Wirz Unternehmungen Akzente 7 | 2023
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Ausgabe Nr. 7 | <strong>2023</strong><br />
SEITE 4<br />
REPORTAGE<br />
Neues Leben in<br />
historischem Rahmen<br />
In der von 1832 bis 1834 erbauten Villa Morillon, einer der bedeutendsten<br />
palladianischen Villen des Klassizismus in der Schweiz, und<br />
in der benachbarten Kutschnerei waren drei <strong>Wirz</strong> Unternehmen mit<br />
anspruchsvollen Arbeiten beschäftigt.<br />
Mit einer bemerkenswerten Rarität und einer besonders heiklen Aufgabe<br />
war die Zimmerei der <strong>Wirz</strong> Holzbau AG konfrontiert. Im Kutschenhaus stellte<br />
sie ein Mitte des 19. Jahrhunderts in traditioneller Zimmermannskunst<br />
erbautes Tragwerk instand: einen Bogenbohlen-Dachstuhl, der den imposanten<br />
Heuraum überspannt.<br />
SEITE 2<br />
EDITORIAL<br />
SEITE 2<br />
LEITARTIKEL<br />
SEITE 3<br />
FOKUS<br />
TOP-TEAMS<br />
EIN KURZES VORWORT<br />
WOHNUNGSKNAPPHEIT<br />
ODER WOHNUNGSNOT?<br />
AKTUELLE ARBEITEN<br />
EIN KLEINER AUSZUG<br />
SEITE 6<br />
FACHBEITRAG<br />
SEITE 6<br />
FACHBEITRAG<br />
SEITE 7<br />
FLASH<br />
DIE WEICHEN SIND<br />
GESTELLT<br />
Im Jugendkulturlokal auf der Grossen Schanze wurde<br />
eine Kernsanierung mit Rückbau der bestehenden<br />
Lüftung und Neubau der Clublüftung durchgeführt.<br />
HIER GEHT’S HOCH<br />
HINAUS<br />
Über dem Loeb-Egge, zuoberst auf dem Warenhaus Loeb,<br />
ist ein attraktives Rooftop-Restaurant mit Terrasse und<br />
spektakulärer Aussicht entstanden.<br />
SICHERHEIT WILL<br />
GELERNT SEIN<br />
Auf einem Sicherheitsrundgang wurden unsere neuen<br />
Lernenden für spezifische Gefahrensituationen im Hochbau<br />
und im Holzbau sensibilisiert.
AKZENTE – Editorial / Leitartikel<br />
TOP-TEAMS<br />
Liebe Leserin, lieber Leser<br />
Mit Talent gewinnt man vielleicht ein Spiel, mit Teamwork<br />
und Engagement gewinnt man die Meisterschaft.<br />
Diesen Satz, frei nach Michael Jordan, der Basketball-<br />
Legende, unterschreibe ich sofort. Grosse Leistungen<br />
in der Arbeitswelt werden selten von Einzelpersonen,<br />
sondern meistens von einem Team von Menschen<br />
vollbracht.<br />
In dieser Ausgabe von AKZENTE sind drei Beiträge<br />
unseren Mitarbeitenden gewidmet. Einerseits den<br />
älteren, die den <strong>Wirz</strong> Unternehmen seit zwanzig,<br />
dreissig, vierzig und sogar fünfundvierzig Jahren die<br />
Treue halten. Andererseits den jüngeren, die gerade<br />
erfolgreich ihre Ausbildung abgeschlossen haben und<br />
mehrheitlich weiterhin in unseren Reihen bleiben<br />
werden. Und drittens den jüngsten, die eben erst ihre<br />
Lehrzeit angetreten haben und am Anfang einer vielversprechenden<br />
Berufslaufbahn stehen. Wir sind stolz,<br />
sie alle in der <strong>Wirz</strong>-Welt zu wissen.<br />
Wohnungsknappheit<br />
oder Wohnungsnot?<br />
Es gibt immer weniger leerstehende Wohnungen. Gleichzeitig steigen<br />
vielerorts die Mietzinse. Nebst der allgemeinen Teuerung werden die Haushaltsbudgets<br />
immer stärker durch das Wohnen belastet. So wird denn auch<br />
in verschiedensten Kreisen die Forderung nach mehr preisgünstigem<br />
Wohnraum laut.<br />
Ich nutze die Gelegenheit, Sie auf www.wirzkarriere.ch,<br />
die gemeinsame Plattform der <strong>Wirz</strong> <strong>Unternehmungen</strong>,<br />
hinzuweisen, auf der Sie viel Wissenswertes über die<br />
vielfältigen Berufe, über Ausbildungsmöglichkeiten<br />
und aktuelle Stellenangebote in unseren Firmen und<br />
Abteilungen finden. Ausserdem geben wir Ihnen hier<br />
Einblick in unsere Unternehmenskultur, unsere Werte<br />
und Firmenphilosophie.<br />
Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre.<br />
Jeton Tolaj<br />
Delegierter des Verwaltungsrats<br />
IMPRESSUM<br />
Herausgeber / Verantwortung Inhalt<br />
<strong>Wirz</strong> <strong>Unternehmungen</strong><br />
Text<br />
Jürg P. Stoller<br />
Gestaltung<br />
MAGNET Werbeagentur GmbH<br />
NACHFRAGE UND ANGEBOT<br />
IM UNGLEICHGEWICHT<br />
Die Nachfrage nach Mietwohnungen steigt, gleichzeitig<br />
schwächt sich die Bautätigkeit ab. Laut Bundesamt für<br />
Statistik ist die Zahl der neugebauten Wohnungen wie auch<br />
der Baubewilligungen seit 2018 stetig gesunken. Gründe<br />
dafür: Rückgang der Baugesuche nach einem früheren Überangebot,<br />
langwierige, komplexe Bewilligungsverfahren,<br />
zunehmende Einsprachen und Rekurse. Nach zwölf Jahren<br />
steigender Leerwohnungsziffern hat 2021 eine Trendwende<br />
eingesetzt. Landesweit ist die Leerwohnungsziffer auf heute<br />
1.31 Prozent geschrumpft, d.h. unter die Grenze zur Wohnungsknappheit<br />
von 1.5 Prozent.<br />
DEMOGRAFISCHER WANDEL<br />
Seit Einführung der Personenfreizügigkeit 2002 ist die Bevölkerung<br />
in der Schweiz um nahezu 20 Prozent auf heute<br />
über neun Millionen gewachsen. Die Zahl der Haushalte<br />
wächst jedoch fast doppelt so stark wie die Bevölkerung.<br />
Gründe dafür sind veränderte Familienstrukturen, mehr<br />
Alleinstehende, mehr Scheidungen und Trennungen, weniger<br />
traditionelle Familienmodelle. Immer mehr Singles<br />
bevorzugen die Unabhängigkeit. Mit steigender Lebenserwartung<br />
nimmt auch die ältere Bevölkerung zu. Junge<br />
ziehen früher von zuhause aus, Ältere bleiben länger in ihrer<br />
zu gross gewordenen Wohnung. Rund zwei Drittel aller Haushalte<br />
in der Schweiz sind heute Ein- und Zweipersonen-<br />
Haushalte. Die Bedürfnisse und Ansprüche an Wohnraum<br />
haben sich ebenfalls verändert. Einerseits wird heute mehr<br />
Wohnfläche pro Person beansprucht, andererseits nimmt<br />
die Haushaltsgrösse ab. Zudem sind die Menschen mobiler,<br />
ziehen häufiger um und wechseln den Wohnort aus beruflichen<br />
oder persönlichen Gründen. All diese Faktoren tragen<br />
dazu bei, dass die Zahl der Haushalte in der Schweiz schneller<br />
wächst als die Bevölkerungszahl.<br />
VIELES SPRICHT FÜR DEN WOHNUNGSBAU<br />
Verschiedenste Branchen brauchen mehr Fachkräfte. Und<br />
zusätzliche Fachkräfte brauchen zusätzliche Wohnungen.<br />
Zwar ist das Bauen aufgrund von gestiegenen Rohstoffpreisen,<br />
aber auch von berechtigten Vorschriften bezüglich<br />
Erdbebensicherheit, Wärme- und Schallisolation teurer geworden.<br />
Trotzdem sind Wohnimmobilien angesichts der<br />
anhaltend grossen Nachfrage noch immer eine attraktive<br />
Anlage, die eine zuverlässige Wertsteigerung verspricht.<br />
Auch auf politischer Ebene bewegt sich etwas: So prüft der<br />
Bundesrat eine Kostenpflicht bei Einsprachen gegen Bauprojekte<br />
und die Verankerung eines massvollen Kostenrisikos<br />
im Raumplanungsgesetz, um dem Hinauszögern der<br />
Realisierung unliebsamer Projekte entgegenzuwirken. Als<br />
weiteres Rezept gegen eine drohende Wohnungsnot bieten<br />
sich vielerorts mögliche Aufstockungen an, um zusätzlichen<br />
Wohnraum zu gewinnen, ohne dafür Land zu verbrauchen.<br />
Druck<br />
Gerber Druck AG<br />
2
PRO ROHR<br />
KANALREINIGUNG<br />
WIRZ HOLZBAU<br />
SCHREINEREI<br />
AMAG BERN<br />
Werkstatt, Karosserie und Lackiererei der AMAG Bern wurden<br />
einer umfassenden Renovation und Modernisierung<br />
unterzogen. Nachdem die Pro Rohr AG bereits vor zwei Jahren<br />
den Zustand der gesamten Kanalisation mit Kanal-TV<br />
dokumentiert hatte, wurde diese jetzt auf einer Länge von<br />
rund 600 Metern im Inliner-Verfahren saniert. Mit dieser effizienten<br />
Technik werden neue, mit Epoxidharz ausgegossene<br />
Schläuche passgenau in die zu sanierenden Rohre eingebracht.<br />
So besteht nach der Aushärtung an der Innenwand<br />
im Rohr ein hochwertiges neues Rohr. Vom Volumen her war<br />
dies für Pro Rohr eines der bisher grössten realisierten<br />
Projekte.<br />
KÖNIG<br />
HAUSTECHNIK UND SERVICE AG<br />
HOTEL KRONE AARBERG<br />
Das denkmalgeschützte Gebäude am Stadtplatz wurde 2022<br />
von der Burgergemeinde Aarberg übernommen und einer<br />
sanften Renovation unterzogen. Die König Haustechnik und<br />
Service AG hat sämtliche Lüftungsanlagen für Küche, Gastraum<br />
und Saal sowie die WC-Entlüftung der Hotelzimmer<br />
erneuert. Die über 5 Meter lange Küchenhaube mit integriertem<br />
Zuluftkanal wurde in zwei Teilen konstruiert und eingebaut.<br />
Weil nur wenige Pläne vorhanden waren, musste die<br />
Ausführung laufend angepasst und mit der Bauherrschaft<br />
abgesprochen werden. Da galt es flexibel zu sein. Mit Auftragsvergabe<br />
am Tag vor Weihnachten 2022 und Baustart<br />
Anfang Januar war auch die Terminierung anspruchsvoll.<br />
VOLKSSCHULE STECKGUT<br />
LORRAINESTRASSE 84, BERN<br />
Der schlechte bauliche Zustand des denkmalgeschützten<br />
Gebäudes aus dem 18. Jahrhundert erforderte eine Gesamtsanierung<br />
mit energetischer Aufwertung. Nach mehreren<br />
Umnutzungen und Umbauten war die nicht hindernisfreie<br />
Raumstruktur für heutige Schulnutzung ungeeignet und entsprach<br />
nicht mehr zeitgemässen pädagogischen Anforderungen.<br />
Hier war die Schreinerei der <strong>Wirz</strong> Holzbau AG mit<br />
verschiedenen Arbeiten betraut: Nach altem Vorbild wurden<br />
34 fünffarbige Innentüren mit Aufdopplungen und angedeuteten<br />
Füllungen, neue Wandschränke sowie Schrankanlagen<br />
und zwei Teeküchen, WC-Trennwände und verschiedene<br />
RF1-Brandschutzfronten gefertigt und montiert.<br />
WIRZ BAUUNTERNEHMUNG<br />
HOCHBAU<br />
KÄSEREISTRASSE 6<br />
NIEDERSCHERLI<br />
Das viergeschossige Mehrfamilienhaus ist ein Hybridbau mit<br />
einfacher statischer Struktur: Untergeschoss, Treppenhaus<br />
und Eingangsbereich sind als Massivbau aus Recycling-<br />
Sichtbeton ausgebildet, die Decken, Innen- und Aussenwände<br />
der Obergeschosse sind als Holzbau konstruiert. Die<br />
zweiundzwanzig Wohnungen werden vom zentralen monolithischen<br />
Betonkern aus erschlossen. Auf Vorschlag der <strong>Wirz</strong><br />
AG Bauunternehmung wurden die schrägen Treppenbrüstungen<br />
nicht wie ursprünglich geplant in Ortbeton, sondern<br />
als Fertigelemente erstellt und erst zum Schluss mit allen<br />
Fertigtreppen versetzt. Dank dieser Projektänderung konnte<br />
nicht nur eine höhere Qualität, sondern auch eine Zeitersparnis<br />
im Bauprogramm erzielt werden.<br />
WIRZ BAUUNTERNEHMUNG<br />
HOCHBAU<br />
VERWALTUNGSZENTRUM<br />
GUISANPLATZ BERN<br />
Die Büros der 1. Etappe des Verwaltungszentrums sind bezogen<br />
und die 2. Bauetappe ist in vollem Gang. Das Gebäude<br />
Delta mit 2 Untergeschossen und sechs Obergeschossen<br />
wird nach Fertigstellung 2026 durch das Eidgenössische<br />
Departement für Verteidigung, Bevölkerung und Sport VBS<br />
bezogen. Der anspruchsvolle Sichtbeton-Rasterbau wird<br />
unter beengten Platzverhältnissen und mit ausgeklügelter<br />
Logistik erstellt. In der ARGE BM Guisanplatz nimmt die <strong>Wirz</strong><br />
AG Bauunternehmung die Gesamtprojektleitung wahr. Verdichtete<br />
Bauweise, flexible, modulare Nutzung, Wirtschaftlichkeit<br />
und hohe Nachhaltigkeitsstandards sind wichtige<br />
Leitprinzipien des Bundesamts für Bauten und Logistik BBL<br />
als Bauherrschaft.<br />
WIRZ HOLZBAU<br />
ZIMMEREI<br />
MARTIWEG 9 + 11 BERN<br />
AKZENTE – Fokus<br />
WIRZ HOLZBAU<br />
SCHREINEREI<br />
BAUFELD U2 HOLLIGER BERN<br />
Das Projekt Stromboli der npg AG für nachhaltiges Bauen in<br />
der gemeinnützigen Siedlung Holliger besteht aus einem<br />
Turm- und einem Längsbau mit insgesamt 47 preisgünstigen<br />
Mietwohnungen – von 2 Zimmern über Familienwohnungen<br />
bis zur 13.5-Zimmer-Wohnung für eine Gross-WG. Seit Herbst<br />
2022 fertigt und montiert unsere Schreinerei etappenweise<br />
250 Zimmertüren mit Steckzargen und Holz-Türblättern,<br />
23 Wohnungsabschlusstüren mit Brand- und Schallschutz<br />
im Turmgebäude und diverse Rahmentüren für Nebenräume.<br />
Zweiflüglige Türen sind raumhoch und einflüglige, normalhohe<br />
mit Oberlicht ausgestattet. Für die raumhohen<br />
Elemente waren Einzelmassaufnahmen erforderlich, und<br />
ein passgenaues Arbeiten der Vorgewerke ist unerlässlich.<br />
WIRZ<br />
RESTAURATOREN<br />
BURGRUINE GRASBURG<br />
SCHWARZENBURG<br />
Die Grasburg aus dem 13. Jahrhundert wird saniert, um die<br />
Substanz des Bauwerks zu erhalten und die Sicherheit der<br />
Besuchenden zu gewährleisten. Nach den abgeschlossenen<br />
Arbeiten an der Hauptburg hat im Frühling <strong>2023</strong> die zweite<br />
Bauetappe mit der Restaurierung der Vorburg inklusive<br />
Turm und der restlichen Mauern begonnen. Hier zeigen sich<br />
spezifische Schadensbilder an unterschiedlichen architektonischen<br />
und geschichtlich relevanten Bauteilen. Mit konservatorischen<br />
und restauratorischen Massnahmen wird<br />
verhindert, dass baugeschichtliches Wissen und architektonisches<br />
Zeugnis verloren gehen. Durch Verfestigung von<br />
sandenden Bereichen wird auch der oberflächliche Materialverlust<br />
durch Absanden, Abblättern und Abschuppen<br />
verringert.<br />
Das zusammengebaute Doppel-Mehrfamilienhaus ist einer<br />
von vier identischen schützenswerten Baukörpern der<br />
Eisenbahner-Baugenossenschaft Bern im Weissenstein-<br />
Quartier. Begleitet von der Denkmalpflege, bauen wir das<br />
Dachgeschoss zur Wohnnutzung aus. Dafür waren umfangreiche<br />
statische Verstärkungen und Anpassungen erforderlich.<br />
Die Lasten werden neu über die Sparrenlage abgetragen.<br />
Für den Fusspunkt der Sparren wurden Prototypen von<br />
Stahlschuhen entwickelt, um die vertikalen Lasten auf die<br />
Aussenwände zu übertragen und damit die Innenräume nahezu<br />
stützenfrei zu gestalten. Im Weiteren haben wir hier<br />
Dachfenster eingebaut, zwei neue Lukarnen gesetzt, elf<br />
Lukarnen nach Vorgaben der Denkmalpflege saniert und<br />
den gesamten Innenausbau im Dachgeschoss ausgeführt.<br />
3
AKZENTE – Reportage<br />
VILLA MORILLON<br />
BERN<br />
1<br />
Neues Leben in<br />
historischem Rahmen<br />
Die prächtige Villa ist eine Campagne im Ortsteil<br />
Wabern der Gemeinde Köniz. Zusammen mit weiteren<br />
Wohnbauten und Nebenanlagen ist sie umgeben von<br />
einem englischen Landschaftspark, unmittelbar angrenzend<br />
an die Gemeinde Bern. Im Kulturgüterschutzinventar<br />
mit Objekten von nationaler Bedeutung ist sie<br />
in der Kategorie A eingestuft.<br />
Unsere Zimmerei hat in der Villa das Dach statisch ertüchtigt,<br />
saniert, gedämmt und innen mit OSB-Platten ausgestattet.<br />
Ausserdem wurden das Oberlicht in Form einer<br />
Laterne saniert sowie sechs neue Bogenlukarnen angefertigt.<br />
Das Paradestück unserer Arbeit durften wir jedoch im<br />
von aussen eher unscheinbaren Kutschenhaus realisieren.<br />
Mehr dazu auf der gegenüberliegenden Seite.<br />
Rudolf Emanuel Frisching erwarb das Grundstück 1736 für<br />
den Bau der ersten Campagne Morillon. Seine Tochter<br />
Sophie von Wattenwyl und ihr Ehemann Friedrich Ludwig<br />
erbauten von 1832 bis 1834 die Villa in ihrer jetzigen Ausprägung.<br />
Heute ist sie eine der bedeutendsten palladianischen<br />
Villen des Klassizismus in der Schweiz. Das historisch<br />
und architektonisch bedeutsame Ensemble ist eingebettet<br />
in eine englische Parkanlage. Später wurde das Anwesen<br />
mit dem hell verputzten, zweigeschossigen Massivbau über<br />
Kreuzgrundriss mit vier ähnlichen Fassaden an die Familie<br />
von Tscharner vererbt. Diese verkaufte es 2001 an den in<br />
Wabern bekannten und geschätzten Investor Hans Widmer.<br />
Sein Ziel ist es, einen Teil der Villa für kulturelle Anlässe wie<br />
Lesungen, Konzerte, Ausstellungen und Vorträge zur Verfügung<br />
zu stellen und die Parkanlage für eine breitere<br />
Nutzung für die Allgemeinheit zu öffnen.<br />
In enger Zusammenarbeit mit der kantonalen Denkmalpflege<br />
wurde das Gebäude umfassend saniert, restauriert<br />
und wieder in Stand gesetzt. Im Obergeschoss entstanden<br />
repräsentative Büroräumlichkeiten. Neben dem imposanten<br />
Hauptgebäude stehen auf dem Areal weitere Gebäude,<br />
die teilweise ebenfalls saniert und für neue Gewerbe- und<br />
Wohnnutzungen umgebaut wurden.<br />
3<br />
2<br />
Bei der Villa war zunächst die <strong>Wirz</strong> AG Schadstoffsanierung<br />
mit dem Rückbau von asbesthaltigen Fassadenputzen beschäftigt,<br />
worauf die <strong>Wirz</strong> Restauratoren nachträglich auf<br />
dem Sandstein aufgebrachte Mörtel- und Farbschichten<br />
abtragen konnten.<br />
4<br />
4
WIRZ PERSÖNLICH<br />
Ruedi Andres<br />
Projektleiter<br />
AKZENTE – Reportage<br />
5<br />
Herr Andres, wie haben Sie die Arbeiten vor allem<br />
im Kutschenhaus erlebt?<br />
Die Bogenbinder im Dachstock wurden Mitte des<br />
19. Jahrhunderts gebaut. Es ist das erste Mal, dass ich<br />
mit einer solchen Konstruktion direkt konfrontiert wurde.<br />
So bin ich mit grösstem Respekt an die Aufgabe<br />
herangegangen. Diese Art von Bogenbindern markiert<br />
den Übergang vom traditionellen Zimmermanns-Holzbau<br />
zum modernen industriellen Bauen in Holz und<br />
Metall im 20. Jahrhundert. Als ich mich näher mit dem<br />
Projekt befasste, wusste ich, dass ich das sehr gerne<br />
machen wollte. Anfänglich hatte ich noch bezweifelt,<br />
dass diese Bogenbinder, die einen nicht idealen Radius<br />
aufweisen, ohne Stahlverstärkungen instandgesetzt<br />
werden könnten. Deshalb habe ich auch gebeten, einen<br />
Holzbauingenieur beizuziehen, um sicherzugehen,<br />
dass wir nichts Falsches machen.<br />
7<br />
Und was ist Ihr Fazit nach Beendigung der Arbeiten?<br />
Für uns war es eine absolute Hochrisiko-Sanierung.<br />
Nach der Rekonstruktion und Stabilisierung der Binder<br />
wurden Messprotokolle erstellt. Sie zeigten auf, dass<br />
unsere getroffenen Massnahmen richtig waren und die<br />
Vorgaben der Fachingenieure korrekt umgesetzt<br />
wurden. Die restaurierte statische Konstruktion funktioniert.<br />
Und unsere Eingriffe haben das historische<br />
Original voll respektiert.<br />
Bevor die Umbau- und Restaurierungsarbeiten im Kutschenhaus<br />
aufgenommen werden konnten, wurden die<br />
Baugeschichte und der historische Bestand des Gebäudes<br />
erforscht.<br />
Im 1850 erbauten Stall- und Remisengebäude waren früher<br />
Pferde und Kutschen, später die ersten Automobile untergebracht.<br />
Als äusserst bemerkenswerte Rarität erwies sich<br />
hier der Bogenbohlen-Dachstuhl, der den riesigen Heuraum<br />
überspannt. Die alten, aus einzelnen Holzsegmenten<br />
gesägten Bogenbinder sind doppelseitig versetzt montiert<br />
und wurden mit Eichendübeln zusammengehalten. Mittlerweile<br />
wurden diese formschlüssigen Verbindungen ihrer<br />
Aufgabe grösstenteils nicht mehr gerecht. Deshalb traten<br />
vermehrt Abscherungen auf, wodurch sich die statischen<br />
Eigenschaften der Binder zusehends verschlechterten.<br />
6<br />
Alte Handwerkskunst in neuer Zeit<br />
Die Aufgabe für unsere Zimmerei war es, dieses Tragwerk<br />
instand zu stellen, ohne Zugbänder durch den Raum zu<br />
spannen. Um die Binder in den ursprünglichen Zustand zu<br />
bringen, wurden die Verbindungen durch modernste WT-<br />
T-Doppelgewindeschrauben ersetzt, und im unteren Teil<br />
wurde ein fast nicht sichtbares Stahlzugband auf der Rückseite<br />
der untersten Segmentstösse angebracht. Dafür<br />
musste der Bogenbinder provisorisch abgestützt und einseitig<br />
demontiert, und nachdem das Stahlzugband montiert<br />
war, wieder eingesetzt werden. Um die Bogen wieder<br />
in ihre ursprüngliche Form zu bringen, musste der First um<br />
zwanzig Zentimeter angehoben werden. Weil dies nicht mit<br />
Hilfe von Patentstüpern möglich war, kamen eine hydraulische<br />
10-Tonnen-Öldruckpresse und ein Habegger-Seilzug<br />
zum Einsatz. Diese Aktion erforderte grosse Erfahrung und<br />
das Wissen, wieviel Druck und Zug möglich ist, ohne dass<br />
die Bauteile bersten. Die gute Zusammenarbeit zwischen<br />
der Spreng + Partner Architekten AG, dem Ingenieur und<br />
unseren Zimmerleuten war hier besonders wichtig. Nach<br />
Fertigstellung der Binder und der für Nichtfachleute kaum<br />
erkennbaren Verstärkung der Mittelpfetten mit Stahlteilen<br />
und Schrauben erfolgte eine bauphysikalische Abklärung.<br />
Als Dampfbremse wurden OSB-Platten verbaut. Aufgeklebte<br />
Akustik-Trägerplatten dienten als Untergrund für den<br />
Gipser. Für eine natürliche und nachhaltige Wärmedämmung<br />
wurde eine Zellulose-Isolation ins Dach eingeblasen.<br />
Ein abschliessendes Wort?<br />
Wichtig ist mir, die sehr gute Zusammenarbeit mit der<br />
bauleitenden Architektin der Spreng + Partner Architekten<br />
AG festzuhalten, die nie auf einer fixen Vorgehensweise<br />
beharrte und offen war für konstruktive Lösungen.<br />
Ich habe versucht, ihre Anliegen bestmöglich zu<br />
erfüllen. Und sie wusste, dass wir uns nach bestem<br />
Wissen und Gewissen zum Wohl der Sache einsetzen.<br />
Auf dieser Vertrauensbasis hatten wir auch die Möglichkeit,<br />
unsere Kompetenz und unser Fachwissen<br />
einzubringen.<br />
1: Bogenbinder-Tragwerk im Kutschenhaus<br />
2: Restaurierte Wandverkleidungen in der Villa<br />
3: Sanierter und gedämmter Dachstuhl mit Lukarne<br />
4: Villa mit Dachlaterne und neuen Bogenlukarnen<br />
5: Dach mit Isofloc-Dämmung und Pfettenverstärkung<br />
6: Dampfbremse mit Akustik-Trägerplatten<br />
7: Neue Sanitärboxen im ehemaligen Pferdestall<br />
Ein neues Kapitel wird aufgeschlagen<br />
Auf dem weitläufigen Parkareal des Morillonguts ist ein<br />
neuer, nachhaltiger Wohnbau aus Holz geplant, der qualitativ<br />
hochwertigen Wohnraum schaffen, die einzigartige<br />
Umgebung respektvoll ergänzen und sich harmonisch in<br />
die historische Umgebung einfügen wird.<br />
Objekt<br />
Villa Morillon und Kutschenhaus<br />
Morillonstrasse 41 / 45, 3007 Bern<br />
Bauherrschaft<br />
Residence Esplanade AG<br />
Architekten<br />
Spreng + Partner Architekten AG<br />
5
AKZENTE – Fachbeiträge<br />
Die Weichen sind<br />
gestellt<br />
PARKTERRASSE 16<br />
BERN<br />
Selbst wenn ein Projekt politisch unumstritten ist, kann<br />
es auch mal zehn Jahre dauern, bis eine gute Idee umgesetzt<br />
werden kann. Im Fall des Jugendkulturlokals<br />
Stellwerk auf der Grossen Schanze waren immer wieder<br />
neue Hindernisse aus dem Weg zu räumen.<br />
Gemäss Umfragen geht das Bedürfnis junger Menschen für<br />
gemeinsame Aktivitäten weit über das Nachtleben hinaus.<br />
Neben Lokalen für den Ausgang wurde vielfach auch der<br />
Wunsch nach Aufenthaltsräumen ohne Konsumzwang geäussert,<br />
nach einem Ort, an dem verschiedene Generationen<br />
zusammenfinden, Talente und Kreativität entfalten<br />
und Hobbys pflegen können.<br />
Zuerst eine Kernsanierung<br />
Bevor das Stellwerk Bern im Sommer <strong>2023</strong> Eröffnung feiern<br />
konnte, waren in den Räumen an der Parkterrasse umfangreiche<br />
Umbauarbeiten nötig. Auf Anraten der König Haustechnik<br />
und Service AG wurde eine Kernsanierung mit komplettem<br />
Rückbau der bestehenden Lüftung und Neubau der<br />
Clublüftung, inkl. Monoblöcke, durchgeführt. Für die diversen<br />
an den Club angrenzenden Nebenräume haben wir<br />
ebenfalls neue Lüftungen eingebaut. Zudem wurde der<br />
Club mit Tanzfläche, Bar und Bühne klimatisiert. Im Weiteren<br />
haben wir Zuleitungen für die neue Bar erstellt, alle<br />
Nasszellen sanitärtechnisch erneuert und an der Fensterfront<br />
neue Heizkörper installiert, die an das Untergeschoss<br />
des Parkhauses angeschlossen wurden. Für den Bühnenbau<br />
sowie die schalldämmende und thermische Isolation<br />
war die Zimmerei der <strong>Wirz</strong> Holzbau AG zuständig.<br />
Für den Betrieb des Kulturzentrums mit seinem vielfältigen<br />
Angebot hat die Stadt mit dem Verein Stellwerk einen Leistungsvertrag<br />
abgeschlossen. Sie deckt einen Teil der anstehenden<br />
Kosten, während ein grosser Teil vom Verein<br />
selber erwirtschaftet werden muss. Dank der zentralen<br />
Lage beim Bahnhof können auch Jugendliche aus der<br />
Agglomeration von einer guten Anbindung profitieren.<br />
Bauherrschaft<br />
Grosse Schanze AG<br />
Architekten<br />
reinhardpartner<br />
Architekten und Planer AG<br />
WARENHAUS LOEB<br />
SPITALGASSE BERN<br />
Hier geht's hoch<br />
hinaus<br />
6<br />
Treffpunkt Loeb-Egge – über Generationen hinweg war<br />
und ist er für viele Bernerinnen und Berner der Verabredungsort<br />
schlechthin. Heute geht man an gleicher<br />
Adresse auch höher hinaus: Ins Rooftop-Restaurant<br />
Nido (sotto le stelle) mit Terrasse, auf dem Dach des<br />
traditionsreichen Warenhauses Loeb.<br />
Hier geniesst man neben italienisch inspirierter Küche, Keller<br />
und Bar eine umwerfende Rundumsicht über die Dächer<br />
der Altstadt bis hin zur Berner Alpenkette. Der Traum für ein<br />
solches Restaurant war bei Loeb mehr als zwanzig Jahre<br />
alt. Über drei Jahre wurde nun – bei laufendem Betrieb des<br />
Warenhauses – am Projekt gearbeitet. Zu Beginn wurde<br />
beim grossen Oblicht über den Rolltreppen durch den Gerüstbauer<br />
ein Sekundärboden erstellt.<br />
Die Arbeiten der <strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung und unserer<br />
Zimmerei fanden unter einem als Wetterschutz erstellten<br />
Notdach statt. Im Hinblick auf das Schliessen der Dachöffnung<br />
und zum Schutz vor Witterungseinflüssen wurde die<br />
Baustelle durch einen zweiten Zwischenboden abgetrennt.<br />
Anschliessend konnten Teile der Decke abgebrochen und<br />
mit einer Stahl- und Holzkonstruktion wieder ergänzt werden.<br />
Als statische Massnahmen wurden die Auflager des<br />
neuen Daches verstärkt.<br />
Die exponierte Lage unmittelbar beim Bahnhofzugang<br />
unter dem Baldachin und den Haltestellen für zahlreiche<br />
Tram- und Buslinien erforderte ein gutes Teamwork mit der<br />
umsichtigen Bauleitung, den anderen Unternehmern und<br />
der stets präsenten Bauherrschaft. Trotz anhaltendem<br />
Regenwetter im Frühling konnte das Bauprogramm<br />
eingehalten werden. Als anspruchsvolle Herausforderung<br />
wurde auch die Montage und Demontage des Krans in den<br />
beengten Verhältnissen der Schauplatzgasse problemlos<br />
bewältigt. Über einen separaten Liftzugang erreichen die<br />
Gäste das Restaurant im 6. Stock nun auch, wenn das<br />
Warenhaus geschlossen ist.<br />
Bauherrschaft<br />
Loeb AG Bern<br />
Architekten<br />
Gesamtleitung Rooftop: Hebeisen+Vatter Architekten<br />
Projektleitung Mieterausbau, Koordination LOEB AG:<br />
Visual Manufacturing Pianezzi GmbH<br />
Design und Gestaltung Nido Restaurant: Atelier Oi<br />
Ingenieure<br />
Hartenbach und Wenger AG
WIRZ HOLZBAU<br />
SCHREINEREI<br />
WIRZ<br />
UNTERNEHMUNGEN<br />
MEHR PLATZ FÜR TRAMS<br />
VON BERNMOBIL<br />
WIRZ<br />
RESTAURATOREN<br />
AKZENTE – Flash<br />
20 JAHRE UND MEHR<br />
Die <strong>Wirz</strong> <strong>Unternehmungen</strong> sind stolz darauf, dass sie sich<br />
auf kompetente und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />
verlassen können, die teilweise schon seit zwanzig<br />
und mehr Jahren in ihren Diensten stehen. Wir gratulieren<br />
und danken ihnen auch an dieser Stelle herzlich.<br />
2022<br />
20 Dienstjahre<br />
• Aegerter Markus, Plattenleger (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Amico Daniele, Maurer (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• De Cicco Carmine, Maurer (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Moran Riascos Luis Fredy, Bauarbeiter<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Saullo Francesco, Maurer-Polier<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Schweizer Jürg, Abt. Leiter Rep. Spez.<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
30 Dienstjahre<br />
• Vasconcellos Alfonso Florencio, Kranführer<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Zurbriggen Martin, Stv. Geschäftsführer<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
35 Dienstjahre<br />
• Folly Mario, Geschäftsführer Schreinerei (<strong>Wirz</strong> Holzbau AG)<br />
40 Dienstjahre<br />
• Bühlmann René, Holzbau-Vorarbeiter (<strong>Wirz</strong> Holzbau AG)<br />
• Schirinzi Pietro, Abteilungsleiter<br />
(König Haustechnik und Service AG)<br />
<strong>2023</strong><br />
20 Dienstjahre<br />
• Käser Philip, Kranführer (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Shala Elmi, Maurer (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Skeli Lorenc, Bauarbeiter (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
25 Dienstjahre<br />
• Locher Beat, Maurer (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Mäder Marc, Eidg. dipl. Projektleiter Schreinerei<br />
(<strong>Wirz</strong> Holzbau AG)<br />
• Vasconcellos Alfonso Diego, Kranführer<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
30 Dienstjahre<br />
• Pascarella Vincenzo, Bauarbeiter<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
• Pesaresi Angelo, Restaurator<br />
(<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
35 Dienstjahre<br />
• Fritz René, Zimmermann (<strong>Wirz</strong> Holzbau AG)<br />
• Moser Christian, Zimmermann (<strong>Wirz</strong> Holzbau AG)<br />
• <strong>Wirz</strong> Hans, VR-Präsident (<strong>Wirz</strong> <strong>Unternehmungen</strong>)<br />
• Zwygart Stefan, Maurer-Polier (<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung)<br />
45 Dienstjahre<br />
• Delli Conti Mario, Zimmermann (<strong>Wirz</strong> Holzbau AG)<br />
BERNMOBIL stockt die Tramflotte von derzeit 57 auf 75<br />
Fahrzeugeinheiten auf. Dafür wird die Abstellkapazität erhöht<br />
und das Tramdepot Bolligenstrasse ausgebaut. Nebst<br />
heute sieben werden neu fünfzehn Abstellgleise verfügbar<br />
sein. Im OG des Lagergebäudes werden ein Sanitärbereich,<br />
eine Garderobe und ein Aufenthaltsraum für das Werkstattund<br />
Depotpersonal erstellt. Unsere Schreinerei hat hier 28<br />
abschliessbare rot lackierte MDF-Garderobenschränke mit<br />
Tablaren und Kleiderstangen und Sockeln aus CNS-Blech<br />
gefertigt und eingebaut. Zwischen den einzelnen Fächern<br />
sind offene, mit Corean-Platten versehene Sitznischen<br />
angeordnet.<br />
WIRZ<br />
UNTERNEHMUNGEN<br />
TOLL GEMACHT, JUNGS<br />
Die Maurer-, Zimmermann- und Schreiner-Lehrlinge der<br />
<strong>Wirz</strong> <strong>Unternehmungen</strong> haben ihre Abschlussprüfungen als<br />
Berufsleute EFZ auch dieses Jahr erfolgreich bestanden<br />
und mit guten Noten geglänzt. 2022 wie auch <strong>2023</strong> hat einer<br />
unserer Maurerlehrlinge sogar den besten Abschluss in<br />
Bern hingelegt. Eine Lehre bei uns ist ein vielversprechender<br />
Karrierestart. Und eine gute handwerkliche Ausbildung<br />
ist angesichts der aktuellen Wirtschaftslage ein solides<br />
Fundament für die Zukunft. Vier der fünf Lehrabsolventen<br />
bleiben weiterhin in unseren Reihen. Darauf sind wir stolz.<br />
Wir freuen uns auch, regelmässig Schulklassen aus der Region<br />
bei uns begrüssen zu dürfen, um ihnen unsere sechs<br />
Ausbildungsberufe näherzubringen.<br />
KÖNIG<br />
HAUSTECHNIK UND SERVICE AG<br />
IN WENIGEN SCHRITTEN<br />
ZUM TRAUMBAD<br />
Egal, ob Umbau oder Neubau: Starten Sie Ihr Badprojekt<br />
mit uns. Erfassen Sie in unserem Badplaner mit wenigen<br />
Klicks Ihre Ideen und Wünsche und erhalten Sie umgehend<br />
eine zuverlässige Kostenschätzung. Wählen Sie den Stil –<br />
von modern über industriell, skandinavisch bis klassisch,<br />
die Ausstattung aller benötigten Elemente und den gewünschten<br />
Ausbaustandard. Dann geben Sie die Masse<br />
des Badezimmers ein und laden, wenn vorhanden, den<br />
Grundrissplan und Bilder des heutigen oder zukünftigen<br />
Badezimmers hoch. Nachdem Sie das Kontaktformular<br />
ausgefüllt haben, erhalten Sie in wenigen Minuten Ihre<br />
Kostenschätzung per E-Mail.<br />
EIN GEWALTIGES BAUWERK<br />
WIRD SANIERT<br />
Mit 30 Metern Höhe prägt die Stützmauer der Münsterplattform<br />
aus dem 15./16. Jahrhundert das Bild der Berner Altstadt<br />
als architektonischer Hauptakzent. Das Objekt von<br />
internationaler Bedeutung geniesst höchsten Schutz. In<br />
Zusammenarbeit mit Ingenieur, Denkmalpflege und Fachbauleitung<br />
werden die Schäden bis Ende 2026 in mehreren<br />
Etappen saniert. Dabei ist die originale Bausubstanz möglichst<br />
zu erhalten. Die Mauerflächen werden gereinigt und<br />
von Pflanzenbewuchs befreit. In anderen Bereichen sind<br />
Aufmörtelungen, Steinaustausch, Rissverfüllungen, Retuschen,<br />
Vernadelungen und Fugensanierungen erforderlich.<br />
Das aufwendige und schwere Gerüst musste speziell<br />
verankert werden, damit es nicht abrutscht; bei Bedarf<br />
werden auch Hängegerüste eingesetzt.<br />
WIRZ<br />
UNTERNEHMUNGEN<br />
SICHERHEIT WILL<br />
GELERNT SEIN<br />
Unter Leitung unseres Sicherheitsbeauftragten Manfred<br />
Baeriswyl absolvierten die neuen Lernenden der Bauunternehmung<br />
und des Holzbaus einen Sicherheitsrundgang auf<br />
unserem Werkhof und auf zwei Baustellen. Dabei wurden<br />
sie für spezifische Gefahrensituationen im Hochbau und im<br />
Holzbau sensibilisiert und im sicheren Umgang mit Maschinen<br />
und Geräten instruiert. Sie erfuhren, wie wichtig es ist,<br />
in Baracken und auf Baustellen Ordnung und Sauberkeit zu<br />
halten, Absturzkanten zu sichern, Hauptverkehrswege freizuhalten,<br />
hervorstehende Armierungen und scharfe Kanten<br />
abzudecken, Durchbrüche von Decken zu kontrollieren<br />
und bei Arbeiten unter Staubentwicklung für ausreichende<br />
Lüftung zu sorgen.<br />
7
AKZENTE – Letzte<br />
Das Leistungsspektrum der<br />
<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung<br />
<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung<br />
Freiburgstrasse 359<br />
3018 Bern<br />
T 031 990 77 77<br />
info@wirzag.ch<br />
wirzag.ch<br />
Hochbau<br />
• Wohnungsbau<br />
• Industrie- und Gewerbebau<br />
• Öffentliche Bauten<br />
• Sichtbeton<br />
• Sichtmauerwerk<br />
• Umbauten und Sanierungen<br />
• Unterfangungen<br />
• Stahlbeton Tiefbau<br />
Reparaturen und Spezialarbeiten<br />
• Umbauarbeiten<br />
• Plattenarbeiten<br />
• Renovationen<br />
• Sanierungen<br />
• Umgebungsarbeiten<br />
• Erdbebensicherung<br />
• Unterfangungen<br />
• Unterhaltsarbeiten<br />
Historische Bauten<br />
• Natursteinarbeiten<br />
• Steinhauerarbeiten<br />
• Verputzarbeiten<br />
• Malerarbeiten<br />
• Pflästerungen<br />
• Kalkböden<br />
• Statische Verstärkungen<br />
• Reprofilierungen<br />
Das Leistungsspektrum der<br />
<strong>Wirz</strong> Holzbau AG<br />
<strong>Wirz</strong> Holzbau AG<br />
Freiburgstrasse 359<br />
3018 Bern<br />
T 031 990 77 88<br />
info@wirzholzbau.ch<br />
wirzholzbau.ch<br />
Schreinerei<br />
• Fensterbau<br />
• Türen<br />
• Innenausbau<br />
• Umbauten<br />
• Spezialarbeiten<br />
Zimmerei<br />
• Beratung und CAD-Planung<br />
• Vorprojekte und Submissionen<br />
• Neubauten und Umbauten<br />
• Elementbauten<br />
• Sanierungen<br />
Das Leistungsspektrum der<br />
<strong>Wirz</strong> AG Schadstoffsanierung<br />
<strong>Wirz</strong> AG Schadstoffanierung<br />
Freiburgstrasse 359<br />
3018 Bern<br />
T 031 990 77 55<br />
info@wirz-schadstoffe.ch<br />
wirz-schadstoffe.ch<br />
Schadstoffsanierung<br />
• Asbest<br />
• PAK (Polycyclische aromatische<br />
Kohlenwasserstoffe)<br />
• PCB (Polychlorierte Biphenyle)<br />
Das Leistungsspektrum der<br />
<strong>Wirz</strong> Bautechnik<br />
Das Leistungsspektrum der<br />
<strong>Wirz</strong> Restauratoren<br />
<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung<br />
Abteilung Bautechnik<br />
Freiburgstrasse 359<br />
3018 Bern<br />
T 031 990 77 66<br />
info@wirz-bautechnik.ch<br />
wirz-bautechnik.ch<br />
Bautechnik<br />
• Kittfugen<br />
• Injektionen<br />
• Fensterabdichtungen<br />
• CFK-Lamellen<br />
• Brandschutz<br />
• Beschichtungen<br />
• Abdichtungen<br />
<strong>Wirz</strong> AG Bauunternehmung<br />
Abteilung Restauratoren<br />
Freiburgstrasse 359<br />
3018 Bern<br />
T 031 990 77 99<br />
info@wirz-restauratoren.ch<br />
wirz-restauratoren.ch<br />
Restauratoren<br />
• Befundsicherung<br />
• Konservierung<br />
• Restaurierung<br />
• Betonkosmetik<br />
• Neuanfertigungen<br />
• Dienstleistungen<br />
Das Leistungsspektrum der<br />
Pro Rohr AG<br />
Das Leistungsspektrum der<br />
König Haustechnik und Service AG<br />
Pro Rohr AG<br />
Freiburgstrasse 359<br />
3018 Bern<br />
T 031 990 10 28<br />
Gummweg 118<br />
3612 Steffisburg<br />
T 033 437 99 88<br />
Dienstleistungen<br />
• Kanalfernsehen<br />
• Kanalreinigung<br />
• Kanaltechnik<br />
• Absaugarbeiten<br />
• Flächenreinigungen<br />
• Sanierungen<br />
König<br />
Haustechnik und Service AG<br />
Freiburgstrasse 359<br />
3018 Bern<br />
T 031 991 45 55<br />
info@koenig-haustechnik.ch<br />
koenig-haustechnik.ch<br />
Haustechnik<br />
• Aufzugsanlagen<br />
• Heizung<br />
• Lüftung<br />
• Sanitär<br />
• Spezialanlagen<br />
• Tankanlagen<br />
info@prorohrag.ch<br />
prorohrag.ch<br />
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