Möbel & Einrichtung, Uhren, Silber, Skulpturen & Kunsthandwerk
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ONE OF THE LEADING<br />
AUCTION HOUSES<br />
IN EUROPE<br />
CATALOGUE I<br />
FURNITURE & INTERIOR, CLOCKS, SILVER,<br />
SCULPTURE & WORKS OF ART<br />
Auctions: Thursday, 7 December 2023<br />
Exhibition: Saturday, 2 December – Tuesday, 5 December 2023
FURNITURE<br />
& INTERIOR<br />
C L O C K S<br />
S I L V E R
1<br />
CARTELLUHR VON JEAN-ADRIEN, PARIS<br />
Höhe: 51 cm.<br />
Breite: 28 cm.<br />
Tiefe: max. 18 cm.<br />
Rückplatine in Gravur signiert „Jean AParis“.<br />
18. Jahrhundert.<br />
Werk: Pendel an Fadenaufhängung, Schloss scheiben-<br />
Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />
Gehäuse: Zifferblatt umgeben von hochoval komponierter<br />
Rahmung in vergoldeter Bronze, gebildet aus<br />
Zweigen, Blattwerk, Blüten und Rocaillebögen, die<br />
über vergitterten Schallöffnungen hinwegziehen.<br />
Be krö nung durch eine vollplastisch gegossene allegorische<br />
Figur mit erhobener Fackel. Werkabdeckung<br />
rückwärts durch Messingblech.<br />
Zifferblatt: Emailzifferblatt mit römischen Stunden,<br />
arabischen Minuten und Signatur. Zeiger vergoldet.<br />
(1380022) (11)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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2<br />
BUREAU CAPUCIN<br />
Höhe: 88 cm.<br />
Breite: 56 cm.<br />
Tiefe: 72 cm.<br />
Gestempelt „Pierre Garnier“ (um 1726-1800),<br />
Meister ab 1742.<br />
Geschweifte, gekantete Beine mit à jour gearbeiteten<br />
Bronzesabots. Zweischübiger Unterbau mit überkragender<br />
teilprofilierter Deckplatte, diese mit grünem<br />
Leder bezogener und gold punzierter Schreibplatte,<br />
sowie herausziehbaren Kompartiments mit Zuggriffen<br />
bzw. einem Schlüsselschild. Seitlich offene Kompartiments<br />
für Schreibzeug. Allseits in Spiegelfurnier gestaltet<br />
mit deckelseitiger Kartusche. Minimal besch.,<br />
rest. Zwei Schlüssel vorhanden.<br />
(1380943) (13)<br />
€ 9.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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15
3<br />
PAAR REPRÄSENTATIVE KANDELABER<br />
Höhe: 74 cm.<br />
Frankreich, um 1820-1830.<br />
Kombinationsarbeiten aus weißem Marmor sowie<br />
vergoldeter und dunkelbraun patinierter gegossener<br />
Bronze. Über quadratischem Stand mit gekanteten<br />
Ecken die teilkannelierten kartuschierten Basen mit<br />
Schlangenreliefzier. Darüber je eine antikisierende<br />
weibliche Figur mit Chiton und hochgesteckter Frisur.<br />
In ihren Händen vergoldete Blütenzweige deren<br />
Stempel teilweise als Tüllen fungieren.<br />
Provenienz:<br />
Christie‘s, 25. April 2017, Lot 176.<br />
(1380238) (13)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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4<br />
GROSSE PRUNKPENDULE<br />
Gesamthöhe: 130 cm.<br />
Rückplatine signiert „Regnault à Paris“.<br />
Paris, 18. Jahrhundert.<br />
Werk: Achttagegehwerk. Pendel mit Fadenaufhängung.<br />
Halbstunden- und Stundenschlossscheibenschlagwerk<br />
auf Glocke.<br />
Funktion: Stunden- und Minutenzeiger aus gebläutem<br />
Stahl.<br />
Gehäuse: In Gehäuse, Abdeckelung nach oben sowie<br />
Wandkonsole. Die Uhr balusterförmig gebaucht, mit<br />
vorderer Glastüre. Reiche Bronzebeschläge, durchbrochen<br />
gearbeitet mit figuralem Dekor, Blüten- und<br />
Blattmotiven sowie Rocaillen und Voluten. Der Aufsatz<br />
mit großer Rocaillekartusche sowie Blüten. Der<br />
Sockel symmetrisch gearbeitet, mit C-Voluten eine Kartusche<br />
bildend. Ebonisiertes Holz. Mittelfeld signiert.<br />
Zifferblatt: Treize pièces-Zifferblatt mit römischen<br />
Ziffern sowie arabischen Ziffern in separaten Indikationen.<br />
Zustand: Gut.<br />
(1380971) (10)<br />
LARGE PENDULUM CLOCK<br />
Total height: 130 cm.<br />
Signed “Regnault à Paris”.<br />
Paris, 18th century.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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17
5<br />
ZIERLICHE WANDELPOUDREUSE<br />
(TABLE D'ACCOUCHÉE)<br />
In zugeklapptem Zustand: 71 x 63 x 37,2 cm.<br />
Frankreich, um 1760.<br />
Gekantete, leicht geschweifte Beine in die dreischübige<br />
Zarge übergehend. Deckplatte mittig zu öffnen<br />
mit Klappspiegel und seitlichen Scharnierflügeln mit<br />
Druckknöpfen. Das Furnier als Spiegelfurnier aufgelegt.<br />
Das <strong>Möbel</strong> zweiteilig komponiert und zu Reisezwecken<br />
gedacht. Der untere Schub als Zarge für<br />
den Tisch, darauf ruhend der in die unteren Beine<br />
übergreifende Aufsatz mit den Schüben und der genannten<br />
aufklappbaren Deckplatte. Die Tischdeckplatte<br />
des Unterbaus mit weißem Marmor verkleidet.<br />
Ein Schlüssel vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Die <strong>Möbel</strong> der Residenz München. Die Französischen<br />
<strong>Möbel</strong> des 18. Jahrhunderts, Bd. 1, S. 145,<br />
Nr. 31. Dort ein ähnliches Modell, diese von Pierre<br />
Roussel (Meister ab 1745). (1361612) (13)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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6<br />
MÜNCHNER BOULLE-PENDULE<br />
MIT WANDKONSOLE<br />
Höhe: 84 cm.<br />
Breite: 39 cm.<br />
Tiefe: 20 cm.<br />
Signiert „Paulus Graf in München“.<br />
Deutschland, letztes Viertel 18. Jahrhundert.<br />
Werk: Federbetriebenes Acht-Tage-Werk, Viertelstunde<br />
Schlagwerk auf zwei Glocken und Messingpendelscheibe.<br />
Gehäuse: Hoher taillierter Gehäuseaufbau mit zweifach<br />
aufschwingender Bedachung und hoher vasenförmiger<br />
Bekrönung. Flächen von Gehäuse und Konsole<br />
mit rötlichem Schildpatt belegt. Entsprechend<br />
dekorierte Konsole, nach unten sich verjüngend.<br />
Zifferblatt: Messingring mit römischen Stunden und<br />
arabischer Minutenangabe, von Uhrmacher signiert.<br />
Messingrocaillen verzieren das gesamte Zifferblatt.<br />
(1380472) (10)<br />
CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
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Sistrix<br />
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7<br />
IMPOSANTE RUSSISCHE WANDAPPLIKEN<br />
Höhe: 67 cm.<br />
Um 1780/1790.<br />
Bronze, vergoldet und geschliffenes Glas. Jeweils<br />
zweiflammig. Über gehörntem Widderkopf die beiden<br />
geschweiften Leuchterarme, gefolgt von zentralem,<br />
in Obelisk-Form mittigen Stab aus facettiertem Glas.<br />
Die Bekrönung der Leuchter mit hängenden Bogen<br />
und Armen, besetzt mit beweglichen Ketten. Diese<br />
mit Mondsichel abschließend.<br />
Literatur:<br />
Vgl. eine ähnliche Ausführung ist hier zu finden: Igor<br />
Sychev, Russische Leuchter des Klassizismus, 1760-<br />
1830, Russland 2003, S. 55, Tafel 272 und 273.<br />
(1380281) (10)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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8<br />
IMPOSANTES TINTENZEUG<br />
Höhe: 34 cm.<br />
Breite: 35 cm.<br />
Tiefe: 24 cm.<br />
Wohl Russland, Anfang 19. Jahrhundert.<br />
In hellgrauem Marmor und vergoldeter Bronze. Aufbau<br />
in Form eines nach vorne ziehenden Sockels mit<br />
darauf stehendem Obelisken. Die seitlichen Kerzenarme,<br />
der Faunkopf am Obelisk, das Taubennest sowie<br />
die applizierten Dekorationen in vergoldeter Bronze.<br />
(13816816) (11)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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19
9<br />
LOUIS XV-DAMENSCHREIBTISCH<br />
Höhe: 74,5 cm.<br />
Breite: 55,5 cm.<br />
Tiefe: 36 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
In vergoldeten Bronzesabots stehende gekantete<br />
geschwungene Beine, die zentral durch ein Mitteltableau<br />
zusammengeführt werden. Darüber der einschübige<br />
Korpus mit darüberliegender lederbezogener<br />
Schreibplatte mit Messingzugknauf. Der Schub<br />
mit vierfacher Gliederung mit rechts liegenden Kompartiments<br />
für das Schreibzeug. Überkragende, den<br />
Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende Deckplatte mit Mes singumrandung.<br />
Das Tableau sowie der Korpus und Deckplatte<br />
jeweils mit hochfeiner, teils eingefärbter Marketerie,<br />
Blumengebinde und Stadtansichten zeigend.<br />
Ein Schlüssel vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Pierre Kjellberg, Le Mobilier français du XVIIIe<br />
siècle, Paris 1998, S. 402. (Zu den Einlegearbeiten,<br />
von denen es vergleichbare Werke von André-Louis<br />
Gilbert (1746-1809) gibt) (1371192) (13)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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10<br />
PAAR BAROCK-KONSOLEN<br />
Höhe: max. 22,5 cm.<br />
Eiche, geschnitzt. Unterschiedliche Formen mit Engelskopfschnitzereien<br />
und fruktalen Ornamenten sowie<br />
überkragendem profilierten Gesimsabschluss. Minimal<br />
besch.<br />
(13816721) (13)<br />
€ 600 - € 800<br />
Sistrix<br />
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11<br />
KOMMODE MAZARIN<br />
Höhe: 85 cm.<br />
Breite: 114 cm.<br />
Tiefe: 66 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
Dreischübiger Korpus sans traverse mit geschweiften,<br />
teils à jour gearbeiteten, über Eck stehenden Risalitbeinen.<br />
Die Schübe in der Mitte vertikal geschnürt und<br />
jeweils mit zwei Scheinschüben versehen, mit intarsierten<br />
Kartuschen in gegensätzlichen kontrastierenden<br />
Holzarten. Ziselierte und vergoldete gegossene<br />
Beschläge. Überkragende rechteckige Deckplatte mit<br />
Spiegelfurnier. Der Korpus in Weichholz gearbeitet. Erg.<br />
(1361611) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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21
12<br />
GROSSER KPM-MALABAR<br />
Höhe: 39,5 cm.<br />
Zeptermarke mit zwei Schleifstrichen in Blau Aufglasur.<br />
Berlin, 20. Jahrhundert.<br />
Weißes Porzellan, glasiert. Entwurf von Friedrich Elias<br />
Meyer um 1777. Auf quadratischem, leicht gewölbten<br />
Sockel vollplastische, stehende Darstellung eines<br />
Malabaren in stiltypischer Bekleidung mit Hut. In den<br />
Händen Schellen haltend. Teil der Drapierung besch.<br />
(13808218) (10)<br />
€ 1.500 - € 2.500<br />
Sistrix<br />
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13<br />
BAROCKER TABERNAKELSEKRETÄR<br />
Höhe: 192 cm.<br />
Breite: 133 cm.<br />
Tiefe: 75 cm.<br />
Österreich, um 1750.<br />
Der dreischübige Unterbau auf gedrückten Kugelfüßen<br />
lagernd. Die Front mehrfach geknickt und nach<br />
innen konkav geschweift. Die Schubladenfronten im<br />
äußeren Bereich in diagonal verlaufendem Nussbaum<br />
furniert, die Bandelwerkmarketerien sind in Zwetschgenholz<br />
und Mooreiche ausgeführt. Der mittlere Teil<br />
des <strong>Möbel</strong>stückes hat je zwei kleine übereinanderliegende<br />
Schübe außen und in der Mitte die nach vorne<br />
aufklappbare Schreibplatte. Von außen ist diese in<br />
aufwendiger Einlegearbeit gestaltet. Dargestellt ist,<br />
kartuschenartig eingefasst, ein Wanderer vor dörflich<br />
ländlicher Kulisse. Die Marketerie ist ausschließlich in<br />
Ahorn gefertigt, die einzelnen Furnierstücke sind brandschattiert,<br />
grenzen sich so voneinander ab und geben<br />
dem Bild eine gewisse Tiefe mit dreidimensionalem<br />
Charakter. Hinter der Schreibplatte die geräumige<br />
Arbeitsfläche mit vier kleinen Schüben. Aufsatz mit<br />
zentraler Tabernakeltüre, flankiert von zehn weiteren<br />
frontal geknickten Schüben, die über eine Zentralverriegelung<br />
verschließbar sind. Tabernakeltüre außen<br />
diagonal in Pflaume furniert und mit kartuschenartig<br />
eingefasster figürlicher Einlegearbeit aus Ahorn auf<br />
dunklem Fond versehen. Seiten mehrfach gefeldert<br />
und in Birkenmaser furniert.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Wolfgang L. Eller, Schreibmöbel 1700-1850 in<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz, Petersburg<br />
2006, S. 58. (1371194) (13)<br />
BAROQUE TABERNACLE SECRETARY<br />
Height: 192 cm.<br />
Width: 133 cm.<br />
Depth: 75 cm.<br />
Austria, ca. 1750.<br />
Literature:<br />
cf. Wolfgang L. Eller, Schreibmöbel 1700-1850, in<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz, Petersburg<br />
2006, p. 58.<br />
€ 10.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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14<br />
BILDHAUER DES 19. JAHRHUNDERTS<br />
MARMORFIGUR DES APOLLO VON BELVEDERE<br />
Höhe: 71 cm.<br />
Standfigur in weißem Marmor auf achtkantiger Plinthe.<br />
Die Apollofigur im schreitenden Gestus wiedergegeben.<br />
Entsprechend dem antiken Original ist die linke<br />
Hand vorgestreckt und hält einen Stab, über den Arm<br />
die Chlamys gelegt. An der rechten Körperseite ein<br />
Baumstumpf mit hochziehender Schlange.<br />
(1381576) (10)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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15<br />
RÉGENCE-BUREAU<br />
Höhe: 110 cm.<br />
Breite: 113 cm.<br />
Tiefe: 57 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
Über vergoldeten Bronzesabots stehende gekantete<br />
und geschweifte Beine mit dreischübigem Korpus mit<br />
erhabenem Mittelsegment. Herausziehbare Knaufstege<br />
zur Ablage der schrägen Schreibplatte, diese<br />
innen mit grüner Lederschreibplatte bedeckt. Dahinter<br />
teils offene, teils geschlossene Kompartiments mit<br />
Blütenknöpfen und geschweiften Fronten. Horizontale<br />
Deckplatte, ornamental furniert. Das Furnier der Schübe<br />
und der Schreibplatte als Spiegelfurnier gearbeitet mit<br />
Würfelornamentumrandung. Ein Schlüssel vorhanden.<br />
(1351031) (13)<br />
RÉGENCE BUREAU<br />
Height: 110 cm.<br />
Width: 113 cm.<br />
Depth: 57 cm.<br />
France, 18th century.<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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16<br />
RÉGENCE-KOMMODE<br />
Höhe: 85 cm.<br />
Breite: 129 cm.<br />
Tiefe: 65 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
Eichenholzkorpus, furniert. In teils à jour gearbeiteten<br />
Bronzesabots die stehenden gekanteten Beine mit<br />
darüberliegendem Korpus mit fünf Schüben. Diese mit<br />
reichen Ormolu-Handhaben und dazwischenliegenden,<br />
à jour gearbeiteten Louis XV-Schlüsselschildern,<br />
wobei das obere Schlüsselschild blind gearbeitet ist<br />
und zwischen den beiden oberen Schüben liegt, diese<br />
flankiert von Espagnoletten. Überkragende, profilierte,<br />
den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende Marmordeckplatte in<br />
rot-weiß geädertem Marmor. Ein Schlüssel vorhanden.<br />
(1371193) (13)<br />
RÉGENCE COMMODE<br />
Height: 85 cm.<br />
Width: 129 cm.<br />
Depth: 65 cm.<br />
France, 18th century.<br />
Oak structure, veneered. The structure with five drawers<br />
is supported on canted legs in bronze sabots,<br />
some of them à jour.<br />
€ 9.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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17<br />
MEISSENER APOSTELFIGUR DES<br />
JAKOBUS MINOR<br />
Höhe: 48,7 cm.<br />
Schwertermarke mit zwei Schleifstrichen in Unterglasurblau<br />
am Sockelrand. Im Sockel eingeritzt mit<br />
„Weiß“ sowie mit Bossierer-Nr. „149“.<br />
Meißen, 20. Jahrhundert.<br />
Weißglasiertes Porzellan, den Apostel darstellend. Der<br />
Apostel in weiten Gewändern, auf einem hohen, profilierten<br />
Sockel stehend. Seine linke Hand ist halb gehoben,<br />
in seiner rechten hält er einen Folianten. Sein<br />
Haupt ist stark nach seiner linken Seite gewandt. Entwurf<br />
von Johann Joachim Kaendler um 1747. Kaendler<br />
entwarf die Modelle zu den 12 Aposteln in Anlehnung<br />
an die berühmten, monumentalen Marmorskulpturen<br />
im Mittelschiff von San Giovanni in Laterano in Rom.<br />
Literatur:<br />
Ulrich Pietsch, Meißner Porzellanplastik von Gottlieb<br />
Kirchner und Johann Joachim Kaendler, München<br />
2006, S. 99, Kat. Nr. 152. (13808219) (10)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
Seitenansicht<br />
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27
18<br />
PAAR LOUIS XV-WANDAPPLIKEN<br />
Höhe ohne Leuchtmittel: 34 cm.<br />
Punziert mit C couronné (Steuerstempel 1745-1749,<br />
für feuervergoldete Arbeiten).<br />
Frankreich, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Aus à jour<br />
gefertigter Rocaille mit plastischen Trauben zwei vegetabile<br />
Leuchterarme erwachsend, je eine Brennstelle<br />
über Blattwerktülle führend. Elektrifiziert. Nicht auf<br />
Funktionsfähigkeit geprüft.<br />
(13816761) (13)<br />
€ 900 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
19<br />
FLÄMISCHER GOBELIN-WANDTEPPICH<br />
MIT LANDSCHAFTSMOTIV<br />
310 x 243 cm<br />
17. Jahrhundert<br />
Im Hochformat, die breite Bordüre erhalten und von<br />
brauner Einfassung umzogen. Im Feld Blick in eine<br />
Baumlandschaft mit Durchblick auf eine Lichtung im<br />
Hintergrund. Im Vordergrund ein Gewässer mit drei<br />
schwimmenden Enten, weiter hinten befinden sich<br />
links am Ufer zwei Capriden. In der rechten, unteren<br />
Ecke tritt aus dem Schilf ein Enten jagender Otter hervor.<br />
Die breite, braungrundige Randbordüre besetzt<br />
von wappenförmigen Kartuschen an Schleifen, sowie<br />
Vasen mit Blumengestecken in den Ecken. In der<br />
oberen Bordüre zeigt sich im Zentrum ein Vogel mit<br />
ausgebreiteten Flügeln zwischen Blattranken, am<br />
Unterrand eine barocke Kartusche.<br />
Anmerkung:<br />
Verso unten auf kleinem Stoffetikett beeichnet:<br />
DE Wit, Royal Manufacturers, Belgium - 2009.<br />
(1381851) (1) (18)<br />
€ 9.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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20<br />
PAAR KERZENLEUCHTER<br />
Höhe: 25 cm.<br />
Paris, erste Hälfte 18. Jahrhundert.<br />
Ein außergewöhnlich fein gearbeitetes Paar Kerzenhalter.<br />
Bronze, feuervergoldet. Auf achtkantigem,<br />
gestuftem Standfuß erhebt sich ein taillierter Schaft,<br />
im Unterteil mit rundem Querschnitt und mittig im<br />
oktogonalen Schnitt. Der Schaft verbreitert sich im<br />
obersten Teil nach außen mit C-bogigen Voluten und<br />
stützt die prächtige, vasenförmige Tülle. Die runden<br />
Tropfenschalen sind ebenfalls mit Perldekor verziert<br />
und abnehmbar. Die gesamte Dekoration, mit geometrischem<br />
Muster sowie Rocaille und Blumendekor, ist<br />
gegossen, nur teilweise geprägt und weist eine feine<br />
detaillierter Verarbeitung auf.<br />
(1381823) (1) (10)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
21<br />
KLEINES BAROCKES FAUTEUIL<br />
Lehnenhöhe: 80 cm.<br />
Sitzhöhe: 41 cm.<br />
Holz, geschnitzt, dunkel gefasst. Kannelierte Beine<br />
mit Akanthusblattknien, die Zarge mit gemuschelten<br />
Schnitzereien. Jüngere rot-gelbe Polsterung mit Kissen.<br />
(13808211) (13)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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29
22<br />
BUREAU MAZARIN<br />
81 x 146 x 79,5 cm.<br />
Anfang des 20. Jahrhunderts<br />
Das <strong>Möbel</strong> auf insgesamt acht Beinen, die mit X-förmig<br />
gestellten Streben verbunden sind. In der Front seitlich<br />
flankierend jeweils drei Schübe. Mittig ein Schub auf<br />
Fronthöhe. Das Furnier in première partie mit Ranken<br />
und Blattwerk sowie Schaustellern nach Callot in<br />
symmetrischer Anordnung auf den Schüben und<br />
Seiten flächen. Die rechteckige Tischplatte mit Lambrequin-<br />
und figürlichem Dekor. Schlüssel vorhanden.<br />
Gebrauchsfertiger Zustand.<br />
Anmerkung:<br />
Das in Boulletechnik eingelegte <strong>Möbel</strong> ist benannt<br />
nach dem Kardinal Mazarin, der 1642-1661 Frankreichs<br />
Premierminister war.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Jean Nerée Ronfort (Hrsg.), Charles André Boulle.<br />
1642-1732. Ein neuer Stil für Europa, Paris 2009, S.<br />
294, Nr. 45. (1371121) (13)<br />
BUREAU MAZARIN<br />
81 x 146 x 79.5 cm.<br />
Beginning of the 20th century.<br />
Desk structure veneered with tortoiseshell with red<br />
underlay and inlays in ormolu and brass. Black lacquer.<br />
Notes:<br />
The bureau is inlaid in Boulle work and named after<br />
France from 1642 to 1661.<br />
CITES export restrictions - sale in the EU only.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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23<br />
PAAR VERGOLDETE UND GEFASSTE<br />
BAROCK-RAHMEN<br />
Gesamthöhe: je 92 cm.<br />
Breite: je 47 cm.<br />
Italien, um 1700.<br />
Die holzgeschnitzten Rahmen mit C-bogigen Voluten<br />
und Muscheldekor, behangen durch hervortretenden<br />
Lambrequin-Giebel, jeweils mit Standsockel. Spiegelglas<br />
neueren Datums.<br />
(13711220) (18)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
24<br />
HALBSCHRANK<br />
142 x 126 x 40 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Über kurzen furnierten Beinen stehender fast quadratischen<br />
Korpus mit zwei Flügeltüren. Diese außen mit<br />
dichter Rautenmarketerie und zwei nebeneinander<br />
liegenden Schlüsselschildern. Inneneinrichtung mit<br />
vier Einlegeböden. Leicht überkragende den Zügen<br />
des <strong>Möbel</strong>s folgende hölzerne Deckplatte.<br />
(1362161) (13)<br />
€ 1.200 - € 1.800<br />
Sistrix<br />
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31
25<br />
JACQUES PHILIPPE CARESME,<br />
1734 – 1796, ZUG.<br />
VENUS, FLORA UND EIN BACCHANT HULDIGEN<br />
EINER DIONYSOSHERME<br />
Gouache auf Papier, auf Holz aufgezogen.<br />
39 x 31 cm.<br />
Hinter Glas in reich geschnitztem und vergoldetem<br />
Originalrahmen.<br />
In sonnenbeschienener Landschaft mit antiken Gebäuderesten<br />
die auf einem roten Tuch sitzende schöne<br />
nackte Venus, in ihren Händen ein Räuchergefäß haltend,<br />
hinter ihr ein musizierender Bacchant und neben<br />
ihm Flora mit bläulichem Umhang, einen großen Korb<br />
mit Blumen haltend. Linksseitig auf einem steinernen<br />
Sockel stehend eine große Dionysosherme, denen<br />
sie huldigen. Zudem am linken und rechten Bildrand<br />
zwei Kinder mit Weinrispen gefüllten Körben. Feine<br />
qualitätvolle Darstellung.<br />
(1380471) (18)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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26<br />
SECRETAIRE À ABATTANT<br />
Höhe: 144 cm.<br />
Breite: 90 cm.<br />
Tiefe: 36 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Im Stil Louis XVI gestaltetes Schreibmöbel mit zweitürigem<br />
Unterbau, abgeschrägten Beinen die in die<br />
rahmenden Pilaster übergehen und Scharnierschreibplatte<br />
mit überfangendem Schub. Grün weiß geäderte<br />
Marmordeckplatte. Besch. Rest.<br />
(1380823) (13)<br />
€ 4.000 - € 4.500<br />
Sistrix<br />
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33
27<br />
NEOKLASSIZISTISCHER GUÉRIDON<br />
Höhe: 82 cm.<br />
Durchmesser: 72 cm.<br />
Frankreich, nach Pierre-Philippe Thomire (1751-1843).<br />
Über einer Marmorprofilbasis der vergoldete Fuß<br />
als zylindrischer Säulenstumpf mit Festonreliefzier.<br />
Darauf drei Grazien radial angeordnet sich die Hände<br />
gebend. Überkragende runde Deckplatte mit zentraler<br />
Ormolurosette und profiliertem Rand.<br />
Provenienz:<br />
Christie‘s, London, 22. Juni 1989, Lot 74.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Proschel et al., Vergoldete<br />
Bronzen, München 1986, Bd. I, S. 387, Abb. 5.16.12.<br />
(1380236) (13)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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35
28<br />
FRÜHKLASSIZISTISCHE FRANZÖSISCHE<br />
KAMINUHR<br />
Höhe: 38 cm.<br />
Breite: 38 cm.<br />
Tiefe: 20 cm.<br />
Frankreich, Ende 18. Jahrhundert.<br />
Werk: Pendel an Fadenaufhängung mit Feinregulierung<br />
über der XII.<br />
Schlossscheiben-Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag<br />
auf Glocke.<br />
Gehäuse: Reiche bildplastische Gestaltung in feuervergoldeter<br />
Bronze. Auf kräftigem Längssockel mit<br />
frontalem Eichenblatt-Feston erhebt sich ein kannelierter<br />
Säulenstumpf, der das Werkgehäuse trägt, bekrönt<br />
mit einer großen Bandschleife und herabhängenden<br />
Rosen. Seitlich steigt ein vollplastisch gestalteter<br />
Löwe hoch. Gegenüber ein großes Früchtefüllhorn.<br />
Rückseitiges Türchen verglast.<br />
Zifferblatt: Ziffernring mit Perlstab um die randgeschliffene<br />
Verglasung, Emailzifferblatt mit römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten. Vergoldete filigrane<br />
Zeiger.<br />
(1380873) (1) (11)<br />
€ 7.500 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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29<br />
GROSSER EMPIRE-TAFELAUFSATZ<br />
Höhe: 50 cm.<br />
Sockellänge: 46 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Porzellan, gegossen, polychrom staffiert und vergoldet.<br />
Über oblonger Basis mit ornamentalem Reliefdekor<br />
zwei rücklings gegeneinander gestellte sitzende Sphingen<br />
einen à jour gearbeiteten Korb tragend. Dieser<br />
mit Blattreliefs, Zapfenknauf und Akanthusblatthandhaben<br />
an den Kurzenden. Minimal besch. rest. Vergoldung<br />
etwas berieben.<br />
(1380233) (13)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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30<br />
GROSSER SURTOUT DE TABLE<br />
Durchmesser: 57 cm.<br />
Höhe: 14 cm.<br />
Schweden, Anfang 19. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, vergoldet. Auf vier Füßen stehendes<br />
rundes Tablett mit klassischen Urnen die durch<br />
Ketten verbunden sind. Mit eingelegter runder passender<br />
Glasplatte.<br />
Provenienz:<br />
Christie‘s New York, 10. April 2018, Lot 110.<br />
(1380237) (10)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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37
31<br />
GEORGE IV-HARFE<br />
Höhe: 168,5 cm.<br />
Oben mit Messingplakette: John Egan, 30 Dawson St,<br />
Dublin.<br />
Irland, um 1825.<br />
Obstholz, gefasst und vergoldet, Saiten und Beschläge.<br />
John Egan war ein irischer Musikinstrumentenbauer,<br />
der als der Vater der modernen irischen Harfe gilt. Er<br />
war zwischen 1804 und 1830 tätig und begann zunächst<br />
mit der Perfektionierung der großformatigen<br />
europäischen Pedalharfe, von der das vorliegende<br />
Stück ein schönes Beispiel ist. Dann wandte Egan<br />
seine Aufmerksamkeit der Innovation der modernen<br />
Harfe zu und erfand schließlich die tragbare irische<br />
Harfe, von der sich Beispiele in der Royal Collection,<br />
London und im Metropolitan Museum of Art, New<br />
York, befinden. Fassung teilweise schadhaft, nicht auf<br />
Funktionsfähigkeit geprüft.<br />
Provenienz:<br />
Sotheby‘s London, 31. Oktober 2017, Lot 81.<br />
(1380234) (13)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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32<br />
BEDEUTENDE FIGÜRLICHE WANDAPPLIKE<br />
Höhe: 52 cm.<br />
Frankreich, um 1815.<br />
Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Figürlich<br />
dargestellte Amorette mit ausgebreiteten Flügeln aus<br />
einer Akanthusmanschette hervorwachsend und über<br />
seinem Kopf vier Brennstellen haltend, einmal aus<br />
einem kannelierten Schaft, dreimal aus Füllhornarmen<br />
hervorgehend. In der Einlieferertradition wird der Entwurf<br />
des hier angebotenen Wandleuchters an Antoine<br />
André Ravrio (1759-1814) gegeben, der im Stande war<br />
seine Bronzen an ein prestigeträchtiges Publikum zu<br />
verkaufen, darunter auch an Napoleon I.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Pröschel et al., Vergoldete<br />
Bronzen, München 1986, Bd. I, S. 356.<br />
(1380232) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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39
33<br />
AUSSERGEWÖHNLICH SELTENE FRANZÖSISCHE<br />
PENDULE VON LOUIS MONTJOYÉ<br />
IN GEHÄUSE VON OSMOND (1712 – 1789)<br />
Höhe: 47 cm.<br />
Breite: 27 cm.<br />
Tiefe: 23 cm.<br />
Typisch für seine Signatur das spiegelverkehrte „N“<br />
in „OSMOND“, so auch hier an der Rückseite des<br />
Sockels.<br />
Werk: Das Werk sowie der Drehmechanismus der<br />
Sphären mit zwei senkrechten Stahlachsen hinter einer<br />
herausnehmbaren Klappe, verso einsehbar. Pendel an<br />
Fadenaufhängung, Schlossscheiben-Schlagwerk mit<br />
Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Mit mehreren<br />
Komplikationen.<br />
Gehäuse: Ferdinand-Berthoud-Robert Osmond war<br />
französischer Designer und <strong>Uhren</strong>gehäuse-Hersteller,<br />
in der Literatur genannt als Maître Fondeur, Ciseleur,<br />
Graveur, Doreur. Geboren 1712 in Canisy, Normandie<br />
als Sohn des Gabriel Osmond. Er lernte in der Werkstatt<br />
von Louis Regnard, wurde 1746 Meister und<br />
unterhielt sein Atelier in der Rue de Canette, Gemeinde<br />
Saint-Sulpice. Aufgrund der guten Auftragslage<br />
verlegte er seine Werkstatt in die Rue Macon. 1756<br />
Geschworener der Gilde, was ihm ermöglichte, als Erfinder<br />
und Gestalter seine Arbeiten schützen zu lassen.<br />
Zusammen mit seinem Bruder Jean-Baptiste<br />
Osmond lieferte er Gehäuse für namhafte Uhrmacher<br />
wie Berthoud, Dutertre, Imbert, Gille, Olin oder Robin.<br />
Seine letzten Arbeiten datieren zwischen 1770 und<br />
1774. Er starb 1789 im Rue Macon, Paris.<br />
Das Gehäuse in feuervergoldeter Bronze in figürlich<br />
bereichertem Aufbau: Der große Rechtecksockel mit<br />
halbrunden Vorsprüngen an den Ecken trägt einen<br />
hohen kannelierten Säulenstumpf. Er wird seitlich<br />
flankiert von zwei an den Ecken sitzenden Putten mit<br />
Zirkel und Schriftrolle, dahinter zwei große Deckel-<br />
vasen. An der Sockelfront tiefe Nischenöffnung in Art<br />
eines Bücherregals, mit darin liegenden Büchern und<br />
Winkelmaß. Werk-Rückplatine in Messing, darauf in<br />
Gravur signiert: „Monjoye fils hor.-ger du Roy AParis“.<br />
In leicht abgewandelter Schreibweise wird genannt:<br />
Meister – Uhrmacher Louis Montjoie, (1748-1789) in<br />
Paris, Quai Pelletier, rue Dauphine, rue de la Vieille<br />
Draperie und Rue Galande, verheiratet mit Françoise<br />
Thérese Thernisien, erwähnt am 16. Juni 1790. (ist das<br />
so auf der Uhr vermerkt?) Lernte 1736 bei Michel<br />
Mathurin Guery.<br />
Zifferblatt: Das Zifferblatt an der Vorderseite der Säule<br />
mit gewölbter Verglasung, mit römischen Stunden und<br />
arabischen Viertelstunden, umzogen von Lorbeerfeston<br />
an Schleife. Die Zeiger filigran durchbrochen<br />
und vergoldet. Mittig offene Mondphasen-Lünette,<br />
blau emailliert, mit goldenen Sternen und Mondscheibe,<br />
deren Zeigernase auf einen Datums-Halbkreis<br />
weist. Bekrönung der Säule durch einen Sphärenaufbau<br />
mit sechs ineinander liegenden, drehbaren<br />
Sphärenringen, jeweils einzeln in Gravur beschriftet,<br />
wie „Saturn“, „Mars“ und den weiteren Planeten.<br />
Darunter Cercle Equinoxes-Solsices und L´Equareur<br />
(n.erm.) etc. Die Planeten als Kugeln eingefügt. Der<br />
waagrechte breitere Außenring beschriftet mit Monatsbezeichnungen,<br />
Tierkreiszeichen und Tagesdaten der<br />
Monate. Nicht auf Funktionsfähigkeit geprüft. A.R.<br />
(1380871) (1) (11)<br />
EXCEPTIONALLY RARE FRENCH<br />
PENDULE BY MONTJOYE<br />
IN CASE BY OSMOND (1712 – 1789)<br />
Height: 47 cm.<br />
Width: 27 cm.<br />
Depth: 23 cm.<br />
As is typical for his signature the “N” in “OSMOND”<br />
is mirror-inverted, as is also the case here on the back<br />
of the base.<br />
The dial on the front of the column features arched<br />
glazing, with Roman hours and Arabic quarter hours,<br />
surrounded by a laurel festoon on a ribbon. The gilt<br />
hands are crafted in delicate open-work. The bezel<br />
with moon phase is open at the centre, enamelled in<br />
blue with gold stars and moon disk, the tip of the<br />
hand points to a date semicircle. The column is surmounted<br />
by a spherical structure with six interlocking,<br />
rotating spherical rings, each individually engraved<br />
with the names of the planets such as “Saturn”,<br />
“Mars” etc. Below Cercle Equinoxes-Solstices and<br />
L’Équateur etc. The planets are inserted as spheres.<br />
The wider horizontal outer ring is inscribed with the<br />
names of the month, zodiac signs and days of the<br />
month. The clock movement and the rotating mechanism<br />
of the spheres with two vertical steel axes is visi<br />
ble behind a removable flap on the back. Pendulum<br />
on silk suspension, count wheel striking mechanism<br />
with half and hour strike on bell. Movement back<br />
plate in brass, with engraved signature: “Monjoye fils<br />
hor.-ger du Roy AParis”.<br />
€ 65.000 - € 80.000<br />
Sistrix<br />
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41
34<br />
GROSSE PARISER KAMINUHR<br />
Gregoire Rouma (um 1800-1840).<br />
Höhe: 49,5 cm.<br />
Breite: 36 cm.<br />
Tiefe: 12,5 cm.<br />
Werk: 14-Tage Werk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />
verso Regulierung durch Rändelrad. Schlossscheibenschlagwerk<br />
für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />
Vergoldung in tadellosem Zustand.<br />
Gehäuse: Der Aufbau in vergoldeter Bronze ist thematisch<br />
dem Musengott Apollo und den Attributen Amors<br />
gewidmet. Sockel besetzt mit Lyramotiv zwischen<br />
Blumenkränzen, darin Amorpfeile. Auf dem aufgesetzten<br />
Sockel eine Lyra, die von dem links stehenden<br />
Musengott Apollo gehalten wird. Rechts große Harfe<br />
vor dem Bogen des Amor.<br />
Zifferblatt: Hochrechteckiger Werkaufbau mit Emailzifferblatt,<br />
signiert und ortsbezeichnet Paris, sowie<br />
römischen Stunden. Breguetzeiger gebläut. A.R.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />
Bronzen, Bd. I, München 1986, S. 394, Nr. 5.18.3.<br />
(1380231) (11)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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35<br />
VIER TAFELAUFSÄTZE<br />
IM STIL RETOUR D’EGYPTE<br />
Höhe: 22,2 cm.<br />
Durchmesser: 17 cm.<br />
Der Stil verweist auf eine Herstellung in Deutschland<br />
oder Österreich im frühen 19. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und patiniert.<br />
Über zylindrischer Basis mit gewulstetem Stand<br />
und getreppter Plinthe drei ägyptisierende kniende<br />
Figuren in kontrastreicher, teilpatinierter Gestaltung,<br />
einen à jour gearbeiteten Korb tragend.<br />
(1380239) (13)<br />
FOUR CENTREPIECES<br />
IN RETOUR D’EGYPTE STYLE<br />
Height: 22.2 cm.<br />
Diameter: 17 cm.<br />
The style points to the manufacture in Germany<br />
or Austria in the early 19th century.<br />
Bronze; cast, chased, gilt and patinated.<br />
€ 12.000 - € 16.000<br />
Sistrix<br />
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43
36<br />
GROSSE FRANZÖSISCHE KAMINPENDULE<br />
DES KLASSIZISMUS „HERO UND LEANDER“<br />
62 x 40 x 20 cm.<br />
Bezeichnet „Soyer Fqt, de Bronze - Rue de<br />
Montmorency 96“<br />
Paris 19. Jahrhundert.<br />
Gehäuse: Die Kaminuhr in imposanter Größe, in vergoldeter<br />
Bronze, wirkt vor allem durch die Präsentation<br />
der beiden großen Figuren. Dies wird auch durch die<br />
Signatur auf dem Ziffernblatt deutlich, das den Pariser<br />
Bronzier „Soyer“ nennt.<br />
Zwei Figuren, ein sich umarmendes Paar, bilden das<br />
Hauptaugenmerk. Die beiden stehen auf einem grünen<br />
Marmorsockel, getragen von gequetschten vergoldeten<br />
Kugelfüßen, den Hintergrund bildet eine hochziehende<br />
Wand mit davorstehender Bank, seitlichen<br />
Pilastern und einem eingezogenen Rundbogen, in den<br />
das Ziffernblatt eingepasst ist. Die Pilaster sind mit<br />
antiken Dekorationen besetzt. Zwei Schwäne darüber<br />
halten einen Blattfeston, der unterhalb des Ziffernblattes<br />
halbrund zieht. Da ansonsten jeglicher weitere<br />
Hinweis auf die Thematik der Figuren fehlt, verweisen<br />
die beiden Schwäne auf das antike Liebespaar Hero<br />
und Leander. Die beiden Liebenden scheinen hier im<br />
Abschiedskuss vereint, wobei Hero hingebungsvoll<br />
dargestellt ist. Der Bildhauer ist nicht bekannt, hat<br />
hier jedenfalls ein beachtliches plastisches Werk geschaffen.<br />
Zifferblatt: Das weiße Emailleziffernblatt mit römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten, gebläute Breguetzeiger.<br />
Werk: 14-Tage Gehwerk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />
an der Rückseite frei schwingend, Schlossscheiben-<br />
Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />
Verso Glasabdeckung des Werkgehäuses. Rückseite<br />
brüniert und teilvergoldet. Zustand: Werk läuft an.<br />
A.R.<br />
(1381827) (1) (11)<br />
LARGE FRENCH CLASSICAL MANTEL CLOCK<br />
DEPICTING “HERO AND LEANDER”<br />
62 x 40 x 20 cm.<br />
Inscribed “Soyer Fqt, de Bronze - Rue de<br />
Montmorency 96”.<br />
Paris, 19th century.<br />
The white enamel dial with Roman hour numerals and<br />
Arabic minute numerals and blued steel Breguet<br />
hands. 14-day striking, pendulum on silk suspension<br />
free-swinging on the back, count wheel striking<br />
mechanism for half and full hour strike on bell.<br />
€ 17.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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37<br />
BIEDERMEIER-SEKRETÄR<br />
Höhe: 189 cm.<br />
Breite: 99,5 cm.<br />
Tiefe: 43,5 cm.<br />
Signiert und datiert im Kopfteil „Alois Telle... Ebenist<br />
aus Carlsbad Anno 1819“.<br />
Carlsbad, 1819.<br />
Der Sekretär aus furniertem Mahagoni. Die Vorderfront<br />
flankiert von ebonisierten Säulen und Pilastern,<br />
auf vier konischen Füßen, mit bombiertem Aufsatz<br />
mit umlaufendem Säulengang, teilweise ebonisiert,<br />
mit ebonisiertem Giebel. Im Innenteil Kabinett mit<br />
Säulengang, verspiegelt, intarsiert, mit Banddekor und<br />
geheimem Schub. Daneben zwei Rundbögen, darunter<br />
drei Schübe mit Mauerwerksdekor, darüber vier<br />
weitere Schübe. Mit sechs Schlüsseln. Rest.<br />
(1380801) (18)<br />
€ 7.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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38<br />
BIEDERMEIER SITZBANK<br />
Höhe: 93 cm.<br />
Breite: 160 cm.<br />
Tiefe: 70 cm.<br />
Deutschland, erste Hälfte 19. Jahrhundert.<br />
Über Säbelbeinen die gerade Zarge mit S-förmig<br />
auskragenden Armlehnen, die von einer bogigen<br />
Rückenlehne zusammengeführt werden. Rosa-Weißer<br />
Bezug. Besch. Rest.<br />
(1380821) (13)<br />
€ 1.200 - € 1.400<br />
Sistrix<br />
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47
zum Größenvergleich<br />
39<br />
PAAR EMPIRE-ATHÉNIENNES<br />
Höhe: 45 cm.<br />
Durchmesser: 28 cm.<br />
Keine für uns erkennbaren Marken.<br />
Frankreich, um 1810.<br />
Bronze, gegossen, dunkel patiniert, ziseliert und teilvergoldet.<br />
Über runder Basis mit Pilastervorsätzen, drei<br />
Hermen um einen Altarbaluster mit Zierflamme angeordnet,<br />
mit den Schwingen eine auskragende reliefverzierte<br />
Schale tragend.<br />
Provenienz:<br />
Christie‘s New York, 10. April 2018, Lot 100,<br />
mit Datierung um 1810. (1380235) (13)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
40<br />
KLEINE FRANZÖSISCHE KAMINUHR<br />
Höhe: 35 cm.<br />
Breite: 24 cm.<br />
Tiefe: 13 cm.<br />
Frankreich, um 1800.<br />
Gehäuse: Aufbau in grünpatinierter und vergoldeter<br />
Bronze. Der streng gerade Sockel trägt ein Frontrelief<br />
mit Darstellung eines Amorputto im Garten mit<br />
Schubkarre und Hündchen. Der Werkkasten in Form<br />
eines Baumkübels mit daraus emporwachsender<br />
Blüten dolde einer Hortensie. Seitlich vergoldete Applikationen<br />
mit Gartenwerkzeugen. Rückseitig offen.<br />
Zifferblatt: Emailzifferblatt mit römischen Stunden und<br />
gebläuten Breguetzeigern.<br />
Werk: Pendel an Fadenaufhängung mit Feinregulierung<br />
über der XII. Schlossscheiben-Schlagwerk für Halbund<br />
Stundenschlag auf Glocke.<br />
(1380872) (1) (11)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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49
41<br />
PENDULE RETOUR D‘EGYPTE,<br />
G. SERVANT, ZUG.<br />
56 x 27 x 18 cm.<br />
Frankreich, um 1870.<br />
Kontrastierender obeliskenartiger Aufbau in schwarzem<br />
und rotem Marmor mit zentraler Zifferblattrotunde.<br />
Diese mit roten römischen Stunden, Zeiger für Stunden<br />
und Minuten, Aufzugslöchlein über der IIII und<br />
VIII. Auf der Überhöhung die Figur des Sonnengottes<br />
Re, dessen Kultgegenstand sinnigerweise der Obelisk<br />
war, auf dem er nun sitzt.<br />
(1380912) (1) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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42<br />
PAAR KANDELABER IM EMPIRE-STIL<br />
(ABB. RECHTS)<br />
Höhe: 91,5 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Grün-weiß geäderter Marmorsockel mit vergoldetem<br />
und ziseliertem Bronzebeschlag, Empire-Motive wie<br />
Lyra- und Blattornamente aufweisend. Darauf eine<br />
Kugel mit einer dunkel patinierten Genienfigur mit gespreizten<br />
Flügeln, einen blütenbesetzten Reif haltend<br />
mit fünf Brennstellen und einer überhöhten zentralen<br />
Brennstelle, in der Art von Pierre Philippe Thomire<br />
(1751-1832) gestaltet.<br />
(1381824) (1) (13)<br />
A PAIR OF CANDELABRA IN EMPIRE STYLE<br />
(ILL. RIGHT)<br />
Height: 91.5 cm.<br />
France, 19th century.<br />
€ 10.000 - € 14.000<br />
Sistrix<br />
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43<br />
BÜSTE DER VENUS VON CAPUA<br />
Höhe: 34,5 cm.<br />
Höhe mit Sockel: 47 cm.<br />
Italien, 19. Jahrhundert.<br />
Die angebotene Büste basiert auf einer Skulptur,<br />
welche unter Hadrian (76-138 n. Chr.) entstanden ist<br />
und vermutlich auf einem verlorenen Original basiert,<br />
welches Aphrodite zeigte und dem Bildhauer Lysippos<br />
zugeschrieben wird. Über profiliertem doppelkonischen<br />
Marmorsockel, die in Bronze gegossene und<br />
dunkel patinierte Büste der nach rechts blickenden<br />
Frau mit Diadem und geflochtenem Haar. Patina minimal<br />
berieben.<br />
(1381392) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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44<br />
BÜSTE DES ANTINOOS<br />
Höhe inkl. Stand: 47,5 cm.<br />
Italien, 19. Jahrhundert.<br />
In gelbem Marmor gebildeter doppelkonischer,<br />
profilierter Sockel mit darauf montierter Bronzebüste<br />
nach der Antike in dunkel patinierter Bronze. Patina<br />
partiell etwas berieben. Minimal rest.<br />
(1381391) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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45<br />
ELEGANTE GROSSE SCHREIBTISCHGARNITUR<br />
Höhe: 43 cm.<br />
Breite: 43,5 cm.<br />
Tiefe: 28,5 cm.<br />
Signiert „P. DVBOIS“ für Paul Dubois (1829-1905).<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Im Breche d‘alep der Unterbau mit bewegtem profilierten<br />
Umriss, einer Federmulde sowie Tintenfässern<br />
zu den Seiten der aufmontierten, dunkel patinierten<br />
Bronzefigur, einen gallischen Krieger<br />
darstellend. Die Bronzefässer im Régence-Stil ziseliert<br />
und vergoldet. Rest.<br />
(13814613) (13)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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46<br />
KLASSIZISTISCHE SITZBANK<br />
Lehnenhöhe: 82,5 cm.<br />
Breite: 208 cm.<br />
Tiefe: 63 cm.<br />
Frankreich, um 1800.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Über kannelierten,<br />
partiell vergoldeten, konisch auslaufenden<br />
Beinen die rechteckige Sitzfläche mit frontaler und<br />
seitlicher Kassettierung. Die daraus gebildeten Kartuschen<br />
mit ornamentaler Blüten- und Ornamentzier.<br />
Armlehnen als Voluten gestaltet mit plastischer Blütenzier.<br />
Sekundäre professionelle Aufpolsterung mit<br />
rötlichem Bezug. Rest.<br />
(1380824) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
47<br />
BENEDETTO BOSCHETTI,<br />
1820 – 1860<br />
AUGUSTUS VON PRIMAPORTA<br />
Höhe: 64 cm.<br />
Gesamthöhe: 82 cm.<br />
Auf der Basis mit Stempel „B. BOSCHETTI ROMA“.<br />
zum Größenvergleich<br />
Bronze, gegossen mit schöner goldener Patina, auf<br />
schwarzer Marmorplinthe. Entsprechen dem antiken<br />
Original, stehender Augustus mit Harnisch, Stab und<br />
erhobenem rechten Arm, zu seinen Füßen ein kleiner<br />
Amor. Im frühen 19. Jahrhundert war die Nachfrage<br />
nach qualitativ hochwertigen Kunstwerken wie Figuren<br />
und <strong>Skulpturen</strong> mit antikem Charakter in Italien sehr<br />
groß; Benedetto Boschetti, über dessen Biografie nur<br />
wenig bekannt ist, besaß im Zentrum Roms eine Werkstatt,<br />
wo er eine beträchtliche Anzahl klassizistisch<br />
beeinflusster Bronzen, Tischplatten und Mosaiken<br />
schuf.<br />
(13814611) (10)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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53
48<br />
KOMMODE IM EMPIRE-STIL<br />
94 x 131 x 60 cm.<br />
Frankreich.<br />
Auf gedrückten vergoldeten Kugelfüßen ruhender<br />
rechteckiger von Pilastern flankierter Korpus mit zwei<br />
Fronttüren mit Ormoludekor hinter denen sich vier<br />
übereinanderliegende Schübe mit je zwei Zuggriffen<br />
und vergoldeten Schlüsselschildern verbergen. Zarge<br />
mit fein ziselierten Bronzen. Überkragende den Zügen<br />
des <strong>Möbel</strong>s folgende Marmordeckplatte. Ein Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
(1362164) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
49<br />
Sistrix<br />
KONSOLE RETOUR D‘EGYPTE<br />
INFO | BIETEN<br />
91 x 118 x 57 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
Über rechteckigem Grund der furnierte Korpus mit<br />
seitlichen Sphingenwangen und geradem Gesims.<br />
Leicht überkragende, den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende,<br />
weiß-grau geäderte Marmordeckplatte.<br />
(1380901) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
Kommode geöffnet<br />
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50<br />
PAAR FAUTEUILS IM EMPIRE-STIL<br />
100 x 62 x 55 cm.<br />
Sitzhöhe: 46 cm.<br />
Frankreich.<br />
Als Gegenstücke konzipierte Sitzmöbel mit vier Beinen,<br />
gerader ornamental reliefierter Zarge und offen gearbeiteten<br />
gepolsterten und teilkannelierten Armlehnen.<br />
Hochrechteckige Sitzfläche mit einem Giebel mit<br />
Empirereliefornamentik sowie Vergoldung. Smaragdgrün<br />
gepolstert.<br />
(1362166) (13)<br />
€ 1.000 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
51<br />
SOFA IM EMPIRE-STIL<br />
98 x 132 x 66 cm.<br />
Frankreich.<br />
Vergoldeter und reliefierter Aufbau über rechteckigem<br />
Grund mit gerader Zarge und geschlossenen<br />
gepolsterten Armlehnen. Hohe Rückenlehne und Zarge<br />
mit reliefierter Empireornamentik. Smaragdfarben gepolstert.<br />
(1362163) (13)<br />
€ 800 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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55
52<br />
RUNDER EMPIRE-TISCH<br />
Höhe: 78 cm.<br />
Durchmesser: 100 cm.<br />
19. Jahrhundert.<br />
Klassischer Tisch im Empire-Stil mit hellgrauer Marmorplatte.<br />
Der Fuß auf dreiseitiger, segmentbogig eingezogener<br />
Bodenplatte, flankiert von drei geschnitzten<br />
und vergoldeten Delfinen. In der Mitte aufsteigende<br />
Wappen, mit stilisiertem Blattdekor. Vergoldung abgeblättert.<br />
(1380828) (10)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
53<br />
PAAR EMPIRE-LEUCHTER<br />
Höhe: ca. 31,2 cm.<br />
Paris, um 1810.<br />
Ein außergewöhnlich fein gearbeitetes Paar Empire-<br />
Kerzenstöcke. Bronze, feuervergoldet. Auf rundem<br />
Standfuß, dekoriert mit einer Ritterrüstung und Kriegstrophäen,<br />
sich verjüngender Schaft mit Füßen und<br />
drei Köpfen, die die Tülle tragen. Die Attribute auf dem<br />
Standfuß sowie die Bearbeitung der Frauenköpfe<br />
mit Harnisch und Helm weisen auf eine Identifizierung<br />
mit der Minerva, die Göttin des Verteidigungskrieges,<br />
hin. Glanzgold und Mattgold alternieren.<br />
Vasenförmige Tülle mit abnehmbarer Tropfenschale,<br />
verziert mit geprägtem geometrischen Muster.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Pröschel, Vergoldete<br />
Bronzen, München 1986, S. 326, Tafel 5.1.6.<br />
(1381822) (1) (10)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
54<br />
PAAR ALLEGORISCHE TORCHÈREN<br />
Höhe der Torchèren: 193 cm.<br />
Basis: 80 x 46 x 46 cm.<br />
Signiert „A. Carrier“ und „Anc. Mon Colin<br />
éditeur-fondeur Paris“.<br />
Frankreich, spätes 19. Jahrhundert.<br />
Auf profiliertem Rundsockel je eine in Bronze gegossene<br />
und dunkel patinierte figürliche Torchère einen<br />
vergoldeten mehrarmigen Leuchteraufsatz haltend<br />
und den Tag, bzw. die Nacht symbolisierend.<br />
(1380913) (1) (13)<br />
A PAIR OF ALLEGORICAL TORCHÈRES<br />
Height of the torchères: 193 cm.<br />
Base: 80 x 46 x 46 cm.<br />
Signed A. Carrier and Anc. Mon Colin<br />
éditeur-fondeur Paris.<br />
France, late 19th century<br />
€ 35.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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Fauteuil zum<br />
Größenvergleich
55<br />
PAAR LEUCHTER MIT PUTTI<br />
Höhe: 29 cm.<br />
Zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />
Paar Leuchter mit plastischen Bronzen gegossener<br />
sitzender Putti, vor sich vergoldete Hörner haltend,<br />
in deren Öffnung die eingebaute Tülle. Diese sind<br />
dezent mit gegossenem und geprägtem Blattdekor<br />
verziert. Auf zylindrischen Sockeln mit feuervergoldeten<br />
Bronzemontierungen, einen Greif darstellend.<br />
(1381821) (1) (10)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
56<br />
KAMINUHR<br />
Höhe: 46 cm.<br />
Werk: Schlosscheibenschlagwerk mit Schlag auf Glocke<br />
zur vollen und zur halben Stunde.<br />
Gehäuse: Auf gedrückten Kugelfüßen stehender, in<br />
Bronze gegossener und ziselierter Korpus mit vergoldeten<br />
Elementen. Getreppter Fuß mit Rundreliefs,<br />
darüber Putti an Baumreliefs, überfangen durch eine<br />
Figur mit Vogelbauer und einem Nest sowie einem<br />
Hund.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert, römische schwarze Stunden<br />
und arabische Minuten mit Stabindizes. Aufzugslöchlein<br />
über IV und VIII. À jour gearbeitete vergoldete<br />
Zeiger für Stunden und Minuten.<br />
Ein Schlüssel vorhanden. Nicht auf Funktionsfähigkeit<br />
geprüft.<br />
(1381825) (1) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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57<br />
KAMINENSEMBLE MIT ALLEGORIE DER KÜNSTE<br />
<strong>Uhren</strong>maße: 47 x 40 x 13 cm.<br />
Kandelabermaße: 50 x 26 x 14 cm.<br />
Zifferblatt signiert „G. Fabre, 4 rue des Filles du<br />
Calvaire, Paris“. Uhrwerk signiert „Samuel Marti,<br />
1st price- gold medal 1900“.<br />
Frankreich, um 1900.<br />
Gehäuse: Auf Vasenfüßen ruhender weißer Marmorsockel<br />
mit gegossenem und vergoldetem vegetabilem<br />
Dekor. Um das Gehäuse, welches auf einem Textilfeston<br />
ruht, zwei Putti in allegorischer<br />
Funktion: Der linke schreibend, der rechte mit Malpalette<br />
und Pinsel.<br />
Zifferblatt: Weiß emailliert mit schwarzen arabischen<br />
Stunden und roten arabischen Minuten sowie Punktindizes.<br />
Aufzugslöchlein über der 4 und der 8, à jour<br />
gearbeitete Zeiger für Stunden und Minuten.<br />
Die Kandelaber auf Vasenfüßen stehend mit weißem<br />
quadratischem Marmorsockel mit vergoldeter gegossener<br />
Ornamentik. Aufstehende brünierte Putto figuren<br />
je zwei Brennstellen an vegetabilen Armen tragend<br />
im tänzelnden Schritt.<br />
(1380911) (1) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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59
58<br />
GLOBUSSEKRETÄR<br />
Höhe: 126 cm.<br />
Durchmesser: 100 cm.<br />
Über drei vergoldeten Löwentatzenfüßen stehender<br />
Volutenunterbau, den kugelförmigen Korpus tragend.<br />
Dieser mit aufklappbarem Scharnierdeckel, dahinter<br />
siebenschübiger Einbau mit offenem zentralen Kompartiment<br />
sowie einer Demi lune-Schreibdeckplatte<br />
mit zahlreichen Schüben, die teilweise verschließbar<br />
sind und einem Rundbogengang, mit ebonisierten<br />
Pilastern vorgelagert. Der zentrale Inneneinbau mit<br />
ebonisierter Umrandung und vergoldeten reliefierten<br />
Sternen. Ein Schlüssel vorhanden.<br />
GLOBE SECRETARY<br />
Height: 126 cm.<br />
Diameter: 100 cm.<br />
Literature:<br />
cf. Rainer Haaff, Biedermeier Welten. Menschen ·<br />
<strong>Möbel</strong> · Metropolen, Germersheim 2009, p. 334.<br />
The furniture on offer for sale in this lot is illustrated<br />
there with location “Vienna/Budapest” and dated<br />
ca. 1815.<br />
€ 70.000 - € 90.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
Literatur:<br />
Vgl. Rainer Haaff, Biedermeier Welten. Menschen ·<br />
<strong>Möbel</strong> · Metropolen, Germersheim 2009, S. 334.<br />
Das hier angebotene <strong>Möbel</strong> wird dort abgebildet<br />
und mit „Wien/Budapest“ lokalisiert und auf um 1815<br />
datiert. (1381881) (13)<br />
zum Größenvergleich<br />
60 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
59<br />
LYRA-SEKRETÄR<br />
161 x 87 x 47 cm.<br />
Österreich/ Ungarn, um 1820.<br />
In Kirschbaum gefertigter Korpus mit brandschattierten<br />
Ornamenten und gegossenen sowie ziselierten Applikationen<br />
und Beschlägen. Auf brünierten Löwentatzenfüßen<br />
stehender Unterbau mit einem Schub, darüber<br />
der lyraförmige Korpus mit Scharnierschreibklappe.<br />
Dahinterliegender, architektonisch aufgefasster Einbau<br />
mit teilebonisiertem Schachbrettmuster sowie<br />
Schüben mit Löwenkopfhandhaben. Der Gesimsschub<br />
über die volle Breite übergehend und mit einem<br />
brandschattierten Dreiecksgiebel geziert. Ausziehbare<br />
Gesimsschreibplatte mit erneuertem goldpunziertem<br />
grünen Filzbezug. Demilune-Abschluss mit großem<br />
Schub mit Fächermusterung. Vier Schlüssel<br />
vorhanden. Rest.<br />
(1380804) (13)<br />
LYRE SECRETARY<br />
161 x 87 x 47 cm.<br />
Austria/Hungary, ca. 1820.<br />
Cherry wood structure with ornaments in pyrography<br />
and cast and chased fittings.<br />
€ 11.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
60<br />
FRANZÖSISCHE KAMINUHR MIT<br />
BILDNIS HENRI IV<br />
Höhe: 37 cm.<br />
Breite: 18,5 cm.<br />
Tiefe: 12 cm.<br />
Frankreich, Ende 18./ Anfang 19. Jahrhunderts.<br />
Werk: Pendel an Fadenaufhängung mit Feinregulierung<br />
über der XII. Schlossscheiben-Schlagwerk für<br />
Halb- und Stundenschlag auf Glocke. Werk läuft an.<br />
Gehäuse: Quadratischer Gehäuseaufbau in feuervergoldeter<br />
Bronze auf weißem Marmorsockel mit Spindelfüßen.<br />
Allseitige, kräftige, frühklassizistische Reliefdekorationen,<br />
im Sockel mit französischer Lilie. Als<br />
Bekrönung Hochreliefhalbbildnis des französischen<br />
Königs Heinrich IV. (1553 Navarra - 1610 Paris) im Harnisch.<br />
Dargestellt als Apotheose über einem Wolkengebilde<br />
mit seitlich ausziehenden Strahlen. Rückseitiges<br />
Türchen ebenfalls vergoldet.<br />
Zifferblatt: Das Emailziffernblatt verglast, mit römischen<br />
Stunden und arabischen Minuten und vergoldeten,<br />
durchbrochen gearbeiteten Zeigern.<br />
(1380874) (1) (11)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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65
61<br />
TAPISSERIE MIT SIEG ÜBER DARIUS<br />
238 x 310 cm.<br />
Mitte 16. Jahrhundert.<br />
In Wolle, Seide und Goldfäden. In rechteckigem Format<br />
wird in einer hügeligen Landschaft mit einiger Vegetation<br />
ganz nah an den Betrachter gerückt die Familie<br />
des Darius, welche Alexander dem Großen hier rechts<br />
der Mitte der Darstellung, zu Füßen fällt. Hinter diesem<br />
seine Armee mit Lanzenträgern. Farben geblichen.<br />
Rest.<br />
(1371261) (13)<br />
TAPESTRY WITH VICTORY OVER DARIUS<br />
238 x 310 cm.<br />
Mid-16th century.<br />
Wool, silk, and gold thread.<br />
€ 16.000 - € 22.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN
62<br />
ZUNFTTRUHE<br />
34 x 56 x 37 cm.<br />
Augsburg oder Nürnberg, letztes Drittel<br />
17. Jahrhundert.<br />
Über gedrückten Kugelfüßen stehender rechteckiger<br />
Korpus mit kartuschierten Seiten und inwanndiger<br />
Tapezierung mit drei Schlössern und drei Schlüsseln,<br />
einem Geheimfach sowie erhabenem Bord. Ziselierte<br />
gebläute Beschläge, mit floralen Ornamenten graviert.<br />
Bewegtes Profilgesims, an den Ecken mit gedrehten<br />
Säulchen, die Schauseite mit Monogramm-Marketiere<br />
„EME“. Der Deckel mit Geheimfach.<br />
(1381185) (13)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
63<br />
CASSONE<br />
Höhe: 65 cm.<br />
Breite: 170 cm.<br />
Tiefe: 58 cm.<br />
Toskana, um 1600.<br />
Holz, geschnitzt und dunkel patiniert. Über rechteckigem<br />
Grund die geschnitzten Löwentatzenfüße. Kartuschierter<br />
und profilierter Korpus mit geschnitzten<br />
Engelsfiguren an den Ecken und überkragendem<br />
Scharnierdeckel, den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgend. Ein<br />
Schlüssel vorhanden. Minimal erg.<br />
(1381189) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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64<br />
RENAISSANCE-TRUHE<br />
Höhe: 85 cm.<br />
Breite: 183 cm.<br />
Tiefe: 41 cm.<br />
Venedig, 15./ 16. Jahrhundert.<br />
Weichholz, geschnitzt, gefasst, vergoldet. Kastenförmiger<br />
Korpus über Profilsockelzone mit zentraler<br />
Kartuschenschnitzerei und vegetabil-ornamentalem<br />
Rankendekor. Ein original Schlüssel vorhanden. Altersund<br />
Gebrauchssp., besch.<br />
(1381188) (13)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
65<br />
BAROCK-KOMMODE<br />
Höhe: 54 cm.<br />
Breite: 122 cm.<br />
Tiefe: 63 cm.<br />
Zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />
In Nussbaum gearbeitet, mit Intarsien versehen. Über<br />
vier gedrückten Kugelfüßen der dreischübige Korpus<br />
mit bewegter Front und gemuschelten sowie mit Trellismuster<br />
versehenen Bronzebeschlägen. Die Schübe<br />
jeweils mit Bandelwerkkartuschen ausgestattet. Die<br />
Zarge und die den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende Deckplatte<br />
profiliert und mit kontrastierender Marketiere<br />
dekoriert. Drei Schlüssel vorhanden. Rest.<br />
(1380803) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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69
66<br />
AUGSBURGER BAROCK-KOMMODE<br />
Höhe: 82,5 cm.<br />
Breite: 122 cm.<br />
Tiefe: 59 cm.<br />
Augsburg, 18. Jahrhundert.<br />
AUGSBURG BAROQUE COMMODE<br />
Height: 82.5 cm.<br />
Width: 122 cm.<br />
Depth: 59 cm.<br />
Augsburg, 18th century.<br />
Rechteckiger Korpus mit abgerundeten Ecken an der<br />
Front. Vier Schübe mit gegossenen Bronzebeschlägen<br />
und Türschildern. Dreiseitig mit Marketerie versehen<br />
sowie mit gravierten Zinneinlagen, vegetabile Ornamente<br />
und Maskarons darstellend. Schauseitig mit<br />
Doppelprofilfüßen versehen. Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s<br />
folgende Deckplatte mit geometrischem Dekor und<br />
gekehltem Rand. Ein Schlüssel vorhanden. Rest.,<br />
besch. Stark restaurierungsbedürftig.<br />
(1380781) (1) (13)<br />
In need of restauration.<br />
€ 10.000 - € 14.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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71
67<br />
BAROCK-KOMMODE<br />
Höhe: 82 cm.<br />
Breite: 120 cm.<br />
Tiefe: 62 cm.<br />
Süddeutschland, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />
In Nussbaum gearbeitet, mit Nussbaumwurzel-,<br />
Zwetschgen- und Ahornfurnier. Dreischübiger Korpus,<br />
auf Pilasterfüßen ruhend mit abgeschrägten Kanten<br />
und Pilastervorsätzen. Gegossene und ziselierte Bronzebeschläge.<br />
Bewegte Front mit kontrastreich ausgeführter<br />
Kartuschierung. Überkragende, den Zügen des<br />
<strong>Möbel</strong>s folgende Deckplatte, mit Spiegelfurnier versehen<br />
und an den Rändern profiliert. Drei Schlüssel<br />
vorhanden. Mit Bandelwerkdekor. Rest.<br />
(1380802) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
68<br />
VITRINE<br />
Höhe: 202 cm.<br />
Breite: 146 cm.<br />
Tiefe: 28 cm.<br />
Deutschland, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
Noch dem Stil Louis XV verpfllichtetes Sammlungsmöbel<br />
auf kurzen eleganten Füßen stehend mit zwei<br />
zonenübergreifenden Türen, die obere Hälfte mit bewegten<br />
verglasten Sprossen. Profiliertes bewegtes<br />
Gesims. Gespiegeltes teils in Ornamentmarqueterie<br />
ausgestaltetes Furnier.<br />
(1380822) (13)<br />
€ 3.500 - € 4.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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69<br />
KREDENZ<br />
114 x 196 x 48 cm.<br />
Venetien, 18. Jahrhundert.<br />
In Nussbaum gefertigter viertüriger Korpus über trapezförmigem<br />
Grund mit über einem profilierten Zwischengesims<br />
liegenden vier Schüben. Türen und Schübe<br />
mit Scheibenzugknöpfen. Überkragende den Zügen<br />
des <strong>Möbel</strong>s folgende Holzdeckplatte. Kein Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
(1381384) (13)<br />
€ 3.800 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
70<br />
MINIATURKOMMODE<br />
Höhe: 38,5 cm.<br />
Breite: 48 cm.<br />
Tiefe: 29 cm.<br />
Niederlande, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
Über rechteckigem Grund dreischübiger Korpus mit<br />
Traversen, gravierten Schlüsselschildern und Beschlägen<br />
mit Klappbügeln und einer bewegten Zarge. Die<br />
Ecklösungen als Voluten ausgebildet. Leicht überkragende,<br />
den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende bewegte<br />
Deckplatte, an drei Seiten mit Wurzelholzfurnier verkleidet.<br />
Kein Schlüssel vorhanden.<br />
(1381297) (1) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
71<br />
PIETRA DURA-BEISTELLTISCH<br />
108 x 108 x 80 cm.<br />
Italien.<br />
Über quadratischem Grund der in Holz gearbeitete<br />
Unterbau mit balustrierten weiß gefassten Beinen mit<br />
geschnitztem bronzierten Blattwerk und ornamental<br />
reliefierter gerader Zarge mit Würfelkapitellen. Leicht<br />
überkragendes bronziertes Profil mit eingelegter quadratischer<br />
Pietra dura-Platte, vegetabile Ornamente<br />
sowie eine Bärenhatz im Zentrum darstellend. Partiell<br />
berieben.<br />
(1381382) (13)<br />
€ 3.800 - € 5.000<br />
72<br />
SCHREIBSEKRETÄR IM BAROCKSTIL<br />
252 x 180 x 68 cm.<br />
Italien, 19./ 20. Jahrhundert.<br />
Sistrix<br />
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74 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.<br />
Über bewegtem Grund mit Tendenz zum Trapez der<br />
zweitürige Unterbau mit profiliertem Zwischengesims,<br />
Scharnierschreibplatte mit Kompartiments und Schubfächern.<br />
Aufbau zweischübig und zweitürig mit gesprengtem<br />
teilverspiegeltem Gesims mit profiliertem<br />
Abschluss. Ohne Dekoration.<br />
(1381383) (13)<br />
€ 3.800 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN
73<br />
LOUIS XV-TISCH<br />
Höhe: 78 cm.<br />
Breite: 136 cm.<br />
Tiefe: 70 cm.<br />
Aachen/ Lüttich, 18. Jahrhundert.<br />
Hohe, leicht geschweifte kannelierte Beine mit einer<br />
ornamental beschnitzten Zarge und überkragender,<br />
den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgender bewegter Holzdeckplatte.<br />
Minimal besch., rest.<br />
(1381679) (13)<br />
€ 800 - € 1.000<br />
Sistrix<br />
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74<br />
LOUIS XV-TISCH<br />
Höhe: 77 cm.<br />
Breite: 107 cm.<br />
Tiefe: 76 cm.<br />
Aachen/ Lüttich, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
In Eiche gearbeiteter Tisch über rechteckigem Grund.<br />
Über Ball-and-Claw-Füßen stehende geschweifte,<br />
mit Schnitzwerk gezierte Beine. À jour gearbeitete<br />
Zarge mit Rocaille- und Blütenfestonschnitzereien.<br />
Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende geschweifte Holzdeckplatte.<br />
Besch., rest.<br />
(13816711) (13)<br />
€ 1.000 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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76 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
75<br />
FÜNF LOUIS XV-STÜHLE<br />
Lehnenhöhe: 100,5 cm.<br />
Sitzhöhe: 49 cm.<br />
Aachen/ Lüttich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
Über leicht trapezförmigem Grund in Holz gearbeiteter<br />
Korpus mit geschweiften Beinen und vegetabiler<br />
Schnitzerei. Einmal mit Armlehnen versehen, die anderen<br />
Stühle ohne Armlehnen. Jeweils mit bewegter<br />
Rückenlehne mit Polsterung aus dem 20. Jahrhundert.<br />
(1381677) (13)<br />
€ 1.000 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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76<br />
LOUIS XV-KOMMODE<br />
Höhe: 84 cm.<br />
Breite: 106 cm.<br />
Tiefe: 56 cm.<br />
Aachen/ Lüttich, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
Eichenkorpus, auf hohen geschweiften Füßen stehend<br />
mit bewegter beschnitzter Zarge und drei mit Rocaille<br />
beschnitzten Zügen. Bronzebeschläge aus der Zeit.<br />
Seitlich hochrechteckige Kartuschen. Den Zügen des<br />
<strong>Möbel</strong>s folgende profilierte Holzdeckplatte. Kein<br />
Schlüssel vorhanden.<br />
(1381675) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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77
77<br />
SCHREIBTISCH IM LOUIS XV-STIL<br />
Höhe: 78 cm.<br />
Breite: 163 cm.<br />
Tiefe: 83 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
In bewegten, vergoldeten Bronzesabots stehende<br />
gekantete und geschweifte Beine mit zwei darüberliegenden<br />
Schüben und auf der Gegenseite liegenden<br />
Scheinschüben. Zwischen den Schüben liegendes<br />
Kartuschenschlüsselschild, die Schübe jeweils mit<br />
gegossenen vergoldeten und kannelierten Handhaben<br />
gestaltet. Die Espagnoletten mit Puttenzier, die Kurzseiten<br />
mit Maskarondekor. Überkragende, den Zügen<br />
des <strong>Möbel</strong>s folgende, profilierte und vergoldete Deckplatte<br />
mit wohl erneuerter grüner Lederschreibplatte<br />
mit goldpunziertem Dekor.<br />
(1381974) (3) (13)<br />
€ 4.500 - € 5.500<br />
Sistrix<br />
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78 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
78<br />
AACHENER ROKOKO-SCHRANK<br />
247 x 187 x 70 cm.<br />
Aachen, 18. Jahrhundert.<br />
In Eiche gefertigter ungefasster Korpus, auf Kugelfüßen<br />
stehend. Hochformatiger zweitüriger Korpus<br />
mit abgeschrägten Kanten. Die elegant geschweiften<br />
Türen und Kanten mit Rocailleschnitzereien, wie auch<br />
das Zentrum des gekehlten und profilierten Gesimses.<br />
Kein Schlüssel vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Kreisel/ Himmelheber, Band 2, Abb. 946.<br />
Hubert Lüttgens, Haus Lüttgens – Alt Aachener<br />
Wohnkultur, Aachen 1965, S. 55. (1381671) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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79
79<br />
ROKOKO-VITRINE<br />
217 x 185,5 x 44 cm.<br />
Aachen/ Monschau, 18. Jahrhundert.<br />
In Eiche gefertigter, auf gekanteten Füßen ruhender<br />
Korpus mit zweitürigem Unter- und Oberbau. Die unteren<br />
Türen kartuschiert und mit Rocailleschnitzwerk<br />
versehen, die verglasten Türen und Seiten mit rocaillebeschnitzten<br />
bewegten Stegen. Gesims mehrfach<br />
profiliert, à jour gestaltet und mit zentraler überfangender,<br />
reich geschnitzter Rocaillekartusche. Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Hubert Lüttgens (Hrsg.), Haus Lüttgens – Alt<br />
Aachener Wohnkultur, Aachen 1965, S. 44, Tafel 32.<br />
(1381674) (13)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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80 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
80<br />
ROKOKO-VITRINE<br />
216 x 152 x 45 cm.<br />
Aachen/ Monschau, 18. Jahrhundert oder später.<br />
In Eiche gefertigter, auf gekanteten Füßen ruhender<br />
Korpus mit zweitürigem Unter- und Oberbau. Die unteren<br />
Türen kartuschiert und mit Rocailleschnitzwerk<br />
versehen, die verglasten Türen und Seiten mit rocaillebeschnitzten<br />
bewegten Stegen. Gesims mehrfach<br />
profiliert, à jour gestaltet und mit zentraler überfangender,<br />
reich geschnitzter Rocaillekartusche innerhalb<br />
eines gesprengten Giebels. Schlüssel vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Hubert Lüttgens (Hrsg.), Haus Lüttgens – Alt<br />
Aachener Wohnkultur, Aachen 1965, S. 44, Tafel 32.<br />
(1381673) (13)<br />
INFO | BIETEN<br />
€ 6.000 - € 8.000 Sistrix<br />
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81
81<br />
AACHENER ECKVITRINE<br />
215 x 135 x 70 cm.<br />
Aachen, 18. Jahrhundert.<br />
Auf geschweiften niedrigen Beinen erhebt sich über<br />
dreieckigem Grund mit bombierter Front das <strong>Möbel</strong>.<br />
Unterbau mit zwei kartuschierten Türen und flankierenden<br />
Kartuschpilastern, darüber der zweitürige<br />
verglaste und mit bewegten Sprossen versehene<br />
Überbau mit tapezierter Rückwand und bewegten<br />
Einlegeböden. Bewegtes, teils à jour gearbeitetes<br />
Gesims mit Fieder-Feston-Schnitzwerk. Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
Provenienz:<br />
Sammlung Joseph Zauß, Aachen.<br />
Literatur:<br />
Aachener/ Lütticher <strong>Möbel</strong> des 18. Jahrhunderts,<br />
Bd. 34, S. 136, Tafel 123. (1381672) (13)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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82 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
82<br />
AACHENER ROKOKO-SCHRANK<br />
244 x 192 x 66 cm.<br />
Aachen, um 1750.<br />
In Eiche gefertigter ungefasster Korpus, auf Klötzchenfüßen<br />
stehend. Hochformatiger zweitüriger Korpus<br />
mit abgeschrägten Kanten. Die elegant geschweiften<br />
Türen und Kanten mit Rocailleschnitzereien, wie auch<br />
das Zentrum des gekehlten und profilierten Gesimses<br />
à jour mit einer Rocaille beschnitzt ist. Kein Schlüssel<br />
vorhanden.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Kreisel/ Himmelheber, Band 2, Abb. 946.<br />
Hubert Lüttgens (Hrsg.), Haus Lüttgens – Alt<br />
Aachener Wohnkultur, Aachen 1965, S. 52.<br />
(13816769) (13)<br />
€ 3.000 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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83
83<br />
KLEINER SCHRANK<br />
95,5 x 84 x 45,5 cm.<br />
Westdeutschland, 17. Jahrhundert.<br />
Auf Kufenfüßen stehender kastenförmiger Korpus mit<br />
eintüriger, nach rechts zu öffnender Front. Um die<br />
profilkartuschierte Tür ein geschnitztes breites Ornamentband.<br />
Überkragende profilierte Deckplatte. Ein<br />
Schlüssel vorhanden.<br />
(13816718) (13)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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84<br />
BAROCK-TRUHE IN GESTALT EINER ANRICHTE<br />
80 x 159 x 72,5 cm.<br />
Westdeutschland, 17./ 18. Jahrhundert.<br />
In Eiche gefertigter Korpus, auf Kufenfüßen ruhend.<br />
Dreifeldrige Front, durch vier Baluster gegliedert<br />
und quadratisch kartuschiert. Im Gesims drei Scheinschübe<br />
mit profilierter Scharnierdeckelplatte. Erg.,<br />
besch.<br />
(13816722) (13)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
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84 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
85<br />
PARAMENTENSCHRANK<br />
116 x 130 x 67 cm.<br />
Rheinland/ Südliche Niederlande, um 1700.<br />
In Eiche gefertigter Korpus, auf vier niedrigen Füßen<br />
lagernd. Zweitürige Front mit architektonisch aufgefassten<br />
Rundbogenkartuschen, die mit capricciohaf<br />
ten polychromen Darstellungen der Gänge des<br />
Wissens (Vatikan) in der Art des Pieter Neefs d. J.<br />
gefüllt sind. Überkragende profilierte Deckplatte.<br />
Schlüssel vorhanden. Erg.<br />
(13816723) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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85
88<br />
ROKOKO-WANDKONSOLE<br />
Höhe: 77 cm.<br />
Breite: 82 cm.<br />
Tiefe: 84 cm.<br />
Franken, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst. Zwei Volutenbeine mit à<br />
jour gearbeiteter Muschel- und Rocaillezier mit einer<br />
Rocaillezarge und bewegter Marmordeckplatte, den<br />
Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgend. Besch., erg.<br />
(13816726) (13)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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86<br />
GROSSES FAUTEUIL<br />
Lehnenhöhe: 125,5 cm.<br />
Sitzhöhe: 44 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
S-förmig bewegte Beine mit Volutenschnitzereien, die<br />
Armlehnen kanneliert mit raumgreifendem Blattwerk<br />
als Schnitzerei. Sitzfläche und Rückenlehne mit Leder<br />
bezogen. Besch.<br />
(13816714) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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87<br />
BAROCKER TISCH<br />
Höhe: 76 cm.<br />
Breite: 123 cm.<br />
Tiefe: 56 cm.<br />
Deutschland oder Niederlande, 17./ 18. Jahrhundert.<br />
In Eiche gearbeiteter Tisch über rechteckigem Grund<br />
mit balustrierten Beinen, welche durch X-förmige<br />
Stäbe miteinander verbunden sind. Zarge dreischübig<br />
mit balustrierten Knäufen und kartuschierten Fronten.<br />
Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende Holzdeckplatte mit<br />
abgerundeten Ecken. Minimal besch.<br />
(13816716) (13)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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86 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
89<br />
ZWEI VENEZIANISCHEN LOUIS XV-FAUTEUILS<br />
Lehnenhöhe: 94 cm.<br />
Sitzhöhe: 50 cm.<br />
Venedig, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst. Über leicht trapezförmigem<br />
Grund bewegte kannelierte Beine mit profilierter<br />
Zarge. Offen gearbeitete Armlehnen und geschweifte<br />
mit Rocaille beschnitzte Rückenlehne mit Polsterung<br />
aus dem 20. Jahrhundert. Besch.<br />
(13816713) (13)<br />
€ 1.000 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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90<br />
DREI LOUIS XV-ARMLEHNSTÜHLE<br />
Lehnenhöhe: 86 cm.<br />
Sitzhöhe: 44 cm.<br />
Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />
In Nussbaum gearbeitete profilierte Rahmen mit vegetabilem<br />
und floralem Schnitzwerk, à jour gearbeiteter<br />
Rückenlehne und altrosafarbenem Bezug mit floraler<br />
Ornamentik. Minimal besch.<br />
(13816712) (13)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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87
91<br />
LICHTSCHIRM MIT STICKEREIDEKOR<br />
Höhe: ca. 138,5 cm.<br />
Berlin/ Potsdam, um 1830.<br />
In Holz geschnitzte Volutenfüße mit Zungenfriesbasis<br />
und balustriertem Schaft. In der Höhe verstellbarer<br />
hochrechteckiger Lichtschirm mit abgerundeten Ecken<br />
und à jour gearbeitetem ornamentalen Dekor. Zentrales<br />
Bildfeld mit feiner Stickerei, eine Dame in einem<br />
Hauseingang mit Weinlaub darstellend.<br />
(13811814) (13)<br />
€ 1.200 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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92<br />
FIGÜRLICHE TORCHÉRE<br />
Höhe: 142 cm.<br />
Italien, 19. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt und gefasst. Über naturalistisch ausgebildetem<br />
Felssockel die schreitende Figur eines<br />
Mannes mit kurzer gestreifter Hose und ausgestreckter<br />
Hand. In der anderen Hand eine Fackel in Form<br />
eines Füllhorns haltend, mit zentralem eisernem Dorn.<br />
Fassung minimal besch.<br />
(13814618) (13)<br />
€ 2.500 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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93<br />
MINIATURSCHRÄNKCHEN<br />
49 x 44 x 20 cm.<br />
Süddeutschland, um 1820.<br />
Nussbaumkorpus mit Marketerie und ebonisierten<br />
Profilen. Unterbau mit Schub, darüber zwei Flügeltüren<br />
mit Rautenmarketiere. Geheimverschluss der<br />
Schublade. Überkragendes ebonisiertes Gesims.<br />
(1381187) (13)<br />
€ 1.800 - € 2.500<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
94<br />
GROSSE BIBLIOTHEK<br />
370 x 50 x 250 cm.<br />
Italien, 19./ 20. Jahrhundert.<br />
In Nussholz furnierter Korpus mit sechstürigem<br />
Unterbau mit Rautenfurnier in Kartuschen. Profiliertes<br />
Zwischengesims mit Auszugselementen. Sechstüriger<br />
Aufbau mit dahinterliegenden Regalfächern. Die Türen<br />
paarweise von Pilastern mit korinthischen Kapitellen<br />
getrennt. Profiliertes überkragendes Gesims.<br />
(1381381) (13)<br />
€ 12.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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89
95<br />
CHARLES OCTAVE LEVY,<br />
1820 – 1899<br />
VENUS<br />
Höhe: 71 cm.<br />
Am Sockel im Guss „CH. LEVY“ signiert.<br />
Bronze, gegossen, mit schöner dunkler Patina. Auf<br />
einem felsenartigen Sockel sitzende Schönheit, ihre<br />
Scham durch weiche Drapierung bedeckt, diese ist<br />
mit Blumen und farbigen Cabochons geschmückt.<br />
Das rechte Bein vorgestreckt und das linke zu sich<br />
gebogen. Der Körper neigt sich leicht nach vorne und<br />
der Blick richtet sich nach unten. Zwei naturgetreu<br />
wiedergegebene Tauben bereichern die Komposition.<br />
Levy war ein berühmter französischer Bildhauer,<br />
studierte bei Armand Toussaint an der École des<br />
Beaux-Arts, Paris, zwischen 1873 und 1898 regelmäßig<br />
mit Portraits und Genrefiguren auf den Ausstellungen<br />
im Salon des Beaux Arts vertreten.<br />
(1381315) (10)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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zum Größenvergleich<br />
90 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
96<br />
ÉMILE GALLÉ,<br />
1846 – 1904<br />
GROSSE VASE MIT ANEMONEN<br />
Höhe: 46 cm.<br />
Durchmesser: 13,3 cm.<br />
Geätzte Signatur am Boden „Gallé / deposé / GG“.<br />
Um 1895.<br />
Die Vase zählt zu den frühen Werken der Gallé Produktion,<br />
noch vor den später üblichen, erhaben geschnittenen<br />
Signaturen. Oval hochziehend, öffnet die Vase<br />
sich dreifach spitz zungenförmig. Grünes Glas, die<br />
Oberfläche rau geätzt, darauf sich überschlingende<br />
Stiele der rosa- und rotviolettfarbigen Anemonenblüten,<br />
Blätter und Knospen in Emailglasauflage. An den<br />
Spitzen und in den Blattstängeln Schmelzgold/ -silber.<br />
Provenienz:<br />
Sotheby´s, 22. Nov. 2016, Paris, Lot 107, Kat.-Abb. S. 10.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Ausstellungskatalog. Nancy 1900, Jugendstil<br />
in Lothringen, zwischen Historismus und Art deco.<br />
Münchner Stadtmuseum, 1980. Ein ähnliches Werk<br />
dort abgebildet Nr. 286 S. 290.<br />
Vgl. The Paris Salons; 1895-1914, Bd. IV, Caramics<br />
and Glass, Alastair Duncan, Woodbridge, 1988, decor<br />
sketch, Abb. S. 216.<br />
Vgl. Le Verre, Art & Design – XIXe siécles, Yves<br />
Delaborde, Paris 2001, S. 126. (1380116) (11)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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91
97<br />
DRACHENLAMPE<br />
Höhe: 160 cm.<br />
Italien.<br />
Metall, bronziert und kupfergrün patiniert, mit einmontiertem<br />
stark bombierten Korpus in der Art von<br />
Eisglas. Aufmontierte im Anflug begriffene Drachenfigur<br />
mit gespreizten Flügeln und geöffnetem Maul.<br />
Elektrifiziert.<br />
(13813810) (13)<br />
€ 6.500 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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98<br />
GROSSE PORZELLANBILDPLATTE<br />
Durchmesser: 49 cm.<br />
Außenmaß des Rahmens: 75 x 75 cm.<br />
Künstlerbezeichnung rechts unten im Marmorboden.<br />
Darunter Signatur der Porzellanmalerin Marie Adrienne<br />
Boverat.<br />
19. Jahrhundert.<br />
Mit Darstellung „Die Toilette der Königin Esther am<br />
persischen Hof des Königs Ahasveros“. Die große<br />
Platte mit leichter Randerhöhung, ganzflächig mit der<br />
genannten Szene bemalt. Im Zentrum sitzt Königin<br />
Esther, im weißen Kleid auf einem Kissensofa während<br />
ihr von einer Magd die Füße gewaschen werden.<br />
Sie ist umgeben von mehreren jungen Haremsmädchen,<br />
von denen eine links kniende den Spiegel entgegen<br />
hält. Im Hintergrund die bärtige Gestalt des<br />
persischen Königs Ahasver mit weißem Turban. Der<br />
Hintergrund zeigt eine Palastarchitektur mit Säulen<br />
und Rundbogen, links und am rechten Bildrand weiche<br />
Velumdraperie. Durch den Torbogen Blick in eine<br />
Baumlandschaft. Das Gemälde geht zurück auf ein<br />
Werk von Jean François de Troy aus dem Jahr 1738,<br />
das sich im Louvre in Paris befindet.<br />
In original, schwarzem, quadratischem Profilrahmen<br />
mit vergoldeter Innenhohlkehle, die die Platte umzieht,<br />
sowie vergoldeten Eckdekorationen.<br />
(1381273) (1) (10)<br />
€ 5.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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99<br />
REISESCHREIBTISCH-ENSEMBLE DER<br />
FRATELLI PANCIERA BESAREL<br />
Höhe: 101 cm.<br />
Breite: 73 cm.<br />
Tiefe: 60 cm.<br />
Der Schreibtischstuhl: 71 x 82 x 50 cm.<br />
Venedig, um 1880.<br />
Jeweils in Gestalt von überkreuzten Bambusstreben.<br />
Der Stuhl mit einem Trompe l‘oeil-Tuch, von einem Putto<br />
gehalten, der Tisch mit einem aufliegenden Schreibkasten<br />
in Gestalt eines Buchs mit Schließen und aufseitiger<br />
Rosenschnitzerei, sowie einem Schreibtischaufsatz<br />
mit Putto und hölzernen Schreibtischgefäßen.<br />
Anbei auch eine hölzerne Schreibfeder.<br />
(13815311) (3) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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100<br />
GROSSES MARMORWAPPEN<br />
82 x 80 cm.<br />
Italien, 18./ 19. Jahrhundert.<br />
In weißem Marmor gestaltetes Wappen mit symmetrischem<br />
Aufbau und Volutenzier sowie Akanthusblattschnitzereien.<br />
Mit zentraler, im Wappen stehender<br />
Liliendarstellung.<br />
(1381575) (13)<br />
€ 2.500 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
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101<br />
ALBERTO DRESSLER,<br />
1878 – 1949<br />
BRONZEVASE<br />
Höhe: 37 cm.<br />
Auf der Schulter der Wandung signiert und datiert<br />
„A. Dressler 1912“.<br />
Bronze, gegossen und dunkel patiniert. Bauchiger<br />
Korpus mit reliefiertem, auf der Schulter sitzendem<br />
Puttodekor. Leicht ausgestellte Wandung.<br />
(1381504) (13)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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102<br />
NAPOLEON III-JARDINIÈRE<br />
Höhe: 76 cm.<br />
Breite: 69 cm.<br />
Tiefe: 41,5 cm.<br />
Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />
In Rundsabots stehende kannelierte und teils gefüllte<br />
Beine, durch eine X-Zarge verbunden, welche in einem<br />
rechteckigen Element kulminiert, mit vergoldetem<br />
Zapfenaufsatz. Der Korpus mit gedeckeltem Einsatz,<br />
der Deckel mit fein marketierter, auf Wurzelholzbasis<br />
ruhendem Dekor mit Instrumenten und Rosendarstellungen.<br />
(1381973) (3) (13)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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95
103<br />
SCHÄDEL EINES CROCODYLOMORPH<br />
(DYROSAURUS PHOSPHATICUS)<br />
Maße mit Stand: 46 x 132 x 38 cm.<br />
Gewicht: 20 kg.<br />
Khouribga, Marokko, Kreide, 85 Millionen Jahre alt.<br />
Der Dyrosaurus gehörte zu einer bemerkenswert vielfältigen<br />
Familie, die den modernen Krokodilen vorausging.<br />
Aufgrund der schlechten Erhaltung sind nicht<br />
viele Überreste des Dyrosaurus bekannt, was dieses<br />
Exemplar so besonders macht. Die Details des Schädels<br />
und die Reihen der scharfen, spitzen Zähne sind<br />
deutlich zu erkennen. Die Typusart erhielt 1893 ihre<br />
wissenschaftliche Beschreibung anhand von Funden<br />
aus dem Gafsa-Becken in Tunesien. Der Dyrosaurus<br />
wurde bis zu 6 Meter lang.<br />
(1341251) (13)<br />
SKULL OF A CROCODYLOMORPH<br />
(DYROSAURUS PHOSPHATICUS)<br />
Dimensions incl. stand: 46 x 132 x 38 cm.<br />
Weight: 20 kg.<br />
Khouribga, Morocco, Cretaceous, 85 million years old.<br />
The dyrosaurus belonged to a remarkably diverse<br />
family that predated modern crocodiles.<br />
€ 12.000 - € 18.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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104<br />
MALER DES 18./ 19. JAHRHUNDERTS<br />
GRISAILLEGEMÄLDE<br />
Öl auf Leinwand.<br />
130 x 130 cm.<br />
Ungerahmt.<br />
Auf einer Wolke stehender musizierender Apollo mit<br />
Lyra und Lorbeerkranz, um ihn herum Musen auf der<br />
Wolkenbank sitzend.<br />
(1370551) (13)<br />
€ 5.000 - € 8.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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105<br />
MALER DES 18./19. JAHRHUNDERTS<br />
PRUNKVASE MIT RELIEF<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
226 x 122 cm.<br />
Ungerahmt.<br />
Grisaillemalerei. Der Vasenkörper mit Relief, das vier<br />
weibliche Figuren in langen Gewändern zeigt, die teils<br />
die Hände ihrer nach unten gerichteten Arme gegenseitig<br />
ergriffen haben. Rundfuß über quadratischem<br />
Fußsockel, der auf einem rechteckigem reliefiertem<br />
Grundsockel steht, der erneut Putti zeigt. Der Vasenkörper<br />
mit zwei seitlichen Handhaben in Form von<br />
Widderköpfen.<br />
(1370553) (18)<br />
106<br />
KÜNSTLER DES 18./19. JAHRHUNDERTS<br />
PRUNKVASE MIT RELIEF<br />
Öl auf Leinwand. Doubliert.<br />
226 x 122 cm.<br />
Ungerahmt.<br />
Grisaillemalerei. Der Vasenkörper mit Relief, das vier<br />
junge Frauen mit verschränkten Armen und langen<br />
Gewändern beim Tanz zeigt. Sie hat einen kannelierten<br />
mit Dekor versehenen Rundfuß über quadratischem<br />
Fußsockel, der wiederum auf einem reliefiertem<br />
Grundsockel steht, der spielende Putti zeigt. Zudem<br />
seitlich angesetzte Handhaben in Form eines Widderkopfes.<br />
(1370552) (18)<br />
ARTIST OF THE 18TH/19TH CENTURY<br />
MAGNIFICENT VASE WITH RELIEF<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
226 x 122 cm.<br />
Unframed.<br />
ARTIST OF THE 18TH/19TH CENTURY<br />
MAGNIFICENT VASE WITH RELIEF<br />
Oil on canvas. Relined.<br />
226 x 122 cm.<br />
Unframed.<br />
Grisaille painting.<br />
€ 5.000 - € 8.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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Grisaille painting.<br />
€ 5.000 - € 8.000 (†)<br />
Sistrix<br />
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99
107<br />
HÖCHST SELTENER SATZ VON ACHT<br />
VERMEIL-SALZ-GEWÜRZFÄSSERN AUS<br />
DEM BESITZ VON KÖNIG LUDWIG II<br />
VON BAYERN<br />
Höhe: 5 cm.<br />
Breite: 8 cm.<br />
Tiefe: 5,3 cm.<br />
Länge der acht Löffel: 8 cm.<br />
Etnisgröße: 7 x 19 x 16,5 cm bzw. 7 x 23 x 15,5 cm.<br />
Jeweils <strong>Silber</strong>stempel „13“, Meistermarken „E.W.“<br />
für Eduard Wollenweber (1847-1918 München).<br />
Ehemals Schloss Herrenchiemsee.<br />
Beigegeben ein Provenienznachweis von Prinz Joseph<br />
Clemens von Bayern (1902-1990).<br />
Ein handschriftlich unterzeichnetes Schreiben des<br />
zuletzt am Europaplatz München-Bogenhausen in<br />
dessen Villa ansässigen Urneffen, des Kunsthistorikers<br />
und Sammlers Prinz Joseph Clemens von Bayern (Sohn<br />
von Prinz Alfons von Bayern und Prinzessin Louise<br />
Victoire d´Orleans-Alencon) bestätigt auf Briefpapier<br />
mit Königskrone: „Hiermit bestätige ich, daß die 2<br />
Kassetten mit je 4 Salzgefäßen für König Ludwig II.<br />
von Bayern für Schloß Herrenchiemsee gefertigt und<br />
von ihm benutzt wurden.“<br />
In zwei original Etuis mit goldener Innenprägung des<br />
Hoflieferanten Eduard Wollenweber, München. <strong>Silber</strong>,<br />
matt- und glanzvergoldet, in Kaltarbeit nachziseliert.<br />
In tadellosem Zustand.<br />
Die einheitlich in <strong>Silber</strong> getriebenen Gefäße („Nefs“)<br />
im Stil des Rokoko, als „Salzschiffchen“ längsoval<br />
gestaltetet, jeweils auf vier kurzen Füßchen. Das Innere<br />
durch Zwischenwand für Salz und Pfeffer bzw.<br />
Gewürze getrennt. Die in Schweifung gemuldeten<br />
Oberseiten zweifach zu den Schmalseiten hin abgedeckelt,<br />
dazwischen je ein stegförmiger Henkel in<br />
Rocailleform. Seitlich Rocailereliefs, auf den Deckeln<br />
C-bogig eingefasste Kartuschen, darin Sonne- und<br />
Mondmotiv in Strahlengloriole.<br />
Zu jedem Vierer-Satz 4 kleine ebenfalls vergoldete Löffelchen<br />
mit Muscheldekoration an der Unterseite der<br />
Laffen.<br />
Dem Stil entsprechend waren die Salzschiffchen für<br />
das Speisezimmer im Schloss Herrenchiemsee bestimmt.<br />
Es befindet sich im Nordflügel des schon ab<br />
1873 geplanten und 1878 begonnenen Baus. Oval im<br />
Raumgrundriss, wurden Innendekorationen im Stil<br />
Louis XV nach Vorbild des Pariser Hotel de Soubise<br />
gestaltet. Dieses Speisezimmer erhielt nach Wunsch<br />
des Königs eine in den Boden versenkbare Speisetafel,<br />
bekannt als „Tischlein deck-dich“. Sie wurde im darunterliegenden<br />
Geschoß von der Küche gedeckt und<br />
dann wieder nach oben gekurbelt.<br />
Bekanntlich pflegte Ludwig II abendlich in einer imaginierten<br />
Gesellschaft zu speisen. Büsten der Hofgesellschaft<br />
von Versailles, wie Madam Pompadour, Madame<br />
Maintenon etc. waren die Gesprächspartner, mit denen<br />
er sich ungestört unterhalten konnte, gelegentlich<br />
wurden entsprechende Bühnentexte durch einen Hofschauspieler,<br />
wie Joseph Kainz rezitiert.<br />
Ludwig hatte bereits lange vor Baubeginn sämtliche<br />
Ausstattungselemente, so auch Geschirre und dergleichen<br />
nach eigenen Vorstellungen entwerfen und<br />
herstellen lassen. So ist auch hier anzunehmen, dass<br />
die Gefäße bereits vor 1878 entstanden. Zu den Entwerfern<br />
zählten die Hofarchitekten und Maler wie<br />
Franz Brochier, Franz Stuhlberger, Philipp Perron und<br />
Julius Hofmann. Es ist denkbar, dass die beiden separat<br />
gefüllten Etuis für die Schlösser Herrenchiemsee<br />
und Linderhof benutzt wurden.<br />
Nach dem Tode des Königs gingen die Schlösser in<br />
das Eigentum des Königreichs Bayern, später des<br />
Freistaates über. Der größte Teil des beweglichen<br />
Inventars, Geschirre, <strong>Silber</strong>objekte, Gebrauchsutensilien<br />
etc. wurden sogleich veräußert, um die Kabinettskasse<br />
zu entschulden. Etliche Objekte gelangten<br />
auch in den Besitz der Familie Wittelsbach. So<br />
kommen derartige Gegenstände nur äußerst selten<br />
in den Handel. <strong>Silber</strong>gegenstände für den König<br />
wurden fast ausschließlich dem königlichen Hoflieferanten<br />
Eduard Wollen weber in Auftrag gegeben.<br />
Die original lederbezogenen Etuis innen mit dunkelblauem<br />
Samt bzw. hellblauer Seide gefüttert, im<br />
Deckel inneren in Goldprägung Marke des Hoflieferanten<br />
Wollenweber, München, Theatinerstraße 36.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Alexander Rauch, Schloss Herrenchiemsee Räume<br />
und Symbole, München/Berlin 1993.<br />
Vgl. Alexander Rauch: Schloss Herrenchiemsee. Kapitel:<br />
Die kleinen Appartements. München/Berlin, 1995.<br />
A.R. (1380441) (11)<br />
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Marken der Gewürzfässer<br />
König Ludwig II von Bayern<br />
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101
VERY RARE SET OF EIGHT VERMEIL SALT AND<br />
SEASONING VESSELS FROM THE ESTATE OF<br />
KING LUDWIG II OF BAVARIA (1845 – 1886)<br />
Height: 5 cm.<br />
Length: 8 cm.<br />
Depth: 5.3 cm.<br />
Length of eight spoons: 8 cm.<br />
Formerly Herrenchiemsee Palace.<br />
Each with silver hallmark “13”, maker’s marks “E.W.”<br />
for Eduard Wollenweber, Munich (1847 – 1918)<br />
Accompanied by evidence of provenance: Prince Joseph<br />
Clemens of Bavaria (1902 – 1990). A hand signed<br />
letter by the great-nephew, the art historian and<br />
collector Prince Joseph Clemens of Bavaria (son of<br />
Prince Alfons of Bavaria and Princess Louise Victoire<br />
d’Orléans-Alençon), who was most recently resident<br />
in his Villa at Europaplatz in Munich-Bogenhausen,<br />
confirms on stationery with a royal crown: “Hiermit<br />
bestätige ich, daß die 2 Kassetten mit je 4 Salzgefäßen<br />
für König Ludwig II. von Bayern für Schloß Herrenchiemsee<br />
gefertigt und von ihm benutzt wurden.”<br />
(“I hereby confirm that the 2 cases each with 4 salt<br />
vessels, were created for King Ludwig II of Bavaria for<br />
Herrenchiemsee Palace and used by him.”).<br />
From the estate of King Ludwig II of Bavaria. In two<br />
original cases with gilt embossing on the inside by the<br />
royal purveyor to the court Eduard Wollenweber,<br />
Munich.<br />
Silver, gilt in matte and polished finish, re-chased in<br />
cold work. In perfect condition. The vessels (“nefs”) are<br />
uniformly made of silver, in Rococo style, designed as<br />
“salt boats” in an elongated oval shape, each on four<br />
short feet. The inside is separated by a partition for<br />
salt and pepper or spices. The curved tops are covered<br />
twice towards the narrow sides, each with a barshaped<br />
handle in the shape of a rocaille. Rocaille reliefs<br />
on the sides, the lids with cartouches surrounded<br />
by C-shaped frames, the inside decorated with a sun<br />
and moon motif in a gloriole of rays. There are four<br />
matching gilt spoons with shell decoration on the<br />
underside provided for each set of four boats. In keeping<br />
with the style, the salt boats were intended for<br />
the dining room at Herrenchiemsee Palace in the<br />
north wing of the palace, which was planned in 1873<br />
and begun in 1878. Oval in floor plan, the interior decorations<br />
were designed in the Louis XV style based<br />
on the Paris Hotel Soubise. According to the king’s<br />
wishes, this dining room was fitted a dining table<br />
that could be retracted into the floor, known as a<br />
“Tischlein deck-dich”. Thus, it could be set by the<br />
kitchens on the floor below and lifted back up. As is<br />
well known, Ludwig II used to dine in an “imagined<br />
company” in the evenings. Busts of the society of the<br />
royal court of Versailles, such as Madame Pompadour,<br />
Madame Maintenon, etc., were his conversation partners<br />
with whom he could converse undisturbed by<br />
staff; occasionally relevant stage texts were recited by<br />
a court actor such as Joseph Kainz. Long before the<br />
start of construction, Ludwig II had all the furnishings<br />
including crockery designed and manufactured according<br />
to his own ideas. Hence it can be assumed<br />
that the vessels were made before 1878 as well. The<br />
designers included court architects and painters such<br />
as Franz Brochier, Franz Stuhlberger, Philipp Perron<br />
and Julius Hofmann. It is conceivable that the two<br />
separately filled cases were used for the Palaces at<br />
Herrenchiemsee and Linderhof. Immediately after the<br />
king’s death, the palaces became the property of the<br />
Kingdom of Bavaria, and later the Free State. Most of<br />
the movable inventory such as dishes, silver objects,<br />
utensils, etc. were promptly sold to relieve the debt of<br />
the cabinet treasury. Quite a few objects also came<br />
into the possession of the Wittelsbach family. These<br />
items only rarely appear on the market. Silver items<br />
for the king were almost exclusively commissioned<br />
from the royal purveyor to the court, Eduard Wollenweber<br />
from Munich. The interior of the original leathercovered<br />
cases is lined with dark blue velvet or light<br />
blue silk, the inside of the lid features a gilt embossed<br />
mark from the court purveyor Wollenweber, Munich,<br />
Theatinerstraße 36.<br />
Literature:<br />
cf. Alexander Rauch, Schloss Herrenchiemsee –<br />
Räume und Symbole, Köhler & Amelang, Munich/<br />
Berlin 1993.<br />
cf. Alexander Rauch, Schloss Herrenchiemsee.<br />
Bildband-Monographie. Kapitel: Die kleinen Appar tements,<br />
Munich/Berlin 1995.<br />
€ 15.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
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König Ludwig II von Bayern<br />
108<br />
SILBERBESTECK-SATZ AUS DEM BESITZ KÖNIG<br />
LUDWIGS II VON BAYERN (1845 – 1886)<br />
Länge: 18 - max. 27 cm.<br />
Messerklinge gemarkt: Hoflieferant „M. Tresch,<br />
München“.<br />
4-teilig bestehend aus: Messer, Gabel, Löffel, Kaffeelöffel.<br />
Jeweils mit dem verschlungenen Doppel- “LL“-<br />
Monogramm des Königs, darüber Königskrone.<br />
Fadenmuster, <strong>Silber</strong>stempel 13-lötig, Meistermarke<br />
Alois von Mayrhofer (1815-1895), der bei Ferdinand<br />
Harrach (1821-1898, Schöpfer von Bronzen für den<br />
König) lernte. Fertigte <strong>Silber</strong>arbeiten für Ludwig II,<br />
arbeitete nach dem Tode des Königs für den Hoflieferanten<br />
und <strong>Silber</strong>schmied Eduard Wollenweber<br />
(1847-1918).<br />
Provenienz:<br />
Privatsammlung, Deutschland. (1381843) (11)<br />
€ 1.000 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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109<br />
SELTENES DOPPELBILDNIS VON KRONPRINZ<br />
LUDWIG UND PRINZ OTTO VON BAYERN<br />
den späteren Königen Ludwig II (1845-1886) und<br />
Otto (1848-1916).<br />
Auf Fotokarton, aquarelliert, Ecken original<br />
abgeschrägt.<br />
21,5 x 25,5 cm.<br />
Links schräg signiert „Fr. Hohbach“.<br />
Verso Sammlerstempel mit Nr. 355.<br />
Auf Grundlage von Fotovorlagen des Fotografen und<br />
Malers Hohbach entstandenes Aquarell mit Darstellung<br />
der beiden Prinzen im Kindesalter. Beide nebeneinander<br />
auf einem Felsen in der Anhöhe, auf der später<br />
Neuschwanstein entstand, vor der Landschaftskulisse<br />
mit der Burg Hohenschwangau im Hintergrund. Beide<br />
in schwarzer Seidenjacke in der Mode der damaligen<br />
Studentenkleidung. Ludwig, der spätere Erbauer seiner<br />
Königsschlösser, hat sich bekanntlich schon im<br />
Knabenalter für Architektur interessiert, hält hier ein<br />
Skizzenalbum mit dem von ihm selbst gezeichneten<br />
Schloss, auf dem die beiden ihre Sommerferien verbracht<br />
haben.<br />
Wenige Exemplare gingen an die Familie der Wittelsbacher.<br />
Erst um 1910 wurde die nicht kolorierte<br />
Darstellung auch als Postkarte verbreitet.<br />
Provenienz:<br />
Privatsammlung, Deutschland.<br />
Anmerkung:<br />
Mehrfach ausgestellt. Zuletzt war es eine Leihgabe<br />
zur Ausstellung zu den Bauten von König Ludwig II in<br />
der Pinakothek der Moderne, Architekturmuseum der<br />
Technischen Universität München „Königsschlösser<br />
und Fabriken“, München, 2018/ 2019.<br />
(1381844) (11)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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107
110<br />
FÜNF BESTECKTEILE FÜR KÖNIG FRIEDRICH<br />
WILHELM IV AUS DEM KÖNIGLICH-<br />
KAISERLICHEN HOF BERLIN<br />
Gewicht zusammen: 1050 g.<br />
<strong>Silber</strong>, bestehend aus drei Gabeln vom Hoflieferant<br />
Gebrüder Friedländer & Sohn, Stempel „880“ (!), Halbmond<br />
und Krone.<br />
Vierzinkig, die am Ende verbreiteten Stiele mit dem<br />
reliefierten Preußenadler sowie zwei Kaffeelöffel, Entwurf<br />
entsprechend von <strong>Silber</strong>schmied Joh. Wagner &<br />
Sohn,<br />
Berlin gestempelt „15-lötig“ und <strong>Silber</strong>schmied Humbert<br />
& Sohn – Berlin ab 1799, hier um 1840-1860, gestempelt<br />
„937“ (!). Jeweils mit dem Königlichen Preußischen<br />
Adler in Rocailledekor-Kartusche (Vorderseite)<br />
sowie Königskrone mit ligiertem „FW“ für Friedrich<br />
Wilhelm IV von Preußen (Rückseite). Friedrich Wilhelm<br />
IV (1795-1861) war ab 1840 König von Preußen.<br />
Er führte die konstitutionelle Monarchie ein, begründete<br />
die Berliner Museumsinsel und sorgte als Kunstförderer<br />
für die Wiederherstellung des Kölner Domes.<br />
Die Kaiserkrone lehnte er ab.<br />
Provenienz:<br />
Privatsammlung, Deutschland.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Wolfgang Scheffler, Celle Schilber. Formenfibel<br />
einer niedersächsischen Residenzstadt, Celle 1988.<br />
(1381848) (11)<br />
€ 800 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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Detailabbildung Lot 110<br />
111<br />
NYMPHENBURG-SAUCIÈRE<br />
DES 18. JAHR HUNDERTS,<br />
DOMINIKUS AULICZEK<br />
(1734 POLICKA – 1804)<br />
Höhe: 14,5 cm.<br />
Breite: 21,5 cm.<br />
Tiefe: 10 cm.<br />
Am Boden Nymphenburger Rautenschild Pressmarke<br />
und Modelliernummer „O“.<br />
Um 1770.<br />
Porzellan mit Weißglasur, in Art eines Schiffchens<br />
muschelförmig längsgezogen, auf wellig vortretendem<br />
Fuß. Henkel in Form eines Delfins, dessen großer, fein<br />
gearbeiteter Kopf an der Muschelvolute anliegt, der<br />
Schwanz läuft blattförmig aus.<br />
Als Nymphenburger Modellmeister war Auliczek 1765<br />
Nachfolger des Franz Anton Bustelli, wurde 1773<br />
Inspektor und 1772 Hofbildhauer von Kurfürst Max<br />
Joseph III, bekannt auch durch seine Parkfiguren in<br />
Nymphenburg. Studierte zunächst in Wien, Paris, London<br />
und Rom; von Papst Clemens mit dem 1. Preis<br />
der Akademie ausgezeichnet, ab 1762 in München.<br />
Diese äußerst seltene Saucière, möglicherweise Unikat,<br />
steht im Zusammenhang mit den Figuren für die<br />
Hoftafel des Kurfürsten, wozu u. a. auch ein „Triton als<br />
Wasserlenker“, „Triton mit Muschelhorn“ oder die<br />
„Wasserrösser“ gehörten. Minimaler Chip am Fuß.<br />
(1381847) (11)<br />
€ 1.000 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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112<br />
PAAR OVALE BRONZEPLAKETTEN MIT RELIEF-<br />
BILDNISSEN VON MARCELLUS UND ANTINOUS<br />
9 x 7 cm.<br />
Jeweils am Unterrand beschriftet.<br />
Padua, 16./ 17. Jahrhundert.<br />
Marcus Claudius Marcellus (42 v. Chr.-23 n. Chr.) war<br />
Neffe und Schwiegersohn von Kaiser Augustus.<br />
Antinous (um 115-130) war der Günstling und vermutlich<br />
Geliebte des römischen Kaisers Hadrian. Schöne<br />
braune Alterspatina.<br />
(1381845) (11)<br />
€ 500 - € 700<br />
Sistrix<br />
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109
113<br />
SILBERNER TRAUBENPOKAL<br />
Höhe: 44 cm.<br />
Gewícht: 950 g.<br />
Am Stand mehrere historisierende Punzen.<br />
Hanau, 19. Jahrhundert.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben, gegossen und ziseliert. Über Trompetenfuß<br />
mit Buckel- und Rautendekor ein auf einem<br />
Nodus stehender Armbruster auf seinem Kopf die<br />
gebuckelte Kuppa mit Stülpdeckel und Maienzier in<br />
Vase tragend. Innen vergoldet.<br />
(1381462) (13)<br />
€ 2.800 - € 4.000<br />
Sistrix<br />
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114<br />
NÜRNBERGER ANANAS-HUMPEN<br />
(ABB. RECHTS)<br />
Höhe: 18 cm.<br />
Fußdurchmesser: 11,2 cm.<br />
Meistermarke „LO“ auf der Deckeloberseite<br />
für Lorenz v. Walde (Meister 1582, gest. 1632).<br />
Um 1593.<br />
Wandung und Deckelrandung im Ananasdekor getrieben,<br />
der gewölbte Fußring mit Kymation-Fries, die<br />
Deckelbekrönung in Form eines Pinienzapfens. Der<br />
gegossene, geschweifte Henkel teils figürlich gestaltet,<br />
setzt mit einer Vogelkralle unten an, bildet mittig<br />
eine Büste über einer kleinen Volute und zeigt als<br />
Daumenrast ein fischleibiges Fabelwesen mit Helm.<br />
Außen- und Innenvergoldung.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Marc Rosenberg, Der Goldschmiede Merkzeichen,<br />
Bd. 3, Deutschland N-Z, Frankfurt a.M. 1925, S. 140.<br />
(1380831) (11)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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115<br />
110 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.<br />
DÄNISCHER MÜNZBECHER<br />
Höhe: 11,5 cm.<br />
Gewicht: 309 g.<br />
Bodenseitige nicht identifizierte Punzen.<br />
Dänemark, um 1680-1700.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben, gegossen, ziseliert und vergoldet,<br />
eingelassene <strong>Silber</strong>münzen. Auf Löwenfüßen ruhender<br />
leicht konisch auslaufender Korpus mit dichtem<br />
Ranken- und Münzdekor, leicht ausgestellter profilierter<br />
Rand.<br />
(1381467) (13)<br />
€ 3.800 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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116<br />
ZUCKERSTREUER<br />
Höhe: 21 cm.<br />
Gewicht: 204 g.<br />
Bodenseitige Punze.<br />
Dänemark, 18. Jahrhundert.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben, geschnitten und ziseliert. Über profiliertem<br />
Standring der birnförmige Körper mit à jour<br />
gearbeitetem hohen Deckel mit floralem Dekor und<br />
Balusterknauf.<br />
(1381469) (13)<br />
€ 600 - € 900<br />
Sistrix<br />
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117<br />
SILBERNER SCHLANGENHAUT FAUSTBECHER<br />
Höhe: 7,5 cm.<br />
Durchmesser: 8,7 cm.<br />
Süddeutschland, 18. Jahrhundert.<br />
Lippenrand glatt und leicht konkav gemuldet.<br />
(1381464) (11)<br />
€ 500 - € 700<br />
Sistrix<br />
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118<br />
SILBERNER TISCHAUFSATZ IN FORM EINER<br />
MUSCHELSCHALE AUF DELFINFUSS<br />
Höhe: 19 cm.<br />
Breite: 17 cm.<br />
<strong>Silber</strong>stempel 925, Marken „BMM“,<br />
Jahrespunze „q“, England 19. Jahrhundert.<br />
In Anlehnung an Kunstkammerobjekten des 17. Jahrhunderts<br />
gestaltet, mit längsgezogenem, geschweiften<br />
Fuß, darüber Schaft in Gestalt eines Delfins, der die<br />
Muschel trägt. An der Einrollung besetzt mit einem<br />
gefassten, geschliffenen Amethyst, am rocailleförmigen<br />
Henkel angehängt eine durch Blattwerk umzogene<br />
rotbraune Kugel (Achat ?).<br />
(13814610) (11)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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119<br />
SILBER WEIN- HENKELKANNE AUF<br />
WEITER SCHALE<br />
Kanne Höhe: 19 cm.<br />
Schale Höhe: 4 cm.<br />
Länge: 39 cm.<br />
Tiefe: 29 cm.<br />
Die Kanne mit gewölbtem, eingezogenem Fuß, mit<br />
Zwischennodus, Wandung teilweise durch leicht gemuldete<br />
Lisenen gerippt, mit geweitetem Ausguss.<br />
Der Henkel gegossen und mehrfach geschweift;<br />
Gravurdekoration in Bandwerkformen um 1715/20.<br />
Die tiefgewölbte, mehrfach geschweifte Schale in<br />
Treib arbeit mit Rocaillen, Blättern und Blüten sowie<br />
Traubendolden dekoriert, um 1750. Eingelöteter ovaler<br />
Festigungsring im Spiegel zur Standsicherheit der<br />
Kanne. Kanne seitlich des Henkels mit verschlagener<br />
Marke, daneben Tremolierstrich; Schale am Innenrand<br />
mit <strong>Silber</strong>-Stadtmarke Augsburg, Pinienzapfen, sowie<br />
schwer entzifferbarer Meistermarke. An der Rand-<br />
Außenseite Tremolierstrich. Mariage.<br />
(13816826) (11)<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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120<br />
SILBERBÜSTE ZAR PETER DER GROSSE<br />
Höhe gesamt: 33,5 cm.<br />
Gesamtgewicht: 2450 g.<br />
An der Rückseite unterhalb der Büste imitierende<br />
Punzen auf Russland hinweisend.<br />
Um 1900.<br />
Über quadratischem Grund gekehlte schwarze Steinbasis.<br />
Darauf montiert ein kannelierter Säulenschaft<br />
mit Lanzettblattfries und schauseitiger Monogrammkartusche.<br />
Darüber Kartusche mit kyrillischer<br />
Namensnennung des Dargestellten sowie der Büste<br />
in antikisierendem Gewand über Harnisch, nach vorn<br />
gerichtetem Blick, fein ausziselierten Haaren und<br />
Lorbeerkranz.<br />
(1381466) (13)<br />
€ 5.500 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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121<br />
BAROCKE ZUCKERDOSE<br />
9,6 x 13,2 x 10 cm.<br />
Gewicht: 255 g.<br />
Bodenseitige nicht identifizierte Punze, Monogramm<br />
und Datierung „1766“.<br />
Norddeutschland, Mitte 18. Jahrhundert.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben. Über passigem Standring der ovale<br />
passige Korpus mit Stülpdeckel.<br />
(1381468) (13)<br />
€ 1.000 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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122<br />
AUGSBURGER SCHLANGENHAUT-BECHER<br />
Höhe: 9 cm.<br />
Durchmesser: 7,5 cm.<br />
Am Boden Stadtmarke Pinienzapfen,<br />
Meistermarke „PW“.<br />
Tremolierstrich.<br />
(1381463) (11)<br />
€ 1.000 - € 1.200<br />
Sistrix<br />
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123<br />
LONDONER DECKELKANNE<br />
Höhe: 22 cm.<br />
Gewicht: 1032 g.<br />
Bodenseitig punziert: Lion passant, Londoner<br />
Beschau, sowie weitere Marken.<br />
London, 18. Jahrhundert.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben, gegossen, ziseliert. Über rundem<br />
gekehlten Fuß der bombierte Korpus mit dichtem<br />
Rocaille- und Blütenrelief, aus C-Schwüngen gebildete<br />
Handhabe, offene Schnaupe und Scharniersteckdeckel<br />
mit à jour gearbeiteter Daumenrast und Haubendeckel<br />
mit Blütendekor. Isolator.<br />
(1381465) (13)<br />
€ 4.500 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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113
124<br />
GROSSE ZUPPIERA IN SILBER<br />
Gesamthöhe: 37 cm.<br />
Breite: 62 cm.<br />
Tiefe: 35 cm.<br />
Gewicht: ca. 7500 g.<br />
Fußunterseite mit Stempelung „Battuto“,<br />
<strong>Silber</strong>stempel 900 sowie „St“ im Queroval.<br />
Italien, 20. Jahrhundert.<br />
In Formen des Rokoko, zweiteilig, mit einer ovalen<br />
Henkelschale, darauf große ovale Terrine auf eingezogenem<br />
Fuß, Wandung mehrfach bombiert, mit seitlichen,<br />
gegossenen, bocksbeinigen Faunfiguren. Der<br />
gewölbte Deckel mit plastisch gearbeiteten Rocaillebögen<br />
und bekrönenden Früchten. Terrine und Deckel<br />
innen vergoldet.<br />
(1381587) (11)<br />
LARGE SILVER TUREEN<br />
Total height: 37 cm.<br />
Length: 62 cm.<br />
Depth: 35 cm.<br />
ca. 7500 g.<br />
Underside of foot stamped “Battuto”, silver hallmark<br />
900 and “St”.<br />
Italy, 20th century<br />
€ 10.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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125<br />
PAAR SILBERKANDELABER<br />
Höhe: 64 cm.<br />
Gesamtgewicht: ca. 6000 g.<br />
Standring punziert mit Minervakopf Feingehaltsmarke<br />
bzw. mit Meistermarke Claude Doutre Roussel.<br />
Paris, 1860-1895.<br />
A PAIR OF SILVER CANDELABRA<br />
Height: 64 cm.<br />
Total weight: ca. 6000 g.<br />
Foot rim with Minerva head hallmark and maker’s<br />
mark Claude Doutre Roussel.<br />
Paris, 1860 - 1895.<br />
<strong>Silber</strong>, gegossen, ziseliert. Über drei mit Blattwerk<br />
verzierten Volutenfüßen der im Stil Louis XV reliefierte<br />
Fuß mit Balusterschaft und Tülle. Diese mit Blatt werkumkränzung<br />
und Aufnahme eines einzusteckenden<br />
Aufsatzes, der mit fünf Brennstellen in vegetabiler Art<br />
in zwei unterschiedlichen Höhen ausgeformt ist. Ehemals<br />
elektrifiziert.<br />
(1381582) (13)<br />
Silver; cast and chased.<br />
€ 11.000 - € 13.000<br />
Sistrix<br />
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126<br />
BEDEUTENDE JARDINIÈRE<br />
Höhe: 31 cm.<br />
Breite: 86 cm.<br />
Tiefe: 58 cm.<br />
Gewicht: 16000 g.<br />
Bodenseitig punziert mit „Odiot à Paris“ sowie<br />
Werksnummer.<br />
Frankreich, um 1850.<br />
<strong>Silber</strong>, gegossen, getrieben, ziseliert. Auf konisch<br />
auslaufenden kannelierten Füßen ruhender oblonger<br />
Korpus mit vierpassigem Grund. Die Korpuswandung<br />
à jour gearbeitet, mit übereinandergestaffelten stilisierten<br />
Blüten inmitten von gezüngelten Kartuschen.<br />
Darüber gekehltes Gesims mit überkragender Mündung<br />
mit Zungenfries und vegetabiler Zier. Die Kurzenden<br />
mit Handhaben in Form von sich aus Blattwerk<br />
ergebenden Nereiden mit Lorbeerkränzen. Schauseitiges<br />
bekröntes Wappen des Belgischen Königshauses<br />
bzw. des Königs Leopold II, Prinz von Belgien und Graf<br />
von Brabant und späterer König von Belgien, flankiert<br />
von zwei Löwenfiguren.<br />
(1381501) (13)<br />
IMPORTANT JARDINIÈRE<br />
Height: 31 cm.<br />
Width: 86 cm.<br />
Depth: 58 cm.<br />
Weight: 16000 g.<br />
Stamped on the base with “Odiot à Paris”<br />
and factory number.<br />
France, ca. 1850.<br />
€ 48.000 - € 60.000<br />
Sistrix<br />
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127<br />
IMPOSANTES BERLINER SILBER-SCHREIBZEUG<br />
VOM HOFLIEFERANTEN GEBRÜDER FRIEDLÄNDER<br />
Höhe (ohne Glasschale): 24,5 cm.<br />
Breite: 46 cm.<br />
Tiefe: 27 cm.<br />
Gemarkt an der Sockel-Rückseite:<br />
Gebrüder Friedländer, Hofsilberschmiede für Kaiser<br />
Wilhelm I <strong>Silber</strong>stempel „800“, Mond und Krone, sowie<br />
Meistermarke „M“.<br />
Grandioser Aufbau in Form eines großen, bühnenhaften<br />
Halbrund-Sockels, von glatter Wandung umzogen, getragen<br />
von Palmettenfüßen, an den vorderen Ecken<br />
mit balusterförmigen Kerzenhaltern besetzt. Zentral<br />
stehender Recktecksockel, der eine Glasschale trägt,<br />
flankiert von polsterförmig gestalteten Abdeckelungen<br />
mit Eckquasten für Tinten- und Löschsand-Einsätze.<br />
Dazwischen eine kleine Buchkassette (für Briefmarken),<br />
besetzt mit einem geschliffenen Karneol.<br />
Die Hoflieferantenfirma Friedländer wurde 1829 von<br />
dem <strong>Silber</strong>schmied und Juwelier Zadig Levin Friedländer<br />
(1801-1861) gegründet, nachdem in Berlin seit 1671<br />
die Ansiedlung von Juden erlaubt war. Die Firma existierte<br />
bis 1938 und hatte ihren Firmensitz in Berlin,<br />
Unter den Linden 28. Vor allem nach der Reichsgründung<br />
1871 und dem Aufstieg Preußens konnten auch<br />
Unternehmen für Luxusartikel florieren. Auftraggeber<br />
waren die Kaiserin, der Kaiser sowie der deutsche<br />
Adel und das vermögende Bürgertum, aber auch Herrscherhäuser<br />
anderer Länder. Nach dem Untergang der<br />
Monarchie 1918 begannen schwerere Zeiten für die<br />
Firmen von Luxusartikeln. Der Begriff Hoflie ferant war<br />
zur Makulatur geworden. 1939 wurde im Zuge der<br />
Arisierung das Unternehmen umbenannt.<br />
1990 wurde der Grundbesitz der Familie Unter den<br />
Linden an die emigrierten Erben restituiert. A.R.<br />
(1381583) (11)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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128<br />
HÖCHST DEKORATIVER UND IMPOSANTER<br />
TAFELAUFSATZ<br />
Höhe: 37 cm.<br />
Breite: 64 cm.<br />
Tiefe: 45 cm.<br />
Christoffle, Ende 19./ Anfang 20. Jahrhundert.<br />
Schwere Ausführung, versilbert. Mit großer Schale<br />
und darüberstehender Deckelterrine.<br />
Im Rokokostil, die ovale Schale auf floralen Füßen, an<br />
den Schmalseiten in Muschelform, daran vollpla stische<br />
Tritonen; an den Längsseiten Kartuschen. Mittig<br />
hochziehender Sockel, darauf das große Deckel gefäß<br />
mit Henkeln in Form von Schilfblättern, seitlich<br />
Meeres gott-Masken. Ein Delfin als Deckelknauf.<br />
Die figürliche Gestaltung zeigt das Gefäß als für<br />
Fisch speisen gedacht.<br />
(1381592) (11)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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121
129<br />
GROSSE SILBERKANNE MIT RECHAUD<br />
Gesamthöhe: ca. 51,5 cm.<br />
Gewicht: 5800 g.<br />
Meisterpunze William Eley II. Am Hals punziert mit<br />
Lion passant, Londoner Beschau sowie Duty mark,<br />
Date letter und Meisterzeichen.<br />
London, 1828.<br />
LARGE SILVER TEAPOT WITH RECHAUD<br />
Total height: ca. 51.5 cm.<br />
Weight: 5800 g.<br />
Master’s mark William Eley II. Marked on the neck<br />
with lion passant, London hallmark and duty mark,<br />
date letter and master’s mark.<br />
London, 1828.<br />
Jeweils in <strong>Silber</strong> gegossen, getrieben und vergoldet.<br />
Der Rechaud mit reichen Rocaillen versehen,<br />
mittig zur Aufnahme von Petroleum einzustellen. Die<br />
<strong>Silber</strong>kanne mit Löwenkopf-, Blüten- und Blattdekor,<br />
auskragenden Rocaillen und einer aus C-Schwüngen<br />
gebildeten Handhabe mit Blattwerkrelief. Der<br />
Steckdeckel an zwei Scharnieren mit aufsitzendem<br />
Tabakraucher. Die Schulter der Kanne mit graviertem<br />
Einhorndekor.<br />
(1381503) (13)<br />
Each cast in silver, chased and gilt.<br />
€ 12.000 - € 14.000<br />
Sistrix<br />
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130<br />
GROSSES LONDONER SILBERTABLETT<br />
Höhe: 78 cm.<br />
Breite: 54 cm.<br />
Gewicht: 9100 g.<br />
Meistermarke Philip Rundell (1746-1827). Bodenseitige<br />
Markung mit Lion passant, Londoner Beschau,<br />
Meister marke, date letter und duty mark.<br />
London, 1821.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben, gegossen, ziseliert. Weiter rechteckiger<br />
Spiegel mit ornamentalem Bandelwerkdekor<br />
und zentralem graviertem viergeteilten Wappen.<br />
Kurzseiten mit gegossenen Schlangenhandhaben,<br />
die Ecken mit Rocailledekor und vegetabiler Zier. Die<br />
Fahne mit gegossenem Weinlaub- und Fruchtdekor.<br />
Auf vier gemuschelten Füßen ruhend.<br />
(1381502) (13)<br />
LARGE LONDON SILVER TRAY<br />
Height: 78 cm.<br />
Width: 54 cm.<br />
Weight: 9100 g.<br />
Maker’s mark by Philip Rundell (1746 – 1827). Hallmarked<br />
on underside.<br />
London, 1821.<br />
€ 28.000 - € 40.000<br />
Sistrix<br />
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125
131<br />
SIENESISCHE SILBERKANNE<br />
Höhe: 29,5 cm.<br />
Gewicht: 1233 g.<br />
Standring punziert.<br />
Siena, um 1740.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben. Über glockenförmigem Fuß mit vertikalen<br />
Zügen der gebauchte Korpus mit Rippendekor,<br />
einem S-förmigem ebonisiertem Griff mit <strong>Silber</strong>applikationen<br />
sowie S-förmiger Tülle mit Entenkopfausguss.<br />
Stülpscharnierdeckel mit gefiederter Daumenrast und<br />
zapfenförmigem Knauf.<br />
(1381507) (13)<br />
€ 6.500 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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132<br />
30 SILBERNE TELLER<br />
Durchmesser: 12,4 cm.<br />
Gesamtgewicht: 2436 g.<br />
Meistermarke Luigi Vernazzi (1771-1836).<br />
Parma, um 1870.<br />
30 SILVER PLATES<br />
Diameter: 12.4 cm.<br />
Total weight: 2436 g.<br />
Master’s mark Luigi Vernazzi (1771-1836).<br />
Parma, around 1870.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben. Mit weitem Spiegel steil auf ragendem<br />
Bord und konisch auslaufender Fahne, diese mit<br />
dem gravierten Wappen des Roberto I von Parma. In<br />
tapezierter Reisekassette, diese ebenfalls mit bekröntem<br />
Monogramm „R. I.“.<br />
(1381506) (13)<br />
Silver, embossed.<br />
€ 14.000 - € 16.000<br />
Sistrix<br />
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127
133<br />
ZWÖLF RÖMISCHE SILBERTELLER<br />
Durchmesser: 25 cm.<br />
Gesamtgewicht: ca. 6000 g.<br />
Punziert „GB“ (Borgiani Giuseppe (1733-1769),<br />
geboren 1685).<br />
Rom, 1733-1769.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben. Runder Spiegel mit steilem Bord und<br />
passiger profilierter Fahne.<br />
Anmerkung:<br />
Der oben genannte <strong>Silber</strong>schmiedemeister, Sohn<br />
von Michele, ebenfalls <strong>Silber</strong>schmied, und Caterina<br />
Amadei. Er war seit dem 19. Juni 1733 zugelassen<br />
und führte die Werkstatt seines Vaters weiter. Neben<br />
der Punze mit den Anfangsbuchstaben werden ihm<br />
und seinem Vater Michele eine weitere mit dem<br />
Skorpion-Symbol, das auf Gegenständen verwendet<br />
wurde, die in der zweiten Phase des Unternehmens<br />
mit der Gusstechnik hergestellt wurden, und eine<br />
weitere mit den Anfangsbuchstaben GB, die durch<br />
einen Punkt getrennt sind, zugeschrieben. Er starb<br />
vor dem 18. Februar 1769. (1381581) (13)<br />
€ 9.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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134<br />
ZWÖLF SILBERTELLER<br />
Durchmesser: 28 cm.<br />
Gesamtgewicht: ca. 5000 g.<br />
Fahne verso punziert 800er Feingehalt, Lavorato a<br />
mano, sowie Beschau für Alessandria und Meistermarke<br />
Visconti & Baldi (229).<br />
Alessandria, zweite Hälfte 20. Jahrhundert.<br />
<strong>Silber</strong>, gedrückt, ziseliert. Weiter Spiegel mit steilem<br />
Bord und getreppter mit Lanzettblattfries verzierter<br />
Fahne.<br />
(1381584) (13)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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129
135<br />
IMPOSANTES HÖFISCHES PRÉSENTOIR<br />
7,3 x 70,3 x 54 cm.<br />
Italien, Anfang 19. Jahrhundert.<br />
<strong>Silber</strong>montierung auf Holz, mit leicht facettiertem<br />
Spiegel. Dieser steht auf volutenförmigen Füßen,<br />
verziert mit bekrönten Wappen. Die Randung fein gearbeitet<br />
mit prächtigen Blattwerkblüten sowie Akanthusblättern.<br />
Das Présentoir diente als Hoch zeitsgeschenk<br />
und die Wappen an den Füßen weisen auf<br />
zwei adligen Familien Italiens. Ein Wappen mit Turm<br />
und aufsteigenden Löwen bezieht sich auf der Familie<br />
Della Torre aus Mailand, das zweite Wappen mit sich<br />
wiederholenden Wellen bezieht sich auf die Familie Di<br />
Tocco delle Onde aus Neapel.<br />
(1381585) (10)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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136<br />
PAAR SILBERNE TAFELAUFSÄTZE<br />
28 x 51 x 39 cm.<br />
Gesamtgewicht: 10760 g.<br />
Am Rand punziert 925er Feingehalt<br />
sowie Beschauzeichen Casprini.<br />
Florenz, 19./ 20. Jahrhundert.<br />
(1381591) (13)<br />
A PAIR OF SILVER CENTREPIECES<br />
28 x 51 x 39 cm.<br />
Total weight: 10760 g.<br />
€ 12.000 - € 14.000<br />
Sistrix<br />
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131
SCULPTURE &<br />
WORKS OF ART
137<br />
MUSEALE BISCHOFSSTAB-KRÜMME<br />
CROSSE ÉPISCOPALE<br />
Höhe: 28 cm.<br />
Gesamthöhe: 33,5 cm.<br />
Limoges, 13. Jahrhundert.<br />
Kupfer, Feuervergoldung und Email. Altersbedingte<br />
Abriebe der Vergoldung sowie schöne Alterspatina.<br />
Die Flügel des Engels möglicherweise später durch<br />
Nieten gefestigt.<br />
Partiell eingelegte türkisfarbene Steine in den Ornamenten.<br />
Als Krümme wird die gebogene Bekrönung<br />
eines Abt- oder Bischofsstabes bezeichnet, deren<br />
formale Herleitung bis ins alte Ägypten zurückreicht.<br />
Im Christentum erhielt sie die Bedeutung des Hirtenstabes,<br />
zurückgeführt auf biblische Gestalten wie<br />
Abraham oder Jesus als Guter Hirte. Als mythischer<br />
Gegenstand des sakralen Kultes und aufgrund der geglaubten<br />
Wirkmächtigkeit erfuhr der Krummstab stets<br />
hohe Wertschätzung und demgemäß künstlerische<br />
Gestaltung. Beispiele in Elfenbein, Edelmetall, Vergoldung<br />
oder – wie hier – mit Emaildekor und Steinbesatz<br />
zeigen den hohen Wert, der dem Gegenstand stets<br />
beigemessen wurde.<br />
Zudem weisen mittelalterliche Krümmen meist auch<br />
bildliche Motive auf. Von den schlichter gehaltenen<br />
Beispielen des Frühmittelalters bis hin zu den üppig<br />
plastischen Ausformungen im Barock finden sich insbesondere<br />
seit dem 13. Jahrhundert figürliche Ergänzungen.<br />
Die Themen dürften dabei im Zusammenhang<br />
mit dem jeweiligen Patrozinium stehen. Ein Beispiel<br />
aus Bonn (13. Jahrhundert) zeigt den drachentötenden<br />
Erzengel Michael, eine Krümme aus Salzburg (1485)<br />
die Heilige Katharina.<br />
Hier in unserem Beispiel sind in die Krümmung die<br />
beiden Figuren der Verkündigung eingepasst, Maria<br />
und der Engel. Zwischen beiden, stilisiert, der Baum<br />
des Paradieses als Symbol des Sündenfalls, der durch<br />
Maria aufgehoben wird. Die Krümmung rollt als<br />
Schlange ein, auf deren Kopf der Engel seinen Fuß<br />
gestellt hat. Dessen große, gravierte Flügel liegen am<br />
Krümmungsbogen an.<br />
Der Nodus, als abgeflachte Kugel mit mittlerem Band<br />
gearbeitet, ist oben und unten mit durchbrochen gestaltetem<br />
stilisierten Blattwerk und Rosetten belegt.<br />
Er zeigt nach oben kronenartig hochstehende lanzettförmige<br />
Blätter. Damit ist das Motiv des Granatapfels<br />
gemeint, ein mariologisches Attribut. Am hülsenförmigen<br />
Schaft darunter drei nach unten ziehenden<br />
Schlangen appliziert, die ebenfalls symbolisch zu<br />
deuten sind, als das Böse das nach der Verkündigung<br />
nach unten weicht.<br />
Krümme und Schafthülse mit vergoldeten Wein blattranken<br />
im Emaildekor in Grün und Rot. An der Oberseite<br />
der Krümmung die emaillierte Aufschrift in gotischen<br />
Majuskeln: „AVE MARIA GRA. PLENA“. A.R.<br />
Anmerkung:<br />
Vergleichbare Exemplare:<br />
Bischofsstab-Krümme um 1230, Galleria Farnese,<br />
Rom.<br />
Trierer Bischofsstab des Arnold II (um 1190-1259),<br />
Domschatzkammer, Trier.<br />
Krümme eines Stabes, Limoges, um 1200-1235,<br />
Museum Schnütgen, Köln.<br />
Schloss Tirol, Limoges, 13. Jahrhundert, Landesmuseum<br />
Südtirol Alto Adige.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Romuald Bauerreiß, Abtsstab und Bischofsstab,<br />
in: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des<br />
Benediktinerordens und seiner Zweige, Bd. 68, 1957.<br />
Vgl. Arthur Martin, Des crosses pastorales, Mélanges<br />
d‘archeologie d‘hist. et litt. 4, Paris 1856, S. 145ff.<br />
Vgl. Charles Rohault de Fleury, La Messe: Études<br />
Archéologiques Sur Ses Monuments, Vol. 8, Paris<br />
1889, S. 75ff.<br />
Vgl. Karl Lind, Über den Krummstab. Eine archäologische<br />
Skizze, Wien 1863.<br />
Vgl. Catalogue of Pastoral Staves, Victoria and Albert<br />
Museum, London 1925, S. 17-20, Taf. 6/7., 10.<br />
Vgl. Katalog der Ausstellung „Kirchliche Kunstschätze<br />
aus Bayern“, München 1930.<br />
Vgl. Paul Williamson, Medieval Sculpture and Works<br />
of Art: The Thyssen-Bornemisza Collection, 2003,<br />
Nr. 32 ff. (1381713) (11)<br />
CROOK OF A CROZIER “CROSSE ÉPISCOPALE”<br />
OF MUSEUM-QUALITY<br />
Height: 28 cm.<br />
Total height: 33.5 cm.<br />
Limoges, 13th century.<br />
Copper; fire-gilt and enamel. On the top side of the<br />
curvature enamelled inscription in Gothic majuscule:<br />
“AVE MARIA GRA. PLENA”<br />
€ 40.000 - € 50.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
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Lot 137
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137
138<br />
HANS VON JUDENBURG,<br />
TÄTIG UM 1375 – 1424, ZUG.<br />
BEDEUTENDE SÜDTIROLER SCHNITZMADONNA<br />
DES WEICHEN STILS<br />
Höhe: 70,5 cm.<br />
Breite: 37 cm.<br />
Tiefe: 25 cm.<br />
Die in Sitzhaltung auf einer Thronbank dargestellte<br />
Madonna ist aufgrund der stilistischen Merkmale dem<br />
bekannten Meister, dem Maler und Bildhauer Hans<br />
von Judenburg zuzuweisen. Die Sitzfigur ist in Lindenholz<br />
ausgeführt, im unteren Teil der Rückseite gehöhlt,<br />
und weist Reste der ehemaligen Fassung auf.<br />
Der Oberkörper etwas flacher gestaltet als die mit<br />
reichem Faltenwurf gearbeitete Beinpartie. Die seitlichen<br />
Thronwangen treten als senkrechte Begrenzungen<br />
nur leicht hervor. Trotz aller stilistisch gebotener<br />
ruhiger Haltung ist der Oberkörper in leichter Drehung<br />
nach links geneigt, was der Figur eine besondere innige<br />
Lebendigkeit verleiht. So ist der Blick in die Ferne<br />
gerichtet, das Gesicht gerahmt vom kaskadenartig<br />
gefalteten Kopftuch, das bis zur Brust herabzieht. Das<br />
durch eine vergoldete Agraffe zusammengehaltene<br />
Manteltuch umfängt seitlich die beiden vorgestreckten<br />
Unterarme und zieht weiter über die Kniepartie. Das<br />
ehemals rot gefasste Kleid weist Parallelfalten und<br />
eine tiefe Schnürung auf. Dem Zeitstil entsprechend<br />
ist zwischen den Knien eine nahezu spitzbogige prominente<br />
Falte herausgearbeitet, unter der sich zwei<br />
große Faltenbögen nach rechts unten entwickeln, flankiert<br />
von kräftigen Röhrenfalten, die von den Knien<br />
herabziehen, wobei die rechte Fußspitze am Boden<br />
hervortritt.<br />
Bei den Fassungsresten überwiegen die hellen, vom<br />
Kreidegrund bestimmten Partien; an Teilen des Manteltuches<br />
ist lüsterblaue und rote Farbe erhalten, die<br />
Fußspitze in schwarzer Fassung.<br />
Als besonderes Merkmal für den Stil des Hans von<br />
Judenburg ist neben der hohen Qualität der Faltenbildung<br />
und der gesamten figürlichen Komposition<br />
der ausgesprochen milde, schöne Gesichtsausdruck<br />
zu beobachten, wie er sich auch bei weiteren Werken<br />
des Meisters findet. Es ist der offene Blick, der sich<br />
etwa auch bei der Pietà in der Bozener Pfarrkirche<br />
feststellen lässt.<br />
Der Meister gilt als bedeutender Vertreter des gotischen<br />
Weichen Stils, einer Richtung, die um 1400<br />
einsetzte und als Charakteristikum für die Marienfiguren<br />
zu sehen ist, die auch als schöne Madonnen<br />
bezeichnet werden. Der Begriff wurde 1907 geschaffen<br />
und von dem Kunsthistoriker Wilhelm Pinder ab<br />
1927 gefestigt. Das künstlerische Zentrum war Prag,<br />
gefördert durch Kaiser Karl IV (1346-1378), wobei der<br />
Stil alsbald eine weite Verbreitung zwischen Prag und<br />
Paris, in Böhmen, Österreich und Deutschland erfuhr.<br />
Hans von Judenburg ist vor allem durch sein großes<br />
Werk des ehemaligen Flügelaltars der Marienpfarrkirche<br />
zu Bozen von 1421-23 bekannt geworden. Die<br />
erhaltenen Teile dieses Altars finden sich verstreut in<br />
mehreren Museen und Sammlungen. So besitzt die<br />
Pfarrkirche Judenburg eine Madonna mit Kind um 1420,<br />
die Pfarrkirche von Deutschnofen u.a. die „Anbetung<br />
der Könige“, weitere Elemente des Bozener Flügelaltars<br />
finden sich in den Museen München (Bayerisches<br />
Nationalmuseum - „Verkündigung“), Nürnberg<br />
(Germanisches Nationalmuseum), Köln (Mueum<br />
Schnütgen - „Johannes d. T.“ etc.) und Zagreb. Weitere<br />
zugeschriebene Werke im Metropolitan Museum of<br />
Art, New York.<br />
In der Forschung wurde ehemals eine Zuordnung der<br />
Werke des Meisters an Hans von Tübingen (um 1400-<br />
um 1462) und/oder dem Meister von Großlobming<br />
(Ende 14. Jahrhundert) gesehen, was inzwischen verworfen<br />
wurde. Rest., erg. A.R.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Eva Kreuzer-Eccel, Hans von Judenburg und die<br />
Plastik des weichen Stiles in Südtirol. Trient, 1976.<br />
Vgl. Günther Bräutigam, Hans von Judenburg I –<br />
die Bozener Tafel: Schicksale und Rekonstruktion,<br />
in: Kunsthistorisches Jahrbuch Graz 24, Graz 1990,<br />
S. 221-232.<br />
Vgl. Lothar Schultes, Hans von Judenburg, in: Allgemeines<br />
Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller<br />
Zeiten und Völker (AKL), Bd. 69, Berlin 2010.<br />
(1380091) (11)<br />
HANS VON JUDENBURG,<br />
ACTIVE CA. 1375 – 1424, ATTRIBUTED<br />
IMPORTANT SOUTH TYROLEAN CARVED<br />
MADONNA IN “SOFT STYLE”<br />
Height: 70.5 cm.<br />
Width: 37 cm.<br />
Depth: 25 cm.<br />
Lime wood, hollowed at the back. The Madonna,<br />
shown seated on a throne bench, can be attributed to<br />
the well-known master, the painter and sculptor Hans<br />
von Judenburg, due to its stylistic features. The seated<br />
figure is carved in lime wood and hollowed in the<br />
lower part of the back. Restored, mended.<br />
€ 80.000 - € 120.000<br />
Sistrix<br />
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138 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
139<br />
BRONZE MADONNA LACTANS<br />
Höhe: 40 cm.<br />
Höhe inkl. Sockel: 50 cm.<br />
Wohl Norditalien, Anfang 15. Jahrhundert.<br />
Starkwandiger Hohlguss, mit Montierlaschen an der<br />
Rückseite. In dieser Gussausführung äußerst selten.<br />
Montiert auf einen Sockel mit Rückwand, diese mit<br />
rotem Samt bezogen.<br />
In thronender Sitzhaltung, mit sternendekoriertem<br />
Mantel, der durch eine Vierpass-Agraffe zusammengehalten<br />
wird, reicht sie dem Kind die Brust. Das<br />
Händchen des Kindes greift nach dem Arm der Mutter.<br />
Kopftuch und Saum des Mantels wie des Kleides<br />
mit angedeuteter Borte. Die stark nach oben gerichtete<br />
Kopfhaltung des Kindes findet sich auch in der<br />
Malerei Italiens dieser Epoche. A.R.<br />
(1381711) (11)<br />
BRONZE SCULPTURE OF THE NURSING<br />
MADONNA<br />
Height: 40 cm.<br />
Height incl. base: 50 cm.<br />
Probably Northern Italy, beginning of the 15th century.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
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140 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
140<br />
BEDEUTENDE, MUSEALE SILBERFIGUR EINER<br />
HEILIGEN MIT KLEINEM RELIQUIENSCHREIN<br />
Höhe: 31 cm.<br />
Rückseitig am Mantel ovale <strong>Silber</strong>punze<br />
(Löwe nach links).<br />
Wohl Antwerpen (Leuven?), um 1500.<br />
Standfigur in künstlerisch hochwertiger <strong>Silber</strong>-Treibarbeit.<br />
Die Körperhaltung im sogenannten „Weichen<br />
Stil“ der „Schönen Madonnen“. Das hochgegürtete<br />
Kleid fällt bis zum Boden, an dem ein Fuß spitz vortritt.<br />
Der Boden leicht Kalotten förmig gewölbt, im<br />
Schlangenhautdekor punziert. Bodenrand achtseitig<br />
geschnitten, mit kleinen Lochungen der ehemaligen<br />
Befestigung.<br />
Das Kleid weist gebogte Parallelfalten auf, unterhalb<br />
der Ärmel leicht spitzbogige Schüsselfalten. Der Mantel<br />
oberhalb der Brust durch geknotete Verschnürung<br />
an Rosetten zusammengehalten, weist über den gesamten<br />
Saum eine breite Bordüre auf. Darin gotische<br />
Inschriften in Majuskeln. Das Haupt bekrönt mit einem<br />
geflochtenen Reif mit zentraler Kreuzrosette. Darunter<br />
das Lockenhaar, das das Gesicht rahmt und am<br />
Rücken in Fülle bis zur halben Höhe der Figur breit<br />
herabfällt. Die linke Hand hält ein offenes Buch, die<br />
rechte einen kleinen verglasten Reliquienschrein. Der<br />
verschlossene Deckel dachförmig, mit bekrönenden<br />
Blättern.<br />
Die ehemalige Identifikation als „Maria Aegyptiaca“<br />
erklärt sich durch die fülligen Haare. Sie lebte im 4.<br />
Jahrhundert, wird zunächst als Sünderin, dann aber als<br />
reuige Büßerin in der Einsiedelei jenseits des Jordans<br />
überliefert. Ihre angeblichen Reliquien gelangten nach<br />
Rom, Neapel und Antwerpen.<br />
Der Stil dieser <strong>Silber</strong>figur, beeinflusst von Frankreich,<br />
was der Augenschnitt verrät, lässt sich durchaus ins<br />
katholische Flandern verorten, was auch der Reliquienverehrung<br />
in Antwerpen entspricht.<br />
Antwerpen als Hüterin der Reliquien der Heiligen war<br />
daher auch ein Zentrum der Schaffung von zahlreichen<br />
Bildwerken und Graphiken.<br />
IMPORTANT, MUSEUM-QUALITY SILVER FIGURE<br />
OF A SAINT WITH A SMALL RELIQUARY<br />
Height: 31 cm.<br />
Oval silver hallmark (lion to the left) on the reverse of<br />
the mantle.<br />
Probably Antwerp (Leuven?), ca. 1500.<br />
Notes:<br />
In the small reliquary three fragments of laid paper<br />
with faded inscriptions in 15th century lettering,<br />
as well as remnants of old silk, also browned and<br />
brittle due to age, further supporting the dating<br />
around 1500.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
Anmerkung:<br />
In dem kleinen Reliquienschrein drei Büttenpapier-<br />
Fragmente mit verblassten Aufschriften in Schriftzügen<br />
des 15. Jahrhunderts, sowie Reste alter<br />
Seide, ebenfalls altersbedingt gebräunt und brüchig,<br />
die Datierung um 1500 nochmals untermauernd.<br />
(13816825) (13)<br />
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142 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
141<br />
BARTOLOMEO BORRONI,<br />
1703 VICENZA – 1787 ROM, ZUG.<br />
GRUPPE VON VIER SILBERFIGUREN<br />
Ca. 35 x 12 x 9,5 cm.<br />
Gesamtgewicht: ca. 2300 g.<br />
Standring mit römischer Beschau.<br />
Rom, um 1730.<br />
Vier feine <strong>Silber</strong>skulpturen, die die Jungfrau Maria,<br />
den Heiligen Josef, die Heilige Anna und den Heiligen<br />
Joachim darstellen. Jeweils in <strong>Silber</strong> getrieben und<br />
ziseliert. Über ovalem Stand mit rocaillegerahmtem<br />
Lapislazuli-cabochon. Jeweils mit Strahlennimbus. Teilweise<br />
besch.<br />
BARTOLOMEO BORRONI,<br />
1703 VICENZA – 1787 ROME, ATTRIBUTED<br />
GROUP OF FOUR SILVER FIGURES<br />
Ca. 35 x 12 x 9.5 cm.<br />
Total weight: ca. 2300 g.<br />
Standing ring with Roman inscription.<br />
Rome, around 1730.<br />
Literature:<br />
cf. Costantino G. Bulgari, Argentieri gemmari e orafi<br />
d’italia, Rome 1958, p. 197, no. 304.<br />
€ 50.000 - € 80.000<br />
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Sistrix<br />
Literatur:<br />
Vgl. Costantino G. Bulgari, Argentieri gemmari e orafi<br />
d‘italia, Rom 1958, S. 197, Nr. 304. (13816823) (13)<br />
144 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
142<br />
ANDREA RICCIO,<br />
UM 1471 – 1532 PADUA, ZUG.<br />
SELTENE ITALIENISCHE<br />
RENAISSANCE-TISCHBRONZEFIGUR<br />
Höhe: 20 cm.<br />
Seitenlänge: 14,2 cm.<br />
Im Kontrapost stehender Frauenakt mit Füllhorn. Auf<br />
dreieckigem, von Löwenfüßen getragenem Sockel, mit<br />
reliefiertem Randdekor. An einer Spitze des Sockels<br />
vasenförmiges Gefäß. An Gefäß - und Füllhorn Öffnungen<br />
als Kerzentüllen. Eine kleine runde Öffnung auf der<br />
Kopfoberseite lässt vermuten, dass es sich hier um<br />
eine Tischleuchterbronze, ehem. in Zusammenhang<br />
mit einem Schreibzeug gehandelt haben könnte.<br />
Ästhe tische Ausformung des Frauenaktes mit an mutigem<br />
Gesicht. Die Figur in nahezu tänzerischer Haltung<br />
auf einer dreiseitigen, von Löwentatzen getrage<br />
nenen Sockelplatte mit reliefierter Zarge. Schöne<br />
braune Patina.<br />
Bereits in der frühen kunsthistorischen Literatur wurde<br />
die Tischbronze in variabler Zusammenstellung beschrieben,<br />
wie etwa das Exemplar im Berliner Kaiser<br />
Friedrich Museum: „Paduanisch, 15. Jhdt.“, (auch als<br />
Putto auf Sockelplatte - ehem. Sammlung Robert Mayer).<br />
Literatur:<br />
Leo Planiscig, Andrea Riccio Verlag, Anton Schroll &<br />
Co. Wien 1927 (mit Abbn.S. 85 ff.) Die Frauenfigur:<br />
Abb. 73, Sockel Abb. 74 und 238. (13811812) (11)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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143<br />
SPÄTGOTISCHE SCHNITZFIGURENGRUPPE<br />
EINER „PIETÀ“<br />
Höhe: 42,5 cm.<br />
Breite: 45 cm.<br />
Verso Inv.Nr. in Weiß „Pl. O. 102“.<br />
Um 1500.<br />
Die in Lindenholz geschnitzte Pietà gehörte einst<br />
zum Sammlungsbestand des Germanischen Nationalmuseums<br />
Nürnberg (Inv.Nr. Pl. O. 102). Die Kurzbeschreibung<br />
des früheren Museumskatalogs (siehe:<br />
Walter Josephi, 1910) unter Katalognummer 428 lautete:<br />
„Maria mit dem Leichnam Christi, der auf der<br />
Erde, angelehnt an ihr rechtes Knie, liegt - Gruppe mit<br />
abgeflachter und ausgehöhlter Rückseite. Lindenholz,<br />
abgelaugt und braun gebeizt, mit Spuren des Kreidegrundes...<br />
Maria, in ein langes Gewand mit darüber<br />
hängendem Mantel gekleidet, den Kopf von Hulle und<br />
Rise umhüllt, kniet, die Hände betend gegeneinander<br />
legend, hinter dem vom Lendentuche umhüllten,<br />
dornengekrönten, bärtigen Christus, dessen Rücken<br />
auf dem Knie ihres aufgestellten rechten Beines ruht.<br />
Die rechte Hand Christi ist zu Boden gesunken, die<br />
linke lagert auf dem linken Arm der Mutter.“<br />
Auf der Rückseite befindet sich die gelbe Ölfarbeninschrift:<br />
Ex voto /Zue grosser Ehr / gottes hat sebastian<br />
Öttinger baur v. heiling Pfleger alhie / Disses vesper<br />
Bildt Reno / viern lasshen. Ao 1699.<br />
Die vollrund geschnitzte Holzplastik ist an der Rückseite<br />
muldig gehöhlt und dort auf dunkelbraunem<br />
Bemalungsgrund altbeschriftet. Der frühere, 1890<br />
verfasste Katalog von 1890 (Nr. 305) hat das Werk als<br />
eine Arbeit aus dem nürnbergischen Kreis beschrieben.<br />
Der Zeitpunkt der Veräußerung aus dem Museum ist<br />
nicht überliefert. Die heutige Beurteilung der Gruppe<br />
folgt im Wesentlichen den Formulierungen der frühen<br />
Museumskataloge. Zu ergänzen wäre allenfalls die<br />
Würdigung der künstlerischen Leistung. Hier ist vor<br />
allem das ausgesprochen schön gearbeitete Gesicht<br />
der Maria zu nennen, dessen Ausdruck von zurückhaltendem<br />
Leid zeugt. Die nur leicht schräg gehaltenen<br />
Augen sind offen, wobei der Blick auch ohne Bemalung<br />
als in die Ferne gerichtet erscheint. Die vollen<br />
Lippen sowie die das Gesicht mit runden Wangen entsprechen<br />
ganz dem Ideal der jungen Frau, wie uns dies<br />
insbesondere in der fränkischen Plastik begegnet. Der<br />
rechte, nahezu senkrecht herabhängende Arm Christi<br />
deutet jedenfalls auf eine Entstehungszeit kurz nach<br />
1500. Dem entspricht auch die betonte Horizontallage<br />
des Leichnams Christi und die insgesamt breit<br />
angelegte Komposition der Gruppe. Einzelne Anobiengänge.<br />
Ansonsten sehr gute Erhaltung. A.R.<br />
Literatur:<br />
Walter Josephi, Germanisches Nationalmuseum<br />
(Hrsg.), Die Werke plastischer Kunst im Germanischen<br />
Nationalmuseum Nürnberg, Nürnberg 1910,<br />
Kat.Nr. 428. (1380051) (11)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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147
145<br />
SEGNENDER CHRISTUS<br />
53,5 x 44 x 12 cm.<br />
Schwaben, zweite Hälfte 14. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst und vergoldet. Auf einem<br />
profiliertem Bogen mit parallel gesetztem Körperaufbau<br />
sitzend die Figur des Christus in rot gefasstem<br />
Gewand, das durch eine Quastenschließe zusammengeführt<br />
ist. Die Füße, deren Stigmata gut zu erkennen<br />
sind, werden flankiert von zwei musizierenden Engeln,<br />
deren Flügel frei geschnitzt und vergoldet sind. Unterarme<br />
des Christus und zwei Unterarme der Engel<br />
fehlend. Die Haar- und Bartsträhnen Christi parallel<br />
geführt. Eine ähnliche Sitzfigur zeigt die Christusund<br />
Johannesgruppe im Württembergischen Landesmuseum<br />
Stuttgart aus der Johanneskapelle in Sulzburg,<br />
die von ihrer jüngeren Fassung jedoch befreit ist<br />
und die um 1360 datiert wird.<br />
Literatur:<br />
Vgl. Heribert Meurer, Württembergisches Landesmuseum<br />
Stuttgart. Die mittelalterlichen <strong>Skulpturen</strong>, I,<br />
Stein und Holzskulpturen 800 - 1400, Stuttgart 1989,<br />
S. 148-150. (1370161) (13)<br />
CHRIST BLESSING<br />
53.5 x 44 x 12 cm.<br />
Swabia, second half of the 14th century.<br />
Wood; carved, polychrome and gilt. A similar seated<br />
figure shows the figural group of Christ and John at<br />
the Landesmuseum Württemberg Stuttgart from the<br />
Johanneskapelle in Sulzburg, which had its polychromy<br />
of a younger date removed and dates to ca. 1360.<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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144<br />
ITALIENISCHER BILDSCHNITZER<br />
DES 17. JAHRHUNDERTS<br />
VERGOLDETES SCHNITZRELIEF MIT<br />
DARSTELLUNG DER TAUFE JESU AM JORDAN<br />
Höhe: 54 cm.<br />
Breite: 34 cm.<br />
Gesamtmaße: 61 x 39 cm.<br />
Montiert auf stoffbezogener Holztafel.<br />
Geschnitzt im leichten Hochrelief, einige Teile unterschnitten.<br />
Überhalb der Szene die Heiliggeisttaube<br />
neben Wolkengebilden; der Mantes Jesu wird von<br />
einem Engel gehalten. Die leicht muskulösen Gestalten<br />
zeigen bereits die Stilistik des Hochbarock.<br />
Geschnitzt in Weichholz, Ölvergoldung, mit einigen<br />
Amöbensp., an der linken Seite ist der flache Hintergrund<br />
abgegangen, die Figuren jedoch gänzlich<br />
erhalten.<br />
(1380882) (11)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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146<br />
SCHNITZFIGUR DER HEILIGEN BARBARA<br />
Höhe: 84 cm.<br />
Thüringen, 16. Jahrhundert.<br />
Auf achtkantigem Sockel stehende Heilige Barbara, in<br />
leicht S-bogiger Haltung, eine prächtige vergoldete<br />
Krone über ihrem lange lockigen Haaren. Im dunkelroten<br />
taillierten Kleid mit einem goldenen Mantel.<br />
Die Pyxis, mit den gesegneten Hostien hält, sie in der<br />
Hand, um die ihr verliehene Macht zu bezeugen, denjenigen<br />
das Sakrament zu spenden, die von der mala<br />
morte, also dem plötzlichen Tod, betroffen sind, der es<br />
ihnen nicht erlaubt, rechtzeitig Buße zu tun.<br />
Der weiche Faltenwurf, die feine und zarte Wiedergabe<br />
des Gesichtes sowie die detailreiche Ausfertigung<br />
der Haare und der Krone betonen den allgemein<br />
exquisiten Stil der Figur. Am Rücken tiefe Faltenkanne<br />
lur, dazwischen die einzelnen Haarsträhnen<br />
lockig heruntergeführt.<br />
(1381233) (10)<br />
CARVED SCULPTURE OF SAINT BARBARA<br />
Height: 84 cm.<br />
Thuringia, 16th century.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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147<br />
MAINZER MARIA IMMACULATA<br />
Höhe: 53 cm.<br />
Anfang 18. Jahrhundert.<br />
Vollrund geschnitzt, rückseitig abgeflacht. Standfigur<br />
der Muttergottes über Weltkugel, diese ist mit der<br />
Schlange mit Apfel bereichert, Symbol des Sieges der<br />
Madonna auf die Sünde. Das rechte Bein als Standbein,<br />
das linke Bein als Spielbein gearbeitet. Die rechte<br />
Hand ist vor ihrem Körper geführt, der linke Arm und<br />
die rechte Hand vom Körper weisend. Langes, faltenreiches,<br />
kantig geschnittenes Gewand mit Umhang.<br />
Die nach hinten gekämmten Haare werden in einem<br />
Dutt gehalten.<br />
Der voluminöse Faltenwurf sowie die geschwungene<br />
Haltung der Figur sorgen für eine starke, lebendige<br />
Darstellung.<br />
Provenienz:<br />
Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />
Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />
abgebildet.<br />
Literatur:<br />
Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />
Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />
Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />
1965, S. 93. (1381414) (10)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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148<br />
HEILIGER DIAKON<br />
Höhe: 106,5 cm.<br />
Gotisch, um 1400.<br />
Starr und zurückhaltend tritt die Figur dem Betrachter<br />
gegenüber. Die zurückhaltende Mimik, die eng an den<br />
Körper angelegten Arme und der gerade Faltenwurf<br />
sowie die detaillierten Haare beschreiben die Figur<br />
als würdevoll und zurückhaltend. Sowohl die Finger<br />
als auch die Attribute der Figur fehlen, erhielt wohl<br />
in seiner Linken ein Schriftband. Fassung an der vorderen<br />
Seite übergangen.<br />
Anmerkung:<br />
Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />
Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />
abgebildet und war ehemals im Museum ausgestellt.<br />
Literatur:<br />
Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />
Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />
Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />
1965, S. 29. (13816719) (10)<br />
€ 5.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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151
149<br />
BEDEUTENDE SCHNITZFIGUR EINER<br />
THRONENDEN MADONNA MIT DEM<br />
KIND UND ENGELN<br />
Höhe Madonna: 74 cm.<br />
Höhe Engel: 36,5-40 cm.<br />
Schrein: 118 x 105 x 21 cm.<br />
Schwaben, 15. Jahrhundert.<br />
Die Maria aufrecht auf einer Thronbank sitzend wiedergegeben,<br />
der weite Mantel in voluminösen Falten über<br />
das geschnitzte Lederkissen der Sitzfläche verlaufend.<br />
Dabei zieht das Manteltuch über beide Knie und dient<br />
als Sitzunterlage für das auf dem Schoss liegend von<br />
der rechten Hand der Madonna gehaltene Kind. Das<br />
Haupt der Madonna leicht nach links geneigt, mit<br />
nachdenklichem Blick, das Gesicht gerahmt von fein<br />
geschnitztem lockigen Haar. Der Jesusknabe lehnt<br />
sich spielerisch nach außen, hält mit seiner Rechten<br />
die Falten des Mantels seiner Mutter, mit der Linken<br />
zieht er seinen Fuß zu sich. Das Haar des Kindes in<br />
feinen, braun gefassten Locken wiedergegeben, die<br />
Augenbrauen aufmerksam hochgezogen. Im Schrein<br />
begleiten erleuchtete Engel die Muttergottes. Auf<br />
einem grünbemalten Sockel halten kniende Engel die<br />
goldgefassten Leuchter. Die feine und detailreiche<br />
Schnitzerei macht sich bei der Wiedergabe des faltenreichen<br />
Gewandes sowie der Flügel, der Locken und<br />
der zarten Gesichtszüge bemerkbar. Schrein in höchster<br />
Schnitzqualität. Fassung der Madonna teilweise<br />
rest. Fassung der Engel in original Erhaltung.<br />
(1381111) (10)<br />
IMPORTANT CARVED SCULPTURE OF THE<br />
ENTHRONED MADONNA AND CHILD<br />
WITH ANGELS<br />
Height of Madonna: 74 cm.<br />
Height of Angels: 36.5-40 cm.<br />
Shrine: 118 x 105 x 21 cm.<br />
Swabia, 15th century.<br />
The fine and detailed carving shows in the rendition of<br />
the rich folds of the robe and the wings, curls, and<br />
delicate facial features. The shrine is a high-quality<br />
carving. The Madonna’s polychromy is partly restored,<br />
while the angels’ is in its original condition.<br />
€ 35.000 - € 45.000<br />
Sistrix<br />
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152 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
zum Größenvergleich<br />
150<br />
PIETÀ<br />
Höhe: 73 cm.<br />
Flandern, 16. Jahrhundert.<br />
Maria auf einem Felssockel sitzend, der Leichnam<br />
Christi auf ihren Knien sinkt leicht herab, eine Hand<br />
hält seinen Kopf, die rechte Hand erhoben. Der linke<br />
Arm Jesu in einem Bogen herabhängend, der rechte<br />
Arm auf dem Schoss mit gut sichtbaren Stigmata, das<br />
Gesicht der Maria dem Haupt Christi zugewandt,<br />
gerahmt von einem Kopftuch, das in das Kleid hinabzieht.<br />
Die Ausdrucksstärke des Andachtsbildes wird besonders<br />
durch die Präsentation des zum Betrachter<br />
gewandten Körpers des leidvoll Verstorbenen erzielt,<br />
unterstrichen durch die detailreiche Darstellung der<br />
Gesichter, mit offenem Mund und Glasaugen.<br />
(1381311) (10)<br />
PIETÀ<br />
Height: 73 cm.<br />
Flanders, 16th century.<br />
€ 20.000 - € 25.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN
151<br />
SCHNITZFIGUR DER HEILIGEN BARBARA<br />
Höhe: 74,5 cm.<br />
Ende 15. Jahrhundert.<br />
Die Heilige in leicht S-bogig stehender Haltung, trägt<br />
eine Krone über ihrem langen herabfallenden, welligen<br />
Haar. In rotem hochgegurteten Kleid mit einem<br />
golden-, blaugefütterten Mantel. Das Attribut, ein<br />
Turm, mit der linken Hand gehalten. Der strenge, vertikale<br />
Faltenwurf steht im Kontrast zur feinen und zarten<br />
Wiedergabe des Gesichtes. Am Rücken eine tiefe<br />
Faltenkannelur, dazwischen die einzelnen Haarsträhnen<br />
lockig heruntergeführt. Rest., erg.<br />
(1381232) (10)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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152<br />
CAROLUS MAGNUS<br />
Höhe: 148 cm.<br />
Anfang 18. Jahrhundert.<br />
Imposante, holzgeschnitzte Figur des Königs des<br />
Fränkischen Reiches in triumphierender Haltung. Der<br />
König in Harnisch hält vor sich den Reichsapfel, als<br />
Symbol seiner religiösen Verbindung zu Gott als dem<br />
höheren Herrscher.<br />
Anmerkung:<br />
Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />
Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />
abgebildet.<br />
Literatur:<br />
Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />
Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />
Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />
1965. S. 24, 91. (1381411) (10)<br />
CAROLUS MAGNUS<br />
Height: 148 cm.<br />
Beginning of the 18th century.<br />
Impressive, carved wooden sculpture of the King of<br />
the Franks in triumphant pose.<br />
Notes:<br />
The sculpture was part of the well-known collection<br />
at Haus Lüttgens in Aachen and is depicted accordingly<br />
in its publication: Hubert Lüttgens (ed.), Haus<br />
Lüttgens. Alt-Aachener Wohnkultur. Ein Rundgang<br />
durch ein altes Aachener Haus im Wohnstil des 18.<br />
Jahrhunderts, Aachen 1965, p. 24, 91.<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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153<br />
KLEINE RELIQUIENBÜSTE<br />
Höhe: 23,5 cm.<br />
Breite: 15 cm.<br />
Tiefe: 9,5 cm.<br />
Frankreich, um 1890.<br />
Büste einer jugendlichen weiblichen Heiligen mit<br />
Krone, reich dekoriertem Umhang und Kreuzsymbol<br />
auf der Kleidbordüre. In Buchsholz geschnitzt und<br />
poliert; altmontiert auf einen durchbrochen gearbeiteten<br />
Sockel in Kupfer-Treibarbeit, verso fortgesetzt<br />
durch ein spitzbogiges Behältnis für die Reliquie, mit<br />
Türchen an Angeln, bekrönt mit einer Lilie. Im Stil der<br />
französischen Gotik.<br />
(1380883) (11)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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159
154<br />
BENEDETTO DA MAIANO,<br />
1442 FIESOLE – 1497 FLORENZ, ZUG.<br />
MARIA LACTANS<br />
76 x 48 x 15 cm.<br />
Am Sockel beschriftet „SS. Vergine del Latte“.<br />
Gefertigt in Leim-Stuck, farbig gefasst und auf samtbezogenem<br />
Holzpanel angebracht. Ab dem 15. Jahrhundert<br />
entwickelte sich in Florenz unter den bedeutendsten<br />
und gefragtesten Bildhauern das Vergnügen,<br />
Terrakotta und Stuck für die Herstellung von sakralen<br />
Kunstwerken zu modellieren, die häufig für Auftragsarbeiten<br />
und den privaten Gebrauch bestimmt waren.<br />
Die hier vorgestellte schöne Maria Lactans aus polychromem<br />
Stuck gehört zu dieser Produktion.<br />
Auf einem geradlinigen Sockel, der an der Vorderseite<br />
leicht gewölbt ist, ruht eine prächtige Madonna mit<br />
Kind. Sie ist in einen blauen Mantel gehüllt, der mit<br />
Gold eingefasst ist und sich in eleganten Draperien<br />
bewegt. Maria hält das Jesuskind, das sanft auf einem<br />
Kissen sitzt, in ihrem Schoß. Jesus, dessen Gesicht<br />
von einem goldenen Heiligenschein umgeben ist,<br />
trägt einen Korallenzweig um den Hals (ein Amulett<br />
für die Kindheit, das mit seiner roten Farbe für das<br />
Blut Christi steht) und blickt auf den Betrachter. Die<br />
Madonna, deren Gesicht von einem Heiligenschein<br />
umgeben und in einen weißen Schleier gehüllt ist,<br />
hält das Kind mit ihrer rechten Hand mit mütterlicher<br />
Zärtlichkeit an sich und bietet ihm mit ihrer linken<br />
Hand ihre Brust an.<br />
(1380685) (10)<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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155<br />
SCHNITZFIGUR EINER THRONENDEN<br />
MADONNA MIT KIND<br />
Höhe: 75 cm.<br />
Schwaben, um 1500.<br />
Maria auf einer Thronbank sitzend wiedergegeben,<br />
der Oberkörper aufrecht und nur leicht gedreht, der<br />
Kopf leicht nach vorne gerichtet. Das Kind, in der rechten<br />
Hand gehalten, hat das rechte Händchen erhoben,<br />
die linke vor seinem Körper gehalten. Der Mantel mit<br />
vergoldeten Blumen und Borte, im Oberkörper glatt<br />
behandelt, vor den Beinen kantig geknittert und leicht<br />
gefaltet. Maria hält den Zapfen als Symbol der Fruchtbarkeit,<br />
sie trägt keine Krone, stattdessen wird ihr<br />
Haupt zart von einem weißen Tuch umhüllt. Das Gesicht<br />
der Maria weich modelliert, gerahmt von zum<br />
Rücken ziehenden, braun gefassten welligen Haarsträhnen.<br />
Der Jesusknabe detailreich dargestellt mit<br />
tiefgeschnitzten Locken, sein Haupt nach oben gerichtet.<br />
Die alte Fassung wohl schon früh erneuert,<br />
rückseitig gehöhlt. Rest.<br />
(1381241) (10)<br />
CARVED SCULPTURE OF ENTHRONED<br />
MADONNA AND CHILD<br />
Height: 75 cm.<br />
Swabia, ca. 1500.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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161
156<br />
BETENDE MADONNA MIT JESUS UND TAUBE<br />
DES HEILIGEN GEIST<br />
Majolika: 45 x 28 cm.<br />
Imposanter geschnitzter Rahmen: 68 x 53 cm.<br />
In glasiertem und polychrom bemaltem Terrakotta<br />
gefertigt. Die Tradition der Della Robbia-Werkstatt,<br />
benannt nach der Bildhauerfamilie in Florenz, wirkte<br />
vom 15. Jahrhundert an. Hochreliefs dieser Art waren<br />
und sind bis heute an Gebäuden oder Mauern eingelassene<br />
Andachtsbilder von höchster künstlerischer<br />
Ausdruckskraft. Hier wird eine kniende Madonna gezeigt,<br />
die Hände zusammengelegt, weiß glasiert vor<br />
blauem rundbogigen Hintergrund. Vor ihr, in einer grün<br />
glasierten Wiege liegt das Jesuskind. Die Fertigung<br />
der Figuren geht hauptsächlich auf Vorbilder des Girolamo<br />
della Robbia (1488-1566) zurück. Rest.<br />
(1381295) (1) (10)<br />
THE VIRGIN MARY PRAYING WITH JESUS AND<br />
PIGEON OF THE HOLY GHOST<br />
Majolica: 45 x 28 cm.<br />
The tradition of the Della Robbia workshop, named<br />
after the Florentine sculptor family, continued from<br />
the 15th century has been active since.<br />
€ 11.000 - € 13.000<br />
Sistrix<br />
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157<br />
AUGSBURGER EISENKASSETTE<br />
37,5 x 64 x 38,5 cm.<br />
Augsburg, 17. Jahrhundert.<br />
Rechteckiger Korpus mit Scharnierdeckel und zwei<br />
schauseitigen Fallen. Eisenbänder über einem polychrom<br />
gefassten Fond mit Landschaftsdarstellungen<br />
und floralen Ornamenten. Zwei Schlüssel vorhanden.<br />
Fassung berieben.<br />
(13814612) (13)<br />
€ 6.000 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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158<br />
RIPPENMÖRSER<br />
Höhe: 18,7 cm.<br />
Deutschland, 16. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, patiniert. Runder flacher Stand mit<br />
bis auf den Boden reichenden Vertikalrippen, seitliche<br />
gekantete Handhabe, ausgestellte Mündung.<br />
(1381331) (13)<br />
€ 3.200 - € 3.500<br />
Sistrix<br />
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159<br />
FRANZÖSISCHE EISENKASSETTE<br />
12 x 14,8 x 22 cm.<br />
Frankreich, 16. Jahrhundert.<br />
Rechteckig, querseitig aufklappbarer Deckel. Die<br />
Kassette aus Holzkern gearbeitet. Allseitig mit durchbrochenem<br />
und in Maßwerk gearbeitetem, in zwei<br />
Lagen bearbeiteten Mantel in Eisen. Der Deckel in<br />
Längsrichtung gewölbt. An der Schmalseite schwere,<br />
z. T. durchbrochen gearbeitete Schlempe mit zwei<br />
Zungen in Eisenschnitt. An den Seiten je zwei runde<br />
Anhängeösen.<br />
(1381333) (13)<br />
€ 5.800 - € 7.000<br />
Sistrix<br />
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163
160<br />
FRÜHBAROCKE ENGELSFIGUR<br />
Höhe: 108 cm.<br />
Ende 16. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt, gefasst. Figur eines Engels, wohl ein<br />
Erzengel. Auf einer Wolke stehende Figur, sich nach<br />
vorne lehnend, den linken Arm hochhaltend. Das faltenreiche<br />
Gewand betont die starke Bewegung der Figur<br />
mit nach außen ziehenden Faltenzügen.<br />
Flügel sowie rechter Arm fehlend.<br />
(1380881) (10)<br />
€ 7.500 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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161<br />
SPÄTGOTISCHE STEHENDE MADONNA<br />
MIT JESUSKNABEN<br />
Höhe: 93 cm.<br />
Um 1480.<br />
Schöne Figur, geschnitzt und gefasst, rückseitig abgeflacht.<br />
Stehende Gewandfigur, Gestalt in leicht S-bogig<br />
Haltung, der Kopf nach rechts minimal geneigt, der<br />
Oberkörper in Gegenbewegung nach links, die Hüfte<br />
nach rechts gestellt. Der rote Mantel mit breiter Goldborte<br />
wird an der Brust von einer kleinen Schnalle<br />
befestigt und fällt sanft über die Schultern. Unter den<br />
Armen fällt die Drapierung in parallelen, voluminösen<br />
Falten schwer zu den Beinen. Kleid und Mantel am<br />
mitgeschnitzten Rasensockel aufliegend, mit kleiner<br />
eleganter, frontal hervorstehender Fußspitze. Die<br />
Muttergottes hält in der rechte Hand den Granatapfel<br />
als Symbol für das Martyrium Jesu, und in der christlichen<br />
Ikonographie steht er neben Fruchtbarkeit<br />
und Überfluss auch für den Glauben und die Einheit<br />
zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen.<br />
Das betont ovale Gesicht mit hoher Stirn, hochgezogenen<br />
Augenbrauen und aufmerksam geöffneten<br />
Augen sowie kleinem Mund, gerahmt von beiderseits<br />
über die Schultern welligem Haar, im Zopf gebunden,<br />
mit feinen Schnitzerei angefertigt. Das Kind aufrecht<br />
im Arm sitzend, die Knie leicht angezogen, der Blick<br />
nach vorne, den Betenden entgegengerichtet. Beide<br />
Ärmchen mit den Ellbogen hochgestellt, mit der<br />
Rechte der Mutter fassend. Das Gesicht ebenso fein<br />
ausgearbeitet, mit umrahmenden, kurzen Locken.<br />
Fassung übergangen.<br />
(1381242) (10)<br />
LATE GOTHIC STANDING MADONNA<br />
AND CHILD<br />
Height: 93 cm.<br />
Ca. 1480.<br />
€ 16.000 - € 22.000<br />
Sistrix<br />
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165
162<br />
PAPSTHEILIGER<br />
Höhe: 56 cm.<br />
Flämisch, erste Hälfte 16. Jahrhundert.<br />
Eiche, dreiviertelrund geschnitzt, verso geringfügig<br />
abgeflacht. Im Kontrapost stehende Figur eines Heiligen<br />
in päpstlichem Ornat mit Tiara, Pontifikalstab und<br />
geöffnetem Buch. Minimal erg.<br />
(1370561) (3) (13)<br />
€ 3.000 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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163<br />
ALABASTERFIGUR DES HEILIGEN GEORG<br />
Höhe: 20 cm.<br />
Breite: 17 cm.<br />
Tiefe: 5 cm.<br />
Sockelmaße: 36 x27 cm.<br />
Wohl 17. Jahrhundert.<br />
Im Dreiviertel-Hochrelief geschnitzt, leicht gebräunt<br />
und mit Resten von Teilvergoldung. Montiert auf einen<br />
Sockel mit hochziehender Rückwand, bezogen mit<br />
rotem Samt.<br />
(1381339) (11)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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164<br />
ITALIENISCHER BILDHAUER<br />
DES 16. JAHRHUNDERTS<br />
BÜSTE DES DIONYSOS<br />
Höhe: 47 cm.<br />
Breite: 32 cm.<br />
Tiefe: 19 cm.<br />
Verso alte, originale eiserne Befestigungsöse.<br />
Marmor. In der Vorbesitzertradition wird der Künstlername<br />
Benedetto Briosco (um 1460 Mailand – vor<br />
1526) überliefert. Dargestellt ist eine sehr weiblich<br />
anmutende Büste mit Weinblättern im Haar. Bekanntlich<br />
tradiert die antike Kunst den Weingott auch mit<br />
weiblichen Zügen. Die abgeschlagene Nase wurde<br />
schon im 16. Jahrhundert demonstrativ mitgefertigt,<br />
um den Figuren eine Anmutung der Antike zu verleihen.<br />
Wohl Teil einer größeren Gruppe von antiken<br />
Götter- und Imperatorenbüsten einer Sala Terrena<br />
Ausstattung.<br />
(1380689) (11)<br />
€ 6.000 - € 8.000<br />
Sistrix<br />
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165<br />
BÜSTE EINER ADLIGEN FRAU<br />
Höhe: 62 cm.<br />
16. Jahrhundert.<br />
Fein geschnitzte, polychrom und gold gefasste Darstellung<br />
einer junge Dame. Das fein gefertigte Gesicht<br />
ist von langem, tiefgeschnitztem lockigen Haar gerahmt;<br />
diese schmiegen sich an ihren Schultern sowie<br />
an ihren goldenen Mantel. Fassung rest.<br />
(1381316) (10)<br />
€ 8.000 - € 12.000<br />
Sistrix<br />
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167
166<br />
PAAR MUSEALE FRANZÖSISCHE<br />
TISCHLEUCHTER IN BRONZE<br />
Höhe: 53 cm.<br />
Sockelweite: 19 cm.<br />
Frankreich, Nachfolge des 16. Jahrhunderts.<br />
Eleganter, mehrstufiger manieristischer Aufbau in fein<br />
gearbeiteter, dunkel patinierter Bronze. Stilistisch ist die<br />
Gestaltung – wie schon die Bronzekunst der Zeit des<br />
16. Jahrhunderts in Frankreich – von dem berühmten<br />
Florentiner Benvenuto Cellini (1500-1557) beeinflusst.<br />
Cellini begab sich erstmals 1535 nach Frankreich. Für<br />
Franz I schuf er die „Saliera“, das weltbekannte goldene<br />
Salzfass, das sich heut in Wien befindet. Cellinis Stil,<br />
der bereits manieristische Züge trägt, hat in Frankreich<br />
lange nachgewirkt.<br />
Die Gesamtform verjüngt sich in einzelnen Stufen, die<br />
jeweils figürlich besetzt sind. Der große dreiseitige<br />
Sockel auf Füßen in Form bärtiger Silensköpfe mit<br />
Widderhörnern, darüber sitzen gebeugt kauernde<br />
bocksfüßige Panfiguren. Die Füße verbunden durch<br />
Blattfestons mit Muscheln. Die Wandungen, leicht<br />
konkav einschwingend, sind mit perlstabgerahmten<br />
Feldern besetzt, in die weitere gehörnte Faunmasken<br />
im Relief eingefügt sind.<br />
Die folgende Stufe wird aus drei geflügelten Löwenprotomen<br />
gebildet, die eine runde Basis tragen. Darauf<br />
drei S-förmig geschweifte Spangen. Diese wiederum<br />
schwingen zu einer nochmals verjüngten Basis hoch,<br />
besetzt mit geflügelten Greifenfiguren mit Löwentatzen.<br />
Letztlich zieht ein hochoval geformter Balusterschaft,<br />
umgeben von Akanthusblättern zur betont<br />
geweiteten Tropfschale hoch. Der Kerzendorn setzt<br />
kegelförmig breit an.<br />
Der Entwurf und die künstlerische Ausführung von<br />
höchster Qualität, in Kaltarbeit nachziseliert. Der Stil<br />
weist auf wenige bekannte oder erhaltene Werke der<br />
französischen Hochrenaissance unter dem Einfluss<br />
des Manierismus. Im Gegensatz zu italienischen<br />
Bronzearbeiten dieser Stilepoche sind die französischen<br />
Arbeiten weit graziler und feinteiliger gestaltet.<br />
Dunkle Patina, tadellose Erhaltung.<br />
(1381712) (11)<br />
A PAIR OF FRENCH BRONZE CANDELABRA<br />
Height: 53 cm.<br />
Base width: 19 cm.<br />
France, following of the 16th century.<br />
Elegant multi-tiered mannerist structure in finely<br />
crafted bronze with dark patina. Stylistically, the design<br />
– like the bronze art of the 16th century in France<br />
– was influenced by the famous Florentine Benvenuto<br />
Cellini (1500 – 1571). The design and artistic execution<br />
are of the highest quality, re-chased in cold work. The<br />
style points to few known or surviving works of the<br />
French High Renaissance under the influence of<br />
Mannerism. In contrast to Italian bronze works from<br />
this period, the French works are far more delicate<br />
and designed more finely. Dark patina, in excellent<br />
condition.<br />
€ 20.000 - € 30.000<br />
Sistrix<br />
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167<br />
BERGKRISTALLPLAKETTE<br />
17 x 13,8 cm.<br />
17. Jahrhundert mit einer Montierung aus dem<br />
19. Jahrhundert im Stil der Renaissance.<br />
ROCK CRYSTAL PLAQUE<br />
17 x 13.8 cm.<br />
17th century with a 19th century mounting in the<br />
Renaissance style.<br />
Ovale Bergkristallscheibe, geschnitten. Die Montierung<br />
in Bronze gearbeitet, emailliert und vergoldet, mit<br />
appliziertem Blattwerk und Ringöse. Mit Landschaftsund<br />
Architekturdarstellung mit einer flankierenden<br />
Palme, sowie im Vordergrund auf einer Erhöhung sitzendem<br />
Jesus von Nazareth im Garten Gethsemane<br />
mit dem Heiligen Petrus und Jakob und Johannes.<br />
(1381508) (13)<br />
Oval rock crystal disc, cut.<br />
€ 18.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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168<br />
FRANZÖSISCHER MÖRSER<br />
Höhe: 21 cm.<br />
Durchmesser: 27,5 cm.<br />
Frankreich, 17. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen und patiniert. Über glattem Stand<br />
der konisch auslaufende, horizontal gerippte Korpus<br />
mit feinen Reliefauflagen und seitlich ansetzenden<br />
Delfingriffen. Wandung jeweils mit Wappendarstellung<br />
einmal flankiert von Sternreliefs, einmal mit<br />
Monogramm CM. Vermutlich stammt der Mörser<br />
Literatur:<br />
Das hier angebotene Objekt abgebildet in: FRANCE<br />
ANTIQUITES, Nr. 116, S. 54, Abb. 23.<br />
Vgl. Auktionskatalog Fraysse & Associés, 10. März<br />
2010, S. 183. (1381341) (13)<br />
aus Avignon, wo eine Familie mit dem Namen Calvet<br />
und ähnlichem Wappen bekannt ist. € 3.500 - € 5.000<br />
INFO | BIETEN<br />
Sistrix<br />
169<br />
MÖRSER MIT PISTILL<br />
Höhe: 23,5 cm.<br />
Mit gegossener Inschrift „IHS Maria et Joseph<br />
Anno de 1738“.<br />
Spanien, 1738.<br />
Bronze, gegossen. Konisch auslaufender Korpus mit<br />
balustrierten Rippen und ausgestellter Mündung. Pistill<br />
mit zentralem Baluster.<br />
(1381337) (13)<br />
€ 3.500 - € 5.000<br />
Sistrix<br />
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170<br />
WEIHWASSERSITULA<br />
Höhe ohne Handhabe: 19,5 cm.<br />
Niederlande, 16./ 17. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, Eisen, geschmiedet. Bronzekorpus<br />
mehrfach profiliert, konisch auslaufend mit<br />
gekanteter Mundung. Seitliche mitgegossene Ösen<br />
mit eingehängtem eventuell späteren Eisengriff.<br />
(1381336) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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171<br />
KLEINE WEIHWASSERSITULA<br />
Höhe ohne Handhabe: 14,5 cm.<br />
Niederlande, 16./ 17. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen. Konisch auslaufender Korpus mit<br />
feinen Profilringen und ausgestellter vertikaler Mündung.<br />
Erhabene Aussparungen zur Aufnahme der<br />
geschmiedeten Handhabe.<br />
(1381335) (13)<br />
€ 800 - € 1.000<br />
Sistrix<br />
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172<br />
FRANZÖSISCHE MADONNA MIT DEM<br />
JESUSKNABEN<br />
Höhe: 70 cm.<br />
Frankreich, 15. Jahrhundert.<br />
Auf einer Thronbank sitzende Madonna, rückseitig<br />
abgeflacht, ihr Haupt neigt sich leicht nach links mit<br />
nachdenklichem Blick. Das Gesicht gerahmt von einem<br />
weißen, faltenreichen Kopftuch. Die Drapierung des<br />
Gewands, in tiefen sowie parallelen Falten wiedergegeben,<br />
kommt über die Füße herab und lässt nur die<br />
Fußspitzen herausschauen. Auf ihrem Oberschenkel<br />
von der linken Hand gehalten, sitzt der Jesusknabe<br />
eine Taube haltend. Jesus anständig sitzend ist ebenfalls<br />
mit einem fein geschnitzten Gewand dargestellt,<br />
nur die Füßchen schauen heraus. Das Haar des Kindes<br />
in, braun gefassten Locken wiedergegeben, die Augenbrauen<br />
hochgezogen, blickt aufmerksam vor sich hin.<br />
Fassung teilweise übergangen.<br />
FRENCH MADONNA AND CHILD<br />
Height: 70 cm.<br />
France, 15th century.<br />
The sculpture was held in the famous collection at<br />
Haus Lüttgens in Aachen and is depicted accordingly<br />
in the literature listed below.<br />
Literature:<br />
Hubert Lüttgens (ed.), Alt-Aachener Wohnkultur.<br />
Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes<br />
Aachener Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts,<br />
Aachen 1965, p. 83.<br />
€ 12.000 - € 18.000<br />
Sistrix<br />
INFO | BIETEN<br />
Anmerkung:<br />
Die Figur gehörte zur bekannten Sammlung im Haus<br />
Lüttgens in Aachen und ist dementsprechend im Buch<br />
abgebildet.<br />
zum Größenvergleich<br />
Literatur:<br />
Hubert Lüttgens (Hrsg.), Alt-Aachener Wohnkultur<br />
Haus Lüttgens. Ein Rundgang durch ein altes Aachener<br />
Haus im Wohnstil des 18. Jahrhunderts, Aachen<br />
1965, S. 83. (1381412) (10)<br />
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173
173<br />
PAAR BAROCKE ALTARLEUCHTER<br />
Höhe inkl. Dorn: jeweils 71 cm.<br />
Niederlande, 17. Jahrhundert.<br />
Bronze, gegossen, ziseliert. Über drei Ball-and-Claw-<br />
Füßen dreieckiger Grund mit Akanthusblattrelief und<br />
Wappenzierrat. Balustrierter blattwerkbegleiteter Schaft,<br />
kuppaförmige Traufschale und hoher, konisch zulaufender<br />
Dorn.<br />
(13816731) (13)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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174<br />
PAAR GOTISCHE KERZENLEUCHTER<br />
Höhe: 28,5 cm.<br />
16./ 17. Jahrhundert.<br />
Ausführung in Messing. Auf breitem, dreifach abgetrepptem,<br />
glockenförmigen Standfuß, bombierter und<br />
taillierter Schaft. Weite Tropfschale mit eingearbeitetem,<br />
kräftigen Eisendorn.<br />
(13816728) (10)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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175<br />
MINIATUR-KABINETTKÄSTCHEN<br />
DES 17. JAHRHUNDERTS<br />
Höhe: 21,5 cm.<br />
Breite: 23,5 cm.<br />
Tiefe: 15 cm.<br />
Flandern, 17. Jahrhundert.<br />
Hochrechteckiges Kästchen, ebonisiert, mit eingelegten<br />
gravierten Kupfertäfelchen, von Flammleisten<br />
gerahmt. In den Türen Darstellung Jesus am Kreuz sowie<br />
ein geharnischter Ritter, auf den Tür-Innen seiten:<br />
Johannes der Evangelist und Maria. Die sieben Innenschübe<br />
mit gravierten Darstellungen, in denen Sternzeichen-Motive<br />
vorherrschen, wie etwa für Widder,<br />
Waage, Schütze, Fische, Löwe etc. Auf dem Mittelschub<br />
Räucheraltar mit brennendem Herzen, was darauf<br />
hinweist, dass es sich bei dem Kleinmöbel um<br />
eine Liebesgabe gehandelt hat. Schlüssel vorhanden.<br />
Provenienz:<br />
Ex. Slg. Zeeberg, Antwerpen. (1381721) (1) (11)<br />
€ 4.000 - € 6.000<br />
Sistrix<br />
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177<br />
PAAR BAROCKE KERZENSTÖCKE<br />
Höhe inkl. Dorn: 50,5 cm.<br />
Niederlande, 17. Jahrhundert.<br />
In Bronze gegossen. Über dreieckigem Grund Balland-<br />
Claw-Füße mit Akanthusblattfuß und Engelkopfreliefs<br />
in den Zwickeln. Darüber mehrfach balustrierter<br />
und mit Blattwerk umzogener Schaft, weite Tülle und<br />
konisch zulaufender Dorn.<br />
(13816730) (13)<br />
€ 1.500 - € 2.000<br />
Sistrix<br />
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176<br />
PAAR LEUCHTER<br />
Höhe: 26 cm.<br />
16./ 17. Jahrhundert.<br />
Messing. Auf getrepptem glockenförmigem Fuß,<br />
Schaft mit drei Nodusscheiben, im oberen Teil sich<br />
verjüngend. Große, weit gestufte Tropfschale mit zentralem,<br />
eingearbeitetem Kerzendorn in Messing und<br />
Eisen. Bodenring minimal besch.<br />
(13816729) (10)<br />
€ 1.000 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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178<br />
PAAR BAROCKE ENGEL<br />
Höhe: jeweils ca. 76,5 cm.<br />
Höhe inkl. Sockel: jeweils ca. 86 cm.<br />
Venetien, 17. Jahrhundert.<br />
Holz, geschnitzt, vergoldet, gefasst. Im Kontrapost stehende<br />
Engelsfiguren mit ausgestellten Armen, stark<br />
eingeschnitzten vergoldeten Locken und mit geöffneten<br />
Mündern. Minimal besch., rest.<br />
(13816822) (13)<br />
A PAIR OF BAROQUE ANGELS<br />
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Height incl. base: ca. 86 cm each.<br />
Height excl. base: ca. 76.5 cm each.<br />
Veneto, 17th century.<br />
€ 15.000 - € 20.000<br />
Sistrix<br />
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179<br />
ALABASTER-HOCHRELIEF<br />
Höhe: 26 cm.<br />
Breite: 19 cm.<br />
Gesamtmaße: 45 x 38 cm.<br />
Italien, 18. Jahrhundert.<br />
Mit Darstellung der durch Putten bekrönten Madonna<br />
mit Kind. Die Figur stehend, vor ausgebreitetem Tuch,<br />
von Engeln gehalten. Gesamtdarstellung vor Wolkengebilden.<br />
Auf mit Samt bezogener Platte montiert und gerahmt.<br />
(13808220) (11)<br />
€ 2.000 - € 3.000<br />
Sistrix<br />
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180<br />
LONDONER DECKELKANNE<br />
Höhe: 34 cm.<br />
Gewicht: 2150 g.<br />
Rechts neben der Wandung punziert: Britannia-<br />
Stempel, Meistermarke PE (William Pearson),<br />
date letter, duty mark und verschlagene Punze.<br />
London, 1711.<br />
<strong>Silber</strong>, getrieben, gegossen, graviert. Über profiliertem<br />
Standring der konisch zulaufende Korpus mit<br />
S-Handhabe und Scharniersteckdeckel in Haubenform<br />
mit vegetabiler Daumenrast. Schauseitige Schenkungsgravur<br />
mit Ortsangabe.<br />
(13816827) (13)<br />
€ 10.000 - € 15.000<br />
Sistrix<br />
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181<br />
PAAR PLASTISCH AUSGEARBEITETE<br />
TERRAKOTTA-RELIEFS<br />
Eines 42 x 55 cm, in rechteckigem Holzsetzkasten:<br />
65 x 78,5 cm.<br />
Das andere in Tondo: Durchmesser ca. 45 cm, in<br />
quadratischem Holzrahmen: 72,5 x 72,5 cm.<br />
Jeweils rechts unten signiert.<br />
Die Darstellungen zeigen „Venus mit vier Putti und<br />
Delfinen“ sowie „Drei mit einem Delfin spielende<br />
Putti“. Das Venus, der Göttin der Liebe und der Schönheit,<br />
beigeordnete Tier ist der Delfin. Vereinzelt rest.<br />
(1381027) (18)<br />
€ 4.000 - € 4.500<br />
Sistrix<br />
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179
182<br />
MARMORKOPF DES KAISERS CARACALLA<br />
Höhe: 32 cm.<br />
Wohl Italien, 18. Jahrhundert.<br />
Weißer Marmor. Kaiser Caracalla (188-217) regierte<br />
das römische Weltreich von 211 bis 217. Wie alle<br />
Caesaren wurde auch er in Marmorbildwerken für die<br />
Nachwelt verewigt. Das Museum im Palazzo dei Conservatori<br />
in Rom besitzt eines der wenigen Originale.<br />
Eine Büste ist im Archäologischen Nationalmuseum<br />
Neapel zu sehen. Caesarenköpfe wurden erhalten, weil<br />
sie auch separat gemeisselt- und dann in die Büste<br />
oder die Standfigur eingepasst wurden.<br />
Caracalla, im heutigen Lyon geboren, war der Sohn<br />
des Septimus Severus, er wurde von Verschwörern<br />
in Mesopotamien ermordet. Berühmt sind heute noch<br />
die Reste der von ihm errichteten Thermen in Rom,<br />
weniger bekannt ist, dass er 212 die „Constitutio<br />
Antoniniana“ erließ, wonach den freien Reichsbewohnern<br />
das römische Bürgerrecht verliehen wurde.<br />
Doch werden auch von ihm blutige Unterdrückungen<br />
berichtet.<br />
Wie fast von allen Caesarenbildnissen, existieren auch<br />
von ihm zahlreiche, schon früh geschaffene Kopien.<br />
Der vorliegende Typus wird als „erster Alleinherrschertypus“<br />
seit dem Jahr 212 bezeichnet, der Gesichtsausdruck<br />
angespannt, wie sich der Kaiser auch oft<br />
selbst zeigte. Dieser Typus mit zusammengezogenen<br />
Brauen wurde in der Frühen Neuzeit (ab 1500) am<br />
häufigsten kopiert.<br />
Das hier vorgestellte Exemplar stammt aus der<br />
Sammlung von Roy Hofheinz (1912 Texas-1982), von<br />
dessen Witwe veräußert. Hofheinz hatte mehrere<br />
hohe Ämter inne: 1934-36 Repräsentant des Staates<br />
Texas, 1953 Bürgermeister von Houston. Freund von<br />
Präsident L. B. Johnson, und Mitglied der Demokraten,<br />
avancierte er 24-jährig zum jüngsten Richter.<br />
Es wurde eine Universität nach ihm benannt und er<br />
war Sponsor des bekannten „Astrodome“. Diese Bekanntheit<br />
erweckte beim Verkauf des Kopfes 2010<br />
auch das Interesse bei den Auktionshäusern Christie‘s<br />
und Sotheby‘s, sowie dem J. P. Getty Museum.<br />
Letztlich wurde das Exemplar bei Lewis & Maese, Lot<br />
Nr 57. verkauft, das Hofheinz 50 Jahre zuvor in Rom<br />
erworben hatte, wohl in der Annahme, dass es sich<br />
um ein antikes Werk handle. Vielmehr lässt sich der<br />
Marmorkopf wohl in die Zeit des 18. Jahrhunderts<br />
einordnen.<br />
Provenienz:<br />
Sammlung Roy Hofheinz.<br />
Lewis & Maese, 2010, Lot Nr 57.<br />
(1371052) (11)<br />
MARBLE HEAD OF EMPEROR CARACALLA<br />
Height: 32 cm.<br />
Probably Italy, 18th century.<br />
White marble. Emperor Caracalla (188 - 217) ruled the<br />
Roman Empire from 211 to 217. Like all Caesars, he<br />
was immortalized in marble sculptures for posterity.<br />
Provenance:<br />
Roy Hofheinz collection.<br />
Lewis & Maese, 2010, lot 57.<br />
€ 8.000 - € 10.000<br />
Sistrix<br />
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183<br />
KOKOSNUSS-PULVERFLASCHE<br />
Länge: 15,5 cm.<br />
Kolonial Spanien, 19. Jahrhundert.<br />
Die beschnitzte Kokosnuss in Gestalt eines Kugelfisches<br />
mit allseitigen Reliefs, teilweise mit reliefierter<br />
Büste eines Mannes in hochovaler Kartusche. Metallhängeösen<br />
und -verschluss, somit als Pulverflasche<br />
fungierend.<br />
(1381393) (13)<br />
€ 400 - € 600<br />
Sistrix<br />
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184<br />
KLEINER AMMONIT<br />
Durchmesser maximal: 37,5 cm.<br />
Wohl Kreidezeit.<br />
(1381396) (13)<br />
€ 1.200 - € 1.500<br />
Sistrix<br />
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185<br />
MINIATUR-KABINETTSCHRÄNKCHEN<br />
DES 17. JAHRHUNDERTS<br />
Höhe: 38 cm.<br />
Breite: 50 cm.<br />
Tiefe: 20 cm.<br />
Rom oder Augsburg, um 1680.<br />
Aufbau in ebonisiertem Holz in Form einer Kommode<br />
auf vergoldeten, gequetschten Kugelfüßen. Die Ecken<br />
abgeschrägt und mit Lisenen besetzt, im unteren<br />
Schubteil und im Gesims vortretend. Die vier Frontschübe<br />
und der Sockelschub mit rahmenden Flammleisten,<br />
darin ockerbraune geflammte Marmoreinlagen.<br />
Mittellisene und Seitenpilaster mit Lapiseinlagen.<br />
Zugknäufe kugelförmig, an Blütenrosetten, wie die<br />
seitlichen Tragehenkel vergoldet.<br />
(1381586) (11)<br />
€ 7.000 - € 9.000<br />
Sistrix<br />
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181
186<br />
GROSSE NEAPOLITANISCHE KRIPPE<br />
Höhe der Krippe: 110 cm.<br />
Gesamthöhe: 185 cm.<br />
Ducrchmesser: 140 cm.<br />
Neapel, 18. Jahrhundert.<br />
Originelle Präsentation in vollrundem Aufbau. Zwei<br />
Drittel der Kreissegmente zusammengefasst mit<br />
Darstellung einer zentralen korinthischen Säule vor<br />
himmelblauem Grund als Außenbereich mit Darstellung<br />
der Geburt Christi mit umfangreichem Figurenund<br />
Tiermaterial, etwa den Heiligen Drei Königen, der<br />
Heiligen Familie, Engeln und ebenfalls im Aussenbereich<br />
stattfindenden Marktszenerien vor antikisierenden<br />
Ruinenfragmenten. Ein Drittel der Kreissegmente<br />
hingegen der Darstellung eines zeitgenössischen Innenraumes<br />
vorbehalten mit sitzendem Kaufmann sowie<br />
zahlreichen Staffagefiguren und Miniaturgeschirr<br />
sowie Miniaturwiedergabe von Gemälden. Insgesamt<br />
ca. 220 Teile. Besch., rest., erg.<br />
LARGE NEAPOLITAN NATIVITY SET<br />
Height of cot: 110cm.<br />
Total height: 185 cm.<br />
Diameter: 140 cm.<br />
Naples, 18th century.<br />
Original, three-dimensional structure. Two thirds of<br />
the circular segment combined with depiction of<br />
central Corinthian column against a sky-blue background<br />
as outside area with depiction of the Nativity.<br />
All together around 220 pieces.<br />
Notes:<br />
The object can be viewed by appointment only.<br />
€ 200.000 - € 300.000<br />
Sistrix<br />
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Anmerkung:<br />
Das Objekt kann nur nach vorheriger Terminvereinbarung<br />
besichtigt werden. (13816831) (13)<br />
182 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
Detailabbildung Lot 186<br />
186 Hampel Online Visit www.hampel-auctions.com for around 7.500 additional images.
KATALOG II<br />
GEMÄLDE ALTE MEISTER – TEIL 1<br />
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ONE OF THE LEADING<br />
AUCTION HOUSES<br />
IN EUROPE<br />
CATALOGUE II<br />
OLD MASTER PAINTINGS PART 1<br />
Auctions: Thursday, 7 December 2023<br />
Exhibition: Saturday, 2 December – Tuesday, 5 December 2023