer Bedeutung<br />

und ich kann positiv von vielen gemeinsamen Projekten<br />

berichten. Die Kreativität von Dominic Lindenberg<br />

hat sich immer wieder als ein sehr erfolgreiches Element<br />

bei der Gewinnung neuer Kunden erwiesen. Und alle gemeinsamen<br />

Projekte – nicht zuletzt der Mustergarten<br />

von gartentyp – können sich wirklich sehen lassen. Ich<br />

freue mich auf die weitere Zusammenarbeit!<br />

Salvatore Amico, Inhaber von Amico Lichtdesign<br />

gartentyp GmbH<br />

Garten- und Landschaftsbau<br />

Wuppertaler Straße 207<br />

45549 Sprockhövel<br />

Telefon 0202.51 47 912<br />

info@gartentyp.com<br />

www.gartentyp.com


Auf der Suche nach<br />

dem verlorenen Licht<br />

Windstärke 10 – fünf Meter hohe Wellen rollen uns im Skagerrak<br />

entgegen, lassen den Bug der Otto Sverdrup immer wieder tief eintauchen<br />

und sorgen dafür, dass es beim Abendessen im Bordrestaurant<br />

sehr viel Platz gibt. Das Sozialleben auf dem Exploration<br />

Deck, dem Herzstück des Schiffes, wo sich Vortragsräume, Lern- und<br />

Wissenschaftszentrum befinden, ist weitgehend erloschen. Das Umlaufdeck<br />

eine Etage höher bleibt ganz geschlossen, und auch in der<br />

Observation Lounge direkt unterhalb der Brücke starren nur noch<br />

Hartgesottene in die Gischt, die an Panoramafenster klatscht. Am<br />

nächsten Morgen ist der Spuk vorbei. Ruhig liegt die „Otto“, wie das<br />

Hurtigruten Schiff von der Besatzung und bald auch von uns liebevoll<br />

genannt wird, auf dem spiegelglatten Lysefjord vor Norwegens<br />

am häufigsten fotografiertem Felsen.<br />

Während die meisten Passagiere mit Zodiaks auf dem vierzig Kilometer<br />

langen Bilderbuchfjord cruisen, macht sich eine mit Wanderstöcken<br />

und Spikes ausgerüstete zwanzigköpfige Gruppe an den<br />

steilen Aufstieg zum Preikestolen. Nach gut zwei Stunden zunächst<br />

durch Schnee, weiter oben über Eis, erreichen wir ein ungesichertes<br />

Felsband. Expeditionsleiterin Margretha Flatland bringt uns sicher<br />

über die vereiste Hürde. So stehen wir wenig später mit drei weiteren<br />

Guides bei strahlender Sonne auf dem „Predigtstuhl“. Von der strafraumgroßen<br />

Felskanzel, die nach drei Seiten hin 600 m senkrecht<br />

abfällt, lassen wir den Blick über mit einer dünnen Schneeschicht<br />

überzogene Bergketten gleiten und wagen uns langsam näher an<br />

die schmale Felskante heran, um auf die in Schwindel erregender<br />

Tiefe zu Legosteinformat geschrumpfte Otto hinunter zu schauen.<br />

„Ihr habt großes Glück gehabt“, sagt unsere zwischen Gletschern<br />

und Fjorden im hohen Norden geborene Führerin, „erst zum sechsten<br />

Mal überhaupt konnten wir Hiker nach Forsand ausbooten. Ihr seid<br />

die zweite Gruppe, die bis ganz oben gelangt ist, und das auch noch<br />

bei Sonnenschein und klarer Sicht“. Im Sommer würden an solchen<br />

Tagen über tausend Leute den Aufstieg wagen, während im Fjord<br />

eine Armada von Kreuzfahrtschiffen ihre Kreise zieht. Nicht nur deshalb<br />

bevorzugt Margretha, die in Spitzbergen studiert und ihr halbes<br />

Leben in der Arktis und Antarktis verbracht hat, die Hurtigruten


Eine Hurtigruten<br />

Expedition<br />

zum Nordkap<br />

Ein Reisebericht von Roland Motz<br />

Winterexpeditionen, obwohl diese mit größeren Unwägbarkeiten<br />

behaftet sind. Das Wetter im hohen Norden ist die große Unbekannte,<br />

nach der sich Fahrtroute und alle Outdooraktivitäten ausrichten<br />

müssen. „Wenn 80 Prozent des Programms in der vorgesehenen<br />

Form realisiert werden können, ist das ein Erfolg“, sagt Margretha.<br />

Deshalb werden geplante Wanderungen auch erst frühestens zwei<br />

Tage zuvor angekündigt und können anschließend über die Hurtigruten<br />

App gebucht werden. Die App ist das zentrale Kommunikationsmittel<br />

an Bord, was den großen Vorteil hat, nicht dauernd von<br />

Durchsagen gestört zu werden, wie es bei anderen Schiffen oft der<br />

Fall ist. Bei der Einstufung der Touren orientieren sich Margretha und<br />

ihr Team an der physischen und technischen Skala des Deutschen<br />

Alpenvereins für Hobbysportler. Jeden Abend wird im Vortragsraum<br />

das Programm für den nächsten Tag vorgestellt, das neben klassischen<br />

Stadt- und Museumsbesuchen in den angelaufenen Häfen<br />

eine ganze Palette von Outdooraktivitäten wie Kayak-, Schneemobil-,<br />

Ski-, Hundeschlitten- oder eben auch Wandertouren beinhaltet.<br />

VON DER FINNMARKEN ZUR OTTO<br />

Nur wenige entziehen sich der obligatorischen Polartaufe in der klirrend<br />

kalten Nacht mit einer Kelle Eiswürfel im Nacken, einem Löffel<br />

Lebertran und einem Aquavit hinterher. Der Winter, nicht der Sommer<br />

sei die beste Zeit zum Wandern, besonders Februar und März,<br />

wenn die Tage schon wieder länger geworden sind, meint unsere<br />

Führerin beim Überschreiten des Polarkreises. Wie zum Beweis spielt<br />

das Wetter die ganze Zeit mit. Nachdem es über Weihnachten zu<br />

mild und schneearm gewesen ist, versinken wir in den ersten Märztagen<br />

bei Eiseskälte geradezu im Schnee. Mal mit Spikes, mal mit<br />

Schneeschuhen, aber immer beschwingt vom surrealen Anblick der<br />

tiefverschneiten norwegischen Küstenlandschaften, können wir mit<br />

Margretha täglich großartige Bergtouren angehen. Wir besteigen<br />

den Sukkertoppen vor Ålesund, den Linken bei Svolvær auf den Lofoten<br />

und den über Alta thronenden Komsa. Seit zwei Jahren schickt<br />

Hurtigruten die Otto Sverdrup von Hamburg aus über den Polarkreis<br />

zum Nordkap. Das Expeditionsschiff ist als Angebot an all jene gedacht,<br />

die den umständlichen Flug über Oslo nach Bergen umgehen,<br />

vor allem aber mehr Zeit an Land für Besichtigungen oder für Exkursionen<br />

verbringen wollen, als es die im Normalverkehr auf der klassischen<br />

Postschifffahrtsroute laufenden Hurtigruten Schiffe ermöglichen,<br />

die jeweils nur kurz in den Hafenstädten anhalten. So orientiert<br />

sich die Otto zwar grob an der klassischen Route zum Nordkap, ermöglicht<br />

aber ganztägige Aufenthalte in Hafenstädten wie Ålesund,<br />

Tromsö und Alta oder auf den Lofoten. Unser hochmodernes Hybridschiff<br />

ist die runderneuerte frühere Finnmarken. Nordic stylish mit<br />

eher kleinen Kabinen steckt die umweltverträglich konzipierte Otto<br />

Sverdrup noch immer im alten Schiffskörper, der einst für den alltäglichen<br />

Postschiffsverkehr ausgerichtet war. Allerdings hat die Otto<br />

gegenüber den wesentlich größeren im hohen Norden verkehrenden<br />

Kreuzfahrtschiffen entscheidende Vorteile. Wie alle Hurtigruten<br />

Schiffe ist die Otto „brückentauglich“ gebaut und kann daher kleinere<br />

Häfen und Fjorde anlaufen, sowie meist geschützt zwischen Inseln<br />

und Schären in küstennahen Gewässern fahren, während die großen<br />

Pötte besonders oberhalb des Polarkreises um die Lofoten häufig<br />

schwerer See ausgesetzt sind. An Bord herrscht eine familiäre Atmosphäre,<br />

es gibt weder Karaoke noch Kapitänsdinner, stattdessen<br />

ein hervorragendes Science Center und ein ausgefeiltes Wander- und<br />

Exkursionsprogramm. Während die Wanderungen im Preis inkludiert<br />

sind, müssen aufwendigere Ausflüge, wie zum Beispiel Hundeschlittenfahrten,<br />

extra bezahlt werden.


DER RUF DER WILDNIS AM NORDKAP<br />

Es gibt zwei unterschiedliche Arten von Passagieren an Bord. Die<br />

einen wollen wie mit dem Postschiff reisen, nur langsamer und mit<br />

Abstechern zu verborgenen Orten oder kleineren Fjorden. Ihnen gefällt<br />

der nüchterne Mix aus Landgängen in Hafenstädten und dem<br />

Beobachten der Natur von Bord aus. Die anderen suchen zusätzlich<br />

naturnahe Outdoor Aktivitäten, insbesondere von Guides begleitete<br />

Kajak- oder Wandertouren. „Betreutes Abenteuer“, bringt es ein<br />

Mitreisender auf den Punkt. Immerhin sind die meisten Passagiere<br />

auf dem ausgebuchten Schiff nicht mehr die jüngsten, was angesichts<br />

des hohen Preises wenig verwundert. Gemeinsam ist allen<br />

neben der Begeisterung für die norwegische Fjordküste der Wunsch,<br />

einmal im Leben Nordkap und Nordlicht zu sehen. Dabei ist die 307<br />

m hohe Felsnase auf einem Schieferplateau weder der nördlichste<br />

Punkt des europäischen Festlandes noch der nördlichste europäische<br />

Landpunkt. Sowohl Spitzbergen als auch die zu Russland gehörende<br />

Inselgruppe Franz Josef Land befinden sich viel näher am Nordpol,<br />

als das ebenfalls auf einer Insel ruhende Nordkap. Zudem gibt es auf<br />

der Insel Magerøya, das durch eine Brücke mit dem norwegischen<br />

Festland verbunden ist, nur wenige Kilometer vom Nordkap entfernt<br />

eine nur schwerlich zu Fuß erreichbare Landzunge namens Knivskjellodden,<br />

die noch ein paar Meter weiter in die Barentssee vorsteht.<br />

Dennoch zieht der nördlichste mit dem Auto erreichbare Punkt Europas<br />

alle Nordlandreisenden als Sehnsuchtsort magisch an. So auch<br />

uns. Der Weg ist das Ziel. Am Nordkap hat der Satz seine Berechtigung.<br />

Denn die vierunddreißig Kilometer lange kurvenreiche Fahrt<br />

aus dem Hafen Honnigsvåg auf der von Schneepflügen frischgeräumten<br />

Europastraße über die tiefverschneite Insel Magerøya, auf<br />

der im Sommer Samen ihre Rentierherden weiden, ist ein grandioses<br />

Erlebnis. Der öde Felsen 71°10´21“ Nord eher nicht. „Shop 7m,<br />

Northpole 2093 km“ gibt ein Schild Orientierungshilfe vor der in den<br />

Felsen gesprengten Nordkaphalle. Die meisten Besucher entscheiden<br />

sich für den kürzeren Gang zum riesigen Souvenirladen.<br />

LAST MINUTE POLAR LIGHT<br />

Von den Wikingern wurde das Phänomen 1230 erstmals erwähnt,<br />

später von Galileo Galilei als Aurora Borealis benannt. Noch einmal<br />

drei Jahrhunderte sollte es dauern, bis eine Verbindung von den Sonnenwinden<br />

zum Magnetfeld der Erde festgestellt werden konnte.<br />

Henrik Wolski stimmt uns im Vortragssaal auf die geplante „Nordlichtjagd“<br />

ein. Vor dem Aurora Forecast auf den Bildschirmen erklärt<br />

der polnische Wissenschaftler, wie manche der erst von der Erde<br />

absorbierten und mit neuer Energie geladenen und reflektierten<br />

Elektronen zur Erde zurückkämen und so jenes phantastische Naturschauspiel<br />

schüfen, wegen dem so viele eine Nordlandreise antreten<br />

würden. Seinen Vortrag beendet Henryk, der vor Jahren mit Arved<br />

Fuchs an der Shackleton Expedition in der Antarktis teilgenommen<br />

und als erster Pole den Nordpol umsegelt hat, mit dem Vergleich zum<br />

Angeln. Auch dort gelte „ patience is key“. So gebrieft und mit neuvermitteltem<br />

Wissen ausgestattet sitzen wir abends unweit von Alta<br />

dick vermummt vor Zelten in einem provisorischen Camp, schlürfen<br />

dickflüssigen Kakao, frösteln am Lagerfeuer im Schnee und warten.<br />

„Einmal das Nordlicht sehen, bevor mich das Zeitliche segnet“,<br />

wünscht sich eine ältere Mitreisende. Erst habe eine Hüftoperation<br />

sie daran gehindert, dann sei Corona dazwischengekommen. Jetzt<br />

versuche sie es alleine, weil ihr Mann in der Zwischenzeit gestorben<br />

ist. Kurz vor Mitternacht (und der geplanten Rückfahrt zum Schiff)<br />

geht ihr Wunsch in Erfüllung. Die Wolkendecke reißt auf, einzelne<br />

Sterne werden sichtbar. Der Nachthimmel beginnt zu tanzen. Zuerst


als hellgrünes Band im Norden, später als dunkelgrüner Schleier über<br />

unseren Köpfen. „Sind es tote Jungfrauen, die am Himmel nach ihren<br />

Seelen suchen - ein Fuchs, der seiner verlorenen Liebe hinterherhechelt<br />

“, fragen sich unsere studentischen Begleiter aus dem Polarmuseum<br />

in Alta, in dem sie alte nordische Mythen aufleben lassen.<br />

Oder doch nur „zwei Götter, die eine Flasche Heineken trinken“, wie<br />

ein holländischer Gast weniger romantisch vermutet.<br />

VOM GLÜCK VERLASSEN<br />

Auf dem Rückweg schwelgen wir in Euphorie. Die Vorfreude auf das<br />

letzte Drittel der Reise, auf Erkundungen in Reine, Loen und Bergen<br />

ist bei allen Gästen groß. Doch das unverschämte (Wetter) Glück<br />

kann nicht endlos anhalten. Nachdem die Otto Sverdrup in der Nacht<br />

noch einem wegen Motorschadens in Seenot geratenen Fischkutter<br />

zu Hilfe geeilt ist, fällt beim Frühstück einigen aufmerksamen Teilnehmern<br />

von Henriks Navigationsworkshop auf, dass wir sowohl<br />

die geplante Reiseroute vor den Lofoten verlassen als auch unsere<br />

Reisegeschwindigkeit spürbar verringert haben. Und tatsächlich<br />

steuert Kapitän Jon Ballovarre überraschend den nächsten Hafen<br />

Harstad an. Wir haben Antriebsprobleme. Während ein Tauchteam<br />

die Propeller untersucht, dürfen wir dank des hervorragenden Organisationstalents<br />

unseres Expeditionsteams, das immer einen Plan B<br />

bereit hat, unverhofft ein letztes Highlight erleben. Margretha gelingt<br />

es selbst sonntags früh, einen Bus aus dem Hut zu zaubern,<br />

der uns zum Ausgangspunkt einer spektakulären Tour in eine abgelegene<br />

Gegend bringt. Beim schweißtreibenden Aufstieg zum<br />

Gipfel Keipen sinken wir trotz Schneeschuhen knietief ein. Der atemberaubende<br />

Panoramablick über gleich drei, von bizarren Vesterålen<br />

Bergen eingerahmte Fjorde lässt uns alle Anstrengungen vergessen.<br />

Vielen Leuten sei nicht klar, was es bedeutet, im Winter in der Arktis<br />

zu sein, sagt Margretha beim Picknick unterhalb des Gipfels, „jede<br />

Reise ist anders, aber gerade das Ungewisse macht für mich den besonderen<br />

Reiz aus“. Bei der Rückkehr auf das Schiff würden wir gerne<br />

mehr Gewissheit haben. Doch die anfängliche Vermutung, Fischfanggerät<br />

hätte sich im Propeller verheddert, bestätigt sich nicht.<br />

Techniker werden eingeflogen und kommen an Bord. Beim erneuten<br />

Überqueren des Polarkreises in Richtung Süden begegnen uns<br />

Kriegsschiffe der NATO auf dem Weg zu einem Manöver in der Arktis<br />

und erinnern daran, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine<br />

schon länger als ein Jahr andauert. Die Techniker arbeiten den<br />

ganzen Tag, bis sich am frühen Abend die markanten Bergrücken der<br />

„Sieben Schwestern“ vor den aufgehenden Vollmond schieben, und<br />

auch noch Stunden später, als wir im Schneckentempo am durchlöcherten<br />

Torghatten Felsen vorbeigleiten. Vergeblich - den Spezialisten<br />

gelingt es nicht, unser Problem zu lösen. Leichte Unruhe macht<br />

sich breit. In der Nacht gibt der erfahrene, aus Tromsö stammende<br />

Jon Ballovarre, der vor Hurtigruten bereits viele Jahre für die norwegische<br />

Küstenwache gearbeitet hat, seine Entscheidung bekannt.<br />

Die Reise wird abgebrochen. Eine Weiterfahrt Richtung Bergen und<br />

der Rückweg durch das stürmische Skagerrak sind zu riskant. Am<br />

nächsten Tag warten 450 „gestrandete Nordmänner und -frauen“<br />

mit gepackten Koffern am kleinen Flughafen von Trondheim auf die<br />

von Hurtigruten gecharterte Flugzeuge. Anders als geplant, aber mit<br />

unvergesslichen Eindrücken von einer phantastischen Reise im Kopf,<br />

werden wir nach Hamburg ausgeflogen.<br />

WEITERE INFOS UNTER<br />

Hurtigruten.com / Expeditions-Seereisen 2024


IMPRESSUM<br />

Verlag:<br />

ah! multimedia agentur<br />

Carla Hollander (V.i.S.d.P.)<br />

Schemmergasse 12<br />

50676 Köln<br />

Telefon: 0170.9227727<br />

info@incento-magazin.de<br />

www.incento-bergisch.de<br />

Text: Axel Hollander, Roland Motz<br />

Druck: DCM Druckcenter Meckenheim<br />

Erscheinungsintervall: jährlich<br />

Auflage: 10.000<br />

Die Urheberrechte der von der ah! multimedia agentur<br />

konzipierten Artikel liegen bei der Agentur. Für unverlangt<br />

eingesandte Manuskripte und Fotos übernimmt<br />

die Agentur keine Gewähr.<br />

In unseren Texten verzichten wir aus Gründen der Lesbarkeit<br />

auf ein *in/*innen und wollen damit aber auf<br />

keinen Fall eine Verletzung des Gleichheitsgrundsatzes<br />

zum Ausdruck bringen.<br />

Bildnachweise:<br />

Titelseite: Adobe Stock, S.7-9: <strong>Bergisch</strong>e Innovation Christian Metzen;<br />

S.10-17: Adobe Stock (4), NASA; S.18-19: ComTechnik Labenz, Hager<br />

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Optik; S. 22-23: Adobe Stock, Karl Schönenberg GmbH; S. 24-25: Adobe<br />

Stock (2), PMC IT; S. 26-27: Tom V Kortmann (3); S. 28-29: Adobe Stock,<br />

rmb 3 ; ; S. 30-31: Adobe Stock (2), Axel Hollander; S. 32-33: pixalla GmbH,<br />

Badwelt Dahlmann GmbH; S. 34-39: Adobe Stock (5), Wikipedia (2); S. 40-<br />

41: Signia GmbH, Dreiklang (4); S. 42-43: work and relax GmbH / Hallo-<br />

Arbeit, <strong>Bergisch</strong>e Innovation Christian Metzen; S.44-45: Volkswagen Zentrum<br />

Wuppertal, Audi Zentrum Wuppertal; S. 46-47: Haaner Felsenquelle,<br />

Buscher Energie GmbH; S. 48-49: wie im Artikel ausgezeichnet; S. 50-55:<br />

Martini & Rossi (3), Wikipedia (4), Adobe Stock (4); S.56-57: gartentyp,<br />

rmb 3 , <strong>Bergisch</strong>e Innovation Christian Metzen; S. 58-62: Roland Motz.


<strong>INCENTO</strong> Charity-Cup 2024<br />

Einladung<br />

zum Mitspielen<br />

Wir unterstützen die Kinder- und Jugendprojekte der<br />

Alten Feuerwache Wuppertal<br />

Am Donnerstag, den 07. März 2024 veranstalten die <strong>INCENTO</strong>-Partner im <strong>Bergisch</strong>en Land<br />

auf den Bowling-Bahnen der Alten Papierfabrik den <strong>INCENTO</strong> Charity-Cup 2024.<br />

Alle <strong>Bergisch</strong>en Unternehmerinnen und Unternehmer sind herzlich eingeladen teilzunehmen.<br />

Es gelten die folgenden Bedingungen:<br />

– Man kann als Unternehmer teilnehmen und spielt in einem der <strong>INCENTO</strong>-Teams mit.<br />

– Man kann für sein Unternehmen ein Team mit 4 Bowling-Spielern anmelden.<br />

Für jeden Teilnehmer wird ein Startgeld in Höhe von Euro 50,00 fällig.<br />

Dieses Startgeld wird in vollem Umfang als Spende zur Förderung von Projekten der<br />

Kinder- und Jugendarbeit in der Alten Feuerwache Wuppertal weitergeleitet.<br />

Für weitere Informationen und/oder zur Anmeldung senden Sie bitte eine Mail an: info@incento-magazin.de


Brillen der Marke Andy Wolf erhältlich bei:

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