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Falstaff LIVING Nr. 3/2024

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<strong>LIVING</strong>JUBILÄUM<br />

GARTEN-SPEZIAL ARTY WEEKEND<br />

BEST OF PLANUNG,<br />

STILE UND TRENDS<br />

KUNSTTRIP NACH<br />

VALENCIA<br />

MOLTENI FEIERT<br />

90 JAHRE DESIGN<br />

3/<strong>2024</strong> WWW.FALSTAFF-<strong>LIVING</strong>.COM € 7,–<br />

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03<br />

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Neueröffnung in Wien,<br />

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FÜGEN-ZILLERTAL: EINRICHTUNGSHAUS WETSCHER<br />

GRAZ: SPÄTAUF MÖBEL, DESIGN & HANDWERK<br />

KLAGENFURT: ROOMS INTERIOR DESIGN<br />

LINZ-URFAHR: MANZENREITER<br />

LOCHAU: PLATZHIRSCH HOME <strong>LIVING</strong><br />

SALZBURG: FAMLER EINRICHTUNGEN<br />

ST. JOHANN IN TIROL: AUFSCHNAITER


SITZSYSTEM DYLAN | DESIGN RODOLFO DORDONI<br />

SOFA RAPHAEL | DESIGN GAMFRATESI<br />

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GARTENDESIGN BY PRASKAC


GARTENPRACHT<br />

VON ANFANG AN,<br />

EIN LEBEN LANG.<br />

Haben Sie Lust, Ihren Garten in einen Prachtgarten zu verwandeln?<br />

Rufen Sie uns an! Wir besuchen Sie gerne und geben Ihnen direkt vor<br />

Ort einen Eindruck davon, was Sie von uns und Ihrem neuen Garten<br />

erwarten können. Ganz unverbindlich.<br />

Natürlich begrüßen wir Sie jederzeit gerne auch bei uns. Im Praskac<br />

Pflanzenland in Tulln können Sie sich auf über 15.000 m 2 Ausstellungsfläche<br />

einen Eindruck von der Vielfalt unseres Angebots machen und<br />

sich tausendfach inspirieren lassen.<br />

Wir freuen uns auf Sie und unseren gemeinsamen Termin!<br />

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2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

Während unseres Erstgesprächs im Atelier entwickeln wir<br />

gemeinsam Ideen nach Ihren Vorstellungen.<br />

Bei Bedarf besichtigen wir Ihr Grundstück, um ein umfassendes<br />

Verständnis Ihrer Wünsche zu gewinnen.<br />

Wir erstellen einen Planungsentwurf, besprechen Materialien,<br />

Aufwand und Grobkosten.<br />

Sie beauftragen uns und erteilen die Freigabe. Wir planen den<br />

Garten nun im Detail.<br />

Wir erledigen alle Arbeiten genau nach Zeitplan und übergeben<br />

Ihnen Ihren Wunschgarten.<br />

Tel. 02272 / 62460-29 oder prachtgarten@praskac.at<br />

www.prachtgarten.at, Praskacstraße 101, 3430 Tulln<br />

„Das Durchschnittliche<br />

gibt der Welt ihren Bestand,<br />

das Außergewöhnliche ihren Wert.”<br />

Oscar Wilde


OSSIACHER SEE<br />

Seeliegenschaft mit Doppelbootshaus: 5000 m² KP.a.A.<br />

Seegrundstücke mit 830, 1700 und 3000 m² KP.a.A.<br />

Wunderbare Seewohnung als Sofortbezug: 50 oder 110 m2. KP.a.A.<br />

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Moderne Villa mit Seezugang: 270 m² … KP € 890.000,-<br />

Seewohnungen: 45 m², 75 m², 110 m² und 175 m², KP a.A.<br />

Seeblickpenthouse mit 3 Schlafzimmer KP € 1,16 Mio.<br />

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Seeblickvillen mit Pool KP ab € 2,9 Mio.<br />

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Seeliegenschaft: 3900 m², 58 Lfm. Seeufer. KP € 4,9 Mio<br />

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Natürliche Wohngesundheit.<br />

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Holzbauweise kombiniert modernste Technologie mit einem gesunden Wohnklima.<br />

Mit höchster Qualität und Flexibilität erfüllen wir Ihre exklusiven Wohnträume vom<br />

ersten Schritt der Planung bis zur Schlüsselübergabe.<br />

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Schaffen Sie sich einen Ort der Ruhe und Entspannung inmitten einer hektischen<br />

Welt, wo man sich zurückziehen kann, um Kraft zu tanken. Überzeugen Sie sich<br />

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EDITORIAL<br />

<strong>LIVING</strong><br />

DEN LEBENSRAUM ALS<br />

STABILE EINHEIT MIT<br />

DER NATUR BILDEN<br />

Einzigartig<br />

Auch wenn wir als Uhrenspezialist den Uhrmacher<br />

im Namen tragen, so finden Sie bei uns neben<br />

den besten Uhren auch edlen Schmuck. Die exklusiven<br />

Meisterwerke von<br />

Fabergé bieten wir exklusiv in<br />

Österreich an. Nicht nur die<br />

charmanten Anhänger in der<br />

Tradition der weltberühmten<br />

Fabergé-Eier, sondern auch die<br />

wunderbaren Ringe und Armbänder<br />

mit Farbedelsteinen.<br />

Andrea Daum-Hübner<br />

Ich stecke mitten in der Neugestaltung meines Gartens.<br />

Rosensträucher sollen neu gepflanzt, ein relativ<br />

unspektakuläres Gräsergeflecht einer großzügigen<br />

Liegefläche weichen. Dort, zwischen einer noch immer<br />

verwunschenen und lieb gewonnenen Vegetation, bietet<br />

dieser Platz genug Raum für ein gemütliches Loungeareal.<br />

Mit modernen Holzpaneelen geebnet und aufgepeppt<br />

mit einer fantasievollen Hortensienbepflanzung<br />

oder immergrünem Magnoliensolitär, könnte dieses<br />

neugewonnene Eck fraglos zu einem charmanten Rückzugsort<br />

avancieren, um die Lebenslust hochzujazzen.<br />

Bleibt die Suche nach der idealen Fachkraft für die perfekte<br />

Realisierung: Wie viel Planung steht hinter so einer<br />

mühelos wirkenden Outdoor-Zone? Welche konkreten<br />

Überlegungen müssen angestellt werden, um das Leben<br />

und die damit verbundenen individuellen Bedürfnisse<br />

nach draußen zu verlegen? Die Antworten finden Sie in<br />

unserem aktuellen <strong>LIVING</strong>, wo wir uns mit viel Liebe<br />

zum Detail inmitten der vielseitigen Welt des Gartens<br />

und seinen Möglichkeiten ausgetobt haben. (Lesen Sie<br />

alles über Trends, Neuheiten, Stile und Planungsmöglichkeiten<br />

in unserem großen Garten-Spezial ab S. 63.)<br />

Angelika Rosam<br />

Herausgeberin und Chefredakteurin<br />

<strong>Falstaff</strong> <strong>LIVING</strong><br />

Fabergé x James Bond 007<br />

Heritage Tsarskoye Selo Green<br />

Vitreous Surprise Octopussy<br />

ALLES OUTDOOR ODER WAS?<br />

Mit welchen Inszenierungsmöglichkeiten die Natur auch<br />

in unseren beruflichen Alltag integriert werden kann –<br />

damit geht es in der neuen Ausgabe gleich weiter. Wir<br />

berichten etwa über minimalistische Zen-Würfel oder<br />

geräumige Iglu-Häuser, die auf freiem Feld neuerdings<br />

als Homeoffice fungieren. Vertikale Gärten wiederum<br />

erweisen sich mittlerweile europaweit als Verbesserer für<br />

die Luftqualität in Büros und dienen zugleich als Blickfang<br />

für grüne Kunst im Indoor- und Outdoorbereich.<br />

Und sollten Sie nach neuen kulinarischen Design-Spots<br />

suchen, die auf spektakulären Rooftops oder Terrassen<br />

ihre Neueröffnung zelebrieren, so können Sie bei uns aus<br />

dem Vollen schöpfen. Ich wünsche Ihnen viel Freude<br />

beim Genießen!<br />

Herzlichst Ihre<br />

»Die Natur befindet<br />

sich im ständigen<br />

Wandel. Deshalb<br />

muss der Garten<br />

bereits im Vorfeld bis<br />

ins kleinste Detail<br />

durchdacht werden.«<br />

Colours of Love Rainbow<br />

Multicoloured Eternity Cosmic Curve<br />

Foto: Rafaela Pröll<br />

ANGELIKA ROSAM<br />

angelika.rosam@falstaff-living.com<br />

angelikarosam, falstaff.living<br />

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3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

17


03<br />

03<br />

INHALT<br />

3/<strong>2024</strong><br />

64<br />

Bei der Gartengestaltung ist die<br />

richtige Planung das A und O.<br />

17 EDITORIAL<br />

20 ICONS<br />

22 EXHIBITION-TIPP<br />

30 BRANCHENTELEGRAMM<br />

32 MY TASTE<br />

58 ICONOMY<br />

60 ART FIVE<br />

192 MY FAVORITE PROJECTS<br />

200 DATES TO KNOW<br />

202 EVENTS<br />

204 BEZUGSQUELLEN<br />

206 IMPRESSUM<br />

COVER<br />

FOTO: © KERRYN FISCHER<br />

PHOTOGRAPHS: GREG COX/<br />

FRANK FEATURES /<strong>LIVING</strong> INSIDE<br />

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3/<strong>2024</strong> WWW.FALSTAFF-<strong>LIVING</strong>.COM € 7,–<br />

<strong>LIVING</strong>JUBILÄUM<br />

GARTEN-SPEZIAL ARTY WEEKEND<br />

BEST OF PLANUNG, KUNSTTRIP NACH MOLTENI FEIERT<br />

STILE UND TRENDS VALENCIA 90 JAHRE DESIGN<br />

HALLO FRÜHLING!<br />

MIT KREATIVER INSZENIERUNG OUTDOORWELTEN SCHAFFEN<br />

140<br />

In diesen Gourmettempeln<br />

genießt man<br />

in beeindruckendem<br />

Ambiente.<br />

174<br />

Die Architektin Jeanne Gang und ihre<br />

geheimnisvollen Kreationen.<br />

TRENDS<br />

24 EDITOR’S NOTEBOOK<br />

Die originellsten News und Highlights<br />

aus dem Design-Kosmos.<br />

28 DESIGNERS TO WATCH<br />

Zwei Designduos aus Belgien<br />

verschönern mit ihren bunten Entwürfen<br />

den Alltag.<br />

34 »AM WICHTIGSTEN IST ES, DIE<br />

FAMILIE ZUSAMMENZUHALTEN«<br />

Die italienische Möbel-Kultmarke Molteni<br />

feiert ihr 90-jähriges Jubiläum. <strong>LIVING</strong><br />

traf Giulia Molteni zum Interview.<br />

38 DER NORDEN STEHT KOPF<br />

Neben Bad Ischl sind auch die beiden<br />

Kulturhauptstädte Bodø und<br />

Tartu eine Reise wert.<br />

44 KUNSTTRIP VALENCIA<br />

In der südlichen spanischen Metropole<br />

ist die Kunst allgegenwärtig.<br />

GARTEN-SPEZIAL<br />

64 DIE ARCHITEKTUR DES GARTENS<br />

Für viele Menschen ist der Garten Kraftort<br />

und Vorzeigeprojekt. Doch wie sieht die<br />

perfekte Grünoase aus? <strong>LIVING</strong> hat bei<br />

Österreichs Gartenprofis nachgefragt.<br />

72 OUTDOORMÖBEL<br />

Die schönsten Sofas, Loungesessel, Essbereiche<br />

und Daybeds für jeden Geschmack.<br />

80 DURCH DIE BANK STYLISH<br />

Bereits im 19. Jahrhundert war die<br />

Gartenbank der heiß umkämpfte<br />

Mittelpunkt in den grünen Oasen.<br />

86 STADTGEMÜSE<br />

Mit ein bisschen Know-how fühlen sich<br />

Tomaten, Radieschen und Co. auch im<br />

urbanen Raum pudelwohl.<br />

90 ONLY THE SKY IS THE LIMIT<br />

Wie vertikale Gärten das globale Klima<br />

weltweit positiv beeinflussen.<br />

98 LUST AUF FREILUFTKINO<br />

Diese Wunder der Technik verwandeln<br />

jeden Garten in ein privates<br />

Open-Air-Kino.<br />

102 SOUNDCHECK<br />

Die besten Sound-Boxen für<br />

glasklaren Klang.<br />

104 DIE SMARTEN KOMMEN<br />

IN DEN GARTEN<br />

Weniger Arbeit und mehr Komfort sind<br />

mit diesen intelligenten Helfern garantiert.<br />

DESIGN<br />

110 EIN MAGISCHES ZUHAUSE<br />

In den Weinbergen Südafrikas liegt dieses<br />

zauberhafte Domizil voller Wunder.<br />

118 DRAUSSEN IM BÜRO<br />

So wird der eigene Garten zum<br />

stylishen Homeoffice.<br />

122 WAS MACHT EIGENTLICH …<br />

Die raffinierten Entwürfe der<br />

schwedischen Designerin<br />

Monica Förster.<br />

124 FÜR DIE SINNE<br />

Das malerische französische Weingut<br />

Château La Coste ist ein Kunstzentrum<br />

der Superlative.<br />

Fotos: © katsey, © Nikolas Koenig, Ismail Ferdous/Agence Vu/picturedesk.com, beigestellt<br />

18 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


128 KULTSTÜCK<br />

Der »Paris Chair« von Arne Jacobsen.<br />

130 INNOVATION OHNE TABU<br />

Das WC und seine Gestaltung sind wichtig<br />

für das Wohlbefinden. Guido<br />

Salentinig von Geberit im Interview.<br />

134 ZEITMESSER MIT TIEFGANG<br />

Taucheruhren sind sowohl im Wasser<br />

als auch an Land elegante Begleiter. Wir<br />

präsentieren die schönsten Modelle.<br />

136 HOTEL CONFIDENTIAL<br />

Das neue Luxushotel »Janu Tokyo« vereint<br />

gekonnt asiatische und europäische<br />

Einflüsse.<br />

KULINARIK<br />

140 GENUSS GOES AL FRESCO<br />

Bei diesen Luxusrestaurants überzeugen<br />

Kulinarik und Design gleichermaßen.<br />

148 MATCHA ALL OVER<br />

Trend-Alert: Japanische Bäckereien und<br />

Cafés erobern mit ihren Konzepten die<br />

Großstädte Europas.<br />

152 FRÜHLING IN FERNOST<br />

Zurückhaltende Accessoires im<br />

japanischen Stil.<br />

154 DIE LEBENSMITTELZENTRALE<br />

Die altehrwürdige Speisekammer feiert<br />

ihr formschönes Comeback.<br />

158 AUSWÄRTS ESSEN<br />

Harald Hatschenberger von destilat<br />

verrät <strong>LIVING</strong> seine liebsten Kulinarik-<br />

Hotspots.<br />

RESIDENCES<br />

162 AB INS EIGENTUM!<br />

Urlaub in der eigenen Ferienimmobilie<br />

boomt dank innovativer Konzepte.<br />

170 »TRANSPARENZ IN FORM UND<br />

PHILOSOPHIE«<br />

Der Pritzker-Preisträger <strong>2024</strong><br />

Riken Yamamoto im Porträt.<br />

174 MIT DER KRAFT VON<br />

MUTTER NATUR<br />

Die beeindruckenden Kreationen des<br />

Architekturbüros Studio Gang prägen<br />

das Stadtbild der USA.<br />

178 DESIGN MIT JEDER FASER<br />

Biologisch abbaubare Materialien<br />

und ihre vielfältigen Möglichkeiten.<br />

184 MY CITY<br />

Architekturhighlights in Gent.<br />

72<br />

Diese Outdoormöbel machen<br />

Lust auf Sommer.<br />

186 WAS MACHE ICH MIT<br />

MEINEM ZINSHAUS?<br />

Ein Architekt, ein Immobilienentwickler<br />

und eine Kunsthistorikerin<br />

im Talk.<br />

INSPIRATION<br />

196 SCHACHMATT!<br />

Das klassische Schachbrettmuster<br />

bringt Abwechslung in jedes Zuhause.<br />

208 MY PERSONAL ROOM<br />

Das Designstudio Mezza–Maiso.<br />

Stress raus,<br />

Farbe rein.<br />

Entdecke jetzt die Aeris Swopper<br />

Limited Edition auf aeris.de oder<br />

bei teilnehmenden Fachhändlern.


architektur / ICONS<br />

Foto: © Foster + Partner<br />

20 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


OFFICE TOWER »THE STAR«, LOS ANGELES<br />

Wie übersetzt man den »Spirit von Hollywood« in ein Hochhaus? Diese<br />

Frage stellten sich Foster & Partners unter der Leitung von Norman<br />

Foster gerade bei der Arbeit an den Entwürfen zu »The Star«. Der Office<br />

Tower, der direkt am Sunset Boulevard in Los Angeles entsteht, wurde<br />

von den Architekt:innen dabei als »vertikaler, kreativer Bürocampus«<br />

für die Filmbranche gedacht. Die detaillierten Pläne wurden nun veröffentlicht:<br />

Mit einem 360-Grad-Blick auf Hollywood und die Pazifikküste<br />

entsteht der Turm, der in ganzer Höhe von aufsehenerregenden,<br />

spiralförmigen Gärten umgeben sein wird. Raumhohe Fenster sollen<br />

Innen- und Außenräume dabei bestmöglich verschränken. Restaurants,<br />

Galerien und ein Vorführtheater erlauben darüber hinaus die öffentliche<br />

Nutzung im Erdgeschoss und sollen den Komplex, auch über die Büronutzung<br />

hinaus, als Treffpunkt für die Kreativbranche etablieren. »Das<br />

Gebäude ist ein wahres Spiegelbild des Arbeitsplatzes der Zukunft,<br />

der die Gemeinschaft, das Wohlbefinden und die Zusammenarbeit<br />

mit grünen sozialen Terrassen fördert und die unglaubliche kreative<br />

Industrie der Stadt belebt«, so Norman Foster zu dem eine Milliarde<br />

schweren Bauvorhaben. thestaronsunset.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

21


exhibition-tipp / AUSSTELLUNG<br />

MÖBELMUSEUM WIEN: »HERE WE ARE!<br />

FRAUEN IM DESIGN 1900 – HEUTE«<br />

120 Jahre Designgeschichte werden in dieser umfassenden Sonderausstellung<br />

aus der Perspektive von Frauen erzählt – ein Blickwinkel,<br />

der auch heute noch vergleichsweise selten eingenommen wird. »Here<br />

We Are!« widmet sich also dem Schaffen von 80 wichtigen Gestalterinnen<br />

der Moderne – unter ihnen etwa Eileen Gray, Charlotte Perriand<br />

(im Bild), Lilly Reich oder Clara Porset, aber auch zeitgenössische Positionen<br />

von Matali Crasset, Patricia Urquiola oder Julia Lohmann. Dabei<br />

wird die Designgeschichte vor dem Hintergrund des Kampfes um<br />

Gleichberechtigung inspirierend, vielstimmig und vor allem eben weiblich<br />

geschrieben. Im Rahmen eines begleitenden Programms wagt man<br />

außerdem den Blick in die Zukunft des Designs.<br />

Bis 30. Juni, Möbelmuseum Wien, Andreasgasse 7, 1070 Wien,<br />

moebelmuseumwien.at<br />

Foto: © Bild-Kunst. Bonn 2021, Le Corbusier _ F.L.C.VG Bild -Kunst, Bonn 2022<br />

22 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


WEITERE AUSSTELLUNGSTIPPS:<br />

MAK WIEN: »Protest/Architektur. Barrikaden, Camps, Sekundenkleber«.<br />

Die Schau geht den räumlichen Aspekten von Protestkulturen<br />

nach. Bis 25. 8. <strong>2024</strong>, mak.at<br />

KÜNSTLERHAUS WIEN: »Auf den Schultern von Riesinnen«. Die<br />

Gruppenschau zeigt 14 Installationen und Werkgruppen von Wegbereiterinnen<br />

und Role Models. Bis 9. 6. <strong>2024</strong>, kuenstlerhaus.at<br />

ARNOLD SCHÖNBERG CENTER: »Arnold Schönberg & Karl<br />

Kraus«. Jubiläumsausstellung zu den 150. Geburtstagen von<br />

Schönberg und Kraus. Mit Manuskripten, Schriften, Zeichnungen,<br />

Briefen. Bis 10. 5. <strong>2024</strong>, schoenberg.at<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

23


editor’s notebook<br />

Champagne your life!<br />

Dieser Bamboo-Eiskübel<br />

für Champagner von<br />

Lorenzi Milano ist im<br />

Mailänder Atelier der<br />

Marke gefertigt, aus<br />

mundgeblasenem Glas<br />

und mit verchromtem<br />

Messing umrandet.<br />

abask.com<br />

Flechtspiel<br />

Die aus Chuspata-Fasern handgewebte »Waje-<br />

Kollektion« von Comuna Mx bezieht sich auf die<br />

Traditionen der südlichen Bundesstaaten Mexikos.<br />

Die von Sebastian De Los Angeles, dem Kreativ-Kopf<br />

der Marke, entworfenen Stücke werden von Andrea<br />

Ramirez (AD2) mit handwerklichen Techniken aus<br />

der Region Pátzcuaro hergestellt. lacomuna.mx<br />

One of a kind<br />

Flos unverwechselbarer<br />

Wiggly-Stil ist auffallend,<br />

farbenfroh und frech.<br />

Der »Fox & Furb«-Barstuhl<br />

ist deshalb perfekt für<br />

entspannte Gespräche bei<br />

Longdrinks.<br />

glassette.com<br />

Die originellsten News<br />

und Highlights aus dem<br />

Design-Kosmos – was<br />

uns gefällt, was uns<br />

bewegt und welche<br />

Objekte Kultcharakter<br />

garantieren.<br />

Bunter Eycatcher<br />

Der bunt-fröhliche stoffverkleidete<br />

»Schrank 522« wurde in<br />

den Jahren 1934–1935 von Josef<br />

Frank kreiert und schmückt<br />

vorzugsweise Schlafzimmer oder<br />

Entree. Klasisch und zeitlos<br />

zugleich! svenskttenn.com<br />

Colour me up<br />

Sind Sie ein Maximalist? Dann ist die Sitzmöbelkollektion<br />

»Zigzag« des Bangkoker Designstudios Touchable<br />

genau das Richtige für Sie. Die Stühle werden aus Garnresten<br />

hergestellt, die einzigartigen Silhouetten und<br />

lebhaften Farben ergeben eine wunderschöne<br />

Farbexplosion. touchablebangkok.com<br />

Very personal<br />

Versilbert oder vermessingt, mit<br />

geprägtem Kleeblatt- oder Schlangenmotiv;<br />

die Designs der Streichholzschachteln<br />

von Matilda Goad &<br />

Co können mit dem angebotenen<br />

Gravurservice ganz individuell<br />

kreiert werden. matildagoad.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

24 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Die eigenen<br />

Erwartungen überholen.<br />

Q6Der neue,<br />

rein elektrische<br />

e-tron<br />

Audi Vorsprung durch Technik<br />

Mehr unter audi.at<br />

Stromverbrauch (kombiniert) in kWh/100 km: 17,0-19,4 (WLTP); CO₂-Emissionen (kombiniert) in g/km: 0. Angaben zu den Stromverbräuchen<br />

und CO₂-Emissionen bei Spannbreiten in Abhängigkeit von der gewählten Ausstattung des Fahrzeugs. Symbolfoto.<br />

Stand 03/<strong>2024</strong>.


Exzellenz erfordert Disziplin, gesunden Menschenverstand<br />

und Besessenheit im Detail. Und Weitblick. Das ist<br />

die Basis jedes erfolgreichen Investments. Wir wollen<br />

Qualität Ihres Wunschhauses daher nicht nur im Sinn<br />

einer rein sachlichen Definition verstanden wissen.<br />

Dann würden wir das Ergebnis als gut empfinden, bloß<br />

weil wir heute damit zufrieden sind. Verstehen Sie uns<br />

nicht falsch: Natürlich schafft Qualität die Voraussetzung<br />

dafür, dass das Notwendige zum Vergnügen wird.<br />

Ihre ganze Wirkung offenbart sie jedoch erst über Zeit.<br />

Und zwar in jeder Hinsicht. Als perfektes Umfeld heute<br />

und als stabile Wertanlage im Lauf der Zeit.<br />

Wie bei allen Klassikern.<br />

YOUR<br />

LEGACY<br />

Eine Initiative von WUNSCHHAUS<br />

www.wunschhaus.at


<strong>LIVING</strong><br />

TRENDS<br />

58<br />

38<br />

34<br />

IM <strong>LIVING</strong>-TALK<br />

Giulia Molteni im Gespräch über<br />

Designtraditionen und den Stellenwert<br />

von Familie. (S. 34)<br />

DER NORDEN STEHT KOPF<br />

Zu Besuch in den Kulturhauptstädten<br />

des Nordens – Bodø in Norwegen und<br />

Tartu in Estland (S. 38)<br />

KUNSTTRIP VALENCIA<br />

Spaniens Mittelmeermetropole hat<br />

kulturell einiges zu bieten. (S. 44)<br />

ALESSIS KÜKEN<br />

Mit dem Mokkamacher »Pulcina«<br />

dachte Michele De Lucchi den<br />

Kaffeekocher radikal neu. (S. 58)<br />

Fotos: Abinieks/Shutterstock, beigestellt<br />

44


trends / PORTRÄTS<br />

Hochwertig Die farbenfrohen Objekte<br />

der »Blow Up Collection« wirken wie<br />

aufgeblasen. Tatsächlich aber werden<br />

die hochwertigen Keramiken in<br />

Portugal aus Ton handgefertigt.<br />

SPIELTRIEB<br />

Eine Reise zurück in die unbeschwerten Tage<br />

der Kindheit – die »Blow Up Collection« des<br />

Home Studyo bringt diese in Form von Vasen,<br />

Pflanzentöpfen, Karaffen und Spiegeln auf<br />

charmante Art und Weise ins Zuhause von<br />

Designaficionados. Die belgische Designmarke<br />

Home Studyo wurde von Mathieu Van<br />

Damme und Esther Noben gegründet, und<br />

beide waren schon davor bekannte Namen in<br />

der Branche: Van Damme als Begründer von<br />

Case Studyo, das als Herausgeber und<br />

Produzent von Werken zeitgenössischer<br />

Künstler:innen fungiert, und Esther Noben<br />

mit ihrem multidisziplinären Designstudio<br />

Toykyo. Mit ihrer neuen gemeinsamen Marke<br />

möchten die beiden Kreativen Dinge entwerfen,<br />

die jedem Raum den persönlichen<br />

Stempel der Bewohner:innen aufdrücken und<br />

dabei die Lücke zwischen hochwertigen, exklusiven<br />

Sammelstücken und unpersönlichen<br />

Massenprodukten schließen. Das Vorhaben,<br />

Alltagsgegenstände in etwas ganz Besonderes<br />

zu verwandeln, ist den beiden mit ihrer<br />

Kollektion »Blow Up« gelungen.<br />

DESIGNERS<br />

TO WATCH<br />

Diese beiden belgischen<br />

Duos verwandeln in<br />

ihren Entwürfen<br />

Alltagsgegenstände in<br />

überzeugend fröhliche<br />

Designstücke.<br />

TEXT ANJA KLEINSCHUSTER<br />

Home Studyo<br />

Das Designstudio von<br />

Esther Noben und<br />

Mathieu Van Damme<br />

mit Hauptsitz in Gent<br />

hat sich hochwertigen<br />

und zeitgleich<br />

erschwinglichen<br />

Alltagsgegenständen<br />

verschrieben. Zukünftig<br />

sollen neben den<br />

eigenen Entwürfen<br />

Kollaborationen mit<br />

Künstler:innen folgen.<br />

homestudyo.be<br />

Optische Täuschung Besonders beeindruckend<br />

sind die sorgfältig ausgearbeiteten<br />

Details, etwa die scheinbar gekräuselten Nähte<br />

an diesem Spiegel. Die Farbpalette beinhaltet<br />

u. a. den schönen kräftigen Blauton Indigo.<br />

Fotos: courtesy of Home Studyo, © Hay, beigestellt<br />

28 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Muller Van Severen<br />

Fien Muller und Hannes Van Severen verbindet die<br />

gemeinsame Leidenschaft für Kunst, Architektur<br />

und Materialien. Ihre Entwürfe sind stets von einer<br />

einnehmenden Leichtigkeit geprägt.<br />

mullervanseveren.be<br />

CHARAKTERSTÜCKE<br />

Handwerkszeug<br />

Die Besteckserie »MSV»<br />

zeichnet sich durch ihre<br />

minimalistische Ästhetik<br />

und durchdachte Farbgebung<br />

aus. Sie besteht<br />

aus gebürstetem Edelstahl<br />

sowie einem lackierten Griff<br />

und umfasst Messer, Gabel,<br />

Löffel und Teelöffel.<br />

Fien Muller und Hannes Van Severen sind<br />

nicht nur Designer:innen, sondern auch<br />

Künstler:innen. Es verwundert also kaum,<br />

dass sie sich auch bei ihren Kollektionen fließend<br />

zwischen diesen beiden Polen bewegen.<br />

Die Besonderheiten des jeweils dafür verwendeten<br />

Materials arbeiten sie dabei besonders<br />

aufmerksam heraus: »Wir suchen ständig nach<br />

neuen Wegen, um die natürliche Schönheit<br />

unserer Materialien zur Geltung zu bringen,<br />

und bemühen uns, diese für sich selbst sprechen<br />

zu lassen, ohne etwas zu verbergen«, so<br />

das Duo. Und weiter: »Wir arbeiten mit einer<br />

Vielzahl sorgfältig ausgewählter Materialien,<br />

von denen jedes seine eigenen einzigartigen<br />

Eigenschaften hat. Die Techniken, mit denen<br />

wir unsere Objekte herstellen, die Art und<br />

Weise, wie die Materialien mit der Zeit altern,<br />

und das haptische Erlebnis, das sie bieten,<br />

sind allesamt bewusste Entscheidungen.«<br />

Ihre Entwürfe werden allesamt von kleinen<br />

Manufakturen und Kunsthandwerker:innen<br />

per Hand gefertigt, um den einzigartigen<br />

Charakter zu bewahren.<br />

Runde Sache Die Vasen »Arcs« bestehen aus einer<br />

einheitlichen Kette von vertikalen Bögen, was ihnen<br />

eine elegante Silhouette verleiht. Der »Ceramic<br />

Table« (r) ist für den Outdoorbereich gedacht und<br />

besteht aus Porzellan, Stahl und Beton.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

29


trends / NEWS-TICKER<br />

+++ BRANCHEN-<br />

TELEGRAMM<br />

Was kommt? Was ist en vogue?<br />

Wer designt mit wem und warum?<br />

Ein kurzer Newsflash aus der Welt<br />

des Designs und der Architektur.<br />

+++ KULTIG. Die »Bentel’s Box Bag« ist das neueste Meisterstück von Designer Nik Bentel.<br />

Inspiriert wurde er beim Entwerfen des aus Leder gefertigten und<br />

mit zarten blauen Bändern versehenen Accessoires in poppigem Bubblegum-Rosa von den<br />

Filmen des Kultregisseurs Wes Anderson, genauer gesagt von dessen bildgewaltigem<br />

Meisterwerk »The Grand Budapest Hotel«. Schnell sein lohnt sich, die Auflage<br />

ist auf 300 Stück limitiert! +++<br />

+++ BITTE ZU TISCH. Mit dem »Como Pet Table« des südkoreanischen Designers Yongsik Kim wird<br />

für Hunde jede Mahlzeit zum Galadinner. Das verwendete Silikon produziert keine<br />

Schadstoffe oder Umwelthormone, verursacht keine Geräusche, wenn es mit Geschirr in<br />

Berührung kommt, und ist widerstandsfähig gegenüber Hitze und Wasser. +++<br />

+++ ZURÜCK ZUR NATUR. Bei ihrer neuen Kollektion »Echo« bezieht sich<br />

Innenarchitektin Kelly Wearstler auf die architektonische Form des Bogens, die sich in Tischen, Bänken,<br />

Hockern und Skulpturen wiederfindet. Die Einrichtungsgegenstände bestehen aus natürlichem<br />

Douglasienholz, weißem Gesso und ebonisiertem Douglasienholz und bilden so<br />

gekonnt eine Brücke zwischen Natur und Design. +++<br />

+++ COLOURFUL. Schon seit Langem arbeitet Swatch mit Kunstinstitutionen wie dem<br />

MoMA oder dem Louvre zusammen und entwirft Uhren, die besondere Werke aus<br />

den jeweiligen Sammlungen zitieren. Die neue »Swatch x Tate Gallery Collection« besteht nun<br />

aus sieben Uhren, die u. a. Marc Chagalls »Blue Circus« oder »Women and Bird<br />

in the Moonlight« von Joan Miró schmücken. +++<br />

+++ SCHÖNE SILHOUETTE. Die Kollektion »Liz« ist die erste Kollaboration<br />

der italienischen High-End-Designmarke Giorgetti und der Designerin Silvia<br />

Musetti. Sie umfasst den »Liz-Valet«-Ständer«, die »Liz-Bank« und die »Liz-Konsole«,<br />

allesamt vielseitig einsetzbar und aus Canaletto-Nussbaumholz, Leder, Metall,<br />

edlen Stoffen, Zinn und Onyx gefertigt. +++<br />

Fotos: beigestellt<br />

30 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


my taste<br />

KLAUS<br />

MÜHLBAUER<br />

KLAUS MÜHLBAUER<br />

Hüte können ein Statement sein. Sie<br />

wirken identitätsstiftend und wärmen den<br />

Kopf, haben das Potenzial zum modischen<br />

Markenzeichen und dennoch praktischen<br />

Nutzen. In diesem Spannungsfeld hält sich<br />

Klaus Mühlbauer von Berufs wegen auf. In<br />

vierter Generation leitet der Hutmacher<br />

das heimische Traditionsunternehmen<br />

und positioniert es dabei auch international<br />

sehr erfolgreich. Gemeinsam mit den<br />

Designerinnen Nora Berger und Selma<br />

Klima setzt er dabei auf traditionelles<br />

Handwerk und außergewöhnliche Entwürfe,<br />

genauso wie auf Künstlerkollaborationen.<br />

So gelangt das geschwungene »M«<br />

in die renommiertesten Läden der Welt<br />

sowie auf die Köpfe von Weltstars wie<br />

Meryl Streep, Madonna oder Yoko Ono.<br />

Was lieben designaffine Menschen<br />

privat? Mit welchen Stücken<br />

umgeben sie sich, was hinterlässt<br />

Eindruck? Klaus Mühlbauer hat<br />

uns seine fünf Favoriten verraten.<br />

»Manhartsberg« 2023<br />

»Landschaften haben es mir angetan. Ich habe<br />

auf meinem Handy – sozusagen immer bei mir –<br />

eine kleine Sammlung von Landschaftsfotos, die<br />

ich selbst mit dem Handy gemacht habe. Fotos,<br />

die ich mir immer wieder, manchmal mehrmals<br />

täglich ansehe. Das beruhigt mich. Dieses nahm<br />

ich im August 2023 am Manhartsberg auf.«<br />

»Burkahut« von Werner Reiterer<br />

»Den ›Burkahut‹ ließ der Künstler Werner<br />

Reiterer für eine Ausstellung im Jahr 2016<br />

bei uns anfertigen. Ein Hut, mit dem man<br />

sein Gesicht verhüllen kann. Ein Exemplar<br />

davon schmückt mein Büro.«<br />

»Lederarbeit« von<br />

Richard Fleissner, 1998<br />

»Zu meinen absoluten Lieblingsstücken<br />

gehört diese Lederarbeit<br />

des Künstlers Richard Fleissner<br />

aus dem Jahr 1998 – ein tolles<br />

Landschaftsbild, finde ich.«<br />

»Espressotasse«,<br />

Gmundner Keramik<br />

»Etwas Profaneres, aber einer<br />

meiner Lieblinge im Alltag. In<br />

dieser Tasse schmeckt mir der<br />

Espresso einfach am besten,<br />

deshalb benütze ich sie auch<br />

mehrmals täglich.«<br />

»Mühlbauer-Kampagnenbild«<br />

von Songül Boyraz<br />

»Die Künstlerin nahm einen<br />

Schnappschuss von unserer<br />

Modisterei am Schwedenplatz<br />

als Ausgangspunkt für ihre<br />

Arbeit. Das Original hängt in<br />

meiner Wohnung und gehört zu<br />

meinen Lieblingsbildern.«<br />

Fotos: © Maria Ziegelboeck, beigestellt<br />

32 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Wetscher<br />

Wohngalerien<br />

im Zillertal.<br />

Wir freuen uns auf Ihren Besuch<br />

in den Wetscher Wohngalerien in Fügen!<br />

Wetscher-Film<br />

Scan me!<br />

Die Wetscher Wohngalerien sind einzigartig in Österreich.<br />

Hier vereint sich internationales Spitzendesign mit Arbeiten<br />

aus den eigenen Meisterwerkstätten. Besuchen Sie uns<br />

und erleben Sie persönlich, was Wetscher heute zu einem<br />

der führenden Einrichtungshäuser in Österreich macht.<br />

Seit 1912.<br />

PLANUNG. WERKSTÄTTEN. WOHNGALERIEN.<br />

Fügen, Zillertal / Tirol • www.wetscher.com I f


trends / INTERVIEW<br />

»AM WICHTIGSTEN<br />

IST ES, DIE FAMILIE<br />

ZUSAMMENZUHALTEN«<br />

Die Möbelmanufaktur Molteni feiert heuer ihr 90-jähriges Jubiläum. Im <strong>LIVING</strong>-Interview<br />

reflektiert Giulia Molteni, wie sich das Unternehmen zum modernen Betrieb entwickelte,<br />

worauf es heute ankommt und warum Designkooperationen so wichtig sind.<br />

INTERVIEW FLORENTINA WELLEY<br />

In der Nähe von Mailand, der traditionellen<br />

Drehscheibe für Mode und Mobiliar,<br />

liegt die Brianza. Hier siedelten sich seit<br />

jeher Handwerker:innen an. Schon im<br />

18. Jahrhundert fertigten sie besondere Möbel,<br />

etwa für die Villa Reale in Monza. Dass die<br />

Brianza auch heute noch als ein Zentrum für<br />

weltbekannte Möbelmarken gilt, ist Unternehmer:innen<br />

wie Angelo und Giuseppina<br />

Molteni zu verdanken. Als sie 1934 den<br />

Handwerksbetrieb Molteni & C in Giussano<br />

gründeten, hätten sie nicht gedacht, dass er<br />

90 Jahre später zu den führenden internationalen<br />

Möbelproduzenten zählen würde.<br />

Angelo Molteni, Großvater von Giulia Molteni,<br />

die heute als Head of Marketing des Unternehmens<br />

agiert, gehörte 1961 u. a. mit Franco<br />

Cassina auch zum Gründerausschuss des<br />

ersten Salone del Mobile und machte den<br />

Begriff Design erstmals bekannt. Heute<br />

produziert Molteni & C hochwertige Möbelkollektionen,<br />

steckt Geld in Nachhaltigkeit<br />

und Forschung und arbeitet mit den besten<br />

Designer:innen der Welt. Und auch die<br />

Enkelin Giulia weiß genau, was sie tut. Nahe<br />

des Firmensitzes in Brianza aufgewachsen,<br />

begann sie bereits im Alter von zwölf Jahren,<br />

beim jährlichen Salone del Mobile auszuhelfen<br />

und Kataloge an die Besucher:innen des<br />

Molteni-Stands zu verteilen. Als sie 20 war,<br />

wusste sie, dass sie in das Unternehmen<br />

einsteigen würde. »Designunternehmen sind<br />

sehr oft in Familienbesitz, weil es eine Art<br />

Tradition ist, die vom Vater an die Tochter<br />

oder den Sohn weitergegeben wird. Es ist eine<br />

Philosophie«, weiß die Marketingchefin zu<br />

berichten und holt zum 90-jährigen Jubiläum<br />

im <strong>LIVING</strong>-Interview noch intensiver aus.<br />

<strong>LIVING</strong> Molteni feiert heuer 90 Jahre! Wie sehr<br />

hat sich der Betrieb im Laufe der Zeit verändert?<br />

GIULIA MOLTENI Es hat sich unglaublich<br />

viel verändert! Früher stellten wir Möbel von<br />

Hand her, heute ist die Produktion industriell.<br />

Wir haben einen internationalen Vertrieb<br />

und investieren laufend in Forschung und<br />

Entwicklung.<br />

Welche Veränderungen waren eklatant?<br />

Das war, als mein Vater Carlo die Produktion<br />

von klassischen Möbeln in den 1960er-Jahren<br />

auf moderne Designmöbel umstellte. Wir<br />

machten das auf Anraten seines Freundes, des<br />

Architekten Luca Meda, bei dem er selbst<br />

Designunterricht nahm. Denn wir entdeckten,<br />

dass sich unsere Firmengeschichte mit der<br />

Entwicklung des italienischen Designs deckt.<br />

Beides begann 1955 in der Brianza mit der<br />

ersten Selettiva di Cantù, die von meinem<br />

Großvater gegründet wurde. Die Ausstellung<br />

machte Design in der Region schlagartig<br />

bekannt. In der Jury saßen Architekten wie<br />

Gio Ponti, Alvar Aalto und Carlo De Carli.<br />

Ist auch etwas unverändert geblieben?<br />

Ja, die Qualität, die seit drei Generationen das<br />

Unternehmen zu einem der Weltmarktführer<br />

im Möbel- und Designsektor macht<br />

><br />

Foto: © Tiziano Sartorio<br />

34 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Giulia Molteni<br />

Die Enkelin von Angelo Molteni<br />

und Head of Marketing im<br />

Unternehmen hält das kulturelle<br />

Erbe im Betrieb hoch und setzt<br />

sich für Frauenrechte ein.<br />

molteni.it<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

35


trends / INTERVIEW<br />

><br />

und heute »Made in Italy« in über 100 Ländern<br />

garantiert.<br />

Sie stehen als Frau an der Spitze des Unternehmens.<br />

Ist es schwierig, im Team mit der eigenen<br />

Familie zu agieren?<br />

Eigentlich nicht. Ich folgte einfach dem<br />

Beispiel meines Vaters. Wir wollen unser<br />

Wissen und die Besessenheit vom Schönen<br />

an die folgenden Generationen weitergeben.<br />

Unsere Tradition ist zur Mission geworden,<br />

die uns immer weiter vorantreibt.<br />

Stabil<br />

Afra und Tobia Scarpa setzten<br />

schon 1973 bei der Stuhlserie<br />

»Monk« auf hochwertige<br />

Qualität mit massiven Beinen<br />

aus Nussholz und einer Lehne<br />

aus Rindsleder.<br />

moltenimuseum.com<br />

Molteni & C ist bis heute ein Familienbetrieb, der<br />

wächst. Wie wichtig sind soziale und kulturelle<br />

Verantwortung?<br />

Wir halten das künstlerische und kulturelle<br />

Erbe großer Meister wie Gio Ponti oder Aldo<br />

Rossi hoch und machen es zukunftsfit. Für<br />

mich persönlich steht aber eine Aufgabe an<br />

erster Stelle: die Gleichstellung von Frauen. Ich<br />

möchte das ganz konkret umsetzen, deswegen<br />

beschäftigen wir auch bewusst viele Frauen.<br />

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Gio Ponti?<br />

Gio Ponti war ein enger Freund meines<br />

Groß vaters. In unserer »Heritage Collection«<br />

würdigen wir Meisterstücke der »Casa Ponti«<br />

Ikonisch<br />

Der Indoorstuhl »D.154.2«<br />

von Gio Ponti wurde als<br />

Outdoormodell 1952 für<br />

das Kreuzfahrtschiff<br />

»Andrea Doria« geplant.<br />

Jetzt wurde er neu aufgelegt.<br />

und andere Projekte, die zwischen 1935 und<br />

1970 entstanden sind. Dazu haben wir eng mit<br />

Kurator Salvatore Licitra, der die Archive mit<br />

den Ponti-Erb:innen durchstöberte, zusammengearbeitet.<br />

So kam es zur Neuauflage<br />

historischer Entwürfe.<br />

Gio Pontis Stuhl, den er 1954 für die Villa des<br />

Sammlers Planchart in Caracas entwarf, wurde<br />

letztes Jahr als Neuauflage zum Outdoor-Sessel.<br />

Ist heuer Ähnliches geplant?<br />

Die Outdoorkollektion ist ein echtes Testfeld<br />

für uns, auf dem technisches Know-how und<br />

handwerkliches Können zum Einsatz kommen.<br />

In unserer neuen Outdoorkollektion wurden<br />

Materialien wie massives Teakholz in natürlichen<br />

Farben, Aluminiumprofile in Merlotrot<br />

und handgeflochtene Polypropylenseile vom<br />

kanadischen Designerduo Yabu Pushelberg<br />

bei ihrem modularen Sofasystem »Sway«<br />

eingesetzt. Neu ist auch der Couchtisch »Picea«<br />

aus Keramik.<br />

Molteni & C hat auch eine Abteilung für Nachhaltigkeit.<br />

Sie legen darauf einen großen Wert …<br />

Es wird immer wichtiger. Ökologische Nach-<br />

Fotos: beigestellt<br />

36 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


haltigkeit liegt seit jeher in der DNA von<br />

Molteni. Wir haben über vierzig Möbel im<br />

Museum, die fünfzig Jahre alt und immer noch<br />

perfekt sind. Praktisch setzt das Molteni Vernici<br />

etwa beim Outdoor-Couchtisch »Regent« um.<br />

Die Farben der Lavasteinoberflächen stammen<br />

aus recyceltem Glas von TV- und PC-Monitoren.<br />

Das Utopia-Leder wird metall- und<br />

chromfrei gefärbt, ist zu 94 Prozent biologisch<br />

abbaubar und mit reduzierter CO 2<br />

-Emission<br />

produziert.<br />

Was möchte das Unternehmen in Zukunft<br />

kommunizieren?<br />

Besonders heuer ist es uns wichtig, das Gespür<br />

für Wohnen mit hochwertigem Interior in der<br />

Welt zu verbreiten.<br />

Beim Salone del Mobile haben Sie gerade die neue<br />

Kollektion mit dem Mailänder Architekten Piero<br />

Portaluppi präsentiert. Wie wichtig ist<br />

die regel mäßige Zusammenarbeit mit neuen<br />

Designer:in nen und Architekt:innen für das<br />

Unternehmen?<br />

Genau. Vincent Van Duysen hat für die<br />

»Molteni & C«-Kollektion mit Portaluppi<br />

zusammengearbeitet. Sie verschmilzt Tradition<br />

und Moderne, Emotionen und Funktion. Ich<br />

denke, wenn wir Wohnkultur verstehen und<br />

zeitlose Produkte herstellen möchten, sind es vor<br />

allem Designer:innen, die aktuelle soziale<br />

Tendenzen und Lebensstile neu interpretieren.<br />

Deshalb sind Kooperationen wie diese oder etwa<br />

mit Herzog & de Meuron, Naoto Fukasawa, Yabu<br />

Pushelberg und anderen so wichtig für uns.<br />

Welche Design-Lieblingsstücke findet man<br />

bei Ihnen zu Hause?<br />

Ein Stück, das mir sehr am Herzen liegt, ist der<br />

von Aldo Rossi entworfene »Carteggio«, ein<br />

hölzerner Sekretär mit Schubladen. Auch<br />

»Monk«, ein Stuhl von Afra und Tobia Scarpa,<br />

ist ein Lieblingsteil.<br />

Was wünschen Sie sich noch für die Zukunft?<br />

Wir müssen als Unternehmen mit der Region<br />

weiterhin eng verbunden bleiben, die Familie<br />

zusammenhalten und gleichzeitig Innovationen<br />

schaffen. Und die Lebensqualität für die Menschen<br />

und unseren Planeten verbessern.<br />

Klassisch<br />

Architekt Aldo Rossi entwarf<br />

diesen modernen Aktenschrank<br />

mit Schubladen aus<br />

Holz für Molteni & C 1987. <<br />

Vielseitig<br />

In der neuen Outdoorkollektion<br />

von Molteni & C vereint<br />

Vincent Van Duysen den Spirit von<br />

In- und Outdoor und kombiniert<br />

solides Teakholz mit nachhaltig<br />

produziertem Geflecht aus<br />

Polypropylen. Der Beistelltisch<br />

»Picea« ist aus Keramik.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

37


trends / KULTURHAUPTSTÄDTE<br />

DER NORDEN<br />

STEHT KOPF<br />

Neben dem Salzkammergut sind derzeit Bodø in Norwegen<br />

und Tartu in Estland Kulturhauptstadt. Eine arktische<br />

Food-Roadshow, ein Konzert in einer Unterwasserhöhle<br />

und nackte Wahrheiten sind nur einige Highlights.<br />

TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Mutig<br />

Das Upside Down House hat<br />

schon lange vor dem Titel der<br />

Kulturhauptstadt gezeigt,<br />

dass Tartu bereit ist, anders<br />

zu denken.<br />

Fotos: Abinieks/Shutterstock, beigestellt<br />

38 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


In Estland geht’s ans Eingemachte: Ein<br />

Massenkuss-Event steht ebenso am Programm<br />

wie ein Sauna-Debattierclub und ein<br />

Theaterstück über den Geldwäscheskandal<br />

rund um die Danske Bank – und das alles<br />

garantiert ohne Franz-Joseph- und Sisi-Kitsch.<br />

RUSSISCHE BEDROHUNG<br />

Tartu ist mit 1,2 Mio. Einwohner:innen Estlands<br />

zweitgrößte Stadt. Das wahrscheinlich beeindruckendste<br />

Gebäude des Landes befindet sich<br />

justament in dieser Secondary City, auf einem<br />

ehemaligen sowjetischen Militärflughafen,<br />

unweit der heutigen Grenze zu Russland. Mitten<br />

auf der Startbahn stülpt sich das vom japanischen<br />

Architekten Tsuyoshi Tane geplante<br />

Gebäude gleichsam einer Startrampe in die<br />

Zukunft aus dem Boden heraus und verwehrt<br />

damit der alten Zeit den Weg. Ein Teil der<br />

permanenten Ausstellung, die sich rund um das<br />

indigene Volk dreht, ist die versuchte Russifizierung<br />

des estnischen Volkes. Dass das Nationalmuseum<br />

nicht in der Hauptstadt Tallinn,<br />

sondern Tartu zu finden ist, ist kein Zufall. Das<br />

Städtchen ist das kulturelle und geistige Zentrum<br />

Estlands. Straßenkunst, Literatur, Musik<br />

sind in Tartu zuhause und spiegeln sich<br />

natürlich im Programm der Kulturhauptstadt<br />

wider. Es gibt aber auch viel Kritisches wie beim<br />

Projekt »Kaleidoscope of Emotions«. Dabei<br />

werden die Eindrücke und Gefühle von in Tartu<br />

lebenden ukrainischen Kriegsflüchtlingen<br />

künstlerisch dargestellt. Wer mit Kindern<br />

kommt und auf einer weniger dramatischen<br />

Weise Wissen vermitteln will, der ist im<br />

AHHAA bestens aufgehoben – einem Wissenschaftszentrum<br />

mit einer formidablen Mischung<br />

aus Wissensvermittlung, Spannung,<br />

Abenteuer und Ausprobieren. Rockt!<br />

BILDSCHIRMSCHONER IN ECHT<br />

Die dritte Kulturhauptstadt des heurigen Jahres<br />

liegt im hohen Norden Norwegens, wo der<br />

Himmel die Menschen mit Polarlichtern<br />

hypnotisiert. Wie ein Apple-Bildschirmschoner<br />

– nur in echt. Bodøs erklärtes Ziel ist es, die<br />

bislang nachhaltigste europäische Kulturhauptstadt<br />

zu sein. Mehr als 1.000 einzelne Veranstaltungen<br />

werden abgehalten. Highlights sind<br />

mitunter Europas einzige Land-Art-Biennale<br />

und ein Symposium, auf dem nachgedacht wird,<br />

wie sich Europa mit wenig Ressourcenverbrauch<br />

ernähren kann – inklusive einer arktischen<br />

Food-Roadshow. Eine Weltneuheit wird ein<br />

Startbahn in die Zukunft<br />

Das estnische Nationalmuseum<br />

befindet sich nicht in der Hauptstadt,<br />

sondern in der zweitgrößten<br />

Stadt des Landes – und<br />

justament auf einem ehemaligen<br />

Sowjet-Flughafen.<br />

Konzert in einer Unterwasserhöhle sein, bei<br />

dem alle Musiker:innen, Techniker:innen und<br />

das auf 50 Menschen begrenzte Publikum<br />

akkreditierte Höhlentaucher sein müssen. Auch<br />

dieses Event ist Teil des »Leave Nothing but<br />

Footprints«-Konzepts zur Erkundung von Kunst<br />

und Performances an gefährdeten Orten. Der<br />

teilnehmende Saxophonist Håkon Skog<br />

Erlandsen hat bereits an mehreren extremen<br />

Orten gespielt, etwa auf dem Gipfel des Mount<br />

Everest. Das Konzert wird über eine Multikamera-Produktion<br />

gestreamt, sodass es ein<br />

weltweites Publikum erreichen kann.<br />

NEBENDARSTELLER NATUR<br />

Bodø hat lediglich rund 53.000<br />

Einwohner:innen. Zum gar nicht so explizit<br />

programmierten Teil der Kultur gehört die<br />

atemberaubende Natur der Region. Rund<br />

><br />

Wissbegierig<br />

Ob mit Theateraufführungen oder<br />

einem Kugelplanetarium – das AHHAA<br />

will Wissenschaft erlebbar machen<br />

und ist das größte Science Center<br />

seiner Art in den baltischen Staaten.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

39


trends / KULTURHAUPTSTÄDTE<br />

Gefühlvoll<br />

Behutsam gliedern sich neue<br />

Gebäude wie das »Hotel<br />

Lydia« in die Altstadt Tartus<br />

ein. Die Stadt ist die älteste<br />

des Baltikums.<br />

Fotos: © Hans Markus Antson, © Manshausen<br />

><br />

um die Stadt gibt es die weltweit größten<br />

Bestände von Seeadlern, mittels eigenen<br />

Wildtiersafaris können sie entdeckt werden.<br />

Zirka zehn Kilometer Luftlinie von Bodø<br />

entfernt lässt sich die Gewalt der Natur in Form<br />

des stärksten Gezeitenstroms der Welt bewundern:<br />

Da strömen, angetrieben durch die<br />

Gezeiten, 400 Millionen Kubikmeter Wasser<br />

durch eine 2,5 Kilometer lange und 150 Meter<br />

breite Meeresenge. Hin und her, hin und her. Es<br />

bilden sich mächtige Strudel und das Wasser<br />

erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 40 km/h.<br />

Das schaffen weder die Traun noch die Ischl.<br />

Die beiden nicht-österreichischen Städtchen<br />

können also mit Bad Ischl allemal mithalten, sie<br />

konkurrenzieren das Salzkammergut-Programm<br />

aber auch gar nicht. In puncto Erreichbarkeit<br />

hat Bad Ischl sogar einen dicken<br />

Pluspunkt in der Vergleichsbilanz. Immerhin<br />

fliegt eine Billigairline nach Tallinn, mit eben so<br />

wenig Budget kommt man dann per Zwei-Stunden-Zugfahrt<br />

nach Tartu. Bodø eignet sich<br />

kaum für ein verlängertes Wochenende, zu<br />

mühsam sind die schlechten Verbindungen.<br />

Umso lohnender ist ein längerer Aufenthalt, der<br />

auch die Erkundung der Fjorde und der rauen<br />

Umgebung zulässt.<br />

><br />

Überwältigend<br />

16 alleinstehende, spektakuläre<br />

Bungalows mit atemberaubendem<br />

Ausblick – in Manshausen bei Bodø<br />

findet sich die vielleicht schönste<br />

Übernachtungsmöglichkeit aller<br />

Kulturhauptstädte.<br />

40 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Für eine Welt,<br />

in der ein Alltag<br />

nicht alltäglich ist.<br />

Um Welten besser wohnen.<br />

Entdecken Sie<br />

unsere einzigartige<br />

Wohnwelt in Linz!<br />

manzenreiter.at<br />

Schon in dritter Generation wird sie bei Manzenreiter geteilt und weitergegeben: die Liebe<br />

zu Besonderem. Hier vereint sich echte Handwerkskunst mit High-End-Designermarken<br />

zu einzigartigen Wohnwelten. Weil Wohnen immer etwas Hochpersönliches ist, entstehen<br />

in der hauseigenen Holzmanufaktur handgefertigte Unikate. Premiumeinrichtung, aber<br />

bodenständig, zuverlässig und familiär: das ist eben „typisch Manzenreiter“.


trends / KULTURHAUPTSTÄDTE<br />

Umwelt und Diversität<br />

Vielfältig und naturnahe soll das<br />

Programm von Bodø sein,<br />

vor allem will die muntere<br />

Minimetropole aber die<br />

bislang nachhaltigste<br />

Kulturhauptstadt sein.<br />

LOCKER, ABER POLITISCH<br />

Trotz aktueller politischer Spannungen und der<br />

Nähe zu Russland gehen die Est:innen ihr<br />

Programm erheiternd locker an. »Naked<br />

Truth« nennt sich etwa das Sauna-Debattierprogramm,<br />

bei dem man um fünf Euro auch<br />

ohne gute Argumente die anderen zum<br />

Schwitzen bringen kann. Bunt geht’s dann auch<br />

am 18. Mai zu, wenn es im Herzen der Stadt zu<br />

einem Konzert mit Reminiszenzen an den<br />

Eurovision Song Contest kommen wird.<br />

Conchita Wurst wird ebenfalls singen. Die<br />

Themen dahinter sind ernst: Diskussionsthemen<br />

in der Sauna sind Tradition, Nachhaltigkeit<br />

und Frieden. Und die musikalische<br />

Eurovisions-Kulisse soll in einem beispiellosen<br />

Massenkuss-Event gipfeln. Liebe statt Krieg –<br />

ein letztlich doch politisches Statement.<br />

<<br />

Kulturkathedrale<br />

Das ikonische »Stormen« beheimatet<br />

eine Bibliothek mit Blick über den Hafen<br />

und einen 11.200 m² großen Konzertbereich<br />

mit drei Sälen. Die Architektur<br />

stammt von DRDH Architects.<br />

Fotos: Nowaczyk/Shutterstock, © Dan Mariner<br />

42 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Ohlinda<br />

Interior Innovation Award Winner<br />

Headquarter: Alexander - Bretz - Straße 2 D-55457 Gensingen<br />

Tel. 0049-6727-895-0 info@bretz.de bretz.de


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

KUNST-<br />

T R I P<br />

VALENCIA<br />

Gut, Bilbao hat das Guggenheim, Frank<br />

Gehry und den Bilbao-Effekt. Doch<br />

Valencia hat nicht nur mehr Sonne,<br />

sondern auch den Calatrava-Effekt.<br />

Dieser hat in der stolzen Stadt so atemberaubende<br />

wie blendend weiße Bauten im XL-Format<br />

in das ehemalige Flussbett des Turia gesetzt.<br />

Eigentlich sollte der breite Streifen, der sich um<br />

die Innenstadt schlängelt, eine Stadtautobahn<br />

werden, doch daraus wurde zum Glück nichts.<br />

Zwar wurde Calatrava auch hier seinem Ruf<br />

gerecht, seine ohnehin schon astronomischen<br />

Budgets locker zu sprengen, doch für die<br />

Besucher:innen ist das zweitrangig. Sie können<br />

sich an den futuristischen Schwüngen erfreuen,<br />

die den Weg Richtung Kulturgenuss weisen.<br />

Aber auch in der Altstadt von Valencia finden<br />

sich Schätze der Kunstgeschichte und Art Spaces<br />

für Zeitgenössisches, mal prachtvoll und<br />

unübersehbar, mal versteckt in einem Innenhof.<br />

Foto: Trabantos/Shutterstock<br />

44 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Sie ist Spaniens drittgrößte Stadt und kombiniert südliche<br />

Lebensfreude mit dem Sinn fürs Dramatische. In<br />

Valencia, der vibrierenden Metropole am Mittelmeer,<br />

ist alles Kunst: Stadt, Plätze, Parks und natürlich die<br />

zahlreichen Museen und Galerien. TEXT MAIK NOVOTNY<br />

Valencianer:innen ver stehen es ganz besonders,<br />

zu feiern. Das zwei wöchige Festival Las Fallas,<br />

das jedes Jahr im März stattfindet, ist heute<br />

UNESCO-Weltkulturerbe. In diesen wilden Tagen<br />

explodiert die Stadt förmlich in Farben und Formen,<br />

die oft grotesken Figuren aus Papier, Holz<br />

und Schaumstoff sind mehrere Meter hoch und<br />

werden in monatelanger Arbeit handgefertigt, ein<br />

ganzes Stadtviertel wird zur Ciutat Fallera. Also:<br />

mit Lebensfreude ins lange Wochenende! ><br />

Schwereloser Schwung<br />

Die Ciutat de les<br />

Arts i les Ciències, von<br />

Architekt Santiago Calatrava<br />

mit großer Geste inszeniert.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

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trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

><br />

>>> FREITAG<br />

Für eine Stadt, die sich einer überreichen<br />

Kunstgeschichte rühmen darf, steht Valencia mit<br />

beiden Beinen erstaunlich fest im Heute, mit<br />

dem Blick nach vorne. Denn der spektakulärste<br />

Kulturbau der letzten Jahrzehnte ist der Kunst<br />

und Wissenschaft gewidmet. Die opulente<br />

Ciutat de les Arts i les Ciències besteht aus den<br />

Teilen Hemisfèric, Umbracle, Museu de les<br />

Ciències, Oceanogràfic, Palau de les Arts und<br />

Àgora – die Namen erklären sich von selbst. Das<br />

inkludiert viel bombastisches IMAX-Techno-<br />

Wunderland, ist aber auch ein Statement, dass<br />

sich Wissenschaft und Kultur gegenseitig<br />

befruchten – ein Beispiel von vielen ist die<br />

Installation »Chromosome Forest«.<br />

DIGITAL UND ANALOG<br />

Ein Spaziergang durch den Park im alten<br />

Flussbett des Turia bringt uns ins Stadtviertel<br />

Mitten hinein in Gegenwart und Zukunft an einem<br />

Tag voller Hightech-Wunderwelten.<br />

Türen der Wahrnehmung<br />

Immersive Kunsterfahrung im<br />

Kulturzentrum Bombas Gens.<br />

Fotos: © Bombas Gens Centre D’Arts, Jorge Fraile, Brester Irina/Shutterstock, Juan García<br />

Bombas Gens<br />

Die erste Adresse für<br />

digitale Kunst in Valencia.<br />

46 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Marxalenes und zum Kulturzentrum Bombas<br />

Gens, das sich ganz der digitalen Kunst und der<br />

Fotografie verschrieben hat. In den riesigen<br />

Räumen kann man in aufwendigen immersiven<br />

Installationen versinken, als Ausgleich dafür<br />

darf man ganz analog die Art-déco-Räumlichkeiten<br />

der ehemaligen Pumpenfabrik bewundern,<br />

in denen das Bombas Gens zu Hause ist.<br />

Die Nummer eins für zeitgenössische Kunst<br />

ist zweifellos das IVAM, und das nicht nur in<br />

Valencia, denn es war das erste Museum für<br />

Gegenwartskunst in Spanien überhaupt. Seit<br />

1989 ist es im Carmen-Viertel in der Altstadt<br />

angesiedelt und umfasst acht Galerien, darunter<br />

Dauerausstellungen zu den Malern Julio<br />

González und Ignacio Pinazo. Unter den<br />

10.000 Werken der Sammlung finden sich<br />

praktisch alle großen Namen des 20. Jahrhunderts<br />

von der Pop-Art über die abstrakte Kunst<br />

bis zu Rauminstallation und Fotografie.<br />

><br />

Kristalline Welten<br />

Kunst trifft Wissenschaft<br />

im Museu de les<br />

Ciències.<br />

MUSEU DE LES CIÈNCIES<br />

»Terra Extraordinària«, bis 18. 2. 2025<br />

cac.es<br />

BOMBAS GENS (DIGITAL ARTS)<br />

»Dalí Cibernètic«, ab 23. 3. <strong>2024</strong><br />

bombasgens.com<br />

IVAM<br />

»Scene I. Making Landscape«, bis 19. 5. <strong>2024</strong><br />

ivam.es<br />

Tiefgreifend<br />

Installation »Making Landscape«<br />

im IVAM.<br />

Raumgreifend<br />

Installation im IVAM,<br />

dem Museum für<br />

zeitgenössische Kunst.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

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trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

>>> SAMSTAG<br />

Die kulturelle Energie<br />

Valencias verdankt sich<br />

einem breit gefächerten<br />

Engagement.<br />

><br />

Jeder Kunsttrip ist nicht nur eine Reise<br />

durch den Reichtum der Kultur, sondern<br />

auch Spiegel des öffentlichen und privaten<br />

Engagements einer Gesellschaft. Ersteres hat<br />

sich in Valencia ein Aushängeschild in Form<br />

des Centre del Carme Cultura Contemporània<br />

(CCCC) geschaffen, das 2017 in den Räumen<br />

eines ehemaligen Klosters eröffnet wurde.<br />

Kultur wird im CCCC bewusst weit gefasst:<br />

Kunst, Performance, Musik, Design, Medien,<br />

Soziologie und vieles mehr. Besonders lohnt<br />

der Besuch während des Fallas-Festivals,<br />

das jedes Jahr mit einer Sonderausstellung<br />

begleitet wird.<br />

Stattliches Stadthaus<br />

Das CAHH ist einem Gebäude zu<br />

Hause, dessen älteste Teile aus der<br />

Römerzeit stammen.<br />

Geschichten aus Schichten<br />

Ausstellung<br />

»Landline Heat« von<br />

Sean Scully im CAHH.<br />

Fotos: Centro de Arte Hortensia, © CAHH, © Centre del Carme Cultura Contemporánia<br />

48 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Grazile Gestalten<br />

Skulpturen von<br />

Monique Bastiaans<br />

im CCCC.<br />

Ruhiger Rahmen<br />

Das CCCC ist in einem<br />

ehemaligen Kloster<br />

beheimatet.<br />

GRACIAS, SEÑORA<br />

Wenn es um privates Engagement in großem<br />

Maßstab geht, steht in Valencia ein Name<br />

ganz oben: Hortensia Herrero. Die glamouröse<br />

Supermarktketten-Milliardärin und Tochter<br />

der Stadt hat ihrer Heimat die Hortensia<br />

Herrero Foundation geschenkt, die als<br />

Magnet für herausragende zeitgenössische<br />

Kunst dient, mit Namen wie Andreas Gursky,<br />

Anselm Kiefer, Georg Baselitz oder Anish<br />

Kapoor. Dafür wurde der Palacio Valeriola,<br />

dessen älteste Bauteile noch aus römischen<br />

Zeiten stammen, aufwendig restauriert.<br />

Etwas jünger, aber ebenso beeindruckend<br />

sind die beiden Bauten, in denen die<br />

Fundación Bancaja ihre Kunst zeigt. Die von<br />

der Region Valencia unterstützte Privatstiftung<br />

widmet sich mit hohem Anspruch der<br />

spanischen Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts.<br />

Hier gibt es einiges zu entdecken, allen<br />

voran den Maler Joaquín Sorolla, der sein<br />

Heimatland in lebendigen Farben festhielt<br />

und dessen Werk in mehreren Ausstellungen<br />

in der Fundación Bancaja immer wieder neu<br />

beleuchtet wird.<br />

><br />

CCCC – CENTRE DEL CARME<br />

CULTURA CONTEMPORÁNIA<br />

»Monique Bastiaans«, bis 5. 5. <strong>2024</strong><br />

consorcimuseus.gva.es<br />

Bewegte Begegnung<br />

Ausstellung von Nassio Bayarri<br />

in der Fundación Bancaja.<br />

CAHH – CENTRO DE ARTE<br />

HORTENSIA HERRERO<br />

»Sean Scully: Landline Heat«<br />

cahh.es<br />

FUNDACIÓN BANCAJA<br />

»Nassio Bayarri«, bis 16. 6. <strong>2024</strong><br />

fundacionbancaja.es<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

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trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

Prächtiger Palast<br />

Das Museu de Belles<br />

Arts, das älteste<br />

Museum der Stadt.<br />

>>> SONNTAG<br />

Alte Meister und neue<br />

Ideen. Ein Sonntag voller<br />

inspirierender Gegensätze.<br />

><br />

Nach zwei Tagen voller Gegenwart<br />

ist es Zeit, den Ursprüngen des spanischvalencianischen<br />

Stolzes auf den Grund zu<br />

gehen. Der zweifellos beste Ort dafür ist das<br />

Museu de Belles Arts, das mit seinem Gründungsjahr<br />

1837 selbst ein Teil der Nationalgeschichte<br />

und zudem in einem stattlichen<br />

Palacio zu Hause ist. Mit Diego Velázquez, El<br />

Greco und Francisco Goya sind die Heroen<br />

der spanischen Malerei vertreten, die den<br />

Schwerpunkt der beeindruckenden Sammlung<br />

bildet – doch dieser wird in regelmäßigen<br />

Abständen mit Ausstellungen mit<br />

zeitgenössischer Kunst bereichert.<br />

METAMUSEUM<br />

Wohl eines der eigenartigsten Museen<br />

Valencias ist das MuVIM, das sich gleichzeitig<br />

Es werde Licht<br />

Im Innenhof des<br />

Museu de Belles<br />

Arts.<br />

Auf Augenhöhe<br />

Ausstellung »Fieramente<br />

Humanos« im Museu de<br />

Belles Arts.<br />

Fotos: © Museu de Belles Artes, © Duccio Malagamba, beigestellt<br />

50 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Schräge Sache<br />

Das MuVIM, ein Museum<br />

zum Nachdenken.<br />

der Moderne, der Illustration und der Aufklärung<br />

widmet. Was diese drei Begriffe miteinander<br />

zu tun haben? Wer darüber nachdenkt,<br />

ist bereits mittendrin in der wundersamen<br />

Welt des MuVIM, dessen drei Dauerausstellungen<br />

intellektuelle und sinnliche Erfahrungen<br />

zu verschmelzen suchen. Ein Museum<br />

der Ideen und ein Museum, das darüber<br />

reflektiert, warum es Museen gibt (Führungen<br />

sollten im Voraus gebucht werden).<br />

Schwere Kost, schwerer Kopf? Keine Sorge,<br />

wir beenden unser Kunst-Wochenende in<br />

entspanntem Rahmen in der Galería Ana<br />

Serratosa, deren Hauptquartier sich in einem<br />

Dachgeschoß in der Altstadt befindet, die<br />

sich aber vor allem der Kunst im öffentlichen<br />

Raum und der Land-Art widmet, die unter<br />

anderem rund um die Ciutat de les Arts i les<br />

Ciències zu sehen sind. Mit einem Spaziergang<br />

dorthin schließt sich der Kreis – wir<br />

holen tief Luft und dürfen jetzt feiern gehen,<br />

hinein in die lange valencianische Nacht.<br />

<<br />

MUSEU DE BELLES ARTS<br />

»Fieramente Humanos«, bis 9. 6. <strong>2024</strong><br />

museobellasartesvalencia.gva.es<br />

MUVIM<br />

»Felicitat/Infelicitat«, bis 21. 4. <strong>2024</strong><br />

muvim.es<br />

GALERÍA ANA SERRATOSA<br />

»Esto Nos Salvará«<br />

anaserratosa.com<br />

Musische Verlockung<br />

Die Galería Ana<br />

Serratosa im Zentrum<br />

der Altstadt.<br />

Naturnah<br />

»Esto Nos Salvara«, Land-<br />

Art, kuratiert von der<br />

Galería Ana Serratosa.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

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trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

KULTURSCHÄTZE<br />

UND BEACH-BARS<br />

Ana Ortells Miralles ist seit 2023 Direktorin der Ciutat de les Arts i les Ciències<br />

in Valencia. Im Interview erklärt sie, was Kunst und Wissenschaft miteinander zu tun<br />

haben und warum die Kombination aus Strand und Kunst Valencia so einzigartig macht.<br />

INTERVIEW MAIK NOVOTNY<br />

<strong>LIVING</strong> Die Ciutat de les Arts i les Ciències ist<br />

einer der zwölf Schätze Spaniens. Hat sie das<br />

Bild von Valencia geprägt, wie das Guggenheim<br />

von Frank Gehry das Bild von Bilbao?<br />

ANA ORTELLS MIRALLES Die Errichtung<br />

der Ciutat de les Arts i les Ciències war zweifellos<br />

eine Revolution für Valencia und hatte<br />

einen sehr positiven Effekt für die internationale<br />

Rolle der Stadt. Die kraftvolle Silhouette<br />

ist ein Wahrzeichen der Metropole am Fluss<br />

Turia im 21. Jahrhundert. Ein neues Valencia,<br />

eine moderne Stadt inmitten der alten Stadt.<br />

Woher kommen die Besucher:innen der CAC?<br />

Wie international sind sie?<br />

Das Jahr 2023 war ein Rekordjahr für uns mit<br />

mehr als drei Millionen Ticketverkäufen.<br />

Von den Besucher:innen kamen 82 Prozent<br />

von außerhalb von Valencia, und davon wiederum<br />

knapp die Hälfte aus dem Ausland.<br />

Die meisten aus Italien, Frankreich und<br />

Deutschland. Aber bei allen ist die gesamte<br />

Altersspanne dabei, von Schulklassen bis zu<br />

Senior:innen und Familien.<br />

Die CAC kombiniert Kunst und Wissenschaft.<br />

Inwiefern können diese beiden Sparten sich<br />

gegenseitig beeinflussen und bereichern?<br />

Die Ciutat de les Arts i les Ciències besteht<br />

aus unterschiedlichen Bauten, deren Programm<br />

aus Kunst und Wissenschaft sich<br />

gegenseitig ergänzt. Es gibt ein Opernhaus<br />

im Palau de les Arts, einen Wissenschaftsworkshop<br />

im Museu de les Ciències, ein<br />

Planetarium im Hemisfèric und Kunstausstellungen<br />

im Freiraum.<br />

Der Skulpturengarten und die Landschaft<br />

spielen eine große Rolle im Konzept der CAC.<br />

Welche Bedeutung haben sie für die Stadt?<br />

Die Promenade der Kunst ist ein frei zugänglicher<br />

Raum, in dem große Kunstausstellungen,<br />

vor allem zur Bildhauerei, stattfinden.<br />

Sie ist die perfekte Ergänzung zu den großartigen<br />

Panoramaaussichten, die der ganze<br />

Komplex bietet. Wir fühlen uns sehr der Idee<br />

verpflichtet, Kunst allen Menschen zur<br />

Verfügung zu stellen, und das leisten wir mit<br />

unseren vielen Aktivitäten in den Gärten und<br />

auf den Plazas der CAC.<br />

Was macht Valencia kulturell so besonders,<br />

im Vergleich zu anderen spanischen<br />

Großstädten?<br />

Die Ciutat de les Arts i les Ciències natürlich!<br />

Wir sind in Spanien wirklich einzigartig.<br />

Aber Valencia ist in mehrerer Hinsicht<br />

bedeutsam und besonders. Nur hier gibt es<br />

diese Kombination von kulturellem Erbe<br />

aus Jahrhunderten und mediterranem<br />

Strandtourismus mit sehr viel Sonne!<br />

Szene-Insiderin<br />

Ana Ortells Miralles<br />

ist seit September<br />

2023 Generaldirektorin<br />

der Ciutat de les Arts i<br />

les Ciències.<br />

Fotos: Wirestock Creators/Shutterstock, beigestellt<br />

52 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

Auf der Sonnenseite<br />

Erholung in luxuriöser<br />

Umgebung verspricht das<br />

»The Westin Valencia«.<br />

TIPPS & ADRESSEN<br />

Die Möglichkeiten, in Valencia sinnvoll seine<br />

Zeit zu verbringen, sind unendlich. Wir können<br />

gar nicht genug bekommen vom spanischen<br />

Lifestyle. Das beginnt bei der Kulinarik und<br />

endet – wo sonst? – beim Shopping!<br />

HOTELS<br />

THE WESTIN VALENCIA*****<br />

Das »The Westin Valencia« liegt nahe der Altstadt<br />

und verfügt über 135 elegante Zimmer und Suiten<br />

im Art-déco-Stil sowie über zwei Restaurants und<br />

Bars. Mit besonders großzügigem Wellnessbereich<br />

zur Entspannung nach Sightseeing-Tagen.<br />

Amadeo de Saboya 16, 46010 Valencia<br />

T: +34 963 625900, marriott.com<br />

ONLY YOU HOTEL VALENCIA*****<br />

Dank seiner zentralen Lage ist das Luxushotel<br />

der ideale Startpunkt, um die Stadt zu erkunden.<br />

Im Hotel selbst sorgen die eleganten Zimmer<br />

sowie die internationalen Restaurants für<br />

kosmopolitisches Flair.<br />

Plaza Rodrigo Botet 5, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 981000, onlyyouhotels.com<br />

HOSPES PALAU DE LA MAR*****<br />

Der Stadtpalast aus dem 19. Jahrhundert ist ein<br />

wahrhaft herrschaftliches Anwesen mit großzügigen<br />

Zimmern und exquisiter Gastronomie.<br />

Avenida Navarro Reverter 14–16, 46004 Valencia<br />

T: +34 963 162884, hospes.com<br />

MYR HOTEL PALACIO VALLIER*****<br />

In dem Luxushotel warten 31 Zimmer, die sich<br />

durch eine Mischung aus Barock und Art déco auszeichnen.<br />

Besonderes Highlight: die Dachterrasse.<br />

Plaza de Manises 7, 46003 Valencia<br />

T: +34 960 661306, myrhotels.com<br />

Majestätisch<br />

Herrschaftliches Flair<br />

umgibt die Gäste im<br />

»Hospes Palau de la Mar«.<br />

CARO HOTEL*****<br />

Unweit der Kathedrale von Valencia liegt das architektonisch<br />

einzigartige »Caro Hotel«. Teile der Fassade<br />

sind bis zu 2.000 Jahre alt, dazu gehört u. a. ein<br />

römisches Mosaik aus dem zweiten Jahrhundert.<br />

Almirall 14, 46003 Valencia<br />

T: +34 963 059000, carohotel.com<br />

MELIÁ VALENCIA****<br />

Das »Meliá Valencia« ist nicht nur ein elegantes<br />

Hotel, sondern gleichzeitig das höchste Gebäude<br />

der Stadt, umgeben von einer großen Auswahl an<br />

Restaurants und Freizeitmöglichkeiten.<br />

Avenida de las Cortes Valencianas 52<br />

46015 Valencia<br />

T: +34 963 030000, melia.com<br />

NH VALENCIA LAS ARTES****<br />

Tolle Lage und 174 stylishe Zimmer in Grau-,<br />

Grün- und Brauntönen. Das Restaurant serviert<br />

authentische valencianische Küche. Sogar<br />

Haustiere sind erlaubt.<br />

Avenida Instituto Obrero 28, 46013 Valencia<br />

T: +34 963 351310, nh-hotels.com<br />

PALACIO SANTA CLARA****<br />

Das Gebäude, in dem sich das Boutiquehotel<br />

befindet, wurde 1916 vom berühmten Architekten<br />

Francisco Javier Görlich entworfen und verzaubert<br />

mit ästhetischem detailreichem Design.<br />

Calle de Pascual y Genís 22, 46002 Valencia<br />

T: +34 960 131000, marriott.com<br />

HOTEL DIMAR****<br />

Vom »Hotel Dimar« aus sind Sehenswürdigkeiten<br />

wie die Kathedrale, der Rathausplatz oder die<br />

Playa de la Malvarrosa nur einen Katzensprung<br />

entfernt.<br />

Gran Via del Marqués del Túria 80, 46005 Valencia<br />

T: +34 963 951030, hoteldimar.es<br />

HOTEL HELEN BERGER****<br />

Traumhaftes Design und kompromissloser Komfort<br />

zeichnen die Zimmer des Vier-Sterne-Boutiquehotels<br />

aus. Im hoteleigenen Restaurant genießt<br />

man Gerichte aus saisonalen Zutaten.<br />

Comedias 22–24, 46003 Valencia<br />

T: +34 960 479136, hotelhelenberger.com<br />

VINCCI LYS****<br />

Eleganz, Komfort und Design – das alles bietet das<br />

Hotel im Zentrum der Stadt. Die ideale Unterkunft<br />

für einen kulturellen oder romantischen Kurztrip in<br />

den sonnigen Süden.<br />

Calle Martínez Cubells 5, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 509550, de.vinccilys.com<br />

CATALONIA EXCELSIOR****<br />

Charmantes Hotel mit großzügigen Zimmern, von<br />

denen zwei sogar über einen privaten Pool verfügen.<br />

Typische Speisen aus der Region werden im<br />

Restaurant »Espolín« serviert.<br />

Barcelonina 5, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 514612, cataloniahotels.com<br />

RESTAURANTS<br />

& CAFÉS<br />

EL POBLET<br />

Im mit zwei Michelin-Sternen ausgezeichneten<br />

Fine-Dining-Restaurant präsentiert Luis Valls eine<br />

Verschmelzung von Innovation und moderner<br />

regionaler Küche, die ihresgleichen sucht.<br />

Correus 8, 46002 Valencia<br />

T: +34 961 111106, elpobletrestaurante.com<br />

RICARD CAMARENA<br />

Im Jahr 2023 gehörte das Lokal des gleichnamigen<br />

Küchenchefs zu den 50 besten Restaurants der<br />

Welt. Besonders Produkte aus dem Mittelmeer<br />

werden hier in bester Qualität serviert.<br />

Avenida de Burjassot 54, 46009 Valencia<br />

T: +34 963 355418, ricardcamarena.com<br />

RESTAURANTE LIENZO<br />

In der ehemaligen Kunstgalerie hängen<br />

auch heute noch Werke herausragender<br />

Künstler:innen an den Wänden. Kulinarisch<br />

werden Gäste von Küchen chefin María José<br />

Martínez bestens versorgt.<br />

Plaça de Tetuan 18, 46003 Valencia<br />

T: +34 963 521081, restaurantelienzo.com<br />

RIFF<br />

Das »Riff« ist bekannt für seine mediterrane<br />

Küche, die auf Meeresfrüchten und Gemüse<br />

basiert. Auch die umfangreiche Weinkarte<br />

lässt keine Wünsche offen.<br />

Conde de Altea 18, 46005 Valencia<br />

T: +34 963 353178, restaurante-riff.com<br />

FIERRO<br />

Gleich neben dem Ruzafa-Markt liegt dieses mit<br />

einem Michelin-Stern prämierte Restaurant,<br />

dessen Mittelpunkt ein einziges fantastisches<br />

Degustationsmenü plus Weinbegleitung ist.<br />

Doctor Serrano 4, 46006 Valencia<br />

T: +34 963 305244, fierrovlc.com<br />

LA SALITA<br />

Hohe Decken, eierschalenfarbene Wände<br />

und farbenfrohe Kacheln dominieren den<br />

Speisesaal des »La Salita«. Die verschiedenen<br />

Degustationsmenüs sind von globalen Einflüssen<br />

geprägt.<br />

Pere III El Gran 11, 46005 Valencia<br />

T: +34 609 330760, anarkiagroup.com<br />

KAIDO SUSHI BAR<br />

Das Lokal wurde von Mikiya Kobayashi<br />

entworfen, der sich von der natürlichen<br />

Umgebung Valencias inspirieren ließ. Für<br />

die Kulinarik zeichnet der renommierte<br />

Koch Yoshikazu Yanome verantwortlich.<br />

Carrer de Xile 3, 46021 Valencia<br />

T: +34 687 000696, kaidosushi.es<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

54 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Cheers!<br />

Kreative Cocktailkreationen<br />

werden im »Trotamundos«<br />

serviert.<br />

VUELVE CAROLINA<br />

In dem auf Fusionsküche spezialisierten Restaurant<br />

wird man mit jedem Gang auf eine kulinarische<br />

Weltreise entführt. Die skulpturale Bar fügt sich<br />

nahtlos in das Ambiente ein. Unbedingt die<br />

Cocktails probieren!<br />

Correos 8, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 218686, vuelvecarolina.com<br />

KARAK<br />

In ihrem Lokal im Herzen Valencias zaubert die<br />

junge Topköchin Rakel Cernicharo Mediterranes<br />

sowie Fusionsküche auf höchstem Niveau.<br />

Carrer del Músic Peydró 9, 46001 Valencia<br />

T: +34 637 291606, restaurantekarak.com<br />

LLISA NEGRA<br />

Hochwertige Produkte sind die Zutaten für die<br />

Eintöpfe, Reisgerichte u. v. m. im »Llisa Negra«.<br />

Die Grillgerichte sind die Spezialität des Hauses.<br />

Pascual y Genís 10, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 946079, llisanegra.com<br />

Kunstvolle Kulinarik<br />

Im »Lienzo« speist<br />

man umgeben von<br />

erlesenen Kunstwerken.<br />

LAVOE<br />

Reis, ein Grundprodukt der mediterranen Küche,<br />

war schon immer das Lieblingsgericht von Toni<br />

Boix. In seinem Lokal würdigt er diesen zusammen<br />

mit Meeresfrüchten in tollen Gerichten.<br />

Carrer de la Creu Nova 4, 46002 Valencia<br />

T: +34 663 776425, lavoearrozymar.com<br />

ENTREVINS<br />

Traditionelle Küche, modern interpretiert – im<br />

»Entrevins« wird von Besitzer und Sommelier<br />

Guillaume Glories zu jeder Speise der perfekte<br />

Wein gereicht.<br />

Carrer de la Pau 7, 46003 Valencia<br />

T: +34 963 333523, entrevins.es<br />

XANGLOT<br />

Im familiengeführten »Xanglot« stehen Moderne<br />

und Kreativität im Vordergrund. Zur Auswahl<br />

gibt es die drei Degustationsmenüs »Xanglot«,<br />

» Degusta« und »Sentits«.<br />

Carrer de les Avellanes 9, 46003 Valencia<br />

T: +34 960 692381, xanglotrestaurant.com<br />

HABITUAL<br />

Das »Habitual« ist eines der vier Restaurants von<br />

Topchef Ricard Camarena und liegt im Mercado<br />

Colón. Hier steht die Küche des Mittelmeers im<br />

Fokus, die Umsetzung ist modern und kreativ.<br />

Carrer de Jorge Juan 19, 46004 Valencia<br />

T: +34 963 445631, habitual.es<br />

FORASTERA<br />

Das einladende Lokal wird von Txisku Nuévales und<br />

seiner Ehefrau Laura geführt. Gäste haben die<br />

Wahl zwischen ausgewählten Spezialitäten sowie<br />

zwei großartigen Überraschungsmenüs.<br />

Carrer del Pintor Domingo 40, 46001 Valencia<br />

T: +34 963 558915, forasterarestaurant.es<br />

TALLAT COFFEE<br />

Die Spezialitäten-Kaffeerösterei liegt in der Nähe<br />

des Yachthafens und bietet hochwertigen Kaffee,<br />

der direkt von Bauernhöfen bezogen und vor Ort<br />

geröstet wird.<br />

Carrer de la Barraca 25, 46011 Valencia<br />

T: +34 960 836446, tallatcoffee.com<br />

FRAN CAFÉ<br />

Gemütliches Café im Zentrum von Valencia, in dem<br />

man in entspannter Atmosphäre köstlichen Kaffee<br />

und stadtbekanntes Gebäck genießt.<br />

Carrer de Puerto Rico 29, 46004 Valencia<br />

instagram.com/francafe_es/<br />

FLYING BEAN COFFE<br />

Das Design des Cafés ist im industriellen Stil<br />

gehalten. Der Kaffee wird direkt von Produzenten<br />

aus der Umgebung bezogen.<br />

Carrer del Doctor Vila Barberà, 46007 Valencia<br />

flyingbeancoffee.com<br />

UBIK CAFÉ<br />

Bücherliebhaber:innen sei dieses Kaffeehaus<br />

wärmstens ans Herz gelegt. Neben erstklassigen<br />

Kaffeespezialitäten verfügt das »Ubik Café« auch<br />

über eine umfangreiche Büchersammlung. Der<br />

ideale Ort für einen entspannten Nachmittag.<br />

Carrer del Literat Azorín 13, 46003 Valencia<br />

T: +34 963 741255, ubikcafe.blogspot.com<br />

BARS & NIGHTLIFE<br />

TROTAMUNDOS<br />

Die Bar in der Lobby des »Only You Hotel Valencia«<br />

besticht durch kreative und interessante Cocktails,<br />

die von Iván Taléns und seinem Team zusammengestellt<br />

werden.<br />

Plaza Rodrigo Botet 5, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 981000, onlyyouhotels.com<br />

CAFÉ DE LAS HORAS<br />

Das »Café de las horas« ist eine verrückte<br />

Mischung aus einem klassischen literarischen<br />

Café des frühen 20. Jahrhunderts, einem Pariser<br />

Café, einem englischen Tea Room und einer<br />

amerikanischen Cocktailbar.<br />

Carrer del Comte d’Almodóvar 1, 46003 Valencia<br />

T: +34 963 917336, cafedelashoras.com<br />

CAFÉ MADRID<br />

Hier wurde angeblich der Inbegriff des<br />

valencianischen Cocktails geboren, das »Agua de<br />

Valencia«. Neben diesem gibt es viele weitere<br />

Cocktailkreationen, die es zu probieren gilt.<br />

Carrer de l’Abadia de Sant Martí 10, 46002 Valencia<br />

T: +34 960 660507, myrhotels.com<br />

BAR RICARDO<br />

In der traditionellen Bar werden neben einfachem,<br />

aber köstlichem Essen erstklassige spanische<br />

Weine kredenzt.<br />

Carrer del Doctor Zamenhof 16, 46008 Valencia<br />

T: +34 963 823789, barricardo.com<br />

BAR TONYINA<br />

Ruhiges Ambiente und das schöne Dekor machen<br />

die »Bar Tonyina« zu einem Must-Stop. Die umfangreiche<br />

Weinkarte hält für jede:n etwas bereit.<br />

Carrer de Xile 3, 46021 Valencia<br />

T: +34 963 259171, bartonyina.es<br />

BLANQ CARMEN’S ROOFTOP<br />

Die Rooftop-Bar im »Blanq Carmen Hotel« befindet<br />

sich auf der Dachterrasse und ist mit bequemen<br />

Liegestühlen und Möbeln ausgestattet.<br />

Carrer de la Blanqueria 11, 46003 Valencia<br />

T: +34 674 666309, blanqhotels.com<br />

L&H GRAN VÍA VALÈNCIA ROOFTOP<br />

Auf der modernen und stilvollen Dachterrasse des<br />

»L&H Gran Vía València« gibt es eine Sonnenterrasse,<br />

einen Pool sowie eine Sky-Bar mit<br />

erfrischenden Cocktails und Snacks.<br />

Gran Via de Ferran el Catòlic 63, 46008 Valencia<br />

T: +34 960 105643, lhhoteles.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

55


trends / ARTY<br />

WEEKEND<br />

DESIGN & SHOPPING<br />

MUSEEN & GALERIEN<br />

LLADRÓ BOUTIQUE VALENCIA<br />

Die spanische Kultmarke Lladró wurde 1953<br />

gegründet und zählt zu den weltweit führenden<br />

Anbietern von luxuriösem Kunstporzellan. In<br />

der Boutique gibt es eine große Auswahl der<br />

handgefertigten Arbeiten.<br />

Calle del Poeta Querol 9, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 511625, lladro.com<br />

VICENTE GRACIA JOYAS<br />

In der Werkstatt seines Vaters entdeckte Vicente<br />

Gracia Joyas die Magie der Edelsteine. Sein<br />

Schmuckgeschäft in einem Gebäude von 1898<br />

bildet den idealen Rahmen für seine außergewöhnlichen<br />

Stücke.<br />

Calle de la Paz 4, 46003 Valencia<br />

T: +34 963 510618, vicentegraciajoyas.com<br />

PLAZA REDONDA<br />

Auf dem historischen Markt im Zentrum der<br />

Altstadt findet man Läden mit traditionellem<br />

Kunsthandwerk, Antiquitäten und Souvenirs.<br />

Plaza Redonda, 46001 Valencia<br />

SANTO SPIRITO VINTAGE<br />

Der geräumige Laden im hippen Industrie-Look<br />

zählt zu den bekanntesten Vinage-Hotspots der<br />

Stadt. Neben Kleidung und Accessoires bietet<br />

Santo Spirito auch eine eigene Bekleidungs marke<br />

an.<br />

Carrer de Dalt 22, 46003 Valencia<br />

T: +34 961 146344, santospiritovintage.com<br />

ATELIER HOME VALENCIA<br />

Wer seine Wohnung nach den neuesten Trends<br />

einrichten möchte, der ist hier genau richtig, um<br />

charmante Elemente mit dem gewissen Etwas für<br />

Schlafzimmer, Küche und Co. zu finden.<br />

Carrer de Ciril Amorós 77, 46004 Valencia<br />

T: +34 963 256067, atelierhomevalencia.com<br />

LA POSTALERA<br />

Toller Shop für authentische Souvenirs wie<br />

handgefertigte Keramik, Schmuck, Postkarten<br />

und Dekorationsartikel von vielen nationalen<br />

Künstler:innen.<br />

Calle Danzas 3, 46001 Valencia<br />

T: +34 672 625329, lapostalera.es<br />

ISABEL SANCHÍS BOUTIQUE<br />

Isabel Sanchís ist eine angesehene Designerin von<br />

Couturekleidern, ihre eleganten Abendkleider sind<br />

die perfekte Wahl für verschiedene Anlässe und<br />

Gelegenheiten.<br />

Carrer del Poeta Querol 5, 46002 Valencia<br />

T: +34 960 454045, isabelsanchis.com<br />

Sehenswert<br />

Eine Vielzahl zeitgenössischer<br />

Werke vereint das Hortensia<br />

Herrero Art Centre.<br />

MADAME MIM<br />

Besonderes kleines Vintage-Geschäft, in dem es<br />

tolle Secondhandartikel wie Kleidungsstücke und<br />

Schmuck zu erstehen gibt.<br />

Carrer de Puerto Rico 30, 46006 Valencia<br />

T: +34 963 255941<br />

instagram.com/madame.mim.shop/<br />

SOMBREROS ALBERO VALÈNCIA<br />

Das ehrwürdige Hutgeschäft wurde 1820 gegründet<br />

und zählt zu den ältesten Unternehmen<br />

Valencias. Das Sortiment umfasst Hüte und andere<br />

Kopfbedeckungen für Herren jeden Alters.<br />

Calle Xátiva, 21 46002 València<br />

T: +34 963 512245, sombrerosalbero.es<br />

REALLY NICE THINGS<br />

Bei Really Nice Things findet man Vintage-, Industrie-<br />

und Designmöbel sowie Dekorationsartikel, die<br />

sich nach den neuesten Trends richten.<br />

Calle Creu Roja 1, 46014 Valencia<br />

T: +34 960 001209, reallynicethings.es<br />

SISTER BIRKIN<br />

Von zwei Schwestern gegründet, ist Sister Birkin<br />

eine Fundgrube für Kleidung, Schmuck und Schuhe.<br />

Alle Artikel sind auch im Onlineshop zu erstehen.<br />

Carrer de les Mantes 10, 46001 Valencia<br />

T: +34 961 154765, sisterbirkin.com<br />

TRUFAS MARTÍNEZ<br />

Ein wahres Paradies für Naschkatzen ist der Laden<br />

Trufas Martínez, wo es erstklassige Schokoladenpralinen<br />

in verschiedensten Sorten gibt.<br />

Calle Ruzafa 12, 46004 Valencia<br />

T: +34 963 516289, trufasmartinez.com<br />

ARCHITEKTUR<br />

MUSEU BELLES ARTS<br />

Besucher:innen erwarten Kunstwerke aus dem<br />

15. bis 19. Jahrhundert, darunter große Meister wie<br />

Joaquín Sorolla und Francisco de Goya. Weiters<br />

gibt es eine große Renaissancebildersammlung.<br />

Carrer de Sant Pius V 9, 46010 Valencia<br />

T: +34 963 870300, museobellasartesvalencia.gva.es<br />

HORTENSIA HERRERO ART CENTRE<br />

Über 50 zeitgenössische Künstler:innen wie Anselm<br />

Kiefer, Anish Kapoor und Andreas Gursky zeigt die<br />

Privatsammlung der Mäzenin und Vizepräsidentin<br />

der gleichnamigen Stiftung Hortensia Herrero.<br />

Calle del Mar 31, 46003 Valencia<br />

T: +34 689 303010, cahh.es<br />

MUSEO DE LA SEDA<br />

In dem Museum wird die reiche Seidengeschichte<br />

Valencias in drei Räumen erzählt. Antike Webstühle,<br />

Seidengewebemuster, alte Trachten und<br />

historische Dokumente zeigen das große Erbe.<br />

Hospital 7, 46001 Valencia<br />

T: +34 963 511951, museodelasedavalencia.com<br />

GALERÍA DEL TOSSAL<br />

Direkt unter der Plaza del Tossal befindet sich die<br />

beeindruckende Galerie, in der gut erhaltene<br />

Überreste einer arabischen Verteidigungsmauer<br />

aus dem Jahr 1000 n. Chr. gezeigt werden.<br />

Plaza del Tossal, 46001 Valencia<br />

T: +34 962 084403<br />

GALERÍA ANA SERRATOSA<br />

Auf einem großzügigen Dachboden eines Hauses<br />

im Zentrum der Stadt liegt die Galería Ana<br />

Serratosa mit einer sehr persönlichen Auswahl<br />

zeitgenössischer Künstler:innen.<br />

Calle de Pascual y Genís 19, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 509000, anaserratosa.com<br />

GALERÍA DE ARTE MAIKA SÁNCHEZ<br />

Die 1999 von Kuratorin Maika Sánchez gegründete<br />

Galerie bietet ein abwechslungsreiches Ausstellungsprogramm<br />

mit Malerei, Skulpturen und<br />

Fotografie.<br />

Carrer de Moratín 15, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 343664, galeriamaikasanchez.com<br />

Imposant<br />

Der Mercado Central<br />

beherbergt überbordenden<br />

Genuss in Jugendstilambiente.<br />

Fotos: Shutterstock, beigestellt<br />

MERCADO CENTRAL<br />

Das Jugendstilgebäude von 1916 ist ein architektonisches<br />

Juwel und wartet mit vielen sehenswerten<br />

Details wie Kacheln und Glasmalereien auf.<br />

Plaça Ciutat de Bruges, 46001 Valencia<br />

T: +34 963 829100, mercadocentralvalencia.es<br />

PALACIO DEL MARQUÉS DE DOS AGUAS<br />

Der Palast ist dank jahrhundertelanger Erweiterungen<br />

eine eklektische Mischung aus Rokoko sowie<br />

neokaiserlichen und chinesischen Motiven.<br />

Poeta Querol 2, 46002 Valencia<br />

T: +34 963 516392<br />

Keramik-Kult<br />

Stücke für die Ewigkeit<br />

gibt es in der Lladró<br />

Boutique Valencia.<br />

L’HEMISFÈRIC<br />

Das einzigartige Bauwerk wurde von Santiago<br />

Calatrava entworfen und stellt ein großes<br />

menschliches Auge dar: das Auge der Weisheit.<br />

Avenida Professor López Piñero 7, 46013 Valenica<br />

T: +34 961 974686, cac.es<br />

56 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


factor.partners<br />

JALIS<br />

Jehs + Laub, 2010<br />

Seit 70 Jahren schafft COR in<br />

Rheda-Wiedenbrück Lieblingsplätze,<br />

an denen man sich zuhause fühlt.<br />

Das ist auch für Sie ein Grund zum<br />

Jubilieren. Denn zur Feier des<br />

Anlasses gibt es bei uns ein ganzes<br />

Jahr lang ausgewählte Leder- und<br />

Stoffbezüge zum Geburtstagspreis.<br />

Ganz egal, welches Möbelstück Sie<br />

damit einkleiden wollen.<br />

CORDIA LOUNGE<br />

Jehs + Laub, 2016<br />

CONSETA<br />

F.W. Möller, 1964<br />

SHRIMP<br />

Jehs + Laub, 2011<br />

MELL LOUNGE<br />

Jehs + Laub, 2015<br />

Weil wir möchten, dass auch Sie anlässlich unseres Geburtstags etwas zu feiern haben, gibt es<br />

auch für Sie ein Geschenk. Schauen Sie doch mal unter cor.de/geburtstagspreis<br />

COR interlübke Studio Wien, Tuchlauben 21, 1010 Wien, cor-interluebke.at | Einrichtungshaus Schwarzott, Wienerstraße 13-21, 2500 Baden, schwarzott.at<br />

DOSTAL Innenarchitektur, Salzburgerstraße 205, 4030 Linz, dostal.at | Schiffer & Sams, Salzburger Straße 152, 4820 Bad Ischl, sams.at<br />

Sendlhofer Design, Hellbrunner Straße 7b, 5020 Salzburg, m-sendlhofer.at | Joes Möbelboutique, Grabenweg 12, 6020 Innsbruck, joesmoebel.at<br />

Hutle – Einrichten.Tischlerei.Innenarchitektur, Lustenauerstraße 87, 6850 Dornbirn, hutle.com | Knittelfelder Einrichtungshaus & Tischlerei, Pirching 41,<br />

8200 Gleisdorf, knittelfelder.at | Die Einrichtung, Pischeldorfer Straße 90, 9020 Klagenfurt, die-einrichtung.at


iconomy<br />

DESIGN-ICONS<br />

UNTER 100<br />

Pulcina<br />

Alessi<br />

Jahr: 2015<br />

Design: Michele De Lucchi<br />

Hersteller: Alessi<br />

Preis: ab 64 Euro<br />

Pipsi<br />

Der Mokkakocher<br />

»Pulcina« (dt. Küken)<br />

von Michele De Lucchi hat<br />

ein innovatives Äußeres<br />

wie Inneres.<br />

alessi.com<br />

Mit dem Mokkamacher »Pulcina« wurde das<br />

Erscheinungsbild von Kaffeekochern radikal<br />

verändert. Zudem macht sie auch noch besseren<br />

Kaffee. Ein guter Grund, der Kanne genauer<br />

auf den Schnabel zu schauen … TEXT MANFRED GRAM<br />

Es gibt Gegenstände, die in<br />

ihrer Formgebung tief im<br />

kollektiven Gedächtnis<br />

verankert sind. Die achteckige<br />

Mokkakanne von Alfonso<br />

Bialetti, bekannt unter dem<br />

Namen »Moka Express«, etwa.<br />

Die ikonische Form dieses kleinen<br />

Espressoreaktors wurde derart oft<br />

kopiert, dass es eigentlich an<br />

Frevelei grenzt, wenn man sich<br />

daransetzt, die ganze Angelegenheit<br />

neu zu denken. Ein aberwitziges<br />

Designparadoxon und<br />

Wagnis zugleich. Und genau<br />

deswegen ein Fall für Memphis-<br />

Legende und Design-Haudegen<br />

Michele De Lucchi. »Pulcina«<br />

heißt sein Espressokocher, an<br />

dem er mehr als 15 Jahre lang in<br />

enger Abstimmung mit dem italienischen<br />

Kaffeekonzern Illy und<br />

im Auftrag von Alessi tüftelte.<br />

Und was soll man dazu noch groß<br />

sagen? Man sieht ohnehin auf den<br />

ersten Blick, dass man es hier mit<br />

einem herausragenden und<br />

unverwechselbaren Stück Design<br />

zu tun hat. Einem, das mit<br />

verspieltem Übermut lustvoll in<br />

Richtung skulpturale Gestaltung<br />

abbiegt.<br />

Und auch noch Witz mitbringt.<br />

»Pulcina« ist das italienische Wort<br />

für Küken, und es braucht nicht<br />

viel Fantasie, um in der Silhouette<br />

der Kanne mit ihrem Henkel und<br />

ihrem Schnabelausguss ein kleines<br />

Pipihendl zu erkennen. Möchte<br />

man meinen. Denn als die<br />

»Pulcina« 2015 bei der London<br />

Design Week vorgestellt wurde,<br />

gab De Lucchi, der alte Anarcho,<br />

zu Protokoll: »Der Name bezieht<br />

sich auf die Form des Innenraums.<br />

Also den Teil, der nicht<br />

sichtbar ist.« Vielleicht eine Finte<br />

des Designgenies. Jedenfalls lenkt<br />

es die Aufmerksamkeit auf das<br />

Innenleben der Herdkanne. Denn<br />

hinter den horizontalen Aluminiumringen,<br />

die das abgestufte und<br />

einprägsame Profil der »Pulcina«<br />

bilden, stecken zwei miteinander<br />

verbundene Kugeln.<br />

Zu Recht fragt man sich, warum<br />

denn die Tüftelei daran 15 Jahre<br />

gedauert hat. Aber es dauert eben<br />

seine Zeit, bis Thermodynamiken,<br />

die beim Kaffeebrühen entstehen,<br />

genau analysiert sind und die perfekte<br />

Form des Kessels, also des<br />

unteren Teils der Mokkakanne, in<br />

dem das Wasser kocht, ermittelt<br />

ist. Das Resultat der Studien: Die<br />

»Pulcina« liefert Kaffee ohne<br />

verbrannten, bitteren Nachgeschmack,<br />

wie man ihn vielleicht<br />

von anderen Mokkakannen<br />

kennt. Die Forschung hat sich<br />

also ausgezahlt und eine weitere<br />

Erkenntnis gebracht. Wenn man<br />

die Formensprache bei Alltagsgegenständen<br />

schon komplett auf<br />

den Kopf stellt, ist es ratsam, auch<br />

gleich innovative Verbesserungen<br />

mitzuliefern, sonst hat man nichts<br />

weiter als eine unbrauchbare<br />

Küchenskulptur im Regal stehen.<br />

MICHELE DE LUCCHI (73),<br />

visionärer Architekt und Designer,<br />

war u. a. Mitbegründer der radikalen<br />

Designbewegung Memphis. Designs<br />

wie seine ikonische »Tolomeo«-<br />

Lampe haben Kultstatus erreicht<br />

und be einflussen Generationen von<br />

Designer:innen. Einer seiner wichtigsten<br />

Zugänge beim Gestalten ist<br />

es, Objekten nicht nur praktischen<br />

Nutzen, sondern auch inneren<br />

Wert zu verleihen. Das sorgt für<br />

Relevanz und Spannung.<br />

micheledelucchi.it<br />

Gesehen bei:<br />

connox.at<br />

kulina.at<br />

Fotos: beigestellt<br />

58 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


art five<br />

1<br />

1. »Desire« von Kiki<br />

Kogelnik, 1981<br />

»Die Pop-Art-Motive der<br />

›Woman‹-Serie von Kiki<br />

Kogelnik begleiten mich<br />

seit meiner Jugend.«<br />

2<br />

KATHARINA<br />

ZETTER-KARNER<br />

Exklusiv in <strong>LIVING</strong>:<br />

Persönlichkeiten<br />

und Kenner:innen der<br />

Kunstszene verraten<br />

ihre Must-haves fürs<br />

Zuhause. Katharina<br />

Zetter-Karner zeigt<br />

uns ihre Design- und<br />

Kunst-Favoriten.<br />

2. »Frauenkopf mit oranger Blume«<br />

von Vally Wieselthier, 1928<br />

»Die frechen, expressiven<br />

Keramikköpfe von Vally Wieselthier<br />

waren für mich immer Sinnbild für<br />

die Emanzipation der Frau.«<br />

4 5<br />

3. »Serie der Türme«<br />

von Karl Prantl, 2008<br />

»Ein Wunsch, den ich mir noch zu<br />

erfüllen hoffe: Die Meditationssteine<br />

von Karl Prantl faszinieren mich –<br />

man muss sie erfühlen.«<br />

4. »Spieltisch« von Josef Hoffmann<br />

und Carl Otto Czeschka, 1905<br />

»Es ist ein besonderes Privileg, auf<br />

diesem seltenen Josef-Hoffmann-<br />

Tisch Tarock zu spielen.«<br />

5. »Drei Tiger« von<br />

Norbertine Bresslern-Roth, 1923<br />

»Die wunderbar stilisierten Linolschnitte<br />

der wichtigsten Tiermalerin<br />

Österreichs sind ein herrliches<br />

Sammelgebiet.«<br />

KATHARINA ZETTER-KARNER<br />

Seit 2003 leitet Zetter-Karner die<br />

Galerie bei der Albertina und legt den<br />

Fokus auf österreichische Kunst des<br />

19. und 20. Jahrhunderts. Nun eröffnet<br />

sie den neuen Kunstraum Zetter<br />

Projects mit einer Schau über Karl<br />

Prantl und Hans Bischoffshausen (ab<br />

15. April), Lobkowitzplatz 1, 1010 Wien.<br />

Fotos: © Galerie bei der Albertina, beigestellt<br />

60 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


GARTEN UND TERRASSE ALS WOHNZIMMER IM FREIEN<br />

Markisen und Pergolen spenden kühlen Schatten und sorgen für das ideale Mikroklima an sonnigen Tagen.<br />

Perfektion lässt sich in jedem technischen Detail sehen und fühlen. Das ist Outdoor-Living made by HELLA!<br />

WE<br />

DESIGN<br />

COOL<br />

SHADOWS


<strong>LIVING</strong><br />

GARTEN-SPEZIAL<br />

80<br />

64<br />

72<br />

DIE ARCHITEKTUR DES GARTENS<br />

Solitäre und Sträucher verbinden sich<br />

in der Gartenarchitektur zu einer<br />

natürlichen Gesamtkomposition. (S. 64)<br />

WOHNEN, ABER OUTDOOR!<br />

Daybeds, Essbereiche und Loungemöbel:<br />

Das sind die aufregendsten<br />

Neuheiten für den Garten (S. 72)<br />

DURCH DIE BANK STYLISH<br />

Gartenbänke sind Oasen der Ruhe<br />

inmitten eines hektischen Alltags. (S. 80)<br />

LUST AUF FREILUFTKINO<br />

Leinwand oder Outdoor-TV – das sind<br />

die besten Screens für das private<br />

Freiluftkino. (S. 98)<br />

98<br />

Fotos: www.twrichardson.co.uk, beigestellt


outdoor / GARTENPLANUNG<br />

DIE ARCHITEKTUR<br />

DES GARTENS<br />

Der Garten ist die Brücke des Menschen in die Natur. Wenn es wärmer wird,<br />

wird das Leben nach draußen verlegt. Doch wie sieht der ideale Garten<br />

eigentlich aus? Wieviel Planung und welche Überlegungen stehen hinter<br />

einer mühelos wirkenden Outdoor-Zone? <strong>LIVING</strong> hat bei den führenden<br />

Gartenprofis Österreichs nachgefragt. TEXT MARLENE MAYER<br />

Foto: © katsey<br />

64 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Rückzug mit Gegenwind<br />

Freiflächen bieten Raum für<br />

Erholung. Diesen Dachgarten<br />

setzten die Landschaftsplaner<br />

von Kramer und Kramer um.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

65


outdoor / GARTENPLANUNG<br />

Allerorts, vor allem aber dort, wo<br />

es besonders dicht verbaut und<br />

belebt ist, wird der Garten zum<br />

Sehnsuchtsort. Schließlich wirkt<br />

sich der Zugang zu einer Freifläche direkt<br />

auf das Befinden ihrer Bewohner:innen<br />

aus. Denn das Leben im urbanen Raum<br />

und der Wunsch nach Naturverbundenheit<br />

schließen sich nicht aus, sie bedingen<br />

einander vielmehr.<br />

Dass der Garten und das Glück etwas<br />

miteinander zu tun haben – diese These ist<br />

nicht neu und wurde auch schon in einer<br />

ganzen Reihe von Studien verhandelt.<br />

»Gartenarbeit ist nicht nur ein Hobby oder<br />

eine Aufgabe, die dazu dient, sich körperlich<br />

zu betätigen oder den Geist zu beschäftigen.<br />

Es ist die Zusammenarbeit<br />

zwischen Natur und Mensch, die durch<br />

Erfahrung und Pflege verfeinert wird. Gartenarbeit<br />

bringt Alter und Weisheit«, findet<br />

man dazu etwa auch im Forschungsband<br />

»Green Care« der Hochschule für Agrar-<br />

»Die Natur befindet sich im<br />

ständigen Wandel. Deshalb<br />

muss der Garten schon im<br />

Vorfeld bis ins kleinste<br />

Detail durchdacht werden.«<br />

CHRISTIANE & JÖRG ZECHA von »Begründer«<br />

Mediterranes Ambiente<br />

Dieser kleine Vorgarten wurde von<br />

Callwey als einer der schönsten 50<br />

Gärten des Jahres ausgezeichnet.<br />

Zedern, Olivenbäume und Palmlilien<br />

sorgen für mediterranen Flair.<br />

Geplant von begruender.at<br />

und Umweltpädagogik Wien große Worte.<br />

Dabei ist es aber wohl nicht nur der Anlass<br />

zur Tätigkeit, der den Reiz der geordneten<br />

Landschaftszone ausmacht. Die Kultivierung<br />

der Natur reizt den Menschen jedenfalls<br />

schon seit jeher. »Seit dem Aufkommen<br />

der Garten- und Landschaftsarchitektur,<br />

deren Ursprung in Frankreich und England<br />

liegt, basiert die Gestaltung auf einer<br />

Philosophie der Ordnung, übertriebenen<br />

Sauberkeit und der Beherrschung des ›wilden<br />

Paradieses‹ um uns herum«, weiß etwa<br />

der niederländische Gartenarchitekt Nico<br />

Wissing, der gerade den Callwey-Band<br />

»Gärten des Jahres <strong>2024</strong>« herausgegeben<br />

hat. Diese historischen Wurzeln sieht man<br />

auch heute noch deutlich. »Die klassischen<br />

Fotos: © MW-Architekturfotografie, beigestellt<br />

66 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Gartenstile sind immer noch sehr wichtig,<br />

weil viele Gärten so gemacht sind, und die<br />

ganzen Bücher, die schönen Fotos und Motive,<br />

die wir alle kennen, dem entsprechen«,<br />

sagt dazu etwa der Tullner Landschaftsprofi<br />

Wolfgang Praskac, der sich neben vielen<br />

anderen Schwerpunkten besonders auf die<br />

Zucht Englischer Rosen konzentriert. Die<br />

Zeiten, in denen man dem strikten Reglement<br />

eines bestimmten Gartenstils penibel<br />

folgte, sind aber vorbei – da sind sich die<br />

Profis durch die Bank einig. Vielmehr werden<br />

fröhlich Anleihen gemacht, miteinander<br />

kombiniert und es wird auf die individuellen<br />

Bedürfnisse der Bewohner:innen Rücksicht<br />

genommen. Welche Gärten überzeugen also<br />

aktuell? Und wie plant man einen Garten<br />

nun nachhaltig und richtig?<br />

Blühende Landschaft<br />

Bei diesem Projekt von Lederleitner<br />

lag der Fokus darauf,<br />

die Pflanzungen mit den<br />

bestehenden Strukturen zu<br />

verweben. lederleitner.at<br />

GESCHICHTEN AUS DEM GARTEN<br />

Für Jörg Zecha, der gemeinsam mit seiner<br />

Frau Christiane das Gartenplanungsbüro<br />

Begründer führt, lässt sich die Qualität<br />

eines Gartens jedenfalls nicht allein über<br />

die Stilfrage klären: »Österreich ist ein Land<br />

der Gärten. Und wie seine Menschen haben<br />

auch ihre Gärten Eigenheiten, sind beseelt<br />

und erzählen ihre ganz eigenen Geschichten.<br />

Von ehrwürdigen Bäumen, die sich<br />

über Jahrhunderte entwickeln konnten,<br />

während Generationen von Eigentümern<br />

kamen und wieder verschwanden. Von<br />

Igeln, Schmetterlingen und Bienen, und<br />

vielem anderen Getier, ohne welche ein<br />

Garten nicht denkbar wäre. Sie erzählen<br />

von Menschen, die sie errichtet haben,<br />

darin lebten und arbeiteten, genauso wie<br />

von Epochen und Stilen.«<br />

DER GRÜNE LEBENSRAUM<br />

Wie man so eine grüne Oase neu anlegt,<br />

zeigte Zecha mit seinem Team, zuletzt ><br />

»Das Wichtigste ist, dass<br />

sich der Garten in das Landschaftsbild<br />

einschmiegt und<br />

gleichzeitig eine Einheit mit<br />

dem Haus bildet.«<br />

HUBERTUS LEDERLEITNER von Lederleitner<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

67


outdoor / GARTENPLANUNG<br />

><br />

etwa mit einem kleinen Nutzgarten, der<br />

als persönlicher Rückzugsort für seine<br />

Bewohner:innen gestaltet wurde. Diese<br />

Arbeit wurde nun im Callwey-Ranking als<br />

einer der schönsten Gärten <strong>2024</strong> prämiert.<br />

Auf einer relativ kleinen Fläche findet hier<br />

allerlei Platz: neben vielfältigem Lebensraum<br />

mit unterschiedlichen Pflanzenarten,<br />

einer Natursteinmauer mit angrenzendem<br />

Bachlauf, Wasserfall und Holzsteg sind das<br />

etwa auch bewusst eingerichtete Ruheorte<br />

zum Sitzen und Genießen, aber auch ein<br />

Obst- und Gemüsegarten. Das Besondere<br />

ist: Obwohl hier sehr stark und detailliert<br />

planerisch eingegriffen wurde und jeder<br />

Quadratmeter einem bestimmten Zweck<br />

unterliegt, hat der Garten eine sehr natürliche<br />

Anmutung.<br />

BLÜHENDER GESAMTEINDRUCK<br />

Für Hubertus Lederleitner sind Traditionen<br />

in der Gestaltung durchaus wichtig, vor<br />

»Stauden, Wildkräuter, Natürlichkeit.<br />

Was vor ein paar<br />

Jahren noch als Unkraut angesehen<br />

worden wäre, wird<br />

jetzt wieder nachgefragt.«<br />

BERNHARD KRAMER von Kramer und Kramer<br />

allem dann, wenn sie neuen Ideen den passenden<br />

Rahmen geben: »Der Gartenstil ist<br />

immer von der umgebenden Landschaft<br />

und Architektur abhängig. Klassische Gärten<br />

haben nach wie vor ihre Berechtigung<br />

in unserer Zeit, sie können aber auch mit<br />

modernen Kontrastelementen spannende<br />

und ausdrucksstarke Lösungen hervorbringen.<br />

Das Wichtigste ist, dass sich der Garten<br />

in das Landschaftsbild einschmiegt und<br />

gleichzeitig eine Einheit mit dem Haus bildet«,<br />

ist Lederleitner überzeugt. Um das<br />

große Ganze von Anfang an im Auge zu<br />

behalten, legt der Experte besonderen Wert<br />

auf Entwurfszeichnungen. »Das ist eine<br />

Tradition, die wir wirklich bewusst pflegen«,<br />

sagt er. Dabei werden also alle Entwürfe<br />

handgezeichnet und koloriert, weil<br />

Malerisch<br />

»In der Gartenplanung<br />

komponieren wir im<br />

Grunde eine Situation«,<br />

sagt Bernhard Kramer.<br />

kramerundkramer.at<br />

Fotos: © katsey, © Thomas Zinner, beigestellt<br />

68 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Gesamtkomposition<br />

Je besser der Garten geplant<br />

ist, desto weniger Arbeit<br />

macht er in weiterer Folge, ist<br />

Wolfgang Praskac überzeugt.<br />

praskac.at<br />

»das die ausdrucksstärkste und kreativste<br />

Form der Gartenarchitektur darstellt«.<br />

ROMANTISCHE SICHTACHSEN<br />

Der Blick für den Gesamteindruck, die<br />

gelungene Komposition aus Sträuchern,<br />

Bäumen und Gehölzen, die Einteilung der<br />

Grünzone in ihre verschiedenen Nutzungsbereiche<br />

und der vorausschauende Blick<br />

darauf, wie sich der Eindruck des Gartens<br />

im Verlauf der Jahreszeiten verändern wird,<br />

sind dann auch die Kernaufgaben der<br />

Landschaftsarchitektur. Lederleitner: »Es<br />

spielen wirklich alle diese Elemente eine<br />

wichtige Rolle. Im Garten gibt es erst dann<br />

eine Harmonie, wenn die Blicke durch Bepflanzungen<br />

in die richtige Richtung geleitet<br />

werden, die Gestaltung des Gartens<br />

zur Architektur des Hauses passt und das<br />

gesamte Grundstück stimmig in der Landschaft<br />

liegt.«<br />

VON WEGEN UNKRAUT<br />

Bei aller Wertschätzung für historische<br />

Bezüge und Traditionen ist die Gestaltung<br />

von Gärten natürlich auch gewissen Trends<br />

unterlegen. Wolfgang Praskac geht hier<br />

mit seinen Kolleg:innen ganz d’accord und<br />

attestiert dem Thema »Natürlichkeit« besondere<br />

Relevanz: »Landschaftsgärten, die<br />

eher nicht sehr formal sind, werden stark<br />

nachgefragt.« Durchdachtes Durcheinander<br />

fungiert hier als eine Art Gegenbewegung<br />

zu einer Funktionalität, die lange genug<br />

formgebend war.<br />

»Was wirklich auffällig ist, ist das unfassbare<br />

Interesse der Menschen am Thema<br />

><br />

»Momentan geht alles in<br />

Richtung natürliche Gärten.<br />

Die Leute wünschen sich<br />

Landschaftsgärten, die<br />

nicht sehr formal sind.«<br />

WOLFGANG PRASKAC von Praskac<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

69


outdoor / GARTENPLANUNG<br />

Einzigartige Gewächse<br />

Der Trend geht eindeutig in Richtung<br />

Solitärgewächse, viele Menschen<br />

wollen ein besonderes Highlight im<br />

Garten, beobachtet man auch bei<br />

Starkl. starkl.at<br />

STAUDEN UND SOLITÄRE<br />

><br />

und dass sich viele sehr intensiv mit der<br />

Gartenarbeit beschäftigen, viel Zeit in Gärtnereien<br />

verbringen und wirklich Knowhow<br />

aufbauen«, beschreibt Bernhard<br />

Kramer vom Gartenarchitekturbüro Kramer<br />

und Kramer den für ihn augenscheinlichsten<br />

Trend der Saison. »Das Gärtnern<br />

ist einfach ein ganzheitliches, wunderschönes<br />

Thema. Und dafür braucht man nicht<br />

unbedingt ein riesiges Anwesen, das kann<br />

schon mit drei Tomatenstauden am Balkon<br />

anfangen – die Freude ist die gleiche.« Die<br />

Kund:innen von Kramer sind also verstärkt<br />

daran interessiert, im Garten Hand anzulegen,<br />

ein gewisser Aufwand ist durchaus<br />

erwünscht. Kramer: »Heute darf es wieder<br />

mehr sein. Mehr Vielfalt, aber auch mehr<br />

Arbeit. Mehr Stauden, Wildkräuter und<br />

Natürlichkeit. Pflanzen, die noch vor ein<br />

paar Jahren als Unkraut angesehen worden<br />

wären, sind jetzt nachgefragt.«<br />

» Einen Garten zu pflegen,<br />

heißt an morgen zu glauben.<br />

Wer einen Garten besitzt,<br />

weiß, wie erfüllend das Beobachten<br />

der wachsenden<br />

Blüten und Blätter ist.«<br />

THERESIA STARKL, Marketingchefin von Starkl<br />

Apropos Pflanzen. Jeder Garten braucht die<br />

zu ihm passenden Stauden, Sträucher und Gehölze.<br />

Dabei können die Landschaftsprofis<br />

allesamt einen deutlichen Trend zum Solitärgewächs<br />

ausmachen. »Der Wunsch zur Einzigartigkeit<br />

ist definitiv zu spüren«, erzählt<br />

etwa Theresia Starkl von der gleichnamigen<br />

Traditionsgärtnerei. »Viele Kunden wünschen<br />

sich etwa einen Big Bonsai.« Auch Oldschool-<br />

Gehölze, wie Magnolien und andere blühende<br />

Bäume, haben längst wieder Wurzeln geschlagen,<br />

erzählt Kramer. Wichtig sind insektenfreundliche<br />

Bepflanzungen – denn wer sich<br />

intensiv mit seinem Garten auseinandersetzt,<br />

bekommt automatisch ein Bewusstsein für<br />

Veränderungen in der Natur und die eigene<br />

Verantwortung dafür. »Ein Garten bedeutet<br />

eine lebenslange Auseinandersetzung«, sagt<br />

Lederleitner dazu. Und weiter: »Es entsteht<br />

ein Gefühl der Freude und Entspannung,<br />

wenn man den Garten durch die vier Jahreszeiten<br />

erlebt, ihn betrachtet, ihn bearbeitet<br />

und darin lebt. Dann entsteht Glück!«<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

70 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


photo © Christian Redtenbacher | project: Star--Roll Sun Shade Trading GmbH<br />

ZERTIFIZIERTE SUNSQUARE ® -FACHHÄNDLER IN IHRER NÄHE:<br />

STAR-ROLL SUN SHADE TRADING GMBH<br />

Traunuferstraße 261 | 4053 ANSFELDEN<br />

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Ziehrerstraße 73 | 8041 GRAZ<br />

www.konrad-sonnensegel.at


outdoor / OUTDOORMÖBEL<br />

Rock ’n’ Roll<br />

Die Rückenlehne des komfortablen<br />

Gartensofas »Big Roll« erinnert an<br />

aufgeblasene Schwimmreifen und<br />

lädt zum Verweilen ein. sifas.com<br />

DAS OPEN-AIR-<br />

WOHNZIMMER<br />

Möbel rausstellen ist schnell arrangiert. Die tatsächliche Kunst besteht aber<br />

darin, Ensembles zu schaffen. Mit den neuen Outdoorsofas und Loungesesseln<br />

fangen wir gleich mal an und richten uns rund um den Pool und Terrassen<br />

wohnlich ein. <strong>LIVING</strong> ist ein Best-of Probe gesessen.<br />

Ästhetisch<br />

Das Sofa »Torii Nest Outdoor«<br />

besticht durch seine optische<br />

Leichtigkeit und den harmonischen<br />

Materialmix.<br />

minotti.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

72 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


WOHNEN<br />

Helle Freude<br />

Das Sofa »Esosoft Outdoor«<br />

wurde von Antonio Citterio<br />

für Cassina entworfen.<br />

cassina.com<br />

Gut kombiniert<br />

Das Zweiersofa »Vimini« von<br />

Kettal besteht u. a. aus<br />

elegantem Teakholz.<br />

brandstores-kettal.de<br />

Exzentrisch<br />

Ein absoluter Hingucker ist der<br />

Stuhl »Reina Cocoon« aus der<br />

»Cartagenas«-Kollektion von<br />

Sebastian Herkner.<br />

amesliving.de<br />

Zuckersüß<br />

Die Linie »Bombom« von Joana Vasconcelos<br />

ist jetzt auch für den<br />

Outdoorbereich erhältlich.<br />

roche-bobois.com<br />

Vielseitig<br />

Das Modulsofa »Orlando« kann<br />

nach Belieben angeordnet<br />

werden. Der ideale Ort zum<br />

Entspannen an warmen Tagen.<br />

bolia.com<br />

Komfortabel<br />

Ob tagsüber oder zu später<br />

Stunde: der »Oda Lounge<br />

Chair« ist immer eine<br />

sichere Wahl.<br />

vincentsheppard.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

73


outdoor / OUTDOORMÖBEL<br />

DRAUSSEN<br />

GENIESSEN<br />

Mit dem passenden Essbereich wird der Aufenthalt im<br />

Freien zum Gesamterlebnis. Ob beim Morgenkaffee, beim<br />

Sonntagsbrunch oder beim geselligen Barbecue – verwandeln<br />

Sie mit diesen neuen Modellen die Gartenzeit in einen Kurzurlaub.<br />

Zeitgenössisch<br />

Mit der »Oxford«-Kollektion<br />

denkt Sifas klassische<br />

Outdoormöbel neu und verleiht<br />

ihnen einen modernen Touch.<br />

brandstores-sifas.de<br />

New Kid on the Block<br />

Francesco Meda und David<br />

Lopez Quincoces haben die<br />

beerenfarbene Kollektion<br />

»Naca« für Fast entworfen.<br />

fastspa.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

74 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


ESSEN<br />

Pretty in Pink<br />

Mit der farbenfrohen Outdoorkollektion<br />

»IVY« ist gute<br />

Laune garantiert.<br />

objekteunserertage.com<br />

Tafelrunde<br />

Der Draenert-Klassiker »Adler«<br />

wurde nun in einer Outdoorvariante<br />

lanciert. Die Platte kann aus<br />

150 Natursteinsorten gewählt werden.<br />

draenert.de<br />

Romantisch<br />

Die Tische und Stühle der Serie<br />

»Thorvald« fügen sich mit ihrer<br />

zarten Erscheinung perfekt in<br />

üppig grüne Gärten ein.<br />

andtradition.com<br />

Bistro-Flair<br />

Für entspannte Lounge-<br />

Bar-Atmosphäre sorgen<br />

die Stücke der Kollektion<br />

»Thierry XXL« von Kartell.<br />

kartell.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

75


outdoor / OUTDOORMÖBEL<br />

Wohlfühloase<br />

Doppelsonnenliege von Maisons<br />

du Monde aus Metall und<br />

recyceltem Polyester.<br />

maisonsdumonde.com<br />

Gute Lage<br />

Die neue Outdoorkollektion<br />

von Baxter wurde von Paola<br />

Navone entworfen und<br />

versprüht Urlaubsflair.<br />

baxter.it<br />

Im Doppelpack<br />

Erholsames Zusammensein<br />

verspricht der »Double<br />

Sunlounger Mieke« von<br />

Gommaire.<br />

gommaire.com<br />

FREILUFTBETTEN<br />

ZUM TRÄUMEN<br />

Wir wissen: Im Liegen kommen die besten Ideen. Von diesen Outdoor-Daybeds<br />

aus kann man die Gedanken bestimmt besonders gut schweifen lassen. <strong>LIVING</strong><br />

hat die schönsten Neuheiten aus Holz, Geflecht oder Aluminium gefunden.<br />

Fotos: beigestellt<br />

76 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Einfach mal abhängen<br />

Die luxuriösen Daybeds von<br />

TiiPii verfügen über Makramee-Verarbeitungen<br />

und ein<br />

luftiges weißes Netz.<br />

tiipiibed.com<br />

SCHLAFEN<br />

Allroundtalent<br />

Die Chaiselongue »Traveler«<br />

wurde von Stephen Burks<br />

designt und eignet sich<br />

wunderbar zum Lesen, Essen<br />

oder Faulenzen.<br />

roche-bobois.com<br />

Love is in the Air<br />

Die Sitzschale des<br />

»Lovebed« erinnert dank<br />

ihrer Komplexität an antike<br />

Korbflechterei.<br />

cassina.com<br />

Sanfter Riese<br />

Für die Produktion des<br />

»Whale Noche Daybed« wird<br />

unter anderem zertifiziertes<br />

Teakholz verwendet.<br />

snoc-eu.com<br />

Quadratisch, praktisch, gut<br />

Das Daybed »Cube« funktioniert<br />

als gemütliche Ruheinsel in der<br />

Gartenlandschaft.<br />

skyline-design.eu<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

77


outdoor / DIE GARTENBANK<br />

Organische Form<br />

Die australische Firma<br />

DesignByThem sorgt mit<br />

ihrer »Ribs Bench« für<br />

einen Hingucker.<br />

designbythem.com<br />

80 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


DURCH<br />

DIE BANK<br />

STYLISH<br />

Gartenbänke sind Oasen der Ruhe inmitten eines hektischen<br />

Alltags. Sie laden zum Verweilen und zum Träumen ein.<br />

Zugleich erzählen sie viel davon, wie wir den öffentlichen Raum<br />

strukturieren: Im 19. Jahrhundert waren sie in den Parks der<br />

Bourgeoisie vorbehalten. TEXT KARIN CERNY<br />

Fotos: © DesignByThem, © INDOOR & OUTDOOR DESIGN<br />

Der deutsche Schriftsteller Theodor<br />

Fontane flanierte gern. Als begeisterter<br />

Wanderer erkundete er<br />

Brandenburg, fütterte die Enten im<br />

Teich und beobachtete die Menschen. Heute<br />

würde man sagen, er entschleunigte, um<br />

kreativen Input zu tanken. Fontane selbst<br />

schrieb: »Ich bin immer, auch im Leben, für<br />

Ruhepunkte. Parks ohne Bänke können<br />

mir gestohlen bleiben.« Auch die<br />

Impressionisten liebten Gartenbänke,<br />

Claude Monet verewigte seine erste<br />

Frau Camille in einem flirrenden<br />

Sommergemälde in einem Garten in<br />

einem Pariser Vorort.<br />

URBANE ERFINDUNG<br />

So unscheinbar und selbstverständlich die<br />

Gartenbank auf den ersten Blick wirkt, so<br />

umkämpft ist sie doch. Bereits im Mittelalter<br />

durften nur sozial Gleichgestellte nebeneinander<br />

auf einer Bank sitzen. Auch später<br />

blieben die Parks zunächst der Bourgeoisie<br />

vorbehalten, das gemeine Volk war ausgeschlossen<br />

– und hatte ohnehin kaum<br />

><br />

Nachhaltig bequem<br />

Eine elegante Holzbank aus<br />

Kasachstan, die an ein<br />

Walskelett erinnert.<br />

parametrica.org<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

81


outdoor / DIE GARTENBANK<br />

Harte Realität<br />

»Soft Seat« nennt sich der<br />

Betonhocker des belgischen<br />

Designers Roel Vandebeek.<br />

roelvandebeek.com<br />

><br />

Farbe in den Garten<br />

Der französische Anbieter<br />

Fermob setzt auf<br />

langlebige Gartenmöbel<br />

aus Metall.<br />

fermob.com<br />

Freizeit, sich im<br />

Grünen zu erholen.<br />

Die Parkbank ist eine<br />

urbane Erfindung der<br />

Reichen: Mitte des<br />

19. Jahrhunderts erst<br />

wurden in öffentlichen<br />

Grünanlagen Sitzbänke installiert.<br />

Diese sozialen Barrieren sind<br />

mittlerweile zwar gefallen, aber trotzdem<br />

ist die Parkbank ein Streitobjekt geblieben.<br />

Nach wie vor stellt sich die Frage: Wem gehört<br />

der öffentliche Raum? In jüngster Zeit macht<br />

die »defensive Architektur« von sich reden,<br />

man versucht, unerwünschte Gruppe zu<br />

vertreiben. Bänke eigenen sich nicht mehr für<br />

Obdachlose, um darauf zu übernachten. Der<br />

französische Philosoph Mickaël Labbé spricht<br />

in seinem Buch »Platz nehmen« von einem<br />

»Signal der Verachtung«.<br />

Minimalismus-Trend<br />

Reduziertes Design und<br />

robustes Material, an dem<br />

Regenwasser gut ablaufen kann.<br />

benkert.info<br />

Menschen in ihre eigenen vier Wände zurück.<br />

Dabei geht aber auch etwas verloren:<br />

Nostalgisch blickt man in den Süden, wo ältere<br />

Menschen sich zum täglichen Austausch im<br />

Freien treffen. Wo man, auf Bänken sitzend,<br />

den neuesten Tratsch und Rezepte austauscht –<br />

und dabei jung bleibt. Die Parkbank hat eine<br />

lebensverlängernde Funktion: Sie macht uns zu<br />

sozialen Wesen. Sie hilft, gerade im Alter nicht<br />

zu vereinzeln und zu vereinsamen. Die Gartenbank<br />

ist ein Ort des Dialogs und Austausches.<br />

Geradezu erschreckend ist in<br />

diesem Kontext eine Beobachtung<br />

der Autorinnen Antje und Susann<br />

Rittermann, die in ihrem 2019 erschienen<br />

Buch »Bänke aus Holz« beschreiben,<br />

dass in Berlin die um<br />

Straßenbäume gebauten<br />

Bänke dann verschwinden,<br />

wenn die<br />

umliegenden Mietwohnungen<br />

in<br />

Eigentumswohnungen<br />

umgewandelt worden<br />

sind. Dann ist Schluss<br />

damit, den öffentlichen<br />

Raum gemeinsam<br />

zu nutzen.<br />

GEMEINSAMER RAUM<br />

Je mehr der Gemeinschaftsraum in den Städten<br />

verloren geht, desto häufiger ziehen sich<br />

Fotos: beigestellt<br />

82 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Gartenbänke haben symbolischen Charakter.<br />

An ihnen zeigt sich, wie offen, neugierig und<br />

kommunikativ eine Gesellschaft ist.<br />

Künstler:innen und Designer:innen haben<br />

sich bereits mit dem Thema beschäftigt –<br />

und utopische Bänke entworfen. Wetterfestes<br />

Holz ist nach wie vor ein zentrales Baumaterial,<br />

aber Bänke müssen nicht langweilig<br />

aussehen, wie die organisch geschwungenen<br />

Bänke »Parametrica« von Satikov Design<br />

beweisen, die an Wellen oder an Walskelette<br />

erinnern. Bänke im öffent lichen Raum<br />

können überraschen, sie sind nicht nur<br />

funktionale Outdoor-Sitzmöbel, sondern<br />

haben Erlebnischarakter. »Soft Seat« nennt<br />

sich der Hocker des belgischen Designers<br />

Roel Vandebeek, der allerdings aus massivem<br />

Beton besteht. Form und Funktion stehen in<br />

einem ironischen Dialog. Ein weicher Hocker<br />

scheint Wind und Wetter zu trotzen, erst auf<br />

den zweiten Blick erkennt man das feste<br />

Material.<br />

FRÖHLICHE POPKULTUR<br />

Aber auch die schlichte, klassische Gartenbank<br />

feiert ein Revival, allerdings in buntem<br />

Gewand. Der französische Anbieter Fermob<br />

setzt auf langlebige Gartenmöbel aus Metall,<br />

die in zahlreichen Farben erhältlich sind,<br />

um draußen farbenfrohe Akzente zu setzen.<br />

Der deutsche Anbieter Benkert geht in<br />

seiner Vollstahlbankserie ähnliche Wege:<br />

reduziertes Design, robustes Material, an<br />

dem Regenwasser gut ablaufen kann. So<br />

trocknen die Bänke und Tische schnell und<br />

sind gerade in Parks nach einem Wolkenbruch<br />

gleich wieder benutzbar. Eine Parkbank<br />

kann ein Stück fröhliche Popkultur<br />

sein, die einfach Spaß macht. Die japanische<br />

Designerin Kazuko Okamoto hat ihre Bank<br />

aus Polyethylen »WOW« genannt, umgedreht<br />

gelesen steht dann »MOM«.<br />

Schicht für Schicht<br />

Eine Bank aus dem 3D-Drucker,<br />

die von der Vorarlberger<br />

Landschaft inspiriert ist.<br />

hagenhinderdael.com<br />

Pop-Art-Hocker<br />

»WOW«-Bank der japanischen<br />

Designerin Kazuko Okamoto<br />

aus Polyethylen.<br />

slidedesign.it<br />

ACHTUNG, DRUCKFRISCH!<br />

Die Parkbank kann aber auch direkt aus dem<br />

Drucker kommen. »Contour« von Sofia<br />

Hagen und Lisa Hinderdael ist von der<br />

Vorarlberger Landschaft inspiriert. Die<br />

organischen Rundungen werden Schicht für<br />

Schicht im Drucker aufgetragen und sollen<br />

an die topografischen Schichten der Berglandschaft<br />

erinnern. Die unterschiedlichen<br />

Grauabstufungen verstärken diesen gewachsenen,<br />

organischen Eindruck. So wirkt die<br />

Bank, als ob sie schon ewig hier stehen<br />

würde, wie ein Statement gegen die Vergänglichkeit.<br />

Und zugleich als dezentes Kunstwerk,<br />

das uns daran erinnert, dass die<br />

Gartenbänke noch immer da sein werden,<br />

auch wenn wir schon längst abgedankt<br />

haben.<br />

<<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

83


outdoor / DIE GARTENBANK<br />

»MEINE BÄNKE SIND UNTRAGBAR<br />

UND UNERTRÄGLICH«<br />

Die in Wien lebende Künstlerin Maruša Sagadin hat gerade in der Kunsthalle Schirn<br />

in Frankfurt eine Ausstellung mit fantasievollen Skulpturen zum Verweilen kreiert.<br />

<strong>LIVING</strong> Warum sind Parkbänke wichtig für<br />

eine funktionierende Gesellschaft?<br />

MARUŠA SAGADIN Ich glaube stark an<br />

eine Öffentlichkeit, in der wir uns begegnen<br />

können. Und dafür brauchen wir Orte –<br />

es können Treppen, Plätze, Bänke oder<br />

Brunnen sein. Auch undefinierte Räume, die<br />

erst durch Zufälle verwendet oder entwendet<br />

werden.<br />

Wie könnten utopische Parkbänke Ihrer<br />

Meinung nach aussehen?<br />

Sie sollen lang sein, möglichst breit, bunt, am<br />

besten etwas geschützt vor Einblicken.<br />

Was interessiert Sie als Kunstschaffende an<br />

öffentlichen Sitzgelegenheiten?<br />

Meine künstlerische Arbeit beinhaltet oft den<br />

Charakter des Benutzbaren. Es sind skulpturale<br />

Objekte, die man als Bars, Tische, Bänke<br />

verwenden kann. Meine regelmäßigen<br />

Beobachtungen der Stadträume und der<br />

Architektur inspirieren mich dazu. Dabei<br />

interessiert mich sowohl der öffentliche als<br />

auch der Ausstellungsraum – und wie wir<br />

uns darin aufhalten können ohne zu viele<br />

Einschränkungen. Im öffentlichen Raum gibt<br />

Bank mit Stiefeln<br />

Schuhe dienen als Stützen:<br />

Skulptur aus der Ausstellung<br />

»Luv Birds in toten Winkeln«<br />

in Frankfurt. schirn.de<br />

Grundfarben<br />

Die Hit inctorit, ut est preiur?<br />

Ovitior as verrornimu scilique<br />

voluptatem es dus ilita corruntur?<br />

Qui blanis etur, non<br />

www.de<br />

es immer weniger Orte, an denen wir nichts<br />

konsumieren müssen. Spannend ist auch<br />

die Frage: Wie kann sich die individuelle<br />

Kontemplation eines Ausstellungsraumes mit<br />

der sozialen Konversation des Öffentlichen<br />

austauschen und vermischen?<br />

Ihre ausgestellten Bänke sind nicht nur Orte<br />

zum Verweilen, sie erzählen auch spielerischsubversiv<br />

Geschichten und sollen zum<br />

Nachdenken anregen. Das Modell »Doris«<br />

etwa erinnert stark an die Form eines<br />

weiblichen Körpers …<br />

Alle Arbeiten tragen Titel, die Erzählungen<br />

innehaben: »Stress in Texas« oder »Schlechte<br />

Laune ohne Kiosk und Küche«. Sie spielen<br />

einerseits auf den Wunsch an, den öffentlichen<br />

Raum zu aktivieren, aber auch auf die<br />

Architekturgeschichte und deren Säulen-<br />

Rangordnungen und auf die soziale Komponente<br />

dieser Infrastrukturen, die ja immer<br />

auch aus- oder einschließen.<br />

Wie wichtig ist Humor für Ihre Arbeit?<br />

Die Ausstellung in der Schirn Kunsthalle mit<br />

dem Titel »Luv Birds in toten Winkeln«<br />

beschäftigt sich mit dem öffentlichen Raum<br />

Maruša Sagadin<br />

Die slowenisch-österreichische Künstlerin ist<br />

stark von der Architektur und ihren Ein- und<br />

Ausschlussmechanismen geprägt. sagadin.at<br />

und wie dieser auch für Intimitäten und<br />

Unbeobachtetes genutzt werden kann. Es<br />

gibt Säulen, die fragmentarische Körperteile<br />

wie Nasen, Zungen und Bäuche tragen.<br />

Die Arbeit »Schlechter Witz« soll an eine<br />

Straßenlaterne erinnern, aber es hängen fünf<br />

gelbe Birnen daran. Mir ist wichtig, meine<br />

kritischen Überlegungen zum öffentlichen<br />

Raum nicht mit zu viel Anstrengung und<br />

Härte zu vermitteln.<br />

Was erzählen Ihre Bänke über Geschlechterrollenbilder?<br />

Meine Objekte werden von Körperteilen<br />

wie Brüsten, aber auch High Heels und<br />

ornamentalen Architekturfragmenten wie<br />

Voluten und Säulenbäuchen getragen. Das<br />

verwendete Material ist pigmentierter<br />

Beton, der nicht verrückbar ist. Als Lehnen<br />

dienen Herzen, Lippenstifte und Halsketten.<br />

Alle Arbeiten werden mit Accessoires<br />

behangen. Meine Bänke sind untragbar und<br />

unerträglich.<br />

Fotos: beigestellt<br />

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SPOERKS OUTDOOR MÖBEL<br />

CHIC IN DEN FRÜHLING<br />

Sobald die Temperaturen steigen, lockt es uns nach draußen. Die eleganten Möbelserien von<br />

spoerks outdoor möbel laden zum gemütlichen Relaxen ein und<br />

versprühen an jedem Tag Urlaubsfeeling pur.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Bei spoerks outdoor möbel gibt es<br />

für jeden Geschmack garantiert<br />

das Passende, um den Frühling<br />

gebührend willkommen zu<br />

heißen. Das breit gefächerte Sortiment an<br />

Möbeln für den Außenbereich bietet viele<br />

Auswahlmöglichkeiten zwischen unterschiedlichen<br />

Designs. Ob Stühle, Tische<br />

oder ein komplettes Lounge-Set, hier gibt es<br />

das passende Möbelstück für die diversesten<br />

Outdoor-Bereiche. Die Möbel sind aus<br />

hochwertigen Materialien gefertigt, um<br />

jedem Wetter standzuhalten. Die Outdoor-<br />

Stoffe von Sunbrella® haben schmutz- und<br />

wasserabstoßende Eigenschaften. Jedes<br />

Element hat einen Wasserablauf und ist mit<br />

Quick-Dry-Foam für einen einzigartigen<br />

Sitzkomfort und Ergonomie ausgestattet.<br />

Diese Technik bewirkt, dass die Lounge<br />

innerhalb kürzester Zeit wieder trocken ist<br />

und uneingeschränkt genutzt werden kann.<br />

Der Stoff wird aus 100 Prozent Acryl<br />

gewebt, ist farbecht, UV-beständig und<br />

dazu noch leicht zu reinigen.<br />

AUF DER SONNENSEITE<br />

Mit den vielfältigen Kollektionen von<br />

spoerks outdoor möbel ist Entspannung<br />

garantiert. Die preisgekrönte »Dotty-Kollektion«<br />

beispielsweise wurde mit dem<br />

renommierten deutschen Red Dot Award<br />

ausgezeichnet und besteht aus 100 % dünn<br />

gesponnenem und UV-stabilisiertem Polypropylen.<br />

Die mehrfarbigen Garne geben<br />

der Kollektion einen besonderen Touch.<br />

Ab dem 4. April gibt es jede Woche freitags<br />

von 12 bis 18 Uhr und samstags von 10<br />

bis 16 Uhr einen Pop-up-Store im »Parkhotel<br />

Schönbrunn«, Durchgang durch die Parkgarage<br />

Hietzing »Parkhotel Schönbrunn«,<br />

Hietzinger Hauptstraße 10, zu entdecken.<br />

Weitere Informationen unter<br />

spoerks.at<br />

ADVERTORIAL<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

85


outdoor / KÜCHENGARTEN<br />

Knackiges Gemüse<br />

Frische Kräuter und Wurzelgemüse<br />

sät man idealerweise<br />

im Blumenkasten aus. Bereits<br />

nach wenigen Wochen kann<br />

geerntet werden.<br />

Fotos: living4media / Eising Studio - Food Photo & Video, © Sabine Gudath<br />

86 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


STADTGEMÜSE<br />

Sich mit Pflanzen zu beschäftigen,<br />

bedeutet immer mit der Natur in<br />

Berührung zu kommen. Es ist eine<br />

weitverbreitete und tiefe Sehnsucht,<br />

die sich auch mit nachhaltigem Bewusstsein<br />

bestens versteht und dafür sorgt, dass<br />

Gemüseknollen, Setzlinge und Samen immer<br />

wieder dann Hochkonjunktur haben, wenn<br />

die Kargheit und Kälte des Winters in den<br />

Hintergrund rückt. Eine Sehnsucht dieser Art<br />

empfand auch Patrick Vernuccio, als seine<br />

Auseinandersetzung mit der Nutz gemüse-<br />

Aufzucht seinen Anfang nahm: Der Frühling<br />

stand in den Startlöchern und Vernuccio<br />

begab sich zum Spontankauf von Tontöpfen,<br />

Saatgut und Co. in ein Gartencenter: »Bereits<br />

wenige Tage später keimten einige meiner<br />

Salatsamen, und ich sah einen zarten Stiel<br />

und erste kleine Blättchen. Was für ein<br />

Triumph! Ich war so ergriffen, als hätte ich<br />

gerade das Feuer erfunden«, erzählt Vernuccio,<br />

der mittlerweile als »The Frenchie<br />

Erdhaufen, Wurzelwerk und Gießroutine – die Lust zum Garteln<br />

erwacht auch im urbanen Raum. Das kann man längst allerorts<br />

sehen. Denn mit ein wenig Know-how und Mut zur Improvisation<br />

erblüht der Küchengarten auch auf der kleinsten Fensterbank.<br />

TEXT MARLENE MAYER<br />

Gardener« auf Instagram und rundherum<br />

enorm erfolgreich ist, von diesem Initiationserlebnis.<br />

Heute teilt er das Wissen, das er sich<br />

im Trial-and-Error-Verfahren angeeignet hat,<br />

kurzweilig und verständlich via Social Media<br />

mit mehr als einer Million Menschen.<br />

ERNTE VOR DEM FENSTER<br />

Das erstarkte Interesse an Tipps und Tricks<br />

zur Gemüseaufzucht kommt nicht von<br />

ungefähr. Gerade im dicht verbauten,<br />

urbanen Gebiet grassiert die Lust am Säen,<br />

Pflegen, Ernten – fehlende Freiflächen<br />

machen die Sache zwar nicht leichter, aber bei<br />

Weitem nicht unmöglich. »Aus so ziemlich<br />

jedem Fensterbrett lässt sich ein kleiner<br />

Nutzgarten machen«, sagt etwa Gemüse-<br />

Influencerin Deike Haßler (@kuestenbalkon).<br />

Sie sagt auch: »Der kleinste Garten ist ein<br />

Topf«, was natürlich stimmt, und vor allem<br />

die Hemmungen nehmen soll, einfach einmal<br />

anzufangen. Denn – und auch das ist eine<br />

wichtige Botschaft – das Gärtnern ist keine<br />

Geheimwissenschaft und einfache Kenntnisse<br />

rund um Aussaat, Pflege und Bewässerung<br />

führen in der Regel recht zügig zum Erfolg.<br />

Hilfestellung geben zur Zeit gleich eine ganze<br />

Reihe an »Urban Farmers«, die ihr Know-how<br />

anfängerfreundlich und kompakt in Buchform<br />

aufbereitet haben.<br />

KONTEMPLATION AM GEMÜSEBEET<br />

Vernuccio konzentriert sich dabei, wie Haßler,<br />

auf die effektive Gemüseaufzucht: »Es ist<br />

höchste Zeit, wieder mit der Natur und dem<br />

Essen auf unseren Tellern in Verbindung zu<br />

treten«, sagt er. Einen besonders hilfreichen<br />

Rat hat er überdies für all jene, die frustriert<br />

sind, weil ihnen schon wieder das Basilikum<br />

eingegangen ist: »Das im Supermarkt gekaufte<br />

Topfbasilikum ist nicht dafür gedacht, lange zu<br />

überdauern und weiterzuwachsen.<br />

><br />

Garten-Influencer<br />

Als »The Frenchie Gardener«<br />

teilt Patrick Vernuccio sein<br />

Gärtner-Know-how mit einem<br />

Millionenpublikum.<br />

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<strong>LIVING</strong><br />

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outdoor / KÜCHENGARTEN<br />

><br />

Es wurde schnell hochgezogen, um<br />

verkauft und verbraucht zu werden.« Damit es<br />

kaufanregend aussieht, werden die Pflänzchen<br />

zu eng in den Topf gepflanzt. Topft man aber<br />

um und teilt den Basilikum dabei platzmäßig<br />

auf, kann man ihn leicht retten. Schnelle<br />

Erfolgserlebnisse fahren Anfänger:innen auch<br />

mit Radieschen oder Salat unkompliziert ein.<br />

Paradeiser gedeihen, wenn es sonnig ist, sogar<br />

am Innen-Fensterbrett und mit einer stabilen<br />

Sicherung lässt sich selbst Kürbis vom<br />

Küchenfenster aus ernten.<br />

Duftende Kräuter<br />

Andrew Perry verkaufte bereits<br />

Pflanzen, um einen Teil seiner<br />

Studien gebühren zu finanzieren.<br />

Sein Wissen teilt er nun in seinem<br />

Buch »Kräuter, Kräuter, Kräuter«.<br />

Auch der Engländer Andrew Perry<br />

beschäftigt sich berufswegen mit Nutzpflanzen.<br />

Dabei lässt er das Gemüsesortiment<br />

links liegen und konzentriert sich gezielt auf<br />

Kräuter – eine Faszination, die ihn übrigens<br />

schon während seines Studiums begleitete<br />

und es sogar ein Stück weit finanzierte. Denn<br />

Perry verkaufte seine selbstaufgezogenen<br />

Pflanzen, 2013 professionalisierte er den<br />

Nebenerwerb und gründete »Urban Herbs«.<br />

In seinem aktuellen Buch »Kräuter, Kräuter,<br />

Kräuter« teilt er nun sein Fachwissen und<br />

sagt: »Kräuter sind wunderbare Pflanzen, die<br />

die Kraft haben, eine Mahlzeit zu verändern,<br />

die Sinne anzuregen und die Stimmung<br />

aufzuhellen.« Und da lohnt es sich doch, sich<br />

die Hände schmutzig zu machen.<br />

<<br />

BUCHTIPPS<br />

Für urbane Selbstversorger<br />

»The Frenchie Gardener« Patrick<br />

Vernuccio teilt sein Know-how für Gemüse<br />

mit mehr als einer Million Instagram-<br />

User:innen. Die Highlights gibt es jetzt<br />

auch in Buchform. ZS Verlag, € 23,99<br />

Kleine Kräuterkunde<br />

Der Engländer Andrew Perry teilt in<br />

»Kräuter, Kräuter, Kräuter« seine<br />

besten Tipps und Tricks zum Anbau<br />

von Kräutern für Pizza, Salat und Tee.<br />

Knesebeck, € 17,–<br />

Urbane Anbaugebiete<br />

Um zeitgemäße und praktische Tipps zur<br />

Selbstversorgung mit Obst und Gemüse<br />

geht es in dem schönen Band »Urban<br />

Farmers« von Robert Klanten und Valery<br />

Rizzo. Gestalten, € 35,–<br />

Gärtnern auf kleinstem Raum<br />

Dass man für eine erfolgreiche Ernte<br />

nicht unbedingt viel Platz braucht, zeigt<br />

Deike Haßler in ihrem neuen Ratgeber<br />

»Fensterbrettgarten«.<br />

Löwenzahn Verlag, € 24,99<br />

Fotos: beigestellt<br />

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URLAUB AM BAUERNHOF<br />

DAS ABENTEUER RUFT!<br />

Wohlfühlen wie »Daham« oder noch besser. Hier ist bio nicht nur ein Wort, sondern<br />

Lebensweise. Bei einem Urlaub am Bauernhof in Kärnten lernt man Loslassen,<br />

Entspannen und Erholen. Weil die einfachen Dinge glücklich machen.<br />

FOTOS: DANIEL GOLLNER<br />

Ein Bauernhof in Kärnten ist eine<br />

Welt der Ursprünglichkeit und<br />

Einfachheit, nach der man sich<br />

schon immer gesehnt hat. Hier<br />

werden Augenblicke zu kleinen Kostbarkeiten,<br />

weil sie selten geworden sind. Wo sonst<br />

kann man sich sein Frühstücksei aus dem<br />

Hühnernest holen, die Preiselbeeren für das<br />

Grantnschleck (eine Kärntner Süßspeise aus<br />

Schlagobers und Preiselbeeren) selbst klauben,<br />

die Forellen für den Grillabend aus<br />

dem Teich fangen oder unterm Apfelbaum<br />

in der Hängematte ein Nickerchen machen?<br />

Träumen kann man später im weichen Bett<br />

mit Zirbenpolster oder Kräuterkissen<br />

unterm Kopf und mit kühler, würziger Luft<br />

als Schlafbeschleuniger. Man entdeckt den<br />

ursprünglichen Genuss in Form der vielfältigen<br />

bäuerlichen Betriebe und ihrer Produkte<br />

sowie dank der zahlreichen Mitmach-Erlebnisse.<br />

Das Handy, den Nintendo<br />

zum Beispiel, die Sorgen und vor allem den<br />

Stress kann man getrost zu Hause lassen.<br />

Dafür kann man sich am Bauernhof fühlen<br />

wie »Daham«.<br />

DIE NATUR HAUTNAH ERLEBEN<br />

Der Familienurlaub ist ausgefüllt mit Hühnerfüttern,<br />

Hasenstreicheln, Kühemelken,<br />

Beerensammeln. Das Brot vom eigenen<br />

Getreide wird im Holzofen knusprig braun<br />

gebacken, die Marmelade wurde nach<br />

Omas Rezept gerührt, Schinken, Würste<br />

und Speck stammen aus der eigenen Bio-<br />

Landwirtschaft. Am Kinderbauernhof<br />

gewinnt die Familie wieder an Bedeutung.<br />

Der Geruch der gebratenen Erdäpfel, der<br />

Klang der Gitarre, die helle Mondnacht<br />

versetzen Erwachsene wieder zurück in eine<br />

Zeit, als man selbst Kind war. Willkommen<br />

zurück!<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

urlaubambauernhof.com<br />

ADVERTORIAL<br />

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<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

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outdoor / VERTIKALE GÄRTEN<br />

Lebende Wände<br />

Von Dubai über Barcelona bis<br />

Stockholm – von Restaurants über<br />

Hotels bis hin zu Büros: Die Projekte<br />

von Vertical Garden Design<br />

umranken unzählige Wände und<br />

Stockwerke auf der ganzen Welt.<br />

verticalgardendesign.com<br />

Foto: beigestellt<br />

90 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Sie erobern die Wände dieser Welt: Vertikale Gärten begrünen<br />

Innen- und Außenräume gleichermaßen, egal, ob in Europa,<br />

Asien oder Amerika. Die lebenden Wände bieten zahlreiche<br />

Vorteile, bringen aber auch Herausforderungen mit sich.<br />

TEXT CHRISTINA HORN<br />

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<strong>LIVING</strong><br />

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outdoor / VERTIKALE GÄRTEN<br />

Blickfang<br />

Pflanzenwände in Büros<br />

entspannen, verbessern<br />

die Luftqualität und dienen<br />

zugleich als grüne Kunst.<br />

greenwalls.com<br />

Blanc war entscheidend: Er erfand den<br />

vertikalen Garten, wie wir ihn heute kennen,<br />

bereits in den 1980er-Jahren – aufbauend auf<br />

jahrelanger Forschung und der Erkenntnis,<br />

dass Pflanzen ohne Erdboden gedeihen<br />

können.<br />

Mittlerweile beweisen Vertical-Wall-<br />

Spezialist:innen allerorts ihre Gartenkunstfertigkeit.<br />

So sorgen sowohl die haushohe<br />

grüne Fassade im Changi Airport als auch<br />

der Mailänder Bosco Verticale von Boeri<br />

Studio nach wie vor für ehrfürchtiges<br />

Staunen – sie stehen sinnbildlich für die<br />

urbane Begrünung der Zukunft. Die<br />

Kollaboration zwischen Architekt:innen und<br />

Landschaftsgärtner:innen ist hierbei entscheidend:<br />

»Wann immer man eine vegetative<br />

Oberfläche hat, hat man die Möglichkeit,<br />

Biodiversität und Lebensraum zu schaffen«,<br />

so David Hertz, Gründer des gleichnamigen<br />

Studios – als Pionier für Environmental<br />

Architecture arbeitet er, wie viele andere<br />

><br />

Sie nimmt die gesamte Wand ein:<br />

eine fließende Kaskade aus Grün,<br />

Bergenien, Farne und Gräser<br />

ergießen sich über die Vertikale.<br />

Davor sitzen Antoine Nerval und Chih-Wei<br />

Chang, Landschaftsarchitekten und Gründer<br />

des Vertikal-Green-Unternehmens Mingzhu<br />

Nerval. Sie beschäftigen sich seit 14 Jahren<br />

mit Gärten, die sich dem Himmel (oder der<br />

Zimmerdecke) entgegenrecken – und sind<br />

mit ihrer Passion für grüne Wände nicht<br />

allein: Überall auf der Welt, von Paris bis<br />

Shanghai, begrünen Spezialist:innen für<br />

»Living Walls« Fassaden und Wände. Was<br />

früher als einzigartiger Blickfang galt – man<br />

denke nur an die Hängenden Gärten der<br />

Semiramis, die als eines der sieben Weltwunder<br />

die antiken Zeitgenossen beeindruckten –<br />

ist heute beinahe allgegenwärtig. Ein Grund<br />

dafür ist im verstärkten Bewusstsein für das<br />

globale Klima zu finden. Auch die Arbeit des<br />

Botanikers und Gartenarchitekten Patrick<br />

Überflieger<br />

115.000 Pflanzen, 50 Arten, fünf<br />

Stockwerke hoch und 300 Meter lang:<br />

Der vertikale Garten im Changi Airport<br />

ist ein grünes Meisterwerk.<br />

tierradesign.com.sg<br />

Fotos: Tang Yan Song/Shutterstock, beigestellt<br />

92 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


was macht<br />

edelstahlpools<br />

so besonders?<br />

Es ist das elitäre Material, das elegante Erscheinungsbild,<br />

die lange Lebensdauer und die Nachhaltigkeit.<br />

Ausgezeichnet mit dem Oscar der Schwimmbadindustrie<br />

Vereinbaren Sie Ihren persönlichen Beratungstermin!<br />

POOLKOMPETENZZENTRUM<br />

pools in edelstahl<br />

Polytherm GmbH | A-4675 Weibern | Pesendorf 10 | T +43 7732-3811 | office@polytherm.at<br />

www.polytherm.at


outdoor / VERTIKALE GÄRTEN<br />

><br />

Architekturbüros auch, häufig und eng<br />

mit Green-Wall-Spezialist:innen (etwa<br />

Habitat Horticulture aus Kalifornien)<br />

zusammen.<br />

ES GRÜNT SO GRÜN<br />

Eine grüne Vertikale tut nachweislich gut:<br />

Studien belegen, dass der Blick auf die<br />

Vegetation Stress, Angst und Anspannung<br />

deutlich reduzieren kann. Im urbanen Raum,<br />

der oft knapp bemessen ist, dient die platzsparende<br />

Fassadenbegrünung neben ästhetischen<br />

Zwecken darüber hinaus als biodiverser<br />

Lebensraum, sie reinigt die Luft und sorgt<br />

sogar für eine ruhigere Umgebung, da laute<br />

Geräusche absorbiert werden. »Üppige Green<br />

Walls bieten Nahrung und Lebensraum für<br />

Vögel, Insekten und fördern so die gesamte<br />

städtische Artenvielfalt«, ergänzt Antoine<br />

Nerval von Mingzhu Nerval. Im Eigenheim<br />

kann die Begrünung nicht nur das Raumklima<br />

aufbessern, sondern auch platzsparend visuelle<br />

Schwerpunkte im Raum setzen.<br />

Greenhouse<br />

LifeWall macht Outdoor bereiche<br />

ganzheitlich nutzbar –<br />

etwa durch kunstvolle<br />

Begrünung über ganze<br />

Fassaden hinweg.<br />

lifewall.in<br />

Blühende Lobby<br />

Die Lobby des »Shangri-La<br />

Singapore« wurde 2017 mit einer<br />

imposanten grünen Wand<br />

versehen, die dem Raum eine<br />

alpine Aura verleiht.<br />

shangri-la.com<br />

Die Palette an Gestaltungsmöglichkeiten,<br />

um Pflanzen in die senkrechte Richtung zu<br />

kultivieren, ist vielfältig. Patrick Blancs »Mur<br />

Végétal« etwa baut auf einem Hydroponik-<br />

System mit PVC-Platten als Trägerstruktur<br />

auf, Filzmaterial erleichtert hierbei die<br />

Wasser- und Nährstoffzufuhr der Pflanzen.<br />

Daneben hat sich die Befestigung spezieller<br />

Behälter oder Taschen direkt an Wänden<br />

oder Gittern etabliert. Eine der größten<br />

Herausforderungen? Die Selektion der<br />

Pflanzen: Vor allem jene, die außen wachsen,<br />

wählt man möglichst sorgfältig nach Mikroklima,<br />

Wachstumsraten und Lichtverhältnissen,<br />

aber auch Blütezeiten und Saison<br />

aus – dies alles muss übereinstimmen, um<br />

den Pflegeaufwand zu minimieren und eine<br />

lange Lebensdauer zu ermöglichen. Im<br />

Innenraum können auch nicht heimische<br />

Pflanzen gedeihen, erklärt Antoine Nerval:<br />

»Die Lichtverhältnisse müssen angepasst<br />

werden – zugleich muss man darauf achten,<br />

nicht zu viel Energie zu verschwenden.« In<br />

beiden Fällen wird zu spezieller Erde<br />

gegriffen, die besonders nährstoffreich ist.<br />

Die Kunst bestehe den Expert:innen zufolge<br />

immer darin, zahlreiche Faktoren einzuberechnen<br />

– egal, ob im Innen- oder im Außenraum.<br />

So kommt man bei der Planung und<br />

Instandhaltung einer großen grünen Vertikalen<br />

im Eigenheim nicht umhin, die Profis ans<br />

Werk und an die Wand zu lassen.<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

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Design<br />

Neuheit<br />

Minimalismus gedacht.<br />

Großschattig gemacht.<br />

markilux Designmarkisen made in Germany.<br />

Das konsequent eckige Design der neuen pergola style steht klar im Fokus,<br />

verleiht es diesem Sonnenschutzsystem doch eine moderne Leichtigkeit.<br />

Konsequent, herzerwärmend, cool – bei Tag und Nacht. markilux.com<br />

Mehr Infos?<br />

| Marke | z.B. markilux MX-4


outdoor / VERTIKALE GÄRTEN<br />

»WIR ALLE PROFITIEREN VON<br />

VERTIKALEM GRÜN«<br />

David Brenner, Gründer von Habitat Horticulture, ist einer der Pioniere im Bereich der<br />

Green Walls: Seit 2010 errichtet er weltweit imposante Vertikalgärten. INTERVIEW CHRISTINA HORN<br />

<strong>LIVING</strong> Was hat Sie dazu bewogen, sich auf<br />

vertikale Gärten zu spezialisieren?<br />

DAVID BRENNER Ich habe Gartenbau und<br />

Psychologie studiert, weil mich die Verbindung<br />

zwischen Pflanzen und Menschen<br />

interessierte. Es gibt so viele Studien, die<br />

zeigen, dass wir weniger Stress haben und<br />

kreativer sind, wenn wir uns mit Pflanzen<br />

befassen. Während ich an der Cal Poly war,<br />

ging ich in die Royal Botanic Gardens in<br />

London: In den Kew Gardens habe ich mit<br />

Pflanzen gearbeitet, die natürlicherweise auf<br />

Bäumen und Felswänden wachsen, und in<br />

Europa erstaunliche Beispiele vertikaler<br />

Gärten gesehen. Als ich zurück in die USA<br />

kam, begann ich mit der Entwicklung eines<br />

Systems, das wir heute verwenden, um<br />

Pflanzen vertikal zu züchten.<br />

Können Sie etwas näher auf die Systeme selbst<br />

eingehen, die verwendet werden?<br />

DAVID BRENNER Anders als bei Weinreben,<br />

die an einer Wand wachsen, schafft man bei<br />

vertikalen Gärten ein System, das es Pflanzen<br />

ermöglicht, aus der Wand herauszuwachsen.<br />

Es gibt etwa hydroponische, erdlose Strukturen,<br />

die synthetisches Substrat wie Steinwolle<br />

oder PET-Filz verwenden. Oder auch<br />

Pflanzengefäße, die an der Wand gestapelt<br />

sind. Wir verwenden zudem gern Grow Pro,<br />

ein System mit feuerfester Steinwolle für<br />

Hochhausanwendungen, oder Grow-tec,<br />

hergestellt aus filzartigem Material aus<br />

recycelten Plastikflaschen, eine der Schichten<br />

ermöglicht den Wurzeln das Einwachsen und<br />

schafft ein Substrat, das sie an der Wand hält.<br />

Was sind die größten Herausforderungen<br />

vertikaler Gärten?<br />

DAVID BRENNER Zum einen ist der<br />

Wartungsaufwand höher – damit müssen die<br />

Eigentümer:innen immer rechnen. Wenn es<br />

eine tote Pflanze gibt, fällt das wirklich auf,<br />

weil man alles in einer Ebene sieht. Meist<br />

liegt es an der fehlenden Wasserverteilung<br />

an der Wand, oder es gibt Schädlinge und<br />

Krankheiten, die die Oberhand gewonnen<br />

haben. Ein Bewässerungssystem mit Sensor,<br />

das dabei hilft, die Mauer zu erhalten und sie<br />

wirklich zu automatisieren, ist essenziell.<br />

Auch die Zugänglichkeit ist je nach Installation<br />

ein Thema. Zudem gibt es unterschiedliche<br />

Herausforderungen für Outdoor- und<br />

Indoorgärten: Draußen gibt es Jahreszeiten,<br />

es herrschen diverse, unkontrollierbare<br />

Licht-, Temperatur- und Luftfeuchtigkeitsbedingungen.<br />

Im Innenraum hingegen<br />

kann man eine statischere Umgebung<br />

einrichten – etwa bezogen auf das Licht –,<br />

zugleich gehen damit andere Bedingungen<br />

einher, etwa trockene Raumluft, die<br />

bestimmte Schädlinge wie Spinnmilben<br />

begünstigen können.<br />

HABITAT HORTICULTURE<br />

Seit 2010 erschaffen David Brenner<br />

und sein Team kunstvolle, oft mehrere<br />

Stockwerke hohe Green Walls, wie etwa<br />

am San Francisco Museum of Modern Art.<br />

habitathorticulture.com<br />

»Green Walls wie die<br />

lebende Wand des SFMOMA<br />

in San Francisco können<br />

die Artenvielfalt fördern<br />

und dazu beitragen, ein<br />

gesünderes Ökosystem<br />

zu schaffen.«<br />

DAVID BRENNER Habitat Horticulture<br />

Wie steht es um die Nachhaltigkeit der Green<br />

Walls?<br />

DAVID BRENNER Green Walls wie die<br />

lebende Wand des SFMOMA in San Francisco<br />

können die Artenvielfalt fördern und dazu<br />

beitragen, ein gesünderes Ökosystem zu<br />

schaffen. Und es gibt mehrere Studien, die<br />

belegen, dass grüne Fassaden Gebäude<br />

isolieren, kühlen und so den Energieverbrauch<br />

um etwa 20 Prozent reduzieren können.<br />

Auch die psychologische Komponente ist<br />

wichtig: Allein die Möglichkeit, Pflanzen in<br />

einer Stadt zu betrachten, ist gut für den<br />

Geist. Green-Wall-Systeme sollten so<br />

gestaltet werden, dass sie klimagerecht sind,<br />

mit dürretoleranten Pflanzen und einem<br />

funktionierenden Wasserkreislaufsystem.<br />

Fotos: Garry Belinsky, beigestellt<br />

96 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Träumen Sie<br />

VON EINEM GARTEN, DER SIE GLÜCKLICH MACHT.<br />

Terrassenplatte LIV im Farbton Quarzit, für die<br />

Poolumrandung mit gerader & gefaster Kante veredelt<br />

Entdecken Sie unsere Vielfalt an edlen Terrassenplatten, modernen<br />

Pflastersteinen und herausragenden Zaun- & Mauersteinen auch für<br />

Ihr Gartenprojekt. Hier sind die schönsten Ideen zu Hause:<br />

WWW.STEINWERKE.AT


outdoor / SCREENS UND BEAMER<br />

LUST AUF<br />

FREILUFTKINO<br />

Leinwand oder TV-Gerät? Fix installiert oder doch portabel?<br />

Der Wunsch, den Garten in ein privates Open-Air-Kino zu<br />

verwandeln, stellt uns vor die »Qual« der Wahl in Sachen<br />

Screens – und vor Herausforderungen durch Wind,<br />

Wetter und mehr. TEXT CHRISTINA HORN<br />

Fotos: www.twrichardson.co.uk, beigestellt<br />

Emma Stone tanzt als Bella Baxter über<br />

die Leinwand, rundum singen die<br />

Zikaden, über den Köpfen der<br />

sternenklare Himmel: Das private<br />

Outdoorkino zählt wohl zu den schönsten<br />

Annehmlichkeiten im Eigenheim, stellt aber<br />

auch Herausforderungen dar. Denn die Anlage<br />

soll nicht nur optisch ansprechend, sondern<br />

vor allem funktional sein. Mehrere Lösungsansätze<br />

bieten sich an – von simpel bis hin zu<br />

extravagant, je nach Budget und Vorlieben.<br />

Kostengünstige TV-Anlagen auf einer überdachten<br />

Terrasse sind wohl der einfachste Weg<br />

zum Open-Air-Viewing; dass diese meist eine<br />

unzulängliche Bildqualität im Tageslicht<br />

aufweisen und nicht allzu lange haltbar sind,<br />

sollte klar sein. Etwas mehr Stabilität versprechen<br />

speziell für den Außenbereich konzipierte<br />

Geräte, erklärt Thomas Chuchlik, Gründer der<br />

HeimkinoWelt. Er beschäftigt sich seit über<br />

25 Jahren mit dem Kino fürs Eigenheim –<br />

und weiß auch um die exklusivste<br />

><br />

Leinwand mit Stil<br />

Der solar- oder strombetriebene,<br />

robuste »Solo 3 Outdoor« von SI,<br />

motorisiert oder als fixe Leinwand<br />

verfügbar, punktet mit<br />

unauf fälligem, modernem Design.<br />

screeninnovations.com<br />

98 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Luxus-Hightech auf Knopfdruck<br />

C Seed produziert Outdoor-<br />

TV-Geräte mit exzellentem Sound,<br />

die sich elegant entfalten – mit<br />

bis zu 4.000 Nits Helligkeit.<br />

cseed.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

99


outdoor / SCREENS UND BEAMER<br />

><br />

Bildschirm variante, die sich etwa in Dubai<br />

großer Beliebtheit erfreut: »Es gibt faltbare<br />

TV-Geräte, die aus dem Boden herausfahren,<br />

diese befinden sich aber schon in der Preisklasse<br />

ab 500.000 Euro.« Angeboten werden<br />

die Hightech-Lösungen von C Seed aus Wien:<br />

Der Screen versteckt sich hierbei im Boden<br />

oder in einer skulpturähnlichen Säule, aktiviert<br />

fährt er aus und entfaltet Micro-LED-Panels.<br />

Etwas preiswerter ist der wetterfeste Samsung-<br />

»The Terrace«: Solche speziellen Outdoor-<br />

Screens werden möglichst geschlossen und fix<br />

verbaut, verfügen über Antireflexbeschichtungen<br />

und sind mit einer Helligkeit ab etwa<br />

2.000 Nits besonders leuchtstark. So können<br />

sie auch bei ambientem Sonnenlicht noch gute<br />

Bildqualität garantieren – ganz im Gegensatz<br />

zu Projektoren, die ausschließlich nachts<br />

verwendet werden können. Ein weiterer<br />

Vorteil der Outdoor-TV-Geräte: Meist ist die<br />

Tonanlage bereits eingebaut oder kann als<br />

passende Soundbar ergänzt werden.<br />

AUF DER KLEINEN LEINWAND<br />

Weniger permanent, dafür umso stimmungsvoller:<br />

portable Projektoren, die Filme auf eine<br />

Leinwand oder die Hausmauer projizieren.<br />

Was viele nicht wissen: »Fixe Installationen im<br />

Außenbereich mit einem Projektor sind<br />

unüblich, weil das Gerät aufgrund der Witterung<br />

kaputtgehen würde«, verrät Thomas<br />

Chuchlik. Darüber hinaus fühlen sich Insekten<br />

von Licht und Wärme der Beamer angezogen<br />

Outdoorheld<br />

Mit »The Terrace Outdoor« hat<br />

Samsung einen wetterfesten<br />

Smart-TV kreiert, der dank extrahoher<br />

Leuchtkraft auch bei Sonnenschein<br />

top Bildqualität bietet.<br />

samsung.com<br />

Kinobox<br />

Echt chic: BenQs »GS50« mit<br />

Android TV präsentiert sich als Outdoor-<br />

Beamer, der mit rundem Soundbild<br />

und hervorragender Bildqualität aufwartet.<br />

benq.eu<br />

Cine-Feeling<br />

Der robuste, portable »Mars 3«<br />

mit Outdoor-Sound, fünf Stunden<br />

Akkuleistung und Android TV passt<br />

dank AI-Technologie die Bildqualität<br />

automatisch an die Umwelt an.<br />

seenebula.com<br />

und beschleunigen deren Abnützung. Möglich<br />

wäre jedoch der Schutz mittels Klimagehäuse.<br />

Auch sollte darauf geachtet werden, dass das<br />

Gerät ein Betriebssystem wie Android<br />

enthält – so kann es TV- und Streamingdienste<br />

ohne Anschluss eines Laptops abspielen. Das<br />

bringt einen zusätzlichen Pluspunkt: »Diese<br />

Art von Projektoren hat meist auch Lautsprecher<br />

eingebaut.« Neuere Modelle wie der<br />

»GS50« von BenQ punkten bereits mit hoher<br />

Tonqualität; weitere Soundlösungen im Garten<br />

reichen von hochwertigen Bluetooth-Boxen bis<br />

hin zu Beschallungslautsprechern, die schon in<br />

der Bauphase eingeplant werden. Wichtig sei<br />

dabei immer, dass sich die Tonquelle möglichst<br />

nahe am Publikum befände, so Chuchlik. Von<br />

motorisierten Leinwänden rät der Heimkinospezialist<br />

– ebenso aufgrund der Insekten, die<br />

sich in diesen gerne verfangen – ab, dennoch<br />

bieten hochwertige, fix installierte Screens,<br />

etwa von SI, den Vorteil einer stabilen,<br />

knitterfreien Projektionsoberfläche.<br />

Wichtig zu betonen ist bei der Wahl der<br />

Outdoor-Screens also: Auch robuste Lösungen<br />

können der Umwelt nicht ewig standhalten.<br />

Wer aber auf die richtige Installation sowie<br />

Schutz vor Wetter, Wind und Ungeziefer<br />

achtet, profitiert in jedem Fall länger vom<br />

Open-Air-Kino.<br />

<<br />

Fotos: beigestellt<br />

100 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


outdoor / SOUND<br />

4.<br />

1.<br />

2.<br />

3.<br />

SOUND<br />

CHECK<br />

Ob auf der Gartenparty, beim Grillabend, am Strand oder auf<br />

der Dachterrasse: Diese praktischen, kleinen Begleiter garantieren<br />

einen Soundtrack des Sommers mit glasklarem Klang.<br />

5.<br />

7.<br />

6.<br />

8.<br />

1. Klangstark Die mobilen Bluetooth-Lautsprecher »Epic« von Boom überzeugen mit raumfüllendem 360-Grad-Sound – ein effizienter Tieftöner und zwei hochfrequente<br />

Transducer sorgen für das Outdoor-Klangerlebnis. Steuerbar via App. ultimateears.com 2. Puristisches Design In vier verschiedenen Designs kommt das Modell »A5«<br />

von Bang & Olufsen daher. In allen Varianten dringt der Sound durch 3.500 Punkte durchs leichte Aluminiumgehäuse. bang-olufsen.com 3. Praktischer Begleiter Der<br />

» Soundlink« von Bose ist besonders anpassungsfähig. Er passt in jeden Rucksack, kann stehen, liegen und hängen und sorgt dabei stets für beeindruckenden Klang. In<br />

verschiedenen Farben erhältlich. bose.de 4. Handgefertigt Landschaftsarchitekt Vladimir Djurovic entwarf diesen Außenlautsprecher für den italienischen Hersteller<br />

Architettura Sonora. architetturasonora.com 5. Tonware Die Outdoorboxen von Mapu werden aus Naturmaterialien gefertigt. Dieses Modell besteht aus Keramik. mapuspeakers.com<br />

6. Handlich Staub- und wasserdichter Outdoor-Speaker von Porsche Design mit Wechseltragering. Bis zu zehn Stunden Akkulaufzeit. porsche-design.com<br />

7. Würfelbox »Poet Zero« ist ein High-End-Lautsprecher mit kristallklarem 50-Watt-Verstärker. poetsoundsystems.com 8. Stereosound Sonos bringt seinen Erfolgs speaker<br />

in einer neuen Auflage heraus: »Move 2« verfügt über raumfüllenden Stereosound und ein extrem robustes Gehäuse. Wasserfest und schmutzabweisend. sonos.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

102 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


WWW.RETAIL-GROUP.AT<br />

WWW.RETAIL-GROUP.AT


outdoor / TECHNIK IM GARTEN<br />

DIE SMARTEN<br />

KOMMEN IN<br />

DEN GARTEN<br />

Fotos: Virrage Images/Shutterstock, beigestellt<br />

104 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Der grüne Daumen bekommt intelligente Verstärkung:<br />

Ob automatisierte Bewässerungssysteme oder Mähroboter,<br />

smarte Gärten reduzieren Zeit- sowie Arbeitsaufwand,<br />

sorgen für mehr Komfort im Freien – und erfreuen sich<br />

verstärkt großer Beliebtheit. TEXT CHRISTINA HORN<br />

Vom Kühlschrank, der Einkäufe<br />

organisiert, bis hin zum selbst regulierenden<br />

Thermostat: Bereits jede<br />

fünfte Person in Österreich nutzt<br />

Smart-Home-Systeme – Tendenz steigend.<br />

Nun bewegt sich die intelligente Technologie<br />

verstärkt in den Außenbereich: Im smarten<br />

Garten greifen Sensoren, Mikrocontroller<br />

und drahtlose Kommunikation ineinander,<br />

um diverse Bereiche zentral zu überwachen,<br />

zu optimieren und zu automatisieren. So<br />

mäht sich der Rasen von selbst und die<br />

Blumen werden bedarfsgerecht von der<br />

Bewässerungsanlage gegossen, während man<br />

selbst im Liegestuhl in der Sonne entspannt.<br />

VERNETZTER GARTEN<br />

Aller Anfang muss im smarten Garten<br />

keinesfalls schwer sein. »Der beste Weg für<br />

komplette Neulinge ist ein Starterpaket«,<br />

erklärt Eva Weigl, Head of Marketing bei<br />

Gardena. »Dieses enthält genaue Anleitungen<br />

zur Installation oder zur Integration in<br />

bestehende Systeme wie ›Apple Home‹.« Wer<br />

es professionell angehen möchte, sollte vorab<br />

genau planen, welche Geräte und Bereiche<br />

»smart« werden sollen – hilfreich sind hier<br />

Gesamt lösungen. Verbunden werden die<br />

einzelnen Geräte über eine zentrale Stelle,<br />

welche die Anwendungen vor Ort in einem<br />

stabilen Funknetzwerk miteinander verknüpft<br />

und für die App-Kommunikation mit dem<br />

hauseigenen (W)LAN-Netzwerk verbindet.<br />

Dies ermöglicht es Nutzer:innen, den Garten<br />

auf dem Smartphone zu kontrollieren und zu<br />

steuern – unabhängig davon, ob sie sich gerade<br />

im Haus oder auf Korfu befinden. Um zu<br />

verhindern, dass sich Fremde in das System<br />

hacken, gilt es zudem, starke Passwörter zu<br />

erstellen sowie die Software regelmäßig zu<br />

aktualisieren.<br />

><br />

Wasser marsch …<br />

… aber smart: App-gesteuerte<br />

Systeme, etwa von Gardena,<br />

ermöglichen eine geregelte<br />

und optimierte Bewässerung<br />

des Gartens. gardena.com<br />

Garten mit Köpfchen<br />

Automatisierte Systeme ermöglichen<br />

es, Bewässerung, Licht, Mähroboter<br />

und mehr zentral zu überwachen,<br />

zu optimieren und zu automatisieren.<br />

apdecoration.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

105


outdoor / TECHNIK IM GARTEN<br />

GERÄTE MIT KÖPFCHEN<br />

Es werde Licht<br />

Mit dem »Philips Hue«-<br />

Lichtsystem können Outdoorleuchten<br />

ganz einfach<br />

gesteuert werden – etwa<br />

die Sockelleuchte »Nyro«.<br />

philips-hue.com<br />

Diverse Smart-Garden-Geräte können Zeit<br />

und Arbeitsaufwand im Grünen immens<br />

reduzieren: Mähroboter trimmen etwa den<br />

Rasen selbstständig – wie kurz der Schnitt sein<br />

soll und wie oft der Roboter fährt, wird<br />

bequem via App geregelt. Die derzeit gängigen<br />

Modelle halten sich bei ihrer Route an ein<br />

Begrenzungskabel, weiß Alexandra Seifert,<br />

Marketingleiterin von Husqvarna: »Hierbei<br />

wird ein Suchkabel und um dieses das Begrenzungskabel<br />

in einer Grasnarbe versenkt –<br />

aufgrund dieser Technik weiß der Roboter, in<br />

welchem Bereich er sich bewegen kann und<br />

soll.« Die neueste Generation an Mährobotern<br />

»erfährt« den Garten bereits mittels GPS,<br />

ergänzt sie: »Die Geräte verfügen über eine<br />

SIM-Karte. Mittels der App am Smartphone,<br />

die mit dem Gerät verbunden ist, kann man<br />

quasi virtuelle Grenzen selbst festlegen.«<br />

Nach der ersten angeleiteten Fahrt führt der<br />

Mähroboter seine Tätigkeit autonom aus.<br />

Und: Er ist dabei leise und hinterlässt zudem<br />

Rasendünger in Form feinen Grasschnitts.<br />

Auch aufwendiges Gießen gehört der<br />

Vergangenheit an: Automatische Bewässerungssysteme<br />

erkennen dank spezieller Bodensensoren<br />

selbst, wann es an der Zeit ist, welche<br />

Pflanze zu gießen. Sie optimieren die Wasserzufuhr,<br />

sparen so Zeit und Ressourcen. Eine<br />

Wetterstation teilt zusätzlich Daten wie Temperatur,<br />

Luftfeuchtigkeit und Niederschlagsvorhersagen,<br />

wodurch der Bewässerungszeitplan<br />

Grün und getrimmt<br />

Der Mähroboter<br />

»Aspire« von Husqvarna<br />

trimmt Rasen flächen effizient<br />

– und kann dabei<br />

aus der Ferne gesteuert<br />

und überwacht werden.<br />

husqvarna.com<br />

Daten für den Garten<br />

Eine Wetterstation hilft<br />

Gärtner:innen durch Messung<br />

von Umgebungsdaten zu<br />

Regen und Sonnenschein<br />

bei der Grünpflege.<br />

netatmo.com<br />

entsprechend angepasst werden kann, so Eva<br />

Weigl: »Hier wird wieder Wasser eingespart, da<br />

das System erkennt, wann es bewässern muss<br />

und wann nicht, etwa weil Regen angesagt ist.«<br />

Nicht nur der Pool, von der Pumpensteuerung<br />

über die Wassererwärmung bis hin zur<br />

Poolbeleuchtung, kann aus der Ferne gesteuert<br />

werden – bewährt haben sich auch smarte<br />

Zwischenstecker. Sie tragen dazu bei, Griller,<br />

Sonnenschutzsysteme, Lichtsysteme, kurz: all<br />

jene Geräte, die über Strom laufen, ins System<br />

zu integrieren.<br />

Die smarte Technologie ermöglicht also<br />

eine optimierte Pflege des Gartens, spart<br />

Zeit und Energie – und sorgt überdies dafür,<br />

dass der Garten immer nur einen Knopfdruck<br />

in der App entfernt ist, egal, wo man sich<br />

gerade befindet. <<br />

Grüne Abfallwirtschaft<br />

Mit dem »Lomi Smart<br />

Waste«-Kompostierer<br />

lassen sich Lebensmittelabfälle<br />

in nur<br />

wenigen Stunden<br />

kompostieren.<br />

eu.lomi.com<br />

Hier hat Unkraut<br />

keine Chance<br />

Der kleine Roboter<br />

» Tertill« mäht nicht, er verhindert<br />

das Wachstum von<br />

Gräsern prophylaktisch.<br />

tertill.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

106 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


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<strong>LIVING</strong><br />

DESIGN<br />

118<br />

110<br />

Fotos: © Niemeyer, © Greg Cox/Frank Features/Living Inside, beigestellt<br />

124<br />

136<br />

EIN MAGISCHES ZUHAUSE<br />

Rundgang durch ein zauberhaftes<br />

Domizil im südafrikanischen<br />

Stellenbosch (S. 110)<br />

DRAUSSEN IM BÜRO<br />

Warum in ein Büro gehen, wenn man<br />

inmitten der Natur arbeiten kann?<br />

(S. 118)<br />

FÜR DIE SINNE<br />

Auf dem Weingut Château La Coste<br />

gehen Natur, Kunst und Genuss eine<br />

spektakuläre Symbiose ein. (S. 124)<br />

HOTEL CONFIDENTIAL<br />

Sensationelle Neueröffnung in den<br />

Azabudai Hills in Tokio. (S. 136)


design / COVER<br />

110 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Üppige und magische Gärten umgeben das kapholländische<br />

Herrenhaus »Le Grand Jardin« in den Weinbergen von<br />

Stellenbosch, das Seltenheitswert genießt. Damit hat sich<br />

die Familie Fontannaz den Wunsch erfüllt, einen Ort in Südafrika<br />

zu schaffen, der Wunder und Abenteuer verspricht.<br />

TEXT KERRYN FISCHER<br />

FOTOS GREG COX/FRANK FEATURES/<strong>LIVING</strong> INSIDE<br />

Wundergarten<br />

Eine eigene, zauberhafte Welt<br />

gibt es im südafrikanischen<br />

Stellenbosch zu entdecken.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

111


design / COVER<br />

Blindtext<br />

Die Hit inctorit, ut est preiur?<br />

Ovitior as verrornimu scilique<br />

voluptatem es dus ilita corruntur?<br />

Qui blanis etur, non<br />

www.de<br />

Ein Garten hat das Potenzial, ganz<br />

besondere Erinnerungen entstehen<br />

zu lassen. Diesen Gedanken hatten<br />

auch Sue und Bernard Fontannaz, als<br />

sie vor mehr als 20 Jahren »Le Grand Jardin«<br />

in der südafrikanischen Weinregion Stellenbosch<br />

erwarben – ihr Sohn Arnaud war<br />

damals gerade ein paar Monate alt war. »Für<br />

uns beide waren die besten Erinnerungen an<br />

unsere Kindheit mit der Freiheit großer,<br />

weitläufiger Außenanlagen verbunden«,<br />

erklärt Sue, die aus einer kleinen Bauerngemeinde<br />

im Ostkap stammt, während der<br />

in der Schweiz geborene Bernard aus einer<br />

Walliser Winzerfamilie kommt. Als Winzer<br />

setzte er sich dann auch intensiv mit dieser<br />

südafrikanischen Region auseinander, bald<br />

gründete er sein Unternehmen »Origin<br />

Wine«, einen spezialisierten Anbieter von<br />

kommerziellen südafrikanischen Weinen für<br />

den Offshore-Markt. Wenig später erwarb er<br />

das Weingut »Le Grand Domaine«. Die<br />

Begeisterung für den üppigen Garten hält<br />

seither an – für die riesigen Himalaya-<br />

Zedern, die uralten Eichen, den Magnolienbaum<br />

mit riesigen Blüten in der Farbe von<br />

geronnener Sahne, Aberhunderte von<br />

Rosenexemplaren, die zahllosen Obst- und<br />

Nussbäume und den überwucherten Weg, der<br />

zu einem Damm am Ende des Gartens führt.<br />

Das Devon Valley liegt im Hinterland von<br />

Stellenbosch, gleich hinter dem Papegaaiberg<br />

(Papageienberg, nach den Tonpapageien, die<br />

die frühen Siedler dort schossen). Die Landschaft<br />

ist üppig und reizvoll. Dennoch ist dies<br />

kein Ort, an dem man bei einem Südafrikabesuch<br />

automatisch vorbeikommt. Als Sue<br />

»Unsere Idee, einen magischen<br />

Ort voller Wunder<br />

und Abenteuer zu schaffen,<br />

hat sich verselbstständigt.«<br />

Landgut-Atmosphäre<br />

Das kapholländische<br />

Herrenhaus stammt aus den<br />

1930-Jahren und liegt<br />

malerisch über einem Tal.<br />

und Bernard »Le Grand Jardin« in den späten<br />

90er-Jahren kauften, war das alte kapholländische<br />

Herrenhaus, das 1934 von einem<br />

Schüler von Sir Herbert Baker entworfen<br />

wurde und einen Blick über das Tal bietet, in<br />

einem charmanten, dabei aber dennoch dringend<br />

modernisierungsbedürftigen Zustand.<br />

Das Paar nahm sich der Aufgabe an, das<br />

Haus zu restaurieren und legte dabei Wert<br />

darauf, die traditionelle H-Struktur wiederherzustellen.<br />

Angespornt durch das Potenzial<br />

von Haus und Garten bauten sie einen Weinkeller<br />

sowie einen Wintergarten an, wenig<br />

später folgte der Poolpavillon und ein Öko-<br />

Pool im Damm.<br />

»Unsere Idee, einen magischen Ort voller<br />

Wunder und Abenteuer zu schaffen, hat sich<br />

von da an verselbstständigt«, sagt Sue, wenn<br />

sie über die Ausstattung von Haus und Garten<br />

spricht. Sie bezieht sich auf das origi­<br />

SUE FONTANNAZ Eigentümerin ><br />

112 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Florale Originale<br />

Auch im Inneren des Hauses<br />

versuchten Sue und Bernard<br />

Fontannaz eine Welt der<br />

Wunder zu kreieren.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

113


design / COVER<br />

><br />

nale antike Jahrmarktskarussell aus den<br />

1940er-Jahren mit Lichtern und Musik, den<br />

Schaustellerwagen, die Rikscha, das riesige<br />

Tipi, das Baumhaus, das Trampolin und die<br />

Außensauna mit Whirlpool.<br />

Riesige Outdoor-Kronleuchter, eine thematische<br />

»Alice im Wunderland«-Schatzsuche<br />

sowie ein Piratenausguck auf dem<br />

Pizzadeck, eine Seilrutsche über dem Wasser,<br />

eine Wasserrutsche in den Damm und eine<br />

Hängebrücke wirken dabei mit, den Garten<br />

in einen magischen Ort für Erwachsene und<br />

Kinder zu verwandeln. Für die Zukunft ist<br />

der Bau einer Blumenkapelle in der Nähe der<br />

Staumauer geplant, die im gleichen Stil wie<br />

das Glashaus errichtet werden soll. Die Idee<br />

ist, dabei beide Seiten offen zu halten und die<br />

gesamte Struktur mit Blauregen zu bedecken,<br />

»Ich glaube nicht, dass es<br />

albern ist, kindlich zu sein,<br />

sondern dass das der richtige<br />

Weg ist, um lebendig und<br />

lebenslustig zu bleiben.«<br />

SUE FONTANNAZ Eigentümerin<br />

so dass man »das Gefühl hat, inmitten von<br />

Blumen zu heiraten«, lacht Sue und freut sich<br />

sichtlich.<br />

Sue und Bernard sind generell sehr abenteuerlustig,<br />

und in vielerlei Hinsicht ist das<br />

Haus eine Erweiterung ihrer Persönlichkeit.<br />

»Ich habe ein heiß geliebtes T-Shirt mit dem<br />

Aufdruck: ›Stay young, stay foolish‹, das ist<br />

zu meinem Lebensmotto geworden«, sagt<br />

Sue. Und weiter: »Ich glaube nicht, dass es<br />

albern ist, kindlich zu sein, sondern dass das<br />

genau der richtige Weg ist, um lebendig und<br />

lebenslustig zu bleiben.« Das klingt glaubwürdig<br />

aus dem Mund einer Person, die den<br />

Abenteuerzone<br />

Auf Kinder wartet in diesem<br />

Anwesen eine Überraschung<br />

nach der anderen.<br />

Kilimandscharo bestiegen hat, 37 Kilometer<br />

über den schottischen See Loch Ness gerudert<br />

und von Rio nach Kapstadt gesegelt ist.<br />

Auch das Energielevel von Bernard ist beeindruckend:<br />

Er absolvierte das historische Militärskirennen<br />

»Patrouille de Glaciers« und<br />

plant für das kommende Jahr, mit dem Land<br />

Rover von Kairo nach Kapstadt zu fahren.<br />

EIN ZUHAUSE AUF ZEIT<br />

Kunstvolles Kabinett<br />

Farbakzente und ausgewählte<br />

Möbel sorgen für eine<br />

stimmungsvolle Atmosphäre.<br />

Als die Familie vor zehn Jahren schließlich<br />

nach Großbritannien auswanderte, entschied<br />

sie sich, das Haus als Basis zu behalten. Ab<br />

diesem Zeitpunkt machten sie es auch<br />

anderen Familien zugänglich, die auf der<br />

Suche nach einem Familienvilla-Erlebnis in<br />

den südafrikanischen Weinregionen waren.<br />

114 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Im Blumendschungel<br />

Auch im Masterbedroom wirkt<br />

der Garten als entscheidendes<br />

Momentum: Die florale<br />

Wand gestaltung zieht sich<br />

nahtlos über die Vorhänge.<br />

Das Konzept war erfolgreich und Sue und<br />

Bernard spezialisierten sich mit ihrem<br />

Unternehmen »Wonderland Escapes« darauf,<br />

besondere Orte, die mit ihrer natürlichen<br />

Schönheit und außergewöhnlichen Energie<br />

überzeugen, Reisenden zugänglich zu<br />

machen. Neben »Le Grand Domaine Wines«<br />

und »Bungalow 52« (einem Strandbungalow<br />

an Kapstadts berühmtem Clifton 4th Beach)<br />

haben sie auch die »Finca La Anita« in der<br />

argentinischen Region Mendoza und das<br />

»Refuge du Lac de Derborence«, eine<br />

Wanderhütte in der Schweiz, in ihr Immobilienportfolio<br />

aufgenommen. Ihr jüngster<br />

Neuzugang, die »Lince Lodge« in Großbritannien,<br />

liegt auf dem Gelände des Blenheim<br />

Palace in den Cotswolds.<br />

Das »Le Grand Jardin« bleibt dabei ihr<br />

Flaggschiff und der Ort, an den sie so oft wie<br />

möglich zurückkehren. »Für uns ist es<br />

><br />

Vergnügungspark<br />

Das Nostalgische ist hier<br />

allerorts spürbar, zentral<br />

ist es vor allem rund ums<br />

historische Karussel.<br />

><br />

»Volorrume como lum voles<br />

sunt molupta quatem acum<br />

enimolest faccust acerum<br />

est, utamo luptae. Nam aut<br />

Ovitaques nulla.«<br />

VORNAME NAME Titel Beruf Funktion<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

115


design / COVER<br />

><br />

immer noch unser Zuhause und eine<br />

Erinnerung an einige unserer glücklichsten<br />

Zeiten als Familie«, sagt Sue. In der Eingangshalle<br />

stehen unter der Treppe aus<br />

burmesischem Teakholz (die in einem<br />

Antiquitätengeschäft in Johannesburg<br />

aufgespürt wurde) zwei von Arnauds blauen<br />

alten Austin-J40-Spielzeugautos, die zu den<br />

handbemalten »de Gournay«-Tapeten aus<br />

dem Amazonas passen, während die lederbezogenen<br />

Wände im Barbereich mit verschiedenen<br />

Zitaten von Oscar Wilde über dem<br />

Bartresen erstanden hat. Ohne Maßangaben,<br />

nur um festzustellen, dass er perfekt passt.<br />

Hier ist einfach nichts zu viel und alles hat<br />

eine Geschichte.<br />

FANTASTISCHES INTERIOR<br />

Das gilt auch für jedes der sechs Schlafzimmer,<br />

die jeweils über ein eigenes Bad verfügen<br />

(drei im Haupthaus und drei im<br />

Poolpavillon), denen jeweils ein bestimmtes<br />

Thema zugeordnet wurde, das sich in einer<br />

Fülle von Farben, Mustern und liebevollen<br />

Details niederschlägt. Vor allem im Hauptschlafzimmer<br />

werden die von Henri Rousseau<br />

inspirierten Dschungelszenen an den<br />

Wänden lebendig, dank der Kunstfertigkeit<br />

Pool-Landschaft<br />

Vom Gartenpavillon aus<br />

überblickt man den Pool mit<br />

Art-déco-Elementen.<br />

von African Sketchbooks, einem lokalen<br />

Kollektiv, das von Sue beauftragt wurde und<br />

das wiederum mit lokalen Künstler:innen aus<br />

den benachbarten Townships zusammengearbeitet<br />

hat. Meisterflorist:innen haben um<br />

den Kamin herum eine atemberaubende<br />

Installation aus Seerosenblättern angefertigt.<br />

Sie wurden aus dem Teich gepflückt und<br />

passen perfekt zu den Wänden. Bei einem<br />

Rundgang durch das Anwesen kommt einem<br />

ganz unweigerlich ein bestimmtes Zitat in<br />

den Sinn. Es stammt aus dem Klassiker »Der<br />

geheime Garten« und lautet: »Solange du<br />

einen Garten hast, hast du eine Zukunft, und<br />

solange du eine Zukunft hast, bist du<br />

lebendig.«<br />

<<br />

Spielerische Szenerie<br />

Ein riesiger Kronleuchter<br />

verwandelt den Damm<br />

zur Abenteuerkulisse.<br />

116 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


design / GARDEN OFFICE<br />

Zen-Oase im Grünen<br />

Die »Studypods« des<br />

norwegischen Designstudios<br />

Livit setzen auf Minimalismus:<br />

ob als flexibles Büro, Yogaraum<br />

oder winziges Gäste zimmer<br />

mit Bett. Sie werden<br />

schlüsselfertig geliefert.<br />

studypod.no<br />

Fotos: beigestellt<br />

118 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


DRAUSSEN<br />

IM BÜRO<br />

Warum in ein Büro gehen, wenn man inmitten der Natur<br />

arbeiten kann? Die Homeoffice-Angebote für den Garten<br />

werden immer stylisher: von minimalistischen Zen-Würfeln<br />

bis zu geräumigen Igluhäusern oder spacigen Rieseneiern,<br />

die ihren eigenen Strom erzeugen.<br />

TEXT KARIN CERNY<br />

Wenn uns die Pandemie etwas<br />

gelehrt hat, dann, dass jeder<br />

Mensch anders tickt. Besonders<br />

deutlich zeigt sich das beim<br />

Arbeiten. Die einen haben sich schon wieder<br />

darauf gefreut, ihre Kolleg:innen im Büro zu<br />

treffen. Die anderen haben entdeckt, dass sie<br />

sich daheim besser konzentrieren können.<br />

Aber auch Homeoffice ist nicht gleich<br />

Homeoffice: Während manche die Kunst der<br />

Improvisation geliebt haben und gerne mit<br />

Laptop am Küchentisch sitzen, brauchen<br />

andere einen Schreibtisch, der allein der<br />

Arbeit gewidmet ist. Die Herausforderung,<br />

Office und Freizeit zu trennen, wird zu<br />

Hause jedenfalls nicht einfacher.<br />

ZEN-OFFICE<br />

In den letzten Jahren sind zahlreiche<br />

durchdachte Lösungen entstanden,<br />

das Homeoffice in die Natur auszulagern.<br />

Mit Blick ins Grüne lässt es<br />

sich entspannter und motivierter<br />

><br />

Stylisher Rückzugsort<br />

Die Mikrohäuser von Gartana<br />

gibt es in den Größen S, M<br />

und L. Fenster und Türen<br />

lassen sich individuell auswählen,<br />

um möglichst viel<br />

vom Garten, der gerade blüht,<br />

sehen zu können. gartana.de<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

119


design / GARDEN OFFICE<br />

Spacige Wohnkapsel<br />

Das slowakische Architektenbüro<br />

Nice Architects hat ein<br />

futuristisches Minihaus<br />

entworfen, das wie aus einem<br />

anderen Universum wirkt.<br />

Es versorgt sich auch selbst<br />

mit Wasser und Strom.<br />

ecocapsule.sk<br />

><br />

arbeiten. Tiny Houses boomen ohnehin.<br />

Warum also nicht ein Büro daraus machen?<br />

Die »Studypods« des norwegischen Designstudios<br />

Livit sind minimalistische Zen-Zentren,<br />

die sich auf das absolut Notwendigste beschränken:<br />

einen Schreibtisch, eine Yogamatte<br />

oder ein Bett. Die Kabine wird schlüsselfertig<br />

geliefert, mit oder ohne abnehmbaren Tisch.<br />

Die Innenmaße betragen etwas mehr als zwei<br />

mal 1,8 Meter, notfalls kann das flexible Büro<br />

auch als Gästezimmer fungieren, weil gerade<br />

ein kleines Bett hineinpasst. »Wir wollen den<br />

Menschen eine Atempause ohne Ablenkungen<br />

bieten, in der sie sich konzentrieren und der<br />

Natur nahe sein können«, sagt Designer<br />

Torstein Aa.<br />

Komfortabler sind die Outdoor-Offices von<br />

Gartana, obwohl sie sich auch Mikrohäuser<br />

nennen. Es gibt sie in den Größen S, M und L,<br />

aber auch Fenster und Türen (Schwing- oder<br />

Schiebetür) lassen sich individuell auswählen<br />

und platzieren. So kann man entscheiden, wie<br />

viel Tageslicht man haben möchte, wo es<br />

Stellwände braucht, aber auch, wohin der Blick<br />

im Garten schweifen soll.<br />

SPACIGES EI<br />

mit Wasser und Strom – auf dem acht<br />

Quadratmeter großen Dach befinden sich<br />

Solarzellen, der eigene Strom wird mit einer<br />

ein- und ausfahrbaren Windturbine erzeugt.<br />

Für Abenteurer:innen ein Traum: Aufgrund<br />

der Eiform fließt das Regenwasser ab, es<br />

kann gesammelt und als Trinkwasser gefiltert<br />

werden. Der einzige Haken: Um es malerisch<br />

in einsame Gegenden zu stellen, benötigt<br />

Sauna-Inspiration<br />

Auch ein Iglu kann als<br />

Büro dienen. Der estnische<br />

Anbieter Iglucraft setzt auf<br />

Handwerk und natürliche<br />

Materialien. Die Iglus<br />

sind geräumig inklusive<br />

Besprechungsraum und Bad.<br />

iglucraft.com<br />

man einen Schlepper, der das hochpreisige<br />

Office-Ei transportiert. Modelle mit Rädern<br />

gibt es leider nach wie vor keine.<br />

Auch das Iglu-Office ist ein echter Hingucker.<br />

Ursprünglich tatsächlich als Saunamodel<br />

gedacht, hat der estnische Anbieter<br />

Iglucraft seine Hütten auch als Office ausgestattet.<br />

Sie sind erstaunlich geräumig, mit<br />

Arbeitsbereich, Besprechungsraum, Küchenecke<br />

und Badezimmer. Die Farben der<br />

Außenfassaden sind wählbar, ebenso die<br />

Innenausstattung der handgefertigten Hütten<br />

mit Schindeldach, die sich perfekt in die<br />

Landschaft fügen. In Tallinn steht die Saunalandschaft<br />

Iglupark direkt im Hafen, dort<br />

kann man die Häuschen ausprobieren.<br />

IGLU IM GARTEN<br />

Iglucraft hat erkannt, dass die Menschen<br />

etwas Besonderes haben wollen. In einem<br />

ungewöhnlichen und inspirierenden Umfeld<br />

fällt alles gleich viel leichter. Oder wie sagt<br />

Iglucraft: »In einer Welt, die immer stärker<br />

reguliert und nach Effizienz und Zweckmäßigkeit<br />

strukturiert ist, braucht man einen<br />

Ort, an dem man mit der natürlichen<br />

Ordnung der Dinge in Kontakt kommt.« Und<br />

sei es nur das eigene kleine Büro im Garten,<br />

in dem man zur Ruhe kommt. Die größte<br />

Herausforderung für Familien bleibt dabei<br />

dann bloß, dass die Kinder das Büro nicht als<br />

Abenteuerspielplatz umfunktionieren.<br />

<<br />

Ein Office wie aus einer anderen Welt hat das<br />

slowakische Architektenbüro Nice Architects<br />

entworfen. Eigentlich ist das spacige Minihaus<br />

inklusive Bett, Bad und Küche nicht<br />

nur als Büro, sondern auch als nachhaltige<br />

Wohnkapsel geeignet. Sie versorgt sich selbst<br />

Fotos: beigestellt<br />

120 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


leidenfrost.at<br />

ENDLICH<br />

ANGEKOMMEN<br />

Der Garten als Erholungsoase.<br />

Erfrischende Momente ganz privat.<br />

Mit einem Pool von Leidenfrost.


design / NACHGEFRAGT<br />

Die schwedische Designerin zählt mit ihren<br />

raffinierten wie eleganten Entwürfen mittlerweile<br />

zur ersten Garde der Kreativen. Auch weil ihr das<br />

Kunststück gelingt, Scandi-Chic in andere Designsprachen<br />

zu übersetzen. TEXT MANFRED GRAM<br />

arum eine Mini-Biografie über<br />

eine der wichtigsten und erfolgreichsten<br />

Designerinnen der<br />

Gegenwart nicht in ihrer Kindheit<br />

beginnen? Immerhin prägen diese Jahre ein<br />

Leben ja ungemein – auch das von Monica<br />

Förster. Die ist nämlich mit neun Jahren von<br />

Stockholm, ihrer Geburtsstadt, weggezogen.<br />

Und zwar nach Lappland. Also in den Teil<br />

von Schweden, in dem man auch ohne guten<br />

Willen den Polarkreis schon sehr gut winken<br />

sieht. Ihre Eltern übernahmen dort ein Hotel.<br />

»Wo ich aufgewachsen bin, sorgt ein sehr<br />

raues Klima für eine schwierige Lebensumgebung.<br />

Es kann sehr kalt sein. Es gibt nicht<br />

viele Menschen, die dort leben – es gibt mehr<br />

Natur als Menschen. Das bedeutet, dass man<br />

gut darin werden muss, Probleme zu lösen«,<br />

erinnert sich Förster. Und ja, die 58-Jährige<br />

ist eine Problemlöserin für gestalterische<br />

Fragen aller Art geworden. Allerdings<br />

keine, die laut herumschreit, wenn<br />

wieder einmal ein Lösungsweg erfolgreich<br />

zu Ende gegangen wurde.<br />

Wie das in der Praxis aussieht, ließ<br />

die Absolventin der Konstfack und des<br />

Beckmans College of Design – es ging<br />

also wieder zurück nach Stockholm, wo sie<br />

heute noch lebt und arbeitet – bereits in<br />

ihrer Abschlussarbeit aufblitzen: ein leuchtender<br />

Toilettensitz, der für das Gesundheitswesen<br />

gedacht war. Er sollte Patient:innen in<br />

der Dunkelheit die Orientierung erleichtern.<br />

Verbringt man viel Zeit in Lappland, wo es<br />

die Hälfte des Jahres nur finster ist, kann<br />

einem so eine Idee schon einmal kommen.<br />

Heiter bis wolkig<br />

Der Zeit voraus war das aufblasbare und<br />

mobile Raum-in-Raum-Konzept »Cloud«<br />

für Offecct, hier noch im zusammengefalteten<br />

Urzustand zu sehen.<br />

Implantiert<br />

Die Lampe »Silicone« für David<br />

Design wurde aus einem<br />

Brustimplantat (Größe: D+)<br />

gefertigt und markiert Försters<br />

Durchbruch in der Design-Szene.<br />

AM ANFANG WAR DAS LICHT<br />

Jedenfalls gründete Förster 1999 ihr<br />

Design-Studio. Und die erste kommerzielle<br />

Arbeit schlug gleich ein: Die<br />

Leuchte »Silicone«, gemacht aus<br />

Brustimplantaten der Größe D+, war ihr<br />

internationaler Durchbruch. Für Aufsehen<br />

sorgte auch Försters aufblasbares Zelt<br />

»Cloud«, das als mobiler Raum im Raum<br />

vor allem in Büros gedacht war. Für Rückzug,<br />

Besprechungen, Pausen. Das war 2003 und,<br />

wenn man sich aktuelle New-Work-Trends<br />

mit ihren wie Schwammerl aus dem Boden<br />

schießenden Office-Pods vors innere Auge<br />

holt, schon ziemlich visionär.<br />

Försters Portfolio ist jedenfalls in den<br />

Fotos: Camilla Lindqvist, beigestellt<br />

122 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Locker am Hocker<br />

Für den Pouf »Esedra«<br />

war alte Handwerkskunst<br />

aus Lappland die<br />

Inspirationsquelle.<br />

poltronafrau.com<br />

Breitenwirksam<br />

Der Armsessel »Glide« ist elegant in die<br />

Breite gezogen und wirkt ein bisschen,<br />

als hätten Regie- und Campingstuhl ein<br />

hochbegabtes Kind. tacchini.it<br />

letzten 25 Jahren ordentlich angewachsen<br />

und umfasst alle Bereiche zwischen Möbeln,<br />

Beleuchtung und Haushaltsgegenständen.<br />

Kunden wie Wittmann, Cappellini, Poltrona<br />

Frau oder De Padova schätzen ihre raffinierten<br />

Entwürfe, die von schlichter Eleganz und<br />

unaufgeregtem Minimalismus getragen<br />

werden. Und wohl auch die Harmonie, die<br />

entsteht, wenn Förster eine ausgewogene<br />

Balance zwischen Form und Funktion sucht<br />

und findet. Eines ihrer Erfolgsrezepte dabei:<br />

»Ich passe mich immer der Marke an, für die<br />

ich arbeite. Es macht natürlich einen Unterschied,<br />

ob ich mit einem skandinavischen<br />

oder einem italienischen Unternehmen<br />

zusammenarbeite. Typisch skandinavisch ist<br />

wohl auch, dass Nachhaltigkeit in meinen<br />

Projekten immer eine wichtige Rolle spielt.«<br />

Kaffeetisch<br />

Der »Melange Stool Table« ist<br />

entweder Tisch oder Stuhl.<br />

Multifunktionalität so simpel<br />

wie schön. wittmann.at<br />

Monica Förster beweist damit<br />

nebenbei, dass sich auch<br />

Designsprachen übersetzen<br />

lassen. Und sie legt bei diesen<br />

Übersetzungsarbeiten höchsten Wert<br />

auf Materialien und Handwerkskunst.<br />

Diese Seite lebt die Kreative<br />

aktuell auch als Art Director des<br />

bosnischen Labels Zanat aus.<br />

Seit 2015 ist sie bei diesem Familienbetrieb,<br />

der auf traditionelles<br />

Handwerk und lokale Schnitzkunst<br />

setzt, engagiert. Dabei entstehen<br />

»Teile zum Darüberstreichen«, wie<br />

sie einmal erklärte. Und wirtschaftliche<br />

Erfolgsgeschichten, denn unter<br />

ihrer Kreativ-Ägide ist die Belegschaft<br />

von Zanat von 15 auf rund<br />

70 Mitarbeiter:innen gewachsen.<br />

Zauberei<br />

Die »Wonder Box« schaut aus<br />

wie eine Schachtel, verwandelt<br />

sich aber – simsalabim – in<br />

eine Bank mit Tisch. Design<br />

fürs Kinderzimmer.<br />

richard-lampert.de<br />

Tower of Power<br />

Försters Messbecher, die<br />

sowohl ineinander als auch zu<br />

einem Turm stapelbar sind,<br />

entstanden für alessi.com<br />

Mein Freund, der Baum<br />

Seit 2015 leitet Förster die<br />

Geschicke bei Zanat. Aktuelle<br />

Arbeit: Der Kleiderständer<br />

»Nest«, der an einen Baum<br />

mit – logisch – einem Nest<br />

erinnern soll. zanat.org<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

123


design / CHÂTEAU LA COSTE<br />

Das Château La Coste ist ein Ort der spektakulär-stillen<br />

Inszenierung und gilt als Symbiose von Genuss und<br />

Inspiration, vereint auf Hunderten Hektar französischem<br />

Land. Ein Eindruck des vielseitigen Weinguts. TEXT ELISABETH KLOKAR<br />

Foto: © Richard Haughton<br />

124 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


ut fünfzehn Kilometer im Norden<br />

von Aix-en-Provence findet sich<br />

ein Quartett de luxe aus Wein,<br />

Kunst, Kulinarik und Architektur<br />

in sanfte Olivenhaine und Weinberge gebettet,<br />

umgeben von Zypressen, Pinien und Eichen:<br />

das Château La Coste. Das 1682 ursprünglich<br />

im palladianischen Stil erbaute Landhaus<br />

strahlt besonderen Charme aus und verfügt<br />

über drei der renommiertesten Weinberge im<br />

Herzen der provenzalischen Landschaft. Edle<br />

Tropfen waren damit schon immer die Essenz<br />

dieses Ortes: Seit den 1960er-Jahren kelterte<br />

die Familie Bordonado hier ihre Reben, 2002<br />

erwarb der irische Investor Patrick McKillen<br />

Weinstöcke und Räumlichkeiten und stellte<br />

kontinuierlich auf einen ökologischen,<br />

demeterbetriebenen Landbau um. Seit 2009<br />

sind die Weine biozertifiziert und reichen von<br />

einfach und fruchtig bis hin zu dezent und<br />

komplex. Die Rebsorten: Cabernet Sauvignon,<br />

Cinsault, Grenache Noir, Syrah und Clairette,<br />

Grenache Blanc, Vermentino, Sauvignon Blanc<br />

und Ugni.<br />

><br />

»Crouching Spider«, 2003<br />

Die Spinnenplastik aus Bronze von<br />

Louise Bourgeois schwebt fast<br />

über dem reflektierenden Wasserbecken,<br />

als Erweiterung des Kunstzentrums<br />

von Tadao Ando. Im<br />

Kontrast dahinter: die halbrunden<br />

Weinkeller von Jean Nouvel.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

125


design / CHÂTEAU LA COSTE<br />

Kunstzentrum von Tadao Ando<br />

Der japanische Architekt schuf »Räume, die<br />

das Zusammenspiel von Natur, Geschichte<br />

und Kunst betonen«. Markante, schmale Gebäuderiegel<br />

und Beton suchen ihr Gleichgewicht.<br />

Alexander Calders »Small Crinkly« (1976)<br />

durchbricht im Außenbereich die Geometrie.<br />

SCHÖNE KÜNSTE<br />

McKillen investierte aber nicht nur in gustatorische<br />

Reize, sondern auch in seine Kunstsammlung<br />

und vereinte über die Jahre hinweg eine<br />

Elite in Le Puy-Sainte-Réparade: Über vierzig<br />

international renommierte Künstler:innen wie<br />

Richard Serra, Louise Bourgeois, Alexander<br />

Calder, Sophie Calle, Tracey Emin, Liam Gillick,<br />

Jenny Holzer, Yoko Ono, Tom Shannon, Franz<br />

West und viele mehr hinterließen bisher ihre<br />

Spur in Form von Skulpturen und Installationen<br />

auf den rund 500 Hektar, zusätzliche Wechselausstellungen<br />

verteilen sich auf fünf Galeriegebäude,<br />

darunter »La Galerie de Richard<br />

Rogers« oder »Le Pavillon de Renzo Piano«.<br />

Eingefasst wird die kreative Symbiose von<br />

moderner Architektur. Integriert in die natürliche<br />

Umgebung, erzeugt das Gesamtbild ein<br />

durchdachtes Zusammenspiel zwischen Flora,<br />

Fauna und menschlicher Schaffenskraft.<br />

Aktuellster Coup: die erste Take-over-Show<br />

»The Light That Shines« von Damien Hirst. Auf<br />

dem gesamten Gelände sind bis Juni <strong>2024</strong> einige<br />

seiner ikonischsten Serien, wie »The Empress<br />

Paintings« oder »Natural History« zu sehen.<br />

Die Serien »Meteorites« und »Satellites«<br />

Panoramaausblick<br />

Der Rhythmus des von<br />

Oscar Niemeyers geplanten und<br />

postum realisierten Baus (2022)<br />

wurde so konzipiert, dass das Auge<br />

mit einem Blick Kunst und<br />

Weinbau vereint.<br />

präsentiert Hirst hier das erste Mal. »Ich bin so<br />

glücklich, ein Teil von Paddys Vision zu sein«,<br />

so der Künstler. Paddy McKillen über das<br />

Projekt: »Diese großartige Show ist eine Idee, die<br />

seit vielen Jahren besteht. Damien hat die Show<br />

bis zur Perfektion geplant. Er hat jedes Element<br />

so konzipiert, dass es sowohl die Kunst als auch<br />

die Architektur ergänzt, alles inmitten der<br />

Landschaft von Cézanne.«<br />

KÜHNE ARCHITEKTUR<br />

Im Oscar-Niemeyer-Auditorium werden<br />

derzeit Hirsts Skulpturen und Leuchtkästen<br />

aus der Werkserie »Treasures from the Wreck<br />

of the Unbelievable« ausgestellt, die 2017<br />

erstmals in der Punta della Dogana und im<br />

Palazzo Grassi in Venedig gezeigt wurden.<br />

Das Gebäude gilt als besonderes Geschenk: Es<br />

Fotos: © Stéphane ABOUDARAM | WE ARE CONTENT(S), © Andrew Pattman, © Vincent AGNES,<br />

126 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


»Drop«, Tom Shannon, 2009<br />

Der Tropfen aus poliertem<br />

Stahl mit vier Metern Durchmesser<br />

befindet sich unweit<br />

des Gehry-Musikpavillons.<br />

»Treasures from the Wreck<br />

of the Unbelievable«, 2017<br />

Damien Hirst zeigt diese und<br />

weitere Werkserien sowie Skulpturen<br />

auf dem gesamten La-Coste-Gelände.<br />

Es ist die erste Take-over-Show<br />

eines Künstlers.<br />

wurde posthum im Jahr 2022, zehn Jahre nach<br />

dem Tod des Architekten, eröffnet. Damit ist es<br />

das letzte entworfene Gebäude des Brasilianers.<br />

Der zwischen 2010 und 2013 konzipierte<br />

Ausstellungspavillon ist die Quint essenz seines<br />

gestalterischen Schaffens und spiegelt mit<br />

seinem organischen, geschwun genen Formenkanon<br />

Niemeyers unverwechselbaren dynamischen<br />

Stil wider. Raumhohe, rahmenlose<br />

Glasfassaden holen die umliegenden Vermentino-Reben<br />

in den strahlend weißen Baukörper<br />

hinein, was eine stimmungsvolle Durchlässigkeit<br />

erzeugt. Der flache Pool am Eingang<br />

versammelt das Zusammenspiel von Natur,<br />

Licht und Reflexion noch einmal. Oscar Ribeiro<br />

de Almeida Niemeyer Soares Filho selbst sagte<br />

noch: »Es war eine absolute Freude, an diesem<br />

Projekt zu arbeiten. Der Pavillon muss eine<br />

leichte Konstruktion sein, sich an die Landschaft<br />

und die Vegetation anpassen. Es wird ein<br />

Genuss sein, dort spazieren zu gehen.« Und<br />

nicht nur dort:<br />

Der französische Stararchitekt Jean Nouvel,<br />

bekannt für die Cartier-Stiftung oder die<br />

Louvre-Dependance in Abu Dhabi, baute 2008<br />

die Gebäude für die Weinproduktion. Die zehn<br />

Meter hohen Halbkreise reichen siebzehn Meter<br />

unter die Erde, eine ideale Umgebung für die<br />

Weinlagerung. Durch die Aluminiumstruktur-<br />

Ummantelung wird das Licht reflektiert, was<br />

hilft, innen die Temperatur zu regulieren. Auch<br />

der Pritzker-Preisträger Tadao Ando hinterließ<br />

auf dem Gelände seine markante Handschrift<br />

aus Minimalismus und Beton, darunter 2011<br />

das Kunstzentrum und im selben Jahr das<br />

Haupttor zur Domäne. Als Kontrast dazu steht<br />

der dekonstruktivistische Musikpavillon, ein<br />

Entwurf von Frank O. Gehry.<br />

Die Spielwiese aus Kunst, Wein und Architektur<br />

ist »ein Traumland für jeden, der Kunst<br />

liebt und Architektur verehrt«, schreibt etwa der<br />

»Guide Michelin«. Oder anders gesagt: Es ist ein<br />

Ort für die Sinne und eine Hommage an das<br />

Ästhetische wie Authentische.<br />

<<br />

Komplexes Netzwerk<br />

Hier scheint Statik keine Rolle zu spielen. Als Teil<br />

des weitläufigen Architektur- und Kunstparks prägt<br />

die spektakuläre Formation des Musikpavillons von<br />

Frank Gehry seit 2008 die natürliche Umgebung des<br />

Weinguts. Das Projekt erfolgte in Zusammenarbeit<br />

mit der Serpentine Gallery in London.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

127


design / INTERIOR-KULT<br />

KULT STÜCK<br />

Schwungvolle Premiere<br />

Der »Paris Chair« war Arne<br />

Jacobsens erster Entwurf. Er ist<br />

längst ein Klassiker und offenbart<br />

Jacobsens Wurzeln im Art déco.<br />

sika-design.de<br />

GARTENGEFLECHT<br />

Versucht man, die Entwürfe von<br />

Arne Jacobsen mit wenigen<br />

Worten zu beschreiben, gehören<br />

Funktionalität und Fortschritt<br />

jedenfalls dazu. Dies sieht man seinem ersten<br />

Entwurf – dem »Paris Chair« – deutlich an.<br />

Jacobsen schickte ihn 1929 als Beitrag für<br />

einen Wettbewerb ins Rennen und legte<br />

sogleich den Grundstein für seine Karriere.<br />

Mit seinen runden Formen und organischen<br />

Linien entsprach der »Paris Chair« zwar<br />

ziemlich genau der zeitgenössischen Ästhetik<br />

des Art déco, doch die Wahl des Materials<br />

war visionär. Das kostengünstigere und<br />

leichtere Geflecht stellte eine überraschende<br />

Alternative zu den bis dato üblichen schweren<br />

und kostspieligen Tischlereimöbeln dar.<br />

Neben der Indoor-Ausführung aus Rattan ist<br />

das Modell heute auch aus Aluminium und<br />

Kunststoff für den Außeneinsatz erhältlich.<br />

ARNE JACOBSEN<br />

Der dänische Ausnahmedesigner gehörte zu den<br />

wichtigsten Protagonisten der Bauhaus-Gruppe.<br />

Er ist berühmt für einen modernistischen Stil, ikonisch<br />

wurden etwa Entwürfe wie der »Egg Chair«<br />

oder der »Swan Chair«. Sein vielseitiges Werk<br />

umfasst aber auch Besteck, Geschirr und Textilien.<br />

Fotos: beigestellt<br />

128 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


STUHL<br />

FAYE CASUAL<br />

TISCH ASCO<br />

LAMELLO ROUND<br />

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Generalvertretung Österreich und Südtirol | wertstücke MÖBELAGENTUR | info@wertstuecke.at


design / SANITÄRBEREICH<br />

Verlässlichkeit<br />

Für Managing Director Guido<br />

Salentinig sind echte Werte,<br />

wie Verlässlichkeit, Bescheidenheit<br />

und Qualitätsbewusstsein, die<br />

wichtigsten Maßstäbe fürs<br />

Unternehmen.<br />

Foto: © Anna Stöcher<br />

130 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


INNOVATION<br />

OHNE TABU<br />

Der Badezimmerbereich und seine Gestaltung hat beträchtlichen<br />

Anteil an unserem Wohlbefinden. Grund genug, sich auch diesen<br />

Raum einmal genauer anzusehen. Vor allem, wenn man ein<br />

150-jähriges Jubiläum zelebriert. Der <strong>LIVING</strong>-Talk mit Geberit-<br />

Managing-Director Guido Salentinig.<br />

TEXT MARLENE MAYER<br />

Was 1875 als Ein-Mann-Betrieb<br />

begann, ist heute ein<br />

Unternehmen mit 10.000<br />

Mitarbeiter:innen – der Schweizer<br />

Sanitärexperte Geberit begeht nun sein<br />

150-jähriges Jubiläum. Dabei liegt der Fokus<br />

traditionell auf Fortschritt, schließlich hat die<br />

Toilette einen »enormen Einfluss auf unser<br />

Wohlbefinden«, so Guido Salentinig,<br />

Managing Director für Österreich. Im<br />

<strong>LIVING</strong>-Gespräch erzählt Salentinig, wie<br />

Nachhaltigkeit bei Geberit gedacht wird,<br />

warum Innovationen auch am WC wichtig<br />

sind und dass wahre Werte für ein Traditionsunternehmen<br />

essenziell sind.<br />

<strong>LIVING</strong> Geberit besteht seit 150 Jahren. Welche<br />

Eigenschaften gehören für Sie zur DNA des<br />

Unternehmens?<br />

GUIDO SALENTINIG Die Werte und Ziele<br />

blieben in den vergangenen 150 Jahren<br />

größtenteils unverändert: Bodenständigkeit,<br />

Qualitätsbewusstsein und das Streben nach<br />

Spitzenleistungen prägen unsere Unternehmenskultur.<br />

Dabei hat Geberit eine klare<br />

Mission: Wir wollen die Lebensqualität der<br />

Menschen nachhaltig verbessern. Unser Denken<br />

und Handeln ist auf Langfristigkeit<br />

ausgerichtet und der sorgsame Umgang mit<br />

natürlichen Ressourcen ist für uns Pflicht.<br />

Von Rapperswil-Jona aus agiert Geberit längst<br />

global und ist in Europa Marktführer. Wie<br />

wichtig ist die Balance von Verlässlichkeit<br />

und Weiterentwicklung dabei?<br />

Beides ist für Geberit äußerst wichtig. Und<br />

die Kombination und richtige Balance<br />

dieser – nur scheinbar gegensätzlichen– Werte<br />

hat in all den Jahren sicher zum Erfolg des<br />

Unternehmens beigetragen. Denn nur wer<br />

verlässlich ist, dem vertraut man auch.<br />

Sie betonen vor allem bestimmte Werte.<br />

Warum sind die wichtig?<br />

Je tiefer man in die Vergangenheit eintaucht,<br />

desto klarer wird erkennbar: Unser wahres<br />

Erbe beruht eben nicht nur auf den Produkten,<br />

sondern auch auf den Werten, die uns<br />

als Unternehmen definieren und leiten.<br />

Geberit wird seit der Gründung maßgeblich<br />

geprägt von Bescheidenheit und einem<br />

ausgeprägten Qualitätsbewusstsein. Aber<br />

auch vom Bestreben, stets zuverlässig und<br />

vertrauensvoll zusammenzuarbeiten.<br />

Wie wichtig sind dabei auch nachhaltige<br />

Überlegungen?<br />

Bereits 1990 hat Geberit eine erste Umweltstrategie<br />

erstellt und konkrete Maßnahmen<br />

umgesetzt. Diese Strategie wurde mit<br />

den Jahren schrittweise zu einer umfas- ><br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

131


design / SANITÄRBEREICH<br />

Historische Spülung<br />

1905 brachte Geberit den<br />

Holzspülkasten »Phönix« mit<br />

patentierter Spülgarnitur auf<br />

den Markt. Für die damalige<br />

Zeit eine Revolution am WC.<br />

><br />

senden Nachhaltigkeitsstrategie ausgebaut.<br />

Sie ist heute fester Bestandteil der<br />

Unternehmenskultur. Das Thema wird nicht<br />

bloß auf die Zahl der Treibhausgasemissionen<br />

reduziert betrachtet.<br />

Was bedeutet das im Detail?<br />

Bei uns werden etwa Kreislaufwirtschaft,<br />

»Ecodesign« und der sparsame Umgang mit<br />

der Ressource Wasser hervorgehoben. Ziel<br />

der Kreislaufwirtschaft ist es, einen Wirtschaftskreislauf<br />

möglichst ressourcen- und<br />

umweltschonend zu betreiben. Der größte<br />

Hebel ist dabei die Lebensdauer eines<br />

Produkts. Je länger ein Produkt genutzt<br />

werden kann, desto geringer der Ressourceneinsatz<br />

pro Nutzung.<br />

Was bedeutet Ecodesign?<br />

Jedes neue Produkt soll ökologisch besser als<br />

Das WC der Zukunft<br />

Eine saubere Sache. Die<br />

»AquaClean«-Funktion ist<br />

besonders hygienisch und der<br />

reduzierte Papierverbrauch ist<br />

umweltfreundlich.<br />

sein Vorgänger sein – ohne Einbußen bei der<br />

Qualität, Funktionalität oder Langlebigkeit.<br />

Pünktlich zum Jubiläumsjahr haben Sie mit<br />

dem »AquaClean Alba« ein neues Dusch-WC<br />

auf den Markt gebracht. Warum?<br />

Wasser, die sanfteste und gründlichste Art<br />

der Reinigung, spielt prinzipiell die Hauptrolle<br />

in unserem Streben nach Sauberkeit.<br />

Und die WC-Hygiene mit Wasser ist eben<br />

einfach gründlicher als mit Papier. Zudem<br />

hinterlässt sie keine Spuren und ist sanft zur<br />

Haut. Sie fühlen sich danach rundum wohl<br />

und sauber. Mit unserem neuen Dusch-WC<br />

»AquaClean Alba« bringen wir diese Funktion<br />

jetzt in jedes Bad. Denn: Im Vergleich zu<br />

einer hochwertigen klassischen WC-Keramik<br />

ist der Aufpreis für die Duschfunktion von<br />

»AquaClean Alba« gering. Der attraktive<br />

Preis wird möglich durch die Konzentration<br />

auf die wichtigste Funktion eines Dusch-<br />

WCs: die gründliche und schonende Reinigung<br />

mit Wasser. <<br />

Wie frisch geduscht<br />

In vielen Hotels sind Duschklos<br />

schon Standard. Mit dem<br />

neuen »AquaClean Alba» gibt<br />

es diese Funktion auch für<br />

Zuhause. geberit.at<br />

Fotos: © Hotel Edelweiss, beigestellt<br />

132 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Fliesen & Sanitär Fachhandel<br />

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design / WATCH-LIST<br />

Legendär<br />

Die »Pelagos FXD US Navy« ist eine<br />

Hommage an jene Taucheruhren, die<br />

in den 1980er-Jahren bei der US Navy<br />

zum Einsatz kamen. Das satinierte<br />

Titan gehäuse kann an einem zweifarbigen<br />

Textilband mit Klettverschluss<br />

oder an einem schwarzen Kautschukband<br />

(Abb.) getragen werden.<br />

tudorwatch.com<br />

ZEITMESSER<br />

MIT TIEFGANG<br />

Taucheruhren umgibt eine besondere Aura – ein Hauch von<br />

Tiefseeabenteuer und von Sommer, Sonne, Urlaubsfeeling. Hier sind die<br />

neuesten potenziellen Begleiter für das nasse Element, die natürlich<br />

auch an Land eine gute Figur machen. TEXT INES B. KASPAREK<br />

Mit einer Taucheruhr am<br />

Handgelenk fühlt man<br />

sich wie ein:e Tiefseeforscher:in.<br />

Ihre Optik<br />

weckt Abenteuerlust. Doch hinter<br />

der coolen Optik stecken überlebenswichtige<br />

Features, wie jede:r<br />

aktive Taucher:in weiß. Die einseitig<br />

drehbare Tauchlünette mit<br />

60-Minuten-Skalierung, Leuchtzei-<br />

ger und Leuchtindizes garantiert<br />

bei eingeschränkter Sicht die Ablesbarkeit<br />

wichtiger Informationen.<br />

Massive Gehäuse aus Edelstahl<br />

oder Titan sowie widerstandsfähige,<br />

oft weitenverstellbare Armbänder<br />

haben funktionelle Gründe:<br />

Über dem Taucheranzug getragen,<br />

werden die Uhren starken Belastungen<br />

ausgesetzt.<br />

Viele Markenhistorien sind eng<br />

mit professionellen Einsätzen militärischer<br />

Einheiten verknüpft. Die<br />

Geschichte von Tudor beispielsweise<br />

begann mit der 1954 vorgestellten<br />

»Referenz 7922«, der ersten einer<br />

langen Reihe von Taucheruhren,<br />

die damals schon bis zu einer<br />

Tiefe von 100 Metern wasserdicht<br />

waren. Die »Referenz 7922« etablierte<br />

sich rasch als erschwingliche,<br />

robuste, zuverlässige und präzise<br />

Sportuhr und durfte sich als Teil<br />

der Ausrüstung bedeutender Seemächte<br />

bewähren. Nach ausgiebigen<br />

Tests wurden Modelle dieser<br />

Bauart 1958 offiziell von der Navy<br />

erworben, um Taucher verschiedener<br />

Einheiten damit auszustatten.<br />

Mit diesem Ritterschlag waren<br />

strenge Vorgaben verbunden, darunter<br />

die im Gehäuse integrierten<br />

Bandstege oder die ergonomische,<br />

einseitig drehbare Lünette mit 60<br />

Einkerbungen und phosphoreszierender<br />

Beschichtung, die der ISO-<br />

Norm für Taucheruhren entspricht.<br />

All dies fusioniert in der<br />

Fotos: beigestellt<br />

134 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Seegrasgrün<br />

Einer der schönsten Vertreter<br />

der Trendfarbe Grün: »SeaQ<br />

Panoramadatum Reed Green« aus<br />

der Manufaktur Glashütte Original.<br />

glashütte-original.com<br />

neuen Generation »Pelagos FXD«,<br />

mit der Tudor 2021 ein neues Kapitel<br />

als Ausstatter privater und professioneller<br />

Taucher eröffnete.<br />

SPANNENDES SPEKTRUM<br />

Die optischen Parameter, die durch<br />

die technischen Ansprüche vorgegeben<br />

sind, machen Taucheruhren<br />

auf den ersten Blick erkennbar. Innerhalb<br />

der Uhrenszene ist das<br />

Spektrum der Interpretationen zu<br />

diesem Thema dennoch sehr groß<br />

und reicht von tiefseetauglichen,<br />

ultrasportlichen Tauchinstrumenten<br />

bis hin zu relativ schlank und<br />

elegant wirkenden Versionen – wie<br />

beispielsweise der Ebel »1911 Marine<br />

Edition«. Diesem Diver-Modell,<br />

bei dem hochkarätige Details auf<br />

INNOVATIV<br />

Omega »Seamaster Planet Ocean<br />

Dark Grey« aus Siliziumnitrid-Keramik<br />

und Titan Grade 5 mit Kautschukgefüttertem<br />

Textilarmband.<br />

omega-watches.com<br />

gen, die DIN 8306 und ISO 6425 an<br />

professionelle Taucheruhren stellen,<br />

und durchläuft mit dem hauseigenen<br />

»Excellence-Test« noch ein zusätzliches<br />

24-tägiges Testverfahren.<br />

Ebenso als Taucheruhr zertifiziert<br />

und mit antimagnetischer Silizium-<br />

Spiralfeder ausgestattet ist die Longines<br />

»Legend Diver«, deren Geschichte<br />

bis in die 1950er-Jahre zurückreicht<br />

und deren unverwechselbare<br />

Optik mit zwei Kronen und<br />

dezentem Retro-Touch nicht nur<br />

Taucheruhren-Liebhaber:innen dahinschmelzen<br />

lässt. On top wird<br />

die gesamte, fertig montierte Uhr<br />

(nicht nur das Werk) von der<br />

COSC als Chronometer zertifiziert.<br />

INNOVATIONSGEIST<br />

Um den hohen Anforderungen an<br />

Sportuhren gerecht zu werden, entwickeln<br />

die Manufakturen immer<br />

wieder neue Materialien. Das Gehäuse<br />

der Omega »Seamaster Planet<br />

Ocean Dark Grey« besteht aus<br />

Siliziumnitrid-Keramik, einem<br />

Werkstoff, der sowohl durch seine<br />

Leichtigkeit als auch durch seine<br />

Robustheit überzeugt. Korrespondierend<br />

kommt für etliche Details<br />

Titan Grade 5 zum Einsatz: Für<br />

Lünette, Faltschließe, Zifferblatt,<br />

Zeiger und sogar für das<br />

Co-Axial Master Chronometer<br />

Kaliber 8906. Mit einer<br />

Wasserdichtheit von bis zu 600<br />

Metern Tiefe beweist die Marke<br />

jahrzehntelange Erfahrung auf<br />

diesem Gebiet. Immerhin entstand<br />

die erste Omega Taucheruhr<br />

bereits 1932, die erste »Seamaster«<br />

1948 – auf Basis einiger für die<br />

British Royal Navy entworfener<br />

Uhren. Sie hielt bereits einem<br />

Druck von 5 bar (50 Meter) Stand.<br />

Die Kompetenz, wasserdichte Gehäusekonstruktionen<br />

zu bauen,<br />

gipfelte 2019 in der Teilnahme<br />

eines Omega Zeitmessers – der<br />

»Seamaster Planet Ocean Ultra<br />

Deep Professional« – am tiefsten<br />

Tauchgang aller Zeiten, der Expedition<br />

von Victor Vescovo zum<br />

tiefsten Punkt der Erde, dem<br />

Marianengraben. Sein Tauchboot<br />

und damit auch die an der Tauchkapsel<br />

angebrachte Omega erreichten<br />

unbeschadet eine Tiefe<br />

von 10.925 Metern.<br />

Ob Rekord-Zeitmesser, Retro-Diver<br />

oder Klassiker – der attraktivste<br />

Begleiter liegt stets im Auge des<br />

Betrachters.<br />

Kontrastreich<br />

Ebel »1911 Marine Edition« in Edelstahl<br />

und 18 Karat Gelbgold, mit<br />

schwarz galvanisiertem Zifferblatt und<br />

Armband aus recyceltem Kunststoff.<br />

ebel.com<br />

Stahlgehäuse und Zifferblatt für<br />

edle Akzente sorgen, genügt eine<br />

Wasserdichtheit von 200 Metern<br />

vollkommen. Dafür ist sie definitiv<br />

als businesstauglich einzustufen.<br />

Bei der Glashütte Original »SeaQ<br />

Panoramadatum« bildet die Kombination<br />

aus grünem Zifferblatt,<br />

kratzfester, grüner Keramiklünette<br />

und grauem Synthetikband eine<br />

fast »trendige« Hülle für ein beachtliches<br />

Innenleben: Das Manufakturkaliber<br />

36-13 ist dank Bajonett-Aufhängung<br />

besonders stoßsicher<br />

im (bis zu 300 Meter wasserdichten)<br />

Edelstahlgehäuse verankert,<br />

dank Silizium-Spiralfeder<br />

antimagnetisch und bietet eine<br />

Gangreserve von 100 Stunden. Der<br />

Zeitmesser erfüllt alle Anforderun-<br />

Tiefseeblau<br />

Longines »Legend Diver« in Edelstahl –<br />

wahlweise mit farblich abgestimmtem<br />

Natoband oder feingliedrigem<br />

Edelstahlband.<br />

longines.com<br />

ANDREAS DAUM<br />

(UHRMACHERMEISTER HÜBNER)<br />

ZUR LONGINES LEGEND DIVER:<br />

»Ich tauche gerne, natürlich mit<br />

Tauchcomputer, dennoch – eine mechanische<br />

Taucheruhr ist immer dabei.<br />

So begleitet die ‹Legend Diver› auch<br />

mich. Ich liebe den eigenständigen<br />

klassischen Look mit zwei Kronen, die<br />

innenliegende Taucherlünette und das<br />

tiefe Blau des Zifferblattes. Die Zuverlässigkeit<br />

des Automatikwerks, das mit<br />

modernster Siliziumtechnik ausgestattet<br />

ist und chronometergenau läuft, tut<br />

ein Übriges, um diese sportliche Uhr zu<br />

einer perfekten Begleiterin im Alltag<br />

und beim Wassersport zu machen.«<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

135


design / HOTSPOT<br />

HOTEL CONFIDENTIAL<br />

Im Herzen der Azabudai Hills hat mit dem »Janu Tokyo«<br />

das erste Haus der neuen Marke der Aman Group eröffnet.<br />

Das Luxushotel läutet mit seinem glanzvoll-modernen Design,<br />

den acht trendigen Restaurants und dem riesigen Wellness-<br />

Bereich eine neue Hotel-Ära ein. TEXT ANJA KLEINSCHUSTER<br />

Spirits<br />

Anhand einer Vielzahl von Cocktails können<br />

Gäste in der »Janu Bar« die japanische Kultur<br />

in flüssiger Form erleben, dank Zutaten wie<br />

Sake, Shochu und Tee. Kleine, aber feine<br />

Speisen runden das Erlebnis ab.<br />

Platzhirsch<br />

Das »Janu Tokyo« liegt mitten im<br />

neuen, aufregenden Viertel Azabudai<br />

Hills, in dem es vor Natur, Kunst und<br />

Kultur nur so wimmelt. Das einzige<br />

Hotel der Siedlung thront im<br />

Residence A Tower, der von den<br />

Architekten Pelli Clarke & Partners<br />

entworfen wurde.<br />

East meets West<br />

Die bis zu 519 Quadratmeter<br />

großen Zimmer<br />

und Suiten gehören zu<br />

den großzügigsten in<br />

ganz Tokio. Das Interieur<br />

ist eine gekonnte<br />

Mischung aus zeitlosem<br />

asiatischem Design und<br />

modernen europäischen<br />

Akzenten.<br />

Paradies für die Sinne<br />

Das beeindruckende<br />

Wellness-Center<br />

umfasst u. a. das<br />

größte Fitnessstudio<br />

der Stadt, einen<br />

25-Meter-Pool sowie<br />

zwei Spa-Häuser.<br />

Eldorado am Gaumen<br />

In insgesamt acht Restaurants genießt<br />

man verschiedenste Konzepte, die von<br />

traditionellen asiatischen Gerichten über<br />

italienische Küche bis hin zu<br />

außergewöhnlicher Patisserie reichen.<br />

Auf gute Nachbarschaft<br />

An die Azabudai Hills grenzt das<br />

flippige Ausgehviertel Roppongi.<br />

Die vielen dort angebotenen<br />

Vergnügungs möglichkeiten lassen<br />

die Nacht zum Tag werden.<br />

Design-Adel<br />

Für das Design-Konzept des Interieurs<br />

zeichnete der preisgekrönte international<br />

anerkannte Architekt Jean-Michel Gathy<br />

verantwortlich, der bereits Luxushotels und<br />

-resorts auf der ganzen Welt gestaltet hat.<br />

»Janu Tokyo«<br />

1-2-2 Azabudai Minato-ku<br />

106-​0041 Tokyo<br />

janu.com<br />

Fotos: © Robert Rieger<br />

136 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


So prickelnd<br />

wie unser<br />

300 km – Ausblick<br />

ERLEBEN SIE UNSERE SCHACHNER-WOHLFÜHL ATMOSPHÄRE IN<br />

UNSEREN NEUEN HIMMELBETTEN.<br />

Mit #FALSTAFF_<strong>2024</strong> wartet 1 Flasche Champagner<br />

„Nicolas Feuillatte“ als WILLKOMMENSGESCHENK<br />

in Ihrem Zimmer auf Sie.<br />

(gültig bis 26.05.<strong>2024</strong> ab 2 Nächte bei Onlinebuchung in den<br />

Kategorien Wachauf SPA Suite & Family Suite)<br />

www.hotel-schachner.at


<strong>LIVING</strong><br />

KULINARIK<br />

152<br />

140<br />

148<br />

GENUSS GOES AL FRESCO<br />

Ein Überblick über die neuen<br />

internationalen Restaurants mit<br />

spektakulären Outdoorflächen. (S. 140)<br />

MATCHA ALL OVER<br />

Mit ihrer besonderen Ästhetik erobern<br />

japanische Bäckereien die Großstädte<br />

Europas. (S. 148)<br />

FRÜHLING IN FERNOST<br />

Diese Accessoires sorgen für ein<br />

entspannt japanisches Ambiente auf<br />

dem Esstisch. (S. 152)<br />

DIE LEBENSMITTELZENTRALE<br />

Geht es um Funktionalität in der Küche,<br />

spielt das Thema Aufbewahrung eine<br />

große Rolle. (S. 154)<br />

Fotos: Tomooki Kengaku Photography, beigestellt<br />

154


kulinarik / RESTAURANTS<br />

Zahlreiche Restaurants haben auch dieses Jahr wieder<br />

die kulinarische Landkarte der Gourmets für sich erobert.<br />

Neben prämierter Cuisine überzeugen die besten Adressen<br />

mit durchdachtem Design – sowohl im Innen- als auch<br />

im Außenbereich. TEXT CHRISTINA HORN<br />

Dinner an der Ägäis<br />

Chef Osman Sezeners Rooftop-<br />

Restaurant »Kitchen« im »The Bodrum<br />

Edition« wurde von Christophe Pillet<br />

in Zusammenarbeit mit Ian Schrager<br />

Architects gestaltet: Die Kreativköpfe<br />

ließen sich dabei vom türkischen Lokalkolorit<br />

inspirieren und haben dieses mit<br />

modernem Feel versehen – so blickt das<br />

Restaurant als mediterrane Oase auf<br />

die Ägäis. editionhotels.com<br />

Foto: © Nikolas Koenig<br />

140 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

141


kulinarik / RESTAURANTS<br />

Alle Jahre wieder: Im Hospitality-<br />

Kalender tut sich <strong>2024</strong> so einiges –<br />

angefangen von altbekannten<br />

Gourmettempeln, die mit neuen<br />

Teams wieder frischen Wind in ihre Küche<br />

bringen, über Expansionen beliebter Restaurants<br />

in verschiedene Städte und Länder bis<br />

hin zu spannenden neuen Projekten, die die<br />

Gaumen dieser Welt mit Innovationsgeist zu<br />

überzeugen wissen. Auch dieses Jahr finden<br />

wieder zahlreiche hochkarätige Adressen ihren<br />

Weg auf die kulinarische Landkarte. All jene,<br />

die der Gastroszene ihre Aufmerksamkeit<br />

schenken, werden schnell bemerken: Die<br />

Restaurant-Highlights <strong>2024</strong> finden, sowohl in<br />

Bezug auf Kulinarik als auch auf Design, nicht<br />

nur im Innenraum statt – sondern auch<br />

draußen an der frischen Luft.<br />

DINING OUT<br />

Die Veränderungen und Herausforderungen<br />

der letzten vier Jahre waren groß, brachten der<br />

Gastronomiebranche aber auch viele Neuerungen<br />

– etwa dass Al-fresco-Angebote verstärkt<br />

an Popularität gewannen. So verzeichnete<br />

OpenTable 2023 zum wiederholten Mal Zuwachs<br />

in der Nachfrage zum Outdoor-Dining –<br />

ganze 19 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Ein<br />

Trend, den die National Restaurant Association<br />

bestätigt: 69 Prozent der Gäste wissen Al-fresco-<br />

Optionen zu schätzen. Die Szene hat die Lust<br />

ihrer Gäste, an der frischen Luft zu dinieren,<br />

erkannt und bietet tolle Außenbereiche an – sei<br />

dies nun eine Dachterrasse mit spektakulärem<br />

Ausblick, wie man sie im »Il Ristorante – Niko<br />

Romito« in Tokio vorfindet, oder ein lichtdurchfluteter<br />

Patio, etwa in der »L’Orangerie« in Paris.<br />

Kulinarischer Hotspot ist auch dieses Jahr<br />

wieder Frankreich: Das Vorreiterland in Sachen<br />

Cuisine führt <strong>2024</strong> abermals die Liste der<br />

Topadressen weltweit an. Wen es diesen<br />

Sommer an die Côte d’Azur verschlägt, der sollte<br />

unbedingt einen Tisch im »Table du Castellet«<br />

im Luxusresort »Hôtel du Castellet« reservieren,<br />

um Chef Fabien Ferrés Interpretation der<br />

Sportliche Ästhetik<br />

Das »Brooklands« ist das Highlight-<br />

Restaurant des neuen »The Peninsula<br />

London« unter der Leitung von Chef<br />

Claude Bosi. Die Räumlichkeiten<br />

zollen den Epochen der britischen<br />

Aviation und des Motorsports Tribut,<br />

etwa mit einem maßstabsgetreuen<br />

Concorde-Modell. Sehenswert ist die<br />

Terrasse mit Blick auf die Skyline<br />

Londons. peninsula.com<br />

provenzalischen Küche auf der großzügigen<br />

Terrasse zu genießen. Einige Hundert Kilometer<br />

nördlich, in Paris, finden Gourmetreisende zig<br />

grüne Oasen im urbanen Raum vor. Eugénie<br />

Béziats Kreationen im »Espadon« werden im<br />

Grand Jardin des »Ritz« kredenzt, das 2016 von<br />

Designlegende Thierry Despont sorgsam<br />

überarbeitet wurde. Weiter westlich, in der<br />

von Pierre-Yves Rochon gestalteten, intimen<br />

»L’Orangerie« im »Four Seasons Hotel<br />

George V«, speist man unter Lalique-Lampen<br />

an der sieben Meter hohen Glas-Stahl-Struktur<br />

im berühmten Marmorpatio. Jenseits des<br />

Ärmelkanals zieht im »The Peninsula« in<br />

London das »Brooklands by Claude Bosi« – eine<br />

Hommage an die britische Aviation sowie den<br />

Fotos: © Will Pryce, beigestellt<br />

142 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Entspannte Eleganz<br />

Fabien Ferrés kreativ-provenzalische<br />

Kreationen im »La Table du Castellet«<br />

landen auch <strong>2024</strong> wieder auf der<br />

Landkarte. Designt wurde das<br />

Restaurant im zeitgenössischeleganten<br />

Stil: Helle Farben<br />

komplimentieren Holz und Schiefer,<br />

und auf der weitläufigen Terrasse wird<br />

unter der Laube mit Blick auf die<br />

umliegende Landschaft diniert.<br />

hotelducastellet.net<br />

Motorsport durch Archer Humphryes<br />

Architects – die Aufmerksamkeit auf sich.<br />

VON INTIM BIS IMPOSANT<br />

Wer stilvoll al fresco speisen möchte, steht<br />

weltweit vor einer ganzen Reihe an Möglichkeiten.<br />

Im europäischen Süden zelebrieren<br />

Restaurants intimes Open-Air-Ambiente –<br />

etwa in Monaco: Für das 2023 eröffnete »Les<br />

Ambassadeurs by Christophe Cussac« hat<br />

Jacques Garcia ein lebensfrohes Medley aus<br />

Bronze, Gelb, Gold und Elfenbein kreiert, das<br />

sich nahtlos in die Belle-Époque-Eleganz des<br />

»Métropole Monte-Carlo«-Hotels einfügt. In<br />

Barcelona macht nach wie vor das »Disfrutar« –<br />

dank innovativ-kreativer Gerichte – von sich<br />

reden, gespeist wird im modern-urbanen Innenraum<br />

oder im Patio mit vertikalem Garten.<br />

><br />

Luxus über Tokio<br />

40 Stockwerke über Tokio: Im »Bulgari<br />

Hotel« mit Blick auf die einzigartige<br />

Skyline der Millionenstadt überzeugt die<br />

authentische italienische Küche des »Il<br />

Ristorante – Niko Romito« auf ganzer<br />

Linie. Optisch haben ACPV Architects<br />

klassischen italienischen Luxus mit<br />

japanischen Elementen, etwa der<br />

geschwungenen hölzernen Decke,<br />

vermählt. bulgarihotels.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

143


kulinarik / RESTAURANTS<br />

Belle Époque<br />

Erst 2023 eröffnet, hat das<br />

»Les Ambassadeurs by Christophe<br />

Cussac«, eine Hommage an das<br />

ursprüngliche Restaurant des Hotels<br />

»Métropole Monte-Carlo«, bereits<br />

den Ruf einer Topadresse errungen.<br />

Gestaltet wurde es von Jacques<br />

Garcia, der das mediterrane Flair<br />

goldener, warmer Farben mit dem<br />

luxuriösen Belle-Époque-Ambiente<br />

des Hauses vereint. metropole.com<br />

Außergewöhnlich exquisit<br />

Das »Four Seasons Hotel George V«<br />

in Paris zählt zweifellos zu den besten<br />

kulinarischen Adressen der Welt:<br />

Eines der Glanzstücke des Wahrzeichens<br />

ist hierbei die mehrfach<br />

prämierte »L’Orangerie«. Das Interior-<br />

Design von Pierre-Yves Rochon mit<br />

Lalique-Lampen und floralem<br />

Bodenmosaik wird von Jeff Leathams<br />

Couture-Dekoration im Marble<br />

Courtyard ergänzt. fourseasons.com<br />

><br />

Auf der anderen Seite des Mittelmeers,<br />

unweit der Trenddestination Bodrum,<br />

trifft im »Kitchen« – dessen internationaltürkische<br />

Cuisine allein die Reise wert ist –<br />

lokales Flair auf Minimalismus aus der Feder<br />

von Christophe Pillet und Ian Schrager<br />

Company, Ausblick auf die Bucht inklusive.<br />

Unter den Neuzugängen weltweit finden sich<br />

zudem schicke Rooftop-Restaurants, die nicht<br />

nur Top-Cuisine und Design, sondern auch<br />

spektakuläre Panoramablicke über ihre<br />

respektiven Städte gewähren. Neben dem<br />

bereits erwähnten »Brooklands« und dem »Il<br />

Ristorante – Niko Romito« im »Bulgari Hotel«,<br />

dessen japanisch inspirierte, dennoch zeitgenössisch<br />

gehaltene Räumlichkeiten über Tokios<br />

Skyline ragen, ist das etwa auch das luxuriöse<br />

»Xin Rong Ji« im Großstadtdschungel der<br />

Millionenmetropole Chengdu, designt von<br />

Cheng Chung Design.<br />

Eines ist klar: Wohin auch immer es Gourmets<br />

<strong>2024</strong> verschlagen mag, die Genusstempel<br />

versprechen Vielfalt für jeden Geschmack –<br />

sowohl in Sachen Kulinarik als auch beim<br />

Design, sowohl im Innenbereich als auch an<br />

der frischen Luft.<br />

<<br />

Fotos: © Studio Phenix, Romain Ricard, beigestellt<br />

144 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


»WIR SCHAFFEN EINE ATMOSPHÄRE, DIE DAS<br />

WESEN DER STADT DER LICHTER EINFÄNGT«<br />

Luxus-Dining – al fresco: Alexandra de La Brosse, Head of Communication bei Paris Society,<br />

sieht Outdoor-Restaurants als wichtigen Bestandteil der Pariser Gastronomiekultur.<br />

<strong>LIVING</strong> Warum werden Outdoor-Restaurants<br />

Ihrer Meinung nach immer wichtiger für das<br />

kulinarische Gesamterlebnis in Paris?<br />

ALEXANDRA DE LA BROSSE Aufgrund der<br />

globalen Erwärmung beginnt die Sommersaison<br />

heutzutage immer früher – und erstreckt sich<br />

bereits bis Ende Oktober. Sobald das Wetter<br />

schön ist, bieten wir unseren Kund:innen daher<br />

die Möglichkeit, unsere symbolträchtigen<br />

Terrassen in Paris zu besuchen und sich<br />

hochwertige Küche servieren zu lassen. Das<br />

Sommer-Feeling kann dank der Outdoor-<br />

Restaurants also bis in den Herbst hinein<br />

verlängert werden.<br />

Welche einzigartigen Merkmale oder Konzepte<br />

unterscheiden das Al-fresco-Angebot in Paris von<br />

jenem in anderen Städten?<br />

Besonders bei Paris Society liegt die Einzigartigkeit<br />

in unserer Fähigkeit, wirklich exklusive<br />

Erlebnisse durch unsere Signatur bieten zu<br />

können – das sind: spektakuläre Ausblicke und<br />

exklusive Außenbereiche. In Paris, wo die<br />

Haussmann-Architektur dominiert, sind<br />

Rooftops aufgrund ihrer Unvereinbarkeit mit<br />

dieser Ästhetik eher selten. Gerade diese<br />

Seltenheit ist aber unsere Stärke, denn unsere<br />

Orte bieten außergewöhnliche Panoramen, die<br />

das Wesen der Stadt der Lichter einfangen.<br />

Indem wir dieses charakteristische Merkmal<br />

nutzen, schaffen wir unvergleichliche Atmosphären,<br />

die unsere Gäste begeistern und sie<br />

mitten in die Geschichte von Paris versetzen.<br />

Wie hat sich die Außengastronomie in den<br />

letzten Jahren entwickelt?<br />

Zum einen passen wir uns im Verlauf der<br />

Jahreszeiten konstant den sich ändernden<br />

Bedürfnissen der Kund:innen an. Zum anderen<br />

hat die Pandemie den zunehmenden Wunsch,<br />

das Leben im Freien zu genießen – und somit<br />

auch unser Engagement für die Kreation<br />

einzigartiger Erlebnisse an der frischen Luft –,<br />

verstärkt. Unsere Orte sind heute zu urbanen<br />

Rückzugsorten geworden, an denen man sich<br />

entspannen und die Küche genießen kann, ganz<br />

egal, bei welchem Wetter.<br />

Mit welchen Herausforderungen sehen sich<br />

Outdoor-Restaurants konfrontiert?<br />

Das Wetter stellt sicherlich eine der größten<br />

Herausforderungen für Restaurants im Freien<br />

dar. Dank Einrichtungen, wie jene der Paris<br />

Society, die eine gleichwertige Kapazität drinnen<br />

und draußen bieten, gewährleisten wir jedoch<br />

ein kompromissloses Erlebnis, unabhängig von<br />

Alexandra de La Brosse …<br />

… ist Head of Communication bei<br />

Paris Society: Mit über 70 Venues –<br />

etwa dem »Girafe« oder dem »Maxim’s« –<br />

zählt der französische Anbieter zur<br />

Spitze der Luxus-Hospitality.<br />

Über den Dächern von Paris<br />

Inmitten der Cité de l’Architecture et du<br />

Patrimoine in Paris gelegen, wird der<br />

Besuch im »Girafe« zum Gesamterlebnis.<br />

den Bedingungen. Flexible Räume stellen also<br />

sicher, dass jede:r Besucher:in das gastronomische<br />

Angebot genießen kann, auch wenn das<br />

Wetter nicht mitspielt.<br />

Wie sieht die Zukunft der Outdoor-Gastronomie<br />

in Paris aus?<br />

Ich sehe die Zukunft der Außengastronomie in<br />

Paris als eine Huldigung an das Kundenerlebnis.<br />

Bei Paris Society haben wir die Absicht, aber<br />

auch den Ehrgeiz, für unsere Gäste immer einen<br />

Schritt weiter zu gehen. Wir werden weiterhin<br />

außergewöhnliches Exterior-Design schaffen,<br />

ergänzt von Livemusik, um unsere Abende zu<br />

beleben. Die Einführung eigener Bar-Bereiche<br />

ermöglicht es den Gästen, Rosé und Cocktails<br />

zu jeder Tageszeit zu genießen. Indem wir uns<br />

diese Innovationen zu eigen machen, zeigen wir:<br />

Wir sind weiterhin bestrebt, an der Spitze der<br />

Outdoor-Dining-Szene in Paris zu stehen!<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

145


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kulinarik / JAPANESE BAKERIES<br />

Kaffeehaus mit<br />

Matcha-Kultur<br />

Auch in Wien zieht der Trend<br />

zum japanischen Gebäck ein:<br />

Im »Shodai« sind auch die<br />

Desserts ansprechend in Rosa<br />

und Grün geformt. shodai.at<br />

MATCHA ALL OVER<br />

Fast unbemerkt hat sich ein neuer Trend in den Großstädten Europas etabliert:<br />

japanische Bäckereien und Cafés. Mit den schönen und gesunden Backwaren kamen<br />

auch stylishe preisgekrönte Shopkonzepte zu uns. <strong>LIVING</strong> hat die interessantesten<br />

japanischen Bäckereien zwischen Mailand, London und Berlin aufgespürt.<br />

TEXT FLORENTINA WELLEY<br />

Fotos: © Dan Dennison, © Magnus Aspelin<br />

148 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Ein aktueller Trend beschert immer<br />

mehr Großstädter:innen neue<br />

kulinarische Erlebnisse – schließlich<br />

entwickelt er sich rund um<br />

japanische Backwaren. Denn die asiatische<br />

Küche boomt nach wie vor und neue<br />

japanische Bäckereien, Cafés und Take-aways<br />

eröffnen weltweit. In Europa sind die kleinen,<br />

in der Regel detailverliebt gestalteten<br />

Geschäfte meist in gentrifizierten, jungen<br />

Stadtvierteln zwischen London, Berlin und<br />

Mailand angesiedelt. Speisen, die nach<br />

Zeitgeist schmecken, sind angesagt.<br />

NATÜRLICHE ZUTATEN BEI BROT<br />

UND INTERIOR<br />

Laut einer Umfrage der belgischen Puratos<br />

Group sind gut 85 Prozent jener<br />

Konsument:innen, die sich intensiv mit den<br />

Themen Essen und Gastro nomie beschäftigen,<br />

an nachhaltigen Lebensmitteln interessiert,<br />

Biozutaten und ein gewisser Gesundheitseffekt<br />

sind daher besonders wichtig. Gerade Matcha<br />

soll ja gesund für Körper und Seele sein – in<br />

einer japanischen Bäckerei gehört er wiederum<br />

zu den Grundzutaten: vom Tee bis zum<br />

Natürliche Zutaten<br />

Das »kame« in Berlin ist<br />

äußerst beliebt. Natürliche<br />

Farben stehen hier im<br />

Vordergrund. kame.berlin<br />

Pistazien- und Matchagrün<br />

Das Interior von Atelier<br />

Baulier im »Kova« in London<br />

spiegelt einen Mix aus<br />

japanischem und britischem<br />

Lifestyle.<br />

kovapatisserie.com<br />

Tiramisu. Vom Eis bis zum Brot. Backwaren,<br />

die die Seele, den Magen und das Auge<br />

erfreuen, sind Bestseller. Vorbilder für die<br />

Backwaren – und nicht zuletzt für das Interior-<br />

Design – sind preisgekrönte Shops in Asien.<br />

Ein Shoppingkonzept, das nicht nur<br />

Back waren anbietet, sondern den Konsument:innen<br />

auch Gemütlichkeit vermitteln<br />

will, hat etwa das Architekturbüro ONDO für<br />

ein Gassenlokal im chinesischen Nanjing<br />

entwickelt. Das »Re x Sugar« liegt versteckt im<br />

engen Gassengewirr, die Süßigkeiten der<br />

Bäckerei ziehen vor allem Kinder und ihre<br />

Mütter an. Deshalb sorgten die Architekten für<br />

ein helles Ambiente. Die Naturmaterialien, wie<br />

Steinsitze und eine Lounge aus Holzbrettern,<br />

dienen Kund:innen als Freizeitplätze und<br />

spiegeln den Bio-Gedanken der Kulinarik.<br />

BROT IM ZENTRUM<br />

Auch die preisgekrönte Bäckerei »Pinocchio«<br />

in Yokohama könnte als Vorbild für die<br />

Bäckereien in Europa gedient haben. Die<br />

Fassade des Minigeschäfts beim Bahnhof<br />

Ōguchi , wurde von den in Tokio ansässigen<br />

Architekten I IN in der Farbe von gebackenem<br />

Brot gestrichen. Im Innenraum reduzierten sie<br />

das Interior auf ein Minimum, ergänzten es<br />

mit Holz und holten weiches Licht herein. Das<br />

Brot platzierten sie als kostbares Produkt<br />

einzeln auf Holzregalen und schufen damit ein<br />

neues Bäckerei-Image.<br />

In Wien möchte das »Shodai Matcha«<br />

japanische Kultur, fusioniert mit Wiener<br />

Kaffeehaustradition, vermitteln. Mit Matcha<br />

gefärbte Pancakes, Cheesecakes, Eiscreme oder<br />

Bubble Teas können im farbenfroh gestalteten<br />

Ambiente verkostet werden. Hier sind nicht<br />

nur die Desserts geschmackvoll, sondern auch<br />

das Café, das mit fliederfarbenen Wänden und<br />

einem beigen Interior an Schlagobers und<br />

Schneeeis erinnert.<br />

><br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

149


kulinarik / JAPANESE BAKERIES<br />

Schlicht und schön.<br />

Das schicke »Pan« in Mailand<br />

ist ein Hotspot für Kulinarik<br />

und minimalistisches<br />

Interior-Design.<br />

panmilano.com<br />

Purismus<br />

Vorbild für die Bakerys in<br />

Europa: das »Re x Sugar«<br />

des Studios ONDO in China.<br />

ondostudio.cn<br />

><br />

Auch die Patisserie »Kova« in Kensington<br />

setzt auf Fusion bei Interior und Backwaren. Die<br />

Möblierung von Atelier Baulier spiegelt einen<br />

Mix aus japanischem und britischem Lifestyle.<br />

Die Architekt:innen ließen sich dabei von<br />

traditionellen japanischen Gärten inspirieren.<br />

Die Betreiber servieren Matcha-Shortcakes und<br />

-Tarts. Eine Mohair-Samt-Polsterung, Wollvorhänge<br />

und PET-Filz-Wandpaneele bringen<br />

Komfort. Und das satte Rosa der Konditorei soll<br />

das leuchtende Grün der Matcha-Brownies<br />

kontrastieren. Denn eines verbindet alle<br />

japanischen Bäckereien: Matcha.<br />

»Unsere Bestseller sind Matcha-Kuchen,<br />

Matcha-Tiramisu und Matcha-Cookies«, erzählt<br />

Machiko Yamashita. Mit sechs Mitarbeiter:innen<br />

rockt die Chefin der ersten japanischen<br />

Bäckerei in Berlin heute bereits zwei Lokale.<br />

Das »kame« ist ein Café und Take-away. »Auch<br />

Yuzu, ein Zitronenkuchen, ist Bestseller. Frische<br />

Backwaren machen wir nur am Wochenende,<br />

der Matcha-Käsekuchen ist dabei der Renner.«<br />

Das Lokal, das anfangs ein einfaches DIY-<br />

Interior hatte, wurde nach der Pandemie mit<br />

dem flotten Design einer spanischen Interior-<br />

Marke erneuert.<br />

Preisgekrönt<br />

Das Shopkonzept der<br />

Architekten I IN für das<br />

»Pinocchio« mitten in<br />

Yokohama ist bewusst<br />

reduziert gehalten. i-in.jp<br />

DIRTY MATCHA IM MODE-MAILAND<br />

Auch im schicken Modeviertel rund um die<br />

Mailänder Via Montenapoleone avancierte<br />

zuletzt eine japanische Bäckerei zum Hotspot.<br />

Das »Pan« ist dabei Bäckerei, Küche, Weinbar,<br />

vor allem aber beliebter Treffpunkt der Nachbarschaft.<br />

Entstanden ist das Lokal in Zusammenarbeit<br />

des japanischen Kochs Yoji<br />

Tokuyoshi, der Gastronomin Alice Yamada und<br />

des Mailänder Designstudios Wok. Blasses<br />

Erbsengrün ist industriellem Glasfasergitter<br />

nachempfunden und symbolisiert – was<br />

sonst – Matcha. Gleichfärbige Ombré-Stoffbahnen<br />

hängen seriell von der Decke und erinnern<br />

an Noren – die traditionellen japanischen<br />

Vorhangtrennwände. Ein minimalistischer<br />

Interior-Stil, der wiederum perfekt mit den<br />

aufwendig dekorierten Backwaren matcht. <<br />

Fotos: Tomooki Kengaku Photography, beigestellt<br />

150 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


d.signwerk.com


kulinarik / JAPANESE STYLE<br />

Natürlich<br />

Das Tafelservice »Coppa<br />

Nori« vermittelt Ruhe<br />

und Beständigkeit. Mit<br />

seidenmatter Effektglasur.<br />

asa-selection.com<br />

Romantisch<br />

Die Teller aus der »Rinka«-<br />

Kollektion werden nach alten<br />

Handwerkstechniken in Japan<br />

gefertigt und bringen Blumenformen<br />

auf den Tisch.<br />

katiefischer.de<br />

Praktisch Die »Corniches«-<br />

Schalen der Gebrüder<br />

Bouroullec folgen einer<br />

japanischen Formensprache.<br />

vitra.com<br />

Natürliche Materialien, harmonische Formen, sanfte<br />

Romantik. Diese Accessoires sorgen für ein entspannt<br />

japanisches Ambiente auf dem Esstisch.<br />

Kraftvoll<br />

Mit der farbenprächtigen Serviette<br />

»Kiiruna« bringt Marimekko<br />

Artenvielfalt auf den Tisch.<br />

marimekko.com<br />

Strahlend<br />

Die »Hashira«-Tischleuchte<br />

von Audo ist eine moderne<br />

Version der traditionellen<br />

Reispapierlaternen aus Japan.<br />

connox.de<br />

Handlich<br />

Die Akazienholzschalen von<br />

Muji sind handgearbeitet und<br />

eignen sich sowohl als Trinkals<br />

auch als Müslischale.<br />

muji.eu<br />

Zart<br />

Das zarte Teeporzellan<br />

» Sakura« mit Kirschblütendekor<br />

trifft auf Untersetzter<br />

aus Akazienholz.<br />

edelgut.eu<br />

Fotos: beigestellt<br />

152 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


GESUNDHEITSHOTEL SPANBERGER<br />

GESUNDHEIT<br />

WACHSEN LASSEN<br />

»Der Darm ist die Wurzel der Pflanze Mensch« war der Leitspruch des berühmten<br />

Kurarztes Dr. F. X. Mayr. Sein Geburtshaus verbindet heute die moderne »Mayr-Kur«<br />

mit dem Charme eines familiären Boutiquehotels.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

So wie die Kraft des Baumes aus<br />

den Wurzeln kommt, ist der Darm<br />

verantwortlich für unsere Gesundheit.<br />

Dr. F. X. Mayr erkannte das<br />

schon vor 100 Jahren. Seine »Mayr-Kur«<br />

hat sich mit der Forschung stetig weiterentwickelt<br />

und wird als moderne Mayr-<br />

Medizin von zahlreichen Ärzt:innen<br />

praktiziert.<br />

Der Ursprung liegt in der steirischen<br />

Berglandschaft, im kleinen Kurort<br />

Gröbming: Das »Gesundheitshotel<br />

Spanberger« ist nicht nur das Geburtshaus<br />

von F. X. Mayr, es ist auch nach wie vor<br />

seine Familie, die das historische Gebäude<br />

als modernes Mayr-Kurhotel führt.<br />

Mit viel Liebe zum Detail wurde das<br />

Haus, das aus dem 500 Jahre alten Familiensitz<br />

und einem 1913 erbauten Jugend-<br />

stilhotel besteht, zu einem gemütlichen Boutiquehotel<br />

umgebaut. Stoffe von Josef Frank,<br />

Élitis- und Pierre-Frey-Tapeten, Occhio-Lampen,<br />

moderne Designmöbel und Antiquitäten,<br />

manche sogar aus dem legendären »Ritz<br />

Paris«, werden in einen gekonnten Mix aus<br />

Alt und Neu gesetzt und schaffen statt einer<br />

kühlen Klinik einen Ort zum Wohlfühlen.<br />

Im Fokus steht der Mensch: Das gesamte<br />

Kurprogramm wird individuell erstellt, maximal<br />

27 Gäste werden ärztlich und therapeutisch<br />

begleitet. Modernste medizinische<br />

Methoden verbinden sich mit traditioneller<br />

Naturheilkunde und einem fundierten Wissen<br />

über gesunde basische Ernährung, insbesondere<br />

wie man diese schmackhaft zubereitet.<br />

Letzteres wird in Kochkursen an die<br />

Gäste weitergegeben, damit der Kurerfolg<br />

auch zu Hause bestehen bleibt.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

spanberger.at<br />

ADVERTORIAL<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

153


kulinarik / AUFBEWAHRUNG<br />

Moderne Speis<br />

Das Möbelwerk Schüller hat<br />

sich auf schlaue Stauraumlösungen<br />

spezialisiert.<br />

schueller.de<br />

Fotos: beigestellt<br />

154 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Die Lebensmittelzentrale<br />

Geht es um Funktionalität in der Küche, spielt das Thema<br />

Aufbewahrung eine große Rolle. Kein Wunder also, dass rund<br />

um die Vorratskammer mit großer Lust sortiert, organisiert<br />

und nach passenden Designlösungen gesucht wird.<br />

TEXT MARLENE MAYER<br />

Bewahren, verwahren, verwalten. Die<br />

Speisekammer vermittelt immer<br />

schon Sicherheit. Sie steht für<br />

Ordnung und Planbarkeit, hat mit<br />

Genuss ebenso viel zu tun wie mit Grundversorgung,<br />

verströmt eine beruhigende<br />

Wirkung und spielt dabei doch mit Erwartungen.<br />

Da ist es nur konsequent, dass das<br />

Thema Vorrat gerade in Krisenzeiten<br />

verstärkt in den Fokus rückt. Weil das<br />

Weckglas immer auch ein Versprechen an<br />

die Zukunft abgibt und Themen wie Sauerteigaufzucht<br />

und Fermentierungstechnik mit<br />

der Verschiebung ins Private (ja, Corona!)<br />

zuletzt eben besonders interessant wurden.<br />

In dieser Gemengelage wird die Speisekammer<br />

nun zu einem neuen alten Sehnsuchtsort<br />

– wo der Gärtopf seinen Platz neben den<br />

Getränke kisten hat und Konserven und<br />

Vorratsbehälter fein säuberlich und akkurat<br />

aufgestapelt sind.<br />

ORDNUNG AUF 4 QUADRATMETERN<br />

Wer selbst baut, plant daher in der Regel<br />

bereits im Vorfeld eine Vorratskammer, wer<br />

mit bereits vorhandenem Grundriss konfrontiert<br />

ist, sucht häufig nach Möglichkeiten den<br />

Lebensmittelstauraum zu optimieren. »Die<br />

Speisekammer bekommt von Bewohner:innen<br />

entweder sehr viel oder überhaupt gar keine<br />

Aufmerksamkeit«, weiß der amerikanische<br />

Architekt Bob Borson, der von Berufs wegen<br />

einen Schwerpunkt auf »Pantry-Design« legt.<br />

Mit der richtigen Planung stehen die Chancen<br />

auf nachhaltig geordnete Verhältnisse<br />

jedenfalls deutlich besser, da sind wohl alle<br />

Raumplaner:innen mit Borson einer Meinung.<br />

Es sind bestimmte Parameter, die sich<br />

hier etabliert haben – Größe, Temperaturund<br />

Lichtverhältnisse, Ordnungssysteme sind<br />

die Schlagworte, die dabei relevant sind. Die<br />

optimale Quadratmeteranzahl wird mit vier<br />

kolportiert, der Raum sollte idealerweise<br />

direkt an die Küche anschließen und an<br />

><br />

Versteckte Vorräte<br />

Steht keine separate Speisekammer<br />

zur Verfügung, verhelfen<br />

tiefe Schränke, hohe Laden und<br />

Sortierhilfen zu mehr Ordnung.<br />

next125.com<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

155


kulinarik / AUFBEWAHRUNG<br />

Luftige Lagerung<br />

Beste Bedingungen für Zwiebeln<br />

und Kartoffeln bieten die<br />

stapelbaren Keramikbehälter<br />

von Rehau für Manufactum.<br />

manufactum.at<br />

><br />

einer Außenwand liegen. Empfohlen<br />

werden Temperaturen von konstant kühlen<br />

15 Grad Celsius und eine Luftfeuchtigkeit um<br />

die 70 Prozent. Was diese Eckdaten angeht,<br />

unterscheidet sich die moderne Vorratskammer<br />

nicht grundlegend von der traditionellen<br />

bäuerlichen Landhausspeis längst vergangener<br />

Tage. Doch selbst wo heute noch der<br />

Speck von der Decke hängt und die Kartoffeln<br />

in der Erde liegen, haben mittlerweile<br />

moderne und praktische Ordnungs- und<br />

Lagerungssysteme Einzug gehalten.<br />

VON FLEX-BOX BIS KREUZECK<br />

So hat sich eine ganze Reihe an Herstellern<br />

auf Regalsysteme spezialisiert, die flexibel<br />

und modular an die unterschiedlichen<br />

Bedürfnissen der lagernden und sammelnden<br />

Bewohner:innen angepasst werden<br />

können. Schüller entwickelte etwa ein<br />

Ordnungssystem, das darauf angelegt ist,<br />

jeden vorhandenen Zentimeter optimal<br />

Nach Farbe sortiert<br />

Das Küchenmanagementsystem<br />

»Truehomeware« von<br />

dottings für Riess gibt es in<br />

sechs verschiedenen Farben.<br />

riess.at<br />

auszunutzen. Man denkt also in die Höhe<br />

und in alle Ecken hinein, kippt Regalbretter<br />

(für Getränkekisten), setzt Kreuze in<br />

Schub laden (für allgemeine Ordnung), nutzt<br />

stapelbare und größenverstellbare Flex-Boxen.<br />

AUFGERÄUMTE VERHÄLTNISSE<br />

Auch der deutsche Küchenhersteller next125<br />

legt den Fokus auf das Verstauen und<br />

Sortieren und hat sich des kleinteiligen<br />

Innenlebens von Schränken und Laden<br />

angenommen. Herausgekommen ist das<br />

Ordnungssystem »Primus«, bei dem Chaos<br />

im Grunde keine Chance mehr hat. Individuellere<br />

Gestaltungsmöglichkeiten bietet der<br />

Einsatz der vielen Dosen, Kisten und Gläser<br />

nahezu aller großen Designhersteller. Die<br />

Serie »Truehomeware« von dottings für Riess<br />

ist dabei etwa längst zu einem modernen<br />

Klassiker geworden, aber auch die Borosilikatgläser<br />

von Hay bringen Farbe in die Speis.<br />

Und bunt ist Ordnung doch gleich noch<br />

etwas schöner.<br />

<<br />

Gut verwahrt<br />

Der Deckel des Brotkastens<br />

von Kira Usbeck für Andersen<br />

Furniture ist gleichzeitig auch<br />

ein Schneidebrett.<br />

connox.de<br />

Fotos: beigestellt<br />

156 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


CULLIGAN<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

KÜCHENWUNDER:<br />

ZIP HYDROTAP<br />

Entdecken Sie die Multifunktionsarmaturen von Zip:<br />

die Zukunft der Küche mit Heiß-, Kalt- und Sodawasser auf<br />

Knopfdruck. Einfachheit und Eleganz vereint.<br />

Eine Armatur, die alles kann – zu<br />

schön, um wahr zu sein? Nein,<br />

die Küche der Zukunft setzt auf<br />

Multifunktionsarmaturen, die<br />

Heißwasser, gekühltes gefiltertes oder<br />

prickelndes Wasser zubereiten können.<br />

Zuhause die Lieblingspasta schneller zubereiten<br />

mit Heißwasser, oder das prickelnde<br />

Sodawasser für einen spritzigen Cocktail auf<br />

Knopfdruck zur Verfügung haben, das macht<br />

Freude und das Leben eine Spur einfacher.<br />

Entwickelt mit führender Technologie aus<br />

UK und unterstützt durch den erstklassigen<br />

Service von Culligan Austria, bieten die »Zip<br />

HydroTap«-Armaturen sorgenfreies Küchenfeeling.<br />

Mit dieser Kombination haben Sie<br />

die Zutaten für ein erfolgreiches Gericht.<br />

Der Unterschied liegt in der Technik: Während<br />

andere Multifunktionsarmaturen regelrechte<br />

Dampfkessel sind, bei denen durch<br />

Druck Heißwasser erzeugt wird, wird bei<br />

den Zip-Armaturen das Wasser bereits unter<br />

der Spüle aufbereitet, erhitzt und kommt in<br />

einem geordneten Strahl – ohne Dampf – aus<br />

der Armatur.<br />

STILVOLLE AUSWAHL<br />

Für den komfortablen Einsatz der Armaturen<br />

können Sie zwischen einer Hauptarma­<br />

tur beim Waschbecken oder einer freistehenden<br />

Armatur wählen. Die richtige<br />

Farbe darf natürlich ebenfalls nicht fehlen,<br />

hier gibt es von Chrom über Roségold bis<br />

Schwarz alles, was das Herz begehrt.<br />

Durch Filtersysteme werden bei Bedarf<br />

Kalk und mit dem Aktivkohlefilter<br />

Schwebstoffe und Chlor aus dem Leitungswasser<br />

gefiltert. Das veredelte Leitungswasser<br />

kann nun perfekt für alle möglichen<br />

Getränke und Gerichte verwendet<br />

werden.<br />

Die Multifunktionsarmaturen von<br />

Culligan bieten somit nicht nur Komfort,<br />

sondern auch Sicherheit und Qualität in<br />

der Küche, die den Ansprüchen moderner<br />

Haushalte und Gastronomiebetriebe<br />

gerecht werden. Mit ihrem eleganten<br />

Design und ihrer innovativen Technologie<br />

sind sie eine Bereicherung für jede Küche<br />

und tragen dazu bei, das Kocherlebnis zu<br />

verbessern und den Alltag zu erleichtern.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

culligan.at/fur-zuhause/armaturen/<br />

ADVERTORIAL<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

157


kulinarik / LOCATIONS<br />

»Das Restaurant<br />

›Rossbarth‹ in Linz<br />

wird von zwei super<br />

energiegeladenen jungen<br />

Haubenköchen geführt, die<br />

immer wieder auf der Suche<br />

nach neuen Ideen und<br />

Herausforderungen<br />

sind.«<br />

»Im ›Torre Vella‹ ist das Setting besonders urig, bäuerlich, fast<br />

schon karg. Aber in seiner Reduktion aufs Ursprüngliche wird das<br />

Gesamterlebnis stimmungsmäßig auf den Punkt gebracht. Als<br />

wäre Wabi-Sabi eine menorquinische Erfindung.«<br />

»Rossbarth«, Linz, rossbarth.at<br />

»Torre Vella«, Menorca, lesdomainesdefontenille.com<br />

AUSWÄRTS ESSEN …<br />

Wo trifft Design auf gemütliches Ambiente, Kunst auf<br />

kulinarisches Konzept? Innenarchitekt Harald Hatschenberger<br />

verrät seine Lieblingslokale und was sie auszeichnet.<br />

Gastronomie und Genuss spielen für<br />

den Innenarchitekten Harald<br />

Hatschenberger eine wichtige Rolle –<br />

immerhin hat er als einer der kreativen<br />

Köpfe des Designbüros destilat schon eine<br />

ganze Reihe an Hotels und Lokalen gestaltet.<br />

Besonderen Stellenwert hat dabei gerade auch<br />

die spanische Küche – immerhin hat<br />

Hatschenberger gemeinsam mit seiner Frau<br />

gerade ein Ferienhaus auf Menorca umgebaut.<br />

Gestärkt hat sich das Paar in dieser Zeit etwa<br />

im »Menorca Experimental«: »Wir haben dort<br />

Fleisch direkt auf einem Rinderknochen<br />

serviert bekommen – ganz reduziert, aber<br />

geschmacklich so auf den Punkt gebracht. Für<br />

mich ist das die perfekte kulinarische Entsprechung<br />

meines persönlichen minimalistischen<br />

Gestaltungsansatzes.«<br />

»Ein<br />

unglaublich<br />

stimmungsvolles<br />

Ambiente in einem<br />

restaurierten alten<br />

Gutshof mitten am Land<br />

im Nirgendwo – und<br />

das Essen ist<br />

sensationell.«<br />

Harald Hatschenberger<br />

Gemeinsam mit Thomas<br />

Neuber und Henning<br />

Weimer bildet<br />

Hatschenberger destilat –<br />

ein Architektur- und De -<br />

signbüro, das sich einer<br />

klaren, minimalistischen<br />

Formensprache verpflichtet<br />

hat und sowohl national<br />

wie international operiert.<br />

Zu ihren Projekten<br />

gehören u. a. die Ritz-<br />

Carlton-Hotels in Wien,<br />

Moskau und Wolfsburg.<br />

destilat.at<br />

»Kulinarik und<br />

Ambiente werden<br />

hier auch durch die<br />

Innenarchitektur von Tzou<br />

Lubroth, einem absoluten<br />

Spezialisten, zu einem<br />

außergewöhnlichen<br />

Gesamterlebnis.«<br />

»Sang Sang«, Wien, sangsang.at<br />

Pizzeria »22k«, Linz, 22k.pizza<br />

»Experimental«, Menorca, es.menorcaexperimental.com<br />

158 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24<br />

»Hier in der Linzer<br />

Tabakfabrik wird die Pizza<br />

auf ein neues kulinarisches<br />

Niveau gebracht.«<br />

Fotos: beigestellt


DR. HAMZA<br />

DR. HAMZA SMILE<br />

Wo Innovation, Präzision und Schönheit Hand in Hand gehen.<br />

PASSION FÜR ZAHNMEDIZIN SEIT 2014<br />

In der Welt der ästhetischen Zahnheilkunde<br />

ist Dr. Hamza in seinen jungen Jahren<br />

bereits eine echte Koryphäe und ein Spezialist<br />

auf dem Gebiet der Implantologie. Mit<br />

seiner Leidenschaft für Perfektion und einem<br />

Auge für Details hat sich Dr. Hamza als<br />

einer der Vorreiter für ästhetische Zahnbehandlungen<br />

etabliert. »Schöne Zähne<br />

sind nicht nur ein Zeichen von Gesundheit,<br />

sondern auch ein Symbol für Selbstbewusstsein<br />

und Wohlbefinden«, so Dr. Hamza.<br />

In seiner modernen Praxis im Herzen von<br />

Wien, in der Marxergasse 7/13 im dritten<br />

Bezirk, empfängt der charismatische Zahnarzt<br />

seine Patient:innen aus aller Welt.<br />

Sein Fachgebiet erstreckt sich über eine<br />

breite Palette ästhetischer Verfahren,<br />

darunter unter anderem die berühmten<br />

Hollywood-Smile-Behandlungen.<br />

Es ist ein ästhetisches Ideal, das durch<br />

verschiedene kosmetische Zahnbehandlungen<br />

erreicht wird, wie zum Beispiel<br />

Bleaching, Veneers, Zahnspangen und<br />

andere Verfahren der Zahnkorrektur.<br />

Ein Hollywood-Smile zeichnet sich durch<br />

perfekt ausgerichtete weiße Zähne aus,<br />

die gleichmäßig und natürlich wirken.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

DR. HAMZA MEETS DUBAI<br />

Dr. Hamza legt großen Wert auf einen<br />

ganzheitlichen Ansatz in seinen Behandlungen.<br />

Ein schönes Lächeln bedeutet für ihn<br />

mehr als nur perfekte Zähne – es ist das<br />

Zusammenspiel von Zähnen, Zahnfleisch<br />

und Gesichtszügen, das ein ästhetisches<br />

Ergebnis schafft. Er plant und führt jeden<br />

ästhetischen Aspekt sorgfältig aus und<br />

investiert in Innovationen und Materialien,<br />

um seinen Patient:innen die bestmögliche<br />

Behandlung zu bieten. Mit seinem Partnerlabor<br />

in Dubai bleibt er stets auf dem neuesten<br />

Stand der Technologie. Dr. Hamza ist<br />

bekannt für seine einfühlsame Art und<br />

arbeitet eng mit seinen Patient:innen<br />

zusammen, um ihre individuellen Ziele zu<br />

erreichen. Während Bleaching-Behandlungen<br />

können Patient:innen sogar ihre Lieblingsserie<br />

auf Netflix anschauen.<br />

Vereinbaren Sie Ihren Termin für ein strahlendes<br />

Lächeln und ein Leben voller Selbstvertrauen<br />

bei Dr. Hamza.<br />

Marxergasse 7/13, 1030 Wien<br />

T: +43 1 8901325, +43 660 7526162<br />

info@ihre-zahnarztpraxis.at<br />

IG: dr.mh.hamza<br />

ADVERTORIAL<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

159


SPEKTAKULÄRES NEUBAUPROJEKT<br />

LIFESTYLE APARTMENTS<br />

IBIZA<br />

CREO – LIFESTYLE APARTMENTS IBIZA<br />

PREISE AB 630.000 €<br />

• 5 Minuten von Ibiza-Stadt, 10 Minuten vom Flughafen und 50 Meter<br />

vom Strand Ses Figueretes entfernt<br />

• Große, organisch geformte Pool-Landschaft in üppig begrünter Außenanlage<br />

• Rooftop-Gym mit Meerblick<br />

• Community Sunset Dachterrasse<br />

• Wohnungen ab 70 qm mit 1 bis 3 Schlafzimmern bis zu Penthäusern mit Meerblick<br />

• Alle Einheiten mit Balkon, (Dach-)Terrasse oder privatem Garten<br />

sowie Tiefgarage und Abstellraum<br />

+34 871 001 263<br />

INFO@DV-GROUP.DE<br />

WWW.CREO-IBIZA.COM<br />

BALEARIC LUXURY. MADE IN GERMANY.


<strong>LIVING</strong><br />

RESIDENCES<br />

184<br />

162<br />

Fotos: © Iwan Baan, Mutsumi Morita/AP/picturedesk.com, beigestellt<br />

174<br />

170<br />

AB INS EIGENTUM!<br />

Die Reise führt heuer in exklusive<br />

Ferienimmobilien. (S. 162)<br />

FORM UND PHILOSOPHIE<br />

Pritzker-Preisträger Riken<br />

Yamamoto im Porträt. (S. 170)<br />

NATÜRLICH BAUEN<br />

Mit biologisch abbaubaren Materialien<br />

lassen sich auch Häuser und<br />

Autos bauen. (S. 174)<br />

MY CITY<br />

Robbrecht en Daem Architecten<br />

führen durch Gent. (S. 184)


esidences / FERIENIMMOBILIEN<br />

162 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


AB INS<br />

EIGENTUM!<br />

Zitrone und Rosmarin in der Nase, das Salz des Meeres auf<br />

der Zunge. Wir machen wieder Urlaub – am liebsten in der<br />

eigenen Immobilie. Neue Modelle von Mit-Eigentum<br />

ermöglichen es nun auch kleineren Budgets, noble<br />

Ferienimmobilien zu kaufen. TEXT HEIMO ROLLETT<br />

Montenegro<br />

Das Erfolgsmodell Porto Montenegro geht weiter.<br />

Synchro Yards ist das neue Premium-Viertel mit zwei<br />

von Woods Bagot entworfenen Luxusresidenzen. »Aeris«<br />

heißt das eine – etwas hochwertigere –, »Ivo« das andere<br />

Gebäude. Ab 770.000 Euro ist man dabei. Das Herz und<br />

die Seele von Synchro Yards wird ein geschickt umgebautes<br />

ehemaliges Werftgebäude sein, das ganzjährig kulturell<br />

bespielt werden soll. Fertigstellung: 2026.<br />

portomontenegro.com<br />

Foto: © Porto Montenegro<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

163


esidences / FERIENIMMOBILIEN<br />

Sommer, Sonne, Eigentum – warum<br />

sollte man sich mit ein, zwei Wochen<br />

Urlaub am Meer zufriedengeben,<br />

wenn man eine Ferienimmobilie<br />

kaufen kann? Sicher, die Betonung liegt auf<br />

dem Können. Wer über ausreichend Kapital<br />

verfügt und nicht zu hoch oder auch gar<br />

nicht fremdfinanzieren muss, der hat aus<br />

Käufersicht derzeit gute Karten, erklären<br />

Ex pert:innen. Er oder sie kommt jedoch nicht<br />

um die essenzielle Frage herum, wo das Geld<br />

investiert wird. Was ist zukunftsfähig in<br />

Zeiten der bevorstehenden Klimakatastrophe?<br />

MALEDIVEN IM MITTELMEER<br />

Wer sich darüber Gedanken macht, ist wohl<br />

tatsächlich besser im Mietsegment aufgehoben<br />

und könnte sein Geld ja auch in anderen –<br />

etwa urbanen oder eben auch rein renditeorientierten<br />

touristischen – Immobilien anlegen.<br />

Wer wirklich an die nächsten 100 Jahre<br />

denkt, der muss ehrlich und radikal sein. Die<br />

aktuelle und ganz hervorragende Ausstellung<br />

»Über Tourismus« im Architekturzentrum<br />

Wien skizziert in einem Zukunftsbild für das<br />

Jahr 2100 die Situation an der nördlichen<br />

Adria etwa so: Der Küstenabschnitt von<br />

Grado bis Ravenna ist nach dem Steigen des<br />

Meeresspiegels ganz verschwunden. Anfangs<br />

habe die Regierung noch versucht, mit<br />

einzelnen Maßnahmen gegenzusteuern,<br />

irgendwann musste sie aber hilflos aufgeben.<br />

Schließlich entstand aus einzelnen, den<br />

Meeresspiegel noch überragenden Orten eine<br />

luxuriöse Inselwelt mit Blick auf die nun<br />

renaturierte und nicht mehr neu verbaute<br />

Küste. Architektonisch habe man sich bei den<br />

neuen Häusern von den einstigen Malediven<br />

inspirieren lassen. Neue und lästige Krankheiten<br />

wie Malaria und Denguefieber ertrage<br />

man eben so gut es geht.<br />

Klar, diese Vorstellung ist frei erfunden,<br />

aber sie gibt eine Idee davon, was uns alles<br />

erwarten kann. Beeinflusst das die Investitionsentscheidung<br />

von heute? Kaum, meinen<br />

Immobilienexpert:innen und auch<br />

Verhaltensforscher:innen. Bemerkbar sei,<br />

dass klassische Mittelmeerländer ihre Saison<br />

nach vorne und nach hinten hin ausdehnen,<br />

um Alternativen für die heißer werdenden<br />

Sommermonate zu bieten. Die Buchungen<br />

Gardasee<br />

Es soll ein avantgardistisches Vorzeigeprojekt<br />

werden, in dem die Natur die wesentliche<br />

Rolle spielt und sich bis ins Innere der Gebäude<br />

hineinzieht: »Falkensteiner Park Resort Lake<br />

Garda« in Salò wurde von Matteo Thun entworfen.<br />

Neben einem Hotel wird es auch Apartments<br />

geben, die unter dem bereits etablierten<br />

Premium Living von Falkensteiner verkauft und<br />

serviciert werden. falkensteiner.com<br />

gehen nicht zurück. Neue Destinationen –<br />

etwa im Norden oder in den Alpen – gewinnen<br />

zusätzlich an Bedeutung.<br />

NEUE FINANZIERUNGSMODELLE<br />

Frischen Wind für Käufer:innen und<br />

Eigentümer:innen bringen Start-ups wie<br />

Myne, bei dem man online einen Anteil an<br />

einem Ferienhaus kaufen kann. Das Objekt,<br />

den Kaufpreis und die laufenden Kosten teilt<br />

man sich mit bis zu sieben anderen<br />

Miteigentümer:innen, im besten Fall ergänzen<br />

sich deren Nutzungsbedürfnisse, also die<br />

einen mit Kinder, die anderen pensioniert<br />

etc., sodass nicht alle zugleich die Immobilie<br />

nutzen wollen. Aktuell sind auf der Website<br />

Objekte in Italien, auf den Balearen, aber<br />

auch in Tirol zu finden. Eine andere Art,<br />

><br />

Foto: Falkensteiner<br />

164 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


WIR HABEN DEN<br />

GRUND FÜR IHRE<br />

VORSTELLUNGEN.<br />

www.aure-immobilien.at


esidences / FERIENIMMOBILIEN<br />

><br />

sich trotz prall gefüllter Bankkonten<br />

Kosten zu teilen ist StayOne. Dabei handelt<br />

es sich um eine kuratierte Gemeinschaft von<br />

Eigentümer:innen und Mieter:innen »der<br />

besten ein Prozent aller Villen, Chalets und<br />

Herrenhäuser«, so der O-Ton. Innerhalb der<br />

Marbella<br />

Bestlage im spanischen Marbella: Das Ensemble<br />

aus fünf Villen wurde von einem Expertenteam des<br />

Modehauses Elie Saab entworfen und spielt alle<br />

Stückerl. Die Kosten aber auch. Zwischen 8,3 und<br />

9,6 Mio. Euro seien es, verrät das Maklerhaus Engel<br />

und Völkers. Geboten werden dafür rund 1.000 m 2<br />

Wohnfläche und mehr als doppelt so viel Outdoor-<br />

Spielwiese mit Pool, Mittelmeer-Blick und<br />

Conciergeservice. marbella-ev.com<br />

Community werden die Nobelherbergen zur<br />

Vermietung angeboten – so kann man zwar<br />

Geld in Eigentum anlegen, ist aber nicht<br />

immer auf die eigene Destination angewiesen.<br />

Aktuell zählt die Ferienhaussammlung<br />

von StayOne rund 4.000 Immobilien an über<br />

250 Orten. Darunter befindet sich beispielsweise<br />

auch das atemberaubende »Château de<br />

la Croix des Gardes« an der Côte d’Azur, das<br />

»Mandarin Oriental Exclusive Homes« im<br />

heurigen Frühjahr gekauft hat und über<br />

StayOne vermarktet. Das Chalet mit 16<br />

Schlafzimmern ist in einen 25 Hektar großen<br />

Dubai<br />

Trendmetropole, Wirtschaftsmotor und Ferienparadies:<br />

Investments in Dubai florieren wieder.<br />

Der weltweit einzigartige »Cavalli Tower« ist die<br />

prestigeträchtige Ergänzung der Marina und C&P<br />

bietet Ferienwohnung in ihm an. Eine fast 84 m 2<br />

große Wohnung kommt auf 597.500 Euro, man<br />

kann sie auch vollmöbliert und mit Vermietungsservice<br />

erwerben – die Nettorendite bei Vermietung<br />

würde jedenfalls 6 % übersteigen. cp-ag.at<br />

italienischen Park eingebettet, hat einen<br />

Panoramablick übers Mittelmeer und diente<br />

1955 als Kulisse für Alfred Hitchcocks Film<br />

»Über den Dächern von Nizza«.<br />

THE BOOM IS BACK<br />

Wer die Ferienwohnung mit dem Taschenrechner<br />

kauft und sich für den Nahen<br />

><br />

Fotos: Engel & Völkers Marbella, beigestellt<br />

166 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


LUXURY <strong>LIVING</strong><br />

LUXURY <strong>LIVING</strong><br />

AM MONDSEE<br />

ELEGANTE APARTMENTS DIREKT AM WASSER<br />

Vier-Zimmer-Gartenapartment – 150qm Wohnfläche – Terrasse – Garten – Hobbyraum/ Wellness – Kaufpreis: EUR 3.580.000,00<br />

Drei-Zimmer-Gartenapartment – 107qm Wohnfläche – Terrasse – Garten – Hobbyraum/ Wellness – Kaufpreis: EUR 3.160.000,00<br />

Zwei-Zimmer-Gartenapartment – 75qm Wohnfläche – Terrasse – Garten – Kaufpreis: EUR 1.890.000,00<br />

SELINA IMMOBILIEN | Mondsee | T + 43 6232 63 600 | www.selina-immobilien.at | office@selina-immobilien.at


esidences / FERIENIMMOBILIEN<br />

Istanbul<br />

Eine solche Bleibe im Herzen der pulsierenden Urbanität<br />

Istanbuls bleibt immer etwas Spezielles und<br />

die sieben Meter hohen Decken und der Ausblick<br />

auf die Skyline der Stadt machen diese Penthäuser<br />

weiters außergewöhnlich. Ein eigener Kinosaal mit<br />

Ledersofas, ein Indoorpool und eine Amenity<br />

Lounge sorgen auch während kühlerer Tage für<br />

gute Unterhaltung. Es muss ja nicht immer Strand<br />

sein, schon gar nicht, wenn man das Service dieser<br />

»Four Seasons Privat Residences« genießen kann.<br />

fourseasons.com/residences<br />

><br />

Osten interessiert, der hat in Dubai aktuell<br />

wieder gute Karten. Immerhin ist der dortige<br />

Immobilienmarkt letztes Jahr weltweit am<br />

drittstärksten gewachsen (+18 %) und für<br />

<strong>2024</strong> erwarten Experten ein Wachstum von 7<br />

bis 9 % – und auch die Wirtschaft wächst<br />

gesund, wie aus dem aktuellen »Global<br />

Residential Cities Index« von Knight Frank<br />

ersichtlich wird. Das Emirat macht keine<br />

großen Vorgaben, was Käufer:innen mit<br />

ihren Wohnungen genau tun müssen – sie<br />

können selbst genutzt und/oder vermietet<br />

werden. Das bringt Flexibilität. Wer sie auch<br />

vermieten will, sollte aufgrund des starken<br />

Angebots auf Airbnb und Co besonders auf<br />

die Lage achten.<br />

In Dubai, aber auch anderswo rund um<br />

den Globus, zeigt sich ein klarer Trend zu<br />

Luxusmarken – ob nun einfach nur die<br />

Wohnhäuser, Türme oder Anlagen mit einer<br />

Brand wie Armani, Cavalli, Bugatti, Jacob &<br />

Co, ja zuletzt sogar Mercedes-Benz versehen<br />

sind, oder ob die um die Nobelbedürfnisse<br />

wissenden Hotelbetreiber:innen einen<br />

Blumenstrauß an Services anbieten – die<br />

Brands sind ein Versprechen, auf höchstem<br />

Niveau zu residieren und steigern im besten<br />

Falle sogar den Wert der Immobilie – das<br />

freut die Eigentümer:innen dann doppelt.<br />

<<br />

Kroatien<br />

Nicht täuschen lassen! Hinter der pittoresken<br />

Steinfassade dieses Häuschens in Istrien<br />

verbirgt sich ein herrschaftliches Anwesen<br />

mit sieben Schlafzimmern. 2017 wurde das<br />

Gut restauriert. In der Mitte des Innenhofs –<br />

unweit des Pools – befindet sich eine großzügige<br />

Terrassenlandschaft aus lokalem<br />

Kanfanar-Stein, die mit Lavendel und Rosmarin<br />

bepflanzt ist. muhr-immobilien.com<br />

Fotos: Muhr Immobilien, beigestellt<br />

168 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


UNIQA<br />

SICHERHEIT OHNE<br />

KOMPROMISSE<br />

Zu Hause besser »wohnfühlen«: Eine stilvolle Außenwohnwelt macht dem<br />

Interior-Bereich echte Konkurrenz. Immer öfter wird diese auch als zusätzlicher<br />

Lebensraum genutzt. Darum gilt es, sie vor möglichen Gefahren zu schützen.<br />

FOTO: BEIGESTELLT<br />

Ihr Außenbereich ist noch im Winterschlaf?<br />

Jetzt wird es höchste Zeit, ihn zu<br />

wecken und dabei gleich Ihre aktuelle<br />

Versicherungspolizze zu überprüfen.<br />

Denn der Winterschlaf neigt sich dem Ende zu,<br />

die Sonne gewinnt an Strahlkraft und auch die<br />

Tage werden wieder länger – Die Outdoorsaison<br />

ist damit offiziell eröffnet! Ob Balkon,<br />

Terrasse oder Garten, was im Interior-Bereich<br />

möglich ist, kann ebenso gut im Outdoorbereich<br />

verwirklicht werden. Denn unter<br />

freiem Himmel lässt es sich optimal wohnen.<br />

Sicherheit ohne Kompromisse: Trotz robuster<br />

und wetterbeständiger Eigenschaften vieler<br />

Outdoormöbel und -gerätschaften können<br />

Wetterspitzen dennoch Schäden an der geliebten<br />

Außenwohnwelt verursachen und den<br />

Wohntraum unter freiem Himmel gefährden.<br />

Ein durch einen Sturm abgebrochener Ast<br />

kann beispielsweise schnell die Auskleidung<br />

Ihres betonierten Pools beschädigen. Sturmschäden<br />

sind in der Grunddeckung der<br />

»UNIQA Eigenheimversicherung« enthalten.<br />

Die Zusatzprodukte wie »Pool- & Wellnesstechnik«<br />

oder »Haus- & Wohntechnik«<br />

sichern den Outdoorbereich optimal ab und<br />

schützen Pooloasen, Gartenmöbel sowie<br />

Gartenhütten, Solar- und Photovoltaikanlagen.<br />

Design und Schutz am Puls der Zeit: Veränderungen<br />

in unserem Leben gehen oftmals<br />

auch mit Anpassungen unserer Wohnwelt einher.<br />

Von der Anschaffung neuer Gartenmöbel<br />

bis hin zur Errichtung der eigenen Pool- und<br />

Wellnessoase. Dann kann es erforderlich sein,<br />

auch den Versicherungsschutz anzupassen.<br />

Die »UNIQA Haushalts- und Eigenheimversicherung«<br />

ist flexibel wie das Leben. Sie<br />

passt sich individuellen Bedürfnissen an und<br />

ist monatlich kündbar.<br />

Modularität – ein Trend nicht nur im<br />

Outdoorbereich. Dass modulare Gartenmöbel<br />

bereits bei immer mehr Garten- und Balkonbesitzer:innen<br />

Einzug gehalten haben, ist<br />

längst keine Seltenheit mehr. Schlagwörter wie<br />

Flexibilität, Langlebigkeit und Multifunktionalität<br />

kennzeichnen diesen Designtrend. Auch<br />

die Produktlinie »Privatschutz Wohnen &<br />

Freizeit« von UNIQA basiert auf einem<br />

innovativen und modularen Konzept nach<br />

Baukastenprinzip.<br />

Einzelne Bausteine, wie beispielsweise<br />

»Haus- & Wohntechnik inklusive Solartechnik«<br />

oder »Pool- & Wellnesstechnik«­<br />

Versicherung, können somit je nach Bedarf<br />

flexibel gewählt und auch wieder abgewählt<br />

werden. Modularität hat als Trendbewegung<br />

also nicht nur in der Designwelt Einzug<br />

gehalten, sondern auch bei dem individuellen<br />

Versicherungsschutz von UNIQA.<br />

Outdoor-Living ist somit ein Trend, der ohne<br />

Zweifel bleibt, und der passende Versicherungsschutz<br />

ein unerlässliches Pendant dazu.<br />

INFO<br />

Weitere Informationen unter<br />

uniqa.at<br />

ADVERTORIAL<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

169


esidences / PRITZKER-PREIS<br />

Verbindung im Alltag<br />

Vor allem in seinen Wohngebäuden<br />

greift Riken Yamamoto Einflüsse aus<br />

traditionellen japanischen Machiyaund<br />

griechischen Oikos-Wohnungen<br />

auf, die in enger Verbindung mit<br />

Städten existierten und wo<br />

Konnektivität und Handel für jede<br />

Familie von entscheidender<br />

Bedeutung waren.<br />

Der Pritzker-Preisträger<br />

Mit seiner Architektur fungiert<br />

Riken Yamamoto als eine Art<br />

sozialer Fürsprecher, indem<br />

seine Bauten Verbindungen<br />

zwischen öffentlichen und<br />

privaten Bereichen herstellen.<br />

Foto: Mutsumi Morita / AP / picturedesk.com<br />

170 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


»TRANSPARENZ<br />

IN FORM UND<br />

PHILOSOPHIE«<br />

Riken Yamamoto ist der neue Pritzker-Preisträger <strong>2024</strong>. Die<br />

höchste internationale Auszeichnung in der Architektur erhielt<br />

der Japaner aber nicht nur für seine Bauwerke, sondern auch<br />

als sozialer Aktivist. Wodurch zeichnet er sich aus und was<br />

inspiriert den unermüdlichen Gebäudedesigner?<br />

TEXT SUSANNA PIKHART<br />

In Interviews wirkt er bescheiden, trägt<br />

gerne bequeme Kleidung, spricht eher<br />

langsam und bedacht, wenn notwendig auf<br />

Englisch, am liebsten jedoch auf Japanisch.<br />

Riken Yamamoto ist zwar schon ein Mann<br />

älteren Semesters, geht aber nach wie vor mit<br />

der Zeit. Und so gehört er auch heute noch<br />

zu den Vorreitern, wenn es um neue Perspektiven<br />

in der Architektur und innovative<br />

bauliche Konzepte geht.<br />

Im März erhielt der 79-jährige Japaner den<br />

begehrten Pritzker-Architekturpreis <strong>2024</strong>, der<br />

mit 100.000 Dollar dotiert ist und international<br />

als höchste Ehre der Architektur angesehen<br />

wird. Ein weltweit bedeutender Architekt sei<br />

er, so die Jury, aber auch ein maßgebender<br />

sozialer Aktivist. Denn mit seinen beeindruckenden<br />

Werken schaffe Riken Yamamoto<br />

immer wieder eine Verbindung zwischen<br />

öffentlichem und privatem Raum und<br />

inspiriere so zu harmonischen, lebenswerten<br />

Gesellschaften im urbanen Kontext. Trotz<br />

einer Vielfalt von Identitäten, trotz mannigfaltiger<br />

wirtschaftlicher und politischer<br />

Strukturen, trotz unterschiedlicher Infrastrukturen,<br />

Kulturen und Wohnsysteme.<br />

Und für genau diesen Zugang zur Architektur,<br />

für seinen städtebaulichen Ansatz, seinen<br />

baukünstlerischen Blick für das große Ganze<br />

und seine ebenso vielfältigen wie faszinierenden<br />

Gebäude – darunter Wohnquartiere<br />

und Hochhäuser, aber auch Villen, urbane<br />

Institutionen oder Bildungsstätten – wurde<br />

er nun in den Architektur-Olymp gehoben.<br />

AUTHENTISCH SOZIAL<br />

Yamamoto definiert Gemeinschaft als »ein<br />

Gefühl des Teilens eines Raumes«, dekons -<br />

tru iert traditionelle Vorstellungen von Freiheit<br />

und Privatsphäre und lehnt Bedingungen ab,<br />

»die Wohnen zu einer Ware machen ohne<br />

Bezug zu Mitmenschen«. Authentisch, wie er<br />

ist, lebt er in Yokohama selbst in Gemeinschaft<br />

mit den Nachbarn. Sein Zuhause, das 1986<br />

entworfene »Gazebo«, fördert die zwischenmenschliche<br />

Interaktion über viele begrünte<br />

Terrassen, Dächer und Einschnitte. ><br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

171


esidences / PRITZKER-PREIS<br />

Taoyuan Museum of Art<br />

Das jüngste Projekt des Pritzker-Preisträgers ist das<br />

Taoyuan Museum of Art in Taiwan, das Yamamoto<br />

gemeinsam mit Joe Shih Architects entworfen hat und<br />

das 2025 fertiggestellt werden soll. Das großteils<br />

transparente Gebäudepaar mit begrünten Dächern<br />

und zahlreichen Einschnitten soll zum »symbolischen<br />

Tor und Zentrum« der Stadt Taoyuan werden.<br />

><br />

Die Jury des Pritzker-Architekturpreises<br />

<strong>2024</strong>, der seit 1979 von der Hyatt Foundation<br />

gesponsert wird, hat Yamamoto ausgewählt,<br />

»weil er ein Bewusstsein dafür geschaffen hat,<br />

was die Verantwortung der sozialen Forderung<br />

ist, und vor allem, weil er daran<br />

erinnert, dass in der Architektur, wie in der<br />

Demokratie, Räume durch den Willen der<br />

Menschen geschaffen werden müssen«.<br />

Zudem würdige Yamamoto »durch die starke,<br />

konsistente Qualität seiner Gebäude das<br />

Leben der Menschen – von Kindern bis zu<br />

den Ältesten – und verbessert und bereichert<br />

ihre zwischenmenschlichen Verbindungen«.<br />

Und »er tut dies durch eine selbst erklärende,<br />

aber bescheidene und relevante Architektur,<br />

mit struktureller Ehrlichkeit und präziser<br />

Skalierung sowie mit sorgfältiger Beachtung<br />

der umgebenden Landschaft«.<br />

RIKEN YAMAMOTO IN SEINEN<br />

EIGENEN WORTEN<br />

Ein- und Ausblicke<br />

Transparenz in Form, Material und<br />

Philosophie ist ein wesentliches<br />

Element der Werke von Riken<br />

Yamamoto, wie hier bei der 2022<br />

erbauten Nagoya Zokei<br />

University in Japan.<br />

»Riken Yamamotos<br />

Werke sind immer mit der<br />

Gesellschaft verbunden,<br />

kultivieren Großzügigkeit<br />

im Geist und ehren den<br />

menschlichen Moment.«<br />

TOM PRITZKER Vorsitzender der Hyatt Foundation<br />

… darüber, warum Gemeinschaft und<br />

persönliche Freiheit kein Widerspruch sind:<br />

»Für mich bedeutet das Anerkennen von<br />

Raum, eine ganze Gemeinschaft anzuerkennen.<br />

Der gegenwärtige architektonische<br />

Ansatz betont die Privatsphäre und verneint<br />

die Notwendigkeit gesellschaftlicher Beziehungen.<br />

Mein Weg ist nach wie vor ein<br />

anderer. Wir können immer noch die<br />

Freiheit jedes Einzelnen ehren, während wir<br />

gemeinsam in einem architektonischen Raum<br />

als Republik leben und dabei die Harmonie<br />

zwischen Kulturen und Lebensphasen<br />

fördern.«<br />

Fotos: © Shinkenchiku Sha, courtesy of Flughafen Zürich AG, photo courtesy of Sergio Pirrone, beigestellt<br />

172 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Megaprojekt zum Abheben<br />

Fünf Jahre lang wurde am »Circle«, dem neuen<br />

Quartier am Schweizer Flughafen Zürich, gebaut,<br />

Ende 2020 wurde es eröffnet. Nicht nur mit seiner<br />

Größe (Büros, Shops, Restaurants, Kliniken,<br />

Eventräume, zwei Hotels, Park etc.), auch im Bereich<br />

Nachhaltigkeit setzt es neue Maßstäbe.<br />

… über seine frühe Begeisterung für Architektur:<br />

»Mit 17 besuchte ich den Kōfuku-ji-Tempel<br />

in Nara, der 730 erbaut und 1426 neu<br />

errichtet wurde. Ich war von der fünfstöckigen<br />

Pagode völlig fasziniert. In dem Moment,<br />

als ich den hölzernen Turm im Licht des<br />

Mondes sah, fand ich meine erste Erfahrung<br />

mit Architektur. Zudem prägte mich wohl<br />

das Leben in einem japanischen Machiya<br />

(Stadthaus), in dem ich aufwuchs. Es ist<br />

immer zweigeteilt – die Schwelle auf der<br />

einen Seite war der Wohnbereich für die<br />

Familie, jene auf der anderen Seite hin zur<br />

Straße für die Gemeinschaft, wo sich bei uns<br />

die Apotheke meiner Mutter befand. Nicht<br />

zuletzt war mein Vater, der leider starb, als<br />

ich fünf Jahre alt war, Ingenieur. Ich wollte<br />

wohl ein bisschen wie er werden.«<br />

Gelebte Volksnähe<br />

Das Fussa-Rathaus in Tokio hat Yamamoto<br />

2008 als zwei Mittelhochhäuser konzipiert.<br />

Konkave Basen laden Besucher:innen zum<br />

Ausruhen ein, während grüne öffentliche<br />

Dachterrassen und untere Ebenen für flexible<br />

öffentliche Programme vorgesehen sind.<br />

»Der gegenwärtige architektonische<br />

Ansatz betont die<br />

Privatsphäre und verneint<br />

die Notwendigkeit gesellschaftlicher<br />

Beziehungen.<br />

Mein Weg ist ein anderer.«<br />

RIKEN YAMAMOTO Architekt & Pritzker-Preisträger<br />

… warum in der Architektur Respekt vor der<br />

Landschaft und der Umgebung notwendig ist:<br />

»Es ist wichtig, dass das Innere und das<br />

Äußere eines Gebäudes mit der Umgebung<br />

harmonieren und immer auch zusammenwirken.<br />

Daher nutze ich die Transparenz in<br />

allen meinen Projekten, um die Beziehung<br />

zwischen den Innenräumen und der Landschaft<br />

herzustellen. Aluminium und Glas sind<br />

die dafür interessantesten Materialien.«<br />

<<br />

RIKEN YAMAMOTO<br />

Riken Yamamoto ist der 53. Preisträger<br />

des Pritzker-Architekturpreises und der<br />

neunte, der aus Japan stammt. Er wurde<br />

1945 in Peking, Volksrepublik China,<br />

geboren und lebt seit seiner Kindheit in<br />

Yokohama, Japan. Sein Architekturstudium<br />

absolvierte er an der Nihon-Universität,<br />

College of Science and Technology, seinen<br />

Master of Arts in Architektur erhielt er von<br />

der Tokyo University of Arts 1971. Bereits<br />

zwei Jahre später gründete er sein eigenes<br />

Büro, Riken Yamamoto & Field Shop, das<br />

heute noch besteht. Zeit seines Lebens<br />

reist er ausgiebig, um berühmte Bauwerke<br />

zu besuchen, aber auch, um die Kultur und<br />

das tägliche Leben von Gemeinschaften<br />

auf anderen Kontinenten zu erleben. Seine<br />

zahlreichen Bauwerke finden sich in ganz<br />

Japan, in China, Korea und in der Schweiz.<br />

riken-yamamoto.co.jp<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

173


esidences / ARCHITEKTURPORTRÄT<br />

Foto: Iwan Baan<br />

174 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


MIT DER KRAFT VON<br />

MUTTER NATUR<br />

Die Chicagoer Architektin Jeanne Gang hat 1997 ihr eigenes Studio<br />

Gang gegründet – und verzaubert seitdem die Skylines sowie Kunstund<br />

Kultur räume US-amerikanischer Städte mit geheimnisvollen<br />

Kreationen zwischen Design, Architektur und Naturwissenschaften.<br />

TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

Sandsteinhöhle oder Architektur?<br />

Beim neuen Richard Gilder Center for Science<br />

kann man das nicht so genau sagen.<br />

Vorbild für den 465 Millionen US-Dollar<br />

teuren Erweiterungsbau des<br />

American Museum of Natural History war der<br />

Antelope Canyon in Arizona.<br />

amnh.org<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

175


esidences / ARCHITEKTURPORTRÄT<br />

Ein Raumfluss bis hinauf in den fünften<br />

Stock, mit anschmiegsamen Wänden<br />

und organisch geformten Fenstern<br />

und Brüstungsöffnungen, mit rauen,<br />

grob verputzten Spritzbetonwänden. Mit von<br />

oben vertikal einfallendem Licht, als stünde<br />

man in einer von Mutter Natur geformten<br />

Tuffsteinhöhle irgendwo im mexikanischen<br />

Yucatán oder auf der Sohle des 60 Millionen<br />

Jahre Antelope Canyon in Arizona, der für<br />

dieses Projekt Pate stand, mit seinen bauchigweichen<br />

Sandsteinwänden, die den sonnigen<br />

Himmel umtanzen. Unruhig wartet man<br />

darauf, bis einem gleich eine hungrige<br />

Fledermaus um die Ohren flattert, doch nein,<br />

stattdessen bloß Unmengen von Menschen,<br />

Menschen, Menschen.<br />

Erwartet werden rund fünf Millionen<br />

Besucher:innen pro Jahr. Und das scheint auch<br />

realistisch zu sein. Bislang war das American<br />

Museum of Natural History (AMNH)<br />

schon weltberühmt, nicht zuletzt durch die<br />

Hollywood-Filmreihe »Nachts im Museum«<br />

»Populus«-Hotel, Denver<br />

Das neue Hotel in Downtown<br />

Denver nimmt Anleihen an<br />

der Formensprache der Natur:<br />

Die Fensteröffnungen in den<br />

265 Hotelzimmern sind den<br />

Astlöchern der Zitterpappel<br />

nachempfunden. Angestrebt<br />

ist eine Zertifizierung in<br />

LEED Gold.<br />

populusdenver.com<br />

Mutter Naturs Seelenverwandte<br />

Jeanne Gang, geboren 1964 in<br />

Illinois, hat sich getraut, ein Tabu zu<br />

brechen. Ihre biomorphen Entwürfe<br />

an der Schnittstelle zwischen Natur<br />

und Architektur sind der Beweis,<br />

dass die weiche Linie mehr als<br />

großstadttauglich ist. Seit 2017 ist<br />

sie Mitglied der American<br />

Academy of Arts and Sciences.<br />

studiogang.com<br />

mit einem nachtaktiven Ben Stiller in der<br />

Hauptrolle. Doch nun, mit dem Zubau des<br />

sogenannten Richard Gilder Center for Science<br />

mitsamt Terrarien, Insektarium und sogar<br />

eigenem Schmetterlingsvivarium, hat das<br />

AMNH ein Schaustück mehr – und zwar sich<br />

selbst. Zu verdanken ist dies der Chicagoer<br />

Architektin Jeanne Gang und ihrem 1997<br />

gegründeten Architekturbüro Studio Gang.<br />

NATÜRLICH DIGITAL<br />

»Wir wollten ein Gebäude schaffen, das nicht<br />

nur als Hülle für Naturkunde fungiert, sondern<br />

mit seiner Architektur selbst zum Exponat<br />

wird«, sagt Gang, die sich mit ihrem Entwurf<br />

an einflussreiche Meister des 20. Jahrhunderts<br />

anlehnt, an Antoni Gaudí, an Le Corbusier, an<br />

den Anthroposophen Rudolf Steiner. Vor der<br />

Entwicklung digitaler Planungstools wäre ein<br />

solches Gebäude nach heutigen technischen<br />

Anforderungen nur schwer umsetzbar<br />

gewesen, doch dank 3D-Programmen und<br />

neuester BIM-Technologie ist biomorphe<br />

Architektur, die sich an den Formen der Natur<br />

orientiert, nun endlich realisierbar.<br />

»Der Innenraum greift den Wunsch nach<br />

Erkundung und Entdeckung auf, der so typisch<br />

für die Wissenschaft ist und auch einen großen<br />

Teil des Menschseins ausmacht«, sagt Gang.<br />

»Auf diese Weise weckt das Museum eine<br />

Fotos: © Studio Gang, Ismail Ferdous/Agence Vu/picturedesk.com, © Tom Harris<br />

176 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Aqua Tower, Chicago<br />

Der Turm, der die zeitgenössische<br />

Chicagoer Skyline so stark beeinflusst<br />

hat wie kein anderer. Mit seinen<br />

86 Stockwerken und 262 Metern ist<br />

dies der höchste US-Wolkenkratzer,<br />

der je von einer Frau gebaut wurde.<br />

gewisse Neugierde in uns, es lädt auf eine Reise<br />

in Vergangenes und Verborgenes ein und hilft<br />

dabei, kleinste und älteste Organismen zu<br />

verstehen.« Während das Richard Gilder Center<br />

innen mit grobem, zähflüssigem Beton ausgespritzt<br />

wurde, wurde es an der Außenseite<br />

mit Milford-Pink-Granit verkleidet, mit<br />

4.500 Steinen, um genau zu sein, jeder einzelne<br />

davon in Form und Größe ein Unikat. Steinmetzmeister<br />

Johannes Georg Hofmann<br />

bezeichnet die Fassade als »die höchste<br />

Bergsteigerklasse in der Natursteinfertigung«.<br />

DIE WELLE EN VOGUE<br />

Es ist nicht das erste Mal, dass Jeanne Gang der<br />

harten, abweisenden Großstadt einen weichen,<br />

fließenden, organischen Touch verpasst hat.<br />

Ihren internationalen Durchbruch hatte sie 2009<br />

mit dem 86-stöckigen, 262 Meter hohen Aqua<br />

Tower in ihrer Heimatstadt Chicago. Während<br />

es sich bei der thermischen Hülle um einen<br />

eckigen, schmucklosen Quader mit glatter,<br />

günstig herzustellender Glasfassade handelt, ist<br />

der Baukörper rundherum mit weich hinausragenden<br />

Balkonplatten aus Beton geschmückt.<br />

Das an einen poetischen, im Moment eingefrorenen<br />

Wasserfall erinnernde Designmotto<br />

11 Hoyt, Brooklyn, New York<br />

Hinter den wie Wellen und Wogen<br />

geformten Erkern verbergen sich<br />

insgesamt 490 Wohnungen.<br />

In den Stockwerken 48 bis 56<br />

sind noch insgesamt elf<br />

Wohnungen zu haben.<br />

Kaufpreise zwischen<br />

1,7 und 3,9 Millionen<br />

US-Dollar.<br />

11hoytbrooklyn.com<br />

verpasste dem Haus schließlich seinen unverwechselbaren<br />

Namen – sowie viele internationale<br />

Preise, unter anderem den Emporis<br />

Skyscraper Award.<br />

Nicht nur Höhlen und Wasser dienen Jeanne<br />

Gang, die an der Graduate School of Design in<br />

Harvard unterrichtet und 2016 zur Architektin<br />

des Jahres gekürt wurde, als Inspiration, sondern<br />

auch viele andere natürliche Erscheinungen wie<br />

etwa Wind, Licht, Pilze, Blätter und Baumrinden.<br />

Beim neuen »Populus«-Hotel in Denver,<br />

Colorado, das sich derzeit in Bau befindet,<br />

analysierte sie die Rinde der Zitterpappel<br />

(Populus tremuloides), jenes Baumes also,<br />

der in den Rocky Mountains am häufigsten<br />

anzutreffen ist. Die Fenster in den insgesamt<br />

265 Hotelzimmern folgen der Morphologie<br />

von Fasern, Schuppen und Astlöchern und<br />

verleihen dem Haus an der Kreuzung von 14th<br />

Street und Colfax Avenue seine unverwechselbare<br />

Fassade. Aus den obersten Zimmern, wie<br />

könnte es anders sein, reicht der Blick bis zu den<br />

Rockies. Jeanne Gang ist, so gesehen, eine<br />

Vernetzerin zwischen Design, Architektur und<br />

Naturwissenschaften.<br />

<<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

177


esidences / WERKSTOFF NATUR<br />

Die Zeit der fossilen Verschwendung muss zu Ende gehen. Doch die Alternative<br />

heißt nicht freudloser Verzicht. Im Gegenteil: Mit biologisch abbaubaren<br />

Materialien lassen sich Handtaschen und Kleidung fertigen und sogar Häuser<br />

und Autos bauen. Auf in die Designwelt des erneuerbaren Kohlenstoffs!<br />

TEXT MAIK NOVOTNY<br />

Nicht zum Rauchen!<br />

Bau mir ein Haus aus Hanf –<br />

mit Ziegeln aus diesem<br />

Material lässt es sich<br />

entspannt wohnen.<br />

hanftopia.at<br />

Fotos: © Maren krings, beigestellt<br />

178 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Garantiert staubfrei<br />

Wandmuster aus skelettierten<br />

Gummibaumblättern von<br />

Organoid aus Tirol.<br />

organoids.com<br />

trumpfhosen aus Chicorée,<br />

Socken aus CO 2<br />

, Kredit karten<br />

aus Holz, Möbel aus Popcorn,<br />

Sneakers aus Hundehaaren.<br />

Klingt ausgedacht? Ist es aber nicht. Denn<br />

dies sind nur fünf von 101 Bei spielen für<br />

Produkte aus erneuer barem Kohlenstoff, die<br />

Markus Petruch und Dominik Walcher in<br />

ihrem Buch »Der Stoff, aus dem die Zukunft<br />

ist« versammelt haben. Die beiden Forscher<br />

an der FH Salzburg – Markus Petruch ist<br />

Diplomingenieur für Holztechnologie,<br />

Dominik Walcher Professor für Marketing<br />

und Innovationsmanagement – beschäftigen<br />

sich schon länger mit Bioökonomie und mit<br />

Möglichkeiten für die Materialwende im<br />

Industriedesign und in der Architektur.<br />

Einige der Beispiele stammen von Studierenden<br />

am FH-Campus, so zum Beispiel die<br />

äußerst elegant aussehende Handtasche aus<br />

Orangenschalen, entworfen von der<br />

brasilianischen Studentin Maíra Petrick.<br />

KLIMAPOTENZIAL<br />

Bioökonomie – das klingt nach etwas<br />

Neuem, ist es aber nicht. Regionale Ressourcen<br />

und erneuerbare Energien wurden schon<br />

früher ganz selbstverständlich genutzt: Bauen<br />

mit Holz, Dämmen mit Stroh, Kleidung aus<br />

Schafwolle. Bier aus Hefe. Dann kamen die<br />

fossilen Energien und übernahmen die<br />

Macht. Nicht nur in der Industrie und im<br />

Alltag, auch im Produktdesign brach die Ära<br />

der nicht erneuerbaren Kohlenstoffe an. Die<br />

katastrophalen Folgen dieser Zeit sind längst<br />

><br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

179


esidences / WERKSTOFF NATUR<br />

Almwiese zu Hause<br />

Vor den Organoid-<br />

Wandpaneelen aus duftenden<br />

Heublumen lässt es sich<br />

von Tirol träumen.<br />

organoids.com<br />

man das Möbel aus Pilzmycel schon mit ganz<br />

anderen Augen.<br />

Für Einsteiger:innen in die Welt der<br />

Bio ökonomie bietet sich eine Produktlinie an,<br />

gegen die niemand etwas haben kann: Wandpaneele<br />

aus Heublumenwiesen, wie von der<br />

2012 gegründeten Firma Organoid aus Fließ in<br />

Tirol. Sie entwickelt Oberflächen, die mit<br />

biologischen Bindemitteln mit Almheu, Moos,<br />

Gewürzen, Baumrinde oder getrockneten<br />

Früchten beschichtet werden. Neben Haptik<br />

und Optik steht hier auch der Geruch im<br />

Vordergrund – hier wird der Duft der Natur<br />

ganz unaufdringlich im Innenraum verbreitet,<br />

bei Rosenknospen und Vanilleschoten sogar<br />

über mehrere Jahrzehnte.<br />

BIOREGIONALES DESIGN<br />

In noch größerem Maßstab entwickelt man<br />

natürliche Materialien im Atelier Luma im<br />

französischen Arles. Das neue Areal, das durch<br />

den spektakulären Turm von Frank Gehry<br />

berühmt wurde, beherbergt ein Forschungsund<br />

Entwicklungslabor für bioregionales<br />

Design. Der Name erklärt sich von selbst:<br />

><br />

sichtbar. Die Bioökonomie soll zur Materialwende<br />

aufrufen: in die Zukunft, mit dem<br />

Wissen der Vergangenheit.<br />

Algen, Pflanzen, Holz, Tiere, Pilze, Bakterien<br />

und Reststoffe: Das gehört für uns ins Reich<br />

der Biologie, und viele würden sich wohl nicht<br />

daran stören, wenn es auch dort bliebe. Doch<br />

trotz mancher imaginierter Ekelschwelle<br />

bergen organische Materialien ein immenses<br />

Potenzial für ein Umdenken und Umlenken in<br />

Richtung klimagerechter Kreislaufwirtschaft.<br />

Denn Forscher:innen wie die deutsche<br />

Cradle-to-Cradle-Koryphäe Michael Braungart<br />

weisen seit Jahren unermüdlich darauf hin,<br />

beim Schlagwort Recycling genau hinzuschauen.<br />

Denn oft enden wertvolle Reste als<br />

Straßenbelag, wofür man sich dann auch noch<br />

Lob erwartet. Dabei handelt es sich hier um<br />

Downcycling, während die Möglichkeiten<br />

echter Wiederverwertung ungenutzt bleiben.<br />

Also: Re-Use statt Recycling!<br />

Nicht nur das: Anstatt nur den Schaden<br />

durch die Verschwendung von Material und<br />

Energie zu begrenzen, könnten Produkte die<br />

Umweltbilanz sogar ins Positive verschieben,<br />

etwa wenn sie als Nährstoff in die Natur<br />

zurückgeführt werden. So betrachtet, sieht<br />

Tropenteller<br />

Das Palmblattgeschirr ist<br />

nicht nur schön zum<br />

Anfassen, sondern auch<br />

komplett biologisch abbaubar.<br />

bio-einweggeschirr.at<br />

Fotos: beigestellt<br />

180 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Ab durch die Wiese!<br />

Der Gummi für diese<br />

Continental-Fahrradreifen<br />

wurde aus Löwenzahn<br />

gewonnen.<br />

continental-reifen.de<br />

Ohne schlechtes Gewissen<br />

Dieser von Sophia Moeschlin<br />

und Lya Rennhard konzipierte<br />

Pelz ist vegan und wurde aus<br />

Rohrkolben gefertigt.<br />

lyarennhard.ch<br />

Ein Team aus über 30 Forscher:innen untersucht<br />

hier, was sich aus Flora der Camargue<br />

verwerten lässt, ohne globale Transportketten<br />

mit hohem CO 2<br />

-Ausstoß bemühen zu müssen.<br />

Die ersten Ergebnisse: Farben aus Algen, Leder<br />

aus Sonnenblumen, Verpackung für Champagnerflaschen<br />

aus Traubenresten. Wenn Vincent<br />

van Gogh das noch erlebt hätte!<br />

Doch nicht nur Produkte, sondern auch<br />

Häuser können von den bioökonomischen<br />

Ideen profitieren. Das ist auch dringend nötig,<br />

denn immer noch ist die Bauindustrie für rund<br />

40 Prozent der globalen CO 2<br />

-Emissionen<br />

verantwortlich. In Arles wurde die Werkstatt<br />

von Atelier Luma von BC Architects aus<br />

Brüssel und dem britischen Kollektiv Assemble<br />

ebenfalls aus Materialien der Umgebung<br />

errichtet: alte Dachziegel, Lehmwände aus<br />

Bauschutt. Das sieht auch noch gut und keineswegs<br />

ärmlich aus. Denn die Materialwende,<br />

sagen Markus Petruch und Dominik Walcher<br />

(siehe Interview), bringt auch eine neue Art<br />

von Ästhetik mit sich: wärmer, griffiger,<br />

freundlicher. Da stört auch die eine oder<br />

andere Unebenheit nicht, denn solche gehören<br />

ganz natürlich dazu.<br />

HAUS AUS MÜLL<br />

Weiteres Beispiel dafür: die in Österreich<br />

hergestellten Ziegelsteine aus Hanf, die mit<br />

dem auf der Hand liegenden Slogan »Designed<br />

to build, not to smoke« beworben werden.<br />

Dafür wird Hanf mit Naturkalk verpresst und<br />

dadurch steinhart. Als Baustoff bestens<br />

geeignet, denn der Ziegel ist nicht brennbar,<br />

komplett recycelbar und schimmelt nicht.<br />

Noch dazu hat er eine gute Isolierfähigkeit<br />

und könnte dadurch sogar fossile Dämmstoffe<br />

überflüssig machen. Und: Der Herstellungsprozess<br />

des Hanfziegels bindet mehr CO 2<br />

,<br />

als er abgibt.<br />

Wem die nach Porridge aussehenden bio -<br />

ökonomischen Ziegel zu grau sind, dem sei ein<br />

Ausflug nach Brighton empfohlen. Auf dem<br />

Campus der dortigen Universität steht das<br />

Waste House, das zu fast 90 Prozent aus Müll<br />

besteht. Holz und Farbe von anderen Baustellen,<br />

eine Fassade aus umgedrehten Teppichfliesen<br />

und als Isoliermaterial versammelter<br />

Haushaltsabfall. Das ist zwar streng genommen<br />

nicht biologisch, aber ein weiterer Wegweiser<br />

in eine klimaneutrale Zukunft ist es jedenfalls.<br />

Mit alter Frische<br />

Hier lässt sich Orangenhaut<br />

selbstbewusst zu Markte tragen:<br />

Handtasche aus Orangenschalen<br />

von Maíra Petrick.<br />

t1p.de/orangenleder<br />

<<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

181


esidences / WERKSTOFF NATUR<br />

»WENIGER HOCHGLANZ,<br />

MEHR TEXTUREN!«<br />

Markus Petruch und Dominik Walcher forschen an der FH Salzburg und haben für das Buch<br />

»Der Stoff, aus dem die Zukunft ist« 101 coole Ideen für Materialien aus erneuerbarem<br />

Kohlenstoff gesammelt. Im Interview erklären sie, warum die Materialwende auch Spaß<br />

machen und schön aussehen kann.<br />

<strong>LIVING</strong> Wie kam es zur Idee, ein Buch über<br />

Produkte aus Naturstoffen zu machen?<br />

MARKUS PETRUCH Ich habe mich in meiner<br />

Masterarbeit mit der Wahrnehmung der<br />

Forst- und Holzwirtschaft bei jungen Millennials<br />

beschäftigt und bin dabei auf das Thema<br />

Bioökonomie gestoßen. Das hat mich beschäftigt,<br />

und ich habe Dominik Walcher gleich mit<br />

hineingezogen. Mit nachwachsenden Rohstoffen<br />

beschäftigen wir uns am FH-Campus<br />

Kuchl schon lange. Denn beim Design geht es<br />

nicht nur um schöne Oberflächen, sondern<br />

um ganzheitliches Denken in Prozessen und<br />

Lebenszyklen. Wir wollen zeigen, dass man im<br />

Industriedesign große Hebel hat, um weg von<br />

der Materialverschwendung und hin zu einer<br />

Kreislaufwirtschaft zu kommen.<br />

Was waren die Kriterien für die Auswahl der<br />

101 Beispiele?<br />

DOMINIK WALCHER Es ist definitiv ein<br />

Sachbuch und kein Fachbuch. Es soll eine<br />

positive Haltung vermitteln, denn die Studierenden<br />

wissen sowieso schon, wie schlimm<br />

es um das Klima steht, und sie wollen etwas<br />

tun. Wir haben es uns bei der Auswahl nicht<br />

leicht gemacht. Manche Beispiele sind eher<br />

spekulativ oder im Kunstbereich angesiedelt,<br />

andere sind ganz pragmatisch. Es gibt sogar<br />

einen Porsche mit einer Karosserie aus<br />

Hanffasern – über den haben wir lange<br />

diskutiert!<br />

MARKUS PETRUCH Wir sind nicht dogmatisch<br />

vorgegangen, wir haben spannende<br />

Storys gesucht, die man gut erzählen kann.<br />

Interessant ist, dass es viele Ideen früher schon<br />

einmal gab, bevor die Industrie von Erdölprodukten<br />

dominiert wurde. Biokunststoffe<br />

gab es etwa schon Mitte des 19. Jahrhunderts.<br />

Es lohnt sich, dieses vergessene Wissen<br />

wiederzuentdecken.<br />

Welche Rolle spielt die Ästhetik der Produkte?<br />

DOMINIK WALCHER Bis vor Kurzem noch<br />

galt für Architekt:innen das »Everything<br />

goes«, und wo das Material herkam, war<br />

egal. Heute sehen wir, dass Einschränkungen<br />

auch kreativ machen können. Das kann in<br />

Richtung einer Bricolage-Ästhetik aus<br />

wiederverwerteten Teilen gehen oder der<br />

Schönheit des Unperfekten. Weniger<br />

Hochglanz, mehr Texturen.<br />

Das Buch widmet sich dem erneuerbaren<br />

Kohlenstoff. Was unterscheidet ihn vom<br />

fossilen?<br />

MARKUS PETRUCH Der Zeithorizont.<br />

Kohlenstoff aus nachwachsenden Rohstoffen,<br />

wie beispielsweise Pflanzen, erneuert sich in<br />

schnellen Zyklen, im Gegensatz zu fossilen<br />

Freundliche Handreichung:<br />

Markus Petruch, Diplomingenieur<br />

für Holztechnologie, und Dominik<br />

Walcher, Professor im Studiengang<br />

Design und Produktmanagement der<br />

FH Salzburg, präsentieren ihr Buch.<br />

fh-salzburg.ac.at<br />

Ressourcen, die Millionen von Jahren für<br />

ihre Neubildung brauchen. Wenn wir sie<br />

nach kurzer Zeit als Treibstoff oder Plastikverpackung<br />

verbrennen, bringen sie das<br />

Kohlenstoffgleichgewicht der Atmosphäre<br />

weiter aus der Balance. Beim Plastik werden<br />

gerade mal 14 Prozent wieder in den Kreislauf<br />

eingespeist, das ist ein großes Problem.<br />

DOMINIK WALCHER Man hört heute oft das<br />

Schlagwort Dekarbonisierung, aber im<br />

Grunde geht es um Defossilisierung. Denn es<br />

gibt auch den guten Kohlenstoff.<br />

Fotos: beigestellt<br />

182 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Thermoesche<br />

DER WELLNESSLIEGEN-SPEZIALIST<br />

Liege auf<br />

den ersten<br />

Blick.<br />

LIEGE- & SITZPOSITION<br />

STUFENLOS<br />

EINSTELLBAR<br />

HOLZARTEN<br />

Accoya<br />

Weißtanne<br />

FIRST CLASS HOLZ<br />

QUALITÄT AUS ÖSTERREICH<br />

I am from Austria.<br />

www.hamminger.com


my city<br />

GENT<br />

Belgien gilt schon seit<br />

Jahren als eines der<br />

spannendsten Ideenlabore<br />

für Architektur.<br />

Der städtische Reichtum früherer<br />

Jahrhunderte, die avantgardistischen<br />

Impulse der Modeindustrie<br />

von heute treffen hier auf den<br />

belgischen Hang zum Surrealismus<br />

und zum unerwarteten<br />

Nebeneinander. Während Brüssel<br />

die gewichtige Hauptstadt,<br />

Antwerpen die harte Hafenmetropole<br />

und Brügge die niedliche<br />

Puppenstube ist, stehen in Gent<br />

Alt und Neu in produktivem<br />

Gleichgewicht. Hier leben und<br />

arbeiten auch die Pionier:innen<br />

der flämischen Architekturszene<br />

Paul Robbrecht und Hilde Daem,<br />

die ihr 1975 gegründetes Büro<br />

inzwischen mit Sohn Johannes<br />

führen. »Gent ist eine historische<br />

Stadt, und diese Geschichte ist<br />

deutlich spürbar«, erzählen sie.<br />

»Gleichzeitig ist es vor allem dank<br />

der Hochschulen eine sehr aktive<br />

und junge Stadt. Diese Konfrontation<br />

zwischen Geschichte und<br />

Jugend macht Gent zu einem<br />

fruchtbaren Boden für Denken<br />

und Handeln. Hier entsteht eine<br />

starke Kultur, die wirklich typisch<br />

Gent ist. Genau deswegen lieben<br />

wir es, hier zu leben und zu<br />

arbeiten.« Das gebaute Ergebnis<br />

dieser Liebe lässt sich unter anderem<br />

mitten in der Stadt neben<br />

den berühmten drei Kirchtürmen<br />

besichtigen: die mehrfach preisgekrönte<br />

neue Markthalle, die<br />

Robbrecht en Daem passgenau<br />

in die Altstadt setzten. Die<br />

Bürger:innen haben sie sofort ins<br />

offene Herz geschlossen. Kein<br />

Wunder, denn: »Wenn man Gent<br />

aus der Distanz betrachtet, erkennt<br />

man, dass es eine unmittelbare<br />

Nähe zu Metropolen wie<br />

Paris, London und Köln hat, und<br />

das macht die Stadt so offen für<br />

Anregungen von außen.«<br />

»Hier entsteht eine<br />

starke Kultur, die<br />

typisch Gent ist.<br />

Deswegen lieben wir<br />

es, hier zu leben und<br />

zu arbeiten.«<br />

ROBBRECHT EN DAEM ARCHITECTEN<br />

Seit der Bürogründung 1975 haben<br />

Paul Robbrecht und Hilde Daem ein<br />

beeindruckendes Werk aufgebaut<br />

und sind sich dabei treu geblieben:<br />

Sie suchen und finden das Besondere,<br />

sind nie vorhersehbar und pflegen<br />

eine innige Nähe zur bildenden Kunst.<br />

Seit 2012 ist Sohn Johannes als<br />

Partner dabei.<br />

robbrechtendaem.com<br />

LANDMARKS<br />

Heyvaert Residence<br />

René Heyvaert, 1958<br />

»Das Wohnhaus baute<br />

Heyvaert für seinen Bruder<br />

mit sparsamen Mitteln, wiederverwerteten<br />

Materialien<br />

und einem Sinn für Raum.<br />

Dadurch wurde es zu einem<br />

Beispiel für Kreislaufwirtschaft<br />

avant la lettre.«<br />

Die drei Türme<br />

13.–19. Jahrhundert<br />

»Diese Kirchen, St. Nikolaus,<br />

St. Bavo, und der Belfried<br />

sind die Wahrzeichen der<br />

Stadt und definieren ihre<br />

Skyline mit einer einzigartigen<br />

Parade gotischer<br />

Geschichte.«<br />

Markthalle<br />

Robbrecht en Daem und<br />

Marie-José Van Hee, 2012<br />

»Eine neue Landmark in der<br />

Altstadt. Ein über dachter<br />

Außenraum mit offenem<br />

Kamin und neuem Café. Ein<br />

Treffpunkt, der mit den historischen<br />

Bauten kommuniziert<br />

und ihre Silhouette ergänzt.«<br />

Boekentoren<br />

Henry van de Velde, 1942<br />

»Als Gegenstück zu den<br />

sakralen Türmen hier ein Turm<br />

der Weisheit. Dieser ikonisch<br />

moderne Bau zeigt van de<br />

Veldes Spiel mit Volumen,<br />

Horizontalen und Vertikalen,<br />

als Krone auf den höchsten<br />

Punkt der Stadt platziert.«<br />

Fotos: Brecht Van Maele, Claudine Van Massenhove/Shutterstock, beigestellt<br />

184 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


BAMBERGER IMMOBILIEN<br />

HERZLICH WILLKOMMEN<br />

IM »THE HAY«<br />

Wohnen in unmittelbarer Nähe zur Festspielstadt Salzburg –<br />

auch als Zweitwohnsitz möglich!<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

Inmitten der natürlichen Pracht Salzburgs<br />

erwartet Sie ein harmonisches Zusammenspiel<br />

aus zeitgenössischer Architektur<br />

und entspanntem Lebensstil. »The HAY«<br />

präsentiert sich als Vorzeigeobjekt, das moderne<br />

Wohnkonzepte und Nachhaltigkeit mit<br />

der Ruhe und Schönheit der umliegenden<br />

Natur verbindet.<br />

Diese einzigartigen Architektenhäuser<br />

dürfen auch als Zweitwohnsitz genutzt werden,<br />

was für Sie die perfekte Möglichkeit bietet,<br />

in Salzburg Ihre Freizeit zu verbringen und<br />

gleichzeitig von umwerfender Natur umgeben<br />

zu sein.<br />

Am Heuberg vor den Toren Salzburgs mit<br />

wunderschönem Blick auf die umliegende<br />

Natur stehen drei exklusive Häuser zum<br />

Verkauf. Zum luxuriösen Wohnkomfort<br />

zählen unter anderem ein großzügiger Wohnund<br />

Essbereich, High-End-Swimmingpool<br />

sowie Terrassen mit sensationellem Ausblick.<br />

Sie können das traumhafte Bergpanorama<br />

genießen, während der Fokus auf Nachhaltigkeit<br />

durch Maßnahmen wie Erdwärmepumpen<br />

und Photovoltaikanlagen für eine ökologisch<br />

bewusste Lebensweise steht. Hier können<br />

Sie nicht nur in Ihrem Traumhaus leben,<br />

sondern auch aktiv einen Beitrag zum Umweltschutz<br />

leisten.<br />

Genießen Sie die Vorzüge des Landlebens,<br />

ohne auf die Annehmlichkeiten der Stadt<br />

verzichten zu müssen. Die pulsierende<br />

Kultur metropole Salzburg ist nur einen<br />

Katzensprung entfernt. Genauso können<br />

Sie aber auch die Natur mit einer Vielzahl<br />

von Seen im Salzkammergut genießen!<br />

Entfliehen Sie dem Trubel des Alltags<br />

und finden Sie Ihre persönliche Oase der<br />

Ruhe und Erholung vor den Toren Salzburgs.<br />

Mit »The HAY« erwartet Sie ein exklusives<br />

Wohn konzept, das keine Wünsche offenlässt<br />

und Ihnen und Ihrer Familie ein Leben im<br />

Einklang mit der Natur ermöglicht. Die<br />

Objekte sind einzugsbereit.<br />

»THE HAY« FACTS<br />

Insgesamt 3 Einheiten<br />

Wohnfläche: 124–125 m 2<br />

Schlafzimmer: 2<br />

Zimmer: 3<br />

Badezimmer: 2<br />

Separates WC: 1<br />

Terrassen: 2<br />

Preis: ab 1.470.000 €<br />

INFO<br />

BAMBERGER IMMOBILIEN Consulting GmbH<br />

Neutorstraße 9 a, 5020 Salzburg<br />

T: +43 662 423420<br />

office@bamberger-immobilien.at<br />

bamberger-immobilien.at<br />

ADVERTORIAL<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

185


esidences / <strong>LIVING</strong> SALON<br />

Der Gründerzeit auf der Spur<br />

Marion Krammer, Architekturhistorikerin und<br />

Geschäftsführerin der Agentur wesearch, Daniel<br />

Jelitzka, Geschäftsführer von JP Immobilien, und<br />

Daniel Hora, Gründer von Megatabs Architekten,<br />

im Stiegenhaus des Telegraf 7.<br />

186 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Was mache<br />

ich mit meinem<br />

Zinshaus?<br />

Für viele Menschen sind sie eine<br />

alte, unattraktive Bürde. Doch mit<br />

etwas Kenntnis und Feingespür<br />

ergeben sich viele Möglichkeiten<br />

im Umgang mit Zinshäusern – von<br />

Verkauf über Sanierung bis hin zu<br />

Contracting-Modellen. Architekt<br />

Daniel Hora, Immobilienentwickler<br />

Daniel Jelitzka und Kunsthistorikerin<br />

Marion Krammer sprechen über die<br />

Vielfalt der Handlungsspielräume.<br />

MODERATION UND TEXT WOJCIECH CZAJA<br />

FOTOS JOHANNES KERNMAYER<br />

<strong>LIVING</strong> Wie ist denn Ihre persönliche<br />

Wohnsituation?<br />

MARION KRAMMER Ich wohne<br />

in einem Neubau im 15. Bezirk,<br />

und zwar in einem Dachgeschoß<br />

von Coop Himmelb(l)au. Ich mag die<br />

Räume, die Atmosphäre, den Blick auf die<br />

Wiener Dachlandschaft.<br />

DANIEL JELITZKA Ich wohne an genau dieser<br />

Schnittstelle von Alt und Neu. Unter mir<br />

ein klassisches Zinshaus, wir wohnen in einem<br />

Dachgeschoß mit 3,30 Meter Raumhöhe. Ich<br />

bin ein bekennender Altbau-Aficionado, und<br />

ich habe mich sehr darum bemüht, die ganz<br />

spezifischen Altbau-Qualitäten wie etwa<br />

Raumhöhe, Atmosphäre und Grundriss-<br />

Flexibilität im Dachgeschoß fortzusetzen.<br />

DANIEL HORA Ich wohne in einem Altbau,<br />

und zwar in einem offenen, loftartigen<br />

Grundriss, einfach großartig! Ich mag den<br />

Charme, die Patina, den ganz besonderen<br />

Geruch, den ein Altbau verströmt. Das vermisse<br />

ich in Neubauten.<br />

Es gibt auch tolle, hochwertige Neubauten!<br />

HORA Natürlich! Das ist unser Job.<br />

KRAMMER Es gibt wirklich großartige Neubauten,<br />

die alles andere als minderwertig und<br />

gesichtslos sind. Ich bin ein großer Fan zeitgenössischer<br />

Architektur. Auf den klassischen<br />

Wohnbau gewerblicher Bauträger –<br />

vollgepfercht mit Anlagewohnungen – trifft<br />

das meist nicht zu.<br />

HORA Manchmal hilft es schon, den Eingangsbereich<br />

großzügig zu gestalten und in<br />

den öffentlichen Allgemeinräumen schöne,<br />

hochwertige Materialien einzusetzen, um den<br />

Menschen eines Hauses mit Respekt zu<br />

begegnen.<br />

JELITZKA Das machen wir in unseren Projekten<br />

fast immer. Zweigeschoßige Lobby,<br />

Stein, Kacheln, Spiegel, Luster, eine Sitz- ><br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

187


esidences / <strong>LIVING</strong> SALON<br />

><br />

möglichkeit. Es braucht so wenig, und<br />

schon hat man Schönheit geschaffen. Man<br />

braucht halt nur ein Sensorium dafür.<br />

Die meisten Städter:innen wohnen in einem<br />

klassischen Zinshaus. Was genau versteht man<br />

eigentlich darunter?<br />

KRAMMER Architekturgeschichtlich verstehen<br />

wir Historiker:innen darunter Altbauten,<br />

erbaut zwischen Mitte des 19. Jahrhunderts<br />

und Erstem Weltkrieg. Wien wuchs in dieser<br />

Zeit enorm. Mit den Zinshausbesitzer:innen<br />

veränderten sich die immobilienwirtschaftlichen<br />

Strukturen komplett.<br />

Die Forscherin<br />

Marion Krammer ist Architekturhistorikerin und<br />

beschreibt ihre Tätigkeit als History Marketing.<br />

Im Auftrag von Bauträgern und Immobilien ­<br />

entwick ler:innen erkundet sie die Geschichte<br />

gründerzeit licher Zinshäuser – und befördert so<br />

manch exotisches Detail an die Oberfläche.<br />

wesearch-agentur.at<br />

Inwiefern?<br />

KRAMMER Im Rückblick kann man sagen:<br />

Ohne das Zinshaus würde es die Großstadt in<br />

ihrer heutigen Form nicht geben. 90 Prozent<br />

aller Wiener:innen haben damals zur Miete<br />

gewohnt. Das Zinshaus war so gesehen –<br />

erstmal in der Geschichte – ein rein privatwirtschaftlich<br />

errichtetes Objekt, das einzig<br />

und allein auf Vermietung ausgerichtet war.<br />

Dieses ganz spezifische Modell konnte einen<br />

Großteil des Wohnungsbedarfs abfedern.<br />

HORA Es ging aber nicht nur ums Wohnen,<br />

sondern auch um Gewerbe, um Verkauf, um<br />

Kleinindustrie aller Art. Dadurch hat das<br />

Zinshaus massiv zur Belebung und funktionalen<br />

Durchmischung der Stadt beigetragen.<br />

Im Laufe der Geschichte, denke ich, gab es<br />

keine andere Bautypologie, die so flexibel<br />

und funktionsoffen war wie das Zinshaus.<br />

Herr Jelitzka, mit Ihrem Unternehmen JP<br />

Immobilien sind Sie unter anderem auf das<br />

Aufkaufen und Aufwerten von Zinshäusern<br />

spezialisiert. Wie groß ist der Zinshaus-Anteil<br />

in Ihrem Portfolio?<br />

JELITZKA In all den Jahren, seitdem wir<br />

tätig sind, ist unser Zinshaus-Portfolio auf<br />

zwischendurch rund 150 Häuser angewachsen.<br />

Das ist sehr viel. Man muss aber auch<br />

bedenken: Laut aktuellem Zinshausreport<br />

gibt es in Wien an die 13.000 Zinshäuser.<br />

Zinshäuser zu halten, zu pflegen und zu<br />

ertüchtigen – und das bei gedeckelten Mieten,<br />

die dem Richtwertmietzins unterliegen<br />

–, ist ein hartes Geschäft und braucht<br />

Profis. Nur dann macht es wirtschaftlich<br />

auch wirklich Sinn.<br />

Welche Möglichkeiten der Substanzerhaltung<br />

und Substanzverbesserung gibt es denn?<br />

JELITZKA Sanieren, umbauen, aufstocken,<br />

erweitern und so weiter. JP Immobilien tritt<br />

immer öfter auch als Generalunternehmer<br />

auf, um im Auftrag eines Eigentümers Zinshauswohnungen<br />

umzubauen und zu sanieren.<br />

Oder aber wir fungieren als Generalübernehmer<br />

und bauen das ganze Zinshaus<br />

um – meist inklusive Dachgeschoßausbau<br />

und Tiefgarage.<br />

Der Sanierer<br />

Im Laufe der letzten 28 Jahre hat Daniel<br />

Jelitzka schon Unmengen von Zinshäusern<br />

saniert und aufgewertet. Inzwischen ist das<br />

Zinshaus-Portfolio auf 150 Objekte in Wien<br />

angewachsen. In rund fünf Prozent der Fälle<br />

entscheide er sich für Abbruch und Neubau,<br />

sagt er. jpi.at<br />

Eine Ihrer Werbe-Kampagnen, die in Wien<br />

häufig zu finden sind, lautet: »Wir kaufen Ihre<br />

Immobilie! Sie genießen Ihr Leben!«<br />

JELITZKA Die Anforderungen an ein gutes<br />

Immobilienmanagement werden immer<br />

höher. Für viele Grundstückseigentümer:innen<br />

ist das Halten von Zinshäusern<br />

zur Belastung geworden. Genau hier<br />

kommen wir ins Spiel: Wir steigen genau<br />

dort ein, wo der ehemalige Eigentümer ausstiegen<br />

will.<br />

»Nur die Wenigsten wissen, dass in gründerzeitlichen Häusern<br />

die Wohnungen und Gänge bunt ausgemalt waren. Und doppelflügelige<br />

Türen waren meist unlackiert oder dunkel gebeizt.«<br />

MARION KRAMMER Architekturhistorikerin und Geschäftsführerin der Agentur wesearch<br />

188 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


»Die Anforderungen an ein gutes Immobilien management<br />

werden immer höher. Für viele Grundstückseigen tümer:innen<br />

ist das Halten von Zinshäusern zur Belastung geworden.«<br />

DANIEL JELITZKA Geschäftsführer von JP Immobilien<br />

Ist die Kampagne erfolgreich?<br />

JELITZKA Ja, wir nehmen das Thema sehr<br />

ernst. In normalen Jahren erwerben wir im<br />

Schnitt rund 30 Zinshäuer pro Jahr, derzeit<br />

jedoch deutlich weniger.<br />

KRAMMER Mich würde interessieren, nach<br />

welchen Kriterien Sie an eine Sanierung herangehen.<br />

Wo bekommen Sie die Infos her,<br />

wie recherchieren Sie die Details zum Haus?<br />

JELITZKA Wir schauen uns Pläne und Fotografien<br />

an und begeben uns auf die Suche<br />

nach alten Türen, Lustern, Plaketten,<br />

Zementfliesen und Bassena-Becken, die wir<br />

in die Häuser einbauen.<br />

HORA Gerade, wenn man ein historisches<br />

Zinshaus saniert, sind es oft diese kleinen,<br />

feinen Details, die es ausmachen. Ein bisschen<br />

Patina, ein bisschen Geschichte, ein<br />

paar authentische Versatzstücke von damals<br />

helfen dabei, den Charme eines alten Zinshauses<br />

trotz Sanierung zu bewahren.<br />

Was wir bis jetzt ausgespart haben, ist das<br />

Thema Abbruch und Neubau.<br />

JELITZKA Von 100 Projekten, die wir angehen,<br />

sind es vielleicht fünf, bei denen wir uns<br />

für einen Abriss entscheiden – und das auch<br />

nur dann, wenn die Substanz schwächelt,<br />

wenn das Haus mehr oder weniger leer und<br />

ohne Mietverträge ist, und wenn die Bebauungsbestimmungen<br />

vor Ort mit einer Neubebauung<br />

eine deutlich höhere Wirtschaftlichkeit<br />

erwarten lassen.<br />

Wie geht es Ihnen beiden, wenn Sie in der<br />

Stadt wieder einmal eine Baulücke sehen?<br />

KRAMMER Eigentlich gut! Baulücken und<br />

permanente Erneuerung sind Teil einer städtischen<br />

Identität. Karl Kraus meinte damals:<br />

»Wien wird zur Großstadt demoliert.« Auch<br />

die gründerzeitliche Stadt, die wir heute so<br />

schätzen, ist letztendlich Resultat von<br />

Abbruch und Neubau.<br />

HORA Die Stadt darf keine Käseglocke sein.<br />

Veränderung, Austausch der Bausubstanz<br />

und ein sich wandelndes Bild im Laufe der<br />

Jahre und Jahrzehnte sind wichtige Parameter<br />

für städtische Lebendigkeit. Wenn diese<br />

Veränderung nicht passiert, dann wird die<br />

Stadt zu einem toten Museum. Beispiele<br />

dafür gibt es in Europa zur Genüge. Das will<br />

niemand.<br />

Worauf ist zu achten, wenn man abbricht<br />

und neu baut?<br />

HORA Dass die Qualität, die nachkommt,<br />

mindestens der Qualität des abgebrochenen<br />

Hauses entspricht. Im Idealfall sollte die<br />

Qualität deutlich steigen. Aber ich gebe zu:<br />

Das ist leider nicht immer der Fall. Gerade<br />

im kostengünstigen Wohnbau, wo man einer<br />

großen Zahl an Gesetzen, Vorschriften und<br />

technischen Anforderungen gerecht werden<br />

muss, mangelt es oft an finanziellen Ressourcen,<br />

um gute, hochwertige Neubauten zu<br />

errichten.<br />

»Zinshaus-Sanierung ist<br />

per se eine sehr klassische,<br />

traditionelle Bauaufgabe.<br />

Ich würde mir auf diesem<br />

Gebiet etwas mehr<br />

Innovation wünschen.«<br />

DANIEL HORA Gründer von Megatabs Architekten<br />

Passiert Ihnen das auch?<br />

HORA Ich hoffe nicht! Wir haben das Glück,<br />

dass wir in der Regel mit sehr kompetenten<br />

Bauherren zu tun haben, die um die Wichtigkeit<br />

von Architektur und Baukultur Bescheid wissen.<br />

JELITZKA Gerade im Altbau lauern manchmal<br />

große Überraschungen: morsche Dippelbäume,<br />

kaputte Steigleitungen, Badewannen,<br />

Der Gestalter<br />

Architekt Daniel Hora hat eine Liebe fürs Detail.<br />

Oft sind es die kleinen Dinge, die den Charme<br />

und die Atmosphäre eines Zinshauses ausmachen.<br />

Und sie helfen dabei, die Identifizierung mit<br />

dem Wohnhaus zu steigern und Verschmutzung<br />

und Vandalismus zu verhindern.<br />

megatabs.com<br />

die vom letzten Stock bis ins Erdgeschoß durchkrachen<br />

– alles schon erlebt! Die Sanierung<br />

eines Zinshauses kann ein Abenteuer sein.<br />

HORA Aber es passieren auch gute Dinge!<br />

Einmal haben wir hinter einer Deckenverkleidung<br />

plötzlich 20 alte, zwischengelagerte Altbautüren<br />

in einem einwandfreien Zustand entdeckt.<br />

Großartig!<br />

Frau Krammer, gemeinsam mit ihrer Partnerin<br />

Margarethe Szeless betreiben Sie die Agentur<br />

wesearch und sind dabei auf History Marketing<br />

spezialisiert. Was heißt das?<br />

KRAMMER Wir suchen, forschen und recherchieren,<br />

und zwar nicht nur im Gebäude<br />

selbst, sondern auch in der Geschichte. Wir<br />

sind auf der Baupolizei, heben alte Bauakte<br />

heraus, wir suchen in Archiven, Grundbüchern,<br />

Bezirksmuseen, historischen Adressbüchern,<br />

in der Österreichischen Nationalbibliothek,<br />

in diversen Nachlässen, und so<br />

weiter. Meist machen wir dies im Auftrag von<br />

Bau trägern und Immobilien entwickler:innen,<br />

wir arbeiten aber auch für Privatpersonen. ><br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

189


esidences / <strong>LIVING</strong> SALON<br />

><br />

Was kommt dabei heraus?<br />

KRAMMER Viele spannende Details! Beispielsweise<br />

wissen nur die Wenigsten, dass in<br />

gründerzeitlichen Häusern nicht nur die Wohnungen,<br />

sondern auch die Gänge selbst polychrom,<br />

also sehr bunt ausgemalt waren. Und<br />

doppelflügelige Türen waren meist unlackiert<br />

oder dunkel gebeizt.<br />

HORA Das haben wir auch bei unseren Projekten<br />

immer wieder gesehen. In exklusiven<br />

Innenstadtpalais ist es durchaus vorgekommen,<br />

dass Fenster und Türen weiß lackiert<br />

waren, wie wir das heute kennen. In der Regel<br />

war das aber nicht der Fall.<br />

JELITZKA Das mit den Wänden und Decken<br />

wusste ich. Das mit den Türen ist mir neu!<br />

KRAMMER Weiße Wände und weiße doppelflügelige<br />

Türen sind nicht das Produkt der<br />

Gründerzeit, sondern vor allem ein Produkt<br />

des heutigen Immobilienmarkts.<br />

Frage an den Immobilienmenschen: Könnten<br />

Sie sich vorstellen, ein saniertes Zinshaus mit<br />

bunten Decken und braunen oder unlackierten<br />

Türen zu übergeben?<br />

JELITZKA Das wäre aus heutiger Sicht in der<br />

Tat sehr ungewöhnlich, denn wir haben uns an<br />

ein ganz bestimmtes, tradiertes Bild gewöhnt.<br />

Aber ich denke, wenn man das geschichtlich<br />

argumentieren kann, dann wären die Leute<br />

dafür durchaus aufgeschlossen.<br />

Was haben Sie im Zuge Ihrer Gebäudeforschung<br />

sonst noch ans Tageslicht gefördert?<br />

KRAMMER Es findet sich fast in jedem Haus<br />

irgendeine Überraschung. Häufig waren es<br />

damals auch Frauen, die ein Zinshaus beim<br />

Architekten in Auftrag gegeben haben – ein<br />

spannendes gesellschaftliches Detail, das noch<br />

viel zu wenig erforscht ist! Man erfährt, welche<br />

prominenten Persönlichkeiten an einem Ort<br />

gelebt haben. Man erfährt, wie ein historisches<br />

Zinshaus im nationalsozialistischen Regime<br />

genutzt wurde. Und man erfährt beispielsweise,<br />

dass sich in den Räumlichkeiten eines Zinshauses<br />

in Wien-Neubau eine der größten<br />

Straußenfedernfabriken Europas befunden<br />

hat – mit riesigen Farbbecken im Keller.<br />

DIE GESPRÄCHS-<br />

PARTNER:INNEN<br />

Herr Hora, Herr Jelitzka, haben Sie mit<br />

wesearch oder einer anderen Forschungsinstitution<br />

dieser Art schon mal zusammengearbeitet?<br />

JELITZKA Nein, noch nicht, und das ist ein<br />

Fehler!<br />

HORA Ich finde diese Art der Gebäudeforschung<br />

faszinierend. Das würde mich sehr<br />

interessieren! Ich denke, die Geschichte eines<br />

Hauses zu kennen, hebt ja auch den ideellen<br />

»Um 1900 ist Wien enorm gewachsen. 90 Prozent aller<br />

Wiener:innen haben damals zur Miete gewohnt. Im Rückblick<br />

kann man sagen: Ohne das Zinshaus würde es die Großstadt<br />

in ihrer heutigen Form nicht geben.«<br />

MARION KRAMMER Architekturhistorikerin und Geschäftsführerin der Agentur wesearch<br />

Daniel Hora (46) studierte Architektur und<br />

Bauingenieurwesen an der TU Wien. 2003<br />

gründete er sein Büro Megatabs Architekten<br />

in Wien. Das Büro ist u. a. auf Interior Design,<br />

öffentliche Neubauten sowie auf Sanierung<br />

und Refurbishments von Altbauten spezialisiert.<br />

2022 plante er für JP Immobilien<br />

das Boutique-Hotel »Josefine« in Wien-<br />

Mariahilf.<br />

megatabs.com<br />

Daniel Jelitzka (54) studierte Jus und<br />

Immobilienökonomie. 1996 gründete er<br />

gemeinsam mit seinem Partner Reza Akhavan<br />

das Unternehmen JP Immobilien, das<br />

auf die Bereiche Maklerei, Bauträgergeschäft,<br />

Zinshaus-Investment und Hospitality<br />

spezialisiert ist. Zuletzt baute er das ehemaligen<br />

Gewerbehaus der WKO zum »Hoxton<br />

Hotel« um. Eröffnung war am 1. April <strong>2024</strong>.<br />

jpi.at<br />

Marion Krammer (43) studierte Russisch,<br />

Kunstgeschichte und Kommunikationswissenschaften.<br />

2013 gründete sie mit Margarethe<br />

Szeless die wesearch Agentur für<br />

Geschichte und Kommunikation, spezialisiert<br />

auf History Marketing im Immobilienbereich.<br />

Zuletzt erschien im Residenz Verlag »Das<br />

Wiener Zinshaus. Bauen für die Metropole«.<br />

wesearch-agentur.at<br />

»Die Stadt darf keine Käseglocke<br />

sein. Veränderung,<br />

Austausch der Bausubstanz<br />

und ein sich wandelndes Bild<br />

im Laufe der Jahrzehnte<br />

sind wichtig für städtische<br />

Lebendigkeit.«<br />

DANIEL HORA Gründer von Megatabs Architekten<br />

und monetären Wert einer Immobilie. Außerdem<br />

wissen wir aus Erfahrung: Wer sich mit<br />

einem Gebäude identifizieren kann, der gibt<br />

auch besser acht darauf und verhindert auf<br />

diese Weise Verschmutzung und Vandalismus.<br />

KRAMMER Ich sage Ihnen: Ich kann in Wien<br />

kaum noch an einem Zinshaus oder einer<br />

Baulücke vorbeilaufen, ohne dass mein Forscherinnenhirn<br />

gleich zu rattern beginnt. Das<br />

ist Fluch und Segen zugleich!<br />

Ein Ausblick in die Zukunft: Welche Zinshaus-<br />

Trends sehen Sie auf uns zukommen?<br />

JELITZKA Das Zinshaus ist ein architektonischer<br />

Klassiker, der heute so nicht mehr gebaut<br />

werden kann, und wird daher immer rarer,<br />

immer seltener. Ich bin daher überzeugt, dass<br />

die Attraktivität weiterhin steigen wird. Ich<br />

mache heute schon die Beobachtung, dass Zinshäuser<br />

seltener gekauft und gleich weiterverkauft<br />

werden, sondern stattdessen eher länger<br />

im Portfolio gehalten werden.<br />

HORA Zinshaus-Sanierung ist per se eine sehr<br />

klassische, traditionelle Bauaufgabe. Ich würde<br />

mir auf diesem Gebiet etwas mehr Innovation<br />

wünschen. Auch im Umgang mit der Erdgeschoßzone<br />

– was etwa Geschäftslokale und<br />

tote Garageneinfahrten betrifft – braucht es<br />

dringend neue Konzepte.<br />

Von welchem Zinshaus träumen Sie?<br />

JELITZKA Wir haben ein Zinshaus in San<br />

Sebastian, das wir nun zu einem Boutique-<br />

Hotel mit 20 exklusiven Zimmern ausbauen<br />

werden. Jeden Tag Blick aufs Meer und gutes<br />

Essen, das ist mein Traum.<br />

HORA Ich wünsche mir ein Zinshaus mit<br />

großen, attraktiven öffentlichen Zonen, wo<br />

man mit Nachbarn ins Gespräch kommen<br />

kann. So wie früher an der Bassena.<br />

KRAMMER Ich wünsche mir ein modulares,<br />

flexibel anpassbares Zinshaus mitten in der<br />

Stadt – und das zu leistbaren Preisen!<br />

<<br />

190 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


DER BRICK AWARD IST<br />

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THE LEGACY<br />

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FAVORITE<br />

PROJECTS<br />

MAGNUM VOLLHOLZ<br />

In begehrter innerstädtischer Lage in Wien-<br />

Landstraße entstehen im, mit dem Luxury<br />

Lifestyle Award prämierten, Gründerzeitprojekt<br />

»The Legacy« 26 hochwertige Eigentumswohnungen,<br />

darunter fünf Einheiten im großzügig<br />

ausgebauten Dachgeschoß. Das 1900 erbaute<br />

Gründerzeithaus wird bis Ende <strong>2024</strong> von der<br />

3SI Immogroup revitalisiert. »The Legacy« bietet<br />

ein- bis vier-Zimmerwohnungen mit Wohnflächen<br />

zwischen 32 und 187 m². Die Auswahl<br />

reicht in der Landstraßer Hauptstraße 144 von<br />

einge schoßigen Eigentumswohnungen über<br />

Maisonette-Rooftop-Suites bis hin zu einem<br />

atemberaubenden Maisonette-Penthouse mit<br />

privatem Pool, Lift und fantastischem Ausblick<br />

über die Stadt. Nachhaltige Wärmeversorgung<br />

wird durch den Anschluss an das Fernwärmenetz<br />

gewährleistet. Die luxuriösen Rooftop-Suites und<br />

das opulente Penthouse bieten höchsten Wohnkomfort<br />

durch hocheffiziente Split-Klimaanlagen<br />

und ein innovatives Smart-Home-System.<br />

ING. MICHAEL SCHMIDT<br />

Geschäftsführer<br />

3SI Immogroup<br />

the-legacy.at<br />

Faszination Immobilien:<br />

Drei Branchenprofis erzählen<br />

in <strong>LIVING</strong>, welche Projekte<br />

ihnen in Österreich besonders<br />

am Herzen liegen.<br />

Unico – das ökologische und nachhaltige<br />

Musterhaus aus Massivholz – ist das<br />

perfekte Haus für Menschen, die modernes<br />

Design und Nachhaltigkeit schätzen.<br />

Ein modernes Flachdachhaus, das im Einklang<br />

mit der Natur gebaut wird. Ihr Zuhause<br />

ist unsere Herzensangelegenheit vom Anfang<br />

bis zum Ende. Wir sind stolz darauf, jedes<br />

einzelne Detail Ihres exklusiven Hauses zu<br />

kennen, denn wir nehmen uns die Zeit, Ihre<br />

Wünsche und Vorstellungen zu verstehen.<br />

Von der ersten Begegnung an stehen wir Ihnen<br />

zur Seite und sorgen für kurze Wege und<br />

schnelle Ergebnisse. Die Zielsetzung von<br />

Magnum Vollholz.Design liegt darin, individuelle<br />

Lebensräume zu schaffen, die an die<br />

unterschiedlichen Persönlichkeiten und Bedürfnisse<br />

der unterschiedlichen Bewohner:innen<br />

perfekt angepasst sind. So gut wie<br />

jedes gewünschte Hausdesign ist machbar.<br />

Die Raumaufteilung kann völlig frei erfolgen.<br />

VOLKER HÖLLINGER<br />

Geschäftsführer<br />

Magnum<br />

Vollholzdesign GmbH<br />

vollholzdesign.at<br />

Fotos: © 3SI Immogroup | stefanjoham.com, © 3SI Immogroup | JAMJAM, Felix Büchele, Felixfoto, beigestellt<br />

192 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


BELETAGE AM RUCKERLBERG<br />

Die schöne Etage – die Beletage – war<br />

immer schon der Inbegriff von Luxus.<br />

Moderne Noblesse verspricht auch das<br />

neue Bauprojekt am Ruckerlberg. In erhabener<br />

Ruhelage in der Ruckerlberggasse beherbergen<br />

fünf Villen ca. 23 noble und bezugsfertige Wohneinheiten:<br />

attraktive Zwei- bis Vier-Zimmer-<br />

Wohnungen ab ca. 55 bis ca. 123 Quadratmeter<br />

sowie zwei charmante Penthäuser mit ca. 55<br />

be ziehungsweise ca. 96 Quadratmetern. Und die<br />

Grazer Innenstadt mit den Restaurants, Bars,<br />

Boutiquen, Kinos und internationalen Kulturveranstaltungen<br />

ist gerade einmal acht Autominuten<br />

von Ihrem neuen Zuhause entfernt.<br />

Gönnen Sie sich Ihren prächtigen Logenplatz<br />

mit eleganten, lichtdurchfluteten Räumen, einer<br />

hochwertigen Ausstattung und einer modernen<br />

Formen sprache. Großzügige Glasflächen sowie<br />

die Balkone und Terrassen eröffnen Ihnen ein<br />

eindrucksvolles Panorama. Denn der Süden der<br />

Stadt liegt Ihnen zu Füßen.<br />

MARTIN KOSS<br />

Kollitsch Immobilien GmbH<br />

kollitsch.eu<br />

HWB: 28/42/109, Visual: © VIZ A VIE<br />

LEBENS ART<br />

22 EXKLUSIVE<br />

RESIDENZEN<br />

IN 1130 WIEN<br />

OBER ST. VEIT<br />

WOHNUNGEN<br />

MIT 65 - 170 m 2<br />

UND 2 BIS 5<br />

ZIMMERN<br />

GROSSE<br />

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PENTHOUSE MIT<br />

DACHGARTEN<br />

Inmitten der sanft rollenden Hügel von Ober<br />

St. Veit gönnt man sich gerne eine Atempause<br />

vom emsigen Takt der Großstadt. Auf dem<br />

Weg hinauf in die Köchelgasse <strong>Nr</strong>. 5 passiert<br />

man charmante Gärten und traditionelle Stilvillen<br />

im Schatten uralter Bäume. Hier lebt<br />

mit der Altbau-Villa von TWIN ESTATES in<br />

hochwertig-ziegelmassiver Bausubstanz das<br />

Gute der alten Zeit wieder auf. Die behutsam<br />

mit den besten Materialien komplett revitalisierten<br />

vier Domizile vermitteln das vornehme<br />

Flair einer vergangen geglaubten Epoche.<br />

Gleich nebenan verspricht der smarte Designer-Neubau<br />

von TWIN ESTATES mit insgesamt<br />

18 Wohneinheiten und den großzügigen<br />

Outdoor-Bereichen ein außergewöhnliches<br />

de luxe Wohnerlebnis. Alle Suiten erfüllen<br />

mit luftigen Glasflächen und hellen modernen Grundrissen sowie<br />

erstklassiger Gebäude- und Sicherheitstechnik den Wunsch nach<br />

Perfektion, Nachhaltigkeit und Einzigartigkeit.<br />

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GABRIELE BORS<br />

+43 1 71180 • sales@boe.at


<strong>LIVING</strong><br />

INSPIRATION<br />

202<br />

200<br />

Fotos: eSeL.at - Joanna Pianka, @ herzundblut Jules Villbrandt, beigestellt<br />

202<br />

SCHACHMATT!<br />

Das klassische Schachbrettmuster<br />

macht auch in Farbe einen guten<br />

Eindruck. (S. 196)<br />

DATES TO KNOW<br />

Die wichtigsten Ausstellungen,<br />

Messen und Events der nächsten<br />

Wochen. (S. 200)<br />

EVENTS<br />

Charity-Event mit Hollywood-<br />

Glamour, großes Opening der<br />

ersten Klima-Biennale und<br />

Vorfreude auf die Design Days<br />

Grafenegg. (S. 202)<br />

196


inspiration / SCHACHBRETTMUSTER<br />

SCHACH<br />

MATT!<br />

Das Schachbrettmuster ist längst ein<br />

Klassiker, satt sieht man sich daran dennoch<br />

nicht so schnell. In dieser Saison erobert es<br />

Wände, Böden und Wohntextilien und setzt<br />

auch in Farbe starke Kontraste.<br />

1.<br />

TEXT ANJA KLEINSCHUSTER<br />

Fotos: beigestellt<br />

196 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


2. 3.<br />

1. Flächendeckend Die lebhafte Tapete »Checkmate« wird dank des<br />

sanften Fliedertons auf weißem Hintergrund zum absoluten Hingucker<br />

in jedem Raum. sorbetdreams.com<br />

4.<br />

6.<br />

5.<br />

2. Coole Kombi Äußerst originell ist das Design der Tischlampe »Check«<br />

aus Steingut und Baumwolle von &klevering, die sowohl im Wohnzimmer<br />

als auch im Büro eine gute Figur macht. trouva.com<br />

3. Do it yourself Mit ein bisschen künstlerischem Geschick gelingt der<br />

angesagte Mustermix auch ganz leicht in den eigenen vier Wänden.<br />

solebich.de<br />

4. All-over-Look Beinahe skulptural wirkt der Beistelltisch von Moooi.<br />

Das Schachbrettmuster beschränkt sich nicht nur auf die Tischplatte,<br />

sondern zieht sich über das gesamte Objekt. connox.at<br />

5. Ordnung muss sein Die Aufbewahrungskörbe von Baini bestehen aus<br />

nachhaltig gewonnenem Sisal und sind in zwei verschiedenen Größen<br />

erhältlich. thebasketroom.com<br />

6. Auf dem Teppich bleiben Aufgrund seines zurückhaltenden grünweißen<br />

Musters ist der Teppich »Marta« auch auf großen Flächen<br />

einsetzbar. benuta.at<br />

7. Zuckersüß Designobjekte in bonbonfarbenen Pastelltönen versprühen<br />

eine gehörige Portion Nostalgie und Optimismus. desenio.com<br />

6. 7.<br />

3 / 24<br />

<strong>LIVING</strong><br />

falstaff<br />

197


inspiration / SCHACHBRETTMUSTER<br />

8. 9.<br />

8. Abstrakt Das Leinwandbild »Opposites Attract«<br />

besticht durch sein Blockmuster in creme- und<br />

beigefarbenen Tönen. greenlili.com<br />

9. Standfest Die runde Basis der Schachbrett-Tischlampe<br />

von Dekorfine wurde aus Glas gefertigt und<br />

fungiert wunderbar als Farbtupfer. dekorfine.com<br />

10. Mustergültig Für das Verzieren von hellen Möbeln<br />

eignet sich die Farbe »Honfleur«. Das intensive<br />

Braun kommt z. B. neben dunklem Grün besonders<br />

gut zur Geltung. anniesloan.com<br />

11. Kunstfertig Aus der Kunstkooperation von Tom<br />

Tailor Home mit der Berliner Künstlerin Fabienne<br />

Meyer aka Bings ist u. a. die Designdecke »Check<br />

Mate« aus hundert Prozent recyceltem Polyester<br />

entstanden. wayfair.de<br />

10.<br />

11.<br />

Fotos: beigestellt<br />

198 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Großzügig, flexibel,<br />

multifunktional.<br />

Zum<br />

Produktvideo<br />

• an drei Seiten in zwei Positionen hochklappbar<br />

• UV-beständiger, wetterfester Bezug<br />

• optional mit praktischem Einhängetisch<br />

• Bezug wechselbar<br />

• auch als Indoor-Wohnliege erhältlich<br />

Patentiertes<br />

Butterfly-System<br />

Fünf Funktionen,<br />

eine Liege<br />

Wechselbare<br />

Bezüge<br />

Ganzjähriger<br />

UV-Schutz<br />

Wasserdichter<br />

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www.joka.at


inspiration / TERMINE<br />

DATES TO KNOW<br />

Was kann die Stadt? Welche Termine sollten notiert werden? Ein kurzer Überblick<br />

über die wichtigsten Ausstellungen, Messen und Events in den kommenden Wochen.<br />

1.<br />

Art Brussels<br />

3.<br />

25.–28. 4. <strong>2024</strong><br />

Zu ihrem 40. Geburtstag trumpft die Art Brussels groß<br />

auf! Bereits seit ihrer Gründung im Jahr 1968 zählt<br />

sie zu den führenden Messen für zeitgenössische<br />

Kunst in Europa. Die Jubiläumsausgabe verspricht, mit<br />

176 Galerien aus 31 Ländern ein ganz besonderes<br />

Ereignis zu werden. Das Programm ist eine gelungene<br />

Mischung aus etablierten Künstler:innen und aufstrebenden<br />

Talenten. Der Schwerpunkt liegt diesmal auf<br />

Innovation, Vielfalt und Inklusivität. Spezielle künstlerische<br />

Projekte und eine Skulpturenausstellung im<br />

Freien runden das Angebot ab.<br />

Brussels Expo, Hallen 5 & 6, Place de la Belgique 1,<br />

1020 Brüssel, artbrussels.com<br />

5.<br />

APRIL<br />

Triennale Brügge<br />

1.<br />

13. 4.–1. 9. <strong>2024</strong><br />

Die vierte Ausgabe der Triennale Brügge steht unter<br />

dem Motto »Spaces of Possibility« und zeigt, wie zeitgenössische<br />

Kunst und Architektur ausschlag gebend<br />

für den nachhaltigen Wandel einer historischen Stadt<br />

sein können. Zu den zwölf teilnehmenden Künstler:innen<br />

und Architekt:innen gehören Iván Argote, Mariana<br />

Castillo Deball und das Studio Ossidiana. Die Entwürfe<br />

und Installationen konzentrieren sich auf die Wiederbelebung<br />

vernachlässigter Orte in Brügge.<br />

Diverse Locations in ganz Brügge, triennalebrugge.be<br />

3.<br />

London Craft Week <strong>2024</strong><br />

5.<br />

13.–19. 5. <strong>2024</strong><br />

Auch <strong>2024</strong> kehrt die London Craft Week zurück und<br />

verwandelt die britische Metropole in einen Schauplatz<br />

für mehr als 750 aufstrebende und etablierte Marken,<br />

Designer:innen, Galerien und Kreative aus aller Welt.<br />

Wie schon bei den bisherigen Ausgaben wird es ein<br />

Programm mit Ausstellungen, Vorträgen, Workshops<br />

und Führungen in den Bereichen Mode, Schmuck,<br />

Keramik und Möbel geben. Zu den zahlreichen Side<br />

Events gehört u. a. der Park Royal Open Workshop,<br />

eine gemeinnützige, frei zugängliche Werkstatt in Park<br />

Royal, wo man zum Beispiel an Möbeln arbeiten kann.<br />

Diverse Locations in ganz London<br />

londoncraftweek.com<br />

2.<br />

MAI<br />

Frieze New York <strong>2024</strong><br />

4.<br />

1.–5. 5. <strong>2024</strong><br />

Die Frieze <strong>2024</strong> wird erneut im The Shed stattfinden,<br />

einem Kulturzentrum in Manhattan, und 60 Galerien<br />

aus 25 Ländern umfassen. Gemeinsam feiert man New<br />

York als Kulturhauptstadt und führendes Zentrum des<br />

internationalen Kunstmarkts. Auch Aktivitäten und<br />

gemeinsame Projekte mit einigen der wichtigsten<br />

gemeinnützigen Kunstorganisationen der Stadt sind<br />

geplant.<br />

The Shed, 545 West 30th Street, New York City,<br />

New York 10001, USA<br />

frieze.com/fairs/frieze-new-york<br />

6.<br />

DesignMarch <strong>2024</strong><br />

2.<br />

24.–28. 4. <strong>2024</strong><br />

Bereits zum 16. Mal verwandelt der DesignMarch die<br />

nördlichste Hauptstadt der Welt fünf Tage lang in einen<br />

Schauplatz für über hundert Events, die von Eröffnungen<br />

über Präsentationen bis hin zu Ausstellungen<br />

und Partys reichen und einen Einblick in die bunte<br />

Designszene Reykjavíks geben. Neben den besten lokalen<br />

Designer:innen werden auch internationale Namen<br />

vertreten sein, die ihre Innovationen in den Bereichen<br />

Mode, Möbel, Lebensmittel, Architektur, digitales<br />

Design und Produktdesign präsentieren. Zusätzlich<br />

finden am 24. April die berühmten DesignTalks statt.<br />

Diverse Locations in ganz Reykjavík<br />

designmarch.is<br />

4.<br />

Design Miami Los Angeles <strong>2024</strong><br />

6.<br />

16.–20. 5. <strong>2024</strong><br />

Designliebhaber:innen aufgepasst! Zum ersten Mal<br />

findet die Design Miami in Los Angeles statt und präsentiert<br />

dort in einem glanzvollen historischen Anwesen<br />

in Holmby Hills fünf Tage lang Sammelstücke aus<br />

internationalen Galerien. Henrik Purienne, ein in Los<br />

Angeles und Paris lebender bildender Künstler und<br />

Gründer des »Mirage Magazine«, wird als Global<br />

Creative Director für die Design Miami in Los Angeles<br />

fungieren. Ashlee Harrison, Beraterin für den Sammler:innen-Designmarkt<br />

und Kunstkennerin, wurde zur<br />

kuratorischen Leiterin der Messe ernannt.<br />

Azria Estate, 10250 Sunset Boulevard, Los Angeles,<br />

Kalifornien 90077, USA, designmiami.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

200 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


land<br />

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Unabhängiger Qualitätsjournalismus.<br />

Bürgerlich-liberal.<br />

Die Presse<br />

Seit 1848<br />

Nachrichten. Meinung. Magazin.<br />

Gedruckt. Digital. Audio. Video. Events.<br />

Ode.<br />

Ausland<br />

Europa<br />

Inland<br />

Österreich<br />

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& Karriere<br />

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Reise<br />

Die Presse<br />

Die Presse am Sonntag<br />

Schaufenster<br />

Spectrum<br />

Fahrstil<br />

Geschichtemagazin<br />

Kulturmagazin<br />

Gesundheitsmagazin<br />

Die Presse im Ersten<br />

UniLive<br />

Private Banking<br />

Luxury Estate<br />

Luxury Living<br />

Luxury Times


inspiration / REVIEW<br />

EVENT-CLIPPINGS<br />

Events, Messen, Präsentationen – <strong>LIVING</strong> zeigt die besten Design-Happenings aus der Szene.<br />

GLAMOUR FÜR DEN GUTEN ZWECK<br />

Ein Zeichen für den Umweltschutz mit Hollywoodstar Patricia Arquette im Wiener Stadtpalais.<br />

review<br />

Genussmenschen »Planter’s Club«-<br />

Chef Robert Glock und Winzer<br />

Gerhard Kracher.<br />

Star-Appeal<br />

Schauspielerin<br />

Patricia Arquette<br />

unterwegs für die<br />

gute Sache.<br />

Gute Gespräche Modedesi<br />

gner Atil Kutoglu und<br />

Teppichmogul Ali Rahimi.<br />

Illustre Runde Filmproduzent Niki<br />

Klingohr und die ehemalige US-<br />

Botschafterin Helene von Damm.<br />

Carina und Ali Rahimi luden zum Charityevent in<br />

das Wiener Stadtpalais Szechenyi. Gemeinsam mit<br />

Hollywoodstar Patricia Arquette und ihrer Organisation<br />

»Give Love« nutze man an diesem Abend die Gelegenheit,<br />

die Aufmerksamkeit der prominenten Gäste (u. a.<br />

Daniel Serafin, Robert Glock, Ernst Minar, Maria Happel)<br />

auf die globale Wasserkrise zu lenken und nicht zuletzt zur<br />

aktiven Unterstützung für umweltfreundliche Sanitärprojekte<br />

zu animieren. Nussyy-Gründerin Carina Rahimi und<br />

Arquette betonten dabei die Relevanz von gesellschaftlichem<br />

Zusammenhalt und gegenseitiger Inspiration.<br />

Entspannte Runde Interspot-CEO<br />

Nils Klingohr und Opernintendant<br />

Daniel Serafin.<br />

OPENING DER KLIMA BIENNALE<br />

Im Kunst Haus Wien und auf dem Nordwestbahnhof eröffnete die erste Klima Biennale.<br />

Immerhin 100 Tage dauert die erste Klima Biennale in Wien,<br />

die Eröffnung feierte man nun bei einem Doppelevent im<br />

Kunst Haus Wien und auf dem Areal des Nordwestbahnhofs.<br />

In der Festivalzentrale im Kunst Haus war die von Sophie<br />

Haslinger kuratierte Gruppenausstellung »Into the Woods« zu<br />

sehen, das Festivalareal wurde vom StudioVlayStreeruwitz gestaltet.<br />

Das intensive Programm soll vor allem die Verbindung<br />

von aktuellen ökologischen Herausforderungen und Positionen<br />

aus Kunst, Design, Architektur und Wissenschaft in den Vordergrund<br />

rücken. Mit dabei sind u. a. etablierte Kunstinstitutionen<br />

und Festivals wie das Belvedere 21, das Weltmuseum,<br />

die Vienna Design Week oder die Wiener Festwochen.<br />

Sommerabend. Im Hof des<br />

Kunst Hauses Wien fiel der<br />

Startschuss für 100 Tage<br />

Klima-Programm.<br />

Fotos: © Christian Jobst, eSeL.at - Joanna Pianka, © Design Days<br />

202 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


preview<br />

DESIGN VOR SCHLOSSKULISSE<br />

Während der Design Days wird Grafenegg vom 3. bis 5. Mai zum Schauplatz für Interior-Festspiele.<br />

Schlossbesuch<br />

Design zum Erleben.<br />

Frühlingshafte Temperaturen und eine herrschaftliche Kulisse sorgen für das passende Ambiente,<br />

wenn das Areal vor dem Schloss Grafenegg am ersten Maiwochenende wieder zum<br />

Festivalgelände für die Design Days wird. Rund 300 Marken gastieren bei der Living- und<br />

Lifestylemesse auf 15.000 Quadratmetern, darunter etwa Polestar, Bene, Domus und Cubic.<br />

Flankiert wird die Designmesse von einem musikalischen Rahmenprogramm – mit Livekonzerten<br />

im Wolkenturm von Josh. (»Cordula Grün«) und der Italo-Formation Pino Barone Band.<br />

Musikalisch Highlight des Rahmenprogramms<br />

wird das Konzert des<br />

heimischen Sängers Josh.<br />

Ausstellungsfläche Auf insgesamt<br />

15.000 Quadratmetern<br />

zeigen namhafte Hersteller<br />

ihre Neuheiten.<br />

Design-Spaziergang Das<br />

Schloss gelände wird zum Areal<br />

des Schönen und Feinen.<br />

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HISTORY amnh.org<br />

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AND TRADITION andtradition.com<br />

ANNIE SLOAN anniesloan.com<br />

AP DECORATION apdecoration.com<br />

ARCHITETTURA SONORA<br />

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ASA SELECTION asa-selection.com<br />

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BANG & OLUFSEN bang-olufsen.com<br />

BAXTER baxter.it<br />

BEGRÜNDER begruender.at<br />

BENE bene.com<br />

BENKERT BÄNKE benkert.info<br />

BENQ benq.eu<br />

BENUTA benuta.at<br />

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C&P cp-ag.at<br />

D<br />

DEKORFINE dekorfine.com<br />

DESENIO desenio.com<br />

DESIGNBYTHEM designbythem.com<br />

DESTILAT destilat.at<br />

DRAENERT draenert.de<br />

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EBEL ebel.com<br />

ECOCAPSULE ecocapsule.sk<br />

EDELGUT edelgut.eu<br />

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GALLERIA ANA SERRATOSA<br />

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GARTANA gartana.de<br />

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GLASHÜTTE glashuette-original.com<br />

GLASSETTE glassette.com<br />

GOMMAIRE gommaire.com<br />

GREEN LILI greenlili.com<br />

GREENWALLS greenwalls.com<br />

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HABITAT HORTICULTURE<br />

habitathorticulture.com<br />

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IGLUCRAFT iglucraft.com<br />

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J&P IMMOBILIENMAKLER GMBH<br />

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KAME kame.berlin<br />

KARTELL kartell.com<br />

KATIE FISCHER katiefischer.de<br />

KETTAL brandstores-kettal.de<br />

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KNESEBECK VERLAG<br />

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KOLLITSCH IMMOBILIEN GMBH<br />

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MARUŠA SAGADIN sagadin.at<br />

MATILDA GOAD & CO<br />

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MEGATABS megatabs.com<br />

MEZZA-MAISO mezza-maiso.com<br />

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MNOTTI minotti.com<br />

MOLTENI molteni.it<br />

MOLTENI MUSEUM moltenimuseum.it<br />

MÖBELMUSEUM WIEN<br />

moebelmuseum.at<br />

MUJI muji.eu<br />

MULLER VAN SEVEREN<br />

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MUSEU DE BELLAS ARTES<br />

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MUSEU DE LES CIÈNCIES cac.es<br />

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PORSCHE DESIGN<br />

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PORTO MONTENEGRO<br />

portomontenegro.com<br />

PRASKAC praskac.at<br />

R<br />

RICHARD LAMPERT<br />

richard-lampert.de<br />

RIESS riess.at<br />

RIKEN YAMAMOTO<br />

riken-yamamoto.co.jp<br />

ROBBRECHT EN DAEM<br />

ARCHITECTEN robbrechtendaem.com<br />

ROCHE BOBOIS roche-bobois.com<br />

ROEL VANDEBEEK<br />

roelvandebeek.com<br />

ROSSBARTH rossbarth.at<br />

S<br />

SANG SANG sangsang.at<br />

SAMSUNG samsung.com<br />

SCHIRN KUNSTHALLE<br />

FRANKFURT schirn.de<br />

SCHÜLLER schueller.de<br />

SELLERIE diesellerie.com<br />

SHANGRI-LA CIRCLE shangri-la.com<br />

SHODAI shodai.at<br />

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SIFAS sifas.com<br />

SIKA DESIGN sika-design.de<br />

SKYLINE DESIGN skyline-design.eu<br />

SLIDE slidedesign.it<br />

SNOC snoc-eu.com<br />

SO LEB ICH solebich.com<br />

SONOS sonos.com<br />

SORBET DREAMS sorbetdreams.com<br />

STARKL starkl.at<br />

STUDIO GANG studiogang.com<br />

STUDYPOD studypod.no<br />

SVENSKT TENN svenskttenn.com<br />

T<br />

TACCHINI tacchini.it<br />

TERTILL tertill.cm<br />

THE BASKET ROOM<br />

thebasketroom.com<br />

THE EXVOTOS theexvotos.com<br />

THE PENINSULA LONDON<br />

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THE STAR thestaronsunset.com<br />

TIERRA DESIGN STUDIO<br />

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TIIPII tiipiibed.com<br />

TORRE VELLA<br />

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TOUCHABLE BANGKOK<br />

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TROUVA trouva.com<br />

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ULTIMATE EARS ultimateears.com<br />

V<br />

VERTICAL GARDEN DESIGN<br />

verticalgardendesign.com<br />

VINCENT SHEPPARD<br />

vincentsheppard.com<br />

VITRA vitra.com<br />

W<br />

WAYFAIR wayfair.de<br />

WESEARCH wesearch-agentur.at<br />

WITTMANN wittmann.at<br />

Z<br />

ZANAT zanat.org<br />

ZHU OHMU zhuohmu.com<br />

ZS VERLAG zsverlag.de<br />

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IMPRESSUM<br />

3/<strong>2024</strong><br />

ZEITSCHRIFT FÜR INTERIEUR<br />

UND ARCHITEKTUR<br />

Die in dieser Ausgabe veröffentlichten<br />

Beiträge sind urheberrechtlich geschützt.<br />

Übersetzung, Nachdruck, Vervielfältigung<br />

und Speicherung in Datenverarbeitungs -<br />

anlagen nur mit ausdrücklicher Genehmigung<br />

des Verlags. Zitate aus Beiträgen dieser<br />

Ausgabe sind ausschließlich mit Angabe<br />

der Quelle gestattet.<br />

MEDIENINHABER<br />

<strong>Falstaff</strong> <strong>LIVING</strong> Verlags GmbH<br />

REDAKTIONSORT<br />

DES MEDIENINHABERS<br />

Schottenring 2–6, 1010 Wien<br />

T: +43 1 9042141<br />

F: +43 1 9042141-450<br />

hello@falstaff-living.com<br />

www.falstaff-living.com<br />

Gegenstand des Unternehmens<br />

ist die Heraus gabe, der Verlag<br />

und der Vertrieb von Zeitschriften<br />

und Druckwerken aller Art unter<br />

der Bezeichnung »<strong>Falstaff</strong> <strong>LIVING</strong>«.<br />

GESELLSCHAFTER DER<br />

FALSTAFF <strong>LIVING</strong> VERLAGS GMBH<br />

<strong>Falstaff</strong> Verlags-Ges.m.b.H. (Anteil 51 %)<br />

Angelika Rosam (Anteil 39 %)<br />

Mag. Michaela König (Anteil 10 %)<br />

HERAUSGEBERIN<br />

Angelika Rosam<br />

CHEFREDAKTION<br />

Angelika Rosam<br />

CHEFREDAKTION (Stv.)<br />

Marlene Mayer<br />

CHEFIN VOM DIENST<br />

Anja Kleinschuster<br />

ART DIRECTOR<br />

Klaus Rauch<br />

PHOTO DIRECTOR<br />

Thomas Hopferwieser<br />

PRODUKTION/LITHO<br />

Konstantin Riemerschmid<br />

MITARBEITER:INNEN DIESER AUSGABE<br />

Karin Cerny, Wojciech Czaja, Manfred Gram,<br />

Christina Horn, Ines Kasparek, Elisabeth Klokar,<br />

Maik Novotny, Susanna Pikhart, Heimo Rollett,<br />

Florentina Welley<br />

LEKTORAT<br />

Angelika Hierzenberger-Gokesch, Sabine Till<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Angelika Rosam<br />

RECHNUNGSWESEN<br />

Sommer & Zarits Steuerberatung GmbH<br />

Robert Graf Platz 1, 7000 Eisenstadt<br />

MEDIA SALES UND KOOPERATIONEN<br />

Ronald Tomandl (Leitung Sales), Patrick Jamöck<br />

(stv. Leitung Sales), Aleksandra Kosanin, BA.<br />

(Leitung Marketing & Sales Koordination),<br />

Magdalena Eser (Marketing Sales & Koordination)<br />

anzeigen@falstaff-living.com<br />

DIRECT SALES<br />

Timotheus Lamberg (Leitung)<br />

Wilhelm Amann (stv. Leitung)<br />

VERTRIEB, LESER- UND ABOSERVICE<br />

Kornelia Pirker (Leitung Vertrieb und Abo)<br />

HERSTELLER<br />

Druckerei Berger<br />

Wiener Straße 80, 3580 Horn<br />

VERTRIEB<br />

Presse Großvertrieb Austria Trunk GmbH<br />

St. Leonharder Straße 10, 5081 Anif<br />

www.pgvaustria.at<br />

DVR-Nummer: 06a9192<br />

PEFC-06-39-01<br />

202223021<br />

POLIFORM: NEUES KÜCHEN­<br />

STUDIO BEI WETSCHER<br />

Auf 300 Quadratmetern präsentiert Wetscher die<br />

Küchenhighlights der italienischen Spitzenmarke Poliform.<br />

ADVERTORIAL<br />

Am 6. April feierte man in den<br />

Wetscher Wohngalerien das<br />

exklusive Opening des neuen<br />

Poliform-Küchenstudios. Neben zeitloser<br />

italienischer Eleganz, echten Design-Highlights<br />

und kreativen Innovationen aus der<br />

Poliform-Küchenwelt erwartete die zahlreichen<br />

Eröffnungsgäste ein Treffen mit<br />

Starkoch Toni Mörwald, der im Gespräch<br />

mit Martin Wetscher aus dem Kochtopf<br />

plauderte – und anschließend live mit<br />

seinem Team kulinarische Köstlichkeiten<br />

auf die Teller zauberte.<br />

Für alle, die gerade ihr Zuhause neu<br />

gestalten, liegt hier das Eldorado: Im neuen<br />

Poliform-Küchenstudio präsentiert Wetscher<br />

nahezu alle aktuellen Modelle, darunter<br />

natürlich die »Artex Pro« sowie die Linien<br />

»Alea Pro«, »Twelve«, »Phoenix« und viele<br />

weitere. Der gestalterischen Vielseitigkeit<br />

sind dank der Vielfalt an Materialien und<br />

Oberflächen praktisch keine Grenzen<br />

gesetzt. Die Einsicht in die Küche selbst ist<br />

Teil eines gesamten Farb- und Materialkonzepts.<br />

Die Küche längst nicht mehr isolierte<br />

Zelle im Irgendwo. Und genau deshalb werden<br />

die Planung, die technische Umsetzung,<br />

die Materialien, die Farbabstimmung, die<br />

Atmosphäre so wesentlich. Eine komplexe<br />

Aufgabenstellung, die das Herzstück der<br />

eigenen vier Wände betrifft und die die<br />

Wetscher-Innenarchitek:innen mit ihrer jahrelangen<br />

Erfahrung perfekt beherrschen.<br />

INFO<br />

Wetscher<br />

Zillertal Str. 30, 6263 Fügen<br />

Mo. bis Fr. 9 bis 18 Uhr und Sa. 9 bis 14 Uhr<br />

wetscher.com<br />

Hausherr Martin Wetscher und Stargast<br />

Vier-Hauben-Koch Toni Mörwald.<br />

FOTOS: BEIGESTELLT<br />

206 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


AUF SINNESREISE DURCH<br />

WÄRME, LICHT UND KLANG<br />

DIE SAUNA S11. DESIGN BY STUDIO F. A. PORSCHE<br />

Eine Sauna, die in besonderer Weise auf unsere Sinne wirkt. KLAFS und das Studio<br />

F. A. Porsche haben alles Bekannte hinterfragt und etwas vollkommen Neues erschaffen.<br />

Das Ergebnis ist ein einzigartiger Raum, der Sie mit seinem revolutionären<br />

Licht- und Klangkonzept in magische Welten der Entspannung entführt: Erleben<br />

Sie, wie Sonnenstrahlen in den Baumkronen schimmern, oder tauchen Sie ein in<br />

die Weiten der Ozeane. Ein Design-Statement, das die Sinne begeistert – immer<br />

und immer wieder.<br />

Lassen Sie sich inspirieren: www.klafs.at<br />

Entdecken Sie die Sauna S11.


my<br />

personal<br />

room<br />

MEZZA—MAISO<br />

Wie wohnen designaffine Personen, welche Objekte verwandeln<br />

das Zuhause in ihren Lieblingsraum? Aktuell hat uns das<br />

Designstudio Mezza–Maiso verraten, welche Stücke ihr Projekt<br />

Haute–Étage zu etwas ganz Besonderem machen.<br />

2.<br />

3.<br />

1. Kreativ Die Küche ist ein Eigenentwurf<br />

von Mezza–Maiso. Das edle Parkett im<br />

Farbton Mooreiche naturell Portofino<br />

stammt von Trapa, die Barhocker<br />

»Series 430 Bar Stool« sind ein Entwurf<br />

von Verpan.<br />

2. Erleuchtend Für genügend Licht sorgt<br />

unter anderem die Esstischleuchte<br />

»Flamingo 1530« von Vibia in Graphit.<br />

3. Gemütlich Der wunderschöne Kamin<br />

im grün-schimmernden Farbton Verde<br />

Borgogna wurde von Mandl & Bauer<br />

gefertigt und bewusst im Raum in<br />

Szene gesetzt, dem er dadurch eine<br />

ganz besondere Atmosphäre verleiht.<br />

In reizvollem Kontrast dazu steht die<br />

Wandspachtelung im neutralen Beigeton<br />

Rue Bottero von St. Leo, der für die<br />

Wände ausgewählt wurde.<br />

4. Design-Reigen Im Wohnzimmer treffen<br />

nahmhafte internationale Marken aufeinander.<br />

Die drehbaren Stühle von<br />

Minotti aus der Serie »Torii Dining«<br />

harmonieren perfekt mit dem Tisch »Clay<br />

Canvas« in der Farbe Carruba aus dem<br />

Hause Desalto.<br />

4.<br />

1.<br />

… gehört zu den Projekten von<br />

Mezza–Maiso, einem interdisziplinären<br />

Bureau für Innenarchitektur, Interieur<br />

und Design im Herzen von Wien. 2021<br />

gründeten Verena Wohlkönig und Jürgen<br />

Hamberger ihr eigenes Designstudio<br />

mit dem Ehrgeiz, die Welt durch Design<br />

schöner zu machen. Zusammen mit<br />

ihrem Team arbeiten sie Tag für Tag<br />

daran, die Vision von Mezza–Maiso zum<br />

Ausdruck zu bringen, getreu dem Motto:<br />

»Creating a beautiful world – one place<br />

at a time«. mezza-maiso.com<br />

Fotos: beigestellt<br />

208 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


Von der Vision bis zur Vollendung.<br />

Wir definieren Luxus neu<br />

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inspiration / PREVIEW<br />

<strong>LIVING</strong> 4/<strong>2024</strong><br />

Was erwartet Sie in der nächsten Ausgabe von <strong>LIVING</strong>? Welche Trends erobern den Markt,<br />

welche Designer:innen sind am Puls der Zeit, und was tut sich Neues in der Immobilienbranche?<br />

Eine kleine Vorschau, worauf Sie sich im kommenden Magazin freuen können.<br />

design<br />

<strong>LIVING</strong> Family!<br />

In dieser Ausgabe dreht sich alles<br />

um die Familie: Welche Designlösungen<br />

überzeugen im Kinderzimmer?<br />

Wie gestaltet man eigentlich<br />

erfolgreiches Spielzeug? Und wie<br />

wollen wir künftig gemeinsam<br />

wohnen? In unserem Themenspezial<br />

betrachten wir Design gezielt aus der<br />

Familienperspektive.<br />

kulinarik<br />

trends<br />

Splish, Splash<br />

Klare Linien, kluge Lichtinstallationen.<br />

Für die richtige<br />

Abkühlung sorgen heuer innovative<br />

Poollösungen.<br />

Wohnen für viele<br />

Die Frage, wie Leben in<br />

Gemeinschaft am besten<br />

funktionieren kann, ist in der<br />

Architektur zentral. Wir<br />

zeigen, wie Gestaltung<br />

generationenübergreifend<br />

klug gedacht werden kann.<br />

residences<br />

<strong>LIVING</strong> 4/<strong>2024</strong><br />

erscheint am<br />

24. 5. <strong>2024</strong><br />

Kulinarische Abkühlung<br />

Gelati, gelati! Jede Metropole braucht<br />

ihre angesagten Eissalons, damit sich<br />

davor bei Höchsttemperaturen<br />

Menschentrauben bilden können. Wir<br />

zeigen jene mit den besten Designs.<br />

Fotos: © Vitra, © Talenti, © Ivan Baan, © Little Sky<br />

210 falstaff <strong>LIVING</strong> 3 / 24


ANLAGE MIT PHANTASTISCHER RENDITE<br />

jeden Tag.<br />

GARTEN & POOL – ALLES AUS EINER HAND<br />

Ein Ihrem individuellen Lebensstil entsprechendes Gartendesign<br />

ist die Grundlage für eine liebevolle Umsetzung in jedem Detail.<br />

Damit Sie sich in Ihrem Garten nicht nur wohlfühlen, sondern<br />

sich auch bei jedem Blick hinaus daran erfreuen können.<br />

Eine Wirkung, die wir Ihnen gerne garantieren.<br />

48 Seiten Garteninspiration:<br />

www.begründer.at


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