Вот странствия сынов Израиля - Kulturbunker Köln

kulturbunkermuelheim

Вот странствия сынов Израиля - Kulturbunker Köln

Kehilot

Koltot

Jerusalem Kulturbunker Köln-Mülheim e.V.,

Köln

27.10.11 – 8.11.11

Die Wanderungen der Söhne Israels

Zeitgenössische Künstler aus Deutschland und Israel

...לֵארָ ִ י יֵ נְב יֵעְסָמ ה ֵא

Das Ausstellungsprojekt wird von dem

Diaspora- und Informationsministerium, der Stiftung „Genesis“

und der Jewish Agency „Sochnut“ unterstützt.

"Die Wanderschaften der Söhne Israels (Bnei Israel)"

Internationales künstlerisches Projekt

Neue Synagoge Mainz,

Mainz

13.11.11 – 21.11.11

Kuratoren – Marina Genkina und Marina Schelest

Leiterin des Projektes – Marina Schelest

Koordinatorin in Israel – Larissa Yanovsky (Kehilot Koltot e.V)

Koordinatorin in Deutschland – Elena Kazarnovskaya

Katalogartikel: Marina Schelest

Biografien: Marina Genkina

Fotonachweis: (Seite.20, Portrait von Tania Kornfeld: Slava Pirsky und Anna Hayat),

andere Abbildungen wurden von den im Katalog vertretenen Künstlern zur Verfügung gestellt.

Deutsche Übersetzung: Elena Kazarnovskaya

Lektorat der deutschen Übersetzung: Norbert & Katharina Kahl

Hebräische Übersetzung: Haim Dolgopolsky

Lektorat der hebräischen Übersetzung: Izhak Weis

Copyright:

Idee: Marina Genkina, Marina Schelest

Artikel: Marina Schelest

Biografien: Marina Genkina

Abbildungen: im Katalog vertretene Künstler

Design: Eli Ratner

Maße sind in Zentimetern, Höhe mal Breite mal Tiefe angegeben.

Neue Synagoge Chemnitz,

Chemnitz

23.11.11 – 1.12.11

Jerusalem


2

„Gott erschien Abraham, teilte ihm mit, dass er der

Urvater eines Großen Volkes wird, und befahl: „Lech

lecha“ – geh zu dir! Unsere wichtigste Reise ist die

Suche nach sich selbst, nach unserem wahren Wesen

und die Entwicklung der inneren Landschaft unserer

Seele. Um seine Mission zu erfüllen und der Begründer

des Priester-Vokes zu werden, musste Abraham einen

langen Weg gehen – aus dem Zweistromland in

das Land Kanaan, und dann die ganzen Ländereien

erkunden, die der Herr seinen Nachkommen zu

vermachten versprach.

Wohl deshalb nannte Gott keinen Zielpunkt, als er

Abraham mit dem Geleitwort „Lech lecha“ auf den

Weg schickte. Abraham sollte einfach gehen, sich

bewegen, sich entwickeln...“

Rav Nachum Purer

Das Volk Israels befindet sich fortwährend auf dem

Weg, zugleich verliert es nicht die Verbindung

mit den Traditionen, den Wurzeln, den Quellen

des Wissens. Kunstschaffende sprechen mit der

Welt durch ihre Kreativität, in der sie Themen

wiedergeben, die für sie von Bedeutung sind. So

auch in diesem Projekt: Künstler aus Israel und

Deutschland durch gemeinsame Themen verbunden

– Jüdisch-Sein, Antisemitismus, Holocaust. Sogar

heute ist das Bestehen des Staates Israel nichts

Selbstverständliches und es gibt jene, die das Rechts

unseres Staates auf Existenz abstreiten. Argumente,

die in der Vergangenheit gegen die Juden eingesetzt

wurden und seit dem Holocaust als antisemitisch

gelten, bekommen heute eine neue Legitimation

als Argumente gegen die Existenz des Staates Israel

als des Staates des jüdischen Volkes. Gerade deshalb

sind die Themen dieser Ausstellung so sensibel und

aktuell.

Uns alle verbindet eine gemeinsame Liebe – die

Liebe zu Zion. Wo auch immer wir sind, sei es in Israel

oder in der Diaspora, spürt jeder dieser Liebe auf

unterschiedliche Weise. Daher kommt das Mosaik der

Farben, der Nuancen und der Sujets, die das Thema

in dieser Ausstellung darstellen.

Ich begrüße alle diejenigen, die an der Organisation

der Ausstellung und der Durchführung der

Workshops mitgewirkt haben.

Das ist eine von unseren Botschaften (Ansprachen)

an die Welt. Ich glaube, dass diese Initiative ihren

Beitrag zum Verständnis der Wirklichkeit und zur

Erforschung der jüdischen Kultur leisten wird.

Mit herzlichen Grüßen

Julij Edelstein

Minister für Information und Diaspora

Staat Israel

"Б-г явился Аврааму, сообщил ему, что он станет

основателем великого народа и повелел: “Лех

леха”, иди к себе. Наше главное путешествие

– это поиски себя, своей истинной сути,

развитие внутреннего ландшафта души. Чтобы

выполнить свою миссию и стать праотцем

народа-священника, Аврааму надо было

пройти долгий путь – из Междуречья в страну

Ханаан, и затем осмотреть всю эту землю,

которую Вс-вышний обещал дать в наследие

его потомкам. Наверное, поэтому, отправляя

Авраама в дорогу с напутствием “лех леха”, Б-г

не назвал пункт назначения. Авраам должен был

просто идти, двигаться, развиваться…"

Рав Нахум Пурер

Народ Израиля вечно находится в пути, но в

тоже время он не теряет связь с традициями,

корнями, источниками знаний. Люди искусства

обращаются к миру через свое творчество,

отражая в нем темы, волнующие их. Так и

в нашем проекте, художники из Израиля

и Германии, объединены общей темой –

Еврейство, Антисемитизм, Холокост.

Даже сегодня, существование государства

Израиль не является чем-то само собой

разумеющимся, и находятся те, кто оспаривает

право нашего государства на существование.

Аргументы, которые в прошлом выдвигались

против евреев, и были признаны после Холокоста

антисемитскими, получают сегодня легитимацию,

в качестве аргументов, против существования

государства Израиль, как государства еврейского

народа. Именно поэтому, темы этой выставки,

столь чувствительны и актуальны.

Нас всех объединяет любовь – любовь к Сиону,

где бы мы ни были в Израиле или в диаспоре,

просто каждый ощущает ее по-разному.

Отсюда мозаика красок, нюансов и сюжетов,

представляющих эту тему на сегодняшней

выставке.

Я приветствую всех тех, кто участвовал в

организации выставки и проведении семинаров.

Это одно из наших посланий (обращений) миру.

Я верю, что эта инициатива внесет свой вклад

в понимание действительности и изучении

еврейской культуры.

Искренне Ваш,

Юлий Эдельштейн

Министр информации и диаспоры

Государство Израиль

ןנוכי הזש ול עידוה ,םהרבא ינפב עיפוה ה"בקה"

ךתדלוממו ךצראמ ךל ךל' :ול הרוה לודג םע

עסמה .'ךארא רשא ץראה לא ךיבא תיבמו

לש ,ונמצע לש שופיחה אוה ונלש ירקיעה

ונשפנבש ףונה חותיפ ,תיתימאה ונתוהמ

ויבא תויהלו ותוחילש תא םייקל ידכ .המינפ

רובעל םהרבא לע היה ,םינהוכ םע לש ודילומ

ץראל םידשכ רואמ תאצל הליחת — הכורא ךרד

חיטבה התוא ץראה לכב רייסל ןכמ רחאלו ,ןענכ

רשאכ ,ךכ םושמ ילואו .ויאצאצל קינעהל ה"בקה

אל ,"...ךל ךל" וכרבב ךרדל םהרבא תא איצוה

טושפ היה םהרבא לע .דעיה תדוקנב ה"בקה בקנ

"...חתפתהל ,עונל ,תכלל

ררופ םוחנ ברה

םידדונ ונא לארשי םע לש הירוטסיהה לכ ךרואל

םידבאמ ונא ןיא תאז םא ךא ,םוקמל םוקממ

עדי תורוקמו םישרושה ,תרוסמה םע רשקה תא

.םיידוהי

תונמאה תועצמאב םלועה לא םינופ חורה ישנא

םידמועה םיאשונה תא תפקשמ רשא ,םהלש

םינמאה תא ,ונלש טקיורפב םג ךכ .םנייעמ שארב

— םיפתושמ םיאשונ םידחאמ הינמרגו לארשימ

.האושהו תוימשיטנא ,תודהי

ןבומה רבד וניא לארשי תנידמב ונבשומ ,םויכ םג

הנידמה לש התוכז דגנכ רתוחש ימ שיו וילאמ

רבעבש םינועיטה .ןוכיתה חרזמב םייקתהל

ירבדכ האושה רחאל ועקוהו םידוהיה דגנכ ונווכ

ךרדב שדח יוטיב םויכ םילבקמ תוימשיטנא

.הנידמכ לארשי דגנכ םינועיטכ הרואכל תימיטיגל

ונלוכ דועב יכ ונתוא הדמל ונמע לש הירוטסיהה

חונזל אל םלעלו םחלהל ונילע ,םולשל םיללפתמ

לש ותנידמכ לארשי תנידמ לש המויק ןויער תא

הכ אוה הכורעתה לש אשונה ,ןכלו .ידוהיה םעה

.ילאוטקא

הז ןיאו ,ןויצל הבהא — הבהא תדחאמ ונתוא

,תוצופתב וא לארשיב םיאצמנ ונא ןכיה הנשמ

ךרבמ ינא .תרחא הרוצב תאז שח דחא לכ טושפ

הכורעתה ןוגראב קלח וחקלש םישנאה לכ תא

יכ ןימאמ ינא .םלועל ונלש רסמה והז .ןויע ימיו

לש דומילו תואיצמה תנבהל םורתת וז המזוי

.תידוהיה תוברתה

,הכרבב

ןייטשלדא )לאוי( ילוי

תוצופתהו הרבסהה רש


Mit Freude unterstützt die Stiftung Genesis das

Projekt „Die Wanderungen der Söhne Israels“,

das das Schaffen jüdischer Künstler aus Israel,

Deutschland und verschiedenen GUS-Ländern

mit einem roten Faden verbinden. Das Projekt

„Die Wanderungen der Söhne Israels“ spiegelt

nicht nur die Wege einzelner Künstler, sondern

auch des jüdischen Volkes im Ganzen, wider.

Die „Wanderungen“ auf der Suche nach einem

Zuhause, nach sich selbst, nach einem Weg als

solchem, sind nicht nur eine Grundlage der

jüdischen Geschichte, sondern auch ein unabdingbarer

Teil des jüdischen Gedankenguts

und, natürlich, der Werke der „Söhne Israels“.

Nicht zufällig ist auch die Tatsache, dass alle

in der Ausstellung präsentierten Künstler eine

Sprache des „russisch-jüdischen Zuhauses“

sprechen – eine gewisse Mischung aus

russischer Literatur, jiddischen Sprichwörtern

und dem Geschmack von Omas Küche. Gerade

diese jüdische Gemeinde, die heute in der

Welt verstreut ist, fährt unnachgiebig fort sich

an die „Sprache“ zu erinnern. Die „Sprache“,

mit der drei Generationen von Juden in der

ehemaligen UdSSR aufgewachsen sind, die

es zu bewahren und an unsere Kinder weiterzugeben

gilt – in Erinnerungen, Erzählungen,

Kunstwerken.

Besonders begeistert sind wir von dem hohen

professionellen Können der Fachleute aus der

Jerusalemer non-profit Galerie „Skizza“, die

sich immer auf einem „schöpferischen Weg“

befinden und von ihren Tun überzeugt sind.

Es ist wichtig, dass dieses Projekt heute

wunderbare Künstler zusammen geführt hat,

die eine für Alle gleichermaßen verständliche

Sprache sprechen – die Sprache der Kunst.

Wir freuen uns in solch einer erfreulichen und

wichtigen Angelegenheit Partner des Staates

Israel vertreten durch das Ministerium der

Diaspora zu sein.

Ich glaube, dass diese Ausstellung und

ihre Begleitaktivitäten allen Besuchern

ermöglicht, unser Volk, die russischsprachige

jüdische Gemeinde und unser Land, in das

die Wanderung jeden Juden führt, kennen zu

lernen.

Geschäftsführende Direktorin der Stiftung

„Genesis“ in Israel

Alexandra Britavskaya

Фонд Генезис с радостью поддерживает

проект "Странствия сынов Израиля",

который связывает единой нитью

творчества еврейских художников из

Израиля, Германии и разных стран СНГ.

Проект "Странствия сынов Израиля",

является отражением пути не только

каждого из художников, но и еврейского

народа в целом.

"Странствие" в поиске дома, поиске себя,

поиске дороги как таковой – не только

основа еврейской истории, но неотъемлемая

часть еврейской мысли и, конечно,

творчества "Сынов Израиля". Не случаен,

и тот факт, что все художники, представленные

на этой выставке, говорят на языке

"русско-еврейского дома" – некой смеси

русской литературы, поговорок на идише

и вкуса бабушкиной кухни. Именно эта

еврейская община, сегодня рассеянная по

миру, продолжает упрямо помнить "язык",

на котором выросли три поколения евреев

в бывшем Советском Союзе, который

важно не потерять, передать нашим

детям – в воспоминаниях, рассказах,

художественных работах.

Особенно нас воодушевляет факт высокого

профессионального мастерства специалистов

Иерусалимской некоммерческой

галереи "Скицца", которые всегда в "творческом

пути" и верят в то, что делают.

Важно, что этот проект собрал сегодня

замечательных художников, говорящих

на понятном для всех языке – языке

Искусства.

Мы рады быть партнерами государства

Израиль в лице Министерства диаспоры в

столь замечательном и важном начинании.

Я верю, что эта выставка и деятельность

вокруг нее позволит всем гостям познакомиться

с нашим народом, с русскоязычной

еврейской общиной и нашей страной, куда

любого еврея приводит Странствие…

Исполнительный директор фонда

"Генезис" в Израиле,

Александра Бритавская

ינב יעסמ הלא" טקיורפב ךומתל החמש סיסנ'ג ןרק

םיידוהי םינמא ןיב תדחאמ הריציה ובש ,"לארשי

הלא" טקיורפ .ע"מח תונידממו הינמרגמ ,לארשימ

ישיאה ועסמ תא קר אל ףקשמ "לארשי ינב יעסמ

תא םג םא יכ ,וב םיפתתשמה םינמאהמ דחא לכ לש

.ולוכ לארשי םע לש וידודנ עסמ

ההימכה לשב "םידודנה עסמ" רופיסש דבלב וז אל

רעובה ךרוצה לשבו ,ימצעה שופיח לשב ,תיבל

ינשה טוחכ רבוע רשיה ךרד תא רתאל וניתומצעב

,לארשי תבשחמבו תידוהיה הירוטסיהה יכרכב

די וז ןיא ."לארשי ינב" לש םתריציב טלוב םג אלא

תוגצומ םהיתוריצי רשא ,םינמאה לכ יכ ,הרקמה

תא םירבוד ,טקיורפה תרגסמב תגצומה הכורעתב

תבורעת ןיעמ — "יסור — ידוהיה תיבה" לש ותפש

םימעטהו שידייב םימגתפ ,תיסור תורפס לש

,וז תידוהי הליהק .אתבס לש חבטמהמ םיבוהאה

רוכזל תונשקעב הכישממ ,לבת יבחרב םויכ הרוזפה

םידוהי לש תורוד השולש ולדג הילע ,"הפשה" תא

רמשל בושחש — "הפש" ,רבעשל תוצעומה תירבב

םירופיס ,תונורכיז תועצמאב — ונידליל ריבעהלו

.תונמוא תוריציו

תיעוצקמה תונמוימה דחוימב הארשה תררועמ

,םילשוריב "הציקס" תיירלגמ םיחמומה לש ההובגה

םיאצמנ דימת הלא םינמא .חוור תונווכ אלל תלעופה

המלש הנומאב םינימאמו יתימא "הריצי עסמב"

.םלעופב

שיגפה הז טקיורפ יכ ,הדבועה הומכ ןיאמ הבושח

הפשב םיאטבתמה — ללכה ןמ םיאצוי םינמא ןיב

.תונמאה תפש — לכל תנבומו תפתושמ

המזויל םיפתוש תויהל ,םיאגו םיחמש ונא

תוצופתה דרשמ םע דחי וז תכרובמו הבושח

.לארשי תנידמ םשב

תוליעפה םג ומכ ,וז הכורעת יכ ,הנומא ינא

תא ריכהל הירקבמ לכל רשפאת ,הביבס תנווגמה

תיסורה תרבוד תידוהיה ונתליהק תא ,ונלש םעה

אוה רשאב ידוהי לכ עיגמ וילא םוקמה ,ונצרא תאו

...וידודנ עסמ ץקמ

,לארשיב סיסנ'ג ןרק ל"כנמ

יקסבטירב הרדנסכלא

3


Die Wanderungen

der Söhne Israels

„Wir gehen fort, und der Berg Sinai geht

uns hinterher.“

(Bashevis-Singer. Shosha)

Ein jüdisches Haus am Sabbat: Kerzen werden

angezündet, der Tisch ist feierlich gedeckt, am

Tisch sitzt die ganze Familie. Der Vater spricht

Segensgebete, deren gesamter Inhalt aussagt, dass

diese Welt erschaffen wurde. Dass sie nicht zufällig

aus dem natürlichen Chaos entstanden ist und

seitdem als Erzeugnis dieses Chaos besteht, sondern

von dem erschaffen wurde, der als Weltschöpfer

bezeichnet wird. Warum ist diese Behauptung so

wichtig für uns? Weil alles, was bewusst erschaffen

wird, einen Sinn, ein Ziel, eine Bestimmung hat.

Und unsere Wanderungen und das gesamte lange

Leben unseres Volkes sind keine blinde Irrfahrt und

keine panische Flucht – wir befinden uns einfach

auf dem Weg. Und was kann nicht alles unterwegs

geschehen!

Der Sabbat-Tisch ist nur ein kurzer Halt: Sich setzen,

Luft holen, über die eigene Bestimmung nachdenken

– und noch weiter – denn wir sind schon

sehr lange unterwegs. Mit Wanderungen hat die

Geschichte des Urvaters Abraham angefangen. Er

wurde zum ersten Juden, indem er aus Ur in Chaldäa

nach Kanaan, das zukünftige „gelobte Land“, ging.

Das Wort „evrei“ (Russisch für Jude, Hebräer) selbst

geht auf das Wort „avar“ – „hinübergehen, auf der

anderen Seite ankommen“ – zurück. Also leben

wir auf unendlichen Wanderungen, beständig

unser Buch, unsere Gebote, unsere Zugehörigkeit

zu dem Volk tragend. In unserer Geschichte –

Zuwanderung nach und Exodus aus Ägypten, 40

Jahre Wüstenwanderung, Einzug in das Land Israel,

Vertreibungen (deren letzte nicht weniger als 2000

Jahre dauerte) und Rückkehr in unser uns lange

versprochenes Land. „Erstaunliches, unbegreifliches

jüdisches Volk... welche Erlebnisse sind ihm in der

Zukunft noch beschert? – Durch viele Jahrhunderte

ging es, in seinem Herzen jahrhundertelange Trauer

4

und jahrhundertelanges Feuer hegend. Buntes,

groß angelegtes Leben von Rom, Griechenland

und Ägypten ist längst zum Gemeingut in

Museumssammlungen, zum historischen Unsinn,

zum fernen Märchen geworden. Aber dieses

geheimnisvolle Volk, das zu Zeiten ihrer Kindheit

bereits ein Patriarch war, existiert nicht nur, sondern

hat überall seinen festen, heißen südlichen Typus,

seinen Glauben, voll von großen Hoffnungen und

kleinlichen Riten, die heilige Sprache seiner inspirierten

göttlichen Bücher erhalten... Nirgends sind

die Spuren seiner rätselhaften Feinde zu sehen, all

dieser Philister, Amalekiter, Moabiter und anderer

halb-mythischer Völker; dieses Volk aber, flexibel

und unsterblich, lebt immer noch, als ob es jemandes

übernatürliche Prädestination erfüllen würde.“

(M. Kuprin, 1904)

Wanderungen, freiwillige oder erzwungene, sind

ein Bestandteil der Biografie eines jeden Juden.

Und die hier präsentierten Künstler bilden keine

Ausnahme.

Die Serie „Der jüdische Wagen“ von Anatoli Shmuel

Shelest legte den Grundstein für dieses Projekt.

Seine persönlichen Wanderungen begannen noch

in der Kindheit: Ein Junge aus einer ukrainischen

Familie, dessen Eltern Kinder des zweiten Weltkriegs

waren, die erste Generation, die in die Stadt zog.

Die markantesten Erinnerungen der Kiever Kindheit

sind Busia Lvovna, die Lieblingserzieherin im

Kindergarten, und die Fahrten zu der Großmutter in

ein abgelegenes Dorf, wo man den ganzen Tag mit

den Dorfjungen herumlaufen konnte. Die einzige

Unterhaltung war das abendliche Lesen der Bibel.

Aus allem, was das Kind verstehen konnte, sind

ihm besonders rätselhafte Worte in Erinnerung

geblieben: Dass sie alle im Gelobten Land versammelt

werden. – Und er selbst, wie sollte er dorthin

kommen? – Die kindlichen Erlebnisse wurden

vergessen und kamen erst wieder hoch, als er, ohne

sich selbst zu trauen, sich in Israel wiederfand. Aber

dem gingen Jahre spiritueller Suche und endloser

Umzüge voraus: Aus Kiev zieht er mit seiner

Familie nach der Katastrophe von Tschernobyl

nach Taschkent (Usbekistan), von dort emigriert

er nach Deutschland. Hier kommt er durch sein

künstlerisches Schaffen zum Judentum und zum

Einhalten der Traditionen; darauf folgt selbstverständlich

die Repatriierung nach Israel. Anatoli,

der in der Folge den jüdischen Namen Shmuel

annimmt, ist ein ger – so nennt man die, die aus

eigenem Willen sich zum Judentum bekehren und

Juden werden.

Die Serie „Der jüdische Wagen“, die er sofort

nach dem Umzug nach Israel begann, ist sowohl

überraschend als auch folgerichtig geworden.

Überraschend, weil Anatoli, der für sein grafisches

Arbeiten und Installationen bekannt ist, sich der

Malerei zugewandt hat; folgerichtig, weil Israel

und Jerusalem von ihm „gefordert“ haben, die

Wendepunkte der jüdischen Geschichte noch

einmal zu durchleben. So entstehen seine Wagen

– Sinnbilder unendlicher Wanderungen seines

Volkes: Die Ukraine des 18. Jahrhunderts, das

Frankreich des 19. Jahrhunderts, Russland in den

ersten Jahren der sowjetischen Herrschaft, Prag im

Mittelalter, Israel heute und das Israel von 1948,

die babylonische Vertreibung, Deutschland 1945,

Spanien im 15. Jahrhundert, die „Shoa“ und der

Flughafen „Ben Gurion“, wo der Wagen anstelle

der Räder Flugzeugturbinen hat. – Verschiedene

Länder, verschiedene Epochen, aber immer noch

derselbe Wagen und dasselbe durch alle geteilte

Schicksal.

In meiner frühen Kindheit wurde ich von einem

nebenbei gefallenen Satz meines Vaters verblüfft,

eines Menschen, der, wie die Mehrheit der

sowjetischen Juden, fern der Tradition lebte:

Viele Generationen unserer Vorfahren begannen

ihren Tag mit einem Gebet, in welchem sie Gott

dankten, dass er sie als Juden geschaffen hat. Ich,

zu diesem Zeitpunkt schon mit den „Vorzügen“

des Antisemitismus vertraut, war erstaunt: Wofür

danken? Für die Erniedrigung, für Schmerzen, für

Pogrome? Papa, du verwechselst da etwas, das

kann nicht stimmen! Wie konnte ich mir damals

vorstellen, dass meine Söhne irgendwann morgens

sagen werden: „... danke, dass du mich nicht als

Nicht-Jude geschaffen hast“?

Alles, was Nikolai Estis macht, seine gesamten Werke,

sein gesamtes Schicksal ist unermesslicher Schmerz

und maßlose Dankbarkeit dafür, dass er „als Jude

geschaffen“ wurde. Seine Zugehörigkeit zum Volk

Israel, sein Empfinden des eigenen Jüdisch-Seins

sind eine untragbare Last und ein großes Geheimnis

für ihn selbst. Ein Geheimnis, das alles durchdringt,

was die Hand des Künstlers berührt: Engel, Vögel,

Menschen kommen wie von selbst aus den chaotischen

Farbspritzern zum Vorschein, werden auf

der Leinwand aus farbigen bunten Fäden gewebt.

Seine Vögel sind immer einsam – sie sind sowohl

Symbole der menschlichen Seele als auch Boten


des universalen Geistes, eingesperrt in schwachen

materiellen Körpern. Einsam sind auch seine Engel

– Boten des überirdischen Jenseitigen, Symbol

unserer Verbindung mit unseren ins Unbekannte

gegangenen Nächsten. Und unsere Nächsten

werden immer mit dem Volk im Ganzen assoziiert:

„Und er schloss sich seinem Volk an“. So spricht die

Thora von jedem Verstorbenen. Die Figuren auf

seinen Blättern sind aber stets zusammen, viele

Menschen, ein ganzes Volk – entweder in Bewegung

wie bei dem großen Auszug oder eingefroren in der

Beobachtung des Einsturzes des babylonischen

Turms; entweder auf der Flucht die gemeinsamen

Kindern schützend oder starr stehend, wie bei dem

Bundesschluss während der Offenbarung am Sinai.

Nikolai Estis hat in seinen Werken sehr genau das

formuliert, wovon die hebräischen Weisen sprechen:

Der Schöpfer führt einen Dialog mit dem gesamten

jüdischen Volk, mit allen gemeinsam, weil das Volk

als Ganzes in all seinen Generationen auch eine

Persönlichkeit darstellt... Vielleicht ist es lediglich

diese Behauptung, die das in jedem von uns

versteckte Unbegreifliche erklärt: Egal, wie weit wir

uns vom Judentum, von unserer Tradition entfernen,

wir kehren immer durch unsere Kinder, Enkel und

Urenkel zurück.

...Wir gehen fort, und der Berg Sinai geht uns

hinterher...

Lidia Schulgina, bewundernswerte Künstlerin,

Freundin und Ehefrau von Nikolai Estis, ist vor mehr

als zehn Jahren verschieden. Mit den Botschaften für

sie und von ihr fliegen seine Engel und Vögel. Und

dem Betrachter sind als fragile lebende Botschaften

ihre Werke und Notizen geblieben, die keiner

Ergänzung bedürfen – so rein und durchdringend

klingt diese jüdische Stimme.

„Ich kann nicht erklären, warum, was von meiner

Hand kommt, sofort in den stilistischen Bereich

der Bibel kommt... Ich lasse kaum den Gedanken

zu, dass es bereits eine Berufung ist, die Stimme

des Buches zu hören. Ich staune einfach über die

wundersame Kraft des Rufs der Vorfahren aus

der Tiefe der Geschichte, aus den Gräbern ohne

Grabsteine, aus den Erdgruben und Graben, aus

den Öfen der Gaskammern“. „Der ständige Versuch,

in den biblischen Texten und Sujets Verheißungen

und Botschaften für uns heute zu sehen, ist zu

meiner Denkweise geworden. Meine Leinwände

und Tafeln und später Basreliefs und Skulpturen sind

zur Chronik der zeitgenössischen Leiden geworden,

deren Ursache wohl in dem ewigen Widerstand des

Menschen gegen die Gebote Gottes und der Bibel

liegt... Ich will eine plastische Form finden, die dem

Anspruch dieses Themas gewachsen ist.“

In den letzten fünf Jahren ihres so kurzen und so

fruchtbaren Lebens schuf sie eine Vielzahl von

Werken und hinterließ eine Vielzahl von Botschaften.

Auf den Resten von Holztafeln und Sackleinwänden

entstanden aus bemaltem und geklebtem

Zeitungspapier biblische Propheten, städtische

Verrückte und provinzielle jüdische Omas, Urmütter

des Volkes, und Moses – ein alter Rabbiner aus der

benachbarten Synagoge. „Wie müde werde ich von

diesen körperlosen Figuren, die auf die leere Fläche

des Blattes hinaus kriechen, sobald die Feder etwas

zögert! Männer und Weiber weichen zurück unter

dem Andrang bärtiger Patriarchen, bettelarmer

Rabbiner und ihrer zahlreichen Lehrlinge. Und

schon erhebt sich vorne der unsterbliche Anführer

Moses und führt sein Volk an den Plattenbauten

und den zerstörten Tempeln vorbei – in das Land

verwirklichter Träume und erfüllter Verheißungen...

und der Menschenhaufen, nicht von dieser Welt und

fast körperlos, erstreckt sich über mein Blatt, meine

Seele, meine Straßen, mein Schicksal.“

In das „Land der erfüllten Verheißung“ zu kommen

war ihr, wie im Übrigen auch Moses, nicht beschert.

Den Schrecken der letzten Jahre des Sterbens

verwandelte Lidia auf wunderbare Weise in das

unermessliche Glück des Erstentdeckers – sie

entdeckte ihr Jüdisch-Sein für sich und schöpfte

Energie und geistige Kraft daraus. Und sie schaffte

das Unmögliche: Sie konnte sich noch lebend „ihrem

Volk anschließen“.

Eins der am meisten durchdringenden Werke von

Grigori Berstein – „Flucht über die Dächer“ – wird

nicht in der Ausstellung sein. Es ist verkauft, und ein

so persönliches, so „wundes“ Werk zu wiederholen

ist einfach nicht möglich. Auf diesem Bild ist eine

reale, nicht erfundene Geschichte seiner Familie: So

retteten sich eines Tages seine Großeltern mit seinem

damals noch kleinen Vater von einem Pogrom und

dem sicheren Tod über die Dächer, fast durch die Luft

in ihrer ewigen Flucht gen Himmel steigend.

Nach den vielen Jahren der Verfolgung haben wir

gelernt unsere Flucht in so einen Lebenshunger, in

so eine Überlebensenergie zu verwandeln, so dass

sogar unsere Hasser Begeisterung und mystische

Furcht empfinden. Offensichtlich beschäftigt Grigori

sich deshalb sehr intensiv mit dem Thema Holocaust.

Er hat keine Angst, den Schrecken auf sich und sein

Leben zu projizieren, denn ihn interessiert an dieser

furchtbaren Geschichte nicht der Tod, sondern das

Leben. „Rast auf dem Weg“ ist eine Pause auf dem

Weg des Todes inmitten eines schwarzen Waldes.

Viele müde Menschen, Frauen, Alte und Kinder sind

zu einer Menschenmasse verschmolzen, von der

dennoch eine fast greifbare Wärme ausgeht. Des

Obdachs beraubt, von ihrem Zuhause vertrieben,

sind sie allein angesichts der furchterregenden

irrationalen Naturkraft. Wir sehen keine Verfolger,

sondern nur den Wald und die urtümliche Angst, die

von ihm ausgeht. Nach C.G. Jung symbolisiert der

Wald alle gefährlichen Aspekte des Unbewussten,

die den schwachen menschlichen Verstand zu

verschlingen drohen. Bei Berstein ist der Wald

selbst ein Symbol der unbewussten, irrationalen

Bosheit und des Hasses, die das Volk verfolgen und

den Verstand der Verfolger in den Abgrund des

Wahnsinns reißen.

Wie oft streben wir danach, der schweren Last

unseres Jüdisch-Seins zu entgehen und uns in den

„normalen“ Völkern aufzulösen. Das ist ebenfalls

ein Aspekt unserer Wanderungen. Aber im Laufe

der Jahrhunderte fanden sich immer Menschen, die

bereit waren, sich dem Volk anzuschließen und mit

uns nicht nur die Nöte der Verfolgung, sondern auch

die Freuden der unendlichen Erkenntnis zu teilen.

Nasira Turganbai ist eine in Deutschland lebende

Kirgisin. Auf unerklärliche Weise, durch Träume und

seltsame Visionen kam sie zur Wahrnehmung des

Jüdischen in sich. Nasira ist eine Keramikerin. Mit

östlicher Feinheit kreiert sie ihre Gefäße und bringt

ihre Form zur Perfektion. Jedes ihrer Gefäße kann

ein Objekt der Meditation sein. Auf der gesamten

inneren und äußeren Oberfläche verläuft ein feines

Netz aus Linien, das in einem verwickelten Ornament

mal auseinander läuft und mal verdichtet: Wege,

Schicksalslinien, geheimnisvolle Inschriften. Jedes

Gefäß kann betrachtet und entschlüsselt werden,

wie in der alten Magie aller Nomadenvölker: Dem

Wahrsagen mithilfe der Linien auf dem Schulterblatt

eines Schafbocks. Es gibt eine Theorie, dass die

Kirgisen ein verlorener Stamm Israels sind. Nasira

hat das erfahren, als sie nach Israel kam, um mit den

eigenen Augen das Land zu sehen, das sie mehrmals

im Traum gesehen hatte. Ob diese Theorie eine

Daseinsberechtigung hat, ist nicht so wichtig. Dafür

hat ein Künstler eine unumstrittene Berechtigung,

seine Visionen zu realisieren. So wird ein Kunstwerk

geboren, in dem Gefäße mit Perlen und Perlen

mit den Stämmen Israels assoziiert werden; die

Stämme wiederum sind die Träger des kollektiven

5


Gedächtnisses des Volkes Israel. Auf einer mit Salz

bedeckten Fläche stehen zwölf mit Wasser gefüllte

Gefäße. Übrigens sind die Öffnungen in den

Gefäßen so klein, dass wir vielmehr wissen, dass

das Wasser drin ist, als dass wir es sehen. Und über

dieser ganzen Komposition befindet sich ein Print:

Die stark vergrößerte, in eine Ebene verwandelte

Fläche eines Gefäßes – Linien, Linien …

Was ist hier jüdisch? Nichts, außer den Empfindungen

der Künstlerin. Und wenn sie stimmig sind, diese

Empfindungen, dann nimmt alles seinen richtigen

Platz ein, besonders für den Betrachter, dem

jüdische Symbolik, Tradition und Kommentare zu

den Texten gut bekannt sind. Salz ist ein Symbol der

Reinheit und der Ewigkeit. Es ist das Salz des Toten

Meeres, das die Sünden von Sodom und Gomorrha

aufgenommen und das Volk gereinigt hat. Das

„Vermächtnis des Salzes“ ist ein Gesetz, das in der

Thora klar formuliert ist: Auf den Opferaltären in

den Tempeln ist immer Salz vorhanden. Und da

der Tisch der Juden ein Opferaltar ist, stellen wir als

Symbol während der Mahlzeiten auch immer Salz

auf den Tisch.“

Wasser ist eine erstaunliche Substanz, die über

ein Gedächtnis verfügt und Informationen trägt:

Wasser ist Leben. Aber in der jüdischen Tradition

ist Wasser die Thora, das große Geheimnis und das

große Wissen, das wir durch die Jahrhunderte zu

tragen verpflichtet sind.

Eine östliche Weisheit besagt: „Das Wesen eines

Gefäßes ist nicht die Tonwand, sondern die Leere

in seinem Inneren“. Sofern ein Gefäß einen Stamm

Israels symbolisiert, wird es mit Wasser gefüllt,

wodurch verdeutlicht wird, dass die Stämme, die

heute im ganzen Volk Israel aufgelöst oder in der

Welt zerstreut sind, solange leben, wie sie mit dem

lebendigen Wasser der Thora gefüllt sind.

Nasira versucht aber nicht in die Feinheiten der

jüdischen Deutungen einzudringen. Sie geht den

intuitiven und für den Künstler einzig möglichen

Weg. Alle Übereinstimmungen kommen von ihrer

Liebe zu Israel und von der Verwandtschaft beider

Nomadenschicksale.

Unsere Geschichte ist die Geschichte des zurückgelassenen

Eigentums... Das Einzige, was man immer

mitgenommen und bis zuletzt gerettet hat, waren

die Reliquien der Vergangenheit, die heiligen Bücher

und die Reliquien der jüngsten Zeit: Familienfotos.

Bei Anatoli Baratynski sind die Fotografien seiner

Vorfahren zu einer Quelle der Inspiration, des

6

Erlebens und der Selbstwahrnehmung in dieser

Kette der Generationen geworden. Die aus dem

Familienalbum in die Malerei umgewandelten

Fotografien, diese Schnappschüsse der bewahrten

Vergangenheit bergen eine erstaunliche Dynamik

in sich. So sieht man, wie Erwachsene und Kinder

in der Erwartung des „kommenden Vögelchens“

erstarrt sind und sofort nach der Aufnahme auseinander

laufen – zur Arbeit, in den Krieg oder gar

aus dem Leben verschwindend wie die „Kinder des

Holocausts“.

Eins von den Bildern Baratynskis trägt den Titel

„Genealogie, Geografie und Geschichte meiner

Familie“. So kann aber auch die gesamte Serie

benannt werden. Anatoli ist nur ein Mal umgezogen,

aus Ufa nach Jerusalem. Aber die Geschichte von

zwei Familien – seiner eigenen und der seiner Frau

– ist die Geschichte der jüdischen Wanderungen.

Und wer weiß, ob sie am Ende sind?

Rita Ostrovskaya ist eine Fotografin, die mit ihrer

Kamera allem, was in ihr Objektiv kommt, Schönheit

und Harmonie entlocken kann. Rita hat vieles in

den verschwindenden kleinen Städtchen in der

Ukraine fotografiert: Baufällige Häuser, die sowohl

die sowjetische Herrschaft als auch die deutsche

Okkupation überstanden haben; jüdische Gesichter,

denen das ganz schwere Los der Überlebenden der

Katastrophe anzusehen ist, majestätische jüdische

Greisinnen – all das wurde von ihr mit der Liebe

zu ihrem Volk gefüllt und strahlt eine besondere

Schönheit aus. Die Serie „Meine Emigration“ ist

komplett anders. In dieser Serie dokumentiert sie

akribisch die Etappen des Umzugs ihrer Familie

aus der Ukraine nach Deutschland. Hier sind so viel

Unbehagen, so viele Zweifel an der Richtigkeit der

Wahl zu spüren: Eine Reihe von gleichen billigen

Reisetaschen, in die das ganze Hab und Gut von

drei Generation der Familie hinein gequetscht

ist; die letzten Aufnahmen in der Wohnung, die

die Erinnerung an alle Familienfeste und an alle

Miseren trägt. Eine alte, „aber noch in einem sehr

guten Erhaltungszustand“, geliebte Anrichte bleibt

zuhause und die Hausherren, die ihr Heim verlassen,

hinterlassen einen schattenhaften körperlosen

Abdruck in Raum und Zeit, welche sie für immer

verlassen... Jede Fotografie ist das Symbol und die

Quintessenz des scharfen Schmerzes, aber zusammengeführt

ergeben sie den immer nörgelnden,

erschöpfenden, unaufhörlichen Schmerz eines

Emigranten.

In vielen Artikeln zu der weit verbreiteten

Erscheinung Deja-vu beklagen sich die

Wissenschaftler: „Die Erforschung dieses ganzen

Komplexes der Phänomene wird dadurch erschwert,

dass trotz der Massenhaftigkeit der Erscheinung

die Fälle von falschen Erinnerungen bei jedem

einzelnen Menschen selten und unvorhersehbar

sind.“ Ich würde ihnen raten, Juden aus der ganzen

Welt in die Judäische Wüste oder zu den Hügeln

Samarias zu bringen, denn hier ereignet sich dieses

Phänomen so oft, dass es die Forschung merklich

erleichtern sollte. Wie oft habe ich hier von den aus

Großstädten, aus Moskau und Sankt-Petersburg,

New-York und Buenos-Aires, Paris und Los-Angeles

Angereisten gehört: „Ich stand da wie gelähmt,

guckte auf diese Hügel und mir wurde klar – ich

bin von hier: meine Füße erinnern sich an diese

steinigen Pfade, in dieser trockenen Wüstenluft

liegen bekannte Gerüche, ich weiß, wie diese

Landschaft zu jeder Jahreszeit aussieht...“

Hügel und dazwischen verlorene Straßen, zufällige

Reisende, die sich nicht zufällig begegnen und

wieder auseinander gehen ohne das große ewige

Schweigen zu stören – solche Landschaften ziehen

sich durch das gesamte Schaffen von Tania Kornfeld

hindurch. In der Ausstellung gibt es sowohl ihre

alten, noch russischen Werke als auch die bereits

in Israel gemalten. Die wüsten Pfade oder die

Wege zwischen den Felsen führen immer zum dem

Schlusspunkt der Wanderungen – nach Jerusalem.

Tania kennt sich mit Wegen aus – als Kind zog sie

von Moskau nach Sankt-Petersburg um. Im Jahr

1976 siedelte sie nach Israel über, heiratete nach

zwei Jahren und zog mit ihrem Mann in die USA.

Dort lebte sie unmittelbar an der Grenze zu Mexiko.

Sie hat die Exotik der Ortschaften genossen, lebte

buchstäblich in der Welt von Garcia Marquez, die wir

alle damals mit Begeisterung für uns entdeckten.

Dort war sie als Künstlerin sehr erfolgreich und

gefragt, kehrte aber 1984 nach Israel zurück und

kehrte damit nach langen Wanderungen heim.

So wie die Schlusswahl von Tania eine vollkommen

bewusste Entscheidung war, so gehört Max

Epstein zu der Generation von Israelis, deren

Schicksal von den Eltern bestimmt wurde, die

ihn als Sechzehnjährigen nach Israel brachten.

Offensichtlich war diese Entscheidung für Max

richtig. Anderenfalls hätte er und würden wir durch

seine Werke keinen Deja-Vu-Zustand erleben,

der fortdauernd von einem anderen Phänomen

begleitet wird – dem Deja-Prevu, dem Gefühl die


Zukunft zu sehen und zu wissen, was im nächsten

Moment passiert. Wie lange dieser Moment ist –

ein Jahrhundert oder ein Jahrtausend – ist für diese

ewige Landschaft ohne Bedeutung.

Die menschenleeren Landschaften von Max aus

der Serie „Die Marken der Anwesenheit“ hängen

gleichsam zwischen der Vergangenheit und der

Zukunft: Vor dem Hintergrund dieser rauen „Mars“-

Landschaft haben sich viele große Ereignisse

abgespielt. Diese Steine mit den Überresten alter

Bauten befinden sich heute noch im Mittelpunkt

des politische Lebens der ganzen Welt, in diesen

Hügeln steckt das explosive Potenzial der ganzen

Weltgeschichte. Diejenigen, die Israel kennen,

assoziieren die Landschaften sofort mit dem Weg

nach Jerusalem – noch ein bisschen und seine

weißen Häuser und Türme erscheinen in der Ferne.

Jeder hat sein eigenes Jerusalem, das eigene

Mythen, eigene Komplexe und eigene Syndrome

hervorbringt.

Es gibt ein bemerkenswertes Gemälde eines

hannoveraner Künstlers des 16. Jahrhunderts. Die

ganze Welt wird als eine dreiblättrige Kleepflanze

dargestellt. Drei Kontinente – Europa, Afrika und

Asien – laufen an einem Punkt, im Zentrum der

Welt zusammen. Dieses Zentrum ist Jerusalem,

der Punkt des Gleichgewichts in der Welt. Epsteins

Landschaft von Jerusalem in der Ausstellung ist

eine Zusammenfügung dreierlei Ebenen: Ein antiker

Olivenhain, ein neuer Stadtteil – Häuser aus dem

weißen Jerusalemer Gestein –, und im Hintergrund

die Wüste. Die Sonne geht gerade erst auf, hat aber

die Wüste bereits beleuchtet. Die Stadt dagegen ist

erstarrt vor dem Sonnenaufgang.

Es ist schon zum Denkmuster geworden, zwischen

dem irdischen und dem himmlischen Jerusalem

zu unterscheiden; die Teilung zwischen Ost- und

West-Jerusalem ist zum Schmerzpunkt geworden.

Max teilt sein Jerusalem in drei Teile: die Stadt an

der Schnittstelle des Weltlichen, des Religiösen und

des Historischen. Nur auf der Kante dieser fragilen

Balance kann der Künstler laut seiner Aussage

existieren.

Boris Ostrovski hat auch sein eigenes Jerusalem.

Im Gegenteil zu seinen „deutschen“ Werken, die

dermaßen beunruhigend sind, dass er oft die das

Blatt zerreißende Komposition mit geometrischen

Elementen auszubalancieren versucht, ist seine

„Stadt unter dem blauen Himmel“ – die Harmonie

selbst, eine Stadt aus Märchen und Mythen.

Selbstverständlich ist das tatsächliche Jerusalem

diesem Märchen überhaupt nicht ähnlich, denn

die Stadt wird nur aus der Sicht der Diaspora

so wahrgenommen. Vielleicht versucht man

deswegen die Begegnung mit ihr aufzuschieben:

Es ist die Angst der Enttäuschung und die Furcht

ohne den jüdischen Traum „Im nächsten Jahr, im

übernächsten, im Jahr darauf...“ zu bleiben. Denn

es scheint so, dass man nie bereit sein wird für die

Begegnung mit der Ewigen Stadt und der Tatsache,

dass dein ganzes Leben, deine gesamte vorangegangene

Erfahrung nichts sind im Angesicht dieses

Staubs, dieser Steine, dieses Himmels.

Es gibt kein anderes Volk, dessen Land ihm vom

Weltschöpfer selbst vermacht wurde. Es gibt

kein anderes Volk, dessen Verhältnis zu seinem

Land so dramatisch ist. Denn fast immer wurde

und wird über das Recht des jüdischen Volkes auf

das Land Israel in endlosen Kriegen entschieden.

„Ich zerstreue euch unter den Völkern, und dann

sammele ich euch in eurem Land...“ hat nicht nur

unsere geografische Lage bestimmt, sondern auch

den geistigen Zustand. Unser Umherirren ist die

Suche nach einer Zuflucht, unsere Wanderungen

sind die Suche nach uns selbst. Zweitausend Jahre

haben wir mit dem Traum der Rückkehr gelebt, wie

ein Zauberspruch „Nächstes Jahr in Jerusalem!“

wiederholend. Und erst nach der Rückkehr in das

Land können wir allen Söhnen unseres Volkes, wo

auch immer sie leben, sagen – unsere Wanderungen

gehen zweifellos weiter, aber unser Umherirren ist

am Ende...

Jerusalem, ein jüdisches Haus, Sabbat – ein kurzer

Halt auf dem Weg...

Marina Shelest, Maale-Adumim, 2011

7


Вот странствия

сынов Израиля

Мы уходим прочь, а гора Синайская идет за

нами.

Башевис-Зингер. "Шоша"

Еврейский дом в Шаббат: зажигаются свечи,

праздничный стол, за столом – вся семья , отец

читает благословение, весь смысл которого

сводится к одному – мы утверждаем, что

этот мир был создан. Не возник случайно из

природного хаоса и продолжает оставаться

порождением этого хаоса, а был создан тем,

кого и называют Творцом мира. Почему это

утверждение так важно для нас? А потому, что у

всего, что создано сознательно, есть смысл, есть

цель, есть предназначение. И наши странствия и

вся долгая-долгая жизнь нашего народа – это не

слепое блуждание и не паническое бегство, мы

просто находимся в пути , а по дороге что только

не случается... И Шаббатний стол – это только

короткая остановка. Сесть, перевести дух, задуматься

о своем предназначении – и вперед ...

Ведь мы уже очень давно в дороге. Со странствия

началась история праотца Авраама, это он стал

первым евреем, перейдя из Ура Халдейского в

Ханаан – будущую "землю обетованную" . Само

слово "еврей" происходит от слова "авар" – переходить,

оказаться по другую сторону... Так мы и

живем в бесконечных странствиях, упрямо неся

свою Книгу, свои заповеди, свою принадлежность

к Народу. В нашей истории – уход в Египет

и выход из Египта, 40-летние блуждания по

пустыне, вхождение в Страну Израиля, Изгнания,

последнее из которых длилось без малого 2000

лет, и возвращение в нашу, обещанную нам так

давно, Землю. «Удивительный, непостижимый

еврейский народ… что ему суждено испытать

дальше? – Сквозь десятки столетий прошел

он ... тая в своем сердце вековую скорбь и

вековой пламень. Пестрая, огромная жизнь

Рима, Греции и Египта давным-давно сделалась

достоянием музейных коллекций, стала историческим

бредом, далекой сказкой, а этот таинственный

народ, бывший уже патриархом во

дни их младенчества, не только существует, но

сохранил повсюду свой крепкий, горячий южный

8

тип, сохранил свою веру, полную великих надежд

и мелочных обрядов, сохранил священный язык

своих вдохновенных божественных книг…

Нигде не осталось следа от его загадочных

врагов, от всех этих филистимлян, амалекитян,

моавитян и других полумифических народов, а

он, гибкий и бессмертный, все еще живет, точно

выполняя чье-то сверхъестественное предопределение»

1

Странствия, добровольные или вынужденные,

часть биографии каждого еврея, и художники,

которые представлены этой выставкой, не

исключение.

Серия "Еврейская телега" Анатолия Шмуэля

Шелеста положила начало этому проекту. Его

личные странствия начались еще в детстве.

Мальчик из украинской семьи, родители – дети

войны, первое поколение перебравшееся в

город. Самые яркие воспоминания киевского

детства: Бузя Львовна, любимая воспитательница

детского сада, и поездки к бабушке, в

глухое село, где на целый день можно было

убегать с деревенскими мальчишками, а единственным

развлечением вечером было чтение

Библии. Из всего, что удалось понять ребенку,

особенно запомнились странные слова о том, как

всех соберут в Земле Обетованной. А я, как же я

попаду туда? Детские переживания забылись

и вспомнились только тогда, когда он, не веря

себе, оказался Израиле. Но этому предшествовали

годы духовных исканий и бесконечных

переездов : из Киева – после Чернобыльской

Катастрофы – он с семьей переезжает в Ташкент;

оттуда – в эмиграцию, в Германию. Здесь он

через свое творчество приходит к иудаизму, к

соблюдению традиций, а дальше, естественно,

следует репатриация в Израиль. Анатолий,

взявший себе еврейское имя Шмуэль, – гер, так

называют тех, кто принял иудаизм и стал евреем

по собственному желанию.

Серия "Еврейская телега", которую он начал

сразу после переезда в Израиль, стала и неожиданной

, и закономерной. Неожиданной, потому

что Анатолий – известный своими графическими

работами и инсталляциями – обратился

к живописи; закономерной, потому, что Израиль

и Иерусалим "потребовал" от него пережить еще

раз вехи еврейской истории. Так возникают его

телеги – образ бесконечных странствий народа:

Украина 18-го века, Франция 19-го, Россия в

первые годы Советской власти, средневековая

Прага, Израиль сейчас и Израиль 48-го года,

Вавилонское изгнание, Германия 1945 года,

Испания 15 века, "Шоа", Аэропорт Бен Гурион, где

вместо колес телеги – турбины самолета; разные

страны, разные эпохи, но все та же телега, все та

же одна судьба, разделенная на всех.

Когда-то, совсем в раннем детстве, меня поразила

брошенная почти вскользь фраза моего отца,

человека, как и большинство советских евреев,

отошедшего от традиции: многие поколения

наших предков начинали день с молитвы, в

которой благодарили Бога, за то, что тот создал

их евреями. Я , к тому времени уже познавшия

все "прелести" антасемитизма была поражена

– за что благодарить: за унижения, за боль, за

погромы? Папа, ты что-то путаешь, быть этого

не может! Разве могла я тогда предположить,

что и мои сыновья когда-нибудь станут произносить

по утрам: "... благодарим тебя за то, что

не создал меня не евреем" ?

Все, что делает Николай Эстис, все его работы,

вся его судьба – это ничем не измеримая боль и

безмерная благодарность за то, что он "сотворен

евреем". Его принадлежность к народу, его

ощущение собственного еврейства – почти непосильная

ноша и великая тайна для него. Тайна,

которой пронизано все, к чему прикасаеся рука

художника. Ангелы, птицы, люди как будто сами

проявляются из хаотичных набрызгов , ткутся на

полотне из красочных нитей. Его птицы всегда

одиноки – они и символы души человеческой и

посланники мирового Духа, заточенного в слабые

материальные тела. Одиноки и его ангелы –

посланники Запредельного, символ нашей

связи с ушедшими в непознанное пространство

близкими: а наши близкие всегда ассоциируюся

с народом в целом. "И присоединился к народу

своему" – так Тора говорит о каждом ушедшем...

А вот фигуры на его листах – всегда все вместе,

много людей, целый народ: движутся, как при

великом Исходе или в оцепенении наблюдают

падение Вавилонской башни; спасаются бегством

прикрывая своих, ставших общими для всех,

детей или стоят застывшие, принимая на себя

обеты, как при Синайском откровении... Эстис

очень точно сформулировал в своих работах

то, о чем говорят еврейские мудрецы : Творец

ведет диалог со всем еврейским народом, со

всем вместе, потому что народ как единое

целое во всех своих поколениях тоже является

Личностью ... Наверное, только это утверждение


и объясняет то, непостижимое, что заложено в

каждом из нас – как бы мы далеко не уходили

от своего еврейства, от традиции, мы всегда

возвращаемся в детях, внуках, в правнуках. Мы

уходим прочь, а гора Синайская идет за нами...

Лидии Шульгиной, удивительной художницы,

друга и жены Николая Эстиса, нет уже более

10 лет. Это с посланиями к ней и от нее летят

его птицы и ангелы. А зрителям оставлены,

хрупкими живыми посланиями, ее работы и ее

записи, к которым и добавить нечего, так чисто и

пронзительно звучит этот еврейский голос.

«Не могу объяснить, почему все, выходящее

из-под моей руки, сразу попадает в стилистическое

поле Библии…. Я почти не позволяю

себе думать, что это уже призвание – слышать

голос КНИГИ. Просто поражаюсь удивительной

силе зова предков, оттуда, из глубин истории,

из могил без надгробий, из ям и рвов, из печей

душегубок.»

« Постоянная попытка увидеть в библейских

текстах и сюжетах пророчество и послание нам

сегодняшним, стали моим способом мышления.

Мои холсты и доски, а затем барельефы и скульптуры

стали летописью современных страданий,

причина которых, наверное, в вечном сопротивлении

человека заветам Б-га и Библии… Я

хочу найти пластическую форму, достойную этой

темы.»

В последние 5 лет своей такой короткой и такой

плодотворной жизни она создала множество

работ, оставила множество посланий: на

обрезках досок и мешковине, из пропитанной

краской и клеем газетной бумаги возникают

библейские пророки – городские сумашедшие,

местечковые старухи – праматери народа,

Моисей – старенький ребе из соседней синагоги.

«Как я устаю от этих бесплотных фигур, которые

вылезают, едва лишь замешкается перо, на

пустое пространство листа! Мужики и бабы

отступают под натиском бородатых патриархов,

нищих ребе, и их многочисленных учеников.

И вот впереди уже встает бессменный вождь

Моисей и ведет свой народ мимо многоэтажных

домов, мимо разрушенных храмов – в землю

сбывшихся мечтаний и исполненных обетов… И

тянется толпа, нездешняя и почти бесплотная, по

моему листу, через мою душу, через мою судьбу,

по моим улицам. "

В "землю сбывшихся обетов" ей, как впрочем

и Моисею, не суждено было попасть. Ужас

последних страшных лет умирания Лидия

чудесным образом превратила в безмерное

счастье первооткрывателя – она открыла для

себя свое еврейство и тут черпала и энергию, и

духовные силы. И ей удалось невозможное – она

смогла "присоединится к народу своему" еще

при жизни.

Одной самых пронзительных работ Григория

Берштейна – "Бегство по крышам"- на этой

выставке не будет, она продана, а повторить

такую личную, такую "больную" работу просто

невозможно. В этой картине – реальная, не

выдуманная история его семьи: так однажды

спаслись от погрома и верной смерти дедушка

и бабушка художника и его, тогда еще совсем

маленький, отец – по крышам, почти по воздуху,

поднимаясь в своем извечном бегстве в небеса...

За столько лет гонений мы научились превращать

свое бегство в такую жажду жизни, в такую

энергию выживания, что это вызывает восторг и

мистический ужас даже у наших ненавистников.

Поэтому, очевидно, Григорий так много работает

на тему Холокоста – он не боится примерить на

себя и на свою жизнь его ужас, потому что его в

этой страшной истории интересует не Смерть, а

Жизнь. "Отдых в пути"- пауза по дороге смерти,

среди черного леса; масса уставших людей:

женщины, старики, дети слились в одну человеческую

массу, от которой, тем не менее, идет

почти осязаемое тепло. Лишенные крова над

головой, изгнанные из дома, они одиноки перед

лицом страшной, иррациональной стихии. Мы

не видим гонителей – только лес и первобытный

ужас, от него исходящий . По Юнгу лес — символ

всех опасных аспектов бессознательного, угрожающих

поглотить слабый человеческий разум.

У Берштейна же сам лес – символ бессознательной,

иррациональной злобы и ненависти,

преследующей народ и погружающей разум

преследователей в пучину безумия.

Как часто мы сами стремимся уйти от тяжкой

ноши своего еврейства и раствориться в среде

"нормальных" народов – и это тоже один

из аспектов наших странствий. Но всегда, на

протяжении веков, находились люди, готовые

присоединиться к народу и разделить с нами не

только горести гонений, но и радости бесконечного

познания.

Назира Турганбай – киргизка, живущая в

Германии. Какими-то неведомыми путями,

через сны и странные видения пришла она к

ощущению еврейского в себе. Назира – керамист.

Она с восточной тонкостью создает свои сосуды,

доводя до совершенства их форму. Каждый ее

сосуд может быть объектом медитации – по

всей и внутренней и внешней поверхности

причудливым узором расходится, то сгущаясь,

то разбегаясь, тонкая сеть линий. Дороги,

линии судеб, таинственные письмена. Каждый

сосуд можно разглядывать и разгадывать, как

в древней магии всех кочевников – гадании по

линиям на бараньей лопатке. Есть теория 2 , что

киргизы являются одним из потерянных колен

Израиля. Назира узнала об этом, когда приехала

в Израиль, что бы увидеть своими глазами

землю, которую много раз видела во сне. Имеет

ли эта теория право на существование – не

так важно. Зато художник имеет безусловное

право воплощать в жизнь свои видения. Так

рождается произведение искусства, где сосуды

ассоциируюся с жемчужинами, жемчужины – с

коленами Израилевыми; а колена – носители

коллективной памяти народа. На покрытой солью

поверхности стоят 12 сосудов, наполненных

водой, впрочем, отверстия сосудов настолько

малы, что мы скорее знаем,что вода там есть,

чем видим ее. А над всей композицией – принт,

сильно увеличенная, превращенная в плоскость

поверхность сосуда – линии, линии...

Что же здесь еврейского? – ничего, кроме

ощущений художницы, а если они верны, эти

ощущения, тогда все становится на свои места,

особенно для зрителя, хорошо знакомого с

еврейской символикой, традицией, комментариями

к текстам. Соль – символ чистоты и

вечности. Это соль Мертвого моря, поглотившего

грехи Сдома и Гоморры, очистив народ

от скверны."Завет соли" – закон, который ясно

сформулирован в Торе: в Храме на жертвеннике

всегда присутствовала соль. И поскольку стол

евреев – это жертвенник, то в качестве символа

мы тоже всегда во время трапезы ставим на

него соль." 3

Вода – удивительная субстанция, обладающая

своей памятью, несущая информацию; вода –

это жизнь. Но в еврейской традиции – вода – это

Тора, это та великая тайна и то великое знание,

которое мы обязаны нести сквозь века.

9


Восточная мудрость гласит:«суть сосуда – это не

стенки из глины, а пустота внутри него». И, если

сосуд – символ одного из Колен Израилевых, то

заполненный водой он становится утверждением

того, что колена, сейчас растворенные во

всем народе или разбросанные по миру – живы,

пока их заполняет живая вода Торы.

Но Назира не пытается вникать в тонкости

еврейских толкований, она идет интуитивным

путем – единственно возможным для

художника, а все совпадения – от ее любви к

Израилю, от родства наших кочевых судеб.

Наша история – история брошенного

имущества... Единственное, что брали с собой

всегда и спасали до последнего – реликвии

прошлого – священные книги – и реликвии

последних времен – семейные фотографии. У

Анатолия Баратынского фотографии его предков

стали одним из источников вдохновения,

переживания, осознания себя в этой череде

поколений – преобразованные в живопись

фотографии из семейного альбома.

Эти стоп-кадры запечатленного прошлого таят в

себе удивительную динамику : так и видишь, как

застыли "в ожидании птички" взрослые и дети,

и сейчас же после снимка они разбегутся – на

работу, на войну, или вовсе исчезнут из жизни

как "Дети Холокоста".

Одна из картин Баратынского называется

«Генеалогия, география и история моей семьи»,

но так же можно назвать и всю серию. Анатолий

переехал только однажды –из Уфы в Иерусалим.

Но история двух семей –его и жены – это история

еврейских странствий; и кто знает, окончились

ли они?

Рита Островская – фотограф, умеющий своей

камерой извлечь красоту и гармонию из

всего, что попадает в ее объектив. Рита много

снимала в исчезающих местечках Украины.

Покосившиеся дома, пережившие и Советскую

власть и немецкую оккупацию; еврейские лица,

на которых вся нелегкая судьба выживших в

Катастрофе, царственные еврейские старухи –

все это наполнялось ее любовью к своему народу,

светилось какой-то особой красотой. Серия "Моя

эмиграция" – совсем другая: в этой серии она

скрупулезно документирует этапы переезда

семьи из Украины в Германию. Здесь столько

неприютности, столько сомнений в правильности

выбора. Череда одинаковых баулов, в

10

которое втиснуто имущество 3-х поколений

семьи; последние фотографии в квартире,

которая помнит все семейные праздники и

все семейные горести; старенький, "но еще в

очень хорошем состоянии", любимый сервант,

который остается дома, а хозяева, покидающие

свой дом, бесплотными тенями отпечатываются

в пространстве и времени, которое они навсегда

оставляют... Каждая фотография – символ и

квитэссенция острой боли, но собранные вместе

они становятся вечной ноющей, изматывающей,

непроходящей болью эмигранта.

Во многих статьях о таком распространенном

явлении как дежа-вю ученые жалуются:"

Изучение всего этого комплекса феноменов

затруднено тем, что при всей массовости явления

у каждого конкретного человека случаи ложной

памяти случаются редко и непредсказуемо."

Я бы посоветовала им привозить евреев со

всего света в Иудейскую пустыню или на холмы

Самарии – тут этот феномен возникает так часто,

что это должно заметно облегчить исследования.

Сколько раз я слышала от тех, кто приехал сюда

из мегаполисов, из Москвы и Питера, Нью-Йорка

и Буэнос-Айреса, Парижа и Лос-Анджелеса: "я

стоял в остолбенении, смотрел на эти холмы и

понимал – я отсюда: мои ноги помнят эти каменистые

тропы; в этом сухом, пустынном воздухе

носятся знакомые запахи; я знаю, как выглядит

эта земля в любое время года..."

Холмы и затерянные в них дороги, случайные

путники, которые неслучайно встречаюся и

расходятся, не нарушая великого, вечного

безмолвия – эти пейзажи проходят через все

творчество Тани Корнфельд. На выставке есть

и ее старые, еще российские, работы, и написанные

уже здесь, в Израиле. Пустынные тропы

или дорога между скал всегда ведут в конечную

точку странствий – в Иерусалим. Таня хорошо

знает, что такое дороги: в детстве – переезд

из Москвы в Ленинград. В 1976 она репатриировалась

в Израиль, а через два года, выйдя

замуж, уехала с мужем в Америку. Она жила

там на самой границе с Мексикой. Она упивалась

экзотикой этих мест, жила буквально в мире

Маркеса, который мы все тогда с восторгом для

себя открывали. Она была там очень успешна

и востребована как художник, но... в 1984

вернулась в Израиль – вернулась после долгих

странствий домой...

И если конечный выбор Тани был абсолютно

сознательным, то Макс Эпштейн относится к

тому поколению израильтян, за которого его

судьбу решили родители, привезя его, шестнадцатилетнего,

в Израиль. Очевидно, это

решение было для Макса правильным, иначе

не возникало бы у него и не передавалось нам

в его работах состояние дежа-вю, которое

неизменно сопровождается другим феноменом

– дежа-превю – ощущением, что видишь

будущее, знаешь, что произойдет в следующую

секунду. А что такое эта секунда – столетие или

тысячелетие, – для этого вечного ландшафта

значения не имеет. Безлюдные пейзажи

Макса из серии "Метки присутствия" как будто

зависли между прошлым и будущим: на фоне

этого сурового «марсианского» пейзажа происходило

множество великих событий, эти камни с

остатками древних строений и сейчас находятся

в самом центре политической жизни всего мира,

в этих холмах заключен взрывной потенциал

всей мировой истории. Для тех, кто знаком с

Израилем, эти пезажи мгновенно ассоциируются

с дорогой на Иерусалим, еще немного и вдали

покажутся его белые дома и башни. А Иерусалим

у каждого свой, он рождает свои мифы, свои

комплексы, свои синдромы.

Есть замечательная карта, исполненная мастером

из Ганновера в 16 веке. Весь мир представлен на

ней трехлепестковым клевером. Три континента

– Европа, Африка и Азия – сходятся в одной точке,

в центре мира. Этот центр – Иерусалим, точка

мирового равновесия. Иерусалимский пейзаж

Эпштейна, который представлен на выставке,

– соединение трех планов: древняя оливковая

роща, новый район – дома из белого иерусалимского

камня, а на заднем плане – пустыня.

Солнце еще только восходит, оно уже осветило

пустыню, а город застыл перед рассветом... Стало

уже штампом деление Иерусалима на земной

и небесный, стало болевой точкой деление

Иерусалима на Восточный и Западный. Макс

делит свой Иерусалим на три части: город на

стыке светского, религиозного и исторического, и

только на грани этого хрупкого баланса художник

, по его словам, может существовать здесь.

Свой Иерусалим и у Бориса Островского. Если его

"немецкие" работы тревожны настолько, что

часто он старается уравновесить их рвущуюся

из листа композицию геометрическими элементами,

то его Город "Под небом голубым" – сама


гармония, город из сказок и мифов. Конечно,

настоящий Иерусалим совсем не похож на эту

сказку – таким он видится только из диаспоры.

Наверное поэтому встречу с ним стараются

отложить – тут и страх разочарования, и боязнь

оставить себя без этой еврейской мечты :"В

следующем году, в следующем, в следующем..."

Ведь кажется, что никогда не будешь готов к

встрече с вечным Городом и к тому, что вся твоя

жизнь, весь твой предыдущий опыт – ничто

перед этой пылью, этими камнями, этим небом.

Нет другого такого народа, чья Земля была бы

ему завещана самим Творцом мира. Нет такого

народа, чьи отношения с его землей были бы

столь драматичны. Ведь почти всегда право

еврейского народа на Землю Израиля, решалось

и продолжает решаться в бесконечных войнах.

« Я вас рассею среди народов, а после соберу в

землю вашу…» определило не только наше

географическое положение, но и духовное

состояние. Наши скитания – это поиск убежища,

наши странствия – поиск самих себя. Две

тысячи лет мы жили мечтой о возвращении, как

заклинание повторяя:" В следующем году – в

Иерусалиме!" И только возвратившись в Землю,

мы можем сказать всем сынам нашего народа,

где бы они ни жили – наши странствия, несомненно,

продолжатся, но скитаниям пришел

конец... Иерусалим, еврейский дом, Шаббат –

короткая остановка в пути ...

Марина Шелест,

Маале-Адумим, 2011

1. А.М. Куприн, "Жидовка", 1904г.

2. Гипотеза д-ра Ричарда Хевитта

http://www.centrasia.ru/newsA.php?st=1158300540

3. Из лекции д-ра Зеева Дашевского

http://www.machanaim.org/tanach/_da_ml/ml_37.htm#v5

Dank

Allen Personen, die die Realisierung der

Ausstellungen ermöglicht haben, sei an

dieser Stelle unser Dank gewidmet:

Johannes Bunk,

Referent für interkulturelle Kunstprojekte,

Kulturamt der Stadt Köln


Vera Peltzer,

Projekt- und Kulturmanager, Kulturbunker

Köln-Mülheim


Prof. Igor Epstein,

Leiter der Weltmusik, Klezmer und Ästhetik

Akademie Köln


Stella Schindler-Siegreich,

Vorsitzende der Jüdische Gemeinde Mainz


Moshe Oppenheimer ,

Delegierter des Vereins Jüdischer

Nationalfonds


Dr. Ruth Röcher,

Vorsitzende der Jüdische Gemeinde Chemnitz


Avadislav Avadiev


Nina Schpoliansky


Elena Gaft


Tatiana Safarova


Mariam Salimova

11


Anatoly Baratynsky

Alte Fotos im Familienalbum. Wie

gern habe ich sie in meiner Kindheit

betrachtet! Und erst nach dem Übertritt

der Eltern in die „bessere Welt“ wird

einem schrecklich bewusst, wie wenig

du über die eigenen Vorfahren weißt,

über Urgroßväter und Urgroßmütter,

Omas und Opas, Tanten und Onkel,

die von diesen alten Fotos mit einem

gewissen Vorwurf blicken. Wo warst

du denn früher? Körnchen für Körnchen

habe ich angefangen die Geschichte

meiner Familie wiederherzustellen.

Unterschiedliche Schicksale,

unterschiedliche Städte und Länder.

Auf der Grundlage dieser Fotos sind drei

Serien von Gemälden entstanden, an den

ich fünf Jahre lang gearbeitet habe und

die mit dem großen Werk „Genealogie

– geografischer Baum“ abgeschlossen

werden. Welikie Luki, Newel, Odessa,

Charkov, Slatoust, Moskau, Ufa – das

sind alles Bewegungen meiner Vorfahren

durch Städte und Orte. Dazu kommt

mein Umzug nach Jerusalem. Und das

Leben im Gelobten Land wie in einem

Farbfilm, schon über 20 Jahre. Ebenso

die Optionen, die ich meinen Kindern

hinterlasse: Kanada, USA, Europa,

Russland, Australien. Ich habe auch

nichts dagegen, wenn meine Kinder in

Israel – warm, fröhlich, friedlich – leben

werden.

Kinder des Holocaust. 2005. mixed media, 70х90

12

Meine unfernen Vorfahren. 2004. Mischtechnik, 90x60

Postkarte von der Front. 2009. Mischtechnik


Genealogisch-geografischer Baum. Diptychon. 2010. Mischtechnik, 180x90

13


Grigory Berstein

Ich erzähle Geschichten. Und

da die Sprache der Malerei eine

schweigsame Sprache ist, sind

meine Wörter Gegenstände, meine

Geschichten – der Raum. Aber was ist

der Raum als eine mit Gegenständen

möblierte Leere?

Weite oder Leere. Raum, der sich als

heilsame Heimat oder als tödliche

Sippenlosigkeit oder als Schicksal,

das dann zu deiner Heimat wird,

herausstellt.

Das Verhältnis zwischen Freiheit

und Unfreiheit, zwischen Raum und

Gegenstand, zwischen Zeit und Raum

– das ist, womit ich mich in der Kunst

beschäftige.

14

Die Ruhepause. 2011. Rauminstallation. Rötel auf Papier, Lack auf Folie, 350 x 700 x 280

Die Ruhepause. Fragment


Die Ruhepause. Fragment

15


Max Epstein

Olivenbäume. 2009. Farbiger Digitaldruck (Lambda Print), 75х100

16

„Ich bezeichne meine Landschaften als futuristisch. Ich meine nicht

den „Russischen Futurismus“, sondern das für mich wichtige Gefühl des

Zeitlosen, in dem die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft

eingeschlossen sind.“


Aus der Serie "Marken der

Anwesenheit". 2008-2009.

Schwarz-weißer Digitaldruck

(Lambda Print), 70х100

17


Nikolai Estis

Punkt der Zusammenkunft

Anfang der 1960-ger Jahre, als ich

aktiv mit Grafik gearbeitet habe, habe

ich unter anderem figurative Blätter

zu jüdischen Themen gemacht.

Die Welt dieser Werke ist unruhig

und dramatisch. In ihnen stecken

Eindrücke aus der Kindheit, die mit

der jüdischen Herkunft und dem

Leben eines ukrainischen jüdischen

Städtchens während der und nach

den Kriegsjahren zu tun haben.

An einem Zeitpunkt hat sich die

Frage von sich ergeben: Vielleicht

besteht das Ziel darin, dieses Leiden

befreit, von der Illustrativität

gesäubert – ohne Handlungsort,

Zeit, Nationalität und Psychologie der

Personen – wiederzugeben? Plastisch

verkörpertes Leiden. Leiden ohne

„Widerspiegelung“.

Auf diese Weise kommt alles von mir

Geschaffene, sei es „Vögel“, „Engel“,

„Figuren“ oder „Türme“, wie in einer

unabwendbaren Perspektive in einem

Punkt zusammen. Dieser Punkt der

Zusammenkunft ist meine jüdische

Identität.

18

Aus dem Zyklus “Vogel”. 1999. LW., Tempera, 80 x 70

Aus dem Zyklus “Engel”. 2010. LW., Tempera, 40 x 40

Aus dem Zyklus “Vogel”. 1999. LW., Tempera, 61 x 71


Aus dem Zyklus “Engel”. 2010. LW., Tempera, 60 x 50

19


Tania Kornfeld

"... Vor langer Zeit schon habe ich die

graue und flache - irgendwann mal

heimische - Stadt Sankt-Petersburg

gegen blaue und rosafarbene Berge-

Vertikalen um Jerusalem herum

ausgetauscht. Dort können nur die

Straßen und die Täler zwischen den

Bergen flach sein, und das auch nicht

immer. Und Straßen und Täler in

den Wüsten führen, wie man weiß,

beliebig weit weg..."

20

Begegnung in der Wüste. 1978. Öl auf Leinwand, 55x70

Begegnung in der Wüste. 1978. Öl auf Leinwand, 55x70


Weg. Diptychon. Öl auf Kraftpapier, 102x75, 106x75

21


Boris Ostrovski

In meiner Arbeit versuche ich nicht,

irgendein Prinzip zu formulieren, zu

fixieren oder ihm folgen. Alles fließt

und alles ändert sich. Möglicherweise

ist das die Suche des Konkreten im

Bedingten und des Bedingten im

Konkreten.

Die Empfindung des Jüdischen in sich

ist die Empfindung des Kosmischen

durch das Judentum und des

Judentums durch das Kosmische.

22

Der Wind der Wanderschaft. 2003. Papier, Kohle, 37,5x50

Die Dorfdämmerung. 2007. Papier, Acryl, 30x60


"Unter des Himmels Blau liegt eine gold'ne Stadt...“ 2005. Papier, Öl, 39x56

23


Rita Ostrowskaja

„Meine Emigration“ ist mein dokumentarischer

Zyklus über die Abreise meiner Eltern und meiner

Familie aus der Ukraine nach Deutschland, über

die letzten Momente meines Abschieds von

der Kiever Wohnung, in der ich fast 39 Jahre

gelebt habe. Ich habe mich gezwungen das zu

fotografieren, weil ich beschlossen habe, dass

ich nur auf diese Weise mich selbst von innen

aufnehmen kann und dass es wohl für unsere

jüdische Geschichte wichtig ist, weil wir auch ein

Teil von ihr sind.

Nach einigen Jahren ist mir klar geworden, dass

wir doch einen Fehler gemacht haben, wir hätten

nach Israel fahren sollen, nach Hause, obwohl...

Die Einreise nach Deutschland hat sich für

mich als ein gewisser Wendepunkt sowohl im

Leben als auch in meiner Weltsicht und der

Selbstwahrnehmung erwiesen: das, an was ich

in der Ukraine allmählich herangetreten bin, hat

sich plötzlich mit alle Augenfälligkeit auf diesem

für mich fremden Boden offenbart. Die Tatsache,

dass ich Jüdin bin, war eine brennende Frage

meiner Kindheit, Jugend und eines Teils der

mittleren Lebensjahre. Aber ganz und endgültig

aufgehört zu „brennen“ hat es erst in Israel.

Denn, wie ein Midrasch (deutender religiöser

Text) besagt, der Buckel auf dem Rücken hat sich

als verborgene Flügel entpuppt und man kann sie

ausbreiten und fliegen, was wunderschön ist...

5. Oktober 2001/ 7. Tischrei 5772

24

Fotografische Serie „Meine Emigration“. Alle Bilder – S/W Fotografien, Silbergelatine Prints, handwerkliche Arbeit.

Alle Fotos wurden 2000- 2001 in Kiew und Kassel aufgenommen, Abzüge: 2003, ca. 23x23


Aus Fotografische Serie „Meine Emigration“. 2000-2001. S/W Fotografien, Silbergelatine Prints, handwerkliche Arbeit

25


Anatoly Shmuel Schelest

26

Seit meiner Kindheit verfolgt mich der Wunsch etwas zu tun, was über die Grenzen meines physischen Ichs hinausgehen würde. Das ist eine kühne Gewissheit, dass ich

dazu im Stande bin und es tun muss. Ich versuchte mir ein Bild vorzustellen, das die Zeit nicht in ihrem historischen Aspekt, sondern in ihrer räumlichen Dimension in

sich enthält. Ich versuchte vorzustellen, wie ein solches Bild aussehen könnte, eine Analogie dazu fand ich nur im Text des Tanach. Dieser Text verbindet mich mit dem

Raum der endlosen Zeit. Dieser Text führte mich zur Empfindung des Jüdischen in mir, zur Empfindung, die nur mit der Luft Jerusalems, dem Morgengebet, der Wärme

und der durchdringenden Kälte des israelischen Bodens vergleichbar ist.

Aus dem Zyklus „Der jüdische Wagen“. 2008-2010. Leinwand auf Karton aufgezogen, Acryl, 60х90


Aus dem Zyklus „Der jüdische Wagen“. Prag. 2008-2010. Leinwand auf Karton aufgezogen, Acryl, 60х90

27


Lydia Schulgina

„Der Ruf der Ahnen, die Stimme des

Blutes? - Höchstwahrscheinlich stark

bewusst gewordene Scham und

Schmerz. Schmerz von dem einem

Volk herabgesandten endlosen

Leiden und Scham für seinen stetigen

Wunsch sich zu verstecken und der

Qual zu entgehen.“

28

Aus dem Zyklus “Stimmen”. 1998. Zeitungspapier, Wandfarbe, 140 х 53 х 12


Aus dem Zyklus “Stimmen”. 1998. Zeitungspapier, Wandfarbe, 160 х 50 х 14 Aus dem Zyklus “Stimmen”. 1998. Zeitungspapier, Wandfarbe, 160 х 53 х 18

29


Nasira Turganbaj

Ich gehe den Berg hinauf, ich weiß, das ist ein

heiliger Ort, ich fühle hier Anwesenheit von

jemandem. Ich bin auf dem Gipfel der Berges. Da

ist ein sehr alter und und sehr edler Baum. Sein

Stamm ist von dunkelbrauner Farbe, seine Rinde

– wie von der Sonne getrockneten Sehnen, sein

Laub – silbergrün und sehr lebendig. Und neben

ihm sehe ich einen abgefallenen toten Zweig, die

einem ausgetrockneten Skelett ähnelt. Neben ihr

steht meine ältere Schwester Bemet, sie trägt ein

blaues Kleid und ein Turban, und hinter ihr stehen

noch sieben kirgisische Frauen in leuchtend blauen

Gewändern. „Irgendwann vor langer Zeit haben

wir uns so gekleidet. Wir haben unsere Gewänder

und unseren Herkunft vergessen“. Ich frage, was

das alles zu bedeuten hat, und höre hinter meiner

rechten Schulter eine Stimme von wunderbarer

Schönheit und Edelmut: „Irgendwann wart auch

ihr ein Teil meines Volkes, aber eure? Zweig ist

abgefallen und ausgetrocknet...“ – das war mein

erster Traum.

Daraufhin habe ich recherchiert, wer als „Volk

Gottes“ bezeichnet wird. Dann, als ich nach

Israel gekommen bin, habe ich zum ersten Mal

einen alten Olivenbaum gesehen und in ihm den

Baum aus meinem Traum erkannt. Später habe

ich den amerikanischen Forscher Richard Hewitt

kennengelernt, der behauptet, die Kirgisier seien

der verlorene Stamm Manasses?. ... Am Anfang

stand aber dieser Traum und diese Stimme, und

meine Schwester Bemet – auf kirgisisch bedeutet

ihr Name „Perle“. So wurde diese Idee geboren: 12

Perlen – 12 Stämme Israels...

30

12 Pearls. Installation. 2006. Raku Keramik, Salz, Wasser, 120 x 12


Anatoly Baratynsky

Geboren 1962 in Ufa, Russland. 1988 – Studienabschluss

an der Pädagogischen Fachhochschule Magnitogorsk,

Fachrichtung Kunst. Mitglied des Künstlerbundes der

ehemaligen Sowjetunion. Seit 1991 lebt und arbeitet er in

Israel. Seit 1992 – Mitglied der israelischen Abteilung der

International Artists Association.

Einzelausstellungen: 1989 – Ausstellungshalle der

Akademie der Wissenschaften, Ufa, Russland//

1990 – "Tscheluskin" Künstlerhaus, Moskau, Russland//

1991 – Safrai Gallery Tel Aviv, Israel// 1992 – Künstlerhaus

Jerusalem, Israel// 1997,1999 – Albin Upp Gallery, Oslo,

Norwegen// 2000 – Städtische Galerie, Jerusalem, Israel//

WEINkunst Galerie Bonn, Deutschland// 2001 – BaProzdor

Gallery, Tel-Aviv, Israel// 2002, 2005 – Teena Gallery,

Jerusalem, Israel// 2003 – Nora Gallery, Jerusalem, Israel//

2004 – ArtTest Gallery, Tel-Aviv, Israel// 2006 – "A Heart of

the World" Art Gallery, Charlotte, NC und Naples, Florida,

USA// 2007 – Jerusalem Cultural Center, Israel// 2007,

2008 – Jerusalem Quality House, Jerusalem, Israel//

2009 – Cultural Center of London, Ontario, Canada//2010

– Artists’ House, Jerusalem// Russisches Kulturzentrum,

Tel-Aviv, Israel

Ausgewählte Gruppenausstellungen: 1988 – Zentrale

Ausstellungshalle (Manege), Moskau, Russland// 1990

– Zentrales Haus der Künstler, Moskau, Russland// 1991

– Auktion-Ausstellung, Meridian Hotel, Nizza, Frankreich//

1997 – Tova Osman Gallery, Tel-Aviv, Israel// Efrat Gallery,

Tel-Aviv, Israel// 2000 – The Artists’ House, Jerusalem,

Israel// Andrew Weiss Gallery, Beverly Hills, Los-Angeles,

USA// Zetlin Museum of Russian Art; Ramat-Gan,

Israel// 2001 – The New Manege, Moskau, Russland//

2002 – Zentrales Haus der Künstler, Sankt-Petersburg,

Russland// International Art Auction-Exhibition, Tiroche

Auction House, Herzliya, Israel// 2003 – International Art

Auction-Exhibition, Drouot Auction House, Paris, France//

Stern Gallery, Tel-Aviv, Israel// International Art Exhibition,

Tatra Art Museum, Proprad, Slovakia// 2004 – Knesset

(Israels Parlament), Jerusalem, Israel// 2005 – Armored

Corps Museum, Latrun, Israel// Kunstmuseum Tel-Aviv,

Meyerhoff Art Education Center, Tel-Aviv, Israel//

2006 – Künstlerhaus, Tel-Aviv, Israel// Dritte Internationale

Biennale der Graphik, Sankt-Petersburg, Russland //

Regionales Kunstmuseum, Kurgan, Russland// 2007 –

International Design Center, Naples, Florida, USA// Hanita

Contemporary Art Museum, Kibbutz Hanita, Israel// 2008

– Art Club 40, Dover street, Royal Academy of Art, London,

UK// Vierte Internationale Biennale der Grafik, Sankt-

Petersburg, Russland// Art Jerusalem Fair, Underground

Prisoners Museum, Israel// International Art Auction,

MatsArt Auction House in Hotel King David, Jerusalem,

Israel// 2009 – Baker Street Art Gallery, Tel-Aviv, Israel//

Jerusalem Quality House, Jerusalem, Israel// 2010 – Light

House Gallery, Old Jaffa, Israel// 9th Lessedra World Art

Print Annual – Mini Print, Sofia, Bulgaria// 2011 Art

Annual "Loving art. Making art”, Migdalor Art Gallery.

Tel-Aviv, Israel// Jaffa Museum, Old Jaffa, Israel

Auszeichnungen: 1996 – Shoshana Ish-Shalom

Scholarship, Jerusalem, Israel// 1997 – "Certificate of

Merit" Art Addiction International Gallery, Stockholm,

Sweden; 1998 – Diplom 1st International Art Annual

"Masks in Venice", Italy// 2003 – Medaille und Diplom,

Tatra Art Museum of Poprad, Slovakia// 2006 – Diplom

"Third International Biennial of Graphics", St. Petersburg,

Russia// Diplom "Zweite russische Aquarelle Ausstellung"

Kurgan, Russland// The Charlotte Chapter of the Interior

Design Society's, NC, USA – Dritter Platz Auszeichnung

Werke in Sammlungen: Museum Contemporary Russian

Art, Jersey City, USA// Museum Contemporary Russian Art,

Paris, Frankreich// Tatra Art Museum, Poprad, Slovakei;

Nesterov Kunstmuseum, Geologisches Museum, Ural Art

Gallery, Ufa, Russland; The Museum of Modern Graphics,

St. Petersburg, Russland// The Design Center, Chelyabinsk,

Russland// Natural History Museum, Jerusalem, Israel//

Art Gallery of the Bank Leumi, Tel-Aviv, Israel// The Art

Museum, Yad Vashem, Jerusalem, Israel// Alla Bulyanskaya

32

Art Gallery, London, UK// Alla Bulyanskaya Art Gallery

Moskau, Russland// Regionales Kunstmuseum, Kurgan,

Russland.

Grigory Berstein

Geboren 1948 in Moskau. 1972 – Abschluss

Polygraphisches Institut, Abteilung Buchillustration. Seit

1981 – Freiberufliche Tätigkeit als Buchgestalter und

Illustrator.

Seit 1991 lebt und arbeitet als freischaffender Künstler und

Grafiker in Köln. Seit 2001 – Mitglied des BBK Köln/NRW.

Einzelausstellungen: 1992 – Galerie am Schlachthof,

Köln// 1994 – Kulturinstitut, Bremen// 1995 – Galerie

Westphal, Euskirchen// 2000 – Dom zu Schwerin,

Schwerin// 2002, 2009 – Galerie Seidel am Domhof (mit

Jürgen Umlauf)// 2004 – Rathausgalerie Attendorn* //

2005 – Friedenskirche, Köln*// 2006, 2009 – "FREIRAUM"

Galerie, Köln// 2008 – Faulturm, Abwasserforum Köln e.V,

Köln// 2008 – Faulturm, Abwasserforum Köln e.V, Köln *//

2010 – Tenri Japanisch-Deutsche Institut, Köln//

"Papierdonner" Projekt Fabrika, Moskau, Russia// 2011 –

Judisches Museum NRW*, Dorsten

Bühnenbild: 2007 – Bühnenbild für das Artheater, Köln:

"Die Hochzeitreise” von Wladimir Sorokin// 2009 –

Bühnenbild für "Orangerie-Theatr", Köln: "Ein Wort will ich

Dir schenken", Zwetaewa-Rilke

Ausstellungsbeteiligungen: 1991 – "Große Kunstausstellung

NRW", Düsseldorf // Bayard Presse, Paris// Nationalmuseum,

Stockholm// 1992 – Ausstellung in der Bank "Moskwa",

Moskau *// 1993 – Osteuropäisches Kulturinstitut (IGNIS),

Köln// Ausstellung in der Dresdner Bank, Köln// Landau (Isar)

// 1994 – "World Trade Center", Bremen// Museum Albertina,

Wien, Oesterreich// 1996, 1998 – CeBit Home Electronics,

Hannover// 1997 – MAMAC, Museum für Moderne und

Zeitgenössische Kunst, Lüttich, Belgien// 1999, 2000 – Street

Gallery Lindenthal, Köln// Osteuropäisches Kulturinstitut

(IGNIS), Köln// Deutsche Welle, Köln// 2001 – Galerie

Seidel, Köln// 2. Internationale Biennale NEUES Aquarell,

Kunststation Kleinsassen/Fulda // 2003 – Kunststation

Kleinsassen/Fulda *// 2007 – Schloss Horst, Gelsenkirchen//

2008 – Russische Museum, St. Petersburg, Russia *// 2009

Stattmuseum, Köln// 2011 – NS-Dok Zentrum Köln

Werke in Sammlungen: Staatliches Puschkinmuseum,

Moskau, Rusland// Russischer Künstlerverband, Moskau,

Rusland// Bank "Moskovia", Moskau, Rusland// Synagoge

Ottostraße, Köln// NS-Dokumentationszentrum, Köln//

Klezmer-Akademie, Köln// Privatesammlungen in Australien,

Deutschland, Frankreich, Russland, Schweden, USA

Max Epstein

Geboren 1974 in Pskov, Russland. 1990 – Repatriierung

nach Israel, lebt und arbeitet seitdem in Jerusalem.

Bildungsweg: 1992-1997 – Bezalel Academy of Art

and Design in Jerusalem, BA in Keramik und Skulptur;

1999-2001 – Offenes Seminar der Fotografie unter der

Leitung von Eyal Onn, Ramat Gan. Seit 2009 bis heute

Studium an der Universität Haifa, Studienrichtung Kunst.

Seit 2009 – Mitglied der Künstlerunion von Jerusalem.

Einzelausstellungen: 1997 – Kad Cafe, Kfar Khess, Israel//

1998 – Erde Galerie, München, Deutschland// 1999,

2000 – Modern Art Center, Baden-Baden, Deutschland//

2009 – "Haus des Künstlers", Tel-Aviv, Israel// The Hebrew

University of Jerusalem, Israel.

Ausgewählte Gruppenausstellungen: 1997 – Bezalel

Academy of Art and Design, Jerusalem, Israel//

2000 – Modern Art Center, Baden-Baden, Deutschland//

2001 – House of Quality, Jerusalem, Israel; Co-Art Gallery,

Jerusalem, Israel; 2002, 2004, 2007, 2008, 2010 – The

New Gallery, Jerusalem, Israel// Second Bienalle for

Ceramic Artists (zusammen mit der Textilkünstlerin Katia

Oiherman), Haarets Museum, Tel-Aviv, Israel// 2004 – Nina

Gallery, Jerusalem, Israel// 2005 – Clipa Theatre,

Jaffa, Israel// Video-Salon "The New Jerusalem Scene,

Jerusalem, Israel; Nina Timofeeva Ballet Studio, Jerusalem,

Israel// 2006, 2008 – Dwek Gallery, Jerusalem, Israel//

2006 – Ha'Hava Gallery, Holon, Israel// Pskov Museum,

Pskov, Russland// 2008 – Rotshild Gallery, Tel Aviv, Israel//

2009 – Artists’ House, Jerusalem, Israel// 2010 – Kishon

Gallery, Tel Aviv, Israel// Piramida Gallery, Haifa, Israel//

Salame 46 Gallery, Tel Aviv, Israel.

Festivals: 2005 – "Asif", Sderot, Israel// Animationsfestival,

Tel Aviv, Israel// 2006 – Dokumentarfilm Festival,

Paris, Frankreich// Festival der Animation, Melbourne,

Australien// 2008, 2009 – Sommerfestival des Stadt-

Theaters, Jerusalem, Israel // 2011 – VAFI, Warasdin,

Kroatien// 2011 – Vierter Jerusalemer Kinder-und-Jugend-

Filmfestival, Stop-Motion Meisterklassen, Jerusalem, Israel.

Regisseur-Arbeiten in Israel, Gruppe SANSA: 2005 – «Es

war in Niemals», experimenteller Animationsfilm// 2008 –

«Mar Lir», experimentelles animiertes Mini-Bühnenstück,

Pantomime und Live-Animation, Stadt-Theater,

Jerusalem// 2009 – «Jerusalemer Gobelin», experimentelle

animierte Performance, Stadt-Theater, Jerusalem

// 2010 – «Zuhause bei Anna Ticho», experimentelle

animierte Performance, The Israel Museum, Anna Ticho

Haus, Jerusalem.

Auszeichnungen und Stipendien: 1994 – Stipendium

der Stiftung Ravitel Terry Gil // 2005 – Dritter Preis

des Festivals "Asif"// 2004 – Stipendium der Stiftung

Rabinovich// 2007 – Preis Mifal HaPais in der Kategorie

Animierte Kunst.

Werke in Sammlungen: Cinemathek von Jerusalem,

Rabinovich Foundation, Film-Akademie Sapir.

Privatsammlungen in Israel, Russland, USA, Japan,

Ukraine, Frankreich, Kanada, Deutschland, Niederlande,

Belgien, Großbritannien.

Nikolai Estis

Geboren 1937, in Moskau, Rusland. 1958 – Abschluß

an der Kunsthochschule in Moskau. Seit 1960 arbeitet

N. Estis als bildender Künstler. Seit 1961 – Teilnahme an

vielen Ausstellungen in Deutschland, Rußland und vielen

anderen Ländern der Welt. 1966 – 1976 arbeitete N. Estis

in verschiedenen Drucktechniken (Radierung, Lithographie

usw). 1966 – erste Einzelausstellung in Moskau. 1982 –

Auszeichnung des Moskauer Künstlerverbandes.

Seit 1996 – lebt in Pinneberg. Mitglied der

Künstlerverbände Deutschlands, Rußlands und der

Internationalen Künstlervereinigung.

Im Jahr 2006 gründete Nikolai Estis zusammen mit

seinem Sohn Alexander Estis mit der Unterstützung der

Kulturbehörde und der SAGA Hamburg das "Haus des

Künstlers Estis" auf der Veddel in Hamburg, welches

zugleich offenes Atelier, Kunstschule und Salon für

Konzerte und Lesungen ist.

Ausgewählte Einzelausstellungen: 1966, 1987, 1990,

2003 – Zentrales Haus der Kunstschaffenden, Moskau,

Russland// 1978 – Haus der Freundschaft, Moskau,

Russland// 1978 – Museum der Geschichte, Tallinn,

Estland// 1978-1979 – Kunstmuseum Orjol, Russland//

1978 – Halle der Zeitschrift "Newa", Sankt-Petersburg,

Russland// 1982-83 – Wanderausstellung in

Nordrussland// 1984 – Kunsthalle des Künstlerverbandes,

Moskau, Russland// 1983 – Kunstmuseum Estland,

Tallinn// 1987 – Kunstmuseum Novo-Jerusalem,

Russland// 1988 – Kunsthalle an der "Nagornaja Straße",

Moskau, Russland// 1991 – Galerie "Leonardo", Helsinki,

Finnland// 1992 – Kunstmuseum Murmansk, Russland//

1992 – Städtisches Kunstmuseum, Jaroslawl, Russland//

1994 – Zentrales Haus der Künstler, Moskau, Russland//

1996 – Kulturhaus, Oslo, Norwegen// Museum "Langes

Tannen", Ütersen, Germany//

Ab 1996 – viele Ausstellungen in deutschen Städten

(Hamburg, Kiel, Lübeck u.a.)

2002 – Galerie "Room 21" und Michaelskirche, Hamburg,

Deutschland // Galerie des Theaters "Helikon-Opera" und

Haus des Kinos, Moskau, Russland// 2004 – Kinozentrum

"35 Milimeter"; Moskau, Russland// Jüdische Galerie

Berlin, Berlin, Deutschland // 2006 – Literarische

Vereinigung "Quelle", Hamburg, Deutschland //

2007 – Staatliches Puschkin-Museum an Alte Arbat,

Moskau, Russland// 2007 – Emmanuelkirche, Hamburg,

Deutschland // 2008 – Städtisches Kunstmuseum,

Jaroslawl, Russland// 2010 – Kirche St. Trinitatis, Hamburg,

Deutschland // Staatliches Literaturmuseum (mit L.

Schulgina), Moskau, Russland// 2011 – Drostei Pinneberg

(mit Lydia Schulgina und Alexander Estis), Pinneberg,

Deutschland// Hauptkirche St. Nikolai, Hamburg,

Deutschland // Finanzministerium, Kiel, Deutschland

Ausstellungen in Deutschland: 1996 – Regionalschau in

der Drostei, Pinneberg// Appener Kulturtage, Appen//

1997 – Kunstauktion AI-interntional, Pinneberg// 1997

– Kunsthalle, Neumünster// Galerie "Quasi non possidentes";

Glückstadt// 1998, 2000 – Kunstmesse, Kiel//

1999; Deichtorhallen, Hamburg// 2000 – Hamburger

Kulturbörse, Hamburg// Kunst aus Pinneberg, Pinneberg//

Altonaer Museum, Hamburg// 2001 – Internationale

Vereinigung "Samowar", Hamburg// 2002 – Klub der

Literatur- und Kunstliebhaber, Hamburg// Galerie

"Imagine", Hamburg// 2003; "Pflegen + Wohnen",

Hamburg// 2004 – Jüdische Gemeinde, großer Saal.

Ausstellung mit Bilderschau, Hamburg// Volkshochschule,

Bremer Heerweg 83, Hamburg// Museum für

Hamburgische Geschichte. Ausstellung im Rahmen der

"Woche der jüdischen Kultur", Hamburg// Galerie "Weiss

und Heller", Hamburg// 2006; Haus der Wissenschaftler

e.V. Ausstellung mit Bilderschau. An der Alster 40,

Hamburg// 2007; Interkulturelle Begegnung – 10 Künstler

aus 7 Nationen. Gallerie "Kunstnah", Hamburg//Museum

für Kommunikation, Hamburg

(Erläuterung: Eine Bilderschau ist die Vorführung

malerischer Arbeiten in festgelegter Reihenfolge in

Begleitung von Musik)

Stipendien: 1966 – erhielt er das "Stipendium für junge

Künstler" des Künstlerverbandes Russland; 1970, 1974,

1977, 1978, 1980, 1981, 1982, 1983, 1984, 1985 –

verschiedene Stipendien der Künstlerverbände Moskaus,

Russlands, der UdSSR. 1996 bis 1998 – Stipendium der

Landdrostei Pinneberg

Werke in Sammlungen: Tretjakow-Galerie, Moskau,

Russland// Zentrales Staatsmuseum für Zeitgeschichte

Russlands// (Bis September 1998 – Nationalmuseum

der Revolution)// Staatliches Puschkin Museum der

Bildenden Künste; Sammlung des Ministeriums für Kultur,

Russland; Sammlung der Union der Künstler Russlands

(alle diese – in Moskau, Russland)// Staatliches Historisch-

Architektonisches und Kunstmuseum "Neu Jerusalem"

– (bis 1991 – Moskau Landesmuseum), Istra, Kreis

Moskau, Russland; Jaroslawl Kunstmuseum, Russland;

Perm Kunstgalerie, Russland; Nationale Akademie der

Wissenschaften, Washington, USA; und andere Museen

sowie private Sammlungen in Russland, Deutschland und

vielen anderen Ländern

Tania Kornfeld

Geboren 1950 in Moskau, Russland. 1957 – Umzug

Leningrad (Sankt-Petersburg). Studienabschluss an

der Staatlichen Kunstakademie Leningrad (heute

Sankt-Petersburg), Russland. 1974-1976 – Mitglied der

Non-Konformisten-Bewegung in Russland, Teilnahme

an ihren Ausstellungen in Leningrad und Moskau.

1975-1976 – Mitglied der Künstlergruppe ALEPH (jüdische

Künstlerbewegung). 1976 – Repatriierung nach Israel. Lebt

und arbeitet in Jerusalem. Mitglied des Artists Equity (USA)

und der Israel Artists Association.

Einzelausstellungen: 1977 – Nathan Gallery, San Francisco,

CA, USA// 1983 – Egrets Gallery, Pasadena, CA, USA//

Museum of Jewish History, Philadelphia, Pa, USA// 1984

– Skirball Museum, Los Angeles, CA, USA// 1986 – Lizardi/

Harp Gallery, Pasadena, CA, USA// 1987, 1989 – Jewish

Confederation House, Jerusalem, Israel// 1988 – Sarah

Kishon Gallery, Tel-Aviv, Israel// 1996 – Hillel Center,

Cincinnati, Ohio, USA// 1999 – Binyanei HaUma, ICC,

Jerusalem, Israel// 2000 – CoArt Gallery, Jerusalem, Israel//

2008 – Jerusalem House of Quality, Jerusalem, Israel.


Ausgewählte Gruppenausstellungen: 1977 – Klutznic

Museum, Washington, D.C., USA; Kiplinger Editors Building

Gallery, Washington, D.C., USA// Scirball Museum, Los

Angeles, CA,USA// 1984 – Cardo Gallery, Jerusalem, Israel//

Debel Gallery, Jerusalem, Israel// 1986 – Kibbutz Gallery, Tel

Aviv, Israel// 1987 – Knesset (Israels Parlament), Jerusalem,

Israel// 1989 – Art Festival, Louisville, Ky, USA// Basel Art

Festival, Basel, Switzerland// 1995 – R. Arfstein Gallery,

Milwaukee, Wi, USA// 1996 – Artists’ House, Jerusalem,

Israel// 1997 – Center for Contemporary Arts, Haifa, Israel//

2001 – CoArt Gallery, Jerusalem, Israel// 2004 – Manege,

Sankt-Petersburg, Russland// 2006 – Jerusalem House of

Quality, Jerusalem, Israel// 2007 – Skizza Gallery, Jerusalem

House of Quality, Jerusalem, Israel// 2008 – Culture Center,

Jerusalem, Israel.

Werke in Sammlungen: Norton Dodge, Washington D.C.,

USA; Privatsammlungen in Israel, USA, Russland und

anderen Ländern.

Rita Ostrowskaja

Geboren 1953 in Kiew, Ukraine. 1971-1977 – Studium an

der Hochschule für Kinoingenieure, Technologieabteilung,

Leningrad (jetzt St. Petersburg), Russland. 1982-1983 –

Studium an der Hochschule für journalistische Studien,

Fach: Fotojournalisitik, Kiew, Ukraine. 1984 -1995 – Leitung

der Fotoschule für Kinder und Jugendliche "Augenblick".

1987-1989 – Mitglied des kreativen Fotokünstler-Vereins

"Pogljad" (Blick), der viele fortschrittliche Fotoausstellungen

organisierte.

2001 – Umzug aus der Ukraine nach Deutschland zum

ständigen Wohnsitz. 2003-2009 – Studium an der

Kunsthochschule Kassel, Visuelle Kommunikation.

Die wichtigsten thematischen Serien: 1981-1982 –

"Hunde werden verkauft"// 1983-1988 – "Stadt und

Stadtbewohner"// 1985-2001 – "Mein Zuhause"//

seit 1986 – "Aktporträts"// "Jüdisches Album": seit

1978 – "Familienalbum", 1989-2001 – "Juden in

der Ukraine, Schtetls", 1993-2002 – "Emigranten"//

1994-2001 – "Lebensatem"// seit 1995 – "Anwesenheit"//

seit 1996 – "Die Gesichter der Körper"// 2000-2001 – "Die

Farben des Schtetls"

Einzelfotoausstellungen: 1987 – Leipzig, Universität,

Deutschland// 1992 – Universität, Nancy, Frankreich// 1993

– Sternberg Center für Judaism, London, UK// Frankreich,

Galerie Le Liue, Lorient, Frankreich// 1995 – Marienbad

Halle, Freiburg im Breisgau, Deutschland// Galerie in

der Brotfabrik, Berlin, Deutschland// 1996 – Galerie im

NRZ Forum, Essen, Deutschland// Fotogalerie Kulturamt

Friedrichshain, Berlin, Deutschland// 1997 – Hammoniale

Festival der Frauen, Hamburg, Deutschland// Neue Galerie,

Kassel, Deutschland// 1998 – Museum für Fotokunst,

Odense, Dänemark// Galerie "Goldenes Kalb" & "Neue

Galerie", Aarau, Schweiz// Museum Zundorfer Wehrturm,

Köln, Deutschland// Gentofte Kunstbibliotek, Kopenhagen,

Dänemark// Des Künstlers Haus, Kiew, Ukraine//

1999 – Saint-Die-des-Vosges, Frankreich// Die, Festival

"Est-Ouest", Frankreich// 2000 – Galerie "Goldenes Kalb",

Aarau, Schweiz// Galerie "Tadzio", Kiew, Ukraine// Lehrhaus,

Zürich, Schweiz// 2001 – Klub "Makor", Kiew, Ukraine//

2003 – Kunsthochschule Kassel, Deutschland// Rathaus,

Kassel, Deutschland

Ausgewählte Gruppenfotoausstellungen: 1983 – Wilna,

Kaunas, Litauen// 1989 – Zentral Hall für Ausstellungen

(Manege), Moskau, Russland// 1991 – "I. internationale

Ausstellung und Seminar, Fotografie der Frauen", Moskau,

Rjazan, Russland// Roy Boyd Galerie, Chicago,USA//

1992 – Nahum Goldman Museum of the Jewish Diaspora,

Tel-Aviv, Israel// "Die Gesichter: "Moderne Portrait der

Fotografie aus Russland, WeissRussland und Ukraine"*,

Amsterdam, Niederlande// Galerie 4, Heb, Tschechische

Republik// 1993 – Place Laganne, Toulouse, Frankreich*//

1994 – Zentral Haus für die Künstler, Moskau, Russland*//

Galerie "Auf Solyanka", Moskau, Russland// 1998 – Soros

Zentrum, Galerie für moderne Kunst, Kiew, Ukraine// Monat

der Fotografie, Preßburg, Slowakei// 1999 – Interfoto 99,

Neu Manege, Moskau, Russland// 2000 – Internationale

Fotoausstellung und Seminar: Fotografie der Frauen, St.

Petersburg, Russland// Kunstgalerie, Jerusalem, Israel//

2001 – Nikolaj – Kopenhagen Moderne Kunst Zentrum,

Halle des Spiegels, Kopenhagen, Dänemark// Museum

für Fotokunst, Halle des Spiegels, Odense, Dänemark//

Galerie "Tadzio", Kiew, Ukraine// 2002 – Galerie "Mistez",

Kiew, Ukraine (zusammen mit der Malerin Emma

Beglarowa)// 2004 – Galerie AAA und Kasseler Sparkasse,

Kassel, Deutschland// 2004-2008 – Kunsthochschule

Kassel, Rundgangsausstellungen, Kassel, Deutschland//

2005 – Kulturbanhof Südflügel, Hessiale 2005, Kassel,

Deutschland// 2007 – Museum für Fotokunst, Odense,

Dänemark// Landkreis Kassel, Deutschland// Schloss

Wilhelmsthal – Souterrain, Landkreis Kassel, Deutschland//

Rathaus, Kassel, Deutschland// 2009 – Bratislava, Slowakei

Preisen: 1993 – wurde auf dem 1. Internationalen

Fotofestival in Moskau als Fotografin des Jahres ausgezeichnet//

wurde von der Internationalen Kommission in New

York zur Teilnehmerin des 1. Artslink Fellowship ausgewählt,

Stipendium von der Soros-Stiftung, Reise in die USA (New

York und Washington)// 1994 – Albert Renger-Patzsch Preis

1994 für das Buchprojekt, Fotografische Sammlung Museum

Folkwang, Essen, Deutschland// Die zweite Albert Renger-

Patzsch Preis wurde für das Projekt "Juden in der Ukraine"

an die Fotografin vergeben; BRD, Essen, Fotografische

Sammlung Museum Folkwang// 1996 – Das Buch "Juden in

der Ukraine, Schtetls, 1989-1994" wurde bei Cantz Verlag in

Deutschland herausgegeben

Werke in Sammlungen: Kunstbibliothek, Staatliche

Museen zu Berlin, Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Berlin,

Deutschland// Fotografische Sammlung, Museum Folkwang,

Essen, Deutschland

Boris Ostrovski

Geboren 1953 in Dnepropetrovsk, Ukraine. 1971 Mittelschule-

Abschluss an der T.G. Schewtschenko-Kunstschule

der Republik Ukraine in Kiev. 1972 Abschluss an der

Dnepropetrovsk Kunstfachschule in Fachrichtung Kunstmaler

und Gestalter. 1977 Studienabschluss an der Charkov

Kunst- und Industrie-Fachhochschule in Studienrichtung

Kunstmaler der dekorativen Kunst (Gestaltung von Interieurs,

Ausstellungen, Werbedesign). Seit 1990 Mitglied der Union

der Künstler der UdSSR, seit 1991 Mitglied der Union der

Künstler der Ukraine. Lebt und arbeitet seit 1998 in Chemnitz,

Deutschland. Seit 2005 Mitbegründer der Galerie "ArtEck",

Chemnitz.

Einzelausstellungen in Deutschland: 1999 – Russisches

Haus der Wissenschaft und Kultur, Berlin// 2000 Galerie I.

Gomolevskaia, Bremen// 2002 – Galerie «Auerswalde»,

Chemnitz // 2008 – Galerie "ArtEck", Chemnitz

Ausgewählte Gruppenausstellungen: 1982 – Republik-

Ausstellung des Kreativen Nachwuchses, Kiev, Ukraine//

Allunionsausstellung «Jugend des Landes», Moskau,

Russland//

1983 – Republiksausstellung der Bildenden Kunst, Kiev,

Ukraine// 1990 Republik-Kunstausstellung, Chmelnitski,

Ukraine// 1991 – Internationale Ausstellung Bildender

Kunst "Impresa – 92», Iwano-Frankowsk, Ukraine//

1992 – Wanderausstellung ukrainischer Grafik und Malerei,

Österreich// 1993 – Zweite Internationale Ausstellung

Bildender Kunst "Pan-Ukraina" Dnepropetrovsk, Ukraine//

1995 – Dritte Internationale Ausstellung Bildender Kunst

"Pan-Ukraina" Dnepropetrovsk, Ukraine// 2000 – Galerie

Kraftwerk, Chemnitz, Deutschland// 2002 – Oper Chemnitz,

Deutschland// 2003 – Haus der Kultur, Lübeck, Deutschland//

2003 – Dritter internationaler Kunstfestival, Magdeburg,

Deutschland// 2005 "KunstMarkt 2005", Messe Halle,

Deutschland// 2010 – Internationale Ausstellung "Wasser",

Lübeck, Deutschland

Auszeichnungen: 1982 – Preisträger der Republik-Ausstellung

des Kreativen Nachwuchses, Kiev, Ukraine// Diplom der

Allunionsausstellung "Jugend des Landes", Moskau, Russland.

Werke in Sammlungen: Privatsammlungen in der Ukraine,

Deutschland, Polen, Israel, Österreich, USA, Frankreich

Anatoly Shmuel Schelest

Geboren 1957 in Kiev, Ukraine. 1983 – Studium an der

Kiever Fachhochschule für Bildende Kunst, Studienrichtung

Grafik. Nach der Katastrophe von Tschernobyl 1986 Umzug

mit seiner Familie nach Taschkent, Usbekistan. 1989 –

Studienabschluss an der National-Fachhochschule für Theater

und Bildende Kunst Taschkent, Studienrichtung Grafik.

2000 – Umzug nach Koblenz, Deutschland.

2006 – Umzug nach Israel. Lebt in Maale-Adumim und

arbeitet in Jerusalem.

Einzelausstellungen: 1990 – TheArt Gallery, Taschkent,

Usbekistan// 1992, 1993, 1998 – "Tortoise and Violin”

Gallery, Taschkent, Usbekistan//1994– Tokashimaya

Gallery, Japan// Singapur; Kuala–Lumpur, Malaysia// 1999

– Botschaft der Bundesrepublik Deutschland, Taschkent,

Usbekistan// Mission der Vereinten Nationen in der Republik

Usbekistan, Taschkent// Alpha Galerie, Freiburg, Deutschland;

2000,2002 – Alte Burg, Koblenz, Deutschland// 2003 –

Kugnus Galerie, Arnheim, Holland// 2006 – The Hebrew

University, Jerusalem, Israel// 2008, 2010, 2011 – Skizza

Gallery, Jerusalem House of Quality, Jerusalem, Israel.

Gemeinsame Ausstellungen mit Marina Schelest: 2002 – Alte

Burg Koblenz, Deutschland; 2003 – "Haus Metternich"

Ausstellungshalle, Koblenz, Deutschland; 2004 – National

Museum of Ukraine, Kiev; Beit Jacob Synagoge, Kiev, Ukraine;

2006 – Cultural Center Maale Shimon, Maale-Adumim,

Israel; 2007 – Jerusalem House of Quality, Jerusalem, Israel.

Ausgewählte Gruppenausstellungen: 1984 –

Ausstellungshalle der ukrainischen Union der Künstler,

Kiev, Ukraine// 1985 – Alexander Green Museum, Feodosia,

Ukraine; 1990 – Akademie der Bildenden Kunst, Leningrad

(heute Sankt-Petersburg)// 1991 – House Movie, Taschkent,

Usbekistan// 1994 – "Tortoise and Violin" Gallery, Taschkent,

Usbekistan// 1995 – Zentrale Ausstellungshalle der usbekischen

Union der Künstler, Taschkent, Usbekistan// 1996

– Internationale Kunstausstellung "Asia-Art", Taschkent,

Usbekistan// 2006 – Menachem Begin Heritage Center,

Jerusalem, Israel// 2007, 2009, 2010 – Skizza Gallery, House

of Quality, Jerusalem, Israel// 2008 – Vierte Internationale

Biennale der Grafik, Sankt-Petersburg, Russland// 2009, 2010

– Old Jaffa-Gallery, Israel// Migdalor Art Gallery. Tel-Aviv,

Israel// 2010 – Contemporary Israeli Art, Drouot Montaigne,

Paris// Geihal a-Tarbut, Rishon Le'Zion, Israel// Menachem

Begin Heritage Center, Jerusalem, Israel 2011 – Lighthouse

Gallery, Old Jaffa, Israel// Jaffa Museum, Old Jaffa, Israel //

Knesset (Israels Parlament), Jerusalem, Israel

Werke in Sammlungen: Tokashimaya Gallery, Japan &

Singapur; Nationalmuseum der Ukraine, Kiev ; Artistic Fund,

Taschkent, Usbekistan; Prinz Aga Khan Foundation//Basha

Gallery, Jerusalem. Privatsammlungen in Deutschland,

Russland, England, Italien, Japan, Singapur, USA,

Frankereich, Australien, Kanada, Israel

Lydia Schulgina

Geboren 1957 in Moskau, Russland. Am 2000 verstarb in

Pinneberg, Germany.

1979 – Abschluß an der Graphischen Akademie in Moskau.

Seit 1976 – Teilnahme an Ausstellungen in Rußland,

Deutschland, Finnland, Israel, Frankreich, Norwegen,

Italien, Polen, USA und Tschechien. Seit 1980 sind über 30

Bücher mit Illustrationen der Künstlerin in Rußland, Polen,

Tschechoslowakei, Finnland und Japan verlegt worden.

Seit 1996 lebte in Pinneberg.

1999 gründete Lydia Schulgina die Kunstetage des

Jugendzentrums in Rellingen. 2000 – Auftragsarbeit für

Altonaer Museum, Hamburg.

Lydia Schulgina war Mitglied der Künstlerverbande Rußland,

Deutschland sowie der Internationalen Künstlervereinigung.

Einzelausstellungen: 1988 – Kunsthalle an der "Nagornaja

Straße", Moskau, Russland// 1990 – Zentrales Haus der

Kunstschaffenden, Moskau, Russland// 1991 – Galerie

"Leonardo", Helsinki, Finland// 1992 – Kunstmuseum,

Jaroslawl, Russland// 1993 – Ausstellungsraum am

Mir-Prospekt, Moskau, Russland// Zentrales Haus

der Künstler, Moskau, Russland// 1996 – Kulturhaus,

Oslo, Norwegen// Museum "Langes Tannen", Ütersen,

Deutschland// Appen-Klassik; Appen, Deutschland//

1997 – Landdrostei Pinneberg und Kreissparkasse,

Pinneberg, Deutschland// St. Vincelin-Kirche, Neumünster,

Deutschland// 1999 – Kirche am Roland, Wedel,

Deutschland// Rathaus, Rellingen, Deutschland//

Volkshochschule, Elmshorn, Deutschland// Galerie

"Nordlicht"; Albersdorf, Deutschland// Galerie am Rathaus,

Halstenbek, Deutschland//

2000 – Heilig-Geist-Kirche, Pinneberg, Deutschland//

Galerie "Kunststück"; Hamburg, Deutschland

Nach 2000, in Deutschland und Moskau, Russland: 2001

– Landdrostei Pinneberg// Ratsitzungssaal des Rathauses

Pinneberg, Pinneberg// Nacht der Kunst; Marburg// 2002

– Rathaus, Retrospektive; Rellingen// Literaturmuseum,

Moskau// Michaelskirche, Hamburg//

Jüdisches Kulturzentrum (Nikitskaya), Moskau//

2003 – Rellinger Kirche, Rellingen// 2004 – Jüdisches

Kulturzentrum (Mar‘ina Roschta), Moskau// Synagoge

Hamburg, Hamburg// 2005- Haus des Künstlers Nikolai

Estis, Hamburg// 2007 – Hauptkirche St. Nikolai, Hamburg//

Staatliches Literaturmuseum, Moskau// 2008 – Russische

Staatliche Kinderbibliothek, Moskau//

2009; Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg,

Hamburg// 2010 Staatliche Bibliothek der Künste,

Moskau//2010 – Staatliches Literaturmuseum, Moskau//

2011 – Landdrostei Pinneberg (gemeinsam mit N. und A.

Estis), Pinneberg

Ausstellungen in Deutschland: 1993 – "Russische Kunst

60-90 Jahre", Osnabrück// 1995 – Galerie "Raisa", Dresden,

München// 1996 – Regionalschau in der Landdrostei

Pinneberg// Museum der Arbeit, Hamburg// Forum Book

Art, Hamburg// Appener Kulturtage; Appen

Januar// 1997; Leo-Lippmann Saal, Hamburg// 1997 –

Kunstauktion AI-interntional, Pinneberg//

Kunsthalle, Neumünster// Kunstversteigerung "Kunst

für Mütter", Kiel// Galerie "Quasi non possidentes",

Glückstadt// 1998 – "Sommer 98" in der Carlshütte,

Büdelsdorf// "Paper art" in der Speicherstadt, Hamburg//

Landdrostei Pinneberg// Zeichnungsbiennale, Pilsen//

Kunstmesse, Kiel// 1999 – Speicherstadt "Zur Zeit",

Hamburg// Kunstmesse in den Deichtorhallen, Hamburg//

Deichtorhallen, Hamburg// Sommer; Buch des Jahres;

Dresden// 2000 – Kulturbörse in der Handelskammer;

Hamburg// Landdrostei; Pinneberg// Kunstwerk, Reinbek//

Kunstmesse, Kiel// Altonaer Museum, Hamburg// Große

Kunstausstellung, München

Ruhe und Bewegung, Ahrensburg

Preisen und Stipendien: 1982, 1984, 1985, 1986 –

Stipendien des Künstlerverbandes Rußland//

1992 – Auszeichnung mit dem Diplom "Bestes Buch des

Jahres" für ein Kinderbuch// 1994 – Vertreterin Rußlands auf

der Buchmesse der orthodoxen Länder in Petsch, Kosovo//

1996-1998 – Stipendium der Landdrostei Pinneberg//

1999 – Preis des Landkreises Bamberg/Künstlerwettbewerb

zur Woche für das Leben (Ausstellung im Kreuzgang des

Bamberger Doms)

Werke in Sammlungen: Tretjakowgalerie, Moskau und in

anderen Museen und Sammlungen der Welt

Nasira Turganbaj

Geboren 1973 in Kirgisistan. Bildung: 1994 – 1999 –

Studium an der Kunstakademie in Bischkek, Fakultät

Keramik-Design, Kirgisistan// 2001-2005 – Studium an der

Kunsthochschule Kassel im Fachbereich Bildende Kunst,

Schwerpunkt Keramik// 2005-2006 -Meisterschülerin,

Kunsthochschule Kassel

Ausgewählte Ausstellungen: 2001 – Gruppenaustellung

"Nil Blau" im Museum "Ofok 1" in Kairo, Ägypten//

2001 – Gruppenausstellung in Iisalmi, Finnland// 2002 –

Atelierhof Werenzhain bei Potsdam// 2004 – Ausstellung im

Immobiliencenter der Kasseler Sparkasse// 2005 – Galerie

"Vision", Kassel// 2007 – Galerie Bittner & Dembinski,

Kassel// 2009 – Gruppenausstellung im Rathaus der Stadt

Kassel

* Ausstellungen mit Katalog

33


וז הטלחה הביטיה הארנה לככ .הצרא םמע 16-ה ןב סקמ תא

ונילא רבוע היהי אלו ויתודובעב רצונ היה אל תרחא ,סקאמ םע

העפותב עבק חרואב הוולמה בצמ ,déjà vu לש בצמ ותוא

,דיתעה תא האור ךנהש השוחת - déjà prévu הנוכמה תרחא

רבודמ םאה — הזה עגרה והמ .עגר דועב תורקל ךלוה המ עדוי

ףונל סחיב תובישח ךכל ךיא — הנש ףלאב וא םינש האמב

ינמיס" הרדסה ןמ םדאמ תוממוש עבט תונומת .הזה יחצנה

"םידאמ" ףונ עקר לע :דיתעל רבעה ןיב ואפק וליאכ "תוחכונ

םינבאה ,םילודג םיעוריא ןומה ורק ,והשמ רבסה-רומח הז

זכרמב םויה םג םיאצמנ םיקיתע םינבמ ידירש םע הלאה

תמצע תונמוט וליאכ ולא תועבגו ,םלועה לש םייטילופה וייח

,לארשי תא ריכמש ימ לצא .תישונאה הירוטסיהה לכ לש ץוציפ

הנה-הנהו ,םילשוריל ךרדה םע תורשקתמ דימ ולא ףונ תונומת

דחא לכלו .םינבל םילדגמו םיתב ,קפואב קחרה ,םש ועיפוי

תונומסתו םיכיבסת ,םיסותימ הדילומ איה ,ולשמ םילשורי שי

.הלשמ

י"ע הריוצש תקתרמ הפמ הרמתשנ 16-ה האמה ןמ

.ילעלע-תלת ןתלת לש הרוצב הב גצומ םלועה לכ .רבונהמ ןמוא

הב תורבחתמ — היסאו הקירפא ,הפוריא — תושבי שולש

תדוקנ ,םילשורי ונה הז זכרמ .םלועה זכרמב ,תחא הדוקנב

תגצומה ןייטשפא לש ימלשוריה ףונה תנומת .ימלועה ןוזיאה

,המודק תיז יצע תשרוח :םירושימ השולש תרבחמ הכורעתב

.רבדמה — עקרבו ,הנבל תימלשורי ןבאמ םיתב — השדח הנוכש

,רבדמה תא הריאה רבכ איה ,התיילעב הליחתמ קר שמשה

התקולח ...רקוב לש תרומשאב האופק הנדוע ריעהש דועב

,האשילקל הכפה רבכ הטמ לש וזלו הלעמ לש וזל םילשורי לש

.תבאוכ הדוקנל הכפה תיברעמה וזלו תיחרזמה וזל התקולחו

רוביחבש ריעה :םיקלח השולשל ולש םילשורי תא קלחמ סקאמ

לוכי הזה ןוזיאה לש וקה לע קרו ,ירוטסיההו יתדה ,ינוליחה ןיב

.ןאכ םייקתהל ,וירבדל ,ןמאה

םאו .ולשמ םילשורי שי יקסבורטסוא סירובל םג

הסנמ אוהש ךכ ידכ דע הדרח תואלמ "תוינמרג"ה ויתודובע

– מוקל םיצרפתמה ,םיירטמואיג םיביכרמ תועצמאב תאז ןזאל

אלא הניא "תלכתה ימש תחת" רשא וריע ,ףדה לש היציזופ

:קפס ןיא .םיסותימו תודגאמ המוקר ריע ,התומלגתהב הינומרה

התוארל רשפא ךכ — וזה הדגאל המוד הנניא תישממה םילשורי

תוחדל םילדתשמש ךכל הביסה וז ילואו .תוצופתה יקחרממ קר

ששח םגו ,הבזכא ינפמ דחפ םג ןאכ שי — ריעה םע שגפמה תא

,האבה הנשב ,האבה הנשב" :ידוהיה םולחה תא ךמצעמ לולשל

שגפמל ןכומ היהת אל םלועלש םיתיעל המדנ ירה ."...האבה

םה ןיא ךתוסנתה ךיתויווח לכ ,ךייח לכש ךכל ,חצנה-ריע םע

ןיא .לעממש םיימשהו םינבאה ,הזה קבאה תמועל םולכ אלו

ודובכב םלוע ארוב ידי-לע ול החטבוה ותמדאש םלועב םע דוע

ירה .וצרא םע ויסחי ויה םייטמרד הכש םע דוע ןיא .ומצעבו

הערכוה לארשי ץרא לע ידוהיה םעה לש ותוכז דימת טעמכ

...םייוגב ךתוא יתוציפהו" .תקסופ יתלב תומחלמב תערכומו

לש הרדגה קר וז ןיא — "םילשורי ךות-לא םכתא ץבוק יננה

ונלש םיעסמה .ינחורה ונבצמ לש םג אלא יפארגואיגה ונמוקמ

.ונמצע תא ונא םישפחמ ונידודנבו ,הסחמ רחא שופיח םה

הרימאב התיבה הבישה םולח תא ונייח הנש םייפלא ךשמב

ונא םילוכי ץראל ונבשש ירחא קרו ."םילשוריב האבה הנשב"

,םיכשמנ וניתועסמ — "םהיתובשומ לכב" ונמע ינב לכל רמואל

,ידוהיה תיבה ,םילשורי ...ץקה ץיקה םידודנל ךא ,קפס ןיא

...ךרדב הרצק הנחת — תבשהו

,טסלש הנירמ

2011 ,םימודא הלעמ

34

דימ הנהו ,םלצה לש "רופיצה תאיצי"ל הייפיצב םירוהו םידלי

לש תיזחל ימ ,הדובעל ימ — הצירב ורזפתי םלוכ םוליצה ירחא

."האושה ידלי" ומכ םייחה ןמ ןיטולחל םלעיי ימו המחלמ

,היגולאנגה" תארקנ יקסניטרב לש תונומתה תחא

רשפא הזה םשב לבא ,"יתחפשמ לש הירוטסיההו היפרגואיגה

.הלוכ הרדסה לכ תא ריתכהל םג

הָפוּא ריעהמ –ילוטנא לש וייחב היה דחא רבעמ קר

לש וזו ולש וז — תוחפשמ יתש לש ןהיתודלות לבא .םילשוריל

םאה תעדל ןיאו ,םידוהי ידודנ לש הירוטסיה תופקשמ — ותשא

.ומת

התמלצממ קיפהל תעדויה ,תמלצ — יקסבורטסוא הטיר

המליצ הטיר .התשדעב טלקנש המ לכ לש הינומרההו יפויה תא

םיתב .הניארקואב תומלענו תוכלוהה תורייעב םיבר םמוליצ

שוביכה תאו יטייבוסה ןוטלשה תא םהימיב וארש לופנל םיטמ

ימ לש ידוהיה לרוגה דבוכ לכ םהילעש תוידוהי םינפ ;יצאנה

ןרוק הז לכ — יתוכלמ רדהב תוידוהי תונקז ,האושב ולצינש

תודובעה תרדס .המעל התבהאב אלמתהש דחוימ יפוי הזיא

תא תונדפקב תדעתמ איה וז הרדסב — ירמגל הנוש "יתריגה"

ןומה ןאכ שי .הינמרגל הניארקואמ התחפשמ לש רבעמה יבלש

לש הרוש .התשענש הריחבה תונוכנל רשאב םיטבל ןומה ,הדרח

;החפשמב תורוד השולש לש םהיסכנ וסחדנ םהבש ןעטמ-יקש

הב םירומשש הריד ,תבזענה הרידב םינורחאה םימוליצה

,בוהאה ןולסל ןוראה ;תיבבש תורצהו תוחמשה לכמ תונורכז

ילעבש דועב הרידב רתונש ,"דואמ בוט בצמב ןיידע לבא ןשי"

תוימשגה-ילוטנ םהיללצ םיספדנ םתיב תא םיבזועה תיבה

לש תיצמתו למס אוה םוליצ לכ ...דעל םיבזענש ןמזבו בחרמב

יחצנה ובאכל םה םיכפוה דחי םיפסאנ םהשכ לבא ,רדוח באכ

.רגהמה לש שיתמהו

déjà vu-ה תעפות לש הירקוח םינילמ םיבר םירמאמב

לע יכ אוה הזה תועפותה ךרעמ לש ותריקח לע השקמש המ" יכ

םירקמ יפיצפס םדא לכ לצא ,תינומה וז העפות לש התויה ףא

הצילממ יתייה ."םייופצ-יתלבו םירידנ םנה המודמ ןורכיז לש

הדוהי רבדמל םלועה יבחר לכמ םידוהי איבהל םירקוח םתואל

הכ םיתיעל וז העפות תשחרתמ ןאכ יכ ,ןורמוש תועבגל וא

תכאלמ לע יתועמשמ ןפואב לקהל ידכ ךכב שי יכ דע תובורק

הלאה תומוקמל ועיגהש יממ יתעמש םימעפ המכ .רקחמה

סונאוב וא קרוי וינ ,גרובסרטפ וא הבקסומ ומכ ךרכ ירעמ

תועבגב יתטבה ,םהדנ יתדמע" :סל'גנא סול וא זירפ ,סרייא

ןבאה יליבש תא תורכוז ילש םיילגרה ,ןאכמ ינא :יתנבהו הלאה

ינא ,םירכומ תוחיר אשונ הזה ירבדמהו שביה ריוואה ,הלאה

"...הנשבש הנוע לכב תיארנ וזה ץראה ךיא עדוי

םיירקמ חרוא ירבוע ,ןהיניבש תודובא םיכרדו תועבג

רפהל ילבמ וכרדב דחא לכ םיכישממו הרקמב-אלש םישגפנש

לכ ךרד תורבוע הלא תונומת — תיחצנהו תמליאה הממדה תא

היתודובע םג תוגצומ הכורעתב .דלפנרוק הינט לש התריצי

יליבש .ץראב רבכ ריוצש המ דצל ,היסורב דוע ורצונש תונשיה

דעיה תדוקנ לא וליבוי םלועל םיעלס ןיב הדובא ךרד וא רבדמה

.םילשורי לא —

רבעמה הז היה התודליב :ןהמ םיכרד בטיה תעדוי הינט

התלע 1976-ב ,)םויה לש גרובסרטפ טקנס( דרגינלל הבקסוממ

ררוגתהל הרבע הלעב םע דחיו הנתחתה םייתנש רובעכו ,ץראל

םע ,וקיסקמ םע לובגל ךומס שממ הנכתשה םש .ב"הראב

לש תויטוזקאהמ תחנ החוור םג םש .תינאידניאה התנתוח

לאירבג לש ומלועמ טעמ התווחש רמואל ןתינו ,וללה תומוקמה

החילצה הינט .םהה םימיב אורקל ונבהא הכש סקרמ היסרג

,הצרא הבש 1984 תנשב ...לבא ,תשקובמ תינמאכ דואמ

.התיב אוה ןאכ אקוודש ררבתהו

תעדומ התייה םירקמה לכבש הינט לש התריחב לומ

םילארשי לש רוד ותואל ךייש ןייטשפא סקאמש ירה ,ןיטולחל

ואיבה רשא םה — םהירוה אקווד ויה םלרוג תא וצרחש ימש

הלועמ קלתסהל םיסנמ ונחנא ךכ לכ תובורק םיתיעל

."םיילאמרונ"ה םימעה תביבסב עמטיהלו ונתודהי לש דבכה

,תורודה ךשמב ,דימת לבא .ונידודנ לש םיטביהה דחא םג והז

יישק תא קר אל ונמע קולחלו םעה לא ףרטצהל וצרש ימ ויה

.יפוסניאה תעדה רשוא תא םג אלא תופידרה

,הינמרגב היחה תיזיגריק הנה יאבמגרוּט הריזאנ

העיגה םירזומ תונויזחו תומולח ךרד ,תומולע םיכרדבש

התונידעבו ,תיטסימרק הנה הריזאנ .הכותב תודהיה תשוחתל

ידכל םתרוצ תא האיבמ איהשכ הילכ תא תרצי תיחרזמה

לכב — היצטידמל טקייבוא תווהל לוכי הרציש ילכ לכ .תומילש

תרזפתמ אלפומ רוטיעבו דחאכ ינוציחהו ימינפה ,חטשה

לכב .םירתסנ םיבתכ ,לרוג יווק ,םיכרד .םיווק לש הקד תשר

ףושיכה ישעמב ומכ ,חנעפלו תוסנלו ןנובתהל רשפא ילכ

ותמכש םצע לע תודיתע שוחינב םידוונה לכ לש םימודקה

יטבשמ דחא םע םינמנ םיזיגריקה היפלו הירואית שי .ליא לש

,לארשיל העיגה רשאכ ךכ לע הדמל הריזאנ .םידובאה לארשי

התאר ךכ לכ תובר םימעפש ץראה תא היניע המב תוארל ידכ

תוכז וזה הירואיתל שי םא ,בושח הז ןיאו .היתומולחב ןכ ינפל

תינתומ-יתלב תוכז שי רייצה לש ותניחבמ לבא ,ואל םא םויק

סרח ילכ ןהבש ,תונמא תוריצי תודלונ ךכ .ויתונויזח תא םישגהל

יאשונ םה םיטבשהו ,לארשי יטבשל ,םינינפה ,םינינפל םימדנ

.םעה לש םייצוביקה תונורכיזה

.םימב םיאלמ םילכ 12 םיבצינ חלמ הסוכמ חטשמ לע

םימה תא םיאור ונאשמ רתויש ךכ לכ םירצ םילכה יחתפ יכ-םא

וזה היציזופמוקה לכ לעמו .םש םהש םיעדוי ונחנא םכותבש

....םיווק ,םיווק — דואמ לדגומ ,ילכ לש חטשמ — טנירפ ונשי

טעמל ,םולכ ןיע תיארמל — ?הלא לכב ךכ לכ ידוהי המו

זא ,תונוכנ וללה תושוחתה םאו ,תינמאה לש היתושוחת

תא בטיה ריכמה ,הפוצה תניחבמ דוחייב ,ומוקמל רזוח לכה

םישוריפ םע תורכיה ול שיש ימו תידוהיה תרוסמהו תוילמסה

.םיטסקטל

חלמה םי לש חלמה והז .חצנלו הרהטל למס ונה חלמה

.האמוטה ינפמ םעה תא רהיטו הרומעו םודס יאטח תא גפסש

חבזמב :הרותב רוריבב העיפומה הווצמ הנה חלמה תווצמ

ידוהיה לש ונחלושו רחאמו .חלמ היה דימת שדקמה תיבבש

.למס רותב חלמ וילע םימש דימת ונחנא ,חבזמ אוה ףא

אשונו ולשמ ןורכיז םע ,אלפומ רמוח םנה םה ףא םימה

םהומכ םימה תידוהיה תרוסמב לבא .םייח םה םימה ;עדימ

ריבעהל םיחרכומ ונאש םוצע עדי ותואו ריבכ דוס ותוא ,הרותכ

.רודל רודמ

לש ותוהמ" :חרזמה ןמ המכח רבדב רמאנש יפכ

םאו ."וכותבש קירה ללחב אלא רמוחה תונפדב הניא ילכ

םימ אלמתמ רשאכש ירה ,לארשי יטבשמ טבש למסמ ילכה

וא םעה לכב תעכ םירזופמה םיטבשהש ,העיבקל אוה ךפוה

םה םיאלמתמ דוע לכ םייח םדוע ,םלועה יבחרב םיצפומה

.הרותה לש םישודקה הימימב

ןמ תויונשרפה יזרב קמעתהל הסנמ אל הריזאנש הלא

הדיחיה ךרדה ,תיביטיאוטניא ךרדב תכלל תרחוב איה ,תודהיה

לארשי תבהאמ םיעבונ םירקמה יפוריצ לכו ,ןמאל תירשפאה

.ונלש םידוונה תולרוג ןיב שיש הברקה ןמ ןכו הבש

...םיבוזע םיסכנ לש הירוטסיה איה ונלש הירוטסיהה

ינפל ליצהל וסינו הסונמ תעב תחקל וגהנ דימתש דיחיה רבדה

הווהה תונורכזו — שדוק ירפס — רבעה תונורכז ןה רחא רבד לכ

לש םימוליצ ,יקסניטרב ילוטנא לצא .םייתחפשמ םימולצת —

הרכה לשו תויווח ,םימשר ,הארשהה תורוקממ דחא וויה ויתובא

םובלא ימוליצ םה הלא — הזה תורודה ףצרמ קלח ךתויהב

.םירויצל וכפהש יתחפשמ

תונמוט ,ןהב חצנומה רבעה םע הלאה םיירפה תונומת

ואפק ךיא תוארל שממ רשפא :האלפומ הקימאניד ןבוחב


תחתמ לא אצויש המ לכש הז ךיא ,ריבסהל לכוא אל"

הזעמ אלו טעמכ ינא ...ך"נתה לש ינונגסה הדשל עיגמ דימ ידי

.רפסה לש ולוק תא עומשל — תוחילש ןיעמ רבכ וזש בושחל

,םשמ — תובאה תאירק לש התמצועמ תדרחנ טושפ ינא

ירונתמ ,םיריפו תורובמ ,תובצמ םירבקמ ,הירוטסיהה יקמעממ

.תופרשמה

תולילעבו םיטסקטב תוארל דימתמה ןויסינה"

,הלא ונימיב םייחש ימ לא ,ונילא רסמו האובנ םייארקמה

םג ךכ רחאו ,ילש םילנפהו םידבה .ילש הבישחה ךרדל וכפה

,הווהה תולבס לש םימיה-ירבדל וכפה ,םילספהו םיטילבתה

םדאה לש תיחצנה ותודגנתהב הארנכ הנומט םהל הביסהש

תיטסלפ הרוצ אוצמל הצור ינא...יארקמה ארובה תווצמל

".הזה אשונל תמלוה אהתש

תורצק הכ ויהש םינש ,הייחל תונורחאה םינשה 5 ךשמב

:םירסמ לש יוביר הריאשהו תובר תודובע הרצי איה ,תוירופ הכו

םיעיפומ קבדו עבצ גופס ןותיע ריינ לע ,דבו ץע תוחול יעטק לע

תוהמא ןהש הרייעה ןמ תושישקו ,רפכה יטוש — ך"נת יאיבנ

.ךומסה תסנכה תיבמ ןקז יבר — ונבר השמ םגו ,המואה

תוימשג-תולוטנ תויומדה לכמ תשתומ ינאש המכ"

קירה בחרמ לא תואצויו המהמתי טעהש תמיא לכ ןהל תוצצש

המוא-תובא לש םצחלב םיגוסנ תותבסו םיקי'זומ .ףדה יבג לעש

רבכ ,םינפלמ ,הנהו .םיברה םהידימלתו םיינע םינבר ,םינקוזמ

םיפלוח םהשכ ומע תא ליבומו השמ ידימתה גיהנמה ול בצינ

תומולחה ץרא לא ,םיסורה שדקמ יתב ,תומוק-יבר םיתב דיל

לש ןומהה ול ךרתשמ הנהו ...ומייקתנש תוחטבההו םימשגתמה

ךרד ,ילש ףדה לע ,תוימשג ילוטנ ,הזה םלועה ןמ אלש םישנא

."ייתובוחרב ,ילרוג ךרד ,ישפנ

םג ,בגא ,ומכ ,איה "ושממתנש תוחטבהה ץרא לא"

תונש ,תונורחא םינשה תמיא תא .עיגהל התכז אל ,ונבר השמ

-הלגמ לש רשואל אלפ חרואב הידיל הכפה ,תוומה לא הכילהה

,התודהי תא המצעל התליג איה — לובג ול ןיאש רשוא ,תוצרא

איה — שפנה תוחוכ תאו הריציה תייגרנא תא הבאש הנמממו

.םייחב התויהב דוע "וימע לא ףסאיהל" החילצה

ןייטשרב ירגירג לצא רתויב תורדוחה תודובעה תחא

הדובע .וז הכורעתב גצות אל וז הדובע — "תוגג לע הסונמ" הנה

ונניא תבאוכ ךכ לכו תישיא ךכ לכ הדובע לע רוזחל ,הרכמנ וז

.ירשפא רדגב

לש ,תניימודמ אל ,תישממ הירוטסיה תגצומ וז הנומתב

:ותחפשמ

,זא דואמ ןטק דוע היהש ויבאו רייצה לש ותבסו ובס

םיאשינ טעמכ ,תוגג לעמ –חוטב תווממו םורגופמ דחא םוי ולצינ

...םיימשה לא ,תיחצנה םתסונמב לע-לא םילוע ,ריוואב

תא ךופהל ונדמל ךכ לכ תובר הפידרה תונש ךלהמב

,תודרשיה לש היגרנא וזכל ,םייחל הזכ ןואמיצל ונלש הסונמה

.וניאנוש לצא וליפא יטסימ דחפו תואלפתה ררועמ רבדהש

אשונב ךכ לכ דקמתמ ירגירגש ךכל הביסה וזש הארנכ

היתומיא תא וייח לעו ומצע לע דודמל דחפמ אוה ןיא .האושה

ונניא הזה םימיאה רופיסב ותוא ןיינעמש המ יכ ,האושה לש

,תוומה לא ךרדב הזואפ — "ךרדב החונמ" .םייחה םא יכ תוומה

,םינקז ,םישנ :םיפייע םישנא ןומה ;רוחש רעי לש ועצמאב

הרשמ לכה ףא לעש תחא תישונא הסאמל וגזמתהש םידלי

םישנא ,םהיתבמ םישרוגמ ,גג תרוק ילוטנ .טעמכ ישחומ םוח

ןיא .תספתנ-יתלבהו המויאה הייכיטסה חכונ םידדוב םנה הלא

עבונה םימודק דחפו רעיה תא קר — םיפדורה תא םיאור ונא

םיגיאדמה םיטביהה לכל למס ונה רעיה ,גנוי לש ותעדל .ונממ

לש השלחה ותנובת תא עולבל םימייאמה ,עדומ-תתה לש

סעכו האנש למסמ ומצע רעיה ,ןייטשנרב לצא וליאו .םדאה

ותנובת תא םיעימטמהו םעה תא םיפדורה ,םיילאנויצר-יתלב

.ףוריט לש תומוהתב ףדורה לש

אלא .לארשיב ומצע תא אצמ רייצהו עריא ןמואי-יאלה רשאכ

:םירבעמ לש הרושו םיינחור םישופיח לש םינש ומדק ךכלש

ותחפשמ םע רבוע אוה ליבונר'צ לש יניערגה רוכה ןוסא ירחא

,ותונמא ךרד ,םש .הינמרגל םירגהמו םיאצוי םשמ ,טנקשטל

ןפואב ,ךשמהבו ,היתווצמ םויקב ליחתמ ,תודהיה תא אוה הלגמ

תא םש ול חקלש ,ילוטנא .לארשיל היילעה בלש עיגמ ,יעבט

לארשי תד ולביקש ימ םיארקנ ךכ — רג ונה ,לאומש ידוהיה םשה

.ישפוחה םנוצר ךותמ ידוהיה םעל ופרטצהו

ותעגה םע דימ לחה התוא ,"תידוהי הלגע" הרדסה

תויקוחמ העבנ ןמזב וב ךא היופצ יתלב התייה ,לארשיל

ויתודובעב עודיה ,ילוטנאש םושמ ,היופצ יתלב ,תמיוסמ

לארשיש ךכב איה תויקוחהו ,רויצל הנפ ,םיבצימבו תויפארגה

הירוטסיהב ךרד ינבא תפסונ םעפ תווחל ונממ ושרד םילשוריו

:ונמע לש ץק ןיא םידודנל יומיד — ויתולגע תורצונ ךכו .תידוהיה

וימי רחשב היסור ,19-ה האמב תפרצ ,18-ה האמב הניארקוא

םויה לש לארשי ,םייניבה ימי לש גארפ ,יטייבוסה ןוטלשה לש

האמה יהלשב דרפס ,1945 -ב הינמרג ,לבב תולג ,ך"שת ימי לשו

ילגלג לש םמוקמב םש ,ןוירוג ןב הפועתה למנ ,האושה ,15-ה

,תונוש תופוקתו תונוש תוצרא ;סוטמ לש תוניברוט ןנשי הלגע

.םלוכל ףתושמה לרוגה ותוא ,המצע הלגעה התוא ךא

עמשמל יתעתפוה ,יתודלי רחשב ,םימיה רבכשב

םידוהיה בורל המודבש ,יבא ידי לע בגא ךרדבכ רמאנש טפשמ

וניתובא לש םיבר תורוד :תרוסמהמ קחרתה תוצעומה תירבב

ארבש ךכ לע לאל ודוה הבש הליפתב םויה תא םיליחתמ ויה

"תונהיל" יתקפסה רבכ תע התואבש ,ינאו .םידוהי םתוא

לע ,ןובלעה לע ?תודוהל המ לע יכו — יתהמת ,תוימשיטנאהמ

טושפ הז ,לבלבתמ הארנכ התא ,אבא ?םימורגופה לע ,באכה

תכרבב ךרבל וליחתי יידלי םגש רעשל זא יתלוכי םאה !ןכתי אל

?"יוג ינשע אלש ...ךורב" רחשה

לכו ויתודובע לכ ,סיטסא יאלוקינ השועש המ לכ

."ידוהי והשע" יכ לע ,םראתל ןיאש הידוהו באכ והז — ולרוג

דבכ טעמכ אוהש לטנ םיווהמ תידוהיה ותייווח ,םעל ותוכייתשה

ובש רבד לכ רודח וב דוס .לודג דוס םג ורובע הווהמו אושנמ

וליאכ םילגתמ םישנא ,םירופיצ ,םיכאלמ .ןמאה לש ודי תעגונ

יבג לע םימקרנ ,הרואכל םייטואכ עבצ יסוסיר ךותמ םהילאמ

תולמסמ ןה — תודדוב דימת וירופיצ .םינווג-יבר םיטוחמ דבה

ךותב אולכה םלועה חור לש תוחילש תושמשמו םדאה שפנ תא

,אבה-םלועה יחילש ,ויכאלמ םג םידדוב .םיעוער םיירמוח םיפוג

םיבחרמל ובזעש םיריקיו םיבורקל וניניב רשקה תא םילמסמה

.ותומלשב םעל ונתעדותב םירשקתמ דימת וניבורקו — םימולעה

...םמלועל וכלהש ימ לע הרותב רמאנ ךכ — "וימע לא ףסאייו"

,םישנא הברה ,תוצובקב תונותנ דימת וירויצבש תורוצה וליאו

המהדתב םיטיבמ וא םירצמ תאיציב ומכ םיענ םה :םלש םע

םיככוסמ םהש ךות םשפנ לע םיסנ ;לבב לדגמ לש ותסירקב

וא ,םלוכל םיפתושמ םידליל וכפה םצעבש םהידלי לע םפוגב

ארובה תווצמ תא םילבקמ םהשכ םמוקמב םיאופק םידמוע

רשא תא אילפהל סיטסא חסינ ויתודובעב .יניס רה דמעמב

םעה םע חחושמ ה"בקה יכ ותועמשמו ל"זח י"ע דוע רמאנ

תחא תומלש ותויהב םעה יכ ,דחי םלוכ םע ,ותוללכב ידוהיה

הרימאה קר ,םתסה ןמ ...םיוסמ ןבומב תוישיא אוה םג הווהמ

— ונתאמ דחא לכב ןומטה רתסנה תא ריבסהל החוכב שי וזה

םהילא רוזחנ דימת ,תרוסמה ןמ ,ונתודהימ קחרתנ אלש המכו

יניס רה לבא ,םיקלתסמ ונחנא .ונינינו ונידכנ ,ונידלי תועצמאב

.ונתוולל ךישממ

ךרדל ותרבחו ותייער ,האלפנ תרייצ ,הניגלוּש הידיל

.םינש רושעמ רתוי הזמ ונתא הנניא רבכ ,סיטסא יאלוקינ לש

םיכאלמהו םירופיצה לש םנעטמ והז — הילא ןמאה ןמ םירסמ

םייח םירסמ רותב םיפוצל ראשוהש המו .ויתודובעבש

ףיסוהל המ ןיאש םיבותכה הירסמו היתודובע ןה םיירירבשו

.ידוהי לוק ותוא אוה רדוחו לולצ ךכ לכ — ןהילע

...לֵארָ ִ י יֵ נְב יֵעְסָמ ה ֵא

.ונתוולל ךישממ יניס רה לבא ,םיקלתסמ ונחנא

"השוש" ,רגניז-סיוושב קחצי

הדועסה ןחלוש ,תורנה םיקלדומ :תבש ברעב ידוהי תיב

תמכתסמ התועמשמש הכרב ארוק באה ,החפשמה לכ ודילש

אוה רצונ אל .ארבנ הזה םלועה יכ םינעוט ונא — דחא רבדב

אלא סואכ ותוא לש וכשמה ונניאו יעבט סואכ ךותמ יארקאב

הכ וזה הנעטה עודמ .םלוע ארוב הנוכמש ימ ידי לע ארבנ

שי ,תועמשמ שי עדומב רצונש רבד לכלש םושמ ?ונל הבושח

ונמע לש םיכוראה וייחו ונלש ישיאה עסמה .דועיי שיו הרטמ

ונחנא — תלהובמ הסונמ וזיא םניאו טוטיש םניא ויתורוד לכ לע

םג ..םינוש םירבד שחרתהל םילוכי ךרדבו ,ךרדב םיאצמנ טושפ

בישהל ,בשייתהל ,רצק הנחת אלא וניא תבשב הדועסה ןחלוש

ונחנא יכ ...האלה ךישמהל ,המידקו — ךדועיי לע רהרהלו חור

היה אוהו ,עסמב לחה וניבא םהרבא לש ורופיס .ןמזמ רבכ ךרדב

ץראה — ןענכ ץראל םידשכ רואמ רבעש ירחא ןושארה ירבעה

ר"בע שרושל הרושק ירבע הלמה םג .אובל דיתעל תחטבומה

,םייח ונא ךכו ...ינשה ורבעה ןמ ומצע תא אצמ רבעש ימ ,ירק —

,ונלש רפסה תא ונמע תאשל םישוחנ ,ץק ןיאל םידודנו עסמב

הירוטסיהב אצמנ לכה .הזה םעל ונתוכייתשה תא ,וניתווצמ תא

םידודנ לש הנש 40 .םשמ האיציהו םיירצמ ץראל הכילה — ונלש

הכרא ןהבש הנורחאהש תויולגה ,לארשי ץראל הסינכ ,רבדמב

הז ונל החטבוהש ץראל ,ונתמדאל הרזחהו ,הנש 2000 טעמכ

.רבכמ

אוה הווחי המ ...גשומ-יתלבו אלפומה ידוהיה םעה"

רמשמ אוהשכ ...םינש יפלא לש ךרד תרבכ רבע אוה ?ךשמהב

םיינוגססה ןהייח .תורוד לש תבהלשו תורוד לש באכ ובלב

םתלחנל ןמזמ רבכ וכפה םירצמו ןווי ,אמור לש םירישעהו

רבעה ןמ תודגאלו םיירוטסיה תונוידבל ,םינואיסומ יפסוא לש

ימיב רבכ תובא-םע היהש ,הזה ירותסמה םעהש דועב ,קוחרה

תא םוקמ לכב רמש אוה ,םייק אוהש דבלב וז אל ,םתוריעצ

תווקתב היוור ותנומא תא רמש .גזמה-םחו שוחנה סופיטה

השודקה ןתפש לע רמש ,םינטק םיימוימוי םיגהנמו תולודג

ויביואמ ראשנ אל רכז ...תיהולאה הארשהה יאלמ וירפס לש

,םירחא םימעו באומו קלמע ,םיתשלפ םתוא לכמ ,םיירותסמה

ךישממ ,יחצנו שימג ,הזה םעהש דועב ,הצחמל םייתדגא

ידי-לע ול עבקנש יעבט-לע דועיי הזיא אוה שמממ וליאכ ,תויחל

".אוהד-ןאמ

.1904 ,ןירפּוּק רדנסכלא

קלח םנה ,ופכנש הלאכ וא ןוצרמ ושענ םא ןיב ,םידודנ

םניא וז הכורעתב םיגצומה םינמאהו ,ידוהי לכ לש וייח רופיסמ

.הז ללכמ םיאצוי

טסלש לאומש ילוטנא תאמ "תידוהי הלגע" הרדסה

רבכ ולחה םיישיאה וידודנ .טקיורפה לש ותישאר תא התוויה

,המחלמה ידלי ויה וירוהש תיניארקוא החפשממ דלי .ותודליב

ןמ םיטלובה תונורכיזה .ריעה לא רפכהמ רבעש ןושארה רודה

תועיסנ ,הבוהאה תננגה ,היידוהיה הנבובל היזוב םה תודליה

רפכה ידלי םע חורבל היה רשפא םש ,חדינה רפכה לא אתבסל

רפסב האירק היה ברעה תועשל דיחיה קוסיעהו םלש םוי ךשמל

םילמה ןורכיזב וטרחנ ןיבהל חילצה דליהש המ לכמ .ך"נתה

ךיא ,ינאו .תחטבומה-ץראב ופסאיי םלוכש ךכ לע תורזומה

קר בוש ולעו ןמזה םע וחכתשנ םידליה תויווח ?םשל עיגא ינא

35


םילשורי

תוטלוק תוליהק תתומע

...לֵארָ ִ י יֵ נְב יֵעְסָמ ה ֵא

לארשיו הינמרגמ םייוושכע םינמא

Die Wanderungen der Söhne Israels

,ץינמח שדחה תסנכה תיב

ץינמח

1.12.11 — 23.11.11

הכורעת טקיורפ

,הרבסההו תוצופתה ידרשמ תכימתב םייקתיש

תידוהיה תונכוסהו סיסנ'ג ןרק

...לֵארָ ִ י יֵ נְב יֵעְסָמ ה ֵא

ימואלניב יתונמא טקיורפ

אצנגמ ,שדחה תסנכה תיב

ץניימ

21.11.11 — 13.11.11

טסלש הנירמ ,הניקנג הנירמ :תורצוא

טסלש הנירמ :טקיורפה תלהנמ

)תוטלוק תוליהק תתומע( יקסבוני הסירל :לארשיב טקיורפה תזכר

היקסבונרזק הנלי :הינמרגב תזכר

טסלש הנירמ :רמאמ

הניקנג הנירמ :תויפרגויב

גולטקב םיעיפומה םינמאה י"ע וקפוס םירחא םימוליצ ;)טייח הנאו יקסריפ הבאלס :דלפנרוק הינט לש הנקויד — 20 'ע( :םימוליצ

היקסבונרזק הנלי :תינמרג אסרג

להאק הנירתקו טרברונ :תינמרגה אסרגה ךרוע

יקסלופוגלוד םייח :תירבע אסרג

סייו קחצי :תירבעה אסרגה ךרוע

:םירצוי תויוכז

טסלש הנירמ ,הניקנג הנירמ :ןויער

טסלש הנירמ :רמאמ

הניקנג הנירמ :תויפרגויב

גולטקה ינמא :תונומת

רנטר ילא :בוציע

קמוע * בחור * הבוג ,םירטמיטנסב תואבומ תודימה

םייהלימ-ןלק "רקנוברטלוק"

ןלק

8.11.11 — 27.10.11

heb

םילשורי

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