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KVWL kompakt + praxis intern Februar 2024

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Nr. 2 | 27. <strong>Februar</strong> <strong>2024</strong><br />

BERUFSPOLITIK | INFORMATIONEN | MITTEILUNGEN | Amtliches Bekanntmachungsorgan der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe<br />

Mit Amtlichen<br />

Bekanntmachungen<br />

mit aktuellen<br />

Ausschreibungen von<br />

Vertragsarztsitzen<br />

> ab Seite 18<br />

Partizipativer Ansatz aus der<br />

japanischen Philosophie<br />

Lean Healthcare in der ambulanten Versorgung > Seite 6<br />

Wie lassen sich Krankenhauseinweisungen aus dem Pflegeheim reduzieren? > Seite 10


6<br />

Inhalt<br />

6 Partizipativer Ansatz aus der japanischen Philosophie<br />

Lean Healthcare in der ambulanten Versorgung<br />

10<br />

10 Wie lassen sich Krankenhauseinweisungen aus dem Pflegeheim<br />

reduzieren?<br />

Studie zu pflegeheim-sensitiven Krankenhausfällen (PSK)<br />

identifiziert zentrale Handlungsfelder<br />

12 Einzigartig und erfolgreich:<br />

Förderprogramm „Mit Praxis zur Praxis“<br />

14 IVOM-Fortbildung der <strong>KVWL</strong>: Über 400 Teilnehmer zum<br />

15. Geburtstag!<br />

Die erfolgreichen Selektivverträge der <strong>KVWL</strong> im Bereich der<br />

Augenheilkunde stoßen nach wie vor auf reges Interesse<br />

15 Wichtiges Urteil des BSG im Bereich Pädiatrie<br />

Kinderärzte mit Schwerpunkt nehmen künftig an der hausund<br />

fachärztlichen Versorgung teil<br />

16 Sicherung der ambulanten Versorgung:<br />

Förderverzeichnis der <strong>KVWL</strong><br />

2/<strong>2024</strong><br />

STANDARDS<br />

4 Kurznachrichten<br />

18 Amtliche Bekanntmachungen<br />

18 Ausschreibung von Vertragsarzt- und Psycho therapeutensitzen<br />

in Westfalen-Lippe<br />

27 Impressum<br />

2<br />

Nr. 2 | 27. <strong>Februar</strong> <strong>2024</strong><br />

mit <strong>praxis</strong>relevanten Informationen<br />

in der Heftmitte zum Heraustrennen


Wir sollten eine Antwort haben!<br />

E<br />

s ist lange her, dass wir in<br />

Deutschland Demonstrationen<br />

dieser Größe gesehen<br />

haben. Woche für Woche<br />

gehen Menschen unterschiedlichen<br />

Alters, mit den verschiedensten<br />

kulturellen und religiösen Hintergründen<br />

und politischen Weltanschauungen<br />

gemeinsam auf die<br />

Straße, um zu demonstrieren.<br />

Wenn ein Thema buchstäblich die<br />

Massen bewegt, muss es wichtig<br />

sein. Und das ist es! Es geht um<br />

nicht weniger als die Zukunft der<br />

Demokratie, wie wir sie kennen und<br />

schätzen! Ihre Gegner haben sich<br />

mit menschenverachtenden Deportationsplänen<br />

in einer Weise entlarvt,<br />

die uns wachrütteln muss!<br />

Dass Menschen Deutschland verlassen,<br />

weil sie sich aufgrund ihrer Herkunft<br />

oder Religion bei uns nicht mehr<br />

sicher fühlen, macht uns sprachlos.<br />

Aber wir sind davon überzeugt, dass<br />

unsere Demokratie, dass unsere<br />

Gesellschaft, wehrhaft sind. Hunderttausende<br />

Menschen, die gemeinsam<br />

auf die Straße gehen, sind ein eindrucksvoller<br />

Beleg dafür, dass keine<br />

politische Partei glaubhaft für sich in<br />

Anspruch nehmen kann, die „schweigende<br />

Mehrheit“ zu vertreten.<br />

An dieser Stelle wollen wir bewusst<br />

nicht darauf abstellen, dass unser<br />

Gesundheitswesen ohne die zahlreichen<br />

Fachkräfte mit Migrationsgeschichte<br />

nicht einen Tag länger<br />

funktionieren würde. Dass unser<br />

Wohlstand massiv in Gefahr geriete,<br />

würden die Deportationspläne<br />

der Rechtsextremisten in die Tat<br />

umgesetzt werden. Nein, in diese<br />

Falle tappen wir nicht! Denn das<br />

hieße, Respekt, Toleranz und Mitmenschlichkeit<br />

an einen wie auch<br />

immer definierten „Nutzen“ dieser<br />

Menschen für unsere Gesellschaft<br />

zu knüpfen. Die universellen Menschenrechte<br />

sind aber nicht teilbar.<br />

Und sie gelten bedingungslos!<br />

Unsere Demokratie bietet von ganz<br />

Links bis ganz nach Rechts ein weites<br />

Meinungsspektrum, das manchmal<br />

bis an die Grenzen des Erträglichen<br />

ausgedehnt wird. Das müssen<br />

wir aushalten. Und eine funktionierende<br />

Demokratie hält das aus!<br />

Gemeinsam vergeben das Bundesministerium<br />

für Gesundheit, die<br />

Bundesärztekammer, die Bundeszahnärztekammer,<br />

die Kassenärztliche<br />

Bundesvereinigung und die<br />

Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung<br />

regelmäßig den Herbert-<br />

Lewin-Preis. Über die Preisträger<br />

und ihre ausgezeichneten Arbeiten<br />

berichten wir auch in unserem Mitgliedermagazin<br />

regelmäßig.<br />

Doch was bedeutet das eigentlich,<br />

wenn gemahnt wird, man müsse die<br />

Erinnerung wach und das Schaffen<br />

Herbert Lewins in Ehren halten?<br />

Aus unserer Sicht heißt das vor<br />

allem, sich selbst darüber klarzuwerden,<br />

wo die Verantwortung jedes<br />

Einzelnen beginnt. Niemand fragt im<br />

Falle eines Falles, was wir gedacht,<br />

welche Bücher und Reden wir gelesen<br />

haben. Welchen Post wir im<br />

Internet mit einem „Daumen hoch“<br />

kommentiert haben. Nein, die Frage<br />

wird lauten: Was habt ihr getan,<br />

damit die Geschichte sich nicht wiederholt?<br />

Darauf sollte jeder von uns<br />

eine glaubwürdige Antwort haben!<br />

Wir positionieren uns unmissverständlich<br />

für ein weltoffenes, tolerantes<br />

und respektvolles Miteinander!<br />

Das schließt alle Menschen ein!<br />

2/<strong>2024</strong><br />

3<br />

Dr. med. Volker Schrage,<br />

stellv. Vorstandsvorsitzender<br />

Dr. med. Dirk Spelmeyer,<br />

Vorstandsvorsitzender<br />

Thomas Müller,<br />

Vorstand


0800 22 55 530<br />

Hilfe-Telefon gegen<br />

sexuellen Missbrauch<br />

Jeden Tag werden 48 Kinder in Deutschland Opfer<br />

sexueller Gewalt – das geht aus der Polizeilichen<br />

Kriminalstatistik 2022 hervor. Einen deutlichen<br />

Anstieg gibt es bei den Missbrauchsdarstellungen<br />

von Kindern und Jugendlichen im Internet. Eine<br />

erste wichtige Anlaufstelle für Betroffene bietet<br />

das Hilfe-Telefon gegen sexuellen Missbrauch<br />

unter der Rufnummer 0800 22 55 530.<br />

Das Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch und die<br />

dazugehörige Online-Beratung sind Angebote von<br />

N.I.N.A. e.V. - gefördert vom Unabhängigen Beauftragten<br />

für Fragen des sexuellen Kindesmissbrauchs.<br />

Der Verein N.I.N.A. setzt sich seit vielen<br />

Jahren auf verschiedenen Ebenen dafür ein,<br />

Kinder und Jugendliche besser vor sexualisierter<br />

Gewalt zu schützen. Vor allem die Beratung, aber<br />

auch Sensibilisierung und Forschung sind dabei<br />

die wesentlichen Arbeits- und Aufgabenbereiche.<br />

Nähere Informationen zum Verein gibt es unter<br />

www.nina-info.de.<br />

Beraten werden hier alle Menschen, die Fragen<br />

zum Thema haben und Unterstützung suchen –<br />

sowohl am Telefon als auch in der Online-<br />

Be ratung selbstverständlich anonym.<br />

Typ-2-Diabetes: Praxen<br />

können neuen Aufklärungsflyer<br />

kostenfrei bestellen<br />

Eine neue Publikation für Patienten<br />

informiert über Typ-2-Diabetes. Praxen<br />

können den Flyer der Bundeszentrale für<br />

gesundheitliche Aufklärung (BZgA) zur<br />

Auslage im Wartezimmer online kostenlos<br />

bestellen.<br />

Der Flyer „Typ-2-Diabetes mellitus“ legt den<br />

Fokus auf die Prävention der Erkrankung:<br />

Patienten erhalten auf acht Seiten einen<br />

Überblick über die Risikofaktoren für<br />

Typ-2-Diabetes und wie der Erkrankung<br />

vorgebeugt werden kann.<br />

Weiterführende Links verweisen auf<br />

vertiefende Informationen zum Thema.<br />

Außerdem haben Interessierte die<br />

Möglichkeit, ihr persönliches Risiko, in den<br />

nächsten zehn Jahren an Diabetes zu<br />

erkranken, auf dem Diabetesinformationsportal<br />

„diabinfo“ online zu testen. Der Flyer<br />

informiert zudem darüber, dass auch bei<br />

bestehendem Diabetes ein gesunder<br />

Lebensstil den Verlauf positiv beeinflussen<br />

und Folgeerkrankungen vermeiden<br />

beziehungsweise verzögern kann.<br />

Praxen können den Flyer für das Wartezimmer<br />

kostenlos bei der BZgA bestellen.<br />

Laut BZgA ist geplant, den Flyer künftig<br />

auch in zwei Fremdsprachen sowie in<br />

Leichter Sprache zur Verfügung zu stellen.<br />

Hier können Sie den Flyer bestellen:<br />

www.hilfe-telefon-missbrauch.online


Medizinische Fakultät OWL der<br />

Universität Bielefeld:<br />

Bundesweite anonyme Umfrage zur<br />

Arzt-Patienten-Kommunikation<br />

Im Rahmen des Forschungsprojektes<br />

„Optimierte Kommunikation bei der<br />

medizinischen Versorgung von<br />

Menschen mit leichtgradig kognitiven<br />

Beeinträchtigungen und/oder<br />

Sprach(entwicklungs)störungen<br />

(OptiKomm)“ an der AG1 Sustainable<br />

Environmental Health Sciences der<br />

Medizinischen Fakultät OWL der<br />

Universität Bielefeld wird aktuell eine<br />

bundesweite Umfrage zum Thema<br />

„Arzt-Patienten-Kommunikation“<br />

durchgeführt.<br />

Die Umfrage richtet sich an alle<br />

praktizierenden Ärzte in Deutschland,<br />

die regelmäßig in ihrem<br />

Berufsalltag mit Patienten kommunizieren.<br />

Ziel ist es, mehr über die<br />

persönlichen Kommunikationserfahrungen<br />

im ärztlichen Alltag zu<br />

erfahren und wie im Laufe der<br />

Berufsbiografie Kommunikationskompetenzen<br />

erworben wurden.<br />

Darüber hinaus wollen die Initiatoren<br />

der Umfrage wissen, ob Erfahrungen in<br />

der Kommunikation mit Patienten mit<br />

neurogenen Sprach- und/oder<br />

Sprechstörungen (zum Beispiel Aphasie<br />

und Dysarthrie) und/oder Patienten mit<br />

einer geistigen Behinderung vorliegen<br />

und wie diese aussehen.<br />

Die Teilnahme an der anonymen<br />

Befragung ist freiwillig und kann<br />

jederzeit und ohne Angabe von Gründen<br />

beendet werden. Erfahrungsgemäß<br />

nimmt die Bearbeitung zirka zehn bis<br />

15 Minuten in Anspruch.<br />

Hier geht es zur Umfrage<br />

Weitere Informationen<br />

zum Forschungsprojekt<br />

finden Sie hier<br />

Sie haben Fragen, die Sie uns<br />

gern vorab zur Verfügung stellen<br />

möchten? Dann schreiben Sie<br />

uns per Mail an<br />

versorgungsqualitaet@kvwl.de<br />

2/<strong>2024</strong><br />

Qualität neu denken und mitgestalten: QS-Workshop<br />

der <strong>KVWL</strong> am 20. März im Ärztehaus in Dortmund<br />

Qualitätssicherung (QS) und Qualitätsmanagement<br />

(QM) sind mehr als das<br />

Erfüllen von gesetzlichen Anforderungen.<br />

Sie sind das Rückgrat für Patientensicherheit<br />

und Organisation in der<br />

Versorgung. Deshalb laden der <strong>KVWL</strong>-<br />

Ressortvorstand, der Ausschuss für QS<br />

und QM und der Geschäftsbereich<br />

Versorgungsqualität alle interessierten<br />

Ärzte zu einem intensiven Gedankenaustausch<br />

im Rahmen eines Qualitätssicherungs-Workshops<br />

ein, und zwar<br />

am<br />

Mittwoch, 20. März <strong>2024</strong>,<br />

in der Zeit von 16 bis 19 Uhr<br />

im Ärztehaus in Dortmund.<br />

Basis des Austausches sind die Ergebnisse<br />

einer Umfrage zum Thema, an der<br />

sich im vergangenen Jahr knapp 1.000<br />

Mitglieder beteiligt hatten.<br />

Haben Sie Interesse, Qualität mitzugestalten?<br />

Dann melden Sie sich einfach<br />

über den obenstehenden QR-Code an.<br />

5


Lean Healthcare in der ambulanten Versorgung<br />

Partizipativer Ansatz<br />

aus der japanischen<br />

Philosophie<br />

Ärztliche Praxen sehen sich komplexen Herausforderungen<br />

gegenüber. Zu mehr Effizienz und<br />

einer Qualitätssteigerung kann auch das aus der<br />

japanischen Philosophie entnommene Konzept<br />

des Lean Management verhelfen<br />

Von Prof. Dr. oec. Alfred Angerer, Johanna Stahl, Dr. med. Volker Schrage<br />

Erstveröffentlichung Deutsches Ärzteblatt, Jg. 121, Heft 1, 12. Januar <strong>2024</strong><br />

Offene<br />

Aufgaben<br />

Ärztinnen und Ärzte sehen sich in ihrem<br />

Praxisalltag zahlreichen Herausforderungen<br />

gegenüber. So gibt es immer<br />

mehr Patientinnen und Patienten,<br />

deren Behandlung aufgrund multimorbider<br />

oder chronischer Erkrankungen immer<br />

komplexer wird. Die Anspruchshaltung der<br />

Patientenschaft nimmt stetig zu, ihre Geduld<br />

gleichzeitig ab. Darüber hinaus ist vielerorts<br />

der Fachkräftemangel spürbar, sodass die<br />

vorhandenen Medizinischen Fachangestellten<br />

(MFA) tendenziell überlastet sind. Zudem wird<br />

es zunehmend schwieriger, neues Personal<br />

zu rekrutieren – selbst wenn die finanzielle<br />

Situation dies zulassen würde. Auch wenn das<br />

Bewusstsein für die Notwendigkeit besteht:<br />

Oftmals mangelt es an Zeit und Know-how,<br />

wie eine Prozessoptimierung in der Praxis<br />

systematisch vorgenommen werden kann.<br />

Ideen<br />

In dieser Ausgangslage überrascht vielleicht,<br />

dass die Managementphilosophie Lean, die<br />

ihren Ursprung in der japanischen Automobilindustrie<br />

hat, einen Lösungsansatz bietet.<br />

Diese Philosophie hat sich in den vergangenen<br />

Jahrzehnten auch im Gesundheitswesen<br />

erfolgreich bewährt und ist unter dem Namen<br />

Lean Healthcare bekannt 1 .<br />

Verbesserung mit Lean und Kaizen<br />

Die Lean-Philosophie ist mehr als nur eine<br />

Sammlung von Werkzeugen. Sie ist ein etabliertes<br />

und erfolgreiches Managementsystem und<br />

eine gelebte organisationale Kultur. Gesundheitseinrichtungen,<br />

die nach dieser Philosophie<br />

leben, charakterisieren sich durch ihre effiziente,<br />

hochqualitative und sich stets selbstoptimie-


Lean Management funktioniert nach dem<br />

Bottom-up-Prinzip – die Mitarbeitenden werden<br />

in Entscheidungsprozesse eingebunden.<br />

rende Organisation. Das wird erreicht, indem<br />

sämtliche Prozesse an den Patientinnen und<br />

Patienten ausgerichtet werden, um diese so<br />

effizient und qualitativ hochwertig wie möglich<br />

zu versorgen. Unnötige Prozesse, die als „Verschwendungen“<br />

identifiziert werden (Tabelle)<br />

werden dabei kontinuierlich reduziert oder gar<br />

komplett eliminiert 2 .<br />

Der Erfolgsschlüssel verbirgt sich dabei hinter<br />

dem Konzept Kaizen (japanisch für kontinuierliche<br />

Verbesserung). Das wichtigste Merkmal<br />

von Kaizen ist der partizipative Ansatz, der alle<br />

Mitarbeitenden einer Organisation berücksichtigt.<br />

Bei herkömmlichen Optimierungsvorhaben<br />

wird in der Regel top down vorgegangen<br />

– externe Beraterinnen oder Berater geben<br />

den Mitarbeitenden vor, wie sie ihre Prozesse<br />

verändern sollen. Beim Kaizen-Ansatz werden<br />

die Mitarbeitenden in Schulungen selbst<br />

befähigt, Probleme in ihren Arbeitsabläufen<br />

zu erkennen und kontinuierlich an der Verbesserung<br />

zu arbeiten. Hierfür ist zwar oftmals<br />

zunächst eine externe Beratung erforderlich.<br />

Doch der Anspruch der Lean-Philosophie ist<br />

es, in die DNA der Praxis überzugehen, sodass<br />

die Praxisteams künftig selbstständig arbeiten<br />

können. Steht dies im Widerspruch zu all den<br />

Qualitätssicherungsmaßnahmen, denen eine<br />

Vertrags<strong>praxis</strong> unterliegt? Im Idealfall hilft das<br />

kleinschrittige teamorientierte Vorgehen, die<br />

mannigfachen Qualitätssicherungsanforderungen<br />

umzusetzen, sodass hier passgenaue<br />

<strong>praxis</strong>spezifische Lösungen wachsen.<br />

Best Practice Westfalen-Lippe<br />

An der Zürcher Hochschule für angewandte<br />

Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur arbeitet<br />

ein Team um Prof. Dr. Alfred Angerer schon<br />

seit einem Jahrzehnt mit Lean Healthcare. Im<br />

Literatur<br />

1<br />

Sloan T, Fitzgerald A, Hayes KJ, Radnor Z, Sohal SRaA:<br />

Lean in healthcare – history and recent developments.<br />

Journal of Health Organization and Management 2014; 28 (2).<br />

https:// doi.org/ 10.1108/JHOM-04–2014–0064.<br />

2<br />

Angerer A, Brand T, Drews T, Hollenstein E, Liberatore F,<br />

Rüegg K, Vetterli C et al.: LHT-BOK: lean healthcare<br />

transformation body of knowledge. ZHAW Zürcher<br />

Hochschule für Angewandte Wissenschaften 2018.<br />

In<br />

Arbeit<br />

2/<strong>2024</strong><br />

7


November 2021 beauftragte die Kassenärztliche<br />

Vereinigung Westfalen-Lippe (<strong>KVWL</strong>) die<br />

ZHAW entsprechend mit einem Erkundungsprojekt,<br />

um sechs ausgewählte Vertragsarztpraxen<br />

in der Lean-Philosophie zu coachen<br />

und ihnen zugrunde liegende Konzepte und<br />

Werkzeuge zu vermitteln. Wie dieses Projekt<br />

genau gestaltet wurde und welche Ergebnisse<br />

erzielt wurden, wird in einer der folgenden<br />

Ausgaben dargestellt. An dieser Stelle möchten<br />

wir auf ein erfolgreiches Vorgehen mittels<br />

Kaizen-Board aus dem Projekt fokussieren,<br />

mit welchem die Vertragspraxen der <strong>KVWL</strong> in<br />

Lean Healthcare geschult wurden.<br />

Auf einem solchen Board halten Mitarbeitende<br />

und Führungskräfte Ideen zur Beseitigung von<br />

Prozessverschwendungen auf Papierkärtchen<br />

fest. In regelmäßigen Treffen werden die so<br />

gesammelten Ideen offen diskutiert und passende<br />

Maßnahmen verabschiedet. Das Board<br />

wird an einem besonderen Ort platziert, zum<br />

Beispiel im Pausenraum. Es verfügt dabei<br />

typischerweise über vier Felder („Ideen“,<br />

„Zu tun“, „In Arbeit“, „Erledigt“), die sich am<br />

klassischen Zyklus Plan-Do-Check-Act (PDCA)<br />

des Qualitätsmanagements orientieren. Eine<br />

geäußerte Idee wird dabei zunächst im Feld<br />

„Idee“ platziert. Während eines kurzen Stehmeetings<br />

vor dem Board wird sie von dem/<br />

der Ideenträger:in vorgestellt und wandert<br />

dann weiter ins Feld „Zu tun“, wenn das Team<br />

diese Lösung als Maßnahme erproben möchte.<br />

Sobald die Maßnahme im Feld „In Arbeit“ ist,<br />

befindet sie sich in der Pilotphase. Ins „Erledigt“<br />

kommt sie dann, wenn die Erprobung<br />

abgeschlossen wurde. Wird sie als erfolgreich<br />

bewertet, gilt es die Maßnahme langfristig in<br />

den Praxisabläufen zu verankern, ansonsten<br />

wird eine neue Maßnahme verabschiedet.<br />

Modernes Führen<br />

Die dank des Kaizen-Boards umgesetzten Prozessideen<br />

sind in der Regel klein. Doch viele<br />

solcher Ideen führen am Ende des Jahres zu<br />

erheblichen Optimierungen für die Praxis. Das<br />

Ergebnis ist häufig eine höhere Qualität und<br />

weniger überlastete Mitarbeitende. Lean ist<br />

damit nicht nur an den Patientinnen und Patienten<br />

ausgerichtet, sondern insbesondere an<br />

den Mitarbeitenden, ohne die ein Leben der<br />

Philosophie nicht möglich wäre. Durch diesen<br />

Bottom-up-Ansatz können sie unabhängig von<br />

der Position regelmäßig und nachhaltig an der<br />

Gestaltung ihrer Arbeit mitwirken. Empowerment<br />

ist dabei das Stichwort. So wird eine<br />

Lean-Praxis doppelt attraktiv für Mitarbeitende,<br />

da sie auch die heutigen Anforderungen an<br />

eine partizipative Führung erfüllt. Lean<br />

Healthcare kann entsprechend ein bedeutend<br />

kompetitiver Vorteil sein – auf dem hart umkämpften<br />

Fachpersonenmarkt von heute.<br />

Erledigt<br />

2/<strong>2024</strong><br />

8<br />

7 + 1 Verschwendungsarten in der ärztlichen Praxis<br />

Verschwendungsart<br />

Fehler und<br />

Korrekturen<br />

Bestände und Vorräte<br />

Bewegungen<br />

Wartezeiten<br />

Erläuterung<br />

Angefangene Tätigkeiten können nicht auf Anhieb vollständig erledigt<br />

werden.<br />

Verursacher sind Störungen, Defekte oder mangelnde Informationen.<br />

Große Bestände sind gebundenes Kapital.<br />

Unübersichtliche und aufwendige Bewirtschaftung<br />

Der ständige Wechsel von einer Tätigkeit zur anderen führt zu<br />

Fragmentierung.<br />

Je höher der Arbeitsdruck, desto größer ist das Risiko, dass Aufgaben<br />

zwar angefangen, aber nicht abgeschlossen werden. Gefahr erneuter<br />

Kontrollen und Nachfragen.<br />

Unproduktive Zeiten für alle Beteiligten, die sich negativ auf die<br />

Zufriedenheit der Patientinnen und Patienten auswirken und kostspielig<br />

für Ärztinnen und Ärzte sind.<br />

Überproduktion Gänzlich unnötig durchgeführte Tätigkeiten<br />

Überbearbeitung Unnötig umständlich durchgeführte Routinetätigkeiten<br />

Transport<br />

Nicht genutztes Potenzial<br />

der Mitarbeitenden<br />

Unnötige oder unnötige lange Transportwege für Material und<br />

Produkte zwischen Arbeitsorten und Prozessschritten<br />

Mitarbeiterwissen, das der Praxis nicht zur Verfügung steht, da es<br />

nicht bekannt ist oder nicht abgefragt wird<br />

Vgl. Angerer A, Brand T,<br />

Drews T, et al.: LHT-BOK Lean<br />

Healthcare Transformation<br />

Body of Knowledge. Zürich:<br />

CreateSpace Independent<br />

Publishing Platform 2018.<br />

Ehbets R: Lean Management:<br />

Verschwendungsfaktoren in<br />

der Arzt<strong>praxis</strong>.<br />

Mpa-community.ch 18. Juli<br />

2018. Endsley S, Magill MK,<br />

Godfrey MM: Creating a lean<br />

practice. Family Practice<br />

Management 2006; 13 (4):<br />

34–8. Thill KD: Der einfache<br />

Weg zu perfekter Organisation<br />

in der Arzt<strong>praxis</strong>. Eine<br />

praktische Anleitung zur<br />

Selbstoptimierung mit Tipps<br />

von Ärzten für Ärzte.<br />

München: neobooks Self-<br />

Publishing 2016.


„Weil wir<br />

gemeinsam für<br />

unsere Patienten<br />

stark sind.“<br />

Fachlicher Austausch zu<br />

spannenden Fällen: Für Marcel<br />

Volland bietet seine Gemeinschafts<strong>praxis</strong><br />

im Süden von Münster alle<br />

Vorteile der Teamarbeit zum Wohle<br />

der Patienten.<br />

Deine Praxis –<br />

ein Ort voller Leben.<br />

Informiere dich hier:<br />

www.<strong>praxis</strong>start.info


Wie lassen sich Krankenhauseinweisungen<br />

aus dem Pflegeheim reduzieren?<br />

Studie zu pflegeheim-sensitiven Krankenhausfällen (PSK) identifiziert zentrale<br />

Handlungsfelder<br />

2/<strong>2024</strong><br />

10<br />

Die steigende Anzahl älterer<br />

Menschen und ihre zunehmende<br />

Multimorbidität<br />

führen zu einer Zunahme<br />

von Krankenhauseinweisungen von<br />

Pflegeheimbewohnern. Um diese<br />

zu reduzieren, hat eine Forschergruppe<br />

der Uni Witten/Herdecke<br />

im Rahmen des Projekts „Bedarfsgerechte<br />

Versorgung von Pflegeheimbewohnern<br />

durch Reduktion<br />

Pflegeheim-sensitiver Krankenhausfälle“<br />

Handlungsempfehlungen entwickelt.<br />

Diese sollen Pflegeheime<br />

dabei unterstützen, die ambulante<br />

Versorgung vor Ort zu stärken und<br />

somit unnötige Krankenhausaufenthalte<br />

zu vermeiden. Die Schaffung<br />

multiprofessioneller Teams, die für<br />

die Versorgung der Pflegeheimbewohner<br />

verantwortlich sind, wird als<br />

entscheidend betrachtet, um eine<br />

effektive ambulante Versorgung<br />

sicherzustellen. Vor allem bei neurologischen<br />

und infektiösen Erkrankungen<br />

könne einiges verbessert<br />

werden, so ein Fazit der interdisziplinären<br />

Projektgruppe. Insgesamt<br />

kamen die Studienautoren zu dem<br />

Schluss, dass 35 Prozent aller<br />

Einweisungen von Pflegeheimbewohnern<br />

ins Krankenhaus durch<br />

eine rechtzeitige und sachgerechte<br />

Intervention bzw. Prävention potenziell<br />

vermeidbar seien.<br />

Innovation im Gesundheitswesen<br />

der Uni Witten/Herdecke machte<br />

zunächst ein Forschungsdefizit bei<br />

den pflegeheim-sensitiven Krankenhausfällen<br />

aus; also bei solchen<br />

Fällen, die unter guten Bedingungen<br />

ohne Krankenhauseinweisung im<br />

Pflegeheim behandelt werden können.<br />

Sowohl die Altersstruktur der<br />

Pflegeheimbewohner und die damit<br />

einhergehende Zahl der Komorbiditäten,<br />

das geriatrische/gerontologische<br />

Erkrankungsspektrum,<br />

der Heilungsprozess der älteren<br />

Bevölkerung als auch die erforderlichen<br />

medizinischen Maßnahmen<br />

und die Intensität der Versorgung<br />

im Pflegeheim unterscheiden sich<br />

demnach deutlich von der ambulanten<br />

Versorgung. Damit seien die<br />

aktuell schon bestehenden Listen<br />

sogenannter ambulant-sensitiver<br />

Krankenhausfälle (ASK) sowie die<br />

daraus abgeleiteten Präventionsmaßnahmen<br />

nur sehr eingeschränkt<br />

auf Pflegeheime übertragbar. Die<br />

Ergebnisse einer Sekundärdatenanalyse<br />

der Wittener Arbeitsgruppe<br />

von sechs Krankenkassen aus dem<br />

Jahr 2017 unterstreicht den diesbezüglichen<br />

Forschungs- und Handlungsbedarf:<br />

Die 58 identifizierten<br />

PSK machten über 40 Prozent aller<br />

Krankenhausfälle bei Pflegeheimbewohnern<br />

aus, das seien insgesamt<br />

270.000.<br />

1. Qualifiziertes Fachpersonal<br />

Die an der Versorgung beteiligten<br />

Fachkräfte müssen über die entsprechenden<br />

geriatrischen und<br />

gerontologischen Qualifikationen<br />

und Kompetenzen verfügen.<br />

2. Kooperation und Kommunikation<br />

Es müssen Kooperationsstrukturen<br />

geschaffen werden, die transparent<br />

sind und eine gute Zusammenarbeit<br />

ermöglichen.<br />

3. Infrastruktur<br />

Es müssen räumliche, digitale<br />

und medizintechnische Voraussetzungen<br />

in Pflegeeinrichtungen<br />

geschaffen werden, die eine Diagnostik<br />

und Behandlung vor Ort<br />

ermöglichen und die Kommunikation<br />

im Netzwerk unterstützen.<br />

4. Interne Prozesse in den<br />

Ein richtungen<br />

Die Prozesse in den Einrichtungen<br />

sowie an den Schnittstellen zu den<br />

Kooperationspartnern müssen so<br />

gestaltet sein, dass sie eine gute<br />

Zusammenarbeit ermöglichen.<br />

5. Rechtliche Rahmenbedingungen<br />

Zur Weiterentwicklung der Versorgung<br />

müssen die gesetzlichen<br />

Rahmenbedingungen beachtet<br />

und/oder angepasst werden.<br />

Ambulante Patienten nicht mit<br />

Heimbewohnern vergleichbar<br />

Die Arbeitsgruppe unter der Leitung<br />

von Prof. Dr. Sabine Bohnet-Joschko<br />

vom Lehrstuhl für Management und<br />

Um das Netzwerk der ambulanten<br />

Versorgungsangebote zu stärken,<br />

das die medizinische und pflegerische<br />

Betreuung von Heimbewohnern<br />

trägt, nennen die Wissenschaftler<br />

sechs Bausteine:<br />

6. Vergütungsstrukturen<br />

Damit eine bedarfsgerechte Versorgung<br />

von Pflegeheimbewohnern<br />

gelingt, müssen bestehende<br />

Vergütungsstrukturen angepasst<br />

und weiterentwickelt werden.


Zeithorizont<br />

Auf der Projekthomepage findet<br />

sich zu jedem der Bausteine auch<br />

eine Einordnung zu der Frage, wie<br />

schnell die Maßnahmen umzusetzen<br />

sind. Die Abstufung reicht von<br />

sofort (direkte Umsetzung), über<br />

kurzfristig (bis zu einem Jahr), mittelfristig<br />

(ein bis fünf Jahre) und<br />

langfristig (mehr als fünf Jahre). In<br />

die erste Kategorie fällt zum Beispiel<br />

der „niedrigschwellige Zugriff<br />

auf externe Evidenz (Bibliothek,<br />

Fachjournals, Leitlinien etc.); wohingegen<br />

rechtliche Aspekte (z. B.<br />

Gesetzesänderungen) naturgemäß<br />

einen mittel- bzw. langfristigen Zeithorizont<br />

erfordern (letzte<br />

Kategorie).<br />

Außerdem finden sich auf der<br />

Website detaillierte Fallbeispiele zu<br />

konkreten Maßnahmen und dem<br />

damit verbundenen Einsparpotenzial,<br />

so zum Beispiel zum gezielten<br />

Einsatz der Telemedizin, der<br />

Verbesserung der diagnostischen<br />

Infrastruktur oder auch der Erweiterung<br />

des „Handlungsspielraums<br />

und der Verantwortlichkeiten der<br />

Pflegekräfte“.<br />

Fazit<br />

„Würden strukturelle und sektorenübergreifende<br />

Interventionen<br />

und Maßnahmen eingeführt, die<br />

die Versorgung in Pflegeheimen<br />

optimieren, ließen sich dadurch<br />

220.000 Krankenhauseinweisungen<br />

verhindern, die mit Ausgaben von<br />

mehr als 750 Millionen Euro verbunden<br />

sind“, wird Prof. Sabine Bohnet-<br />

Joschko in einer Pressemitteilung<br />

anlässlich der Vorstellung der Studienergebnisse<br />

zitiert. Aus Sicht<br />

der betroffenen Patienten und ihrer<br />

Angehörigen steht etwas anderes<br />

im Fokus: Je nach Alter, Persönlichkeit<br />

und Erkrankung (zum Beispiel<br />

Demenz) des Patienten verursacht<br />

jeder Ortswechsel Stress – der nicht<br />

selten für eine Verschlechterung<br />

des Gesundheitszustands sorgt<br />

(Stichwort Post-Hospital-Syndrom,<br />

nosokomiale Infektionen etc.). Also<br />

gilt es zu vermeiden, was zu vermeiden<br />

ist.<br />

Für Ärzte und das Pflegepersonal<br />

wiederum bringt so mancher der in<br />

der Studie genannten Bausteine auf<br />

den ersten Blick wohl keinen großen<br />

Erkenntnisgewinn. Aber auch sie<br />

können ihr Erfahrungswissen nun<br />

mit Fakten untermauern und vielleicht<br />

besser argumentieren, warum<br />

auch im stetig wachsenden Pflegesektor<br />

initial höhere Kosten gut mit<br />

langfristigem Einsparpotenzial zu<br />

rechtfertigen sind.<br />

Auch die <strong>KVWL</strong> sieht sich in ihrer<br />

strategischen Ausrichtung bestätigt,<br />

denn die Handlungsfelder<br />

eHealth/Telemedizin, Delegation<br />

und Kooperation sowie Qualifizierung<br />

werden schon lange intensiv<br />

„beackert“. Und auch die Anpassung<br />

rechtlicher Rahmenbedingungen<br />

sowie innovative Vergütungs-<br />

und Vertragsmodelle (Pflegeheimvertrag)<br />

gehören zum Kerngeschäft<br />

der Körperschaft. -ms<br />

Die ausführlichen Ergebnisse<br />

des Innovationsfonds-Projekts<br />

„Bedarfsgerechte Versorgung<br />

von Pflegeheimbewohnern<br />

durch Reduktion Pflegeheimsensitiver<br />

Krankenhausfälle“<br />

sowie Handlungsempfehlungen<br />

und Fallbeispiele sind auf der<br />

Projekthomepage veröffentlicht:<br />

www.pflegeheim-sensitivekrankenhausfaelle.de<br />

Details zum Pflegeheimvertrag<br />

der <strong>KVWL</strong> finden Sie online unter<br />

www.kvwl.de (Mitglieder/<br />

Rechtsquellen und Verträge)<br />

oder indem Sie den QR-Code<br />

scannen<br />

2/<strong>2024</strong><br />

11


Einzigartig und erfolgreich:<br />

Förderprogramm „Mit Praxis zur Praxis“<br />

2/<strong>2024</strong><br />

Ja, es gibt sie: Fachärzte für<br />

Allgemeinmedizin oder Innere<br />

Medizin, die darüber<br />

nachdenken, als Hausärzte<br />

zu arbeiten; auch in ländlichen<br />

Regionen. Bei manchen überwiegt<br />

allerdings doch die Unsicherheit:<br />

Fehlende Antworten auf Fragen wie<br />

„Ist das Hausarzt-Dasein wirklich<br />

das Richtige für mich? Komme ich<br />

mit den neuen Herausforderungen<br />

zurecht – sowohl fachlich als auch<br />

organisatorisch? Wie gut lassen<br />

sich Beruf und Familie vereinbaren?<br />

Und kann ich in dem neuen Umfeld<br />

tatsächlich auch ein neues Zuhause<br />

finden?“ halten sie davon ab, in ein<br />

Leben als Hausarzt zu wechseln.<br />

Teilnehmen, ohne sich zu<br />

verpflichten<br />

Hier setzt das Förderprogramm<br />

„Mit Praxis zur Praxis“ an. Initiiert<br />

von der <strong>KVWL</strong> und dem Kreis Herford,<br />

bietet es Ärzten die einmalige<br />

Möglichkeit, Antworten auf genau<br />

diese Fragen zu finden. Denn die<br />

Teilnehmer können das Hausarztdasein<br />

ein Jahr lang testen, ohne<br />

sich langfristig zu binden. Als sogenannte<br />

Praxismacher steigen sie in<br />

ein oder zwei etablierte Praxen ein.<br />

Lernen von erfahrenen Hausärzten,<br />

die ihnen als Mentoren zur Seite<br />

stehen. Und dieses Angebot kommt<br />

gut an: Seit dem Start im Frühjahr<br />

2022 haben zwei Medizinerinnen<br />

das Hausarztprogramm schon erfolgreich<br />

absolviert, drei sind aktuell<br />

dabei und im April <strong>2024</strong> startet<br />

ein weiterer Praxismacher.<br />

Patienten langfristig begleiten<br />

Dr. Anne-Kathrin Böske ist eine der<br />

aktuellen Teilnehmerinnen. Bevor die<br />

36-Jährige vor wenigen Wochen in<br />

einer Praxis in ihrem Heimatort Bünde<br />

gestartet ist, war sie in der Akutversorgung<br />

einer Hamburger Klinik<br />

tätig. Fachlich und organisatorisch<br />

Dr. Anne-Kathrin<br />

Böske (l.) und ihrer<br />

Kollegin Luisa<br />

Gerking hilft die<br />

Teilnahme am<br />

Förderprogramm<br />

sich in das Hausarzt-Dasein<br />

einzufinden.<br />

ein großer Unterschied zur hausärztlichen<br />

Arbeit: „Als Hausärztin begleite<br />

ich meine Patienten sehr lange<br />

und sehe sie nicht nur dann, wenn es<br />

einen akuten Notfall gibt. Ich stelle<br />

die verschiedensten Diagnosen und<br />

habe mit diversen Fachrichtungen<br />

zu tun. Es ist spannend, persönlicher<br />

und abwechslungsreich.“<br />

Rundum gut betreut<br />

Überzeugt ist die junge Ärztin<br />

genauso wie ihre Kollegin Praxismacherin<br />

Luisa Gerking aber nicht<br />

nur von der mentorengestützten<br />

hausärztlichen Tätigkeit selbst,<br />

sondern vor allem von dem Gesamtpaket,<br />

das „Mit Praxis zur<br />

Praxis“ bietet. So muss sie sich<br />

beispielsweise keine Sorgen um<br />

das Finanzielle machen, schließlich<br />

übernimmt die <strong>KVWL</strong> in dieser Zeit<br />

das Gehalt; der Kreis Herford hilft<br />

ihr und allen anderen Teilnehmern<br />

mit einem Vermittlungsnetzwerk<br />

plus Umzugskostenzuschuss oder<br />

einem Jobticket; und ein zusätzliches<br />

Seminarprogramm der <strong>KVWL</strong><br />

vermittelt den Praxismachern einen<br />

tiefen Einblick in wichtige Themen<br />

wie Abrechnung, digitale Transformation,<br />

Qualitätsmanagement<br />

und Personalführung. So wird aus<br />

dem Förderprogram ein Rundum-<br />

Sorglos-Programm.<br />

12<br />

Wer sich einen sanften, risikolosen<br />

Einstieg in das Hausarzt-Dasein<br />

wünscht, ist in dem Förderprogramm<br />

„Mir Praxis zur Praxis“ bestens aufgehoben.<br />

Weitere Informa tionen<br />

finden Sie unter www.kvwl.de/<br />

hausarztherford. ClR


Digitalisierung<br />

zum Greifen nah.<br />

Videosprechstunden?<br />

Terminbuchungen mit wenigen Klicks?<br />

digitaler Datenaustausch?<br />

Nutzen Sie<br />

effizient Komfort<br />

und Vorteile der<br />

digitalen Welt!<br />

Wir unterstützen Sie bei der<br />

Umsetzung einer maß geschneiderten Digitalstrategie<br />

für Ihre Praxis. Buchen Sie hier online einen Termin:<br />

www.kvwl.de/di<strong>praxis</strong>.<br />

© ghoststone_AdobeStock


IVOM-Fortbildung der <strong>KVWL</strong>:<br />

Über 400 Teilnehmer zum 15. Geburtstag!<br />

Die erfolgreichen Selektivverträge der <strong>KVWL</strong> im Bereich der Augenheilkunde<br />

stoßen nach wie vor auf reges Interesse<br />

Der IVOM-Vertrag der <strong>KVWL</strong><br />

ist eine Erfolgsgeschichte.<br />

Seit inzwischen 15 Jahren<br />

besteht die Vereinbarung<br />

zur Intravitrealen operativen Medikamentenapplikation,<br />

an der sich<br />

mehr als 250 operierende und über<br />

300 konservative Augenärzte beteiligen.<br />

Voraussetzung zur Teilnahme<br />

am IVOM-Vertrag ist eine jährlich<br />

stattfindende Fortbildung, zu der<br />

Mitte Januar mehr als 400 Teilnehmer<br />

persönlich und virtuell ins Ärztehaus<br />

fanden.<br />

2/<strong>2024</strong><br />

14<br />

Dr. Ulrich Oeverhaus, selbst Augenarzt<br />

aus Rietberg und Vorsitzender<br />

der <strong>KVWL</strong>-Vertreterversammlung,<br />

freute sich zur Eröffnung der Fortbildung<br />

über das über die Jahre<br />

gleichbleibend hohe Interesse am<br />

IVOM-Vertrag. „Ich denke, wir können<br />

hier gut und gern von einer<br />

klassischen Win-Win-Situation sprechen.<br />

Alle Beteiligten – Ärzte, Krankenkassen<br />

und vor allem natürlich<br />

die Patienten – profitieren davon.“<br />

IVOM –<br />

was bedeutet das genau?<br />

Bei verschiedenen Netzhauterkrankungen<br />

kann eine Medikamenteneingabe<br />

(IVOM) in den Glaskörperraum<br />

des Auges helfen. Es handelt sich<br />

um ein minimal-invasives Verfahren,<br />

das an bestimmte Voraussetzungen<br />

gebunden ist. Die Durchführung der<br />

IVOM-Verträge bedarf der vorherigen<br />

Genehmigung durch die <strong>KVWL</strong>.<br />

Seit 2008 pflegt die Körperschaft<br />

Die Referenten der IVOM-Fortbildungsveranstaltung <strong>2024</strong>:<br />

Vorn (v. l.): Prof. Dr. Albrecht Lommatzsch, Dr. Martin Ziegler,<br />

Prof. PD Dr. Christoph Clemens, PD Dr. Thorsten Böker.<br />

Mitte (v. l.): Prof. Dr. Clemens Lange, Prof. Dr. Nicole Eter, Dr. Ulrich Oeverhaus,<br />

Vorsitzender der <strong>KVWL</strong>-Vertreterversammlung.<br />

Hinten (v. l.): Dr. Sami Al-Nawaiseh, Prof. Dr. Carsten Heinz, Prof. Dr. Florian Alten,<br />

Dr. Georg Spital<br />

diesen Vertrag zur besonderen ambulanten<br />

augenchirurgischen Versorgung<br />

- immer wieder modifiziert<br />

nach den aktuellen Stellungnahmen<br />

der deutschen Fachgesellschaften<br />

und angepasst an die neuen Therapien.<br />

Voraussetzung zur Teilnahme<br />

an diesem Vertrag sind unter anderem<br />

regelmäßige Fortbildungen, die<br />

die Körperschaft seit 2013 selbst<br />

organisiert, und das kostenlos für<br />

die Teilnehmer. Die inhaltliche Gestaltung<br />

übernimmt der <strong>KVWL</strong>-Geschäftsbereich<br />

Verträge zusammen<br />

mit den Mitgliedern der IVOM-Qualitätssicherungskommission<br />

unter<br />

der Leitung von Prof. Dr. Albrecht<br />

Lommatzsch und Prof. Dr. Nicole<br />

Eter aus Münster.<br />

Für die aktuelle IVOM-Fortbildung<br />

konnte die <strong>KVWL</strong> wieder zehn Experten<br />

als Referenten gewinnen – allesamt<br />

ebenfalls Augenärzte. Sie hielten<br />

unter der Moderation von Prof. Dr.<br />

Albrecht Lommatzsch vom St. Franziskus-Hospital<br />

in Münster Vorträge<br />

unter anderem zu Themen wie „Neue<br />

Therapien und Einsatz von neuen<br />

Medikamenten“, „Therapeutische<br />

Strategien“, „Stellungnahmen der<br />

deutschen Fachgesellschaften sowie<br />

deren Umsetzung“ und „Fallbeispiele<br />

mit Therapieempfehlungen“. vity


Wichtiges Urteil des BSG<br />

im Bereich Pädiatrie<br />

Kinderärzte mit Schwerpunkt nehmen künftig an der<br />

haus- und fachärztlichen Versorgung teil<br />

Das Bundessozialgericht<br />

(BSG) hat eine wichtige Entscheidung<br />

für Kinder- und<br />

Jugendmediziner getroffen,<br />

die mit einer Schwerpunktbezeichnung<br />

(z. B. Kinderkardiologie)<br />

oder einer Zusatz-Weiterbildung<br />

(z. B. Kinder-Pneumologie) an der<br />

vertragsärztlichen Versorgung teilnehmen<br />

(Urteil vom 23.03.2023,<br />

Az.: B 6 KA 4/22 R).<br />

Pädiater, die mit einer Schwerpunktbezeichnung<br />

an der vertragsärztlichen<br />

Versorgung mitwirken, haben<br />

ein Wahlrecht zur Teilnahme an der<br />

fachärztlichen Versorgung. Das BSG<br />

hat entschieden, dass aus diesem<br />

Wahlrecht keine ausschließliche Teilnahme<br />

an der fachärztlichen Versorgung<br />

folgt. Zukünftig werden daher<br />

Kinder- und Jugendmediziner mit<br />

Schwerpunkt an der haus- und fachärztlichen<br />

Versorgung teilnehmen.<br />

Für Pädiater, die eine Zusatz-Weiterbildung<br />

führen (Kinder-Gastroenterologie,<br />

Kinder-Pneumologie,<br />

Kinder-Rheumatologie, Kinder-<br />

Nephrologie, Kinder-Endokrinologie<br />

und -Diabetologie) sieht der EBM<br />

in Kapitel 4.5 besondere Gebührenordnungspositionen<br />

vor. Das<br />

BSG hat entschieden, dass diese<br />

Gebührenordnungspositionen dem<br />

fachärztlichen Versorgungsbereich<br />

zuzuordnen sind. Ein Kinder- und<br />

Jugendmediziner, der an der hausärztlichen<br />

Versorgung teilnimmt,<br />

bedarf daher zur Erbringung und<br />

Abrechnung dieser Gebührenordnungspositionen<br />

einer Genehmigung<br />

des Zulassungsausschusses.<br />

Die Genehmigung ist zu erteilen,<br />

wenn eine bedarfsgerechte Versorgung<br />

sonst nicht gewährleistet ist<br />

(§ 73 Abs. 1a S. 3 SGB V).<br />

Die <strong>KVWL</strong> hat die betroffenen Praxen<br />

bereits angeschrieben und auf<br />

eine entsprechende Antragstellung<br />

hingewiesen.<br />

Fazit des Urteils des BSG:<br />

Kinder- und Jugendmediziner mit<br />

einer Schwerpunktbezeichnung<br />

nehmen zukünftig nicht ausschließlich<br />

an der fachärztlichen<br />

Versorgung teil, sondern an der<br />

haus- und fachärztlichen Versorgung<br />

Kinder- und Jugendmediziner, die<br />

an der hausärztlichen Versorgung<br />

teilnehmen und eine Zusatz-Weiterbildung<br />

führen, bedürfen<br />

zur Abrechnung von<br />

Leistungen nach Kapitel 4.5 des<br />

EBM einer Genehmigung des<br />

Zulassungsausschusses.<br />

2/<strong>2024</strong><br />

15


Sicherung der ambulanten Versorgung:<br />

Förderverzeichnis der <strong>KVWL</strong><br />

Die <strong>KVWL</strong> hat nach § 105 Abs. 1 Satz 1 SGB V „alle geeigneten finanziellen und sonstigen Maßnahmen<br />

zu ergreifen, um die Sicherstellung der vertragsärztlichen Versorgung zu gewährleisten, zu verbessern<br />

und zu fördern“. Besteht dringender Versorgungsbedarf für einen Standort, einen Planungsbereich<br />

oder einen Teil eines Planungsbereichs, so ist dieser in einem Förderverzeichnis auszuweisen.<br />

Anträge auf Fördermaßnahmen der <strong>KVWL</strong> können für die Übernahme eines Versorgungsauftrages in folgenden<br />

Gebieten gestellt werden:<br />

2/<strong>2024</strong><br />

16<br />

Fachgruppe<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Stadt / Gemeinde / Stadtbezirk / Stadtteil / Ortsteil<br />

Ahlen<br />

Altena<br />

Augustdorf<br />

Bad Berleburg<br />

Bad Salzuflen<br />

Barntrup<br />

Beckum<br />

Bocholt<br />

Bönen<br />

Brilon<br />

Dörentrup<br />

Ennepetal<br />

Ennigerloh<br />

Erndtebrück<br />

Erwitte<br />

Gescher<br />

Gevelsberg<br />

Gütersloh<br />

Hemer<br />

Herford<br />

Herscheid<br />

Herzebrock-Clarholz<br />

Hiddenhausen<br />

Horn-Bad Meinberg<br />

Iserlohn<br />

Kalletal<br />

Kierspe<br />

Lage<br />

Langenberg<br />

Lemgo<br />

Löhne


Fachgruppe<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Hausärzte<br />

Augenärzte<br />

Augenärzte<br />

Kinderärzte<br />

Kinderärzte<br />

Psychiater<br />

Methadonsubstitution (Behandlung<br />

von mind. 50 Patienten im Rahmen<br />

der suchtmedizinischen Grundversorgung)<br />

Methadonsubstitution (Versorgung<br />

von 120 Patienten in der Methadonsubstitution)<br />

Stadt / Gemeinde / Stadtbezirk / Stadtteil / Ortsteil<br />

Lügde<br />

Marienmünster<br />

Meinerzhagen<br />

Menden<br />

Nachrodt-Wiblingwerde<br />

Neuenrade<br />

Oelde<br />

Paderborn (nur der Stadtteil Schloß Neuhaus)<br />

Petershagen<br />

Plettenberg<br />

Porta Westfalica<br />

Rheda-Wiedenbrück<br />

Rödinghausen<br />

Schieder-Schwalenberg<br />

Spenge<br />

Steinheim<br />

Verl<br />

Versmold<br />

Wadersloh<br />

Werdohl<br />

Wickede (Ruhr)<br />

Willebadessen<br />

Bad Berleburg<br />

Marsberg<br />

Schmallenberg<br />

Sundern<br />

Bestwig, Brilon, Eslohe, Hallenberg, Medebach,<br />

Meschede, Olsberg, Schmallenberg, Winterberg<br />

Kreis Olpe<br />

Paderborn<br />

Neu<br />

Neu<br />

(Stand: 6. <strong>Februar</strong> <strong>2024</strong>)<br />

Gefördert wird die Übernahme eines vollen oder teilzeitigen Versorgungsauftrages in Form einer Zulassung<br />

oder Anstellung oder auch die Einrichtung einer Zweig<strong>praxis</strong>. Gefördert werden kann zum Beispiel durch ein<br />

Praxisdarlehen, durch eine Umsatzgarantie oder durch Kostenzuschüsse. Die möglichen Fördermaßnahmen<br />

sind in der Sicherstellungsrichtlinie der <strong>KVWL</strong> vom 01.01.2021 aufgeführt.<br />

2/<strong>2024</strong><br />

Der Vorstand gewährt die Förderung auf Antrag als Einzelfallentscheidung.<br />

Den aktuellsten Stand des <strong>KVWL</strong>-Förderverzeichnisses sowie eine Übersichtskarte der förderfähigen Städte<br />

und Gemeinden finden Sie unter www.kvwl.de.<br />

17<br />

Interessierte Ärztinnen und Ärzte wenden sich bitte an:<br />

<strong>KVWL</strong> – Team Nachwuchsförderung und Fördermaßnahmen<br />

Babette Andresen Tel.: 0231 / 94 32 13 93<br />

Niklas Gericke Tel.: 0231 / 94 32 13 06<br />

Kristina Siebald Tel.: 0231 / 94 32 38 12<br />

E-Mail: <strong>praxis</strong>start@kvwl.de


Amtliche Bekanntmachungen<br />

Ausschreibung von Vertragsarzt- und<br />

Psychotherapeutensitzen in Westfalen-Lippe<br />

<strong>Februar</strong> <strong>2024</strong><br />

Im Auftrag der jetzigen Praxisinhaber bzw. deren Erben<br />

schreibt die <strong>KVWL</strong> die abzugebenden Arzt- und<br />

Psychotherapeuten-Praxen in Gebieten mit Zulassungsbeschränkungen<br />

zur Übernahme durch Nachfolger aus<br />

(§ 103 Abs. 4 SGB V).<br />

Bewerbungen auf einen Vertragsarztsitz können von<br />

mehreren Personen mit der Zielrichtung der Übernahme<br />

von Teilversorgungsaufträgen abgegeben werden.<br />

Ebenfalls besteht die Möglichkeit, dass ein Bewerber das<br />

Ziel der Übernahme eines Teilversorgungsauftrages hat<br />

und auf den resultierenden Teilversorgungsauftrag einen<br />

Arzt/ Therapeuten anstellt.<br />

Die Bemerkungen zur Fortführung der Berufsausübungsgemeinschaft<br />

sind Angaben des verbleibenden<br />

Praxispartners, um deren Beachtung gebeten wird. Dies<br />

schließt Bewerbungen mit einer davon abweichenden<br />

Zielsetzung jedoch nicht aus.<br />

Im Rahmen der Bewerbung auf einen Vertragsarztsitz<br />

kann auch eine Anstellung eines Arztes/Therapeuten<br />

angestrebt werden. Bewerbungen können an die KV<br />

Westfalen-Lippe, Stichwort „Ausschreibung“, Robert-<br />

Schimrigk-Straße 4 – 6, 44141 Dortmund, gerichtet werden.<br />

Bitte geben Sie die Kennzahl aus der linken Spalte<br />

der Ausschreibungen an.<br />

Die Frist für den Eingang der Bewerbungen ist der<br />

20.03.<strong>2024</strong> (Eingang KV). Ein Online-Formular zur<br />

Bewerbung können Sie unter www.kvwl.de aufrufen<br />

unter Mitglieder/Niederlassung/Niederlassungssuche/<br />

Ausgeschriebene Sitze. Wir leiten die Bewerbungen an<br />

den Praxisinhaber weiter. Wir bitten um Verständnis, dass<br />

wir aus datenschutzrechtlichen Gründen keine näheren<br />

Angaben zu den Praxen machen können.<br />

Ende der Bewerberfrist: 20.03.<strong>2024</strong><br />

2/<strong>2024</strong><br />

Wichtiger Hinweis für die Bewerbung auf einen Viertel-Versorgungsauftrag:<br />

Auf einen ausgeschriebenen Versorgungsauftrag mit dem Faktor 0,25 können sich bewerben:<br />

ein Vertragsarzt/ Psychotherapeut, welcher bereits mit dem Faktor 0,5 oder 0,75 zugelassen<br />

ist, zum Zwecke der Erhöhung des Versorgungsauftrages<br />

ein Vertragsarzt/ Psychotherapeut oder ein MVZ zum Zwecke der Anstellung eines Arztes<br />

mit dem Faktor 0,25<br />

18<br />

ein Vertragsarzt/ Psychotherapeut oder ein MVZ zum Zwecke der Erhöhung des Beschäftigungsumfanges<br />

eines bereits angestellten Arztes<br />

Es ist nicht möglich, eine Zulassung mit einem Viertel-Versorgungsauftrag zu beantragen.<br />

Entsprechende Ausschreibungen sind rot markiert.


Hausärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = Mittelbereiche - MB -)<br />

Kennzahl<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

m8681 MB Coesfeld 1 sofort<br />

m8685<br />

m8945<br />

MB Coesfeld<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft-<br />

MB Coesfeld<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 sofort<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

1 nach Vereinbarung<br />

a7407 MB Kamen 1 nach Vereinbarung<br />

m7944 MB Münster 1 nach Vereinbarung<br />

m8410 MB Münster 0,5 nach Vereinbarung<br />

m8636 MB Münster 1 nach Vereinbarung<br />

m8899 MB Münster 0,5 sofort<br />

a8846 MB Winterberg 1 sofort<br />

Allgemeine fachärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)<br />

Kennzahl<br />

b8620<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Augenarztpraxen<br />

Ennepe-Ruhr-Kreis<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

1 sofort<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

b8616 Krfr. Stadt Hagen 1 nach Vereinbarung<br />

d8915<br />

Chirurgische / Orthopädische Praxen<br />

Chirurgie<br />

Krfr. Stadt Bielefeld<br />

- Medizinisches Versorgungszentrum -<br />

1 sofort<br />

b8794 Krfr. Stadt Bochum 1 sofort<br />

b8495 Ennepe-Ruhr-Kreis 0,5 nach Vereinbarung<br />

m8247<br />

m8687<br />

Krfr. Stadt Gelsenkirchen<br />

- Gründung einer Berufsausübungsgemeinschaft geplant -<br />

Krfr. Stadt Gelsenkirchen<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 nach Vereinbarung<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

m8973 Krfr. Stadt Gelsenkirchen 1 nach Vereinbarung<br />

d8350 Kreis Höxter 1 nach Vereinbarung<br />

b8743 Märkischer Kreis 1 nach Vereinbarung<br />

d8183 Kreis Minden-Lübbecke 1 nach Vereinbarung<br />

d8711 Kreis Paderborn 1 sofort<br />

Orthopädie<br />

b9009 Kreis Siegen-Wittgenstein 1 3/24<br />

b8994 Ennepe-Ruhr-Kreis 1 sofort<br />

Frauenarztpraxen<br />

d7693 Krfr. Stadt Bielefeld 1 nach Vereinbarung<br />

2/<strong>2024</strong><br />

19


2/<strong>2024</strong><br />

20<br />

Allgemeine fachärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)<br />

Kennzahl<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

d8181 Krfr. Stadt Bielefeld 1 nach Vereinbarung<br />

d8719 Krfr. Stadt Bielefeld 1 sofort<br />

b5056 Krfr. Stadt Bochum 1 nach Vereinbarung<br />

b8745<br />

Krfr. Stadt Bochum<br />

- Gründung Berufsausübungsgemeinschaft geplant -<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

b8786 Krfr. Stadt Bochum 1 nach Vereinbarung<br />

m8903 Kreis Borken 1 nach Vereinbarung<br />

a7928 Krfr. Stadt Dortmund 1 nach Vereinbarung<br />

a8729 Krfr. Stadt Dortmund 1 nach Vereinbarung<br />

b3813 Ennepe-Ruhr-Kreis 1 sofort<br />

b8757 Ennepe-Ruhr-Kreis 1 nach Vereinbarung<br />

b8991<br />

b8992<br />

Ennepe-Ruhr-Kreis<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Ennepe-Ruhr-Kreis<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 2/24<br />

1 2/24<br />

d5761 Kreis Gütersloh 1 nach Vereinbarung<br />

d7840<br />

d8928<br />

Kreis Gütersloh<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Kreis Gütersloh<br />

- Gründung Berufsausübungsgemeinschaft geplant -<br />

1 nach Vereinbarung<br />

1 nach Vereinbarung<br />

b8400 Krfr. Stadt Hagen 1 nach Vereinbarung<br />

b8886 Krfr. Stadt Hagen 1 nach Vereinbarung<br />

b8938<br />

d8879<br />

d8725<br />

Krfr. Stadt Hagen<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Kreis Höxter<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Kreis Lippe<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 sofort<br />

1 1/25<br />

0,5 sofort<br />

b8577 Märkischer Kreis 1 nach Vereinbarung<br />

b8749 Märkischer Kreis 1 nach Vereinbarung<br />

m8160 Krfr. Stadt Münster 0,5 nach Vereinbarung<br />

b8939 Kreis Olpe 1 nach Vereinbarung<br />

m8769<br />

a8609<br />

Kreis Recklinghausen<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Kreis Soest<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 nach Vereinbarung<br />

1 nach Vereinbarung<br />

a8671 Kreis Unna 1 2/24<br />

a8894 Kreis Unna 1 nach Vereinbarung<br />

a8967<br />

Kreis Unna<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 sofort


Allgemeine fachärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)<br />

Kennzahl<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Hautarztpraxen<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

a8610 Hochsauerlandkreis 1 nach Vereinbarung<br />

m8822 Krfr. Stadt Münster 1 nach Vereinbarung<br />

a8920 Kreis Soest 1 nach Vereinbarung<br />

a8921 Kreis Unna 1 2/25<br />

HNO-Praxen<br />

b8419 Krfr. Stadt Bochum 1 sofort<br />

m8823 Kreis Borken 1 4/24<br />

a8673 Krfr. Stadt Dortmund 1 nach Vereinbarung<br />

m8170 Krfr. Stadt Gelsenkirchen 1 nach Vereinbarung<br />

d8239 Kreis Gütersloh 0,5 nach Vereinbarung<br />

b8660 Krfr. Stadt Hagen 1 nach Vereinbarung<br />

b8196 Märkischer Kreis 1 nach Vereinbarung<br />

b8990 Märkischer Kreis 1 nach Vereinbarung<br />

d8351 Minden-Lübbecke 1 nach Vereinbarung<br />

a8859<br />

Kreis Soest<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Kinder- und Jugendmedizinpraxen<br />

1 nach Vereinbarung<br />

a8922 Krfr. Stadt Hamm 1 1/25<br />

a8452 Hochsauerlandkreis 1 nach Vereinbarung<br />

a8862 Hochsauerlandkreis 1 nach Vereinbarung<br />

m8949 Krfr. Stadt Münster 1 sofort<br />

m8947<br />

Kreis Recklinghausen<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 nach Vereinbarung<br />

a8736 Kreis Soest 1 nach Vereinbarung<br />

Nervenarztpraxen<br />

m8166 Kreis Borken 1 nach Vereinbarung<br />

m8315 Kreis Borken 1 sofort<br />

a8612 Krfr. Stadt Dortmund 1 sofort<br />

d4887 Kreis Lippe 1 nach Vereinbarung<br />

d8931 Kreis Lippe 1 nach Vereinbarung<br />

b8993<br />

a8923<br />

Kreis Siegen-Wittgenstein<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Kreis Soest<br />

- überörtliche Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

1 2/25<br />

m7901 Kreis Steinfurt 1 nach Vereinbarung<br />

d8716<br />

Urologie<br />

Krfr. Stadt Bielefeld<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

1 nach Vereinbarung<br />

2/<strong>2024</strong><br />

21


2/<strong>2024</strong><br />

22<br />

Allgemeine fachärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)<br />

Kennzahl<br />

m8836<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Kreis Borken<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

1 2/24<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

m8697 Krfr. Stadt Bottrop 0,25 nach Vereinbarung<br />

d8956<br />

Kreis Herford<br />

- Gründung einer Berufsausübungsgemeinschaft geplant-<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

b8658 Märkischer Kreis 1 nach Vereinbarung<br />

m8698 Kreis Recklinghausen 0,5 nach Vereinbarung<br />

Psychotherapeutenpraxen *<br />

Ärztliche Psychotherapie<br />

m/p2462 Kreis Borken (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2501 Krfr. Stadt Dortmund (VT) 0,5 sofort<br />

a/p2531 Krfr. Stadt Dortmund (TP) 0,5 sofort<br />

b/p2535 Krfr. Stadt Hagen (VT & TP) 1 nach Vereinbarung<br />

b/p2534 Krfr. Stadt Herne (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

b/p2407 Kreis Olpe (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

b/p2123 Kreis Siegen-Wittgenstein (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2530 Kreis Soest (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2532 Kreis Soest (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

Psychosomatische Medizin und Psychotherapie<br />

d/p2525 Kreis Lippe (VT & TP) 1 sofort<br />

m/p2546 Krfr. Stadt Münster (VT & TP) 0,5 2/24<br />

Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie<br />

d/p2543 Krfr. Stadt Bielefeld (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2491 Kreis Borken (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2521 Krfr. Stadt Dortmund (TP) 0,5 3/24<br />

b/p2539<br />

m/p2527<br />

Ennepe-Ruhr-Kreis (VT)<br />

- lokaler Sonderbedarf -<br />

- Abgabe nur an KJP mit dem Richtlinienverfahren VT -<br />

Krfr. Stadt Gelsenkirchen (TP & APT)<br />

- Abgabe nur im Richtlinienverfahren TP -<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

0,5 sofort<br />

b/p2537 Krfr. Stadt Hagen (TP) 1 nach Vereinbarung<br />

d/p2542<br />

Kreis Herford (TP)<br />

- qualitätsbezogener Sonderbedarf -<br />

- Abgabe nur an KJP mit dem Richtlinienverfahren TP -<br />

0,5 sofort<br />

d/p2473 Kreis Lippe (TP) - Abgabe nur im Richtlinienverfahren TP - 1 sofort<br />

d/p2384<br />

d/p2413<br />

Kreis Minden-Lübbecke (TP)<br />

- qualitätsbezogener Sonderbedarf -<br />

- Abgabe nur im Richtlinienverfahren TP -<br />

Kreis Minden-Lübbecke (VT) - lokaler Sonderbedarf -<br />

- Abgabe nur an KJP mit dem Richtlinienverfahren VT -<br />

0,5 sofort<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2553 Krfr. Stadt Münster (TP & AP) 1 4/24


Allgemeine fachärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)<br />

Kennzahl<br />

m/p2472<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Kreis Recklinghausen (TP)<br />

- Abgabe nur im Richtlinienverfahren TP -<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

1 sofort<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

b/p2538 Kreis Siegen-Wittgenstein (TP & AP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2341<br />

Kreis Steinfurt (VT)<br />

- lokaler Sonderbedarf -<br />

- Abgabe nur an KJP mit dem Richtlinienverfahren VT -<br />

Psychologische Psychotherapie<br />

0,5 4/23<br />

d/p2106 Krfr. Stadt Bielefeld (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

d/p2387 Krfr. Stadt Bielefeld (VT) 0,25 nach Vereinbarung<br />

d/p2414 Krfr. Stadt Bielefeld (VT) 0,5 sofort<br />

d/p2544 Krfr. Stadt Bielefeld (TP) 0,5 3/24<br />

b/p2533 Krfr. Stadt Bochum (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2425 Kreis Borken (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2551 Kreis Borken (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2495 Kreis Coesfeld (VT) 1 nach Vereinbarung<br />

a/p1673 Krfr. Stadt Dortmund (TP & APT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2198<br />

Krfr. Stadt Dortmund (TP & APT)<br />

- qualitätsbezogener Sonderbedarf -<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2410 Krfr. Stadt Dortmund (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2435<br />

Krfr. Stadt Dortmund (TP)<br />

- Abgabe nur im Richtlinienverfahren TP -<br />

1 2/24<br />

a/p2504 Krfr. Stadt Dortmund (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2548 Krfr. Stadt Gelsenkirchen (TP) 0,5 sofort<br />

b/p2536 Krfr. Stadt Hagen (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2529 Krfr. Stadt Hamm (VT) 0,5 sofort<br />

b/p2442 Krfr. Stadt Herne (VT) 0,5 sofort<br />

b/p2541 Krfr. Stadt Herne (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

d/p2510<br />

Kreis Lippe (TP)<br />

- qualitätsbezogener Sonderbedarf -<br />

- Abgabe nur an PP (TP) -<br />

0,5 sofort<br />

d/p2359 Kreis Lippe (VT) 1 nach Vereinbarung<br />

b/p2509 Märkischer Kreis (VT) 0,5 sofort<br />

b/p2540 Märkischer Kreis (TP) 0,5 3/24<br />

d/p2022 Kreis Minden-Lübbecke (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

d/p2454 Kreis Minden-Lübbecke (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

d/p2526 Kreis Minden-Lübbecke (TP) 0,25 sofort<br />

d/p2545 Kreis Minden-Lübbecke (TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2549 Krfr. Stadt Münster (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m/p2550 Krfr. Stadt Münster (VT) 0,5 sofort<br />

m/p2552 Krfr. Stadt Münster (VT) 0,5 1/25<br />

b/p2258 Kreis Olpe (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

2/<strong>2024</strong><br />

23


Allgemeine fachärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = kreisfreie Städte / Kreise)<br />

Kennzahl<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

m/p2547 Kreis Recklinghausen (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

b/p2505 Kreis Siegen-Wittgenstein (VT & TP) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2503 Kreis Soest (TP) 0,25 nach Vereinbarung<br />

a/p2433 MB Sundern (VT) 0,5 nach Vereinbarung<br />

a/p2379<br />

Kreis Unna (VT)<br />

- lokaler Sonderbedarf -<br />

- Abgabe nur im Richtlinienverfahren VT -<br />

* In Klammern ist die ausgeübte Therapieform des Praxisinhabers<br />

(VT = Verhaltenstherapie; TP = tiefenpsychologisch fundierte<br />

Psychotherapie; APT = analytische Psychotherapie; ST = Systemische<br />

Therapie) angegeben. Bei einem eventuell stattfindenden<br />

Auswahlverfahren berücksichtigt der Zulassungsausschuss<br />

u.a. die bislang angebotene Therapieform.<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

2/<strong>2024</strong><br />

24


Spezialisierte fachärztliche Versorgung<br />

(Planungsbereiche = Raumordnungsregionen/ROR)<br />

Kennzahl<br />

b8989<br />

a8457<br />

d8656<br />

a8458<br />

Vertragsarztpraxen<br />

Anästhesiologische Praxen<br />

ROR Bochum/Hagen (Ennepe-Ruhr-Kreis)<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

ROR Dortmund (krfr. Stadt Dortmund)<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Fachärztlich <strong>intern</strong>istische Praxen<br />

ROR Bielefeld (krfr. Stadt Bielefeld)<br />

- Schwerpunkt Gastroenterologie -<br />

ROR Dortmund (Kreis Unna)<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

Faktor<br />

Versorgungsauftrag<br />

0,5 2/24<br />

1 3/24<br />

Abgabezeitraum<br />

Quartal:<br />

1 nach Vereinbarung<br />

1 nach Vereinbarung<br />

a8543 ROR Dortmund (Kreis Unna) 1 3/24<br />

a8869<br />

m8571<br />

m8701<br />

m8655<br />

ROR Dortmund (Kreis Unna)<br />

- Schwerpunkt Pneumologie -<br />

ROR Emscher-Lippe (Kreis Recklinghausen)<br />

- Schwerpunkt Gastroenterologie -<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

ROR Emscher-Lippe (Kreis Recklinghausen)<br />

- Schwerpunkt Gastroenterologie -<br />

- Berufsausübungsgemeinschaft -<br />

ROR Münster (krfr. Stadt Münster)<br />

- Schwerpunkt Rheumatologie -<br />

1 nach Vereinbarung<br />

0,5 nach Vereinbarung<br />

1 2/24<br />

1 nach Vereinbarung<br />

m8953 ROR Münster (krfr. Stadt Münster) 1 nach Vereinbarung<br />

m8841<br />

ROR Münster (Kreis Borken)<br />

- Schwerpunkt Hämatologie und Internistische Onkologie -<br />

1 1/25<br />

d8724 ROR Paderborn (Kreis Höxter) 1 nach Vereinbarung<br />

Kinder- und Jugendpsychiatrische Praxen<br />

m7390 ROR Emscher-Lippe (Kreis Recklinghausen) 0,5 sofort<br />

m8258 ROR Emscher-Lippe (Kreis Recklinghausen) 0,5 nach Vereinbarung<br />

m8490 ROR Emscher-Lippe (Kreis Recklinghausen) 1 nach Vereinbarung<br />

m8516 ROR Emscher-Lippe (Kreis Recklinghausen) 1 nach Vereinbarung<br />

m8544 ROR Münster (krfr. Stadt Münster) 1 nach Vereinbarung<br />

m8912<br />

ROR Münster (Kreis Steinfurt)<br />

- Medizinisches Versorgungszentrum -<br />

0,5 sofort<br />

2/<strong>2024</strong><br />

Ihre Ansprechpartner: Team Praxisberatung;<br />

Tel.: 0231 / 94 32 94 00; Fax: 0231 / 9 43 28 30 31; E-Mail: Praxisberatung@kvwl.de<br />

25


NIGER: Edriss Haruna (2) ist akut<br />

mangelernährt. Unsere Ärztin<br />

Dr. Faïza Ouedraogo behandelt ihn,<br />

daneben seine Mutter Harira Mohamed.<br />

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Impressum<br />

Herausgeberin<br />

Kassenärztliche Vereinigung<br />

Westfalen-Lippe<br />

Robert-Schimrigk-Straße 4 — 6<br />

44141 Dortmund<br />

Tel. 0231 / 94 32 0<br />

Layout<br />

Stephanie Schneider<br />

Druck<br />

Bonifatius GmbH<br />

Karl-Schurz-Straße 26, 33100 Paderborn<br />

2/<strong>2024</strong><br />

Redaktionsausschuss<br />

Dr. med. Dirk Spelmeyer (verantw.)<br />

Dr. med. Volker Schrage<br />

Thomas Müller<br />

Redaktion<br />

Kassenärztliche Vereinigung<br />

Westfalen-Lippe<br />

Stabsbereich Kommunikation<br />

Dr. Anja Kleine-Wilde<br />

Michael Hedergott (vity)<br />

Claudia Rembecki (ClR)<br />

Martin Steinberg (-ms)<br />

E-Mail: redaktion@kvwl.de<br />

Bildnachweis<br />

Titelseite © AdobeStock_Summit Art Creations /<br />

Seite 2 © AdobeStock_Summit Art Creations +<br />

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Seite 3 © Lars David Neill /<br />

Seite 6 bis 8 © AdobeStock_Alexander Limbach /<br />

Seite 7 © <strong>KVWL</strong>, Marx /<br />

Seite 11 © AdobeStock_234500470_Halfpoint /<br />

Seite 12 © Patrick Albrecht (Kreis Herford) /<br />

Seite 14 © <strong>KVWL</strong>, Marx + AdobeStock_Axel Kock +<br />

AdobeStock_yumiimage<br />

<strong>Februar</strong> <strong>2024</strong><br />

27


Das Service-Center der<br />

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Praxisinformationen der Kassenärztlichen Vereinigung Westfalen-Lippe Ausgabe 02 | <strong>2024</strong><br />

ABRECHNUNG<br />

2 Anästhesiologie: Klarstellung zu Narkosen bei<br />

Eingriffen nach § 115b SGB V<br />

3 oKFE-RL Zervixkarzinom: Abrechnung der<br />

GOP 01764 und 01765 EBM im zeitlichen<br />

Zusammenhang nur in Einzelfällen möglich<br />

3 Kein Besuch und Wegegeld bei ausgelagerten<br />

Praxisräumen<br />

VERORDNUNG<br />

FORUM<br />

12 Wichtige Prüfnachweise für die TI-Finanzierung<br />

im Quartal 1/<strong>2024</strong> - Umsetzung des elektronischen<br />

Arztbriefs (eArztbrief)<br />

SEMINARE UND FORTBILDUNGEN<br />

14 Workshop- und Seminarangebote der <strong>KVWL</strong><br />

Consult GmbH<br />

16 Fortbildungsangebote der Akademie für medizinische<br />

Fortbildung der ÄKWL und der <strong>KVWL</strong><br />

5 Apexxnar ® , 20-valenter Pneumokokken-Impfstoff:<br />

STIKO-Empfehlung in die Schutzimpfungs-Richtlinie<br />

aufgenommen<br />

6 Klarstellung im<br />

Sprechstundenbedarfs-Sachverzeichnis<br />

6 Deutlicher Kostenanstieg bei Individualrezepturen<br />

ab Januar <strong>2024</strong> zu erwarten<br />

8 Informationen zu Änderungen der Richtlinien<br />

des Gemeinsamen Bundesausschusses


ABRECHNUNG<br />

Anästhesiologie: Klarstellung zu<br />

Narkosen bei Eingriffen nach § 115b SGB V<br />

Anästhesisten können wie bisher<br />

in bestimmten Ausnahmefällen<br />

Narkosen und Analgosedierungen<br />

bei Eingriffen aus dem Abschnitt 2<br />

des AOP-Katalogs (Katalog ambulant<br />

durchführbarer Operationen<br />

und sonstiger stationsersetzender<br />

Eingriffe gemäß § 115b SGB V im<br />

Krankenhaus) durchführen und abrechnen.<br />

Eine neue Ausnahmeregelung<br />

im EBM-Kapitel 5 gilt lediglich<br />

ergänzend für die Eingriffe, die zum<br />

1. Januar <strong>2024</strong> neu aufgenommen<br />

wurden. Sie ersetzt nicht die bisherigen<br />

Regelungen.<br />

In der Praxis kam es zu Missverständnissen<br />

hinsichtlich der Ausnahmeregelungen<br />

in der Präambel<br />

des EBM-Kapitels 5 („Anästhesiologische<br />

Gebührenordnungspositionen“).<br />

Hier regeln die Nummern 8 bis 10<br />

sowie die neue Nummer 13, wann<br />

Narkosen und Analgosedierungen<br />

bei Eingriffen nach § 115b SGB V im<br />

Ausnahmefall möglich sind (zum<br />

Beispiel bei Kindern oder Patienten<br />

mit mangelnder Kooperationsfähigkeit<br />

bei geistiger Behinderung).<br />

Normalerweise sind diese Anästhesieformen<br />

bei operativen Leistungen<br />

außerhalb des EBM-Kapitels 31<br />

ausgeschlossen.<br />

Glossar<br />

Kürzel<br />

BA<br />

EBM<br />

G-BA<br />

GOP<br />

KBV<br />

MGV<br />

OPS<br />

SNR<br />

Begriff<br />

Bewertungsausschuss<br />

Einheitlicher<br />

Bewertungsmaßstab<br />

Gemeinsamer<br />

Bundesausschuss<br />

Gebührenordnungsposition(en)<br />

Kassenärztliche<br />

Bundesvereinigung<br />

morbiditätsbedingte<br />

Gesamtvergütung<br />

Operationen- und<br />

Prozedurenschlüssel<br />

Symbolnummer<br />

Hinweise zur neuen Nummer 13<br />

Im Zuge der Weiterentwicklung<br />

des ambulanten Operierens nach<br />

§ 115b SGB V wurden zu Jahresbeginn<br />

mehrere neue Eingriffe in<br />

den Abschnitt 2 des AOP-Katalogs<br />

aufgenommen. Auch bei diesen<br />

vornehmlich kleinchirurgischen<br />

Eingriffen können Anästhesisten<br />

Narkosen und Analgosedierungen<br />

durchführen, wenn Kontraindikationen<br />

gegen die Durchführung des<br />

Eingriffs in Lokalanästhesie oder<br />

Leitungsanästhesie vorliegen. Zusätzlich<br />

muss in Spalte 6 des Abschnitts<br />

2 ein ausdrücklicher Hinweis<br />

auf die Anästhesie vermerkt<br />

sein.<br />

Dies regelt die neue Nummer 13 in<br />

der Präambel zum EBM-Kapitel 5.<br />

Sie gilt nur für die neu aufgenommenen<br />

OPS-Codes (im Abschnitt 2<br />

gelb markiert). Bestehende Regelungen<br />

bleiben davon unberührt.<br />

Beispiel 1: Ausnahme nach Nr. 8<br />

der Präambel 5.1<br />

Bei einer 30-jährigen Frau besteht<br />

die Indikation zur operativen Entfernung<br />

einer frakturierten Zahnwurzel.<br />

Aufgrund einer geistigen<br />

Behinderung ist die Patientin nicht<br />

ausreichend kooperationsfähig, sodass<br />

die Durchführung des Eingriffes<br />

unter Narkose erforderlich ist.<br />

Der codierende OPS des Eingriffes<br />

ist 5-231.50. Er ist Inhalt des Abschnitts<br />

2 des AOP-Kataloges und<br />

der GOP 15323 EBM zugeordnet.<br />

Gemäß Nummer 8 der Präambel zu<br />

Kapitel 5 EBM ist die Durchführung<br />

einer Narkose im Zusammenhang<br />

mit zahnärztlichen und/oder mund-,<br />

kiefer- bzw. gesichtschirurgischen<br />

Eingriffen berechnungsfähig, wenn<br />

es sich um einen Patienten mit<br />

mangelnder Kooperationsfähigkeit<br />

bei geistiger Behinderung handelt.<br />

Dies gilt auch dann, wenn der entsprechende<br />

OPS-Code Inhalt des<br />

Abschnitts 2 des AOP-Kataloges ist<br />

und kein expliziter Hinweis auf die<br />

Anästhesie vermerkt ist.<br />

Beispiel 2: Ausnahme nach<br />

Nr. 13 der Präambel 5.1<br />

Bei einem 20-jährigen Mann besteht<br />

die Indikation zur Frenulotomie bei<br />

verkürztem Vorhautbändchen. Eine<br />

Durchführung dieses Eingriffes in<br />

Narkose ist erforderlich, da Kontraindikationen<br />

gegen die üblicherweise<br />

ausreichende Lokalanästhesie<br />

bestehen. Der codierende OPS des<br />

Eingriffes ist 5-640.0. Er ist Inhalt<br />

des Abschnitts 2 des AOP-Kataloges<br />

und der GOP 02302 EBM zugeordnet.<br />

Zudem ist explizit die Anästhesieform<br />

vermerkt.<br />

Gemäß Nummer 13 der Präambel zu<br />

Kapitel 5 EBM ist die Durchführung<br />

einer Narkose im Zusammenhang<br />

mit diesem seit dem 1. Januar <strong>2024</strong><br />

im Abschnitt 2 des AOP-Kataloges<br />

hinterlegten kleinchirurgischen<br />

Eingriff berechnungsfähig, da eine<br />

Kontraindikation vorliegt und beim<br />

OPS-Code 5-640.0 ein ausdrücklicher<br />

Hinweis auf die Anästhesieform<br />

in Spalte 6 des Abschnitts 2<br />

vermerkt ist.<br />

Bitte beachten Sie, dass der Diagnosecode<br />

nach ICD-10-GM, zum Beispiel<br />

für die geistige Behinderung<br />

oder die Kontraindikation, in der<br />

Abrechnung anzugeben ist.<br />

Den Abschnitt<br />

2 des AOP-Kataloges<br />

finden<br />

Sie über den<br />

nebenstehenden<br />

QR-Code.<br />

2 | 02.<strong>2024</strong>


ABRECHNUNG<br />

oKFE-RL Zervixkarzinom: Abrechnung der GOP 01764 und 01765<br />

EBM im zeitlichen Zusammenhang nur in Einzelfällen möglich<br />

Gemäß der Richtlinie für organisierte Krebsfrüherkennungsprogramme<br />

(oKFE-RL Zervixkarzinom) erfolgen<br />

bei Vorliegen von auffälligen Befunden nach den Untersuchungen<br />

im Primärscreening gemäß § 6 oKFE-RL Zervixkarzinom<br />

die weiteren diagnostischen Schritte entsprechend<br />

der erhobenen Befunde nach der Münchner<br />

Nomenklatur III nach einem Algorithmus entsprechend<br />

§ 7 oKFE-RL Zervixkarzinom (Abklärungsdiagnostik).<br />

In der Regel wird in der Abklärungsdiagnostik nach der<br />

oKFE-RL in einem ersten Schritt die Leistung nach der<br />

GOP 01764 EBM (Abklärungsdiagnostik gemäß Teil III. C.<br />

§ 7 oKFE-RL) durchgeführt. Die laborärztlichen Untersuchungen<br />

sind nach den GOP 01766 EBM (Zytologische<br />

Untersuchung gemäß Teil III. C. § 7 mittels Zytologie<br />

oKFE-RL) und 01767 EBM (Nachweis von Humanen Papillom-Viren<br />

gemäß Teil III. C. § 7 der oKFE-RL) berechnungsfähig.<br />

In einem weiteren Schritt erfolgt ggf. eine<br />

Abklärungskolposkopie nach der GOP 01765 EBM (Abklärungskolposkopie<br />

gemäß Teil III. C. §§ 7 und 8 oKFE-RL).<br />

Im EBM findet sich kein Abrechnungsausschluss zwischen<br />

der GOP 01764 und der GOP 01765 am selben Behandlungstag,<br />

eine Nebeneinanderberechnung kann<br />

jedoch, sofern aus medizinischen Gründen vom vorgegebenen<br />

Algorithmus abgewichen wird, nur in Einzelfällen<br />

erfolgen.<br />

Hiernach geht die Abklärungsdiagnostik nach der GOP<br />

01764 EBM der Abklärungskolposkopie voraus, da die Befunde<br />

der Abklärungsdiagnostik in der Regel nicht am<br />

selben Tag vorliegen. Das Vorliegen des Ergebnisses des<br />

Abstriches ist allerdings als relevant für das weitere Vorgehen<br />

zu betrachten.<br />

Sofern die Leistungen nach den GOP 01764 und 01765<br />

EBM am selben Tag durchgeführt werden, ist für die Berechnungsfähigkeit<br />

zu beachten, dass gemäß der Nr. 2.1<br />

der Allgemeinen Bestimmungen zum EBM die obligaten<br />

Leistungsinhalte beider Leistungen vollständig erfüllt<br />

sein müssen. Diese Voraussetzung ist unter anderem<br />

nicht gegeben, wenn die Auswertung durch ein Fremdlabor<br />

erfolgt.<br />

Der obligate Leistungsinhalt der GOP 01764 EBM umfasst<br />

die Entnahme des Untersuchungsmaterials von der Portio-Oberfläche<br />

und aus dem Zervixkanal für die Zytologie<br />

oder den HPV-Test, eine klinische Untersuchung<br />

mit Spiegeleinstellung der Portio und Befundmitteilung<br />

(auch zum Befund des Abstrichs) mit anschließender<br />

diesbezüglicher Beratung gemäß Teil III. C. § 7 Absatz<br />

2 oKFE-RL.<br />

Kein Besuch und Wegegeld bei ausgelagerten Praxisräumen<br />

Aus aktuellem Anlass möchten wir<br />

Ihnen einen Hinweis bezüglich der<br />

Abrechnung im Zusammenhang mit<br />

ausgelagerten Praxisräumen geben.<br />

Wenn Sie spezielle Untersuchungsund<br />

Behandlungsmethoden außerhalb<br />

Ihres Vertragsarztsitzes<br />

erbringen möchten, zum Beispiel<br />

weil Ihnen am Vertragsarztsitz das<br />

erforderliche Gerät fehlt, sind Sie<br />

verpflichtet, der <strong>KVWL</strong> die Tätigkeit<br />

in ausgelagerten Praxisräumen anzuzeigen.<br />

Sofern Sie ausgelagerte Praxisräume<br />

gemeldet haben und diese zum<br />

Beispiel zur Durchführung von Operationen<br />

aufsuchen, ist eine zusätzliche<br />

Berechnung von Besuch und<br />

Wegegeld nicht möglich.<br />

02.<strong>2024</strong> | 3


78. Fort- und Weiterbildungswoche auf Borkum<br />

Jetzt auch Fortbildungen für Medizinische Fachangestellte und<br />

Angehörige anderer Medizinischer Fachberufe<br />

Die Zielgruppe der Borkumer Fort- und<br />

Weiterbildungswoche wird <strong>2024</strong> um Medizinische<br />

Fachangestellte erweitert. Neben<br />

einem umfangreichen Angebot für Ärztinnen<br />

und Ärzte, Psychotherapeutinnen und<br />

-therapeuten bietet die Borkumwoche auch<br />

Medizinischen Fachangestellten ein vielseitiges<br />

Fortbildungsangebot.<br />

Die Qualifizierung von Medizinischen Fachangestellten<br />

ist ein besonderes Anliegen<br />

der Akademie für medizinische Fortbildung.<br />

Die Verantwortlichen setzen damit ein Zeichen<br />

und messen dem Trend einer professionsübergreifenden<br />

und teamorientierten<br />

Zusammenarbeit, die sich im Bereich der<br />

ambulanten Versorgung seit Jahren sehr erfreulich<br />

entwickelt, besondere Bedeutung<br />

bei.<br />

MFA 1 ID 4588<br />

Grundlagen der vertragsärztlichen Abrechnung<br />

Ansprechpartner: Martin Nowak, Tel.: 0251 929-2216, E-Mail: martin.nowak@aekwl.de<br />

MFA 2 ID 4590<br />

Privatliquidation - Gebührenordnung Ärzte / GOÄ<br />

Wissenswerte Grundlagen für die MFA<br />

Ansprechpartner: Martin Nowak, Tel.: 0251 929-2216, E-Mail: martin.nowak@aekwl.de<br />

MFA 3 ID 4535<br />

Patientenbegleitung und Koordination<br />

Ansprechpartnerin: Helena Baumeister, Tel.: 0251 929-2237, E-Mail: helena.baumeister@aekwl.de<br />

MFA 4 ID 4554<br />

Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen -<br />

Umgang mit chronisch Kranken<br />

Ansprechpartnerin: Andrea Gerbaulet, Tel.: 0251 929-2225, E-Mail: andrea.gerbaulet@aekwl.de<br />

MFA 5 ID 4656<br />

Patientensicherheit ist Mitarbeitersicherheit -<br />

Wenn Behandelnde zum Opfer werden -<br />

Second-Victim-Phänomen<br />

Ansprechpartnerin: Helena Baumeister, Tel.: 0251 929-2237, E-Mail: helena.baumeister@aekwl.de<br />

Weitere Informationen finden Sie unter: www.akademie-wl.de/borkum<br />

©JackF – stock.adobe.com


VERORDNUNG<br />

Apexxnar ® , 20-valenter Pneumokokken-Impfstoff:<br />

STIKO-Empfehlung in die Schutzimpfungs-Richtlinie aufgenommen<br />

Die Ständige Impfkommission (STIKO) hat Ende September<br />

2023 ihre bisherige Empfehlung zur Pneumokokken<br />

Impfung angepasst. Diese Empfehlung wurde vom G-BA<br />

in die Schutzimpfungs-Richtlinie übernommen und ist<br />

am 13. Januar <strong>2024</strong> in Kraft getreten.<br />

Die STIKO hat den neuen PCV-20-Impfstoff gegenüber<br />

den bisher empfohlenen Impfstoffen als überlegen bewertet.<br />

Auf eine Impfung mit dem neuen Impfstoff haben<br />

nun Anspruch:<br />

►<br />

►<br />

►<br />

Personen ab 60 Jahren,<br />

Personen ab 18 Jahren mit Risikofaktoren für<br />

schwere Pneumokokken-Erkrankungen,<br />

Personen ab 18 Jahren mit beruflicher Indikation.<br />

Standardimpfung Personen ≥ 60 Jahre. Impfung mit dem 20-valenten Konjugatimpfstoff<br />

(PCV-20).<br />

Personen, die bereits mit dem 23-valenten Polysacharidimpfstoff<br />

(PPSV-23) geimpft wurden, sollen<br />

in einem Mindestabstand von sechs Jahren nach<br />

der PPSV-23-Impfung eine Impfung mit PCV-20<br />

erhalten.<br />

Indikationsimpfung<br />

Kinder, Jugendliche und Erwachsene<br />

mit erhöhter gesundheitlicher<br />

Gefährdung infolge<br />

einer Grundkrankheit:<br />

1. Angeborene oder erworbene<br />

Immundefekte,<br />

2. Sonstige chronische Krankheiten,<br />

wie zum Beispiel: ▶<br />

► chronische Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br />

oder Erkrankungen<br />

der Atmungsorgane,<br />

► Stoffwechselkrankheiten,<br />

zum Beispiel mit oralen Medikamenten<br />

oder Insulin behandelter<br />

Diabetes mellitus,<br />

► neurologische Krankheiten,<br />

zum Beispiel Zerebralparesen<br />

oder Anfallsleiden,<br />

3. Anatomische oder fremdkörperassoziierte<br />

Risiken für<br />

Pneumokokken-Meningitis, wie<br />

zum Beispiel: ► Liquorfistel<br />

► Cochlea-Implantat<br />

Kinder ab dem Alter von zwei Jahren, Jugendliche:<br />

Sequenzielle Impfung mit PCV-13 oder PCV-15, gefolgt<br />

von PPSV-23 nach sechs bis zwölf Monaten.<br />

Personen ab ≥ 18 Jahre: Impfung mit PCV-20. Personen<br />

ab ≥ 18 Jahre, die in der Vergangenheit bereits<br />

eine sequenzielle Impfung (PCV-13+PPSV-23)<br />

erhalten haben, sollen in einem Mindestabstand<br />

von sechs Jahren nach der PPSV-23-Impfung eine<br />

Impfung mit PCV-20 erhalten. Bei einer ausgeprägten<br />

Immundefizienz kann bereits im Mindestabstand<br />

von einem Jahr nach der PPSV-23-Impfung<br />

eine Impfung mit PCV-20 erfolgen.<br />

02.<strong>2024</strong> | 5


VERORDNUNG<br />

Berufliche Indikation<br />

Berufliche Tätigkeiten wie<br />

Schweißen und Trennen von<br />

Metallen, die zu einer Exposition<br />

gegenüber Metallrauchen<br />

einschließlich metalloxidischen<br />

Schweißrauchen führen.<br />

Impfung mit PCV-20. Personen dieser Gruppe, die<br />

bereits mit PPSV-23 geimpft wurden, sollen bei<br />

anhaltender Exposition in einem Mindestabstand<br />

von sechs Jahren nach der PPSV-23-Impfung<br />

eine Impfung mit PCV-20 erhalten.<br />

Zur Notwendigkeit von Wiederholungsimpfungen nach der Impfung mit PCV-20 liegen noch keine Daten vor, weswegen<br />

zum gegenwärtigen Zeitpunkt hierzu keine Empfehlung ausgesprochen werden kann.<br />

Die Verordnung des Impfstoffes erfolgt bei gegebener<br />

Indikation gemäß Schutzimpfungs-Richtlinie über den<br />

Sprechstundenbedarf.<br />

Weite Informationen finden Sie auf<br />

der Internetseite des G-BA über den<br />

nebenstehenden QR-Code<br />

und<br />

auf der Internetseite des RKI über den<br />

nebenstehenden QR-Code.<br />

Klarstellung im<br />

Sprechstundenbedarfs-Sachverzeichnis<br />

Das Sprechstundenbedarfs-Sachverzeichnis wird regelmäßig<br />

für Sie angepasst und aktualisiert. Bereits in der<br />

Januar-Ausgabe von <strong>praxis</strong> <strong>intern</strong> haben wir über die<br />

Aktualisierung des Sachverzeichnisses informiert und<br />

möchten hiermit auf weitere Anpassungen aufmerksam<br />

machen:<br />

Perfusorleitungen/Injektomatleitungen sowie Perfusorspritzen<br />

können nur noch für Mehrkomponenten-TIVA<br />

in der Anästhesie als Sprechstundenbedarf<br />

bezogen werden.<br />

Eine Klarstellung erfolgt ebenfalls beim Trittschaum:<br />

Trittspurschaum/Formabdrücke/Abdruckschaum nur<br />

für die GNR 31941 zur Anfertigung von Stützverbänden<br />

in der Praxis, für die das Fußsohlenprofil erforderlich<br />

ist. Nicht verordnungsfähig zur Erstellung orthopädischer<br />

Einlagen/ Kopieabdrücke.<br />

Informationen zum Sprechstundenbedarf<br />

finden Sie auf unserer SSB-Themenseite<br />

im Internet über den nebenstehenden<br />

QR-Code.<br />

Deutlicher Kostenanstieg bei Individualrezepturen<br />

ab Januar <strong>2024</strong> zu erwarten<br />

Bislang erfolgte die Preisbildung in Apotheken anhand<br />

der in der sogenannten „Hilfstaxe“ festgelegten Listenpreise<br />

für Rezepturbestandteile. Da die Hilfstaxe zum<br />

31. Dezember 2023 vom Deutschen Apothekerverband<br />

(DAV) gekündigt wurde und bislang keine neue Vereinbarung<br />

mit dem GKV-Spitzenverband getroffen wurde,<br />

erfolgt die Preisberechnung von Rezepturen nun gemäß<br />

Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV). Dadurch ist<br />

mit einem deutlichen Kostenanstieg zu rechnen, zum<br />

Teil können sich die Kosten mehr als verdoppeln.<br />

Da die Kosten auch für Individualrezepturen vollumfänglich<br />

in Ihre Arzneimittelkostenstatistik einfließen,<br />

empfehlen wir Ihnen aus Wirtschaftlichkeitsgründen<br />

den Einsatz von Individualrezepturen kritisch zu prüfen.<br />

Insbesondere wenn vergleichbare, günstigere Fertigarzneimittel<br />

zur Verfügung stehen, sind hohe Mehrkosten<br />

schwierig zu begründen.<br />

Wir empfehlen daher bei häufig verordneten Rezepturen<br />

Informationen über die aktuellen Abrechnungspreise<br />

in Ihrer Apotheke einzuholen.<br />

6 | 02.<strong>2024</strong>


Das Service-Center der<br />

Informationen<br />

aus einer Hand<br />

Service-Center<br />

0231 / 94 32 10 00<br />

Die Unsere Service-Hotline Telefonservice-Zeiten:<br />

der <strong>KVWL</strong> ist Ihr direkter Draht<br />

zu<br />

montags<br />

allen Fragen<br />

bis donnerstags<br />

rund um die vertragsärztliche<br />

7.30 bis 17.30 Uhr<br />

und<br />

psychotherapeutische freitags<br />

Tätigkeit. 7.30 bis 15.00 Uhr<br />

Schnell, verlässlich, kompetent.


VERORDNUNG<br />

Informationen zu Änderungen der Richtlinien des Gemeinsamen Bundesausschusses<br />

Im Folgenden haben wir die Beschlüsse und Änderungen des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in einer<br />

aktuellen Übersicht zusammengestellt. Zusammenfassungen der G-BA-Begründung eines belegten oder nicht<br />

belegten Zusatznutzens, der jeweils zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT) sowie daraus abzuleitende wichtige<br />

Hinweise zur Verordnung finden Sie online unter<br />

www.kvwl.de unter dem Menüpunkt Verordnung/Arzneimittelinformationen<br />

und Frühe Nutzenbewertung oder direkt über den nebenstehenden QR-Code.<br />

Die vollständigen Beschlüsse mit zusätzlichen Informationen zu den Entscheidungen im Detail<br />

finden Sie jeweils auf den Internetseiten des G-BA unter www.g-ba.de. Zudem weisen wir immer<br />

darauf hin, wenn die <strong>KVWL</strong> oder die KBV hierzu noch ausführlichere Informationen gegeben<br />

haben - zum Beispiel im ARZNEIMITTEL-INFOSERVICE (AIS). (Stand: 30. Januar <strong>2024</strong>)<br />

Arzneimittel-Richtlinie (AM-RL)<br />

Die Richtlinie regelt die Verordnung von Arzneimitteln durch die an der vertragsärztlichen Versorgung teilnehmenden Ärzte<br />

und in ärztlichen Einrichtungen mit dem Ziel einer bedarfsgerechten und wirtschaftlichen Versorgung der Versicherten. Die<br />

Richtlinie konkretisiert Inhalt und Umfang der im SGB V festgelegten Leistungspflicht der gesetzlichen Krankenkassen auf<br />

der Grundlage des Wirtschaftlichkeitsgebots im Sinne einer notwendigen, ausreichenden, zweckmäßigen und wirtschaftlichen<br />

Versorgung unter Berücksichtigung des allgemein anerkannten Standes der medizinischen Erkenntnisse und des Prinzips<br />

einer humanen Krankenbehandlung.<br />

Anlage I: OTC-Übersicht<br />

Apothekenpflichtige, nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel (sogenannte OTC-Präparate) sind grundsätzlich für versicherte<br />

Kinder ab dem vollendeten 12. Lebensjahr und versicherte Jugendliche mit Entwicklungsstörungen ab dem vollendeten<br />

18. Lebensjahr von der Verordnungsfähigkeit zu Lasten der GKV ausgeschlossen. Die Verordnung dieser Arzneimittel ist nur<br />

ausnahmsweise zulässig, wenn die Arzneimittel bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten.<br />

In der „OTC-Übersicht“ legt der G-BA fest, welche OTC- Arzneimittel bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen<br />

als Therapiestandard gelten und mit Begründung vom Vertragsarzt ausnahmsweise verordnet werden können.<br />

Nr. 11 Calcium und Vitamin D,<br />

Nr. 12 Calcium<br />

„bei Bisphosphonat-Behandlung gemäß Angabe in der jeweiligen Fachinformation bei<br />

zwingender Notwendigkeit“<br />

ersetzt durch die Wörter<br />

„bei Behandlung mit Bisphosphonaten, Parathormonrezeptor(PTHR1)-Agonisten, Denosumab<br />

und Romosozumab, wenn gemäß Fachinformation des Hauptarzneimittels die Gabe<br />

einer entsprechenden Begleitmedikation vorausgesetzt wird oder der Patient darauf<br />

hinzuweisen ist, dass die Anwendung einer entsprechenden Begleitmedikation erforderlich<br />

ist“<br />

Anlage IV: Therapiehinweise<br />

Die Anlage 4 der Arzneimittel-Richtlinie beinhaltet Therapiehinweise, die das Wirtschaftlichkeitsgebot beim Einsatz insbesondere<br />

neuer, meist hochpreisiger Wirkstoffe sowie Therapieprinzipien in der ambulanten Versorgung konkretisieren und<br />

von den Vertragsärzten zu beachten sind. Die Hinweise informieren über den Umfang der arzneimittelrechtlichen Zulassung,<br />

über Wirkung, Wirksamkeit sowie Risiken und geben Empfehlungen zur wirtschaftlichen versorgungsweise, zu Kosten sowie<br />

gegebenenfalls notwendigen Vorsichtsmaßnahmen.<br />

Der Therapiehinweis zu Palivizumab (z. B. Synagis ® ) wurde neu gefasst als Therapiehinweis „Respiratorisches-Synzytial-Virus-Antikörper<br />

(z. B. Palivizumab – Synagis ® , Nirsevimab – Beyfortus ® “. Neu aufgenommen wurde der Wirkstoff Nirsevimab.<br />

8 | 02.<strong>2024</strong>


VERORDNUNG<br />

Anlage XII: (Frühe) Nutzenbewertung nach § 35a SGB V<br />

Der G-BA hat im Dezember 2023 die unten aufgeführten Beschlüsse zum Zusatznutzen von neuen Arzneimitteln gegenüber<br />

einer zweckmäßigen Vergleichstherapie (zVT) getroffen. Die Beschlüsse sind Bestandteil der AM-RL und somit für die GKV<br />

verbindlich. In den nächsten sechs Monaten wird der GKV-Spitzenverband mit den Herstellern einen neuen wirtschaftlichen<br />

Preis je nach Nutzenbewertung des Arzneimittels aushandeln. Der heutige Preis, d. h. der Preis seit Markteinführung, kann<br />

also, insbesondere für Indikationen ohne oder mit geringem Zusatznutzen, deutlich höher sein als der zukünftige verhandelte<br />

Preis. (Ist die Nutzenbewertung oder der Verlauf der Preisverhandlungen ungünstig, haben einige Hersteller schon mit<br />

Marktrücknahme reagiert.) Bitte informieren Sie sich vor der Verordnungsentscheidung genau zur indikationsbezogenen<br />

Nutzenbewertung des Arzneimittels und zur Preissituation, und dokumentieren Sie Ihre Verordnungsentscheidungen in der<br />

Patientendokumentation.<br />

Wirkstoff / Präparat Indikation / Anwendungsgebiet ERGEBNIS<br />

Therapiegebiet: Stoffwechselkrankheiten<br />

Lumacaftor/Ivacaftor<br />

Orkambi ®<br />

Neues Anwendungsgebiet:<br />

zystische Fibrose, homozygot<br />

F508del-Mutation im CF-<br />

TR-Gen, 1 bis < 2 Jahre<br />

Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren<br />

Zusatznutzen<br />

Therapiegebiet: Krankheiten des Verdauungssystems<br />

Mirikizumab<br />

Colitis ulcerosa, vorbehandelt Es wurden zwei Patientenpopulationen gebildet, je<br />

Omvoh ® nach Vortherapien.<br />

Ein Zusatznutzen ist für keine der beiden Populationen<br />

belegt.<br />

Therapiegebiet: Krankheiten des Nervensystems<br />

Dimethylfumarat<br />

Tecfidera ®<br />

Neues Anwendungsgebiet:<br />

schubförmig remittierende Multiple<br />

Sklerose, ≥ 13 Jahre<br />

Zusatznutzen nicht belegt<br />

Therapiegebiet: Onkologische Erkrankungen<br />

Ivosidenib<br />

Tibsovo ®<br />

Akute Myeloische Leukämie mit<br />

IDH1-R132-Mutation, Erstlinie,<br />

Kombination mit Azacitidin<br />

Hinweis auf einen erheblichen Zusatznutzen<br />

Ivosidenib<br />

Tibsovo ®<br />

Cholangiokarzinom mit<br />

IDH1-R132-Mutation, nach mind.<br />

einer Vortherapie<br />

Anhaltspunkt für einen nicht quantifizierbaren<br />

Zusatznutzen<br />

02.<strong>2024</strong> | 9


VERORDNUNG<br />

Wirkstoff / Präparat Indikation / Anwendungsgebiet ERGEBNIS<br />

Therapiegebiet: Herz-Kreislauf-Erkrankungen<br />

Sacubitril / Valsartan<br />

Entresto ®<br />

Ergänzung zu <strong>KVWL</strong> <strong>kompakt</strong><br />

1/<strong>2024</strong>: Es handelt sich um<br />

die Nutzenbewertung für die<br />

Altersklasse ≥ ein Jahr bis 17<br />

Jahre. Die Nutzenbewertung bei<br />

Erwachsenen bleibt unberührt.<br />

Zusatznutzen nicht belegt<br />

Neues Anwendungsgebiet:<br />

chronische Herzinsuffizienz mit<br />

linksventrikulärer Dysfunktion,<br />

≥ ein Jahr bis 17 Jahre<br />

Schutzimpfungsrichtlinie<br />

COVID-19<br />

In den Abschnitten weitere Auffrischungen, Indikationsimpfung und berufliche Indikation<br />

werden die Hinweise zur Umsetzung angepasst.<br />

- Bei den weiteren Auffrischungen und der beruflichen Indikation erfolgt der Einsatz eines<br />

„zugelassenen und von der STIKO empfohlenen Variantenadaptierten Impfstoffs“.<br />

- Bei der Indikationsimpfung erfolgt ebenfalls der Einsatz eines „zugelassenen und von<br />

der STIKO empfohlenen Variantenadaptierten Impfstoffs“.<br />

Der Hinweis „Bei Kindern im Alter von sechs Monaten bis < fünf Jahren ist noch kein Impfstoff<br />

zur Auffrischimpfung zugelassen. Zur Auffrischimpfung kann gegebenenfalls ein für<br />

die Grundimmunisierung in dieser Altersgruppe zugelassener Impfstoff off-label angewendet<br />

werden“ wird gestrichen.<br />

Pneumokokken<br />

Die STIKO-Empfehlung von September 2023 wurde nun in die Schutzimpfungs-Richtlinie<br />

aufgenommen. Für die Standardimpfung von Personen ≥ 60 Jahre sowie bei sequenziellen<br />

Impfungen bei Personen ab ≥ 18 Jahre und bei beruflichen Indikationen wird nun der<br />

20-valente Konjugatimpfstoff (PCV20) eingesetzt.<br />

10 | 02.<strong>2024</strong>


DIE FORTBILDUNGSAPP<br />

DER AKADEMIE FÜR MEDIZINISCHE FORTBILDUNG<br />

GESAMTES KURSANGEBOT IM ÜBERBLICK<br />

PUSHFUNKTION FÜR PERSÖNLICHE<br />

INTERESSENSCHWERPUNKTE<br />

EINZEL- UND SAMMELBUCHUNGEN<br />

PERSÖNLICHE VERANSTALTUNGSÜBERSICHT<br />

ALLE ANSPRECHPARTNER AUF EINEN BLICK<br />

BEANTRAGUNG DER AKADEMIE-<br />

MITGLIEDSCHAFT<br />

ÜBERGANG ZU DEN SOCIAL-MEDIA-KANÄLEN<br />

ÜBERGANG ZUR ILIAS-LERNPLATTFORM<br />

UND ZUR INTERNETSEITE DER AKADEMIE<br />

Finden Sie schnell und einfach Ihre gewünschten Fortbildungen<br />

und buchen Sie bequem direkt über unsere App:


FORUM<br />

Wichtige Prüfnachweise für die TI-Finanzierung im<br />

Quartal 1/<strong>2024</strong> - Umsetzung des elektronischen Arztbriefs (eArztbrief)<br />

Seit dem 1. Juli 2023 gilt die neue Finanzierungsvereinbarung<br />

der Telematikinfrastruktur. Die Zahlung der<br />

Pauschalen nach der neuen Vereinbarung sowie die Umstellung<br />

auf eine automatisierte Berechnung der Pauschale<br />

anhand der Angaben in der Abrechnungsdatei erfolgte<br />

erstmalig Ende Januar <strong>2024</strong> mit der Restzahlung<br />

der Honorare für das Quartal 3/2023.<br />

Mit der kommenden Abrechnung für das Quartal 1/<strong>2024</strong><br />

werden die verpflichtenden Fachanwendungen um den<br />

elektronischen Arztbrief (eArztbrief) erweitert. Die<br />

Angabe hierzu hat die <strong>KVWL</strong> somit in der kommenden<br />

Abrechnung ebenfalls zu prüfen. Der eArztbrief ist von<br />

allen Fachgruppen ohne Ausnahme umzusetzen.<br />

Alle Praxen, die diese Anwendung noch nicht umgesetzt<br />

haben, bitten wir daher, ihr Systemhaus anzusprechen<br />

und die Fachanwendung zügig einzuführen.<br />

Wie kann vor Abgabe der Abrechnung erkannt werden,<br />

welche Fachanwendungen übermittelt werden?<br />

Welche Angaben zu den TI-Komponenten und Fachanwendungen<br />

in der Abrechnungsdatei übermittelt werden,<br />

zeigt das KBV-Prüfprotokoll an. Dieses ist verpflichtend<br />

von jedem Praxisverwaltungssysteme (PVS)<br />

zur Prüfung der Abrechnungsdateien vorzuhalten. Mit<br />

der Abrechnung für das Quartal 1/<strong>2024</strong> darf der Hinweis<br />

zu den TI-Angaben nicht mehr optional durch PVS oder<br />

Praxis ausgeblendet werden.<br />

Bitte prüfen Sie vor Abgabe der Abrechnung die Angaben<br />

und sprechen Sie bei fehlenden oder falschen Angaben<br />

mit Ihrem Systembetreuer.<br />

Alle Informationen zur Finanzierung<br />

finden Sie auf unserer TI-Themenseite<br />

im Internet über den nebenstehenden<br />

QR-Code.<br />

12 | 02.<strong>2024</strong>


Ukraine<br />

#Nothilfe<br />

Unterstützen Sie<br />

Menschen in Not!<br />

Helfen<br />

Sie<br />

jetzt!<br />

www.drk.de<br />

Deutsches Rotes Kreuz e.V.<br />

IBAN: DE63 3702 0500 0005 0233 07<br />

BIC: BFSWDE33XXX<br />

Spendenzweck: Nothilfe Ukraine


SEMINARE UND FORTBILDUNGEN<br />

Seminare 1/<strong>2024</strong><br />

Weitere Seminarinformationen und Anmeldung: www.kvwl-consult.de — Tel.: 0231 / 94 32 39 54<br />

Ein guter Start: Die Ausbildung<br />

in der Arzt<strong>praxis</strong> professionell<br />

gestalten<br />

Ziel der Veranstaltung ist es, Hinweise und<br />

Hilfestellungen für einen erfolgreichen<br />

Ausbildungsverlauf zu vermitteln.<br />

Termin: 28. <strong>Februar</strong> <strong>2024</strong> (Ärztehaus<br />

Dortmund),<br />

Zeit: 14 bis 18 Uhr<br />

Dozentin: Juliane Feldner, (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 190 Euro (zzgl. USt.), die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Teamleitung in der Arzt<strong>praxis</strong><br />

Teamleitungen brauchen einen Plan und<br />

Werkzeuge, auch wenn es weder den<br />

richtigen Führungsstil noch Patentrezepte<br />

gibt.<br />

Termin: 6. März <strong>2024</strong> (online)<br />

Zeit: 9 bis 16 Uhr<br />

Dozentin: Juliane Feldner (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 195 Euro (zzgl. USt.), die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Neu: Achtsam und gelassen<br />

bleiben im (Praxis-)Alltag<br />

Das Seminar bietet durch praktische<br />

Übungseinheiten und Selbstreflexionen<br />

einen großen Nutzen für die direkte Umsetzung<br />

in den Alltag.<br />

Termin: 6. März <strong>2024</strong> (online)<br />

Zeit: 14 bis 17 Uhr<br />

Dozentin: Mechthild Wick, (Personaltrainerin/Coach)<br />

Kosten: 160 Euro (zzgl. USt.), die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich<br />

Neu: Hilfe ein Konflikt<br />

Das Seminar gliedert sich in zwei Teile und<br />

ist ein Spezialtraining für Teamleitungen<br />

und PraxismanagerInnen, mit schwierigen<br />

Situationen in der Arzt<strong>praxis</strong> umzugehen.<br />

Teil 1: Informationsveranstaltung (online<br />

– 4 Std.):<br />

Ziel dieser Informationsveranstaltung ist<br />

die Wahrnehmung von Anzeichen, die<br />

auf einen Konflikt hinweisen sowie einen<br />

souveränen Umgang mit Konfliktlösungsmethoden<br />

zu trainieren.<br />

Teil 2: Praxistraining (präsenz – 7 Std.):<br />

Die Teilnahme an der Informationsveranstaltung<br />

wird vorausgesetzt.<br />

In dieser Veranstaltung lernen Sie die<br />

Inhalte der Informationsveranstaltung<br />

„Konflikte in der Arzt<strong>praxis</strong>“ im Ernstfall<br />

professionell umzusetzen. An praktischen<br />

Beispielen werden Sie geschult, mit konflikthaften<br />

Situationen sicher umzugehen<br />

und Ihr theoretisches Wissen gezielt anzuwenden.<br />

Die TeilnehmerInnen bekommen<br />

ein Feedback zum eigenen Auftreten und<br />

zum individuellen Umgang mit Konflikten.<br />

Termine: 13. März <strong>2024</strong>, online 17. April<br />

<strong>2024</strong>, Ärztehaus Dortmund<br />

Zeit: 14 bis 18 Uhr (online), 9 bis 16 Uhr<br />

(Dortmund)<br />

Dozentin: Juliane Feldner, (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 415 Euro (zzgl. USt), die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Kommunikationstraining<br />

für Auszubildende<br />

Die TeilnehmerInnen des Seminars lernen<br />

ein souveränes Auftreten in Gesprächen<br />

und im Umgang mit Vorgesetzten,<br />

KollegInnen und PatientInnen.<br />

Termin: 10. April <strong>2024</strong> (Ärztehaus<br />

Münster)<br />

Zeit: 14 bis 18 Uhr<br />

Dozentin: Juliane Feldner (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 190 Euro (zzgl. USt.), die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Medical English: Einsteiger-Kurs<br />

In diesem abwechslungsreichen Seminar<br />

widmen wird uns dem für Sie relevanten<br />

Fachvokabular und dessen richtiger Anwendung<br />

in der Praxis.<br />

Termin: 24. April <strong>2024</strong> (Ärztehaus Dortmund)<br />

Zeit: 14 bis 18.30 Uhr<br />

Dozentin: Konstanze Getachew<br />

Kosten: 220 Euro (zzgl. USt.), inkl. Verpflegung<br />

u. Unterlagen, die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Intensivkurs Praxismanagement<br />

Ziel des Kurses ist es, Sie in den wichtigsten<br />

Funktionen und Aufgabengebieten<br />

des Praxis- und Selbstmanagements zu<br />

stärken.<br />

Termin: 17. bis 21. Juni <strong>2024</strong> (Ärztehaus<br />

Dortmund)<br />

Zeiten: Mo. 11 bis 17 Uhr, Di., Mi., Do. 9 bis<br />

17 Uhr, Fr. 9 bis 14 Uhr<br />

Dozentin: Cornelia Bahnen, (Trainerin,<br />

Beraterin)<br />

Kosten: 765 Euro (zzgl. USt) inkl. Verpflegung<br />

und Unterlagen, Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Exklusiv-Workshop für<br />

PraxismanagerInnen<br />

Der zweitägige Workshop beschäftigt sich<br />

mit Instrumenten der Organisations- und<br />

Personalentwicklung.<br />

Termin: 25.bis 26. April <strong>2024</strong> (Ärztehaus<br />

Dortmund)<br />

Zeit: 9 bis 16.30 Uhr<br />

Dozentin: Cornelia Bahnen (Trainerin,<br />

Beraterin)<br />

Kosten: 420 Euro (zzgl. USt) inkl. Verpflegung<br />

und Unterlagen), Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Medical English: Aufbau-Kurs<br />

Dieses Seminar baut auf den Kenntnissen<br />

des Einsteiger-Kurses auf.<br />

Termin: 12. Juni <strong>2024</strong> (Ärztehaus Dortmund)<br />

Zeit: 14 bis 18.30 Uhr<br />

Dozentin: Konstanze Getachew<br />

14 | 02.<strong>2024</strong>


SEMINARE UND FORTBILDUNGEN<br />

Kosten: 220 Euro (zzgl. USt.), inkl. Verpflegung<br />

u. Unterlagen, die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Unzufriedene Patienten —<br />

was tun?<br />

In dem Seminar erhalten die TeilnehmerInnen<br />

zahlreiche und fundierte Hinweise,<br />

wie sie eskalierende und bedrängende<br />

Gespräche und Angriffe durch geschickte<br />

und situationsangemessene Anwendung<br />

von Kommunikationsstrategien gezielt<br />

abbauen oder minimieren können.<br />

Termin: 8. Mai <strong>2024</strong> (Ärztehaus Dortmund)<br />

Zeit: 15 bis 19 Uhr<br />

Dozentin: Juliane Feldner (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 195 Euro (zzgl. USt.), die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Schwierige Situationen<br />

als Teamleiterin meistern<br />

Als schwierig werden zumeist solche<br />

Führungssituationen angesehen, in denen<br />

Beschäftigte sich auf Dauer nicht an<br />

Vereinbarungen, Regeln und Vorgaben<br />

halten oder nicht die gewünschte Leistung<br />

zeigen.<br />

Termin: 15. Mai <strong>2024</strong> (Ärztehaus Münster)<br />

Zeit: 9 bis 16 Uhr<br />

Dozentin: Juliane Feldner (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 255 Euro (zzgl. USt.), inkl. Verpflegung<br />

u. Unterlagen, die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

„Immer dazwischen!“ – In der<br />

Sandwichposition als Teamleitung<br />

Dieses Führungstraining will Ihnen helfen,<br />

sich auf Ihrer Position zu festigen und den<br />

Umgang mit sich selbst, mit Ihrem Team<br />

und den Praxisverantwortlichen zu professionalisieren.<br />

Termin: 5. Juni <strong>2024</strong> (Ärztehaus Dortmund)<br />

Zeit: 9 bis 16 Uhr<br />

Dozentin: Juliane Feldner (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 255 Euro (zzgl. USt.), inkl. Verpflegung<br />

u. Unterlagen, die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Ausbildung zum/zur Datenschutzbeauftragten<br />

(Arzt<strong>praxis</strong>)<br />

Mit dieser Ausbildung im Rahmen unserer<br />

Online-Fortbildung qualifizieren wir Sie<br />

zum/zur Datenschutzbeauftragten in<br />

der Arzt<strong>praxis</strong>. Die Online-Fortbildung<br />

vermittelt sehr <strong>praxis</strong>nah und <strong>kompakt</strong><br />

umfassende Datenschutzkenntnisse mit<br />

dem Schwerpunkt „Arzt<strong>praxis</strong>“.<br />

Termin: 24. bis 27. Juni <strong>2024</strong> (online)<br />

Zeit: 10 bis 14.30 Uhr<br />

Dozent: DeltaMed Süd Akademie<br />

Kosten: 520 Euro (zzgl. USt.)<br />

Neu: Ein Team leiten: Alte Hasen –<br />

junge Hüpfer im Arzt<strong>praxis</strong>team<br />

Das Seminar will Sie dabei unterstützen,<br />

einen angemessenen Weg mit <strong>praxis</strong>orientierten<br />

Handlungshinweisen zu entwickeln.<br />

Termin: 26. Juni <strong>2024</strong> (Ärztehaus Dortmund)<br />

Zeit: 9 bis 16 Uhr<br />

Dozentin: Juliane Feldner (Personaltrainerin/Psychologin)<br />

Kosten: 255 Euro (zzgl. USt.), inkl. Verpflegung<br />

u. Unterlagen, die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Praxiswertermittlung/-bewertung<br />

Das Seminar geht auf die verschiedenen<br />

Anlässe einer Praxisbewertung ein und<br />

zeigt unterschiedliche Bewertungsmethoden.<br />

Termin: 3. Juli <strong>2024</strong> (Ärztehaus Dortmund)<br />

Zeit: 15.30 bis 19 Uhr<br />

Dozenten: Dr. Hans-Joachim Krauter<br />

(Diplom-Volkswirt), Moritz Feldkämper<br />

(Steuerberater/Wirtschaftsprüfer)<br />

Kosten: 220 Euro (zzgl. USt.), die Teilnahmegebühren<br />

sind steuerlich absetzbar<br />

Fortbildung einfach und<br />

unkompliziert:<br />

Wir akzeptieren auch<br />

Bildungsschecks!<br />

02.<strong>2024</strong> | 15


SEMINARE UND FORTBILDUNGEN<br />

Fort- und Weiterbildungsveranstaltungen<br />

ONLINE-FORTBILDUNGSKATALOG: Umfassende Informationen über das gesamte Fort- und Weiterbildungsangebot der Akademie<br />

für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der <strong>KVWL</strong> finden Sie unter www.akademie-wl.de/katalog oder www.kvwl.de<br />

(Terminkalender - Terminübersicht). Nutzen Sie den Online-Fortbildungskatalog oder die kostenlose Fortbildungs-App unter<br />

www.akademie-wl.de/app, um sich zu Veranstaltungen anzumelden.<br />

eLearning-Angebote<br />

Die eLearning-Angebote der Akademie für<br />

medizinische Fortbildung werden stetig<br />

ausgebaut und aktualisiert. Die Maßnahmen<br />

werden über die Online-Lernplattform ILIAS<br />

angeboten:<br />

www.akademie-wl.de/akademie/aktuelles/<br />

elearningangebote/<br />

Ultraschallkurse<br />

eKursbuch „PRAKTiSCHER<br />

ULTRASCHALL“<br />

Sonographie Abdomen, Retroperitoneum<br />

einschl. Nieren, Harnblase, Thorax (ohne<br />

Herz), Schilddrüse<br />

Grundkurs (mind. 20 Module), Aufbaukurs<br />

(mind. 16 Module), Refresherkurs (mind. 20<br />

Module)<br />

Demo-Version: www.akademie-wl.de/ilias<br />

Teilnahmegebühr: 119 Euro (je Kursbuch)<br />

Zertifiziert: 1 Punkt (je Modul)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14<br />

eKursbuch „PÄDIATRiSCHER<br />

ULTRASCHALL“<br />

Sonographie in der Pädiatrie<br />

(mind. 10 Module)<br />

Demo-Version: www.akademie-wl.de/ilias<br />

Teilnahmegebühr: 119 Euro<br />

Zertifiziert: 1 bzw. 2 Punkte (je Modul)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14<br />

Ultraschall-Fortbildungskurse /<br />

Workshops<br />

Lungensonographie – eine wertvolle<br />

Methode zur Abklärung der akuten<br />

Dyspnoe – nicht nur für die Intensivund<br />

Notfallmedizin<br />

Termin: Samstag, 13. April <strong>2024</strong><br />

Ort: Bottrop<br />

Leitung: Dr. med. U. Böck, Marl, Dr. med. M.<br />

Markant, Bottrop<br />

Teilnahmegebühr: 439 bis 499 Euro<br />

Zertifiziert: 10 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14<br />

16 | 02.<strong>2024</strong><br />

Gefäßultraschall in der hausärztlichen<br />

Praxis<br />

Thrombosediagnostik – Bauchaortenscreening<br />

– Carotissonographie / DEGUM-<br />

Zertifizierung beantragt<br />

Termin: Samstag, 9. März <strong>2024</strong><br />

Ort: Steinfurt<br />

Leitung: Dr. med. B. Krabbe, Dr. med. P.<br />

Vieth, Steinfurt<br />

Teilnahmegebühr: 275 bis 320 Euro<br />

Zertifiziert: 9 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14<br />

Darmsonographie – DEGUM-Modul<br />

Appendizitis, CED, Divertikulitis,<br />

Karzinom / DEGUM-zertifiziert<br />

Termin: Freitag, 15. März <strong>2024</strong><br />

Ort : Witten/Hattingen/Datteln<br />

Leitung: Prof. Dr. med. B. Lembcke,<br />

Frankfurt, Dr. med. M. Iasevoli, Witten,<br />

Prof. Dr. med. A. Tromm, Hattingen, Dr.<br />

med. L. Uflacker, Datteln<br />

Teilnahmegebühr: 425 bis 485 Euro<br />

Zertifiziert: 9 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14<br />

Schwangerschaftsdiagnostik<br />

Basis und Fortgeschrittenentraining /<br />

DEGUM-Zertifizierung beantragt<br />

Termin: Samstag, 16. November <strong>2024</strong><br />

Ort: Münster<br />

Leitung: Prof. Dr. med. R. Schmitz,<br />

Münster<br />

Teilnahmegebühr: 390 bis 450 Euro<br />

Zertifiziert: 11 Punkte<br />

Auskunft: Tel. 0251 / 929 2214<br />

Ultraschall-Refresherkurse<br />

Sonographie<br />

Spannendes, Sportliches, Spezielles<br />

und allzu oft Verpasstes<br />

Termin: Freitag, 3. Mai <strong>2024</strong><br />

Ort: Borkum<br />

Leitung: Prof. Dr. med. B. Lembcke,<br />

Frankfurt<br />

Teilnahmegebühr: 465 bis 535 Euro<br />

Zertifiziert: 11 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14<br />

Sonographie – DEGUM-Modul<br />

Abdomen, Retroperitoneum, Harnblase<br />

und Schilddrüse / DEGUM-zertifiziert<br />

Termin: Freitag, 20. September <strong>2024</strong><br />

Ort: Gelsenkirchen<br />

Leitung: Prof. Dr. med. B. Lembcke, Frankfurt,<br />

Dr. med. J.-E. Scholle, Gelsenkirchen<br />

Teilnahmegebühr: 470 bis 540 Euro<br />

Zertifiziert: 11 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 14<br />

Curriculare Fortbildungen<br />

gemäß BÄK-Curricula<br />

Gesundheitsförderung und Prävention<br />

(24 UE)<br />

Blended-Learning-Angebot<br />

Präsenz-Termin: Freitag/Samstag, 8./9.<br />

November <strong>2024</strong> (zzgl. eLearning)<br />

Ort: Münster<br />

Leitung: H. Frei, Dortmund<br />

Teilnahmegebühr: 890 bis 995 Euro<br />

Zertifiziert: 32 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 03<br />

Medizinethik (40 UE)<br />

Blended-Learning-Angebot<br />

Präsenz-Termine: Modul 1: Freitag/Samstag,<br />

6./7. Dezember <strong>2024</strong>, Modul 2: Freitag/Samstag,<br />

7./8. <strong>Februar</strong> 2025 (zzgl. eLearning /<br />

Quereinstieg möglich)<br />

Ort: Schwerte<br />

Leitung: Prof. Dr. med. B. Schöne-Seifert,<br />

Prof. Dr. med. Dr. phil. J. Atzpodien, Münster,<br />

Prof. Dr. phil. A. Simon, Göttingen, Dr. med.<br />

B. Hanswille, Dortmund<br />

Moderation: Dr. med. D. Dorsel, Münster<br />

Teilnahmegebühr: 625 bis 690 Euro (je<br />

Modul)<br />

Zertifiziert: 24 Punkte (je Modul)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 36<br />

Ärztlich begleitete Tabakentwöhnung<br />

(28 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 15<br />

Entwicklungs- und Sozialpädiatrie für<br />

die kinder- und jugendärztliche Praxis<br />

(40 Std.)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 40


SEMINARE UND FORTBILDUNGEN<br />

Ernährungsmedizinische Grundversorgung<br />

(100 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35<br />

Geriatrische Grundversorgung (60 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 37<br />

Klimawandel und Gesundheit (21 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 40<br />

Hygienebeauftragter Arzt (40 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 10<br />

Medizin für Menschen mit intellektueller<br />

Beeinträchtigung oder mehrfacher<br />

Behinderung (100 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 38<br />

Medizinische Begutachtung (64 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35<br />

Osteopathische Verfahren (160 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 11<br />

Psychosomatische Grundversorgung/<br />

Patientenzentrierte Kommunikation<br />

(50 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 02<br />

Psychotraumatologie (40 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35<br />

Psychotherapie der Traumafolgestörungen<br />

(100 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35<br />

Reisemedizinische Gesundheitsberatung<br />

(32 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 10<br />

Verkehrsmed. Begutachtung (28 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 42<br />

Curriculare Fortbildungen<br />

Ärztliche Wundtherapie (54 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 21<br />

Diagnostik und Therapie schlafbezogener<br />

Atmungsstörungen (40 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 15<br />

eHealth – Informationstechnologie in<br />

der Medizin (40 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 15<br />

Hautkrebs-Screening (8 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 03<br />

Impfseminar (16 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35<br />

Schmerzmedizinische Grundversorgung<br />

– Erstbehandlung und Prävention<br />

(40 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 02<br />

Sexuelle Gesundheit und sexuell<br />

übertragbare Infektionen (STI) (44 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 15<br />

Stressmedizin (52 UE)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35<br />

DMP<br />

Vereinbarung nach § 73 a SGB V über die<br />

Durchführung strukturierter Behandlungsprogramme<br />

nach § 137 f SGB V<br />

DMP-spezifische Online-Fortbildung<br />

(je Modul 2 UE)<br />

Zielgruppe: Ärzte, die im Rahmen der<br />

DMP-Verträge tätig sind, und Interessierte<br />

Asthma bronchiale/COPD (7 Module)<br />

Diabetes mellitus (6 Module)<br />

Koronare Herzkrankheit (7 Module)<br />

Hinweis: Die einzelnen Module können frei<br />

gewählt werden.<br />

Ort: Online-Lernplattform ILIAS<br />

Teilnahmegebühr: 39 bis 55 Euro (je Modul)<br />

Zertifiziert: 4 Punkte (je Modul)<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 33<br />

Kurse / Seminare / Workshops<br />

Moderatorentraining Ethikberatung<br />

Zielgruppe: Mitglieder eines Ethikberatungsgremiums<br />

(Klinisches Ethikkomitee, Ethikforum,<br />

AG Ethikberatung etc.) sowie Ärzte, die<br />

eine Mitwirkung in einem solchen Gremium<br />

anstreben<br />

Termin: Freitag/Samstag, 29./30. November<br />

<strong>2024</strong><br />

Ort: Haltern am See<br />

Leitung: Dr. med. B. Behringer, Bochum, N.<br />

Jömann, Münster<br />

Teilnahmegebühr: 590 bis 680 Euro<br />

Zertifiziert: 20 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 36<br />

KPQM - KV-Praxis-<br />

Qualitätsmanagement<br />

Schulung zum Qualitätsmanagement<br />

Termine: jeweils Samstag, 16. März <strong>2024</strong><br />

oder 21. September <strong>2024</strong><br />

Ort: Dortmund<br />

Leitung: Prof. Dr. med. Dipl.-Ing. (FH) B.<br />

Vorsitzender:<br />

Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Hugo Van Aken, Münster<br />

Stv. Vorsitzender: Univ.-Prof. Dr. med. Dr. h. c. Diethelm<br />

Tschöpe, Bad Oeynhausen<br />

Ressortleitung: Elisabeth Borg<br />

Geschäftsstelle: Gartenstraße 210—214, 48147 Münster<br />

Postfach 40 67, 48022 Münster • Fax: 0251 – 9 29 22 49<br />

E-Mail: akademie@aekwl.de • Internet: www.akademie-wl.de<br />

Akademie-Service-Hotline: 0251 – 9 29 22 04<br />

Anfragen & Informationen, Informationsmaterial,<br />

Programmanforderung, Fragen zur Mitgliedschaft<br />

Schubert MBA, Bottrop, Dr. med. R. Bredenkamp,<br />

Bad Oeynhausen, Dr. phil. H.-J.<br />

Eberhard, Gütersloh<br />

Teilnahmegebühr: 495 bis 575 Euro<br />

Zertifiziert: 11 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 40<br />

Qualifikation zum Moderator von<br />

Qualitätszirkeln nach SGB V<br />

Termine: Sonntag, 28. April <strong>2024</strong> (Borkum)<br />

oder Samstag, 31. August <strong>2024</strong> (Münster)<br />

oder Samstag, 9. November <strong>2024</strong> (Dortmund)<br />

Leitung: Dipl. Soz. Päd. L. Schmidt, Fröndenberg<br />

Teilnahmegebühr: 495 bis 625 Euro<br />

Hinweis: Förderung durch die <strong>KVWL</strong> möglich.<br />

Zertifiziert: 12 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 40<br />

Forum Arzt und Gesundheit<br />

Resilienztraining<br />

Zielgruppe: Ärzte, Psychologische Psychotherapeuten,<br />

Psychologen<br />

Termin: Samstag, 21. September <strong>2024</strong><br />

Ort: Münster<br />

Leitung: Dr. med. M. Weniger, Hattingen<br />

Teilnahmegebühr: 425 bis 589 Euro<br />

Zertifiziert: 11 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 9 29 2235<br />

Stressbewältigung durch Achtsamkeit<br />

Mindfulness-Based-Stress-Reduction<br />

(MBSR)<br />

Termin: Freitag bis Sonntag, 27. bis 29.<br />

September <strong>2024</strong><br />

Ort: Möhnesee-Delecke<br />

Teilnahmegebühr: 889 bis 999 Euro<br />

Leitung: Dr. med. M. Weniger, Hattingen<br />

Zertifiziert: 33 Punkte<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9 29 22 35<br />

Fortbildungen für MFA und<br />

Angehörige anderer Medizinischer<br />

Fachberufe<br />

Fordern Sie kostenfrei unsere ausführliche<br />

Veranstaltungsbroschüre an bzw. Informieren<br />

Sie sich unter www.akademie-wl.de/mfa<br />

im Internet<br />

Auskunft: Tel.: 0251 / 9292216<br />

02.<strong>2024</strong> | 17


SEMINARE UND FORTBILDUNGEN<br />

Ärztliche Wundtherapie<br />

Die Akademie für medizinische Fortbildung<br />

der ÄKWL und der <strong>KVWL</strong> IM ÜBERBLICK<br />

bietet eine curriculare Fortbildung<br />

„Ärztliche Wundtherapie“ an. Für<br />

Ärztliche Wundtherapie (54 UE)<br />

Ärzte in Westfalen-Lippe ist der Erwerb<br />

dieser Qualifikation ankündigungsfähig.<br />

Die curriculare Fort-<br />

Erlangung des ankündigungsfähigen Zertifikates / Blended-Learning-Angebot<br />

Curriculare Fortbildung gemäß Curriculum der ÄKWL und der DGfW zur<br />

bildung „Ärztliche Wundtherapie“ Ärztliche Wundtherapie<br />

Inhalte, u. a.:<br />

umfasst 54 Unterrichtseinheiten<br />

Haut- und Gefäßsystem, Wunde und Wundheilung,<br />

(UE) und wird in Form von Blended Die Akademie Gefahren für durch medizinische besondere Infektionserreger,<br />

Fortbildung der ÄKWL und der <strong>KVWL</strong> bietet eine<br />

Learning angeboten. Das Curriculum Hautkrankheiten und Differentialdiagnosen des Ulcus<br />

curriculare cruris, Fortbildung Lymphangiopathien, „Ärztliche Verbrennungswunde,<br />

Wundtherapie“ an. Für Ärztinnen und Ärzte in<br />

„Ärztliche Wundtherapie“ wurde Strahlenulcus und instabile Narben, Wundbehandlungsmittel<br />

und deren ist der Anwendungsmethoden Erwerb dieser Qualifikation und NPWT, ankündigungsfähig. Verband-<br />

Die<br />

gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft<br />

für Wundheilung und curriculare Maßnahmen, Fortbildung Orthopädietechnik, „Ärztliche Wundtherapie“ Schmerztherapie, umfasst Organisa-<br />

54 Unterrichtseinheiten<br />

Westfalen-Lippe<br />

techniken, Kompressionstherapie, Plastisch-rekonstruktive<br />

Wundbehandlung e. V. (DGfW) entwickelt<br />

und ist abgestimmt auf das<br />

tion, Überleitungs- und Entlassmanagement<br />

(UE) und wird in Form von Blended Learning angeboten. Das Curriculum<br />

„Ärztliche Informationen Wundtherapie“ zum wurde Curriculum: gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für<br />

Curriculum des Wundtherapiekurses www.akademie-wl.de/qualifikationen<br />

für die Pflegeberufe. Die Fortbildung Wundheilung und Wundbehandlung e. V. (DGfW) entwickelt und ist abgestimmt<br />

Präsenz-Termine (29 UE):<br />

verfolgt das Ziel, eine unter Arztvorbehalt<br />

systematisch aufeinander <strong>2024</strong>, jeweils 9 bis 18 Uhr<br />

auf das Samstag, Curriculum 8. Juni des <strong>2024</strong> Wundtherapiekurses Freitag/Samstag, für 6./7. die September Pflegeberufe. Die Fortbildung<br />

verfolgt eLearning das Ziel, (25 eine UE): unter Arztvorbehalt systematisch aufeinander abgestimmte<br />

abgestimmte Qualifizierung aller<br />

Qualifizierung<br />

Die erste<br />

aller<br />

eLearning-Phase<br />

Akteure im<br />

beginnt<br />

Bereich<br />

ca.<br />

der<br />

5 Wochen<br />

Wundheilung<br />

vor dem<br />

und<br />

1. Präsenz-Termin.<br />

Wundbehandlung zu<br />

Akteure im Bereich der Wundheilung Die zweite eLearning-Phase findet zwischen den beiden Präsenz-Terminen statt.<br />

und Wundbehandlung zu erreichen. erreichen.<br />

Ort: 45657 Recklinghausen, Josef-Wulff-Straße 75, Residenz<br />

Die Fortbildung beginnt mit einer Die Fortbildung Hotel am Festspielhaus<br />

beginnt mit einer interaktiven Telelernphase in der die<br />

Leitung: Dr. med. Onno Frerichs, Bielefeld, Prof. Dr. med.<br />

interaktiven Telelernphase in der dietheoretischen Markus Stücker, Grundlagen Bochum aus den verschiedenen Themenbereichen des<br />

theoretischen Grundlagen aus den Kosten: 1.099 Euro für Mitglieder, 1.250 Euro für<br />

Curriculums Nichtmitglieder bearbeitet werden. Daran schließt sich die erste Präsenzphase an,<br />

verschiedenen Themenbereichen des<br />

Auskunft: Daniel Bussmann, Tel.: 0251 / 9 29 22 21<br />

Curriculums bearbeitet werden. Daran<br />

schließt sich die erste Präsenz-<br />

einzelnen Inhalte des Curriculums zum Ziel hat. Das Ganze setzt sich im Rahmen<br />

die eine Vertiefung und Erweiterung des Grundlagenwissens in Bezug auf die<br />

Internet: www.akademie-wl.de/katalog<br />

Die Veranstaltung ist im Rahmen der Zertifizierung der ärztlichen Fortbildung<br />

der Telelernphase ÄKWL mit 79 und Punkten der abschließenden (Kategorie K) anrechenbar.<br />

Präsenzveranstaltung fort. Die<br />

phase an, die eine Vertiefung und Erweiterung<br />

des Grundlagenwissens in<br />

der zweiten<br />

Präsenzveranstaltungen dienen auch der Vermittlung praktischer Fertigkeiten.<br />

Bezug auf die einzelnen Inhalte des<br />

Curriculums zum Ziel hat. Das Ganze<br />

setzt sich im Rahmen der zweiten<br />

Telelernphase und der abschließenden<br />

Präsenzveranstaltung fort. Die<br />

Präsenzveranstaltungen dienen<br />

auch der Vermittlung praktischer<br />

Fertigkeiten.<br />

18 | 02.<strong>2024</strong>


SEMINARE UND FORTBILDUNGEN<br />

Privatliquidation nach der Gebührenordnung für Ärzte / GOÄ<br />

Die Liquidation privatärztlicher Leistungen<br />

gemäß Gebührenordnung<br />

Ärzte (GOÄ) unterscheidet sich wesentlich<br />

von der kassenärztlichen<br />

Abrechnung nach dem Einheitlichen<br />

Bewertungsmaßstab (EBM). Die Abrechnung<br />

ärztlicher Leistungen gegenüber<br />

Patientinnen und Patienten<br />

erfordert grundlegende Kenntnisse<br />

und größte Sorgfalt.<br />

Für die Liquidation privatärztlicher<br />

Leistungen nach GOÄ werden Ihnen<br />

in diesem fachübergreifenden eLearning<br />

die Grundlagen der privatärztlichen<br />

Abrechnung von GOÄ-erfahrenen<br />

Referierenden anschaulich und<br />

beispielhaft vermittelt. Die Inhalte<br />

werden via eLearning bereitgestellt,<br />

so dass Sie jederzeit selbstständig darauf<br />

zugreifen können.<br />

Im Fokus der Fortbildung stehen neben<br />

der Vermittlung der Grundregeln<br />

der GOÄ-Abrechnung, die Ermittlung<br />

der Gebührennummern, die Abrechnung<br />

der Grund- und allgemeinen<br />

Leistungen sowie die Rechnungsgestaltung.<br />

Außerdem werden umfangreiche<br />

Informationen zu fachärztlichen<br />

Abrechnungsziffern und<br />

Sonderfällen im Bereich Zusatzmaterial<br />

zur Verfügung gestellt.<br />

Sie erwerben im Rahmen dieses eLearnings<br />

somit wesentliche Kenntnisse<br />

und Fertigkeiten für die rechtssichere<br />

Liquidation privatärztlicher Leistungen<br />

nach GOÄ. Und Sie erhalten nützliche<br />

Informationen sowie praktische<br />

Tipps für die Umsetzung und Anwendung<br />

der GOÄ. Die transparente und<br />

rechtssichere Liquidation privatärztlicher<br />

Leistungen durch die korrekte<br />

Anwendung der GOÄ ist ein essentieller<br />

Beitrag zu einem verbindlichen<br />

Patientenverhältnis, das sich aktiv<br />

seitens einer Praxis durch MFA und<br />

Ärzte gestalten lässt. Mit diesem eLearning<br />

schaffen Sie hierfür eine wichtige<br />

Grundlage.<br />

IM ÜBERBLICK<br />

Privatliquidation Gebührenordnung Ärzte / GOÄ<br />

Zielgruppe: Ärzte, Medizinische Fachangestellte<br />

Inhalte:<br />

Grundlagen der GOÄ<br />

► Wahl des Steigerungsfaktors und seine Begründung<br />

► Wegegeld und Reiseentschädigung<br />

► Ersatz von Auslagen<br />

► Die Form der Rechnung<br />

► Exkurs: Analogposition<br />

Grundleistungen und allgemeine Leistungen<br />

► Was ist ein Behandlungsfall?<br />

► Welche Beratungsleistungen gibt es?<br />

► Welche Untersuchungsleistungen gibt es?<br />

► Wichtige Ausschlussbestimmungen<br />

► Unzeiten-Zuschläge<br />

► Sonographische Leistungen und Zuschläge<br />

► Exkurs: Abrechnung der Leichenschau<br />

► Praktische Übungen zur Anwendung<br />

► Laborleistungen<br />

Spezielle Themen<br />

► Wegegeld und Reiseentschädigung<br />

► Ersatz von Auslagen<br />

► Die Form der Rechnung<br />

► Exkurs: Analogposition<br />

Zusatzinformationen<br />

► umfangreiche Informationsmaterialien zu fachärztlichen Abrechnungsziffern<br />

und Sonderfällen<br />

eLearning (5 UE): 1. Januar bis 31. Dezember <strong>2024</strong><br />

Ort: Online-Lernplattform ILIAS<br />

Leitung: Dr. med. Beate Heck, Münster<br />

Kosten: 99 Euro/129 Euro (Praxisinhaber) Mitglied/(Praxisinhaber) Nichtmitglied<br />

Auskunft: Martin Nowak, Tel.: 0251 / 9 29 22 16<br />

Internet: www.akademie-wl.de/katalog<br />

02.<strong>2024</strong> | 19


BORKUM <strong>2024</strong><br />

78. Fort- und Weiterbildungswoche<br />

der Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der <strong>KVWL</strong><br />

27.04. – 05.05.<strong>2024</strong><br />

Eine Einladung auf die Insel<br />

FORT- UND WEITERBILDUNGSKURSE<br />

Allgemeinmedizin | Palliativmedizin | Psychosomatische Grundversorgung |<br />

Psychotherapie | Sportmedizin<br />

CURRICULARE FORTBILDUNGEN<br />

Entwicklungs- und Sozialpädiatrie | Geriatrische Grundversorgung | Hautkrebsscreening<br />

| Klimawandel und Gesundheit | Klinische Studien | Psychotraumatologie<br />

ULTRASCHALLKURSE FÜR DIE ANWENDUNGSBEREICHE<br />

Abdomen/Retroperitoneum Erwachsene/Kinder | Gefäße | Herz | Schilddrüse | Thorax<br />

NOTFALLMEDIZIN<br />

HAUPTPROGRAMM (MIT LIVESTREAM)<br />

Was gibt es Neues in der Medizin? Updates<br />

NEU: FORTBILDUNGSANGEBOTE FÜR MFA<br />

Abrechnung – EBM / GOÄ | Patientenbegleitung und Koordination|<br />

Umgang mit unterschiedlichen Patiententypen | Patientensicherheit<br />

ist Mitarbeitersicherheit – Second-Victim-Phänomen<br />

Fortbildungsangebote<br />

auch für<br />

MFA<br />

UND WEITERE VERANSTALTUNGEN<br />

FORDERN SIE AUSFÜHRLICHE INFORMATIONEN (u. a. BORKUMBROSCHÜRE) AN:<br />

über www.akademie-wl.de/borkum oder über die Akademie für medizinische Fortbildung der ÄKWL und der <strong>KVWL</strong>,<br />

Postfach 40 67, 48022 Münster | Tel. 0251 929-2204, -2206 | Fax: 0251 929-2249 | E-Mail: akademie@aekwl.de

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