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KOMPACK 02 24

Aktuelle Interviews: Dieter Glawischnig, Georg Matyk, Martin Widermann, Wolfgang Kubesch Messen: Anura FoodTec, drupa, LogiMAT Ulrich - Übersiedlung abgeschlossen, Sicherheitsetiketten erobern Amerika, ARA-Patent ... uvm

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Messen: Anura FoodTec, drupa, LogiMAT
Ulrich - Übersiedlung abgeschlossen, Sicherheitsetiketten erobern Amerika, ARA-Patent ... uvm

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®<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong> 05/21<br />

WE THINK<br />

WE THINK THINK<br />

34 31 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />

2<strong>02</strong>. 187. Ausgabe<br />

w w w w . k . o m k p o a m c k p . i n a f c o 03/20<br />

k . i 30 Jahre n <strong>KOMPACK</strong><br />

179. f Ausgabe<br />

o<br />

INSIDE<br />

INSIDE<br />

INSIDE<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

THE<br />

BOX.<br />

THE<br />

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BOX.<br />

DIE WELT DER KENNZEICHNUNG<br />

NACHHALTIG BESCHRIFTEN UND ETIKETTIEREN<br />

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Bluhm Systeme GmbH • Rüstorf 82 • A-4690 Schwanenstadt • Tel.: +43 7673 4972<br />

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An&fürsich ................................................................................................ 4<br />

Meine Meinung<br />

Sicherheitsetiketten ... ................................................................................ 5<br />

erobern Amerika<br />

Ulrich Etiketten ... ...................................................................................... 6<br />

setzt auf eine grüne Zukunft<br />

Robopac ... .............................................................................................. 7<br />

auf der Macfrut<br />

Wir sind Kreislauf ... ................................................................................. 8<br />

Interview mit Mag. Martin Widermann<br />

Gmund Papier+FLYERALARM ... .......................................................... 9<br />

go <strong>24</strong>/7<br />

Vier erfolgreiche Generationen ... ......................................................... 10<br />

im Einsatz<br />

[Re]Design Today ... ...................................................................... 12<br />

Interview mit Wolfgang Kubesch<br />

Alle Verpackungen „at scale“ recyclen ... .............................................. 14<br />

Interview mit Georg Matyk<br />

Expresso ... ........................................................................................... 23<br />

Neuer Markenauftritt<br />

Der professionelle Produktionspartner ... ................................. 30<br />

für große Werbung<br />

drupa ... ................................................................................................... 32<br />

Kurze Vorschau<br />

Mit Ultraschall ... .................................................................................. 34<br />

Ablagerungen in Maschinen reduzieren<br />

Neue nachhaltige Lösungen ... ................................................................ 36<br />

auf der NPE<br />

Marzek Etiketten+Packaging ... ................................................................ 37<br />

setzt Maßstäbe<br />

Strichcode ... ............................................................................................ 40<br />

Trends und häufige Fehler<br />

Transparente, ... ................................................................................... 41<br />

ultradünne Stretchfolie<br />

Wir sind ... ............................................................................................. 42<br />

Spritzguss<br />

50 Jahre Markenerfolg ... ........................................................................ 43<br />

Austropressen<br />

„Eigentlich sind wir... ...................................................................... 44<br />

reiner Kreislauf<br />

Markus Rustler ... ................................................................................ 45<br />

als interpack-Präsident bestätigt<br />

Beumer ... ................................................................................................. 46<br />

stretch hood<br />

ARA Patent ... ............................................................................................ 47<br />

läutet neue Ära ein<br />

Mehrkopfwaage verpackt ... ........................................................................ 48<br />

tonnenweise Fleischknödel<br />

„Die Erwartungen an... ............................................................................. 50<br />

mobile Roboter sind überzogen“<br />

Impressum<br />

Köln<br />

Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />

A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />

Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />

Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner<br />

Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030<br />

Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />

Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />

<strong>KOMPACK</strong> ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />

Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />

übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />

im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />

oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />

Foto: Gerhard schubert GmbH<br />

INHALT<br />

15 News von der<br />

Anuga FoodTec<br />

Stuttgart<br />

<strong>24</strong> News von der LogiMAT<br />

Österreich<br />

38 Investition in die Zukunft<br />

Cover<br />

WE THINK THINK<br />

03/20<br />

WE THINK<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong> 05/21<br />

34 31 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />

2<strong>02</strong>. 187. Ausgabe<br />

w w w w . k . o m k p o a m c k p . i n a f c o<br />

k . i n f o<br />

w w w . k o m p a c k . i n f o<br />

THE<br />

THE<br />

THE<br />

Österreichische Post AG MZ <strong>02</strong>Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />

Österreichische Post AG MZ <strong>02</strong>Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />

®<br />

30 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />

179. Ausgabe<br />

DIE WELT DER KENNZEICHNUNG<br />

NACHHALTIG BESCHRIFTEN UND ETIKETTIEREN<br />

Da die Nachhaltigkeit in heutigen Zeiten immer mehr in den Fokus rückt, bieten wir Ihnen Komple tlösungen,<br />

mit denen Sie Ihre Produkte möglichst nachhaltig kennzeichnen können. Mit über 50 Jahren Erfahrung im Markt,<br />

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Coca-Cola Fotos: Coca-Cola HBC Österreich /© Christian Lendl (www.dchr.is)<br />

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Tel.: +43 1 86 306 0<br />

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Salzburger Straße 56<br />

5204 Strasswalchen<br />

Tel:: +43 6215 85 71 0<br />

office.strasswalchen(at)<br />

dunapack-packaging.com


MESSEN<br />

AN&FÜRSICH ...<br />

LogiMAT<br />

Die LogiMAT 2<strong>02</strong>4 hat ihre Tore erneut mit weiteren<br />

Zuwächsen bei Besucherzuspruch, Ausstellerzahl,<br />

Ausstellungsfläche und Produktpremieren geschlossen.<br />

Mit einer Quote von rund 35 Prozent internationaler<br />

Aussteller kam in diesem Jahr zudem jeder dritte<br />

Aussteller über die Bundesgrenzen nach Stuttgart.<br />

Foto: Studio Florian<br />

Nach drei erfolgreichen<br />

Messetagen endet die<br />

LogiMAT 2<strong>02</strong>4, internationale<br />

Fachmesse für Intralogistik-<br />

Lösungen und Prozessmanagement,<br />

mit Zuwächsen und Spitzenwerten<br />

in allen messerelevanten Kennzahlen.<br />

Insgesamt kamen 67.420<br />

Fachbesucher (+ 8,1%) auf das<br />

Stuttgarter Messegelände. 1.610<br />

Aussteller (+ 6%) präsentierten neueste<br />

Lösungen und Produktentwicklungen<br />

und unter anderem mehr als<br />

120 innovative Produktpremieren.<br />

Nettoausstellungsfläche<br />

Zudem konnte die Nettoausstellungsfläche<br />

um noch einmal 2.000<br />

zusätzliche Quadratmeter auf gut<br />

67.000 Quadratmeter gesteigert<br />

werden. Insgesamt befanden sich<br />

an den drei Messetagen 101.649<br />

Personen (Fachbesucher, Aussteller,<br />

Medienvertreter) auf dem Messegelände.<br />

„Damit setzt die LogiMAT<br />

ihre Erfolgsgeschichte weiter fort“,<br />

urteilt Messeleiter Michael Ruchty<br />

vom Münchener Messeveranstalter<br />

EUROEXPO Messe- und Kongress-<br />

GmbH. „Auch in diesem Jahr haben<br />

wir wieder gezeigt, dass mit Kreativität<br />

auch unter dem gegebenen<br />

Platzangebot noch weitere Flächen<br />

zu erschließen sind und innovative<br />

Neuerungen eingebunden werden<br />

können. Damit bietet die LogiMAT<br />

Ausstellern und Fachpublikum immer<br />

wieder aufs Neue eine hochattraktive<br />

und weltweit einzigartige<br />

Plattform.“<br />

Neu<br />

Rund 150 Unternehmen waren<br />

erstmals auf der LogiMAT vertreten.<br />

Bei einer Quote von 35% kam in<br />

diesem Jahr zudem jeder dritte Aussteller<br />

aus dem Ausland – 86 davon<br />

aus Übersee, China, Nordamerika<br />

und Australien. „Die LogiMAT in<br />

Stuttgart hat sich international den<br />

Ruf als bedeutendste Präsentationsplattform<br />

und Arbeitsmesse der<br />

Intralogistikbranche erarbeitet und<br />

gilt als weltweit führende Intralogistikmesse“,<br />

unterstreicht Messeleiter<br />

Ruchty.<br />

Zahlen<br />

Die Zahlen zum aktuellen Messegeschehen<br />

wurden vom unabhängigen<br />

Baseler Marktforschungsinstitut<br />

Wissler & Partner ermittelt und dokumentiert.<br />

Danach hatten 41% des<br />

Fachpublikums einen Anreiseweg<br />

von mehr als 300 Kilometer. Jeder<br />

vierte Messebesucher kam aus dem<br />

Ausland nach Stuttgart – davon mehr<br />

als die Hälfte aus Asien, Afrika und<br />

Amerika. „Das hervorragende Ergebnis<br />

der LogiMAT 2<strong>02</strong>4 und das<br />

erfolgreich erweiterte Rahmenprogramm<br />

unterstreichen erneut den<br />

Ruf der LogiMAT als Messe mit<br />

Mehrwert wie auch als führende<br />

Präsentations-, Informations- und<br />

Kommunikationsplattform der Intralogistikbranche“,<br />

begründet Messeleiter<br />

Ruchty das hohe Interesse von<br />

Ausstellern und Fachbesuchern.<br />

2<strong>02</strong>5<br />

Die kommende LogiMAT in Stuttgart<br />

findet vom 11. bis 13. März<br />

2<strong>02</strong>5 statt. Lesen Sie in dieser Ausgabe<br />

auch über einige auf der Messe<br />

entdeckte Neuigkeiten.<br />

Mehr: www.logimat-messe.de<br />

… ist der Reparaturbonus eine super Idee - wenn er verwendet<br />

werden kann.<br />

Hier geht es jetzt um ein iPad Pro, das mein Sohn seit einigen<br />

Jahren in Verwendung hat - die Akkuleistung wurde in letzter<br />

Zeit aber immer schwächer. Das Gerät hat auch nicht immer<br />

(mit Original Ladekabel) geladen.<br />

Also damit zum McAgent bei uns um die Ecke - dieser<br />

akzepiert auch den Reparatur Bonus.<br />

Nach zwei Wochen hatte dieser „Certified Macintosh<br />

Technician“ leider für unser iPad und eine Uhr immer noch<br />

keinen Akku bekommen. Unser Techniker: „Apple liefert uns<br />

oft nicht gerne die Akkus - aber normalerweise bekomme ich<br />

diese - auch über einige Händler - hier scheitere ich leider.“<br />

Also sind wir damit zum größten Apple Premium Reseller in<br />

Österreich gegangen (auch in der Nähe - der akzeptiert aber<br />

keinen Reparatur Bonus). Beim ersten Besuch sagt uns der<br />

Mitarbeiter: „Wird rund Euro 150 kosten - aber zuerst muss<br />

die Geräteortung deaktiviert werden.“ Da dies vor Ort nicht<br />

ging, sind wir nach einigen Tagen wieder hingegangen. Dort<br />

sagt uns der „kompetente“ Berater: „Also wenn ihr das bei<br />

uns macht, dauert das länger - besser ihr schaut in unsere<br />

Zentrale in der Mariahilfer Straße.“ Ich glaube ja eher<br />

- nachdem er mir gestanden hat, dass er „eine schwere Nacht<br />

hatte“, dass er schlichtweg die Schreibarbeit nicht erledigen<br />

wollte.<br />

Aber nette Menschen, wie wir sind, sind wir in die Zentrale.<br />

Dort erklären mit zwei Jugendliche, dass ein Gerät mit<br />

leerem Akku (nachdem das Gerät zwischendurch schon stark<br />

entladen war, wollte es gar nicht mehr laden) und da das<br />

Gerät verbogen ist - geht da gar nichts - normalerweise wird<br />

das Gerät ausgetauscht (hätte Euro 850 gekostet - dies haben<br />

wir aber erst bei Tools at Work erfahren) aber so geht gar<br />

nichts mehr - einfach wegwerfen ... ???<br />

Danach bin ich mit dem Gerät zu Tools at Work - in der<br />

Zirkusgasse - die kenne ich von früher - und die haben auch<br />

unter Apple Usern den Ruf eher Freaks zu sein ... . Wie soll<br />

ich sagen - erste Aussage - „Das ist nicht verbogen.“<br />

Nach fünf Minuten kommt der dortige Techniker und sagt:<br />

„Na es lädt wieder - empfehle ein neues Ladekabel. Problem<br />

ist nicht der Akku sondern die ältere Hauptplatine“ Gesagt<br />

getan - nach Hause gekommen - das iPad hat wieder geladen.<br />

4<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Wollte nur kurz diese Geschichte erzählen und freue mich auf<br />

ein Wiederlesen im Juni<br />

Ihr<br />

Harald Eckert


NEWS<br />

Sicherheitsetiketten erobern Amerika<br />

Der österreichische Sicherheitsetikettenhersteller Securikett schlägt neue Wege ein und<br />

expandiert in die USA. Mit dieser strategischen Expansion unterstreicht das Unternehmen<br />

sein Engagement, innovative Sicherheitslösungen auf dem nordamerikanischen<br />

Markt anzubieten<br />

Die Eröffnung des Büros in<br />

den USA markiert einen<br />

bedeutenden Meilenstein<br />

in der internationalen Expansion<br />

von Securikett. Werner Horn, geschäftsführender<br />

Gesellschafter von<br />

Securikett, äußerte sich zufrieden<br />

über die neue Geschäftserweiterung:<br />

„Wir sind hocherfreut, die Eröffnung<br />

unseres Büros in den USA bekannt<br />

zu geben. Diese Expansion ermöglicht<br />

es uns, unsere innovativen Sicherheitsetiketten<br />

einem breiteren<br />

Publikum zugänglich zu machen.“<br />

Produktsicherheit und<br />

-digitalisierung aus einer Hand<br />

Die Sicherheitsetiketten von Securikett<br />

sind für ihre fortschrittliche<br />

Technologie und ihre Vielseitigkeit<br />

bekannt. Sie bieten nicht nur einen<br />

effektiven Schutz vor Produktfälschungen,<br />

sondern ermöglichen es<br />

Unternehmen auch, ihre Lieferkette<br />

effizient zu überwachen und zu<br />

verwalten. Die Smarten Labels des<br />

Unternehmens bieten darüber hinaus<br />

innovative IoT-Lösungen und<br />

ermöglichen eine nahtlose Kommunikation<br />

zwischen Konsumenten<br />

und Herstellern.<br />

3D-Effekt mit Securikett-Drei<br />

fach VOID-Technologie<br />

Die Lösungen des Unternehmens<br />

werden stetig weiterentwickelt - die<br />

Beim Öffnen erscheint ein Würfelmuster<br />

aus zuvor nicht sichtbaren<br />

Farben. Versucht man das Etikett<br />

wieder zu verschließen, bleibt der<br />

Effekt weiterhin sichtbar und somit<br />

wird jeder Öffnungsversuch eindeutig<br />

und irreversibel angezeigt.<br />

dreifach-VOID Produkte von Securikett<br />

sind schon lange fester Bestandteil<br />

des Produktportfolios. Diese<br />

Technik wurde vor Kurzem mit<br />

optischen Effekten weiterentwickelt<br />

und führt so zu einem einprägsamen<br />

3D-Effekt. Auf diese Weise beeindrucken<br />

diese Sicherheitsetiketten<br />

sowohl im verschlossenen als auch<br />

im geöffneten Zustand.<br />

Mehr unter: www.securikett.com<br />

NAHRUNGSMITTEL- UND VERPACKUNGSTECHNIK<br />

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Hersteller.<br />

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Seit über 100 Jahren steht das Familienunternehmen<br />

für exzellente Qualität im Bereich der Nahrungsmittelund<br />

Verpackungstechnik am österreichischen Markt.<br />

gramiller.at


ÜBERSIEDLUNG<br />

Ulrich Etiketten<br />

setzt auf eine grüne Zukunft<br />

<strong>KOMPACK</strong> berichtete über die Übersiedlung der Firma Ulrich Etiketten im November.<br />

Bis Februar waren alle Druckmaschinen umgesiedelt und laufen mittlerweile reibungslos<br />

im Dreischichtbetrieb. Auch die rund 200 Mitarbeiter haben inzwischen ihre<br />

Arbeitsplätze bezogen. Geschäftsführer Dr. Rainer Ulrich ist froh, dass die Übersiedlung<br />

ziemlich rasch abgeschlossen werden konnte, um sicherzustellen, dass die<br />

Produktion nun wieder reibungslos verläuft.<br />

Abgesehen von der Übersiedlung<br />

führte auch ein<br />

starker Auftragseingang,<br />

einschließlich einiger Neukunden,<br />

vorübergehend zu längeren Lieferzeiten.<br />

Inzwischen laufen alle<br />

Maschinen wieder auf Hochtouren,<br />

einschließlich der neuen Offset-<br />

Etikettendruckmaschine.<br />

Dr. Rainer Ulrich vor der neuen Offset-Etikettendruckmaschine<br />

Neue<br />

Veredelungsmöglichkeiten<br />

Die neue Anlage erlaubt eine<br />

Produktionsbreite von 520mm und<br />

verfügt über 9 Farbwerke, was<br />

auch die Kombination mit Flexound<br />

Siebdruck ermöglicht. Die integrierten<br />

Heiß- und Reliefprägestationen<br />

ermöglichen gestochen<br />

scharfe Heißfolienprägungen und<br />

Reliefs. Hochveredelte Etiketten<br />

im Großauflagenbereich stellen<br />

mit dieser Lösung kein Problem<br />

mehr da. „Die ideale Lösung für<br />

den Getränkebereich“, so der Geschäftsführer.<br />

Neben dem Augenmerk<br />

auf Kapazitätserweiterung<br />

liegt der Schwerpunkt auf recyclebaren<br />

Etiketten und Verpackungen.<br />

Ganz in den Diensten der Nachhaltigkeit<br />

sind die Wash-off-Label,<br />

sowie der Wechsel auf wasserauswaschbare<br />

Druckplatten, die ohne<br />

Lösungsmittel auskommen. Auch<br />

im Sinne der Umwelt ist der Einsatz<br />

der LED-Technologie. „Wir<br />

haben einen Großteil der Druckmaschinen<br />

von der traditionellen<br />

UV-Drucktechnologie auf energiesparende<br />

LED-Technologie umgestellt.<br />

Diese Investition ist ein weiterer<br />

Schritt auf unserem Weg zur<br />

nachhaltigen Herstellung“, erklärt<br />

Dr. Rainer Ulrich.<br />

Messen<br />

Auch auf mehreren Messen wird<br />

Ulrich Etiketten dieses Jahr vertreten<br />

sein. Auf der Austro Vin<br />

Tulln präsentierte sich das Unternehmen<br />

nicht nur mit innovativen<br />

Lösungen, sondern auch im neuen<br />

Design. Besonders die Drucker<br />

und Etikettenspender von Ulrich<br />

Etiketten erregten großes Interesse.<br />

Ebenso beeindruckte der QR-<br />

Code-Service des Unternehmens,<br />

der Winzern ermöglicht, Informationen<br />

zu den Inhaltsstoffen gemäß<br />

der EU-Nährwertverordnung einfach,<br />

leistbar und sicher (hauseigene<br />

IT-Abteilung) in ihre Weinetiketten<br />

zu integrieren.<br />

Nachhaltige<br />

Verpackungslösungen<br />

Mit einem eigenen Stand wird<br />

das Unternehmen heuer beim<br />

Regal-Branchentreff und bei der<br />

FachPack in Nürnberg sein. „Gerade<br />

in Nürnberg werden die nachhaltigen<br />

Verpackungslösungen von<br />

Ulrich Etiketten noch mehr in den<br />

Vordergrund rücken als bisher.“ erklärt<br />

Dr. Ulrich während des Firmenrundgangs.<br />

2<strong>02</strong>4<br />

Für das laufende Jahr rechnet der<br />

Geschäftsführer mit einem Anstieg<br />

des Konsums. Das Unternehmen<br />

selbst wird seinen Schwerpunkt<br />

Forschung und Entwicklung<br />

im Recyclingbereich weiter vorantreiben.<br />

In Zukunft soll auch<br />

das Selbstklebematerial nicht nur<br />

zugekauft, sondern auch selbst<br />

produziert werden. Damit wird<br />

man etwas unabhängiger und flexibler.<br />

Auch ein weiteres Wachstum<br />

ist geplant, da das Grundstück<br />

mit 5,5 Hektar genügend Platz dafür<br />

bietet.<br />

Mehr unter:<br />

www.ulrich.at<br />

6 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

75815<br />

Harald<br />

VERPACKUNG LÄUFT FÜR EINEN GUTEN ZWECK!<br />

Unter dem Motto „Verpackung läuft für einen guten Zweck - die<br />

österreichische Verpackungsbranche hat nicht nur hervorragende<br />

Verpackungslösungen - sie unterstützt auch dieses Projekt“<br />

hat <strong>KOMPACK</strong> eine Gruppe gegründet.<br />

Einfach auf<br />

https://www.wingsforlifeworldrun.com/de/teams/Xok7GX<br />

anmelden und mitmachen.<br />

Theoretisch kann weltweit überall gestartet werden.<br />

Freue mich über Ihre Anmeldung - vielleicht schaffen wir ja<br />

einen gemeinsamen Auftritt - werden gerne alle Teilnehmer auch<br />

in <strong>KOMPACK</strong> erwähnen.


MESSE<br />

Robopac auf der Macfrut<br />

Robopac bestätigt seine Teilnahme an der Macfrut, dem Bezugsevent für Fachleute<br />

der Obst- und Gemüsebranche Italiens und aus dem Ausland. Die Macfrut findet vom<br />

8. bis 10. Mai 2<strong>02</strong>4 auf dem Messegelände Rimini Expo Centre in Rimini statt und ist<br />

eine Messe, die sich im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Termin für Anbieter und<br />

Einkäufer entwickelt hat: Sie zieht nahezu 1.200 Aussteller an und verzeichnete im Jahr<br />

2<strong>02</strong>3 mehr als 49.700 Besucher.<br />

Robopac, stets in Sachen<br />

Innovationen engagiert,<br />

wird die Aetna Group auf<br />

dieser Veranstaltung in Rimini vertreten,<br />

deren Produktion von halbautomatischen<br />

Stretchwicklern mit<br />

intelligenter Technologie über automatische<br />

Verpackungslösungen,<br />

industrielle Verpackungsmaschinen<br />

und Kartonpackern bis hin zu Palettierern,<br />

AGV- und LGV-Shuttles<br />

und Maschinen für das Recycling<br />

von Rohstoffen geht.<br />

Stretchfolien-<br />

Verpackungsroboter<br />

Insbesondere wird Robopac auf<br />

der Macfrut - Halle D4, Stand <strong>02</strong>4<br />

- seinen ikonischen, selbstfahrenden<br />

Stretchfolien-Verpackungsroboter,<br />

den Robot S7, und die halbautomatische<br />

Dreharm-Wickelmaschine<br />

Masterwrap HD XL ausstellen: beide<br />

extrem leistungsstarke Lösungen<br />

mit hochtechnologischem Inhalt.<br />

Robot S7<br />

Robot S7, der für seine hohe Verpackungsautonomie<br />

und große Arbeitsflexibilität<br />

bekannt ist, wurde<br />

für das Umwickeln und Stabilisieren<br />

von auf Paletten gepackten Ladungen<br />

- egal welcher Form, Größe<br />

und Gewicht - mit Stretchfolie<br />

entwickelt. Dank des innovativen<br />

Folieneinzugssystems (ILS), durch<br />

das Öffnen des Schlittens, und<br />

der Power Drive Technologie mit<br />

Brushless-Motor kann die Folie mit<br />

äußerster Präzision gesteuert werden,<br />

was eine perfekte Vordehnung<br />

gewährleistet sowie den Folien- und<br />

Energieverbrauch auf ein Minimum<br />

verringert.<br />

Masterwrap HD XL<br />

Masterwrap HD XL, ist hingegen<br />

die ideale Lösung für die Stabilisierung<br />

instabiler, schwerer Lasten mit<br />

unregelmäßigen Formen. Robust<br />

und zuverlässig, verfügt sie über<br />

eine Vorstreckfunktion, lässt sich<br />

leicht in jedes industrielle Layout<br />

integrieren und kann mit R-Connect<br />

implementiert werden, d. h. mit der<br />

Technologie, die anhand der ständigen<br />

Überwachung des korrekten<br />

Betriebs der Maschine das Erzielen<br />

der maximalen Produktionsleistung<br />

ermöglicht.<br />

Mehr unter: www.robopac.com<br />

MEHRWEG Etrichstraße 75 – 83<br />

VERPACKUNGS A-2542 Kottingbrunn<br />

SYSTEME GMBH<br />

Tel. + 43(0)2252 408 2<strong>02</strong><br />

VERPACKUNGEN Fax +43 (0)2252 408 2<strong>02</strong> 31<br />

KOFFER<br />

email: office@vsl.at<br />

FLIGHTCASES www.vsl.at<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

7


WIRTSCHAFT<br />

Wir sind Kreislauf<br />

I N T E R V I E W<br />

<strong>KOMPACK</strong> sprach auch heuer mit Mag. Martin Widermann, Geschäftsführer<br />

von PROPAK, über die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt. Zu den<br />

Themen gehörten auch in diesem Jahr die allgemeine wirtschaftliche Situation,<br />

die europäische Verpackungsverordnung (Packaging and Packaking Waste<br />

Regulation=PPWR), sowie die Arbeitsmarktsituation, die Ausbildungsmöglichkeiten<br />

in der Branche und die aktuellen Lohnabschlüsse.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Nachdem die PP-<br />

WR jetzt praktisch unterschriftsreif<br />

ist - wie beurteilen Sie das Ergebnis?<br />

Mag. Widermann: Prinzipiell bin<br />

ich noch vorsichtig, wie Sie gesagt<br />

haben, ist sie zwar unterschriftsreif,<br />

aber da noch einige Punkte umstritten<br />

sind, kann man das Ergebnis<br />

erst nach getätigter Unterschrift<br />

beurteilen. Gleichzeitig bleibt natürlich<br />

auch abzuwarten, wie die<br />

nationalen Umsetzungen genau<br />

sein werden. Wie wir aus Erfahrung<br />

wissen, sind da Deutschland und<br />

Österreich immer Vorreiterländer<br />

- was für unsere Industrie im internationalen<br />

Wettbewerb nicht immer<br />

von Vorteil ist. Prinzipiell scheint<br />

aber die jetzige Fassung einige unserer<br />

Sorgen aufgegriffen zu haben<br />

und die ökologischen Vorteile des<br />

bestens funktionierenden Wertstoffkreislaufs<br />

Papier/Karton/Wellpappe<br />

anzuerkennen.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Abgesehen von der<br />

Unsicherheit durch diese Verhandlungen<br />

- wie sieht die allgemeine<br />

wirtschaftliche Lage aus?<br />

Mag. Widermann: Wie Sie wissen<br />

haben die Wirtschaftsforscher die<br />

Prognosen gerade wieder weiter<br />

nach unten geschraubt – die Verpackung<br />

steht nicht für sich alleine,<br />

sondern ist ein Konjunkturindikator<br />

- wenn weniger verkauft wird,<br />

wird weniger Verpackung benötigt<br />

- so einfach ist die Rechnung.<br />

Allgemein also eine schwierige<br />

Entwicklung. Verbunden mit den<br />

Unsicherheiten durch die PPWR-<br />

Verhandlungen - und es gibt da ja<br />

noch einige andere internationale<br />

Verordnungen, die gerade verhandelt<br />

werden.<br />

Wir reden aktuell von einem<br />

Marktrückgang - so wurde in den<br />

ersten drei Quartalen im letzten<br />

Jahr um 12% weniger Menge verkauft<br />

als ein Jahr zuvor. Die Zahlen<br />

müssen natürlich auch im richtigen<br />

Kontext gesehen werden - so haben<br />

sich Kunden durch die verrückte<br />

Entwicklung in den letzten Jahren<br />

(Rohstoffknappheit, Lieferschwierigkeiten)<br />

oft Lager gefüllt, die jetzt<br />

sukzessive wieder abgebaut werden.<br />

Aber wie gesagt, wir haben keine<br />

eigene Branchenkonjunktur und<br />

die Voraussagen lassen nur einen<br />

zarten, langsamen Aufwärtstrend<br />

erwarten. Und durch die Lohnabschlüsse<br />

wurde die Situation für die<br />

österreichischen Firmen natürlich<br />

auch nicht erleichtert.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Da diese auch höher<br />

ausgefallen sind als im Ausland?<br />

Mag. Widermann: Ja, da wir im<br />

Inland eine höhere Inflation als die<br />

umliegenden Länder haben, deren<br />

Abgeltung für die österreichischen<br />

Gewerkschaften ein Dogma ist, hat<br />

sich zum Beispiel zu Deutschland<br />

oder den skandinavischen Ländern<br />

ein Unterschied ergeben da deren<br />

Gehaltserhöhungen noch unter<br />

deren ohnehin schon niedrigeren<br />

Inflationsraten liegen. Sie dürfen<br />

nicht vergessen, dass die Personalkosten<br />

im Schnitt rund 25% eines<br />

Unternehmens in unserem Bereich<br />

ausmachen. Da unsere Produkte zu<br />

80% in den Export gehen, kommt<br />

Mag. Martin Widermann<br />

es hier zu einem eklatanten Wettbewerbsnachteil<br />

für einheimische<br />

Unternehmen.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Kommen wir zu<br />

einem anderen Dauerthema in der<br />

Wirtschaft - Arbeitskräfte.<br />

Mag. Widermann: Eigentlich<br />

sprechen wir von einer unveränderten<br />

Situation. Wirklich qualitativ<br />

gutes Personal ist nach wie vor<br />

schwierig zu finden. Auch wenn<br />

durch die schwache Konjunktur<br />

die Nachfrage geringer ist und die<br />

Firmen versuchen, ihre Arbeitskräfte<br />

nach Möglichkeit zu halten.<br />

Wir vom Verband arbeiten hier seit<br />

einiger Zeit erfolgreich - auch mit<br />

Hilfe der sozialen Medien - dagegen.<br />

Damit auch in Zukunft Lehrlinge<br />

und neue Mitarbeiter in unsere<br />

so attraktive Branche kommen,<br />

arbeiten wir an unserem „PROPAK<br />

Employer Branding“ weiter - hier<br />

wird es auch heuer noch einige<br />

News geben und auch eine neue Videoserie.<br />

Und es gibt auch Erfreuliches<br />

aus dem Bereich der Ausbildung<br />

zu vermelden: nicht nur, dass<br />

Lehrlinge ausgebildet werden, sondern<br />

vor allem auch, dass – es hat<br />

gerade ein erster Teil der heurigen<br />

Prüfungen stattgefunden - bisher<br />

alle Kandidaten die Lehrabschlussprüfung<br />

mit Bravour bestanden haben.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Also weitere<br />

Imagebildung nach außen hin.<br />

Mag. Widermann: Ja, damit<br />

auch die Konsumenten, die mit der<br />

Branche nicht vertraut sind, unsere<br />

Produkte auch nach Gebrauch als<br />

wertvollen Wertstoff wahrnehmen<br />

und nicht als Abfall. Unser Motto<br />

„Wir sind Kreislauf“ gehört eben<br />

auch in die Bevölkerung getragen.<br />

Auch auf Messen treten wir auf, um<br />

PROPAK zu präsentieren - wie gerade<br />

bei der BeSt in Wien oder im<br />

Herbst auf der Jugend + Beruf in<br />

Wels, denn für unser Bildungsforum<br />

PROPAK ist es wichtig, gemeinsam<br />

mit unseren Mitgliedsfirmen zu<br />

zeigen, welche spannenden Berufe<br />

unsere Branche bietet. Alle, die an<br />

Technik, Kreativität und Nachhaltigkeit<br />

interessiert sind, finden in<br />

der PROPAK Industrie spannende<br />

Aufgaben Und die PROPAK Industrie<br />

steht mit ihren unverzichtbaren<br />

Produkten für Resilienz und Sicherheit.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Es gibt heuer auch<br />

ein kleines Jubiläum?<br />

Mag. Widermann: Ja, der Verband<br />

hat vor knapp 10 Jahren<br />

seinen neuen Außenauftritt beschlossen.<br />

Auch wenn der offizielle<br />

Startschuss dann erst im darauffolgenden<br />

Jahr erfolgt ist, können wir<br />

vielleicht im Herbst auf der heurigen<br />

PROPAK Lounge trotzdem mit<br />

einem Glaserl darauf anstoßen. Bei<br />

der Lounge wollen wir auch mit<br />

einem namhaften Ökonomen den<br />

europäischen Industriestandort und<br />

die aktuellen Herausforderungen<br />

für die industrielle Produktion beleuchten<br />

- wird sicher ziemlich interessant.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Wir sind gerade<br />

in der Osterzeit - hätten Sie einen<br />

Wunsch an den Osterhasen…<br />

Mag. Widermann: Ein schnelleres<br />

Konjunkturwachstum als zur<br />

Zeit erwartet …<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Danke für das Gespräch<br />

8<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong>


DRUCK<br />

Gmund Papier+FLYERALARM go <strong>24</strong>/7<br />

Zusammen zum Erfolg – das komplette Gmund Sortimentsangebot, jederzeit<br />

verfügbar, online bestellbar und mit transparenten Preisen: der neue<br />

FLYERALARM Gmund Papiershop bietet Druckereien, Agenturen und allen<br />

Kunden der Qualitätspapiere vom Tegernsee neue Möglichkeiten für Einkauf<br />

und Einsatz des perfekt passenden Papiers.<br />

Es tut sich was für Druckereien.<br />

Die zwei inhabergeführten<br />

Unternehmen<br />

Gmund Papier und FLYERALARM<br />

stärken sich von nun an gegenseitig.<br />

Ihre gemeinsame Mission ist es,<br />

durch Transparenz und verbesserte<br />

Verfügbarkeit, Kreative und Drucker<br />

zu fördern. Gmund als Marktführer<br />

in der Entwicklung und Herstellung<br />

von ökologischen Papieren<br />

hat zusammen mit FLYERALARM,<br />

einem der führenden deutschen E-<br />

Commerce-Unternehmen für Marketing-<br />

und Druckprodukte, ein<br />

neues Logistikkonzept entwickelt.<br />

Hohe Produktverfügbarkeit<br />

Ab sofort sind die Papiere von<br />

Gmund Papier über flyeralarm.com/<br />

gmund online erhältlich. Dafür wurde<br />

ein Logistikzentrum in Würzburg<br />

eingerichtet. Kunden profitieren<br />

von einem hervorragenden Serviceniveau:<br />

kurze Lieferzeiten, hohe<br />

Produktverfügbarkeit und ein ausgezeichneter<br />

Servicegrad im Kundenkontakt.<br />

Shop Plattform ist offen<br />

Die hochwertigen Gmund Papiere<br />

sind für den Kunden jetzt bei transparenten<br />

Preisen, schnell und <strong>24</strong>/7<br />

verfügbar. Die FLYERALARM<br />

Shop-Plattform ist jetzt für Online-<br />

Bestellungen offen. Alle Papierkollektionen<br />

aus dem Gmund Standardsortiment<br />

sind dort erhältlich. Im<br />

Fotos: © Horst Klement FLYERALARM<br />

FLYERALARM CEO und Gründer Thorsten Fischer und<br />

Florian Kohler, Inhaber Gmund Papier – Die Zusammenarbeit<br />

ist eine Win-win-Situation für beide Unternehmen<br />

Gmund ALLES Tool werden diese<br />

zusammengefasst. Im Shop kann<br />

man das Tool als Papierkatalog, sozusagen<br />

eine analoge Papiersuchmaschine,<br />

direkt für zuhause bestellen<br />

und auch haptisch seine Wahl treffen.<br />

Ob Offset-, Digital-, Buch- oder<br />

Siebdruck, für jedes Druck- und<br />

Verpackungsprojekt findet sich so<br />

das geeignete Papier.<br />

Papiere effizient und<br />

umfassend zugänglich machen<br />

Florian Kohler, Inhaber Gmund<br />

Papier, sagt: „Durch die Kooperation<br />

mit FLYERALARM können<br />

wir unsere Papiere für Kunden nun<br />

effizient und umfassend zugänglich<br />

machen. Sichere Lagermengen und<br />

Prozessoptimierungen in der Logistik<br />

ermöglichen einen Speed-Service<br />

für alle Marktteilnehmer.Trans-<br />

parent und zu gleichen Konditionen<br />

für alle. Das gibt Gmund als Unternehmen<br />

einen größerenFreiraum<br />

sich auf Produktneuentwicklungen<br />

zu konzentrieren.“<br />

<strong>24</strong>/7 den Check von<br />

Preisen und Verfügbarkeit<br />

FLYERALARM CEO und Gründer<br />

Thorsten Fischer: „Durch die<br />

Zusammenarbeit können wir den<br />

Zugang zu Papier erleichtern. Druckereien<br />

können <strong>24</strong>/7 den Check<br />

von Preisen und Verfügbarkeit vornehmen<br />

und jederzeit Kosten kalkulieren.<br />

Wir unterstützen unsere<br />

Kunden mit dieser Dienstleistung,<br />

sich erfolgreich auf dem Markt zu<br />

positionieren. Diese Kooperation ist<br />

ein Musterbeispiel für zukunftsgerichtetes<br />

Denken und nachhaltiges<br />

Handeln im Sinne des Mittelstands!“<br />

Bündelung<br />

der Unternehmensstärken<br />

Die Bündelung der Unternehmensstärken<br />

in den Bereichen Qualität<br />

und Nachhaltigkeit mit Verfügbarkeit<br />

und Service ermöglicht für<br />

beide Unternehmen eine Wertsteigerung<br />

für ihre Kunden. Die Kombination<br />

von Fähigkeiten und Fachwissen<br />

aus nachhalti ger Papierherstellung<br />

und effizientem, schnellem<br />

E-Commerce für Marketi ng- und<br />

Druckprodukte erlaubt zudem den<br />

Eintritt in neue Märkte.<br />

Schnellere Lieferzeiten<br />

FLYERALARM erreicht durch<br />

die Erweiterung des Sortiments mit<br />

Gmund Papier nun auch verstärkt<br />

ökologisch orientierte Kunden.<br />

Gmund Papier kann mit der FLYE-<br />

RALARM Technologie und einem<br />

neuen Logistikzentrum ab sofort<br />

schnelle Lieferzeiten und höhere<br />

Verfügbarkeit für kleine und große<br />

Aufträge garantieren. Durch die<br />

Kooperation werden Ressourcen gebündelt<br />

und eine Effizienzsteigerung<br />

erreicht.<br />

Motto<br />

Synergien schaffen, Kreative und<br />

Drucker fördern. Das ist das gemeinsame<br />

Ziel von Gmund Papier<br />

und FLYERALARM.<br />

Mehr unter: www.gmund.com<br />

oder www.flyeralarm.com<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

9


ARBEITSPLATZ<br />

Vier erfolgreiche Generationen<br />

Bereits in der vierten Generation führt Susanne Moosmayr-Schlager gemeinsam<br />

mit Ihrem Bruder Michael Moosmayr den Vollsortimenter für Trafiken, die<br />

Moosmayr Ges.m.b.H.. Bereits 1916 bekam ihre Urgroßmutter als Kriegswitwe<br />

eine Trafik in Haag am Hausruck. Schon bald schlug das Unternehmergen in<br />

der Familie durch und man führte nicht nur die eigene Trafik, sondern belieferte<br />

auch kleine weitere Trafiken. Im Laufe der Zeit durchlebte das Unternehmen<br />

große Veränderungen wie Weltkriege, Wirtschaftswunder und Krisen. „Als<br />

Zeugen dieser Ereignisse haben wir uns immer weiterentwickelt, stets bereit für<br />

neue Herausforderungen“, so die Geschäftsführerin.<br />

Mit einer Übersiedlung<br />

nach Wels wurde das<br />

Unternehmen zum<br />

Großhändler (reiner Verlag). Die<br />

Firma Moosmayr mit mittlerweile<br />

140 Mitarbeitern beliefert Trafiken<br />

mit einem Vollsortiment. Im Zuge<br />

der Übernahme der Sirius Match<br />

Austria GmbH führte das Unternehmen<br />

auch das Engagement weiter,<br />

die Organisation „Licht ins Dunkel“<br />

mit der Produktion und dem<br />

Vertrieb von „Licht ins Dunkel“-<br />

Produkten zu unterstützen (Komplettlogistik).<br />

Der Spendenanteil<br />

aus dem Erlös der Zünder, Feuerzeuge<br />

und Laternen wird direkt an<br />

die Organisation übermittelt und<br />

für eine umfassende Unterstützung<br />

von Sozialprojekten in Österreich<br />

verwendet.<br />

Produktvielfalt<br />

Produktvielfalt, kompetente Mitarbeiter<br />

und ein straffes logistisches<br />

System mit kurzen Reaktionszeiten<br />

sind nur einige Punkte, die das<br />

Unternehmen auszeichnen. „Mit<br />

über 11.000 Produkten bieten wir<br />

ein breites Sortiment, das ständig<br />

aktualisiert wird um den aktuellen<br />

Trends gerecht zu werden. Unsere<br />

Logistikabläufe sind so optimiert,<br />

dass Bestellungen vom österreichischen<br />

Einzelhandel innerhalb<br />

Zufriedene Partner: Claudia Ratzenberger/Gigant, Susanne<br />

Moosmayr-Schlager, Rupert Melkus und Christian Breuer<br />

von zwei Werktagen bearbeitet und<br />

zugestellt werden können“, erklärt<br />

Moosmayr IT & Logistikmanager<br />

Christian Breuer. Auf Grund des<br />

stetig wachsenden Produktprogramms<br />

wurde in der jetzigen Heimat<br />

(seit 2008 in Hofkirchen an der<br />

Trattnach ansässig) auch laufend in<br />

die Weiterentwicklung der Logistik<br />

investiert. Nach ersten selbstentworfenen<br />

Packtischen (mit beheimateten<br />

Tischlern) war man auf der<br />

Suche nach einer professionellen<br />

Packstraße. So ergab sich ein Erstkontakt<br />

mit der Firma GIGANT.<br />

„Es ging bei der Anfrage nicht nur<br />

um ein Zeitthema - auch eine ergonomische<br />

Lösung war vom Start<br />

weg gefragt“, erklärt Rupert Melkus/Projektleiter<br />

Verpackungsprozesse<br />

bei GIGANT.<br />

Lösung<br />

Die Lösung sind vollautomatische<br />

Umreifungsmaschinen von<br />

Mosca, die die dezentrale Bearbeitung<br />

ersetzen. Weiters wurden<br />

Packstationen im laufenden Betrieb<br />

installiert und an die vorhandenen<br />

Förderanlagen angepasst.<br />

Das Füllmaterial (mittlerweile<br />

aus Recyclingpapier) wird ergonomisch<br />

aus Vorratsbehältern<br />

entnommen (der Papiervorrat<br />

sensorgesteuert aufgefüllt). Bei<br />

der Gestaltung der Packstationen<br />

wurde sowohl auf einen effizienten<br />

Verpackungsprozess als auf die<br />

Entlastung der Mitarbeiter wie z.B.<br />

durch ergonomische Arbeitsplatzmatten<br />

besonderes Augenmerk gelegt.<br />

Wachstum<br />

Auf dem Areal von 30.000 m² gibt<br />

Packplatz<br />

es laufend Erneuerungen und Digitalisierungen.<br />

2<strong>02</strong>1 wurden mit einer<br />

Investition von € 12 Millionen<br />

auch ein Hochregallager mit bis zu<br />

6.400 Palettenstellplätzen sowie<br />

ein CUBY-Shuttlelager mit bis zu<br />

16.000 Behälter angebaut. Durch<br />

den stetigen Ausbau wurde auch<br />

die Investition in weitere Packstationen<br />

notwendig. Die Firma<br />

GIGANT, die vom Start weg auch<br />

durch ihr Service punkten konnte -<br />

Moosmayr-Schlager: „Das Service<br />

der Firma GIGANT möchte ich an<br />

diese Stelle extra lobend erwähnt<br />

haben - egal welches Anliegen<br />

wir haben - unser Gebietsbetreuer<br />

berät uns überaus kompetent und<br />

ist rasch vor Ort.“ - hat auch die<br />

neuen Packstationen wieder ideal<br />

an die vorhandene Fördertechnik<br />

angepasst. Wichtig bei der Umsetzung<br />

ist stets, dass das Heben und<br />

Tragen von Paketen vermieden<br />

wird. Die Geschäftsführerin: „Um<br />

die bisherigen 16 Packstraßen zu<br />

entlasten und mehr Flexibilität zu<br />

schaffen, investierten wir in 8 neue<br />

Stationen! Dadurch können sich<br />

Trafikanten auch weiterhin auf eine<br />

schnelle Versorgung verlassen. Ein<br />

notwendiger Schritt, um die steigende<br />

Nachfrage zu bewältigen.“<br />

Seitens GIGANT wird die gute Zusammenarbeit<br />

sowie die hohe Kompetenz<br />

des Moosmayr-Instandhaltungsteams<br />

betont.<br />

Nachhaltig<br />

Nachhaltig investierte das Unternehmen<br />

nicht nur in Logistik<br />

und Mitarbeiter sondern auch in<br />

umweltfreundliche Lösungen. So<br />

wurde eine Photovoltaikanlage<br />

mit einer Gesamtleistung von 667<br />

kWp errichtet. Diese kann künftig<br />

den Großteil des Eigenstrombedarfs<br />

decken. Das Unternehmen,<br />

das mittlerweile auch zwei ausländische<br />

Firmen übernommen<br />

hat, hat mit Stolz 2<strong>02</strong>3 auch die<br />

10 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


Bei der Umreifungsstation<br />

werden die Umreifungen<br />

je nach Kundenwunsch<br />

angebracht.<br />

Auch die Palettenwicklungslösung<br />

kommt von Gigant<br />

Impressionen der Packstationen<br />

renommierten Marken „Sirius“<br />

„Feurius“, und „Cricket“ durch<br />

die Übernahme der Sirius Match<br />

Austria GmbH ins Sortiment aufgenommen.<br />

Traditionsreiche und<br />

starke Marken wie diese stehen für<br />

Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit.<br />

Fazit<br />

Mit den <strong>24</strong> Packstationen werden<br />

heute rund 5.000 Pakete am<br />

Tag befüllt und verpackt. Im Falle<br />

des Palettenversands werden die<br />

Kartons, die im Schnitt 7 kg wiegen,<br />

mittels Palettenwickler der<br />

Firma GIGANT gesichert. Als<br />

drittgrößter Tabakwarenlieferant in<br />

Österreich deckt das Unternehmen<br />

15% aller Zigaretten und 35% aller<br />

Feinschnitte ab. „Doch wir sind<br />

mehr als nur Tabak. Wir sind auch<br />

Vorreiter bei Next-Generation-Produkten<br />

wie E-Zigaretten, Liquids<br />

und Nikotin-Pouches. Produkte<br />

von Moosmayr finden sich allein in<br />

Österreich in mehr als 5.000 Trafiken“,<br />

erklärt die Geschäftsführerin<br />

zum Abschluss.<br />

Mehr über die zufriednen Partner<br />

finden Sie hier: www.moosmayr.at<br />

oder www.gigant.at<br />

Die Lizenz zum Recycling.<br />

Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />

Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.<br />

Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.<br />

01/<strong>24</strong><br />

11


LOGISTIK DIALOG<br />

[Re]Design Today<br />

I N T E R V I E W<br />

<strong>KOMPACK</strong>: [Re]Design Today -<br />

was steckt dahinter?<br />

Wolfgang Kubesch: In vielen<br />

Bereichen - angefangen von der<br />

Gesellschaft über die Wirtschaft<br />

aber selbst in der Supply Chain<br />

und der Logistik müssen wir<br />

umdenken. Jetzt nachhaltige Entscheidungen<br />

für eine zukünftige<br />

Stabilität fällen - ich glaube wir<br />

müssen alle umdenken - so kam es<br />

zu dem heurigen Motto. Die letzten<br />

Jahre haben gezeigt, wie anfällig<br />

wir in überaus vielen Bereichen<br />

sind - von der Rohstoffknappheit<br />

bis zur Energiediskussion sollte<br />

jetzt längst jeder erkannt haben:<br />

Europa muss mehr auf den eigenen<br />

Beinen stehen als bisher. Europa<br />

ist in einigen Bereichen mehr als<br />

zu langsam und hat viele (Wirtschafts-)Kompetenzen<br />

(bewusst)<br />

verloren in teilweise der letztlich<br />

irrigen Annahme es würde<br />

„Wandel durch Handel“ definitiv<br />

funktionieren. Die Frage ist, was<br />

können wir selbst tun und wie<br />

können wir wieder weniger abhängig<br />

von anderen Ländern sowie<br />

deren (minder demokratischen)<br />

Systemen sein – das beschrieb das<br />

Motto vom letzten Jahr „Hands<br />

On 4 Change“ genauso wie das<br />

aktuelle. Nämlich sozusagen<br />

Ärmel aufkrempeln alles überdenken<br />

oder die Position global<br />

weiter verlieren. Dass nicht immer<br />

alles langsam gehen muss, haben<br />

die letzten Jahre ja gezeigt. Jetzt<br />

geht es darum, die Verfügbarkeit<br />

von Rohstoffen, Ressourcen aber<br />

auch Mitarbeitern und Energie<br />

sicherzustellen. Das geht nicht<br />

durch das Überregulieren, was<br />

in Europa leider überhandgenommen<br />

hat.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Europa muss<br />

also in vielen Bereichen<br />

unabhängiger werden.<br />

12 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Die Logistikvereinigung BVL Österreich veranstaltet, unter dem Motto „[Re]<br />

Design Today“, den 39. Logistik Dialog. Nachdem die neue Location am Flughafen<br />

Wien in den letzten Jahren sehr gut angenommen wurde, findet auch der<br />

heurige Leitkongress (16. und 17. Mai) dort statt. Die Fachausstellung „Alles<br />

Logistik“ und zahlreiche Keynotes zeigen dabei aktuelle Trends und Innovationen<br />

für diesen boomenden Wirtschaftsbereich. <strong>KOMPACK</strong> sprach mit BVL<br />

Geschäftsführer Wolfgang Kubesch, im Vorfeld dieses Topevents, was die<br />

Teilnehmer heuer erwarten wird.<br />

BVL Geschäftsführer<br />

Wolfgang Kubesch<br />

Interessierte Besucher bei der letztjährigen Veranstaltung<br />

Wolfgang Kubesch: Wir müssen<br />

insgesamt mehr Verantwortung<br />

übernehmen, um Unabhängigkeit<br />

und Sicherheit zu erreichen. Wenn<br />

man abhängig ist, muss man<br />

eben den Preis dafür zahlen. Man<br />

darf nicht übersehen, wie innovationsfreudig<br />

Amerika ist - und<br />

China kopiert längst nicht mehr<br />

nur. Ich nehme hier als Beispiel<br />

das Elektroauto - wir in Europa<br />

haben in unsere Autos einfach<br />

bloß ein anderes Antriebssystem<br />

eingebaut - die Chinesen hingegen<br />

bauen einen Raum, der einen<br />

quasi erlebnisreich von<br />

A nach B bringen soll.<br />

Wir müssen den innovativen<br />

Menschen aber ein klares Maß<br />

an Freiheit geben - das schafft<br />

Unternehmertum - nicht die angesprochene<br />

Überregulierung.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Beim BVL Logistikkongress<br />

gibt es ja auch stets<br />

Keynote Speaker, die uns über<br />

den berühmten Tellerrand<br />

schauen lassen.<br />

Wolfgang Kubesch: Ja - wo soll<br />

ich anfangen … Monika Rosen -<br />

die ehemalige Chefanalystin der<br />

UniCredit Bank Austria wird mit<br />

uns eine Expertise USA-Europa-<br />

Asien teilen. Robert Holnsteiner<br />

vom Finanzministerium referiert<br />

über seltene Erden & Co. (Rohstoff-,<br />

Mineralpolitik) Der wahrlich<br />

praxiserprobte Logistiker<br />

Heinz Wegerer berichtet über<br />

Katastrophenhilfe international<br />

- auf Unvorbereitetes vorbereitet<br />

zu sein … . Auch auf den Vortrag<br />

von Peter Sutterlüti als CEO von<br />

cargo sous terrain bin ich genauso<br />

gespannt. Cornelia Daniel der<br />

Firma Dachgold - deren Ziel es ist,<br />

dass österreichische Firmen eine<br />

Photovoltaikanlage haben, wird<br />

einen Vortrag halten - dazu der<br />

CEO der Burgenland Energie,<br />

Stephan Sharma.<br />

Zu den Vortragenden zählt zudem<br />

Toyota Material Handling Austria<br />

Chef Oskar Zettl.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Gibt es wieder ein<br />

Partnerland dieses Topevents?<br />

Wolfgang Kubesch: Diesmal ist<br />

es die Schweiz. Die Schweizer<br />

haben etwas geschafft - die LKW´s<br />

sind dort wirklich signifikant von<br />

der Straße auf die Schiene gekommen<br />

- im Rest von Europa, so<br />

auch bei uns, wird darüber meist<br />

bloß diskutiert. Oft wird bei uns<br />

zu lange geplant statt entschlossen<br />

zu handeln. Das sehen wir in<br />

unterschiedlichen Themenfeldern -<br />

nehmen Sie das Beispiel Gewalt<br />

- nur mit netten Gesprächen kommen<br />

wir hier nicht substantiell<br />

weiter und wenn es beim Suezkanal<br />

samt Rotes Meer Unruhe gibt,<br />

gehen uns die Lieferungen aus.


Intelligente Lösungen sind mehr<br />

gefragt denn je - beispielsweise die<br />

Umwelteinflüsse drängen uns zu<br />

neuen Lösungsansätzen - nur zuzuschauen<br />

wie im Panamakanal immer<br />

weniger Wasser verfügbar ist<br />

und zu warten bis sozusagen kein<br />

Schiff mehr fahren kann ist zu wenig.<br />

Aber zurück zur Schweiz - es<br />

gibt dadurch natürlich spannende<br />

Redner aus unserem Nachbarland.<br />

Dazu zählt besonders Oberst Urs<br />

Sulser der Verteidigungsattaché.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Zum Logistik<br />

Dialog gehört seit jeher eine<br />

Fachausstellung.<br />

Logistik - im Wandel der Zeit<br />

Wolfgang Kubesch: Gewiss und<br />

neben vielen bekannten Partnern,<br />

die wieder dabei sind, ist das<br />

Österreichische Bundesheer mit<br />

seiner Gulaschkanone samt Versorgungsfahrzeugen<br />

erneut stark<br />

präsent und LKW Walter wird ein<br />

definitives Jubiläum feiern - 100<br />

Jahre. Erwähnen möchte ich noch<br />

die Teilnahme seitens der Politik -<br />

so wird die Bundesministerin<br />

für Landesverteidigung Klaudia<br />

Tanner über die Mission Vorwärts<br />

und was Logistik dazu beitragen<br />

kann ausführlich berichten.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Zu guter<br />

Letzt - die Networknight?<br />

Auch Bundesministerin<br />

Klaudia Tanner<br />

wird erwartet<br />

Wolfgang Kubesch: Fast wie<br />

immer - Venus Sündikat wird uns<br />

musikalisch unterhalten - wie<br />

immer mit Open End während<br />

des Kühne+Nagel Dinner plus<br />

der cargo-partner Bar. Ganz neu<br />

kommt ein ganz spezieller „Geist<br />

aus der Flasche“ - Logistics Spirit<br />

von Padre Azul! Wie Sie sehen, es<br />

ist angerichtet - jetzt freuen wir<br />

uns auf zahlreichen Besuch.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Danke für das<br />

Gespräch.<br />

04/23<br />

13


WIRTSCHAFT<br />

Alle Verpackungen „at scale“ recyclen<br />

I N T E R V I E W<br />

Nach vierjähriger Vorbereitung und dreizehnmonatiger Begutachtungszeit<br />

wurde in Brüssel nach endlosen Diskussionen und einer vermuteten deutschitalienischen<br />

Blockade doch noch ein gemeinsamer Nenner gefunden. Davor<br />

war in Brüssel, Anfang März, noch einmal im Trilog darüber verhandelt worden,<br />

wie eine gemeinsame Lösung aussehen könnte – und sie wurde gefunden.<br />

In der EU müssen künftig also deutlich mehr Verpackungen recycelbar sein.<br />

Bestimmte Einwegverpackungen wie etwa für unverarbeitetes frisches Obst<br />

und Gemüse oder Einzelverpackungen – beispielsweise für Zucker – sollen<br />

ab 2030 verboten sein, teilte das Parlament mit. Ziel ist es, den Verpackungsabfall<br />

bis 2040 schrittweise, um mindestens 15 Prozent im Vergleich zu 2018<br />

zu reduzieren. <strong>KOMPACK</strong> sprach zu diesem Thema kurz nach der Einigung<br />

mit dem Geschäftsführer des Vereins Getränkekarton Austria, Georg Matyk<br />

über die Einigung und etwaige Auswirkungen auf die Verpackungen in seinem<br />

Bereich.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Wie sehen Sie<br />

prinzipiell die jetzige Europäische<br />

Verpackungsverordnung (PPWR)?<br />

Matyk: Prinzipiell positiv. So<br />

schwierig es war, die unterschiedlichen<br />

Positionen, die auf über<br />

700 Seiten dargestellt waren,<br />

zu einer Einigung zu bringen<br />

und nach einem Kompromiss<br />

richtungsweisende Pflöcke einzuschlagen<br />

- so wichtig ist der<br />

Grundgedanke der PPWR. Abfall<br />

reduzieren, Recyclingfähigkeit<br />

der Verpackungen erhöhen, Recyclingraten<br />

sowie Sammelquoten<br />

steigern - alles Punkte, die wir<br />

natürlich unterschreiben und<br />

auch seit langem verfolgen.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Klingt, als wären<br />

Sie mit der Entwicklung zufrieden<br />

und als würden Sie die Vorzeichen<br />

für den Getränkekarton<br />

auch in Zukunft positiv sehen.<br />

Matyk: Auch wenn mir in der<br />

PPWR einige wichtige Punkte<br />

unberücksichtigt bleiben - wie<br />

Haltbarkeit von Produkten durch<br />

Verpackungen und Food Waste<br />

- gehen wir prinzipiell mit den<br />

jetzigen Beschlüssen konform. Wir<br />

arbeiten bereits seit Jahren daran,<br />

die Recyclingfähigkeit und die Recyclingquoten<br />

für Getränkekartons<br />

weiter zu steigern. Auch werden<br />

wir stetig noch klimafreundlicher<br />

und gehen so weit mit den Vorgaben<br />

der PPWR konform.. Vollständige<br />

Recyclingfähigkeit und<br />

gesteigerte Sammelmengen müssen<br />

so oder so Ziel jeder Verpackung<br />

sein. Eigentlich müssen wir doch<br />

in unserem Bereich nur unsere Aufgaben<br />

finalisieren - die wir längst<br />

in Angriff genommen haben! Dazu<br />

gehört auch die laufende Beratung<br />

unserer Kunden – denn wir liefern<br />

ja nicht nur die Verpackung,<br />

sondern auch die Maschinen und<br />

damit gesamtheitliche Lösungen.<br />

Bei der Verpackung per se erhöhen<br />

wir den Faseranteil und reduzieren<br />

die Alu- und Kunststoffanteile.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Sie sind davon<br />

überzeugt, dass die Kartons<br />

also auch in Zukunft die richtige<br />

Lösung sind.<br />

Matyk: Ja, definitiv! Sie und ich<br />

wissen, dass man hier keine zu<br />

allgemeinen Aussagen treffen soll<br />

- denn die richtige Verpackungslösung<br />

muss zum jeweiligen<br />

Produkt passen. Eines ist meines<br />

Erachtens aber sicher für alle<br />

Verpackungen gleich: in ganz<br />

Europa müssen alle Verpackungen<br />

„at scale“ recycelt werden. Das<br />

bedeutet, dass jeder Mitgliedsstaat<br />

eine getrennte Sammlung und<br />

Sortierungen sowie Recyclingmöglichkeiten<br />

in ausreichendem<br />

Maß sicherstellen muss. Bis dato<br />

gab es nur bestimmte Quoten für<br />

Packstoffe als Ziele, jetzt kommen<br />

Infrastrukturvorgaben für das gesamte<br />

Verpackungsabfallmanagement.<br />

Und unser Ziel ist klar und<br />

deutlich, so viele Getränkekartons<br />

wie irgend möglich und diese vollständig,<br />

zu recyceln. Gleichzeitig<br />

entwickeln wir unsere Getränkekartons<br />

stetig für ein noch besseres<br />

„Design for Recycling“ weiter. Und<br />

ein weiters klar definiertes Ziel ist<br />

es, alle Vorgaben der kommenden<br />

PPWR vorzeitig, also vor 2030, zu<br />

erreichen. Damit können wir auch<br />

in Zukunft europa- und weltweit<br />

für eine gesicherte Versorgung<br />

und ausgezeichnete Nachhaltigkeit<br />

sorgen. In Österreich sind<br />

wir dank Investitionen in der<br />

letzten Zeit im Recyclingbereich<br />

wirklich sehr gut aufgestellt.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Sie meinen die<br />

neuen modernen Anlagen in<br />

Oberösterreich?<br />

Matyk: Ja, dort haben die Altstoff<br />

Recycling Austria AG (ARA), die<br />

Grüner Punkt Holding GmbH &<br />

Co. KG und die Bernegger GmbH<br />

gemeinsam die modernste Sortieranlage<br />

Europas für Leichtverpackungen<br />

gebaut. In der Nähe<br />

dieser Anlage wird bereits eine<br />

ebenfalls neu errichtete Anlage für<br />

das Faserrecycling der Getränkekartons<br />

betrieben. Und wiederum<br />

sehr nahe gibt es ab heuer Recyclingmöglichkeiten<br />

für die Folien<br />

und Verschlüsse der Getränkekartons.<br />

Alle Standorte wurden<br />

logistisch nachhaltig errichtet.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Sie haben auch<br />

eine weltweite Versorgung<br />

angesprochen?<br />

Matyk: Natürlich - wir sind als<br />

Branche ja „Global Player“ in<br />

unserem Bereich. Um Getränkeund<br />

Lebensmittel überall auf der<br />

Welt (mit möglichst wenig Verlust)<br />

verfügbar zu machen – dafür eignet<br />

sich Karton ideal. Und beim<br />

Recycling agieren wir weltweit,<br />

vergleichbar mit der europäischen<br />

PPWR – unsere Verpackungen „at<br />

scale“ zu recyclen bedeutet Nachhaltigkeitslösungen<br />

zu forcieren.<br />

Damit wird auch erreicht, dass<br />

es eine wirtschaftliche Sicherheit<br />

für erfolgreiche Verwerter gibt.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Noch kurz zur allgemeinen<br />

wirtschaftlichen Lage.<br />

Matyk: Natürlich sind manche<br />

Getränkebereiche durch den konjunkturbedingten<br />

Konsumrückgang<br />

betroffen. In einigen Ländern<br />

werden zurzeit weniger Säfte konsumiert,<br />

da die Haushalte ihre<br />

Ausgaben ändern müssen - das<br />

trifft dann auch die Absatzzahlen<br />

im Getränkekartonbereich. Aber<br />

prinzipiell sind natürlich unsere<br />

hochwertigen Verpackungen, in<br />

denen nachweislich Lebensmittel<br />

lange und sicher transportiert<br />

und aufbewahrt werden können,<br />

die richtige Lösung.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Danke fürs Gespräch.<br />

14 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Georg Matyk


ANUGA FOODTEC<br />

Neuheiten von Singer & Sohn<br />

Singer & Sohn bietet maßgeschneiderte Lösungen zum Einlegen von Produkten<br />

in Verpackungen und stellte diese auf 210 m² auf der Leitmesse für<br />

Innovationen und Entwicklungen der internationalen Lebensmittel- und<br />

Getränkeindustrie (Anuga FoodTec) aus.<br />

Die Singer & Sohn GmbH<br />

ist seit mehr als 30 Jahren<br />

ein anerkannter Partner<br />

(in Österreich von der Firma Gramiller/www.gramiller.at)<br />

für individuelle<br />

Lösungen in der Lebensmittelindustrie,<br />

besonders wenn es<br />

um das Einlegen von Produkten<br />

in die Verpackung geht. Seit der<br />

Übernahme durch JCE im Jahr<br />

2<strong>02</strong>2 ist das Unternehmen perfekt<br />

aufgestellt, um die Internationalisierung<br />

weiter voranzutreiben.<br />

Wir bringen Ihr<br />

Produkt in die Verpackung<br />

Mit dem Leitspruch: „Wir bringen<br />

Ihr Produkt in die Verpackung.<br />

Egal, wie individuell es auch sein<br />

mag!“ bietet Singer & Sohn für nahezu<br />

jedes Produkt und jede Verpackung<br />

die richtige Lösung, wie<br />

etwa für das Ablegen von Bratwürsten<br />

in Schalen, das Einlegen von<br />

z. B. Salami-Sticks in Schlauchbeutel<br />

oder von jeglichen runden<br />

länglichen Produkten direkt in die<br />

Tiefziehverpackungsmaschine.<br />

Cobot von YASKAWA am<br />

Messestand von Singer & Sohn<br />

Loading System<br />

Hierfür hat Singer & Sohn das<br />

Loading System Typ V-G-E im<br />

Programm, das aus verschiedenen<br />

Komponenten besteht, die immer<br />

speziell an das einzulegende Produkt<br />

angepasst werden. Das System<br />

besticht durch den minimalen<br />

Platzbedarf, welcher erst durch die<br />

patentierte Vorgruppierung ermöglicht<br />

wird und wurde so konstruiert,<br />

dass die Folienrolle der Verpackungsmaschine<br />

weiterhin gut zu<br />

erreichen ist.<br />

Loading System VGE<br />

Die Anlagen sind alle mit einer<br />

Schalt- und Steueranlage ausgestattet,<br />

die über ein bedienerfreundliches<br />

Touchpanel eingestellt<br />

werden kann. Produktwechsel<br />

oder kurzfristige Umstellungen<br />

können problemlos durchgeführt<br />

und die Rüst- und Wartezeiten<br />

dadurch enorm reduziert werden.<br />

Bislang war die Zuführung<br />

der Produkte immer nur längs zur<br />

Laufrichtung der Verpackungsmaschine<br />

möglich, auf der Messe in<br />

Köln präsentiert Singer & Sohn<br />

erstmals ein System, welches die<br />

Produkte im 90° Winkel zur Laufrichtung<br />

der Verpackungsmaschine<br />

dem Roboter zuliefert.<br />

Neue Generation<br />

ihres Seperators<br />

Darüber hinaus hat Singer und<br />

Sohn eine neue Generation ihres<br />

Separators entwickelt und bringt<br />

Loading System VGE<br />

Saropack<br />

Schrumpffolienspezialist Nr.1<br />

diese nun auf den Markt. Dieses<br />

kompakte Wunderwerk wird meist<br />

für die Trennung von Darm und<br />

Brät bei der Wurstfüllung eingesetzt.<br />

Somit kann das Brät von<br />

schlecht gefüllten Würsten, in<br />

Wurstenden oder bei Darmplatzern<br />

wiederverwendet werden und<br />

muss nicht entsorgt werden. Der<br />

klare Sieger was Ressourcenschonung<br />

und Nachhaltigkeit betrifft.<br />

Automatisierung wird wichtiger<br />

Generell wird Automatisierung<br />

für viele Unternehmen immer<br />

wichtiger. Zum ersten Mal auf der<br />

Messe, zeigt das Unternehmen<br />

deshalb das Be- und Entladen von<br />

Wägen mit Hilfe eines Cobots: Dies<br />

birgt in verschiedensten Branchen<br />

enormes Potential, besonders<br />

wenn es um das Thema ergonomisches<br />

Arbeiten geht.<br />

Mehr unter:<br />

www.singer-und-sohn.de<br />

Klimaneutrale Schrumpffolien<br />

Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien<br />

PLUS<br />

Maschinen<br />

Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />

Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780<br />

UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />

www.saropack.eu<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

15


ANUGA FOODTEC<br />

Fachbesucher aus 133 Ländern<br />

Die Anuga FoodTec 2<strong>02</strong>4 hat erneut ihre Position als primäre Zuliefermesse und<br />

zentrale Plattform der globalen Lebensmittel- und Getränkeindustrie gestärkt.<br />

‚Responsibility‘ lautete das Leitthema der Fachmesse und ihres umfangreichen<br />

Fachprogramms, das Antworten auf Fragen aus den Bereichen alternative<br />

Proteinquellen, Energie- und Wassermanagement, Digitalisierung sowie<br />

Künstlicher Intelligenz gab. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden<br />

neue Technologien und Konzepte für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen<br />

Ressourcen vorgestellt.<br />

Die Beteiligung von 1.307<br />

Unternehmen und nahezu<br />

40.000 Fachbesuchenden<br />

aus 133 Ländern untermauert den<br />

Stellenwert der Anuga FoodTec<br />

als Vorreiter für zukunftsweisende<br />

Lösungen in der Lebensmitteltechnologie.<br />

Synergien werden gebraucht<br />

„Bei der diesjährigen Anuga<br />

FoodTec wurde deutlich, dass<br />

echte Verantwortung weit über<br />

das Tagesgeschäft hinausgeht; sie<br />

ist die Triebkraft für nachhaltiges<br />

undlangfristiges Wachstum. In jeder<br />

Diskussion, jeder Präsentation<br />

und jedem neuen Produkt sahen<br />

wir, wie entscheidend es ist, heute<br />

mutige Entscheidungen für unsere<br />

gemeinsame Zukunft zu treffen“,<br />

reflektiert Oliver Frese, Chief<br />

Operating Officer der Koelnmesse.<br />

„Vernetzung von Wissenschaft und<br />

unternehmerischer Praxis sowie<br />

interdisziplinäres Networking sind<br />

vorbildlich gelungen. Das schafft<br />

Synergien, die für übergreifende<br />

Innovationen die Basis darstellen.<br />

Und sie brauchen wir verstärkt für<br />

ein tragfähiges Ernährungssystem<br />

der Zukunft, in dem die Anuga<br />

FoodTec als B2B-Innovations- und<br />

Networking-Plattform ein wesentlicher<br />

Bestandteil ist“, betont Prof.<br />

Dr. Katharina Riehn, Vorsitzende<br />

des DLG-Fachzentrums Lebensmittel<br />

und Vizepräsidentin der DLG.<br />

Eröffnungsrede<br />

vom Club of Rome<br />

Sandrine Dixson-Declève, Co-<br />

Präsidentin des Club of Rome, eröffnete<br />

die Anuga FoodTec mit<br />

einem eindrücklichen Vortrag, der<br />

die drängenden Bedürfnisse nachhaltiger<br />

Entwicklungen hervorhob.<br />

Ihre Keynote orientierte sich eng<br />

am Leitthema ‚Responsibility‘ und<br />

an der unverzichtbaren Bedeutung<br />

von umweltschonenden Produktionsverfahren.<br />

Mit ihrer Ansprache<br />

Foto: Koelnmesse<br />

Matthias Schlüter, Direktor der Anuga FoodTec<br />

konnte mit dem Erfolg der Messe zufrieden sein.<br />

gab Dixson-Declève einen entscheidenden<br />

Impuls in Richtung<br />

nachhaltiger Transformation. Auf<br />

der Anuga FoodTec präsentierten<br />

die Aussteller bereits, wie eine<br />

praktische Umsetzung der angesprochenen<br />

Ideale aussehen kann.<br />

Umdenken ist spürbar<br />

Die Anuga FoodTec zeigte eindringlich:<br />

Kernthemen wie Verantwortung,<br />

Wertschöpfung, Klimaneutralität<br />

und Ernährungssicherheit<br />

prägen maßgeblich die<br />

Messeimpression vom Weber Stand.<br />

Richtung der Lebensmittel- und<br />

Getränkeindustrie – weit entfernt<br />

von kurzlebigen Trends. So boten<br />

die ausgestellten Maschinen unter<br />

anderem Einblicke in innovative<br />

Strategien zur Minimierung von<br />

Lebensmittelverlusten und der Aufbereitung<br />

von Abwasser. Darüber<br />

hinaus stellten sie Verfahren wie<br />

das High Pressure Processing vor,<br />

das Lebensmittel ohne Konservierungsstoffe<br />

länger frisch hält. Ein<br />

weiterer Fokus lag auf der Reduktion<br />

von Kunststoffeinsatz sowie<br />

der Verwendung alternativer Verpackungsmaterialien.<br />

Zudem wurden<br />

Fortschritte für die Produktion von<br />

pflanzenbasierten Lebensmitteln<br />

präsentiert, die als zukunftsweisende<br />

Lösungen für nachhaltigere<br />

Ernährungsweisen dienen. Zum ersten<br />

Mal wurde eine Anlage vorgestellt,<br />

die es ermöglicht, Cultivated<br />

Food in industriellem Maßstab zu<br />

produzieren. Die Präsentationen vor<br />

Ort veranschaulichten eindrucksvoll,<br />

wie sich die Unternehmen den<br />

Herausforderungen einer sowohl<br />

wirtschaftlich als auch ökologisch<br />

nachhaltigen Zukunft stellen.<br />

Highlights und Neuheiten<br />

Mit dem neuen Ausstellungsbereich<br />

‚Environment & Energy‘ wurde<br />

ein innovativer Schwerpunkt gesetzt.<br />

Dieser Bereich widmete sich<br />

den fortschrittlichen Energielösungen,<br />

die in der Lebensmittelindustrie<br />

eine wachsende Rolle spielen.<br />

Im Fokus standen dabei Technologien<br />

wie Solarthermie, Wärmepumpen,<br />

Biogas und Biomasse, die<br />

nicht nur auf die Energiewende einzahlen,<br />

sondern auch dazu beitragen,<br />

die CO 2 -Emissionen von Unternehmen<br />

signifikant zu reduzieren<br />

und die Energieeffizienz umfassend<br />

zu steigern. Ein Höhepunkt war<br />

die Verleihung des International<br />

FoodTec Awards. Im Mittelpunkt<br />

standen 14 Innovationsprojekte aus<br />

der globalen Lebensmittel- und Zulieferindustrie.<br />

Aussteller/ Top-Entscheider<br />

Der hochkarätigen, internationalen<br />

Ausstellerschaft entsprach das<br />

ebenso hochklassige Messepublikum.<br />

Zu den Top-Entscheidern,<br />

die zur Anuga FoodTec registriert<br />

waren, gehören Vertreter der Unternehmen<br />

wie AB InBev, Arla Foods,<br />

Asahi, Conagra, Danone, DMK<br />

Deutsches Milchkontor, Dr. Oetker,<br />

Friesland Campina, General Mills,<br />

Kraft Heinz, Lactalis, McCain,<br />

16 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


Meiji, Mengniu, Mondelez, Müller,<br />

Nestlé, Nomad, Plukon, Saputo,<br />

Schreiber, Sprehe, Unilever, Yili<br />

und viele weitere.<br />

Messeimpression vom Schubert Stand.<br />

Anuga FoodTec 2<strong>02</strong>4 in Zahlen<br />

Insgesamt wurden nahezu 40.000<br />

Fachbesuchende aus 133 Ländern<br />

gezählt, der Auslandsanteil lag bei<br />

über 60 Prozent. Die größten Besuchergruppen<br />

außerhalb Europas kamen<br />

aus China, USA, Korea, Israel<br />

und Japan. An der Anuga FoodTec<br />

2<strong>02</strong>4 beteiligten sich 1.307 Aussteller.<br />

Dank einer gestiegenen Durchschnittsfläche<br />

konnten sich die Besucherinnen<br />

und Besucher dieses<br />

Jahr über eine noch größere Vielfalt<br />

an Exponaten und Live-Demonstrationen<br />

freuen. Besonders beeindruckendwar<br />

das längste Exponat mit<br />

einer Länge von 35 Metern.<br />

100 Jahre Koelnmesse<br />

Die Koelnmesse feiert heuer auch<br />

ihr 100-jähriges Bestehen. 100 Jahre,<br />

in denen die Koelnmesse weltweit<br />

Menschen und Märkte zusammenführte.<br />

Mehr unter:<br />

www.anugafoodtec.de<br />

WELLKARTONS PRÄZISE UND<br />

SCHNELL FALZEN<br />

Wann nutzen Sie weiche Falzlinien, um Wellkartons mit exakten<br />

Massen und ohne Falzbruch herzustellen? Entdecken Sie den<br />

Flüssigkeitsriller PerfectFold.<br />

www.robatech.com/de/perfect-fold<br />

28.05. - 07.06.2<strong>02</strong>4<br />

STAND C10<br />

HALLE 12<br />

01/<strong>24</strong><br />

17


ANUGA FOODTEC<br />

Wettbewerbsvorteile generieren mithilfe<br />

18<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Die Weber Digital Factory Solutions unterstützen lebensmittelverarbeitende<br />

Betriebe auf dem Weg zu einer effizienteren, nachhaltigeren und kostengünstigeren<br />

Produktion. Zentrales Ziel von Weber (Partner in Österreich ist<br />

die Firma Gramiller) ist es, Kunden das Leben einfacher zu machen und ihnen<br />

den optimalen Betrieb ihrer Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg<br />

zu ermöglichen.<br />

Zum einen geschieht das auf<br />

Equipment-Ebene mithilfe<br />

innovativer und effizienter<br />

Linienlösungen. Zum anderen spielen<br />

digitale Produkte und Services<br />

eine wesentliche Rolle – vor allem<br />

im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes<br />

und einer Rundum-Betreuung<br />

für den Produktionsbetrieb. Denn in<br />

der Sammlung, Analyse und Nutzung<br />

der Produktionsdaten liegt<br />

ein enormes Profitpotenzial für Lebensmittelproduzenten.<br />

Aus diesem<br />

Grund hat Weber mit den Digital<br />

Factory Solutions eine Plattform<br />

geschaffen, die alle Digitalisierungslösungen<br />

in einem zukunftssicheren<br />

Ökosystem bündelt und mit<br />

den wachsenden Anforderungen an<br />

Produktionsanlagen skalieren kann.<br />

Die Basis des digitalen Ökosystems<br />

bildet das Weber FactoryCockpit,<br />

welches als Datenzentrale fungiert<br />

und die Möglichkeit bietet, weitere<br />

Produkte wie Weber FactoryAssist,<br />

FactoryCare, VideoAssist und<br />

Durablade®Care für eine umfassende,<br />

ganzheitliche Digitalisierung<br />

zu integrieren. Darüber hinaus erhalten<br />

Kunden mit dem Weber Portal<br />

einen schnellen und übersichtlichen<br />

Einstieg in ihre persönliche Weber<br />

Welt mit einer Vielzahl an Informationen<br />

und Services. Alle Weber<br />

Maschinen sind von Haus aus bereit<br />

für die digitale Transformation. Sie<br />

bringen serienmäßig die notwendige<br />

Konnektivität für die Digital Factory<br />

Solutions mit. Somit können Kunden<br />

sowohl mit Neu- als auch mit<br />

Bestandsmaschinen ohne Aufwand<br />

in eine digitale und wirtschaftlichere<br />

Zukunft starten.<br />

Anuga FoodTec<br />

Auf der Anuga FoodTec stellte<br />

Weber eine Erweiterung des FactoryCockpits<br />

vor, welche lebensmittelverarbeitenden<br />

Betrieben dabei hilft,<br />

ihre Gesamtanlageneffektivität zu<br />

maximieren.<br />

Bilder: Weber<br />

FactoryCockpit<br />

Mit dem Weber FactoryCockpit<br />

stehen alle Informationen wie Produktionsdaten,<br />

Analysen und Reports<br />

rund um die Uhr in Echtzeit<br />

zur Verfügung – egal, ob im Produktionsbereich,<br />

Schichtleiterbüro<br />

oder beim Planungsgespräch. Herzstück<br />

dieser digitalisierten Produktion<br />

ist ein übersichtliches Dashboard,<br />

in dem der Live-Status sowie alle<br />

relevanten Leistungs- und Qualitätsdaten<br />

linienbezogen auf einen<br />

Blick dargestellt werden – von Give-away<br />

und Yield über Gutproduktion<br />

und Packungen pro Charge bis<br />

hin zur Verfügbarkeit. Über die intuitive<br />

Bedienoberfläche gelangt der<br />

Kunde ohne viel Training schnell<br />

und effektiv an alle benötigten Informationen.<br />

Dank der Real-Time-<br />

Daten kann sehr schnell auf Abweichungen<br />

wie beispielsweise ein<br />

zu hoher Mittelwert der Charge reagiert<br />

werden, wodurch potenzielle<br />

Verluste minimiert werden. Für eine<br />

direkte Beurteilung der Produktionssituation<br />

und schnelle Reaktion<br />

auf Produktionsabweichungen wird<br />

im Dashboard der Linienstatus der<br />

letzten acht Stunden angezeigt. Bei<br />

Bedarf ist auch eine detailliertere<br />

Betrachtung bestimmter Tage und<br />

Zeitpunkte möglich. In der Darstellung<br />

der Maschinendaten lässt sich<br />

der Zeitbereich individuell auswählen.<br />

Dies ermöglicht nicht nur die<br />

fundierte Analyse zeitlicher Fehlerbilder<br />

sowie die Identifikation von<br />

Störungsursachen. Vor allem lassen<br />

sich mithilfe dieser Daten gezielt<br />

Maßnahmen wie beispielsweise<br />

Schulungen des Bedienpersonals<br />

Weber FactoryCockpit<br />

ableiten, um die Maschineneffektivität<br />

langfristig zu steigern. Reports<br />

und Statistiken ermöglichen außerdem<br />

den Vergleich von Produktionsdaten<br />

mit Durchschnittswerten<br />

aller bisherigen Chargen bzw. Produktionen<br />

pro Rezept und dienen<br />

somit als Basis für die Produktionsoptimierung<br />

und Produktionsplanung.<br />

Zur internen Abstimmung<br />

mit anderen Abteilungen oder zur<br />

Schichtübergabe lassen sich die<br />

Reports individuell generieren und<br />

als PDF drucken. In Summe sorgt<br />

das Weber FactoryCockpit somit<br />

für maximale Transparenz und unterstützt<br />

Entscheider und Führungskräfte<br />

in lebensmittelverarbeitenden<br />

Betrieben dabei, fundierte Entscheidungen<br />

in kurzer Zeit zu treffen.<br />

Gesamtanlageneffektivität<br />

Brandneu im Weber FactoryCockpit<br />

sind die Visualisierung und Analyse<br />

der Gesamtanlageneffektivität<br />

(OEE). Mithilfe der Daten der Endof-Line<br />

Kontrollwaage werden Verfügbarkeit,<br />

Leistung und Qualität als<br />

wichtigste Kennzahlen einer Produktion<br />

in Echtzeit und ohne manuelle<br />

Bedienereingaben in einem aussagekräftigen<br />

Wert dargestellt. Dadurch<br />

kann jederzeit und auf einen<br />

Blick die Produktivität einer Anlage<br />

beurteilt werden. Nach Bedarf kann<br />

jeder einzelnen Aspekten analysieren<br />

werden. Neben der detaillierten<br />

Speicherung aller Produktionsdaten<br />

gehört dazu auch die grafische Visualisierung<br />

inklusive Trendkurve.<br />

Darüber hinaus ist die gezielte Evaluierung<br />

von bestimmten Schichten<br />

oder Produktionsrezepten möglich.<br />

Um im Falle von unerwünschten<br />

Entwicklungen schnellstmöglich<br />

Korrekturen im Produktionsprozess<br />

vornehmen zu können, lassen sich<br />

im OEE-Dashboard individuelle<br />

Alarme einstellen. Fällt eine der<br />

Kennzahlen unter einen bestimmten<br />

Wert, wird eine vorher definierte<br />

Person via SMS oder E-Mail darüber<br />

informiert. Die kritischen Faktoren<br />

und Werte sowie die Art der<br />

Information lassen sich individuell<br />

vom Kunden hinterlegen. Als eine<br />

der elementaren Kennzahlen zur<br />

Bewertung der Produktivität einer<br />

Produktionslinie können mithilfe<br />

einer gezielten OEE-Analyse nicht<br />

nur Produktionsverluste vermieden,<br />

sondern auch ungenutzte Potenziale<br />

gehoben werden.<br />

VideoAssist<br />

Während des Produktionsablaufes<br />

treten teilweise Störungen auf oder<br />

es passieren Fehler, deren Ursache<br />

häufig schwer nachzuvollziehen ist.<br />

Dies führt zu ungeplanten Produktionsausfällen<br />

und bringt sowohl auf<br />

Kundenseite als auch für Servicetechniker<br />

Herausforderungen mit<br />

sich. Mit VideoAssist hat Weber für<br />

solche Situationen eine effektive Lösung<br />

entwickelt, um diese Störungen<br />

schnell und einfach zu analysieren<br />

und nachhaltige Gegenmaßnahmen<br />

zu finden. Mehrere Kameras werden<br />

über die gesamte Produktionslinie<br />

hinweg fest und sicher an den<br />

Maschinen platziert. Die Kameras<br />

nehmen den Produktionsablauf<br />

kontinuierlich auf und machen diesen<br />

als Videostream verfügbar. Tritt<br />

ein Problem auf, wird eine Videosequenz<br />

von einer Minute vor dem<br />

Ereignis bis 30 Sekunden nach dem<br />

Ereignis gespeichert. Diese Sequenz<br />

wird übertragen, automatisch dem<br />

dokumentierten Fehler in der FactoryCockpit<br />

Timeline zugeordnet<br />

und in Form einer Videomarkierung<br />

angezeigt. Somit wird es Kunden<br />

ermöglicht, die jeweilige Videosequenz<br />

im Rahmen der Fehleranalyse<br />

anzusehen und die Fehlerursache<br />

genau zu analysieren. Bei Bedarf<br />

lässt sich die Videospeicherung auch<br />

manuell auslösen. Darüber hinaus<br />

bietet VideoAssist die Möglichkeit,<br />

mitaufgezeichnete Personen im Video<br />

unkenntlich zu machen.


ganzheitlicher digitaler Transformation<br />

FactoryAssist<br />

Direkte und einfache Kommunikation<br />

zwischen Produktionspersonal<br />

und Büromitarbeitern stellt in vielen<br />

Betrieben eine Herausforderung<br />

dar. Weber FactoryAssist vereinfacht<br />

die Kommunikation und dient<br />

als Verbindung räumlich getrennter<br />

Teammitglieder, auch über Abteilungsgrenzen<br />

hinweg. Die digitale<br />

Kommunikationslösung ermöglicht<br />

das Versenden von Nachrichten und<br />

lässt sich sowohl über PCs, Tablets<br />

und andere mobile Endgeräte als<br />

auch über die Bedienterminals der<br />

Maschinen und Linien in der Produktion<br />

nutzen. Damit wird direkte<br />

und schnelle Echtzeitkommunikation<br />

möglich, etwa zwischen Schichtleiter<br />

und Linienpersonal. Die Kommunikation<br />

lässt sich dabei jederzeit<br />

individuell gestalten: Nachrichten<br />

können entweder an ein bestimmtes<br />

Bedienterminal einer Maschine<br />

oder an alle Terminals der Linie gesendet<br />

werden. Ein Band quietscht?<br />

Verbrauchsmaterial wird benötigt?<br />

Solch alltägliche Kommunikation<br />

lässt sich mithilfe von FactoryAssist<br />

bequem und schnell am direkten Arbeitsplatz<br />

erledigen. Ein zusätzlicher<br />

Vorteil: Die Kommunikation ist<br />

dokumentiert. Für die Schichtübergabe<br />

dient dies als ideale Informationsbasis<br />

und deckt auf, in welchen<br />

Bereichen oder bei welchen Tätigkeiten<br />

es Verbesserungspotenzial<br />

gibt. Ein klassischer Anwendungsfall<br />

ist außerdem die Meldung von<br />

Fehlern oder Störungen. Parallel zur<br />

Fehlermeldung werden automatisch<br />

Lösungsvorschläge ausgegeben, die<br />

das Bedienpersonal bei der Fehlerbehebung<br />

unterstützen. Dank eines<br />

integrierten Votings werden die<br />

hilfreichsten Lösungswege immer<br />

zuerst angezeigt. Findet ein Mitarbeiter<br />

eine geeignetere Lösung, das<br />

Problem zu beheben, kann diese neu<br />

hinterlegt werden – bei Bedarf sogar<br />

mit beschreibenden Fotos, Videos<br />

oder Dokumenten. Weber FactoryAssist<br />

hilft also nicht nur kurzfristig:<br />

Die Lösungswege und damit wertvolles<br />

Wissen der Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter werden in einer<br />

Datenbank archiviert und somit für<br />

die gesamte Produktion langfristig<br />

verfügbar gemacht. Durch den damit<br />

verbundenen Wissensaufbau lassen<br />

sich Störungen deutlich schneller<br />

beheben, was nicht nur die Maschineneffizienz<br />

erhöht, sondern auch<br />

Zeit und Kosten für den Einsatz<br />

von Technikern einspart sowie die<br />

Zufriedenheit des Bedienpersonals<br />

steigert. Darüber hinaus profitieren<br />

lebensmittelverarbeitende Betriebe<br />

von einer Entlastung des Personals,<br />

einer Reduktion von Stillstandszeiten<br />

und somit von einer höheren<br />

Verfügbarkeit und Produktivität. Natürlich<br />

ist FactoryAssist nicht nur<br />

mit den Weber Power Control Bedienoberflächen<br />

kompatibel, auch<br />

Maschinen anderer Hersteller sind<br />

in FactoryAssist integrierbar.<br />

Weber VideoAssist<br />

FactoryCare<br />

Ungeplante Maschinenstillstände<br />

oder Ausfälle von Linienkomponenten<br />

verursachen in einer automatisierten<br />

Produktion enorme Kosten<br />

und können darüber hinaus zu Strafzahlungen<br />

oder Auslistung durch<br />

den Lebensmitteleinzelhandel führen.<br />

Eine zentrale Maßnahme, um<br />

diesen Risiken entgegenzuwirken,<br />

ist die Durchführung von Wartungen<br />

der Produktionsmaschinen und -linien.<br />

Weber FactoryCare unterstützt<br />

lebensmittelverarbeitende Betriebe<br />

bei dieser Aufgabe und behält alle<br />

Wartungen und Aufgaben, die mit<br />

der Instandhaltung von Maschinen<br />

und Linien zusammenhängen, im<br />

Blick – zentral in einer App und herstellerunabhängig.<br />

Im Gegensatz zur<br />

aufwendigen manuellen Verwaltung<br />

von Listen können anstehende Wartungen<br />

mithilfe von Weber Factory-<br />

Care planbar, vollständig und fehlerfrei<br />

durchgeführt werden. Dabei<br />

haben Kunden die Möglichkeit, ein<br />

individuelles Benutzerkonzept nach<br />

Administratoren, Managern und Benutzern<br />

mit unterschiedlichen Zugriffs-<br />

und Bearbeitungsrechten zu<br />

hinterlegen. Darüber hinaus bietet<br />

FactoryCare verschiedene Optionen,<br />

das System mit weiteren Informationen<br />

anzureichen: So können beispielsweise<br />

für alle Wartungen und<br />

Aufgaben ganz spezifisch Intervalle,<br />

Zeitaufwände sowie verantwortliche<br />

Personen ergänzt werden. Bei<br />

Bedarf besteht außerdem die Möglichkeit<br />

Bilder, Videos, Dokumente<br />

und Textkommentare zu verknüpfen.<br />

Für ein Maximum an Transparenz<br />

können abgeschlossene Wartungen<br />

inklusive zugehöriger Abschlussberichte<br />

im System archiviert und versioniert<br />

werden.<br />

Durablade®Care<br />

Wie sieht der aktuelle Bestand an<br />

Slicer-Messern aus und auf welchen<br />

Maschinen befinden sich die Messer<br />

zum aktuellen Zeitpunkt? Wie viele<br />

Schleifvorgänge werden durchgeführt<br />

und in welchem Verschleißzustand<br />

befinden sich die Messer genau?<br />

Diese und viele weitere Fragen<br />

können ab sofort schnell und einfach<br />

beantwortet werden – mit Weber<br />

Durablade®Care. Unter der Marke<br />

Durablade vertreibt der Slicing-<br />

Marktführer Weber eigens entwickelte<br />

und gefertigte Kreis- und Sichelmesser<br />

für Slicer und nun auch<br />

ein intelligentes, digitales Managementsystem<br />

für ebendiese. Slicer-<br />

Messer sind Hochpräzisionswerkzeuge,<br />

nehmen als Herzstücke der<br />

Slicer maßgeblich Einfluss auf die<br />

Ablage der Portion und entscheiden<br />

nicht zuletzt über Give-away und<br />

Yield. Mithilfe von Durablade®Care<br />

sind lebensmittelverarbeitende Betriebe<br />

in der Lage, ihre Messer bestmöglich<br />

und abgestimmt auf Produkt<br />

und Anwendung einzusetzen,<br />

Kosten zu sparen und die Effizienz<br />

ihrer gesamten Produktionslinien zu<br />

steigern. Möglich wird dies durch<br />

die Bündelung aller Informationen<br />

rund um den Messerbestand, Einsatz-<br />

und Lagerorte der Messer, Betriebsdaten<br />

sowie Informationen zu<br />

Schleifprozessen. Dank der Zusammenführung<br />

dieser verschiedenen<br />

Daten, können diese gezielt ausgewertet<br />

und verglichen werden, woraus<br />

sich vielfältige Mehrwerte für<br />

Lebensmittelproduzenten ergeben.<br />

Neben Echtzeitinformationen dazu,<br />

auf welcher Linie bzw. auf welchem<br />

Slicer sich ein Messer befindet oder<br />

einer Historie, auf welchen Linien<br />

welche Messer verwendet wurden,<br />

gibt Durablade®Care detailliert<br />

Auskunft darüber, welche Schneidprogramme<br />

genutzt wurden und wie<br />

viele Portionen, Schnitte und Kilogramm<br />

an Produkt ein Messer pro<br />

Aufspannvorgang geschnitten hat.<br />

Durch die Anzeige genauer Informationen<br />

zu Parametern wie Schnittgeschwindigkeit<br />

und Schneidspalt<br />

lässt sich die Performance jedes<br />

einzelnen Messers in Bezug auf<br />

jede beliebige Anwendung exakt<br />

auswerten. Auch die tägliche Standzeit<br />

der Messer sowie die Gesamtlebenszeit<br />

werden dokumentiert,<br />

was einen transparenten Vergleich<br />

verschiedener Messer erlaubt und<br />

somit eine optimierte Einsatzplanung<br />

ermöglicht. Ein weiterer wertvoller<br />

Vorteil von Durablade®Care<br />

ist die Anzeige und Bewertung der<br />

Schleifvorgänge. Wird ein Messer in<br />

einem Schärfgerät nachgeschliffen,<br />

kann der gesamte Schleifprozess im<br />

Durablade®Care System visualisiert<br />

und ausgewertet werden. So lässt<br />

sich genau erkennen, mit welchen<br />

Parametern das Messer geschliffen<br />

wurde und ob zu viel oder zu wenig<br />

Material abgetragen wurde. Anhand<br />

dieser Daten können für folgende<br />

Schleifvorgänge entsprechende<br />

Korrekturen der Schleifparameter<br />

vorgenommen werden, sodass die<br />

Lebensdauer des Messers maximiert<br />

und Kosten eingespart werden. Darüber<br />

hinaus kann im System das<br />

individuelle Verschleißniveau jedes<br />

Messers nachgesehen werden. Dies<br />

ermöglicht eine planbare und ökonomische<br />

Beschaffung neuer Slicer-Messer.<br />

Zu lange oder unnötige<br />

Lagerhaltung sowie Stillstände von<br />

Produktionslinien aufgrund eines<br />

fehlenden passenden Messers werden<br />

somit vermieden.<br />

Mehr unter:<br />

www.weberweb.com<br />

oder beim österreichischen Partner:<br />

www.gramiller.at<br />

06/23<br />

19


ANUGA FOODTEC<br />

Lebensmittel flexibel und wirtschaftlich<br />

Gerade für die Lebensmittelbranche mit ihren vielfältigen Produkten sind die<br />

Cobots tog.519 des Verpackungsmaschinenherstellers Schubert ein Gewinn.<br />

Denn mit den autarken Robotern lassen sich schnell und einfach immer wieder<br />

neue Verpackungslösungen automatisieren. Grundlage dafür ist die KI-gestützte<br />

Bildverarbeitung: Sie ermöglicht den Griff in die Unordnung per Pick-and-Place<br />

ohne weitere Programmierung. Das macht die Cobots besonders flexibel und<br />

bietet den Lebensmittelherstellern zahlreiche Vorteile.<br />

In Zeiten des allgemeinen Personalmangels,<br />

der zu Produktionsengpässen<br />

führen kann,<br />

sind intelligente Lösungen gefragt.<br />

Mit dem Cobot tog.519 bietet die<br />

Gerhard Schubert GmbH jetzt eine<br />

unkomplizierte und hochflexible<br />

Technologie, um Automatisierungslücken<br />

effizient zu schließen. Der<br />

mobile Roboter ist ein völlig autarkes<br />

System, das an beliebigen<br />

Orten in der Produktion aufgestellt<br />

werden kann. Entweder freistehend<br />

oder in einer Schutzzelle, alternativ<br />

auch zusammengefügt zu einer<br />

ganzen Cobot-Linie oder ergänzend<br />

zu Fremdanlagen und Robotern anderer<br />

Hersteller.<br />

Griff in die Unordnung erspart<br />

Vorvereinzelung der Produkte<br />

Mit bis zu 90 Takten greift der<br />

tog.519 zielsicher Produkte aus der<br />

Unordnung und legt sie an dem vorgesehenen<br />

Platz wieder ab. Dafür<br />

sorgt das von Schubert entwickelte<br />

Bildverarbeitungssystem, unterstützt<br />

von einem trainierten neuronalen<br />

Netz. Eine Programmierung erübrigt<br />

sich dadurch, denn der Cobot „sieht“<br />

dank der KI, was er zu tun hat. Das<br />

eröffnet vielfältige Einsatzbereiche,<br />

wobei der Griff ins Chaos per Pickand-Place<br />

die sonst aufwendige<br />

Mit bis zu 90 Takten pro Minute greift der tog.519 Lebensmittel<br />

wie diese Riegel aus der Unordnung und platziert sie in jedes<br />

denkbare Ziel – ohne aufwendige Programmierung.<br />

Vorvereinzelung der Produkte sofort<br />

überflüssig macht. So wird der<br />

gesamte Verpackungsprozess gleich<br />

effizienter – egal ob nackte Produkte<br />

wie Teigwaren, in Schlauchbeutel<br />

verpackte Riegel oder Dosen mit<br />

Tiernahrung gegriffen werden. Der<br />

tog.519 gruppiert zum Beispiel Produkte<br />

vor, bestückt eine Kette zu einer<br />

Schlauchbeutelmaschine, führt<br />

einer Wickelmaschine zerbrechliche<br />

Schokoladenfiguren zu, befüllt<br />

Schachteln und Trays jeglicher Art<br />

oder erstellt verschiedenste Mixpackungen.<br />

Individuell entwickelte<br />

Pick-and-Place-Werkzeuge sorgen<br />

für ein sicheres und schonendes<br />

Handling. Optimal eignen sich Cobots<br />

für Offline-Anwendungen abseits<br />

einer Verpackungsanlage und<br />

für Hersteller, die oft kleine Losgrößen<br />

produzieren und eine große Flexibilität<br />

bezüglich ihres Warensortiments<br />

benötigen.<br />

Flexibel und schnell<br />

zwischen Produkten wechseln<br />

Insbesondere für Endverpackungen<br />

ist das Verpacken mithilfe<br />

eines oder mehrerer Cobots ebenfalls<br />

eine schlanke und vergleichsweise<br />

kostengünstige Lösung, die<br />

immer wieder schnell an neue Abläufe<br />

angepasst werden kann. Das<br />

lohnt sich vor allem für Lebensmittelproduzenten,<br />

die häufig neue<br />

Produkte mit kurzem Lebenszyklus<br />

auf den Markt bringen: Während der<br />

jeweiligen Testphasen können die<br />

Schubert-Cobots das Verpacken der<br />

neuen Waren ohne großes Umrüsten<br />

problemlos übernehmen, ohne dass<br />

zu diesem Zeitpunkt schon in eine<br />

spezialisierte Verpackungsanlage<br />

investiert werden muss. Das senkt<br />

das finanzielle Risiko und bietet die<br />

Möglichkeit, mit einer größeren Anlage<br />

so lange zu warten, bis das neue<br />

Produkt am Markt etabliert ist und<br />

der Kauf sich wirtschaftlich rentiert.<br />

Sinnvolle und wirtschaftliche<br />

Verpackungslösung<br />

In der Lebensmittelbranche bewährt<br />

sich der tog.519 von Schubert<br />

bereits beim Verpacken von<br />

Haferriegeln sowie Schokoriegeln<br />

in Kartonschachteln, sortenrein und<br />

als Mixpackungen. Geplant ist zudem<br />

die Zuführung von Schokoladenfiguren<br />

zu einer Wickelmaschine.<br />

Aber auch die Praxiserfahrungen mit<br />

dem Schubert-Cobot aus anderen<br />

Bereichen wie beispielsweise Kosmetik<br />

und Tierfutter lassen sich unkompliziert<br />

auf die Anforderungen<br />

der Lebensmittelhersteller übertragen.<br />

Schubert berät seine Kunden<br />

Fotos: Gerhard Schubert GmbH<br />

20<br />

Die Zuführung zerbrechlicher Schokoladenfiguren zu einer Wickelmaschine<br />

kann der tog.519 ebenfalls übernehmen, wobei 3D-gedruckte<br />

Pick-and-Place-Werkzeuge für ein schonendes Handling sorgen.<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

In der Praxis bewährt sich der Cobot auch in anderen Branchen<br />

wie Kosmetik und greift zum Beispiel sortierte Glasflaschen<br />

ohne Programmierung aus einer Kartonverpackung.


verpacken mit Cobots<br />

umfassend vor der Entscheidung<br />

für eine Verpackungslösung mit<br />

Cobots und bezieht den gesamten<br />

Produktionsprozess sowie mögliche<br />

zukünftige Anforderungen in die<br />

Überlegungen mit ein. Denn so lässt<br />

sich am besten analysieren, ob die<br />

Cobot-Technologie für den Kunden<br />

eine sinnvolle und wirtschaftliche<br />

Verpackungslösung ist.<br />

Anuga FoddTec<br />

Auf der Anuga FoodTec gehörte<br />

das Interesse der besucher neben<br />

den Cobots auch dem Flowpacker<br />

von Schubert. Schlauchbeutelfolien<br />

für Lebensmittel bestehen heute aus<br />

den unterschiedlichsten Materialien.<br />

Im Verpackungsprozess macht sich<br />

das vor allem beim Siegelvorgang<br />

bemerkbar: Viele neue Folien sind<br />

Der Cobot ist ein völlig autarkes System, das an beliebigen Orten in der<br />

Produktion aufgestellt werden kann. Entweder freistehend oder in einer<br />

Schutzzelle, alternativ auch zusammengefügt zu einer ganzen Cobot-Linie<br />

oder ergänzend zu Fremdanlagen und Robotern anderer Hersteller.<br />

anspruchsvoll zu verarbeiten und<br />

nicht jede Siegeltechnologie ist<br />

für jede Folie geeignet. Wollen Lebensmittelhersteller<br />

flexibel bleiben,<br />

benötigen sie Verpackungsanlagen,<br />

die den Spagat zwischen Flexibilität<br />

und sauberer Siegelung erfüllen<br />

können. Mit dem Flowpacker bietet<br />

Die Box-Motion-Einheit im<br />

Flowpacker lässt sich per<br />

Plug-and-Play mit<br />

einer rotierenden<br />

fliegenden Quersiegeleinheit<br />

zum Heißsiegeln tauschen.<br />

Schubert eine Schlauchbeutelmaschine,<br />

die je nach Anforderung per<br />

Plug-and-Play zwischen mehreren<br />

Siegeltechnologien wechseln kann.<br />

Mehr unter: www.schubert.group<br />

Individuelle und<br />

effiziente Lösungen<br />

vom Weltmarktführer<br />

für Schnelllauftore<br />

Lebensmittel<br />

Industrie<br />

Mit EFAFLEX Schnelllauftoren<br />

‣ beschleunigen Sie<br />

Ihre Abläufe<br />

‣ reduzieren Ihre<br />

Wartezeiten und<br />

‣ senken Ihre Energieund<br />

Betriebskosten.<br />

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<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

21


ANUGA FOODTEC<br />

Die nachhaltigen Eimer<br />

Für seine wegweisende Verpackungslösung S-LINER PEEL erhielt das Unternehmen<br />

SAIER Verpackungstechnik in den letzten Jahren mehrere Auszeichnungen<br />

bis hin zum deutschen Nachhaltigkeitspreis und den WorldStar Award.<br />

Aber nicht nur dieses Produkt Stand im Mittelpunkt des Messeauftrittes des<br />

Unternehmens während der Anuga FoodTec. Passend zur Lebensmittelbranche<br />

war eines dieser Produkte der S-LINER BARRIER FOOD.<br />

SAIER Eimer finden im Lebensmittelbereich<br />

mit unterschiedlichen<br />

Füllgütern ihren<br />

Einsatz. Die Zeitspanne zwischen<br />

Abfülldatum und Verwendung des<br />

Lebensmittels kann dabei mehrere<br />

Monate betragen, in der unter Umständen<br />

bestimmte Flüssigkeiten,<br />

Dämpfe oder UV-Strahlen durch die<br />

Polymerstruktur des Verpackungsmaterials<br />

dringen können. Die mechanische<br />

Eigenschaft und die Qualität<br />

der Füllgüter können dadurch signifikant<br />

negativ beeinflusst werden.<br />

S-Liner Barrier Food<br />

Beim S-LINER BARRIER<br />

FOOD schützt eine innenliegende<br />

Barrierefolie das Füllgut im Eimer<br />

sicher durch eine verschweißte Boden-Wand-Folie,<br />

welche den kompletten<br />

Innenraum bis zum oberen<br />

Eimerrand abdeckt. Über eine an<br />

der Deckelinnenseite angebrachte<br />

Barrierefolie wird das Füllgut zusätzlich<br />

von oben geschützt, so dass<br />

ein wirkungsvoller 360°-Schutz erreicht<br />

wird.<br />

Produktveränderungen<br />

vermeiden<br />

Die integrierte Barrierefolie<br />

schützt das Kunststoffpolymer vor<br />

Veränderungen zum Beispiel durch<br />

Inhaltsstoffe wie ätherische Öle<br />

in Gewürzen oder Marinaden und<br />

deren Permeation von innen nach<br />

außen. Die Produkteigenschaften<br />

des Füllgutes sowie die Stabilität<br />

des Eimers werden somit bewahrt.<br />

Gleichermaßen erfolgt der Schutz<br />

des Füllgutes vor äußeren Einflüssen,<br />

die durch Permeation von<br />

außen nach innen in das Füllgut<br />

hineinwirken können. Mögliche<br />

Veränderungen von Produkteigenschaften<br />

der Füllgüter durch z.B.<br />

Sauerstoff oder UV-Strahlen werden<br />

somit wirkungsvoll vermieden.<br />

Barrierenschutz können zum Beispiel<br />

eine gesteigerte Haltbarkeit<br />

oder eine bessere Konservierung<br />

von Aroma- und Geschmackskomponenten<br />

bei Lebensmitteln erreicht<br />

werden. Den S-LINER BARRIER<br />

FOOD gibt es für die verschiedenen<br />

Eimerformen und -größen des Saier<br />

Sortiments an. Die mehrlagigen Barriereschichten<br />

der Innenfolie sind<br />

nur wenige µm dick und betragen<br />

damit nur einen Bruchteil der üblichen<br />

Eimergebinde-Wandstärken<br />

von ca. 0,6-2,5 mm. Deshalb ist, abhängig<br />

von der Barriereanforderung<br />

sowie von der gewählten Barriereschicht,<br />

die Recyclingfähigkeit des<br />

Eimergebindes mit bis zu 100 %<br />

weiterhin gegeben.<br />

Transparente Einblicke<br />

Bei einigen Lebensmitteln ist es<br />

verkaufsrelevant, das Produkt direkt<br />

in der Verpackung sichtbar zu<br />

zeigen. Beim S-LINER BARRIER<br />

FOOD ist es möglich, das IML, das<br />

Eimermatrixmaterial und den Barriere-Inliner<br />

transparent zu erhalten,<br />

um auf einen Blick Vertrauen zu<br />

schaffen.<br />

Die vorteilhafte Alternative<br />

Für einige Le bens mit tel waren<br />

Kunststoffgebinde bislang nur bedingt<br />

geeignet. Durch die Integration<br />

einer Barriere-Innenfolie ergänzen<br />

sich nun Funktionalitäten von<br />

Behältern mit hohen Barriereeigenschaf<br />

ten wie Metall- oder Glas behälter<br />

mit den positiven Eigenschaften<br />

von Kunststoffgebinden.<br />

o leichtes Verpackungsgewicht<br />

o formbewahrende Verkaufsverpackung<br />

ohne Beulen oder Bruch<br />

o kein Verrosten und keine zusätzliche<br />

Innenlackierung notwendig<br />

o keine Permeation nach innen<br />

und nach außen<br />

o Nestbarkeit von Leergebinden<br />

für effiziente und nachhaltige Outbound-<br />

und Inbound-Logistik<br />

o der Energieaufwand zur Herstellung<br />

eines definierten Verpackungsvolumens<br />

aus Kunststoff ist üblicherweise<br />

geringer, als bei Metall<br />

oder Glas<br />

S-LINER-MULTIFILL<br />

Ebenfalls gezeigt wurde auf der<br />

Messe der S-LINER MULTIFILL:<br />

Die revolutionäre Lösung zur Mehrfachverwendung<br />

von Eimergebinden.<br />

Der S-LINER MULTIFILL ist<br />

ein flexibles Eimer-Verpackungssystem,<br />

das eine nachhaltige Lösung<br />

zur Mehrfachverwendung und zur<br />

Vermeidung der Eimerverschmutzung<br />

bietet. Durch das Einlegen<br />

eines entnehmbaren und separat<br />

abfüllbaren Inliners bleibt der äußere<br />

Trägereimer sauber und kann<br />

mehrfach genutzt werden. Das Füllgut<br />

kommt ausschließlich mit dem<br />

S-LINER MULTIFILL in Kontakt,<br />

welcher nach Gebrauch fachgerecht<br />

recycelt werden kann. Der Trägereimer<br />

kann anschließend vom Abfüller<br />

zurückgeholt und wiederverwendet<br />

oder zum Recycling an SAIER<br />

Verpackungstechnik zurückgegeben<br />

werden.<br />

Verschluss<br />

Ebenso gezeigt wurde eine neue<br />

Deckellösung: Der S-RIM wurde<br />

mit dem Bestreben entwickelt, Beschädigungen<br />

des Füllgutes durch<br />

aufplatzen von Deckeln unter erhöhter<br />

Belastung mittels Außendruck,<br />

Innendruck oder Fall zu vermeiden.<br />

Die im S-RIM integrierte<br />

Rüstung greift beim Aufbringen<br />

am Eimerrand unter und fixiert den<br />

S-RIM sicher am Eimer. Dieser<br />

steigert den Deckelhalt bei Eimern<br />

mit S-RIM Signifikant gegenüber<br />

Eimer-Deckelverbindungen ohne<br />

Einsatz eines S-RIM`s.<br />

Mehr über die flexiblen<br />

nachhaltigen Lösungen sehen<br />

Sie unter: www.saier-web.de<br />

Flexibel anpassbar<br />

Der S-LINER BARRIER FOOD<br />

kann mittels Folientechnik an verschiedenen<br />

Anforderungen angepasst<br />

werden. Durch den erhöhten<br />

22 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


NEWS<br />

Expresso - seit 1953 für Sie innovativ<br />

1953 war das erste eigene EXPRESSO Produkt „geboren“ und auch die erste<br />

Patentanmeldung wurde vorgenommen. Es handelte sich dabei um eine erste<br />

Handtransportkarre, um das Handling von schweren Fässern zu erleichtern. Es<br />

folgten über 200 weitere Schutzrechte.<br />

Mittlerweile ist das Unternehmen<br />

nicht nur für seine<br />

hochwertigen Rodeln<br />

sondern auch für seine Lösungen<br />

für die Sicherheit an der Laderampe<br />

bekannt. Vom einfachen Verladesteg<br />

bis zur kompletten Rampenausstattung<br />

und LKW-Wegfahrsperre<br />

Stop Trucks® wird angeboten.<br />

Mobile Ladelifte runden das<br />

Programm genauso ab wie Hebehilfen<br />

bis zu 600kg.<br />

Neues Logo<br />

Insgesamt steht EXPRESSO damit<br />

für innovatives Sichern von<br />

Verladevorgängen. „Das ist unser<br />

zentrales Nutzerversprechen!“ so<br />

der österreichische Vertriebsleiter<br />

Ing. Marcus Bräuer. Zum neuen<br />

Logo, dass sich das Unternehmen<br />

quasi zum 70. Geburtstag geschenkt<br />

hat, sagt er: „Unser neues Logo<br />

betont unsere Unternehmensidentität<br />

und wirkt dabei gleichzeitig<br />

schnittig und modern. Es soll unsere<br />

Werte und Ziele in klarer und<br />

prägnanter Form repräsentieren. Ab<br />

sofort zeigen wir uns und unsere<br />

Produkte mit dem EXPRESSO Logo<br />

im neuen Erscheinungsbild. Wir<br />

hoffen, es gefällt Ihnen genauso gut<br />

wie uns!“<br />

Mehr unter:<br />

www.expresso.at<br />

Ing. Marcus Bräuer vor dem österreichischen Firmengebäude<br />

01/<strong>24</strong><br />

23


LOGIMAT<br />

One Family<br />

Unter dem Dach der Toyota Industries Corporation (TICO) bieten Toyota<br />

Material Handling, Vanderlande und viastore schlüsselfertige, integrierte Automatisierungslösungen<br />

aus einer Hand an. Um die Vorteile des spannenden „One<br />

Family“-Ansatzes für Interessenten zu verdeutlichen, präsentierten sich die drei<br />

Unternehmensschwestern heuer auch gemeinsam auf einem Zusatzstand den<br />

LogiMAT Besuchern.<br />

Die Messebesucher bewegten<br />

vor allem Fragen<br />

zur Zukunftsfähigkeit<br />

ihres Betriebs und Toyota Material<br />

Handling hat mit seiner umfangreichen<br />

Standgestaltung versucht,<br />

möglichst praxisnah Antworten zu<br />

geben. So gab es im Energy & Product-Park<br />

neben einem starken und<br />

nachhaltigen Produkt-Portfolio zum<br />

Transportieren, Schleppen, Stapeln<br />

und Kommissionieren, auch eine<br />

weitläufige Automation-Area. Dort<br />

wurde ein gesamter Lagerdurchlauf<br />

in Verbindung mit einem Shuttle-<br />

Regal und der neuesten Generation<br />

Radio-Shuttle sowie dazugehöriger<br />

Ladestation – ideal für automatisierte<br />

Nutzung und integrierbar ins<br />

Regal - simuliert. Ebenso gezeigt<br />

wurde ein AutoStore®-Demo-<br />

Grid. Das AutoStore®-System ist<br />

ein Lagerautomatisierungssystem,<br />

das kundenorientierte Logistik mit<br />

Hochleistungs-Output auf kleinstem<br />

Raum ermöglicht und in Kooperation<br />

mit Konzernschwester<br />

Bastian Solution angeboten wird.<br />

Dank der erst kürzlich gestarteten,<br />

strategischen Kooperation mit Gideon<br />

- einem in Zagreb ansässigen<br />

Technologieunternehmen, das modernste<br />

Softwarelösungen für Lokalisierung<br />

und Steuerung autonomer<br />

mobiler Roboter (AMRs) entwickelt<br />

– wurde ein Prototyp eines<br />

Kommissioniergerätes gezeigt,<br />

dass dank Gideon-Technologie kamerabasiert<br />

seine Wege findet.<br />

Heute wissen,<br />

was morgen bewegt<br />

Sowohl Automation-Area als<br />

auch Innovation-Camp stießen auf<br />

besonders großes Interesse: „Die<br />

Besucher standen immer wieder<br />

Schlange, um im Innovation-Camp<br />

einen Blick hinter die Kulissen<br />

werfen zu können. Als Pionier und<br />

Treiber neuer Technologien gewährte<br />

Toyota erstmals öffentlich<br />

Einblicke in zukunftsweisende,<br />

Entwicklungen und Konzeptstudien<br />

autonomer Geräte, die durch<br />

verbesserte Mensch-Maschine-<br />

Foto_ © Toyota Material Handling<br />

Während der LogiMAT: Blick in das Lager von heute und<br />

kleines Foto - desingter Stapler im „Racing Look“<br />

Interaktion und Machine-Learning<br />

punkten.“ erklärt Magistra Martina<br />

Eisler, Pressesprecherin Toyota<br />

Material Handling Austria. Im<br />

Hinblick auf Digitalisierung wurde<br />

der nächste Schritt des neuen Kundenportals<br />

vorgestellt. Es bietet<br />

informative Fuhrpark-Übersichten<br />

auf Basis präziser Telematik-Daten<br />

und liefert damit eine gute Basis<br />

zur Entscheidungsfindung. In der<br />

Praxis bedeutet das: Das Portal<br />

unterstützt bei der Kostenkontrolle,<br />

Überwachung von Ladezyklen<br />

sowie bei der Nutzung von Sicherheitsfunktionen<br />

und ermöglicht<br />

eine optimierte Beschaffung von<br />

Neu-, Gebraucht- oder Mietgeräten.<br />

Passend zur Unternehmens-<br />

Vision „Zero Muda“ – also keine<br />

Verschwendung – gab es im Innovation-Camp<br />

auch einen Geräte-<br />

Prototyp zu sehen, der einen evolutionären<br />

Einsatz von Produktionsmaterialien<br />

zur Erhöhung der<br />

Recyclingquote verdeutlicht und<br />

daher einen möglichst geringen<br />

CO 2 -Fußabdruck hinterlässt.<br />

Einblicke in Toyotas<br />

Sichtweisen und Aktivitäten<br />

Im Hinblick auf die raschen Veränderungen<br />

in der Logistikbranche<br />

ergeben sich zahlreiche neue Chancen,<br />

jedoch auch Risiken, welche<br />

eine immer schnellere Entwicklung<br />

von Grundlagentechnologien<br />

anheizen. Außerdem nimmt das<br />

steigende Umweltbewusstsein auch<br />

auf die Logistikbranche Einfluss.<br />

Sie leistet einen wichtigen Beitrag<br />

zur europäischen Wirtschaft und ist<br />

daher gefordert, ein nachhaltiges<br />

Geschäftsmodell zu entwickeln.<br />

Um Kunden und Interessenten bei<br />

diesen herausfordernden Themen<br />

Unterstützung zu bieten, bot Toyota<br />

in einer eigenen Coaching-Zone<br />

mehrmals täglich Fachvorträge zu<br />

Zukunftsperspektiven und Nachhaltigkeit<br />

an. So legte Top-Speaker<br />

Hans Larsson, Director Strategic<br />

Innovation Toyota Material Handling<br />

Europe und Autor des Toyota-<br />

Trendreports die Sichtweise des<br />

Weltmarktführers auf die größten<br />

Chancen und Risiken der kommenden<br />

Jahre dar. Larsson zeigte im<br />

Rahmen seines Vortrags, was jeder<br />

Logistikakteur im Auge behalten<br />

sollte und gab auch Einblicke sowie<br />

praktische Tipps. Wie lässt sich<br />

der Übergang zu einem nachhaltigen<br />

Geschäftsmodell bewerkstelligen<br />

und wie die Branche auf den<br />

wachsenden Bedarf an Transparenz,<br />

Kohlenstoffreduktion sowie Kreislaufwirtschaft<br />

reagieren wird oder<br />

welche Anforderungen und Auswirkungen<br />

der Green Deal der EU mit<br />

sich bringt? Sowie die wichtigste<br />

Frage überhaupt: Wie lassen sich<br />

Nachhaltigkeit und Gewinn vereinbaren?<br />

Auf diese Themenbereiche<br />

ging Marc Maureaux, Senior Sustainability<br />

Manager Toyota Material<br />

Handling Europe, im Rahmen<br />

seiner Vorträge ein. Außerdem gab<br />

er Einblick, welche Prioritäten Toyota<br />

setzt und welche Lösungen<br />

für Kunden<br />

sowie die gesamte<br />

Wertschöpfungskette<br />

angeboten<br />

werden. Nachhaltigkeit<br />

ist<br />

für Toyota seit<br />

jeher ein zentrales Element und<br />

innerhalb der Branche ist Toyota<br />

Material Handling seit über einem<br />

Jahrzehnt Vorreiter in Sachen<br />

Nachhaltigkeit in allen Geschäftsfeldern.<br />

Das dokumentiert Toyota<br />

in der Praxis auch in seiner Funktion<br />

als Logistikpartner der Olympiade<br />

2<strong>02</strong>4. Toyota ist offizieller<br />

Unterstützer der Olympischen und<br />

Paralympischen Spiele in Paris und<br />

sorgt mit nachhaltigen Produkten<br />

und Logistiklösungen dafür, die<br />

Bestrebungen des Veranstalters -<br />

Emissionsreduktion um 50% im<br />

Vergleich zu früheren Spielen - zu<br />

unterstützen.<br />

Fazit<br />

Magister Oskar Zettl, Geschäftsführer<br />

Toyota Material Handling<br />

Austria: „Wir sind mit dem hohen<br />

Interesse der Messebesucher sehr<br />

zufrieden und sehen uns in unseren<br />

Bestrebungen für unsere Kunden<br />

intralogistische Gesamtlösungen<br />

anbieten zu wollen und können, bestätigt.<br />

Denn das kundenseitig steigende<br />

Bedürfnis einen Ansprechpartner<br />

für alle Lösungsfragen zu<br />

haben ist bereits und wird sicher<br />

aufgrund der hohen sowie auch<br />

stetig steigenden Komplexität der<br />

Thematik immer wichtiger.“<br />

Mehr unter:<br />

www.toyota-forklifts.at<br />

<strong>24</strong> <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


LOGIMAT<br />

Nachhaltigkeitsbericht: Toyota – immer einen Schritt voraus!<br />

Toyota Material Handling Europe orientiert sich in seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht bereits an den neuen „European Sustainability Reporting<br />

Standards“, obwohl dieser Ansatz noch nicht verpflichtend ist. Indem sich Weltmarktführer Toyota auf diese Veränderungen einlässt, erhöht das<br />

Unternehmen sein Qualitätsniveau im Hinblick auf Nachhaltigkeit in allen Geschäftsfeldern.<br />

Für seinen sechsten Nachhaltigkeitsbericht hat Toyota Material Handling Europe seinen Berichtsprozess frühzeitig an den ESRS angepasst,<br />

obwohl die neuen Standards EU-weit erst 2<strong>02</strong>6 in Kraft treten. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen, allfällige Lücken in seiner<br />

Nachhaltigkeitskommunikation frühzeitig zu erkennen und aktuell verfügbare Informationen offenzulegen sowie sich auf die neuen Standards<br />

vorzubereiten. Die ESRS-Standards sind ein wichtiger Bestandteil der EU-Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD)<br />

und stellen eine Reihe von EU-Compliance- und Offenlegungsanforderungen für große Unternehmen dar. „Wir haben uns dazu verpflichtet,<br />

unseren Stakeholdern gegenüber transparent über die Herausforderungen auf unserem Weg zu einem immer nachhaltigeren Unternehmen zu berichten.<br />

Das Ziel unserer Reports ist es, öffentlich Rechenschaft über die Fortschritte bei unseren Nachhaltigkeitsbestrebungen abzulegen“,<br />

sagt Dr. Ernesto Domínguez, Präsident und CEO von Toyota Material Handling Europe.<br />

Innerhalb der Material Handling Branche ist Toyota Material Handling seit über einem Jahrzehnt Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in allen<br />

Geschäftsfeldern. Durch vorzeitige Anpassung der eigenen Berichtsstruktur 2<strong>02</strong>3 an die neue ESRS-Struktur, noch vor der schrittweisen Einführung<br />

der EU-Anforderungen, beweist Toyota einmal mehr, dass es seine Vorreiterrolle auch weiterhin einnehmen möchte. Indem Toyota seinen Fokus nicht<br />

nur auf die eigenen Tätigkeiten, sondern auch auf die Beziehungen zu Lieferanten, Subunternehmern, Kunden und anderen Interessensgruppen legt,<br />

hat Nachhaltigkeit in allen Geschäftsfeldern höchste Priorität und ist damit auch Thema des Top-Management-Teams. Zu den weiteren Höhepunkten<br />

des Berichts gehören die Einreichung von Emissionszielen im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) sowie eine neue Diversity-,<br />

Equity- und Inclusion-Verpflichtung (DE&I) zur Schaffung eines integrativen Arbeitsplatzes und die Einrichtung eines ESG-Ausschusses (zu Deutsch:<br />

Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsstrategie und der ESG-Entscheidungsfindung des Unternehmens.<br />

„Jede Nachhaltigkeitsherausforderung ist von Natur aus funktionsübergreifend. Aus diesem Grund können wir durch die Zusammenstellung<br />

eines Teams von Direktoren aus allen Geschäftsbereichen eine breite Palette von Nachhaltigkeitsthemen wie Klimawandel, Diversität sowie<br />

Gesundheit und Sicherheit angehen. Das ESG-Komitee wird es uns ermöglichen, unser Management zu unterstützen und den Übergang zu einem<br />

nachhaltigeren Geschäft voranzutreiben“, sagt Tom Schalenbourg, Director Sustainable Development bei Toyota Material Handling Europe.<br />

VIELFACH<br />

AUSGEZEICHNET<br />

Gewinner Staatspreis<br />

Smart Packaging 2<strong>02</strong>2<br />

www.pawel.at / Tel .: +43 1 6<strong>02</strong> 13 22<br />

Wien I Graz I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

25


LOGIMAT<br />

TRAPO – mehr als nur Lösungsanbieter<br />

Hochmotiviert trifft auf hochinteressiert: Bei der LogiMAT in Stuttgart konnte<br />

das agile TRAPO-Team einen effizienten Portalpalettierer aus der HPS-Serie<br />

attraktiv in Szene setzen – und sich an allen drei Messetagen über die zahlreichen<br />

Besuche zufriedener Kunden wie auch begeisterter Erstkontakte freuen.<br />

Das Fazit? Ein rundum gelungener Auftakt der Messe-Saison. Mit konstruktiven<br />

Gesprächen, guter Stimmung und vor allem: mit vielversprechenden Leads.<br />

Die Notwendigkeit zur Automatisierung<br />

ist allgegenwärtig.<br />

Und sie ist den<br />

Entscheidern in den verschiedensten<br />

Unternehmen sehr bewusst“, unterstreicht<br />

Enrico Pes, der als CSO<br />

(Chief Sales Officer) die strategische<br />

Entwicklung und Kundenbetreuung<br />

bei TRAPO verantwortet. „Erfreulich<br />

für uns ist dabei insbesondere“,<br />

so der Brancheninsider, „dass mehr<br />

und mehr die Bereitschaft wächst,<br />

autonome Systeme im Lager und in<br />

der Logistik insgesamt einzusetzen.“<br />

Live-Performance auf engstem<br />

Raum – mit Wow-Effekt<br />

Mit ihrem Portalpalettierer aus<br />

der HPS-Serie (High-Speed Portal<br />

System) trafen die Pioniere der Fördertechnik<br />

den Nerv der Zeit: Das<br />

starke Modell palettiert im rauen<br />

Arbeitsalltag mehr als 800 Boxen<br />

pro Stunde. Bestückt ist das Portal<br />

mit einem wartungsfreundlichen<br />

Produktlagengreifer. Dessen Aufgabe<br />

bestand in Stuttgart darin, je<br />

vier KLT-Boxen im Live-Betrieb<br />

aufzunehmen und auf Fördertechnik<br />

umzusetzen: Zwei wurden direkt<br />

auf die Rollenbahn platziert, zwei<br />

parallel gepuffert und nachfolgend<br />

abgeschoben.<br />

Produkt-Präsentation<br />

in Bestform<br />

Einig waren sich am Ende alle am<br />

Stand, dass die LogiMAT wieder<br />

einmal die perfekte Bühne zur Präsentation<br />

des eigenen Produkt- und<br />

Leistungs-Portfolios und vor allem<br />

zur Kundenpflege bot. „Neben der<br />

hohen Quantität beeindruckte uns<br />

insbesondere die Qualität der Besucher,<br />

da viele mit konkreten Vorstellungen<br />

und Investitionsvorhaben im<br />

Gepäck angereist waren“, bekräftigt<br />

Area Sales Manager Thorsten Lütke.<br />

Dass bei den durchweg intensiven<br />

Gesprächen in erster Linie die umfassende<br />

Expertise von TRAPO in<br />

Bezug auf maßgeschneiderte Fördersysteme,<br />

Robotik, Greifertechnologie<br />

sowie Palettier- und Depalettierlösungen<br />

im Vordergrund<br />

stand, verwundert angesichts der<br />

Live-Performance des präsentierten<br />

HPS-Modells kaum. Aber auch zum<br />

TLS 3600 und seinen Weiterentwicklungen<br />

verzeichnete das Sales-<br />

Team ein starkes Besucherinteresse.<br />

Maximale Effizienz und<br />

Sicherheit an der Rampe<br />

Das innovative TRAPO Ladungssystem,<br />

das erstmals 2<strong>02</strong>3 in Stuttgart<br />

vorgestellt und gleich als „Bestes<br />

Produkt der LogiMAT“ in der Kategorie<br />

„Identifikation, Verpackungsund<br />

Verladetechnik, Ladungssicherung“<br />

ausgezeichnet wurde, besitzt<br />

das Potenzial, ein echter „Top-Seller“<br />

im TRAPO-Portfolio zu werden. „In<br />

den letzten Monaten stieg die Nachfrage<br />

nach dem TLS kontinuierlich.<br />

Dies spiegelt sich auch in unserem<br />

Auftragseingang deutlich wider“,<br />

bestätigt Geschäftsführer Dr. Thomas<br />

Gutwald.<br />

Expertenteam<br />

An den TRAPO Experience Hubs<br />

informierte das Expertenteam über<br />

die neuen Features und Funktionen<br />

der autonomen LKW-Be- und Entladung,<br />

die in puncto Effizienz und<br />

Sicherheit Maßstäbe setzt: So steht<br />

die jüngste Generation des wendigen<br />

Systems nun nicht mehr nur<br />

für Koffer-LKW, sondern auch für<br />

Fahrzeuge mit Plane zur Verfügung.<br />

Zudem wurde die Be- und Entladeleistung<br />

weiter erhöht. Ein neues Lokalisierungskonzept<br />

sorgt für höhere<br />

Sicherheit im System. Und dank des<br />

überarbeiteten teleskopierbaren und<br />

tragfähigeren Hubkonzepts mit drei<br />

Hubstufen können nun drei Europaletten<br />

längs oder – durch manuelles<br />

Umhängen der äußeren Zinken –<br />

zwei Europaletten quer in einem<br />

Zug verladen werden.<br />

Die Zukunft beginnt heute<br />

Mit ausgereiften, modularen Lösungen,<br />

innovativer Technologie<br />

und umfassender Automatisierungskompetenz<br />

ist TRAPO heute mehr<br />

denn je ein starker Partner für Unternehmen,<br />

die Produktion und Intralogistik<br />

optimieren wollen. Das<br />

perfekte Zusammenspiel aller Systemkomponenten<br />

ist dabei Garant<br />

für maximale Effizienz und Zuverlässigkeit,<br />

die hohe Fertigungstiefe<br />

die Basis für beste Qualität. Für die<br />

kommenden Jahre sieht CSO Enrico<br />

Pes das Unternehmen gut gerüstet<br />

– nicht zuletzt auch wegen seines<br />

hochmotivierten Sales-Teams: „Die<br />

Zukunft entscheidet sich nicht nur<br />

durch exzellente Technik und Qualität,<br />

sondern vor allem auch durch<br />

den Menschen. Wer kompromisslosen<br />

Service in einem dynamischen<br />

Markt bietet, für seine Produkte<br />

brennt und auch Visionen realisieren<br />

kann, wird Kunden dauerhaft oder<br />

immer wieder auf`s Neue begeistern<br />

– und mit ihnen gemeinsam wachsen.“<br />

Mehr unter:<br />

www.trapogroup.com<br />

26 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Impressionen<br />

vom Messestand


Die nestbare Mehrwegpalette<br />

aus 100% Recyclingkunststoff<br />

LOGIMAT<br />

Der Transport- und Lagertechnikspezialist KIGA GmbH aus Südwestfalen<br />

stellt ein neues Produkt vor. Die Kunststoffpalette KIGAnesto trägt eine ihrer<br />

Besonderheiten bereits im Namen: Nestbar im Leertransport spart die Palette<br />

viel Platz und lässt sich dank integrierter Stapelhilfe einfach aus dem Palettenstapel<br />

abheben.<br />

Die KIGAnesto ist aus<br />

100% recyceltem Kunststoff<br />

gefertigt und mit 7<br />

bzw. 8kg bewusst schwerer und<br />

deutlich robuster als viele Wettbewerbsprodukte,<br />

um der Philosophie<br />

eines nachhaltigen Mehrwegeinsatzes<br />

gerecht zu werden.<br />

Clever mitgedacht<br />

Clever mitgedacht wurde auch<br />

bei der weiteren Konstruktion<br />

der Palette: Vertiefungen am Seitenrand<br />

für Bänderungen, Befestigungshilfen<br />

für Folien sowie<br />

optionale Anti-Rutsch-Kanten<br />

ermöglichen effiziente Transportund<br />

Lagerprozesse. Die Stapelpalette<br />

ist mit durchbrochenem oder<br />

mit geschlossenem Deck erhältlich<br />

und somit vielfältig, branchenübergreifend<br />

einsetzbar.<br />

Foto: KIGA<br />

Großes Potential<br />

Mit diesem Neuprodukt präsentiert<br />

die KIGA GmbH ein weiteres<br />

nachhaltiges Produkt für die<br />

Transport- und Lagertechnik und<br />

zeigt, dass gerade im Kunststoffbereich<br />

großes Potenzial für einen<br />

ressourcenschonenden Einsatz der<br />

Materialien besteht.<br />

NESTO-Box<br />

Ergänzt wird die KIGAnesto<br />

durch die passende NESTO-Box<br />

zur Aufbewahrung diverser Güter<br />

auf der Palette. Das Besondere<br />

hierbei: Die Box lässt sich im<br />

Leertransport passgenau zusammenfalten<br />

und im System sicher<br />

aufeinanderstapeln.<br />

Mehr unter: www.kiga<br />

Platzsparend,<br />

nachhaltig,<br />

und robust.<br />

Geschäftsführer Christoph Kiendl präsentierte den<br />

Besuchern der LogiMAT die neue KIGAnesto<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

27


LOGIMAT<br />

Nachhaltige Kennzeichnungslösungen<br />

HERMA präsentierte auf der Logimat Etikettenlösungen für zentralen Herausforderungen<br />

der Zero Waste-Hierarchie, von Reduce über Reuse und Recycle<br />

bis Recover. Im Fokus standen das trägerbandlose InNo-Liner System, aber<br />

auch die Thin Range mit reduziertem Materialeinsatz sowie Wash-off und<br />

kompostierbare Etiketten. Nachhaltige Aspekte spielen auch immer stärker eine<br />

Rolle beim Etikettierer HERMA 500 sowie bei den Druck & Etikettiersystemen<br />

PA4 und PA6.<br />

Reduce, Reuse, Recycle,<br />

Recover: Wer sich an den<br />

vier zentralen „Rs“ der<br />

Zero Waste-Abfallhierarchie orientiert,<br />

leistet eine ganze Menge<br />

in Sachen Nachhaltigkeit. Was<br />

Etiketten bereits heute auf allen<br />

Ebenen dieser Hierarchie beitragen<br />

können, bildete einen Schwerpunkt<br />

von HERMA auf der Logimat 2<strong>02</strong>4.<br />

So zeigte der Spezialist für Verpackungs-<br />

und Produktkennzeichnung<br />

hier das gesamte Spektrum der sogenannten<br />

Thin Range. Das sind besonders<br />

leichtgewichtige Etiketten,<br />

die nicht nur Ressourcen, sondern<br />

auch Kosten sparen. Eine Vielzahl<br />

an Papier- und Folienetikettentypen<br />

decken die gängigsten Kennzeichnungsanwendungen<br />

ab.<br />

28 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Versand- und Logistiketiketten ohne Trägerband: Das<br />

HERMA InNo-Liner System spart nicht nur jede Menge<br />

Abfall, sondern reduziert auch den CO2-Fußabdruck eines<br />

Etiketts um etwa 45 Prozent. Auf der Logimat war es live zu erleben.<br />

Ausreden gelten nicht mehr<br />

„Ausreden gelten damit nicht<br />

mehr. Denn die materialreduzierten<br />

und damit nachhaltigeren Varianten<br />

der Thin Range bieten für die<br />

meisten Praxisfälle praktisch den<br />

gleichen funktionalen Nutzen wie<br />

die dickeren Varianten“, sagt Thomas<br />

Riedl, Vertrieb Etiketten Industrie.<br />

Drastisch reduzieren lassen<br />

sich Ressourcen auch mit dem auf<br />

der Logimat präsentierten HERMA<br />

InNo-Liner System. Dessen Etiketten<br />

sparen gleich das komplette<br />

Unterlagenmaterial, das Trägerband,<br />

ein. Zum Beispiel in Logistik- und<br />

Versandzentren eingesetzt, bedeutet<br />

das drastisch reduzierte Abfallmengen<br />

– und einen um etwa 45 Prozent<br />

geringeren CO 2 -Fußabdruck gegenüber<br />

konventionellen Etiketten. Da<br />

die InNo-Liner Etiketten gleichzeitig<br />

silikonfrei sind, ermöglichen<br />

sie vielfältige Druckoptionen. Für<br />

die Aspekte „Re-Use“ und „Recycle“<br />

präsentiert HERMA zudem<br />

unter anderem neueste Wash-off<br />

Lösungen für Etiketten, z. B. für<br />

immer wiederkehrende Kennzeichnung<br />

von Mehrwegbehältern oder<br />

für den Einsatz auf Plastikflaschen<br />

und -behältern, aus denen wieder<br />

sauberes Rezyklat gewonnen werden<br />

soll. Verpackungsmaterialien<br />

zumindest wieder einer sinnvollen<br />

Verwendung zuzuführen („Recover“)<br />

ist das Ziel von Kompostierbarkeit.<br />

Dafür zeigt HERMA Etiketten,<br />

die sowohl für die Garten- als<br />

auch die industrielle Kompostierung<br />

zertifiziert sind.<br />

Upgrades für<br />

Etikettierer per Knopfdruck<br />

Auch für die HERMA Etikettierer<br />

bekommt Nachhaltigkeit einen immer<br />

höheren Stellenwert. So lassen<br />

sich beim HERMA 500 Geschwindigkeits-<br />

oder Funktionsupgrades<br />

einfach per Code freischalten. Einen<br />

kompletten Austausch des<br />

Etikettierers kann man sich damit<br />

sparen. Speziell für Logistikanwendungen<br />

kann er auch nachträglich<br />

für den Druck von variablen Daten<br />

problemlos mit einem gängigen<br />

Thermotransferdrucker ausgerüstet<br />

werden. Dank modernster Schnittstellen<br />

ist er zudem bestens vorbe-<br />

Schwierige Oberfläche? Spezielle HERMA Etiketten<br />

sorgen dafür, dass jede Holzpalette eindeutig<br />

identifizierbar bleibt – effizient, zuverlässig und eindeutig.<br />

Fotos: Herma<br />

reitet auf Industrie 4.0-Anforderungen.<br />

Das macht ihn besonders investitionssicher<br />

– und erfüllt damit<br />

ebenfalls eine besondere Form von<br />

ressourcenschonender Nachhaltigkeit.<br />

P4 und P6<br />

Ähnliches gilt für die HERMA<br />

Druck & Etikettiersysteme PA4<br />

und PA6. Die dabei eingesetzten<br />

Komponenten wie Druckwerk,<br />

Spendeeinheit und Winder lassen<br />

sich in beliebiger Ausrichtung positionieren<br />

und bieten viele Möglichkeiten<br />

der Integration in bestehende<br />

Produktionslinien. Die bewährten<br />

Standardkomponenten des modularen<br />

HERMA Systems, die auch in<br />

Highperformance-Etikettieranlagen<br />

eingesetzt werden, garantieren ein<br />

zuverlässiges Applizieren der Etiketten<br />

und bei Bedarf einen unkomplizierten<br />

Umbau, ohne dass eine<br />

Neuinvestition fällig wird.<br />

Wie jede Palette<br />

eindeutig identifizierbar bleibt<br />

Dass HERMA als ein führender<br />

Spezialist für Verpackungs- und<br />

Produktkennzeichnung eine Antwort<br />

auf jede Herausforderung findet,<br />

gilt auch für die Etikettierung<br />

von Holzpaletten. Diese spielen<br />

gerade in der Intralogistik nach<br />

wie vor eine große Rolle. Doch<br />

sägeraues Holz hat eine anerkannt<br />

schwierige Oberfläche. Deshalb<br />

hat HERMA Etiketten mit einem<br />

besonders starken Haftkleber und<br />

hohem Klebstoffauftrag entwickelt.<br />

Beides stellt sicher, dass sich genügend<br />

Verbindungen zwischen der<br />

unebenen Oberfläche der Holzpalette<br />

und der Klebstoffschicht des<br />

Etiketts bilden können – und ermöglicht<br />

damit die permanent zuverlässige<br />

Etikettierung des Palettenfußes<br />

direkt auf der Holzoberfläche<br />

der Paletten, ohne zusätzliche<br />

Befestigung.<br />

Mehr unter:<br />

www.herma-etikettierer.at


LOGIMAT<br />

Parcel Pack<br />

optimiert die Logistik<br />

Lantech präsentierte auf der Messe LogiMAT<br />

erstmals seine neu entwickelte Lösung für die<br />

Trayverpackung. Das vollautomatische System<br />

Parcel Pack produziert verdeckelte Trays im<br />

Briefkastenformat. E-Commerce-Händler und<br />

Fulfillment-Dienstleister profitieren von einer<br />

effizienten Paketlogistik.<br />

Die PROPAK-<br />

Industrie ...<br />

... bietet<br />

Jobs ohne<br />

Grenzen<br />

GLOBAL<br />

FOOTPRINT<br />

→ Von der Lehre zum Masterstudium<br />

→ Von der Region zur<br />

internationalen Karriere<br />

→ Von einer Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten<br />

zu bereichsübergreifender<br />

Weiterbildung<br />

Das neue System Parcel Pack ermöglicht<br />

eine effiziente Paketlogistik. (© Lantech)<br />

DIGITAL FOOTPRINT<br />

→ Mit multifunktionalen Produkten<br />

→ Mit intelligenten und<br />

individuellen Lösungen für die<br />

Global Supply Chains<br />

→ Mit Innovation, Kreativität und<br />

Smartness<br />

... ist immer<br />

einen Schritt<br />

voraus<br />

Trays erfüllen eine Doppelfunktion.<br />

Als stabile<br />

Transportverpackungen im<br />

Briefkastenformat sparen sie Versandkosten.<br />

Darüber hinaus nutzt<br />

der Einzelhandel die Kartons zur<br />

Präsentation mehrerer Produkte<br />

in Primärverpackungen am Point<br />

of Sale (POS). Lantech bietet jetzt<br />

das neue System Parcel Pack für<br />

die vollautomatische Fertigung<br />

von Trays an.<br />

Trayaufrichter und -verdeckler<br />

Die Anlage kombiniert den Trayaufrichter<br />

TE Parcel sowie den<br />

Trayverdeckler LA Parcel und<br />

erreicht einen Ausstoß von bis zu<br />

1000 Verpackungen pro Stunde.<br />

Anwender profitieren von großer<br />

Flexibilität bei den Formaten und<br />

können Trays mit Abmessungen<br />

zwischen 165 mm x 115 mm x<br />

20 mm und 400 mm x 300 mm x<br />

100 mm herstellen. Die Schalen<br />

und auch ihre Deckel sind absolut<br />

rechtwinklig.<br />

Sehr kompakte Konstruktion<br />

Sowohl der Trayaufrichter als<br />

auch der Trayverdeckler sind im<br />

Vergleich zu herkömmlichen Maschinen<br />

sehr kompakt konstruiert<br />

und benötigen daher nur wenig<br />

Aufstellfläche. Weitere Merkmale<br />

sind das vollständig geschlossene<br />

Design und die ergonomischen Zuschnittmagazine.<br />

Die Bedienung<br />

ist einfach und Formatwechsel<br />

lassen sich blitzschnell erledigen.<br />

Beide Maschinen sind auch einzeln<br />

erhältlich.<br />

Lantech<br />

Der Verpackungsmaschinenbauer<br />

Lantech gehört zu den weltweit<br />

führenden Unternehmen bei<br />

Stretchwicklern sowie bei robusten<br />

und effizienten Karton- und Tray-<br />

Handling-Maschinen. Das 1972<br />

gegründete US-amerikanische Familienunternehmen<br />

entwickelte<br />

die erste rotierende Stretchwickleranlage<br />

der Welt und hat diese<br />

Technologie seitdem kontinuierlich<br />

optimiert. Heute beschäftigt<br />

Lantech rund 750 Mitarbeiter. Der<br />

Europasitz befindet sich in Malden,<br />

Niederlande.<br />

Mehr unter:<br />

www.lantech.com<br />

... übernimmt<br />

Vorreiterrolle<br />

in der<br />

Nachhaltigkeit<br />

... und bietet ein<br />

innovatives<br />

und spannendes<br />

Arbeitsumfeld<br />

für die Zukunft!<br />

Weitere Informationen<br />

unter www.propak.at<br />

GREEN<br />

FOOTPRINT<br />

→ Dank 25-facher Rezyklierbarkeit<br />

der Papierfaser<br />

→ Dank umweltgerechter, emissionsarmer<br />

Produktionstechnologien<br />

→ Dank höchster Sammlungsund<br />

Verwertungsquoten<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

29


DISPLAYS<br />

Der professionelle Produktionspartner<br />

Die 1991 gegründete Firma eclipse, startete in Prag mit großformatigen<br />

Digitaldrucktechnologien für Anwendungen im Outdoorbereich. Heute produziert<br />

das Unternehmen in vier strategisch gut positionierten Produktionsstandorten<br />

Displays und eine Vielzahl an großformatigen Werbemitteln. eclipse<br />

verfolgt bei seiner Entwicklung den Weg hin zu mehr Unabhängigkeit, zu mehr<br />

Flexibilität und Transparenz. Zum Erfolg des Unternehmens tragen auch die<br />

hauseigenen Entwicklungsabteilungen in den Produktionswerken und in Wien<br />

(für die DACH-Regeion) bei. Zu den aktuellen Investitionen (2<strong>02</strong>3) gehört<br />

eine digitale Single-Pass-Druckmaschine Efi Nozomi 18000+.<br />

Mit der Investition in den<br />

Maschinenpark bieten<br />

die POS-Profis ihren<br />

Kunden einen noch umfassenderen<br />

Service, der zukunftsorientiert<br />

ist. „In unseren vier europäischen<br />

Produktionsstandorten verfügten<br />

wir bereits vor der Efi Nozomi über<br />

mannigfaltige Herstellungsmöglichkeiten.<br />

Schon zeitig haben wir auf<br />

den Digitaldruck gesetzt. So produzieren<br />

wir schon länger mit Durst<br />

1312, Durst 1000, Durst P5 350 oder<br />

der HP Latex R1000. Große Mengen<br />

werden wir nun entweder digital<br />

auf der neuen Single-Pass-Maschine,<br />

oder wie bisher im Bogenoffset, bei<br />

uns übrigens bis zu einem Format<br />

von 149 mal 205 Zentimeter möglich,<br />

herstellen“, erklärt Bernhard<br />

Müller, Geschäftsführer von eclipse<br />

in Wien, das den Vertrieb des Unternehmens<br />

in der gesamten DACH-<br />

Region verantwortet. „Das Großartige<br />

an der Efi Nozomi 18000+ ist,<br />

dass sie perfekt in unser Portfolio,<br />

unsere Marktausrichtung, sowie generell<br />

zu den Trends auf den Märkten<br />

passt. Mit einer Druckgeschwindigkeit<br />

von bis zu 75 Laufmetern<br />

pro Minute bei 180 Zentimetern<br />

Druckbreite, erreicht sie ein Maß<br />

an Produktivität, das wir bislang nur<br />

aus dem Bogenoffsetdruck kannten“,<br />

so Müller, der selbst seit 25 Jahren<br />

maßgeblich am Erfolg des Unternehmens<br />

beteiligt ist.<br />

Blick in die Produktionshalle in Prag<br />

Nachhaltigkeit<br />

Durch den Direktdruck mit LED-<br />

Tinten auf Wellpappe entfallen, bei<br />

ähnlicher Druckgeschwindigkeit<br />

und Qualität wie im Bogenoffset,<br />

kosten- und zeitintensive Produkti-<br />

onsschritte, wie beispielsweise die<br />

Druckplattenbelichtung oder das<br />

Kaschieren der Druckbögen auf<br />

Wellpappe. Der ökologische Fußabdruck<br />

wird dadurch auf ein Minimum<br />

reduziert. „Wir können damit<br />

sofort nach dem Direktdruck mit<br />

nachgelagerten Prozessen, wie dem<br />

Stanzen beginnen, ohne Wartezeiten.<br />

(Der Direktdruck auf Platten<br />

verringert die Feuchtigkeitsschwan-<br />

Vom Filmplakat inklusive Gestänge ... über die hauseigene Stanzenproduktion ... bis hin zum fertigen Display ... Blick in die Produktion.<br />

30 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


für große Werbung<br />

Zu den aktuellen Trends gehört auch der Anstieg im<br />

Bereich der Permanentdisplays (vorwiegend aus Holz)<br />

kungen beim Kleben und anschließenden<br />

Trocknen. Die Platten bleiben<br />

flach und stabil, während die<br />

Produktion keinen mehrtägigen<br />

Trocknungsprozess erfordert.) Das<br />

steigert die Effizienz und Flexibilität.<br />

Der schlanke Workflow bringt<br />

massive Vorteile hinsichtlich Ressourceneinsatz<br />

und Nachhaltigkeit“,<br />

freut sich Müller. Die eingesetzten<br />

Tinten erfüllen die Kriterien der<br />

OCC-Zertifizierung an Recycling-<br />

fähigkeit und Repulpierbarkeit, sie<br />

entsprechen dem Greenguard Gold<br />

Standard.<br />

Unabhängigkeit<br />

eclipse verfolgt seit Jahren den<br />

Weg hin zu mehr Unabhängigkeit,<br />

zu mehr Flexibilität und Transparenz.<br />

„Der gesamte Workflow, beginnend<br />

bei der Displayentwicklung<br />

bis hin zur Serienproduktion,<br />

wird intern umgesetzt. Für den Displayauftrag<br />

auf Format produzierte<br />

Wellpappebögen auf der hauseigenen<br />

Wellpappenanlage gehört hier<br />

ebenso dazu wie die Herstellung<br />

der Stanzen oder die diversen Möglichkeiten<br />

in der Konfektionierung.<br />

Selbst Webeplakatleisten werden<br />

selbst produziert. Im Rückblick hat<br />

sich dieser Ansatz gerade in den<br />

letzten Jahren wo es international<br />

Lieferschwierigkeiten gab, mehr<br />

als bewährt.<br />

Die Agentur EVENTBOX MFZE hat eine kultige Harry-Potter-<br />

Szene im größten Einkaufszentrum von Prag errichtet. Es wurden<br />

mehr als 3000 Quadratmeter verschiedener Materialien<br />

angewendet, die von Eclipse Print bedruckt wurden.<br />

Wellpappe. Das bringt neue Möglichkeiten<br />

im Designbereich. Permanentdisplays<br />

aus Holz gewähren<br />

zusätzlich eine längere Einsetzbarkeit<br />

und noch höhere Traglasten<br />

sind realisierbar.“<br />

Fazit<br />

In den vergangenen Jahrzehnten<br />

entwickelte sich eclipse zu einem<br />

international führenden Hersteller<br />

im Großformatdruck mit rund 250<br />

Mitarbeitern. Der Anspruch ist es,<br />

die stetig wachsenden Anforderungen<br />

des grafischen Werbemarktes<br />

nicht nur zu erfüllen, sondern mit<br />

Innovation und Investition aktiv<br />

mitzugestalten und gleichzeitig zu<br />

formen. „Unser stets lösungsorientierter,<br />

innovativer und effizienter<br />

Service unterstützt unsere Kunden<br />

ab der ersten Idee beim Design,<br />

inklusive 3D-Rendering und Prototypenbau,<br />

bei der Produktion auf<br />

modernsten XXL-Maschinen bis<br />

zur Konfektionierung und Logistik,<br />

und bietet durch die komplette Eigenabwicklung<br />

bestmögliche Kontrolle.<br />

Zur Kontrolle gehört auch<br />

das Überprüfen der Farbgenauigkeit<br />

auf Einhaltung von Industriestandards<br />

wie ISO und GRACoL<br />

(G7).“ erklärt abschließend Müller.<br />

Mehr unter:<br />

www.eclipse-print.at<br />

farbenfrohe Musterdrucke<br />

Trends<br />

Zu den aktuellen Trends gehört<br />

auch der Anstieg im Bereich der<br />

Permanentdisplays (vorwiegend<br />

aus Holz). „Wir produzieren schon<br />

lange Displays auch mit verschiedenen<br />

Materialien und nicht nur aus<br />

Sonderlösungen<br />

Bernhard Müller<br />

beim Firmenrundgang<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

31


DRUPA<br />

FOLD IT. GLUE IT. LOVE IT.<br />

Vom 28. Mai bis zum 7. Juni 2<strong>02</strong>4 präsentiert Robatech auf der drupa in<br />

Düsseldorf mit PerfectFold ein neues System, das das Falzen von Well-<br />

pappe effizienter und präziser macht. Zu den weiteren Highlights zählen<br />

Klebstoff-Auftragsköpfe für Haftklebeverschlüsse und Aufreissfäden im<br />

Bereich E-Commerce und ein Flächenkopf für das Verkleben von Papier-<br />

tragetaschen mit Kaltleim.<br />

Vom Start weg gab es interessante Gespräche<br />

Der Flüssigkeitsriller PerfectFold,<br />

den die Besucher<br />

auf der drupa live erleben<br />

können, ist so genial wie einfach.<br />

Das System trägt eine Rillflüssigkeit<br />

auf die Falzlinien eines Wellkartons<br />

auf, so dass die Zuschnitte<br />

präzise und mit geringem Kraftaufwand<br />

gefalzt werden können. Falzbrüche<br />

sowie unregelmässige Gaps<br />

und Fishtailing gehören damit der<br />

Vergangenheit an. Mit PerfectFold<br />

gerillte Wellkartons liefern exakte<br />

Innenmasse, so dass Einschübe ohne<br />

Probleme in Faltkartons eingepasst<br />

werden können. Für den Flüssigkeitsauftrag<br />

setzt Robatech die bewährten<br />

Auftragsköpfe vom Typ<br />

Sempre 30 ein. Die Rillflüssigkeit<br />

SpeedUp, die keine Spuren auf dem<br />

Wellkarton hinterlässt, wurde eigens<br />

für PerfectFold entwickelt.<br />

Elektrische Auftragsköpfe<br />

Die weiteren Attraktionen auf dem<br />

Stand von Robatech sind die beiden<br />

elektrischen Auftragsköpfe Vivo<br />

18 und Presto. Der platzsparende<br />

Heissleim-Flächenkopf Vivo 18<br />

zeichnet sich durch einen gleichmässigen,<br />

exakten Klebstoffauftrag<br />

aus, mit dem flexibel Haftklebeverschlüsse<br />

oder Aufreissfäden auf E-<br />

Commerce-Versandverpackungen<br />

appliziert werden können. Der Kaltleim-Flächenkopf<br />

Presto steht für<br />

einen hochwertigen Flächenauftrag<br />

mit präzisem Start und exaktem Abriss.<br />

Ideal für Anwendungen wie die<br />

saubere Verklebung von Fenstercouverts<br />

oder Papiertragetaschen.<br />

Mehr während der drupa:<br />

Halle 12 | Stand C10 oder vorab:<br />

go.robatech.com/de/drupa<br />

Fotos: Robatech<br />

32 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


drupa - Neues Sonderforum<br />

Als zentrales, anbieterunabhängiges Forum der drupa 2<strong>02</strong>4 thematisiert der neue<br />

Touchpoint Sustainability (tps) vom 28. Mai bis 7. Juni erstmals ganzheitlich die<br />

Rolle der Druck- und Papierindustrie im Rahmen der globalen Nachhaltigkeits-<br />

Transformation. Hier hat die Branche bereits viel erreicht, was aber oft nicht so<br />

wahrgenommen wird.<br />

Rund 30 Aussteller präsentieren<br />

wegweisende Best-<br />

Practice-Beispiele aus allen<br />

Teilen der Wertschöpfungskette,<br />

zum Teil mit mehreren Exponaten.<br />

Sie bieten damit sowohl einen Überblick<br />

über den Status quo als auch<br />

attraktive Zukunftsperspektiven.<br />

Ausgerichtet und gestaltet wird der<br />

mehr als 400m² große Stand, der<br />

Dialogplattform und Showroom zugleich<br />

ist, vom VDMA Fachverband<br />

Druck- und Papiertechnik.<br />

Bestandteil unserer Welt<br />

Druck und Papier sind wichtige<br />

Bestandteile unserer Welt: Bei der<br />

Produktion kommen zahlreiche anspruchsvolle<br />

Technologien aus dem<br />

Maschinen- und Anlagenbau zum<br />

Einsatz. Diese sind vor allem auch<br />

Garanten für Qualität und Prozesssicherheit<br />

in der Produktion – und<br />

für Nachhaltigkeit. Digitalisierung<br />

und Künstliche Intelligenz spielen<br />

dabei eine Schlüsselrolle, nicht nur<br />

im Hinblick auf den Transformationsprozess<br />

in der Branche, sondern<br />

auch für Skaleneffekte. Das macht<br />

sie besonders relevant für zentrale<br />

Ziele wie höhere Energieeffizienz<br />

und stärkere Abfallvermeidung.<br />

drupa<br />

„Die drupa ist die globale Leitmesse<br />

der Branche. Als Plattform<br />

für Austausch, Diskussion und<br />

Wissenstransfer ist sie der definitive<br />

Ort, um sich über Fragen wie<br />

die Auswirkungen von Nachhaltigkeit,<br />

Digitalisierung und technologischer<br />

Innovation auf die Zukunft<br />

der Druck- und Papierindustrie zu<br />

informieren. Dabei sind ausstellerübergreifende<br />

Foren wie der Touchpoint<br />

Sustainability ganz besondere<br />

Anlaufpunkte“, beschreibt Dr. Andreas<br />

Pleßke, Vorstandsvorsitzender<br />

und CEO von Koenig & Bauer und<br />

drupa-Präsident, die Bedeutung der<br />

Messe und des Touchpoint Sustainability.Im<br />

Rahmen des Sonderforums<br />

zeigen unterschiedlichste Stakeholder<br />

wie Hersteller, Wissenschaftler<br />

und Wissenschaftlerinnen oder auch<br />

Brand Owner gemeinsam, wie die<br />

Transformation durch den Einsatz<br />

zukunftsfähiger Technologien branchenweit<br />

gelingen kann. Das Spektrum<br />

der beteiligten Unternehmen in<br />

der Ausstellung und im Bühnenprogramm<br />

reicht dabei von Branchengrößen<br />

bis hin zu spezialisierten<br />

Start-ups.<br />

Mehr unter: www.drupa.de<br />

GO DIGITAL<br />

TO IDENTIFY THE REAL<br />

Die Produkte und Leistungen von Securikett®<br />

zeichnen sich durch ein maßgeschneidertes und<br />

vielschichtiges Sicherheitskonzept aus.<br />

Securikett® bietet nicht nur einen eindeutigen<br />

Herkunftsnachweis der Waren, sondern gleichzeitig<br />

einen Manipulationsnachweis, schnelle und<br />

eindeutige Authentifizierung, sowie Rückverfolgbarkeit<br />

aus einer Hand.<br />

15.05. - 17.05.2<strong>02</strong>4<br />

IACC | Orlando, FL, USA<br />

13.06. - 14.06.2<strong>02</strong>4<br />

InnoPack | Mumbai, IN<br />

19.05. - 22.05.2<strong>02</strong>4<br />

INTA | Atlanta, GA, USA<br />

<strong>24</strong>.09. - 26.09.2<strong>02</strong>4<br />

Fachpack | Nürnberg, DE<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

33


GETRÄNKEVERPACKUNG<br />

Mit Ultraschall Ablagerungen in<br />

Mit Ultraschall lassen sich Ablagerungen – beispielsweise in Flaschenreinigungsmaschinen<br />

– deutlich reduzieren, Reinigungsintervalle verlängern und<br />

Stillstandszeiten verkürzen, von Energie- und Ressourceneinsparungen ganz zu<br />

schweigen. Der deutsche Mineralbrunnen Staatlich Bad Meinberger nutzt das<br />

einfache Verfahren in der Praxis – und ist begeistert.<br />

Wir zählen zu den Vorreitern<br />

in puncto Nachhaltigkeit<br />

und Ressour-<br />

„<br />

ceneffizienz“, erklärt Robert Mühlenweg,<br />

Betriebsleiter der Technik<br />

und Logistik bei dem Getränkehersteller.<br />

„Deshalb besuchen Branchenkollegen<br />

uns gerne und schauen<br />

sich an, wie wir unseren Wasserund<br />

Energieverbrauch reduzieren.“<br />

Als mittelständischer Abfüller sei<br />

es wichtig, mit der Zeit zu gehen,<br />

findet er. Und nicht nur das: „Indem<br />

wir an unsere Grenzen gehen,<br />

sorgen wir in unserer Industrie<br />

gelegentlich für ein gewisses Aufsehen.“<br />

Wenn er und sein Kollege<br />

Jannis Maas, der bei BAD MEIN-<br />

BERGER als Betriebsleiter für die<br />

Produktion und Versorgung zuständig<br />

ist, über die Senkung des<br />

CO 2 -Ausstoßes sprechen, dann<br />

meinen sie echte Klimaneutralität<br />

und nicht Kompensation durch den<br />

Kauf von Zertifikaten. Aufgrund<br />

dieser Haltung und den daraus resultierenden<br />

Erfolgen genießen die<br />

beiden innerhalb der Geschäftsführung<br />

hohes Vertrauen und viele<br />

Freiheiten, so Maas: „Um die verschiedenen<br />

Verbrauchswerte weiter<br />

zu verbessern, probieren wir oft<br />

Neues und manchmal Experimentelles<br />

aus.“<br />

„In puncto Ressourceneffizienz und Energieeinsparung zählen wir seit<br />

Jahren zu den Pionieren unserer Branche“, sagt Volker Schlingmann,<br />

Sprecher der Geschäftsführung/Technik/Vertrieb, Staatlich Bad Meinberger<br />

Mineralbrunnen Vorsitzender des Technik-Ausschusses<br />

im Verband Deutscher Mineralbrunnenbetriebe (VDM).<br />

Lange<br />

Technologiepartnerschaft<br />

Einen solchen neuen Pfad hat man<br />

im März 2<strong>02</strong>2 gemeinsam mit KHS<br />

beschritten – übrigens nicht zum<br />

ersten Mal, verbindet den Mineralbrunnen<br />

mit dem Dortmunder Systemanbieter<br />

doch eine lange Technologiepartnerschaft.<br />

Immer wieder<br />

bietet sich der Abfüller für den nahegelegenen<br />

Maschinen- und Anlagenbauer<br />

als verlängerte Werkbank<br />

und Pilotkunde an, um Neu- und<br />

Weiterentwicklungen unter realen<br />

Bedingungen zu testen und gegebenenfalls<br />

Feinjustierungen vorzunehmen.<br />

Vom Schiffsbau<br />

in die Getränkeindustrie<br />

Dieses Mal handelte es sich jedoch<br />

nicht um eine neue Technologie,<br />

sondern um ein Verfahren,<br />

dass bereits in einem komplett anderen<br />

Bereich, dem Schiffsbau, seit<br />

Jahren bewährt ist und nun auf die<br />

Getränkeindustrie übertragen wird:<br />

KHS HASYTEC Dynamic Biofilm<br />

Protection ist ein einfaches Plugand-Produce-Produkt,<br />

bei dem<br />

Ultraschall-Aktoren an bestimmten<br />

Maschinenkomponenten die darin<br />

befindliche Flüssigkeit in minimale<br />

Schwingungen versetzen. Aktuell<br />

steht das System sowohl für<br />

Reinigungsmaschinen als auch für<br />

Pasteure zur Verfügung – sei es für<br />

Neumaschinen oder auch als Umbau<br />

für bestehende Anlagen.<br />

Früher ist es<br />

zu Versteinung gekommen<br />

Bei BAD MEINBERGER verringert<br />

Dynamic Biofilm Protection<br />

zum Beispiel in den Spritzrohren<br />

der KHS-Reinigungsmaschine Innoclean<br />

EE die Ablagerung von Biofilm,<br />

Kalk und Fasermaterial von<br />

Papieretiketten. Ohne das System<br />

ist es in der Vergangenheit immer<br />

wieder zu einer Versteinung gekommen,<br />

deren Entfernung mit erheblichem<br />

Aufwand verbunden war.<br />

„Gerade die Kombination aus Papier<br />

und Kalk hat uns vor eine echte Herausforderung<br />

gestellt“, sagt Maas.<br />

„Da mussten unsere Kollegen häufig<br />

mit dem Meißel ran.“<br />

1 2 3 4<br />

34 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

1) Bei BAD MEINBERGER ist das Dynamic Biofilm Protection System derzeit mit 2 Steuereinheiten und 12 Ultraschall-Aktoren in Betrieb. 2) Dank<br />

des Dynamic Biofilm Protection Systems musste in diesem Jahr bisher nicht eine einzige Säuerung durchgeführt werden. 3) In der bereits 20 Jahre<br />

im Einsatz befindlichen KHS-Reinigungsmaschine Innoclean EE werden seit 2<strong>02</strong>0 sowohl Mehrweg-PET- als auch Glasflaschen gewaschen.<br />

4)Mit der Senkung des CO2-Ausstoßes verfolgt der Mineralbrunnen echte Klimaneutralität – nicht Kompensation durch den Kauf von Zertifikaten.<br />

Fotos: Frank Reinhold


Maschinen reduzieren<br />

Mit dem Resultat sehr zufrieden: Jannis Maas, BAD MEINBERGER,<br />

Kathrin Gareis, KHS (Service), Robert Mühlenweg, BAD<br />

MEINBERGER, Dirk Dünnhaupt, KHS (Vertrieb).<br />

Ultraschall statt Kraftakt<br />

Anstrengend bei der Reinigung<br />

von Maschinenteilen ist nicht nur<br />

die zeitraubende körperliche Arbeit.<br />

Gerade in der Hochsaison, wenn der<br />

Betrieb an seiner Kapazitätsgrenze<br />

läuft, bereitet außerdem die Suche<br />

nach dem richtigen Zeitpunkt für<br />

ein Reinigungsintervall Kopfzerbrechen:<br />

„Vor der Installation der<br />

Ultraschallwandler musste die Maschine<br />

spätestens alle zwei Monate<br />

auf ihren Versteinungsgrad hin<br />

überprüft, gesäuert und teilweise<br />

auseinandergebaut werden, um die<br />

entstandenen Ablagerungen zu entfernen.<br />

Das hat einen ganzen Tag<br />

gedauert, den man in der Produktionsplanung<br />

blocken oder auf das<br />

Wochenende schieben musste. Und<br />

auch wenn das Team grundsätzlich<br />

motiviert ist, in der Hochsaison<br />

auch mal eine Samstags- oder<br />

Sonntagsschicht zu leisten, wenn es<br />

nötig ist, reißt sich verständlicherweise<br />

niemand um diese anstrengende<br />

und unproduktive Arbeit“,<br />

betont Maas.<br />

Einsatz in riesigen<br />

Containerschiffen überzeugte<br />

Seit rund 18 Monaten ist das Dynamic<br />

Biofilm Protection System<br />

bei BAD MEINBERGER mit 2<br />

Steuereinheiten und 12 Ultraschall-<br />

Aktoren nun in Betrieb. „Zum Einsatz<br />

des Systems hat uns vor allem<br />

das Vertrauen in KHS bewogen“,<br />

erinnert sich Mühlenweg. „Und<br />

natürlich hat uns die Tatsache überzeugt,<br />

dass das Verfahren selbst bei<br />

riesigen Containerschiffen bereits<br />

viele Jahren lang problemlos angewendet<br />

wird.“ Der Grund dafür ist<br />

leicht nachzuvollziehen: Anstelle<br />

einer konstanten Dauerfrequenz<br />

werden lediglich Impulse benötigt,<br />

um die Flüssigkeit in Schwingung<br />

zu versetzen und die darin enthaltenen<br />

Schwebstoffe in Bewegung<br />

zu halten.<br />

Autark und wartungsfrei<br />

Schließlich habe bei den beiden<br />

Ingenieuren die Neugier überwogen<br />

und dazu geführt, dass der<br />

Mineralbrunnen die Technik als<br />

einer der ersten Getränkebetriebe<br />

eingesetzt hat. „Das war eine der<br />

besten Entscheidungen, die wir je<br />

getroffen haben“, freut sich Mühlenweg.<br />

„Wenn wir früher häufig<br />

eine komplette Bruchkarre mit<br />

den Ablagerungen gefüllt haben,<br />

ist es inzwischen kaum noch ein<br />

20-Liter-Eimer. Und in diesem Jahr<br />

haben wir bisher nicht eine einzige<br />

Säuerung durchführen müssen. Das<br />

System läuft komplett autark und<br />

praktisch wartungsfrei.“ Maas erklärt<br />

schmunzelnd: „Die neue Lösung<br />

macht sich bei uns bemerkbar,<br />

in dem sie sich eben nicht bemerkbar<br />

macht. Oder – um es anders<br />

auszudrücken: Der beste Service ist<br />

der, den man nicht braucht.“<br />

Verkürzte Stillstandzeiten<br />

Auch in seinen Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />

wird BAD MEIN-<br />

BERGER durch den Einsatz des<br />

neuen Verfahrens unterstützt. „Auf<br />

der einen Seite bringt das Dynamic<br />

Biofilm Protection System eine<br />

erhebliche Verlängerung der Reinigungsintervalle<br />

und verkürzte<br />

Stillstandszeiten, die zudem eine<br />

signifikante Mehrproduktion ermöglichen“,<br />

betont Kathrin Gareis,<br />

Product Manager Service bei KHS.<br />

„Auf der anderen Seite werden durch<br />

das Verfahren die Verbräuche von<br />

Wasser, Wärme, Strom und Chemikalien<br />

wie Zitronensäure zum<br />

Säuern der Komponenten deutlich<br />

verringert. Neben der dadurch erzielten<br />

Senkung der Betriebskosten<br />

trägt das vor allem zur Energie- und<br />

Ressourceneinsparung bei, die für<br />

unseren Kunden so wichtig ist.“<br />

Potenzial für<br />

Ressourceneinsparungen<br />

In diesem Sinne achten Mühlenweg<br />

und Maas penibel auf die Qualität<br />

der Lauge in ihrer Reinigungsmaschine:<br />

Deren Volumen beträgt<br />

immerhin rund 40 Kubikmeter, die<br />

– würde man sie verwerfen – erst<br />

auf Temperatur gebracht und jedes<br />

Mal aufs Neue mit Chemikalien<br />

versetzt werden müssten. So wird<br />

im Abfüllbetrieb kontinuierlich<br />

filtriert und Frischwasser beziehungsweise<br />

Lauge nur in dem Umfang<br />

zudosiert, wie etwa durch die<br />

abgelösten Etiketten verloren geht.<br />

Parallel hat man bei BAD MEIN-<br />

BERGER aufgrund spezifischer<br />

Prozessparameter mit höherem Belagsrisiko<br />

die Laugentemperatur<br />

mit Hilfe enger Laborbegleitung<br />

abgesenkt. „Die meisten Getränkehersteller<br />

nutzen höhere Temperaturen,<br />

aber das ist nicht unsere<br />

Ambition“, stellt Mühlenweg klar.<br />

„Angesichts der hohen Kosten der<br />

Wärmeerzeugung denkt man in<br />

der Branche aktuell allerdings um.<br />

Viele unserer Kollegen könnten<br />

unserem Beispiel folgen.“<br />

Energieeinsparung<br />

Dem stimmt Gareis uneingeschränkt<br />

zu und sieht dank Dynamic<br />

Biofilm Protection nicht nur<br />

deutlich reduzierte Ablagerungen<br />

und längere Intervalle zwischen<br />

den Reinigungszyklen bei aktuellen<br />

sowie künftigen KHS-Kunden,<br />

sondern auch ein Potenzial<br />

für Energieund Ressourceneinsparungen.<br />

Mehr unter: www.khs.com<br />

Die Lizenz zum Recycling.<br />

Die Lizenz zum Recycling.<br />

Wir sammeln Wir sammeln und recyceln und recyceln rund 260.000 rund 260.000 Tonnen Tonnen Altglas Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />

Wir tun dies Wir tun nach dies höchsten nach höchsten Umweltstandards Umweltstandards und und sozialen sozialen Benchmarks.<br />

Das ist Circular<br />

Das ist Circular<br />

Economy<br />

Economy<br />

mit Mehrwert.<br />

mit Mehrwert.<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

35


MESSE<br />

Neue<br />

nachhaltige Lösungen auf der NPE<br />

Spitzentechnologie für die effiziente Herstellung von Polymerbechern und<br />

Naturfasertrinkdeckel sind nur einige der Innovationen, die auf der NPE 2<strong>02</strong>4,<br />

die vom 6. bis 10. Mai in Orlando, Florida, stattfindet vorgestellt werden. Kiefel<br />

präsentiert sein umfangreiches Portfolio an innovativen, nachhaltigen Lösungen<br />

für die Verpackungsindustrie auf den Ständen W6361 & W6560 in der West Hall.<br />

36<br />

Die Besucher können Live-<br />

Demonstrationen zweier<br />

Verpackungsmaschinen<br />

sehen: die Bandstahlmaschine<br />

SPEEDFORMER KMD 90.1<br />

Premium, die mit einem 6-fach<br />

Sencorp-Werkzeug für 100% postconsumer<br />

recycelte PET-Deckel für<br />

Fertiggerichtschalen aus Aluminium<br />

herstellt, und die NATURE-<br />

FORMER KFT Lab, die Schalen<br />

auf Naturfaserbasis produziert.<br />

Einfache Integration von<br />

bestehenden Werkzeugen<br />

Auf der NPE 2<strong>02</strong>4 wird der Fokus<br />

auf der Bandstahlmaschine KMD<br />

90.1 Premium liegen, deren Vorteile<br />

in der bewährt hohen Leistung<br />

und Prozesskontrolle sowie ihrer<br />

kundenspezifische Konfiguration<br />

mit bewährtem Down-Stacking und<br />

Pick&Place-Stapelung liegen. Die<br />

KMD 90.1 Premium ermöglicht die<br />

effiziente Produktion verschiedener<br />

Arten von qualitativ hochwertigen,<br />

thermogeformten Polymerverpackungen<br />

für Food- und Non-Food-<br />

Anwendungen, darunter Schalen,<br />

Behälter, Deckel und technische<br />

Verpackungen, um nur einige zu<br />

nennen.<br />

Einfacher<br />

Anpassungsprozess<br />

„Diese Technologielösung zeichnet<br />

sich durch ihre Kompatibilität<br />

mit Standardwerkzeugen aus. Kunden<br />

profitieren davon, indem bestehende<br />

Werkzeuge, wie die Sencorp<br />

2500 Serie, durch einen einfachen<br />

Anpassungsprozess in die KMD<br />

90.1 Premium integriert werden<br />

können“, betont Armin Dietrich,<br />

Global Director der Polymer Packaging<br />

Division bei Kiefel.<br />

Ergonomischer<br />

Werkzeugwechsel<br />

Darüber hinaus bietet die KMD<br />

90.1 Premium einen schnelleren,<br />

ergonomischen und automatisierten<br />

Werkzeugwechsel in einem einzigartigen<br />

Werkzeugblock, der nur 1,5<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Vielfalt an hochwertigen Polymerschalen.<br />

Stunden dauert. Dies erleichtert den<br />

Folienwechsel zwischen den Produktionsläufen<br />

und erhöht die Maschinenauslastung.<br />

Mehr Leistung und<br />

tiefere Kunststoffbecher<br />

Außerdem zeigt Kiefel eine Vorschau<br />

auf seine neueste Kippmaschine<br />

SPEEDFORMER KTR 6.2,<br />

die für die Massenproduktion von<br />

thermogeformten High-End-Polymerbechern<br />

entwickelt wurde. Die<br />

Maschine bietet eine größere Formfläche<br />

und eine schnellere Formzeit<br />

dank eines optimierten Kühlprozesses.<br />

30% höherer Ausstoß<br />

Die KTR 6.2 bietet einen um<br />

mehr als 30% höheren Ausstoß an<br />

Bechern und Kaffeekapseln als ihr<br />

Vorgängermodell, abhängig von<br />

den Produktionsparametern, wie<br />

z. B. dem Folienmaterial, der Anzahl<br />

der Werkzeugkavitäten und<br />

den Produkteigenschaften. Darüber<br />

hinaus bietet diese neue Lösung<br />

dem Kunden die Möglichkeit, höhere<br />

Becher zu produzieren. Das<br />

leistungsstärkere Antriebssystem<br />

an der Trim-in-Place-Station bietet<br />

mehr Möglichkeiten für die Verarbeitung<br />

einer größeren Vielfalt an<br />

Materialien.<br />

Nachhaltige Verpackungslösungen<br />

aus Naturfasern<br />

Kiefel ist auch ein Partner für<br />

Markeninhaber und Verpackungshersteller,<br />

die nachhaltige Verpackungen<br />

wie beispielsweise Trinkdeckel,<br />

Kaffeekapseln, Schalen und<br />

Blumentöpfe aus recycelbaren oder<br />

biologisch abbaubaren Naturfasern<br />

effizient herstellen wollen. Das<br />

Expertenteam bietet Unterstützung<br />

von den ersten Schritten der Materialforschung<br />

und -prüfung bis hin<br />

zu kompletten schlüsselfertigen<br />

Projekten, Produktentwicklung und<br />

Technologievorführungen in den<br />

Customer Innovation Centern in<br />

Europa und den USA.<br />

Neues<br />

Deckelproduktionssystem<br />

„Kiefel freut sich, die bevorstehende<br />

Markteinführung unseres neuen<br />

Deckelproduktionssystems KFL<br />

90.1 ankündigen zu können“, betont<br />

Richard Hagenauer, Leiter des<br />

Produktmanagements der Fiber Packaging<br />

Division bei Kiefel. „Mit<br />

diesem zuverlässigen System können<br />

Kunden Deckel mit einer Höhe<br />

von bis zu 40 mm für verschiedene<br />

Lebensmittelanwendungen wie<br />

Heiß- und Kaltgetränke, Margarine,<br />

Frischkäse, Eiscreme, Heißgetränke<br />

und mehr herstellen.“<br />

Faser-<br />

Tiefziehmaschinen<br />

Diese innovative Lösung wird<br />

Teil des Faser-Tiefziehmaschinen-<br />

Portfolios sein, zu dem auch die auf<br />

der Messe vorgestellte kompakte<br />

KFT Lab-Maschine für Forschungsund<br />

Entwicklungszwecke sowie<br />

die KFT 90.1 gehören, die Dank<br />

der verbesserten Kiefel Steam Flow<br />

Technology, ihrer präzisen Temperaturregelung<br />

und ihrer optimierten<br />

HMI-Schnittstelle für höchste Prozesssicherheit<br />

steht. Ein weltweites<br />

Netz erfahrener Techniker sorgt für<br />

schnellen und umfassenden After-<br />

Sales-Support.<br />

Mehr unter: www.kiefel.com<br />

Die Maschine NATUREFORMER<br />

KFT Lab veranschaulicht auf<br />

der NPE 2<strong>02</strong>4 die Produktion<br />

von Naturfaserverpackungen.<br />

Fotos: © KIEFEL GmbH


WIRTSCHAFT<br />

Marzek Etiketten+Packaging setzt Maßstäbe<br />

Als eines der ersten Unternehmen in der Etiketten- und Verpackungsindustrie in<br />

Österreich bekennt sich Marzek Etiketten+Packaging zur Science Based<br />

Targets Initiative (SBTi) und berichtet nach den Standards der Global Reporting<br />

Initiative (GRI). Mit der Einführung dieser innovativen Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />

unterstreicht der Etiketten- und Verpackungsspezialist aus Traiskirchen<br />

neuerlich sein Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz.<br />

Klar definierte Roadmap<br />

Mit einer klar definierten Roadmap<br />

als Navigationsinstrument stellt<br />

sich Marzek Etiketten+Packaging<br />

den Herausforderungen und Chancen,<br />

die mit diesen Verpflichtungen<br />

einhergehen, und ist bereit, weiterhin<br />

innovative Lösungen zu entwickeln,<br />

die sowohl die Umwelt<br />

schützen und gleichermaßen auch<br />

die Bedürfnisse der Kund:innen optimal<br />

erfüllen.<br />

Marzek Etiketten+Packaging<br />

Das 1879 gegründete traditionsreiche<br />

Familienunternehmen Marzek<br />

Etiketten+Packaging produziert<br />

in der Zentrale in Traiskirchen<br />

sowie drei weiteren europäischen<br />

Werken mit über 700 Beschäftigten<br />

verkaufsfördernde Etiketten und<br />

Verpackungen für tausende kleingewerbliche<br />

Betriebe, Weingüter<br />

sowie für internationale Industrieunternehmen<br />

in ganz Europa.<br />

Für das traditionsreiche Familienunternehmen<br />

Marzek<br />

Etiketten+Packaging, das<br />

bereits in der 4. und 5. Generation<br />

geführt wird, sind Nachhaltigkeit<br />

und Umweltschutz Teil der Unternehmens-DNA.<br />

„In den 145 Jahren<br />

unserer Unternehmensgeschichte<br />

war es immer das Ziel, ein für künftige<br />

Herausforderungen noch besser<br />

gerüstetes und stabiles Unternehmen<br />

an die jeweils nachfolgende<br />

Generation zu übergeben. Daher<br />

sind alle Initiativen, die in Nachhaltigkeit<br />

und eine bessere Zukunft<br />

investieren, für uns selbstverständlich“,<br />

erläutert Dr. Johannes Michael<br />

Wareka, CEO und 4. Generation der<br />

Eigentümerfamilie.<br />

Emissionen<br />

signifikant reduzieren<br />

Mit dem Commitment zu<br />

SBTi verpflichtet sich Marzek<br />

Etiketten+Packaging, seine Emissionen<br />

signifikant zu reduzieren<br />

und einen Beitrag zur Begrenzung<br />

der globalen Erwärmung auf deutlich<br />

unter 2 °C zu leisten. Diese<br />

wissenschaftsbasierten Ziele<br />

sind ein klares Zeichen für das<br />

ernsthafte Engagement des Familienunternehmens,<br />

seine Umweltauswirkungen<br />

aktiv zu minimieren.<br />

Darüber hinaus wird Marzek<br />

Etiketten+Packaging als eines der<br />

ersten Unternehmen in der österreichischen<br />

Etiketten- und Verpackungsbranche<br />

nach GRI berichten.<br />

Dieser Schritt ermöglicht eine<br />

transparente Kommunikation über<br />

die ökologischen, sozialen und<br />

wirtschaftlichen Auswirkungen der<br />

Geschäftstätigkeiten und festigt die<br />

Position des Unternehmens als Vorreiter<br />

in Sachen Nachhaltigkeit.<br />

International<br />

positiven Einfluss nehmen<br />

„Unser Engagement für ethisches<br />

Handeln, langfristiges Denken,<br />

Nachhaltigkeit und Transparenz ist<br />

ein wesentlicher Teil unserer Strategie,<br />

um nicht nur in Österreich,<br />

sondern auch international einen<br />

positiven Einfluss auf unsere Branche<br />

zu nehmen. Mit der Einführung<br />

dieser Initiativen möchten wir auch<br />

andere Unternehmen inspirieren,<br />

unserem Beispiel zu folgen und<br />

gemeinsam einen Unterschied zu<br />

machen“, ergänzt Dr. Johannes Michael<br />

Wareka.<br />

Tel.: ++43 664 911 211 0<br />

Mehr unter: www.marzek.at<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

37


WIRTSCHAFT<br />

Investition in die Zukunft<br />

DS Smith investiert aktuell dreizehn Millionen Euro in seine beiden Produktionsstandorte<br />

in Österreich. <strong>KOMPACK</strong> berichtete und sprach mit Mag.<br />

Dieter Glawischnig/ Managing Director der DS Smith Packaging Austria<br />

GmbH über diese Investitionen, die PPWR und die aktuellen Entwicklungen<br />

am Markt.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Sie haben eine<br />

große Investition in Österreich beschlossen<br />

- geht es dabei um Kapazitätssteigerung?<br />

Dieter Glawischnig: Prinzipiell<br />

ja, aber nicht nur. Wichtig für uns<br />

war auch die weitere Investition in<br />

die Automatisierung und eine Erhöhung<br />

der Effizienz. Die Investition<br />

ist Teil der Wachstumsstrategie<br />

von DS Smith Packaging East Europe<br />

und natürlich ein Bekenntnis<br />

zum österreichischen Standort. In<br />

Kalsdorf beinhaltet die Kapazitätserweiterung<br />

eine Faltklebemaschine<br />

(Masterfold) und eine Hochleistungsstanze<br />

(Masterline), die<br />

beide bereits zweischichtig laufen.<br />

In Margarethen am Moos wurden<br />

wiederum neue Palettierroboter<br />

und Verschiebewagen installiert.<br />

Die Modernisierung der Fördertechnik<br />

und Lagererweiterungen<br />

werden in Kürze an beiden Standorten<br />

umgesetzt. Wir wollen damit<br />

unseren Wachstumskurs fortsetzen<br />

und mittelfristig auch eine Reserve<br />

haben, damit wir in Zeiten des<br />

Aufschwungs - die sicher wieder<br />

kommen - auch eine Liefersicherheit<br />

für unsere Kunden gewährleisten<br />

können. Für uns ist es wichtig,<br />

ein 100%ig zuverlässiger Partner<br />

zu sein. Mit der Investition sichern<br />

wir außerdem bestehende Arbeitsplätze.<br />

Und wir eröffnen Chancen<br />

für neue Mitarbeiter:innen.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Kurze Frage zur<br />

aktuellen wirtschaftlichen Lage -<br />

allgemein werden die Wirtschaftszahlen<br />

ja vorsichtig zurückgenommen.<br />

Dieter Glawischnig: Ja, jetzt sind<br />

alle sehr vorsichtig - es kann aber<br />

auch schnell eine Pendelbewegung<br />

in eine andere Richtung geben. Ich<br />

hoffe doch, dass sich über kurz<br />

oder lang die Lage in Osteuropa<br />

beruhigt - dann kann es schnell<br />

wieder bergauf gehen. Prinzipiell<br />

ist bei uns die Entwicklung nicht<br />

schlecht. Entgegen den allgemeinen<br />

Trends haben wir praktisch<br />

das Volumen gehalten. Dafür darf<br />

ich mich auch bei unserem krisenfesten<br />

Team bedanken.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Klingt erfreulich<br />

- wie auch die aktuelle Entwicklung<br />

bei der europäischen Verpackungsverordnung<br />

für die Wellpappebranche<br />

- wo ursprünglich<br />

geplante Ideen, die die Branche<br />

benachteiligt hätten, wieder verworfen<br />

wurden.<br />

Dieter Glawischnig: Ich muss gestehen,<br />

ich bin bei diesem Thema<br />

ziemlich ruhig geblieben. Ich habe<br />

es eigentlich immer für unmöglich<br />

gehalten, unseren umweltfreundlichen<br />

Packstoff einzuschränken.<br />

Unsere Wellpappe bleibt bis zu 20x<br />

und öfter im Wirtschaftskreislauf.<br />

Unsere Recyclingquote von 100%<br />

ist auch Fakt.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Sie waren also nie<br />

beunruhigt?<br />

Dieter Glawischnig: Nein im Gegenteil<br />

- solche Situationen spornen<br />

einen an, noch kreativer zu<br />

sein. So arbeiten wir weiter daran,<br />

Einwegplastik zu ersetzen. Prinzipiell<br />

hat Kunststoff ja auch seine<br />

Berechtigung aber verschiedene<br />

Einweganwendungen können gut<br />

durch Naturfaserlösungen ersetzt<br />

werden.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Wie sieht es mit<br />

der Marktentwicklung im E-Commerce-Bereich<br />

aus?<br />

Dieter Glawischnig: Eigentlich<br />

gut - es ist nach Corona halt wieder<br />

Normalität eingetreten.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Im Biobereich hört<br />

man auch, dass Umsätze schwächer<br />

werden.<br />

Dieter Glawischnig: Da wir gerade<br />

auch in diesem Bereich mit<br />

Wellpappe punkten können, trifft<br />

das bei uns nicht zu. Allgemein<br />

können wir im Lebensmittelbereich<br />

gut punkten.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Wie auch die<br />

Lösung bei Coca-Cola HBC Österreich<br />

gezeigt hat, wo bei den<br />

6er-PET-Trays die Einwegfolien<br />

ersetzt werden konnten.<br />

Dieter Glawischnig: Ja, darauf<br />

sind wir schon sehr stolz. Die innovative<br />

Verpackungslösung DS<br />

Smith Lift Up ist ein zu 100 Prozent<br />

recycelbarer Griff aus Wellpappe,<br />

der die Tragefunktion für die<br />

Verbraucher:innen verbessert und<br />

zusammen mit anderen Partnern zu<br />

einer auf Kraftpapier und Karton<br />

basierenden Lösung beiträgt, mit<br />

der Coca-Cola HBC Österreich<br />

jährlich rund 200 Tonnen Kunststoff<br />

einspart. Halt erhält das Gebinde<br />

durch eine Papierbanderole.<br />

Wie so oft, ist es hier die Einfachheit<br />

der Lösung, die überzeugt.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Sind neue<br />

Mitarbeiter:innen leicht zu finden?<br />

Dieter Glawischnig: Irgendwie<br />

sind wir eine große Familie und<br />

das hilft dabei natürlich. Über<br />

unsere Belegschaft finden wir<br />

oft die besten Kontakte zu neuen<br />

Mitarbeiter:innen. Gleichzeitig<br />

hilft es natürlich, dass die Leute<br />

sehen, welche Möglichkeiten ihnen<br />

bei uns gegeben werden. Der Weg<br />

vom Lehrling bis zur Führungsposition<br />

ist bei uns keine Illusion<br />

- wir haben hier viele Erfolgsbeispiele<br />

im Unternehmen - auch international.<br />

Foto: © DS Smith / Anže Petkovšek<br />

Mag. Dieter Glawischnig/ Managing Director der DS Smith Packaging Austria GmbH<br />

38<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong>


<strong>KOMPACK</strong>: Sind weitere ähnliche<br />

Entwicklungen in der Schublade?<br />

Dieter Glawischnig: Lassen<br />

Sie sich überraschen - aber über<br />

ungelegte Eier möchte ich noch<br />

nicht reden. Ich darf dabei auch<br />

erwähnen, dass wir natürlich auch<br />

den Vorteil unseres internationalen<br />

Netzwerkes haben, wo wir auf<br />

viele unterschiedliche Lösungsansätze<br />

zurückgreifen können.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Klingt eigentlich<br />

alles sehr positiv - trotzdem die<br />

Frage - hätten Sie einen Wunsch<br />

an den Osterhasen frei - wie würde<br />

der lauten?<br />

Dieter Glawischnig: Nicht nur<br />

Foto: © DS Smith / Christof Hütter Photography<br />

oben: aktuelle Investition<br />

unten: mit einer einfachen Lösung wurden bei<br />

den 6er Trays die Einwegfolien ersetzt<br />

für unsere Branche, sondern für<br />

alle - dass bald wieder Frieden in<br />

Europa einkehrt. Ich bin ein notorischer<br />

Optimist und hoffe, dass<br />

dieser näher ist als viele hoffen -<br />

und wie gesagt dann kann das Wirtschaftspendel<br />

rasch wieder für alle<br />

in die richtige Richtung schlagen.<br />

<strong>KOMPACK</strong>: Hoffen wir das Beste.<br />

Coca-Cola Fotos: Coca-Cola HBC Österreich /<br />

© Christian Lendl (www.dchr.is)<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

39


Strichcode: Trends und häufige Fehler<br />

Was der jährliche Blick auf die von GS1 Austria überprüften Strichcodes und<br />

2D-Codes des Vorjahres verrät. - Stetig, aber doch geht der Trend bei den<br />

geprüften Mustern hin zu Codes mit mehr Inhalt sowie zu zukunftsorientierteren<br />

2D-Codes, also sozusagen hin zum GS1 Application Identifier Standard und zum<br />

GS1 DataMatrix Code. Einen EAN-13 Strichcode mit einer 13-stelligen<br />

Nummer mithilfe einer Software zu erstellen, sollte nach über 50 Jahren EAN-13<br />

kein Problem mehr bereiten, nachträgliche Manipulation durch den Menschen<br />

ausgenommen.<br />

Bei einem GS1-128 Strichcode<br />

sowie einem GS1<br />

DataMatrix, welche unterschiedliche<br />

Datenelemente<br />

(wie Identifikationsnummer, Datum,<br />

Charge, Seriennummer, Gewicht,<br />

…) verschlüsseln, sieht die<br />

Sache anders aus; diese Codes sind<br />

vom Aufbau her komplexer und<br />

erfordern ein höheres Fachwissen.<br />

Daher ist bei der Erstellung dieser<br />

Codes ein größeres Augenmerk auf<br />

die korrekte Verschlüsslung der<br />

Datenelemente, d. h. die richtige<br />

Verwendung der GS1 Application<br />

Identifier, zu legen. Oberflächlich<br />

betrachtet ist ein korrekter Code<br />

von drei Faktoren abhängig:<br />

1. Es muss der richtige Code mit<br />

korrekt verschlüsseltem Inhalt zur<br />

jeweiligen Anwendung passen.<br />

Ihr Ansprechpartner: Gerald Gruber Projektleiter<br />

GS1 System, Strichcodeprüfung gruber@gs1.at<br />

Foto: © GS1 Austria/Katharina Schiffl<br />

2. Die Abmessung muss auf die<br />

verwendeten Scanner abgestimmt<br />

sein.<br />

3. Die Druckqualität darf eine gewisse<br />

Qualität nicht unterschreiten.<br />

Die nachfolgenden Grafiken zeigen<br />

typische Fehler, die auf 325<br />

qualitativ ausgewerteten Codes<br />

im Jahr 2<strong>02</strong>3 basieren. Nutzen Sie<br />

das Strichcodeprüfservice von GS1<br />

Austria, um Fehler von vornherein<br />

zu vermeiden.<br />

Mehr unter: www.gs1.at/<br />

strichcodepruefung<br />

40 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Strichcodeprüfung: Die Gebühr für eine Überprüfung nach ISO/IEC 15416/15415 und nach GS1 Spezifikationen<br />

von Strichcodes, 2D-Codes und GS1 Transportetiketten beträgt 60 € je Code. Für GS1 Austria Teilnehmer<br />

sind zwei Prüfungen pro Monat kostenfrei, jede weitere Prüfung im Monat kostet jeweils nur 20 €.


Transparente,<br />

ultradünne Stretchfolie<br />

RAJA setzt erneut Maßstäbe mit seiner neuesten Produktinnovation:<br />

Die ultradünne, transparente, vorgedehnte Hand-Stretchfolie revolutioniert<br />

die Ladungssicherung durch ihre einzigartigen Merkmale.<br />

BARRIER FOOD<br />

INTEGRIERTE<br />

SCHUTZBARRIERE:<br />

S-LINER BARRIER FOOD<br />

Stretchfolien sind in verschiedenen Branchen<br />

für die Sicherung von Ladungen auf<br />

Paletten unverzichtbar. Weltweit beträgt<br />

der Jahresverbrauch von Folien für den Schutz<br />

von Paletten 7 Millionen Tonnen. Mit 80 % des<br />

Verbrauchs macht die Stretchfolie den absoluten<br />

Löwenanteil aus. In Anbetracht des essenziellen<br />

Einsatzes von Stretchfolien in verschiedenen<br />

Branchen, ist es von entscheidender Bedeutung,<br />

innovative Ansätze zu verfolgen, um sowohl die<br />

Ladungssicherung als auch ökologische Aspekte<br />

zu optimieren. Hier setzt die ultradünne Hand-<br />

Stretchfolie von RAJA mit einer minimalen Dicke<br />

von 3,8 Mikrometern an, die nicht nur optimale<br />

Leistung bietet, sondern auch durch ihre<br />

umweltfreundliche Herstellung einen Beitrag<br />

zur Reduzierung des Kunststoffverbrauchs und<br />

Abfalls leistet.<br />

Neue Maßstäbe<br />

Die Wahl der richtigen Stretchfolie hängt von<br />

verschiedenen Faktoren ab, darunter Größe,<br />

Gewicht der Paletten, Art der Ware und Transportbedingungen.<br />

Vorgedehnte Stretchfolien<br />

beispielsweise gewährleisten durch ihre Elastizität<br />

und maximale Dehnung von bis zu 250 %<br />

eine gesteigerte Rückspannkraft und damit eine<br />

erhöhte Stabilität der Paletten. Dieser Ansatz<br />

führt nicht nur zu einer effizienteren Nutzung<br />

von Materialien, sondern ermöglicht auch eine<br />

Zeitersparnis von rund 20 % bei der Transportsicherung.<br />

Widerstandsfähig trotz geringer Dicke<br />

Nicht allein die Art der Folie spielt eine Rolle,<br />

sondern auch ihre Stärke – und hier setzt die ultradünne<br />

Stretchfolie neue Maßstäbe. Trotz ihrer<br />

geringen Dicke von 3,8 µm überzeugt sie mit einer<br />

Klemmkraft, die mit herkömmlichen Folien<br />

vergleichbar ist, sowie in ihrer Fähigkeit, homogene<br />

Lasten von bis zu 220kg zuverlässig zu<br />

stabilisieren. Verstärkte Kanten, die nach oben<br />

gerichtet sind, begrenzen das Einreißen beim<br />

Entfernen der Folie und steigern gleichzeitig die<br />

Widerstandsfähigkeit.<br />

Zeiersparnis<br />

Mit einer Länge von 1.000 Metern pro Rolle<br />

minimiert diese innovative Folie die Unterbrechungen<br />

für Rollenwechsel erheblich, optimiert<br />

die Verpackungsprozesse und spart wertvolle<br />

Zeit. Die konstante Breite erfordert zudem weniger<br />

Lagen zum Umwickeln der Paletten und<br />

reduziert so ebenfalls Material und Kosten.<br />

Gut für Mensch und Umwelt<br />

Die Sicherung und das Umstretchen von Paletten<br />

stellen Aufgaben dar, die für die Mitarbeiter<br />

mit besonderen körperlichen Belastungen verbunden<br />

sind und somit ein gewisses Risiko für<br />

ihre Gesundheit bergen. Die ultradünne Folie<br />

zeichnet sich nicht nur durch ihre Steifheit, sondern<br />

auch durch ihre Leichtigkeit aus, was ein<br />

müheloses Umstretchen ermöglicht. Dies führt<br />

zu einer Reduzierung der Ermüdung der Anwender<br />

und begrenzt das Risiko von Muskel-Skelett-<br />

Erkrankungen (MSE), was zu einer Steigerung<br />

der Effizienz in den Verpackungsvorgängen<br />

führt.<br />

Geräuschlos<br />

Die Folie läuft geräuschlos und verbessert so<br />

durch Lärmreduzierung die Arbeitsbedingungen<br />

im Lager. Speziell für leichte, homogene Paletten<br />

entwickelt, bietet sie eine optimale Lösung<br />

für Unternehmen mit besonderen und nachhaltigen<br />

Verpackungsanforderungen.<br />

Nachhaltiger Wandel<br />

Die Entwicklung dieser Folie ist ein aktiver<br />

Beitrag von RAJA zu einem nachhaltigen Wandel<br />

in der Branche. Mit der Einführung trägt das<br />

Unternehmen aktiv zu diesem Wandel bei. Die<br />

Folie zeichnet sich durch einen geringeren Materialeinsatz<br />

und eine optimierte Ressourcennutzung<br />

aus.<br />

FÜR EINEN WIRKUNGSVOLLEN<br />

SCHUTZ VOR PERMEATION NACH<br />

INNEN UND NACH AUSSEN.<br />

BARRIERE- UND SCHUTZFUNK-<br />

TION MITTELS FOLIENTECHNIK<br />

FLEXIBEL AN VERSCHIEDENE<br />

ANFORDERUNGEN ANPASSBAR.<br />

DIE VORTEILHAFTE ALTERNATIVE<br />

ZUM METALLGEBINDE.<br />

Neuer Standard<br />

„Mit unserer ultradünnen Stretchfolie setzen wir<br />

einen neuen Standard im Verpackungsbereich.<br />

Sie vereint in sich die Vorteile von Nachhaltigkeit,<br />

Effizienz und Ergonomie. Wir sind überzeugt,<br />

dass sie Unternehmen dabei unterstützen<br />

wird, ihre Umweltbilanz zu verbessern und<br />

gleichzeitig ihre Verpackungsprozesse zu optimieren.“,<br />

sagt Fabian Kraft, Divisional Director<br />

Purchasing bei RAJA.<br />

Mehr unter: www.raja.at<br />

SAIER Verpackungstechnik<br />

Reutiner Straße 7<br />

D-72275 Alpirsbach<br />

Telefon: +49 7444 611 210<br />

E-Mail: info@saier-web.de<br />

Website: www.saier-web.de<br />

01/<strong>24</strong><br />

41


VERANSTALTUNG<br />

„Wir sind Spritzguss.“<br />

Die WITTMANN Gruppe lädt am 19. und 20. Juni dieses Jahres zu ihren<br />

Competence Days 2<strong>02</strong>4 in die MARX HALLE in Wien ein. Unter dem Motto<br />

„Wir sind Spritzguss.“ werden den Gästen Fachvorträge mit Fokus auf die<br />

Digitalisierung und interessante Exponate geboten.<br />

Die Competence Days der<br />

WITTMANN Gruppe haben<br />

lange Tradition. Für<br />

WITTMANN sind sie eine Plattform,<br />

um ihren Kunden und Partnern<br />

Neuheiten aus dem Produktsortiment<br />

zu präsentieren und ihre<br />

Kompetenz nicht nur bei den bestehenden<br />

Technologien, sondern auch<br />

bei Zukunftsthemen unter Beweis<br />

zu stellen. Davon zeugt eine Vielzahl<br />

an Exponaten aus allen Produktbereichen<br />

der WITTMANN<br />

Gruppe, von Maschinen über Roboter<br />

und Peripheriegeräte bis hin<br />

zu ganzen vollständig vernetzten<br />

Arbeitszellen.<br />

ten werden Werksrundgänge bei<br />

WITTMANN Technology in Wien,<br />

bei WITTMANN BATTENFELD<br />

in Kottingbrunn oder bei WITT-<br />

MANN Robottechnikai in Mosonmagyaróvár<br />

(Ungarn).<br />

„Holoverse“<br />

Der Streifzug durch das Maschinenspektrum<br />

der Gruppe umfasst<br />

elektrische Maschinen der EcoPower<br />

und MicroPower Reihe, darunter<br />

die mit Gleichstrom betriebene<br />

EcoPower DC Maschine mit ebenfalls<br />

mit Gleichstrom betriebenem<br />

Roboter und Temperiergerät, als<br />

auch ein Modell der servohydraulischen<br />

SmartPower Reihe, anhand<br />

dessen die Zukunftstechnologie<br />

„Holoverse“ – eine Studie zu intuitiven<br />

Interaktionsmöglichkeiten<br />

mit Spritzgießmaschine, Roboter<br />

60<br />

und Peripheriegeräten – demonstriert<br />

wird. Eine weitere Maschine<br />

der SmartPower Reihe ist mit einer<br />

komplexen Automatisierungsanlage<br />

von WITTMANN BATTEN-<br />

FELD Deutschland ausgerüstet.<br />

Neuvorstellungen<br />

Darüber hinaus wird ein breites<br />

Spektrum an Robotern, Temperiergeräten,<br />

Durchflussreglern, Materialtrocknern,<br />

Förder- und Dosiergeräten<br />

als auch Mühlen zu sehen sein,<br />

darunter einige Neuvorstellungen.<br />

Anhand eines leistungsstarken<br />

Temperiergeräts in Verbindung mit<br />

einem intelligenten Durchflussregler<br />

zeigt WITTMANN zukunftsweisende<br />

Temperiertechnik, die sowohl<br />

die Prozesssicherheit verbessert<br />

als auch den Energieverbrauch<br />

signifikant reduziert.<br />

Fachvorträge<br />

Neben der Präsentation der genannten<br />

Exponate werden in Fachvorträgen<br />

unterschiedlichste Aspekte<br />

der Digitalisierung beleuchtet.<br />

Einen Überblick zu diesem Thema<br />

wird Dr. Mikula Thiem vom VDMA<br />

geben. Den Mittwochabend leitet<br />

Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer<br />

Plastics Europe Deutschland,<br />

mit seiner Keynote-Speech „AI and<br />

Digitalization – the Gamechangers<br />

for the Plastics Industry“ ein. Danach<br />

bittet die WITTMANN Gruppe<br />

ihre Gäste zu einem gemütlichen<br />

Abendessen in der MARX HALLE.<br />

Besichtigungen<br />

der Produktionsstätten<br />

Zusätzlich zu diesem Programm<br />

werden die Besucher der Competence<br />

Days auch dieses Jahr die<br />

Möglichkeit haben, einige der Produktionsstätten<br />

der WITTMANN<br />

Gruppe zu besichtigen. Angebo-<br />

Die WITTMANN Gruppe<br />

Die Gruppe ist ein weltweit führender<br />

Hersteller von Spritzgießmaschinen,<br />

Robotern und Peripheriegeräten<br />

zur Verarbeitung unterschiedlichster<br />

Arten plastifizierbarer Materialien.<br />

Die Unternehmensgruppe,<br />

mit Hauptsitz in Wien, besteht aus<br />

zwei Haupt-Geschäftsbereichen:<br />

WITTMANN BATTENFELD und<br />

WITTMANN. Im Sinne der Konzepte<br />

von Umweltschutz, Ressourcenschonung<br />

und Kreislaufwirtschaft<br />

beschäftigt sich die WITT-<br />

MANN Gruppe mit fortschrittlicher<br />

Prozesstechnologie für höchste<br />

Energieeffizienz im Spritzgießprozess<br />

sowie mit der Verarbeitung von<br />

Standardmaterialien und Materialien<br />

mit hohem Anteil an Rezyklat und<br />

nachwachsenden Rohstoffen. Die<br />

Produkte der WITTMANN Gruppe<br />

sind auf die horizontale und vertikale<br />

Integration in eine Smart Factory<br />

ausgelegt und können untereinander<br />

zu einer intelligenten Produktionszelle<br />

verbunden werden. Gemeinsam<br />

betreibt die Gruppe zehn<br />

Produktionswerke in sechs Ländern,<br />

und mit ihren 37 Standorten sind die<br />

zusätzlichen Vertriebsgesellschaften<br />

auf allen wichtigen Industriemärkten<br />

der Welt vertreten.<br />

Mehr unter:<br />

www.wittmann-group.com<br />

42 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


Verpackungstechnik<br />

JUBILÄUM<br />

50 Jahre Markenerfolg<br />

Als Franz Roither Senior 1953 in seiner Schlosserei mit Schmiedearbeiten<br />

begann, war noch nicht ersichtlich, dass gut 20 Jahre später Umwelttechnik das<br />

Top-Thema im Unternehmen werden würde. Der Startschuss dazu fiel 1973.<br />

Sein Sohn Franz gründete die Marke Austropressen und spezialisierte sich damit<br />

auf Maschinenbau und Umwelttech-nik. Seit 50 Jahren ist das nun eine wahre<br />

Erfolgsgeschichte.<br />

Von Anfang an steckt im<br />

Unternehmen Pioniergeist,<br />

Innovationskraft und Individualität.<br />

Bis heute die drei Säulen,<br />

um die Themen Nachhaltigkeit,<br />

Umweltbewusstsein und Ener-gieeffizienz<br />

in allen Produkten effektiv<br />

umzusetzen. Zunächst wurden Spezialmaschinen<br />

und Sonderlösungen<br />

für umliegende Betriebe hergestellt<br />

und erste Entwicklungen zum Patent<br />

angemeldet. Gleichzeitig stiegen<br />

die Ansprüche hinsichtlich Qualität<br />

und Spezialisierung. Die erfreuliche<br />

Konsequenz: kontinuierliche Entwicklungen<br />

bei Müll- und Ballenpressen,<br />

individuelle Lösungen für<br />

unterschiedlichste recyclebare Materialien<br />

und erste Lieferungen über<br />

Österreichs Grenzen hinaus.<br />

Lieferung in 100 Länder<br />

Heute entwickelt und produziert<br />

die Roither Maschinenbau GmbH<br />

die gesamte Produktpalette immer<br />

noch zu 100 % am Stammsitz in<br />

Seewalchen, Österreich. Sie liefert<br />

maßgeschneiderte Entsorgungslösungen<br />

in rund 100 Länder weltweit.<br />

Know-how, Inno-vationskraft und<br />

reibungsloser Service kommen ausschließlich<br />

aus dem Familienbetrieb<br />

mit über 50 kompetenten und erfahrenen<br />

MitarbeiterInnen.<br />

Dritte Generation<br />

Roither Maschinenbau ist in dritter<br />

Generation einer der international<br />

führenden Hersteller von Umweltund<br />

Recyclingtechnologien. Das<br />

Geschwistertrio Marlene (Marketing),<br />

Philipp (Geschäftsführung)<br />

und Lukas Roither (Vertrieb) zeichnen<br />

sich verantwortlich für die weitere<br />

Zukunft des Unternehmens. Die<br />

Schwerpunkte bleiben klar definiert:<br />

ein Markenunternehmen mit stetiger<br />

Produktentwicklung und starker<br />

Lehrlings- und Fachkräfteausbildung.<br />

Aus- und Weiterbildung<br />

Die geringen Fluktuationszahlen<br />

und die vielen 20, 30 bis hin zu<br />

40jährigen Dienstjubiläen von<br />

Foto: Austropressen<br />

Familie Roither<br />

MitarbeiterInnen bestätigen den<br />

Erfolgsweg von Seniorchef Franz<br />

Roither. Er hatte schon früh in die<br />

betriebsinterne Aus- und Weiterbildung<br />

investiert. Derart gut aufgestellt<br />

geht man mit Austropressen in<br />

die Zukunft.<br />

Austropressen 2<strong>02</strong>4<br />

Der Fokus liegt auf effektiven Lösungen<br />

für Recycling, Ressourcenschonung<br />

und Kreislaufwirtschaft.<br />

Den steigenden Anforderungen begegnet<br />

man mit einem Produktportfolio,<br />

das hinsichtlich Nachhaltigkeit,<br />

Umweltbewusstsein und Energieeffizienz<br />

auf dem neuesten Stand<br />

ist. Die Leistung- und Energiebilanz<br />

ist hier so wesentlich wie intelligente<br />

Verarbeitung und Vorbereitung zur<br />

Wiederverwertung. Dabei sind Austropressen<br />

branchenübergreifend<br />

ausgerichtet – für alle wesentlichen<br />

Belange der internationalen Abfallund<br />

Recyclingwirtschaft.<br />

Ein Blick in die Praxis.<br />

Die Kanalballenpresse APK-ES<br />

135 sorgt bei der Energie AG Umweltservice<br />

für ein effizientes Abfallmanagement<br />

und einen äußerst<br />

schonenden Umgang mit wertvollen<br />

Ressourcen. Die Energie AG Umwelt<br />

Service (100 % Tochtergesellschaft<br />

der Energie AG, österreichisches<br />

Energieversorgungs- und<br />

Infrastrukturunternehmen) bietet<br />

österreichweit nachhaltige Entsorgungsdienstleistungen<br />

für Gemeinden,<br />

Gewerbe- und Industriekunden<br />

an. Es wird die gesamte Wertschöpfungskette<br />

abgedeckt – also<br />

Sammlung, Sortierung, (Wieder-)<br />

Verwertung. Der Anspruch ist Auftrag<br />

zugleich: schonender Umgang<br />

mit Ressourcen und die Vermeidung<br />

Ihr Verpackungsmaschinenspezialist!<br />

Österreichweiter Sofort-Service für Verpackungsmaschinen<br />

Wir analysieren innerhalb von <strong>24</strong> Stunden.<br />

Wir reparieren sofort nach Ihrer Beauftragung.<br />

Wir haben ein umfangreiches Ersatzteilsortiment lagernd.<br />

Wir bieten Wartungen für mehr Maschinenzuverlässigkeit.<br />

GIGANT - Ihr verlässlicher Partner. Kontaktieren Sie uns!<br />

Verpackungstechnik<br />

bzw. Verminderung von Emissionen.<br />

Am Standort Ötztal Bahnhof, Tirol/<br />

Österreich, werden monatlich rund<br />

1.000t Material verarbeitet: 900t<br />

Karton und Papier, 70t Folien und<br />

30t Hartkunststoffe.<br />

IFAT 2<strong>02</strong>4 in München<br />

Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft<br />

braucht das Zusammenspiel<br />

von Innovationen in vielen<br />

Bereichen. Austropressen präsentiert<br />

sich dem internationalen Fachpublikum<br />

aus 160 Ländern als ein<br />

Unternehmen, das Maschinen für<br />

eine bessere Material- und Rohstoffzukunft<br />

herstellt.<br />

Mehr: www.austropressen.com<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

43<br />

GIGANT_Einschaltung_100_140_Maschinenservice_01.indd 1 09.04.2<strong>02</strong>4 10:13:14


KUNSTSTOFF<br />

„Eigentlich sind wir reiner Kreislauf“<br />

„In letzter Zeit hören wir immer wieder: Oh, du böses Plastik! Ganz kann<br />

ich das nicht verstehen. Ich darf als gutes Beispiel unsere Verpackungstrays<br />

nehmen. Eigentlich kann ich hier fast von einem reinen Kreislauf sprechen,“<br />

erklärt Geschäftsführer Martin Hirsch/Glimberger Kunststofftechnik. Diese<br />

bestehen zu 90% aus Recyclingware. Alte Abschnitte werden wiederverwendet,<br />

sortiert und wieder zu Platten verarbeitet.<br />

Mittlerweile nimmt das<br />

Unternehmen auch Folien<br />

von Lieferanten retour.<br />

„Auch solche, die nicht von<br />

uns kommen. Das sehen wir als<br />

Service für unsere Kunden. Genauso<br />

gehört es zu unserem Service, die<br />

Kunden bei der Materialauswahl zu<br />

unterstützen. Dabei versuchen wir<br />

auch auszuloten, wie viel Recyclingmaterial<br />

bei der jeweiligen Lösung<br />

eingesetzt werden kann“, so<br />

Martin Hirsch. Ein Trend sind auch<br />

eingesetzte Materialien mit mehreren<br />

Schichten. Durch den Einsatz<br />

von 2 oder 3 Schichten kann auch<br />

vermehrt Recyclingmaterial eingesetzt<br />

werden (zum Beispiel in der<br />

Mitte). Dadurch ist nicht nur der<br />

Umwelt gedient, sondern auch der<br />

Preis für die Kunden interessant.<br />

„Auch Versuche mit nachwachsenden<br />

Rohstoffen haben wir schon<br />

gemacht. Hier gibt es aber nach wie<br />

vor das Problem der Verfügbarkeit,<br />

Festigkeit und des Preises“, so der<br />

Geschäftsführer.<br />

Mehrere Schichten können miteinamder verbunden werden - hier wird<br />

Neuware außen verwendet und Reccylingmaterial in der mittleren Schicht<br />

Automatisierung<br />

Schon vor der Corona Krise erkannte<br />

Geschäftsführer Martin<br />

Hirsch/Glimberger Kunststofftechnik<br />

einen interessanten Trend: „Sowohl<br />

im Automotivsektor, als auch<br />

in anderen Bereichen, werden wir<br />

immer früher in die Verpackungsentwicklung<br />

mit eingebunden. Da<br />

die Automatisierung in vielen Bereich<br />

im Vormarsch ist, werden wir<br />

immer öfter schon bei der Entwicklung<br />

mit ins Boot geholt damit es<br />

bei Beginn der Serienproduktion<br />

dann keine Stillstandzeiten mehr<br />

gibt“. Die Folie ist somit ein Teil<br />

der Automatisierung. Die Automatisierer<br />

geben vor, welches Format<br />

eine Folie haben soll. Von dessen<br />

Seite gibt es fertige Zeichnungen,<br />

wie ein Projekt aussehen soll. „Wir<br />

entwickeln die jeweilige richtige<br />

Folienlösung dafür und machen<br />

hier schon die Arbeit für zukünftige<br />

Aufträge. Früher kam die Folie erst<br />

am Ende dazu und wurde dann irgendwie<br />

angepasst. Jetzt steht die<br />

Folie vom Start weg - ohne Nacharbeiten<br />

- 1A da. Dadurch fallen dann<br />

auch keine Änderungskosten mehr<br />

an. Wir arbeiten zurzeit bereits an<br />

einigen Aufträgen, die erst in den<br />

nächsten drei Jahren realisiert werden.“<br />

Partner<br />

„Damit sind wir schon viel früher<br />

in den jeweiligen Prozess miteingebunden,<br />

als dass es bis jetzt der Fall<br />

war. Das bringt für uns den Vorteil,<br />

vom Start weg bei einem Projekt<br />

dabei zu sein. Die Kunden haben<br />

somit von Anfang an die richtige<br />

Folie im Einsatz.“ Auch wenn es<br />

um Elektronikteile geht, die automatisiert<br />

verpackt werden sollen,<br />

wird das Unternehmen schon bei<br />

den ersten Kleinserien miteingebunden,<br />

da es hier um millimetergenaue<br />

Planung geht. „Für die ersten<br />

Tests werden natürlich jeweils<br />

nur Kleinstmengen gebraucht. Bei<br />

der Automatisierung geht es aber<br />

um Nuancen. Deswegen sind Originalteile<br />

von Beginn an wichtig.“<br />

sagt Hirsch.<br />

Mehr unter: www.glimberger.at<br />

Verpackungstrays bestehen zu einem<br />

großen Anteil aus Recyclingmaterial<br />

44 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>


Markus Rustler<br />

als interpack-Präsident bestätigt<br />

MESSE<br />

In der konstituierenden Sitzung des Beirats der interpack, der weltweit führenden<br />

Messe für Processing & Packaging, wurden der Vorsitzende und seine beiden<br />

Stellvertreter in ihren Ämtern bestätigt. Damit setzt der Beirat ein klares<br />

Zeichen für Kontinuität und unterstreicht die Bedeutung der engen Verbundenheit<br />

der interpack mit der Verpackungsindustrie.<br />

Die Interessen der Branche<br />

wirkungsvoll zu vertreten<br />

und als Impulsgeber für<br />

Innovationen und Wachstum zu<br />

fungieren – das ist das Ziel der interpack.<br />

Vom 7. bis 13. Mai 2<strong>02</strong>6<br />

findet sie das nächste Mal statt.<br />

Auf dem Weg dorthin wird sie von<br />

einem 21-köpfigen Messebeirat tatkräftig<br />

unterstützt, der sich aus führenden<br />

Persönlichkeiten der Verpackungsbranche<br />

und der verwandten<br />

Prozessindustrie auf Hersteller- und<br />

Verbandsseite zusammensetzt.<br />

Sitzung<br />

Markus Rustler, Geschäftsführender<br />

Gesellschafter der Theegarten-<br />

Pactec GmbH & Co. KG, wurde<br />

in der konstituierenden Sitzung<br />

am 9. April 2<strong>02</strong>4 erneut zum Präsidenten<br />

und damit zum Vorsitzenden<br />

des Gremiums gewählt. Christian<br />

Traumann, Geschäftsführender<br />

Direktor der MULTIVAC Gruppe<br />

und Roland Straßburger, CEO<br />

der SCHÜTZ GmbH & Co. KGaA<br />

wurden als Vizepräsidenten bestätigt.<br />

Alle Kandidaten wurden einstimmig<br />

gewählt.<br />

Gemeinsames Ziel<br />

„Ich bedanke mich für das entgegengebrachte<br />

Vertrauen und freue<br />

mich, diese Aufgabe fortzuführen.<br />

Unser gemeinsames Ziel ist es, an<br />

den Erfolg der interpack 2<strong>02</strong>3 anzuknüpfen<br />

und die Messe 2<strong>02</strong>6<br />

als Trend-, Technologie- und Lösungsplattform<br />

weiter zu stärken,<br />

um den Chancen der dynamischen<br />

Marktveränderungen proaktiv zu<br />

begegnen“, so Markus Rustler nach<br />

seiner Wiederwahl.<br />

Persönlicher Dialog<br />

„Der persönliche Dialog mit unseren<br />

Partnern aus den Unternehmen<br />

und Verbänden ist für uns von enormem<br />

Wert - gerade in Zeiten großer<br />

Herausforderungen. Wir freuen<br />

uns sehr über die außerordentliche<br />

Expertise und das vertrauensvolle<br />

Miteinander in unserem Beirat“, so<br />

interpack-Director Thomas Dohse<br />

zum Abschluss der Sitzung.<br />

Bild: Messe Düsseldorf<br />

Inhaltliche Vorbereitung<br />

Mit der ersten Sitzung des Messebeirates<br />

beginnt die Phase der konkreten<br />

inhaltlichen Vorbereitung<br />

auf die nächste Ausgabe der interpack<br />

im Mai 2<strong>02</strong>6. Als Aussteller<br />

werden wieder die weltweit wichtigsten<br />

Anbieter von Verpackungsmaschinen<br />

und Verarbeitungstechnik,<br />

Packmitteln, Packstoffen und<br />

Packhilfsmitteln, Packmittelproduktion,<br />

Veredelung und Verpackungsdruck,<br />

Kennzeichnungstechnik<br />

und Etikettierung sowie Lager-,<br />

Logistik- und Transporttechnik erwartet.<br />

Die Themenschwerpunkte<br />

der kommenden Leitmesse werden<br />

in den nächsten Monaten festgelegt.<br />

„components“<br />

Auch die Zuliefermesse „components“<br />

wird erneut parallel zur interpack<br />

an zentraler Stelle im Messegelände<br />

ausgerichtet.<br />

Anmeldung<br />

Die Anmeldung zur interpack<br />

und zur components 2<strong>02</strong>6 ist<br />

bereits seit Ende März<br />

online möglich unter:<br />

www.interpack.de<br />

(Aufgrund der großen<br />

Nachfrage wird eine frühzeitige<br />

Anmeldung empfohlen.)<br />

Markus Rustler<br />

interpack alliance<br />

Mit Veranstaltungen rund um den<br />

Globus erschließt die interpack<br />

vielversprechende Märkte für die<br />

Processing & Packaging-Industrie.<br />

Während die interpack als<br />

Flaggschiffmesse alle drei<br />

Jahre die Key-Player der<br />

Branche nach Düsseldorf holt,<br />

geht sie mit der interpack<br />

alliance direkt in spannende und<br />

dynamische Absatzregionen.<br />

Im Fokus stehen Lösungen für<br />

die Zielgruppen Nahrungsmittel,<br />

Getränke, Süß- und Backwaren,<br />

Pharma, Kosmetik, Non-Food<br />

sowie Industriegüter – je nach<br />

Veranstaltung mit unterschiedlicher<br />

Schwerpunktsetzung.<br />

Darüber hinaus bieten weitere<br />

Messen aus den Portfolios Print<br />

Technologies und Plastics &<br />

Rubber der Messe Düsseldorf<br />

weltweit wertvolle Synergien<br />

in allen Kernkompetenzen<br />

der Verpackungsbranche.<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

45


AUTOMATISIERUNG<br />

BEUMER stretch hood sorgt für effizientes<br />

Verpacken und sicheren Transport<br />

Paletten wirtschaftlich, sicher und automatisiert verpacken – mit der patentierten<br />

BEUMER stretch hood bietet die BEUMER Group dafür eine maßgeschneiderte<br />

Lösung. Fremdeingriffe, Beschädigungen oder andere Einwirkungen<br />

während der Lagerung und des Transports werden so verhindert. BEU-<br />

MER passt jedes System individuell an die jeweilige Anwendung an, integriert<br />

es in die Fördertechnik des Kunden oder setzt es als eigenständige Lösung um.<br />

Jörg Spiekermann, Head of<br />

Sales Division Consumer<br />

Goods bei der BEUMER<br />

Group: „Stabilität, Sicherheit und<br />

Schutz der Waren sind bei der Einoder<br />

Auslagerung entscheidend für<br />

maximale Rentabilität, minimale<br />

Abfälle und vermeidet Retouren. Eine<br />

Palette mit Folie zu überziehen,<br />

ist der einfache Teil. Sicherzustellen,<br />

dass der Inhalt zentriert, genau<br />

gewogen und gemessen wird, bevor<br />

er endgültig verpackt wird, erfordert<br />

wiederholbare Genauigkeit und<br />

Konsistenz, die nur mit Automatisierung<br />

erreicht werden kann. Dank<br />

unseres Haubenstretchverfahrens<br />

kann am Ende der Verpackungslinie<br />

problemlos eine automatisierte Lösung<br />

eingesetzt werden. Unsere Lösung<br />

minimiert die Wahrscheinlichkeit<br />

menschlicher Fehler in dieser<br />

kritischen Phase und sorgt für eine<br />

Stretchverpackung, die vor Verderb,<br />

46 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

Fotos: BEUMER Group GmbH & Co. KG<br />

Schäden oder Diebstahl schützt.“<br />

Einsatzgebiet<br />

Das Einsatzgebiet des BEUMER<br />

stretch hood reicht von der Verpackung<br />

von hochwertigen Elektronik-Artikeln<br />

über Lebensmittel und<br />

Getränken bis hin zu palettierten<br />

Baustoffen. Es kommt sowohl vor<br />

dem Hochregal für die Sicherung<br />

der eingehenden Waren auf Paletten<br />

als auch für die Endverpackung<br />

am Warenausgang für den Versand<br />

und Transport zum Einsatz. Das<br />

Haubenstretchverfahren eignet sich<br />

gleichermaßen gut für transparente<br />

Folie, unter der das palettierte Produkt<br />

erkennbar ist und für undurchsichtige<br />

Folie zum Abdecken hochwertiger<br />

Ware, bei der die Sicherheit<br />

an erster Stelle steht.<br />

Ladungsstabilität<br />

Der BEUMER stretch hood erreicht<br />

durch die vertikalen und horizontalen<br />

Rückstellkräfte der Folie<br />

ein Höchstmaß an Ladungsstabilität.<br />

Die Folie ist hochflexibel und passt<br />

sich den unterschiedlichsten Produktabmessungen<br />

an. Durch den<br />

Einsatz von kaltdehnbaren Folien<br />

benötigt das System keine Wärmezufuhr,<br />

ein Verkleben der Folie ist<br />

somit ausgeschlossen. Außerdem<br />

erübrigt sich die Kühlung der Folienschweißnaht<br />

mit Blasluft, wodurch<br />

die Betriebskosten der Anlage<br />

gering sind.<br />

Produktverluste minimieren<br />

Einmal angebracht, schützt die Folienhaube<br />

vor dem Eindringen von<br />

Feuchtigkeit sowie Schmutz und hält<br />

die Produkte fest an Ort und Stelle,<br />

sodass die Paletten sicher bewegt<br />

und gestapelt werden können, ohne<br />

zu verrutschen. Überdies verringert<br />

die Haube die Wahrscheinlichkeit,<br />

dass Waren auf dem Transportweg<br />

„verloren“ gehen. Jörg Spiekermann<br />

erläutert: „Normale Wickelstretchverpackungen<br />

sind verlockend für<br />

Unbefugte, weil sie gelöst und neu<br />

angebracht werden können. Bei Folienhauben<br />

ist hingegen jeder Fremdeingriff<br />

sofort erkennbar.“ Ein<br />

Kunde der BEUMER Group hat<br />

durch die kürzliche Einführung des<br />

BEUMER stretch hood die Verluste<br />

zwischen Versandstelle und Zielstelle<br />

von vier Prozent auf nahezu null<br />

(0,03 %) reduziert.<br />

Individuelle Lösungen<br />

Die individuelle Auslegung der<br />

Anlage hängt von den Anforderungen<br />

des Kunden ab, z. B. dem Einsatz<br />

von Gabelstaplern und Transportwagen,<br />

dem manuellen Hebeaufwand<br />

und der Höhe, auf welche<br />

die Paletten angehoben werden<br />

müssen. Je nach Set-up kommen<br />

beispielsweise konventionelle oder<br />

niedrige Rollenbahnen und integrierte<br />

Hebesysteme zum Einsatz.<br />

Der BEUMER stretch hood kann als<br />

lineares System konzipiert oder um<br />

Ecken herum aufgestellt werden, um<br />

auf eine kleinere Stellfläche zu passen.<br />

Geräte von Drittanbietern, wie<br />

Etikettiersysteme oder Plattformwaagen<br />

etc., können berücksichtigt<br />

werden. Die Konstruktion kann<br />

auch einen Kompressor vorsehen,<br />

falls der Kunde nicht über einen<br />

Druckluftanschluss verfügt.<br />

Ständige Innovation<br />

In der Verpackungstechnik stehen<br />

laut Jörg Spiekermann viele weitere<br />

Innovationen bevor. „Bei der Etikettierung<br />

sowie dem Be- und Entladen<br />

sind zwar nach wie vor manuelle<br />

Arbeiten notwendig, beim Transport<br />

jedoch werden zukünftig wohl Automated<br />

Guided Vehicles (AGV), also<br />

fahrerlose Transportsysteme (FTS),<br />

zum Einsatz kommen. Die individuellen<br />

Lösungen von BEUMER<br />

arbeiten bereits auf ein vollautomatisches<br />

Szenario hin, welches das<br />

Prinzip des Dark Warehouse auch<br />

auf das Verpacken ausdehnen wird.“<br />

Mehr unter:<br />

www.beumer.com


RECYCLING<br />

ARA Patent läutet neue Ära ein<br />

Nicht jede Kunststoffverpackung ist recyclingfähig – sind sie zu stark verschmutzt,<br />

zu klein oder bestehen aus unterschiedlich chemischen Stoffen, werden<br />

Verpackungen aussortiert und anschließend thermisch verwertet. Die ARA<br />

hat nun ein Verfahren entwickelt, um diese Sortierreste ebenfalls im Kreislauf<br />

zu führen. Die österreichweit erste Anlage für Polyolefin-Aufbereitung startet<br />

im Sommer 2<strong>02</strong>4 im niederösterreichischen Pöchlarn.<br />

Mit UPCYCLE, das die<br />

Altstoff Recycling Austria<br />

AG (ARA) gemeinsam<br />

mit dem Anlagenbetreiber<br />

SRP Sekundär Rohstoff Produktion<br />

GmbH realisiert, werden damit jährlich<br />

zusätzlich rund 30.000 Tonnen<br />

Recyclingmaterial gewonnen. Für<br />

dieses innovative Verfahren besteht<br />

seitens ARA bereits eine EU-Patentanmeldung.<br />

Highthech-Prozesse<br />

2<strong>02</strong>4 geht in Oberösterreich die<br />

hochmoderne Kunststoffsortieranlage<br />

der ARA und ihrer Partner<br />

Bernegger und Der Grüne Punkt in<br />

Betrieb. (<strong>KOMPACK</strong> berichtete)<br />

Durch Hightech-Prozesse wird eine<br />

in Österreich einzigartige Sortiertiefe<br />

von 80 Prozent erreicht. Die verbleibenden<br />

20 Prozent bestehen zum<br />

Großteil aus sogenannten Mischkunststofffraktionen,<br />

die bisher nicht<br />

mehr wirtschaftlich sinnvoll weiter<br />

sortiert werden können. Diese Reste<br />

bestehen aus verschiedenen Arten<br />

von Kunststoffen und unterscheiden<br />

sich in ihren chemischen und physikalischen<br />

Eigenschaften. Damit<br />

gehen wertvolle Sekundärrohstoffe<br />

verloren.<br />

UPCYCLE<br />

Mit Österreichs erste Polyolefin-<br />

Aufbereitungsanlage gewinnt UP-<br />

CYCLE im niederösterreichischen<br />

Pöchlarn aus diesen Sortierresten<br />

bis zu 50 Prozent der Wertstoffe zurück,<br />

die bisher thermisch verwertet<br />

wurden. „Es ist von zentraler Bedeutung<br />

Rohstoffe so lange wie möglich<br />

im Kreislauf zu halten und damit<br />

gleichzeitig die ambitionierten EU-<br />

Ziele bei Kunststoffverpackungen<br />

zu erreichen. Unser neues Verfahren<br />

ist ein wichtiger Fortschritt zur Erreichung<br />

beider Ziele“, erklärt ARA<br />

Vorstand Martin Prieler.<br />

Neues Verfahren<br />

Neues Verfahren holt noch mehr<br />

aus der Gelben Tonne raus Sowohl<br />

Mischkunststofffraktionen aus dem<br />

Gelben Sack als auch Fraktionen<br />

aus der Gewerbesammlung werden<br />

dabei veredelt. „Das Ergebnis<br />

des Aufbereitungsprozesses sind<br />

hochwertige Polyolefin-Rezyklate<br />

in einer Reinheit von zumindest<br />

90 Prozent, die im Anschluss von<br />

der Industrie als Sekundärrohstoff<br />

mechanisch oder chemisch recycelt<br />

werden“, so Prieler. Während beim<br />

mechanischen Recycling die Abfälle<br />

zerkleinert, geschmolzen oder<br />

umgeformt werden, wandelt das<br />

chemische Recycling Kunststoffe<br />

auf molekularer Ebene in seine<br />

Grundbestandteile zurück.<br />

Standort<br />

Der Standort der UPCYCLE-<br />

Anlage im niederösterreichischen<br />

Pöchlarn wurde im Sinne einer<br />

360-Grad-Kreislaufwirtschaft strategisch<br />

gewählt. „Es ist uns damit<br />

gelungen eine einzigartige Kooperation<br />

von Kommune, Entsorgern<br />

und Zementindustrie sowie weiteren<br />

Partnern zu schaffen“, erklärt Prieler.<br />

Aufbereitungsanlage<br />

Die neue Aufbereitungsanlage<br />

wird von SRP Sekundär Rohstoff<br />

Produktion GmbH betrieben, Kirchdorfer<br />

Zement – Spezialist für Bindemittel<br />

und umweltschonenden<br />

Zement – übernimmt die CO 2 -optimierte<br />

thermische Verwertung der<br />

nicht weiter rezyklierbaren Restfraktion.<br />

Anlage schafft<br />

fünf Tonnen pro Stunde<br />

„Mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit<br />

von fünf Tonnen pro Stunde<br />

liegt die Kapazität der Polyolefin-Aufbereitungsanlage<br />

bei bis<br />

zu 30.000 Tonnen pro Jahr“, so<br />

SRP-Geschäftsführer Richard Walter.<br />

„Damit können wir einen erheblichen<br />

Anteil des Jahresaufkommens<br />

von anfallenden Mischkunststoffen<br />

bewältigen.“<br />

Die europäische Petrochemie hat<br />

das Endmaterial bereits getestet<br />

und positiv für den Einsatz im chemischen<br />

Recycling beurteilt. Die hohe<br />

Nachfrage bestätigt die Qualität<br />

Foto - © Daniel Willinger / ARA<br />

Martin Prieler (ARA Vorstand), Erich Frommwald (CEO Kirchdorfer<br />

Gruppe), Jürgen Secklehner (Geschäftsführer ARAplus), Reinhard<br />

Kerschner (Geschäftsführer TOP Umweltservice GmbH und Geschäftsführer<br />

Kerschner Umweltservice und Logistik GmbH), Richard<br />

Walter (Geschäftsführer SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH).<br />

des Produkts. „Wir gehen davon aus,<br />

dass das Projekt UPCYCLE unsere<br />

hohen Erwartungen erfüllt und wir<br />

damit den Weg für weitere Anlagen<br />

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in und um Österreich bereiten“, sagt<br />

Prieler.<br />

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<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

47


AUTOMATISIERUNG<br />

Mehrkopfwaage verpackt tonnenweise<br />

Schluss mit ineffizienten Prozessen. Der polnische Fleischverarbeiter<br />

Wierzejki hat die Abfüllung von Fleischknödeln automatisiert. Mit einer<br />

Mehrkopfwaage von Ishida spart das Unternehmen jetzt viel manuelle Arbeit<br />

und optimiert die Abfüllgenauigkeit. Eine Amortisierung der Investition soll<br />

innerhalb von 18 Monaten erreicht werden.<br />

Ishida GmbH<br />

Die Ishida GmbH mit Sitz<br />

in Schwäbisch Hall ist die für<br />

Deutschland und Österreich zustän-<br />

Wierzejki ist einer der<br />

größten Fleischverarbeiter<br />

in Polen und beliefert<br />

nicht nur den heimischen<br />

Markt, sondern auch viele weitere<br />

europäische, asiatische und afrikanische<br />

Länder. Zur breiten Produktpalette<br />

zählen neben traditionellem<br />

Fleisch diverse Feinkostartikel wie<br />

Kartoffelknödel mit Fleischfüllung.<br />

Letztere wurden bis vor Kurzem in<br />

einem mühsamen und zeitaufwändigen<br />

Prozess manuell verwiegt<br />

und in Tiefziehschalen abgefüllt.<br />

Der verlangte Ausstoß von 1,2 t<br />

pro Stunde machte den Einsatz<br />

von sechs Mitarbeitern erforderlich.<br />

Noch problematischer war der<br />

Produktverlust, denn die Verpackungen<br />

lagen um bis zu 25 g über<br />

dem Zielgewicht. „Präzision ist<br />

Alles in unserem Geschäft und das<br />

veranlasste die Beschaffung einer<br />

Mehrkopfwaage“, sagt Adam Zdanowski,<br />

Miteigentümer von Wierzejki.<br />

„In unserer Produktion nutzen<br />

wir bereits seit zwei Jahren eine<br />

Mehrkopfwaage von Ishida, die uns<br />

mit ihrer Genauigkeit und Zuverlässigkeit<br />

überzeugt hat. Und da es<br />

sich bei der Abfüllung der Fleischknödel<br />

um eine sehr spezifische<br />

Anwendung handelt, war auch die<br />

Erfahrung von Ishida mit solchen<br />

Produkten dafür ausschlaggebend,<br />

erneut in eine Mehrkopfwaage dieses<br />

Herstellers zu investieren.“<br />

Patentierte<br />

Pulsweitenmodulation<br />

Die jetzt installierte Mehrkopfwaage<br />

der Baureihe CCW-RVE ist<br />

mit der patentierten Pulsweitenmodulation<br />

(PWM) ausgestattet,<br />

die eine optimale Kontrolle der<br />

Produktzufuhr auf den Verteilteller<br />

und der Beschickung der Schalen<br />

ermöglicht. Sowohl die Amplitude<br />

als auch die Dauer der Vibration<br />

lassen sich automatisch steuern, so<br />

dass die Zuführrinnen einen kontrollierten<br />

und gleichmäßigen Produktfluss<br />

sicherstellen. Speziell beschaffene<br />

Oberflächen verhindern<br />

Anhaftungen. Ein spezielles Verteilsystem<br />

unter der Mehrkopfwaage<br />

Beispiel für ein fälschungssicheres Etikett mit Öffnungseffekt:<br />

beim Öffnen wird irreversibel ein Schloss sichtbar.<br />

Gelungene Automatisierung: Die Mehrkopfwaage<br />

CCW-RVE bei der Abfüllung der Fleischknödel (Fotos: © Ishida)<br />

sorgt anschließend für eine schnelle<br />

und effiziente Übergabe der Knödel<br />

an die Tiefziehmaschine.<br />

Hohe Genauigkeit<br />

Mit ihrer hohen Genauigkeit und<br />

Konsistenz bewirkt die Mehrkopfwaage<br />

erhebliche Effizienzsteigerungen<br />

und vermeidet zugleich<br />

menschliche Fehler. Wierzejki setzt<br />

die 14-köpfige Waage aktuell primär<br />

für die Abfüllung von Knödeln<br />

in Verpackungen mit 400 g Inhalt<br />

ein und kann darüber hinaus eine<br />

Vielzahl weiterer Füllgewichte verarbeiten.<br />

Durch Mehrfachabwürfe<br />

in eine Verpackung lassen sich<br />

zudem sehr große Foodservice-<br />

Verpackungen realisieren. Dies<br />

verschafft dem Hersteller die Flexibilität,<br />

schnell auf sich ändernde<br />

Markt- und Kundenanforderungen<br />

zu reagieren.<br />

Arbeitskosten<br />

und Produktverlust minimiert<br />

Wierzejki benötigt seit der Automatisierung<br />

nur noch einen Mit-<br />

Die Mehrkopfwaage wird<br />

bequem per Touchscreen bedient.<br />

arbeiter an der gesamten Verpackungslinie.<br />

Dank der Mehrkopfwaage<br />

konnte die Überfüllung von<br />

durchschnittlich fünf Prozent auf<br />

weniger als zwei Prozent reduziert<br />

werden. Ebenso wichtig ist, dass<br />

die Konsistenz der Füllgewichte<br />

dazu beiträgt, das Kundenerlebnis<br />

zu verbessern und das Premium-<br />

Markenimage von Wierzejki zu<br />

bewahren. Das Fleischverarbeitungsunternehmen<br />

hat die Waage<br />

täglich zwölf Stunden störungsfrei<br />

in Betrieb. Dank der intuitiven<br />

Touchscreen-Bedienung können<br />

Einstellungen und Produktwechsel<br />

einfach vorgenommen werden.<br />

Das modulare Design der wasserdichten<br />

Waage ermöglicht den einfachen<br />

Ausbau und Austausch von<br />

Kontaktteilen für eine schnelle und<br />

gründliche tägliche Reinigung.<br />

Ertragssteigerung<br />

„Unsere neue Mehrkopfwaage hat<br />

uns durch ihre hohe Genauigkeit,<br />

Effizienz und Zuverlässigkeit eine<br />

erhebliche Ertragssteigerung beschert“,<br />

schließt Adam Zdanowski.<br />

„Die Ishida-Waage ist aus unserer<br />

Knödelproduktion nicht mehr wegzudenken.“<br />

Die Mehrkopfwaage stellt einen<br />

reibungslosen Produktfluss sicher.<br />

48<br />

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Fleischknödel<br />

Die Fleischknödel erreichen<br />

die Wiegeschalen.<br />

dige Tochtergesellschaft von Ishida<br />

Europe (Birmingham, England).<br />

Das Unternehmen konzipiert, produziert<br />

und installiert innovative<br />

Wiege- und Verpackungstechnologien<br />

für den Food- und den Non-<br />

Food-Bereich. Angeboten werden<br />

effiziente Maschinen für das Verwiegen,<br />

das Abfüllen und Verpacken<br />

sowie die Qualitätskontrolle.<br />

Kunden erhalten auch komplette<br />

Linienlösungen und Service aus einer<br />

Hand.<br />

Mehr unter:<br />

www.ishidaeurope.com/de<br />

Ringwickler<br />

● aut. Wickelfolienwechsler<br />

● aut. Deckblattrollenwechsler<br />

● Doppelwickelkopf uvm.<br />

Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG<br />

www.riegler‐verpackungstechnik.com<br />

office@riegler‐verpackungstechnik.com<br />

Tel. 0043 1 40 500 35‐0<br />

<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />

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WIRTSCHAFT<br />

„Die Erwartungen an<br />

mobile Roboter sind überzogen“<br />

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Der Hype um mobile Transportroboter (MTR) hält an. Häufig wird der Eindruck<br />

erweckt, die Technologie sei bereits hunderttausendfach im Einsatz. Doch nur wenige<br />

Unternehmen setzen mobile Roboter im großen Stil ein. Und die Zahl der gescheiterten<br />

Projekte steigt. Der Grund: überzogene Erwartungen und zu wenig internes Wissen<br />

über die Technologie. SAFELOG-Geschäftsführer Mathias Behounek erklärt, welche<br />

Hürden die Branche noch nehmen muss.<br />

Herr Behounek, wo steht die mobile<br />

Robotik und wie sind die Zukunftsaussichten<br />

der Branche?<br />

Es herrscht große Einigkeit darüber,<br />

dass die mobile Robotik in<br />

den nächsten Jahren weiter stark<br />

wachsen wird. So prognostiziert<br />

das Marktforschungsinstitut Interact<br />

Analysis, dass der Markt für Transportroboter<br />

in den nächsten fünf Jahren<br />

trotz der momentan angespannten<br />

wirtschaftlichen Lage jährlich<br />

um bis zu 40% wachsen wird. Denn<br />

Fachkräftemangel und steigende<br />

Produktionskosten zwingen viele<br />

Unternehmen, in die Automatisierung<br />

ihrer Prozesse zu investieren.<br />

Allerdings sind die Erwartungen<br />

an die Leistungsfähigkeit mobiler<br />

Transportroboter völlig überzogen.<br />

Wie meinen Sie das?<br />

Der Druck auf die Industrie ist<br />

unglaublich hoch. Glaubt man den<br />

Medien und einigen Herstellern,<br />

werden wir in kurzer Zeit große<br />

Flotten in nahezu allen intralogistischen<br />

Anwendungen sehen. Die<br />

Roboter sollen autonom navigieren,<br />

Hindernissen ausweichen und<br />

keine Abhängigkeiten haben. Es<br />

scheint, als könnten sie ohne großen<br />

Aufwand in nahezu jedes Layout<br />

integriert werden, ohne dass bestehende<br />

Prozesse hinterfragt werden<br />

müssen. Dieser Eindruck ist falsch<br />

und einer der Hauptgründe, warum<br />

Projekte mit mobilen Robotern in<br />

der Praxis immer wieder scheitern.<br />

Um es klar zu sagen: Unsere Branche<br />

steht noch ganz am Anfang. Allen<br />

Prognosen zum Trotz werden die<br />

Stückzahlen in der Breite erst dann<br />

steigen, wenn wir es schaffen, AGV-<br />

Projekte beherrschbar und erfolgreich<br />

zu machen.<br />

Wie in der Factory 56 bei<br />

Mercedes Benz? Dort haben Sie<br />

mit 500 Robotern die größte Roboterflotte<br />

Europas in Betrieb genommen.<br />

Das ist richtig. Die Factory 56 war<br />

für uns ein Meilenstein und der Beweis,<br />

dass sich große AGV-Flotten<br />

Bild: SAFELOG GmbH<br />

SAFELOG-Geschäftsführer Mathias Behounek<br />

in diesem hochkomplexen Umfeld<br />

realisieren lassen, wenn man sich<br />

auf die wesentlichen Aufgaben fokussiert.<br />

Ich denke aber nicht, dass<br />

vollautomatisierte Fabriken in absehbarer<br />

Zeit Standard sein werden.<br />

Aber das Thema ist sexy und kommt<br />

deshalb bei Investoren und in der<br />

öffentlichen Wahrnehmung gut an.<br />

Je weiter man sich in der Intralogistik<br />

vom Shopfloor entfernt, desto<br />

größer werden die Erwartungen an<br />

das Thema. Mit einer realistischen<br />

Vorstellung davon, was MTR leisten<br />

können, hat das wenig zu tun.<br />

Also zurück zu den Basics?<br />

Das ist unser Ansatz bei SA-<br />

FELOG. Man muss sich radikal auf<br />

das Wesentliche konzentrieren. Dass<br />

bedeutet, dass wir nur die Technologie<br />

in unsere Roboter integrieren,<br />

die man unbedingt braucht, um die<br />

Aufgabe zu erledigen. Alles andere<br />

ist überflüssig. Im Bereich Automotive<br />

haben wir weltweit über 3000<br />

mobile Transportroboter im Einsatz.<br />

In vielen Montagewerken und Produktionsanlagen<br />

von Zulieferern<br />

bringen unsere Roboter Teile ans<br />

Band. Aber das war‘s dann auch<br />

schon. Kein Fahrzeug weicht selbstständig<br />

aus oder ist mit Sensorik<br />

ausgestattet, die es für diese eine<br />

Aufgabe nicht braucht. Wir wollen<br />

technische Komplexität und damit<br />

Fehleranfälligkeit vermeiden. Denn<br />

als Familienunternehmen, das nicht<br />

von Risikokapitalgebern finanziert<br />

ist, sind wir gezwungen Lösungen<br />

anzubieten, die wir verlässlich liefern<br />

können und erfolgreich sind.<br />

Lean Robotics: SAFELOG verfolgt den Ansatz, die gestellte<br />

Aufgabe mit so wenig Technik wie möglich zu lösen.<br />

Bild: KNOLL Maschinenbau<br />

Worauf kommt es Ihrer Meinung<br />

nach an, damit mobile Roboter<br />

den Durchbruch schaffen?<br />

Wir sollten aufhören, Szenarien zu<br />

propagieren, die noch in der Zukunft<br />

liegen, und uns auf das konzentrieren,<br />

was heute möglich ist. Statt immer<br />

neue vermeintliche technische<br />

Innovationen wie autonomes Navigieren<br />

zu feiern, sollten wir uns<br />

auf die Kernfrage konzentrieren:<br />

Wie kann ich heute mit mobilen<br />

Transportrobotern erfolgreich sein?<br />

Damit meine ich nicht nur die von<br />

den Herstellern eingesetzte Technik.<br />

Mindestens genauso wichtig ist das<br />

Know-how auf Kundenseite.<br />

Was raten Sie Unternehmen, die<br />

über den Einsatz mobiler Roboter<br />

nachdenken?<br />

Jedes Unternehmen braucht eine<br />

Vision von dem, was es erreichen<br />

will, um für sich ein Ziel zu definieren.<br />

Geht es um Einsparmaßnahmen,<br />

ergonomische Verbesserung<br />

oder die Prozessoptimierung? Ohne<br />

konkrete Zielsetzung ist es für uns<br />

als Hersteller schwierig, den Weg<br />

zu beschreiben, um dieses Ziel zu<br />

erreichen. Dazu gehört auch, zu<br />

wissen welche Prozesse sich für<br />

eine Automatisierung eignen, welche<br />

Voraussetzungen mein Lager<br />

mitbringen muss, wie die Verkehre<br />

gesteuert werden usw. Der Aufbau<br />

von internem Wissen ist also von<br />

zentraler Bedeutung. Nur so kann eine<br />

Vorstellung davon entstehen, was<br />

die Technologie leisten soll, welche<br />

Ziele realistisch sind und wie der<br />

Weg dorthin gemanagt werden kann.<br />

Im Idealfall ist die mobile Robotik<br />

ein Thema für die Standardisierung.<br />

Es geht darum, die Spielregeln zu<br />

definieren, das Spielfeld zur Verfügung<br />

zu stellen, aber auch Schiedsrichter<br />

zu sein.<br />

In vielen Fällen beginnt man am<br />

besten mit einem kleinen Projekt,<br />

um Erfahrungen zu sammeln. Die<br />

große Vollautomatisierung mit<br />

Transportrobotern wird ad hoc nicht<br />

funktionieren. Denn ohne Vorwissen<br />

und Erfahrung sind sowohl die<br />

Mitarbeiter als auch die Strukturen<br />

schnell überfordert. Wenn das gelingt<br />

sich diese Kenntnisse anzueignen,<br />

wird die mobile Robotik viele<br />

Unternehmen noch erfolgreicher<br />

machen.<br />

Vielen Dank für das Gespräch.


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Displays und Verpackungen<br />

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Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. · T <strong>02</strong>230/<strong>24</strong>300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at · Folgen Sie uns:


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