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BB_04_2024_f

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BIELERIN/BIELER DES JAHRES 2023<br />

Die Nominierten<br />

n Zum 41. Mal wählt eine unabhängige Jury eine<br />

Persönlichkeit oder eine Vereinigung zur «Bielerin<br />

des Jahres» respektive zum «Bieler des Jahres».<br />

n Eine Persönlichkeit oder Institution, welche die Stadt und die<br />

Region geprägt hat und durch ihr Engagement oder Lebenswerk<br />

heraussticht. Der Preis ist mit 5000 Franken dotiert.<br />

Der Sieger oder die Siegerin wird in der nächsten<br />

Biel Bienne-Ausgabe vorgestellt.<br />

n Der promovierte<br />

Philosoph und<br />

Volkswirtschaftler<br />

wurde 2003 Verantwortlicher<br />

für das<br />

Bieler Stadtmarketing,<br />

2008 Delegierter<br />

für Wirtschaft. Er<br />

leitet ab März <strong>2024</strong><br />

die Stiftung Switzerland<br />

Innovation.<br />

Gfeller landete dank strategischem<br />

Geschick zahlreiche Coups: Meisterstück<br />

ist der Swiss Innovation Park Biel/Bienne<br />

für industrienahe und angewandte<br />

Forschung und Entwicklung. Gfeller<br />

setzte Akzente in der Innenstadt-<br />

Entwicklung, lancierte in Zeiten sinkender<br />

Mieteinnahmen für Laden-Lokale ein<br />

Neu-Denken in der Gebäudenutzung<br />

oder ermunterte Private, ihre Liegenschaften<br />

zu sanieren. Gfellers Verdienste<br />

für die wirtschaftliche Entwicklung<br />

der Stadt sind enorm.<br />

n Dominique<br />

Antenen ist von<br />

Haus aus Versicherungsagent,<br />

bekannt<br />

ist er als Speaker<br />

des EHC Biel, wo er<br />

spielend zwischen<br />

Deutsch und Französisch<br />

hin- und herjongliert.<br />

Sein Torjubel<br />

«Iihaaa!!!» ist<br />

legendär. Seit über 20 Jahren moderiert er die<br />

Sendung «Rendez-vous» auf TeleBielingue.<br />

Im ganzen Land haben zahlreiche Medien diesen<br />

perfekt «bilinguen» Ur-Bieler porträtiert.<br />

2023 kündigte er in einer Sendung an, dass<br />

er wegen einer Krebserkrankung kürzertreten<br />

müsse, seither berichtet er in sozialen<br />

Netzwerken über seinen Kampf. Mittlerweile<br />

konnte er seine Aktivitäten teilweise wieder<br />

aufnehmen, seine positive Lebenseinstellung<br />

und Zuversicht sind vorbildlich.<br />

n Die beiden<br />

haben das Restaurant<br />

du Bourg während<br />

der Pandemie<br />

eröffnet und daraus<br />

eine mit Michelin-<br />

Stern und Gault<br />

Millau-Punkten<br />

ausgezeichnete<br />

Gaststätte geschaffen.<br />

Das Altstadthaus<br />

aus dem 16. Jahrhundert gehört zu<br />

den Baudenkmälern von Biel. Sorgsam<br />

saniert, wurde es zur neuen Wirkungsstätte<br />

der jungen Restaurateure, die zuvor beide<br />

im Restaurant «Eisblume» in Worb tätig<br />

waren. Sie servieren eine finessenreiche,<br />

vegetarisch geprägte Küche, ergänzt mit<br />

Süsswasserfisch und ausgewähltem Fleisch<br />

aus der Schweiz. Wenn möglich werden<br />

Produkte aus der Umgebung verwendet.<br />

Thomas Gfeller<br />

Dominique Antenen<br />

Liengmel & Aeby<br />

Fiona & Christian<br />

Aeby<br />

23. JANUAR <strong>2024</strong> WOCHE <strong>04</strong> 46. JAHRGANG / NUMMER <strong>04</strong> • 23 JANVIER <strong>2024</strong> SEMAINE <strong>04</strong> 46 e ANNÉE / NUMÉRO <strong>04</strong><br />

KIOSKPREIS FR. 2.–<br />

n Docteur en<br />

philosophie et en économie<br />

politique, il est<br />

devenu responsable<br />

du marketing de la<br />

ville de Bienne en<br />

2003, puis délégué à<br />

l’économie en 2008.<br />

Il dirige la fondation<br />

Switzerland Innovation<br />

à partir de mars<br />

<strong>2024</strong>. Grâce à son habileté stratégique,<br />

Thomas Gfeller a réussi de nombreux coups:<br />

Le Swiss Innovation Park Biel/Bienne, destiné<br />

à la recherche et au développement<br />

appliqués et proches de l’industrie, en est le<br />

chef-d’œuvre. Il a mis l’accent sur le développement<br />

du centre-ville, a lancé une nouvelle<br />

réflexion sur l’utilisation des bâtiments à une<br />

époque où les revenus locatifs des magasins<br />

étaient en baisse ou a encouragé les particuliers<br />

à rénover leurs biens immobiliers. Les<br />

mérites de Thomas Gfeller pour le développement<br />

économique de la ville sont énormes.<br />

n Avec assurance,<br />

après tout c’est son<br />

métier, Dominique<br />

Antenen assure l’ambiance<br />

enflammée<br />

de la patinoire en<br />

tant que speaker du<br />

HC Bienne, sautant<br />

sans cesse d’une<br />

langue à l’autre. L’animateur<br />

de l’émission<br />

«Rendez-vous» sur TeleBielingue, depuis plus<br />

de 20 ans, est le porte-drapeau du bilinguisme à<br />

la Biennoise. Il jongle entre langues de Molière<br />

ou de Goethe, dialecte aussi bien sûr. Dans<br />

tout le pays, de nombreux médias ont brossé<br />

des portraits très parlants de ce Biennois pur<br />

sucre, devenu presque une légende. En 2023,<br />

il a annoncé à l’antenne qu’il devrait diminuer<br />

ses activités pour lutter contre un cancer et a<br />

donné régulièrement de ses nouvelles via les<br />

réseaux sociaux. Il a pu reprendre ses activités.<br />

n Ils ont ouvert le<br />

Restaurant du Bourg<br />

pendant la pandémie<br />

et en ont fait un<br />

établissement récompensé<br />

par une étoile<br />

Michelin et 17 points<br />

Gault Millau. La maison<br />

de la vieille ville<br />

datant du 16 e siècle<br />

fait partie des monuments<br />

historiques de Bienne. Soigneusement<br />

rénovée, elle est devenue le nouveau lieu<br />

de travail des jeunes restaurateurs, qui ont<br />

tous deux travaillé auparavant au restaurant<br />

«Eisblume» à Worb. Ils servent une<br />

cuisine raffinée, à dominante végétarienne,<br />

complétée par des poissons d’eau douce<br />

et des viandes sélectionnées en Suisse.<br />

Dans la mesure du possible, ils utilisent<br />

des produits de la région.<br />

n Der Bieler<br />

Schauspieler, Autor,<br />

Regisseur und Filmemacher<br />

Peter Wyssbrod,<br />

geboren 1938,<br />

hat sich in den Stoff<br />

gekleidet, aus dem<br />

die Träume sind. Er<br />

wurde in seinem international<br />

erfolgreichen<br />

Stück «Hommage au<br />

Théâtre» mit einem Löchersieb gekrönt. Wyssbrod<br />

hat die Theaterbühne neu erfunden, wie<br />

in «Ordures» oder «Grand Départ» und in<br />

«Entracte», welches einen Akt der Ablehnung<br />

signalisierte. «Es gibt nichts Leichteres, als<br />

keine Zugeständnisse zu machen. Wenn ich<br />

solche akzeptieren würde, wäre mein Leben<br />

unlebbar.» Für Fernsehen und Film hat er<br />

zahlreiche Rollen gespielt, etwa im Schweizer<br />

Erfolgsfilm «Die Herbstzeitlosen» oder 2023<br />

als Le Colonel in «A Forgotten Man».<br />

n Der Verein<br />

Terrain Gurzelen<br />

erfindet leere oder<br />

verwahrloste Räume<br />

neu, gestaltet sie um<br />

und präsentiert so die<br />

Praxis des «Andersmachens».<br />

Der Wille<br />

zur kollektiven Utopie<br />

wird demnächst<br />

in einem Buch über<br />

Projekt Terrain Gurzelen nachgezeichnet,<br />

als ab 2017 im ehemaligen Fussballstadion<br />

ein temporärer Experimentierraum und<br />

ein alternatives Kulturzentrum entstand.<br />

Mit unzähligen Projekten wie Workshops,<br />

Radio, Kinderbaustelle, Gemeinschaftsgarten,<br />

Gemüsegarten, Gewächshäuser, Imbissbude<br />

und einem Wimbledon-ähnlichen<br />

Tennisplatz auf Gras. Nationale und internationale<br />

Medien haben die Bieler Denkfabrik<br />

als Beispiel erwähnt.<br />

n Der gebürtige Solothurner<br />

ist profunder<br />

Kenner der Bieler Architektur,<br />

Industrie- und<br />

Handwerksgeschichte.<br />

Mit verschiedenen Projekten<br />

bringt er Einheimischen<br />

und Gästen<br />

Schönheiten und Kleinode<br />

der Stadt näher.<br />

Grütter gründete den<br />

Parcours Biel/Bienne «Entdecke das Wesen<br />

der Stadt», organisiert Stadtführungen,<br />

Schnitzeljagden oder City-Touren mit Quiz.<br />

Im September 2023 veröffentlichte Grütter<br />

ein Manifest, mit dem er die Wertschätzung<br />

des baulichen Erbes von Biel stärken will.<br />

Am Weihnachtsmarkt betrieb er einen<br />

Vintage-Stand mit Postkarten, Postern<br />

oder Sirupen. Grütter ist einer der passioniertesten<br />

und originellsten Botschafter<br />

seiner Wahlheimat.<br />

Peter Wyssbrod<br />

Verein/Association<br />

Terrain<br />

Projekt<br />

Gurzelen<br />

Gurzelen<br />

Matthias Grütter<br />

PRODUKTION / PRODUCTION: RJ / HUA / TL / MM / MH / SF / JST / BCA<br />

Die andere Zeitung<br />

L’autre journal<br />

n Pour la 41 e fois, un jury indépendant élira<br />

«Biennoise/Biennois de l’année» une personnalité<br />

ou une association qui a marqué la région.<br />

n Les nominés peuvent aussi être récompensés pour<br />

leur carrière. Le prix est doté de 5000 francs.<br />

nL’acteur, auteur,<br />

metteur en scène,<br />

réalisateur biennois<br />

Peter Wyssbrod, né en<br />

1938, s’est toujours<br />

habillé de l’étoffe dont<br />

sont faits les rêves.<br />

Il reste l’homme couronné<br />

d’un égouttoir<br />

dans sa pièce «Hommage<br />

au Théâtre», au<br />

succès international. Il a réinventé l’usage de<br />

la scène théâtrale, comme dans «Ordures»<br />

ou «Grand Départ» et puis bien sûr dans<br />

«Entracte» qui a signé la fin de ses créations,<br />

un acte de refus. «Il n’y a rien de plus facile que<br />

de refuser de faire des concessions, parce que<br />

si j’acceptais, ma vie deviendrait invivable.»<br />

Il a interprété pour la télévision et le cinéma<br />

de nombreux rôles, le dernier en date celui de<br />

«Le Colonel» dans le film de Laurent Nègre,<br />

«A Forgotten Man» (2023).<br />

n L’Association<br />

Terrain Gurzelen,<br />

c’est réinventer des<br />

espaces vides ou<br />

laissés à l’abandon,<br />

les réaménager afin<br />

d’imaginer la pratique<br />

du «faire autrement».<br />

La volonté de créer<br />

une utopie collective<br />

bientôt divulguée par<br />

un livre retraçant le projet Terrain Gurzelen<br />

qui en 2017 a créé la mue de l’ancien Stade<br />

en espace d’expérimentation temporaire et<br />

centre culturel alternatif. D’innombrables<br />

projets y ont vu le jour, tels qu’ateliers,<br />

radio, chantier des enfants, jardin collectif,<br />

potager, serres, buvette et terrain de<br />

tennis sur herbe, digne de Wimbledon.<br />

De nombreux médias nationaux et<br />

internationaux ont cité en exemple ce<br />

laboratoire d’idées biennois.<br />

n Originaire de Soleure,<br />

Matthias Grütter<br />

est un fin connaisseur<br />

de l’architecture, de<br />

l’histoire de l’industrie<br />

et de l’artisanat biennois.<br />

Grâce à différents<br />

projets, il fait découvrir<br />

aux habitants et aux<br />

visiteurs les beautés<br />

et les joyaux de la ville.<br />

Il a fondé le Parcours Biel/Bienne «Découvre<br />

l’essence de la ville», organise des visites<br />

guidées de la ville, des jeux de piste ou des<br />

City-Tours avec quiz. En septembre 2023,<br />

Matthias Grütter a publié un manifeste visant<br />

à renforcer l’appréciation du patrimoine bâti de<br />

Bienne. Au marché de Noël, il tenait un stand<br />

vintage avec des cartes postales, des posters<br />

ou des sirops. Matthias Grütter est l’un des<br />

ambassadeurs les plus passionnés et les plus<br />

originaux de sa ville d’adoption.<br />

BIENNOISE/BIENNOIS DE L’ANNÉE 2023<br />

Les nominés<br />

La personne ou l’association choisie sera<br />

présentée dans le prochain Biel Bienne.<br />

n Der 30-Jährige<br />

hat sich in Biel, wo er<br />

geboren und aufgewachsen<br />

ist, verliebt.<br />

Die Welt des Nachtlebens<br />

ist seine Leidenschaft.<br />

Nachdem<br />

er ein bekannter DJ<br />

war, arbeitet Sasha<br />

d'Antonio heute<br />

in der Veranstaltungsbranche.<br />

In diesem Jahr hat er die<br />

Eisplanade, die grösste Freiluft-Eisbahn<br />

der Schweiz, wiederbelebt. Er hat auch<br />

den Duo Club (ehemals Abraxas) neu<br />

erfunden, wo er Nachmittage für Kinder<br />

oder «Senioren» veranstaltet. Mit Erfolg,<br />

denn sogar RTS widmete ihm Reportagen.<br />

Dass das ehemalige «Bermuda-Dreieck»<br />

wieder attraktiv ist, ist nicht zuletzt ihm<br />

und seinem Team zu verdanken.<br />

n Der pensionierte<br />

Pfarrer führt<br />

über Jahre seine bekannten<br />

und gut besuchten<br />

Jazzkonzerte<br />

in der Stadtkirche<br />

durch und versucht,<br />

Kirche und Kultur<br />

mit Erfolg einander<br />

näherzubringen. Der<br />

«Jazz-Pfarrer» hat<br />

auch neue Ideen: Am 28. April ist «George<br />

in Church» mit einem Konzert des Seeländer<br />

Mundartmusikers George geplant. Die<br />

Konzert-Eintritte zu «Jazz in Church» sind<br />

jeweils kostenlos, es besteht eine Kollekte.<br />

Die junge Generation zeigt Interesse, die<br />

Konzertreihe weiterzuführen. Jegerlehner<br />

spielte als Vierzehnjähriger in seiner ersten<br />

Band, heute spielt er noch immer in einer<br />

Band im gehobenen Amateur-Level.<br />

Reklame<br />

n Ce trentenaire<br />

est resté amoureux<br />

de Bienne où il est<br />

né et a grandi. Le<br />

monde de la nuit<br />

est sa passion.<br />

Après avoir été un<br />

DJ réputé, Sascha<br />

d’Antonio travaille<br />

dans l’évènementiel.<br />

Cette année, il<br />

a relancé l’Eisplanade, la plus grande<br />

patinoire à ciel ouvert de Suisse.<br />

Il a aussi redonné vie au Duo Club (ex-<br />

Abraxas) en proposant notamment des<br />

après-midis pour les enfants ou les «seniors».<br />

Avec succès, car même la SSR<br />

y a consacré des reportages. Si l’ancien<br />

«Triangle des Bermudes» est à<br />

nouveau attrayant, c’est en partie<br />

grâce à lui et à son équipe.<br />

n Le pasteur à la<br />

retraite organise depuis<br />

des années ses<br />

concerts de jazz bien<br />

connus et fréquentés<br />

au Temple allemand<br />

et tente avec succès<br />

de rapprocher Église<br />

et Culture. Le «pasteur<br />

du jazz» a également<br />

de nouvelles<br />

idées: Le 28 avril, un «George in Church»<br />

est prévu avec un concert du chanteur en<br />

dialecte seelandais George. Les entrées aux<br />

concerts de «Jazz in Church» sont toujours<br />

gratuites, avec une collecte. La jeune génération<br />

montre de l’intérêt pour la poursuite<br />

de la série de concerts. Christian Jegerlehner<br />

a joué dans son premier groupe à 14 ans,<br />

aujourd’hui il joue toujours dans un groupe<br />

de niveau amateur élevé.<br />

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2 BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong> AKTUELL ACTUEL<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

EISHOCKEY<br />

Leichter Sinkflug<br />

Das Ansehen des Schweizer Eishockeynachwuchses<br />

ist in der NHL nicht mehr besonders hoch. Chef-Scout<br />

Thomas Roost und Assistenztrainer Thomas Zamboni vom<br />

EHC Biel stimmen dem zu.<br />

HOCKEY SUR GLACE<br />

En panne de qualité<br />

La cote de la relève des jeunes joueurs suisses de hockey<br />

ne semble plus être au beau fixe en NHL. Actifs au HC Bienne,<br />

Thomas Roost, chef-scout, et Thomas Zamboni,<br />

coach-assistant, en conviennent.<br />

VON THIERRY LUTERBACHER<br />

Am 23. Juni 2017 wird<br />

der Walliser Nico Hischier<br />

mit 19 Jahren in Chicago<br />

der erste Schweizer Spieler,<br />

der von den New Jersey<br />

Devils an erster Stelle eines<br />

Universal Drafts ausgewählt<br />

wird. Der Höhepunkt des<br />

Schweizer Eishockeynachwuchses.<br />

Aufgrund von<br />

Qualitätsmängeln hat er<br />

heute Mühe, in den Eishallen<br />

der nordamerikanischen<br />

National Hockey<br />

League (NHL) zu begeistern.<br />

Derzeit spielen dort zehn<br />

Schweizer.<br />

Seit 2017 ist die Ausbeute<br />

mager: In den ersten<br />

drei Runden wurden nur<br />

zwei Schweizer einberufen.<br />

Im Vergleich dazu wurden<br />

vier Österreicher und zwölf<br />

Slowaken ausgewählt. Im<br />

Draft 2023 wurden zwei<br />

Schweizer gezogen, allerdings<br />

in der fünften und<br />

siebten Runde.<br />

Indikator. Thomas Roost,<br />

seit 2010 Chef-Scout des EHC<br />

Biel, bestätigt: «Die aufgezeigten<br />

Fakten sind tatsächlich<br />

ein sachlicher Indikator im<br />

Vergleich zu den genannten<br />

Nationen. Die Slowaken<br />

haben nur halb so viele lizenzierte<br />

Junioren wie wir und<br />

auch Österreich.»<br />

Roost arbeitet seit 1997 für<br />

das Central Scouting Europe<br />

der NHL als Head of Recruitment<br />

für die Schweiz und<br />

Deutschland. «Bei uns wird<br />

im Vergleich mit den Schweden<br />

und Finnen auf die viel<br />

geringere Anzahl lizenzierter<br />

Junioren verwiesen, beispielsweise<br />

ungefähr die Hälfte im<br />

Vergleich zu Finnland. Sie<br />

haben aber nicht nur doppelt<br />

so viele Draftpicks, sondern<br />

gefühlt zehnmal so viele.»<br />

Eigengewächse. Der<br />

EHC Biel hat es geschafft,<br />

zwei Eigengewächse in die<br />

NHL zu schicken: Stürmer<br />

Gaëtan Haas (Edmond Oilers:<br />

zwei Saisons von 2019<br />

bis 2021) und Verteidiger<br />

Janis Moser (Arizona Coyotes:<br />

seit 2021 im Einsatz). Das<br />

Central Scouting der NHL hat<br />

eine erste Liste mit Spielern<br />

veröffentlicht, die für den<br />

Draft <strong>2024</strong> in Frage kommen.<br />

Die jungen Schweizer Spieler<br />

machen diesmal eine bessere<br />

Figur. Unter ihnen ist auch<br />

der 17-jährige Phileas Lachat,<br />

Torhüter der U20-Elite des<br />

EHC Biel.<br />

Thomas Zamboni ist Assistenztrainer<br />

beim EHC Biel<br />

und künftig Director Education.<br />

«Es ist sicher, dass wir<br />

einen viel besseren Job machen<br />

müssen. Roman Josi<br />

und Nico Hischier werden<br />

immer als Beispiel herangezogen.<br />

Das ist letztlich müssig,<br />

denn die beiden sind<br />

Überflieger.» Man dürfe nicht<br />

vergessen, dass die Schweizer<br />

Spieler in ihrem Land eine<br />

sehr gute Stellung geniessen.<br />

«Sie verdienen gut, was beispielsweise<br />

bei den slowakischen<br />

Spielern nicht immer<br />

der Fall ist. Die müssen hart<br />

schuften, um über die Runden<br />

zu kommen. Es ist also<br />

nicht überraschend, dass die<br />

östlichen Nationen mehr Zugang<br />

zur NHL finden.»<br />

Stagnation. Roost<br />

räumt ein, dass der Schweizer<br />

Nachwuchs mit Qualitätsproblemen<br />

zu kämpfen<br />

hat. «Ich will nicht alles<br />

schlechtreden, unser Juniorenhockey<br />

ist im Vergleich<br />

zu vor 30 bis 40 Jahren ein<br />

gutes Stück besser im internationalen<br />

Vergleich. Aber<br />

in den letzten zehn Jahren<br />

haben wir maximal stagniert,<br />

mit leichter Tendenz<br />

nach unten. Unsere Ausbildungsqualität<br />

hat stagniert.<br />

Mir scheint, dass ein gutes<br />

Stück Genügsamkeit Einzug<br />

gehalten hat. Wir steigen nie<br />

ab bei den Junioren.» Also ist<br />

alles gut? «Nein, nicht alles<br />

ist gut. Wir wollen die Lücke<br />

zu den Weltklassenationen<br />

verkleinern. Dies ist uns<br />

in den letzten zehn Jahren<br />

nicht gelungen.»<br />

Geduld. Zamboni verweist<br />

auf interne Analysen<br />

von Swiss Ice Hockey: Gemäss<br />

diesen sei die Physis<br />

der Schweizer Spieler ab 25<br />

Jahren auf einem Niveau,<br />

das man mit Schweden,<br />

Finnen, Kanadiern und<br />

Amerikanern vergleichen<br />

kann. «In diesem Bereich<br />

haben wir aufgeholt, aber<br />

bei den 16- bis 19-Jährigen<br />

ist das nicht der Fall.» Er<br />

stellt fest, dass es hier etwas<br />

mehr Zeit braucht, um den<br />

Nachwuchs so zu entwickeln,<br />

dass er das hohe Niveau<br />

erreicht.<br />

«Man muss geduldig<br />

sein und darf nichts überstürzen»,<br />

fährt Zamboni<br />

fort. «Obwohl die Persönlichkeitsentwicklung,<br />

die<br />

strukturelle Entwicklung,<br />

die mentale Entwicklung<br />

des Spielers und seines Umfelds<br />

nicht zu schnell voranschreiten<br />

darf, wird relativ<br />

früh von ihm verlangt, gut<br />

zu sein.» Er habe manchmal<br />

den Eindruck, dass die Auswahl<br />

zu schnell erfolge, was<br />

gleichbedeutend damit sei,<br />

einem 15-Jährigen zu sagen,<br />

er sei gut oder eben nicht so<br />

gut. «Dies bedeutet, dass der<br />

als gut und der als schlechter<br />

Eingestufte nicht mehr<br />

auf die gleiche Weise arbeiten<br />

müssen. Dabei kann<br />

man zu diesem Zeitpunkt<br />

nicht wissen, welches Niveau<br />

er in zehn Jahren erreichen<br />

könnte.»<br />

Thomas Zamboni (oben)<br />

und Thomas Roost<br />

fordern, dass der<br />

nationale Eishockey-<br />

Verband zwei oder drei<br />

Weltklasse-Ausbildner<br />

engagieren sollte, um<br />

das Niveau des Schweizer<br />

Nachwuchses zu heben.<br />

Unzufrieden. Roost<br />

räumt ein, dass er derzeit<br />

«ziemlich unzufrieden» ist,<br />

und meint, dass der Verband<br />

versuchen sollte, zwei oder<br />

drei Weltklasseausbildner in<br />

die Schweiz zu holen, mit<br />

dem Auftrag, das Knowhow<br />

der vielen ehrenamtlichen<br />

Juniorentrainer zu verbessern.<br />

«Ich habe grossen Respekt<br />

vor ihrer Arbeit in den<br />

kleinen Provinzclubs. Sie<br />

würden es verdienen, ein<br />

höheres Ausbildungsniveau<br />

zu geniessen, die Hebelwirkung<br />

für die Juniorenqualität<br />

wäre wahrscheinlich ziemlich<br />

hoch. Dies ist meiner<br />

Meinung nach einer der Ansatzpunkte,<br />

um den nächsten<br />

Schritt tun zu können.»<br />

Die Ausbildung des Nachwuchses<br />

erfolgt laut Zamboni<br />

über die Vorbereitung auf die<br />

Arbeit, die danach kommt:<br />

den Körper mit Hilfe von<br />

Trainingstechniken auf das<br />

vorbereiten, was den Spieler<br />

auf dem Eis erwartet. Auch<br />

er nimmt die Ausbildung ins<br />

Visier, indem er der Analyse<br />

von Roost zustimmt.<br />

Horizont. «Wir haben<br />

hohe Ansprüche an den<br />

Nachwuchs, aber um U15-<br />

Trainer zu werden, werden<br />

30 Tage Unterricht verlangt»,<br />

sagt Zamboni. «Ich selbst<br />

habe fünf Jahre lang Sport<br />

studiert und habe immer<br />

noch das Gefühl, dass ich<br />

noch viel lernen muss. Ein<br />

Trainer muss einen sehr breiten<br />

Horizont haben, um ihn<br />

auf seinen Mikrokosmos anwenden<br />

zu können.» n<br />

Thomas Zamboni et Thomas Roost<br />

(médaillon) pensent que il est<br />

indispensable d’aborder la formation<br />

de la relève helvétique en<br />

commençant par élever le niveau<br />

de celle de leurs entraîneurs, si<br />

on veut que nos bons juniors<br />

retrouvent le chemin de la NHL.<br />

PAR THIERRY LUTERBACHER<br />

Arrêt sur image. Le 23<br />

juin 2017 à Chicago, le Valaisan<br />

Nico Hischier devient à<br />

19 ans, le premier joueur<br />

suisse choisi en première<br />

position universelle d’un repêchage<br />

(draft) par les Devils<br />

du New Jersey. L’apogée de<br />

la relève du hockey suisse. En<br />

panne de qualité, elle peine<br />

aujourd’hui à séduire les<br />

patinoires de la National Hockey<br />

League nord-américaine<br />

(NHL) où évoluent actuellement<br />

dix joueurs suisses.<br />

Depuis 2017, maigre récolte:<br />

seuls deux Suisses ont<br />

été appelés lors des trois premiers<br />

tours. En comparaison,<br />

quatre Autrichiens et douze<br />

Slovaques ont connu ce<br />

choix. La draft 2023 a repêché<br />

deux Helvètes, mais au<br />

cinquième et septième tour.<br />

PHOTO: ZVG<br />

Indicateur factuel.<br />

Chef-scout (chercheur et<br />

recruteur de talents) du HC<br />

Bienne depuis 2010, Thomas<br />

Roost confirme. «Les faits<br />

mis en évidence sont effectivement<br />

un indicateur factuel<br />

par rapport aux nations<br />

citées. Tout en précisant que<br />

les Slovaques ont deux fois<br />

moins de juniors licenciés<br />

que la Suisse et l’Autriche.»<br />

Thomas Roost travaille<br />

depuis 1997 pour le Central<br />

Scouting Europe de la NHL au<br />

titre de responsable du recru-<br />

tement pour la Suisse et l’Allemagne.<br />

«Chez nous, si l’on<br />

compare avec les Suédois et<br />

les Finlandais, il faut se référer<br />

au nombre beaucoup plus<br />

faible de juniors licenciés,<br />

par exemple environ la moitié<br />

par rapport à la Finlande.<br />

Mais, ils n’ont pas seulement<br />

deux fois plus de choix de<br />

draft, ils en ont dix fois plus.»<br />

Léger mieux en <strong>2024</strong>.<br />

Ce qui ne nous fera pourtant<br />

pas oublier que le<br />

HC Bienne est parvenu à<br />

envoyer deux de ses produits<br />

maison en NHL: l’attaquant<br />

Gaëtan Haas (Edmond Oilers:<br />

deux saisons, de 2019 à 2021)<br />

et le défenseur Janis Moser<br />

(Arizona Coyotes: toujours en<br />

poste depuis 2021). Le Central<br />

Scouting de la NHL a<br />

publié une première liste de<br />

joueurs susceptibles d’apparaître<br />

dans le repêchage <strong>2024</strong>.<br />

Les jeunes joueurs suisses<br />

y font cette fois meilleure<br />

figure. Parmi eux, Phileas<br />

Lachat, 17 ans, gardien des<br />

M20-Elite du HC Bienne.<br />

Le point de vue de<br />

Thomas Zamboni, coach-assistant<br />

au HC Bienne dans<br />

son futur rôle de Director<br />

Education de la Fédération<br />

va de toute évidence évoluer.<br />

«Il est certain que nous<br />

devons faire un bien meilleur<br />

job. On prend toujours pour<br />

exemple Roman Josi et Nico<br />

Hischier, mais c’est incomparable,<br />

ils sont au-dessus du<br />

lot. Il ne faut pas oublier que<br />

les joueurs suisses jouissent<br />

d’une très bonne position<br />

dans leur pays, ils gagnent<br />

bien leur vie, ce qui n’est pas<br />

toujours le cas des joueurs<br />

slovaques, pour reprendre<br />

l’exemple cité, qui doivent<br />

trimer dur pour s’en sortir. Ce<br />

n’est donc pas surprenant que<br />

les nations de l’Est trouvent<br />

plus d’accès en NHL.»<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

Stagnation. Thomas<br />

Roost reconnaît que la relève<br />

suisse connaît des problèmes<br />

de qualité. «Je ne veux pas<br />

tout dénigrer, notre hockey<br />

junior est bien meilleur qu’il<br />

y a trente ou quarante ans<br />

en comparaison internationale,<br />

mais ces dix dernières<br />

années, la qualité de notre<br />

formation a stagné avec une<br />

légère tendance à la baisse;<br />

il me semble qu’une bonne<br />

dose de carence a fait son<br />

apparition. Il n’y a jamais de<br />

relégation chez les juniors,<br />

donc tout va bien… non, tout<br />

ne va pas bien… Nous avions<br />

l’ambition de réduire l’écart<br />

entre la Suisse et les nations<br />

de classe mondiale et nous<br />

n’y sommes pas parvenus ces<br />

dix dernières années.»<br />

Brûler les étapes. Thomas<br />

Zamboni relève que des<br />

analyses internes de Swiss Ice<br />

Hockey montrent qu’à partir<br />

de 25 ans, le physique des<br />

joueurs suisses est à un niveau<br />

que l’on peut comparer<br />

aux suédois, finlandais, canadiens<br />

et américains. «Dans<br />

ce domaine, nous avons rattrapé<br />

le retard, mais ce n’est<br />

pas le cas chez les 16-19 ans.»<br />

Il constate qu’ici il faut un<br />

peu plus de temps pour développer<br />

la relève afin qu’elle<br />

atteigne le haut niveau.<br />

«Il faut savoir être patient<br />

et ne pas brûler les étapes»,<br />

poursuit Thomas Zamboni.<br />

«Bien que le développement<br />

de la personnalité, le<br />

développement structurel, le<br />

développement mental du<br />

joueur et de son environnement<br />

ne doivent pas se faire<br />

trop rapidement, il est vrai<br />

qu’on lui demande d’être bon<br />

relativement tôt. J’ai parfois<br />

l’impression que la sélection<br />

se fait trop rapidement, ce<br />

qui équivaut à dire à un jeune<br />

de 15 ans, tu es bon ou tu es<br />

mauvais, ce qui implique de<br />

ne plus faire travailler de la<br />

même manière celui considéré<br />

comme bon et celui<br />

considéré comme mauvais.<br />

Alors qu’à ce stade, on ne<br />

peut pas savoir quel sera son<br />

niveau dans dix ans.»<br />

Insatisfait. Thomas<br />

Roost avoue être actuellement<br />

«assez insatisfait» et pense que<br />

la fédération devrait essayer<br />

de faire venir en Suisse deux<br />

ou trois formateurs de classe<br />

mondiale avec pour mission<br />

d’améliorer le savoir-faire<br />

des nombreux entraîneurs<br />

juniors bénévoles. «J’ai énormément<br />

de respect pour leur<br />

travail dans les petits clubs de<br />

province, ils mériteraient de<br />

jouir d’un plus haut niveau<br />

de formation, l’effet de levier<br />

sur le niveau de la qualité<br />

des juniors serait probablement<br />

assez important. C’est à<br />

mon avis l’un des points de<br />

départ pour pouvoir passer à<br />

l’étape suivante.»<br />

La formation de la relève,<br />

d’après Thomas Zamboni,<br />

passe par la préparation au<br />

travail qui viendra après,<br />

c’est-à-dire préparer le corps<br />

à l’aide de techniques d’entraînement<br />

qui compensent<br />

ce qui attend le joueur sur la<br />

glace. Il prend lui aussi pour<br />

cible la formation en donnant<br />

raison à l’analyse de<br />

Thomas Roost.<br />

Large horizon. «Nous<br />

avons de hautes exigences<br />

concernant la relève, mais<br />

pour devenir entraîneur des<br />

M15, on demande trente jours<br />

de cours… moi j’ai suivi pendant<br />

cinq ans des études de<br />

sport et j’ai encore l’impression<br />

qu’il me reste beaucoup<br />

à apprendre. Un entraîneur<br />

doit avoir un horizon très<br />

large pour pouvoir l’appliquer<br />

à son microcosme.» n


BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong> AKTUELL ACTUEL<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

3<br />

MEDIEN<br />

Stöckli verweigerte Unterschrift<br />

Biel Bienne hatte Einblick in ein Dokument, das zum Teil<br />

erklärt, warum das BAKOM das Dossier von Canal B<br />

jenem von TeleBielingue vorzog.<br />

VON MOHAMED HAMDAOUI<br />

Das Schreiben, das Biel Bienne<br />

vorliegt, datiert vom 7. November<br />

2022 und umfasst eine Seite.<br />

Es ist an den Direktor des Bundesamts<br />

für Kommunikation<br />

(Bakom) gerichtet. Sein Inhalt<br />

lässt vielleicht besser verstehen,<br />

warum das Amt die Konzession<br />

von TeleBielingue nicht erneuerte<br />

und Neuenburger Projekt<br />

Canal B den Vorrang gab.<br />

Status quo. Dieser Brief<br />

wurde von allen damaligen<br />

Bundesvertretern des Jurabogens<br />

unterzeichnet. Mit einer<br />

Ausnahme: dem ehemaligen<br />

Ständerat und früheren Bieler<br />

Stadtpräsidenten Hans Stöckli.<br />

Sie forderten das Bakom unter<br />

anderem auf, «zur Situation vor<br />

der Revision zurückzukehren».<br />

Mit anderen Worten: die Konzessionen<br />

für TeleBielingue und<br />

Canal Alpha zu verlängern.<br />

Zur Erinnerung: Am 17. September<br />

2022 hatte das Bakom<br />

die neue Karte der Versorgungsgebiete<br />

für Lokalradios und<br />

-fernsehen im Land festgelegt.<br />

Dies bedeutete, dass der Berner<br />

Jura an Biel angeschlossen<br />

werden sollte, was die Konzession<br />

von Canal Alpha in Frage<br />

stellte, das seit 12 Jahren im<br />

Berner Jura präsent ist.<br />

Jurabogen. Die Lokalradios<br />

hatten einen Kompromiss<br />

gefunden: Der französischspra-<br />

chige Ableger von Canal 3 in<br />

Biel und Radio Jura Bernois in<br />

Tavannes fusionierten vergangenen<br />

Sommer. Für die beiden<br />

lokalen Fernsehsender, die dieses<br />

Gebiet versorgen, war die<br />

Situation hingegen schwieriger.<br />

In dem Brief betonten alle diese<br />

nationalen Politiker, darunter<br />

die heutige Bundesrätin Elisabeth<br />

Baume-Schneider und der<br />

einflussreiche FDP-Fraktionschef<br />

Damien Cottier, dass sich<br />

die drei betroffenen Kantone<br />

(Neuenburg, Jura und Bern)<br />

gegen diese neuen Versorgungsgebiete<br />

ausgesprochen hatten.<br />

Dasselbe gilt für den Schweizerischen<br />

Gemeindeverband. Sie<br />

waren der Ansicht, dass es sowohl<br />

für TeleBielingue als auch<br />

für Canal Alpha Platz gebe.<br />

Argumente. Ihr Vorgehen<br />

blieb jedoch ohne Erfolg,<br />

da das Bakom an seinem Entscheid<br />

festhielt. Die Neuenburger<br />

reichten daraufhin<br />

ein neues Projekt ein: Canal<br />

B. Dieses entsprach den Anforderungen<br />

des Bundes. In<br />

der Folge unterstützten alle<br />

Unterzeichner dieses Briefes<br />

jedoch das Projekt auf Kosten<br />

von TeleBielingue. Auch wenn<br />

der Entscheid in der Kompetenz<br />

des Bakom liegt, das dem<br />

Berner SVP-Mann Albert Rösti<br />

untersteht, hatte ihr Lobbying<br />

zweifellos einen Einfluss.<br />

Zentral waren zwei Argumente:<br />

Die Verbindung zwi-<br />

schen den Fernsehzuschauern<br />

des Berner Juras und denen<br />

des restlichen Jurabogens<br />

müsse unbedingt aufrechterhalten<br />

werden. Weiter sei die<br />

Definition von Zweisprachigkeit<br />

in Biel nicht dieselbe wie<br />

in der übrigen Schweiz. Während<br />

sie in der Seeländer Metropole<br />

für die Vermischung<br />

der beiden Sprachgemeinschaften<br />

steht, begnügt sie<br />

sich im Rest des Landes damit,<br />

ein gesundes Zusammenleben<br />

zu fördern. Die SRG muss Sendungen<br />

in allen vier Landessprachen<br />

anbieten, tut dies<br />

aber auf verschiedenen Kanälen,<br />

die in ihrem gesamten<br />

Versorgungsgebiet zugänglich<br />

sind. Genau wie Canal B.<br />

Verärgert. «Als Hans<br />

Stöckli sich weigerte, den<br />

Brief zu unterschreiben,<br />

hatte er seine ehemaligen<br />

Kollegen verärgert. Diese<br />

hatten daher keine grosse<br />

Lust, TeleBielingue zu unterstützen»,<br />

erklärt einer der<br />

Unterzeichner, der anonym<br />

bleiben möchte. «Er hatte<br />

den Eindruck erweckt, dass<br />

es ihm an Solidarität mit<br />

dem Rest des Jurabogens<br />

fehlte. Dies sollte eine Lehre<br />

sein. In Zukunft muss die<br />

Zusammenarbeit zwischen<br />

Biel und uns auf gegenseitigem<br />

Vertrauen beruhen»,<br />

fährt er fort. «Nicht nur in<br />

Bezug auf die Medien …» n<br />

Alt-Ständerat Hans<br />

Stöckli bestätigt, dass<br />

er von seinen Kollegen<br />

kontaktiert wurde, um<br />

diesen Brief zu unterzeichnen.<br />

«Aber nach<br />

reiflicher Überlegung<br />

hatte ich darauf verzichtet,<br />

weil ich der<br />

Meinung war, dass dies<br />

weder im Interesse von<br />

TeleBielingue noch im<br />

Interesse meiner<br />

Region sei. Und ich<br />

bereue meine Entscheidung<br />

nicht, denn in<br />

meinem Leben habe<br />

ich immer für meine<br />

Region gekämpft.»<br />

Hans Stöckli confirme<br />

avoir été contacté par<br />

ses pairs pour signer<br />

cette lettre. «Mais<br />

après réflexion, j’y<br />

avais renoncé parce<br />

que j’estimais que ce<br />

n’était de l’intérêt ni<br />

de TeleBielingue ni de<br />

ma région. Et je ne<br />

regrette pas ma décision<br />

car dans ma vie je<br />

me suis toujours battu<br />

pour ma région.»<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

TELEBIELINGUE<br />

Lettre morte<br />

Biel Bienne a eu accès en exclusivité à un<br />

document expliquant en partie pourquoi<br />

l’OFCOM a préféré le dossier de Canal B<br />

à celui de TeleBielingue.<br />

PAR MOHAMED HAMDAOUI<br />

Datée du 7 novembre 2022,<br />

la lettre que Biel Bienne a pu<br />

se procurer tient en une page.<br />

Elle est adressée au directeur<br />

de l’Office fédéral de la communication<br />

(OFCOM). Son<br />

contenu permet peut-être de<br />

mieux comprendre pourquoi<br />

il n’a pas renouvelé la concession<br />

de TeleBielingue, préférant<br />

le projet neuchâtelois de<br />

Canal B.<br />

Statu quo. Cette lettre a<br />

été signée par tous les élus<br />

fédéraux de l’Arc jurassien<br />

de l’époque. Sauf un: l’exconseiller<br />

aux États et ancien<br />

maire de Bienne Hans<br />

Stöckli. (cf. encadré). Ils<br />

demandaient notamment à<br />

l’OFCOM de «revenir à la situation<br />

qui prévalait avant la<br />

révision». En d’autres termes,<br />

de prolonger les concessions<br />

de TeleBielingue et de Canal<br />

Alpha. Rappelons que le<br />

17 septembre 2022, l’OFCOM<br />

avait défini la nouvelle carte<br />

des zones de desserte des radios<br />

et des télévisions locales<br />

du pays. Cela signifiait que<br />

le Jura bernois devait être<br />

rattaché à Bienne, ce qui<br />

remettait en cause la concession<br />

de Canal Alpha, présente<br />

dans le Jura bernois<br />

depuis 12 ans.<br />

Arc jurassien. Les radios<br />

locales avaient trouvé<br />

un compromis, puisque<br />

l’antenne francophone de<br />

Canal 3, basée à Bienne, et<br />

rjb, dont le siège est à Tavannes,<br />

ont fusionné l’été<br />

dernier. En revanche, la<br />

situation était plus délicate<br />

pour les deux télévisions<br />

locales desservant cette<br />

zone. Dans cette lettre, tous<br />

ces élus nationaux, dont la<br />

future conseillère fédérale<br />

Elisabeth Baume-Schneider<br />

et l’influent chef du groupe<br />

PLR aux Chambres fédérales<br />

Damien Cottier, rappelaient<br />

que les trois cantons<br />

concernés (Neuchâtel, Jura<br />

et Berne) s’étaient opposés à<br />

ces nouvelles zones de desserte.<br />

Idem pour l’Association<br />

des communes suisses.<br />

Ils estimaient donc qu’il y<br />

avait de la place aussi bien<br />

pour TeleBielingue que pour<br />

Canal Alpha.<br />

Arguments. Mais leur<br />

démarche est restée lettre<br />

morte, puisque l’OFCOM a<br />

maintenu sa décision. Les<br />

Neuchâtelois de Canal Alpha<br />

ont donc déposé un nouveau<br />

projet, Canal B, répondant<br />

aux exigences de la Confédération.<br />

Dans la foulée, tous<br />

les signataires de cette lettre<br />

lui ont apporté leur soutien<br />

aux dépens de TeleBielingue.<br />

Or même si la décision finale<br />

relevait de la compétence du<br />

département fédéral de la<br />

Communication dirigé par<br />

l’UDC bernois Albert Rösti,<br />

nul doute que leur lobbying<br />

a eu une influence.<br />

Il reposait sur deux arguments.<br />

Pour eux, il fallait<br />

absolument maintenir les<br />

liens unissant les téléspectateurs<br />

du Jura bernois à<br />

ceux du reste de l’Arc jurassien.<br />

Ils rappelaient aussi<br />

que la définition du bilinguisme<br />

n’est pas la même<br />

à Bienne que dans le reste<br />

de la Suisse. Si dans la métropole<br />

seelandaise, il est<br />

synonyme de mélange des<br />

deux communautés linguistiques,<br />

dans le reste du<br />

pays, il se contente de promouvoir<br />

une saine cohabitation<br />

entre elles. Pour<br />

preuve, la SSR, qui bénéficie<br />

aussi d’une concession, doit<br />

proposer des émissions dans<br />

les quatre langues nationales,<br />

mais elle le fait sur des<br />

canaux différents accessibles<br />

dans l’ensemble de sa zone<br />

de desserte. Exactement<br />

comme le propose Canal B!<br />

«En refusant de signer<br />

cette lettre, Hans Stöckli<br />

avait braqué ses anciens<br />

collègues qui n’avaient<br />

donc pas très envie de<br />

soutenir TeleBielingue»,<br />

explique à Biel Bienne un<br />

des signataires qui préfère<br />

garder l’anonymat. «Il<br />

avait donné l’impression de<br />

manquer de solidarité avec<br />

le reste de l’Arc jurassien.<br />

Cela doit servir de leçon.<br />

À l’avenir, la collaboration<br />

entre Bienne et nous doit<br />

reposer sur une confiance<br />

réciproque», poursuit-il.<br />

Pas seulement en ce qui<br />

concerne les médias… n<br />

CHIRAT<br />

ESSIGGEMÜSE<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Gurken, 430 g<br />

–20%<br />

7.90<br />

statt 9.90<br />

KNORR<br />

BOUILLON<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Fleischsuppe<br />

Stangen-Duo,<br />

2 x 5 x 22 g<br />

–25%<br />

3.70<br />

statt 4.95<br />

–20%<br />

–20% –20%<br />

4.55 –20%<br />

6.35<br />

statt 5.70<br />

–21%<br />

10.95<br />

statt 13.90<br />

Folgende Wochenhits sind in kleineren Volg-Läden evtl. nicht erhältlich:<br />

Aus Liebe zum Dorf und zum Portemonnaie.<br />

Montag, 22.1. bis Samstag, 27.1.24<br />

HERO DELICIA<br />

KONFITÜREN<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Himbeeren, 320 g<br />

RIOJA DOCA<br />

RESERVA<br />

Ursa Maior,<br />

Spanien, 75 cl,<br />

2018<br />

(Jahrgangsänderung<br />

vorbehalten)<br />

–21%<br />

10.90<br />

–26%<br />

8.40<br />

statt 10.50 9.95<br />

LINDT<br />

SCHOKOLADE<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Kirschstengeli, 125 g<br />

9.50<br />

statt 11.90<br />

KELLOGG’S<br />

CEREALIEN<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Tresor Choco Nut, 2 x 410 g<br />

statt 13.90<br />

VOLG MASCHINEN-<br />

GESCHIRRSPÜLMITTEL<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Tabs All in 1, 50 WG<br />

statt 13.60<br />

WERNLI<br />

BISCUITS<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Petit Amour, 2 x 150 g<br />

statt 7.95<br />

JACOBS<br />

KAFFEEKAPSELN<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Lungo classico, 20 Kapseln<br />

–31%<br />

10.95<br />

statt 15.90<br />

ARIEL<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Pulver Box, 1,625 kg, 25 WG<br />

SUTTERO<br />

POULETBRÜSTLI<br />

per 100 g<br />

–20%<br />

2.35<br />

statt 2.95<br />

BIO FAIRTRADE BANANEN<br />

Herkunft siehe Etikette, per kg<br />

–28%<br />

2.95<br />

statt 4.10<br />

FOL EPI<br />

in Scheiben, 150 g<br />

–21%<br />

–30%<br />

2.55<br />

–28%<br />

2.50<br />

–20%<br />

4.70 5.35<br />

statt 5.95<br />

AGRI NATURA<br />

HINTERSCHINKEN<br />

geschnitten, 180 g<br />

statt 3.65<br />

statt 6.70<br />

statt 3.50<br />

CLEMENTINEN<br />

Spanien, per kg<br />

–26%<br />

–.95<br />

statt 1.30<br />

HIRZ<br />

JOGURT<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Stracciatella, 180 g<br />

DR. OETKER<br />

PIZZA RISTORANTE<br />

div. Sorten, z.B. Prosciutto, 340 g<br />

Druck- und Satzfehler vorbehalten.<br />

OREO<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Original, 3 x 154 g<br />

RAMSEIER<br />

FRUCHTSAFT<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Orangensaft, 4 x 1 l<br />

7.90<br />

statt<br />

9.90<br />

8.80<br />

statt<br />

11.40<br />

WERNLI BISCUITS<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Caranoir, 2 x 110 g<br />

VOLG<br />

ICE TEA LEMON<br />

6 x 1,5 l<br />

6.95<br />

statt<br />

8.40<br />

7.20<br />

statt<br />

9.30<br />

LU TUC<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Original, 3 x 100 g<br />

GLADE SPRAY<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Lemon, 300 ml<br />

4.95<br />

statt<br />

5.90<br />

3.95<br />

statt<br />

4.80<br />

CHIRAT ESSIGGEMÜSE<br />

div. Sorten, z.B.<br />

Silberzwiebeln, 265 g<br />

KLEENEX<br />

ORIGINAL DUO<br />

2 x 72 Blatt<br />

3.30<br />

statt<br />

4.40<br />

3.50<br />

statt<br />

4.50<br />

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4<br />

BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong> CHRONIK CHRONIQUE<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

Mittwoch, 17. Januar<br />

n Verlassen: Der lettische<br />

Internationale Rihards Bukarts<br />

verlässt den EHC Biel<br />

auf eigenen Wunsch per<br />

sofort und wechselt zum<br />

tschechischen Club HC Vitkovice.<br />

Bukarts wurde im<br />

Oktober aufgrund der knappen<br />

Personalsituation temporär<br />

verpflichtet.<br />

n Eingeklemmt: Eine Autolenkerin<br />

kommt auf der Ausfahrt<br />

Sonceboz-Süd der A16<br />

von der Strasse ab und überschlägt<br />

sich. Die Frau wird im<br />

Wrack eingeklemmt, die Bieler<br />

Berufsfeuerwehr kommt<br />

zu Hilfe. Die Verletzte wird<br />

mit der Ambulanz ins Spitalzentrum<br />

Biel gefahren. Der<br />

Wagen ist Schrott.<br />

n Gewonnen: Der FC Biel<br />

gewinnt ein Testspiel gegen<br />

Challenge-League-Vertreter<br />

Xamax 4:2.<br />

Donnerstag, 18. Januar<br />

n Angezeigt: Die Stadt Biel<br />

zeigt drei Mitarbeiter der<br />

Einwohnerdienste wegen<br />

Bestechlichkeit und Veruntreuung<br />

an. Sie sollen unter<br />

anderem schnellere Ausweiserneuerungen<br />

gegen Sex oder<br />

Geld versprochen haben. Direktorin<br />

Soziales und Sicherheit,<br />

Natasha Pittet, ordnet<br />

eine umfassende Reorganisation<br />

in der Dienststelle Einwohner-<br />

und Spezialdienste<br />

inklusive amtlicher Untersuchung<br />

an. Zur externen Unterstützung<br />

und Begleitung<br />

genehmigte der Gemeinderat<br />

zwei Kredite von insgesamt<br />

202 000 Franken.<br />

n Überdacht: Der Bieler<br />

Raphael Benz und die Bieler<br />

Stadträtin Salome Strobel<br />

lancieren die Petition<br />

«TeleBielingue, unsere regionale<br />

Identität». Bundesrat<br />

Albert Rösti wird aufgefordert,<br />

den Entscheid des Bundesamtes<br />

für Kommunikation<br />

(BAKOM) zu überdenken, er<br />

ist auch Medien-Minister. Das<br />

BAKOM hat vorige Woche<br />

38 Konzessionen für Lokalradios<br />

und Regionalfernsehen<br />

für die Jahre 2025 bis<br />

2034 erteilt. TeleBielingue<br />

ging dabei leer aus, die Konzession<br />

für die Region Biel-<br />

Seeland-Berner Jura bekam<br />

Canal B aus Neuenburg.<br />

Freitag, 19. Januar<br />

n Geschlossen: Der Betrieb<br />

des Alterszentrums Ried<br />

in Biel wird per Ende 2025<br />

eingestellt. Die Gebäude<br />

am Paul-Robert-Weg 12 entsprechen<br />

nicht mehr den<br />

Ansprüchen an eine moderne<br />

Pflegeeinrichtung.<br />

Den Bewohnern wird eine<br />

Ersatzlösung angeboten.<br />

Das Personal wird innerhalb<br />

der Stadt weiterbeschäftigt.<br />

n Abgestürzt: An der Bieler<br />

Murtenstrasse stürzt eine<br />

Katze vom Balkon im dritten<br />

Stock auf den unteren Balkon<br />

und verheddert sich in einem<br />

Gitter. Die Berufsfeuerwehr<br />

rettet das unverletzte Tier mit<br />

der Drehleiter.<br />

n Gesiegt I: Der EHC Biel<br />

besiegt den HC Ambri Piotta<br />

auswärts mit 3:2.<br />

Samstag, 20. Januar<br />

n Gesiegt II: Der EHC Biel<br />

siegt zu Hause gegen HC<br />

Ambri Piotta 3:2.<br />

Montag, 22. Januar<br />

n Demissioniert: Der Nidauer<br />

Gemeinderat nimmt<br />

zur Kenntnis, dass Daniel<br />

Weibel (parteilos, aber gewählt<br />

auf der Liste der SP)<br />

als Stadtrat demissioniert.<br />

Als Ersatz rückt für die SP<br />

Catherine Ruef nach.<br />

n Angezeigt: Ab sofort können<br />

im Kanton Bern Delikte<br />

der Cyberkriminalität angezeigt<br />

werden. Dies ist über<br />

die Online-Plattform Suisse<br />

ePolice möglich, ohne dass<br />

Betroffene auf einen Polizeiposten<br />

müssen.<br />

A propos …<br />

Nidau ist seit Wochen im<br />

Gerede. «Herzlos» dabe die<br />

Stadt einen Randständigen<br />

auf die Strasse gestellt,<br />

der seit Jahren in einer<br />

Baracke beim Barkenhafen<br />

hauste. Das marode<br />

Gebäude soll abgerissen<br />

werden. Im Dezember<br />

holte ihn die Polizei ab,<br />

er fand vorübergehend<br />

bei Privaten Unterschlupf.<br />

Der Betroffene wurde als<br />

Opfer willkürlicher Behörden<br />

dargestellt, dabei<br />

war es deren Umsicht, die<br />

den Mann eventuell vor<br />

Schlimmerem bewahrte.<br />

Die Heizung der Baracke<br />

ist defekt, eine Reparatur<br />

Endloses «Gschtürm»<br />

sinnlos, der Randständige<br />

hätte bei tiefen Temperaturen<br />

erfrieren können.<br />

Der Besuch der Polizei<br />

erfolgte auch nicht überraschend,<br />

die Stadt Nidau<br />

hatte diverse Alternativen<br />

unterbreitet, wo der Mann<br />

hätte hausen können. Alle<br />

lehnte er ab. Das «Gschtürm»<br />

um die Bruchbude ist noch<br />

nicht vorbei. Zwei weitere<br />

Mieter wollen partout<br />

nicht raus, sie fechten den<br />

Abriss beim Regierungsstatthalteramt<br />

an. Ganz<br />

«sauber» sind die beiden<br />

Brüder offenbar nicht. So<br />

wurden aus «Räumen für<br />

Freizeitaktivitäten» (gemäss<br />

Mietvertrag) plötzlich<br />

ein «Lager und eine<br />

Werkstatt». Bleibt zu hoffen,<br />

dass sich Statthalterin<br />

Romi Stebler von diesem<br />

Duo nicht an der Nase<br />

rumführen lässt.<br />

VON/PAR<br />

HANS-UELI<br />

AEBI<br />

Nidau fait parler d’elle<br />

depuis des semaines. La<br />

Municipalité aurait mis<br />

à la rue «sans pitié» un<br />

marginal qui vivait depuis<br />

belle lurette dans une<br />

baraque près du port de<br />

petite batellerie. Délabrée,<br />

elle devait être démolie. En<br />

décembre, la police a délogé<br />

l’homme qui a trouvé<br />

provisoirement refuge chez<br />

des particuliers. Présenté<br />

comme victime d’autorités<br />

arbitraires, il a peut-être<br />

été sauvé du pire par leur<br />

Casser la baraque<br />

prudence. Le chauffage de<br />

la baraque est fichu, irréparable,<br />

le marginal aurait<br />

pu y mourir de froid. La<br />

descente de police n’était<br />

pas non plus surprenante,<br />

la Municipalité avait proposé<br />

diverses solutions où<br />

l’homme aurait pu s’installer.<br />

Il les a toutes refusées.<br />

Mais la polémique autour<br />

du taudis n’est pas finie.<br />

Deux autres locataires ne<br />

veulent pas partir, contestant<br />

la démolition à la<br />

Préfecture. Mais ces deux<br />

frères ne seraient pas tout<br />

à fait «clairs». Ainsi, les<br />

«locaux de loisirs» (selon<br />

le bail) sont soudainement<br />

devenus un «entrepôt et<br />

un atelier». Reste à espérer<br />

que la préfète Romi Stebler<br />

ne se laissera pas mener<br />

par le bout du nez et que<br />

Nidau pourra enfin casser<br />

la baraque.<br />

Mardi 16 janvier<br />

n Approuvées. Une commission<br />

du Conseil National<br />

approuve deux initiatives<br />

cantonales visant à apporter<br />

davantage de soutien à la production<br />

suisse de betteraves sucrières<br />

qui est particulièrement<br />

abondante dans le Seeland.<br />

Mercredi 17 janvier<br />

n Soupçonnés. Des cas graves<br />

d’abus et de corruption passive<br />

sont soupçonnés au sein du<br />

Service biennois des habitants.<br />

La directrice de l’Action sociale<br />

et de la Sécurité Natasha Pittet<br />

ordonne donc l’ouverture<br />

immédiate d’une une enquête.<br />

n Tuée. Une personne est<br />

tuée dans la soirée à la Grand-<br />

Rue de Tramelan lors d’un<br />

accident de la circulation entre<br />

une voiture et un piéton. Une<br />

enquête est ouverte.<br />

n Opposé. Le Conseil municipal<br />

de Bienne annonce que<br />

dans le cadre de la procédure<br />

de consultation lancée par le<br />

Conseil fédéral, il s’oppose à<br />

la révision partielle de l’Ordonnance<br />

sur la radio et la<br />

télévision qui prévoit une réduction<br />

progressive du montant<br />

de la redevance. Il craint<br />

que les médias régionaux<br />

n’en fassent les frais.<br />

Jeudi 18 janvier<br />

n Lancée. Un comité regroupant<br />

des parlementaires et des<br />

personnalités de la région lance<br />

une pétition réclamant le<br />

maintien de la concession de<br />

TeleBielingue. Dans la foulée, le<br />

Conseil de Ville biennois approuve<br />

une motion urgente<br />

demandant au Municipal d’intervenir<br />

pour sauver la station.<br />

n Voté. Ce même Parlement<br />

vote le principe d’un salaire<br />

mensuel minimum destiné à<br />

l’ensemble des personnes salariées<br />

des entreprises biennoises,<br />

à l’instar de celui existant déjà<br />

dans la fonction publique.<br />

n Réalisé. À un mois de la reprise<br />

du championnat de Promotion<br />

League, le FC Bienne réalise<br />

un petit exploit en l’emportant<br />

à la Maladière 4 buts à 2 face à<br />

Xamax en match amical. Les<br />

Neuchâtelois évoluent pourtant<br />

un étage au-dessus des Seelandais.<br />

Vendredi 19 janvier<br />

n Fermé. Jugé trop vétuste, le<br />

home du Ried sera fermé à la<br />

fin de l’année prochaine. Les<br />

autorités biennoises estiment<br />

en effet que l’établissement<br />

médico-social est devenu trop<br />

vétuste. Les pensionnaires auront<br />

une solution de rechange<br />

et le personnel sera réengagé<br />

par la Ville.<br />

n Chipée. Dans le cadre du<br />

championnat de Super League,<br />

le HC Bienne s’impose à l’extérieur<br />

3 buts à 2 sur la patinoire<br />

d’Ambri-Piotta, ce qui lui permet<br />

de chiper la 9 e place au<br />

classement aux Léventins.<br />

Samedi 20 janvier<br />

n Empochés. Le HC Bienne<br />

récidive à la Tissot Arena en<br />

l’emportant face à ce même<br />

Ambri-Piotta sur le même<br />

score de 3 buts à 2. Il empoche<br />

6 points sur le week-end et peut<br />

commencer à rêver de participer<br />

au Top-6.<br />

n Battu. En match de préparation,<br />

le FC Bienne est battu<br />

5 buts à 3 par Thoune dans<br />

l’Oberland. Cette équipe est<br />

actuellement coleader de la<br />

Challenge League.<br />

= ADIEU<br />

Allemann Lodovica, 94, Biel/Bienne; Antunez Garcia Miguel, 62, Biel/Bienne; Beuret<br />

Alfred, 78, Ipsach; Beyeler Isabelle, 60, Aegerten; Blum Alfred, 83, Pieterlen; Brunner<br />

Jörg Ernst, 72, Biel/Bienne; Cuenat Dominique, 68, Saint-Imier; Dechant Hubert, 59, Biel/<br />

Bienne; Fahrni-Hostettler Brigitte, 62, Biel/Bienne; Favre Joachim, 99, Nidau; Feusier Pierre-<br />

Alain, 63, Sorvilier; Gehrig Max, 74, Erlach; Giovannelli-Blocher Judith, 92, Nidau; Hofer<br />

Peter, 86, Biel/Bienne; Hofer-Moser Germaine, 95, Court; Imhof-Brand Rosemarie, 78,<br />

Biel/Bienne; Kirchhofer Fritz, 84, Brügg; Kobel-Marti Kaethe, 85, Cortébert; Kocher Margrit<br />

Lydia, 93, Worben; Lanz Franziska, 62, Biel/Bienne; Lauener-Hertweck Marianne, 88, Nidau;<br />

Moser Fritz, 86, Nidau; Patzer Liliane, 93, Nidau; Rossel-Monod Yvonne, 93, Biel/Bienne;<br />

Schmachtel Matthieu, 37, Biel/Bienne; Staudenmann-Zesiger Fritz, 89, Biel/Bienne;<br />

Viette Bernard, 86, Aegerten; Wenger-Donzelot Raymonde, 88, Bévilard; Wiedmer Hans,<br />

75, Oberwil; Wyss Werner, 90, Péry.<br />

n Stirbt ein geliebter Mensch, sind trotz Trauer wichtige Aufgaben zu<br />

erledigen. Die lokalen Bestattungsunternehmen helfen Ihnen mit ihrer<br />

Erfahrung gerne weiter.<br />

BIEL BIENNE publiziert auf einer Textseite<br />

Todesanzeigen und Danksagungen<br />

zu günstigen Preisen.<br />

Verschiedene Formate können gebucht werden.<br />

Mit seiner Reichweite ist BIEL BIENNE am<br />

geeignetsten, eine traurige Botschaft einem<br />

grossen Leserkreis mitzuteilen.<br />

n Lorsqu’un être cher décède, en plus du deuil, il y a des tâches<br />

importantes à accomplir. Les entreprises de pompes funèbres locales<br />

vous apporteront volontiers leur aide grâce à leur expérience.<br />

BIEL BIENNE publie sur une page<br />

rédactionnelle des avis mortuaires et des<br />

remerciements à des prix avantageux.<br />

Différents formats peuvent être réservés.<br />

Grâce à sa large distribution, BIEL BIENNE est le<br />

mieux à même de transmettre une triste nouvelle<br />

à un grand nombre de lecteurs.<br />

Auskünfte/Renseignements:<br />

Gassmann Media AG/SA - Biel/Bienne<br />

Tel. 032 344 83 83, E-Mail: service@gassmann.ch<br />

Termine/Délais<br />

• Todesanzeigen/Danksagungen mit Gut zum Druck<br />

Avis mortuaires/remerciements avec bon à tirer<br />

Freitag/vendredi: 11.00 h<br />

• Todesanzeigen/Danksagungen ohne Gut zum Druck<br />

Avis mortuaires/remerciements sans bon à tirer<br />

Montag/lundi: 09.00 h


BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong> AKTUELL ACTUEL<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

5<br />

SPORT<br />

Lohnende Investitionen<br />

Es muss noch viel getan werden, um den<br />

Zugang zum Sport in der Schweiz zu demokratisieren.<br />

Mehr als die Kosten wird<br />

der Mangel an Infrastrukturen angeführt.<br />

VON MOHAMED HAMDAOUI<br />

«Der Bund fördert den<br />

Sport, insbesondere die Ausbildung.»<br />

Artikel 68, Absatz 1 der<br />

Bundesverfassung ist eindeutig.<br />

Aber haben sämtliche Bevölkerungskreise<br />

den gleichen Zugang<br />

zum Sport? Ist Geld nicht<br />

ein Hindernis für das Ausüben<br />

bestimmter Sportarten?<br />

«Madame Sport». Neu<br />

in den Nationalrat gewählt,<br />

wo sie von manchen bereits<br />

als «Madame Sport» bezeichnet<br />

wird, bejaht die Magglinger<br />

Sozialdemokratin Andrea Zryd<br />

diese Fragen. «Sportarten, die<br />

aufwändige Sportausrüstungen<br />

benötigen, wie Skifahren oder<br />

Eishockey bedingen, dass die<br />

Eltern viel investieren. Deshalb<br />

ist Fussball so erfolgreich, weil<br />

es bezüglich Ausrüstung günstig<br />

ist. Obwohl Fussballschuhe<br />

heute auch recht viel kosten.»<br />

Während es tatsächlich möglich<br />

ist, Fussballschuhe bereits<br />

für rund 50 Franken zu bekommen,<br />

muss man mit rund<br />

400 Franken rechnen für eine<br />

brauchbare Grundausrüstung<br />

für den Skisport. Teuer für einen<br />

Sport, den man nur drei bis vier<br />

Monate im Jahr ausüben kann.<br />

Zwar können Kinder ab fünf<br />

Jahren am «Jugend+Sport»-<br />

Programm teilnehmen, das<br />

den Sportvereinen den Betrieb<br />

«Madame Sport». Nouvelle<br />

élue au Conseil national<br />

où d’aucuns la surnomment<br />

déjà «Madame Sport», la socialiste<br />

de Macolin Andrea Zryd<br />

répond par l’affirmative à ces<br />

questions. «Les sports qui nécessitent<br />

des équipements sportifs<br />

complexes, comme le ski et<br />

le hockey sur glace, exigent que<br />

les parents soient prêts à investir<br />

beaucoup. C’est pourquoi le<br />

football a autant de succès, car<br />

il ne nécessite pas beaucoup<br />

d’équipement, même si les<br />

chaussures de football coûtent<br />

assez cher aujourd’hui.» S’il est<br />

possible, en effet, de déjà trouver<br />

des chaussures de football<br />

neuves pour environ 50 francs,<br />

il faut facilement débourser<br />

400 francs pour espérer acheter<br />

un équipement de ski de base<br />

digne de ce nom. Cher pour<br />

un sport que l’on ne peut pratiquer<br />

que durant à peine trois à<br />

quatre mois par an…<br />

Certes, dès l’âge de 5 ans,<br />

les enfants peuvent participer<br />

au programme J+S, qui apporte<br />

également des allègements et<br />

des subventions supplémenerleichtert<br />

und Zuschüsse für<br />

ihre Aktivitäten bringt. Aber:<br />

«Es ist nicht abzustreiten, dass<br />

gerade die traditionelle Sportart<br />

Skifahren in der Schweiz<br />

sehr teuer ist, vor allem wenn<br />

es um Leistungs- und Wettkampfsport<br />

geht. Der Odermatt-Traum<br />

wird für viele ein<br />

Traum bleiben», sagt Zryd.<br />

Förderung. Mit dem Förderprogramm<br />

«Jugend+Sport»<br />

unterstützen Bund und Kantone<br />

mit 100 Millionen Franken<br />

die sportlichen Aktivitäten<br />

von Kindern im Alter von fünf<br />

bis zehn Jahren in Vereinen.<br />

Und die Gemeinden geben<br />

jährlich rund 1,3 Milliarden<br />

für den Bau und Unterhalt<br />

von Sportanlagen aus. Weiter<br />

betreibt der Bund ein Kompetenzzentrum<br />

für den Sport in<br />

der Armee, insbesondere für<br />

den Spitzensport. Er unterstützt<br />

auch den Bau von national bedeutenden<br />

Sportanlagen sowie<br />

internationale Wettkämpfe verschiedenster<br />

Disziplinen in der<br />

Schweiz. Gesamthaft gesehen<br />

sei die staatliche Sportförderung<br />

auf gutem Niveau, räumt<br />

die aus dem Oberland stammende<br />

Sportlehrerin ein.<br />

Skandinavisches Modell.<br />

In der Schweiz ist es jedoch<br />

noch ein langer Weg, bis<br />

Sport so populär ist wie in den<br />

skandinavischen Ländern,<br />

die oft als Vorbilder genannt<br />

werden. In Schweden treiben<br />

91 Prozent der Bevölkerung<br />

mindestens einmal pro<br />

Woche Sport. Warum? In den<br />

nördlichen Ländern haben<br />

die Behörden erkannt, dass<br />

tägliche körperliche Aktivitäten<br />

und eine gesunde Ernährung<br />

zum Wohlbefinden der<br />

Bevölkerung beitragen. «Die<br />

gesetzlichen Grundlagen für<br />

den obligatorischen Sportunterricht<br />

an den Schulen sind<br />

in der Schweiz vorhanden<br />

und deren Umsetzung meist<br />

gut», sagt Zryd. Es fehle nach<br />

wie vor an Infrastrukturen<br />

wie Bäder und Turnhallen,<br />

um den gesetzlichen Grundlagen<br />

der Sportobligatorien<br />

auf allen Stufen gerecht zu<br />

werden. «Dort haben wir<br />

Handlungsbedarf.»<br />

Die Mutter von zwei kleinen<br />

Kindern ist auch der<br />

Meinung, dass Eltern mehr<br />

über die Vorteile von regelmässigem<br />

Sport für ihre<br />

Kinder aufgeklärt werden<br />

sollten. «Lebenseinstellungen<br />

und Lifestyle werden<br />

im Alter von vier bis fünf<br />

Jahren geprägt. Lebenslanges<br />

Sporttreiben beginnt<br />

in der Kindheit. Deshalb<br />

ist die Förderung in dieser<br />

Lebensphase wichtig.<br />

Kaum jemand beginnt<br />

mit 60 Jahren mit Sport.»<br />

Eine Investition, die sich für<br />

alle lohne. Schätzungen<br />

zufolge führt regelmässige<br />

Bewegung zu Einsparungen<br />

im Gesundheitswesen in<br />

Höhe von drei Milliarden<br />

Franken pro Jahr. n<br />

Andrea<br />

Zryd:<br />

«Einige<br />

Sportarten<br />

sind teuer,<br />

das kann<br />

man nicht<br />

abstreiten.»<br />

PAR<br />

MOHAMED<br />

HAMDAOUI<br />

Andrea<br />

Zryd: «On<br />

ne peut pas<br />

nier que la<br />

pratique<br />

de certains<br />

sports traditionnels<br />

comme le<br />

ski coûte<br />

très cher.»<br />

PHOTO: ZVG<br />

SPORT<br />

Un investissement coûteux<br />

Beaucoup reste à faire pour démocratiser la pratique<br />

d’activités sportives en Suisse. Plus que leur coût,<br />

le manque d’infrastructures est souvent pointé du doigt.<br />

«La Confédération encourage<br />

le sport, en particulier la<br />

formation au sport.» L’alinéa 1<br />

de l’article 68 de la Confédération<br />

est on ne peut plus clair.<br />

Mais la population a-t-elle le<br />

même accès au sport? L’argent<br />

n’est-il pas un frein à la pratique<br />

de certaines disciplines?<br />

taires aux clubs sportifs pour<br />

leurs activités. «Mais on ne<br />

peut pas nier que la pratique de<br />

sports traditionnels en Suisse<br />

comme le ski, coûte très cher,<br />

surtout lorsqu’il s’agit de sports<br />

de compétition», admet Andrea<br />

Zryd. «Le rêve d’Odermatt restera<br />

un rêve pour beaucoup!»<br />

Encouragement. Avec le<br />

programme d’encouragement<br />

J+S, Confédération et Cantons<br />

soutiennent à hauteur de<br />

100 millions de francs les activités<br />

sportives des enfants de<br />

5 à 10 ans dans les clubs. Les<br />

communes dépensent environ<br />

1,3 milliard par an pour la<br />

construction et l’entretien des<br />

installations. La Confédération<br />

gère aussi un Centre de compétences<br />

pour le sport dans l’armée,<br />

notamment pour le sport<br />

de haut niveau, et soutient<br />

par des contributions substantielles<br />

la construction d’installations<br />

sportives d’importance<br />

nationale ainsi que les compétitions<br />

internationales dans<br />

les disciplines les plus diverses<br />

en Suisse. «Dans l’ensemble, le<br />

financement public du sport est<br />

d’un bon niveau», reconnaît<br />

donc la professeure de sport.<br />

Modèle. Mais en Suisse,<br />

du chemin reste à faire pour<br />

que la pratique du sport soit<br />

aussi populaire que dans certains<br />

pays scandinaves, souvent<br />

cités en modèle. En Suède par<br />

exemple, 91% de la population<br />

pratiquent du sport au moins<br />

une fois par semaine! Pourquoi?<br />

Dans les pays du Nord,<br />

les autorités admettent depuis<br />

longtemps que la pratique quotidienne<br />

d’activités physiques<br />

contribue au bien-être de la population,<br />

comme une alimentation<br />

saine. «En Suisse, la base<br />

juridique de l’éducation physique<br />

obligatoire dans les écoles<br />

est en place et sa mise en œuvre<br />

est généralement bonne», complète<br />

Andrea Zryd. «Nous manquons<br />

encore d’infrastructures,<br />

de piscines et de gymnases pour<br />

répondre aux exigences légales<br />

relatives aux sports obligatoires<br />

à tous les niveaux. Nous<br />

avons un grand besoin d’action<br />

dans ce domaine.»<br />

Cette mère de deux jeunes<br />

enfants estime qu’il faut aussi<br />

davantage sensibiliser les parents<br />

quant aux bienfaits de<br />

la pratique régulière du sport<br />

par leurs enfants. «Les attitudes<br />

et le mode de vie se forment<br />

déjà à l’âge de 4-5 ans.<br />

L’approche du sport tout au<br />

long de la vie se façonne dès<br />

l’enfance. Presque personne ne<br />

commencera à faire du sport à<br />

60 ans!» Un investissement<br />

profitable à tous, puisque<br />

selon certaines estimations,<br />

la pratique régulière d’activités<br />

physiques engendre des<br />

économies de l’ordre de 3 milliards<br />

de francs par an dans le<br />

domaine de la santé! n<br />

ECHO<br />

Biel Bienne-Leser Göpf<br />

Berweger wundert sich<br />

über eine neue Kategorie<br />

von Verkehrsteilnehmern,<br />

die nur mit zwei Rückspiegeln<br />

ausgerüstet die<br />

Stadt unsicher machen.<br />

Diese bedeuten eine<br />

grosse<br />

Gefahr<br />

Immer häufiger begegne ich<br />

grossen und schnellen Rückwärtsfahrern<br />

(ja, vorwiegend<br />

Männern), bespielsweise am<br />

schmalen Nordweg oder in<br />

der Altstadt auf dem noch<br />

schmaleren Rathausgässli. Es<br />

sind Lenker von Kurierdiensten,<br />

die mit laufendem Motor<br />

kleine und grössere Päckli<br />

schnell ausladen, die Klingel<br />

des Empfängers drücken und<br />

dann die Ware in oder vor<br />

den Briefkasten legen. Diese<br />

grossen Kastenwagen sind eher<br />

schwierig zu wenden: Deshalb<br />

ist es manchmal einfacher,<br />

schon bei der Einfahrt in eine<br />

Strasse abzudrehen und rückwärts<br />

rasch bis zur gewünschten<br />

Adresse zu fahren.<br />

Und schnell soll es gehen,<br />

denn die gestressten Fahrer<br />

haben meist einen sehr dichten<br />

Streckenplan und sind<br />

zudem schlecht bezahlt, und<br />

so bringen sie mit zunehmender<br />

Ortskenntnis und<br />

Übung Geschwindigkeiten<br />

von bis zu stolzen 20 Stundenkilometern<br />

(in Einzelfällen<br />

auch 25) auf den Tacho,<br />

wohlverstanden rückwärts!<br />

Die schmalen Strassenseiten<br />

über die beiden Aussenspiegel<br />

sind sicher gut unter<br />

Kontrolle. Doch mit toten<br />

Winkeln nahe hinter dem<br />

Auto und fehlender Sicht auf<br />

Vorplätze, Hauseingänge,<br />

Seitengassen und Fussgängerquerungen<br />

sind diese<br />

Schnell-Auslieferungen sehr<br />

gefährlich. Ganz besonders<br />

denke ich an spielende Kinder,<br />

die plötzlich aus einem<br />

Seitenweg, einem Hauseingang<br />

oder hinter einem parkierten<br />

Auto nichtsahnend<br />

hervorspringen. Gibt es Lösungsansätze?<br />

Vielleicht sollten<br />

diese Jobs besser bezahlt<br />

werden, vielleicht sollten<br />

die Verteilertouren weniger<br />

befrachtet werden, und vielleicht<br />

sollten wir als Päckliempfänger<br />

auch mal in Kauf<br />

nehmen, dass es etwas später<br />

wird mit der Auslieferung.<br />

Göpf Berweger, Biel<br />

Der Bieler Alt-Stadtrat<br />

Mario Bernasconi fordert<br />

bei den nächsten Wahlen<br />

einen bürgerlichen<br />

Schulterschluss<br />

Die nächsten Wahlen finden<br />

in Biel gegen Ende dieses Jahres<br />

statt. In einer Demokratie<br />

ist es üblich, dass gelegentlich<br />

ein Machtwechsel stattfindet<br />

und die Opposition die<br />

Chance kriegt, die absolut<br />

unbefriedigende finanzielle<br />

Situation der Stadt Biel ins Lot<br />

zu bringen. Ich rufe hiermit<br />

auf zu einer breiten Allianz<br />

aller bürgerlichen Parteien<br />

von SVP bis Grünliberal. Nur<br />

gemeinsam können wir die<br />

Wahlen gewinnen. Die SP<br />

hatte vor einem Jahr versucht,<br />

alle anderen Parteien zu überzeugen,<br />

dass in absehbarer<br />

Zeit eine Steuererhöhung unumgänglich<br />

sei. Die Linke hat<br />

sogar ein Papier unterzeichnet,<br />

auf dem aber auch steht, dass<br />

im Verhältnis 1 zu 1 die Ausgaben<br />

gesenkt werden müssen.<br />

Und das ist eben nicht erfolgt.<br />

Die finanzielle Situation der<br />

Stadt fordert Biel, neue Wege<br />

zur Lösung der Probleme zu<br />

gehen. Erstens sollte sofort ein<br />

Stop für alle nicht unbedingt<br />

nötigen neuen Projekt-Kredite<br />

verfügt werden. Projekte<br />

wie derjenige für die Umgestaltung<br />

vom Unteren Quai<br />

sollten zurückgestellt werden.<br />

Zweitens sollte die bei Bund,<br />

Kanton Bern und bereits einigen<br />

Gemeinden bestehende<br />

Schuldenbremse auch in Biel<br />

eingeführt werden, nachdem<br />

alle lokalen Politiker, von links<br />

bis rechts, sich einig sind, dass<br />

die Schulden der Stadt Biel unerträglich<br />

hoch sind!<br />

Mario Bernasconi<br />

L’ancien conseiller de<br />

Ville biennois Mario<br />

Bernasconi s’insurge<br />

contre la politique de la<br />

mobilité pratiquée en<br />

ville de Bienne et demande<br />

un<br />

Retour à<br />

l’équilibre<br />

La Ville de Bienne emboîte le<br />

pas de nombreuses cités en<br />

limitant les espaces dédiés à<br />

nos véhicules au nom de la<br />

sécurité et de la durabilité. La<br />

suppression récente de places<br />

de parc à la Rue Alexander-<br />

Schöni (8 places) et plus<br />

drastiquement au Quai du Bas<br />

(plus de 70 places) interpelle<br />

quant à la vision de la mobilité<br />

urbaine future.<br />

Le Parti Radical Romand<br />

(PRR) prône une mobilité<br />

mixte, équilibrée, où chaque<br />

moyen de transport trouve<br />

sa place dans un environnement<br />

urbain harmonieux et<br />

inclusif. En ce sens, la «liquidation»<br />

drastique des places<br />

de parc sans une consultation<br />

exhaustive et transparente des<br />

citoyens s’avère problématique.<br />

Nous nous insurgeons<br />

non pas contre le progrès ou<br />

l’adaptation, mais contre la<br />

précipitation avec laquelle<br />

ces décisions sont prises, sans<br />

l’écho des voix multiples de<br />

notre société biennoise. Les<br />

besoins des commerçants,<br />

des résidents, et des visiteurs<br />

semblent être relégués au<br />

second plan dans cette frénésie<br />

de libération d’espace public.<br />

Le PRR revendique un frein<br />

à ces suppressions abruptes<br />

et appelle à une réflexion<br />

collective. Dialoguons, envisageons<br />

ensemble notre futur<br />

commun, en conciliant les<br />

impératifs écologiques, la<br />

vitalité économique et la<br />

diversité de nos modes de<br />

déplacement. Faisons de<br />

Bienne une ville où chacun -<br />

piéton, cycliste, et automobiliste<br />

- puisse se déplacer avec<br />

aisance et respect de l’autre.<br />

Ne sacrifions pas la vitalité de<br />

notre cité sur l’autel de précipitations<br />

et d’extrémismes.<br />

L’équilibre est la clé d’une<br />

cohabitation réussie.<br />

Mario Bernasconi,<br />

ancien conseiller de Ville<br />

Mein Aufsteller der Woche<br />

Ma satisfaction de la semaine<br />

Ernst Oberli, Hochradfahrer und<br />

passionierter Gärtner, wird mit vielen<br />

Mitstreitern diesen Donnerstag auf<br />

der Gemeinde Brügg eine Petition<br />

zum Erhalt der Familiengärten im<br />

Brüggmoos einreichen.<br />

Ernst Oberli, passionné de grand-bi<br />

et de jardinage, remettra jeudi avec de<br />

nombreux compagnons de route à la<br />

commune de Brügg une pétition pour<br />

le maintien des jardins familiaux dans<br />

le Marais-de-Brügg à la commune.<br />

«Wir sind für das neue Spital und gegen<br />

den riesigen Uferpark – oder: Gärten<br />

müssen bleiben, Spital darf kommen. Die<br />

Unterschriftensammlung läuft hervorragend.<br />

Fast alle Leute, welche wir ansprechen,<br />

unterstützen uns. Wir haben unser Ziel von<br />

3000 Unterschriften bereits weit übertroffen<br />

und noch bleiben einige Tage. Als Radfahrer<br />

habe ich einen langen Atem und ich kämpfe<br />

bis zum Ende. Im Oktober stimmt Brügg<br />

über das Projekt ab, wir hoffen auf ein Nein.<br />

Die Verantwortlichen sollen das Projekt<br />

überarbeiten und uns in die Gestaltung des<br />

Uferbereichs einbeziehen.»<br />

«Nous sommes pour le nouvel hôpital et<br />

contre l’immense parc riverain, ou:<br />

les jardins doivent rester, l’hôpital peut venir.<br />

La collecte de signatures se passe très bien.<br />

Presque toutes les personnes que nous avons<br />

contactées nous soutiennent. Nous avons<br />

déjà largement dépassé notre objectif de<br />

3000 signatures et il reste encore quelques<br />

jours. En tant que cycliste, j’ai du souffle et<br />

je me battrai jusqu’au bout. En octobre,<br />

Brügg votera sur le projet, nous espérons<br />

que le non l’emportera. Les responsables<br />

doivent revoir le projet et nous impliquer<br />

dans l’aménagement des rives.»


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BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong><br />

Mein Biel<br />

Roland Itten*, von 1998 bis<br />

2003 erster TeleBielingue-<br />

Programmleiter, über mögliche<br />

Gründe beim Entzug der<br />

Konzession und über seit<br />

Jahren wenig förderliche<br />

Veränderungen im<br />

Gassmann Verlag.<br />

In<br />

knapp einer<br />

Woche, am<br />

1. Februar, jährt<br />

sich bei mir ein<br />

ganz besonderer Tag: Vor<br />

26 Jahren nahm ich an der<br />

Neuenburgstrasse 140 in Biel<br />

meine Arbeit als Programmleiter<br />

des vom Büro Cortesi,<br />

Medienhaus Gassmann und<br />

Radio Canal 3 gegründeten<br />

Bieler Regionalfernsehens<br />

auf. Es war der Tag, als die<br />

amerikanische First Lady,<br />

Hilary Clinton, das Kloster<br />

St. Gallen besuchte.<br />

Mario Cortesi hatte mich<br />

paar Monate vorher bei Tele-<br />

Bärn angerufen, wo ich seit<br />

Sendestart (1995) als Moderator<br />

und Newsrealisator tätig<br />

war. Er lud mich nach Biel ins<br />

Hotel Elite zum Mittagessen<br />

ein, ins damalige Restaurant<br />

«Amphitryon», dem besten der<br />

Stadt. Dort sagte er mir, dass er<br />

mit Marc Gassmann und Christoph<br />

Gebel (damals Canal3)<br />

ein zweisprachiges Fernsehen<br />

lancieren werde, mit dem stimmigen<br />

Namen TeleBielingue.<br />

Und fragte mich, ob ich als<br />

Seeländer mit Regionalfernseherfahrung<br />

und früherer Mitarbeiter<br />

von Biel Bienne bereit<br />

wäre, als Programmleiter dieses<br />

neue Bieler Fernsehen operativ<br />

aufzubauen und dann zu<br />

leiten. Ohne nachzudenken<br />

sagte ich sofort zu. Denn für<br />

einen (TV-)Journalisten gab<br />

es damals keine schönere, anspruchsvollere<br />

Aufgabe.<br />

Wir starteten bei null. Es<br />

gab kein Studio, keine<br />

Technik, keine Videojournalisten,<br />

keine Moderatorinnen und<br />

kein Programm. All dies durfte ich<br />

planen und umsetzen. In konstruktiver<br />

Zusammenarbeit mit<br />

Werner Hadorn und dem (damaligen)<br />

VR-Delegierten Christoph<br />

Gebel. Und immer in Absprache<br />

mit dem Verwaltungsrat, der vor<br />

jedem Programm- und Kostenschritt<br />

informiert war. Herrlich.<br />

In den letzten Monaten vor Sendestart<br />

arbeiteten wir mit den aus<br />

den eigenen Verlagen rekrutierten<br />

Journalisten, VJs und einem<br />

«gecasteten» Moderatoren-Team,<br />

(darunter bereits Claudia Nuara,<br />

Dominique Antenen), gefühlt 7<br />

Tage die Woche durch. Am 15.<br />

März 1999 um 19 Uhr durfte ich<br />

den Knopf zum Sendestart drücken:<br />

TeleBielingue war erstmals<br />

und zweisprachig in allen Haushalten!<br />

In Biel, im Seeland und<br />

im Berner Jura. Vor fast genau<br />

25 Jahren.<br />

Und jetzt? Jetzt haben realitätsferne<br />

Bakom-Beamte<br />

an der Bieler Zukunftstrasse<br />

unserem Sender, dem einzigen<br />

zweisprachigen TV Europas(!)<br />

überraschend die Konzession<br />

und 3,6 Millionen Franken<br />

Gebührengelder entzogen.<br />

Während SRF mit einer Serafe-<br />

Milliarde weiterhin teils nicht<br />

informations-relevante, teure<br />

(Nonsense-)Sendungen produzieren<br />

darf, foutierten sich<br />

die Bieler Bakom-Verantwortlichen<br />

– zumeist Pendler aus<br />

Bern mit nur wenig Bezug zur<br />

Region – um ein gutes, in der<br />

Bevölkerung tief verankertes<br />

Regionalfernsehen. Ziehen der<br />

50-köpfigen Belegschaft nach<br />

25 Jahren den Stecker. Einem<br />

jungen Team, das mit Leidenschaft<br />

den TV-Journalismus<br />

lernt, dabei den Bi(e)-linguismus<br />

vorlebt und Brücken<br />

zwischen Sprachgruppen<br />

schlägt. Täglich, mit einem<br />

einstündigen zweisprachigen<br />

Programm. Stattdessen erteilt<br />

die «Ärmelschoner»-Equipe des<br />

Bakom dem bislang nur auf<br />

Papier bestehenden Neuenburger<br />

Projekt «Canal B» die<br />

Konzession für unsere Region.<br />

Richtig, Neuenburgern, für die<br />

Biel und das Seeland und der<br />

Murtensee (auch sprachlich)<br />

gefühlt weiter entfernt liegen<br />

als Yverdon und Lausanne. Der<br />

emotionale Frust beim Team,<br />

bei vielen Menschen in der<br />

Region ist verständlich.<br />

«Distanz zwischen Basis und<br />

ganz oben ist zu gross. »<br />

Wenn ich den Konzessions-Entzug<br />

nach<br />

meiner ersten Enttäuschung<br />

nüchtern und selbstkritisch<br />

betrachte, wurden von Seiten<br />

TeleBielingue und von der<br />

Besitzerin Groupe Gassmann<br />

halt auch Fehler gemacht.<br />

Die Neuenburger haben 125<br />

Punkte besser abgeschnitten<br />

als TeleBielingue. Es ist einfach<br />

so: Wer verliert, hat – wie bei<br />

Niederlagen im Sport – zu viele<br />

Fehler gemacht. Hat Schwächen<br />

offenbart. Natürlich darf<br />

man behaupten, das Bakom<br />

sei (visionären) Luftschlössern<br />

der Neuenburger erlegen, weil<br />

TeleBielingue sich im Dossier<br />

(auch) auf Leistungen der Gegenwart<br />

bezog. Zumal der Sender<br />

vom Bakom vor zwei Jahren<br />

ja noch als «Regionalfernsehen<br />

mit der besten Informationsdichte»<br />

bewertet wurde ... War<br />

man danach bei TeleBielingue<br />

im «Überbau» (den Chefetagen)<br />

etwas selbstgefällig? Hat<br />

man die Neuenburger unterschätzt?<br />

Nun, das Dossier war<br />

offenbar zu wenig gut.<br />

Was negativ ins Gewicht<br />

fiel, war das weitgehende<br />

Fehlen sogenannter<br />

«Forum»-Sendungen. Also<br />

TV-Formate, bei denen die<br />

Zuschauer Meinungen bilden<br />

können, wie etwa bei Talks<br />

oder Diskussionssendungen.<br />

Genau solche wurden bei Tele-<br />

Bielingue in den letzten Jahren<br />

von der damaligen publizistischen<br />

Leitung und dem CEO<br />

abgeschafft: Die beliebte Diskussionssendung<br />

«Facts um 5»,<br />

die sich (regional-)politischen<br />

und gesellschaftsrelevanten<br />

Themen annahm. Eingestellt<br />

wurde 2022 die Diskussionssendung<br />

«Nachgefragt», wo<br />

soziale und (inter-)kulturelle<br />

Themen besprochen wurden.<br />

TeleBielingue hat sich bei<br />

den Sendungen, die bei der<br />

Bewertung des Konzessions-<br />

Dossiers durchs Bakom eben<br />

auch wichtig sind, den eigenen<br />

Ast angesägt. Schade,<br />

dass sich der Verwaltungsrat<br />

nicht bereits viel früher ein-<br />

GASTKOLUMNE<br />

mischte, respektive nicht aktiver<br />

Einsicht in die Bewerbung<br />

nahm. Das war früher, zu meiner<br />

Zeit als Programmleiter<br />

ganz anders. Unser Fernsehen<br />

war programmlich und journalistisch<br />

so gut wie heute.<br />

Weil sich der VR um Mario<br />

Cortesi, Marc Gassmann und<br />

Christoph Gebel bei wichtigen<br />

publizistischen Dingen auch<br />

mal einmischten. Ich hatte als<br />

Programmleiter mit meinem<br />

Team und der Redaktionsleitung<br />

zwar alle Freiheiten. Doch<br />

wenn ich eine neue Sendung<br />

plante und finanziell durchrechnete,<br />

musste diese vom<br />

Verwaltungsrat abgesegnet werden.<br />

Die Wege waren kürzer.<br />

Auch dank VR-Mitgliedern mit<br />

journalistischer Kompetenz und<br />

programmlichem Interesse.<br />

Seit fünf, sechs Jahren hat<br />

sich aber im «Überbau»<br />

von TeleBielingue, im Verlag<br />

Gassmann, ein Grossunternehmertum<br />

eingenistet: Zu viele<br />

Kaderstellen wurden geschaffen,<br />

viele Journalisten wurden<br />

Leiter von irgendwas, anstatt<br />

mehr zu schreiben. Der CEO<br />

kann heute allein fast alles entscheiden,<br />

er selber ist inhaltlich<br />

(zu)wenig unter Kontrolle.<br />

Das passt nicht zum kleinen,<br />

effizienten TeleBielingue. Die<br />

Distanz der Basis nach ganz<br />

oben ist heute zu gross. Vielleicht<br />

hat man auch deshalb<br />

im Wettbewerb um die Konzession<br />

geschwächelt.<br />

Fredy Bayard und Stefan<br />

Niedermaier, Verleger<br />

und noch «junge» Besitzer des<br />

Hauses Gassmann haben mir<br />

im Interview auf TeleBielingue<br />

bestätigt, «dass sicher Fehler<br />

gemacht wurden». Sie werden<br />

mit einem Rekurs um die Konzession<br />

kämpfen. Und ganz im<br />

Stil von «Mund abwischen und<br />

aufstehen» mit neuer Energie<br />

vorwärtsmachen. Dafür haben<br />

sie auch die (national) überaus<br />

erfahrene Bieler (Radio-)Journalistin<br />

Nicoletta Cimmino<br />

(u. a. «Echo der Zeit») an Bord<br />

geholt. Mit diesem Trio, so darf<br />

man hoffen, wird sich innerhalb<br />

der Gassmann-Gruppe in<br />

Zukunft wieder ein direkterer,<br />

persönlicherer (Führungs-)Stil<br />

etablieren. Davon wird auch<br />

TeleBielingue profitieren! n<br />

* Unser Gastkolumnist Roland Itten, Journalist BR, ist seit Jahren<br />

erfolgreicher Talker im TeleBielingue und kennt die regionale<br />

politische und gesellschaftliche Szene. Er beleuchtet in loser<br />

Folge Geschehnisse kritisch. Seine Meinung muss sich nicht<br />

mit der Meinung der Redaktion decken.<br />

Hallo Freunde! Ich bin Balu, ein 7jähriger Chow-Chow.<br />

Hier im Tierheim Rosel sagen alle, ich habe einen tollen<br />

Charakter. Meine Gelenke sind nicht mehr gut, daher bin<br />

ich in meinem Bewegungsablauf etwas eingeschränkt<br />

und brauche ein Zuhause ohne Treppen.<br />

Meine tägliche Augen- und Ohrenpflege funktionieren sehr gut.<br />

Ich wünsche mir einen Garten, denn ich liebe nichts mehr als<br />

bei jedem Wetter draussen zu sein und in aller Ruhe mein<br />

Revier zu beobachten. Mit Hündinnen komme ich sehr gut aus.<br />

Hast du einen Platz für mich? Dann ruf doch im Tierheim an,<br />

damit wir uns kennenlernen können. Ich würde mich freuen.<br />

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Die Antworten finden Sie auf Seite 12.<br />

Vous trouverez les réponses en page 12.


BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

Roland Itten*, premier directeur<br />

des programmes de TeleBielingue<br />

de 1998 à 2003, à propos<br />

des raisons du retrait de<br />

la concession et des changements<br />

peu bénéfiques apportés<br />

chez Gassmann Media depuis<br />

des années.<br />

Le<br />

1 er février sera<br />

un jour très<br />

spécial pour<br />

moi: il y a<br />

26 ans, j’ai commencé à travailler<br />

à la route de Neuchâtel<br />

140 à Bienne pour devenir<br />

directeur des programmes de la<br />

télévision régionale biennoise<br />

fondée par le Büro Cortesi, les<br />

Éditions Gassmann et Radio<br />

Canal 3. C’était le jour où la Première<br />

dame américaine Hilary<br />

Clinton avait visité l’Évêché<br />

de Saint-Gall. Mario Cortesi<br />

m’avait appelé quelques mois<br />

plus tôt à TeleBärn, où je travaillais<br />

depuis ses débuts en 1995.<br />

Il m’avait invité à dîner au restaurant<br />

Amphitryon, à l’hôtel<br />

Elite, qui était le meilleur de<br />

la ville. Là, il m’avait annoncé<br />

qu’il allait lancer une télévision<br />

bilingue avec Marc Gassmann<br />

et Christoph Gebel (alors à<br />

Canal 3), sous le nom de Tele-<br />

Bielingue. Il m’avait demandé<br />

si, en tant que Seelandais ayant<br />

une expérience de la télévision<br />

régionale et ancien employé de<br />

Biel Bienne, j’étais prêt à créer,<br />

puis à gérer cette nouvelle<br />

télévision biennoise comme<br />

directeur des programmes.<br />

Sans réfléchir, j’avais immédiatement<br />

dit oui. Parce qu’à<br />

l’époque, il n’y avait pas de<br />

métier plus agréable et plus<br />

exigeant que celui de journaliste<br />

(de télévision). Nous étions<br />

partis de zéro. Il n’y avait pas<br />

de studio, pas de technologie,<br />

pas de vidéojournalistes, pas<br />

de présentateurs et pas de programme.<br />

J’avais eu le droit de<br />

planifier et de mettre en œuvre<br />

tout cela. En collaboration avec<br />

Werner Hadorn et Christoph<br />

Gebel, alors délégué du conseil<br />

d’administration. Ce fut splendide.<br />

Au cours des derniers mois<br />

précédant le début de la diffusion,<br />

nous avions travaillé<br />

7 jours sur 7 avec des journalistes<br />

recrutés auprès de nos<br />

propres éditeurs, des vidéojournalistes<br />

et une équipe de présentateurs<br />

du coin (dont Claudia<br />

Nuara et Dominique Antenen).<br />

Le 15 mars 1999 à 19 heures,<br />

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Ma Bienne<br />

il y a presque 25 ans, j’avais<br />

pu appuyer sur le bouton pour<br />

lancer la diffusion: TeleBielingue<br />

émettait pour la première fois<br />

dans les deux langues dans tous<br />

les foyers de Bienne, du Seeland<br />

et du Jura bernois.<br />

Et maintenant? Des<br />

responsables irresponsables<br />

de l’OFCOM situé à<br />

la rue de l’Avenir à Bienne<br />

ont étonnamment retiré la<br />

concession et les 3,6 millions<br />

de francs de redevances à<br />

notre chaîne, la seule télévision<br />

bilingue d’Europe (!).<br />

Alors que la SSR est autorisée à<br />

continuer à produire des programmes<br />

coûteux et absurdes<br />

avec le milliard de «Serafe»,<br />

les responsables de l’OFCOM<br />

menacent l’existence professionnelle<br />

de 50 personnes.<br />

Une jeune équipe passionnée<br />

par l’apprentissage du journalisme<br />

télévisé, illustrant le<br />

bilinguisme à la biennoise en<br />

construisant des ponts entre<br />

les groupes linguistiques, tous<br />

les jours, avec un programme<br />

bilingue d’une heure. Au lieu<br />

de cela, l’OFCOM a accordé<br />

pour notre région une concession<br />

au projet neuchâtelois<br />

Canal B, qui n’existait que sur<br />

le papier. Des Neuchâtelois<br />

pour qui Bienne, le Seeland et<br />

le lac de Morat est plus exotique<br />

encore (également linguistiquement)<br />

qu’Yverdon<br />

et Lausanne. La frustration<br />

au sein de l’équipe et dans<br />

la région est compréhensible.<br />

Si je considère le retrait de<br />

la concession en faisant<br />

preuve d’autocritique, après<br />

une première déception, il<br />

faut admettre qu’il y a aussi eu<br />

des erreurs commises par Tele-<br />

Bielingue et son propriétaire,<br />

le Groupe Gassmann. Canal B<br />

a marqué 125 points de plus<br />

que TeleBielingue. C’est simple:<br />

celui qui perd – comme dans<br />

le cas des défaites sportives – a<br />

commis trop d’erreurs et révélé<br />

des faiblesses. On peut bien<br />

sûr prétendre que l’OFCOM a<br />

succombé aux mirages (visionnaires)<br />

des Neuchâtelois, car<br />

TeleBielingue se limitait (aussi)<br />

dans son dossier à des prestations<br />

du présent. Même si Tele-<br />

Bielingue avait été qualifiée il y a<br />

deux ans par ce même OFCOM<br />

de «télévision régionale ayant<br />

le meilleur programme». A-ton<br />

fait preuve de suffisance au<br />

niveau de la direction? A-t-on<br />

sous-estimés les Neuchâtelois?<br />

En fait, le dossier biennois<br />

n’était visiblement pas assez<br />

bon. Ce qui a eu un impact<br />

négatif, c’est l’absence généralisée<br />

de programmes qualifiés de<br />

«forums», en d’autres termes,<br />

de formats télévisés comme<br />

des débats grâce auxquels<br />

les téléspectateurs peuvent<br />

se forger une opinion. C’est<br />

exactement ce qui a été supprimé<br />

à TeleBielingue ces dernières<br />

années par la direction<br />

journalistique de l’époque et<br />

le CEO: le programme de discussion<br />

populaire «Critiques<br />

à 3», qui abordait des sujets<br />

«La distance entre la base et le<br />

sommet est aujourd’hui trop grande.»<br />

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politiques et sociaux régionaux<br />

et pertinents, et l’émission<br />

«Nachgefragt» qui traitait de<br />

sujets sociaux et (inter)culturels<br />

ont été interrompus en 2022.<br />

Ainsi TeleBielingue a scié ellemême<br />

des branches importantes<br />

dans l’évaluation du dossier de<br />

concession par l’OFCOM.<br />

Il est dommage que le<br />

conseil d’administration<br />

ne se soit pas impliqué<br />

beaucoup plus tôt et n’ait<br />

pas examiné activement<br />

la candidature. Les choses<br />

étaient complètement différentes<br />

lorsque j’étais directeur<br />

des programmes. Notre<br />

télévision était aussi bonne<br />

qu’aujourd’hui en termes de<br />

programmation et de journalisme.<br />

Car le conseil d’administration<br />

autour de Mario<br />

Cortesi, Marc Gassmann et<br />

L’INVITÉ<br />

Christoph Gebel s’impliquait<br />

parfois directement dans<br />

les aspects journalistiques<br />

importants. Comme directeur<br />

des programmes, j’avais<br />

une totale liberté avec mon<br />

équipe et la direction éditoriale.<br />

Mais si je planifiais un<br />

nouveau programme et faisais<br />

les calculs financiers, il<br />

fallait qu’il soit approuvé par<br />

le conseil d’administration.<br />

Les distances étaient plus<br />

courtes. Merci également à<br />

ses membres qui possédaient<br />

une expertise journalistique<br />

et un intérêt pour le programme.<br />

Mais depuis cinq<br />

ou six ans, l’entrepreneuriat<br />

à grande échelle des Éditions<br />

G a s s m a n n s’est enraciné<br />

dans la «superstructure» de<br />

TeleBielingue: trop de postes<br />

de direction ont été créés, de<br />

nombreux journalistes sont<br />

devenus chefs de quelque<br />

chose au lieu de produire davantage.<br />

Aujourd’hui, le CEO<br />

peut presque tout décider luimême,<br />

mais il a lui-même<br />

(trop) peu de contrôle sur le<br />

contenu. Cela ne convient<br />

pas à la modeste et efficace<br />

TeleBielingue. La distance<br />

entre la base et le sommet<br />

est aujourd’hui trop grande.<br />

C’est peut-être aussi la raison<br />

pour laquelle la compétition<br />

pour la concession était faible.<br />

Fredy Bayard et Stefan<br />

Niedermaier, éditeurs<br />

et encore «jeunes» propriétaires<br />

de la maison Gassmann,<br />

m’ont confirmé dans une interview<br />

à TeleBielingue que<br />

«des erreurs ont bel et bien<br />

été commises». Ils se battront<br />

pour la concession en<br />

faisant appel. Et dans le style<br />

«se relever et se retrousser les<br />

manches», ils iront de l’avant<br />

avec une nouvelle énergie.<br />

À cette fin, ils ont également<br />

fait appel à Nicoletta Cimmino,<br />

journaliste (radio) biennoise<br />

extrêmement expérimentée<br />

au niveau national (entre<br />

autres avec l’émission«Echo<br />

der Zeit»). Avec ce trio, on peut<br />

espérer qu’à l’avenir, un style<br />

de direction plus direct et personnel<br />

s’imposera à nouveau<br />

au sein du Groupe Gassmann.<br />

TeleBielingue en bénéficiera<br />

également!<br />

n<br />

* Roland Itten, notre chroniqueur invité, journaliste RP,<br />

est depuis de longues années présentateur de débats à TeleBielingue.<br />

C’est un grand connaisseur de l’actualité régionale.<br />

Il apporte un éclairage critique à des événements.<br />

Son opinion ne représente pas forcément celle de la rédaction.<br />

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8<br />

BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong><br />

UMFRAGE SONDAGE<br />

Auf welches Hausmittel schwören Sie?<br />

Quel remède de grand-mère utilisez-vous?<br />

Maler- und<br />

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«Viel Bewegung an der frischen<br />

Luft!»<br />

«Beaucoup de mouvement à<br />

l’air libre!»<br />

«Ich verwende als Fettlöser<br />

und Fleckenentferner eine<br />

,Savon de Marseille’. Das<br />

hat mir meine Grossmutter<br />

beigebracht.»<br />

«Ich trinke viel Zitronenwasser,<br />

um gesund zu bleiben. Zudem<br />

verwende ich Zitronensaft, vermischt<br />

mit Essig und Backpulver,<br />

auch zum Putzen.»<br />

PHOTOS: MICHÈLE MUTTI<br />

Heinz Stalder, 80,<br />

Rentner/retraité,<br />

Biel/Bienne<br />

Lydia Triponez, 49,<br />

Bereiterin/écuyère,<br />

La Chaux-de-Fonds (NE)<br />

«J’utilise un Savon de Marseille<br />

comme dégraissant et<br />

détachant. C’est ma grandmère<br />

qui me l’a appris.»<br />

Manuela Andrist, 33,<br />

Arbeitspsychologin/psychologue<br />

du travail, Nidau<br />

«Je bois beaucoup d’eau citronnée<br />

pour rester en bonne<br />

santé. En outre, j’utilise aussi<br />

du jus de citron, mélangé à<br />

du vinaigre et du bicarbonate<br />

de soude, pour le nettoyage.»<br />

Marianne Steiner, 61,<br />

Fachfrau Gesundheit/assistante<br />

en soins, Vinelz/Fenil<br />

«In meiner Hausapotheke darf<br />

Teebaumöl nicht fehlen. Es<br />

ist gut verträglich und hilft<br />

bei Juckreiz, zur Wundheilung<br />

oder bei Hautirritationen.»<br />

«L’huile d’arbre à thé ne doit<br />

pas manquer dans ma pharmacie<br />

familiale. Elle est bien<br />

tolérée et aide en cas de démangeaisons,<br />

pour la cicatrisation<br />

des plaies ou en cas d’irritations<br />

cutanées.»<br />

Max Flury, 72,<br />

Rentner/retraité,<br />

Biel/Bienne<br />

«Ich schwöre auf ,WD-40’ als<br />

Wundermittel, auch wenn es<br />

vielleicht nicht als Hausmittel<br />

gilt. Es nützt bei quietschenden<br />

Türrahmen, rostigen<br />

Veloketten oder spröden<br />

Türschlössern.»<br />

«Je ne jure que par le WD-<br />

40® comme produit miracle,<br />

même s’il n’est peut-être pas<br />

considéré comme un remède<br />

de grand-mère. Il est utile pour<br />

les charnières qui grincent, les<br />

chaînes de vélo rouillées ou les<br />

serrures grippées.»<br />

Philippe Wicht, 36,<br />

Künstler/artiste,<br />

Biel/Bienne<br />

«Tee mit Salbei aus dem eigenen<br />

Garten pusht mein<br />

Immunsystem und hilft bei<br />

Halsschmerzen.»<br />

«Le thé à la sauge de mon<br />

propre jardin stimule mon système<br />

immunitaire et m’aide en<br />

cas de maux de gorge.»<br />

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BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

9<br />

Marion<br />

Van der Meer:<br />

immer in<br />

Bewegung,<br />

oft auf<br />

zwei Rädern.<br />

GUT BUCHSTABIERT<br />

Wald,<br />

Entdeckungsfreude<br />

und Playstation<br />

Antworten von Marion van der Meer,<br />

Stadträtin Grüne Biel, zu Stichworten,<br />

gebildet aus den Buchstaben ihres Namens.<br />

VON TERES LIECHTI GERTSCH<br />

an der Meer<br />

V Meine Mutter<br />

stammt aus Amsterdam, daher<br />

der Name. Die Reaktionen sind<br />

immer positiv, mein Name gefällt<br />

den Leuten. Vielleicht, weil<br />

er sie an Ferien und ans Meer<br />

erinnert? Allerdings bedeutet<br />

«Meer» auf holländisch «See».<br />

Mit dem Snowboarder Severin<br />

van der Meer bin ich übrigens<br />

nicht verwandt – van der Meer<br />

gibt es in Holland so viele wie<br />

hier Müller und Meier.<br />

mt für Wald und<br />

ANaturgefahren AWN<br />

Das AWN des Kantons Bern<br />

ist mein Arbeitgeber. Seit Sommer<br />

2022 bin ich Leiterin der<br />

Waldabteilung Mittelland.<br />

«Wald und Naturgefahren»<br />

– der Name weist darauf hin:<br />

Es ist eine Organisation mit<br />

vielen Kompetenzen und grosser<br />

Diversität. Für mich ist es<br />

ein Privileg, hier mit so vielen<br />

guten Kolleginnen und Kollegen<br />

zusammenarbeiten zu<br />

können. Es gehört zum Glück<br />

zu meinen Aufgaben, hinaus<br />

zu gehen, Förster im Wald zu<br />

treffen. Försterinnen gibt es<br />

auch zwei in der Region, die<br />

Frauenpräsenz ist im Aufbau.<br />

N acht<br />

Da komme ich auf<br />

«Dark Sky», die internationale<br />

Organisation, die sich dem<br />

Schutz der Nacht widmet. Es<br />

wird zwar bei uns zwischen<br />

22 Uhr und 6 Uhr abgedunkelt,<br />

aber die künstliche Aufhellung<br />

des Nachthimmels<br />

nimmt weiter zu. Zugvögel<br />

finden den Weg nicht mehr,<br />

die nachtaktive Insektenfauna<br />

wird gestört, unsere Schlafqualität<br />

nimmt ab. Mit heutiger<br />

Lichttechnik wäre sehr viel<br />

mehr möglich: Beleuchtungen<br />

punktuell und zielgerichtet<br />

einsetzen, warmweisses Licht<br />

dem kaltweissen vorziehen.<br />

Und keine Lichtüberflutung!<br />

D emokratie<br />

Die direkte Demokratie<br />

gehört zu unserer Identität.<br />

Sie ist zuweilen schwerfällig,<br />

dem raschen Fortschritt<br />

manchmal hinderlich. Aber<br />

sie ist basisverbunden und<br />

dadurch nachhaltig.<br />

E TH Von 2003 bis 2007<br />

habe ich an der ETH Forstwirtschaft<br />

studiert. Es war eine<br />

tolle Zeit: Die Ausbildung ist<br />

praxisbezogen, wir waren oft<br />

in verschiedenen Wäldern der<br />

Schweiz. Auch historisch ist die<br />

ETH, 1855 als «Polytechnikum»<br />

gegründet, faszinierend. «Landund<br />

Forstwirtschaft» war einer<br />

der ersten Studienlehrgänge.<br />

eisen oder ruhen?<br />

R Eindeutig reisen! Wir<br />

sind eine reisende Familie, haben<br />

Verwandte in Karlsruhe, Berlin,<br />

Holland, und wir lieben auch<br />

die Engadiner Bergwelt. Wenn<br />

möglich, reisen wir ökoverträglich,<br />

hauptsächlich mit dem Zug.<br />

M ittelland<br />

Ich entdecke das Mittelland<br />

durch meinen Beruf neu.<br />

In den Wäldern hier herrscht<br />

eine riesige Vielfalt, es gibt engagierte<br />

Waldbesitzerorganisationen,<br />

von Wald und Leuten her<br />

macht es mir sehr viel Freude.<br />

E ntdeckungsfreude<br />

In meinem Job kann<br />

ich viel entdecken, allgemein<br />

erkunde ich gerne Neues. Zum<br />

Beispiel spielt mein älterer<br />

Sohn jetzt gerne auf der Playstation.<br />

Dadurch habe auch<br />

ich Interesse dafür entwickelt.<br />

Es gibt eine Menge kreative<br />

und kommunikative Spiele.<br />

Etwa, wenn sie «Minecraft»<br />

in Gruppen spielen. Ich mag<br />

das gewaltfreie Spiel Omno.<br />

E damer<br />

oder Emmentaler?<br />

Ob Holland oder Schweiz<br />

– ich ziehe rezenten Käse vor.<br />

Also eher: Gouda und Greyerzer!<br />

R adfahren<br />

Als Familie sind wir<br />

oft in Holland, meine Partnerin<br />

Julia liebt das Land auch.<br />

Holland ist ein Veloland, da<br />

sind alle mit dem Velo unterwegs.<br />

Das Velo hat Priorität<br />

beim Denken, im Alltag, bei<br />

den Verkehrsregeln. In der<br />

Schweiz haben wir das noch<br />

nicht geschafft. Wir müssen<br />

auch in Biel konsequenter werden<br />

bei Planung und Umsetzung.<br />

Mehr Velorouten, die<br />

Velowege müssen abgetrennt<br />

sein. Alle sind gefordert. n<br />

PAR<br />

TERES<br />

LIECHTI<br />

GERTSCH<br />

Réponses de Marion van der Meer, conseillère<br />

de Ville biennoise (Vert.e.s), à des mots-clés<br />

formés à partir des lettres de son nom.<br />

an der Meer<br />

V Ma mère est originaire<br />

d’Amsterdam, d’où mon nom.<br />

Les réactions sont toujours positives,<br />

mon nom plaît aux gens.<br />

Peut-être parce qu’il leur rappelle<br />

les vacances et la mer? Toutefois,<br />

en néerlandais, «Meer» signifie<br />

«lac». Je n’ai d’ailleurs aucun lien<br />

de parenté avec le snowboardeur<br />

Severin van der Meer – il y a<br />

autant de van der Meer en Hollande<br />

que de Müller et Meier ici.<br />

mt für Wald und<br />

ANaturgefahren<br />

(Office des forêts et des<br />

dangers naturels, OFDN)<br />

L’OFDN du canton de Berne<br />

est mon employeur. Depuis<br />

l’été 2022, je suis responsable<br />

du département des forêts du<br />

Plateau. «Forêt et dangers naturels»<br />

l’intitulé l’indique: c’est<br />

une organisation aux multiples<br />

compétences et d’une grande<br />

diversité. Pour moi, c’est un<br />

privilège de pouvoir y travailler<br />

avec tant de bons collègues.<br />

Il fait partie de mes tâches<br />

de sortir et de rencontrer des<br />

gardes forestiers dans la forêt.<br />

Il y a également deux femmes<br />

gardes forestiers dans la région,<br />

la présence des femmes est en<br />

développement.<br />

N uit C’est là que j’arrive<br />

à «Dark Sky», l’organisation<br />

internationale qui se consacre<br />

à la protection de la nuit. Il y<br />

a certes un assombrissement<br />

chez nous entre 22 heures et<br />

6 heures, mais l’éclaircissement<br />

artificiel du ciel nocturne ne<br />

cesse d’augmenter. Les oiseaux<br />

migrateurs ne trouvent plus<br />

leur chemin, l’entomofaune<br />

nocturne est perturbée, la qualité<br />

de notre sommeil diminue.<br />

La technique d’éclairage<br />

actuelle permettrait de faire<br />

beaucoup mieux: utiliser les<br />

éclairages de manière ponctuelle<br />

et ciblée, préférer la<br />

lumière blanche chaude à la<br />

lumière blanche froide. Et pas<br />

inonder de lumière!<br />

D émocratie<br />

La démocratie<br />

directe fait partie de notre<br />

identité. Elle est parfois lourde<br />

et entrave le progrès rapide.<br />

Mais elle est liée à la base et<br />

donc durable.<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

Marion van der<br />

Meer: «Le vélo est<br />

prioritaire dans la<br />

vie quotidienne.»<br />

ÉPELLATION CONTRÔLÉE<br />

Forêt, plaisir de<br />

la découverte<br />

et Playstation<br />

E PF De 2003 à 2007, j’ai<br />

étudié la sylviculture à l’EPF.<br />

C’était une période formidable:<br />

la formation est axée sur la pratique,<br />

nous sommes souvent allés<br />

dans différentes forêts de Suisse.<br />

L’EPF, fondée en 1855 sous le<br />

nom de «Polytechnique», est<br />

également fascinante d’un point<br />

de vue historique. «Agriculture<br />

et Sylviculture» était l’une des<br />

premières filières.<br />

eisen oder Ruhen?<br />

R(Voyage ou repos?)<br />

Sans aucun doute voyages!<br />

Nous sommes une famille de<br />

voyageurs, nous avons de la<br />

famille à Karlsruhe, Berlin, en<br />

Hollande, et nous aimons aussi<br />

les montagnes de l’Engadine.<br />

Dans la mesure du possible, nous<br />

voyageons de manière écocompatible,<br />

principalement en train.<br />

M ittelland<br />

Je redécouvre le Mittelland<br />

à travers mon métier. Les<br />

forêts y sont d’une grande diversité,<br />

les organisations de propriétaires<br />

forestiers y sont engagées<br />

et j’ai beaucoup de plaisir à y<br />

travailler, tant du point de vue<br />

de la forêt que des gens.<br />

E ntdeckungsfreude<br />

(Plaisir de la découverte)<br />

Dans mon travail, je peux<br />

découvrir beaucoup de choses et<br />

j’aime en explorer de nouvelles.<br />

Par exemple, mon fils aîné aime<br />

maintenant jouer à la Playstation.<br />

Je m’y suis donc aussi intéressée.<br />

Il y a beaucoup de jeux créatifs et<br />

communicatifs. Par exemple jouer<br />

à «Minecraft» en groupe. J’aime le<br />

jeu non-violent Omno.<br />

dam ou Emmental?<br />

E Que ce soit en Hollande<br />

ou en Suisse, je préfère<br />

les fromages corsés. Donc plutôt:<br />

«Gouda et gruyère»!<br />

R adfahren<br />

(Faire du vélo)<br />

En famille, nous allons souvent<br />

en Hollande, ma partenaire<br />

Julia adore aussi ce pays. La Hollande<br />

est un pays de cyclistes,<br />

tout le monde s’y déplace à<br />

bicyclettes. Le vélo est prioritaire<br />

dans la réflexion, dans la<br />

vie quotidienne, dans le code<br />

de la route. En Suisse, nous n’y<br />

sommes pas encore parvenus. n<br />

menu<br />

von Tobias Jaberg,<br />

dipl. Chefkoch und<br />

Diätkoch, Stv. Küchenchef<br />

Hirslanden Klinik Linde<br />

Biel, Silbermedaillengewinner<br />

Kocholympiade<br />

Stuttgart 2020.<br />

Werden noch unreife grüne<br />

Trauben von Weiss- oder Rotweinsorten<br />

gepresst, entsteht ein<br />

säuerlicher „grüner Saft“. Milder<br />

als Zitronensaft oder Essig, wird<br />

dieser Verjus auch in hiesigen<br />

Küchen gerne als Würzmittel<br />

– mit stärkender Wirkung für<br />

den Magen – eingesetzt. Verjus<br />

eignet sich ausgezeichnet für<br />

Saucen, Fisch- und Suppengerichte,<br />

wie beispielsweise für<br />

diese herzhaft wärmende Suppe<br />

für kalte Wintertage:<br />

Vacherin-Suppe<br />

mit Verjus-Schaum<br />

Für 4 Personen<br />

20 g Butter<br />

1 Zwiebel<br />

150 g mehlig kochende<br />

Kartoffeln<br />

6 dl Gemüsebouillon<br />

1,5 dl Weisswein, z.B. Chasselas<br />

250 g Freiburger Vacherin<br />

1 dl Rahm<br />

Salz, Pfeffer<br />

1 Schalotte<br />

1 Zweig Thymian<br />

wenig Butter<br />

1,5 dl Verjus<br />

1 dl Rahm<br />

Salz, Pfeffer<br />

Specktranchen nach Belieben<br />

Zwiebel fein hacken, Kartoffeln<br />

schälen und in Würfel schneiden,<br />

Vacherin-Käse an der Röstiraffel<br />

reiben. Schalotte hacken<br />

und Speck in dünne Streifen<br />

schneiden.<br />

Zwiebel in der Butter andünsten,<br />

Kartoffeln dazugeben, mit<br />

Weisswein ablöschen und die<br />

Gemüsebouillon angiessen.<br />

Ca. 30 Minuten köcheln lassen,<br />

dann fein pürieren. Geraffelten<br />

Käse dazugeben und unter<br />

Rühren zum Kochen bringen.<br />

Abschmecken.<br />

Die Speckstreifen knusprig braten.<br />

Im Fett die gehackte Schalotte<br />

andünsten, mit Verjus ablöschen<br />

und leicht einkochen lassen.<br />

Rahm und Thymian dazugeben,<br />

5 Minuten leicht köcheln<br />

lassen, passieren und schaumig<br />

aufmixen.<br />

Die Suppe in Teller anrichten,<br />

Schaum draufgeben und Speck<br />

darüberstreuen.<br />

Tipps:<br />

n Den Speck können Sie<br />

durch feine Lauchstreifen<br />

ersetzen oder beides zusammen<br />

kombinieren.<br />

n Schmecken Sie die Suppe<br />

erst nach Beigabe des Käses<br />

ab, da dieser selbst noch<br />

Würze abgibt.<br />

DES MONATS<br />

DU MOIS<br />

par Tobias Jaberg, chef et<br />

cuisinier diététique, chef<br />

de cuisine adjoint de la<br />

Hirslanden Clinique des<br />

Tilleuls de Bienne, médaillé<br />

d’argent des Olympiades<br />

des Cuisiniers de<br />

Stuttgart 2020.<br />

Si l’on presse des raisins<br />

verts encore immatures de<br />

cépages blancs ou rouges,<br />

on obtient un «jus vert»<br />

acidulé. Plus doux que le jus<br />

de citron ou le vinaigre, ce<br />

verjus est aussi volontiers<br />

utilisé dans les cuisines<br />

locales comme condiment –<br />

avec un effet fortifiant pour<br />

l’estomac. Le verjus convient<br />

parfaitement aux sauces,<br />

aux plats de poisson et aux<br />

soupes, par exemple cette<br />

soupe chaleureuse pour les<br />

froides journées d’hiver:<br />

Soupe de vacherin<br />

à la mousse de verjus<br />

Pour 4 personnes<br />

20 g de beurre<br />

1 oignon<br />

150 g de pommes de terre à<br />

chair farineuse<br />

6 dl de bouillon de légumes<br />

1,5 dl de vin blanc, p. ex. chasselas<br />

250 g de vacherin fribourgeois<br />

1 dl de crème<br />

sel, poivre<br />

1 échalote<br />

1 branche de thym<br />

un peu de beurre<br />

1,5 dl de verjus<br />

1 dl de crème<br />

sel, poivre<br />

tranches de lard selon les goûts<br />

Hacher finement l’oignon,<br />

éplucher les pommes de terre<br />

et les couper en dés, râper<br />

le vacherin à la râpe à rösti.<br />

Hacher l’échalote et couper le<br />

lard en fines lamelles.<br />

Faire revenir l’oignon dans le<br />

beurre, ajouter les pommes de<br />

terre, déglacer au vin blanc et<br />

verser le bouillon de légumes.<br />

Laisser mijoter pendant environ<br />

30 minutes, puis réduire<br />

en fine purée. Ajouter le<br />

fromage râpé et porter à ébullition<br />

en remuant. Rectifier<br />

l’assaisonnement.<br />

Faire revenir les lardons<br />

jusqu’à ce qu’ils soient croustillants.<br />

Faire revenir l’échalote<br />

hachée dans la graisse,<br />

déglacer avec le verjus et laisser<br />

réduire légèrement.<br />

Ajouter la crème et le thym,<br />

laisser mijoter légèrement<br />

pendant 5 minutes, passer<br />

et mixer jusqu’à obtention<br />

d’une mousse.<br />

Dresser la soupe dans des<br />

assiettes, verser la mousse et<br />

parsemer de lardons.<br />

Tuyaux:<br />

n Vous pouvez remplacer le<br />

lard par de fines lamelles de<br />

poireau ou combiner les deux.<br />

n N’assaisonnez la soupe<br />

qu’après y avoir ajouté le<br />

fromage, car celui-ci donne<br />

encore du goût.<br />

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10 BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong> LYSSER & AARBERGER WOCHE<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

VON<br />

MICHÈLE<br />

MUTTI<br />

KULTUR<br />

«Kunst mieten»<br />

Die «Kultur Mühle Lyss» wartet<br />

auch heuer mit Ausstellungen der<br />

etwas anderen Art auf.<br />

Den Arbeitsplatz mit<br />

einem Bild optimieren oder<br />

die Wohnzimmerwände mit<br />

Farbe schmücken. Das ist der<br />

Wunsch vieler Kunstliebhaber.<br />

Bloss: Oft ist das Objekt<br />

der Begierde unerschwinglich<br />

teuer. In Lyss können Interessierte<br />

bis zum 4. Februar<br />

Kunst mieten. «Es stehen<br />

über 100 Bilder und Objekte<br />

zur Auswahl», sagt irène Reichen.<br />

Die Betriebsleiterin<br />

der «Kultur Mühle» will die<br />

Sammlung des gleichnamigen<br />

Vereins nicht verstauben<br />

lassen. Sie knüpft an die<br />

guten Erfahrungen mit der<br />

Ausstellung «Kunst mieten»<br />

an: Schon ab 50 Franken<br />

kann ein Werk für ein Jahr<br />

gemietet werden.<br />

Erhaltung. «Jeder Künstler,<br />

der hier ausstellte, hat<br />

uns eines seiner Werke<br />

vermacht. So ist diese<br />

Sammlung zeitgenössischer<br />

Kunst zustande gekommen»,<br />

sagt Reichen.<br />

Der Verein Kultur Mühle<br />

Lyss entstand 2007 durch<br />

den Zusammenschluss der<br />

Kulturwerkstatt Mühle<br />

und dem Kulturkollegium.<br />

Das Kulturkollegium hatte<br />

die Mühlegesellschaft<br />

und die Gesellschaft zur<br />

Pflege von Kunst und Heimatgeschichte<br />

vereint.<br />

Die Aktivitäten der «Kultur<br />

Mühle Lyss» finden<br />

vornehmlich in einem der<br />

ältesten Gebäude der Region,<br />

der Unteren Mühle<br />

in Lyss, statt. Die «Kultur<br />

Mühle Lyss» ist Stifter der<br />

Stiftung Untere Mühle<br />

Lyss. Sie trägt darum auch<br />

in diesem Rahmen zu deren<br />

Erhaltung und kulturellen<br />

Nutzung bei. Laut Statuten<br />

gilt es auch, jungen<br />

Künstlern aus der weiteren<br />

Region eine Plattform zu<br />

bieten. Entsprechend hat<br />

Reichen das Programm für<br />

<strong>2024</strong> zusammengestellt. Es<br />

wird im April von der Mitgliederversammlung<br />

definitiv<br />

abgesegnet.<br />

Bassklarinette. Den<br />

Auftakt zu den Lesungen<br />

macht am 4. Februar<br />

Joshua Clausnitzer mit «Kaffee,<br />

Zopf und viel Humor».<br />

Darauf folgt ab dem 1. März<br />

die Ausstellung «Seelenbilder»<br />

von Nadine Ohl. «Sie<br />

gibt in Workshops eine Einführung<br />

ins Therapiemalen»,<br />

sagt Reichen. Beliebt seien die<br />

Jazz- oder Bluesabende. Der<br />

erste ist für den 14. März mit<br />

dem Trio «Kokon» geplant.<br />

«Kokon» besteht mit Gitarre,<br />

Posaune und Bassklarinette<br />

aus drei Instrumenten, die<br />

in ihrer Funktion und ihrem<br />

Verhältnis zueinander nicht<br />

festgelegt sind. «Die Stücke,<br />

die Posaunistin Julia Rüffert<br />

für diese Besetzung schreibt,<br />

handeln nicht von gewichtigen,<br />

weltpolitischen Themen,<br />

sondern sind inspiriert<br />

von Beobachtungen und Erlebnissen<br />

im Alltag.»<br />

Für sie ist dieser Abend<br />

eines der Highlights im Programm<br />

<strong>2024</strong>. Den nächsten<br />

Höhepunkt schafft ab<br />

29. März die Ausstellung<br />

«Scherenschnitt ,Anders’».<br />

Die Papierschnitt-Koryphäe<br />

Heinz Pfister aus Busswil<br />

stellt mit zwei Frauen aus,<br />

die das traditionelle Handwerk<br />

neu interpretieren.<br />

Retrospektive. Eine Retrospektive<br />

der über 80-jährigen<br />

Lysser Künstlerin Rita Hüsser<br />

zeigt die Kultur Mühle vom<br />

14. bis 30. Juni. «Nach den<br />

Sommerferien freue ich mich<br />

auf rund 40 Aussteller, die<br />

unter dem Motto ,Sun, fun and<br />

nothing to do’ ausstellen.<br />

Es wird ein gemeinsames<br />

Projekt mit der Bühnengalerie<br />

Dotzigen sein.» Der<br />

Verein «Kultur Mühle» in<br />

seiner heutigen Form feiert<br />

das zehnjährige Bestehen<br />

diesen November. «Wie<br />

die Feier begangen wird,<br />

bleibt eine Überraschung»,<br />

schmunzelt Reichen.<br />

n<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

Irène<br />

Reichen:<br />

«Die<br />

Kulturmühle<br />

Lyss bietet<br />

zahlreichen<br />

Kunstformen<br />

eine<br />

Bühne.»<br />

BILD DER WOCHE<br />

von Joel Schweizer<br />

Die Natur ist der<br />

kreativste Künstler<br />

der Welt.<br />

Oder welcher Maler<br />

könnte diese<br />

Lindensamen<br />

inklusive des<br />

kleinen «Propellers»<br />

und dessen feinen<br />

Rippen schöner<br />

darstellen?<br />

Die Natur ist auch<br />

der beste Ingenieur,<br />

dank des Propellers<br />

fallen die Samen<br />

nicht einfach unter<br />

den Mutter-Baum,<br />

sondern werden<br />

vom Wind unter<br />

Umständen einige<br />

Hundert Meter weit<br />

weggetragen, wo<br />

mit etwas Glück<br />

schon bald eine<br />

Jung-Linde spriesst.


BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong><br />

PERSONEN GENS D’ICI<br />

VON MOHAMED HAMDAOUI<br />

«Ich hoffe, bald einen jüngeren<br />

Nachfolger zu finden,<br />

dem ich mein Wissen weitergeben<br />

kann.» Mit 62 Jahren<br />

erkennt Wilfrid Kummer, dass<br />

die Zeit verrinnt. «Ich werde<br />

meine berufliche Tätigkeit<br />

nicht ewig fortsetzen können,<br />

auch wenn sie meine Leidenschaft<br />

ist.» Zwar sei Musizieren<br />

bei jungen Leuten immer<br />

noch beliebt. Doch es werde<br />

immer schwieriger, motivierten<br />

Nachwuchs zu finden.<br />

Kummer sorgt bei Pianos für<br />

den perfekten Klang.<br />

Berühmt. Der Bernjurassier<br />

war kein begeisterter<br />

Schüler. Er lebte in einer grossen<br />

Familie, in der die Musik<br />

allgegenwärtig war. Einer seiner<br />

älteren Brüder war einer<br />

der berühmtesten Schweizer<br />

Pianisten und Komponisten<br />

der letzten 30 Jahre. Vor zwei<br />

Jahren ist Gérard Kummer<br />

verstorben. «Ich war 14 oder<br />

15 Jahre alt. Manchmal begleitete<br />

ich einen anderen<br />

meiner Brüder, der Klavierstimmer<br />

war. Ich war begeistert.»<br />

Dabei konnte Kummer<br />

dieses Instrument gar nicht<br />

spielen! «Na und? Wo ist das<br />

Problem? Man muss nicht<br />

unbedingt die Tour de France<br />

gemacht haben, um Fahrräder<br />

zu reparieren.»<br />

«Ein guter Klavierstimmer<br />

muss akribisch sein, logisch<br />

denken können und geduldig<br />

sein.» Akribisch: Wer<br />

das Innenleben dieses Instruments<br />

betrachtet, erkennt<br />

die Präzision seiner Mechanik<br />

aus feinen Saiten, winzigen<br />

Hämmern und zarten Hebeln.<br />

«Der Mechanismus ist<br />

bei einem Klavier und einem<br />

Flügel derselbe», betont er.<br />

Jeder gute Klavierstimmer<br />

muss auch einen soliden<br />

Sinn für Logik haben. Denn<br />

im Grunde müsse man, sobald<br />

man einen Hammer ein<br />

paar Millimeter bewege, anschliessend<br />

mit den anderen<br />

Teilen des Klaviers genauso<br />

PORTRÄT / PORTRAIT<br />

Wilfrid Kummer<br />

Der in Malleray Wohnhafte übt einen<br />

Beruf aus, der am Aussterben ist:<br />

Klavierstimmer.<br />

Wilfrid<br />

Kummer:<br />

«Ein Klavier<br />

ist eine<br />

Art Lebewesen.»<br />

...SMS...<br />

sorgt für guten Klang Transmetteur de savoir<br />

verfahren. Und es braucht<br />

Geduld, denn das Stimmen<br />

eines Klaviers kann gut und<br />

gerne zwei Stunden dauern.<br />

«Man muss ein feines Gehör<br />

haben, um diesen Beruf ausüben<br />

zu können. Jedes Klavier<br />

ist eine Art Lebewesen.»<br />

Burger & Jacobi. Kummer<br />

absolvierte eine vierjährige<br />

Lehre in Lausanne und arbeitete<br />

später in mehreren berühmten<br />

Manufakturen wie «Burger &<br />

Jacobi» in Biel. Später machte<br />

er sich selbständig. «Die Luftfeuchtigkeit<br />

der Umgebung beeinflusst<br />

diese Instrumente.»<br />

Darum reicht ein plötzlicher<br />

Wetterumschwung, um ein Klavier<br />

zu verstimmen. «Professionelle<br />

Pianisten müssen meine<br />

Dienste zuweilen mehrmals im<br />

Monat beanspruchen.» Kummer<br />

hat sich in fast 30 Jahren<br />

ein umfangreiches Adressbuch<br />

aufgebaut. «Meine Kunden sind<br />

Amateur- und Berufspianisten<br />

oder Institutionen.»<br />

In Zeiten von Klassik- und<br />

Jazzfestivals reist Kummer<br />

mit seinem Team durch die<br />

Schweiz, Frankreich und Belgien.<br />

«Ich kann von meiner<br />

Leidenschaft leben», fährt der<br />

Vater von vier Kindern fort.<br />

Das Familienhaus in Malleray<br />

hat er gekauft. «Im Laufe der<br />

Jahre habe ich auch angefangen,<br />

Klavier zu spielen, aber<br />

nur nach Gehör. Notenlesen<br />

fällt mir schwer.»<br />

Optimistisch. Kummer<br />

gibt sich «ein gutes Jahrzehnt»<br />

Zeit, um nach und nach die<br />

Verantwortung zu übergeben<br />

und den Nachwuchs auszubilden.<br />

«In meinen Kindern<br />

brennt das heilige Feuer dazu<br />

nicht wirklich.» Aber Kummer<br />

bleibt optimistisch: «Im<br />

Jurabogen gibt es genug junge<br />

Leute, die die Voraussetzungen<br />

für diesen Beruf mitbringen.»<br />

Zu Beginn ist die Ausbildung<br />

manchmal frustrierend. Aber<br />

sobald man selber ein erstes<br />

Instrument gestimmt hat, ist<br />

klar: Klavierstimmer ist der<br />

schönste Beruf der Welt! n<br />

n Der U20-Internationale Rodwin Dionicio (CH/USA,<br />

geboren 20<strong>04</strong>) wechselt auf die kommende Saison hin zum<br />

EHC Biel. Der Verteidiger unterschrieb einen 3-Jahresvertrag<br />

bis April 2027. Dionicio spielt aktuell seine dritte Saison in<br />

der nordamerikanischen OHL und wurde letzten Sommer von<br />

den Anaheim Ducks gedraftet. «Dionicio verfügt über einen<br />

harten Schuss und er will mit seinen Aktionen fast immer den<br />

Unterschied ausmachen», lobt der EHC Biel.<br />

...SMS...<br />

Cet habitant de Malleray exerce une<br />

profession en lente voie de disparition:<br />

accordeur de pianos.<br />

PAR MOHAMED HAMDAOUI<br />

«J’espère au plus vite trouver<br />

une ou un jeune à qui transmettre<br />

mon savoir. » À 62 ans,<br />

Wilfrid Kummer sait que le<br />

temps passe. «Je ne pourrai<br />

pas poursuivre éternellement<br />

mon activité professionnelle,<br />

même si c’est une passion.»<br />

Or si la pratique de la musique<br />

est toujours aussi populaire<br />

auprès des jeunes, il devient de<br />

plus en plus difficile de trouver<br />

une relève prête «à mettre les<br />

mains dans le cambouis». En<br />

l’occurrence, exercer ce métier<br />

de l’ombre: accordeur de piano.<br />

Frère célèbre. Adolescent,<br />

ce Jurassien n’aimait pas vraiment<br />

l’école. Il vivait dans<br />

une famille nombreuse où la<br />

musique était omniprésente.<br />

Un de ses frères aînés, Gérard<br />

Kummer, décédé il y a deux<br />

ans, fut d’ailleurs un des pianistes<br />

et compositeurs suisses<br />

les plus célèbres de ces trente<br />

dernières années. «J’avais 14 ou<br />

15 ans. Il m’arrivait d’accompagner<br />

un autre de mes frères,<br />

accordeur de piano. J’avais tout<br />

de suite été séduit.» Et pourtant,<br />

Wilfrid Kummer ne savait<br />

pas jouer de cet instrument! «Et<br />

alors? Où est le problème? Il<br />

n’est pas nécessaire d’avoir fait<br />

le Tour de France pour vouloir<br />

réparer des vélos!»<br />

«Un bon accordeur de piano<br />

doit être méticuleux, avoir le<br />

sens de la logique et être très<br />

patient.» Méticuleux, car il suffit<br />

de découvrir les entrailles<br />

d’un tel instrument pour découvrir<br />

l’extrême précision de sa<br />

mécanique faite de fines cordes,<br />

de minuscules marteaux et de<br />

délicats leviers. «Le mécanisme<br />

est exactement le même pour<br />

un piano droit et un piano<br />

à queue», souligne-t-il. Tout<br />

bon accordeur de piano doit<br />

aussi avoir un solide sens de<br />

la logique. «Parce qu’au fond,<br />

dès que vous bougez un marteau<br />

de quelques millimètres,<br />

il faut ensuite procéder de la<br />

sorte pour les autres parties du<br />

piano.» Et il faut beaucoup de<br />

n L’international M20 Rodwin Dionicio (20<strong>04</strong> CH/USA)<br />

s’est engagé avec le HC Bienne dès la saison prochaine. Le<br />

défenseur a signé un contrat portant sur trois ans, soit jusqu’en<br />

avril 2027. Dionicio dispute actuellement sa troisième saison<br />

dans la OHL en Amérique du Nord et a été drafté l’été dernier<br />

par les Anaheim Ducks. C’est le troisième transfert annoncé pour<br />

la saison prochaine aprés le gardien remplaçant Luis Janett<br />

(Thurgovie) et l’attaquant Johnny Kneubüler (Ambri-Piotta).<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

Wilfrid<br />

Kummer:<br />

«Pour être<br />

un bon<br />

accordeur<br />

de pianos,<br />

il faut être<br />

méticuleux,<br />

avoir le<br />

sens de la<br />

logique et<br />

être très<br />

patient.»<br />

patience, car accorder un piano<br />

peut facilement durer deux<br />

heures. Précision importante:<br />

«Il n’est pas nécessaire d’avoir<br />

l’oreille absolue pour exercer<br />

ce métier!»<br />

Burger & Jacobi. «Chaque<br />

piano est un être vivant!»,<br />

insiste Wilfrid Kummer qui<br />

avait suivi un apprentissage de<br />

quatre ans à Lausanne, puis travaillé<br />

dans plusieurs manufactures<br />

célèbres, comme Burger<br />

& Jacobi, à Bienne, avant de se<br />

mettre à son compte. «Ces instruments<br />

dépendent beaucoup<br />

de l’hygrométrie ambiante».<br />

Raison pour laquelle il suffit<br />

que les conditions météorologiques<br />

changent brutalement<br />

pour que les pianos soient<br />

désaccordés. «Il n’est pas rare<br />

que des pianistes professionnels<br />

aient besoin de mes services<br />

plusieurs fois par mois»,<br />

révèle celui qui, en près de<br />

trente ans, s’est fait un solide<br />

carnet d’adresses. «Mes clients<br />

sont aussi bien des pianistes<br />

amateurs ou professionnels<br />

que des institutions.»<br />

En période de festivals de<br />

musique classique ou de jazz,<br />

lui et son équipe sillonnent la<br />

Suisse, la France et la Belgique.<br />

«Je peux vivre de ma passion»,<br />

poursuit ce père de quatre enfants<br />

qui a racheté la maison<br />

familiale de Malleray. «Au fil<br />

des ans, je me suis bien sûr aussi<br />

mis à jouer du piano, mais à<br />

l’oreille. J’ai beaucoup de peine<br />

à déchiffrer une partition!»<br />

Wilfrid Kummer se donne<br />

une « bonne dizaine d’années»<br />

pour progressivement passer<br />

la main et former la relève.<br />

«Mes enfants n’ont pas vraiment<br />

le feu sacré.» Mais Wilfrid<br />

Kummer reste optimiste:<br />

«L ’Arc jurassien compte assez<br />

de jeunes possédant les qualités<br />

requises pour exercer cette profession.»<br />

Au début, la formation<br />

est parfois frustrante. Mais dès<br />

qu’on a réussi à accorder seul<br />

son premier instrument, l’évidence<br />

saute aux yeux: accordeur<br />

de piano: «C’est le plus<br />

beau métier du monde!» n<br />

Charlotte Huldi, 64,<br />

nist für den «Prix Assitej»<br />

nominiert worden. Der<br />

Preis der Internationalen<br />

Vereinigung der Theater<br />

für junges Publikum würdigt<br />

das Engagement von<br />

Kulturschaffenden in den<br />

Sparten Tanz oder Theater<br />

für junge Leute. Die Mitbegründerin<br />

und künstlerische<br />

Leiterin des regionalen<br />

zweisprachigen Theaterzentrums<br />

für junges Publikum<br />

La Grenouille in Biel ist<br />

überrascht von der Nominierung.<br />

«Es gibt in dieser<br />

grossen Szene so viele, die<br />

diese wichtige Arbeit machen.»<br />

Huldi habe um das<br />

Grenouille-Kernteam ein<br />

Netzwerk von Kunstschaffenden<br />

aufgebaut, die an<br />

der mehrsprachigen Arbeit<br />

interessiert seien, so der<br />

Assitej-Vorstand. Gefreut<br />

hat die Regisseurin und<br />

Dozentin an der Hochschule<br />

der Künste Bern die<br />

schweizweite Medienarbeit<br />

von «Assitej», welche<br />

Theater für junge Leute als<br />

eigenständigen Kunstzweig<br />

der Öffentlichkeit bewusst<br />

mache. Die Vielleserin ist<br />

Mutter von zwei erwachsenen<br />

Töchtern, fährt begeistert<br />

E-Bike und spielt leidenschaftlich<br />

gerne Klavier. MM<br />

Alexandra MüllernStucki<br />

übernahm am<br />

1. Januar die Leitung der Generalagentur<br />

Biel der Mobiliar.<br />

Sie löst Daniel Tschannen, der<br />

diese 28 Jahre leitete und mit<br />

reduziertem Pensum für die<br />

Mobi tätig bleibt. Die 45-Jährige<br />

wuchs im Kanton Schwyz<br />

auf und machte bei einem<br />

Versicherungsmakler das KV.<br />

Sie blieb der Branche treu,<br />

absolvierte Weiterbildungen<br />

und übernahm Leitungsfunktionen.<br />

Vor vier Jahren kam<br />

Müller-Stucki als Verkaufsleiterin<br />

zur Mobiliar Chur. Ab<br />

2021 war sie am Hauptsitz in<br />

Bern als Regionenleiterin für<br />

Ostschweizer Generalagenturen<br />

verantwortlich. Nun<br />

der Wechsel nach Biel. «Mir<br />

und meinem Mann gefällt die<br />

Stadt, die Zweisprachigkeit,<br />

die Vielfalt der Leute, der See<br />

und die schöne Umgebung.»<br />

Zurzeit wohnt sie noch in der<br />

Nidaugasse und wird bald ins<br />

Beaumont Quartier ziehen.<br />

Müller-Stucki will Tschannens<br />

Arbeit «weiterführen und die<br />

Mobi weiterentwickeln». In<br />

ihrer Freizeit spielt sie Golf,<br />

reist zum Tauchen ans Meer<br />

oder fährt in Wengen Ski.<br />

Natürlich besuchte sie das<br />

Lauberhornrennen. «Vom<br />

Girmschbiel hat man eine<br />

tolle Sicht auf den Start. Strahlendes<br />

Wetter und der Sieg<br />

von Marco Odermatt machten<br />

den Tag perfekt.» HUA<br />

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PEOPLE<br />

Charlotte Huldi,<br />

n64 ans, a été nominée<br />

pour le «Prix Assitej».<br />

Ce prix de l’Association<br />

internationale des théâtres<br />

jeune public récompense<br />

l’engagement de créateurs<br />

dans les domaines de la<br />

danse ou du théâtre pour le<br />

jeune public. La cofondatrice<br />

et directrice artistique<br />

du centre théâtral régional<br />

et bilingue dédié au jeune<br />

public La Grenouille à<br />

Bienne est surprise par<br />

cette nomination. «Dans<br />

cette grande scène, il y a<br />

tellement de gens qui font<br />

ce travail important.» Selon<br />

le comité d’Assitej, Charlotte<br />

Huldi a créé autour de<br />

l’équipe centrale de la Grenouille<br />

un réseau d’artistes<br />

intéressés par le travail<br />

multilingue. La metteuse<br />

en scène et enseignante à<br />

la Haute école des arts de<br />

Berne s’est réjouie du travail<br />

médiatique d’«Assitej»<br />

dans toute la Suisse, qui<br />

fait prendre conscience au<br />

public que le théâtre pour<br />

jeunes gens est une branche<br />

artistique à part entière.<br />

Cette grande lectrice est<br />

mère de deux filles adultes,<br />

fait du vélo électrique avec<br />

enthousiasme et joue du<br />

piano avec passion. MM<br />

Alexandra MüllernStucki<br />

a pris la direction<br />

de l’agence générale de<br />

Bienne de La Mobilière. Après<br />

Daniel Tschannen, qui l’a<br />

dirigée pendant 28 ans et qui<br />

travaille à temps partiel à la<br />

Mobi. Cette femme de<br />

45 ans a grandi dans le canton<br />

de Schwyz et a obtenu<br />

son diplôme d’employée de<br />

commerce chez un courtier en<br />

assurances. Restée fidèle à la<br />

branche, elle a suivi des formations<br />

continues et assumé<br />

des fonctions de direction.<br />

Il y a quatre ans, Alexandra<br />

Müller-Stucki a rejoint La Mobilière<br />

Coire comme responsable<br />

des ventes. Dès 2021,<br />

elle est responsable régionale<br />

des agences générales de<br />

Suisse orientale au siège principal<br />

à Berne. Maintenant,<br />

changement à Bienne. «Mon<br />

mari et moi aimons la ville, le<br />

bilinguisme, la diversité des<br />

gens, le lac et le bel environnement.»<br />

Elle habite à la rue<br />

de Nidau mais s’installera à<br />

Beaumont. Elle veut «poursuivre<br />

le travail de Daniel<br />

Tschannen et développer la<br />

Mobi». Pendant ses loisirs, elle<br />

joue au golf, fait de la plongée<br />

en mer ou skie à Wengen.<br />

Elle a vu les courses du Lauberhorn.<br />

«Depuis le Girmschbiel,<br />

une vue imprenable sur le<br />

départ. Une journée parfaite<br />

avec le soleil et la victoire de<br />

Marco Odermatt» HUA<br />

PHOTO: JOEL SCHWEIZER<br />

HAPPY<br />

PHOTO: ZVG<br />

BIRTH<br />

DAY<br />

TO<br />

YOU<br />

n Samantha<br />

Dunning,<br />

Grossrätin PSR,<br />

Biel, wird am<br />

Mittwoch<br />

37-jährig;<br />

députée PSR,<br />

Bienne, aura<br />

37 ans mercredi.<br />

n Andreas<br />

Urweider,<br />

Pfarrer, Biel, wird<br />

am Mittwoch<br />

78-jährig;<br />

pasteur, Bienne,<br />

aura 78 ans<br />

mercredi.<br />

n Pierre-Yves<br />

Grivel, ehem.<br />

Grossrat (PRR),<br />

Biel, wird am<br />

Donnerstag<br />

71-jährig;<br />

ancien député<br />

(PRR), Bienne,<br />

aura 71 ans jeudi.<br />

n Peter<br />

Moser,<br />

ehemaliger,<br />

Kaufmann,<br />

Grossrat, Biel,<br />

wird am Donnerstag<br />

76-jährig;<br />

ancien entrepreneur<br />

de transport,<br />

ancien député ,<br />

Bienne, aura<br />

76 ans jeudi.<br />

n Christian<br />

Mathys, ehem.<br />

Gemeindepräsident,<br />

Walperswil,<br />

wird am Sonntag<br />

63-jährig; ancien<br />

maire, Walperswil,<br />

aura 63 ans<br />

dimanche.<br />

n Levin<br />

Koller, Stadtrat<br />

JUSO, Biel, wird<br />

am Sonntag<br />

30-jährig:<br />

«Ich werde einen<br />

Tag frei von Politik<br />

im Kreis meiner Familie,<br />

Freundinnen<br />

und Freunden<br />

geniessen.»;<br />

conseiller de ville,<br />

Bienne, aura<br />

30 ans dimanche:<br />

«Je vais profiter<br />

d’une journée<br />

sans politique,<br />

en compagnie de<br />

ma famille, de mes<br />

amis et amies.»<br />

n Eva<br />

Furrer-Haller,<br />

Organisatorin<br />

cinedolcevita, Biel,<br />

wird kommenden<br />

Montag 79-jährig;<br />

organisatrice<br />

cinedolcevita,<br />

Bienne, aura<br />

79 ans lundi<br />

prochain.<br />

n Georges<br />

Müller,<br />

ehemaliger<br />

Direktor<br />

Jaguar Land Rover<br />

Schweiz AG, Biel,<br />

wird kommenden<br />

Dienstag 75-jährig;<br />

ancien directeur<br />

Jaguar Land Rover<br />

Suisse SA, Bienne,<br />

aura 75 ans mardi<br />

prochain


12<br />

BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong> AGENDA<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

www.cinevital.ch KINOS/CINÉMAS PROGRAMM VOM/PROGRAMME DU 25.01.–31.01.<strong>2024</strong><br />

KINO/CINÉ FILM FSK/LÄNGE DO/JE FR/VE SA/SA SO/DI MO/LU DI/MA MI/ME<br />

Beluga ANYONE BUT YOU 12 (12) / 1<strong>04</strong> 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df 20:30 E/df<br />

Rex 2 ANYONE BUT YOU 12 (12) / 1<strong>04</strong> 20:30 E/df<br />

Apollo BON SCHUUR TICINO 6 (10) / 88 20:15 Ov/df 20:15 Ov/df<br />

Lido 2 BON SCHUUR TICINO 6 (10) / 88 15:00 Ov/df 15:00 Ov/df<br />

16:15 Ov/df 16:15 Ov/df 16:15 Ov/df 16:15 Ov/df 16:15 Ov/df<br />

17:15 Ov/df 17:15 Ov/df<br />

18:15 Ov/df 18:15 Ov/df 18:15 Ov/df 18:15 Ov/df 18:15 Ov/df<br />

20:30 Ov/df 20:30 Ov/df 20:30 Ov/df 20:30 Ov/df 20:30 Ov/df<br />

Beluga CARMEN - MET 23/24 - / 224 18:55 OV/f<br />

Lido 2<br />

DIE CHAOSSCHWESTERN<br />

UND PINGUIN PAUL 6 (6) / 100 14:00 D 14:00 D<br />

Rex 2 ELLA UND DER SCHWARZE JAGUAR - / 100 15:00 D 15:00 D<br />

Beluga IF ONLY I COULD HIBERNATE 10 (12) / 98 17:30 Ov/df 17:30 Ov/df 17:30 Ov/df<br />

Lido 2 IF ONLY I COULD HIBERNATE 10 (12) / 98 10:45 Ov/df<br />

Lido 1 JAKOBS ROSS 12 / 103 17:15 CH-D/df<br />

17:45 CH-D/df 17:45 CH-D/df 17:45 CH-D/df 17:45 CH-D/df 17:45 CH-D/df<br />

Beluga JOAN BAEZ - I AM NOISE 10 (12) / 113 14:30 E/df<br />

15:15 E/df<br />

Lido 1 LE VOYAGE A EILAT 16 (16) / 107 18:00 Ov/df<br />

Lido 1 MIGRATION - RAUS AUS DEM TEICH 6 (6) / 92 13:30 D 13:30 D<br />

15:00 F<br />

15:45 F 15:45 F<br />

Rex 1 MONSTER - KAIBUTSU 14 (16) / 121 17:00 Ov/df 17:00 Ov/df 17:00 Ov/df 17:00 Ov/df 17:00 Ov/df 17:00 Ov/df 17:00 Ov/df<br />

Apollo OPPENHEIMER 12 (12) / 180 19:30 E/df<br />

Beluga OPPENHEIMER 12 (12) / 180 17:00 E/df 17:00 E/df<br />

Rex 1 OPPENHEIMER 12 (12) / 180 19:30 E/df 19:30 E/df<br />

Apollo PERFECT DAYS 8 (14) / 123 17:00 Jap/d/f<br />

17:30 Jap/d/f 17:30 Jap/d/f 17:30 Jap/d/f 17:30 Jap/d/f 17:30 Jap/d/f 17:30 Jap/d/f<br />

Lido 1 PERFECT DAYS 8 (14) / 123 15:00 Jap/d/f 15:00 Jap/d/f 15:00 Jap/d/f 15:00 Jap/d/f<br />

Rex 1 POOR THINGS 16 / 141 20:00 E/df 20:00 E/df 20:00 E/df 20:00 E/df 20:00 E/df<br />

Rex 2 POOR THINGS 16 / 141 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df 17:15 E/df<br />

20:15 E/df 20:15 E/df<br />

schweizer premiere!<br />

Lido 1 RETOUR EN ALEXANDRIE 8 (12) / 93 en 1re suisse 20:15 ! Ov/df<br />

Lido 2 SC BERN - EHC BIEL LIVE<br />

„le bon film !<br />

ÜBERTRAGUNG IM KINO! 0 / 120 19:45 D<br />

Rex 1 STELLA. EIN LEBEN. lunch'kino 14 (14) 121 12:15 D 12:15 D 12:15 D 12:15 D 12:15 D 12:15 D 12:15 D<br />

Apollo THE BOY AND THE HERON 12 (12) / 124 20:15 Jap/d/f 20:15 Jap/d/f 20:15 Jap/d/f<br />

Apollo THE HOLDOVERS 12 (12) / 133 20:15 E/df<br />

Lido 1 THE HOLDOVERS 12 (12) / 133 20:15 E/df 20:15 E/df 20:15 E/df 20:15 E/df 20:15 E/df 20:15 E/df<br />

Rex 2 THE HOLDOVERS lunch'kino 12 (12) / 133 12:00 E/df 12:00 E/df 12:00 E/df 12:00 E/df 12:00 E/df 12:00 E/df 12:00 E/df<br />

Apollo<br />

THE HUNGER GAMES - THE BALLAD<br />

OF SONGBIRDS AND SNAKES 14 (16) / 157 14:00 E/df<br />

14:15 E/df<br />

Rex 2 THE PALACE 12 (12) / 100 20:15 E/df 20:15 E/df 20:15 E/df 20:15 E/df<br />

Rex 2 WISH 6 (6) / 95 15:00 D<br />

Rex 1 WONKA 6 (6) / 117 14:30 F 14:30 F 14:30 F<br />

Lido 2<br />

ZSC LIONS - EHC BIEL LIVE<br />

ÜBERTRAGUNG IM KINO! 0 / 120 19:45 D<br />

Lido 1 ZYKLUS PALLIATIV Biel-Bienne -<br />

BEING THERE 10 (10) / 95 10:30 E/df<br />

vorpremiere!<br />

en avant-première !<br />

„lunch‘kino“<br />

schweizer premiere!<br />

en 1re suisse !<br />

„le bon film !<br />

0900 900 921<br />

(CHF 0.80/Anruf + CHF 0.80/Min.)<br />

e<br />

Willkommen / Bienvenue<br />

in der<br />

à la Tissot Arena!<br />

27.01.<strong>2024</strong><br />

AUTOGRAMMSTUNDE<br />

SÉANCE D’AUTOGRAPHES<br />

MIT ARTIKELVERKAUF / AVEC VENTE D’ARTICLES<br />

!<br />

14h00<br />

– 15h00<br />

Cinedome Biel<br />

im / à<br />

WWW.SHOPPING-LES-STADES.CH<br />

o<br />

CentrePasquArt Seevorstadt 73, Faubourg du Lac<br />

032 322 71 01 • www.filmpodiumbiel.ch<br />

MADE IN<br />

SWITZERLAND<br />

Das aktuelle Schweizer Filmschaffen ist politisch, sinnlich,<br />

spielerisch, lustvoll, offensiv und bewegend.<br />

La création cinématographique suisse actuelle est politique,<br />

sensuelle, ludique, joyeuse, offensive et émouvante.<br />

18/01/24 - 27/02/24<br />

PREMIEREFILM / PREMIÈRES<br />

DIE ANHÖRUNG (L‘AUDITION)<br />

Lisa Gerig; CH 2023, 81‘, Ov/d,f<br />

Do/Je 25/01 19h00<br />

So/Di 28/01 18h00<br />

PREMIEREFILM / PREMIÈRES<br />

SMOKE SAUNA SISTERHOOD<br />

Anna Hints, EE 2023, 89’, Ov/d,f<br />

Fr/Ve 26/01 20h30<br />

Mo/Lu 29/01 18h00 DERNIÈRE<br />

PREMIEREFILM / PREMIÈRES<br />

RUÄCH - EINE REISE INS JENISCHE<br />

EUROPA / GADJO - UN VOYAGE DANS<br />

L’EUROPE YÉNICHE<br />

Andreas Müller, Simon Guy Fässler, Marcel<br />

Bächtiger, CH, 2022, 118‘, Ov/d,f<br />

Sa/Sa 27/01 18h00<br />

PREMIEREFILM / PREMIÈRES<br />

BIG LITTLE WOMEN<br />

Nadia Fares, CH/EG 2022, 86’, Ov/d,f<br />

Sa/Sa 27/01 20h30<br />

Di/Ma 30/01 19h00<br />

PREMIEREFILM / PREMIÈRES<br />

SHAYDA<br />

Noora Niasari, AU 2023, 117‘ Ov/d,f<br />

So/Di 28/01 10h30<br />

ZIMMERWALD<br />

Valeria Stucki, CH 2023, 66›, Dialekt/f<br />

So/Di 28/01 20h30<br />

PREMIEREFILM / PREMIÈRES<br />

RICARDO ET LA PEINTURE<br />

Barbet Schroeder, CH/FR 2023, 106’, F/d<br />

Mo/Lu 29/01 20h30<br />

l CINEDOME<br />

www.kitag.ch<br />

l AARBERG, ROYAL<br />

www.kino-aarberg.ch<br />

l GRENCHEN, PALACE<br />

KINOS<br />

«The Beekeeper», MI: 20.30.<br />

«Wish», MI: 16.00.<br />

«Raus aus dem Teich», MI: 14.00.<br />

l GRENCHEN, REX<br />

«Wo die Lüge hinfällt», MI: 20.15.<br />

l INS, INSKINO<br />

«Le Théorème de Marguerite»,FR/SA/SO: 20.00.<br />

«Vento di vita vera», SO: 17.00.<br />

l LYSS, APOLLO<br />

www.cinergie.ch<br />

Verstehen<br />

Sie Bärndütsch?<br />

Comprenez-vous<br />

le Bärndütsch?<br />

Gassehouer = viel gehörtes Lied /<br />

rengaine<br />

Schnuderhung = gemeiner Mensch /<br />

personne méchante,<br />

odieuse<br />

Laveri = redet viel dummes Zeug /<br />

déconneur<br />

Tschaupi = schwerfälliger Mensch /<br />

un lourdaud, maladroit<br />

tschudere = vor Kälte oder vor etwas<br />

grausamen schlottern /<br />

grelotter, frissonner<br />

bosge = etwas dummes anstellen /<br />

faire des bêtises<br />

Auflösung von Seite 6.<br />

Solution de la page 6.


BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong> AGENDA<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong> 13<br />

Das Jahreskonzert der Stadtmusik und des JUBIS beginnt und endet<br />

mit je einem Klassiker aus dem amerikanischen Showgeschäft.<br />

Zu Anfang lässt das JUBIS in der Muppet Show die «Puppen tanzen»,<br />

beenden wird das Konzert die Stadtmusik mit einem Ausschnitt<br />

aus «The Magnificent Seven» (Komposition Elmer Bernstein).<br />

Diesen Samstag um 19:30 Uhr im Kongresshaus Biel. Let’s go!<br />

l Biel/Bienne<br />

l Region/Région<br />

Deutsch in Schwarz<br />

français en gris<br />

24.01.<br />

MITTWOCH<br />

MERCREDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l KONGRESSHAUS,<br />

5. Sinfoniekonzert vom<br />

Sinfonie Orchester<br />

Biel Solothurn.<br />

«Meisterstücke».<br />

Leitung und Oboe<br />

Alexei Ogrintchouk. 19.30.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l RENNWEG 26,<br />

La Grenouille Theaterzentrum<br />

junges Publikum,<br />

«Playtim: Pack aus!».<br />

14.00.<br />

l LYSS, Kirchenfeldschulhaus.<br />

Theaterverein<br />

Lyss, «Ernst sein ist<br />

wichtig». 20.00.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l STADTBIBLIOTHEK,<br />

2. STOCK. «Lirum, Larum,<br />

Värslispiel». Hannah<br />

Aeschbacher. 10.00-10.30.<br />

25.01.<br />

DONNERSTAG<br />

JEUDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l CAFÉ<br />

DU COMMERCE,<br />

«Milde». 20.30.<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

«Bienna Session». 20.30.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l LYSS, Kirchenfeldschulhaus.<br />

Theaterverein<br />

Lyss, «Ernst sein ist wichtig».<br />

20.00.<br />

CINÉMAS<br />

l BÉVILARD, PALACE<br />

«Ciao-Ciao Bourbine», JE/DI: 20.00.<br />

«Corbeaux et Corneilles», VE: 18.00.<br />

«The Beekeeper», VE/SA: 20.30, DI: 17.00.<br />

l LA NEUVEVILLE, CINÉ<br />

«Ciao-Ciao Bourbine», ME/VE: 20.30.<br />

«Priscilla», SA/DI: 20.30.<br />

«Perfect Days», DI: 17.00, MA: 20.30.<br />

l MOUTIER, CINOCHE<br />

«Bonnard, Pierre et Marthe», ME/DI: 20.00, SA: 17.30.<br />

«Ciao Ciao Bourbine», JE: 20.00, VE/SA: 20.30,<br />

DI: 16.00.<br />

«La tresse», VE: 17.30.<br />

«Le Consentement», LU: 20.00.<br />

l SAINT-IMIER, ESPACE NOIR<br />

«Yannick», ME/JE/VE/SA/DI: 20.00. DI: 17.00.<br />

«Chonchon, le plus mignon des cochons», ME: 15.00.<br />

l TAVANNES, ROYAL<br />

«La Couleur Pourpre»,<br />

ME/JE/VE/MA: 20.00, SA: 21.00, DI: 16.30.<br />

«Ciao-Ciao Bourbine», ME/SA: 17.00, DI/LU: 20.00.<br />

«La Tresse», JE: 17.30, DI: 14.00.<br />

l TRAMELAN, CINÉMATOGRAPHE<br />

«Vivre avec les loups»,<br />

ME: 18.00, VE: 20.30. DI: 14.00, LU: 18.00.<br />

«May December»,<br />

ME: 20.00, VE: 18.00, DI: 17.00, LU: 20.00.<br />

«Monster – L’innocence», JE: 18.00, DI: 20.00.<br />

«The Beekeeper», JE: 20.30, SA: 21.00, MA: 20.15.<br />

«La Fabuleuse Histoire de la Conquête de l’Eau»,<br />

SA: 15.00, DI: 10.00.<br />

«La Croisière du Navigator», SA: 18.00.<br />

«Io Capitano», MA: 17.45.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l BIBLIOTHÈQUE DE<br />

LA VILLLE, à la salle des<br />

Revues, 1 er étage. Avec<br />

Arôme Rouge «Histoires<br />

Bleues et célestes». 19.00-<br />

19.45.<br />

l DER ORT, rue du<br />

Marché 34, «Moins c›est<br />

mieux: les défis intérieurs<br />

et les avantages de la<br />

sobriété». 19.00.<br />

l FARELSAAL, Antroposophische<br />

Gesellschaft,<br />

J. Kepler-Zweig und<br />

Rudolf Steiner Schule<br />

Biel. Vortrag mit Marcus<br />

Schneider, Basel, zum<br />

Thema «Leben mit Antroposophie-<br />

Ich-Bin-Worte:<br />

Schlüssel zur Biographie.».<br />

20.00.<br />

l INFO-ENTRAIDE BE,<br />

rue de la Gare 30, nouveau<br />

groupe de parole<br />

pour les victimes de violences<br />

sexuelles. Contact:<br />

032 323 05 55.<br />

l STADTBIBLIOTHEK,<br />

Mehrzwecksaal, 3. Stock,<br />

Erzählung mit Christine<br />

Rothenbühler. «Dr Hans<br />

ohni Angscht oder wie me<br />

Geischter bannt».<br />

17.30-18.15.<br />

l STADTBIBLIOTHEK,<br />

Shared Reading.<br />

18.30-20.00.<br />

l LYSS, KUFA, Halle,<br />

Coupe Romanoff, Mona<br />

Vetsch & Tom Gisler. 20.00.<br />

l NIDAU, Club Loge<br />

Seeschwalbe. Kubilay<br />

Türkylmaz, ehemaliger<br />

Fussballer der Schweizer<br />

Nati, im Gespräch mit<br />

Dominique Antenen.<br />

20.15.<br />

26.01.<br />

FREITAG<br />

VENDREDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l ELDORADO BAR,<br />

Smith and Smart, Lambretta<br />

DJ Squad. 22.00.<br />

l LE SINGE, «Eskorzo».<br />

Ready to rock! 21.00.<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

«Amber-Streichtrio».<br />

21.00.<br />

l NIDAU, Kreuz, Kilian<br />

Ziegler. Wortspiele am<br />

Siedepunkt. 20.30.<br />

l SAINT-IMIER, Espace<br />

Noir, Taverne, musique<br />

festive «Boboloco». 19.00.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l LYSS, Kirchenfeldschulhaus.<br />

Theaterverein<br />

Lyss, «Ernst sein ist wichtig».<br />

20.00.<br />

l LYSS, KUFA, Halle,<br />

Theaterverein Worben,<br />

«Trommeln über Mittag».<br />

20.00.<br />

l MOUTIER, Chantemerle,<br />

«Catch Impro»,<br />

SAE Théâtre. 20.00.<br />

27.01.<br />

SAMSTAG<br />

SAMEDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l COUPOLE, Reggae<br />

Salute. FreedomWarrior<br />

presents Silly Walks<br />

Discothek. 22.00.<br />

l LE SINGE, «Marc<br />

Ribot’s Ceramic Dog».<br />

Jazz ohne Grenzen.<br />

21.00.<br />

l KONGRESSHAUS,<br />

Jahreskonzert der Stadtmusik<br />

Biel und des JUBIS.<br />

19.30.<br />

l MANUFACTURE<br />

TOBS, 2. Bébékonzert,<br />

Ragtime & Jazz Tunes.<br />

14.00.<br />

l STADTBIBLIOTHEK,<br />

«Cymbalum und Balkan im<br />

Rampenlicht». 16.00.<br />

l STUDEN, Kultur &<br />

wunderBar, H2, «Zwöierlei»,<br />

Berner Chansons.<br />

20.00.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l BÜREN, Kellertheater<br />

Lindenhof, SiJamais -<br />

POSTHUM, «Drei Frauen<br />

beissen ins Gras».20.00.<br />

l LYSS, Kirchenfeldschulhaus.<br />

Theaterverein<br />

Lyss, «Ernst sein ist wichtig».<br />

20.00.<br />

l LYSS, KUFA, Halle,<br />

Theaterverein Worben,<br />

«Trommeln über Mittag».<br />

20.00.<br />

l MOUTIER, Chantemerle,<br />

Cie Vol de Nuit,<br />

«Tournoi d’improvisation».<br />

20.00.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

Podiumsdiskussion über<br />

den gesellschaftlichen<br />

Wandel in Biel.<br />

17.00-20.30.<br />

l AARBERG, Hotel Krone,<br />

Saal, restaurierter und<br />

digitalisierter Film «750<br />

Jahre Aarberg». 16.00.<br />

Eintritt frei.<br />

28.01.<br />

SONNTAG<br />

DIMANCHE<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l PASQUART KIRCHE,<br />

Société Philharmonique de<br />

Bienne, mit Nelson Goerner<br />

am Klavier. 17.00.<br />

l BELLMUND, La Prairie,<br />

«Découvertes La Prairie»,<br />

Valeria Curti, Fagott; Seif<br />

El Din Sherif, Klavier. 17.00.<br />

l BUSSWIL, Kirchliches<br />

Zentrum, «Romantik meets<br />

Jazz», Kammermusikkonzert.<br />

17.00.<br />

l EVILARD,<br />

«Du Lyôba à l’opéra».<br />

17.00.<br />

l KAPPELEN, Kirche,<br />

«Famoosbrass», eine musikalische<br />

Reise durch<br />

500 Jahre Musikgeschichte.<br />

19.00.<br />

l NIDAU, Kreuz,<br />

«Cadenza <strong>2024</strong>», Konzertreihe<br />

der Musikschule Biel.<br />

17.00.<br />

l TWANN, Kirche,<br />

Konzertkommission<br />

Pilgerweg Bielersee.<br />

«Eile mit Weile» mit<br />

Musik, Konzeptstücken<br />

und Papier. 17.30.<br />

THEATER<br />

THÉÂTRE<br />

l BURG, Opernsaal,<br />

Playtime, «Si...». 15.00.<br />

l LYSS, KUFA, Halle,<br />

Theaterverein Worben,<br />

«Trommeln über Mittag».<br />

15.00.<br />

l MOUTIER,<br />

Chantemerle, «Tournoi<br />

d’Improvisation»,<br />

Cie Vol de Nuit. 17.00.<br />

La Musique de la Ville de Bienne tient son concert annuel<br />

samedi soir au Palais des Congrès. L’Ensemble des jeunes<br />

ouvrira la soirée en faisant danser les marionnettes en<br />

référence au Muppet Show, puis la fanfare interprétera<br />

des extraits de la musique du film «Les Sept Mercenaires»<br />

composée par Elmer Bernstein.<br />

MEIN AUSGEHTIPP<br />

MA SORTIE<br />

Michèle<br />

Mutti<br />

«,Die Liebe ist ein<br />

wilder Vogel!’ Die<br />

wohl berühmteste<br />

Arie aus Georges<br />

Bizets Oper Carmen<br />

wird derzeit<br />

an der Metropolitan<br />

Opera, auch<br />

,Met’ genannt, im Big Apple aufgeführt.<br />

Die ganze Oper sehen und hören Daheimgebliebene<br />

im Kino Beluga in Biel<br />

anlässlich einer Liveübertragung. Die realistische<br />

Milieuschilderung, Dramatik und<br />

schicksalhafte Tragik machten Carmen zu<br />

einem Vorläufer des Verismo (Italienisch<br />

für Realismus). Wegen dieser vom Publikum<br />

als ,krass’ empfundenen Handlungsdarstellung<br />

wurde die Uraufführung am<br />

3. März 1875 in der Opéra-Comique in Paris<br />

eher ablehnend aufgenommen. Ein Grund<br />

mehr, sich eine eigene Meinung dazu zu<br />

machen. Diesen Samstag um 19 Uhr mit<br />

einem Stückchen New York in Biel.»<br />

«L’amour est un oiseau rebelle!» L’aria sans<br />

doute la plus célèbre de l’opéra Carmen<br />

de Georges Bizet est actuellement jouée<br />

au Metropolitan Opera, dans la Grosse<br />

Pomme. Mais on peut aussi y assister<br />

au cinéma Beluga à Bienne, à l’occasion<br />

d’une retransmission en direct. La description<br />

réaliste du milieu, le drame et<br />

la tragédie fatale ont fait de Carmen un<br />

précurseur du vérisme (courant littéraire<br />

italien signifiant réalisme). En raison de<br />

cette représentation de l’intrigue, jugée<br />

‘crue’ par le public, la première représentation<br />

de Carmen le 3 mars 1875 à<br />

l’Opéra-Comique de Paris a été plutôt mal<br />

accueillie. Une raison de plus pour se faire<br />

sa propre opinion de l’opéra comique le<br />

plus joué au monde. Samedi à 19 heures,<br />

un parfum de New York à Bienne.»<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

Brigitte Hirsig erzählt<br />

Märchen und improvisiert<br />

Geschichten. Hans Koch,<br />

Klarinette. 20.30.<br />

l TISSOT ARENA,<br />

EHC Biel-Bienne -<br />

SCL Tigers. 20.00.<br />

30.01.<br />

DIENSTAG<br />

MARDI<br />

KONZERTE<br />

CONCERTS<br />

l LITERATURCAFÉ,<br />

«Mardi Jazz» mit Daniel<br />

Cerny. Treffpunkt, Musik<br />

und Lesegenuss,<br />

Diskussionen. 19.30.<br />

UND<br />

AUSSERDEM ...<br />

DE PLUS...<br />

l STADTBIBLIOTHEK,<br />

Vortrag/conférence d/f mit<br />

dem Forum du bilinguisme<br />

und Erich Fehr. «Ich wohne<br />

in einer zweisprachigen<br />

Stadt.»/J’habite une ville<br />

bilingue. Moderation:<br />

Virginie Borel. 19.00.<br />

NATUR SCHULE SEE LAND<br />

26 janvier: Feu et cuisine sauvage soirée découverte<br />

17.00-21.30.<br />

27. Januar:<br />

Gefiederte Wintergäste 08.00-11.00. Exkursion.<br />

27 janvier:<br />

Sur la piste de nos animaux sauvages 09.30-16.00.<br />

Info und Anmeldung obligatorisch/info et inscription<br />

obligatoire: www.natur-schule-see-land.ch<br />

agenda.bielbienne@bcbiel.ch<br />

Informationen über Veranstaltungen vom<br />

31. Januar bis 6. Februar <strong>2024</strong><br />

müssen bis spätestens<br />

am Donnerstag, 25. Januar, 10.00 Uhr<br />

auf der Redaktion sein.<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

EXPOSITIONS<br />

NEUE AUSSTELLUNGEN:<br />

NOUVELLES EXPOSITIONS:<br />

l DER ORT, Marktgasse 34.<br />

«Rétrospective Monique Chauvi».<br />

Vernissage: 27.1., 17.00-20.00.<br />

MO-FR: 11.00-18.00. Bis 24. Februar.<br />

l KRONE, «Pink Hawk Down», Felix Stöckle.<br />

Vernissage: 26.1., 18.00. 21.30 DJ Mestrotchang.<br />

DO/FR: 15.00-18.00, SA: 11.00-18.00. Bis 3. März.<br />

l LAGO LODGE, Bilderausstellung Fränzi Zinniker.<br />

Bis April.<br />

l LOKAL-INT, Nick Podgurski, New York;<br />

Kopfhoerer proposé par Laurent Güdel & Lionel Gafner.<br />

DO, 25.01.: 19.30.<br />

l TRAMELAN, CIP, Numa Sutter,<br />

Vernissage: 26 janvier 18.00. VE: 18.00-23.00,<br />

SA: 14.00-23.00, DI: 14.00-18.00. Jusqu'au 28 janvier.<br />

WEITERHIN GEÖFFNET:<br />

TOUJOURS À L’AFFICHE:<br />

l BENEVOL KANTON BERN, Bahnhofstrasse 30,<br />

Werke von Vasilis Georgas. Anmeldung erwünscht.<br />

Dauerausstellung.<br />

l GEWÖLBE GALERIE, «Coups de Cœur».<br />

Winterausstellung - finde dein Lieblingsstück.<br />

Quer durch vergangene Themenausstellungen.<br />

13.1.-3.2.: Eve Monnier,<br />

21.2.-9.3.: Esther Wildbolz.<br />

14.00-17.00. Integrierte Wechselausstellungen.<br />

l NMB, «Röstigraben». Biel und der Röstigraben.<br />

Dauerausstellung.<br />

l NMB, «150 Jahre Museum Schwab». Garten Eden und<br />

Zukunftsstadt, Philippe Robert, Ernst Kuhn und der<br />

Bahnhof Biel von 1923. Bis 25. Februar <strong>2024</strong>.<br />

l MOUTIER, Galerie du Passage, Collection Passage<br />

extraits. ME-VE: 15.00-18.00. Jusqu’au 18 février.<br />

l PASQUART KUNSTHAUS, Cantonale Berne Jura 2023.<br />

MI: 12.00-18.00, DO: 12.00-20.00,<br />

FR: 12.00-18.00, SA/SO: 11.00-18.00.<br />

Bis 4. Februar.<br />

l SAINT-IMIER, La Roseraie, «Milieux naturels et<br />

urbains de notre région», photographiés par<br />

Timir Gagnebin. De 09.00-18.00 tous les jours.<br />

Jusqu’au 30 avril <strong>2024</strong>.<br />

l SAINT-IMIER, Espace Noir, «De la terre à la terre».<br />

Lucas Dubuis et Dominique Theurillat.<br />

Jusqu’au 9 février.<br />

Les informations concernant les événements<br />

du 31 janvier au 6 février <strong>2024</strong><br />

doivent parvenir à la rédaction<br />

au plus tard jeudi 25 janvier à 10h00.


14<br />

BIEL BIENNE 23. JANUAR <strong>2024</strong><br />

CINÉMA<br />

BIEL BIENNE 23 JANVIER <strong>2024</strong><br />

Science-Fiction-Komödie mit<br />

Emma Stone als Kindfrau.<br />

VON<br />

LUDWIG<br />

HERMANN<br />

Wer wird <strong>2024</strong> Nachfolger<br />

von «Barbie» und «Oppenheimer»<br />

in der Gunst des<br />

Kinopublikums? Wer schafft<br />

es dieses Jahr an die Spitze<br />

der Rangliste? Ein Kandidat<br />

könnte «Poor Things» sein.<br />

Ein Leinwanderlebnis, das<br />

alles mitbringt, um ein Publikum,<br />

das extravagante Kost<br />

liebt, zu faszinieren.<br />

Parodie. «Poor Things»<br />

vom griechischen Regisseur<br />

Yórgos Lánthimos («The Favourite»)<br />

basiert auf dem<br />

gleichnamigen Gruselroman<br />

von Alasdair Gray (deutscher<br />

Titel: «Arme Dinger») und ist<br />

eine Variation der Frankenstein-Story<br />

– die Mär vom<br />

halb wahnsinnigen Professor<br />

und seinem Monster. Mit<br />

dem Unterschied, dass Yórgos<br />

Lánthimos hier die Rollen der<br />

Akteure vertauscht.<br />

Im Mittelpunkt von «Poor<br />

Things» steht eine junge Frau<br />

(grandios: Emma Stone), die<br />

im viktorianischen England<br />

des 19. Jahrhunderts von den<br />

Toten «aufersteht». Als lebensmüde<br />

Schwangere springt sie<br />

eines Tages von der Londoner<br />

Tower Bridge in die Themse. Ihr<br />

Körper kommt ins Labor von<br />

Godwin «God» Baxter, einem<br />

Arzt, der sie zu retten versucht.<br />

Elektroschock. Dr. Baxter<br />

(erschreckend: Willem Dafoe)<br />

ist entstellt, ähnelt dem Frankenstein-Monster<br />

und benutzt<br />

seltsame medizinische Behandlungsmethoden.<br />

Er ersetzt das<br />

Gehirn der Toten durch das des<br />

ungeborenen Kindes, lädt den<br />

Leichnam per Elektroschock<br />

und voilà: Baxters «Kunstwerk»<br />

aufersteht, wird fortan Bella<br />

genannt – eine junge Frau, die<br />

das geistige Alter eines Kleinkindes<br />

besitzt. Sie torkelt wie<br />

eine Zweijährige, spuckt Essen<br />

aus, zerschlägt Geschirr, lernt<br />

fünfzehn neue Worte pro Tag<br />

und das Auffallendste: Bella ist<br />

sexuell unersättlich.<br />

Da Baxters Assistent Max<br />

(Ramy Youssef) als Liebhaber<br />

nichts taugt (zu schüchtern),<br />

springt Lebemann Duncan<br />

Wedderburn (Mark Ruffalo) in<br />

die Lücke. Er erfüllt Bellas Sex-<br />

Wünsche mit Eifer (alles reell<br />

gezeigt), nimmt sie mit auf eine<br />

erotische Europa-Reise, und<br />

da geschieht etwas Unerwartetes:<br />

Das Wesen der Gehirnoperierten<br />

Bella beginnt zu<br />

reifen. Die Kindfrau entwickelt<br />

Poor Things HHH(H)<br />

plötzlich ein soziales Gewissen,<br />

durchschaut Duncans Selbstgefälligkeit,<br />

trennt sich von<br />

ihm und beginnt ihr eigenes,<br />

selbstbestimmtes Leben.<br />

Applaus. An den Golden<br />

Globe Awards <strong>2024</strong> wurde<br />

Emma Stone als beste Hauptdarstellerin<br />

ausgezeichnet,<br />

Regisseur Yórgos Lánthimos<br />

erhielt den Preis für den besten<br />

Film (beide in der Kategorie<br />

Musical oder Comedy). In Venedig<br />

holte «Poor Things»<br />

den «Goldenen Löwen».<br />

Eindrücklicher als der Hauptpreis:<br />

Nach der Premiere<br />

wurde der Film vom Publikum<br />

mit einem über zehnminütigen<br />

Applaus bedacht.<br />

«Poor Things» im neuen<br />

Jahr der Nachfolger von den<br />

2023er-Hits «Barbie» und «Oppenheimer»?<br />

Das letzte Wort<br />

hat das Kinopublikum. n<br />

PAR<br />

LUDWIG<br />

HERMANN<br />

Comédie de<br />

science-fiction<br />

avec Emma Stone<br />

en femme-enfant.<br />

Qui succèdera à «Barbie» et<br />

«Oppenheimer» en <strong>2024</strong> dans les<br />

faveurs du public de cinéma? Qui<br />

parviendra à se hisser en tête du<br />

classement cette année? Un candidat<br />

pourrait être «Poor Things».<br />

Une expérience sur grand écran<br />

qui a tout pour fasciner un public<br />

amateur d’extravagance.<br />

Darsteller/Distribution: Emma Stone,<br />

Willem Dafoe, Mark Ruffalo,<br />

Ramy Youssef, Hanna Schygulla<br />

Regie/Réalisation:<br />

Yórgos Lánthimos (2023)<br />

Dauer/Durée: 141 Minuten/141 minutes<br />

Im Kino/Au cinéma: REX 1 & 2<br />

Emma Stone in der<br />

Rolle der liebestollen<br />

Bella Baxter.<br />

Emma Stone incarne Bella<br />

Baxter, femme-enfant<br />

folle d’amour.<br />

Parodie. «Poor Things» du<br />

réalisateur grec Yórgos Lánthimos<br />

(«The Favourite») est<br />

basé sur le roman d’horreur<br />

éponyme d’Alasdair Gray (titre<br />

français : «Pauvres Créatures»)<br />

tout en étant une variation de<br />

l’histoire de Frankenstein – le<br />

conte du professeur à moitié<br />

fou et de son monstre. À la différence<br />

que Yórgos Lánthimos<br />

inverse ici les rôles.<br />

Au centre de «Poor Things»<br />

se trouve une jeune femme<br />

(grandiose: Emma Stone) qui<br />

«ressuscite» d’entre les morts<br />

dans l’Angleterre victorienne<br />

du XIX E siècle. Enceinte et fatiguée<br />

de vivre, elle se jette un<br />

jour dans la Tamise depuis le<br />

Tower Bridge de Londres. Son<br />

corps arrive dans le laboratoire<br />

de Godwin «God» Baxter, un<br />

médecin qui tente de la sauver.<br />

Électrochoc. Le Dr Baxter<br />

(terrifiant: Willem Dafoe)<br />

est défiguré, ressemble au<br />

monstre de Frankenstein et<br />

utilise d’étranges méthodes de<br />

traitement médical. Il remplace<br />

le cerveau de la morte par celui<br />

de l’enfant à naître, charge le<br />

cadavre par électrochoc et<br />

voilà: Le «chef-d’œuvre» de<br />

Baxter ressuscite, on l’appelle<br />

désormais Bella – une jeune<br />

femme qui a l’âge mental<br />

d’un petit enfant. Elle titube<br />

comme un enfant de deux ans,<br />

crache de la nourriture, casse<br />

de la vaisselle, apprend quinze<br />

nouveaux mots par jour et,<br />

surtout, Bella est sexuellement<br />

insatiable.<br />

Comme l’assistant de<br />

Baxter, Max (Ramy Youssef),<br />

n’est pas un bon amant (trop<br />

timide), le bon vivant Duncan<br />

Wedderburn (Mark Ruffalo)<br />

s’engouffre dans la brèche.<br />

Il satisfait les désirs sexuels<br />

de Bella avec zèle (tout est<br />

montré en vrai), l’emmène<br />

dans un voyage érotique en<br />

Europe, et c’est là que quelque<br />

chose d’inattendu se produit:<br />

la nature de Bella, opérée du<br />

cerveau, commence à mûrir. La<br />

femme-enfant développe soudain<br />

une conscience sociale,<br />

voit clair dans la suffisance<br />

de Duncan, se sépare de lui<br />

et détermine désormais sa<br />

propre vie.<br />

Ovations. Lors des Golden<br />

Globe Awards <strong>2024</strong>, Emma<br />

Stone a reçu le prix de la meilleure<br />

actrice et le réalisateur<br />

Yórgos Lánthimos le prix du<br />

meilleur film (tous deux dans<br />

la catégorie comédie musicale<br />

ou comique). À Venise, «Poor<br />

Things» a remporté le «Lion<br />

d’or». Plus impressionnant<br />

encore que ce prix: après la première,<br />

le film a été ovationné<br />

par le public pendant plus de<br />

dix minutes.<br />

«Poor Things» en cette nouvelle<br />

année, successeur des succès<br />

de 2023 «Barbie» et «Oppenheimer»?<br />

Le public des salles obscures<br />

aura le dernier mot. n<br />

Ein ungewöhnliches<br />

Stück Kino<br />

aus Estland.<br />

VON MARIO CORTESI<br />

Es sieht fast aus wie ein<br />

verstecktes Hexenhäuschen.<br />

Mitten in der winterlichen, einsamen<br />

estländischen Waldlandschaft<br />

gehört es wie die andern<br />

Rauchsaunen zum immatriellen<br />

UNESCO-Kulturerbe.<br />

Die Bewohner des alten<br />

Holzhauses sind eigentlich<br />

Gäste: Eine Handvoll mittelalterliche<br />

Frauen, verlassen<br />

und von Angst geplagt,<br />

versuchen ihre Würde, ihre<br />

Stärke, ihr Selbstbewusstsein<br />

in einem traditionellen Reinigungsritual<br />

zurückzugewinnen.<br />

Nackt in der Sauna,<br />

entblössen sie auch ihre<br />

Seele, ihre Vergangenheit,<br />

ihre nicht erfüllten Wünsche.<br />

Schönheitsideale. In der<br />

warmen Saunaluft und in einer<br />

mystischen Stimmung legen<br />

sie auch jegliche Scham über<br />

ihren unförmigen Körper ab,<br />

sprechen offen über verführerische<br />

Schönheitsideale und<br />

über traumatische Erlebnisse.<br />

Erinnern sich an fehlgegangene<br />

Liebschaften, an sexuelle Übergriffe<br />

von Männern, an eine<br />

plötzliche lesbische Liebe.<br />

Erschütternd, wenn eine<br />

Frau erzählt, wie sie ihr<br />

totgeborenes Kind nicht durch<br />

Kaiserschnitt, sondern richtig<br />

gebären wollte und dann so<br />

lange wärmend in den Armen<br />

hielt, bis es langsam erkaltete.<br />

Oder die Frau, die als<br />

Jugendliche von einem sehr<br />

alten Mann vergewaltigt wurde<br />

und immer noch unter diesem<br />

schrecklichen Erlebnis leidet. Die<br />

Frauen, die ihr Inneres entblössen,<br />

sitzen auf russgeschwärzten<br />

Planken, peitschen sich gegenseitig<br />

mit Laubwedeln.<br />

Smoke Sauna Sisterhood HHH<br />

Entwaffnende Offenheit.<br />

Die 41-jährige estnische Filmemacherin<br />

Anna Hints hat ein<br />

Jahr lang die Gruppe Frauen,<br />

die sich regelmässig in diesem<br />

verlassenen Waldhaus trifft,<br />

für ihren Dokumentarfilm begleitet.<br />

Zu einer zusammengeschweissten<br />

Gemeinschaft<br />

geworden, erzählen die Frauen<br />

mit entwaffnender Offenheit<br />

von ihren Schicksalsschlägen,<br />

ihren Schmerzen und ihren<br />

seelischen Wunden. Es ist ein<br />

ungewöhnliches Stück Kino,<br />

esoterisch angehaucht, aber<br />

realistisch, tabufrei, ehrlich,<br />

aber auch erschütternd. Mit<br />

dem europäischen Filmpreis<br />

für den besten Dokumentarfilm<br />

ausgezeichnet, erhielt das<br />

Werk am legendären Filmfestival<br />

von Sundance den Preis<br />

für die beste Regie. n<br />

Frauen<br />

nackt<br />

untereinander:<br />

Keine<br />

Scheu,<br />

alles zu<br />

erzählen.<br />

Femmes<br />

nues entre<br />

elles:<br />

aucune<br />

crainte<br />

de tout<br />

raconter.<br />

Un documentaire<br />

inhabituel en provenance<br />

d’Estonie.<br />

PAR MARIO CORTESI<br />

Elle ressemble presque à<br />

une petite maison de sorcière<br />

cachée. Au milieu du paysage<br />

hivernal et isolé de la forêt<br />

estonienne, elle fait partie,<br />

comme les autres saunas, du<br />

patrimoine culturel immatériel<br />

de l’UNESCO.<br />

Les habitants de la vieille<br />

maison en bois sont en fait<br />

des invités: une poignée de<br />

femmes de tous âges, abandonnées<br />

et rongées par la<br />

peur, tentent de retrouver<br />

leur dignité, leur force et<br />

leur confiance en elles dans<br />

un rituel de purification<br />

traditionnel. Nues dans le<br />

Ein Film von<br />

Anna Hints<br />

(2023).<br />

Im Filmpodium.<br />

Aufführungszeiten<br />

beachten.<br />

Un film<br />

d’Anna Hints (2023).<br />

Au Filmpodium.<br />

Consultez les horaires<br />

de projection.<br />

sauna, elles mettent aussi à<br />

nu leur âme, leur passé, leurs<br />

désirs inassouvis.<br />

Idéaux de beauté. Dans<br />

l’air chaud du sauna et dans une<br />

ambiance mystique, elles se débarrassent<br />

aussi de toute honte<br />

concernant leur corps difforme,<br />

parlent ouvertement d’idéaux<br />

de beauté séduisants et d’expériences<br />

traumatisantes. Elles se<br />

souviennent d’amours contrariées,<br />

d’agressions sexuelles de<br />

la part d’hommes, d’un amour<br />

lesbien soudain.<br />

Bouleversant, lorsqu’une<br />

femme raconte comment elle<br />

a voulu donner naissance à<br />

son enfant mort-né non pas<br />

par césarienne mais correctement,<br />

puis l’a tenu dans ses<br />

bras, bien au chaud, jusqu’à ce<br />

qu’il refroidisse lentement. Ou<br />

cette femme qui, adolescente,<br />

a été violée par un homme<br />

HHHH ausgezeichnet / excellent<br />

HHH sehr gut / très bon<br />

HH gut / bon<br />

H Durchschnitt / médiocre<br />

– verfehlt / nul<br />

très âgé et que ronge encore<br />

cette terrible expérience. Les<br />

femmes, qui mettent leur intérieur<br />

à nu, sont assises sur des<br />

planches noircies par la suie, se<br />

fouettent mutuellement avec<br />

des branchages.<br />

Franchise désarmante.<br />

La réalisatrice estonienne Anna<br />

Hints, 41 ans, a suivi pendant<br />

un an ce groupe de femmes<br />

qui se réunit régulièrement<br />

dans cette maison forestière<br />

abandonnée pour son documentaire.<br />

Devenues une communauté<br />

soudée, ces femmes<br />

racontent avec une franchise<br />

désarmante leurs coups du sort,<br />

leurs douleurs et leurs blessures<br />

psychiques. C’est un film inhabituel,<br />

aux accents ésotériques,<br />

mais réaliste, sans tabou, honnête,<br />

mais aussi bouleversant.<br />

Récompensée par le prix du<br />

film européen pour le meilleur<br />

documentaire, l’œuvre a reçu<br />

le prix de la meilleure mise en<br />

scène au légendaire festival du<br />

film de Sundance. n<br />

AUF EINEN BLICK … EN BREF…<br />

Mario<br />

Cortesi<br />

Ludwig<br />

Hermann<br />

l Oppenheimer (Apollo, Beluga, Rex 1) HHHH HHHH<br />

l The Holdovers (Lido 1, Rex 2) HHHH HHH(H)<br />

l Perfect Days (Apollo, Lido 1) HHHH HHH(H)<br />

l Joan Baez – I Am a Noise (Beluga) HHHH HHH<br />

l The Boy & the Heron (Apollo) HHH (H) HHH (H)<br />

l The Palace (Rex 2) HHH HHH<br />

l Jakobs Ross (Lido 1) HHH HHH<br />

l If Only I Could ... (Beluga, Lido 2) HHH<br />

l Monster (Rex 1) HH(H) HHH<br />

l Bon Schuur Ticino (Lido 2) HH HH<br />

Biel Bienne-Bewertung / Cote de Biel Bienne: HHHH ausgezeichnet / excellent HHH sehr gut / très bon HH gut / bon H Durchschnitt / médiocre – verfehlt / nul

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