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Carrossier_2024_02

carrosserie suisse Fachzeitschrift carrosserie suisse journal officiel

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Offizielle Zeitschrift / Journal officiel<br />

April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Bundesratsentscheid<br />

GAV für allgemein verbindlich erklärt<br />

Décision du Conseil fédéral<br />

La CCT déclarée de force obligatoire<br />

Werkstatt der Zukunft<br />

Effizient, digital, nachhaltig und sicher<br />

L’atelier du futur<br />

Efficace, numérique, durable et sécurisé<br />

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Inhalt / Sommaire<br />

Der MG Cyberster ist nur einer von mehreren neuen Autos chinesischer<br />

Herkunft, die bald auch auf unseren Strassen zu sehen sein<br />

werden. Welche Marken und Modelle noch, erfahren Sie auf Seite 28.<br />

La MG Cyberster n’est qu’une des nombreuses nouvelles voitures<br />

d’origine chinoise qui sillonneront bientôt nos routes. Découvrez les<br />

marques et les modèles disponibles à la page 28.<br />

Verband<br />

6 Endlich: Bundesrat erklärt GAV für allgemein verbindlich<br />

8 Bedeutung von AVE und GAV für Verband und Romandie<br />

10 Die Online-Jobbörse von carrosserie suisse<br />

12 Neue Serie: Carrosserieberufe im Wandel der Zeit<br />

Sektionen<br />

14 GV in der Nordwestschweiz<br />

15 Ostschweiz und Zürich<br />

16 Aargau und Bern-Mittelland<br />

17 Fribourg und Zentralschweiz<br />

18 Waadt<br />

19 Neuchâtel JU BE fr<br />

20 Tessin<br />

Reportage<br />

28 Chinesische Marken wollen mitmischen<br />

Fokus<br />

31 Werkstatt der Zukunft – und was es heute schon gibt<br />

36 Das Label green car repair ist jetzt am Start<br />

38 Neue ADAS-Obligatorien – was kommt auf uns zu?<br />

40 Auswertung: e-Service generiert mehr Aufträge<br />

42 AXA gestaltet ihren Schadenprozess neu<br />

Technik<br />

46 Material und Verbindung – eine Momentaufnahme<br />

Bildung<br />

50 Für wen das Betriebsleiterdiplom das Richtige ist<br />

54 14 neue Fachausweise verteilt<br />

55 üK-Center in Zahlen<br />

56 Lara Kaufmanns Start in die WorldSkills-Vorbereitungen<br />

Unter der Lupe<br />

62 Rebellion Motors SA<br />

Andere<br />

21 Aktive Branche<br />

52 Kursangebote<br />

58 Rechtshilfe: Krankheit während Kündigungsfrist<br />

59 Einkaufsführer<br />

66 Hingucker<br />

Association<br />

6 Enfin: le Conseil fédéral déclare la CCT de force obligatoire<br />

8 Ce que la DFO et la CCT signifient pour la Romandie<br />

10 La bourse de l’emploi online de carrosserie suisse<br />

12 Nouvelle série: les métiers de la carrosserie à travers<br />

le temps<br />

Sections<br />

14 AG en Suisse du nord-ouest<br />

15 Suisse orientale et Zurich<br />

16 Argovie et Berne-Mittelland<br />

17 Fribourg et Suisse centrale<br />

18 Vaud<br />

19 Neuchâtel JU BE fr<br />

20 Tessin<br />

Reportage<br />

28 Les marques chinoises s’en mêlent<br />

En point de mire<br />

31 L’atelier du futur – et ce qui existe déjà de nos jours<br />

36 Le label green car repair sur le point de démarrer<br />

38 Nouvelles obligations ADAS – ce qui nous attend<br />

40 Evaluation : l’e-Service génère plus de commandes<br />

42 AXA repense son processus de sinistres<br />

Technique<br />

46 Matériel et connexion – un instantané<br />

Formation<br />

50 A qui s'adresse le brevet de Chef d'exploitation de carrosserie<br />

54 Remise de 14 nouveaux brevets<br />

55 Les centres interentreprises en chiffres<br />

56 Lara Kaufmann démarre sa préparation aux WorldSkills<br />

Sous la loupe<br />

62 Rebellion Motors SA<br />

Autres<br />

21 Branche active<br />

52 Offre de cours<br />

58 Assistance juridique: maladie pendant délai de licenciement<br />

59 Guide d’achat<br />

66 Tape-à-l’œil<br />

Termine und Veranstaltungen<br />

Échéances et manifestations<br />

carrosserie suisse Delegiertenversammlung, Bussigny<br />

Assemblée des délégués carrosserie suisse, Bussigny<br />

6.6.<strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Intern. Trucker & Country-Festival Interlaken<br />

Intern. Trucker & Country-Festival Interlaken<br />

28.–30.6.<strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>3


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Editorial / Editorial<br />

Freude und Dank<br />

Joie et gratitude<br />

Dass nach fast zwei Jahren intensiver Bemühungen<br />

das Schweizer Carrosseriegewerbe<br />

endlich wieder über einen allgemeinverbindlichen<br />

Gesamtarbeitsvertrag (GAV) verfügt, ist<br />

eine grosse Freude und eine Bestätigung dafür,<br />

dass es mit Ausdauer, Zusammenhalt und Kompromissbereitschaft<br />

auch als Kollektiv gelingen<br />

kann, einen anspruchsvollen und steinigen<br />

Weg zu meistern.<br />

Trotz zahlreicher Unsicherheiten und Hindernisse<br />

durften wir stets auf die Unterstützung<br />

der carrosserie-suisse-Gemeinschaft zählen.<br />

Ihr Beistand ist ein Beweis für die Stärke und<br />

den Zusammenhalt innerhalb des Verbands<br />

und ein Signal, dass die Errungenschaft GAV<br />

weiterhin viel Zuspruch geniesst.<br />

Unser aufrichtiger Dank gebührt Ihnen, geschätzte Mitglieder.<br />

Ihr Vertrauen und Ihr Engagement waren entscheidend.<br />

Die Sicherung guter Arbeitsbedingungen und ein fairer Wettbewerb<br />

sind zentrale Anliegen unseres GAV. Mit dem bundesrätlichen<br />

Beschluss schaffen wir den Rahmen, dass<br />

diese Standards wieder schweizweit Anwendung finden und<br />

dass die Entwicklung der beruflichen Aus- und Weiterbildung<br />

in der Carrosseriebranche weiterhin wie gewohnt<br />

stattfinden kann.<br />

Seit dem 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> sind auch die nicht organisierten Betriebe<br />

wieder dem GAV unterstellt. Die paritätischen Kommissionen<br />

überwachen den Vollzug und sorgen für geregelte<br />

Verhältnisse zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmenden.<br />

Erstmals wird die neu gegründete paritätische Kommission<br />

Romandie ihre Tätigkeit aufnehmen und die korrekte Anwendung<br />

unseres GAV in der Westschweiz sicherstellen.<br />

Wir freuen uns über die Erreichung dieses Meilensteins und<br />

darauf, uns nun wieder anderen Themen zuwenden zu können.<br />

Daniel Röschli<br />

Direktor carrosserie suisse<br />

Le fait que, après presque deux ans d'efforts<br />

intenses, la branche suisse de la carrosserie<br />

automobile dispose enfin à nouveau d'une<br />

convention collective de travail (CCT) déclarée<br />

de force obligatoire est une grande joie et une<br />

confirmation qu'avec de la persévérance, de la<br />

cohésion et une volonté de compromis, même<br />

comme collectivité, nous sommes en mesure<br />

d‘arriver à bout d‘un parcours exigeant et semé<br />

d'embûches.<br />

Malgré de nombreuses incertitudes et de nombreux<br />

obstacles, nous avons toujours pu compter<br />

sur le soutien de la communauté carrosserie<br />

suisse. Votre soutien est une preuve de la<br />

force et de la cohésion au sein de l'association<br />

et le signal que la réalisation de la CCT continue<br />

de jouir d'une grande popularité.<br />

Nos sincères remerciements vont à vous, chers membres.<br />

Votre confiance et votre engagement ont été cruciaux.<br />

Assurer de bonnes conditions de travail et une concurrence<br />

loyale sont les préoccupations centrales de notre CCT. Avec la<br />

décision du Conseil fédéral, nous créons le cadre nécessaire<br />

pour que ces normes soient à nouveau appliquées dans toute<br />

la Suisse et pour que le développement de la formation professionnelle<br />

et continue dans la branche de la carrosserie se<br />

poursuive comme d'habitude.<br />

À partir du 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, les entreprises non organisées sont<br />

également à nouveau soumises à la CCT. Les commissions paritaires<br />

contrôlent l'application de la loi et veillent à ce que les<br />

relations entre employeurs et salariés soient réglementées.<br />

Pour la première fois, la Commission paritaire Romandie nouvellement<br />

créée débutera ses activités et veillera à la bonne<br />

application de notre CCT en Suisse romande.<br />

Nous sommes heureux d'avoir franchi cette étape majeure et<br />

de pouvoir à nouveau nous tourner vers d'autres sujets.<br />

Daniel Röschli<br />

Directeur de carrosserie suisse<br />

Impressum<br />

April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

53. Jahrgang / 53 e année<br />

Offizielle Zeitschrift von carrosserie suisse<br />

Organe officiel de carrosserie suisse<br />

Erscheint 6-mal jährlich<br />

Paraît 6 fois par an<br />

Druckauflage 2400 Ex.<br />

Tirage 2400 ex.<br />

Abonnemente /Abonnements:<br />

Jahresabonnement /<br />

Abonnement annuel CHF 72.–<br />

Lehrlinge, Studenten /<br />

Apprentis, étudiants CHF 36.–<br />

Ausland / Etranger CHF 99.–<br />

Einzelnummer / Le numéro CHF 12.–<br />

Bestellungen / Commandes:<br />

T 058 344 95 46<br />

F 058 344 97 83<br />

abo.carrossier@galledia.ch<br />

Herausgeber / Editeur responsable:<br />

carrosserie suisse<br />

Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen<br />

T 062 745 90 80, F 062 745 90 81<br />

info@carrosseriesuisse.ch<br />

www.carrosseriesuisse.ch<br />

Redaktion / Rédaction:<br />

Galledia Fachmedien AG<br />

Baslerstrasse 60, 8048 Zürich<br />

Henrik Petro, Chefredaktor/<br />

Rédacteur en chef<br />

T 058 344 98 <strong>02</strong><br />

henrik.petro@galledia.ch<br />

Jean Mesnil, Übersetzungen, Redaktion /<br />

Traductions, rédaction<br />

jean.mesnil@galledia.ch<br />

Anzeigenverwaltung und Verlag /<br />

Régie des annonces et édition:<br />

Galledia Fachmedien AG<br />

Baslerstrasse 60, 8048 Zürich<br />

Guido Käppeli, Verlagsmanager /Editeur<br />

T 058 344 98 49<br />

guido.kaeppeli@galledia.ch<br />

Jutta Hausmann, Leitung Medienberatung /<br />

Responsable du conseil média<br />

T + 41 58 344 98 06<br />

jutta.hausmann@fachmedien.ch<br />

Heike Poensgen, Backoffice<br />

T 058 344 98 61<br />

carrossier@fachmedien.ch<br />

Herstellung / Production:<br />

Galledia Print AG, 9230 Flawil<br />

www.galledia.ch<br />

Redaktionsschluss / Bouclage:<br />

Ausgabe 3 vom 13. Juni <strong>2<strong>02</strong>4</strong>:<br />

28. Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Edition 3 du 13 juin <strong>2<strong>02</strong>4</strong>:<br />

28 mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>5


Verband / Association<br />

Gesamtarbeitsvertrag<br />

Bundesrat erklärt<br />

GAV für allgemein<br />

verbindlich<br />

Damit gelten die seit Juli 2<strong>02</strong>2 bereits für Verbandsmitglieder<br />

vorgegebenen Rahmenbedingungen<br />

per 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> nun verbindlich für alle<br />

Betriebe im Carrosserie- und Fahrzeugbaugewerbe,<br />

unabhängig von ihrer Verbandsmitgliedschaft.<br />

Convention Collective du Travail<br />

Le Conseil fédéral<br />

déclare la CCT de<br />

force obligatoire<br />

Les conditions-cadres valables pour les membres<br />

depuis juillet 2<strong>02</strong>2 s'appliqueront à toutes les<br />

entreprises de carrosserie et de serrurerie-construction<br />

sur véhicules dès le 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>,<br />

qu’elles appartiennent à l'association ou non.<br />

Die Allgemeinverbindlichkeit der Rahmenbedingungen, die der GAV festhält, sorgt bei allen Arbeitgebern und -nehmern für langfristige Sicherheit<br />

und Planbarkeit – und Chancengleichheit.<br />

Le caractère de force obligatoire des conditions-cadres énoncées dans la CCT garantit la sécurité et la planification à long terme – ainsi que l’égalité<br />

des chances – pour tous les employeurs et salariés..<br />

Seit Juli 2<strong>02</strong>2 arbeiten nur carrosserie suisse angeschlossene<br />

Betriebe im Rahmen des bis 2<strong>02</strong>5 geltenden Gesamtarbeitsvertrages<br />

(GAV). Aufgrund der wegen Einsprachen bis anhin<br />

ausstehenden Allgemeinverbindlichkeitserklärung (AVE) unterlagen<br />

nicht angeschlossene Unternehmen aus der Branche<br />

nicht mehr den GAV-Konditionen.<br />

Lange Wartezeit erfolgreich beendet<br />

Nun erklärte der Bundesrat nach eingehender Prüfung durch<br />

das Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO) in seiner Sitzung<br />

vom 6. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> den Gesamtarbeitsvertrag für die gesamte<br />

Branche als verbindlich. Die Regelung tritt per 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in<br />

Kraft. Mit diesem Entscheid sorgt die Landesregierung für ein<br />

starkes Fundament innerhalb des Schweizer Fahrzeugbauund<br />

Carrosseriegewerbes.<br />

Die frohe Botschaft aus Bundesbern sei das Ergebnis von monatelangen<br />

intensiven Gesprächen mit den involvierten Parteien,<br />

so Felix Wyss, Zentralpräsident von carrosserie suisse: «Der<br />

Depuis juillet 2<strong>02</strong>2, seules les entreprises affiliées à carrosserie<br />

suisse travaillaient sous le régime de la convention collective<br />

de travail (CCT). Cette dernière demeure valable jusqu’en<br />

2<strong>02</strong>5. Diverses oppositions avaient mis en en attente l’entrée<br />

de la déclaration de force obligatoire (DFO) et les entreprises<br />

de la branche non affiliées n’étaient plus soumises à la CTT.<br />

Une longue attente s‘achève sur un succès<br />

Après un examen approfondi par le Seco, le Conseil fédéral a<br />

déclaré, lors de sa séance du 6 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, la CCT contraignante<br />

pour l'ensemble de la branche. La réglementation entre<br />

en vigueur le 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Avec cette décision, le gouvernement<br />

garantit une base solide au sein de la branche suisse de<br />

la serrurerie-construction sur véhicules et de la carrosserie.<br />

La bonne nouvelle de la Berne fédérale est le résultat de longs<br />

mois de discussions intenses avec les parties concernées, déclare<br />

Felix Wyss, Président central de carrosserie suisse: «La<br />

CCT, à nouveau obligatoire pour tous, revêt une importance<br />

6 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Verband / Association<br />

<br />

<br />

nun wieder allgemein verbindliche Gesamtarbeitsvertrag ist für capitale pour notre branche, surtout pour son avenir à long<br />

unsere Branche von enormer Bedeutung, insbesondere für die terme. La force obligatoire de ces conditions-cadres, fixées par<br />

längerfristige<br />

<br />

Zukunft des Gewerbes. Die Allgemeinverbindlichkeit<br />

dieser <br />

<br />

Rahmenbedingungen, welche der GAV festhält, sorgt long terme pour tous les employeurs et salariés. Ceci garantit<br />

la CCT, garantit également une sécurité et une planification à<br />

auch bei allen Arbeitgebern und -nehmern für langfristige Sicherheit<br />

<br />

und Planbarkeit. Dadurch wird sichergestellt, dass alle travail homogènes, justes et équilibrées. Et renforce non seu-<br />

à toutes les entreprises de pouvoir bénéficier de conditions de<br />

Betriebe <br />

von den gleichen fairen und ausgewogenen Arbeitsbedingungen<br />

profitieren können. Dies stärkt nicht nur die Soli-<br />

une concurrence loyale et crée ainsi des chances égales pour<br />

lement la solidarité au sein de la branche, mais favorise aussi<br />

darität innerhalb<br />

<br />

der Branche, sondern fördert auch einen fairen toutes les entreprises. La décision du Conseil fédéral constitue<br />

Wettbewerb und <br />

<br />

schafft somit Chancengleichheit für alle Unternehmen.<br />

Der Bundesratsbeschluss<br />

donc une reconnaissance significative des efforts communs et<br />

<br />

<br />

ist daher eine <br />

bedeutende<br />

Anerkennung<br />

de la coopération de tous les acteurs impliqués dans la promotion<br />

des intérêts et des préoccupations de la branche de la<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

der gemeinsamen Anstrengungen und Zusammenarbeit<br />

aller Beteiligten, um die Interessen und Belange der carrosserie et de la serrurerie-construction sur véhicules.»<br />

<br />

<br />

Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

zu fördern.»<br />

Une CCT renforce la branche<br />

<br />

Ein GAV stärkt die Branche <br />

<br />

Depuis 2003, la CCT réglemente les salaires et la durée du<br />

<br />

Der Gesamtarbeitsvertrag regelt <br />

<br />

seit 2003 alle lohn- <br />

<br />

und arbeitszeitrelevanten<br />

Bestimmungen in der Carrosserie- und véhicules. Les entreprises actives dans la branche doivent se<br />

travail dans la branche de la carrosserie et de la serrurerie sur<br />

<br />

<br />

Fahrzeugbaubranche. In der Branche tätige Betriebe haben<br />

diese zu erfüllen und entrichten einen Bildungs- und Vollzugskostenbeitrag.<br />

Mit den im GAV definierten Berufsbildungsbeiträgen<br />

werden heute auch die gesamtschweizerisch erbrachten<br />

Leistungen für die Grundbildung mitfinanziert.<br />

Mitgliederbetriebe von carrosserie suisse beschäftigen rund<br />

6400 Berufsleute und bilden über 1900 Lernende in den Berufen<br />

Carrosseriespengler/-in EFZ, Carrosserielackierer/-in<br />

EFZ, Carrosseriereparateur/-in EFZ, Fahrzeugschlosser/-in<br />

conformer à ces exigences et cotiser aux frais de formation et<br />

d'exécution. Aujourd'hui, les contributions à la formation professionnelle<br />

définies dans la CCT cofinancent également les<br />

prestations de la formation initiale dispensés dans toute la<br />

Suisse.<br />

Les entreprises membres de Carrosserie suisse emploient environ<br />

6400 professionnels et forment plus de 1900 apprentis<br />

aux métiers de carrossier/ère-tôlier/ère CFC, carrossier/érepeintre<br />

CFC, carrossier/ère réparateur/trice CFC, serrurier/ère<br />

EFZ und Lackierassistent/-in EBA aus.<br />

● sur véhicules CFC et assistant/e vernisseur/euse AFP. ●<br />

Text: Isabel Suter, Bild: Archiv<br />

Texte: Isabel Suter, image: archives<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

VFBA<br />

Wir unterstützen<br />

mit Finanzen<br />

und Leistungen<br />

das Autolackier-<br />

Verein zur Förderung der<br />

<br />

Berufsbildung im Autolackiergewerbe <br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

SEFP <br />

<br />

<br />

<br />

<br />

gewerbe.<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

<br />

Nous soutenons<br />

le secteur de<br />

la peinture automobile<br />

au niveau des<br />

finances et<br />

des prestations.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>7


Verband / Association<br />

Vizepräsident Armin Haymoz zur AVE<br />

GAV macht Branche<br />

attraktiv und fair<br />

Die Bedingungen des Gesamtarbeitsvertrags<br />

(GAV) gelten seit dem 1. April <strong>2<strong>02</strong>4</strong> für die ganze<br />

Branche. Was dies inbesondere für die Westschweiz<br />

bedeutet, erklärt uns Armin Haymoz.<br />

Le Vice-Président Armin Haymoz à propos de la CCT<br />

Ça rend la branche<br />

attractive, équitable<br />

La convention collective de travail (CCT) s’applique<br />

à l’ensemble de la filière depuis le 1 er avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

Armin Haymoz nous explique ce que cela signifie<br />

notamment pour la Suisse romande.<br />

<strong>Carrossier</strong>: Was bedeutet der<br />

Bundesratsentscheid für Sie?<br />

Armin Haymoz: Ich bin sehr, sehr<br />

froh, dass nach fast zwei Jahren<br />

Warterei endlich in unserem Sinne<br />

entschieden wurde. Als wir damals<br />

über die Fusion diskutierten, sprachen<br />

wir natürlich auch über den<br />

GAV. Aber wir hätten nie gedacht,<br />

dass er nicht sofort allgemein verbindlich<br />

werden würde. Mittlerweile<br />

sind wir schlauer geworden. Jetzt ist<br />

die AVE (Allgemeinverbindlichkeitserklärung)<br />

aber hier und das ist<br />

umso besser.<br />

Wie kommt der GAV der Harmonisierung<br />

der Branche, insbesondere<br />

zwischen den Sprachregionen,<br />

zugute?<br />

Mit der Fusion hatten wir auch den GAV akzeptiert, das heisst,<br />

dass er in den letzten zwei Jahren nur für Mitglieder gültig war.<br />

Mit der AVE müssen sich nun auch Nichtmitglieder an der<br />

Finanzierung der Aus- und Weiterbildung junger Menschen<br />

beteiligen. Was nur fair ist, denn Nichtmitglieder rekrutieren<br />

genauso gut ausgebildete Mitarbeiter auf dem Arbeitsmarkt.<br />

Also sollen sie sich auch an der Finanzierung beteiligen.<br />

Armin Haymoz, Vizepräsident carrosserie suisse<br />

Armin Haymoz, Vice-Président de carrosserie suisse<br />

<strong>Carrossier</strong>: Que signifie la décision<br />

du Conseil fédéral pour vous?<br />

Armin Haymoz: Je suis très très<br />

content qu’on ait enfin obtenu cette<br />

force obligatoire (FO) après près de<br />

2 années d’attente. En son temps,<br />

quand on a discuté de la fusion, il est<br />

clair qu’on a aussi discuté de la CCT.<br />

Mais on n’aurait jamais imaginé que<br />

la force obligatoire ne vaudrait pas<br />

de suite. Entre temps, on est devenu<br />

un peu plus intelligent. Maintenant,<br />

elle est là (la force obligatoire) et<br />

c’est tant mieux<br />

Dans quelle mesure la CCT profitet-elle<br />

à l’unité de la branche, en<br />

particulier entre les régions<br />

linguistiques?<br />

Avec la fusion, on a également accepté<br />

cette CCT, c’est-à-dire que ces 2 dernière années, la CCT<br />

était en vigueur uniquement pour les membres. Maintenant,<br />

avec la FO, les non-membres doivent participer au financement<br />

de la formation de jeunes et de la formation continue, ce qui<br />

est juste, vu que ces non-membres cherchent aussi des collaborateurs<br />

bien formés sur le marché du travail. Donc, c’est clair<br />

qu’ils doivent aussi participer au financement.<br />

Was ändert sich für die französischsprachigen Mitglieder?<br />

Wir haben den Austritt einiger Mitglieder erlebt. Ich bin sicher,<br />

dass diese in die grosse Schweizer Carrosseriefamilie zurückkehren<br />

werden, sobald sie erkennen, dass auch sie zwar erhebliche<br />

Beträge zu zahlen haben, aber nicht gleichzeitig von<br />

den Dienstleistungen des Verbands wie auch den Kontakten<br />

des Netzwerks profitieren, um Erfahrungen auszutauschen.<br />

Was bedeutet der Entscheid des Bundesrats für die Zukunft?<br />

Für einen Verband mit 800 Mitgliedern ist es teuer, die Aus- und<br />

Weiterbildung von fünf Berufen zu finanzieren. Diese Finanzierung<br />

ist dank der AVE sichergestellt. Darüber hinaus haben<br />

wir die Gleichbehandlung von Mitgliedern und Nichtmitgliedern,<br />

die nun auch den GAV-Bestimmungen bezüglich Arbeitszeit,<br />

Ferien, Mindestlöhnen usw. unterliegen. Dank des GAV<br />

haben wir einen guten Ruf auf dem Arbeitsmarkt. Dies ist wichtig,<br />

um junge Menschen zu motivieren, Carrosserieberufe zu<br />

erlernen, aber auch, damit die Ausgebildeten in der Branche<br />

bleiben.<br />

●<br />

Interview: Samuel Knecht, Bild: Archiv<br />

Qu’est-ce qui change pour les membres romands?<br />

On a assisté à la démission de l’un ou l’autre membre. Je suis<br />

sûr qu'ils reviendront dans la grande famille de carrosserie<br />

suisse dès qu'ils se rendront compte qu'eux aussi doivent payer<br />

des sommes considérables, mais en même temps ne bénéficient<br />

pas des services de l'association ni des contacts du réseau<br />

pour échanger des expériences.<br />

Que signifie la décision du Conseil fédéral pour l’avenir?<br />

Pour une association de 800 membres, financer la formation<br />

et le perfectionnement de 5 professions coûte cher. Ce financement<br />

est assuré grâce à la FO. Et on bénéficie d'un traitement<br />

égal entre les membres et les non-membres, désormais également<br />

soumis à la réglementation de la CCT concernant les<br />

horaires de travail, les congés, le salaire minimum, etc. Grâce<br />

à la CCT, nous bénéficions d'une bonne réputation sur le marché<br />

du travail. Ceci est important pour motiver les jeunes à<br />

apprendre les métiers de la carrosserie, mais aussi pour que<br />

les personnes formées restent dans la branche. ●<br />

Interview: Samuel Knecht, image: archives<br />

8 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


carrosserie suisse ist der Branchenverband für das Carrosserie- und Fahrzeugbaugewerbe. Er vertritt die Arbeitgeberinteressen<br />

gegenüber Dritten und ist zuständig für die Beratung und Betreuung seiner Mitgliederbetriebe sowie für die Aus- und Weiterbildung<br />

der Branche in der ganzen Schweiz.<br />

Im Verband sind 700 Firmen organisiert, die rund 6500 Berufsleute beschäftigen und über 1900 Lernende in den Berufen Carrosseriespengler/-in,<br />

Carrosserielackierer/-in, Fahrzeugschlosser/-in und Carrosseriereparateur/-in ausbilden.<br />

In unserer Geschäftsstelle in Zofingen arbeiten rund 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zur Ergänzung unseres Teams suchen<br />

wir per sofort oder nach Vereinbarung eine engagierte Persönlichkeit als<br />

Leiter/-in Berufsbildung<br />

(80 – 100%)<br />

Ihre Aufgaben:<br />

In der Funktion als Leiter oder Leiterin Berufsbildung führen Sie die Abteilung operativ selbstständig. Diese ist verantwortlich für<br />

die Berufsentwicklung, die Bildungswege in Grund- und Weiterbildung sowie das Prüfungswesen der Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche.<br />

Sie bewegen sich in einem dynamischen Gefüge aus Verbandskommissionen, Berufsbildnern, Lehrern, üK-Leitern, Betrieben,<br />

Branchenpartnern und Behörden. Sie koordinieren die Projektverantwortlichen für Grund- und Weiterbildung, organisieren Fachveranstaltungen<br />

und Meisterschaften, pflegen Projekte in der Qualitätssicherung, beobachten und erkennen Entwicklungen in<br />

der Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche und leiten daraus Angebote für die Grund- und Weiterbildung ab. Sie vertreten Ihren<br />

Bereich in internen und externen Gremien und projektieren und budgetieren alle Bildungsaktivitäten.<br />

Ihr Profil:<br />

Kennen Sie die Berufsbildung aus Ihrer bisherigen Tätigkeit bestens oder sind Sie ein profunder Branchenkenner mit Flair für die<br />

Berufsbildung und ausgesprochenem Interesse an Bildungsfragen? Dann erfüllen Sie bereits eine wesentliche Voraussetzung!<br />

In optimaler Weise decken Sie gleich beide Anforderungen ab.<br />

Wir erwarten ausserdem gute Französischkenntnisse in Wort und Schrift, da Sie in der Funktion als Leiter oder Leiterin Berufsbildung<br />

auch intensive Kontakte mit den anderen Sprachregionen der Schweiz pflegen.<br />

Ausgeprägtes Verhandlungsgeschick, ein Sensorium für komplexe Zusammenhänge, ein hohes Mass an Empathie gegenüber<br />

Kommissionsmitgliedern und Branchenpartnern, Klarheit in der Entscheidungsfindung, vorbildliches Führungsverhalten und vor<br />

allem Freude und Verlangen, die Bildungslandschaft in der Carrosserie- und Fahrzeugbauchbranche mit Begeisterung aktiv mitgestalten<br />

zu wollen, sind weitere wichtige Stützen Ihres Profils.<br />

Das bieten wir:<br />

Wenn Sie eine Aufgabe mit viel Raum für Eigeninitiative, Selbstständigkeit und Verantwortung und eine Umgebung mit ausgezeichneter<br />

Betriebskultur suchen, dann sollten Sie sich bei uns melden.<br />

Wir bieten Ihnen eine vielseitige Herausforderung in einem national tätigen Branchenverband und eine Führungsaufgabe mit<br />

vielschichtigen, interessanten Kontakten und einer spannenden Entwicklungsperspektive. Dabei dürfen Sie auf ein engagiertes<br />

Team auf der Geschäftsstelle sowie auf die Unterstützung von Kommissionen und Arbeitsgruppen zählen. Ihr Arbeitsort liegt<br />

zentral, mit bestem Anschluss an die öffentlichen Verkehrsmittel.<br />

Sind Sie interessiert an dieser vielseitigen Aufgabe in einem aktiven Branchenverband? Dann freuen wir uns auf Ihre Online-Bewerbung<br />

mit Foto an info@carrosseriesuisse.ch.<br />

Für Auskünfte steht Ihnen Herr Daniel Röschli gerne zur Verfügung.<br />

carrosserie suisse<br />

Geschäftsstelle, Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen<br />

Tel. 062 745 90 80, info@carrosseriesuisse.ch, www.carrosseriesuisse.ch


Verband / Association<br />

carrosserie suisse Jobbörse<br />

Hier sucht und findet<br />

man Fachkräfte<br />

Eine neue Jobbörse für die Branche vereinfacht<br />

die Stellensuche. Die Plattform von carrosserie<br />

suisse erscheint im neuen modernen Kleid und mit<br />

benutzerfreundlicher Oberfläche.<br />

carrosserie suisse bourse de l’emploi<br />

Enfin! Qui cherche<br />

trouve<br />

Un nouveau site d'emploi pour la branche simplifie<br />

la recherche d'emploi. La plateforme carrosserie<br />

suisse apparaît dans un nouveau look moderne et<br />

avec une interface conviviale.<br />

Auf der Webseite von carrosserie suisse ist eine neu aufgebaute<br />

Jobplattform für die ganze Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche<br />

zu finden. Diese soll Betrieben helfen, neue Fachkräfte<br />

für vakante Stellen zu finden und Stellensuchende ebenso<br />

mit potenziellen Arbeitgeberinnen und -gebern zu verbinden.<br />

Die neu gestaltete Seite präsentiert sich auf der Verbandsseite<br />

www.carrosseriesuisse.ch im Register «Service» und ist<br />

intuitiv zu bedienen. Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber finden<br />

die bis anhin gewohnten Möglichkeiten und weitere Features<br />

wie den Upload von PDF-Dokumenten und Bildern. Der Bewerbungsprozess<br />

findet neu ganz einfach per E-Mail statt.<br />

Jobbörse als Schaufensterplatz<br />

Die Jobbörse ist nicht nur Mitgliedern von carrosserie suisse<br />

zugänglich, sondern der gesamten Branche. Durch die Registrierung<br />

freier Stellen gewinnen Betriebe im optimalen Fall nicht<br />

nur neue und qualifizierte Mitarbeitende für ihr Team, sondern<br />

auch an Bekanntheit in ihrer Region und der gesamten Schweiz.<br />

Auch für Stellensuchende ist die neue Jobbörse von carrosserie<br />

suisse die zentrale Anlaufstelle, um möglichst bald eine neue<br />

Beschäftigung in der Fahrzeugbau- und Carrosseriebranche zu<br />

finden. Dank Filterfunktionen können Arbeitnehmende mit wenigen<br />

Klicks für sie passende Stellenangebote finden. ●<br />

Redaktion: Henrik Petro<br />

Une nouvelle plateforme d'emploi pour l'ensemble de la<br />

branche de la carrosserie et de la construction automobile est<br />

disponible sur le site en ligne de carrosserie suisse. L'objectif<br />

est d'aider les entreprises à trouver de nouveaux collaborateurs<br />

qualifiés pour les postes vacants et de mettre en relation<br />

les demandeurs d'emploi avec des employeurs potentiels.<br />

La page nouvellement conçue sur le site de l'association<br />

www.carrosseriesuisse.ch dans l'onglet « Service » est intuitive<br />

à utiliser. Les employeurs y trouveront les options habituelles<br />

et des fonctionnalités supplémentaires telles que le<br />

téléchargement de documents et d'images PDF. Le processus<br />

de candidature se déroule désormais simplement par courriel.<br />

La bourse de l'emploi comme vitrine<br />

La bourse de l'emploi est accessible aux membres de carrosserie<br />

suisse et à l'ensemble de la branche. Idéalement, en enregistrant<br />

des postes vacants, les entreprises ne gagneront pas uniquement<br />

en termes de collaborateurs qualifiés, mais aussi en reconnaissance<br />

dans leur région et bien au-delà. Elle est aussi le point de<br />

chute pour les chercheurs d'emploi en vue d‘un engagement rapide<br />

dans la branche de la serrurerie sur véhicules et de la carrosserie.<br />

Grâce aux fonctions de filtrage, les collaborateurs<br />

trouvent en quelques clics les offres d'emploi pertinentes ●<br />

Rédaction: Henrik Petro<br />

Der Fachkräftemangel gehört zu den grössten Herausforderungen der Carrosserie- und Fahrzeugbaubranche. Mit der neu aufgebauten Jobplattform<br />

hält carrosserie suisse dagegen.<br />

La pénurie de main-d’œuvre qualifiée constitue l’un des plus grands défis auxquels est confrontée la branche de la carrosserie et de la serrurerieconstruction<br />

sur véhicules. carrosserie suisse y répond avec la nouvelle plateforme d'emploi<br />

10 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


carrosserie suisse est l’association professionnelle de la branche de la carrosserie et de la construction automobile. Elle représente<br />

les intérêts des employeurs vis-à-vis des tiers et est responsable du conseil et de l’encadrement de ses entreprises membres<br />

ainsi que de la formation et du perfectionnement de la branche dans toute la Suisse.<br />

L’association regroupe près de 700 entreprises qui emploient environ 6500 professionnels et forment plus de 1900 apprentis dans<br />

les métiers de tôlier/ère en carrosserie, peintre en carrosserie, serrurier/ère sur véhicules et de carrosseries.<br />

Une vingtaine de collaboratrices et de collaborateurs travaillent dans notre bureau de Zofingue. Pour compléter notre équipe<br />

formation professionnelle, nous cherchons de suite ou à convenir un/une<br />

Chef/-fe de projet formation pour<br />

la Suisse romande (80–100 %)<br />

Vos tâches:<br />

– Planifier, coordonner et réaliser des projets des différentes professions de la branche<br />

– Organiser, planifier et assurer le suivi des cours de formation supérieure en Suisse romande<br />

– Rédiger différentes correspondances de manière autonome ou sur la base de modèles<br />

– Accompagner les différents groupes de travail<br />

– Participation aux commissions et suivi des décisions<br />

– Préparation des documents d’examen écrits, pratiques et oraux<br />

– Optimisation des procédures d’examen<br />

– Participation aux examens quinquennaux et aux révisions<br />

– Établissement du budget annuel pour la formation initiale et supérieure<br />

– Création de dossiers pédagogiques et d’imprimés sur la formation initiale et supérieure<br />

– Planifier, organiser, animer des séances d’information<br />

– Accompagner les championnats/intervenir en tant qu’expert si nécessaire<br />

– Encadrer et traiter les thèmes de l’assurance qualité<br />

Votre profil:<br />

– Formation supérieure dans le domaine de la carrosserie (brevet fédéral) ou formation équivalente<br />

– Compétences en gestion de projet et en organisation d’événements<br />

– Maîtrise du français à l’écrit pour la rédaction de correspondances<br />

– Bonnes connaissances de l’allemand parlé et écrit, des connaissances de l’italien sont un avantage<br />

– Maîtrise de MS Office ou d’autres outils informatiques<br />

– Compétences dans la transmission des connaissances de base et des connaissances spécifiques<br />

– Très bon réseau dans le secteur<br />

– Autonomie, flexibilité, résistance au stress<br />

– Capacité à travailler en équipe<br />

– Méthode de travail disciplinée, exacte et orientée vers les objectifs<br />

– Disponibilité pour des interventions en dehors des heures de travail habituelles<br />

– Domicile en Suisse romande<br />

C’est ce que nous offrons:<br />

– Nous vous proposons un défi varié au sein d’une association sectorielle active au niveau national et un travail offrant des contacts<br />

variés et intéressants ainsi que des perspectives de développement passionnantes. Vous pourrez compter sur une équipe<br />

engagée au sein du secrétariat ainsi que sur le soutien des commissions et des groupes de travail.<br />

– Votre poste de travail au bureau (un jour par semaine) est central et bien desservi par les transports en commun.<br />

– Des conditions d’emploi modernes complètent cette offre attrayante.<br />

Vous vous êtes découvert(e) dans cette annonce et vous êtes intéressé(e) par cette mission polyvalente au sein d’une association<br />

professionnelle active? Dans ce cas, nous nous réjouissons de recevoir votre candidature en ligne avec photo et prétentions<br />

salariales à info@carrosseriesuisse.ch.<br />

Monsieur Frédéric Henguely se tient à votre disposition pour tout renseignement.<br />

carrosserie suisse<br />

Forstackerstrasse 2B, 4800 Zofingen, Tél. 062/745 90 80, info@carrosseriesuisse.ch, www.carrosseriesuisse.ch


Verband / Association<br />

Berufe gestern und heute – Teil 1<br />

Carrosserieberufe<br />

im Wandel der Zeit<br />

In den über 100 Jahren, in denen der Schweizerische<br />

Carrosserieverband existiert, haben sich<br />

die Carrosserieberufe und ihre Berufsbilder zum<br />

Teil komplett gewandelt. In einer mehrteiligen<br />

Serie zeigen wir, worauf wir beim Stöbern im<br />

Archiv gestossen sind.<br />

Ein Food-Truck des 19. Jahrhunderts: Erstmals erwähnt wird ein «Chacheliwagen» 1885 in<br />

Unterlagen der Bally-Fabrik in Schönenwerd. Damals gab es noch keine Kantinen und den<br />

Fabrikarbeitern fehlte es an Geld, sich auswärts in einem Restaurant zu verpflegen. Also<br />

organisierte man ein Fuhrwerk, mit dem die daheim gekochten Mahlzeiten eingesammelt, in die<br />

Fabriken gefahren und danach wieder ins Dorf zurückgebracht wurden. Am 28. Juli 1961<br />

spannte der Erlinsbacher Fritz Schmid, genannt «Chacheli-Fritz», zum letzten Mal seine beiden<br />

Rösser vor diesen Wagen.<br />

Un food truck du XIX e siècle: un «Chacheliwagen» («chariot à catelles») a été mentionné<br />

pour la première fois en 1885 dans des documents de l'usine Bally à Schönenwerd. Il n’y<br />

avait pas de cantine à l’époque et les ouvriers de l’usine n’avaient pas d’argent pour<br />

manger au restaurant. Un chariot a donc été organisé avec lequel les repas cuisinés à la<br />

maison étaient collectés, acheminés vers les usines puis ramenés au village. Le 28 juillet<br />

1961, Fritz Schmid d'Erlinsbach, dit «Chacheli-Fritz», attela pour la dernière fois ses deux<br />

chevaux à ce chariot.<br />

Das gesamtschweizerische Wirtschaftsgebiet, wie wir es heute<br />

kennen, wurde erst 1848 durch die Bundesverfassung geschaffen.<br />

1870 entstand der Schweizerische Handels- und<br />

Industrieverein, 1879 der Schweizerische Gewerbe-Verein und<br />

1897 der Schweizerische Bauernverband. Die Ursprünge der<br />

Schweizer Carrosseriebranche könnte man auf den 17. Mai 1891<br />

datieren, als in Olten der Schweizerische Schmiede- und Wagnermeister-Verband<br />

SSWV gegründet wurde. Die Motive für<br />

den ersten Zusammenschluss in der Fahrzeugbranche waren<br />

mangelnde Kontakte und dadurch Konkurrenzneid, verworrene<br />

Preisgestaltung, Absinken des fachlichen Könnens, ungenügende<br />

Nachwuchsschulung und Abwanderung der tüchtigsten<br />

Gesellen in die Fabriken. Der Fachkräftemangel ist also<br />

nachweislich keine Erfindung der Neuzeit.<br />

Les métiers d'hier et d'aujourd'hui – 1 er volet<br />

Métiers de la carrosserie<br />

au fil du temps<br />

Depuis plus de 100 ans d'existence de l'Association<br />

Suisse des <strong>Carrossier</strong>s, les métiers des<br />

carrossiers et leurs profils d'emploi ont parfois<br />

complètement changé. Nous partons à la découverte<br />

de nos archives dans une série d‘articles.<br />

L’ensemble de l’espace économique helvétique<br />

tel que nous le connaissons aujourd’hui<br />

n’a été créé qu’en 1848 par la<br />

Constitution fédérale. L'Union suisse du<br />

commerce et de l'industrie a été fondée en<br />

1870 (aujourd‘hui economiesuisse), la<br />

«Schweizerischer Gewerbeverein» (l‘usam<br />

d‘aujourd‘hui) en 1879 et l'Union suisse des<br />

paysans en 1897. Les origines de la branche<br />

suisse de la carrosserie automobile pourraient<br />

être datées du 17 mai 1891, lorsque<br />

l'Association suisse des maîtres forgerons<br />

et charrons SWMV fut fondée à Olten, un<br />

regroupement au sein de la branche des<br />

«voitures», motivé par le manque de<br />

contacts et la jalousie entre concurrents,<br />

des prix confus, une baisse des compétences<br />

techniques, une formation insuffisante<br />

de la relève et la migration des compagnons<br />

les plus compétents vers les<br />

usines – la pénurie de personnel qualifié<br />

n’est donc rien de nouveau.<br />

Il était une fois le bois<br />

Un charron était un artisan qui fabriquait<br />

des roues et, partant, des chariots (d'où<br />

le nom «charron») et d'autres équipements<br />

agricoles en bois. Les charrons,<br />

bien que spécialistes de la fabrication des<br />

roues, préfabriquaient bien souvent tout<br />

autant des parties de chariots. Les roues<br />

étaient non seulement fabriquées à neuf,<br />

mais aussi réparées, jusqu‘à ce qu‘une<br />

réparation n‘en vale plus la peine. Les charrons fabriquaient<br />

les châssis de ces chariots et charrettes agricoles à partir de<br />

bois de chêne et d‘autres essences durables, en réponse au<br />

besoin de l‘époque de chariots agricoles robustes, de<br />

brouettes diverses et de charrettes tractées par des chevaux.<br />

Le forgeron, quant à lui, fabriquait et redressait les essieux,<br />

cerclait les roues et fixait tous les ferrements. Et bientôt, il<br />

montait les pneus à chaud.<br />

Comme les pièces des chariots étaient à cette époque presque<br />

exclusivement fabriquées en bois, la connaissance de la transformation<br />

du bois et de l'utilisation des outils appropriés était<br />

essentielle. Les charrons construisaient donc voitures et autres<br />

carrosses hippotractés, pouvant également impliquer l‘habitacle,<br />

et plus tard la carrosserie.<br />

12 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Verband / Association<br />

Am Anfang war das Holz<br />

Ein Wagner war ein Handwerker, der Räder, Wagen<br />

(daher der Name «Wagner») und andere landwirtschaftliche<br />

Geräte aus Holz herstellte. Oft<br />

wurden Teile der Wagen von sogenannten Stellmachern<br />

und Radmachern vorgefertigt. Die Radmacher<br />

fertigten neue Räder und reparierten alte<br />

so lange, bis sich auch diese Arbeit nicht mehr<br />

lohnte. Aus dem widerstandsfähigen Eichenholz<br />

stellten die Stellmacher die Untergestelle für<br />

Ackerwagen und Karren her, denn in der Landwirtschaft<br />

bestand damals ein grosser Bedarf an<br />

robusten Ackerwagen, Schieb- und Pferdekarren.<br />

Einsatzfähig wurden solche Fahrzeuge erst<br />

durch die Arbeit des Schmiedes, der die Achsen<br />

richtete, sie einband, Reifen auf die Räder warm<br />

aufzog und sämtliche Beschläge anbrachte.<br />

Weil die Wagenteile damals fast ausschliesslich<br />

aus Holz hergestellt wurden, waren Kenntnisse<br />

der Holzverarbeitung und im Umgang mit den<br />

entsprechenden Werkzeugen grundlegend. Beim<br />

Kutschenbau war der Wagner auch für die Carrosserie<br />

zuständig. Das Ausbildungssystem der Lehrlinge ging<br />

noch auf die Zunftzeiten zurück. Mit dem Aufkommen der<br />

Eisenbahn im späten 19. Jahrhundert waren die Fertigkeiten<br />

der Wagner als Waggonbauer begehrt und ihre Kenntnisse<br />

benötigte man später auch im Carrosseriebau der Autohersteller.<br />

Lange noch wurde die tragende Struktur von Automobilen,<br />

aber auch Flugzeugen im Wagnerhandwerk aus Holz gefertigt.<br />

In der Schweiz wurde der Beruf des Carrosseriewagners bis<br />

1955 gelehrt. Der Beruf Carrosserieschmid entwickelte sich im<br />

Laufe der Zeit zum Beruf Carrosserieschlosser und dann zum<br />

heutigen Fahrzeugschlosser.<br />

Das Automobil, nur eine vorübergehende Zeiterscheinung?<br />

Dem SSWV, der sich gut entwickelte, waren auch diejenigen<br />

Fahrzeugbauer angeschlossen, die ihre Tätigkeit immer mehr<br />

dem aufkommenden Automobil zuwandten. 1910 wurde erstmals<br />

die Bildung einer Fachgruppe Autowagner und Carrosserie<br />

innerhalb des SSWV geprüft. Aus heute unbekannten<br />

Gründen wurde dieser Idee aber eine Absage erteilt.<br />

Nach Ende des Ersten Weltkriegs<br />

wurde am 24. November 1918 an einer<br />

Sitzung von 13 Autowagnern aus<br />

Basel, Lausanne, Lugano, St. Gallen<br />

und Zürich die Idee eines beruflichen<br />

Zusammenschlusses auf gesamtschweizerischem<br />

Boden wieder<br />

aufgegriffen. In der Folge fand<br />

am 22. Januar 1919 im Hotel Aarhof<br />

in Olten die konstituierende Generalversammlung<br />

des schweizerischen<br />

Berufsverbandes der Autowagner<br />

statt. Dabei wurde auch der Name<br />

«Verband der Schweizerischen Carrosserie-Industrie»<br />

(«Union suisse<br />

des industriels en Carrosserie»)<br />

gutgeheissen – der VSCI war gegründet<br />

und sollte diesen Namen<br />

rund 100 Jahre behalten. Mehr in<br />

der nächsten Ausgabe. ●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: Archiv<br />

Autowagner waren in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gefragte Fachkräfte.<br />

Les charrons en automobile étaient des spécialistes recherchés dans la première moitié<br />

du siècle dernier.<br />

Heute gibt es nur noch wenige Spezialisten, die in der<br />

Lage sind, Kutschen wie diese fachgerecht zu reparieren<br />

und zu restaurieren. (Bild: Wagnerei Hauck)<br />

Aujourd'hui, il ne reste que quelques spécialistes<br />

capables de réparer et de restaurer professionnellement<br />

de tels carrosses. (Image : Charronnage Hauck)<br />

Le système de l‘apprentissage remonte à l'époque des corporations.<br />

Avec l'avènement du chemin de fer à la fin du XIXème<br />

siècle, les compétences des charrons, constructeurs de chariots,<br />

étaient très demandées et leurs connaissances furent<br />

plus tard également nécessaires dans la construction des carrosseries<br />

pour les constructeurs automobiles. Pendant longtemps,<br />

la structure portante des automobiles et aussi des<br />

avions a été fabriquée en bois, selon l‘art des charrons. En<br />

Suisse, le métier de charron-carrossier a été formé jusqu'en<br />

1955. Le métier de forgeron de carrosserie s’est mué au fil du<br />

temps en serrurier en carrosserie pour devenir le serrurier sur<br />

véhicules d‘aujourd‘hui. En Suisse-allemande, aujourd‘hui encore,<br />

le métier se nomme «constructeur de véhicules».<br />

L'automobile, un phénomène passager?<br />

L‘association SWMV florissait, incluant bientôt les constructeurs<br />

de véhicules qui orientaient de plus en plus leurs activités<br />

vers l'automobile émergente. En 1910, la création d'un groupe<br />

spécialisé pour les automobiles et la carrosserie au sein du<br />

SWMV fut examinée pour la première<br />

fois. Cependant, pour des raisons<br />

inconnues aujourd’hui, cette<br />

idée a été rejetée.<br />

Après la fin de la Première Guerre<br />

mondiale, le 24 novembre 1918, lors<br />

d'une réunion de 13 «charrons en automobiles»<br />

de Bâle, Lausanne, Lugano,<br />

Saint-Gall et Zurich, l'idée d'une<br />

association professionnelle sur le sol<br />

suisse a été reprise. En conséquence,<br />

l'Assemblée générale constitutive de<br />

l'Association professionnelle suisse<br />

des charrons sur automobiles eut lieu<br />

le 22 janvier 1919 à l'hôtel Aarhof à<br />

Olten, adoptant le nom d‘ «Union<br />

suisse des industriels en carrosserie»<br />

– l’USIC était fondée et allait conserver<br />

ce nom pendant environ 100 ans.<br />

Suite au prochain numéro. ●<br />

Texte: Henrik Petro; images: archives<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>13


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse Nordwestschweiz<br />

Die Kunst des Bierbrauens und frohe Botschaft<br />

Vor der eigentlichen GV gab es einen Rundgang durch die Brauerei Feldschlösschen.<br />

Am 20. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> trafen sich die Mitglieder<br />

der Sektion Nordwestschweiz<br />

zur 104. Generalversammlung im Restaurant<br />

Feldschlösschen in Rheinfelden.<br />

Nach einem Rundgang durch die<br />

Brauerei Feldschlösschen wurde die<br />

eigentliche Generalversammlung abgehalten,<br />

bei der eine bedeutende Neuigkeit<br />

aus Bundesbern verkündet wurde:<br />

Der Gesamtarbeitsvertrag für das Carrosseriegewerbe<br />

wurde vom Bundesrat<br />

für allgemein verbindlich erklärt, was<br />

für die Branche eine wichtige Sicherheit<br />

darstellt.<br />

Es wurden auch interne Angelegenheiten<br />

behandelt. Die Statuten der Sektion<br />

wurden leicht angepasst, um Betriebe<br />

unter bestimmten Umständen ohne Begründung<br />

ablehnen zu können. Diese<br />

Anpassung fand breite Zustimmung unter<br />

den Mitgliedern. Zudem wurde das<br />

Label «green car repair» empfohlen, das<br />

eine ökologische Reparatur fördert und<br />

den Grundsatz «Reparieren statt ersetzen»<br />

vertritt. Diese Initiative wurde positiv<br />

aufgenommen und soll die Branche<br />

zu mehr Nachhaltigkeit anregen.<br />

Ein besonderer Moment war die Ehrung<br />

von Stefan Bär, dem Inhaber und<br />

Geschäftsführer der Carrosserie Hofer<br />

GmbH in Diegten. Er wurde für sein<br />

langjähriges Engagement rund um die<br />

Auftritte an Berufswahlausstellungen<br />

seit 2010 gewürdigt. Auf Vorschlag von<br />

Präsident Erwin Leu wurde Stefan Bär<br />

zum Ehrenmitglied ernannt. Gleichzeitig<br />

trat er aus dem Vorstand zurück, und<br />

Bruno Mendes von der Carrosserie Falcone<br />

in Biel-Benken wurde als sein<br />

Nachfolger in den Vorstand gewählt.<br />

Die Generalversammlung bot den Mitgliedern<br />

die Möglichkeit, sich über die<br />

aktuellen Entwicklungen in der Branche<br />

auszutauschen und gemeinsam über<br />

wichtige Themen zu entscheiden. Sie<br />

zeigte einmal mehr die Bedeutung des<br />

Zusammenkommens und des Austauschs<br />

innerhalb der Berufsgemeinschaft<br />

und stärkte das Zusammengehörigkeitsgefühl<br />

der Mitglieder.<br />

Le 20 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, la section du nord-ouest<br />

de la Suisse s’est réunie au restaurant<br />

Feldschlösschen. À cette occasion, les personnes<br />

présentes ont appris l’extension de<br />

la convention collective de travail et ont<br />

approuvé une modification des statuts. Stefan<br />

Bär, organisateur de longue date de<br />

présentations lors de salons professionnels,<br />

a été nommé membre d’honneur. Bruno<br />

Mendes lui succède au comité directeur.<br />

14 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse Ostschweiz<br />

Infoanlass Berufs- und Laufbahnberatung See-Gaster<br />

Alle Jahre wieder: Im Februar fand die<br />

BerufsINFO See-Gaster statt. Von der<br />

Berufs- und Laufbahnberatung organisiert,<br />

richtet sie sich an Schülerinnen und<br />

Schüler der 2. Oberstufe sowie an Lehrpersonen<br />

und bietet eine Woche lang<br />

Einblicke in verschiedene Berufsfelder.<br />

Erneut war die Sektion carrosserie suisse<br />

Ostschweiz ein Bestandteil dieser Berufsinformation.<br />

Peter Schubiger führte<br />

am 7. Februar diesen Anlass in der Carrosserie<br />

Merz in Rapperswil-Jona durch.<br />

Neun Schülerinnen und Schüler sowie<br />

die Leiterin des BIZ Uznach, Joanna<br />

Pavel, erhielten nach einer kurzen Begrüssung<br />

erste Informationen über die<br />

Carrosserieberufe von Peter Schubiger<br />

und Bruno Moser. Danach startete der<br />

Betriebsrundgang und die Jugendlichen<br />

erlebten die Carrosseriewelt – Abläufe im<br />

Betrieb, die verschiedenen Arbeiten, die<br />

Einrichtungen und Werkzeuge – hautnah.<br />

Den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />

wurden auch zahlreiche Fragen gestellt.<br />

Nur Informationen?<br />

Nein, die Jugendlichen<br />

konnten<br />

selbst Hand<br />

anlegen: Wieder<br />

zurück im Aufenthaltsraum, verteilte<br />

Peter Schubiger Material, um daraus ein<br />

Formel-1-Modellauto zu bauen. Unter<br />

Anleitung versuchten die Jugendlichen,<br />

aus den vorgestanzten Blechbogen und<br />

etlichen Einzelteilen ihr Fahrzeug zu<br />

konstruieren. Das gelang unterschiedlich:<br />

Einige Fahrzeuge entstanden ohne grosse<br />

Hilfe, für andere waren doch umfassendere<br />

Instruktionen nötig.<br />

Solch wichtige Veranstaltungen sind auf<br />

die Mitwirkung von Betrieben angewiesen,<br />

damit die Berufe möglichst 1:1 vermittelt<br />

werden können. Ein herzliches<br />

Dankeschön an die Carrosserie Merz<br />

GmbH, insbesondere an Philipp Steinegger<br />

für das Gastrecht.<br />

Eigeninitiative und Überlegen waren angesagt, als es darum ging, aus<br />

einem Bausatz ein Formel-1-Modellauto zu bauen.<br />

Le «BerufsINFO See-Gaster», organisé par le service d'orientation<br />

professionnelle et de carrière, a permis aux élèves de se faire une<br />

idée de différents domaines professionnels. La section carrosserie<br />

suisse Ostschweiz était de la partie. L'événement a eu lieu le 7 février<br />

à la Carrosserie Merz. Neuf élèves ont reçu des informations sur<br />

les métiers de la carrosserie et ont construit des modèles réduits<br />

de Formule 1. L'objectif de cette manifestation est d'enthousiasmer<br />

les jeunes pour les métiers de la carrosserie.<br />

carrosserie suisse Zürich<br />

Sektion Zürich fühlt den Puls<br />

Ein Interview mit Loris Fabiano, Carrosserielackierer<br />

im vierten Lehrjahr bei<br />

Carrosserie Aeschlimann AG.<br />

Wie geht es dir im letzten Lehrjahr?<br />

Gut, aber ich mache mir schon viele<br />

Gedanken betreffend dem QV, da bin<br />

ich sehr nervös.<br />

Hast du denn Prüfungsangst?<br />

Meine Prüfungsangst würde ich<br />

auf einer Skala von 1 bis 10 bei etwa 7<br />

einschätzen.<br />

Gibt es einen grossen Unterschied zu<br />

den ersten Lehrjahren?<br />

Ja, ich kann selbstständiger arbeiten,<br />

ich habe mehr Verantwortung und<br />

kann andere Arbeiten übernehmen.<br />

Wie ist die Vorbereitung durch den<br />

Lehrbetrieb?<br />

Die ist tipptopp. Es herrscht auch ein<br />

sehr gutes Arbeitsklima.<br />

Und wie ist die Vorbereitung durch die<br />

Schule?<br />

Ganz okay. Es war sehr hilfreich, dass<br />

das QV im üK durchgespielt wurde.<br />

Gibt es einen Unterschied vor und nach<br />

der Covid-19-Zeit?<br />

Da stelle ich keine grossen Unterschiede<br />

fest.<br />

In welcher Form wirst du von zu Hause<br />

unterstützt?<br />

Das Verhältnis zu meinen Eltern ist<br />

sehr gut, nur schon das hilft zur Unterstützung.<br />

Welche Arbeit gefällt dir am besten?<br />

Hauptsächlich macht mir das Lackieren<br />

grosse Freude.<br />

Ein Anschlussinterview mit Loris<br />

Fabiano nach dem QV erscheint in der<br />

Ausgabe 4.<br />

Loris Fabiano,<br />

Carrosserielackierer 4. Lehrjahr<br />

La section Zurich interroge Loris Fabiano,<br />

carrossier-peintre en quatrième année<br />

d'apprentissage chez Carrosserie Aeschlimann<br />

AG, sur ses expériences à l'école et<br />

en entreprise et sur la manière dont il se<br />

prépare à la procédure de qualification.<br />

Contributions fournies par les sections.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>15


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse Aargau<br />

Kunstvolle Porsche-Kreationen<br />

Die Lernenden Carrosserielackierer/-innen<br />

im 3. Lehrjahr aus dem Kanton<br />

Aargau haben ihre Arbeiten im Rahmen<br />

des Projektwettbewerbs «Porsche<br />

Modell» abgeschlossen. Erfreulicherweise<br />

mit einer höheren Durchschnittsnote<br />

als in den beiden Jahren zuvor, wie<br />

Chefexperte Pascal Lehmann festhält.<br />

Die Arbeit bestand darin, das Design eines<br />

Siegerpodium: Rang 1 für Adrian Oswald<br />

(Mitte), Rang 2 für Joy Müllhaupt (rechts)<br />

und Rang 3 für Denis Braimi.<br />

Porsches zu bestimmen, dazu eine Zeichnung<br />

zu erstellen und die Kunststoff-Carrosserie<br />

des Fahrzeugs zuzuschneiden.<br />

Danach wurden die Farben gemischt,<br />

das Automodell im Zweischichtverfahren<br />

lackiert, die Schablonenfolien angebracht<br />

sowie alle Scheiben, Lichter,<br />

Lampen und die Front optisch gestaltet.<br />

«Gold», «Silber» und «Bronze» erhielten<br />

an diesem Abend Adrian Oswald (Carrosserie<br />

Bänziger & Co., Rothrist), Joy Müllhaupt<br />

(Robert Huber AG, Muri) und Denis<br />

Braimi (Cartec Carrosserie-Technik AG,<br />

Buchs). Zusätzlich vergaben die Verantwortlichen<br />

den Nachhaltigkeitspreis an<br />

jenen Teilnehmer, der bei seiner Arbeit am<br />

wenigsten Abfall produziert hat. Es ist<br />

dies Shkendrit Kicaj von der «Carrosserie<br />

& Spritzwerk Maier GmbH» in Stilli. Er<br />

darf sich über einen Rucksack voll mit<br />

Preisen und einen kostenlosen Trainingstag<br />

bei der André Koch AG in Urdorf freuen.<br />

Übrigens: Dank der Sponsoren 3M,<br />

André Koch und der «Stiftung zur Förderung<br />

des Berufsnachwuchses im schweizerischen<br />

Autolackierergewerbe» musste<br />

keiner der Teilnehmenden mit leeren<br />

Händen nach Hause gehen.<br />

Weitere Teilnehmende waren:<br />

– Gian Bächer<br />

Gebrüder Brem AG, Oberlunkhofen<br />

– Jamiro Knecht<br />

Carrosserie- Spitzwerk Küng AG,<br />

Gebenstorf<br />

– Bleart Krasniqi<br />

Lackiercenter Fricktal GmbH, Sisseln<br />

– Jara Mutzl<br />

A. Meyer AG, Othmarsingen<br />

Les apprentis carrossiers-peintres du canton<br />

d'Argovie ont terminé avec succès leur<br />

travail dans le cadre du concours de projet<br />

«Porsche Modell». La tâche comprenait le<br />

design, le dessin, la découpe de la carrosserie<br />

en plastique, le mélange des couleurs,<br />

la peinture en deux couches, l'application de<br />

films au pochoir ainsi que la conception optique<br />

des vitres, des feux et des lampes. Les<br />

trois meilleurs participants ainsi que celui<br />

qui a produit le moins de déchets ont été<br />

récompensés par un prix de la durabilité.<br />

carrosserie suisse Bern-Mittelland<br />

Rendez-vous Job <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Am 7. und 8. März für Schulklassen reserviert<br />

und am 9. März öffentlich fand die bereits<br />

4. Ausgabe von «Rendez-vous Job» statt.<br />

In den gewerblichen Bildungszentren im<br />

Kanton Bern konnten fast 2000 Schülerinnen<br />

und Schüler ein erstes Mal live in<br />

die Berufswelt eintauchen, Berufe selbst<br />

ausprobieren und ihre Fragen vor Ort<br />

direkt an Lernende und Fachpersonen<br />

stellen. Unter den teilnehmenden Ausbildungszentren<br />

befand sich auch die<br />

carrosserie suisse Academy in den Hallen<br />

der Mobilcity. Die Schülerinnen und<br />

Schüler konnten an dafür eigens aufgebauten<br />

Posten die Carrosserieberufe live<br />

erleben. Selbst schweissen, Beulen drücken,<br />

kleine Autos mit Folie bekleben<br />

oder lackieren, die Jugendlichen nahmen<br />

die Erlebnismöglichkeiten dankbar an.<br />

Gleichzeitig konnten die arbeitenden<br />

Kursteilnehmer (Carrosseriespengler<br />

3. Lehrjahr und Carrosserielackierer/<br />

-innen 1. und 2. Lehrjahr) bei der Arbeit<br />

beobachtet werden. Auch hier wurde die<br />

eine oder andere Frage von den Schülern<br />

gestellt.<br />

Als kleines Highlight fand ebenfalls eines<br />

der Trainings von Robin Taramarcaz,<br />

Schweizer Carrosseriespengler-Meister<br />

2<strong>02</strong>2, statt. Zusammen mit Coach Diana<br />

Schlup absolvierte der Walliser eine<br />

intensive Trainingseinheit, die ihn auf<br />

WM-Niveau bringen soll. Der Trainingsplatz<br />

war offen eingerichtet, sodass die<br />

Besucherinnen und Besucher Robin bei<br />

seiner Arbeit über die Schulter schauen<br />

konnten. In der Mobilcity waren nebst<br />

der carrosserie suisse Academy auch der<br />

AGVS, Sektion Bern, der Nutzfahrzeug-<br />

Verband (ASTAG) und die Schweizerische<br />

Vereinigung für die Berufsbildung<br />

in der Logistik (SVBL) Teil von «Rendez-vous<br />

Job». Die Gäste konnten also<br />

nicht nur die Carrosseriebranche, sondern<br />

alles rund um das Thema Transport<br />

und Logistik näher kennenlernen.<br />

La quatrième édition de «Rendez-vous<br />

Job» <strong>2<strong>02</strong>4</strong> s'est déroulée dans le canton<br />

de Berne, avec des classes les 7 et 8 mars<br />

et une journée portes ouvertes le 9 mars.<br />

Près de 2000 élèves ont découvert en direct<br />

différents métiers dans les centres de<br />

formation artisanaux, dont la carrosserie<br />

suisse Academy. Les jeunes ont pu tester<br />

les métiers de la carrosserie, poser des<br />

questions et observer les participants aux<br />

cours au travail. L’un des points forts a été<br />

l’entraînement du champion suisse des<br />

carrossiers-tôliers 2<strong>02</strong>2, Robin Taramarcaz.<br />

La Mobilcity a également accueilli<br />

l’UPSA, l’ASTAG et l’ASFA, qui ont offert un<br />

aperçu du transport et de la logistique.<br />

16 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse Fribourg<br />

L’homme aux multiples casquettes<br />

Vous l’aurez reconnu, j’ai nommé Armin<br />

Haymoz. Au nom du comité et des<br />

membres de Carrosserie Suisse Fribourg,<br />

je tiens à rendre un vibrant hommage<br />

à celui qui fut le secrétaire de<br />

notre association durant près de 13 ans.<br />

Quelle fougue, quelle passion, quel engagement<br />

à défendre les carrossiers<br />

tous azimuts. A croire qu’il a été carrossier<br />

dans une autre vie! Il aura marqué<br />

de son empreinte le monde de la carrosserie<br />

et Carrosserie Suisse.<br />

Je tiens à relever sa grande loyauté envers<br />

les présidents qu’il a côtoyés. Disponible,<br />

faisant preuve d’un engagement<br />

total pour les membres de notre association,<br />

il a toujours été à l’écoute de tous,<br />

faisant preuve parfois de grande patience<br />

pour expliquer et réexpliquer les tenants<br />

et aboutissants, sans jamais faillir.<br />

Comment fait-il pour assumer tant de<br />

tâches, secrétaire patronal, Président de<br />

la FCR, vice-président de Carrosserie<br />

Suisse, Président de Guin Tourisme, ancien<br />

Président du Grand Conseil Fribourgeois<br />

et Président de différentes associations?<br />

Il me tient à cœur de souligner son<br />

rôle en tant que secrétaire de notre association<br />

fribourgeoise. Ce fut d’un grand<br />

soutien pour notre association de compter<br />

sur lui et ses compétences pour nous<br />

permettre de mener à bien les grands et<br />

différents défis rencontrés lors de notre<br />

fusion avec l’USIC et ainsi créer Carrosserie<br />

Suisse. Rappelons-nous que notre<br />

association fribourgeoise était partie<br />

dans une direction inconnue et dangereuse,<br />

croyant pouvoir faire face seule<br />

aux défis futurs, tel le village d’Astérix le<br />

Gaulois, mais sans potion magique. Nous<br />

avons pu ainsi éviter d’être confrontés à<br />

des difficultés insurmontables auxquelles<br />

notre isolement nous aurait contraint.<br />

Son professionnalisme inébranlable,<br />

son dévouement indéfectible et son attitude<br />

bienveillante ont été des piliers de<br />

notre organisation. Le comité et tous les<br />

membres fribourgeois s’unissent pour<br />

lui exprimer toute notre gratitude pour<br />

tout le magnifique travail accompli.<br />

«L’Homme aux multiples casquettes»<br />

sera peut-être le titre d’un ouvrage, mais<br />

ma modeste plume se contente de lui<br />

réitérer notre profonde gratitude. Il aura<br />

gravé dans nos cœurs un souvenir inoubliable.<br />

Il va nous manquer, mais son<br />

héritage continuera à inspirer et à motiver<br />

chacun d’entre-nous.<br />

Nous lui souhaitons une bonne retraite<br />

grandement méritée et longue vie à lui !<br />

Guy Romanens, Président<br />

carrosserie suisse Fribourg<br />

Der Vorstand und die Mitglieder der Sektion<br />

Fribourg würdigen Armin Haymoz für<br />

seine langjährige Rolle als Sekretär ihrer<br />

Sektion. Er setzte sich mit viel Leidenschaft,<br />

Engagement und Loyalität für die Belange<br />

der <strong>Carrossier</strong>s ein. Trotz seiner vielfältigen<br />

Positionen bewältigte er seine Aufgaben<br />

professionell und trug wesentlich zum Erfolg<br />

der Fusion von carrosserie suisse mit der FCR<br />

bei. Die Sektion drückt ihre tiefe Dankbarkeit<br />

für sein Engagement aus und wünscht ihm<br />

einen wohlverdienten und erfüllten Ruhestand,<br />

während sein Erbe weiterhin inspiriert.<br />

carrosserie suisse Zentralschweiz<br />

Starke Obwaldner Fahrzeugschlosser<br />

Fahrzeugschlosser-Sieger Yanik Gasser aus<br />

Lungern, flankiert vom zweitplatzierten<br />

Frowin Christen (links) aus Wolfenschiessen<br />

und dem drittplatzierten Ivan Rohrer aus<br />

Sarnen. (Bild apimedia)<br />

Seit Jahren führt die Sektion einen Projektwettbewerb<br />

für seine Lernenden im<br />

dritten Lehrjahr durch, laut Geschäftsführer<br />

Marcel Kaufmann «als Standortbestimmung<br />

im Hinblick auf das QV im<br />

nächsten Jahr». Der Wettbewerb der<br />

Fahrzeugschlosser/-innen EFZ, die in<br />

8,5 Stunden eine Sattelkupplung eines<br />

Sattelschleppers auf eine Montageplatte<br />

montieren und diese mit einem<br />

selbst gefertigten Hilfsrahmen verbinden<br />

mussten, wurde von jungen Ob- und<br />

Nidwaldnern dominiert. Die beste Arbeit<br />

lieferte mit der Gesamtnote 5,05 der<br />

18-jährige Yanik Gasser ab, der seine<br />

Lehre bei der Alltec AG in Giswil absolviert.<br />

Der zweite Rang ging an Frowin<br />

Christen aus Wolfenschiessen (Lehrbetrieb:<br />

von Atzigen AG, Kägiswil) mit Note<br />

4,93, den dritten Rang sicherte sich Ivan<br />

Rohrer aus Sarnen (Lehrbetrieb: Imfeld<br />

Fahrzeugbau, Alpnach) mit Note 4,70.<br />

Carrosseriespengler-Sieger Glenn Ziswiler<br />

(links), Daniel Preckel (Leiter Dienststelle<br />

Berufs- und Weiterbildung LU), Jasmin<br />

Reichlin (Zweite), Marcel Kaufmann und<br />

Alajdin Cana (Dritter). (Bild apimedia)<br />

Starker Baarer Carrosseriespengler<br />

Den Wettbewerb der Carrosseriespengler/-innen<br />

EFZ gewann Glenn Ziswiler,<br />

der seine Lehre bei der Carrosserie Marty<br />

AG in Baar absolviert. Der zweite Rang<br />

ging an Jasmin Reichlin von der H. Theiler<br />

AG in Goldau, den dritten Rang sicherte<br />

sich Alajdin Cana von der Carrosserie<br />

Schacher GmbH in Grosswangen.<br />

Die Besten wurden im Ausbildungszentrum<br />

in Ebikon bei einem Apéro geehrt.<br />

carrosserie suisse Zentralschweiz organise<br />

un concours de projets pour les apprentis<br />

de troisième année afin d’évaluer leurs capacités<br />

en vue de la prochaine procédure<br />

de qualification. Yanik Gasser de Lungern<br />

remporte le concours des serruriers/ères<br />

sur véhicules CFC, suivi de Frowin Christen<br />

et Ivan Rohrer. Glenn Ziswiler de la Carrosserie<br />

Marty AG à Baar remporte le concours<br />

des tôliers/ères CFC, suivi de Jasmin<br />

Reichlin et Alajdin Cana. Les récompenses<br />

ont été remises au centre de formation<br />

d’Ebikon, où les participants ont présenté<br />

leurs travaux et fait la fête.<br />

Contributions fournies par les sections.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>17


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse Vaud<br />

… à la rencontre de l’avenir<br />

En tant que section vaudoise, nous avons depuis longtemps<br />

compris l'importance de rester ouverts aux ajustements et<br />

aux changements de cap. Notre capacité à nous adapter rapidement<br />

aux nouvelles circonstances est un élément crucial<br />

de notre succès au fil des ans.<br />

Depuis que notre section est passée aux normes 2.0 il y a une<br />

décennie, nous avons consolidé nos forces en identifiant ce<br />

que notre organisation fait bien et en capitalisant sur nos points<br />

forts. Cela inclut la gestion efficace de nos membres, le réseautage,<br />

les invitations et les offres de cours de formation continue,<br />

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ainsi que la gestion et l'expansion de notre centre de formation.<br />

L'innovation est au cœur de notre approche. Nous n'avons jamais<br />

hésité à explorer de nouvelles idées et approches pour rester<br />

pertinents dans un secteur automobile en constante évolution.<br />

Nos investissements importants dans le développement professionnel<br />

des tôliers, des peintres, des serruriers, tant les jeunes<br />

apprentis que les patrons, ont créé un environnement de travail<br />

où chacun se sent valorisé et motivé. Grâce à une communication<br />

transparente, nous entretenons régulièrement des échanges<br />

avec toutes les parties prenantes, qu'il s'agisse de nos membres,<br />

de nos partenaires ou de nos formateurs. Cette transparence<br />

renforce la confiance et l'engagement mutuel.<br />

Notre flexibilité nous permet de rester proches des carrossiers<br />

de notre canton. Nous sommes ouverts aux ajustements<br />

et aux changements de cap lorsque cela est nécessaire. Cette<br />

capacité d'adaptation est un élément clé de notre succès en<br />

tant qu'association professionnelle.<br />

Cependant, la fusion avec Carrosserie Suisse a introduit des<br />

défis dans notre gestion. Nos ressources limitées et les préoccupations<br />

exprimées par nos membres quant à la valeur<br />

perçue par rapport aux coûts mettent en péril notre reconnaissance<br />

et notre visibilité. Nous éprouvons des difficultés<br />

à gérer les conflits internes liés à la direction,<br />

aux priorités stratégiques et à la répartition des<br />

ressources.<br />

Il est clair que bien que nous ayons cru à la parité<br />

de cette fusion et que cette association nouvelle<br />

renforcerait notre visibilité et notre crédibilité, nous<br />

réalisons maintenant que cela nécessite encore des<br />

ajustements. Nous faire entendre et nous faire comprendre<br />

par notre faîtière reste ardu et déterminant.<br />

L’équilibre de carrosserie suisse, ses avantages,<br />

inconvénients et limites, doit convenir à nos<br />

membres et à notre section, le « à chacun sa<br />

conception pour y parvenir » reste un travail à<br />

surmonter. En tenant compte des enseignements<br />

tirés de nos expériences passées, nous resterons<br />

attentifs et vigilants pour faire valoir notre voix. En<br />

restant engagés et déterminés, nous pourrons<br />

continuer à progresser et à renforcer l’impact de<br />

notre association professionnelle.<br />

Bien à vous Hélène Bra, Présidente Vaud<br />

Seit unserer Entwicklung, hin zu einem Berufsverband<br />

2.0 im Jahr 2014, hat unsere Fähigkeit, uns schnell anzupassen<br />

und innovativ zu sein, unsere Position in der<br />

Branche gestärkt. Wir haben unsere Stärken ausgebaut,<br />

indem wir aus unseren Stärken wie der effizienten Mitgliederverwaltung<br />

und den Investitionen in die berufliche<br />

Entwicklung Kapital geschlagen haben. Trotz der<br />

Herausforderungen, die mit unserer Fusion mit carrosserie<br />

suisse verbunden sind, erkennen wir die Notwendigkeit,<br />

weiterhin präsent zu sein, um die Stellung unserer<br />

Sektion und die Verteidigung unserer Mitglieder zu<br />

stärken. Indem wir aufmerksam und engagiert bleiben,<br />

werden wir daran arbeiten, unserer Stimme Geltung zu<br />

verschaffen und unseren Fortschritt fortzusetzen.<br />

18 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse Neuchâtel JU BE fr<br />

Former un apprenti permet de transmettre notre savoir<br />

Esteban Cellamare, Carrosserie Haro à<br />

Hauterive<br />

Esteban Cellamare, 35 ans, est originaire<br />

du Vallon de Saint-Imier. Il vit à<br />

Neuchâtel depuis une dizaine d’années.<br />

Heureux papa de 2 filles de 5 et 7 ans,<br />

il habite à proximité de la carrosserie<br />

Haro, ce qui lui permet de ne pas perdre<br />

du temps en transports. Passionné par<br />

son job et convaincu de l’importance de<br />

la formation professionnelle, il se livre<br />

à nous:<br />

J’ai passé et obtenu mon CFC de tôlier<br />

en 2008. J’ai travaillé dans diverses<br />

carrosseries du canton. J’occupe mon<br />

poste de responsable de la carrosserie<br />

Haro depuis 8 ans. Ma passion est bien<br />

évidemment l’automobile. J’apprécie les<br />

contacts avec les gens qui sont tous différents.<br />

Ces derniers nous demandent<br />

une constante capacité d’adaptation.<br />

Notre métier est magnifique, car il est<br />

concret. Lorsqu’un véhicule nous est<br />

confié, il a un problème que nous devons<br />

ensuite résoudre. Lorsque nous remettons<br />

le véhicule à son propriétaire, le<br />

véhicule est réparé et la carrosserie est<br />

brillante. Nous avons fait le job ! Et idéalement,<br />

le client est content !<br />

Former un apprenti nous permet de<br />

transmettre notre savoir et nous permet<br />

aussi de nous remettre en question<br />

par rapport à un jeune qui a un regard<br />

changeant sur les choses. C’est vital<br />

pour la survie de nos métiers. Nous formons<br />

actuellement 3 apprentis : un<br />

peintre de première année, un tôlier en<br />

troisième année et un peintre répétant.<br />

Former des apprentis n’est pas plus dur<br />

ni plus facile qu’hier. Il faut simplement<br />

être prêt à investir du temps et du matériel<br />

pour la formation des apprentis.<br />

carrosserie suisse nous met à disposition<br />

les supports nécessaires.<br />

Nous sommes attentifs à maintenir le<br />

dialogue avec les apprentis et à les<br />

questionner sur leurs envies et difficultés.<br />

Il faut une certaine sensibilité pour<br />

cerner leurs préoccupations, leurs<br />

doutes, tant au niveau privé que professionnel.<br />

Nous les intégrons au maximum<br />

dans le groupe et dans la vie de l’entreprise,<br />

pour qu’ils développent un sentiment<br />

d’appartenance et œuvrent dans<br />

une ambiance de travail conviviale. Dans<br />

notre carrosserie, il importe que tous<br />

avancent dans la même direction.<br />

Le dossier de formation est le fil rouge<br />

de la formation de l’apprenti tout au<br />

long de sa formation ; il nous permet<br />

de connaître les attentes de l’école et<br />

ce aux différentes étapes de l’apprentissage.<br />

En complétant régulièrement<br />

le dossier de formation, ce dernier devient<br />

un outil efficace de gestion des<br />

apprentis. Le remplir ne présente aucunement<br />

une contrainte.<br />

Nous exploitons aussi les évaluations<br />

des cours interentreprises (CIE). Nous<br />

revenons sur les points non maîtrisés et<br />

nous remettons l’ouvrage sur le métier<br />

à l’atelier pour que l’apprenti acquière<br />

les compétences améliorables.<br />

Nous souhaitons maintenir la très bonne<br />

entente et le dialogue avec le corps enseignant<br />

et les parents de nos apprentis.<br />

Cela nous permet de réagir vite et de<br />

manière coordonnée. Pour former un<br />

apprenti, trois autres rouages doivent<br />

bien fonctionner ensemble : les parents,<br />

l’école et l’entreprise formatrice.<br />

Esteban Cellamare, 35 Jahre alt, lebt seit<br />

etwa zehn Jahren in Neuenburg und arbeitet<br />

als Leiter der Carrosserie Haro. Er betont<br />

die Bedeutung der Berufsausbildung<br />

und die Freude an seinem Job. Die Carrosserie<br />

bildet derzeit drei Lernende aus und<br />

legt Wert auf eine gute Zusammenarbeit<br />

mit ihnen sowie mit Schulen und Eltern. Die<br />

Ausbildungsbegleitung und regelmässige<br />

Bewertungen sind wichtige Instrumente,<br />

um die Ausbildung der Lerndenden zu unterstützen.<br />

KLEBENS-<br />

ERFAHRUNG<br />

SEIT 1994<br />

Contributions fournies par les sections.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>19


Sektionen / Sections<br />

carrosserie suisse Ticino<br />

Intervista con due ragazze carrozziere lattoniere<br />

Il carrozziere lattoniere e la carrozziera<br />

lattoniera sono artigiani specializzati<br />

nella riparazione di carrozzerie danneggiate<br />

di autovetture e talvolta anche di<br />

furgoni, autocarri e torpedoni. Sanno<br />

trattare danni causati da incidenti,<br />

dall'usura o dalla corrosione. A volte, si<br />

occupano anche di fabbricare parti di<br />

carrozzeria. La maggior parte dei nostri<br />

apprendisti sono ragazzi, quest’anno,<br />

come sempre più spesso, abbiamo le<br />

prime due ragazze in Ticino che si<br />

approcciano a questa professione.<br />

«Abbiamo fatto alcune domande a queste<br />

due apprendiste che hanno iniziato<br />

il loro percorso formativo come carrozziere<br />

lattoniere durante l’anno scolastico<br />

2<strong>02</strong>3/<strong>2<strong>02</strong>4</strong>.»<br />

​Come mai hai scelto questa professione? ​<br />

Giulia: Volevo fare la meccanica, però<br />

non mi hanno preso perché sono una<br />

femmina. Poi ho iniziato a fare la disegnatrice<br />

di ingegneria civile, ma dovevo<br />

stare seduta tutto il tempo, ho fatto comunque<br />

tre anni, ma non mi piaceva. La<br />

mamma mi ha proposto di fare la carrozziera,<br />

non sapevo decidere tra verniciatrice<br />

o lattoniera, poi pensandoci mi<br />

è sembrato che la verniciatrice potesse<br />

essere più noioso e ho scelto la lattoniera,<br />

trovo sia più creativo.<br />

Ester: La mia passione è partita da mia<br />

mamma che andava in moto quando ero<br />

piccolina, poi mi sono interessata anche<br />

alle macchine, ho iniziato a studiarmele<br />

e dopo le medie ho deciso di fare la meccanica.<br />

Ho svolto questo apprendistato<br />

per tre anni ma non l’ho finito perché non<br />

mi trovavo bene sul posto di lavoro, ho<br />

Giulia Di Maria, 20 anni, Mesocco, Carrozzeria<br />

Monzeglio Riazzino. La passione per le<br />

macchine, moto e motorini la accompagna fin<br />

da piccola, una passione tramandata dai suoi<br />

genitori. Come hobby si diletta a fare le unghie.<br />

sbagliato perché avrei potuto trovarmi<br />

qualcos’altro ma ero demoralizzata e ho<br />

lasciato perdere. Poi ho provato a cercare<br />

altri posti di lavoro, sempre come<br />

meccanica, ma le risposte non arrivavano,<br />

essendo una ragazza è più difficile<br />

trovare nel settore. Poi ho fatto uno<br />

stage presso la Carrozzeria Tognetti<br />

Auto e il lavoro mi è piaciuto.<br />

Il lavoro è come te lo aspettavi?<br />

Giulia: Assolutamente sì, è come me lo<br />

aspettavo, sono molto contenta e si vede<br />

comunque dai miei risultati al lavoro e a<br />

scuola. Vado molto bene a scuola.<br />

Ester: Sì, più o meno il lavoro è come me<br />

lo aspettavo, volevo una professione<br />

nell’ambito delle automobili, di tipo artigianale.<br />

Hai trovato delle difficoltà? Se sì, quali?<br />

Giulia: Certe cose sono veramente<br />

molto faticose, alzare pesi e soprattutto<br />

anche nell’ambientarmi perché sono in<br />

una carrozzeria dove ci sono solo uomini.<br />

Oltre al lavoro e la passione per le<br />

macchine non abbiamo molto in comune<br />

ma piano piano ce la sto facendo.<br />

Ester: Avendo un carattere molto forte<br />

diciamo che non ho mai dato peso a<br />

commenti di genere, però con le persone<br />

con cui lavoro ho un bel rapporto, non<br />

ci sono conflitti, anzi mi aiutano tanto.<br />

Dopo l’apprendistato hai già un’idea di<br />

che cosa farai?<br />

Giulia: Io sto facendo la maturità integrata<br />

e grazie a questo potrò poi fare molte<br />

cose. Io vorrei diventare maestra della<br />

professione. Dovrò comunque fare degli<br />

anni di esperienza, o potrei anche diventare<br />

capo officina. Vorrei alzarmi di livello,<br />

anche il perito potrebbe interessarmi<br />

ma sempre nell’ambito delle macchine.<br />

Ester: Vorrei andare a lavorare all’estero<br />

sempre nelle officine, il mio sogno<br />

sarebbe di lavorare alla Porsche. Vorrei<br />

sempre continuare con questa professione,<br />

magari arricchirmi con qualche<br />

esperienza professionale.<br />

Ester Vrenozi, 20 anni, Losone, Carrozzeria<br />

Tognetti Gordola. Ha la passione per le<br />

macchine, ascolta molta musica, le piace<br />

disegnare.<br />

Come ti trovi sul posto di lavoro<br />

rispetto ai tuoi colleghi?<br />

Giulia: Sono abbastanza disponibili, lavoro<br />

solo con il mio formatore, abbiamo<br />

tanto lavoro siccome siamo nel locarnese<br />

e c’è stata la grandine, comunque mi<br />

aiutano e mi fanno fare tante cose. Trovo<br />

che devo sempre dimostrare di più perché<br />

sono una ragazza anche se il lavoro<br />

lo so fare. Devi un po’ «rubare» il lavoro.<br />

Ester: Con i miei colleghi mi trovo bene, uno<br />

di loro mi ha raccontato che non era del<br />

tutto convinto di avere una donna in carrozzeria,<br />

però alla fine mi ha conosciuta e<br />

adesso andiamo molto d’accordo, non abbiamo<br />

mai avuto nessun tipo di problema.<br />

L'intervista completa è disponibile<br />

nelle news della sezione.<br />

Im Tessin haben letzten Herbst zwei Frauen<br />

eine Ausbildung als Carrosseriespenglerin<br />

begonnen: Giulia, die ursprünglich an Mechanik<br />

interessiert war, und Ester, die seit<br />

ihrer Kindheit von Autos fasziniert ist. Sie<br />

finden beide die handwerkliche und technische<br />

Arbeit befriedigend. Giulia strebt an,<br />

Ausbilderin oder Werkstattleiterin zu werden,<br />

während Ester davon träumt, im Ausland<br />

zu arbeiten, vielleicht sogar bei Porsche.<br />

Trotz der Herausforderungen ermutigen<br />

beide andere Frauen, ihren Leidenschaften<br />

zu folgen und sich nicht von Geschlechtervorurteilen<br />

beeinflussen zu lassen.<br />

Au Tessin, deux femmes ont commencé<br />

l'automne dernier une formation de carrossière-tôlière<br />

: Giulia, qui s'intéressait initialement<br />

à la mécanique, et Ester, qui est fascinée<br />

par les voitures depuis son enfance.<br />

Elles trouvent toutes deux le travail manuel<br />

et technique satisfaisant. Giulia aspire à<br />

devenir formatrice ou chef d'atelier, tandis<br />

qu'Ester rêve de travailler à l'étranger, peutêtre<br />

même chez Porsche. Malgré les défis,<br />

toutes deux encouragent les autres femmes<br />

à suivre leurs passions et à ne pas se laisser<br />

influencer par les préjugés sexistes.<br />

20 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Beiträge durch Sektionen eingereicht.


Aktive Branche / Branche active<br />

ESA MechaniXclub<br />

Siegerausflug für acht<br />

MechaniXclub Members<br />

Dank der Partnerschaft zwischen Bridgestone und der ESA entstehen<br />

für die MechaniXclub Members einzigartige Erlebnisse. Im<br />

Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong> startet das erste Kapitel der Bridgestone World Tour im<br />

polnischen Poznań. «Acht glückliche Gewinner des grossen Wettbewerbs<br />

werden eine exklusive Führung durch die Reifenfabrik<br />

von Bridgestone erleben, inklusive eines spannenden<br />

Rahmenprogramms», so Urs Lüchinger,<br />

Country Manager Bridgestone Schweiz. Bridgestone<br />

ist es ein Anliegen, den Nachwuchs der<br />

Automobilbranche aktiv zu unterstützen und zu<br />

fördern. Mit dem Support des MechaniXclub will<br />

Bridgestone den Mitgliedern einen Blick hinter<br />

die Kulissen des für das Garagengewerbe äusserst<br />

wichtigen Reifengeschäfts ermöglichen.<br />

Der MechaniXclub hilft den Lernenden mit exklusiven<br />

Lerninhalten, Technik-Postern und Fact-<br />

Sheets, mehr Know-how aufzubauen, und vergisst<br />

dabei den Spass nicht. Seit 2011 unterstützt<br />

der Club die mittlerweile 12500 Members. ●<br />

Zum Auftakt der Bridgestone World Tour lädt der<br />

Reifenhersteller acht MechaniXclub Members zu<br />

einer Werksbesichtigung ein.<br />

ESA MechaniXclub<br />

Sortie des lauréats pour huit<br />

membres du MechaniXclub<br />

Grâce au partenariat entre Bridgestone et l'ESA, les membres<br />

du MechaniXclub jubilent. Le 1 er chapitre du Bridgestone World<br />

Tour débute à Poznań (PL) en mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. «Huit heureux gagnants<br />

du grand concours feront l'expérience d'une visite exclusive<br />

de l'usine Bridgestone au programme-cadre<br />

passionnant», déclare Urs Lüchinger, Country<br />

Manager Bridgestone Suisse. Bridgestone<br />

s'engage à soutenir et à promouvoir activement<br />

la relève de la branche automobile. Avec<br />

le soutien du MechaniXclub, Bridgestone souhaite<br />

donner à ses membres un aperçu des<br />

coulisses du commerce du pneu, qui est extrêmement<br />

important pour la branche des<br />

garages. Le MechaniXclub aide les apprentis<br />

à acquérir davantage de savoir-faire avec des<br />

contenus d'apprentissage exclusifs, des affiches<br />

technologiques et des fiches d'information<br />

– sans oublier de s'amuser. Le club soutient<br />

ses 12 500 membres depuis 2011. ●<br />

Au début du Bridgestone World Tour, le fabricant<br />

de pneumatiques invite huit membres du MechaniXclub<br />

à une visite de l'usine.<br />

Beschleunigen<br />

Sie die<br />

Farbmischung<br />

mit<br />

Materialkosten<br />

reduzieren<br />

Nachhaltigkeit<br />

fördern<br />

Zeitersparnis<br />

Produktivität<br />

erhöhen<br />

Vollautomatisiertes Mischen<br />

ColorMatchic ist das vollautomatische<br />

Mischsystem von AkzoNobel. Sie hilft dem<br />

Lackierer, Mischfehler zu vermeiden, spart<br />

Zeit beim Mischen und dosiert den Lack mit<br />

höchster Präzision. Der Lackierbetrieb profitiert<br />

von ColorMatchic durch Zeitersparnis bei der<br />

Arbeit, Reduzierung der Materialkosten und<br />

des Lackabfalls für einen effizienteren und<br />

nachhaltigeren Lackierprozess.<br />

Sind Sie bereit, mit ColorMatchic die<br />

Farbmischung zu revolutionieren?<br />

Dann kontaktieren Sie Ihren AkzoNobel<br />

Ansprechpartner, um mehr darüber<br />

zu erfahren.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>21


Aktive Branche / Branche active<br />

Nachfolger von Sikaflex-529 AT<br />

Dichte Nähte für alle Fälle<br />

Le successeur de Sikaflex-529 AT<br />

Joints étanches pour tout<br />

Sikaflex-529 Evolution ist ein spritzbarer, elastischer Dichtstoff<br />

für Nahtabdichtungen auf OEM-Niveau, Überlappungsfugen<br />

und Steinschlagschutz bei<br />

Unfall reparaturen und im Carrosseriebau.<br />

In Verbindung mit der Sika Spray Gun sowie<br />

den zugehörigen Aufsätzen und Düsen<br />

liessen sich laut Sika problemlos alle gängigen<br />

Originalstrukturen und eine werkgetreue<br />

Optik wiederherstellen – mit Dichtnähten<br />

wie ab Werk. Dichte Nähte mit<br />

Sikaflex-529 Evolution sollen zudem<br />

Vibrationen dämpfen und Schall mindern.<br />

Für die Verarbeitung des einkomponentigen<br />

Dichtstoffs aus silanterminiertem Polymer<br />

(STP) bleiben bei einer Temperatur<br />

von ca. 23 °C etwa 15 Minuten Zeit, bevor<br />

das Material erhärtet. Dabei sei der<br />

Schrumpf minimal (3%). Sika flex-529 Evolution<br />

zeige ohne Primer eine gute Haftung<br />

auf den meisten gängigen Untergründen<br />

im Carrosseriebau und sei überlackierbar<br />

mit verschiedenen Lacksystemen. Der geruchsarme<br />

Dichtstoff ist frei von Silikon,<br />

PVC, Lösemittel sowie Isocyanaten und<br />

ermöglicht so ein gesundheitsbewusstes,<br />

angenehmes Arbeiten.<br />

●<br />

Sikaflex-529 Evolution ist unter den<br />

Sika-Produkten der Spezialist für<br />

Naht abdichtungen an der Carrosserie.<br />

Sikaflex-529 Evolution est le spécialiste<br />

du scellement des joints de<br />

carrosserie parmi les produits Sika.<br />

Sikaflex-529 Evolution est un mastic élastique pulvérisable<br />

pour l'étanchéité des joints type OEM, à recouvrement et de<br />

protection contre les impacts de pierres<br />

lors des réparations en cas d'accident et<br />

pour la serrurerie-construction sur véhicules.<br />

En combinaison avec le pistolet pulvérisateur<br />

Sika et les accessoires et buses<br />

associés, selon Sika, toutes les structures<br />

d'origine courantes et l’aspect d'origine<br />

sont facilement restaurés – avec des joints<br />

d'étanchéité comme à l'usine. Des joints<br />

étanche avec le Sikaflex-529 Evolution<br />

permettraient même d‘amortir les vibrations<br />

et de réduire le bruit. Le mastic monocomposant<br />

en polymère à terminaison<br />

silane (STP) durcit après environ 15 min<br />

autour de 23 °C. Le rétrécissement est minime<br />

(3%). Le Sikaflex-529 Evolution adhére<br />

bien sur la plupart des surfaces courantes<br />

dans la construction de carrosserie,<br />

sans primer, et peut être recouvert avec<br />

différents systèmes de peinture. Le mastic<br />

à faible odeur est exempt de silicone, de<br />

PVC, de solvants et d'isocyanates et permet<br />

ainsi un travail agréable et respectueux de<br />

la santé.<br />

●<br />

Axalta Coating Systems GmbH<br />

Autofarbe <strong>2<strong>02</strong>4</strong>: Starry Night<br />

Starry Night ist ein starker, moderner Farbton mit hellblauen<br />

und silbernen Effektpigmenten, der an die Tiefen unseres Universums<br />

und die Erforschung des Weltraums denken lassen<br />

soll. Der Schwarzton stehe für kühne Fantasien und das Bestreben,<br />

neue Höhen zu erreichen. Als dynamischer Farbton<br />

überwindet Starry Night klassische und moderne Gestaltungsstile<br />

und harmonisiert mit anderen Farben, Finishes, Mustern<br />

und Oberflächen.<br />

«Schwarz ist die zweitbeliebteste<br />

Autofarbe auf der ganzen<br />

Welt. Wir freuen uns deshalb<br />

sehr, einen Schwarzton als<br />

unsere Autofarbe des Jahres<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> zu präsentieren», erklärt<br />

Dan Benton, Senior Manager<br />

für Global Color bei Axalta.<br />

Mit Radiant Red stellte Axalta<br />

erstmals 2015 seine Autofarbe<br />

des Jahres vor. Seitdem<br />

arbeitet das weltweite Team<br />

von Farbexperten des Unternehmens<br />

jedes Jahr zusammen<br />

daran, eine aufstrebende<br />

Trendfarbe für die Automobilindustrie<br />

zu entwickeln. ●<br />

Mit dem jüngsten Farbton präsentiert Axalta seine Autofarbe des Jahres<br />

seit nunmehr zehn Jahren. Zum ersten Mal handelt es sich dabei um<br />

einen Schwarzton.<br />

Avec la dernière teinte, Axalta présente depuis dix ans sa couleur<br />

automobile de l'année. Pour la première fois, c'est une nuance de noir.<br />

Axalta Coating Systems Sàrl<br />

Teinte auto <strong>2<strong>02</strong>4</strong> Starry Night<br />

Starry Night est une teinte forte et moderne aux pigments à<br />

effet bleu clair et argenté qui évoque les profondeurs de notre<br />

univers et l'exploration spatiale. La teinte noire invite à d‘audacieuses<br />

fantaisies et à de nouveaux sommets. En tant que couleur<br />

dynamique, Starry Night transcende les styles de design<br />

classiques et modernes et s'harmonise avec d'autres couleurs,<br />

finitions, motifs et surfaces.<br />

«Le noir est la 2 e couleur automobile<br />

la plus populaire au<br />

monde. Nous sommes donc<br />

très heureux de présenter<br />

une nuance de noir comme<br />

couleur automobile de l’année<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong>», explique Dan Benton,<br />

Président Directeur de la couleur<br />

mondiale chez Axalta..<br />

Axalta a présenté pour la 1 re<br />

fois Radiant Red comme couleur<br />

automobile de l’année en<br />

2015. Depuis, chaque année,<br />

l'équipe mondiale d'experts<br />

couleurs de l'entreprise travaille<br />

unisono pour développer<br />

une teinte tendance émergente<br />

pour l'automobile. ●<br />

22 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Aktive Branche / Branche active<br />

10. Calag-Oldtimertreffen<br />

Jubiläum in Langenthal<br />

10 e Rencontre de voitures anciennes de Calag<br />

Jubilé à Langenthal<br />

Wer hätte 2013 gedacht, dass das anlässlich des 125-jährigen<br />

Bestehens der Calag organisierte Oldtimertreffen einmal solch<br />

grosse Bekanntheit geniessen würde? Ursprünglich als einmalige<br />

Sache geplant, wurde es aufgrund der vielen positiven Rückmeldungen<br />

weitergeführt. Heute zieht das Langenthaler Old- und<br />

Youngtimertreffen für jede Marke und jedes Modell mehrere<br />

Hundert Fahrzeugbesitzer aus der ganzen Schweiz und sogar<br />

über die Landesgrenze hinaus an. Für das 10. Treffen am Sonntag,<br />

9. Juni, plant das OK eine Sonderausstellung<br />

mit eigenen Aufbauten aus<br />

den 30er-/40er-Jahren. Mit dabei ist<br />

Calags Lackpartner André Koch AG,<br />

der mit dem Schichtdickenmessgerät<br />

überprüfen kann, ob und wo ein Oldtimer<br />

neu lackiert wurde und wie viel<br />

Spachtel bei einer Restauration verarbeitet<br />

wurde. Oldtimer-Spezialist Walter<br />

Prete berät Interessierte gerne und<br />

gibt Tipps, was bei einer Nachlackierung<br />

beachtet werden sollte. Die Besucher<br />

und Besucherinnen dürfen sich<br />

auf Feines vom Grill freuen und sich an<br />

Feldschlösschens Oldtimer-Bierfahrzeug<br />

erfrischen.<br />

●<br />

Die Einfahrt steht ab 9.30 Uhr für alle Old- und<br />

Youngtimer bis Jahrgang 1999 offen, der Eintritt bleibt<br />

für Aussteller und Besucher kostenlos.<br />

L'entrée est ouverte dès 9h30 à toutes les voitures<br />

anciennes et classiques construites jusqu'en 1999,<br />

l'entrée reste gratuite pour les exposants et les visiteurs.<br />

Qui aurait cru en 2013 que le rendez-vous de voitures anciennes<br />

du 125 e anniversaire de Calag connaîtrait un jour une<br />

telle popularité? Prévu événement ponctuel, il perdure grâce<br />

aux retours positifs. Aujourd'hui, la concentre d’anciennes et<br />

classiques de Langenthal attire plusieurs centaines de propriétaires<br />

de véhicules de toute la Suisse et même au-delà, de<br />

toutes marques et modèles. Pour la 10 e rencontre du dimanche<br />

9 juin, le CO prévoit une expo spéciale avec ses propres structures<br />

des années 30 et 40. Il y a aussi<br />

le partenaire peinture de Calag,<br />

André Koch AG, qui peut utiliser l'appareil<br />

de mesure de l'épaisseur du<br />

revêtement pour vérifier si et où une<br />

voiture classique a été repeinte et<br />

quelle quantité de mastic a été utilisée<br />

lors d'une restauration. Le spécialiste<br />

des anciennes Walter Prete<br />

se fera un plaisir de conseiller toute<br />

personne intéressée sur ce qu'il faut<br />

prendre en compte lors de la repeinture.<br />

Les visiteurs peuvent s'attendre<br />

à des délices du gril et se rafraîchir<br />

dans le véhicule à bière vintage de<br />

Feldschlösschen.<br />

●<br />

KUNSTSTOFFTEILE REPARIEREN?<br />

MIT UNSEREN TRAININGS WERDEN AUCH SIE ZUM PROFI<br />

clearcarrep.ch<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>23


Aktive Branche / Branche active<br />

Verein zur Förderung der Carrosserieberufe<br />

Angeregte Diskussionen an<br />

der GV des VFCB<br />

Nach einem Willkommenskaffee bat der vierköpfige Vorstand<br />

des VFCB am Vormittag des 7. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in den Räumlichkeiten<br />

der Glas Trösch AG in Oensingen zur 8. Generalversammlung,<br />

an der 18 von 19 Stimmberechtigten und eine Handvoll<br />

Gäste teilnahmen. Durch die Versammlung moderierten Vereinspräsident<br />

Felix Wyss und Sekretär Daniel Röschli.<br />

Die Genehmigung der Traktanden sowie des Jahresberichts<br />

oder des Protokolls der letztjährigen Versammlung waren<br />

reine Formsache. Intensivere Gespräche barg die Genehmigung<br />

des Budgets <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Aus Mitgliederreihen wurde der<br />

Wunsch geäussert, die Verwendung der Sponsoringbeiträge<br />

künftig noch detaillierter festzuhalten, um die Unterstützung<br />

zu optimieren. Die Diskussion entwickelte sich hin zur Frage,<br />

wie sich der VFCB der Öffentlichkeit wieder vermehrt präsentieren<br />

könne, wie etwa bei früheren Branchentreffpunkten.<br />

Darauf entgegnete Wyss, eine solche Gelegenheit sei ab 2<strong>02</strong>5<br />

vorhanden: «Mit dem Neubau bei der Bernexpo im Rahmen<br />

der transport-CH/carrosserie-CH/aftermarket-CH erhalten<br />

wir eine solche Bühne. Diese wird den Geist von früheren<br />

Branchenanlässen wie in Langenthal weitertragen, und das<br />

auf nationalem Niveau.»<br />

Die Mitglieder beauftragten den Vorstand schliesslich mit der<br />

Bildung einer entsprechenden Arbeitsgruppe, auch um als<br />

Verein attraktiv für neue Mitglieder zu bleiben.<br />

Der Vorstand nutzte die Gelegenheit der Versammlung, um<br />

Andi Stalder zu danken. Das Vorstandsmitglied tritt nach sieben<br />

Jahren zurück. Seinen Posten übernimmt mit Armin Haymoz<br />

einer der Vizepräsidenten von carrosserie suisse. Die Aufnahme<br />

des Fribourgers Haymoz im Vorstand sei besonders für die<br />

Westschweiz von Vorteil, so Wyss: «Durch seine Verankerung<br />

in der Romandie stärkt der VFCB seine Präsenz in der Westschweiz,<br />

um bestenfalls weiter zu wachsen.»<br />

Die nächste Generalversammlung ist für den 6. März 2<strong>02</strong>5 bei<br />

der André Koch AG in Urdorf ZH angesetzt.<br />

●<br />

Association pour la promotion des métiers de la carrosserie<br />

Discussions animées à l’AG<br />

du VFCB<br />

Après un café de bienvenue, les quatre membres du Comité du<br />

VFCB on ouvert la 8 e Assemblée générale, le matin du 7 mars<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> dans les locaux de Glas Trösch AG à Oensingen, à laquelle<br />

18 des 19 ayant-droit de votre et une poignée d'invités ont pris<br />

part. La réunion était animée par le Président de l’association,<br />

Felix Wyss, et le Secrétaire, Daniel Röschli.<br />

L'approbation des points de l'ordre du jour tels que le rapport<br />

annuel ou le procès-verbal de la réunion de l'année dernière<br />

n'a été qu'une simple formalité. L'approbation du budget<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> a donné lieu à des discussions plus intenses. Les<br />

membres ont exprimé le souhait de consigner encore plus<br />

en détail l'utilisation des contributions de parrainage afin<br />

d'optimiser le soutien. La discussion a débouché sur la question<br />

de savoir comment le VFCB pourrait sensibiliser un public<br />

plus large, comme lors des précédents rendez-vous de<br />

la branche. F. Wyss a répondu qu'une cette opportunité se<br />

présentera dès 2<strong>02</strong>5 : « Avec le nouveau bâtiment de<br />

Bernexpo, cette occasion nous sera donnée dans le cadre<br />

de transport-CH/carrosserie-CH/aftermarket-CH. Et nous<br />

pourrons ainsi perpétuer «l'esprit de Langenthal» – sur un<br />

plan national.»<br />

Les membres ont finalement chargé le Comité de former un<br />

groupe de travail correspondant, également afin de rester une<br />

association attractive pour les nouveaux membres.<br />

Le Comité a profité de la réunion pour remercier Andi Stalder,<br />

membre du Comité, qui démissionne après sept ans. Armin<br />

Haymoz, l'un des Vice-Présidents de carrosserie suisse,<br />

prendra sa relève. L’élection du Fribourgeois au sein du Comité<br />

est particulièrement avantageuse pour la Suisse romande,<br />

estime F. Wyss: «Son ancrage en Suisse romande<br />

permettra au VFCB de renforcer et de développer sa présence<br />

en Suisse romande.»<br />

La prochaine Assemblée générale est prévue le 6 mars 2<strong>02</strong>5<br />

chez André Koch AG à Urdorf ZH.<br />

●<br />

Die 8. Generalversammlung des VFCB fand am 7. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in den<br />

Räumlichkeiten der Glas Trösch AG statt.<br />

La 8 e Assemblée générale du VFCB s’est déroulée le 7 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

dans les locaux de Glas Trösch AG.<br />

Vereinspräsident Felix Wyss (links) bedankt sich bei Andi Stalder,<br />

der nach sieben Jahren aus dem Vorstand austritt für seinen Einsatz.<br />

Le Président de l’association, Felix Wyss (à g.), remercie Andi Stalder,<br />

qui quitte le Comité après sept ans, pour son engagement.<br />

24 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Wellness für Young- und Oldtimer<br />

Publireportage / Publireportage<br />

Fahrzeugliebhaber kennen und schätzen<br />

die Qualitäten der Meier Oberflächen AG<br />

in Rafz, einem in sechster Generation geführten<br />

Familienbetrieb, der weit über die<br />

Landesgrenzen hinaus als Marktführer<br />

in den Bereichen Entlacken und Entrosten<br />

bekannt ist. Ob Young- oder Oldtimer,<br />

Chassis oder Carrosserie, Benzintanks<br />

oder Fahrzeugteile – durch fachgerechte,<br />

schonende und nachhaltige Behandlung<br />

wird durch das Rafzer Unternehmen die<br />

perfekte Basis für eine gelungene Restaurierung<br />

geschaffen.<br />

Carrosserie nach der Behandlung mit<br />

Teil-Langzeitrostschutz.<br />

Inserat meier-rafz carrossier 185 x 128<br />

Im Bad bei Meier Rafz<br />

Als einziger Schweizer Anbieter entlackt<br />

Meier Rafz ganze Carrosserien im Tauchverfahren.<br />

Während mehrerer Tage befindet<br />

sich das Fahrzeug dafür in einem<br />

Entlackungsbad, wo Wärme und Lösungsmittel<br />

für eine schonende Entfernung der<br />

Lackschicht sorgen. Nach dem Bad werden<br />

gelöste Farbreste in einem mehrstündigen<br />

Prozess mit Wasserhochdruck<br />

entfernt. Es folgt eine rund eintägige<br />

Entrostungsphase, ebenfalls im Bad, mit<br />

anschliessender Kurzzeit-Rostschutzbehandlung<br />

(Passivierung) in einem weiteren<br />

Tauchbad.<br />

Bereit für bewundernde Blicke<br />

Wer sein Fahrzeug langfristig vor Rost<br />

schützen möchte, kann es nach sorgfältiger<br />

Trocknung optional zusätzlich<br />

mit einem Langzeit-Rostschutz behandeln<br />

lassen. Oberflächlich wird dieser<br />

klassisch mit einer Spritzpistole appliziert,<br />

in den Hohlräumen wird mit starren<br />

und flexiblen Sonden ausgespritzt.<br />

Schliesslich ist das Fahrzeug bereit für<br />

Carrosserien vor der Behandlung.<br />

die Restaurierung und danach für so<br />

manche bewundernde Blicke.<br />

Meier Oberflächen AG<br />

Im Hard 4<br />

CH-8197 Rafz<br />

www.meier-rafz.ch<br />

restaurieren statt verschrotten<br />

Meier Oberflächen AG<br />

Im Hard 4 · CH-8197 Rafz<br />

www.meier-rafz.ch<br />

Tel. +41 43 433 44 00<br />

Fax +41 43 433 44 29<br />

info@meier-rafz.ch<br />

professionell. umweltbewusst. zertifiziert.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>25


Der Verein zur Förderung der Carrosserieberufe bezweckt die Förderung und die Wahrung der Berufsinteressen<br />

im Carrosseriegewerbe. Der VFCB unterstützt mit seinen Mitteln die Berufs­ und Weiterbildung der<br />

Carrosserieberufe.<br />

L'association pour la promotion des métiers de la carrosserie a pour objectif de promouvoir et de protéger les<br />

intérêts professionnels de la carrosserie. Avec ses fonds, la VFCB soutient des formations professionnelles et<br />

continues en carrosserie<br />

Goldpartner / Partenaires or


Silberpartner / Partenaires argent<br />

Zusammen sind wir stark<br />

André Koch AG<br />

Bronzepartner / Partenaires bronze<br />

GCS Schweiz AG<br />

Zusätzliche Marken / Marques supplémentaires<br />

SWITZERLAND<br />

carrosserie suisse und der VFCB danken ihren Mitgliedern und Gönnern für die wertvolle<br />

Unterstützung zum Wohle der zukünftigen <strong>Carrossier</strong>s!<br />

carrosserie suisse et la VFCB tiennent à remercier leurs membres et sponsors pour leur précieux soutien au<br />

profit des futurs carrossiers!


Reportage / Reportage<br />

Neue Marken aus Fernost<br />

Chinesische Marken<br />

wollen mitmischen<br />

Bisher war das Angebot chinesischer Automodelle<br />

in der Schweiz überschaubar. Das soll sich nun<br />

ändern: Im Umfeld des Genfer Salons kündigten<br />

gleich mehrere Marken ihren Markteintritt an.<br />

Das in spanischem Besitz befindliche Unternehmen Astara ist<br />

hierzulande mit Marken wie Hyundai, Nissan, Abarth, Alfa Romeo,<br />

Fiat und Jeep inzwischen der drittgrösste Importeur. Zu den bisherigen<br />

chinesischen Marken Maxus (maxusmotors.ch) und Aiways<br />

(aiways-switzerland.ch) gehört seit dem 1. März nun auch<br />

MG zum Portfolio. Astara und MG arbeiten bereits in Peru, Belgien<br />

und Luxemburg zusammen. Nicole Sahlmann, Brand Director<br />

von MG Motor in der Schweiz, erklärt: «Die Marke MG kommt<br />

zum richtigen Zeitpunkt und mit einem äusserst interessanten<br />

Angebot in die Schweiz. Sie macht Elektromobilität für die Öffentlichkeit<br />

erschwinglich und bietet gleichzeitig Qualität und Leistung.<br />

Die Marke ist progressiv und originell – und sie richtet sich<br />

nicht nach einem Status aus. Vielmehr stellt sie die Freude an der<br />

modernen Mobilität in den Mittelpunkt.» Mit über 230 000 verkauften<br />

Fahrzeugen im Jahr 2<strong>02</strong>3 zählt MG inzwischen zu den<br />

bedeutenden Automarken in Europa. Die Palette von Personenwagen<br />

und SUV deckt die gesamte Bandbreite an Antriebssystemen<br />

ab, vom Verbrennungsmotor über die HEV- und PHEV- bis<br />

zu den vollelektrischen BEV-Versionen. Unter mgmotorswitzerland.ch<br />

sind die ersten vier Modelle zu sehen, die lanciert werden<br />

Nouvelles marques d’Extrême-Orient<br />

Les chinoises<br />

arrivent en force<br />

Jusqu’à présent, l’offre de modèles de voitures<br />

chinoises en Suisse était gérable. Le tournant a<br />

cependant déjà eu lieu: plusieurs marques annoncent<br />

leur entrée sur le marché au Salon de<br />

Genève.<br />

L'entreprise en mains espagnoles Astara est désormais le 3 ème<br />

plus gros importateur dans notre pays avec des marques telles<br />

que Hyundai, Nissan, Abarth, Alfa Romeo, Fiat et Jeep. Les anciennes<br />

marques chinoises Maxus (maxusmotors.ch) et Aiways<br />

(aiways-switzerland.ch) incluent désormais MG dans leur portefeuille<br />

depuis le 1 er mars. Astara et MG travaillent déjà ensemble<br />

au Pérou, en Belgique et au Luxembourg. Nicole Sahlmann, Directrice<br />

de la marque MG Motor en Suisse, explique: «La marque<br />

MG arrive en Suisse au bon moment et avec une offre extrêmement<br />

intéressante. Elle rend l’électromobilité abordable pour le<br />

grand public tout en offrant qualité et performance. La marque<br />

est progressiste et originale – et le statut lui importe peu. Elle se<br />

concentre plutôt sur les joies de la mobilité moderne. Avec plus<br />

de 230 000 véhicules vendus en 2<strong>02</strong>3, MG est aujourd’hui l’une<br />

des marques automobiles les plus importantes en Europe. La<br />

gamme de voitures particulières et de SUV couvre toute la<br />

gamme des systèmes d'entraînement, des moteurs à combustion<br />

aux versions HEV et PHEV jusqu'aux versions BEV entièrement<br />

électriques. Les quatre premiers modèles lancés sont visibles<br />

Chinesische Autos erobern die Schweiz – oder haben es zumindest vor, wie etwa der kompakte MG4.<br />

Les voitures chinoises conquièrent la Suisse – ou du moins envisagent de le faire, comme la compacte MG4.<br />

28 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Reportage / Reportage<br />

Bei einer Gesamtlänge von 4,90 Metern beeindruckt der Voyah Free mit einer fliessenden Seitenlinie und unverwechselbaren Design-Highlights.<br />

Avec une longueur totale de 4,90 mètres, le Voyah Free impressionne par une ligne latérale fluide et des détails de design incomparables.<br />

– drei BEVs (darunter ein Kompaktauto ab 28 990 Franken) sowie<br />

ein Benziner-Kompakt-SUV (ab 17 990 Franken).<br />

Grösster BEV-Hersteller der Welt<br />

BYD steht für Build Your Dreams (baue deine Träume) und ist<br />

mittlerweile der grösste Hersteller batterie-elektrischer Autos.<br />

Nachdem Emil Frey bereits in mehreren europäischen Ländern<br />

den Vertrieb der 1995 gegründeten Marke übernommen hat,<br />

wurde diese Aufgabe nun auch für die Schweiz bestätigt. Marcel<br />

Guerry, CEO von Emil Frey Schweiz, zeigt sich begeistert<br />

von der neuen Hightech-Partnerschaft: «Wir sind hocherfreut,<br />

unsere Reise mit BYD zu beginnen und ihre hervorragenden<br />

Elektrofahrzeuge in der Schweiz und Liechtenstein zu vermarkten.<br />

Mit dem Fokus von BYD auf überlegene Technologie und<br />

der grossen Erfahrung und Kundennähe von Emil Frey sind alle<br />

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Partnerschaft gegeben.»<br />

Auf der Webseite bydauto.ch werden fünf Modelle gezeigt,<br />

die nahelegen, dass BYD sich im Premiumsegment breit<br />

machen möchte. Auf der Einstiegsseite findet man auch gleich<br />

die Möglichkeit, sich als Händler zu bewerben.<br />

Netzwerkerweiterung für Newcomer<br />

Noyo Mobility wurde 2<strong>02</strong>3 gegründet, um qualitativ hochwertige<br />

Elektroautos chinesischer Hersteller (auch) in die Schweiz<br />

zu importieren. Nach der Markteinführung des Voyah Free baut<br />

Noyo den Vertrieb weiter aus. Voyah ist die Premiummarke des<br />

etablierten Autobauers Dongfeng Motor Corporation (DMC).<br />

Mittlerweile können Kundinnen und Kunden den E-SUV an neun<br />

Standorten live erleben – und ab 69 990 Franken kaufen. Jüngster<br />

Zugewinn im Vertriebs- und Servicenetz ist das Imholz<br />

Autohaus in Cham. «Der Voyah Free ist eine tolle Ergänzung<br />

unserer Fahrzeugauswahl und hat im Premiumbereich ein wirklich<br />

sensationelles Preis/Leistungs-Verhältnis. Wir erhalten<br />

bereits ein sehr gutes Kundenfeedback und freuen uns schon<br />

jetzt auf die nächsten E-Modelle von Noyo», so Alexander Fried,<br />

der als Mitglied der Geschäftsleitung zusammen mit seinem<br />

Kollegen Marcel Jenny den Vertrieb der Premiumfahrzeuge bei<br />

der Imholz Autohaus AG verantwortet.<br />

Das Noyo-Team plant, in den nächsten zwölf Monaten bis zu<br />

vier neue Fahrzeuge in der Schweiz zu etablieren – neben einem<br />

Kompakt-SUV und einem grossen Geländewagen namens<br />

Mhero soll es auch einen Van sowie ein günstiges Einstiegssur<br />

mgmotorswitzerland.ch – trois BEV (dont une voiture compacte<br />

à partir de 28 990 frs) et un SUV compact essence (à partir<br />

de 17 990 frs).<br />

Le plus grand fabricant de BEV au monde<br />

BYD signifie Build Your Dreams («réalisez vos rêves») et est<br />

désormais le plus grand fabricant de voitures électriques à<br />

batterie. Après qu'Emil Frey ait déjà repris les ventes de la<br />

marque fondée en 1995 dans plusieurs pays européens, cette<br />

tâche est désormais également confirmée pour la Suisse. Marcel<br />

Guerry, PDG d'Emil Frey Suisse, est enthousiasmé par ce<br />

nouveau partenariat de haute technologie: «Nous sommes<br />

ravis de commencer notre aventure avec BYD et de commercialiser<br />

leurs exceptionnels véhicules électriques en Suisse et<br />

au Liechtenstein. Avec l'accent mis par BYD sur une technologie<br />

supérieure et la vaste expérience et la proximité client<br />

d'Emil Frey, toutes les conditions préalables à un partenariat<br />

réussi sont réunies.» Cinq modèles sont présentés sur le site<br />

bydauto.ch, ce qui suggère que BYD souhaite se développer<br />

sur le segment premium. Sur la page d'accès, vous trouvez<br />

aussi la possibilité de postuler en tant que revendeur.<br />

Expansion du réseau pour les nouveaux arrivants<br />

Noyo Mobility a été fondée en 2<strong>02</strong>3 pour (également) importer<br />

en Suisse des voitures électriques de haute qualité de constructeurs<br />

chinois. Après le lancement sur le marché du Voyah Free,<br />

Noyo continue d'augmenter ses ventes. Voyah est la marque<br />

haut de gamme du constructeur établi Dongfeng Motor Corporation<br />

(DMC). Les clients peuvent désormais découvrir l’E-SUV<br />

en direct sur neuf sites – à partir de 69 990 frs. Le dernier-né<br />

du réseau de vente et de service est le concessionnaire automobile<br />

Imholz à Cham. «Le Voyah Free est un bel ajout à notre<br />

sélection et présente un rapport qualité-prix vraiment sensationnel<br />

dans la gamme premium. Nous recevons déjà de très<br />

bons commentaires de nos clients et attendons avec impatience<br />

les prochains modèles électriques de Noyo», déclare Alexander<br />

Fried, qui, membre de l'équipe de direction, est responsable avec<br />

son collègue Marcel Jenny de la vente des véhicules haut de<br />

gamme chez Imholz Autohaus AG.<br />

L'équipe Noyo prévoit de lancer jusqu'à quatre nouveaux modèles<br />

en Suisse en l‘espace de douze mois. Outre un SUV compact<br />

et un gros véhicule tout-terrain appelé Mhero, il y aura<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>29


Reportage / Reportage<br />

Mit dem 390 kW starken Hochleistungselektromotor beschleunigt die Allradversion des BYD Seal in nur 3,8 Sekunden von 0 auf 100 km/h.<br />

Avec le moteur électrique haute performance de 390 kW, la version à traction intégrale du BYD Seal accélère de 0 à 100 km/h en seulement 3,8 s.<br />

modell unter 25 000 Franken geben, natürlich allesamt elektrisch<br />

angetrieben. Mehr zum Voyah Free gibt es unter voyah.<br />

ch und zum Importeur unter noyo-europe.com.<br />

Ein unschlagbares Preis/Leistungs-Verhältnis<br />

Bereits an der letztjährigen Auto Zürich Car Show feierte die Marke<br />

Elaris Schweizer Premiere und sorgte mit ihren frechen, witzigen<br />

Spots für Aufsehen. «Wie bieten Elektromobilität zu einem<br />

unschlagbaren Preis/Leistungs-Verhältnis», verspricht Reto Hosig,<br />

Geschäftsführer der Elaris (Schweiz) AG. «Elaris ist wie für die<br />

Schweiz gemacht.» Das Konzept: Aus verschiedenen chinesischen<br />

Marken werden die für die Schweiz am besten passenden<br />

Fahrzeuge ausgesucht. Nach den beiden in Zürich gezeigten Modellen<br />

Beo und Dyo – der eine ein Full Electric Premium SUV, der<br />

andere ein wendiger Zweisitzer – sollen noch dieses Jahr fünf<br />

neue Modelle in der Schweiz lanciert werden. Unter elaris.swiss<br />

sind gleich sechs Fahrzeuge zu sehen, darunter auch ein Transporter<br />

und ein Kleinbus. Der Teileservice wird organisiert über ein<br />

Zentrallager in Deutschland, mit Logistik durch Aftersalespartner<br />

Derendinger und Reparaturanleitungen durch den Importeur.<br />

Da die meisten Marken ihr Händler- und Servicenetz erst aufbauen,<br />

sind Zuständigkeiten und Ansprechpartner noch nicht<br />

abschliessend definiert. Auf den Webseiten finden sich in der<br />

Regel aber Kontaktmöglichkeiten. <br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: Hersteller<br />

également un fourgon et un modèle d'entrée de gamme abordable<br />

à moins de 25 000 frs. Électrique, bien sûr. Vous pouvez<br />

en savoir plus sous voyah.ch. Importateur: noyo-europe.com.<br />

Un rapport qualité/prix imbattable<br />

L'année dernière, à l’expo Auto Zurich Car Show, la marque Elaris<br />

a célébré sa première en Suisse et a fait sensation avec ses spots<br />

coquins et amusants. «Nous proposons l'électromobilité à un rapport<br />

qualité/prix imbattable», promet Reto Hosig, directeur général<br />

d'Elaris (Suisse) SA. «Elaris est faite pour la Suisse.» Le concept:<br />

les véhicules les plus adaptés à la Suisse sont sélectionnés parmi<br />

différentes marques chinoises. Après les deux modèles Beo et Dyo<br />

présentés à Zurich – l'un un SUV premium entièrement électrique,<br />

l'autre un biplace maniable – cinq nouveaux modèles seront lancés<br />

en Suisse cette année. Six véhicules sont visibles sur elaris.swiss,<br />

dont une camionnette et un minibus. Le service des pièces détachées<br />

est organisé via un entrepôt central en Allemagne, avec une<br />

logistique assurée par le partenaire après-vente Derendinger et<br />

des instructions de réparation fournies par l'importateur.<br />

Etant donné que la plupart des marques viennent tout juste de<br />

créer leur réseau de revendeurs et de services, les responsabilités<br />

et les personnes de contact n'ont pas encore été définies<br />

de manière définitive. Cependant, il existe généralement des<br />

options de contact sur les sites en ligne.<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro; images: usines<br />

Der Zweisitzer Elaris Dyo verfügt über ein multifunktionales Tablet, das eine individuelle App-Nutzung über den Smartphone-Hotspot ermöglicht.<br />

L'Elaris Dyo biplace dispose d'une tablette multifonctionnelle qui permet une utilisation individuelle des applications via le hotspot du smartphone.<br />

30 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Fokus / En mire<br />

Werkstatt der Zukunft<br />

Intelligente Helfer<br />

für mehr Flexibilität<br />

Ob künstliche Intelligenz, 3D-Drucker und -Scanner,<br />

Mischroboter oder Einrichtungen für Hochvolttechnik:<br />

Neue Technologien drängen auch in<br />

die Carrosseriewerkstatt und Lackiererei. Wir<br />

werfen einen Blick in die Werkstatt der (nahen)<br />

Zukunft.<br />

Es gibt vielfältige, meist handfeste Gründe, weshalb sich Unternehmer<br />

für verschiedene neue Technologien interessieren:<br />

– Künstliche Intelligenz zur Beantwortung von Kundenanfragen<br />

wird ein immer wichtigeres Instrument, auch um<br />

den Fachkräftemangel abzufedern.<br />

– Apps zur Foto- und Zeiterfassung vereinfachen und<br />

verschnellern Prozesse und werden teilweise künftig von<br />

Versicherern vorgeschrieben.<br />

– Ersatzteile, die nicht in der gewünschten Zeit oder gar nicht<br />

mehr lieferbar sind, können kostengünstig mit CAD und<br />

einem 3D-Drucker gefertigt werden.<br />

– Ein automatisches Farbmischsystem reduziert Abfallmenge,<br />

spart Arbeitszeit und erhöht so die Profitabilität.<br />

– Neue Technologien wie Elektromobilität und Materialmix<br />

verlangen neue Sicherheitsvorkehrungen.<br />

Strassenverkehrsamt Aargau als Pionier<br />

Chatbots sind seit einigen Jahren ein fester Begriff: Sie beantworten<br />

schriftliche Nutzeranfragen mithilfe künstlicher Intelligenz<br />

automatisch. Nun kommen auch immer mehr Voicebots<br />

(= Wortpaarung von Voice für Stimme und Bot für Roboter) ins<br />

Spiel. So zählt seit Juni 2<strong>02</strong>1 das Strassenverkehrsamt Aargau<br />

auf die Hilfe der Mitarbeiterin Vicky. Sie ist ein solcher Voicebot<br />

und hat auf mindestens 23 der häufigsten wiederkehrenden<br />

Fragen eine Antwort – und lernt kontinuierlich dazu. Vicky ist<br />

L’atelier du futur<br />

Des assistants<br />

intelligents pour<br />

plus de flexibilité<br />

Qu'il s'agisse de l'intelligence artificielle, d‘imprimantes<br />

et de scanners 3D, de robots mélangeurs<br />

ou d‘équipements pour la technologie haute<br />

tension : les nouvelles technologies font leur<br />

entrée dans les ateliers de carrosserie et de<br />

peinture. Retour sur l'atelier du «futur proche».<br />

Il y a diverses raisons, pour la plupart tangibles, d’intéresser<br />

les entrepreneurs à diverses nouvelles technologies:<br />

– L'intelligence artificielle permettant de répondre aux demandes<br />

des clients devient un outil de plus en plus important<br />

pour pallier la pénurie de collaborateurs qualifiés..<br />

– Les applications de prise de photos et de saisie du temps de<br />

travail simplifient et accélèrent les processus et seront parfois<br />

exigées par les assureurs à l'avenir.<br />

– Les pièces de rechange qui ne sont plus disponibles, ou à tout<br />

le moins pas dans les délais souhaités, peuvent être fabriquées<br />

de manière rentable à l'aide de la CAO et d'une imprimante 3D.<br />

– Un système de mélange automatique réduit les déchets,<br />

économise le temps de travail et augmente ainsi la rentabilité.<br />

– Les nouvelles technologies (électromobilité et mélange de<br />

matériaux) nécessitent de nouvelles précautions de sécurité.<br />

Un pionnier: l'Office de la circulation routière d'Argovie<br />

Les agents conversationnels («chatbot») sont déjà connus: ils<br />

répondent automatiquement aux requêtes écrites des utilisateurs<br />

via l’IA. Aujourd’hui, de plus en plus de robots vocaux<br />

entrent en jeu, les «voicebots», néologisme anglais pour<br />

«voice» (voix) et «bot» (robot) . Depuis juin 2<strong>02</strong>1, l'OCR d'Argo-<br />

Die SilverDAT FotoApp führt den User durch den Prozess, so werden<br />

die Aufnahmen strukturiert gemacht und auch direkt beschriftet.<br />

La SilverDAT PhotoApp guide l'utilisateur tout au long du processus,<br />

de sorte que les photos sont prises de manière structurée et également<br />

étiquetées directement..<br />

Raphael Ebneter zeigt uns ein komplexes Bauteil, das mit dem<br />

3D-Drucker von Bambu Lab (rechts im Bild) hergestellt wurde.<br />

Raphael Ebneter nous montre un composant complexe réalisé à l'aide<br />

de l'imprimante 3D Bambu Lab (à dr. sur la photo)..<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>31


Fokus / En mire<br />

Mit CAD-Programm und marktüblichem 3D-Drucker lassen sich<br />

beliebige Teile in unterschiedlicher Güte und Struktur herstellen.<br />

A l'aide de programmes de CAO et d'imprimantes 3D disponibles dans<br />

le commerce, toutes les pièces de qualité et de structure différentes<br />

peuvent être produites.<br />

so trainiert, dass sie Fragen auf Dialekt und auf Hochdeutsch<br />

versteht. Wird sie mit dem Mobiltelefon angerufen, versendet<br />

Vicky im Anschluss an den Anruf eine SMS, wo alle relevanten<br />

Informationen und Formulare zu finden sind.<br />

Vicky soll inzwischen in der Lage sein, die Hälfte aller Anrufe<br />

beantworten zu können. Sie arbeitet immer dann, wenn die<br />

Telefonleitungen bereits besetzt sind oder Kundschaft ausserhalb<br />

der Öffnungszeiten anruft.<br />

Sie können sich gut vorstellen, einen Sprachroboter für den<br />

eigenen Betrieb zu nutzen? Die Google-Suche «Voicebot» listet<br />

eine Vielzahl kommerzieller Anbieter auf.<br />

Foto-App bald Pflicht?<br />

Auch Versicherungen stehen zunehmend unter Kostendruck<br />

und müssen ihre Prozesse effizienter gestalten und nach Möglichkeit<br />

automatisieren. Dies einerseits durch den Einsatz von<br />

Kommunikationsplattformen wie e-Service (Seite 40), andererseits<br />

aber auch durch die automatisierte Nutzung der von<br />

den Reparateuren übermittelten Daten. Dafür benötigen die<br />

Versicherungen zunehmend strukturierte, also im Rahmen<br />

eines Prozessablaufs geführt aufgenommene Bilder, die standardisiert<br />

beschriftet sind. So hat jüngst die AXA kommuniziert,<br />

dass Schadenfälle nur noch mit acht strukturierten Bildern<br />

eingereicht werden dürfen (Seite 42). Auch die Generali verlangt<br />

zu jedem Schadenfall ein korrekt zugewiesenes Bild<br />

eines Fahrzeugausweises.<br />

Auswege bieten hier integrierte Lösungen wie die SilverDAT<br />

FotoApp, die allen Nutzern des Kalkulationssystems Silver-<br />

DAT 3 kostenlos zur Verfügung steht. Beim Einstieg erkennt sie<br />

das aufgenommene Fahrzeug anhand des Kontrollschilds, und<br />

anhand einer entsprechend erstellten Silhouette wird der Nutzer<br />

intuitiv geführt, die benötigen Aufnahmen des Fahrzeugs zu<br />

erstellen. Für die nahtlose Weiterverarbeitung stehen die Bilder<br />

in SilverDAT 3 wie auch in e-Service bereits richtig beschriftet<br />

zur Verfügung und können per Knopfdruck einem Schadenfall<br />

zugeordnet werden, um anschliessend über e-Service mit der<br />

Reparaturanfrage übermittelt zu werden.<br />

Es ist bekannt, dass verschiedene internationale Akteure da ran<br />

arbeiten, solche Bilder mithilfe einer KI automatisch auszuwerten,<br />

um damit eine Vorkalkulation zu erstellen. Philipp Zimmermann,<br />

Geschäftsführer Auto-i-DAT AG, dazu: «Perspektivisch<br />

eine tolle Möglichkeit, um Prozesse weiter zu automatisieren,<br />

Sascha Feller konnte für einen gebrochenen, nicht erhältlichen<br />

Drehregler mit seinem 3D-Drucker einen Ersatz (r.) herstellen.<br />

Sascha Feller a réussi à remplacer (à dr.) une manette de réglage<br />

cassée et indisponible à l'aide de son imprimante 3D.<br />

vie compte sur l'aide de la collaboratrice Vicky. Il s'agit de l'un<br />

de ces robots vocaux. Il répond à au moins 23 des questions<br />

les plus fréquemment posées et apprend constamment. Vicky<br />

est formée pour comprendre les questions en dialecte et en<br />

bon-allemand. Si un appel est passé à l'aide d'un portable,<br />

Vicky envoie un SMS après l'appel, avec toutes les informations<br />

et formulaires pertinents. Vicky est capable de répondre à la<br />

moitié de tous les appels. Un service qui s‘actionne immédiatement<br />

dès que les lignes téléphoniques sont déjà occupées<br />

ou qu‘un appel arrive en dehors des heures de bureau.<br />

Pouvez-vous facilement imaginer utiliser un robot vocal pour<br />

votre propre entreprise ? La recherche Google « Voicebot »<br />

répertorie un grand nombre de fournisseurs commerciaux.<br />

L'application photo bientôt obligatoire?<br />

Les assurances aussi sont soumises à la pression des coûts<br />

pour rendre leurs processus plus efficaces, les automatiser.<br />

Grâce à des plateformes de communication telles e-Service (p.<br />

40), mais aussi à l'utilisation automatisée des données transmises<br />

par les réparateurs. Pour ce faire, les assurances ont de<br />

plus en plus besoin d'images structurées, c-à-d d'images prises<br />

dans le cadre d'un flux de processus et étiquetées de manière<br />

standardisée. AXA vient d’annoncer que les réclamations ne<br />

pouvaient être soumises qu'avec 8 images structurées (p. 42).<br />

Generali exige également, pour chaque dommage, une photo<br />

correctement attribuable au permis de circulation du véhicule.<br />

Des solutions intégrées sont proposées, telles que SilverDAT<br />

PhotoApp, disponible gratuitement pour tous les utilisateurs<br />

du système de calcul SilverDAT 3. D‘entrée, l‘application reconnaît<br />

le véhicule enregistré sur la base de la plaque d'immatriculation<br />

et, sur la base d'un profil («silhouette») créé en<br />

conséquence, l'utilisateur est guidé intuitivement pour créer<br />

les images nécessaires du véhicule, qui sont étiquetées correctement<br />

d‘emblée pour assurer une suite sans faille de la<br />

procédure dans SilverDAT 3 et dans e-Service. Elles sont alors<br />

affectées aux cas par simple pression sur un bouton, puis envoyées<br />

via e-Service avec la demande de réparation.<br />

Divers acteurs internationaux travaillent à l’évaluation automatique<br />

de ces images par l’IA pour la calculation préliminaire.<br />

Zimmermann, directeur général d'Auto-i-DAT AG, déclare:<br />

«En perspective, il s'agit d'une excellente opportunité<br />

d'automatiser, de numériser et, à terme, de simplifier davantage<br />

les processus. Par exemple, il sera possible à l’avenir de<br />

32 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Fokus / En mire<br />

zu digitalisieren und letztendlich auch zu vereinfachen. So werden<br />

sich künftig automatisierte Aussagen darüber treffen lassen,<br />

welche Teile an einem Fahrzeug beschädigt sind und wie<br />

damit zu verfahren ist. Das wird vielen professionellen Anwendern<br />

das Tagesgeschäft wesentlich erleichtern.» Sauber lösen<br />

können das Problem seiner Einschätzung nach nur Akteure,<br />

deren Daten aller Fahrzeugmodelle topaktuell sind. Dies betreffe<br />

Ersatzteile, Reparaturzeiten und vor allem Ersatzteilpreise<br />

und Lackmaterialien. «KI wird uns alle in unserem Arbeitsalltag<br />

künftig in vielen Bereichen unterstützen, auch in<br />

der Werkstatt. Die Zukunft gehört denen, die sich heute schon<br />

darauf vorbereiten. Deswegen arbeiten wir bei der Auto-i-DAT<br />

seit längerem mit dem Partner DAT an Branchenlösungen.»<br />

Wo 3D-Drucker schon Alltag sind<br />

Raphael Ebneter ist Konstrukteur beim Richterswiler Fahrzeugbauunternehmen<br />

Carrosserie Rusterholz und Hauptnutzer der<br />

hauseigenen 3D-Drucker. Das erste (und grösste) Gerät der<br />

Marke Deltatower wurde 2016 beschafft und kostete damals<br />

rund 10 000 Franken. «Ich nutze ihn nur noch für grosse Teile»,<br />

so Ebneter, denn der inzwischen etwas in die Jahre gekommene<br />

Apparat druckt deutlich langsamer und weniger fein aufgelöst<br />

als seine neueren Kollegen. 2018 kam der UltiMaker für<br />

mittelgrosse Teile hinzu und seit 2<strong>02</strong>3 nutzt Ebneter die neuste<br />

Technologie von Bambu Lab, für die nur noch 2500 Franken<br />

fällig waren: «Das Resultat sieht aus wie ein Spritzgussteil.»<br />

Das Prinzip eines 3D-Druckers lasse sich am ehesten mit einer<br />

auf drei Achsen gesteuerten Heissleimpistole beschreiben, die<br />

mit einem CAD-Programm konstruierte Teile in Schichten – sogenannte<br />

Slices – aufträgt. Es können unterschiedliche Innenstrukturen<br />

gewählt werden, je nach Anforderungen an Festigkeit<br />

und Gewicht. Als Rohmaterial (also als «Druckertinte») dient<br />

das sogenannte Filament. Auf einer Rolle aufgewickelt, kann<br />

es aus Nylon, Gummi oder einem anderen Kunststoff bestehen,<br />

je nachdem, welche Eigenschaften das fertige Teil haben<br />

soll. «Der Drucker ist bei uns fast täglich im Einsatz», erzählt<br />

Ebneter. «Wir stellen damit Seitenspiegelblinker her, aber auch<br />

faire des déclarations automatisées indiquant quelles parties<br />

d’un véhicule sont endommagées et comment y remédier.<br />

Cela facilitera grandement le travail quotidien de nombreux<br />

utilisateurs professionnels. Selon lui, seuls les acteurs dont<br />

les données pour tous les modèles de véhicules sont à jour<br />

peuvent résoudre le problème correctement. Cela affecte les<br />

pièces de rechange, les délais de réparation et surtout les<br />

prix des pièces de rechange et les matériaux de peinture. « A<br />

l’avenir, l’IA nous soutiendra tous dans de nombreux domaines<br />

de notre travail quotidien, y compris dans les ateliers. L’avenir<br />

appartient à ceux qui s’y préparent aujourd’hui. C'est pourquoi<br />

chez Auto-i-DAT, nous travaillons depuis longtemps avec<br />

notre partenaire DAT sur des solutions pour notre branche.»<br />

Où les imprimantes 3D font déjà partie du quotidien<br />

Raphael Ebneter est constructeur à la Carrosserie Rusterholz<br />

de Richterswil et principal utilisateur de l'imprimante 3D interne.<br />

Le 1 er (et le plus grand) appareil Deltatower a été acheté<br />

en 2016 pour environ 10 000 frs. «Je ne l'utilise que pour les<br />

grandes pièces, car la machine, aujourd'hui un brin obsolète,<br />

imprime beaucoup plus lentement et avec une résolution moins<br />

fine que les plus récentes.» En 2018, l'UltiMaker pour pièces<br />

de taille moyenne a été ajouté et depuis 2<strong>02</strong>3, Ebneter utilise<br />

la dernière technologie de Bambu Lab (prix modique: 2500 frs)<br />

: «On obtient des pièces telles que moulées par injection.»<br />

Le principe d'une imprimante 3D peut être décrit comme un<br />

pistolet à colle chaude contrôlé sur trois axes, qui construit par<br />

application, couche après couche («slice») des pièces conçues<br />

à l'aide d'un programme de CAO. Une variété de structures<br />

internes peuvent être sélectionnées, en fonction des exigences<br />

de résistance et de poids. Le filament (l'«encre d'imprimante»)<br />

sert de matière première est en nylon, en caoutchouc ou en un<br />

autre plastique et enroulé sur un rouleau, selon les propriétés<br />

désirées de la pièce finie. «Nous utilisons l'imprimante presque<br />

tous les jours», explique Ebneter. «Nous l'utilisons pour produire<br />

des clignotants de rétroviseurs latéraux, mais aussi des<br />

adaptateurs pour la console centrale et le tableau de bord<br />

ainsi que des petits manchons en caoutchouc.» Ebneter est<br />

enthousiasmé par les possibilités.<br />

Sascha Feller utilise aussi une imprimante 3D dans sa carrosserie<br />

du même nom à Thoune: «Par exemple, pour les clips<br />

Personalisierte Halterungen für Spritzschutzhauben der Carrosserie<br />

Feller, gefertigt mit dem eigenen 3D-Drucker.<br />

Supports personnalisés pour cagoules anti-éclaboussures de la<br />

Carrosserie Feller, fabriqués avec leur propre imprimante 3D.<br />

Das vollautomatische Farbmischsystem Irus Mix ist ein wichtiges<br />

Element des digitalen Farbtonmanagementprozesses von Axalta.<br />

Le système de mélange de couleurs Irus Mix entièrement automatisé<br />

est un élément important du processus de gestion numérique des<br />

couleurs d'Axalta.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>33


Fokus / En mire<br />

Ivica Juric, Schulungsleiter der André Koch AG in Urdorf, demonstriert,<br />

wie eine Pump-Unit zum Farbdosenwechsel herausgenommen wird.<br />

Ivica Juric, responsable de la formation chez André Koch AG à Urdorf,<br />

montre comment démonter une unité de pompage pour changer les<br />

pots de peinture.<br />

Adapter für Mittelkonsole und Armaturenbrett sowie kleine<br />

Gummi manschetten.» Begeistert ist Ebneter von der Möglichkeit,<br />

mit einem entsprechenden Druckbett Struktur auf die Oberfläche<br />

zu bringen.<br />

Auch Sascha Feller nutzt in seiner gleichnamigen Carrosserie<br />

in Thun einen 3D-Drucker: «Zum Beispiel für Clips, die man vom<br />

Hersteller nicht oder nur zusammen mit einem grossem Ersatzteil<br />

erhält. Oder letzte Woche ist der Regler eines Geräts abgebrochen,<br />

den es nirgends gibt. Ich habe ihn mit CAD nachgezeichnet,<br />

gedruckt, und die Maschine funktioniert wieder wie<br />

zuvor.» Als weiteres Beispiel nennt Feller Halter für Spritzschutzhauben,<br />

die er für jeden Lackierer personalisiert konstruiert<br />

hat. «Klar mache ich das, weil ich ein Technikfreak bin,<br />

aber es gibt viele Teile, die man nicht kaufen kann. Ein weiterer<br />

Vorteil ist auch die ganze Umweltbelastung: Es sind keine Transporte<br />

nötig und die Herstellung erfolgt ohne graue Energie. Ich<br />

sehe ein Riesenpotenzial und bin überzeugt, dass in den nächsten<br />

zehn bis zwanzig Jahren 3D-Druck massiv zunehmen wird.»<br />

Schneller, genauer, sparsamer und vollautomatisch<br />

Im Trainingscenter der André Koch AG in Urdorf zeigt uns<br />

Schulungsleiter Ivica Juric den vor einem halben Jahr eingeführten<br />

Irus Mix von Axalta. Dabei handelt es sich um eine<br />

schnelle, vollautomatische Mischanlage als Bestandteil des<br />

digitalen Farbtonmanagementprozesses «Irus», erhältlich für<br />

die Axalta-Lackmarken Standox, Spies Hecker und Cromax.<br />

Alle Grundfarbtöne der Mischbank sind im Originalgebinde auf<br />

«Pump Units» montiert. So ist kein Umfüllen von Farbdosen<br />

nötig. Der Arm der Irus Mix holt dann für den angeforderten<br />

Farbton das jeweilige Pump Unit und dosiert die exakte, volumetrische<br />

Menge in den Mischbecher. Die Kontrolle der korrekten<br />

Mischung erfolgt über die Waage. Dadurch wird ein sehr<br />

schneller und auch sehr genauer Mischvorgang gewährleistet.<br />

Die Gebinde der Pump Units werden kopfüber gelagert, was<br />

eine umweltschonende, restlose Entleerung der Behälter sicherstellt.<br />

«Die Kombination aus digitalem Farbtonmessgerät und Irus Mix<br />

sehen wir als richtigen Weg für die prozessoptimierte Farbtonmischung»,<br />

so Juric. «Ab einer Mischmenge von 50 Gramm ist<br />

die höchste Farbtongenauigkeit möglich und dadurch auch eine<br />

Sehon Cameleon ist ein komplettes Werkstattprogramm für die<br />

sichere Reparatur von BEV-, HEV und PHEV- und FCEV-Fahrzeugen.<br />

Sehon Cameleon est un programme d'atelier complet pour la<br />

réparation en toute sécurité des véhicules BEV, HEV et PHEV et FCEV.<br />

qu'on n‘obtient pas chez le fabricant ou qu‘en commandant une<br />

grosse pièce de rechange particulière. La semaine dernière, la<br />

manette de réglage d'un appareil impossible à trouver s'est<br />

cassée. Je l'ai dessiné en DAO, l'ai imprimé et la machine fonctionne<br />

comme avant.» Autre exemple: Feller cite les supports<br />

pour cagoule anti-éclaboussures, qu'il a conçus individuellement<br />

pour chaque peintre. «Bien sûr, je le fais parce que je suis<br />

un passionné de technologie, mais il y a beaucoup de pièces<br />

qu'on ne peut pas acheter. Autre avantage: l’impact environnemental<br />

global, aucun transport n’est nécessaire et la production<br />

s’effectue sans énergie grise. Je vois un énorme potentiel<br />

et je suis sûr que l’impression 3D se développera massivement<br />

ces 10 à 20 prochaines années.»<br />

Plus rapide, précis, économique et entièrement automatisé<br />

Au centre de formation André Koch AG à Urdorf, le responsable<br />

de la formation Ivica Juric nous présente l'Irus Mix d'Axalta,<br />

introduit il y a 6 mois, système de mélange rapide et entièrement<br />

automatique faisant partie du processus de gestion numérique<br />

des couleurs « Irus », disponible pour les marques de<br />

peinture Axalta Standox, Spies Hecker et Cromax.<br />

Toutes les couleurs de base du banc de mélange sont montées<br />

sur des « unités de pompe » dans le conteneur d'origine. Ça<br />

signifie qu’il n’est pas nécessaire de remplir les pots de peinture.<br />

Le bras de l'Irus Mix récupère ensuite l'unité de pompe<br />

correspondante pour la couleur demandée et dose la quantité<br />

volumétrique exacte dans le bol mélangeur. Le bon mélange<br />

est vérifié à l'aide de la balance. Ça garantit un processus de<br />

mélange très rapide et très précis. Les conteneurs des groupes<br />

motopompes sont stockés à l'envers, ce qui garantit leur vidange<br />

complète dans le respect de l'environnement.<br />

«La combinaison d'un appareil de mesure numérique des couleurs<br />

et d'Irus Mix est le bon moyen d'obtenir un mélange de<br />

couleurs optimisé pour le processus », dit Juric. «La plus grande<br />

précision des couleurs est possible à partir d'une quantité<br />

de mélange de 50 g, ce qui garantit aussi la pénétration du<br />

matériau. L'Irus Mix est totalement autonome. Outre la précision<br />

des couleurs et des économies de matériaux, l'Irus Mix<br />

réduit le temps de travail des employés. L'utilisation de l'Irus<br />

Mix, associée à la correspondance numérique des couleurs,<br />

crée une situation gagnant-gagnant pour chaque entreprise.»<br />

34 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Fokus / En mire<br />

Materialeinsprung gewährleistet. Die Irus Mix arbeitet vollkommen<br />

autonom. Neben der präzisen Farbtongenauigkeit und<br />

der Materialeinsparung reduziert die Irus Mix zudem noch die<br />

Mitarbeiterbeanspruchungszeit. Somit ergibt der Einsatz der<br />

Irus Mix, in Verbindung mit der digitalen Farbtonfindung, für<br />

jeden Betrieb eine Win-Win-Win-Situation.»<br />

Neue Gefahren durch Hochvolt und Multi-Material-Mix<br />

Der Anteil an BEV- und PHEV-Fahrzeugen steigt jährlich und bei<br />

der Reparatur von Elektro-, Wasserstoff- und Hybrid-Fahr zeugen<br />

entstehen neue Risiken für Werkstätten und Carrosseriebetriebe.<br />

Die Reparatur von Elektrofahrzeugen und Multi- Material-Mix-<br />

Carrosserien unterliegt strengen Sicher heits vor schriften und für<br />

deren Umsetzung ist einzig und allein der Betriebsinhaber verantwortlich.<br />

Bereits 2016 hat Sehon den ersten sicheren Carrosseriearbeitsplatz<br />

für die Bearbeitung unterschiedlicher Werkstoffe<br />

auf den Markt gebracht. Heute bietet das Cameleon-System<br />

ein komplettes Programm mit sicherer Werkstattausrüstung für<br />

die Reparatur und den sicheren Umgang mit BEV-, HEV und<br />

PHEV- und FCEV-Fahrzeugen (siehe auch letzte Ausgabe).<br />

«Hierbei handelt es sich um flexible Arbeitsplatzlösungen»,<br />

erklärt Geschäftsführer Tiemo Sehon. «Die Besonderheit liegt<br />

bei der speziellen Sicherheitsausstattung für besondere Gefahrenquellen,<br />

die wir anbieten, also von einem Schutzvorhangsystem<br />

nach DIN-Norm bis hin zu einer kompletten Arbeitsplatzüberwachung<br />

mit einem Detektor für gefährliche und<br />

toxische Gase und thermischer Überwachung des Arbeitsplatzes.<br />

Ein konkretes Beispiel dazu: Aluminiumstaub hat die<br />

Eigenschaft, das Wassermolekül sofort in Wasserstoff und<br />

Sauerstoff aufzuspalten. Sind Fahrzeuge noch feucht oder gibt<br />

es beschädigte Wärmetauscher oder Behälter für Wischwasser,<br />

kann es ohne Staubabsaugung zu einer Explosion kommen.<br />

Erkrankungen der tieferen Atemwege und der Lungen durch<br />

Aluminiumstäube und Rauche sowie Lösemittel oder seine<br />

Verbindungen sind meldepflichtige Berufskrankheiten. Atemschutz<br />

und die Überwachung der Konzentration gefährlicher<br />

Stoffe in der Luft am Arbeitsplatz sind daher von besonderer<br />

Bedeutung! Wir sind der einzige Anbieter, der das Thema produkt-<br />

und sicherheitstechnisch bereits komplett abdeckt, also<br />

praktisch Vollausrüster.»<br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: Petro, Sascha Feller, SEHON<br />

Nouveaux dangers: HT et mélange multi-matériaux<br />

La proportion de véhicules BEV et PHEV augmente chaque<br />

année et la réparation de véhicules électriques, à hydrogène<br />

et hybrides crée de nouveaux risques pour les ateliers. La<br />

réparation des véhicules électriques et des carrosseries<br />

mixtes multi-matériaux est soumise à des règles de sécurité<br />

strictes et l'entrepreneur est seul responsable de leur mise<br />

en œuvre. En 2016 déjà, Sehon a lancé sur le marché le premier<br />

poste de travail de carrosserie sûr pour le traitement de<br />

différents matériaux. Le système Cameleon propose aujourd'hui<br />

une gamme complète d'équipements d'atelier sécurisés<br />

pour la réparation et la manutention en toute sécurité<br />

des véhicules BEV, HEV et PHEV et FCEV (voir aussi notre<br />

dernier numéro).<br />

«Ce sont des solutions de travail flexibles», explique le directeur<br />

Tiemo Sehon. «La particularité sont les équipements de<br />

sécurité spéciaux pour certaines sources de danger, c-à-d<br />

depuis un système de rideau de protection selon DIN jusqu'à<br />

la surveillance complète du lieu de travail avec un détecteur<br />

de gaz dangereux et toxiques et une surveillance thermique.<br />

Exemple: la poudre d’aluminium a la propriété de dissocier<br />

immédiatement la molécule d’eau en H2 et O 2. Si les véhicules<br />

sont encore humides ou les échangeurs de chaleur ou les<br />

réservoirs de liquide lave-glace endommagés, une explosion<br />

peut se produire sans aspiration des poussières. Les maladies<br />

des voies respiratoires profondes et des poumons causées<br />

par la poudre et la fumée d'alu ainsi que par les solvants ou<br />

leurs composés sont des maladies professionnelles qui<br />

doivent être déclarées. La protection respiratoire et la surveillance<br />

de la concentration de substances dangereuses dans<br />

l'air sur le lieu de travail sont donc particulièrement importantes!<br />

Nous sommes le seul fournisseur qui couvre déjà complètement<br />

le sujet en termes de produits et de sécurité, donc<br />

pratiquement un fournisseur de services complets.» ●<br />

Texte: Henrik Petro; images: Petro, Sascha Feller, SEHON<br />

Mit der Thermalkamera von Sehon lässt sich die Wärmeentwicklung<br />

eines Elektroautos sogar unter der Brandschutzabdeckung messen.<br />

Grâce à la caméra thermique de Sehon, la chaleur générée par une<br />

voiture électrique peut même être mesurée sous la bâche de<br />

protection incendie.<br />

Die vollautomatische Mischmaschine ColorMatchic von AkzoNobel ist<br />

auf die wasserbasierten Basislacksysteme von Sikkens und Lesonal<br />

abgestimmt, in die cloudbasierte MIXIT-Anwendung zur Farbtonfindung<br />

integriert und hat sich bereits bei ausgewählten Kunden bewährt.<br />

Le mélangeur entièrement automatique ColorMatchic d'AkzoNobel est<br />

adapté aux systèmes de vernis de base à base d‘eau de Sikkens et<br />

Lesonal, intégré dans l'application cloud MIXIT pour la correspondance<br />

des couleurs et a déjà fait ses preuves auprès de clients sélectionnés.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>35


Fokus / En mire<br />

green car repair<br />

Die Audits können<br />

ab jetzt beginnen<br />

Die Vorbereitungen für green car repair sind<br />

abgeschlossen, die Experten sind geschult: Ab<br />

sofort können sich carrosserie-suisse- und Repanet-Suisse-<br />

sowie nicht organisierte Betriebe neu<br />

oder anlässlich ihres Rezertifizierungszyklus<br />

zusätzlich mit dem neuen Nachhaltigkeitslabel<br />

zertifizieren lassen.<br />

green car repair<br />

Les audits peuvent<br />

commencer<br />

Les préparatifs pour le label «green car repair»<br />

sont terminés, les experts sont formés: désormais,<br />

carrosserie suisse et Repanet Suisse ainsi que les<br />

entreprises non organisées peuvent être nouvellement<br />

certifiées avec le nouveau label de durabilité<br />

ou, pour les affiliées, le devenir au cours du<br />

renouvellement de leur propre certification.<br />

«Je mehr mitmachen, umso mehr können wir für die Umwelt<br />

tun», lautet die wichtigste Botschaft von Sascha Feller, <strong>Carrossier</strong><br />

aus Thun, Prüfungsexperte und Mitglied der Fachkommission<br />

Reparatur von carrosserie suisse. Vor fünf Jahren gründete<br />

er das Label green car repair aus Eigeninitiative heraus.<br />

Damit möglichst viele mitmachen können, wurde die green car<br />

repair GmbH gegründet. Sie ist vom Verband abgekoppelt, gehört<br />

zu gleichen Teilen carrosserie suisse und Sascha Feller<br />

und agiert unabhängig.<br />

Nach Konzeptentwicklung und Feintuning erfolgt nun der Kickoff.<br />

Gerade zur rechten Zeit, wie Feller erzählt: «Das Interesse<br />

ist enorm gestiegen, immer mehr Fachkollegen haben davon<br />

Wind bekommen und wir haben massiv mehr Anfragen als erwartet.»<br />

Bei Repanet Suisse, dem Partnernetzwerk von Axalta<br />

und der André Koch AG, rannte Feller mit dem Label offene Türen<br />

ein. «Nachhaltigkeit ist das Thema in der Branche», erklärt<br />

Dominic Schenker, Business Development Manager der André<br />

Koch AG. «Repanet Suisse hat entschieden, green car repair für<br />

alle Mitglieder obligatorisch zu machen. In den kommenden drei<br />

Jahren werden über 230 Partner im Zuge ihrer wiederkehrenden<br />

Rezertifizierungen auch green-car-repair-zertifiziert. Gemanagt<br />

wird dies in der Axalta-Zertifizierungsplattform Repscore.»<br />

«Plus nous serons nombreux, mieux ce sera pour l'environnement.»<br />

Voilà le message de Sascha Feller, carrossier de<br />

Thoune, expert aux examens et membre de la Commission de<br />

réparation de carrosserie suisse. Il y a cinq ans, il a fondé luimême<br />

le label de réparation «vert», green car repair Sàrl, avec<br />

pour objectif avéré d‘y faire participer le plus grand nombre de<br />

personnes possible. Tout en fonctionnant complètement indépendamment<br />

et découplée de notre association, elle appartient<br />

à parts égales à carrosserie suisse et à Sascha Feller.<br />

Le concept a été lancé au terme de la phase de développement<br />

et d‘ajustements. Juste au bon moment, dit Feller: «L’intérêt a<br />

énormément crû, de plus en plus de collègues en ont entendu<br />

parler, les demandes dépassent largement nos prévisions.»<br />

Repanet Suisse, le réseau de partenaires d'Axalta et d'André<br />

Koch AG, a ouvert grand ses portes à Feller: «La durabilité est<br />

un sujet primordial pour la branche», explique Dominic Schenker,<br />

Responsable du Développement commercial chez André<br />

Koch AG. «Repanet Suisse a décidé de rendre obligatoire green<br />

car repair pour tous ses membres. Ainsi, plus de 230 partenaires<br />

seront certifiés green car repair ces trois prochaines<br />

années dans le cadre du renouvellement de leur certification,<br />

que gère la plateforme de certification Axalta Repscore.»<br />

An zwei Tagen wurden die Experten der Xpert Center AG geschult – einmal in der Deutschschweiz und einmal in der Romandie.<br />

Les experts de Xpert Center AG ont été formés sur deux jours – une fois en Suisse alémanique et une fois en Suisse romande.<br />

36 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Fokus / En mire<br />

Eine Auditierung, zwei Zertifikate<br />

Um den Aufwand für die Betriebe (wie auch<br />

die Auditoren) möglichst gering zu halten,<br />

wurde nämlich sowohl mit carrosserie<br />

suis se als auch mit Repanet Suisse beschlossen,<br />

die green-car-repair-Zertifizierung<br />

jeweils gleichzeitig mit der jeweiligen<br />

Rezertifizierung (oder für Neumitglieder<br />

Erstzertifizierung) durchzuführen. Darum<br />

mussten sowohl rund 20 Experten der Xpert<br />

Center AG (für Repanet Suisse) als auch jene<br />

der Zentrex AG (für carrosserie suisse sowie<br />

Betriebe ohne Reparaturnetzwerk) geschult<br />

werden, was zwischenzeitlich erfolgt ist. Die<br />

Zertifzierungsfirma, welche den ganzen<br />

Prozess überwacht, die Audits überprüft<br />

und am Ende die Zertifikate ausstellt, ist die<br />

Swiss Safety Center AG. Wichtig ist, dass<br />

eine green-car-repair-Zertifizierung kaum<br />

zusätzlichen administrativen Aufwand bedeutet,<br />

da sie im Turnus der nächsten ordentlichen<br />

Rezertifizierung erfolgen kann.<br />

Jeder Betrieb kann aber selbst bestimmen,<br />

ob er das Label auch ausserhalb des Rezertifizierungszyklus<br />

erlangen möchte.<br />

Testzertifizierungen erfolgreich durchgeführt<br />

Als Testlauf wurden für die oben beschriebenen drei Modelle<br />

– carrosserie-suisse-Mitglied, Repanet-Suisse-Mitglied,<br />

ohne Partnernetzwerk – drei Referenzbetriebe erfolgreich<br />

zertifiziert. «Für carrosserie-suisse-Mitglieder ist green car<br />

repair einfach ein zusätzliches Modul zu ihrer bisherigen Zertifizierung»,<br />

erklärt Feller. «Wer nicht warten kann oder will,<br />

kann eine Einzelzertifizierung vorziehen. Wir bevorzugen aber<br />

die Turnuszertifizierung, denn die Auditoren haben auch nur<br />

beschränkt Kapazität.»<br />

Ab sofort kann also das green-car-repair-Label bei der nächsten<br />

ordentlichen Rezertifizierung oder als Einzelzertifizierung<br />

miterlangt werden. «Wir fragen die Betriebe an, ob sie das<br />

möchten, und bis zur Rezertifizierung haben sie Zeit, um sich<br />

vorzubereiten.» Fellers Ziel ist, bis Ende Jahr zusätzlich zu den<br />

Repanet-Betrieben noch 100 weitere Betriebe (von carrosserie<br />

suisse sowie solche ohne Netzwerk) zu zertifizieren. «Es hängt<br />

auch davon ab, wie schnell die Auditoren vorankommen. Aber<br />

nur mit der Masse können wir etwas bewegen.» ●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: Sascha Feller, André Koch AG<br />

Sascha Feller schuf mit green car repair ein<br />

Label für Carrosserien, die Reparaturen nach<br />

ökologischen Standards erfüllen und<br />

umsetzen.<br />

Avec «Green Car Repair», Sascha Feller a<br />

créé un label pour les ateliers de carrosserie<br />

qui effectuent et mettent en oeuvre des<br />

réparations selon des normes écologiques.<br />

Un audit, deux certificats<br />

Afin de réduire au maximum les efforts<br />

des entreprises (et des inspecteur effectuant<br />

les audits), il a été décidé avec carrosserie<br />

suisse et Repanet Suisse d'effectuer<br />

la certification de green car repair en<br />

même temps que le renouvellement de la<br />

certification respective (ou la 1ère certification<br />

en cas de nouvelle affiliation à carrosserie<br />

suisse). C'est pourquoi quelque<br />

vingt experts de Xpert Center AG (pour<br />

Repanet Suisse) et ceux de Zentrex AG<br />

(pour carrosserie suisse et les entreprises<br />

sans réseau de réparation) ont dû être<br />

formés, ce qui est chose faite. L'entreprise<br />

de certification qui surveille l'ensemble du<br />

processus, vérifie les audits et délivre finalement<br />

les certificats est la Swiss<br />

Safety Center AG. Il est important que la<br />

certification de green car repair maintienne<br />

l‘effort administratif supplémentaire<br />

quasiment à zéro en profitant du<br />

cycle régulier de certification. Chaque<br />

entreprise rester libre bien sûr de décider<br />

elle-même si elle souhaite obtenir le label<br />

en dehors du cycle de certification.<br />

Les essais de certifications ont été réalisées avec succès<br />

A titre d'essai, trois entreprises de référence ont été certifiées<br />

avec succès pour les trois modèles mentionnés: membre Carrosserie<br />

Suisse, membre Repanet Suisse, entreprise sans réseau<br />

de partenaires. «Pour les membres de carrosserie suisse,<br />

green car repair n‘est qu'un module de plus de la procédure»,<br />

explique Feller. «Une certification individuelle est sans autre<br />

possible, mais nous préférons toutefois la certification dans le<br />

tournus habituel, car les capacités des auditeurs est limitée.»<br />

Désormais, le label green car repair peut être obtenu tout simplement<br />

avec le renouvellement périodique de la certification<br />

– ou bien certifié de manière individuelle. «Nous demandons<br />

aux entreprises si elles le souhaitent. Elle ont ainsi le temps de<br />

s‘y préparer.» L'objectif est de certifier 100 entreprises supplémentaires<br />

(de carrosserie suisse et celles sans réseau) en plus<br />

des entreprises Repanet d'ici la fin de l'année. «Cela dépend<br />

aussi de la rapidité avec laquelle les auditeurs progressent.<br />

Pour faire la différence, il faut le nombre!»<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro; images: Sascha Feller, André Koch AG.<br />

green car repair<br />

Reparieren statt Ersetzen im Fokus<br />

Die Zertifizierung mit dem Label green car repair steht allen<br />

freien Carrosserien offen, die Reparaturen nach ökologischen<br />

Standards erfüllen und umsetzen. Die geschulten Carrosseriebetriebe<br />

priorisieren die Reparatur gegenüber dem Ersatz, sofern<br />

machbar und sinnvoll bei:<br />

– Carrosserieaussenhaut<br />

– Kunststoff (Stossfänger)<br />

– Scheiben<br />

– Scheinwerfern<br />

Zwingend sind Beherrschung und tatsächliche Anwendungen von<br />

Smart Repair und Drücktechnik. Das green-car-repair-Konzept<br />

entlastet die Umwelt durch weniger Abfall und weniger CO2-Emissionen.<br />

<br />

www.greencarrepair.ch<br />

green car repair<br />

Réparer plutôt que remplacer<br />

La certification avec le label vert est accessible à tous les carrossiers<br />

indépendants qui effectuent et effectuent des réparations<br />

selon des normes écologiques. Les ateliers de carrosserie formés<br />

donnent la priorité aux réparations plutôt qu'aux remplacements,<br />

si cela est réalisable et raisonnable:<br />

– travaux de carrosserie<br />

– travaux plastiques (pare-chocs)<br />

– Vitrage et pare-brises<br />

– Phares<br />

Maîtriser et utiliser réellement la technologie intelligente de réparation<br />

et de redressage est essentiel. Le concept green car<br />

repair soulage l'environnement grâce à moins de déchets et moins<br />

d'émissions de CO2.<br />

www.greencarrepair.ch<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>37


Fokus / En mire<br />

Obligatorium für Fahrerassistenzsysteme<br />

Bald ist fast jedes<br />

Auto ausgerüstet<br />

Fahrerassistenzsysteme leisten einen wesentlichen<br />

Beitrag zur Erhöhung der Verkehrssicherheit.<br />

Im Juli 2<strong>02</strong>2 wurden zahlreiche solcher<br />

Systeme für neue Typen (Modelle) Pflicht. Im<br />

zweiten Schritt werden diese Assistenten im Juli<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong> für alle neuen Fahrzeuge obligatorisch.<br />

Fahrerassistenzsysteme, FAS oder meist auch in Englisch<br />

ADAS (Advanced Driver Assistance Systems) genannt, werden<br />

über Radar-, Lidar-, Ultraschall- oder kamerabasierte Sensoren<br />

geregelt, die das Umfeld des Fahrzeugs erfassen. Die Kameras<br />

und Sensoren befinden sich in den meisten Fällen hinter der<br />

Frontscheibe, in beiden Stossfängern sowie im Frontgrill und<br />

müssen bei Reparatur oder Ersatz dieser Elemente meist neu<br />

kalibriert werden.<br />

2<strong>02</strong>2 trat das Obligatorium (siehe Kasten) für einige solcher<br />

Systeme bei neuen Typen (= neue Modelle) in Kraft. Dieses wird<br />

diesen Juli auf alle Neufahrzeuge ausgeweitet. Hinzu kommen<br />

weitere Systeme, die ab Juli <strong>2<strong>02</strong>4</strong> zunächst für neue Typen und<br />

ab 2<strong>02</strong>6 dann für alle neuen Fahrzeuge verpflichtend werden.<br />

Sicherheit an erster Stelle<br />

Das Bundesamt für Strassen ASTRA hat eine übersichtliche<br />

Liste mit allen Fahrerassistenzsystemen erstellt und darauf<br />

hervorgehoben, ab wann sie für welche Fahrzeuge Pflicht<br />

wurden oder werden. Sie kann über den QR-Code im Kasten<br />

kostenlos als PDF heruntergeladen werden. Darauf zu finden<br />

Systèmes d’aide à la conduite obligatoires<br />

Bientôt presque<br />

toutes les voitures<br />

en seront équipées<br />

Les aides à la conduite contribuent fortement à la<br />

sécurité. En juillet 2<strong>02</strong>2, de nombreux systèmes<br />

sont devenus obligatoires pour les nouveaux<br />

modèles. Ces assistants deviendront obligatoires<br />

pour tous les nouveaux véhicules en juillet <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

Les systèmes d'aide à la conduite, SAC ou ADAS (Advanced<br />

Driver Assistance Systems), sont contrôlés via des capteurs<br />

radar, lidar, à ultrasons ou basés sur des caméras qui enregistrent<br />

l'environnement du véhicule. Dans la plupart des cas,<br />

les caméras et capteurs sont situés derrière le pare-brise, dans<br />

les pare-chocs et dans la calandre et doivent généralement<br />

être recalibrés lors de réparation ou remplacement.<br />

En 2<strong>02</strong>2, l'obligation (voir encadré) pour certains de ces systèmes<br />

de nouveaux types (= nouveaux modèles) est entrée en<br />

vigueur. Cette mesure sera étendue à tous les nouveaux véhicules<br />

en juillet. Il existe également d’autres systèmes qui seront<br />

obligatoires pour les nouveaux types à partir de juillet <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

puis pour tous les véhicules neufs à partir de 2<strong>02</strong>6.<br />

La sécurité d'abord<br />

L'Office fédéral des routes OFROU a dressé une liste de tous<br />

les systèmes d'aide à la conduite et indiqué quand ils sont ou<br />

deviendront obligatoires pour quels véhicules. A télécharger<br />

gratos en PDF via le code QR ci-contre. Pour les voitures par-<br />

Das Obligatorium für gewisse Fahrerassistenzsysteme tritt im Juli <strong>2<strong>02</strong>4</strong> in eine neue Phase. Bald verfügt jedes neue Fahrzeueg über zahlreiche<br />

solcher Assistenten.<br />

L’obligation de certains systèmes d’aide à la conduite entrera dans une nouvelle phase en juillet <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Bientôt, chaque nouveau véhicule disposera<br />

de nombreuses assistances de ce type.<br />

38 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Fokus / En mire<br />

sind für Personenwagen u.a. Notbrems-<br />

Assistenz system, Müdigkeitswarner, Rückfahrassistent,<br />

Notfall-Spurhalteassistent,<br />

Intelligenter Geschwindigkeitsassistent,<br />

Notbremssystem zum Schutz von Fussgängern<br />

und Radfahrern sowie Unfalldatenschreiber.<br />

Jetzt in Schulungen und Geräte investieren<br />

Was dies für Reparaturbetriebe bedeutet,<br />

erklärt Frédéric Henguely, Leiter Berufsbildung,<br />

Markt und Technik: «Künftig werden<br />

praktisch alle Fahrzeuge kalibriert werden<br />

müssen, was mit Investitionen und Entwicklung<br />

der Mitarbeitenden verbunden ist. Das<br />

bedeutet für die Betriebe, dass ihre Mitarbeitenden<br />

an Schulungen teilnehmen müssen,<br />

um zu lernen, wie diese Systeme kalibriert<br />

werden müssen.» Und wer noch<br />

keinen Diagnosetester besitze, müsse sich<br />

nun definitiv einen zulegen, so Henguely,<br />

«oder die Partnerschaft mit einem anderen Betrieb suchen, damit<br />

die Kalibrierungen vorgenommen werden können».<br />

Wer das nicht tue, laufe Gefahr, finanzielle Einbussen zu erleiden,<br />

wie Henguely weiter ausführt: «Wer nicht nachweisen kann, dass<br />

er die nötigen Werkzeuge und Schulungen besitzt, könnte erleben,<br />

dass die Versicherungsgesellschaften diese Arbeiten in<br />

einem solchen Fall eventuell nicht mehr vergüten würden.» Darüber<br />

hinaus bestehe die Gefahr von rechtlichen Konsequenzen,<br />

falls die Kalibrierungen nicht durchgeführt werden und es deshalb<br />

nachweislich zu einem Unfall kommt. «Deshalb empfiehlt<br />

carrosserie suisse, die nötigen Investitionen in Infrastruktur und<br />

Know-how zu tätigen und die von den Herstellern vorgeschriebenen<br />

Kalibrierungen durchzuführen. Diese Empfehlung gilt<br />

sowohl für Personenwagen als auch für Nutzfahrzeugbetriebe,<br />

also Fahrzeugbauer, Spengler usw.»<br />

Um seine Mitglieder dabei zu unterstützen, sich auf den neusten<br />

Stand zu bringen, bietet der Branchenverband diverse<br />

Kurse zum Thema Kalibrierung an. Sie sind auf events.carrosseriesuisse.ch<br />

aufgeführt und können jederzeit gebucht werden.<br />

Geräteseitig bieten die führenden Werkstattausrüster<br />

bereits verschiedene Mehrmarkenlösungen mit entsprechenden<br />

Schulungen an. <br />

Frédéric Henguely, Leiter Berufsbildung,<br />

Markt und Technik: «Reparaturbetriebe<br />

müssen sich darauf vorbereiten, dass bald<br />

jedes Fahrzeug kalibriert werden muss.»<br />

Frédéric Henguely, Responsable Formation<br />

professionnelle ainsi que Marchés et<br />

technique: «Les ateliers de réparation<br />

doivent se préparer à effectuer le calibrage<br />

systématique de chaque véhicule.»<br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: Archiv<br />

ticulières, on trouve, entre autres, un système<br />

d'assistance au freinage d'urgence,<br />

un d'avertissement de somnolence, un<br />

assistant de marche arrière, un de maintien<br />

de voie d'urgence, un de vitesse intelligent,<br />

un système de freinage d'urgence<br />

pour protéger les piétons et les<br />

cyclistes et des enregistreurs de données<br />

d'accident.<br />

Investir dès maintenant dans la formation<br />

et l’équipement<br />

Frédéric Henguely, Responsable Formation<br />

professionnelle ainsi que Marché et<br />

technique, en explique les implications<br />

pour les entreprises de réparation: «A<br />

l'avenir, presque tous les véhicules devront<br />

être calibrés, ce qui impliquera des<br />

investissements et le développement des<br />

collaborateurs. Pour les entreprises, leurs<br />

employés doivent suivre une formation<br />

pour apprendre comment calibrer ces systèmes. Qui ne dispose<br />

pas encore d'un testeur de diagnostic, devra s’en procurer un,<br />

précise Henguely, «ou chercher un partenariat avec une autre<br />

entreprise pour que les calibrages puissent être effectués».<br />

Quiconque ne le fait pas risque de subir des pertes financières,<br />

poursuit Henguely: «Si vous ne pouvez pas prouver que vous<br />

disposez des outils et de la formation nécessaires, il se pourrait<br />

bien que les compagnies d'assurance cessent de vous dédommager<br />

ces travaux.» De plus, il existe un risque de conséquences<br />

juridiques si les calibrages ne sont pas effectués et<br />

qu'il puisse être prouvé qu’il en a résulte un accident. «C'est<br />

pourquoi carrosserie suisse recommande de réaliser les investissements<br />

nécessaires en infrastructures et en savoir-faire<br />

et d'effectuer les calibrages prescrits par les constructeurs.<br />

Cette recommandation s'applique tant aux véhicules particuliers<br />

qu'aux utilitaires et touche donc les serruriers-constructeurs,<br />

les tôliers, etc.»<br />

Pour aider ses membres à se mettre à jour, l'association de la<br />

branche propose différents cours sur le thème du calibrage.<br />

Ils sont répertoriés sur events.carrosseriesuisse.ch et peuvent<br />

être réservés à tout moment. Côté appareils, les principaux<br />

fournisseurs d'ateliers proposent déjà diverses solutions multimarques<br />

avec des formations correspondantes. ●<br />

Texte: Henrik Petro: images: archives<br />

Aus der EU in die Schweiz<br />

Rechtlicher Hintergrund des Obligatoriums<br />

Die Ausrüstung von Fahrzeugen wird von der Europäischen Union<br />

(EU) bestimmt. Dabei wird, sofern möglich, Bezug genommen<br />

auf die in den Gremien der Wirtschaftskommission für Europa der<br />

Vereinten Nationen (UNECE) entwickelten UN-Reglemente. Wo<br />

notwendig, schreibt die EU in delegierten Verordnungen zusätzliche<br />

verpflichtende Fahrassistenzsysteme vor.<br />

Die Einführung der einzelnen Systeme in der Schweiz ist mit der<br />

in der EU geltenden Gesetzgebung abgestimmt. Sämtliche Daten,<br />

die von den verschiedenen Systemen aufgezeichnet werden, sind<br />

anonymisiert. Diese Systeme entsprechen dem<br />

Schweizer und dem europäischen Datenschutzgesetz.<br />

Der Zeitpunkt der Einführung (Tabelle via<br />

QR-Code) gilt jeweils für neue Typen bzw. neue<br />

Fahrzeuge. Fahrzeuge, welche bereits im Verkehr<br />

sind, müssen nicht nachgerüstet werden.<br />

Effets directs de la législation de l’UE en Suisse<br />

Contexte juridique de l'obligation<br />

L'équipement des véhicules est déterminé par l'Union européenne<br />

(UE). Dans la mesure du possible, il est fait référence aux réglementations<br />

des Nations Unies élaborées au sein des comités de<br />

la Commission économique des Nations Unies pour l'Europe (CEE-<br />

ONU). Si nécessaire, l’UE prescrit des systèmes d’aide à la conduite<br />

obligatoires supplémentaires dans des règlements obligatoire.<br />

L'introduction des différents systèmes en Suisse est coordonnée<br />

avec la législation applicable dans l'UE. Toutes les données enregistrées<br />

par les différents systèmes sont anonymisées. Ces systèmes<br />

sont conformes à la législation suisse et européenne sur la<br />

protection des données. Le moment de l'introduction (tableau via le<br />

code QR) s'applique aux nouveaux types ou aux nouveaux véhicules.<br />

Les véhicules déjà en circulation n’ont pas besoin d’être modernisés.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>39


Fokus / En mire<br />

Digitalisierung im Reparaturmanagement<br />

e-Service generiert<br />

mehr Aufträge<br />

Um wirtschaftlich zu bleiben, trimmen sowohl<br />

Versicherungen als auch Carrosserien ihre Effizienz.<br />

Eine Massnahme dafür ist die Digitalisierung<br />

von Prozessen, zum Beispiel über e-Service.<br />

Erstmals legt Auto-i-DAT Zahlen vor, wie viele<br />

Aufträge die Branche durch e-Service erhält.<br />

Der e-Service ermöglicht die nahtlose automatisierte Kommunikation<br />

zwischen <strong>Carrossier</strong>s und Versicherungen – und zwar in<br />

beide Richtungen. Per Mausklick übermitteln Reparateure damit<br />

die Schadensmeldungen an die zuständige Versicherung zur<br />

Reparaturfreigabe. Und Versicherungen übermitteln Aufträge an<br />

Reparateure. Das spart Zeit auf beiden Seiten, weshalb immer<br />

mehr Unternehmer und Versicherungen auf e-Service setzen.<br />

2<strong>02</strong>3 waren es über 168 000 Schadensmeldungen, die Reparateure<br />

der jeweiligen Versicherung mit e-Service übermittelten,<br />

10,8 Prozent mehr als im Vorjahr. «Auch Versicherungen<br />

weisen immer häufiger mit e-Service Reparaturbetrieben Aufträge<br />

zu. 2<strong>02</strong>3 waren es über 166 000 Fälle (+3,8 Prozent).<br />

Damit ist e-Service ein wichtiger Kanal geworden, um zu Aufträgen<br />

zu kommen», so René Mitteregger, Leiter Product Ma­<br />

Numérisation dans la gestion des réparations<br />

L’e-service génère<br />

plus de commandes<br />

Afin de rester économiques, assurances et carrosseries<br />

boostent leur efficacité en numérisant des<br />

processus via l'e-service. Pour la première fois,<br />

Auto-i-DAT présente des chiffres sur le nombre de<br />

commandes que la branche reçoit via l’e-service.<br />

L’e-service – les prestations de service numérisées – permet<br />

une communication transparente et automatisée entre carrossiers<br />

et assurances, dans les deux sens. D'un simple clic de<br />

souris, les réparateurs envoient les rapports de dommages à<br />

la compagnie d'assurance pour approbation de la réparation.<br />

Et ces dernières envoient des commandes aux réparateurs. Ce<br />

gain temps de part et d‘autre motive de plus en plus d'entrepreneurs<br />

et de compagnies d'assurance à miser sur l'e-service.<br />

En 2<strong>02</strong>3, plus de 168 000 déclarations de dommages ont été<br />

soumises par les réparateurs aux compagnies d'assurance via<br />

l’e-service, soit 10,8 % de plus que l'année précédente. «Les<br />

assurances confient aussi de plus en plus de commandes à des<br />

entreprises de réparation via des e-service. En 2<strong>02</strong>3, il y a eu<br />

plus de 166 000 cas (+3,8 %). « L'e-service est devenu un canal<br />

important pour l'obtention de commandes », déclare René Mit­<br />

Entwicklung Schadenmeldungen mit e-Service4<br />

Développement des déclarations de sinistre avec e-Service4<br />

Durchschnittliche Kosten über alle gemeldeten Fälle<br />

Coût moyen sur l'ensemble des cas déclarés<br />

160 000<br />

140 000<br />

120 000<br />

100 000<br />

80 000<br />

60 000<br />

40 000<br />

20 000<br />

0<br />

6549<br />

18 857<br />

20 338<br />

49 179<br />

27 195<br />

58789<br />

62 639<br />

75 217<br />

Auftragszuweisungen<br />

Attributions de mandats<br />

79 216<br />

89 759<br />

152 492<br />

140 640<br />

160 552<br />

152 053<br />

166 731<br />

168 417<br />

2016 2017 2018 2019 2<strong>02</strong>0 2<strong>02</strong>1 2<strong>02</strong>2 2<strong>02</strong>3<br />

Schadenmeldungen<br />

Déclarations de sinistre<br />

3000<br />

2500<br />

2000<br />

1500<br />

1000<br />

500<br />

0<br />

Lackierung<br />

Peinture<br />

Teile<br />

Pièces<br />

Nebenkosten<br />

Frais annexes<br />

Arbeit<br />

Travail<br />

Total Netto<br />

Total net<br />

2016 2017 2018 2019 2<strong>02</strong>0 2<strong>02</strong>1 2<strong>02</strong>2 2<strong>02</strong>3<br />

Die Auftragszuweisungen per e-Service wachsen stark – im Einklang<br />

mit den Schadensmeldungen.<br />

Les attributions de commandes d’e-services augmentent rapidement,<br />

parallèlement aux déclaration de sinistre.<br />

Die Entwicklung der Arbeitskosten der Reparateure pro Fall zeigt den<br />

Trend zu Smart Repair.<br />

L'évolution des coûts de main-d'œuvre des réparateurs par cas montre<br />

la tendance vers le «Smart Repair», la réparation intelligente.<br />

Für Mitglieder von carrosserie suisse<br />

50 Prozent Rabatt und Sonderaktion<br />

Verbandsmitglieder profitieren von einem hohen Rabatt. Die Jahresgebühr<br />

beträgt für sie lediglich 115 Franken (statt 230 Franken)<br />

– unabhängig von der Anzahl Abrufe. Für die Leser dieser<br />

Ausgabe erlässt Auto-i-DAT zudem bis Ende Juni <strong>2<strong>02</strong>4</strong> auch die<br />

Installations- und Schulungsgebühr von 240 Franken. Interessenten<br />

melden sich bei office@auto-i-dat.ch, 044 497 40 40.<br />

Pour les membres de carrosserie suisse<br />

50 % de rabais et actions spéciales<br />

Les membres de l'association bénéficient d'un rabais important.<br />

Leur cotisation annuelle s'élève à seulement 115 frs (au lieu de<br />

230 frs), quel que soit le nombre d'appels. Pour les lecteurs de ce<br />

numéro, auto-i-dat renonce aussi aux frais d'installation et de<br />

formation de 240 frs jusqu'à fin juin <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Les personnes intéressées<br />

peuvent contacter office@auto-i-dat.ch, 044 497 40 40.<br />

40 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Fokus / En mire<br />

Entwicklung der durchschnittlichen Schadenhöhe über die verschiedenen Schadenarten<br />

Evolution du montant moyen des sinistres sur les différents types de sinistres<br />

4000<br />

3000<br />

2000<br />

1000<br />

0<br />

2016 2017 2018 2019 2<strong>02</strong>0 2<strong>02</strong>1 2<strong>02</strong>2 2<strong>02</strong>3<br />

Kasko Kollision Kasko Parkschaden Kasko Glasschaden Kasko Elementarschaden Haftpflicht Kollision<br />

Casco Collision Casco dommages de parking Casco Bris de glace Casco dommages naturels Responsabilité civile Collision<br />

Alle Schadenkategorien sind 2<strong>02</strong>3 weiter gewachsen, am stärksten Kollisionskaskofälle.<br />

Toutes les catégories de sinistres ont augmenté en 2<strong>02</strong>3. Les cas de casco de collisions tout particulièrement.<br />

nagement Auto-i-DAT. «Der Sprung von 2<strong>02</strong>0/2<strong>02</strong>1 kam zustande,<br />

indem gleichzeitig mehrere Versicherungen die<br />

Auftragszuweisung massiv ausbauten. Viele Aufträge werden<br />

dabei bereits mit Reparaturfreigabe übermittelt.»<br />

Auch übermittelte Schadenssumme wächst eindrücklich<br />

Ganze 363 Millionen Franken an Schäden meldeten Betriebe via<br />

e-Service 2<strong>02</strong>3 – 17,6 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt<br />

sind damit alle Kategorien gewachsen: die vier Kaskofallkategorien<br />

Kollision, Parkschaden, Glasschaden und Elementarschaden<br />

sowie die Haftpflichtfälle. Bezüglich der Entwicklung der Anteile<br />

Ersatzteile, Arbeitslohn, Lackierung und Nebenarbeiten bestätigt<br />

sich der Trend, verstärkt zu reparieren, statt zu ersetzen.<br />

Mitteregger erläutert: «Steigende Ersatzteilpreise dürften der<br />

Grund sein, dass vermehrt repariert wird. Dass gerade bei Hagelschaden<br />

stärker auf Smart Repair gesetzt wird, hat sich schon<br />

länger abgezeichnet. Dieses Vorgehen senkt vor allem Lackierkosten<br />

und fördert eine nachhaltige Reparatur.»<br />

Umfassende automatische Kommunikation<br />

Der e-Service deckt die gesamte Kommunikation zwischen Betrieb<br />

und Versicherung ab. Nebst der Schadensmeldung an die<br />

Versicherung mit anschliessender Reparaturfreigabe via e-Service<br />

umfassen die Funktionen auch die Übermittlung von Fällen<br />

durch die Versicherung (Auftragszuteilung). Weitere Effizienzgewinne<br />

ermöglicht die Übermittlung der Rechnung, sowie ab<br />

Q2 <strong>2<strong>02</strong>4</strong> die SilverDAT FotoApp. Sie spart Zeit, indem die Fotos<br />

per Knopfdruck Fällen zugeordnet werden können und deren<br />

Qualität Versicherungsansprüchen stets genügt. ●<br />

Redaktion: Henrik Petro<br />

teregger, responsable gestion produits Auto-i-DAT. «Le bond<br />

de 2<strong>02</strong>0/21 s’est produit quand plusieurs assurances ont simultanément<br />

élargi massivement l‘attribution des commandes,<br />

déjà soumises avec l‘approbation pour la réparation.»<br />

Le montant des dégâts signalés augmente aussi très fort<br />

Les entreprises ont déclaré un total de 363 mio de frs de dommages<br />

via l’e-service en 2<strong>02</strong>3, soit 17,6 % de plus que l'année<br />

précédente et ce dans les quatre catégories de casco complète:<br />

collision, dommages naturels, de stationnement, de vitrage,<br />

ainsi que de responsabilité civile. «Réparer plutôt que remplacer»<br />

est en constante évolution, tant pour les pièces ellesmêmes<br />

que pour les salaires, la peinture et les travaux annexes.<br />

Mitteregger: «La hausse des prix des pièces de rechange<br />

pousse à plus de réparations. Voici un moment déjà que le<br />

«Smart Repair» progresse, notamment en ce qui concerne les<br />

dommages de grêle. Cette approche réduit principalement les<br />

coûts de peinture et favorise des réparations durables.»<br />

Communication automatique complète<br />

L’e-service couvre les communications entre carrosseries et<br />

assurances. Outre la déclaration des dommages avec approbation<br />

ultérieure des réparations via l’e-service, les fonctions<br />

comprennent la transmission des dossiers par l'assureur (attribution<br />

commandes). Celle de la facture permet plus d'efficacité,<br />

ainsi que la SilverDAT PhotoApp à partir du 2 e trimestre<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong>.Gain de temps, les photos pouvant être attribuées à des<br />

dossiers par simple pression sur un bouton et leur qualité est<br />

toujours à la hauteur des réclamations des assurances. ●<br />

Rédaction: Henrik Petro<br />

Funktionen AXA Allianz Baloise Generali Helvetia Mobiliar Smile Vaudoise Zurich<br />

Schadensmeldung an Versicherung<br />

Déclaration de sinistre à l'assurance<br />

Auftragszuteilung durch Versicherung<br />

Attribution du mandat par l'assurance<br />

Chatfunktion<br />

Fonction de chat<br />

Elektronische Rechnung sstellung<br />

Facturation électronique<br />

FotoApp-Einsatz (ab Q2 <strong>2<strong>02</strong>4</strong>)<br />

Utilisation de FotoApp (à partir du T2 <strong>2<strong>02</strong>4</strong>)<br />

Praktisch alle Versicherungen sind an e-Service4 angeschlossen.<br />

Les assurances sont presque toutes affiliées à l‘e-Service4.<br />

× × × × × × ×<br />

Plant Integration 2<strong>02</strong>5<br />

Intégration planifiée 2<strong>02</strong>5<br />

× × × × ×<br />

× × × × × ×<br />

× × × × × × ×<br />

× × × × × × × ×<br />

×<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>41


Fokus / En mire<br />

Schadenmanagement<br />

AXA gestaltet ihren<br />

Schadenprozess neu<br />

In der heutigen Zeit ist eine effiziente Schadenabwicklung<br />

unumgänglich. Aus diesem Grund hat die<br />

AXA ihren Schadenmeldeprozess überarbeitet.<br />

Dieser bietet dem Autogewerbe viele Vorteile.<br />

Gestion des sinistres<br />

AXA simplifie le traitement<br />

des sinistres<br />

De nos jours, un règlement efficace des sinistres<br />

est indispensable. C’est pourquoi AXA a simplifié<br />

son processus de déclaration des sinistres, offrant<br />

de nombreux avantages à la branche automobile.<br />

Die AXA wird den Grossteil ihrer Personenwagenschadenfälle ab Ende Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong> sukzessive auf den neuen Prozess umstellen.<br />

A partir de la fin mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, AXA l’appliquera progressivement à la majorité des sinistres de voitures de tourisme.<br />

42 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Fokus / En mire<br />

Um einen Schadenfall zu melden, müssen die Werkstätten<br />

der AXA künftig Fotoaufnahmen und einen Kostenvoranschlag<br />

einreichen – entweder über ein von der Versicherung<br />

bereitgestelltes Tool oder per Kalkulationssystem. Indem<br />

die Schadenfälle künftig digital erfasst werden, kann die<br />

AXA das Schadenausmass einfacher nachvollziehen, die<br />

gemeldeten Fälle schneller freigeben und die ausgewiesenen<br />

Kosten unkompliziert vergüten.<br />

Vorteile für Reparaturbetriebe und Kundschaft<br />

Die Reparateure wiederum können ihre Kundinnen und Kunden<br />

schneller und verbindlicher über den weiteren Verlauf<br />

des Falles informieren, was die Kundenzufriedenheit massgeblich<br />

erhöht. Die Handhabung des Tools ist intuitiv und<br />

einfach verständlich.<br />

Vom neuen Prozess erwartet die grösste Motorfahrzeugversicherung<br />

der Schweiz neben Effizienzsteigerungen auch<br />

mehr Transparenz im Umgang mit gemeldeten Schäden: Unklare<br />

Fälle können früher erkannt und von den Betrieben und<br />

der AXA gemeinsam gelöst werden.<br />

Bearbeitung von Glasschäden wird einfacher<br />

Durch die Neuerung wird insbesondere das Vorgehen bei telefonisch<br />

gemeldeten Frontscheibenfällen vereinfacht. Dank<br />

der eingereichten Bildaufnahmen kann die AXA den Werkstätten<br />

umgehend mitteilen, ob die beschädigte Frontscheibe repariert<br />

werden kann oder ersetzt werden muss. Im Falle eines<br />

Ersatzes wird automatisch ein Kostenvoranschlag erstellt, der<br />

anschliessend von den Betrieben per Mausklick akzeptiert<br />

werden kann. Der Arbeitsaufwand für die Reparateure wird<br />

durch die Prozessneuerung also deutlich reduziert und gibt<br />

den Mitarbeitenden mehr Zeit für andere Aufgaben. ●<br />

Text: AXA, Bild: Shutterstock<br />

Pour déclarer un sinistre, il suffira désormais aux garages<br />

de transmettre à AXA des photos et un devis au moyen d’un<br />

système de calcul ou d’un outil que l’assurance met à leur<br />

disposition. La saisie numérique des sinistres permettra à<br />

AXA de mieux comprendre l’étendue du dommage, de traiter<br />

plus rapidement les cas déclarés et de rembourser les frais<br />

justifiés en toute simplicité<br />

Avantages pour les entreprises de réparation et pour la<br />

clientèle<br />

De leur côté, les réparateurs peuvent informer leurs clientes<br />

et clients plus rapidement et plus précisément sur l’avancée<br />

de leur dossier, ce qui accroît considérablement la satisfaction<br />

de la clientèle. L’outil est intuitif et simple d’utilisation.<br />

AXA, premier assureur des véhicules automobiles en Suisse,<br />

attend de ce nouveau processus non seulement un gain d’efficacité,<br />

mais aussi une plus grande transparence dans le<br />

traitement des sinistres déclarés. Les cas problématiques<br />

peuvent être identifiés plus tôt et résolus conjointement par<br />

les entreprises de réparation et AXA<br />

Simplification du traitement des bris de glaces<br />

Cette nouveauté simplifie notamment la procédure en cas de<br />

déclaration téléphonique de dommages causés au parebrise.<br />

Grâce aux photos reçues, AXA peut indiquer immédiatement<br />

aux garages si le pare-brise endommagé peut être<br />

réparé ou doit être remplacé. En cas de remplacement, un<br />

devis est établi automatiquement et les réparateurs peuvent<br />

l’accepter d’un simple clic. Cette nouvelle procédure réduit<br />

considérablement la charge de travail des réparateurs et<br />

laisse à leurs équipes davantage de temps pour d’autres<br />

tâches.<br />

●<br />

Texte: AXA, image: Shutterstock<br />

Dokumentation direkt im Prozess<br />

Keine Schadenfotos mehr per E-Mail<br />

Der neue Schadenprozess funktioniert auf sämtlichen Meldekanälen:<br />

– Bei Onlinemeldungen können die Bilder und der Kostenvoranschlag<br />

direkt in der Meldung hochgeladen werden.<br />

– Bei telefonischen Schadenmeldungen stellt die AXA den<br />

Reparaturbetrieben nach Fallerstellung per E-Mail einen<br />

Link zum Tool zu.<br />

– Auch die gängigen Kalkulationssysteme erlauben es<br />

ihren Benutzern, Bilder und Kostenvoranschlag direkt<br />

einzureichen.<br />

Sollten noch keine Bilder vom beschädigten Fahrzeug vorhanden<br />

sein, können diese direkt im Tool aufgenommen werden. Der zuständige<br />

Mitarbeitende kann dazu per QR-Code eine Verbindung<br />

zu seinem mobilen Endgerät (Handy oder Tablet) herstellen. Das<br />

Tool führt den Benutzer Schritt für Schritt durch den Prozess.<br />

Für all jene Fälle, die über den neuen Schadenprozess abgewickelt<br />

werden, können Fotos und Kostenvoranschläge nicht mehr<br />

per Mail eingereicht werden.<br />

Documentation directement dans le processus<br />

Plus de photos de sinistre par e-mail<br />

La nouvelle procédure de traitement des sinistres fonctionne sur<br />

tous les canaux.<br />

– En cas de déclaration en ligne, les photos et le devis peuvent<br />

être joints directement au message.<br />

– Si la déclaration s’effectue par téléphone, AXA envoie aux entreprises<br />

de réparation un e-mail avec un lien vers l’outil dès<br />

que le cas est enregistré.<br />

– Les systèmes de calcul courants permettent également à<br />

leurs utilisateurs de transmettre directement des photos et<br />

des devis.<br />

S’il n’existe pas encore de photos du véhicule endommagé, il<br />

est possible d’en prendre directement depuis l’outil. Pour<br />

ce faire, le collaborateur peut s’y connecter à partir de<br />

son téléphone portable ou de sa tablette au moyen d’un code<br />

QR. L’outil guide l’utilisateur étape par étape à travers la<br />

procédure.<br />

A savoir: la nouvelle procédure de traitement des sinistres ne<br />

permet plus d’envoyer des photos et des devis par e-mail.<br />

Leggi in italiano<br />

Nuovo processo sinistri presso AXA<br />

Questo articolo è disponibile anche su carrosseriesuisse.ch nella sezione news o<br />

direttamente in italiano utilizzando il codice.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>43


Publireportage / Publireportage<br />

GCS Schweiz AG<br />

Neuer AXA-Prozess bereits eingebunden<br />

Mit den Softwarelösungen der GCS Schweiz AG sind Sie vom ersten Tag an mit einer Schnittstelle für den<br />

neuen Schadenprozess der AXA bereit und können Fotos aus dem DMS/BMS AXA-like übergeben.<br />

Mit dem neu entwickelten GCS Media Manager werden die aufgenommenen Bilder einfach den von der AXA vorgesehenen Bereichen zugeordnet.<br />

Enge Zusammenarbeit für alle von<br />

Vorteil<br />

Im August 2<strong>02</strong>2 fand das erste Gespräch<br />

mit der Führung der noimos ag statt. Als<br />

100-prozentige Tochtergesellschaft der<br />

AXA verantwortet sie die digitalen Prozesse<br />

der AXA. Dabei konnten wir die<br />

Marktbedürfnisse mit den Bedürfnissen<br />

der AXA aufeinander abstimmen.<br />

«Power auf Dauer», sagt Maskottchen Mike<br />

über die Lösungen von GCS Schweiz AG.<br />

Als Folge daraus wurden die Prozesse<br />

von Garagen und Carrosserien besprochen,<br />

die bereits mit Lösungen mit eigener<br />

Fotoverarbeitung arbeiten, und von<br />

Betrieben, die noch keine Fotoverarbeitung<br />

kennen.<br />

Ausgangslage<br />

Bedürfnis: Die AXA will qualifizierte Fotos<br />

von Schäden.<br />

AXA-Lösung: AXA stellt eine Foto-App zur<br />

Verfügung, die den Anwender durch den<br />

Fotoprozess führt und die Bilder direkt an<br />

AXA übermittelt.<br />

Die neuen Herausforderungen:<br />

– Wie kommen diese Fotos der AXA in<br />

die Softwarelösung eines Betriebs?<br />

– Muss der Betrieb jetzt je nach Versicherung<br />

verschiedene Foto- Apps nutzen?<br />

– Wie kommen Fotos, die der Reparateur<br />

gemacht hat, zu AXA?<br />

Der Aufnahmeprozess<br />

Wenn Sie mit der Lösung von GCS arbeiten,<br />

ändert sich nur die Anforderung, dass<br />

AXA nicht nur Fotos vom Schaden will,<br />

sondern auch vom Fahrzeugausweis,<br />

vom Tacho mit Kilometerstand sowie acht<br />

Bilder rund ums Fahrzeug für den Gesamtfahrzeugzustand.<br />

Sie können die<br />

Bilder mit den Foto-Apps der GCS wie<br />

bisher aufnehmen.<br />

Wie sieht die nähere Zukunft aus?<br />

Schadensteurer, Flottenmanager und<br />

Versicherungen werden weitere Anforderungen<br />

stellen, wie Bilder künftig übermittelt<br />

werden müssen. Der Grund liegt<br />

in der Verarbeitung der Bilder via KI und<br />

der Freigabe über Prozessautomatisierung.<br />

Es wird da leider keinen einheitlichen<br />

Standard geben.<br />

Auto-i-DAT ist mit ihrer eigenen App bereits<br />

im Feldtest. Wir werden auch diese<br />

App einbinden und auch hier eine Schnittstelle<br />

anbieten.<br />

Wir möchten verhindern, dass die Betriebe<br />

am Ende des Tages mit x verschiedenen<br />

Foto-Apps arbeiten müssen.<br />

Die neue Lösung: GCS Media Manager<br />

Mit dem neu entwickelten GCS Media Manager<br />

ordnen Sie die gemachten Bilder<br />

ganz einfach den von der AXA vorgesehenen<br />

Bereichen zu. Mit Versenden des KV an<br />

die AXA werden diese Bilder automatisch<br />

auch mit den richtigen Bildnamen an die<br />

AXA übermittelt, unkomprimiert in der ori-<br />

44 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Publireportage / Publireportage<br />

Reto Dellenbach, CEO GCS Schweiz AG<br />

Mit dem exklusiven, KI-basierten Fahrzeugausweis-Scanner können Aufträge und Stammdaten<br />

einfach erfasst werden.<br />

ginalen Auflösung. Wir<br />

sind so flexibel, dass wir<br />

den Media Manager einfach<br />

um neue Anforderungen<br />

erweitern können.<br />

Neuer Fahrzeugausweis-Scanner<br />

Als einziger Hersteller bieten wir Ihnen<br />

einen KI-basierten Fahrzeugausweis-<br />

Scanner an, mit dem Sie noch schneller<br />

Aufträge und Stammdaten erfassen können.<br />

Der QR-Code führt Sie zum Produktvideo,<br />

in dem die Funktionen in 90 Sekunden<br />

vorgestellt werden.<br />

Mit den Lösungen der<br />

GCS Schweiz AG haben<br />

Sie auf alle Fragen immer<br />

die richtige Antwort.<br />

Wir setzen uns weiter<br />

ein für Lösungen, die Ihnen<br />

das Leben erleichtern, ganz nach<br />

unserem Motto «Mach alles so, dass der,<br />

der nach dir kommt, Freude hat».<br />

digital.gcsag.ch<br />

●<br />

Text: Reto Dellenbach,<br />

CEO GCS Schweiz AG<br />

GCS Schweiz AG<br />

Über 25 Jahre im Dienste des Autogewerbes<br />

Die GCS Schweiz AG bietet seit über 25<br />

Jahren Softwarelösungen für das Garagen-<br />

und Carrosseriegewerbe an. Mit unseren<br />

Produktlinien Digital Office, Digital<br />

Mitarbeiter und Digital Planung bieten wir<br />

alle Produkte, die ein Reparaturbetrieb für<br />

das Umsetzen eines digitalen Werkstattbetriebs<br />

braucht. Mit diesen Lösungen realisieren<br />

wir die papierlose Werkstatt von<br />

der Terminbuchung/Fahrzeugannahme bis<br />

zur Rechnung mit allem, was ein Betrieb<br />

braucht.<br />

Die Lösungen sind technologisch auf dem<br />

neusten Stand. Durch den Einsatz modernster<br />

Webtechnologien können sie mit<br />

dem Smartphone, Tablet und PC/Notebook<br />

genutzt werden und völlig unabhängig vom<br />

Betriebssystem (iOS, Android oder Microsoft<br />

Windows). Betreiben Sie die Lösung auf<br />

Ihrer eigenen Infrastruktur oder in unserer<br />

Cloud und bezahlen Sie nur, was sie wirklich<br />

auch brauchen.<br />

Mit der Integration der Plattform cardata by<br />

carrepnet.ch ag sind Sie mit allen Auftraggebern<br />

digital verbunden. Sei es Yarowa,<br />

Versicherungen oder Schadennetzwerke –<br />

Sie erreichen alle zu 100 Prozent digital.<br />

Dazu können Sie auch Teile bei Ihrem Lieferanten<br />

direkt ab Reparaturfreigabe bestellen.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>45


Technik / Technique<br />

Neue Werkstoffe<br />

Material und<br />

Verbindung – eine<br />

Momentaufnahme<br />

Welche rasante Entwicklung die Automobiltechnik<br />

in den vergangenen fünf Jahren durchlaufen hat,<br />

können Fachbetrieb und Autobesitzer nicht immer<br />

auf den ersten Blick erkennen. Viele Entwicklungsschritte,<br />

zum Beispiel in der E-Antriebstechnik,<br />

haben die Bauweise des Automobils und somit<br />

den Carrosseriebau entscheidend verändert.<br />

Benzin- und Dieselmotoren wurden um Hybridantrieb und den<br />

reinen Elektroantrieb ergänzt und sollen durch diese langfristig<br />

vollständig ersetzt werden. Die Hersteller passten dafür zunächst<br />

bestehende Fahrzeugmodellreihen für die anderen Antriebsarten<br />

an. Als einer der ersten konstruierte BMW sein Modell<br />

i3 konsequenterweise als Leichtbaukonzept (vorwiegend<br />

CFK, Aluminium und Kunststoffe) von Grund auf neu, während<br />

die anderen Hersteller (zunächst) bestehende Carrosserieplattformen<br />

nutzten und dort die notwendigen Elektrokomponenten<br />

sowie den Hochvolt-Batteriespeicher integrierten. Dazu musste<br />

der Carrosseriebau entsprechend angepasst werden.<br />

Veränderter Carrosseriebau<br />

Die Integration der Elektromotoren auf der Vorder- und/oder<br />

Hinterachse, aber auch der Wegfall eines Treibstofftanks erforderte<br />

einige Veränderungen im Carrosseriebau. Zudem<br />

musste die Hochvolt-Batterie gegen verschiedene Crash-<br />

Situationen (Front-, Seiten- und Heckaufprall) geschützt werden.<br />

Eine neue gängige Konstruktion für den Bereich Bodenmitte<br />

war flach und durch Querträger verstärkt. Der bekannte<br />

typische Tunnel eines Verbrenners entfiel und stattdessen<br />

mussten die seitlichen Schwellerstrukturen<br />

sowie Vorder- und Hinterwagen<br />

verstärkt werden.<br />

Die Verstärkung für einen Seitencrash<br />

konnte durch ein in den Schweller integriertes<br />

Mehrkammerprofil erreicht<br />

werden. Dieses wird oftmals als Aluminium-Druckguss-Strangpressprofil<br />

gefertigt<br />

und in eine Stahlcarrosserie eingeklebt.<br />

Eine andere deutliche Veränderung ergab<br />

sich bei den Elektrofahrzeugen<br />

durch den verlängerten Radstand. Dieser<br />

wurde notwendig, um eine möglichst<br />

grosse Hochvolt-Batterie im Unterboden<br />

unterbringen zu können. Im gleichen<br />

Ansatz wurde der Vorderwagen<br />

verkürzt, weil für den E-Antrieb deutlich<br />

weniger Einbauraum benötigt wurde als<br />

für einen Verbrennermotor. Vor allem<br />

die grosse Hochvolt-Batterie führte<br />

Nouveaux matériaux<br />

Etat des lieux: matériaux,<br />

assemblages<br />

La technologie automobile à évolué ces cinq<br />

dernières années à une telle rapidité qu‘il n‘est pas<br />

toujours possible pour les entreprises spécialisées<br />

et les automobilistes de le percevoir d‘emblée. Ces<br />

avancées, ne serait-ce que celle de la propulsion<br />

électrique, ont considérablement modifié la<br />

conception de l'automobile et de la carrosserie.<br />

Les moteurs hybrides et électriques sont venus compléter les<br />

moteurs à essence et diesel dans le but de les remplacer à long<br />

terme. Les constructeurs ont d'abord adapté leurs séries existantes<br />

aux autres types de motorisation. BMW a été l'un des<br />

premiers à concevoir son modèle i3 de bout en bout en tant<br />

que concept de construction léger, principalement avec des<br />

plastiques renforcés de fibre de carbone PRFC, de l‘alu et des<br />

plastique, tandis que les autres fabricants ont (initialement)<br />

repris leurs plateformes existantes en y intégrant les composants<br />

électriques ainsi que la batterie haute tension. Ceci a eu<br />

une influence considérable sur la conception de la carrosserie.<br />

Construction de carrosserie modifiée<br />

L'intégration des moteurs électriques sur l'essieu avant et/ou<br />

arrière, ainsi que la suppression d'un réservoir de carburant, ont<br />

nécessité quelques modifications à la carrosserie. De plus, la<br />

batterie haute tension devait être protégée contre les collisions<br />

(chocs frontaux, latéraux et arrière). Une nouvelle construction<br />

commune pour la partie centrale du plancher était plate et renforcée<br />

par des traverses. Le tunnel typique d'un moteur à combustion<br />

a été supprimé et les structures des bas de caisse ainsi<br />

que l'avant et l'arrière du véhicule ont été renforcés. Le renforcement<br />

en cas de collision latérale a été réalisé par un profil à<br />

plusieurs chambres intégré au longeron. Celui-ci est souvent<br />

Der moderne Carrosseriebau ist durch Stahl-, Aluminium- und Verbundwerkstoffe sehr komplex<br />

geworden.<br />

La construction de carrosseries modernes est devenue très complexe en raison de l’acier, de<br />

l’aluminium et des matériaux composites.<br />

46 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Technik / Technique<br />

Die Integration einer Hochvolt-Batterie hat die Konstruktion stark verändert.<br />

L’intégration d’une batterie haute tension a considérablement modifié la conception.<br />

aber zu einem erhöhten Gewicht. Um dem entgegenzuwirken,<br />

wurden unterschiedliche Leichtbaumassnahmen angewendet.<br />

Neben konstruktiven Veränderungen zählt der Einsatz von<br />

Aluminiumbauteilen wie Kotflügel vorne, Türen oder die Motorund<br />

Heckklappe dazu.<br />

Fortschritt bei Materialgüten und Fügetechnik<br />

Mit verbesserten Stahl- oder Aluminiumwerkstoffen konnte<br />

ebenfalls das Fahrzeuggewicht gesenkt werden. Dabei sind besonders<br />

die hoch- und höherfesten Materialgüten zu erwähnen,<br />

deren Anteile im Carrosserierohbau deutlich gestiegen sind.<br />

Folglich mussten auch andere Fügetechniken zum Einsatz kommen,<br />

um beispielsweise Aluminiumbleche mit warmumgeformten<br />

Stahlstrukturteilen zu verbinden. Somit hat auch der Anteil<br />

von Festigkeit- und Strukturklebstoffen deutlich zugenommen,<br />

um die unterschiedlichen Materialien elektrochemisch zu trennen<br />

und die Festigkeit der gesamten Struktur zu erhöhen.<br />

Welchen Stellenwert dabei die eingesetzte Klebetechnik in der<br />

Produktion und später bei einer Reparatur haben kann, zeigte<br />

BMW an seinem Modell iX auf, bei dem Verstärkungselemente<br />

aus CFK im Dachrahmen integriert und<br />

am Seitenrahmen aufgeklebt sind, nämlich<br />

von der A- über die B- bis zur C-Säule.<br />

Der genaue, temperaturgesteuerte<br />

Klebeprozess ist bereits in der Fertigung<br />

sehr komplex, der Reparaturvorgang<br />

dürfte zur Herausforderung werden.<br />

Andere Automobilhersteller verändern<br />

für ihre E-Fahrzeuge die Konstruktion<br />

und die Materialauswahl nur geringfügig,<br />

sodass auch reine Stahl- oder Aluminiumkonstruktionen<br />

angewendet<br />

werden. Pionier Tesla beispielsweise<br />

setzt im Modell Y eine Stahlcarrosserie<br />

mit zwei grossen Aluminium-Gussbauteilen<br />

und vier Aluminiumtüren ein. Der<br />

amerikanische Hersteller Lucid baut<br />

seine vollelektrisch angetriebene Limousine<br />

Air als reines Aluminiumfahrfabriqué<br />

sous forme de profilé en aluminium<br />

extrudé moulé sous pression et collé dans<br />

une carrosserie en acier.<br />

L‘empattement allongé à produit un autre<br />

changement important dans les véhicules<br />

électriques, pour accueillir la plus grande<br />

batterie haute tension possible. Dans la lancée,<br />

la partie avant a été raccourcie, car la<br />

transmission électrique nécessite beaucoup<br />

moins d'espace qu'un moteur à combustion.<br />

La grande batterie haute tension a entraîné<br />

par contre une augmentation considérable<br />

du poids, qu‘il a fallu contrebalancer par diverses<br />

mesures de construction légère.<br />

Outre les modifications structurelles, on<br />

pensera à l'utilisation de composants en aluminium<br />

tels que les ailes avant, les portes ou<br />

encore le moteur et le hayon.<br />

Progrès en qualité des matériaux et<br />

techniques d’assemblage<br />

Le poids du véhicule a également été réduit<br />

grâce à des matériaux améliorés en acier ou<br />

en alu. Mentionnons la qualité des matériaux à haute et très haute<br />

résistance, dont la proportion a considérablement augmenté.<br />

L‘utilisation d'autres techniques d'assemblage est donc apparue,<br />

comme par exemple pour relier des tôles d'alu avec des pièces<br />

structurelles en acier formées à chaud. La proportion d'adhésifs<br />

résistants et structuraux a donc considérablement augmenté afin<br />

de séparer électrochimiquement les différents matériaux et<br />

d'augmenter la résistance de l'ensemble de la structure.<br />

BMW a démontré l'importance de la technologie par collage utilisée<br />

dans la production et plus tard lors des réparations avec son<br />

modèle iX, dans lequel des éléments de renforcement en PRFC<br />

sont intégrés dans le cadre du toit et collés sur le cadre latéral, à<br />

savoir du montant A au montant B, puis au C. Le processus de<br />

collage précis à température contrôlée est déjà très complexe en<br />

production. Le processus de réparation, lui, sera un défi.<br />

D'autres constructeurs automobiles ne modifient que légèrement<br />

la conception et le choix des matériaux de leurs véhicules électriques,<br />

de sorte que des constructions en acier pur ou en alu sont<br />

aussi utilisées. Le pionnier Tesla utilise une carrosserie en acier<br />

avec deux grandes pièces en fonte d'alu et quatre portes en alu<br />

Entwicklung Druckguss-Bauteile<br />

im Pw-Automobilbau<br />

2007 2014<br />

2<strong>02</strong>0<br />

Der Anteil an Aluminium-Druckgussbauteilen nimmt stetig zu.<br />

La proportion de pièces en alu moulé sous pression est en constante augmentation.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>47


Technik / Technique<br />

Zur Verstärkung der unteren seitlichen Carrosseriestruktur wird ein Mehrkammer-<br />

Strangpressprofil integriert.<br />

Un profil extrudé à plusieurs chambres est intégré pour renforcer la structure inférieure et<br />

latérale de la carrosserie.<br />

zeug ohne Stahlbauteile. Die europäischen Hersteller wählen<br />

gerne Varianten mit einer Carrosseriestruktur aus Stahl und<br />

Anbauteilen aus Aluminium.<br />

Qualifikation und Ausrüstung notwendig<br />

Die gestiegene Variantenvielfalt der Antriebskonzepte und des<br />

dadurch modifizierten Carrosseriebaus stellt den Fachbetrieb<br />

vor eine zusätzliche Herausforderung. Um an reinen Elektrofahrzeugen<br />

Unfallinstandsetzungsarbeiten durchführen zu<br />

dürfen, muss er über einen entsprechenden Hochvolt-Arbeitsplatz<br />

und einen Quarantäneplatz verfügen. Zusätzlich müssen<br />

die Mitarbeiter für Arbeiten an Hochvolt-Fahrzeugen qualifiziert<br />

sein. Diese Schulungen führen der Verband und/oder die Fahrzeughersteller<br />

durch. Nur wenn Qualifikationen und Arbeitsplatzausstattung<br />

vom Hersteller freigegeben sind, darf der<br />

Carrosserie-Fachbetrieb entsprechende Aufträge ausführen.<br />

Zusätzlich müssen sich die qualifizierten Mitarbeiter je nach Modell<br />

und Schadensbild zuerst über die Sicherheitsmassnahmen<br />

und die Anordnung der Elektrokomponenten am Fahrzeug genau<br />

informieren. Die notwendigen Informationen stellen die Automobilhersteller<br />

aber teilweise nur gegen Gebühren zur Verfügung.<br />

Schadensanalyse wird komplexer<br />

Ist der automobile Carrosseriebau in den<br />

letzten Jahren bereits durch den Materialmix<br />

Stahl und Aluminium deutlich komplexer<br />

geworden, so ist mit dem Einzug der<br />

Aluminium-Druckgussbauteile eine zusätzliche<br />

Materialvariante etabliert worden.<br />

Die vorderen Federbeindome aus<br />

Aluminiumdruckguss haben inzwischen<br />

von der Oberklasse über die Mittelklasse<br />

bis zum Kleinwagen in fast allen Modellen<br />

Einzug gehalten. Weitere Anwendungsbereiche<br />

können die A-Säule, der Heckklappenrahmen,<br />

Versteifungsknotenpunkte in<br />

der Carrosserie oder das Verbindungsstück<br />

zwischen hinterem Längsträger und<br />

der Schwellerstruktur sein.<br />

Gerade an den Druckgussbauteilen ist die<br />

Schadensanalyse nach einem Aufprall<br />

sehr diffizil, weil das Druckgussteil im Gedans<br />

le modèle Y. Le constructeur américain<br />

Lucid construit sa limousine électrique Air<br />

comme véhicule purement en alu, sans composants<br />

en acier. Les constructeurs européens<br />

aiment choisir des variantes à structure<br />

de carrosserie en acier, sur laquelle sont assemblées<br />

les pièces en alu.<br />

Qualifications et équipements nécessaires<br />

La diversité croissante des concepts d'entraînement<br />

et le modifications qui s‘ensuivent<br />

dans construction de carrosserie sont un défi<br />

supplémentaire pour les entreprises spécialisées.<br />

Afin de pouvoir effectuer une réparation<br />

après un accident sur un véhicule tout<br />

électrique, elles doivent disposer d'un poste<br />

de travail haute tension approprié et d'une<br />

station de quarantaine. Et les employés<br />

doivent être qualifiés pour travailler sur ces<br />

véhicules, une formation assurée par l'association<br />

et/ou les constructeurs automobiles. Le carrossier sera<br />

autorisé à réparer si les qualifications et l'équipement du poste de<br />

travail ont été approuvés par le fabricant.<br />

De plus, selon le modèle et le type de dommage, les collaborateurs<br />

qualifiés doivent au préalable se renseigner précisément<br />

sur les mesures de sécurité et la disposition des composants<br />

électriques sur le véhicule. Cependant, les constructeurs<br />

automobiles ne fournissent parfois les informations nécessaires<br />

que moyennant des frais.<br />

L'analyse des dommages devient de plus en plus complexe<br />

Alors que la construction de carrosseries est devenue beaucoup<br />

plus complexe ces dernières années en raison du mélange<br />

de matériaux acier et alu, une difficulté supplémentaire<br />

est venue s‘y ajouter avec l'introduction de pièces en alu moulées<br />

sous pression. Les dômes des supports de jambes de suspension<br />

avant en alu moulé sous pression ont trouvé place<br />

dans presque tous les modèles, de la classe supérieure à la<br />

moyenne en passant par les petites voitures. D'autres domaines<br />

d'application peuvent être le montant A, le cadre du hayon, les<br />

noeuds de renforcement de la carrosserie ou la pièce de liaison<br />

Spezielle Materialgüten kommen zum Beispiel im Dachrahmen oder der B-Säule zum Einsatz.<br />

Hier wurde die Form des Dachrahmens durch Presshärten und Laserbeschnitt hergestellt.<br />

Des matériaux de qualité spéciale sont utilisés, par ex. pour le profilé du cadre du toit ou le<br />

montant B. Ici, la forme du cadre a été créée par durcissement sous presse et découpe au laser.<br />

48 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Technik / Technique<br />

gensatz zu einem Stahlblechteil keine<br />

Verformungsmerkmale (Knick, Falten<br />

oder Riss) offen zeigt. Für die Beurteilung<br />

des Schadensbildes und des dadurch entstehenden<br />

Reparaturumfangs müsste im<br />

Inneren des Fahrzeuges, zum Beispiel im<br />

Heckbereich oder im Fahrgastraum hinten,<br />

das Isolier- und Verkleidungsmaterial entfernt<br />

werden. Nur dann lassen sich Beschädigungen<br />

im nachliegenden Blechteil<br />

nach dem Gussbauteil gut erkennen. Auch<br />

im Vorderwagen kann eine Demontage<br />

der E-Komponenten notwendig sein, um<br />

das Grossgussteil in einem Tesla-Modell<br />

beurteilen zu können.<br />

Sicherheit, ob und wo in der Struktur eine<br />

Verformung stattgefunden hat, kann<br />

sehr gut mit einer elektronischen Carrosserievermessung<br />

gewonnen werden. Ein<br />

weiterer, sehr komplexer Faktor im Schadensbild<br />

ist eine mögliche Beschädigung<br />

an der Hochvolt-Batterie. Nach der Demontage des Unterfahrschutzes<br />

sollten mögliche Beschädigungen ersichtlich sein.<br />

Fazit<br />

Die fachlichen Anforderungen an Mitarbeiter und Ausstattung<br />

der Arbeitsplätze in einem Carrossiefachbetrieb sind in den<br />

letzten Jahren deutlich gestiegen. Die wachsende Zahl der Modellvarianten<br />

und der zusätzlich angebotenen Antriebsvarianten<br />

bei den etablierten Automobilherstellern ist bereits schwer<br />

zu überschauen. Zusätzlich kommen seit einigen Monaten auch<br />

vermehrt die neuen chinesischen Hersteller in die europäischen<br />

Automobilmärkte. Deren Akzeptanz wird über eine dauerhafte<br />

Marktpräsenz entscheiden und die Zulassungszahlen in den<br />

nächsten fünf Jahren werden dies widerspiegeln.<br />

Sicher ist in jedem Fall, dass kleinere Carrosseriereparaturen<br />

auch bei diesen Modellen anstehen und die Fachbetriebe zum<br />

Zug kommen, die entsprechende Ausrüstung und qualifizierte<br />

Mitarbeiter anbieten können. Es gilt mehr denn je, die aktuelle<br />

Marktentwicklung fest im Blick zu haben.<br />

●<br />

Text und Bilder: Jürgen Klasing<br />

Fingerzeig: Bei diesem Gussbauteil in einem Tesla-Modell darf nur eine geringe Beschädigung<br />

vorliegen, andernfalls muss das Grossgussbauteil komplett ersetzt werden.<br />

(Désignée du doigt:) Cette pièce moulée dans un modèle Tesla n‘a droit qu‘à des dommages<br />

mineurs, sinon, c‘est tout la grande pièce moulée elle-même qui doit être remplacée.<br />

Analyse nach Demontage: Bei einem Heckaufprall können an der Verbindungsstelle vom<br />

Gussteil zum Blechteilschweller Knicke durch Verformung entstehen.<br />

Analyse après démontage: en cas de choc arrière, des pliures peuvent apparaître en raison de<br />

la déformation au niveau du point d‘assemblage entre la pièce moulée et le seuil de la pièce<br />

en tôle.<br />

entre le longeron arrière et la structure du bas de caisse.<br />

L'analyse des dommages après un impact est très difficile, en particulier<br />

sur les pièces moulées sous pression, car contrairement à<br />

une pièce en tôle d'acier, la pièce moulée sous pression ne présente<br />

aucun signe de déformation (dépressions, rides ou fissures). Afin<br />

d'évaluer les dommages et l'étendue des réparations qui en résultent,<br />

il faudrait retirer les matériaux d'isolation et de revêtement<br />

de l'intérieur du véhicule, par exemple dans la zone arrière ou dans<br />

l'habitacle arrière. Ce n'est qu'alors que les dommages sur la pièce<br />

de tôlerie adjacente à la pièce moulée peuvent être clairement<br />

identifiés. Il peut également être nécessaire de démonter les composants<br />

électroniques à l'avant du véhicule afin de pouvoir évaluer<br />

la grosse pièce moulée d'un modèle Tesla. Pour s‘assurer si et où<br />

une déformation s'est produite dans la structure, il suffit d'une mesure<br />

électronique de la carrosserie, qui se révèle être simple à<br />

effectuer. Autre facteur très complexe dans la configuration des<br />

dommages: l’endommagement possible de la batterie haute tension.<br />

Après avoir démonté la protection anti-encastrement, d'éventuels<br />

dommages devraient être visibles.<br />

Conclusion<br />

Les exigences techniques pour les employés<br />

et l'équipement des postes de travail en carrosserie<br />

ont fortement crû ces dernières années.<br />

Il est déjà ardu d‘être à jour quant au<br />

nombre croissant de variantes de modèles et<br />

de transmissions proposés par les constructeurs<br />

automobiles établis arrivant sur les marchés<br />

automobiles européens; et voilà que<br />

débarquent les nouveaux constructeurs<br />

chinois. Leur acceptation sur le marché déterminera<br />

leur présence à long terme. Les statistiques<br />

le révéleront.<br />

Pour sûr, de petites réparations de carrosserie<br />

seront aussi nécessaires pour ces modèles<br />

et des entreprises spécialisées entreront<br />

en jeu et pourront proposer l'équipement<br />

approprié et du personnel qualifié. Il est plus<br />

important que jamais de suivre de près l’évolutions<br />

actuelle du marché. <br />

●<br />

Texte et images: Jürgen Klasing.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>49


Bildung / Formation<br />

Lehrgang zum dipl. Betriebsleiter<br />

Nach dem Motto:<br />

ganz oder gar nicht<br />

Das Betriebsleiterdiplom (früher Meisterdiplom) ist<br />

der höchste Abschluss, den man in der Carrosseriebranche<br />

erreichen kann. Jonas Anderegg,<br />

Geschäftsführer Genossenschaft carrosserie<br />

suisse Academy, erzählt von seinem Bildungsweg.<br />

Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Fahrzeugschlosserlehre<br />

bei der Carrosserie Hess AG 2012 wurde Jonas Anderegg<br />

schnell klar, dass er sich weiterbilden würde: «Fernziel<br />

war die Berufsprüfung.» In der Abteilung Nutzfahrzeuge<br />

führte er bei Hess nach seiner Lehre ein eigenes kleines Team<br />

und absolvierte parallel dazu zuerst den Lehrgang zum Werkstattkoordinator,<br />

danach zum Carrosseriefachmann Fachrichtung<br />

Fahrzeugbau. Die Berufsprüfung hängte er 2018 an. «Bei<br />

Hess kümmerte ich mich inzwischen um viele Spezialauf träge.<br />

Es war genau das, was ich gesucht und wofür ich mich weitergebildet<br />

hatte: eine Mischung aus Arbeit im Büro und in der<br />

Werkstatt.»<br />

Dass man nach der Berufsprüfung zunächst nichts mehr von<br />

Weiterbildung hören, sondern endlich seine Wochenenden<br />

geniessen und Geld verdienen möchte, sei klar, meint Anderegg.<br />

Doch kurz darauf wurde ihm ein Job als Werkstatteiter<br />

bei der Walter Marolf AG, Fahrzeug- und Maschinenbau angeboten,<br />

wo er 20 Mitarbeitende führen würde. «Meine Weiterbildung<br />

hatte ich ja auch darauf ausgerichtet, eines Tages<br />

Werkstattleiter im Fahrzeugbau zu werden», so Anderegg.<br />

«Und nach zehn Jahren im selben Betrieb wurde es Zeit für<br />

etwas Neues.»<br />

Cours de chef d’exploitation<br />

Selon la devise:<br />

tout ou rien<br />

Le diplôme de chef d'exploitation (anciennement<br />

diplôme de master) est le diplôme le plus élevé<br />

pouvant être obtenu dans le secteur de la carrosserie.<br />

Jonas Anderegg, directeur général de<br />

l’association carrosserie suisse Academy, revient<br />

sur son parcours scolaire.<br />

Après avoir terminé avec succès son apprentissage de serrurier-constructeur<br />

de véhicules à la Carrosserie Hess AG en<br />

2012, Jonas Anderegg a rapidement compris qu'il poursuivrait<br />

sa formation: «L'objectif à long terme était de réussir l'examen<br />

professionnel.» Après avoir terminé son apprentissage, il dirige<br />

sa propre petite équipe des véhicules utilitaires chez Hess et<br />

suit en même temps la formation de coordinateur d'atelier puis<br />

de serrurier sur véhicules, et passe l'examen professionnel en<br />

2018. «Chez Hess, je m'occupais de nombreuses commandes<br />

spéciales. C’était exactement ce que je recherchais et pour quoi<br />

j’ai été formé: un mélange de travail au bureau et en atelier.»<br />

Il est clair qu'après l'examen professionnel, on ne veut plus<br />

entendre parler de formation continue et souhaite enfin profiter<br />

de ses week-ends et gagner de l'argent, explique Anderegg.<br />

Mais peu de temps après, on lui propose un poste de chef d'atelier<br />

chez Walter Marolf AG, construction automobile et mécanique,<br />

où il dirigera 20 collaborateurs. «Ma formation continue<br />

avait pour objectif de devenir un jour chef d'atelier dans la<br />

construction automobile», explique Anderegg. «Et après dix<br />

ans dans la même entreprise, il était temps de passer à autre<br />

chose.»<br />

Reifezeit<br />

Schon zuvor war in ihm die<br />

Idee gereift, doch die höhere<br />

Fachprüfung in Angriff zu<br />

nehmen. Am Infoabend in Zofingen<br />

erfuhr er, dass man<br />

erstmals nicht mit dem Meister-,<br />

sondern mit dem Betriebsleiterdiplom<br />

abschliessen<br />

würde. Er meldete sich<br />

an, doch weil es (noch) zu<br />

wenig Teilnehmer gab, hiess<br />

es zunächst einmal abwarten.<br />

2<strong>02</strong>1 erhielt Anderegg einen<br />

Anruf von Peter Bucheli,<br />

Fachbereichsleiter Fahrzeugbau<br />

& Strassentransport, Berufsbildungszentrum<br />

BBZB<br />

Luzern, der ihm erzählte,<br />

dass die Genossenschaft carrosserie<br />

suisse Academy in<br />

Bern einen Geschäftsleiter<br />

suche, der auch Kurse geben<br />

könne. «Ich war nicht auf der<br />

Jonas Anderegg sieht den Bedarf für Betriebsleiter in der Branche:<br />

«Absolventen dieses Lehrgangs sind Macher.»<br />

Jonas Anderegg voit le besoin de managers opérationnels dans la<br />

branche: «Les diplômés de cette formation sont des gens d'action.»<br />

Période de maturation<br />

L’idée d’aborder l’examen de la<br />

matière supérieure s’était déjà<br />

développée dans son esprit.<br />

Lors de la soirée d'information<br />

à Zofingen, il a appris que pour<br />

la première fois, on n'obtiendrait<br />

pas un diplôme de maître<br />

artisan, mais plutôt un diplôme<br />

de chef d'exploitation. Il s'est<br />

inscrit, mais comme il y avait<br />

(encore) trop peu de participants,<br />

il a dû attendre. En 2<strong>02</strong>1,<br />

Anderegg reçoit un appel de<br />

Peter Bucheli, chef du département<br />

construction automobile<br />

et transport routier au<br />

centre de formation professionnelle<br />

BBZB Lucerne, qui lui<br />

annonce que la coopérative<br />

carrosserie suisse Academy<br />

de Berne recherche un manager<br />

capable également de<br />

donner des cours. «Je ne cher-<br />

50 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Bildung / Formation<br />

Suche, doch wenn Peter Bucheli anruft, darf man das nicht<br />

ignorieren.» Nach zwei Gesprächsrunden sagte Anderegg<br />

zu. Und gerade, als alles geregelt war, erhielt er die Nachricht,<br />

dass es nun losgehen würde mit dem Lehrgang zum<br />

Betriebsleiter. So trat er am 1. September 2<strong>02</strong>1 seine neue<br />

Stelle als Geschäftsleiter und Berufsbildner an und am 4.<br />

September seinen ersten Schultag. «Da kam also viel Neues<br />

auf einmal auf mich zu. In meiner Klasse waren alles Leute,<br />

die bereits über Jahre in ihren Betrieben arbeiteten – und ich<br />

erst seit einer Woche.»<br />

Keine halben Sachen<br />

Nach der Motivation für das Betriebsleiterdiplom gefragt,<br />

antwortet Anderegg: «Ich mache etwas ganz oder gar nicht.<br />

Schon nach der Berufsprüfung habe ich gemerkt, dass sie<br />

nur ein Zwischenziel sein wird. Es kam nicht infrage, mittendrin<br />

aufzuhören.»<br />

Rückblickend auf die damalige Zeit meint Anderegg, dass es<br />

eine Umstellung gewesen sei, nach langer Zeit auch wieder<br />

unter der Woche die Schulbank zu drücken und nicht nur<br />

samstags. «Für mich ist klar, dass man bei einer Weiterbildung<br />

auch private Zeit opfert. Alle Teilnehmer hatten ähnliche<br />

Motive, so fanden wir schnell Gemeinsamkeiten. Man hat sich<br />

rasch verstanden und der Klassenzusammenhalt war bis zum<br />

Schluss sehr gut.» Der Lehrgang endete im Mai 2<strong>02</strong>3. «Es<br />

war weit mehr als nur eine Erweiterung der Berufsprüfung.<br />

Der Stoff war sehr happig, vor allem in diesem Zeitrahmen.»<br />

Wer soll sich anmelden?<br />

«Das Betriebsleiterdiplom ist eine komplette Ausbildung für<br />

jemanden, der Führungsperson werden oder seine Kompetenz<br />

diesbezüglich erweitern möchte. Bei der Berufsprüfung<br />

steht immer noch irgendwo das Praktische im Vordergrund,<br />

wer es aber gesehen hat in der Werkstatt, für den ist das der<br />

richtige Schritt. Hier lernt man die ganze Bandbreite, die<br />

einen dazu befähigt, selbstständig eine Firma jeglicher Grösse<br />

zu führen. Ich sehe den Bedarf schon in einer Welt, in der<br />

alle von Studium, Bachelor und Master reden. Es braucht<br />

Leute mit der Werkstattperspektive, die sich hochgearbeitet<br />

haben und alle Abläufe kennen. So jemandem kann man<br />

nichts vormachen.»<br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bild: Bruno Moser<br />

chais pas, mais quand Peter Bucheli appelle, on ne peut pas<br />

l'ignorer.» Après deux séries de discussions, Anderegg a accepté.<br />

Et juste au moment où tout était réglé, il reçut la nouvelle<br />

que la formation pour devenir chef d'exploitation allait désormais<br />

commencer. Il a débuté son nouveau poste de chef d'entreprise<br />

et formateur professionnel le 1 er septembre 2<strong>02</strong>1 et<br />

son premier jour d'école le 4 septembre. « Beaucoup de nouvelles<br />

choses me sont venues d’un coup. Dans ma classe, il y<br />

avait plein de gens qui travaillaient dans leur entreprise depuis<br />

des années – et je n'y étais que depuis une semaine.»<br />

Pas de demi-mesure<br />

Interrogé sur la motivation pour le diplôme de gestion opérationnelle,<br />

Anderegg répond: «Je fais quelque chose complètement<br />

ou pas du tout. Dès que j’ai passé l’examen professionnel,<br />

j’ai réalisé que ce ne serait qu’un objectif intermédiaire. Il n’était<br />

pas question de s’arrêter au milieu.»<br />

En repensant à cette époque, Anderegg dit que c'était un changement<br />

après une longue période de retourner à l'école pendant<br />

la semaine et pas seulement le samedi. «Il est clair pour<br />

moi que l'on sacrifie aussi son temps privé lorsque l'on poursuit<br />

sa formation. Tous les participants avaient des motivations similaires,<br />

nous avons donc rapidement trouvé un terrain d’entente.<br />

On s’est vite entendu et la cohésion de classe a été très<br />

bonne jusqu’au bout.» La formation s’est terminée en mai 2<strong>02</strong>3.<br />

«C’était bien plus qu’une simple prolongation de l’examen professionnel.<br />

La matière était très ardue, surtout à cette époque.»<br />

A qui de s’inscrire?<br />

«Le diplôme de chef d'exploitation est une formation complète<br />

destinée à qui souhaite devenir manager ou approfondir ses<br />

compétences dans ce domaine. Lorsqu'il s'agit de l'examen<br />

professionnel, l'accent est toujours mis sur les aspects pratiques,<br />

mais pour ceux qui l'ont vu en atelier, c'est la bonne<br />

étape. Ici, on découvre tout le spectre qui vous permet de gérer<br />

de manière indépendante une entreprise de toute taille. J'en<br />

vois déjà la nécessité dans un monde où tout le monde parle<br />

d'études, de licence et de master. On a besoin de personnes<br />

ayant une perspective d'atelier, qui ont gravi les échelons et<br />

connaissent tous les processus. On ne peut pas tromper une<br />

telle personne.»<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro, image: Bruno Moser<br />

Weiterbildung Zofingen<br />

Nächster Lehrgang startet am 21. September<br />

Der Managementbildungsgang «Dipl. Betriebsleiter/-in Carrosserie»<br />

(ehemals Carrosseriemeister) ist die höchste Weiterbildung<br />

in der Branche. Betriebsleiter/-innen passen den Betrieb den<br />

modernen Anforderungen an und entwickeln Strategien, Businesspläne,<br />

Strukturen und Inhalte des Finanzmanagements sowie<br />

Marketingmassnahmen. Sie reagieren auf Branchentrends und<br />

neue technologische Entwicklungen. Darüber hinaus sind sie für<br />

die Finanzierung und die Personenführung verantwortlich. Voraussetzung<br />

für den Bildungsgang ist die Berufsprüfung Carrosseriewerkstattleiter/-in.<br />

Start ist am 21. September <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

Infoanlässe<br />

Mittwoch, 15. Mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18.30 Uhr,<br />

im Bildungszentrum Zofingen und online am<br />

Dienstag, 11. Juni <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18.30 Uhr.<br />

Infos und mehr direkt über den QR-Code.<br />

Formation continue Zofingue<br />

Le prochain cours commence le 21 septembre<br />

La formation en management «Chef d’exploitation diplômé » (anc.<br />

Maître carrossier) est le plus haut niveau du secteur. Les chefs<br />

d’exploitation adaptent l'entreprise aux exigences modernes et<br />

élaborent des stratégies, des plans d'affaires, des structures et<br />

des contenus de gestion financière ainsi que des mesures de marketing.<br />

Ils réagissent aux tendances de la branche et aux nouveaux<br />

développements technologiques. De plus, ils sont responsables<br />

du financement et de la gestion du personnel. La condition préalable<br />

à la formation est l’examen professionnel de chef d’atelier<br />

de carrosserie. Démarrage le 21 septembre <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Séances d’information<br />

Mercredi, 15 mai <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18 h 30, au Centre de formation de Zofingue<br />

et en ligne mardi, 11 juin <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, 18 h 30.<br />

Informations et davantage directement via le QR code.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>51


Kursübersicht / Liste des cours<br />

Das Kursangebot im Frühjahr <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Kursangebote<br />

Technik<br />

Hochvolt-Sicherheit<br />

Arbeiten Sie in Ihrem Betrieb an elektrifizierten Fahrzeugen?<br />

Möchten Sie sich oder Ihre Mitarbeitenden gemäss gesetzlichen<br />

Vorgaben instruieren lassen und dies mit dem schweizweit<br />

und branchenanerkannten Kompetenzausweis nachweisen?<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Hochvolt-Sicherheit TPK500 04.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Hunzenschwil<br />

Hochvolt-Techniker TPK816 05.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Hunzenschwil<br />

Elektro-Instruktion<br />

10.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Kemptthal<br />

HV-Fahrzeuge<br />

Hochvolt-Instruktion EV 03.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Horw<br />

Betriebswirtschaft (inkl. Arbeitssicherheit)<br />

Performance PLUS<br />

Der Weg zur Rentabilitätssteigerung für Carrosserie- und<br />

Fahrzeugbaubetriebe.<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Verkauf 1 25.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Thal SG<br />

Personalführung /<br />

03.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />

Leadership<br />

Personalmanagement 10.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />

Personalführung /<br />

22.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Thal SG<br />

Leadership<br />

Online-Marketing 1 29.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />

Marketing Aufbaukurs 03.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />

Verkauf 2 04.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Oensingen<br />

Arbeitssicherheit – BAZ-Branchenlösung<br />

Dank der BAZ mit ihrer kurzen intensiven Schulung und den<br />

ERFA-Tagungen sind Sie stets auf dem neusten Stand und<br />

auch für allfällige Kontrollen bestens gewappnet.<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

KOPAS Grundkurs 06.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />

asa-control 18.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />

KOPAS Grundkurs 27.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Schlieren<br />

ERFA-Tagung 04.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />

ERFA-Tagung 10.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Bern<br />

Berufsbildung<br />

Branchenspezifische Berufsbildnerkurse<br />

Sie wollen Lernende ausbilden und sind interessiert an einer<br />

professionellen Ausbildung für den Berufsnachwuchs? Endlich<br />

haben Sie die Gelegenheit, dies in einem Kurs zu lernen,<br />

in welchem Sie unter <strong>Carrossier</strong>s und Fahrzeugschlossern<br />

sind und auch die branchenspezifischen Dokumente zur Anwendung<br />

bekommen.<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Berufsbildnerkurs 22. + 23.10.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />

Berufsbildnerkurs 29. – 30.10.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />

TOP-Ausbildungsbetrieb<br />

TOP-Ausbildungsbetriebe haben Top-Lernende. Aus Top-<br />

Lernenden werden Top-Fachkräfte.<br />

Stufe 1<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Einstiegskurs (Deutsch) 25.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> St. Gallen<br />

Einstiegskurs (Deutsch) 25.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />

52 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Kursübersicht / Liste des cours<br />

Stufe 2<br />

Kurs Kursdatum Kursort<br />

Mithilfe des Ausbildungsberichts<br />

25.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zofingen<br />

nachhaltig ausbilden<br />

Entdeckendes Lernen (DE) 06.05. + 19.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Zürich<br />

Mithilfe des Ausbildungsberichts<br />

30.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Bern<br />

nachhaltig ausbilden<br />

Mithilfe des Ausbildungsberichts<br />

nachhaltig ausbilden<br />

03.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Chur<br />

Anmeldung und weitere Kurse<br />

Anmeldungen nehmen wir gerne über unsere<br />

Website www.carrosseriesuisse.ch entgegen.<br />

Alle Kurse finden Sie stets aktualisiert unter<br />

www.carrosseriesuisse.ch > Kursangebote.<br />

Les offres de cours au printemps <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Offre de cours<br />

Gestion d’entreprise<br />

Performance PLUS<br />

La voie de l’augmentation de la rentabilité pour les carrossiers<br />

et les serruriers-constructeurs sur véhicules.<br />

Cours Dates des cours Lieu de cours<br />

Service clientèle 26.04.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Moudon<br />

professionnel<br />

Technicien haute- <strong>02</strong>.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Etagnières<br />

tension TPK816<br />

Vente 1 06.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Moudon<br />

Cours de marketing 13.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Moudon<br />

de base<br />

ADAS – TPK154 11.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Etagnières<br />

Sécurité au travail – SAD solution de branche<br />

Des solutions simples, pratiques, conformes à la loi et génératrices<br />

de bénéfices sont au cœur de la solution par<br />

branche « asa-control » de la SAD. Un allègement pour vous<br />

et votre entreprise, de la planification à la mise en œuvre.<br />

« asa-control » aide votre entreprise, qu'elle soit petite,<br />

moyenne ou grande, à mettre en œuvre la sécurité au travail<br />

et la protection de la santé, à garantir l'hygiène ou à corriger<br />

une situation insatisfaisante.<br />

Cours Dates des cours Lieu de cours<br />

Cours de base pour 14.05.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Yverdon<br />

PERCO<br />

Séance d’échanges 13.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> en ligne<br />

d’expériences<br />

asa-control 11.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Online<br />

Inscription et autres cours<br />

Nous accueillons volontiers les inscriptions<br />

via notre site en ligne carrosseriesuisse.ch.<br />

Vous trouvez la liste actualisée des cours sous<br />

carrosseriesuisse.ch > Offres de cours<br />

Sicurezza sul lavoro – soluzione settoriale SAD<br />

Dopo il corso base, la PERCO è tenuta a frequentare ogni due<br />

anni un corso di formazione continua della durata di mezza<br />

giornata (giornata ERFA). Il programma aggiornato dei corsi<br />

viene inviato alle PERCO una volta all'anno. Le spese per i<br />

corsi di formazione sono già incluse nella tassa annuale.<br />

Corso Data del corso Luogo del corso<br />

asa-control 04.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> online<br />

Giornata ERFA 20.06.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Biasca<br />

Corso base PERCO 04.07.<strong>2<strong>02</strong>4</strong> Biasca<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>53


Bildung / Formation<br />

Höchste technische Weiterbildung<br />

14 Führungskräfte<br />

für die Branche<br />

carrosserie suisse lud am Donnerstag, 14. März<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong>, zur Fachausweisübergabe an 14 frisch<br />

weitergebildete Carrosseriewerkstattleiterinnen<br />

und -leiter. Gefeiert wurde der Abschluss der<br />

höchsten technischen Weiterbildung im Carrosseriegewerbe<br />

im Landgasthof Schönbühl BE.<br />

Vier der neuen Fach- und Führungskräfte arbeiten in der Carrosserielackiererei<br />

und zehn in der Carrosseriespenglerei. Die Freude<br />

über den Abschluss der Weiterbildung stand ihnen allen ins<br />

Gesicht geschrieben, so auch Carrosserielackierer Mathias Meyer<br />

aus La Tour-de-Trême. Er schloss mit der besten Gesamtnote 5,4<br />

ab: «Es bedeutet mir sehr viel, dass ich die Prüfung so erfolgreich<br />

absolvieren konnte. Neben spannenden Kontakten, welche ich<br />

gewinnen durfte, öffnet die Weiterbildung nun einige Türen in<br />

meiner beruflichen Karriere.» carrosserie suisse organisierte die<br />

Fachausweisübergabe für die Absolventinnen und Absolventen<br />

aus der Deutschschweiz und der Romandie gemeinsam.<br />

Ein intensiver Werdegang<br />

An der Feier im Landgasthof Schönbühl waren auch verschiedene<br />

Vertreter von carrosserie suisse zugegen, namentlich Direktor<br />

Daniel Röschli, Frédéric Henguely, Leiter der Abteilung<br />

Berufsbildung, Martin Rusterholz, Leiter der Prüfungskommission,<br />

sowie Vizepräsident Armin Haymoz, der sagte: «Mit ihren<br />

erfolgreich absolvierten Weiterbildungen haben Sie an Sicherheit,<br />

Wissen und Erfahrung gewonnen. Dieses Gesamtpaket<br />

verschafft Ihnen nun eine ausgezeichnete Ausgangslage<br />

auf dem Schweizer Arbeitsmarkt.»<br />

Mehr zur Fachausweisübergabe inklusive Podcast<br />

und Bildergalerie auf carrosseriesuisse.ch in<br />

den News oder direkt über den QR-Code. ●<br />

Text: Samuel Knecht, Bilder: Pino Stranieri<br />

Formation continue technique la plus élevée<br />

14 leaders<br />

pour la branche<br />

Jeudi 14 mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, carrosserie suisse a accueilli<br />

à l‘auberge Landgasthof Schönbühl (BE) 14<br />

Cheffes et Chefs d'atelier de carrosserie pour la<br />

remise de leur brevet fédéral au terme de leur<br />

formation technique – la plus haute de la branche.<br />

Une manifestation alémanique et romande.<br />

Des 14 nouveaux cadres d‘entreprise et professionnels techniques<br />

de haut niveaux auxquels étaient remis leur brevet fédéral,<br />

quatre travaillent dans un atelier de peinture, les dix<br />

autres en tôlerie. Le bonheur d‘avoir terminé avec succès leur<br />

formation continue se lisait sur les visages. Relevons le carrossier-peintre<br />

Mathias Meyer de La Tour-de-Trême avec la<br />

meilleure note globale de 5,4 : « Avoir réussi avec un tel résultat<br />

signifie beaucoup pour moi. La formation continue m‘a non<br />

seulement permis de nouer de passionnants contact, elle<br />

m'ouvre désormais de nombreuses portes pour ma carrière<br />

professionnelle.»<br />

Un parcours exigeant<br />

Différents représentants de carrosserie suisse étaient présents<br />

à la célébration au Landgasthof Schönbühl, à savoir le Directeur<br />

Daniel Röschli, Frédéric Henguely, Responsable du Département<br />

de la Formation professionnelle, Martin Rusterholz,<br />

Chef de la Commission d'examen et le Vice-Président Armin<br />

Haymoz, qui a déclaré : «Au terme de votre formation continue,<br />

vous avez acquis de la sûreté, des connaissances et de l'expérience,<br />

ce qui vous donne une excellente position<br />

de départ sur le marché du travail suisse.»<br />

Plus d'infos sur la remise de brevets, des podcast<br />

et la galerie de photos sur carrosseriesuisse.ch<br />

dans les news ou directement via le code QR.●<br />

Texte: Samuel Knecht. Photographie: Pino Stranieri<br />

14 Absolventinnen und Absolventen aus der Romandie und der Deutschschweiz schlossen die Weiterbildung «Carrosseriewerkstattleiter/-in mit<br />

eidg. Fachausweis» nach drei Jahren Vorbereitung mit der eidgenössischen Berufsprüfung im November des vergangenen Jahres erfolgreich ab.<br />

14 breveté-e-s de Suisse romande et de Suisse alémanique ont suivi la formation continue de «chef d'atelier de carrosserie avec brevet fédéral».<br />

Après trois années de préparation, ils ont réussi l'examen professionnel fédéral en novembre de l'année dernière.<br />

54 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Bildung / Formation<br />

üK-Zentren<br />

Im Zentrum der<br />

Berufsbildung<br />

In einer neuen Serie stellen wir die überbetrieblichen<br />

Kurszentren (üK) der Carrosserie- und<br />

Fahrzeugbaubranche in den Fokus. Einige Zahlen<br />

zur Einordnung.<br />

Die zehn ük-Zentren in der ganzen Schweiz sind entscheidend<br />

für die Ausbildung und damit den Fortbestand der Carrosserieund<br />

Fahrzeugbauberufe. carrosserie suisse hat im Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

bei den Zentrumsleitenden die wichtigsten Eckdaten erhoben.<br />

Lernende in Ausbildung<br />

1867 Lernende werden total in den zehn üK-Zentren schweizweit<br />

ausgebildet. Das ergibt pro Lehrjahr rechnerisch 466 Jugendliche<br />

in Ausbildung. Die Spannweite reicht dabei von 65 Lernenden<br />

über alle vier Lehrjahre hinweg in der carrosserie suisse Academy<br />

Aargau in Zofingen bis zu 600 Lernenden an der Schweizerischen<br />

Technischen Fachschule in Winterthur. Zu berücksichtigen<br />

ist, dass in Zofingen nur der Beruf Carrosseriespengler/-in<br />

EFZ angeboten wird, während in Winterthur alle fünf Lehrberufe<br />

eingeschlossen sind. In der Romandie werden in Moudon mit<br />

243 die meisten Lernenden ausgebildet.<br />

Ein metrischer Vergleich<br />

Rein flächenmässig ist das üK-Zentrum in Ebikon mit 1860 m²<br />

das grösste. Miteingerechnet sind Werkstätten, Theorieräume,<br />

Nebenräume sowie Lagerflächen. Ein direkter Vergleich zwischen<br />

den üK-Zentren ist jedoch aufgrund der unterschiedlich<br />

berücksichtigten Flächen und gemeinsam mit anderen Branchen<br />

genutzten Räumlichkeiten kaum möglich. Aktuell im Bau<br />

befinden sich neue Ausbildungsräume in Fribourg und Genf.<br />

Der Umzug in Fribourg erfolgt noch diesen Herbst. ●<br />

Text: Isabel Suter<br />

Centres de cours interentreprises<br />

Au cœur de<br />

la formation<br />

Dans une nouvelle série, nous nous concentrons<br />

sur les centres de cours interentreprises (CIE) de<br />

la branche de la carrosserie et de la serrurerieconstruction<br />

sur véhicules. Quelques chiffres.<br />

Les 10 centres CIE répartis dans toute la Suisse sont essentiels<br />

à la formation et donc à la pérennité des métiers de la carrosserie.<br />

carrosserie suisse a collecté les données clés les plus<br />

importantes auprès de leurs responsables en février <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

Apprentis en formation<br />

1867 apprentis sont actuellement formés dans les dix centres<br />

CIE répartis dans toute la Suisse. Ceci représente 466 jeunes<br />

en formation par année d’apprentissage, partant – tous métiers<br />

confondus – de 65 apprentis pour l‘ensemble des quatre années<br />

de formation à la carrosserie suisse Academy Argovie à<br />

Zofingue, jusqu'à 600 apprentis à l'Ecole technique suisse de<br />

Winterthur. Il convient de noter qu'à Zofingue, seul le métier de<br />

carrossier-tôlier CFC est proposé, tandis que les chiffres de<br />

Winterthour incluent les cinq apprentissages. En Suisse romande,<br />

le plus grand site en terme de nombre d'apprentis (243)<br />

se trouve à Moudon.<br />

Une comparaison métrique<br />

En superficie, le centre CIE d'Ebikon est le plus grand avec<br />

1860 m² d’ateliers, salles théoriques et auxiliaires ainsi que<br />

l’entrepôt. La comparaison directe entres centres CIE s‘avère<br />

difficile selon les surfaces prise en compte et des salles partagées<br />

avec d'autres branches. Les dernières salles de formation<br />

actuellement en construction se trouvent à Genève et à<br />

Fribourg. Ici, le déménagement aura lieu cet automne. ●<br />

Texte: Isabel Suter<br />

üK-Center<br />

Centre IE<br />

Lernende p.A.<br />

Apprentis p.a<br />

Personal<br />

Personnel<br />

Davon Leiter<br />

Dont<br />

Formateur<br />

Davon Admin<br />

Dont admin<br />

Fläche m2<br />

Surface m2<br />

Davon<br />

Werkstatt<br />

Dont atelier<br />

Kurstage/<br />

Leiter<br />

J.cours/<br />

Formateur<br />

Ausgebildete<br />

Berufe<br />

Métiers<br />

formés<br />

Max. Lernende/Kurs<br />

appr./cours<br />

Ferienpassangebote<br />

Offres<br />

passeport<br />

vacances<br />

Bern / Berne 300 4 2.5 1.5 1650 980 140 alle 5 / tous les 5 15 × 25<br />

Ebikon / Ebikon 300 5 4 1 1860 1120 alle 5 / tous les 5 17 22<br />

Freiburg / Fribourg 106 1.8 800 550 105 CLA, CSP, CRE<br />

12 10/14<br />

CPE, CTO, CRE<br />

Genf / Genève 107 1.7 1455 2<strong>02</strong> CLA, LAA, CSP, CRE 7 10/22<br />

CPE, AVE, CTO, CRE<br />

Moudon / Moudon 243 7 1850 322 CLA, LAA, CSP, CRE, KV 14 × 22<br />

CPE, AVE, CTO, CRE, KV<br />

Neuenburg / Neuchâtel 95 6 1500 150–160 CLA, CSP, CRE<br />

10 20<br />

CPE, CTO, CRE<br />

Winterthur / Winterthur 600 7 6 1 1200 250 alle 5 / tous les 5 14 45<br />

Tessin / Tessin 120 5 3 2 655 600 144/168 alle 5 / tous les 5 6 22/25<br />

Wallis / Valais 26 2 2 1714 1400 152 CLA, AVE, CSP, CRE 10 13/18<br />

CPE, AVE, CTO, CRE<br />

Zofingen / Zofingue 65 1 624 – 150 CSP / CTO 14 30<br />

Die fünf Berufe sind Carrosserielackierer/-in EFZ (CLA), Lackierassistent/-in EBA (LAA), Carrosseriespengler/-in EFZ (CSP), Carrosseriereparateur/-in<br />

EFZ (CRE) und Fahrzeugschlosser/-in EFZ (FZS).<br />

Les cinq métiers sont ceux de carrossier/ère-peintre CFC (CPE), assistant/e vernisseuse AFP (AVE), carrossier/ère-tôlier/ère CFC (CTO), carrossier/<br />

ère rèparateur/trice CFC (CRE) et serrurier/ère-constructeur/trice sur véhicules CFC.<br />

QV-Tage<br />

jours PQ<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>55


Bildung / Formation<br />

WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Plötzlich ging es<br />

Schlag auf Schlag<br />

Auf die beiden jungen Carrosseriefachkräfte Robin<br />

Taramarcaz und Lara Kaufmann wartet vom 10. bis<br />

15. September <strong>2<strong>02</strong>4</strong> an den WorldSkills ihre bisher<br />

grösste berufliche Herausforderung. Wir fühlen<br />

den Puls, zuerst bei Lara Kaufmann.<br />

Den Wettkampf in Frankreich kann die<br />

Bernerin kaum erwarten, wie sie Mitte<br />

Januar gegenüber carrosserie suisse<br />

verriet: «Ich freue mich enorm auf die<br />

Teilnahme an den WorldSkills. Meine<br />

Fähigkeiten als Carrosserie lackiererin<br />

auf solch grosser Bühne zu zeigen und<br />

mich mit der Weltelite zu messen, ist für<br />

mich sehr wertvoll.» Lara Kaufmann ist<br />

seit Beginn der Ausbildung bei der Bartlome<br />

AG in Rüsch egg angestellt. «Spengler<br />

und Lackierer gehören für mich zusammen,<br />

einer kann nicht ohne den<br />

anderen», erzählt sie im Dezember 2<strong>02</strong>2<br />

dem «<strong>Carrossier</strong>» nach ihrem Sieg an den<br />

Swiss Skills. «Ich habe vor Lehrbeginn in<br />

beiden Berufen geschnuppert und mich<br />

zuerst für Carrosserielackiererin entschieden.<br />

Aber für mich war schon früh<br />

klar, dass ich Carrosseriespenglerin anhängen<br />

würde.»<br />

WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong><br />

Et tout à coup: la<br />

voie est libre<br />

Les deux jeunes carrossiers Robin Taramarcaz et<br />

Lara Kaufmann relèveront leur plus grand défi<br />

professionnel aux WorldSkills, du 10 au 15 septembre<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Nous prenons la température et<br />

donnons ici la parole à Lara Kaufmann.<br />

La Bernoise attend avec impatience<br />

la course à la médaille en France,<br />

comme elle l’a révélé à carrosserie<br />

suisse mi-janvier: «J’ai vraiment<br />

hâte de participer aux WorldSkills.<br />

Pour moi, pouvoir faire la preuve de<br />

mes talents de carrossière-peintre<br />

sur une telle plate-forme et rivaliser<br />

avec l’élite mondiale représente une<br />

valeur inestimable. Lara Kaufmann<br />

travaille depuis le début de sa formation<br />

chez Bartlome AG à Rüschegg.<br />

«Pour moi, tôliers et peintres<br />

vont de pair, l'un ne peut pas se passer<br />

de l'autre», nous déclarait-elle<br />

en 2<strong>02</strong>2 après sa victoire aux<br />

SwissSkills. «Avant de commencer<br />

mon apprentissage, j'ai essayé les<br />

deux métiers et décidé de faire<br />

d‘abord carrossière-peintre, mais il<br />

était clair que je ferais aussi tôlière.»<br />

Schon fast damit abgeschlossen<br />

Nachdem der Zentralvorstand zunächst<br />

entschieden hatte, nicht mehr an den<br />

WorldSkills teilzunehmen, hatten die<br />

Sektionen der designierten Kandidaten<br />

– Bern-Mittelland und Wallis – nach einer<br />

Lösung gesucht (siehe Kasten). Sie<br />

habe gar nicht mehr richtig mit einem<br />

Durchbruch gerechnet und die Weltmeisterschaft nur noch<br />

schwach im Hinterkopf gehabt, erzählt die 22-Jährige. «Nachdem<br />

ich am 16. Dezember erfuhr, dass wir trotzdem antreten<br />

können, ging es plötzlich Schlag auf Schlag.»<br />

Nun gilt es für beide Kandidaten, mit dem gezielten Training zu<br />

beginnen – fordernd nicht zuletzt aufgrund der rund zweijährigen<br />

Lücke zwischen dem Triumph an den SwissSkills Ende<br />

2<strong>02</strong>2 und den WorldSkills im kommenden September. Der internationale<br />

Wettkampf in Lyon sollte ursprünglich 2<strong>02</strong>3 stattfinden,<br />

wurde jedoch aufgrund der Coronapandemie um ein Jahr<br />

nach hinten verschoben.<br />

Den Trainingsplan für Lyon erarbeiteten die Teilnehmenden<br />

gemeinsam mit dem Champions-Club sowie den erfahrenen<br />

WorldSkills-Experten Diana Schlup und Pascal Lehmann. Carrosseriespenglerin<br />

Diana Schlup steht für das Projekt World-<br />

Skills <strong>2<strong>02</strong>4</strong> Robin Taramarcaz zur Seite, Carrosserielackierer<br />

Pascal Lehmann begleitet Lara Kaufmann.<br />

Lara Kaufmann freut sich, ihre Fähigkeiten als<br />

Carrosserielackiererin auf der grossen Bühne der<br />

Weltmeisterschaft zu zeigen.<br />

Lara Kaufmann a hâte de montrer ses talents de<br />

carrossière-peintre sur la grande scène du<br />

Championnat du Monde.<br />

Je m’étais résignée à ne pas pouvoir<br />

participer<br />

Après que le Comité central eût décidé<br />

de ne plus participer aux WorldSkills,<br />

les sections bernoise et<br />

valaisanne des candidats désignés<br />

ont cherché une solution (voir encadré).<br />

La jeune fille de 22 ans dit<br />

qu’elle ne s’attendait plus vraiment à une percée et qu’elle<br />

n’avait plus que vaguement la Coupe du monde en tête.<br />

«Quand j'ai appris le 16 décembre que nous pouvions encore<br />

concourir, les choses se sont soudainement précipitées.»<br />

Il est urgent pour les deux candidats de bénéficier maintenant<br />

d‘un entraînement ciblé – une entreprise exigeante, notamment<br />

en raison de l'intervalle laissé «en friche» depuis le<br />

triomphe aux SwissSkills fin 2<strong>02</strong>2 et à rattraper pour les<br />

WorldSkills de septembre prochain. La compétition internationale<br />

de Lyon devait initialement avoir lieu en 2<strong>02</strong>3, mais a<br />

été reportée d'un an en raison de la pandémie de covid.<br />

Les deux candidats ont élaboré leur plan de formation pour<br />

Lyon en collaboration avec le Champions Club et les experts<br />

expérimentés de WorldSkills, Diana Schlup et Pascal Lehmann.<br />

La carrossière-tôlière Diana Schlup soutient Robin<br />

Taramarcaz pour le projet WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, et le carrossier-peintre<br />

Pascal Lehmann accompagne Lara Kaufmann.<br />

56 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Bildung / Formation<br />

Am ersten Teamweekend in Schwarzsee FR trafen sich erstmals die Schweizer Kandidatinnen und Kandidaten aus 45 Berufen.<br />

Lors du premier week-end d'équipe à Schwarzsee FR, les candidats suisses de 45 professions se sont rencontrés pour la première fois.<br />

Erstes Teamweekend bereits vorbei<br />

Im Januar fand in Schwarzsee FR das erste Teamweekend von<br />

SwissSkills statt, an dem sich die Schweizer Wettkämpfer aus<br />

45 Berufen erstmals begegneten. «Es war ein sehr spezielles<br />

Gefühl, dort hinzufahren», erinnert sich Lara. «Einerseits war<br />

da die extreme Vorfreude, andererseits aber auch eine Ernüchterung,<br />

denn man wusste, man hat noch sieben Monate Zeit,<br />

um sich vorzubereiten. Am Teamweekend stellt man dann fest,<br />

dass viele schon trainiert haben, und wir noch gar nicht. Aber<br />

ich bin sehr zuversichtlich, dass es gut kommt, und schlussendlich<br />

hat die Freude überwogen.»<br />

Am Teamweekend erhielten Lara und Robin grundlegende Infos<br />

über den Ablauf der WorldSkills und was in den kommenden<br />

Monaten auf sie zukommt. Auch ehemalige Teilnehmer einer<br />

Weltmeisterschaft aus verschiedenen Berufen waren vor Ort<br />

und erzählten von ihren Erfahrungen.<br />

«Pascal Lehmann ist nicht mein einziger Experte», freut sich<br />

Lara. «Aurélie Fawer und Patrick Balmer werden mir ebenfalls<br />

helfen. Unterstützung erhalte ich auch von Daniel Meier vom<br />

Glasurit-Trainingscenter in Wangen an der Aare, damit ich mit<br />

genau den Materialien üben kann, mit denen ich auch im Wettkampf<br />

arbeiten werde.»<br />

Wie es Robin Taramarcaz geht, lesen Sie in der nächsten<br />

Ausgabe. <br />

●<br />

Text: Henrik Petro, Bilder: SwissSkills<br />

La première rencontre de tous les candidats a déjà eu lieu<br />

En janvier, la première fin de semaine week-end a eu lieu au<br />

Lac Noir (FR), où les concurrents suisses de 45 professions se<br />

sont rencontrés pour la première fois. «C'était une sensation<br />

très spéciale d'y aller», se souvient Lara. «D'un côté, il y avait<br />

une joie extrême, mais de l'autre, il y avait aussi de la désillusion,<br />

car nous savions que nous avions encore 7 mois pour nous<br />

préparer. Lors de la fin de semaine de l'équipe, nous avons bien<br />

compris que bon nombre d'entre eux se sont déjà entraînés,<br />

alors que nous: rien du tout. Mais je suis convaincue que nous<br />

nous en sortirons bien – finalement, la joie a pris le dessus.»<br />

Lors de cette rencontre, Lara et Robin ont reçu les informations<br />

de base sur le processus WorldSkills et sur ce qui les attend<br />

dans les mois à venir. D'anciens participants à ce championnat<br />

mondial étaient également présents et ont parlé de leurs expériences.<br />

«Pascal Lehmann n'est pas mon seul expert», se réjouit Lara.<br />

«Aurélie Fawer et Patrick Balmer vont aussi m'aider. Je reçois<br />

également le soutien de Daniel Meier du centre de formation<br />

Glasurit à Wangen an der Aare, afin que je puisse<br />

m'entraîner avec exactement le matériel que j'utiliserai en<br />

compétition.»<br />

Au prochain numéro, le second candidat, Robin Taramarcaz,<br />

aura la parole.<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro; images: SwissSkills<br />

Schweizer Teilnahme an den WorldSkills<br />

Kampf um internationales Gold in Lyon<br />

Im September <strong>2<strong>02</strong>4</strong> versammelt sich die junge berufliche Welt elite<br />

aus 65 Ländern zum 47. Mal, um in insgesamt 62 Berufen den<br />

Weltmeister oder die Weltmeisterin unter sich auszumachen. Im<br />

Beruf Carrosserielackiererin möchte Lara Kaufmann aus Riggisberg<br />

BE ihr Bestes geben, Robin Taramarcaz aus Chamoille VS<br />

stellt sich als Carrosseriespengler der bisher grössten beruflichen<br />

Herausforderung. Die beiden feierten an den SwissSkills<br />

2<strong>02</strong>2 den Schweizer-Meister-Titel in ihrem Beruf.<br />

Nachdem sich der Champions-Club, die Sektionen Bern-Mittelland<br />

und Wallis sowie weitere externe Partner für die beiden Schweizer<br />

Meister eingesetzt und Unterstützung anerboten hatten, revidierte<br />

der Zentralvorstand des Branchenverbands carrosserie suisse<br />

im Dezember 2<strong>02</strong>3 seinen ursprünglichen Entscheid, nicht an den<br />

WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong> anzutreten und erteilte für die Teilnahme grünes<br />

Licht.<br />

Der Champions-Club führt die Vorbereitungsaufgaben für die<br />

Wettkampfteilnahme durch und leitet das Projekt an. Rechtlich<br />

stehen die beiden Sektionen Bern-Mittelland sowie Wallis in der<br />

Pflicht und verantworten das Projekt gegenüber SwissSkills.<br />

Participation suisse aux WorldSkills<br />

Concours pour l'or international à Lyon<br />

En septembre <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, la jeune élite professionnelle mondiale de 65<br />

pays se réunira pour la 47 ème fois pour déterminer le champion du<br />

monde dans 62 métiers. Lara Kaufmann de Riggisberg BE concourt<br />

en tant que carrossière-peintre, tandis que Robin Taramarcaz de<br />

Chamoille VS relève son plus grand défi professionnel en tant que<br />

carrossier-tôlier. Les deux jeunes ont célébré leur titre de champion<br />

suisse dans leur métier lors des SwissSkills 2<strong>02</strong>2.<br />

Après que le Champions Club, les sections Berne-Mittelland et<br />

Valais ainsi que d'autres partenaires externes se soient battus<br />

pour les deux champions suisses et aient offert leur soutien, le<br />

Comité central de l'association professionnelle carrosserie suisse<br />

a donné son feu vert pour la participation aux WorldSkills.<br />

Le Champions Club réalise les tâches préparatoires à la participation<br />

au concours et mène le projet. Juridiquement, les deux<br />

sections Berne-Mittelland et Valais ont une obligation et sont<br />

responsables du projet envers SwissSkills. En raison de ces nouvelles<br />

conditions, le Comité central a révisé sa décision, en décembre<br />

2<strong>02</strong>3, de ne pas participer aux WorldSkills <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>57


Rechtshilfe / Assistance juridique<br />

​Krankheit während<br />

Kündigungsfrist<br />

Welche Auswirkungen sind zu berücksichtigen,<br />

wenn der Arbeitnehmer während seiner Kündigungsfrist<br />

erkrankt – und was bedeutet dies für<br />

einen allfälligen anschliessenden Stellenantritt?<br />

Ausgangslage<br />

Am 28. November 2<strong>02</strong>3 kündigte die Fahrzeugbau AG ihrem<br />

Mitarbeiter Mario unter Einhaltung einer zweimonatigen Kündigungsfrist<br />

per 31. Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Mario war seit knapp drei<br />

Jahren für die Fahrzeugbau AG tätig. Das schriftliche Kündigungsschreiben<br />

wurde ihm von seinem Vorgesetzten persönlich<br />

übergeben. Am 5. Dezember 2<strong>02</strong>3 wurde Mario krank und<br />

erschien nicht zur Arbeit. Sein Hausarzt attestierte ihm eine<br />

einwöchige Arbeitsunfähigkeit infolge Krankheit. Danach ist<br />

Mario wieder zur Arbeit erschienen. Anfang Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> hat<br />

Mario noch keine neue Arbeitsstelle gefunden und er fragt sich,<br />

ob die Kündigungsfrist richtig berechnet wurde und ob sich<br />

diese wohl aufgrund seiner krankheitsbedingten Arbeitsunfähigkeit<br />

verlängern wird, und falls ja, bis wann. Wie ist die<br />

Rechtslage? Ändert sich etwas an der Einschätzung, wenn<br />

Mario bereits eine Stelle ab dem 1. Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> hat?<br />

Expertenrat<br />

Mario befand sich im dritten Dienstjahr, weshalb das Arbeitsverhältnis<br />

unter Einhaltung einer zweimonatigen Kündigungsfrist<br />

gekündigt werden kann. Gemäss Art. 48 Abs. 2 GAV carrosserie<br />

suisse hat die Kündigung schriftlich zu erfolgen und<br />

muss spätestens am letzten Arbeitstag vor Beginn der Kündigungsfrist<br />

im Besitz des Empfängers sein. Mario hat die schriftliche<br />

Kündigung am Montag, den 28. November 2<strong>02</strong>3, persönlich<br />

entgegengenommen. Die Zustellung ist damit korrekt<br />

erfolgt.<br />

Die Kündigungsfrist begann am 1. Dezember 2<strong>02</strong>3 zu laufen<br />

und würde grundsätzlich am 31. Januar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> enden. Aufgrund<br />

seiner einwöchigen Krankschreibung verlängert sich die Kündigungsfrist<br />

jedoch um die entsprechenden Krankheitstage.<br />

Zusätzlich verlängert sich das Arbeitsverhältnis bis zum<br />

nächsten Monatsende, da Art. 48 Abs. 4 GAV carrosserie<br />

suisse ausdrücklich festhält, dass das Arbeitsverhältnis jeweils<br />

nur auf das Ende eines Monats gekündigt werden kann. Für<br />

Mario bedeutet dies, dass sich die Kündigungsfrist in seinem<br />

Fall bis zum 29. Februar <strong>2<strong>02</strong>4</strong> verlängert. Mario hat bis dahin<br />

eine Arbeitspflicht und die Fahrzeugbau AG hat eine Lohnzahlungspflicht.<br />

An der vorliegenden Beurteilung ändert sich nichts, auch wenn<br />

Mario bereits eine Stelle bei einer anderen Arbeitgeberin hat.<br />

Um diese Stelle beginnen zu können, muss Mario entweder<br />

einen Aufhebungsvertrag mit der Fahrzeugbau AG schliessen<br />

oder den Stellenantritt mit der neuen Arbeitgeberin auf den<br />

1. März <strong>2<strong>02</strong>4</strong> ändern. ●<br />

Walder Haas Berner AG,<br />

Advokatur und Notariat, Zofingen<br />

Maladie pendant<br />

le délai de<br />

congédiement<br />

Quelles conséquences doivent être prises en<br />

compte si le salarié tombe malade pendant son<br />

délai de congédiement – et qu'est-ce que cela<br />

signifie pour un éventuel emploi ultérieur?<br />

Le cas présent<br />

Le 28 novembre 2<strong>02</strong>3, Fahrzeugbau AG a licencié son employé<br />

Mario avec un préavis de deux mois à compter du 31 janvier<br />

<strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Mario travaillait pour Fahrzeugbau AG depuis près de<br />

trois ans. La lettre écrite de licenciement lui a été remise personnellement<br />

par son supérieur. Le 5 décembre 2<strong>02</strong>3, Mario<br />

est tombé malade et ne s'est pas présenté au travail. Son médecin<br />

de famille a certifié qu'il était incapable de travailler pendant<br />

une semaine pour cause de maladie. Ensuite, Mario est<br />

retourné au travail. Début janvier <strong>2<strong>02</strong>4</strong>, Mario n'a pas encore<br />

trouvé de nouvel emploi et il se demande si le délai de préavis<br />

a été correctement calculé et s'il sera prolongé en raison de<br />

son incapacité de travail pour cause de maladie, et si oui, jusqu'à<br />

quand. Quelle est la situation juridique? Le bilan change-t-il si<br />

Mario a déjà un emploi à partir du 1 er février <strong>2<strong>02</strong>4</strong>?<br />

Conseil d’expert<br />

Mario en était à sa 3 ème année de service, c'est pourquoi la<br />

relation de travail peut être résiliée avec un préavis de 2 mois.<br />

Selon l'article 48, alinéa 2 de la CCT carrosserie suisse, la résiliation<br />

doit être faite par écrit et doit être en possession du<br />

destinataire au plus tard le dernier jour ouvrable avant le début<br />

du délai de préavis. Mario a personnellement accepté la résiliation<br />

écrite le lundi 28 novembre 2<strong>02</strong>3. La remise a donc été<br />

effectuée correctement.<br />

Le délai de licenciement a débuté le 1 er décembre 2<strong>02</strong>3 et se<br />

terminerait fondamentalement le 31 janvier <strong>2<strong>02</strong>4</strong>. Toutefois, en<br />

raison de son arrêt maladie d'une semaine, le délai de préavis<br />

est prolongé des jours de maladie correspondants. En outre,<br />

la relation de travail est prolongée jusqu'à la fin du mois suivant,<br />

puisque l'article 48, alinéa 4, CCT carrosserie suisse précise<br />

expressément que la relation de travail ne peut prendre<br />

fin qu'à la fin d'un mois. Pour Mario, cela signifie que le délai<br />

de préavis dans son cas est prolongé jusqu'au 29 février <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

D'ici là, Mario a l'obligation de travailler et Fahrzeugbau AG a<br />

l'obligation de verser son salaire.<br />

Rien ne change à ce bilan, même si Mario a déjà un emploi chez<br />

un autre employeur. Afin de pouvoir prendre ce poste, Mario<br />

doit soit conclure un accord de licenciement avec Fahrzeugbau<br />

AG, soit modifier sa date de début chez le nouvel employeur<br />

au 1 er mars <strong>2<strong>02</strong>4</strong>.<br />

●<br />

Walder Haas Berner AG<br />

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Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

Rebellion Motors SA<br />

Eine Geschichte<br />

über Pferde<br />

Rebellion Motors SA<br />

Une histoire<br />

de chevaux<br />

Mit den Servicepartner-Pylonen von Ferrari und Maserati ist der gläserne Gebäudekomplex der Rebellion Motors SA nicht zu verfehlen.<br />

Le complexe tape-à-l’œil de Rebellion Motors SA avec sa tour vitrée, les salons d’accueil, la halle de gardiennage, les ateliers mécaniques, etc.<br />

In Romanel-sur-Lausanne stehen an der Strasse<br />

entlang der Bahnlinie zahlreiche Garagen und<br />

Carrrosserien. Rebellion Motors sticht nicht nur<br />

mit seinen Werbepylonen für Ferrari und Maserati<br />

heraus, sondern zieht auch mit seinem zweistöckigen<br />

Glasturm voller Supersportwagen von gestern<br />

und heute die Aufmerksamkeit auf sich.<br />

Der 1976 geborene Paolo Carro, glücklicher Vater zweier Kinder<br />

im Alter von sechs und zehn Jahren, ist seit seiner eigenen<br />

Kindheit Motorsportfan. Mit 16 absolvierte er eine Mechanikerlehre<br />

in einer Amag-Porsche-Vertretung, wo er gleich blieb.<br />

Von 2000 bis 2017 kümmerte er sich als Key Account Manager<br />

in der Rennsportabteilung der deutschen Marke mit dem tanzenden<br />

Pferd um die Rundstreckenaktivitäten der Kunden von<br />

Tag Heuer Racing. Am 1. Januar 2018 übernahm er die Geschäftsführung<br />

von Rebellion Motors – sowohl dem Rennteam<br />

als auch der gleichnamigen Garage, in deren Stall nun ein weiteres,<br />

noch stärker tänzelndes Pferd zu finden war, nämlich<br />

das von Ferrari, begleitet vom Maserati-Dreizack.<br />

Rennen auf zwei und vier Rädern<br />

Diese «Pferde» zähmte Paolo Carro, als er sie über Rennstrecken<br />

in ganz Europa jagte, darunter fünf Jahre bei Speer Cup<br />

Moto, sechs Jahre im Porsche Cup und bei diversen Rennen in<br />

der Schweizer Automobilmeisterschaft. Krönung seiner Rennkarriere<br />

waren die Pole und der anschliessende Sieg in le Castellet<br />

am 17. Juni 2017. Sein so erarbeitetes fundiertes Wissen<br />

in der Vorbereitung von Motoren und Wettbewerbsfahrwerken<br />

brachte er 2018 in die Gründung genau dieses Rebellion-Teams<br />

A Romanel-sur-Lausanne, le long de la voie du<br />

LEB, les garages et carrosseries sont foison. Fier<br />

de ses colonnes Ferrari et Maserati, Rebellion<br />

Motors sort du lot, attirant les regards par sa tour<br />

vitrée de deux étages arborant des supercars<br />

d’hier et d’aujourd’hui, bolides de Formule 1 et<br />

autres. On est au royaume de Paolo Carro.<br />

Paolo Carro, né en 1976 à Lausanne et heureux père de deux<br />

bambins de 6 et 10 ans, est depuis tout jeune mordu de courses<br />

motorisées. A 16 ans, il entre en apprentissage de mécanicien<br />

dans une filiale Amag, alors importatrice de Porsche, y reste<br />

une fois son CFC en poche, puis jure fidélité à la marque allemande<br />

au cheval cabré de 2000 à 2017 comme key account<br />

manager du développement racing. Et s’occupe des activités<br />

sur circuits des clients Tag Heuer Racing. Puis le voilà Directeur<br />

général de Rebellion Motors (racing team et corporate identity<br />

de son garage à la fois) le 1 er janvier 2018. Avec cette fois-ci un<br />

autre cheval (encore plus) cabré, celui de Ferrari, accompagnant<br />

le Trident de Maserati sur sa devanture.<br />

Courses sur deux et quatre roues<br />

Question chevaux, Paolo en a dompté en leur lâchant la bride<br />

sur circuit, dont 5 années de Speer Cup moto, 6 de Porsche<br />

Cup, de courses du Championnat suisse automobile en même<br />

temps qu’un autre mordu, un certain Marc Biver, couronnées<br />

par la pole et la victoire au Castellet un inoubliable 17 juin 2017.<br />

D’où une science infuse en préparations moteur et châssis de<br />

compétition, qu’il investit en 2018 en créant justement ce team<br />

Rebellion – terme soulignant sa volonté de faire autrement que<br />

62 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

Sauber-Formel-1-Bolide von Alfa Romeo Racing am Empfang.<br />

L’accueil avec une ex-Sauber Alfa de F1 et les trophées en arrière-plan.<br />

ein – ein Name, der seinen Wunsch unterstreicht, Dinge anders<br />

zu machen als andere, aber vor allem besser. Sein nächstes<br />

Rennprojekt ist der Einstieg 2<strong>02</strong>5 in die Rallye Dakar mit einem<br />

Toyota.<br />

Das Rennsportfieber erfasst das gesamte Unternehmen<br />

Die Präsenz und Aktivität im Racing-Kosmos auf höchstem<br />

Niveau half, sich mit den Eliten weltweit zu vernetzen. Diese<br />

brachten in der Folge ihre unverhältnismässigen mechanischen<br />

Anforderungen mit, für deren Realisierung Paolo Carro<br />

und seine Werkstatt beauftragt wurden. Aber das ist noch nicht<br />

der Gipfel: Man bestaune die automobilen Preziosen in der<br />

1000 m2 grossen Hochsicherheitshalle mit glitzernden Namen<br />

wie Monteverdi, Ford GT 40, Porsche 356, Alfa Romeo Zagato,<br />

historische Rolls Royce, Chevrolet Corvette, Jaguar Typ D und<br />

E bis hin zum Porsche 935 mit riesigem Flügel (einem weltweit<br />

einzigartigen Exemplar, mit dem er 2018 das Goodwood Festival<br />

eröffnete), Citroën 2CV Sahara 4×4 mit zwei Motoren (extrem<br />

selten) und Lamborghini-Supersportwagen von den Anfängen<br />

bis heute, sogar ein Ex-Sauber-Formel 1 in immer noch<br />

brandneuen Alfa-Romeo-Farben steht da – Begeisterung pur.<br />

Viele Besitzer dieser unvergleichlichen und oft einzigartigen<br />

Perlen aus allen Epochen vertrauen diese Rebellion Motors<br />

an, wo sie gelagert und so gepflegt werden, dass sie jederzeit<br />

fahrbereit sind. Um dieses Kunststück zu bewerkstelligen, sind<br />

fundierte technische Kenntnisse erforderlich, da Ersatzteile<br />

nicht mehr im Überfluss vorhanden sind. Zumal es dort echte<br />

Phänomene gibt, wie diesen Roadster mit F16-Kampfflugzeug-Cockpit<br />

oder diesen ehrwürdigen gestreckten Mercedes<br />

600 mit Champagnerbar.<br />

«Lederfee» Margot lässt Interieurträume wahr werden.<br />

Margot, la fée du cuir, en action dans son empire haut en couleurs.<br />

les autres, mieux surtout ! – synonyme de courses d’endurance<br />

et, d’un engagement prévu au Rallye Dakar en 2<strong>02</strong>5 sur Toyota.<br />

Même sa voiture privée est une Audi RS6 – sa 6 e –, «break<br />

familial» au châssis retouché capable de 313 km/h…<br />

La fibre racing déborde sur toute l’entreprise<br />

La présence et l'activité dans le monde des courses au plus<br />

haut niveau ont permis de nouer des contacts avec les élites<br />

du monde entier. Celles-ci ont ensuite entraîné des exigences<br />

mécaniques disproportionnées, que Paolo Carro et son atelier<br />

ont été chargés de mettre en œuvre. Mais ce n'est pas tout:<br />

admirez les trésors automobiles dans le hall haute sécurité de<br />

1000 m2 avec des noms brillants tels que Monteverdi, Ford GT<br />

40, Porsche 356, Alfa Romeo Zagato, Rolls Royce historique,<br />

Chevrolet Corvette, Jaguar Type D et E jusqu’à Porsche 935<br />

avec une immense aile (un exemple unique au monde avec lequel<br />

il a ouvert le Goodwood Festival en 2018), la Citroën 2CV<br />

Sahara 4×4 à deux moteurs (rarissime) et les supercars Lamborghini<br />

du début à aujourd'hui, même une ancienne Sauber<br />

Formule 1 aux couleurs Alfa Romeo encore flambant neuve est<br />

là – un vrai régal!<br />

De nombreux propriétaires de ces joyaux incomparables et<br />

souvent uniques de toutes époques les confient à Rebellion<br />

Motors, où ils sont stockés et entretenus afin qu'ils soient toujours<br />

prêts à rouler. Pour réaliser cette prouesse, des connaissances<br />

techniques approfondies sont nécessaires, car les<br />

pièces détachées ne sont plus foison. D'autant qu'il y a là de<br />

vrais phénomènes, comme ce roadster avec cockpit d'avion de<br />

chasse F16 ou cette vénérable Mercedes 600 allongée avec<br />

bar à champagne.<br />

Im Porträt<br />

Rebellion Motors SA<br />

Der Rebellion-Motors-Komplex in Romanel-sur-Lausanne, früher<br />

bekannt als «Speedy-Garage» (und auch «Palast der Italiener»<br />

genannt), wurde am 1. Januar 2018 von Paolo Carro übernommen<br />

und umfasst ein zweistöckiges Gebäude mit einem grossen Glasrondell<br />

als Ausstellungsraum für die «Wunder auf vier Rädern»,<br />

Autowerkstätten, eine Halle mit einer sagenhaften Sammlung<br />

extrem wertvoller, teils historischer Modelle, eine Sattlerei,<br />

prunkvolle Empfangsräume und ein Restaurant, alles auf ca.<br />

5000 m2 und mit 23 Mitarbeitenden. Hinzu kommt auf der anderen<br />

Seite der LEB-Gleise ein temporärer Rohbau von ca. 400 m2 mit<br />

drei Mitarbeitern, der aber noch in diesem Jahr in den Komplex<br />

integriert wird.<br />

rebeillon-motors.com<br />

Portrait<br />

Rebellion Motors<br />

Le complexe Rebellion Motors à Romanel-sur-Lausanne comprend<br />

le bâtiment à deux étages anciennement «Speedy Garage» jadis<br />

surnommé «Palais des italiennes» repris le 1 er janvier 2018 par Paolo<br />

Carro, édifice sur deux étages avec une grande rotonde vitrée<br />

d’exposition bardée de merveilles sur quatre roues, des ateliers de<br />

réparation automobile, une halle abritant une collection fabuleuse<br />

de modèles ultra-précieux partiellement historiques, une sellerie,<br />

des salons d’accueil pompeux et un restaurant, le tout sur environ<br />

5000 m2 et occupant 23 personnes. S’y ajoute de l’autre côté des<br />

voies du LEB une carrosserie de 400 m2 environ, occupant 3 salariés,<br />

en location pour l’instant, qui sera déménagée dans le complexe<br />

encore avant la fin de l’année. rebeillon-motors.com<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>63


Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

Der aufgeräumte und «gecleante» Motorraum eines Porsche 911 ...<br />

… im Gegensatz zum Motorraum, wie er normalerweise aussieht.<br />

L’espace moteur d’une Porsche 911 ennoblie et sobre par magie. Le même espace d’origine tout embrouillé d’une Porsche 911.<br />

Aber wo ist bei all dem die Carrosserie?<br />

Um ein langes Leben dieser Wunder zu gewährleisten, reicht<br />

es nicht aus, nur an der Mechanik zu schrauben, man muss<br />

auch ihr prächtiges Kleid in Top-Zustand halten. Und das ist<br />

das Vorrecht des <strong>Carrossier</strong>s. So beschloss Chef Carro 2019<br />

(nicht weil sein Name wie der Berufsstand anfängt), eine Carrosseriewerkstatt<br />

auf der anderen Strassenseite anzumieten.<br />

Diese soll bald in den Rebellion-Motors-Komplex integriert<br />

werden, um alles unter einem Dach zusammenzuführen.<br />

Die Carrosserie ist die Domäne von Bryan Simoes (33), gelernter<br />

Carrosseriespengler und Carrosserielackierer, Inhaber des<br />

Werkstattleiter-Fachausweises und erfahren in der Restaurierung<br />

alter Automobile. Er brachte Carrosserielackierer Simon<br />

Ducotterd (33) mit. Unterstützt werden beide von Paolo Oliveira<br />

(57), Carrosseriespengler mit goldenen Händen, weil er in<br />

der Lage ist, jedes Teil aus Blech oder Aluminium nachzuformen.<br />

Ein Beispiel dafür ist ein Porsche 356 von 1958, bei dem<br />

er mehr als die Hälfte der Aussenhaut neu herstellen musste,<br />

nachdem unter dem Lack alle Löcher und Narben früherer<br />

«Restauratoren» zum Vorschein gekommen waren.<br />

«Wir bei Rebellion legen grossen Wert auf jedes Detail», erklärt<br />

Simoes. «So tragen wir, anstatt wie so viele andere, die direkt<br />

auf das Blech spachteln, vor und nach dem Kitt je eine Schicht<br />

Epoxidharz auf. Wir restaurieren und reparieren nicht nur, wir<br />

erfinden und entwickeln auch Details nach den Wünschen der<br />

Kunden. Ein Beispiel ist ein Porsche 911, bei dem wir den Motorraum<br />

und den vorderen Kofferraum entrümpelt haben, indem<br />

wir Kabel, Rohre, Beschläge usw. wegliessen oder neu<br />

verlegten, um glatte und harmonische Räume zu schaffen.»<br />

Mais où est la carrosserie dans tout ça ?...<br />

Pour assurer une longue vie à ces merveilles, il ne suffit pas<br />

de bricoler la mécanique, il faut aussi conserver leur magnifique<br />

robe en parfait état. Et c'est l'apanage du carrossier. Alors<br />

en 2019, le patron Carro a décidé (pas parce que son nom commence<br />

comme ce métier) de louer une carrosserie de l'autre<br />

côté de la rue. Qui sera bientôt intégrée au complexe Rebellion<br />

Motors pour rassembler le tout sous un même toit.<br />

La carrosserie est le domaine de Bryan Simoes (33 ans), carrossier-peintre<br />

et tôlier à la fois, titulaire du brevet de chef<br />

d'atelier et expérimenté dans la restauration d'automobiles<br />

anciennes, doublé de son ancien compagnon d’armes, le carrossier-peintre<br />

Simon Ducotterd du même âge. Tous deux sont<br />

soutenus par Paolo Oliveira (57 ans), un carrossier aux mains<br />

d'or capable de remodeler n'importe quelle pièce en tôle ou en<br />

alu. Tel le dernier exemple, une Porsche 356 de 1958, dans<br />

laquelle il a dû reconstruire plus de la moitié de la tôlerie après<br />

que tous les trous et cicatrices des «restaurateurs» précédents<br />

soient apparus sous la peinture après un bain dans le décapant<br />

chimique.<br />

«Chez Rebellion, nous attachons une grande importance à<br />

chaque détail», explique Simoes. «Ainsi, au lieu de mettre du<br />

mastic directement sur la tôle comme tant d'autres, on applique<br />

une couche de résine époxy avant et après le mastic. Nous ne<br />

nous contentons pas de restaurer et de réparer, nous inventons<br />

et développons également des détails selon les souhaits du<br />

client. Un exemple est une Porsche 911, dans laquelle nous<br />

avons vidé le compartiment moteur et le coffre avant en supprimant<br />

ou en déplaçant câbles, tuyaux, raccords, etc. pour<br />

Rebellion Racing blickt auf eine ruhmreiche Renngeschichte zurück.<br />

Un beau logo reflétant les glorieux moments en course.<br />

Verbasteltes Porsche-356-Wrack auf der Intensivstation<br />

Epave de Porsche 356 de 1958 en voie de résurrection<br />

64 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


Unter der Lupe / Sous la loupe<br />

Die Carrosserie-Profis Bryan Simoes (l.) und Simon Ducotterd.<br />

Tandem de carrossiers Bryan Simoes (à g.) et Simon Ducotterd.<br />

Generaldirektor und Motorsport-Koryphäe: Paolo Carro.<br />

Paolo Carro, Directeur général et as du volant avec son chef-d’œuvre.<br />

Die Hochsicherheitshalle mit den edelsten aller Automobile.<br />

Ich glaube, ich fliege: Roadster mit F18-Jet-Cockpit-Elementen.<br />

La grande halle de gardiennage truffée de trésors (Bugatti & Cie). Pour s’envoyer en l’air: roadster doté d’un cockpit de F18.<br />

Der Werkstattleiter versichert, dass wir es hier nicht nur mit<br />

hyperteuren, hyperseltenen und hyperexklusiven Autos zu tun<br />

hätten, sondern dass 80 Prozent der Aufträge aus Alltagsautos<br />

bestünden, die mit der gleichen Sorgfalt behandelt würden.<br />

Und fast hätten wir Margot vergessen, die Sattlerei-Zaubererin,<br />

die die Innenräume und Sitze mit Leder mit der gewünschten<br />

Textur, Haptik und Geschmeidigkeit in allen gewünschten<br />

Farben ausstattet.<br />

créer des espaces lisses et harmonieux.» Le chef d'atelier nous<br />

assure qu'il ne s'agit pas seulement de voitures hyper chères,<br />

hyper rares et hyper exclusives, mais que 80 % des commandes<br />

concernent des voitures de tous les jours qui sont<br />

traitées avec le même soin. Et on oublierait presque Margot, la<br />

magicienne du rembourrage qui finit les intérieurs et les sièges<br />

avec du cuir avec la texture, le toucher et la souplesse désirés<br />

dans toutes les couleurs désirées.<br />

Klientel von hier und anderswo<br />

Der hervorragende Ruf von Rebellion<br />

Motors zieht Kunden aus Dubai, Kalifornien,<br />

Frankreich und anderen Orten<br />

an – wie ein Anruf während des Interviews<br />

von Nicolas Prost, Sohn des berühmten<br />

Formel-1-Champions Alain<br />

Prost, beweist. Paolo Carros Rezept:<br />

«Exzessiver persönlicher Service, aufmerksames<br />

Eingehen auf die kleinsten<br />

Wünsche, immer mit dem Ziel, die Kunden<br />

vollkommen zufriedenzustellen<br />

und ihnen das Leben so weit wie möglich<br />

zu vereinfachen. Wir organisieren<br />

den Transfer der Fahrzeuge aus aller<br />

Welt in die Schweiz und hören uns die<br />

Wünsche der Kunden persönlich bei<br />

ihnen zu Hause an. Es ist wie im<br />

Rennsport: Um zu gewinnen, muss<br />

man der Beste von allen sein.» ●<br />

Text und Bilder: Jean Mesnil<br />

Rebellion-Fliegenfänger nach seinem Endurance-Einsatz.<br />

Rebellion criblée de mouches d’une course d’endurance.<br />

Clientèle d’ici et de tout ailleurs<br />

Les prouesses et le sérieux de<br />

Rebellion Motors attire des<br />

clients de Dubaï, de Californie, de<br />

France, etc. – ce que témoigne<br />

un appel téléphonique de Nicolas<br />

Prost, fils du célèbre multichampion<br />

de F1 Alain, pendant<br />

l’interview. La recette de Paolo<br />

Carro : «Le service personnel, la<br />

longue écoute, la satisfaction<br />

totale du client. Nous organisons<br />

le transfert des véhicules des<br />

lointains horizons en Suisse, et<br />

nous nous rendons personnellement<br />

au domicile des clients<br />

d’ici. Et surtout: la perfection n’a<br />

pas de limite. Comme en course:<br />

pour gagner, il faut être le meilleur<br />

de tous.»<br />

●<br />

Texte et images: Jean Mesnil<br />

carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>65


Hingucker / Hors du commun<br />

Silvan Köppel<br />

Der Chinadrachen<br />

vom Schrottbauer<br />

Die zeitgenössische Eisenplastik, eine Auftragsarbeit<br />

für das Jubiläum einer Volvo-Vertretung,<br />

symbolisiert die damalige Übernahme der Marke<br />

durch den chinesischen Autobauer Geely.<br />

Im März 2010 kaufte Geely die schwedische Traditionsmarke<br />

Volvo für 1,8 Milliarden Dollar. Anfangs von vielen Leuten mit<br />

Sorge betrachtet, entpuppte sich die Übernahme rückblickend<br />

für beide Parteien als eine erfolgreiche Strategie. Der Rheintaler<br />

Eisenplastiker – oder Schrottbauer, wie er sich selbst<br />

nennt – Silvan Köppel erhielt damals den Auftrag, zum Jubiläum<br />

eines lokalen Händlers ein Objekt zu gestalten. So schnitt<br />

er einen Volvo entzwei und versah ihn mit einer Metallskulptur,<br />

die an einen Drachen erinnert. «Es war eine Anspielung auf die<br />

Übernahme und wie es in der Welt läuft», erklärt Köppel, der<br />

sich selbst nicht als Künstler bezeichnen möchte. «Der Chinadrachen<br />

symbolisiert die wirtschaftliche Vernetzung und Verflechtung<br />

durch alles hindurch.» Wer seinen Namen googelt,<br />

stösst auf interessante Videoreportagen über ihn sowie auf<br />

seine Webseite.<br />

silvankoeppel.ch ●<br />

Text: Henrik Petro, Bild: Bruno Moser<br />

Silvan Köppel<br />

Le dragon chinois<br />

du ferrailleur<br />

La sculpture contemporaine en fer, commandée<br />

pour l'anniversaire d'une concession Volvo, symbolise<br />

le rachat de la marque par le constructeur<br />

automobile chinois Geely.<br />

En mars 2010, Geely a racheté la marque suédoise traditionnelle<br />

Volvo pour 1,8 milliard de dollars. Initialement perçue avec<br />

inquiétude par de nombreuses personnes, la reprise s'est avérée<br />

être une stratégie réussie pour les deux parties. Le sculpteur<br />

sur fer de la vallée du Rhin – ou créateur de ferraille,<br />

comme il se fait appeler – Silvan Köppel a été chargé de concevoir<br />

un objet pour l'anniversaire d'un marchand du coin. Il a<br />

donc coupé une Volvo en deux et l'a décorée d'une sculpture<br />

en métal rappelant un dragon. «C'était une allusion à la reprise<br />

et à la façon dont les choses se passent dans le monde», explique<br />

S. Köppel, qui ne veut pas se définir comme un artiste.<br />

«Le dragon chinois symbolise le réseautage économique et<br />

l'interconnectivité dans tout.» Si vous recherchez son nom sur<br />

Google, vous tomberez sur des reportages vidéo intéressants<br />

sur lui et son site en ligne.<br />

●<br />

Texte: Henrik Petro; image: Bruno Moser<br />

Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die<br />

Eisenplastik Teil des Art Drive In in<br />

Altstätten SG. Heute steht sie bei<br />

Silvan Köppel zu Hause in Mohren.<br />

Au moment de sa prise, la sculpture<br />

en fer faisait partie de l'Art Drive In à<br />

Altstätten SG. Aujourd'hui, elle se<br />

trouve chez Silvan Köppel, à Mohren.<br />

66 carrossier April / avril <strong>2<strong>02</strong>4</strong>


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