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Bock E-Paper 2023 KW47

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KLASSIK<br />

IM RÜDEN<br />

STEFAN KELLER<br />

& BEDA<br />

EHRENSPERGER<br />

26. NOVEMBER, 11 UHR<br />

WWW. KLASSIKIMRUEDEN.CH<br />

Regionalzeitung | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong> | Nr. 47 – 58. Jahrgang | schaffhausen24.ch<br />

-<br />

-<br />

toxisches<br />

daheim: Stopp<br />

der gewalt<br />

Vom 25. November bis zum 10. Dezember finden<br />

Aktionstage mit diversen Anlässen im Rahmen der<br />

Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» statt.<br />

GESELLSCHAFT<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Ronny Bien<br />

SHOPPING<br />

BIS 21 UHR:<br />

DO., 7. / 14. / 21.12.<br />

SCHENKT<br />

EUCH<br />

MOMENTE.<br />

Wo euch Weihnachten<br />

überrascht –<br />

mit allem, was das Fest<br />

unvergesslich macht.<br />

Gewalt ist nicht zwingend sichtbar und<br />

beginnt auch nicht unbedingt mit Schlägen.<br />

Weit verbreitet ist auch die psychische<br />

Gewalt, die mit der zusätzlichen Kampagne<br />

«Toxic Love» kantonsübergreifend<br />

im selben Zeitrahmen lanciert wird. Der<br />

Kanton Schaffhausen präsentiert mit verschiedenen<br />

Organisationen eine Auswahl<br />

an Veranstaltungen, die die Bevölkerung<br />

sensibilisieren sollen. Sandra Koitka vom<br />

Zonta Club Schaffhausen und Bettina<br />

Sutter vom Soroptimist Club Schaffhausen<br />

geben Einblick in ihre Tätigkeiten und<br />

starten eine neue Aktion in Kooperation<br />

mit dem lokalen Gewerbe, welches das Unterfangen<br />

unterstützt. Knapp 7500 Tüten<br />

gehen in unserem Kanton ab dem kommenden<br />

Samstag über die Ladentische.<br />

SEITE 2<br />

Häusliche Gewalt ist nicht wirklich sichtbar, dennoch gehört sie immer noch zum Alltag. Aber es gibt auch eine Vorstufe, auf die ebenfalls aufmerskam<br />

gemacht werden sollte: die psychische Gewalt. Die Bevölkerung soll mit diversen Aktionen darauf sensibilisiert werden. Symbolbild: lg.<br />

Wichtiges<br />

Heimspiel<br />

Vergangenen Dienstag konnten die Kadetten<br />

auswärts gegen Lovćen punkten. Bild: zVg.<br />

HANDBALL<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Mit vollem Fokus ins Rückspiel gegen<br />

Lovćen-Cetinje: Nach der erfolgreichen<br />

Auswärtsspielwoche steht für die Kadetten<br />

Schaffhausen am heutigen Dienstagabend<br />

das zweite Kräftemessen mit dem<br />

montenegrinischen Serienmeister auf dem<br />

Programm. Für die Munotstädter ein sehr<br />

wichtiges Heimspiel: Ein Sieg muss her,<br />

um den zweiten Tabellenrang<br />

in der Gruppe zu festigen<br />

und so die Aussicht auf<br />

eine Qualifikation für<br />

die nächste Runde zu<br />

wahren. Das hochumkämpfte<br />

Hinspiel vergangenen<br />

Dienstag<br />

gewannen die Kadetten<br />

mit 29:26. (lg.)<br />

SEITE 7<br />

Wechsel<br />

im Stöckli<br />

STÄNDERATSWAHLEN<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Der zweite Schaffhauser Vertreter im Ständerat<br />

heisst Simon Stocker. Der SP-Politiker<br />

gewann vergangenen Sonntag die Wahl<br />

mit 15 769 Stimmen. Bis die Munotstädter:innen<br />

das Resultat drehten, lag der<br />

Gewinner lange Zeit hinter seinem parteilosen<br />

Kontrahenten Thomas Minder. Ein<br />

heiserer Simon Stocker erzählte einen Tag<br />

nach seiner Wahl der «<strong>Bock</strong>»-Redaktion,<br />

welches Thema er in Bundesbern als Erstes<br />

angehen möchte.<br />

(gco.)<br />

SEITE 3<br />

Not des Lehrpersonals<br />

1388 Unterschriften gegen<br />

den Fachkräftemangel.<br />

Seite 5<br />

Kopfgesund<br />

Dehnen wirkt Wunder für<br />

die Gesundheit.<br />

Seite 6<br />

Isabella Schoning<br />

Mit Mut aus der<br />

Komfortzone.<br />

Seite 9<br />

Durch die<br />

Sahara<br />

LAUFSPORT<br />

TEMBAINE (TU)<br />

Vier Tage, fünf Etappen:<br />

Der Schaffhauser<br />

Roberto Maggi<br />

stellte sich beim<br />

«100km del Sahara»<br />

der Herausforderung,<br />

100 Kilometer durch<br />

die Wüste zu laufen.<br />

35 Grad, Sand, Dünen,<br />

schmerzhafte Blasen an den<br />

Füssen und ein Zeltlager inmitten<br />

der Wüste – im Interview mit dem<br />

«<strong>Bock</strong>» berichtet der Läufer von dem<br />

abenteuerlichen Projekt, das er schlussendlich<br />

gar mit dem Gesamtsieg krönte. (lg.)<br />

SEITE 14<br />

... FÜR EINE<br />

STADT,<br />

DIE DICH<br />

LIEBT!<br />

www.singenlovesme.de<br />

100 Kilometer durch die Wüste – diese Herausforderung<br />

meisterte Roberto Maggi. Bild: zVg.<br />

GVS WEINSCHIFF <strong>2023</strong><br />

Schifflände Schaffhausen<br />

Samstag, 2. Dezember <strong>2023</strong>, 16.00 – 21.00 Uhr<br />

Sonntag, 3. Dezember <strong>2023</strong>, 14.00 – 19.00 Uhr<br />

Degustation und Verkauf von unseren selbstgekelterten Weinen, begleitet<br />

von einer vielfältigen Auswahl an Handelsweinen.<br />

Entdecken Sie Neuheiten, unsere prämierten Weine und sichern Sie sich<br />

exklusiv 10 % Rabatt!<br />

Genuss & Kunst mit Keanu Rether<br />

Samstag, 19.00 – 21.00 Uhr & Sonntag, 15.00 – 17.30 Uhr


CANO – DAS WOHLFÜHL-SHOPPING-CENTER<br />

Ob es draußen regnet, stürmt oder schneit:<br />

Ein Bummel im CANO Singen ist immer eine gute Idee.<br />

Das neue, moderne Einkaufszentrum ist ein Ort zum Schlendern<br />

und Verweilen. Besucher und Besucherinnen haben hier<br />

viel Platz, sich in Ruhe umzuschauen und nach Herzenslust<br />

in den 85 Geschäften zu Shoppen. Für den kleinen oder<br />

großen Hunger zwischendurch erwartet die Besucher im<br />

Foodcourt eine spannende gastronomischen Vielfalt.<br />

Dank des modernen Parkhauses und der zentralen Lage<br />

ist das CANO Singen jederzeit gut und schnell erreichbar.<br />

Und sollten es die winterlichen Temperaturen zulassen,<br />

laden die begrünten Außenterrassen zu einer Tasse Kaffee<br />

in der Sonne ein.<br />

Von Ende November bis Heiligabend dreht<br />

sich im CANO alles rund um Weihnachten.<br />

Stimmungsvoll dekoriert erstrahlt das CANO Singen im<br />

Lichterglanz. Das kulinarische Highlight der Weihnachtszeit?<br />

Natürlich Lebkuchen! DIY-Workshops, musikalische Acts<br />

und eine Packstation für liebevoll dekorierte Geschenke verschönern<br />

den Besucher und Besucherinnen die Adventszeit.<br />

Inspirierende Geschenkideen, Gewinnspiele und die Weihnachtsbastelstube<br />

machen Lust, seinen Liebsten etwas<br />

Besonderes zu schenken.<br />

Highlight: Unser großes Gewinnspiel mit Preisen im Gesamtwert<br />

von 5.000 €! So machen Weihnachtseinkäufe Spaß.<br />

Öffnungszeiten Weihnachtszeit:<br />

Mo. – Sa. 9.30 – 20 Uhr<br />

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ANFAHRT<br />

Auto:<br />

• Die E41/ E54 führt Sie aus<br />

Richtung Schaffhausen auf dem<br />

schnellsten Wege zu uns.<br />

• Über die B33 erreichen Sie uns aus<br />

Richtung Allensbach/Konstanz<br />

• Aus Richtung Villingen-Schwenningen<br />

kommen Sie am besten über<br />

die A81 zu uns<br />

ÖPNV:<br />

• Über den neuen ZOB (Haltestelle „Bahnhof“)<br />

mit den Bussen der Stadtlinien 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10<br />

• Folgende Regionalbusse fahren den Singener Bahnhof<br />

oder die Station „Singen Bahnhof Süd/Maggi“ an:<br />

U205, U300, U302, U306, U400, U401, U402, U403, U404<br />

• Mit der Bahn erreichen Sie uns über die Züge der Deutschen<br />

Bahn, der Schweizerischen Bahn sowie dem „Seehas“.<br />

Diese fahren den Hauptbahnhof Singen (Hohentwiel) an.


KLASSIK<br />

IM RÜDEN<br />

STEFAN KELLER<br />

& BEDA<br />

EHRENSPERGER<br />

26. NOVEMBER, 11 UHR<br />

WWW. KLASSIKIMRUEDEN.CH<br />

Regionalzeitung | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong> | Nr. 47 – 58. Jahrgang | schaffhausen24.ch<br />

toxisches<br />

daheim: Stopp<br />

der gewalt<br />

Vom 25. November bis zum 10. Dezember finden<br />

Aktionstage mit diversen Anlässen im Rahmen der<br />

Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» statt.<br />

GESELLSCHAFT<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Ronny Bien<br />

Gewalt ist nicht zwingend sichtbar und<br />

beginnt auch nicht unbedingt mit Schlägen.<br />

Weit verbreitet ist auch die psychische<br />

Gewalt, die mit der zusätzlichen Kampagne<br />

«Toxic Love» kantonsübergreifend<br />

im selben Zeitrahmen lanciert wird. Der<br />

Kanton Schaffhausen präsentiert mit verschiedenen<br />

Organisationen eine Auswahl<br />

an Veranstaltungen, die die Bevölkerung<br />

sensibilisieren sollen. Sandra Koitka vom<br />

Zonta Club Schaffhausen und Bettina<br />

Sutter vom Soroptimist Club Schaffhausen<br />

geben Einblick in ihre Tätigkeiten und<br />

starten eine neue Aktion in Kooperation<br />

mit dem lokalen Gewerbe, welches das Unterfangen<br />

unterstützt. Knapp 7500 Tüten<br />

gehen in unserem Kanton ab dem kommenden<br />

Samstag über die Ladentische.<br />

SEITE 2<br />

Wichtiges<br />

Heimspiel<br />

Vergangenen Dienstag konnten die Kadetten<br />

auswärts gegen Lovćen punkten. Bild: zVg.<br />

HANDBALL<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Mit vollem Fokus ins Rückspiel gegen<br />

Lovćen-Cetinje: Nach der erfolgreichen<br />

Auswärtsspielwoche steht für die Kadetten<br />

Schaffhausen am heutigen Dienstagabend<br />

das zweite Kräftemessen mit dem<br />

montenegrinischen Serienmeister auf dem<br />

Programm. Für die Munotstädter ein sehr<br />

wichtiges Heimspiel: Ein Sieg muss her,<br />

um den zweiten Tabellenrang<br />

in der Gruppe zu festigen<br />

und so die Aussicht auf<br />

eine Qualifikation für<br />

die nächste Runde zu<br />

wahren. Das hochumkämpfte<br />

Hinspiel vergangenen<br />

Dienstag<br />

gewannen die Kadetten<br />

mit 29:26. (lg.)<br />

SEITE 7<br />

Wechsel<br />

im Stöckli<br />

STÄNDERATSWAHLEN<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Not des Lehrpersonals<br />

1388 Unterschriften gegen<br />

den Fachkräftemangel.<br />

Seite 5<br />

Kopfgesund<br />

Dehnen wirkt Wunder für<br />

die Gesundheit.<br />

Seite 6<br />

Isabella Schoning<br />

Mit Mut aus der<br />

Komfortzone.<br />

Seite 9<br />

Durch die<br />

Sahara<br />

LAUFSPORT<br />

TEMBAINE (TU)<br />

Vier Tage, fünf Etappen:<br />

Der Schaffhauser<br />

Roberto Maggi<br />

stellte sich beim<br />

«100km del Sahara»<br />

der Herausforderung,<br />

100 Kilometer durch<br />

die Wüste zu laufen.<br />

35 Grad, Sand, Dünen,<br />

schmerzhafte Blasen an den<br />

Füssen und ein Zeltlager inmitten<br />

der Wüste – im Interview mit dem<br />

«<strong>Bock</strong>» berichtet der Läufer von dem<br />

abenteuerlichen Projekt, das er schlussendlich<br />

gar mit dem Gesamtsieg krönte. (lg.)<br />

SEITE 14<br />

... FÜR EINE<br />

STADT,<br />

DIE DICH<br />

LIEBT!<br />

www.singenlovesme.de<br />

Häusliche Gewalt ist nicht wirklich sichtbar, dennoch gehört sie immer noch zum Alltag. Aber es gibt auch eine Vorstufe, auf die ebenfalls aufmerskam<br />

gemacht werden sollte: die psychische Gewalt. Die Bevölkerung soll mit diversen Aktionen darauf sensibilisiert werden. Symbolbild: lg.<br />

Der zweite Schaffhauser Vertreter im Ständerat<br />

heisst Simon Stocker. Der SP-Politiker<br />

gewann vergangenen Sonntag die Wahl<br />

mit 15 769 Stimmen. Bis die Munotstädter:innen<br />

das Resultat drehten, lag der<br />

Gewinner lange Zeit hinter seinem parteilosen<br />

Kontrahenten Thomas Minder. Ein<br />

heiserer Simon Stocker erzählte einen Tag<br />

nach seiner Wahl der «<strong>Bock</strong>»-Redaktion,<br />

welches Thema er in Bundesbern als Erstes<br />

angehen möchte.<br />

(gco.)<br />

SEITE 3<br />

100 Kilometer durch die Wüste – diese Herausforderung<br />

meisterte Roberto Maggi. Bild: zVg.<br />

GVS WEINSCHIFF <strong>2023</strong><br />

Schifflände Schaffhausen<br />

Samstag, 2. Dezember <strong>2023</strong>, 16.00 – 21.00 Uhr<br />

Sonntag, 3. Dezember <strong>2023</strong>, 14.00 – 19.00 Uhr<br />

Degustation und Verkauf von unseren selbstgekelterten Weinen, begleitet<br />

von einer vielfältigen Auswahl an Handelsweinen.<br />

Entdecken Sie Neuheiten, unsere prämierten Weine und sichern Sie sich<br />

exklusiv 10 % Rabatt!<br />

Genuss & Kunst mit Keanu Rether<br />

Samstag, 19.00 – 21.00 Uhr & Sonntag, 15.00 – 17.30 Uhr


2<br />

Hintergrund<br />

<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong><br />

Eine Tüte gegen häusliche gewalt<br />

Sie ist vielleicht nicht wirklich sichtbar, doch häusliche Gewalt gehört auch heutzutage leider immer noch zum Alltag. Die beiden Service<br />

Clubs Zonta Schaffhausen und Soroptimist Schaffhausen wollen darauf aufmerksam machen und organisieren mit den lokalen Behörden<br />

zusammen die Aktion «16 Tage gegen Gewalt an Frauen». Ziel dabei ist die Sensibilisierung der Schaffhauser Bevölkerung.<br />

GESELLSCHAFT<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Ronny Bien<br />

Gewalt ist im Medienalltag sehr präsent<br />

und sorgt für Aufsehen. Wie aktuell die<br />

Gerichtsverhandlung in Schaffhausen<br />

gegen einen Vater, der seine Ex-Frau und<br />

Tochter schwer misshandelt und das Kind<br />

über Jahre hinweg vergewaltigt haben<br />

soll, zeigt. «Es ist nicht ‹knusprig›, über<br />

Gewalt an Frauen zu sprechen», mahnt<br />

Sandra Koitka, OK-Mitglied des Zonta<br />

Clubs Schaffhausen. Sie und Bettina Sutter<br />

vom Soroptimist Club setzen sich für<br />

betroffene Frauen ein. Frauen melden sich<br />

in der Regel erst, wenn die Gewaltsituation<br />

eskaliere, nicht zuletzt, weil sie sich dann in<br />

ärztliche Obhut begeben und sich quasi als<br />

Opfer outen müssen. Zusammen mit Bettina<br />

Sutter setzt sie sich mit Präventionsarbeit<br />

für Frauen ein, die physische und<br />

psychische Gewalt erleben.<br />

Tabu und doch Alltag<br />

Floskeln wie «Eine Ohrfeige hat noch<br />

niemandem geschadet» sind in der Gesellschaft<br />

nach wie vor verbreitet, auch wenn<br />

Gewalt nicht mehr so sichtbar ist wie früher.<br />

Physische Gewalt war damals sichtbarer,<br />

psychische Auswirkungen standen<br />

weniger im Fokus. Häusliche Gewalt galt<br />

als Privatsache, Frauen hatten kaum rechtlichen<br />

Schutz. Erst im letzten Jahrhundert<br />

änderten sich diese Ansichten durch Frauenbewegungen<br />

und gesellschaftliche Veränderungen.<br />

Die Sensibilisierung für häusliche<br />

Gewalt nahm zu, Erziehungsmethoden<br />

wurden positiver. Trotzdem bleibt häusliche<br />

Gewalt ein Tabuthema. Bettina Sutter:<br />

«Dadurch, so habe ich den Eindruck, dass<br />

es selbstverständlich geworden ist, dass die<br />

Prügelstrafe nicht mehr angewendet werden<br />

darf, ist die praktische Problematik aus<br />

dem Fokus geraten.» Die versteckte Gewalt<br />

in den eigenen vier Wänden ist noch unsichtbarer<br />

geworden. Sandra Koitka ergänzt<br />

dabei, dass, wenn die Sozialkontrolle, beispielsweise<br />

in Form einer intakten Nachbarschaftspflege<br />

in einem Ort oder Quartier<br />

gut funktioniere, tendenziell eher weniger<br />

Vorfälle zu verzeichnen wären. Doch auch<br />

das garantiere nicht, dass Gewalt kein Thema<br />

sei. Bettina Sutter: «Ich war Hebamme<br />

auf dem Dorf und weiss von einigen Fällen,<br />

wo Frauen und Kinder misshandelt wurden.»<br />

Mit den verschiedenen Anlaufstellen<br />

sei es heutzutage dafür etwas einfacher, sich<br />

Hilfe zu holen.<br />

Andenken an Mirabal-Schwestern<br />

Der 25. November wurde 1999 von der<br />

UNO zum Internationaler Tag gegen<br />

Gewalt an Frauen erklärt, um an die Ermordung<br />

der Mirabal-Schwestern in der<br />

Dominikanischen Republik zu erinnern.<br />

Die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt<br />

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Kanton Schaffhausen<br />

Energiefachstelle<br />

Kompaktinfos rund um<br />

die Gebäudesanierung<br />

Energiefachleute und Finanzexperten<br />

informieren am:<br />

Infoabend Energie<br />

Montag, 27.11.<strong>2023</strong><br />

19.00-20.30 Uhr<br />

Güterhof, Schaffhausen<br />

Infos: energie-agenda.ch<br />

Starkes Zeichen von starken Frauen. Ab dem kommenden Samstag wird mit der Aktion «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» auf häusliche und<br />

insbesondere psychische Gewalt aufmerksam gemacht.<br />

Bild: zVg. / Orange Days<br />

an Frauen» wurde erstmals 1991 vom<br />

«Women’s Global Leadership Institute»<br />

ins Leben gerufen. Die 16-tägige Kampagne<br />

endet am 10. Dezember, dem Internationalen<br />

Tag der Menschenrechte. Zusammen<br />

mit dem Kanton Schaffhausen<br />

organisieren auch die beiden Clubs eine<br />

neue Aktion. «Über 42 Geschäfte in der<br />

Stadt und im Kanton Schaffhausen verpacken<br />

ihre Verkaufsartikel während den<br />

16 Aktionstagen in insgesamt 7480 sich<br />

im Umlauf befindende Aktions-Tüten.<br />

Auf der Vorderseite prägt ein Aufdruck,<br />

dass Gewalt nicht tolerierbar ist, und auf<br />

der Rückseite finden Suchende wichtige<br />

Informationen.» Diese Aktion folgt einem<br />

Projekt, welches seit drei Jahren im Kanton<br />

Graubünden durchgeführt wird.<br />

Alle Generationen betroffen<br />

Wichtig ist, dass die Strukturen aufgerüttelt<br />

werden. Das Bewusstsein der helfenden<br />

Organisationen muss sensibilisierter<br />

werden, indem sie verdächtige Situationen<br />

frühzeitig erkennen. Auch Betroffene sollen<br />

ermutigt werden, sich über die Kontaktangaben,<br />

die auf der Tüte stehen, zu<br />

melden, auch wenn es viel Überwindung<br />

braucht. «Frauen trauen sich oft nicht,<br />

diesen Schritt zu wagen, weil viel davon abhängt:<br />

finanzielle Abhängigkeit, gemeinsame<br />

Kinder, aber auch – und das darf man<br />

auch nicht unterschätzen – das Alter. Gewalt<br />

im Alter ist genauso ein Thema, weil<br />

die Ehepaare nach so vielen Jahren das Gefühl<br />

haben, gar nicht mehr auseinandergehen<br />

zu können», schildert Sandra Koitka<br />

Erfahrungsbeispiele. Überhaupt: Es lässt<br />

sich nicht eingrenzen, wo häusliche Gewalt<br />

vorkommt. «Das Thema betrifft alle<br />

Schichten und Generationen», ergänzt<br />

Bettina Sutter. «Wir empfehlen Frauen,<br />

die sich unwohl fühlen, Tagebuch zu führen<br />

und dieses einer vertrauten Bezugsperson<br />

zu zeigen.»<br />

Ein Teufelskreis<br />

Die Reaktionen der Ladenbesitzer:innen<br />

zur 16-Tage-Aktion waren durchwegs positiv.<br />

«Wir profitierten sicherlich von unseren<br />

persönlichen Beziehungen, da wir in<br />

beiden Clubs immerhin 80 Frauen sind»,<br />

resümiert Bettina Sutter. Absagen gab es<br />

nur wenige. «Einer wollte gar nichts davon<br />

wissen und meinte, dass dieses Thema<br />

den Aufwand nicht wert sei. Das hat uns<br />

schon sehr getroffen», erzählt sie und fährt<br />

mit einer weiteren Anekdote weiter: «Eine<br />

Frau konnte die Tüten nicht annehmen,<br />

weil sie aufgrund ihrer Gewalterfahrungen<br />

nicht in der Lage sei, mit einem Mann<br />

über das Thema zu sprechen.» Es ist wie<br />

eine Spirale, in der sich das Trauma ständig<br />

wiederholt. Sie sieht sich dann verpflichtet,<br />

sich zu rechtfertigen, und befindet sich automatisch<br />

wieder in einer Opferrolle. Die<br />

Initiantinnen hoffen nach dem Start auf<br />

Nachahmende und stellen weitere Tüten<br />

zur Verfügung, sollten sich weitere Läden<br />

kurzfristig anschliessen.<br />

St. Johann im orangen Kleid<br />

Zu dieser Tüten-Aktion wird ab dem kommenden<br />

Samstag, 25. November, auch<br />

der St. Johann für zwei Abende wieder in<br />

orangem Licht erstrahlen. Dazu wird ein<br />

Laienschauspiel zum Thema «psychische<br />

Gewalt» vorgetragen. Dies ist nämlich ein<br />

weiterer Punkt, auf den die beiden Aktivistinnen<br />

aufmerksam machen wollen.<br />

«Wahrscheinlich kann jede Person irgendeine<br />

Geschichte dazu erzählen, denn Denunziation,<br />

Diskriminierung, Mobbing,<br />

die anderen ‹fertig machen› – das ist stark<br />

verbreitet», führen die beiden aus. Wo<br />

beginnt denn psychische Gewalt, wann<br />

ist es zum Beispiel noch «sich necken»?<br />

«Sobald der Respekt abhandenkommt,<br />

ist eine Schwelle überschritten», antwortet<br />

Sandra Koitka. Das kann schleichend<br />

geschehen, darum ist es nicht einfach, die<br />

Alarmglocken rechtzeitig wahrzunehmen.<br />

Die beiden Clubs erhalten zudem Unterstützung<br />

von den regionalen Fachstellen,<br />

die während diesen 16 Tagen verschiedene<br />

Themenanlässe organisieren. Die «Fachstelle<br />

für Gewaltbetroffene» öffnet ihre<br />

Türen am 28. November, am 1. Dezember<br />

findet eine Lesung mit anschliessender Podiumsdiskussion<br />

statt. Es wird ein Schnupperkurs<br />

angeboten und die Schaffhauser<br />

Polizei lädt gemeinsam mit der Fachstelle<br />

«Konflikt.Gewalt.» zur Fragerunde zum<br />

Thema «Durch Täterarbeit Gewalt an<br />

Frauen verhindern».<br />

Kein Frauenhaus in Schaffhausen<br />

Der Handlungsbedarf in der Region ist<br />

gross. Die beiden Frauen betonen vehement,<br />

dass mehr Einrichtungen geschaffen<br />

werden müssen. «Es gibt kein Frauenhaus<br />

mehr in Schaffhausen, das in Winterthur<br />

platzt aus allen Nähten und die Situation<br />

in St. Gallen ist dieselbe. Wohin sollen<br />

denn die Schaffhauser Frauen?» Für akute<br />

Notlösungen erhalten diese kurzzeitig Unterschlupf<br />

im Spital, bis ein Platz gefunden<br />

wird, danach erschöpfen sich die Optionen.<br />

«Es ist ein grosses Anliegen, dass es künftig<br />

nachhaltige, niederschwellige Angebote<br />

«Wer die Wahl hat…»<br />

KOLUMNE – KULTUR<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Jens Lampater, Kulturbeauftragter, Stadt SH<br />

Wenn diese<br />

Kolumne<br />

erscheint, wird der<br />

wohl turbulenteste<br />

Wahlherbst, den<br />

Schaffhausen in<br />

den letzten Jahrzehnten<br />

erleben durfte, vorbei sein.<br />

Und Sie, liebe Leserinnen und Leser,<br />

werden die omnipräsenten Gesichter<br />

der Kandidaten und die plumpen Slogans<br />

«bürgerlich» und «Wechsel jetzt»<br />

längst nicht mehr sehen oder hören<br />

wollen. Dennoch widme ich diese<br />

Kolumne dem Wählen.<br />

Vor gut einem Jahr habe ich das Bürgerrecht<br />

erlangt und darf seitdem an dem<br />

Ort, an dem ich lebe, auch politisch<br />

mitentscheiden. Für Bio-Schweizer mag<br />

das schwer vorstellbar sein, aber für<br />

mich als «Erstwähler» ist das Wählen<br />

auch beim mittlerweile vierten oder<br />

fünften Mal eine totale Sensation. Und<br />

bestimmte Gadgets wie der Wahlumschlag,<br />

der gleichzeitig auch als Rückumschlag<br />

fungiert, sind schlicht genial.<br />

(Ja, natürlich habe ich ihn beim ersten<br />

Mal falsch geöffnet.)<br />

In diesem Herbst habe ich mich aus<br />

lauter Begeisterung in verschiedene<br />

Tools rund um die Wahlen vertieft.<br />

Und war dabei recht erstaunt, dass<br />

einige meiner Freunde und Mitarbeiterinnen<br />

offenbar noch nie von<br />

der App «VoteInfo» gehört hatten<br />

und auch noch nicht auf Smartvote<br />

ihre Spider-Diagramme mit denen<br />

gibt, an die sich Gewaltopfer wenden können»,<br />

fassen die beiden engagierten Frauen<br />

zusammen. Eine durchgehend erreichbare<br />

Helpline zum Beispiel. «Die einzige Helpline,<br />

die 24 Stunden erreichbar ist, ist<br />

die Polizei», entgegnet Bettina Sutter. Die<br />

Schwelle, bis man die Polizei anruft, ist sehr<br />

hoch. Zudem können sie nur aktiv werden,<br />

wenn ein Straftatbestand vorliegt, doch<br />

den Frauen müsste schon geholfen werden,<br />

bevor Gewalt angewendet wird. «Wir hoffen,<br />

dass das Thema von der Bevölkerung<br />

aufgenommen wird und möglichst viele<br />

diese Aktion unterstützen», erklärt das<br />

starke Frauenduo und denkt dabei auch an<br />

die teilnehmenden Läden: «Es wäre schön,<br />

wenn die Kundschaft in den Läden mitteilt,<br />

wie wichtig diese Aktion ist.»<br />

Anlässe 16tage.ch<br />

Sa, 25.11., 16.30 Uhr – Auftakt Kirche<br />

St. Johann (Seite Vordergasse).<br />

Di, 28.11., 12–18 Uhr – Tag der offenen<br />

Tür der FSGB. Neustadt 23<br />

Fr, 1.12., 18.30 Uhr – Lesung/<br />

Podiumsdiskussion. Ochsenschüür,<br />

Pfrundhausgasse 3<br />

So, 2.12., 15–17 Uhr. – Workshop.<br />

Aula Schulhaus Breite<br />

Do, 7.12., 19 Uhr. – Vortrag/Fragerunde.<br />

Zwinglikirche.<br />

der Kandidaten abgeglichen hatten.<br />

Wie das? Mitbestimmen zu dürfen ist<br />

schliesslich keine Selbstverständlichkeit.<br />

In Deutschland und England etwa wird<br />

man nur alle vier bis fünf Jahre gefragt,<br />

wen oder welche Liste man nach Westminster<br />

oder Berlin schicken will. Und<br />

in vielen Ländern dieser Welt wäre<br />

selbst das - eine faire und transparente<br />

Wahl, begleitet von nicht regulierten<br />

Medien - undenkbar.<br />

Weltweit ist der Anteil der Demokratien<br />

gegenüber Autokratien und Diktaturen<br />

sogar rückläufig. Die Universität Göteborg<br />

veröffentlichte hierzu dieses Frühjahr<br />

im «V-Dem Democracy Report»<br />

ernüchternde Zahlen: Fast drei Viertel<br />

der Weltbevölkerung leben aktuell<br />

in Autokratien und Diktaturen, das<br />

ist mehr als nach dem Kollaps der<br />

Sowjetunion. Und in den wenigen<br />

verbleibenden liberalen Demokratien<br />

liegen Polarisierung, Desinformation<br />

und die Unterdrückung der Medienund<br />

Meinungsfreiheit im Trend.<br />

Auch in Ungarn, Österreich und<br />

Grossbritannien.<br />

Wer die Wahl hat, hat eben nicht die<br />

Qual, sondern ein grosses Privileg!<br />

Mit Blick auf die desaströse weltpolitische<br />

Lage stellt der Schaffhauser<br />

Ständeratswahlkampf <strong>2023</strong> allenfalls<br />

eine ganz winzige Fussnote der Politik<br />

dar. Und dennoch ist es allein aus Respekt<br />

vor den Milliarden von Menschen,<br />

denen das Recht auf Mitbestimmung<br />

verwehrt bleibt, und die für dieses<br />

Recht zum Teil ihr Leben riskieren,<br />

unsere Pflicht, zu wählen. Wenn Sie es<br />

also diesmal nicht getan haben sollten,<br />

tun Sie es beim nächsten Mal!


<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong><br />

3<br />

Nachrichten<br />

Kantonale Vorlagen<br />

werden angenommen<br />

Die Stimmberechtigten im Kanton Schaffhausen haben am vergangenen Sonntag<br />

die drei kantonalen Vorlagen angenommen. Auch die beiden städtischen Vorlagen<br />

wurden gutgeheissen. Eine davon allerdings nur unter Vorbehalt.<br />

ABSTIMMUNGSERGEBNISSE<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Gabriella Coronelli<br />

Durchgehende Annahme der drei kantonalen<br />

sowie der beiden städtischen Vorlagen.<br />

Das Stimmvolk sagt fünf Mal Ja:<br />

Die Stimmbeteiligung bei der kantonalen<br />

Beschlossene Sache: das 80 Millionen Franken<br />

Projekt «Neubau Hallenbad KSS». Bild: lg<br />

Volksabstimmung lag mit 51 991 Stimmberechtigten<br />

bei 67,2 Prozent. Die höchste<br />

Beteiligung zeigte mit 80,6 Prozent die Gemeinde<br />

Lohn. Neuhausen führte die Rangliste<br />

der 26 Gemeinden mit 57,7 Prozent<br />

vom anderen Ende an.<br />

Kantonale Vorlagen<br />

Mit 77,5 Prozent sagen die Bewohner:innen<br />

des Kantons Schaffhausen Ja zum<br />

Verpflichtungskredit für das Sportinfrastrukturprojekt<br />

«Neubau Hallenbad KSS<br />

Schaffhausen». Die 7 391 Nein-Stimmen<br />

gingen verglichen mit den 25 431 Ja-Stimmen<br />

unter.<br />

Genauso deutlich war der Wunsch nach der<br />

Änderung im Steuergesetz. 22 162 Stimmberechtigte<br />

und somit 77,6 Prozent stimmten<br />

dafür. In keiner Schaffhauser Gemeinde<br />

wurden diese beiden Vorlagen abgelehnt.<br />

Vergleichsweise knapp war der Ausgang bei<br />

der Revision des Finanzhaushaltsgesetzes.<br />

Mit 51,8 Prozent gelang jedoch auch hier<br />

die Annahme.<br />

Auf städtischer Ebene<br />

10 795 Munotstädter:innen sagen Ja zum<br />

«Neubau Hallenbad KSS Schaffhausen».<br />

Entsprechend kann die Umsetzung für<br />

den Neubau des KSS-Hallenbades wie<br />

geplant vorgenommen werden. Mit dem<br />

Baustart kann frühestens im Jahr 2027<br />

gerechnet werden. Die Neueröffnung für<br />

das 80 Millionen Franken Projekt ist für<br />

2029 vorgesehen.<br />

Trotz einem Ja von 60 Prozent, was<br />

8 590 Ja-Stimmen entspricht, kann mit<br />

den notwendigen Arbeiten für das Projekt<br />

«Aufwertung und Verkehrsoptimierung<br />

Adlerunterführung/Schwabentor»<br />

noch nicht begonnen werden. Gegen die<br />

Durchführung dieser Abstimmung ist<br />

eine Beschwerde beim Obergericht hängig.<br />

Die Beschwerdeführer, zwei Schaffhauser<br />

Stimmberechtigte, bemängelten, dass die<br />

Abstimmungsunterlagen mangels Visualisierung<br />

unvollständig seien. Demzufolge ist<br />

das Abstimmungsergebnis nur vorbehältlich<br />

dieses Entscheides gültig.<br />

Simon Stocker lag am vergangenen Sonntagnachmittag lange hinter Thomas Minder. Die Wende<br />

kam mit den Stimmen aus der Stadt Schaffhausen.<br />

Bild: lg<br />

Simon Stocker übernimmt<br />

Sitz von Thomas Minder<br />

STÄNDERATSWAHLEN<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Gabriella Coronelli<br />

Anders als bei den Nationalratswahlen am<br />

vergangenen 22. Oktober kommt es im<br />

Ständerat für den Kanton Schaffhausen für<br />

die Amtsperiode <strong>2023</strong> bis 2027 zu einem<br />

Wechsel. Thomas Minder (parteilos) muss<br />

seinen Platz im Ständerat nach zwölf Jahren<br />

für Simon Stocker (SP) freimachen. Der<br />

42-jährige SP-Politiker lag am vergangenen<br />

Sonntagnachmittag bis kurz vor Schluss<br />

hinter Thomas Minder. Die Munotstädter:innen<br />

drehten dann jedoch das Resultat.<br />

Nach Auszählung aller Wahlzettel erreichte<br />

Simon Stocker 15 769 Stimmen (51,3 Prozent),<br />

den Namen Thomas Minder setzten<br />

13 504 (43,9 Prozent) Stimmberechtigte auf<br />

den Wahlzettel. Nach Auszählung der Wahlzettel<br />

aller 26 Schaffhauser Gemeinden gewinnt<br />

Simon Stocker mit einem Vorsprung<br />

von 2 265 Stimmen gegenüber Thomas<br />

Minder. Einen Tag nach der Wahl erzählte<br />

Simon Stocker der «<strong>Bock</strong>»-Redaktion in<br />

einem Telefongespräch mit heiserer Stimme,<br />

dass er immer noch von Glücksgefühlen<br />

beflügelt sei. Als Erstes wolle er in Bern die<br />

omnipräsente Thematik rund um die Krankenkassenprämien<br />

in Angriff nehmen.<br />

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4<br />

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600 g Rindshackfleisch<br />

1 Semmeli, in Stücken, in wenig Milch<br />

eingeweicht, ausgedrückt<br />

2 Eier, verquirlt<br />

100 g getrocknete Öpfelringli, in Würfeli<br />

200 g gekochte Randen, in Würfeli<br />

2 TL Salz<br />

Pfeffer<br />

2 EL Rapsöl<br />

2 Lauchstangen, in Stücken<br />

2 EL Mehl<br />

2 dl Weisswein<br />

8 dl Fleischbouillon<br />

100 g Crème fraîche<br />

Zubereitung: ca. 20 Minuten, braten im Ofen ca. 40 Minuten<br />

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<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong><br />

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Zubereitung:<br />

1. Zwiebel im heissen Öl andämpfen,<br />

in einer Schüssel auskühlen lassen.<br />

Hackfleisch beigeben. Semmeli,<br />

Eier, Apfel- und Randenwürfeli dazugeben,<br />

würzen. Masse von Hand<br />

sehr gut mischen, zu einem länglichen<br />

Hackbraten formen.<br />

2. Hackbraten im Bräter im heissen Öl rundum kräftig anbraten, herausnehmen.<br />

Lauch dazugeben, kurz andämpfen, mit Mehl stäuben. Wein und Bouillon<br />

dazugiessen, 5 Minuten köcheln lassen, Hackbraten dazulegen. In der Mitte<br />

des auf 200 °C (Ober-/Unterhitze) vorgeheizten Ofens ca. 40 Minuten braten.<br />

3. Braten aus dem Ofen nehmen,<br />

Crème fraîche in die Sauce einrühren.<br />

Weitere Rezepte finden Sie auf<br />

http://www.volg.ch/rezepte/<br />

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Herausgeber<br />

Prof. em. Dr. Giorgio Behr<br />

Leitung<br />

Lara Gansser, Chefredaktorin<br />

Andreas Wittausch, Verlagsleiter<br />

Francesco Berenati, Verkaufsleiter<br />

Auflage<br />

46 383 (WEMF 2021/22)<br />

Vertrieb<br />

Schazo AG, 8201 Schaffhausen<br />

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<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong> 5<br />

Gesellschaft<br />

lehrermangel stoppen<br />

Der Verein Lehrpersonen Schaffhausen fordert klare finanzielle und unterstützende Massnahmen des<br />

Kantonsrats. Dafür reichte der LSH eine Petition ein. Dabei stehen eine Lohnerhöhung, Unterstützung von<br />

Junglehrpersonen und weitere Unterstützungsmittel im Vordergrund.<br />

LEHRPERSONENMANGEL<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Mevina Portner<br />

Es ist Mittwoch, der 15. November,<br />

um 15 Uhr. Die Mitglieder des Vereins<br />

Lehrpersonen Schaffhausen, kurz LSH,<br />

haben sich vor dem Regierungsgebäude<br />

versammelt, um dem Kantonsrat<br />

ihre Petition «Lehrpersonenmangel<br />

stoppen – gemeinsam + jetzt» zu überreichen.<br />

«Immer mehr Lehrer:innen werden<br />

ohne eine abgeschlossene Ausbildung<br />

oder ohne ein stufengerechtes Lehrdiplom<br />

eingestellt», sagt Christine Duer, Vorstandsmitglied<br />

des LSH, mit Bedauern.<br />

«Im Kanton Schaffhausen sind insgesamt<br />

12 Prozent der Lehrerstellen mit unausgebildeten<br />

Fachkräften besetzt», ergänzt<br />

Stefanie Stamm, ebenfalls im Vorstand des<br />

LSH. «Diese Zahl ist die höchste in der<br />

ganzen Schweiz.» Das bedeutet zum einen<br />

für diplomierte Lehrpersonen eine höhere<br />

Arbeitsbelastung. Zum anderen leiden<br />

auch die Schüler:innen darunter. «Der<br />

Unterricht verliert natürlich an Qualität»,<br />

erklärt Rebecca Zillig, die auch im Vorstand<br />

des LSH für die Massnahmen gegen<br />

den Lehrpersonenmangel kämpft. «Auch<br />

die Kompetenzen, um mit herausfordernden<br />

Lernenden richtig umzugehen, fehlen<br />

oft.» Natürlich bestreitet der Vorstand<br />

nicht, dass auch unausgebildete Lehrkräfte<br />

einen guten Unterricht gestalten können,<br />

doch auch diese leiden unter dem grossen<br />

Druck. «Für unsere Anliegen sammelten<br />

wir 1388 Unterschriften, wobei diese aus<br />

den unterschiedlichsten Berufsrichtungen<br />

stammen», informiert Christina Duer.<br />

«Das zeigt klar, dass die Gesellschaft unser<br />

Anliegen unterstützt.»<br />

Notwendige Forderungen<br />

Die Petition fordert zum einen finanzielle<br />

und zum anderen gesetzliche Massnahmen.<br />

«Drei Punkte sind uns besonders<br />

wichtig», gibt die engagierte Christine<br />

Duer bekannt. «Dazu gehören die Erhöhung<br />

der Löhne, die Unterstützung von<br />

Junglehrpersonen und finanzielle Unterstützungsmittel.»<br />

Bei der Lohnerhöhung<br />

stellt der LSH klare Forderungen. Mit<br />

einer Erhöhung von 10 Prozent soll der<br />

Kanton im schweizweiten Wettbewerb<br />

um qualifizierte Fachleute mithalten<br />

können. «Im kantonalen Vergleich sind<br />

die Löhne deutlich höher. Deshalb präferieren<br />

viele Lehrpersonen in einem anderen<br />

Kanton zu arbeiten, obwohl der<br />

Kanton Schaffhausen die Ausbildung bezahlte»,<br />

klärt Christine Duer auf. Dieses<br />

Problem wurde durch das Lohnsystem<br />

forciert, dass 2006 eingeführt wurde,<br />

wobei der Kantonsrat die Fähigkeit besitzt,<br />

den Lohnanstieg zu regulieren. Das<br />

ist nur im Kanton Schaffhausen der Fall.<br />

Da der Kantonsrat in den letzten Jahren<br />

keine Lohnentwicklung ermöglichte, fiel<br />

der Kanton im Vergleich zu den anderen<br />

immer weiter zurück. Ein anderer Punkt,<br />

Vor dem Regierungsgebäude rollt der LSH ein 6.5 Meter langes Blatt mit allen 1388 Unterschriften<br />

aus, während die Petition einem Vertreter des Kantons übergeben wird.Bild: Mevina Portner<br />

der Schaffhausen im Wettbewerb um die<br />

Lehrkräfte zurückwirft, sind die Anzahl<br />

der Unterrichtsstunden, die bei einem<br />

Vollzeitpensum höher liegen. Dabei handelt<br />

es sich in Schafhausen um 28 Lektionen<br />

auf Primarschulstufe, wobei in anderen<br />

Kantonen nur 26 Lektionen gegeben<br />

werden. Auch für Junglehrpersonen, die<br />

häufig unter zeitlicher und psychischer<br />

Belastung stehen, setzt sich der LSH ein.<br />

«In diesem Bereich stellen wir uns vor,<br />

dass Junglehrpersonen Entlastungslektionen<br />

erhalten. Dabei handelt es sich<br />

um Lektionen, die von der betroffenen<br />

Lehrperson nicht gegeben, aber bezahlt<br />

werden, und somit mehr Zeit in die Vorbereitung<br />

des Unterrichts investiert werden<br />

kann», teilt Christine Duer mit. «Bei<br />

Lehrpersonen ab 60 Jahren wird diese<br />

Methode schon angewendet.» Finanziell<br />

fordert der LSH vom Kantonsrat, dass<br />

er die kantonale Mitfinanzierung der<br />

Schulleitung regelt. Auch die Pädagogische<br />

Hochschule Schaffhausen soll durch<br />

den Rat gestärkt werden. Der Kantonsrat<br />

wird diese Petition nun prüfen.<br />

Ein Jahrhundert Loewe: Sauter AG zelebriert Jubiläum<br />

Im Rahmen eines bayrischen Abends feierte die Sauter AG vergangenen Donnerstag das 100-Jahre-Jubiläum der<br />

deutschen TV-Traditionsmarke LOEWE. COO Christian Alber stattete dem Schaffhauser Händler aus diesem<br />

Anlass einen Besuch ab und überreichte Thomas Gründler ein ganz besonderes Präsent.<br />

JUBILÄUM<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Lara Gansser<br />

100 Jahre LOEWE – das ist ein Grund zu<br />

feiern für die Sauter AG. Denn seit eh und<br />

je vertreibt der Schaffhauser Multimedia-<br />

Anbieter jegliche Produkte der deutschen<br />

Traditionsmarke, die ihren Sitz im bayrischen<br />

beziehungsweise fränkischen Kronach<br />

hat. Bekannt ist LOEWE vor allem für<br />

ihre Fernsehgeräte. Knapp 90 Kundinnen<br />

und Kunden der Sauter AG fanden vergangenen<br />

Donnerstag anlässlich des Jubiläumsanlasses<br />

den Weg in den Showroom<br />

am Rheinweg 4 in Schaffhausen.<br />

LOEWE-COO zu Gast<br />

Moderiert wurde der Abend von Matthias<br />

Wipf, der sich im ersten Teil der Veranstaltung<br />

mit dem geschäftsführenden Inhaber<br />

der Sauter AG, Thomas Gründler,<br />

sowie den TeleConex Fachbereichsleitern<br />

Christoph Widler (Informatik), Roman<br />

Leuenberger (Sicherheit) sowie Manuel<br />

Grünenwald (Shop Manager) unter anderem<br />

über die Themen Automation und<br />

«Smart-Home» austauschte.<br />

Darauf folgte ein Gespräch mit LOE-<br />

WE-COO Christian Alber, der auf seiner<br />

«Tour de Suisse» auch der Schaffhauser<br />

Kundschaft einen Einblick in die Ge-<br />

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schichte und die Produkte der deutschen<br />

TV-Marke gab. «LOEWE wurde 1923 gegründet<br />

in Berlin von den Brüdern David<br />

und Siegmund Loewe. Gemeinsam mit<br />

dem Technologen und Physiker Manfred<br />

von Ardenne haben sie die Dreifachröhre<br />

erfunden», erzählt Christian Alber. «Das<br />

war der Grundstein für das bewegte Bild.»<br />

Man kann also sagen: LOEWE Technology<br />

ist der Erfinder des Fernsehens. Auch<br />

die erste Liveübertragung ist der deutschen<br />

Marke zu verdanken. In den 1980er-Jahren<br />

gelang LOEWE der endgültige Durchbruch,<br />

insbesondere in puncto Design ist<br />

der Brand heute führend. «Das TV-Gerät<br />

Art. 1 steht heute noch im Museum of<br />

Arts in New York», berichtet der COO,<br />

der seit 26 Jahren bei LOEWE arbeitet.<br />

Design gepaart mit Technik – das hat die<br />

Marke zum Erfolg gebracht.<br />

Wertschätzendes Geschenk<br />

Zur Anerkennung seines Engagements<br />

für die Marke LOEWE überreichte<br />

Christian Alber Thomas Gründler abschliessend<br />

einen Sonderdruck, welcher<br />

die Geschichte der letzten 100 Jahre in<br />

Bildern zusammenfasst. «Wir schenken<br />

diesen nur ganz bestimmten Händlern,<br />

die sich für LOEWE engagieren», so der<br />

COO über das Jubiläumsbuch, das käuflich<br />

nicht erwerblich ist. «Ich bin sehr<br />

stolz darauf, dass wir die Marke LOEWE<br />

in der Schweiz vertreten», sagt Thomas<br />

Gründler, welcher den bebilderten Sonderdruck<br />

als zweiter in ganz Europa entgegennehmen<br />

durfte.<br />

Mit dieser wertschätzenden Geste endete<br />

der offizielle Teil der Veranstaltung und<br />

die Sauter AG lud dazu ein, den Abend<br />

bei einem Apéro Riche mit Weisswurst,<br />

Brezeln und Bier ausklingen zu lassen.<br />

Zudem hatten die Gäste die Möglichkeit,<br />

verschiedene Produkte im Showroom bei<br />

Workshops zu testen – beispielsweise gaben<br />

VR-Brillen Einblick in die Arbeit von<br />

Multimedia-Elektronikern, welche bei der<br />

Sauter ausgebildet werden.<br />

Thomas Gründler (l.) erhielt von LOEWE-COO<br />

Christian Alber einen Sonderdruck über die<br />

100-jährige Geschichte der Marke. Bilder: lg.<br />

<strong>Bock</strong>-SPLITTER<br />

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Richard Altorfer<br />

Kari, bewundernd: Ein Diamant ist auch<br />

nur ein Kohlehaufen. Allerdings einer, der<br />

es unter Druck zu etwas Besonderem gebracht<br />

hat.<br />

Haben wir irgendwie etwas nicht mitbekommen?<br />

Haben die Terrorgruppen der<br />

Hamas den Einwohnern der überfallenen<br />

Kibbuzims und den Teilnehmern am Musikfestival<br />

am 7. Oktober tatsächlich einen<br />

«humanitären Korridor» zur Flucht zur<br />

Verfügung gestellt und nur jene massakriert,<br />

die ihn nicht benutzten – und wir<br />

haben einfach nichts davon gehört? Kann<br />

alles sein, heutzutage. Es finden ja offenbar<br />

auch nicht 95 Prozent der Palästinenser in<br />

Gaza die «Aktionen» (aufschlitzen, vergewaltigen,<br />

verbrennen, köpfen, erschiessen,<br />

entführen) der Hamas tolle Heldentaten,<br />

sondern «nur» etwa 75 Prozent. (Dies das<br />

Ergebnis einer Umfrage des AWRAD: Arab<br />

World for Research and Development-Instituts<br />

in Ramallah.) Da ist man doch richtig<br />

gespannt auf lebhafte Verhandlungen über<br />

eine Zweistaatenlösung.<br />

Die frivole Gisela ist seit dem 7. Oktober<br />

auch nicht mehr die Gleiche. Sie sagt jetzt<br />

Sätze wie «Du solltest daran denken: Verhandlungen<br />

mit dem Teufel sind deswegen<br />

wenig erfolgversprechend, weil der Teufel<br />

sich auf dein Wort verlassen kann.»<br />

Die Schweizer Fussball-Nationalmannschaft<br />

(mit Glück für die EM qualifiziert)<br />

positiv gesehen: «Ein gutes Pferd springt<br />

nicht höher, als es muss.» Etwas fatalistischer:<br />

«Haste Scheisse am Schuh, haste<br />

Scheisse am Schuh.» (Andi Brehme)<br />

Oder intellektuell angepasst: «Man darf<br />

jetzt nicht alles so schlechtreden, wie es<br />

war.» (Fredi Bobic) Oder eher analytisch:<br />

«Speziell in der zweiten Halbzeit haben<br />

wir einen guten Tag erwischt.» (Andreas<br />

Möller)<br />

Lieblingssatz von Fussballern nach der<br />

fünften peinlichen Leistung: «Wir werden<br />

das analysieren (müssen).»<br />

Nicht so weiter wie bisher geht es in<br />

Schaffhausen. Dank des neuen Ständerats<br />

wird der Kanton in Bern künftig zu 50 Prozent<br />

sozialdemokratisch vertreten. Es war<br />

kinderleicht vorherzusagen. Und deshalb<br />

weiss man nicht so recht: soll man bloss<br />

respektvoll gratulieren oder zusätzlich den<br />

Kopf schütteln ob so viel bürgerlicher Ungeschicklichkeit.<br />

Richtig ist «Es ist nie zu früh und selten zu<br />

spät …». Was hingegen nicht stimmt: «Es<br />

ist nie zu spät …» Doch, manchmal ist es zu<br />

spät. Und deshalb sollte gelten: Wer zu spät<br />

zu einer Einsicht kommt, die andere sehr<br />

viel früher hatten, verdient keine Hochachtung,<br />

sondern ein paar kräftige Hiebe.<br />

Reim aus dem Song «Midlife crisis» von<br />

Reinhard Fendrich: «Bevor sie in den Hosen<br />

lahmen, geh’n sie zu den losen Damen.<br />

Bei Kerzenlicht und bei Champagna, stell’n<br />

sie dann fest: hurra, ich kann ja.»<br />

Sätze, die man nicht vergisst: Es rauscht<br />

im Wald der Wasserfall, wenn’s nicht mehr<br />

rauscht, ist’s Wasser all!<br />

IHR TOYOTA & LEXUS<br />

SPEZIALIST<br />

Daniel Joho und COO Christian Alber (LOEWE) sowie Thomas Gründler, geschäftsführender Inhaber<br />

der Sauter AG, und die TeleConex-Fachbereichsleiter Christoph Widler (Informatik), Manuel<br />

Grünenwald (Shop Manager), Roman Leuenberger (Sicherheit) und Moderator Matthias Wipf (v.l.).<br />

Beringen-Enge • 052 630 10 10 • engebrunnen.ch


6<br />

Gesellschaft<br />

<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong><br />

Schlafen Sie unruhig und<br />

sind sie nicht ausgeruht?<br />

RATGEBERKOLUMNE<br />

SCHLAFTIPPS<br />

Claudia Guhl-Wanner, Ernst Wanner AG<br />

Geht es Ihnen<br />

auch so, dass<br />

Sie sich nicht ausgeruht<br />

und fit fühlen<br />

am Morgen? Wälzen<br />

Sie sich oft im Bett<br />

und strecken Sie den<br />

Arm und das Bein zwischendurch raus?<br />

Viele Menschen leiden in der Nacht<br />

unter dem «Tropeneffekt». Dieser<br />

kommt zustande, wenn Sie in einem<br />

kühlen Schlafzimmer mit offenem Fenster<br />

schlafen. Sie decken sich bis zu den<br />

Ohren zu. Wir durchleben in der Nacht<br />

diverse Schlafphasen. Sie befinden sich<br />

jetzt in der Tiefschlafphase und gleiten<br />

langsam in die Traumphase. In dieser<br />

Zeit wärmt sich der Körper schnell auf.<br />

Sie fangen langsam an zu schwitzen. Sie<br />

decken sich ab, um die überschüssige<br />

Wärme und Feuchtigkeit loszuwerden.<br />

Nun liegen Sie mit feuchtem Oberkörper<br />

und die Muskeln verspannen sich.<br />

Wenn Sie dann wieder in den Tiefschlaf<br />

fallen, beginnt Ihr Körper wieder abzukühlen.<br />

Sie decken sich also wieder zu.<br />

Da nun aber die Bettdecke, die Matratze<br />

oder das Pyjama noch feucht sind, wird<br />

Ihnen noch schneller warm. Je feuchter<br />

das Klima, desto rascher beginnen wir<br />

zu schwitzen. Dies ist ein natürlicher<br />

Reflex, um den Körper zu kühlen. Ein<br />

ruhiges, entspanntes Schlafen ist also<br />

unmöglich. Somit ist der natürliche<br />

Schlafrhythmus gestört und Sie fühlen<br />

sich trotz längerer «Schlafzeit» nicht mit<br />

neuer Energie versorgt.<br />

Die Tipps<br />

Schliessen Sie ab nächtlicher Temperatur<br />

von unter 15 °C das Fenster. Das Schlafzimmer<br />

sollte mindestens 20 °C haben.<br />

Falls Sie den Eindruck haben, zu wenig<br />

«Luft zu bekommen», lassen Sie die<br />

Tür offen. Wenn Sie die ersten Nächte<br />

aufwachen, wegen der veränderten Luft,<br />

dann öffnen Sie das Fenster und schlafen<br />

die restliche Nacht wie gewohnt. Mit<br />

jeder Nacht geht es besser und nach einer<br />

Woche ist die Veränderung geglückt.<br />

Wählen Sie ein leichtes, feuchtigkeitsdurchlässiges<br />

Duvet. Optimal sind Funktionsduvets<br />

mit Outlastvlies, welches die<br />

Wärme ausgleicht. Wenn Sie zu Beginn<br />

der Nacht eher ein «Gfrörli» sind, so<br />

benutzen Sie ein Kirschsteinsäckli oder<br />

dicke Socken. Lassen Sie Ihre Wärme und<br />

Feuchtigkeit in der Nacht mit Hilfe eines<br />

«Datenloggers» messen und finden Sie<br />

somit bei Ihrem zertifizieren Liege- und<br />

Schlafberater das perfekte Duvet.<br />

052 632 10 10, claudia.guhl@wannerdeko.ch<br />

Kopfgesund-Tipp: Wundermittel Dehnen<br />

TIPP DER WOCHE<br />

DACHSEN<br />

Dennis Fröhlich aus<br />

Dachsen ist ehemaliger<br />

Betroffener, Körpertrainer<br />

und Coach<br />

für Psycho-Neuro-Immunologie.<br />

Er widmet<br />

sich seit über zehn<br />

Jahren der Thematik, wie der Körper die<br />

mentale Gesundheit verbessern kann.<br />

Der unbekannte Star<br />

Ein gesunder Geist lebt in einem gesunden<br />

Körper – ein Sprichwort, das viele kennen<br />

und dabei vor allem an Bewegung, Ernährung<br />

und Entspannung denken. Woran<br />

jedoch nur die wenigsten Menschen im<br />

Hinblick auf mentale Gesundheit denken,<br />

ist eine gedehnte Muskulatur.<br />

Das Geheimnis aus Fernost<br />

Bereits seit Tausenden von Jahren werden in<br />

den fernöstlichen Lehren wie Yoga, Qigong<br />

und Kung Fu Dehnübungen als grundlegender<br />

Bestandteil für mentale Gesundheit<br />

angesehen. Und das zu Recht: Während<br />

heute Stress, Schlafmangel, Reizbarkeit,<br />

Überlastung oder einseitiger Sport die Muskeln<br />

an- und verspannen und dadurch zu<br />

einer immer stärker werdenden Belastung<br />

der mentalen Gesundheit führen, sorgen<br />

gezielte Dehnübungen für Entspannung,<br />

innere Ruhe und einen klaren Geist.<br />

Dehnung hat es in sich<br />

Wer schon einmal einen Spagat versucht<br />

hat, weiss, wie schwer und zum Teil<br />

schmerzhaft dies sein kann. Doch abseits<br />

des Schmerzes haben Dehnübungen eine<br />

ausserordentlich positive Wirkung auf die<br />

mentale Gesundheit. Ein gezieltes Dehnprogramm<br />

verbindet Atmung, Meditation,<br />

Achtsamkeit sowie Entspannung und<br />

wirkt sich dadurch nicht nur positiv auf<br />

Stressabbau, Schmerzfreiheit und Schlafqualität<br />

aus, sondern klärt den Geist, baut<br />

negative Gedanken ab und fördert die<br />

mentale Gesundheit.<br />

So fängst du an<br />

Statt direkt in den Spagat zu springen, solltest<br />

du damit beginnen, deinen Körper für<br />

Dehnübungen vorzubereiten. Daher hier<br />

ein paar Impulse:<br />

• Wärme dich vorab auf. Je wärmer deine<br />

Muskulatur ist, desto leichter lässt sie<br />

sich dehnen.<br />

• Nimm dir Zeit. Dehnen ist kein Sprint.<br />

Es benötigt Ruhe, Geduld und ein<br />

Quäntchen «Ich halte das aus.»<br />

• Fang am Anfang an. Wenn du noch nie<br />

oder nur selten gedehnt hast, wird dein<br />

Körper mit Abwehr und Schmerzen reagieren.<br />

Daher freunde dich mit Dehnübungen<br />

an, beginne mit einfach auszuführenden<br />

Übungen und steigere dich<br />

behutsam.<br />

• Dehnung ist nicht gleich Dehnung.<br />

Du kannst dich entweder dehnen, weil<br />

du denkst, dass es hilft, oder weil du<br />

alle wirkungsvollen Effekte des Dehnens<br />

erleben willst. Der Unterschied<br />

dabei liegt in der Einhaltung der ersten<br />

drei Punkte.<br />

kopfgesund.ch<br />

Dehnen ist kein Sprint, sondern benötigt Ruhe und Geduld.<br />

Symbolbild: pixabay<br />

ELECTRIC FRIDAY<br />

RENAULT MEGANE E-TECH<br />

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7<br />

Sport<br />

<strong>Bock</strong><br />

Gemeinsam gegen<br />

psychische Gewalt<br />

16 Tage<br />

gegen Gewalt<br />

an Frauen<br />

25.11. - 10.12.23<br />

Gesellschaft<br />

«Der etwas andere Ausgang»<br />

– Isabella Schoning<br />

will mit ihrer Veranstaltung<br />

Emotionen auslösen.<br />

Seite 9<br />

Siegreiche Woche –<br />

und Weiter geht’s<br />

Nach der erfolgreichen Auswärtsspielwoche steht für die Kadetten Schaffhausen<br />

heute Dienstagabend das Rückspiel gegen den montenegrinischen Serienmeister<br />

HC Lovćen-Cetinje auf dem Programm.<br />

HANDBALL<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Lara Gansser<br />

Die Kadetten sind auf Kurs – sowohl<br />

in der European League als auch in der<br />

heimischen Liga: Auf den umkämpften<br />

29:26-Auswärtssieg gegen HC Lovćen-<br />

Cetinje folgte am Samstagabend der<br />

34:27-Erfolg gegen den BSV Bern. Schon<br />

heute Abend kommt es zum erneuten<br />

Kräftemessen mit dem montenegrinischen<br />

Serienmeister aus dem Balkanstaat. Um<br />

18.45 Uhr wird die Partie in der BBC-Arena<br />

in Schaffhausen angepfiffen.<br />

Emotionale Fans<br />

Ein erwartet emotionales und kampfbetontes<br />

Spiel ereignete sich vergangenen<br />

Dienstagabend in Podgorica. «Noch nie<br />

zuvor habe ich eine so laute Halle erlebt»,<br />

berichtet Mehdi Ben Romdhane. «Es war<br />

ein hartes Spiel und wir mussten bis zur<br />

letzten Minute kämpfen.» Schlussendlich<br />

triumphierte die Equipe mit einem 3-Tore-<br />

Vorsprung und siegte mit 29:26.<br />

Kadetten Neu<br />

auf Whatsapp<br />

Wer keine News der Kadetten verpassen<br />

will, kann über kadettensh.ch<br />

ab sofort den WhatsApp-Kanal der<br />

Schaffhauser Handballer abonnieren.<br />

Dort werden ergänzend zu den Social-<br />

Media-Kanälen alle Infos zu den Spieltagen<br />

der 1. Mannschaft publiziert.<br />

Im Hinspiel war Sandro Obranović mit 10 Toren der erfolgreichste Werfer der Kadetten. Die<br />

Partie endete mit einem 29:26-Sieg.<br />

Bild: Stefan Ivanovic / www.matchlens.me<br />

Zwischenstopp Bern gemeistert<br />

Zwischen den beiden europäischen Partien<br />

galt es für die Munotstädter am Samstag<br />

gegen den BSV Bern ernst. «Wir waren<br />

uns bewusst, dass es ein hartes Spiel wird»,<br />

so Trainer Hrvoje «Cveba» Horvat. Mit<br />

einem Schlussspurt entschied seine Equipe<br />

die Partie am Ende mit einem deutlichen<br />

7-Tore-Vorsprung für sich (34:27) und baut<br />

so die Tabellenführung in der QHL weiter<br />

aus. Es sei wichtig gewesen, die vom Dienstag<br />

besonders belasteten Spieler zu schonen<br />

und die Kräfte so richtig einzuteilen. Der<br />

Trainer zeigt sich zufrieden mit der Leistung<br />

seiner Mannschaft: «Die Jungs haben<br />

konzentriert gespielt und in der Deckung<br />

gut agiert – das hat uns den Sieg gebracht.»<br />

Erst Lovćen, dann Flensburg<br />

In der European League platzieren sich<br />

die Kadetten aktuell auf dem zweiten<br />

Zwischenrang – diesen gilt es zu halten,<br />

will man sich für die nächste Runde qualifizieren.<br />

Ein Heimsieg gegen Lovćen ist<br />

dementsprechend Pflicht. «Heute brauchen<br />

wir unsere Fans, um die BBC-Arena<br />

zu einem Hexenkessel zu machen», richtet<br />

sich Jonas Schopper an die Schaffhauser.<br />

Bereits in einer Woche gastiert der deutsche<br />

Bundesligist SG Flensburg-Handewitt<br />

– europäisch bisher ungeschlagen – in<br />

der BBC-Arena. Zum Abschluss folgt am<br />

5. Dezember das wohl entscheidende Rückspiel<br />

im norwegischen Elverum, welches<br />

ebenfalls den zweiten Rang im Blick hat.<br />

SCSH überzeugt an der Kurzbahn-SM<br />

SCHWIMMEN<br />

USTER<br />

Von Freitag bis Sonntag traten die Spitzenathleten<br />

der nationalen Schwimmszene im<br />

Schwimmbad Buchholz in Uster an, um<br />

die Schweizer Meistertitel und Qualifikationen<br />

für die Europameisterschaften auf<br />

der kurzen Bahn (25m) zu erringen.<br />

Von den 450 besten Schwimmer:innen der<br />

Schweiz machten sich fünf aus Schaffhausen<br />

auf den Weg zu den Meisterschaften.<br />

Während einige von ihnen ihre ersten offenen<br />

Meisterschaften bestritten, strebten<br />

andere danach, den Anschluss an die Spitze<br />

des Schweizer Schwimmsports herzustellen.<br />

Ella Nodari qualifizierte sich erfolgreich<br />

für drei B-Finals. Als Fazit der dreitägigen<br />

Veranstaltung sagte sie: «Ich bin insgesamt<br />

zufrieden mit meinen Leistungen, auch<br />

wenn man immer gerne schneller wäre.»<br />

Besonders hervorzuheben ist ihre beste<br />

Platzierung über 400m-Lagen, bei der sie<br />

fast fünf Sekunden schneller schwamm als<br />

je zuvor und den 12. Platz erreichte. Auch<br />

über 200m-Freistil qualifizierte sie sich<br />

für die Finals, obwohl sie hier ihre Bestmarke<br />

nicht unterbieten konnte und den<br />

18. Platz belegte. Am letzten Tag standen<br />

die 200m-Lagen an, bei denen sie sich mit<br />

einer Bestzeit am Morgen ihren dritten Finallauf<br />

sichern konnte und sich am Abend<br />

nochmals steigerte, um schliesslich den<br />

16. Platz zu erreichen. Darüber hinaus erzielte<br />

sie drei weitere Bestzeiten über 50m-<br />

Rücken, 200m- Rücken und 100m-Lagen.<br />

Rookies überzeugten<br />

Die Rookies im Team überzeugten ebenfalls<br />

mit guten Leistungen, auch wenn ab<br />

und an mit etwas mehr Nervosität im Gepäck.<br />

Für sie waren es die ersten offenen<br />

Schweizermeisterschaften und sie zeigten,<br />

dass auch sie sich schon für offene nationale<br />

Wettkämpfe qualifizieren können.<br />

Danilo Favale ging über 100m-Brust und<br />

200m-Brust an den Start. Er zeigte mutige<br />

Rennen und liess sich vom Grossanlass<br />

nicht einschüchtern. Bei beiden Läufen<br />

konnte er mit neuen Bestzeiten anschlagen.<br />

Tara Saladin ging neben den 100m-Brust<br />

auch über die 200m-Lagen an den Start.<br />

Auch sie reüssierte und liess bei beiden<br />

Rennen die alten Bestmarken hinter sich.<br />

Erim Ekinci schwamm die 100m-Freistil in<br />

neuer Bestzeit und konnte über 50m und<br />

Die erfolgreiche Schwimmerin Ella Nodari und<br />

SCSH-Trainer Balint Sirko.<br />

Bild: zVg.<br />

100m Schmetterling seine Zeiten bestätigen.<br />

Auch Aline Berie liess es sich nicht<br />

nehmen, ihre ersten Erfahrungen an einer<br />

offenen SM zu machen und schwamm am<br />

Sonntagmorgen über 200m-Lagen. Auch<br />

sie konnte reüssieren und schlug nach<br />

200m mit neuer Bestzeit an. Mit diesen<br />

Resultaten zeigt sich der Schwimmclub<br />

Schaffhausen auf dem richtigen Weg und<br />

Trainer Balint Sirko sehr zufrieden mit seinem<br />

Team. <br />

(shb./tno.)<br />

Lehrreiche Testtage für<br />

Schaffhauser Kunstturner<br />

KUNSTTURNEN<br />

TENERO<br />

Zwei Schaffhauser Nachwuchshoffnungen,<br />

Neo Müller (2014) und Yannick<br />

Kern (2014), nahmen vergangenes Wochenende<br />

erstmals an den schweizerischen<br />

Testtagen teil – dies als Probe für<br />

die Kaderqualifikation 2024. Die Testtage<br />

fanden in diesem Jahr in der neu gebauten<br />

Kunstturnhalle im Nationalen Jugendsportzentrum<br />

in Tenero TI statt.<br />

Ordentliche Leistungen<br />

Am Sonntagmorgen starteten die beiden<br />

Schaffhauser Kunstturner mit den Athletikstationen,<br />

wo an verschiedenen Stationen<br />

die Kraft- und Beweglichkeitsfähigkeiten<br />

getestet wurden. Beide Turner zeigten eine<br />

ordentliche Leistung wurden aber von der<br />

starken Konkurrenz im Athletikteil in die<br />

Schranken gewiesen.<br />

Am Nachmittag folgten die technischen<br />

Abnahmen an den Geräten. An den sechs<br />

olympischen Geräten plus dem Zusatzgerät<br />

Trampolin wurden einzelne Elemente<br />

Yannick Kern erreichte den 28. Platz an den<br />

Kunstturn-Testtagen in Tenero.<br />

<strong>Bock</strong>sport-Regional<br />

Eiskunstlauf: Lukas Britschgi mit Sieg<br />

Mit «Dziękuję» grüsst der Schaffhauser<br />

Lukas Britschgi aus Warszawa. In der polnischen<br />

Hauptstadt gewinnt der 25-Jährige<br />

am vergangenen Samstag im Rahmen der<br />

«ISU Challenger Series» den Warsaw Cup<br />

vor dem Israeli Mark Gorodnitsky und<br />

dem zweifachen Olympiateilnehmer Jason<br />

Brown aus den USA. Nächster Halt für<br />

den Munotstädter ist Osaka, wo er am kommenden<br />

Wochenende an der NHK Trophy<br />

Japan antritt.<br />

Fussball: SVS beste 2. Liga-Mannschaft<br />

Beim letzten Ligaspiel vor der Winterpause<br />

fertigt die Spielvi den FC Frauenfeld mit<br />

einem diskussionslosen 3:0 ab und darf sich<br />

nun mit dem inoffiziellen Titel als Wintermeister<br />

krönen. Der FC Wil 1900 II und die<br />

Thurgauer haben als erste Verfolger satte<br />

zehn Punkte Rückstand auf die Schwarz-<br />

Weissen. Nicht nur das: Blickt man auf<br />

alle vier Gruppen der 2. Liga interregional,<br />

gilt die SVS gar als beste Mannschaft aller<br />

Teams.<br />

In der Gruppe 3 kann der Traditionsverein<br />

FC Locarno mit dem ex-FCSler Mirko<br />

Facchinetti mit einem Sieg im Nachtragsspiel<br />

gegen Sursee ebenfalls Wintermeister<br />

werden. Leader ist aktuell der FC Collina<br />

d'Oro, wo Goleador Patrick Rossini mittlerweile<br />

spielt, mit 33 Punkten. Gleichviele<br />

Zähler weist das Duo FC Prishtina Bern<br />

und FC Besa Biel/Bienne in der Gruppe 2<br />

auf, während die Gruppe 1, deren Teams<br />

in dieser Woche nochmals in die Hosen<br />

gezeigt und vom Kampfgericht bewertet.<br />

Yannick Kern zeigte nach einem kleinen<br />

Patzer am Barren, der viele Punkte kostete,<br />

einen soliden Wettkampf und landete auf<br />

dem 29. Platz. Neo Müller stürzte am Trampolin,<br />

schaffte aber zum ersten Mal alle seine<br />

Elemente am Pauschenpferd und konnte<br />

sich vor Yannick den 28. Platz sichern.<br />

Klare Ziele fürs 2024<br />

«Es war ein gelungenes und lehrreiches<br />

Wochenende für die Schaffhauser Kunstturnhoffnungen.<br />

Wir sind grundsätzlich<br />

zufrieden, die Jungs haben die Leistung<br />

gezeigt, die sie konnten», so Ueli Strub.<br />

Gleichzeitig habe man gesehen, dass es<br />

im athletischen Bereich noch viel zu tun<br />

gibt. «Wir arbeiten dafür, das von Jahrgang<br />

zu Jahrgang zu verbessen – und sind<br />

uns auch bewusst, dass es ein langer Weg<br />

ist.» Nun steht für die beiden Turner die<br />

Vorbereitung der Wettkampfsaison 2024<br />

an. Mit guten Wettkampfresultaten können<br />

die beiden im nächsten Jahr an den<br />

STV-Testtagen 2024 um einen Platz im<br />

Schweizerischen Kader kämpfen. (shb.)<br />

Sein Teamkollege Neo Müller platzierte sich<br />

direkt dahinter auf Platz 29. Bilder: zVg.<br />

steigen müssen, mit dem Agglomerationsclub<br />

Lancy FC bereits ihren Wintermeister<br />

kennt. Welch Überraschung, denn auch die<br />

Genfer kommen auf 33 Zähler und halten<br />

sich die Konkurrenten von Stade Payerne<br />

und FC Châtel-St-Denis vom Leibe. Die<br />

Spielvereinigung Schaffhausen mit den bereits<br />

40 gesammelten Punkten wäre in jeder<br />

Gruppe Kronfavorit um den Aufstieg in die<br />

1. Liga.<br />

Bevor Luca Tranquillis Mannen in die<br />

wohlverdiente Winterpause gehen, gehts<br />

am Samstag nochmals an die Obere Au in<br />

Chur, wo die grosse Revanche gelingen soll.<br />

In der Meisterschaft fügte Chur 97 der SVS<br />

die einzige Pleite zu, dafür sollen die Schaffhauser<br />

in der Cup-Quali in die 3. Runde<br />

weiterkommen.<br />

Volleyball: Kanti verliert erneut<br />

Die Kanti-Girls sind von der Erfolgswelle<br />

abgekommen. Nach dem phänomenalen<br />

Ligastart und der zwischenzeitlichen Tabellenführung<br />

schieden die Volleyballerinnen<br />

vergangenen Mittwoch beim rumänischen<br />

Vertreter CSO aus Voluntari aus dem Challenge<br />

Cup und leisteten sich gegen den<br />

NLA-Aufsteiger Volley Glaronia am Sonntag<br />

einen weiteren Patzer. Nach dem 2:3<br />

gegen die Glarnerinnen grüsst der VC Kanti<br />

vom dritten Rang. Doch die Aufgaben werden<br />

nicht einfacher, denn am kommenden<br />

Samstag gastiert der amtierende Schweizer<br />

Meister NUC aus Neuchâtel in der BBC-<br />

Arena. Eine echte Herausforderung für Nicki<br />

Neubauer und seine Kanti-Girls. (rob.)


Gemeinsam zum zweiten Sieg in sieben Tagen gegen das Top Team aus Montenegro:<br />

Kadetten –<br />

HC Lovcen-Cetinje<br />

ODINN THOR RIKHARDSSON<br />

Flügel rechts<br />

Dienstag,<br />

21. November,<br />

18.45 Uhr,<br />

BBC-Arena<br />

Matchprogramm auf<br />

www.kadettensh.ch<br />

Kadetten Schaffhausen.<br />

Schweizer Champions im Internationalen Handball: 28 mal dabei<br />

Günstiger anfeuern<br />

Einfach Bankkarte zeigen und Heimvorteil nutzen<br />

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Matchtipp<br />

Frank Kirgis<br />

BBC Bircher Smart Access<br />

34: 28<br />

Michèle Gloor<br />

Gloor Immo AG<br />

26: 25<br />

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der Kadetten Schaffhausen<br />

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<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong> 9<br />

GesellschaftskuLtur<br />

Herzenssache<br />

<strong>Bock</strong>-Vorschau<br />

Isabella Schoning will mit ihrer Veranstaltung «der etwas<br />

andere Ausgang» am 23. November zu neuen Begegnungen<br />

und einem wertfreien Austausch anregen.<br />

GESELLSCHAFT<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Mevina Portner<br />

«Ich möchte keine Problemanalyse durchführen,<br />

sondern Emotionen auflösen»,<br />

erklärt Isabella Schoning das Prinzip ihres<br />

Coachings. Die Mentorin absolvierte eine<br />

Ausbildung zur Steuerfachgehilfin in<br />

Deutschland. Später entschied sie sich für<br />

den Weg in die Unternehmensberatung und<br />

ins Management. «Im Jahr 2000 wanderte<br />

ich dann in die USA aus und arbeitete viele<br />

Jahre als Senior Executive Assistentin für den<br />

CEO und den Verwaltungsrat einer weltweit<br />

agierenden Firma», informiert Isabella Schoning<br />

über ihren Lebenslauf. Da sie aber die<br />

Vielfalt in Europa mit den unterschiedlichen<br />

Kulturen vermisste, kehrte sie 2012 zurück,<br />

wurde Europa Managerin im Bereich Merchandise<br />

und liess sich in der Schweiz nieder.<br />

Emotionen verarbeiten<br />

«Es hat mich selbst schon immer interessiert,<br />

wieso Menschen in der gleichen Situation<br />

unterschiedlich reagieren», berichtet die begeisterte<br />

Coachin. «Ich bin eine neugierige<br />

Person und setzte mich schon früh mit der<br />

Psychoanalyse von Carl Gustav Jung und<br />

Sigmund Freud auseinander.» Nachdem Isabella<br />

Schoning ihre Kündigung erhielt, wollte<br />

sie die Ausbildung im Bereich Coaching nur<br />

für ihr eigenes Wohlbefinden absolvieren.<br />

Währenddessen packte sie aber das Thema<br />

und so wurde die Persönlichkeitsentwicklung<br />

zu ihrer Leidenschaft. «In meiner Vergangenheit<br />

erlebte ich einige persönliche Misserfolge<br />

und auch Krankheiten», teilt sie mit.<br />

«Ich besuchte Psychologen und sprach über<br />

meine Geschichte. Diese Methode half mir<br />

aber überhaupt nicht. Im Coaching lernte<br />

ich dann das Konzept der Emotionslösung<br />

kennen und spürte bei mir selbst eine positive<br />

Wirkung». Genau mit diesem Konzept führt<br />

Isabella Schoning ihr Coaching durch. Die<br />

Klient:innen können sich dabei in die Emotionen<br />

während der Situation hineinfühlen,<br />

um diese anzunehmen und zu überwinden.<br />

Dabei dient die Geschichte lediglich zum<br />

Einstieg und Erkennen der darunterliegenden<br />

Emotionen. Diese Emotionen sind oft<br />

mit Erfahrungen aus der Kindheit verbunden<br />

und bringen uns dazu, in einer bestimmten<br />

Art und Weise zu handeln. Im Coaching<br />

werden diese Verhaltensweisen, die tief in unserem<br />

Inneren verankert sind, erkannt und<br />

durch Reflektion verändert. «Wir sind nur<br />

noch Kopf-Menschen und die Seele geht vergessen»,<br />

macht die Kritikerin aufmerksam.<br />

«Dabei steuern unsere Gefühle und Emotionen<br />

auch unsere physische Gesundheit.»<br />

Rollenbilder durchbrechen<br />

Die aufgestellte Mentorin bietet ihr Coaching<br />

auch für Unternehmen an. «Ich habe<br />

während meiner beruflichen Karriere festgestellt,<br />

dass jede Firma das gleiche Problem<br />

hat», berichtet sie. «Von oben wird meist<br />

nur gesagt, was zu tun ist. Die Sinnhaftigkeit<br />

dahinter wird oft nicht kommuniziert.» Ein<br />

Alle tragen Schatten aus der Vergangenheit mit sich. Mit ihrem Coaching versucht Isabella<br />

Schoning diese prägenden Erlebnisse durch Emotionslösung zu verarbeiten.Bild: Mevina Portner<br />

weiteres Problem sieht die Beraterin in der<br />

Rollenverteilung. «Jeder hat seine Position,<br />

zum Beispiel als Chef, als Abteilungsleiter<br />

oder als Lehrling, und diese Identifikation<br />

manifestiert sich. Diese Manifestation im<br />

Laufe des Lebens und in anderen Lebenssituationen<br />

abzulegen beziehungsweise neu zu<br />

definieren, fällt vielen schwer, da sie Angst haben<br />

durch ein anderes Verhalten nicht mehr<br />

akzeptiert oder ausgeschlossen zu werden.<br />

Doch genau das Verharren in alten Mustern,<br />

führt dazu, dass das eigene Wachstum unterdrückt<br />

wird. Diese Unterdrückung kann<br />

zu Wutausbrüchen, Nervenzusammenbrüchen,<br />

dem Weglaufen, trotzigem Verhalten,<br />

Resignation und eben auch zu Krankheiten<br />

führen», ergänzt die Motivatorin. «Auch im<br />

Privatleben ist die Problematik der Identifikation,<br />

Manifestation und Rolle zu finden.<br />

Deshalb dürfen alle ihre Komfortzone verlassen<br />

und aus ihrem Rollenbild ausbrechen.»<br />

Diesen Prozess untersützt Isabella Schoning.<br />

Neue Begegnungen<br />

In den Herbst- und Wintermonaten fallen<br />

viele Menschen in ein Loch. Die frühe<br />

Dunkelheit und sinkenden Temperaturen<br />

führen zu weniger Bewegung, erhöhtem<br />

Alkohol- und Social-Media-Konsum, emotionaler<br />

Überforderung und der altbekannten<br />

Einsamkeit. Genau dem will Isabella<br />

Schoning vorbeugen und organisiert die<br />

Veranstaltung «der etwas andere Ausgang»<br />

als Kick-off zu ihrer Reihe von Treffen unter<br />

dem Motto «Mut tut Gut» am Donnerstag,<br />

23. November, um 18.30 Uhr auf dem<br />

Herrenacker 17. «Als ich eine Location<br />

suchte, stiess ich auf das Nara’s», berichtet<br />

die Coachin. «Ich war begeistert und dankbar,<br />

dass Nastia und Raphael vom Nara’s<br />

meiner Idee direkt zustimmten und mir mit<br />

viel Offenheit entgegenkamen.» Alle, die<br />

Interesse an neuen Begegnungen und Inspirationen<br />

zeigen, sind herzlich willkommen.<br />

Auch der wertfreie Austausch ohne Vorurteile<br />

und Beurteilung ist ihr wichtig. Für<br />

sie sind diese Events eine Herzenssache. «Die<br />

Teilnehmer:innen wissen nicht, was sie erwartet»,<br />

offenbart die Veranstalterin. «Das<br />

ist gewollt, denn ich möchte neugierige und<br />

offene Menschen erreichen und auch hier aus<br />

den typischen Abläufen ausbrechen.»<br />

Stefan Keller (l.) und Beda Ehrensperger<br />

überzeugen mit Barockstücken. Bild: zVg.<br />

«Bach today» im<br />

sorell hotel rüden<br />

Die Werke von J. S. Bach und dessen<br />

berühmtem Sohn C. Ph. E. Bach sind<br />

die Grundlage für das Programm am<br />

26. November um 11 Uhr im Sorell Hotel<br />

Rüden. Durch die filigran-groovige<br />

Untermalung der Barockstücke mit dem<br />

Schlagzeug erscheinen diese in einem<br />

völlig neuen Licht. Stücke von Thelonius<br />

Monk und Dave Brubeck sowie<br />

Eigenkompositionen von S. Keller und<br />

die berühmten «süss-sauren Sorbets»<br />

der zwei Musiker (Pro Argovia Artists<br />

<strong>2023</strong>) begeistern immer wieder. (shb.)<br />

Die Blueskoryphäe Andy Egert gastiert am<br />

Freitag um 21 Uhr in der Kerze. Bild: zVg.<br />

Abarta: Neue Band mit neuer Platte und neuen klängen<br />

Die neue Schaffhauser Band Abarta hat allen Grund zum Feiern. Denn am kommenden Freitag taufen die fünf<br />

langjährigen Freunde zusammen mit «Death Kiss Candy» aus Diessenhofen ihr Debütalbum im TapTab. Ein explosiver<br />

Abend mit lauten Gitarrenriffs und Synthesizer ist vorprogrammiert.<br />

PLATTENTAUFE<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Ronny Bien<br />

Die Türe öffnet sich, sie knattert und<br />

knarrt, hinein geht es in die Gruft. Doch es<br />

ist nicht einfach eine dunkle Kluft, in der<br />

Dämonen ihr Dasein fristen. Es öffnet sich<br />

eine Welt, in der im Dunklen Klangfarben<br />

erlaubt sind, die aus der Versenkung aufblitzen.<br />

Das kalte Industrialblau und das<br />

warme, psychedelische Rot erzeugen Gänsehautmomente,<br />

genauso wie die süssen<br />

Melodien, die das Trommelfeld zart anhauchen.<br />

Mit diesen musikalischen Lockmitteln<br />

lässt sich für die Schaffhauser Band<br />

Abarta die Beute leicht einfangen.<br />

Blues-Meister in<br />

der Kerze<br />

Hoher Besuch am kommenden Freitag<br />

in der Kerze: Der wohl bekannteste<br />

und populärste Schweizer Blueser,<br />

Andy Egert, gastiert im Rahmen<br />

der Kerze-Konzerte mit seinem Trio<br />

erstmals seit vielen Jahren wieder im<br />

urchigen Kult-Lokal. Inhaber Rolf<br />

Könitzer freut sich auf ein volles Haus<br />

in der Stadthausgasse und auf eine unvergessliche<br />

Bluesshow. «Es hat noch<br />

ein paar wenige Plätze», lässt der frühere<br />

Troubadour ausrichten. (rob.)<br />

Vom Jam-Projekt zur fixen Band<br />

Kopf dieser befreundeten Bande ist Marijan<br />

Prstec, früherer Leader der «Verrückten<br />

Dichter» und ehemaliger Band-Union<br />

Präsident, der seit 2015 mit José Vazquez<br />

am Synthesizer und dem damaligen «Infected<br />

Noise»-Schlagzeuger And Meier regelmässig<br />

jammt. Später kamen der frühere<br />

«Driven Under»-Gitarrist Steven Hohl<br />

und danach Gavin Maitland, der unter anderem<br />

den mittlerweile aufgelösten «Fifty<br />

Million Frenchmen» angehörte, dazu.<br />

2019 formte sich die Gruppe zur fixen<br />

Band namens «Abarta» und ehe die Pandemie<br />

für den Zwangsunterbruch sorgte,<br />

folgten im Fasskeller und im Dreiegg in<br />

Frauenfeld bereits die ersten Konzerte.<br />

Neun Songs aufgenommen<br />

«Wir nahmen uns die Zeit und tüftelten<br />

an unseren Songs, die wir zusammen<br />

komponierten», beschreibt And Meier<br />

Fünf gestandene Musiker schlossen sich zur Band «Abarta» zusammen und feiern am kommenden Freitag ihre erste Plattentaufe (v.l.): Gavin<br />

Maitland (Bass), And Meier (Schlagzeug), Steven Hohl (Gitarre), Marijan Prstec (Gesang) und José Vazquez (Synthesizer).<br />

Bild: zVg.<br />

die konzertlose Zeit. Diese Songs spiegeln<br />

die Einflüsse wider, die jedes Bandmitglied<br />

eingebracht hat, was die Band als authentisch<br />

klassifiziert. «Die Songs lassen uns<br />

genug Raum, um einfach auszuprobieren.<br />

Das ist mir persönlich sehr wichtig. Gut<br />

möglich, dass mal jemand Jazz beimischt»,<br />

lächelt José Vazquez. «Gavin schlug eines<br />

Tages vor, die Tracks in seinem Studio<br />

professionell aufzunehmen und daraus<br />

ein Album zu produzieren», fährt Marijan<br />

Prstec fort. Neun Eigenkompositionen<br />

schafften es schliesslich auf die gleichnami-<br />

ge Debütscheibe, die nun am kommenden<br />

Freitag, 24. November, im TapTab ihre<br />

grosse Taufe erleben wird.<br />

Plattentaufe im TapTab<br />

In den Songtexten gehe es weniger um<br />

Politik, sondern eher um gesellschaftliche<br />

Missstände, die sie thematisieren.<br />

«Bei ‹Liebliche Küsse› handelt es sich um<br />

Machtmissbrauch in allen Ebenen, von<br />

Hollywood bis zur Kirche», beschreibt<br />

Marijan Prstec den kritischsten Song. «Bei<br />

‹Das Kind in mir› ist das Verlangen des<br />

eigenen Kindes in einem, dass es beim Ich<br />

bleibt. Dazu haben wir auch einen Videoclip<br />

produziert, der bereits veröffentlicht<br />

worden ist.» Die fünf Musikerfreunde haben<br />

mit der Produktion ihres Debütalbums<br />

Blut geleckt und wollen mit ihren Konzerten<br />

begeistern. «Unser Freundeskreis freut<br />

sich mindestens so sehr wie wir», sehnen<br />

sich die Musiker auf die Plattentaufe. Eingeheizt<br />

wird dieser Abend mit der Diessenhofer<br />

Supportband «Death Kiss Candy»,<br />

die in diesem Jahr auch schon die eine oder<br />

andere Duftmarke hinterlassen hat.<br />

«Inside Afghanistan» bietet einen Einblick<br />

in das Hilfsprojekt. Bild: Afghanistanhilfe<br />

Inside Afghanistan<br />

in der kammgarn<br />

Trotz der schwierigen Situation leistet<br />

die Afghanistanhilfe zusammen mit lokalen<br />

Partnern weiterhin Hilfe in den Bereichen<br />

Gesundheit, Bildung und Nothilfe.<br />

Am Donnerstag, 23. November,<br />

um 18 Uhr in der Kammgarn können<br />

alle Interessierten Einblicke in die Hilfsprojekte<br />

gewinnen. Zudem werden eindrückliche<br />

Geschichten der Betroffenen<br />

erzählt. Der afghanische Kulturverein<br />

bietet ausserdem traditionelle Speisen<br />

an. Der Eintritt ist kostenlos. (shb.)


10<br />

weihnachtsshopping<br />

<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong><br />

In der Winter- und Weihnachtszeit sind die Gassen und Plätze in warmes Licht getaucht. Die Stadt Schaffhausen verwandelt sich in eine glänzende und romantische Zauberwelt.<br />

Bilder: Bruno Sternegg<br />

Pro City Schaffhausen – Night-<br />

Shopping und Sonntagsverkäufe<br />

SONDERSEITE<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Bruno Jakob, Wanda-Multimedia GmbH<br />

Schaffhausen hat einfach eine der schönsten<br />

und gemütlichsten Altstädte der<br />

Schweiz. Soviel ist sicher. Die Stadt präsentiert<br />

sich den Besucher:innen zu jeder<br />

Jahreszeit von seiner schönsten Seite. In<br />

der Winter- und Weihnachtszeit, wenn die<br />

Tage kürzer werden, sind die Gassen und<br />

Plätze in warmes Licht getaucht. Die vielen<br />

Geschäfte, Restaurants, Cafés und Bars<br />

richten sich auf Weihnachten ein und verwandeln<br />

ihre Räume und Schaufenster in<br />

glänzende und romantische Zauberwelten.<br />

So machen Stadtbesuche, gemütliches Einkaufen<br />

und Verweilen in der City Spass.<br />

Nightshopping am 24. November<br />

Die Schaffhauser Vereinigung Pro City mit<br />

seinen über 200 Mitgliedern aus Gewerbe,<br />

Gastronomie und Dienstleistern, belebt die<br />

Innenstadt auch dieses Jahr in der Weihnachtszeit<br />

mit Events und Attraktionen.<br />

Am Freitag, den 24. November, findet das<br />

traditionelle Night-Shopping statt. Viele<br />

Geschäfte haben bis um 22 Uhr geöffnet<br />

und bieten ihren Gästen ihre Produkte und<br />

Dienstleistungen an. Viele mit tollen Rabatten,<br />

Aktionen und Schnäppchen, denn<br />

am 24. November ist auch Black-Friday.<br />

dem Fronwagplatz statt. Einfach vorbeikommen<br />

und teilnehmen – es ist keine Anmeldung<br />

notwendig – fast alle Aktivitäten<br />

sind kostenlos.<br />

Food-Festival<br />

Der Hotspot am Nightshopping ist dieses<br />

Jahr wieder am gewohnten Ort auf dem<br />

Fronwagplatz. Dort stehen bereits die bekannten<br />

vier Glühwein- und Weihnachtshäuschen.<br />

Viele weitere Foodstände und<br />

mehrere Bars bereichern das Angebot.<br />

NIGHT<br />

SHOPPING<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

FREITAG 24. NOV<br />

BLACK-FRIDAY SHOPPING<br />

Die 14 Gastronomen bieten heisse und<br />

kalte Getränke und feines Essen aus aller<br />

Welt an. Von Momos über Raclette bis zu<br />

Gulasch wird so manches angeboten. Um<br />

17 Uhr startet das Food-Festival und dauert<br />

bis 23 Uhr.<br />

Weihnachtsbeleuchtung<br />

Als Höhepunkt wird um 19 Uhr unser<br />

Stadtpräsident Peter Neukomm feierlich<br />

die Weihnachtsbeleuchtung einschalten. Bis<br />

um 23 Uhr sind die Essens- und Getränkestände<br />

geöffnet. Die Chiesgrueb DJ̓s begleiten<br />

den Anlass mit stimmungsvoller Musik.<br />

Sonntagsverkäufe<br />

am 3., 10. und 17. Dezember<br />

An diesen drei Sonntagen im Dezember<br />

sind viele Geschäfte in der Innenstadt von<br />

11 bis 18 Uhr geöffnet. Für alle, die unter<br />

der Woche keine Zeit finden, um Weihnachtsgeschenke<br />

einzukaufen, bieten sich<br />

die Sonntagsverkäufe geradezu perfekt<br />

an. Gemütliches Bummeln und Shoppen<br />

in der Stadt ohne Zeitdruck ist angesagt<br />

– kombiniert mit einem Besuch der Weihnachtshäuschen<br />

auf dem Fronwagplatz<br />

oder einem der vielen Cafés und Restaurants<br />

zum Aufwärmen.<br />

Besuchen Sie auch den grossen Weihnachtsmarkt<br />

auf dem Münsterareal und<br />

beim Kreuzgang Allerheiligen am 9. und<br />

am 10. Dezember oder die rustikale <strong>Bock</strong>alp<br />

mit der Eisbahn auf dem Herrenacker.<br />

Weihnachten kann kommen, Schaffhausen<br />

ist bereit.<br />

Adventsmarkt <strong>2023</strong><br />

25. & 26. November <strong>2023</strong><br />

Samstag, 10:00 - 19:00 Uhr<br />

Sonntag, 10:00 - 17:00 Uhr<br />

Neu: Kinderweihnachten<br />

Besuchen Sie mit der ganzen Familie<br />

die «Kinderweihnacht» auf dem Fronwagplatz.<br />

Für die Kinder werden diverse<br />

Aktivitäten von Pro City Mitgliederfirmen<br />

organisiert: Guetzli, Topflappen<br />

und Chlaussäcklein verzieren, Weihnachtsbäumchen<br />

und Dekoration basteln,<br />

Kerzenziehen, Maskottchen ausmalen,<br />

Kindergeschichten erzählen und viel Spiel<br />

und Spass. Die Kinderweihnachten dauert<br />

von 15 bis 20 Uhr und findet witterungsgeschützt<br />

in Zelten und in einem Bus auf<br />

Glühwein- & Weihnachtshäuschen, Bars,<br />

Food-Stände, Musik mit Chiesgrueb-DJs<br />

procity.ch


<strong>Bock</strong> | Dienstag, 21. November <strong>2023</strong> 11<br />

Beiträge für diese Seite erscheinen im<br />

Auftrag der Firmen. Bei Fragen zum Inhalt<br />

sind diese direkt zu kontaktieren.<br />

Marktinfo<br />

«Digitale Lounge» eröffnet<br />

PR<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Schaffhauser Kantonalbank<br />

Die Digitalisierung hat die Art und Weise,<br />

wie Bankdienstleistungen genutzt und erbracht<br />

werden, fundamental verändert.<br />

Mit diesen Veränderungen setzt sich die<br />

Schaffhauser Kantonalbank kontinuierlich<br />

auseinander und optimiert ihr entsprechendes<br />

Angebot. Zum einen werden die<br />

digitalen Dienstleistungen und Beratungsmöglichkeiten<br />

laufend ausgebaut. Dies,<br />

um die Kundschaft noch schneller und effizienter<br />

bei alltäglichen Bankanliegen zu<br />

unterstützen. Zum anderen hat die Bank<br />

ihre Kundenzone am Hauptsitz in Schaffhausen<br />

durch eine «Digitale Lounge»<br />

erweitert. Hier erhalten Kund:innen<br />

praktische Hilfe bei der Installation und<br />

Anwendung von digitalen Bankprodukten<br />

und Dienstleistungen.<br />

Neue Begegnungszone<br />

In den Herbstferien fanden am Hauptsitz<br />

umfassende Umbauarbeiten statt. Innerhalb<br />

von drei Wochen ist im hinteren Teil<br />

der Kundenzone im Parterre in einem ehemaligen<br />

Backoffice-Bereich die «Digitale<br />

Lounge» entstanden. Realisiert wurde das<br />

Projekt vor allem mit lokalen Handwerksbetrieben.<br />

Die Räumlichkeiten und viele<br />

der dort anzutreffenden Mitarbeitenden<br />

sind Teil des kürzlich geschaffenen Serviceund<br />

Beratungscenters der Schaffhauser<br />

Kantonalbank. Andreas Wüscher, Leiter<br />

des Centers, freut sich über die neue Begegnungszone:<br />

«Unser Ziel ist es, in angenehmer,<br />

lockerer Atmosphäre unseren<br />

Kund:innen die Möglichkeiten des digitalen<br />

Bankings zu erklären und Hürden<br />

abzubauen». Dies spiegelt sich auch in<br />

der Ausgestaltung der Lounge wider: Es<br />

gibt Learning-Desks zum Entdecken von<br />

Apps und mobilen Bezahlsystemen sowie<br />

E-Stationen zum direkten Installieren und<br />

Ausprobieren des E-Bankings. «Wir können<br />

all unsere Apps und Online-Lösungen<br />

den Kundinnen und Kunden unkompliziert<br />

zeigen, bei der Installation unterstützen<br />

und bei der Lösung komplexer Probleme<br />

helfen», so der Center-Leiter. Optisch<br />

hebt sich die neue Begegnungszone durch<br />

ihren hellen, holzartigen Boden vom Marmorboden<br />

der übrigen Kundenzone ab.<br />

Ein spezielles Farbkonzept und ein smartes<br />

Beleuchtungssystem geben den Räumlichkeiten<br />

viel Grosszügigkeit und Freundlichkeit.<br />

«Wir wollten und konnten die<br />

denkmalgeschützte Bausubstanz nicht<br />

verändern. Daher haben wir die Bestandsfläche<br />

bestmöglich umgestaltet», erklärt<br />

Andreas Wüscher.<br />

Persönlicher Kontakt bleibt wichtig<br />

Die erweiterte Kunden- und Beratungszone<br />

bietet aber nicht nur Platz für Digitales, sondern<br />

auch viel Raum für individuelle Gespräche.<br />

Neben diskreten Lounge-Elementen,<br />

die die Privatsphäre der Nutzer:innen respektieren,<br />

gibt es eine Kaffeebar und Bistrotische,<br />

die zum Austausch einladen. Denn<br />

auch, wenn viele Kundinnen und Kunden<br />

ihre alltäglichen Bankgeschäfte heute online<br />

erledigen, der persönliche Kontakt bleibt ein<br />

wichtiger Bestandteil des Bankings. Alain<br />

Schmid, Vorsitzender der Geschäftsleitung,<br />

hält dazu fest: «Wer ein Eigenheim kauft,<br />

Geld anlegen möchte oder sich mit dem<br />

Thema Vorsorge auseinandersetzt, wünscht<br />

sich eine auf die individuelle Situation abgestimmte<br />

Beratung. Dazu braucht es ein<br />

menschliches Gegenüber, das kompetent<br />

und einfühlsam einordnet, erklärt und berät.»<br />

Der Kassenschalter in der Kundenzone<br />

bleibt unverändert bestehen. Er ist Anlaufstelle<br />

für alle Anliegen rund ums Bargeld, wie<br />

zum Beispiel Notenwechsel oder Ein- und<br />

Auszahlungen, die nicht am Bancomaten<br />

erledigt werden können.<br />

shkb.ch<br />

Wenn man zeigt, was<br />

man schon lange ist<br />

Was hat der 15. November 1963 mit dem 60 Jahre danach gemeinsam. Genau – es gibt<br />

Neuigkeiten auf dem «Taxi-Platz Schaffhausen». Pünktlich präsentierte die Steinemann<br />

Kleinbus AG den neuen Markenauftritt ihres Ring-Taxis und ihre elektrische Flotte.<br />

PR<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Steinemann Kleinbus AG<br />

Das Wort Bewegung war eines der zentralen<br />

Schlüsselwörter an der Fahrzeugtaufe beim<br />

sechzigjährigen Jubiläum der Steinemann<br />

Kleinbus AG. Ein Familienbetrieb, der bewegt<br />

und dies in vielerlei Hinsicht. «Bewegung<br />

in Form von Transport, Emotionen<br />

und Innovationen und dies seit 1963», lässt<br />

Andy Steinemann, Geschäftsführer der<br />

Steinemann Kleinbus AG in seiner Ansprache<br />

stolz verlauten. Diese richtete sich an gut<br />

fünfzig Gäste durchmischt aus Mitarbeitern,<br />

Partnern und Freunden des Familienunternehmens.<br />

Mit viel Herzblut eröffnete<br />

Kurt Steinemann am 15. November 1963<br />

seinen Taxibetrieb. «Herzblut, wie es auch<br />

all unsere Mitarbeiter tagein tagaus an den<br />

Tag legen.», so Steinemann unter anderem<br />

in seinen Worten. Genau sechzig Jahre<br />

später wird das neue Logo vom heutigen<br />

Taxi-Betrieb der Steinemanns, dem Ring-<br />

Taxi, enthüllt. Man hat bewusst fürs Taxi<br />

eine Marke erschaffen, die sich mit klar<br />

committeten Fahrzeugen ins Flottendesign<br />

integriert und die Verwechslungsgefahr von<br />

Trittbrettfahrern, die den Familiennamen<br />

und weitere Identitätsmerkmale seit Jahren<br />

missbrauchen, ein wenig verringern soll.<br />

Das Traditionsunternehmen bewirtschaftet<br />

im Segment Taxi nur das, aus einem sozialen<br />

Aspekt lancierte, Ring-Taxi.<br />

Fahrzeugtaufe<br />

Natürlich durfte nicht irgendein Fahrzeug<br />

eingeweiht werden, sondern<br />

SH 1963 – Gründungsjahr des Traditionsunternehmens<br />

und ein weiterer, reiner Stromer<br />

der Elektroflotte seit 2016. Die Taufe<br />

wurde mit guten Wünschen vollzogen, die<br />

Am 15. November weihte die Steinemann Kleinbus AG ihr neues Ring-Taxi ein. Dabei handelt es<br />

sich um das Fahrzeug mit der Nummer SH 1963, dem Gründungjahr des Unternehmens. Bild: zVg.<br />

unter anderem jahrzehntelange Mitarbeiter<br />

verfassten und zum Himmel aufstiegen liessen.<br />

Mit den beiden neu getauften BMWs<br />

ist die Taxi-Flotte zu über 80 Prozent elektrifiziert<br />

und führt das stille Statement aus<br />

2016 fort, wo man das erste reine Elektrotaxi<br />

von Schaffhausen einweihte, aber dies bis<br />

heute nie progressiv nach aussen trug. Auf<br />

die Frage weshalb gerade heute, antwortet<br />

Steinemann: «Es ist eine Herzensangelegenheit.<br />

Das Taxi-Image in Schaffhausen ist<br />

zu Recht angekratzt, aber wir wollen zeigen,<br />

dass die Branche eine Berechtigung hat,<br />

einen Mehrwert für unsere Region immer<br />

noch darstellt und auch sauber geführt werden<br />

kann». Bei diesen Worten und im Verlauf<br />

der Präsentation merkte man immer<br />

wieder, wie wichtig für das Unternehmen<br />

der Mehrwert für die Region ist. So war es<br />

der Unternehmerfamilie auch ein Anliegen,<br />

zu betonen, dass das Grafikdesign aus der<br />

Schaffhauser Münstergasse aus der Feder<br />

von «weisspunkt» stamme, die Fahrzeuge<br />

in Hallau bei der Firma «Pfenninger Maler<br />

AG» beschriftet wurden sowie selbstverständlich<br />

die Beschaffung beim Nachbar im<br />

Ebnat, der Hutter Dynamics, erfolgte. Alle<br />

Kontakte stammen aus dem Netzwerk der<br />

JCI Schaffhausen, welches Jungunternehmer<br />

verbindet und fördert. Der heutige Tag<br />

ist nicht der erste Exkurs der Steinemann<br />

Kleinbus AG in die Elektromobilität.<br />

Schon 2004 war man mit der Hochschule<br />

Luzern an einem Projekt beteiligt, woraus<br />

ein reiner Elektro-Kleinbus entstand, der<br />

mittels Induktionsladung zwischen dem<br />

Verkehrshaus und Bahnhof Luzern pendelte.<br />

Lauscht man dem Gründer, Kurt Steinemann,<br />

bei solchen Anekdoten, darf man<br />

bewusst gespannt auf die nächsten sechzig<br />

Jahre sein. Wir freuen uns für die Region<br />

Schaffhausen.<br />

ring-taxi.ch<br />

Seit Ende Oktober befindet sich im Hauptsitz der Kantonalbank Schaffhausen eine «Digitale<br />

Lounge», die eine angenehme und lockere Atmosphäre bietet.<br />

Bild: zVg.<br />

Teresa Zukic: Vom<br />

Leistungssport zur Nonne<br />

PR<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

schwester-teresa.de<br />

Teresa Zukic wurde 1964 in Kroatien geboren<br />

und kam im Alter von sieben Jahren<br />

nach Deutschland. Mit beeindruckenden<br />

sportlichen Erfolgen, darunter der Titel<br />

der Hessischen Meisterin am Schwebebalken<br />

und der Badischen Meisterin im Mehrkampf,<br />

schien ihre Zukunft im Leistungssport<br />

vielversprechend. Doch das Schicksal<br />

nahm eine unerwartete Wendung, als sie<br />

während ihres Aufenthalts am Sportinternat<br />

zufällig eine Bibel in die Hand bekam.<br />

«Ich las die Bergpredigt und war eine<br />

andere», erzählt Schwester Teresa rückblickend.<br />

Im Jahr 1985 sagte sie dem Leistungssport<br />

adieu und trat in ein Kloster<br />

ein, wo sie fortan als Schwester Teresa bekannt<br />

wurde. Heute hat Schwester Teresa<br />

einen erstaunlichen Weg zurückgelegt.<br />

Stolz und vorurteil<br />

Am 25. und 26. November ab 17.30 Uhr führt das Landestheater<br />

Tübingen im Stadttheater Schaffhausen das<br />

Musical Stolz und Vorurteil* (*oder so) auf.<br />

PR<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

Stadttheater<br />

Entdeckung der englischen Theaterszene<br />

nach der Corona-Pandemie und wurde 2022<br />

mit dem Olivier Award für die beste Komödie<br />

der Saison prämiert. Das Stück arbeitet mit<br />

die ironischen Zwischentöne Jane Austens<br />

heraus und stellt die im Roman lediglich<br />

am Rande auftauchenden Dienstmädchen<br />

ins Zentrum. Diese spielen und singen sich<br />

in wechselnden Kostümen und Rollen mit<br />

heutigem und emanzipiertem Blick durch<br />

das Geschehen, bis der Karaoke-Box der Saft<br />

ausgeht und die Liebe endlich siegt.<br />

Eigentlich könnte alles gut sein in Jane<br />

Sie ist nicht nur eine Ordensschwester,<br />

sondern auch eine studierte Religionspädagogin,<br />

eine talentierte Komponistin<br />

von Kindermusicals und eine gefragte Vortragsrednerin.<br />

Am 25. November wird<br />

Schwester Teresa Zukic beim Lobpreis in<br />

der Kirche St. Peter in Schaffhausen einen<br />

inspirierenden Impuls geben. Es wird eine<br />

Gelegenheit sein, Einblicke in ihre faszinierende<br />

Lebensreise zu erhalten.<br />

Austens Meisterwerk «Stolz und Vorurteil»:<br />

Mr. und Mrs. Bennet haben fünf wohl geratene<br />

Töchter, ein stolzes Anwesen und auch<br />

das Geld reicht für ein sorgloses Leben. Das<br />

einzige Problem: Im georgianischen England<br />

dürfen alleinstehende Frauen nicht erben<br />

– so wird die Suche nach einem geeigneten<br />

Ehemann für Elisabeth, Jane, Lydia, Mary<br />

und Kitty Bennet bald zur existenziellen Angelegenheit.<br />

Zum Glück zieht ein Stück weiter<br />

stadttheater-sh.ch<br />

der Junggeselle Mr. Bingley ein, der eine<br />

gute Partie zu sein verspricht. Doch scheint<br />

der so gar nicht den Drang nach Heirat zu<br />

verspüren. Und was ist mit seinem etwas ungehobelten<br />

Freund Mr. Darcy, dessen Manieren<br />

sich leider so gar nicht mit seinem Kontostand<br />

zu decken scheinen? Vom verstaubten<br />

Sittenroman der englischen Romantik zur<br />

frechen Frauenpower-Karaoke- Show: Das<br />

Musical «Pride and Prejudice* (*sort of)»<br />

der jungen Glasgower Schauspielerin und<br />

Schwester Teresa über ihre Reise. Bild: zVg.. Autorin Isobel McArthur war die grösste Das Musical im Stadttheater. Bild: zVg. tcs.ch<br />

Samichlaus<br />

im Theater<br />

PR<br />

SCHAFFHAUSEN<br />

TCS<br />

Ein Event, der seit Generationen bei<br />

Gross und Klein nichts an Beliebtheit<br />

eingebüsst hat. Die meisterhaft dargestellten<br />

Aufführungen der «kleinen<br />

bühne schaffhausen» faszinieren und<br />

versprechen spannende, unvergessliche<br />

Momente im Schaffhauser Stadttheater.<br />

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schaffhausen24.ch | Einsendeschluss: 23. November, 12 Uhr<br />

Lösung:<br />

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12<br />

Lösung einsenden an wettbewerb@bockonline.ch oder an Verlag <strong>Bock</strong> AG, Herrenacker 15, 8200 Schaffhausen. Einsendeschluss: Dienstag, 28. November.<br />

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Lösung Ausgabe Nr. 45: «Festansprache». Die Gewinnerinnen und Gewinner werden persönlich benachrichtigt.<br />

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4 6 1 7 3 2 5 9 8<br />

8 9 2 5 1 4 6 3 7<br />

5 2 3 9 4 8 7 1 6<br />

9 4 7 2 6 1 3 8 5<br />

1 8 6 3 5 7 9 4 2<br />

3 7 9 8 2 5 4 6 1<br />

2 5 4 1 9 6 8 7 3<br />

6 1 8 4 7 3 2 5 9<br />

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1 7 5<br />

8 2 5 1 3 7<br />

2 3 9 4 7<br />

4 8<br />

6 5 7 9 4<br />

3 7 2 5 4 1<br />

4 6 8<br />

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Zwischen Sand und Dünen bei 35 Grad<br />

Vier Tage, fünf Etappen: Der Schaffhauser Roberto Maggi meisterte die Herausforderung<br />

von 100 Kilometern durch die Wüste beim «100km del Sahara». Der Läufer<br />

berichtet von dem aussergewöhnlichen Abenteuer, das er mit dem Gesamtsieg krönte.<br />

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100 Kilometer durch die Sahara – dieser<br />

Herausforderung stellte sich der Schaffhauser<br />

Roberto Maggi. Vom 28. Oktober<br />

bis 4. November nahm er am Etappenlauf<br />

«100km del Sahara» durch die tunesische<br />

Wüste teil. Mit seiner Endzeit von<br />

8:49 Stunden erreichte er den ersten Rang<br />

in der Gesamtwertung. Im Gespräch mit<br />

dem «<strong>Bock</strong>» berichtet der ambitionierte<br />

Hobbyläufer von der Erfahrung, bei<br />

35 Grad durch die Wüste zu laufen, den<br />

schmerzhaften Blasen an den Füssen sowie<br />

dem geselligen Leben im Zeltlager.<br />

Keine spezifische Vorbereitung<br />

Dem Laufsport verfallen ist Roberto Maggi<br />

im Jahr 2009. Bis auf den Unterbruch von<br />

zweieinhalb Jahren nahm der Läufer der<br />

WhatsApp Runners Schaffhausen in dieser<br />

Zeit regelmässig an Wettkämpfen teil. 2010<br />

finishte er seinen ersten von mittlerweile<br />

15 Marathons (42,195 Kilometer).<br />

Was hat den 52-Jährigen dazu bewogen,<br />

sich nach zahlreichen Strassen- und Trailläufen<br />

nun auf das Abenteuer im Wüstensand<br />

einzulassen? «Ich mache keinen Marathon<br />

zweimal», erzählt er. So nahm er im<br />

Februar dieses Jahres am «Maratona sulla<br />

sabbia», einem Strandmarathon in Italien,<br />

teil. Schnell entfachte seine Begeisterung<br />

für das Laufen auf Sand und er befasste<br />

sich weiter mit dem «Projekt Wüste». «Ich<br />

kannte sowohl Zitoway, den italienischen<br />

Veranstalter des Sahara-Marathons, sowie<br />

Carlos Ultrarun, der auf Instagram darüber<br />

berichtet hatte, und adventure-travel.info»,<br />

erzählt er. Kaum war er zurück in der<br />

Schweiz, meldete er sich an.<br />

Spezifisch vorbereitet hat sich Roberto<br />

Maggi nicht. «Wichtig war mir einzig, dass<br />

ich Trailläufe und mehr Höhenmeter ins<br />

Training einplante. Zudem baute ich mehr<br />

langsame Einheiten ein.» 50 bis 60 Kilometer<br />

läuft er pro Woche, viele davon mit<br />

seinen Laufkolleginnen und -kollegen von<br />

den WhatsApp Runners.<br />

Vier Tage, fünf Etappen<br />

Acht Monate später war es so weit: Am<br />

Freitag, 27. Oktober, reiste Roberto Maggi<br />

nach Mailand, wo sich die gesamte Gruppe<br />

tags darauf mit dem Veranstalter traf<br />

und gemeinsam nach Tunesien flog. Von<br />

Tunis ging es weiter nach Hammamet<br />

und am Sonntag stand die lange Reise in<br />

die Oasenstadt Douz auf dem Programm.<br />

«Am Montag wurden wir von dort mit<br />

mehreren 4×4-Fahrzeugen ins Camp beim<br />

Mont Tembaine gebracht», erzählt der<br />

Sportler. Im dortigen Wüstencamp befand<br />

sich in den kommenden vier Tagen das<br />

Zentrum des «100km del Sahara», übernachtet<br />

wurde in komfortablen Zelten.<br />

Die erste von insgesamt fünf Etappen<br />

war bereits am Montagabend angesetzt.<br />

Roberto Maggi setzte sich zum Ziel, diese<br />

12 Kilometer defensiv anzugehen, um erste<br />

Erfahrungen auf dem Wüstenboden zu<br />

sammeln und Kräfte zu sparen. «Die Sicht<br />

in der Nacht war eine grosse Herausforderung»,<br />

berichtet er. «Doch noch schlimmer<br />

waren die Blasen an den Füssen, die<br />

ich am nächsten Tag hatte.» Dies trotz der<br />

Vorbereitungen, welche der Läufer getroffen<br />

hatte: «Ich liess meinen Trailschuh mit<br />

Gamaschen aufrüsten, damit kein Sand<br />

reinkommt.» Doch leider hatte das nicht<br />

funktioniert. Nachdem<br />

er die Blasen verarztet<br />

hatte, galt es, die Strategie<br />

zu ändern: «Ab Tag zwei<br />

lief ich mit dem zweiten<br />

Trailschuh, den ich dabeihatte,<br />

und stülpte jeweils<br />

Strümpfe von meiner<br />

Partnerin darüber.»<br />

Wie auch die Frage nach<br />

der Ausrüstung sei es von<br />

Bedeutung gewesen, die<br />

Verpflegung im Voraus zu<br />

planen: «An den offiziellen<br />

Verpflegungsstellen konnte man sich<br />

mit Wasser, Datteln und Orangen und isotonischen<br />

Getränken verpflegen. Pflicht<br />

war es, zusätzlich mindestens einen Liter<br />

Wasser mitzunehmen.» Er selbst hat zudem<br />

auf Gels gesetzt.<br />

Tagsüber hat man sich im Camp verpflegt,<br />

wo es neben italienischem Essen auch viele<br />

tunesische Spezialitäten gab. «Das Essen<br />

war richtig fein – auch wenn ich anfangs<br />

noch vorsichtig war, da ich keine Magenprobleme<br />

riskieren wollte.» Neben einer<br />

Bobbahn und einem Pool gab es im Camp<br />

einen Aufenthaltsbereich, um zwischen<br />

den Etappen im Schatten zu ruhen. «In<br />

unseren Zelten war es tagsüber brütend<br />

heiss», berichtet er.<br />

Ab Tag zwei geführt<br />

Am Dienstag stand der erste Halbmarathon<br />

auf dem Plan. Und obwohl Roberto<br />

Maggi nicht mit dem Ziel nach Tunesien<br />

gereist war, den Etappenlauf zu gewinnen,<br />

«Ich habe mich<br />

nicht spezifisch<br />

auf die Wüste<br />

vorbereitet»<br />

Roberto Maggi<br />

Gesamtsieger «100km del Sahara»<br />

habe er schnell gemerkt, dass er es unter die<br />

Top 5 schaffen kann. So erlief er sich an<br />

diesem Tag einen Vorsprung von acht Minuten.<br />

«Ich wusste: Je schneller ich heute<br />

laufe, desto mehr Erholungszeit habe ich<br />

vor der Doppeletappe.» Denn der dritte<br />

Lauftag startete mit einem Halbmarathon<br />

am Morgen und endete mit 10 Kilometern<br />

am Abend – von da an versuchte der<br />

Schaffhauser seine Führungsposition zu<br />

halten. Zum Gelände sagt er: «Grösstenteils<br />

lief man auf Sand, doch auch Geröllwege<br />

und Dünen gehörten dazu.» Damit<br />

sich niemand verlief, waren die Strecken<br />

mit Fahnen ausgesteckt. «Dies lässt teils die<br />

Wahl, ob man den direktesten Weg nimmt<br />

oder den, wo schon ein Fahrzeug darüber<br />

gefahren ist und man weniger einsackt.»<br />

Am Donnerstag galt es, die letzte Etappe<br />

über 32 Kilometer zu bewältigen. «Trotz<br />

des Sands und der völlig anderen Belastung<br />

war ich weiterhin zügig unterwegs<br />

– wohl auch da es wenig<br />

Höhenmeter hatte», berichtet<br />

Maggi. Die letzte<br />

Etappe absolvierte er in<br />

2:49 Stunden – womit er<br />

sich mit einem Gesamtvorsprung<br />

von sieben<br />

Minuten souverän den<br />

ersten Rang sicherte.<br />

Doch er gibt sich bescheiden:<br />

«Es war ein<br />

Amateurrennen. Und<br />

schlussendlich gehörte<br />

ein bisschen Glück dazu<br />

und es kam mir zugute, dass sich einige<br />

Läufer verletzten oder Magenverstimmungen<br />

hatten.»<br />

Temperaturen um die 35 Grad<br />

Neben der körperlichen Höchstleistung,<br />

welche Roberto Maggi in der Sahara an<br />

den Tag legte, bleibt ihm vor allem die Erfahrung<br />

rund um das Rennen in Erinnerung.<br />

«Die Wüste, die Temperaturen, der<br />

Sand, die Nächte im Zelt, die Top-Organisation<br />

und die vielen Bekanntschaften –<br />

das kann ich alles nur hervorheben.» Unter<br />

den rund 70 Läuferinnen und Läufern<br />

habe es neben vielen Italiener:innen unter<br />

anderem Teilnehmende aus Argentinien,<br />

Norwegen oder der Ukraine gehabt.<br />

Tagsüber erreichten die Temperaturen um<br />

die 35 Grad. «Das war machbar. Einerseits<br />

da die Etappen relativ kurz gehalten<br />

sind und andererseits da man bis auf den<br />

Tag mit der Doppeletappe relativ lange<br />

Ruhepausen hatte.» In diesen galt: Genug<br />

König der Wüste: Roberto Maggi von den WhatsApp Runners Schaffhausen lief beim Vier-Tages-<br />

Etappenlauf «100km del Sahara» zum Sieg.<br />

Bilder: zVg.<br />

Rund 70 Läuferinnen und Läufer stellten sich der Herausforderung in der Wüste – alternativ zu<br />

den 100 Kilometern wurde auch 50km-Walking angeboten.<br />

trinken, die Blasen an den Füssen verarzten,<br />

abkühlen im Pool und genug schlafen.<br />

«Speziell war auch, dass es in der Wüste<br />

kein Internet gab.» So wurden die Ranglisten<br />

jeweils von Hand geschrieben und<br />

hingen dann jeweils einige Stunden nach<br />

dem Lauf aus.<br />

Abgerundet wurde die Woche mit einer<br />

schicken Abschieds-Gala mit dem tunesischen<br />

Tourismusbüro, bei welcher die<br />

schnellsten Läuferinnen und Läufer mit<br />

Pokal und Medaille geehrt wurden. Zuoberst<br />

auf dem Podest: Roberto Maggi<br />

aus Schaffhausen – der damit seinem<br />

ersten Wüstenlauf den krönenden Abschluss<br />

verlieh.<br />

Marathon des Sables als Fernziel<br />

Nach dem Lauf ist vor dem Lauf: Das<br />

nächste grosse Ziel hat der passionierte<br />

Sportler bereits vor Augen: 2025 oder 2026<br />

will er sich an den Marathon des Sables wagen,<br />

einen anspruchsvollen Etappen-Ultramarathon<br />

über 250 Kilometer. «Der Sahara-Marathon<br />

war ein Herantasten», so der<br />

52-Jährige. «Der Marathon des Sables ist<br />

nochmal ein ganz anderes Kaliber mit über<br />

1000 Teilnehmenden, bei dem man alles<br />

in Eigenregie organisieren muss.» Neben<br />

einer intensiven Vorbereitung ist der Wettkampf<br />

mit grossen Kosten verbunden.<br />

«Es wäre schön, wenn ich einen oder zwei<br />

Sponsoren finde.»<br />

Die richtige Ausrüstung war wichtig: Es galt, die optimale Taktik zu finden,<br />

damit möglichst wenig Sand in die Schuhe kommt.<br />

Die drei schnellsten Herren des «100km del Sahara»: Roberto Maggi (Mitte)<br />

sicherte sich den Gesamtsieg vor Davide Gasparini (l.) und Manuel Stasia.<br />

Die Läuferinnen und Läufer nach dem Startschuss. Im Hintergrund ist das<br />

Wüstencamp mit den Zelten zu sehen, wo sich das Zentrum des Laufs befand.

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