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Gegen den Abbau von Flüchtlingsrechten<br />

Aktuell erinnert einiges an Anfang der 90er-<br />

Jahre. Nein, damals gabs kein Corona und auch<br />

die Bedrohlichkeit der Klimakatastrophe war im<br />

Bewusstsein der breiten Bevölkerung noch nicht<br />

so angekommen, wie heute, einiges erinnert<br />

aber auch fatal an diese Zeit, als rechte Hetze<br />

und rassistische Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte<br />

von der Politik mit der Quasi-Abschaffung<br />

des Grundrechts auf Asyl, dem sogenannten<br />

Asylkompromiss, beantwortet und<br />

belohnt wurden. Und auch jetzt scheinen wieder<br />

weitere massive Einschnitte in die Rechte von<br />

Schutzsuchenden und eine weitere Abschottung<br />

die fatale Antwort auf die Stärke der AfD zu<br />

sein. Was in diesem Bereich anders als Anfang<br />

der 90er-Jahre ist, evtl. wegen einer Lähmung<br />

aufgrund der vielen Krisen, dass es keine breite<br />

Bewegung gegen diese Politik gibt. 1992 demonstrierten<br />

in Bonn etwa 200.000 Menschen<br />

für den Schutz des Asylrechts. Zahlen, die<br />

heute unvorstellbar wirken. Radio Dreyeckland<br />

als antirassistisches Radio wird aber immer<br />

noch genau die Stimmen zu Gehör bringen,<br />

Soziale Rechte für ALLE! – Keine<br />

Ausgrenzungen! AsylbLG abschaffen!<br />

Wir würden uns, wie gesagt, freuen über viele Demos<br />

gegen den Abbau von Flüchtlingsrechten berichten zu<br />

können. Deshalb werden wir auf jeden Fall über die Aktionswoche<br />

für die Abschaffung des Asylbewerberleistungsgesetzes<br />

und die Demo am 28. <strong>Oktober</strong> (14 Uhr, Platz<br />

d. A. Synagoge) berichten: „Heute werden die sozialen<br />

Rechte von Geflüchteten wieder angegriffen. Asylsuchende,<br />

deren Antrag abgelehnt wurde, sollen kein Bargeld mehr<br />

bekommen. Eine spezielle Arbeitspflicht für 80 Cent/h für<br />

Geflüchtete soll eingeführt werden. Der Lageraufenthalt von<br />

18 Monaten für Einzelpersonen unter intensiven Grundrechtseinschränkungen<br />

soll flächendeckend durchgesetzt<br />

werden. Die Standards für Aufnahme, Unterbringung und<br />

Betreuung sollen weiter gesenkt werden. All diese Vorschläge<br />

kursieren aktuell in Parteikreisen, im Landkreistag<br />

von BW, in Parlamenten“.<br />

rdl.de/tag/asylbewerberleistungsgesetz<br />

die sich weiterhin gegen den fortgesetzten Abbau<br />

von Flüchtlingsrechten einsetzen. Wir halten an<br />

der Idee von universellen Menschenrechten fest.<br />

Schon 1907 erklärte Karl Liebknecht: „Die Kongressresolution<br />

fordert also die völlige Gleichstellung<br />

der Ausländer mit den Inländern auch in<br />

Bezug auf das Recht zum Aufenthalt im Inland.<br />

Fort mit dem Damoklesschwert der Ausweisung!<br />

Das ist die erste Voraussetzung dafür, dass die<br />

Ausländer aufhören, die prädestinierten Lohndrücker<br />

und Streikbrecher zu sein.“ Wir sprechen<br />

nicht über ein „Abschiebungsdefizit“, sondern<br />

berichten darüber, wie unmenschlich dieses<br />

Mittel ist und was es für die Betroffenen bedeutet.<br />

Z. B. in der Sendung unserer Geflüchtetenredaktion<br />

Our Voice (jeden Mittwoch um 16 Uhr)<br />

kommen Geflüchtete mit ihren Geschichten und<br />

Fluchtgründen zu Wort. Wir werden auch die<br />

Demo „Soziale Rechte für Alle! – Keine<br />

Ausgrenzung“ am 28. <strong>Oktober</strong> in Freiburg<br />

begleiten (siehe unten).<br />

rdl.de/thema/antirassismus-migration<br />

Jeden 1. Mittwoch des<br />

Monats: 12-13 Uhr<br />

im Mittagsmagazin<br />

'Punkt 12'<br />

Hört, Macht, Unterstützt Radio Dreyeckland: 102,3 Mhz - Stream: rdl.de/live - 0761/31028

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