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Möbel & Einrichtung, Uhren, Skulpturen & Kunsthandwerk

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ONE OF THE LEADING AUCTION HOUSES IN EUROPE<br />

CATALOGUE I<br />

FURNITURE & INTERIOR, CLOCKS<br />

SCULPTURE & WORKS OF ART<br />

Auctions: Thursday, 21 March 2024<br />

Exhibition: Saturday, 16 March – Tuesday, 19 March 2024


FURNITURE<br />

& INTERIOR<br />

C L O C K S


1<br />

LUIGI UND GIUSEPPE VALADIER, NACHFOLGE<br />

TAFELAUFSATZ MIT CAESARENBÜSTE<br />

43 x 46 cm.<br />

Italien, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

In Bronze gegossen, ziseliert, patiniert, vergoldet;<br />

geschnittene Marmorplatte. Über sechs gegossenen<br />

Blattwerkfüßen eine gekehlte à jour gearbeitete Basis.<br />

Darauf auf Löwentatzenfüßen stehend zwei Füllhorn<br />

tragende Hermen, deren Leiber in Voluten enden und<br />

einen Steg mit Lambrequinbesatz tragend. Dessen<br />

Quasten dienen als zusätzliche Stütze des Aufbaus.<br />

Auf dem Lambrequin mit seinen fein ziselierten Mustern<br />

eine vergoldete und versilberte Büste eines Imperators.<br />

Die rahmenden Figuren durch vollplastische<br />

barocke Delfinfiguren auf Postamenten verbunden.<br />

(1390391) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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2<br />

PAAR LOUIS XVI-APPLIKEN<br />

Höhe: 44 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Wandvorlage<br />

in Gestalt eines kannelierten Pfeilköchers<br />

mit eingesetztem Blattwerk und hervorspringendem<br />

Abschluss. Lorbeerblattfestons unterfangen<br />

die S-förmigen Akanthusblattarme, die mit weiten<br />

sekundär gedeckelten Traufschalen ausgestattet<br />

sind, über denen sich kannelierte Tüllen erheben.<br />

Die Wandvorlage von geflammter festondekorierter<br />

Vase überfangen. Formal orientiert sich das Applikenpaar<br />

an einem Entwurf von Jean Charles de la<br />

Fosse (1734-1789). Erg. ehemals elektrifiziert.<br />

(1390893) (1) (13)<br />

€ 4.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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3<br />

PAAR EMPIRE-KERZENSTÖCKE<br />

Höhe: 28 cm.<br />

Frankreich, ausgehendes 18. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, gedreht, ziseliert und vergoldet.<br />

Über rundem hohen Stand der leicht gewölbte Fuß<br />

mit Kymation- und Palmettreliefband. Konisch auslaufender<br />

Schaft mit Maskaron- und Festonauflagen. Vasenförmige<br />

Tülle von plastischem Blattwerk unterfangen<br />

und von umlaufendem Mäanderband geziert.<br />

Traufschale fein gerillt.<br />

(1390941) (1) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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4<br />

GROSSE PRUNKPENDULE<br />

Gesamthöhe: 130 cm.<br />

Rückplatine signiert „Regnault à Paris“.<br />

Paris, 18. Jahrhundert.<br />

WERK: Achttagegehwerk. Pendel mit Fadenaufhängung.<br />

Halbstunden- und Stundenschlossscheibenschlagwerk<br />

auf Glocke.<br />

FUNKTION: Stunden- und Minutenzeiger aus gebläutem<br />

Stahl.<br />

GEHÄUSE: In Gehäuse, Abdeckelung nach oben sowie<br />

Wandkonsole. Die Uhr balusterförmig gebaucht, mit<br />

vorderer Glastüre. Reiche Bronzebeschläge, durchbrochen<br />

gearbeitet mit figuralem Dekor, Blüten- und Blattmotiven<br />

sowie Rocaillen und Voluten. Der Aufsatz mit<br />

großer Rocaillekartusche sowie Blüten. Der Sockel<br />

symmetrisch gearbeitet, mit C-Voluten, eine Kartusche<br />

bildend. Ebonisiertes Holz. Mittelfeld signiert.<br />

ZIFFERBLATT: Treize-Pièces-Zifferblatt mit römischen<br />

Ziffern sowie arabischen Ziffern in separaten Indikationen.<br />

(1380971) (10)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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17


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5<br />

GROSSE LOUIS XVI-KAMINUHR<br />

VON RAINGO FRÈRES, PARIS<br />

Höhe: 64 cm.<br />

Breite: 44 cm.<br />

Tiefe: 12 cm.<br />

WERK: Wohl 14-Tage-Gehwerk, Schlossscheibenschlagwerk<br />

für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

GEHÄUSE: Eleganter Aufbau in weißem Marmor,<br />

mit reichen Applikationen in vergoldeter Bronze. Ein<br />

gerade ziehender, an den Ecken gerundeter Marmorsockel<br />

auf vergoldeten Spindelfüßen trägt zwei Vierkantpfeiler<br />

mit kräftigen Kapitellen, dazwischen das<br />

zylindrische Werkgehäuse, unterfangen durch florale,<br />

vergoldete Dekoration. Bekrönung der Pfeiler wie der<br />

Uhr durch aufwändig gestaltete Ziervasen in Marmor<br />

und Vergoldung.<br />

ZIFFERBLATT: Weißes Emailzifferblatt mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten, darauf Signatur<br />

„RAINGO frs. / Paris”. Zeiger durchbrochen gearbeitet<br />

und vergoldet. Pendel an Fadenaufhängung, Feinregulierung<br />

über der 12. Pendelauge mit „Feuerantnitz”<br />

des Apollo mit Strahlen. Werk läuft an, Schlüssel<br />

beigefügt.<br />

Anmerkung:<br />

Die Uhrmacherkompanie geht zurück auf Zacharie<br />

Joseph Raingo, geboren 1775 in Belgien, der bis<br />

1847 wirkte. Er spezialisierte sich auf astronomische<br />

<strong>Uhren</strong>, von denen eine 1824 an König George IV.<br />

von England ging, die sich heute im Windsor Castle<br />

befindet. (1390571)<br />

€ 1.800 - € 2.400<br />

Sistrix<br />

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6<br />

BEDEUTENDE FIGÜRLICHE WANDAPPLIKE<br />

Höhe: 52 cm.<br />

Frankreich, um 1815.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Figürlich<br />

dargestellte Amorette mit ausgebreiteten Flügeln<br />

aus einer Akanthusmanschette hervorwachsend und<br />

über seinem Kopf vier Brennstellen haltend, einmal<br />

aus einem kannelierten Schaft, dreimal aus Füllhornarmen<br />

hervorgehend. In der Einlieferertradition wird<br />

der Entwurf des hier angebotenen Wandleuchters an<br />

Antoine André Ravrio (1759-1814) gegeben, der im<br />

Stande war seine Bronzen an ein prestigeträchtiges<br />

Publikum zu verkaufen, darunter auch an Napoleon I.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hans Ottomeyer, Peter Pröschel et al., Vergoldete<br />

Bronzen, München 1986, Bd. I, S. 356. (1380232) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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19


7<br />

PAAR KLASSIZISTISCHE KANDELABER<br />

Höhe: je 69 cm.<br />

Frankreich.<br />

Figürlich gestaltet, in vergoldeter Bronze, teilbrüniert.<br />

Über hohen, nach oben sich verjüngenden Sockeln<br />

jeweils hochziehender Schaft, der vier Kerzenarme<br />

trägt, überhöht durch eine Vase. Am Schaft je ein<br />

bru nierter Putto im Tanzschritt, mit Klangring bzw. mit<br />

Tamburin. An den Ansätzen der Kerzenarme kleine<br />

Widderköpfe; an drei Seiten der Sockel jeweils Reliefapplikationen<br />

mit tanzenden Mänaden und Fruchtgehängen.<br />

(1390944) (1) (11)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildung eines Putto.<br />

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8<br />

VIER TAFELAUFSÄTZE IM STIL RETOUR DʼEGYPTE<br />

Höhe: 22,2 cm.<br />

Durchmesser: 17 cm.<br />

Der Stil verweist auf eine Herstellung in Deutschland<br />

oder Österreich im frühen 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und patiniert.<br />

Über zylindrischer Basis mit gewulstetem Stand und<br />

getreppter Plinthe drei ägyptisierende kniende Figuren<br />

in kontrastreicher, teilpatinierter Gestaltung, einen à<br />

jour gearbeiteten Korb tragend.<br />

(1380239) (13)<br />

FOUR CENTREPIECES<br />

IN RETOUR DʼEGYPTE STYLE<br />

Height: 22.2 cm.<br />

Diameter: 17 cm.<br />

The style points to the manufacture in Germany or<br />

Austria in the early 19th century.<br />

Bronze; cast, chased, gilt and patinated.<br />

€ 7.500 - € 9.500<br />

Sistrix<br />

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21


9<br />

LOUIS XVI-BRONZEPENDULE<br />

MIT LÖWENFIGUR<br />

59 x 39 x 23 cm.<br />

Bezeichnet: Causard à Paris, für Georges Causard<br />

(1738 Audeloncourt – 1780 Paris, Meister ab 1770).<br />

Paris, um 1770 – 1780.<br />

FUNKTIONEN: Viertelstundenschlag auf Glocke zur<br />

Viertel-, halben und vollen Stunde.<br />

GEHÄUSE: Auf ziselierten Ormolufüßen ein rechteckiger<br />

gestufter Sockel in Ebenholz mit mächtigen<br />

applizierten fein ziselierten und feuervergoldeten<br />

Beschlägen. Diese mit an den Ecken je einem Blattwerktondo,<br />

zentral ein durch Louis XVI-Schleifen gehaltener<br />

Eichenlaubbund. Die Oberfläche des Sockels<br />

mit graviertem vergoldeten Rautengrund. Darauf die<br />

vollplastisch aufgefasste Figur eines zurückblickend<br />

stehenden männlichen Löwen mit geschultertem<br />

<strong>Uhren</strong>gehäuse in Vasenform mit Lorbeerblattfestons.<br />

ZIFFERBLATT: Weiß emailliert mit arabischen Stunden<br />

und Minuten sowie Stabindizes, Aufzugslöchlein über<br />

der 4 und der 8, sowie vergoldete à jour gearbeitete<br />

Zeiger für Stunden und Minuten.<br />

LOUIS XVI BRONZE PENDULUM CLOCK<br />

WITH LION FIGURINE<br />

59 x 39 x 23 cm.<br />

Inscribed: Causard à Paris, for Georges Causard<br />

(1738 Audeloncourt – 1780. Paris, master since<br />

1770).<br />

Paris, ca. 1770 – 1780.<br />

FUNCTIONS: Quarter, half and full hour strike on bell.<br />

€ 35.000 - € 45.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Vgl. G. H. Baillie, Watchmakers & Clockmakers of<br />

the World, London 1947, S. 54. (1390085) (13)<br />

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10<br />

PAAR FRÜHKLASSIZISTISCHE KANDELABER<br />

Höhe: je 70 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Als Gegenstücke figürlich gestaltet, in vergoldeter<br />

Bronze, teilbruniert. Rundsockel in weißem Marmor<br />

in Form von Säulenstümpfen über Antreppungen,<br />

darauf je eine antik gekleidete Frauenfigur mit schlankem<br />

Füllhorn, aus dem sich der dreiarmige Kandelaber<br />

entwickelt. Die Arme geschweift, von Voluten begleitet<br />

und mit feinen Ketten verbunden. Entsprechender<br />

Kettenbehang ebenfalls an den Sockeln.<br />

(1390945) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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11<br />

GROSSER EMPIRE-TAFELAUFSATZ<br />

Höhe: 50 cm.<br />

Sockellänge: 46 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

zum Größenvergleich<br />

Porzellan, gegossen, polychrom staffiert und vergoldet.<br />

Über oblonger Basis mit ornamentalem Reliefdekor<br />

zwei rücklings gegeneinander gestellte sitzende<br />

Sphingen einen à jour gearbeiteten Korb tragend.<br />

Dieser mit Blattreliefs, Zapfenknauf und Akanthusblatthandhaben<br />

an den Kurzenden. Minimal besch.<br />

rest. Vergoldung etwas berieben.<br />

(1380233) (13)<br />

€ 4.500 - € 6.500<br />

Sistrix<br />

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25


12<br />

CLAUDE GALLE,<br />

1759 – 1815, ZUG.<br />

FRANZÖSISCHE KAMINUHR<br />

IN FEUERVERGOLDETER BRONZE<br />

Höhe: 45 cm.<br />

Breite: 45 cm.<br />

Tiefe: 20 cm.<br />

WERK: 14-Tage-Gehwerk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />

Regulierung oberhalb der XII. Schlossscheiben-<br />

Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

GEHÄUSE: Imposanter, großformatiger Gehäuseaufbau<br />

in Form einer mit einem Laken überhangenen<br />

Kline, darauf eine jugendliche Frauenfigur, Allegorie<br />

der Venus, umgeben von vier Amoretten, die zur<br />

Tätigkeit der Liebesgöttin aufrufen. Die Kline prächtig<br />

gestaltet mit Löwentatzenfüßen, Draperien und<br />

Quasten, auf einem gerade ziehenden Sockel auf<br />

Spindelfüßen. Die plastische Gestaltung von hoher<br />

Qualität, nicht ohne Witz und Charme – wenn etwa<br />

einer der Amoretten sich hinter dem Laken verbirgt.<br />

Wie bei den meisten dieser französischen Pendulen<br />

ist der Entwerfer und Sculpteur nicht ermittelt worden.<br />

ZIFFERBLATT: Das weiße Emailziffernblatt in die Draperie<br />

eingefügt, mit Bezeichnung „a Paris“, mit römischen<br />

Stunden, arabischen Viertelstunden und<br />

vergoldeten, durchbrochen gearbeiteten Zeigern. A.R.<br />

CLAUDE GALLE,<br />

1759 – 1815, ATTRIBUTED<br />

FRENCH MANTELPIECE CLOCK<br />

IN FIRE-GILT BRONZE<br />

Height: 45 cm.<br />

Width: 45 cm.<br />

Depth: 20 cm.<br />

14-day movement, pendulum on silk suspension,<br />

regulation above the XII. Locking disk striking mechanism<br />

for half and hour strike on bell.<br />

€ 10.000 - € 14.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Vgl. Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la pendulum<br />

francaise du Moyen-Age au XXe siècle, S. 390.<br />

(1390992) (11)<br />

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13<br />

LOUIS SAUVAGEAU,<br />

1822 – UM 1874<br />

ALLEGORIE VON WASSER UND FEUER<br />

Höhe: 80 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 170 cm.<br />

Auf Sockel signiert „SAUVAGEAU“.<br />

Bronze, dunkelbraun patiniert. Die junge Frau, Allegorie<br />

des Feuers, in langem faltenreichen Gewand<br />

und zeitgemäßer Hochsteckfrisur, ihr linker Fuß auf<br />

einem kleinen Schemel, und auf ihrem linken Oberschenkel<br />

sitzend ein kleiner Knabe mit Lockenhaar.<br />

Dieser wärmt seine rechte Hand über einer schmalen<br />

dreibeinigen Feuerschale. Die Allegorie des Wassers<br />

wird in Form einer jungen Frau in klassischem und<br />

faltenreichen Gewand dargestellt, die dem kleinen<br />

Knaben vor ihr einen großen Krug mit Wasser reicht.<br />

Er streckt sich durstig auf Zehenspitzen nach der<br />

Amphore und stützt sich mit seiner rechten Hand auf<br />

ihrem Oberschenkel. Die <strong>Skulpturen</strong> stehen auf einer<br />

hohen runden Säule aus Holz, teilweise vergoldet.<br />

(1390973) (19)<br />

LOUIS SAUVAGEAU,<br />

1822 – CA. 1874<br />

ALLEGORIES OF WATER AND FIRE<br />

Height: 80 cm.<br />

Height incl. base: 170 cm.<br />

Signed “SAUVAGEAU” on base.<br />

Bronze with dark brown patina.<br />

€ 28.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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14<br />

GROSSER SURTOUT DE TABLE<br />

Durchmesser: 57 cm.<br />

Höhe: 14 cm.<br />

Schweden, um 1800.<br />

Bronze, gegossen, vergoldet. Auf vier Füßen stehendes<br />

rundes Tablett mit klassischen Urnen die durch<br />

Ketten verbunden sind. Mit eingelegter runder passender<br />

Glasplatte.<br />

Provenienz:<br />

Christie´s New York, 10. April 2018, Lot 110.<br />

(1380237) (10)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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15<br />

FRANZÖSISCHE KAMINUHR<br />

37 x 30 x 12 cm.<br />

Frankreich, Ende 19. Jahrhundert.<br />

WERK: 14-Tagegehwerk. Pendel an Fadenaufhängung,<br />

Feinregulierung mittels Rändelrad verso im Gehäuse.<br />

Schlossscheibenschlagwerk mit Halbstunden- und<br />

Stundenschlag auf Glocke. Exzellente Erhaltung. Uhrwerk<br />

läuft an.<br />

GEHÄUSE: In vergoldeter und brünierter Bronze. Der<br />

Sockel längsziehend, dekoriert mit allegorischen Reliefszenen,<br />

in denen Putten das Thema des Handels<br />

illustrieren. Darauf ein großer Warenballen, in den das<br />

Ziffernblatt eingefügt ist, daran lehnt sich ein junger<br />

Das Thema wurde um 1800 häufig aufgegriffen, dem<br />

Gedanken „au bon sauvage“ entsprechend. Dies bedeutet,<br />

dass in der frühen Kolonialzeit Frankreichs der<br />

„Edle Wilde“ im Sinne Rousseaus auch in der Kunst<br />

darstellungswürdig geworden ist.<br />

ZIFFERBLATT: Weißes Emailzifferblatt mit römischen<br />

Stunden und arabischen Minuten, die Zeiger vergoldet,<br />

mit lilienförmigen, fein geschnittenen Spitzen.<br />

A.R.<br />

(1390946) (1) (11)<br />

Afrikaner mit Tabakspfeife, links Anker, Weinfass, Ruder<br />

und ein Geldsack. € 7.500 - € 10.000<br />

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16<br />

KLEINE FRANZÖSISCHE TISCHUHR<br />

Höhe: 18,5 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Signiert „Mouton á Versailles“.<br />

Frankreich, um 1800.<br />

WERK: Eingebaut ein Spindeluhrwerk mit Regulierung<br />

verso.<br />

GEHÄUSE: Mit jungem Afrikaner neben einem Warenballen<br />

mit Anker und Geldsack. in vergoldeter und<br />

brünierter Bronze.<br />

Längsovaler Sockel über Spindelfüßen, darauf Applikation<br />

mit Delfinen, als Symbol des Handelsschiff verkehrs.<br />

Darauf bezieht sich auch der Anker neben dem<br />

Ballen, in den das Ziffernblatt eingefügt ist. Augen in<br />

Glas eingesetzt.<br />

Das Thema wurde um 1800 häufig aufgegriffen, dem<br />

Gedanken „au bon sauvage“ entsprechend, was bedeutet,<br />

dass in der frühen Kolonialzeit Frankreichs der<br />

„Edle Wilde“ im Sinne Rousseaus auch in der Kunst<br />

darstellungswürdig geworden ist.<br />

ZIFFERBLATT: Weißes Emailzifferblatt mit arabischen<br />

Stunden und Viertelminuten sowie 30-Tage Kalenderziffern.<br />

Die Breguet-Zeiger gebläut. Unruhspiral feder-<br />

Abdeckung fein ziseliert. Tageszeiger fehlt; Funktion<br />

nicht geprüft. Auf der Werkplatine wiederholt Uhrmacher-Signatur<br />

in Gravur und Ortsbezeichnung Versailles<br />

sowie Werk-Nummer 744.<br />

(1391441) (1) (11)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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17<br />

KLEINE FRANZÖSISCHE TISCHUHR<br />

MIT JUNGEM AFRIKANER, DER EINEN BALLEN<br />

AUF DEM RÜCKEN TRÄGT<br />

Höhe: 23 cm.<br />

Breite: 15 cm.<br />

Frankeich, um 1800.<br />

In vergoldeter und brünierter Bronze.<br />

Am längsovalen Sockel über Spindelfüßen aufgelegte<br />

Reliefs mit Ankermotiv und Körben mit Papageien. Darauf<br />

der junge schwarze Warenträger mit Stock, der<br />

einen Brief hält, gleichzeitig einen Warenballen trägt, in<br />

den das Zifferblatt eingefügt ist. Augen in Glas eingesetzt<br />

(eines leicht def.)<br />

Das Thema wurde um 1800 häufig aufgegriffen, dem<br />

Gedanken „au bon sauvage“ entsprechend, was bedeutet,<br />

dass in der frühen Kolonialzeit Frankreichs der<br />

„Edle Wilde“ im Sinne Rousseaus auch in der Kunst<br />

darstellungswürdig geworden ist.<br />

Eingebaut ein Taschenuhrwerk mit weißem Emailzifferblatt<br />

mit arabischen Stunden, die Breguet-Zeiger<br />

gebläut. Unruhspiralfeder-Abdeckung fein ziseliert.<br />

Funktion nicht geprüft.<br />

(1391442) (1) (11)<br />

€ 5.500 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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18<br />

PARISER EMPIRE-KAMINUHR MIT FIGÜRLICH<br />

GESTALTETEM GEHÄUSE<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Breite: 29 cm.<br />

Tiefe: 14 cm.<br />

Um 1800.<br />

WERK: 14-Tage Gehwerk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />

Regulierung vorne über der 12. Schlossscheiben-<br />

Schlagwerk für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

GEHÄUSE: Bronze, feuervergoldet, auf grünem<br />

Marmorsockel über Spindelfüßen.<br />

Der längsziehende gerade Sockel trägt einen Werkkasten-Aufbau<br />

in Form eines Tisches, an dem eine junge<br />

Frau bei der Lektüre sitzt. Der Sessel mit Schalenlehne,<br />

an der Rückseite Frauen-Maskaron zwischen<br />

Blattdekor, daneben ein Bücherstapel, auf dem Tisch<br />

eine Öllampe.<br />

Das figürlich gestaltete Thema dokumentiert den seit<br />

der Aufklärung erfolgten Wandel der Frauenrolle in der<br />

Gesellschaft. Die nun gebildete Frau wird im Sinne<br />

einer einhergehenden Emanzipation zum Bildgegenstand.<br />

ZIFFERBLATT: Das im Tisch eingebaute Werk mit<br />

weißem Emailzifferblatt, mit arabischen Stunden und<br />

Viertelstunden, darauf die Signatur „Filon / á Paris“.<br />

Pendel fehlt.<br />

(13910417) (11)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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19<br />

PAAR BRÛLE-PARFUMS IM LOUIS XVI-STIL<br />

Höhe: 30,5 cm.<br />

Frankreich.<br />

Über quadratischem Stand der mit Eichenblattreliefs<br />

umzogene Fuß mit konisch zulaufendem Blattwerk.<br />

Der emaillierte, konisch auslaufende Korpus<br />

mit Löwenkopfhandhaben, aus denen gekantete Bandhenkel<br />

erwachsen, die mit der à jour gearbeiteten<br />

Schulter verbunden sind. Haubensteckdeckel mit<br />

Zapfenknauf.<br />

(1391151) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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20<br />

EMPIRE-TINTENFASS<br />

Höhe: 14 cm.<br />

Italien, um 1800.<br />

Über drei ziselierten und vergoldeten Löwentatzenfüßen<br />

die starke Porphyrbasis mit eingezogenen<br />

Kanten und gestutzten Ecken. Darauf die Form wieder<br />

aufnehmend die teilvergoldete Bronzebasis des<br />

Fasses, welches sich als niedrige Kuppa von Markuslöwen<br />

getragen darüber erhebt. Der Deckel mit antikisierenden<br />

Reliefs und à jour gearbeitetem Steckdeckel<br />

mit Eichelknauf, der mittels einer Gliederkette mit einer<br />

plastischen, auf der Kante sitzenden Schnecke verbunden<br />

ist. Minimal besch.<br />

(13908171) (13)<br />

€ 8.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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37


21<br />

HERKULISCHER GUERIDON<br />

Höhe: 73 cm.<br />

Durchmesser: 50 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Deckplatte<br />

in Pietra Dura. Über drei Löwentatzenfüßen mit Löwenmasquerons<br />

der als Schaft fungierende vollplastische<br />

Körper des Herkules mit Löwenfell; über diesem die<br />

runde Deckplatte mit grünem Marmor in Basalt eingelegt<br />

mit Löwen-Vogel-Motiv.<br />

(1391452) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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22<br />

PAAR BRÛLE DE PARFUM<br />

Höhe: 32,5 cm.<br />

Frankreich, zweite Hälfte 19. Jahrhunderts.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet, Onyx geschliffen.<br />

Über rundem Profilfuß der auf Spangen mit<br />

Widderfüßen und -köpfen ruhende Korpus. Die Korpusmündung<br />

à jour gearbeitet mit Rankenwerk. Steckdeckel<br />

mit zentralem fruktalen Knauf. Der Onyx, der<br />

1849 in Algerien durch einen Franzosen wiederentdeckt<br />

worden ist, war in der zweiten Hälfte des<br />

19. Jahrhunderts in Frankreich entsprechend begehrt<br />

und wurde gern zu solchen Luxusobjekten verarbeitet.<br />

Montierung partiell minimal locker.<br />

(1390975) (13)<br />

A PAIR OF INCENSE BURNERS<br />

Height: 32.5 cm.<br />

France, second half of the 19th century.<br />

Bronze; cast, chased and gilt. Cut onyx.<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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23<br />

SELTEN SCHÖNE ROENTGEN-SCHATULLE<br />

11 x 24,5 x 17,5 cm.<br />

Neuwied, zweite Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Über vergoldeten Eckkantfüßchen einschübige Basis,<br />

deren Schub durch einen Druckmechanismus auf der<br />

Oberkante des Korpus hinausschnellt und die durch<br />

ein vergoldetes Viertelprofil gerahmt wird. Scharnierdeckel<br />

mit eingelegter ormolugerahmter Intarsienarbeit<br />

zwei rurale Figuren beim Hühnerfüttern zeigend.<br />

Die lebendige, differenzierte Wirkung verdankt das<br />

Intarsienbild - hier vor typisch dunklem Grund - der Verwendung<br />

verschiedenster feinmaseriger Edelhölzer,<br />

wie Buchsbaum, Zitronenholz, ebonisierter Birne und<br />

anderer Obstholzsorten. Die Technik, nach radierter<br />

Vorlage, solche feinen Mosaik - Einlegearbeiten zu fertigen,<br />

erforderte naturgemäß einen hohen Standard<br />

an Können. Über eine Umzeichnung nach der Stichvorlage<br />

durch Paustechnik werden die passenden<br />

Furnierhölzer ausgesucht, die in ihrem Maserverlauf<br />

dem jeweiligen Gegenstand der Bild-Partien entsprechen.<br />

Sie werden auf Seidenpapier aufgeleimt, geschnitten<br />

und passend zusammengesetzt, und zwar in<br />

der Weise, dass der natürliche Holz. Ein Mikro-Mosaik<br />

dieser feinen Ausführung weist der Pult-Schreibtisch<br />

des Kurfürsten Johann Philipp von Walderdorff auf<br />

(Huth, Tafel 75 sowie Greber, S. 101, Abb. 182). Die<br />

Vorlagen dieser Roentgen-Intarsienmalereien gehen,<br />

wie Hans Huth (s. u.) festgestellt hat, auf Vorlagen aus<br />

Bilderfindungen des holländischen Malers Nicolas<br />

Berchem (1620-1683) zurück, die von Johann Georg<br />

Hertel gestochen wurden, auf diese Weise Verbreitung<br />

fanden und wie hier bei Roentgen, so auch in<br />

Meißen und anderen höfischen Manufakturen aufgenommen<br />

wurden. Werke der Roentgen-Manufaktur<br />

stehen heute in ganz Europa und Übersee in bedeutenden<br />

Sammlungen, zum Teil in Museen und öffentlichen<br />

Sammlungen aber auch in Privatbesitz. Sie<br />

zählen zu den Kostbarkeiten des Kunstgewerbes. Ein<br />

Schlüssel vorhanden, Boden minimal rissig.<br />

Anmerkung:<br />

Es gibt einige besonders bekannte Stücke solcher<br />

Objekte wie Goethes Rollschreibtisch für die Frau<br />

von Stein, befindlich im Katharinenpalast, Sankt<br />

Petersburg sowie jenen Schreibtisch, an dem Napoleon<br />

und Präsident Jefferson den Vertrag über den<br />

Ankauf eines südlichen Teils der USA unterschrieben<br />

haben. Sammler dieser Stücke waren: Johann Wolfgang<br />

und Johann Caspar von Goethe, Kurfürst und<br />

Erzbischof Johann Philipp von Walderdorff; Kurfürst<br />

von Mainz; Friedrich Wilhelm II. Unter den namentlich<br />

bekannten Sammlungen solcher Objekte können<br />

genannt werden: Musée des Arts Decoratives, Paris;<br />

Metropolitan Museum New York; Bayerisches Nationalmuseum,<br />

München; Louvre, Paris; Eremitage,<br />

Sankt Petersburg; Samuel H. Kress Collection, London;<br />

Wallace Collection, London; Schloß Wörlitz;<br />

Schloß Charlottenburg; Victoria & Albert Museum,<br />

London , Sammlung Niarchos u. v. a.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Josef Maria Greber, Abraham und David Roentgen,<br />

<strong>Möbel</strong> für Europa, Bd. 1, Starnberg 1980, S. 79.<br />

Vgl. Dietrich Fabian, Abraham und David Roentgen -<br />

Das noch aufgefundene Gesamtwerk ihrer <strong>Möbel</strong>und<br />

<strong>Uhren</strong>kunst in Verbindung mit der Uhrmacherfamilie<br />

Kinzing in Neuwied. Leben und Werk.<br />

Verzeichnis der Werke, Quellen, Bad Neustadt/Saale<br />

1996.<br />

Vgl. Dietrich Fabian, Abraham und David Roentgen.<br />

Von der Schreinerwerkstatt zu Kunstmöbel-Manufaktur,<br />

Bad Neustadt 1992.<br />

Vgl. Dietrich Fabian, Goethes Rollschreibtisch für<br />

Frau von Stein, Bad Neustadt 1978.<br />

Vgl. Otto von Falke, Das Roentgenbureau im Kunstgewerbemuseum,<br />

Berlin 1911.<br />

Vgl. Josef Maria Greber, David Roentgen, der Königliche<br />

Kabinettmacher aus Neuwied, Neuwied 1948.<br />

Vgl. Josef Maria Greber, Das Zylinderbureau der Frau<br />

von Stein, nach einem Entwurf Goethes ausgeführt,<br />

Wien 1964.<br />

Vgl. Georg Himmelheber, The craftmanship of David<br />

Roentgen, in: The Connoisseur, September 1967.<br />

Vgl. Hans Huth, Abraham und David Roentgen und<br />

ihre Neuwieder <strong>Möbel</strong>werkstatt, Berlin 1928.<br />

(1391171) (13)<br />

RARE, BEAUTIFUL ROENTGEN BOX<br />

11 x 24.5 x 17.5 cm.<br />

Neuwied, second half of the 18th century.<br />

The lively, differentiated appearance of the inlaid image<br />

- here set against a typically dark background -<br />

owes the use of a wide variety of fine grain woods,<br />

such as boxwood, lemon wood, ebonized pear wood<br />

and other types of fruit wood.<br />

€ 13.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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24<br />

WIENER EMPIRE ARBEITSTISCH<br />

IN ORIGINALZUSTAND<br />

73 x 69 x 41 cm.<br />

Um 1805.<br />

Der Tisch ebonisiert, mit ausziehbarem Schubkasten<br />

mit Fächereinteilung, Oberteil rückschiebbar zum Eingriff<br />

in den darunterliegenden Korb, mit Tuschmalerei<br />

mit Widderköpfen, Deckplatte mit ausgelegtem Nusswurzelholzfurnier,<br />

teils gerissen; dazu ein Schlüssel<br />

mit angehängter Quaste.<br />

(1391043)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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41


25<br />

ZIERLICHE LOUIS XVI-KOMMODE<br />

85 x 72 x 37 cm.<br />

Paris, um 1780.<br />

In à jour gearbeiteten Bronzesabots stehende gekantete<br />

wie bewegte Beine in den dreischübigen Korpus<br />

übergehend mit zwei unteren sans traverse zusammengefassten<br />

Schüben. Überkragende, profilierte<br />

graue den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende Marmordeckplatte.<br />

Louis XVI-Schlüsselschilder, Handhaben in Lorbeerkranzform<br />

und Marketerie ein Stillleben über die<br />

Schübe hinweg darstellend. Erg.<br />

(1391044) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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26<br />

LOUIS XVI-KOMMODE<br />

Höhe: 87 cm.<br />

Breite: 129 cm.<br />

Tiefe: 63 cm.<br />

Signaturstempel: C. BOUDIN.<br />

Frankreich, um 1770.<br />

Über vier ziselierten vergoldeten Bronzefüßen in Löwentatzenform<br />

der dreischübige Korpus sans travers<br />

mit abgeschrägten Ecken und lisenenartig hervortretendem<br />

Mittelbau. Die unteren beiden Schübe durch<br />

dreifach übergreifende Kartuschen verbunden. Diese<br />

seitlich mit marketiertem Würfelmuster und mittiger<br />

Marketerie, eine weibliche Gestalt mit Jakobinermütze<br />

zwischen Waffen zeigend, auf grün gefärbtem<br />

Fond und umrandenden Knotenmuster. Der obere<br />

Schub mit Trellismuster marketiert und gefärbt sowie<br />

mit gegossenen und ziselierten Bronzebeschlägen<br />

versehen. Überkragende, den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende,<br />

weiß-grau geäderte Marmordeckplatte. Kein<br />

Schlüssel vorhanden.<br />

(1391045) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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27<br />

FERNANDINO POGLIANI,<br />

1832 – 1899 MAILAND<br />

PRACHTVOLLE SCHATULLE<br />

MIT EDELSTEINBESATZ<br />

Höhe: 30 cm.<br />

Breite: 50 cm.<br />

Tiefe: 40 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Große Rechteckform mit Eckabschrägungen, ebonisiert<br />

und reich dekoriert mit vergoldeten Randprofilen,<br />

Felderrahmungen und zweifach volutierten Füßen, vollplastischen<br />

Köpfen an den Ecken, sowie ebenfalls<br />

vergoldeten plastischen Festons, die die Hohlkehle<br />

des Deckels umziehen. Allseitig besetzt mit Blumenmotiven<br />

sowie einem Paradiesvogel in Zweigen mit<br />

Blättern und roten Kirschen - sämtlich in gemugelten,<br />

geschnittenen und polierten mehrfarbigen Edelsteinen,<br />

wie Jaspis, Lapislazuli, Serpentin, Aventurin,<br />

Chrysopras, Onyx etc. Kleine Schlüsseleinführung an<br />

der Längs-Vorderseite. Innenscharniere und Schlossbeschlag<br />

vergoldet und reich ziseliert. Inneres mit<br />

Samt ausgekleidet. An der Unterseite ein querovaler<br />

Stempel mit Inschrift: „FERD. POGLIANI / EBANISTA<br />

/ MILANO“. Der Ebenist und Intarsienkünstler unterhielt<br />

in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in<br />

Mailand seine Werkstatt. Zunächst an der Porta Vittoria,<br />

dann in der Via Montenapoleone. Er arbeitete zusammen<br />

mit seinen Söhnen Giuseppe, Carlo und Paolo.<br />

Die Werkstatt, die auch intarsierte <strong>Möbel</strong> entwarf und<br />

produzierte, meist im zeitgemäßen Renaissancestil,<br />

in der Regel ebonisiert mit Elfenbeinintarsien, hatte<br />

großen Erfolg in der gehobenen Gesellschaft. Kaiser<br />

Napoleon III ließ ein Bett und einen Schreibtisch anfertigen.<br />

Werke des Ateliers wurden auf internationalen Ausstellungen<br />

gezeigt; so etwa Mailand 1871 und 1881,<br />

Wien 1873, Philadelphia 1876, Paris 1878 sowie Turin<br />

1884 und 1898. Schlüssel vorhanden. A.R.<br />

(1390972) (11)<br />

FERDINANDO POGLIANI,<br />

1832 – 1899 MILAN<br />

MAGNIFICENT CASKET SET WITH GEMSTONES<br />

Height: 30 cm.<br />

Width: 50 cm.<br />

Depth: 40 cm.<br />

19th century.<br />

Set on all sides with half-round, cut and polished multicoloured<br />

gemstones such as jasper, lapis lazuli, serpentine,<br />

aventurine, chrysoprase, onyx and others to<br />

make floral motifs and a bird of paradise in branches<br />

with leaves and red cherries. Horizontal oval stamp on<br />

underside inscribed: “FERD. POGLIANI / EBANISTA /<br />

MILANO”.<br />

Emperor Napoleon III commissioned a bed and a<br />

desk. Works from Pogiliani´s workshop were on display<br />

at international exhibitions, for example in Milan<br />

in 1871 and 1881, Vienna in 1873, Philadelphia in<br />

1876, Paris in 1878 and Turin in 1884 and 1898.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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28<br />

GROSSE HÖFISCHE GOLDDOSE MIT<br />

AMETHYST-DECKELEINSATZ<br />

Höhe: 5 cm.<br />

Breite: 8 cm.<br />

Tiefe: 6,3 cm.<br />

18 kt Gelbgold.<br />

Ca. 175 g (mit Stein).<br />

Dresden, um 1770.<br />

Beigegeben ein Schmuck-Gutachten, Pforzheim<br />

2022. Sowie Literatur, Deutsche Steinschneidekunst<br />

aus dem Grünen Gewölbe zu Dresden, S. 186 f.<br />

Hohe, siebenfach leicht abgewinkelte und leicht gemuldete<br />

Wandung mit umlaufenden Wellenbändern und<br />

geschweifter Godronierung. Der Rand des Scharnierdeckels<br />

leicht vorkragend, mit frontaler Nase zur<br />

Öffnung. In den Deckel ein großer violett-wolkiger<br />

Amethystquarz-Flachcarbochon eingearbeitet (nicht<br />

gebrochen oder beschädigt, lediglich chemisch stabilisiert).<br />

Auf dem Boden fein graviert und ziseliert in<br />

Randeinfassung Embleme der Musik und der Bühne,<br />

um ein Herz drapiert: wie Notenbuch, Instrumente,<br />

Theatermaske und ein Schäferstab. In der guillochierten<br />

Randung nochmals ein Maskengesicht. Die Dekoration<br />

zeigt, dass es sich um ein nobles Geschenk des<br />

Hofes an eine Bühnenpersönlichkeit, nämlich eine<br />

Sängerin, gehandelt haben muss. Dafür sprechen die<br />

Symbole Herz, Notenbuch und Schäferstab.<br />

Die Dose entstand in der Zeit der Regierung von<br />

Friedrich August I von Sachsen (1750-1827). Also wäre<br />

die beschenkte Sängerin in diesem Zeitraum der<br />

Musikkultur Dresdens zu suchen. Auch dass die Dose<br />

keine Punzierung trägt, lässt auf die Hofwerkstatt<br />

schließen.<br />

(1390921) (11)<br />

LARGE COURTLY GOLD BOX WITH<br />

AMETHYST-SET LID<br />

Height: 5 cm.<br />

Width: 8 cm.<br />

Depth: 6.3 cm.<br />

18 ct yellow gold. ca. 175 g (incl. gem).<br />

Dresden, ca. 1770<br />

Accompanied by a jewellery appraisal, Pforzheim<br />

2022.<br />

€ 12.000 - € 18.000<br />

Sistrix<br />

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29<br />

GEORGE IV-HARFE<br />

Höhe: 168,5 cm.<br />

Oben mit Messingplakette: John Egan,<br />

30 Dawson St, Dublin.<br />

Irland, um 1825.<br />

Obstholz, gefasst und vergoldet, Saiten und Beschläge.<br />

John Egan war ein irischer Musikinstrumentenbauer,<br />

der als der Vater der modernen irischen Harfe gilt. Er<br />

war zwischen 1804 und 1830 tätig und begann zunächst<br />

mit der Perfektionierung der großformatigen<br />

europäischen Pedalharfe, von der das vorliegende<br />

Stück ein schönes Beispiel ist. Dann wandte Egan<br />

seine Aufmerksamkeit der Innovation der modernen<br />

Harfe zu und erfand schließlich die tragbare irische<br />

Harfe, von der sich Beispiele in der Royal Collection,<br />

London und im Metropolitan Museum of Art, New<br />

York, befinden. Fassung teilweise schadhaft, nicht auf<br />

Funktionsfähigkeit geprüft.<br />

Provenienz:<br />

Sotheby´s London, 31. Oktober 2017, Lot 81.<br />

(1380234) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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30<br />

RUNDER EMPIRE-TISCH<br />

Höhe: 78 cm.<br />

Durchmesser: 100 cm.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Klassischer Tisch im Empire-Stil mit hellgrauer Marmorplatte.<br />

Der Fuß auf dreiseitiger, segmentbogig eingezogener<br />

Bodenplatte, flankiert von drei geschnitzten<br />

und vergoldeten Delfinen. In der Mitte aufsteigende<br />

Wappen mit stilisiertem Blattdekor. Vergoldung teilweise<br />

abgeblättert.<br />

(1380828) (10)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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49


31<br />

LEOPOLDO ANSIGLIONI,<br />

1832 – 1894<br />

GALATEA (GALATÈE), 1882<br />

Basis: 30 x 73 x 52 cm.<br />

Skulptur: 50 x 80 x 38 cm.<br />

Signiert in einer der Bronzen „GALATEA LEOPOLDO<br />

ANSIGLIONI ROMA 1882“.<br />

Die sinnliche Darstellung der Nymphe Galatea, die auf<br />

einem Delphin liegt, ist das beliebteste Werk des italienischen<br />

Bildhauers Leopoldo Ansiglioni. Der Künstler<br />

fertigte drei monumentale Werke an, aber auch diese<br />

reduzierte Fassung, deren Marmor mit vergoldeter<br />

Bronze verziert ist.<br />

Der in Rom tätige piemontesische Bildhauer Leopoldo<br />

Ansiglioni fertigte Marmorarbeiten mit feiner Verarbeitung<br />

mit allegorischen oder mythologischen Figuren<br />

in einem neobarocken Stil. Erfolgreich war er in der<br />

zweiten Hälfte der 1860er-Jahre auf den nationalen<br />

Kunstausstellungen in Rom und dann auch auf internationalen<br />

Veranstaltungen und verbreitete sein Werk<br />

auf der ganzen Welt. Zu seinen Erfolgen zählen u.a.<br />

„La Notte“ (Die Nacht), „La Fiora del dolor“, auch „Flora“<br />

genannt, eine nackte Frau mit einem Trauerschleier,<br />

die auf die Erde herabsteigt und die Blumen der Trauer<br />

streut. Diese beiden <strong>Skulpturen</strong> zeigen das Talent des<br />

Künstlers für die sinnliche Darstellung junger Frauen.<br />

Beide Werke wurden auf der Wiener Weltausstellung<br />

1873 ausgestellt und dort auf Fotografien reproduziert.<br />

Um dem Erfolg gerecht zu werden, stellte Ansiglioni<br />

mehrere Exemplare aus. So fertigte er beispielsweise<br />

drei Exemplare von „La Notte“, von denen eines nach<br />

London ging.<br />

Ansiglioni schuf auch einige Kinderfiguren, darunter<br />

einen Jungen mit Schwan. Eine wurde 1917 der Public<br />

Library in Boston geschenkt, die es am Eingang einer<br />

Abteilung aufstellte. Ansiglioni schuf auch einige religiöse<br />

Themen, wie „Ismael in der Wüste“ und einen<br />

Schutzengel für ein Grab auf einem Berliner Friedhof.<br />

Sein berühmtestes Werk dieser Art ist jedoch der auferstandene<br />

Christus, der in der Mitte der Säulenhallen<br />

des Friedhofs Campo Verano in Rom steht. Schließlich<br />

ist Ansiglioni auch der Autor von Brustportraits<br />

und kleinen Terrakotten.<br />

Neben „La Notte“ und „Flora“ war „Galatea“ das am<br />

meisten bewunderte Werk von Leopoldo Ansiglioni.<br />

Sie wurde 1882 auf der Nationalen Kunstausstellung<br />

in Rom unter der Nummer 56 des Katalogs gezeigt,<br />

wo sie zu den am meisten gefeierten Werken gehörte.<br />

Ansiglioni fertigte von da an drei große Marmorversionen<br />

an. Eine davon, wahrscheinlich das erste Exemplar,<br />

schmückt das zentrale Becken des Wintergartens<br />

der Universität von Greenwich, London. Eine<br />

andere schmückt die Hauptterrasse des berühmten<br />

Schlosses San Simeon in Kalifornien, dem Wohnsitz<br />

des Zeitungsmagnaten William Randolph Hearst<br />

(1863-1951). Im Jahr 1889 wunderte sich W.R. Hearst<br />

in einem Brief an seine Mutter Phoebe Apperson Hearst<br />

(1842-1919), dass sie nicht die „Galatea“ von Ansiglioni<br />

gekauft habe, die er als "einen der schönsten modernen<br />

Marmore" bezeichnete und die er selbst gekauft<br />

hätte, wenn er damals über das nötige Geld verfügt<br />

hätte. Schließlich kaufte Phoebe die Skulptur und<br />

stellte sie bei sich zu Hause auf der Hacienda del<br />

Pozo de Verona in Pleasanton, Kalifornien, auf. Nach<br />

dem Tod von Phoebe wird die Skulptur nach San Simeon<br />

geschickt, wo sie 1923 in der Mitte der Hauptterrasse<br />

aufgestellt wird. Schließlich wird ein drittes<br />

Exemplar im Chi Mei Museum in Taiwan gezeigt. Diese<br />

letzte Version unterscheidet sich von den beiden anderen<br />

durch eine einfachere Basis aus weißem geädertem<br />

Marmor statt aus grauem Marmor und patinierter<br />

Bronze. Neben diesen drei Exemplaren fertigte Ansiglioni<br />

auch mehrere Reduktionen an, von denen unsere<br />

aufgrund der Qualität ihrer Darstellung und ihres<br />

Reichtums der dekorativen Elemente aus vergoldeter<br />

Bronze hervorsticht. In dieser Skulptur illustriert Ansiglioni<br />

ein mythologisches Thema, das zu den klassischen<br />

Themen der Kunst seit der Renaissance gehört:<br />

der Triumph der Galatea. Die Geschichte der Galatea<br />

findet sich ein erstes Mal bei Theokrit und wird später<br />

in Ovids Metamorphosen (Buch XIII) wieder aufgegriffen.<br />

Galatea, die Tochter des Nereus und der Doride, ist<br />

eine der glitzernden Nereiden, der Meeresnymphen.<br />

Ihr griechischer Name bezieht sich auf ihre weiße Haut,<br />

die an Milch und den Schaum der Wellen erinnert, mit<br />

denen sie in Verbindung gebracht wird. Dieses Weiß<br />

wurde von den Bildhauern durch den Carrara-Marmor<br />

vermittelt. Laut Ovid war Galatea verliebt in einen jungen<br />

Hirten namens Acis. Aus Neid und Eifersucht auf<br />

diese Liebe verletzte der Riese Polyphem den Hirten,<br />

indem er ihn mit einem Felsen zerquetschte. Doch<br />

Galatea betete zu den Göttern, dass die Wunde zur<br />

Quelle eines Flusses wurde und der Hirte so zu einer<br />

Flussgottheit wurde. Galatea wird von da an ein Bild für<br />

den Triumph der Liebe, und so wird sie oft – auf einer<br />

Muschel sitzend oder auf einem Meerestier reitend,<br />

umgeben von Amoretten - seit der Renaissance dargestellt,<br />

man denke an das berühmte Fresko, das Raffael<br />

1513 für die Villa Farnesina malte. Ansiglionis Hauptinspiration<br />

war eine der <strong>Skulpturen</strong>, die den Garten der<br />

Villa Litta in Lainate in der Nähe von Mailand ziert und<br />

um 1585 von Pirro I Visconti Borromeo (1560-1604)<br />

entworfen wurde. Der Komplex ist berühmt für seine<br />

Springbrunnen und von <strong>Skulpturen</strong> geschmückten<br />

Gärten, darunter auch ein Brunnen mit dem „Triumph<br />

der Galatea“ von Carlo Beretta und Donato Carabelli.<br />

Anmerkung:<br />

Eine größere Version wird in der University of Greenwich,<br />

London aufbewahrt. Eine im Chi Mei Museum,<br />

Taiwan; eine weitere im Hearst Castle in San Simeon,<br />

Kalifornien.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Thomas Allen, Annual report of the Art Department<br />

for the year ending January 31, 1918, Boston,<br />

Public Library, 1918.<br />

Vgl. Karl Baedeker, Italie. Manuel du voyageur, Leipzig<br />

1890.<br />

Vgl. Stefano Causa, Luca Giordano. Polyphème et<br />

Galatée, in: Luca Giordano. Le triomphe de la peinture<br />

napolitaine, Ausstellungskatalog, Petit palais –<br />

Musée des beaux-arts de la Ville de Paris, Paris, 14.<br />

November 2019 - 23. Februar 2020, Museo e real<br />

bosco di Capodimonte, Neapel, 20. April 2020 - 26.<br />

Juli 2020, Paris 2019, S. 206-27.<br />

Vgl. Alfonso Panzetta, Dizionario degli Scultori italiani<br />

dell‘Ottocento, Turin 1989.<br />

Vgl. Maria Saveria Ruga, „Opera d´arte destinata a<br />

figurare in terra straniera“. Notizie di esportazioni<br />

nella pubblicistica romana tra 1846 e 1870, in: Roma<br />

fuori di Roma, hrsg. von Giovanna Capitelli, Stefano<br />

Grandesso, Carla Mazzarelli, Rom 2012, S. 69-86.<br />

Vgl. Isabella Valente, Sulle ali del Simbolismo. Di alcune<br />

opere dello scultore Luigi de Luca (1855-1938), in:<br />

Napoli nobilissima, 2017, Bd. III, S. 100-115.<br />

Vgl. Attualità artistiche, in: Roma artistica, Rom 1871,<br />

Bd. 1, Nr. 6, S. 46. (1390979) (13)<br />

LEOPOLDO ANSIGLIONI,<br />

1832 – 1894<br />

GALATEA (GALATÉE), 1882<br />

Base: 30 x 73 x 52 cm.<br />

Sculpture: 50 x 80 x 38 cm.<br />

Signed on one of the bronzes “GALATEA LEOPOLDO<br />

ANSIGLIONI ROMA 1882“.<br />

The sensual depiction of the nymph Galatea reclining<br />

on a dolphin is the most popular work by Italian sculptor<br />

Leopoldo Ansiglioni. The artist made three monumental<br />

works, but also this smaller version, in which<br />

the marble is decorated with gilt bronze.<br />

Notes:<br />

A larger version is held at the University of Greenwich,<br />

London and in the Chi Mei Museum, Taiwan;<br />

another at Hearst Castle in San Simeon, California.<br />

€ 20.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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32<br />

VASENPENDULE<br />

66 x 34 x 25,5 cm.<br />

Gestempelt „Osmond“ für Robert Osmond<br />

(Canisy 1711-1789 Paris, Meister ab 1746).<br />

Paris, um 1760-1765.<br />

FUNKTIONEN: À jour gearbeitete vergoldete Zeiger<br />

für Stunden und Minuten, Schlag auf Glocke zur vollen<br />

und zur halben Stunde. Ein Pendel und ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

GEHÄUSE: Bronze, gegossen, ziseliert und feuervergoldet.<br />

Der mehrstufige Sockel erhebt sich auf annähernd<br />

quadratischem Grundriss. An der Unterseite<br />

bildet er vier im Grundriss L-förmige Füße mit angedeutetem<br />

Mäandermotiv aus. Die darauf folgende<br />

hohlkelig eingezogene Zone weist allseitig eine oben<br />

halbkreisförmig eingeschnittene Rahmung mit fein<br />

punzierter Vierblatt-Füllung auf. An den drei Schauseiten<br />

sind üppige, plastisch ausgearbeitete Eichenlaubgirlanden<br />

mit Blättern und Früchten aufgehängt,<br />

welche in ihrem Ansatz Rosetten entspringen und<br />

U-förmig nach unten ausschwingen. Darüber erhebt<br />

sich eine glatte, zwei-stufige Sockelplatte, auf der die<br />

urnenförmige Vase steht. Deren unten von einem Lorbeertorus<br />

umsäumter Fuß ist stark eingezogen mit<br />

schräger Kannelierung und mündet in einem Schaftring.<br />

Robert Osmond (1711-1789) war ab 1735 als cieseleur-bronzier<br />

Lehrling in der Werkstatt von Louis<br />

Regnard. 1746 erhielt er seinen Meisterbrief und führte<br />

eine Werkstätte in der Rue des Canettes bei Saint<br />

Sulpice, bis er 1761 in die vornehmere Rue Macon<br />

umziehen konnte. Im Jahre 1766 unterzeichnete er<br />

die wichtige Erklärung der Pariser Maitres fondeurs<br />

über den Urheberschutz ihrer Modelle. Das Ende seiner<br />

beruflichen Tätigkeit ist wohl im Zeitraum zwischen<br />

1770 und 1775 festzusetzen. Sein Inventar wurde<br />

1789 nach seinem Tod erstellt. Ein dem hier angebotenen<br />

Exemplar nahestehendes Objekt wird im Musée<br />

Condé in Schloss Chantilly in der Nähe von Paris verwahrt.<br />

ZIFFERBLATT: Weiß emailliert mit römischen Stunden,<br />

arabischen Minuten, Aufzugslöchlein neben der III<br />

und der IX, schwarze Signatur „Ferdinand Berthoud“.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Roland de L´Espée. Die Osmond, ein Familienbetrieb<br />

und seine Produktion, in: Hans Ottomeyer<br />

und Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen. Die Bronzearbeiten<br />

des Spätbarock und Klassizismus, München<br />

1986, Bd. 2, S. 539-547.<br />

Jean-Dominique Augarde, Les ouvriers du temps,<br />

Genf 1996, S. 255.<br />

Vgl. Svend Eriksen, Early Neo-Classicism in France,<br />

London 1874, Abb. 187.<br />

Pierre Kjellberg, Encyclopédie de la Pendule francaise<br />

du Moyen Age au XX Siècle, Paris 1997, S. 212f.<br />

Anmerkung:<br />

Vergleichbare <strong>Uhren</strong> befinden sich in: Cleveland,<br />

Museum of Art, Inv.Nr. 1985.11 (publiziert in:<br />

Jean-Dominique Augarde, Les ouvriers du temps,<br />

Genf 1996, S. 254f.<br />

Chantilly, Musée Condé (publiziert in: Hans Ottomeyer<br />

und Peter Pröschel, Vergoldete Bronzen. Die Bronzearbeiten<br />

des Spätbarock und Klassizismus, München<br />

1986, S. 155, Abb. 3.1.2.). (1390083) (13)<br />

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VASE PENDULE<br />

66 x 34 x 25.5 cm.<br />

Stamped (Osmond), for Robert Osmond<br />

(Canisy 1711-1789 Paris, master since 1746).<br />

Paris, ca. 1760 – 1765.<br />

CASE: Bronze; cast, chased and fire-gilt. The multitiered<br />

base rises from an approximately square layout.<br />

It is supported by four L-shaped feet with a hint of a<br />

meander motif on its underside. The subsequent hollow-shaped<br />

zone features a frame on all sides with<br />

semi-circular incisions on the top set with finely<br />

punched four-leaved filling. On the three display sides,<br />

opulent, three-dimensional oak leaf garlands with<br />

leaves and fruit are hung rising at their base from<br />

rosettes and swinging downwards in a U-shape.<br />

Above this is a smooth, two-tiered base plate which<br />

supports the urn-shaped vase. Its base, surrounded<br />

by a laurel torus at its foot, is strongly recessed with<br />

slanted fluting ending in a shaft ring. Robert Osmond<br />

(1711-1789) was an apprentice bronze-caster in the<br />

workshop of Louis Regnard from 1735. He became a<br />

master in 1746 and ran a workshop in the Rue des<br />

Canettes near Saint Sulpice until he was able to move<br />

to the more elegant Rue de Mâcon in 1761. In 1766 he<br />

signed the important declaration of the Parisian<br />

maîtres fondeurs regarding the copyright protection<br />

of their models. His professional career probably came<br />

to an end between 1770 and 1775. His inventory was<br />

made in 1789 after his death. An object close to the<br />

example on offer for sale here is held at the Musée<br />

Condé in The Château de Chantilly near Paris.<br />

Dial: White enamel with Roman hours, Arabic minutes,<br />

winding holes next to the III and IX, black signature<br />

“Ferdinand Berthoud”.<br />

FUNCTIONS: Openwork gilt hands for hours and<br />

minutes, strike on bell on the full and half hour. With<br />

pendulum and a key.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

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33<br />

GLOBUSSEKRETÄR<br />

Höhe: 126 cm.<br />

Durchmesser: 100 cm.<br />

Über drei vergoldeten Löwentatzenfüßen stehender<br />

Volutenunterbau, den kugelförmigen Korpus tragend.<br />

Dieser mit aufklappbarem Scharnierdeckel, dahinter<br />

siebenschübiger Einbau mit offenem zentralen Kompartiment<br />

sowie einer Demi lune-Schreibdeckplatte<br />

mit zahlreichen Schüben, die teilweise verschließbar<br />

sind und einem Rundbogengang, mit ebonisierten<br />

Pilastern vorgelagert. Der zentrale Inneneinbau mit<br />

ebonisierter Umrandung und vergoldeten reliefierten<br />

Sternen. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

GLOBE SECRETARY<br />

Height: 126 cm.<br />

Diameter: 100 cm.<br />

Literature:<br />

cf. Rainer Haaff, Biedermeier Welten. Menschen ·<br />

<strong>Möbel</strong> · Metropolen, Germersheim 2009, p. 334.<br />

The furniture on offer for sale in this lot is illustrated<br />

there with location “Vienna/Budapest” and dated<br />

ca. 1815.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Literatur:<br />

Vgl. Rainer Haaff, Biedermeier Welten. Menschen ·<br />

<strong>Möbel</strong> · Metropolen, Germersheim 2009, S. 334.<br />

Das hier angebotene <strong>Möbel</strong> wird dort abgebildet<br />

und mit „Wien/Budapest“ lokalisiert und auf um<br />

1815 datiert. (1381881) (13)<br />

zum Größenvergleich<br />

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Detailabbildungen Lot 33


34<br />

CLOISSONÉ-JARDINIÈRE<br />

30 x 53 x 33,5 cm.<br />

Paris, um 1880.<br />

Vermutlich im Hause Barbedienne entstanden ist dieses<br />

dekorative Pflanzgefäß in Onyx, Cloisonné-Tafeln<br />

mit ornamentalisierter vegetabiler Gestaltung und<br />

Ecken mit japanoisem Bronzedekor.<br />

(1390974) (13)<br />

CLOISSONÉ JARDINIÈRE<br />

30 x 53 x 33.5 cm.<br />

Paris, ca. 1880.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

35<br />

PAAR REPRÄSENTATIVE KANDELABER<br />

Höhe: 74 cm.<br />

Frankreich, um 1820-1830.<br />

Kombinationsarbeiten aus weißem Marmor sowie<br />

vergoldeter und dunkelbraun patinierter gegossener<br />

Bronze. Über quadratischem Stand mit gekanteten<br />

Ecken die teilkannelierten kartuschierten Basen mit<br />

Schlangenreliefzier. Darüber je eine antikisierende<br />

weibliche Figur mit Chiton und hochgesteckter Frisur.<br />

In ihren Händen vergoldete Blütenzweige deren Stempel<br />

teilweise als Tüllen fungieren.<br />

Provenienz:<br />

Christie´s, 25. April 2017, Lot 176. (1380238) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

zum Größenvergleich<br />

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36<br />

FRANZÖSISCHE EMPIRE-KAMINUHR MIT<br />

FIGÜRLICH GESTALTETEM GEHÄUSE<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Breite: 29 cm.<br />

Tiefe: 14 cm.<br />

Um 1800.<br />

WERK: 14-Tage Gehwerk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />

Feinregulierung durch Rändelrad im Gehäuse. Schlossscheiben-Schlagwerk<br />

für Halb- und Stundenschlag<br />

auf Glocke.<br />

GEHÄUSE: Bronze, feuervergoldet, auf grünem Marmor<br />

sockel über Spindelfüßen.<br />

Der längsziehende gerade Sockel trägt einen Werkkasten-Aufbau<br />

in Form eines Tisches, an dem eine<br />

junge mit Buch lesend sitzt. Der Sessel mit Schalenlehne,<br />

an der Rückseite Frauen-Maskaron zwischen<br />

Blattdekor, daneben ein Bücherstapel, auf dem Tisch<br />

eine Öllampe.<br />

Das figürlich gestaltete Thema zeigt den seit der Aufklärung<br />

erfolgten Wandel der Frauenrolle in der Gesellschaft.<br />

Die nun gebildete Frau wird im Sinne einer<br />

einhergehenden Emanzipation zum Bildgegenstand.<br />

ZIFFERBLATT: Das im Tisch eingebaute Werk mit<br />

weißem Emailziffernblatt, mit arabischen Stunden<br />

und Viertelstunden.<br />

Pendel fehlt.<br />

(13910425) (11)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

37<br />

PAAR LOUIS XVI-CONSOLES DESSERTES<br />

Jeweils 94 x 130,5 x 44 cm.<br />

Claude Charles Saunier (1735-1807), zug.<br />

Paris, um 1785.<br />

Jeweils auf konisch auslaufenden Füßen mit reich<br />

vergoldeter Bronzemontierung stehende Körper auf<br />

trapezförmigem Grund. Das Eichenholz in Zitronenholz<br />

und Amarant furniert, die Rückwand verspiegelt,<br />

die Deckplatte in Bleu Turquin-Marmor von einer à<br />

jour gearbeiteten vergoldeten Galerie dreiseitig eingefasst.<br />

Die Säulen, die dem Bodentableau umgeordnet<br />

sind, tragen den einschübigen Aufbau, dessen Form<br />

mit seinen eingezogenen Seiten diejenige des Bodentableaus<br />

widerspiegelt. Die Griffe der breiten Schublade<br />

finden sich häufig im Werk Sauniers, so etwa<br />

auch an einem Vergleichsstück im Schloss Versailles<br />

(Château de Versailles, Appartements du Dauphin et<br />

de la Dauphine, seconde antichambre du Dauphin,<br />

Grande console, 1752. Sowohl die kannelierten Säulen<br />

als auch die Rücklagen sind nahezu identisch). Außergewöhnlich<br />

guter Erhaltungszustand.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Alexandre Pradère, Die Kunst des französischen<br />

<strong>Möbel</strong>s. Ebenisten von Ludwig XIV. bis zur Revolution,<br />

München 1990, S. 364-369. (1390082) (13)<br />

A PAIR OF LOUIS XVI DESSERT CONSOLES<br />

94 x 130.5 x 44 cm each.<br />

Claude Charles Saunier (1735-1807), attributed<br />

Paris, ca. 1785.<br />

Both console tables surmounted on conical feet with<br />

rich gilt-bronze mountings on a trapezoidal base. Oak<br />

structure veneered in lemon wood and amaranth;<br />

the back wall mirrored. Turquin Blue marble tabletop<br />

framed on three sides by a gilt openwork gallery. The<br />

columns arranged around the base support the structure<br />

with a single drawer. The shape with its retracted<br />

sides reflects that of its base. The handles of the wide<br />

drawer are often found in Saunier´s oeuvre, for example<br />

on a comparable piece held at the Palace of<br />

Versailles (Château de Versailles, Appartements du<br />

Dauphin et de la Dauphine, seconde antichambre du<br />

Dauphin, Grande console, 1752. Both the fluted columns<br />

and the back are almost identical). In excellent<br />

condition.<br />

€ 50.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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63


Lithographie von Charles Kreutzberger<br />

nach einer Athénienne von<br />

Barbedienne auf der Exposition<br />

in Paris.<br />

Dreifuß aus dem Isistempel in Pompeii im<br />

Museum Archeologico, Neapel.w<br />

38<br />

HOCHDEKORATIVE ATHÉNIENNE JARDINIÈRE<br />

VON FERDINAND BARBEDIENNE<br />

Höhe ohne Sockel: 75 cm.<br />

Höhe mit Sockel: 104 cm.<br />

Die Basis signiert „F. Barbedienne“.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen und versilbert. Auf dreiseitiger Marmorbasis<br />

in Rosso Levanto-Marmor mit abgeschrägten<br />

Ecken. Der mittels Metallstiften eingesetzte Athénienne-Korpus<br />

mit ebenfalls dreiseitiger Basis mit<br />

eingezogenen Seiten und auf den Ecken stehenden<br />

Löwentatzenfüßen mit geschweiften Beinen aufstehenden<br />

Sphingenfiguren und zwischen den Beinen<br />

vermittelnden Voluten und Mittelbaluster. Darauf die<br />

mit Wellendekor reliefierte Zarge mit fruktalen Festons<br />

und Widderköpfen in Relief.<br />

Wie so viele weitere Athénienne bezieht sich auch<br />

dieses prunkvolle Werk auf einen Dreifuß der im<br />

Museo archeologico nationale in Neapel verwahrt<br />

wird (siehe Vergleichsabb.) und die gleichen Beine<br />

sowie die vermittelnden Voluten mit dem Mittelbaluster<br />

zeigt. Dieser stammt aus einem römischen Tempel<br />

der Isis, welcher der ägyptischen Gottheit gewidmet<br />

war und 1764 in Pompeji ausgegraben wurde. Er wurde<br />

erstmal 1779 von Giovanni Battista Piranesi publiziert<br />

und galt fortan als Standardtypus für dererlei <strong>Möbel</strong> im<br />

19. Jahrhundert mit klassischem Bezug. Eine ähnliche<br />

Athénienne wurde verkauft bei Sotheby´s New York,<br />

6. Juni 2014, Lot 140.<br />

Provenienz:<br />

Sotheby´s London, 9. November 2021, Lot 48.<br />

Anmerkung:<br />

Unter anderem wurden solche <strong>Möbel</strong>, wie auch bei<br />

dem hier angebotenen <strong>Möbel</strong>, von Ferdinand Barbedienne<br />

hergestellt und unter anderem von Charles<br />

Kreuzberger durckgrafisch vervielfältig, der ein solches<br />

Objekt auf dem Stand von Barbedienne bei der Exposition<br />

Universelle in Paris gesehen hat. Barbedienne<br />

gründete Frankreichs berühmteste und produktivste<br />

Gießerei 1839. Er erfand ein neuartiges Verfahren zur<br />

Reduktion von <strong>Skulpturen</strong> und fertigte Metallmöbel<br />

und kunstgewerbliche Objekte, zu denen das hier<br />

angebotene Objekt als Besonderheit gelten darf, da<br />

es zusätzlich versilbert ist.<br />

(1321971) (13)<br />

HIGHLY DECORATIVE ATHÉNIENNE<br />

BY FERDINAND BARBEDIENNE<br />

Height excl. base: 75 cm.<br />

Height incl. base: 104 cm.<br />

Signed “F. Barbedienne” on base.<br />

Bronze; cast and silvered.<br />

A similar Athénienne was sold at Sotheby´s New York,<br />

6 June 2014, lot 140.<br />

Provenance:<br />

Sotheby´s London, 9 November 2021, lot 48.<br />

€ 16.000 - € 20.000 (†)<br />

Sistrix<br />

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39<br />

BEDEUTENDE ROENTGEN-COIFFEUSE<br />

77 x 91 x 63,5 cm.<br />

Neuwied, 1770/75.<br />

Beigegeben eine ausführliche Dokumentation von<br />

Christine Cornet, Sachverständige für antikes Mobiliar,<br />

München, ohne Datum.<br />

Auf Eichen- und Nadelholz furniert in gefärbtem Ahornholz,<br />

sog. bois de tabac und andere helle Furnierhölzer,<br />

Zedernholz und Kirschbaumholz mit Montierungen<br />

in Messing, Eisen, vergoldeten Bronzen und<br />

Silber. Die Sichtflächen mit Blumen- und Schleifenmotiven<br />

marketiert. Über vier leicht geschweiften gekanteten<br />

Beinen der bewegte Korpus. Der einzige<br />

Schub mit innenliegendem aufklappbarem Pult. Das<br />

Zentrum der Deckplatte aufklappbar mit inwendigem<br />

Spiegel. Die Seiten der Deckplatte nach links und<br />

nach rechts mittels Scharnier aufklappbar. Darunter<br />

jeweils gestreift marketierte Jalousien, die jeweils<br />

nach hinten herabzurollen sind. Darunter ein großes<br />

Schubfach bzw. ein vierfach geteiltes quadratisches<br />

herausnehmbares Kompartiment mit darunter- wie<br />

auch dahinter liegendem tapeziertem Kompartiment.<br />

Das <strong>Möbel</strong> birgt neben den von oben zugänglichen<br />

Fächern drei Schubladen: Zwei schmale Laden unterhalb<br />

der Seitenfächer, die mechanisch zu öffnen sind<br />

und der zentrale eingangs erwähnte Schub. Seitlich zu<br />

öffnende schwenkbare kleine Schublade, der ein<br />

Tintenfass, Sandstreuer und ein Federfach – jeweils in<br />

Silber ausgeführt – eingegliedert ist.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Georg Himmelheber, Ein Roentgen-<strong>Möbel</strong> von<br />

1772, in: Weltkunst, 15. November 1974, S. 2043.<br />

Vgl. Georg Himmelheber, Schlossmuseum Gotha.<br />

Ein Kommodenensemble der Roentgenmanufaktur.<br />

Kulturstiftung der Länder, in: Patrimonia Nr. 159,<br />

Berlin und Gotha 1999.<br />

Vgl. Hans Huth, Abraham und David Roentgen und<br />

ihre Neuwieder <strong>Möbel</strong>werkstatt, Berlin 1928.<br />

Vgl. Hans Huth, Abraham und David Roentgen und<br />

ihre Neuwieder <strong>Möbel</strong>werkstatt, München 1974.<br />

Vgl. Irene Markowitz, Die Poudreuse. Ein <strong>Möbel</strong>typ<br />

des 18. Jahrhunderts, in: Kunst und Antiquitäten,<br />

Heft 5, 1989, S. 64-72.<br />

Vgl. Hans Michaelsen, Rekonstruierungsversuche und<br />

Untersuchungen zur Intarsientechnik der Roentgenmanufaktur,<br />

in: Staatliche Museen zu Berlin, Forschungen<br />

und Berichte 23, Berlin 1972.<br />

Vgl. Hans Michaelsen, Ein frühes <strong>Möbel</strong>ensemble aus<br />

der Werkstatt David Roentgens, in: Restauro, Nr. 2,<br />

April 1989, S. 101-124.<br />

Vgl. Wolfgang Thillmann und Bernd Willscheid, Ausstellungskatalog,<br />

<strong>Möbel</strong> Design Roentgen, Thonet<br />

und die Moderne, Neuwied 2011.<br />

Vgl. Wolfgang Wiese, Hofschreiner und <strong>Möbel</strong>lieferanten<br />

in den Residenzen Mannheim und Schwetzingen,<br />

in: Ein Jahrhundert <strong>Möbel</strong> für den Fürstenhof,<br />

Sigmaringen 1994.<br />

Anmerkung:<br />

Der Typus des table de toilette entstand um die Mitte<br />

des 18. Jahrhunderts und diente der sogenannten<br />

seconde toilette, also der Körper- und Gesichtspflege<br />

sowie der Verschönerung nach der Körperreinigung,<br />

also nach der première toilette. Der Begriff leitet sich<br />

von dem feinen Tüchlein (toilette) ab, das ursprünglich<br />

auf dem Tisch während des Frisierens lag, um nötige<br />

Utensilien darauf auszubreiten und Puderreste oder<br />

anfallendes Haar aufzunehmen. Zunächst erscheint<br />

uns das hier angebotene <strong>Möbel</strong> als äußerst spezialisiert,<br />

doch ist es in Wahrheit multifunktional, ist doch<br />

auch eine Schreibvorrichtung integriert.<br />

Anmerkung 2:<br />

622 Roentgenmöbel sind heute in Museen und Privatbesitz<br />

bekannt. Im Jahre 1750 begann der Aufstieg<br />

der Manufaktur. Anspruchsvolle Kunden wie das<br />

Grafenhaus in Neuwied, der Kurfürst und Erzbischof<br />

Johann Philipp von Walderdorff. Eine quittierte Rechnung<br />

von Abraham Roentgen an Johann Caspar<br />

Goethe zeugt vom Bestand von <strong>Möbel</strong>n im Goethehaus.<br />

Auch Johann Wolfgang von Goethe gehörte zu<br />

den Kunden von Roentgen. Es wurden zunehmend<br />

Königshäuser in Europa beliefert, so auch Katharina<br />

die Große von Rußland, Roentgens wichtigste Kundin.<br />

Weitere Kunden waren: Kurfürst von Mainz,<br />

Friedrich der Große von Preußen, Friedrich Wilhelm<br />

II, Graf zu Ysenburg, Graf zu Solms-Laubach, Fürst<br />

Friedrich Alexander zu Wied, Kurfürst Franz Georg<br />

von Schönburn, Fürstbischof Adam Friedrich von<br />

Seinshaim, Markgräfin Caroline Louise von Baden-<br />

Durlach, Reichsgraf Florimond Mercy d´Argenteau,<br />

Friedrich II von Hessen, Prinz von Lothringen, Marie<br />

Antoinette, König Louis XVI, Graf Alexander Stroganoff<br />

und viele andere.<br />

Museen und Sammlungen: In vielen Museen der<br />

Welt befinden sich die wenigen erhaltenen <strong>Möbel</strong><br />

der Manufaktur Roentgen: Musée des Arts Decoratives,<br />

Paris; Victoria & Albert-Museum, London; Metropolitan<br />

Museum, New York; Bayerisches Nationalmuseum,<br />

München, Louvre, Paris; Eremitage St.<br />

Petersburg, Samuel H. Kress-Collection - London;<br />

Wallace-Collection, London. Schloß Wörlitz; Schloss<br />

Charlottenburg, Sammlung Stavros Niarchos u. v. a.<br />

(1390084) (13)<br />

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IMPORTANT ROENTGEN COIFFEUSE<br />

77 x 91 x 63.5 cm.<br />

Neuwied, 1770 / 1775.<br />

Accompanied by a detailed report by Christine Cornet,<br />

expert for antique furniture, Munich, n.d.<br />

Oak and softwood structure veneered in stained<br />

maple wood, so-called “bois de tabac” and other<br />

light veneers, rosewood, cedar, and cherry wood with<br />

mountings in brass, iron, gilt-bronze and silver. The<br />

visible surfaces are decorated with flower and bow<br />

motif marquetry. The dynamic shape of the body is<br />

surmounted on four slightly curved, edged legs. The<br />

only drawer features an internal fold-out desk. The<br />

centre of the tabletop can be opened featuring an internal<br />

mirror, its sides can be opened to the left and<br />

right with a hinge. There are striped marquetry blinds<br />

below that can be rolled down to the back. Below this<br />

is a large drawer, or more precisely a removable fourfold<br />

square compartment with a wallpapered compartment<br />

underneath and behind it. In addition to the<br />

compartments accessible from above, the coiffeuse<br />

features three drawers: two narrow drawers below<br />

the side compartments that can be opened mechanically,<br />

and the central drawer mentioned above. A<br />

small drawer opening from the side is set with an<br />

inkwell, sand shaker and a pen compartment – each<br />

made of silver.<br />

Notes:<br />

This type of “table de toilette” came into being in the<br />

mid-18th century and was used for the “seconde<br />

toilette”, that is body and facial care and beautification<br />

after the “première toilette”, the purpose of which was<br />

simply washing. The term derives from a fine cloth<br />

(toile) that was originally placed on the table while<br />

dressing the hair to lay out the necessary utensils<br />

and to pick up any waste powder or hair. At first, the<br />

table on offer for sale in this lot appears to be very<br />

specialized, but it is multifunctional as it features<br />

integrated writing utensils.<br />

Notes 2:<br />

Today, 622 pieces of Roentgen furniture are known<br />

to be held in museums and private collections. The<br />

manufactory rose to fame from 1750. Demanding<br />

clients, such as the princely House of Neuwied, the<br />

Prince-Elector and Archbishop Johann Philipp von<br />

Walderdorff. A receipted invoice from Abraham Roentgen<br />

to Johann Caspar Goethe testifies to the inventory<br />

of furniture in the Goethe House. Johann Wolfgang<br />

von Goethe was also one of Roentgen´s clients.<br />

Increasingly European royal families were being supplied<br />

including Catherine the Great of Russia, Roentgen´s<br />

most important client. Other clients included:<br />

the Prince-Elector of Mainz, Frederick the Great of<br />

Prussia, Frederick William II, Count of Ysenburg,<br />

Count of Solms-Laubach, Count Friedrich Alexander<br />

of Wied, Prince-Elector Franz Georg of Schönburn,<br />

Prince-Bishop Adam Friedrich of Seinshaim, Caroline<br />

Louise Marchioness of Baden-Durlach, Imperial<br />

Count Florimond Mercy d´Argenteau, Frederick II of<br />

Hesse, Prince of Lorraine, Marie Antoinette, King<br />

Louis XVI, Count Alexander Stroganoff and many<br />

more.<br />

Museums and collections:<br />

The few surviving pieces of furniture from the Roentgen<br />

manufactory are held in many museums around<br />

the world: Musée des Arts Deécoratifs, Paris. Victoria<br />

& Albert Museum, London. Metropolitan Museum,<br />

N.Y. Bayerisches Nationalmuseum, Munich. Louvre,<br />

Paris. The State Hermitage, St Petersburg. Samuel<br />

H. Kress Collection, London. Wallace Collection, London.<br />

Wörlitz Palace, Charlottenburg Palace, Stavros<br />

Niarchos Collection and many more.<br />

€ 60.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildungen Lot 39<br />

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73


40<br />

ZWEI AUSSERGEWÖHNLICH FEINE<br />

CHINOISE LOUIS XV-GIRANDOLEN<br />

Höhe: 36 cm.<br />

Turin, um 1740-1750.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert, vergoldet und lackiert.<br />

Über aus Rocaillen und Akanthusblattwerk gebildetem<br />

Sockel als Pendants gearbeitet jeweils eine sitzende<br />

männliche und weibliche chinoise Figur in Laque Noire<br />

mit roten und goldenen Höhungen. Hinter der Figur je<br />

zwei naturalistisch als Zweige aufgefasste Leuchterarme<br />

mit Blattwerktraufschalen und blütenartigen<br />

Tüllen. Der Einfluss von Juste-Aurèle Meissoniers, dessen<br />

Entwürfe durch sein „Livre d´Ornements“ von<br />

1734 europaweit verbreitet wurden, ist noch deutlich<br />

zu spüren in diesem seltenen bedeutenden Leuchterpaar,<br />

das kurz nach 1734 in den Turiner Hofwerkstätten<br />

entstanden sein muss. Besonders eindrucksvoll ist<br />

die Fassung, die ein piemontesischer Laccatore unter<br />

Hinzuziehung chinoiser Ornamente angewendet hat<br />

wie Chrysanthemen und Bambus, währen das Inkarnat<br />

der Figuren in Goldbraun gehalten blieb. Im Palazzo<br />

Reale zu Turin haben sich Werke des piemontesischen<br />

Bildhauers Francesco Ladatte (1706 - 1787), der sowohl<br />

dekorative Kleinobjekte wie auch Großskulpturen<br />

schuf, darunter auch Wandleuchter, die diesen hier<br />

angebotenen Leuchtern nahe stehen. Auch ein Paar<br />

Wandleuchter im Museo Civico di Arte Antica im Palazzo<br />

Madama in Turin (Inv.Nr. 1053/B) und auch ein<br />

Leuchterpaar, das am 21.März 2007 bei Sotheby´s in<br />

London unter Lot 86 versteigert wurde, sind gut vergleichbar.<br />

Literatur:<br />

Vgl.Umberto Chierici, Torino - il Palazzo Reale, Turin<br />

1969, Abb. 22 und 23.<br />

Vgl. Hans Huth, Lacquer of the West, Chicago 1971.<br />

Vgl. Angela Griseri, Francesco Ladatte: Un protagonista<br />

dello stile Luigi XV, in: Antologia di Belle Arti,<br />

Studi sul Settecento III, Turin 2003, S. 49, Abb. 6.<br />

Vgl. Mario Tavella, Due coppie di appliques in bronzo<br />

dorato di Francesco Ladatte, in: Antologia di Belle Arti,<br />

Studi sul Settecento III, Turin 2003, S. 53.<br />

Vgl. Enrico Colle, Angela Griseri, Roberto Valeriani,<br />

Bronzi decorativi in Italia, Mailand 2001, Katalognummer<br />

36, S. 110. (1390081) (13)<br />

A PAIR OF EXTREMELY FINE CHINOISERIE LOUIS<br />

XV GIRANDOLES<br />

Height: 36 cm.<br />

Turin, ca. 1740 - 1750.<br />

Bronze; cast, chased, gilt and lacquered. A pair of pendant<br />

figures of a seated male and a female in Chinese<br />

attire. Black lacquer with red and gold highlights over<br />

a base with rocailles and acanthus foliage. Behind<br />

each figure are two candlestick arms naturalistically<br />

shaped like branches, with foliage drip pans and floral<br />

nozzles. The influence of Juste-Aurèle Meissoniers,<br />

whose designs were spread throughout Europe by<br />

means of his Livre d‘Ornements of 1734, are still<br />

clearly noticeable in this rare, important pair of candlesticks,<br />

which must have been made in the Turin court<br />

workshops shortly after 1734. Particularly impressive<br />

is the polychromy that a Piedmontese lacquer artist<br />

applied using Chinese ornaments such as chrysanthemums<br />

and bamboo, while the flesh tones of the figures<br />

are rendered in golden brown. Creations by the<br />

Piedmontese sculptor Francesco Ladatte (1706 - 1787)<br />

are held at the Palazzo Reale in Turin. He created small<br />

decorative objects and large sculptures, including wall<br />

sconces such as the present candlesticks. Comparisons<br />

can also be drawn with a pair of wall sconces in<br />

the Museo Civico di Arte Antica in the Palazzo Madama<br />

in Turin (inv. no. 1053/B) and a pair of sconces auctioned<br />

on 21 March 2007 at Sotheby´s in London, lot 86.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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41<br />

HÖFISCHE GOLDDOSE MIT ACHATMONTUR<br />

UND EDELSTEINBESATZ<br />

Höhe: 3,8 cm.<br />

Breite: 5,5 cm.<br />

Tiefe: 4,5 cm.<br />

Gelbgold, 18 kt.<br />

77g (inkl. Boden- und Deckelachat).<br />

Unter dem Deckelrand Goldschmiedemarke M. L.<br />

Möglicherweise Dresden, um 1750.<br />

Dekoration entsprechend Gartenmotiven. Rechteckige<br />

Grundform, die Ecken gerundet, der Körper nach unten<br />

hineingezogen. Die Wandung über einen Boden-Achat<br />

in Schweifung nach oben sich weitend, umziehend<br />

mit feinen ziselierten Bilddarstellungen dekoriert:<br />

höfische Parkanlagen mit Figuren, wie etwa an der<br />

Front ein Schwan als wasserspeiende Brunnenfigur<br />

zwischen Bögen, seitlich junge Frau in einem Parkbogen<br />

– Gärtner mit Baumkübel sowie Architektur mit<br />

Zierbäumen. Deckelrand mehrfach profiliert, in den<br />

Deckel wiederum ein Achat eingefasst. An der Deckelfront<br />

in Art eines Blumenbouquet komponiert: Großer<br />

Rubin als Blüte, umgeben von Blättern und zwei<br />

weiteren Blüten in Form von Diamanten sowie vier<br />

kleinere Rubinblüten.<br />

(1390922) (11)<br />

COURTLY GOLD, AGATE, AND GEM-SET BOX<br />

Height: 3.8 cm.<br />

Width: 5.5 cm.<br />

Depth: 4.5 cm.<br />

18 ct yellow gold.<br />

77 grams.<br />

Under lid rim goldsmiths mark “M. L.” possibly<br />

Possibly Dresden, ca. 1750.<br />

€ 18.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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42<br />

ELEGANTE LOUIS XV-SCHWARZLACKKOMMODE<br />

MIT GOLDMALEREI<br />

Höhe: 91 cm.<br />

Breite: 128 cm.<br />

Tiefe: 62 cm.<br />

Oben rechts unter der Deckplatte signiert „J Dubois“,<br />

J. Dubois Jaques (1694-1763), Meister 1742, Paris.<br />

18. Jahrhundert.<br />

ELEGANT LOUIS XV BLACK LACQUER COMMODE<br />

WITH GILT PAINTING<br />

Height: 91 cm.<br />

Width: 128 cm.<br />

Depth: 62 cm.<br />

Table top signed “J Dubois” top right, J. Dubois<br />

(1694-1763), master since 1742, Paris.<br />

18th century.<br />

Eichenholzkorpus schwarz lackiert und mit teils hoher<br />

Plastizität in Gold bemalt. Der zweischübige Korpus<br />

sans traverse in Rollwerksabots stehend, diese und die<br />

übrigen Applikationen in ziseliertem Ormolu. Hängende<br />

Zarge mit gegenläufigen Rocaillen, die Schübe mit<br />

Rocaillehandhaben und -schlüsselschildern. Die Knie<br />

mit aufwändigen Appliaktionen gestaltet. Profilierte<br />

Marmordeckplatte in Brèche d’Alep. Ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(1391051) (13)<br />

With one key.<br />

€ 60.000 - € 80.000<br />

Sistrix<br />

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43<br />

AUGSBURGER TAFELAUFSATZ<br />

Höhe: 20,5 cm.<br />

Durchmesser maximal: 27,5 cm.<br />

Augsburg, 18./19. Jahrhundert.<br />

Über ovalem Grund niedriger Profilfuß mit weit ausladender<br />

Kuppa, an den Längsseiten ansetzenden Volutenbandhandhaben<br />

und niedrigem, gewölbten Steckdeckel<br />

mit Flammenknauf. Der Fuß mit polychromen<br />

Kavallerieszenen. Der Korpus Lapislazuli imitierend,<br />

die Handhaben mit manieristischem Rankenwerk auf<br />

blauem Fond partiell mit Gold hinterlegt. Der Steckdeckel<br />

vergoldet mit aufgelegtem floralen polychrom<br />

emaillierten Rankenwerk vier lorbeerblattumkränzte<br />

Kartuschen umspielend. Diese gefüllt mit polychromen<br />

Reiterschlachtszenen mittig von einem Flammenknauf<br />

überhöht.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Ulrike Weinhold, Emailmalerei an Augsburger<br />

Goldschmiedearbeiten von 1650 - 1750, München<br />

und Berlin, 2000. (13908181) (13)<br />

AUGSBURG CENTREPIECE<br />

Height: 20.5 cm.<br />

Max. diameter: 27.5 cm.<br />

Augsburg, 18th/19th century.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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44<br />

MARMORDECKELVASE<br />

Höhe: ca. 40 cm.<br />

Italien, 18. Jahrhundert.<br />

In Giallo Antico-Marmor gearbeitetes Dekorationsobjekt<br />

mit quadratischem Fuß, kanneliertem Schaft<br />

und ausladender Kuppa mit tief geschnittenem Blütenreliefdekor<br />

und schauseitigem eingelassenem figürlichem<br />

Bronzerelief mit der Darstellung einer Mänade<br />

mit Lyra sowie einem Jüngling mit Amorfackel sowie<br />

seitlichen gegossenen Bronzehandhaben. Der Deckel<br />

mit Blütenknauf und Wellenzier.<br />

(13512318) (13)<br />

LIDDED MARBLE VASE<br />

Height: ca. 40 cm.<br />

Italy, 18th century.<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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45<br />

SECRÉTAIRE À ABATTANT<br />

Höhe: 144 cm.<br />

Breite: 90 cm.<br />

Tiefe: 36 cm.<br />

Frankreich, 19. Jahrhundert.<br />

Im Stil Louis XVI gestaltetes Schreibmöbel mit zweitürigem<br />

Unterbau, abgeschrägten Beinen, die in die<br />

rahmenden Pilaster übergehen und Scharnierschreibplatte<br />

mit überfangendem Schub. Grün-weiß geäderte<br />

Marmordeckplatte. Besch. Rest.<br />

(1380823) (13)<br />

€ 3.200 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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85


46<br />

GROSSE JARDINIÈRE<br />

21 x 42 x 32 cm.<br />

Signiert auf der Innenwandung<br />

„Maison Alph Giroux à Paris“.<br />

Paris, 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet, eingesetzte<br />

satinierte Glasschale mit vergoldeter Montierung und<br />

Ringhandhaben. Das Gestell mit Kreuzstäben und<br />

Weinlaub. Das Unternehmen Maison Giroux wurde<br />

um 1790 in Paris gegründet, von Ferdinand Duvinage<br />

1867 übernommen und fortgeführt, bevor er 1874 alleiniger<br />

Inhaber des Unternehmens wurde. Nach seinem<br />

Tod führte seine Frau Rosali (geb. 1820) die Firma<br />

bis 1882 fort. Das Unternehmen wurde unter beiden<br />

Namen fortgeführt und dementsprechend auch bezeichnet.<br />

<strong>Kunsthandwerk</strong>liche Exponate dieses Unternehmens<br />

wurden 1867 in der Weltausstellung gezeigt<br />

und dort auch mit einer Silbermedaille ausgezeichnet,<br />

in der Folge erhielt das Unternehmen 1873 in der<br />

Wiener Ausstellung zwei Ehrenmedaillen.<br />

(1390995) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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47<br />

PAAR EMPIRE-ATHÉNIENNES<br />

Höhe: 45 cm.<br />

Durchmesser: 28 cm.<br />

Keine für uns erkennbaren Marken.<br />

Frankreich, um 1810.<br />

Bronze, gegossen, dunkel patiniert, ziseliert und teilvergoldet.<br />

Über runder Basis mit Pilastervorsätzen,<br />

drei Hermen um einen Altarbaluster mit Zierflamme<br />

angeordnet, mit den Schwingen eine auskragende<br />

reliefverzierte Schale tragend.<br />

Provenienz:<br />

Christie´s New York, 10. April 2018, Lot 100,<br />

mit Datierung um 1810. (1380235) (13)<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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48<br />

GROSSE PARISER KAMINUHR<br />

Gregoire Rouma (um 1800-1840).<br />

Höhe: 49,5 cm.<br />

Breite: 36 cm.<br />

Tiefe: 12,5 cm.<br />

WERK: 14-Tage Werk, Pendel an Fadenaufhängung,<br />

verso Regulierung durch Rändelrad. Schlossscheibenschlagwerk<br />

für Halb- und Stundenschlag auf Glocke.<br />

Vergoldung in tadellosem Zustand.<br />

GEHÄUSE: Der Aufbau in vergoldeter Bronze ist thematisch<br />

dem Musengott Apollo und den Attributen Amors<br />

gewidmet. Sockel besetzt mit Lyramotiv zwischen<br />

Blumenkränzen, darin Amorpfeile. Auf dem aufgesetzten<br />

Sockel eine Lyra, die von dem links stehenden<br />

Musengott Apollo gehalten wird. Rechts große Harfe<br />

vor dem Bogen des Amor.<br />

ZIFFERBLATT: Hochrechteckiger Werkaufbau mit<br />

Emailzifferblatt, signiert und ortsbezeichnet Paris,<br />

sowie römischen Stunden. Breguetzeiger gebläut.<br />

A.R.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Hans Ottomeyer und Peter Pröschel, Vergoldete<br />

Bronzen, Bd. I, München 1986, S. 394, Nr. 5.18.3.<br />

(1380231) (11)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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49<br />

PRÄZISIONS-SEKUNDEN-PENDELUHR,<br />

MODELL 1900 SCHWARZ<br />

142 x 31 x 23 cm.<br />

Zifferblatt: Erwin Sattler, München. Werknummer 12,<br />

limitierte Auflage von nur 100 Stück.<br />

Um 1990.<br />

Beigegeben ein Gutachten von Stiluhren Sattler.<br />

Präzisions-Pendeluhr mit Monatsgang, Modell 1900,<br />

Messing Präzisionswerk mit Gewichtszug über Saiten,<br />

4 Kugel- und 12 Steinlager, teils in Chatons verschraubt,<br />

Kontragesperr und Grahamhemmung mit<br />

verschiebbaren Stahlpaletten, Gangdauer 1 Monat,<br />

Invarstahl- Sekundenpendel System Riefler in Form<br />

eines vergoldeten Messingzylinders, unten versilberte<br />

Amplitudenskala, versilbertes Regulator Zifferblatt<br />

mit geätzten schwarzen Ziffern und arabischen Minuten,<br />

kleine römische Stunde und arabische Sekunde,<br />

signiert: Erwin Sattler München. Gebläute Stahlzeiger,<br />

Aufzugsöffnung im Zentrum des Stundenzeigers<br />

und massive, vergoldete Messinglünette, schwarzes<br />

Schleiflack Holzgehäuse zweigeteilt halbzylindrisch<br />

verglast. Beigegeben Instrumentenschatulle.<br />

(13907718) (13)<br />

€ 7.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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Kommode geöffnet<br />

50<br />

KOMMODE IM EMPIRE-STIL<br />

94 x 131 x 60 cm.<br />

Frankreich.<br />

Auf gedrückten vergoldeten Kugelfüßen ruhender<br />

rechteckiger von Pilastern flankierter Korpus mit zwei<br />

Fronttüren mit Ormoludekor hinter denen sich vier<br />

übereinanderliegende Schübe mit je zwei Zuggriffen<br />

und vergoldeten Schlüsselschildern verbergen. Zarge<br />

mit fein ziselierten Bronzen. Überkragende den Zügen<br />

des <strong>Möbel</strong>s folgende Marmordeckplatte. Ein Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(1362164) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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89


51<br />

L. CORTI,<br />

ITALIENISCHER KÜNSTLER<br />

DES 19. JAHRHUNDERTS<br />

PAAR LEBENSGROSSE MARMORBÜSTEN<br />

Höhe: je ca. 65-67 cm.<br />

Sockelhöhe: je 14 cm.<br />

Gesamthöhe: je ca. 79-81 cm.<br />

Verso am Sockel „L. Conti“ signiert.<br />

Frontale Darstellung eines Ehepaars aus weißem<br />

Marmor, auf taillierten Marmorsockelen. Die Büste<br />

der Dame mit eleganter Lockenfrisur und pompösen<br />

Haarschmuck. Dezent angezogen, ihr Kleid ist mit einem<br />

detailliert wiedergegebenen Spitzenschal bereicht.<br />

Der Herr ist ebenfalls frontal dargestellt, der<br />

Blick neigt sich leicht nach oben, Haare, Bart und Hautfalten<br />

sind naturgetreu und detailreich wiedergegeben.<br />

Qualitätvolle Bildhauerarbeit in feiner Ausführung.<br />

(1390991) (19)<br />

L. CORTI,<br />

ITALIAN ARTIST<br />

OF THE 19TH CENTURY<br />

A PAIR OF LIFE-SIZE MARBLE BUSTS<br />

Height of busts: ca. 65-67 cm.<br />

Height of bases: 14 cm.<br />

Total height: ca. 79-81 cm.<br />

Signed “L. Conti” at the back of the base.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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52<br />

GROSSES KLASSIZISTISCHES<br />

NAPOLEON III-KAMINUHR-ENSEMBLE<br />

Uhr:<br />

Höhe: 112 cm.<br />

Breite: 48 cm.<br />

Tiefe: 20 cm.<br />

Leuchter Höhe: 98 cm.<br />

WERK: Pendel an Stahlfeder-Aufhängung. Pendelstange<br />

mit Temperaturausgleich, belegt mit vergoldetem<br />

Reliefdekor und einer geflügelten Nike. Großes Pendelauge<br />

mit Maskaron, von Blüten umgeben. Halb- und<br />

Stundenschlag auf Glocke.<br />

GEHÄUSE: Die große Kaminuhr in vergoldetem und<br />

brüniertem Aufbau: Auf einem Grundsockel zwei, auf<br />

Kugeln stehende geflügelte Niken, die ein Gebälk mit<br />

eingebautem Werkgehäuse tragen, seitlich fortgesetzt<br />

durch je eine Vase. Über dem Gehäuse erhebt<br />

sich - nochmals gesockelt - eine Adlerfigur auf einem<br />

Lorbeerkranz.<br />

ZIFFERBLATT: Zifferring in weißem Email mit römischen<br />

Stunden und arabischen Viertelstunden, umzogen<br />

von vergoldeter Einfassung. Zeiger durchbrochen<br />

gearbeitet und vergoldet.<br />

DAZU: Paar flankierende Leuchter, ebenfalls vergoldet<br />

und teilbrüniert. Dem Uhraufbau entsprechend je<br />

eine Nike auf einer Kugel, über zylindrischem Sockel<br />

und quadratischer Basis. Die Arme halten je einen<br />

Korb über dem Kopf, aus dem sich fünf geschweifte<br />

Kerzen arme und ein mittlerer Schaft mit höherstehender<br />

Tülle erheben.<br />

(1390721) (11)<br />

LARGE CLASSICAL NAPOLEON III PERIOD<br />

MANTLE CLOCK SET<br />

Clock:<br />

Height: 112 cm.<br />

Width: 48 cm.<br />

Depth: 20 cm.<br />

Candelabra height: 98 cm.<br />

The large gilt and burnished mantle clock features<br />

with two gilt winged Nike figures standing on spheres<br />

on the base. Pendulum on steel spring suspension.<br />

Pendulum rod with temperature compensation. With<br />

a matching pair of flanking candelabra, also gilt and<br />

partially burnished and in line with the clock design<br />

each also with a Nike figure on a sphere surmounted<br />

on a cylindrical pedestal and square base.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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91


53<br />

PAAR GESCHNITZTE JÜNGLINGSKÖPFE:<br />

SÖHNE DES LAOKOON<br />

Höhe: je 37 cm.<br />

Wohl Rom, 18. Jahrhundert.<br />

Die beiden Köpfe mit Büstenansatz, in Einheit mit<br />

den quadratischen, gekehlten Sockeln geschnitzt. Die<br />

Gesichtszüge leidend wiedergegeben.<br />

Es sind schnitzkünstlerische Wiederholungen der<br />

Köpfe der Söhne des „Laokoon“, jener berühmten<br />

2,5 m hohen antiken Marmorgruppe, mit Laokoon und<br />

seinen beiden Söhnen im Kampf gegen die Schlangen,<br />

die 1506 in Rom gefunden wurde. Der Fund war eine<br />

Sensation und löste kunsttheoretische Fragen bis ins<br />

18. Jahrhundert aus. Auf Tizian geht ein Stich zurück, in<br />

der die Laokoon-Gruppe als Affen dargestellt ist, womit<br />

er sich über den Laokoonrummel seiner Zeit lustig<br />

machen wollte. Gotthold Ephraim Lessing verfasste<br />

1766 das Werk „Laokoon oder über die Grenzen der<br />

Mahlerey und Poesie“, Friedrich Schiller 1793 „Über<br />

das Pathetische“ und Johann Wolfgang von Goethe<br />

„Über Laokoon“ 1798.<br />

Das enorme Interesse an der Kunst der Antike, wie<br />

auch an der Darstellung von seelischen Empfindungen,<br />

ist vor allem im 18. Jahrhundert wiedererwacht,<br />

und hat auch zur Schaffung dieser beiden Köpfe geführt.<br />

A.R.<br />

(1390215) (11)<br />

A PAIR OF CARVED YOUTH´S HEADS:<br />

SONS OF LAOCOON<br />

Height: 37 cm each.<br />

Probably Rome, 18th century.<br />

They are carved repetitions of the heads of the Sons<br />

of Laocoon, the famous 2.5 m tall ancient marble<br />

group with Laocoon and his two sons fighting the<br />

snakes, which was discovered in Rome in 1506.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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54<br />

MAGDEBURGER BAROCK-KOMMODE<br />

82 x 126 x 64 cm.<br />

Magdeburg, erste Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Nuss, Nusswurzel, Kirsche, Rüster, Ahorn und gefärbte<br />

Hölzer auf Weichholzkorpus, furniert mit feinen Bandeinlagen.<br />

Zwischen Risalitecklösungen mit geschnitzten<br />

Kompositkapitellen, die Schabrackenfüße mit dem<br />

dreischügigem geschweiften Korpus. Original Eisenschlösser<br />

mit Schnappriegeln und Beschlägen.<br />

(13914710) (1) (13)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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93


55<br />

BAROCK-KOMMODE<br />

84 x 130 x 67 cm.<br />

Ansbach, um 1740.<br />

Auf gedrückten Kugelfüßen der geschweifte dreischübige<br />

Korpus mit gesägten Messingbeschlägen<br />

und intarsierten vegetabil gefüllten Kartuschen. Überkragende<br />

den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende Deckplatte<br />

mit Marketeriekartusche und zentraler eingelegter<br />

Allegorie der Hoffnung zeigend: Eine Frau in klassischer<br />

Gewandung auf Sockel stehend und einen<br />

Anker haltend. Die Kartusche durch gegenläufige<br />

C-Schwünge gebildet und mit gespiegeltem Wurzelfurnier<br />

gefüllt. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(13914712) (1)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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95


56<br />

VITRINE<br />

Höhe: 202 cm.<br />

Breite: 146 cm.<br />

Tiefe: 28 cm.<br />

Deutschland, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Noch dem Stil Louis XV verpflichtetes Sammlungsmöbel<br />

auf kurzen eleganten Füßen stehend mit zwei<br />

zonenübergreifenden Türen, die obere Hälfte mit bewegten<br />

verglasten Sprossen. Profiliertes bewegtes<br />

Gesims. Gespiegeltes, teils in Ornamentmarketerie<br />

ausgestaltetes Furnier.<br />

(1380822) (13)<br />

€ 2.800 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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57<br />

BAROCK-KOMMODE<br />

Höhe: 83 cm.<br />

Breite: 110 cm.<br />

Tiefe: 60 cm.<br />

Österreich/ Ungarn, um 1760.<br />

Auf teilkannelierten kurzen zylindrischen Beinen der<br />

dreigeschossige Korpus mit einem Fußkompartiment<br />

und flankierenden Schüben sowie zwei darüberliegenden<br />

Schüben, welche die vertikale Dreigliederung<br />

überziehen und mehrfach raumgreifend bewegt, sowie<br />

mit einem symmetrischen intarsierten Kartuschendekor<br />

verziert sind. Die Beschläge im Louis XVI-Stil<br />

mit Lorbeerfestons über Flammvasen. Den Zügen des<br />

<strong>Möbel</strong>s folgende, ebenfalls marketierte Deckplatte.<br />

Ein Schlüssel vorhanden. Rest.<br />

(1390651) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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58<br />

MÜNCHNER BOULLE-PENDULE<br />

MIT WANDKONSOLE<br />

Höhe: 84 cm.<br />

Breite: 39 cm.<br />

Tiefe: 20 cm.<br />

Signiert „Paulus Graf in München“.<br />

Deutschland, letztes Viertel 18. Jahrhundert.<br />

WERK: Federbetriebenes Achttagegehwerk, Viertelstunde<br />

Schlagwerk auf zwei Glocken und Messingpendelscheibe.<br />

GEHÄUSE: Hoher taillierter Gehäuseaufbau mit<br />

zweifach aufschwingender Bedachung und hoher<br />

vasenförmiger Bekrönung. Flächen von Gehäuse und<br />

Konsole mit rötlichem Schildpatt belegt. Entsprechend<br />

dekorierte Konsole, nach unten sich verjüngend.<br />

ZIFFERBLATT: Messingring mit römischen Stunden<br />

und arabischer Minutenangabe, vom Uhrmacher<br />

signiert. Messingrocaillen verzieren das gesamte<br />

Zifferblatt.<br />

(1380472) (10)<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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59<br />

AACHENER ROKOKO-SCHRANK<br />

247 x 187 x 70 cm.<br />

Aachen, 18. Jahrhundert.<br />

In Eiche gefertigter ungefasster Korpus, auf Kugelfüßen<br />

stehend. Hochformatiger zweitüriger Korpus<br />

mit abgeschrägten Kanten. Die elegant geschweiften<br />

Türen und Kanten mit Rocailleschnitzereien, wie auch<br />

das Zentrum des gekehlten und profilierten Gesimses.<br />

Kein Schlüssel vorhanden.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Kreisel/ Himmelheber, Band 2, Abb. 946.<br />

Hubert Lüttgens, Haus Lüttgens - Alt Aachener<br />

Wohnkultur, Aachen 1965, S. 55. (1381671) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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97


60<br />

LOUIS XV-SPIEGEL<br />

113 x 51 cm.<br />

Süddeutschland, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Weichholz, geschnitzt, vergoldet; Spiegelglas. Hochovale<br />

Rahmung mit plastischem Blattwerk und à jour<br />

gearbeiteter Überhöhung. Mit dem original Spiegelglas.<br />

(13914711) (1) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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61<br />

ZIERLICHER LOUIS XV-SPIEGEL<br />

88 x 40 cm.<br />

Bayreuth, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

In Weichholz gearbeiteter hochrechteckiger Kehlramen<br />

mit nach oben abschließenden Rocaillen. Unterer<br />

und oberer Abschluss à jour gearbeitet mit geschnitzter<br />

Blütenzier. Mit original Spiegelglas.<br />

(1391476) (1) (13)<br />

€ 1.800 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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62<br />

RÉGENCE-KONSOLE<br />

81 x 70 x 45 cm.<br />

Frankreich, erste Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Eiche, geschnitzt, Marmordeckplatte. Über zwei<br />

Füßen, die in der Art zweier barocker Delfinköpfe<br />

gestaltet sind und sinnigerweise durch eine Muschel<br />

verbunden werden, die auskragenden S-förmigen Beine<br />

mit geschnitztem Blatt- und Blütenwerk. Gerade<br />

Profil zarge mit Lambrequin und geschnitztem Blattund<br />

Bandelwerk, die Vermittlung hin zu den Beinen<br />

durch Maskerons. Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende<br />

profilierte Marmordeckplatte. Der Entwurf könnte auf<br />

Nicolas Pineau (1684-1754) zurückgehen. Rest.<br />

(1391474) (1) (13)<br />

€ 6.500 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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99


63<br />

SECHS LOUIS XV-GIRANDOLEN<br />

Höhe jeweils: ca. 47,5 cm.<br />

Gesamtgewicht: ca. 12700 g.<br />

Unter Fuß partiell mit Tremolierstich und römischer<br />

Nummerierung.<br />

18./ 19. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert. Über passigem<br />

gekehlten Stand der bombierte gebuckelte Fuß mit<br />

getriebenem Blüten- und Rocailledekor. Balustrierter<br />

reliefierter Schaft aus dem drei in Schlaufen liegende<br />

Astärmel erwachsen mit auskragender Traufschale und<br />

gegossener Blütentülle. Zentral überhöht aus Blüten<br />

erwachsendem vierten Arm mit einer Brennstelle. Die<br />

römischen Nummerierungen lassen erahnen, dass der<br />

hier angebotene Sechsersatz ursprünglich in einem<br />

größeren Zusammenhang zu denken ist.<br />

(13910424) (13)<br />

SIX LOUIS XV GIRANDOLES<br />

Height each: ca. 47.5 cm.<br />

Total weight: ca. 12700 g.<br />

Partial assayer´s scrape and Roman numbers<br />

on foot.<br />

18th / 19th century.<br />

Silver; wrought, cast, and chased.<br />

€ 13.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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64<br />

RÉGENCE-BANQUETTE<br />

45 x 108 x 39 cm.<br />

Frankreich, um 1720.<br />

In Eiche gearbeiteter Korpus mit sechs verstrebten<br />

Füßen und gemuscheltem Dekor. Jüngerer Bezug.<br />

(1391478) (1) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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65<br />

PAAR GUÉRIDONS IM EMPIRESTIL<br />

Höhe: 82 cm.<br />

Durchmesser: 75 cm.<br />

Frankreich, 20. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen und vergoldet, polierte Marmordeckplatte.<br />

Über drei Tatzenfüßen die S-förmig geschweiften<br />

Beine, die untereinander in Voluten und<br />

Blattfestons verbunden sind, die Knie als geharnischte<br />

und geflügelte Hermen. Überkragende Bronzeeinfassung<br />

mit marmorner leicht erhabener Deckplatte.<br />

(1390978) (13)<br />

A PAIR OF GUÉRIDONS IN EMPIRE STYLE<br />

Height: 82 cm.<br />

Diameter: 75 cm.<br />

France, 20th century.<br />

Bronze; cast, gilt and polished marble top.<br />

€ 10.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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66<br />

PAAR MONUMENTALE SPHINGEN<br />

A PAIR OF MONUMENTAL SPHINXES<br />

Höhe: 55 cm.<br />

Länge: 170 cm.<br />

Frankreich, um 1900.<br />

In Stein gearbeitete Mischwesen als Repräsentationsobjekte<br />

für ein Vestibül oder eine herrschaftliche<br />

Park- oder Portalanlage mit ausladenden Pranken, fein<br />

geschnittenen Haaren und gemuschelter Diadembekrönung.<br />

(1390977) (13)<br />

Height: 55 cm.<br />

Width: 170 cm.<br />

France, ca. 1900.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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103


67<br />

AUFSATZSEKRETÄR<br />

243 x 123 x 60 cm.<br />

Venedig, 18. Jahrhundert.<br />

Furniert in Nussbaum, Nusswurzelholz und Einlagen<br />

in Edelhölzern. Auf gedrückten Kugelfüßen der dreischübige<br />

Korpus mit darüberliegendem Scharnierschreibfach.<br />

Zurückgesetzter zweitüriger und verspiegelter<br />

Aufbau mit bekröntendem teilebonisierten<br />

und teilverspiegelten gesprengten Giebel. Inneneinrichtung<br />

hinter der Schreibplatte mit vier Schubfächern,<br />

die Türen verbergen offene und Schubkompartiments.<br />

Schlüssel vorhanden. Rest.<br />

(1391621) (13)<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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68<br />

PAAR LOUIS XV-FAUTEUILS<br />

Lehnenhöhe: 42 cm.<br />

Sitzhöhe: 90 cm.<br />

Nogaret zugeschrieben, Meister ab 1740.<br />

Lyon, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

Nussbaum, geschnitzt. Über geschwungenen niedrigen<br />

Füßen mit blumenbeschnitzter Zarge, die tra pezförmige<br />

Sitzfläche mit kannelierten und geschwungenen<br />

Armlehnen und geschweifter Rückenlehne mit<br />

plastischem Blüten- und Blattdekor.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Jean Nicolay, L´Art et la Manière des Maîtres<br />

Ébénistes Francais au XVIIIe Siècle, Paris 1982.<br />

Vgl. Comte Francois de Salverte, Les Ébénistes du<br />

XVIIIe Siècle, Paris 1975. (1391471) (1) (13)<br />

€ 4.500 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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69<br />

LOUIS XV-KOMMODE MIT STERNDEKOR<br />

97 x 135 x 65 cm.<br />

Neapel, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

In à jour gearbeiteten Bronzesabots mit Rocailledekor<br />

der zweischübige Korpus mit symmetrisch gelegtem<br />

Furnier und zentralem um das Schlüsselloch angelegten<br />

Sternmotiv in Tondos. Griffe in Rocailleformem,<br />

die Wangen leicht bombiert das Sternmotiv zitierend.<br />

Den Zügen des <strong>Möbel</strong>s folgende profilierte Deckplatte<br />

in Marmo Giallo. Rest.<br />

(1391623) (13)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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107


70<br />

PAAR ENCOIGNURE-SCHRÄNKE<br />

221 x 101 x 32 cm.<br />

Venedig, Mitte 18. Jahrhundert.<br />

In Tanne und Pappel gefertigt. Über Kreissegment auf<br />

Huffüßen ruhender eintüriger Korpus mit bombierter<br />

Front. Fassung in Mangangrün Bandelwerk mit Schabracken,<br />

Fruchtkörben, Masquerons und Tiere zeigend<br />

auf gelbem Fond. Gekehlter Giebel mit korallroten<br />

Profilbändern. Minimal besch., Risse in den Türen.<br />

Schlüssel vorhanden.<br />

(1391622) (13)<br />

PAIR OF ENCOIGNURE CABINETS<br />

221 x 101 x 32 cm.<br />

Venice, mid 18th century.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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71<br />

GROSSER ESSZIMMERTISCH<br />

79 x 176 x 214 cm.<br />

Breite mit vier Verlängerungen maximal: 470 cm.<br />

England, 19. Jahrhundert.<br />

In Mahagoni gearbeitet. Über Rollenfüßen mit entsprechenden<br />

konisch auslaufenden Sabots die balustrierten<br />

wie kannelierten Beine mit darüberliegendem,<br />

durch Akanthus verkleideten Nodus. Zarge mit edlem<br />

Mahagonifurnier und eingelegten Streifenbändern,<br />

die Deckplatte diese aufnehmend und leicht überkragend.<br />

Mehrfach mittels Einlagen verlängerbar und somit<br />

den temporären Bedürfnissen anpassbar. Minimal<br />

besch.<br />

(1391624) (13)<br />

LARGE DINING TABLE<br />

79 x 176 x 214 cm.<br />

Length incl. four extensions: 470 cm max.<br />

England, 19th century.<br />

Mahogany. The table can be extended several times<br />

using inserts and can therefore be adapted to temporary<br />

needs.<br />

€ 10.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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109


SCULPTURE &<br />

WORKS OF ART


72<br />

MARCO ROMANO,<br />

FRÜHES 14. JAHRHUNDERT –<br />

Paar <strong>Skulpturen</strong><br />

DER ERZENGEL GABRIEL UND DIE<br />

VERKÜNDIGUNG DER JUNGFRAU<br />

Höhe des Erzengels: 85,5 cm.<br />

Höhe der Madonna: 84 cm.<br />

Beigegeben ein ausführliches Gutachten von Naoki<br />

Dan, Florenz, 9. April 2018, in Kopie.<br />

In grauem Stein gearbeitet, jeweils frei stehend auf<br />

kantiger Basis einmal der heranschwebend scheinende<br />

Erzengel mit verschränkten Armen, klaren gratigen<br />

Gesichtszügen und in Strähnen liegender Haarpracht;<br />

das Gewand gegürtet und in Parallelfalten liegend,<br />

der Bund über den Unterarmen durch eine edle<br />

Knopfleiste geziert. Der Kopf ist leicht nach rechts gerichtet,<br />

der Mund geschlossen, sodass insgesamt<br />

eine anmutig entrückte Stille entsteht, die eine Zeitlosigkeit<br />

unterstreicht, welche die augenblickliche<br />

Aktion der Verkündigung auf einen unendlichen Zeitraum<br />

hinstreckt. Maria ist als Gegenstück zu dem Engel<br />

gearbeitet: Ihr edler Ausdruck ist der des Engels,<br />

ihre Hände sind zusammengeführt, ihr Blick ruhig<br />

nach vorn gerichtet, ihre Parallelfalten machen keinen<br />

Bogen, der wie bei dem Engel eine Bewegung bzw.<br />

den Schwebevorgang unterstreichen, in ihrer Tatlosigkeit<br />

betont sie das vergeistigte Innehalten des Betrachters<br />

als auch die Aufhebung der Zeit und damit die<br />

Unterstreichung der unendlichen Gültigkeit des dargestellten<br />

Themas.Die <strong>Skulpturen</strong> können formal gut<br />

verglichen werden mit einer Stucco Figur von Marco<br />

Romano mit der Darstellung des Enrico Scrovegni von<br />

ca. 1317-1320 in Padua. Die einzige Skulptur jedoch,<br />

die namentlich für Marco Romano gesichert ist, stellt<br />

den Heiligen Propheten Simeone in San Simeone<br />

Grande in Venedig dar, wo sowohl der Name des Bildhauers<br />

als auch das Ausführungsdatum eingraviert<br />

sind. Rest. Besch.<br />

Literatur:<br />

Das hier angebotene <strong>Skulpturen</strong>paar wird ausführlich<br />

behandelt in:<br />

Naoki Dan, Attribution to Marco Romano of the discovered<br />

„Annunciation“ statues, in: Greijutsu Bunka,<br />

Nr. 22. 2017.<br />

Annual Review of Tohoku Society for arts and cultures,<br />

S. 55ff mit sechs Abb.<br />

Naoki Dan, Italian Gothic sculptur Marco Romano and<br />

his excellent decorative expression, in: Greijutsu<br />

Bunka, Nr. 23, 2018, S. 93ff mit Abb.<br />

Vgl. Anne Derbes and Mark Sandona. The Usurer´s<br />

Heart: Giotto, Enrico Scrovegni, and the Arena Chapel<br />

in Padua. Pennsylvania State University Press,<br />

2008. (1390331) (13)<br />

MARCO ROMANO,<br />

EARLY 14TH CENTURY<br />

A pair of sculptures<br />

THE ARCHANGEL GABRIEL AND THE<br />

VIRGIN ANNUNCIATE<br />

Height of Archangel: 85.5 cm.<br />

Height of Virgin: 84 cm.<br />

Accompanied by an expert´s report by Naoki Dan,<br />

Florence, 9 April 2018, in copy.<br />

Carved in grey stone, each figure standing freely on an<br />

angular base. The archangel appears to be floating<br />

towards the viewer with crossed arms. His face<br />

shows clear, angular features and his hair is falling in<br />

strands. His belted robe is laid in parallel folds, the<br />

seam across his forearms is adorned with an elegant<br />

button border. His head is turned slightly to the right<br />

with his mouth closed, overall conveying a graceful<br />

other-worldly peacefulness. This emphasizes a timelessness<br />

that extends the immediate action of the<br />

annunciation over an infinite period. The Virgin is created<br />

as a counterpart to the angel. Her noble countenance<br />

matches that of the archangel. Her hands are<br />

brought together, her serene gaze is directed forward.<br />

Unlike the angel´s parallel folds which emphasize<br />

movement and his apparent floating, hers do not<br />

form an arch. Her inaction emphasizes the viewer´s<br />

spiritual pause and the suspension of time thereby<br />

underlining the infinite validity of the subject.<br />

Literature:<br />

The pair of sculptures on offer for sale in this lot are<br />

discussed in: Naoki Dan, Attribution to Marco Romano<br />

of the discovered “Annunciation” statues, in: Greijutsu<br />

Bunka, 22, 2017 – Annual Review of Tohoku Society<br />

for arts and cultures, p. 55f. with six illustrations and<br />

in: Naoki Dan, Italian Gothic sculptor Marco Romano<br />

and his excellent decorative expression, in: Greijutsu<br />

Bunka, 23, 2018, p. 93f. with illustrations.<br />

€ 120.000 - € 150.000<br />

Sistrix<br />

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73<br />

ITALIENISCHER BILDSCHNITZER<br />

DES 17. JAHRHUNDERTS<br />

SCHNITZRELIEF MIT DARSTELLUNG DER<br />

„DARBRINGUNG JESU IM TEMPEL“<br />

25,5 x 21 cm.<br />

Mittelitalien, um 1600.<br />

Die geschnitzte Tafel in Buchsholz zeigt die Szene bis<br />

ins Hochrelief gestaltet. Aufwändig sind die architektonischen<br />

Details mit Pilastern, Gesimsen, Rundbögen<br />

wiedergegeben, sowie die in sich gedrehte Säule<br />

links, die auch hier als Symbol für den Jerusalemer<br />

Tempel steht. Dieses Bildmotiv zitiert den Baldachin<br />

von Bernini im Petersdom mit den entsprechenden,<br />

mit Wein umwundenen Säulen. Im Zentrum ein Altartisch,<br />

darauf Messer und Schale für die Beschneidung<br />

des Kindes, dahinter der Hohepriester Joachim, der<br />

das Kind entgegengenommen hat. Über den Figuren<br />

ein Baldachin, dessen Vorhänge seitlich herabziehen.<br />

Links dessen Gemahlin Elisabeth; rechts kniet Maria,<br />

die als erforderliches Tempelopfer eine Taube in einem<br />

Käfig herbeigebracht hat. Rechts schließt die Gestalt<br />

des Josef, auf einen Stock gestützt, die Gruppe ab.<br />

Weitere Figuren, perspektivisch verkleinert, in den<br />

Torbögen, dabei rechts oben eine Weinbergszene, die<br />

auf die Passion verweisen soll. Das Schnitzwerk in<br />

hoher bildkünstlerischer Qualität, aus einem Buchsholzstück<br />

gearbeitet.<br />

(13908184)<br />

ITALIAN CARVER<br />

OF THE 17TH CENTURY<br />

CARVED RELIEF DEPICTING THE<br />

“PRESENTATION OF JESUS IN THE TEMPLE”<br />

25.5 x 21 cm.<br />

Central Italy, ca. 1600.<br />

The carved panel in boxwood depicts the scene<br />

in high relief.<br />

€ 18.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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74<br />

MUSEALER CORPUS CHRISTI<br />

DES 13. JAHRHUNDERT<br />

Höhe: 24 cm.<br />

Breite: 20 cm.<br />

Dem Bronzewerk ist ein metallurgischer Untersuchungsbericht<br />

beigegeben, mit dem Ergebnis 13. Jahrhundert,<br />

das die stilistische Einordnung bestätigt, ausgestellt<br />

von: Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie GmbH,<br />

Prof. Dr. Ernst Pernicka u.a., Mannheim 2015.<br />

Bedeutende feuervergoldete Bronzefigur, am Übergang<br />

der Früh- zur Spätgotik. In dieser hohen Ausführungsqualität<br />

und künstlerischem Rang von höchster<br />

Seltenheit.<br />

Der Körper im Dreinageltypus, die schlanken Arme<br />

weit und leicht nach oben ausgebreitet, das Haupt<br />

nach links gesenkt, die Brust ohne Seitenwunde. Die<br />

Augen mit geschlossenen Lidern vermitteln mit leicht<br />

nach oben gezogenen Brauen und herabgezogenen<br />

Mundwinkeln einen Ausdruck der Erlöstheit. Ein gedrehter<br />

feiner Kranz, durch den Guss bedingt ohne<br />

Dornen, umzieht das mittelgescheitelte, wellige Haar,<br />

das in fein ziselierten Strähnen sowohl zur rechten<br />

Schulter, als auch zum Rücken herabzieht, mit einer<br />

zentralen Locke über der Stirn. In gleicher Weise bewegt,<br />

zeigt sich auch der in Kaltarbeit nachziselierte<br />

kurze Kinnbart.<br />

Die Rippen weit seitlich positioniert sind nur leicht<br />

erhaben angedeutet, die Leibunterseite bauchig gewölbt,<br />

ein markantes Merkmal des frühen Typus. Die<br />

mit dem Lendentuch gänzlich bedeckten Oberschenkel<br />

mit vortretenden Knien stark angezogen, was nahezu<br />

eine Sitzhaltung erzeugt, während die schlanken<br />

Unterschenkel ebenso stark zurückgenommen sind.<br />

Dem Zeitstil entsprechend ist das Lendentuch, das zu<br />

beiden Seiten gebunden herabzieht, mit tiefen Schüsselfalten<br />

gestaltet, die nur ganz leicht spitz zulaufen.<br />

Dies ist als untrügliches Merkmal der Stilepoche<br />

des ausgehenden 13. Jahrhunderts zu sehen, was die<br />

beiliegende Metallanalyse ebenfalls belegt.<br />

An der Körperrückseite eine gerade senkrecht ziehende<br />

Gussöffnung; am rechten Oberarm verso kleiner<br />

offener Gussfehler. Die Sohlen und Zehen auch an<br />

der Unterseite dagegen wieder vollkommen fein ausgearbeitet.<br />

Stilistisch zeigt sich dieser Corpus Christi als ein bedeutendes<br />

Werk der Bronzebildnerei am Übergang<br />

von der Früh- zur Spätgotik. Kennzeichnend für diese<br />

Stilepoche ist das bis zu den Knien bedeckende Lendentuch,<br />

ebenso die stark angezogenen Beine, ein<br />

früher Versuch, der Figur perspektivische Räumlichkeit<br />

zu vermitteln. Andererseits ist hier bereits die Tendenz<br />

zu erkennen, dem Körper am Kreuz nun eine<br />

bewegtere Haltung zu geben, während wir diesen Figurentypus<br />

noch im 11. Jahrhundert in betonter Steifheit<br />

dargestellt sehen.<br />

Das Kruzifix am Lettner im Kloster Wechselburg um<br />

1230 oder jenes in Santa Croce/ Florenz von Cimabue<br />

von 1288, wären hier als Beispiele der Kunstepoche<br />

zu nennen, wie ebenso das Kreuz in St. Maria im<br />

Kapitol in Köln, von 1304.<br />

Aufgrund der musealen Seltenheit solcher vergoldeter<br />

Corpus Christi – Werke dieser Zeit ist eine Lokalisierung<br />

hier nur sehr vorsichtig zu leisten. Im<br />

Kunstraum zwischen Frankreich und Deutschland<br />

lässt sich vielleicht ein Künstler der rheinischen Werkstätten<br />

annehmen. Vergoldung altersbedingt an vortretenden<br />

Stellen berieben. Befestigungslochungen<br />

an Händen und Füßen. A.R.<br />

(1391102) (11)<br />

zum Größenvergleich<br />

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CORPUS CHRISTI OF MUSEUMS-QUALITY,<br />

13TH CENTURY<br />

Height: 24 cm.<br />

Width: 20 cm.<br />

The bronze work is accompanied by a metallurgical<br />

examination report (Curt-Engelhorn-Centre of Archaeometry<br />

GmbH, Professor Dr Ernst Pernicka et al.,<br />

Mannheim 2015) with the result dating to the 13th<br />

century, which is in line with its stylistic classification.<br />

Significant, fire-gilt bronze figure, at the transition from<br />

early to late Gothic. The object´s high quality in terms<br />

of execution and artistry is exceptionally rare.<br />

In line with the style of the time, the loincloth is tied<br />

on both sides with deep bowl folds that only taper<br />

very slightly. This is an unmistakable stylistic feature<br />

of the late 13th century, which is also confirmed by<br />

the enclosed metal analysis.<br />

Characteristic of this stylistic period is the loincloth<br />

covering the legs down to the knees with the strongly<br />

drawn-up legs, that are an early attempt to give the<br />

figure three-dimensionality.<br />

Due to the rarity of such gilt Corpus Christi figures<br />

from this period held in museums, locating the object´s<br />

origin is difficult. It could have been created in<br />

an area between France and Germany, possibly by an<br />

artist from the Rhenish workshops<br />

€ 38.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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119


75<br />

MONDSICHELMADONNA<br />

Höhe: 113 cm.<br />

Bayern, um 1490.<br />

Linde, geschnitzt, mit Resten alter Fassung. Auf<br />

gekantetem Sockel, dessen Zentrum von einem<br />

nach oben sehenden Mondgesicht gebildet wird,<br />

steht die Heilige Muttergottes mit weit aufgeblähtem<br />

Gewand mit Schüssel- und Knitterfalten auf ihrer<br />

linken Hand das sitzende Christuskind tragend, welches<br />

genau wie seine Mutter den Betrachter anblickt;<br />

in seiner Hand ein Goldapfel. Die Haare der Madonna<br />

in symmetrische Strähnen gelegt und von einer<br />

Zackenkrone überfangen. Größtenteils vermutlich mit<br />

der leicht verlustigen original Fassung.<br />

MADONNA ON A CRESCENT MOON<br />

Height: 113 cm.<br />

Bavaria, ca. 1490.<br />

Provenance:<br />

Probably acquired between 1870 and 1912 by the<br />

natural goods dealer Fa. J. F. G. Umlauff, Hamburg,<br />

founded in 1868, and exhibited in March 1964 at the<br />

Kunsthalle Hamburg by James Graham & Son, New<br />

York. From the estate of a Munich collector couple.<br />

€ 28.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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Provenienz:<br />

Wohl zwischen 1870 und 1912 von der 1868 gegründeten<br />

Naturalienhandlung Fa. J. F. G. Umlauff,<br />

Hamburg angekauft und im März 1964 ausgestellt<br />

in der Kunsthalle Hamburg durch James Graham &<br />

Son, New York.<br />

Aus Nachlass eines Münchener Sammlerehepaares.<br />

(13910419) (13)<br />

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76<br />

BÜSTE EINER ADLIGEN FRAU<br />

Höhe: 62 cm.<br />

16. Jahrhundert.<br />

Fein geschnitzte, polychrom und gold gefasste Darstellung<br />

einer junge Dame. Das fein gefertigte Gesicht<br />

ist von langem, tiefgeschnitztem lockigen Haar<br />

gerahmt; diese schmiegen sich an ihren Schultern<br />

sowie an ihren goldenen Mantel. Fassung rest.<br />

(1381316) (10)<br />

€ 6.500 - € 8.500<br />

Sistrix<br />

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77<br />

GOTISCHE SCHNITZFIGUR DES HEILIGEN GEORG<br />

Höhe: 84 cm.<br />

Süddeutschland, um 1500.<br />

Standfigur, in Harnisch gekleidet, von einer bewegten<br />

Drapierung umwickelt. Der Heilige Georg auf dem<br />

Drachen stehend, dieser in leidender Haltung dargestellt.<br />

Das anmutige, jugendliche Gesicht seitlich<br />

blickend, gerahmt von fein gearbeiteten herabfallenden<br />

Locken. S-bogige Körperhaltung mit leichter<br />

Andeutung von Stand- und Spielbein. Schauseite<br />

plastisch geschnitzt, verso abgeflacht und im Rücken<br />

leicht gehöhlt. Gefasst und in der Bekleidung teils<br />

vergoldet. Rechter Arm fehlend.<br />

(13910420) (19)<br />

€ 8.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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78<br />

KORALLENARBEIT<br />

MIT MONDSICHELMADONNA<br />

35 x 29 cm.<br />

Trapani, ausgehendes 17. Jahrhundert.<br />

In Koralle, Kupfer, feuervergoldet und Emaildekor mit<br />

Marienfigur und Engeln. Der Rahmenaufbau im Hochachteck,<br />

der in Kupfer getriebene feuervergoldete<br />

Spiegel. Im Zentrum wiederholt achteckig gerahmtes<br />

Feld, auf dessen Goldgrund eine vollplastisch<br />

geschnitzte, kleine Mondsichelmadonna eingebracht<br />

ist, umgeben von graviertem Strahlenkranz. Das Zentrum<br />

umgeben von floralem Dekor in Koralle auf Goldgrund,<br />

die Rahmung als kantiges Profil vortretend,<br />

mit gereihten Korallenstäben besetzt. Außenrahmung<br />

durchbrochen gearbeitet mit insgesamt 16 spitz zulaufenden<br />

Blütenkartuschen, darunter achtfach besetzt<br />

mit halbplastisch gestalteten Engelsköpfchen in<br />

Silber, die Randdekoration fein gearbeitet mit Weißemail<br />

im Wechsel von roten Koralleneinsätzen für die<br />

jeweiligen Blüten. Die gewölbte Unterseite ebenfalls<br />

feuervergoldet und mit symmetrisch angeordneter<br />

vegetabilem Dekor graviert. Das Objekt insgesamt<br />

von hoher Seltenheit und ausgesprochen gediegener<br />

Qualität, als museales Beispiel der Trapani-Kunst des<br />

ausgehenden 17. Jahrhunderts.<br />

CORAL WORK WITH MADONNA<br />

ON A CRESCENT MOON<br />

35 x 29 cm.<br />

Trapani, late 17th century.<br />

Coral, copper, fire-gilt and enamel décor<br />

with Madonna figure and angels.<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Literatur:<br />

Vgl. Maria Concetta Di Natale, Splendori di Sicilia:<br />

arti decorative dal Rinascimento al Barocco, Mailand<br />

2001. (13908182) (13)<br />

zum Größenvergleich<br />

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79<br />

HISTORISCHE LAGENACHAT-KAMEE-BROSCHE<br />

Maße: ca. 5,3 x 4 cm.<br />

Gewicht: ca. 30,3 g.<br />

GG 585.<br />

Um 1810.<br />

Beigefügt eine Expertise von Prof. Marco Ciampolini<br />

vom Mai 2023.<br />

Seltene historische Kamee-Brosche aus Lagenachat<br />

mit der plastischen Büste von Joachim Murat, König<br />

von Neapel und französischer Marschall von Kaiser<br />

Napoleon Bonaparte. Zugeschrieben Filippo Rega.<br />

(1390392) (16)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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80<br />

STANDKREUZ MIT DEKOR UND<br />

CORPUS CHRISTI IN ROTER KORALLE<br />

Höhe: 40 cm.<br />

Trapani, 17. Jahrhundert.<br />

Kupfer, getrieben, feuervergoldet, applizierte Koralle<br />

und weißes Email. Der Aufbau zweiteilig: Standfuß<br />

in abstrahierter Form des Hügels Golgata in dreifacher<br />

Buckelung. Vorderseite Korallenbesatz meist<br />

in Schuppenform verso vergoldet. Dem Sockel aufgestellt<br />

ein ebenfalls vergoldetes Bandkreuz, gerahmt<br />

von à jour gearbeieten Korallen, deren Öffnungen kleine<br />

Granulationen eingearbeitet sind. An dem Kreuz<br />

der Leichnam Chrsiti mit Dornenkranz im Dreinageltypus<br />

und wehendem Lendenschurz. Unter dem Corpus<br />

Christi ein Engelskopf. Aus den Kreuzungsecken<br />

der Balken hervorziehende, weiß emaillierte Volutenansätze.<br />

Insgesamt von hoher Schnitzqualität.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Maria Concetta Di Natale, Splendori di Sicilia:<br />

arti decorative dal Rinascimento al Barocco, Mailand<br />

2001. (13908183) (13)<br />

DECORATED STANDING CROSS WITH<br />

CORPUS CHRISTI IN RED CORAL<br />

Height: 40 cm.<br />

Trapani, 17th century.<br />

Copper; chased, fire-gilt, applied coral and<br />

white enamel.<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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81<br />

GROSSER BAROCKER PRUNKSCHREIN IN<br />

ORIGINAL LEDERBEZOGENEM ETUIKASTEN<br />

LARGE BAROQUE PAGEANTRY SHRINE<br />

IN ORIGINAL LEATHER BOX<br />

Höhe: 60 cm.<br />

Breite: 40 cm.<br />

Tiefe: 28 cm.<br />

Höhe des Kofferetuis: 69 cm.<br />

Breite: 44 cm.<br />

Tiefe: 30 cm.<br />

Zweite Hälfte 17. Jahrhundert.<br />

Aufbau in Form eines Dreivierteltempiettos, sechsseitig<br />

mit schräg stehenden Seitenflächen. Der Holzaufbau<br />

ebonisiert, durch vier vorgestellte Säulen gegliedert,<br />

reich dekoriert mit Beschlagwerk in getriebenem Silber,<br />

teilvergoldet. Der ebenfalls sechsfach gegliederte<br />

Dachaufsatz schwingt nach oben ein, bekrönt durch<br />

einen trapezförmig nach oben sich verjüngenden Sockel<br />

mit darauf plazierter, vollplastisch gegossener und<br />

vergoldeter Figur eines sitzenden Engels, der einen<br />

Blütenkranz hält. Die Dachfläche durch Profilspangen<br />

in Form von vergoldeten Hängeblüten gegliedert, in<br />

drei vor den Dachflächen eingearbeitete, herzförmige<br />

goldgerahmte Öffnungen, in geschliffenem Glas. Die<br />

Seitenflächen verglast, die Gläserprismen beschliffen,<br />

gerahmt von in Silber getriebenen Zierleisten. Unter<br />

den Gläsern jeweils Sockelflächen mit vertieft eingelegten,<br />

ovalen Lapislazulisteinen. Sockel auf sechs gequetschten<br />

vergoldeten Kugelfüßen. Die vorgestellten<br />

Säulen mit vergoldeten Rundbasen und korinthischen<br />

Kapitellen, mit blauem Glas besetzt. Oberhalb der<br />

Säulenstellungen jeweils Bekrönungen durch vollplastisch<br />

gegossene, stehende Engelsfiguren mit Scheibennimben.<br />

Inneres mit rotem alten Samt ausgekleidet.<br />

(13908180) (11)<br />

Height: 60 cm.<br />

Width: 40 cm.<br />

Depth: 28 cm.<br />

Height of box: 69 cm.<br />

Width: 44 cm.<br />

Depth: 30 cm.<br />

Second half of the 17th century.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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83<br />

HÖCHST SELTENER BAROCKER<br />

WEIHWASSERKESSEL MIT KUSSTAFEL<br />

Höhe: 31 cm.<br />

Breite: 23 cm.<br />

Tiefe: 12 cm.<br />

Italien/ Rom, zweite Hälfte 17. Jahrhundert.<br />

Gesamtaufbau in Art eines kleinen Altars. Die Basis<br />

der Komposition bildet ein geschweifter vergoldeter<br />

Sockel, an dessen Vorderseite der Weihwasserkessel<br />

erkerartig vortritt, mit einem nach vorne aufklappbaren<br />

geschweiften Deckel mit Kugelknauf. Der Sockel<br />

trägt eine daraufgestellte und verso verankerte Kusstafel.<br />

Die Rahmung vergoldet, mit Volutenfüßen und<br />

darüber aufsteigenden schräg stehenden Pilastern,<br />

die einen Sprenggiebel tragen, mit zentraler Muschel<br />

und darüber liegenden C-Bögen. Im Rahmen ein<br />

Silber relief mit Darstellung der Beweinung Christi,<br />

mit Maria, Johannes und einem Engel mit einem Gefäß,<br />

das in Bezug auf das geweihte Wasser im Becken<br />

davor zu sehen ist.<br />

Dies zeigt, dass die Kusstafel zusammen mit dem<br />

Gefäß in einer sakralen Handlung Verwendung fand,<br />

in dieser Verbindung von hoher Seltenheit.<br />

Die Rückseite des Sockels zeigt den Holzkern, die der<br />

Tafel ist mit Blech abgedeckt, daran die geschweifte<br />

Hand-Halterung.<br />

Gestaltung und Ausführung in hoher Qualität. A.R.<br />

(13908178) (11)<br />

VERY RARE BAROQUE HOLY WATER VESSEL<br />

WITH PAX<br />

Height: 31 cm.<br />

Width: 23 cm.<br />

Depth: 12 cm.<br />

Italy/ Rome, second half of the 17th century.<br />

€ 20.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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82<br />

ARCHITEKTONISCHES TINTENFASS<br />

Höhe: 20 cm.<br />

Italien, 16./ 17. Jahrhundert.<br />

Bronze und Silber gegossen. Über oktogonalem, Stand<br />

die dreifach getreppte Basis mit oktogonalem von dorischen<br />

Säulen begrenzten Bau. Den Säulen Nischen<br />

mit offenen Muschelbekrönungen eingeordnet. Diesen<br />

sind in Silber gegossene Figuren eingestellt, die<br />

auf der Innenseite durch Klammern befestigt sind.<br />

Haubenförmiger, durch Längsrippen akzentuierter<br />

Deckel als Dach mit vergoldeter Schuppung und<br />

tanzender Bronzefigur. Tinteneinsatz fehlend.<br />

(13908174) (13)<br />

€ 9.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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84<br />

ZIEROBELISK MIT CAMEO-EINLAGEN<br />

Höhe: 32,5 cm.<br />

Tiefe: 8 cm.<br />

Italien/ Rom, 16. und 18. Jahrhundert.<br />

Seltenes Wunderkammer-Tischobjekt in Form eines<br />

flachen Obelisken über profiliertem Sockel und getreppter<br />

Basis in rotem Marmor. Die Vorderseite des<br />

Obelisken mit fünf geschnittenen, gerahmten Kameen,<br />

nach oben in abnehmender Größe eingelassen.<br />

Die Spitze mit einem geschliffenen Bergkristall besetzt,<br />

weitere Kristalle als Fußkugeln. An der Sockel-<br />

Vorderseite ein Achat eingelassen. Obelisk und Sockel<br />

vergoldet, mit seitlichen, in Schweifungen geschnittenen<br />

und floral sowie mit Voluten gravierten Wangen.<br />

Die Kameen im Stil antik-römischer Gemmen, mit<br />

Kopfbildnissen, wie Herkules, Alexander, zwei Frauenbildnissen<br />

und zuoberst einer kleinen Gemme mit<br />

Darstellung einer laufenden Gestalt mit Stab.<br />

An der Rückseite entsprechend der Vorderseite floral<br />

graviert und ziseliert. Die Kameen sind Arbeiten des<br />

16. Jahrhunderts, einst wohl für antik erachtet, der<br />

vergoldete Gesamtaufbau 18. Jahrhundert.<br />

(13908177) (11)<br />

DECORATIVE OBELISK WITH CAMEO INLAYS<br />

Height: 32.5 cm.<br />

Depth: 8 cm.<br />

Italy/ Rome, 16th and 18th century.<br />

Rare Wunderkammer table object in the shape of a<br />

flat obelisk on a profiled base and stepped plinth in<br />

red marble. The front of the obelisk with five cut and<br />

framed cameos, set in decreasing size towards the<br />

top. The tip is set with a cut mountain crystal, while<br />

the ball feet are made of further crystals.<br />

€ 15.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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85<br />

KÖLNER RELIQUIAR<br />

Höhe: 29 cm.<br />

Breite: 32 cm.<br />

Köln, 19. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, ziseliert und vergoldet. Über vier<br />

Löwentatzenfüßen der in neogotischem Maßwerk<br />

gestaltete verglaste zylindrische Korpus liegend.<br />

Seine Enden mit polychromen Emailtondi geschlossen<br />

jeweils den/die Kölner Stadtpatron/in, nämlich<br />

St. Ursula und St. Gereon zeigen mit rotem Nimbus<br />

auf königsblauem Fond zeigend, davon eines mittels<br />

eines Dreipassstiftes zu öffnen. Das Dach in Blattwerkzier<br />

und überhöht durch einen Corpus Christi an<br />

Kreuz mit Lilien als Balkenenden im Viernageltypus. In<br />

dem Korpus auf eine Ex Ossibus Reliquie auf rotem<br />

Samt montiert, dieser mit Goldfadenposamenten und<br />

Ziersteinen hervorgehoben, die Reliquie selbst mit<br />

Schriftband: „Os. ex. Arca. Ursula“.<br />

Anmerkung:<br />

Sowohl Ursula als auch Gereon haben mit ihren<br />

Gefolgschaften couragiert christliche Werte trotz<br />

aller Widerstände vertreten, sind dafür als Märtyrer<br />

gestorben und werden daher – nicht nur im Erzbistum<br />

Köln – als Heilige verehrt. (1391181) (13)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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86<br />

SELTENES PAAR ERD- UND HIMMELSGLOBEN<br />

Höhe jeweils: 47,5 cm.<br />

Signiert „Georg Christopher. Eimmart“, nach den<br />

Forschungen des Johannes Hevelius.<br />

Nürnberg, 1700 und 1705.<br />

Auf vier gedrückten Kugelfüßen ein ebonisiertes Holzkreuz,<br />

auf dem sich vier konisch zulaufende Balusterbeine<br />

erheben, die einen Holzring tragen, auf dem<br />

Äquatoren und Tierkreiszeichen zu sehen sind. Die<br />

Globen in Vollkreis-Meridianen gelagert und jeweils<br />

mit 12 gestochenen und kolorierten Segmenten<br />

versehen. Georg Christoph Eimmart (1638-1705)<br />

studierte zunächst vorwiegend Mathematik bei Erhard<br />

Weigel in Jena, kehrte 1658 nach Regensburg<br />

zurück und zog 1660 nach Nürnberg, wo bereits seine<br />

Schwester Regina Christina wohnte. Diese hatte Jacob<br />

von Sandrart (1630-1708) geheiratet, der sich in<br />

Nürnberg als Kupferstecher niedergelassen hatte, sodass<br />

es auch Eimmart leicht fiel, in dessen Wirkungskreis<br />

Arbeit als Kupferstecher zu finden. 1662 war er<br />

an der Gründung der Malerakademie beteiligt, deren<br />

Direktor er 1699-1705 war. Im Herbst 1678 errichtete<br />

er mit den Mitteln, die er durch seine künstlerische<br />

Tätigkeit verdiente, die erste private Sternwarte auf<br />

der Vestnertorbastei, die zugleich die einzige größere<br />

Sternwarte in Deutschland zu dieser Zeit war. Sehr<br />

eindrucksvoll sind für den heutigen Betrachter etwa<br />

Alaska, welches auf dem Globus noch als Terra Incognita<br />

gekennzeichnet ist, oder die Stelle des heutigen<br />

Australiens mit dem damals bekannten Westbereich.<br />

Die Globussegmente erschienen 1705 – im Todesjahr<br />

Eimmarts. Besch. erg.<br />

Provenienz:<br />

Dumousset-Deburaux, 07. Dezember 1997, Lot 138.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Elly Dekker, Peter van der Krogt, Globes from<br />

the western world, Edinburgh 1993, S. 90 und 100f.<br />

mit dem Vermerk: „very few mounted copies are<br />

known“.<br />

Vgl. Ernst Zinner, Astronomische Instrumente,<br />

München 1979, S. 303.<br />

Vgl. Hans Gaab, Zur Geschichte der Eimmart-Sternwarte,<br />

Nürnberg 2005. (1390581) (13)<br />

RARE PAIR OF TERRESTRIAL AND CELESTIAL<br />

GLOBES<br />

Height: 47.5 cm each.<br />

Signed: “Georg Christopher. Eimmart”, after<br />

research by Johannes Hevelius.<br />

Nuremberg, 1700 and 1705.<br />

Provenance:<br />

Dumousset-Deburaux, 7 December 1997, lot 138.<br />

Literature:<br />

cf. Elly Dekker / Peter van der Krogt, Globes from<br />

the western world, Edinburgh, 1993, p. 90 and 100f.<br />

with note: “very few mounted copies are known”.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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Detailabbildungen zu Lot 86<br />

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87<br />

PAAR BLEIKRISTALLFENSTER<br />

Je 52 x 46 cm mit Holzrahmung<br />

Eines datiert 1612“, das andere „1629“.<br />

Eines der Fenster mit gemalter Architektur, vor der<br />

ein großes heraldisches Wappen mit Helmzier (Krone<br />

mit drei Ähren). Die mit goldenem Rand versehene<br />

Inschrift darunter lautet „Ascario Albertini... Erzherzog<br />

Leopold zu Österreich.. auch Statthalter der<br />

Landvogtey Hagenaus ...Anno 1629“. Das zweite<br />

Fenster zeigt die Geburt Jesu in der Krippe mit Maria<br />

und Josef und um sie herum versammelte Hirten.<br />

Erneut befinden sich unter der Darstellung zwei Inschriften,<br />

die auf „M.Benedikt“ mit der Datierung<br />

1612 und auf „Ioannes Casparus Cabelius“ verweisen.<br />

Ein Fenster mit kleinen Glasschäden.<br />

(1391251) (18)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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139


88<br />

KLEINE CAESARENBÜSTE<br />

Höhe: 17 cm.<br />

Rom, 18. Jahrhundert.<br />

In schwarzem, gelb geädertem Stein, wohl Darstellung<br />

des Caracalla (188-217), mit Toga. Rundsockel<br />

in Giallo-antico-Marmor.<br />

(1390952) (1) (11)<br />

€ 1.400 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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89<br />

VERGOLDETE FIGURENGRUPPE<br />

„GEISSELUNG CHRISTI“<br />

Höhe: 30 cm.<br />

Breite: 23 cm.<br />

Tiefe: 9 cm.<br />

Italien/ Rom, erste Hälfte 17. Jahrhundert.<br />

Andachtsobjekt in Form eines einem Altaraufbau<br />

ähnlichen vergoldeten Sockels mit Einlagen in Buntmarmor,<br />

auf schwarzer Schieferbasis. Daraufgestellt<br />

drei vergoldete Bronzefiguren der Geißelungs-Darstellung.<br />

Christus auf einem mittleren erhöhten Sockelauszug,<br />

seitlich die Soldaten mit Geißel und Strick.<br />

Die Figuren im Vollguss, in Kaltarbeit nachziseliert.<br />

Sockelrahmungen in Form vortretender Profile mit<br />

Friesen. Das Objekt zur Freistellung gedacht, Rückseite<br />

entsprechend der Vorderseite ausgeführt, ebenfalls<br />

mit gerahmten Buntmarmorplättchen besetzt.<br />

A.R.<br />

(13908179) (11)<br />

GILT FIGURAL GROUP OF<br />

“THE FLAGELLATION OF CHRIST”<br />

Height: 30 cm.<br />

Width: 23 cm.<br />

Depth: 9 cm.<br />

Italy / Rome, first half of the 17th century.<br />

€ 25.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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90<br />

GENUESER SCHULE DES 17. JAHRHUNDERTS<br />

Paar bedeutende Marmor-Hochrelief bilder<br />

DER HEILIGE FRANZISKUS<br />

sowie<br />

DER HEILIGE ANTONIUS VON PADUA<br />

Innenkästen: 23,5 x 15,5 cm.<br />

Ebonisierte Außenrahmen mit Frontverglasung<br />

des 19. Jahrhunderts.<br />

In weißem Marmor geschnitten, vertieft in Kastenrahmungen<br />

eingefügt. Die Franziskusdarstellung zeigt den<br />

Heiligen mit seinen Wundmalen vor einer Felsengruppe<br />

im Gebet das Kreuz Christi in den Armen, während<br />

er von einem Engel gestützt wird.<br />

Die Gegendarstellung zeigt den jugendlichen Antonius,<br />

in den Armen das Jesuskind, vor Säulen, Velumdraperie<br />

und Balustrade, die einen Raum andeuten. Links<br />

ein Tisch mit darauf liegendem Buch. Der Hintergrund<br />

mit geschwärztem Glas hinterlegt.<br />

Die Marmorarbeiten von hoher bildhauerischer Qualität,<br />

wohl der Genueser Schule. A.R.<br />

Anmerkung:<br />

Laut Beschriftung auf der Rahmen-Rückseite ehem.<br />

päpstliches Geschenk: „Diese beiden <strong>Skulpturen</strong> aus<br />

Carrara Marmor (Ende 17. / Jahrhundert) angeblich<br />

ein Geschenk Pius IX. (1846-1876) an den Fürst-/<br />

erzbischof Kardinal Tarnoczy in Salzburg (1850-1876)<br />

gingen von diesem / in den Besitz seines Sekretärs,<br />

des Domkapitulars Dr. M. Kaserer, Salzburg über. /<br />

Aus dessen Nachlaß erwarb sie der kgl. Hofgraveur<br />

Max Gube i. München, der / dieselben Weinachten<br />

1901 mir käuflich überließl. J. O.“. (1390047) (11)<br />

GENOESE SCHOOL, 17TH CENTURY<br />

A pair of important marble high reliefs.<br />

SAINT FRANCIS<br />

and<br />

SAINT ANTHONY OF PADUA<br />

Interior casket dimensions: 23.5 x 15.5 cm.<br />

Ebonized outer frame, glazed at front, 19th century.<br />

Notes:<br />

According to the inscription on the back of the frame,<br />

former papal gift: “These two Carrara marble sculptures<br />

(end of the 17th / century) supposedly a gift<br />

from Pius IX (1846 - 1876) to the prince-/ archbishop<br />

Cardinal Tarnóczy in Salzburg (1850 - 1876) went into<br />

the possession of his secretary, from the cathedral<br />

chapter Dr M. Kaserer, Salzburg. / From his estate<br />

it was acquired by the royal court engraver Max Gube<br />

in Munich, who / sold me the same for Christmas in<br />

1901. J. O.”.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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143


91<br />

ARTUS QUELLINUS D. Ä.,<br />

1609 – 1668, ZUG.<br />

MARIA MIT DEM KINDE<br />

132 x 65 x 65 cm.<br />

Vollrund in Marmor gearbeitete Figurengruppe.<br />

Anmerkung:<br />

Besonders gut vergleichen lässt sich die Maria-<br />

Christus-Gruppe am Epitaaf Soeten Naem in der<br />

Sint Pauluskerk in Antwerpen, wobei beide Figuren<br />

dort stehen, was dem weiter unten liegenden Betrachterstandpunkt<br />

geschuldet ist. In Verbindung mit<br />

dieser <strong>Skulpturen</strong>gruppe aber wohl auch mit dem<br />

hier angebotenen Werk ist eine Zeichnung zu sehen<br />

(352 x 209 mm), die am 13. Dezember 1973 unter<br />

Lot 82 bei Sotheby´s London, versteigert wurde und<br />

sich bis dato in der Sammlung Earl Beauchamp befunden<br />

hatte. Während auch unsere Madonna sitzt<br />

und ihren Rock schürzt und ihren Umhang über die<br />

linke Schulter gleiten lässt, sind sowohl Maria als<br />

auch Jesus bei uns nach rechts gewandt statt nach<br />

links wie auf der Zeichnung, sodass vielleicht eine<br />

veränderte Aufstellung der Skulptur angenommen<br />

werden kann. Ein weiteres Werk aus der Hand des<br />

Quellinus aus Terrakotta wird in der dänischen Nationalgalerie<br />

statens Museum for Kunst in Kopenhagen<br />

verwahrt. Besch.<br />

ARTUS QUELLINUS THE ELDER,<br />

1609 – 1668, ATTRIBUTED<br />

MADONNA AND CHILD<br />

132 x 65 x 65 cm.<br />

Three-dimensionally carved figural group in marble.<br />

Notes:<br />

The Madonna and Child group on the Epitaaf Soeten<br />

Naem in the Sint Pauluskerk in Antwerp compares<br />

particularly well, with both figures standing there<br />

due to the lower position of the viewer. Connected<br />

with those sculptures, but probably also with the<br />

work offered in this lot is a drawing (352 x 209 mm)<br />

that sold at auction on 13 December 1973, lot 82<br />

at Sotheby´s London and had been held at the Earl<br />

Beauchamp collection up to that point (see illustration<br />

for comparison).<br />

€ 48.000 - € 75.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Literatur:<br />

Vgl. Claire Baisier, Tekeningen uit de 17de en 18de<br />

eeuw de verzameling Van Herck, Antwerpen 2000,<br />

S. 43. (1351236) (13)<br />

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92<br />

TORSO DES DIONYSUS<br />

Höhe: 70 cm.<br />

Breite: 36 cm.<br />

Sockel: 15 x 25 x 35,5 cm.<br />

Römisch.<br />

Beigegeben eine Provenienzauflistung von Sine Dia<br />

Fine Art, Amsterdam, 5. September 2023 und eine<br />

Rechnung der Lennox Gallery von 1992, in Kopie.<br />

Auf modernem Präsentationssockel in Marmo Giallo<br />

der auf einem Eisenstift positionierte in Marmor gearbeitete<br />

vollrund gefertigte Torso.<br />

TORSO OF DIONYSUS<br />

Height: 70 cm.<br />

Width: 36 cm.<br />

Base: 15 x 25 x 35.5 cm.<br />

Roman.<br />

Accompanied by a provenance list from Sine Dia Fine<br />

Art, Amsterdam, 5 September 2023, and an invoice<br />

by Lennox Gallery from 1992, in copy.<br />

€ 40.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Provenienz:<br />

Sammlung Franz Schuster, Berlin, (1980-1987).<br />

Sammlung Marcel Schenk (1987-1990).<br />

Lennox Gallery, London, (1990-1992).<br />

Robert van Damme, Brüssel, (1993-1994).<br />

Rudy Thijs, Brüssel (1994-2001).<br />

Pascale Fontaine, Brüssel.<br />

Dort erworben von: Sine Dia Fine Art, Amsterdam,<br />

2010. (1381901) (13)<br />

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93<br />

IMPERATORENKOPF<br />

Ohne Basis: 34 x 27 cm.<br />

Wohl Römisch.<br />

In hellem Marmor gearbeiteter Kopf eines römischen<br />

Kaisers mit parallel geführten Haarsträhnen und einem<br />

in wellenformen bewegten Vollbart, fragmentarisch<br />

erhalten. Auf quadratischem dunklen Marmorsockel<br />

montiert. Besch.<br />

(1391031) (13)<br />

€ 7.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

94<br />

WEIHWASSERBECKEN<br />

Höhe: 123,5 cm.<br />

Durchmesser: 54 cm.<br />

14./ 15. Jahrhundert.<br />

In Sandstein gefertigter dreiteiliger Aufbau mit sekundärem<br />

Sockel auf quadratischem Grund und mit vier<br />

lagernden Tierreliefs. Zylindrische Säule als Schaft mit<br />

reliefierten Ornamenten aus Vierpassformen. Dickwandiges<br />

aufliegendes Becken mit unten gekehlter<br />

Wandung. Relieffries mit Fabeltieren in profilierten<br />

Medaillons. Beckenwandung mit senkrechtem Riss,<br />

Beckenrand mit restaurierten Bruchlinien, Stand in geschmiedeter<br />

Eisenschelle.<br />

(1390646) (13)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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149


95<br />

KLEINE PIETÀ IN CARRARA-MARMOR<br />

Höhe: 21 cm.<br />

Rom, 17. Jahrhundert.<br />

Maria mit dem Leichnam des Sohnes auf einem mitgearbeiteten<br />

Rechtecksockel mit Bodenprofilen. Der<br />

Kopf Mariens dem Haupt Christi zugewandt, ihre linke<br />

Hand – mit fein gearbeiteten Fingern – hält die Hüfte<br />

des Sohnes. Reiche Bildung der Gewandfalten, die<br />

am linken Mantelarm einen großen Bausch bilden.<br />

Der rechte Arm Jesu ist senkrecht nach unten geführt,<br />

ein Motiv, das seit der berühmten Pietà des<br />

Michelangelo zur Norm des Bildtypus geworden ist,<br />

wie insgesamt auch diese kleine Pietà auf dieses<br />

Vorbild zurückgreift. Die Kopfoberseite der Maria abgeflacht,<br />

was auf eine ehemalige Krone in anderem<br />

Material hinweist.<br />

Rechter Arm der Maria, rechter Unterarm Christi und<br />

dessen linke Hand fehlen. Kleine Abbrüche an den<br />

Sockelecken. A.R.<br />

(1351232) (11)<br />

€ 1.800 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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96<br />

DECKELGEFÄSS IN BERGKRISTALL<br />

IN FORM EINES SCHWANS<br />

Höhe: 11 cm.<br />

Mit Goldmontierungen und Miniatur-Steinbesatz.<br />

Das Gefäß flachrund, muschelförmig geschliffen, der<br />

Fuß in Form zusammenstehender Schwanenfüße<br />

über umziehendem Goldband mit feinen Perlstab-<br />

Einfassungen, darauf weiße Email- und rote Steinauflagen.<br />

Hals und Kopf auf dem Deckel mit Gefieder-Schliff,<br />

mit entsprechenden Halsbändern, sowie<br />

Goldkrönchen. Federschwanz ebenfalls in Gold, ziseliert.<br />

Im Fuß-Unterrand Monogramm „LM“ oder „LW“.<br />

Neuzeitlich.<br />

(13908175) (11)<br />

€ 7.000 - € 10.000<br />

Sistrix<br />

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97<br />

STEINFIGUR EINER GOTISCHEN MADONNA<br />

MIT KIND<br />

Höhe: 91,5 cm.<br />

Frankreich, Anfang 13. Jahrhundert.<br />

Standfigur auf vierkantigem, mitgearbeiteten kleinen<br />

Plinthensockel. S-bogige Körperhaltung, das lange<br />

Gewand auf der Plinthe aufruhend. Die beiden Fußspitzen<br />

vortretend, das rechte Bein im Kontrapost<br />

minimal vorgestellt. Eine Rose ist an ihrem rechten<br />

Armgelenk eingesetzt, im linken Arm ist das Kind<br />

sitzend wiedergegeben. Das Haar der Muttergottes<br />

ist symmetrisch vorgeführt, in welligen Locken ins<br />

Tuch ziehend. Sie trägt eine Krone. Gesamtduktus<br />

und Faltenwurf lassen die Skulptur in die Zeit der<br />

Gotik datieren. Der rechte Arm des Jesusknäbleins<br />

fehlt, der Linke rest.<br />

(1390273) (19)<br />

GOTHIC STONE SCULPTURE OF THE VIRGIN<br />

AND CHRIST CHILD<br />

Height: 91.5 cm.<br />

France, early 13th century.<br />

€ 15.000 - € 25.000<br />

Sistrix<br />

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98<br />

IMPOSANTES HISTORISTISCHES ALTARKREUZ<br />

Höhe: 69 cm.<br />

Breite: 33 cm.<br />

Zweite Hälfte 19. Jahrhundert.<br />

Auf hohem intarsierten Sockel. Flache Kreuzbalken<br />

ebonisiert, mit Silbereinfassungen und Balkenenden,<br />

die mit kräftigen silbernen, floralen Enden besetzt<br />

sind. Corpus Christi in Bronze; Viernageltypus mit<br />

betont senkrecht erhobenen Armen. Am Kreuzfuß<br />

Adamsschädel, die Kreuzaufschrift ebenfalls in Silber.<br />

Der Sockel zeigt sich fünfseitig nach vorne, mit Randprofilen<br />

und kräftigem Basisprofil über fünf massiven<br />

Volutenfüßen. Die Sockelflächen mit Arabesken-<br />

Messingeinlagen in Boulle-Technik intarsiert. Der Stil<br />

in Reminiszenz an Hochrenaissance- bzw. Frühbarockbeispielen.<br />

(13908170) (11)<br />

IMPRESSIVE HISTORISTIC ALTAR CROSS<br />

Height: 69 cm.<br />

Width: 33 cm.<br />

Second half of the 19th century.<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 13.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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99<br />

PAAR STERNFÖRMIGE MIKROSCHNITZEREI-<br />

PLAKETTEN<br />

Adam Dircksz und Atelier, zug.<br />

Jeweils Höhe: 11 cm.<br />

Breite: 10 cm.<br />

Auf Acrylsockel montiert.<br />

Zusammengehörig, in 8-zackiger Sternform, in Buchsaumholz,<br />

teilweise durchbrochen und extrem fein<br />

geschnitzt. Außenränder mit Kordelmotiv. Die Innenflächen<br />

zeigen religiöse Motive, durch feine Abgrenzungen<br />

eingefasst.<br />

Der Bildzyklus beginnt mit Darstellung der Verkündigung,<br />

fortgesetzt mit Geburt Christi, Darstellung im<br />

Tempel, Taufe Christi. Im Gegenstück weitergeführt<br />

durch Kreuzigung, Kreuzabnahme, Auferstehung und<br />

Verklärung. In den kleineren Feldern beider Plaketten<br />

Prophetendarstellungen.<br />

Mikroschnitzereien dieser Art und Qualität sind von<br />

Adam Dircksz bekannt geworden, der mit seinem<br />

Atelier 1500 bis 1530 nachgewiesen ist und in den<br />

südlichen Niederlanden oder im nördlichen Brabant<br />

gewirkt hat.<br />

Exemplare solcher Arbeiten finden sich in mehreren<br />

Museen, wie etwa Metropolitan Museum of Art, New<br />

York, Rijksmuseum Amsterdam oder British Museum<br />

London, ebenso in den Sammlungen Baron Cassel van<br />

Doorn, Melvin Gutman und Baron Thyssen-Bornemisza.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Eugen von Philippovich: Kuriositäten – Antiquitäten.<br />

Ein Handbuch für Sammler und Liebhaber (=<br />

Bibliothek für Kunst- und Antiquitätenfreunde, Band<br />

46), Klinkhardt und Biermann, Braunschweig 1966,<br />

S. 326-331. (13908176) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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100<br />

BRONZEMÖRSER<br />

Höhe: 15 cm.<br />

Durchmesser: 15 cm.<br />

Gewicht: ca. 4500 g.<br />

Niederlande, datiert 1579.<br />

Bronze, gegossen und mittelbraun patiniert. Über flachem<br />

Stand der Korpus in umgekehrter Glockenform<br />

mit seitlich ansetzenden stilisierten Delfinhandhaben<br />

und Profilringen. Diesen eingegliedert zwei von Putti<br />

flankierte Wappenschilde und eine gotische Inschrift<br />

einen Johan Kruytmacher als Gießer des Mörsers<br />

ausweisend.<br />

(1390591) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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101<br />

PAAR SPÄTGOTISCHE BRONZELEUCHTER<br />

Höhe: je 26 cm.<br />

Um 1500.<br />

Schwerer Guss, der Fuß gewölbt und profiliert, Schaft<br />

mit getrepptem Nodus, nach oben sich verjüngend,<br />

durchdringt als kräftiger Dorn den schalenförmigen<br />

Tropfenfänger. Olivbraune, glatte Alterspatina.<br />

(13906036) (11)<br />

€ 1.000 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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102<br />

FEINER BAROCKMÖRSER<br />

Höhe: 19,5 cm.<br />

Durchmesser: 19,2 cm.<br />

Deutschland, datiert 1643.<br />

Bronze, gegossen, patiniert. Über glattem Stand die<br />

mehrfach profilierte Basis mit Korpus in umgekehrter<br />

Glockenform. Dieser mit Profilringen, vegetabilem<br />

Reliefzierrat und seitlich ansetzenden Akanthushandhaben.<br />

Unter der glatten Mündung umlaufende<br />

mitgegossene Inschrift „P.L.M.AMM.GOTT ALLEIN<br />

DIE EHRR ANNO 1643“. Dabei ein Pistill.<br />

(1390942) (1) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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155


103<br />

PIETRO TACCA,<br />

1577 CARRARA – 1640 NAHE FLORENZ<br />

FLUSSGOTT<br />

Höhe: 39,5 cm.<br />

Breite: 30,5 cm.<br />

Tiefe: 31 cm.<br />

Beigegeben eine Gutachten von Dr. Charles Avery,<br />

Historian of Sculpture & Fine Art Consultant Beckenham,<br />

Kent, 2.10.2009, in Kopie.<br />

Nach Vorbildern von Giambologna (1529-1608). Bronze,<br />

starkwandiger Hohlguss, schwarze Patina. Vereinzelt<br />

kleine, für frühe Gussexemplare typische Gussfehler.<br />

Die Gestalt eines Flussgottes sitzt in gebückter Haltung<br />

mit angezogenen Knien auf einem Felssockel.<br />

Der rechte Arm umfängt eine Vase, mit der linken<br />

Hand stützt er seinen schweren muskulösen Leib auf<br />

einem Felsen ab. Während der Oberkörper nach rechts<br />

gewandt ist, hält er seinen gesenkten, langbärtigen<br />

Kopf nach links. Diese Kopfhaltung ist gewiss beeinflusst<br />

von Michelangelos Werk der Figur „Der Tag“<br />

in der Medicikapelle Florenz. Die Gestalt als Flussgott-Allegorie<br />

ist seit der Antike in der Malerei wie<br />

in der Plastik durchgehend tradiert. Die stark nach<br />

außen gerichtete Mündung der Vase verrät, dass die<br />

Figur für eine Brunnengestaltung gedacht ist, wobei<br />

aus der Vase Wasser fließen sollte, ein Hinweis des<br />

Flussgott-Themas auf Flüsse wie den Tiber in Rom –<br />

oder wie hier den Arno. Entsprechend liegt der Vase<br />

auch ein Schilfbündel auf.<br />

Die in der Figur hier augenfälligen Gegenbewegungen<br />

entsprechen der damals völlig neuen Körperauffassung<br />

der figura serpentinata. Sie verleihen nicht nur eine<br />

vitale Lebendigkeit, sondern kennzeichnen auch den<br />

Stil des Manierismus der Entstehungszeit.<br />

Hauptvertreter der manieristischen Plastik war Giovanni<br />

da Bologna (1529-1608), bei dem auch Pietro<br />

Tacca bereits 15-jährig als Mitarbeiter gelernt hatte.<br />

1599 wurde er schon in die Maler- und Bildhauerzunft<br />

aufgenommen, und als der damalige Meisterschüler<br />

Pierre Franqueville das Atelier verließ, trat Tacca an<br />

dessen Stelle. Nach dem Tod Giambolognas, 1608,<br />

wurde er dessen Nachfolger. In Madrid wirkte er für<br />

das Reiterdenkmal Philipps IV. Dieses Werk ist umso<br />

bedeutender, da es als das erste Reiterstandbild in<br />

der Kunstgeschichte überhaupt gilt, das in der Levade<br />

– also vorne hochsteigend und nur auf den Hinterbeinen<br />

stehend – geschaffen wurde. Vermutlich war<br />

es Galileo Galilei, der bei den statischen Problemen<br />

half. Tacca wirkte überwiegend mit Bronzewerken,<br />

während er für seine Marmorfiguren Pläne lieferte<br />

und die Arbeiten von Schülern fertigen ließ.<br />

Auf der Piazza dell´Annunziata in Florenz befindet sich<br />

ein von Tacca höchst bewegt gestalteter Brunnen mit<br />

Meeresungeheuern, geschaffen 1619. Im Vergleich<br />

mit Werken des Lehrers Giambologna lassen die<br />

Brunnengestaltungen und auch das hier vorliegende<br />

Bronzewerk erkennen, dass Tacca stilistisch weit über<br />

seinen Lehrer hinausging. Fantasie und die Beherrschung<br />

von Bewegungen lassen seine Werke mit<br />

dem späteren Gianlorenzo Bernini vergleichen, also<br />

bereits im Sinne des Barock.<br />

Die vorliegende Bronzeplastik ist schon früh dokumentiert.<br />

In der beiliegenden Gutachten werden sämtliche<br />

Erwähnungen und Vergleichsbeispiele genannt, mit<br />

Angaben der jeweiligen Literatur. Dabei finden sich<br />

Exemplare in Bronze, aber auch in Terrakotta, mit<br />

Detailunterschieden, wie etwa mit Feigenblatt oder<br />

ohne. Dabei ist interessant, dass das Werk früher<br />

auch schon Taccas Lehrer Giambologna zugeschrieben<br />

wurde.<br />

So ist 1794 ein Exemplar in Terrakotta als von Michelangelo<br />

angenommen, vom Bildhauer Cavaceppi in die<br />

Accademia di San Luca gelangt, 1799 inventarisiert.<br />

1893 wird von A. Supino in seinem Katalog des Nationalmuseums<br />

Florenz ein Exemplar genannt, damals<br />

Tribolo zugewiesen, 1923 nochmals von Albert Erich<br />

Brinckmann publiziert.<br />

Das Originalmodell in dieser Komposition, im Museo<br />

Bargello Firenze, hat Albert Erich Brinckmann bereits<br />

1922 als ein zweifelsfrei von Tacca geschaffenes Werk<br />

beschrieben.<br />

Exemplare in Sammlungen:<br />

Um 1911 gelangte ein Bronzeexemplar in die römische<br />

Sammlung des Barons Gregor Stroganoff, von<br />

Antonio Munos, später nochmals von Leo Planiscig<br />

und E. Brinckmann veröffentlicht.<br />

Ein weiteres Exemplar hielt früher die Sammlung<br />

Maurice de Rothschild, wahrscheinlich identisch mit<br />

jenem, das später von Yves Saint-Laurent erworben<br />

wurde (Christie´s Paris, 2009). A.R.<br />

(1390334) (11)<br />

PIETRO TACCA,<br />

1577 CARRARA – 1640 NEAR FLORENCE<br />

RIVER GOD<br />

Height: 39.5 cm.<br />

Width: 30.5 cm.<br />

Depth: 31 cm.<br />

Accompanied by an expert’s report by Dr Charles<br />

Avery, Historian of Sculpture & Fine Art Consultant<br />

Beckenham, Kent, 2 October 2009, in copy.<br />

Based on models by Giambologna (1529 - 1608).<br />

Bronze, thick-walled hollow casting with black patina.<br />

A few small casting defects typical of early casts.<br />

The river god is depicted sitting on a rock base in a<br />

stooped position with his knees drawn up. His right<br />

arm holds a vase, and his left hand supports his<br />

heavy, muscular body on the rock. While his upper<br />

body is turned to the right, his bowed, long-bearded<br />

head is turned to the left. This head position is certainly<br />

influenced by Michelangelo’s figure “The Day” in<br />

the Medici Chapel in Florence.<br />

The present bronze sculpture was documented early<br />

on. All mentions and comparative examples are listed<br />

in the enclosed expert’s report, with information from<br />

the relevant literature. There are examples in bronze<br />

and terracotta, with variations in the details, such as<br />

with or without a fig leaf. It is interesting that the work<br />

was previously attributed to Tacca’s teacher Giambologna.<br />

In 1794, a terracotta example believed to have<br />

been made by Michelangelo was brought to the<br />

Accademia di San Luca by the sculptor Cavaceppi<br />

and was inventoried in 1799. In 1893 A. Supino named<br />

a copy in his catalogue of the National Museum in<br />

Florence. It was then attributed to Tribolo and was<br />

published again by A. E. Brinckmann in 1923. The original<br />

model in this composition, held at the Museo<br />

Bargello in Florence, was described by E. Brinckmann<br />

as early as 1922 as a work undoubtedly created by<br />

Tacca.<br />

€ 70.000 - € 90.000<br />

Sistrix<br />

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104<br />

FRANCESCO FANELLI,<br />

1577 FLORENZ – UM 1657 PARIS, ZUG.<br />

HERKULESKNABE ALS SCHLANGENBEZWINGER<br />

Höhe: 23 cm.<br />

Breite: 13 cm.<br />

Gesamthöhe inkl. Holzsockel: 31 cm.<br />

Auf runder Plinthe.<br />

Bronzeguss, schwarz patiniert. Bronzefigur, die das<br />

antike Thema aufgreift, wonach der Halbgott Herkules,<br />

Sohn des Zeus und der Alkmene, bereits als Kind<br />

zwei Schlangen erwürgte, die von der eifersüchtigen<br />

Gattin des Zeus in seine Kinderstube schaffen ließ.<br />

Das mythologische Thema ist seit der Antike in zahllosen<br />

Werken aufgegriffen worden. So auch von dem<br />

Florentiner Bildhauer Fanelli, der in Italien, vor allem<br />

Genua, dann aber auch in London gewirkt hat, hoch<br />

geschätzt vom Hof König Karls I.<br />

Als Sohn eines Bildhauers war er vor allem von Giambologna<br />

und dessen Schüler Pietro Francavilla und<br />

Pietro Tacca beeinflusst, sämtlich Vertreter des Manierismus.<br />

Giovanni Bandini bezeichnete Fanelli als<br />

seinen Assistenten bei der Schaffung einer Statue<br />

von Großherzog Ferdinand I 1599. Neben großen<br />

Aufträgen, wie etwa Brunnenfiguren im Hampton<br />

Court Palace, galt ein Großteil seines Wirkens den<br />

Sammlerbronzen.<br />

Zu der hier vorliegenden Bronze ist eine weitere,<br />

leicht abgewandelte Version bekannt, bei der Herkules<br />

direkt nach oben zum Kopf der Schlange blickt.<br />

Zweifellos hat bei der Gestaltung der Fund der antiken<br />

Marmorgruppe des Laokoon eine Rolle gespielt, der<br />

ebenfalls die Schlange hochhält. Die Zuweisung des<br />

Modells an Fanelli erfolgte zuerst in den 1980er-Jahren<br />

durch Charles Avery und Anthony Ratcliffe, nach<br />

dem Gussexemplar in der Sammlung Baron Hatvany.<br />

Dabei wurde ein Zusammenhang mit einer Zeichnung<br />

mit Darstellung eines Brunnens mit der Herkulesfigur<br />

gesehen, abgebildet in „Varie Architecture“ von 1661,<br />

in Bezug auf Königin Henrietta-Marias Palast in Wimbledon,<br />

begonnen 1639. Exemplare befinden sich im<br />

Kunsthistorischen Museum, Wien, im Louvre (Inv.Nr.<br />

33540); ein ähnliches im Ashmolean Museum, Oxford.<br />

A.R.<br />

FRANCESCO FANELLI,<br />

1577 FLORENCE – CA. 1663 PARIS, ATTRIBUTED<br />

THE INFANT HERCULES STRANGLING SERPENTS<br />

Bronze casting with black patina.<br />

Height: 23 cm.<br />

Width: 13 cm.<br />

Total height incl. wooden base: 31 cm.<br />

On round plinth.<br />

The discovery of the ancient marble group of Laocoon,<br />

which also holds up the serpent, undoubtedly<br />

inspired the present design. The model was first<br />

attributed to Fanelli by Charles Avery and Anthony<br />

Ratcliffe in the 1980s, based on the casting held at the<br />

Baron Hatvany collection. A connection was seen<br />

with a drawing depicting a fountain with the figure<br />

of Hercules, shown in Varie Architecture from 1661,<br />

in reference to Queen Henrietta-Maria´s palace in<br />

Wimbledon, commenced in 1639. Examples are held<br />

at the Kunsthistorisches Museum in Vienna, at the<br />

Louvre (inv. 33540) in Paris and a similar example at<br />

the Ashmolean Museum, Oxford.<br />

€ 18.000 - € 22.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Varie Architekture, Francesco Fanelli, florentinischer<br />

Bildhauer des Königs von Großbritannien, ca. 1620-<br />

1665, mit einundzwanzig Tafeln gestochen von William<br />

Faithorne, in Paris 1661.<br />

Franca Franchini Guelfi, Fanelli Francesco, in:<br />

Dizionario Biografico degli Italiani, Bd. 44, 1994.<br />

(1391432) (11)<br />

zum Größenvergleich<br />

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105<br />

WILLEM VAN DEN BROECK,<br />

1530 – 1579/80<br />

ANATOMISCHE BRONZE-STANDFIGUR<br />

DES HERKULES<br />

Höhe: 45 cm.<br />

Gesamthöhe inkl. Holzsockel: 53 cm.<br />

Bronzeguss, dunkle Patina. Auf runder, mitgegossener<br />

Plinthe, mit angewinkeltem rechten Bein an einem<br />

Baumstumpf, über den das Fell des Nemeischen Löwen,<br />

den er besiegt hatte, mit Löwenhaupt gelegt ist.<br />

Ein Teil des Fells mit Pfote zieht am linken Bein zum<br />

Boden.<br />

Der Kopf gesenkt, der Körper zeigt die Muskulatur<br />

offen, ein manieristischer Effekt, der dem Interesse<br />

an medizinisch-biologischen Erkenntnissen des 15.<br />

und 16. Jahrhunderts entspricht, seit Künstler wie<br />

Michelangelo oder Leonardo sich heimlich in Leichenhäusern<br />

der Anatomie gewidmet hatten.<br />

Die Figur entspricht weiteren Ausführungen, so etwa<br />

in Terrakotta, wie ein Exemplar im Kunsthistorischen<br />

Museum, Wien zeigt.<br />

Der Bildhauer ist zudem bekannt u. a. für drei Statuen<br />

in der Liebfrauenkathedrale in Antwerpen, wo er 1557<br />

bereits Freimeister der Lukasgilde wurde. Ein Alabaster-Relief,<br />

„Kalvarienberg“, befindet sich im Louvre,<br />

ein „Garten Eden“ in Brüssel.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Broeck, Guillaume van den, in: Allgemeines<br />

Künstlerlexikon. Die Bildenden Künstler aller Zeiten<br />

und Völker (AKL). Bd 14, München u. a. 1996.<br />

(1390213) (11)<br />

WILLEM VAN DEN BROECK,<br />

1530 – 1579/80<br />

ANATOMICAL STANDING BRONZE SCULPTURE<br />

OF HERCULES<br />

Height: 45 cm.<br />

Total height incl. wooden base: 53 cm.<br />

Bronze casting with dark patina.<br />

On a round, cast-in plinth. Hercules´ right leg bent on<br />

a tree stump, over which the skin of the “Nemean<br />

lion”, which he had defeated, is laid with the lion´s<br />

head. The figure corresponds to other versions, for<br />

example in terracotta, as an example held at the Kunsthistorisches<br />

Museum in Vienna shows. Among other<br />

things, the sculptor is also known for three statues in<br />

the Cathedral of Our Lady in Antwerp, where he became<br />

a free master of the Guild of Saint Luke in 1557.<br />

An alabaster relief, Calvary, is held at the Louvre and<br />

a Garden of Eden in Brussels.<br />

€ 18.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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106<br />

ENTFÄLLT<br />

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107<br />

BEDEUTENDES, MUSEALES KÄSTCHEN,<br />

COFANETTO DES 16. JAHRHUNDERTS, FERRARA<br />

Höhe: 11 cm.<br />

Breite: 16 cm.<br />

Tiefe: 11 cm.<br />

Auf dem Boden alte Inv.-Stempelnummer „76702“.<br />

Ferrara, um 1520/50.<br />

Rechteckiges Deckelkästchen auf gequetschten<br />

Füßen, mit leicht vorstehendem Bodenprofil und<br />

Deckelrand, allseitig dekoriert in Pastigliotechnik auf<br />

Holz. Deckel mit rundstabförmigem umziehenden<br />

Früchtekranz und zentralem hochstehenden Knauf.<br />

An den Wandungen Reliefszenen antiker und biblischer<br />

Themen. An den Ecken Flachpilaster im Stil der<br />

Frührenaissance. Die Reliefauflagen beige-grau vor<br />

Blattgold-Hintergrund mit schöner Alterspatina in sehr<br />

guter Erhaltung. Im Inneren reliefierte Buntpapier-<br />

Auskleidung, teilweise verlustig. An der Vorderseite<br />

eiserner Druckknopf zur Sprungfederöffnung. Die Szenen<br />

entsprechen den in der Zeit üblichen Themen der<br />

„Bottega dei temi morali e amorosi“. Die Frontszene<br />

zeigt im Zentrum den biblischen Helden David, der<br />

aus der Schlacht mit dem Haupt Goliaths zurückkehrt,<br />

daneben Musikantinnen vor einer Stadt mit Türmen,<br />

entsprechend dem Bibeltext der Jubelgesänge aus<br />

dem Buch Samuel (I, 17, 54 ff.), sowie links der Prophet<br />

zwischen geharnischten Kriegern. Die Szene auf<br />

der rechten Schmalseite zeigt zwei Silene, die eine<br />

nackte liegende Nymphe belauschen. Nach De Winter<br />

geht die Darstellung auf ein Bronzemedaillon von<br />

Pseudo-Fra Antonio di Brescia zurück.<br />

Die Rückseite zeigt die griechische Szene Abschied<br />

des Aeneas von Dido, den Trojanischen Krieg betreffend.<br />

Die Darstellungen lassen sich vergleichen mit<br />

ähnlichen Szenen, wie wir sie auf weiteren in Museen<br />

befindlichen Kästchen finden, wie etwa im Museo<br />

Diocesano di Milano etc. A.R.<br />

Literatur:<br />

Das Kästchen mehrfach abgebildet in:<br />

Claudio Bertolotto, Cofanetti in pastiglia dei Rinascimento,<br />

(Pastiglia Boxes of the Renaissance),<br />

Preziose custodie di segreti perduti, Turin 2021,<br />

S.118-125 mit Abb. (13908173) (11)<br />

IMPORTANT CASKET OF MUSEUM-QUALITY,<br />

CONFANETTO OF THE 16TH CENTURY, FERRARA<br />

Height: 11 cm.<br />

Width: 16 cm.<br />

Depth: 11 cm.<br />

Old inventory stamp “76702” on underside.<br />

Ferrara, ca. 1520/50.<br />

Literature:<br />

The casket is illustrated several times in: C. Bertolotto,<br />

Cofanetti in pastiglia del Rinascimento, (Pastiglia<br />

Boxes of the Renaissance), Preziose custodie di<br />

segreti perduti, Edition Umberto Allemandi 2000,<br />

ill. pp. 118 - 125.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

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108<br />

FIGUR EINES ELEFANTEN<br />

37 x 55,5 x 13 cm.<br />

Italien, 16. Jahrhundert.<br />

Auf sekundärem rechteckigen Eisensockel. In weißem<br />

Marmor gearbeitete, nach rechts gerichtete Skulptur<br />

en relief, einen Elefanten darstellend mit ausgestellten,<br />

fantasievoll-gearbeiteten fischflossenähnlichen<br />

Ohren, Stoßzähnen und herabgleitendem Rüssel.<br />

Wenige Witterungssp.<br />

(13622412) (13)<br />

ELEPHANT SCULPTURE<br />

37 x 55.5 x 13 cm.<br />

Italy, 16th century.<br />

€ 22.000 - € 30.000<br />

Sistrix<br />

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109<br />

RELIEF MIT PUTTO UND SCHWAN<br />

Durchmesser: 22,5 cm.<br />

Frankreich, 16./17. Jahrhundert.<br />

In profiliertem ebonisiertem Rahmen, ein den Raum<br />

ausfüllender Schwan, von einem Putto mit Pfeil beritten.<br />

(1362248) (13)<br />

€ 3.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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110<br />

FIGUR DES PAN<br />

88 x 56 x 43 cm.<br />

Frankreich, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

In Terrakotta gearbeitete interessante Figur eines<br />

knieenden Pan auf naturalistisch gebildetem Rundsockel.<br />

Während seine eine Hand auf einer Brust liegt,<br />

hält die andere die Flöte, sein Blick zieht darüber<br />

hinweg. In der Vorbesitzertradition wurde die Figur<br />

Clodion zugeschrieben.<br />

(13622415) (13)<br />

PAN SCULPTURE<br />

88 x 56 x 43 cm.<br />

France, 18th/ 19th century.<br />

€ 8.000 - € 12.000<br />

Sistrix<br />

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165


111<br />

GUILLAUME BOICHOT,<br />

1735 CHALON-SUR-SAÔNE – 1814 PARIS, ZUG.<br />

BÜSTE DER CERES, UM 1770 - 1780<br />

67 x 60 x 23,2 cm.<br />

Beigegeben ein Gutachten von François Souchal, in<br />

Kopie.<br />

Büste aus weißem Marmor. Auf doppelkonischer<br />

dunkelgrauer Basis die reich gefältete Büste mit nach<br />

links gerichtetem Blick, zentraler Blüte im Haar und<br />

Blattbekränzung.<br />

(1341831) (13)<br />

GUILLAUME BOICHOT,<br />

1735 CHALON-SUR-SAÔNE – 1814 PARIS,<br />

ATTRIBUTED<br />

BUST OF CERES, CA. 1770 - 1780<br />

67 x 60 x 23.2 cm.<br />

Accompanied by an expert´s report by François<br />

Souchal, in copy.<br />

€ 20.000 - € 40.000<br />

Sistrix<br />

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167


112<br />

DARSTELLUNG EINES MANNES UND<br />

EINER FRAU<br />

Ca. 52 x 50 cm.<br />

Österreich, 17. Jahrhundert oder später.<br />

In Bronze gegossen und patiniert. Vermutlich ehemals<br />

als Gesimsfiguren eines Portals fungierend sitzen die<br />

hier angebotenen Figuren nun auf sekundären ebonisierten<br />

Sammlungssockeln und kontrastieren nun<br />

erheblich durch die fein gegossenen Stoffe und Untergründe<br />

mit der Basis. Als Gegenstücke konzipiert ist<br />

links eine sitzende Frau zu sehen in einem lockeren<br />

antikisierendem Kleid, dessen Materialverständnis<br />

durch den Kontrast mit den Perlenketten und der aufwändigen<br />

Steckfrisur, die ebenfalls von Perlenketten<br />

geschmückt wird hervorgehoben wird. Das männliche<br />

Gegenstück hingegen ist geharnischt und vielleicht<br />

als Alexander der Große zu identifizieren, der oft<br />

herhalten musste, wenn es darum ging die Überhöhung<br />

der Bedeutung eines Besitzers herbeizuführen.<br />

(1362241) (13)<br />

DEPICTION OF A MAN AND<br />

A WOMAN<br />

Ca. 52 x 50 cm.<br />

Austria, 17th century or later.<br />

Bronze cast and patinated.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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169


113<br />

GROSSE BRONZEFIGUR DES APOLLO<br />

Höhe: 61 cm.<br />

Gesamthöhe inkl. Sockel: 69 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Standfigur im Kontrapost, unbekleidet, entsprechend<br />

den antiken Vorbildern, neben einem Baumstumpf,<br />

daran angelegt die linke Hand, die den Bogen hält, der<br />

nur mit dem Mittelstück angedeutet ist. Die linke<br />

Hand über den Kopf gelegt, in der antik vorgegebenen<br />

Geste. Die Gesichtszüge den Vorbildern gemäß<br />

betont feminin.<br />

Die Gestaltung der Figur angelehnt an die griechischen<br />

und römischen Beispiele des „Kitharophoros“,<br />

hier jedoch mit dem Bogen des „Apollo als Bogenschütze<br />

ins Weite“.<br />

Ausführung in hoher bildhauerischer Qualität, feiner<br />

Guss, poliert und schwarz patiniert. Anstelle einer<br />

Plinthe auf einer Holzbasis montiert. A.R.<br />

LARGE BRONZE FIGURE OF APOLLO<br />

Height: 61 cm.<br />

Total height incl. base: 69 cm.<br />

France, 18th century.<br />

The execution is of high sculptural quality. Finely<br />

cast; polished and with black patina (lacquer patina).<br />

Mounted on a wooden base instead of a plinth.<br />

€ 18.000 - € 24.000<br />

Sistrix<br />

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Literatur:<br />

Alexander Rauch, Gestensprache in der Kunst.<br />

Von der Antike bis zur Neuzeit, Heidelberg 2022.<br />

(1391001) (1) (11)<br />

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114<br />

KYBELE ALS HERRIN DER TIERE<br />

Höhe: 37 cm.<br />

Länge: 50 cm.<br />

Reichsstempel nach 1888, 800er Feingehalt,<br />

Meister zeichen am Standring: SR (Simon Hermann<br />

Rosenau (1861-1943)).<br />

Bad Kissingen, um 1900.<br />

Beigegeben ein CITES-Dokument vom 17.10.2023.<br />

Silber, gegossen, ziseliert, Elfenbein geschnitzt,<br />

Schmucksteine. Auf textil tapeziertem Unterbau<br />

Darstellung der Kybele auf ihrem von Löwen gezogenen<br />

Triumphwagen, während der Triumphwagen des<br />

Dionysos von Tigern oder Panthern gezogen werden<br />

würde. Kybele wird im Heranfahren gezeigt, denn sie<br />

stammt in ihren Ursprüngen aus Anatolien und wurde<br />

von den Griechen als fremde Göttin adaptiert.<br />

Anmerkung:<br />

Vgl. Rosenau war ein jüdischer Goldschmied aus alteingesessener<br />

Familie in Bad Kissingen mit Zweigstelle<br />

in München und seit 1920 Hofgoldschmied.<br />

(1370341) (13)<br />

CYBELE AS MISTRESS OF ANIMALS<br />

Height: 37 cm.<br />

Length: 50 cm.<br />

Imperial stamp after 1888, 800 silver, maker´s mark<br />

on foot rim: SR (Simon Hermann Rosenau (1861-1943).<br />

Bad Kissingen, ca. 1900.<br />

Accompanied by a CITES document, dated<br />

17.10.2023.<br />

Silver; cast, chased, carved ivory and gemstones.<br />

Notes:<br />

Rosenau was a Jewish goldsmith from a longestablished<br />

family in Bad Kissingen with a branch<br />

in Munich and from 1920 onwards court goldsmith.<br />

€ 50.000 - € 60.000<br />

Sistrix<br />

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173


115<br />

ALLEGORISCHE MARMORFIGURENGRUPPE<br />

„GESCHICHTSSCHREIBUNG“<br />

Höhe: 32 cm.<br />

Breite: 53 cm.<br />

Tiefe: 8 cm.<br />

Holzsockel: 59 x 14 cm.<br />

Frankreich, 18. Jahrhundert.<br />

Weißer Marmor. Zwei weibliche Gestalten, antik gekleidet,<br />

auf bzw. an Büchern sitzend, einander zugewandt.<br />

Eine der jungen Frauen hält einen Schreibgriffel<br />

über ein geöffnetes Heft, die linke Hand auf einen<br />

Bücherstapel gestützt.<br />

(1351239) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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177


116<br />

FERDINAND BARBEDIENNE,<br />

1810 – 1892<br />

Barbedienne gründete 1839 Frankreichs berühmteste<br />

und produktivste Gießerei. Er erfand ein neuartiges<br />

Verfahren zur Reduktion von <strong>Skulpturen</strong> und fertigte<br />

Metallmöbel und kunstgewerbliche Objekte.<br />

PAAR RELIEFS MIT ANTIKEN FIGUREN<br />

Jeweils 45 x 11,5 x 0,5 cm.<br />

Jeweils auf dem Sockel signiert.<br />

Mit einer Hängeöse versehen.<br />

Bronze, gegossen, patiniert. Auf gestreckt hochrechteckigem<br />

Bildfeld jeweils eine stehende, antikisierend<br />

gekleidete Frauenfigur.<br />

(1381556) (4) (13)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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117<br />

GOTISCHER HENKELMÖRSER<br />

Höhe: 16,5 cm.<br />

Pistill: 25 cm.<br />

Frankreich, 15. Jahrhundert.<br />

Schlanke Form, nach oben sich zur vortretenden Lippe<br />

weitend, vierfach am Boden vortretende Nasen, die<br />

als Grate hochziehen. Kantiger Henkel. Dazu Pistill<br />

mit kleinem Zwischenring am Schaft und offenem<br />

Griff. Dunkelbraune Alterspatina.<br />

(13906037) (11)<br />

€ 1.600 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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118<br />

SERPENTIN-SCHALE IN FORM EINER ANTIKEN<br />

WANNE<br />

Höhe: 10 cm.<br />

Länge: 29 cm.<br />

Rom, um 1830.<br />

Dunkelgrüner, gesprenkelter Serpentinstein. Schmal<br />

längsziehend, auf vier prominenten Löwentatzen,<br />

mit zwei Schlangen an beiden Längsseiten, die<br />

Schlangenköpfe über den Rand nach innen gelegt.<br />

(1390951) (1) (11)<br />

€ 1.800 - € 2.400<br />

Sistrix<br />

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119<br />

BRONZESTATUETTE: KRIEGSGOTT MARS<br />

Gesamthöhe 34,5 cm.<br />

Gesockelt: eingezogener runder Schiefersockel über<br />

quadratischer Basis.<br />

In Gestalt eines Schwertkämpfers mit links erhobenem<br />

ovalem Schild, der rechte Arm nahe am Körper<br />

herabhängend, in der Hand der Schwertknauf (Klinge<br />

fehlt). Im Kontrapost auf mitgegossener runder Plinthe.<br />

Schöne dunkle, leuchtende Lackpatina, wie sie für<br />

französische und flämische Bronzen des 17. Jahrhunderts<br />

üblich ist.<br />

(13512329) (11)<br />

€ 1.500 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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120<br />

ANNA SELBDRITT<br />

Höhe: 59 cm.<br />

Flämisch.<br />

Dreiviertelrund in Eiche geschnitzt. Über mitgeschnitztem<br />

gekanteten und profiliertem Sockel die auf einem<br />

gotischen Sitzmöbel thronende Anna in langer Gewandung<br />

mit stark ausgeprägten Parallelfalten. Vor<br />

ihr die sitzende Mutter Gottes als Maria Lactans das<br />

auf ihrem Schoß sitzende Jesuskind säugend. Min.<br />

besch.<br />

(1350582) (13)<br />

€ 3.000 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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179


121<br />

MUSEALES KLEINES ÖLKÄSTCHEN<br />

DES 14. JAHRHUNDERTS<br />

Höhe: 7,5 cm.<br />

Breite: 8,5 cm.<br />

Tiefe: 5 cm.<br />

Frankreich, 14. Jahrhundert.<br />

Rechteckform mit Giebeldach sowie niedrigem, umziehenden<br />

Zinnenkranz; Dachflächen graviert mit<br />

Ziegelmotiv, an den Schmalseiten des Daches in<br />

Dreiecksfeldern eingravierte Blattmotive. Ober- und<br />

Unterkanten mit Profilen umzogen. An der Längsvorderseite<br />

kleine Lochung und Rest eines Schließmechanismus,<br />

verso Scharniere.<br />

Kupfer-Messinglegierung mit schöner Alterspatina.<br />

Innen beigelegt: alter Zettel mit Aufdruck ehemaliger<br />

Auktion bei Drouot, Paris 1902, mit Katalogbeschreibung<br />

sowie handschriftlichen Vermerken.<br />

Provenienz:<br />

Laut Zettel „Collection du Doct. L. de Saint Germain<br />

/ Vente Hótel Drouot, Salle No 6, le 29. Mai 1902“.<br />

(1390955) (1) (11)<br />

€ 2.600 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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122<br />

GROSSE BEMALTE EISENTRUHE<br />

Höhe: 45 cm.<br />

Breite: 82 cm.<br />

Tiefe: 46 cm.<br />

Anfang 18. Jahrhundert.<br />

Rechteckige Eisentruhe mit polychromem Dekor.<br />

Reiche, umlaufende Bänderung mit großen und<br />

kleinen, halbkugeligen Nieten, seitlich Tragehenkel.<br />

Schlosseinführung in der Mitte des Flachdeckels.<br />

An der Front zwei Scharnierschlösser ohne Schließe<br />

sowie ein Schloss mit einer durchbrochenen Sternblütenzier.<br />

Bemalung mit roten und weißen Blüten,<br />

Kreuzbänder, Marine und Landschaften sowie Blattgirlande.<br />

Bemalung altersbedingt berieben.<br />

(13910411) (19)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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123<br />

KONVOLUT VON 7 EISENSCHLÜSSELN<br />

UND EINEM VORHÄNGESCHLOSS<br />

Schlüssel Durchmesser minimal: 4,5 cm.<br />

Maximale Breite: 16 cm. Schloss: 20 cm.<br />

Z. T. in aufwendiger Kunstschmiedearbeit, ein<br />

Eisenschnitt und aus unterschiedlichen Epochen.<br />

(13915811) (11)<br />

€ 900 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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124<br />

FRÜHES, ÄUSSERST SELTENES HANDWERKER-<br />

SCHILD EINER KUNSTSCHLOSSER-WERKSTATT<br />

Höhe: 34 cm.<br />

Breite: 27 cm.<br />

Wohl Frankreich, 16./17. Jahrhundert.<br />

In Form eines Wappenschildes, in Eisen geschmiedet,<br />

mit Randwulst. Darauf angenietet fünf Schlüssel-<br />

Beispiele sowie zwei Eisenkessel mit Henkel.<br />

An den Ecken und oben mittig Lochungen der ehemaligen<br />

Anbringung an der Werkstatttüre oder am Haus.<br />

(1390957) (1) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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125<br />

GROSSE EISENTRUHE<br />

Höhe: 41 cm.<br />

Breite: 76 cm.<br />

Tiefe: 41 cm.<br />

Erste Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Rechteckiger Korpus, die Kurzseiten mit gegossenen<br />

schwingbaren Eisenhenkeln. Allseitig durch Eisenbanddekor<br />

umzogen und mit kleinen Flachkopfnieten,<br />

diese auf der Deckplatte in größerem Format wiederfindend.<br />

Frontschloss mit einer durchbrochenen<br />

Sternblütenzier, zusätzliche Außenriegel. Schloss oben<br />

im Deckel. Schlüssel vorhanden. Kleines Loch auf der<br />

Rückseite.<br />

(1391049) (19)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

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181


126<br />

GROSSE EISENTRUHE<br />

Höhe: 50 cm.<br />

Breite: 103 cm.<br />

Tiefe: 56 cm.<br />

17./ 18. Jahrhundert.<br />

Rechteckkasten. Mit reicher, überlappender Bänderung<br />

mit großen, halbkugeligen Nieten. Großer, in<br />

durchbrochenem Akanthusblattdekor geschmiedeter<br />

Schlüsselbeschlag. An der Front ein Scheinschloss,<br />

seitlich zwei weitere Schlempenverriegelungen und<br />

Schlempen. Schlüsseleinführung in der Mitte der<br />

Oberseite unter beweglicher Abdeckung. Seitlich<br />

Tragehenkel. Schlüssel vorhanden.<br />

(13910410) (19)<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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183


127<br />

HOCHZEITSTRUHE<br />

70 x 112 x 60 cm.<br />

Beschriftet: IA ES 1725.<br />

Niederlande, um 1725.<br />

Korpus in Eiche mit geschmiedeten Rankenbeschlägen.<br />

Über Kufenfüßen ruhender konisch auslaufender<br />

Korpus mit Stülpscharnierdeckel, drei Fallriegeln und<br />

reichem ornamentalen geschmiedeten Dekor. Deckelseitige<br />

Zierblüten.<br />

(1391721) (13)<br />

€ 2.500 - € 3.500<br />

Sistrix<br />

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128<br />

GROSSE MUSEALE ITALIENISCHE<br />

RENAISSANCE-TRUHE<br />

Höhe: 66 cm.<br />

Breite: 170 cm.<br />

Tiefe: 54 cm.<br />

Wohl Venedig, um 1550.<br />

Nussholz, die Teile massiv. Längsrechteckiger Truhenkasten<br />

mit geradem Flachdeckel, der leicht übersteht.<br />

Eiserne Tragehenkel an schlichten Seitenwänden. Die<br />

Front durch Kassetten dreifach gegliedert und höchst<br />

aufwendig geschnitzt. Seitlich kräftige Pilaster, im<br />

Hochrelief nahezu vollplastisch beschnitzt mit Fruchtgehängen<br />

unterhalb von Löwenköpfen. Die Kassetten<br />

von Blattranken umzogen, darin je eine Rollwerkkartusche<br />

mit weiblicher und männlicher Flussgottheit mit<br />

Vase, in der mittleren Wappenkartusche ein Segelschiff.<br />

Entsprechendes vertieft geschnitztes Wappen<br />

auf dem Deckel. Kräftiges Bodenprofil mit Hängeblattrelief.<br />

Reste von ehemaliger Vergoldung in den Profilen.<br />

Die Wappen mit Schiffssymbolen sowie die Flussgötter<br />

verweisen auf den Zusammenhang mit einer<br />

italienischen Seehafenstadt, wie etwa Venedig oder<br />

Genua.<br />

(1391731) (11)<br />

€ 5.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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185


129<br />

VENEZIANISCHE HOCHZEITSTRUHE<br />

74 x 196 x 79 cm.<br />

Venezien, um 1580.<br />

In Zedernholz gefertigtes Festtagsmöbel. Über rechteckigem<br />

Grund der kastenförmige Korpus mit Scharnierstülpdeckel,<br />

seitliche Tragehandhaben. Boden- und<br />

Gesims durch Profilbänder abgesetzt. Schauseitig<br />

dreifach durch liegende Rumpelleistenkartuschen<br />

gegliedert, die mit figürlichen Szenen über Reliefsteinelungen<br />

unter Zuhilfenahme von Tuschkonturierungen<br />

gestaltet sind und mit stehenden Relieffiguren alternieren.<br />

Engelsfiguren überfangen die Kartuschen. Der<br />

Deckel mit ähnlicher Gestaltung jedoch mit starkem<br />

Berieb der Innenzeichnung.<br />

(1391722) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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130<br />

SÜDTIROLER REISETRUHE<br />

34 x 84 x 44,5 cm.<br />

Norditalien, um 1630.<br />

In Zedernholz gefertigter Korpus in Kastenform über<br />

rechteckigem Grund mit nach oben und unten abschließenden<br />

Profilbändern. Schauseitige Profilkartuschen<br />

mit reliefierten teils Tuschschattierten Szenen.<br />

Scharnierdeckel. Seitlich ansetztende gegossene<br />

Handhaben.<br />

(1391723) (13)<br />

€ 1.800 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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131<br />

HOLZSCHATULLE DES 17. JAHRHUNDERTS<br />

Höhe: 13 cm.<br />

Breite: 38 cm.<br />

Tiefe: 22 cm.<br />

Norditalien, Anfang 17. Jahrhundert.<br />

Mit selten schönen Bildmotiven. Rechteckkasten in<br />

Nussholz, mit seitlich überstehendem Flachdeckel.<br />

Möglicherweise Hochzeitskästchen. An drei Seiten<br />

virtuos gezeichnete figürliche Darstellungen: An der<br />

Front spiegelgleich eine liegende Diana mit Amorknäblein,<br />

dazwischen Wappen unter dem Schlüsselbeschlag.<br />

Deckeloberseite mit Wappen (altersbedingt<br />

berieben). Deckelinnenseite mit großem Bildfeld: mit<br />

Lorbeer bekränzter Orpheus mit Geige zwischen<br />

Bäumen, Tieren, wie Löwe, Panther, Kaninchen und<br />

Einhorn. Einbau von drei abgedeckelten Fächern mit<br />

darunterliegenden Geheimschüben (zwei fehlen) ebenfalls<br />

reich figürlich und floral dekoriert. Die Bildfelder<br />

z. T. durch Prägetechnik bereichert. Auf sämtlichen<br />

Wandungen und am Boden Brandstempel „DW“.<br />

Frontschloss eingebaut, Schlüssel vorhanden.<br />

(1391724) (11)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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132<br />

KLEINE KASSETONE<br />

36 x 64,5 x 29,5 cm.<br />

Venezien, um 1540.<br />

Auf Löwentatzenfüßen, leicht konischer Korpus mit<br />

profilierter Sockelzone und kartuschierter Schauseite.<br />

Rechteckige Kartuschen an den Seiten, flankiert von<br />

geschnitzten Hermen, leicht erhabener Scharnierstülpdeckel<br />

mit ornamental betontem Mittelwulst.<br />

(1391725) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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187


133<br />

BRONZEGRUPPE – WILDSCHWEINJAGD<br />

Maße des größten Tieres:<br />

Höhe des Keilers: 21 cm.<br />

Länge: 31 cm.<br />

Maße der Hunde:<br />

Höhe: 11 cm.<br />

Länge: max. 28 cm.<br />

Sockelhöhe: 11 cm.<br />

Breite 45 cm.<br />

Tiefe: 41 cm.<br />

Deutschland oder Italien, 17. Jahrhundert. Sockel wohl<br />

Anfang 19. Jahrhundert.<br />

In seltener Weise ist die Gruppe in gesonderter<br />

Ausführung der einzelnen Tiere dargestellt. Ein Wildschweinkeiler<br />

wird von drei Jagdhunden attackiert.<br />

Einer der Hunde bereits auf dem Rücken des Wildschweines,<br />

die beiden weiteren in Angriffshaltung<br />

gezeigt, können auf dem separat gefertigten Messingsockel<br />

in Variation aufgestellt werden. Die Tiere in<br />

schwarz patinierter Bronze. Der nahezu quadratische<br />

Sockel vergoldet, an drei Seiten vertiefte Längsfelder,<br />

darin Blattbandornamentik, darüber kräftiger Perlstab<br />

an Hohlkehle; die Rückseite glatt.<br />

Ein Fuß eines Hundes fehlt (nicht augenfällig).<br />

(1351231) (11)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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134<br />

MARMORBÜSTE EINES KNÄBLEINS<br />

MIT BLÜTENKRANZ<br />

Höhe: 39 cm.<br />

Italien, 18. Jahrhundert.<br />

Weißer Carrara-Marmor, auf separat gefertigtem Vierkantsockel<br />

mit seitlichen Einziehungen. Die Gesamtauffassung<br />

reflektiert die Büstentradition der Antike.<br />

So ist der Oberkörper unbekleidet gezeigt, lediglich<br />

ein Tuch wird durch einen Riemen und eine Agraffe<br />

über der Schulter gehalten. Der Kopf stark nach vorne,<br />

der Blick nach unten gerichtet. Dies zeigt, dass<br />

die Büste für einen höheren Aufstellungsstandort geschaffen<br />

wurde.<br />

(13512311) (11)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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135<br />

WILDSCHWEINHATZ<br />

23 x 37 x 18 cm.<br />

Deutschland, Ende 18. Jahrhundert.<br />

Bronze, gegossen, mittelbraun patiniert. Über ebonisiertem,<br />

mit ornamental gesetzten Messingbändern<br />

akzentuierten Holzsockel mit abschließenden Profilen<br />

eine Bronzegruppe. Auf einer rechteckigen, aus fünf<br />

Teilstücken zusammengewirkten Basis mit stilisierter<br />

vegetabiler Oberfläche, eine Gruppe mit einem zentralen<br />

Wildschwein und drei Jagdhunden, die es zu<br />

reißen drohen, sowie zwei Jagdleuten mit ihren Taschen,<br />

einer derselben ist noch mit einem Speer<br />

bewaffnet.<br />

(1390333) (13)<br />

BOAR HUNT<br />

23 x 37 x 18 cm.<br />

Germany, end of the 18th century..<br />

Bronze; cast with mid-brown patina.<br />

€ 15.000 - € 20.000<br />

Sistrix<br />

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189


136<br />

GIUSTO LE COURT,<br />

UM 1627 – UM 1679, ZUG.<br />

MARMORRELIEF MIT WEIBLICHEM KOPFBILDNIS<br />

31 x 24 cm.<br />

Carrara-Marmor. Der flämisch-gebürtige Bildhauer,<br />

auch Josse le Corte genannt, ist als in Italien tätig<br />

bekannt geworden, vor allem im Veneto. Zu seinen<br />

Hauptwerken zählen neben weiteren Werken die<br />

Figurengruppen am Altar der Basilika Santa Maria<br />

della Salute in Venedig, die Standfigur des Antonio<br />

Barbaro an der Fassade von Santa Maria del Giglio<br />

oder die Grabdenkmäler in der Basilika auf dem<br />

Monte Berico in Vicenza.<br />

Das Relief, in hoher Bildhauerqualität, geht nahezu ins<br />

Hochrelief über. Es zeigt den nach rechts gerichteten<br />

Kopf einer jungen Frau mit Zackenkrone, Perlen und<br />

Stirnschmuck. Am Oberrand die fragmentarische Aufschrift<br />

„SABEA“. Laut Tradition der Vorbesitzer wird<br />

die biblische Gestalt von Batseba, Gattin König Davids<br />

und Mutter des Salomon, angenommen. Die linke<br />

obere Ecke der Relieftafel zeigt sich jedoch als ehemals<br />

gebrochen und restauriert, weshalb die Namensbezeichnung<br />

nicht vollständig und eindeutig ist.<br />

Rechte untere Ecke besch. A.R.<br />

(1351234) (11)<br />

€ 4.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich<br />

137<br />

KOPF EINES MANNES<br />

53 x 27 x 24 cm.<br />

Frankreich, 12. Jahrhundert.<br />

Über kubischem gestuften Marmorsockel montiert<br />

ein in Stein geschlagener Kopf mit symmetrischer gewellter<br />

Haartracht und nach vorne gerichtetem Blick.<br />

Stark bestoßen. Scheinbar mit Resten einer polychromen<br />

Fassung.<br />

(1351238) (13)<br />

€ 2.800 - € 4.500<br />

Sistrix<br />

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138<br />

BÜSTE EINES BÄRTIGEN MANNES<br />

51 x 41 x 22 cm.<br />

Italien, 16. Jahrhundert.<br />

139<br />

JUNGFRAU AUS EINER VERKÜNDIGUNGSSZENE<br />

In hellem Stein gearbeitete Büste eines nach links<br />

blickenden Mannes mit stark plastisch ausgearbeitetem<br />

Bart, dessen Strähnen sich rankengleich als<br />

verflochtene Wülste ausbilden. Rest.<br />

(13512312) (13)<br />

€ 3.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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60 x 27 x 32 cm.<br />

Lothringen, 14. Jahrhundert.<br />

In Kalkstein gearbeitete Dreiviertelfigur der knienden<br />

Maria mit Krone und zum Gebet zusammengeführten<br />

Händen sowie einem Kleid mit Parallelfalten und<br />

geschnürtem Mieder. Minimal besch. Witterungssp..<br />

(1351235) (13)<br />

€ 3.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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140<br />

SITZENDER PUTTO<br />

50 x 37 x 28 cm.<br />

Flämisch, 17. Jahrhundert.<br />

In weißem Marmor gearbeitete Ganzkörperfigur eines<br />

unbekleideten Puttos mit übergeworfenem Textil auf<br />

einem schroffen Felsen sitzend. Die Haare hinten zu<br />

einem Zopf gebunden, eine Haarlocke auf die Stirn<br />

fallend. Minimal rest., besch.<br />

(13512321) (13)<br />

€ 2.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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191


141<br />

CHRISTIAN DANIEL RAUCH,<br />

1777 AROLSEN – 1857 DRESDEN, WERKSTATT/<br />

NACHFOLGE<br />

MARMORKOPF: GOETHE<br />

Gesamthöhe inkl. schwarzem Steinsockel: 26 cm.<br />

Nach 1822.<br />

19. Jahrhundert.<br />

Weißer Marmor, Halsansatz abgeschrägt.<br />

Nach dem berühmt gewordenen Goethe-Bildnis von<br />

Christian Daniel Rauch wohl in dessen Werkstatt ausgeführter<br />

Kopf mit gekantetem Ansatz auf schwarzer<br />

Steinbasis montiert.<br />

(13905815) (11)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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zum Größenvergleich


142<br />

GIOVANNI BONAZZA,<br />

1654 VENEDIG – 1736 PADUA, ZUG.<br />

PHILOSOPH HERAKLIT VON EPHESOS<br />

Höhe: 85 cm.<br />

Breite: 48 cm.<br />

Tiefe: 23 cm.<br />

Aus weißem Marmor angefertigte Büste, die den vorsokratischen<br />

Philosophen Heraklit darstellt. Barbusig,<br />

aber in ein kunstvolles Tuch gehüllt, das mit einem<br />

Band über der Schulter und in der Mitte der Brust<br />

geschlossen wird. Der Philosoph mit nach rechts gedrehtem<br />

Kopf und Blick nach unten dargestellt. Die<br />

Gesichtszüge sowie die Details des Bartes und der<br />

Kleidung lassen auf eine starke Emotionalität des Dargestellten<br />

schließen. Dieses Merkmal spricht für die<br />

Zuschreibung an Bonazza, der sowohl die Emotionalität<br />

als auch die Bewegung und die muskuläre Torsion<br />

seiner Dargestellten hervorhebt.<br />

Zum Vergleich dienen der „Heiliger Andreas“ (Corpus<br />

Domini Kirche, Padua), der „Christus“ aus dem Thun<br />

Schloss (Ton, Trient), der „Christus mit Dornenkrone“<br />

(The Barber Institute of Fine Arts, Birmingham) von<br />

Giovanni Bonazza sowie ein „Heraklit“ von Orazio Marinali<br />

(Musei Civici, Padua). Sowohl in der Anlage der<br />

Skulptur, der Neigung des Kopfes, der Modellierung<br />

des Gesichtes und der Haare als auch in der Oberflächenbearbeitung<br />

ähnelt die Skulptur den genannten<br />

Figuren, die eine deutliche Stilrichtung bei Bonazza<br />

bilden.<br />

Seine Werke sind geprägt durch die Bewegung, die<br />

durch die Betonung der Linie und seine Interpretation<br />

des Hell-Dunkels mittels Lichtinszenierung geschaffen<br />

wird.<br />

(1390214) (19)<br />

GIOVANNI BONAZZA,<br />

1654 VENICE – 1736 PADUA, ATTRIBUTED<br />

THE PHILOSOPHER HERACLITUS OF EPHESUS<br />

Height: 85 cm.<br />

Width: 48 cm.<br />

Depth: 23 cm.<br />

White marble bust depicting the pre-Socratic philosopher<br />

Heraclitus. The philosopher is shown bare-breasted<br />

but draped in an ornate cloth that fastens with a<br />

ribbon over the shoulder and at the centre of his<br />

chest. He is depicted with his head turned to the right<br />

while his gaze is directed downwards. His facial features<br />

and the details of his beard and clothing suggest<br />

a strong emotiveness. These features support the<br />

attribution to Bonazza, who emphasizes both the<br />

emotiveness, movement and muscular torsion of his<br />

subjects.<br />

€ 25.000 - € 35.000<br />

Sistrix<br />

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193


143<br />

WIENER TEE- UND SCHOKOLADESERVICE<br />

Höhe der großen Kanne: 18,8 cm.<br />

Durchmesser der Schale: 17 cm.<br />

Bodenseitige Bindenschildmarken und Ritzzeichen.<br />

Wien, zweites Viertel 18. Jahrhundert.<br />

zum Größenvergleich<br />

Cremefarbener Scherben glasiert, staffiert in Schwarzlot-Camaieu,<br />

Kupferoxidgrün, Purpur sowie weiteren<br />

Staffagefarben und Goldhöhung. Bestehend aus einer<br />

Kanne in Balusterform mit J-Henkel und gemuscheltem<br />

Ausguss ohne Deckel, einem Milchkännchen in<br />

gleicher Form mit Deckel mit Zapfenknauf, einer weiten<br />

Schale, einer Zuckerdose, vier Teekoppchen, vier<br />

Schokoladetassen und acht Untertassen. Jeweils mit<br />

Landschaftskartuschen in Schwarzlot von kupferoxidgrünem<br />

Baumwerk und Purpurfestons, sowie goldradierten<br />

Lambrequins überfangen. Min. besch., Rest.<br />

(1391681) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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144<br />

MARMORHOCHRELIEF<br />

15 x 14 cm.<br />

Gerahmt.<br />

Mit humoristischer Darstellung dreier geflügelter Amoretten<br />

mit Früchtekorb und einer Taube als Opfergaben.<br />

Marmor. Das Marmorstück konvex gewölbt, darauf<br />

zwei voranschreitende Eroten mit verhüllten Köpfen,<br />

wie sie der Antike gemäß zu einem Opferaltar schreiten.<br />

Nachfolgend ein geflügelter Putto mit erhobenem<br />

Fruchtkorb. Laut Beschriftungen und Vorbesitzer-Tradition<br />

ein Werk des dänischen Bildhauers Berthel<br />

Thorwaldsen (1768/70-1844), der in Rom gearbeitet<br />

hat, um 1815-1820. Entsprechende Beschriftungen<br />

auf Rückseite und Rahmen.<br />

(13902723) (11)<br />

€ 1.500 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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145<br />

LUZERNER WEINPROBIERSCHALE<br />

3 x 17,2 x 13,2 cm.<br />

Gewicht: 97 g.<br />

Bodenseitig mit Zentrierpunkt, Meistermarken<br />

unter einer Handhabe.<br />

Luzern, 18./ 19. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, ziseliert und vergoldet. Passige ovale<br />

Form mit getriebenen holländischen Blumen, seitlich<br />

ansetzenden Blütenhandhaben und zentralem Blattwerkoval.<br />

Darin ein bekröntes Wappen mit Rollwerk<br />

und Motto.<br />

Literatur:<br />

Vgl. Edmund Bossard, Die Goldschmiede-Dynastie<br />

Bossard in Zug und Luzern, ihre Mitglieder und Merkzeichen,<br />

in: Der Geschichtsfreund, Nr. 109, 1956,<br />

S. 160-184. (13905810) (13)<br />

€ 1.000 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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146<br />

WIENER SAMOWAR<br />

Höhe: 34,5 cm.<br />

Rechts von dem Ausguss über dem Knie Wiener Beschau<br />

von 1834 und Meistermarke „FT“ für Friedrich<br />

Georg Triesch (tätig in Wien 1835-1868).<br />

Wien, 1834.<br />

Silber, getrieben, gegossen, ziseliert, Horngriff. Über<br />

dreipassigen Füßen, die zentral in einem Rechaudring<br />

mit Brennpastenbehältnis zusammengeführt<br />

werden, die vier S-förmigen Beine mit Blütenreliefs.<br />

Schauseitiger Ausguss mit Hebelschließe. Gekanteter<br />

auskragender Korpus mit seitlich ansetzenden,<br />

aus S-Rocaillen gebildeten Handhaben. Facettierter<br />

blütendekorierter Steckdeckel.<br />

Anmerkung:<br />

Eine Schatulle von Friedrich Georg Triesch, ebenfalls in<br />

Silber, wird im Isabella Gardner Stewardmuseum unter<br />

der Inv.Nr. M21W31.a-b verwahrt. (1391682) (13)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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147<br />

PAAR GERAHMTE CAESARENBILDNISSE<br />

JULIUS CAESAR<br />

sowie<br />

KAISER DOMITIAN<br />

Gesamthöhe: 13 cm.<br />

Breite: 8,5 cm.<br />

Wohl Rom, 18. Jahrhundert.<br />

Köpfe im Cameo-Relief, in Bergkristall oder Quarz, auf<br />

ovaler Rosenquarz-Unterlage. Darauf die Bezeichnungen.<br />

Die massiven Kupferrähmchen vergoldet, mit<br />

Hängeösen an hochstehendem Knauf.<br />

(13908172) (11)<br />

€ 4.000 - € 8.000<br />

Sistrix<br />

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148<br />

DOKUMENTENMAPPE IN BOULLETECHNIK<br />

62 x 40 x 0,5 cm.<br />

Erste Hälfte 18. Jahrhundert.<br />

Aufklappbare Mappe mit textiler Innentapezierung.<br />

Schauseitig aufwendiger Dekor in Boulletechnik unter<br />

Verwendung unter anderem von Zinn, graviertem<br />

Messing, Perlmutt und Edelhölzern. Verso mit symmetrisch<br />

gefüllter Rhombuskartusche. Minimal besch.<br />

(1391683) (13)<br />

€ 1.500 - € 2.500<br />

Sistrix<br />

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195


149<br />

SERIE VON SECHS KUPFERSTICH-SPICKELBILDER<br />

Außenmaß mit den original Rahmen: 34,5 x 27 cm.<br />

Paris, 18. Jahrhundert.<br />

Drei elegant gekleidete höfische Herren und drei<br />

Damen, jeweils im Unterrand der Kupferstiche betitelt,<br />

wie „La Reine d´Espagne“, „.. de Pologne“ oder<br />

„Prince de Hanover“ etc. Die Kostüme mit Seidenstoffen,<br />

Brokat und Goldlitzen aufgelegt, Hintergrund<br />

koloriert. Am Unterrand Stecheradresse: „A Paris<br />

chez Mariette rue St. Jacques aus Colonnes d´Hercule“<br />

bzw. „chez Chiquet rue Saint Jacques au Grand<br />

St. Henry“ etc. Rahmen altersbedingt besch.<br />

(13908132) (11)<br />

COLLECTION OF SIX COPPER ENGRAVINGS,<br />

“SPICKELBILDER”<br />

Outside dimensions in original frame: 34.5 x 27 cm.<br />

Paris, 18th century.<br />

Spickelbilder are cut out as a patchwork images with<br />

various applied textiles.<br />

€ 12.000 - € 15.000<br />

Sistrix<br />

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Vergrößerung eines Spickbildes mit der<br />

Darstellung einer Königin. Vor ihr die Krone,<br />

darunter das bekrönte Wappen.<br />

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150<br />

EISERNE KURIER-SCHATULLE<br />

10 x 17 x 12 cm.<br />

Frankreich, 16. Jahrhundert/ um 1600.<br />

Mit Geheimverschluss. Rechteck-Kästchen mit längsgewölbtem<br />

Deckel, darüberziehendem genieteten<br />

Band, das zur Schlempe führt. Seitlich Ösen zur Einführung<br />

von Befestigungsriemen. Schlempenöffnung<br />

durch geheime Verriegelung: Öffnung durch Bewegen<br />

eines mittleren Scharniergliedes. Darunter Schlüsseleinführung<br />

(Schlüssel vorhanden). Scheinschlempe<br />

an der Gegenseite. Die Flächen glattgeschliffen,<br />

mit Alterspatina.<br />

Solche Schatullen wurden zur Versendung von Briefen,<br />

Wertsachen oder Geld über Kuriere verwendet.<br />

(1390954) (1) (11)<br />

€ 1.600 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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151<br />

KLEINE EISENKASSETTE<br />

10 x 12 x 7 cm.<br />

Frankreich, 16. Jahrhundert.<br />

Rechteckform mit geraden Wandungen und halbrund<br />

gewölbtem Deckel, darauf beweglicher Tragehenkel.<br />

Schlüsseleinführung an der Längsseite unten. Schlüssel<br />

vorhanden.<br />

(1390953) (1) (11)<br />

€ 1.400 - € 1.800<br />

Sistrix<br />

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152<br />

PAAR HOCHBAROCKE LEUCHTERENGEL<br />

Höhe: max. 44 cm.<br />

17. Jahrhundert.<br />

Als Gegenstücke geschnitzt, gefasst und teilvergoldet.<br />

Jeweils auf separat geschnitzten gekehlten<br />

Sockeln in kniender Haltung, in beiden Händen ein<br />

balusterförmiger Kerzenhalter. Für die Entstehungszeit<br />

sind die prominenten Stirnlocken typisch, die<br />

Gewandung in retardierender Tradition.<br />

Schöne Alterspatina, Fassung z.T. geringfügig abgeblättert.<br />

(13910418) (11)<br />

€ 7.000 - € 9.000<br />

Sistrix<br />

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153<br />

MUSEALER, BEMALTER „NARRENTELLER“<br />

Durchmesser: 36,5 cm.<br />

Am Boden Prägestempel der Holztafelzunft.<br />

16. Jahrhundert.<br />

Holz, bemalt. In nur wenigen Sammlungen finden sich<br />

solche äußerst seltenen Beispiele der niederländischen<br />

Teller-Malereien. Stilistisch sind sie verwandt mit den<br />

Tondo-Gemälden, wie wir sie von Brueghel oder Matthieu<br />

van Helmont kennen, mit ähnlichen humoristischen<br />

Darstellungen. Häufig sind – wie hier – Narrengestalten<br />

gezeigt, z. T. mit Umschriften, die meist<br />

Sprichwortcharakter haben.<br />

Stark gemuldeter, bemalter Holzteller, in der Fahne<br />

zwei Pseudowappen des Auftraggebers, sowie Trauben,<br />

Birnen und Äpfel. Im Spiegel zwei Narrengestalten:<br />

Mann mit Hund und einem Hut, der als Storchennest<br />

fungiert. Die Frau mit Zipfelmütze und Spinnrocken,<br />

in der Hand ein leeres Glas. Ein fliegender Vogel<br />

zwischen den Figuren. Der Sinn lässt sich erkennen:<br />

Während der Mann an Nachwuchszeugung denkt,<br />

zeigt ihm die Frau das noch leere Weinglas.<br />

Ein themengleiches Motiv trägt eine Platte in den<br />

Sammlungen der Staatlichen Museen Berlin, Schloss<br />

Köpenick (1520/30). Weiter Beispiele in den Museen<br />

Alkmaar, Prado Madrid, Germanisches Nationalmuseum<br />

Nürnberg etc. A.R.<br />

€ 6.000 - € 8.000<br />

Anmerkung:<br />

Verso Brandstempel, wie sie auf holländischen<br />

Eichentafeln für Gemälde zu finden sind. Wohl<br />

auch hier als „Steuernachweis“ für Kunstproduktion.<br />

Literatur:<br />

Polder Vonsen (Hrsg.), Rondgedraaid & beschilderd,<br />

Teljoren uit de late middeleeuwen en renaissance.<br />

De Collectie Aad Penders, 2015, S. 19 und S. 61 mit<br />

Abb. (1390956) (1) (11)<br />

Sistrix<br />

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199


154<br />

FLÄMISCHES KABINETT<br />

52 x 46 x 29 cm.<br />

Antwerpen, 17. Jahrhundert.<br />

Über gekehlter Basis der kastenförmige Korpus mit<br />

zwei schauseitigen Türen. Allseits ebonisiert mit inwendig<br />

kontrastierenden Einlagen auf Eichenkorpus.<br />

Inneneinrichtung mit vierzehn Schubfächern mit ebonisieren<br />

Profilrändern, welche flämische Landschaftsgemälde<br />

mit Figuren- und Architekturstaffagen auf<br />

Kupfer gemalt rahmen. Ein jüngerer Schlüssel vorhanden.<br />

Rest.<br />

(13910416) (13)<br />

CITES export restrictions – sale in the EU only.<br />

€ 3.500 - € 5.000<br />

Sistrix<br />

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155<br />

LEIPZIGER KUGELFUSSBECHER<br />

Höhe: 19,2 cm.<br />

Gewicht: 227 g.<br />

Leipziger Beschau und Jahresbuchstabe, sowie<br />

Meistermarke Joh. Paul Schmidt (Meister seit 1683).<br />

Leipzig, 17. Jahrhundert.<br />

Silber, getrieben, ziseliert und vergoldet. Über drei<br />

Kugelfüßen der leicht konisch auslaufende Korpus mit<br />

hochovalen Kartuschen mit antiken, arabischen und<br />

mittelalterlichen Herrschern, flankiert von holländischen<br />

Blumen. Stülpdeckel mit liegendem Ovalkartuschenband<br />

mit fruktaler Zier und Herrscherportraits. Kugelknauf<br />

mit Maienzier. Rest.<br />

(1391091) (13)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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156<br />

AUFSATZSEKRETÄR ALS MODELLMÖBEL<br />

70,5 x 34,5 x 24 cm.<br />

Deutschland, 18. Jahrhundert.<br />

Furnierter Holzkorpus mit dreischübigem Unterbau,<br />

Scharnierschreibplatte und verglastem zweitürigen<br />

Überbau. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(13914713) (1) (13)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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201


157<br />

SPÄTGOTISCHER CORPUS CHRISTI<br />

Höhe: 35 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 43 cm.<br />

Armweite: 32 cm.<br />

15./ 16. Jahrhundert. Fassung überarbeitet.<br />

In Holz geschnitzt und gefasst. Dreinageltypus; auf dem<br />

Haupt eine mitgeschnitzte, betont kräftig gestaltete<br />

Dornenkrone. Die Augen geschlossen, bei herabhängendem<br />

Haupt. Lendentuch geknotet und beiderseits<br />

herabziehend. Zarter Körperbau, mit Betonung der<br />

Rippenbögen. Auf Sockel montiert.<br />

(13915711) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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158<br />

KLEINE GOTISCH PLAKETTE<br />

Höhe: 10,5 cm.<br />

Breite: 5,5 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 12,5 cm.<br />

15./ 16. Jahrhundert.<br />

Bronze, Silber und Teilvergoldung. Oberer Abschluss<br />

in Form eines Wimpergs mit seitlichen Fialen in Vergoldung,<br />

in der Fläche aufgelötetes Rundmedaillon<br />

mit Lamm als Gottessymbol, umgeben von sieben<br />

Passbögen.<br />

(1391577) (1) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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159<br />

ENTFÄLLT<br />

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160<br />

KLEINE BRONZEFIGUR EINES SITZENDEN<br />

MANNES<br />

Höhe: 13 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 15 cm.<br />

14.-15. Jahrhundert.<br />

Vollguss, der Körper mit Toga-Umhang. Der Figurentypus<br />

gelegentlich auch als „Wilder Mann“ bezeichnet.<br />

Die erhobene Rechte mit kleiner Höhlung für den<br />

Griff eines Schwertes, die Linke einen ebenfalls nicht<br />

mehr erhaltenen Gegenstand haltend. Bei der bärtigen<br />

Figur mag es sich um einen antiken Kämpfer oder<br />

eine Zeus-Darstellung handeln. Vertikal durchgehende<br />

Höhlung, was auf ehemalige Montierung in einem<br />

größeren Zusammenhang wie etwa eines Leuchters<br />

hinweist.<br />

(1391575) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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161<br />

KLEINE BRONZEFIGUR EINES SITZENDEN<br />

MANNES<br />

Höhe: 17 cm.<br />

Höhe inkl. Sockel: 21 cm.<br />

14.-15. Jahrhundert.<br />

Vollguss, der Körper ehemals vergoldet, der Toga-<br />

Umhang mit grüner Patina. Der Figurentyp gelegentlich<br />

auch als „Wilder Mann“ bezeichnet. Die erhobene<br />

Rechte hält den Griff eines (abgebrochenen)<br />

Schwertes, die Linke einen ebenfalls nicht mehr erhaltenen<br />

Gegenstand. Bei der Figur mag es sich um<br />

einen antiken Kämpfer handeln. Vertikal durchgehende<br />

Höhlung, was auf ehemalige Montierung in einem<br />

größeren Zusammenhang wie etwa eines Leuchters<br />

hinweist. Nase angeschlagen. Schöne Alterspatina.<br />

(1391576) (1) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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162<br />

BRONZEFIGUR EINES VOGELS<br />

Höhe: 12 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Höhe inkl. Acrylsockel: 16 cm.<br />

Wohl 16. Jahrhundert.<br />

Vollguss, auf dem Sockel aufrecht montiert, mit deutlich<br />

sichtbarer Kropfbildung, Gefiederzeichnung mitgegossen<br />

und ziseliert. Altersbedingte Abriebe.<br />

Wohl aus größerem Zusammenhang, etwa eines<br />

Leuchters. Reste ehemaliger Teilvergoldung.<br />

(1391579) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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203


163<br />

SPÄTGOTISCHER TISCHLEUCHTER<br />

Höhe: ca. 22 cm.<br />

16. Jahrhundert.<br />

Messingguss, mit glockenförmigem Rundfuß, Nodus<br />

und weiter Tropfschale. Tülle mit seitlicher Durchbrech<br />

ung.<br />

(1391588) (11)<br />

€ 2.400 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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164<br />

SCHEIBENLEUCHTER<br />

Höhe ohne Dorn: 28,5 cm.<br />

Durchmesser: 14,5 cm.<br />

17. Jahrhundert.<br />

Ausführung in Messing. Auf breitem, dreifach abgetrepptem,<br />

glockenförmigen Standfuß, Schaft mit drei<br />

Nodusscheiben. Weite gestufte Tropfschale mit eingearbeitetem<br />

Eisendorn.<br />

(1391585) (11)<br />

€ 800 - € 1.200<br />

Sistrix<br />

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165<br />

SCHEIBENLEUCHTER<br />

Höhe: 28,5 cm.<br />

Durchmesser: 13 cm.<br />

17. Jahrhundert.<br />

Messing. Glockenförmiger Fuß von einer tief gesetzten<br />

Tropfenschale bekrönt. Dünner Schaft mit fünf<br />

Nodusscheiben und eingebautem Kernzenhalter.<br />

(13915712) (1) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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166<br />

PAAR KRAGENLEUCHTER<br />

Höhe: 21-23 cm.<br />

Durchmesser: 10-11 cm.<br />

18. Jahrhundert.<br />

Messing. Runder glockenförmiger mehrstufiger Fuß,<br />

Schaft mit Balustergliedern und Nodusscheiben, breite,<br />

leicht getiefte Kragentropfschale, darüber dünner<br />

Balusterschaft mit der zylindrischen Tülle mit kräftigen<br />

Randprofilen.<br />

(1391582) (11)<br />

€ 700 - € 900<br />

Sistrix<br />

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167<br />

PAAR GOTISCHE LEUCHTER<br />

Höhe mit Dorn: je 22 cm.<br />

Durchmesser: je 9 cm.<br />

Deutschland, Anfang 16. Jahrhundert.<br />

Messingbronze. Jeweils höhere getreppter glockenförmiger<br />

Fuß, sich verjüngender Schaft mit Nodusscheibe,<br />

weite gestufte Wachsschale mit hochziehendem<br />

Eisendorn. Schöne glänzende Oberfläche.<br />

(1391584) (11)<br />

€ 2.200 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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168<br />

PAAR GROSSE SCHEIBENLEUCHTER<br />

169<br />

PAAR FLÄMISCHE TISCHLEUCHTER<br />

170<br />

HOHER ISLAMISCHER TISCHLEUCHTER<br />

Gesamthöhe: je 45 cm.<br />

Durchmesser: je 16 cm.<br />

17. Jahrhundert.<br />

Messing. Auf getrepptem glockenförmigem Fuß,<br />

taillierter Schaft mit Nodusscheiben, im oberen Teil<br />

sich verjüngend. Große, weit gestufte Tropfschale mit<br />

zentralem, eingearbeiteten Kerzendorn in Messing.<br />

(1391583) (11)<br />

€ 900 - € 1.400<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Höhe: je 33 cm.<br />

17. Jahrhhundert.<br />

Balusterschaft über glockenförmigem Fuß, kräftiger<br />

Kerzendorn eingelötet. Stark kupferhaltige Bronze.<br />

(1391586) (11)<br />

€ 700 - € 1.000<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Höhe: 38 cm.<br />

Wohl Nordpersien, 17./ 18. Jahrhundert.<br />

Gestaltung und Aufbau in der Tradition römisch-antiker<br />

Exemplare. Der Fußteller auf drei Füßen, gemuldet,<br />

darüber erhebt sich ein mehrfach gegliederter Balusterschaft,<br />

der eine weite Tropfschale trägt. An nahezu<br />

sämtlichen Teilen, wie Nodus und Fuß, islamische<br />

Dekorationsmotive und kufische Schrift.<br />

(1391587) (11)<br />

€ 1.200 - € 1.500<br />

Sistrix<br />

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205


171<br />

GROSSE LEDERSCHATULLE<br />

Höhe: 18 cm.<br />

Breite: 50 cm.<br />

Tiefe: 35 cm.<br />

Spanien/ Portugal, 17. Jahrhundert.<br />

Rechteckkasten in Holz, mit leicht gewölbtem Stülpdeckel,<br />

mit punziertem Leder bezogen. An Ecken und<br />

über dem Deckel Eisenbeschlagwerk mit Schlempe<br />

zum zentralen Frontschloss. Die Punzdekoration zeigt<br />

Felder bildende Rahmungen mit Granatapfel- und Maskendekor<br />

sowie Lambrequins. Schlüssel vorhanden.<br />

(1391572) (1) (11)<br />

€ 3.000 - € 4.000<br />

Sistrix<br />

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172<br />

FRÜHBAROCKES SCHATULLENKÄSTCHEN<br />

Höhe: 13 cm.<br />

Breite: 28 cm.<br />

Tiefe: 16 cm.<br />

Flämisch, 17. Jahrundert.<br />

Längsrechteckiger Kasten mit gewölbtem Truhendeckel,<br />

darauf beweglicher Tragehenkel, sowie allseitig<br />

Bandbeschläge in Eisen; an der Front querovaler<br />

Schlüsselbeschlag mit Schlempe. Innenauskleidung<br />

mit rotem Samt. Dunkle Patina.<br />

(13915810) (11)<br />

€ 1.800 - € 2.400<br />

Sistrix<br />

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174<br />

MUSEALES KÄSTCHEN<br />

Höhe: 8 cm.<br />

Breite: 17 cm.<br />

Tiefe: 12 cm.<br />

Wohl Rom, 18. Jahrhundert.<br />

173<br />

MESSBUCHKASSETTE<br />

12,5 x 13,5 x 20 cm.<br />

Frankreich, 17./18. Jahrhundert.<br />

Eisen, geschmiedet, patiniert. Rechteckiger Korpus<br />

mit Stülpscharnierdeckel, zentralem Fallriegel und<br />

Ziernieten. Ein Schlüssel vorhanden.<br />

(1391589) (13)<br />

€ 1.400 - € 1.800<br />

Sistrix<br />

INFO | BIETEN<br />

Kleine Rechteckschatulle auf Löwentatzen mit leicht<br />

gewölbtem Deckel. Allseitig mehrfigurige Reliefdarstellungen<br />

römischer Herrschaftssymbolik: Auf<br />

dem Deckelzentrum die Kriegsgöttin Athena zwischen<br />

sechs Gespannpferden, dahinter Cäsarenpaar,<br />

seitlich Siegesgöttin und Jupiter, dazwischen römische<br />

Soldaten. An den Seiten entsprechende Szenen,<br />

wie Feldzeichen-Symbole, besiegte Feinde Roms unter<br />

Kriegstrophäen sowie ein römischer Reiter gegen<br />

Barbaren. Braune Alterspatina. Deckel-Randprofil mit<br />

Eichenblattfries, die Eicheln in Gold-Einlegearbeit.<br />

(13915710) (1) (11)<br />

€ 5.000 - € 7.000<br />

Sistrix<br />

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175<br />

BRONZEPLAKETTE MIT<br />

ANTIK-MYTHOLOGISCHER DARSTELLUNG<br />

Durchmesser: 14,5 cm.<br />

Zwei alte kleine Randlochungen für ehemalige<br />

Montierung.<br />

Wohl frankoflämisch, 16./ 17. Jahrhundert.<br />

Runde Plakette in stark kupferhaltiger Bronze. Im<br />

Relief Landschaft mit antiken Göttern: Links eine unbekleidete<br />

Athena mit Helm und Lanze, daneben Pomona<br />

unter einem Baum, gefolgt von einem Bärtigen mit<br />

Schäferstab, der Venus eine Frucht überreicht, dazwischen<br />

der Amorknabe. Im Hintergrund Landschaft mit<br />

Häusern und einer befestigten Stadt am Flussufer.<br />

Einfassungsprofil mit Flechtdekor. Gestaltung von hoher<br />

Qualität, der Stil manieristisch.<br />

(1391578) (1) (11)<br />

€ 2.000 - € 3.000<br />

Sistrix<br />

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176<br />

TISCHBRONZE EINER REITERFIGUR<br />

Höhe: 22 cm.<br />

Höhe inkl. Holzsockel: 30 cm.<br />

Wohl Italien, 17. Jahrhundert.<br />

Das Pferd auf rechteckigem Plinthesockel, in der Levade<br />

vorne hochsteigend. Der Reiter im Kostüm des<br />

17. Jahrhunderts, mit geschlitzten Ärmeln, Federhut<br />

und Steinschlossgewehr, seitlich ein Schwert. Schöne<br />

schwarze Alterspatina. Die Vorderfüße des Pferdes<br />

fehlen.<br />

(1391574) (1) (11)<br />

€ 4.000 - € 6.000<br />

Sistrix<br />

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177<br />

LAVABO-MESSINGKESSEL<br />

Höhe mit hochgestelltem Henkel und Öse: 29 cm.<br />

Breite: 30 cm.<br />

16. Jahrhundert.<br />

Kugelige Form mit beweglichem halbrund ziehenden<br />

Tragehenkel, seitlich zwei Ausgusstüllen, kopfförmig<br />

gestaltet. Braune Alterspatina.<br />

(13915812) (11)<br />

€ 1.500 - € 2.000<br />

Sistrix<br />

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207


KATALOG II<br />

GEMÄLDE ALTE MEISTER – TEIL 1<br />

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ONE OF THE LEADING<br />

AUCTION HOUSES<br />

IN EUROPE<br />

CATALOGUE II<br />

OLD MASTER PAINTINGS PART 1<br />

Auctions: Thursday, 21 March 2024<br />

Exhibition: Saturday, 16 March – Tuesday, 19 March 2024

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