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2024/04 | Logistik der Zukunft | Unternehmen!

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SONDERVERÖFFENTLICHUNG<br />

<strong>Logistik</strong> <strong>der</strong> <strong>Zukunft</strong><br />

Branchentrends und Karrierechancen zum Tag <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> am 18. April<br />

© WS STUDIO 1985/ADOBESTOCK<br />

Heute bestellt und schon morgen geliefert: Die <strong>Logistik</strong>branche ist nicht nur ein wichtiger Arbeitgeber,<br />

son<strong>der</strong>n auch ein Wirtschaftszweig, <strong>der</strong> wie kein an<strong>der</strong>er mit <strong>der</strong> Zeit geht und offen für neue Technologien<br />

und Lösungen ist – in Deutschland, aber auch international.<br />

Die Revolution fest im Blick<br />

Am 18. April findet <strong>der</strong> „Tag <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>“ statt. Eines <strong>der</strong> vielen Themen, welches die Branche aktuell beschäftigt, ist die Künstliche Intelligenz<br />

(KI) und <strong>der</strong> Wandel, den diese mit sich bringt.<br />

Um den Begriff <strong>der</strong><br />

Künstlichen Intelligenz<br />

(KI) kommt aktuell<br />

niemand herum.<br />

Zu tiefgreifend sind die Verän<strong>der</strong>ungen,<br />

die diese Technologie mit<br />

sich bringt. Zudem hat KI nicht<br />

nur Auswirkungen auf ein paar<br />

Bereiche, son<strong>der</strong>n zieht sich flächendeckend<br />

durch unseren Alltag<br />

– im beruflichen wie im privaten<br />

Bereich. Auch die <strong>Logistik</strong>branche<br />

in Deutschland – und natürlich<br />

weltweit – hat KI längst<br />

als eines <strong>der</strong> wichtigen <strong>Zukunft</strong>sthemen<br />

erkannt.<br />

Von schlauen Regalen<br />

und digitalen Marktplätzen<br />

Ob auf <strong>der</strong> Straße, bei <strong>der</strong> Planung<br />

von Produktions- und<br />

Transportmengen o<strong>der</strong> im Büroalltag:<br />

Die <strong>Logistik</strong>branche hat<br />

beson<strong>der</strong>s viele Anwendungsbereiche,<br />

in welchen die KI einen<br />

echten Mehrwert für Menschen,<br />

<strong>Unternehmen</strong> und Umwelt schaffen<br />

kann. „Die <strong>Logistik</strong>branche<br />

hat erkannt, welches Potenzial KI<br />

sowohl im Lager als auch beim<br />

Transport bietet, und nutzt die<br />

Technologie gezielt, um Effizienz,<br />

Qualität und Produktivität zu<br />

steigern“, kommentiert Bitkom-<br />

Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard<br />

Rohle<strong>der</strong> anlässlich <strong>der</strong> Studie<br />

„Digitalisierung in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>“<br />

aus dem Jahr 2022.<br />

Für die <strong>Zukunft</strong> geht mehr als<br />

die Hälfte <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>unternehmen<br />

(58 Prozent) davon aus, dass<br />

Künstliche Intelligenz weit verbreitet<br />

sein und viele Aufgaben<br />

in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> übernehmen wird,<br />

etwa die Planung von Routen<br />

o<strong>der</strong> die Vermeidung von Leerfahrten.<br />

Die Studie macht deutlich,<br />

wie groß die Vielfalt <strong>der</strong> digitalen<br />

Lösungen ist, die bereits<br />

heute bei den <strong>Logistik</strong>unternehmen<br />

zum Einsatz kommen. Smartphones<br />

o<strong>der</strong> Tablets werden in 56<br />

Prozent <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>unternehmen<br />

verwendet und Big Data und Analytics<br />

kommen in 41 Prozent zum<br />

Um in einer globalen Welt des Warentransportes nicht den Überblick<br />

zu verlieren, ist KI ohne Frage unerlässlich.<br />

Foto: Travel mania/adobe.stock.com<br />

Digitalisierung<br />

ist in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong><br />

kein Rand -, son<strong>der</strong>n<br />

ein Kernthema.<br />

Dr. Bernhard Rohle<strong>der</strong><br />

Hauptgeschäftsführer Bitkom<br />

Einsatz. Genauso viele nutzen digitale<br />

Marktplätze (41 Prozent).<br />

Digitale Zwillinge, also virtuelle<br />

Abbil<strong>der</strong> realer Prozesse o<strong>der</strong><br />

Umgebungen, sind weniger verbreitet:<br />

Erst jedes siebte <strong>Unternehmen</strong><br />

(14 Prozent) nutzt sie,<br />

aber jedes vierte (25 Prozent)<br />

plant o<strong>der</strong> diskutiert den Einsatz.<br />

Weiterhin beschäftigt sich jedes<br />

dritte <strong>Unternehmen</strong> (35 Prozent)<br />

mit Robotik und jedes neunte (11<br />

Prozent) nutzt Roboter bereits.<br />

Intelligente Regale (6 Prozent)<br />

und Drohnen (4 Prozent) finden<br />

hingegen kaum Anwendung. Ein<br />

Viertel plant ihren Einsatz bereits<br />

o<strong>der</strong> diskutiert aber darüber und<br />

lotet Möglichkeiten aus (jeweils<br />

26 Prozent).<br />

Eine Branche, offen und<br />

bereit für das, was kommt<br />

„Die <strong>Logistik</strong>branche ist <strong>der</strong> Digitalisierung<br />

gegenüber offen und<br />

positiv eingestellt, viele <strong>Unternehmen</strong><br />

sind Vorreiter beim Einsatz<br />

digitaler Technologien.<br />

Durch den konsequenten Einsatz<br />

digitaler Technologien leistet die<br />

<strong>Logistik</strong> einen großen Beitrag für<br />

eine nachhaltige und klimaschonende<br />

Produktion und Mobilität“,<br />

so Dr. Bernhard Rohle<strong>der</strong>. pm<br />

Prozent <strong>der</strong> <strong>Unternehmen</strong> im Bereich<br />

<strong>Logistik</strong> setzen bereits Cloud Computing<br />

in ihrem Arbeitsalltag ein. 16 Prozent<br />

<strong>der</strong> <strong>Unternehmen</strong> planen bereits<br />

einen Einsatz dieser Technologie.<br />

44<br />

Quelle: Bitkom<br />

Prozent <strong>der</strong> <strong>Unternehmen</strong> sehen den<br />

großen Vorteil von digitalen Anwendungen<br />

vor allem im Bereich sinken<strong>der</strong><br />

Fehler- und Ausfallanfälligkeit.<br />

22<br />

Quelle: Bitkom<br />

Prozent <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>unternehmen in<br />

Deutschland setzen laut einer Studie<br />

aus dem Jahr 2022 bereits Künstliche<br />

Intelligenz ein, weitere 26 Prozent planen<br />

o<strong>der</strong> diskutieren den Einsatz –<br />

von <strong>der</strong> Bedarfsprognose über die Absatzplanung<br />

bis hin zur Transportoptimierung.<br />

89<br />

Quelle: Bitkom<br />

Prozent sehen im Fachkräftemangel<br />

ein Hin<strong>der</strong>nis, das den Einsatz digitaler<br />

Anwendungen in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong><br />

bremst.<br />

Quelle: Bitkom<br />

68<br />

Am 18. April ist „Tag <strong>der</strong> Logisitk“<br />

Die meisten Menschen<br />

verbinden mit<br />

<strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> den Transport<br />

von Waren. Doch<br />

die <strong>Logistik</strong> ist so viel<br />

mehr, als Dinge von A<br />

nach B zu transportieren!<br />

Um die Vielfältigkeit<br />

<strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> <strong>der</strong> Öffentlichkeit<br />

näherzubringen,<br />

hat die Bundesvereinigung<br />

<strong>Logistik</strong> im<br />

Jahr 2008 den „Tag <strong>der</strong><br />

<strong>Logistik</strong>“ ins Leben gerufen.<br />

Seit jeher öffnen<br />

am „Tag <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>“<br />

<strong>Unternehmen</strong>, Organisationen<br />

und Institute<br />

– vor Ort und online<br />

– ihre Tore für die<br />

Öffentlichkeit und gewähren<br />

für einen Tag –<br />

ganz nach dem Motto<br />

„<strong>Logistik</strong> live erleben“<br />

– Einblicke in die<br />

spannenden Aufgaben<br />

und vielfältigen Berufsbil<strong>der</strong><br />

<strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>.<br />

Der „Tag <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>“<br />

2023 war mit 125 teilnehmenden<br />

<strong>Unternehmen</strong>,<br />

Organisationen<br />

und Instituten aus 8<br />

Län<strong>der</strong>n, 156 Veranstaltungen<br />

und circa 3500<br />

Teilnehmenden ein voller<br />

Erfolg.<br />

pm


<strong>Logistik</strong> <strong>der</strong> <strong>Zukunft</strong><br />

Auf dem Weg zur „Green Logistic“<br />

Der Klimawandel ist ein Thema, das uns in allen Bereichen beschäftigt. Auch die <strong>Logistik</strong>branche setzt sich damit auseinan<strong>der</strong> und<br />

entwickelt neue Konzepte für mehr Nachhaltigkeit. Von Franziska Schließer<br />

Deutschland befindet<br />

sich auf dem Weg hin<br />

zur CO2-Neutralität.<br />

Der Klimawandel und<br />

die Energiekrise zwingen uns<br />

dazu, neue Wege zu gehen und<br />

umzudenken. Auch in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong><br />

spielen Nachhaltigkeit und<br />

Umweltschutz eine immer größere<br />

Rolle. „Green Logistics“ ist hier<br />

das Schlagwort.<br />

<strong>Logistik</strong> einen Schritt hin zur Klimaneutralität.<br />

Zwar sind E-Lkws<br />

und E-Autos noch nicht für Langstrecken<br />

konzipiert, aber auch <strong>der</strong><br />

Ausbau des Ladenetzes in Deutschland<br />

geht voran. Ne- ben<br />

Elektrizität gibt<br />

es außerdem<br />

bereits Motoren<br />

auf<br />

Wasserstoffund<br />

Methangasbasis.<br />

3,74<br />

Millionen Lastwagen waren<br />

am 1. Januar <strong>2024</strong> in Deutschland<br />

zugelassen – neuer Rekord.<br />

Das sind etwa 2,7 Prozent<br />

mehr als im Vorjahr. Im Jahr 1960<br />

lag <strong>der</strong> Lkw-Bestand in Deutschland<br />

noch bei rund 681.000.<br />

Quelle: Statista<br />

GRAFIKEN.: VECTORMINE/ADOBESTOCK<br />

Fahrten<br />

Um die CO2-Bilanz<br />

zu verbessern,<br />

ist eine genaue<br />

Planung<br />

<strong>der</strong> Lieferwege<br />

essentiell. Leerfahrten<br />

sind wenn<br />

möglich zu vermeiden.<br />

Effizienter, kostensparen<strong>der</strong><br />

und klimafreundlicher ist es, Lieferungen<br />

zu bündeln.<br />

Was bedeutet<br />

„Green Logistics“?<br />

Der Begriff beschreibt eine ganzheitliche<br />

Optimierung von logistischen<br />

Strategien, Systemen,<br />

Strukturen und Prozessen hin zu<br />

einer umweltfreundlichen Warenwirtschaft<br />

sowie ressourceneffizienten<br />

<strong>Logistik</strong>prozessen. Schädliche<br />

Auswirkungen auf die Umwelt<br />

wie Abgase sowie Boden- und Wasserbelastungen<br />

sollen minimiert<br />

werden und <strong>der</strong> Verbrauch von<br />

schwer erneuerbaren Ressourcen<br />

soll gesenkt werden. Das Zielt ist<br />

also ein ganzheitlicher Umweltschutz.<br />

Für den Wechsel hin zu einer grünen<br />

<strong>Logistik</strong> gibt es viele Gründe –<br />

die wichtigsten sind <strong>der</strong> Umweltund<br />

Klimaschutz. Aber auch für die<br />

wirtschaftliche <strong>Zukunft</strong> <strong>der</strong> <strong>Unternehmen</strong><br />

ist es an <strong>der</strong> Zeit umzudenken.<br />

Kunden legen immer mehr<br />

Wert darauf, dass ein Produkt eine<br />

nachhaltige und umweltfreundliche<br />

Bilanz aufweist und zwar von <strong>der</strong><br />

Produktion bis hin zur Lieferkette.<br />

Eine nachhaltige <strong>Logistik</strong> kann dem<br />

<strong>Unternehmen</strong> zudem einen Kostenvorteil<br />

verschaffen, wenn weniger<br />

Flächen, Energie, Material und<br />

Treibstoff verbraucht werden.<br />

319<br />

Milliarden Euro setzte die<br />

deutsche <strong>Logistik</strong>branche im<br />

Jahr 2022 um. Der Umsatz ist<br />

damit gegenüber dem Jahr 2021<br />

erneut leicht gestiegen. Für das<br />

Jahr 2023 wurde eine weitere<br />

Umsatzsteigerung auf 330 Milliarden<br />

Euro prognostiziert. <strong>Logistik</strong>unternehmen<br />

sind unter an<strong>der</strong>em<br />

im Bereich Spedition, Transport,<br />

Umschlag und Verpackung<br />

tätig und bilden zusammen einen<br />

<strong>der</strong> wichtigsten Wirtschaftszweige<br />

in Deutschland.<br />

Quelle: Statista<br />

Wie kann ein <strong>Logistik</strong>unternehmen<br />

grüner werden?<br />

Auf dem Weg hin zu einer grünen<br />

<strong>Logistik</strong> stehen viele verschiedene<br />

Prozesse an – hierzu zählen unter<br />

an<strong>der</strong>em Fahrzeuge, Fahrten, Warenbeschaffung,<br />

Lager, Verpackung<br />

und Retouren. Um das Ziel einer<br />

ganzheitlichen, nachhaltigen <strong>Logistik</strong><br />

zu erzielen, gilt es alle Bereiche<br />

systematisch umwelt- und klimafreundlicher<br />

zu gestalten. Die<br />

Umstellung gelingt nicht von heute<br />

auf morgen, es ist ein Prozess –<br />

also ein Schritt nach dem an<strong>der</strong>en.<br />

Elektrofahrzeuge<br />

Verbrennermotoren produzieren<br />

CO2 – mit einem Umstieg auf<br />

emissionsfreie Fahrzeuge geht die<br />

Waren<br />

Neben dem Transport <strong>der</strong> Waren<br />

gehören auch die Waren selbst zur<br />

Bilanz <strong>der</strong> „Green Logistic“. Beim<br />

Einkauf von Produkten können<br />

<strong>Unternehmen</strong> auf <strong>der</strong>en Nachhaltigkeit<br />

achten - dazu zählen <strong>der</strong><br />

Verbrauch von Wasser bei <strong>der</strong> Herstellung,<br />

<strong>der</strong> Einsatz von Chemikalien,<br />

faire Löhne und Arbeitsbedingungen<br />

sowie eine umweltfreundliche<br />

Verpackung. Auch die<br />

Wahl eines Lieferanten<br />

mit einer geringen<br />

Entfernung<br />

vom eigenen<br />

Standort<br />

gehört zur Umstellung<br />

auf eine<br />

grüne <strong>Logistik</strong>.<br />

Anzeige<br />

Wie baut die <strong>Logistik</strong> in <strong>Zukunft</strong>?<br />

Christopher Nagel vom Bau- und Dienstleistungsunternehmen Goldbeck wirft einen Blick in die <strong>Zukunft</strong> <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>immobilien.<br />

Nie<strong>der</strong>lassungsleiter Christopher Nagel<br />

Foto: Christian Kammer Fotografie<br />

<strong>Logistik</strong>zentrum von Swiss Life Asset Managers. Das Gebäude ist Breeam-Zertifiziert<br />

Visualisierung: Goldbeck<br />

konfiguriert: die Goldbeck Blue<br />

Buildings. So können aktuelle<br />

Nachhaltigkeitsstandards und damit<br />

Finanzierungs- und ESG-Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

des Marktes – darunter<br />

die EU-Taxonomie und Zertifizierung<br />

nach DGNB – erfüllt<br />

werden. Im Fokus stehen unter<br />

an<strong>der</strong>em das Biodiversitätskonzept,<br />

die Energie- und Ressourceneffizienz<br />

sowie die Kreislauffähigkeit<br />

<strong>der</strong> verwendeten Materialien.<br />

Was uns antreibt, sind unser<br />

Pioniergeist und<br />

Innovationswille. Wir möchten<br />

die Potenziale in je<strong>der</strong> Phase eines<br />

Gebäudelebenszyklus‘ optimal<br />

ausschöpfen.<br />

pm<br />

Industrielle Vorproduktion, Digitalisierung<br />

und Nachhaltigkeit<br />

spielen vor und nach Realisierung<br />

von zukunftsfähigen <strong>Logistik</strong>immobilien<br />

eine zentrale Rolle.<br />

Christopher Nagel leitet die<br />

Goldbeck-Nie<strong>der</strong>lassung in Ulm.<br />

Das Bau- und Dienstleistungsunternehmen<br />

mit Hauptsitz in Bielefeld<br />

ist seit 20 Jahren hier zu Hause.<br />

Seitdem hat das Ulmer Team<br />

zahlreiche Gewerbeimmobilien<br />

in <strong>der</strong> Region realisiert.<br />

Herr Nagel: Wie sieht das Bauen <strong>der</strong><br />

<strong>Zukunft</strong> aus?<br />

Der konventionelle Bau wendet<br />

bis heute teils Hun<strong>der</strong>te Jahre alte<br />

Methoden an: Jedes Mal beginnt<br />

die Planung eines neuen Gebäudes<br />

auf dem weißen Blatt Papier.<br />

Wir bei Goldbeck sind seit <strong>Unternehmen</strong>sgründung<br />

überzeugt,<br />

dass wir das Bauen produktorientiert<br />

denken müssen, um so Standardisierungspotenziale<br />

nutzen<br />

zu können. Weil wir alle zentralen<br />

Gebäudeelemente industriell<br />

vorfertigen, sind wir nicht nur<br />

schneller, son<strong>der</strong>n auch ressourceneffizienter<br />

als <strong>der</strong> konventionelle<br />

Bau.<br />

Welche Rolle spielt die<br />

Digitalisierung?<br />

Viele Fehler im Bauprozess müssen<br />

heute mühevoll auf <strong>der</strong> Baustelle<br />

erkannt, analysiert und<br />

schließlich behoben werden. Das<br />

kostet Zeit und oft Material. Deswegen<br />

muss die Realisierung einer<br />

<strong>Logistik</strong>immobilie konsequent<br />

digitalisiert werden. Wir<br />

planen seit 2010 nahezu durchgängig<br />

digital. Mithilfe von Building<br />

Information Modeling (BIM)<br />

bilden wir den gesamten Planungs-,<br />

Bau- und Betriebsprozess<br />

digital ab. Wir haben die Vision,<br />

Kunden einen „digitalen Zwilling“<br />

des Gebäudes zur Verfügung<br />

zu stellen. Darin laufen sämtliche<br />

Informationen zusammen, sodass<br />

Abläufe über den gesamten Lebenszyklus<br />

eines Gebäudes noch<br />

effizienter und transparenter werden.<br />

Was braucht die nachhaltige <strong>Logistik</strong>immobilie<br />

von morgen?<br />

Das Denken in Produkten, die digitale<br />

Abbildung sämtlicher Prozesse<br />

und die industrielle Vorproduktion<br />

haben bei uns System.<br />

Das schont Ressourcen und reduziert<br />

Emissionen. Um weitere<br />

Nachhaltigkeitspotenziale zu heben,<br />

gehen wir noch einen Schritt<br />

weiter: Wir haben ökologische,<br />

smarte und zugleich wirtschaftliche<br />

Maßnahmen kombiniert<br />

und sie in zwei Konzepten vor-<br />

Info<br />

und Kontakt<br />

GOLDBECK Süd GmbH<br />

Nie<strong>der</strong>lassung Ulm<br />

Eiselauer Weg 6/1<br />

89081 Ulm<br />

T +49 731 93407-0<br />

mailto: ulm@goldbeck.de<br />

www.goldbeck.de


<strong>Logistik</strong> <strong>der</strong> <strong>Zukunft</strong><br />

Die Berufe in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> werden bleiben<br />

Automatisierungsprozesse und künstliche Intelligenz kommen in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>branche immer mehr zum Einsatz. Fachkräfte werden jedoch<br />

weiterhin gebraucht. „Ein Arbeitsplatz in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> kann sich verän<strong>der</strong>n, aber er wird bleiben“, erklärt die Geschäftsführerin des<br />

<strong>Logistik</strong>-Clusters Schwaben. Von Sabrina Hartmann<br />

Studien des Fraunhofer<br />

Supply Chain Services<br />

(SCS) bestätigen es seit<br />

mehreren Jahren: Die<br />

Region Schwaben zählt zu den<br />

bundesdeutschen Top-<strong>Logistik</strong>-<br />

Standorten. Der Verein <strong>Logistik</strong>-<br />

Cluster Schwaben hat es sich zur<br />

Aufgabe gemacht, regionale <strong>Unternehmen</strong><br />

miteinan<strong>der</strong> zu vernetzen.<br />

Ingrid Eibner, Geschäftsführerin<br />

des Vereins und Julia<br />

Boppert, Geschäftsführerin von<br />

trilogIQa sowie Vorstandsvorsitzende<br />

des <strong>Logistik</strong>-Cluster<br />

Schwaben, berichten auch über<br />

aktuelle Herausfor<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong><br />

Branche.<br />

Ingrid Eibner (links) ist Geschäftsführerin des Vereins <strong>Logistik</strong>-Cluster Schwaben. Julia Boppert ist Geschäftsführerin von trilogIQa sowie Vorstandsvorsitzende<br />

des <strong>Logistik</strong>-Cluster Schwaben.<br />

Fotos: Privat<br />

Frau Eibner, Frau Boppert, wie steht<br />

es aktuell um die <strong>Logistik</strong>?<br />

Boppert: Was die <strong>Logistik</strong> immer<br />

noch beschäftigt, ist das Thema<br />

mit den „fragilen Lieferketten“.<br />

Wir merken bei den Mitglie<strong>der</strong>n<br />

im Cluster, dass sich keiner richtig<br />

sicher fühlt, da die multiplen<br />

Krisen noch nicht ausgestanden<br />

sind. Es gibt viele Kunden, die bewusst<br />

ihre Bestände aufgebaut<br />

haben, um gesicherter in die <strong>Zukunft</strong><br />

zu gehen. Auch spiegelt sich<br />

die Preissensitivität in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong><br />

wi<strong>der</strong>, da es <strong>der</strong> Wirtschaft allgemein<br />

gerade nicht gut geht. Es<br />

wird härter verhandelt und es<br />

werden kürzere Verträge abgeschlossen.<br />

Eibner: Erklärend kann gesagt<br />

werden, dass die gestörten Lieferketten<br />

kein alleiniges Problem <strong>der</strong><br />

<strong>Logistik</strong> sind. Es mündet zwar<br />

dort, aber die <strong>Logistik</strong> funktioniert<br />

ja meistens. Es wird nicht<br />

genug nachproduziert o<strong>der</strong> die<br />

Produkte bleiben unterwegs irgendwo<br />

stecken. Da können unsere<br />

<strong>Logistik</strong>er auch keine Wun<strong>der</strong><br />

bewirken. Es hat Auswirkungen<br />

auf die <strong>Logistik</strong>, sie ist aber<br />

nicht <strong>der</strong> Verursacher des Ganzen.<br />

Welche Gegenmaßnahmen wenden<br />

<strong>Unternehmen</strong> diesbezüglich an?<br />

Boppert: Was ich bei vielen Kunden<br />

erlebe, ist, dass die Wie<strong>der</strong>beschaffungszeiten<br />

zwar im System<br />

eingestellt sind, aber sie rufen<br />

vorher nochmal beim Lieferanten<br />

an o<strong>der</strong> schreiben eine<br />

Mail. Die produzierenden <strong>Unternehmen</strong><br />

versuchen, Störungen in<br />

den Ketten vorab abzuschätzen.<br />

Deshalb werden früher größere<br />

Mengen geor<strong>der</strong>t. Auf <strong>der</strong> an<strong>der</strong>en<br />

Seite besteht aber die Unsicherheit,<br />

ob die Produkte, die darauf<br />

gebaut werden können, einen<br />

Abnehmer finden. Die <strong>Unternehmen</strong><br />

haben sich aufgrund <strong>der</strong> Krisen<br />

in den letzten Jahren mehrgleisig<br />

aufgestellt. Das bedeutet<br />

auch: Welcher Lieferant in <strong>der</strong><br />

Lieferkette ist greifbar, wenn <strong>der</strong><br />

erste ausfällt?<br />

Eibner: Was <strong>Unternehmen</strong> <strong>der</strong>zeit<br />

wie<strong>der</strong> überdenken, ist, ob es<br />

auch wie<strong>der</strong> regionaler und lokaler<br />

geht. Muss jetzt jedes Produkt<br />

aus China sein o<strong>der</strong> kann ich einen<br />

Mehrkostenaufwand in Kauf<br />

nehmen und weiß, dass mein<br />

Partner im Nachbarort sitzt? Ich<br />

beobachte, dass <strong>Unternehmen</strong><br />

Lieferketten hinterfragen und neu<br />

überdenken.<br />

11. Ulmer <strong>Logistik</strong>tag<br />

Alle zwei Jahre bietet<br />

<strong>der</strong> Ulmer <strong>Logistik</strong>tag<br />

spannende Vorträge<br />

von Branchenexperten<br />

sowie die Möglichkeit<br />

neue Kontakte zu<br />

knüpfen. Beim 11. Ulmer<br />

<strong>Logistik</strong>tag am<br />

Mittwoch, 10. April,<br />

geht es um neue Technologien<br />

und Energieträger<br />

im<br />

<strong>Logistik</strong>bereich.<br />

Los geht es um 8.45 Uhr.<br />

Veranstaltungsort:<br />

IVECO<br />

Boppert: Der Fokus liegt wie<strong>der</strong><br />

mehr auf Partnern aus <strong>der</strong> Europäischen<br />

Union.<br />

Was macht den <strong>Logistik</strong>standort<br />

Schwaben so erfolgreich?<br />

Eibner: Es gibt einen eindeutigen<br />

<strong>Logistik</strong>bedarf in <strong>der</strong> Region. Wir<br />

haben hier wahnsinnig viel produzierendes<br />

Gewerbe sowie namhafte<br />

<strong>Unternehmen</strong>. Diese sind<br />

auf eine funktionierende <strong>Logistik</strong><br />

angewiesen. Das ist auch ein<br />

Grund, warum sich hier so viele<br />

KundenCenter Ulm,<br />

Nicolaus-Otto-Str. 27,<br />

89079 Ulm<br />

Anmeldung:<br />

https://events.ulm.<br />

ihk24.de/<br />

ulmerlogistiktag<strong>2024</strong><br />

<strong>Logistik</strong>unternehmen angesiedelt<br />

haben. Wir sehen, dass <strong>der</strong> Bedarf<br />

in <strong>der</strong> Region steigt und im Großen<br />

und Ganzen bleibt. Wir hören<br />

nicht auf zu betonen: Ein Arbeitsplatz<br />

in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> kann<br />

sich verän<strong>der</strong>n, aber er wird bleiben.<br />

Das Fraunhofer Institut<br />

schaut sich alle paar Jahre <strong>Logistik</strong>standorte<br />

in Deutschland an.<br />

Die Region Schwaben ist unter<br />

den TOP 23 im Bundesvergleich<br />

vertreten. Wir sind die Supply-<br />

Chain-Region, in <strong>der</strong> ein<br />

Mehrwert produziert wird.<br />

Sie haben bekräftigt, dass Arbeitsplätze<br />

bleiben werden. Ist die <strong>Logistik</strong>branche<br />

vom Fachkräftemangel<br />

betroffen?<br />

Boppert: Ja.<br />

Welche Auswirkungen hat die Automatisierung<br />

auf den vorherrschenden<br />

Fachkräftemangel?<br />

Boppert: Es gibt natürlich schon<br />

<strong>Unternehmen</strong>, die versuchen zu<br />

automatisieren. Dies ist auch <strong>der</strong><br />

Tatsache geschuldet, dass Betriebe<br />

nicht mehr ausreichend qualifiziertes<br />

Personal finden. Allerdings<br />

möchten <strong>Logistik</strong>unternehmen<br />

weiter wachsen und benötigen<br />

hierfür Arbeitskräfte.<br />

Durch Teilautomatisierung<br />

kann ein gewisser Anteil <strong>der</strong> Arbeit<br />

vereinfacht werden. Dennoch<br />

gibt es noch einiges, was ein<br />

Mensch übernehmen muss.<br />

Gleichförmige Schachteln lassen<br />

sich beispielsweise problemlos<br />

automatisieren. Die Geometrie einiger<br />

Produkte gibt es jedoch<br />

nicht her, dass <strong>der</strong>zeit eine Automatisierung<br />

möglich ist. Ein<br />

Mensch dagegen denkt mit und<br />

sieht, ob es sich um das richtige<br />

Produkt handelt. Zudem spielt<br />

<strong>der</strong> Transport eine wichtige Rolle.<br />

Auch das autonome Fahren ist<br />

aktuell noch nicht komplett ohne<br />

den Menschen umsetzbar und auf<br />

öffentlichen Straßen nicht erlaubt.<br />

Eibner: Bei einem großen Hersteller<br />

aus dem Cluster werden durch<br />

Automatisierungsprozesse 300<br />

Mitarbeiter frei. Das <strong>Unternehmen</strong><br />

sagt ganz klar, das sind 300<br />

Mitarbeiter, die sie nicht suchen<br />

müssen und im Betrieb an<strong>der</strong>weitig<br />

einsetzen können. Durch Umschulungsprozesse<br />

haben sich die<br />

Positionen <strong>der</strong> Mitarbeiter sogar<br />

verbessert.<br />

Boppert: Dahin kommen wir nun<br />

wie<strong>der</strong>: Was ist das, was <strong>der</strong><br />

Mensch kann? Das, was ich automatisiert<br />

lösen und durch Unterstützung<br />

<strong>der</strong> Technik dem Menschen<br />

leichter machen kann, versuchen<br />

die <strong>Unternehmen</strong> jetzt<br />

umzusetzen.<br />

Anzeige<br />

Integrierte <strong>Logistik</strong>dienstleistung –<br />

das Erfolgsrezept <strong>der</strong> Noerpel-Gruppe<br />

Das Angebot entlang <strong>der</strong> gesamten Supply Chain zahlt sich aus – für die <strong>Unternehmen</strong>sgruppe wie auch Kundinnen und Kunden.<br />

Die Noerpel-Gruppe mit Hauptsitz<br />

in Ulm bietet individuelle, integrierte<br />

<strong>Logistik</strong>dienstleistungen<br />

aus einer Hand. Das familiengeführte<br />

<strong>Unternehmen</strong> mit insgesamt<br />

28 Standorten und rund<br />

3.400 Mitarbeitenden feiert mit<br />

diesem Rezept Erfolge: Seit 2022<br />

zählt Noerpel zu den Top 10 <strong>der</strong><br />

Stückgut-Spediteure 1 in Deutschland.<br />

Rund 90.000 m² <strong>Logistik</strong>fläche<br />

in Ulm und über 116.000 m²<br />

<strong>Logistik</strong>fläche in Giengen und<br />

Heidenheim machen Noerpel zu<br />

einem <strong>der</strong> größten Anbieter für<br />

Lagerlogistik in <strong>der</strong> Region. Die<br />

unternehmensinterne Arbeitnehmerüberlassung<br />

Logistics & Services<br />

ist zudem größter Personaldienstleister<br />

in und um Ulm herum.<br />

„Die integrierte <strong>Logistik</strong>dienstleistung<br />

bietet unseren Kunden<br />

die Flexibilität, schnell auf Verän<strong>der</strong>ungen<br />

am Markt zu reagieren.<br />

Die durchgängige Datenerfassung<br />

und -auswertung über<br />

alle <strong>Logistik</strong>prozesse hinweg ist<br />

die Basis für ein durchgängiges<br />

Qualitätsmanagement und Prozessoptimierungen“,<br />

erklärt Lucas<br />

Noerpel-Schnei<strong>der</strong>, Vorstand<br />

<strong>der</strong> Noerpel-Gruppe.<br />

Damit sich die Kund:innen auf<br />

das Kerngeschäft konzentrieren<br />

und weiterentwickeln können,<br />

hat die Ulmer <strong>Unternehmen</strong>sgruppe<br />

die <strong>Logistik</strong>-Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

im Blick und baut ihre Geschäftsfel<strong>der</strong><br />

stetig aus.<br />

Internationale Verkehre<br />

Grenzüberschreitende Verkehre<br />

sind wichtige Lieferwege für die<br />

Wirtschaft. Mit täglich mehr als<br />

3.500 internationalen Sendungen<br />

bietet die Noerpel-Gruppe ihren<br />

Kundinnen und Kunden einen<br />

umfangreichen Transportservice<br />

in Europa an. Durch den Zusammenschluss<br />

mit ERKA Internationale<br />

Spedition aus Stuttgart im<br />

vergangenen Jahr konnte Noerpel<br />

die Abfahrtsfrequenzen weiter erhöhen,<br />

zusätzliche Zieldestinationen<br />

anbieten und kürzere Laufzeiten<br />

realisieren. Damit baut<br />

Noerpel seine Marktposition weiter<br />

aus und realisiert ein zusätzliches<br />

Plus an Service und Qualität.<br />

Die Spedition ERKA bedient<br />

allein in Italien, Frankreich, Spanien<br />

und Großbritannien täglich<br />

41 Zieldestinationen und gehört<br />

mit dieser Transportleistung zu<br />

den Marktführern. Von <strong>der</strong> hohen<br />

Abfahrtsdichte profitieren auch<br />

die Kund:innen <strong>der</strong> Noerpel-<br />

Gruppe.<br />

<strong>Logistik</strong> live erleben<br />

Die <strong>Logistik</strong> sorgt dafür,<br />

dass die Regale voll sind,<br />

die Produktionen reibungslos<br />

laufen und Online-<br />

Shopping funktioniert. Am<br />

Tag <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> können<br />

alle Interessierten einen<br />

Blick hinter die Kulissen <strong>der</strong><br />

Hauptnie<strong>der</strong>lassung in Ulm<br />

werfen.<br />

<strong>Logistik</strong> aus einer Hand – vom Transport über die Lagerung bis hin zum Versand an die Endkunden.<br />

Foto: Noerpel-Gruppe<br />

Wo:<br />

Ernst-Abbe-Straße 22,<br />

89079 Ulm<br />

Wann:<br />

Donnerstag, 18. April <strong>2024</strong><br />

10 – 12 Uhr und<br />

16.30 – 18 Uhr<br />

Anmeldung online unter:<br />

www.tag-<strong>der</strong>-logistik.de<br />

Spontan Entschlossene<br />

sind auch ohne Anmeldung<br />

herzlich willkommen.<br />

Am diesjährigen Girls’ Day<br />

sind Mädchen eingeladen,<br />

selbst mitzuerleben, welche<br />

Berufsvielfalt und Ausbildungs-<br />

und Karrierechancen<br />

es bei <strong>der</strong> Noerpel-Gruppe<br />

gibt. Unter dem<br />

Motto „Ich werde Chefin“<br />

erwartet die Schülerinnen<br />

inspirierende Gespräche,<br />

eine Tour über das Noerpel-<br />

Gelände, ein Gewinnspiel<br />

und vieles mehr.<br />

E-Commerce-Fulfillment<br />

Noerpel unterstützt E-Commerce-<strong>Unternehmen</strong><br />

und übernimmt<br />

neben <strong>der</strong> klassischen Kontraktlogistik<br />

mit Warenannahme, Lagerung<br />

und Transport auch das<br />

Kommissionieren, Verpacken,<br />

den Paketlieferdienst zum Endkunden<br />

sowie das Retouren-<br />

Handling. Dieses sogenannte<br />

E-Commerce-Fulfillment beginnt<br />

schon mit <strong>der</strong> direkten Anbindung<br />

an das Online-Shopsystem<br />

des Kunden und kann bis hin zur<br />

Übernahme des Kunden-Service<br />

o<strong>der</strong> dem Retouren-Handling<br />

am Schluss <strong>der</strong> Prozesskette<br />

gehen. Anfang März eröffnete<br />

WEHNER Logistics, das Tochterunternehmen<br />

<strong>der</strong> Noerpel-Gruppe<br />

ihren zweiten spezialisierten<br />

Standort für E-Commerce-Fulfillment<br />

in Langenfeld bei Düsseldorf.<br />

Dank nachhaltiger Ausstattung<br />

erfüllt das Gebäude die Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

für das Platin-Zertifikat<br />

<strong>der</strong> DGNB, die 14.500 m²<br />

große Anlage läuft CO 2 -neutral.<br />

Wo:<br />

Ernst-Abbe-Straße 22,<br />

89079 Ulm<br />

Wann:<br />

Donnerstag<br />

25. April <strong>2024</strong><br />

9 - 12:45 Uhr<br />

Anmeldung online unter:<br />

www.girls-day.de<br />

„Mit dem Bezug dieser Anlage<br />

setzen wir Maßstäbe für zeitgemäße<br />

<strong>Logistik</strong>-Dienstleistungen“,<br />

erklärt Lucas Noerpel-Schnei<strong>der</strong>.<br />

„Für unsere Kunden realisieren<br />

wir E-Commerce-Lösungen auf<br />

Top-Niveau – gleichzeitig erfüllen<br />

wir unseren Anspruch für<br />

mehr Nachhaltigkeit in <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>.“<br />

Klimaneutral<br />

bis 2050<br />

In drei großen Schritten – bis<br />

2030, 2<strong>04</strong>0 und 2050 – verfolgt die<br />

<strong>Unternehmen</strong>sgruppe das ehrgeizige<br />

Ziel <strong>der</strong> Klimaneutralität in<br />

ihrer Sustainability Roadmap. Die<br />

Ziele sind nach den Richtlinien<br />

<strong>der</strong> Science Based-Target Initiative<br />

auf wissenschaftlicher Basis<br />

gesetzt und verfolgen das übergeordnete<br />

Ziel, die Er<strong>der</strong>wärmung<br />

auf 1,5 °C zu reduzieren.<br />

Konkrete Maßnahmen setzt die<br />

Noerpel-Gruppe bereits um: Der<br />

Großteil <strong>der</strong> Emissionen entsteht<br />

im Transport. Entsprechend liegt<br />

<strong>der</strong> Fokus auf <strong>der</strong> kontinuierlichen<br />

Optimierung <strong>der</strong> Transportwege<br />

und einer sukzessiven Umstellung<br />

des Fuhrparks auf alternative<br />

Antriebe und Kraftstoffe.<br />

An fast allen Standorten <strong>der</strong> <strong>Unternehmen</strong>sgruppe<br />

wird 100 Prozent<br />

Naturstrom genutzt. Neubauten<br />

werden unter Anwendung<br />

nachhaltiger Baustandards errichtet<br />

und möglichst mit Photovoltaik<br />

ausgestattet.<br />

Noerpel hat erneut auch die<br />

Dienstleistungsangebote im<br />

Blick. „Ob eine an<strong>der</strong>e Bündelung<br />

von Sendungen, neue Verpackungslösungen<br />

o<strong>der</strong> alternative<br />

Transportrouten – auch hier gibt<br />

es häufig Optimierungspotenzial,<br />

vor allem bei den indirekten<br />

Emissionen“, so Thomas Hehnle,<br />

Vorstand Vertrieb <strong>der</strong> Noerpel-<br />

Gruppe. Künftig bietet Noerpel<br />

individuelle Kundenlösungen für<br />

nachhaltigere <strong>Logistik</strong>services<br />

und baut damit das nachhaltige<br />

Dienstleistungsangebot weiter<br />

aus. Denn Noerpel macht sich für<br />

die zukunftsfähige und nachhaltige<br />

Entwicklung <strong>der</strong> Wertschöpfungskette<br />

mit Verantwortung für<br />

Umwelt und Gesellschaft stark.<br />

Und wie bei jedem guten (Erfolgs-)Rezept<br />

wird es von Generation<br />

zu Generation weitergegeben<br />

und stets weiterentwickelt.<br />

Bei Noerpel unterstützt seit 2019<br />

die fünfte Generation die <strong>Unternehmen</strong>sführung<br />

und sorgt mit<br />

dafür, dass die individuellen Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

<strong>der</strong> Kund:innen auch<br />

zukünftig entlang <strong>der</strong> gesamten<br />

Supply Chain lückenlos erfüllt<br />

werden.<br />

pm<br />

1 https://www.dvz.de/unternehmen/spedition/detail/news/dachser-ist-die-nummer-eins.html


<strong>Logistik</strong> <strong>der</strong> <strong>Zukunft</strong><br />

Ohne Fachkräfte<br />

läuft hier nichts<br />

Im Büro, auf <strong>der</strong> Straße und in den Hochregallagern: Auch<br />

die <strong>Logistik</strong>-Branche sieht sich mit dem Problem des<br />

Fachkräftemangels konfrontiert. Von Anne Schur<br />

Die Supermarktregale<br />

gut gefüllt mit Joghurt,<br />

frischem Obst und Gemüse,<br />

in den Läden<br />

<strong>der</strong> Innenstadt die neuste Frühlingsmode<br />

und im Buchladen um<br />

die Ecke stehen schön aufgereiht<br />

die Titel <strong>der</strong> Bestseller-Liste:<br />

Ohne die <strong>Logistik</strong>-Branche wären<br />

all diese Waren nicht verfügbar.<br />

Auch Internetbestellungen würden<br />

ihr Ziel nicht erreichen und<br />

für immer im Fach eines Hochregallagers<br />

liegen blieben.<br />

Ein Mangel und seine Folgen<br />

Doch trotz ihrer hohen Bedeutung<br />

für den Wirtschaftsstandort<br />

Deutschland hat auch die <strong>Logistik</strong>-Branche<br />

seit Jahren mit einem<br />

Mangel an Fachkräften zu kämpfen.<br />

Laut einer Umfrage <strong>der</strong> Initiative<br />

„Die Wirtschaftsmacher“<br />

aus dem Jahr 2023 sehen 67 Prozent<br />

<strong>der</strong> Teilnehmenden sogar<br />

eine Verschlimmerung <strong>der</strong> Situation.<br />

Die Auswirkungen eines<br />

langanhaltenden Fachkräftemangels<br />

zeigt sich in unterschiedlichen<br />

Bereichen. So entstanden<br />

<strong>der</strong> heimischen Wirtschaft im<br />

Jahr 2022 durch den Mangel an<br />

<strong>Logistik</strong>-Fachpersonal zusätzliche<br />

Kosten in Höhe von 22 Milliarden<br />

Euro. Das geht aus einer<br />

Studie mit dem Titel „Begegnung<br />

von Kapazitätsengpässen im<br />

Straßengüterverkehr – Fokus<br />

Fahrpersonal“ hervor, die im Februar<br />

2023 veröffentlicht wurde<br />

und von Forschenden <strong>der</strong> Logistics<br />

Advisory Experts (Universität<br />

St. Gallen), <strong>der</strong> Technischen<br />

Universität Dresden und dem Institut<br />

für Angewandte <strong>Logistik</strong><br />

<strong>der</strong> Technischen Hochschule<br />

Würzburg-Schweinfurt durchgeführt<br />

wurde. Doch ein Mangel an<br />

Fachkräften hat auch ganz konkrete<br />

Auswirkungen auf jeden<br />

einzelnen Beschäftigten. Er führt<br />

zu einer größeren Arbeitsbelastung<br />

<strong>der</strong> vorhandenen Mitarbeitenden,<br />

die wie<strong>der</strong>um mitunter<br />

einen erhöhten Krankenstand<br />

o<strong>der</strong> eine Zunahme <strong>der</strong> Kündigungen<br />

nach sich ziehen kann.<br />

Die Macher <strong>der</strong> 2023-Studie<br />

schlagen drei Wege vor, mit <strong>der</strong><br />

die Branche dem Fehlen von<br />

Fachkräften begegnen kann.<br />

1.<br />

Ein wichtiger Punkt ist eine<br />

Steigerung <strong>der</strong> Attraktivität<br />

<strong>der</strong> Arbeitgeber und<br />

ein Mehr an Wertschätzung.<br />

Häufig fehlt Beschäftigten <strong>der</strong><br />

<strong>Logistik</strong>-Branche die Wertschätzung<br />

ihrer Tätigkeit. Das betrifft<br />

beson<strong>der</strong>s das Fahrpersonal.<br />

Hier muss ein Wandel auf verschiedenen<br />

Ebenen stattfinden.<br />

Zum einen muss die Gesellschaft<br />

anerkennen, wie wichtig die Beschäftigten<br />

<strong>der</strong> <strong>Logistik</strong>-Branche<br />

– egal, ob diese in den Büros,<br />

Zentrallagern o<strong>der</strong> auf <strong>der</strong> Straße<br />

im Einsatz sind – für das<br />

Wohlergehen <strong>der</strong> Wirtschaft.<br />

Zum an<strong>der</strong>en sehen die Studienmacher<br />

auch<br />

die Arbeitgeber<br />

in <strong>der</strong><br />

Pflicht. So<br />

müssen <strong>Unternehmen</strong><br />

dafür<br />

sorgen, dass<br />

ihre Fachkräfte sich<br />

unterstützt fühlen –<br />

und zwar sowohl innerhalb<br />

des Berufes<br />

(zum Beispiel durch<br />

ein angemessenes<br />

Gehalt, die Schaffung<br />

von Sozialräumen<br />

und Kantinen<br />

an den Standorten)<br />

als auch außerhalb des<br />

Berufes (zum Beispiel<br />

durch die Unterstützung<br />

beim Thema Kin<strong>der</strong>betreuung<br />

o<strong>der</strong> Wohnungssuche).<br />

<strong>Unternehmen</strong> und Politik<br />

müssen wie<strong>der</strong>um ge-<br />

2. meinsam an einem<br />

Strang ziehen, wenn es darum<br />

geht, das gesamte Berufsfeld <strong>der</strong><br />

<strong>Logistik</strong> attraktiver zu machen –<br />

beson<strong>der</strong>s auch für junge Menschen,<br />

die auf <strong>der</strong> Suche nach einem<br />

Ausbildungsplatz sind. Sie<br />

können auch durch mo<strong>der</strong>nes Recruiting,<br />

die Beteiligung an Image-<br />

Kampagnen wie „Die Wirtschaftsmacher“<br />

o<strong>der</strong> beson<strong>der</strong>e Ausbildungsprogramme<br />

auf die <strong>Logistik</strong><br />

als attraktives Berufsumfeld hinweisen,<br />

heißt es in <strong>der</strong> Studie. Als<br />

politische Maßnahmen werden<br />

eine vereinfachte Berufsanerkennung<br />

von Fahrpersonal aus Drittstaaten,<br />

<strong>der</strong> Führerschein mit 17,<br />

<strong>der</strong> Ausbau von Park- und Rastanlagen<br />

sowie eine staatlich geför<strong>der</strong>te<br />

Image- und Ausbildungsinitiative<br />

genannt.<br />

ABB.: J-MEL/ADOBESTOCK<br />

3.<br />

Das Fehlen von Fachkräften<br />

lässt sich nicht<br />

von heute auf morgen<br />

beheben. Darum ist es essentiell,<br />

Arbeitsabläufe zu überarbeiten,<br />

zu optimieren und durch technische<br />

und digitale Lösungen zu ergänzen,<br />

um Kapazitäten besser<br />

nutzen zu können und unnötige<br />

Wartezeiten o<strong>der</strong> Leerfahrten zu<br />

vermeiden. Auch die verbesserte<br />

Integration <strong>der</strong> <strong>Logistik</strong> in die<br />

Produktionsplanung kann zu einer<br />

Entlastung führen.<br />

Anzeige<br />

Ihr erster Ansprechpartner<br />

Beratung – Schulung – Prüfung: Das Kooperationszentrum Verkehr und <strong>Logistik</strong> Ulm/Augsburg (KVL) unterstützt bei allen Fragen rund um<br />

den Transport<br />

Wir sind Ihr erster Ansprechpartner:<br />

Bei allen Fragen rund um die<br />

Themen Güter- und Personenverkehr,<br />

den Transport gefährlicher<br />

Güter und zu Fachveranstaltungen<br />

sind wir für Sie da. Gegründet<br />

im Jahr 2005 durch die IHKs Ulm<br />

und Schwaben, hat sich das erste<br />

län<strong>der</strong>übergreifende Kompetenzzentrum<br />

seiner Art zu einer zentralen<br />

Anlaufstelle für <strong>Unternehmen</strong><br />

entwickelt. Mehr als 10.000<br />

telefonische Auskünfte und persönliche<br />

Beratungen sowie rund<br />

3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer<br />

an Sach- und Fachkundeprüfungen<br />

sind nur einige Kennzahlen,<br />

die das KVL Jahr für Jahr<br />

vorweisen kann. Da das Verkehrsgewerbe<br />

ständig mit neuen Regelungen<br />

und Gesetzen konfrontiert<br />

wird, bietet das KVL neben<br />

<strong>der</strong> Beratung zu den Themen<br />

Verkehr, Gefahrgut und <strong>Logistik</strong><br />

auch ein umfangreiches Weiterbildungs-<br />

und Veranstaltungsprogramm<br />

an. Dank <strong>der</strong> KVL-Fachexperten<br />

und <strong>der</strong> jahrelangen Zusammenarbeit<br />

mit zahlreichen<br />

Referenten, ist es dem KVL dabei<br />

möglich, in kürzester Zeit aktuelle<br />

Fragestellungen aufzugreifen<br />

und passende Veranstaltungen<br />

zu entwickeln.<br />

Berufskraftfahrerqualifikation:<br />

• Prüfung von angehenden Fahrern<br />

im gewerblichen Güterund<br />

Personenverkehr<br />

• Fachberatung rund um das Thema<br />

Qualifikationspflicht und<br />

Führerscheinrecht<br />

Ansprechpartnerin:<br />

Lisa Brugger<br />

Tel. 0731 176255-23<br />

lisa.brugger@schwaben.ihk.de<br />

www.ihk.de/schwaben/<br />

Nr. 5184062<br />

Gefahrgut:<br />

• Prüfung für Gefahrgutfahrer<br />

• Prüfung für Gefahrgutbeauftragte<br />

• Anerkennung und Überwachung<br />

von Lehrgangsveranstalter<br />

• Fachberatung zum Gefahrgut,<br />

Gefahrgutrecht und Gefahrguttransporten<br />

Ansprechpartnerin:<br />

Catalina Schwendt<br />

Tel. 0731 176255-30<br />

schwendt@ulm.ihk.de<br />

www.ihk.de/ulm, Nr. 5730320<br />

Seminare und<br />

Fachveranstaltungen:<br />

Fachveranstaltungen und Inhouse-Schulungen<br />

zu den Themen<br />

Verkehr, Gefahrgut, <strong>Logistik</strong>,<br />

Arbeitsschutz und Brandschutz<br />

Ansprechpartnerin:<br />

Andrea Wagner<br />

Tel. 0731 176255-29<br />

wagner@ulm.ihk.de<br />

www.ihk.de/ulm, Nr. 6<strong>04</strong>1742<br />

Und so unterstützen wir Sie<br />

Güter und Personenverkehr:<br />

• Fachkundeprüfung Güterverkehr<br />

• Fachkundeprüfung Personenbeför<strong>der</strong>ung<br />

und Taxi/Mietwagen<br />

• Stellungnahmen für Genehmigungsbehörden<br />

• Fachberatung zum Güter- und<br />

Personenverkehr<br />

Ansprechpartner:<br />

Martin Birling<br />

Tel. 0731 176255-27<br />

martin.birling@schwaben.ihk.de<br />

www.ihk.de/schwaben/<br />

Nr. 73639 für Güterverkehr,<br />

Nr. 5184066 für Personenverkehr<br />

Netzwerke<br />

Die IHKs bieten eine<br />

Plattform zum Netzwerken,<br />

Mitmachen und<br />

Engagieren. Interessierte<br />

können zum Beispiel<br />

im <strong>Logistik</strong>-Cluster<br />

Schwaben (LCS) o<strong>der</strong><br />

Cluster Nutzfahrzeuge<br />

Schwaben (CNS) mitarbeiten.<br />

Informationen &<br />

Kontakt<br />

Kooperationszentrum<br />

Verkehr und <strong>Logistik</strong><br />

Ulm/Augsburg<br />

Edisonallee 39, 89231<br />

Neu-Ulm<br />

Tel. 0731 176255 - 29<br />

www.ihk.de/ulm,<br />

Nr. 3582256<br />

www.ihk.de/schwaben,<br />

Nr. 2584700<br />

FOTO: IHK ULM

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