Carrossier_2024_02
carrosserie suisse Fachzeitschrift carrosserie suisse journal officiel
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Offizielle Zeitschrift / Journal officiel<br />
April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Bundesratsentscheid<br />
GAV für allgemein verbindlich erklärt<br />
Décision du Conseil fédéral<br />
La CCT déclarée de force obligatoire<br />
Werkstatt der Zukunft<br />
Effizient, digital, nachhaltig und sicher<br />
L’atelier du futur<br />
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Unter der Lupe<br />
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Inhalt / Sommaire<br />
Der MG Cyberster ist nur einer von mehreren neuen Autos chinesischer<br />
Herkunft, die bald auch auf unseren Strassen zu sehen sein<br />
werden. Welche Marken und Modelle noch, erfahren Sie auf Seite 28.<br />
La MG Cyberster n’est qu’une des nombreuses nouvelles voitures<br />
d’origine chinoise qui sillonneront bientôt nos routes. Découvrez les<br />
marques et les modèles disponibles à la page 28.<br />
Verband<br />
6 Endlich: Bundesrat erklärt GAV für allgemein verbindlich<br />
8 Bedeutung von AVE und GAV für Verband und Romandie<br />
10 Die Online-Jobbörse von carrosserie suisse<br />
12 Neue Serie: Carrosserieberufe im Wandel der Zeit<br />
Sektionen<br />
14 GV in der Nordwestschweiz<br />
15 Ostschweiz und Zürich<br />
16 Aargau und Bern-Mittelland<br />
17 Fribourg und Zentralschweiz<br />
18 Waadt<br />
19 Neuchâtel JU BE fr<br />
20 Tessin<br />
Reportage<br />
28 Chinesische Marken wollen mitmischen<br />
Fokus<br />
31 Werkstatt der Zukunft – und was es heute schon gibt<br />
36 Das Label green car repair ist jetzt am Start<br />
38 Neue ADAS-Obligatorien – was kommt auf uns zu?<br />
40 Auswertung: e-Service generiert mehr Aufträge<br />
42 AXA gestaltet ihren Schadenprozess neu<br />
Technik<br />
46 Material und Verbindung – eine Momentaufnahme<br />
Bildung<br />
50 Für wen das Betriebsleiterdiplom das Richtige ist<br />
54 14 neue Fachausweise verteilt<br />
55 üK-Center in Zahlen<br />
56 Lara Kaufmanns Start in die WorldSkills-Vorbereitungen<br />
Unter der Lupe<br />
62 Rebellion Motors SA<br />
Andere<br />
21 Aktive Branche<br />
52 Kursangebote<br />
58 Rechtshilfe: Krankheit während Kündigungsfrist<br />
59 Einkaufsführer<br />
66 Hingucker<br />
Association<br />
6 Enfin: le Conseil fédéral déclare la CCT de force obligatoire<br />
8 Ce que la DFO et la CCT signifient pour la Romandie<br />
10 La bourse de l’emploi online de carrosserie suisse<br />
12 Nouvelle série: les métiers de la carrosserie à travers<br />
le temps<br />
Sections<br />
14 AG en Suisse du nord-ouest<br />
15 Suisse orientale et Zurich<br />
16 Argovie et Berne-Mittelland<br />
17 Fribourg et Suisse centrale<br />
18 Vaud<br />
19 Neuchâtel JU BE fr<br />
20 Tessin<br />
Reportage<br />
28 Les marques chinoises s’en mêlent<br />
En point de mire<br />
31 L’atelier du futur – et ce qui existe déjà de nos jours<br />
36 Le label green car repair sur le point de démarrer<br />
38 Nouvelles obligations ADAS – ce qui nous attend<br />
40 Evaluation : l’e-Service génère plus de commandes<br />
42 AXA repense son processus de sinistres<br />
Technique<br />
46 Matériel et connexion – un instantané<br />
Formation<br />
50 A qui s'adresse le brevet de Chef d'exploitation de carrosserie<br />
54 Remise de 14 nouveaux brevets<br />
55 Les centres interentreprises en chiffres<br />
56 Lara Kaufmann démarre sa préparation aux WorldSkills<br />
Sous la loupe<br />
62 Rebellion Motors SA<br />
Autres<br />
21 Branche active<br />
52 Offre de cours<br />
58 Assistance juridique: maladie pendant délai de licenciement<br />
59 Guide d’achat<br />
66 Tape-à-l’œil<br />
Termine und Veranstaltungen<br />
Échéances et manifestations<br />
carrosserie suisse Delegiertenversammlung, Bussigny<br />
Assemblée des délégués carrosserie suisse, Bussigny<br />
6.6.<strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Intern. Trucker & Country-Festival Interlaken<br />
Intern. Trucker & Country-Festival Interlaken<br />
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carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>3
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Editorial / Editorial<br />
Freude und Dank<br />
Joie et gratitude<br />
Dass nach fast zwei Jahren intensiver Bemühungen<br />
das Schweizer Carrosseriegewerbe<br />
endlich wieder über einen allgemeinverbindlichen<br />
Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verfügt, ist<br />
eine grosse Freude und eine Bestätigung dafür,<br />
dass es mit Ausdauer, Zusammenhalt und Kompromissbereitschaft<br />
auch als Kollektiv gelingen<br />
kann, einen anspruchsvollen und steinigen<br />
Weg zu meistern.<br />
Trotz zahlreicher Unsicherheiten und Hindernisse<br />
durften wir stets auf die Unterstützung<br />
der carrosserie-suisse-Gemeinschaft zählen.<br />
Ihr Beistand ist ein Beweis für die Stärke und<br />
den Zusammenhalt innerhalb des Verbands<br />
und ein Signal, dass die Errungenschaft GAV<br />
weiterhin viel Zuspruch geniesst.<br />
Unser aufrichtiger Dank gebührt Ihnen, geschätzte Mitglieder.<br />
Ihr Vertrauen und Ihr Engagement waren entscheidend.<br />
Die Sicherung guter Arbeitsbedingungen und ein fairer Wettbewerb<br />
sind zentrale Anliegen unseres GAV. Mit dem bundesrätlichen<br />
Beschluss schaffen wir den Rahmen, dass<br />
diese Standards wieder schweizweit Anwendung finden und<br />
dass die Entwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung<br />
in der Carrosseriebranche weiterhin wie gewohnt<br />
stattfinden kann.<br />
Seit dem 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> sind auch die nicht organisierten Betriebe<br />
wieder dem GAV unterstellt. Die paritätischen Kommissionen<br />
überwachen den Vollzug und sorgen für geregelte<br />
Verhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmenden.<br />
Erstmals wird die neu gegründete paritätische Kommission<br />
Romandie ihre Tätigkeit aufnehmen und die korrekte Anwendung<br />
unseres GAV in der Westschweiz sicherstellen.<br />
Wir freuen uns über die Erreichung dieses Meilensteins und<br />
darauf, uns nun wieder anderen Themen zuwenden zu können.<br />
Daniel Röschli<br />
Direktor carrosserie suisse<br />
Le fait que, après presque deux ans d'efforts<br />
intenses, la branche suisse de la carrosserie<br />
automobile dispose enfin à nouveau d'une<br />
convention collective de travail (CCT) déclarée<br />
de force obligatoire est une grande joie et une<br />
confirmation qu'avec de la persévérance, de la<br />
cohésion et une volonté de compromis, même<br />
comme collectivité, nous sommes en mesure<br />
d‘arriver à bout d‘un parcours exigeant et semé<br />
d'embûches.<br />
Malgré de nombreuses incertitudes et de nombreux<br />
obstacles, nous avons toujours pu compter<br />
sur le soutien de la communauté carrosserie<br />
suisse. Votre soutien est une preuve de la<br />
force et de la cohésion au sein de l'association<br />
et le signal que la réalisation de la CCT continue<br />
de jouir d'une grande popularité.<br />
Nos sincères remerciements vont à vous, chers membres.<br />
Votre confiance et votre engagement ont été cruciaux.<br />
Assurer de bonnes conditions de travail et une concurrence<br />
loyale sont les préoccupations centrales de notre CCT. Avec la<br />
décision du Conseil fédéral, nous créons le cadre nécessaire<br />
pour que ces normes soient à nouveau appliquées dans toute<br />
la Suisse et pour que le développement de la formation professionnelle<br />
et continue dans la branche de la carrosserie se<br />
poursuive comme d'habitude.<br />
À partir du 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, les entreprises non organisées sont<br />
également à nouveau soumises à la CCT. Les commissions paritaires<br />
contrôlent l'application de la loi et veillent à ce que les<br />
relations entre employeurs et salariés soient réglementées.<br />
Pour la première fois, la Commission paritaire Romandie nouvellement<br />
créée débutera ses activités et veillera à la bonne<br />
application de notre CCT en Suisse romande.<br />
Nous sommes heureux d'avoir franchi cette étape majeure et<br />
de pouvoir à nouveau nous tourner vers d'autres sujets.<br />
Daniel Röschli<br />
Directeur de carrosserie suisse<br />
Impressum<br />
April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
53. Jahrgang / 53 e année<br />
Offizielle Zeitschrift von carrosserie suisse<br />
Organe officiel de carrosserie suisse<br />
Erscheint 6-mal jährlich<br />
Paraît 6 fois par an<br />
Druckauflage 2400 Ex.<br />
Tirage 2400 ex.<br />
Abonnemente /Abonnements:<br />
Jahresabonnement /<br />
Abonnement annuel CHF 72.–<br />
Lehrlinge, Studenten /<br />
Apprentis, étudiants CHF 36.–<br />
Ausland / Etranger CHF 99.–<br />
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T 058 344 95 46<br />
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Herausgeber / Editeur responsable:<br />
carrosserie suisse<br />
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Redaktion / Rédaction:<br />
Galledia Fachmedien AG<br />
Baslerstrasse 60, 8048 Zürich<br />
Henrik Petro, Chefredaktor/<br />
Rédacteur en chef<br />
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henrik.petro@galledia.ch<br />
Jean Mesnil, Übersetzungen, Redaktion /<br />
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T 058 344 98 49<br />
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Jutta Hausmann, Leitung Medienberatung /<br />
Responsable du conseil média<br />
T + 41 58 344 98 06<br />
jutta.hausmann@fachmedien.ch<br />
Heike Poensgen, Backoffice<br />
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carrossier@fachmedien.ch<br />
Herstellung / Production:<br />
Galledia Print AG, 9230 Flawil<br />
www.galledia.ch<br />
Redaktionsschluss / Bouclage:<br />
Ausgabe 3 vom 13. Juni <strong>2<strong>02</strong>4</strong>:<br />
28. Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Edition 3 du 13 juin <strong>2<strong>02</strong>4</strong>:<br />
28 mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>5
Verband / Association<br />
Gesamtarbeitsvertrag<br />
Bundesrat erklärt<br />
GAV für allgemein<br />
verbindlich<br />
Damit gelten die seit Juli 2<strong>02</strong>2 bereits für Verbandsmitglieder<br />
vorgegebenen Rahmenbedingungen<br />
per 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> nun verbindlich für alle<br />
Betriebe im Carrosserie- und Fahrzeugbaugewerbe,<br />
unabhängig von ihrer Verbandsmitgliedschaft.<br />
Convention Collective du Travail<br />
Le Conseil fédéral<br />
déclare la CCT de<br />
force obligatoire<br />
Les conditions-cadres valables pour les membres<br />
depuis juillet 2<strong>02</strong>2 s'appliqueront à toutes les<br />
entreprises de carrosserie et de serrurerie-construction<br />
sur véhicules dès le 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>,<br />
qu’elles appartiennent à l'association ou non.<br />
Die Allgemeinverbindlichkeit der Rahmenbedingungen, die der GAV festhält, sorgt bei allen Arbeitgebern und -nehmern für langfristige Sicherheit<br />
und Planbarkeit – und Chancengleichheit.<br />
Le caractère de force obligatoire des conditions-cadres énoncées dans la CCT garantit la sécurité et la planification à long terme – ainsi que l’égalité<br />
des chances – pour tous les employeurs et salariés..<br />
Seit Juli 2<strong>02</strong>2 arbeiten nur carrosserie suisse angeschlossene<br />
Betriebe im Rahmen des bis 2<strong>02</strong>5 geltenden Gesamtarbeitsvertrages<br />
(GAV). Aufgrund der wegen Einsprachen bis anhin<br />
ausstehenden Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) unterlagen<br />
nicht angeschlossene Unternehmen aus der Branche<br />
nicht mehr den GAV-Konditionen.<br />
Lange Wartezeit erfolgreich beendet<br />
Nun erklärte der Bundesrat nach eingehender Prüfung durch<br />
das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in seiner Sitzung<br />
vom 6. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> den Gesamtarbeitsvertrag für die gesamte<br />
Branche als verbindlich. Die Regelung tritt per 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in<br />
Kraft. Mit diesem Entscheid sorgt die Landesregierung für ein<br />
starkes Fundament innerhalb des Schweizer Fahrzeugbauund<br />
Carrosseriegewerbes.<br />
Die frohe Botschaft aus Bundesbern sei das Ergebnis von monatelangen<br />
intensiven Gesprächen mit den involvierten Parteien,<br />
so Felix Wyss, Zentralpräsident von carrosserie suisse: «Der<br />
Depuis juillet 2<strong>02</strong>2, seules les entreprises affiliées à carrosserie<br />
suisse travaillaient sous le régime de la convention collective<br />
de travail (CCT). Cette dernière demeure valable jusqu’en<br />
2<strong>02</strong>5. Diverses oppositions avaient mis en en attente l’entrée<br />
de la déclaration de force obligatoire (DFO) et les entreprises<br />
de la branche non affiliées n’étaient plus soumises à la CTT.<br />
Une longue attente s‘achève sur un succès<br />
Après un examen approfondi par le Seco, le Conseil fédéral a<br />
déclaré, lors de sa séance du 6 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, la CCT contraignante<br />
pour l'ensemble de la branche. La réglementation entre<br />
en vigueur le 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Avec cette décision, le gouvernement<br />
garantit une base solide au sein de la branche suisse de<br />
la serrurerie-construction sur véhicules et de la carrosserie.<br />
La bonne nouvelle de la Berne fédérale est le résultat de longs<br />
mois de discussions intenses avec les parties concernées, déclare<br />
Felix Wyss, Président central de carrosserie suisse: «La<br />
CCT, à nouveau obligatoire pour tous, revêt une importance<br />
6 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Verband / Association<br />
<br />
<br />
nun wieder allgemein verbindliche Gesamtarbeitsvertrag ist für capitale pour notre branche, surtout pour son avenir à long<br />
unsere Branche von enormer Bedeutung, insbesondere für die terme. La force obligatoire de ces conditions-cadres, fixées par<br />
längerfristige<br />
<br />
Zukunft des Gewerbes. Die Allgemeinverbindlichkeit<br />
dieser <br />
<br />
Rahmenbedingungen, welche der GAV festhält, sorgt long terme pour tous les employeurs et salariés. Ceci garantit<br />
la CCT, garantit également une sécurité et une planification à<br />
auch bei allen Arbeitgebern und -nehmern für langfristige Sicherheit<br />
<br />
und Planbarkeit. Dadurch wird sichergestellt, dass alle travail homogènes, justes et équilibrées. Et renforce non seu-<br />
à toutes les entreprises de pouvoir bénéficier de conditions de<br />
Betriebe <br />
von den gleichen fairen und ausgewogenen Arbeitsbedingungen<br />
profitieren können. Dies stärkt nicht nur die Soli-<br />
une concurrence loyale et crée ainsi des chances égales pour<br />
lement la solidarité au sein de la branche, mais favorise aussi<br />
darität innerhalb<br />
<br />
der Branche, sondern fördert auch einen fairen toutes les entreprises. La décision du Conseil fédéral constitue<br />
Wettbewerb und <br />
<br />
schafft somit Chancengleichheit für alle Unternehmen.<br />
Der Bundesratsbeschluss<br />
donc une reconnaissance significative des efforts communs et<br />
<br />
<br />
ist daher eine <br />
bedeutende<br />
Anerkennung<br />
de la coopération de tous les acteurs impliqués dans la promotion<br />
des intérêts et des préoccupations de la branche de la<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
der gemeinsamen Anstrengungen und Zusammenarbeit<br />
aller Beteiligten, um die Interessen und Belange der carrosserie et de la serrurerie-construction sur véhicules.»<br />
<br />
<br />
Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche<br />
<br />
<br />
<br />
<br />
zu fördern.»<br />
Une CCT renforce la branche<br />
<br />
Ein GAV stärkt die Branche <br />
<br />
Depuis 2003, la CCT réglemente les salaires et la durée du<br />
<br />
Der Gesamtarbeitsvertrag regelt <br />
<br />
seit 2003 alle lohn- <br />
<br />
und arbeitszeitrelevanten<br />
Bestimmungen in der Carrosserie- und véhicules. Les entreprises actives dans la branche doivent se<br />
travail dans la branche de la carrosserie et de la serrurerie sur<br />
<br />
<br />
Fahrzeugbaubranche. In der Branche tätige Betriebe haben<br />
diese zu erfüllen und entrichten einen Bildungs- und Vollzugskostenbeitrag.<br />
Mit den im GAV definierten Berufsbildungsbeiträgen<br />
werden heute auch die gesamtschweizerisch erbrachten<br />
Leistungen für die Grundbildung mitfinanziert.<br />
Mitgliederbetriebe von carrosserie suisse beschäftigen rund<br />
6400 Berufsleute und bilden über 1900 Lernende in den Berufen<br />
Carrosseriespengler/-in EFZ, Carrosserielackierer/-in<br />
EFZ, Carrosseriereparateur/-in EFZ, Fahrzeugschlosser/-in<br />
conformer à ces exigences et cotiser aux frais de formation et<br />
d'exécution. Aujourd'hui, les contributions à la formation professionnelle<br />
définies dans la CCT cofinancent également les<br />
prestations de la formation initiale dispensés dans toute la<br />
Suisse.<br />
Les entreprises membres de Carrosserie suisse emploient environ<br />
6400 professionnels et forment plus de 1900 apprentis<br />
aux métiers de carrossier/ère-tôlier/ère CFC, carrossier/érepeintre<br />
CFC, carrossier/ère réparateur/trice CFC, serrurier/ère<br />
EFZ und Lackierassistent/-in EBA aus.<br />
● sur véhicules CFC et assistant/e vernisseur/euse AFP. ●<br />
Text: Isabel Suter, Bild: Archiv<br />
Texte: Isabel Suter, image: archives<br />
<br />
<br />
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carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>7
Verband / Association<br />
Vizepräsident Armin Haymoz zur AVE<br />
GAV macht Branche<br />
attraktiv und fair<br />
Die Bedingungen des Gesamtarbeitsvertrags<br />
(GAV) gelten seit dem 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> für die ganze<br />
Branche. Was dies inbesondere für die Westschweiz<br />
bedeutet, erklärt uns Armin Haymoz.<br />
Le Vice-Président Armin Haymoz à propos de la CCT<br />
Ça rend la branche<br />
attractive, équitable<br />
La convention collective de travail (CCT) s’applique<br />
à l’ensemble de la filière depuis le 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />
Armin Haymoz nous explique ce que cela signifie<br />
notamment pour la Suisse romande.<br />
<strong>Carrossier</strong>: Was bedeutet der<br />
Bundesratsentscheid für Sie?<br />
Armin Haymoz: Ich bin sehr, sehr<br />
froh, dass nach fast zwei Jahren<br />
Warterei endlich in unserem Sinne<br />
entschieden wurde. Als wir damals<br />
über die Fusion diskutierten, sprachen<br />
wir natürlich auch über den<br />
GAV. Aber wir hätten nie gedacht,<br />
dass er nicht sofort allgemein verbindlich<br />
werden würde. Mittlerweile<br />
sind wir schlauer geworden. Jetzt ist<br />
die AVE (Allgemeinverbindlichkeitserklärung)<br />
aber hier und das ist<br />
umso besser.<br />
Wie kommt der GAV der Harmonisierung<br />
der Branche, insbesondere<br />
zwischen den Sprachregionen,<br />
zugute?<br />
Mit der Fusion hatten wir auch den GAV akzeptiert, das heisst,<br />
dass er in den letzten zwei Jahren nur für Mitglieder gültig war.<br />
Mit der AVE müssen sich nun auch Nichtmitglieder an der<br />
Finanzierung der Aus- und Weiterbildung junger Menschen<br />
beteiligen. Was nur fair ist, denn Nichtmitglieder rekrutieren<br />
genauso gut ausgebildete Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt.<br />
Also sollen sie sich auch an der Finanzierung beteiligen.<br />
Armin Haymoz, Vizepräsident carrosserie suisse<br />
Armin Haymoz, Vice-Président de carrosserie suisse<br />
<strong>Carrossier</strong>: Que signifie la décision<br />
du Conseil fédéral pour vous?<br />
Armin Haymoz: Je suis très très<br />
content qu’on ait enfin obtenu cette<br />
force obligatoire (FO) après près de<br />
2 années d’attente. En son temps,<br />
quand on a discuté de la fusion, il est<br />
clair qu’on a aussi discuté de la CCT.<br />
Mais on n’aurait jamais imaginé que<br />
la force obligatoire ne vaudrait pas<br />
de suite. Entre temps, on est devenu<br />
un peu plus intelligent. Maintenant,<br />
elle est là (la force obligatoire) et<br />
c’est tant mieux<br />
Dans quelle mesure la CCT profitet-elle<br />
à l’unité de la branche, en<br />
particulier entre les régions<br />
linguistiques?<br />
Avec la fusion, on a également accepté<br />
cette CCT, c’est-à-dire que ces 2 dernière années, la CCT<br />
était en vigueur uniquement pour les membres. Maintenant,<br />
avec la FO, les non-membres doivent participer au financement<br />
de la formation de jeunes et de la formation continue, ce qui<br />
est juste, vu que ces non-membres cherchent aussi des collaborateurs<br />
bien formés sur le marché du travail. Donc, c’est clair<br />
qu’ils doivent aussi participer au financement.<br />
Was ändert sich für die französischsprachigen Mitglieder?<br />
Wir haben den Austritt einiger Mitglieder erlebt. Ich bin sicher,<br />
dass diese in die grosse Schweizer Carrosseriefamilie zurückkehren<br />
werden, sobald sie erkennen, dass auch sie zwar erhebliche<br />
Beträge zu zahlen haben, aber nicht gleichzeitig von<br />
den Dienstleistungen des Verbands wie auch den Kontakten<br />
des Netzwerks profitieren, um Erfahrungen auszutauschen.<br />
Was bedeutet der Entscheid des Bundesrats für die Zukunft?<br />
Für einen Verband mit 800 Mitgliedern ist es teuer, die Aus- und<br />
Weiterbildung von fünf Berufen zu finanzieren. Diese Finanzierung<br />
ist dank der AVE sichergestellt. Darüber hinaus haben<br />
wir die Gleichbehandlung von Mitgliedern und Nichtmitgliedern,<br />
die nun auch den GAV-Bestimmungen bezüglich Arbeitszeit,<br />
Ferien, Mindestlöhnen usw. unterliegen. Dank des GAV<br />
haben wir einen guten Ruf auf dem Arbeitsmarkt. Dies ist wichtig,<br />
um junge Menschen zu motivieren, Carrosserieberufe zu<br />
erlernen, aber auch, damit die Ausgebildeten in der Branche<br />
bleiben.<br />
●<br />
Interview: Samuel Knecht, Bild: Archiv<br />
Qu’est-ce qui change pour les membres romands?<br />
On a assisté à la démission de l’un ou l’autre membre. Je suis<br />
sûr qu'ils reviendront dans la grande famille de carrosserie<br />
suisse dès qu'ils se rendront compte qu'eux aussi doivent payer<br />
des sommes considérables, mais en même temps ne bénéficient<br />
pas des services de l'association ni des contacts du réseau<br />
pour échanger des expériences.<br />
Que signifie la décision du Conseil fédéral pour l’avenir?<br />
Pour une association de 800 membres, financer la formation<br />
et le perfectionnement de 5 professions coûte cher. Ce financement<br />
est assuré grâce à la FO. Et on bénéficie d'un traitement<br />
égal entre les membres et les non-membres, désormais également<br />
soumis à la réglementation de la CCT concernant les<br />
horaires de travail, les congés, le salaire minimum, etc. Grâce<br />
à la CCT, nous bénéficions d'une bonne réputation sur le marché<br />
du travail. Ceci est important pour motiver les jeunes à<br />
apprendre les métiers de la carrosserie, mais aussi pour que<br />
les personnes formées restent dans la branche. ●<br />
Interview: Samuel Knecht, image: archives<br />
8 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
carrosserie suisse ist der Branchenverband für das Carrosserie- und Fahrzeugbaugewerbe. Er vertritt die Arbeitgeberinteressen<br />
gegenüber Dritten und ist zuständig für die Beratung und Betreuung seiner Mitgliederbetriebe sowie für die Aus- und Weiterbildung<br />
der Branche in der ganzen Schweiz.<br />
Im Verband sind 700 Firmen organisiert, die rund 6500 Berufsleute beschäftigen und über 1900 Lernende in den Berufen Carrosseriespengler/-in,<br />
Carrosserielackierer/-in, Fahrzeugschlosser/-in und Carrosseriereparateur/-in ausbilden.<br />
In unserer Geschäftsstelle in Zofingen arbeiten rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zur Ergänzung unseres Teams suchen<br />
wir per sofort oder nach Vereinbarung eine engagierte Persönlichkeit als<br />
Leiter/-in Berufsbildung<br />
(80 – 100%)<br />
Ihre Aufgaben:<br />
In der Funktion als Leiter oder Leiterin Berufsbildung führen Sie die Abteilung operativ selbstständig. Diese ist verantwortlich für<br />
die Berufsentwicklung, die Bildungswege in Grund- und Weiterbildung sowie das Prüfungswesen der Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche.<br />
Sie bewegen sich in einem dynamischen Gefüge aus Verbandskommissionen, Berufsbildnern, Lehrern, üK-Leitern, Betrieben,<br />
Branchenpartnern und Behörden. Sie koordinieren die Projektverantwortlichen für Grund- und Weiterbildung, organisieren Fachveranstaltungen<br />
und Meisterschaften, pflegen Projekte in der Qualitätssicherung, beobachten und erkennen Entwicklungen in<br />
der Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche und leiten daraus Angebote für die Grund- und Weiterbildung ab. Sie vertreten Ihren<br />
Bereich in internen und externen Gremien und projektieren und budgetieren alle Bildungsaktivitäten.<br />
Ihr Profil:<br />
Kennen Sie die Berufsbildung aus Ihrer bisherigen Tätigkeit bestens oder sind Sie ein profunder Branchenkenner mit Flair für die<br />
Berufsbildung und ausgesprochenem Interesse an Bildungsfragen? Dann erfüllen Sie bereits eine wesentliche Voraussetzung!<br />
In optimaler Weise decken Sie gleich beide Anforderungen ab.<br />
Wir erwarten ausserdem gute Französischkenntnisse in Wort und Schrift, da Sie in der Funktion als Leiter oder Leiterin Berufsbildung<br />
auch intensive Kontakte mit den anderen Sprachregionen der Schweiz pflegen.<br />
Ausgeprägtes Verhandlungsgeschick, ein Sensorium für komplexe Zusammenhänge, ein hohes Mass an Empathie gegenüber<br />
Kommissionsmitgliedern und Branchenpartnern, Klarheit in der Entscheidungsfindung, vorbildliches Führungsverhalten und vor<br />
allem Freude und Verlangen, die Bildungslandschaft in der Carrosserie- und Fahrzeugbauchbranche mit Begeisterung aktiv mitgestalten<br />
zu wollen, sind weitere wichtige Stützen Ihres Profils.<br />
Das bieten wir:<br />
Wenn Sie eine Aufgabe mit viel Raum für Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Verantwortung und eine Umgebung mit ausgezeichneter<br />
Betriebskultur suchen, dann sollten Sie sich bei uns melden.<br />
Wir bieten Ihnen eine vielseitige Herausforderung in einem national tätigen Branchenverband und eine Führungsaufgabe mit<br />
vielschichtigen, interessanten Kontakten und einer spannenden Entwicklungsperspektive. Dabei dürfen Sie auf ein engagiertes<br />
Team auf der Geschäftsstelle sowie auf die Unterstützung von Kommissionen und Arbeitsgruppen zählen. Ihr Arbeitsort liegt<br />
zentral, mit bestem Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel.<br />
Sind Sie interessiert an dieser vielseitigen Aufgabe in einem aktiven Branchenverband? Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung<br />
mit Foto an info@carrosseriesuisse.ch.<br />
Für Auskünfte steht Ihnen Herr Daniel Röschli gerne zur Verfügung.<br />
carrosserie suisse<br />
Geschäftsstelle, Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen<br />
Tel. 062 745 90 80, info@carrosseriesuisse.ch, www.carrosseriesuisse.ch
Verband / Association<br />
carrosserie suisse Jobbörse<br />
Hier sucht und findet<br />
man Fachkräfte<br />
Eine neue Jobbörse für die Branche vereinfacht<br />
die Stellensuche. Die Plattform von carrosserie<br />
suisse erscheint im neuen modernen Kleid und mit<br />
benutzerfreundlicher Oberfläche.<br />
carrosserie suisse bourse de l’emploi<br />
Enfin! Qui cherche<br />
trouve<br />
Un nouveau site d'emploi pour la branche simplifie<br />
la recherche d'emploi. La plateforme carrosserie<br />
suisse apparaît dans un nouveau look moderne et<br />
avec une interface conviviale.<br />
Auf der Webseite von carrosserie suisse ist eine neu aufgebaute<br />
Jobplattform für die ganze Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche<br />
zu finden. Diese soll Betrieben helfen, neue Fachkräfte<br />
für vakante Stellen zu finden und Stellensuchende ebenso<br />
mit potenziellen Arbeitgeberinnen und -gebern zu verbinden.<br />
Die neu gestaltete Seite präsentiert sich auf der Verbandsseite<br />
www.carrosseriesuisse.ch im Register «Service» und ist<br />
intuitiv zu bedienen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber finden<br />
die bis anhin gewohnten Möglichkeiten und weitere Features<br />
wie den Upload von PDF-Dokumenten und Bildern. Der Bewerbungsprozess<br />
findet neu ganz einfach per E-Mail statt.<br />
Jobbörse als Schaufensterplatz<br />
Die Jobbörse ist nicht nur Mitgliedern von carrosserie suisse<br />
zugänglich, sondern der gesamten Branche. Durch die Registrierung<br />
freier Stellen gewinnen Betriebe im optimalen Fall nicht<br />
nur neue und qualifizierte Mitarbeitende für ihr Team, sondern<br />
auch an Bekanntheit in ihrer Region und der gesamten Schweiz.<br />
Auch für Stellensuchende ist die neue Jobbörse von carrosserie<br />
suisse die zentrale Anlaufstelle, um möglichst bald eine neue<br />
Beschäftigung in der Fahrzeugbau- und Carrosseriebranche zu<br />
finden. Dank Filterfunktionen können Arbeitnehmende mit wenigen<br />
Klicks für sie passende Stellenangebote finden. ●<br />
Redaktion: Henrik Petro<br />
Une nouvelle plateforme d'emploi pour l'ensemble de la<br />
branche de la carrosserie et de la construction automobile est<br />
disponible sur le site en ligne de carrosserie suisse. L'objectif<br />
est d'aider les entreprises à trouver de nouveaux collaborateurs<br />
qualifiés pour les postes vacants et de mettre en relation<br />
les demandeurs d'emploi avec des employeurs potentiels.<br />
La page nouvellement conçue sur le site de l'association<br />
www.carrosseriesuisse.ch dans l'onglet « Service » est intuitive<br />
à utiliser. Les employeurs y trouveront les options habituelles<br />
et des fonctionnalités supplémentaires telles que le<br />
téléchargement de documents et d'images PDF. Le processus<br />
de candidature se déroule désormais simplement par courriel.<br />
La bourse de l'emploi comme vitrine<br />
La bourse de l'emploi est accessible aux membres de carrosserie<br />
suisse et à l'ensemble de la branche. Idéalement, en enregistrant<br />
des postes vacants, les entreprises ne gagneront pas uniquement<br />
en termes de collaborateurs qualifiés, mais aussi en reconnaissance<br />
dans leur région et bien au-delà. Elle est aussi le point de<br />
chute pour les chercheurs d'emploi en vue d‘un engagement rapide<br />
dans la branche de la serrurerie sur véhicules et de la carrosserie.<br />
Grâce aux fonctions de filtrage, les collaborateurs<br />
trouvent en quelques clics les offres d'emploi pertinentes ●<br />
Rédaction: Henrik Petro<br />
Der Fachkräftemangel gehört zu den grössten Herausforderungen der Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche. Mit der neu aufgebauten Jobplattform<br />
hält carrosserie suisse dagegen.<br />
La pénurie de main-d’œuvre qualifiée constitue l’un des plus grands défis auxquels est confrontée la branche de la carrosserie et de la serrurerieconstruction<br />
sur véhicules. carrosserie suisse y répond avec la nouvelle plateforme d'emploi<br />
10 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
carrosserie suisse est l’association professionnelle de la branche de la carrosserie et de la construction automobile. Elle représente<br />
les intérêts des employeurs vis-à-vis des tiers et est responsable du conseil et de l’encadrement de ses entreprises membres<br />
ainsi que de la formation et du perfectionnement de la branche dans toute la Suisse.<br />
L’association regroupe près de 700 entreprises qui emploient environ 6500 professionnels et forment plus de 1900 apprentis dans<br />
les métiers de tôlier/ère en carrosserie, peintre en carrosserie, serrurier/ère sur véhicules et de carrosseries.<br />
Une vingtaine de collaboratrices et de collaborateurs travaillent dans notre bureau de Zofingue. Pour compléter notre équipe<br />
formation professionnelle, nous cherchons de suite ou à convenir un/une<br />
Chef/-fe de projet formation pour<br />
la Suisse romande (80–100 %)<br />
Vos tâches:<br />
– Planifier, coordonner et réaliser des projets des différentes professions de la branche<br />
– Organiser, planifier et assurer le suivi des cours de formation supérieure en Suisse romande<br />
– Rédiger différentes correspondances de manière autonome ou sur la base de modèles<br />
– Accompagner les différents groupes de travail<br />
– Participation aux commissions et suivi des décisions<br />
– Préparation des documents d’examen écrits, pratiques et oraux<br />
– Optimisation des procédures d’examen<br />
– Participation aux examens quinquennaux et aux révisions<br />
– Établissement du budget annuel pour la formation initiale et supérieure<br />
– Création de dossiers pédagogiques et d’imprimés sur la formation initiale et supérieure<br />
– Planifier, organiser, animer des séances d’information<br />
– Accompagner les championnats/intervenir en tant qu’expert si nécessaire<br />
– Encadrer et traiter les thèmes de l’assurance qualité<br />
Votre profil:<br />
– Formation supérieure dans le domaine de la carrosserie (brevet fédéral) ou formation équivalente<br />
– Compétences en gestion de projet et en organisation d’événements<br />
– Maîtrise du français à l’écrit pour la rédaction de correspondances<br />
– Bonnes connaissances de l’allemand parlé et écrit, des connaissances de l’italien sont un avantage<br />
– Maîtrise de MS Office ou d’autres outils informatiques<br />
– Compétences dans la transmission des connaissances de base et des connaissances spécifiques<br />
– Très bon réseau dans le secteur<br />
– Autonomie, flexibilité, résistance au stress<br />
– Capacité à travailler en équipe<br />
– Méthode de travail disciplinée, exacte et orientée vers les objectifs<br />
– Disponibilité pour des interventions en dehors des heures de travail habituelles<br />
– Domicile en Suisse romande<br />
C’est ce que nous offrons:<br />
– Nous vous proposons un défi varié au sein d’une association sectorielle active au niveau national et un travail offrant des contacts<br />
variés et intéressants ainsi que des perspectives de développement passionnantes. Vous pourrez compter sur une équipe<br />
engagée au sein du secrétariat ainsi que sur le soutien des commissions et des groupes de travail.<br />
– Votre poste de travail au bureau (un jour par semaine) est central et bien desservi par les transports en commun.<br />
– Des conditions d’emploi modernes complètent cette offre attrayante.<br />
Vous vous êtes découvert(e) dans cette annonce et vous êtes intéressé(e) par cette mission polyvalente au sein d’une association<br />
professionnelle active? Dans ce cas, nous nous réjouissons de recevoir votre candidature en ligne avec photo et prétentions<br />
salariales à info@carrosseriesuisse.ch.<br />
Monsieur Frédéric Henguely se tient à votre disposition pour tout renseignement.<br />
carrosserie suisse<br />
Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen, Tél. 062/745 90 80, info@carrosseriesuisse.ch, www.carrosseriesuisse.ch
Verband / Association<br />
Berufe gestern und heute – Teil 1<br />
Carrosserieberufe<br />
im Wandel der Zeit<br />
In den über 100 Jahren, in denen der Schweizerische<br />
Carrosserieverband existiert, haben sich<br />
die Carrosserieberufe und ihre Berufsbilder zum<br />
Teil komplett gewandelt. In einer mehrteiligen<br />
Serie zeigen wir, worauf wir beim Stöbern im<br />
Archiv gestossen sind.<br />
Ein Food-Truck des 19. Jahrhunderts: Erstmals erwähnt wird ein «Chacheliwagen» 1885 in<br />
Unterlagen der Bally-Fabrik in Schönenwerd. Damals gab es noch keine Kantinen und den<br />
Fabrikarbeitern fehlte es an Geld, sich auswärts in einem Restaurant zu verpflegen. Also<br />
organisierte man ein Fuhrwerk, mit dem die daheim gekochten Mahlzeiten eingesammelt, in die<br />
Fabriken gefahren und danach wieder ins Dorf zurückgebracht wurden. Am 28. Juli 1961<br />
spannte der Erlinsbacher Fritz Schmid, genannt «Chacheli-Fritz», zum letzten Mal seine beiden<br />
Rösser vor diesen Wagen.<br />
Un food truck du XIX e siècle: un «Chacheliwagen» («chariot à catelles») a été mentionné<br />
pour la première fois en 1885 dans des documents de l'usine Bally à Schönenwerd. Il n’y<br />
avait pas de cantine à l’époque et les ouvriers de l’usine n’avaient pas d’argent pour<br />
manger au restaurant. Un chariot a donc été organisé avec lequel les repas cuisinés à la<br />
maison étaient collectés, acheminés vers les usines puis ramenés au village. Le 28 juillet<br />
1961, Fritz Schmid d'Erlinsbach, dit «Chacheli-Fritz», attela pour la dernière fois ses deux<br />
chevaux à ce chariot.<br />
Das gesamtschweizerische Wirtschaftsgebiet, wie wir es heute<br />
kennen, wurde erst 1848 durch die Bundesverfassung geschaffen.<br />
1870 entstand der Schweizerische Handels- und<br />
Industrieverein, 1879 der Schweizerische Gewerbe-Verein und<br />
1897 der Schweizerische Bauernverband. Die Ursprünge der<br />
Schweizer Carrosseriebranche könnte man auf den 17. Mai 1891<br />
datieren, als in Olten der Schweizerische Schmiede- und Wagnermeister-Verband<br />
SSWV gegründet wurde. Die Motive für<br />
den ersten Zusammenschluss in der Fahrzeugbranche waren<br />
mangelnde Kontakte und dadurch Konkurrenzneid, verworrene<br />
Preisgestaltung, Absinken des fachlichen Könnens, ungenügende<br />
Nachwuchsschulung und Abwanderung der tüchtigsten<br />
Gesellen in die Fabriken. Der Fachkräftemangel ist also<br />
nachweislich keine Erfindung der Neuzeit.<br />
Les métiers d'hier et d'aujourd'hui – 1 er volet<br />
Métiers de la carrosserie<br />
au fil du temps<br />
Depuis plus de 100 ans d'existence de l'Association<br />
Suisse des <strong>Carrossier</strong>s, les métiers des<br />
carrossiers et leurs profils d'emploi ont parfois<br />
complètement changé. Nous partons à la découverte<br />
de nos archives dans une série d‘articles.<br />
L’ensemble de l’espace économique helvétique<br />
tel que nous le connaissons aujourd’hui<br />
n’a été créé qu’en 1848 par la<br />
Constitution fédérale. L'Union suisse du<br />
commerce et de l'industrie a été fondée en<br />
1870 (aujourd‘hui economiesuisse), la<br />
«Schweizerischer Gewerbeverein» (l‘usam<br />
d‘aujourd‘hui) en 1879 et l'Union suisse des<br />
paysans en 1897. Les origines de la branche<br />
suisse de la carrosserie automobile pourraient<br />
être datées du 17 mai 1891, lorsque<br />
l'Association suisse des maîtres forgerons<br />
et charrons SWMV fut fondée à Olten, un<br />
regroupement au sein de la branche des<br />
«voitures», motivé par le manque de<br />
contacts et la jalousie entre concurrents,<br />
des prix confus, une baisse des compétences<br />
techniques, une formation insuffisante<br />
de la relève et la migration des compagnons<br />
les plus compétents vers les<br />
usines – la pénurie de personnel qualifié<br />
n’est donc rien de nouveau.<br />
Il était une fois le bois<br />
Un charron était un artisan qui fabriquait<br />
des roues et, partant, des chariots (d'où<br />
le nom «charron») et d'autres équipements<br />
agricoles en bois. Les charrons,<br />
bien que spécialistes de la fabrication des<br />
roues, préfabriquaient bien souvent tout<br />
autant des parties de chariots. Les roues<br />
étaient non seulement fabriquées à neuf,<br />
mais aussi réparées, jusqu‘à ce qu‘une<br />
réparation n‘en vale plus la peine. Les charrons fabriquaient<br />
les châssis de ces chariots et charrettes agricoles à partir de<br />
bois de chêne et d‘autres essences durables, en réponse au<br />
besoin de l‘époque de chariots agricoles robustes, de<br />
brouettes diverses et de charrettes tractées par des chevaux.<br />
Le forgeron, quant à lui, fabriquait et redressait les essieux,<br />
cerclait les roues et fixait tous les ferrements. Et bientôt, il<br />
montait les pneus à chaud.<br />
Comme les pièces des chariots étaient à cette époque presque<br />
exclusivement fabriquées en bois, la connaissance de la transformation<br />
du bois et de l'utilisation des outils appropriés était<br />
essentielle. Les charrons construisaient donc voitures et autres<br />
carrosses hippotractés, pouvant également impliquer l‘habitacle,<br />
et plus tard la carrosserie.<br />
12 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Verband / Association<br />
Am Anfang war das Holz<br />
Ein Wagner war ein Handwerker, der Räder, Wagen<br />
(daher der Name «Wagner») und andere landwirtschaftliche<br />
Geräte aus Holz herstellte. Oft<br />
wurden Teile der Wagen von sogenannten Stellmachern<br />
und Radmachern vorgefertigt. Die Radmacher<br />
fertigten neue Räder und reparierten alte<br />
so lange, bis sich auch diese Arbeit nicht mehr<br />
lohnte. Aus dem widerstandsfähigen Eichenholz<br />
stellten die Stellmacher die Untergestelle für<br />
Ackerwagen und Karren her, denn in der Landwirtschaft<br />
bestand damals ein grosser Bedarf an<br />
robusten Ackerwagen, Schieb- und Pferdekarren.<br />
Einsatzfähig wurden solche Fahrzeuge erst<br />
durch die Arbeit des Schmiedes, der die Achsen<br />
richtete, sie einband, Reifen auf die Räder warm<br />
aufzog und sämtliche Beschläge anbrachte.<br />
Weil die Wagenteile damals fast ausschliesslich<br />
aus Holz hergestellt wurden, waren Kenntnisse<br />
der Holzverarbeitung und im Umgang mit den<br />
entsprechenden Werkzeugen grundlegend. Beim<br />
Kutschenbau war der Wagner auch für die Carrosserie<br />
zuständig. Das Ausbildungssystem der Lehrlinge ging<br />
noch auf die Zunftzeiten zurück. Mit dem Aufkommen der<br />
Eisenbahn im späten 19. Jahrhundert waren die Fertigkeiten<br />
der Wagner als Waggonbauer begehrt und ihre Kenntnisse<br />
benötigte man später auch im Carrosseriebau der Autohersteller.<br />
Lange noch wurde die tragende Struktur von Automobilen,<br />
aber auch Flugzeugen im Wagnerhandwerk aus Holz gefertigt.<br />
In der Schweiz wurde der Beruf des Carrosseriewagners bis<br />
1955 gelehrt. Der Beruf Carrosserieschmid entwickelte sich im<br />
Laufe der Zeit zum Beruf Carrosserieschlosser und dann zum<br />
heutigen Fahrzeugschlosser.<br />
Das Automobil, nur eine vorübergehende Zeiterscheinung?<br />
Dem SSWV, der sich gut entwickelte, waren auch diejenigen<br />
Fahrzeugbauer angeschlossen, die ihre Tätigkeit immer mehr<br />
dem aufkommenden Automobil zuwandten. 1910 wurde erstmals<br />
die Bildung einer Fachgruppe Autowagner und Carrosserie<br />
innerhalb des SSWV geprüft. Aus heute unbekannten<br />
Gründen wurde dieser Idee aber eine Absage erteilt.<br />
Nach Ende des Ersten Weltkriegs<br />
wurde am 24. November 1918 an einer<br />
Sitzung von 13 Autowagnern aus<br />
Basel, Lausanne, Lugano, St. Gallen<br />
und Zürich die Idee eines beruflichen<br />
Zusammenschlusses auf gesamtschweizerischem<br />
Boden wieder<br />
aufgegriffen. In der Folge fand<br />
am 22. Januar 1919 im Hotel Aarhof<br />
in Olten die konstituierende Generalversammlung<br />
des schweizerischen<br />
Berufsverbandes der Autowagner<br />
statt. Dabei wurde auch der Name<br />
«Verband der Schweizerischen Carrosserie-Industrie»<br />
(«Union suisse<br />
des industriels en Carrosserie»)<br />
gutgeheissen – der VSCI war gegründet<br />
und sollte diesen Namen<br />
rund 100 Jahre behalten. Mehr in<br />
der nächsten Ausgabe. ●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: Archiv<br />
Autowagner waren in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gefragte Fachkräfte.<br />
Les charrons en automobile étaient des spécialistes recherchés dans la première moitié<br />
du siècle dernier.<br />
Heute gibt es nur noch wenige Spezialisten, die in der<br />
Lage sind, Kutschen wie diese fachgerecht zu reparieren<br />
und zu restaurieren. (Bild: Wagnerei Hauck)<br />
Aujourd'hui, il ne reste que quelques spécialistes<br />
capables de réparer et de restaurer professionnellement<br />
de tels carrosses. (Image : Charronnage Hauck)<br />
Le système de l‘apprentissage remonte à l'époque des corporations.<br />
Avec l'avènement du chemin de fer à la fin du XIXème<br />
siècle, les compétences des charrons, constructeurs de chariots,<br />
étaient très demandées et leurs connaissances furent<br />
plus tard également nécessaires dans la construction des carrosseries<br />
pour les constructeurs automobiles. Pendant longtemps,<br />
la structure portante des automobiles et aussi des<br />
avions a été fabriquée en bois, selon l‘art des charrons. En<br />
Suisse, le métier de charron-carrossier a été formé jusqu'en<br />
1955. Le métier de forgeron de carrosserie s’est mué au fil du<br />
temps en serrurier en carrosserie pour devenir le serrurier sur<br />
véhicules d‘aujourd‘hui. En Suisse-allemande, aujourd‘hui encore,<br />
le métier se nomme «constructeur de véhicules».<br />
L'automobile, un phénomène passager?<br />
L‘association SWMV florissait, incluant bientôt les constructeurs<br />
de véhicules qui orientaient de plus en plus leurs activités<br />
vers l'automobile émergente. En 1910, la création d'un groupe<br />
spécialisé pour les automobiles et la carrosserie au sein du<br />
SWMV fut examinée pour la première<br />
fois. Cependant, pour des raisons<br />
inconnues aujourd’hui, cette<br />
idée a été rejetée.<br />
Après la fin de la Première Guerre<br />
mondiale, le 24 novembre 1918, lors<br />
d'une réunion de 13 «charrons en automobiles»<br />
de Bâle, Lausanne, Lugano,<br />
Saint-Gall et Zurich, l'idée d'une<br />
association professionnelle sur le sol<br />
suisse a été reprise. En conséquence,<br />
l'Assemblée générale constitutive de<br />
l'Association professionnelle suisse<br />
des charrons sur automobiles eut lieu<br />
le 22 janvier 1919 à l'hôtel Aarhof à<br />
Olten, adoptant le nom d‘ «Union<br />
suisse des industriels en carrosserie»<br />
– l’USIC était fondée et allait conserver<br />
ce nom pendant environ 100 ans.<br />
Suite au prochain numéro. ●<br />
Texte: Henrik Petro; images: archives<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>13
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse Nordwestschweiz<br />
Die Kunst des Bierbrauens und frohe Botschaft<br />
Vor der eigentlichen GV gab es einen Rundgang durch die Brauerei Feldschlösschen.<br />
Am 20. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> trafen sich die Mitglieder<br />
der Sektion Nordwestschweiz<br />
zur 104. Generalversammlung im Restaurant<br />
Feldschlösschen in Rheinfelden.<br />
Nach einem Rundgang durch die<br />
Brauerei Feldschlösschen wurde die<br />
eigentliche Generalversammlung abgehalten,<br />
bei der eine bedeutende Neuigkeit<br />
aus Bundesbern verkündet wurde:<br />
Der Gesamtarbeitsvertrag für das Carrosseriegewerbe<br />
wurde vom Bundesrat<br />
für allgemein verbindlich erklärt, was<br />
für die Branche eine wichtige Sicherheit<br />
darstellt.<br />
Es wurden auch interne Angelegenheiten<br />
behandelt. Die Statuten der Sektion<br />
wurden leicht angepasst, um Betriebe<br />
unter bestimmten Umständen ohne Begründung<br />
ablehnen zu können. Diese<br />
Anpassung fand breite Zustimmung unter<br />
den Mitgliedern. Zudem wurde das<br />
Label «green car repair» empfohlen, das<br />
eine ökologische Reparatur fördert und<br />
den Grundsatz «Reparieren statt ersetzen»<br />
vertritt. Diese Initiative wurde positiv<br />
aufgenommen und soll die Branche<br />
zu mehr Nachhaltigkeit anregen.<br />
Ein besonderer Moment war die Ehrung<br />
von Stefan Bär, dem Inhaber und<br />
Geschäftsführer der Carrosserie Hofer<br />
GmbH in Diegten. Er wurde für sein<br />
langjähriges Engagement rund um die<br />
Auftritte an Berufswahlausstellungen<br />
seit 2010 gewürdigt. Auf Vorschlag von<br />
Präsident Erwin Leu wurde Stefan Bär<br />
zum Ehrenmitglied ernannt. Gleichzeitig<br />
trat er aus dem Vorstand zurück, und<br />
Bruno Mendes von der Carrosserie Falcone<br />
in Biel-Benken wurde als sein<br />
Nachfolger in den Vorstand gewählt.<br />
Die Generalversammlung bot den Mitgliedern<br />
die Möglichkeit, sich über die<br />
aktuellen Entwicklungen in der Branche<br />
auszutauschen und gemeinsam über<br />
wichtige Themen zu entscheiden. Sie<br />
zeigte einmal mehr die Bedeutung des<br />
Zusammenkommens und des Austauschs<br />
innerhalb der Berufsgemeinschaft<br />
und stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl<br />
der Mitglieder.<br />
Le 20 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, la section du nord-ouest<br />
de la Suisse s’est réunie au restaurant<br />
Feldschlösschen. À cette occasion, les personnes<br />
présentes ont appris l’extension de<br />
la convention collective de travail et ont<br />
approuvé une modification des statuts. Stefan<br />
Bär, organisateur de longue date de<br />
présentations lors de salons professionnels,<br />
a été nommé membre d’honneur. Bruno<br />
Mendes lui succède au comité directeur.<br />
14 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse Ostschweiz<br />
Infoanlass Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster<br />
Alle Jahre wieder: Im Februar fand die<br />
BerufsINFO See-Gaster statt. Von der<br />
Berufs- und Laufbahnberatung organisiert,<br />
richtet sie sich an Schülerinnen und<br />
Schüler der 2. Oberstufe sowie an Lehrpersonen<br />
und bietet eine Woche lang<br />
Einblicke in verschiedene Berufsfelder.<br />
Erneut war die Sektion carrosserie suisse<br />
Ostschweiz ein Bestandteil dieser Berufsinformation.<br />
Peter Schubiger führte<br />
am 7. Februar diesen Anlass in der Carrosserie<br />
Merz in Rapperswil-Jona durch.<br />
Neun Schülerinnen und Schüler sowie<br />
die Leiterin des BIZ Uznach, Joanna<br />
Pavel, erhielten nach einer kurzen Begrüssung<br />
erste Informationen über die<br />
Carrosserieberufe von Peter Schubiger<br />
und Bruno Moser. Danach startete der<br />
Betriebsrundgang und die Jugendlichen<br />
erlebten die Carrosseriewelt – Abläufe im<br />
Betrieb, die verschiedenen Arbeiten, die<br />
Einrichtungen und Werkzeuge – hautnah.<br />
Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
wurden auch zahlreiche Fragen gestellt.<br />
Nur Informationen?<br />
Nein, die Jugendlichen<br />
konnten<br />
selbst Hand<br />
anlegen: Wieder<br />
zurück im Aufenthaltsraum, verteilte<br />
Peter Schubiger Material, um daraus ein<br />
Formel-1-Modellauto zu bauen. Unter<br />
Anleitung versuchten die Jugendlichen,<br />
aus den vorgestanzten Blechbogen und<br />
etlichen Einzelteilen ihr Fahrzeug zu<br />
konstruieren. Das gelang unterschiedlich:<br />
Einige Fahrzeuge entstanden ohne grosse<br />
Hilfe, für andere waren doch umfassendere<br />
Instruktionen nötig.<br />
Solch wichtige Veranstaltungen sind auf<br />
die Mitwirkung von Betrieben angewiesen,<br />
damit die Berufe möglichst 1:1 vermittelt<br />
werden können. Ein herzliches<br />
Dankeschön an die Carrosserie Merz<br />
GmbH, insbesondere an Philipp Steinegger<br />
für das Gastrecht.<br />
Eigeninitiative und Überlegen waren angesagt, als es darum ging, aus<br />
einem Bausatz ein Formel-1-Modellauto zu bauen.<br />
Le «BerufsINFO See-Gaster», organisé par le service d'orientation<br />
professionnelle et de carrière, a permis aux élèves de se faire une<br />
idée de différents domaines professionnels. La section carrosserie<br />
suisse Ostschweiz était de la partie. L'événement a eu lieu le 7 février<br />
à la Carrosserie Merz. Neuf élèves ont reçu des informations sur<br />
les métiers de la carrosserie et ont construit des modèles réduits<br />
de Formule 1. L'objectif de cette manifestation est d'enthousiasmer<br />
les jeunes pour les métiers de la carrosserie.<br />
carrosserie suisse Zürich<br />
Sektion Zürich fühlt den Puls<br />
Ein Interview mit Loris Fabiano, Carrosserielackierer<br />
im vierten Lehrjahr bei<br />
Carrosserie Aeschlimann AG.<br />
Wie geht es dir im letzten Lehrjahr?<br />
Gut, aber ich mache mir schon viele<br />
Gedanken betreffend dem QV, da bin<br />
ich sehr nervös.<br />
Hast du denn Prüfungsangst?<br />
Meine Prüfungsangst würde ich<br />
auf einer Skala von 1 bis 10 bei etwa 7<br />
einschätzen.<br />
Gibt es einen grossen Unterschied zu<br />
den ersten Lehrjahren?<br />
Ja, ich kann selbstständiger arbeiten,<br />
ich habe mehr Verantwortung und<br />
kann andere Arbeiten übernehmen.<br />
Wie ist die Vorbereitung durch den<br />
Lehrbetrieb?<br />
Die ist tipptopp. Es herrscht auch ein<br />
sehr gutes Arbeitsklima.<br />
Und wie ist die Vorbereitung durch die<br />
Schule?<br />
Ganz okay. Es war sehr hilfreich, dass<br />
das QV im üK durchgespielt wurde.<br />
Gibt es einen Unterschied vor und nach<br />
der Covid-19-Zeit?<br />
Da stelle ich keine grossen Unterschiede<br />
fest.<br />
In welcher Form wirst du von zu Hause<br />
unterstützt?<br />
Das Verhältnis zu meinen Eltern ist<br />
sehr gut, nur schon das hilft zur Unterstützung.<br />
Welche Arbeit gefällt dir am besten?<br />
Hauptsächlich macht mir das Lackieren<br />
grosse Freude.<br />
Ein Anschlussinterview mit Loris<br />
Fabiano nach dem QV erscheint in der<br />
Ausgabe 4.<br />
Loris Fabiano,<br />
Carrosserielackierer 4. Lehrjahr<br />
La section Zurich interroge Loris Fabiano,<br />
carrossier-peintre en quatrième année<br />
d'apprentissage chez Carrosserie Aeschlimann<br />
AG, sur ses expériences à l'école et<br />
en entreprise et sur la manière dont il se<br />
prépare à la procédure de qualification.<br />
Contributions fournies par les sections.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>15
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse Aargau<br />
Kunstvolle Porsche-Kreationen<br />
Die Lernenden Carrosserielackierer/-innen<br />
im 3. Lehrjahr aus dem Kanton<br />
Aargau haben ihre Arbeiten im Rahmen<br />
des Projektwettbewerbs «Porsche<br />
Modell» abgeschlossen. Erfreulicherweise<br />
mit einer höheren Durchschnittsnote<br />
als in den beiden Jahren zuvor, wie<br />
Chefexperte Pascal Lehmann festhält.<br />
Die Arbeit bestand darin, das Design eines<br />
Siegerpodium: Rang 1 für Adrian Oswald<br />
(Mitte), Rang 2 für Joy Müllhaupt (rechts)<br />
und Rang 3 für Denis Braimi.<br />
Porsches zu bestimmen, dazu eine Zeichnung<br />
zu erstellen und die Kunststoff-Carrosserie<br />
des Fahrzeugs zuzuschneiden.<br />
Danach wurden die Farben gemischt,<br />
das Automodell im Zweischichtverfahren<br />
lackiert, die Schablonenfolien angebracht<br />
sowie alle Scheiben, Lichter,<br />
Lampen und die Front optisch gestaltet.<br />
«Gold», «Silber» und «Bronze» erhielten<br />
an diesem Abend Adrian Oswald (Carrosserie<br />
Bänziger & Co., Rothrist), Joy Müllhaupt<br />
(Robert Huber AG, Muri) und Denis<br />
Braimi (Cartec Carrosserie-Technik AG,<br />
Buchs). Zusätzlich vergaben die Verantwortlichen<br />
den Nachhaltigkeitspreis an<br />
jenen Teilnehmer, der bei seiner Arbeit am<br />
wenigsten Abfall produziert hat. Es ist<br />
dies Shkendrit Kicaj von der «Carrosserie<br />
& Spritzwerk Maier GmbH» in Stilli. Er<br />
darf sich über einen Rucksack voll mit<br />
Preisen und einen kostenlosen Trainingstag<br />
bei der André Koch AG in Urdorf freuen.<br />
Übrigens: Dank der Sponsoren 3M,<br />
André Koch und der «Stiftung zur Förderung<br />
des Berufsnachwuchses im schweizerischen<br />
Autolackierergewerbe» musste<br />
keiner der Teilnehmenden mit leeren<br />
Händen nach Hause gehen.<br />
Weitere Teilnehmende waren:<br />
– Gian Bächer<br />
Gebrüder Brem AG, Oberlunkhofen<br />
– Jamiro Knecht<br />
Carrosserie- Spitzwerk Küng AG,<br />
Gebenstorf<br />
– Bleart Krasniqi<br />
Lackiercenter Fricktal GmbH, Sisseln<br />
– Jara Mutzl<br />
A. Meyer AG, Othmarsingen<br />
Les apprentis carrossiers-peintres du canton<br />
d'Argovie ont terminé avec succès leur<br />
travail dans le cadre du concours de projet<br />
«Porsche Modell». La tâche comprenait le<br />
design, le dessin, la découpe de la carrosserie<br />
en plastique, le mélange des couleurs,<br />
la peinture en deux couches, l'application de<br />
films au pochoir ainsi que la conception optique<br />
des vitres, des feux et des lampes. Les<br />
trois meilleurs participants ainsi que celui<br />
qui a produit le moins de déchets ont été<br />
récompensés par un prix de la durabilité.<br />
carrosserie suisse Bern-Mittelland<br />
Rendez-vous Job <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Am 7. und 8. März für Schulklassen reserviert<br />
und am 9. März öffentlich fand die bereits<br />
4. Ausgabe von «Rendez-vous Job» statt.<br />
In den gewerblichen Bildungszentren im<br />
Kanton Bern konnten fast 2000 Schülerinnen<br />
und Schüler ein erstes Mal live in<br />
die Berufswelt eintauchen, Berufe selbst<br />
ausprobieren und ihre Fragen vor Ort<br />
direkt an Lernende und Fachpersonen<br />
stellen. Unter den teilnehmenden Ausbildungszentren<br />
befand sich auch die<br />
carrosserie suisse Academy in den Hallen<br />
der Mobilcity. Die Schülerinnen und<br />
Schüler konnten an dafür eigens aufgebauten<br />
Posten die Carrosserieberufe live<br />
erleben. Selbst schweissen, Beulen drücken,<br />
kleine Autos mit Folie bekleben<br />
oder lackieren, die Jugendlichen nahmen<br />
die Erlebnismöglichkeiten dankbar an.<br />
Gleichzeitig konnten die arbeitenden<br />
Kursteilnehmer (Carrosseriespengler<br />
3. Lehrjahr und Carrosserielackierer/<br />
-innen 1. und 2. Lehrjahr) bei der Arbeit<br />
beobachtet werden. Auch hier wurde die<br />
eine oder andere Frage von den Schülern<br />
gestellt.<br />
Als kleines Highlight fand ebenfalls eines<br />
der Trainings von Robin Taramarcaz,<br />
Schweizer Carrosseriespengler-Meister<br />
2<strong>02</strong>2, statt. Zusammen mit Coach Diana<br />
Schlup absolvierte der Walliser eine<br />
intensive Trainingseinheit, die ihn auf<br />
WM-Niveau bringen soll. Der Trainingsplatz<br />
war offen eingerichtet, sodass die<br />
Besucherinnen und Besucher Robin bei<br />
seiner Arbeit über die Schulter schauen<br />
konnten. In der Mobilcity waren nebst<br />
der carrosserie suisse Academy auch der<br />
AGVS, Sektion Bern, der Nutzfahrzeug-<br />
Verband (ASTAG) und die Schweizerische<br />
Vereinigung für die Berufsbildung<br />
in der Logistik (SVBL) Teil von «Rendez-vous<br />
Job». Die Gäste konnten also<br />
nicht nur die Carrosseriebranche, sondern<br />
alles rund um das Thema Transport<br />
und Logistik näher kennenlernen.<br />
La quatrième édition de «Rendez-vous<br />
Job» <strong>2<strong>02</strong>4</strong> s'est déroulée dans le canton<br />
de Berne, avec des classes les 7 et 8 mars<br />
et une journée portes ouvertes le 9 mars.<br />
Près de 2000 élèves ont découvert en direct<br />
différents métiers dans les centres de<br />
formation artisanaux, dont la carrosserie<br />
suisse Academy. Les jeunes ont pu tester<br />
les métiers de la carrosserie, poser des<br />
questions et observer les participants aux<br />
cours au travail. L’un des points forts a été<br />
l’entraînement du champion suisse des<br />
carrossiers-tôliers 2<strong>02</strong>2, Robin Taramarcaz.<br />
La Mobilcity a également accueilli<br />
l’UPSA, l’ASTAG et l’ASFA, qui ont offert un<br />
aperçu du transport et de la logistique.<br />
16 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse Fribourg<br />
L’homme aux multiples casquettes<br />
Vous l’aurez reconnu, j’ai nommé Armin<br />
Haymoz. Au nom du comité et des<br />
membres de Carrosserie Suisse Fribourg,<br />
je tiens à rendre un vibrant hommage<br />
à celui qui fut le secrétaire de<br />
notre association durant près de 13 ans.<br />
Quelle fougue, quelle passion, quel engagement<br />
à défendre les carrossiers<br />
tous azimuts. A croire qu’il a été carrossier<br />
dans une autre vie! Il aura marqué<br />
de son empreinte le monde de la carrosserie<br />
et Carrosserie Suisse.<br />
Je tiens à relever sa grande loyauté envers<br />
les présidents qu’il a côtoyés. Disponible,<br />
faisant preuve d’un engagement<br />
total pour les membres de notre association,<br />
il a toujours été à l’écoute de tous,<br />
faisant preuve parfois de grande patience<br />
pour expliquer et réexpliquer les tenants<br />
et aboutissants, sans jamais faillir.<br />
Comment fait-il pour assumer tant de<br />
tâches, secrétaire patronal, Président de<br />
la FCR, vice-président de Carrosserie<br />
Suisse, Président de Guin Tourisme, ancien<br />
Président du Grand Conseil Fribourgeois<br />
et Président de différentes associations?<br />
Il me tient à cœur de souligner son<br />
rôle en tant que secrétaire de notre association<br />
fribourgeoise. Ce fut d’un grand<br />
soutien pour notre association de compter<br />
sur lui et ses compétences pour nous<br />
permettre de mener à bien les grands et<br />
différents défis rencontrés lors de notre<br />
fusion avec l’USIC et ainsi créer Carrosserie<br />
Suisse. Rappelons-nous que notre<br />
association fribourgeoise était partie<br />
dans une direction inconnue et dangereuse,<br />
croyant pouvoir faire face seule<br />
aux défis futurs, tel le village d’Astérix le<br />
Gaulois, mais sans potion magique. Nous<br />
avons pu ainsi éviter d’être confrontés à<br />
des difficultés insurmontables auxquelles<br />
notre isolement nous aurait contraint.<br />
Son professionnalisme inébranlable,<br />
son dévouement indéfectible et son attitude<br />
bienveillante ont été des piliers de<br />
notre organisation. Le comité et tous les<br />
membres fribourgeois s’unissent pour<br />
lui exprimer toute notre gratitude pour<br />
tout le magnifique travail accompli.<br />
«L’Homme aux multiples casquettes»<br />
sera peut-être le titre d’un ouvrage, mais<br />
ma modeste plume se contente de lui<br />
réitérer notre profonde gratitude. Il aura<br />
gravé dans nos cœurs un souvenir inoubliable.<br />
Il va nous manquer, mais son<br />
héritage continuera à inspirer et à motiver<br />
chacun d’entre-nous.<br />
Nous lui souhaitons une bonne retraite<br />
grandement méritée et longue vie à lui !<br />
Guy Romanens, Président<br />
carrosserie suisse Fribourg<br />
Der Vorstand und die Mitglieder der Sektion<br />
Fribourg würdigen Armin Haymoz für<br />
seine langjährige Rolle als Sekretär ihrer<br />
Sektion. Er setzte sich mit viel Leidenschaft,<br />
Engagement und Loyalität für die Belange<br />
der <strong>Carrossier</strong>s ein. Trotz seiner vielfältigen<br />
Positionen bewältigte er seine Aufgaben<br />
professionell und trug wesentlich zum Erfolg<br />
der Fusion von carrosserie suisse mit der FCR<br />
bei. Die Sektion drückt ihre tiefe Dankbarkeit<br />
für sein Engagement aus und wünscht ihm<br />
einen wohlverdienten und erfüllten Ruhestand,<br />
während sein Erbe weiterhin inspiriert.<br />
carrosserie suisse Zentralschweiz<br />
Starke Obwaldner Fahrzeugschlosser<br />
Fahrzeugschlosser-Sieger Yanik Gasser aus<br />
Lungern, flankiert vom zweitplatzierten<br />
Frowin Christen (links) aus Wolfenschiessen<br />
und dem drittplatzierten Ivan Rohrer aus<br />
Sarnen. (Bild apimedia)<br />
Seit Jahren führt die Sektion einen Projektwettbewerb<br />
für seine Lernenden im<br />
dritten Lehrjahr durch, laut Geschäftsführer<br />
Marcel Kaufmann «als Standortbestimmung<br />
im Hinblick auf das QV im<br />
nächsten Jahr». Der Wettbewerb der<br />
Fahrzeugschlosser/-innen EFZ, die in<br />
8,5 Stunden eine Sattelkupplung eines<br />
Sattelschleppers auf eine Montageplatte<br />
montieren und diese mit einem<br />
selbst gefertigten Hilfsrahmen verbinden<br />
mussten, wurde von jungen Ob- und<br />
Nidwaldnern dominiert. Die beste Arbeit<br />
lieferte mit der Gesamtnote 5,05 der<br />
18-jährige Yanik Gasser ab, der seine<br />
Lehre bei der Alltec AG in Giswil absolviert.<br />
Der zweite Rang ging an Frowin<br />
Christen aus Wolfenschiessen (Lehrbetrieb:<br />
von Atzigen AG, Kägiswil) mit Note<br />
4,93, den dritten Rang sicherte sich Ivan<br />
Rohrer aus Sarnen (Lehrbetrieb: Imfeld<br />
Fahrzeugbau, Alpnach) mit Note 4,70.<br />
Carrosseriespengler-Sieger Glenn Ziswiler<br />
(links), Daniel Preckel (Leiter Dienststelle<br />
Berufs- und Weiterbildung LU), Jasmin<br />
Reichlin (Zweite), Marcel Kaufmann und<br />
Alajdin Cana (Dritter). (Bild apimedia)<br />
Starker Baarer Carrosseriespengler<br />
Den Wettbewerb der Carrosseriespengler/-innen<br />
EFZ gewann Glenn Ziswiler,<br />
der seine Lehre bei der Carrosserie Marty<br />
AG in Baar absolviert. Der zweite Rang<br />
ging an Jasmin Reichlin von der H. Theiler<br />
AG in Goldau, den dritten Rang sicherte<br />
sich Alajdin Cana von der Carrosserie<br />
Schacher GmbH in Grosswangen.<br />
Die Besten wurden im Ausbildungszentrum<br />
in Ebikon bei einem Apéro geehrt.<br />
carrosserie suisse Zentralschweiz organise<br />
un concours de projets pour les apprentis<br />
de troisième année afin d’évaluer leurs capacités<br />
en vue de la prochaine procédure<br />
de qualification. Yanik Gasser de Lungern<br />
remporte le concours des serruriers/ères<br />
sur véhicules CFC, suivi de Frowin Christen<br />
et Ivan Rohrer. Glenn Ziswiler de la Carrosserie<br />
Marty AG à Baar remporte le concours<br />
des tôliers/ères CFC, suivi de Jasmin<br />
Reichlin et Alajdin Cana. Les récompenses<br />
ont été remises au centre de formation<br />
d’Ebikon, où les participants ont présenté<br />
leurs travaux et fait la fête.<br />
Contributions fournies par les sections.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>17
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse Vaud<br />
… à la rencontre de l’avenir<br />
En tant que section vaudoise, nous avons depuis longtemps<br />
compris l'importance de rester ouverts aux ajustements et<br />
aux changements de cap. Notre capacité à nous adapter rapidement<br />
aux nouvelles circonstances est un élément crucial<br />
de notre succès au fil des ans.<br />
Depuis que notre section est passée aux normes 2.0 il y a une<br />
décennie, nous avons consolidé nos forces en identifiant ce<br />
que notre organisation fait bien et en capitalisant sur nos points<br />
forts. Cela inclut la gestion efficace de nos membres, le réseautage,<br />
les invitations et les offres de cours de formation continue,<br />
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ainsi que la gestion et l'expansion de notre centre de formation.<br />
L'innovation est au cœur de notre approche. Nous n'avons jamais<br />
hésité à explorer de nouvelles idées et approches pour rester<br />
pertinents dans un secteur automobile en constante évolution.<br />
Nos investissements importants dans le développement professionnel<br />
des tôliers, des peintres, des serruriers, tant les jeunes<br />
apprentis que les patrons, ont créé un environnement de travail<br />
où chacun se sent valorisé et motivé. Grâce à une communication<br />
transparente, nous entretenons régulièrement des échanges<br />
avec toutes les parties prenantes, qu'il s'agisse de nos membres,<br />
de nos partenaires ou de nos formateurs. Cette transparence<br />
renforce la confiance et l'engagement mutuel.<br />
Notre flexibilité nous permet de rester proches des carrossiers<br />
de notre canton. Nous sommes ouverts aux ajustements<br />
et aux changements de cap lorsque cela est nécessaire. Cette<br />
capacité d'adaptation est un élément clé de notre succès en<br />
tant qu'association professionnelle.<br />
Cependant, la fusion avec Carrosserie Suisse a introduit des<br />
défis dans notre gestion. Nos ressources limitées et les préoccupations<br />
exprimées par nos membres quant à la valeur<br />
perçue par rapport aux coûts mettent en péril notre reconnaissance<br />
et notre visibilité. Nous éprouvons des difficultés<br />
à gérer les conflits internes liés à la direction,<br />
aux priorités stratégiques et à la répartition des<br />
ressources.<br />
Il est clair que bien que nous ayons cru à la parité<br />
de cette fusion et que cette association nouvelle<br />
renforcerait notre visibilité et notre crédibilité, nous<br />
réalisons maintenant que cela nécessite encore des<br />
ajustements. Nous faire entendre et nous faire comprendre<br />
par notre faîtière reste ardu et déterminant.<br />
L’équilibre de carrosserie suisse, ses avantages,<br />
inconvénients et limites, doit convenir à nos<br />
membres et à notre section, le « à chacun sa<br />
conception pour y parvenir » reste un travail à<br />
surmonter. En tenant compte des enseignements<br />
tirés de nos expériences passées, nous resterons<br />
attentifs et vigilants pour faire valoir notre voix. En<br />
restant engagés et déterminés, nous pourrons<br />
continuer à progresser et à renforcer l’impact de<br />
notre association professionnelle.<br />
Bien à vous Hélène Bra, Présidente Vaud<br />
Seit unserer Entwicklung, hin zu einem Berufsverband<br />
2.0 im Jahr 2014, hat unsere Fähigkeit, uns schnell anzupassen<br />
und innovativ zu sein, unsere Position in der<br />
Branche gestärkt. Wir haben unsere Stärken ausgebaut,<br />
indem wir aus unseren Stärken wie der effizienten Mitgliederverwaltung<br />
und den Investitionen in die berufliche<br />
Entwicklung Kapital geschlagen haben. Trotz der<br />
Herausforderungen, die mit unserer Fusion mit carrosserie<br />
suisse verbunden sind, erkennen wir die Notwendigkeit,<br />
weiterhin präsent zu sein, um die Stellung unserer<br />
Sektion und die Verteidigung unserer Mitglieder zu<br />
stärken. Indem wir aufmerksam und engagiert bleiben,<br />
werden wir daran arbeiten, unserer Stimme Geltung zu<br />
verschaffen und unseren Fortschritt fortzusetzen.<br />
18 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse Neuchâtel JU BE fr<br />
Former un apprenti permet de transmettre notre savoir<br />
Esteban Cellamare, Carrosserie Haro à<br />
Hauterive<br />
Esteban Cellamare, 35 ans, est originaire<br />
du Vallon de Saint-Imier. Il vit à<br />
Neuchâtel depuis une dizaine d’années.<br />
Heureux papa de 2 filles de 5 et 7 ans,<br />
il habite à proximité de la carrosserie<br />
Haro, ce qui lui permet de ne pas perdre<br />
du temps en transports. Passionné par<br />
son job et convaincu de l’importance de<br />
la formation professionnelle, il se livre<br />
à nous:<br />
J’ai passé et obtenu mon CFC de tôlier<br />
en 2008. J’ai travaillé dans diverses<br />
carrosseries du canton. J’occupe mon<br />
poste de responsable de la carrosserie<br />
Haro depuis 8 ans. Ma passion est bien<br />
évidemment l’automobile. J’apprécie les<br />
contacts avec les gens qui sont tous différents.<br />
Ces derniers nous demandent<br />
une constante capacité d’adaptation.<br />
Notre métier est magnifique, car il est<br />
concret. Lorsqu’un véhicule nous est<br />
confié, il a un problème que nous devons<br />
ensuite résoudre. Lorsque nous remettons<br />
le véhicule à son propriétaire, le<br />
véhicule est réparé et la carrosserie est<br />
brillante. Nous avons fait le job ! Et idéalement,<br />
le client est content !<br />
Former un apprenti nous permet de<br />
transmettre notre savoir et nous permet<br />
aussi de nous remettre en question<br />
par rapport à un jeune qui a un regard<br />
changeant sur les choses. C’est vital<br />
pour la survie de nos métiers. Nous formons<br />
actuellement 3 apprentis : un<br />
peintre de première année, un tôlier en<br />
troisième année et un peintre répétant.<br />
Former des apprentis n’est pas plus dur<br />
ni plus facile qu’hier. Il faut simplement<br />
être prêt à investir du temps et du matériel<br />
pour la formation des apprentis.<br />
carrosserie suisse nous met à disposition<br />
les supports nécessaires.<br />
Nous sommes attentifs à maintenir le<br />
dialogue avec les apprentis et à les<br />
questionner sur leurs envies et difficultés.<br />
Il faut une certaine sensibilité pour<br />
cerner leurs préoccupations, leurs<br />
doutes, tant au niveau privé que professionnel.<br />
Nous les intégrons au maximum<br />
dans le groupe et dans la vie de l’entreprise,<br />
pour qu’ils développent un sentiment<br />
d’appartenance et œuvrent dans<br />
une ambiance de travail conviviale. Dans<br />
notre carrosserie, il importe que tous<br />
avancent dans la même direction.<br />
Le dossier de formation est le fil rouge<br />
de la formation de l’apprenti tout au<br />
long de sa formation ; il nous permet<br />
de connaître les attentes de l’école et<br />
ce aux différentes étapes de l’apprentissage.<br />
En complétant régulièrement<br />
le dossier de formation, ce dernier devient<br />
un outil efficace de gestion des<br />
apprentis. Le remplir ne présente aucunement<br />
une contrainte.<br />
Nous exploitons aussi les évaluations<br />
des cours interentreprises (CIE). Nous<br />
revenons sur les points non maîtrisés et<br />
nous remettons l’ouvrage sur le métier<br />
à l’atelier pour que l’apprenti acquière<br />
les compétences améliorables.<br />
Nous souhaitons maintenir la très bonne<br />
entente et le dialogue avec le corps enseignant<br />
et les parents de nos apprentis.<br />
Cela nous permet de réagir vite et de<br />
manière coordonnée. Pour former un<br />
apprenti, trois autres rouages doivent<br />
bien fonctionner ensemble : les parents,<br />
l’école et l’entreprise formatrice.<br />
Esteban Cellamare, 35 Jahre alt, lebt seit<br />
etwa zehn Jahren in Neuenburg und arbeitet<br />
als Leiter der Carrosserie Haro. Er betont<br />
die Bedeutung der Berufsausbildung<br />
und die Freude an seinem Job. Die Carrosserie<br />
bildet derzeit drei Lernende aus und<br />
legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit<br />
mit ihnen sowie mit Schulen und Eltern. Die<br />
Ausbildungsbegleitung und regelmässige<br />
Bewertungen sind wichtige Instrumente,<br />
um die Ausbildung der Lerndenden zu unterstützen.<br />
KLEBENS-<br />
ERFAHRUNG<br />
SEIT 1994<br />
Contributions fournies par les sections.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>19
Sektionen / Sections<br />
carrosserie suisse Ticino<br />
Intervista con due ragazze carrozziere lattoniere<br />
Il carrozziere lattoniere e la carrozziera<br />
lattoniera sono artigiani specializzati<br />
nella riparazione di carrozzerie danneggiate<br />
di autovetture e talvolta anche di<br />
furgoni, autocarri e torpedoni. Sanno<br />
trattare danni causati da incidenti,<br />
dall'usura o dalla corrosione. A volte, si<br />
occupano anche di fabbricare parti di<br />
carrozzeria. La maggior parte dei nostri<br />
apprendisti sono ragazzi, quest’anno,<br />
come sempre più spesso, abbiamo le<br />
prime due ragazze in Ticino che si<br />
approcciano a questa professione.<br />
«Abbiamo fatto alcune domande a queste<br />
due apprendiste che hanno iniziato<br />
il loro percorso formativo come carrozziere<br />
lattoniere durante l’anno scolastico<br />
2<strong>02</strong>3/<strong>2<strong>02</strong>4</strong>.»<br />
Come mai hai scelto questa professione? <br />
Giulia: Volevo fare la meccanica, però<br />
non mi hanno preso perché sono una<br />
femmina. Poi ho iniziato a fare la disegnatrice<br />
di ingegneria civile, ma dovevo<br />
stare seduta tutto il tempo, ho fatto comunque<br />
tre anni, ma non mi piaceva. La<br />
mamma mi ha proposto di fare la carrozziera,<br />
non sapevo decidere tra verniciatrice<br />
o lattoniera, poi pensandoci mi<br />
è sembrato che la verniciatrice potesse<br />
essere più noioso e ho scelto la lattoniera,<br />
trovo sia più creativo.<br />
Ester: La mia passione è partita da mia<br />
mamma che andava in moto quando ero<br />
piccolina, poi mi sono interessata anche<br />
alle macchine, ho iniziato a studiarmele<br />
e dopo le medie ho deciso di fare la meccanica.<br />
Ho svolto questo apprendistato<br />
per tre anni ma non l’ho finito perché non<br />
mi trovavo bene sul posto di lavoro, ho<br />
Giulia Di Maria, 20 anni, Mesocco, Carrozzeria<br />
Monzeglio Riazzino. La passione per le<br />
macchine, moto e motorini la accompagna fin<br />
da piccola, una passione tramandata dai suoi<br />
genitori. Come hobby si diletta a fare le unghie.<br />
sbagliato perché avrei potuto trovarmi<br />
qualcos’altro ma ero demoralizzata e ho<br />
lasciato perdere. Poi ho provato a cercare<br />
altri posti di lavoro, sempre come<br />
meccanica, ma le risposte non arrivavano,<br />
essendo una ragazza è più difficile<br />
trovare nel settore. Poi ho fatto uno<br />
stage presso la Carrozzeria Tognetti<br />
Auto e il lavoro mi è piaciuto.<br />
Il lavoro è come te lo aspettavi?<br />
Giulia: Assolutamente sì, è come me lo<br />
aspettavo, sono molto contenta e si vede<br />
comunque dai miei risultati al lavoro e a<br />
scuola. Vado molto bene a scuola.<br />
Ester: Sì, più o meno il lavoro è come me<br />
lo aspettavo, volevo una professione<br />
nell’ambito delle automobili, di tipo artigianale.<br />
Hai trovato delle difficoltà? Se sì, quali?<br />
Giulia: Certe cose sono veramente<br />
molto faticose, alzare pesi e soprattutto<br />
anche nell’ambientarmi perché sono in<br />
una carrozzeria dove ci sono solo uomini.<br />
Oltre al lavoro e la passione per le<br />
macchine non abbiamo molto in comune<br />
ma piano piano ce la sto facendo.<br />
Ester: Avendo un carattere molto forte<br />
diciamo che non ho mai dato peso a<br />
commenti di genere, però con le persone<br />
con cui lavoro ho un bel rapporto, non<br />
ci sono conflitti, anzi mi aiutano tanto.<br />
Dopo l’apprendistato hai già un’idea di<br />
che cosa farai?<br />
Giulia: Io sto facendo la maturità integrata<br />
e grazie a questo potrò poi fare molte<br />
cose. Io vorrei diventare maestra della<br />
professione. Dovrò comunque fare degli<br />
anni di esperienza, o potrei anche diventare<br />
capo officina. Vorrei alzarmi di livello,<br />
anche il perito potrebbe interessarmi<br />
ma sempre nell’ambito delle macchine.<br />
Ester: Vorrei andare a lavorare all’estero<br />
sempre nelle officine, il mio sogno<br />
sarebbe di lavorare alla Porsche. Vorrei<br />
sempre continuare con questa professione,<br />
magari arricchirmi con qualche<br />
esperienza professionale.<br />
Ester Vrenozi, 20 anni, Losone, Carrozzeria<br />
Tognetti Gordola. Ha la passione per le<br />
macchine, ascolta molta musica, le piace<br />
disegnare.<br />
Come ti trovi sul posto di lavoro<br />
rispetto ai tuoi colleghi?<br />
Giulia: Sono abbastanza disponibili, lavoro<br />
solo con il mio formatore, abbiamo<br />
tanto lavoro siccome siamo nel locarnese<br />
e c’è stata la grandine, comunque mi<br />
aiutano e mi fanno fare tante cose. Trovo<br />
che devo sempre dimostrare di più perché<br />
sono una ragazza anche se il lavoro<br />
lo so fare. Devi un po’ «rubare» il lavoro.<br />
Ester: Con i miei colleghi mi trovo bene, uno<br />
di loro mi ha raccontato che non era del<br />
tutto convinto di avere una donna in carrozzeria,<br />
però alla fine mi ha conosciuta e<br />
adesso andiamo molto d’accordo, non abbiamo<br />
mai avuto nessun tipo di problema.<br />
L'intervista completa è disponibile<br />
nelle news della sezione.<br />
Im Tessin haben letzten Herbst zwei Frauen<br />
eine Ausbildung als Carrosseriespenglerin<br />
begonnen: Giulia, die ursprünglich an Mechanik<br />
interessiert war, und Ester, die seit<br />
ihrer Kindheit von Autos fasziniert ist. Sie<br />
finden beide die handwerkliche und technische<br />
Arbeit befriedigend. Giulia strebt an,<br />
Ausbilderin oder Werkstattleiterin zu werden,<br />
während Ester davon träumt, im Ausland<br />
zu arbeiten, vielleicht sogar bei Porsche.<br />
Trotz der Herausforderungen ermutigen<br />
beide andere Frauen, ihren Leidenschaften<br />
zu folgen und sich nicht von Geschlechtervorurteilen<br />
beeinflussen zu lassen.<br />
Au Tessin, deux femmes ont commencé<br />
l'automne dernier une formation de carrossière-tôlière<br />
: Giulia, qui s'intéressait initialement<br />
à la mécanique, et Ester, qui est fascinée<br />
par les voitures depuis son enfance.<br />
Elles trouvent toutes deux le travail manuel<br />
et technique satisfaisant. Giulia aspire à<br />
devenir formatrice ou chef d'atelier, tandis<br />
qu'Ester rêve de travailler à l'étranger, peutêtre<br />
même chez Porsche. Malgré les défis,<br />
toutes deux encouragent les autres femmes<br />
à suivre leurs passions et à ne pas se laisser<br />
influencer par les préjugés sexistes.<br />
20 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Beiträge durch Sektionen eingereicht.
Aktive Branche / Branche active<br />
ESA MechaniXclub<br />
Siegerausflug für acht<br />
MechaniXclub Members<br />
Dank der Partnerschaft zwischen Bridgestone und der ESA entstehen<br />
für die MechaniXclub Members einzigartige Erlebnisse. Im<br />
Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong> startet das erste Kapitel der Bridgestone World Tour im<br />
polnischen Poznań. «Acht glückliche Gewinner des grossen Wettbewerbs<br />
werden eine exklusive Führung durch die Reifenfabrik<br />
von Bridgestone erleben, inklusive eines spannenden<br />
Rahmenprogramms», so Urs Lüchinger,<br />
Country Manager Bridgestone Schweiz. Bridgestone<br />
ist es ein Anliegen, den Nachwuchs der<br />
Automobilbranche aktiv zu unterstützen und zu<br />
fördern. Mit dem Support des MechaniXclub will<br />
Bridgestone den Mitgliedern einen Blick hinter<br />
die Kulissen des für das Garagengewerbe äusserst<br />
wichtigen Reifengeschäfts ermöglichen.<br />
Der MechaniXclub hilft den Lernenden mit exklusiven<br />
Lerninhalten, Technik-Postern und Fact-<br />
Sheets, mehr Know-how aufzubauen, und vergisst<br />
dabei den Spass nicht. Seit 2011 unterstützt<br />
der Club die mittlerweile 12500 Members. ●<br />
Zum Auftakt der Bridgestone World Tour lädt der<br />
Reifenhersteller acht MechaniXclub Members zu<br />
einer Werksbesichtigung ein.<br />
ESA MechaniXclub<br />
Sortie des lauréats pour huit<br />
membres du MechaniXclub<br />
Grâce au partenariat entre Bridgestone et l'ESA, les membres<br />
du MechaniXclub jubilent. Le 1 er chapitre du Bridgestone World<br />
Tour débute à Poznań (PL) en mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. «Huit heureux gagnants<br />
du grand concours feront l'expérience d'une visite exclusive<br />
de l'usine Bridgestone au programme-cadre<br />
passionnant», déclare Urs Lüchinger, Country<br />
Manager Bridgestone Suisse. Bridgestone<br />
s'engage à soutenir et à promouvoir activement<br />
la relève de la branche automobile. Avec<br />
le soutien du MechaniXclub, Bridgestone souhaite<br />
donner à ses membres un aperçu des<br />
coulisses du commerce du pneu, qui est extrêmement<br />
important pour la branche des<br />
garages. Le MechaniXclub aide les apprentis<br />
à acquérir davantage de savoir-faire avec des<br />
contenus d'apprentissage exclusifs, des affiches<br />
technologiques et des fiches d'information<br />
– sans oublier de s'amuser. Le club soutient<br />
ses 12 500 membres depuis 2011. ●<br />
Au début du Bridgestone World Tour, le fabricant<br />
de pneumatiques invite huit membres du MechaniXclub<br />
à une visite de l'usine.<br />
Beschleunigen<br />
Sie die<br />
Farbmischung<br />
mit<br />
Materialkosten<br />
reduzieren<br />
Nachhaltigkeit<br />
fördern<br />
Zeitersparnis<br />
Produktivität<br />
erhöhen<br />
Vollautomatisiertes Mischen<br />
ColorMatchic ist das vollautomatische<br />
Mischsystem von AkzoNobel. Sie hilft dem<br />
Lackierer, Mischfehler zu vermeiden, spart<br />
Zeit beim Mischen und dosiert den Lack mit<br />
höchster Präzision. Der Lackierbetrieb profitiert<br />
von ColorMatchic durch Zeitersparnis bei der<br />
Arbeit, Reduzierung der Materialkosten und<br />
des Lackabfalls für einen effizienteren und<br />
nachhaltigeren Lackierprozess.<br />
Sind Sie bereit, mit ColorMatchic die<br />
Farbmischung zu revolutionieren?<br />
Dann kontaktieren Sie Ihren AkzoNobel<br />
Ansprechpartner, um mehr darüber<br />
zu erfahren.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>21
Aktive Branche / Branche active<br />
Nachfolger von Sikaflex-529 AT<br />
Dichte Nähte für alle Fälle<br />
Le successeur de Sikaflex-529 AT<br />
Joints étanches pour tout<br />
Sikaflex-529 Evolution ist ein spritzbarer, elastischer Dichtstoff<br />
für Nahtabdichtungen auf OEM-Niveau, Überlappungsfugen<br />
und Steinschlagschutz bei<br />
Unfall reparaturen und im Carrosseriebau.<br />
In Verbindung mit der Sika Spray Gun sowie<br />
den zugehörigen Aufsätzen und Düsen<br />
liessen sich laut Sika problemlos alle gängigen<br />
Originalstrukturen und eine werkgetreue<br />
Optik wiederherstellen – mit Dichtnähten<br />
wie ab Werk. Dichte Nähte mit<br />
Sikaflex-529 Evolution sollen zudem<br />
Vibrationen dämpfen und Schall mindern.<br />
Für die Verarbeitung des einkomponentigen<br />
Dichtstoffs aus silanterminiertem Polymer<br />
(STP) bleiben bei einer Temperatur<br />
von ca. 23 °C etwa 15 Minuten Zeit, bevor<br />
das Material erhärtet. Dabei sei der<br />
Schrumpf minimal (3%). Sika flex-529 Evolution<br />
zeige ohne Primer eine gute Haftung<br />
auf den meisten gängigen Untergründen<br />
im Carrosseriebau und sei überlackierbar<br />
mit verschiedenen Lacksystemen. Der geruchsarme<br />
Dichtstoff ist frei von Silikon,<br />
PVC, Lösemittel sowie Isocyanaten und<br />
ermöglicht so ein gesundheitsbewusstes,<br />
angenehmes Arbeiten.<br />
●<br />
Sikaflex-529 Evolution ist unter den<br />
Sika-Produkten der Spezialist für<br />
Naht abdichtungen an der Carrosserie.<br />
Sikaflex-529 Evolution est le spécialiste<br />
du scellement des joints de<br />
carrosserie parmi les produits Sika.<br />
Sikaflex-529 Evolution est un mastic élastique pulvérisable<br />
pour l'étanchéité des joints type OEM, à recouvrement et de<br />
protection contre les impacts de pierres<br />
lors des réparations en cas d'accident et<br />
pour la serrurerie-construction sur véhicules.<br />
En combinaison avec le pistolet pulvérisateur<br />
Sika et les accessoires et buses<br />
associés, selon Sika, toutes les structures<br />
d'origine courantes et l’aspect d'origine<br />
sont facilement restaurés – avec des joints<br />
d'étanchéité comme à l'usine. Des joints<br />
étanche avec le Sikaflex-529 Evolution<br />
permettraient même d‘amortir les vibrations<br />
et de réduire le bruit. Le mastic monocomposant<br />
en polymère à terminaison<br />
silane (STP) durcit après environ 15 min<br />
autour de 23 °C. Le rétrécissement est minime<br />
(3%). Le Sikaflex-529 Evolution adhére<br />
bien sur la plupart des surfaces courantes<br />
dans la construction de carrosserie,<br />
sans primer, et peut être recouvert avec<br />
différents systèmes de peinture. Le mastic<br />
à faible odeur est exempt de silicone, de<br />
PVC, de solvants et d'isocyanates et permet<br />
ainsi un travail agréable et respectueux de<br />
la santé.<br />
●<br />
Axalta Coating Systems GmbH<br />
Autofarbe <strong>2<strong>02</strong>4</strong>: Starry Night<br />
Starry Night ist ein starker, moderner Farbton mit hellblauen<br />
und silbernen Effektpigmenten, der an die Tiefen unseres Universums<br />
und die Erforschung des Weltraums denken lassen<br />
soll. Der Schwarzton stehe für kühne Fantasien und das Bestreben,<br />
neue Höhen zu erreichen. Als dynamischer Farbton<br />
überwindet Starry Night klassische und moderne Gestaltungsstile<br />
und harmonisiert mit anderen Farben, Finishes, Mustern<br />
und Oberflächen.<br />
«Schwarz ist die zweitbeliebteste<br />
Autofarbe auf der ganzen<br />
Welt. Wir freuen uns deshalb<br />
sehr, einen Schwarzton als<br />
unsere Autofarbe des Jahres<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong> zu präsentieren», erklärt<br />
Dan Benton, Senior Manager<br />
für Global Color bei Axalta.<br />
Mit Radiant Red stellte Axalta<br />
erstmals 2015 seine Autofarbe<br />
des Jahres vor. Seitdem<br />
arbeitet das weltweite Team<br />
von Farbexperten des Unternehmens<br />
jedes Jahr zusammen<br />
daran, eine aufstrebende<br />
Trendfarbe für die Automobilindustrie<br />
zu entwickeln. ●<br />
Mit dem jüngsten Farbton präsentiert Axalta seine Autofarbe des Jahres<br />
seit nunmehr zehn Jahren. Zum ersten Mal handelt es sich dabei um<br />
einen Schwarzton.<br />
Avec la dernière teinte, Axalta présente depuis dix ans sa couleur<br />
automobile de l'année. Pour la première fois, c'est une nuance de noir.<br />
Axalta Coating Systems Sàrl<br />
Teinte auto <strong>2<strong>02</strong>4</strong> Starry Night<br />
Starry Night est une teinte forte et moderne aux pigments à<br />
effet bleu clair et argenté qui évoque les profondeurs de notre<br />
univers et l'exploration spatiale. La teinte noire invite à d‘audacieuses<br />
fantaisies et à de nouveaux sommets. En tant que couleur<br />
dynamique, Starry Night transcende les styles de design<br />
classiques et modernes et s'harmonise avec d'autres couleurs,<br />
finitions, motifs et surfaces.<br />
«Le noir est la 2 e couleur automobile<br />
la plus populaire au<br />
monde. Nous sommes donc<br />
très heureux de présenter<br />
une nuance de noir comme<br />
couleur automobile de l’année<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong>», explique Dan Benton,<br />
Président Directeur de la couleur<br />
mondiale chez Axalta..<br />
Axalta a présenté pour la 1 re<br />
fois Radiant Red comme couleur<br />
automobile de l’année en<br />
2015. Depuis, chaque année,<br />
l'équipe mondiale d'experts<br />
couleurs de l'entreprise travaille<br />
unisono pour développer<br />
une teinte tendance émergente<br />
pour l'automobile. ●<br />
22 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Aktive Branche / Branche active<br />
10. Calag-Oldtimertreffen<br />
Jubiläum in Langenthal<br />
10 e Rencontre de voitures anciennes de Calag<br />
Jubilé à Langenthal<br />
Wer hätte 2013 gedacht, dass das anlässlich des 125-jährigen<br />
Bestehens der Calag organisierte Oldtimertreffen einmal solch<br />
grosse Bekanntheit geniessen würde? Ursprünglich als einmalige<br />
Sache geplant, wurde es aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen<br />
weitergeführt. Heute zieht das Langenthaler Old- und<br />
Youngtimertreffen für jede Marke und jedes Modell mehrere<br />
Hundert Fahrzeugbesitzer aus der ganzen Schweiz und sogar<br />
über die Landesgrenze hinaus an. Für das 10. Treffen am Sonntag,<br />
9. Juni, plant das OK eine Sonderausstellung<br />
mit eigenen Aufbauten aus<br />
den 30er-/40er-Jahren. Mit dabei ist<br />
Calags Lackpartner André Koch AG,<br />
der mit dem Schichtdickenmessgerät<br />
überprüfen kann, ob und wo ein Oldtimer<br />
neu lackiert wurde und wie viel<br />
Spachtel bei einer Restauration verarbeitet<br />
wurde. Oldtimer-Spezialist Walter<br />
Prete berät Interessierte gerne und<br />
gibt Tipps, was bei einer Nachlackierung<br />
beachtet werden sollte. Die Besucher<br />
und Besucherinnen dürfen sich<br />
auf Feines vom Grill freuen und sich an<br />
Feldschlösschens Oldtimer-Bierfahrzeug<br />
erfrischen.<br />
●<br />
Die Einfahrt steht ab 9.30 Uhr für alle Old- und<br />
Youngtimer bis Jahrgang 1999 offen, der Eintritt bleibt<br />
für Aussteller und Besucher kostenlos.<br />
L'entrée est ouverte dès 9h30 à toutes les voitures<br />
anciennes et classiques construites jusqu'en 1999,<br />
l'entrée reste gratuite pour les exposants et les visiteurs.<br />
Qui aurait cru en 2013 que le rendez-vous de voitures anciennes<br />
du 125 e anniversaire de Calag connaîtrait un jour une<br />
telle popularité? Prévu événement ponctuel, il perdure grâce<br />
aux retours positifs. Aujourd'hui, la concentre d’anciennes et<br />
classiques de Langenthal attire plusieurs centaines de propriétaires<br />
de véhicules de toute la Suisse et même au-delà, de<br />
toutes marques et modèles. Pour la 10 e rencontre du dimanche<br />
9 juin, le CO prévoit une expo spéciale avec ses propres structures<br />
des années 30 et 40. Il y a aussi<br />
le partenaire peinture de Calag,<br />
André Koch AG, qui peut utiliser l'appareil<br />
de mesure de l'épaisseur du<br />
revêtement pour vérifier si et où une<br />
voiture classique a été repeinte et<br />
quelle quantité de mastic a été utilisée<br />
lors d'une restauration. Le spécialiste<br />
des anciennes Walter Prete<br />
se fera un plaisir de conseiller toute<br />
personne intéressée sur ce qu'il faut<br />
prendre en compte lors de la repeinture.<br />
Les visiteurs peuvent s'attendre<br />
à des délices du gril et se rafraîchir<br />
dans le véhicule à bière vintage de<br />
Feldschlösschen.<br />
●<br />
KUNSTSTOFFTEILE REPARIEREN?<br />
MIT UNSEREN TRAININGS WERDEN AUCH SIE ZUM PROFI<br />
clearcarrep.ch<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>23
Aktive Branche / Branche active<br />
Verein zur Förderung der Carrosserieberufe<br />
Angeregte Diskussionen an<br />
der GV des VFCB<br />
Nach einem Willkommenskaffee bat der vierköpfige Vorstand<br />
des VFCB am Vormittag des 7. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in den Räumlichkeiten<br />
der Glas Trösch AG in Oensingen zur 8. Generalversammlung,<br />
an der 18 von 19 Stimmberechtigten und eine Handvoll<br />
Gäste teilnahmen. Durch die Versammlung moderierten Vereinspräsident<br />
Felix Wyss und Sekretär Daniel Röschli.<br />
Die Genehmigung der Traktanden sowie des Jahresberichts<br />
oder des Protokolls der letztjährigen Versammlung waren<br />
reine Formsache. Intensivere Gespräche barg die Genehmigung<br />
des Budgets <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Aus Mitgliederreihen wurde der<br />
Wunsch geäussert, die Verwendung der Sponsoringbeiträge<br />
künftig noch detaillierter festzuhalten, um die Unterstützung<br />
zu optimieren. Die Diskussion entwickelte sich hin zur Frage,<br />
wie sich der VFCB der Öffentlichkeit wieder vermehrt präsentieren<br />
könne, wie etwa bei früheren Branchentreffpunkten.<br />
Darauf entgegnete Wyss, eine solche Gelegenheit sei ab 2<strong>02</strong>5<br />
vorhanden: «Mit dem Neubau bei der Bernexpo im Rahmen<br />
der transport-CH/carrosserie-CH/aftermarket-CH erhalten<br />
wir eine solche Bühne. Diese wird den Geist von früheren<br />
Branchenanlässen wie in Langenthal weitertragen, und das<br />
auf nationalem Niveau.»<br />
Die Mitglieder beauftragten den Vorstand schliesslich mit der<br />
Bildung einer entsprechenden Arbeitsgruppe, auch um als<br />
Verein attraktiv für neue Mitglieder zu bleiben.<br />
Der Vorstand nutzte die Gelegenheit der Versammlung, um<br />
Andi Stalder zu danken. Das Vorstandsmitglied tritt nach sieben<br />
Jahren zurück. Seinen Posten übernimmt mit Armin Haymoz<br />
einer der Vizepräsidenten von carrosserie suisse. Die Aufnahme<br />
des Fribourgers Haymoz im Vorstand sei besonders für die<br />
Westschweiz von Vorteil, so Wyss: «Durch seine Verankerung<br />
in der Romandie stärkt der VFCB seine Präsenz in der Westschweiz,<br />
um bestenfalls weiter zu wachsen.»<br />
Die nächste Generalversammlung ist für den 6. März 2<strong>02</strong>5 bei<br />
der André Koch AG in Urdorf ZH angesetzt.<br />
●<br />
Association pour la promotion des métiers de la carrosserie<br />
Discussions animées à l’AG<br />
du VFCB<br />
Après un café de bienvenue, les quatre membres du Comité du<br />
VFCB on ouvert la 8 e Assemblée générale, le matin du 7 mars<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong> dans les locaux de Glas Trösch AG à Oensingen, à laquelle<br />
18 des 19 ayant-droit de votre et une poignée d'invités ont pris<br />
part. La réunion était animée par le Président de l’association,<br />
Felix Wyss, et le Secrétaire, Daniel Röschli.<br />
L'approbation des points de l'ordre du jour tels que le rapport<br />
annuel ou le procès-verbal de la réunion de l'année dernière<br />
n'a été qu'une simple formalité. L'approbation du budget<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong> a donné lieu à des discussions plus intenses. Les<br />
membres ont exprimé le souhait de consigner encore plus<br />
en détail l'utilisation des contributions de parrainage afin<br />
d'optimiser le soutien. La discussion a débouché sur la question<br />
de savoir comment le VFCB pourrait sensibiliser un public<br />
plus large, comme lors des précédents rendez-vous de<br />
la branche. F. Wyss a répondu qu'une cette opportunité se<br />
présentera dès 2<strong>02</strong>5 : « Avec le nouveau bâtiment de<br />
Bernexpo, cette occasion nous sera donnée dans le cadre<br />
de transport-CH/carrosserie-CH/aftermarket-CH. Et nous<br />
pourrons ainsi perpétuer «l'esprit de Langenthal» – sur un<br />
plan national.»<br />
Les membres ont finalement chargé le Comité de former un<br />
groupe de travail correspondant, également afin de rester une<br />
association attractive pour les nouveaux membres.<br />
Le Comité a profité de la réunion pour remercier Andi Stalder,<br />
membre du Comité, qui démissionne après sept ans. Armin<br />
Haymoz, l'un des Vice-Présidents de carrosserie suisse,<br />
prendra sa relève. L’élection du Fribourgeois au sein du Comité<br />
est particulièrement avantageuse pour la Suisse romande,<br />
estime F. Wyss: «Son ancrage en Suisse romande<br />
permettra au VFCB de renforcer et de développer sa présence<br />
en Suisse romande.»<br />
La prochaine Assemblée générale est prévue le 6 mars 2<strong>02</strong>5<br />
chez André Koch AG à Urdorf ZH.<br />
●<br />
Die 8. Generalversammlung des VFCB fand am 7. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in den<br />
Räumlichkeiten der Glas Trösch AG statt.<br />
La 8 e Assemblée générale du VFCB s’est déroulée le 7 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
dans les locaux de Glas Trösch AG.<br />
Vereinspräsident Felix Wyss (links) bedankt sich bei Andi Stalder,<br />
der nach sieben Jahren aus dem Vorstand austritt für seinen Einsatz.<br />
Le Président de l’association, Felix Wyss (à g.), remercie Andi Stalder,<br />
qui quitte le Comité après sept ans, pour son engagement.<br />
24 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Wellness für Young- und Oldtimer<br />
Publireportage / Publireportage<br />
Fahrzeugliebhaber kennen und schätzen<br />
die Qualitäten der Meier Oberflächen AG<br />
in Rafz, einem in sechster Generation geführten<br />
Familienbetrieb, der weit über die<br />
Landesgrenzen hinaus als Marktführer<br />
in den Bereichen Entlacken und Entrosten<br />
bekannt ist. Ob Young- oder Oldtimer,<br />
Chassis oder Carrosserie, Benzintanks<br />
oder Fahrzeugteile – durch fachgerechte,<br />
schonende und nachhaltige Behandlung<br />
wird durch das Rafzer Unternehmen die<br />
perfekte Basis für eine gelungene Restaurierung<br />
geschaffen.<br />
Carrosserie nach der Behandlung mit<br />
Teil-Langzeitrostschutz.<br />
Inserat meier-rafz carrossier 185 x 128<br />
Im Bad bei Meier Rafz<br />
Als einziger Schweizer Anbieter entlackt<br />
Meier Rafz ganze Carrosserien im Tauchverfahren.<br />
Während mehrerer Tage befindet<br />
sich das Fahrzeug dafür in einem<br />
Entlackungsbad, wo Wärme und Lösungsmittel<br />
für eine schonende Entfernung der<br />
Lackschicht sorgen. Nach dem Bad werden<br />
gelöste Farbreste in einem mehrstündigen<br />
Prozess mit Wasserhochdruck<br />
entfernt. Es folgt eine rund eintägige<br />
Entrostungsphase, ebenfalls im Bad, mit<br />
anschliessender Kurzzeit-Rostschutzbehandlung<br />
(Passivierung) in einem weiteren<br />
Tauchbad.<br />
Bereit für bewundernde Blicke<br />
Wer sein Fahrzeug langfristig vor Rost<br />
schützen möchte, kann es nach sorgfältiger<br />
Trocknung optional zusätzlich<br />
mit einem Langzeit-Rostschutz behandeln<br />
lassen. Oberflächlich wird dieser<br />
klassisch mit einer Spritzpistole appliziert,<br />
in den Hohlräumen wird mit starren<br />
und flexiblen Sonden ausgespritzt.<br />
Schliesslich ist das Fahrzeug bereit für<br />
Carrosserien vor der Behandlung.<br />
die Restaurierung und danach für so<br />
manche bewundernde Blicke.<br />
Meier Oberflächen AG<br />
Im Hard 4<br />
CH-8197 Rafz<br />
www.meier-rafz.ch<br />
restaurieren statt verschrotten<br />
Meier Oberflächen AG<br />
Im Hard 4 · CH-8197 Rafz<br />
www.meier-rafz.ch<br />
Tel. +41 43 433 44 00<br />
Fax +41 43 433 44 29<br />
info@meier-rafz.ch<br />
professionell. umweltbewusst. zertifiziert.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>25
Der Verein zur Förderung der Carrosserieberufe bezweckt die Förderung und die Wahrung der Berufsinteressen<br />
im Carrosseriegewerbe. Der VFCB unterstützt mit seinen Mitteln die Berufs und Weiterbildung der<br />
Carrosserieberufe.<br />
L'association pour la promotion des métiers de la carrosserie a pour objectif de promouvoir et de protéger les<br />
intérêts professionnels de la carrosserie. Avec ses fonds, la VFCB soutient des formations professionnelles et<br />
continues en carrosserie<br />
Goldpartner / Partenaires or
Silberpartner / Partenaires argent<br />
Zusammen sind wir stark<br />
André Koch AG<br />
Bronzepartner / Partenaires bronze<br />
GCS Schweiz AG<br />
Zusätzliche Marken / Marques supplémentaires<br />
SWITZERLAND<br />
carrosserie suisse und der VFCB danken ihren Mitgliedern und Gönnern für die wertvolle<br />
Unterstützung zum Wohle der zukünftigen <strong>Carrossier</strong>s!<br />
carrosserie suisse et la VFCB tiennent à remercier leurs membres et sponsors pour leur précieux soutien au<br />
profit des futurs carrossiers!
Reportage / Reportage<br />
Neue Marken aus Fernost<br />
Chinesische Marken<br />
wollen mitmischen<br />
Bisher war das Angebot chinesischer Automodelle<br />
in der Schweiz überschaubar. Das soll sich nun<br />
ändern: Im Umfeld des Genfer Salons kündigten<br />
gleich mehrere Marken ihren Markteintritt an.<br />
Das in spanischem Besitz befindliche Unternehmen Astara ist<br />
hierzulande mit Marken wie Hyundai, Nissan, Abarth, Alfa Romeo,<br />
Fiat und Jeep inzwischen der drittgrösste Importeur. Zu den bisherigen<br />
chinesischen Marken Maxus (maxusmotors.ch) und Aiways<br />
(aiways-switzerland.ch) gehört seit dem 1. März nun auch<br />
MG zum Portfolio. Astara und MG arbeiten bereits in Peru, Belgien<br />
und Luxemburg zusammen. Nicole Sahlmann, Brand Director<br />
von MG Motor in der Schweiz, erklärt: «Die Marke MG kommt<br />
zum richtigen Zeitpunkt und mit einem äusserst interessanten<br />
Angebot in die Schweiz. Sie macht Elektromobilität für die Öffentlichkeit<br />
erschwinglich und bietet gleichzeitig Qualität und Leistung.<br />
Die Marke ist progressiv und originell – und sie richtet sich<br />
nicht nach einem Status aus. Vielmehr stellt sie die Freude an der<br />
modernen Mobilität in den Mittelpunkt.» Mit über 230 000 verkauften<br />
Fahrzeugen im Jahr 2<strong>02</strong>3 zählt MG inzwischen zu den<br />
bedeutenden Automarken in Europa. Die Palette von Personenwagen<br />
und SUV deckt die gesamte Bandbreite an Antriebssystemen<br />
ab, vom Verbrennungsmotor über die HEV- und PHEV- bis<br />
zu den vollelektrischen BEV-Versionen. Unter mgmotorswitzerland.ch<br />
sind die ersten vier Modelle zu sehen, die lanciert werden<br />
Nouvelles marques d’Extrême-Orient<br />
Les chinoises<br />
arrivent en force<br />
Jusqu’à présent, l’offre de modèles de voitures<br />
chinoises en Suisse était gérable. Le tournant a<br />
cependant déjà eu lieu: plusieurs marques annoncent<br />
leur entrée sur le marché au Salon de<br />
Genève.<br />
L'entreprise en mains espagnoles Astara est désormais le 3 ème<br />
plus gros importateur dans notre pays avec des marques telles<br />
que Hyundai, Nissan, Abarth, Alfa Romeo, Fiat et Jeep. Les anciennes<br />
marques chinoises Maxus (maxusmotors.ch) et Aiways<br />
(aiways-switzerland.ch) incluent désormais MG dans leur portefeuille<br />
depuis le 1 er mars. Astara et MG travaillent déjà ensemble<br />
au Pérou, en Belgique et au Luxembourg. Nicole Sahlmann, Directrice<br />
de la marque MG Motor en Suisse, explique: «La marque<br />
MG arrive en Suisse au bon moment et avec une offre extrêmement<br />
intéressante. Elle rend l’électromobilité abordable pour le<br />
grand public tout en offrant qualité et performance. La marque<br />
est progressiste et originale – et le statut lui importe peu. Elle se<br />
concentre plutôt sur les joies de la mobilité moderne. Avec plus<br />
de 230 000 véhicules vendus en 2<strong>02</strong>3, MG est aujourd’hui l’une<br />
des marques automobiles les plus importantes en Europe. La<br />
gamme de voitures particulières et de SUV couvre toute la<br />
gamme des systèmes d'entraînement, des moteurs à combustion<br />
aux versions HEV et PHEV jusqu'aux versions BEV entièrement<br />
électriques. Les quatre premiers modèles lancés sont visibles<br />
Chinesische Autos erobern die Schweiz – oder haben es zumindest vor, wie etwa der kompakte MG4.<br />
Les voitures chinoises conquièrent la Suisse – ou du moins envisagent de le faire, comme la compacte MG4.<br />
28 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Reportage / Reportage<br />
Bei einer Gesamtlänge von 4,90 Metern beeindruckt der Voyah Free mit einer fliessenden Seitenlinie und unverwechselbaren Design-Highlights.<br />
Avec une longueur totale de 4,90 mètres, le Voyah Free impressionne par une ligne latérale fluide et des détails de design incomparables.<br />
– drei BEVs (darunter ein Kompaktauto ab 28 990 Franken) sowie<br />
ein Benziner-Kompakt-SUV (ab 17 990 Franken).<br />
Grösster BEV-Hersteller der Welt<br />
BYD steht für Build Your Dreams (baue deine Träume) und ist<br />
mittlerweile der grösste Hersteller batterie-elektrischer Autos.<br />
Nachdem Emil Frey bereits in mehreren europäischen Ländern<br />
den Vertrieb der 1995 gegründeten Marke übernommen hat,<br />
wurde diese Aufgabe nun auch für die Schweiz bestätigt. Marcel<br />
Guerry, CEO von Emil Frey Schweiz, zeigt sich begeistert<br />
von der neuen Hightech-Partnerschaft: «Wir sind hocherfreut,<br />
unsere Reise mit BYD zu beginnen und ihre hervorragenden<br />
Elektrofahrzeuge in der Schweiz und Liechtenstein zu vermarkten.<br />
Mit dem Fokus von BYD auf überlegene Technologie und<br />
der grossen Erfahrung und Kundennähe von Emil Frey sind alle<br />
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partnerschaft gegeben.»<br />
Auf der Webseite bydauto.ch werden fünf Modelle gezeigt,<br />
die nahelegen, dass BYD sich im Premiumsegment breit<br />
machen möchte. Auf der Einstiegsseite findet man auch gleich<br />
die Möglichkeit, sich als Händler zu bewerben.<br />
Netzwerkerweiterung für Newcomer<br />
Noyo Mobility wurde 2<strong>02</strong>3 gegründet, um qualitativ hochwertige<br />
Elektroautos chinesischer Hersteller (auch) in die Schweiz<br />
zu importieren. Nach der Markteinführung des Voyah Free baut<br />
Noyo den Vertrieb weiter aus. Voyah ist die Premiummarke des<br />
etablierten Autobauers Dongfeng Motor Corporation (DMC).<br />
Mittlerweile können Kundinnen und Kunden den E-SUV an neun<br />
Standorten live erleben – und ab 69 990 Franken kaufen. Jüngster<br />
Zugewinn im Vertriebs- und Servicenetz ist das Imholz<br />
Autohaus in Cham. «Der Voyah Free ist eine tolle Ergänzung<br />
unserer Fahrzeugauswahl und hat im Premiumbereich ein wirklich<br />
sensationelles Preis/Leistungs-Verhältnis. Wir erhalten<br />
bereits ein sehr gutes Kundenfeedback und freuen uns schon<br />
jetzt auf die nächsten E-Modelle von Noyo», so Alexander Fried,<br />
der als Mitglied der Geschäftsleitung zusammen mit seinem<br />
Kollegen Marcel Jenny den Vertrieb der Premiumfahrzeuge bei<br />
der Imholz Autohaus AG verantwortet.<br />
Das Noyo-Team plant, in den nächsten zwölf Monaten bis zu<br />
vier neue Fahrzeuge in der Schweiz zu etablieren – neben einem<br />
Kompakt-SUV und einem grossen Geländewagen namens<br />
Mhero soll es auch einen Van sowie ein günstiges Einstiegssur<br />
mgmotorswitzerland.ch – trois BEV (dont une voiture compacte<br />
à partir de 28 990 frs) et un SUV compact essence (à partir<br />
de 17 990 frs).<br />
Le plus grand fabricant de BEV au monde<br />
BYD signifie Build Your Dreams («réalisez vos rêves») et est<br />
désormais le plus grand fabricant de voitures électriques à<br />
batterie. Après qu'Emil Frey ait déjà repris les ventes de la<br />
marque fondée en 1995 dans plusieurs pays européens, cette<br />
tâche est désormais également confirmée pour la Suisse. Marcel<br />
Guerry, PDG d'Emil Frey Suisse, est enthousiasmé par ce<br />
nouveau partenariat de haute technologie: «Nous sommes<br />
ravis de commencer notre aventure avec BYD et de commercialiser<br />
leurs exceptionnels véhicules électriques en Suisse et<br />
au Liechtenstein. Avec l'accent mis par BYD sur une technologie<br />
supérieure et la vaste expérience et la proximité client<br />
d'Emil Frey, toutes les conditions préalables à un partenariat<br />
réussi sont réunies.» Cinq modèles sont présentés sur le site<br />
bydauto.ch, ce qui suggère que BYD souhaite se développer<br />
sur le segment premium. Sur la page d'accès, vous trouvez<br />
aussi la possibilité de postuler en tant que revendeur.<br />
Expansion du réseau pour les nouveaux arrivants<br />
Noyo Mobility a été fondée en 2<strong>02</strong>3 pour (également) importer<br />
en Suisse des voitures électriques de haute qualité de constructeurs<br />
chinois. Après le lancement sur le marché du Voyah Free,<br />
Noyo continue d'augmenter ses ventes. Voyah est la marque<br />
haut de gamme du constructeur établi Dongfeng Motor Corporation<br />
(DMC). Les clients peuvent désormais découvrir l’E-SUV<br />
en direct sur neuf sites – à partir de 69 990 frs. Le dernier-né<br />
du réseau de vente et de service est le concessionnaire automobile<br />
Imholz à Cham. «Le Voyah Free est un bel ajout à notre<br />
sélection et présente un rapport qualité-prix vraiment sensationnel<br />
dans la gamme premium. Nous recevons déjà de très<br />
bons commentaires de nos clients et attendons avec impatience<br />
les prochains modèles électriques de Noyo», déclare Alexander<br />
Fried, qui, membre de l'équipe de direction, est responsable avec<br />
son collègue Marcel Jenny de la vente des véhicules haut de<br />
gamme chez Imholz Autohaus AG.<br />
L'équipe Noyo prévoit de lancer jusqu'à quatre nouveaux modèles<br />
en Suisse en l‘espace de douze mois. Outre un SUV compact<br />
et un gros véhicule tout-terrain appelé Mhero, il y aura<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>29
Reportage / Reportage<br />
Mit dem 390 kW starken Hochleistungselektromotor beschleunigt die Allradversion des BYD Seal in nur 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h.<br />
Avec le moteur électrique haute performance de 390 kW, la version à traction intégrale du BYD Seal accélère de 0 à 100 km/h en seulement 3,8 s.<br />
modell unter 25 000 Franken geben, natürlich allesamt elektrisch<br />
angetrieben. Mehr zum Voyah Free gibt es unter voyah.<br />
ch und zum Importeur unter noyo-europe.com.<br />
Ein unschlagbares Preis/Leistungs-Verhältnis<br />
Bereits an der letztjährigen Auto Zürich Car Show feierte die Marke<br />
Elaris Schweizer Premiere und sorgte mit ihren frechen, witzigen<br />
Spots für Aufsehen. «Wie bieten Elektromobilität zu einem<br />
unschlagbaren Preis/Leistungs-Verhältnis», verspricht Reto Hosig,<br />
Geschäftsführer der Elaris (Schweiz) AG. «Elaris ist wie für die<br />
Schweiz gemacht.» Das Konzept: Aus verschiedenen chinesischen<br />
Marken werden die für die Schweiz am besten passenden<br />
Fahrzeuge ausgesucht. Nach den beiden in Zürich gezeigten Modellen<br />
Beo und Dyo – der eine ein Full Electric Premium SUV, der<br />
andere ein wendiger Zweisitzer – sollen noch dieses Jahr fünf<br />
neue Modelle in der Schweiz lanciert werden. Unter elaris.swiss<br />
sind gleich sechs Fahrzeuge zu sehen, darunter auch ein Transporter<br />
und ein Kleinbus. Der Teileservice wird organisiert über ein<br />
Zentrallager in Deutschland, mit Logistik durch Aftersalespartner<br />
Derendinger und Reparaturanleitungen durch den Importeur.<br />
Da die meisten Marken ihr Händler- und Servicenetz erst aufbauen,<br />
sind Zuständigkeiten und Ansprechpartner noch nicht<br />
abschliessend definiert. Auf den Webseiten finden sich in der<br />
Regel aber Kontaktmöglichkeiten. <br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: Hersteller<br />
également un fourgon et un modèle d'entrée de gamme abordable<br />
à moins de 25 000 frs. Électrique, bien sûr. Vous pouvez<br />
en savoir plus sous voyah.ch. Importateur: noyo-europe.com.<br />
Un rapport qualité/prix imbattable<br />
L'année dernière, à l’expo Auto Zurich Car Show, la marque Elaris<br />
a célébré sa première en Suisse et a fait sensation avec ses spots<br />
coquins et amusants. «Nous proposons l'électromobilité à un rapport<br />
qualité/prix imbattable», promet Reto Hosig, directeur général<br />
d'Elaris (Suisse) SA. «Elaris est faite pour la Suisse.» Le concept:<br />
les véhicules les plus adaptés à la Suisse sont sélectionnés parmi<br />
différentes marques chinoises. Après les deux modèles Beo et Dyo<br />
présentés à Zurich – l'un un SUV premium entièrement électrique,<br />
l'autre un biplace maniable – cinq nouveaux modèles seront lancés<br />
en Suisse cette année. Six véhicules sont visibles sur elaris.swiss,<br />
dont une camionnette et un minibus. Le service des pièces détachées<br />
est organisé via un entrepôt central en Allemagne, avec une<br />
logistique assurée par le partenaire après-vente Derendinger et<br />
des instructions de réparation fournies par l'importateur.<br />
Etant donné que la plupart des marques viennent tout juste de<br />
créer leur réseau de revendeurs et de services, les responsabilités<br />
et les personnes de contact n'ont pas encore été définies<br />
de manière définitive. Cependant, il existe généralement des<br />
options de contact sur les sites en ligne.<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro; images: usines<br />
Der Zweisitzer Elaris Dyo verfügt über ein multifunktionales Tablet, das eine individuelle App-Nutzung über den Smartphone-Hotspot ermöglicht.<br />
L'Elaris Dyo biplace dispose d'une tablette multifonctionnelle qui permet une utilisation individuelle des applications via le hotspot du smartphone.<br />
30 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Fokus / En mire<br />
Werkstatt der Zukunft<br />
Intelligente Helfer<br />
für mehr Flexibilität<br />
Ob künstliche Intelligenz, 3D-Drucker und -Scanner,<br />
Mischroboter oder Einrichtungen für Hochvolttechnik:<br />
Neue Technologien drängen auch in<br />
die Carrosseriewerkstatt und Lackiererei. Wir<br />
werfen einen Blick in die Werkstatt der (nahen)<br />
Zukunft.<br />
Es gibt vielfältige, meist handfeste Gründe, weshalb sich Unternehmer<br />
für verschiedene neue Technologien interessieren:<br />
– Künstliche Intelligenz zur Beantwortung von Kundenanfragen<br />
wird ein immer wichtigeres Instrument, auch um<br />
den Fachkräftemangel abzufedern.<br />
– Apps zur Foto- und Zeiterfassung vereinfachen und<br />
verschnellern Prozesse und werden teilweise künftig von<br />
Versicherern vorgeschrieben.<br />
– Ersatzteile, die nicht in der gewünschten Zeit oder gar nicht<br />
mehr lieferbar sind, können kostengünstig mit CAD und<br />
einem 3D-Drucker gefertigt werden.<br />
– Ein automatisches Farbmischsystem reduziert Abfallmenge,<br />
spart Arbeitszeit und erhöht so die Profitabilität.<br />
– Neue Technologien wie Elektromobilität und Materialmix<br />
verlangen neue Sicherheitsvorkehrungen.<br />
Strassenverkehrsamt Aargau als Pionier<br />
Chatbots sind seit einigen Jahren ein fester Begriff: Sie beantworten<br />
schriftliche Nutzeranfragen mithilfe künstlicher Intelligenz<br />
automatisch. Nun kommen auch immer mehr Voicebots<br />
(= Wortpaarung von Voice für Stimme und Bot für Roboter) ins<br />
Spiel. So zählt seit Juni 2<strong>02</strong>1 das Strassenverkehrsamt Aargau<br />
auf die Hilfe der Mitarbeiterin Vicky. Sie ist ein solcher Voicebot<br />
und hat auf mindestens 23 der häufigsten wiederkehrenden<br />
Fragen eine Antwort – und lernt kontinuierlich dazu. Vicky ist<br />
L’atelier du futur<br />
Des assistants<br />
intelligents pour<br />
plus de flexibilité<br />
Qu'il s'agisse de l'intelligence artificielle, d‘imprimantes<br />
et de scanners 3D, de robots mélangeurs<br />
ou d‘équipements pour la technologie haute<br />
tension : les nouvelles technologies font leur<br />
entrée dans les ateliers de carrosserie et de<br />
peinture. Retour sur l'atelier du «futur proche».<br />
Il y a diverses raisons, pour la plupart tangibles, d’intéresser<br />
les entrepreneurs à diverses nouvelles technologies:<br />
– L'intelligence artificielle permettant de répondre aux demandes<br />
des clients devient un outil de plus en plus important<br />
pour pallier la pénurie de collaborateurs qualifiés..<br />
– Les applications de prise de photos et de saisie du temps de<br />
travail simplifient et accélèrent les processus et seront parfois<br />
exigées par les assureurs à l'avenir.<br />
– Les pièces de rechange qui ne sont plus disponibles, ou à tout<br />
le moins pas dans les délais souhaités, peuvent être fabriquées<br />
de manière rentable à l'aide de la CAO et d'une imprimante 3D.<br />
– Un système de mélange automatique réduit les déchets,<br />
économise le temps de travail et augmente ainsi la rentabilité.<br />
– Les nouvelles technologies (électromobilité et mélange de<br />
matériaux) nécessitent de nouvelles précautions de sécurité.<br />
Un pionnier: l'Office de la circulation routière d'Argovie<br />
Les agents conversationnels («chatbot») sont déjà connus: ils<br />
répondent automatiquement aux requêtes écrites des utilisateurs<br />
via l’IA. Aujourd’hui, de plus en plus de robots vocaux<br />
entrent en jeu, les «voicebots», néologisme anglais pour<br />
«voice» (voix) et «bot» (robot) . Depuis juin 2<strong>02</strong>1, l'OCR d'Argo-<br />
Die SilverDAT FotoApp führt den User durch den Prozess, so werden<br />
die Aufnahmen strukturiert gemacht und auch direkt beschriftet.<br />
La SilverDAT PhotoApp guide l'utilisateur tout au long du processus,<br />
de sorte que les photos sont prises de manière structurée et également<br />
étiquetées directement..<br />
Raphael Ebneter zeigt uns ein komplexes Bauteil, das mit dem<br />
3D-Drucker von Bambu Lab (rechts im Bild) hergestellt wurde.<br />
Raphael Ebneter nous montre un composant complexe réalisé à l'aide<br />
de l'imprimante 3D Bambu Lab (à dr. sur la photo)..<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>31
Fokus / En mire<br />
Mit CAD-Programm und marktüblichem 3D-Drucker lassen sich<br />
beliebige Teile in unterschiedlicher Güte und Struktur herstellen.<br />
A l'aide de programmes de CAO et d'imprimantes 3D disponibles dans<br />
le commerce, toutes les pièces de qualité et de structure différentes<br />
peuvent être produites.<br />
so trainiert, dass sie Fragen auf Dialekt und auf Hochdeutsch<br />
versteht. Wird sie mit dem Mobiltelefon angerufen, versendet<br />
Vicky im Anschluss an den Anruf eine SMS, wo alle relevanten<br />
Informationen und Formulare zu finden sind.<br />
Vicky soll inzwischen in der Lage sein, die Hälfte aller Anrufe<br />
beantworten zu können. Sie arbeitet immer dann, wenn die<br />
Telefonleitungen bereits besetzt sind oder Kundschaft ausserhalb<br />
der Öffnungszeiten anruft.<br />
Sie können sich gut vorstellen, einen Sprachroboter für den<br />
eigenen Betrieb zu nutzen? Die Google-Suche «Voicebot» listet<br />
eine Vielzahl kommerzieller Anbieter auf.<br />
Foto-App bald Pflicht?<br />
Auch Versicherungen stehen zunehmend unter Kostendruck<br />
und müssen ihre Prozesse effizienter gestalten und nach Möglichkeit<br />
automatisieren. Dies einerseits durch den Einsatz von<br />
Kommunikationsplattformen wie e-Service (Seite 40), andererseits<br />
aber auch durch die automatisierte Nutzung der von<br />
den Reparateuren übermittelten Daten. Dafür benötigen die<br />
Versicherungen zunehmend strukturierte, also im Rahmen<br />
eines Prozessablaufs geführt aufgenommene Bilder, die standardisiert<br />
beschriftet sind. So hat jüngst die AXA kommuniziert,<br />
dass Schadenfälle nur noch mit acht strukturierten Bildern<br />
eingereicht werden dürfen (Seite 42). Auch die Generali verlangt<br />
zu jedem Schadenfall ein korrekt zugewiesenes Bild<br />
eines Fahrzeugausweises.<br />
Auswege bieten hier integrierte Lösungen wie die SilverDAT<br />
FotoApp, die allen Nutzern des Kalkulationssystems Silver-<br />
DAT 3 kostenlos zur Verfügung steht. Beim Einstieg erkennt sie<br />
das aufgenommene Fahrzeug anhand des Kontrollschilds, und<br />
anhand einer entsprechend erstellten Silhouette wird der Nutzer<br />
intuitiv geführt, die benötigen Aufnahmen des Fahrzeugs zu<br />
erstellen. Für die nahtlose Weiterverarbeitung stehen die Bilder<br />
in SilverDAT 3 wie auch in e-Service bereits richtig beschriftet<br />
zur Verfügung und können per Knopfdruck einem Schadenfall<br />
zugeordnet werden, um anschliessend über e-Service mit der<br />
Reparaturanfrage übermittelt zu werden.<br />
Es ist bekannt, dass verschiedene internationale Akteure da ran<br />
arbeiten, solche Bilder mithilfe einer KI automatisch auszuwerten,<br />
um damit eine Vorkalkulation zu erstellen. Philipp Zimmermann,<br />
Geschäftsführer Auto-i-DAT AG, dazu: «Perspektivisch<br />
eine tolle Möglichkeit, um Prozesse weiter zu automatisieren,<br />
Sascha Feller konnte für einen gebrochenen, nicht erhältlichen<br />
Drehregler mit seinem 3D-Drucker einen Ersatz (r.) herstellen.<br />
Sascha Feller a réussi à remplacer (à dr.) une manette de réglage<br />
cassée et indisponible à l'aide de son imprimante 3D.<br />
vie compte sur l'aide de la collaboratrice Vicky. Il s'agit de l'un<br />
de ces robots vocaux. Il répond à au moins 23 des questions<br />
les plus fréquemment posées et apprend constamment. Vicky<br />
est formée pour comprendre les questions en dialecte et en<br />
bon-allemand. Si un appel est passé à l'aide d'un portable,<br />
Vicky envoie un SMS après l'appel, avec toutes les informations<br />
et formulaires pertinents. Vicky est capable de répondre à la<br />
moitié de tous les appels. Un service qui s‘actionne immédiatement<br />
dès que les lignes téléphoniques sont déjà occupées<br />
ou qu‘un appel arrive en dehors des heures de bureau.<br />
Pouvez-vous facilement imaginer utiliser un robot vocal pour<br />
votre propre entreprise ? La recherche Google « Voicebot »<br />
répertorie un grand nombre de fournisseurs commerciaux.<br />
L'application photo bientôt obligatoire?<br />
Les assurances aussi sont soumises à la pression des coûts<br />
pour rendre leurs processus plus efficaces, les automatiser.<br />
Grâce à des plateformes de communication telles e-Service (p.<br />
40), mais aussi à l'utilisation automatisée des données transmises<br />
par les réparateurs. Pour ce faire, les assurances ont de<br />
plus en plus besoin d'images structurées, c-à-d d'images prises<br />
dans le cadre d'un flux de processus et étiquetées de manière<br />
standardisée. AXA vient d’annoncer que les réclamations ne<br />
pouvaient être soumises qu'avec 8 images structurées (p. 42).<br />
Generali exige également, pour chaque dommage, une photo<br />
correctement attribuable au permis de circulation du véhicule.<br />
Des solutions intégrées sont proposées, telles que SilverDAT<br />
PhotoApp, disponible gratuitement pour tous les utilisateurs<br />
du système de calcul SilverDAT 3. D‘entrée, l‘application reconnaît<br />
le véhicule enregistré sur la base de la plaque d'immatriculation<br />
et, sur la base d'un profil («silhouette») créé en<br />
conséquence, l'utilisateur est guidé intuitivement pour créer<br />
les images nécessaires du véhicule, qui sont étiquetées correctement<br />
d‘emblée pour assurer une suite sans faille de la<br />
procédure dans SilverDAT 3 et dans e-Service. Elles sont alors<br />
affectées aux cas par simple pression sur un bouton, puis envoyées<br />
via e-Service avec la demande de réparation.<br />
Divers acteurs internationaux travaillent à l’évaluation automatique<br />
de ces images par l’IA pour la calculation préliminaire.<br />
Zimmermann, directeur général d'Auto-i-DAT AG, déclare:<br />
«En perspective, il s'agit d'une excellente opportunité<br />
d'automatiser, de numériser et, à terme, de simplifier davantage<br />
les processus. Par exemple, il sera possible à l’avenir de<br />
32 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Fokus / En mire<br />
zu digitalisieren und letztendlich auch zu vereinfachen. So werden<br />
sich künftig automatisierte Aussagen darüber treffen lassen,<br />
welche Teile an einem Fahrzeug beschädigt sind und wie<br />
damit zu verfahren ist. Das wird vielen professionellen Anwendern<br />
das Tagesgeschäft wesentlich erleichtern.» Sauber lösen<br />
können das Problem seiner Einschätzung nach nur Akteure,<br />
deren Daten aller Fahrzeugmodelle topaktuell sind. Dies betreffe<br />
Ersatzteile, Reparaturzeiten und vor allem Ersatzteilpreise<br />
und Lackmaterialien. «KI wird uns alle in unserem Arbeitsalltag<br />
künftig in vielen Bereichen unterstützen, auch in<br />
der Werkstatt. Die Zukunft gehört denen, die sich heute schon<br />
darauf vorbereiten. Deswegen arbeiten wir bei der Auto-i-DAT<br />
seit längerem mit dem Partner DAT an Branchenlösungen.»<br />
Wo 3D-Drucker schon Alltag sind<br />
Raphael Ebneter ist Konstrukteur beim Richterswiler Fahrzeugbauunternehmen<br />
Carrosserie Rusterholz und Hauptnutzer der<br />
hauseigenen 3D-Drucker. Das erste (und grösste) Gerät der<br />
Marke Deltatower wurde 2016 beschafft und kostete damals<br />
rund 10 000 Franken. «Ich nutze ihn nur noch für grosse Teile»,<br />
so Ebneter, denn der inzwischen etwas in die Jahre gekommene<br />
Apparat druckt deutlich langsamer und weniger fein aufgelöst<br />
als seine neueren Kollegen. 2018 kam der UltiMaker für<br />
mittelgrosse Teile hinzu und seit 2<strong>02</strong>3 nutzt Ebneter die neuste<br />
Technologie von Bambu Lab, für die nur noch 2500 Franken<br />
fällig waren: «Das Resultat sieht aus wie ein Spritzgussteil.»<br />
Das Prinzip eines 3D-Druckers lasse sich am ehesten mit einer<br />
auf drei Achsen gesteuerten Heissleimpistole beschreiben, die<br />
mit einem CAD-Programm konstruierte Teile in Schichten – sogenannte<br />
Slices – aufträgt. Es können unterschiedliche Innenstrukturen<br />
gewählt werden, je nach Anforderungen an Festigkeit<br />
und Gewicht. Als Rohmaterial (also als «Druckertinte») dient<br />
das sogenannte Filament. Auf einer Rolle aufgewickelt, kann<br />
es aus Nylon, Gummi oder einem anderen Kunststoff bestehen,<br />
je nachdem, welche Eigenschaften das fertige Teil haben<br />
soll. «Der Drucker ist bei uns fast täglich im Einsatz», erzählt<br />
Ebneter. «Wir stellen damit Seitenspiegelblinker her, aber auch<br />
faire des déclarations automatisées indiquant quelles parties<br />
d’un véhicule sont endommagées et comment y remédier.<br />
Cela facilitera grandement le travail quotidien de nombreux<br />
utilisateurs professionnels. Selon lui, seuls les acteurs dont<br />
les données pour tous les modèles de véhicules sont à jour<br />
peuvent résoudre le problème correctement. Cela affecte les<br />
pièces de rechange, les délais de réparation et surtout les<br />
prix des pièces de rechange et les matériaux de peinture. « A<br />
l’avenir, l’IA nous soutiendra tous dans de nombreux domaines<br />
de notre travail quotidien, y compris dans les ateliers. L’avenir<br />
appartient à ceux qui s’y préparent aujourd’hui. C'est pourquoi<br />
chez Auto-i-DAT, nous travaillons depuis longtemps avec<br />
notre partenaire DAT sur des solutions pour notre branche.»<br />
Où les imprimantes 3D font déjà partie du quotidien<br />
Raphael Ebneter est constructeur à la Carrosserie Rusterholz<br />
de Richterswil et principal utilisateur de l'imprimante 3D interne.<br />
Le 1 er (et le plus grand) appareil Deltatower a été acheté<br />
en 2016 pour environ 10 000 frs. «Je ne l'utilise que pour les<br />
grandes pièces, car la machine, aujourd'hui un brin obsolète,<br />
imprime beaucoup plus lentement et avec une résolution moins<br />
fine que les plus récentes.» En 2018, l'UltiMaker pour pièces<br />
de taille moyenne a été ajouté et depuis 2<strong>02</strong>3, Ebneter utilise<br />
la dernière technologie de Bambu Lab (prix modique: 2500 frs)<br />
: «On obtient des pièces telles que moulées par injection.»<br />
Le principe d'une imprimante 3D peut être décrit comme un<br />
pistolet à colle chaude contrôlé sur trois axes, qui construit par<br />
application, couche après couche («slice») des pièces conçues<br />
à l'aide d'un programme de CAO. Une variété de structures<br />
internes peuvent être sélectionnées, en fonction des exigences<br />
de résistance et de poids. Le filament (l'«encre d'imprimante»)<br />
sert de matière première est en nylon, en caoutchouc ou en un<br />
autre plastique et enroulé sur un rouleau, selon les propriétés<br />
désirées de la pièce finie. «Nous utilisons l'imprimante presque<br />
tous les jours», explique Ebneter. «Nous l'utilisons pour produire<br />
des clignotants de rétroviseurs latéraux, mais aussi des<br />
adaptateurs pour la console centrale et le tableau de bord<br />
ainsi que des petits manchons en caoutchouc.» Ebneter est<br />
enthousiasmé par les possibilités.<br />
Sascha Feller utilise aussi une imprimante 3D dans sa carrosserie<br />
du même nom à Thoune: «Par exemple, pour les clips<br />
Personalisierte Halterungen für Spritzschutzhauben der Carrosserie<br />
Feller, gefertigt mit dem eigenen 3D-Drucker.<br />
Supports personnalisés pour cagoules anti-éclaboussures de la<br />
Carrosserie Feller, fabriqués avec leur propre imprimante 3D.<br />
Das vollautomatische Farbmischsystem Irus Mix ist ein wichtiges<br />
Element des digitalen Farbtonmanagementprozesses von Axalta.<br />
Le système de mélange de couleurs Irus Mix entièrement automatisé<br />
est un élément important du processus de gestion numérique des<br />
couleurs d'Axalta.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>33
Fokus / En mire<br />
Ivica Juric, Schulungsleiter der André Koch AG in Urdorf, demonstriert,<br />
wie eine Pump-Unit zum Farbdosenwechsel herausgenommen wird.<br />
Ivica Juric, responsable de la formation chez André Koch AG à Urdorf,<br />
montre comment démonter une unité de pompage pour changer les<br />
pots de peinture.<br />
Adapter für Mittelkonsole und Armaturenbrett sowie kleine<br />
Gummi manschetten.» Begeistert ist Ebneter von der Möglichkeit,<br />
mit einem entsprechenden Druckbett Struktur auf die Oberfläche<br />
zu bringen.<br />
Auch Sascha Feller nutzt in seiner gleichnamigen Carrosserie<br />
in Thun einen 3D-Drucker: «Zum Beispiel für Clips, die man vom<br />
Hersteller nicht oder nur zusammen mit einem grossem Ersatzteil<br />
erhält. Oder letzte Woche ist der Regler eines Geräts abgebrochen,<br />
den es nirgends gibt. Ich habe ihn mit CAD nachgezeichnet,<br />
gedruckt, und die Maschine funktioniert wieder wie<br />
zuvor.» Als weiteres Beispiel nennt Feller Halter für Spritzschutzhauben,<br />
die er für jeden Lackierer personalisiert konstruiert<br />
hat. «Klar mache ich das, weil ich ein Technikfreak bin,<br />
aber es gibt viele Teile, die man nicht kaufen kann. Ein weiterer<br />
Vorteil ist auch die ganze Umweltbelastung: Es sind keine Transporte<br />
nötig und die Herstellung erfolgt ohne graue Energie. Ich<br />
sehe ein Riesenpotenzial und bin überzeugt, dass in den nächsten<br />
zehn bis zwanzig Jahren 3D-Druck massiv zunehmen wird.»<br />
Schneller, genauer, sparsamer und vollautomatisch<br />
Im Trainingscenter der André Koch AG in Urdorf zeigt uns<br />
Schulungsleiter Ivica Juric den vor einem halben Jahr eingeführten<br />
Irus Mix von Axalta. Dabei handelt es sich um eine<br />
schnelle, vollautomatische Mischanlage als Bestandteil des<br />
digitalen Farbtonmanagementprozesses «Irus», erhältlich für<br />
die Axalta-Lackmarken Standox, Spies Hecker und Cromax.<br />
Alle Grundfarbtöne der Mischbank sind im Originalgebinde auf<br />
«Pump Units» montiert. So ist kein Umfüllen von Farbdosen<br />
nötig. Der Arm der Irus Mix holt dann für den angeforderten<br />
Farbton das jeweilige Pump Unit und dosiert die exakte, volumetrische<br />
Menge in den Mischbecher. Die Kontrolle der korrekten<br />
Mischung erfolgt über die Waage. Dadurch wird ein sehr<br />
schneller und auch sehr genauer Mischvorgang gewährleistet.<br />
Die Gebinde der Pump Units werden kopfüber gelagert, was<br />
eine umweltschonende, restlose Entleerung der Behälter sicherstellt.<br />
«Die Kombination aus digitalem Farbtonmessgerät und Irus Mix<br />
sehen wir als richtigen Weg für die prozessoptimierte Farbtonmischung»,<br />
so Juric. «Ab einer Mischmenge von 50 Gramm ist<br />
die höchste Farbtongenauigkeit möglich und dadurch auch eine<br />
Sehon Cameleon ist ein komplettes Werkstattprogramm für die<br />
sichere Reparatur von BEV-, HEV und PHEV- und FCEV-Fahrzeugen.<br />
Sehon Cameleon est un programme d'atelier complet pour la<br />
réparation en toute sécurité des véhicules BEV, HEV et PHEV et FCEV.<br />
qu'on n‘obtient pas chez le fabricant ou qu‘en commandant une<br />
grosse pièce de rechange particulière. La semaine dernière, la<br />
manette de réglage d'un appareil impossible à trouver s'est<br />
cassée. Je l'ai dessiné en DAO, l'ai imprimé et la machine fonctionne<br />
comme avant.» Autre exemple: Feller cite les supports<br />
pour cagoule anti-éclaboussures, qu'il a conçus individuellement<br />
pour chaque peintre. «Bien sûr, je le fais parce que je suis<br />
un passionné de technologie, mais il y a beaucoup de pièces<br />
qu'on ne peut pas acheter. Autre avantage: l’impact environnemental<br />
global, aucun transport n’est nécessaire et la production<br />
s’effectue sans énergie grise. Je vois un énorme potentiel<br />
et je suis sûr que l’impression 3D se développera massivement<br />
ces 10 à 20 prochaines années.»<br />
Plus rapide, précis, économique et entièrement automatisé<br />
Au centre de formation André Koch AG à Urdorf, le responsable<br />
de la formation Ivica Juric nous présente l'Irus Mix d'Axalta,<br />
introduit il y a 6 mois, système de mélange rapide et entièrement<br />
automatique faisant partie du processus de gestion numérique<br />
des couleurs « Irus », disponible pour les marques de<br />
peinture Axalta Standox, Spies Hecker et Cromax.<br />
Toutes les couleurs de base du banc de mélange sont montées<br />
sur des « unités de pompe » dans le conteneur d'origine. Ça<br />
signifie qu’il n’est pas nécessaire de remplir les pots de peinture.<br />
Le bras de l'Irus Mix récupère ensuite l'unité de pompe<br />
correspondante pour la couleur demandée et dose la quantité<br />
volumétrique exacte dans le bol mélangeur. Le bon mélange<br />
est vérifié à l'aide de la balance. Ça garantit un processus de<br />
mélange très rapide et très précis. Les conteneurs des groupes<br />
motopompes sont stockés à l'envers, ce qui garantit leur vidange<br />
complète dans le respect de l'environnement.<br />
«La combinaison d'un appareil de mesure numérique des couleurs<br />
et d'Irus Mix est le bon moyen d'obtenir un mélange de<br />
couleurs optimisé pour le processus », dit Juric. «La plus grande<br />
précision des couleurs est possible à partir d'une quantité<br />
de mélange de 50 g, ce qui garantit aussi la pénétration du<br />
matériau. L'Irus Mix est totalement autonome. Outre la précision<br />
des couleurs et des économies de matériaux, l'Irus Mix<br />
réduit le temps de travail des employés. L'utilisation de l'Irus<br />
Mix, associée à la correspondance numérique des couleurs,<br />
crée une situation gagnant-gagnant pour chaque entreprise.»<br />
34 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Fokus / En mire<br />
Materialeinsprung gewährleistet. Die Irus Mix arbeitet vollkommen<br />
autonom. Neben der präzisen Farbtongenauigkeit und<br />
der Materialeinsparung reduziert die Irus Mix zudem noch die<br />
Mitarbeiterbeanspruchungszeit. Somit ergibt der Einsatz der<br />
Irus Mix, in Verbindung mit der digitalen Farbtonfindung, für<br />
jeden Betrieb eine Win-Win-Win-Situation.»<br />
Neue Gefahren durch Hochvolt und Multi-Material-Mix<br />
Der Anteil an BEV- und PHEV-Fahrzeugen steigt jährlich und bei<br />
der Reparatur von Elektro-, Wasserstoff- und Hybrid-Fahr zeugen<br />
entstehen neue Risiken für Werkstätten und Carrosseriebetriebe.<br />
Die Reparatur von Elektrofahrzeugen und Multi- Material-Mix-<br />
Carrosserien unterliegt strengen Sicher heits vor schriften und für<br />
deren Umsetzung ist einzig und allein der Betriebsinhaber verantwortlich.<br />
Bereits 2016 hat Sehon den ersten sicheren Carrosseriearbeitsplatz<br />
für die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe<br />
auf den Markt gebracht. Heute bietet das Cameleon-System<br />
ein komplettes Programm mit sicherer Werkstattausrüstung für<br />
die Reparatur und den sicheren Umgang mit BEV-, HEV und<br />
PHEV- und FCEV-Fahrzeugen (siehe auch letzte Ausgabe).<br />
«Hierbei handelt es sich um flexible Arbeitsplatzlösungen»,<br />
erklärt Geschäftsführer Tiemo Sehon. «Die Besonderheit liegt<br />
bei der speziellen Sicherheitsausstattung für besondere Gefahrenquellen,<br />
die wir anbieten, also von einem Schutzvorhangsystem<br />
nach DIN-Norm bis hin zu einer kompletten Arbeitsplatzüberwachung<br />
mit einem Detektor für gefährliche und<br />
toxische Gase und thermischer Überwachung des Arbeitsplatzes.<br />
Ein konkretes Beispiel dazu: Aluminiumstaub hat die<br />
Eigenschaft, das Wassermolekül sofort in Wasserstoff und<br />
Sauerstoff aufzuspalten. Sind Fahrzeuge noch feucht oder gibt<br />
es beschädigte Wärmetauscher oder Behälter für Wischwasser,<br />
kann es ohne Staubabsaugung zu einer Explosion kommen.<br />
Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch<br />
Aluminiumstäube und Rauche sowie Lösemittel oder seine<br />
Verbindungen sind meldepflichtige Berufskrankheiten. Atemschutz<br />
und die Überwachung der Konzentration gefährlicher<br />
Stoffe in der Luft am Arbeitsplatz sind daher von besonderer<br />
Bedeutung! Wir sind der einzige Anbieter, der das Thema produkt-<br />
und sicherheitstechnisch bereits komplett abdeckt, also<br />
praktisch Vollausrüster.»<br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: Petro, Sascha Feller, SEHON<br />
Nouveaux dangers: HT et mélange multi-matériaux<br />
La proportion de véhicules BEV et PHEV augmente chaque<br />
année et la réparation de véhicules électriques, à hydrogène<br />
et hybrides crée de nouveaux risques pour les ateliers. La<br />
réparation des véhicules électriques et des carrosseries<br />
mixtes multi-matériaux est soumise à des règles de sécurité<br />
strictes et l'entrepreneur est seul responsable de leur mise<br />
en œuvre. En 2016 déjà, Sehon a lancé sur le marché le premier<br />
poste de travail de carrosserie sûr pour le traitement de<br />
différents matériaux. Le système Cameleon propose aujourd'hui<br />
une gamme complète d'équipements d'atelier sécurisés<br />
pour la réparation et la manutention en toute sécurité<br />
des véhicules BEV, HEV et PHEV et FCEV (voir aussi notre<br />
dernier numéro).<br />
«Ce sont des solutions de travail flexibles», explique le directeur<br />
Tiemo Sehon. «La particularité sont les équipements de<br />
sécurité spéciaux pour certaines sources de danger, c-à-d<br />
depuis un système de rideau de protection selon DIN jusqu'à<br />
la surveillance complète du lieu de travail avec un détecteur<br />
de gaz dangereux et toxiques et une surveillance thermique.<br />
Exemple: la poudre d’aluminium a la propriété de dissocier<br />
immédiatement la molécule d’eau en H2 et O 2. Si les véhicules<br />
sont encore humides ou les échangeurs de chaleur ou les<br />
réservoirs de liquide lave-glace endommagés, une explosion<br />
peut se produire sans aspiration des poussières. Les maladies<br />
des voies respiratoires profondes et des poumons causées<br />
par la poudre et la fumée d'alu ainsi que par les solvants ou<br />
leurs composés sont des maladies professionnelles qui<br />
doivent être déclarées. La protection respiratoire et la surveillance<br />
de la concentration de substances dangereuses dans<br />
l'air sur le lieu de travail sont donc particulièrement importantes!<br />
Nous sommes le seul fournisseur qui couvre déjà complètement<br />
le sujet en termes de produits et de sécurité, donc<br />
pratiquement un fournisseur de services complets.» ●<br />
Texte: Henrik Petro; images: Petro, Sascha Feller, SEHON<br />
Mit der Thermalkamera von Sehon lässt sich die Wärmeentwicklung<br />
eines Elektroautos sogar unter der Brandschutzabdeckung messen.<br />
Grâce à la caméra thermique de Sehon, la chaleur générée par une<br />
voiture électrique peut même être mesurée sous la bâche de<br />
protection incendie.<br />
Die vollautomatische Mischmaschine ColorMatchic von AkzoNobel ist<br />
auf die wasserbasierten Basislacksysteme von Sikkens und Lesonal<br />
abgestimmt, in die cloudbasierte MIXIT-Anwendung zur Farbtonfindung<br />
integriert und hat sich bereits bei ausgewählten Kunden bewährt.<br />
Le mélangeur entièrement automatique ColorMatchic d'AkzoNobel est<br />
adapté aux systèmes de vernis de base à base d‘eau de Sikkens et<br />
Lesonal, intégré dans l'application cloud MIXIT pour la correspondance<br />
des couleurs et a déjà fait ses preuves auprès de clients sélectionnés.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>35
Fokus / En mire<br />
green car repair<br />
Die Audits können<br />
ab jetzt beginnen<br />
Die Vorbereitungen für green car repair sind<br />
abgeschlossen, die Experten sind geschult: Ab<br />
sofort können sich carrosserie-suisse- und Repanet-Suisse-<br />
sowie nicht organisierte Betriebe neu<br />
oder anlässlich ihres Rezertifizierungszyklus<br />
zusätzlich mit dem neuen Nachhaltigkeitslabel<br />
zertifizieren lassen.<br />
green car repair<br />
Les audits peuvent<br />
commencer<br />
Les préparatifs pour le label «green car repair»<br />
sont terminés, les experts sont formés: désormais,<br />
carrosserie suisse et Repanet Suisse ainsi que les<br />
entreprises non organisées peuvent être nouvellement<br />
certifiées avec le nouveau label de durabilité<br />
ou, pour les affiliées, le devenir au cours du<br />
renouvellement de leur propre certification.<br />
«Je mehr mitmachen, umso mehr können wir für die Umwelt<br />
tun», lautet die wichtigste Botschaft von Sascha Feller, <strong>Carrossier</strong><br />
aus Thun, Prüfungsexperte und Mitglied der Fachkommission<br />
Reparatur von carrosserie suisse. Vor fünf Jahren gründete<br />
er das Label green car repair aus Eigeninitiative heraus.<br />
Damit möglichst viele mitmachen können, wurde die green car<br />
repair GmbH gegründet. Sie ist vom Verband abgekoppelt, gehört<br />
zu gleichen Teilen carrosserie suisse und Sascha Feller<br />
und agiert unabhängig.<br />
Nach Konzeptentwicklung und Feintuning erfolgt nun der Kickoff.<br />
Gerade zur rechten Zeit, wie Feller erzählt: «Das Interesse<br />
ist enorm gestiegen, immer mehr Fachkollegen haben davon<br />
Wind bekommen und wir haben massiv mehr Anfragen als erwartet.»<br />
Bei Repanet Suisse, dem Partnernetzwerk von Axalta<br />
und der André Koch AG, rannte Feller mit dem Label offene Türen<br />
ein. «Nachhaltigkeit ist das Thema in der Branche», erklärt<br />
Dominic Schenker, Business Development Manager der André<br />
Koch AG. «Repanet Suisse hat entschieden, green car repair für<br />
alle Mitglieder obligatorisch zu machen. In den kommenden drei<br />
Jahren werden über 230 Partner im Zuge ihrer wiederkehrenden<br />
Rezertifizierungen auch green-car-repair-zertifiziert. Gemanagt<br />
wird dies in der Axalta-Zertifizierungsplattform Repscore.»<br />
«Plus nous serons nombreux, mieux ce sera pour l'environnement.»<br />
Voilà le message de Sascha Feller, carrossier de<br />
Thoune, expert aux examens et membre de la Commission de<br />
réparation de carrosserie suisse. Il y a cinq ans, il a fondé luimême<br />
le label de réparation «vert», green car repair Sàrl, avec<br />
pour objectif avéré d‘y faire participer le plus grand nombre de<br />
personnes possible. Tout en fonctionnant complètement indépendamment<br />
et découplée de notre association, elle appartient<br />
à parts égales à carrosserie suisse et à Sascha Feller.<br />
Le concept a été lancé au terme de la phase de développement<br />
et d‘ajustements. Juste au bon moment, dit Feller: «L’intérêt a<br />
énormément crû, de plus en plus de collègues en ont entendu<br />
parler, les demandes dépassent largement nos prévisions.»<br />
Repanet Suisse, le réseau de partenaires d'Axalta et d'André<br />
Koch AG, a ouvert grand ses portes à Feller: «La durabilité est<br />
un sujet primordial pour la branche», explique Dominic Schenker,<br />
Responsable du Développement commercial chez André<br />
Koch AG. «Repanet Suisse a décidé de rendre obligatoire green<br />
car repair pour tous ses membres. Ainsi, plus de 230 partenaires<br />
seront certifiés green car repair ces trois prochaines<br />
années dans le cadre du renouvellement de leur certification,<br />
que gère la plateforme de certification Axalta Repscore.»<br />
An zwei Tagen wurden die Experten der Xpert Center AG geschult – einmal in der Deutschschweiz und einmal in der Romandie.<br />
Les experts de Xpert Center AG ont été formés sur deux jours – une fois en Suisse alémanique et une fois en Suisse romande.<br />
36 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Fokus / En mire<br />
Eine Auditierung, zwei Zertifikate<br />
Um den Aufwand für die Betriebe (wie auch<br />
die Auditoren) möglichst gering zu halten,<br />
wurde nämlich sowohl mit carrosserie<br />
suis se als auch mit Repanet Suisse beschlossen,<br />
die green-car-repair-Zertifizierung<br />
jeweils gleichzeitig mit der jeweiligen<br />
Rezertifizierung (oder für Neumitglieder<br />
Erstzertifizierung) durchzuführen. Darum<br />
mussten sowohl rund 20 Experten der Xpert<br />
Center AG (für Repanet Suisse) als auch jene<br />
der Zentrex AG (für carrosserie suisse sowie<br />
Betriebe ohne Reparaturnetzwerk) geschult<br />
werden, was zwischenzeitlich erfolgt ist. Die<br />
Zertifzierungsfirma, welche den ganzen<br />
Prozess überwacht, die Audits überprüft<br />
und am Ende die Zertifikate ausstellt, ist die<br />
Swiss Safety Center AG. Wichtig ist, dass<br />
eine green-car-repair-Zertifizierung kaum<br />
zusätzlichen administrativen Aufwand bedeutet,<br />
da sie im Turnus der nächsten ordentlichen<br />
Rezertifizierung erfolgen kann.<br />
Jeder Betrieb kann aber selbst bestimmen,<br />
ob er das Label auch ausserhalb des Rezertifizierungszyklus<br />
erlangen möchte.<br />
Testzertifizierungen erfolgreich durchgeführt<br />
Als Testlauf wurden für die oben beschriebenen drei Modelle<br />
– carrosserie-suisse-Mitglied, Repanet-Suisse-Mitglied,<br />
ohne Partnernetzwerk – drei Referenzbetriebe erfolgreich<br />
zertifiziert. «Für carrosserie-suisse-Mitglieder ist green car<br />
repair einfach ein zusätzliches Modul zu ihrer bisherigen Zertifizierung»,<br />
erklärt Feller. «Wer nicht warten kann oder will,<br />
kann eine Einzelzertifizierung vorziehen. Wir bevorzugen aber<br />
die Turnuszertifizierung, denn die Auditoren haben auch nur<br />
beschränkt Kapazität.»<br />
Ab sofort kann also das green-car-repair-Label bei der nächsten<br />
ordentlichen Rezertifizierung oder als Einzelzertifizierung<br />
miterlangt werden. «Wir fragen die Betriebe an, ob sie das<br />
möchten, und bis zur Rezertifizierung haben sie Zeit, um sich<br />
vorzubereiten.» Fellers Ziel ist, bis Ende Jahr zusätzlich zu den<br />
Repanet-Betrieben noch 100 weitere Betriebe (von carrosserie<br />
suisse sowie solche ohne Netzwerk) zu zertifizieren. «Es hängt<br />
auch davon ab, wie schnell die Auditoren vorankommen. Aber<br />
nur mit der Masse können wir etwas bewegen.» ●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: Sascha Feller, André Koch AG<br />
Sascha Feller schuf mit green car repair ein<br />
Label für Carrosserien, die Reparaturen nach<br />
ökologischen Standards erfüllen und<br />
umsetzen.<br />
Avec «Green Car Repair», Sascha Feller a<br />
créé un label pour les ateliers de carrosserie<br />
qui effectuent et mettent en oeuvre des<br />
réparations selon des normes écologiques.<br />
Un audit, deux certificats<br />
Afin de réduire au maximum les efforts<br />
des entreprises (et des inspecteur effectuant<br />
les audits), il a été décidé avec carrosserie<br />
suisse et Repanet Suisse d'effectuer<br />
la certification de green car repair en<br />
même temps que le renouvellement de la<br />
certification respective (ou la 1ère certification<br />
en cas de nouvelle affiliation à carrosserie<br />
suisse). C'est pourquoi quelque<br />
vingt experts de Xpert Center AG (pour<br />
Repanet Suisse) et ceux de Zentrex AG<br />
(pour carrosserie suisse et les entreprises<br />
sans réseau de réparation) ont dû être<br />
formés, ce qui est chose faite. L'entreprise<br />
de certification qui surveille l'ensemble du<br />
processus, vérifie les audits et délivre finalement<br />
les certificats est la Swiss<br />
Safety Center AG. Il est important que la<br />
certification de green car repair maintienne<br />
l‘effort administratif supplémentaire<br />
quasiment à zéro en profitant du<br />
cycle régulier de certification. Chaque<br />
entreprise rester libre bien sûr de décider<br />
elle-même si elle souhaite obtenir le label<br />
en dehors du cycle de certification.<br />
Les essais de certifications ont été réalisées avec succès<br />
A titre d'essai, trois entreprises de référence ont été certifiées<br />
avec succès pour les trois modèles mentionnés: membre Carrosserie<br />
Suisse, membre Repanet Suisse, entreprise sans réseau<br />
de partenaires. «Pour les membres de carrosserie suisse,<br />
green car repair n‘est qu'un module de plus de la procédure»,<br />
explique Feller. «Une certification individuelle est sans autre<br />
possible, mais nous préférons toutefois la certification dans le<br />
tournus habituel, car les capacités des auditeurs est limitée.»<br />
Désormais, le label green car repair peut être obtenu tout simplement<br />
avec le renouvellement périodique de la certification<br />
– ou bien certifié de manière individuelle. «Nous demandons<br />
aux entreprises si elles le souhaitent. Elle ont ainsi le temps de<br />
s‘y préparer.» L'objectif est de certifier 100 entreprises supplémentaires<br />
(de carrosserie suisse et celles sans réseau) en plus<br />
des entreprises Repanet d'ici la fin de l'année. «Cela dépend<br />
aussi de la rapidité avec laquelle les auditeurs progressent.<br />
Pour faire la différence, il faut le nombre!»<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro; images: Sascha Feller, André Koch AG.<br />
green car repair<br />
Reparieren statt Ersetzen im Fokus<br />
Die Zertifizierung mit dem Label green car repair steht allen<br />
freien Carrosserien offen, die Reparaturen nach ökologischen<br />
Standards erfüllen und umsetzen. Die geschulten Carrosseriebetriebe<br />
priorisieren die Reparatur gegenüber dem Ersatz, sofern<br />
machbar und sinnvoll bei:<br />
– Carrosserieaussenhaut<br />
– Kunststoff (Stossfänger)<br />
– Scheiben<br />
– Scheinwerfern<br />
Zwingend sind Beherrschung und tatsächliche Anwendungen von<br />
Smart Repair und Drücktechnik. Das green-car-repair-Konzept<br />
entlastet die Umwelt durch weniger Abfall und weniger CO2-Emissionen.<br />
<br />
www.greencarrepair.ch<br />
green car repair<br />
Réparer plutôt que remplacer<br />
La certification avec le label vert est accessible à tous les carrossiers<br />
indépendants qui effectuent et effectuent des réparations<br />
selon des normes écologiques. Les ateliers de carrosserie formés<br />
donnent la priorité aux réparations plutôt qu'aux remplacements,<br />
si cela est réalisable et raisonnable:<br />
– travaux de carrosserie<br />
– travaux plastiques (pare-chocs)<br />
– Vitrage et pare-brises<br />
– Phares<br />
Maîtriser et utiliser réellement la technologie intelligente de réparation<br />
et de redressage est essentiel. Le concept green car<br />
repair soulage l'environnement grâce à moins de déchets et moins<br />
d'émissions de CO2.<br />
www.greencarrepair.ch<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>37
Fokus / En mire<br />
Obligatorium für Fahrerassistenzsysteme<br />
Bald ist fast jedes<br />
Auto ausgerüstet<br />
Fahrerassistenzsysteme leisten einen wesentlichen<br />
Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.<br />
Im Juli 2<strong>02</strong>2 wurden zahlreiche solcher<br />
Systeme für neue Typen (Modelle) Pflicht. Im<br />
zweiten Schritt werden diese Assistenten im Juli<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong> für alle neuen Fahrzeuge obligatorisch.<br />
Fahrerassistenzsysteme, FAS oder meist auch in Englisch<br />
ADAS (Advanced Driver Assistance Systems) genannt, werden<br />
über Radar-, Lidar-, Ultraschall- oder kamerabasierte Sensoren<br />
geregelt, die das Umfeld des Fahrzeugs erfassen. Die Kameras<br />
und Sensoren befinden sich in den meisten Fällen hinter der<br />
Frontscheibe, in beiden Stossfängern sowie im Frontgrill und<br />
müssen bei Reparatur oder Ersatz dieser Elemente meist neu<br />
kalibriert werden.<br />
2<strong>02</strong>2 trat das Obligatorium (siehe Kasten) für einige solcher<br />
Systeme bei neuen Typen (= neue Modelle) in Kraft. Dieses wird<br />
diesen Juli auf alle Neufahrzeuge ausgeweitet. Hinzu kommen<br />
weitere Systeme, die ab Juli <strong>2<strong>02</strong>4</strong> zunächst für neue Typen und<br />
ab 2<strong>02</strong>6 dann für alle neuen Fahrzeuge verpflichtend werden.<br />
Sicherheit an erster Stelle<br />
Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat eine übersichtliche<br />
Liste mit allen Fahrerassistenzsystemen erstellt und darauf<br />
hervorgehoben, ab wann sie für welche Fahrzeuge Pflicht<br />
wurden oder werden. Sie kann über den QR-Code im Kasten<br />
kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Darauf zu finden<br />
Systèmes d’aide à la conduite obligatoires<br />
Bientôt presque<br />
toutes les voitures<br />
en seront équipées<br />
Les aides à la conduite contribuent fortement à la<br />
sécurité. En juillet 2<strong>02</strong>2, de nombreux systèmes<br />
sont devenus obligatoires pour les nouveaux<br />
modèles. Ces assistants deviendront obligatoires<br />
pour tous les nouveaux véhicules en juillet <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />
Les systèmes d'aide à la conduite, SAC ou ADAS (Advanced<br />
Driver Assistance Systems), sont contrôlés via des capteurs<br />
radar, lidar, à ultrasons ou basés sur des caméras qui enregistrent<br />
l'environnement du véhicule. Dans la plupart des cas,<br />
les caméras et capteurs sont situés derrière le pare-brise, dans<br />
les pare-chocs et dans la calandre et doivent généralement<br />
être recalibrés lors de réparation ou remplacement.<br />
En 2<strong>02</strong>2, l'obligation (voir encadré) pour certains de ces systèmes<br />
de nouveaux types (= nouveaux modèles) est entrée en<br />
vigueur. Cette mesure sera étendue à tous les nouveaux véhicules<br />
en juillet. Il existe également d’autres systèmes qui seront<br />
obligatoires pour les nouveaux types à partir de juillet <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
puis pour tous les véhicules neufs à partir de 2<strong>02</strong>6.<br />
La sécurité d'abord<br />
L'Office fédéral des routes OFROU a dressé une liste de tous<br />
les systèmes d'aide à la conduite et indiqué quand ils sont ou<br />
deviendront obligatoires pour quels véhicules. A télécharger<br />
gratos en PDF via le code QR ci-contre. Pour les voitures par-<br />
Das Obligatorium für gewisse Fahrerassistenzsysteme tritt im Juli <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in eine neue Phase. Bald verfügt jedes neue Fahrzeueg über zahlreiche<br />
solcher Assistenten.<br />
L’obligation de certains systèmes d’aide à la conduite entrera dans une nouvelle phase en juillet <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Bientôt, chaque nouveau véhicule disposera<br />
de nombreuses assistances de ce type.<br />
38 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Fokus / En mire<br />
sind für Personenwagen u.a. Notbrems-<br />
Assistenz system, Müdigkeitswarner, Rückfahrassistent,<br />
Notfall-Spurhalteassistent,<br />
Intelligenter Geschwindigkeitsassistent,<br />
Notbremssystem zum Schutz von Fussgängern<br />
und Radfahrern sowie Unfalldatenschreiber.<br />
Jetzt in Schulungen und Geräte investieren<br />
Was dies für Reparaturbetriebe bedeutet,<br />
erklärt Frédéric Henguely, Leiter Berufsbildung,<br />
Markt und Technik: «Künftig werden<br />
praktisch alle Fahrzeuge kalibriert werden<br />
müssen, was mit Investitionen und Entwicklung<br />
der Mitarbeitenden verbunden ist. Das<br />
bedeutet für die Betriebe, dass ihre Mitarbeitenden<br />
an Schulungen teilnehmen müssen,<br />
um zu lernen, wie diese Systeme kalibriert<br />
werden müssen.» Und wer noch<br />
keinen Diagnosetester besitze, müsse sich<br />
nun definitiv einen zulegen, so Henguely,<br />
«oder die Partnerschaft mit einem anderen Betrieb suchen, damit<br />
die Kalibrierungen vorgenommen werden können».<br />
Wer das nicht tue, laufe Gefahr, finanzielle Einbussen zu erleiden,<br />
wie Henguely weiter ausführt: «Wer nicht nachweisen kann, dass<br />
er die nötigen Werkzeuge und Schulungen besitzt, könnte erleben,<br />
dass die Versicherungsgesellschaften diese Arbeiten in<br />
einem solchen Fall eventuell nicht mehr vergüten würden.» Darüber<br />
hinaus bestehe die Gefahr von rechtlichen Konsequenzen,<br />
falls die Kalibrierungen nicht durchgeführt werden und es deshalb<br />
nachweislich zu einem Unfall kommt. «Deshalb empfiehlt<br />
carrosserie suisse, die nötigen Investitionen in Infrastruktur und<br />
Know-how zu tätigen und die von den Herstellern vorgeschriebenen<br />
Kalibrierungen durchzuführen. Diese Empfehlung gilt<br />
sowohl für Personenwagen als auch für Nutzfahrzeugbetriebe,<br />
also Fahrzeugbauer, Spengler usw.»<br />
Um seine Mitglieder dabei zu unterstützen, sich auf den neusten<br />
Stand zu bringen, bietet der Branchenverband diverse<br />
Kurse zum Thema Kalibrierung an. Sie sind auf events.carrosseriesuisse.ch<br />
aufgeführt und können jederzeit gebucht werden.<br />
Geräteseitig bieten die führenden Werkstattausrüster<br />
bereits verschiedene Mehrmarkenlösungen mit entsprechenden<br />
Schulungen an. <br />
Frédéric Henguely, Leiter Berufsbildung,<br />
Markt und Technik: «Reparaturbetriebe<br />
müssen sich darauf vorbereiten, dass bald<br />
jedes Fahrzeug kalibriert werden muss.»<br />
Frédéric Henguely, Responsable Formation<br />
professionnelle ainsi que Marchés et<br />
technique: «Les ateliers de réparation<br />
doivent se préparer à effectuer le calibrage<br />
systématique de chaque véhicule.»<br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: Archiv<br />
ticulières, on trouve, entre autres, un système<br />
d'assistance au freinage d'urgence,<br />
un d'avertissement de somnolence, un<br />
assistant de marche arrière, un de maintien<br />
de voie d'urgence, un de vitesse intelligent,<br />
un système de freinage d'urgence<br />
pour protéger les piétons et les<br />
cyclistes et des enregistreurs de données<br />
d'accident.<br />
Investir dès maintenant dans la formation<br />
et l’équipement<br />
Frédéric Henguely, Responsable Formation<br />
professionnelle ainsi que Marché et<br />
technique, en explique les implications<br />
pour les entreprises de réparation: «A<br />
l'avenir, presque tous les véhicules devront<br />
être calibrés, ce qui impliquera des<br />
investissements et le développement des<br />
collaborateurs. Pour les entreprises, leurs<br />
employés doivent suivre une formation<br />
pour apprendre comment calibrer ces systèmes. Qui ne dispose<br />
pas encore d'un testeur de diagnostic, devra s’en procurer un,<br />
précise Henguely, «ou chercher un partenariat avec une autre<br />
entreprise pour que les calibrages puissent être effectués».<br />
Quiconque ne le fait pas risque de subir des pertes financières,<br />
poursuit Henguely: «Si vous ne pouvez pas prouver que vous<br />
disposez des outils et de la formation nécessaires, il se pourrait<br />
bien que les compagnies d'assurance cessent de vous dédommager<br />
ces travaux.» De plus, il existe un risque de conséquences<br />
juridiques si les calibrages ne sont pas effectués et<br />
qu'il puisse être prouvé qu’il en a résulte un accident. «C'est<br />
pourquoi carrosserie suisse recommande de réaliser les investissements<br />
nécessaires en infrastructures et en savoir-faire<br />
et d'effectuer les calibrages prescrits par les constructeurs.<br />
Cette recommandation s'applique tant aux véhicules particuliers<br />
qu'aux utilitaires et touche donc les serruriers-constructeurs,<br />
les tôliers, etc.»<br />
Pour aider ses membres à se mettre à jour, l'association de la<br />
branche propose différents cours sur le thème du calibrage.<br />
Ils sont répertoriés sur events.carrosseriesuisse.ch et peuvent<br />
être réservés à tout moment. Côté appareils, les principaux<br />
fournisseurs d'ateliers proposent déjà diverses solutions multimarques<br />
avec des formations correspondantes. ●<br />
Texte: Henrik Petro: images: archives<br />
Aus der EU in die Schweiz<br />
Rechtlicher Hintergrund des Obligatoriums<br />
Die Ausrüstung von Fahrzeugen wird von der Europäischen Union<br />
(EU) bestimmt. Dabei wird, sofern möglich, Bezug genommen<br />
auf die in den Gremien der Wirtschaftskommission für Europa der<br />
Vereinten Nationen (UNECE) entwickelten UN-Reglemente. Wo<br />
notwendig, schreibt die EU in delegierten Verordnungen zusätzliche<br />
verpflichtende Fahrassistenzsysteme vor.<br />
Die Einführung der einzelnen Systeme in der Schweiz ist mit der<br />
in der EU geltenden Gesetzgebung abgestimmt. Sämtliche Daten,<br />
die von den verschiedenen Systemen aufgezeichnet werden, sind<br />
anonymisiert. Diese Systeme entsprechen dem<br />
Schweizer und dem europäischen Datenschutzgesetz.<br />
Der Zeitpunkt der Einführung (Tabelle via<br />
QR-Code) gilt jeweils für neue Typen bzw. neue<br />
Fahrzeuge. Fahrzeuge, welche bereits im Verkehr<br />
sind, müssen nicht nachgerüstet werden.<br />
Effets directs de la législation de l’UE en Suisse<br />
Contexte juridique de l'obligation<br />
L'équipement des véhicules est déterminé par l'Union européenne<br />
(UE). Dans la mesure du possible, il est fait référence aux réglementations<br />
des Nations Unies élaborées au sein des comités de<br />
la Commission économique des Nations Unies pour l'Europe (CEE-<br />
ONU). Si nécessaire, l’UE prescrit des systèmes d’aide à la conduite<br />
obligatoires supplémentaires dans des règlements obligatoire.<br />
L'introduction des différents systèmes en Suisse est coordonnée<br />
avec la législation applicable dans l'UE. Toutes les données enregistrées<br />
par les différents systèmes sont anonymisées. Ces systèmes<br />
sont conformes à la législation suisse et européenne sur la<br />
protection des données. Le moment de l'introduction (tableau via le<br />
code QR) s'applique aux nouveaux types ou aux nouveaux véhicules.<br />
Les véhicules déjà en circulation n’ont pas besoin d’être modernisés.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>39
Fokus / En mire<br />
Digitalisierung im Reparaturmanagement<br />
e-Service generiert<br />
mehr Aufträge<br />
Um wirtschaftlich zu bleiben, trimmen sowohl<br />
Versicherungen als auch Carrosserien ihre Effizienz.<br />
Eine Massnahme dafür ist die Digitalisierung<br />
von Prozessen, zum Beispiel über e-Service.<br />
Erstmals legt Auto-i-DAT Zahlen vor, wie viele<br />
Aufträge die Branche durch e-Service erhält.<br />
Der e-Service ermöglicht die nahtlose automatisierte Kommunikation<br />
zwischen <strong>Carrossier</strong>s und Versicherungen – und zwar in<br />
beide Richtungen. Per Mausklick übermitteln Reparateure damit<br />
die Schadensmeldungen an die zuständige Versicherung zur<br />
Reparaturfreigabe. Und Versicherungen übermitteln Aufträge an<br />
Reparateure. Das spart Zeit auf beiden Seiten, weshalb immer<br />
mehr Unternehmer und Versicherungen auf e-Service setzen.<br />
2<strong>02</strong>3 waren es über 168 000 Schadensmeldungen, die Reparateure<br />
der jeweiligen Versicherung mit e-Service übermittelten,<br />
10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. «Auch Versicherungen<br />
weisen immer häufiger mit e-Service Reparaturbetrieben Aufträge<br />
zu. 2<strong>02</strong>3 waren es über 166 000 Fälle (+3,8 Prozent).<br />
Damit ist e-Service ein wichtiger Kanal geworden, um zu Aufträgen<br />
zu kommen», so René Mitteregger, Leiter Product Ma<br />
Numérisation dans la gestion des réparations<br />
L’e-service génère<br />
plus de commandes<br />
Afin de rester économiques, assurances et carrosseries<br />
boostent leur efficacité en numérisant des<br />
processus via l'e-service. Pour la première fois,<br />
Auto-i-DAT présente des chiffres sur le nombre de<br />
commandes que la branche reçoit via l’e-service.<br />
L’e-service – les prestations de service numérisées – permet<br />
une communication transparente et automatisée entre carrossiers<br />
et assurances, dans les deux sens. D'un simple clic de<br />
souris, les réparateurs envoient les rapports de dommages à<br />
la compagnie d'assurance pour approbation de la réparation.<br />
Et ces dernières envoient des commandes aux réparateurs. Ce<br />
gain temps de part et d‘autre motive de plus en plus d'entrepreneurs<br />
et de compagnies d'assurance à miser sur l'e-service.<br />
En 2<strong>02</strong>3, plus de 168 000 déclarations de dommages ont été<br />
soumises par les réparateurs aux compagnies d'assurance via<br />
l’e-service, soit 10,8 % de plus que l'année précédente. «Les<br />
assurances confient aussi de plus en plus de commandes à des<br />
entreprises de réparation via des e-service. En 2<strong>02</strong>3, il y a eu<br />
plus de 166 000 cas (+3,8 %). « L'e-service est devenu un canal<br />
important pour l'obtention de commandes », déclare René Mit<br />
Entwicklung Schadenmeldungen mit e-Service4<br />
Développement des déclarations de sinistre avec e-Service4<br />
Durchschnittliche Kosten über alle gemeldeten Fälle<br />
Coût moyen sur l'ensemble des cas déclarés<br />
160 000<br />
140 000<br />
120 000<br />
100 000<br />
80 000<br />
60 000<br />
40 000<br />
20 000<br />
0<br />
6549<br />
18 857<br />
20 338<br />
49 179<br />
27 195<br />
58789<br />
62 639<br />
75 217<br />
Auftragszuweisungen<br />
Attributions de mandats<br />
79 216<br />
89 759<br />
152 492<br />
140 640<br />
160 552<br />
152 053<br />
166 731<br />
168 417<br />
2016 2017 2018 2019 2<strong>02</strong>0 2<strong>02</strong>1 2<strong>02</strong>2 2<strong>02</strong>3<br />
Schadenmeldungen<br />
Déclarations de sinistre<br />
3000<br />
2500<br />
2000<br />
1500<br />
1000<br />
500<br />
0<br />
Lackierung<br />
Peinture<br />
Teile<br />
Pièces<br />
Nebenkosten<br />
Frais annexes<br />
Arbeit<br />
Travail<br />
Total Netto<br />
Total net<br />
2016 2017 2018 2019 2<strong>02</strong>0 2<strong>02</strong>1 2<strong>02</strong>2 2<strong>02</strong>3<br />
Die Auftragszuweisungen per e-Service wachsen stark – im Einklang<br />
mit den Schadensmeldungen.<br />
Les attributions de commandes d’e-services augmentent rapidement,<br />
parallèlement aux déclaration de sinistre.<br />
Die Entwicklung der Arbeitskosten der Reparateure pro Fall zeigt den<br />
Trend zu Smart Repair.<br />
L'évolution des coûts de main-d'œuvre des réparateurs par cas montre<br />
la tendance vers le «Smart Repair», la réparation intelligente.<br />
Für Mitglieder von carrosserie suisse<br />
50 Prozent Rabatt und Sonderaktion<br />
Verbandsmitglieder profitieren von einem hohen Rabatt. Die Jahresgebühr<br />
beträgt für sie lediglich 115 Franken (statt 230 Franken)<br />
– unabhängig von der Anzahl Abrufe. Für die Leser dieser<br />
Ausgabe erlässt Auto-i-DAT zudem bis Ende Juni <strong>2<strong>02</strong>4</strong> auch die<br />
Installations- und Schulungsgebühr von 240 Franken. Interessenten<br />
melden sich bei office@auto-i-dat.ch, 044 497 40 40.<br />
Pour les membres de carrosserie suisse<br />
50 % de rabais et actions spéciales<br />
Les membres de l'association bénéficient d'un rabais important.<br />
Leur cotisation annuelle s'élève à seulement 115 frs (au lieu de<br />
230 frs), quel que soit le nombre d'appels. Pour les lecteurs de ce<br />
numéro, auto-i-dat renonce aussi aux frais d'installation et de<br />
formation de 240 frs jusqu'à fin juin <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Les personnes intéressées<br />
peuvent contacter office@auto-i-dat.ch, 044 497 40 40.<br />
40 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Fokus / En mire<br />
Entwicklung der durchschnittlichen Schadenhöhe über die verschiedenen Schadenarten<br />
Evolution du montant moyen des sinistres sur les différents types de sinistres<br />
4000<br />
3000<br />
2000<br />
1000<br />
0<br />
2016 2017 2018 2019 2<strong>02</strong>0 2<strong>02</strong>1 2<strong>02</strong>2 2<strong>02</strong>3<br />
Kasko Kollision Kasko Parkschaden Kasko Glasschaden Kasko Elementarschaden Haftpflicht Kollision<br />
Casco Collision Casco dommages de parking Casco Bris de glace Casco dommages naturels Responsabilité civile Collision<br />
Alle Schadenkategorien sind 2<strong>02</strong>3 weiter gewachsen, am stärksten Kollisionskaskofälle.<br />
Toutes les catégories de sinistres ont augmenté en 2<strong>02</strong>3. Les cas de casco de collisions tout particulièrement.<br />
nagement Auto-i-DAT. «Der Sprung von 2<strong>02</strong>0/2<strong>02</strong>1 kam zustande,<br />
indem gleichzeitig mehrere Versicherungen die<br />
Auftragszuweisung massiv ausbauten. Viele Aufträge werden<br />
dabei bereits mit Reparaturfreigabe übermittelt.»<br />
Auch übermittelte Schadenssumme wächst eindrücklich<br />
Ganze 363 Millionen Franken an Schäden meldeten Betriebe via<br />
e-Service 2<strong>02</strong>3 – 17,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt<br />
sind damit alle Kategorien gewachsen: die vier Kaskofallkategorien<br />
Kollision, Parkschaden, Glasschaden und Elementarschaden<br />
sowie die Haftpflichtfälle. Bezüglich der Entwicklung der Anteile<br />
Ersatzteile, Arbeitslohn, Lackierung und Nebenarbeiten bestätigt<br />
sich der Trend, verstärkt zu reparieren, statt zu ersetzen.<br />
Mitteregger erläutert: «Steigende Ersatzteilpreise dürften der<br />
Grund sein, dass vermehrt repariert wird. Dass gerade bei Hagelschaden<br />
stärker auf Smart Repair gesetzt wird, hat sich schon<br />
länger abgezeichnet. Dieses Vorgehen senkt vor allem Lackierkosten<br />
und fördert eine nachhaltige Reparatur.»<br />
Umfassende automatische Kommunikation<br />
Der e-Service deckt die gesamte Kommunikation zwischen Betrieb<br />
und Versicherung ab. Nebst der Schadensmeldung an die<br />
Versicherung mit anschliessender Reparaturfreigabe via e-Service<br />
umfassen die Funktionen auch die Übermittlung von Fällen<br />
durch die Versicherung (Auftragszuteilung). Weitere Effizienzgewinne<br />
ermöglicht die Übermittlung der Rechnung, sowie ab<br />
Q2 <strong>2<strong>02</strong>4</strong> die SilverDAT FotoApp. Sie spart Zeit, indem die Fotos<br />
per Knopfdruck Fällen zugeordnet werden können und deren<br />
Qualität Versicherungsansprüchen stets genügt. ●<br />
Redaktion: Henrik Petro<br />
teregger, responsable gestion produits Auto-i-DAT. «Le bond<br />
de 2<strong>02</strong>0/21 s’est produit quand plusieurs assurances ont simultanément<br />
élargi massivement l‘attribution des commandes,<br />
déjà soumises avec l‘approbation pour la réparation.»<br />
Le montant des dégâts signalés augmente aussi très fort<br />
Les entreprises ont déclaré un total de 363 mio de frs de dommages<br />
via l’e-service en 2<strong>02</strong>3, soit 17,6 % de plus que l'année<br />
précédente et ce dans les quatre catégories de casco complète:<br />
collision, dommages naturels, de stationnement, de vitrage,<br />
ainsi que de responsabilité civile. «Réparer plutôt que remplacer»<br />
est en constante évolution, tant pour les pièces ellesmêmes<br />
que pour les salaires, la peinture et les travaux annexes.<br />
Mitteregger: «La hausse des prix des pièces de rechange<br />
pousse à plus de réparations. Voici un moment déjà que le<br />
«Smart Repair» progresse, notamment en ce qui concerne les<br />
dommages de grêle. Cette approche réduit principalement les<br />
coûts de peinture et favorise des réparations durables.»<br />
Communication automatique complète<br />
L’e-service couvre les communications entre carrosseries et<br />
assurances. Outre la déclaration des dommages avec approbation<br />
ultérieure des réparations via l’e-service, les fonctions<br />
comprennent la transmission des dossiers par l'assureur (attribution<br />
commandes). Celle de la facture permet plus d'efficacité,<br />
ainsi que la SilverDAT PhotoApp à partir du 2 e trimestre<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong>.Gain de temps, les photos pouvant être attribuées à des<br />
dossiers par simple pression sur un bouton et leur qualité est<br />
toujours à la hauteur des réclamations des assurances. ●<br />
Rédaction: Henrik Petro<br />
Funktionen AXA Allianz Baloise Generali Helvetia Mobiliar Smile Vaudoise Zurich<br />
Schadensmeldung an Versicherung<br />
Déclaration de sinistre à l'assurance<br />
Auftragszuteilung durch Versicherung<br />
Attribution du mandat par l'assurance<br />
Chatfunktion<br />
Fonction de chat<br />
Elektronische Rechnung sstellung<br />
Facturation électronique<br />
FotoApp-Einsatz (ab Q2 <strong>2<strong>02</strong>4</strong>)<br />
Utilisation de FotoApp (à partir du T2 <strong>2<strong>02</strong>4</strong>)<br />
Praktisch alle Versicherungen sind an e-Service4 angeschlossen.<br />
Les assurances sont presque toutes affiliées à l‘e-Service4.<br />
× × × × × × ×<br />
Plant Integration 2<strong>02</strong>5<br />
Intégration planifiée 2<strong>02</strong>5<br />
× × × × ×<br />
× × × × × ×<br />
× × × × × × ×<br />
× × × × × × × ×<br />
×<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>41
Fokus / En mire<br />
Schadenmanagement<br />
AXA gestaltet ihren<br />
Schadenprozess neu<br />
In der heutigen Zeit ist eine effiziente Schadenabwicklung<br />
unumgänglich. Aus diesem Grund hat die<br />
AXA ihren Schadenmeldeprozess überarbeitet.<br />
Dieser bietet dem Autogewerbe viele Vorteile.<br />
Gestion des sinistres<br />
AXA simplifie le traitement<br />
des sinistres<br />
De nos jours, un règlement efficace des sinistres<br />
est indispensable. C’est pourquoi AXA a simplifié<br />
son processus de déclaration des sinistres, offrant<br />
de nombreux avantages à la branche automobile.<br />
Die AXA wird den Grossteil ihrer Personenwagenschadenfälle ab Ende Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong> sukzessive auf den neuen Prozess umstellen.<br />
A partir de la fin mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, AXA l’appliquera progressivement à la majorité des sinistres de voitures de tourisme.<br />
42 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Fokus / En mire<br />
Um einen Schadenfall zu melden, müssen die Werkstätten<br />
der AXA künftig Fotoaufnahmen und einen Kostenvoranschlag<br />
einreichen – entweder über ein von der Versicherung<br />
bereitgestelltes Tool oder per Kalkulationssystem. Indem<br />
die Schadenfälle künftig digital erfasst werden, kann die<br />
AXA das Schadenausmass einfacher nachvollziehen, die<br />
gemeldeten Fälle schneller freigeben und die ausgewiesenen<br />
Kosten unkompliziert vergüten.<br />
Vorteile für Reparaturbetriebe und Kundschaft<br />
Die Reparateure wiederum können ihre Kundinnen und Kunden<br />
schneller und verbindlicher über den weiteren Verlauf<br />
des Falles informieren, was die Kundenzufriedenheit massgeblich<br />
erhöht. Die Handhabung des Tools ist intuitiv und<br />
einfach verständlich.<br />
Vom neuen Prozess erwartet die grösste Motorfahrzeugversicherung<br />
der Schweiz neben Effizienzsteigerungen auch<br />
mehr Transparenz im Umgang mit gemeldeten Schäden: Unklare<br />
Fälle können früher erkannt und von den Betrieben und<br />
der AXA gemeinsam gelöst werden.<br />
Bearbeitung von Glasschäden wird einfacher<br />
Durch die Neuerung wird insbesondere das Vorgehen bei telefonisch<br />
gemeldeten Frontscheibenfällen vereinfacht. Dank<br />
der eingereichten Bildaufnahmen kann die AXA den Werkstätten<br />
umgehend mitteilen, ob die beschädigte Frontscheibe repariert<br />
werden kann oder ersetzt werden muss. Im Falle eines<br />
Ersatzes wird automatisch ein Kostenvoranschlag erstellt, der<br />
anschliessend von den Betrieben per Mausklick akzeptiert<br />
werden kann. Der Arbeitsaufwand für die Reparateure wird<br />
durch die Prozessneuerung also deutlich reduziert und gibt<br />
den Mitarbeitenden mehr Zeit für andere Aufgaben. ●<br />
Text: AXA, Bild: Shutterstock<br />
Pour déclarer un sinistre, il suffira désormais aux garages<br />
de transmettre à AXA des photos et un devis au moyen d’un<br />
système de calcul ou d’un outil que l’assurance met à leur<br />
disposition. La saisie numérique des sinistres permettra à<br />
AXA de mieux comprendre l’étendue du dommage, de traiter<br />
plus rapidement les cas déclarés et de rembourser les frais<br />
justifiés en toute simplicité<br />
Avantages pour les entreprises de réparation et pour la<br />
clientèle<br />
De leur côté, les réparateurs peuvent informer leurs clientes<br />
et clients plus rapidement et plus précisément sur l’avancée<br />
de leur dossier, ce qui accroît considérablement la satisfaction<br />
de la clientèle. L’outil est intuitif et simple d’utilisation.<br />
AXA, premier assureur des véhicules automobiles en Suisse,<br />
attend de ce nouveau processus non seulement un gain d’efficacité,<br />
mais aussi une plus grande transparence dans le<br />
traitement des sinistres déclarés. Les cas problématiques<br />
peuvent être identifiés plus tôt et résolus conjointement par<br />
les entreprises de réparation et AXA<br />
Simplification du traitement des bris de glaces<br />
Cette nouveauté simplifie notamment la procédure en cas de<br />
déclaration téléphonique de dommages causés au parebrise.<br />
Grâce aux photos reçues, AXA peut indiquer immédiatement<br />
aux garages si le pare-brise endommagé peut être<br />
réparé ou doit être remplacé. En cas de remplacement, un<br />
devis est établi automatiquement et les réparateurs peuvent<br />
l’accepter d’un simple clic. Cette nouvelle procédure réduit<br />
considérablement la charge de travail des réparateurs et<br />
laisse à leurs équipes davantage de temps pour d’autres<br />
tâches.<br />
●<br />
Texte: AXA, image: Shutterstock<br />
Dokumentation direkt im Prozess<br />
Keine Schadenfotos mehr per E-Mail<br />
Der neue Schadenprozess funktioniert auf sämtlichen Meldekanälen:<br />
– Bei Onlinemeldungen können die Bilder und der Kostenvoranschlag<br />
direkt in der Meldung hochgeladen werden.<br />
– Bei telefonischen Schadenmeldungen stellt die AXA den<br />
Reparaturbetrieben nach Fallerstellung per E-Mail einen<br />
Link zum Tool zu.<br />
– Auch die gängigen Kalkulationssysteme erlauben es<br />
ihren Benutzern, Bilder und Kostenvoranschlag direkt<br />
einzureichen.<br />
Sollten noch keine Bilder vom beschädigten Fahrzeug vorhanden<br />
sein, können diese direkt im Tool aufgenommen werden. Der zuständige<br />
Mitarbeitende kann dazu per QR-Code eine Verbindung<br />
zu seinem mobilen Endgerät (Handy oder Tablet) herstellen. Das<br />
Tool führt den Benutzer Schritt für Schritt durch den Prozess.<br />
Für all jene Fälle, die über den neuen Schadenprozess abgewickelt<br />
werden, können Fotos und Kostenvoranschläge nicht mehr<br />
per Mail eingereicht werden.<br />
Documentation directement dans le processus<br />
Plus de photos de sinistre par e-mail<br />
La nouvelle procédure de traitement des sinistres fonctionne sur<br />
tous les canaux.<br />
– En cas de déclaration en ligne, les photos et le devis peuvent<br />
être joints directement au message.<br />
– Si la déclaration s’effectue par téléphone, AXA envoie aux entreprises<br />
de réparation un e-mail avec un lien vers l’outil dès<br />
que le cas est enregistré.<br />
– Les systèmes de calcul courants permettent également à<br />
leurs utilisateurs de transmettre directement des photos et<br />
des devis.<br />
S’il n’existe pas encore de photos du véhicule endommagé, il<br />
est possible d’en prendre directement depuis l’outil. Pour<br />
ce faire, le collaborateur peut s’y connecter à partir de<br />
son téléphone portable ou de sa tablette au moyen d’un code<br />
QR. L’outil guide l’utilisateur étape par étape à travers la<br />
procédure.<br />
A savoir: la nouvelle procédure de traitement des sinistres ne<br />
permet plus d’envoyer des photos et des devis par e-mail.<br />
Leggi in italiano<br />
Nuovo processo sinistri presso AXA<br />
Questo articolo è disponibile anche su carrosseriesuisse.ch nella sezione news o<br />
direttamente in italiano utilizzando il codice.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>43
Publireportage / Publireportage<br />
GCS Schweiz AG<br />
Neuer AXA-Prozess bereits eingebunden<br />
Mit den Softwarelösungen der GCS Schweiz AG sind Sie vom ersten Tag an mit einer Schnittstelle für den<br />
neuen Schadenprozess der AXA bereit und können Fotos aus dem DMS/BMS AXA-like übergeben.<br />
Mit dem neu entwickelten GCS Media Manager werden die aufgenommenen Bilder einfach den von der AXA vorgesehenen Bereichen zugeordnet.<br />
Enge Zusammenarbeit für alle von<br />
Vorteil<br />
Im August 2<strong>02</strong>2 fand das erste Gespräch<br />
mit der Führung der noimos ag statt. Als<br />
100-prozentige Tochtergesellschaft der<br />
AXA verantwortet sie die digitalen Prozesse<br />
der AXA. Dabei konnten wir die<br />
Marktbedürfnisse mit den Bedürfnissen<br />
der AXA aufeinander abstimmen.<br />
«Power auf Dauer», sagt Maskottchen Mike<br />
über die Lösungen von GCS Schweiz AG.<br />
Als Folge daraus wurden die Prozesse<br />
von Garagen und Carrosserien besprochen,<br />
die bereits mit Lösungen mit eigener<br />
Fotoverarbeitung arbeiten, und von<br />
Betrieben, die noch keine Fotoverarbeitung<br />
kennen.<br />
Ausgangslage<br />
Bedürfnis: Die AXA will qualifizierte Fotos<br />
von Schäden.<br />
AXA-Lösung: AXA stellt eine Foto-App zur<br />
Verfügung, die den Anwender durch den<br />
Fotoprozess führt und die Bilder direkt an<br />
AXA übermittelt.<br />
Die neuen Herausforderungen:<br />
– Wie kommen diese Fotos der AXA in<br />
die Softwarelösung eines Betriebs?<br />
– Muss der Betrieb jetzt je nach Versicherung<br />
verschiedene Foto- Apps nutzen?<br />
– Wie kommen Fotos, die der Reparateur<br />
gemacht hat, zu AXA?<br />
Der Aufnahmeprozess<br />
Wenn Sie mit der Lösung von GCS arbeiten,<br />
ändert sich nur die Anforderung, dass<br />
AXA nicht nur Fotos vom Schaden will,<br />
sondern auch vom Fahrzeugausweis,<br />
vom Tacho mit Kilometerstand sowie acht<br />
Bilder rund ums Fahrzeug für den Gesamtfahrzeugzustand.<br />
Sie können die<br />
Bilder mit den Foto-Apps der GCS wie<br />
bisher aufnehmen.<br />
Wie sieht die nähere Zukunft aus?<br />
Schadensteurer, Flottenmanager und<br />
Versicherungen werden weitere Anforderungen<br />
stellen, wie Bilder künftig übermittelt<br />
werden müssen. Der Grund liegt<br />
in der Verarbeitung der Bilder via KI und<br />
der Freigabe über Prozessautomatisierung.<br />
Es wird da leider keinen einheitlichen<br />
Standard geben.<br />
Auto-i-DAT ist mit ihrer eigenen App bereits<br />
im Feldtest. Wir werden auch diese<br />
App einbinden und auch hier eine Schnittstelle<br />
anbieten.<br />
Wir möchten verhindern, dass die Betriebe<br />
am Ende des Tages mit x verschiedenen<br />
Foto-Apps arbeiten müssen.<br />
Die neue Lösung: GCS Media Manager<br />
Mit dem neu entwickelten GCS Media Manager<br />
ordnen Sie die gemachten Bilder<br />
ganz einfach den von der AXA vorgesehenen<br />
Bereichen zu. Mit Versenden des KV an<br />
die AXA werden diese Bilder automatisch<br />
auch mit den richtigen Bildnamen an die<br />
AXA übermittelt, unkomprimiert in der ori-<br />
44 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Publireportage / Publireportage<br />
Reto Dellenbach, CEO GCS Schweiz AG<br />
Mit dem exklusiven, KI-basierten Fahrzeugausweis-Scanner können Aufträge und Stammdaten<br />
einfach erfasst werden.<br />
ginalen Auflösung. Wir<br />
sind so flexibel, dass wir<br />
den Media Manager einfach<br />
um neue Anforderungen<br />
erweitern können.<br />
Neuer Fahrzeugausweis-Scanner<br />
Als einziger Hersteller bieten wir Ihnen<br />
einen KI-basierten Fahrzeugausweis-<br />
Scanner an, mit dem Sie noch schneller<br />
Aufträge und Stammdaten erfassen können.<br />
Der QR-Code führt Sie zum Produktvideo,<br />
in dem die Funktionen in 90 Sekunden<br />
vorgestellt werden.<br />
Mit den Lösungen der<br />
GCS Schweiz AG haben<br />
Sie auf alle Fragen immer<br />
die richtige Antwort.<br />
Wir setzen uns weiter<br />
ein für Lösungen, die Ihnen<br />
das Leben erleichtern, ganz nach<br />
unserem Motto «Mach alles so, dass der,<br />
der nach dir kommt, Freude hat».<br />
digital.gcsag.ch<br />
●<br />
Text: Reto Dellenbach,<br />
CEO GCS Schweiz AG<br />
GCS Schweiz AG<br />
Über 25 Jahre im Dienste des Autogewerbes<br />
Die GCS Schweiz AG bietet seit über 25<br />
Jahren Softwarelösungen für das Garagen-<br />
und Carrosseriegewerbe an. Mit unseren<br />
Produktlinien Digital Office, Digital<br />
Mitarbeiter und Digital Planung bieten wir<br />
alle Produkte, die ein Reparaturbetrieb für<br />
das Umsetzen eines digitalen Werkstattbetriebs<br />
braucht. Mit diesen Lösungen realisieren<br />
wir die papierlose Werkstatt von<br />
der Terminbuchung/Fahrzeugannahme bis<br />
zur Rechnung mit allem, was ein Betrieb<br />
braucht.<br />
Die Lösungen sind technologisch auf dem<br />
neusten Stand. Durch den Einsatz modernster<br />
Webtechnologien können sie mit<br />
dem Smartphone, Tablet und PC/Notebook<br />
genutzt werden und völlig unabhängig vom<br />
Betriebssystem (iOS, Android oder Microsoft<br />
Windows). Betreiben Sie die Lösung auf<br />
Ihrer eigenen Infrastruktur oder in unserer<br />
Cloud und bezahlen Sie nur, was sie wirklich<br />
auch brauchen.<br />
Mit der Integration der Plattform cardata by<br />
carrepnet.ch ag sind Sie mit allen Auftraggebern<br />
digital verbunden. Sei es Yarowa,<br />
Versicherungen oder Schadennetzwerke –<br />
Sie erreichen alle zu 100 Prozent digital.<br />
Dazu können Sie auch Teile bei Ihrem Lieferanten<br />
direkt ab Reparaturfreigabe bestellen.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>45
Technik / Technique<br />
Neue Werkstoffe<br />
Material und<br />
Verbindung – eine<br />
Momentaufnahme<br />
Welche rasante Entwicklung die Automobiltechnik<br />
in den vergangenen fünf Jahren durchlaufen hat,<br />
können Fachbetrieb und Autobesitzer nicht immer<br />
auf den ersten Blick erkennen. Viele Entwicklungsschritte,<br />
zum Beispiel in der E-Antriebstechnik,<br />
haben die Bauweise des Automobils und somit<br />
den Carrosseriebau entscheidend verändert.<br />
Benzin- und Dieselmotoren wurden um Hybridantrieb und den<br />
reinen Elektroantrieb ergänzt und sollen durch diese langfristig<br />
vollständig ersetzt werden. Die Hersteller passten dafür zunächst<br />
bestehende Fahrzeugmodellreihen für die anderen Antriebsarten<br />
an. Als einer der ersten konstruierte BMW sein Modell<br />
i3 konsequenterweise als Leichtbaukonzept (vorwiegend<br />
CFK, Aluminium und Kunststoffe) von Grund auf neu, während<br />
die anderen Hersteller (zunächst) bestehende Carrosserieplattformen<br />
nutzten und dort die notwendigen Elektrokomponenten<br />
sowie den Hochvolt-Batteriespeicher integrierten. Dazu musste<br />
der Carrosseriebau entsprechend angepasst werden.<br />
Veränderter Carrosseriebau<br />
Die Integration der Elektromotoren auf der Vorder- und/oder<br />
Hinterachse, aber auch der Wegfall eines Treibstofftanks erforderte<br />
einige Veränderungen im Carrosseriebau. Zudem<br />
musste die Hochvolt-Batterie gegen verschiedene Crash-<br />
Situationen (Front-, Seiten- und Heckaufprall) geschützt werden.<br />
Eine neue gängige Konstruktion für den Bereich Bodenmitte<br />
war flach und durch Querträger verstärkt. Der bekannte<br />
typische Tunnel eines Verbrenners entfiel und stattdessen<br />
mussten die seitlichen Schwellerstrukturen<br />
sowie Vorder- und Hinterwagen<br />
verstärkt werden.<br />
Die Verstärkung für einen Seitencrash<br />
konnte durch ein in den Schweller integriertes<br />
Mehrkammerprofil erreicht<br />
werden. Dieses wird oftmals als Aluminium-Druckguss-Strangpressprofil<br />
gefertigt<br />
und in eine Stahlcarrosserie eingeklebt.<br />
Eine andere deutliche Veränderung ergab<br />
sich bei den Elektrofahrzeugen<br />
durch den verlängerten Radstand. Dieser<br />
wurde notwendig, um eine möglichst<br />
grosse Hochvolt-Batterie im Unterboden<br />
unterbringen zu können. Im gleichen<br />
Ansatz wurde der Vorderwagen<br />
verkürzt, weil für den E-Antrieb deutlich<br />
weniger Einbauraum benötigt wurde als<br />
für einen Verbrennermotor. Vor allem<br />
die grosse Hochvolt-Batterie führte<br />
Nouveaux matériaux<br />
Etat des lieux: matériaux,<br />
assemblages<br />
La technologie automobile à évolué ces cinq<br />
dernières années à une telle rapidité qu‘il n‘est pas<br />
toujours possible pour les entreprises spécialisées<br />
et les automobilistes de le percevoir d‘emblée. Ces<br />
avancées, ne serait-ce que celle de la propulsion<br />
électrique, ont considérablement modifié la<br />
conception de l'automobile et de la carrosserie.<br />
Les moteurs hybrides et électriques sont venus compléter les<br />
moteurs à essence et diesel dans le but de les remplacer à long<br />
terme. Les constructeurs ont d'abord adapté leurs séries existantes<br />
aux autres types de motorisation. BMW a été l'un des<br />
premiers à concevoir son modèle i3 de bout en bout en tant<br />
que concept de construction léger, principalement avec des<br />
plastiques renforcés de fibre de carbone PRFC, de l‘alu et des<br />
plastique, tandis que les autres fabricants ont (initialement)<br />
repris leurs plateformes existantes en y intégrant les composants<br />
électriques ainsi que la batterie haute tension. Ceci a eu<br />
une influence considérable sur la conception de la carrosserie.<br />
Construction de carrosserie modifiée<br />
L'intégration des moteurs électriques sur l'essieu avant et/ou<br />
arrière, ainsi que la suppression d'un réservoir de carburant, ont<br />
nécessité quelques modifications à la carrosserie. De plus, la<br />
batterie haute tension devait être protégée contre les collisions<br />
(chocs frontaux, latéraux et arrière). Une nouvelle construction<br />
commune pour la partie centrale du plancher était plate et renforcée<br />
par des traverses. Le tunnel typique d'un moteur à combustion<br />
a été supprimé et les structures des bas de caisse ainsi<br />
que l'avant et l'arrière du véhicule ont été renforcés. Le renforcement<br />
en cas de collision latérale a été réalisé par un profil à<br />
plusieurs chambres intégré au longeron. Celui-ci est souvent<br />
Der moderne Carrosseriebau ist durch Stahl-, Aluminium- und Verbundwerkstoffe sehr komplex<br />
geworden.<br />
La construction de carrosseries modernes est devenue très complexe en raison de l’acier, de<br />
l’aluminium et des matériaux composites.<br />
46 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Technik / Technique<br />
Die Integration einer Hochvolt-Batterie hat die Konstruktion stark verändert.<br />
L’intégration d’une batterie haute tension a considérablement modifié la conception.<br />
aber zu einem erhöhten Gewicht. Um dem entgegenzuwirken,<br />
wurden unterschiedliche Leichtbaumassnahmen angewendet.<br />
Neben konstruktiven Veränderungen zählt der Einsatz von<br />
Aluminiumbauteilen wie Kotflügel vorne, Türen oder die Motorund<br />
Heckklappe dazu.<br />
Fortschritt bei Materialgüten und Fügetechnik<br />
Mit verbesserten Stahl- oder Aluminiumwerkstoffen konnte<br />
ebenfalls das Fahrzeuggewicht gesenkt werden. Dabei sind besonders<br />
die hoch- und höherfesten Materialgüten zu erwähnen,<br />
deren Anteile im Carrosserierohbau deutlich gestiegen sind.<br />
Folglich mussten auch andere Fügetechniken zum Einsatz kommen,<br />
um beispielsweise Aluminiumbleche mit warmumgeformten<br />
Stahlstrukturteilen zu verbinden. Somit hat auch der Anteil<br />
von Festigkeit- und Strukturklebstoffen deutlich zugenommen,<br />
um die unterschiedlichen Materialien elektrochemisch zu trennen<br />
und die Festigkeit der gesamten Struktur zu erhöhen.<br />
Welchen Stellenwert dabei die eingesetzte Klebetechnik in der<br />
Produktion und später bei einer Reparatur haben kann, zeigte<br />
BMW an seinem Modell iX auf, bei dem Verstärkungselemente<br />
aus CFK im Dachrahmen integriert und<br />
am Seitenrahmen aufgeklebt sind, nämlich<br />
von der A- über die B- bis zur C-Säule.<br />
Der genaue, temperaturgesteuerte<br />
Klebeprozess ist bereits in der Fertigung<br />
sehr komplex, der Reparaturvorgang<br />
dürfte zur Herausforderung werden.<br />
Andere Automobilhersteller verändern<br />
für ihre E-Fahrzeuge die Konstruktion<br />
und die Materialauswahl nur geringfügig,<br />
sodass auch reine Stahl- oder Aluminiumkonstruktionen<br />
angewendet<br />
werden. Pionier Tesla beispielsweise<br />
setzt im Modell Y eine Stahlcarrosserie<br />
mit zwei grossen Aluminium-Gussbauteilen<br />
und vier Aluminiumtüren ein. Der<br />
amerikanische Hersteller Lucid baut<br />
seine vollelektrisch angetriebene Limousine<br />
Air als reines Aluminiumfahrfabriqué<br />
sous forme de profilé en aluminium<br />
extrudé moulé sous pression et collé dans<br />
une carrosserie en acier.<br />
L‘empattement allongé à produit un autre<br />
changement important dans les véhicules<br />
électriques, pour accueillir la plus grande<br />
batterie haute tension possible. Dans la lancée,<br />
la partie avant a été raccourcie, car la<br />
transmission électrique nécessite beaucoup<br />
moins d'espace qu'un moteur à combustion.<br />
La grande batterie haute tension a entraîné<br />
par contre une augmentation considérable<br />
du poids, qu‘il a fallu contrebalancer par diverses<br />
mesures de construction légère.<br />
Outre les modifications structurelles, on<br />
pensera à l'utilisation de composants en aluminium<br />
tels que les ailes avant, les portes ou<br />
encore le moteur et le hayon.<br />
Progrès en qualité des matériaux et<br />
techniques d’assemblage<br />
Le poids du véhicule a également été réduit<br />
grâce à des matériaux améliorés en acier ou<br />
en alu. Mentionnons la qualité des matériaux à haute et très haute<br />
résistance, dont la proportion a considérablement augmenté.<br />
L‘utilisation d'autres techniques d'assemblage est donc apparue,<br />
comme par exemple pour relier des tôles d'alu avec des pièces<br />
structurelles en acier formées à chaud. La proportion d'adhésifs<br />
résistants et structuraux a donc considérablement augmenté afin<br />
de séparer électrochimiquement les différents matériaux et<br />
d'augmenter la résistance de l'ensemble de la structure.<br />
BMW a démontré l'importance de la technologie par collage utilisée<br />
dans la production et plus tard lors des réparations avec son<br />
modèle iX, dans lequel des éléments de renforcement en PRFC<br />
sont intégrés dans le cadre du toit et collés sur le cadre latéral, à<br />
savoir du montant A au montant B, puis au C. Le processus de<br />
collage précis à température contrôlée est déjà très complexe en<br />
production. Le processus de réparation, lui, sera un défi.<br />
D'autres constructeurs automobiles ne modifient que légèrement<br />
la conception et le choix des matériaux de leurs véhicules électriques,<br />
de sorte que des constructions en acier pur ou en alu sont<br />
aussi utilisées. Le pionnier Tesla utilise une carrosserie en acier<br />
avec deux grandes pièces en fonte d'alu et quatre portes en alu<br />
Entwicklung Druckguss-Bauteile<br />
im Pw-Automobilbau<br />
2007 2014<br />
2<strong>02</strong>0<br />
Der Anteil an Aluminium-Druckgussbauteilen nimmt stetig zu.<br />
La proportion de pièces en alu moulé sous pression est en constante augmentation.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>47
Technik / Technique<br />
Zur Verstärkung der unteren seitlichen Carrosseriestruktur wird ein Mehrkammer-<br />
Strangpressprofil integriert.<br />
Un profil extrudé à plusieurs chambres est intégré pour renforcer la structure inférieure et<br />
latérale de la carrosserie.<br />
zeug ohne Stahlbauteile. Die europäischen Hersteller wählen<br />
gerne Varianten mit einer Carrosseriestruktur aus Stahl und<br />
Anbauteilen aus Aluminium.<br />
Qualifikation und Ausrüstung notwendig<br />
Die gestiegene Variantenvielfalt der Antriebskonzepte und des<br />
dadurch modifizierten Carrosseriebaus stellt den Fachbetrieb<br />
vor eine zusätzliche Herausforderung. Um an reinen Elektrofahrzeugen<br />
Unfallinstandsetzungsarbeiten durchführen zu<br />
dürfen, muss er über einen entsprechenden Hochvolt-Arbeitsplatz<br />
und einen Quarantäneplatz verfügen. Zusätzlich müssen<br />
die Mitarbeiter für Arbeiten an Hochvolt-Fahrzeugen qualifiziert<br />
sein. Diese Schulungen führen der Verband und/oder die Fahrzeughersteller<br />
durch. Nur wenn Qualifikationen und Arbeitsplatzausstattung<br />
vom Hersteller freigegeben sind, darf der<br />
Carrosserie-Fachbetrieb entsprechende Aufträge ausführen.<br />
Zusätzlich müssen sich die qualifizierten Mitarbeiter je nach Modell<br />
und Schadensbild zuerst über die Sicherheitsmassnahmen<br />
und die Anordnung der Elektrokomponenten am Fahrzeug genau<br />
informieren. Die notwendigen Informationen stellen die Automobilhersteller<br />
aber teilweise nur gegen Gebühren zur Verfügung.<br />
Schadensanalyse wird komplexer<br />
Ist der automobile Carrosseriebau in den<br />
letzten Jahren bereits durch den Materialmix<br />
Stahl und Aluminium deutlich komplexer<br />
geworden, so ist mit dem Einzug der<br />
Aluminium-Druckgussbauteile eine zusätzliche<br />
Materialvariante etabliert worden.<br />
Die vorderen Federbeindome aus<br />
Aluminiumdruckguss haben inzwischen<br />
von der Oberklasse über die Mittelklasse<br />
bis zum Kleinwagen in fast allen Modellen<br />
Einzug gehalten. Weitere Anwendungsbereiche<br />
können die A-Säule, der Heckklappenrahmen,<br />
Versteifungsknotenpunkte in<br />
der Carrosserie oder das Verbindungsstück<br />
zwischen hinterem Längsträger und<br />
der Schwellerstruktur sein.<br />
Gerade an den Druckgussbauteilen ist die<br />
Schadensanalyse nach einem Aufprall<br />
sehr diffizil, weil das Druckgussteil im Gedans<br />
le modèle Y. Le constructeur américain<br />
Lucid construit sa limousine électrique Air<br />
comme véhicule purement en alu, sans composants<br />
en acier. Les constructeurs européens<br />
aiment choisir des variantes à structure<br />
de carrosserie en acier, sur laquelle sont assemblées<br />
les pièces en alu.<br />
Qualifications et équipements nécessaires<br />
La diversité croissante des concepts d'entraînement<br />
et le modifications qui s‘ensuivent<br />
dans construction de carrosserie sont un défi<br />
supplémentaire pour les entreprises spécialisées.<br />
Afin de pouvoir effectuer une réparation<br />
après un accident sur un véhicule tout<br />
électrique, elles doivent disposer d'un poste<br />
de travail haute tension approprié et d'une<br />
station de quarantaine. Et les employés<br />
doivent être qualifiés pour travailler sur ces<br />
véhicules, une formation assurée par l'association<br />
et/ou les constructeurs automobiles. Le carrossier sera<br />
autorisé à réparer si les qualifications et l'équipement du poste de<br />
travail ont été approuvés par le fabricant.<br />
De plus, selon le modèle et le type de dommage, les collaborateurs<br />
qualifiés doivent au préalable se renseigner précisément<br />
sur les mesures de sécurité et la disposition des composants<br />
électriques sur le véhicule. Cependant, les constructeurs<br />
automobiles ne fournissent parfois les informations nécessaires<br />
que moyennant des frais.<br />
L'analyse des dommages devient de plus en plus complexe<br />
Alors que la construction de carrosseries est devenue beaucoup<br />
plus complexe ces dernières années en raison du mélange<br />
de matériaux acier et alu, une difficulté supplémentaire<br />
est venue s‘y ajouter avec l'introduction de pièces en alu moulées<br />
sous pression. Les dômes des supports de jambes de suspension<br />
avant en alu moulé sous pression ont trouvé place<br />
dans presque tous les modèles, de la classe supérieure à la<br />
moyenne en passant par les petites voitures. D'autres domaines<br />
d'application peuvent être le montant A, le cadre du hayon, les<br />
noeuds de renforcement de la carrosserie ou la pièce de liaison<br />
Spezielle Materialgüten kommen zum Beispiel im Dachrahmen oder der B-Säule zum Einsatz.<br />
Hier wurde die Form des Dachrahmens durch Presshärten und Laserbeschnitt hergestellt.<br />
Des matériaux de qualité spéciale sont utilisés, par ex. pour le profilé du cadre du toit ou le<br />
montant B. Ici, la forme du cadre a été créée par durcissement sous presse et découpe au laser.<br />
48 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Technik / Technique<br />
gensatz zu einem Stahlblechteil keine<br />
Verformungsmerkmale (Knick, Falten<br />
oder Riss) offen zeigt. Für die Beurteilung<br />
des Schadensbildes und des dadurch entstehenden<br />
Reparaturumfangs müsste im<br />
Inneren des Fahrzeuges, zum Beispiel im<br />
Heckbereich oder im Fahrgastraum hinten,<br />
das Isolier- und Verkleidungsmaterial entfernt<br />
werden. Nur dann lassen sich Beschädigungen<br />
im nachliegenden Blechteil<br />
nach dem Gussbauteil gut erkennen. Auch<br />
im Vorderwagen kann eine Demontage<br />
der E-Komponenten notwendig sein, um<br />
das Grossgussteil in einem Tesla-Modell<br />
beurteilen zu können.<br />
Sicherheit, ob und wo in der Struktur eine<br />
Verformung stattgefunden hat, kann<br />
sehr gut mit einer elektronischen Carrosserievermessung<br />
gewonnen werden. Ein<br />
weiterer, sehr komplexer Faktor im Schadensbild<br />
ist eine mögliche Beschädigung<br />
an der Hochvolt-Batterie. Nach der Demontage des Unterfahrschutzes<br />
sollten mögliche Beschädigungen ersichtlich sein.<br />
Fazit<br />
Die fachlichen Anforderungen an Mitarbeiter und Ausstattung<br />
der Arbeitsplätze in einem Carrossiefachbetrieb sind in den<br />
letzten Jahren deutlich gestiegen. Die wachsende Zahl der Modellvarianten<br />
und der zusätzlich angebotenen Antriebsvarianten<br />
bei den etablierten Automobilherstellern ist bereits schwer<br />
zu überschauen. Zusätzlich kommen seit einigen Monaten auch<br />
vermehrt die neuen chinesischen Hersteller in die europäischen<br />
Automobilmärkte. Deren Akzeptanz wird über eine dauerhafte<br />
Marktpräsenz entscheiden und die Zulassungszahlen in den<br />
nächsten fünf Jahren werden dies widerspiegeln.<br />
Sicher ist in jedem Fall, dass kleinere Carrosseriereparaturen<br />
auch bei diesen Modellen anstehen und die Fachbetriebe zum<br />
Zug kommen, die entsprechende Ausrüstung und qualifizierte<br />
Mitarbeiter anbieten können. Es gilt mehr denn je, die aktuelle<br />
Marktentwicklung fest im Blick zu haben.<br />
●<br />
Text und Bilder: Jürgen Klasing<br />
Fingerzeig: Bei diesem Gussbauteil in einem Tesla-Modell darf nur eine geringe Beschädigung<br />
vorliegen, andernfalls muss das Grossgussbauteil komplett ersetzt werden.<br />
(Désignée du doigt:) Cette pièce moulée dans un modèle Tesla n‘a droit qu‘à des dommages<br />
mineurs, sinon, c‘est tout la grande pièce moulée elle-même qui doit être remplacée.<br />
Analyse nach Demontage: Bei einem Heckaufprall können an der Verbindungsstelle vom<br />
Gussteil zum Blechteilschweller Knicke durch Verformung entstehen.<br />
Analyse après démontage: en cas de choc arrière, des pliures peuvent apparaître en raison de<br />
la déformation au niveau du point d‘assemblage entre la pièce moulée et le seuil de la pièce<br />
en tôle.<br />
entre le longeron arrière et la structure du bas de caisse.<br />
L'analyse des dommages après un impact est très difficile, en particulier<br />
sur les pièces moulées sous pression, car contrairement à<br />
une pièce en tôle d'acier, la pièce moulée sous pression ne présente<br />
aucun signe de déformation (dépressions, rides ou fissures). Afin<br />
d'évaluer les dommages et l'étendue des réparations qui en résultent,<br />
il faudrait retirer les matériaux d'isolation et de revêtement<br />
de l'intérieur du véhicule, par exemple dans la zone arrière ou dans<br />
l'habitacle arrière. Ce n'est qu'alors que les dommages sur la pièce<br />
de tôlerie adjacente à la pièce moulée peuvent être clairement<br />
identifiés. Il peut également être nécessaire de démonter les composants<br />
électroniques à l'avant du véhicule afin de pouvoir évaluer<br />
la grosse pièce moulée d'un modèle Tesla. Pour s‘assurer si et où<br />
une déformation s'est produite dans la structure, il suffit d'une mesure<br />
électronique de la carrosserie, qui se révèle être simple à<br />
effectuer. Autre facteur très complexe dans la configuration des<br />
dommages: l’endommagement possible de la batterie haute tension.<br />
Après avoir démonté la protection anti-encastrement, d'éventuels<br />
dommages devraient être visibles.<br />
Conclusion<br />
Les exigences techniques pour les employés<br />
et l'équipement des postes de travail en carrosserie<br />
ont fortement crû ces dernières années.<br />
Il est déjà ardu d‘être à jour quant au<br />
nombre croissant de variantes de modèles et<br />
de transmissions proposés par les constructeurs<br />
automobiles établis arrivant sur les marchés<br />
automobiles européens; et voilà que<br />
débarquent les nouveaux constructeurs<br />
chinois. Leur acceptation sur le marché déterminera<br />
leur présence à long terme. Les statistiques<br />
le révéleront.<br />
Pour sûr, de petites réparations de carrosserie<br />
seront aussi nécessaires pour ces modèles<br />
et des entreprises spécialisées entreront<br />
en jeu et pourront proposer l'équipement<br />
approprié et du personnel qualifié. Il est plus<br />
important que jamais de suivre de près l’évolutions<br />
actuelle du marché. <br />
●<br />
Texte et images: Jürgen Klasing.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>49
Bildung / Formation<br />
Lehrgang zum dipl. Betriebsleiter<br />
Nach dem Motto:<br />
ganz oder gar nicht<br />
Das Betriebsleiterdiplom (früher Meisterdiplom) ist<br />
der höchste Abschluss, den man in der Carrosseriebranche<br />
erreichen kann. Jonas Anderegg,<br />
Geschäftsführer Genossenschaft carrosserie<br />
suisse Academy, erzählt von seinem Bildungsweg.<br />
Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Fahrzeugschlosserlehre<br />
bei der Carrosserie Hess AG 2012 wurde Jonas Anderegg<br />
schnell klar, dass er sich weiterbilden würde: «Fernziel<br />
war die Berufsprüfung.» In der Abteilung Nutzfahrzeuge<br />
führte er bei Hess nach seiner Lehre ein eigenes kleines Team<br />
und absolvierte parallel dazu zuerst den Lehrgang zum Werkstattkoordinator,<br />
danach zum Carrosseriefachmann Fachrichtung<br />
Fahrzeugbau. Die Berufsprüfung hängte er 2018 an. «Bei<br />
Hess kümmerte ich mich inzwischen um viele Spezialauf träge.<br />
Es war genau das, was ich gesucht und wofür ich mich weitergebildet<br />
hatte: eine Mischung aus Arbeit im Büro und in der<br />
Werkstatt.»<br />
Dass man nach der Berufsprüfung zunächst nichts mehr von<br />
Weiterbildung hören, sondern endlich seine Wochenenden<br />
geniessen und Geld verdienen möchte, sei klar, meint Anderegg.<br />
Doch kurz darauf wurde ihm ein Job als Werkstatteiter<br />
bei der Walter Marolf AG, Fahrzeug- und Maschinenbau angeboten,<br />
wo er 20 Mitarbeitende führen würde. «Meine Weiterbildung<br />
hatte ich ja auch darauf ausgerichtet, eines Tages<br />
Werkstattleiter im Fahrzeugbau zu werden», so Anderegg.<br />
«Und nach zehn Jahren im selben Betrieb wurde es Zeit für<br />
etwas Neues.»<br />
Cours de chef d’exploitation<br />
Selon la devise:<br />
tout ou rien<br />
Le diplôme de chef d'exploitation (anciennement<br />
diplôme de master) est le diplôme le plus élevé<br />
pouvant être obtenu dans le secteur de la carrosserie.<br />
Jonas Anderegg, directeur général de<br />
l’association carrosserie suisse Academy, revient<br />
sur son parcours scolaire.<br />
Après avoir terminé avec succès son apprentissage de serrurier-constructeur<br />
de véhicules à la Carrosserie Hess AG en<br />
2012, Jonas Anderegg a rapidement compris qu'il poursuivrait<br />
sa formation: «L'objectif à long terme était de réussir l'examen<br />
professionnel.» Après avoir terminé son apprentissage, il dirige<br />
sa propre petite équipe des véhicules utilitaires chez Hess et<br />
suit en même temps la formation de coordinateur d'atelier puis<br />
de serrurier sur véhicules, et passe l'examen professionnel en<br />
2018. «Chez Hess, je m'occupais de nombreuses commandes<br />
spéciales. C’était exactement ce que je recherchais et pour quoi<br />
j’ai été formé: un mélange de travail au bureau et en atelier.»<br />
Il est clair qu'après l'examen professionnel, on ne veut plus<br />
entendre parler de formation continue et souhaite enfin profiter<br />
de ses week-ends et gagner de l'argent, explique Anderegg.<br />
Mais peu de temps après, on lui propose un poste de chef d'atelier<br />
chez Walter Marolf AG, construction automobile et mécanique,<br />
où il dirigera 20 collaborateurs. «Ma formation continue<br />
avait pour objectif de devenir un jour chef d'atelier dans la<br />
construction automobile», explique Anderegg. «Et après dix<br />
ans dans la même entreprise, il était temps de passer à autre<br />
chose.»<br />
Reifezeit<br />
Schon zuvor war in ihm die<br />
Idee gereift, doch die höhere<br />
Fachprüfung in Angriff zu<br />
nehmen. Am Infoabend in Zofingen<br />
erfuhr er, dass man<br />
erstmals nicht mit dem Meister-,<br />
sondern mit dem Betriebsleiterdiplom<br />
abschliessen<br />
würde. Er meldete sich<br />
an, doch weil es (noch) zu<br />
wenig Teilnehmer gab, hiess<br />
es zunächst einmal abwarten.<br />
2<strong>02</strong>1 erhielt Anderegg einen<br />
Anruf von Peter Bucheli,<br />
Fachbereichsleiter Fahrzeugbau<br />
& Strassentransport, Berufsbildungszentrum<br />
BBZB<br />
Luzern, der ihm erzählte,<br />
dass die Genossenschaft carrosserie<br />
suisse Academy in<br />
Bern einen Geschäftsleiter<br />
suche, der auch Kurse geben<br />
könne. «Ich war nicht auf der<br />
Jonas Anderegg sieht den Bedarf für Betriebsleiter in der Branche:<br />
«Absolventen dieses Lehrgangs sind Macher.»<br />
Jonas Anderegg voit le besoin de managers opérationnels dans la<br />
branche: «Les diplômés de cette formation sont des gens d'action.»<br />
Période de maturation<br />
L’idée d’aborder l’examen de la<br />
matière supérieure s’était déjà<br />
développée dans son esprit.<br />
Lors de la soirée d'information<br />
à Zofingen, il a appris que pour<br />
la première fois, on n'obtiendrait<br />
pas un diplôme de maître<br />
artisan, mais plutôt un diplôme<br />
de chef d'exploitation. Il s'est<br />
inscrit, mais comme il y avait<br />
(encore) trop peu de participants,<br />
il a dû attendre. En 2<strong>02</strong>1,<br />
Anderegg reçoit un appel de<br />
Peter Bucheli, chef du département<br />
construction automobile<br />
et transport routier au<br />
centre de formation professionnelle<br />
BBZB Lucerne, qui lui<br />
annonce que la coopérative<br />
carrosserie suisse Academy<br />
de Berne recherche un manager<br />
capable également de<br />
donner des cours. «Je ne cher-<br />
50 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Bildung / Formation<br />
Suche, doch wenn Peter Bucheli anruft, darf man das nicht<br />
ignorieren.» Nach zwei Gesprächsrunden sagte Anderegg<br />
zu. Und gerade, als alles geregelt war, erhielt er die Nachricht,<br />
dass es nun losgehen würde mit dem Lehrgang zum<br />
Betriebsleiter. So trat er am 1. September 2<strong>02</strong>1 seine neue<br />
Stelle als Geschäftsleiter und Berufsbildner an und am 4.<br />
September seinen ersten Schultag. «Da kam also viel Neues<br />
auf einmal auf mich zu. In meiner Klasse waren alles Leute,<br />
die bereits über Jahre in ihren Betrieben arbeiteten – und ich<br />
erst seit einer Woche.»<br />
Keine halben Sachen<br />
Nach der Motivation für das Betriebsleiterdiplom gefragt,<br />
antwortet Anderegg: «Ich mache etwas ganz oder gar nicht.<br />
Schon nach der Berufsprüfung habe ich gemerkt, dass sie<br />
nur ein Zwischenziel sein wird. Es kam nicht infrage, mittendrin<br />
aufzuhören.»<br />
Rückblickend auf die damalige Zeit meint Anderegg, dass es<br />
eine Umstellung gewesen sei, nach langer Zeit auch wieder<br />
unter der Woche die Schulbank zu drücken und nicht nur<br />
samstags. «Für mich ist klar, dass man bei einer Weiterbildung<br />
auch private Zeit opfert. Alle Teilnehmer hatten ähnliche<br />
Motive, so fanden wir schnell Gemeinsamkeiten. Man hat sich<br />
rasch verstanden und der Klassenzusammenhalt war bis zum<br />
Schluss sehr gut.» Der Lehrgang endete im Mai 2<strong>02</strong>3. «Es<br />
war weit mehr als nur eine Erweiterung der Berufsprüfung.<br />
Der Stoff war sehr happig, vor allem in diesem Zeitrahmen.»<br />
Wer soll sich anmelden?<br />
«Das Betriebsleiterdiplom ist eine komplette Ausbildung für<br />
jemanden, der Führungsperson werden oder seine Kompetenz<br />
diesbezüglich erweitern möchte. Bei der Berufsprüfung<br />
steht immer noch irgendwo das Praktische im Vordergrund,<br />
wer es aber gesehen hat in der Werkstatt, für den ist das der<br />
richtige Schritt. Hier lernt man die ganze Bandbreite, die<br />
einen dazu befähigt, selbstständig eine Firma jeglicher Grösse<br />
zu führen. Ich sehe den Bedarf schon in einer Welt, in der<br />
alle von Studium, Bachelor und Master reden. Es braucht<br />
Leute mit der Werkstattperspektive, die sich hochgearbeitet<br />
haben und alle Abläufe kennen. So jemandem kann man<br />
nichts vormachen.»<br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bild: Bruno Moser<br />
chais pas, mais quand Peter Bucheli appelle, on ne peut pas<br />
l'ignorer.» Après deux séries de discussions, Anderegg a accepté.<br />
Et juste au moment où tout était réglé, il reçut la nouvelle<br />
que la formation pour devenir chef d'exploitation allait désormais<br />
commencer. Il a débuté son nouveau poste de chef d'entreprise<br />
et formateur professionnel le 1 er septembre 2<strong>02</strong>1 et<br />
son premier jour d'école le 4 septembre. « Beaucoup de nouvelles<br />
choses me sont venues d’un coup. Dans ma classe, il y<br />
avait plein de gens qui travaillaient dans leur entreprise depuis<br />
des années – et je n'y étais que depuis une semaine.»<br />
Pas de demi-mesure<br />
Interrogé sur la motivation pour le diplôme de gestion opérationnelle,<br />
Anderegg répond: «Je fais quelque chose complètement<br />
ou pas du tout. Dès que j’ai passé l’examen professionnel,<br />
j’ai réalisé que ce ne serait qu’un objectif intermédiaire. Il n’était<br />
pas question de s’arrêter au milieu.»<br />
En repensant à cette époque, Anderegg dit que c'était un changement<br />
après une longue période de retourner à l'école pendant<br />
la semaine et pas seulement le samedi. «Il est clair pour<br />
moi que l'on sacrifie aussi son temps privé lorsque l'on poursuit<br />
sa formation. Tous les participants avaient des motivations similaires,<br />
nous avons donc rapidement trouvé un terrain d’entente.<br />
On s’est vite entendu et la cohésion de classe a été très<br />
bonne jusqu’au bout.» La formation s’est terminée en mai 2<strong>02</strong>3.<br />
«C’était bien plus qu’une simple prolongation de l’examen professionnel.<br />
La matière était très ardue, surtout à cette époque.»<br />
A qui de s’inscrire?<br />
«Le diplôme de chef d'exploitation est une formation complète<br />
destinée à qui souhaite devenir manager ou approfondir ses<br />
compétences dans ce domaine. Lorsqu'il s'agit de l'examen<br />
professionnel, l'accent est toujours mis sur les aspects pratiques,<br />
mais pour ceux qui l'ont vu en atelier, c'est la bonne<br />
étape. Ici, on découvre tout le spectre qui vous permet de gérer<br />
de manière indépendante une entreprise de toute taille. J'en<br />
vois déjà la nécessité dans un monde où tout le monde parle<br />
d'études, de licence et de master. On a besoin de personnes<br />
ayant une perspective d'atelier, qui ont gravi les échelons et<br />
connaissent tous les processus. On ne peut pas tromper une<br />
telle personne.»<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro, image: Bruno Moser<br />
Weiterbildung Zofingen<br />
Nächster Lehrgang startet am 21. September<br />
Der Managementbildungsgang «Dipl. Betriebsleiter/-in Carrosserie»<br />
(ehemals Carrosseriemeister) ist die höchste Weiterbildung<br />
in der Branche. Betriebsleiter/-innen passen den Betrieb den<br />
modernen Anforderungen an und entwickeln Strategien, Businesspläne,<br />
Strukturen und Inhalte des Finanzmanagements sowie<br />
Marketingmassnahmen. Sie reagieren auf Branchentrends und<br />
neue technologische Entwicklungen. Darüber hinaus sind sie für<br />
die Finanzierung und die Personenführung verantwortlich. Voraussetzung<br />
für den Bildungsgang ist die Berufsprüfung Carrosseriewerkstattleiter/-in.<br />
Start ist am 21. September <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />
Infoanlässe<br />
Mittwoch, 15. Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18.30 Uhr,<br />
im Bildungszentrum Zofingen und online am<br />
Dienstag, 11. Juni <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18.30 Uhr.<br />
Infos und mehr direkt über den QR-Code.<br />
Formation continue Zofingue<br />
Le prochain cours commence le 21 septembre<br />
La formation en management «Chef d’exploitation diplômé » (anc.<br />
Maître carrossier) est le plus haut niveau du secteur. Les chefs<br />
d’exploitation adaptent l'entreprise aux exigences modernes et<br />
élaborent des stratégies, des plans d'affaires, des structures et<br />
des contenus de gestion financière ainsi que des mesures de marketing.<br />
Ils réagissent aux tendances de la branche et aux nouveaux<br />
développements technologiques. De plus, ils sont responsables<br />
du financement et de la gestion du personnel. La condition préalable<br />
à la formation est l’examen professionnel de chef d’atelier<br />
de carrosserie. Démarrage le 21 septembre <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Séances d’information<br />
Mercredi, 15 mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18 h 30, au Centre de formation de Zofingue<br />
et en ligne mardi, 11 juin <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18 h 30.<br />
Informations et davantage directement via le QR code.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>51
Kursübersicht / Liste des cours<br />
Das Kursangebot im Frühjahr <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Kursangebote<br />
Technik<br />
Hochvolt-Sicherheit<br />
Arbeiten Sie in Ihrem Betrieb an elektrifizierten Fahrzeugen?<br />
Möchten Sie sich oder Ihre Mitarbeitenden gemäss gesetzlichen<br />
Vorgaben instruieren lassen und dies mit dem schweizweit<br />
und branchenanerkannten Kompetenzausweis nachweisen?<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Hochvolt-Sicherheit TPK500 04.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Hunzenschwil<br />
Hochvolt-Techniker TPK816 05.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Hunzenschwil<br />
Elektro-Instruktion<br />
10.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Kemptthal<br />
HV-Fahrzeuge<br />
Hochvolt-Instruktion EV 03.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Horw<br />
Betriebswirtschaft (inkl. Arbeitssicherheit)<br />
Performance PLUS<br />
Der Weg zur Rentabilitätssteigerung für Carrosserie- und<br />
Fahrzeugbaubetriebe.<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Verkauf 1 25.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Thal SG<br />
Personalführung /<br />
03.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />
Leadership<br />
Personalmanagement 10.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />
Personalführung /<br />
22.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Thal SG<br />
Leadership<br />
Online-Marketing 1 29.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />
Marketing Aufbaukurs 03.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />
Verkauf 2 04.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />
Arbeitssicherheit – BAZ-Branchenlösung<br />
Dank der BAZ mit ihrer kurzen intensiven Schulung und den<br />
ERFA-Tagungen sind Sie stets auf dem neusten Stand und<br />
auch für allfällige Kontrollen bestens gewappnet.<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
KOPAS Grundkurs 06.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />
asa-control 18.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />
KOPAS Grundkurs 27.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Schlieren<br />
ERFA-Tagung 04.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />
ERFA-Tagung 10.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Bern<br />
Berufsbildung<br />
Branchenspezifische Berufsbildnerkurse<br />
Sie wollen Lernende ausbilden und sind interessiert an einer<br />
professionellen Ausbildung für den Berufsnachwuchs? Endlich<br />
haben Sie die Gelegenheit, dies in einem Kurs zu lernen,<br />
in welchem Sie unter <strong>Carrossier</strong>s und Fahrzeugschlossern<br />
sind und auch die branchenspezifischen Dokumente zur Anwendung<br />
bekommen.<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Berufsbildnerkurs 22. + 23.10.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />
Berufsbildnerkurs 29. – 30.10.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />
TOP-Ausbildungsbetrieb<br />
TOP-Ausbildungsbetriebe haben Top-Lernende. Aus Top-<br />
Lernenden werden Top-Fachkräfte.<br />
Stufe 1<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Einstiegskurs (Deutsch) 25.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> St. Gallen<br />
Einstiegskurs (Deutsch) 25.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />
52 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Kursübersicht / Liste des cours<br />
Stufe 2<br />
Kurs Kursdatum Kursort<br />
Mithilfe des Ausbildungsberichts<br />
25.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />
nachhaltig ausbilden<br />
Entdeckendes Lernen (DE) 06.05. + 19.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zürich<br />
Mithilfe des Ausbildungsberichts<br />
30.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Bern<br />
nachhaltig ausbilden<br />
Mithilfe des Ausbildungsberichts<br />
nachhaltig ausbilden<br />
03.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Chur<br />
Anmeldung und weitere Kurse<br />
Anmeldungen nehmen wir gerne über unsere<br />
Website www.carrosseriesuisse.ch entgegen.<br />
Alle Kurse finden Sie stets aktualisiert unter<br />
www.carrosseriesuisse.ch > Kursangebote.<br />
Les offres de cours au printemps <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Offre de cours<br />
Gestion d’entreprise<br />
Performance PLUS<br />
La voie de l’augmentation de la rentabilité pour les carrossiers<br />
et les serruriers-constructeurs sur véhicules.<br />
Cours Dates des cours Lieu de cours<br />
Service clientèle 26.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Moudon<br />
professionnel<br />
Technicien haute- <strong>02</strong>.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Etagnières<br />
tension TPK816<br />
Vente 1 06.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Moudon<br />
Cours de marketing 13.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Moudon<br />
de base<br />
ADAS – TPK154 11.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Etagnières<br />
Sécurité au travail – SAD solution de branche<br />
Des solutions simples, pratiques, conformes à la loi et génératrices<br />
de bénéfices sont au cœur de la solution par<br />
branche « asa-control » de la SAD. Un allègement pour vous<br />
et votre entreprise, de la planification à la mise en œuvre.<br />
« asa-control » aide votre entreprise, qu'elle soit petite,<br />
moyenne ou grande, à mettre en œuvre la sécurité au travail<br />
et la protection de la santé, à garantir l'hygiène ou à corriger<br />
une situation insatisfaisante.<br />
Cours Dates des cours Lieu de cours<br />
Cours de base pour 14.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Yverdon<br />
PERCO<br />
Séance d’échanges 13.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> en ligne<br />
d’expériences<br />
asa-control 11.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Online<br />
Inscription et autres cours<br />
Nous accueillons volontiers les inscriptions<br />
via notre site en ligne carrosseriesuisse.ch.<br />
Vous trouvez la liste actualisée des cours sous<br />
carrosseriesuisse.ch > Offres de cours<br />
Sicurezza sul lavoro – soluzione settoriale SAD<br />
Dopo il corso base, la PERCO è tenuta a frequentare ogni due<br />
anni un corso di formazione continua della durata di mezza<br />
giornata (giornata ERFA). Il programma aggiornato dei corsi<br />
viene inviato alle PERCO una volta all'anno. Le spese per i<br />
corsi di formazione sono già incluse nella tassa annuale.<br />
Corso Data del corso Luogo del corso<br />
asa-control 04.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />
Giornata ERFA 20.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Biasca<br />
Corso base PERCO 04.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Biasca<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>53
Bildung / Formation<br />
Höchste technische Weiterbildung<br />
14 Führungskräfte<br />
für die Branche<br />
carrosserie suisse lud am Donnerstag, 14. März<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong>, zur Fachausweisübergabe an 14 frisch<br />
weitergebildete Carrosseriewerkstattleiterinnen<br />
und -leiter. Gefeiert wurde der Abschluss der<br />
höchsten technischen Weiterbildung im Carrosseriegewerbe<br />
im Landgasthof Schönbühl BE.<br />
Vier der neuen Fach- und Führungskräfte arbeiten in der Carrosserielackiererei<br />
und zehn in der Carrosseriespenglerei. Die Freude<br />
über den Abschluss der Weiterbildung stand ihnen allen ins<br />
Gesicht geschrieben, so auch Carrosserielackierer Mathias Meyer<br />
aus La Tour-de-Trême. Er schloss mit der besten Gesamtnote 5,4<br />
ab: «Es bedeutet mir sehr viel, dass ich die Prüfung so erfolgreich<br />
absolvieren konnte. Neben spannenden Kontakten, welche ich<br />
gewinnen durfte, öffnet die Weiterbildung nun einige Türen in<br />
meiner beruflichen Karriere.» carrosserie suisse organisierte die<br />
Fachausweisübergabe für die Absolventinnen und Absolventen<br />
aus der Deutschschweiz und der Romandie gemeinsam.<br />
Ein intensiver Werdegang<br />
An der Feier im Landgasthof Schönbühl waren auch verschiedene<br />
Vertreter von carrosserie suisse zugegen, namentlich Direktor<br />
Daniel Röschli, Frédéric Henguely, Leiter der Abteilung<br />
Berufsbildung, Martin Rusterholz, Leiter der Prüfungskommission,<br />
sowie Vizepräsident Armin Haymoz, der sagte: «Mit ihren<br />
erfolgreich absolvierten Weiterbildungen haben Sie an Sicherheit,<br />
Wissen und Erfahrung gewonnen. Dieses Gesamtpaket<br />
verschafft Ihnen nun eine ausgezeichnete Ausgangslage<br />
auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.»<br />
Mehr zur Fachausweisübergabe inklusive Podcast<br />
und Bildergalerie auf carrosseriesuisse.ch in<br />
den News oder direkt über den QR-Code. ●<br />
Text: Samuel Knecht, Bilder: Pino Stranieri<br />
Formation continue technique la plus élevée<br />
14 leaders<br />
pour la branche<br />
Jeudi 14 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, carrosserie suisse a accueilli<br />
à l‘auberge Landgasthof Schönbühl (BE) 14<br />
Cheffes et Chefs d'atelier de carrosserie pour la<br />
remise de leur brevet fédéral au terme de leur<br />
formation technique – la plus haute de la branche.<br />
Une manifestation alémanique et romande.<br />
Des 14 nouveaux cadres d‘entreprise et professionnels techniques<br />
de haut niveaux auxquels étaient remis leur brevet fédéral,<br />
quatre travaillent dans un atelier de peinture, les dix<br />
autres en tôlerie. Le bonheur d‘avoir terminé avec succès leur<br />
formation continue se lisait sur les visages. Relevons le carrossier-peintre<br />
Mathias Meyer de La Tour-de-Trême avec la<br />
meilleure note globale de 5,4 : « Avoir réussi avec un tel résultat<br />
signifie beaucoup pour moi. La formation continue m‘a non<br />
seulement permis de nouer de passionnants contact, elle<br />
m'ouvre désormais de nombreuses portes pour ma carrière<br />
professionnelle.»<br />
Un parcours exigeant<br />
Différents représentants de carrosserie suisse étaient présents<br />
à la célébration au Landgasthof Schönbühl, à savoir le Directeur<br />
Daniel Röschli, Frédéric Henguely, Responsable du Département<br />
de la Formation professionnelle, Martin Rusterholz,<br />
Chef de la Commission d'examen et le Vice-Président Armin<br />
Haymoz, qui a déclaré : «Au terme de votre formation continue,<br />
vous avez acquis de la sûreté, des connaissances et de l'expérience,<br />
ce qui vous donne une excellente position<br />
de départ sur le marché du travail suisse.»<br />
Plus d'infos sur la remise de brevets, des podcast<br />
et la galerie de photos sur carrosseriesuisse.ch<br />
dans les news ou directement via le code QR.●<br />
Texte: Samuel Knecht. Photographie: Pino Stranieri<br />
14 Absolventinnen und Absolventen aus der Romandie und der Deutschschweiz schlossen die Weiterbildung «Carrosseriewerkstattleiter/-in mit<br />
eidg. Fachausweis» nach drei Jahren Vorbereitung mit der eidgenössischen Berufsprüfung im November des vergangenen Jahres erfolgreich ab.<br />
14 breveté-e-s de Suisse romande et de Suisse alémanique ont suivi la formation continue de «chef d'atelier de carrosserie avec brevet fédéral».<br />
Après trois années de préparation, ils ont réussi l'examen professionnel fédéral en novembre de l'année dernière.<br />
54 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Bildung / Formation<br />
üK-Zentren<br />
Im Zentrum der<br />
Berufsbildung<br />
In einer neuen Serie stellen wir die überbetrieblichen<br />
Kurszentren (üK) der Carrosserie- und<br />
Fahrzeugbaubranche in den Fokus. Einige Zahlen<br />
zur Einordnung.<br />
Die zehn ük-Zentren in der ganzen Schweiz sind entscheidend<br />
für die Ausbildung und damit den Fortbestand der Carrosserieund<br />
Fahrzeugbauberufe. carrosserie suisse hat im Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
bei den Zentrumsleitenden die wichtigsten Eckdaten erhoben.<br />
Lernende in Ausbildung<br />
1867 Lernende werden total in den zehn üK-Zentren schweizweit<br />
ausgebildet. Das ergibt pro Lehrjahr rechnerisch 466 Jugendliche<br />
in Ausbildung. Die Spannweite reicht dabei von 65 Lernenden<br />
über alle vier Lehrjahre hinweg in der carrosserie suisse Academy<br />
Aargau in Zofingen bis zu 600 Lernenden an der Schweizerischen<br />
Technischen Fachschule in Winterthur. Zu berücksichtigen<br />
ist, dass in Zofingen nur der Beruf Carrosseriespengler/-in<br />
EFZ angeboten wird, während in Winterthur alle fünf Lehrberufe<br />
eingeschlossen sind. In der Romandie werden in Moudon mit<br />
243 die meisten Lernenden ausgebildet.<br />
Ein metrischer Vergleich<br />
Rein flächenmässig ist das üK-Zentrum in Ebikon mit 1860 m²<br />
das grösste. Miteingerechnet sind Werkstätten, Theorieräume,<br />
Nebenräume sowie Lagerflächen. Ein direkter Vergleich zwischen<br />
den üK-Zentren ist jedoch aufgrund der unterschiedlich<br />
berücksichtigten Flächen und gemeinsam mit anderen Branchen<br />
genutzten Räumlichkeiten kaum möglich. Aktuell im Bau<br />
befinden sich neue Ausbildungsräume in Fribourg und Genf.<br />
Der Umzug in Fribourg erfolgt noch diesen Herbst. ●<br />
Text: Isabel Suter<br />
Centres de cours interentreprises<br />
Au cœur de<br />
la formation<br />
Dans une nouvelle série, nous nous concentrons<br />
sur les centres de cours interentreprises (CIE) de<br />
la branche de la carrosserie et de la serrurerieconstruction<br />
sur véhicules. Quelques chiffres.<br />
Les 10 centres CIE répartis dans toute la Suisse sont essentiels<br />
à la formation et donc à la pérennité des métiers de la carrosserie.<br />
carrosserie suisse a collecté les données clés les plus<br />
importantes auprès de leurs responsables en février <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />
Apprentis en formation<br />
1867 apprentis sont actuellement formés dans les dix centres<br />
CIE répartis dans toute la Suisse. Ceci représente 466 jeunes<br />
en formation par année d’apprentissage, partant – tous métiers<br />
confondus – de 65 apprentis pour l‘ensemble des quatre années<br />
de formation à la carrosserie suisse Academy Argovie à<br />
Zofingue, jusqu'à 600 apprentis à l'Ecole technique suisse de<br />
Winterthur. Il convient de noter qu'à Zofingue, seul le métier de<br />
carrossier-tôlier CFC est proposé, tandis que les chiffres de<br />
Winterthour incluent les cinq apprentissages. En Suisse romande,<br />
le plus grand site en terme de nombre d'apprentis (243)<br />
se trouve à Moudon.<br />
Une comparaison métrique<br />
En superficie, le centre CIE d'Ebikon est le plus grand avec<br />
1860 m² d’ateliers, salles théoriques et auxiliaires ainsi que<br />
l’entrepôt. La comparaison directe entres centres CIE s‘avère<br />
difficile selon les surfaces prise en compte et des salles partagées<br />
avec d'autres branches. Les dernières salles de formation<br />
actuellement en construction se trouvent à Genève et à<br />
Fribourg. Ici, le déménagement aura lieu cet automne. ●<br />
Texte: Isabel Suter<br />
üK-Center<br />
Centre IE<br />
Lernende p.A.<br />
Apprentis p.a<br />
Personal<br />
Personnel<br />
Davon Leiter<br />
Dont<br />
Formateur<br />
Davon Admin<br />
Dont admin<br />
Fläche m2<br />
Surface m2<br />
Davon<br />
Werkstatt<br />
Dont atelier<br />
Kurstage/<br />
Leiter<br />
J.cours/<br />
Formateur<br />
Ausgebildete<br />
Berufe<br />
Métiers<br />
formés<br />
Max. Lernende/Kurs<br />
appr./cours<br />
Ferienpassangebote<br />
Offres<br />
passeport<br />
vacances<br />
Bern / Berne 300 4 2.5 1.5 1650 980 140 alle 5 / tous les 5 15 × 25<br />
Ebikon / Ebikon 300 5 4 1 1860 1120 alle 5 / tous les 5 17 22<br />
Freiburg / Fribourg 106 1.8 800 550 105 CLA, CSP, CRE<br />
12 10/14<br />
CPE, CTO, CRE<br />
Genf / Genève 107 1.7 1455 2<strong>02</strong> CLA, LAA, CSP, CRE 7 10/22<br />
CPE, AVE, CTO, CRE<br />
Moudon / Moudon 243 7 1850 322 CLA, LAA, CSP, CRE, KV 14 × 22<br />
CPE, AVE, CTO, CRE, KV<br />
Neuenburg / Neuchâtel 95 6 1500 150–160 CLA, CSP, CRE<br />
10 20<br />
CPE, CTO, CRE<br />
Winterthur / Winterthur 600 7 6 1 1200 250 alle 5 / tous les 5 14 45<br />
Tessin / Tessin 120 5 3 2 655 600 144/168 alle 5 / tous les 5 6 22/25<br />
Wallis / Valais 26 2 2 1714 1400 152 CLA, AVE, CSP, CRE 10 13/18<br />
CPE, AVE, CTO, CRE<br />
Zofingen / Zofingue 65 1 624 – 150 CSP / CTO 14 30<br />
Die fünf Berufe sind Carrosserielackierer/-in EFZ (CLA), Lackierassistent/-in EBA (LAA), Carrosseriespengler/-in EFZ (CSP), Carrosseriereparateur/-in<br />
EFZ (CRE) und Fahrzeugschlosser/-in EFZ (FZS).<br />
Les cinq métiers sont ceux de carrossier/ère-peintre CFC (CPE), assistant/e vernisseuse AFP (AVE), carrossier/ère-tôlier/ère CFC (CTO), carrossier/<br />
ère rèparateur/trice CFC (CRE) et serrurier/ère-constructeur/trice sur véhicules CFC.<br />
QV-Tage<br />
jours PQ<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>55
Bildung / Formation<br />
WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Plötzlich ging es<br />
Schlag auf Schlag<br />
Auf die beiden jungen Carrosseriefachkräfte Robin<br />
Taramarcaz und Lara Kaufmann wartet vom 10. bis<br />
15. September <strong>2<strong>02</strong>4</strong> an den WorldSkills ihre bisher<br />
grösste berufliche Herausforderung. Wir fühlen<br />
den Puls, zuerst bei Lara Kaufmann.<br />
Den Wettkampf in Frankreich kann die<br />
Bernerin kaum erwarten, wie sie Mitte<br />
Januar gegenüber carrosserie suisse<br />
verriet: «Ich freue mich enorm auf die<br />
Teilnahme an den WorldSkills. Meine<br />
Fähigkeiten als Carrosserie lackiererin<br />
auf solch grosser Bühne zu zeigen und<br />
mich mit der Weltelite zu messen, ist für<br />
mich sehr wertvoll.» Lara Kaufmann ist<br />
seit Beginn der Ausbildung bei der Bartlome<br />
AG in Rüsch egg angestellt. «Spengler<br />
und Lackierer gehören für mich zusammen,<br />
einer kann nicht ohne den<br />
anderen», erzählt sie im Dezember 2<strong>02</strong>2<br />
dem «<strong>Carrossier</strong>» nach ihrem Sieg an den<br />
Swiss Skills. «Ich habe vor Lehrbeginn in<br />
beiden Berufen geschnuppert und mich<br />
zuerst für Carrosserielackiererin entschieden.<br />
Aber für mich war schon früh<br />
klar, dass ich Carrosseriespenglerin anhängen<br />
würde.»<br />
WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />
Et tout à coup: la<br />
voie est libre<br />
Les deux jeunes carrossiers Robin Taramarcaz et<br />
Lara Kaufmann relèveront leur plus grand défi<br />
professionnel aux WorldSkills, du 10 au 15 septembre<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Nous prenons la température et<br />
donnons ici la parole à Lara Kaufmann.<br />
La Bernoise attend avec impatience<br />
la course à la médaille en France,<br />
comme elle l’a révélé à carrosserie<br />
suisse mi-janvier: «J’ai vraiment<br />
hâte de participer aux WorldSkills.<br />
Pour moi, pouvoir faire la preuve de<br />
mes talents de carrossière-peintre<br />
sur une telle plate-forme et rivaliser<br />
avec l’élite mondiale représente une<br />
valeur inestimable. Lara Kaufmann<br />
travaille depuis le début de sa formation<br />
chez Bartlome AG à Rüschegg.<br />
«Pour moi, tôliers et peintres<br />
vont de pair, l'un ne peut pas se passer<br />
de l'autre», nous déclarait-elle<br />
en 2<strong>02</strong>2 après sa victoire aux<br />
SwissSkills. «Avant de commencer<br />
mon apprentissage, j'ai essayé les<br />
deux métiers et décidé de faire<br />
d‘abord carrossière-peintre, mais il<br />
était clair que je ferais aussi tôlière.»<br />
Schon fast damit abgeschlossen<br />
Nachdem der Zentralvorstand zunächst<br />
entschieden hatte, nicht mehr an den<br />
WorldSkills teilzunehmen, hatten die<br />
Sektionen der designierten Kandidaten<br />
– Bern-Mittelland und Wallis – nach einer<br />
Lösung gesucht (siehe Kasten). Sie<br />
habe gar nicht mehr richtig mit einem<br />
Durchbruch gerechnet und die Weltmeisterschaft nur noch<br />
schwach im Hinterkopf gehabt, erzählt die 22-Jährige. «Nachdem<br />
ich am 16. Dezember erfuhr, dass wir trotzdem antreten<br />
können, ging es plötzlich Schlag auf Schlag.»<br />
Nun gilt es für beide Kandidaten, mit dem gezielten Training zu<br />
beginnen – fordernd nicht zuletzt aufgrund der rund zweijährigen<br />
Lücke zwischen dem Triumph an den SwissSkills Ende<br />
2<strong>02</strong>2 und den WorldSkills im kommenden September. Der internationale<br />
Wettkampf in Lyon sollte ursprünglich 2<strong>02</strong>3 stattfinden,<br />
wurde jedoch aufgrund der Coronapandemie um ein Jahr<br />
nach hinten verschoben.<br />
Den Trainingsplan für Lyon erarbeiteten die Teilnehmenden<br />
gemeinsam mit dem Champions-Club sowie den erfahrenen<br />
WorldSkills-Experten Diana Schlup und Pascal Lehmann. Carrosseriespenglerin<br />
Diana Schlup steht für das Projekt World-<br />
Skills <strong>2<strong>02</strong>4</strong> Robin Taramarcaz zur Seite, Carrosserielackierer<br />
Pascal Lehmann begleitet Lara Kaufmann.<br />
Lara Kaufmann freut sich, ihre Fähigkeiten als<br />
Carrosserielackiererin auf der grossen Bühne der<br />
Weltmeisterschaft zu zeigen.<br />
Lara Kaufmann a hâte de montrer ses talents de<br />
carrossière-peintre sur la grande scène du<br />
Championnat du Monde.<br />
Je m’étais résignée à ne pas pouvoir<br />
participer<br />
Après que le Comité central eût décidé<br />
de ne plus participer aux WorldSkills,<br />
les sections bernoise et<br />
valaisanne des candidats désignés<br />
ont cherché une solution (voir encadré).<br />
La jeune fille de 22 ans dit<br />
qu’elle ne s’attendait plus vraiment à une percée et qu’elle<br />
n’avait plus que vaguement la Coupe du monde en tête.<br />
«Quand j'ai appris le 16 décembre que nous pouvions encore<br />
concourir, les choses se sont soudainement précipitées.»<br />
Il est urgent pour les deux candidats de bénéficier maintenant<br />
d‘un entraînement ciblé – une entreprise exigeante, notamment<br />
en raison de l'intervalle laissé «en friche» depuis le<br />
triomphe aux SwissSkills fin 2<strong>02</strong>2 et à rattraper pour les<br />
WorldSkills de septembre prochain. La compétition internationale<br />
de Lyon devait initialement avoir lieu en 2<strong>02</strong>3, mais a<br />
été reportée d'un an en raison de la pandémie de covid.<br />
Les deux candidats ont élaboré leur plan de formation pour<br />
Lyon en collaboration avec le Champions Club et les experts<br />
expérimentés de WorldSkills, Diana Schlup et Pascal Lehmann.<br />
La carrossière-tôlière Diana Schlup soutient Robin<br />
Taramarcaz pour le projet WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, et le carrossier-peintre<br />
Pascal Lehmann accompagne Lara Kaufmann.<br />
56 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Bildung / Formation<br />
Am ersten Teamweekend in Schwarzsee FR trafen sich erstmals die Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten aus 45 Berufen.<br />
Lors du premier week-end d'équipe à Schwarzsee FR, les candidats suisses de 45 professions se sont rencontrés pour la première fois.<br />
Erstes Teamweekend bereits vorbei<br />
Im Januar fand in Schwarzsee FR das erste Teamweekend von<br />
SwissSkills statt, an dem sich die Schweizer Wettkämpfer aus<br />
45 Berufen erstmals begegneten. «Es war ein sehr spezielles<br />
Gefühl, dort hinzufahren», erinnert sich Lara. «Einerseits war<br />
da die extreme Vorfreude, andererseits aber auch eine Ernüchterung,<br />
denn man wusste, man hat noch sieben Monate Zeit,<br />
um sich vorzubereiten. Am Teamweekend stellt man dann fest,<br />
dass viele schon trainiert haben, und wir noch gar nicht. Aber<br />
ich bin sehr zuversichtlich, dass es gut kommt, und schlussendlich<br />
hat die Freude überwogen.»<br />
Am Teamweekend erhielten Lara und Robin grundlegende Infos<br />
über den Ablauf der WorldSkills und was in den kommenden<br />
Monaten auf sie zukommt. Auch ehemalige Teilnehmer einer<br />
Weltmeisterschaft aus verschiedenen Berufen waren vor Ort<br />
und erzählten von ihren Erfahrungen.<br />
«Pascal Lehmann ist nicht mein einziger Experte», freut sich<br />
Lara. «Aurélie Fawer und Patrick Balmer werden mir ebenfalls<br />
helfen. Unterstützung erhalte ich auch von Daniel Meier vom<br />
Glasurit-Trainingscenter in Wangen an der Aare, damit ich mit<br />
genau den Materialien üben kann, mit denen ich auch im Wettkampf<br />
arbeiten werde.»<br />
Wie es Robin Taramarcaz geht, lesen Sie in der nächsten<br />
Ausgabe. <br />
●<br />
Text: Henrik Petro, Bilder: SwissSkills<br />
La première rencontre de tous les candidats a déjà eu lieu<br />
En janvier, la première fin de semaine week-end a eu lieu au<br />
Lac Noir (FR), où les concurrents suisses de 45 professions se<br />
sont rencontrés pour la première fois. «C'était une sensation<br />
très spéciale d'y aller», se souvient Lara. «D'un côté, il y avait<br />
une joie extrême, mais de l'autre, il y avait aussi de la désillusion,<br />
car nous savions que nous avions encore 7 mois pour nous<br />
préparer. Lors de la fin de semaine de l'équipe, nous avons bien<br />
compris que bon nombre d'entre eux se sont déjà entraînés,<br />
alors que nous: rien du tout. Mais je suis convaincue que nous<br />
nous en sortirons bien – finalement, la joie a pris le dessus.»<br />
Lors de cette rencontre, Lara et Robin ont reçu les informations<br />
de base sur le processus WorldSkills et sur ce qui les attend<br />
dans les mois à venir. D'anciens participants à ce championnat<br />
mondial étaient également présents et ont parlé de leurs expériences.<br />
«Pascal Lehmann n'est pas mon seul expert», se réjouit Lara.<br />
«Aurélie Fawer et Patrick Balmer vont aussi m'aider. Je reçois<br />
également le soutien de Daniel Meier du centre de formation<br />
Glasurit à Wangen an der Aare, afin que je puisse<br />
m'entraîner avec exactement le matériel que j'utiliserai en<br />
compétition.»<br />
Au prochain numéro, le second candidat, Robin Taramarcaz,<br />
aura la parole.<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro; images: SwissSkills<br />
Schweizer Teilnahme an den WorldSkills<br />
Kampf um internationales Gold in Lyon<br />
Im September <strong>2<strong>02</strong>4</strong> versammelt sich die junge berufliche Welt elite<br />
aus 65 Ländern zum 47. Mal, um in insgesamt 62 Berufen den<br />
Weltmeister oder die Weltmeisterin unter sich auszumachen. Im<br />
Beruf Carrosserielackiererin möchte Lara Kaufmann aus Riggisberg<br />
BE ihr Bestes geben, Robin Taramarcaz aus Chamoille VS<br />
stellt sich als Carrosseriespengler der bisher grössten beruflichen<br />
Herausforderung. Die beiden feierten an den SwissSkills<br />
2<strong>02</strong>2 den Schweizer-Meister-Titel in ihrem Beruf.<br />
Nachdem sich der Champions-Club, die Sektionen Bern-Mittelland<br />
und Wallis sowie weitere externe Partner für die beiden Schweizer<br />
Meister eingesetzt und Unterstützung anerboten hatten, revidierte<br />
der Zentralvorstand des Branchenverbands carrosserie suisse<br />
im Dezember 2<strong>02</strong>3 seinen ursprünglichen Entscheid, nicht an den<br />
WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong> anzutreten und erteilte für die Teilnahme grünes<br />
Licht.<br />
Der Champions-Club führt die Vorbereitungsaufgaben für die<br />
Wettkampfteilnahme durch und leitet das Projekt an. Rechtlich<br />
stehen die beiden Sektionen Bern-Mittelland sowie Wallis in der<br />
Pflicht und verantworten das Projekt gegenüber SwissSkills.<br />
Participation suisse aux WorldSkills<br />
Concours pour l'or international à Lyon<br />
En septembre <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, la jeune élite professionnelle mondiale de 65<br />
pays se réunira pour la 47 ème fois pour déterminer le champion du<br />
monde dans 62 métiers. Lara Kaufmann de Riggisberg BE concourt<br />
en tant que carrossière-peintre, tandis que Robin Taramarcaz de<br />
Chamoille VS relève son plus grand défi professionnel en tant que<br />
carrossier-tôlier. Les deux jeunes ont célébré leur titre de champion<br />
suisse dans leur métier lors des SwissSkills 2<strong>02</strong>2.<br />
Après que le Champions Club, les sections Berne-Mittelland et<br />
Valais ainsi que d'autres partenaires externes se soient battus<br />
pour les deux champions suisses et aient offert leur soutien, le<br />
Comité central de l'association professionnelle carrosserie suisse<br />
a donné son feu vert pour la participation aux WorldSkills.<br />
Le Champions Club réalise les tâches préparatoires à la participation<br />
au concours et mène le projet. Juridiquement, les deux<br />
sections Berne-Mittelland et Valais ont une obligation et sont<br />
responsables du projet envers SwissSkills. En raison de ces nouvelles<br />
conditions, le Comité central a révisé sa décision, en décembre<br />
2<strong>02</strong>3, de ne pas participer aux WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>57
Rechtshilfe / Assistance juridique<br />
Krankheit während<br />
Kündigungsfrist<br />
Welche Auswirkungen sind zu berücksichtigen,<br />
wenn der Arbeitnehmer während seiner Kündigungsfrist<br />
erkrankt – und was bedeutet dies für<br />
einen allfälligen anschliessenden Stellenantritt?<br />
Ausgangslage<br />
Am 28. November 2<strong>02</strong>3 kündigte die Fahrzeugbau AG ihrem<br />
Mitarbeiter Mario unter Einhaltung einer zweimonatigen Kündigungsfrist<br />
per 31. Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Mario war seit knapp drei<br />
Jahren für die Fahrzeugbau AG tätig. Das schriftliche Kündigungsschreiben<br />
wurde ihm von seinem Vorgesetzten persönlich<br />
übergeben. Am 5. Dezember 2<strong>02</strong>3 wurde Mario krank und<br />
erschien nicht zur Arbeit. Sein Hausarzt attestierte ihm eine<br />
einwöchige Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit. Danach ist<br />
Mario wieder zur Arbeit erschienen. Anfang Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> hat<br />
Mario noch keine neue Arbeitsstelle gefunden und er fragt sich,<br />
ob die Kündigungsfrist richtig berechnet wurde und ob sich<br />
diese wohl aufgrund seiner krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit<br />
verlängern wird, und falls ja, bis wann. Wie ist die<br />
Rechtslage? Ändert sich etwas an der Einschätzung, wenn<br />
Mario bereits eine Stelle ab dem 1. Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> hat?<br />
Expertenrat<br />
Mario befand sich im dritten Dienstjahr, weshalb das Arbeitsverhältnis<br />
unter Einhaltung einer zweimonatigen Kündigungsfrist<br />
gekündigt werden kann. Gemäss Art. 48 Abs. 2 GAV carrosserie<br />
suisse hat die Kündigung schriftlich zu erfolgen und<br />
muss spätestens am letzten Arbeitstag vor Beginn der Kündigungsfrist<br />
im Besitz des Empfängers sein. Mario hat die schriftliche<br />
Kündigung am Montag, den 28. November 2<strong>02</strong>3, persönlich<br />
entgegengenommen. Die Zustellung ist damit korrekt<br />
erfolgt.<br />
Die Kündigungsfrist begann am 1. Dezember 2<strong>02</strong>3 zu laufen<br />
und würde grundsätzlich am 31. Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> enden. Aufgrund<br />
seiner einwöchigen Krankschreibung verlängert sich die Kündigungsfrist<br />
jedoch um die entsprechenden Krankheitstage.<br />
Zusätzlich verlängert sich das Arbeitsverhältnis bis zum<br />
nächsten Monatsende, da Art. 48 Abs. 4 GAV carrosserie<br />
suisse ausdrücklich festhält, dass das Arbeitsverhältnis jeweils<br />
nur auf das Ende eines Monats gekündigt werden kann. Für<br />
Mario bedeutet dies, dass sich die Kündigungsfrist in seinem<br />
Fall bis zum 29. Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> verlängert. Mario hat bis dahin<br />
eine Arbeitspflicht und die Fahrzeugbau AG hat eine Lohnzahlungspflicht.<br />
An der vorliegenden Beurteilung ändert sich nichts, auch wenn<br />
Mario bereits eine Stelle bei einer anderen Arbeitgeberin hat.<br />
Um diese Stelle beginnen zu können, muss Mario entweder<br />
einen Aufhebungsvertrag mit der Fahrzeugbau AG schliessen<br />
oder den Stellenantritt mit der neuen Arbeitgeberin auf den<br />
1. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> ändern. ●<br />
Walder Haas Berner AG,<br />
Advokatur und Notariat, Zofingen<br />
Maladie pendant<br />
le délai de<br />
congédiement<br />
Quelles conséquences doivent être prises en<br />
compte si le salarié tombe malade pendant son<br />
délai de congédiement – et qu'est-ce que cela<br />
signifie pour un éventuel emploi ultérieur?<br />
Le cas présent<br />
Le 28 novembre 2<strong>02</strong>3, Fahrzeugbau AG a licencié son employé<br />
Mario avec un préavis de deux mois à compter du 31 janvier<br />
<strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Mario travaillait pour Fahrzeugbau AG depuis près de<br />
trois ans. La lettre écrite de licenciement lui a été remise personnellement<br />
par son supérieur. Le 5 décembre 2<strong>02</strong>3, Mario<br />
est tombé malade et ne s'est pas présenté au travail. Son médecin<br />
de famille a certifié qu'il était incapable de travailler pendant<br />
une semaine pour cause de maladie. Ensuite, Mario est<br />
retourné au travail. Début janvier <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, Mario n'a pas encore<br />
trouvé de nouvel emploi et il se demande si le délai de préavis<br />
a été correctement calculé et s'il sera prolongé en raison de<br />
son incapacité de travail pour cause de maladie, et si oui, jusqu'à<br />
quand. Quelle est la situation juridique? Le bilan change-t-il si<br />
Mario a déjà un emploi à partir du 1 er février <strong>2<strong>02</strong>4</strong>?<br />
Conseil d’expert<br />
Mario en était à sa 3 ème année de service, c'est pourquoi la<br />
relation de travail peut être résiliée avec un préavis de 2 mois.<br />
Selon l'article 48, alinéa 2 de la CCT carrosserie suisse, la résiliation<br />
doit être faite par écrit et doit être en possession du<br />
destinataire au plus tard le dernier jour ouvrable avant le début<br />
du délai de préavis. Mario a personnellement accepté la résiliation<br />
écrite le lundi 28 novembre 2<strong>02</strong>3. La remise a donc été<br />
effectuée correctement.<br />
Le délai de licenciement a débuté le 1 er décembre 2<strong>02</strong>3 et se<br />
terminerait fondamentalement le 31 janvier <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Toutefois, en<br />
raison de son arrêt maladie d'une semaine, le délai de préavis<br />
est prolongé des jours de maladie correspondants. En outre,<br />
la relation de travail est prolongée jusqu'à la fin du mois suivant,<br />
puisque l'article 48, alinéa 4, CCT carrosserie suisse précise<br />
expressément que la relation de travail ne peut prendre<br />
fin qu'à la fin d'un mois. Pour Mario, cela signifie que le délai<br />
de préavis dans son cas est prolongé jusqu'au 29 février <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />
D'ici là, Mario a l'obligation de travailler et Fahrzeugbau AG a<br />
l'obligation de verser son salaire.<br />
Rien ne change à ce bilan, même si Mario a déjà un emploi chez<br />
un autre employeur. Afin de pouvoir prendre ce poste, Mario<br />
doit soit conclure un accord de licenciement avec Fahrzeugbau<br />
AG, soit modifier sa date de début chez le nouvel employeur<br />
au 1 er mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />
●<br />
Walder Haas Berner AG<br />
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carrossier Dezember / décembre 2<strong>02</strong>261
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
Rebellion Motors SA<br />
Eine Geschichte<br />
über Pferde<br />
Rebellion Motors SA<br />
Une histoire<br />
de chevaux<br />
Mit den Servicepartner-Pylonen von Ferrari und Maserati ist der gläserne Gebäudekomplex der Rebellion Motors SA nicht zu verfehlen.<br />
Le complexe tape-à-l’œil de Rebellion Motors SA avec sa tour vitrée, les salons d’accueil, la halle de gardiennage, les ateliers mécaniques, etc.<br />
In Romanel-sur-Lausanne stehen an der Strasse<br />
entlang der Bahnlinie zahlreiche Garagen und<br />
Carrrosserien. Rebellion Motors sticht nicht nur<br />
mit seinen Werbepylonen für Ferrari und Maserati<br />
heraus, sondern zieht auch mit seinem zweistöckigen<br />
Glasturm voller Supersportwagen von gestern<br />
und heute die Aufmerksamkeit auf sich.<br />
Der 1976 geborene Paolo Carro, glücklicher Vater zweier Kinder<br />
im Alter von sechs und zehn Jahren, ist seit seiner eigenen<br />
Kindheit Motorsportfan. Mit 16 absolvierte er eine Mechanikerlehre<br />
in einer Amag-Porsche-Vertretung, wo er gleich blieb.<br />
Von 2000 bis 2017 kümmerte er sich als Key Account Manager<br />
in der Rennsportabteilung der deutschen Marke mit dem tanzenden<br />
Pferd um die Rundstreckenaktivitäten der Kunden von<br />
Tag Heuer Racing. Am 1. Januar 2018 übernahm er die Geschäftsführung<br />
von Rebellion Motors – sowohl dem Rennteam<br />
als auch der gleichnamigen Garage, in deren Stall nun ein weiteres,<br />
noch stärker tänzelndes Pferd zu finden war, nämlich<br />
das von Ferrari, begleitet vom Maserati-Dreizack.<br />
Rennen auf zwei und vier Rädern<br />
Diese «Pferde» zähmte Paolo Carro, als er sie über Rennstrecken<br />
in ganz Europa jagte, darunter fünf Jahre bei Speer Cup<br />
Moto, sechs Jahre im Porsche Cup und bei diversen Rennen in<br />
der Schweizer Automobilmeisterschaft. Krönung seiner Rennkarriere<br />
waren die Pole und der anschliessende Sieg in le Castellet<br />
am 17. Juni 2017. Sein so erarbeitetes fundiertes Wissen<br />
in der Vorbereitung von Motoren und Wettbewerbsfahrwerken<br />
brachte er 2018 in die Gründung genau dieses Rebellion-Teams<br />
A Romanel-sur-Lausanne, le long de la voie du<br />
LEB, les garages et carrosseries sont foison. Fier<br />
de ses colonnes Ferrari et Maserati, Rebellion<br />
Motors sort du lot, attirant les regards par sa tour<br />
vitrée de deux étages arborant des supercars<br />
d’hier et d’aujourd’hui, bolides de Formule 1 et<br />
autres. On est au royaume de Paolo Carro.<br />
Paolo Carro, né en 1976 à Lausanne et heureux père de deux<br />
bambins de 6 et 10 ans, est depuis tout jeune mordu de courses<br />
motorisées. A 16 ans, il entre en apprentissage de mécanicien<br />
dans une filiale Amag, alors importatrice de Porsche, y reste<br />
une fois son CFC en poche, puis jure fidélité à la marque allemande<br />
au cheval cabré de 2000 à 2017 comme key account<br />
manager du développement racing. Et s’occupe des activités<br />
sur circuits des clients Tag Heuer Racing. Puis le voilà Directeur<br />
général de Rebellion Motors (racing team et corporate identity<br />
de son garage à la fois) le 1 er janvier 2018. Avec cette fois-ci un<br />
autre cheval (encore plus) cabré, celui de Ferrari, accompagnant<br />
le Trident de Maserati sur sa devanture.<br />
Courses sur deux et quatre roues<br />
Question chevaux, Paolo en a dompté en leur lâchant la bride<br />
sur circuit, dont 5 années de Speer Cup moto, 6 de Porsche<br />
Cup, de courses du Championnat suisse automobile en même<br />
temps qu’un autre mordu, un certain Marc Biver, couronnées<br />
par la pole et la victoire au Castellet un inoubliable 17 juin 2017.<br />
D’où une science infuse en préparations moteur et châssis de<br />
compétition, qu’il investit en 2018 en créant justement ce team<br />
Rebellion – terme soulignant sa volonté de faire autrement que<br />
62 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
Sauber-Formel-1-Bolide von Alfa Romeo Racing am Empfang.<br />
L’accueil avec une ex-Sauber Alfa de F1 et les trophées en arrière-plan.<br />
ein – ein Name, der seinen Wunsch unterstreicht, Dinge anders<br />
zu machen als andere, aber vor allem besser. Sein nächstes<br />
Rennprojekt ist der Einstieg 2<strong>02</strong>5 in die Rallye Dakar mit einem<br />
Toyota.<br />
Das Rennsportfieber erfasst das gesamte Unternehmen<br />
Die Präsenz und Aktivität im Racing-Kosmos auf höchstem<br />
Niveau half, sich mit den Eliten weltweit zu vernetzen. Diese<br />
brachten in der Folge ihre unverhältnismässigen mechanischen<br />
Anforderungen mit, für deren Realisierung Paolo Carro<br />
und seine Werkstatt beauftragt wurden. Aber das ist noch nicht<br />
der Gipfel: Man bestaune die automobilen Preziosen in der<br />
1000 m2 grossen Hochsicherheitshalle mit glitzernden Namen<br />
wie Monteverdi, Ford GT 40, Porsche 356, Alfa Romeo Zagato,<br />
historische Rolls Royce, Chevrolet Corvette, Jaguar Typ D und<br />
E bis hin zum Porsche 935 mit riesigem Flügel (einem weltweit<br />
einzigartigen Exemplar, mit dem er 2018 das Goodwood Festival<br />
eröffnete), Citroën 2CV Sahara 4×4 mit zwei Motoren (extrem<br />
selten) und Lamborghini-Supersportwagen von den Anfängen<br />
bis heute, sogar ein Ex-Sauber-Formel 1 in immer noch<br />
brandneuen Alfa-Romeo-Farben steht da – Begeisterung pur.<br />
Viele Besitzer dieser unvergleichlichen und oft einzigartigen<br />
Perlen aus allen Epochen vertrauen diese Rebellion Motors<br />
an, wo sie gelagert und so gepflegt werden, dass sie jederzeit<br />
fahrbereit sind. Um dieses Kunststück zu bewerkstelligen, sind<br />
fundierte technische Kenntnisse erforderlich, da Ersatzteile<br />
nicht mehr im Überfluss vorhanden sind. Zumal es dort echte<br />
Phänomene gibt, wie diesen Roadster mit F16-Kampfflugzeug-Cockpit<br />
oder diesen ehrwürdigen gestreckten Mercedes<br />
600 mit Champagnerbar.<br />
«Lederfee» Margot lässt Interieurträume wahr werden.<br />
Margot, la fée du cuir, en action dans son empire haut en couleurs.<br />
les autres, mieux surtout ! – synonyme de courses d’endurance<br />
et, d’un engagement prévu au Rallye Dakar en 2<strong>02</strong>5 sur Toyota.<br />
Même sa voiture privée est une Audi RS6 – sa 6 e –, «break<br />
familial» au châssis retouché capable de 313 km/h…<br />
La fibre racing déborde sur toute l’entreprise<br />
La présence et l'activité dans le monde des courses au plus<br />
haut niveau ont permis de nouer des contacts avec les élites<br />
du monde entier. Celles-ci ont ensuite entraîné des exigences<br />
mécaniques disproportionnées, que Paolo Carro et son atelier<br />
ont été chargés de mettre en œuvre. Mais ce n'est pas tout:<br />
admirez les trésors automobiles dans le hall haute sécurité de<br />
1000 m2 avec des noms brillants tels que Monteverdi, Ford GT<br />
40, Porsche 356, Alfa Romeo Zagato, Rolls Royce historique,<br />
Chevrolet Corvette, Jaguar Type D et E jusqu’à Porsche 935<br />
avec une immense aile (un exemple unique au monde avec lequel<br />
il a ouvert le Goodwood Festival en 2018), la Citroën 2CV<br />
Sahara 4×4 à deux moteurs (rarissime) et les supercars Lamborghini<br />
du début à aujourd'hui, même une ancienne Sauber<br />
Formule 1 aux couleurs Alfa Romeo encore flambant neuve est<br />
là – un vrai régal!<br />
De nombreux propriétaires de ces joyaux incomparables et<br />
souvent uniques de toutes époques les confient à Rebellion<br />
Motors, où ils sont stockés et entretenus afin qu'ils soient toujours<br />
prêts à rouler. Pour réaliser cette prouesse, des connaissances<br />
techniques approfondies sont nécessaires, car les<br />
pièces détachées ne sont plus foison. D'autant qu'il y a là de<br />
vrais phénomènes, comme ce roadster avec cockpit d'avion de<br />
chasse F16 ou cette vénérable Mercedes 600 allongée avec<br />
bar à champagne.<br />
Im Porträt<br />
Rebellion Motors SA<br />
Der Rebellion-Motors-Komplex in Romanel-sur-Lausanne, früher<br />
bekannt als «Speedy-Garage» (und auch «Palast der Italiener»<br />
genannt), wurde am 1. Januar 2018 von Paolo Carro übernommen<br />
und umfasst ein zweistöckiges Gebäude mit einem grossen Glasrondell<br />
als Ausstellungsraum für die «Wunder auf vier Rädern»,<br />
Autowerkstätten, eine Halle mit einer sagenhaften Sammlung<br />
extrem wertvoller, teils historischer Modelle, eine Sattlerei,<br />
prunkvolle Empfangsräume und ein Restaurant, alles auf ca.<br />
5000 m2 und mit 23 Mitarbeitenden. Hinzu kommt auf der anderen<br />
Seite der LEB-Gleise ein temporärer Rohbau von ca. 400 m2 mit<br />
drei Mitarbeitern, der aber noch in diesem Jahr in den Komplex<br />
integriert wird.<br />
rebeillon-motors.com<br />
Portrait<br />
Rebellion Motors<br />
Le complexe Rebellion Motors à Romanel-sur-Lausanne comprend<br />
le bâtiment à deux étages anciennement «Speedy Garage» jadis<br />
surnommé «Palais des italiennes» repris le 1 er janvier 2018 par Paolo<br />
Carro, édifice sur deux étages avec une grande rotonde vitrée<br />
d’exposition bardée de merveilles sur quatre roues, des ateliers de<br />
réparation automobile, une halle abritant une collection fabuleuse<br />
de modèles ultra-précieux partiellement historiques, une sellerie,<br />
des salons d’accueil pompeux et un restaurant, le tout sur environ<br />
5000 m2 et occupant 23 personnes. S’y ajoute de l’autre côté des<br />
voies du LEB une carrosserie de 400 m2 environ, occupant 3 salariés,<br />
en location pour l’instant, qui sera déménagée dans le complexe<br />
encore avant la fin de l’année. rebeillon-motors.com<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>63
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
Der aufgeräumte und «gecleante» Motorraum eines Porsche 911 ...<br />
… im Gegensatz zum Motorraum, wie er normalerweise aussieht.<br />
L’espace moteur d’une Porsche 911 ennoblie et sobre par magie. Le même espace d’origine tout embrouillé d’une Porsche 911.<br />
Aber wo ist bei all dem die Carrosserie?<br />
Um ein langes Leben dieser Wunder zu gewährleisten, reicht<br />
es nicht aus, nur an der Mechanik zu schrauben, man muss<br />
auch ihr prächtiges Kleid in Top-Zustand halten. Und das ist<br />
das Vorrecht des <strong>Carrossier</strong>s. So beschloss Chef Carro 2019<br />
(nicht weil sein Name wie der Berufsstand anfängt), eine Carrosseriewerkstatt<br />
auf der anderen Strassenseite anzumieten.<br />
Diese soll bald in den Rebellion-Motors-Komplex integriert<br />
werden, um alles unter einem Dach zusammenzuführen.<br />
Die Carrosserie ist die Domäne von Bryan Simoes (33), gelernter<br />
Carrosseriespengler und Carrosserielackierer, Inhaber des<br />
Werkstattleiter-Fachausweises und erfahren in der Restaurierung<br />
alter Automobile. Er brachte Carrosserielackierer Simon<br />
Ducotterd (33) mit. Unterstützt werden beide von Paolo Oliveira<br />
(57), Carrosseriespengler mit goldenen Händen, weil er in<br />
der Lage ist, jedes Teil aus Blech oder Aluminium nachzuformen.<br />
Ein Beispiel dafür ist ein Porsche 356 von 1958, bei dem<br />
er mehr als die Hälfte der Aussenhaut neu herstellen musste,<br />
nachdem unter dem Lack alle Löcher und Narben früherer<br />
«Restauratoren» zum Vorschein gekommen waren.<br />
«Wir bei Rebellion legen grossen Wert auf jedes Detail», erklärt<br />
Simoes. «So tragen wir, anstatt wie so viele andere, die direkt<br />
auf das Blech spachteln, vor und nach dem Kitt je eine Schicht<br />
Epoxidharz auf. Wir restaurieren und reparieren nicht nur, wir<br />
erfinden und entwickeln auch Details nach den Wünschen der<br />
Kunden. Ein Beispiel ist ein Porsche 911, bei dem wir den Motorraum<br />
und den vorderen Kofferraum entrümpelt haben, indem<br />
wir Kabel, Rohre, Beschläge usw. wegliessen oder neu<br />
verlegten, um glatte und harmonische Räume zu schaffen.»<br />
Mais où est la carrosserie dans tout ça ?...<br />
Pour assurer une longue vie à ces merveilles, il ne suffit pas<br />
de bricoler la mécanique, il faut aussi conserver leur magnifique<br />
robe en parfait état. Et c'est l'apanage du carrossier. Alors<br />
en 2019, le patron Carro a décidé (pas parce que son nom commence<br />
comme ce métier) de louer une carrosserie de l'autre<br />
côté de la rue. Qui sera bientôt intégrée au complexe Rebellion<br />
Motors pour rassembler le tout sous un même toit.<br />
La carrosserie est le domaine de Bryan Simoes (33 ans), carrossier-peintre<br />
et tôlier à la fois, titulaire du brevet de chef<br />
d'atelier et expérimenté dans la restauration d'automobiles<br />
anciennes, doublé de son ancien compagnon d’armes, le carrossier-peintre<br />
Simon Ducotterd du même âge. Tous deux sont<br />
soutenus par Paolo Oliveira (57 ans), un carrossier aux mains<br />
d'or capable de remodeler n'importe quelle pièce en tôle ou en<br />
alu. Tel le dernier exemple, une Porsche 356 de 1958, dans<br />
laquelle il a dû reconstruire plus de la moitié de la tôlerie après<br />
que tous les trous et cicatrices des «restaurateurs» précédents<br />
soient apparus sous la peinture après un bain dans le décapant<br />
chimique.<br />
«Chez Rebellion, nous attachons une grande importance à<br />
chaque détail», explique Simoes. «Ainsi, au lieu de mettre du<br />
mastic directement sur la tôle comme tant d'autres, on applique<br />
une couche de résine époxy avant et après le mastic. Nous ne<br />
nous contentons pas de restaurer et de réparer, nous inventons<br />
et développons également des détails selon les souhaits du<br />
client. Un exemple est une Porsche 911, dans laquelle nous<br />
avons vidé le compartiment moteur et le coffre avant en supprimant<br />
ou en déplaçant câbles, tuyaux, raccords, etc. pour<br />
Rebellion Racing blickt auf eine ruhmreiche Renngeschichte zurück.<br />
Un beau logo reflétant les glorieux moments en course.<br />
Verbasteltes Porsche-356-Wrack auf der Intensivstation<br />
Epave de Porsche 356 de 1958 en voie de résurrection<br />
64 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
Unter der Lupe / Sous la loupe<br />
Die Carrosserie-Profis Bryan Simoes (l.) und Simon Ducotterd.<br />
Tandem de carrossiers Bryan Simoes (à g.) et Simon Ducotterd.<br />
Generaldirektor und Motorsport-Koryphäe: Paolo Carro.<br />
Paolo Carro, Directeur général et as du volant avec son chef-d’œuvre.<br />
Die Hochsicherheitshalle mit den edelsten aller Automobile.<br />
Ich glaube, ich fliege: Roadster mit F18-Jet-Cockpit-Elementen.<br />
La grande halle de gardiennage truffée de trésors (Bugatti & Cie). Pour s’envoyer en l’air: roadster doté d’un cockpit de F18.<br />
Der Werkstattleiter versichert, dass wir es hier nicht nur mit<br />
hyperteuren, hyperseltenen und hyperexklusiven Autos zu tun<br />
hätten, sondern dass 80 Prozent der Aufträge aus Alltagsautos<br />
bestünden, die mit der gleichen Sorgfalt behandelt würden.<br />
Und fast hätten wir Margot vergessen, die Sattlerei-Zaubererin,<br />
die die Innenräume und Sitze mit Leder mit der gewünschten<br />
Textur, Haptik und Geschmeidigkeit in allen gewünschten<br />
Farben ausstattet.<br />
créer des espaces lisses et harmonieux.» Le chef d'atelier nous<br />
assure qu'il ne s'agit pas seulement de voitures hyper chères,<br />
hyper rares et hyper exclusives, mais que 80 % des commandes<br />
concernent des voitures de tous les jours qui sont<br />
traitées avec le même soin. Et on oublierait presque Margot, la<br />
magicienne du rembourrage qui finit les intérieurs et les sièges<br />
avec du cuir avec la texture, le toucher et la souplesse désirés<br />
dans toutes les couleurs désirées.<br />
Klientel von hier und anderswo<br />
Der hervorragende Ruf von Rebellion<br />
Motors zieht Kunden aus Dubai, Kalifornien,<br />
Frankreich und anderen Orten<br />
an – wie ein Anruf während des Interviews<br />
von Nicolas Prost, Sohn des berühmten<br />
Formel-1-Champions Alain<br />
Prost, beweist. Paolo Carros Rezept:<br />
«Exzessiver persönlicher Service, aufmerksames<br />
Eingehen auf die kleinsten<br />
Wünsche, immer mit dem Ziel, die Kunden<br />
vollkommen zufriedenzustellen<br />
und ihnen das Leben so weit wie möglich<br />
zu vereinfachen. Wir organisieren<br />
den Transfer der Fahrzeuge aus aller<br />
Welt in die Schweiz und hören uns die<br />
Wünsche der Kunden persönlich bei<br />
ihnen zu Hause an. Es ist wie im<br />
Rennsport: Um zu gewinnen, muss<br />
man der Beste von allen sein.» ●<br />
Text und Bilder: Jean Mesnil<br />
Rebellion-Fliegenfänger nach seinem Endurance-Einsatz.<br />
Rebellion criblée de mouches d’une course d’endurance.<br />
Clientèle d’ici et de tout ailleurs<br />
Les prouesses et le sérieux de<br />
Rebellion Motors attire des<br />
clients de Dubaï, de Californie, de<br />
France, etc. – ce que témoigne<br />
un appel téléphonique de Nicolas<br />
Prost, fils du célèbre multichampion<br />
de F1 Alain, pendant<br />
l’interview. La recette de Paolo<br />
Carro : «Le service personnel, la<br />
longue écoute, la satisfaction<br />
totale du client. Nous organisons<br />
le transfert des véhicules des<br />
lointains horizons en Suisse, et<br />
nous nous rendons personnellement<br />
au domicile des clients<br />
d’ici. Et surtout: la perfection n’a<br />
pas de limite. Comme en course:<br />
pour gagner, il faut être le meilleur<br />
de tous.»<br />
●<br />
Texte et images: Jean Mesnil<br />
carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>65
Hingucker / Hors du commun<br />
Silvan Köppel<br />
Der Chinadrachen<br />
vom Schrottbauer<br />
Die zeitgenössische Eisenplastik, eine Auftragsarbeit<br />
für das Jubiläum einer Volvo-Vertretung,<br />
symbolisiert die damalige Übernahme der Marke<br />
durch den chinesischen Autobauer Geely.<br />
Im März 2010 kaufte Geely die schwedische Traditionsmarke<br />
Volvo für 1,8 Milliarden Dollar. Anfangs von vielen Leuten mit<br />
Sorge betrachtet, entpuppte sich die Übernahme rückblickend<br />
für beide Parteien als eine erfolgreiche Strategie. Der Rheintaler<br />
Eisenplastiker – oder Schrottbauer, wie er sich selbst<br />
nennt – Silvan Köppel erhielt damals den Auftrag, zum Jubiläum<br />
eines lokalen Händlers ein Objekt zu gestalten. So schnitt<br />
er einen Volvo entzwei und versah ihn mit einer Metallskulptur,<br />
die an einen Drachen erinnert. «Es war eine Anspielung auf die<br />
Übernahme und wie es in der Welt läuft», erklärt Köppel, der<br />
sich selbst nicht als Künstler bezeichnen möchte. «Der Chinadrachen<br />
symbolisiert die wirtschaftliche Vernetzung und Verflechtung<br />
durch alles hindurch.» Wer seinen Namen googelt,<br />
stösst auf interessante Videoreportagen über ihn sowie auf<br />
seine Webseite.<br />
silvankoeppel.ch ●<br />
Text: Henrik Petro, Bild: Bruno Moser<br />
Silvan Köppel<br />
Le dragon chinois<br />
du ferrailleur<br />
La sculpture contemporaine en fer, commandée<br />
pour l'anniversaire d'une concession Volvo, symbolise<br />
le rachat de la marque par le constructeur<br />
automobile chinois Geely.<br />
En mars 2010, Geely a racheté la marque suédoise traditionnelle<br />
Volvo pour 1,8 milliard de dollars. Initialement perçue avec<br />
inquiétude par de nombreuses personnes, la reprise s'est avérée<br />
être une stratégie réussie pour les deux parties. Le sculpteur<br />
sur fer de la vallée du Rhin – ou créateur de ferraille,<br />
comme il se fait appeler – Silvan Köppel a été chargé de concevoir<br />
un objet pour l'anniversaire d'un marchand du coin. Il a<br />
donc coupé une Volvo en deux et l'a décorée d'une sculpture<br />
en métal rappelant un dragon. «C'était une allusion à la reprise<br />
et à la façon dont les choses se passent dans le monde», explique<br />
S. Köppel, qui ne veut pas se définir comme un artiste.<br />
«Le dragon chinois symbolise le réseautage économique et<br />
l'interconnectivité dans tout.» Si vous recherchez son nom sur<br />
Google, vous tomberez sur des reportages vidéo intéressants<br />
sur lui et son site en ligne.<br />
●<br />
Texte: Henrik Petro; image: Bruno Moser<br />
Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die<br />
Eisenplastik Teil des Art Drive In in<br />
Altstätten SG. Heute steht sie bei<br />
Silvan Köppel zu Hause in Mohren.<br />
Au moment de sa prise, la sculpture<br />
en fer faisait partie de l'Art Drive In à<br />
Altstätten SG. Aujourd'hui, elle se<br />
trouve chez Silvan Köppel, à Mohren.<br />
66 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>
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