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HändlerInnen kommen. Das ist praktisch der wichtigste Teil<br />
vom ganzen Tag. Jeder Markttag ist anders. Die ersten Stände<br />
muss man einfach richtig platzieren, damit alle anderen<br />
auch Platz haben. Außerdem muss man die Feuerwehrgasse,<br />
Rettungswege und alles berücksichtigen. Daneben<br />
ist noch die ganze Büroarbeit. Wir bearbeiten alles selbst:<br />
Abrechnungen, Bewerbungen. Dann haben wir immer<br />
wieder Baustellen. Z. B. hatten wir heute eine Hubsteigerbefahrung,<br />
da musste ich den ganzen Markt umstellen. Den<br />
ganzen Tag hat man mit Themen rund um den Markt zu<br />
tun. Nächsten Samstag z. B. sind die Fashion & Food Days,<br />
da sind wir auch involviert. Und wir sind zuständig für das<br />
Freiburger Weinfest. Das machen wir komplett vom Markt<br />
aus mit unserer Abteilung, wir sind da vier, fünf Leute. Das<br />
ist schon fordernd. Für die Weihnachtsbeleuchtung sind wir<br />
auch zuständig. Es ist ein ganz breites Spektrum. Und dann<br />
hilft man noch anderen Abteilungen, wenn es passt.<br />
Foto: E. Peters<br />
IM GESPRÄCH MIT...<br />
Walter Drayer<br />
Wer von Ihnen schlendert auch so gerne morgens über<br />
den Münstermarkt? Es bietet sich ein wunderschön<br />
buntes Bild und überall laden Gerüche und Farben zum<br />
Genießen und Kaufen ein… Aber hat von Ihnen schon mal<br />
jemand überlegt, wer für die Gesamtorganisation zuständig<br />
ist? Ohne die fleißigen MarktmeisterInnen geht<br />
nämlich nichts! Schon ab 6 Uhr morgens sind sie auf den<br />
Beinen vor Ort, noch bevor die Bauern, Bäuerinnen und<br />
HändlerInnen sich einfinden. Wir stellen Ihnen einen der<br />
Marktmeister heute vor: Walter Drayer, der dieses Jahr<br />
sein 10-jähriges Berufsjubiläum feiert.<br />
Willkommen bei uns und Glückwunsch zum 10-jährigen<br />
Dienstjubiläum! Wie geht es Dir heute?<br />
Ausgesprochen gut! Es ist heute auch wieder tolles Wetter,<br />
und nach zehn Jahren kann ich sagen, dass mir meine<br />
Arbeit immer noch Spaß macht.<br />
Was sind Deine Hauptaufgaben als Marktmeister, wofür<br />
bist Du zuständig?<br />
Wir sind für die ganze Orga des Münstermarkts zuständig.<br />
Das fängt morgens an um sechse, wenn die ersten<br />
Wie sieht ein typischer Arbeitstag bei Dir aus?<br />
Ich fange morgens um sechse rum an und mache zuerst die<br />
Stromkästen auf. Dann trudeln ja schon die ersten MarktbeschickerInnen<br />
ein. Die stellt man dann richtig und nach<br />
und nach hat man den ganzen Markt voll, wenn es richtig<br />
ist. Das variiert mit den Jahreszeiten. Die Stände werden<br />
nach Quadratmeter abgerechnet. Manche Stände variieren<br />
täglich in der Größe. Ich halte deshalb die Größe fest.<br />
Dann kommt die Arbeit im Büro, die ganzen Abrechnungen,<br />
Bewerbungen bearbeiten usw. Am Schluss während des<br />
Abbaus muss man auf der Fläche wieder präsent sein, da<br />
hat man ja Fahrzeugverkehr und viel Publikum. Es gibt bei<br />
uns auch noch einen Nachmittagsmarkt, da ist dann eine<br />
Übergabe wichtig. Stellt Euch ein SC-Spiel mit vielen Fans<br />
im Stadion vor und nach Abpfiff kommen gleich die Leute<br />
rein fürs Rockkonzert ohne Übergabe. Das ist immer sehr<br />
spannend, die Übergabe am Schluss, wenn die Nachmittagsstände<br />
reinkommen.<br />
Wie viele Betriebe verkaufen momentan ihre Produkte<br />
auf dem Münstermarkt?<br />
Wenn alle da sind, sind es 110 bis 120 Stände.<br />
Kennst Du jeden davon persönlich?<br />
Die meisten, mit Vor- und Nachnamen.<br />
Wie ist das Verhältnis von Bio zu Nicht-Bio?<br />
Bio wird seit Corona durch den Kostendruck weniger nachgefragt.<br />
Die Bio-Händler klagen etwas über Absatzrückgänge,<br />
weil die Preise halt schon um einiges höher sind.<br />
Momentan wird eher wieder die herkömmliche Ware eingekauft.<br />
Was man allerdings sagen muss: Auf dem Münstermarkt<br />
haben wir viele Betriebe, die nicht zertifiziert sind,<br />
weil das einfach zu teuer ist, das kostet ja Unsummen an<br />
Geld. Eigentlich haben wir viel mehr Biobetriebe als es den<br />
Anschein macht. Die kleinen Betriebe sind nicht zertifiziert,<br />
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FREIeBÜRGER 10 | 2023