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aufgweckt 2024

Weckruf Zeitung der Stadtkapelle Friedberg

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TEXT VON UWE KÖLLER

EINE

EntSCHEIDUNG

Alles hat seine Zeit ...

... mit dieser Einstellung bin ich vor 12 Jahren auf Einladung

von Bruno Piebel und Gerhard Riegler zur Stadtkapelle

gekommen und habe angefangen, mit viel Neugier,

ohne Erwartungen oder klare Vorstellungen zu arbeiten.

Das hat von der 1. Probe an sehr viel Spaß gemacht und

ich habe gemerkt, wie viel Potential in der Kapelle liegt, das

quasi darauf wartet aktiviert zu werden. Und so haben wir

uns schrittweise immer mehr gesteigert und ich war beeindruckt

von der Arbeitsbereitschaft und dem Willen schöne

Musik zu machen. Die Zusammenarbeit zwischen der

Kapelle, insbesondere damals eben mit Bruno, hat super

funktioniert und so haben wir uns, ohne es besonders zu

forcieren auch qualitätsmäßig Jahr für Jahr entwickelt, was

man sich dann auch bei den Frühjahrskonzerten anhören

konnte. Und selbst der Schock, als uns Bruno völlig unerwartet

und viel zu früh verlassen hat, und dann noch diese

zermürbende, erzwungene Starre der Corona-Pandemie

haben die Kapelle und mich eigentlich immer näher zusammengebracht,

anstatt uns auseinanderzureißen.

Und trotzdem haben all diese harten Zeiten wohl doch ihre

Spuren hinterlassen, weniger zwischen der Kapelle und mir,

sondern eher im Verhältnis vieler Mitglieder der Kapelle

zu ihrer Einstellung und ihrer Motivation, weiterhin mitzumusizieren.

Das hat mich zuerst nicht wirklich irritiert,

weil ich dachte, das wäre einfach nur eine temporäre Phase,

doch als ich mich dann mal mit unserem Obmann Stefan

Prenner nach einer, zwar intensiven, aber spärlich besetzten

Probe zusammengesetzt habe und ich dann auch rein sachlich

über die Abmeldungen in den letzten Jahren informiert

wurde, da wurden mir zwei Sachen klar: Erstens, könnte

ich mit so einer dezimierten Besetzung das erreichte musikalische

Niveau nicht halten, ohne jede Menge Gäste für

die Frühjahrskonzerte einkaufen zu müssen und zweitens,

dass vielleicht einfach frischer Wind in die Kapelle geblasen

werden muss, damit sich diese Tendenz wieder erholt

und sich wieder mehr Leute angesprochen fühlen, bei der

Kapelle mitzuspielen.

Und so kam meine Entscheidung zustande, die Stadtkapelle

nach 12 Jahren freundschaftlicher

intensiver Arbeit genauso

freundschaftlich wieder zu verlassen,

um Platz für Erneuerung zu

schaffen.

Diese Entscheidung

fällt mir

nicht leicht,

aber ich denke,

es ist Zeit für

etwas Neues ...

für die Stadtkapelle

und auch

für mich ...

UWE

12

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