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der motor – Ausgabe 1/24 – Kommunikation für die Branche

Uns begegnet immer wieder – das vereint alle Meinungen – das Wort „Technologieoffenheit“. Sicherlich mit unterschiedlicher Interpretation, je nach Interessensgruppe. Dabei wird der Begriff Technologieoffenheit abgenutzt und ist selten wirklich gewünscht und gemeint. Zu viele Einzelinteressen treffen aufeinander und blockieren notwendige Entwicklungen. - Das spannende an Entwicklungen ist, dass man nie weiß, was noch daraus hervorgeht und wie es unser Leben beeinflussen wird. Manche Produkte werden nie bekannt und manche erlangen erst Jahre später an Bedeutung und Einfluss. Und manchmal spielen sie nur eine Rolle in Nischenbereichen mit Spaßfaktor.

Uns begegnet immer wieder – das vereint alle Meinungen – das Wort „Technologieoffenheit“. Sicherlich mit unterschiedlicher Interpretation, je nach Interessensgruppe. Dabei wird der Begriff Technologieoffenheit abgenutzt und ist selten wirklich gewünscht und gemeint. Zu viele Einzelinteressen treffen aufeinander und blockieren notwendige Entwicklungen.
-
Das spannende an Entwicklungen ist, dass man nie weiß, was noch daraus hervorgeht und wie es unser Leben beeinflussen wird. Manche Produkte werden nie bekannt und manche erlangen erst Jahre später an Bedeutung und Einfluss. Und manchmal spielen sie nur eine Rolle in Nischenbereichen mit Spaßfaktor.

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<strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> I Schutzgebühr 7,90€<br />

BMW-Boss Oliver Zipse<br />

über das Verbrenner-Aus<br />

Antriebstechnologien von<br />

LIEBHERR<br />

Kreiskolben<strong>motor</strong><br />

Mazda beschleunigt <strong>die</strong> Weiterentwicklung des Antriebs


Ihr<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

bei den redaktionellen Arbeiten <strong>für</strong> unser Magazin begleiten<br />

wir nicht nur unterschiedliche Meinungen, Forschungen o<strong>der</strong><br />

Strategien zur Entwicklung künftiger Antriebe. Uns begegnet<br />

immer wie<strong>der</strong> <strong>–</strong> das vereint alle Meinungen <strong>–</strong> das Wort „Technologieoffenheit“.<br />

Sicherlich mit unterschiedlicher Interpretation,<br />

je nach Interessensgruppe. Dabei wird <strong>der</strong> Begriff Technologieoffenheit<br />

abgenutzt und ist selten wirklich gewünscht<br />

und gemeint. Zu viele Einzelinteressen treffen aufeinan<strong>der</strong><br />

und blockieren notwendige Entwicklungen.<br />

Sollte man zu 100 % auf Elektroantriebe setzen? Nein, denn<br />

<strong>die</strong> Herausfor<strong>der</strong>ungen und Voraussetzungen in den jeweiligen<br />

Anwendungen sind so unterschiedlich, dass nur eine<br />

Lösung schlicht unmöglich ist. Diese Feststellung ist logisch,<br />

dennoch erzählen Politik und Interessensverbände seit Jahren<br />

gebetsmühlenartig von <strong>der</strong> großen Bedeutung eines technologieoffenen<br />

Vorgehens. Täglich wird uns <strong>die</strong>se vermeintliche<br />

Weisheit dann aufs Brot geschmiert. Sollten wir nicht deutlich<br />

tiefgründigere Debatten führen und Detailfragen erörtern?<br />

Nicht immer nur den gewöhnlichen PKW in den Fokus <strong>der</strong> Darstellung rücken? Motoren finden darüber hinaus<br />

in erheblich wichtigeren Antrieben Ihre verlässliche Anwendung.<br />

Wir finden, <strong>die</strong> Politik muss grundsätzlich offen <strong>für</strong> alle Technologien sein, dort, wo es sinnvoll ist und hier <strong>die</strong><br />

notwendigen Fakten <strong>für</strong> eine zukunftssichere Entwicklung schaffen.<br />

Das spannende an Entwicklungen ist, dass man nie weiß, was noch daraus hervorgeht und wie es unser<br />

Leben beeinflussen wird. Manche Produkte werden nie bekannt und manche erlangen erst Jahre später an<br />

Bedeutung und Einfluss. Und manchmal spielen sie nur eine Rolle in Nischenbereichen mit Spaßfaktor.<br />

Die neue mtu-Baureihe 1600 - Bis zu 49% höhere Leistung <strong>für</strong> Energieversorgung<br />

Historie und Histörchen - Was wäre das Auto ohne Porsche?<br />

BMW-Boss Oliver Zipse über das Verbrenner-Aus<br />

Porsche trauert um Herbert Linge<br />

Yamaha - Prototyp Wasserstoff-Außenbor<strong>der</strong><br />

Red Kite - Erfolgreicher Erstflug <strong>der</strong> „Red Kite“<br />

Klimaschutzlösungen im Straßenverkehr dringend gesucht<br />

Einfach MACHEN! - Das Großseminar 20<strong>24</strong> des VDBUM<br />

Braungardt Ersatzteil- und LKW Vertrieb GmbH - Firmenvorstellung<br />

VMI <strong>Branche</strong>ngedanken<br />

Kompakter Getriebeantrieb von PMW<br />

Triumph <strong>für</strong> Manthey EMA beim 12h in Bathurst<br />

Kreiskolben<strong>motor</strong> - Mazda beschleunigt <strong>die</strong> Weiterentwicklung des Antriebs<br />

Boot 20<strong>24</strong> Düsseldorf - Wassersportbranche zieht positive Bilanz<br />

Die Kunst des Motortunings<br />

„Selbstverständlich“ wird Mercedes-Benz nach 2030 Verbrenner liefern<br />

Antriebstechnologien von Liebherr - Maximale Leistung - minimale Emissionen<br />

Kupferspray und Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung - Elring <strong>–</strong> Das Original klärt auf!<br />

Die Turbola<strong>der</strong> Profis - Mehr Turbo geht nicht<br />

Den Erfolg bringt das Zusammenspiel - Über <strong>die</strong> Qualitätsstandards <strong>der</strong> iwis-Kits<br />

Expertenseite<br />

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Motoren sind spannend und wir freuen uns, dass Sie unser Interesse teilen.<br />

Ich wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen.<br />

Ihr<br />

Reifinger Str. 1, D 832<strong>24</strong> Grassau<br />

Bildnachweise<br />

Seite 4-5 Text & Bil<strong>der</strong>: mtu/Rolls Royce<br />

Power Systems AG; Seite 6-9 Text &<br />

Bil<strong>der</strong>: aum/hptb/Porsche; Seite 10-11<br />

Text & Bil<strong>der</strong>: NiUS.de; Seite 12-15<br />

Text & Bil<strong>der</strong>: Porsche AG; Seite 16-17<br />

Text & Bil<strong>der</strong>: Yamaha Motors; Seite<br />

18-21 Text & Bil<strong>der</strong>: DLR; Seite 22-23<br />

Text & Bil<strong>der</strong>: UNITI; Seite <strong>24</strong>-29 Text &<br />

Bil<strong>der</strong>: VDBUM; Seite 30 Text & Bil<strong>der</strong>:<br />

Braungardt; Seite 31 Text & Bild: VMI/<br />

Sachweh; Seite 32-33 Text & Bil<strong>der</strong>:<br />

Actronic Solutions; Seite 34-36 Text &<br />

Bil<strong>der</strong>: Manthey EMA; Seite 38-39 Text &<br />

Bil<strong>der</strong>: Mazda; Seite 40-41 Text & Bil<strong>der</strong>:<br />

Boot Düsseldorf; Seite 42-46 Text:<br />

Bepoint; Seite 47 Text & Bild: Mercedes;<br />

Seite 48-53 Text & Bil<strong>der</strong>: Liebherr; Seite<br />

54-56 Text & Bil<strong>der</strong>: Elring; Seite 58-59<br />

Text & Bil<strong>der</strong>: BTS/Bepoint; Seite 60-61<br />

Text & Bil<strong>der</strong>: iwis/Bepoint; Seite 62-63:<br />

Bepoint<br />

<strong>Ausgabe</strong><br />

1/20<strong>24</strong><br />

2 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 3


Die neue mtu-Baureihe 1600<br />

ROLLS-ROYCE<br />

BRINGT MTU BAUREIHE 1600 MIT BIS ZU 49<br />

PROZENT HÖHERER LEISTUNG FÜR ENERGIE-<br />

VERSORGUNG AUF DEN MARKT<br />

Rolls-Royce bietet ab sofort <strong>die</strong> neue Generation des 12-Zylin<strong>der</strong>-<br />

Diesel-Motors <strong>der</strong> mtu-Baureihe 1600 Gx1 an, <strong>der</strong> neue Maßstäbe<br />

in Sachen Leistung, Flexibilität, Life-Cycle-Kosten und Nachhaltigkeit<br />

setzt. Der Motor ist <strong>für</strong> <strong>die</strong> Stromerzeugung in Rechenzentren,<br />

Flughäfen und Krankenhäusern geeignet, aber auch <strong>für</strong> Kleinkraftwerke<br />

in Regionen ohne Anschluss an das öffentliche Stromnetz,<br />

wie zum Beispiel <strong>für</strong> abgelegene Baustellen, Bergwerke o<strong>der</strong> <strong>für</strong><br />

ganze Microgrids.<br />

• Stark: 12V1600 mit bis zu 996 kWm höchste Leistungsdichte seiner Klasse<br />

• Nachhaltig: Bis zu 90 % CO2-Reduktion mit HVO-Kraftstoff<br />

• Flexibel: Mit Lastfaktoren von bis zu 100 % geeignet <strong>für</strong> Notstromversorgung von<br />

Rechenzentren und an<strong>der</strong>en kritischen Anwendungen<br />

Rolls-Royce bietet ab sofort <strong>die</strong> neue Generation des<br />

12-Zylin<strong>der</strong>-Diesel-Motors <strong>der</strong> mtu-Baureihe 1600<br />

Gx1 an, <strong>der</strong> neue Maßstäbe in Sachen Leistung, Flexibilität,<br />

Life-Cycle-Kosten und Nachhaltigkeit setzt.<br />

„Mit <strong>die</strong>ser neuen Generation an Diesel<strong>motor</strong>en im<br />

Leistungsbereich bis fast 1000 Kilowatt investieren<br />

wir weiter in unser mtu-Motorenportfolio und bieten<br />

unseren Kunden in kritischen Anwendungen weltweit<br />

Spitzentechnologie <strong>für</strong> eine zuverlässige und nachhaltige<br />

stationäre Stromerzeugung“, erklärt Dr. Jörg<br />

Stratmann, CEO von Rolls-Royce Power Systems.<br />

Rolls-Royce hat kürzlich seine neue Strategie vorgestellt,<br />

in <strong>der</strong> <strong>die</strong> Konzentration auf marktführende<br />

Antriebs- und Energielösungen mit höherer Leistung,<br />

größtenteils aus eigener Entwicklung und Produktion<br />

ein wesentlicher Baustein ist.<br />

Der Motor ist <strong>für</strong> <strong>die</strong> Stromerzeugung in Rechenzentren,<br />

Flughäfen und Krankenhäusern geeignet, aber<br />

auch <strong>für</strong> Kleinkraftwerke in Regionen ohne Anschluss<br />

an das öffentliche Stromnetz, wie zum Beispiel <strong>für</strong><br />

abgelegene Baustellen o<strong>der</strong> Bergwerke. In Kombination<br />

mit erneuerbaren Energien und Batteriespeichern<br />

<strong>die</strong>nt er mit seiner einzigartigen Schwachlastfähigkeit<br />

in autarken Microgrids als zuverlässige und<br />

robuste Energiequelle.<br />

„Dies ist ein absolutes Spitzenprodukt in seiner Klasse.<br />

Wir können unseren Kunden damit höchste Leistung<br />

und Effizienz <strong>für</strong> ihre Energieversorgung bieten“,<br />

erklärt Tobias Ostermaier, President <strong>der</strong> Geschäftseinheit<br />

Stationary Power Solutions bei Rolls-Royce<br />

Power Systems.<br />

Höchste Leistungsdichte in seiner Leistungsklasse<br />

Rolls-Royce hat <strong>die</strong> Motor-Leistung gegenüber dem<br />

Vorgängermodell um bis zu 49 Prozent gesteigert.<br />

Damit bietet <strong>der</strong> 12V1600 Gx1 <strong>die</strong> höchste Leistungsdichte<br />

in seiner Leistungsklasse und eine hervorragende<br />

Lastannahme gleichzeitig zur gewohnten<br />

Robustheit und Verlässlichkeit. Da<strong>für</strong> wurde nicht nur<br />

<strong>der</strong> Hubraum vergrößert, son<strong>der</strong>n unter an<strong>der</strong>em<br />

auch ein neues Turbola<strong>der</strong>system eingesetzt und das<br />

Einspritzsystem erneuert. Die Motoren liefern auch<br />

bei hohen Außentemperaturen, einer hohen Luftfeuchtigkeit<br />

und unter schwierigsten Umgebungsbedingungen<br />

<strong>die</strong> volle Leistung.<br />

Mit nachhaltigen Kraftstoffen CO2-Fußabdruck verringern<br />

Alle mtu-Motoren <strong>der</strong> Baureihe 1600 sind <strong>für</strong> <strong>die</strong> Nutzung<br />

von synthetischen Diesel-Kraftstoffen <strong>der</strong> Norm<br />

EN15940 freigegeben und somit auch <strong>für</strong> nachhaltiges<br />

HVO (Hydrotreated Vegetable Oil). Durch den<br />

Einsatz von HVO kann <strong>der</strong> CO2-Ausstoß (je nach<br />

Herstellungsprozess und Ausgangsmaterial) um bis<br />

zu 90 Prozent gegenüber fossilem Diesel verringert<br />

werden.<br />

Rolls-Royce hat bereits 22 neue Aggregate in Nordamerika<br />

verkauft<br />

Die Aggregate mit einem erweiterten Leistungsbereich<br />

von 680 <strong>–</strong> 900 kW elektrischer Leistung sind<br />

bereits seit Ende des Jahres 2023 in Nordamerika<br />

verfügbar. Seit Januar 20<strong>24</strong> hat Rolls-Royce bereits<br />

Aufträge <strong>für</strong> 22 Aggregate auf Basis <strong>der</strong> neuen 60-Hz-<br />

Version <strong>der</strong> 12-Zylin<strong>der</strong>-mtu-Baureihe 1600 <strong>für</strong> eine<br />

Vielzahl von Notstromlösungen erhalten, darunter ein<br />

Skigebiet, eine Kläranlage, eine Polizeistation und<br />

ein Luxuswohnkomplex. Demnächst folgt auch <strong>die</strong><br />

50-Hz-Version <strong>der</strong> Aggregate mit einer elektrischen<br />

Leistung von 600 <strong>–</strong> 800 kWe (750 - 1000 kVA). Darüber<br />

hinaus werden <strong>die</strong> 50-Hz- und 60-Hz-Motoren in<br />

einem Leistungsbereich von 660 bis 996 kW mechanischer<br />

Leistung an unabhängige OEMs zur Integration<br />

in eigene Aggregatedesigns vertrieben.<br />

Ausgelegt <strong>für</strong> höchste Anfor<strong>der</strong>ungen im anspruchsvollen<br />

Rechenzentrumsmarkt<br />

Alle neuen mtu-Motoren <strong>der</strong> Baureihe 1600 erfüllen<br />

<strong>die</strong> Anfor<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> Performance Klasse G3 und<br />

übertreffen sogar <strong>die</strong> Anfor<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> ISO 8528<br />

Power Ratings <strong>für</strong> Emergency Standby Power (ESP),<br />

Prime Power (PRP) und Datacenter Power (DCP) mit<br />

branchenführenden Lastfaktoren bis zu 100 Prozent<br />

<strong>für</strong> Rechenzentren. Darüber hinaus erfüllen <strong>die</strong> Motoren<br />

und Aggregate <strong>die</strong> strengen Anfor<strong>der</strong>ungen hinsichtlich<br />

<strong>der</strong> Ausfallsicherheit <strong>für</strong> Tier-III- und Tier-IV-<br />

Rechenzentren und sind dadurch eine hochattraktive<br />

Lösung <strong>für</strong> kleinere Rechenzentren im boomenden<br />

Edge-Data-Center-Markt.<br />

Neue wirtschaftliche und nachhaltige Überholungslösung<br />

Rolls-Royce hat außerdem <strong>für</strong> <strong>die</strong> bereits bestehenden<br />

10V- und 12V-mtu-Motoren <strong>der</strong> Baureihe 1600<br />

eine neue Überholungslösung entwickelt, <strong>die</strong> bei geringeren<br />

Kosten <strong>die</strong> Lebenszeit des Motors um bis<br />

zu 6.000 Betriebsstunden verlängert und <strong>die</strong> gleiche<br />

Zuverlässigkeit bietet wie herkömmliche Angebote.<br />

Ein Aus- und Wie<strong>der</strong>einbau des Motors ist nicht erfor<strong>der</strong>lich,<br />

lediglich <strong>der</strong> Austausch bestimmter Komponenten,<br />

<strong>die</strong> Ausfallzeiten sind gering.//<br />

4 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 5


Historie und Histörchen<br />

Historie und<br />

Histörchen:<br />

Was wäre das Auto ohne Porsche?<br />

Keiner hat <strong>die</strong> deutsche Automobillandschaft<br />

mehr gestaltet als<br />

Ferdinand Porsche. Er entwickelte<br />

erfolgreiche Rennwagen und Massen-Automodelle<br />

wie den Volkswagen<br />

Käfer. Sein Lebenslauf ist<br />

so bunt wie lang, und sein Name<br />

lebt in dem Unternehmen Porsche<br />

weiter, immerhin <strong>der</strong> bedeutendste<br />

Sportwagen-Hersteller und als<br />

Porsche SE Mehrheitseigner des<br />

Volkswagen Konzerns. Unser Autor<br />

Hanns-Peter von Thyssen und<br />

Bornemisza erzählt <strong>die</strong> Porsche-<br />

Vita als ein Stück deutscher Geschichte.<br />

(Folge 1 von 6)<br />

Als drittes Kind des Spenglers<br />

Anton Porsche am 3. September<br />

1875 in Maffersdorf (Böhmen,<br />

später Vratislavice nad Nisou,<br />

Tschechoslowakei) geboren, zeigte<br />

Ferdinand Porsche schon in<br />

früher Jugend sein technisches<br />

Talent. So installierte er im Elternhaus<br />

mit <strong>der</strong> väterlichen Spenglerei<br />

eine elektrische Beleuchtung.<br />

Nach <strong>der</strong> Volksschule begann er<br />

eine Lehre im Betrieb seines Vaters<br />

und besuchte in Abendkursen<br />

<strong>die</strong> Reichenberger Staatsgewerbeschule.<br />

Abgesehen von theoretischen<br />

Vorlesungen, <strong>die</strong> er an <strong>der</strong><br />

damaligen TH Wien hörte, ohne<br />

eingeschrieben zu sein, besuchte<br />

er keine höhere Lehranstalt.<br />

1893, im Alter von 18 Jahren, trat<br />

Porsche in <strong>die</strong> Vereinigte Elektrizitäts-AG<br />

Béla Egger in Wien<br />

ein. Dort stieg er in vier Jahren<br />

vom Mechaniker zum Leiter <strong>der</strong><br />

Prüfabteilung auf. In <strong>die</strong>se Zeit<br />

fällt <strong>die</strong> Konstruktion des Radnaben-Elektro<strong>motor</strong>s,<br />

auf den er<br />

1896 ein Patent anmeldete. 1899<br />

wechselte er zu den Lohner-Werken<br />

und baute dort das erste Hybrid-<br />

Allradfahrzeug <strong>der</strong> Welt, den<br />

Lohner-Porsche. Um 1904 verließ<br />

er <strong>die</strong> Lohner-Werke. Lohner<br />

wurden Porsches Forschungen zu<br />

kostspielig.<br />

Als 31-jähriger bewarb sich <strong>der</strong><br />

böhmische Konstrukteur 1906<br />

bei <strong>der</strong> Oesterreichischen Daimler-Motoren-Gesellschaft<br />

(Austro-<br />

Daimler) in Wiener Neustadt auf<br />

<strong>die</strong> Stelle als Entwicklungs- und<br />

Produktionsleiter und Nachfolger<br />

von Paul Daimler, des Sohnes des<br />

Erfin<strong>der</strong>s des schnelllaufenden<br />

Benzin<strong>motor</strong>s Gottlieb Daimler.<br />

1917 wurde er zum Generaldirektor<br />

von Austro-Daimler bestellt. Er<br />

verließ das Unternehmen 1923,<br />

nachdem <strong>der</strong> Vorstand <strong>die</strong> <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Rennwagenabteilung zur Verfügung<br />

stehenden Mittel stark gekürzt<br />

hatte.<br />

Ferdinand Porsche am Steuer eines<br />

von ihm konstruierten Lohner-Porsche<br />

„Mixte“-Tourenwagens aus dem Jahr<br />

1903.<br />

6 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 7


Historie und Histörchen<br />

Ferdinand Porsche<br />

Daimler mochte <strong>die</strong> Porsche-<br />

Idee vom Kleinwagen nicht<br />

Ab April 1923 arbeitete Porsche in<br />

Stuttgart als Leiter des Konstruktionsbüros<br />

und Vorstandsmitglied<br />

<strong>der</strong> Daimler-Motoren-Gesellschaft<br />

(DMG). Dort zeichnete er als<br />

Technikvorstand <strong>für</strong> <strong>die</strong> Entwicklung<br />

<strong>der</strong> berühmten S-, SS- und<br />

SSK-Modelle verantwortlich und<br />

entwickelte Lkw-, Flug<strong>motor</strong>en<br />

und an<strong>der</strong>e Triebwerke. Die Serie<br />

von Modellen mit Kompressor<br />

mit dem Mercedes-Benz SSK<br />

als Höhepunkt dominiert <strong>die</strong>se<br />

Klasse des Motorsports in den<br />

1920er Jahren. Allerdings waren<br />

Porsches Ideen <strong>für</strong> einen kleinen,<br />

leichten Mercedes-Benz nicht beliebt<br />

beim Daimler-Benz Vorstand.<br />

Außerdem wollte er sich den Titel<br />

als Technischer Direktor nicht mit<br />

dem von Benz kommenden Hans<br />

Nibel teilen.<br />

Im Jahre 1926 zwang <strong>die</strong> angespannte<br />

wirtschaftliche Lage <strong>die</strong><br />

Daimler-Motoren-Gesellschaft<br />

und <strong>die</strong> Benz & Cie. zur Fusion,<br />

wodurch Porsches firmeninterne<br />

Position in <strong>der</strong> neuen Daimler-<br />

Benz AG geschwächt wurde. Sein<br />

lockerer Führungsstil, <strong>die</strong> finanziellen<br />

Misserfolge <strong>der</strong> LKW-Modelle<br />

sowie seine größeren finanziellen<br />

Verbindlichkeiten gegenüber<br />

dem Unternehmen führten 1928<br />

zum Auslaufen des Arbeitsvertrages.<br />

Eine juristische Auseinan<strong>der</strong>setzung<br />

endete mit einem<br />

Vergleich. Porsche akzeptierte <strong>die</strong><br />

Trennung und Daimler-Benz verzichtete<br />

auf <strong>die</strong> Begleichung von<br />

Porsches Verbindlichkeiten.<br />

Nach Ablauf seines Vertrages<br />

kehrt er nach Österreich zurück,<br />

wo er zunächst als Generaldirektor<br />

bei Steyr arbeitet. Das Unternehmen<br />

hatte aber bereits im<br />

Jahre 1930 Insolvenz anmelden<br />

müssen. Aufgrund <strong>die</strong>ser Situation<br />

machte sich Porsche selbständig<br />

und gründete am 25. April 1931<br />

<strong>die</strong> „Dr. Ing. h.c. Porsche GmbH“,<br />

eine Beratungsgesellschaft <strong>für</strong><br />

Motoren und Fahrzeugbau. Er war<br />

es leid, immer <strong>für</strong> an<strong>der</strong>e <strong>die</strong> Ideen<br />

zu liefern. Jetzt wollte er <strong>für</strong> sich<br />

selbst arbeiten.<br />

Piëch und Rosenberger als Finanziers<br />

Mit finanzieller Unterstützung des<br />

österreichischen Anwalts Anton<br />

Piëch und von Adolf Rosenberger<br />

stellte Porsche mehrere ehemalige<br />

Mitarbeiter ein, <strong>die</strong> er sich<br />

an seinen früheren Dienstorten<br />

schätzten gelernt hatte: Karl Rabe<br />

als Chefkonstrukteur, Josef Kales<br />

als Spezialist <strong>für</strong> luftgekühlte Motoren,<br />

Karl Fröhlich als Getriebe-<br />

Spezialist, Karosseriekonstrukteur<br />

Erwin Komenda sowie von Steyr<br />

seinen Neffen, Ghislaine Kaes als<br />

persönlichen Sekretär. Außerdem<br />

holte er seinen Sohn Ferry Porsche<br />

ins Unternehmen. Beteiligt<br />

am Projekt war auch <strong>der</strong> Ex-Rennfahrer<br />

Adolf Rosenberger.<br />

Im Jahre 1932 gab es <strong>für</strong> das<br />

Porsche-Konstruktionsbüro zu<br />

wenige Aufträge. So gründete<br />

Ferdinand Porsche mit Helfern<br />

<strong>die</strong> „Hochleistungs<strong>motor</strong> GmbH“<br />

als Tochterunternehmen seines<br />

Konstruktionsbüros. In <strong>der</strong> <strong>Branche</strong><br />

liefen damals <strong>die</strong> Vorbereitungen<br />

<strong>für</strong> einen Grand-Prix-Rennwagen<br />

nach <strong>der</strong> im Oktober von <strong>der</strong><br />

AIACR <strong>für</strong> 1934 beschlossenen<br />

750-kg-Formel. Danach durfte<br />

das Gewicht des Wagens <strong>–</strong> ohne<br />

Fahrer, Kraftstoff, Öl, Wasser und<br />

Reifen <strong>–</strong> 750 kg nicht überschreiten.<br />

Bis zum 7. Dezember 1932<br />

entstand <strong>der</strong> Typ 22 mit einem<br />

Fünf-Liter-16 Zylin<strong>der</strong>-V-Motor<br />

von 545 PS als Mittel<strong>motor</strong>.<br />

Typ 22 mit 545 PS ohne Auftrag?<br />

Porsche arbeitete möglicherweise zunächst ohne Auftrag<br />

eines Herstellers. Gegebenenfalls wollte er das Fahrzeug in<br />

eigener Regie herstellen und auch einsetzen. Abweichend<br />

davon gibt es Berichte, <strong>die</strong> Wan<strong>der</strong>er-Werke hätten Porsche<br />

im Herbst 1931 beauftragt, einen Wan<strong>der</strong>er-Rennwagen zu<br />

entwickeln. Nach <strong>der</strong> Übernahme <strong>der</strong> Wan<strong>der</strong>er-Automobilsparte<br />

durch <strong>die</strong> im Sommer 1932 gegründete Auto Union<br />

habe <strong>die</strong>se den Vertrag übernommen.<br />

Tatsächlich suchte <strong>die</strong> Wan<strong>der</strong>er-Geschäftsführung damals<br />

einen Nachfolger <strong>für</strong> das in <strong>die</strong> Jahre gekommene Kleinauto<br />

„Puppchen“. Die Aussicht <strong>der</strong> Werkzeugmaschinen- und<br />

Fahrrad-Fabrik als Auto-Hersteller in <strong>die</strong> aus wirtschaftlicher<br />

Not gegründete Auto Union aufgenommen zu werden, ließ<br />

auf eine bessere Zukunft hoffen. So beauftragte Wan<strong>der</strong>er<br />

das Porsche-Konstruktionsbüro mit <strong>der</strong> Entwicklung eines<br />

Mittelklassewagens. Weil Ferdinand Porsche <strong>die</strong> Projekte 1<br />

bis 6 nur als Zeichnungen existierten, gab er dem projektierten<br />

Wan<strong>der</strong>er <strong>die</strong> Projekt-Nr.7. Es entstand eine große<br />

viertürige Limousine mit einem Sechs-Zylin<strong>der</strong>-Reihen<strong>motor</strong><br />

von drei Litern Hubraum, später eine zweitürige Stromlinien-Limousine<br />

mit einem Achtzylin<strong>der</strong> auf einem Wan<strong>der</strong>er-<br />

Chassis als Einzelexemplar, dass Ferdinand Porsche lange<br />

Jahre als seinen Privatwagen nutzte. //<br />

Ferdinand Porsche (links)<br />

und Ferry Porsche.<br />

8 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 9


BMW-Boss Oliver Zipse über das Verbrennen-Aus<br />

BMW-Boss über das Verbrenner-Aus<br />

„Außer in Europa wird nirgendwo auf <strong>der</strong> Welt eine funktionierende<br />

Technologie verboten!“<br />

... das Verbrenner-Aus:<br />

„Wir sind uns doch einig, dass auch 2035 noch Millionen<br />

Bestandsfahrzeuge mit Verbrennungs<strong>motor</strong><br />

fahren werden. Und <strong>die</strong> sollen doch dann mit möglichst<br />

sauberem Sprit unterwegs sein. Nur Technologieoffenheit<br />

kann helfen, das zu erreichen. Das mag<br />

nicht beson<strong>der</strong>s disruptiv klingen, aber <strong>die</strong> Mobilität,<br />

<strong>die</strong> gesamte <strong>Branche</strong> lebt auch nicht von Disruption,<br />

tat sie noch nie. Sie lebt von Innovation und Effizienz.<br />

Davon, Dinge Schritt <strong>für</strong> Schritt zu verän<strong>der</strong>n und<br />

kontinuierlich zu verbessern.“<br />

... <strong>die</strong> wirklichen Kosten <strong>der</strong> E-Mobilität:<br />

„Ohne För<strong>der</strong>ung sind E-Autos in den Herstellkosten<br />

teurer. Da sollte sich <strong>die</strong> Politik ehrlich machen.“<br />

... den deutschen Atom-Ausstieg:<br />

„Global gesehen wird <strong>die</strong> Atomkraft einen relevanten<br />

Beitrag leisten. Aber in Deutschland hat man sich<br />

entschieden, das Kapitel zu schließen ... Ich bin unverän<strong>der</strong>t<br />

davon überzeugt, dass das pauschale Verbot<br />

einer Technologie zunächst kontraproduktiv auf<br />

<strong>die</strong> CO2-Bilanz wirkt.“<br />

... Ideologie in <strong>der</strong> Energie-Politik:<br />

„Geför<strong>der</strong>t wird aktuell nur, was als 100 Prozent<br />

„grün“ gilt. Nicht das, was sich stetig verbessert.<br />

Wäre es nicht sinnvoller, wenn man das Verbesserungsprinzip<br />

und <strong>die</strong> Wirksamkeit einzelner Maßnahmen<br />

zum Leitmotiv macht statt eines Schwarz-Weiß-<br />

Schemas?“//<br />

Die Kernkraftwerke Emsland, Isar 2 (im<br />

Bild) und Neckarwestheim 2 wurden im<br />

April vom Netz genommen.<br />

BMW-Chef Oliver Zipse<br />

Im Gespräch mit dem Focus warnt BMW-Chef Oliver Zipse davor,<br />

Märkte politisch zu „designen“. Den Atom-Ausstieg hält er <strong>für</strong><br />

einen schweren Fehler und kritisiert: „Geför<strong>der</strong>t wird aktuell nur,<br />

was als 100 Prozent ‚grün‘ gilt.“<br />

Zipse über ...<br />

... <strong>die</strong> geplante Transformation zu<br />

100 Prozent Elektroauto:<br />

... politische Einflussnahme auf Innovationen:<br />

Im Dezember besuchte Bundeskanzler<br />

Olaf Scholz das BMW-Werk in München<br />

„Die Nachfrage wächst zwar zügig,<br />

aber global gesehen nicht<br />

so schnell, wie vermeintliche Experten<br />

prognostiziert hatten. Mitbewerber<br />

müssen sogar Werke<br />

runterfahren, wo nur noch rein<br />

elektrisch produziert wird.“ Und:<br />

„Außer in Europa wird bislang nirgendwo<br />

auf <strong>der</strong> Welt eine, auch im<br />

Sinne des Klimaschutzes, funktionierende<br />

Technologie verboten.“<br />

„Wachstum beispielsweise ist<br />

essenziell, um <strong>die</strong> Energiewende<br />

zu finanzieren. Dieses Wachstum<br />

wird jeden Tag effizienter,<br />

nachhaltiger, ökologischer <strong>–</strong> und<br />

zwar im Wesentlichen durch neue<br />

Technologien. Aber man kann<br />

<strong>die</strong>se Wende nicht mit <strong>der</strong> Brechstange<br />

erzwingen. Und schon gar<br />

nicht kann man Märkte politisch<br />

‚designen‘.“<br />

10 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 11


Porsche trauert um Herbert Linge<br />

Herbert Linge kam am 11. Juni 1928 in Weissach auf<br />

<strong>die</strong> Welt. Seinen ersten Betriebsausweis erhielt er im<br />

April 1943 als 14-Jähriger. Sechs Jahre später war<br />

er <strong>der</strong> erste Mechaniker, den das Unternehmen Porsche<br />

nach <strong>der</strong> Rückkehr aus Gmünd in Stuttgart beschäftigte,<br />

und an <strong>der</strong> Entwicklung des Porsche 356<br />

beteiligt. Je<strong>der</strong> <strong>der</strong> frühen Sportwagen wurde erst<br />

ausgeliefert, nachdem Linge ihn Probe gefahren hatte.<br />

Ab 1952 schickte ihn Porsche immer wie<strong>der</strong> zum<br />

Aufbau eines landesweiten Kunden<strong>die</strong>nstnetzwerks<br />

in <strong>die</strong> USA. Zudem bewies er sich als Versuchs- und<br />

Rennfahrer.<br />

Herbert Linge (links) und Ferdinand Porsche,<br />

1949<br />

Porsche trauert um<br />

Herbert Linge<br />

Im Alter von 95 Jahren ist am Freitag Herbert Linge gestorben.<br />

Der ehemalige Rennfahrer und Betriebsleiter des Entwicklungszentrums<br />

Weissach ist eng mit Porsche verbunden<br />

gewesen. Herbert Linge war einer <strong>der</strong> ersten Lehrlinge<br />

<strong>der</strong> Firma und kannte Ferdinand Porsche noch persönlich.<br />

Das Unternehmen verdankt ihm unter an<strong>der</strong>em <strong>die</strong> Standortwahl<br />

<strong>für</strong> das Prüfgelände und <strong>der</strong> Motorsport den Beginn<br />

<strong>der</strong> mobilen Streckensicherheit.<br />

Herbert Linge (1928<strong>–</strong>20<strong>24</strong>)<br />

Für drei Klassensiege in Folge erhielt Herbert Linge<br />

als mitfahren<strong>der</strong> Mechaniker <strong>der</strong> Panamericana 1952<br />

bis 1954 den mexikanischen Ver<strong>die</strong>nstorden. Als Co-<br />

Pilot von Hans Herrmann erreichte er bei <strong>der</strong> Mille<br />

Miglia im Jahr 1954 einen Klassensieg. Der Einsatz<br />

bleibt unvergessen, da Herrmann und Linge im 550<br />

Spy<strong>der</strong> <strong>die</strong> Köpfe einziehend unter einer sich schließenden<br />

Bahnschranke durch fuhren. Es folgten weitere<br />

Klassensiege bei <strong>der</strong> Mille Miglia und <strong>der</strong> Targa<br />

Florio. Als Gesamtsieger beendete Herbert Linge<br />

1954 <strong>die</strong> Rallye Lüttich-Rom-Lüttich, 1960 <strong>die</strong> Tour<br />

de Corse und 1967 den Marathon de la Route auf<br />

dem Nürburgring. Er startete elfmal bei den <strong>24</strong> Stunden<br />

von Le Mans, landete achtmal in <strong>der</strong> Wertung<br />

und war auch hier mehrfach Klassensieger. 1965<br />

gewannen Peter Nöcker und er in Le Mans zudem<br />

<strong>die</strong> Auszeichnung „Index of Performance“ <strong>für</strong> das<br />

sparsamste Verhältnis von Kraftstoffkonsum zu Hubraum.<br />

Ebenfalls 1965 kam Linge gemeinsam mit dem<br />

späteren Porsche-Rennleiter Peter Falk auf Platz fünf<br />

bei <strong>der</strong> Rallye Monte Carlo <strong>–</strong> <strong>der</strong> erste große Motorsporterfolg<br />

<strong>für</strong> den noch jungen Elfer.<br />

Carrera Panamericana 1954: Herbert Linge,<br />

Hans Hermann, Huschke von Hanstein und<br />

Jaroslav Juhan am Typ 550 Spy<strong>der</strong> (v.l.)<br />

Mille Miglia 1954: Herbert Linge (l.) und Hans<br />

Herrmann holten den 1. Platz in <strong>der</strong> 1,5-Liter-<br />

Sportwagenklasse und belegten den 6. Platz<br />

im Gesamtklassement<br />

12 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 13


Porsche trauert um Herbert Linge<br />

Fünf Jahre später fuhr Linge den <strong>für</strong> den Spielfilm<br />

„Le Mans“ zu einem Kamerawagen umfunktionierten<br />

Porsche 908 und doubelte nach dem Rennen in einigen<br />

Szenen Schauspielerlegende Steve McQueen.<br />

„Porsche und McQueen hatten ein ausgesprochen<br />

gutes Verhältnis. Unser damaliger Rennleiter stand<br />

voll hinter dem Film und wir unterstützten McQueen,<br />

wo wir nur konnten“, erinnerte er sich einst. „Steve<br />

konnte aus Versicherungsgründen nicht selbst am<br />

echten Rennen teilnehmen und hatte auch kein<br />

Fahrzeug, das dem offiziellen Reglement entsprach.<br />

Doch er wollte <strong>für</strong> seinen Film <strong>die</strong> echten Bil<strong>der</strong> <strong>–</strong> und<br />

mit dem 908 besorgte ich sie ihm.“<br />

Herbert Linge bei Testfahrten am Nürburgring<br />

mit dem 718 RSK Spy<strong>der</strong> (1957)<br />

Herbert Linge am Col de Turini (2018)<br />

Weil ihm <strong>die</strong> Sicherheit im Motorsport sehr am Herzen<br />

liegt, gründete Herbert Linge im Jahr 1972 <strong>die</strong><br />

Sicherheitsstaffel <strong>der</strong> Obersten Nationalen Sportkommission<br />

<strong>für</strong> Automobilsport (ONS). Die mobile<br />

Streckensicherung und <strong>die</strong> Ausstattung <strong>der</strong> Sportwagen<br />

mit Feuerlöschern retten vielen Rennfahrern<br />

in den 70er und 80er Jahren das Leben. Zehn Jahre<br />

nach Erfindung <strong>der</strong> ONS bekam <strong>der</strong> Weissacher <strong>für</strong><br />

sein Engagement und Lebenswerk das Bundesver<strong>die</strong>nstkreuz.<br />

Linges erster ONS-Dienstwagen war ein<br />

Porsche 914/6 GT, <strong>der</strong> bereits 1971 bei <strong>der</strong> Rallye<br />

Monte Carlo teilnahm. Das mit diversen Sicherheitssystemen<br />

und Feuerlöschanlage ausgestattete Fahrzeug<br />

etablierte sich als <strong>die</strong> „schnellste Feuerwehr<br />

<strong>der</strong> Welt“. Linge leitete als Ruheständler ab 1990 den<br />

Carrera-Cup sowie noch einige Zeit das Entwicklungszentrum<br />

Weissach.//<br />

Herbert Linge (1928<strong>–</strong>20<strong>24</strong>)<br />

Hans Herrmann und Herbert Linge (links)<br />

nach dem Klassensieg bei <strong>der</strong> Mille Miglia<br />

1954.<br />

14 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 15


Prototyp Wasserstoff-Außenbor<strong>der</strong><br />

YAMAHA MOTOR<br />

STELLT PROTOTYP EINES WASSERSTOFF-<br />

AUSSENBORDMOTORS<br />

Yamaha Motor Co. Ltd. (Tokio: 7272) freut sich, bekannt zu geben, dass es auf <strong>der</strong> Miami International<br />

Boat Show, einer <strong>der</strong> größten Bootsmessen <strong>der</strong> Welt, <strong>die</strong> vom 14. bis 18. Februar 20<strong>24</strong><br />

in Miami, Florida, USA, stattfindet, den Prototyp eines wasserstoffbetriebenen Außenbord<strong>motor</strong>s<br />

ausstellen wird.<br />

Yamaha Motor hat sich als unternehmensweites<br />

Umweltziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 bei den<br />

Scope 3*-Emissionen Kohlenstoffneutralität zu<br />

erreichen. Um eine nachhaltigere Welt zu schaffen,<br />

wird Yamaha weiterhin <strong>die</strong> Forschung und<br />

Entwicklung von Technologien för<strong>der</strong>n, <strong>die</strong> zur<br />

Nachhaltigkeit beitragen.<br />

*Emissionen, <strong>die</strong> in <strong>der</strong> Wertschöpfungskette von<br />

Yamaha entstehen, z. B. durch <strong>die</strong> Nutzung <strong>der</strong><br />

verkauften Produkte.//<br />

Beson<strong>der</strong>e Spezifikationen <strong>für</strong> Kompatibilität von<br />

Wasserstoff als Kraftstoff<br />

BESCHLEUNIGUNG DER ENTWICKLUNG ZUR<br />

ERREICHUNG DER KOHLENSTOFFNEUTRALITÄT<br />

AUF DEM WASSER<br />

Marine-Produkte werden im Wasser betrieben und<br />

sind daher dem Wasserwi<strong>der</strong>stand ausgesetzt, <strong>der</strong><br />

wesentlich mehr Energie <strong>für</strong> den Antrieb erfor<strong>der</strong>t<br />

als bei Landfahrzeugen. Darüber hinaus können<br />

<strong>die</strong> Leistungs- und Konstruktionsanfor<strong>der</strong>ungen an<br />

Marine-Produkte sehr unterschiedlich sein, je nach<br />

Einsatzgebiet, z. B. auf dem Meer, auf Flüssen o<strong>der</strong><br />

Seen und je nach Nutzung, von <strong>der</strong> kommerziellen<br />

Fischerei bis zum Freizeitbetrieb. Um <strong>die</strong> Kohlenstoffneutralität<br />

von Marine-Produkten zu erreichen<br />

und sich gleichzeitig <strong>die</strong>sen Herausfor<strong>der</strong>ungen zu<br />

stellen, verfolgt Yamaha einen multidirektionalen<br />

Entwicklungsansatz, <strong>der</strong> neben <strong>der</strong> Elektrifizierung<br />

auch an<strong>der</strong>e neue Energiequellen und Technologien<br />

berücksichtigt.<br />

Prototyp eines wasserstoffbetriebenen<br />

Außenbord<strong>motor</strong>s<br />

16 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 17


Red Kite<br />

Erfolgreicher Erstflug von<br />

„RED KITE“<br />

• Hohe Leistungsfähigkeit <strong>der</strong> RED KITE erlaubt<br />

schwerere Nutzlasten <strong>für</strong> Höhenforschungsraketen.<br />

• Mit dem Erstflug des neuen Raketen<strong>motor</strong>s wurde<br />

bereits das Experiment APEX-TD (Air Breathing<br />

Propulsion Experiment <strong>–</strong> Technology Demonstrator)<br />

getestet.<br />

• Der neue Raketen<strong>motor</strong> geht ab Februar 20<strong>24</strong> in<br />

den Regelbetrieb <strong>für</strong> das MAPHEUS-Programm<br />

des DLR zur Forschung in Schwerelosigkeit.<br />

Höhenforschungsraketen benötigen leistungsfähige<br />

Raketen<strong>motor</strong>en, um das Weltall zu erreichen und<br />

anschließend vor dem Wie<strong>der</strong>eintritt in <strong>die</strong> Erdatmosphäre<br />

<strong>für</strong> mehrere Minuten in Schwerelosigkeit<br />

zurück zur Erde zu fallen. In einem gemeinsamen<br />

Entwicklungsprojekt des Deutschen Zentrums <strong>für</strong><br />

Luft- und Raumfahrt (DLR) mit Bayern-Chemie ist es<br />

nun gelungen einen neuen Raketen<strong>motor</strong> <strong>der</strong> Eintonnen-Klasse<br />

zu entwickeln und zu qualifizieren. Am<br />

13. November 2023 startete <strong>die</strong> Mobile Raketenbasis<br />

(MORABA) des DLR <strong>die</strong> erste Forschungsrakete,<br />

angetrieben von einer einstufigen „RED KITE“ (übersetzt<br />

„Roter Milan“) vom Startplatz Andøya Space im<br />

Norden Norwegens. Mit einer Gesamtlänge von 6,6<br />

Metern und einer Startmasse von 1,5 Tonnen erreichte<br />

das Vehikel den Scheitelpunkt <strong>der</strong> Flugbahn in 71<br />

Kilometern Höhe. Im Aufstieg erreichte <strong>die</strong> Rakete<br />

eine maximale Fluggeschwindigkeit von 5.150 Kilometer<br />

pro Stunde, was einer Machzahl von knapp<br />

5 entspricht. Anschließend fiel <strong>die</strong> Forschungsrakete<br />

rund 60 Kilometer entfernt zum Startpunkt in den<br />

Atlantischen Ozean. Umfangreichen Messdaten wurden<br />

während des Fluges an <strong>die</strong> Bodenstation übertragen.<br />

• Schwerpunkte: Raumfahrt, Höhenforschungsraketen.<br />

„Wir freuen uns über <strong>die</strong> erfolgreiche Zusammenarbeit mit <strong>der</strong> Bayern-Chemie. Mit RED KITE steht <strong>der</strong> internationalen<br />

Forschungsgemeinschaft nun ein neuer, leistungsstarker Raketen<strong>motor</strong> <strong>für</strong> Höhenforschungsmissionen<br />

zur Verfügung“, sagt Dr. Anke Pagels-Kerp, DLR-Bereichsvorständin Raumfahrt, anlässlich des<br />

gelungenen Erstflugs. „Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Disziplinen wie <strong>der</strong><br />

Forschung unter Schwerelosigkeit, Atmosphärenphysik, Über- und Hyperschalltechnologien o<strong>der</strong> neuen<br />

Raumfahrttechnologien haben jetzt verbesserte Möglichkeiten, Höhenforschungsraketen als kostengünstige<br />

und flexible Forschungs- und Erprobungsplattform zu nutzen.“<br />

Start <strong>der</strong> „RED KITE“ in Andøya im Norden Norwegens<br />

Am 13. November 2023 startete <strong>die</strong> Mobile Raketenbasis<br />

(MORABA) des DLR <strong>die</strong> Forschungsrakete, angetrieben<br />

von einer einstufigen „RED KITE“ (übersetzt „Roter Milan“)<br />

vom Startplatz Andøya Space im Norden Norwegens.<br />

18 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 19


Red Kite<br />

bes untersucht, sowie passende<br />

Thermalschutzkonzepte erprobt.<br />

Die gesammelten Daten werden<br />

nun im Detail ausgewertet.<br />

Das DLR beauftragte <strong>die</strong> Firma<br />

Bayern-Chemie Ende 2019 mit<br />

<strong>der</strong> Entwicklung und Fertigung<br />

eines Feststoff-Motors <strong>der</strong> Eintonnen-Klasse.<br />

Die Abteilung<br />

MORABA <strong>der</strong> DLR-Einrichtung<br />

Raumflugbetrieb und Astronautentraining<br />

verantwortete neben<br />

<strong>der</strong> Integration des RED KITE Motors<br />

in ein flugfähiges<br />

Auf <strong>der</strong> Startrampe in Andøya<br />

Mit einer Gesamtlänge von 6,6 Metern<br />

und einer Startmasse von 1,5 Tonnen<br />

steht <strong>die</strong> Forschungsrakete samt neuem<br />

„RED KITE“-Raketen<strong>motor</strong> auf <strong>der</strong> Startrampe.<br />

Die Forschungsrakete vor dem Erstflug<br />

<strong>der</strong> „RED KITE“. Die „RED KITE“<br />

auf dem Startplatz in Andøya.<br />

Der Geschäftsführer <strong>der</strong> Bayern-Chemie,<br />

Dr. Wolfgang Rieck,<br />

freute sich sehr über den erfolgreichen<br />

Test: „Respekt und Gratulation<br />

an das Projektteam <strong>für</strong> <strong>die</strong>se<br />

Topleistung. Wir sind alle stolz<br />

auf den gemeinsamen Erfolg und<br />

freuen uns darauf, <strong>die</strong> erfolgreiche<br />

Zusammenarbeit mit dem DLR in<br />

<strong>der</strong> Serienfertigung fortzusetzen.“<br />

Die hohe Leistungsfähigkeit <strong>der</strong><br />

RED KITE ermöglicht konkret erweiterte<br />

Nutzlastkapazitäten im<br />

Vergleich zu den bisher in Europa<br />

durchgeführten Schwerelosigkeitsforschungsprogrammen.<br />

Die<br />

in Deutschland erstmalig verantwortete<br />

Gesamtsystemauslegung<br />

in <strong>der</strong> Größenordnung von einer<br />

Tonne Festtreibstoff ist ein wesentlicher<br />

Schritt verbunden mit<br />

einer erheblichen Fähigkeitssteigerung<br />

in <strong>der</strong> Raketentechnologie.<br />

Der Motor wurde <strong>für</strong> den Einsatz<br />

vornehmlich als Boosterstufe von<br />

mehrstufigen Forschungsraketen<br />

konzipiert. Die gut 900 Kilogramm<br />

Komposittreibstoff brennen innerhalb<br />

von zwölf Sekunden ab und<br />

liefern den notwendigen hohen<br />

Startschub <strong>für</strong> Forschungsraketen.<br />

Erstflug und erstes Experiment an<br />

Bord<br />

Während <strong>der</strong> Mission SOAR (Single<br />

Stage Operational Assessment<br />

of Red Kite) wurde nicht nur <strong>der</strong><br />

neue Raketen<strong>motor</strong> erfolgreich im<br />

Flug erprobt, son<strong>der</strong>n <strong>der</strong> Testflug<br />

hatte bereits eine wissenschaftliche<br />

Nutzlast des DLR-Instituts<br />

<strong>für</strong> Aerodynamik und Strömungstechnik<br />

sowie des DLR-Instituts<br />

<strong>für</strong> Bauweisen und Strukturtechnologie<br />

an Bord. Bei dem Experiment<br />

APEX-TD (Air Breathing Propulsion<br />

Experiment <strong>–</strong> Technology<br />

Demonstrator) wurde <strong>die</strong> Durchströmung<br />

eines sogenannten<br />

Überschall-Verbrennungsantrie-<br />

Vehikel ebenso den On-board<br />

Computer <strong>der</strong> Rakete, <strong>die</strong> Bahnverfolgung<br />

mittels DLR-eigenem<br />

Radar, sowie <strong>die</strong> Missionsplanung,<br />

wozu auch umfangreiche<br />

Flugdynamik-Berechnungen gehören.<br />

Zusammen mit dem Startplatzbetreiber<br />

Andøya Space, <strong>der</strong><br />

unter an<strong>der</strong>em <strong>für</strong> <strong>die</strong> Flugsicherheit<br />

verantwortlich war, gelang<br />

<strong>die</strong> erfolgreiche Qualifikation des<br />

Feststoff<strong>motor</strong>s. Dieser wird im<br />

nächsten Schritt bereits im Februar<br />

20<strong>24</strong> als zweistufige Höhenforschungsrakete<br />

<strong>für</strong> das MA-<br />

PHEUS-Programm des DLR zur<br />

Forschung in Schwerelosigkeit in<br />

den Regelbetrieb gehen. In einer<br />

zweistufigen Konfiguration ergibt<br />

sich mit RED KITE <strong>die</strong> Möglichkeit<br />

mehr als 400 Kilogramm Nutzlast<br />

verschiedener Experimente auf<br />

mindestens 250 Kilometer Höhe<br />

zu bringen. MAPHEUS-14 wird<br />

dann unter an<strong>der</strong>em mit einem<br />

3D-Druck-Experiment in Schwerelosigkeit<br />

an <strong>die</strong> erfolgreiche<br />

Flugreihe von DLR-Höhenforschungsraketen<br />

anknüpfen.//<br />

20 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 21


Klimaschutzlösungen im Straßenverkehr dringend gesucht<br />

Klimaschutzlösungen<br />

im Straßenverkehr<br />

dringend gesucht <strong>–</strong> Politik muss sich deutlich<br />

zu erneuerbaren Kraftstoffen bekennen<br />

Einbrechende Neuzulassungszahlen, Unwillen <strong>der</strong> Verbraucher und zunehmende Zweifel bei<br />

Fahrzeugherstellern: Der vom europäischen und vom deutschen Gesetzgeber vorangetriebene All-<br />

Electric-Ansatz bei Pkw ist gescheitert. Aus Sicht von UNITI bedarf es mehr Technologieoffenheit<br />

und klares politisches Handeln <strong>für</strong> Kraftstofflösungen, um <strong>die</strong> Klimaschutzziele zu erreichen und<br />

um den Automobilstandort Deutschland zu sichern.<br />

Rund zwei Drittel <strong>der</strong> Pkw-Halter in Deutschland<br />

können dem (politisch) gewollten Technologiewandel<br />

einzig auf Elektromobilität nichts abgewinnen<br />

und sind <strong>für</strong> Technologieoffenheit, so ein Ergebnis<br />

des DAT-Reports, <strong>der</strong> alljährlich Einschätzungen<br />

und Stimmungen von Pkw-Käufern und -Haltern in<br />

Deutschland erhebt und hohes Renommee in <strong>der</strong><br />

Automobilwirtschaft genießt. Dem Bericht 20<strong>24</strong>, <strong>der</strong><br />

gestern vorgestellt wurde, zufolge, kommt nur <strong>für</strong> 39<br />

Prozent <strong>der</strong> Pkw-Halter in den nächsten fünf Jahren<br />

<strong>der</strong> Umstieg auf ein E-Auto in Frage, vor einem Jahr<br />

konnten sich das noch 44 Prozent vorstellen. Als<br />

Gründe <strong>für</strong> <strong>die</strong> Skepsis gegenüber <strong>der</strong> E-Mobilität<br />

wurden von den Befragten vor allem <strong>die</strong> begrenzte<br />

Reichweite, hohe Anschaffungskosten und <strong>die</strong> unausgereifte<br />

Infrastruktur angeführt. Die Zweifel <strong>der</strong><br />

Autofahrer an <strong>der</strong> E-Mobilität decken sich mit aktuell<br />

deutlich einbrechenden Neuzulassungszahlen von<br />

rein batterieelektrisch angetriebenen Pkw (BEV). Der<br />

Verband <strong>der</strong> Automobilindustrie (VDA) hat in seiner<br />

gestrigen Jahrespressekonferenz allzu hohe Erwartungen<br />

an den Absatz von BEV in Deutschland <strong>für</strong><br />

20<strong>24</strong> gedämpft und rechnet stattdessen mit einem<br />

Rückgang um 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<br />

UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn ordnet ein:<br />

„Immer mehr Autofahrer erkennen, dass ihre<br />

persönlichen Anfor<strong>der</strong>ungen an eine bezahlbare<br />

individuelle Automobilität durch BEV nicht<br />

erfüllt werden können. Der vom europäischen<br />

und vom deutschen Gesetzgeber verordnete<br />

All-Electric-Ansatz gefährdet <strong>die</strong>se Mobilitätsanfor<strong>der</strong>ungen<br />

vielmehr und scheitert unter<br />

an<strong>der</strong>em deshalb gerade in <strong>der</strong> Realität. Eine<br />

Politik, <strong>die</strong> solchen wichtigen Bedürfnissen <strong>der</strong><br />

Menschen nicht entspricht, kann nicht funktionieren.“<br />

90 Prozent <strong>der</strong> im Rahmen des DAT-Report 20<strong>24</strong> befragten<br />

Pkw-Halter äußerten, dass das eigene Auto<br />

<strong>für</strong> sie elementar ist und ihnen Freiheit und Unabhängigkeit<br />

garantiert.<br />

Verbrenner werden auch zukünftig dominieren <strong>–</strong><br />

Hochlauf erneuerbarer Kraftstoffe notwendig<br />

Der Anteil von BEV im Pkw-Bestand in Deutschland<br />

beträgt aktuell rund 3 Prozent, während etwa 97 Prozent<br />

<strong>der</strong> Autos über einen Verbrennungs<strong>motor</strong> verfügen.<br />

„Die Elektromobilität ist damit trotz Milliardensubventionen<br />

in den letzten Jahren in Deutschland<br />

nicht über einen Nischenstatus hinausgekommen“,<br />

stellt Elmar Kühn von UNITI fest. Sowohl <strong>der</strong> Bestand<br />

als auch <strong>die</strong> Neuzulassungen werden weiterhin<br />

von Fahrzeugen mit Verbrennungs<strong>motor</strong> dominiert<br />

werden. Umso wichtiger, dass Verbrenner in <strong>die</strong> Klimaschutzbemühungen<br />

einbezogen werden können<br />

und da<strong>für</strong> braucht es erneuerbare Kraftstoffe wie<br />

grünstrombasierte E-Fuels o<strong>der</strong> biogenes HVO, <strong>die</strong><br />

regulativ <strong>für</strong> Neufahrzeuge angerechnet werden können.<br />

Rahmenbedingungen, <strong>die</strong> den raschen Produktions-<br />

und damit Markthochlauf <strong>die</strong>ser regenerativen<br />

Kraftstoffe ermöglichen, müssen zügig geschaffen<br />

werden, for<strong>der</strong>t UNITI.<br />

„Vor allem muss das pauschale de facto Verbrennerverbot<br />

<strong>für</strong> neue Fahrzeuge in <strong>der</strong> EU ab<br />

2035 gekippt werden, denn <strong>die</strong>ses Verbot stellt<br />

<strong>für</strong> potentielle Investoren in den Hochlauf klimaschonen<strong>der</strong><br />

Kraftstoffe das ultimative Stoppschild<br />

dar“,<br />

sagt UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn.<br />

Ausstieg aus Verbrennerverbot würde Arbeitsplätze<br />

und Wertschöpfung in Deutschland erhalten<br />

Zweifel an dem Verbrenner-Aus wurden zuletzt herstellerseitig<br />

etwa von BMW und Stellantis sowie vom<br />

VDA geäußert. Der Vorsitzende <strong>der</strong> EVP-Fraktion im<br />

Europäischen Parlament, Manfred Weber, hat jüngst<br />

versprochen, sich da<strong>für</strong> einzusetzen, das vom EU-<br />

Parlament beschlossene de facto Verbrenner-Verbot<br />

rückgängig zu machen. Die FDP hat in ihrem Europawahlprogramm<br />

<strong>die</strong> klare Botschaft gesetzt:<br />

„Wir wollen Verbrennungs<strong>motor</strong>en klimafreundlich<br />

machen, nicht verbieten“<br />

Profitieren von einer Abkehr aus dem regulativ verordneten<br />

Verbrenner-Aus würde nach Ansicht von<br />

UNITI-Hauptgeschäftsführer Elmar Kühn auch <strong>der</strong><br />

Automobilstandort Deutschland:<br />

„Hun<strong>der</strong>ttausende Arbeitsplätze und Wertschöpfung<br />

in großem Umfang hängen in<br />

Deutschland vom Verbrennungs<strong>motor</strong> ab, bei<br />

<strong>die</strong>ser Technologie ist unsere heimische Automobilindustrie<br />

weltweit führend. Eine solche<br />

Position darf nicht leichtfertig hergeschenkt<br />

werden, indem man alles auf <strong>die</strong> mehr als unsichere<br />

Karte Elektromobilität setzt. Zumal Fahrzeuge<br />

mit Verbrennungs<strong>motor</strong> beim Einsatz erneuerbarer<br />

Kraftstoffe einen wichtigen Beitrag<br />

zu bezahlbaren Klimaschutz im Verkehrssektor<br />

leisten könnten. Das gilt sowohl <strong>für</strong> Pkw als<br />

auch <strong>für</strong> schwere Nutzfahrzeuge.“//<br />

22 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 23


Das Großseminar von VDBUM<br />

sehr gelungener Auftakt, bei dem<br />

Rudolf Arnold, Geschäftsführer<br />

<strong>der</strong> Liebherr-Hydraulikbagger<br />

GmbH, Marco Maschke, Leiter<br />

des Deutschlandbüros bei Komatsu<br />

Europe International und<br />

Bernd Holz, Geschäftsführer <strong>der</strong><br />

Ammann Verdichtung GmbH,<br />

Einblicke in ihre jeweilige Baumaschinen-Herstellerwelt<br />

gaben. Die<br />

Ausführungen <strong>der</strong> drei <strong>Branche</strong>nexperten<br />

waren äußerst informativ<br />

und sendeten eine klare Botschaft,<br />

was <strong>die</strong> Besuchenden in<br />

den Fachvorträgen <strong>der</strong> Schwerpunktpartner<br />

erwarten werde.<br />

es einfach machen!<br />

Barbara Hagedorn, Geschäftsführerin<br />

<strong>der</strong> Hagedorn-Unternehmensgruppe<br />

lebt <strong>die</strong>ses `jetzt<br />

anfangen, einfach machen´. Das<br />

zeigt etwa <strong>die</strong> von ihr ins Leben<br />

gerufene Kampagne „Frau am<br />

Bau“. Es gelte, so Barbara Hagedorn,<br />

nicht immer an große Lösungen<br />

zu denken und <strong>die</strong>se <strong>für</strong><br />

Einfach<br />

MACHEN!<br />

Ehrung <strong>der</strong> Besten:<br />

Die VDBUM-Vorstandsmitglie<strong>der</strong> Roland<br />

Caillè (l.) und Josef Andritzky (r.) zeichnen<br />

gemeinsam mit Yann Eisenbarth (2.v.l.) und<br />

Michael Scholz (3.v.l.), beide BIK/Acreos<br />

sowie Stefan Schumski, Technischer Projektleiter<br />

des VDBUM (4.v.l.) <strong>die</strong> Gewinner<br />

des Azubi-Cups 20<strong>24</strong> aus. Deutscher<br />

Meister wurde Niklas Meyer (4.v.r.), Vizemeister<br />

wurde Tammo Kannegießer (3.v.r.).<br />

Den 3. Platz belegte Maximilian Piehl (2.v.r)<br />

Das VDBUM-Großseminar 20<strong>24</strong> stand unter dem Motto „Menschen<br />

<strong>–</strong> Maschinen <strong>–</strong> Machen“. Dies nahmen viele Redner:innen<br />

mit wertschätzenden Erläuterungen in ihre Ausführungen auf.<br />

Vor allem ein Satz war immer wie<strong>der</strong> zu hören <strong>–</strong> in <strong>der</strong> Podiumsdiskussion,<br />

den Abendveranstaltungen, dem Vortragsprogramm<br />

o<strong>der</strong> bei Gesprächen in <strong>der</strong> begleitenden Fachausstellung: “Einfach<br />

machen!“ Er spiegelt bestens <strong>die</strong> positive Stimmung wi<strong>der</strong>,<br />

<strong>die</strong> vom 30. Januar bis 2. Januar im Kongresszentrum Sauerland<br />

Stern Hotel in Willingen herrschte.<br />

Für viele <strong>der</strong> mehr als 1.100 Teilnehmenden<br />

ist <strong>der</strong> Besuch des<br />

jährlichen Fitnessprogramms <strong>für</strong><br />

Führungskräfte längst zu einer<br />

Art Familientreffen geworden. Der<br />

Verband <strong>der</strong> Baubranche, Umwelt-<br />

und Maschinentechnik e.V.<br />

(VDBUM) als Veranstalter konnte<br />

sich in <strong>die</strong>sem Jahr aber auch<br />

über einen hohen Anteil von Teilnehmenden<br />

freuen, <strong>die</strong> erstmals<br />

dabei waren. Ihr Anteil lag bei 25<br />

%.<br />

Erstmals fand <strong>die</strong> Eröffnungsgala<br />

im neuen Format als Lounge<br />

Talk mit Mo<strong>der</strong>atorin Alexandra<br />

von Lingen, VDBUM-Präsident<br />

Peter Guttenberger und den drei<br />

Schwerpunktpartnern statt. Ein<br />

Der Ehrengastvortrag „Entscheidungen<br />

unter Druck“ mit wirklich<br />

sehr tiefen Einblicken in <strong>die</strong><br />

Entscheidungsfindungen von<br />

Fifa- bzw. Bundesliga-Schiedsrichtern<br />

durch Deniz Ayketin war<br />

eine Symbiose aus hochklassiger<br />

Unterhaltung und Wissenstransfer.<br />

Ayketins Worte und Darstellungen<br />

kamen bei den Gästen<br />

<strong>der</strong> Eröffnungsveranstaltung sehr<br />

gut an und sorgten in den nachfolgenden<br />

Tagen immer wie<strong>der</strong> <strong>für</strong><br />

Gesprächsstoff in Fachvorträgen<br />

und den vielen Netzwerkgesprächen.<br />

Unterschiedliche Sichtweisen<br />

ergänzen sich<br />

Die Podiumsdiskussion am Mittwochmorgen<br />

stand unter dem<br />

Motto „Was bedeutet <strong>der</strong> Arbeits-<br />

und Fachkräftemangel<br />

<strong>für</strong> den Unternehmensstandort<br />

Deutschland?“ und konnte <strong>die</strong><br />

Erwartungen mehr als erfüllen.<br />

Kurzweilig führte Alexandra von<br />

Lingen durch <strong>die</strong> 90-minütige Gesprächsrunde.<br />

Dabei traten sehr<br />

unterschiedliche Sichtweisen zu<br />

Tage, <strong>die</strong> sich jedoch nicht als<br />

Wi<strong>der</strong>spruch darstellten, son<strong>der</strong>n<br />

sich ergänzten, sodass am Ende<br />

<strong>die</strong> Erkenntnis stand: Wir müssen<br />

<strong>die</strong> Zukunft aufbewahren, son<strong>der</strong>n<br />

kleine Schritte sofort umzusetzen<br />

und weiterzuentwickeln.<br />

Der Schlüssel zum Erfolg bestehe<br />

darin, je<strong>der</strong> Mitarbeiterin und jedem<br />

Mitarbeiter an ihren Arbeitsplätzen<br />

Wertschätzung spüren<br />

zu lassen, denn sie seien es, <strong>die</strong><br />

das Unternehmen erfolgreich machen.<br />

Dr. Tina Müller (TLGG-Denkfabrik)<br />

erklärte, dass <strong>der</strong> digitale Wandel<br />

<strong>die</strong> gesamte Baubranche über <strong>die</strong><br />

nächsten zehn bis 15 Jahre begleiten<br />

wird. Die gesamte Wertschöpfungskette<br />

müsse sich verän<strong>der</strong>n.<br />

Dies wie<strong>der</strong>um erfor<strong>der</strong>e<br />

eine an<strong>der</strong>e Form <strong>der</strong> Aus- und<br />

Weiterbildung von Mitarbeiten-<br />

Auf den Punkt gebracht:<br />

Die Podiumsdiskussion stand unter dem<br />

Motto „Was bedeutet <strong>der</strong> Arbeits- und<br />

Fachkräftemangel <strong>für</strong> den Unternehmensstandort<br />

Deutschland?“ Mo<strong>der</strong>atorin Alexandra<br />

von Lingen (r.) sprach dazu (v.l.n.r.)<br />

mit VDBUM-Präsident Peter Guttenberger,<br />

Dr. Tina Müller (TLGG-Denkfabrik), Dr. Volker<br />

Müller (Unternehmerverbände Nie<strong>der</strong>sachsen),<br />

Barbara Hagedorn (Unternehmensgruppe<br />

Hagedorn), Florian Semmler<br />

(mediapool) und Nadine Hellmond (Co-<br />

Check).<br />

<strong>24</strong> www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 25


Das Großseminar von VDBUM<br />

den. „Dabei müssen wir vieles neu denken! Jüngere<br />

Generationen for<strong>der</strong>n Nachhaltigkeit und einen Verän<strong>der</strong>ungswillen<br />

als Purpose von Unternehmen“, so<br />

Dr. Tina Müller.<br />

Nadine Hellmold (Co-Check) erinnerte daran, dass<br />

Adolph Freiherr Knigge bereits vor 200 Jahren <strong>die</strong> industriellen<br />

und gesellschaftlichen Verän<strong>der</strong>ungen als<br />

Anlass <strong>für</strong> sein bekanntestes Buch „Über den Umgang<br />

mit Menschen“ genommen hat. „Auch <strong>für</strong> uns<br />

sind gegenseitige Wertschätzung, Respekt innerhalb<br />

<strong>der</strong> digitalen, wirtschaftlichen, gesellschaftlichen<br />

und kulturellen Verän<strong>der</strong>ungen, ein extrem wichtiger<br />

Baustein <strong>für</strong> <strong>die</strong> Bindung und Gewinnung von Mitarbeitenden“<br />

fasste Hellmold zusammen.<br />

Florian Semmler (mediapool) rief dazu auf, das<br />

Recruiting <strong>der</strong> Zielgruppe anzupassen und nicht<br />

wie bisher umgekehrt. Die Gen Z gehe <strong>die</strong> kurzen,<br />

zeitsparenden Bewerbungswege, sie setze eigene<br />

Schwerpunkte <strong>für</strong> ihre zukünftigen Lebensschwerpunkte.<br />

„Dabei sind Einflussfaktoren zu berücksichtigen,<br />

<strong>die</strong> vor wenigen Jahren in Bewerbungsgespräche<br />

undenkbar waren.“ Semmler wies darauf<br />

hin, dass schon <strong>der</strong> nächste Wandel ins Haus stünde:<br />

“In ein bis zwei Jahren erwarten wir <strong>die</strong> Generation<br />

Alpha und werden wie<strong>der</strong> neue Verän<strong>der</strong>ungen<br />

denken müssen. Nur wer <strong>die</strong> Bedürfnisse <strong>der</strong> Generationen<br />

erkennt, wird im Kampf um <strong>die</strong> talentiertesten<br />

und besten Köpfe <strong>für</strong> handwerkliche, digitale<br />

o<strong>der</strong> Führungsaufgaben erfolgreich sein“, bekräftigte<br />

Semmler.<br />

Dr. Volker Müller, Geschäftsführer <strong>der</strong> Unternehmerverbände<br />

Nie<strong>der</strong>sachsen e.V., führte aus, dass<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> meisten Unternehmen <strong>die</strong> digitale Transformation<br />

zur Unternehmensentwicklung gehöre. Die<br />

Frage sei: Wie steht es um <strong>die</strong> Verwaltungen <strong>der</strong><br />

öffentlichen Hand? Die Lücke werde immer größer<br />

und genau hier bestehe aktuell <strong>der</strong> größte Nachholbedarf.<br />

Die Bürokratie und ihr schleppen<strong>der</strong> Abbau<br />

sei ein weiterer Hemmschuh <strong>für</strong> <strong>die</strong> Geschwindigkeit<br />

und Entwicklung unserer Wirtschaft. Mitarbeitende<br />

würden in beruflichen Aufgaben in Unternehmen<br />

und in <strong>der</strong> Verwaltung keinen Sinn und Erfolg ihrer<br />

Arbeit erkennen, wenn digitale Abläufe nicht genutzt<br />

werden, Vorschriften <strong>der</strong> Vorschrift willen umgesetzt<br />

werden müssen und Verzögerungen in gut geplanten<br />

Prozessen nicht verständlich seien. „So schaffen<br />

wir keine attraktiven Arbeitsplätze.“ Dr. Volker Müller<br />

erinnerte daran, dass ab 20<strong>24</strong> erstmalig mehrere<br />

Hun<strong>der</strong>ttausend Arbeitsnehmer:innen mehr in den<br />

Ruhestand wechseln werden und Neue in das Berufsleben<br />

einsteigen werden. Ohne Zuwan<strong>der</strong>ung<br />

werde <strong>die</strong>ser gesellschaftliche Wandel nicht funktionieren.<br />

Integration in Unternehmen und Verwaltungen<br />

gelinge jedoch nur, wenn praxisnahe Einwan<strong>der</strong>ungsgesetze<br />

in Abstimmung mit <strong>der</strong> Wirtschaft<br />

und gesellschaftlich relevanten Gruppen umgesetzt<br />

werden. „Wir brauchen in allen <strong>Branche</strong>n Dienstleistungsmitarbeitende,<br />

Handwerker:innen und Digitalisierungsspezialist:innen.<br />

Ohne <strong>die</strong>se Arbeits- und<br />

Fachkräfte ist auch unser Sozialversicherungssytem<br />

gefährdet“, warnte <strong>der</strong> Geschäftsführer <strong>der</strong> Unternehmerverbände<br />

Nie<strong>der</strong>sachsen.<br />

Peter Guttenberger, Präsident des VDBUM und<br />

langjähriger Geschäftsführer <strong>der</strong> Max Bögl Transport<br />

und Geräte GmbH und Co. KG, erklärte, dass <strong>die</strong><br />

Bauwirtschaft tagtäglich zeige, dass sie <strong>die</strong> digitale<br />

Transformation nutzt um <strong>die</strong> Prozesse zu beschleunigen.<br />

„Die digitalen Anfor<strong>der</strong>ungen müssen von allen<br />

Generationen in unseren Unternehmen inklusive<br />

<strong>der</strong> Führungskräfte nutzbar sein. Aktuell verlieren<br />

wir viel zu viel Zeit und zu viele Mitarbeiterstunden<br />

aufgrund fehlen<strong>der</strong> Standards <strong>der</strong> Daten. Hier sind<br />

wir als Bauwirtschaft gefor<strong>der</strong>t - aber auch <strong>die</strong> Auftraggeber,<br />

<strong>die</strong> oftmals Datenstandards for<strong>der</strong>n, jedoch<br />

bei Ausschreibungen, den Planungen und<br />

Auftragsvergaben, <strong>die</strong>ses selbst nicht umsetzen“,<br />

mahnte Peter Guttenberger. Genau an <strong>die</strong>ser Stelle<br />

gebe es ein sehr großes Potenzial, Arbeitszeit einzusparen,<br />

um sie in den Unternehmen an<strong>der</strong>weitig<br />

einzusetzen. „Der VDBUM ist als Weiterbildungsverband<br />

seit mehr als einem Jahrzehnt intensiver Verbands<strong>die</strong>nstleister<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> Nachwuchsgewinnung<br />

mit Aktionen wie dem Baumaschinenerlebnistag,<br />

dem Azubi-Cup, dem Patenschaftsprogramm <strong>für</strong><br />

Meisterschüler:innen und Stu<strong>die</strong>rende und auch mit<br />

Angeboten <strong>für</strong> junge Führungskräfte in den Arbeitskreisen<br />

des Verbandes o<strong>der</strong> seinem Zukunftszirkel“,<br />

sagte Peter Guttenberger und schloss an: „Diese<br />

Verbandsarbeit wird <strong>der</strong> VDBUM beibehalten und in<br />

Abstimmung mit unseren Mitglie<strong>der</strong>n weiter ausbauen.“<br />

Die mehr als 400 Zuhörer:innen erlebten eine<br />

kompetente Diskussion und starke Persönlichkeiten,<br />

<strong>die</strong> deutlich aufzeigten, welches „dicke Brett“ <strong>die</strong><br />

Baubranche, Umwelt- und Maschinentechnik bohren<br />

muss und dass es dabei schlussendlich nur darum<br />

geht, einfach damit anzufangen <strong>–</strong> einfach machen,<br />

eben!<br />

Gebannte Aufmerksamkeit:<br />

Deniz Ayketin ist ein exzellenter Fußball-<br />

Schiedsrichter und ein begnadeter Redner.<br />

Sein Vortrag „Entscheidungen unter<br />

Druck“ kam bei den Gästen <strong>der</strong> Eröffnungsveranstaltung<br />

sehr gut an.<br />

26 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 27


Das Großseminar von VDBUM<br />

Sehr gut besuchtes Vortragsprogramm<br />

Die sehr breit und unterschiedlich aufgestellten Fachvorträge<br />

in den Themenblöcken „Forschung und Entwicklung“,<br />

„Infrastrukturbau“, „Transportlösungen“,<br />

„Maschinen und Innovationen“, „Entwicklungen im<br />

Kranbau“ und „Werkstattmanagement“ waren stark<br />

besucht. Ihre Inhalte wurden in den Netzwerkpausen<br />

in <strong>der</strong> sehr attraktiven Fachausstellung weiter diskutiert.<br />

Bei <strong>der</strong> Verleihung des 11. VDBUM-För<strong>der</strong>preises<br />

begeisterte ein neues Format das Publikum. Die<br />

Vorstandsmitglie<strong>der</strong> Dirk Bennje (Vizepräsident) und<br />

Prof. Jan Scholten dankten den Jury-Mitglie<strong>der</strong>n <strong>für</strong><br />

ihre umfangreichen Bewertungen und das Zeitinvest<br />

über den Jahreswechsel. Sie präsentierten noch vor<br />

dem Galabuffet <strong>die</strong> För<strong>der</strong>preissieger 20<strong>24</strong> aus insgesamt<br />

36 nominierten Einreichungen. Sieger <strong>der</strong> Kategorie<br />

„Innovationen aus <strong>der</strong> Praxis“ wurde <strong>der</strong> „R-<br />

Beton 100“ <strong>der</strong> PST Spezialtiefbau Süd GmbH, den<br />

zweiten Platz erreichte <strong>der</strong> „2-Rad-La<strong>der</strong>“ <strong>der</strong> QuiMo<br />

GmbH, den dritten Platz <strong>die</strong> „Pister PF Baggerpalettengabel“<br />

<strong>der</strong> Hain GmbH. Die Kategorie „Projekte<br />

aus Hochschulen und Universitäten“ gewann <strong>die</strong><br />

„Mobile GPSSensorik“ <strong>der</strong> excav UG / Friedrich-Alexan<strong>der</strong>-Universität<br />

Erlangen-Nürnberg. Hier erreichte<br />

<strong>die</strong> „HoloCrane - Zielorientierte Kransteuerung“ <strong>der</strong><br />

Technische Universität München, Lehrstuhl <strong>für</strong> För<strong>der</strong>technik<br />

Materialfluss Logistik den zweiten Platz,<br />

Drittplatzierter wurde „SafeCon3D“ <strong>der</strong> Technische<br />

Universität Dresden, Professur <strong>für</strong> Fluid-Mechatronische<br />

Systemtechnik (Fluidtronik). Im Anschluss kamen<br />

<strong>die</strong> Top 3 <strong>der</strong> von <strong>der</strong> Jury platzierten Unternehmen<br />

<strong>der</strong> Kategorie „Entwicklungen aus <strong>der</strong> Industrie“<br />

zum Zuge. Sie präsentierten ihre Innovationen mit<br />

dem Hinweis, dass das Publikum nach dem Essen<br />

mit seiner Stimme das Zünglein an <strong>der</strong> Waage sein<br />

wird und per QR-Code auf ein Abstimmungstool geführt<br />

wird. Zur Auswahl standen <strong>die</strong> „Transparente<br />

Pull Control <strong>für</strong> Turmdrehkrane“ von Liebherr sowie<br />

<strong>der</strong> „Baustellen-Drucker Karlos“ von Putzmeister.<br />

In einem sehr spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen<br />

erreichte Putzmeister am Ende knapp den 1. Platz.<br />

Dirk Bennje, Jan Scholten und Peter Guttenberger<br />

danken allen Nominierten <strong>für</strong> ihre Einreichungen und<br />

gratulierten den Siegern mit dem jeweiligen Siegerscheck<br />

in Höhe von 2.500 Euro.<br />

Bereits am Eröffnungstag wurden <strong>die</strong> Stu<strong>die</strong>renden<br />

des Patenschaftsprogramms sowie <strong>die</strong> Patenunternehmen<br />

von VDBUM-Vorstandsmitglied Prof. Jan<br />

Scholten, Wencke Böhling, Kaufmännische Leiterin<br />

des VDBUM, sowie VDBUM-Beiratsmitglied Jens<br />

Kleinert, begrüßt. Die jungen Leute waren kostenfrei<br />

mit Unterstützung zu je 50 % von Patenunternehmen<br />

und dem VDBUM über zweieinhalb Tage zur Teilnahme<br />

am VDBUM-Großseminar eingeladen. Sie nehmen<br />

viele neue Eindrücke, interessante Netzwerkkontakte<br />

und hoffentlich auch <strong>die</strong> Motivationen mit,<br />

ihren Berufswunsch in <strong>der</strong> Baubranche umzusetzen.<br />

Alljährlich laufen parallel sowohl in <strong>der</strong> Meisterausbildung<br />

wie auch in den Hochschulen und Universitäten<br />

Prüfungen. Trotz <strong>die</strong>ser Überschneidungen gelingt<br />

es immer wie<strong>der</strong>, bis zu 50 Meisterschüler:innen<br />

und Stu<strong>die</strong>rende einzuladen. In <strong>die</strong>sem Jahr konnten<br />

aufgrund <strong>der</strong> Prüfungen keine Meisterschüler:innen<br />

dabei sein.<br />

Perfekter Veranstaltungsort:<br />

Auch 20<strong>24</strong> bot das Kongresshotel Sauerland<br />

Stern Hotel in Willingen wie<strong>der</strong> den<br />

passenden Rahmen <strong>für</strong> das VDBUM-<br />

Großseminar und <strong>die</strong> begleitende Fachausstellung.<br />

Azubi-Cup mit starkem Finale<br />

Alle zwei Jahre werden Azubis in ganz Deutschland<br />

vom VDBUM eingeladen, sich an den „Deutschen<br />

Meisterschaften <strong>der</strong> Baugeräteführer in <strong>der</strong> Kategorie<br />

Simulatoren“ zu beteiligen und sich bei regionalen<br />

Meisterschaften <strong>für</strong> <strong>die</strong> Finalrunde zu qualifizieren.<br />

Mit Unterstützung von Michael Scholz und<br />

Yann Eisenbarth (BIK/Acreos) hatte Stefan Schumski,<br />

Technischer Projektleiter des VDBUM, mehr als<br />

200 Teilnehmer:innen in den Vorläufen am Start. Zum<br />

Großseminar wurden <strong>die</strong> jeweils besten fünf Teilnehmer:innen<br />

eingeladen und während eines Trainingstags<br />

auf den Wettbewerb vorbereitet. Mit sehr guten<br />

Leistungen einer jungen Dame und 17 jungen<br />

Männern fand ein spannen<strong>der</strong> Wettbewerbstag statt.<br />

Er gipfelte mit einer den jungen Leuten gegenüber<br />

wertschätzenden Siegerehrung auf großer Bühne am<br />

dritten Galaabend <strong>für</strong> alle Teilnehmer:innen, mo<strong>der</strong>iert<br />

von den VDBUM-Vorstandsmitglie<strong>der</strong>n Roland<br />

Caillè und Josef Andritzky. Deutscher Meister <strong>der</strong><br />

Baugeräteführer in <strong>der</strong> Kategorie Simulatoren wurde<br />

Niklas Meyer (Thorsten Bänisch GmbH & Co KG,<br />

Oerlinghausen). Vizemeister wurde Tammo Kannegießer<br />

(Hermann Jansen Straßen- und Tiefbauunternehmung<br />

GmbH & Co KG, Aschendorf). Den sehr<br />

guten 3. Platz belegte Maximilian Piehl (Wolff & Müller<br />

GmbH & Co KG, Dresden). Die nächste <strong>Ausgabe</strong><br />

des Azubi-Cup läuft 2025 in den regionalen Wettbewerben<br />

und wird auf dem Großseminar 2026 mit den<br />

Endausschied zum Titel Deutscher Meister abschließen.<br />

Einen äußerst spannenden Abschluss des 52.<br />

VDBUM Großseminares lieferte Prof. Dr. Volker<br />

Busch mit seinem Vortrag: „Was zeitlicher o<strong>der</strong> digitaler<br />

Dauerstress in unserem Gehirn auslöst“. Die<br />

über 600 Teilnehmer:innen des letzten Galaabends<br />

waren begeistert. Die gekonnte Mischung aus wissenschaftlicher<br />

Erläuterung und humoristischer Darstellung<br />

haben das Publikum mitgerissen. Die beruhigende<br />

Botschaft <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Branche</strong> lautet: „Stress<br />

macht nicht krank“, allerdings mit <strong>der</strong> Einschränkung,<br />

dass stets genügend Ausgleich gefunden werden<br />

muss. Nicht nur daran sollten <strong>die</strong> Führungskräfte<br />

<strong>der</strong> <strong>Branche</strong> arbeiten, um gesund und voller Freude<br />

weiterhin schwungvoll Bauprozesse organisieren zu<br />

können. Noch lange nach seinem Vortrag wurden <strong>die</strong><br />

Worte von Prof. Busch diskutiert und durch <strong>die</strong> Bank<br />

als richtig bezeichnet. Gleichzeitig stand <strong>die</strong> Frage im<br />

Raum: Leben wir sie auch? Die Antwort lautete wie<br />

so oft im Laufe des Großseminars: einfach machen!<br />

Tag <strong>der</strong> Arbeitskreise feiert Premiere<br />

Zum Abschluss des Großseminars fand erstmals <strong>der</strong><br />

„Tag <strong>der</strong> Arbeitskreise“ statt. Das Projekt wurde von<br />

Dr. Marco Fecke, Mitglied des VDBUM-Vorstands,<br />

und Wolfgang Lübberding, Technischer Leiter des<br />

VDBUM, in Kooperation mit <strong>der</strong> TU München umgesetzt.<br />

Die TUM war mit Maximilian Schöberl und<br />

seinen Kolleg:innen nicht nur während <strong>der</strong> Vorbereitungen<br />

involviert, son<strong>der</strong>n füllte <strong>die</strong> Themen, in Abstimmung<br />

mit den ehrenamtlichen Fachbeiräten des<br />

VDBUM, mit Leben. Die Vielfalt <strong>der</strong> VDBUM-Baubeteiligten<br />

bietet stets Themenüberschneidungen, <strong>die</strong><br />

gebündelt in Arbeitskreisen münden.<br />

Die Themen im Bereich „Elektrotechnik“ sind <strong>der</strong> Einsatz<br />

von erneuerbaren Energien rund um <strong>die</strong> Baustelle<br />

sowie aktuelle Vorschriften und Verordnungen. Im<br />

Bereich „Werkstatt 4.0“ geht es um Service-Management-Software,<br />

Wartungsmanagement, Stammdatenmanagement-<br />

und <strong>–</strong>pflege. Instandhaltungs- und<br />

Wartungsplan. Im Bereich Baulogistik heißt es „Gemeinsam<br />

sind wir stark“. Es geht darum, Bedürfnisse<br />

<strong>der</strong> Maschinentechnik gegenüber Maschinenherstellern<br />

und Auftraggebern zu kommunizieren (Erstellung<br />

eines Positionspapiers). Hier geht es auch darum,<br />

Stolpersteine in <strong>der</strong> Digitalisierung durch kollegialen<br />

Austausch zu Erfolgsgeschichten werden zu lassen.<br />

Im Mittelpunkt stehen ferner <strong>die</strong> Themen „Daten als<br />

Managementinstrument - Bürozeiten durch digitale<br />

Assistenz reduzieren ohne den Überblick zu verlieren“,<br />

„Telematik, Vermessungsdaten o<strong>der</strong> KI? <strong>–</strong> Wo<br />

steht <strong>die</strong> <strong>Branche</strong> heute und wie sieht <strong>der</strong> Weg in<br />

<strong>die</strong> Zukunft aus?“ o<strong>der</strong> auch „Durchgängiger und<br />

herstellerunabhängiger Datenaustausch <strong>–</strong> bereits erreicht?“<br />

Im Bereich „Wasserstoff im Schwerverkehr“<br />

lauten <strong>die</strong> Themen „Einsatzgebiet Wasserstoff in <strong>der</strong><br />

Mobilität <strong>–</strong> Wo macht Wasserstoff Sinn“, „Wasserstoff<br />

in Bau- und Arbeitsmaschinen, aktueller Stand“<br />

und Herausfor<strong>der</strong>ungen“ sowie „Wasserstoff-Eigenschaften<br />

und Sicherheit“.//<br />

Das 53. VDBUM-Großseminar wird<br />

vom 04 bis 07. Februar 2025 im Kongresszentrum<br />

Sauerland Stern in Willingen<br />

veranstaltet.<br />

28 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 29


<strong>Branche</strong>ngedanken<br />

Braungardt<br />

Ersatzteil- und LKW Vertrieb GmbH<br />

von Rolf Sachweh<br />

Ausbildung nach <strong>der</strong> Ausbildung.<br />

Spezialisierung im Arbeitsalltag<br />

Seit 1983 ist <strong>die</strong> Braungardt GmbH im Bereich Motorenersatzteile<br />

in Erstausrüster- und geprüfter Nachbau-Qualität<br />

Spezialist. Ihr Experte <strong>für</strong> Teile passend<br />

<strong>für</strong> DEUTZ, MAN und DAIMLER BENZ <strong>–</strong> sowie auf<br />

Verschleißteile von IVECO.<br />

Sie haben nur begrenzte<br />

Lagerkapazitäten? Braungardt<br />

liefert nach dem<br />

Just-in-time Prinzip , damit<br />

Ihre Lieferung Sie genau<br />

dann erreicht, wenn<br />

Sie <strong>die</strong> Produkte benötigen.<br />

Braungardt arbeitet<br />

Hand in Hand mit festen Lieferpartnern und ist somit<br />

in <strong>der</strong> Lage, <strong>die</strong> Wunschtermine <strong>der</strong> Kunden umzusetzen.<br />

Dabei beschränkt sich <strong>die</strong>ser Service nicht<br />

auf das Inland, son<strong>der</strong>n auch International garantiert<br />

das Unternehmen <strong>die</strong>se beeindruckende Leistung.<br />

Braungardt Ersatzteil- &<br />

LKW-Vertrieb GmbH<br />

Benzstraße 9<br />

D-89155 Erbach<br />

E-Mail: info@braungardt.de<br />

Internet: www.braungardt.de<br />

Ansprechpartnerin:<br />

Stephanie Braungardt<br />

(Assistentin <strong>der</strong> Geschäftsleitung, Vertrieb)<br />

s.braungardt@braungardt.de<br />

Aufgrund langjähriger Erfahrung mit den Zollbehörden<br />

kann ein verlässlicher und störungsfreier Ablauf<br />

garantiert werden.<br />

Ein insgesamt schlüssiges Konzept, welches von allen<br />

Kunden geschätzt wird. Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit<br />

und höchste Qualität sind nicht nur <strong>der</strong> Anspruch,<br />

son<strong>der</strong>n <strong>die</strong> Norm und so muss es sein.<br />

Diese Leistungsbereitschaft steht <strong>für</strong> ein eingespieltes<br />

Team, im Sinne <strong>der</strong> Kunden. Seit <strong>der</strong> ersten<br />

Generation war es Braungardt wichtig, als Einheit<br />

zu arbeiten und dabei <strong>die</strong> Bedürfnisse jedes einzelnen<br />

im Blick zu haben. Bis heute wird das Erfolgsunternehmen<br />

als Familienunternehmen geführt und<br />

ist <strong>die</strong>sen Werten dabei stets treu geblieben. Regelmäßige<br />

Schulungen, Austausch und eine gelingende<br />

<strong>Kommunikation</strong> sorgen <strong>für</strong> <strong>die</strong> richtige Basis, um immer<br />

auf dem neusten Stand zu sein.//<br />

Auch unser Handwerk ist von akutem Fachkräftemangel<br />

betroffen. Viele ver<strong>die</strong>nte und erfahrene<br />

Gesellen und Meister gehen in den Ruhestand und<br />

Familienbetriebe schließen ihre Pforten, da <strong>der</strong> Nachwuchs<br />

fehlt. So geht uns sehr viel Wissen verloren,<br />

das nicht an <strong>die</strong> nächste Generation weitergegeben<br />

werden kann.<br />

Auch aus <strong>die</strong>sen Gründen ist eine fachbezogene<br />

Ausbildung in unseren Unternehmen eminent wichtig.<br />

Investieren wir aktiv in <strong>die</strong> Ausbildung junger<br />

Menschen und begeistern sie <strong>für</strong> unseren Berufszweig,<br />

sichern wir schlussendlich auch unsere eigene<br />

Zukunft.<br />

Das geht über Praktika und Schnupperkurse, damit<br />

<strong>die</strong> Schülerinnen und Schüler unser Handwerk<br />

kennenlernen und erste praktische Erfahrungen<br />

sammeln. Durch Kooperationen mit Schulen und<br />

Bildungseinrichtungen lässt sich das Interesse junger<br />

Menschen gezielt för<strong>der</strong>n und lenken. So sollten<br />

auch mögliche Weiterbildungs- und Karrieremöglichkeiten<br />

während und nach <strong>der</strong> Ausbildung offensiv<br />

beworben werden.<br />

Durch eigenes Engagement in den Innungen o<strong>der</strong><br />

Kammern nehmen wir Einfluss auf <strong>die</strong> Ausbildungsinhalte<br />

und auf För<strong>der</strong>ungen und Anfor<strong>der</strong>ungen seitens<br />

des Staates.<br />

All <strong>die</strong>se Maßnahmen tragen dazu bei, den Fachkräftemangel<br />

im Handwerk langfristig zu reduzieren<br />

und qualifizierte Nachwuchskräfte <strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Branche</strong> zu<br />

gewinnen. Dies ist wertvoller denn je, da <strong>die</strong> Anfor<strong>der</strong>ungen<br />

in unserer <strong>Branche</strong> immer komplexer werden.<br />

Eine Weiterbildung im Handwerk nach <strong>der</strong> eigentlichen<br />

Ausbildung ist wesentlich, um <strong>die</strong> eigenen<br />

Fähigkeiten und Kenntnisse zu vertiefen und zu erweitern.<br />

Durch eine Weiterbildung können Handwerker<br />

neue Techniken und Methoden erlernen, um ihre<br />

Arbeit effizienter und qualitativ hochwertiger ausführen<br />

zu können.<br />

Spezialisierte Fachkräfte sind und bleiben sehr gefragt,<br />

da sie über ein tiefes Verständnis <strong>für</strong> ihr Fachgebiet<br />

verfügen und somit in <strong>der</strong> Lage sind, anspruchsvolle<br />

Aufgaben zu bewältigen. Somit sind <strong>die</strong><br />

Arbeitgeber in <strong>der</strong> Lage, sich auf bestimmte Bereiche<br />

zu spezialisieren und sich somit von <strong>der</strong> Konkurrenz<br />

abzuheben.<br />

Außerdem verän<strong>der</strong>n sich <strong>die</strong> Anfor<strong>der</strong>ungen an<br />

Handwerker ständig, sei es durch neue gesetzliche<br />

Vorschriften, technologische Entwicklungen o<strong>der</strong><br />

verän<strong>der</strong>te Kundenbedürfnisse. Eine kontinuierliche<br />

Weiterbildung hilft Handwerkern dabei, mit <strong>die</strong>sen<br />

Verän<strong>der</strong>ungen Schritt zu halten und erfolgreich am<br />

Markt zu bestehen.<br />

Auch wir im <strong>Branche</strong>nverband VMI wollen unseren<br />

Teil dazu beitragen, unser Handwerk zu erhalten und<br />

weiter zu gestalten, damit es <strong>die</strong> Wertschätzung bekommt,<br />

<strong>die</strong> es ver<strong>die</strong>nt.//<br />

30 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 31


Kompakter Getriebeantrieb von PMW<br />

Kompakter Getriebeantrieb<br />

von PMW<br />

revolutioniert <strong>die</strong> landwirtschaftliche Robotik<br />

bezüglich Präzision und Effizienz<br />

Actronic stellt <strong>die</strong> neueste Innovation von PMW<br />

Dynamics vor, einem führenden Pionier im Bereich<br />

<strong>für</strong> Radantriebe <strong>für</strong> Traktions- und Hebeanwendungen<br />

in mobilen Robotiksystemen. Der<br />

integrierte Servoaktuator IG9190 besteht aus<br />

Motor und Getriebe in einem Gehäuse und wurde<br />

speziell <strong>für</strong> den Antrieb von landwirtschaftlichen<br />

Roboteranwendungen entwickelt. Dieser hochmo<strong>der</strong>ne<br />

Radantrieb stellt einen bedeutenden<br />

Fortschritt im Bereich <strong>der</strong> Präzisionslandwirtschaft<br />

dar und bietet eine unvergleichliche Effizienz<br />

und Leistung bei <strong>der</strong> Entwicklung autonomer<br />

Roboterfahrzeuge.<br />

Der Radantrieb IG9190 wurde entwickelt, um <strong>die</strong> einzigartigen<br />

Anfor<strong>der</strong>ungen <strong>der</strong> mo<strong>der</strong>nen Landwirtschaftsautomatisierung<br />

zu erfüllen und bietet eine<br />

robuste und zuverlässige In-Wheel-Motorlösung <strong>für</strong><br />

den Antrieb einer breiten Palette von Roboteranwendungen.<br />

Der Servoaktuator IG9190 bietet eine optimale<br />

Kraftübertragung und Effizienz und kann nahtlos<br />

mit verschiedenen Robotersystemen sowohl bei<br />

den Rä<strong>der</strong>n o<strong>der</strong> auch Manipulatorarmen integriert<br />

werden.<br />

Zu den wichtigsten Merkmalen des IG9190 gehören:<br />

Kompaktes und leistungsfähiges Design:<br />

Mit einem Einheitsdurchmesser von 1<strong>24</strong> mm und<br />

einer Gesamtlänge von nur 220 bis 290 mm <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

3 Leistungsklassen 0,5, 1, und 1,5 kW bietet <strong>der</strong><br />

IG9190 maximale Leistung bei minimaler Größe. Der<br />

IG9190 zeichnet sich durch ein kompaktes und robustes<br />

Design aus, wodurch er sich ideal <strong>für</strong> <strong>die</strong> Integration<br />

in Roboterplattformen eignet, ohne dabei an<br />

Agilität o<strong>der</strong> Mobilität einzubüßen. Das ultrakompakte<br />

Design ermöglicht <strong>die</strong> direkte Integration in das<br />

Rad, wodurch <strong>die</strong> Gesamtgröße des Geräts reduziert<br />

wird und <strong>die</strong> beweglichen Teile von Pflanzen ferngehalten<br />

werden können.<br />

Hohes Drehmoment und präzise Bewegung:<br />

Mit dem Schwerpunkt auf Präzisionslandwirtschaft<br />

liefert <strong>der</strong> Radantrieb IG9190 ein hohes Drehmoment<br />

und eine präzise Bewegung. Die unvergleichliche<br />

Genauigkeit im Antrieb hilft den Landwirtschaftsrobotern<br />

Verschwendung von Lebensmitteln zu reduzieren<br />

und <strong>die</strong> Produktivität zu maximieren. Mit<br />

einem Drehmomentbereich von 14 bis 144 Nm im<br />

Dauerbetrieb (46 bis 353 Nm Spitze) ist <strong>der</strong> Radantrieb<br />

IG9190 <strong>für</strong> unterschiedlichste Anwendungen bei<br />

Landmaschinenherstellern konzipiert. Der IG9190<br />

bietet maximale Flexibilität in Bezug auf Größe, Kosten<br />

und Funktion <strong>der</strong> Roboterplattform.<br />

Langlebigkeit und Verlässlichkeit: Der Radantrieb<br />

IG9190 ist eine abgedichtete fertige Antriebseinheit<br />

und auf eine Lebensdauer von 20.000 Betriebsstunden<br />

ausgelegt. Die Schutzart IP54 o<strong>der</strong> IP65 erlauben<br />

den Außeneinsatz bei allen Wetterbedingungen.<br />

Der Servoaktuator IG9190 ist wartungsfrei und <strong>für</strong><br />

den Betrieb bei Temperaturen von -10 bis +40 Grad<br />

Celsius ausgelegt. Das Getriebeelement verfügt über<br />

eine Lebensdauerschmierung, <strong>die</strong> eine zuverlässige<br />

Funktion auch in den rauesten landwirtschaftlichen<br />

Umgebungen gewährleistet. Diese Langlebigkeit<br />

minimiert <strong>die</strong> Ausfallzeiten und Wartungskosten <strong>für</strong><br />

Landwirte.<br />

All-in-One-Einheit: Der Radantrieb IG9190 kombiniert<br />

einen Motor, ein Getriebe, einen Enco<strong>der</strong> und<br />

optional eine Bremse in einer einsatzbereiten Einheit.<br />

Der IG9190 ist in Leistungsbereichen von 500W, 1<br />

kW und 1,5 kW und mit Betriebsspannungen von <strong>24</strong><br />

Vdc, 48 Vdc und 72 Vdc erhältlich und bietet somit<br />

maximale Flexibilität und Kompatibilität. Durch <strong>die</strong><br />

Wahl <strong>der</strong> Leistungs- und Wicklungsoption kann er<br />

leicht an jede Anwendung angepasst werden, was<br />

Zeit, Komplexität und Größe spart.<br />

Anpassungsfähige Konnektivität: Der IG9190 ist<br />

mit anpassungsfähigen Anschlussoptionen ausgestattet,<br />

<strong>die</strong> eine nahtlose Integration mit einer Vielzahl<br />

von Roboterplattformen und Steuerungssystemen<br />

ermöglichen und so <strong>für</strong> Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit<br />

sorgen.<br />

Energieeffizienter Betrieb: Der Radaktuator IG9190<br />

nutzt einen effizienten BLDC-Servo<strong>motor</strong> und wurde<br />

zur Optimierung des Energieverbrauchs entwickelt.<br />

Er för<strong>der</strong>t damit <strong>die</strong> Nachhaltigkeit in <strong>der</strong> Landwirtschaft,<br />

weil <strong>der</strong> Stromverbrauch ohne Leistungseinbußen<br />

minimiert wird.<br />

PMW Dynamics ist zuversichtlich, dass <strong>die</strong> Einführung<br />

des Radnabenantriebs IG9190 <strong>die</strong> Landschaft<br />

<strong>der</strong> Agrarroboter revolutionieren wird und den<br />

Landwirten ein leistungsfähiges und zuverlässiges<br />

Werkzeug bietet, um <strong>die</strong> Effizienz zu steigern, <strong>die</strong><br />

Betriebskosten zu senken und letztendlich einen Beitrag<br />

zur För<strong>der</strong>ung einer nachhaltigen Landwirtschaft<br />

zu leisten.//<br />

32 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 33


Triumph <strong>für</strong> Manthey EMA<br />

Manthey EMA triumphiert erstmalig<br />

bei den 12 Stunden von Bathurst<br />

Die von Matt Campbell, Ayhancan Güven und Laurens Vanthoor pilotierte Startnummer<br />

912 fährt als Gesamtsieger ins Ziel. In <strong>der</strong> Pro-AM-Klasse feiern Harry King, Alessio Picariello<br />

und Yasser Shahin im The Bend Manthey EMA-Porsche mit <strong>der</strong> Startnummer 911<br />

Die 12 Stunden von Bathurst wurden traditionell<br />

um 5:45 Uhr Ortszeit vor Sonnenaufgang gestartet.<br />

Startfahrer Harry King (#911) und Laurens Vanthoor<br />

(#912) verteidigten in <strong>der</strong> Anfangsphase des Rennens<br />

erfolgreich ihre Positionen, während es über<br />

dem Mount Panorama Circuit langsam hell wurde.<br />

Beide Fahrzeuge absolvierten ihren ersten Boxenstopp<br />

kurz bevor <strong>die</strong> Uhren in Bathurst 7:00 Uhr<br />

Ortszeit anzeigten. Die Boxenstopp-Strategie des<br />

Teams ermöglichte es Ayhancan Güven, <strong>der</strong> nun am<br />

Steuer <strong>der</strong> 912 saß, bereits vor dem Erreichen <strong>der</strong><br />

Zwei-Stunden-Marke <strong>die</strong> ersten Führungskilometer<br />

zu sammeln. Während <strong>die</strong> beiden Porsche 911 GT3<br />

R Rennrunden sammelten, ließen <strong>die</strong> das Langstreckenrennen<br />

prägenden Safety-Car- und Gelbphasen<br />

das Feld immer näher zusammenrücken. Am Ende<br />

des ersten Renndrittels kam <strong>der</strong> The Bend Manthey<br />

EMA Porsche aufgrund eines unverschuldeten Kontaktes<br />

von <strong>der</strong> Strecke ab. Damit fiel <strong>die</strong> von Yasser<br />

Shahin pilotierte Startnummer 911 ans Ende des<br />

Klassements zurück.<br />

Kurz nach <strong>der</strong> Rennhalbzeit musste auch <strong>der</strong> bis dahin<br />

in Führung liegende Grello-Porsche seine Spitzenposition<br />

aufgrund einer Durchfahrtsstrafe <strong>für</strong> einen<br />

Regelverstoß bei einem Boxenstopp abgeben.<br />

Mehr noch als <strong>die</strong> erste war <strong>die</strong> zweite Rennhälfte<br />

aufgrund des einsetzenden Regens von einer Vielzahl<br />

<strong>der</strong> insgesamt 13 Safety-Car-Phasen geprägt,<br />

<strong>die</strong> den Rennverlauf immer wie<strong>der</strong> mit beeinflussten.<br />

Unter <strong>die</strong>sen Bedingungen arbeiteten sich <strong>die</strong> Piloten<br />

<strong>der</strong> zwei Manthey EMA Fahrzeuge im hart umkämpften<br />

Feld wie<strong>der</strong> nach vorne. Im Zusammenspiel<br />

mit <strong>der</strong> jeweiligen Pitstop-Strategie und <strong>der</strong> fehlerfreien<br />

Durchführung <strong>die</strong>ser Boxenstopps gelang es<br />

dem Team beide verlorenen Führungspositionen<br />

eine Stunde vor dem Fallen <strong>der</strong> Zielflagge zurückzuerobern.<br />

Diese wurden von den Schlussfahrern<br />

Meuspath. Manthey EMA gewinnt<br />

sowohl in <strong>der</strong> Gesamtwertung als<br />

auch im Pro-AM Klassement das<br />

erste Mal auf dem Mount Panorama<br />

Circuit. Der von Matt Campbell<br />

(Australien), Ayhancan Güven<br />

(Türkei) und Laurens Vanthoor<br />

(Belgien) pilotierte Grello-Porsche<br />

mit <strong>der</strong> Startnummer 912 entscheidet<br />

nach einem anspruchsvollen<br />

Rennen mit 2,6 Sekunden<br />

Vorsprung den 12-Stunden-Marathon<br />

in Bathurst <strong>für</strong> sich. Harry<br />

King (Großbritannien), Alessio Picariello<br />

(Belgien) und Yasser Shahin<br />

(Australien) sichern sich mit<br />

Gesamtrang neun den Sieg in <strong>der</strong><br />

Pro-AM-Wertung.<br />

Für <strong>die</strong> beiden Porsche 911 GT3 R<br />

von Manthey EMA mit den Startnummern<br />

911 und 912 ging es<br />

am vergangenen Freitagmorgen<br />

erstmals auf den australischen<br />

Mount Panorama Circuit. Nach<br />

insgesamt sechs freien Trainingssessions,<br />

von denen zwei ausschließlich<br />

den Bronzefahrern des<br />

Starterfeldes vorbehalten waren,<br />

stand <strong>für</strong> beide Fahrzeuge am<br />

Samstagmittag das Qualifying an.<br />

Mit Platz zehn <strong>für</strong> das Fahrzeug<br />

von The Bend Manthey EMA und<br />

Rang sechs <strong>für</strong> den Grello-Porsche<br />

qualifizierten sich <strong>die</strong> beiden<br />

Neunelfer <strong>für</strong> das Shootout um <strong>die</strong><br />

ersten zehn Startplätze. In <strong>die</strong>sem<br />

stellte Matt Campbell <strong>die</strong> Startnummer<br />

912 mit einer Rundenzeit<br />

von 2:02.4259 Minuten auf Rang<br />

vier und damit in <strong>die</strong> zweite Startreihe<br />

des 12-Stunden-Rennens.<br />

Alessio Picariello umrundete den<br />

6,213 Kilometer langen Kurs in<br />

2:03.0795 Minuten und sicherte<br />

mit Startplatz neun <strong>die</strong> Pole-Position<br />

in <strong>der</strong> Pro-AM-Klasse.<br />

34 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 35


Matt Campbell und Alessio Picariello bis zum Ablauf<br />

<strong>der</strong> letzten Runde verteidigt. Mit 2,6 Sekunden Vorsprung<br />

auf den Zweitplatzierten überquerte <strong>die</strong> Startnummer<br />

912 nach 275 Rennrunden <strong>die</strong> Ziellinie und<br />

bescherte somit Manthey EMA den Debütsieg und<br />

Porsche den insgesamt erst zweiten Gesamtsieg in<br />

<strong>der</strong> Geschichte des Langstreckenrennens. Mit Gesamtrang<br />

neun an <strong>der</strong> Spitze des Pro-AM-Podiums<br />

stehend, machte das Schwesterauto mit <strong>der</strong> Startnummer<br />

911 den Doppelsieg des Teams perfekt.<br />

„Das war ein wirklich spannendes Rennen. Ich bin<br />

sehr stolz auf das gesamte Team. Obwohl <strong>die</strong> beiden<br />

Startnummern 911 und 912 während des Rennens<br />

Rückschläge hinnehmen mussten, konnten wir<br />

uns am Ende sowohl den Gesamtsieg als auch den<br />

Sieg in <strong>der</strong> Pro-AM-Klasse sichern. Ausschlaggebend<br />

da<strong>für</strong> war unter an<strong>der</strong>em <strong>der</strong> schnellste Boxenstopp<br />

des Rennens durch unsere Crew, <strong>der</strong> uns <strong>die</strong><br />

Gesamtführung wie<strong>der</strong> einbrachte. Alle sechs Fahrer<br />

haben wirklich tolle Arbeit geleistet und konnten<br />

sich beweisen, auch wenn es <strong>für</strong> einige von ihnen <strong>der</strong><br />

erste Einsatz auf dem Mount Panorama Circuit war.<br />

Nach dem erfolgreichen Abschluss <strong>der</strong> letzten DTM-<br />

Saison in Hockenheim freue ich mich, dass auch <strong>die</strong><br />

Saison 20<strong>24</strong> <strong>für</strong> uns so erfolgreich begonnen hat“,<br />

resümiert Nicolas Rae<strong>der</strong>, Geschäftsführer <strong>der</strong> Manthey<br />

Racing GmbH.//<br />

36 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 37


Kreiskolben<strong>motor</strong> von Mazda<br />

Mazda beschleunigt<br />

<strong>die</strong> Weiterentwicklung von<br />

Kreiskolben<strong>motor</strong>en<br />

• Neue Entwicklungsgruppe in <strong>der</strong> Antriebsentwicklung<br />

des Unternehmens<br />

• Forschungsgebiete sind Einsatz als Generatorantrieb in<br />

Kombination mit Nutzung CO2-neutraler Kraftstoffe<br />

• Symbol <strong>für</strong> den Challenger Spirit <strong>der</strong> Marke<br />

Mazda schreibt <strong>die</strong> Geschichte <strong>der</strong> Kreiskolben<strong>motor</strong>en<br />

fort <strong>–</strong> und beschleunigt <strong>die</strong> Weiterentwicklung<br />

<strong>die</strong>ses einzigartigen Antriebskonzepts <strong>für</strong> ein neues<br />

Zeitalter. Zum 1. Februar wurde <strong>die</strong> „Entwicklungsgruppe<br />

Kreiskolben<strong>motor</strong>en“ in <strong>der</strong> Antriebsentwicklung<br />

wie<strong>der</strong>eingesetzt. Die neue Entwicklungsgruppe<br />

wird an <strong>der</strong> Weiterentwicklung von Kreiskolben<strong>motor</strong>en<br />

zum Generatorantrieb in seriellen Hybridantrieben<br />

arbeiten und Forschung und Entwicklung<br />

in Bereichen wie <strong>der</strong> Einhaltung von Vorschriften in<br />

wichtigen Märkten sowie dem Einsatz CO2-neutraler<br />

Kraftstoffe betreiben.<br />

Mazda treibt damit <strong>die</strong> Forschung und Entwicklung<br />

von Kreiskolben<strong>motor</strong>en <strong>der</strong> neuen Generation weiter<br />

voran <strong>–</strong> mit dem Ziel, auf dem Weg in eine CO2-<br />

neutrale Gesellschaft zeitgemäße Lösungen zu entwickeln,<br />

<strong>die</strong> Freude am Autofahren vermitteln.<br />

„In <strong>der</strong> Geschichte von Mazda ist <strong>der</strong> Kreiskolben<strong>motor</strong><br />

ein beson<strong>der</strong>es Symbol <strong>für</strong> unseren Challenger<br />

Spirit“, sagte Ichiro Hirose, Direktor, Senior Managing<br />

Executive Officer und Chief Technology Officer<br />

(CTO) von Mazda Motors. „Wir sind all jenen, <strong>die</strong> den<br />

Kreiskolben<strong>motor</strong> bis heute unterstützt haben, zutiefst<br />

dankbar und freuen uns, <strong>die</strong> Wie<strong>der</strong>geburt <strong>der</strong><br />

Organisation bekanntzugeben, <strong>die</strong> den Kreiskolben<strong>motor</strong><br />

entwickelt <strong>–</strong> den Motor, <strong>der</strong> von Kunden auf<br />

<strong>der</strong> ganzen Welt geliebt wurde.“<br />

„In den vergangenen sechs Jahren haben sich <strong>die</strong><br />

Ingenieure als Teil <strong>der</strong> Motorenentwicklung mit mo<strong>der</strong>nsten<br />

Verbrennungs<strong>motor</strong>en und mit <strong>der</strong> ultimativen<br />

Verbesserung <strong>der</strong> Effizienz beschäftigt“, so Ichiro<br />

Hirose weiter. „Sie haben ihren Blickwinkel über <strong>die</strong><br />

Grenzen <strong>der</strong> Motorensysteme hinaus erweitert und<br />

sich darin geschult, <strong>die</strong> ‚modellbasierte Entwicklung‘<br />

zu beherrschen <strong>–</strong> eine <strong>der</strong> Stärken von Mazda. Nun<br />

kommen 36 Ingenieure in einer Gruppe zusammen,<br />

um einen Durchbruch in <strong>der</strong> Forschung und Entwicklung<br />

von Kreiskolben<strong>motor</strong>en zu erzielen. Im Zeitalter<br />

<strong>der</strong> Elektrifizierung und in einer CO2-neutralen Gesellschaft<br />

werden wir weiterhin attraktive Autos anbieten,<br />

<strong>die</strong> <strong>die</strong> Kunden mit unserem Challenger Spirit<br />

begeistern.“<br />

Der Kreiskolben<strong>motor</strong> besitzt eine einzigartige Struktur:<br />

Energie wird hier durch <strong>die</strong> Drehung eines dreieckigen<br />

Rotors erzeugt. 1967 präsentierte das Unternehmen<br />

mit dem Mazda 110S Cosmo Sport sein<br />

erstes Modell mit Kreiskolben<strong>motor</strong> und hat seitdem<br />

als einziger Automobilhersteller, <strong>der</strong> Kreiskolben<strong>motor</strong>en<br />

in Serie produziert, viele Jahre lang an <strong>der</strong> Verbesserung<br />

<strong>der</strong> Performance im Hinblick auf Leistung,<br />

Abgasreinigung, Kraftstoffverbrauch und Haltbarkeit<br />

gearbeitet.<br />

Rund elf Jahre nach dem Produktionsende des<br />

Mazda RX-8 im Jahr 2012 hat das Unternehmen im<br />

Juni 2023 <strong>die</strong> Serienproduktion von Fahrzeugen mit<br />

Kreiskolben<strong>motor</strong> wie<strong>der</strong> aufgenommen. In Deutschland<br />

ist aktuell <strong>der</strong> Mazda MX-30 e-Skyactiv R-EV<br />

(WLTP-Kraftstoffverbrauch 1,0 l/100 km; WLTP-<br />

CO2-Emissionen 21 g/km; WLTP-Stromverbrauch<br />

17,5 kWh/100 km) erhältlich <strong>–</strong> das zwölfte Modell <strong>der</strong><br />

Mazda Geschichte mit Kreiskolben<strong>motor</strong>.//<br />

38 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 39


Boot 20<strong>24</strong> Düsseldorf<br />

Wassersportbranche<br />

zieht positive Bilanz <strong>der</strong> boot 20<strong>24</strong><br />

Wassersportbranche zieht positive Bilanz <strong>der</strong> boot 20<strong>24</strong>. Aussteller berichten von guten Verkäufen, Gesprächen<br />

und vielen neuen internationalen Kundenkontakten. Besucherinnen und Besucher hoch zufrieden mit dem Messeangebot<br />

Die Boots- und Wassersportbranche zieht nach neun<br />

Tagen Laufzeit <strong>der</strong> boot 20<strong>24</strong> eine positive Bilanz <strong>der</strong><br />

Messe. „An unseren Ständen hatten wir viele neue<br />

Kontakte und konnten zahlreiche Abschlüsse tätigen.<br />

Die richtigen Besucherinnen und Besucher sorgten<br />

<strong>für</strong> sehr gute Verkaufszahlen sowohl im Bootsbereich<br />

als auch bei Motoren, Boards, Tauchequipment und<br />

Zubehör. Die boot 20<strong>24</strong> war ein Saisonauftakt nach<br />

Maß“, erklärt Ausstellersprecher und Messepräsident<br />

Robert Marx.<br />

Trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen <strong>–</strong> von<br />

Wintereinbruch bis Streik <strong>–</strong> zeigt <strong>die</strong> boot Düsseldorf<br />

wie<strong>der</strong> einmal ihre hervorragende, internationale<br />

<strong>Branche</strong>npräsenz. Messechef Wolfram Diener ist<br />

dementsprechend sehr erfreut über den positiven<br />

Messeverlauf: „Mit 214.000 Besuchern aus 120 Län<strong>der</strong>n<br />

haben wir ein gutes Ergebnis erreicht und können<br />

in <strong>die</strong>sen herausfor<strong>der</strong>nden Zeiten mehr als zufrieden<br />

sein. Kunden und Aussteller haben hier eine<br />

einzigartige Plattform zum Networking. Es ist großartig,<br />

dass wir <strong>die</strong> führende Stellung <strong>der</strong> boot Düsseldorf<br />

wie<strong>der</strong> einmal mit einer inspirierenden Geschäftsatmosphäre<br />

in den Messehallen untermauern<br />

konnten. Ich wünsche unseren Ausstellern ein gutes<br />

Geschäftsjahr 20<strong>24</strong>.“<br />

Die boot Düsseldorf konnte sowohl den Anteil an<br />

Fachbesucherinnen und -besuchern (von 18 auf über<br />

21 Prozent) als auch <strong>die</strong> Internationalität ihrer Kunden<br />

(von 23,7 auf 34,3 Prozent) steigern und ist weltweit<br />

<strong>die</strong> einzige Wassersportschau, <strong>die</strong> Menschen<br />

aus allen Kontinenten zu Gast hat. Die Mehrzahl <strong>der</strong><br />

Besucher interessierte sich <strong>für</strong> Segelboote (42Prozent),<br />

dahinter folgen mit 38,2 Prozent <strong>die</strong> Motorbootfans<br />

vor den Tauchern (27 Prozent), Charterern<br />

(11,7 Prozent) und den Surfern (9,8 Prozent). Aber<br />

auch Wassersportbekleidung und -tourismus ist auf<br />

<strong>der</strong> boot sehr gefragt und hatten mit 25,7 Prozent<br />

(Bekleidung) und 19,4 Prozent (Reisen) sehr hohe<br />

Beliebtheitswerte. Eine hohe Zahl an /3 Besucherinnen<br />

und Besuchern (94 Prozent) äußerte sich äußerst<br />

positiv über das Messeangebot.<br />

Das Resümee <strong>der</strong> Aussteller unterstützt <strong>die</strong>se Beurteilung:<br />

Hans Roeland fasst den Messeerfolg <strong>für</strong> Sea Ray zusammen:<br />

„Ein Blick auf unseren Stand sagt mehr als<br />

tausend Worte! Es war voll! Wir haben während <strong>der</strong><br />

gesamten Messelaufzeit <strong>der</strong> boot 20<strong>24</strong> hervorragende<br />

Geschäfte gemacht und neue Kunden gewinnen<br />

können. Es ist uns gelungen, <strong>die</strong> Besucher <strong>für</strong> unseren<br />

Stand zu interessieren und viele Kaufabschlüsse<br />

zu tätigen.“<br />

Hanjo Runde, Vorstandsvorsitzen<strong>der</strong> HanseYachts:<br />

„Wir konnten auf <strong>der</strong> boot Düsseldorf viele Neuheiten<br />

präsentieren. Wir waren von dem Andrang auf<br />

unsere Segel- und Motoryachten mit über 10.000<br />

Besuchern überwältigt, und unsere Besucher haben<br />

<strong>die</strong> boot ebenso genossen wie wir.“<br />

Simon Clare, Executive Director of Marketing bei Princess<br />

erklärt: “Die boot Düsseldorf ist <strong>der</strong> perfekte<br />

Start in das Geschäftsjahr 20<strong>24</strong>. Die größte Messe im<br />

Bootskalen<strong>der</strong> ist auch das attraktivste Schaufenster<br />

<strong>für</strong> <strong>die</strong> <strong>Branche</strong>, und wir haben uns sehr gefreut, in<br />

<strong>die</strong>sem Jahr mit einer <strong>der</strong> stärksten Präsentationen,<br />

<strong>die</strong> wir je auf einer Messe hatten, dazu beizutragen.<br />

Wir hatten acht Yachten mit insgesamt fast 600 Fuß<br />

auf unserem Stand und sind sehr stolz darauf, mit<br />

<strong>der</strong> X95, <strong>die</strong> in Düsseldorf ihr Messedebüt gab, <strong>die</strong><br />

größte Yacht auf <strong>der</strong> Messe vorgestellt zu haben.<br />

Da es sich um <strong>die</strong> erste Messe des Jahres handelt,<br />

ist <strong>die</strong> boot ein gutes Barometer da<strong>für</strong>, wie sich <strong>der</strong><br />

Markt <strong>für</strong> den Rest des Jahres entwickeln wird, und<br />

wir wurden durch <strong>die</strong> guten Geschäfte sehr ermutigt.<br />

Die Qualität <strong>der</strong> Gespräche an unserem Stand war<br />

hervorragend. Die Messe ist immer ein faszinierendes<br />

Ereignis <strong>für</strong> Besucher und Aussteller.“<br />

Michael Müller, CEO Bavaria, berichtet von einer sehr<br />

guten Messelaufzeit: „Beson<strong>der</strong>s an den Wochenenden,<br />

aber auch an den Wochentagen, haben wir<br />

uns über <strong>die</strong> hohe Besucherfrequenz auf unseren<br />

beiden Ständen in <strong>der</strong> Halle 1 <strong>für</strong> Motorboote und in<br />

<strong>der</strong> Halle 16 <strong>für</strong> Segelboote gefreut. Und noch mehr<br />

über das durchweg positive Feedback, dass uns <strong>die</strong><br />

Besucher <strong>der</strong> boot 20<strong>24</strong> zu unseren Yachten gegeben<br />

haben. Zusätzlich haben wir <strong>die</strong> Messe genutzt,<br />

um uns mit unseren Lieferanten und neuen Kontakten<br />

aus <strong>der</strong> Yachtbranche auszutauschen. Wir danken<br />

<strong>der</strong> Messgesellschaft und dem Team <strong>der</strong> boot<br />

Düsseldorf <strong>für</strong> <strong>die</strong> professionelle Organisation und<br />

schauen nach den neun Tagen in Düsseldorf nun beruhigt<br />

in das Jahr 20<strong>24</strong>“.<br />

Mathis Kaufmann, Produktmanager bei MARES: „Für<br />

MARES ist <strong>die</strong> boot generell wichtig, um unsere aktuelle<br />

Palette sowie <strong>die</strong> neuen Produkte zu präsentieren.<br />

Des Weiteren können wir speziell Fachbesuchern<br />

viele Fragen rund um unsere Neuheiten beantworten.<br />

Die boot 20<strong>24</strong> konnten wir als sehr gute Bühne <strong>für</strong><br />

unser 75-jähriges Firmenjubiläum nutzen.“<br />

Stefan Frauscher, Managing Director Frauscher<br />

Bootswerft: „Aufgrund zweier Weltpremieren und<br />

dem Trend hin zur Elektromobilität blicken wir auf<br />

eine sehr erfolgreiche Boot 20<strong>24</strong> zurück.“<br />

Patric Polch, Geschäftsführer <strong>der</strong> boote polch GmbH:<br />

„Wir ziehen ein sehr zufriedenes Fazit. Die boot Düsseldorf<br />

ist ganz beson<strong>der</strong>s wichtig, weil <strong>die</strong>se Messe<br />

<strong>die</strong> Wassersportsaison einleitet und, durch <strong>die</strong> große<br />

mediale Präsenz, enorm viele Menschen anspricht.<br />

Die Mischung <strong>der</strong> Messebesucher passt genau zu<br />

unserem Angebot <strong>–</strong> neben vielen wichtigen inländischen<br />

Kunden war zusätzlich auch eine hohe Internationalität<br />

spürbar. Gleichzeitig stellen wir fest, dass<br />

<strong>die</strong> Fachkompetenz <strong>der</strong> Kunden enorm hoch und <strong>die</strong><br />

Gesprächsqualität erstklassig war. Bei <strong>der</strong> boot 20<strong>24</strong><br />

haben wir weit mehr Nachfrage registriert als im Jahr<br />

zuvor. Es war insbeson<strong>der</strong>e an den Wochenenden<br />

sehr voll, aber auch unter <strong>der</strong> Woche durften wir viele<br />

gut informierte Wassersportfreunde aus Deutschland<br />

und vielen europäischen Län<strong>der</strong>n begrüßen.“<br />

Die nächste boot Düsseldorf findet vom 18. bis<br />

26.01.2025 statt.//<br />

40 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 41


Die Kunst des Motortunings<br />

Was ist Tuning überhaupt?<br />

Beim Tuning geht es schlichtweg darum, Leistung<br />

und Drehmoment des Motors zu verbessern. Das<br />

erreichen wir zum Beispiel durch mehr Kraftstoff-<br />

Luft-Gemisch o<strong>der</strong> eine höhere Drehzahl. Beim Eco-<br />

Tuning geht es außerdem darum, den Verbrauch zu<br />

reduzieren, ohne <strong>die</strong> Abgaswerte zu verschlechtern.<br />

Was man erreichen will, ist jeweils <strong>die</strong> Entscheidung<br />

des Besitzers. Je nach gewünschter Optimierung<br />

kommen unterschiedliche Methoden zur Leistungssteigerung<br />

in Frage. Darunter fallen zum Beispiel<br />

Chiptuning, das Bearbeiten einzelner Komponenten<br />

wie Ansaugung, Nockenwelle und Einspritzung o<strong>der</strong><br />

auch Upgrade-Teile wie Turbola<strong>der</strong> o<strong>der</strong> Auspuffanlagen.<br />

Beim Tuning sollten neben <strong>der</strong> Leistung auch<br />

<strong>die</strong> Lebensdauer des Motors und <strong>die</strong> Gewährleistung<br />

beachtet werden. Beson<strong>der</strong>s wichtig ist natürlich<br />

auch <strong>die</strong> Straßentauglichkeit, weshalb man optimalerweise<br />

immer einen Motorexperten an sein Schätzchen<br />

lassen sollte.<br />

Die Kunst des<br />

Motortunings<br />

Beim Tuning des Motors geht es um mehr als „nur“ zusätzliche<br />

PS unter <strong>der</strong> Motorhaube: Es geht um das einmalige<br />

Gefühl beim Durchdrücken des Gaspedals, den<br />

knurrenden Sound unter Höchstleistungen. Gegen den<br />

Sitz gepresst werden und dabei das Leben zu spüren.<br />

Auch <strong>der</strong> Blick unter <strong>die</strong> Haube beziehungsweise unter<br />

das Auto um zu sehen, wie einzelne Komponenten zu einem<br />

einzigen technischen Wun<strong>der</strong> vereint wurden.<br />

Motortuning ist auch in Zeiten hochmo<strong>der</strong>nen Methoden<br />

und fortschreiten<strong>der</strong> Digitalisierung immer noch weit mehr<br />

als bloßes Chiptuning, auch wenn es heutzutage oft damit<br />

gleichgesetzt wird. Im Folgenden beleuchten wir weitere,<br />

nicht weniger effiziente Maßnahmen zur Leistungssteigerung,<br />

<strong>die</strong> vor allem in Kombination miteinan<strong>der</strong> beson<strong>der</strong>s<br />

wirksam sein können.<br />

Ein kleiner Überblick über <strong>die</strong> gängigsten Tuningmethoden<br />

Das Turbola<strong>der</strong>- und<br />

Kompressor-Tuning<br />

Ladeluftkühlung im<br />

Motortuning<br />

Nach dem Chiptuning ist eine beliebte Tuningmethode <strong>die</strong> Optimierung <strong>der</strong><br />

Ladeluftkühlung <strong>für</strong> den Turbola<strong>der</strong> und das Nachrüsten des Turbos beziehungsweise<br />

Kompressors. Der Turbo nutzt <strong>die</strong> Abgase des Motors, um ihm<br />

mehr Frischluft zuzuführen, wodurch <strong>der</strong> Motor auch mehr verbrennen kann.<br />

Ein größerer Turbo kann entsprechend <strong>für</strong> mehr Luft sorgen. Ein Kompressor<br />

verdichtet das Kraftstoff-Luft-Gemisch und pumpt es in den Motor. Allerdings<br />

macht es keinen Sinn, einfach einen größeren Turbola<strong>der</strong> zu verbauen. Wichtig<br />

ist, dass alle Komponenten zu dem gewünschten Resultat passen und kompatibel<br />

sind. Deshalb spielt in dem Zusammenhang auch <strong>der</strong> richtige Ladeluftkühler<br />

eine wichtige Rolle.<br />

Der Ladeluftkühler kühlt <strong>die</strong> verdichtete Luft herunter und sitzt entsprechend<br />

zwischen Turbo und Motor. Die kühlere Luft enthält wesentlich mehr Sauerstoff,<br />

was den Wirkungsgrad des Motos erhöht. Dadurch steigt nicht nur <strong>die</strong><br />

Leistung, son<strong>der</strong>n auch <strong>die</strong> Haltbarkeit des Motors. Auch das Volumen <strong>der</strong><br />

kalten Luft ist geringer, wodurch mehr Kraftstoff eingespritzt werden kann. Verbaut<br />

man einen beson<strong>der</strong>s leistungsstarken Turbo ohne den Ladeluftkühler<br />

anzupassen, kann <strong>die</strong>ser <strong>die</strong> Ansaugluft nicht optimal herunterkühlen und <strong>die</strong><br />

Leistung sinkt sogar. Außerdem kann <strong>die</strong> hohe thermische Belastung auch<br />

Schäden an den an<strong>der</strong>en Bauteilen verursachen und sogar zu einem Motorschaden<br />

führen. Beim Ladeluftkühler Tuning hat man <strong>die</strong> Wahl zwischen wassergekühlten<br />

und luftgekühlten Ladeluftkühlern. Beide Systeme haben Vorund<br />

Nachteile. Wassergekühlte Systeme kommen beispielsweise vor allem<br />

in engen Motorräumen zum Einsatz, weil sie mit weniger Platz auskommen<br />

(obwohl sie mehr Teile enthalten). Grundsätzlich ist das Ziel, möglichst viel<br />

Luft mit dem nötigen Druck zu kühlen. Deshalb wird beim Tuning des Ladeluftkühlers<br />

auf eine strömungsoptimierte Bauweise geachtet.<br />

42 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 43


Die Kunst des Motortunings<br />

Upgrades und Co:<br />

Kompressor und Turbola<strong>der</strong> aufrüsten<br />

Verän<strong>der</strong>ung <strong>der</strong> Ansaug- und Abgaskanäle<br />

Vorteile vom Turbola<strong>der</strong>-Tuning<br />

• Damit ist eine extreme Leistungssteigerung <strong>für</strong><br />

dein Auto möglich.<br />

• Feeling wie beim Motorsport: Optimale Nutzung<br />

des Drehmoments.<br />

Möchte man den Turbola<strong>der</strong> aufrüsten, hat man <strong>die</strong><br />

Wahl zwischen leistungsstarken Turbos mit mehr<br />

Durchsatz, geschmiedeten Verdichterrä<strong>der</strong>n, Edelstahlgehäuse<br />

und Co und den absoluten High Performance<br />

Turbola<strong>der</strong>n. Diese „Upgrade-Turbos“<br />

schaffen eine Mehrleistung wie aus ihren kühnsten<br />

Träumen. Mit größeren Billet Verdichterrä<strong>der</strong>n, hydrodynamischen<br />

Gleitlagern, Highspeed Feinwuchtung<br />

und so weiter. Mit Mehrleistung über 300 PS gehören<br />

Upgrade Turbola<strong>der</strong> schon zu <strong>der</strong> Königsdisziplin<br />

im Motortuning. Unser Experte sagt ganz klar:<br />

„Mehr geht nicht.“. Wenn man sich dazu entscheidet,<br />

den Turbo aufzurüsten, muss man allerdings natürlich<br />

auch <strong>die</strong> entsprechenden an<strong>der</strong>en Bauteile an<br />

<strong>die</strong> extreme Mehrleistung anpassen. Dazu gehören<br />

Ladeluftkühler, Software, Krümmer, Hochdruckpumpe,<br />

Schläuche, Hitzeschutz, Kolben, Pleuel, Abgasanlage<br />

und Einspritzanlage. Damit wird noch einmal<br />

deutlich klar, ein einfaches Austauschen des einzelnen<br />

Turbos wird nicht zum Ziel führen.<br />

Nachteile beim Turbo Tuning?<br />

• Funktioniert nur mit gleichzeitigem Anpassen<br />

an<strong>der</strong>er Bauteile.<br />

• Ist entsprechend aufwändig und kostenintensiv.<br />

Möchte man <strong>die</strong> Leistung des Motors merklich steigern,<br />

denkt man vermutlich auch sehr schnell an <strong>die</strong><br />

Optimierung <strong>der</strong> Ansaug- und Abgaskanäle. Das liegt<br />

daran, dass alles mit dem optimalen Durchfluss steht<br />

und fällt. Hier können wir einiges an Leistung herausholen<br />

und auch als Laien vieles selbst machen. Denn<br />

viele Tuningteile sind sowohl <strong>für</strong> <strong>die</strong> Ansaugung wie<br />

auch <strong>für</strong> <strong>die</strong> Abgasanlage Plug & Play. Verschiedene<br />

Experten bieten detaillierte Anleitungen schon online,<br />

wir empfehlen jedoch ohne Frage den Weg zum<br />

Motorexperten. Neben <strong>der</strong> mechanischen Bearbeitung<br />

spielt auch eine wichtige Rolle, welche Komponenten<br />

bei <strong>der</strong> Ansaugung verwendet werden, wie<br />

beispielsweise das Turbo Inlet und das Powerrohr.<br />

Wie jede an<strong>der</strong>e mechanische Optimierung müssen<br />

auch <strong>die</strong>se mit <strong>der</strong> richtigen Software per Chiptuning<br />

verbunden werden.<br />

Bei <strong>der</strong> Abgasanlage haben wir beson<strong>der</strong>s viel Freude<br />

mit dem satten Motorsportsound. Hier müssen<br />

wir allerdings auch <strong>die</strong> gesetzlichen Werte im Blick<br />

behalten und alles vom Prüfer abnehmen lassen.<br />

Trotzdem ist das Abgas-Tuning extrem beliebt unter<br />

Motorsportfans. Hier fängt es schon bei <strong>der</strong> Downpipe<br />

an, <strong>die</strong> den Abgasgegendruck merklich reduziert<br />

und so <strong>die</strong> Leistung steigert (immer in Verbindung<br />

mit weiteren Maßnahmen). Auch <strong>der</strong> Turbo zeigt damit<br />

ein besseres Ansprechverhalten und <strong>der</strong> Kraftstoffverbrauch<br />

kann abnehmen. Will man noch einen<br />

drauflegen, kann man auch zu einem Sportkatalysator<br />

greifen. Wie <strong>der</strong> Name schon sagt, ist ein Sportkat<br />

auf <strong>die</strong> Bedürfnisse des Motorsports ausgelegt:<br />

Er reduziert <strong>die</strong> thermische Belastung auf den Motor,<br />

reduziert den Abgasrückstau um ein Vielfaches, produziert<br />

einen sportlich satten Sound und sorgt nicht<br />

zuletzt <strong>für</strong> eine Mehrleistung.<br />

44 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 45


Mercedes<br />

Vergrößerung des Hubraums<br />

Zu den aufwändigeren, aber auch beliebten Motortuning-Methoden<br />

gehört das Vergrößern des Hubraums,<br />

mit dem <strong>die</strong> mögliche Leistung steht und fällt.<br />

Genau genommen zählt <strong>die</strong> Aufbohrung, wie man<br />

das Vorgehen nennt, allerdings nicht einmal direkt<br />

zum Tuning, da wir hier mit dem vorhandenen Hubraum<br />

arbeiten und das Maximum herausholen.<br />

Beim Aufbohren wird <strong>die</strong> Zylin<strong>der</strong>bohrung vergrößert,<br />

sodass insgesamt mehr Kraftstoff-Luft-Gemisch verbrannt<br />

werden kann, was <strong>die</strong> Leistung erhöht. Vor<br />

allem aber spürt man eine deutliche Steigerung des<br />

Drehmoments im gesamten Drehzahlbereich.<br />

Beim Vergrößern des Kolbenhubs ist es wichtig, <strong>die</strong><br />

Auswechseln des gesamten Motors<br />

Will man direkt in <strong>die</strong> Vollen gehen und sich <strong>die</strong> maximale<br />

Leitungssteigerung sichern, wechselt man den<br />

Motor gegen einen Rennsport<strong>motor</strong> aus. Das fällt<br />

zwar streng genommen auch nicht unter den Begriff<br />

„Tuning“, tut dem Fahrspaß aber keinen Abbruch.<br />

Die Vorteile sind klar: Dank ihrer langjährigen Erfahrung<br />

kennen <strong>die</strong> Experten sich mit Motoren und dem<br />

minimale Wandstärke des Zylin<strong>der</strong>s zu beachten. Ist<br />

<strong>die</strong> Aufbohrung nicht möglich, zum Beispiel weil <strong>der</strong><br />

Motor einen Alublock hat, kann man auf Zylin<strong>der</strong>köpfe<br />

in entsprechen<strong>der</strong> Größe umsteigen.<br />

Än<strong>der</strong>t man <strong>die</strong> Größe des Hubraums, braucht man<br />

entsprechend größere Kolben und Pleuel. Hier ist es<br />

beson<strong>der</strong>s wichtig, auf das optimale Zusammenspiel<br />

<strong>der</strong> Komponenten zu achten und auch auf <strong>die</strong> Belastung<br />

<strong>der</strong> Leistungssteigerung. Tuningkolben und<br />

Tuningpleuel sind darauf ausgelegt, unter extremen<br />

Bedingungen zu funktionieren, weshalb man <strong>für</strong> das<br />

beste Ergebnis unbedingt darauf zurückgreifen sollte.<br />

Zusammenspiel <strong>der</strong> einzelnen Komponenten aus.<br />

Sie wissen, was zusammenpasst und was nicht und<br />

können so das maximale Potenzial aus jedem Motor<br />

herausholen. Als Kunde bekommen Sie auf einen<br />

Rutsch <strong>die</strong> volle Leistung, maximalen Spaß auf <strong>der</strong><br />

Straße und einen mega Sound. Diese Variante weckt<br />

Ihr Interesse? Sprechen Sie Ihren Motorexperten an!<br />

Selbstverständlich gibt es außer den hier genannten Methoden noch weitere Optionen wie<br />

• Chiptuning des Motors<br />

• Än<strong>der</strong>ungen und Anpassungen des Luftfilters<br />

• Spezielle Einzelän<strong>der</strong>ungen des jeweiligen Motors und Fahrzeugs nach Kundenwunsch<br />

Weitere Informationen zu <strong>die</strong>sen Möglichkeiten finden Sie in unserer Onlineversion des Artikels auf<br />

www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de<br />

„Selbstverständlich“<br />

wird Mercedes-Benz nach 2030<br />

Verbrenner liefern<br />

„Selbstverständlich“ werde ein Kunde „auch nach<br />

2030 einen Verbrenner von Mercedes bekommen“,<br />

verspricht Ola Källenius, Chef von Daimler und Mercedes-Benz,<br />

heute in einem Interview mit „Zeit online“.<br />

Das Unternehmen lege zwar „in <strong>die</strong>ser Dekade<br />

den Grundstein <strong>für</strong> ein vollelektrisches Portfolio<br />

in allen Fahrzeugklassen“, so Källenius. „Den Zeitpunkt<br />

<strong>für</strong> den letzten Verbrenner kennen wir jedoch<br />

schlichtweg nicht.“<br />

Källenius verweist auf den Kunden: „Unser Produktangebot<br />

richtet sich grundsätzlich nach den Kundenwünschen<br />

und wird stets auf dem technologisch<br />

neuesten Stand sein <strong>–</strong> das beinhaltet bis deutlich in<br />

<strong>die</strong> Dreißigerjahre hinein auch Verbrenner. Und Plugin-Hybride,<br />

<strong>der</strong>en Batterie <strong>für</strong> einen emissionsfreien<br />

Alltag reicht und bei denen man am Wochenende <strong>für</strong><br />

lange Strecken den Verbrenner nutzen kann.“<br />

Mit Blick auf den Absatzeinbruch bei Elektroautos<br />

nach dem teilweise abrupten Stopp staatlicher För<strong>der</strong>ung<br />

räumt Källenius ein: „Vielleicht gab es in <strong>der</strong><br />

ganzen <strong>Branche</strong> ein bisschen zu viel Optimismus,<br />

jetzt herrscht mehr Realismus.“ Der Mercedes-Chef<br />

zeigt sich in dem Interview vorbereitet: „Wir können<br />

auf dem gleichen Band hocheffiziente Verbrennerautos<br />

bauen, aber auch Plug-in-Hybride <strong>–</strong> und Elektrofahrzeuge.“<br />

Rechtliches: Motortuning und <strong>die</strong> Straßenverkehrsordnung<br />

Wichtig ist, dass man <strong>die</strong> Än<strong>der</strong>ungen, <strong>die</strong> durch das Motortuning vorgenommen worden sind, auch immer<br />

eintragen lässt. Wenn <strong>die</strong> allgemeine Betriebserlaubnis erlischt, braucht man Teilegutachten <strong>der</strong> entsprechenden<br />

Bauteile, <strong>die</strong> in <strong>die</strong> Fahrzeugpapiere eingetragen werden. Anschließend müssen <strong>die</strong>se dann zum Beispiel<br />

vom TÜV abgenommen werden. Sollten Sie sich im Vorfeld nicht sicher sein, ob <strong>die</strong> Betriebserlaubnis durch<br />

den Umbau erlischt, sprechen Sie am besten vorher schon mit <strong>der</strong> technischen Prüfstelle.//<br />

Ola Källenius<br />

Den Plan <strong>der</strong> EU, ab 2035 keine Verbrenner mehr zuzulassen,<br />

hält er nicht <strong>für</strong> unumstößlich: „Der Plan<br />

<strong>der</strong> EU ist ja, im Jahr 2026 erst mal eine Bestandsaufnahme<br />

zu machen und dann zu sehen, was machbar<br />

ist und was nicht. Källenius rät, „im Jahr 2026<br />

eine sachliche Diskussion zu führen“. Der Stand <strong>der</strong><br />

Ladeinfrastruktur in ganz Europa werde das A und O<br />

sein, erwartet Ola Källenius. „Auf jeden Fall werden<br />

Menschen immer nach individueller Mobilität streben.“//<br />

46 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 47


Antriebstechnologien von Liebherr<br />

• Verantwortung:<br />

Beitrag zur klimaneutralen Baustelle <strong>der</strong> Zukunft<br />

• Technologieoffenheit:<br />

differenzierte Antriebstechniken<br />

• Kundenfokus:<br />

leistungsstark und individuell<br />

• Pioniergeist:<br />

eigene Entwicklungen tragen zum technologischen<br />

Fortschritt bei<br />

Antriebstechnologien<br />

Liebherr ist sich seiner Verantwortung <strong>für</strong> Klima<br />

und Umwelt bewusst und arbeitet intensiv daran,<br />

<strong>die</strong> CO2-Emissionen seiner Produkte zu reduzieren.<br />

Innovative Antriebstechnologien spielen dabei<br />

eine entscheidende Rolle. Angesichts <strong>der</strong> vielfältigen<br />

Anwendungen ist eine Universallösung wenig<br />

geeignet. Differenzierte Ansätze sind gefragt,<br />

<strong>die</strong> passgenau auf <strong>die</strong> Herausfor<strong>der</strong>ungen unterschiedlichster<br />

Einsatzbereiche zugeschnitten sind.<br />

So unterstützt Liebherr Kunden und Partner aus<br />

den verschiedensten <strong>Branche</strong>n bestmöglich dabei,<br />

ihre ökologischen und wirtschaftlichen Ziele zu erreichen<br />

<strong>–</strong> mit dem optimalen Antrieb <strong>für</strong> jede Maschine<br />

und Anwendung.<br />

von Liebherr:<br />

Maximale Leistung − minimale Emissionen<br />

48 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 49


Antriebstechnologien von Liebherr<br />

Liebherr fertigt eine enorme Vielfalt<br />

an Produkten. Sie sind weltweit in<br />

vielen <strong>Branche</strong>n und einer großen<br />

Vielzahl an Anwendungen im Einsatz.<br />

Die Anwendungsgebiete und<br />

Einsatzbereiche unserer Baumaschinen<br />

und Krane sind so unterschiedlich,<br />

dass eine Beschränkung<br />

auf eine o<strong>der</strong> wenige Antriebstechniken<br />

nicht möglich ist: „Eine Umschlagmaschine<br />

in einem Hafen hat<br />

einen geringen Einsatzradius. Sie<br />

lässt sich gut per Stromkabel betreiben,<br />

<strong>die</strong> nötige Infrastruktur ist meist<br />

vorhanden“, erklärt Jürgen Appel,<br />

Head of Technology Coordination<br />

bei Liebherr. „Dieselbe Maschine<br />

auf Rä<strong>der</strong>n in <strong>der</strong> Holzverladung ist<br />

dagegen höchst mobil, oft fehlt <strong>die</strong><br />

<strong>für</strong> den elektrischen Betrieb nötige<br />

Infrastruktur. In <strong>die</strong>sem Fall wäre <strong>der</strong><br />

Betrieb mit hydrierten Pflanzenölen<br />

o<strong>der</strong> e-Fuels <strong>die</strong> bessere Lösung“.<br />

Liebherr wählt vor <strong>die</strong>sem Hintergrund<br />

bei <strong>der</strong> Arbeit an Antrieben einen<br />

technologieoffenen Ansatz. „Wir<br />

wollen unseren Kunden <strong>für</strong> jeden<br />

Einsatzbereich und jede Anwendung<br />

optimal passende, leistungsstarke<br />

und klimafreundliche Lösungen bieten“,<br />

sagt Appel. „Dabei gilt: Je genauer<br />

Antriebstechnik, Anwendung<br />

und Einsatzregion aufeinan<strong>der</strong> abgestimmt<br />

sind, desto höher ist <strong>der</strong><br />

Beitrag sowohl zur Wertschöpfung<br />

<strong>der</strong> Kunden als auch zur Klimaneutralität.“<br />

Mit <strong>der</strong> eigenen Entwicklung<br />

solch differenzierter Antriebe treibt<br />

Liebherr den technologischen Fortschritt<br />

in <strong>der</strong> Baumaschinenbranche<br />

voran und wird seiner Rolle als Pionier<br />

einmal mehr gerecht.<br />

Elektrifizierung mit und ohne Netz<br />

Netzbetriebene Maschinen sind schon lange bekannt<br />

und auch bei Liebherr im Einsatz, beispielsweise in<br />

Turmdreh- o<strong>der</strong> Mobilbaukranen und elektrischen<br />

Mining-Baggern. Sie können klimaneutral betrieben<br />

werden, wenn <strong>der</strong> Strom da<strong>für</strong> aus erneuerbaren<br />

Energiequellen stammt. Sie stoßen jedoch an ihre<br />

Grenzen, wenn stärkere Mobilität einer Maschine<br />

z.B. auf <strong>der</strong> Baustelle notwendig ist. Dann sind batteriebetriebene<br />

Produkte meist besser geeignet. Liebherr<br />

arbeitet in verschiedenen Produktsegmenten an<br />

batteriebetriebenen Maschinen. Viele leistungsstarke<br />

Produkte sind bereits verfügbar.<br />

Ein Highlight ist zum Beispiel <strong>der</strong> LR 1250.1 unplugged:<br />

Der weltweit erste batteriebetriebene Raupenkran<br />

mit einer Hubhöhe von bis zu 148 Metern<br />

wird von einem Elektro<strong>motor</strong> angetrieben. Der lokal<br />

emissionsfrei arbeitende Riese kann an einem konventionellen<br />

Elektroanschluss o<strong>der</strong> ohne Kabel, also<br />

„unplugged“, eingesetzt werden. Die sogenannte<br />

Unplugged-Serie von Liebherr, <strong>die</strong> Raupenkrane<br />

sowie Ramm- und Bohrgeräte umfasst, ist seit ihrer<br />

Einführung mit dem ersten elektrisch betriebenen<br />

Großdrehbohrgerät <strong>der</strong> Welt in 2019 ein sehr großer<br />

Erfolg und wurde aus <strong>die</strong>sem Grund im vergangenen<br />

Jahr um 6 Modelle erweitert.<br />

Auch <strong>der</strong> neue, batterieelektrische Mobilbagger A<br />

916 E überzeugt mit lokal emissionsfreiem Betrieb.<br />

Ebenso wie <strong>die</strong> innovative ETM-Fahrmischer-Baureihe<br />

mit elektrischem Trommelantrieb, <strong>die</strong> das lokal<br />

emissionsfreie Abladen von Beton auf <strong>der</strong> Baustelle<br />

erlaubt.<br />

Ein weiterer Meilenstein ist <strong>der</strong> erste elektrifizierte<br />

Radla<strong>der</strong> <strong>der</strong> Firmengruppe, <strong>der</strong> L 507 E. Sein von<br />

Liebherr entwickeltes batterieelektrisches Antriebskonzept<br />

ermöglicht <strong>die</strong> gleiche Leistungsfähigkeit<br />

wie bei einem herkömmlich angetriebenen Liebherr-<br />

Radla<strong>der</strong> <strong>der</strong>selben Größenklasse. Lokal keine CO2-<br />

und nur geringe Lärmemissionen zeichnen den Radla<strong>der</strong><br />

aus, weshalb er sich beson<strong>der</strong>s <strong>für</strong> Einsätze im<br />

innerstädtischen Bereich sowie <strong>für</strong> Halleneinsätze<br />

eignet.<br />

Ein weiteres Entwicklungsfeld ist <strong>die</strong> Kombination<br />

aus Batterie und Netzanschluss, etwa bei Erdbewegungs-<br />

und Materialumschlagmaschinen sowie Mobil-<br />

und Raupenkranen. So lassen sich <strong>die</strong> Kranfunktionen<br />

beim Liebherr-Kompaktkran LTC 1050-3.1 mit<br />

zusätzlichem elektrischem Antrieb wahlweise vom<br />

Verbrennungs- o<strong>der</strong> Elektro<strong>motor</strong> speisen.<br />

Lösungen aus dem Produktsegmente Komponenten<br />

runden unter an<strong>der</strong>em das elektrifizierte Produktprogramm<br />

von Liebherr ab. Ein Beispiel ist <strong>der</strong> Liduro<br />

Power Port, ein mobiles Energiespeichersystem zur<br />

Versorgung von Baustellen zum Beispiel an entlegenen<br />

Orten, an denen keine ausreichende E-Infrastruktur<br />

vorhanden ist. Hybrid o<strong>der</strong> vollelektrisch<br />

betriebene Baumaschinen und Krane können damit<br />

lokal emissionsfrei betrieben o<strong>der</strong> geladen werden.<br />

50 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 51


Antriebstechnologien von Liebherr<br />

Verbrenner noch unverzichtbar <strong>–</strong> <strong>der</strong> Kraftstoff kann<br />

den Unterschied machen<br />

Die Elektrifizierung ist eine gute Lösung <strong>für</strong> viele Einsatzgebiete<br />

und Anwendungen. Liebherr geht aber<br />

davon aus, dass Verbrennungs<strong>motor</strong>en <strong>für</strong> schwere,<br />

mobile Offroad-Maschinen, <strong>die</strong> durch große Leistungen<br />

und lange Einsatzzeiten einen hohen Energiebedarf<br />

haben, weiterhin relevant sein werden. Denn<br />

<strong>die</strong> Einsätze <strong>die</strong>ser Maschinen, beispielsweise zur<br />

Errichtung von Windkraftanlagen o<strong>der</strong> in <strong>der</strong> Gewinnungsindustrie,<br />

finden typischerweise in Gebieten<br />

ohne Infrastruktur statt. Solche Einsätze erfor<strong>der</strong>n<br />

sehr hohe Reichweiten und Betriebszeiten von mehreren<br />

Tagen, ohne dass dabei neue Energie von außen<br />

zugeführt werden kann.<br />

Wasserstoffbasierte Antriebe: eine vielversprechende<br />

Zukunft<br />

Ein weiterer wichtiger nahezu treibhausgasneutraler<br />

Energieträger ist grüner Wasserstoff. Liebherr sieht<br />

<strong>die</strong> Möglichkeit, Wasserstoff fast emissionsfrei direkt<br />

in einem Wasserstoffverbrennungs<strong>motor</strong> zu verbrennen.<br />

Liebherr hat bereits Prototypen an Wasserstoffverbrennungs<strong>motor</strong>en<br />

entwickelt, den H964 und den<br />

H966. Letzterer wurde bereits in einem Raupenbagger<br />

als Technologieträger gezeigt. Auch eine wasserstoffbasierte<br />

Brennstoffzelle in Verbindung mit einem<br />

Elektro<strong>motor</strong> wurde in einem Radla<strong>der</strong> als Technologieträger<br />

vorgestellt <strong>–</strong> in beiden Fällen auf <strong>der</strong> Bauma<br />

2022.<br />

In Bezug auf Leistung und Emissionen hat <strong>der</strong> Wasserstoffverbrennungs<strong>motor</strong><br />

überzeugt. Es wurden<br />

verschiedene Einspritz- und Verbrennungstechnologien<br />

wie <strong>die</strong> Saugrohreinblasung (PFI) und Direkteinspritzung<br />

(DI) verwendet. Am Anfang <strong>der</strong> Entwicklung<br />

eines Wasserstoff<strong>motor</strong>s wurde PFI als eine <strong>der</strong><br />

ersten geeigneten Technologien in Betracht gezogen.<br />

Bestärkt durch <strong>die</strong> Ergebnisse <strong>der</strong> PFI-Technologie,<br />

setzt Liebherr seine Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten<br />

auf dem Gebiet <strong>der</strong> DI-Technologie weiter<br />

fort. Diese ermöglicht noch höhere Leistungsdichten<br />

<strong>für</strong> Maschinen mit hohem Energiebedarf.<br />

Um auch bei solchen Einsätzen Emissionen einzusparen,<br />

setzt Liebherr auf alternative Kraftstoffe zum<br />

fossilen Diesel <strong>für</strong> den Betrieb <strong>der</strong> <strong>der</strong>zeit noch unverzichtbaren<br />

Verbrennungs<strong>motor</strong>en. Auch hier fährt<br />

Liebherr mehrgleisig. Im Fokus stehen <strong>der</strong>zeit e-Fuels<br />

und hydrierte Pflanzenöle (Hydrotreated Vegetable<br />

Oil/HVO).<br />

e-Fuels werden aus erneuerbarem Strom, Wasser<br />

und CO2 synthetisch hergestellt und können fossilem<br />

Diesel als emissionsfreie Alternative beliebig<br />

beigemischt werden. HVO bestehen aus hydrierten<br />

<strong>–</strong> mit Wasserstoff behandelten <strong>–</strong> Pflanzenölen und<br />

tierischen Abfallfetten. Sie können ebenfalls mit fossilen<br />

Kraftstoffen gemischt o<strong>der</strong> als Reinkraftstoff<br />

verwendet werden. Dann verursachen sie im Vergleich<br />

zu herkömmlichem Diesel bis zu 90 Prozent<br />

weniger CO2-Emissionen. Durch <strong>die</strong> Beimischung<br />

<strong>die</strong>ser klimafreundlichen Treibstoffe lassen sich auch<br />

<strong>die</strong> beson<strong>der</strong>s langlebigen Bestandsmaschinen und<br />

-flotten von Liebherr mit Verbrennungs<strong>motor</strong> CO2-<br />

reduziert weiter nutzen. Liebherr-Kunden können<br />

auf <strong>die</strong>se Weise Emissionen einsparen, ohne massiv<br />

in neue Produkte investieren zu müssen. Die Liebherr-Werk<br />

Ehingen GmbH sowie <strong>die</strong> Liebherr-Hydraulikbagger<br />

GmbH liefern bereits alle Maschinen<br />

standardmäßig ab Werk mit HVO aus. Auch <strong>der</strong><br />

Werksverkehr in beiden Gesellschaften ist komplett<br />

auf HVO umgestellt.<br />

Innovative Technologien <strong>für</strong> reduzierten Energiebedarf<br />

Darüber hinaus arbeitet <strong>die</strong> Firmengruppe an grundsätzlichen<br />

Lösungen zur Reduzierung des Energieverbrauchs<br />

ihrer Maschinen. Ein Beispiel ist das<br />

patentierte Liebherr Power Efficiency (LPE) <strong>–</strong> Engine<br />

Control. Zum Einsatz kommt es beispielsweise in <strong>der</strong><br />

neuen 70 bis 100 Tonnen-Raupenbagger-Generation,<br />

<strong>der</strong>en Kraftstoffverbrauchs durch LPE um 5 Prozent<br />

reduziert werden kann <strong>–</strong> und damit erhebliche<br />

CO2-Einsparungen ermöglicht.<br />

Weitere Beispiele sind <strong>die</strong> neuen Mischanlagen-Baureihen<br />

Betomix und Mobilmix, <strong>die</strong> im Betrieb bis zu<br />

30 Prozent weniger Energie benötigen als ihre Vorgängerversionen.<br />

Zudem erlaubt <strong>die</strong> exakte Dosierungsautomatik<br />

<strong>für</strong> den nötigen Zement erhebliche<br />

CO2-Einsparungen.<br />

Über <strong>die</strong> Firmengruppe Liebherr<br />

Die Firmengruppe Liebherr ist ein familiengeführtes Technologieunternehmen mit breit diversifiziertem Produktprogramm.<br />

Das Unternehmen zählt zu den größten Baumaschinenherstellern <strong>der</strong> Welt. Es bietet aber auch<br />

auf vielen an<strong>der</strong>en Gebieten hochwertige, nutzenorientierte Produkte und Dienstleistungen an. Die Firmengruppe<br />

umfasst heute über 140 Gesellschaften auf allen Kontinenten. In 2022 beschäftigte sie mehr als 50.000 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter und erwirtschaftete einen konsoli<strong>die</strong>rten Gesamtumsatz von über 12,5 Milliarden<br />

Euro. Gegründet wurde Liebherr im Jahr 1949 im süddeutschen Kirchdorf an <strong>der</strong> Iller. Seither verfolgen <strong>die</strong><br />

Mitarbeitenden das Ziel, ihre Kunden mit anspruchsvollen Lösungen zu überzeugen und zum technologischen<br />

Fortschritt beizutragen.//<br />

52 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 53


Anzeige<br />

Elring<br />

das Original klärt auf!<br />

Warum kein Kupferspray?<br />

Um <strong>die</strong> Antwort zu verstehen, vorab <strong>die</strong> Klärung<br />

welche Bauarten von Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung in den<br />

Werkstätten heutzutage neu verwendet werden. Es<br />

sind entwe<strong>der</strong> Metall-Weichstoff Dichtungen o<strong>der</strong><br />

Mehrlagen Stahldichtungen. Denn welche normale<br />

Werkstatt arbeitet mit Tuning<strong>motor</strong>en o<strong>der</strong> Oldtimern<br />

wo Kupfer Zylin<strong>der</strong>kopfdichtungen manchmal zum<br />

Einsatz kommen. Zu <strong>die</strong>sen Dichtungen aus Kupfer<br />

später.<br />

Damit <strong>der</strong> Motor dicht ist, müssen zuallererst <strong>die</strong><br />

Kupferspray und Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung<br />

Das Schulungsteam von Elring welches international unterwegs ist, und so mit vielen verschiedenen<br />

Werkstätten und Mechanikern im Kontakt ist, wun<strong>der</strong>t sich immer wie<strong>der</strong> über <strong>die</strong>se eine<br />

Frage <strong>die</strong> regelmäßig gestellt wird. Entwe<strong>der</strong> während des technischen Trainings o<strong>der</strong> mitunter<br />

auch ganz leise am Ende <strong>der</strong> Schulung.<br />

Kann, soll, muss ich Kupferspray verwenden wenn ich eine neue Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung einbaue?<br />

Und <strong>die</strong> Antwort ist immer: Nein, kein Kupferspray verwenden.<br />

Oberflächen von Motorblock und Zylin<strong>der</strong>kopf den<br />

Herstellervorgaben entsprechen was vor allem <strong>die</strong><br />

Rauigkeit und Wellentiefe <strong>der</strong> Oberflächen betrifft.<br />

Erst wenn <strong>die</strong>se Parameter gegeben sind kann <strong>die</strong><br />

Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung ihr ganzes Potential entfalten<br />

und den Motor zuverlässig und vor allem lange<br />

abdichten. Hier unterscheiden sich <strong>die</strong> Mehrlagen<br />

Stahldichtung und <strong>die</strong> Metall Weichstoff Dichtung.<br />

Wenn <strong>die</strong> Vorgaben des Herstellers hinsichtlich <strong>der</strong><br />

Oberflächengüte nicht bekannt sind, dann können<br />

<strong>die</strong> Vorgaben von Elring verwendet werden.<br />

Wie beeinträchtigt das Kupferspray <strong>die</strong> Funktion<br />

<strong>der</strong> Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung<br />

Metall-Weichstoff Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung<br />

Der Aufbau erscheint recht einfach. Ein Metallträger<br />

und beidseitig ein verklebter o<strong>der</strong> mechanisch<br />

fixierter Weichstoff. Die Abdichtung des Brennraum<br />

erfolgt durch eine Stahleinfassung. Diese ermöglicht<br />

eine Pressungserhöhung und dichtet so den Brennraum<br />

zuverlässig ab. Was soll hier eine ungleichmäßige<br />

von Hand aufgesprühte Kupferschicht erreichen?<br />

Die Abdichtung <strong>der</strong> Durchgänge <strong>für</strong> Motoröl und<br />

Kühlerflüssigkeit wird gewährleistet durch beidseitig<br />

im Siebdruckverfahren aufgebrachtes Silikon. In <strong>der</strong><br />

Regel hat <strong>die</strong> Silikonraupe eine Höhe von 0,05mm.<br />

Bei beson<strong>der</strong>s anspruchsvollen Motoren finden sich<br />

auch unterschiedliche Schichtdicken um auch hier<br />

eine definierte Pressungserhöhung zu erzielen. Eine<br />

wie auch immer zusätzliche Sprayschicht Kupfer<br />

würde <strong>die</strong>se Pressungserhöhung nivellieren und zu<br />

nicht angepasster Pressung führen. Ein Schwitzen<br />

des Motors, entwe<strong>der</strong> Motoröl o<strong>der</strong> Kühlerflüssigkeit<br />

o<strong>der</strong> beides wäre <strong>die</strong> direkte Folge.<br />

Etliche Metall Weichstoffdichtung<br />

verfügen über ein zusätzliches<br />

Elastomerelement.<br />

Kupfer schädigt bestimmte<br />

Elastomere, <strong>der</strong> chemische<br />

Prozess nennt sich Autoxidation.<br />

Da beim Einbau <strong>der</strong><br />

Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Werkstatt nicht erkennbar ist<br />

aus welchem Elastomer das<br />

Element besteht, ergibt sich<br />

ein beson<strong>der</strong>s hohes Risiko<br />

<strong>für</strong> Undichtigkeit.<br />

#833.048 Elastomerelement<br />

Metalllagen Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung<br />

Was <strong>die</strong> Bezeichnung schon aussagt. Die Dichtfunktion<br />

wird erreicht durch eine definierte Anzahl von<br />

Stahllagen und in Verbindung mit <strong>die</strong>sen einzelnen<br />

Lagen eingeprägte Sicken und Stopper. Je nach Design<br />

<strong>der</strong> Dichtung können Sicken und Stopper innen<br />

liegen, o<strong>der</strong> außen zum Motorblock und Zylin<strong>der</strong>kopf<br />

zeigen. Sowohl <strong>die</strong> Sicken <strong>für</strong> <strong>die</strong> Brennraumabdichtung<br />

als auch <strong>die</strong> Sicken <strong>für</strong> <strong>die</strong> Abdichtung<br />

von Kühlerflüssigkeit und Motoröl sind mit hochtemperaturfestem<br />

Elastomer beschichtet. Die Schichtdicke<br />

variiert zwischen 0,015mm und 0,030mm und<br />

Position. Zusätzlich kann <strong>die</strong> Schichtdicke noch unterschiedlich<br />

höhenprofiliert sein. Die Außenkontur<br />

kann stärker sein o<strong>der</strong> <strong>die</strong> Schichtdicke rund um den<br />

Brennraum kann partiell erhöht sein.<br />

# 828.807 Unterschiedlich Schichtdicke des Siebdruck<br />

Einige Metall Weichstoffdichtungen werden am Ende<br />

des Produktionsprozesses noch mit einem sogenannten<br />

„Micro-Sealing“ vollflächig besprüht. Diese<br />

Schicht beträgt nur maximal 25µm und ist nötig um<br />

eine mikroskopische Oberflächenabdichtung zu erreichen.<br />

Ein übersprühen mit Kupferspray würde <strong>die</strong><br />

Funktionsweise außer Kraft setzen.<br />

Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung bestehend aus zwei Funktionslagen,<br />

innen liegen<strong>der</strong> Trägerlage und geprägter Stopperlage<br />

54 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 55


Anzeige<br />

Und wie<strong>der</strong> <strong>die</strong> Frage: Was soll eine von Hand aufgesprühte<br />

Kupferschicht bewirken. Im allerbesten Fall:<br />

Nichts. Die Wahrscheinlichkeit eine vorzeitige Undichtigkeit<br />

zu verursachen ist sehr hoch.<br />

Wäre Kupfer tatsächlich <strong>die</strong> bessere Lösung <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

Mikro Abdichtung als Elastomer würde es auch in<br />

<strong>der</strong> Produktion <strong>für</strong> <strong>die</strong> Serienanwendung und im Ersatzteilbereich<br />

verwendet werden.<br />

Wie wird Kupferspray beworben?<br />

Auf den Sprühdosen findet sich als erster Hinweis.<br />

Geeignet <strong>für</strong> Zylin<strong>der</strong>kopfdichtungen. Es findet sich<br />

aber kein Hinweis wie es denn auf Zylin<strong>der</strong>kopfdichtungen<br />

wirken soll.<br />

Weitere Eigenschaften <strong>die</strong> genannt werden sind:<br />

Hochtemperaturfest, hohe chemische Resistenz,<br />

elastisch, leitfähig, formbar.<br />

Schön und gut <strong>–</strong> aber welche Eigenschaften von<br />

Kupferspray machen jetzt aus einer nach OE Maßstäben<br />

gefertigten Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung eine noch<br />

bessere Zylin<strong>der</strong>kopfdichtung? Keine!<br />

Zylin<strong>der</strong>kopf Dichtungen aus Kupfer<br />

Es gibt allerdings eine technisch sinnvolle Anwendung<br />

von Kupferspray. Aber ausschließlich in Verbindung<br />

mit Dichtungen aus reinem Kupfer. Diese<br />

Anwendung findet sich aber nur im Tuning Bereich<br />

o<strong>der</strong> bei historischen Fahrzeugen bei denen ab Werk<br />

eine Kupferdichtung verwendet wurde. Firmen <strong>die</strong><br />

Hochleistungs-Motoren bauen behalten ihr spezielles<br />

Knowhow <strong>für</strong> sich. Dieses Wissen umfasst dann<br />

auch noch <strong>die</strong> Güte <strong>der</strong> Oberflächen von Motorblock<br />

und Zylin<strong>der</strong>kopf sowie <strong>die</strong> dazu passende Verwendung<br />

von Stehbolzen und Muttern. Ähnliches gilt <strong>für</strong><br />

historische Fahrzeuge.<br />

Zum guten Schluss<br />

Es gibt keinen Grund <strong>für</strong> <strong>die</strong> Verwendung von Kupferspray<br />

auf Metalllagen bzw. Metallweichstoff Zylin<strong>der</strong>kopfdichtungen.//<br />

www.elring.de<br />

Website YouTube<br />

Facebook Instagram<br />

56 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 57<br />

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Doch was bietet BTS Turbo im Detail?<br />

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Turbola<strong>der</strong>-Spezialist hat BTS den Anspruch, <strong>für</strong> jede Marktverän<strong>der</strong>ung und jeden Kundenwunsch eine<br />

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ermöglichen <strong>die</strong>se Turbola<strong>der</strong> eine wirtschaftlich effiziente, zeitwertgerechte und damit <strong>für</strong> den Besutzer<br />

lohnenswerte Reparatur.<br />

Damit aber nicht genug. Zusätzlich zu <strong>der</strong> hocheffizienten<br />

Aufbereitung, Lagerung und Ersatzteilwirtschaft<br />

bietet BTS Turbo noch ein weiteres, sehr<br />

interessantes Partnerprojekt. Mit dem „TurboExperten“-Programm<br />

werden <strong>die</strong> Konzeptpartner-Werkstätten<br />

zu echten Experten in den Bereichen Technik,<br />

Fehlersuche und Reparatur, rund um den Turbola<strong>der</strong>,<br />

entwickelt. Inzwischen gibt es über 2.500 angeschlossene<br />

Werkstätten in Deutschland, Österrreich<br />

und <strong>der</strong> Schweiz. Der Support <strong>der</strong> Turboexperten<br />

steht dabei im Vor<strong>der</strong>grund. Auf <strong>der</strong> Experten-Homepage<br />

werden den Partnern viele nützliche und interessante<br />

Informationen zur Verfügung gestellt. OE-<br />

Montageanleitung, Musterkalkulationen, aktuellste<br />

Serviceinformationen, E-Learnings und technische<br />

Videos sind hier nur ein paar Beispiele. Ein absolutes<br />

Highlight ist sicherlich <strong>die</strong> „autolebenslange Garantie“,<br />

<strong>die</strong> TurboExperten auf BTS-Turbola<strong>der</strong> erhalten.<br />

Die Aus- und Weiterbildung <strong>der</strong> Turboexperten ist<br />

dabei ein zentrales Thema. Im Zwei-Wochen-Rhythmus<br />

werden <strong>die</strong> Partnerwerkstätten via Online-Training<br />

über verschiedenste Themen informiert und geschult.<br />

Beginnend von Turbola<strong>der</strong>-Grundlagen, über<br />

mögliche Schäden und Ausfallursachen, bis hin zu<br />

fahrzeugspezifischen Themen. Der Turbola<strong>der</strong> ist ein<br />

hochtechnisches Produkt. dass eine Werkstatt immer<br />

wie<strong>der</strong> vor Herausfor<strong>der</strong>ungen stellt. Das BTS<br />

Werkstatt-Kompetenz-Team, bestehend aus KFZ-<br />

Meistern und erfahrenen Turbola<strong>der</strong>-Spezialisten,<br />

steht <strong>der</strong> Werkstatt mit Rat und Tat zur Seite. Die Beantwortung<br />

von technischen Fragen, Unterstützung<br />

bei <strong>der</strong> Diagnose o<strong>der</strong> Hilfe beim Ein- und Ausbau<br />

des Turbola<strong>der</strong>s gehören zu den Kernkompetenzen<br />

des Teams.<br />

Qualität, <strong>die</strong> sich auszahlt!//<br />

58 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 59


Anzeige<br />

Den Erfolg bringt<br />

das Zusammenspiel<br />

Die hohen Qualitätsstandards bei <strong>der</strong> Zusammenstellung <strong>der</strong> iwis-Kits<br />

sorgen <strong>für</strong> eine optimale Abstimmung aller verwendeten Komponenten<br />

Grundsätzlich sorgt eine Steuerkette <strong>für</strong> <strong>die</strong> Verbindung<br />

von Nockenwelle(n) zur Kurbelwelle. So wird<br />

mit Drehung des Kurbeltriebs über <strong>die</strong> Nockenwelle<br />

das entsprechende Ein- o<strong>der</strong> Auslassventil angesteuert<br />

und geöffnet o<strong>der</strong> geschlossen, je nach Takt<br />

des jeweiligen Zylin<strong>der</strong>s. Ein an sich simpler Prozess<br />

könnte man meinen. Aber ganz so einfach ist es<br />

dann doch nicht. Auch bei den enormen auftretenden<br />

Belastungen dürfen <strong>die</strong> einzelnen miteinan<strong>der</strong><br />

arbeitenden Teile nicht im Material nachgeben, sich<br />

nicht verformen o<strong>der</strong> <strong>die</strong> Kette gar reißen.<br />

Außerdem werden in heutigen Steuertrieben weit<br />

mehr Komponenten als „nur“ obere und untere Wellen<br />

verbunden. Steuertriebe sind inzwischen eine<br />

hoch komplexe, mit diversen Gleit- und Spannschienen,<br />

Kettenspannern und weiteren Zahnrä<strong>der</strong>n<br />

an Zusatzaggregaten verbundene Angelegenheit.<br />

Neben <strong>der</strong> korrekten Einbau- und Einstellkompetenz<br />

braucht es also Materialien, <strong>die</strong> den hohen Lasten<br />

sicher entgegentreten, sowie alle benötigten Ersatzteile<br />

zur Instandsetzung und Wartung.<br />

Und wie könnte man all <strong>die</strong>se Anfor<strong>der</strong>ungen besser<br />

abdecken als mit selbst zusammen gestellten,<br />

eingängig geprüften und optimal aufeinan<strong>der</strong> abgestimmten<br />

Komplettsätzen? Die iwis-Kits bieten dem<br />

Kunden einen kompletten Satz zur Reparatur und<br />

Wartung, quasi ein Rundum-sorglos-Paket.<br />

Mit mehr als 100 Jahren Erfahrung sorgt <strong>die</strong> iwis in<br />

München mittels mo<strong>der</strong>nster Anlagentechnik und<br />

Produktionsprozesse <strong>für</strong> eben <strong>die</strong>se Qualität und<br />

Langlebigkeit. Der System- und Entwicklungspartner<br />

<strong>für</strong> Automobil- und Industrieanwendungen setzt an<br />

<strong>der</strong> Basis an und ist somit stets auf neuestem Stand<br />

in Entwicklung und Forschung.<br />

Damals wie heute ist es von höchster Wichtigkeit<br />

nicht nur eine gute Produktverfügbarkeit zu gewährleisten,<br />

inzwischen finden sich weit über 200 Kettenvarianten<br />

im Portfolio, von <strong>der</strong> einfachen Zahnkette,<br />

über Wiegegelenkzahnketten, Bolzengelenkzahnketten,<br />

bis hin zu Hülsen- und Rollenketten. Bei iwis wird<br />

auch Tag <strong>für</strong> Tag getestet, geforscht und weiterentwickelt.<br />

Höchste Materialqualität <strong>der</strong> verwendeten Teile<br />

und Rohstoffe sind Grundlage <strong>für</strong> <strong>die</strong> Langlebigkeit<br />

<strong>der</strong> iwis Ketten. Und das weiß auch <strong>der</strong> Kunde. Nicht<br />

umsonst ist iwis mit seinen Hochleistungs-Ersatzteilen<br />

heute bereits fester Produzent und Zulieferer diverser<br />

Fahrzeughersteller.<br />

Kunden wie Porsche und BMW vertrauen auf unsere<br />

hohen Qualitäts- und Leistungsstandards und rüsten<br />

jedes ihrer Fahrzeuge mit unseren Produkten aus.<br />

Auch an alle unsere Ersatzteile stellen wir <strong>die</strong>selben,<br />

branchenweit höchsten Ansprüche. Wir stehen<br />

hinter jedem Ersatz teil, dass unsere Werke verlässt.<br />

Deswegen sind unsere Ersatzteile nicht <strong>die</strong> billigsten<br />

aber sicherlich <strong>die</strong> besten am Markt.<br />

Unsere Produkte erfüllen dank unserer aufwendigen<br />

Tests und Qualitätskontrollen während <strong>der</strong> Beschaffung<br />

und entlang des gesamten Produktionsprozesses<br />

<strong>die</strong> höchsten Leistungsanfor<strong>der</strong>ungen. Wir<br />

stehen hinter jedem Ersatz teil, dass unsere Werke<br />

verlässt. Damit setzt iwis neue Qualitätsstandards im<br />

Markt und weist ein unschlagbares Preis-Leistungsverhältnis<br />

auf.<br />

Die ausgiebigen Materialprüfungen und Entwicklungen<br />

<strong>der</strong> Ketten, Langzeitlauftests, sowie sich auch<br />

stetig wie<strong>der</strong>holende Qualitätsprüfungen <strong>der</strong> schon<br />

im Portfolio befindlichen Teile beschränken sich<br />

längst nicht mehr nur auf <strong>die</strong> Ketten an sich. Kettenspanner,<br />

Führungs-, Gleit- und Spannschienen, sowie<br />

auch diverse Kettenrä<strong>der</strong> <strong>für</strong> Nebenaggregate<br />

kommen inzwischen in <strong>die</strong> Produktentwicklung und<br />

werden nach ihrer Produktion auf Herz und Nieren<br />

getestet. Man möchte dem Kunden alle Einzelteile<br />

aus einer Hand, zu einer Qualität und in vollem Umfang<br />

ermöglichen.<br />

Zuverlässige Ersatzteilverfügbarkeit und Produktqualität<br />

sind <strong>für</strong> Werkstätten wichtig. Das ist wohl<br />

klar. Doch ein weitere, immer wichtiger werden<strong>der</strong><br />

Faktor ist Zeit. Die Reparatur soll zügig, sicher und<br />

ohne Zwischenfälle ablaufen. Es ist we<strong>der</strong> <strong>für</strong> den<br />

Fahrzeugbesitzer, noch <strong>für</strong> <strong>die</strong> Werkstatt von Vorteil,<br />

wenn bei einer Reparatur mit vielleicht sogar mehreren<br />

Steuerketten, Kettenrä<strong>der</strong>n und womöglich einer<br />

ganzen Palette Schienen mittendrin auffällt: Eine<br />

Schiene fehlt! Und das nur, weil schon bei <strong>der</strong> Bestellung<br />

<strong>der</strong> Teileumfang so groß ist, dass ein Einzelteil<br />

untergeht.<br />

Nicht mit iwis. Ein ganzes Team hat sich mit <strong>der</strong> Entwicklung<br />

und Zusammenstellung <strong>der</strong> Kits zur Aufgabe<br />

gemacht, <strong>die</strong>ses Problem aus <strong>der</strong> Werkstatt<br />

herauszuhalten. Man schaut genau, welche einzelnen<br />

Teile im jeweiligen Steuertrieb benötigt werden,<br />

sorgt <strong>für</strong> hochqualitative Teile, komplettiert das Kit<br />

und liefert dem Kunden so nicht nur eine dankbare<br />

Arbeitserleichterung, son<strong>der</strong>n auch zuverlässig lange<br />

Laufleistung aus einer Hand.<br />

„Mit einem Steuerketten Kit aus dem Hause<br />

iwis bekommen Sie nicht nur eine nützliche<br />

Hilfestellung in ihrem Werkstattalltag. Wir<br />

sorgen <strong>für</strong> eine Komplettlösung. Präzise, innovativ,<br />

leidenschaftlich und von<br />

höchster Qualität.“//<br />

60 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 61


Expertenseite<br />

<strong>der</strong> <strong>motor</strong> EXPERTENSEITE<br />

Motorenfachbetriebe sortiert nach dem Postleitzahlbereich<br />

Bücker & Essing GmbH<br />

Friedrich-Ebert-Straße 125<br />

49811 Lingen (Ems)<br />

Tel. +49 591 7105-0, Fax -234<br />

info@buecker-essing.de<br />

www.buecker-essing.de<br />

MAHLE Aftermarket GmbH<br />

Pragstraße 26-46<br />

70376 Stuttgart<br />

Tel. +49 711 501-0<br />

aftermarket.support@mahle.com<br />

www.mahle-aftermarket.com<br />

iwis mobility systems GmbH &<br />

Co. KG<br />

Albert-Rosshaupter Straße 53<br />

81369 München<br />

Tel. +49 89 76909-0, Fax -1333<br />

info@iwis.com<br />

www.iwis.com<br />

Braungardt Ersatzteil- und LKW<br />

Vertrieb GmbH<br />

Benzstr. 9<br />

89155 Erbach<br />

Tel. +49 7305 9568-0, Fax -79<br />

info@braungardt.de<br />

www.braungardt.de<br />

KFZ-Motoren-Instandsetzung,<br />

Zylin<strong>der</strong>schleiferei Romed<br />

Müssigang e.U.<br />

Dörferstr. 28<br />

06065 Thaur (AUT)<br />

Tel. +43 5223 492834, Fax -15<br />

office@muessigang.at<br />

www.muessigang.at<br />

Langbauer GmbH & CO KG<br />

Kalsdorferstr. 26<br />

8073 Feldkirchen bei Graz (AUT)<br />

Tel. +43 316 711595, Fax -18<br />

office@langbauer-<strong>motor</strong>en.at<br />

www.langbauer-<strong>motor</strong>en.at<br />

Hans Kühnapfel<br />

Motoreninstandsetzung<br />

Potsdamer Allee 11<br />

14532 Stahnsdorf<br />

Tel. +49 3329 62034<br />

Fax +49 3329 612350<br />

kuehnapfel<strong>motor</strong>instandsetzung<br />

@t-online.de<br />

Brückner & Galley Motoreninstandsetzung<br />

GmbH<br />

Rosa-Luxemburg-Damm 1<br />

15366 Neuenhagen<br />

Tel. +49 33 422553-0, Fax -28<br />

neuenhagen@<br />

brueckner-und-galley.de<br />

www.brueckner-und-galley.de<br />

Vierol Aktiengesellschaft<br />

Karlstraße 19<br />

26123 Oldenburg<br />

Tel. +49 44121020-0, Fax -111<br />

info@vierol.de<br />

www.vierol.de<br />

Motoren Henze GmbH<br />

Friedlän<strong>der</strong> Weg 3<br />

30459 Hannover<br />

Tel. +49 511 410298-0 (auch<br />

WhatsApp)<br />

info@<strong>motor</strong>enhenze.de<br />

www.<strong>motor</strong>enhenze-hannover.de<br />

Cleantaxx Rußfilterreinigung<br />

GmbH<br />

Industriestraße 12<br />

30855 Langenhagen<br />

Tel. +49 511 779 578 55, Fax -57<br />

info@cleantaxx.com<br />

www.cleantaxx.com<br />

Motoren- Handels- und<br />

Instandsetzungs GmbH<br />

Bahnweg 2<br />

30880 Laatzen<br />

Tel. +49 511 8210-72, Fax -73<br />

info@mhigmbh.de<br />

www.mhigmbh.de<br />

BSK GmbH & Co. KG<br />

Karl-Schurz-Straße 36a<br />

33100 Pa<strong>der</strong>born<br />

Tel. +49 5251 54018-0, Fax -18<br />

info@<strong>motor</strong>-experten.de<br />

www.<strong>motor</strong>-experten.de<br />

Gütersloher Motoren-Center<br />

GmbH<br />

Leinenweg 17<br />

33415 Verl<br />

Tel. +49 5<strong>24</strong>6 7036-0, Fax -20<br />

info@<strong>motor</strong>encenter.de<br />

www.<strong>motor</strong>encenter.de<br />

Motoren Eckernkamp GmbH<br />

Eckernkamp Classics GmbH<br />

Westring 7-9<br />

33818 Leopoldshöhe<br />

Tel. +49 5202 9833-6<br />

info@<strong>motor</strong>en-eckernkamp.de<br />

www.<strong>motor</strong>en-eckernkamp.de<br />

Wagner Motoren GmbH<br />

Nürnberger Landstr. 49<br />

34326 Morschen<br />

Tel. +49 5664 9399817<br />

info@wagner-<strong>motor</strong>en.de<br />

www.wagner-<strong>motor</strong>en.de<br />

Nachhaltig, sparsam, effizient:<br />

MOTUL präsentiert neue nachfüllbare Reinigungs- und<br />

Multifunktionssprays<br />

Motoren TOESE GmbH<br />

Im Sülzeteiche 20<br />

38820 Halberstadt<br />

Tel. +49 3941 688-70, Fax -788<br />

info@bs-<strong>motor</strong>entoese.de<br />

www.bs-<strong>motor</strong>entoese.de<br />

Der französische Schmierstoffhersteller MOTUL bringt mit dem<br />

MOTUL-Refill-System nahezu unbegrenzt wie<strong>der</strong>befüllbare<br />

Reinigungs- bzw. Multifunktionssprays <strong>für</strong> <strong>die</strong> häufigsten<br />

Werkstattanwendungen auf den Markt. Die MOTUL-Refill-Produkte<br />

ersetzen <strong>die</strong> drei meistverwendeten Einwegsprays im KFZ- und<br />

Motorrad-Werkstattbereich: Bremsenreiniger, Oberflächen-reiniger<br />

sowie ein Multifunktionsöl. Das System reduziert nicht nur den<br />

Entsorgungsaufwand, son<strong>der</strong>n spart auch Platz und Kosten.<br />

Gleichzeitig sind <strong>die</strong> Produkte VOC-reduziert (Reduzierung von<br />

flüchtigen Lösungsmitteln) und schonen durch den vollständigen<br />

Verzicht auf schädliche Treibmittel bzw. Aerosole <strong>die</strong><br />

Mitarbeitendengesundheit.<br />

MS Motorservice<br />

Deutschland GmbH<br />

Rudolf-Diesel-Straße 9<br />

71732 Tamm<br />

Tel. +49 213 3267200, Fax -64<br />

www.ms-<strong>motor</strong>service.de<br />

Sie sind <strong>die</strong> kleinen Helfer im Werkstattalltag: Spraydosen mit Bremsen-<br />

o<strong>der</strong> Kaltreiniger o<strong>der</strong> das beliebte Kriechöl. Doch so praktisch <strong>die</strong>se<br />

Produkte auf dem ersten Blick zu sein scheinen, so belastend wirken sie<br />

nicht nur auf <strong>die</strong> Umwelt, son<strong>der</strong>n auch auf <strong>die</strong> Gesundheit <strong>der</strong><br />

Mitarbeitenden. Schuld daran ist ihre Rezeptur. Denn das, was da zerstäubt<br />

wird o<strong>der</strong> im scharfen Strahl aus <strong>der</strong> Düse schießt, besteht zumindest bei<br />

den Reinigern aus hochflüchtigen Chemikalien wie Benzin, Isopropanol und<br />

Aceton. Das sind Lösungsmittel, <strong>die</strong> nicht nur stark gesundheitsschädlich<br />

und umweltbelastend sind, son<strong>der</strong>n auch leicht entzündbar und<br />

anspruchsvoll in <strong>der</strong> Lagerung und Entsorgung.<br />

Dazu kommen <strong>die</strong> in <strong>der</strong> Herstellung ebenfalls umweltbelastenden und<br />

CAMPRO-Technologie GmbH<br />

Seilfahrt 109<br />

44809 Bochum<br />

Tel. +49 234 5<strong>24</strong>99-69, Fax -95<br />

post@campro-nockenwellen.de<br />

www.campro-nockenwellen.de<br />

explosiven Treibgase, <strong>die</strong> häufig weit über <strong>die</strong> Hälfte des gesamten<br />

Doseninhaltes ausmachen. Heißt konkret: In <strong>der</strong> Sprühdose sind nicht<br />

Micke GmbH<br />

Seilfahrt 109<br />

44809 Bochum<br />

Tel. +49 234 512291, Fax -583549<br />

post@micke-technologie.de<br />

www.micke-technologie.de<br />

Weidemann + Dresemann<br />

Motoreninstandsetzung GmbH<br />

Robert-Bosch-Straße 14<br />

48153 Münster<br />

Tel. +49 251 74795-90, Fax -92<br />

info@wd-<strong>motor</strong>eninstandsetzung.de<br />

www.wd-<strong>motor</strong>eninstandsetzung.de<br />

Motul Deutschland GmbH<br />

Butzweilerhofallee 3<br />

50829 Köln<br />

Tel. +49 221 67003-0, Fax -199<br />

info@motul.de<br />

www.motul.de<br />

Georg Riemschoss GmbH<br />

1<br />

Löhestraße 8a<br />

53773 Hennef<br />

Tel. +49 2<strong>24</strong>2 90109-70, Fax -79<br />

info@riemschoss.de<br />

www.riemschoss.de<br />

Motoreninstandsetzung Streit<br />

GmbH & Co. KG<br />

Oedingermühle 7<br />

57368 Lennestadt<br />

Tel. +49 2725-<strong>24</strong>7, Fax -7481<br />

mail@streit-<strong>motor</strong>en.de<br />

www.streit-<strong>motor</strong>en.de<br />

Friedrich Dicke GmbH & Co. KG<br />

Benzstrasse 6<br />

59609 Anröchte<br />

Tel. +49 2947 9798-63, Fax -64<br />

service@<strong>motor</strong>en-dicke.de<br />

www.<strong>motor</strong>en-dicke.de<br />

M. Drees Motorentechnik GmbH<br />

Völlinghauser Straße 15<br />

59609 Anröchte<br />

Tel. +49 2947 999-8000, Fax -8010<br />

info@drees<strong>motor</strong>entechnik.de<br />

www.drees<strong>motor</strong>entechnik.de<br />

ElringKlinger AG<br />

Max-Eyth-Straße 2<br />

72581 Dettingen/Erms<br />

Tel. +49 7123 7<strong>24</strong> 799<br />

info@elringklinger.de<br />

www.elring.de<br />

laser company GmbH<br />

Walter-Rauch-Straße 6/1<br />

72622 Nürtingen<br />

Tel. +49 7022 9772257<br />

info@laser-company.de<br />

www.laser-company.de<br />

OE Germany Handels GmbH<br />

Fritz-Müller-Str. 100-104<br />

73730 Esslingen am Neckar<br />

Tel. +49 711 627698-0, Fax -51<br />

info@oe-germany.de<br />

www.oe-germany.de<br />

Sterki-HTP GmbH & Co. KG<br />

In <strong>der</strong> Au 8<br />

74889 Sinsheim<br />

Tel. +49 7261 40622-0, Fax -15<br />

info@sterki.eu<br />

www.sterki.eu<br />

BTS GmbH<br />

Paradeisstraße 56<br />

82362 Weilheim/Obb.<br />

Tel. +49 881 627-300, Fax -311<br />

info@bts-turbo.de<br />

www.bts-turbo.de<br />

H. Ganslmeier Motoren- und<br />

Maschinen-Instandsetzungs<br />

GmbH<br />

Opalstraße 2<br />

84032 Landshut<br />

Tel. +49 871-35073, Fax -35793<br />

landshut@ganslmeier-<strong>motor</strong>en.de<br />

www.ganslmeier-<strong>motor</strong>en.de<br />

Altmann Zylin<strong>der</strong>schleiferei<br />

GmbH<br />

Dieselstraße 3<br />

85276 Pfaffenhofen a.d. Ilm<br />

Tel. +49 8441 78900-0, Fax -39<br />

info@altmann-gmbh.net<br />

www.altmann-gmbh.net<br />

Lutz Fahrzeug-Service GmbH<br />

Klammspitzstraße 6<br />

86971 Peiting<br />

Tel. +49 8861 2564-44, Fax -64<br />

info@lutz-fahrzeug-service.de<br />

www.<strong>motor</strong>en-lutz.de<br />

REINZ-Dichtungs-GmbH<br />

Reinzstraße 3 - 7<br />

89233 Neu-Ulm<br />

Tel. +49 731 7046-0, Fax -16000<br />

reinz.info@dana.com<br />

www.victorreinz.com<br />

Viertel Motoren GmbH<br />

Sigmundstraße 154<br />

90431 Nürnberg<br />

Tel. +49 911 32643-0, Fax -99<br />

info@viertel-<strong>motor</strong>en.de<br />

www.viertel-<strong>motor</strong>en.de<br />

Viertel Motoren GmbH<br />

Döbichauer Str. 11b<br />

04435 Schkeuditz<br />

Tel. +49 34205 730-0<br />

info@viertel-<strong>motor</strong>en-leipzig.de<br />

www.viertel-<strong>motor</strong>en.de<br />

Viertel Motoren GmbH<br />

Dornierstraße 7<br />

71069 Sindelfingen<br />

Tel. +49 7031 819902-0<br />

info@viertel-<strong>motor</strong>en-stuttgart.de<br />

www.viertel-<strong>motor</strong>en.de<br />

Motoren Michaelis GmbH &<br />

Co. KG<br />

Zwickauer Straße 7<br />

94315 Straubing<br />

Tel. +49 9421 9279-0, Fax -15<br />

info@<strong>motor</strong>en-michaelis.de<br />

www.<strong>motor</strong>en-michaelis.de<br />

DST-Chemicals GmbH<br />

Ruhnmark 11<br />

<strong>24</strong>975 Maasbüll<br />

Tel. +49 151 7022 8004<br />

bwa@dstchemicals.com<br />

www.dstchemicals.com<br />

Karl Pieper GmbH & Co.KG<br />

Fahrzeug und Schiffs<strong>motor</strong>en<br />

Viktoriastraße 50<br />

3<strong>24</strong>23 Minden<br />

Tel. +49 5713 4-088, Fax -454<br />

email@karlpieper.com<br />

www.karlpieper.com<br />

Buchheister & Oppelt Motoreninstandsetzung<br />

Druffelbecker Weg 14<br />

38551 Vollbüttel Gem. Ribbesbüttel<br />

Tel. +49 5373330-418, Fax -237<br />

buchheister-oppelt@t-online.de<br />

Sieker Turbo<br />

Adam-Opel-Straße 1<br />

48480 Spelle<br />

Tel. +49 5977 2958-72, Fax -73<br />

info@sieker-turbo.de<br />

www.sieker-turbo.de<br />

Sauer & Sohn GmbH & Co. KG<br />

Groß-Zimmerner-Straße 51<br />

64807 Dieburg<br />

Tel. +49 6071 206-0, Fax -300<br />

p.sauer@sauerundsohn.de<br />

www.sauerundsohn.de<br />

Graf Motoren und Motorenteile<br />

GmbH<br />

Schliengener Str. 12<br />

79379 Müllheim<br />

Tel. +49 7631 -5495, Fax -14513<br />

info@graf-<strong>motor</strong>en.de<br />

www.graf-<strong>motor</strong>en.de<br />

Weindl Einspritzpumpen- und<br />

Motoreninstandsetzung e.K.<br />

Auerbergstraße 2<br />

86971 Steingaden<br />

Tel. +49 8862 911718-00, Fax -09<br />

auskunft@weindl-<strong>motor</strong>en.de<br />

www.weindl-<strong>motor</strong>en.de<br />

IPSA-Autoteile<br />

Großhandelsges. mbH<br />

Erfurter Höhe 42<br />

99610 Sömmerda<br />

Tel. +49 3634 3186-0, Fax -19<br />

verkauf@ipsa-autoteile.de<br />

www.ipsa-autoteile.de<br />

62 www.<strong>der</strong><strong>motor</strong>.de I <strong>Ausgabe</strong> 1/20<strong>24</strong> 63


www.elring.de<br />

Elring <strong>–</strong> 10 gute Gründe<br />

1. Seit mehr als 140 Jahren Synonym <strong>für</strong> gute<br />

Erfahrung in <strong>der</strong> Dichtungstechnik<br />

2. OE-Kompetenz durch <strong>die</strong> ElringKlinger AG <strong>–</strong><br />

Serienlieferant und Technologieführer <strong>für</strong> <strong>die</strong><br />

weltweite Automobilindustrie<br />

3. Elring-Ersatzteile in Erstausrüster-Qualität<br />

4. Breites Produktprogramm<br />

5. Bedarfsgerechte Dichtungssätze, auf <strong>die</strong><br />

Motorenreparatur abgestimmt<br />

6. Bedarfsorientiertes Ersatzteilsortiment <strong>für</strong><br />

Pkw und Nkw<br />

7. Hochleistungsfähige Universaldichtmassen:<br />

Dirko, Curil T2 sowie Schraubensicherungen,<br />

Flächendichtungen und weitere<br />

anaerobe Dichtmassen<br />

8. Artikeldaten und Zusatzinformationen im<br />

Online-Katalog, auf TecDoc und ACES & PIES<br />

9. Montage-Videos online verfügbar<br />

10. Kostenlose technische Service-Hotline:<br />

+49 7123 7<strong>24</strong>-799<br />

Website YouTube<br />

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