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Jahrhunderts gewannen sie mal die Europameisterschaft<br />
und ansonsten mal hier und dort eine Bronzemedaille.<br />
Umso mehr hat es mich überrascht, dass die deutsche<br />
Mannschaft mit dem Ziel Halbfinale in das Turnier gestartet<br />
ist. Dass am Ende der Weltmeistertitel herausspringt,<br />
ist nun natürlich eine Sensation. Nach dem Sieg sprachen<br />
einige Spieler den Wunsch aus, dass durch den Titel<br />
ein Basketball-Boom in Deutschland aufkommt und eine<br />
neue goldene Generation heranwächst. Das wäre super,<br />
doch noch besser wäre es, wenn die Herren Sportfunktionäre<br />
in Deutschland zugesehen und zugehört haben und<br />
in dieser Sportart auch endlich eine vernünftige Nachwuchsförderung<br />
ankurbeln.<br />
Hallöchen, liebe Sportfreunde,<br />
da bin ich wieder! Der Urlaub ist vorbei, das schöne Wetter<br />
auch und so kann man sich wieder voll auf die sportlichen<br />
Aktivitäten im Fernseher konzentrieren. Da liefen<br />
während der Sommerferien auch schon eine ganze<br />
Menge sportlicher Großereignisse ab, doch aus deutscher<br />
Sicht war der Sommer lange sehr enttäuschend.<br />
Bei der Fußball-Weltmeisterschaft mussten die deutschen<br />
Frauen die Segel ungewohnt früh streichen – dem<br />
männlichen Nachwuchs ging es aber auch nicht besser.<br />
Die deutschen LeichtathletInnen erreichten sogar Historisches,<br />
indem sie erstmals in der Geschichte überhaupt<br />
keine Medaille holten. Doch dann kamen der September<br />
und die deutschen Basketballer! Die hatten keine teuren<br />
und extravaganten Trainingslager, mit denen wurden<br />
keine wahnsinnigen Siegprämien vereinbart, die wollten<br />
einfach nur spielen und gewinnen. Und das taten sie<br />
dann auch vom ersten Vorrundenspiel an. Und obwohl<br />
die Jungs bei Vereinen in allen möglichen Ecken der Welt<br />
spielen, traten die als wirkliche Einheit auf. Jeder wusste,<br />
wo er zu spielen hat und wo der Nachbar seine Stärken<br />
hat, jeder Spieler, auch die Superstars, stellte sein Können<br />
in den Dienst der Mannschaft. Vom ersten Gruppenspiel<br />
bis zum Finale hat die Truppe alles gegeben, um jeden<br />
Ball gekämpft und am Ende jedes (!) Spiel gewonnen.<br />
Und das nicht etwa gegen Laufkundschaft, denn mit Australien,<br />
Slowenien, den USA und Serbien gehörten einige<br />
Turnierfavoriten zu den deutschen Gegnern. Wie die als<br />
Mannschaft zusammengehalten haben, sich nach einem<br />
Rückstand wieder aufgerafft und gegenseitig nach vorn<br />
getrieben haben, das war schon ganz großer Sport! Vor<br />
allem: So etwas hat man z. B. bei den deutschen FußballerInnen<br />
zuletzt schmerzlich vermisst!<br />
Bislang waren ja im Basketball deutsche Erfolge relativ<br />
selten, ich glaube in den 1990er-Jahren des letzten<br />
Bei den Fußballdamen aus Deutschland hatte ich mich in<br />
der letzten <strong>Ausgabe</strong> ja schwer geirrt. Hatte ich nach deren<br />
6:0 Auftaktsieg völlig euphorisch geschrieben, die werden<br />
auf gar keinen Fall so sang- und klanglos wie die Männer<br />
ausscheiden, haben sie das zwei Wochen später doch genauso<br />
gemacht. Das hat mich dann doch ziemlich überrascht!<br />
Zwar haben sie in den Vorbereitungsspielen alles<br />
andere als geglänzt, aber sie wollten in Australien trotzdem<br />
um den Titel mitspielen. Das ging dann aber in die<br />
Hose. Die beiden weiteren Gruppenspiele waren für mich<br />
ein Rätsel, das sah so aus, als hätten sie über Nacht alles<br />
verlernt, was sie bis dahin trainiert haben. Da bin ich mal<br />
gespannt, ob die irgendwann mal eine Erklärung finden,<br />
wie das passieren konnte. Im Moment scheinen sie die jedenfalls<br />
noch nicht zu haben, denn ihr Auftakt in der Nations<br />
League ging gegen Dänemark auch gleich wieder<br />
verloren. Für mich ist dieser Wettbewerb genauso unsinnig<br />
wie bei den Männern, aber inzwischen hängt da wohl<br />
die Qualifikation für Olympia dran. Also sollte man das<br />
vielleicht doch ernst nehmen?!<br />
Doch auch bei den deutschen Fußballherren gab es mal<br />
wieder Zoff und das, obwohl deren Weltmeisterschaft<br />
nun schon fast ein Jahr zurückliegt. Oder vielleicht ja<br />
auch gerade deswegen, denn von einer positiven Entwicklung<br />
war nach der WM nämlich noch nix zu sehen. Vor<br />
der Sommerpause gab es in drei Spielen keinen Sieg und<br />
im September ein 1:4 gegen Japan, da kann man wahrlich<br />
nicht von einem Aufwärtstrend sprechen. Das war es<br />
dann natürlich auch für Trainer Flick, wobei ich ja von Anfang<br />
an gesagt hatte, dass er der falsche Trainer ist. Doch<br />
da wurde mal wieder nur von zwölf bis Mittag gedacht<br />
beim DFB, als man Hansi verpflichtete. Man wollte raus<br />
aus dem Jogi Löw-System, wollte wieder frischen modernen<br />
Fußball spielen, und dann holt man den Co-Trainer<br />
vom Jogi?! Und die sechs Titel, die er mit den Bayern in einer<br />
Saison geholt haben will, waren ja auch gemogelt. Als<br />
der Hansi die Bayern damals übernahm, stand die Meisterschaft<br />
schon fast fest und in zwei Wettbewerben war<br />
man bereits mit einem Bein im Finale. Was mich bei Flick<br />
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FREIeBÜRGER 10 | 2023