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Newsletter_12-2023_DE

In einer sich schnell entwickelnden Branche sind aktuelle Informationen wichtig. reinraum online bietet einerseits Interessierten die Möglichkeit, sich aktuell und umfassend über die Reinraum-Branche zu informieren. Andererseits können Unternehmen und Personen die Plattform nutzen, Fachbeiträge, redaktionelle Artikel und Firmennews zu veröffentlichen. Ein Veranstaltungskalender ergänzt das Informationsangebot. Der ExpertenPool hilft bei der Profi-Suche.

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<strong>DE</strong> <strong>12</strong>/23<br />

Reinraum-Tablets mit<br />

Edelstahlgehäuse,<br />

4K-Kamera und RFID-Leser


IP69- und GMP-konform<br />

Reinraum-Tablets mit<br />

Edelstahlgehäuse, 4K-Kamera<br />

und RFID-Leser<br />

(Bildquelle: Caitron)<br />

Moderne Arbeitsumgebungen sind zunehmend weniger stationär geprägt. Wer die Vorteile eines mobilen Workspaces auch<br />

in den Reinraum bringen will, kann dies mit der CT13S Serie der CAITRON GmbH ohne Probleme tun. Mit den leichten<br />

Edelstahl-Cases samt integriertem Kartenleser, Ladeschale und vollumfänglicher Kamerafunktionalität gelingt CAITRON<br />

dabei ein Musterbeispiel für mobile Human Machine Interfaces (HMIs) in hygienesensiblen Räumen.<br />

Die CT13S Serie basiert technisch auf dem Surface Pro 9 Plus-Tablet<br />

von Microsoft. Bei den Gehäusen für seine Geräte setzt CAITRON<br />

dagegen ausschließlich auf vollständige Eigenentwicklungen. Das<br />

Unternehmen hat sich auf Touch-HMI-Systeme in Reinräumen bis<br />

GMP Klasse A/B für Anwendungen in hygienisch anspruchsvollen<br />

Produktionsumgebungen spezialisiert und fertigt seine Systeme<br />

ausschließlich in Deutschland. In der pharmazeutischen Industrie<br />

vertrauen bereits viele Unternehmen der Qualität und Zuverlässigkeit<br />

der CAITRON Reinraum-HMIs und deren robusten Gehäusen.<br />

Das Gehäuse der CT13S Serie besteht aus einer rundum geschlossenen<br />

Edelstahlummantelung, die frei von Kanten und Toträumen<br />

und resistent gegen branchenübliche Reinigungs- und<br />

Desinfektionsmittel ist. So ist eine effiziente Reinigung über viele<br />

Ladezyklen hinweg gesichert. Der Datentransfer erfolgt über einen<br />

innovativen GMP-konformen Magnetstecker vom Typ USB-C. Die<br />

Geräte sind staub- und wasserbeständig gemäß IP69 und erfüllen<br />

die Standards für GMP-Produktionsbereiche. Damit vereinen die<br />

Tablets Windows-PC-Funktionalität mit den Vorzügen mobiler<br />

Endgeräte und eignen sich hervorragend für eine Vielzahl an industriellen<br />

Reinraumanwendungen.<br />

RFID-Kartenleser, Ladeschale und<br />

uneingeschränkte Kamerafunktionalität<br />

Die CAITRON Tablets der CT13S Serie punkten vor allem mit einem<br />

integrierten RFID-Kartenleser, einer innovativen Ladeschale und<br />

uneingeschränkter Kamerafunktionalität. „Mit der CT13S Serie ist<br />

es uns gelungen, die klassischen Mobilitätsvorteile eines Tablets in<br />

Reinraumumgebungen zu bringen“, so Andreas Hirt, CEO der CAI-<br />

TRON GmbH. „Diese Vorteile bringen wir besonders dadurch zur<br />

Geltung, dass wir unsere Tablets durch mehrere Add-Ons hochgradig<br />

praktikabel gestaltet haben. Mit dem integrierten RFID-Kartenleser<br />

ist kein externes Gerät mehr für Log-In-Prozesse über Transpondermedien<br />

erforderlich. Durch die neue Ladeschale entfällt<br />

zudem das lästige Entfernen von Schutzkappen. Gleichzeitig konnten<br />

wir das Gerät so gestalten, dass Anwender trotz der Edelstahlummantelung<br />

sowohl die vorder- als auch die rückseitige Kamera<br />

uneingeschränkt nutzen können. Die rückseitige 10-Megapixel-Kamera<br />

erlaubt sogar 4K-Videos. Das Tablet eignet sich damit unter anderem<br />

ideal für hochaufgelöste Bild- und Videodokumentationen,<br />

beispielsweise von Probenahmen.“<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>12</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 2/75


(Bildquelle: Caitron)<br />

Dezember <strong>2023</strong><br />

Liebe Reinraum-Tätige und -Interessierte,<br />

nun geht es mit schnellen Schritten Richtung<br />

Weihnachten, freuen wir uns auf ein paar freie<br />

und entspannte Tage, und dann ist auch schon<br />

das Jahr vorbei.<br />

Neulich sagte jemand zu mir „Gute Nachrichten<br />

sind derzeit selten“. Trotzdem, nehmen Sie<br />

sich etwas Zeit, lehnen Sie sich zurück und<br />

versuchen Sie, sich rückblickend an ein paar<br />

schöne Momente zu erinnern.<br />

(Bildnachweis: Gorodenkoff // Adobe Stock-Nummer: 402914936)<br />

Zahlreiche Eingabe- und Ergonomieoptionen<br />

Ausgesprochen praktisch ist der optionale Tragegriff aus<br />

Edelstahl für das Gehäuse der CT13S Serie. Damit wird der<br />

Transport von einer Arbeitsstation zur nächsten besonders<br />

komfortabel. Bedienbar sind die Tablets dabei sowohl mit<br />

Reinraumhandschuhen als auch Stylus. Des Weiteren können<br />

sie mit Peripheriesystemen wie z. B. Tastaturen, Mäuse<br />

oder Barcode-Scanner gekoppelt werden. Als ergänzende<br />

Komponenten sind spezielle Wandhalterungen und Docks<br />

verfügbar.<br />

Optionale Services<br />

Für Unternehmen mit Microsoft Großkundenverträgen besteht<br />

die Möglichkeit, die Surface Pro Tablets über ihre vereinbarten<br />

günstigen Rahmenvertragskonditionen in Eigenregie<br />

zu beschaffen. CAITRON nimmt anschließend deren<br />

Umrüstung für den Reinraumeinsatz vor.<br />

Vorher gibt es aber noch etwas<br />

interessantes zu lesen:<br />

> Reinraum-Tablets mit Edelstahlgehäuse,<br />

4K-Kamera und RFID-Leser<br />

> Ein Reinraum allein macht nicht sauber<br />

> Welches Nebelfluid eignet sich für die<br />

Strömungsvisualisierung nach GMP-Annex 1?<br />

> Schnee sichert Sauberkeit bei<br />

Raumfahrt-Missionen<br />

> Neue Produktionsmöglichkeiten von<br />

Antrieben für die Medizintechnik<br />

> Warum uns Staub das Leben schwer macht?<br />

> Reibungslos im Reinraum fertigen<br />

> . . .<br />

Mit freundlichem Gruß<br />

Reinhold Schuster<br />

CAITRON GmbH<br />

Gewerbepark Edelweiss Nr. 4<br />

D 88138 Weißensberg<br />

Telefon: +49 8389 2619990<br />

eMail: michael.hirt@caitron.de<br />

Internet: http://www.caitron.de<br />

© Adobe<br />

Stockphoto<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>12</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 3/75


Neuer berufsbegleitender MBA macht<br />

Mitarbeitende fit für Zukunftsfragen<br />

An der Hochschule Albstadt-Sigmaringen soll im kommenden<br />

Wintersemester der berufsbegleitende Masterstudiengang „Impact<br />

Innovation and Business Development“ starten. Er richtet sich an<br />

Führungskräfte und bietet eine bislang einzigartige Weiterbildung in<br />

den Bereichen Innovation und Nachhaltigkeit.<br />

„Es gibt in Unternehmen einen enormen Bedarf an neuen Methoden<br />

rund um Nachhaltigkeitsinnovationen“, sagt Prof. Dr. Uwe<br />

Sachse, der das Angebot initiiert hat. Zentrale inhaltliche Elemente<br />

sind die Ausrichtung an den Nachhaltigkeitszielen der Vereinten<br />

Nationen, an Kreislaufwirtschaft sowie Nachhaltigkeitsinnovationen<br />

mit positiven Auswirkungen auf Wirtschaft, Planet und Gesellschaft.<br />

„Der Studiengang zielt auf ein neues Verständnis in der Entwicklung<br />

von Produkten, Services und Geschäftsmodellen ab, das<br />

die Bedeutung von Klimaschutz, Biodiversität und Inklusiver Wirtschaft<br />

berücksichtigt.“<br />

Als Gründungshochschule begleitet die Hochschule Albstadt-Sigmaringen<br />

seit vielen Jahren erfolgreich Gründungen von Studierenden<br />

und arbeitet eng mit Partnern aus der regionalen Wirtschaft zusammen.<br />

„In Kooperation mit der Forschungsfabrik am Sigmaringer<br />

Innovationscampus entstehen praktisch täglich neue Ideen rund um<br />

nachhaltige Verpackungen, Automatisierung, gesunde Ernährung,<br />

Hygiene, Biomedizin, Handel, Automotive, Engineering und Anwendungen<br />

für Industrie 4.0.“ Dieses geballte Know-how soll nun<br />

systematisch in den Weiterbildungsstudiengang fließen.<br />

Das Angebot richtet sich insbesondere an Unternehmen aus<br />

zukunftsorientierten Branchen wie Fahrzeugbau, Maschinenbau,<br />

Elektrotechnik, Chemie und Logistik. Angesprochen sind Fachkräfte<br />

der Ingenieurswissenschaften sowie Geistes- und Naturwissenschaftler<br />

aus den Bereichen Einkauf, Produktmanagement, Vertrieb,<br />

Marketing, Entwicklung, Logistik, Qualitätsmanagement und Strategische<br />

Planung. „Die teilnehmenden Manager und Managerinnen<br />

profitieren von neuen Perspektiven und einem umfassenden Verständnis<br />

für erfolgreiche Veränderungsprozesse und Innovationsmanagement“,<br />

sagt Uwe Sachse.<br />

Die Inhalte des Studiengangs machen die Studierenden fit darin,<br />

Nachhaltigkeitsinnovationen gezielt zu entwickeln und erfolgreich<br />

am Markt zu etablieren – und das mit sehr hohem Praxisbezug.<br />

„Wir werden viele Workshops, Gruppenarbeiten oder Exkursionen<br />

machen und wollen aktiv den Austausch untereinander fördern“,<br />

sagt Uwe Sachse. Es seien kaum klassische Prüfungsformate vorgesehen,<br />

„sondern die Studierenden formulieren auch mal eine Entscheidungsvorlage<br />

für den Vorstand, pitchen ihre Ideen, entwickeln<br />

und testen Prototypen für nachhaltige Geschäftsmodelle oder präsentieren<br />

Projektergebnisse, die dann bewertet werden“.<br />

Inhaltlich wird während des Studiums besonderes Augenmerk<br />

auf die Erfüllung globaler Umwelt-, Sozial- und Governance-Faktoren<br />

sowie auf die gesetzlichen Anforderungen im Zusammenhang<br />

mit dem Lieferkettengesetz und der EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung<br />

gelegt, erklärt Uwe Sachse. Vermittelt werden<br />

die Kompetenzen auch durch zahlreiche externe Dozentinnen und<br />

Dozenten aus der Praxis, die zum einen die Aktualität der Inhalte<br />

gewährleisten und zum anderen dafür sorgen, dass sich die Studierenden<br />

mit den realen Herausforderungen und Problemen von<br />

Unternehmen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Innovation auseinandersetzen.<br />

„Vorgesehen sind sogenannte Project Labs, die die<br />

Studierenden an der Seite eines Mentors von der Hochschule bei<br />

ihren Arbeitgebern durchführen“, sagt Uwe Sachse. „Dabei lösen sie<br />

ein konkretes Problem, was dann auch wieder den Firmen unmittelbar<br />

zugutekommt.“<br />

Dieser Studiengang bildet die Führungskräfte der nachhaltigen<br />

Wirtschaft von morgen aus. „Natürlich gehört dazu auch umfassendes<br />

Wissen, wie Nachhaltigkeitsinnovationen im Unternehmen<br />

überhaupt umgesetzt werden können. Deshalb legen wir großen<br />

Wert auf Change Management und haben die Steigerung der Umsetzungskompetenz<br />

der Teilnehmenden mit im Blick.“<br />

Weiterführende Informationen:<br />

Der Weiterbildungsstudiengang „Impact Innovation and Business<br />

Development“ an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen<br />

führt nach zwei Jahren zum Abschluss „Master of Business<br />

Administration“ (MBA). Das Studium findet größtenteils online<br />

statt, vorgesehen sind aber auch Präsenzphasen zum Abschluss<br />

jedes Moduls. Voraussetzungen sind mindestens zwei<br />

Jahre Berufserfahrung und ein erfolgreich abgeschlossenes<br />

Bachelorstudium. Die Zulassung zum Studiengang erfolgt<br />

durch ein Auswahlgespräch, die Studiengebühren betragen<br />

insgesamt 20.000 Euro. Bewerbungen können online ab sofort<br />

eingereicht werden.<br />

Der berufsbegleitende Masterstudiengang „Impact Innovation<br />

and Business Development“ richtet sich an Führungskräfte und bietet<br />

eine bislang einzigartige Weiterbildung in den Bereichen Innovation<br />

und Nachhaltigkeit. Initiiert wurde das neue Studienangebot von<br />

Prof. Dr. Uwe Sachse (links). (Foto: Corinna Korinth)<br />

Hochschule Albstadt-Sigmaringen<br />

Fakultät Life Sciences<br />

Anton-Günther-Str. 51 D 72488 Sigmaringen<br />

Telefon: +49 7571 7328242 Telefax: +49 7571 7328235<br />

eMail: schmida@hs-albsig.de<br />

Internet: http://www.hs-albsig.de/Seiten/homepage.aspx<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>12</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 4/75


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www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> 05-<strong>2023</strong><br />

Seite 5/103


Innovative quattroClean-Powerstrahltechnologie für<br />

die trockene CO2-Strahlreinigung von acp systems<br />

Automatisierter, inlinefähiger<br />

Strahlprozess mit integrierter<br />

Reinigungsgranulat-Produktion<br />

Für die fertigungsintegrierte, trockene Bauteilreinigung hat acp systems die neue quattroClean-Powerstrahltechnologie<br />

entwickelt. Bei diesem innovativen Verfahren wird recyceltes, flüssiges Kohlendioxid systemintegriert zu körnigem Reinigungsgranulat<br />

verdichtet und mit Druckluft beschleunigt durch eine anwendungsgerecht ausgelegte Düse gezielt auf die<br />

zu reinigende Oberfläche gestrahlt. Da die beim klassischen Trockeneisstrahlen übliche, externe Pelletproduktion und der<br />

damit verbundene logistische Aufwand entfallen, kann ein vollautomatisierter, unterbrechungsfreier Reinigungsprozess<br />

oder Entgratprozess realisiert werden.<br />

Das Ziel, die Energie- und Ressourceneffizienz<br />

zu optimieren, führt in der industriellen<br />

Teilereinigung zu einem verstärkten<br />

Einsatz von trockenen Verfahren, mit denen<br />

sich Verunreinigungen prozesssicher entfernen<br />

lassen. Gleichzeitig besteht in immer<br />

mehr Unternehmen die Anforderung, Reinigungsprozesse<br />

automatisiert und in Fertigungslinien<br />

integriert durchzuführen. Mit<br />

der innovativen quattroClean-Powerstrahltechnologie<br />

der acp systems AG lässt sich<br />

beides kombinieren. Das neu entwickelte<br />

Reinigungsverfahren ermöglicht, hartnäckige<br />

partikuläre und filmische Verunreinigungen<br />

effizient ganzflächig oder partiell<br />

mit Reinigungsgranulat aus recyceltem,<br />

flüssigem Kohlendioxid von praktisch allen<br />

in der Industrie eingesetzten Werkstoffen<br />

und Materialkombinationen reproduzierbar<br />

zu entfernen. Das Anwendungsspektrum<br />

Die innovative quattroClean-Powerstrahltechnologie<br />

ermöglicht trockene, vollautomatisierte<br />

Inline-Reinigungsprozesse.<br />

Dafür wird recyceltes, flüssiges Kohlendioxid<br />

systemintegriert zu körnigem Reinigungsgranulat<br />

verdichtet und mit Druckluft<br />

beschleunigt gezielt auf die zu reinigende<br />

Oberfläche gestrahlt. (Bildquelle: acp systems)<br />

reicht von der Oberflächenbearbeitung im<br />

sogenannten „kalten“ Rohbau über die Entfernung<br />

von Schweißperlen bis zur Feinentgratung<br />

medizinischer Instrumente und<br />

hochwertiger Uhrenkomponenten.<br />

Vollautomatisierte Prozesse<br />

durch integrierte Herstellung<br />

des Reinigungsgranulats<br />

Das Medium wird dem quattroClean-Powerstrahlsystem<br />

aus Flaschen oder Tanks<br />

zugeführt und ist dadurch unbegrenzt haltbar.<br />

Eine speziell entwickelte, integrierte<br />

Einheit verdichtet das flüssige CO2 zu körnigem<br />

Reinigungsgranulat. Dies stellt einen<br />

entscheidenden Unterschied zum klassischen<br />

Trockeneisstrahlen dar, bei dem Pel-<br />

Die kontinuierliche, unterbrechungsfreie<br />

Medienversorgung ist die wesentliche<br />

Voraussetzung für vollautomatisierte,<br />

fertigungsintegrierte Reinigungsprozesse,<br />

bei denen die Düse durch einen Roboter<br />

geführt wird. (Bildquelle: acp systems)<br />

lets oder Trockeneisblöcke extern produziert<br />

und dem Reinigungssystem zugeführt<br />

werden. Die kontinuierliche, automatisierte<br />

Medienversorgung des quattroClean-Powerstrahlsystems<br />

ist die wesentliche Voraussetzung<br />

für vollautomatisierte, fertigungsintegrierte<br />

Reinigungsprozesse.<br />

Prozesssicher, effektiv und schnell<br />

durch vier Wirkmechanismen<br />

Die durch die Verdichtereinheit erzeugten<br />

Makropartikel werden mit Druckluft<br />

beschleunigt und durch eine Düse gezielt<br />

auf die zu reinigende Oberfläche gestrahlt.<br />

Beim Auftreffen des rund minus 78 ° kalten<br />

Granulat-Druckluftstrahls kommt es zu vier<br />

Effekten: Der thermische Effekt führt zu<br />

einer plötzlichen lokalen Abkühlung, durch<br />

die unterschiedlichen Ausdehnungskoeffizienten<br />

zwischen Verunreinigung und<br />

Substrat entstehen Risse in den Kontaminationen.<br />

Durch den mechanischen Effekt,<br />

der durch die Impulsübertragung entsteht,<br />

kommt es zu einer Ablösung von Verunreinigungen.<br />

Beim Aufprall geht das Granulat<br />

von der festen in die gasförmige Phase<br />

über, wobei sich das Volumen schlagartig<br />

um das rund 600-fache vergrößert. Durch<br />

diesen Sublimationseffekt bilden sich Mikro-Druckwellen,<br />

die Verunreinigungen ablösen.<br />

Während des Phasenübergangs sorgt<br />

der Lösemitteleffekt außerdem dafür, dass<br />

filmische/organische Verunreinigungen<br />

entfernt werden.<br />

Die Stärke dieser Effekte und damit die<br />

Intensität des Reinigungsstrahls lassen sich<br />

durch den Kohlendioxid-Volumenstrom,<br />

den Druckluftdruck und das Düsendesign an<br />

unterschiedliche Reinigungsanwendungen<br />

beziehungsweise Werkstücke anpassen.<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>12</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 6/75


Von der Oberflächenbearbeitung im<br />

„kalten“ Rohbau bis zur Feinentgratung<br />

Diese Prozessflexibilität macht die neue<br />

quattroClean-Powerstrahltechnologie ausgesprochen<br />

vielseitig einsetzbar. So lassen<br />

sich beispielsweise die Fügebereiche von<br />

Karosserieteilen für eine Verklebung partiell<br />

automatisiert reinigen und aktivieren. Und<br />

das auch, wenn unterschiedliche Werkstoffe,<br />

beispielsweise Metall und Kunststoff,<br />

Metall und Holz oder verschiedene Kunststoffe,<br />

dauerhaft miteinander verbunden<br />

werden sollen. Der robuste Prozess sowie<br />

ein großes Arbeitsfenster bieten dabei im<br />

Vergleich zu anderen Trockenreinigungsverfahren<br />

wie Atmosphärenplasma und<br />

Laser Vorteile. Geht es darum, nach dem<br />

Fügen Klebstoffrückstände zu entfernen,<br />

sorgt das neue Verfahren ebenfalls schnell<br />

für anforderungsgerechte Sauberkeit. Die<br />

Vorbereitung von Bond- oder Schweißbe-<br />

reichen sowie die Entfernung von Schweißperlen<br />

zählen ebenfalls zu den klassischen<br />

Einsatzgebieten. Es sind bei diesen Aufgabenstellungen<br />

auch Linien möglich, in<br />

denen die Vor- und Nachbearbeitung von<br />

einem Roboter durchgeführt wird. In der<br />

Automobilindustrie beziehungsweise Elektromobilität<br />

zählen Reinigungsaufgaben in<br />

der Brennstoffzellen- und Batteriefertigung<br />

inklusive Feststoffbatterien zu den weiteren<br />

Einsatzbereichen. Eingesetzt wird das Verfahren<br />

auch, um die zyklisch erforderliche<br />

Reinigung von beispielsweise DLC-Beschichtungswerkzeugen<br />

zu automatisierten<br />

und so den Durchsatz zu erhöhen.<br />

Die mechanische Kraft des Granulats<br />

und die durch die starke Abkühlung hervorgerufene,<br />

lokale Versprödung ermöglicht<br />

darüber hinaus, die Inline-Entfernung von<br />

Graten an metallischen Komponenten wie<br />

beispielsweise hochwertigen Uhrenbauteilen<br />

und medizinischen Instrumenten.<br />

Ebenso können an spritzgegossenen oder<br />

spanend bearbeiteten Kunststoffbauteilen,<br />

unter anderem aus Polyphenylensulfid<br />

(PPS) und Polyetheretherketon (PEEK) sowie<br />

aus faserverstärkten Kunststoffen, Grate<br />

aus der Formenteilung und Zerspanung<br />

entfernt werden.<br />

Aufgabenspezifische,<br />

kosteneffiziente Lösung<br />

Versuche im Technikum von acp ermöglichen,<br />

die generelle Eignung der quattroClean-Powerstrahltechnologie<br />

für die jeweilige<br />

Aufgabestellung zu ermitteln und die<br />

geeigneten Prozessparameter festzulegen.<br />

Maßgebliche Faktoren dabei sind die Sauberkeits-<br />

und/oder Entgratanforderungen<br />

sowie Taktzeitvorgaben. Basierend auf diesen<br />

Spezifikationen realisiert acp systems<br />

entsprechende Anlagenkonzepte, die als<br />

Standalone-Lösungen oder fertigungsintegriert<br />

betrieben beziehungsweise in verkettete<br />

Produktionsumgebungen eingebunden<br />

werden können. Die Erfassung und Dokumentation<br />

sämtlicher Prozessparameter<br />

stellt dabei eine lückenlose Nachvollziehbarkeit<br />

sicher.<br />

Verschieden gestaltete Düsen ermöglichen die optimale Anpassung der trockenen Reinigung an<br />

unterschiedliche Aufgabenstellungen. Düsendesign und -abmessungen sorgen dabei auch dafür,<br />

dass schwierig zu erreichende Bauteilbereiche gereinigt werden können. (Bildquelle: acp systems)<br />

acp systems AG<br />

Berblingerstraße 8<br />

D 7<strong>12</strong>54 Ditzingen<br />

Telefon: +49 7156 480140<br />

eMail: mail@acp-systems.com<br />

Internet: http://acp-systems.com<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> 05-<strong>2023</strong><br />

Seite 7/103


Einblick ins TDZ: Die Reinigung von Bauteilen vor oder im Reinraum sind in den vergangenen Jahren zum Alltag geworden. (Foto/Grafik: LPW)<br />

Industrielle Reinigungstechnik im High Purity-Umfeld<br />

Ein Reinraum allein macht nicht sauber<br />

Wenn’s um Industrielle Reinigungstechnik geht, wird inzwischen auch immer häufiger über Anwendungen vor oder in<br />

Reinräumen gesprochen – und das nicht nur in den Medizin- und Halbleiter-Segmenten. Es entsteht jedoch manchmal der<br />

Eindruck, allein die Kombination einer Reinigungsanlage mit einem Reinraum würde die Lösung für die stetig steigenden<br />

Anforderungen an den Grad der Technischen Sauberkeit liefern. Dem ist nicht so. Ein Reinraum allein macht nicht sauber.<br />

Er ist lediglich Bestandteil einer komplexen Gesamtkonzeption.<br />

Die Branche befindet sich im Wandel. Wenngleich manche Reinigungslösungen<br />

derzeit noch ausreichend zu sein scheinen, gelangen<br />

sie sukzessive an die Grenze ihrer Fähigkeiten, da sie bestimmte<br />

logisch-analytische Ansätze nicht beachten. Bedeutet im Klartext,<br />

wenn sie bezüglich ihrer Abläufe und Fähigkeiten nicht auf die Gesamtprozesskette<br />

und deren Umgebungsbedingungen unter dem<br />

Aspekt der jeweiligen Sauberkeitsspezifikation abgestimmt sind.<br />

Und zwar in jedem noch so kleinen einzelnen Schritt.<br />

Veränderung auf allen Ebenen<br />

Um das zu verstehen, hilft ein kurzer Rückblick: Früher gab es zum<br />

einen die klassischen Aufgaben, etwa im Umfeld des Maschinenbaus<br />

sowie der Powertrain-Automobilindustrie. Und zum anderen<br />

die mit höchsten Reinheitsanforderungen, verbunden mit entsprechenden<br />

Regularien und Validierungsvorgaben (bei zum Beispiel<br />

Medizinprodukten, optischen Systemen und in der Waferfertigung).<br />

Doch in den vergangenen Jahren sind diese beiden Stränge<br />

der Industriellen Reinigungstechnik quasi zusammengewachsen.<br />

Gerade 2019/2020 ist diese Entwicklung durch den strukturellen<br />

Umbau in nahezu allen Industriebereichen weltweit rasant vorangeschritten.<br />

Das führt dazu, dass sich die ganze Branche inzwischen<br />

mit den neuen technologischen Anforderungen auseinandersetzen<br />

muss und gemeinsam mit den Anwendern nach Orientierung sucht.<br />

Manchmal auch in Verbindung mit dem Wunsch nach schnellen Lösungen.<br />

Doch mit schnell ist’s nicht getan. Die neuen Produkte und Fertigungs-Methoden<br />

verlangen einen veränderten und auch bewussteren<br />

Blick auf die Technische Sauberkeit in allen Produktionsprozessen.<br />

Waren in der Vergangenheit beispielsweise Partikel und<br />

Fasern im Fokus, dominieren heute unter anderem organisch- oder<br />

anorganisch-molekulare oder auch toxische Verschmutzungen mit<br />

Auswirkungen auf die Qualität der Umgebungsbedingungen sowie<br />

auf die Nachweisverfahren. Zudem hat die geometrische Komplexität<br />

der Bauteile im Feinst- und Ultra-Feinstreinigungs-Segment<br />

erheblich zugenommen. Des Weiteren variieren die Bauteilgrößen,<br />

von Mikro- bis hin zu XXL-Komponenten für die Lithographiesysteme<br />

der Halbleiterindustrie. Und handelte es sich einst zumeist um<br />

Groß-Serien, so hat man es heute eher mit Klein-Serien oder Einzelteilen<br />

zu tun.<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>12</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 8/75


Nichts kommt in den Reinraum ohne Vorreinigung, um etwaige Kontaminationen zu vermeiden. (Foto/Grafik: LPW)<br />

Des Weiteren haben sich die Rahmenparameter verändert:<br />

– Die Bauteile sind im Eingangszustand oft um einiges sauberer<br />

als die Ausgabequalität bisher bekannter Anwendungen<br />

(z. B. in der klassischen Automobilindustrie).<br />

– Die „neuen“ Verunreinigungen sind oft nicht schnell<br />

nachweis- oder offensichtlich erkennbar.<br />

– Die Prozessmedien (gasförmig oder flüssig) sowie Umgebungsbedingungen<br />

nehmen unmittelbaren Einfluss auf die Qualität<br />

des Bauteils im Gesamtprozess und können unter anderem zu<br />

einer Re- oder Cross-Kontamination führen.<br />

Anforderungen an Herstellung und Handling<br />

Um den aktuellen Sauberkeitsanforderungen in Herstellung und<br />

Handling im High Purity-Umfeld gerecht zu werden, müssen also<br />

unerwünschte Verschmutzungen in der Prozesskette möglichst sehr<br />

früh und systematisch vor der Endreinigung vermieden werden. In<br />

der Umsetzung bedeutet dies, dass neben der Wahl der geeigneten<br />

reinigungstechnischen Lösung vor allem die Vorprozesse, die Umweltrahmenbedingungen,<br />

die eingesetzten Medien sowie die nachfolgenden<br />

Anwendungen gründlich in die Planung einzubeziehen<br />

sind. Das setzt ein verändertes Mindset im Umgang mit der Thematik<br />

und dann eine entsprechende Gesamtkonzeption voraus. Denn<br />

eine schlichte Kombination einzelner technischer Fähigkeiten, wie<br />

die Verknüpfung der Reinigungsanlage mit einer Wasseraufbereitung<br />

sowie einem „sauberen“ Umfeld, reicht nicht aus. Es ist vielmehr<br />

eine feinjustierte Abstimmung der Einzelaspekte gefragt, die<br />

zum Ziel hat, am finalen Ort der Verwendung eine reine Oberfläche<br />

zu erhalten.<br />

Die Reinigungsanlage an sich ist als Bindeglied zwischen dem<br />

Infokasten: Anforderungen gestern und heute<br />

Bisher lag der Fokus in der zerspanenden Industrie zumeist<br />

auf partikulären Verunreinigungen (metallisch/nichtmetallisch),<br />

auf Fasern und auf Öl- und Emulsionsrückständen. Die<br />

Prüfung erfolgte bei Partikeln und Fasern über das Gewicht<br />

(Gravimetrie) oder über die Größe im Rahmen einer Mikroskopanalyse.<br />

Bei Ölen und Fetten in der Regel über die Oberflächenspannung<br />

oder die Fluoreszenzmessung.<br />

Heute geht es unter anderem um organisch-anaorganische<br />

Rückstände, pigmentartige Verunreinigungen, allgemeine<br />

filmischen Kontaminationen, toxische und biologische Rückstände<br />

oder auch um Verschmutzung auf molekularer/atomarer<br />

Ebene. Diese können auf der Oberfläche oder in den<br />

oberen Schichten des Bauteils auftreten. Dadurch verändern<br />

sich auch die Analyseverfahren zur Sauberkeitsbestimmung.<br />

Im Fachjargon wird etwa von Ausgasraten, bei Keimen von<br />

Wachstumsraten und in manchen Fällen von Analysemethoden<br />

wie XPS, ATR/FTIR, TOF-SIMS, gesprochen. Allerdings<br />

kann auch die UV-Lichtanalyse die erforderlichen Informationen<br />

zur qualitativen Bewertung liefern.<br />

www.reinraum.de | www.cleanroom-online.com NEWSLETTER | Ausgabe <strong>DE</strong> <strong>12</strong>-<strong>2023</strong><br />

Seite 9/75


Die Qualität der Reinraumluft in Bezug<br />

auf die partikuläre Belastung und<br />

Umschlaghäufigkeit, wird in einem<br />

Kreislauffiltersystem gewährleistet<br />

und über ein Prozessdatenmonitoring<br />

(u. a. Partikelzähler) gesteuert.<br />

(Foto/Grafik: LPW)<br />

Veränderte Sauberkeitsanforderungen in Art<br />

und Menge, benötigen andere Prüfmethoden.<br />

Neben technisch aufwändigen und zeitintensiven<br />

Verfahren (z. B. XPS, ATR/FTIR, TOF-<br />

SIMS usw.), hat sich als Schnellmethode die<br />

UV-Lichtbegutachtung bewiesen, die selbst<br />

kleinste Partikel oder Fasern sichtbar macht.<br />

(Foto/Grafik: LPW)<br />

Die Reinigungsanlage kann durch ungewollte<br />

Cross-Kontamination zur erneuten<br />

Verschmutzung, nicht nur im Reinigungsprozess<br />

selbst, der Ware beitragen.<br />

Auch der Wartungsbereich ist häufig eine<br />

Quelle dafür und ist daher bei<br />

LPW-Systemen immer außerhalb des<br />

Reinraums platziert. (Foto/Grafik: LPW)<br />

Vorprozess und dem Verwendungsort mit geeigneten Umgebungsbedingungen<br />

(z. B. im Reinraum oder in einer geeigneten Verpackung)<br />

zu sehen. Neben der Herstellung eines höheren Sauberkeitsniveaus<br />

hat sie auch die Transferaufgabe, ein Umfeld sukzessiv<br />

gestiegener Reinheit in den Folgeschritten unter Vermeidung von<br />

Quer- und Re-Kontamination zu gewährleisten. Mit dem zunehmendem<br />

Sauberkeitslevel während des Reinigungsprozesses, muss<br />

auch die Qualität der Umgebung und der Medien so angepasst werden,<br />

dass eine Verschlechterung ausgeschlossen werden kann – bis<br />

hinein in den Reinraum. Dieser hat dann die Aufgabe, technisch wie<br />

organisatorisch, den erreichten Standard des Bauteils bis an den<br />

Verwendungsort aufrechtzuhalten.<br />

In der Praxis<br />

Die Niederlande sind ein wichtiger Standort der europäischen<br />

Hochtechnologie. Dort fertigt unter anderem der ASML-Konzern<br />

EUV-Lithographiesysteme für die Halbleiterindustrie. Zwei Zulieferer<br />

aus diesem Umfeld wandten sich an LPW, da die Umstellung der<br />

Produktion vom bisherigen Grade 4 (vergleichbar mit klassischen<br />

partikulären Feinreinigungsaufgaben) auf Grade 2 (mit Option auf<br />

Grade 1) anstand. Das bedeutet, dass die filmischen und feinstpartikulären<br />

Rahmenbedingungen der Feinst- und Ultra-Feinstreinigung<br />

mit hohen Anforderungen an die Reinheit der Umgebungsparameter<br />

im Vordergrund stehen.<br />

Beim Kunden LowersHanique ging es um hochwertige Glasund<br />

Metallbauteile. Bei der Firma AAE um eine Vielzahl von<br />

Strukturbauteilen (im Wesentlichen Aluminium) mit großer Teilevarianz<br />

und immenser Komplexität. Im zweiten Fall lag der Fokus<br />

auf schwierigen geometrischen Ausformungen, Durchgangs- und<br />

Sacklochbohrungen mit Durchmessern von 2 bis 6 mm (mit und<br />

ohne Gewinde) sowie empfindlichen Oberflächen. Beide Kunden<br />

wollten im ersten Schritt prüfen, ob die Reinigungsqualität ohne<br />

Beschädigung der Bauteile möglich ist und wie Re- oder Crosskontaminationen<br />

vermieden werden können. Vorversuche bei anderen<br />

Anlagenherstellern hatten diesbezüglich bislang zu keinem zufriedenstellenden<br />

Ergebnis geführt.<br />

Wie also vorgehen? Von Anfang an fand ein intensives Co-Engineering<br />

statt. Projekte dieser Art sind für beide Seiten keine Selbstläufer<br />

und benötigen tiefgreifende Diskussionen über unter anderem<br />

Die LPW-Reinstwasser-Versorgungseinheit für die finalen Spülen im TDZ stellt einen weiteren wichtigen Baustein<br />

bei der Sicherstellung der Prozess-Qualität dar. (Foto/Grafik: LPW)<br />

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die Prozesse, die Materialen und deren Eigenschaften, das Handling<br />

und die Bewertung der Qualität. Jeder einzelne Reinigungs-Schritt,<br />

also Waschmechanik, Spülen und gerade auch die Trocknung, ist<br />

auf seine positiven sowie negativen Einflüsse auf das geforderte<br />

Ergebnis zu testen und zu bewerten. Hinzu kommt die Anbindung<br />

an die Vor- und die Folgeprozesse. Der Übergang in den Reinraum<br />

muss geplant werden. Und das lange bevor es zu einer tatsächlichen<br />

Kaufentscheidung kommt. Voraussetzung ist somit Offenheit sowie<br />

Vertrauen in die handelnden Personen und deren Umfeld. Es geht<br />

vordergründig um eine neue Reinigungsanlage, tatsächlich jedoch<br />

um die Umsetzung höherer Qualitätslevel in der Produktion.<br />

Nach den intensiven Versuchen im reinraumbasierten Test- und<br />

Dienstleistungszentrum (TDZ) von LPW samt Lohnreinigung sowie<br />

der Konzeption aufgabengerechter Gesamtprozesse, erteilten LowersHanique<br />

und AAE schließlich ihre Aufträge. Für beide Firmen<br />

wurden kundenspezifische Lösungen umgesetzt. Doch die Transferaufgabe<br />

war bei beiden Projekten schlussendlich dieselbe: den<br />

geforderten Grad an Sauberkeit für die nachfolgenden Reinraumanwendungen<br />

herzustellen, unter stetiger Reduzierung äußerer<br />

Einflüsse durch die Umgebungsbedingungen und der eingesetzten<br />

Medien (Luft, Wasser, Chemie).<br />

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DAS WELTWEIT ERSTE REINRAUM<br />

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Die Aufgaben von morgen<br />

Anlagensysteme haben bereits heute die Aufgabe, den Transfer in<br />

der beschriebenen Form zu gewährleisten. Zukünftig werden sie jedoch<br />

noch viel mehr für die Qualität der Vorprozesse (Schwankungen<br />

in Art und Menge der Verunreinigung), der eigenen Prozesse<br />

(Reini-gen/Spülen/Trocknen) sowie die relevanten Umgebungsparameter<br />

Sorge tragen müssen. Dies gelingt durch ein qualitätsorientiertes<br />

charchenbezogenes Monitoring, laufende Überwachung und<br />

Dokumentation. Abweichungen sind unmittelbar zu melden und im<br />

Idealfall werden sofort Korrekturmaßnahmen eingeleitet. Durch den<br />

Bediener/Qualitätsverantwortlichen oder auch in definierten Grenzen<br />

durch das System selbst.<br />

LPW stellt sich diesen High Purity-Aufgaben bereits seit über 15<br />

Jahren und zählt zu den Pionieren in diesem Umfeld. Die Feinst- und<br />

Ultra-Feinstreinigung komplexer Geometrien bildet eine der Kernkompetenzen,<br />

entsprechende Anlagen finden sich bei Anwendern<br />

weltweit. Neben den geeigneten Systemen verfügen die Riedericher<br />

Spezialisten auch über die Peripherie zur Sicherstellung der Transferaufgabe.<br />

Hierfür wurde 2019 eigens das reinraumbasierte Testund<br />

Dienstleistungszentrum (TDZ) eingerichtet, in welchem das<br />

LPW Applikations Engineering-Team, bestehend aus Technikern<br />

und Ingenieuren, Kunden in der Umsetzung und Optimierung ihrer<br />

Prozesse unterstützt. Des Weiteren findet dort die Arbeit an Forschungs-<br />

und Entwicklungsprojekten statt. Auch unter Reinraum-<br />

Bedingungen. Denn wenngleich ein Reinraum allein nicht sauber<br />

macht, so stellt er sicher, dass nach einem auf die Anforderungen<br />

abgestimmten Gesamtprozess das mühsam erarbeitete Ergebnis<br />

sicher an den Ort seiner eigentlichen Verwendung kommen kann.<br />

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Welches Nebelfluid eignet sich<br />

für die Strömungsvisualisierung<br />

nach GMP-Annex 1?<br />

Das perfekte Nebelfluid gibt es nach wie vor nicht. Pharmaunternehmen, die Strömungsvisualisierungen in kritischen<br />

Reinraumbereichen durchführen bzw. durchführen lassen, finden in diesem Whitepaper fundierte Informationen, um<br />

das für den konkreten Anwendungsfall geeignete Nebelfluid auszuwählen. Hilfreich dürfte auch der Vergleich zwischen<br />

Strömungsvisualisierung mittels Nebel und CFD sein.<br />

Einleitung<br />

Der Anhang 1 zum GMP-Leitfaden1 (nachfolgend<br />

als neuer Annex 1 bezeichnet) ist<br />

im August 2022 neu erschienen. Die alte<br />

Fassung von 2008 wurde umfassend über<br />

alle Themengebiete hinweg überarbeitet.<br />

Daraus ergeben sich neue Anforderungen<br />

an die Reinraumbetreiber. Die Strömungsvisualisierung<br />

hat durch die Überarbeitung<br />

eine sehr viel größere Bedeutung gewonnen<br />

und wird daher auch bei GMP-Inspektionen<br />

stärker in den Fokus gerückt.<br />

Die neuen Anforderungen an die Strömungsvisualisierung und wie man bei einer Strömungsvisualisierung<br />

vorgeht, wurden bereits in zwei Whitepaper des STZ EURO beschrieben.<br />

2 Im vorliegenden Whitepaper wird erörtert welches Nebelfluid für die Strömungsvisualisierung<br />

von TAV-Bereichen geeignet ist. 3 Dabei werden auch die Nebelgeneratoren und<br />

die Nebelzuführsysteme mitbetrachtet. Grundlage der nachfolgenden Ausführungen ist eine<br />

Abschlussarbeit an der Hochschule Offenburg. 4 Die Visualisierungen mit Nebel wurden im<br />

Rahmen dieser Arbeit an einer TAV-Einheit (Flowbox) des STZ EURO durchgeführt. Das<br />

3D-Modell einer Bördeleinheit wurde von einem Pharmaunternehmen bereitgestellt. Die<br />

CFD-Simulation erfolgten mit ANSYS Fluent unter Verwendung der Hard- und Software<br />

des STZ EURO.<br />

In der VDI 2083 Blatt 3 findet man allgemeine Hinweise zu den Prüfsubstanzen und zum<br />

Prüfequipment (siehe Tabelle 1). 5<br />

Übliche Nebelfluide<br />

Autor<br />

Dipl.-Ing.(FH) Michael Kuhn<br />

– Wassernebel wird meist mittels Ultraschallgeneratoren aus Reinstwas-ser erzeugt. Das<br />

erzeugte Tröpfchenspektrum liegt im Bereich von 2 bis 13 µm. 6 Die Wassertröpfchen<br />

werden im Nebelgenerator einem Luftstrom beigemischt. Im Luftstrom verdunsten die<br />

Wassertröpfchen aufgrund des relativ hohen Dampfdruckes von Wasser relativ schnell.<br />

Die Energie für die Verdunstung wird der Luft entzogen. Die Luft kühlt sich dadurch ab<br />

(siehe Abbildung 1) und die Luftdichte steigt.<br />

– Das Nebelfluid wird mittels eines Verdampfers auf ca. 320°C erhitzt und danach mit<br />

Raumluft gemischt.7 Dabei entstehen Tröpfchen von 0,5 µm bis 2 µm. 7 Diese Aerosole<br />

haben im Vergleich zu Wasser einen deutlich geringeren Dampfdruck und halten sich<br />

daher länger im Luftstrom, ohne zu verdunsten. Da am Austritt des Nebelgenerators im<br />

Verhältnis zur verdampften Flüssigkeit sehr viel Raumluft beigemischt wird, ergibt sich<br />

ein nahezu isothermer Nebel.<br />

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Anmerkung:<br />

Darüber hinaus sind komplexe (rechnergestützte)<br />

Visualisierungsmethoden (z.B.<br />

Particle Image Velocimetry (PIV), 3-D-<br />

Geschwindigkeitsmessung mit Positionsund<br />

Lageerfassung, hintergrundorientierte<br />

Schlierenmethode) möglich. 8<br />

Vergleich der Prüfsubstanzen Wasser und<br />

Nebelfluid Extra Clean (Testergebnisse) 7<br />

Abbildung 1: Absinken des Wassernebels bei zunehmender Entfernung zum Nebelaustritt<br />

bei drei unterschiedlichen Nebeldichten (1.1, 1.2, 1.3) und anfänglicher horizontaler<br />

Geschwindigkeit von 0,5 m/s im horizontalen Strömungsraum (Quelle: Diplomarbeit) 6<br />

Für die im STZ EURO erstellte Abschlussarbeit<br />

wurde ein Ultraschall-Nebelgerät<br />

und das zugehörige Equipment mit einem<br />

Verdampfungsnebelgerät verglichen. 4 Es<br />

wurde dazu ein Ultraschall-Nebelgerät mit<br />

besonders kleiner Bauform von der Firma<br />

CCI – von Kahlden GmbH (Handy FOG)<br />

verwendet, um die Störeinflüsse auf die<br />

Strömung möglichst gering zu halten. Für<br />

das Verdampfungsnebelgerät (Tiny CX) kam<br />

das Spezialequipment des STZ EURO zum<br />

Einsatz. Zusätzlich zur Strömungsvisualisierung<br />

wurde als Referenz eine CFD-Simulation<br />

für den Testaufbau erstellt.<br />

Test 1 – Visualisierung der<br />

Grundströmung<br />

Abbildung 2: Visualisierung der Grundströmung mit Nebelfluid Extra Clean im linken Bild<br />

und per CFD-Simulation im mittleren Bild. Rechts im Bild die Visualisierung mit Wassernebel.<br />

Abbildung 3: Visualisierung des Wirbelgebiets mit Nebelfluid Extra Clean im linken Bild,<br />

per CFD-Simulation im mittleren Bild und mit Wassernebel im rechten Bild.<br />

Die einzelnen Stromfäden sind bis zum Boden<br />

hin sichtbar. Sie laufen nahezu parallel<br />

und haben eine geringe Turbulenz. Der mittels<br />

Stromfadenlanze und Nebelfluid Extra<br />

Clean visualisierte Strömungsverlauf stimmt<br />

sehr gut mit dem mittels CFD berechneten<br />

Strömungsverlauf überein, besonders auch<br />

im relevanten Strömungsbereich nahe des<br />

Glasfläschchens (Vial) siehe Abbildung 3.<br />

Bei der Strömungssimulation sind mehr<br />

Details zu erkennen, weil die Stromlinien<br />

entsprechend der Luftgeschwindigkeit eingefärbt<br />

und daher auch vor weißem Hintergrund<br />

gut sichtbar sind.<br />

Bei der Visualisierung mittels einfacher<br />

zylindrischer Lanze und Wassernebel (im<br />

rechten Bild) sind auch einzelne Stromfäden<br />

zu erkennen. Bedingt durch die Geometrie<br />

der Lanze führt bereits die Nebeleinbringung<br />

in die Luftströmung zu Verwirbelungen.<br />

Der Nebel ist bereits nach einer<br />

kurzen Lauflänge von ca. 40 cm so stark verdünnt,<br />

dass man die Strömungsverhältnisse<br />

im Bereich des Vials (siehe Abbildung 3)<br />

nicht mehr vollständig erkennen kann.<br />

Test 2 – Visualisierung<br />

von Wirbelgebieten<br />

Abbildung 4: Visualisierung der Nebelaufstiegshöhe mit Nebelfluid Extra Clean mit<br />

geringem Impuls im linken Bild. Im mittleren Bild die Visualisierung mit Wassernebel mit<br />

geringem Impuls. Im rechten Bild ebenfalls Wassernebel aber mit großem Impuls.<br />

Durch Nebelaufgabe am Boden der Flowbox<br />

wird das Wirbelgebiet, das sich zwischen<br />

Wand und Bördelstation ausbildet, sichtbar<br />

(siehe Abbildung 4). In diesem Wirbelgebiet<br />

steigt der Nebel nach oben. Abhängig<br />

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Abbildung 5: Visualisierung der Nebelausbreitung mit Nebelfluid Extra Clean mit geringem Impuls im linken Bild. Im mittleren Bild<br />

per CFD-Simulation und im rechten Bild mit Wassernebel mit geringem Impuls.<br />

von der Art des Nebels und der Nebelzuführung<br />

ergeben sich dabei unterschiedliche<br />

Aufstiegshöhen des Nebels. Der Nebel muss<br />

dabei impulsarm zugeführt werden, um das<br />

Strömungsverhalten der Luft nicht zu beeinflussen.<br />

Im linken und mittleren Bild mit impulsarmer<br />

Nebelaufgabe, erkennt man, dass<br />

der Wassernebel deutlich weniger aufsteigt.<br />

Im rechten Bild, ebenfalls mit Wassernebel,<br />

aber großem Impuls, wird zufällig fast die<br />

Aufstiegshöhe wie im linken Bild erreicht,<br />

siehe auch Tabelle 2. Nach VDI 2083 Blatt<br />

35 soll die Nebelzugabe impulsarm erfolgen.<br />

Daher wäre die im rechten Bild von Abbildung<br />

4 dargestellte Visualisierungsmethode<br />

nicht zulässig.<br />

Test 3 – Visualisierung<br />

der Nebelaufstiegshöhe<br />

siehe Tabelle 2<br />

Test 4 – Visualisierung der Nebelausbreitung<br />

in den Wirbelgebieten<br />

Abschließend wurde die Nebelausbreitung<br />

in den Wirbelgebieten analysiert und dazu<br />

der Nebel impulsarm am Boden aufgegeben,<br />

so dass die vorhandenen Wirbelgebiete entlang<br />

der Rückwand der Flowbox mit Nebel<br />

angereichert wurden (siehe Abbildung 5).<br />

Man erkennt, dass die Nebelausbreitung<br />

mittels Nebelfluid Extra Clean (linkes Bild)<br />

gut mit der Simulation (mittleres Bild) übereinstimmt.<br />

In allen Bereichen (A bis E) ist<br />

der Nebel sichtbar. Bei der Visualisierung<br />

mittels Wassernebel (rechtes Bild) ist nur im<br />

Bereich C Nebel erkennbar. Die Strömung<br />

und damit die Nebelausbreitung in den<br />

Bereichen D und E ist durch das Gehäuse<br />

des Nebelgenerators blockiert. Durch die<br />

impulsarme Nebelaufgabe ist auch in den<br />

Bereichen A und B des rechten Bilds kein<br />

Nebel zu erkennen (vergleiche Abbildung 4,<br />

Mitte).<br />

Fazit<br />

– Es wurde eine gute Übereinstimmung der CFD-Simulation mit dem Experiment<br />

unter Verwendung des Nebelfluids Safex® Extra Clean F&D erreicht.<br />

– Voraussetzung dafür ist, ein für die Nebelaufgabe geeignetes Equipment<br />

(Baugröße, Impuls), das die Strömungsverhältnisse nicht verfälscht.<br />

– Bei der Verwendung von Wassernebel zeigte sich keine Übereinstimmung<br />

mit der Simulation.<br />

– Nebel auf Basis von geeigneten Nebelfluiden, vergleichbar mit dem oben genannten,<br />

ist für die Visualisierung in beengten TAV-Bereichen, wie zum Beispiel Isolatoren, in<br />

Verbindung mit geeignetem Equipment aus strömungstechnischer Sicht uneingeschränkt<br />

verwendbar.<br />

– Wassernebel ist für die Visualisierung in beengten TAV-Bereichen in Verbindung<br />

mit dem verwendeten Equipment nur bedingt geeignet.<br />

– Die Strömungsvisualisierung im GMP-Umfeld dient als Nachweis gegenüber den<br />

Behörden, dass die Strömungsverhältnisse den Anforderungen des Annex 1 entsprechen.<br />

Daher ist eine Visualisierung, die die tatsächlichen Strömungsverhältnisse wiedergibt,<br />

von besonderer Bedeutung.<br />

– Die CFD-Simulation kann bereits in der Designphase dazu beitragen, dass die<br />

Reinluftsysteme die strömungstechnischen Anforderungen erfüllen. Dadurch werden<br />

Abweichungen bei der Strömungsvisualisierung im Rahmen der Qualifizierung<br />

vermieden. Dies spart Zeit und Kosten.<br />

STZ EURO Steinbeis-Transferzentrum<br />

Energie-, Umwelt- und Reinraumtechnik Offenburg<br />

Badstraße 24a<br />

D 77652 Offenburg<br />

Telefon: +49 781 20354711<br />

eMail: mkuhn@stz-euro.de<br />

Internet: http://www.stz-euro.de<br />

Tabelle 2: Auswertung der Nebelaufstiegshöhe (vergleiche Abbildung 4)<br />

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Christoph Merhold, Projektverantwortlicher für die Automationslinie,<br />

beobachtet die aktuellen Parameter der gesamten Montageanlage.<br />

Quellen:<br />

1 The Rules Governing Medicinal Products in<br />

the European Union Volume 4 EU Guidelines for<br />

Good Manufac-turing Practice for Medicinal<br />

Products for Human and Veterinary Use, Annex<br />

1, Manufacture of Sterile Medicinal Products<br />

GMP = Good Manufacturing Practice.<br />

2 STZ EURO: Veröffentlichun-gen Whitepaper,<br />

stz-euro.de/veroeffentlichungen/?_sfm_<br />

type=Whitepaper.<br />

3 Bereiche mit turbulenzarmer<br />

Verdrängungsströmung (TAV), oft auch als<br />

Laminarflow bezeichnet.<br />

4 P. Moschberger: Vergleich der experimentell<br />

und numerisch bestimmten Strömungsverhältnisse<br />

in einem Reinluftsystem mit turbulenzarmer<br />

Verdrängungsströmung, Februar <strong>2023</strong>.<br />

5 VDI 2083 Blatt 3: Reinraumtechnik<br />

Messtechnik, August 2022.<br />

6 Andreas Kaupp; Dietmar Thierer:<br />

Untersuchung zum Verhalten von Tracerteilchen<br />

bei Strömungsbedingungen wie sie in<br />

Reinräumen vorherrschen. Diplomarbeit, August<br />

1996.<br />

7 Günther Schaidt Safex Chemie GmbH:<br />

Datenblatt Nebelfuid Safex® Extra Clean F&D.<br />

Januar 2020.<br />

8 N. Otto, M. Kuhn: Reinraummesstechnik.<br />

Die wichtigsten Änderungen der vollständig<br />

überarbeiteten Richtlinie VDI 2083 Blatt 3.<br />

TechnoPharm <strong>12</strong>, Nr. 2, 92–101 (2022).<br />

Autor<br />

Dipl.-Ing.(FH) Michael Kuhn leitet zusammen<br />

mit Benjamin Pfändler das Steinbeis-Transferzentrum<br />

Energie-, Umwelt- und Reinraumtechnik<br />

(STZ EURO) in Offenburg.<br />

Er hat als Vorsitzender die Richtlinien VDI 2083<br />

Blatt 19 (Reinraumdichtheit) und VDI 2083 Blatt<br />

4.2 (Energieeffizienz) mit erarbeitet. Zuletzt hat<br />

er die neue VDI 2083 Blatt 3 mit auf den Weg<br />

gebracht. Bis 2019 war er Lehrbeauftragter für<br />

Reinraumtechnik und Lüftungstechnik an den<br />

Hochschulen Offenburg und Nordwestschweiz.<br />

Zudem ist er als öffentlich bestellter und vereidigter<br />

Sachverständiger für Luft- und Klimatechnik,<br />

insbesondere Reinraumtechnik tätig.<br />

Wirthwein Medical nimmt<br />

innovative vollvernetzte<br />

Montagelinie in Betrieb<br />

Mit der Kombination der Technologien Spritzguss- und Extrusionsblasfertigung<br />

sowie vollautomatisierte Montageanlagen produziert Wirthwein<br />

Medical Kunststoffkomponenten für die Diagnostik-, Medizintechnik-,<br />

und Pharmabranche. Nun hat das Wirthwein-Tochterunternehmen erfolgreich<br />

eine vollverkettete Produktions- und Fertigungslinie für Reagenzbehälter<br />

in Betrieb genommen. Die installierte Großmontagelinie<br />

vereint das gesamte Know-how aus 15 Jahren Produktionserfahrung und<br />

ist ein hervorragendes Beispiel für Effizienzsteigerung und Ressourcenschonung.<br />

Die neue vollvernetzte Montagelinie, die in einem Reinraum der Klasse 7 betrieben<br />

wird, ist durch mehrere Roboterzellen und Transferstrecken mit zwei Spritzgießmaschinen<br />

verbunden. Die gespritzten Halbteile werden direkt vollautomatisiert der<br />

Montagelinie zugeführt. Dies eliminiert Zwischenschritte, wie Verpackungen und<br />

zusätzliches Handling, was nicht nur die Effizienz steigert, sondern auch das Risiko<br />

von Kontamination und Beschädigung der montierten Reagenzbehälter minimiert.<br />

Die Spritzgießwerkzeuge wurden bei Wirthwein Medical im Werkzeugbau selbst<br />

hergestellt.<br />

Herzstück der Montagelinie ist die innovative Laserschweißtechnik, die eine zu<br />

100 Prozent dichte Verbindung der Halbteile sicherstellt. Die Anlage überwacht kontinuierlich<br />

die Maße und Dichtigkeit der Bauteile mithilfe von Kameras und weiteren<br />

hochmodernen Systemen. Die Qualitätsdaten werden gemäß GMP-Richtlinien<br />

archiviert und sind dank eines DMC-Codes, der mittels Laser auf das Bauteil aufgebracht<br />

wird, bis zur einzelnen Bauteilebene rückverfolgbar. Die geprüften Bauteile<br />

werden am Ende des Prozesses vollautomatisch in Trays magaziniert und gelangen<br />

anschließend zur Verpackung.<br />

Christoph Merhold, der verantwortliche Projektleiter für die Automationslinie,<br />

betont: „Ein schlanker und vor allem sicherer Materialfluss in Verbindung mit hocheffizienter<br />

Automation stand im Fokus der Entwicklung. Diese Bemühungen führen<br />

zu einer erheblichen Steigerung der Produktionsleistung und garantieren gleichzeitig<br />

eine höhere Produktqualität für unsere Kunden.“ Er führt aus: „Diese Errungenschaft<br />

ist das Ergebnis einer bemerkenswerten Teamleistung von Wirthwein Medical<br />

und unterstreicht unser Engagement für Spitzenleistungen in der Branche.“<br />

Die montierten Reagenzbehälter sind wichtige Bestandteile von Diagnostiksystemen,<br />

die beim Kunden in vollautomatischen Blutanalysegeräten eingesetzt werden<br />

und zur Diagnose des Patienten beitragen.<br />

Wirthwein Medical GmbH & Co. KG<br />

D 64367 Mühltal/Nieder-Ramstadt<br />

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Bereits kleinste Staubteilchen und partikuläre Fertigungsrückstände können die Performance von Satelliten beeinträchtigen.<br />

Daher sind in der Fertigung extrem hohe Sauberkeitsanforderungen zu erfüllen. (Bildquelle: OHB System)<br />

quattroClean-Technologie für die Reinigung von CFK-Leichtbaustrukturen<br />

Schnee sichert Sauberkeit<br />

bei Raumfahrt-Missionen<br />

Geht es um die Performance von Satelliten und ihren erfolgreichen Einsatz im All, können kleinste Staubteilchen<br />

oder partikuläre Fertigungsrückstände entscheidend sein. Ein Global Player der internationalen<br />

Raumfahrt nutzt mit der quattroClean-Schneestrahltechnologie eine Lösung für die Innenreinigung beschichteter<br />

Baffle- und CFK-Strukturen mit und ohne integriertem Kabelbaum, mit der sich ein gleichzeitiger<br />

Nachweis des Reinigungsergebnisses realisieren lässt.<br />

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Für die Reinigung der CFK-Strukturen von Satelliten – hier mit integriertem Kabelbaum und thermischen Komponenten<br />

– haben OHB System und acp eine Lösung konzipiert, die parallel zur Reinigung den Sauberkeitsnachweis ermöglicht. (Bildquelle: OHB System)<br />

Der familiengeführte, börsennotierte Raumfahrt- und Technologiekonzern<br />

OHB SE ist einer der Top 3 Akteure der europäischen<br />

Raumfahrt. Gegliedert in die Geschäftsbereiche Space Systems,<br />

Aerospace und Digital beschäftigt der Konzern rund 2.800 Mitarbeitende.<br />

Als größtes Tochterunternehmen verfügt die OHB System<br />

AG mit Hauptsitz in Bremen und einem weiteren Standort in<br />

Oberpfaffenhofen über mehr als vier Jahrzehnte Erfahrung in der<br />

Entwicklung von Hightech-Lösungen für die Raumfahrt und andere<br />

Anwendungsfelder, wobei Composite-Materialien wie CFK eine<br />

wichtige Rolle spielen. Zum Produkt- und Dienstleistungsportfolio<br />

des Unternehmens zählen die Realisierung kompletter Satellitensysteme<br />

für die Erdbeobachtung, Navigation, Telekommunikation,<br />

Wissenschaft und Aufklärung ebenso wie die Ausarbeitung und<br />

Umsetzung von Missionen zur Erforschung des Weltalls sowie die<br />

Entwicklung von Systemen für die astronautische Raumfahrt. Als<br />

Systemhaus kooperiert OHB System mit führenden nationalen und<br />

internationalen Unternehmen, um Technologien zu neuen Lösungen<br />

zusammenzuführen.<br />

Hohe Sauberkeitsspezifikationen erfüllen und nachweisen<br />

Dies ist auch im Bereich von Reinigungstechnologien der Fall. Denn<br />

an der falschen Stelle können bereits minimale partikuläre Fertigungsrückstände<br />

die Performance einer Mission beeinträchtigen,<br />

für die das Unternehmen die Verantwortung trägt. „Wir haben deshalb<br />

vor elf Jahren den Bereich Cleanliness und Kontaminationskontrolle<br />

aufgebaut. Inzwischen beschäftigen sich elf Experten<br />

Durch die beiden in den Düsenkopf integrierten Laserpointer lässt sich<br />

der Abstand zu den zu reinigenden Innenflächen optimal festlegen.<br />

(Bildquelle: OHB System)<br />

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Der schwenkbare Düsenkopf ist auf einer Lanze montiert, durch deren<br />

Öffnungen die entfernten Verunreinigungen abgesaugt werden. Der<br />

Sauberkeitsnachweis erfolgt durch einen in den Abluftstrom integrierten<br />

Partikelzähler. (Bildquelle: acp Systems)<br />

Das Baffle wird per Kran auf der Gabel des Reinigungsautomaten<br />

platziert. Durch die Integration eines Kamerasystems<br />

in den Düsenkopf ist der komplette Reinigungsprozess live<br />

auf dem Monitor sichtbar. (Bildquelle: acp systems)<br />

mit Sauberkeit entlang der Prozesskette und Kontaminationsengineering,<br />

dem Nachweis der Sauberkeit, der Simulation von Phänomenen<br />

der Kontaminationsübertragung sowie der Reinigung<br />

im Highend-Sektor“, berichtet Dr. Axel Müller, Lead Expert Contamination<br />

Control bei OHB System. 2016 wurde damit begonnen,<br />

die CO2-Schneestrahltechnologie als Reinigungsverfahren für die<br />

Raumfahrt unternehmensintern zu qualifizieren. Dabei ging es um<br />

die Reinigung von Kabelbäumen und CFK-Strukturbauteilen mit<br />

zirka 2.000 x 2.000 mm Durchmesser, die mit einer speziellen, lichtabsorbierenden<br />

schwarzen Beschichtung ausgestattet sind. Dieses<br />

so genannte Baffle ermöglicht, dass nur das zu detektierende Licht<br />

beziehungsweise die gewünschte Bildinformationen zu optischen<br />

Komponenten wie Spiegel, Linsen und Detektoren geleitet werden.<br />

„Gelangen beispielsweise durch die Vibrationen beim Start nur einzelne<br />

Partikel auf den Spiegel, entstehen Lichtreflexe, die das Bild<br />

verfälschen und damit ein Scheitern der Mission bedeuten können“,<br />

erklärt Axel Müller. „Für uns besteht die Herausforderung aber nicht<br />

nur darin, das Baffle innen beschädigungsfrei so sauber zu bekommen,<br />

dass keine Partikel größer zehn Mikrometer mehr vorhanden<br />

sind, sondern dies auch nachzuweisen. Und dieser Nachweis ist<br />

üblicherweise extrem arbeits-, zeit- und kostenintensiv.“ Basierend<br />

auf der skalierbaren quattroClean-Schneestrahltechnologie der acp<br />

systems AG wurde gemeinsam eine entsprechende Reinigungslösung<br />

konzipiert und in einen Reinraum ISO 3 integriert.<br />

Vier Effekte für hochsaubere Oberflächen<br />

Das trockene quattroClean-Verfahren nutzt flüssiges, klimaneutrales<br />

Kohlendioxid als Reinigungsmedium, das durch eine verschleißfreie<br />

Zweistoff-Ringdüse geleitet wird. Beim Austritt aus der Düse<br />

entspannt das Kohlendioxid zu feinem CO2-Schnee, der von einem<br />

separaten, ringförmigen Druckluft-Mantelstrahl gebündelt und auf<br />

Überschallgeschwindigkeit beschleunigt wird. Der gut fokussierbare<br />

Schnee-Druckluftstrahl entwickelt beim Auftreffen auf die zu reinigende<br />

Oberfläche eine Kombination aus thermischem, mechanischem,<br />

Lösemittel- und Sublimationseffekt. Durch das Zusammenspiel<br />

dieser vier Wirkmechanismen werden partikuläre Verunreinigungen<br />

bis in den Submikrometerbereich und filmische Kontaminationen<br />

prozesssicher und reproduzierbar entfernt. Das kristalline<br />

Kohlendioxid sublimiert während des Prozesses vollständig, so dass<br />

die gereinigten Flächen trocken sind.<br />

Reinigung im Reinraum mit direktem Sauberkeitsnachweis<br />

Im Gegensatz zum CO2, das nach der Reinigung im gasförmigen Zustand<br />

vorliegt, lösen sich die entfernten Fertigungsrückstände und<br />

Stäube nicht auf. Dieser Umstand brachte die Cleanliness-Experten<br />

auf den Gedanken, den Sauberkeitsnachweis parallel zur Reinigung<br />

durchzuführen. „Dafür umströmen wir das Bauteil während der Reinigung<br />

mit einem Reinstluftstrom, der die entfernten Kontaminationen<br />

gezielt vom Bauteil wegfördert hin zur Absaugung. In diesen<br />

Luftstrom haben wir einen Partikelzähler integriert, der live anzeigt,<br />

wie viele Partikel in welcher Größe vorhanden sind“, berichtet Axel<br />

Müller. Die Reinraumklasse wird durch die Aktivität messbar verschlechtert.<br />

Anhand der Messung der Partikelanzahl pro Volumen<br />

lässt sich bei einer Unterbrechung der CO2-Reinigung nachweisen,<br />

dass die Reinraum-Reinheit schnell wiederhergestellt ist. Danach<br />

beginnt der nächste Reinigungsschritt. Dabei werden die verbliebenen<br />

Kontaminationen in Anzahl und Größenverteilung durch<br />

die Reinigungswirkung kontinuierlich reduziert und dies gleichzeitig<br />

dokumentiert. Diese Reinigungs- und Regenerierungszyklen<br />

werden so oft wiederholt, bis das Baffle die geforderte Sauberkeitsspezifikation<br />

hinsichtlich akzeptabler Restverschmutzung beziehungsweise<br />

Partikelgrößenverteilung erfüllt. „Meines Wissens ist<br />

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die quattroClean-Schneestrahltechnologie das einzige<br />

Reinigungsverfahren, bei dem sich das Reinigungsergebnis<br />

live anzeigen lässt“, merkt Axel Müller an.<br />

Komplexer Reinigungsautomat<br />

Basierend auf diesen Ergebnissen und der inzwischen<br />

erfolgten Qualifizierung der Reinigungslösung für<br />

Raumfahrtanwendungen, konzipierte acp für die Innenreinigung<br />

der großen, bereits komplett montierten, semi-geschlossenen<br />

CFK-Strukturen dreier unterschiedlicher<br />

Baffle einen Reinigungsautomaten in High Purity-<br />

Ausführung. Diese beinhaltet unter anderem eine Medienaufbereitung<br />

für das flüssige Kohlendioxid, die eine<br />

Reinheit von 99,995 Prozent sicherstellt, die Druckluftqualität<br />

liegt bei 1.2.1.<br />

Die bis zu <strong>12</strong>5 kg schweren Baffle in Form eines oben<br />

abgerundeten Pyramidenstumpfs werden auf einer Interfaceplatte<br />

befestigt und mit einem Kran auf der Gabel<br />

der Anlage platziert. Diese lässt sich in X-, Y- und<br />

Z-Richtung bewegen. Damit sämtliche Innenflächen der<br />

maximal 1.600 x 1.600 x 2.000 mm großen Bauteile erreicht<br />

werden, fährt die Düse mit schwenkbarem Strahlbereich<br />

auf einer Lanze in das Baffle hinein, scannt dieses<br />

mäanderförmig ab und rotiert dabei. Während des<br />

Reinigungsprozesses wird die Innenluft im Baffle abgesaugt<br />

und die enthaltenen Partikel ort- und zeitaufgelöst<br />

nach Größe und Anzahl hinsichtlich Reinigungserfolg<br />

ausgewertet.<br />

Kollisionskontrolle über digitalen Zwilling<br />

Kollisionen, die zu Beschädigungen an den CFK-Strukturen<br />

führen können, müssen bei der Reinigung sicher<br />

ausgeschlossen werden. Gleichzeitig ist zu gewährleisten,<br />

dass jeder Bereich anforderungsrecht gereinigt<br />

wird. Die Bewegungssequenzen sind daher für jedes<br />

Baffle individuell zu definieren. „Dies erfolgt über einen<br />

digitalen Zwilling, der die Anlage, das Bauteil und den<br />

Reinigungsprozess sowie den Reinigungserfolg abbildet“,<br />

erklärt Axel Müller. Für die Abstandsmessungen<br />

ist der Düsenkopf mit einem Ultraschallsensor und zwei<br />

Laserpointern ausgestattet. Durch ein ebenfalls integriertes<br />

Kamerasystem stehen während der Reinigung jederzeit<br />

Livebilder zur Verfügung. Der Sauberkeitsnachweis<br />

erfolgt durch Partikelzähler, die in den Abluftstrom<br />

integriert sind. „Mit dieser Anlage, die vermutlich weltweit<br />

einzigartig ist, gelingt es uns, die Komponenten um<br />

einen Faktor 10.000 sauberer zu reinigen, als das vorher<br />

möglich war. Und das mit einer enormen Zeitersparnis<br />

sowie einer deutlich höheren Prozesssicherheit und Reproduzierbarkeit“,<br />

fügt Axel Müller abschließend an.<br />

acp systems AG<br />

Berblingerstraße 8<br />

D 7<strong>12</strong>54 Ditzingen<br />

Telefon: +49 7156 480140<br />

eMail: mail@acp-systems.com<br />

Internet: http://acp-systems.com<br />

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2 Reinraum Einschienenbahnen mit je 750 kg Tragkraft und<br />

einer Laufbahnlänge von 5 Metern<br />

2 hochkomplexe Reinraum Einträger-Laufkrane mit<br />

je 8 Tonnen Tragkraft und einer Spannweite von 11,48 Metern,<br />

mit synchronisiertem Tandembetrieb von zwei Kranen<br />

und vier Hubwerken und halbautomatischer Positionierung<br />

Altmann GmbH lieferte Reinraumkrane im Rahmen eines ambitionierten Großprojekts<br />

Top-Leistung für<br />

Top-Secret-Projekt<br />

Dieser Bericht mag dem Leser eigentümlich vorkommen: Wir berichten über ein Reinraum-Projekt an einem Ort, den wir<br />

nicht nennen dürfen, für einen Auftraggeber, den wir nicht nennen dürfen, der Dinge fertigt, die wir nicht benennen dürfen.<br />

Doch die Kranspezialisten von Altmann aus Albaching haben hier eine in mehrfacher Hinsicht sehr nennenswerte Leistung<br />

vollbracht.<br />

Technische Herausforderungen zu meistern, ist in einem hochkomplexen<br />

Betätigungsfeld wie der Reinraumbranche ja eigentlich<br />

nichts Ungewöhnliches. Und wenn es um Spezialanforderungen im<br />

Bereich Kran- und Förderanlagen geht, sind die Spezialisten von<br />

Altmann nur schwer aus der Ruhe zu bringen. Selbst ausgefallenste<br />

Sonderwünsche der Kunden werden zielstrebig in funktionierende<br />

Lösungen verwandelt. Dafür sind die Albachinger weithin bekannt.<br />

Doch der vorliegende „Kasus“ hat die Projektbeteiligten phasenweise<br />

an ihre Grenzen gebracht. Tatsächlich waren es aber nicht die<br />

technischen Anforderungen, die den „Altmännern“ den Schweiß auf<br />

die Stirn und den Blutdruck in die Höhe getrieben haben. Vielmehr<br />

waren es Schwierigkeiten, die eher im Feld der interdisziplinären<br />

Kommunikation, der Planungsabstimmung mit anderen Gewerken<br />

und der Projektsteuerung durch den Bauherrn zu verorten sind.<br />

Hier ein kurzer Abriss: Altmann wurde in das Projekt im Sommer<br />

2022 einbezogen. Zu diesem Zeitpunkt stand die 60 x 30 Meter große<br />

Halle bereits und war, grob gesprochen, fertig. Die gesamte technische<br />

Gebäudeausstattung war abgeschlossen, was konkret bedeutet,<br />

dass alle Filteranlagen, Kühlaggregate, Elektrifizierungen, Klimageräte,<br />

der Brandschutz, die Deckenleuchten, die Medienversorgung<br />

und was man sonst so in einer Reinraumhalle dieser Größe braucht,<br />

bereits durchgeplant und teilweise auch schon verbaut waren.<br />

Alles fein säuberlich hinter eingezogenen Decken und Wandverkleidungen<br />

verborgen, selbst die Steckdosen waren schon durchgeplant.<br />

Was noch fehlte, waren die zehn (!) erforderlichen, unterschiedlich<br />

zu konfigurierenden Spezial-Krananlagen. Und diese<br />

benötigten aus naheliegenden statischen Gründen eine hinter den<br />

fertig montierten Wandverkleidungen zu verbauende, solide Stahltragkonstruktion.<br />

Harte Nuss sorgte für Kopfzerbrechen<br />

„Peanuts!“, dachten da noch die versierten und stressbewährten<br />

Projektplaner von Altmann. Bis sie hörten, dass die vorhandene Planung<br />

nicht mehr geändert werden darf. Da habe es kurzfristig mal<br />

erhöhten Puls im Team gegeben, hört man in Albaching hinter vorgehaltener<br />

Hand. Doch die Bayern ließen sich nicht ins berühmtberüchtigte<br />

Bockshorn jagen. Sie machten sich gleich ans Werk,<br />

die zehn verschiedenen Tragkonstruktionen zu berechnen und im<br />

Detail zu planen und die harte Nuss zu knacken, die man ihnen da<br />

präsentierte.<br />

Auch hierzu eine kurze Zusammenstellung dessen, was schlussendlich<br />

erfolgreich verbaut wurde:<br />

Die insgesamt zehn Krananlagen umfassen<br />

– 2 hochkomplexe Reinraum Einträger-Laufkrane mit je 8 Tonnen<br />

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Reinraum Einträger-Laufkran mit 6 Tonnen Tragkraft<br />

und einer Spannweite von 6,9 Metern<br />

Reinraum Einschienenbahn<br />

mit 750 kg Tragkraft<br />

Tragkraft und einer Spannweite von 11,48 Metern, mit synchronisiertem<br />

Tandembetrieb von zwei Kranen und vier Hubwerken<br />

und halbautomatischer Positionierung;<br />

– 1 hochkomplexen Reinraum Einträger-Laufkran mit<br />

2 Tonnen Tragkraft und einer Spannweite von 5,9 Metern sowie<br />

Pendeldämpfung und Positionierung mit Halbautomatik;<br />

– 1 Reinraum Einträger-Laufkran mit 6 Tonnen Tragkraft<br />

und einer Spannweite von 14,6 Metern;<br />

– 1 Reinraum Einträger-Laufkran mit 10 Tonnen Tragkraft<br />

und einer Spannweite von 14,5 Metern;<br />

– 1 Reinraum Einträger-Laufkran mit 6 Tonnen Tragkraft<br />

und einer Spannweite von 6,9 Metern;<br />

– 1 Reinraum Einträger-Laufkran mit 6 Tonnen Tragkraft<br />

und einer Spannweite von 5,5 Metern;<br />

– 1 Standard Einträger-Laufkran mit 2 Tonnen Tragkraft<br />

und einer Spannweite von 6,1 Metern;<br />

– 2 Reinraum Einschienenbahnen mit je 750 kg Tragkraft<br />

und einer Laufbahnlänge von 5 Metern.<br />

Der gesamte hierfür erforderliche Stahlbau hat eine Gesamtmasse<br />

von 110 Tonnen. Allein angesichts dieser Auflistung wird sofort ersichtlich,<br />

dass es sich bei diesem Auftrag um ein Großprojet handelt,<br />

das in nur einem Jahr zur vollsten Zufriedenheit des Kunden fertiggestellt<br />

wurde. Das muss den Altmann-Experten erstmal jemand<br />

nachmachen.<br />

Eine weitere Herausforderung lag darin, dass diese Anlagen in mehreren,<br />

unterschiedlich großen und bereits fertiggestellten Reinräumen<br />

installiert werden mussten. Und da der Auftraggeber auch noch<br />

mehrfach die Priorisierung, also die Reihenfolge der gewünschten<br />

Installation änderte, musste der Lieferant Altmann extrem flexibel<br />

reagieren. Das war nicht zuletzt für die Monteure eine herausfordernde<br />

Aufgabe.<br />

Tatsächlich mussten hier stellenweise „ganz wilde Dinge reingeplant<br />

werden“ und tatsächlich stieß man dabei durchaus auch „an<br />

die Grenzen der Machbarkeit“. Immerhin mussten teilweise die bereits<br />

vorhandenen Systeme kurzfristig demontiert werden, um den<br />

jeweiligen Kran zu installieren und dann die vorhandenen Systeme<br />

wieder aufzubauen. Was das mit den Projektkosten machte, kann<br />

man sich leicht ausmalen.<br />

„Ist der Berg auch noch so steil…“<br />

Nimmt man dann noch den über unzählige Gewerke hinweg vielfach<br />

disruptiven Informationsfluss hinzu und führt sich die Komplexität<br />

einer solchen Projektsteuerung vor Augen, ahnt man, was in den<br />

Teams vor Ort wie auch im Planungsteam bei Altmann in Albaching<br />

passierte: dauerhafter Zeitdruck, extrem hohe Arbeitsbelastung bei<br />

den Monteuren und die damit einhergehende Erschöpfung. Und das<br />

in Zeiten akuten Fachkräftemangels… Eine Entwicklung, die man in<br />

der Altmann-Geschäftsführung aktuell vermehrt in Projekten bemerkt:<br />

Es steht nichts fest außer dem Termin. Die Technik wird fern<br />

des Projekts entwickelt, Kollisionen müssen umplant werden und<br />

das führt zu hohen Folgekosten und Verzögerungen sowie zu Verdruss<br />

von jahrelang aufwendig geschulten und „aufgebauten“ Mitarbeitern.<br />

Nach einem guten Jahr seit Planungsbeginn war die Nuss jedoch<br />

erfolgreich geknackt und das Projekt wurde im Sommer <strong>2023</strong> abgeschlossen.<br />

In der für das Unternehmen typisch bayerisch-positiven<br />

Art betont Geschäftsführer Achim Altmann rückblickend: „Die<br />

guten persönlichen Kontakte auf der Baustelle und im Projektteam<br />

sowie die im Projektverlauf immer bessere Zusammenarbeit mit den<br />

Planern und den ausführenden Gewerken waren der Lichtblick, der<br />

uns trotz des Zeitdrucks und der wechselnden Rahmenbedingungen<br />

immer wieder ermutigt hat. Das gab uns das Gefühl, dass alle an<br />

einem Strang ziehen.“<br />

Und wen wundert´s bei so viel Durchhaltevermögen und Problemlösungskompetenz:<br />

Die nächsten Aufträge bzw. Herausforderungen -<br />

einige sogar für denselben geheimnisvollen Kunden - stehen schon<br />

auf dem Zeitplan der Albachinger Spezialisten.<br />

ALTMANN GmbH<br />

Oberdieberg 23-25<br />

D 83544 Albaching<br />

Telefon: +49 8076 88790<br />

eMail: kontakt@altmann-foerdertechnik.de<br />

Internet: http://www.altmann-foerdertechnik.de<br />

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Mit dem Wandel in zahleichen Industriebereichen verändern sich auch die Aufgaben in der<br />

industriellen Teilereinigung. Dies erfordert von Herstellern eine stärkere Diversifikation des<br />

Produkt- und Dienstleistungsportfolios. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)<br />

Ecoclean begegnet aktuellen und zukünftigen Herausforderungen mit Diversifikation<br />

Antworten auf die Transformationsprozesse<br />

in der Industrie<br />

Die Wirtschaft befindet sich im Umbruch, der viele Bereiche der Industrie vor Herausforderungen stellt. Neue Produkte<br />

und verschiedene Megatrends erfordern Anpassungen der Fertigungstechnologien sowie des Produkt- und Dienstleistungsangebots.<br />

Die Ecoclean GmbH begegnet diesem Wandel proaktiv durch eine stärkere Diversifikation des<br />

Lösungsportfolios für die industrielle Bauteilreinigung sowie das neue Geschäftsfeld Wasserstofftechnologie.<br />

Energiewende, Nachhaltigkeit, demografischer Wandel, Mobilität,<br />

Automatisierung und Digitalisierung sowie Sicherheit, aus diesen<br />

Megatrends resultieren technologische und gesellschaftliche Veränderungen.<br />

Und das in einer immer rasanteren Geschwindigkeit.<br />

Von Unternehmen fordert diese Entwicklung eine zunehmend höhere<br />

Flexibilität und Agilität. Dies zeigt sich auch im Bereich der<br />

industriellen Teilereinigung: Hat gefühlt gestern noch die Automobilindustrie<br />

die Standards in punkto Sauberkeitsanforderungen<br />

gesetzt, sind es heute ganz andere Industriebereiche mit jeweils<br />

spezifischen Anforderungen. Diese Veränderungen beantwortet<br />

Ecoclean, einer der weltweit führenden Anbieter von Anlagen und<br />

Systemen für die industrielle Bauteilreinigung, Oberflächenbearbeitung<br />

und Automatisierung, mit einer zukunfts- und marktorientierten<br />

Diversifikationsstrategie. Die Weichen dafür wurden bereits vor<br />

einigen Jahren mit entsprechenden finanziellen und personellen<br />

Investitionen gestellt. Dadurch können heute neben Anlagen und<br />

Systemen für die Aufgabenstellungen in den bisherigen Industriebereichen<br />

wie beispielsweise Automobil- und Zulieferindustrie,<br />

Maschinenbau Verbindungstechnik, Schmuck- und Uhrenindustrie<br />

sowie Luft- und Raumfahrt neue Lösungen für Hightech-Branchen<br />

angeboten werden.<br />

High Purity – Sauberkeit in der dritten Dimension<br />

Dazu zählt beispielsweise die Halbleiterindustrie-Zulieferindustrie.<br />

Um immer kleinere und leistungsfähigere Mikrochips mittels EUV-<br />

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Eine erste Lösung im neuen Geschäftsfeld Elektrolyseure wurde mit<br />

einem Prüfstand für die alkalische Druckelektrolyse im September <strong>2023</strong><br />

fertiggestellt. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)<br />

Hightech-Branchen wie die Halbleiterzulieferindustrie, Präzisionsoptik<br />

und Medizintechnik benötigen produkt- und branchenspezifisch<br />

angepasste Reinigungs-und Turnkey-Lösungen für höchste<br />

Reinheitsanforderungen. (Bildquelle: Ecoclean GmbH)<br />

Lithographie herstellen zu können, werden an die Komponenten<br />

für das Produktionsequipment extrem hohe Anforderungen an die<br />

Reinheit gestellt. Neben feinstpartikulären Restverunreinigungen<br />

im Nanometer-Bereich und extrem strikten Vorgaben hinsichtlich<br />

filmischer Kontaminationen spielen hier Ausgasungsraten für organische<br />

Substanzen und Restfeuchte sowie „verbotene“ Stoffe/Elemente<br />

eine qualitätsentscheidende Rolle. Ähnlich strenge Sauberkeitsanforderungen<br />

sind bei vakuumtechnischen Komponenten für<br />

den UHV-, XHV- und UCV-Bereich – beispielsweise in Hochleistungslasersystemen,<br />

Hightech-Mess- und Analysegeräten –zu erfüllen.<br />

Präzisionsoptiken, mikrooptische Teile und Sensorsysteme,<br />

unter anderem für teilautomatisiertes und autonomes Fahren sowie<br />

Digitalisierungsanwendungen in der Industrie, benötigen für eine<br />

dauerhaft fehlerfreie Funktion ebenfalls eine sehr hohe Reinheit.<br />

Für diese herausfordernden Aufgabenstellungen bietet Ecoclean<br />

branchen- und anwendungsspezifische Lösungen von der Vor- über<br />

die Zwischen- bis zur Endreinigung angeschlossen an beziehungsweise<br />

integriert in einen Reinraum. Für die Auslegung der Prozessund<br />

Anlagentechnik verfügt das Unternehmen über eigene High<br />

Purity Test Center mit validiertem Reinraum und entsprechender<br />

Messtechnik.<br />

Turnkey-Lösungen für die Medizintechnik<br />

– MDR- und FDA-konform<br />

Hohe Sauberkeitsanforderungen waren in der Medizintechnik<br />

schon immer gang und gäbe. Mit der Einführung der europäischen<br />

Medical Device Regulation (MDR) sind die Ansprüche an die Reinigung<br />

von Medizinprodukten wie Implantate, Instrumente und Geräte<br />

sowie an die Qualifizierung, Dokumentation und Rückverfolgbarkeit<br />

der Prozesse nochmal deutlich strikter geworden. Inzwischen<br />

plant die US-amerikanische Food & Drug Administration (FDA),<br />

ihre Qualitätssystem-Verordnung mit der MDR zu harmonisieren, so<br />

dass unabhängig vom Marktzugang einheitliche Regelungen gelten<br />

werden. Um die sehr unterschiedlichen Aufgabenstellungen in der<br />

Medizintechnik anforderungsgerecht, effizient und nachhaltig zu<br />

lösen, bietet Ecoclean nicht nur ein komplettes und weltweit verfügbares<br />

Portfolio qualifizierter Reinigungssysteme. Die Kooperationen<br />

mit renommierten Partnern ermöglichen auch die Realisierung von<br />

Turnkey-Projekten mit entsprechenden Verpackungs- und Reinraumlösungen.<br />

Speziell für die Medizintechnik entwickelte Software,<br />

RFID-Technologie und Audit-Trail gewährleisten, dass alle<br />

Vorgaben hinsichtlich Bauteilidentifikation, Dokumentation und<br />

Rückverfolgbarkeit lückenlos erfüllt werden. Darüber hinaus unterstützen<br />

die Experten des Unternehmens auf Wunsch bei der Qualifizierung<br />

(IQ, QQ und PQ). Durch das umfassende medizintechnische<br />

und regulatorische Knowhow in Verbindung mit umfangreich<br />

ausgestatteten Technologiezentren inklusive Sauberkeitslabor und<br />

validiertem Reinraum kann für jede Reinigungsaufgabe die technisch<br />

und wirtschaftlich optimale Lösung ausgearbeitet werden. Sie<br />

lässt sich für weitere Produktionsstandorte einfach duplizieren, was<br />

Qualifizierung und Inbetriebnahme beschleunigt.<br />

Grüner Wasserstoff – Energieträger der Zukunft<br />

Mit dem Einstieg in die Entwicklung, Fertigung und den Vertrieb<br />

von Elektrolyseuren für die Produktion von grünem Wasserstoff sowie<br />

Lösungen für dessen Einsatz, erschließt sich das Unternehmen<br />

einen neuen Geschäftsbereich. Dafür haben Ecoclean und das Zentrum<br />

für Sonnenenergie und Wassersoff-Forschung Baden-Württemberg<br />

(ZSW) ihre Kompetenzen im Verbundprojekt „EcoLyzer<br />

BW“ gebündelt. Auf Basis der vom ZSW entwickelten, robusten<br />

und gut erprobten Systemtechnik für die alkalische Druckelektrolyse<br />

und der Kompetenz sowie jahrzehntelangen Qualifikation im<br />

verfahrenstechnischen Maschinenbau und in der industriellen<br />

Fertigungstechnik von Ecoclean werden Elektrolyseure als Baukastensystem<br />

mit kompakten Standardmodulen konzipiert. Sie ermöglichen<br />

mit Leistungsklassen von zunächst ein bis zehn Megawatt<br />

den einfachen und kosteneffizienten Aufbau von Elektrolyseuren,<br />

die sich verschiedensten Anwendungen anpassen, beispielsweise<br />

in Industrie, Mobilität, Energieversorgung von Quartieren und Speicherung<br />

regenerativ erzeugter, überschüssiger Energie aus Windkraft-<br />

und Photovoltaikanlagen. Eine erste Lösung in diesem Bereich<br />

wurde mit einem Prüfstand für die alkalische Druckelektrolyse<br />

im September <strong>2023</strong> fertiggestellt. Er ermöglicht es, Elektrolysestacks<br />

mit einer Leistung bis 500 kW und 1.200 mm Durchmesser zu testen<br />

und zu validieren.<br />

Durch diese Diversifikationsstrategie trägt Ecoclean dazu bei,<br />

die mit disruptiven Entwicklungen sowie verschiedenen Megatrends<br />

einhergehenden Herausforderungen zu meistern.<br />

Ecoclean GmbH<br />

D 70794 Filderstadt<br />

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Das geht auch in Groß!<br />

Reinraum online hat bereits mehrfach über luftgetragene Reinräume aus Stoff berichtet. Nun gibt es einen,<br />

der wegen seiner stattlichen Größe von sich Reden macht. Und sich auch sonst sehen lassen kann.<br />

„sphairlab“ heißt die Idee, die als kaufbares Produkt erstmals 2018<br />

das Licht des Marktes erblickte. Durch Überdruck getragen und von<br />

Stoffwänden ummantelt, erregten diese futuristisch aussehenden,<br />

flexiblen und sehr gut verarbeiteten Rein- und Sauberräume schon<br />

damals viel Aufmerksamkeit. Sie heimsten sogar Innovationspreise<br />

ein. Der Markt jedoch beäugte die Sache argwöhnisch und manch<br />

potenzieller Nutzer fragte sich wohl, ob so ein großes, sauberes Zelt<br />

tatsächlich halten kann, was es verspricht.<br />

Mit der Zeit jedoch, unterstützt durch die emsigen Akquiseaktivitäten<br />

des Anbieters und begleitet von publizierten Berichten über<br />

realisierte Objekte, regte sich Kaufinteresse. Es ging bergauf. Doch<br />

dann kam Corona und die Luft war wortwörtlich raus. Investitionszurückhaltung,<br />

Zukunftsangst, Abwarten… Manch einer wollte da<br />

verständlicherweise lieber nur mieten statt kaufen. Doch nun kommen<br />

die Kaufinteressenten von sich aus auf die sphairlab-Mannschaft<br />

zu, die tatsächlich alle Hände voll zu tun hat.<br />

Sehr groß und sehr flexibel<br />

Erst in diesem Sommer wurde im bayerischen Deggendorf bei der<br />

Firma Streicher Maschinenbau in Rekordzeit ein ziemlich großer<br />

und vielseitig nutzbarer sphairlab-Sauberraum realisiert. Das „weiße<br />

Zelt mit den zwei Spitzhüten“ ist knapp 9 Meter hoch, 25 Meter lang<br />

und 15 Meter breit. Es steht selbst wiederum in einer 16 Meter hohen<br />

und flächenmäßig riesigen Fertigungshalle, in der sehr große Teile<br />

für noch größere Sondermaschinen, Vakuumanlagen und Druckbehälter<br />

hergestellt werden. Diese Bauteile können bei Bedarf durch<br />

50-Tonnen-Krane von außen über die „Spitzhüte“ zur Montage und<br />

Verpackung im Sauberraum angehoben werden. So ermöglichen<br />

diese trichterförmigen Ausstülpungen, dass die Kranhaken wirken<br />

können, ohne jedoch Partikel einzutragen.<br />

Im Innenraum, der durch eine verschiebbare Trennwand jederzeit<br />

in der Größe verändert werden kann, gibt es einen weiteren Kran,<br />

um kleinere Teile jederzeit mühelos zu bewegen. Die Luftverteilung<br />

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Ein weiteres interessantes Detail sind die über Reißverschlüsse zu<br />

öffnenden „Open-up“-Seitenwände des Raumes, die sich an Seilzügen<br />

wie Theatervorhänge hochziehen lassen, um große Materialbewegungen<br />

ohne Schleusenbeteiligung zu ermöglichen. Außerdem<br />

gibt es bei Bedarf austauschbare Deckenelemente sowie zwei feste<br />

als auch eine mobile Schleuse für Material und Personal. Der ganze<br />

Raum ist somit extrem flexibel nutzbar.<br />

in den Raum erfolgt über <strong>12</strong>, elegant weiße und ausgesprochen leise<br />

Lüfter. Diese pumpen die durch Aktivkohle- und Partikelfilter gereinigte<br />

Frischluft durch vertikale und horizontale textile Schläuche<br />

von oben in die Hülle, wo sie in Bodennähe über Abluftklappen<br />

wieder entweicht. Regelmäßige Partikelmessungen überwachen die<br />

gleichbleibende Luftreinheit. Natürlich sind in einer Maschinenbau-Umgebung<br />

wie bei Streicher keine ISO Klasse 1-Werte nötig,<br />

dennoch wird hier ISO 7 erreicht, was eine staubfreie Montage und<br />

Verpackung der Teile sicherstellt.<br />

Blockout-Stoff und Open-up-Wände<br />

Die textile Hülle des gesamten Raumes besteht aus Blockout-Stoff,<br />

der kein Tageslicht von außen nach innen oder umgekehrt durchlässt.<br />

Dies war eine wesentliche Anforderung des Kunden, der im<br />

sphairlab Prüfungen mit UV-Licht zur Qualitätskontrolle durchführt.<br />

Das sphairlab-Team hat für dieses stattliche Projekt von der Auftragserteilung<br />

bis zur Auslieferung nur rund drei Monate benötigt,<br />

um die komplette Projektbetreuung zu stemmen. Beginnend bei der<br />

Bedarfsermittlung und Beratung des Kunden über die Planung, Berechnung<br />

und Konstruktion der Teile, was sogar die eleganten Lüfter<br />

und Lampen umfasst, das Nähen der riesigen Stoffbahnen, bis zur<br />

tatsächlichen Umsetzung und dem Aufbau, für den man nur knapp<br />

drei Wochen brauchte, kam alles aus einer Hand.<br />

Für Max Lindemann, der bei der sphairlab GmbH seit anderthalb<br />

Jahren mehr und mehr Verantwortung für die Projekte übernommen<br />

hat und Inhaber Jens Hutzenlaub im Laufe des nächsten Jahres als<br />

Geschäftsführer ablösen soll, war dieses Projekt eine großartige Bewährungsprobe.<br />

sphairlab GmbH<br />

Rottstraße 35<br />

D 52068 Aachen<br />

Telefon: +49 (0)163 2518059<br />

info@sphairlab.com<br />

www.sphairlab.com<br />

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GMP-Monitoring-System verschafft<br />

Arzneimittelherstellern Gewissheit<br />

Die Qualität, der in Reinraumanlagen hergestellten oder verarbeiteten<br />

Produkte wird durch die geltende Gute Herstellungspraktik<br />

(englisch Good Manufacturing Practice, abgekürzt GMP) geschützt,<br />

die strenge Anforderungen an die Umweltüberwachung stellt. Der<br />

schwedische Arzneimittelhersteller APL (Apotek Produktion & Laboratorier)<br />

hat vor kurzem das viewLinc Continuous Monitoring<br />

System von Vaisala in seiner Produktionsanlage installiert und ist<br />

von der Zuverlässigkeit und der Sicherheit, die das System bietet,<br />

begeistert.<br />

Moustapha Ismail wurde von APL als externer Berater für die<br />

Qualifizierung und den Ersatz eines älteren Überwachungssystems<br />

am Standort eingesetzt. Er sagt: „Die vorherigen Messgeräte waren<br />

seit etwa fünfzehn Jahren in Betrieb, so dass wir die Gelegenheit<br />

nutzten, um die neueste Technologie auf dem Markt zu evaluieren,<br />

bevor wir eine Entscheidung treffen.“<br />

Mit mehr als 500 Mitarbeitern und fünf Produktionsstätten in<br />

Malmö, Göteborg, Stockholm und Umeå ist APL einer der führenden<br />

europäischen Hersteller von Magistralrezepturen und Standardpräparaten<br />

sowie ein Auftragshersteller im Bereich der Biowissenschaften.<br />

Eine der wichtigsten Anforderungen an das neue Überwachungssystem<br />

war die Benutzerfreundlichkeit. Diese wurde als<br />

Schwachpunkt des bestehenden Systems angesehen. „Natürlich<br />

waren wir auf der Suche nach Messgeräten, die ein Höchstmaß an<br />

Betriebszeit und Zuverlässigkeit bieten, aber wir waren uns der Vorteile<br />

intelligenter Technologie bewusst und wollten die neuesten<br />

Entwicklungen nutzen“, erklärt Moustapha. „Mitglieder des Teams<br />

hatten bereits zuvor Vaisala-Sensoren verwendet, so dass wir uns<br />

bereits über deren Genauigkeit und langfristige Zuverlässigkeit im<br />

Klaren waren. Vaisala wurde schließlich zusammen mit anderen<br />

Anbietern eingeladen, um ein Angebot für unser Anforderungsprofil<br />

abzugeben.“<br />

Um die Fähigkeiten von viewLinc zu veranschaulichen, führten<br />

Vaisala-Mitarbeiter eine virtuelle Demonstration des Systems im<br />

Betrieb in der Vaisala-Produktionsstätte in Helsinki durch. „Dies bot<br />

dem APL-Team die Gelegenheit, zu erfahren, wie einfach es ist, ein<br />

viewLinc-System mit den drahtlosen VaiNet-Temperatur- und Luftfeuchtigkeitslogger<br />

von Vaisala einzurichten“, erklärt Vaisala Sales<br />

Manager Janne Halonen.<br />

Die VaiNet-Datenlogger verwenden Niederfrequenzkommunikation,<br />

um eine hohe Signalstärke ohne Verstärker zu erreichen,<br />

selbst an Orten mit Hindernissen wie Metall- oder Betonstrukturen.<br />

Die niedrige Frequenz bedeutet auch, dass VaiNet den anderen<br />

Netzwerkverkehr nicht stört. Bei Bedarf können auch Datenlogger,<br />

Transmitter oder andere Geräte über Ethernet-, PoE- und USB-Verbindungen<br />

an das viewLinc-System angeschlossen werden.<br />

Die VaiNet AP10 Netzwerkzugangspunkte übertragen Daten<br />

von den Datenloggern an den viewLinc Enterprise Server. Sowohl<br />

der Zugangspunkt als auch die Software überprüfen, ob die Daten<br />

korrekt empfangen wurden. Die Daten werden dann in der sicheren<br />

Datenbank von viewLinc gespeichert, um die Datenintegrität und<br />

-sicherheit zu gewährleisten. Die Datenredundanz wird durch die<br />

Lastverteilung zwischen verschiedenen VaiNet-Zugangspunkten<br />

erreicht, die sich mehrere In-Range-Logger teilen. Der integrierte<br />

Speicher jedes Loggers und die Datenbank von viewLinc vervollständigen<br />

den Audit Trail.<br />

Die Sensoren in den Datenloggern verwenden die HUMI-<br />

CAP®-Luftfeuchtigkeitstechnologie von Vaisala und Platin-Widerstandsthermometer,<br />

um die beste Messstabilität in ihrer Klasse zu<br />

gewährleisten. HUMICAP®-Sensoren verwenden eine kapazitive<br />

Dünnfilm-Polymertechnologie, die resistent gegen Verschmutzung<br />

durch Staub und Kondensation ist.<br />

Nach der viewLinc-Demonstration und einer umfassenden<br />

Bewertung von Referenzkunden sowie des technischen und preislichen<br />

Angebots von Vaisala entschied sich APL für das viewLinc-<br />

Dauerüberwachungssystem, das im Jahr 2022 installiert wurde. Das<br />

System besteht aus über sechzig drahtlosen VaiNet RFL100 Temperatur-<br />

und Feuchtigkeitsdatenloggern, die von mehreren drahtlosen<br />

VaiNet AP10 Access Points unterstützt werden. Die Datenlogger<br />

sind mit langzeitstabilen Sensoren ausgestattet, die jedoch kalibriert<br />

werden müssen, um die Genauigkeit und Konformität zu gewährleisten.<br />

Vaisala bietet einen jährlichen Kalibrierungsservice an, aber<br />

APL entschied sich stattdessen dafür, die Schulungen und Tools von<br />

Vaisala zu nutzen, um die Kalibrierungen intern zu verwalten.<br />

Moustapha fasst zusammen: „Aus betrieblicher Sicht sind wir<br />

von der Benutzerfreundlichkeit des Systems begeistert und wir haben<br />

ein hohes Maß an Vertrauen in viewLinc aufgebaut. Unser Team<br />

kann sich zu jeder Tages- und Nachtzeit einloggen und die Messwerte<br />

einsehen. Wir wissen, dass die VaiNet-Logger genau und zuverlässig<br />

sind, so dass wir sicher sein können, dass das System unsere<br />

zentralen Innenanlagen schützt und einen Alarm auslöst, wenn<br />

sich ein Überwachungspunkt einem Schwellenwert nähert.“<br />

Vaisala GmbH<br />

Rheinwerkallee 2<br />

D 53227 Bonn<br />

Telefon: +49 228 249710 Telefax: +49 228 2497111<br />

eMail: vertrieb@vaisala.com<br />

Internet: http://www.vaisala.de<br />

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Einweihung des ersten fest verbauten Reinraums am FAULHABER Standort Schönaich © FAULHABER<br />

Einweihung des ersten fest verbauten Reinraums am FAULHABER Standort Schönaich<br />

Neue Produktionsmöglichkeiten<br />

von Antrieben für die Medizintechnik<br />

Am 13. September <strong>2023</strong> wurde der neue Reinraum am FAULHABER Hauptstandort in Anwesenheit der Geschäftsführung<br />

sowie der Projektverantwortlichen enthüllt und vorgestellt. Auf 90 m² Produktionsfläche werden künftig Produkte für den<br />

Medizintechnik- und Pharmabereich unter speziellen Bedingungen angefertigt. Die Reinraumproduktion beginnt Mitte<br />

des kommenden Jahres.<br />

Der Markt der Medizintechnik wird ständig von neuen Trends geprägt<br />

und stellt darüber hinaus besondere Anforderungen an die<br />

Qualität und Reinheit der zum Einsatz kommenden Antriebe. Um<br />

die Produktionskapazität von Antriebssystemen für diese Branche<br />

künftig auszubauen, hat FAULHABER am Hauptstandort Schönaich<br />

einen neuen Reinraum installiert, der nun enthüllt wurde.<br />

Die dort ab 2024 gefertigten Antriebe erfüllen die speziellen Anforderungen<br />

der Medizinbranche und können in verschiedensten<br />

Bereichen der Medizintechnik und Pharmaindustrie eingesetzt<br />

werden.<br />

Der neue Reinraum misst <strong>12</strong>5 m², davon sind 90 m² reine Produktionsfläche,<br />

umgeben von Schleusen für Personal und Material,<br />

die den Erhalt der Reinraumbedingungen sicherstellen. „Unser<br />

Reinraum wird nach ISO-Klasse 7 zertifiziert, das heißt die zugelassene<br />

Konzentration von Raumluftpartikeln ist beschränkt und eine<br />

mikrobiologische Verunreinigung der Luft wird limitiert“, erklärt<br />

Andreas Melzer, Leiter des Bereichs Safety, Facility & Maintenance<br />

bei FAULHABER. Dies wird durch einen 25-fachen Luftwechsel<br />

pro Stunde gewährleistet, was bedeutet dass die Raumluft etwa alle<br />

zweieinhalb Minuten komplett ausgetauscht wird. Der Vergleich mit<br />

drei bis vier Luftwechseln pro Stunde in anderen Bereichen der Produktion,<br />

wo keine Reinraumbedingungen herrschen, verdeutlicht<br />

die Leistung der Belüftungsanlage für den neuen Reinraum.<br />

Die Errichtungszeit des neuen Produktionsbereichs belief sich<br />

auf sieben Monate. Die Bauarbeiten fanden umgeben von einer<br />

Staubschutzwand statt, um den laufenden Produktionsbetrieb nicht<br />

zu beeinträchtigen. Am 13. September <strong>2023</strong> fand die Eröffnung des<br />

neuen Reinraums unter Anwesenheit des Projektteams sowie der<br />

Geschäftsführer Lutz Braun, Dr. Udo Haberland und Hubert Renner<br />

statt.<br />

Für FAULHABER bedeutet der neu errichtete Bereich eine Erweiterung<br />

der Reinraumkapazitäten, da der Standort Schönaich bereits<br />

seit 2021 über ein Reinraumzelt für Produkte aus der Halbleiterindustrie<br />

verfügt. „Der erste fest verbaute Reinraum am Standort ist<br />

dennoch absolutes Neuland und sehr spannend für uns“, freut sich<br />

Melzer. Die Inbetriebnahme ist für Mitte des Jahres 2024 geplant,<br />

dann wird es ein festes Stammpersonal aus FAULHABER-Mitarbeitern<br />

geben, das für die Arbeit im Reinraum geschult und ausgestattet<br />

ist und in erster Linie dort tätig sein wird. Bis es soweit ist, stehen<br />

noch weitere Arbeitsschritte wie die Innenausstattung des Raums<br />

mit Arbeitsplätzen und Equipment sowie die Anbindung der Reinigungsanlage<br />

an die Materialschleuse an. So wird sichergestellt, dass<br />

alle zum Einsatz kommenden Komponenten den Reinraumanforderungen<br />

entsprechen.<br />

Dank des modularen Aufbaus des neuen FAULHABER Reinraums<br />

ist auch ein weiterer Ausbau der Produktionskapazitäten auf<br />

diesem Gebiet in Zukunft möglich.<br />

Dr. Fritz Faulhaber GmbH & Co. KG<br />

D 71101 Schönaich<br />

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Abbildung 3: Foto eines Reinraumes in der mikroelektronischen Industrie<br />

Reinraumkonzepte – das Wie und Warum<br />

Warum uns Staub das Leben<br />

schwer macht?<br />

Der Staub, der in großen Knäuel in Ecken liegt, den sieht man gut,<br />

und er lässt sich leicht durch Staubwischen entfernen. Aber wir wollen<br />

uns mit dem Staub beschäftigen, der mit dem Auge nicht mehr<br />

so gut wahrgenommen werden kann. Dazu greifen wir willkürlich 2<br />

Ereignisse des letzten Jahres auf. Das eine Ereignis ist Saharastaub,<br />

denn im letzten Jahr gab es gleich mehrere Ereignisse, bei denen uns<br />

Feinstaub aus der Sahara besonders schöne, rotleuchtende Sonnenuntergänge<br />

beschert hat. Dieser natürlich verursachte Feinstaub<br />

kann je nach Jahreszeit erheblich sein, wie wir das von Wetterlagen,<br />

die durch Saharastaub geprägt sind, kennen. Die Zahlen sind gewaltig:<br />

Über die Hälfte des globalen troposphärischen Aerosols und<br />

etwa 35% der primär emittierten Partikelmasse besteht aus Mineralstaubpartikeln,<br />

von denen in Europa etwa die Hälfte aus der Sahara<br />

und der Rest aus anderen Wüstenregionen der Erde stammt.<br />

Mit ca. 1.8 Mrd. Tonnen pro Jahr trägt Winderosion von Mineralstaub<br />

zur globalen Aerosolbilanz bei. Mineralstaub beeinflusst das<br />

Erd-Atmosphäre System durch Streuung und teilweise Absorption<br />

eintreffender Solarstrahlung aber auch bei der Wolkenbildung durch<br />

Kondensationskeime.<br />

Vom Sahara-Staub wissen wir, dass er über hunderte, wenn<br />

nicht gar tausende Kilometer weit von den Luftströmungen getragen<br />

werden und durch feinste Öffnungen in jeden Innenraum gelangen<br />

kann. Als Autofahrer wissen wir auch, wie zäh und rot er auf jedem<br />

Autolack klebt.<br />

Das zweite Ereignis haben wir zur Jahreswende erlebt, denn hier<br />

wurde das Feinstaubproblem sichtbar: Die Luft war „zum Schneiden”.<br />

In diesem Jahr war es nämlich endlich wieder so weit: Das<br />

neue Jahr konnte mit einem gewaltigen Feuerwerk begrüßt werden.<br />

Ein Feuerwerk ist zwar schön anzusehen, aber die Folgen, insbesondere<br />

durch Verletzungen und Sachbeschädigungen, wurden gerade<br />

in diesem Jahr besonders kontrovers diskutiert. Wenig bedacht<br />

wurden dabei aber die gesundheits-relevanten und wirtschaftlichen<br />

Schäden, denn jährlich werden rund 2.050 Tonnen Feinstaub<br />

(PM10) durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern meist in der<br />

Sylvester-Nacht freigesetzt. Diese Menge entspricht in etwa einem<br />

Prozent der gesamt anthropogen freigesetzten Feinstaubmenge pro<br />

Jahr in Deutschland.(1)<br />

Wegen seiner physikalischen Eigenschaft werden kleine Partikel<br />

auch häufig als Schwebeteilchen bezeichnet. Feinstaub ist ein<br />

Teil des Schwebstaubs. Als Schwebstaub (englisch „Particulate Mat-<br />

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ter“: PM) bezeichnet man Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu<br />

Boden sinken, sondern längere Zeit in der Atmosphäre schweben.<br />

Je nach Korngröße der Staubpartikel unterscheiden wir verschiedene<br />

Fraktionen: Unter PM10 (PM2,5) versteht man vereinfacht<br />

alle Staubpartikel, deren aerodynamischer Durchmesser kleiner<br />

als 10 Mikrometer (2,5 µm) ist. Beide genannten Größenfraktionen<br />

werden täglich an über 600 Messstellen in der gesamten BRD überwacht,<br />

und es kommt häufig zu täglichen Überschreitungen der<br />

Grenzwerte, auch wenn der zulässige Jahresmittelwert von 40 µg/m3<br />

in 2021 nicht mehr überschritten wurde. Im Allgemeinen wird die<br />

PM10-Fraktion als Feinstaub bezeichnet. Feinstaub ist mit bloßem<br />

Auge nicht wahrzunehmen, lediglich während bestimmter Wetterlagen<br />

oder wie beim Saharastaub oder beim Sylvester Feuerwerk kann<br />

man ihn in Form einer „Dunstglocke“ sehen.<br />

Unabhängig von ihrer Quelle werden die Eigenschaften dieser<br />

Partikel hauptsächlich durch zwei Parameter charakterisiert, nämlich<br />

einmal durch ihre Größe, besser gesagt durch ihren hydrodynamischen<br />

Durchmesser, und zweitens durch ihre Konzentration, d.h.<br />

durch ihre Masse, bzw. Anzahl der Teilchen, pro Kubikmeter Luft.<br />

Feinstaub stammt aus zwei unterschiedlichen Quellen: Aus natürlichen<br />

und anthropogenen Quellen. Natürlicher Feinstaub kann<br />

wie erläutert durch Bodenerosion hervorgerufen werden aber auch<br />

aus biologischen Quellen stammen, wie wir das im Frühjahr beim<br />

Pollenflug immer wieder beobachten. Pollen sind für Allergiker<br />

selbst in geringster Konzentration unangenehm, und andere biologische<br />

Schwebeteilchen wie Sporen von Schimmelpilzen oder<br />

Keime, wie Bakterien oder Viren, können Nahrungsmittel verderben<br />

oder Krankheiten auslösen. Dieser Anteil des Feinstaubes natürlichen<br />

Ursprungs ist unvermeidbar. Allerdings wird ein noch größerer<br />

jedoch vermeidbarer Anteil des Feinstaubes durch menschliches<br />

Handeln erzeugt: Dieser Feinstaub entsteht durch Emissionen aus<br />

Kraftfahrzeugen, Kraft- und Fernheizwerken, Öfen und Heizungen<br />

in Wohnhäusern, bei der Metall- und Stahlerzeugung oder auch<br />

beim Umschlagen von Schüttgütern. In Ballungsgebieten ist der<br />

Straßenverkehr die dominierende Staubquelle. Dabei gelangt Feinstaub<br />

nicht nur aus Motoren – vorrangig aus Dieselmotoren – in die<br />

Luft, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch<br />

die Aufwirbelung des Staubes. Eine weitere wichtige Quelle ist auch<br />

die Landwirtschaft, denn die Emissionen gasförmiger Vorläuferstoffe,<br />

insbesondere die Ammoniakemissionen aus der Tierhaltung,<br />

tragen zur sekundären Feinstaubbildung bei. Die anthropogenen<br />

Feinstaubemissionen werden in Deutschland auf ~ 200.000 t (nach<br />

Angaben des Umweltbundesamtes) pro Jahr geschätzt.<br />

Zusammenfassend können wir sagen, dass Schwebeteilchen<br />

(Staub- und Feinstaubpartikel, Keime, Aerosole oder andere Biopartikel)<br />

überall in der Umgebungsluft und in Innenräumen vorkommen<br />

und wegen ihrer kleinen Abmessungen unter 10 µm lange in der<br />

Raumluft verweilen oder mit dem Luftstrom über große Entfernungen<br />

transportiert werden können.<br />

Wo und was müssen wir vor Feinstaub schützen?<br />

Nicht nur für den Menschen ist Feinstaub schädlich und kann gesundheitliche<br />

Probleme verursachen, sondern auch mikroelektronische,<br />

medizinische oder pharmazeutische Produkte können in<br />

Mitleidenschaft gezogen werden! Dies gilt ganz besonders für die<br />

Fertigung von mechanischen und elektronischen Bauteilen, deren<br />

Struktureigenschaften im µm-Bereich liegen, wie in der Mikroelektronik,<br />

bei hochauflösenden optischen Komponenten, wie Sensoren,<br />

insbesondere bei Kamera- und Videobildsensoren, aber auch in der<br />

Datenspeicherung.<br />

Bei medizintechnischen und pharmazeutischen Produkten stören<br />

insbesondere Partikel mit biologischem Ursprung, denn für viele<br />

Produkte muss eine Keimfreiheit garantiert werden bzw. darf die<br />

Zahl an Keimen bestimmte Grenzwerte nicht überschreiten.<br />

Produkte, deren Eigenschaften von Partikel egal welchen Ursprungs,<br />

verändert, beeinträchtigt oder komplett zerstört werden<br />

können, müssen vor Partikeln jeglicher Art geschützt werden, wenn<br />

bestimmte Produktqualitäten und -eigenschaften gefordert werden.<br />

Wenn wir über Partikelbelastungen von Innenräumen sprechen,<br />

müssen wir zwei Quellen im Auge behalten. Feinstaubpartikel, die<br />

aus der Umgebungsluft stammen, lassen sich recht einfach durch<br />

geeignete Luftströmungen und Luftfilteranlagen in den Griff bekommen.<br />

Aber die zweite Partikelquelle ist der Mensch selbst, denn<br />

er setzt eine sehr große Anzahl dieser Schwebeteilchen als Aerosol<br />

beim Sprechen und bei jedem Atemzug oder direkt als Partikel<br />

(Hautschuppen, Faserteilchen der Kleidung) bei jeder Bewegung<br />

frei. Immer dann, wenn Menschen in der Produktion, Herstellung<br />

oder Verpackung involviert sind, ist deshalb zusätzlicher Handlungsbedarf<br />

gegeben. Allein durch Haut und Kleidung werden in einem<br />

reinen Raum (ISO-Klasse 8) von jeder Person in einer Schicht mehr<br />

als 600 Millionen Partikel (> 0,5 µm Ø) pro Kubikmeter abgegeben,<br />

Abbildung 1: Schematische Darstellung des<br />

laminaren Luftstromes in einer Reinraumzelle<br />

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Abbildung 2: Verschiedene Ausführungsformen von Laminar-Flow-Boxen<br />

wie Daten des Fraunhofer Institutes für Prozesstechnik und Automation<br />

(IPA) aus Stuttgart zeigen.<br />

Wie können wir Produkte vor Feinstaub schützen?<br />

Unter den verschiedenen technischen Möglichkeiten zur Reinigung<br />

von Raumluft haben sich Filtertechniken besonders bewährt, weil<br />

sie eine preiswerte und im Betrieb kostengünstige Alternative darstellen<br />

und auch nachträglich noch nachgerüstet werden können.<br />

Nur durch eine sachgemäße Reinigung der Raumluft lassen sich<br />

Schwebeteilchen und Feinstaub vermeiden!<br />

Mit dem Einbau einer Luftreinigungsanlage ist es deshalb allein<br />

nicht getan, um Partikel aus der Fertigung und Verpackung fernzuhalten,<br />

sondern es muss ein strategisches Gesamtkonzept erstellt<br />

werden. Dies besteht aus einer ganzen Reihe von Maßnahmen, wie<br />

der Reinigung der Raumluft durch geeignete Filteranlagen, das Tragen<br />

geeigneter Schutzkleidung, die Optimierung von Arbeitsabläufen<br />

und die direkte Abschirmung der Produkte vor Partikeln, die von<br />

Mitarbeitern emittiert werden können. Bei besonders hohen Anforderungen<br />

werden Personen- und Produktschleusen ebenso notwendig<br />

wie die Schulung des Personals und die Qualitätskontrolle<br />

der Raumluft durch regelmäßige Messung der Partikelanzahl.<br />

Die Qualität eines Reinraumes oder entsprechender kleinerer Reinraumbereiche,<br />

wie einer Flow-Box, wird nach DIN-Norm EN ISO<br />

14644 beurteilt, in der die Güteklassen durch die Anzahl der Teilchen<br />

in einer vorgegebenen Größen-Fraktion definiert werden:<br />

Die Funktion eines Reinraumes ist recht einfach, siehe dazu die<br />

schematische Darstellung des laminaren Luftstromes in einer Reinraumzelle<br />

in Abbildung 1. Die Raumluft wird mittels eines Ventilators<br />

(meist bevorzugen unsere Kunden besonders geräuscharme Ventilatoren<br />

der Super-Silent Serie) angesaugt und durch einen Hochleistungs-Partikel-Filter<br />

gepresst. Beide Komponenten sind im oberen<br />

Deckenbereich in einem Modul der FMS Serie der Firma Spetec<br />

GmbH eingebaut. Der HEPA 14 Filter weist einen Isolationsfaktor<br />

von 104 auf und reduziert so die Anzahl der Partikel und verbessert<br />

die Luftqualität im Inneren um mindestens das 10.000-fache gegenüber<br />

der äußeren Umgebungsluft. Durch die Filteranordnung wird<br />

im Arbeitsbereich hinter den Glasscheiben (oder Lamellen) ein laminarer<br />

Luftstrom erzeugt, was heißt, dass die Luft wie ein Vorhang<br />

von oben nach unten in parallelen Stromlinien fließt und die Probe,<br />

das Produkt oder den Arbeitsbereich durch einen Überdruck vor eintretenden<br />

Partikeln geschützt wird. Schwebeteilchen, die sich in der<br />

Raumluft befinden oder vom Personal freigesetzt wurden, werden<br />

vom Luftstrom erfasst und durch einen Abluftkanal entfernt oder<br />

durch einen Rückluftkanal wieder zur Filtereinheit zurückgeführt.<br />

Alternativ zu einer großen Reinraumzelle haben sich für viele Anwendungen<br />

kleinere Module, die Laminar-Flow-Boxen, bewährt<br />

und in Abbildung 2 sind verschiedene Ausführungsformen gezeigt,<br />

die für unterschiedliche Anwendungen in der Fertigung, Montage<br />

oder Verpackung mikroelektronischer oder optoelektronischer Bauteile<br />

entwickelt wurden. Je nach Ausführungsvariante sind diese<br />

auch als zertifizierte Werkbank der ISO-Klasse 5 in unterschiedlichen<br />

Größen erhältlich oder wurden mit bestimmten Werkstoffen<br />

gefertigt, um die Anforderungen nach dem GMP Leitfaden, Annex<br />

Biokontamination, zu erfüllen und um Keime im Arbeitsbereich<br />

dauerhaft zu vermeiden.<br />

Durch Kombination von Reinräumen oder Laminar-Flow-Boxen<br />

lassen sich ganze Fertigungs-Straßen aufbauen, so dass das<br />

Produkt an keiner Stelle des Fertigungsablaufes mehr mit Partikeln<br />

jeglicher Art in Kontakt kommen kann. Die Aufstellung oder Anordnung,<br />

aber auch die Auslegung einzelner Komponenten kann auf die<br />

Bedürfnisse des Kunden angepasst werden.<br />

Anwendungsbeispiel: Montage von mikro-elektronischen<br />

Sensoren für hochauflösende Videokameras<br />

An dieser Stelle soll ein Reinraumkonzept an einem Beispiel diskutiert<br />

werden. Bei der Montage von hochauflösenden Kamera- und<br />

Videosensoren können schon winzigste Staubpartikel zu riesigen<br />

Störfaktoren werden. Je hochauflösender die Kameras, desto aufwendiger<br />

wird die Herstellung und Montage. Um jegliche Verunreinigung<br />

bei ihren Videotechnik-Systemen zu vermeiden, hat sich ein<br />

Kunde für die Installation eines ISO Klasse 5-Reinraums von SPE-<br />

TEC GmbH aus Erding entschieden, denn die Nachfrage nach hochauflösenden<br />

und immer schnelleren Kamerasensoren wächst stetig,<br />

genauso so wie die Qualitätsanforderungen.<br />

Partikelfreiheit ist bei der Montage der in den Kameras verbauten<br />

Sensoren notwendig, um die sehr staubempfindlichen Komponenten<br />

in den komplexen mikro-elektronischen Systemen zu schützen.<br />

Das gemeinsam erarbeitete Konzept hierfür umfasste neben<br />

reinraumtypischen Größen auch die Forderung nach bestmöglichen<br />

Arbeitsbedingungen in ergonomischer Hinsicht.<br />

Die installierte SPETEC-Reinraumzelle mit den Maßen 9 x 4 m,<br />

siehe Foto in der Abbildung 3, besteht aus einem flächenbündigen<br />

Wandsystem aus Aluminium-Festelementen und Sichtfenstern sowie<br />

Schiebetüren für die Personalschleuse, ferner einer einflügeligen<br />

Tür als Notausgang und Service-Ein-/Ausgang. Zusätzlich zur<br />

Klimaanlage wurden sechs Laminar-Flow-Module zur Luftfilterung<br />

in der Version „SuSi Super Silent“ eingebaut, um an den vier Ar-<br />

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eits- bzw. Montageplätzen, wie überall im Unternehmen, ergonomisch<br />

bestmögliche Arbeitsbedingungen für die Mitarbeiter/innen<br />

zu gewährleisten, und den Geräuschhintergrund auf ein absolutes<br />

Minimum zu minimieren. Das Personal trägt fusselfreie Kleidung,<br />

Hauben, Mundschutz und Überziehschuhe, wodurch Partikelemissionen<br />

durch Mitarbeiter/innen drastisch reduziert werden können,<br />

um die Partikelfreiheit im Reinraum auch während der verschiedenen<br />

Arbeitsgänge aufrecht erhalten zu können.<br />

Die installierten SPETEC® Laminar Flow Module FMS verwenden<br />

einen Hochleistungsfilter des Typs H14 mit einem Abscheidegrad<br />

von 99,995 Prozent, wodurch ein Isolationsfaktor von<br />

104 erreicht wird. Dies bedeutet, dass die Luftqualität unter dem<br />

Laminar Flow Modul gegenüber der Umgebung mindestens um das<br />

10.000-fache verbessert wird und die Partikelkonzentration innerhalb<br />

der Einheit von rund 15 Mio./m3 auf etwa 1.500 Partikel im Größenbereich<br />

von mehr als 0,5 µm reduziert wird.<br />

Ferner umfasst die Installation ein Partikel-Messgerät, eine Materialschleuse<br />

mit Druckluftreinigung, an einem Arbeitstisch eine<br />

Absauganlage für lokale Aerosole, wie sie beim Löten entstehen,<br />

eine abgestimmte LED-Beleuchtung in der Decke, sowie eine extra<br />

Flow Box in der Schleuse zur Vorreinigung der elektronischen und<br />

optischen Bauteile. In dieser Konstellation wird selbst bei voller Personalbesetzung<br />

eine Reinraumklasse ISO 5 gewährleistet, was täglich<br />

kontrolliert und dokumentiert wird.<br />

In der Reinraumzelle befinden sich als weitere „Möblierung“<br />

ein Garderobenschrank und eine Sitzbank. So ist laut dem Unternehmen<br />

ein Höchstmaß an Reinheit im Montageprozess und damit<br />

eine maximale Produktqualität sichergestellt, wenn die Sensorboards<br />

und Objektive der verschiedenen Kameratypen unter diesen<br />

optimalen Bedingungen miteinander luftdicht verschraubt werden.<br />

Fazit<br />

Zusammenfassend bleibt zu sagen, dass Laminar-Flow-Boxen ideal<br />

sind, um Produkte immer dann vor Partikeln und Keimen zu schützen,<br />

wenn die Produktionsschritte mit wenig Raumbedarf auskommen.<br />

Wachsen die Bedürfnisse des Kunden kann durch eine Kombination<br />

von Reinraummodulen eine ganze Fertigungs-Straße aufbaut<br />

werden. Wird ein großer Raumbedarf benötigt oder gefordert,<br />

dass die Boxen begehbar sein sollen, weil komplexere Produktion<br />

oder Verpackung notwendig werden, dann ist ein Reinraum oder<br />

eine Reinraumzelle eine ideale Lösung. Ein vorhandener Reinraum<br />

kann jederzeit durch das verwendete Modulsystem auch nachträglich<br />

erweitert werden. Dies schützt den Kunden vor teuren Fehlinvestitionen<br />

und ist besonders nachhaltig, weil vorhandene Komponenten<br />

in ein neues Konzept integriert werden können.<br />

Die Firma SPETEC GmbH verfügt über jahrzehntelange Erfahrung<br />

bei Entwicklung und Anwendung von Reinraum- und Luftreinigungsanlagen<br />

und bietet ihren Kunden nicht nur eine technische<br />

Lösung an, sondern entwickelt mit ihnen auch ein kostengünstiges<br />

strategisches Gesamtkonzept. +<br />

Spetec Gesellschaft für Labor- und<br />

Reinraumtechnik mbH<br />

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Telefon: +49 8<strong>12</strong>2 959090<br />

Telefax: +49 8<strong>12</strong>2 9590955<br />

eMail: info@spetec.de<br />

Internet: https://www.spetec.de<br />

(1) Feinstaub durch Silvesterfeuerwerk / Umweltbundesamt<br />

(2) https://www.beuth.de/de/norm/din-eniso-14644-1/238330395<br />

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Freitag, 29. Oktober 2021 08:00:44


300 mm Reinraum des Fraunhofer IPMS. © Fraunhofer FEP<br />

Fraunhofer IPMS präsentiert Halbleiterservices auf der »Semicon Europa«<br />

Zukunftsweisende Halbleiterforschung<br />

auf 200/300 mm im Herzen von<br />

Silicon Saxony und Europa<br />

Moderne Elektronikentwicklungen setzen hochmoderne Technologien und Herstellungsverfahren voraus, die für viele<br />

Unternehmen eine finanzielle Herausforderung darstellen. Mitten im Silicon Saxony bietet das Fraunhofer-Institut für<br />

Photonische Mikrosysteme IPMS sowohl großen Chipherstellern als auch kleineren Unternehmen Zugang zu neuesten<br />

Forschungsergebnissen und Technologien auf 200 und 300 mm Silizium Wafern. Das Serviceangebot erstreckt sich von der<br />

Beratung über die Prozessentwicklung bis hin zur Pilotserienfertigung. Dabei spielt auch GreenICT – also Nachhaltigkeit –<br />

eine immer wichtigere Rolle.<br />

Innovativ, klein, schnell und präzise. Und dazu noch eine Brise Energie-Effizienz.<br />

So lauten die Wunschzutaten für viele fortschrittliche<br />

Technologien und miniaturisierte Bauteile. Damit der rasante Technologiefortschritt<br />

weiter vorangetrieben werden kann, bietet das<br />

Fraunhofer IPMS auch kleineren Unternehmen Zugang zu seinem<br />

Forschungsportfolio, modernsten Technologien und Anlagen sowie<br />

den 200 mm und 300 mm Reinräumen.<br />

MEMS-Technologien und Bauelemente auf 200 mm Wafern<br />

Am Fraunhofer IPMS erfolgt die technologische Entwicklung und<br />

Betreuung der MEMS-Technologien entlang der gesamten Wertschöpfungskette:<br />

von Einzelprozessen über Technologiemodule<br />

bis hin zur kompletten Technologie sowie die prozesstechnische<br />

Betreuung der Anlagen im Reinraum. i. Nach der erfolgreichen Ent-<br />

wicklung bietet das Institut eine Pilotfertigung bzw. Unterstützung<br />

des Technologietransfers an. Damit deckt das Fraunhofer IPMS<br />

die technologischen Reifegrade (TRL) von drei bis acht ab. Gerade<br />

Start-Ups, KMUs und Unternehmen ohne eigene Fab können dadurch<br />

von geringen Investitionskosten profitieren.<br />

Im Bereich der Sensorik und Aktorik entwickelt das Fraunhofer<br />

IPMS beispielsweise kapazitive Ultraschall-Sensoren. Diese werden<br />

als Plattform angeboten, um schnell kundenspezifische Anpassungen<br />

vornehmen zu können. Dies bietet auch Mittelständlern einen<br />

kostengünstigen Zugang zu Hochtechnologie.<br />

Ein weiterer wichtiger Aspekt für Kunden: Eine einfache und<br />

kostengünstige Möglichkeit, die neusten Entwicklungen in ihrer<br />

Anwendung zu testen. Hierfür bietet das Fraunhofer IPMS Evaluations-Kits<br />

an. Mit diesen einsatzfertigen Set-ups können Kunden<br />

beispielsweise die Mikroscannertechnologie sofort in ihre Produkt-<br />

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Evaluation Kit für quasi-statische MEMS-Scanner. © Fraunhofer IPMS<br />

300 mm Reinraum des Fraunhofer IPMS. © Fraunhofer IPMS<br />

entwicklung einbeziehen, da die passende Ansteuerelektronik zur<br />

Erfüllung der Spezifikationen bereits im Lieferumfang enthalten ist.<br />

Kostspielige Eigenentwicklungen entfallen.<br />

300 mm Halbleiterprozess- und Produktentwicklung<br />

für die Nanoelektronik<br />

Mit dem Center Nanoelectronic Technologies (CNT) betreibt<br />

das Fraunhofer IPMS angewandte Forschung auf 300 mm Wafern<br />

für Chiphersteller, Zulieferer, Equipmenthersteller und<br />

F&E-Partner.<br />

Dabei wird eine Vielzahl von Technologieentwicklungen und<br />

Supportleistungen auf dem Gebiet der Ultra-Large-Scale-Integration<br />

(ULSI) angeboten. Diese umfassen unter anderem Einzelprozessentwicklungen<br />

im Bereich Atomlagenabscheidung, chemischmechanisches<br />

Polieren, Wafermetallisierung, Waferreinigung, Metrologie<br />

oder Nanopatterning. Aber auch die Evaluation und Optimierung<br />

von Chemikalien und Verbrauchsmaterialien für neueste<br />

CMOS-Technologien sowie Anlagenqualifikationen sind im Reinraum<br />

des CNT möglich. Der Schwerpunkt der F&E-Aktivitäten liegt<br />

im Front-End-Bereich mit Fokus auf der Integration von Funktionalitäten<br />

in Verdrahtungsebenen (BEoL-Modul). Dazu gehören vor<br />

allem verschiedene nicht-flüchtige Speicher, Kondensatoren oder<br />

Varakatoren. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IZM-ASSID (Schwerpunkt<br />

Heterointegration und Wafer Level Packaging) werden im<br />

Center CEASAX (Center for Advanced CMOS & Heterointegration<br />

Saxony) Kompetenzen gebündelt und Forschungsschwerpunkte im<br />

Bereich Neuromorphic Computing, Kryo- und Quantentechnologie<br />

sowie Advanced Packaging gesetzt.<br />

Zur Erweiterung der Möglichkeiten wurde mit der Firma Applied<br />

Materials ein Technologiezentrum für Halbleitermetrologie<br />

und Prozessanalyse gegründet. Am Fraunhofer IPMS wurden dafür<br />

hochmoderne eBeam-Metrologiegeräte von Applied Materials installiert.<br />

Die präzise Messtechnik ist bei der Herstellung von Mikrochips<br />

von entscheidender Bedeutung für die Qualitätsüberwachung,<br />

um die physikalischen und elektrischen Eigenschaften zu validieren<br />

und die angestrebte Ausbeute zu gewährleisten.<br />

Green ICT – Nachhaltige Informationsund<br />

Kommunikationstechnik<br />

Die steigende Digitalisierung birgt Chancen als auch Herausforderungen<br />

für den Umweltschutz. Die intelligente Steuerung von Geräten<br />

spart zwar Energie, aber die fortschreitende Verbreitung erhöht<br />

gleichzeitig den Energieverbrauch. Die Mikroelektronik braucht daher<br />

neue Ansätze, um sowohl in der Herstellung als auch der Gestaltung<br />

Umweltauswirkungen zu minimieren. Das Fraunhofer IPMS<br />

arbeitet eng mit der Forschungsfabrik Mikroelektronik Deutschland<br />

(FMD) im Kompetenzzentrum Green ICT zusammen, um aktiv die<br />

Reduzierung des Ressourcenverbrauchs voranzutreiben. Dies umfasst<br />

zum einen energieeffiziente Sensor-Edge-Cloud-Systeme<br />

(batterielose Sensoren als auch neuromorphe KI-Beschleuniger)<br />

sowie Kommunikationswerke (Li-Fi und Ethernet TSN) als auch<br />

eine ressourcenoptimierte Elektronikproduktion sowohl auf 200<br />

mm als auch 300 mm Wafern. Letzteres umfasst die Optimierung<br />

der Materialverbräuche und den Ersatz von kritischen Materialien<br />

im Bereich der Nassprozesse und Lithografie sowie die Optimierung<br />

von Energieverbräuchen und der Emissionsbelastung.<br />

Neueste Forschungsergebnisse auf der »Semicon Europa«<br />

Vom 16. bis 19. November präsentiert das Fraunhofer IPMS seine<br />

jüngsten Forschungsergebnisse und Technologien auf der Messe<br />

»Semicon Europa« in München. Besucherinnen und Besucher haben<br />

die Gelegenheit, mit den Forschenden am Gemeinschaftsstand<br />

#B1-221/33a von Silicon Saxony in Kontakt zu treten. Terminvereinbarungen<br />

können bereits im Vorfeld über die Webseite des Fraunhofer<br />

IPMS getroffen werden. Im Rahmen der Forschungsfabrik<br />

Mikroelektronik Deutschland (FMD) sind auch drei weitere FMD-<br />

Mitglieder - das Fraunhofer ENAS, das Fraunhofer IZM-ASSID sowie<br />

das Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) - vertreten.<br />

Fraunhofer-Institut für Photonische Mikrosysteme IPMS<br />

D 01109 Dresden<br />

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High-End Performance Packaging vom Wafer bis zum System. © Fraunhofer IZM<br />

Pionierarbeit für die Mikroelektronik von morgen:<br />

Von der Chiplet-Integration bis zum Cooling<br />

– Herausforderungen beim High-End<br />

Performance Packaging<br />

Die Zukunft der Mikroelektronik steht vor spannenden Entwicklungen und wichtigen Trends. Doch wie wird sich diese<br />

technologische Branche in den kommenden Jahren weiterentwickeln? Welche Anwendungsbereiche treiben die 2,5D-/3D-<br />

Hetero-Integration und das High-End Performance Packaging maßgeblich voran und wo liegen die Grenzen des physikalisch<br />

Möglichen?<br />

Anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Fraunhofer IZM traf sich RealIZM, der Wissenschaftsblog für Mikroelektronik<br />

des Instituts, mit Prof. Dr.-Ing. Martin Schneider-Ramelow. Der Institutsleiter gibt einen umfassenden Einblick in die<br />

Zukunft der Mikroelektronik sowie in aktuelle und geplante Forschungsaktivitäten.<br />

RealIZM: Wie stellen Sie sich die Zukunft der Mikroelektronik<br />

vor? Welche wichtigen Trends werden Ihrer Meinung nach die<br />

kommenden Jahre prägen?<br />

Tatsache ist, dass wir in Europa nicht die Logik- und die Memory-<br />

Bausteine mit den feinsten Strukturbreiten innerhalb der Halbleiter<br />

(Nodes) produzieren werden, selbst wenn große Hersteller wie Intel<br />

oder TSMC sich hier ansiedeln wollen. Auf diesem Gebiet sind<br />

bekanntlich nur einige wenige große internationale Hersteller tätig,<br />

die den Maschinenpark und Aufwand betreiben können, um Nodes<br />

kleiner als 5 nm herzustellen. Aber es wird immer wichtiger, diese<br />

Bauelemente mit anderen Bausteinen, die andere innere Strukturen<br />

aufweisen, mit Sensorik, Leistungselektronik, Spannungsversorgung<br />

usw. zusammenzubringen.<br />

Am Fraunhofer IZM forschen und arbeiten wir bereits seit vielen<br />

Jahren an der 2,5D-/3D-Hetero-Integration. Die Ausstattung und<br />

die Möglichkeiten, die unser Institut zur Forschung und Entwicklung<br />

auf diesem Gebiet hat, sind einzigartig in Europa. Das hat mich<br />

bestärkt, dem Haus solange verbunden zu bleiben und den Ruf als<br />

Institutsleiter anzunehmen.<br />

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Einige Firmen sprechen bereits von der 5,5D-Hetero-Integration.<br />

Gemeint ist die Kombination aus 2,5D und 3D. Das heißt, Chips<br />

werden übereinandergestapelt und elektrisch miteinander verbunden<br />

und zusätzlich auf einem Interposer oder organischen Substrat<br />

miteinander verbunden, auf dem sich weitere Bauelemente sowie<br />

Halbleiter oder Chiplets befinden. Beim Packaging zeichnet sich der<br />

Trend ab, immer weiter in die Breite und Höhe zu gehen. Unser Institut<br />

für Mikrointegration ist in diesem Bereich sehr gut aufgestellt.<br />

Unser Ziel ist, hierbei auch weiterhin eine Vorreiterrolle einzunehmen.<br />

RealIZM: Welche Anwendungsbereiche treiben<br />

die 2,5D-/ 3D-Hetero-Integration maßgeblich voran?<br />

Es sind genau die Schlagwörter, die seit 3 bis 5 Jahren in der Fachwelt<br />

zu hören sind. Die Nachfrage nach Hochleistungsanwendungen im<br />

Zusammenhang mit Rechenzentren, High Performance Computing<br />

(HPC), Quantencomputing und neuromorphem Rechnen, Smart<br />

Sensing, Optoelektronik, 5G- und 6G-Kommunikation, Künstlicher<br />

Intelligenz (KI) und auch dem Autonomen Fahren steigt stetig an.<br />

Zum einen treibt das Training und die Inferenz der KI die Nachfrage<br />

nach Servern für Rechenzentren an. Zum anderen werden zunehmend<br />

mehr Supercomputer eingesetzt, um komplexe Aufgaben<br />

wie z.B. die Darstellung digitaler Zwillinge und Berechnungen für<br />

die Klimaforschungen und Quantenmechanik auszuführen. Nicht<br />

zuletzt erfreuen sich Cloud-Computing und Video-Streaming zunehmender<br />

Beliebtheit. Bei all diesen Anwendungen entstehen extrem<br />

viele Daten. Deren Verarbeitung und Übertragung erfordert ein<br />

viel besseres Computing. Mit der 3D-Hetero-Integration leistet das<br />

Fraunhofer IZM einen wichtigen Beitrag dazu.<br />

RealIZM: Wenn die Leiterbahnen zukünftig noch enger, die<br />

Via-Durchmesser noch kleiner und die Wafer-Dicken noch<br />

dünner werden – wann erreichen wir die Grenze des<br />

physikalisch Möglichen?<br />

Im Zusammenhang mit dem Mooreschen Gesetz hieß es vor einigen<br />

Jahren, dass mit den feinen inneren Strukturen langsam Schluss sein<br />

wird. Einige führende Hersteller haben angekündigt, in Zukunft auf<br />

Nodes von kleiner 5 nm zu setzen. Vor einigen Jahren konnte sich<br />

das noch niemand vorstellen. Auch bei den feineren Strukturen auf<br />

der Leiterplatte also den organischen Substraten zeichnet sich ein<br />

neuer Trend bei den feineren Strukturen ab, der den unteren einstelligen<br />

Mikrometer-Bereich anstrebt. Noch ist das nicht Stateof-the-Art.<br />

Ich bin überzeugt, dass die Kolleg*innen an unserem<br />

Institut diese Thematik maßgeblich weiter vorantreiben werden.<br />

Der Grundstein, in noch kleinere Bereiche vorzudringen, ist bereits<br />

gelegt. Zum einen wenden wir neue Technologien wie das Hybrid-<br />

Bonding an. Zum anderen stehen uns dank großer Forschungs- und<br />

Fördermaßnahmen zahlreiche neue Geräte zur Verfügung, mit denen<br />

sich noch kleinere Strukturen umsetzen lassen.<br />

Seit 2022 ist das Fraunhofer IZM mit dem QuantumPackaging-<br />

Lab eine der führenden Anlaufstellen für die Entwicklung zuverlässiger<br />

Packaging-Ansätze rund um die Quantenphotonik. Unsere<br />

Expert*innen für optische Verbindungstechnik verfügen beispielsweise<br />

über einen speziellen 3D-Drucker zur Laserbearbeitung von<br />

Glas mit einer Genauigkeit von etwa 1 μm bei 200 x 200 mm. Nach<br />

unserer Kenntnis sind bisher nur 10 Maschinen weltweit in diesem<br />

Forschungskontext im Einsatz. Das Gerät ist für vier Verfahren ausgelegt:<br />

selektives laserinduziertes Ätzen von Glas, Schweißen von<br />

Glas, Schreiben von 3D-Wellenleitern und 2-Photonen-Polymerisation.<br />

Normalerweise ist für jeden dieser Prozesse eine einzelne<br />

Maschine notwendig.<br />

Quantentechnologien und Highspeed-Rechner mit Supraleitern<br />

gehören zu den aktuellen Elektronik-Trends. Doch sind die Strukturen,<br />

mit denen etwa Qubits auf Chips angesteuert und in Echtzeit<br />

ausgelesen werden können, bislang noch größer als die Qubits<br />

selbst. Eine Forschungsgruppe unseres Instituts hat jüngst einen<br />

Prozess entwickelt, mit dem sie die Anschlussdichte mit Indiumbumps<br />

im Vergleich zu bisherigen Lösungen verdoppeln. Mit dieser<br />

Technologie wollen sie nun die Ansteuerelektronik optimieren. Zusätzlich<br />

haben wir an unserem Berliner Standort ein Kryomesslabor<br />

eingerichtet, mit dem die Leistungsfähigkeit der Elektronikaufbauten<br />

bei Temperaturen von wenigen Kelvin getestet werden kann.<br />

Um auf die Ausgangsfrage zurückzukommen, wir werden irgendwann<br />

tatsächlich nicht mehr kleiner werden können. Letztendlich<br />

wird die bereits von Rack zu Rack genutzte photonische Datenübertragung<br />

auch direkt in die Leiterplatten gehen sowie von Chipto-Chip<br />

erfolgen. Daran arbeiten wir bereits seit einigen Jahren.<br />

RealIZM: Vor einigen Wochen haben die Forschungsfabrik<br />

Mikroelektronik Deutschland (FMD) und Intel gemeinsam mit<br />

Schlüsselakteuren der deutschen Industrie eine Roadmap<br />

2030+ für die Forschung im Bereich der 3D-Integration vorgestellt.<br />

Welchen Beitrag wird das Fraunhofer IZM dafür leisten?<br />

Einerseits hat unser Institut eine wichtige Rolle bei der Gesprächsanbahnung<br />

mit Intel gespielt. Wir arbeiten seit vielen Jahren eng zusammen.<br />

Der jetzt vorgestellte Forschungsfahrplan wurde in einer<br />

Reihe von Workshops erarbeitet, die von der FMD und Intel Europe<br />

Research organisiert wurden. Der erste Workshop fand bei uns in<br />

Berlin am Fraunhofer IZM statt.<br />

Auf dem Weg zu marktreifen Quantentechnologien: Im Berliner QuantumPackaging<br />

Lab werden Packaging-Technologien für die Quantenphotonik<br />

entwickelt. © Fraunhofer IZM | Matthildur Valfells<br />

Chipaufbau für die Auslese-Elektronik in Quantencomputern auf Kryo-<br />

Testsockel. © Fraunhofer IZM | Volker Mai<br />

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Andererseits haben wir aktiv an der Entwicklung der Roadmap mitgewirkt<br />

und bereiten gemeinsam mit den beteiligten Akteuren die<br />

Grundlagen der zukünftigen Mikroelektronik vor. Es ist von großer<br />

strategischer Bedeutung, dass der Standort Europa nicht den Anschluss<br />

verliert und zukünftige Entwicklungen im Schulterschluss<br />

mit Industriepartnern gefördert und vorangetrieben werden. Über<br />

Chiplets wird seit vielen Jahren geredet. In der Produktion sind aber<br />

weltweit erst kleine Mengen. Wir sind noch weit davon entfernt fertige<br />

Chipletlösungen zu liefern, aber der Fahrplan für die Umsetzung<br />

in den kommenden Jahren steht.<br />

Für den Einsatz im Automotive-Bereich müssen zukünftig Nodes<br />

mit feinsten Strukturen mit Sensorik, MEMs, photonischen Elementen,<br />

LiDAR sowie Radar und vielem mehr kombiniert werden.<br />

Die dabei entstehenden Datenmengen müssen verarbeitet werden.<br />

Wir am Fraunhofer IZM sind davon überzeugt, dass dies zukünftig<br />

nur mit Chiplets möglich sein wird. Die Halbleiter und Komponenten<br />

aus den verschiedenen Fabs, von den Fraunhofer-Instituten<br />

oder anderen europäischen Forschungs- und Technologieorganisationen<br />

(RTOs) müssen ganz eng auf kleinstem Raum miteinander<br />

verbunden werden. Technologien wie unser Panel Level Packaging<br />

spielen dabei eine wichtige Rolle. Fakt ist, am Ende muss alles auf<br />

ein Substrat integriert werden, um die Chiplets mit den anderen<br />

Komponenten zu verbinden. Bevor eine Massenfertigung starten<br />

kann, sind zentrale Fragen zu klären: Wer sind die möglichen Abnehmer<br />

für diese Bausteine? Welche Kooperationsmöglichkeiten<br />

mit der Industrie gibt es in Deutschland und in Europa?<br />

RealIZM: Auf der aktuellen Institutsbroschüre ist eine<br />

Visualisierung eines High-End Performance Packages (HEPP)<br />

abgebildet. Was hat es mit dieser Abbildung auf sich und was<br />

genau macht ein HEPP aus?<br />

Die Grafik visualisiert, wie verrückt die Systeme werden, wenn sie<br />

hochfunktional sein sollen und welche Technologien dafür notwendig<br />

sind. Wir zeigen fiktiv auf, was heute bereits alles beim High-<br />

End Performance Packaging gemacht wird und wo unser Institut<br />

auf dem Gebiet der Hetero-Integration aktiv ist. Wir bringen Chips<br />

auf und in die Leiterplatte. Wir bauen Interposer, stapeln Chips und<br />

verarbeiten MEMS in Systemen. Wir kümmern uns um das Cooling,<br />

Antennen und die Datenübertragung. Das Fraunhofer IZM ist das<br />

Packaging-Institut in Deutschland, Europa und weltweit.<br />

Die derzeitige Herausforderung besteht darin, dass die Industrie<br />

neue Maßstäbe setzt, was die feineren Strukturen, Mikro-Bumps,<br />

Fine Lines und Spaces angeht. Um hierbei mitzuhalten und selbst<br />

Innovationen zu liefern, benötigen wir die neuesten Maschinen und<br />

Messtechniken. Unser Beitrag ist es, Systeme zu entwickeln und<br />

aufzubauen, die die Industrie dann produzieren kann. Während wir<br />

das Gesamtkonzept betrachten, konzentrieren sich die Firmen auf<br />

bestimmte Entwicklungsbereiche z.B. auf das Packaging, die Entwicklung<br />

des Chip-Designs oder die Herstellung von Chips, MEMS<br />

oder Sensoriken. Aus diesen einzelnen Bausteinen muss am Ende<br />

jedoch ein funktionsfähiges System entstehen.<br />

Wir verstehen uns als Bindeglied zwischen den Herstellern der<br />

Materialen, Maschinen, Komponenten und den Spezialisten der<br />

Aufbau- und Verbindungs-Technik. Als anwendungsorientiertes<br />

Forschungsinstitut ist unser Ansatz, zu verstehen, was die jeweilige<br />

Anwendung für Bedarfe und Anforderungen an Technologien,<br />

Komponenten und Materialien sowie Zuverlässigkeit hat. Bei den<br />

Vorbereitungen für den Europäischen Chips Act (ECA) stehen wir<br />

im Zentrum aller Aktivitäten.<br />

RealIZM: Im Zusammenhang mit Advanced Packaging ist immer<br />

häufiger vom Hybrid-Bonding und der Chiplet-Integration zu<br />

lesen. Auf der anderen Seite müssen beim Packaging von<br />

modernen Leistungshalbleitern wie Siliziumkarbid (SiC) oder<br />

Galliumnitrid (GaN) neue Wege beschritten werden.<br />

Wie ist das Fraunhofer IZM hierzu aufgestellt?<br />

Wie bereits erläutert, fokussiert sich die Mikroelektronikindustrie<br />

seit einigen Jahren verstärkt auf die heterogene Integration, um mehr<br />

Rechen-, Speicher- und andere Funktionen auf einer bestimmten<br />

Fläche zu integrieren. Um die 3D-Verbindungsdichte zu erhöhen,<br />

werden mehrere fortschrittliche und/oder ausgereifte Chips in<br />

einem einzigen Gehäuse untergebracht. Bei Hochleistungsanwendungen<br />

schrumpft die Anforderung an den IO-Abstand jedoch unter<br />

das Maß, das mit Flip-Chip-Verbindungen erreicht werden kann.<br />

Glas-Interposer mit drei montierten Daisy-Chain-Testchips. Die Dicke<br />

des Glas-Interposers beträgt 450 µm mit vollständig Cu-gefüllten TGVs<br />

und RDL-Routing auf beiden Seiten. Glas kann eine überlegene Leistung<br />

für HF-Anwendungen bieten (je nach Glastyp) und zu einem Interposer<br />

mit Dicken im Bereich von 50-800 µm verarbeitet werden. TGVs können<br />

für die Strom- oder Signalführung oder zur Verbesserung des Wärmemanagements<br />

eingesetzt werden. © Fraunhofer IZM<br />

Silizium-Interposer mit zwei montierten Risk-V-basierten Chiplets und<br />

zwei Speicherstapeln mit hoher Bandbreite (HBM2) für Hochleistungsrechner<br />

und KI-Workloads. Chip-/Systemdesign: ETH Zürich, Interposer-<br />

Fertigung und Chip-Montage. © Fraunhofer IZM<br />

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Um Chiplets mit einem Abstand von 10 μm miteinander zuverlässig<br />

zu verbinden, ist die Hybrid-Bonding-Technologie derzeit die einzige<br />

Option.<br />

Seit mehreren Jahren arbeiten wir an unserem Standort in Sachsen<br />

in Industrie-Projekten an dem Thema Hybrid-Bonding. Bisher<br />

arbeiten wir mit Verbindungsbreiten von 4, 5 - 6 Mikrometern. Um<br />

in einen Bereich auf die Hälfte herunterzukommen sind derzeit Kooperationen<br />

notwendig, da wir noch nicht über den dafür notwendigen<br />

Maschinenpark verfügen. Aber wir planen über Förderprogramme<br />

(u.a. den ECA) die dafür notwendigen Geräte anzuschaffen.<br />

Wir wissen, wie und unter welchen Bedingungen das im Reinraum<br />

funktioniert. Für die erwarteten Strukturen im Sub-Mikrometerbereich<br />

zum Ende dieses Jahrzehnts sind noch umfangreiche Entwicklungen<br />

zu leisten.<br />

Auch bei dem Thema Chiplets haben wir eine Vorreiterrolle<br />

inne. Wir arbeiten sowohl auf Silizium- und Glas-Interposern und<br />

eruieren zudem, die Möglichkeit auf organischen Substraten zu arbeiten.<br />

Es ist zu erwarten, dass in den nächsten Jahren die inneren<br />

Chip-Strukturen bei einigen Halbleitertypen auf einen Bereich von<br />

unter 2 nm runtergehen. Was die Ankontaktierung dieser Chips auf<br />

Substraten betrifft, sind bei den Substraten in Asien bereits erste<br />

IC-Substrate mit zwei Mikrometern Lines und Spaces (L/S) in der<br />

Anwendung. Jedoch sind hier noch eine Reihe technischer Fragestellungen<br />

zu beantworten, z.B. ob die Hochfrequenz-Tauglichkeit<br />

und die Signal-Integrität gegeben sind und wie findet die Entwärmung<br />

des Systems statt? Das sind genau die Herausforderungen, die<br />

mich auch persönlich motivieren.<br />

Wichtig zu verstehen ist, dass das Fraunhofer IZM keine Halbleiter<br />

fertigt, d.h. wir sind kein CMOS-Institut, welches Chips designt<br />

und fertigt. Wir fangen beim Wafer an. Wenn aber zukünftig auch die<br />

Außenanschlüsse der Chips und andere Bauelemente immer kleiner<br />

werden und als System auf ein organisches, glasbasiertes oder keramisches<br />

Substrat gebracht oder gar in die Leiterplatte eingebettet<br />

werden sollen, ist noch einige Entwicklungsarbeit notwendig. An<br />

dieser Stelle kommt das Fraunhofer IZM wieder ins Spiel. Unsere<br />

zwei Haupttechnologien sind zum einen das Wafer Level Packaging<br />

und zum anderen die (Large Area)-Substrat-Systemintegration, die<br />

beide stringent weiterentwickelt werden. Mit Hilfe der Leiterplatten-Technologie<br />

haben wir Leistungs-Halbleiter teilweise mit keramischen<br />

Interposern eingebettet, um hoch performante Leistungselektronik<br />

zu realisieren. Dafür bauen wir Subsysteme, Module und<br />

Systeme und kümmern uns auch um das Gehäuse und die Kühlung.<br />

Unser Institut ist seit vielen Jahren bei der ECPE, dem europäischen<br />

Kompetenzzentrum für Leistungselektronik, in der Vorentwicklung<br />

mit unseren Zukunftsthemen engagiert. Ich bin mir sehr sicher, dass<br />

wir zukünftig wesentliche Beiträge für die Mikroelektronik leisten<br />

werden. Fest steht, in den kommenden 30 Jahren gehen uns die Forschungsthemen<br />

nicht aus.<br />

RealIZM: Welche Ideen und Pläne gibt es für die zukünftige<br />

Gestaltung der drei Standorte des Fraunhofer IZM in Berlin,<br />

Dresden und Cottbus?<br />

Seit 2019 wird der Innovationscampus für Elektronik und Mikrosensorik<br />

Cottbus – iCampμs Cottbus - unter Beteiligung von sechs<br />

außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Professoren der<br />

BTU Cottbus-Senftenberg etabliert. Unser Institut ist an verschiedenen<br />

Projekten im Bereich Hochfrequenz- und Highspeed-Systeme<br />

und Antennenkonfigurationen beteiligt. Ein Beispielprojekt ist<br />

die Entwicklung eines mobilen Ultra-Low Power Radarsystems für<br />

Medizinanwendungen. Ich freue mich sehr, dass wir seit Anfang<br />

<strong>2023</strong> auch mit einer Professur im Bereich der Hochfrequenztechnik<br />

am iCampμs Cottbus vertreten sind.<br />

Im kommenden Jahr findet die iCampμs Cottbus Conference<br />

(iCCC2024) statt, zu der ich alle aus Forschung und Wirtschaft herzlich<br />

einlade. Die Transferkonferenz für Innovationen in Wissenschaft<br />

und Industrie zeigt Potenziale und neue Anwendungen auf,<br />

die sich durch leistungsstarke Sensorik, den Einsatz innovativer<br />

Mikroelektronik und KI für die Industrie 4.0, Energiewirtschaft und<br />

(Tele-)Medizin ergeben. Ich habe große Hoffnung das Fraunhofer<br />

IZM-ASSID an unserem Standort in Dresden langfristig auszubauen.<br />

Anders als in Berlin, ist das Gelände in Moritzburg im Besitz der<br />

Fraunhofer Gesellschaft. D.h. wir haben dort die Möglichkeit – vorausgesetzt<br />

das Geld in einem unteren dreistelligen Millionen-Euro-<br />

Bereich ist verfügbar – die vorhandene Reinraumfläche zu verdoppeln<br />

und mit einem entsprechenden Maschinenpark auszustatten.<br />

Ein historisches Treffen an unserem Institut, das den Beginn einer außergewöhnlichen Partnerschaft darstellt:<br />

Der 1. FMD-Intel-Workshop zur heterogenen 3D-Integration für 2030+ am 28. Oktober 2022 in Berlin.<br />

© Fraunhofer IZM<br />

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Es wäre toll, wenn das Fraunhofer IZM-ASSID im Sinne der Souveränität<br />

für Deutschland über eigene Fertigungskapazitäten verfügen<br />

würde. Ich glaube, wir könnten zukünftig anspruchsvolle Module,<br />

Submodule, kleine Systeme und Vorprodukte liefern. Diesen Weg<br />

einzuschlagen, unterstütze ich gern. Voraussetzung dafür sind die<br />

finanziellen Mittel und auch der Nachfragebedarf vonseiten der Industrie.<br />

Das ist jedoch noch alles Zukunftsmusik.<br />

Eine andere Option ist, sich in bestehende bzw. geplante Reinräume<br />

einzumieten. Gemeinsam mit dem Fraunhofer IPMS haben<br />

wir am Centers Nanoelectronic Technologies (CNT) in Dresden<br />

dazu eine Lösung gefunden. Im Sommer 2022 wurden gemeinsam<br />

mit dem IPMS die neuen Reinräume des CNT und das 300mm Center<br />

for Advanced CMOS & Heterointegration in Dresden-Moritzburg<br />

eröffnet. Wir planen in den kommenden fünf Jahren zusätzliche<br />

Reinraumkapazitäten mit bis zu 900 m2 zu schaffen und mit<br />

einem Gerätepark auszustatten, um gemeinsam mit dem Fraunhofer<br />

IPMS und CNT zusammenzuarbeiten.<br />

Wir müssen hierbei auf die neuesten Maschinen zurückgreifen<br />

und Reinraumkapazitäten planen, um mit den Entwicklungen<br />

beim High-End Performance Packaging mithalten zu können. Wir<br />

kooperieren daher mit zahlreichen Partnern – Maschinen-, Material-,<br />

Anwender- und Packaging-Spezialisten. Dank diverser Fördermaßnahmen<br />

und unserer Reinräume ist uns dies bisher sehr gut gelungen.<br />

Unser Standort in Berlin profitiert aktuell vor allem von der<br />

Förderung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung<br />

(BMBF) für das Projekt „Forschungsfabrik für Quanten- und neuromorphes<br />

Computing“ (FMD-QNC). Die bestehenden Räumlichkeiten<br />

werden laufend optimiert und modernisiert sowieTechnologien<br />

weiterentwickelt.<br />

RealIZM: Das Fraunhofer IZM trägt neben dem Begriff der<br />

Mikrointegration den Begriff Zuverlässigkeit im Namen.<br />

An welcher Stelle sollten Zuverlässigkeitsbewertungen<br />

idealerweise ansetzen?<br />

Prof. Dr.-Ing. Martin Schneider-Ramelow,<br />

Institutsleiter des Fraunhofer IZM. © Fraunhofer IZM<br />

Die Zuverlässigkeit von Elektronik ist die Basis für funktionierende<br />

Systeme. Am Fraunhofer IZM betrachten wir das High-End Performance<br />

Packaging also die Heterosystemintegration von den Materialien,<br />

Komponenten und Maschinen über die Aufbau- und Verbindungstechnologien<br />

sowie Test, Charakterisierung und Zuverlässigkeit<br />

bis zur Anwendung als Ganzes. Wir sind daher besonders stark<br />

in der Physics-of-Failure-Analysis. D.h. wenn wir neue Systeme mit<br />

neuen Materialien und feineren Strukturen bauen, dann wissen wir<br />

je nachdem in welches Anwendungsgebiet diese fließt, welche Beanspruchungen<br />

zu erwarten sind. So können wir gezielt elektronische<br />

Systeme zuverlässig ausrichten und simulieren. Für uns interessant<br />

ist, wenn wir die Simulation auf die von uns neu entwickelten<br />

Technologien und neu eingesetzt Materialien anwenden. Wir<br />

machen nicht nur die Zuverlässigkeitstests und -analysen, sondern<br />

beschreiben darauf basierend den Fehler- und Versagensmechanismus.<br />

Was nutzt es, ein System aufzubauen, dass in der Anwendung<br />

nach zwei Tagen defekt ist.<br />

Die Bewertung der Zuverlässigkeit muss auf abgestimmten<br />

Technologieebenen erfolgen und setzt zwingend das Verständnis<br />

für das jeweilige System voraus. Wo, wie und wann wird das Bauteil<br />

verbaut und welchen Stressfaktoren (Temperaturhöhe und -wechsel,<br />

Feuchtebeanspruchung, Belastungsdauer, etc.) ist es dabei ausgesetzt?<br />

Messungen zur Zuverlässigkeit sollten so frühzeitig wie<br />

möglich im Prozess erfolgen.Die Notwendigkeit einer technologiebegleitenden<br />

Zuverlässigkeitsanalyse wird bei dem Thema Chiplets<br />

eine immer größere Rolle spielen. Werden Chips von unterschiedlichen<br />

Herstellern und Technologie in einem Multi-Package verbaut,<br />

reicht im schlimmsten Fall ein „schlechter“ Chip oder ein unzureichender<br />

Interconnect aus, um zum Ausfall des Gesamtsystems zu<br />

führen.<br />

RealIZM: Nach all den Einblicken hat man das Gefühl, es<br />

herrschen goldene Zeit für die Mikroelektronik. Ist dem<br />

tatsächlich so oder gibt es auch Herausforderungen?<br />

Die Notwendigkeit, die Maschinenparks stetig zu erneuern, und die<br />

Reinrauminfrastruktur vorzuhalten und zu betreiben, sind kostenintensiv.<br />

Hinzu kommt der Fachkräftemangel. Am Berliner Standort<br />

haben wir aktuell über 100 Labore auf einer Gesamtfläche von 8.000<br />

m2. Um dies alles zu bespielen, brauchen wir aufstrebende Wissenschaftler*innen<br />

und Techniker*innen. Wir bilden seit über 20 Jahren<br />

angehende Mikrotechnolog*innen aus. Unser Forschungsinstitut<br />

bietet spannende Aufgaben und Perspektiven, sich weiterzuentwickeln,<br />

bereits für Studierende und nach dem Studienabschluss erst<br />

recht.<br />

Ein aktuelles Schlagwort in der Branche lautet Souveränität. Um<br />

wesentliche Vorentwicklungen für die Industrie leisten zu können,<br />

benötigen Forschungsinstitute die finanziellen Mittel für den Aufbau<br />

und den Betrieb einer entsprechenden technischen Infrastruktur.<br />

Mein Appell an unsere Zentrale in München und auch an die<br />

Entscheidungsträger*innen in der Politik lautet: Die kontinuierliche<br />

Investition in die Aus- und Fortbildung von Fachkräften für die Mikroelektronik<br />

und die Ausstattung der Forschungsinstitute lohnt sich<br />

und wird auch weiterhin notwendig sein. Wir haben bereits sehr viel<br />

erreicht. Dank dem Europäischen Chips Act (ECA) und zahlreichen<br />

Initiativen wie der FMD-Förderung durch das BMBF und dem o.g.<br />

„FMD-QNC“ beobachte ich eine zunehmende Vernetzung auch mit<br />

europäischen Forschungsorganisationen wie imec und CEA-Leti.<br />

Nur gemeinsam können wir Lösungen für die aktuellen und zukünftigen<br />

Herausforderungen in der Elektronikforschung erarbeiten.<br />

Bei aller Technikeuphorie gilt es auch, die Auswirkungen der<br />

neu entwickelten Technologien auf die Umwelt und deren Energieeffizienz<br />

zu berücksichtigen. Fakt ist, es wird immer mehr Elektronik<br />

verbaut. Wenn zukünftig medizinische Operationen mit Unterstützung<br />

eines digitalen Zwillings ausgeführt werden oder Fahrzeuge<br />

autonom fahren, bedeutet das auch einen höheren Energiebedarf.<br />

Die Themenfelder, neue elektronische Produkte auf einem möglichst<br />

niedrigen Energieniveau zu betreiben, über deren Wiederverwertung<br />

bis hin zur Reparierbarkeit nachzudenken, gewinnt immer<br />

mehr an Bedeutung in der Elektronik und der Aufbau- und Verbindungstechnik.<br />

Mit den Auswirkungen des technischen Fortschritts auf den<br />

ökologischen Fußabdruck befasst sich das Fraunhofer IZM seit seiner<br />

Gründung. Wir sind seit 30 Jahren auch international Vorreiter<br />

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Hintergrundinformation zu Prof. Dr.-Ing. Martin Schneider-Ramelow<br />

Hintergrundinformation zu Prof. Dr.-Ing. Martin Schneider-Ramelow Professor Martin Schneider-Ramelow hat sich als einer der<br />

führenden Mikroelektronik-Forscher und -Lehrer in Deutschland etabliert. Seit 2014 hat er eine Honorarprofessur an der TU Berlin und<br />

seit Januar 2017 die Professur für “Werkstoffe der Hetero-Systemintegration“ am Institut für Hochfrequenz- und Halbleiter-Systemtechnologien<br />

der Fakultät IV Elektrotechnik und Informatik der TU Berlin inne und leitet den Forschungsschwerpunkt Technologien<br />

der Mikroperipherik.<br />

Seit <strong>2023</strong> ist Martin Schneider-Ramelow Institutsleiter am Fraunhofer IZM und befasst sich mit der thematisch-strategischen Ausrichtung<br />

der Institutsaktivitäten, der Weiterentwicklung des Instituts im Rahmen der European Chips Act Initiative und der Vertiefung der<br />

Kooperation mit Universitäten und Instituten. Darüber hinaus sind ihm die über 400 Mitarbeitenden und deren Weiterentwicklung<br />

sehr wichtig. Als Professor betreut er zudem zahlreiche Promovenden und Graduierte und entwickelt Mentoring-Programme und<br />

Personalcoachings.<br />

Martin Schneider-Ramelow ist Autor und Co-Autor von über 250 Fachartikeln. Er gilt als Spezialist auf dem Gebiet der Qualität und<br />

Zuverlässigkeit metallischer Interconnects und ist weltweit anerkannt als Experte für Drahtbondverbindungen. So war er als Obmann<br />

der Arbeitsgemeinschaft 2.4 „Bonden“ im Deutschen Verband für Schweißen und verwandte Verfahren (DVS) maßgeblich an der<br />

Neuverfassung des über 20 Jahre alten DVS-Standards 2811 beteiligt, der nun seit 2017 als Grundlage für die Bewertung von hochqualitativen<br />

Drahtbondverbindungen gilt. Ferner ist er Mitglied von 6 nationalen und internationalen Konferenzprogrammkommissionen<br />

auf dem Gebiet des Electronic Packagings, Senior Member IEEE, Fellow IMAPS USA und seit 14 Jahren 1. Vorsitzender der International<br />

Microelectronics and Packaging Society (IMAPS) Deutschland.<br />

auf diesem Gebiet. In der Anfangszeit unseres Instituts haben wir<br />

das Thema „bleifreie Elektronik“ intensiv bearbeitet und seitdem die<br />

elektronikspezifischen Nachhaltigkeitsthemen immer weiterentwickelt.<br />

Unsere Arbeit auf diesem Gebiet mündet gerade in dem Projekt<br />

„Green ICT @ FMD“. Hier wird geschaut, wie nachhaltig Elektronik<br />

sein kann. Wir schauen uns z.B. die Stoffkreisläufe und den<br />

CO2-Fußabdruck von Elektronik in all den Bereichen an, in denen<br />

High-End Performance Packaging zum Einsatz kommt. Unsere Aufgabe<br />

ist das, was wir im High-End Performance Packaging entwickeln<br />

und aufbauen, holistisch zu betrachten. Es reicht nicht aus, die<br />

innovativsten Packaging-Verfahren zu haben. Wir müssen zugleich<br />

sicherstellen, dass die von uns eingesetzten Technologien zuverlässig<br />

funktionieren und zugleich auch nachhaltig sind.<br />

Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM<br />

D 13355 Berlin<br />

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Unternehmensstrategie<br />

„Nachhaltigkeit“<br />

– Die Schülke & Mayr GmbH<br />

erreicht GOLD bei Ecovadis<br />

Die Schülke & Mayr GmbH (schülke) hat als Gruppe das Ecovadis Scoring erneut<br />

erfolgreich absolviert und konnte ihr Ergebnis für das Jahr <strong>2023</strong> deutlich verbessern:<br />

Ausgezeichnet mit der Goldmedaille gehört schülke nun zu den besten vier<br />

Prozent Unternehmen ihrer Branche.<br />

schülke hat es sich zum Ziel gesetzt, in Fragen<br />

der Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle<br />

einzunehmen. Mit ihrer Unternehmensstrategie<br />

und den sich daraus ergebenden<br />

Maßnahmen orientiert sich schülke an<br />

den nachhaltigen Entwicklungszielen der<br />

Vereinten Nationen (Sustainable Development<br />

Goals, kurz: SDGs) – und ist davon<br />

überzeugt, dass ökologische Nachhaltigkeit<br />

immer auch mit sozialer und wirtschaftlicher<br />

Nachhaltigkeit einhergeht. Mit diesem<br />

Leitmotiv erfüllt schülke entscheidende Voraussetzungen<br />

für ein positives Ecovadis-<br />

Ranking.<br />

Was genau bewertet Ecovadis?<br />

haltige Wirken einzelner Unternehmen zu<br />

informieren und diese miteinander zu vergleichen.<br />

Die Methodik zur Nachhaltigkeitsbewertung<br />

von Ecovadis zeigt, wie gut ein Unternehmen<br />

die Prinzipien der Nachhaltigkeit/CSR<br />

(Corporate Social Responsibility)<br />

in sein Geschäfts- und Managementsystem<br />

integriert hat – und erfolgt nach Bewertung<br />

von insgesamt 21 Nachhaltigkeitskriterien<br />

in den vier Themenbereichen Umwelt, Arbeits-<br />

und Menschenrechte, Ethik sowie<br />

nachhaltige Beschaffung. Die Kriterien decken<br />

vom Energieverbrauch über die Mitarbeitersicherheit<br />

und den Datenschutz<br />

bis hin zu Umwelt- und Sozialpraktiken der<br />

Lieferanten alle wesentlichen CSR-Aspekte<br />

ab. Beleuchtet werden Richtlinien, Umsetzung<br />

und Ergebnisse.<br />

Nachhaltigkeit bei schülke führt zum<br />

Ecovadis Gold-Rating<br />

Die Schülke & Mayr GmbH hat Nachhaltigkeit<br />

fest in ihrer Strategie und im Unternehmen<br />

verankert. schülke treibt Innova-<br />

Ecovadis hat sich seit seiner Gründung im<br />

Jahr 2007 zu einem der weltweit größten<br />

und zuverlässigsten Anbieter von Nachhaltigkeitsbewertungen<br />

entwickelt. Die<br />

international agierende Plattform bewertet<br />

mittlerweile über 100.000 Unternehmen in<br />

mehr als 200 Branchen und 175 Ländern<br />

anhand ausgewählter Benchmarks, die es<br />

Kunden leichter macht, sich über das nachtionen<br />

voran, optimiert Lieferketten und<br />

entwickelt das Design seiner Produkte weiter,<br />

um den ökologischen Fußabdruck des<br />

Unternehmens fortwährend zum Positiven<br />

zu verändern, um Energie- und Materialkreisläufe<br />

effizienter zu gestalten und soziale<br />

Standards weltweit zu verbessern. Ein<br />

aktuelles Beispiel sind die mikrozid® universal<br />

wipes green line, die ersten Desinfektionstücher<br />

von schülke für den klinischen<br />

Bereich, deren Tuchmaterial vollständig aus<br />

nachwachsenden Rohstoffen produziert<br />

wird – bei gewohnt hoher Reinigungsleistung<br />

und Materialverträglichkeit.<br />

Ihr klares Engagement für den Klimaschutz<br />

untermauerte schülke auch bereits<br />

im Juni 2022 mit dem Beitritt zur Science<br />

Based Targets Initiative (SBTi) und dem<br />

damit verbundenen Commitment zur Erfüllung<br />

der Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens.<br />

Anfang <strong>2023</strong> hat schülke seine<br />

konkreten Klimaschutzziele zur Validierung<br />

bei SBTi eingereicht und bis Ende des Jahres<br />

wird die Verifizierung der Ziele durch<br />

SBTi erwartet.<br />

schülkes Mission: Leben weltweit schützen<br />

und Verantwortung für jetzige und<br />

zukünftige Generationen übernehmen<br />

„Wir haben unsere Nachhaltigkeitsaktivitäten<br />

in den vergangenen Jahren deutlich<br />

gesteigert“, sagt Stefan Kukacka, CEO der<br />

Schülke und Mayr GmbH, „umso mehr freut<br />

es uns, dass unsere Maßnahmen für ökologische,<br />

soziale Nachhaltigkeit und unsere<br />

verantwortungsvolle Unternehmensführung<br />

von Ecovadis erneut gewürdigt und<br />

jetzt mit einem Gold-Rating bestätigt wurden.<br />

Das macht uns sehr stolz und ist gleichzeitig<br />

Ansporn, uns weiter zu verbessern.“<br />

Für Stefan Kukacka steht fest, dass<br />

schülke „in einer globalisierten Welt Verantwortung<br />

für jetzige und zukünftige Generation<br />

übernimmt. Unsere Mission, weltweit<br />

Leben zu schützen, endet nicht an den<br />

Grenzen unserer Werksgelände. Wir sehen<br />

uns in der Verantwortung, einen eigenen<br />

Beitrag zu leisten und auch unsere Kunden<br />

bei ihrer Transformation hin zu mehr Nachhaltigkeit<br />

maßgeblich zu unterstützen. Und<br />

die Bewertung von Ecovadis gibt unseren<br />

Kunden Sicherheit und Klarheit bei der Einkaufsentscheidung.“<br />

Schülke & Mayr GmbH<br />

Robert-Koch-Str. 2<br />

Telefon: +49 40 521000<br />

D 22851 Norderstedt<br />

eMail: life.sciences@schuelke.com<br />

Internet: http://www.schuelke.com<br />

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Seite 40/75


Musterbeispiel an Kompaktheit und Effizienz: die patentierte<br />

Spritzgießtechnologie RotaricE²® von Braunform, hier in Form<br />

eines 4+4-Spritzgießwerkzeugs zur Demonstration der Fertigung<br />

von Luer-Konnektoren. (Foto: Braunform)<br />

Auf Basis von RotaricE²® bietet Braunform Serienwerkzeuge<br />

mit bis zu 64+64 Kavitäten an, hier ein Anschauungsbeispiel<br />

mit 48+48 Kavitäten. (Foto: Braunform)<br />

Reibungslos im Reinraum fertigen<br />

Die patentierte Spritzgießtechnologie RotaricE²® verspricht höchste Kompaktheit und Effizienz. Konstrukteur Braunform,<br />

Innovationstreiber für den Präzisions-Formenbau, kombiniert in seinem Reinraum-Werkzeug mehrere Produktionsschritte,<br />

vorgestellt am Fertigungsbeispiel Pharma-Verschlusskappen. Für schmiermittelfreie Beweglichkeit der Technik<br />

auf engstem Raum sorgen Beschichtungen des langjährigen Partners Oerlikon Balzers.<br />

Braunform aus Bahlingen am Kaiserstuhl hat sich einen Namen gemacht<br />

als ein weltweit führender Partner im Kunststoff-Formenbau<br />

– insbesondere mit dem Ziel, Produktionseffizienz zu steigern und<br />

Kosten zu senken. Diese Mission setzt das Werkzeugkonzept RotaricE²®<br />

eindrucksvoll um und spart beim Kunden Zeit, Geld, Bauraum<br />

und Produktionsfläche. Es bündelt den 2-Komponenten-Spritzguss<br />

samt Servotechnik und Montage des Bauteils auf engstem Raum.<br />

Damit macht das finale Werkzeug den Job von zwei Spritzgießwerkzeugen<br />

und -maschinen sowie einer Linie zum Zusammenbau der<br />

Einzelteile.<br />

Wie das in der Praxis aussieht, zeigt sich an der Fertigung von<br />

Luer-Konnektoren, filigranen 2-Komponenten-Verschlüssen für die<br />

Pharmaindustrie. Dafür baute Braunform ein 4+4-fach-Werkzeug als<br />

Demonstrationsbasis für spätere Serienwerkzeuge mit bis zu 64+64<br />

Kavitäten. Seine Besonderheit: Das Mehrkomponenten-Spritzgusswerkzeug<br />

kombiniert auf kleinstem Raum die 2K Core-back-Funktion,<br />

die Luer-Verdeckelung und das Ausschrauben mit servoelektrischen<br />

Antrieben.<br />

Wie geschmiert mit drei Hochleistungs-Schichten<br />

Zudem ist das Werkzeug reinraumtauglich. Dafür steht das seit 2010<br />

bewährte MED Mold® Konzept, das Braunform in seiner eigenen<br />

Reinraumproduktion im benachbarten Endingen für Pharmakunden<br />

einsetzt und weiterentwickelt. Ein wichtiger Baustein für die<br />

fett- und emissionsreduzierte Reinraumfertigung sind reibungsarme<br />

Beschichtungen. Sie helfen dabei, den weitgehend schmiermittelfreien<br />

Betrieb beweglicher Teile im Werkzeug zu sichern. „Artikel<br />

für Pharma und Medizin dürfen bei der Produktion keinesfalls kontaminiert<br />

werden. Deshalb geht es nicht ohne leistungsstarke Beschichtungen“,<br />

so Reinhard Steger, Senior Business Development<br />

Manager von Braunform.<br />

Die Badener setzen auf drei Schichten des langjährigen Partners<br />

Oerlikon Balzers: auf die DLC (Diamond Like Carbon)-Schicht BA-<br />

LINIT DYLYN als Korrosionsschutz mit Antihaft-Eigenschaften<br />

vor allem für den Bewegungsapparat mit Schieberelementen; auf<br />

die sehr glatte, kratzbeständige S3p-Schicht BALIQ CRONOS für<br />

bessere Entformung, formgebende Elemente und Konturen; auf die<br />

Härtung von Formenoberflächen mit dem Diffusionsverfahren BA-<br />

LITHERM PRIMEFORM.<br />

„Ein Partner, der unsere Sprache spricht“<br />

„Wir nutzen für fast jedes Werkzeug Beschichtungen hauptsächlich<br />

von Oerlikon“, betont Nico Kramer. Der Leiter der Arbeitsvorbereitung<br />

von Braunform sagt auch, warum: „Oerlikon verfügt über ein<br />

extrem breites, FDA-konformes Schichtportfolio für so gut wie alle<br />

Anwendungsfälle. Das Unternehmen ist innovativ, unsere Oerlikon-<br />

Support-Partner sind vom Fach und sprechen unsere Sprache. Vor<br />

allem aber wird mit unseren aufwendig hergestellten Teilen gewissenhaft<br />

umgegangen. Das Beschichten ist der letzte Schritt in der<br />

Prozesskette, hier stehen alle zuvor verursachten Kosten auf dem<br />

Spiel. Oerlikon erfüllt alle unsere Anforderungen.“<br />

Das gilt auch mit Blick auf die Kunden. In der Pharma-Industrie<br />

muss ein Spritzgießwerkzeug zuverlässig zehn bis 15 Jahre laufen,<br />

die Stückzahlen erreichen zigfache Millionen-Höhe. Manchmal<br />

sind Ersatz oder Erweiterungs-Werkzeuge nötig, die ein hundertprozentiges<br />

Abbild des Vorgängers sein müssen. Vor diesem Hintergrund<br />

baut Braunform 100 bis 130 Werkzeuge im Jahr und legt die<br />

Messlatte nach ganz oben. Genau dafür steht RotaricE²®, und dafür<br />

will auch Oerlikon mit seinen Oberflächenlösungen stehen.<br />

Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH<br />

D 55411 Bingen<br />

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Seite 41/75


Im Reinraum des Max-Planck-Instituts für extraterrestrische Physik setzen zwei Mitarbeiter des Raumfahrtkonzerns OHB<br />

einen Teil der Linsenoptik des NISP-Instruments (links) auf eine Messmaschine (rechts) um. © Johannes Maas<br />

Im Weltraumteleskop Euclid steckt Technik von zwei Max-Planck-Instituten<br />

Entwicklungsarbeit mit Durchblick<br />

Wer ein Weltraumteleskop wie Euclid plant, hat genau einen Startversuch. Um Technik unter Weltraumbedingungen zu betreiben,<br />

mussten Forschende und Ingenieursteams der Max-Planck-Gesellschaft große Herausforderungen meistern. Sie<br />

haben optische Komponenten und Teile der Instrumente an Bord entwickelt und kümmern sich derzeit um einwandfreie<br />

Daten. Dass bei jahrelanger Planung auch mal etwas schiefgeht, demonstriert, dass Euclid die Grenzen des bisher Machbaren<br />

verschiebt.<br />

Dem Moment, in dem das Euclid Weltraumteleskop seine ersten<br />

Bilder zur Erde sendete, gingen Jahrzehnte der Forschung und<br />

Technikentwicklung voraus. Daran beteiligt waren auch Forschende<br />

und Ingenieurinnen und Ingenieure der Max-Planck-Institute<br />

für Astronomie in Heidelberg und für extraterrestrische Physik in<br />

Garching bei München. Sie sind Teil des Euclid-Konsortiums, das<br />

aus Forschungseinrichtungen in 17 Ländern besteht. Und sie haben<br />

die beiden Instrumente des Teleskops, die optische Kamera (VIS,<br />

Visible Instrument) und die Nah-Infrarot Kamera (NISP, Near-Infrared<br />

Spectrometer and Photometer) mit entwickelt und gebaut. Ein<br />

weiteres Team der beiden Max-Planck-Institute gewährleistet nun<br />

gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen anderer Einrichtungen<br />

den Betrieb des Teleskops und die Logistik und Qualität der übertragenen<br />

Daten.<br />

Ein Unikat<br />

Euclid befindet sich auf einer gedachten Achse zwischen Sonne<br />

und Erde hinter der Erde und sucht von dort aus einen großen Teil<br />

des einsehbaren Himmels nach fernen Galaxien ab. Hier, fernab der<br />

Erdatmosphäre, trübt nichts den Blick auf das dunkle und mannigfaltige<br />

Universum. Das Teleskop ist ein Unikat. „Wir haben zusammen<br />

die größten optischen Linsensysteme entwickelt, die jemals für<br />

eine wissenschaftliche Weltraummission eingesetzt wurden“, sagt<br />

Frank Grupp, leitender Wissenschaftler am Max-Planck-Institut für<br />

extraterrestrische Physik und der Ludwig-Maximilians-Universität.<br />

Vier Linsen, bis zu 18 Zentimeter im Durchmesser und 2,5 Kilogramm<br />

schwer, das gab es noch nie.<br />

Auch die drei Farbfilter des NISP Instruments schreiben Rekorde.<br />

„Sie sind die größten Infrarotfilter aller bisherigen Astronomie-<br />

Weltraummissionen“, sagt Knud Jahnke, vom Max-Planck-Institut<br />

für Astronomie, das die Filter gemeinsam mit der Industrie entwickelt<br />

hat. Die Kameraebene von Euclid erfasst ein Bild, das in etwa<br />

so groß ist wie der Vollmond und damit rund 250 Mal größer als das<br />

Hubble Deep Field, eine einzelne Aufnahme des Hubble Weltraumteleskops,<br />

ein schmales Fenster, in dem immerhin tausende ferne<br />

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Die vier im NISP-Instrument verbauten Infrarotfilter mit Durchmessern<br />

von vier Zentimetern im Vordergrund, sowie acht und vierzehn Zentimetern<br />

im Hintergrund. Mit über 300 Gramm pro Filter sind das die<br />

größten und schwersten Infrarotfilter, die je auf einer astronomischen<br />

Weltraummission eingesetzt wurden. Die Basis aller Filter ist Quartzglas,<br />

das speziell beschichtet wird, damit jeder Filter nur Infrarotlicht bei ganz<br />

bestimmten Wellenlängen passieren lässt. © MPIA/Felix Hormut<br />

Die Esa-Mission Euclid im Reinraum des Laboratoire d‘Astrophysique de<br />

Marseille. Das vollständig montierte NISP-Detektorsystem befindet sich<br />

auf der rechten Seite im Fokus des Teleskops. Klar erkennbar ist das blau<br />

schimmernde Linsensystem auf der linken Seite, wobei sich die Filter im<br />

Apparat hinter den Linsen befinden. Sie sorgen dafür, dass nur das Infrarotlicht<br />

aus dem einfallenden Licht herausgefiltert wird, bevor es auf das<br />

NISP-Instrument trifft. © Euclid Konsortium & NISP Instrumententeam.<br />

Galaxien sichtbar wurden.<br />

Das große Gesichtsfeld und die große Optik bedingen sich gegenseitig.<br />

Sie werden eingesetzt, um innerhalb von nur sechs Jahren<br />

fast den gesamten einsehbaren Himmel jenseits unserer eigenen<br />

Galaxie bei hoher Auflösung und Detailtiefe zu fotografieren und<br />

dabei Milliarden von Galaxien in einer dreidimensionalen Karte zu<br />

erfassen. Das Ziel: zu beantworten, wie sich das Universum entwickelt<br />

hat und welche Rolle dabei Dunkle Materie und Dunkle Energie<br />

gespielt haben.<br />

Minuten des Bangens<br />

Nach den vielen Jahren, in denen die Instrumente des Teleskops<br />

unter hochreinen Bedingungen sorgfältig zusammengebaut wurden,<br />

hob Euclid am 1. Juli <strong>2023</strong> unter tosendem Lärm auf den Schultern<br />

einer Falcon 9 Rakete vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral<br />

ab. Frank Grupp erinnert sich: „Als ich die Triebwerke in Bauch und<br />

Brust gespürt habe, musste ich an ‚meine‘ Linsen denken, die nur<br />

gut 60 Meter von den Triebwerken entfernt weitaus stärkeren Erschütterungen<br />

ausgesetzt waren“. Trotzdem war er zuversichtlich<br />

und wusste, dass die Optik standhalten würde.<br />

„Der Großteil der Mechanik wird gebaut, um zwei Minuten des<br />

Starts zu überstehen, bei dem extreme Kräfte auftreten“, sagt Knud<br />

Jahnke. Die größeren Pannen sind nur am Anfang der Planung passiert.<br />

„Ganz am Anfang ist uns ein erstes Linsendesign auf dem Teststand<br />

geplatzt. Das tat weh. Sie war zwar leicht, aber auf Grund des<br />

Materials zu spröde. Wir haben daraus gelernt“, sagt Frank Grupp.<br />

„Scheitern ist ein sensibles Thema, aber es ist wichtig.“ Die Linsen,<br />

die ins All flogen waren schwerer, damit aber robuster. Eine Kompromissentscheidung,<br />

denn jedes Gramm Startgewicht kostet teures<br />

Geld.<br />

Der Erfolg liegt im Detail<br />

Damit man mit Euclids Optik auch Bilder erhält, die sich für kosmologische<br />

Studien eignen, also Bilder, die besser sind als es je vom<br />

Boden aus möglich gewesen wäre, braucht es Kalibrationswissenschaftlerinnen<br />

und -wissenschaftler. Am Max-Planck-Institut für<br />

Astronomie vermitteln sie bei der Kalibration zwischen den Erwartungen<br />

an das Teleskopsystem unter Idealbedingungen und den<br />

realen Bedingungen des Teleskops im Orbit. Sie optimieren die Bilder<br />

und Daten, indem sie die Eigenheiten der Instrumente und des<br />

Teleskops, sowie den Einfluss der harschen Umgebung des Weltalls<br />

genau studieren und im Nachgang berücksichtigen. „Das Instrument<br />

ist wie es ist“, so Knud Jahnke. „Ich kann auf dem Papier vorher<br />

durchrechnen, was zu erwarten wäre, aber im Weltraum herrschen<br />

leicht andere Bedingungen als im Labor auf der Erde.“<br />

Eine dreidimensionale Karte des Universums<br />

Nach sechs Jahren wird Euclid etwa 40.000 Aufnahmen geliefert<br />

haben. Um aus den zweidimensionalen Bildern eine dreidimensionale<br />

Karte der Galaxien in unserem beobachtbaren Universums zu<br />

erstellen, werden bodengebundene Teleskope dabei unterstützen,<br />

die Entfernungen zu den abgebildeten Galaxien zu bestimmen.<br />

„Die Daten der Teleskope, die wir von der Erde hinzuziehen, übertreffen<br />

das Datenvolumen von Euclid bei Weitem“, sagt Maximilian<br />

Fabricius vom Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik und<br />

der Ludwigs-Maximilians-Universität München, der das deutsche<br />

Datenzentrum von Euclid leitet. Darunter: spektroskopische Daten,<br />

also die Farbbestandteile des sichtbaren Lichts, aus denen sich gemeinsam<br />

mit den Infrarotspektren von Euclid die Entfernungen zu<br />

den Milliarden Galaxien bestimmen werden lassen.<br />

Vertrauen schafft Sicherheit<br />

Die ersten veröffentlichten wissenschaftlichen Bilder demonstrieren,<br />

dass das Design des Teleskops alle Anforderungen erfüllt. Die<br />

beteiligten Max-Planck-Institute waren während der Entwicklung<br />

des Teleskops Teil eines komplexen und kleinteiligen Prozesses.<br />

Ein solches Weltraumteleskop hat nur einen Startversuch und es<br />

ist nicht möglich, im Nachgang Reparaturen durchzuführen. Der<br />

Schlüssel zum Erfolg liegt laut Knud Jahnke nicht nur am Fachwissen,<br />

sondern an einer offenen Fehlerkultur während der Entwicklung:<br />

„Es hat der Mission sehr gut getan, dass man Probleme immer<br />

offen ansprechen konnte und man immer vertrauensvoll miteinander<br />

umgegangen ist.“<br />

Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.<br />

D 80539 München<br />

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Globaler Polymerspezialist führt Portfolio für biopharmazeutische Flüssigkeitsverarbeitung<br />

ein, stellt neue Marke für Schläuche vor und untermauert Engagement<br />

mit neuer Produktionsstätte.<br />

Fokussiert auf “Serving Pharma”<br />

SILMOTION Schlauch BRAIDMOTION Schlauch THERMMOTION Schlauch<br />

RAUMEDIC, ein weltweit führender Anbieter<br />

von polymerbasierten Produktlösungen<br />

für die medizinische und pharmazeutische<br />

Industrie, hat sein Portfolio für biopharmazeutische<br />

Flüssigkeitsverarbeitungsprodukte<br />

erweitert und eine neue Marke für<br />

biokompatible Schläuche eingeführt. Außerdem<br />

erweitert das Unternehmen seinen<br />

globalen Hauptsitz um eine hochmoderne<br />

ISO-7-Reinraum-Produktionsanlage.<br />

Über ein Jahrzehnt lang hat RAUM-<br />

EDIC als Exklusivlieferant einen wichtigen<br />

Lösungsanbieter im biopharmazeutischen<br />

und biowissenschaftlichen Sektor beliefert.<br />

Nach mehr als 70 Jahren Erfahrung in der<br />

Polymerverarbeitung bietet das Unternehmen<br />

seine hochmoderne Produktpalette<br />

nun direkt einem breiteren Markt an.<br />

Das Portfolio umfasst eine vielfältige<br />

Auswahl an biokompatiblen Schläuchen<br />

aus diversen Materialien - für die Verarbeitung<br />

von Flüssigkeiten: SILMOTION - Silikonschläuche,<br />

BRAIDMOTION - geflochtene<br />

Silikonschläuche, THERMMOTION<br />

- TPE-Schläuche, PVC-Schläuche und<br />

FEP-Schläuche. Darüber hinaus enthält das<br />

Sortiment Schlauch-Konnektoren aus Polycarbonat<br />

(PC) sowie kundenspezifische<br />

Entwicklungen wie Single-Use-Schlauchsets.<br />

RAUMEDIC als One-Stop-Shop<br />

für polymere Produktlösungen für<br />

die Pharmaindustrie<br />

Nina Kaiser, Head of Pharma, erklärt den<br />

Entschluss von RAUMEDIC, die pharmazeutische<br />

und biotechnologische Industrie<br />

offen als Direktlieferant zu bedienen: „Wenn<br />

es um Polymerschläuche geht, ist RAUM-<br />

EDIC eines der wenigen Unternehmen<br />

weltweit, das in der Lage ist, die strengen<br />

regulatorischen Anforderungen für extrudierte<br />

biokompatible Schläuche zu erfüllen.<br />

Unsere Fähigkeiten gehen aber weit darüber<br />

hinaus“, sagt Kaiser.<br />

Auf die Frage, was RAUMEDIC wirklich<br />

von der Konkurrenz abhebt, antwortet<br />

Kaiser, „es ist die Fähigkeit, Kundenanforderungen<br />

im gesamten Produktumfeld der<br />

polymeren Flüssigkeitsverarbeitungsprodukte<br />

zu bedienen. Ermöglicht wird dies<br />

durch unser breites technologisches Knowhow<br />

und Repertoire“.<br />

Mit Blick auf Fertigungstechnologien<br />

wie Extrusion, Spritzguss und Konfektion,<br />

die an fünf globalen Produktionsstandorten<br />

verfügbar sind, betont Kaiser, dass „RAUM-<br />

EDIC sich zum Ziel gesetzt hat, ein echter<br />

One-Stop-Shop für polymere Produktlösungen<br />

für pharmazeutische und biopharmazeutische<br />

Fluidverarbeitungsprodukte<br />

zu werden.“<br />

Neue ISO-7-Reinraum-Produktionsanlage:<br />

Engagement für neue<br />

Industriepartnerschaften<br />

Mit dem Bau einer hochmodernen ISO-<br />

7-Reinraumproduktionsanlage erweitert<br />

RAUMEDIC gegenwärtig seinen globalen<br />

Hauptsitz in Helmbrechts, Deutschland. Mit<br />

der Erweiterung unterstreicht das Unternehmen<br />

seine Absicht, sich zu einer wichtigen<br />

Anlaufstelle für Industriepartner der<br />

pharmazeutischen und biopharmazeutischen<br />

Industrie zu entwickeln.<br />

Um diese Möglichkeiten für neue Partnerschaften<br />

im Markt aktiv zu fördern, setzt<br />

RAUMEDIC im Zuge einer Kampagne auf<br />

die Slogans „WE SERVE PHARMA“ und<br />

„SERVING PHARMA“. Diese Entscheidung<br />

unterstreicht die strategische Absicht und<br />

das Engagement des Polymerspezialisten<br />

für die intensivierte Zusammenarbeit mit<br />

der (bio-)pharmazeutischen Industrie.<br />

Neue Markennamen für gefragte<br />

Pharma-Schläuche<br />

Im Rahmen seiner neuen strategischen<br />

Allianz mit der Pharma- und Biopharmaindustrie<br />

hat RAUMEDIC auch die eingetragenen<br />

Markennamen für drei seiner<br />

begehrtesten biokompatiblen Schlauchprodukte<br />

bekannt gegeben:<br />

– SILMOTION für Silikonschläuche mit<br />

einer einzigartigen und patentierten<br />

Low-Tack-Oberfläche.<br />

– BRAIDMOTION für geflochtene<br />

Silikonschläuche mit medizinischem<br />

PET-Netzmaterial.<br />

– THERMMOTION für TPE-Schläuche,<br />

die frei von Irgafos168 sind und für das<br />

Zellwachstum optimiert wurden<br />

Die Schläuche sind in den gängigen Standardabmessungen<br />

ab Lager lieferbar - oder<br />

können auf Anfrage in kundenspezifischen<br />

Abmessungen geliefert werden.<br />

Raumedic AG<br />

D 95233 Helmbrechts<br />

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Das zentrale Event der Reinraum- und Prozessbranche<br />

Das Event für Österreich, Ost- und Südosteuropa<br />

Alle Informationen zu den Events 2024 finden Sie auf<br />

www.cleanroom-processes.de<br />

Die Plattform der Reinraum- und Prozesstechnikbranche<br />

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Neue Anlage zur Arzneimittelproduktion bei Bayer<br />

Die „Lernende Fabrik“ soll<br />

im Frühjahr 2024 betriebsbereit sein<br />

Im kommenden Frühjahr soll sie betriebsbereit sein: Solida 1 (SOL-<br />

1) in Leverkusen wird eine der modernsten Produktionsanlagen für<br />

Arzneimittel weltweit. Sie ist Teil eines milliardenschweren Investitionsprogramms,<br />

mit dem die Bayer AG das Pharma-Produktionsnetzwerk<br />

und die eigene Innovationskraft stärkt. Unter anderem<br />

werden hier Medikamente zur Behandlung von Krebs- und Herz-<br />

Kreislauf-Erkrankungen hergestellt.<br />

Rund 275 Millionen Euro investiert das Unternehmen in die<br />

Anlage als Teil des Supply Centers Leverkusen. Sie ist damit Kern<br />

des neuen globalen Kompetenzzentrums für die Produktion von<br />

Feststoff-Arzneimitteln. Sie setzt Maßstäbe für Effizienz, Qualität,<br />

Liefersicherheit und Nachhaltigkeit und nutzt als „Lernende Fabrik“<br />

die Vorteile der Digitalisierung. Das bedeutet, dass Datenströme mit<br />

Hilfe künstlicher Intelligenz analysiert und daraus Handlungsempfehlungen<br />

abgeleitet werden.<br />

Wesentliche Komponenten der eingeschossigen Fabrik sind ein<br />

zentrales Bauelement mit daran angeschlossenen modularen Funktionsgebäuden,<br />

eine sehr hohe Automatisierung in der Produktion<br />

sowie eine hocheffiziente Erweiterbarkeit.<br />

„Wir konnten, trotz einiger Schwierigkeiten – beispielsweise<br />

durch die Auswirkungen von COVID-19 und den Ukraine Krieg –<br />

unseren ambitionierten Zeitplan einhalten. Das war nur möglich<br />

durch ein engagiertes Bayer-Projektteam sowie durch unsere kompetenten<br />

externen Partner. Des Weiteren danke ich unserem Team<br />

des Supply Centers Leverkusen, welches Solida 1 später betreiben<br />

wird und sich jeden Tag erfolgreich für unsere Zukunft als Center of<br />

Excellence eingesetzt hat. Insgesamt haben bis zu 300 Personen auf<br />

der Baustelle zusammengearbeitet,“ betont Dr. Carola Pörtner, die<br />

Leiterin des Supply Centers Leverkusen.<br />

Ein Großteil der Produktionsstätten wird später nicht mehr für<br />

Besucher zugänglich sein, denn es herrschen dort Reinraumbedingungen.<br />

Das bedeutet, dass die Räumlichkeiten von luftgetragenen<br />

Teilchen nahezu frei sein müssen. Mittels aufwendiger Technik<br />

bleibt die Konzentration von Partikeln im Raum sehr gering. Eine<br />

der vielen besonderen Herausforderungen, die schon während der<br />

laufenden Bauphase zu berücksichtigen sind.<br />

„Solida 1 wird dazu beitragen, das Leben von Patientinnen und<br />

Patienten nachhaltig zu verbessern. Beispielsweise werden die Ergebnisse<br />

von wissenschaftlicher Forschung schneller in Produkte<br />

überführt werden können,“ erläutert Jürgen Wiedemann, einer der<br />

beiden Projektleiter. Mit mehreren Partnerfirmen setzt die Bayer AG<br />

die Maßnahme um.<br />

Einer dieser Partner ist die Siemens AG mit ihren Geschäftsbereichen<br />

Digital Industries und Smart Infrastructure, die unter<br />

anderem mit ihren Systemen zur Automation und Maschinensteuerungen<br />

für die Prozessoptimierung und damit zu effizientem<br />

Ressourceneinsatz, Energie- und Zeitersparnis zum Konzept der<br />

„Lernenden Fabrik“ beitragen. „Das SOL-1 Projekt ist für uns in vielerlei<br />

Hinsicht innovativ und herausfordernd, nicht nur was die Umsetzung<br />

der Digitalisierung und Prozesstechnik angeht“, stellt Stephan<br />

Drouvé, Leiter der Siemens-Niederlassung Köln, fest. „Das in<br />

Projekten dieser Größenordnung ungewöhnlich partnerschaftliche<br />

Vorgehen bei der Planung, Umsetzung und Errichtung der neuen<br />

Fertigung hat sich für alle beteiligten Partner der Bayer AG als äu-<br />

Produktionsraum in der Solida-1 Arzneimittelanlage<br />

(Bildautor: Bayer AG)<br />

Im Technikbereich über den Produktionsräumen:<br />

Dieter Steffes-Tun, Gesamtprojektleiter Siemens AG.<br />

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Seite 46/75


ßerst vorteilhaft für den Fortschritt und das Ergebnis der Arbeiten<br />

erwiesen.“<br />

Ein Beispiel für den Beitrag der Siemens AG an der „Lernenden<br />

Fabrik“ ist die Prozessautomation. So werden häufig in der Pharmazeutischen<br />

Industrie Prozessschritte durch die Entnahme von Proben<br />

und deren Analyse überwacht. Das verlängert die Produktionszeit<br />

und reduziert die Einflussnahme auf den Prozess. Die Software<br />

SIPAT überwacht die Qualität bereits während der Produktion in<br />

Echtzeit und kann diese bei Bedarf optimieren. Neben der besseren<br />

Qualität können zeitaufwendige manuelle Kontrollen entfallen und<br />

Fehl-Chargen vermieden werden.<br />

Darüber hinaus leistet die ausgeklügelte Gebäudeleittechnik<br />

einen wichtigen Beitrag in Sachen Energieeffizienz und Flexibilität.<br />

Mit ihrer Hilfe wird das Raumklima nicht nur permanent überwacht<br />

und dokumentiert, sondern die Produktionsumgebung lässt sich je<br />

nach herzustellendem Medikament flexibel anpassen. Zu diesem<br />

Zweck sind im Neubau zahlreiche Automatisierungskomponenten,<br />

Lüftungsanlagen, Wärme-, Kälte- und Dampftechnik verbaut, die<br />

zentral von einer Gebäudemanagement-Plattform gesteuert werden.<br />

Hunderte Sensoren und tausende von Datenpunkten liefern<br />

unablässig Messwerte, die mit digitalen Services im laufenden Betrieb<br />

analysiert werden, Unregelmäßigkeiten erkennen und Handlungsempfehlungen<br />

ableiten. Nicht zuletzt sorgt die Siemens-Automatisierungstechnik<br />

auch in der fabrikinternen Logistik für reibungslose<br />

und digitalisiert gesteuerte Abläufe.<br />

„Die durchgängige Automatisierung der Prozesse wird die Flexibilität<br />

der Arzneimittel-produktion in Leverkusen künftig enorm<br />

erhöhen“, so Drouvé. „Automatisierung und Digitalisierung sind der<br />

Schlüssel, um die industrielle Produktion am Standort Deutschland<br />

auch in Zukunft wettbewerbsfähig zu halten. Die Bayer AG stellt das<br />

mit ihrem Neubau der ‚Lernenden Fabrik‘ auch für die Pharmabranche<br />

eindrücklich unter Beweis. Sie nimmt in dieser Hinsicht eine<br />

wichtige Vorreiterrolle ein. Wir bei Siemens freuen uns sehr, dass<br />

wir mit unserem branchenspezifischen Know-how in Sachen Digitalisierung<br />

und Prozessautomatisierung an der Ausgestaltung dieses<br />

Vorzeigeprojektes mitwirken können.“<br />

Eine optimale Flexibilität steht nicht nur für die Produktionsabläufe<br />

im Fokus: Der modulare Aufbau von SOL-1 – und damit<br />

beispielsweise die Möglichkeit von Erweiterungen – schafft auch<br />

im Hinblick auf künftige Entwicklungen im Pharma-Bereich viele<br />

Optionen. Die Anlage hat eine Bruttogrundfläche von 15.000 Quadratmetern.<br />

Rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in<br />

dem Gebäude, dessen Richtfest im Mai 2022 im Beisein von Bundeskanzler<br />

Olaf Scholz gefeiert wurde, ihre Arbeit aufnehmen.<br />

Maßstäbe soll die „Lernende Fabrik“ aber auch im Rahmen der<br />

Nachhaltigkeit setzen. Der Energiebedarf der Anlage wird weitgehend<br />

durch eine moderne Geothermie-Anlage gedeckt, die den<br />

CO2-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Betrieben um rund<br />

70 Prozent reduziert.<br />

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Status quo KI-Zertifizierung: Fraunhofer analysiert Herausforderungen<br />

und Bedürfnisse von Unternehmen<br />

KI-Zertifizierung und -Absicherung<br />

aus der Sicht von Unternehmen<br />

Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) im privaten und beruflichen Umfeld nimmt kontinuierlich zu. Gleichzeitig<br />

werden auf europäischer Ebene Regulierungen durch KI-Zertifizierung und -Absicherung diskutiert. Die Fraunhofer-Institute<br />

IAO und IPA haben deshalb die aktuellen Regulierungsmaßnahmen analysiert und Anforderungen sowie Bedürfnisse<br />

seitens Unternehmen in einem neuen Whitepaper zusammengefasst.<br />

In den letzten Jahren hat die Bedeutung<br />

der Künstlichen Intelligenz (KI) sowohl im<br />

Privat- als auch im Berufsleben stark zugenommen.<br />

KI hat das Potenzial, zahlreiche<br />

Industrien und Bereiche unserer Gesellschaft<br />

zu transformieren, indem sie Effizienz<br />

und Qualität in verschiedenen Anwendungsfällen<br />

verbessert. Allerdings sind auch<br />

erhebliche Risiken und Unsicherheiten mit<br />

dem Einsatz von KI verbunden, wie algorithmische<br />

Fehler, Haftungsrisiken, Diskriminierung<br />

und Datenschutzverletzungen.<br />

Wenn KI-basierte Systeme nicht nach einheitlichen<br />

Sicherheitsstandards entwickelt,<br />

betrieben und geprüft werden, können sie<br />

die Sicherheit von Produkten und Dienstleistungen<br />

beeinträchtigen.<br />

Um diesen Herausforderungen entgegenzuwirken,<br />

hat die Europäische Union<br />

(EU) im Jahr 2021 einen Gesetzesentwurf<br />

für den EU AI Act vorgestellt, der eine Regulierung<br />

von KI zum Ziel hat. Im Juni <strong>2023</strong><br />

konnten sich EU-Kommission und EU-Parlament<br />

auf einen Vorschlag einigen und<br />

verhandeln aktuell die Umsetzung mit den<br />

EU-Mitgliedsstaaten. Der AI Act als wichtiger<br />

Baustein für KI-Zertifizierung und -Absicherung<br />

ist auch von zentraler Bedeutung<br />

für den Innovation Park Artificial Intelligence,<br />

der das europaweit größte Ökosystem<br />

für KI-Entwicklung aufbaut. »In unserem<br />

Ipai-Ökosystem möchten wir KI-Anwendungen<br />

fördern, die nicht nur innovativ und<br />

effizient, sondern auch sicher und ethisch<br />

verantwortungsvoll sind. Ein praxisorientiertes<br />

Verständnis der EU-Standards aus<br />

dem AI Act zur KI-Absicherung hilft uns<br />

und unseren Mitgliedsunternehmen, alle<br />

notwendigen Vorkehrungen dafür zu treffen«,<br />

betont Moritz Gräter, der CEO des Ipai.<br />

In Vorbereitung auf den kommenden<br />

EU AI Act haben das Fraunhofer-Institut<br />

für Arbeitswirtschaft und Organisation<br />

IAO und das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik<br />

und Automatisierung IPA<br />

deshalb die Sichtweise von Unternehmen<br />

untersucht. So hat das Forschungsteam den<br />

aktuellen Stand der gesetzlichen Regulierungen<br />

zur KI-Absicherung aufgenommen.<br />

Basierend auf den Ergebnissen aus Interviews<br />

mit Fachleuten hat das Team außerdem<br />

Anforderungen seitens Unternehmen,<br />

Forschungs- und Bildungseinrichtungen<br />

an die Umsetzung von Absicherungs- und<br />

Zertifizierungsprozessen von KI-Systemen<br />

formuliert.<br />

Fehlende Vorgaben zur KI-Absicherung<br />

als Unsicherheitsfaktor für Unternehmen<br />

Das Whitepaper »KI-Zertifizierung und Absicherung im Kontext des EU AI Act« steht im Internet<br />

kostenlos zur Verfügung unter https://doi.org/10.24406/publica-1875<br />

Nach dem aktuellen Gesetzesentwurf für<br />

den EU AI Act ist es vorgesehen, dass KI-<br />

Anwendungen in verschiedene Risikostufen<br />

eingeteilt werden und je nachdem<br />

unterschiedlichen Auflagen unterworfen<br />

werden. Betreiber von Hochrisiko-KI-<br />

Anwendungen werden verpflichtet, ihre<br />

Konformität mit diesen Anforderungen in<br />

einem Self-Assessment zu überprüfen und<br />

können anschließend das CE-Siegel als<br />

Zertifikat verwenden. Verpflichtende Prüfungen<br />

durch Dritte sollen nur in besonderen<br />

Gebieten, wie z. B. der Medizintechnik,<br />

erforderlich sein.<br />

Obwohl diese Anforderungen sehr klar<br />

vermitteln, wie ein mit dem EU AI Act konformer<br />

KI-Einsatz aussehen soll, ist derzeit<br />

noch unklar, wie das erreicht werden kann.<br />

Aktuell fehlen konkrete Maßnahmen zur<br />

Überprüfung der Auflagen. »Unternehmen<br />

haben z. B. Schwierigkeiten, einzuschätzen,<br />

unter welchen Umständen ihre KI-Anwen-<br />

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Seite 48/75


dung transparent genug ist oder welche<br />

Fehlerrate tolerierbar ist«, erklärt Janika<br />

Kutz, Teamleiterin am Forschungs- und<br />

Innovationszentrum Kognitive Dienstleistungssysteme<br />

KODIS des Fraunhofer IAO.<br />

Gleichermaßen besteht die Sorge, dass die<br />

Aufwände für eine Zertifizierung insbesondere<br />

die Ressourcen von Start-ups und kleineren<br />

und mittelständischen Unternehmen<br />

übersteigen. Es wird befürchtet, dass juristisches<br />

Fachwissen erforderlich ist, um Auflagen<br />

vollständig korrekt umzusetzen, und die<br />

Einhaltung Entwicklungszeiten und -kosten<br />

steigen lässt, sodass europäische Unternehmen<br />

nicht mit internationaler Konkurrenz<br />

mithalten können.<br />

Unternehmen formulieren klare<br />

Anforderungen an KI-Zertifizierung<br />

Ein wichtiges Ergebnis der Interviews ist,<br />

dass die Zertifizierung für Unternehmen<br />

aller Größen umsetzbar sein muss. Jeden<br />

Anwendungsfall absichern und zertifizieren<br />

zu lassen ist aufwendig und ressourcenintensiv,<br />

daher stellen Unternehmen klare<br />

Anforderungen an Regelungen zur KI-Absicherung.<br />

Faktoren wie Transparenz und<br />

Machbarkeit von Zertifizierungsprozessen,<br />

klare Rollen von Behörden und Institutionen<br />

sowie die Bewahrung der Innovationsfähigkeit<br />

werden als besonders wichtig hervorgehoben.<br />

»Die befragten Unternehmen<br />

sind sich einig, dass bei der KI-Zertifizierung<br />

immer der Mehrwert für die Endnutzer<br />

im Vordergrund stehen sollte«, fasst Prof.<br />

Dr. Marco Huber, Leiter der Abteilung Cyber<br />

Cognitive Intelligence am Fraunhofer IPA,<br />

die Ergebnisse der Interviews zusammen.<br />

Externe Unterstützungsangebote<br />

für Unternehmen sind gefragt<br />

Basierend auf den Aussagen der Interviewten<br />

scheinen die meisten Unternehmen<br />

nicht ausreichend auf die kommenden Regulierungen<br />

durch den EU AI Act vorbereitet<br />

zu sein. So können Unternehmen von<br />

Informationsvermittlung, Wissenstransfer<br />

sowie Netzwerkbildung profitieren und<br />

sind außerdem an individuellen Beratungsangeboten<br />

sowie praktischen Methoden<br />

und Werkzeugen zur Unterstützung bei der<br />

Absicherung und Zertifizierung von KI-basierten<br />

Systemen interessiert. Durch den<br />

fortlaufenden Austausch zwischen Regulierungsbehörden,<br />

Industrie, Forschungseinrichtungen<br />

und der breiten Öffentlichkeit<br />

kann ein umfassendes Verständnis der<br />

Chancen und Herausforderungen der KI-<br />

Nutzung entwickelt werden. Dies wird letztendlich<br />

zur Entwicklung von KI-Systemen<br />

führen, die effektiver, sicherer und praxisorientierter<br />

sind.<br />

Das Whitepaper »KI-Zertifizierung und<br />

Absicherung im Kontext des EU AI Act« steht<br />

im Internet kostenlos zur Verfügung unter:<br />

https://doi.org/10.24406/publica-1875<br />

Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik<br />

und Automatisierung IPA<br />

Nobelstraße <strong>12</strong><br />

D 70569 Stuttgart<br />

Telefon: +49 711 970 1667<br />

eMail: joerg-dieter.walz@ipa.fraunhofer.de<br />

Internet: http://www.ipa.fraunhofer.de<br />

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Unternehmen unterzeichnen gemeinsame Absichtserklärung<br />

für strategische Partnerschaft<br />

SICK und Endress+Hauser wollen<br />

Kräfte in der Prozessautomation bündeln<br />

Das deutsche Sensorunternehmen SICK und der Schweizer Mess- und Automatisierungstechnik-Spezialist Endress+Hauser<br />

wollen enger zusammenarbeiten. Die beiden Firmen streben eine strategische Partnerschaft für das Geschäftsfeld Prozessautomation<br />

von SICK an und haben dafür eine gemeinsame Absichtserklärung unterzeichnet. Durch das Bündeln ihrer<br />

Kräfte möchten die Unternehmen ihre Kunden bei wichtigen Themen wie Energie- und Ressourceneffizienz sowie Klimaund<br />

Umweltschutz noch besser unterstützen.<br />

Ziel der Partnerschaft ist, das Angebot von<br />

Endress+Hauser um die Prozessanalyseund<br />

Gas-Durchflussmesstechnik von SICK<br />

zu erweitern. Für die Produktion und Weiterentwicklung<br />

der SICK-Prozesstechnik<br />

wollen die beiden Unternehmen ein Joint<br />

Venture gründen. Die Verkaufs- und Serviceteams<br />

des SICK-Geschäftsbereichs<br />

Prozessautomation sollen Teil des globalen<br />

Endress+Hauser Vertriebsnetzwerks werden.<br />

SICK beschäftigt heute im Geschäftsfeld<br />

Prozessautomation insgesamt über<br />

1.400 Menschen in 28 Ländern und erzielt<br />

damit mehr als 350 Millionen Euro Umsatz<br />

im Jahr.<br />

Angebote für die Prozessautomation<br />

ergänzen sich<br />

spielsweise zur Emissionsmessung bei der<br />

Rauchgasreinigung oder für die Gas-Durchflussmessung.<br />

Schon bisher haben die Firmen<br />

immer wieder auftrags-, projekt- und<br />

kundenbezogen zusammengearbeitet.<br />

Beide Gesellschafterfamilien sowie die<br />

jeweiligen Aufsichtsgremien von SICK und<br />

Endress+Hauser stehen hinter dem Vorhaben<br />

einer strategischen Partnerschaft. Auf<br />

Basis der Absichtserklärung (Memorandum<br />

of Understanding) prüfen nun die Fachleute<br />

beider Seiten im Rahmen einer Due Diligence,<br />

wie die Zusammenarbeit verwirklicht<br />

und zum Erfolg geführt werden kann. Zu einer<br />

Vertragsunterzeichnung soll es noch im<br />

ersten Quartal 2024 kommen; der Vollzug ist<br />

für Mitte nächsten Jahres geplant.<br />

Partner sehen gemeinsame Chancen<br />

und gegenseitigen Nutzen<br />

„Bei unserer strategischen Partnerschaft<br />

geht es um gegenseitigen Nutzen auf vielen<br />

Ebenen. Wir wollen gemeinsame Chancen<br />

wahrnehmen, indem wir unsere Kräfte bündeln.<br />

Dabei handeln wir aus einer Position<br />

der Stärke heraus: SICK und Endress+Hau-<br />

Die Angebote der beiden Unternehmen in<br />

der Prozesstechnik sind komplementär. Die<br />

Prozessanalyse- und Gas-Durchflussmesstechnik<br />

von SICK wird insbesondere in Abfallverbrennungsanlagen,<br />

Kraft-, Stahl- und<br />

Zementwerken, in der Öl- und Gasindustrie,<br />

in Anlagen der Chemie und Petrochemie<br />

sowie im Schiffsbau eingesetzt – beiser<br />

sind heute für sich allein sehr erfolgreich<br />

unterwegs. Wir sind überzeugt, dass wir gemeinsam<br />

noch erfolgreicher sein werden.<br />

Zusammen können wir unsere Kunden<br />

noch besser unterstützen und bei der nachhaltigen<br />

Transformation der Prozessindustrie<br />

begleiten“, erklärte Matthias Altendorf,<br />

CEO der Endress+Hauser Gruppe.<br />

Dr. Mats Gökstorp, Vorstandsvorsitzender<br />

von SICK, sagte: „Mit der strategischen<br />

Partnerschaft gehen Endress+Hauser und<br />

SICK neue Wege. Auslöser und Momentum<br />

für dieses Vorhaben ist die Dynamik unseres<br />

Marktumfeldes in der Prozessautomation<br />

durch die voranschreitende Dekarbonisierung<br />

der Industrie. Gemeinsam können wir<br />

die großartigen Möglichkeiten besser nutzen<br />

sowie für und mit Kunden die besten<br />

Lösungen entwickeln. Unsere langjährige<br />

partnerschaftliche Verbundenheit und die<br />

Überschneidungen in den Unternehmenskulturen<br />

der Familienunternehmen spielen<br />

neben dem Fokus auf Technologie und<br />

Menschen eine wichtige Rolle. Erfolgreiche<br />

gemeinsame Kundenprojekte mit Endress+Hauser<br />

bestätigen bereits die gute<br />

Zusammenarbeit.“<br />

SICK ist einer der weltweit führenden<br />

Lösungsanbieter für sensorbasierte Applikationen<br />

für industrielle Anwendungen. Das<br />

Unternehmen ist mit mehr als 50 Tochtergesellschaften<br />

und Beteiligungen sowie<br />

zahlreichen Vertretungen rund um den<br />

Globus präsent. SICK beschäftigt fast <strong>12</strong>.000<br />

Mitarbeitende weltweit und erzielte im Geschäftsjahr<br />

2022 einen Konzernumsatz von<br />

rund 2,2 Milliarden Euro. Das Kerngeschäft<br />

der Fabrik- und Logistikautomation, in dem<br />

SICK über 80 Prozent des Umsatzes generiert,<br />

bleibt von der strategischen Partnerschaft<br />

unberührt.<br />

Prozessmesstechnik spielt eine zentrale Rolle bei Energie- und Ressourceneffizienz<br />

sowie Klima- und Umweltschutz. © Endress+Hauser<br />

Endress+Hauser AG<br />

CH 4153 Reinach BL 1<br />

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Seite 50/75


Hohe Qualitätsstandards in der aseptischen Produktion am klinischen Vetter-Standort im österreichischen Vorarlberg.<br />

© Vetter Pharma International GmbH<br />

Vetter Development Service Rankweil schließt Behördeninspektion erfolgreich ab<br />

Die klinische Fertigungsstätte von Vetter<br />

erhält unbefristete Betriebsbewilligung<br />

– Erfolgreiche Re-Inspektion des neuen Standorts für klinische Entwicklung in Österreich<br />

– Inspektoren zeigten sich von Systemen und Prozessen beeindruckt<br />

– Rankweil bietet Services zur Herstellung und Kontrolle von Prüfpräparaten für klinische Prüfungen<br />

Vetter, eine weltweit führende Contract Development und Manufacturing<br />

Organisation (CDMO), hat die unbefristete Betriebsbewilligung<br />

für den klinischen Entwicklungsstandort in Rankweil,<br />

Österreich, erhalten. Vertreter der Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit<br />

(AGES) haben den Standort erneut inspiziert.<br />

Vor Inbetriebnahme hatte die Behörde bereits Ende 2021 eine erste<br />

Inspektion durchgeführt, bei der – wie in Österreich üblich – eine<br />

befristete Betriebsbewilligung auf zwei Jahre ausgestellt wurde.<br />

Während der mehrtägigen Inspektion konnten sich die AGES-<br />

Vertreter genaue Einblicke in die Arbeitsweise von Vetter am Standort<br />

verschaffen. Der Fokus lag auf der Überprüfung der Abläufe und<br />

der Dokumentation in der Produktion und Qualitätskontrolle sowie<br />

den Systemen der Qualitätssicherung. Die Inspektoren zeigten sich<br />

von dem Zustand der Räumlichkeiten, den strukturierten Prozessen<br />

und der Fachkompetenz der Mitarbeitenden beeindruckt.<br />

„Wir sind sehr zufrieden und stolz auf das Ergebnis der umfassenden<br />

Inspektion durch die AGES. Unser hochmoderner Standort<br />

in Österreich zeichnet sich durch klar strukturierte und moderne<br />

Systeme und Prozesse aus, und unsere Mitarbeitenden verfügen<br />

über eine hohe Fachkompetenz“, sagt Wolfgang Weikmann, Senior<br />

Vice President Quality bei Vetter. „So können wir unsere Kunden<br />

und deren Patienten weltweit mit der Herstellung und Kontrolle von<br />

Prüfpräparaten zur klinischen Prüfung in gleichbleibend hoher Qualität<br />

unterstützen.“<br />

Die klinische Fertigungsstätte im österreichischen Vorarlberg<br />

ist das europäische Pendant zum bestehenden Produktionsstandort<br />

in der Nähe von Chicago. „Mit unserem Rankweil-Standort bauen<br />

wir unsere internationale Präsenz im Bereich der Prozessentwicklung<br />

sowie der Produktion für injizierbare Medikamente im Entwicklungsstadium<br />

weiter aus,“ sagt Dr. Claus Feussner, Senior Vice<br />

President Development Service bei Vetter. „Die erfolgreiche Re-Inspektion<br />

und der Erhalt der unbefristeten Betriebsbewilligung des<br />

Standortes ist ein weiterer wichtiger Meilenstein in unserer strategischen<br />

Unternehmensentwicklung.“<br />

Vetter Pharma International GmbH<br />

D 882<strong>12</strong> Ravensburg<br />

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Seite 51/75


Sanner verkündet Meilenstein beim Bau des<br />

neuen Hauptsitzes und Produktionsstandorts<br />

Die Sanner Gruppe feierte am 19. Oktober <strong>2023</strong> Richtfest am neuen Hauptsitz sowie Produktions- und Entwicklungsstandort<br />

in Bensheim. Das Richtfest markiert einen wichtigen Meilenstein in der Fertigstellung des ambitionierten Bauprojektes,<br />

das seit dem Spatenstich am 21. Januar <strong>2023</strong> vollständig im Zeitplan liegt. Ab September 2024 soll die Fertigung in<br />

die hochmoderne Produktionsstätte verlagert werden. Hierbei arbeitet Sanner eng mit seinen Kunden zusammen, um den<br />

kompletten Umzug bis Anfang 2025 zu realisieren.<br />

Das Bauvorhaben wird von der Goldbeck GmbH, einem der führenden<br />

deutschen Industriebauunternehmen, geplant und betreut.<br />

Die Deutsche Anlagen-Leasing (DAL) – mit einem Transaktionsvolumen<br />

von über 2,4 Mrd. Euro einer der führenden Spezialisten<br />

für große Asset-Based Investment-Projekte – finanziert das Projekt,<br />

mit dem die bestehenden Produktionskapazitäten von Sanner in<br />

Deutschland nachhaltig verdoppelt werden.<br />

Der neue 30.000 Quadratmeter große Standort wird eine flexible<br />

Spritzguss- und Montagehalle beherbergen, die den Anforderungen<br />

sowohl für die Fertigung von Verpackungen als auch denen als<br />

CDMO für Medizintechnik entspricht. Ein automatisiertes zentrales<br />

Materialversorgungssystem sorgt für eine effiziente Maschinenbeladung.<br />

Außerdem verfügt die Produktionsstätte über elektrostatisch<br />

entladene (ESD) Böden für die Montage von Devices mit<br />

elektronischen Komponenten, sowie Reinräume der Klasse 7. Dank<br />

des neuen Lagers verdoppelt Sanner die aktuelle Lagerkapazität und<br />

steigert durch die baldige Installation eines vollautomatischen Lagerverwaltungssystems<br />

zusätzlich die Effizienz. Am neuen Standort<br />

errichtet das Unternehmen darüber hinaus ein 300 Quadratmeter<br />

großes Technologie- und Innovationszentrum, das „Sanner Technikum“,<br />

in dem künftig kundenspezifische Lösungen und Prototypen<br />

entwickelt werden.<br />

Das neue Gebäude wurde im Hinblick auf die Nachhaltigkeitsziele<br />

von Sanner konzipiert und trägt durch die Integration verschiedenster<br />

Elemente zur langfristigen Nachhaltigkeit des Standorts bei.<br />

Ein signifikanter Anteil der Energie, die für den Betrieb des Standorts<br />

erforderlich ist, wird über Photovoltaikanlagen auf dem gesamten<br />

Produktionsdach erzeugt, die die Wärmeenergie direkt in Strom<br />

umwandeln. Weiterer Energiebedarf wird durch energieeffiziente<br />

Wärmepumpen abgedeckt. Zudem erzeugen Windturbinen Energie<br />

für die Außenbeleuchtung und Ladestationen für Elektrofahrräder<br />

und -autos. Darüber hinaus reduzieren zeitgemäße Isolationssysteme<br />

und hochmoderne Maschinen den Energieverbrauch. Auch bei<br />

der Gestaltung des Werksgeländes wählte Sanner einen nachhaltigen<br />

Ansatz: Zahlreiche Bäume und ein begrüntes Dach tragen zu<br />

einer umweltfreundlicheren Produktionsumgebung bei.<br />

Das neue Werk in Bensheim ist ein Leuchtturmprojekt für Sanner<br />

und die Zukunft einer nachhaltigen, energie- und ressourceneffizienten<br />

Produktion. Der Bau des Standorts Bensheim ist ein wichtiger<br />

Teil des umfangreichen Expansionsplans der Sanner Gruppe,<br />

zu dem unter anderem auch ein neues zweites Werk in Kunshan,<br />

China, gehört. Der Expansionsplan ermöglicht es dem Unternehmen,<br />

seine strategischen Ziele zu realisieren: die Herstellung von<br />

Trockenmittelverpackungen für Pharmazeutika und Nahrungsergänzungsmittel<br />

sowie das Angebot von flexiblen und hochwertigen<br />

CDMO-Dienstleistungen für die Medizintechnik. Neben dem Verpackungsportfolio<br />

besteht das Hauptziel von Sanner in der hochwertigen<br />

und effizienten Entwicklung und Produktion von Medikamentenverabreichungssystemen<br />

sowie Diagnostik und MedTech<br />

Devices für Kunden auf der ganzen Welt.<br />

„Dieser Tag ist ein großer Meilenstein in der Geschichte unseres<br />

Unternehmens“, so Dr. Hans-Willem van Vliet, CEO der Sanner<br />

Gruppe. „Dieser bemerkenswerte neue Standort ist das Ergebnis<br />

harter Arbeit und des Engagements vieler Menschen, denen allen<br />

großer Dank gebührt. Die Sanner Gruppe treibt hier künftig die Entwicklung<br />

von Pharma- und Medizintechnikprodukten voran und<br />

bietet intelligente Lösungen an, die Kunden sowie Patientinnen<br />

und Patienten zugutekommen. Ich bin fest davon überzeugt, dass<br />

die neuen Standorte und unsere derzeitigen Expansionsbemühungen<br />

in Europa und den USA zu weiterem profitablem Wachstum und<br />

nachhaltiger Leistungsfähigkeit der Sanner Gruppe führen.“<br />

Sanner GmbH<br />

D 64625 Bensheim<br />

Der neue Produktions- und Entwicklungsstandort<br />

der Sanner Gruppe in Bensheim.<br />

Dr. Hans-Willem van Vliet, CEO der Sanner Gruppe,<br />

beim Richtfest am 19. Oktober <strong>2023</strong>.<br />

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Seite 52/75


Eröffnung der Werkserweiterung in Taicang<br />

Gemeinsam auf dem Weltmarkt wachsen – am <strong>12</strong>. Oktober eröffnete<br />

Zollner Electronic Taicang Co., Ltd. feierlich die Erweiterung<br />

des Werks in Taicang, Provinz Jiangsu, China, um der wachsenden<br />

Nachfrage und den Anforderungen des internationalen Marktes gerecht<br />

zu werden.<br />

Der Bau der Erweiterung in Taicang begann im Jahr 2021. Mit<br />

rund 17.000 Quadratmetern Baufläche umfasst das neue Werksgebäude<br />

einen Reinraum, eine zweigeschossige Produktionsfläche<br />

zur Bestückung von Flachbaugruppen und Gerätemontage, einen<br />

großen Lagerbereich, eine große Kantine und Sozialbereiche sowie<br />

Büroflächen. Die zusätzliche Produktionsfläche umfasst dabei beeindruckende<br />

15.000 Quadratmeter und wurde speziell konzipiert,<br />

um die Produktionseffizienz zu steigern und die Kapazitäten zu erhöhen<br />

sowie weitere Arbeitsplätze zu schaffen. Dieser Schritt unterstreicht<br />

Zollners langfristige Vision und das Engagement für die<br />

Region Taicang und ist ein bedeutender Meilenstein in der Unternehmensgeschichte.<br />

In Anwesenheit der geladenen Gäste bestehend aus Regierungsbehörden,<br />

Partnern und verschiedenen Branchenexperten<br />

wurde die Werkserweiterung offiziell am <strong>12</strong>. Oktober eingeweiht. Die<br />

Veranstaltung begann mit einer herzlichen Begrüßung durch General<br />

Manager Yun Qian sowie Vorstandssprecher Ludwig Zollner, die<br />

die Bedeutung dieses Meilensteins für die Entwicklung des Unternehmens<br />

sowie die länderübergreifende Zusammenarbeit hervorhoben<br />

und sich bei all jenen, die diesen Wachstumsweg unterstützt<br />

und begleitet haben, bedankten.<br />

Während der Feierlichkeiten unterstrich Vorstandsmitglied<br />

Markus Aschenbrenner die Bedeutung des Standorts Taicang für<br />

das Unternehmen sowie die Leistung und das Engagement des<br />

Die neue Werkserweiterung der Zollner Electronic Taicang Co., Ltd.<br />

(Bild: Spaceframe Construction & Engineering Co. Ltd.)<br />

Werks. Die Erweiterung repräsentiert eine Investition in die Zukunft<br />

für die Unternehmensgruppe. „Wir sind davon überzeugt, dass Taicang<br />

exzellente Chancen und Bedingungen bietet – gerade für die<br />

Produktion komplexer Produkte – und dass sich dadurch weitere<br />

Möglichkeiten und Potenziale für unser Unternehmen eröffnen“,<br />

betonte er.<br />

Die Erweiterung des Werks in Taicang ist ein klares Zeichen<br />

für Zollners beständigen Einsatz für Wachstum, Innovation und<br />

Kundenzufriedenheit. Dies festigt nicht nur die Präsenz des EMS-<br />

Dienstleisters auf dem globalen Markt, sondern unterstreicht zugleich<br />

die internationale Ausrichtung und Entwicklung der Unternehmensgruppe.<br />

Zollner Elektronik AG<br />

D 93499 Zandt<br />

Spatenstich für Werkserweiterung in Mexiko<br />

Gerresheimer, innovativer System- und Lösungsanbieter und globaler Partner für die Pharma-, Biotech- und Kosmetikbranche,<br />

hat den Baubeginn der Werkserweiterung am Standort Querétaro, Mexiko, mit einer feierlichen Spatenstich-Zeremonie<br />

gefeiert. Mit dem neuen 7.500 m² großen Produktionsgebäude wird Gerresheimer seine Produktionskapazität für<br />

Spritzen für den nordamerikanischen Markt um mehrere hundert Millionen „Ready-to-fill“ (RTF) Spritzen jährlich ausweiten<br />

und rund 270 neue Arbeitsplätze schaffen. Die hochwertigen vorfüllbaren Glasspritzen eignen sich unter anderem für<br />

injizierbare Biopharmazeutika wie beispielsweise die GLP-1 basierten Medikamente zur Behandlung von Adipositas. Gerresheimer<br />

investiert rund 100 Mio. Euro in das neue Gebäude und die neuen Produktionslinien. Bis voraussichtlich Mitte<br />

2024 wird das Gebäude fertiggestellt werden. Mit dem Anlauf der Produktion wird ab dem zweiten Quartal 2025 gerechnet.<br />

Mit dem Ausbau der Produktionskapazitäten schafft Gerresheimer<br />

am Standort Querétaro rund 270 neue Arbeitsplätze. Rund 1.000<br />

Mitarbeitende sind derzeit am Standort beschäftigt.<br />

Ausweitung der globalen Produktionskapazitäten<br />

Gerresheimer baut aktuell seine Produktionskapazitäten für verschiedene<br />

Produktsegmente auch in Deutschland, Belgien, Nordmazedonien,<br />

Tschechien und USA aus. Als Partner der Pharma-,<br />

Biotech- und Kosmetikbranche produziert Gerresheimer vor Ort für<br />

die lokalen Märkte.<br />

Gerresheimer Regensburg GmbH<br />

D 92442 Wackersdorf<br />

V.l.n.r.: Marco Antonio Del Prete Tercero (Staatssekretär für nachhaltige<br />

Entwicklung des Staates Querétaro), Dietmar Siemssen (CEO Gerresheimer<br />

AG), Mauricio Kuri González (Gouverneur des Staates Querétaro),<br />

Luis Nava Guerrero (Bürgermeister der Stadt Querétaro), Tania Palacios<br />

Kuri (Sekretärin für nachhaltige Entwicklung der Stadt Querétaro)<br />

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Innovationsnetzwerk zeichnet zukunftsweisende Technologien aus<br />

– Lückenlose Remote-Überwachung selbst an entlegenen Orten<br />

Alles im Blick: IoT-Lösung „Smart Monitoring“<br />

für Industriepumpen von LEWA und generic.de<br />

erhält Allianz Industrie 4.0 Award<br />

Für die gemeinsam entwickelte IoT-Lösung „Smart Monitoring“ wurden der Pumpenhersteller LEWA und sein Partner für<br />

die digitale Produktentwicklung generic.de mit dem diesjährigen Allianz Industrie 4.0 Award ausgezeichnet. Mithilfe des<br />

intelligenten Überwachungssystems lassen sich Industriepumpen im Betrieb selbst an sehr entlegenen Orten zuverlässig<br />

und lückenlos überprüfen, kontrollieren sowie auswerten. Verliehen wurde der Preis beim Startup the Future Event am<br />

22. November <strong>2023</strong> in Stuttgart.<br />

Der dauerhafte Betrieb von Pumpensystemen in kritischen Anwendungen<br />

geht einher mit hohem Aufwand für Überwachung und<br />

Wartung. Auch das Erfassen von Betriebskenngrößen wie Volumenstrom,<br />

Temperatur oder Druck setzt oft eine teure und wartungsintensive<br />

Instrumentierung voraus. „Unsere Pumpen dosieren und<br />

fördern teure und empfindliche Fluide. Die Kunden haben daher<br />

einen sehr hohen Anspruch an die Prozesssicherheit. In diesem<br />

Zuge haben wir uns in den vergangenen Jahren viel Überwachungs-<br />

Know-how für unsere Pumpen angeeignet“, erklärt Moritz Pastow,<br />

Program Manager Digital Services & IoT bei der LEWA GmbH. Das<br />

gemeinsam mit generic.de konzipierte und realisierte IoT-System<br />

„Smart Monitoring“ erlaubt es, LEWAs Expertise bei der Diagnostik<br />

über eigens entwickelte Algorithmen automatisiert und kennzahlenbasiert<br />

mit Endkunden zu teilen. Die Ausgabe von Fehlerzuständen<br />

erfolgt dabei anwenderfreundlich in Klartext und mit genauer<br />

Fehlerlokalisation. Gleichzeitig bildet die Technologie die Basis für<br />

eine ganze Reihe weiterer Einsatzmöglichkeiten, wie Predictive<br />

Maintenance, intelligentes Energiemanagement, Remote Service<br />

oder Leistungsanalysen.<br />

Präzises Monitoring auch am Rande der Zivilisation<br />

Den verwendeten Sensoren wird dabei einiges abverlangt: Sie müssen<br />

auch bei Hochdruckanwendungen bis 1.000 bar mit hochgiftigen,<br />

extrem heißen oder kalten, explosiven und abrasiven Fluiden<br />

eine hochfrequente Datenerfassung mit 1.000 Hz gewährleisten.<br />

Dabei sind die Industriepumpen in Prozesse eingebunden, die 24/7<br />

funktionieren müssen. „Technologisch war das Projekt enorm anspruchsvoll.<br />

Wir haben es hier nicht nur mit Standard-Sensorwerten<br />

zu tun. Es müssen bis zu 2.000 Signale pro Sekunde abgegriffen und<br />

sauber verarbeitet werden. Zusätzlich war die On- und Offline-Konnektivität<br />

eine große Herausforderung“, berichtet Michael Puder,<br />

CEO der generic.de software technologies AG. Erschwerend kommt<br />

hinzu, dass viele der von LEWA bereitgestellten Pumpen an den<br />

entlegensten Orten der Welt im Einsatz sind – beispielsweise auf<br />

Offshore-Öl-Plattformen. Das System muss daher in der Lage sein<br />

auch ohne permanente Internetverbindung kontinuierliches Monitoring<br />

zu ermöglichen.<br />

Für den Remote-Zugriff können die Anwender das praktische<br />

Kundenportal nutzen: „Alle Parameter und Zustände lassen sich<br />

zeit- und ortsunabhängig abrufen“, beschreibt Pastow. Als Single-<br />

Touchpoint for Customer-Selfservice erlaubt das Portal den LEWA-<br />

Kunden, über spezielle Dashboards sämtliche Pumpen in Form digitaler<br />

Zwillinge durchgängig zu überwachen. Darüber hinaus können<br />

wichtige Dokumente sowie Ersatzteillisten über das Digital Asset<br />

Management bereitgestellt werden. Zusätzlich ist eine Anbindung<br />

an das jeweilig ERP-System des Endkunden geplant.<br />

Produktentwicklung mit agiler Transformation inklusive<br />

Die LEWA GmbH und ihr Partner für die digitale<br />

Produktentwicklung generic.de mit dem diesjährigen<br />

Allianz Industrie 4.0 Award ausgezeichnet. (Quelle: LEWA GmbH)<br />

Neue Technologien und die zunehmende Vernetzung in der Wertschöpfungskette<br />

haben dazu geführt, dass Betriebe unternehmensübergreifende<br />

Ansätze der digitalen Transformation verfolgen müssen.<br />

„Wir erkannten sehr schnell, dass die klassischen Entwicklungsprozesse<br />

aus dem Maschinenbau bei einem digitalen Produkt wie<br />

‚Smart Monitoring‘ nicht so recht greifen wollten“, bestätigt Pastow.<br />

Das Projekt hatte bei LEWA nicht nur Auswirkungen auf das Technologieportfolio.<br />

Auch die agilen Methoden haben so ihren Weg in<br />

der Produktentwicklung des Maschinenbauers Einzug erhalten.<br />

LEWA GmbH<br />

D 7<strong>12</strong>29 Leonberg<br />

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Mit dem COL<strong>DE</strong>R aus dem Geräteprogramm<br />

von Kager lassen sich Bauteile,<br />

Oberflächen und Fluide mit einem<br />

gezielten Kaltluftstrom beaufschlagen.<br />

© Kiefer Industriefotografie<br />

Der COL<strong>DE</strong>R von Kager wird an das betriebliche<br />

Druckluftnetz oder ein Pneumatikaggregat<br />

(3 bis 7 bar) angeschlossen und wandelt die<br />

zugeführte Druckluft in einen Strom aus sehr<br />

kalter Luft um. © Kiefer Industriefotografie<br />

Der Ultra-Kaltluftstrom des COL<strong>DE</strong>R von Kager lässt sich in der Technik vielseitig nutzen<br />

Die Sache mit dem Joule-Thomson-Effekt<br />

Kager bietet den COL<strong>DE</strong>R in vier<br />

Ausführungen mit Luftstrom-Volumen von<br />

45 bis 600 l/min an, wobei sich die Temperatur<br />

der ausströmenden Ultra-Kaltluft mit einer<br />

Stellschraube einfach einstellen lässt.<br />

© Kiefer Industriefotografie<br />

In zahlreichen industriellen und handwerklichen Be- und Verarbeitungsprozessen hat die gezielte Zuführung eines kühlenden<br />

Mediums zentrale Bedeutung. Der Einsatz flüssiger Kühlschmierstoffe ist dabei aus verfahrens- oder arbeitsmedizinischen<br />

Gründen nicht immer optimal. Eine einfach umsetzbare Alternative bietet hier der Kaltluftstab namens COL<strong>DE</strong>R<br />

von Kager. Sein kühlender Luftstrom kann treffsicher auf Prüffelder, Werkstücke, Bauräume oder Reagenzien gerichtet<br />

werden.<br />

In der mechanischen Fertigung, in der Baugruppen-Montage, im<br />

chemischen Labor oder in der industriellen Qualitätssicherung: Die<br />

flexible Bereitstellung und gezielte Zuführung kühlender Kaltluft gehört<br />

in vielen Bereichen der Technik zu den grundsätzlichen Verfahrensbedingungen.<br />

Während es beispielsweise bei der spangebenden<br />

Bearbeitung metallischer oder polymerer Werkstücke von hoher Relevanz<br />

ist, die hierbei entstehende Wärme rasch abzuführen, hat das<br />

kontrollierte Abkühlen in vielen fluidtechnischen Kreisläufen entscheidenden<br />

Einfluss auf den Wirkungsgrad der Prozesse. Häufig<br />

aber erweist sich der Einsatz flüssiger Kühlmittel als technisch zu<br />

aufwändig oder gesundheitlich bedenklich. In solchen Fällen empfiehlt<br />

sich der COL<strong>DE</strong>R aus dem Geräteprogramm des deutschen<br />

Handels- und Beratungsunternehmens Kager als überaus pragmatische<br />

Alternative. Mit diesem vielseitig einsetzbaren Pneumatik-<br />

Tool, dessen Funktionsweise auf dem Joule-Thomson-Effekt beruht,<br />

lassen sich Bauteile, Oberflächen und Fluide mit einem gezielten<br />

Kaltluftstrom beaufschlagen.<br />

Energieeffiziente Kaltluftquelle<br />

Der COL<strong>DE</strong>R wird an das betriebliche Druckluftnetz oder ein Pneumatikaggregat<br />

(3 bis 7 bar) angeschlossen und wandelt die zugeführte<br />

Druckluft in einen Strom aus sehr kalter Luft um, der sich zielgenau<br />

ausrichten lässt. Hierbei können Niedrigtemperaturen von<br />

bis zu -55° C erreicht werden. Da der COL<strong>DE</strong>R von Kager seinen<br />

kühlenden Dienst völlig ohne Strom oder den Einsatz technischer<br />

Gase bereitstellt, ist er eine sehr energieeffiziente Kaltluftquelle.<br />

Seine Funktionsweise beruht auf dem Joule-Thomson-Prinzip –<br />

also der irreversiblen Ausdehnung der Luft ohne Energieaustausch<br />

mit der Umgebung. Bei diesem physikalischen Effekt wird bei einem<br />

Betriebsdruck zwischen 3 und 7 bar und einer Zustrom-Temperatur<br />

von +20°C ein eiskalter Luftstrom generiert.<br />

Dank seines kompakten Designs, der flexiblen Pneumatikschläuche<br />

und eines praktischen Magnethalters lässt sich der COL-<br />

<strong>DE</strong>R überall positionieren, wo sein kühlender Luftstrom benötigt<br />

wird. So kann er etwa bis auf einen Abstand von 20 mm an ein Werkstück,<br />

eine Oberfläche, eine Schweißnaht, ein Laborgefäß oder eine<br />

Lötstelle herangeführt werden.<br />

Sauber und trocken<br />

In der Fertigungstechnik bewährt sich der Kaltluftstab von Kager sowohl<br />

im Rahmen von High-Speed-Bearbeitungsprozessen als auch<br />

bei trockenen Trenn-, Schleif- oder auch Löt- und Schweißverfahren.<br />

Zu den Pluspunkten der COL<strong>DE</strong>R-Anwendung gehören hierbei<br />

der Ausschluss der Öladditiv-Korrosion auf metallischen Oberflächen<br />

sowie der Entfall der Kühlmittel-Entsorgung. Und während<br />

sich bei der Verwendung flüssiger Kühlmittel häufig schmierige<br />

Rückstände bilden, bleiben die Werkstücke, der Bauraum und die<br />

Werkzeuge beim COL<strong>DE</strong>R-Einsatz sauber und trocken.<br />

Kager bietet den COL<strong>DE</strong>R in vier Ausführungen mit Luftstrom-<br />

Volumen von 45 bis 600 l/min an, wobei sich die Temperatur der<br />

ausströmenden Ultra-Kaltluft mit einer Stellschraube einfach einstellen<br />

lässt. Unter der Voraussetzung der konstanten Druck- und<br />

Temperaturwerte der einströmenden Luft, schwankt die Temperatur<br />

der ausströmenden Kaltluft nur etwa um +/- 0,6°C. Die Funktionsweise<br />

des COL<strong>DE</strong>Rs setzt Kager auch in einem Video auf seinem<br />

You-Tube-Kanal in Szene.<br />

Kager Industrieprodukte GmbH<br />

D 63<strong>12</strong>8 Dietzenbach<br />

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Gehäusedichtungskonzepte für spezielle<br />

Anforderungen an IP-Schutzgrad, EMV<br />

und Hygiene<br />

ALU-PRIMUS-Design-Dichtung<br />

Die Richard Wöhr GmbH bietet<br />

neben einem umfangreichen<br />

Portfolio an Gehäusen, Frontplatten<br />

und Eingabesystemen<br />

(darunter Industrietasturen und<br />

Folientastaturen) auch nützliches<br />

und intelligentes Zubehör<br />

für die betreffenden Industriekomponenten.<br />

Insbesondere<br />

für die Herstellung beziehungsweise<br />

die Applikation von Gehäusen<br />

im elektrotechnischen<br />

und elektronischen Umfeld liefert Wöhr® Dichtungen mit verschiedensten<br />

Spezifikationen, so etwa als Flach- oder Rundmaterial, aus<br />

Polyurethan- oder Polyäthylen-Schaumfolie, elektrisch isolierend<br />

oder leitfähig. Diese Dichtungs- und Isoliermaterialien werden im<br />

eigenen Haus kundenspezifisch angepasst und konfektioniert.<br />

Mit einer Dichtung alleine beziehungsweise mit der Auswahl<br />

des richtigen Dichtungsmaterials aus einer Vielzahl am Markt vorhandener<br />

Möglichkeiten ist es jedoch nicht getan. Vielmehr ist ein<br />

ganzheitliches Dichtkonzept entscheidend, bei welcher die Dichtung<br />

selbst zwar eine tragende Rolle spielt, jedoch konstruktionstechnisch<br />

richtig geplant und fertigungstechnisch richtig eingebaut<br />

werden muss. Die Kunst, ein Gehäuse nach den Anforderungen<br />

eines klar definierten IP-Schutzgrades dicht zu bekommen, liegt in<br />

der Auswahl des richtigen Verfahrens und dessen frühzeitiger Einplanung<br />

schon während der Konstruktion, in Abstimmung mit den<br />

übrigen Komponenten und Baugruppen.<br />

Dichtungen sind in der Regel dort verbaut, wo vor Umwelteinflüssen<br />

geschützte Baugruppen zu Servicezwecken in unregelmäßigen<br />

Abständen zugänglich gemacht werden müssen oder um<br />

unbekannte oder schwierige, nicht alltägliche Einbausituationen zu<br />

meistern. Und genau dort sind die Schwachstellen einer nicht konstruktiv<br />

berücksichtigten Dichtungslösung.<br />

Eine Dichtung, welche keinen mechanischen Anschlag hat und<br />

aus diesem Grund nach einem Öffnen der Baugruppe nicht rekonditioniert<br />

werden kann bzw. kein Rückstellverhalten aufweist, verfehlt<br />

ab diesem Zeitpunkt ihre Wirkung oder kann diese nur teilweise erfüllen.<br />

Um all diese Punkte zu berücksichtigen ist es wichtig, neben<br />

den Anforderungen des (Neu-)Gerätes auch die Anforderungen im<br />

Feld zu kennen. Nur dann können die Mechanik, die Dichtungsart<br />

und das Dichtungsmaterial samt Zubehör optimal aufeinander abgestimmt<br />

werden, so dass ein ganzheitliches Dichtkonzept entsteht.<br />

Die Richard Wöhr GmbH bietet folgende Dichtungstechnologien<br />

an: Geschäumte Dichtungen<br />

aus einer oder zwei Komponenten,<br />

Rundschnurdichtungen,<br />

Flächendichtungen und<br />

EMV-Dichtungen.<br />

1. Geschäumte Dichtungen<br />

Geschäumte Dichtungen sind<br />

hochelastisch, unverlierbar (da<br />

selbsthaftend), erlauben eine<br />

dimensionsgenaue Positionierung<br />

bei gleichzeitiger Kompensation von Gehäusetoleranzen und<br />

bestechen durch ihre enorm hohe Prozesssicherheit sowie Flexibilität.<br />

Eine geschäumte Dichtung hat in der Regel ein Größenverhältnis<br />

von 2:1 (Breite x Höhe). Diese Dichtung hat keinen Stoß und ist<br />

somit für Belastungen von allen Seiten geeignet.<br />

1.1. Ein-Komponenten-Dichtungen<br />

Geschäumte Dichtungen aus einkomponentigen Elastomeren werden<br />

direkt auf das abzudichtende Bauteil dosiert.<br />

Vorteile: Auch komplexe und kleine Dichtungsgeometrien sind<br />

realisierbar Die Dichtmasse ist fertig gemischt, meist ein feuchtigkeitsvernetzendes<br />

System, UV- und thermisch aushärtende Varianten<br />

sind ebenfalls möglich. Die Parameter der Dichtung sind konstant<br />

vom ersten bis zum letzten Teil. Funktionelle Füllelemente (z.B.<br />

elektrisch oder thermisch leitfähige Additive) sind möglich, wirken<br />

sich aber auf die Härte und die Elastizität der Dichtmasse aus.<br />

Nachteile: Die Dichtung ist meist komplett gefüllt, im Prozess<br />

können normalerweise keine Parameter wie Shorehärte eingestellt<br />

werden. Systeme, welche durch Mischen von Luft unter Kompression<br />

ein Aufschäumen der Dichtmasse nach Verlassen der Düse erzwingen,<br />

sind meist teuer. Je nach Verarbeitung und Material kann<br />

hier ein Start- bzw. Endpunkt der Dichtung sichtbar sein und dieser<br />

evtl. sogar auf die Dichtwirkung Einfluss haben.<br />

1.2. Zwei-Komponenten-Dichtungen<br />

Zwei-Komponenten-Dichtungen werden vor dem Aufbringen in<br />

einem Mischer aufbereitet.<br />

Vorteile: Hervorragende Haftung, schnelle Prozesse, Dichtungseigenschaften<br />

sind gut einstellbar, die Dichtmasse ist preisgünstig<br />

und sehr chemikalienresistent.<br />

Nachteile: Oft sind Einrichteteile nötig, um ein optimales Ergeb-<br />

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ALU-PRIMUS-Design-Dichtung<br />

nis zu erreichen, kleine Serien sind meist nicht lukrativ. Ein mechanischer<br />

Anschlag sollte vorhanden sein, um eine Rückstellung der<br />

Dichtung zu gewährleisten.<br />

2. Rundschnurdichtungen<br />

Rundschnurdichtungen sind in sämtlichen Abmaßen (0,5 mm, 1,0<br />

mm 1,5 mm usw.) und aufgrund großer Materialauswahl (wie Moosgummi,<br />

Neopren- und Silikondichtung) auch als funktionelle Varianten<br />

– als Vollmaterial oder als Schlauch - verfügbar.<br />

Vorteile: Für kleine Stückzahlen eine gute Alternative, funktionelle<br />

Eigenschaften wie Leitfähigkeit und verschiedene Shorehärten<br />

sind möglich. Dreidimensionale Dichtungsgeometrien können<br />

abgebildet werden.<br />

Rundschnüre sind – da von der Rolle – in der Länge nahezu<br />

„endlos“ verfügbar, also auch für sehr große Werkstücke. Als Ringschnur<br />

ist eine Verklebung möglich, eine Flächenverklebung mit Nut<br />

ist dagegen je nach Gegebenheit nicht unbedingt erforderlich. Sie<br />

kann auch vom Kunden selbst eingelegt werden und ist bei geänderten<br />

Anforderungen austauschbar.<br />

Nachteile: Überwiegend manuelle Anbringung erforderlich. Mechanisch<br />

muss am abzudichtenden Teil eine Führung (Nut) vorhanden<br />

sein, evtl. ist sogar ein Einkleben der Dichtung nötig.<br />

3. Flächendichtungen<br />

Die Wahl des Dichtmaterials ist bei Flächendichtungen enorm<br />

wichtig, da Materialbeständigkeit und –struktur (offenporig oder geschlossenzellig)<br />

das Dichtverhalten des Systems beeinflussen.<br />

Ebenfalls spielt hier das Rückstellvermögen der Dichtung eine<br />

große Rolle, um eine Dichtwirkung auch nach Serviceeinsätzen zu<br />

gewährleisten.<br />

Vorteile: Kann durch Laserschnitt auch für kleine Stückzahlen<br />

konfektioniert werden, ist jedoch durch Bandstahlschnitt auch in<br />

der Herstellung größerer Stückzahlen sehr lukrativ. Bei Staubschutzdichtungen<br />

ist eine „gestoßene“ L-förmige Variante möglich, diese<br />

ist kostengünstiger, da materialsparend.<br />

Nachteile: Die Ausführung muss gegebenenfalls am Stück sein<br />

und kann nur bei guter Verarbeitung und unter bestimmten Voraussetzungen<br />

gestoßen werden. Auch hier sollte je nach System ein<br />

mechanischer Endanschlag die Dichtung vor einer irreversiblen<br />

Verpressung bewahren.<br />

4. EMV-Dichtungen<br />

Dichtungen zur Gewährleistung einer elektromagnetischen Verträglichkeit<br />

sind meist nur bedingt als Schutz vor eindringendem<br />

Wasser geeignet. Sie sind leitfähig und dienen einer niederohmigen<br />

geschlossenen Oberfläche, welche EMV-Emissionen sowie EMV-<br />

Immissionen dämpft.<br />

Die Dichtigkeit von Komplettsystemen kann auch mit Hilfe von<br />

konstruktiven Einzelmaßnahmen oder mit entsprechend intelligentem<br />

Zubehör (zusätzlich) gesichert werden, z. B. mit einem speziellen<br />

Dichtrahmen für eine Folientastatur, einem Überschlag der<br />

Dekorfolie auf die Mechanik oder speziellen Entwässerungs- und<br />

Entlüftungsstopfen oder Druckausgleichselementen. Letztere gehören<br />

schon seit vielen Jahren zum Standardprogramm der Richard<br />

Wöhr GmbH und sollen nachfolgend vorgestellt werden, da sie entscheidend<br />

dazu beitragen, die Praxistauglichkeit eines Gehäuses<br />

nachhaltig und über einen längeren Zeitraum, auch und vor allem<br />

bei wechselnden Umwelteinflüssen (wie Feuchtigkeits-, Luftdruck<br />

und Temperaturschwankungen), zu gewährleisten.<br />

Entwässerungs- und Entlüftungsstopfen (Klimastutzen) sorgen<br />

für einen ständigen Druckausgleich zwischen Gehäuse/Schaltschrank<br />

und Umgebung. Dadurch werden Hitzestaus vorgebeugt<br />

und die Kondenswasserbildung minimiert, somit die Elektronikbauteile<br />

vor Korrosion geschützt. In Betriebsmittel eingedrungenes<br />

Wasser sowie aufgetretenes Kondensat werden autonom über den<br />

Klimastutzen abgeleitet.<br />

Das Entlüftungselement wird an der Außenwand eines Gehäuses<br />

angebracht und sorgt für einen ständigen Druckausgleich. Es<br />

wird dabei entweder in ein Gewinde geschraubt oder durch eine<br />

Bohrung per Gegenmutter angeschraubt.<br />

Ein wichtiges Leistungsmerkmal der Druckausgleichselemente<br />

ist die hohe Luftdurchflussrate bei gleichzeitig hohem Wasserrückhaltevermögen.<br />

Dadurch wird der Innendruck von geschlossenen<br />

Gehäusen an den Umgebungsdruck angepasst und gleichzeitig verhindert,<br />

dass Wasser eindringt.<br />

Dieser Druckausgleich ist auch in Verbindung mit Kabelverschraubungen<br />

möglich („atmende Kabelverschraubung“).<br />

Des Weiteren bietet Wöhr® Elemente an, welche das Wasser<br />

aus dem Gehäuseinneren abführen und optional zugleich Druckausgleich<br />

ermöglichen. Mittels einer in das Element integrierte,<br />

beidseitig luft- und einseitig wasserdurchlässige Membranfolie wird<br />

eine IP-Dichtigkeit von IP66, IP68 und sogar IPX9-k erreicht.<br />

Die Serie GH02/KVDAE kombiniert Kabelverschraubungen<br />

und Druckausgleichelemente. Dank einer mikroporösen, flüssigkeitsdichten<br />

Membran werden Druckunterschiede innerhalb und<br />

außerhalb des Gehäuses ausgeglichen und somit die Bildung von<br />

Kondenswasser minimiert. Die Serie GH02/KVDAE ist damit hervorragend<br />

für den Einsatz in Steuerungen und Schaltschränken in<br />

der Lebensmittelindustrie, der Gebäudeautomation, der Verkehrstechnik<br />

und der Energieversorgung geeignet.<br />

Durch die atmende Kabelleitungseinführung werden weiterhin<br />

alle wichtigen Eigenschaften einer Kabelverschraubung erfüllt und<br />

somit Kosten erspart. Es sind weder weitere Bauteile noch eine extra<br />

Montage oder Bohrungen nötig.<br />

Aufgrund der identischen Größen können alte Kabelverschraubungen<br />

einfach durch die neue Serie GH02/KVDAE ersetzt werden.<br />

Sie sind auch als EMV-Verschraubung (elektromagnetische Verträglichkeit)<br />

mit Innenteilen nach DIN 89345 lieferbar.<br />

Letztendlich benötigt man für ein passendes Dichtungskonzept<br />

entsprechendes Know-How und einen erfahrenen Partner, der<br />

einen dabei projektbezogen unterstützt. Die Auswahl des Dichtkonzeptes<br />

muss global gesehen werden und ist nicht nur ein kleiner,<br />

sondern für die Funktionalität des Endproduktes entscheidender<br />

Parameter im Herstellungsprozess von Gehäusen und Geräten. Die<br />

Richard Wöhr GmbH unterstützt ihre Kunden bei der Auswahl und<br />

Ertüchtigung von Dichtkonzepten von der Konstruktion bis zur Fertigung<br />

und Montage.<br />

Richard Wöhr GmbH<br />

D 75339 Höfen/Enz<br />

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Mit der induktiven Ladetechnik können AMR nun auch in Reinräumen der ISO-Klasse 4 eingesetzt werden.<br />

Wiferion » Nachricht » Induktives Ladesystem erhält ISO-Zertifikat für Reinraum<br />

Induktives Ladesystem erhält<br />

ISO-Zertifikat für Reinraum<br />

Transportprozesse mit fahrerlosen Transportsystemen (FTS) und<br />

autonomen mobilen Robotern (AMR) im Reinraum automatisieren<br />

– das ermöglicht Wiferion mit seinem induktiven Ladesystem<br />

etaLINK 3000. Die induktive Ladelösung wurde vom Fraunhofer-<br />

Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA für die<br />

ISO-Klasse 4 zertifiziert. Damit ist erstmals der sichere Einsatz<br />

von Transportrobotern in hochsensiblen Produktionsumgebungen<br />

möglich.<br />

Energieversorgung von FTS und AMR im Reinraum<br />

Ob in der Halbleiterproduktion, der Pharmaindustrie oder der Medizintechnik<br />

– die Automatisierung sensibler Transportaufgaben durch<br />

FTS und AMR im Reinraum ist auf dem Vormarsch. Insbesondere in<br />

höheren ISO-Reinraumklassen stießen die Systeme bisher jedoch<br />

aufgrund ihrer mechanischen Batterieladelösungen an ihre Grenzen.<br />

Bei jedem Ladevorgang mit Schleifkontakten entsteht Kupferabrieb.<br />

Die Partikel verteilen sich in der Produktionsumgebung und<br />

können im Extremfall ganze Chargen wertvoller Halbleitersubstrate<br />

(Wafer) beschädigen oder Medikamente kontaminieren.<br />

Gekapselt und ohne mechanische Kontakte<br />

Nahezu alle namhaften Roboterhersteller setzen daher auf die berührungslose<br />

Energieversorgung mit dem etaLINK 3000-System<br />

von Wiferion. „Unsere kabellose Ladelösung ist in sich gekapselt<br />

und kommt ohne mechanische Kontakte aus. Partikelabrieb und<br />

Kontamination der Produktionsumgebung sind damit nahezu ausgeschlossen“,<br />

erklärt Julian Seume, ehemals CSO von Wiferion und<br />

jetzt Direktor der PULS Wireless Businessunit. Eine Zertifizierung<br />

durch das Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung<br />

IPA gibt Anwendern nun auch offiziell die Sicherheit,<br />

dass der Ladevorgang kein Risiko für ihre Produktion darstellt. Das<br />

induktive Ladesystem wurde nach ISO 14644-1 unter spezifischen<br />

Testbedingungen geprüft und für den Einsatz in Reinräumen der<br />

ISO-Klasse 4 zertifiziert.<br />

„Mit der Auszeichnung legen wir den Grundstein dafür, dass die<br />

mobile Transportrobotik auch in sensiblen Bereichen eingesetzt<br />

werden kann. Wir sehen hier großes Potenzial und sind bereits in<br />

guten Gesprächen, um dieses Segment weiter auszubauen“, stellt Julian<br />

Seume in Aussicht.<br />

PULS GmbH<br />

D 81925 München<br />

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Wir sagen danke und freuen uns auf 2024.<br />

Rückblick auf die LOUNGES <strong>2023</strong>: Ein Jahr voller<br />

Innovation, Gemeinschaft und Inspiration<br />

Das Jahr <strong>2023</strong> war für Inspire ein Jahr voller bedeutender Momente und interessanter Begegnungen in der Welt der Reinraum-<br />

und Prozesstechnik. Wir laden Sie ein, mit uns einen Blick zurückzuwerfen und die herausragenden Ereignisse dieses<br />

Jahres von Karlsruhe über Österreich bis hin zu Dresden und Hamburg zu betrachten.<br />

Karlsruhe: Ein dynamischer Auftakt<br />

In Karlsruhe begann unsere Reise in ein Jahr voller Innovation<br />

und Fachwissen. Die Messe Karlsruhe wurde zum pulsierenden Zentrum<br />

des Austauschs, wo Branchenexperten und Visionäre zusammenkamen,<br />

um die neuesten Technologien und Trends zu diskutieren.<br />

Mit einem Programm, das von fesselnden Vorträgen, Networking-Möglichkeiten<br />

und einem bunten Abendprogramm reichte,<br />

setzten wir neue Maßstäbe für die kommenden Veranstaltungen. Ein<br />

Höhepunkt war die Verleihung des Fraunhofer IPA Reinheitstechnik-Preises<br />

REINER!, der Innovationen in unserer Branche würdigt<br />

und die Gewinner als Leuchttürme der Industrie auszeichnet.<br />

Österreich: Eine Tour der Inspiration<br />

Die PROMO TOUR in Österreich führte uns durch Graz, Innsbruck<br />

und Salzburg. Jede Stadt bot eine eigene, faszinierende Bühne<br />

für den Austausch und das Erleben der neuesten Trends. Unter der<br />

charmanten Führung unserer Moderatoren, Lena Reuter, Cara Gurr<br />

und Simon Diez, boten wir den Teilnehmern spannende Einblicke<br />

und begegneten den Innovationen der Branche auf eine interaktive<br />

Weise.<br />

Dresden: Ein Treffpunkt der Extraklasse<br />

Das Internationale Congress Center in Dresden bot die perfekte<br />

Bühne für ein weiteres Highlight unserer Veranstaltungsreihe. Hier<br />

wurden innovative Vorträge und Networking-Gelegenheiten geboten,<br />

die die Zukunft der Branche formten. Dieser Ort wurde zum<br />

Treffpunkt für Experten, um über die neuesten Entwicklungen in der<br />

Reinraum- und Prozesstechnik zu diskutieren.<br />

und musikalischer Genüsse, die allen Teilnehmern unvergessliche<br />

Momente bescherten.<br />

Digitale Präsenz: Ein Fenster zur Welt der Reinraumtechnik<br />

Unser neues Newsportal www.cleanroom-processes.de spielte<br />

eine zentrale Rolle in unserem Jahresprogramm. Als digitale Plattform<br />

bot es kontinuierlich spannende Inhalte, die die Community<br />

das ganze Jahr über inspirierten.<br />

Ausblick auf 2024<br />

Wir freuen uns, Ihnen bereits jetzt einen Ausblick auf die<br />

LOUNGES 2024 in Karlsruhe zu geben. Im nächsten Jahr erwarten<br />

Sie spannende Neuerungen und Veranstaltungen. Besonders im Fokus<br />

stehen werden Recruiting-Initiativen im Bereich Cleanroom &<br />

Processes, um Talente und Unternehmen zusammenzubringen. Wir<br />

planen, spezielle Recruiting-Maßnahmen zu integrieren, welche als<br />

Plattform für Karrieremöglichkeiten und Networking dienen. Seien<br />

Sie gespannt auf ein vielfältiges Programm, das die Zukunft der<br />

Branche weiter prägt.<br />

Wir möchten uns herzlich bei allen Ausstellern, Teilnehmern und<br />

Partnern bedanken, die die LOUNGES <strong>2023</strong> zu einem unvergesslichen<br />

Erlebnis gemacht haben. Ihre Begeisterung, Ihr Engagement<br />

und Ihre Expertise waren die Schlüssel zum Erfolg dieser Veranstaltung.<br />

Wir freuen uns darauf, Sie alle bei den LOUNGES 2024 wiederzusehen,<br />

um gemeinsam weitere Meilensteine in der Branche zu<br />

setzen.<br />

Hamburg: Ein feierlicher Abschluss<br />

In Hamburg, in der historischen Altonaer Fischauktionshalle,<br />

erlebten wir den krönenden Abschluss unserer Event-Reihe. Die<br />

Veranstaltung war voller lebhafter Diskussionen und intensiven<br />

Wissensaustauschs. Hier stand der Abend im Zeichen kulinarischer<br />

Inspire GmbH - LOUNGES<br />

Am Falltor 35 D 64625 Bensheim<br />

Telefon: +49 625 1706068<br />

info@inspire-eventmanagement.de<br />

http://www.expo-lounges.de/<br />

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MEDICA und COMPAMED:<br />

Medizintechnik-Business profitiert vom<br />

starken internationalen Besucherzuspruch<br />

Hohe Entscheiderquote, einzigartige Neuheitenvielfalt und<br />

hochkarätig besetztes Rahmenprogramm<br />

Nach vier Tagen Laufzeit haben die MEDICA und die COMPAMED<br />

in Düsseldorf ihre herausragenden Positionen als Plattformen für<br />

weltweites Medizintechnik-Business und einen fachlichen Austausch<br />

auf Top-Niveau eindrucksvoll bestätigt. „Dazu haben beigetragen:<br />

der starke internationale Besucherzuspruch, die hohe<br />

Entscheiderquote, das hochkarätig besetzte Rahmenprogramm und<br />

die einzigartige Neuheitenvielfalt entlang der gesamten Wertschöpfungskette“,<br />

resümiert Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe<br />

Düsseldorf, das Geschehen in den Hallen der international führenden<br />

Medizinmesse und der Leitveranstaltung für die Zulieferbetriebe<br />

der Medizintechnikindustrie. Die 5.372 an der MEDICA <strong>2023</strong><br />

sowie 735 an der COMPAMED <strong>2023</strong> beteiligten Unternehmen vermittelten<br />

vom 13. – 16. November den insgesamt 83.000 „Healthcare-<br />

Profis“ (2022: 81.000) einen imposanten Nachweis ihres Know-hows<br />

im Hinblick auf die Realisierung einer modernen Gesundheitsversorgung<br />

in Arztpraxen oder Klinken – von der Hightech-Zulieferkomponente<br />

bis zum leistungsfähigen Endprodukt.<br />

„Drei Viertel der Besuchenden reiste aus anderen Ländern nach<br />

Düsseldorf. Sie kamen aus 166 Nationen. Beide Veranstaltungen<br />

sind damit nicht nur jeweils führend in Deutschland und Europa,<br />

die Zahlen unterstreichen zugleich ihre hohe Relevanz für globales<br />

Business“, hebt Christian Grosser, Director Health & Medical Technologies<br />

der Messe Düsseldorf, hervor. Gut 80 Prozent sind in ihren<br />

Unternehmen und Einrichtungen maßgeblich in wichtige Entscheidungen<br />

eingebunden.<br />

Der „Push“ für Kooperationen und das internationale Geschäft<br />

durch die MEDICA und die COMPAMED ist für die Branche bedeutsam.<br />

Das unterstreichen aktuelle Berichte und Aussagen der<br />

Branchenverbände. Wenngleich der Medizintechnikmarkt in<br />

Deutschland demnach mit einem Volumen von rund 36 Milliarden<br />

Euro in Europa unverändert an der Spitze liegt, wird die Exportquote<br />

der deutschen Medizintechnikindustrie auf knapp 70 Prozent beziffert.<br />

„Die MEDICA ist für die stark exportorientierte deutsche Medizintechnikbranche<br />

ein guter Marktplatz, um sich ihren (potenziellen)<br />

Kunden aus aller Welt zu präsentieren. Sie lockt viele internationale<br />

Besucher und Aussteller an“, erklärt Marcus Kuhlmann, Leiter<br />

des Fachverbandes Medizintechnik im Deutschen Industrieverband<br />

für Optik, Photonik, Analysen- und Medizintechnik (SPECTARIS).<br />

Aus diesem Grund zeigte sich der Industrieverband SPECTARIS<br />

auch einmal mehr engagiert hinsichtlich der MEDICA-Programmgestaltung<br />

und zeichnete in Kooperation mit der Medizintechnikinitiative<br />

MedicalMountains verantwortlich für die Agenda des ME-<br />

DICA TECH FORUMs (in Halle 9). „Hier wurden Informationen zu<br />

Digitalisierungs- und KI-Trends in der Medizintechnik, Vorträge zu<br />

innovativen Ansätzen für die technische Dokumentation und natürlich<br />

auch Aktuelles zum Themendauerbrenner `Medical Device Regulation´<br />

geboten. Hinsichtlich wichtiger Auslandsmärkte wurde der<br />

Blick gerichtet auf China, aber auch die USA, UK, die Schweiz und<br />

Indonesien“, unterstreicht Marcus Kuhlmann den hohen Praxisnutzen<br />

aus Sicht des angereisten Fachpublikums.<br />

Gesundheitsinnovationen – digital & gestärkt durch KI<br />

Ob in Fachmesse, Konferenzen oder den Fachforen: Der Themenfokus<br />

richtete sich in diesem Jahr insbesondere auf die digitale<br />

Transformation des Gesundheitswesens im Kontext einer zunehmenden<br />

„Ambulantisierung“ der Versorgung sowie Vernetzung von<br />

Kliniken untereinander. Ebenfalls im Trend liegen Verfahren auf<br />

Basis Künstlicher Intelligenz (KI) und unterstützende Systeme wie<br />

etwa Robotiksysteme sowie Lösungen zur Implementierung nachhaltigerer<br />

Prozesse. Zu den präsentierten Ausstellerneuheiten zählten<br />

beispielsweise ein KI-gesteuertes Wearable zur Verbesserung<br />

der Schlafqualität (durch Gehirnstimulation auf Basis von präzisen<br />

Neurofeedback-Signalen), ein energiesparendes und doch effektives<br />

Kryotherapieverfahren sowie Robotersysteme für Diagnostik,<br />

Therapie und Rehabilitation – von robotergesteuerter Ultraschalluntersuchung<br />

oder Herz- und Gefäßchirurgie ohne physischen<br />

Kontakt der Instrumente beim Navigieren durch die Blutgefäße bis<br />

hin zur Oberkörpermobilisierung von bettlägerigen Patientinnen<br />

und Patienten.<br />

Dem Trend der ambulanten Patientenfernbetreuung folgend<br />

stellte das Unternehmen Beurer zur MEDICA <strong>2023</strong> ein mobiles<br />

Notfallarmband mit Sturzerkennung, integrierter SIM-Karte und<br />

App-Anbindung vor. Im sprichwörtlichen „Fall der Fälle“ wird automatisch<br />

auch fernab der häuslichen Umgebung ein Notruf abgesetzt.<br />

„Für uns bietet die MEDICA eine optimale Plattform, unsere<br />

Neuheiten des Medical-Bereichs einem breiten Publikum vorzustellen.<br />

Besonders haben wir uns über den direkten Austausch mit<br />

internationalen Kunden und Partnern gefreut. Denn gerade dieses<br />

Jahr hatten wir neben dem Notfallarmband viele weitere innovative<br />

Produkte aus den Bereichen Blutdruckmessung, EMS-Training oder<br />

auch Frauengesundheit und DentalCare dabei“, zeigt sich Beurer-<br />

Marketingleiterin Kerstin Glanzer erfreut.<br />

Auch Bosch Healthcare Solutions weiß die zunehmende „Ambulantisierung“<br />

und die MEDICA als Geschäftsplattform mit einer<br />

Reihe von vorgestellten Neuheiten für schnelle und zuverlässige<br />

Laboranalysen für sich zu nutzen, wie Dr. Jochen Rupp, Head of<br />

Product Management Vivalytic, hervorhebt: „Das Testen direkt am<br />

Point-of-Care wird sich in Zeiten des Fachkräftemangels und der<br />

Digitalisierung immer stärker etablieren. Die MEDICA bietet uns die<br />

Möglichkeit, Netzwerke auszubauen und neue, branchenrelevante<br />

Kontakte zu knüpfen. Einerseits ist sie für uns ein Heimspiel, ermöglicht<br />

aber auch internationales Networking.“<br />

„Hot Topics“ auf allen Bühnen – politische Prominenz<br />

mischte mit<br />

Zu den Höhepunkten einer jeden MEDICA zählen neben den zahlreichen<br />

Neuheiten traditionell auch das inhaltlich vielfältige Rah-<br />

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Starker internationaler Besucherzuspruch bei der<br />

MEDICA <strong>2023</strong> + COMPAMED <strong>2023</strong> in Düsseldorf<br />

(© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf).<br />

In ihrer einzigartigen Kombination präsentieren MEDICA<br />

und COMPAMED Neuheiten entlang der gesamten Wertschöpfungskette<br />

der Medizintechnik (© Constanze Tillmann/ Messe Düsseldorf).<br />

menprogramm mit den Besuchen und Auftritten von Prominenz.<br />

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (digital zugeschaltet)<br />

und NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann beteiligten<br />

sich im Rahmen der Auftaktveranstaltung zum begleitenden 46.<br />

Deutschen Krankenhaustag an den Diskussionen zur großen Krankenhausreform<br />

in Deutschland und der damit einhergehenden markanten<br />

Veränderungen der Versorgungsstrukturen. Wenn die Zahl<br />

der Kliniken künftig sinkt und das Leistungsspektrum von Kliniken<br />

in einem Klinikverbund variiert, sind kluge Lösungen zur Sicherstellung<br />

erforderlicher Behandlungen gefragt. Entsprechend lag NRW-<br />

Ministerpräsident Hendrik Wüst voll im Trend mit seiner Besuchsagenda.<br />

Während eines MEDICA-Rundgangs (am 15.11.) informierte<br />

er sich u. a. bei der neuen Sonderschau `HOSPITAL OF THE FU-<br />

TURE´ in Halle <strong>12</strong> über telemedizinische Versorgungsmodelle. Dabei<br />

ging es um konkrete Lösungen für Telemedizinnetzwerke innerhalb<br />

des klinischen Bereichs sowie an der Schnittstelle zum ambulanten<br />

Versorgungssektor. Für die Organisation der Sonderschau zeichneten<br />

die Deutschen Gesellschaft für Telemedizin und die Universität<br />

Aachen verantwortlich.<br />

Top-Speaker sorgten für „fachliche Würze“ und Orientierung<br />

Das „Hot Topic“ Künstliche Intelligenz wurde in zahlreichen Sessions<br />

und aus unterschiedlichen Blickwinkeln in den begleitenden<br />

Konferenzen und Foren der Fachmesse diskutiert. Weltweit<br />

renommierte KI-Experten wie Bart de Witte, Prof. Paul Lukowicz<br />

oder Prof. Dr. Aldo Faisal sorgten für die richtige fachliche Einordnung.<br />

Dabei ging es sowohl um speziellere Fragestellungen, inwieweit<br />

etwa `ChatGPT´ von medizinischem Nutzen sein kann (z. B. bei<br />

der „Übersetzung“ komplizierter Arztbriefformulierungen in eine<br />

allgemein verständliche Sprache), aber auch um grundsätzlichere<br />

Aspekte. Bart de Witte widmete sich z. B. als Spezialist für digitale<br />

Transformation im Gesundheitswesen in seiner Keynote beim<br />

MEDICA HEALTH IT FORUM u. a. dem „großen Ganzen“. Er sieht<br />

derzeit einen sehr kritischen Punkt hinsichtlich der Nutzung der KI<br />

im Gesundheitsbereich gekommen und fordert eine „Demokratisierung“<br />

medizinischer KI. Die Speicherung medizinischen Wissens in<br />

digitaler Form dürfe nicht nur in der Macht weniger Tech-Giganten<br />

liegen. Sie müsse allgemein zugänglich sein. Ansonsten sei auch das<br />

Nutzungspotenzial von medizinischer KI stark limitiert.<br />

Das Bühnenprogramm der MEDICA hatte noch viele weitere<br />

Highlights zu bieten. Dazu zählte zum Beispiel das Finale der <strong>12</strong>. ME-<br />

DICA START-UP COMPETITION (am 14.11.). Den jährlichen Wettstreit<br />

um herausragende digitale Innovationen entschied diesmal im<br />

Final Pitch das Start-up Me Med aus Israel für sich mit einer Immunoassay-Plattform<br />

zur Durchführung hochempfindlicher, schneller,<br />

multiplexer Proteinmessungen. Aus dem Finale beim 15. `Healthcare<br />

Innovation World Cups´ ging unterdessen ein Entwicklerteam aus<br />

Deutschland siegreich hervor: Diamontech stellte ein patentiertes<br />

handliches Tool zur nicht-invasiven, schmerzfreien Blutzuckermessung<br />

vor.<br />

COMPAMED: Schlüsseltechnologien für die Medizin der Zukunft<br />

Wer sich von der Leistungsfähigkeit des Zulieferbereichs der Medizintechnikindustrie<br />

überzeugen wollte, für den war ein Besuch in<br />

den Hallen 8a und 8b ein Muss. Hier demonstrierten im Rahmen der<br />

COMPAMED <strong>2023</strong> rund 730 ausstellende Unternehmen aus 39 Nationen<br />

mit vielen Neuheiten ihre besondere Kompetenz hinsichtlich<br />

Schlüsseltechnologien für den Einsatz in der Medizintechnik,<br />

in Medizinprodukten und der medizintechnischen Fertigung. Die<br />

Themenbandbreite in den fünf Erlebniswelten reichte von Mikrokomponenten<br />

(z. B. Sensoren), Mikrofluidik (z. B. Technologien<br />

für Flüssigmanagement auf kleinstem Bauraum zur Anwendung in<br />

Testapplikationen der Labormedizin) über Materialien (z. B. Keramik,<br />

Glas, Kunststoffe, Verbundwerkstoffe) bis hin zu anspruchsvollen<br />

Reinraum-Verpackungslösungen.<br />

Zwei in die COMPAMED integrierte Fachforen gaben einen vertiefenden<br />

Einblick in aktuelle Technologietrends sowie hinsichtlich<br />

Forschung und Entwicklung der ausgestellten Verfahren und Produktneuheiten.<br />

Außerdem wurden viele praktische Informationen<br />

zu relevanten Medizintechnik-Auslandsmärkten geboten oder auch<br />

zu regulatorischen Anforderungen hinsichtlich der Marktzulassung.<br />

„Ich freue mich zu sehen, dass in diesem Jahr bei der COMPA-<br />

MED die internationale Zusammenarbeit wieder stark im Fokus<br />

stand. Insbesondere in Zeiten globaler Krisenherde halte ich dies<br />

für ganz besonders wichtig. Auch die Aussteller unseres Gemeinschaftsstands<br />

sind froh über die hohe internationale Besucherfrequenz<br />

und sehr zufrieden mit der Qualität dieser Kontakte“, zieht Dr.<br />

Thomas Dietrich, Geschäftsführer des IVAM – Fachverbandes für<br />

Mikrotechnik, ein positives Messefazit.<br />

Messe Düsseldorf GmbH<br />

D 40001 Düsseldorf<br />

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Fakuma <strong>2023</strong>: arburgSOLUTIONworld:<br />

Den Nerv der Zeit getroffen<br />

– Meta-Themen: Fokus auf Energie, Effizienz, Fachkräftemangel und Digitalisierung<br />

– Großes Interesse: Neue, effiziente Hybridtechnologie ermöglicht spannende Chancen<br />

– „arburgSOLUTIONworld“: Umfassende Beratung, digitale Produkte und Lösungskompetenz<br />

Arburg demonstrierte auf der Fakuma <strong>2023</strong> in Friedrichshafen seine außergewöhnliche und umfassende Lösungsfähigkeit<br />

in der Kunststoffverarbeitung. Das Fachpublikum nutzte rege die Möglichkeit, anhand von insgesamt 20 Exponaten auf<br />

dem eigenen Messestand und bei Partnern live zu erleben, wie sich mehr Nachhaltigkeit, Digitalisierung und Automation<br />

in der Kunststoffwelt realisieren lassen. Umfassende Beratung erhielten sie auf der interaktiven Ausstellungsfläche „arburgSOLUTIONworld“<br />

und von den täglich mehr als 200 Arburg-Mitarbeitenden aus rund 25 Ländern auf dem über 1.600<br />

Quadratmeter großen Messestand.<br />

„Die Fakuma war für uns wieder einmal eine wichtige Plattform, um<br />

mit Kunden und Interessenten intensiv ins Gespräch zu kommen<br />

und eindrucksvoll zu zeigen, dass wir weit mehr als ‚nur‘ ein Premium-Maschinenhersteller<br />

sind“, resümiert Juliane Hehl, geschäftsführende<br />

Gesellschafterin Global Marketing & Business Development.<br />

„Unsere Kunden bekommen von uns vielmehr das, was sie für<br />

ihren wirtschaftlichen Erfolg und Behauptung im Wettbewerb brauchen<br />

– nämlich maßgeschneiderte Komplettlösungen für die produktions-<br />

und energieeffiziente Kunststoffteilefertigung. An dieser<br />

Stelle verspreche ich: Auf unser resilientes Familienunternehmen<br />

mit 100-jähriger Erfolgsgeschichte können sich unsere Kunden gerade<br />

und ganz besonders in wirtschaftlich schwierigen Zeiten heute<br />

und in Zukunft uneingeschränkt verlassen!“<br />

Umfassende Lösungskompetenz<br />

Dr. Christoph Schumacher, Bereichsleiter Global Marketing ergänzt:<br />

„Mit neun Exponaten auf dem Arburg-Messestand und elf weiteren<br />

bei Partnern haben wir das umfassendste Spektrum an Technologien<br />

und Verfahren in den Bereichen Spritzgießen, additive Fertigung,<br />

Automation und Digitalisierung auf der gesamten Fakuma<br />

gezeigt und unsere übergreifende Lösungskompetenz bewiesen.<br />

Mit der ‚arburgSOLUTIONworld‘ zu den Meta-Themen Energie,<br />

Effizienz, Fachkräftemangel und Zukunftsorientierung haben wir<br />

genau den Nerv der Zeit getroffen. Viele Fachbesucher haben sich<br />

hier zu den Vorteilen und Mehrwerten unserer digitalen Produkte<br />

und Services beraten lassen und waren begeistert, wie einfach sie<br />

mit unserer Unterstützung Mehrwerte schaffen und Potenziale zur<br />

Kosten- und Energieeinsparung erschließen können. Diese Idee war<br />

ein Volltreffer!“<br />

Weltpremiere: Neue hybride Maschine<br />

Ein Produkt-Highlight war die Weltpremiere des Allrounders 520<br />

H mit 1.500 kN Schließkraft, ausgestattet mit dem neuen linearen<br />

Robot-System Multilift Select 8. Er ist die zweite Baugröße der Baureihe<br />

Hidrive mit neuer hybrider Maschinentechnologie. Die neuen<br />

hybriden Allrounder vereinen das Beste aus beiden Antriebswelten:<br />

Sie sind besonders energiesparend, ressourcenschonend, produktionseffizient,<br />

bedienfreundlich und zuverlässig und zeichnen sich<br />

durch deutlich reduzierte Anschaffungs- und Betriebskosten sowie<br />

einen kleineren CO2-Fußabdruck aus.<br />

Digitalisierung sorgt für 100 Prozent Rückverfolgbarkeit<br />

Wie Digitalisierung und Automation 100 Prozent Rückverfolgbarkeit<br />

ermöglichen, zeigte eine Turnkey-Anlage rund um einen vertikalen<br />

Allrounder 375 V, die aus sortenreinem Post-Industrial-Rezyklat<br />

Spritzgießmaschine fertigt Spritzgießmaschine: Der neue hybrider<br />

Allrounder 520 H, der auf der Fakuma <strong>2023</strong> Premiere feierte, fertigte live<br />

drei Komponenten des Jubiläumsmodells in 1:18. (Foto: ARBURG)<br />

Erfolgreiche Fakuma <strong>2023</strong>: Auf dem über 1.600 Quadratmeter<br />

großen Arburg-Stand stießen die neun Exponate, darunter die<br />

Premiere des hybriden Allrounders 520 H (vorne links), auf<br />

enormes Interesse .(Foto: ARBURG)<br />

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(PIR) Reifenheber „ready to use“ herstellte. Über das Scada-<br />

System Arburg Turnkey Control Module (ATCM) und „Invisible<br />

Tracing“ des Partners Detagto ließ sich jedes Produkt<br />

eindeutig identifizieren.<br />

Eine weitere Möglichkeit für 100 Prozent Rückverfolgbarkeit<br />

wurde am Beispiel von Multifunktionsboxen aus<br />

Thermoplast (PBT) und Flüssigsilikon (LSR) demonstriert,<br />

die ein Zwei-Komponenten-Allrounder More 2000 fertigte.<br />

Die Thermoplast-Komponente enthielt einen Marker des<br />

Partners Polysecure, der eine teilespezifische Fluoreszenz<br />

erzeugt.<br />

Saubere Verriegler<br />

Wo kaum Schmutz anhaftet und an Ort und Stelle gereinigt<br />

werden kann, reduziert sich der Bedarf an Zeit und Reinigungsmedien.<br />

Die Betriebssicherheit in den Produktionsanlagen<br />

wird dadurch zudem erhöht. Mit den Verriegelungen<br />

GN 1150 in Hygienic Design unterstützt Ganter das Reinigungskonzept<br />

„Clean in Place“, kurz „CIP“ für Maschinen<br />

und Anlagen.<br />

Innovative Spritzgießanwendungen und -Verfahren<br />

Am Beispiel gelabelter Zentrifugenröhrchen hatte auf der<br />

Fakuma <strong>2023</strong> erstmals eine innovative IML-Anwendung<br />

Premiere. Das auf einem elektrischen Allrounder 520 A in<br />

Reinraumausführung gefertigte IML-Produkt bietet ein<br />

Plus an Funktionalität, Effizienz und Recyclingfähigkeit und<br />

erschließt damit ganz neue Möglichkeiten in der Medizintechnik.<br />

Als energieeffiziente, ressourcenschonende Anwendung<br />

und Alternative zum Thermoformen fertigte eine vollelektrische<br />

Packaging-Maschine Allrounder 720 A „Ultimate“<br />

im Spritzpräge-Verfahren IML-Rundbecher mit nur 0,37<br />

Millimetern Wandstärke.<br />

Eine Turnkey-Anlage rund um einen elektrischen Allrounder<br />

470 E Golden Electric produzierte in einem technisch<br />

anspruchsvollen Prozess aus Post-Consumer-Rezyklat<br />

(PCR) auf Basis von alten Fischernetzen vollautomatisch<br />

Delfine. Dazu wurden zunächst zwei Bauteilhälften gespritzt,<br />

dann ultraschallverschweißt, plasma-behandelt und<br />

bedruckt. Die Handhabung übernahm ein Yaskawa Sechs-<br />

Achs-Roboter.<br />

Das wohl begehrteste Give-Away der Messe – Werkzeugkoffer<br />

im Arburg-Design – entstand auf einer Turnkey-<br />

Anlage rund um einen hybriden Allrounder 920 H.<br />

Historisches Maschinen-Exponat<br />

Auf einer Sonderausstellungsfläche erhielten die Messebesucher<br />

spannende Einblicke zur Geschichte und Entwicklung<br />

des innovativen Familienunternehmens durch die<br />

vergangenen 100 Jahre. Wie zukunftsfähig die historische<br />

Maschinentechnik bis<br />

heute geblieben ist, demonstrierte ein ganz besonderes<br />

Exponat: Eine von heutigen Arburg-Auszubildenden eigenhändig<br />

nachgebaute manuell bedienbare Einhebelmaschine<br />

C1 fertigte auf der Fakuma <strong>2023</strong> sehr zu Freude vieler<br />

Fachbesucher „live“ Einkaufswagen-Chips aus PP-Rezyklat.<br />

Das war Spritzgießen „back to the roots“!<br />

Industrielle additive Fertigung<br />

Das Highlight der Arburg-Tochterfirma ARBURGadditive<br />

war der neue Hochtemperatur-Freeformer 750-3X, der aus<br />

Ultem 9085 Bauteile für die Luft- und Raumfahrt additiv fertigte.<br />

Ein TiQ-Drucker von innovatiQ verarbeitete faserverstärkte<br />

PA- und PP-Filamente zu belastbaren Robot-Greifern.<br />

ARBURG GmbH + Co KG<br />

D 72290 Loßburg<br />

Auch außerhalb der Branchen, die traditionell hohe hygienische<br />

Standards einhalten müssen, etabliert sich das Konzept des „Clean<br />

in Place“, also der Reinigung von Komponenten in komplett montiertem<br />

und eingebautem Zustand. Denn, so die einfache Rechnung,<br />

wo die Reinigung von Anlagen, Vorrichtungen oder Maschinen<br />

schneller und leichter gelingt, sinken vor allem die Betriebskosten.<br />

Vor diesem Hintergrund baut Ganter sein Portfolio von Normelementen<br />

in Hygienic Design (HD) kontinuierlich aus.<br />

Die jüngste HD-Norm GN 1150 bezeichnet Vorreiber aus Edelstahl<br />

mit speziellen FDA-konformen Dichtungen aus EPDM und<br />

TPU. Dank der Dichtungen sind die Verriegelungen von schmutzsammelnden<br />

Toträumen befreit. Beim Drehen des Riegels um 90<br />

Grad baut dessen Anlaufschräge eine Vorspannung auf, die Klappen,<br />

Luken, Türen oder Abdeckungen zuverlässig an die Gegenseite<br />

(Zarge oder Korpus) presst. Ausgeführt wird die Drehung aktuell mit<br />

einem normalen Zweikantschlüssel aus blauem Kunststoff, der unter<br />

der Norm GN 1151 als Zubehör lieferbar ist. Weitere Antriebsarten<br />

befinden sich in der Entwicklung.<br />

Die Norm GN 1150 selbst ist in zwei Ausführungen unterteilt:<br />

Die Ausführung „Fronthygiene“ FH bietet auf der Betätigungsseite<br />

HD-Standard, während innenseitig normale Anforderungen erfüllt<br />

werden. Anwendungen sind beispielsweise Schaltschränke, die hygienische<br />

Anforderungen nur außen stellen. Die Ausführung „Vollhygiene“<br />

VH dagegen bietet mit zusätzlichen Dichtungen auch auf<br />

der Riegelseite HD-Qualität.<br />

Beide Varianten entsprechen nach DIN EN 60529 der Schutzart<br />

IP 66, schützen also vor dem Eindringen von Staub und starken<br />

Wasserstrahlen aus beliebigen Winkeln.<br />

Die beiden Normelemente sind durch ihre durchdachte Konstruktion<br />

besonders langlebig. Auf Anfrage können die Dichtungen<br />

auch in anderen Werkstoffen geliefert werden, was die Anpassung<br />

an kundenspezifische Medienbeanspruchung erlaubt.<br />

Otto Ganter GmbH & Co. KG<br />

Triberger Straße 3<br />

D 78<strong>12</strong>0 Furtwangen<br />

Telefon: +49 7723 65070 Telefax: +49 7723 4659<br />

eMail: info@ganternorm.com<br />

Internet: http://www.ganternorm.com<br />

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Romaco auf der CPHI & PMEC India<br />

Neue Doppelrundläuferpresse<br />

E 710 Smart von Romaco Kilian<br />

Auf der CPHI & PMEC India zeigt Romaco seine neueste Tablettenpresse für den Hochleistungsbereich – den volumenstarken<br />

Doppelrundläufer Kilian E 710 Smart, der gezielt auf die Anforderungen der asiatischen Märkte zugeschnitten wurde.<br />

Weiteres Messehighlight ist der Wirbelschichtprozessor VENTILUS® Lab von Romaco Innojet mit angeschlossenem<br />

Hotmelt-System IHD 5.<br />

Vom Pulver bis zur fertigen Palette deckt Romaco die gesamte Prozesskette<br />

zur Herstellung und Verpackung von pharmazeutischen<br />

Produkten ab. Dabei richtet der Komplettanbieter seinen Fokus auf<br />

einen nachhaltigen Maschinen- und Anlagenbau, mit dem Ziel, sowohl<br />

die CO2-Emissionen als auch die Produktionskosten der Pharmaindustrie<br />

zu senken.<br />

Auf der diesjährigen CPHI & PMEC India präsentiert Romaco<br />

seine neueste Entwicklung im Bereich hochproduktiver Tablettierung<br />

sowie seine innovative Wirbelschichttechnologie mit großem<br />

Energieeinsparpotenzial.<br />

Doppelrundläuferpresse E 710 Smart von Romaco Kilian<br />

Mit der E 710 Smart erweitert Romaco Kilian sein Produktportfolio<br />

um eine neue Doppelrundläuferpresse, die insbesondere für große<br />

Produktionsvolumina mit geringen Margen entwickelt wurde. Die<br />

ökonomische Tablettenpresse für den Ein- und Zweischichtbetrieb<br />

basiert auf dem bewährten Vier-Säulen-Design von Kilian. Der einteilige,<br />

tiefgezogene Prozessbereich sorgt für eine strikte Trennung<br />

zwischen Produktions- und Maschinenraum. Zudem verhindert<br />

eine geschlossene Ringdichtung unter der Matrizenscheibe, dass<br />

Tablettenstaub in den technischen Bereich eindringt. Ausgestattet<br />

mit 51 bis 85 Pressstationen und einem Teilkreisdurchmesser von<br />

7<strong>12</strong> mm erzielt die Kilian E 710 Smart eine maximale Ausbringung<br />

von bis zu 1.020.000 Tabletten pro Stunde. Bremsmagnete erzielen<br />

eine äußerst homogene Füllung der Matrizen ohne Verschleiß an<br />

den Stempelschäften. Außerdem schützen spezielle Faltenbälge<br />

von Kilian die Tabletten vor Verunreinigungen mit Blackspots. Der<br />

Füllschuh lässt sich aufgrund seines externen Getriebes schnell<br />

und einfach reinigen. Durch die geringe Anzahl an Wechselteilen<br />

und die gute Zugänglichkeit zu den einzelnen Baugruppen verkürzen<br />

sich die Rüst- und Reinigungszeiten erheblich. Für eine leichte<br />

Entnahme wurden Tablettenabstreifer und -ablauf gemeinsam auf<br />

einem Schwenkarm montiert. Dank des schwimmend gelagerten<br />

magnetischen Produktabstreifers reduziert sich der Produktverlust<br />

signifikant. Der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen ist<br />

ganz im Sinne der Nachhaltigkeitsstrategie von Romaco Kilian.<br />

Wirbelschichtprozessor VENTILUS® Lab von Romaco Innojet<br />

Ausgelegt für den Labormaßstab wird der Wirbelschichtprozessor<br />

VENTILUS® Lab von Romaco Innojet für die Granulierung, Trocknung<br />

und das Coating von Partikelgrößen ab 10 µm bis 2 mm eingesetzt.<br />

Dabei produziert die multifunktionale Laboreinheit Batchgrößen<br />

von 0,7 bis 7,0 Litern. Aufgrund der innovativen Prozessluftführung<br />

im zylindrischen Produktbehälter kann die benötigte Energie<br />

sehr viel effizienter genutzt werden, wodurch sich die Batchzeiten<br />

mit dem VENTILUS® Lab um bis zu 25 Prozent verkürzen. Die Prozessluft<br />

wird durch den ringförmigen Behälterboden ORBITER®<br />

eingeleitet, der für gleichmäßige Strömungsverhältnisse und eine<br />

äußerst schonende Umwälzung der Charge sorgt. Gemeinsam mit<br />

der zentral angeordneten Bottom-Spray-Düse ROTOJET® bildet<br />

Doppelrundläuferpresse E 710 Smart<br />

von Romaco Kilian<br />

Wirbelschichtprozessor VENTILUS<br />

® Lab von Romaco Innojet<br />

Hotmelt-System IHD 5<br />

von Romaco Innojet<br />

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der ORBITER®-Treibsatz eine einzigartige Funktionseinheit, welche<br />

die Durchführung von Scale-up-Prozessen entscheidend erleichtert.<br />

Die patentierten Wirbelschichtkomponenten von Dr. h.<br />

c. Herbert Hüttlin ermöglichen eine äußerst präzise Applikation<br />

der Sprühmedien mit genau definierter Tröpfchengröße. Bei Controlled-Release-Formulierungen<br />

werden die modifizierten Freisetzungsprofile<br />

beispielsweise mit 10 bis 15 Prozent weniger Material<br />

erreicht. Diese gezielte Reduktion der Sprühmittel-Menge senkt<br />

auch den Energieverbrauch, so dass sich mit dem VENTILUS® Lab<br />

die CO2-Emissionen von Wirbelschichtprozessen erheblich reduzieren<br />

lassen. Des Weiteren verringert das rotierende Filtersystem<br />

SEPAJET® den allgemeinen Produktverlust, indem es Partikel, die<br />

im Filter landen, nicht ausscheidet, sondern in den Prozess zurückführt.<br />

Hotmelt-System IHD 5 von Romaco Innojet<br />

Das innovative Hotmelt-System IHD 5 von Romaco Innojet wurde<br />

zum Beschichten und Granulieren von feinen Feststoffpartikeln<br />

mit organischen Fetten und Wachsen entwickelt. Entscheidender<br />

Vorteil ist, dass beim Hotmelt-Verfahren keine Verdampfung stattfindet,<br />

da die flüssigen Schmelzprodukte keine Lösungsmittel enthalten<br />

und nach dem Aufsprühen direkt erstarren. Auf diese Weise<br />

verkürzt sich die Prozessdauer um bis zu 85 Prozent, was auch den<br />

Energieverbrauch signifikant senkt, zumal die Prozessluft nicht zum<br />

Trocknen des Produktguts erwärmt werden muss. Hotmelt-Coatings<br />

werden in der Pharma-, Lebensmittel- und Nutraceuticals-Industrie<br />

eingesetzt und dienen als Feuchtigkeitsbarriere oder Geschmacksmaskierung<br />

zum Beispiel von Direktgranulaten. Das totraumfreie<br />

Hygienedesign des CIP-fähigen IHD 5 von Romaco Innojet ermöglicht<br />

eine GMP-gerechte Reinigung und verhindert Kreuzkontaminationen.<br />

Alle produktberührenden Oberflächen im Innern des<br />

Hotmelt-Systems können jederzeit eingesehen werden, da sich das<br />

Gerät leicht aufklappen lässt. Für eine gleichmäßige Wärmeverteilung<br />

wurde die patentierte Technologie als beheizbarer Monoblock<br />

konstruiert, in den alle funktionalen Baugruppen inklusive<br />

Ventilblock, Dosiereinrichtung und Schmelzbehälter integriert sind.<br />

Das mobile IHD 5 wird mit einem begleitbeheizten Verbindungsschlauch<br />

einfach an die ROTOJET®-Sprühdüse der VENTILUS®-<br />

Wirbelschichtprozessoren von Romaco Innojet angeschlossen. Die<br />

pulsationsfreie Dosierung der Schmelzüberzüge sorgt für eine ausgezeichnete<br />

Produktqualität.<br />

Romaco Group<br />

D 76227 Karlsruhe<br />

Erkennung kleinster Defekte durch<br />

Mass Extraction Technologie<br />

– Sicherheit pharmazeutischer Produkte<br />

– Integritätsprüfung von Behälterverschlüssen (CCIT)<br />

– Zerstörungsfreie Integralprüfung (ZfP)<br />

Pfeiffer Vacuum, ein führender Anbieter von Vakuumtechnologie, bringt mit<br />

dem neuen Dichtheitsprüfgerät SpeedAir 3050 eine Komplettlösung für die Prüfung<br />

nicht poröser Behälter in der Pharmaindustrie auf den Markt. Der SpeedAir<br />

bietet eine CCIT-Lösung für eine Vielzahl von Produkten: Das Dichtheitsprüfgerät<br />

kann alle flexiblen und starren Behälter sowie flüssige und feste Produkte<br />

schnell und präzise prüfen. In nur 30 bis 45 Sekunden liefert der SpeedAir<br />

schnell und effizient Ergebnisse. So wird die Dichtheit von Behältern für pharmazeutische<br />

Produkte sichergestellt.<br />

Im Gegensatz zu alternativen Verfahren, die sich auf einzelne Bereiche oder<br />

Zugangspunkte konzentrieren, bietet der SpeedAir einen ganzheitlichen Ansatz<br />

für die zerstörungsfreie Prüfung von Behältern. Das Verfahren entspricht der<br />

ASTM-Norm F3287-17 und hat im Zuge dessen in unabhängigen Drittlaboren<br />

die Messgenauigkeit seiner luftbasierten Technologie auf bis 1 Mikrometer Defektgröße<br />

nachgewiesen.<br />

Für flüssige Produkte zeichnet sich der SpeedAir durch seine hochempfindliche<br />

luftbasierte Technologie aus. Dadurch werden reproduzierbare und zuverlässige<br />

Ergebnisse erzielt und das Risiko falsch negativer oder falsch positiver<br />

Ergebnisse ausgeschlossen.<br />

Der SpeedAir erfüllt alle Anforderungen der einschlägigen Industrienormen.<br />

Das Gerät verwendet die nach USP anerkannte Mass Extraction Technologie<br />

und arbeitet mit einer FDA 21 CFR Part 11-konformen Software, die sicherstellt,<br />

dass die Prüfverfahren den höchsten gesetzlichen Standards entsprechen.<br />

Pfeiffer Vacuum GmbH<br />

D 35614 Asslar<br />

SpeedAir 3050 von Pfeiffer Vacuum<br />

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Die neuen Raumsensoren CDS201, HTS201 und TES201 ermöglichen die genaue und zuverlässige<br />

Messung von CO2, Feuchte und Temperatur in Wohn- und Gewerbegebäuden.<br />

Neue Raumsensorgeneration<br />

Mit dem Trio CDS201, HTS201 und TES201 bringt der österreichische Sensorspezialist E+E Elektronik eine neue Generation<br />

an genauen und zuverlässigen Raumsensoren auf den Markt. Abgestimmt auf den jeweiligen Einsatzbereich in der Gebäudeautomation<br />

stehen das 3-in-1-Gerät CDS201 für CO2, Feuchte und Temperatur, der Feuchte- und Temperatursensor<br />

HTS201 und der Temperatursensor TES201 zur Verfügung. Jede Variante verfügt über analoge Ausgänge oder eine Digitalschnittstelle<br />

sowie ein großes, modernes Display. Das funktionale Snap-on-Gehäuse minimiert die Installationskosten und<br />

vermeidet den Eintritt von Falschluft.<br />

Hervorragende Messleistung, innovatives Design<br />

Die drei Sensoren überzeugen durch eine hervorragende Genauigkeit<br />

in den jeweiligen Messgrößen. Dies resultiert aus der langjährigen<br />

Erfahrung von E+E Elektronik in der Fertigung hochwertiger<br />

Sensorelemente.<br />

Zusätzlich besticht das elegante, funktionale Snap-on-Gehäusedesign,<br />

das entsprechend der regionalen Standards in zwei Größen<br />

(EU- und US-Ausführung) erhältlich ist. Das Gehäuseunterteil<br />

enthält nur die Einsteckklemmen und kann ohne Deckel – der die<br />

Elektronik enthält – montiert und angeschlossen werden. Damit ist<br />

der aktive Teil des Gerätes keiner Verschmutzung ausgesetzt und<br />

kann erst kurz vor der Inbetrieb-nahme auf das Unterteil aufgesetzt<br />

werden. Das innovative Gehäuse verhindert darüber hinaus das Eindringen<br />

von Falschluft und reduziert die Eigenerwärmung erheblich.<br />

Optional sind die Sensoren mit einem modernen, leicht lesbaren<br />

Grafikdisplay verfügbar.<br />

Schnittstellen und Konfiguration<br />

Die Messdaten stehen entweder auf Analogausgängen oder an der<br />

digitalen Schnittstelle mit Modbus RTU- oder BACnet MS/TP-Protokoll<br />

zur Verfügung. Die digitale Version mit RS845-Schnittstelle<br />

kann über einen PC mit der kostenlosen Produktkonfigurationssoftware<br />

PCS10 und einem optionalen Konfigurationsadapter eingerichtet<br />

und konfiguriert werden.<br />

Anwendungsbereiche<br />

Die neuen Raumsensoren sind insbesondere für den Einsatz in der<br />

bedarfsgesteuerten Lüftung, in der Heizungs- und Klimatechnik sowie<br />

in der Gebäudeautomatisierung geeignet.<br />

CDS201 – Der Vielseitige<br />

Der CDS201 vereint CO2-, Temperatur (T) und relative Feuchtemessung<br />

(rF) in einem Gerät und eignet sich besonders für die bedarfsgerechte<br />

Lüftung und die Gebäudeautomation im Wohn- und<br />

Gewerbebereich.<br />

Die CO2-Messung des CDS201 basiert auf dem verschmutzungsresistenten<br />

NDIR-Zweistrahlverfahren. Diese Technologie<br />

kompensiert Alterungseffekte automatisch und gewährleistet eine<br />

ausgezeichnete Langzeitstabilität. Die werksseitige Mehrpunkt<br />

CO2- und Temperaturjustage sorgt für eine hervorragende Messgenauigkeit<br />

über den gesamten Temperatureinsatzbereich.<br />

Das E+E Sensor-Coating schützt das rF/T-Sensorelement vor<br />

Die neue E+E Raumsensorgeneration: CDS201, HTS201, TES201 (v.l.n.r.)<br />

(Foto: E+E Elektronik Ges.m.b.H.)<br />

Verunreinigungen und korrosiven Ablagerungen. Dies führt zu einer<br />

verbesserten Messleistung und längeren Lebensdauer des Sensorelements<br />

in staubiger oder verschmutzter Umgebung. Zusätzlich<br />

verbessert es die Langzeitstabilität in dem es Streuimpedanzen verhindert,<br />

die durch Ablagerungen auf der aktiven Sensorfläche verursacht<br />

werden.<br />

HTS201 – Der Allrounder<br />

Der HTS201 ist für die genaue und zuverlässige Messung der relativen<br />

Feuchte (rF) und der Temperatur (T) in der Gebäudeautomation<br />

im Wohn- und Gewerbebereich geeignet.<br />

Das E+E rF/T Sensorelement mit patentierter Sensortechnologie<br />

erlaubt selbst in staubiger und schmutziger Umgebung eine hervorragende<br />

Leistung im gesamten Arbeitsbereich. Auch hier sorgt<br />

das E+E Sensor Coating für eine langzeitstabile Messung.<br />

TES201 – Der Effiziente<br />

Der TES201 ist für die genaue Raumtemperaturmessung (T) zur<br />

Klimasteuerung in Innenräumen bestimmt. Neben der bewährten,<br />

hochwertigen E+E Sensortechnologie überzeugen die Raumsensoren<br />

durch das gute Preis-/Leistungsverhältnis.<br />

E+E Elektronik Ges.m.b.H.<br />

Langwiesen 7<br />

A 4209 Engerwitzdorf<br />

Telefon: +43 7235 6050 Telefax: +43 7235 6058<br />

eMail: info@epluse.com<br />

Internet: http://www.epluse.com<br />

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Hebebühne von EAP Lachnit erleichtert Wartung und Reinigung in sensiblen Bereichen<br />

Sicher in die Höhe<br />

Hebebühnen sind in der Industrie<br />

an vielen Stellen im Einsatz, um beispielsweise<br />

Wartungs- oder Reinigungsarbeiten<br />

durchzuführen. Insbesondere<br />

in sensiblen Bereichen wie<br />

Reinräumen, Ex-Zonen oder auch der<br />

Produktion von Chemikalien, Lebensmitteln<br />

oder Pharmazeutika gelten<br />

hier strenge Vorschriften für deren<br />

Einsatz. Sowohl für Arbeitsprozesse<br />

als auch Wartungsarbeiten an Maschinen,<br />

Anlagen und Gebäuden sind<br />

daher spezielle Hebevorrichtungen<br />

notwendig. Für diese Anforderungen<br />

fertigt EAP Lachnit Hebebühnen aus<br />

Edelstahl. Mit ihnen können Lasten,<br />

aber auch Personen auf Arbeits- oder<br />

sogar bis Deckenhöhe gehoben werden.<br />

Hebevorrichtungen müssen im betrieblichen<br />

Alltag nicht nur schwere Lasten sicher<br />

bewegen, sondern auch zuverlässig arbeiten.<br />

Noch höher sind die Anforderungen,<br />

wenn die Arbeiten in Reinräumen oder in<br />

einem Pharmaziebereich stattfinden sollen.<br />

Denn hier gelten strenge gesetzliche<br />

Vorschriften. Auf diese Anforderungen<br />

spezialisiert ist EAP Lachnit mit seinen<br />

Förder- und Hebegeräten. Die Hebebühnen<br />

des süddeutschen Herstellers fördern<br />

Menschen und Lasten exakt auf die richtige<br />

Höhe. Die robuste Hebebühne Typ 351 mit<br />

Dreifachschere und umlaufendem Faltenbalg<br />

hebt Lasten bis 150 kg und wird für den<br />

Die Hebebühne ist mit einem Faltenbalg<br />

ausgestattet, der als Klemmschutz für die<br />

Schere dient und Mensch und Maschine<br />

schützt. (Bild: EAP Lachnit GmbH)<br />

Die Hebebühnen bieten einen sicheren Stand<br />

und ermöglichen risikofreies Arbeiten an<br />

Maschinen, Anlagen und bis unter niedrige<br />

Hallendecken. (Bild: EAP Lachnit GmbH)<br />

Einsatz in sensiblen Bereichen komplett in<br />

Edelstahl (VA) mit geschliffenen Oberflächen<br />

ausgeführt. Sie ist verfahrbar auf elektrisch<br />

leitfähigen Rädern und mit zwei Lenkund<br />

zwei Bockrollen (Lenkrollen drehbar<br />

mit Stopper) sehr gut zu manövrieren. Alternativ<br />

ist sie auch mit vier drehbaren Rollen<br />

erhältlich.<br />

Die Hebebühne wird elektrisch betrieben<br />

und kommt ohne Öl-Hydraulik aus. Die<br />

Hubhöhe reicht von 400 bis 2.000 mm. Die<br />

Plattform hat eine Größe von 1.000 x 1.200<br />

mm und ist mit einem umlaufenden Geländer<br />

und einer Tür ausgestattet.<br />

Die Bedienung der Hebebühne ist sehr einfach<br />

und intuitiv: Ein Handschalter ermöglicht das<br />

Heben oder Senken, als Sicherheitseinrichtung<br />

ist eine „Totmannschaltung“ sowie eine Notfallleiter<br />

installiert. (Bild: EAP Lachnit GmbH)<br />

Die Hebebühne wird elektrisch betrieben<br />

und kommt ohne Öl-Hydraulik aus; die<br />

Hubhöhe reicht von 400 bis 2.000 mm.<br />

(Bild: EAP Lachnit GmbH)<br />

Sicherheitseinrichtungen<br />

Die Bedienung der Hebebühne ist sehr einfach<br />

und intuitiv: Ein Handschalter ermöglicht<br />

das Heben oder Senken, als Sicherheitseinrichtung<br />

ist eine „Totmannschaltung“<br />

sowie eine Notfallleiter installiert.<br />

Eine Sicherheitskontaktleiste unter der<br />

Plattform unterbricht bei einem Kontakt mit<br />

Menschen oder Gegenständen den Betrieb.<br />

Die Konstruktion entspricht nicht nur der<br />

Prüfung von Hebebühnen nach BGG 945,<br />

sondern auch den EG-Richtlinien und Hygienebestimmungen.<br />

Für Arbeiten in den genannten Höhen<br />

in Reinräumen sowie sensiblen Bereichen<br />

führt kein Weg an diesen praktischen mobilen<br />

Arbeitsbühnen vorbei: Sie bieten einen<br />

sicheren Stand und ermöglichen risikofreies<br />

Arbeiten an Maschinen, Anlagen und bis<br />

unter niedrige Hallendecken. Auch Gegenstände<br />

wie Werkzeuge, Reinigungsutensilien<br />

oder Ersatzteile können transportiert<br />

werden, die auf einer Leiter keinen Platz<br />

hätten.<br />

EAP Lachnit GmbH<br />

D 89275 Elchingen<br />

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Neue Materialien, neue Bauformen, neue Magnetsysteme und Rohmagnete:<br />

Ganter erweitert sein Repertoire für weitere clevere Anwendungen.<br />

Universell und clever: Haftmagnete<br />

Magnete ermöglichen nahezu universelle und clevere Lösungen für<br />

Fixierungen, Verschlüsse oder temporäre Verbindungen. Mit neuen<br />

Bauformen und erweitert Ganter sein Angebot an Magnetsystemen<br />

und Rohmagneten.<br />

Das neue Highlight ist der Haftmagnet GN 50.8. Ein dichtes<br />

Edelstahl-Gehäuse umschließt seinen kräftigen SmCo-Magnet, was<br />

ihn prädestiniert für den Einsatz in korrosiven Umgebungen. Zudem<br />

ist er langlebig und temperaturfest bis 350°C – also auch auf heißen<br />

Untergründen nutzbar, Ofentüren zum Beispiel. Das Magnetsystem<br />

lässt sich in Durchmessern zwischen 16 und 32 mm ordern, alle Größen<br />

verfügen über ein M6-Außengewinde.<br />

Ebenfalls neu ist das Magnetsystem GN 51.8. Sein Neodym-<br />

Magnet wird rundum von einem TPE-Elastomer gekapselt. Damit<br />

eignet sich GN 51.8 besonders für den Einsatz auf empfindlichen,<br />

beispielsweise lackierten Oberflächen – etwa zur Fixierung von<br />

Schutzabdeckungen. Die wiederum werden über die zentrale, für<br />

Senkschrauben geeignete Bohrung mit dem Magneten verbunden.<br />

Durch die TPE-Ummantelung erhöht sich übrigens die Haftreibung<br />

und damit auch der Kraftaufwand für das Verschieben, die Temperaturbeständigkeit<br />

liegt bei 80°C.<br />

Auch der Haltemagnet GN 52.6 verfügt über eine schützende<br />

Gummi-Auflagefläche. Das zylindrische Edelstahlgehäuse schützt<br />

den Neodym-Magneten im Inneren effektiv vor aggressiven Medien.<br />

Die Haftmagnete GN 53.1 und GN 53.2 sind für Standardanwendungen<br />

im Büro, in der Werkstatt und Produktion konzipiert und<br />

haben kräftige Neodym-Magnete, die in runden oder rechteckigen<br />

Kunststoffgehäusen (in vier Farben erhältlich) eingebettet sind.<br />

Der Neodym-Haftmagnet GN 53.3 wurde für einfaches Handling<br />

konzipiert und verfügt daher über ein Kunststoff-Griffstück, das<br />

entweder kegelförmig oder flach gestaltet ist. Bei der flachen Variante<br />

ist zusätzlich eine Öse für die Sicherung vorhanden. Bei GN 53.4<br />

besteht das Griffstück aus vernickeltem Stahl, optional schützt eine<br />

TPE-Auflage empfindliche Oberflächen.<br />

Ganter bietet neben diesen wirkungsoptimierten Magnetsystemen<br />

auch Rohmagnete an – aus Hartferrit, Neodym, SmCo und<br />

AlNiCo, in verschiedenen Bauformen und Größen, mit oder ohne<br />

Befestigungsbohrungen. Diese Magnete der Reihen GN 55.1 bis GN<br />

55.4 sowie GN 57.1 bis GN 57.3 lassen sich problemlos überspritzen,<br />

verkleben oder einnähen und können beispielsweise zur Befestigung<br />

der Verkabelung in Windkraftanlagen eingesetzt werden.<br />

Otto Ganter GmbH & Co. KG<br />

Triberger Straße 3<br />

D 78<strong>12</strong>0 Furtwangen<br />

Telefon: +49 7723 65070 Telefax: +49 7723 4659<br />

eMail: info@ganternorm.com<br />

Internet: http://www.ganternorm.com<br />

ESD-Handschuhe für die Industrie<br />

Die METOCLEAN ESD- Reinraum Handschuhe von Asmetec bestehen<br />

aus fusselfreiem, ableitfähigem, atmungsaktivem und feinstem<br />

Polyestergewebe. Sie sind angenehm zu tragen und besitzen<br />

eine perfekte Passform.<br />

Durch Ihre Eigenschaften, sind sie für Halbleiter, Automotiv,<br />

Pharmazie, Landwirtschaft, Restaurant, Hotels uvm., nach EN<br />

61340-5-1 geeignet.<br />

Die METOCLEAN ESD-Reinraum Handschuhe zeichnen<br />

sich für Ihre kurzen Lieferzeiten aus und sind meist aus Lagervorrat<br />

lieferbar.<br />

ASMETEC GmbH<br />

D 67294 Orbis<br />

ESD Handschuhe Liner. Erhältlich in den Größen XS bis XXL<br />

(Bild: ASMETEC GmbH)<br />

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OmniGrade: Ein neues maßgeschneidertes<br />

RGA-System für anspruchsvolle<br />

Reinheitsnachweise<br />

– Restgasanalysesystem mit niedrigen Nachweisgrenzen<br />

– Automatisierter Messprozess<br />

– Kundenanforderungen modular bedienen<br />

Neben Vakuumpumpen, Lecksuchern,<br />

Mess- und Analysegeräten, Bauteilen sowie<br />

Vakuumkammern und -systemen bietet<br />

Pfeiffer Vacuum nun auch maßgeschneiderte<br />

Komplettlösungen in Form von Restgasanalysesystemen<br />

(RGA) an. Schnell aufstrebende<br />

Märkte mit hohen technischen<br />

Anforderungen legen immer mehr Wert auf<br />

hervorragende Sauberkeit, da molekulare<br />

Verunreinigungen die Funktionalität ihrer<br />

Produkte negativ beeinflussen. Daher definieren<br />

immer mehr Kunden höhere Anforderungen<br />

an die Reinheit. Im Bereich der<br />

EUV-Lithographie werden diese beispielsweise<br />

durch die „Generic Standards“ GSA<br />

07 <strong>12</strong>21 & GSA 07 2221 definiert. Der Schlüssel<br />

zur Sicherung der Produktqualität liegt in<br />

der korrekten Bestimmung der Ausgasungsraten<br />

unter Hochvakuumbedingungen mit<br />

dem neuen kundenspezifischen System von<br />

Pfeiffer Vacuum namens OmniGrade.<br />

OmniGrade ist ein hochentwickeltes<br />

Restgasanalysesystem, bei dem das Design<br />

so gewählt wird, dass es den spezifischen<br />

Prüfanforderungen entspricht. Ein Team<br />

von Pfeiffer Vacuum Experten erarbeitet die<br />

bestmögliche Lösung für diese Anforderungen<br />

unter Berücksichtigung der Gesamtkosten<br />

und der Vorlaufzeiten. Eine Konfiguration<br />

umfasst zwei oder drei Kammern.<br />

Sie besteht aus der Spektrometerkammer,<br />

in der das Massenspektrometer positioniert<br />

wird, sowie einer Messkammer, in der<br />

die Proben während der Messung platziert<br />

werden. Eine Schleusenkammer zur Minimierung<br />

des Systemuntergrunds und des<br />

Probentransports durch ein automatisches<br />

Transfersystem ist optional erhältlich. OmniGrade<br />

wurde für einen geringen Platzbedarf<br />

und eine einfache Integration mit den<br />

neuesten Schnittstellen konzipiert. Zudem<br />

ist eine Reinraumkompatibilität möglich.<br />

Das Massenspektrometer kann entsprechend<br />

den Anforderungen ausgewählt werden<br />

(PrismaPro oder HiQuad). Thermisches<br />

Heizen, entweder des reinen Systems oder<br />

zusammen mit der Probe (Bake-out), trägt<br />

zur weiteren Optimierung der Messfähigkeit<br />

und zur Verbesserung der Probenreinheit<br />

bei.<br />

„OmniGrade wurde mit energieeffizienten<br />

Komponenten und fortschrittlichen<br />

Technologien ausgestattet, die Abfall und<br />

Emissionen reduzieren. Es trägt dazu bei,<br />

die Prozesse zur Überprüfung der Reinheit<br />

zu optimieren, was zu weniger Abfall und<br />

einer effizienteren Nutzung der Ressourcen<br />

in der Produktion des Kunden führt“, sagte<br />

Patrick Walther, Strategic Product Manager<br />

Instruments bei Pfeiffer Vacuum, auf der<br />

Precision Fair.<br />

Pfeiffer Vacuum bietet ein neues maßgeschneidertes RGA-System für anspruchsvolle<br />

Reinheitsnachweise.<br />

Pfeiffer Vacuum GmbH<br />

D 35614 Asslar<br />

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Freudenbergs ChemWatch S ermöglicht Echtzeitbewertung der Luftqualität,<br />

um Betrieb und Anlagen besser zu schützen<br />

Intelligentes Monitoring hält<br />

Korrosion in Schach<br />

Mit dem ChemWatch S Air Corrosivity Monitoringsystem stellt Freudenberg Filtration Technologies die neueste Generation<br />

seiner Korrosions-überwachung vor. Durch die Analyse der Luftqualität in Echtzeit, begrenzt sie die Risiken von<br />

Korrosionsschäden an elektronischen Bauteilen und Metalloberflächen. Intuitiv zu bedienen und kompatibel mit einer<br />

Vielzahl von Anwendungen – selten war es so einfach, saubere Luft und eine sichere Arbeitsumgebung zu gewährleisten.<br />

Metalloberflächen und elektronische Komponenten<br />

sind empfindlicher als man denkt.<br />

Vor allem in industriellen Umgebungen<br />

wie der Zellstoff- und Papierproduktion,<br />

Erdöl- und Chemieprozessen, Rechenzentren,<br />

Metall- und Stahlverarbeitung oder<br />

geschlossenen Serverräumen. Korrosive<br />

Dämpfe und Gase können hier schwere<br />

Schäden verursa-chen. Dadurch leidet die<br />

Produktivität, die Wartungskosten steigen<br />

und ungeplante Ausfallzeiten sind unvermeidlich.<br />

Eine Möglichkeit ist die Installation<br />

von Gasphasenfiltern, die die Schadstoffe<br />

in der Luft reduzieren. Darüber hinaus<br />

können Überwachungssysteme die Leitfähigkeit<br />

sicherstellen, indem sie frühzeitig<br />

Leckagen oder das Ende der Lebensdauer<br />

des Gasphasenfilters erkennen.<br />

Überwachung der Korrosionsschweregrade<br />

G1 bis GX<br />

Die ChemWatch S von Freudenberg liefert<br />

zuverlässige Informationen über die Korrosionsgefahr<br />

durch saure Gase, indem sie<br />

kontinuierlich die Temperatur, die relative<br />

Luftfeuchtigkeit und den Korrosionsgehalt<br />

in der Luft über vier moderne Sensoren<br />

überwacht. Dabei erfüllt sie die ANSI / ISA<br />

71.04-2013 Norm und hilft bei der frühzeitigen<br />

Erkennung von Gaslecks und Störquellen.<br />

Dies ermöglicht umgehend zu reagieren,<br />

empfindliche Komponenten zu schützen<br />

und eine sichere Arbeitsumge-bung zu<br />

gewährleisten.<br />

Die ChemWatch S von Freudenberg liefert Informati-onen über die Korrosionsgefahr<br />

durch saure Gase. (Bildquelle: Freudenberg Filtration Technologies)<br />

mat oder über eine Modbus-Verbindung<br />

exportiert. Da Nutzer jederzeit und überall<br />

über das Dashboard auf die Daten zugreifen<br />

können, ist kein zusätzliches Display<br />

notwendig. Das macht die ChemWatch S<br />

robuster und kostengünstiger als bisherige<br />

Sensorsysteme.<br />

Hochladen von Daten in Echtzeit<br />

Die neueste Generation ist zwar kleiner,<br />

bringt aber nicht weniger Leistung. Der interne<br />

Speicher kann mehr als zwei Jahre<br />

Daten aufzeichnen, während die cloudbasierte<br />

Datenübertragung über MQTT<br />

in Echtzeit abläuft. Durch die optimierte<br />

Schnittstellenkompatibilität können die<br />

Informationen von mehreren Geräten und<br />

Prozessleitsyste-men konsolidiert und über<br />

die Cloud analysiert werden. Darüber hinaus<br />

unterstützt die ChemWatch S die Azure<br />

Cloud und andere Microsoft-Anwendungen<br />

und lässt sich nahtlos integrieren, um maxi-<br />

Die kompakte ChemWatch S ist einfach<br />

einzurichten und zu bedienen, verfügt über<br />

ein intuitives, detailliertes Dashboard und<br />

unterstützt alle gängigen Betriebssysteme<br />

(iOS, Android, Windows, Linux). Verknüpft<br />

wird sie über eine Ethernet- oder drahtlose<br />

Verbindung. Messdaten werden schnell<br />

vom Dashboard im XLSX- oder PDF-Formale<br />

Zuverlässigkeit und Datenkontrolle zu<br />

gewährleisten.<br />

Der Kunde hat die Qual der Wahl<br />

Wer lieber alles direkt im Blick hat und<br />

einen analogen Datenausgang nutzen<br />

möchte, für den ist die reguläre Chem-<br />

Watch eine gute Wahl. Sie bietet ein Farbdisplay<br />

auf der Vorderseite. Ein Diagramm<br />

zeigt, ob sich die Schadgaskonzentration<br />

im „grünen Bereich“ befindet und wie sie<br />

sich im Laufe der Zeit entwickelt hat. Außerdem<br />

verfügt die reguläre ChemWatch<br />

über einen integriertes, herausnehmbares<br />

Datenmedium. Dieses kann an einem<br />

anderen, nicht sensiblen Ort ausgelesen<br />

werden, wenn eine Datenübertragung am<br />

Gerätestandort aus Sicherheitsgrün-den<br />

nicht möglich ist.<br />

Freudenberg Filtration Technologies SE & Co. KG<br />

D 69465 Weinheim<br />

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Hochgenaue Ausrichtung von Wafern und Optiken<br />

6-Achs-Manipulator für die<br />

Halbleiterinspektion<br />

Der 6-Achs-Manipulator von Steinmeyer Mechatronik kombiniert einen Kreuztisch mit einem Tripod und erzielt dadurch<br />

ein Höchstmaß an Präzision, Steifigkeit und Kompaktheit. Eine ideale Lösung für hochgenaue Inspektionssysteme in der<br />

Halbleiterindustrie.<br />

Vor dem Vermessen bzw. Bearbeiten müssen<br />

Wafer und Optiken mikrometergenau<br />

ausgerichtet werden. Das erfordert kompakte<br />

Positionierlösungen, die kleine Stellwege<br />

von wenigen Millimetern beziehungsweise<br />

Grad zuverlässig und hochgenau realisieren.<br />

Mit dem 6-Achs-Manipulator bietet<br />

Steinmeyer Mechatronik die passende Lösung.<br />

Das Dresdner Unternehmen ist ein<br />

etablierter Lieferant für Positioniersysteme<br />

in der Halbleiterinspektion und kennt die<br />

applikationsspezifischen Anforderungen<br />

genau. Der 6-Achs-Manipulator zeichnet<br />

sich durch höchste Präzision im Submikrometerbereich<br />

sowie eine kompakte Bauschen<br />

Achsen Rx und Ry ermöglichen Kippungen<br />

um ±2°, die Drehung um die Vertikale<br />

Rz beträgt 360°. Dank der Wiederholgenauigkeit<br />

von ±2,5 µm bzw. ±0,005° lassen<br />

sich sehr präzise Alignment-Ergebnisse erzielen<br />

– und das bei hohen Lasten bis 15 kg.<br />

Ausrichten von Wafern und Optiken<br />

Der 6-Achs-Manipulator von Steinmeyer Mechatronik realisiert hochgenaue<br />

Ausrichtprozesse in der Halbleiterinspektion. (Bild: Steinmeyer Mechatronik GmbH)<br />

Der Manipulator verfügt über eine zentrale<br />

Durchlichtöffnung von 250 mm und kann<br />

für das Ausrichten von Wafern und Optiken<br />

bis 300 mm/<strong>12</strong>? eingesetzt werden. Für größere<br />

450 mm/18? Wafer und Optiken sind<br />

Sonderausführungen umsetzbar. Anwendung<br />

findet der 6-Achs-Manipulator unter<br />

anderem beim Testing und Bonding auf<br />

Wafern und PCBs sowie für Kombinationen<br />

von optischer Inspektion und Bearbeitung,<br />

beispielsweise beim Chip-on-Board<br />

Bonding (Messmikroskop und Laserlöten).<br />

Ausführungen für Reinraum sind erhältlich.<br />

Die Anbindung erfolgt via EtherCAT, CAN,<br />

Ethernet oder Profibus. Je nach Maschinenumgebung<br />

können Motion Controller für<br />

Beckhoff, ACI oder Siemens integriert werden.<br />

Vorbereitete Softwareschnittstellen<br />

und Bibliotheken für alle gängigen Industriesteuerungen<br />

und Hochsprachen (API)<br />

sind verfügbar.<br />

weise aus und ist damit wie geschaffen für<br />

hochgenaue Ausrichtprozesse.<br />

Hochpräziser 6-Achs-Manipulator<br />

für die Halbleiterinspektion<br />

Der 6-Achs-Manipulator besteht aus einem<br />

Kreuztisch in der Horizontalen sowie einem<br />

Tripod für Vertikalhub und zwei Kippungen<br />

und kombiniert damit die Stärken kartesischer<br />

und parallelkinematischer Konstruktionen<br />

in einem System. Die kartesische<br />

XY-Verstellung realisiert Verfahrwege von<br />

±15 mm, die Vertikalachse des Tripods ist für<br />

Hübe von ±10 mm ausgelegt. Die rotatori-<br />

Spezialist für maßgeschneiderte<br />

mechatronische Positionierlösungen<br />

Seit mehr als 150 Jahren entwickelt und<br />

produziert Steinmeyer Mechatronik innovative,<br />

auf die jeweilige Anwendung perfekt<br />

zugeschnittene Positionierlösungen. Am<br />

Standort Dresden arbeiten alle Abteilungen<br />

– Entwicklung, Mechanik, Elektronik,<br />

Software, Fertigung, Montage, Messlabore,<br />

Testzentrum – vernetzt unter einem Dach.<br />

So können Synergien optimal genutzt und<br />

spezifische Kundenanforderungen schnell<br />

und unkompliziert realisiert werden.<br />

Steinmeyer Mechatronik GmbH<br />

D 0<strong>12</strong>59 Dresden<br />

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Das von KLEPP Absauganlagen vertriebene kompakte Reinraumgerät DAIR verbessert die Luftreinheit am Arbeitsplatz. Es<br />

hält die Arbeitsflächen frei von Schwebstoffen und erzeugt zugleich eine unsichtbare „Reinraum-Blase“ am Arbeitsplatz.<br />

„Blasentechnologie“ DAIR<br />

setzt neuen Standard<br />

Das mobile Absauggerät DAIR wartet mit einer laminaren Reinluftströmung<br />

von 0,5-0,6 m/s auf und absorbiert Partikelgrößen > 0,3<br />

Mikron. Zudem bläst es konstant Reinluft über den Arbeitsplatz, wobei<br />

der laminare Luftstrom nicht zu spüren ist. Vielmehr erzeugt die<br />

Blasentechnologie eine angenehme Arbeitsumgebung.<br />

Das in einem pulverbeschichteten, feinstrukturierten Stahlgehäuse<br />

untergebrachtes Reinraumgerät zeichnet sich im Vergleich<br />

zu marktüblichen Geräten durch ein geringes Gewicht aus. So wiegen<br />

das Gebläse <strong>12</strong> kg und die Filtereinheit 29 kg. Die Teleskoprohre<br />

bringen 3 kg auf die Waage. Zudem lässt sich die Absaugung einfach<br />

und flexibel an allen Standardarbeitstischen montieren. Der Abstand<br />

zwischen dem Boden der Filtereinheit und dem Tisch beträgt<br />

maximal 300 mm. Das ermöglicht es, Arbeitsbereiche flexibel und<br />

ergonomisch zu gestalten.<br />

Die Blasentechnologie lässt sich in der Produktion und Wartung<br />

elektrischer Hochspannungsanlagen ebenso einsetzen wie im Bereich<br />

der Montage und Instandhaltung von Displays, Optiken und<br />

der Fertigung und Pflege von Luxusuhren. Ferner sorgt die Absaugung<br />

in der Mikromechanik, Pharmazeutik, Probenentnahme, Lebensmittelverarbeitung<br />

und in Verpackungs- und Kunststoffsegmenten<br />

für reine Arbeitsluft. Aber auch ein schwedischer Hersteller<br />

und Reparateur von Radaranlagen setzt das Reinraumgerät DAIR<br />

gewinnbringend ein. Dieser Fertiger musste bislang teure Umbauten<br />

an gängigen Systemen vornehmen, um die erforderliche Luftreinheit<br />

zu erzielen.<br />

Wie alle Filtersysteme von KLEPP lässt sich auch das DAIR<br />

Reinraumgerät nachhaltig nutzen. Kunden haben damit Zugriff auf<br />

einen kleinen, mobilen, flexiblen „Reinraum“ und schützen damit<br />

gleichermaßen die Mitarbeiter und das Produkt.<br />

Planung, Montage und Service aus einer Hand<br />

„MA<strong>DE</strong> IN GERMANY“<br />

Das Leistungsspektrum von KLEPP umfasst neben Absaugungen<br />

für Einzelarbeitsplätze auch Absauganlagen für bis zu 40 Arbeitsplätze<br />

oder Maschinen. Arbeitskabinette, Untertischabsaugungsanlagen<br />

und Saugschlitzkanäle können außerdem in Sondergrößen<br />

und auf spezifische Anforderungen abgestimmt produziert werden.<br />

Da KLEPP die Filtersysteme in Bad Aibling (Bayern) aus Systemkomponenten<br />

individuell in Handarbeit zusammensetzt, handelt es<br />

sich um qualitativ hochwertige Einzelstücke „Made in Germany“.<br />

Klepp Absauganlagen GmbH<br />

D 83043 Bad Aibling<br />

Sichere Vial-Verblindung für internationale<br />

klinische Studie<br />

Schreiner MediPharm hat eine zuverlässige Verblindungslösung für Vials entwickelt. Die selbstklebenden Folienlabels sind<br />

gleichzeitig farbig und halbtransparent – so können unterschiedliche Flüssigkeiten von Verum und Placebo nicht voneinander<br />

unterschieden werden, während der Füllstand der Vials weiterhin ablesbar ist.<br />

Die Vial-Verblindungslösung ermöglicht eine<br />

zuverlässige Neutralisierung von Verum und<br />

Placebo in der klinischen Studie.<br />

© Schreiner MediPharm<br />

Bei klinischen Studien ist es wichtig, die<br />

Prüfpräparate sicher zu verblinden, damit<br />

die Probanden Verum und Placebo nicht<br />

voneinander unterscheiden können. Nur so<br />

können valide Ergebnisse zur Wirksamkeit<br />

des getesteten Medikaments erzielt werden.<br />

Im Falle von durchsichtigen Gefäßen<br />

wie Vials stellt dies besondere Herausforderungen<br />

an eine Verblindungslösung, denn<br />

deren Inhalt muss farblich neutralisiert werden<br />

und gleichzeitig weiterhin sichtbar sein.<br />

Schreiner MediPharm hat ein farbiges<br />

Folienlabel für Vials entwickelt, die mit<br />

einem flüssigen Wirkstoff gefüllt sind. Die<br />

spezielle Verblindungslösung besteht aus<br />

einem selbstklebenden Label mit halbtransparenter<br />

gelber Färbung. So sind unterschiedliche<br />

Flüssigkeiten, die in Vials abgefüllt<br />

sind, nicht mehr voneinander unterscheidbar.<br />

Gleichzeitig ist das Label jedoch<br />

transparent genug, um den Füllstand der<br />

enthaltenen Flüssigkeit zu erkennen.<br />

Schreiner MediPharm<br />

D 85764 Oberschleissheim<br />

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Nachhaltige Flächendesinfektion<br />

– mikrozid® universal wipes green line<br />

nun auch im maxi-Format verfügbar<br />

– Jetzt erhältlich: Medizinische gebrauchsfertige Desinfektionstücher für mittelgroße Oberflächen im maxi-Format,<br />

100 % frei von Plastik und klimaneutral produziert.<br />

– schülke unterstützt Kliniken und Pflegeeinrichtungen bei nachhaltiger Flächendesinfektion<br />

Ab heute sind die mikrozid® universal wipes* green line auch im maxi-Format erhältlich. Das neue Format (23 x 25 cm)<br />

der medizinischen Desinfektionstücher eignet sich besonders zur materialschonenden Desinfektion mittelgroßer Flächen.<br />

Wie die innovativen mikrozid® universal wipes* green line im Standardformat ist auch das Tuchmaterial der maxi wipes<br />

komplett frei von Plastik und klimaneutral produziert.<br />

Im Gegensatz zu herkömmlichen medizinischen PET-basierten<br />

Desinfektionstüchern hinterlassen die neuen maxi-wipes dank des<br />

innovativen Vliesstoffs mit VEOCELTM** Fasern einen um bis zu<br />

30 % reduzierten CO2-Fußabdruck. Zudem reduziert die optimierte<br />

Verpackung mit 90 Tüchern den Plastikmüll um 18 % im Vergleich<br />

zu der großformatigen premium Variante mit 80 Tüchern. Die um<br />

<strong>12</strong>,5 % höhere Palettenauslastung sorgt für nachhaltigen Transport<br />

und Lagerhaltung.<br />

Spezialviscose Fasern senken Umweltbelastung<br />

Für das Tuchmaterial der mikrozid® universal wipes* green line maxi<br />

verwendet schülke VEOCELTM Fasern. Der Rohstoff Holz, der die<br />

Grundlage der Fasern bildet, stammt aus kontrollierten und nachhaltig<br />

bewirtschafteten Wäldern und Plantagen. Die hohe Qualität<br />

der Fasern mit sehr guter Flüssigkeitsverteilung und hervorragender<br />

Saugfähigkeit wird durch ein streng angewandtes Herstellungsverfahren<br />

mit besonders geringen Umweltauswirkungen erreicht, welches<br />

den vollständigen Verzicht auf synthetische Fasern auf fossiler<br />

Basis ermöglicht.<br />

Zum Schutz von Mensch, Umwelt und Klima<br />

Mit den mikrozid® universal wipes* green line Produkten unterstützt<br />

schülke Kliniken und Pflegeeinrichtungen bei mehr Nachhaltigkeit<br />

in ihren täglichen Routinen. Gerade dort, wo sich zum Schutz<br />

der Patient:innen vor Infektionen ein hohes Maß an Verbrauchsmaterial<br />

nicht vermeiden lässt, muss der Schutz der Umwelt eine hohe<br />

Priorität haben. Hier leistet das Unternehmen mit der Produktlinie<br />

der mikrozid® universal wipes* green line einen wichtigen Beitrag.<br />

Das neue maxi-Format bietet die perfekte Ergänzung für eine nachhaltige<br />

Flächendesinfektion. „Der Schutz von Mensch, Umwelt und<br />

Klima hat bei uns oberste Priorität“, sagt Stefan Kukacka, CEO bei<br />

schülke. „Wir sind stolz, diese Ziele auch mit den mikrozid® universal<br />

wipes* green line maxi zu erfüllen.“<br />

Nachhaltigkeit auf vielen Ebenen<br />

Als Vorreiter bei der Herstellung nachhaltiger Produkte ist nicht nur<br />

die green line zertifiziert, sondern auch schülke als Unternehmen<br />

ist mehrfach national für seine Umweltschutzbemühungen auf verschiedenen<br />

Ebenen zertifiziert. Der Standort in Norderstedt FSCzertifiziert<br />

und schülke kompensiert die anfallenden CO2-Emissionen<br />

durch zertifizierte Klimaschutzprojekte in Zusammenarbeit mit<br />

ClimatePartner. Auch das Ecovadis Scoring hat schülke erneut erfolgreich<br />

absolviert und wurde mit der Goldmedaille ausgezeichnet.<br />

Schülke & Mayr GmbH<br />

Robert-Koch-Str. 2<br />

D 22851 Norderstedt<br />

Telefon: +49 40 521000<br />

eMail: life.sciences@schuelke.com<br />

Internet: http://www.schuelke.com<br />

* Biozidprodukte vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch<br />

stets Etikett und Produktinformationen lesen<br />

** VEOCEL ist eine Marke der Lenzing AG<br />

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Reinraum-Sprechstunde : Mittwoch, 06.<strong>12</strong>. <strong>2023</strong> | 15 - 16 Uhr | online<br />

Thema: Reinraum-Schleuse - Anforderungen zum Verhalten und zur Gestaltung<br />

In dieser Reinraum-Sprechstunde werden wir uns den kritischen Ort der Reinraum-Schleuse genauer ansehen, der<br />

entscheidend ist, um Kontaminationen von außen nach innen zu verhindern – sei es durch Personen oder Materialien. Wir<br />

werden die Anforderungen an das Verhalten und die Gestaltung der Reinraum-Schleuse durchgehen und freuen uns darauf,<br />

Ihre Erfahrungen, Fragen und bewährten Praktiken zu hören, um gemeinsam ein tieferes Verständnis für die Bedeutung von<br />

Ein- und Ausschleusen zu entwickeln.<br />

Die Sprechstunde wird voraussichtlich etwa 1 Stunde dauern.<br />

Bitte markieren Sie sich den Termin in Ihrem Kalender. Ihre aktive Teilnahme ist uns wichtig, und wir freuen uns darauf,<br />

in dieser Diskussion von Ihrem wertvollen Wissen zu profitieren.<br />

Per Zoom am Mittwoch, 6. Dezember <strong>2023</strong>, um 15 Uhr | Anmeldung unter: https://lnkd.in/evHjhXUN<br />

Ihr Cleanroom Future Team<br />

Cleanroom Future GmbH Dieselstraße 5 D 04683 Naunhof Tel. : 0049 341 2308 11 55 info@cleanroomfuture.com www.cleanroomfuture.com<br />

Veranstaltungen<br />

im Dezember <strong>2023</strong><br />

06.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Kalibrierung: Zertifikate und Dokumentationen<br />

Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

07.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong> - 09.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Messe<br />

Vietnam Medi-Pharm Expo<br />

Veranstaltungsort: Hanoi City (Vietnam)<br />

Veranstalter: VINEXAD - Exhibition & event<br />

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07.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Tagung<br />

Reinraum-Stammtisch zum Thema „Implementierung<br />

von Reinheitsanforderungen in bestehende Fertigungsprozesse“<br />

Veranstaltungsort: Kahla<br />

Veranstalter: COLANDIS GmbH<br />

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08.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong> - 09.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Onlineseminar Sicherheitstraining Zytostatika<br />

Veranstaltungsort: Elmshorn<br />

Veranstalter: Berner International GmbH<br />

MEHR …<br />

<strong>12</strong>.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong> - 13.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Computervalidierung: Keep IT Validated<br />

Veranstaltungsort: Baden-Baden<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

MEHR …<br />

<strong>12</strong>.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong> - 14.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Seminar<br />

Lehrgang zum Reinraum-Verantwortlichen mit Zertifikat<br />

Veranstaltungsort: Frankfurt am Main<br />

Veranstalter: Cleanroom Future<br />

MEHR …<br />

<strong>12</strong>.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong> - 13.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

GMP-Anforderungen an das Anlagendesign (PT 15)<br />

- Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

13.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong> - 15.<strong>12</strong>.<strong>2023</strong><br />

Webinar<br />

Validierungsbeauftragte/r in der pharmazeutischen Industrie<br />

(QV 16) - Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

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Veranstaltungen<br />

im Januar 2024<br />

19.01.2024 - 20.01.2024<br />

Seminar<br />

Praxisseminar Sicherheitstraining Zytostatika<br />

Veranstaltungsort: Elmshorn<br />

Veranstalter: Berner International GmbH<br />

MEHR …<br />

23.01.2024 - 25.01.2024<br />

Webinar<br />

Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block I - Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

24.01.2024 - 25.01.2024<br />

Seminar<br />

Intensivseminar für Reinraum Quereinsteiger<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

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26.01.2024<br />

Webinar<br />

PTS Live: Bezahlbarkeit von GMP<br />

für mittlere und kleine Unternehmen<br />

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

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30.01.2024<br />

Seminar<br />

Qualifizierung von Anlagen und Utilities im GMP-Umfeld<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR …<br />

31.01.2024<br />

Webinar<br />

Excel-Auswerteblätter im Labor<br />

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

31.01.2024<br />

Seminar<br />

Der neue Annex 1<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR …<br />

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Veranstaltungen<br />

im Februar 2024<br />

01.02.2024<br />

Seminar<br />

Reinigungsvalidierung im GMP-Umfeld<br />

– Behördliche Anforderungen, Grundlagen, P<strong>DE</strong>-Konzept, Praxis<br />

Veranstaltungsort: Rheinfelden (CH)<br />

Veranstalter: Swiss Cleanroom Concept GmbH<br />

MEHR …<br />

05.02.2024<br />

Seminar<br />

Grundlagen der Qualifizierung und Validierung<br />

von Anlagen und Prozessen<br />

Veranstaltungsort: Ostfildern<br />

Veranstalter: Technische Akademie Esslingen e.V.<br />

06.02.2024<br />

Webinar<br />

GMP meets IT<br />

Veranstaltungsort: dem PTS Webinar-Raum<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

MEHR …<br />

MEHR …<br />

06.02.2024 - 08.02.2024<br />

Webinar<br />

Pharma-Ingenieur/in (PT 25) - Block II - Live Online Seminar<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

13.02.2024<br />

Seminar<br />

Audits bei Kalibrierung und Prüfmitteln<br />

Veranstaltungsort: CH-Olten<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

14.02.2024<br />

Seminar<br />

Temperierte Einrichtungen:<br />

Qualifizierung, Mapping, zyklische Verifizierung<br />

Veranstaltungsort: Olten (CH)<br />

Veranstalter: PTS Training Service<br />

MEHR …<br />

MEHR …<br />

15.02.2024 - 16.02.2024<br />

Webinar / Live Online Training<br />

Process Understanding - Statistical Process Control (SPC)<br />

Veranstaltungsort: online<br />

Veranstalter: CONCEPT HEI<strong>DE</strong>LBERG GmbH<br />

MEHR …<br />

Impressum:<br />

W.A. Schuster GmbH / reinraum online · Mozartstraße 45 · D 70180 Stuttgart · Tel. +49 711-9640350 · Fax 9640366<br />

info@reinraum.de · www.reinraum.de · GF Dipl.-Designer Reinhold Schuster · Stgt, HRB 14111 · USt.-IdNr. <strong>DE</strong> 147811997<br />

Originaltexte und Bilder:<br />

Die namentlich gekennzeichneten Beiträge stehen in der Verantwortung des jeweiligen Autors. Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit Genehmigung<br />

der Redaktion und mit Quellenangabe gestattet. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Abbildungen übernimmt der Herausgeber keine<br />

Haftung. Dem Herausgeber ist das ausschließliche, räumliche, zeitliche und inhaltlich eingeschränkte Recht eingeräumt, den Beitrag in unveränderter<br />

oder bearbeiteter Form für alle Zwecke beliebig oft zu nutzen oder Dritten zur Nutzung zu übertragen. Dieses Nutzungsrecht bezieht sich auf Print- und<br />

elektrische Medien (Internet, Datenbanken, Datenträger aller Art).<br />

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