KOMPACK 02 24
Aktuelle Interviews: Dieter Glawischnig, Georg Matyk, Martin Widermann, Wolfgang Kubesch Messen: Anura FoodTec, drupa, LogiMAT Ulrich - Übersiedlung abgeschlossen, Sicherheitsetiketten erobern Amerika, ARA-Patent ... uvm
Aktuelle Interviews: Dieter Glawischnig, Georg Matyk, Martin Widermann, Wolfgang Kubesch
Messen: Anura FoodTec, drupa, LogiMAT
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®<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong> 05/21<br />
WE THINK<br />
WE THINK THINK<br />
34 31 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
2<strong>02</strong>. 187. Ausgabe<br />
w w w w . k . o m k p o a m c k p . i n a f c o 03/20<br />
k . i 30 Jahre n <strong>KOMPACK</strong><br />
179. f Ausgabe<br />
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INSIDE<br />
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w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
THE<br />
BOX.<br />
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DIE WELT DER KENNZEICHNUNG<br />
NACHHALTIG BESCHRIFTEN UND ETIKETTIEREN<br />
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Bluhm Systeme GmbH • Rüstorf 82 • A-4690 Schwanenstadt • Tel.: +43 7673 4972<br />
Österreichische Österreichische Post Post AG AG MZ MZ <strong>02</strong>Z032071 <strong>02</strong>Z032071 M, M, Werbeagentur Werbeagentur Harald Harald Eckert, Eckert, Landstraßer Landstraßer Hauptstraße Hauptstraße 141/3a/5, 141/3a/5, 1030 Wien 1030 Wien
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23.04. - 26.04.2<strong>02</strong>4<br />
STAND: 20-1030
An&fürsich ................................................................................................ 4<br />
Meine Meinung<br />
Sicherheitsetiketten ... ................................................................................ 5<br />
erobern Amerika<br />
Ulrich Etiketten ... ...................................................................................... 6<br />
setzt auf eine grüne Zukunft<br />
Robopac ... .............................................................................................. 7<br />
auf der Macfrut<br />
Wir sind Kreislauf ... ................................................................................. 8<br />
Interview mit Mag. Martin Widermann<br />
Gmund Papier+FLYERALARM ... .......................................................... 9<br />
go <strong>24</strong>/7<br />
Vier erfolgreiche Generationen ... ......................................................... 10<br />
im Einsatz<br />
[Re]Design Today ... ...................................................................... 12<br />
Interview mit Wolfgang Kubesch<br />
Alle Verpackungen „at scale“ recyclen ... .............................................. 14<br />
Interview mit Georg Matyk<br />
Expresso ... ........................................................................................... 23<br />
Neuer Markenauftritt<br />
Der professionelle Produktionspartner ... ................................. 30<br />
für große Werbung<br />
drupa ... ................................................................................................... 32<br />
Kurze Vorschau<br />
Mit Ultraschall ... .................................................................................. 34<br />
Ablagerungen in Maschinen reduzieren<br />
Neue nachhaltige Lösungen ... ................................................................ 36<br />
auf der NPE<br />
Marzek Etiketten+Packaging ... ................................................................ 37<br />
setzt Maßstäbe<br />
Strichcode ... ............................................................................................ 40<br />
Trends und häufige Fehler<br />
Transparente, ... ................................................................................... 41<br />
ultradünne Stretchfolie<br />
Wir sind ... ............................................................................................. 42<br />
Spritzguss<br />
50 Jahre Markenerfolg ... ........................................................................ 43<br />
Austropressen<br />
„Eigentlich sind wir... ...................................................................... 44<br />
reiner Kreislauf<br />
Markus Rustler ... ................................................................................ 45<br />
als interpack-Präsident bestätigt<br />
Beumer ... ................................................................................................. 46<br />
stretch hood<br />
ARA Patent ... ............................................................................................ 47<br />
läutet neue Ära ein<br />
Mehrkopfwaage verpackt ... ........................................................................ 48<br />
tonnenweise Fleischknödel<br />
„Die Erwartungen an... ............................................................................. 50<br />
mobile Roboter sind überzogen“<br />
Impressum<br />
Köln<br />
Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />
A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />
Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />
Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner<br />
Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030<br />
Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />
Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />
<strong>KOMPACK</strong> ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />
übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />
im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />
oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />
Foto: Gerhard schubert GmbH<br />
INHALT<br />
15 News von der<br />
Anuga FoodTec<br />
Stuttgart<br />
<strong>24</strong> News von der LogiMAT<br />
Österreich<br />
38 Investition in die Zukunft<br />
Cover<br />
WE THINK THINK<br />
03/20<br />
WE THINK<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong> 05/21<br />
34 31 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
2<strong>02</strong>. 187. Ausgabe<br />
w w w w . k . o m k p o a m c k p . i n a f c o<br />
k . i n f o<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
THE<br />
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Österreichische Post AG MZ <strong>02</strong>Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />
Österreichische Post AG MZ <strong>02</strong>Z032071 M, Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5, 1030 Wien<br />
®<br />
30 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
179. Ausgabe<br />
DIE WELT DER KENNZEICHNUNG<br />
NACHHALTIG BESCHRIFTEN UND ETIKETTIEREN<br />
Da die Nachhaltigkeit in heutigen Zeiten immer mehr in den Fokus rückt, bieten wir Ihnen Komple tlösungen,<br />
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Coca-Cola Fotos: Coca-Cola HBC Österreich /© Christian Lendl (www.dchr.is)<br />
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5204 Strasswalchen<br />
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MESSEN<br />
AN&FÜRSICH ...<br />
LogiMAT<br />
Die LogiMAT 2<strong>02</strong>4 hat ihre Tore erneut mit weiteren<br />
Zuwächsen bei Besucherzuspruch, Ausstellerzahl,<br />
Ausstellungsfläche und Produktpremieren geschlossen.<br />
Mit einer Quote von rund 35 Prozent internationaler<br />
Aussteller kam in diesem Jahr zudem jeder dritte<br />
Aussteller über die Bundesgrenzen nach Stuttgart.<br />
Foto: Studio Florian<br />
Nach drei erfolgreichen<br />
Messetagen endet die<br />
LogiMAT 2<strong>02</strong>4, internationale<br />
Fachmesse für Intralogistik-<br />
Lösungen und Prozessmanagement,<br />
mit Zuwächsen und Spitzenwerten<br />
in allen messerelevanten Kennzahlen.<br />
Insgesamt kamen 67.420<br />
Fachbesucher (+ 8,1%) auf das<br />
Stuttgarter Messegelände. 1.610<br />
Aussteller (+ 6%) präsentierten neueste<br />
Lösungen und Produktentwicklungen<br />
und unter anderem mehr als<br />
120 innovative Produktpremieren.<br />
Nettoausstellungsfläche<br />
Zudem konnte die Nettoausstellungsfläche<br />
um noch einmal 2.000<br />
zusätzliche Quadratmeter auf gut<br />
67.000 Quadratmeter gesteigert<br />
werden. Insgesamt befanden sich<br />
an den drei Messetagen 101.649<br />
Personen (Fachbesucher, Aussteller,<br />
Medienvertreter) auf dem Messegelände.<br />
„Damit setzt die LogiMAT<br />
ihre Erfolgsgeschichte weiter fort“,<br />
urteilt Messeleiter Michael Ruchty<br />
vom Münchener Messeveranstalter<br />
EUROEXPO Messe- und Kongress-<br />
GmbH. „Auch in diesem Jahr haben<br />
wir wieder gezeigt, dass mit Kreativität<br />
auch unter dem gegebenen<br />
Platzangebot noch weitere Flächen<br />
zu erschließen sind und innovative<br />
Neuerungen eingebunden werden<br />
können. Damit bietet die LogiMAT<br />
Ausstellern und Fachpublikum immer<br />
wieder aufs Neue eine hochattraktive<br />
und weltweit einzigartige<br />
Plattform.“<br />
Neu<br />
Rund 150 Unternehmen waren<br />
erstmals auf der LogiMAT vertreten.<br />
Bei einer Quote von 35% kam in<br />
diesem Jahr zudem jeder dritte Aussteller<br />
aus dem Ausland – 86 davon<br />
aus Übersee, China, Nordamerika<br />
und Australien. „Die LogiMAT in<br />
Stuttgart hat sich international den<br />
Ruf als bedeutendste Präsentationsplattform<br />
und Arbeitsmesse der<br />
Intralogistikbranche erarbeitet und<br />
gilt als weltweit führende Intralogistikmesse“,<br />
unterstreicht Messeleiter<br />
Ruchty.<br />
Zahlen<br />
Die Zahlen zum aktuellen Messegeschehen<br />
wurden vom unabhängigen<br />
Baseler Marktforschungsinstitut<br />
Wissler & Partner ermittelt und dokumentiert.<br />
Danach hatten 41% des<br />
Fachpublikums einen Anreiseweg<br />
von mehr als 300 Kilometer. Jeder<br />
vierte Messebesucher kam aus dem<br />
Ausland nach Stuttgart – davon mehr<br />
als die Hälfte aus Asien, Afrika und<br />
Amerika. „Das hervorragende Ergebnis<br />
der LogiMAT 2<strong>02</strong>4 und das<br />
erfolgreich erweiterte Rahmenprogramm<br />
unterstreichen erneut den<br />
Ruf der LogiMAT als Messe mit<br />
Mehrwert wie auch als führende<br />
Präsentations-, Informations- und<br />
Kommunikationsplattform der Intralogistikbranche“,<br />
begründet Messeleiter<br />
Ruchty das hohe Interesse von<br />
Ausstellern und Fachbesuchern.<br />
2<strong>02</strong>5<br />
Die kommende LogiMAT in Stuttgart<br />
findet vom 11. bis 13. März<br />
2<strong>02</strong>5 statt. Lesen Sie in dieser Ausgabe<br />
auch über einige auf der Messe<br />
entdeckte Neuigkeiten.<br />
Mehr: www.logimat-messe.de<br />
… ist der Reparaturbonus eine super Idee - wenn er verwendet<br />
werden kann.<br />
Hier geht es jetzt um ein iPad Pro, das mein Sohn seit einigen<br />
Jahren in Verwendung hat - die Akkuleistung wurde in letzter<br />
Zeit aber immer schwächer. Das Gerät hat auch nicht immer<br />
(mit Original Ladekabel) geladen.<br />
Also damit zum McAgent bei uns um die Ecke - dieser<br />
akzepiert auch den Reparatur Bonus.<br />
Nach zwei Wochen hatte dieser „Certified Macintosh<br />
Technician“ leider für unser iPad und eine Uhr immer noch<br />
keinen Akku bekommen. Unser Techniker: „Apple liefert uns<br />
oft nicht gerne die Akkus - aber normalerweise bekomme ich<br />
diese - auch über einige Händler - hier scheitere ich leider.“<br />
Also sind wir damit zum größten Apple Premium Reseller in<br />
Österreich gegangen (auch in der Nähe - der akzeptiert aber<br />
keinen Reparatur Bonus). Beim ersten Besuch sagt uns der<br />
Mitarbeiter: „Wird rund Euro 150 kosten - aber zuerst muss<br />
die Geräteortung deaktiviert werden.“ Da dies vor Ort nicht<br />
ging, sind wir nach einigen Tagen wieder hingegangen. Dort<br />
sagt uns der „kompetente“ Berater: „Also wenn ihr das bei<br />
uns macht, dauert das länger - besser ihr schaut in unsere<br />
Zentrale in der Mariahilfer Straße.“ Ich glaube ja eher<br />
- nachdem er mir gestanden hat, dass er „eine schwere Nacht<br />
hatte“, dass er schlichtweg die Schreibarbeit nicht erledigen<br />
wollte.<br />
Aber nette Menschen, wie wir sind, sind wir in die Zentrale.<br />
Dort erklären mit zwei Jugendliche, dass ein Gerät mit<br />
leerem Akku (nachdem das Gerät zwischendurch schon stark<br />
entladen war, wollte es gar nicht mehr laden) und da das<br />
Gerät verbogen ist - geht da gar nichts - normalerweise wird<br />
das Gerät ausgetauscht (hätte Euro 850 gekostet - dies haben<br />
wir aber erst bei Tools at Work erfahren) aber so geht gar<br />
nichts mehr - einfach wegwerfen ... ???<br />
Danach bin ich mit dem Gerät zu Tools at Work - in der<br />
Zirkusgasse - die kenne ich von früher - und die haben auch<br />
unter Apple Usern den Ruf eher Freaks zu sein ... . Wie soll<br />
ich sagen - erste Aussage - „Das ist nicht verbogen.“<br />
Nach fünf Minuten kommt der dortige Techniker und sagt:<br />
„Na es lädt wieder - empfehle ein neues Ladekabel. Problem<br />
ist nicht der Akku sondern die ältere Hauptplatine“ Gesagt<br />
getan - nach Hause gekommen - das iPad hat wieder geladen.<br />
4<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Wollte nur kurz diese Geschichte erzählen und freue mich auf<br />
ein Wiederlesen im Juni<br />
Ihr<br />
Harald Eckert
NEWS<br />
Sicherheitsetiketten erobern Amerika<br />
Der österreichische Sicherheitsetikettenhersteller Securikett schlägt neue Wege ein und<br />
expandiert in die USA. Mit dieser strategischen Expansion unterstreicht das Unternehmen<br />
sein Engagement, innovative Sicherheitslösungen auf dem nordamerikanischen<br />
Markt anzubieten<br />
Die Eröffnung des Büros in<br />
den USA markiert einen<br />
bedeutenden Meilenstein<br />
in der internationalen Expansion<br />
von Securikett. Werner Horn, geschäftsführender<br />
Gesellschafter von<br />
Securikett, äußerte sich zufrieden<br />
über die neue Geschäftserweiterung:<br />
„Wir sind hocherfreut, die Eröffnung<br />
unseres Büros in den USA bekannt<br />
zu geben. Diese Expansion ermöglicht<br />
es uns, unsere innovativen Sicherheitsetiketten<br />
einem breiteren<br />
Publikum zugänglich zu machen.“<br />
Produktsicherheit und<br />
-digitalisierung aus einer Hand<br />
Die Sicherheitsetiketten von Securikett<br />
sind für ihre fortschrittliche<br />
Technologie und ihre Vielseitigkeit<br />
bekannt. Sie bieten nicht nur einen<br />
effektiven Schutz vor Produktfälschungen,<br />
sondern ermöglichen es<br />
Unternehmen auch, ihre Lieferkette<br />
effizient zu überwachen und zu<br />
verwalten. Die Smarten Labels des<br />
Unternehmens bieten darüber hinaus<br />
innovative IoT-Lösungen und<br />
ermöglichen eine nahtlose Kommunikation<br />
zwischen Konsumenten<br />
und Herstellern.<br />
3D-Effekt mit Securikett-Drei<br />
fach VOID-Technologie<br />
Die Lösungen des Unternehmens<br />
werden stetig weiterentwickelt - die<br />
Beim Öffnen erscheint ein Würfelmuster<br />
aus zuvor nicht sichtbaren<br />
Farben. Versucht man das Etikett<br />
wieder zu verschließen, bleibt der<br />
Effekt weiterhin sichtbar und somit<br />
wird jeder Öffnungsversuch eindeutig<br />
und irreversibel angezeigt.<br />
dreifach-VOID Produkte von Securikett<br />
sind schon lange fester Bestandteil<br />
des Produktportfolios. Diese<br />
Technik wurde vor Kurzem mit<br />
optischen Effekten weiterentwickelt<br />
und führt so zu einem einprägsamen<br />
3D-Effekt. Auf diese Weise beeindrucken<br />
diese Sicherheitsetiketten<br />
sowohl im verschlossenen als auch<br />
im geöffneten Zustand.<br />
Mehr unter: www.securikett.com<br />
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Seit über 100 Jahren steht das Familienunternehmen<br />
für exzellente Qualität im Bereich der Nahrungsmittelund<br />
Verpackungstechnik am österreichischen Markt.<br />
gramiller.at
ÜBERSIEDLUNG<br />
Ulrich Etiketten<br />
setzt auf eine grüne Zukunft<br />
<strong>KOMPACK</strong> berichtete über die Übersiedlung der Firma Ulrich Etiketten im November.<br />
Bis Februar waren alle Druckmaschinen umgesiedelt und laufen mittlerweile reibungslos<br />
im Dreischichtbetrieb. Auch die rund 200 Mitarbeiter haben inzwischen ihre<br />
Arbeitsplätze bezogen. Geschäftsführer Dr. Rainer Ulrich ist froh, dass die Übersiedlung<br />
ziemlich rasch abgeschlossen werden konnte, um sicherzustellen, dass die<br />
Produktion nun wieder reibungslos verläuft.<br />
Abgesehen von der Übersiedlung<br />
führte auch ein<br />
starker Auftragseingang,<br />
einschließlich einiger Neukunden,<br />
vorübergehend zu längeren Lieferzeiten.<br />
Inzwischen laufen alle<br />
Maschinen wieder auf Hochtouren,<br />
einschließlich der neuen Offset-<br />
Etikettendruckmaschine.<br />
Dr. Rainer Ulrich vor der neuen Offset-Etikettendruckmaschine<br />
Neue<br />
Veredelungsmöglichkeiten<br />
Die neue Anlage erlaubt eine<br />
Produktionsbreite von 520mm und<br />
verfügt über 9 Farbwerke, was<br />
auch die Kombination mit Flexound<br />
Siebdruck ermöglicht. Die integrierten<br />
Heiß- und Reliefprägestationen<br />
ermöglichen gestochen<br />
scharfe Heißfolienprägungen und<br />
Reliefs. Hochveredelte Etiketten<br />
im Großauflagenbereich stellen<br />
mit dieser Lösung kein Problem<br />
mehr da. „Die ideale Lösung für<br />
den Getränkebereich“, so der Geschäftsführer.<br />
Neben dem Augenmerk<br />
auf Kapazitätserweiterung<br />
liegt der Schwerpunkt auf recyclebaren<br />
Etiketten und Verpackungen.<br />
Ganz in den Diensten der Nachhaltigkeit<br />
sind die Wash-off-Label,<br />
sowie der Wechsel auf wasserauswaschbare<br />
Druckplatten, die ohne<br />
Lösungsmittel auskommen. Auch<br />
im Sinne der Umwelt ist der Einsatz<br />
der LED-Technologie. „Wir<br />
haben einen Großteil der Druckmaschinen<br />
von der traditionellen<br />
UV-Drucktechnologie auf energiesparende<br />
LED-Technologie umgestellt.<br />
Diese Investition ist ein weiterer<br />
Schritt auf unserem Weg zur<br />
nachhaltigen Herstellung“, erklärt<br />
Dr. Rainer Ulrich.<br />
Messen<br />
Auch auf mehreren Messen wird<br />
Ulrich Etiketten dieses Jahr vertreten<br />
sein. Auf der Austro Vin<br />
Tulln präsentierte sich das Unternehmen<br />
nicht nur mit innovativen<br />
Lösungen, sondern auch im neuen<br />
Design. Besonders die Drucker<br />
und Etikettenspender von Ulrich<br />
Etiketten erregten großes Interesse.<br />
Ebenso beeindruckte der QR-<br />
Code-Service des Unternehmens,<br />
der Winzern ermöglicht, Informationen<br />
zu den Inhaltsstoffen gemäß<br />
der EU-Nährwertverordnung einfach,<br />
leistbar und sicher (hauseigene<br />
IT-Abteilung) in ihre Weinetiketten<br />
zu integrieren.<br />
Nachhaltige<br />
Verpackungslösungen<br />
Mit einem eigenen Stand wird<br />
das Unternehmen heuer beim<br />
Regal-Branchentreff und bei der<br />
FachPack in Nürnberg sein. „Gerade<br />
in Nürnberg werden die nachhaltigen<br />
Verpackungslösungen von<br />
Ulrich Etiketten noch mehr in den<br />
Vordergrund rücken als bisher.“ erklärt<br />
Dr. Ulrich während des Firmenrundgangs.<br />
2<strong>02</strong>4<br />
Für das laufende Jahr rechnet der<br />
Geschäftsführer mit einem Anstieg<br />
des Konsums. Das Unternehmen<br />
selbst wird seinen Schwerpunkt<br />
Forschung und Entwicklung<br />
im Recyclingbereich weiter vorantreiben.<br />
In Zukunft soll auch<br />
das Selbstklebematerial nicht nur<br />
zugekauft, sondern auch selbst<br />
produziert werden. Damit wird<br />
man etwas unabhängiger und flexibler.<br />
Auch ein weiteres Wachstum<br />
ist geplant, da das Grundstück<br />
mit 5,5 Hektar genügend Platz dafür<br />
bietet.<br />
Mehr unter:<br />
www.ulrich.at<br />
6 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
75815<br />
Harald<br />
VERPACKUNG LÄUFT FÜR EINEN GUTEN ZWECK!<br />
Unter dem Motto „Verpackung läuft für einen guten Zweck - die<br />
österreichische Verpackungsbranche hat nicht nur hervorragende<br />
Verpackungslösungen - sie unterstützt auch dieses Projekt“<br />
hat <strong>KOMPACK</strong> eine Gruppe gegründet.<br />
Einfach auf<br />
https://www.wingsforlifeworldrun.com/de/teams/Xok7GX<br />
anmelden und mitmachen.<br />
Theoretisch kann weltweit überall gestartet werden.<br />
Freue mich über Ihre Anmeldung - vielleicht schaffen wir ja<br />
einen gemeinsamen Auftritt - werden gerne alle Teilnehmer auch<br />
in <strong>KOMPACK</strong> erwähnen.
MESSE<br />
Robopac auf der Macfrut<br />
Robopac bestätigt seine Teilnahme an der Macfrut, dem Bezugsevent für Fachleute<br />
der Obst- und Gemüsebranche Italiens und aus dem Ausland. Die Macfrut findet vom<br />
8. bis 10. Mai 2<strong>02</strong>4 auf dem Messegelände Rimini Expo Centre in Rimini statt und ist<br />
eine Messe, die sich im Laufe der Jahre zu einem wichtigen Termin für Anbieter und<br />
Einkäufer entwickelt hat: Sie zieht nahezu 1.200 Aussteller an und verzeichnete im Jahr<br />
2<strong>02</strong>3 mehr als 49.700 Besucher.<br />
Robopac, stets in Sachen<br />
Innovationen engagiert,<br />
wird die Aetna Group auf<br />
dieser Veranstaltung in Rimini vertreten,<br />
deren Produktion von halbautomatischen<br />
Stretchwicklern mit<br />
intelligenter Technologie über automatische<br />
Verpackungslösungen,<br />
industrielle Verpackungsmaschinen<br />
und Kartonpackern bis hin zu Palettierern,<br />
AGV- und LGV-Shuttles<br />
und Maschinen für das Recycling<br />
von Rohstoffen geht.<br />
Stretchfolien-<br />
Verpackungsroboter<br />
Insbesondere wird Robopac auf<br />
der Macfrut - Halle D4, Stand <strong>02</strong>4<br />
- seinen ikonischen, selbstfahrenden<br />
Stretchfolien-Verpackungsroboter,<br />
den Robot S7, und die halbautomatische<br />
Dreharm-Wickelmaschine<br />
Masterwrap HD XL ausstellen: beide<br />
extrem leistungsstarke Lösungen<br />
mit hochtechnologischem Inhalt.<br />
Robot S7<br />
Robot S7, der für seine hohe Verpackungsautonomie<br />
und große Arbeitsflexibilität<br />
bekannt ist, wurde<br />
für das Umwickeln und Stabilisieren<br />
von auf Paletten gepackten Ladungen<br />
- egal welcher Form, Größe<br />
und Gewicht - mit Stretchfolie<br />
entwickelt. Dank des innovativen<br />
Folieneinzugssystems (ILS), durch<br />
das Öffnen des Schlittens, und<br />
der Power Drive Technologie mit<br />
Brushless-Motor kann die Folie mit<br />
äußerster Präzision gesteuert werden,<br />
was eine perfekte Vordehnung<br />
gewährleistet sowie den Folien- und<br />
Energieverbrauch auf ein Minimum<br />
verringert.<br />
Masterwrap HD XL<br />
Masterwrap HD XL, ist hingegen<br />
die ideale Lösung für die Stabilisierung<br />
instabiler, schwerer Lasten mit<br />
unregelmäßigen Formen. Robust<br />
und zuverlässig, verfügt sie über<br />
eine Vorstreckfunktion, lässt sich<br />
leicht in jedes industrielle Layout<br />
integrieren und kann mit R-Connect<br />
implementiert werden, d. h. mit der<br />
Technologie, die anhand der ständigen<br />
Überwachung des korrekten<br />
Betriebs der Maschine das Erzielen<br />
der maximalen Produktionsleistung<br />
ermöglicht.<br />
Mehr unter: www.robopac.com<br />
MEHRWEG Etrichstraße 75 – 83<br />
VERPACKUNGS A-2542 Kottingbrunn<br />
SYSTEME GMBH<br />
Tel. + 43(0)2252 408 2<strong>02</strong><br />
VERPACKUNGEN Fax +43 (0)2252 408 2<strong>02</strong> 31<br />
KOFFER<br />
email: office@vsl.at<br />
FLIGHTCASES www.vsl.at<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
7
WIRTSCHAFT<br />
Wir sind Kreislauf<br />
I N T E R V I E W<br />
<strong>KOMPACK</strong> sprach auch heuer mit Mag. Martin Widermann, Geschäftsführer<br />
von PROPAK, über die aktuellen Entwicklungen auf dem Markt. Zu den<br />
Themen gehörten auch in diesem Jahr die allgemeine wirtschaftliche Situation,<br />
die europäische Verpackungsverordnung (Packaging and Packaking Waste<br />
Regulation=PPWR), sowie die Arbeitsmarktsituation, die Ausbildungsmöglichkeiten<br />
in der Branche und die aktuellen Lohnabschlüsse.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Nachdem die PP-<br />
WR jetzt praktisch unterschriftsreif<br />
ist - wie beurteilen Sie das Ergebnis?<br />
Mag. Widermann: Prinzipiell bin<br />
ich noch vorsichtig, wie Sie gesagt<br />
haben, ist sie zwar unterschriftsreif,<br />
aber da noch einige Punkte umstritten<br />
sind, kann man das Ergebnis<br />
erst nach getätigter Unterschrift<br />
beurteilen. Gleichzeitig bleibt natürlich<br />
auch abzuwarten, wie die<br />
nationalen Umsetzungen genau<br />
sein werden. Wie wir aus Erfahrung<br />
wissen, sind da Deutschland und<br />
Österreich immer Vorreiterländer<br />
- was für unsere Industrie im internationalen<br />
Wettbewerb nicht immer<br />
von Vorteil ist. Prinzipiell scheint<br />
aber die jetzige Fassung einige unserer<br />
Sorgen aufgegriffen zu haben<br />
und die ökologischen Vorteile des<br />
bestens funktionierenden Wertstoffkreislaufs<br />
Papier/Karton/Wellpappe<br />
anzuerkennen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Abgesehen von der<br />
Unsicherheit durch diese Verhandlungen<br />
- wie sieht die allgemeine<br />
wirtschaftliche Lage aus?<br />
Mag. Widermann: Wie Sie wissen<br />
haben die Wirtschaftsforscher die<br />
Prognosen gerade wieder weiter<br />
nach unten geschraubt – die Verpackung<br />
steht nicht für sich alleine,<br />
sondern ist ein Konjunkturindikator<br />
- wenn weniger verkauft wird,<br />
wird weniger Verpackung benötigt<br />
- so einfach ist die Rechnung.<br />
Allgemein also eine schwierige<br />
Entwicklung. Verbunden mit den<br />
Unsicherheiten durch die PPWR-<br />
Verhandlungen - und es gibt da ja<br />
noch einige andere internationale<br />
Verordnungen, die gerade verhandelt<br />
werden.<br />
Wir reden aktuell von einem<br />
Marktrückgang - so wurde in den<br />
ersten drei Quartalen im letzten<br />
Jahr um 12% weniger Menge verkauft<br />
als ein Jahr zuvor. Die Zahlen<br />
müssen natürlich auch im richtigen<br />
Kontext gesehen werden - so haben<br />
sich Kunden durch die verrückte<br />
Entwicklung in den letzten Jahren<br />
(Rohstoffknappheit, Lieferschwierigkeiten)<br />
oft Lager gefüllt, die jetzt<br />
sukzessive wieder abgebaut werden.<br />
Aber wie gesagt, wir haben keine<br />
eigene Branchenkonjunktur und<br />
die Voraussagen lassen nur einen<br />
zarten, langsamen Aufwärtstrend<br />
erwarten. Und durch die Lohnabschlüsse<br />
wurde die Situation für die<br />
österreichischen Firmen natürlich<br />
auch nicht erleichtert.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Da diese auch höher<br />
ausgefallen sind als im Ausland?<br />
Mag. Widermann: Ja, da wir im<br />
Inland eine höhere Inflation als die<br />
umliegenden Länder haben, deren<br />
Abgeltung für die österreichischen<br />
Gewerkschaften ein Dogma ist, hat<br />
sich zum Beispiel zu Deutschland<br />
oder den skandinavischen Ländern<br />
ein Unterschied ergeben da deren<br />
Gehaltserhöhungen noch unter<br />
deren ohnehin schon niedrigeren<br />
Inflationsraten liegen. Sie dürfen<br />
nicht vergessen, dass die Personalkosten<br />
im Schnitt rund 25% eines<br />
Unternehmens in unserem Bereich<br />
ausmachen. Da unsere Produkte zu<br />
80% in den Export gehen, kommt<br />
Mag. Martin Widermann<br />
es hier zu einem eklatanten Wettbewerbsnachteil<br />
für einheimische<br />
Unternehmen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Kommen wir zu<br />
einem anderen Dauerthema in der<br />
Wirtschaft - Arbeitskräfte.<br />
Mag. Widermann: Eigentlich<br />
sprechen wir von einer unveränderten<br />
Situation. Wirklich qualitativ<br />
gutes Personal ist nach wie vor<br />
schwierig zu finden. Auch wenn<br />
durch die schwache Konjunktur<br />
die Nachfrage geringer ist und die<br />
Firmen versuchen, ihre Arbeitskräfte<br />
nach Möglichkeit zu halten.<br />
Wir vom Verband arbeiten hier seit<br />
einiger Zeit erfolgreich - auch mit<br />
Hilfe der sozialen Medien - dagegen.<br />
Damit auch in Zukunft Lehrlinge<br />
und neue Mitarbeiter in unsere<br />
so attraktive Branche kommen,<br />
arbeiten wir an unserem „PROPAK<br />
Employer Branding“ weiter - hier<br />
wird es auch heuer noch einige<br />
News geben und auch eine neue Videoserie.<br />
Und es gibt auch Erfreuliches<br />
aus dem Bereich der Ausbildung<br />
zu vermelden: nicht nur, dass<br />
Lehrlinge ausgebildet werden, sondern<br />
vor allem auch, dass – es hat<br />
gerade ein erster Teil der heurigen<br />
Prüfungen stattgefunden - bisher<br />
alle Kandidaten die Lehrabschlussprüfung<br />
mit Bravour bestanden haben.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Also weitere<br />
Imagebildung nach außen hin.<br />
Mag. Widermann: Ja, damit<br />
auch die Konsumenten, die mit der<br />
Branche nicht vertraut sind, unsere<br />
Produkte auch nach Gebrauch als<br />
wertvollen Wertstoff wahrnehmen<br />
und nicht als Abfall. Unser Motto<br />
„Wir sind Kreislauf“ gehört eben<br />
auch in die Bevölkerung getragen.<br />
Auch auf Messen treten wir auf, um<br />
PROPAK zu präsentieren - wie gerade<br />
bei der BeSt in Wien oder im<br />
Herbst auf der Jugend + Beruf in<br />
Wels, denn für unser Bildungsforum<br />
PROPAK ist es wichtig, gemeinsam<br />
mit unseren Mitgliedsfirmen zu<br />
zeigen, welche spannenden Berufe<br />
unsere Branche bietet. Alle, die an<br />
Technik, Kreativität und Nachhaltigkeit<br />
interessiert sind, finden in<br />
der PROPAK Industrie spannende<br />
Aufgaben Und die PROPAK Industrie<br />
steht mit ihren unverzichtbaren<br />
Produkten für Resilienz und Sicherheit.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Es gibt heuer auch<br />
ein kleines Jubiläum?<br />
Mag. Widermann: Ja, der Verband<br />
hat vor knapp 10 Jahren<br />
seinen neuen Außenauftritt beschlossen.<br />
Auch wenn der offizielle<br />
Startschuss dann erst im darauffolgenden<br />
Jahr erfolgt ist, können wir<br />
vielleicht im Herbst auf der heurigen<br />
PROPAK Lounge trotzdem mit<br />
einem Glaserl darauf anstoßen. Bei<br />
der Lounge wollen wir auch mit<br />
einem namhaften Ökonomen den<br />
europäischen Industriestandort und<br />
die aktuellen Herausforderungen<br />
für die industrielle Produktion beleuchten<br />
- wird sicher ziemlich interessant.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Wir sind gerade<br />
in der Osterzeit - hätten Sie einen<br />
Wunsch an den Osterhasen…<br />
Mag. Widermann: Ein schnelleres<br />
Konjunkturwachstum als zur<br />
Zeit erwartet …<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Danke für das Gespräch<br />
8<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong>
DRUCK<br />
Gmund Papier+FLYERALARM go <strong>24</strong>/7<br />
Zusammen zum Erfolg – das komplette Gmund Sortimentsangebot, jederzeit<br />
verfügbar, online bestellbar und mit transparenten Preisen: der neue<br />
FLYERALARM Gmund Papiershop bietet Druckereien, Agenturen und allen<br />
Kunden der Qualitätspapiere vom Tegernsee neue Möglichkeiten für Einkauf<br />
und Einsatz des perfekt passenden Papiers.<br />
Es tut sich was für Druckereien.<br />
Die zwei inhabergeführten<br />
Unternehmen<br />
Gmund Papier und FLYERALARM<br />
stärken sich von nun an gegenseitig.<br />
Ihre gemeinsame Mission ist es,<br />
durch Transparenz und verbesserte<br />
Verfügbarkeit, Kreative und Drucker<br />
zu fördern. Gmund als Marktführer<br />
in der Entwicklung und Herstellung<br />
von ökologischen Papieren<br />
hat zusammen mit FLYERALARM,<br />
einem der führenden deutschen E-<br />
Commerce-Unternehmen für Marketing-<br />
und Druckprodukte, ein<br />
neues Logistikkonzept entwickelt.<br />
Hohe Produktverfügbarkeit<br />
Ab sofort sind die Papiere von<br />
Gmund Papier über flyeralarm.com/<br />
gmund online erhältlich. Dafür wurde<br />
ein Logistikzentrum in Würzburg<br />
eingerichtet. Kunden profitieren<br />
von einem hervorragenden Serviceniveau:<br />
kurze Lieferzeiten, hohe<br />
Produktverfügbarkeit und ein ausgezeichneter<br />
Servicegrad im Kundenkontakt.<br />
Shop Plattform ist offen<br />
Die hochwertigen Gmund Papiere<br />
sind für den Kunden jetzt bei transparenten<br />
Preisen, schnell und <strong>24</strong>/7<br />
verfügbar. Die FLYERALARM<br />
Shop-Plattform ist jetzt für Online-<br />
Bestellungen offen. Alle Papierkollektionen<br />
aus dem Gmund Standardsortiment<br />
sind dort erhältlich. Im<br />
Fotos: © Horst Klement FLYERALARM<br />
FLYERALARM CEO und Gründer Thorsten Fischer und<br />
Florian Kohler, Inhaber Gmund Papier – Die Zusammenarbeit<br />
ist eine Win-win-Situation für beide Unternehmen<br />
Gmund ALLES Tool werden diese<br />
zusammengefasst. Im Shop kann<br />
man das Tool als Papierkatalog, sozusagen<br />
eine analoge Papiersuchmaschine,<br />
direkt für zuhause bestellen<br />
und auch haptisch seine Wahl treffen.<br />
Ob Offset-, Digital-, Buch- oder<br />
Siebdruck, für jedes Druck- und<br />
Verpackungsprojekt findet sich so<br />
das geeignete Papier.<br />
Papiere effizient und<br />
umfassend zugänglich machen<br />
Florian Kohler, Inhaber Gmund<br />
Papier, sagt: „Durch die Kooperation<br />
mit FLYERALARM können<br />
wir unsere Papiere für Kunden nun<br />
effizient und umfassend zugänglich<br />
machen. Sichere Lagermengen und<br />
Prozessoptimierungen in der Logistik<br />
ermöglichen einen Speed-Service<br />
für alle Marktteilnehmer.Trans-<br />
parent und zu gleichen Konditionen<br />
für alle. Das gibt Gmund als Unternehmen<br />
einen größerenFreiraum<br />
sich auf Produktneuentwicklungen<br />
zu konzentrieren.“<br />
<strong>24</strong>/7 den Check von<br />
Preisen und Verfügbarkeit<br />
FLYERALARM CEO und Gründer<br />
Thorsten Fischer: „Durch die<br />
Zusammenarbeit können wir den<br />
Zugang zu Papier erleichtern. Druckereien<br />
können <strong>24</strong>/7 den Check<br />
von Preisen und Verfügbarkeit vornehmen<br />
und jederzeit Kosten kalkulieren.<br />
Wir unterstützen unsere<br />
Kunden mit dieser Dienstleistung,<br />
sich erfolgreich auf dem Markt zu<br />
positionieren. Diese Kooperation ist<br />
ein Musterbeispiel für zukunftsgerichtetes<br />
Denken und nachhaltiges<br />
Handeln im Sinne des Mittelstands!“<br />
Bündelung<br />
der Unternehmensstärken<br />
Die Bündelung der Unternehmensstärken<br />
in den Bereichen Qualität<br />
und Nachhaltigkeit mit Verfügbarkeit<br />
und Service ermöglicht für<br />
beide Unternehmen eine Wertsteigerung<br />
für ihre Kunden. Die Kombination<br />
von Fähigkeiten und Fachwissen<br />
aus nachhalti ger Papierherstellung<br />
und effizientem, schnellem<br />
E-Commerce für Marketi ng- und<br />
Druckprodukte erlaubt zudem den<br />
Eintritt in neue Märkte.<br />
Schnellere Lieferzeiten<br />
FLYERALARM erreicht durch<br />
die Erweiterung des Sortiments mit<br />
Gmund Papier nun auch verstärkt<br />
ökologisch orientierte Kunden.<br />
Gmund Papier kann mit der FLYE-<br />
RALARM Technologie und einem<br />
neuen Logistikzentrum ab sofort<br />
schnelle Lieferzeiten und höhere<br />
Verfügbarkeit für kleine und große<br />
Aufträge garantieren. Durch die<br />
Kooperation werden Ressourcen gebündelt<br />
und eine Effizienzsteigerung<br />
erreicht.<br />
Motto<br />
Synergien schaffen, Kreative und<br />
Drucker fördern. Das ist das gemeinsame<br />
Ziel von Gmund Papier<br />
und FLYERALARM.<br />
Mehr unter: www.gmund.com<br />
oder www.flyeralarm.com<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
9
ARBEITSPLATZ<br />
Vier erfolgreiche Generationen<br />
Bereits in der vierten Generation führt Susanne Moosmayr-Schlager gemeinsam<br />
mit Ihrem Bruder Michael Moosmayr den Vollsortimenter für Trafiken, die<br />
Moosmayr Ges.m.b.H.. Bereits 1916 bekam ihre Urgroßmutter als Kriegswitwe<br />
eine Trafik in Haag am Hausruck. Schon bald schlug das Unternehmergen in<br />
der Familie durch und man führte nicht nur die eigene Trafik, sondern belieferte<br />
auch kleine weitere Trafiken. Im Laufe der Zeit durchlebte das Unternehmen<br />
große Veränderungen wie Weltkriege, Wirtschaftswunder und Krisen. „Als<br />
Zeugen dieser Ereignisse haben wir uns immer weiterentwickelt, stets bereit für<br />
neue Herausforderungen“, so die Geschäftsführerin.<br />
Mit einer Übersiedlung<br />
nach Wels wurde das<br />
Unternehmen zum<br />
Großhändler (reiner Verlag). Die<br />
Firma Moosmayr mit mittlerweile<br />
140 Mitarbeitern beliefert Trafiken<br />
mit einem Vollsortiment. Im Zuge<br />
der Übernahme der Sirius Match<br />
Austria GmbH führte das Unternehmen<br />
auch das Engagement weiter,<br />
die Organisation „Licht ins Dunkel“<br />
mit der Produktion und dem<br />
Vertrieb von „Licht ins Dunkel“-<br />
Produkten zu unterstützen (Komplettlogistik).<br />
Der Spendenanteil<br />
aus dem Erlös der Zünder, Feuerzeuge<br />
und Laternen wird direkt an<br />
die Organisation übermittelt und<br />
für eine umfassende Unterstützung<br />
von Sozialprojekten in Österreich<br />
verwendet.<br />
Produktvielfalt<br />
Produktvielfalt, kompetente Mitarbeiter<br />
und ein straffes logistisches<br />
System mit kurzen Reaktionszeiten<br />
sind nur einige Punkte, die das<br />
Unternehmen auszeichnen. „Mit<br />
über 11.000 Produkten bieten wir<br />
ein breites Sortiment, das ständig<br />
aktualisiert wird um den aktuellen<br />
Trends gerecht zu werden. Unsere<br />
Logistikabläufe sind so optimiert,<br />
dass Bestellungen vom österreichischen<br />
Einzelhandel innerhalb<br />
Zufriedene Partner: Claudia Ratzenberger/Gigant, Susanne<br />
Moosmayr-Schlager, Rupert Melkus und Christian Breuer<br />
von zwei Werktagen bearbeitet und<br />
zugestellt werden können“, erklärt<br />
Moosmayr IT & Logistikmanager<br />
Christian Breuer. Auf Grund des<br />
stetig wachsenden Produktprogramms<br />
wurde in der jetzigen Heimat<br />
(seit 2008 in Hofkirchen an der<br />
Trattnach ansässig) auch laufend in<br />
die Weiterentwicklung der Logistik<br />
investiert. Nach ersten selbstentworfenen<br />
Packtischen (mit beheimateten<br />
Tischlern) war man auf der<br />
Suche nach einer professionellen<br />
Packstraße. So ergab sich ein Erstkontakt<br />
mit der Firma GIGANT.<br />
„Es ging bei der Anfrage nicht nur<br />
um ein Zeitthema - auch eine ergonomische<br />
Lösung war vom Start<br />
weg gefragt“, erklärt Rupert Melkus/Projektleiter<br />
Verpackungsprozesse<br />
bei GIGANT.<br />
Lösung<br />
Die Lösung sind vollautomatische<br />
Umreifungsmaschinen von<br />
Mosca, die die dezentrale Bearbeitung<br />
ersetzen. Weiters wurden<br />
Packstationen im laufenden Betrieb<br />
installiert und an die vorhandenen<br />
Förderanlagen angepasst.<br />
Das Füllmaterial (mittlerweile<br />
aus Recyclingpapier) wird ergonomisch<br />
aus Vorratsbehältern<br />
entnommen (der Papiervorrat<br />
sensorgesteuert aufgefüllt). Bei<br />
der Gestaltung der Packstationen<br />
wurde sowohl auf einen effizienten<br />
Verpackungsprozess als auf die<br />
Entlastung der Mitarbeiter wie z.B.<br />
durch ergonomische Arbeitsplatzmatten<br />
besonderes Augenmerk gelegt.<br />
Wachstum<br />
Auf dem Areal von 30.000 m² gibt<br />
Packplatz<br />
es laufend Erneuerungen und Digitalisierungen.<br />
2<strong>02</strong>1 wurden mit einer<br />
Investition von € 12 Millionen<br />
auch ein Hochregallager mit bis zu<br />
6.400 Palettenstellplätzen sowie<br />
ein CUBY-Shuttlelager mit bis zu<br />
16.000 Behälter angebaut. Durch<br />
den stetigen Ausbau wurde auch<br />
die Investition in weitere Packstationen<br />
notwendig. Die Firma<br />
GIGANT, die vom Start weg auch<br />
durch ihr Service punkten konnte -<br />
Moosmayr-Schlager: „Das Service<br />
der Firma GIGANT möchte ich an<br />
diese Stelle extra lobend erwähnt<br />
haben - egal welches Anliegen<br />
wir haben - unser Gebietsbetreuer<br />
berät uns überaus kompetent und<br />
ist rasch vor Ort.“ - hat auch die<br />
neuen Packstationen wieder ideal<br />
an die vorhandene Fördertechnik<br />
angepasst. Wichtig bei der Umsetzung<br />
ist stets, dass das Heben und<br />
Tragen von Paketen vermieden<br />
wird. Die Geschäftsführerin: „Um<br />
die bisherigen 16 Packstraßen zu<br />
entlasten und mehr Flexibilität zu<br />
schaffen, investierten wir in 8 neue<br />
Stationen! Dadurch können sich<br />
Trafikanten auch weiterhin auf eine<br />
schnelle Versorgung verlassen. Ein<br />
notwendiger Schritt, um die steigende<br />
Nachfrage zu bewältigen.“<br />
Seitens GIGANT wird die gute Zusammenarbeit<br />
sowie die hohe Kompetenz<br />
des Moosmayr-Instandhaltungsteams<br />
betont.<br />
Nachhaltig<br />
Nachhaltig investierte das Unternehmen<br />
nicht nur in Logistik<br />
und Mitarbeiter sondern auch in<br />
umweltfreundliche Lösungen. So<br />
wurde eine Photovoltaikanlage<br />
mit einer Gesamtleistung von 667<br />
kWp errichtet. Diese kann künftig<br />
den Großteil des Eigenstrombedarfs<br />
decken. Das Unternehmen,<br />
das mittlerweile auch zwei ausländische<br />
Firmen übernommen<br />
hat, hat mit Stolz 2<strong>02</strong>3 auch die<br />
10 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
Bei der Umreifungsstation<br />
werden die Umreifungen<br />
je nach Kundenwunsch<br />
angebracht.<br />
Auch die Palettenwicklungslösung<br />
kommt von Gigant<br />
Impressionen der Packstationen<br />
renommierten Marken „Sirius“<br />
„Feurius“, und „Cricket“ durch<br />
die Übernahme der Sirius Match<br />
Austria GmbH ins Sortiment aufgenommen.<br />
Traditionsreiche und<br />
starke Marken wie diese stehen für<br />
Qualität, Innovation und Nachhaltigkeit.<br />
Fazit<br />
Mit den <strong>24</strong> Packstationen werden<br />
heute rund 5.000 Pakete am<br />
Tag befüllt und verpackt. Im Falle<br />
des Palettenversands werden die<br />
Kartons, die im Schnitt 7 kg wiegen,<br />
mittels Palettenwickler der<br />
Firma GIGANT gesichert. Als<br />
drittgrößter Tabakwarenlieferant in<br />
Österreich deckt das Unternehmen<br />
15% aller Zigaretten und 35% aller<br />
Feinschnitte ab. „Doch wir sind<br />
mehr als nur Tabak. Wir sind auch<br />
Vorreiter bei Next-Generation-Produkten<br />
wie E-Zigaretten, Liquids<br />
und Nikotin-Pouches. Produkte<br />
von Moosmayr finden sich allein in<br />
Österreich in mehr als 5.000 Trafiken“,<br />
erklärt die Geschäftsführerin<br />
zum Abschluss.<br />
Mehr über die zufriednen Partner<br />
finden Sie hier: www.moosmayr.at<br />
oder www.gigant.at<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />
Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.<br />
Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.<br />
01/<strong>24</strong><br />
11
LOGISTIK DIALOG<br />
[Re]Design Today<br />
I N T E R V I E W<br />
<strong>KOMPACK</strong>: [Re]Design Today -<br />
was steckt dahinter?<br />
Wolfgang Kubesch: In vielen<br />
Bereichen - angefangen von der<br />
Gesellschaft über die Wirtschaft<br />
aber selbst in der Supply Chain<br />
und der Logistik müssen wir<br />
umdenken. Jetzt nachhaltige Entscheidungen<br />
für eine zukünftige<br />
Stabilität fällen - ich glaube wir<br />
müssen alle umdenken - so kam es<br />
zu dem heurigen Motto. Die letzten<br />
Jahre haben gezeigt, wie anfällig<br />
wir in überaus vielen Bereichen<br />
sind - von der Rohstoffknappheit<br />
bis zur Energiediskussion sollte<br />
jetzt längst jeder erkannt haben:<br />
Europa muss mehr auf den eigenen<br />
Beinen stehen als bisher. Europa<br />
ist in einigen Bereichen mehr als<br />
zu langsam und hat viele (Wirtschafts-)Kompetenzen<br />
(bewusst)<br />
verloren in teilweise der letztlich<br />
irrigen Annahme es würde<br />
„Wandel durch Handel“ definitiv<br />
funktionieren. Die Frage ist, was<br />
können wir selbst tun und wie<br />
können wir wieder weniger abhängig<br />
von anderen Ländern sowie<br />
deren (minder demokratischen)<br />
Systemen sein – das beschrieb das<br />
Motto vom letzten Jahr „Hands<br />
On 4 Change“ genauso wie das<br />
aktuelle. Nämlich sozusagen<br />
Ärmel aufkrempeln alles überdenken<br />
oder die Position global<br />
weiter verlieren. Dass nicht immer<br />
alles langsam gehen muss, haben<br />
die letzten Jahre ja gezeigt. Jetzt<br />
geht es darum, die Verfügbarkeit<br />
von Rohstoffen, Ressourcen aber<br />
auch Mitarbeitern und Energie<br />
sicherzustellen. Das geht nicht<br />
durch das Überregulieren, was<br />
in Europa leider überhandgenommen<br />
hat.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Europa muss<br />
also in vielen Bereichen<br />
unabhängiger werden.<br />
12 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Die Logistikvereinigung BVL Österreich veranstaltet, unter dem Motto „[Re]<br />
Design Today“, den 39. Logistik Dialog. Nachdem die neue Location am Flughafen<br />
Wien in den letzten Jahren sehr gut angenommen wurde, findet auch der<br />
heurige Leitkongress (16. und 17. Mai) dort statt. Die Fachausstellung „Alles<br />
Logistik“ und zahlreiche Keynotes zeigen dabei aktuelle Trends und Innovationen<br />
für diesen boomenden Wirtschaftsbereich. <strong>KOMPACK</strong> sprach mit BVL<br />
Geschäftsführer Wolfgang Kubesch, im Vorfeld dieses Topevents, was die<br />
Teilnehmer heuer erwarten wird.<br />
BVL Geschäftsführer<br />
Wolfgang Kubesch<br />
Interessierte Besucher bei der letztjährigen Veranstaltung<br />
Wolfgang Kubesch: Wir müssen<br />
insgesamt mehr Verantwortung<br />
übernehmen, um Unabhängigkeit<br />
und Sicherheit zu erreichen. Wenn<br />
man abhängig ist, muss man<br />
eben den Preis dafür zahlen. Man<br />
darf nicht übersehen, wie innovationsfreudig<br />
Amerika ist - und<br />
China kopiert längst nicht mehr<br />
nur. Ich nehme hier als Beispiel<br />
das Elektroauto - wir in Europa<br />
haben in unsere Autos einfach<br />
bloß ein anderes Antriebssystem<br />
eingebaut - die Chinesen hingegen<br />
bauen einen Raum, der einen<br />
quasi erlebnisreich von<br />
A nach B bringen soll.<br />
Wir müssen den innovativen<br />
Menschen aber ein klares Maß<br />
an Freiheit geben - das schafft<br />
Unternehmertum - nicht die angesprochene<br />
Überregulierung.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Beim BVL Logistikkongress<br />
gibt es ja auch stets<br />
Keynote Speaker, die uns über<br />
den berühmten Tellerrand<br />
schauen lassen.<br />
Wolfgang Kubesch: Ja - wo soll<br />
ich anfangen … Monika Rosen -<br />
die ehemalige Chefanalystin der<br />
UniCredit Bank Austria wird mit<br />
uns eine Expertise USA-Europa-<br />
Asien teilen. Robert Holnsteiner<br />
vom Finanzministerium referiert<br />
über seltene Erden & Co. (Rohstoff-,<br />
Mineralpolitik) Der wahrlich<br />
praxiserprobte Logistiker<br />
Heinz Wegerer berichtet über<br />
Katastrophenhilfe international<br />
- auf Unvorbereitetes vorbereitet<br />
zu sein … . Auch auf den Vortrag<br />
von Peter Sutterlüti als CEO von<br />
cargo sous terrain bin ich genauso<br />
gespannt. Cornelia Daniel der<br />
Firma Dachgold - deren Ziel es ist,<br />
dass österreichische Firmen eine<br />
Photovoltaikanlage haben, wird<br />
einen Vortrag halten - dazu der<br />
CEO der Burgenland Energie,<br />
Stephan Sharma.<br />
Zu den Vortragenden zählt zudem<br />
Toyota Material Handling Austria<br />
Chef Oskar Zettl.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Gibt es wieder ein<br />
Partnerland dieses Topevents?<br />
Wolfgang Kubesch: Diesmal ist<br />
es die Schweiz. Die Schweizer<br />
haben etwas geschafft - die LKW´s<br />
sind dort wirklich signifikant von<br />
der Straße auf die Schiene gekommen<br />
- im Rest von Europa, so<br />
auch bei uns, wird darüber meist<br />
bloß diskutiert. Oft wird bei uns<br />
zu lange geplant statt entschlossen<br />
zu handeln. Das sehen wir in<br />
unterschiedlichen Themenfeldern -<br />
nehmen Sie das Beispiel Gewalt<br />
- nur mit netten Gesprächen kommen<br />
wir hier nicht substantiell<br />
weiter und wenn es beim Suezkanal<br />
samt Rotes Meer Unruhe gibt,<br />
gehen uns die Lieferungen aus.
Intelligente Lösungen sind mehr<br />
gefragt denn je - beispielsweise die<br />
Umwelteinflüsse drängen uns zu<br />
neuen Lösungsansätzen - nur zuzuschauen<br />
wie im Panamakanal immer<br />
weniger Wasser verfügbar ist<br />
und zu warten bis sozusagen kein<br />
Schiff mehr fahren kann ist zu wenig.<br />
Aber zurück zur Schweiz - es<br />
gibt dadurch natürlich spannende<br />
Redner aus unserem Nachbarland.<br />
Dazu zählt besonders Oberst Urs<br />
Sulser der Verteidigungsattaché.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Zum Logistik<br />
Dialog gehört seit jeher eine<br />
Fachausstellung.<br />
Logistik - im Wandel der Zeit<br />
Wolfgang Kubesch: Gewiss und<br />
neben vielen bekannten Partnern,<br />
die wieder dabei sind, ist das<br />
Österreichische Bundesheer mit<br />
seiner Gulaschkanone samt Versorgungsfahrzeugen<br />
erneut stark<br />
präsent und LKW Walter wird ein<br />
definitives Jubiläum feiern - 100<br />
Jahre. Erwähnen möchte ich noch<br />
die Teilnahme seitens der Politik -<br />
so wird die Bundesministerin<br />
für Landesverteidigung Klaudia<br />
Tanner über die Mission Vorwärts<br />
und was Logistik dazu beitragen<br />
kann ausführlich berichten.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Zu guter<br />
Letzt - die Networknight?<br />
Auch Bundesministerin<br />
Klaudia Tanner<br />
wird erwartet<br />
Wolfgang Kubesch: Fast wie<br />
immer - Venus Sündikat wird uns<br />
musikalisch unterhalten - wie<br />
immer mit Open End während<br />
des Kühne+Nagel Dinner plus<br />
der cargo-partner Bar. Ganz neu<br />
kommt ein ganz spezieller „Geist<br />
aus der Flasche“ - Logistics Spirit<br />
von Padre Azul! Wie Sie sehen, es<br />
ist angerichtet - jetzt freuen wir<br />
uns auf zahlreichen Besuch.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Danke für das<br />
Gespräch.<br />
04/23<br />
13
WIRTSCHAFT<br />
Alle Verpackungen „at scale“ recyclen<br />
I N T E R V I E W<br />
Nach vierjähriger Vorbereitung und dreizehnmonatiger Begutachtungszeit<br />
wurde in Brüssel nach endlosen Diskussionen und einer vermuteten deutschitalienischen<br />
Blockade doch noch ein gemeinsamer Nenner gefunden. Davor<br />
war in Brüssel, Anfang März, noch einmal im Trilog darüber verhandelt worden,<br />
wie eine gemeinsame Lösung aussehen könnte – und sie wurde gefunden.<br />
In der EU müssen künftig also deutlich mehr Verpackungen recycelbar sein.<br />
Bestimmte Einwegverpackungen wie etwa für unverarbeitetes frisches Obst<br />
und Gemüse oder Einzelverpackungen – beispielsweise für Zucker – sollen<br />
ab 2030 verboten sein, teilte das Parlament mit. Ziel ist es, den Verpackungsabfall<br />
bis 2040 schrittweise, um mindestens 15 Prozent im Vergleich zu 2018<br />
zu reduzieren. <strong>KOMPACK</strong> sprach zu diesem Thema kurz nach der Einigung<br />
mit dem Geschäftsführer des Vereins Getränkekarton Austria, Georg Matyk<br />
über die Einigung und etwaige Auswirkungen auf die Verpackungen in seinem<br />
Bereich.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Wie sehen Sie<br />
prinzipiell die jetzige Europäische<br />
Verpackungsverordnung (PPWR)?<br />
Matyk: Prinzipiell positiv. So<br />
schwierig es war, die unterschiedlichen<br />
Positionen, die auf über<br />
700 Seiten dargestellt waren,<br />
zu einer Einigung zu bringen<br />
und nach einem Kompromiss<br />
richtungsweisende Pflöcke einzuschlagen<br />
- so wichtig ist der<br />
Grundgedanke der PPWR. Abfall<br />
reduzieren, Recyclingfähigkeit<br />
der Verpackungen erhöhen, Recyclingraten<br />
sowie Sammelquoten<br />
steigern - alles Punkte, die wir<br />
natürlich unterschreiben und<br />
auch seit langem verfolgen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Klingt, als wären<br />
Sie mit der Entwicklung zufrieden<br />
und als würden Sie die Vorzeichen<br />
für den Getränkekarton<br />
auch in Zukunft positiv sehen.<br />
Matyk: Auch wenn mir in der<br />
PPWR einige wichtige Punkte<br />
unberücksichtigt bleiben - wie<br />
Haltbarkeit von Produkten durch<br />
Verpackungen und Food Waste<br />
- gehen wir prinzipiell mit den<br />
jetzigen Beschlüssen konform. Wir<br />
arbeiten bereits seit Jahren daran,<br />
die Recyclingfähigkeit und die Recyclingquoten<br />
für Getränkekartons<br />
weiter zu steigern. Auch werden<br />
wir stetig noch klimafreundlicher<br />
und gehen so weit mit den Vorgaben<br />
der PPWR konform.. Vollständige<br />
Recyclingfähigkeit und<br />
gesteigerte Sammelmengen müssen<br />
so oder so Ziel jeder Verpackung<br />
sein. Eigentlich müssen wir doch<br />
in unserem Bereich nur unsere Aufgaben<br />
finalisieren - die wir längst<br />
in Angriff genommen haben! Dazu<br />
gehört auch die laufende Beratung<br />
unserer Kunden – denn wir liefern<br />
ja nicht nur die Verpackung,<br />
sondern auch die Maschinen und<br />
damit gesamtheitliche Lösungen.<br />
Bei der Verpackung per se erhöhen<br />
wir den Faseranteil und reduzieren<br />
die Alu- und Kunststoffanteile.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Sie sind davon<br />
überzeugt, dass die Kartons<br />
also auch in Zukunft die richtige<br />
Lösung sind.<br />
Matyk: Ja, definitiv! Sie und ich<br />
wissen, dass man hier keine zu<br />
allgemeinen Aussagen treffen soll<br />
- denn die richtige Verpackungslösung<br />
muss zum jeweiligen<br />
Produkt passen. Eines ist meines<br />
Erachtens aber sicher für alle<br />
Verpackungen gleich: in ganz<br />
Europa müssen alle Verpackungen<br />
„at scale“ recycelt werden. Das<br />
bedeutet, dass jeder Mitgliedsstaat<br />
eine getrennte Sammlung und<br />
Sortierungen sowie Recyclingmöglichkeiten<br />
in ausreichendem<br />
Maß sicherstellen muss. Bis dato<br />
gab es nur bestimmte Quoten für<br />
Packstoffe als Ziele, jetzt kommen<br />
Infrastrukturvorgaben für das gesamte<br />
Verpackungsabfallmanagement.<br />
Und unser Ziel ist klar und<br />
deutlich, so viele Getränkekartons<br />
wie irgend möglich und diese vollständig,<br />
zu recyceln. Gleichzeitig<br />
entwickeln wir unsere Getränkekartons<br />
stetig für ein noch besseres<br />
„Design for Recycling“ weiter. Und<br />
ein weiters klar definiertes Ziel ist<br />
es, alle Vorgaben der kommenden<br />
PPWR vorzeitig, also vor 2030, zu<br />
erreichen. Damit können wir auch<br />
in Zukunft europa- und weltweit<br />
für eine gesicherte Versorgung<br />
und ausgezeichnete Nachhaltigkeit<br />
sorgen. In Österreich sind<br />
wir dank Investitionen in der<br />
letzten Zeit im Recyclingbereich<br />
wirklich sehr gut aufgestellt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Sie meinen die<br />
neuen modernen Anlagen in<br />
Oberösterreich?<br />
Matyk: Ja, dort haben die Altstoff<br />
Recycling Austria AG (ARA), die<br />
Grüner Punkt Holding GmbH &<br />
Co. KG und die Bernegger GmbH<br />
gemeinsam die modernste Sortieranlage<br />
Europas für Leichtverpackungen<br />
gebaut. In der Nähe<br />
dieser Anlage wird bereits eine<br />
ebenfalls neu errichtete Anlage für<br />
das Faserrecycling der Getränkekartons<br />
betrieben. Und wiederum<br />
sehr nahe gibt es ab heuer Recyclingmöglichkeiten<br />
für die Folien<br />
und Verschlüsse der Getränkekartons.<br />
Alle Standorte wurden<br />
logistisch nachhaltig errichtet.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Sie haben auch<br />
eine weltweite Versorgung<br />
angesprochen?<br />
Matyk: Natürlich - wir sind als<br />
Branche ja „Global Player“ in<br />
unserem Bereich. Um Getränkeund<br />
Lebensmittel überall auf der<br />
Welt (mit möglichst wenig Verlust)<br />
verfügbar zu machen – dafür eignet<br />
sich Karton ideal. Und beim<br />
Recycling agieren wir weltweit,<br />
vergleichbar mit der europäischen<br />
PPWR – unsere Verpackungen „at<br />
scale“ zu recyclen bedeutet Nachhaltigkeitslösungen<br />
zu forcieren.<br />
Damit wird auch erreicht, dass<br />
es eine wirtschaftliche Sicherheit<br />
für erfolgreiche Verwerter gibt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Noch kurz zur allgemeinen<br />
wirtschaftlichen Lage.<br />
Matyk: Natürlich sind manche<br />
Getränkebereiche durch den konjunkturbedingten<br />
Konsumrückgang<br />
betroffen. In einigen Ländern<br />
werden zurzeit weniger Säfte konsumiert,<br />
da die Haushalte ihre<br />
Ausgaben ändern müssen - das<br />
trifft dann auch die Absatzzahlen<br />
im Getränkekartonbereich. Aber<br />
prinzipiell sind natürlich unsere<br />
hochwertigen Verpackungen, in<br />
denen nachweislich Lebensmittel<br />
lange und sicher transportiert<br />
und aufbewahrt werden können,<br />
die richtige Lösung.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Danke fürs Gespräch.<br />
14 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Georg Matyk
ANUGA FOODTEC<br />
Neuheiten von Singer & Sohn<br />
Singer & Sohn bietet maßgeschneiderte Lösungen zum Einlegen von Produkten<br />
in Verpackungen und stellte diese auf 210 m² auf der Leitmesse für<br />
Innovationen und Entwicklungen der internationalen Lebensmittel- und<br />
Getränkeindustrie (Anuga FoodTec) aus.<br />
Die Singer & Sohn GmbH<br />
ist seit mehr als 30 Jahren<br />
ein anerkannter Partner<br />
(in Österreich von der Firma Gramiller/www.gramiller.at)<br />
für individuelle<br />
Lösungen in der Lebensmittelindustrie,<br />
besonders wenn es<br />
um das Einlegen von Produkten<br />
in die Verpackung geht. Seit der<br />
Übernahme durch JCE im Jahr<br />
2<strong>02</strong>2 ist das Unternehmen perfekt<br />
aufgestellt, um die Internationalisierung<br />
weiter voranzutreiben.<br />
Wir bringen Ihr<br />
Produkt in die Verpackung<br />
Mit dem Leitspruch: „Wir bringen<br />
Ihr Produkt in die Verpackung.<br />
Egal, wie individuell es auch sein<br />
mag!“ bietet Singer & Sohn für nahezu<br />
jedes Produkt und jede Verpackung<br />
die richtige Lösung, wie<br />
etwa für das Ablegen von Bratwürsten<br />
in Schalen, das Einlegen von<br />
z. B. Salami-Sticks in Schlauchbeutel<br />
oder von jeglichen runden<br />
länglichen Produkten direkt in die<br />
Tiefziehverpackungsmaschine.<br />
Cobot von YASKAWA am<br />
Messestand von Singer & Sohn<br />
Loading System<br />
Hierfür hat Singer & Sohn das<br />
Loading System Typ V-G-E im<br />
Programm, das aus verschiedenen<br />
Komponenten besteht, die immer<br />
speziell an das einzulegende Produkt<br />
angepasst werden. Das System<br />
besticht durch den minimalen<br />
Platzbedarf, welcher erst durch die<br />
patentierte Vorgruppierung ermöglicht<br />
wird und wurde so konstruiert,<br />
dass die Folienrolle der Verpackungsmaschine<br />
weiterhin gut zu<br />
erreichen ist.<br />
Loading System VGE<br />
Die Anlagen sind alle mit einer<br />
Schalt- und Steueranlage ausgestattet,<br />
die über ein bedienerfreundliches<br />
Touchpanel eingestellt<br />
werden kann. Produktwechsel<br />
oder kurzfristige Umstellungen<br />
können problemlos durchgeführt<br />
und die Rüst- und Wartezeiten<br />
dadurch enorm reduziert werden.<br />
Bislang war die Zuführung<br />
der Produkte immer nur längs zur<br />
Laufrichtung der Verpackungsmaschine<br />
möglich, auf der Messe in<br />
Köln präsentiert Singer & Sohn<br />
erstmals ein System, welches die<br />
Produkte im 90° Winkel zur Laufrichtung<br />
der Verpackungsmaschine<br />
dem Roboter zuliefert.<br />
Neue Generation<br />
ihres Seperators<br />
Darüber hinaus hat Singer und<br />
Sohn eine neue Generation ihres<br />
Separators entwickelt und bringt<br />
Loading System VGE<br />
Saropack<br />
Schrumpffolienspezialist Nr.1<br />
diese nun auf den Markt. Dieses<br />
kompakte Wunderwerk wird meist<br />
für die Trennung von Darm und<br />
Brät bei der Wurstfüllung eingesetzt.<br />
Somit kann das Brät von<br />
schlecht gefüllten Würsten, in<br />
Wurstenden oder bei Darmplatzern<br />
wiederverwendet werden und<br />
muss nicht entsorgt werden. Der<br />
klare Sieger was Ressourcenschonung<br />
und Nachhaltigkeit betrifft.<br />
Automatisierung wird wichtiger<br />
Generell wird Automatisierung<br />
für viele Unternehmen immer<br />
wichtiger. Zum ersten Mal auf der<br />
Messe, zeigt das Unternehmen<br />
deshalb das Be- und Entladen von<br />
Wägen mit Hilfe eines Cobots: Dies<br />
birgt in verschiedensten Branchen<br />
enormes Potential, besonders<br />
wenn es um das Thema ergonomisches<br />
Arbeiten geht.<br />
Mehr unter:<br />
www.singer-und-sohn.de<br />
Klimaneutrale Schrumpffolien<br />
Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien<br />
PLUS<br />
Maschinen<br />
Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />
Tel 05523 53540 • Fax 05523 53780<br />
UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />
www.saropack.eu<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
15
ANUGA FOODTEC<br />
Fachbesucher aus 133 Ländern<br />
Die Anuga FoodTec 2<strong>02</strong>4 hat erneut ihre Position als primäre Zuliefermesse und<br />
zentrale Plattform der globalen Lebensmittel- und Getränkeindustrie gestärkt.<br />
‚Responsibility‘ lautete das Leitthema der Fachmesse und ihres umfangreichen<br />
Fachprogramms, das Antworten auf Fragen aus den Bereichen alternative<br />
Proteinquellen, Energie- und Wassermanagement, Digitalisierung sowie<br />
Künstlicher Intelligenz gab. Entlang der gesamten Wertschöpfungskette wurden<br />
neue Technologien und Konzepte für den nachhaltigen Umgang mit natürlichen<br />
Ressourcen vorgestellt.<br />
Die Beteiligung von 1.307<br />
Unternehmen und nahezu<br />
40.000 Fachbesuchenden<br />
aus 133 Ländern untermauert den<br />
Stellenwert der Anuga FoodTec<br />
als Vorreiter für zukunftsweisende<br />
Lösungen in der Lebensmitteltechnologie.<br />
Synergien werden gebraucht<br />
„Bei der diesjährigen Anuga<br />
FoodTec wurde deutlich, dass<br />
echte Verantwortung weit über<br />
das Tagesgeschäft hinausgeht; sie<br />
ist die Triebkraft für nachhaltiges<br />
undlangfristiges Wachstum. In jeder<br />
Diskussion, jeder Präsentation<br />
und jedem neuen Produkt sahen<br />
wir, wie entscheidend es ist, heute<br />
mutige Entscheidungen für unsere<br />
gemeinsame Zukunft zu treffen“,<br />
reflektiert Oliver Frese, Chief<br />
Operating Officer der Koelnmesse.<br />
„Vernetzung von Wissenschaft und<br />
unternehmerischer Praxis sowie<br />
interdisziplinäres Networking sind<br />
vorbildlich gelungen. Das schafft<br />
Synergien, die für übergreifende<br />
Innovationen die Basis darstellen.<br />
Und sie brauchen wir verstärkt für<br />
ein tragfähiges Ernährungssystem<br />
der Zukunft, in dem die Anuga<br />
FoodTec als B2B-Innovations- und<br />
Networking-Plattform ein wesentlicher<br />
Bestandteil ist“, betont Prof.<br />
Dr. Katharina Riehn, Vorsitzende<br />
des DLG-Fachzentrums Lebensmittel<br />
und Vizepräsidentin der DLG.<br />
Eröffnungsrede<br />
vom Club of Rome<br />
Sandrine Dixson-Declève, Co-<br />
Präsidentin des Club of Rome, eröffnete<br />
die Anuga FoodTec mit<br />
einem eindrücklichen Vortrag, der<br />
die drängenden Bedürfnisse nachhaltiger<br />
Entwicklungen hervorhob.<br />
Ihre Keynote orientierte sich eng<br />
am Leitthema ‚Responsibility‘ und<br />
an der unverzichtbaren Bedeutung<br />
von umweltschonenden Produktionsverfahren.<br />
Mit ihrer Ansprache<br />
Foto: Koelnmesse<br />
Matthias Schlüter, Direktor der Anuga FoodTec<br />
konnte mit dem Erfolg der Messe zufrieden sein.<br />
gab Dixson-Declève einen entscheidenden<br />
Impuls in Richtung<br />
nachhaltiger Transformation. Auf<br />
der Anuga FoodTec präsentierten<br />
die Aussteller bereits, wie eine<br />
praktische Umsetzung der angesprochenen<br />
Ideale aussehen kann.<br />
Umdenken ist spürbar<br />
Die Anuga FoodTec zeigte eindringlich:<br />
Kernthemen wie Verantwortung,<br />
Wertschöpfung, Klimaneutralität<br />
und Ernährungssicherheit<br />
prägen maßgeblich die<br />
Messeimpression vom Weber Stand.<br />
Richtung der Lebensmittel- und<br />
Getränkeindustrie – weit entfernt<br />
von kurzlebigen Trends. So boten<br />
die ausgestellten Maschinen unter<br />
anderem Einblicke in innovative<br />
Strategien zur Minimierung von<br />
Lebensmittelverlusten und der Aufbereitung<br />
von Abwasser. Darüber<br />
hinaus stellten sie Verfahren wie<br />
das High Pressure Processing vor,<br />
das Lebensmittel ohne Konservierungsstoffe<br />
länger frisch hält. Ein<br />
weiterer Fokus lag auf der Reduktion<br />
von Kunststoffeinsatz sowie<br />
der Verwendung alternativer Verpackungsmaterialien.<br />
Zudem wurden<br />
Fortschritte für die Produktion von<br />
pflanzenbasierten Lebensmitteln<br />
präsentiert, die als zukunftsweisende<br />
Lösungen für nachhaltigere<br />
Ernährungsweisen dienen. Zum ersten<br />
Mal wurde eine Anlage vorgestellt,<br />
die es ermöglicht, Cultivated<br />
Food in industriellem Maßstab zu<br />
produzieren. Die Präsentationen vor<br />
Ort veranschaulichten eindrucksvoll,<br />
wie sich die Unternehmen den<br />
Herausforderungen einer sowohl<br />
wirtschaftlich als auch ökologisch<br />
nachhaltigen Zukunft stellen.<br />
Highlights und Neuheiten<br />
Mit dem neuen Ausstellungsbereich<br />
‚Environment & Energy‘ wurde<br />
ein innovativer Schwerpunkt gesetzt.<br />
Dieser Bereich widmete sich<br />
den fortschrittlichen Energielösungen,<br />
die in der Lebensmittelindustrie<br />
eine wachsende Rolle spielen.<br />
Im Fokus standen dabei Technologien<br />
wie Solarthermie, Wärmepumpen,<br />
Biogas und Biomasse, die<br />
nicht nur auf die Energiewende einzahlen,<br />
sondern auch dazu beitragen,<br />
die CO 2 -Emissionen von Unternehmen<br />
signifikant zu reduzieren<br />
und die Energieeffizienz umfassend<br />
zu steigern. Ein Höhepunkt war<br />
die Verleihung des International<br />
FoodTec Awards. Im Mittelpunkt<br />
standen 14 Innovationsprojekte aus<br />
der globalen Lebensmittel- und Zulieferindustrie.<br />
Aussteller/ Top-Entscheider<br />
Der hochkarätigen, internationalen<br />
Ausstellerschaft entsprach das<br />
ebenso hochklassige Messepublikum.<br />
Zu den Top-Entscheidern,<br />
die zur Anuga FoodTec registriert<br />
waren, gehören Vertreter der Unternehmen<br />
wie AB InBev, Arla Foods,<br />
Asahi, Conagra, Danone, DMK<br />
Deutsches Milchkontor, Dr. Oetker,<br />
Friesland Campina, General Mills,<br />
Kraft Heinz, Lactalis, McCain,<br />
16 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
Meiji, Mengniu, Mondelez, Müller,<br />
Nestlé, Nomad, Plukon, Saputo,<br />
Schreiber, Sprehe, Unilever, Yili<br />
und viele weitere.<br />
Messeimpression vom Schubert Stand.<br />
Anuga FoodTec 2<strong>02</strong>4 in Zahlen<br />
Insgesamt wurden nahezu 40.000<br />
Fachbesuchende aus 133 Ländern<br />
gezählt, der Auslandsanteil lag bei<br />
über 60 Prozent. Die größten Besuchergruppen<br />
außerhalb Europas kamen<br />
aus China, USA, Korea, Israel<br />
und Japan. An der Anuga FoodTec<br />
2<strong>02</strong>4 beteiligten sich 1.307 Aussteller.<br />
Dank einer gestiegenen Durchschnittsfläche<br />
konnten sich die Besucherinnen<br />
und Besucher dieses<br />
Jahr über eine noch größere Vielfalt<br />
an Exponaten und Live-Demonstrationen<br />
freuen. Besonders beeindruckendwar<br />
das längste Exponat mit<br />
einer Länge von 35 Metern.<br />
100 Jahre Koelnmesse<br />
Die Koelnmesse feiert heuer auch<br />
ihr 100-jähriges Bestehen. 100 Jahre,<br />
in denen die Koelnmesse weltweit<br />
Menschen und Märkte zusammenführte.<br />
Mehr unter:<br />
www.anugafoodtec.de<br />
WELLKARTONS PRÄZISE UND<br />
SCHNELL FALZEN<br />
Wann nutzen Sie weiche Falzlinien, um Wellkartons mit exakten<br />
Massen und ohne Falzbruch herzustellen? Entdecken Sie den<br />
Flüssigkeitsriller PerfectFold.<br />
www.robatech.com/de/perfect-fold<br />
28.05. - 07.06.2<strong>02</strong>4<br />
STAND C10<br />
HALLE 12<br />
01/<strong>24</strong><br />
17
ANUGA FOODTEC<br />
Wettbewerbsvorteile generieren mithilfe<br />
18<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Die Weber Digital Factory Solutions unterstützen lebensmittelverarbeitende<br />
Betriebe auf dem Weg zu einer effizienteren, nachhaltigeren und kostengünstigeren<br />
Produktion. Zentrales Ziel von Weber (Partner in Österreich ist<br />
die Firma Gramiller) ist es, Kunden das Leben einfacher zu machen und ihnen<br />
den optimalen Betrieb ihrer Anlagen über den gesamten Lebenszyklus hinweg<br />
zu ermöglichen.<br />
Zum einen geschieht das auf<br />
Equipment-Ebene mithilfe<br />
innovativer und effizienter<br />
Linienlösungen. Zum anderen spielen<br />
digitale Produkte und Services<br />
eine wesentliche Rolle – vor allem<br />
im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes<br />
und einer Rundum-Betreuung<br />
für den Produktionsbetrieb. Denn in<br />
der Sammlung, Analyse und Nutzung<br />
der Produktionsdaten liegt<br />
ein enormes Profitpotenzial für Lebensmittelproduzenten.<br />
Aus diesem<br />
Grund hat Weber mit den Digital<br />
Factory Solutions eine Plattform<br />
geschaffen, die alle Digitalisierungslösungen<br />
in einem zukunftssicheren<br />
Ökosystem bündelt und mit<br />
den wachsenden Anforderungen an<br />
Produktionsanlagen skalieren kann.<br />
Die Basis des digitalen Ökosystems<br />
bildet das Weber FactoryCockpit,<br />
welches als Datenzentrale fungiert<br />
und die Möglichkeit bietet, weitere<br />
Produkte wie Weber FactoryAssist,<br />
FactoryCare, VideoAssist und<br />
Durablade®Care für eine umfassende,<br />
ganzheitliche Digitalisierung<br />
zu integrieren. Darüber hinaus erhalten<br />
Kunden mit dem Weber Portal<br />
einen schnellen und übersichtlichen<br />
Einstieg in ihre persönliche Weber<br />
Welt mit einer Vielzahl an Informationen<br />
und Services. Alle Weber<br />
Maschinen sind von Haus aus bereit<br />
für die digitale Transformation. Sie<br />
bringen serienmäßig die notwendige<br />
Konnektivität für die Digital Factory<br />
Solutions mit. Somit können Kunden<br />
sowohl mit Neu- als auch mit<br />
Bestandsmaschinen ohne Aufwand<br />
in eine digitale und wirtschaftlichere<br />
Zukunft starten.<br />
Anuga FoodTec<br />
Auf der Anuga FoodTec stellte<br />
Weber eine Erweiterung des FactoryCockpits<br />
vor, welche lebensmittelverarbeitenden<br />
Betrieben dabei hilft,<br />
ihre Gesamtanlageneffektivität zu<br />
maximieren.<br />
Bilder: Weber<br />
FactoryCockpit<br />
Mit dem Weber FactoryCockpit<br />
stehen alle Informationen wie Produktionsdaten,<br />
Analysen und Reports<br />
rund um die Uhr in Echtzeit<br />
zur Verfügung – egal, ob im Produktionsbereich,<br />
Schichtleiterbüro<br />
oder beim Planungsgespräch. Herzstück<br />
dieser digitalisierten Produktion<br />
ist ein übersichtliches Dashboard,<br />
in dem der Live-Status sowie alle<br />
relevanten Leistungs- und Qualitätsdaten<br />
linienbezogen auf einen<br />
Blick dargestellt werden – von Give-away<br />
und Yield über Gutproduktion<br />
und Packungen pro Charge bis<br />
hin zur Verfügbarkeit. Über die intuitive<br />
Bedienoberfläche gelangt der<br />
Kunde ohne viel Training schnell<br />
und effektiv an alle benötigten Informationen.<br />
Dank der Real-Time-<br />
Daten kann sehr schnell auf Abweichungen<br />
wie beispielsweise ein<br />
zu hoher Mittelwert der Charge reagiert<br />
werden, wodurch potenzielle<br />
Verluste minimiert werden. Für eine<br />
direkte Beurteilung der Produktionssituation<br />
und schnelle Reaktion<br />
auf Produktionsabweichungen wird<br />
im Dashboard der Linienstatus der<br />
letzten acht Stunden angezeigt. Bei<br />
Bedarf ist auch eine detailliertere<br />
Betrachtung bestimmter Tage und<br />
Zeitpunkte möglich. In der Darstellung<br />
der Maschinendaten lässt sich<br />
der Zeitbereich individuell auswählen.<br />
Dies ermöglicht nicht nur die<br />
fundierte Analyse zeitlicher Fehlerbilder<br />
sowie die Identifikation von<br />
Störungsursachen. Vor allem lassen<br />
sich mithilfe dieser Daten gezielt<br />
Maßnahmen wie beispielsweise<br />
Schulungen des Bedienpersonals<br />
Weber FactoryCockpit<br />
ableiten, um die Maschineneffektivität<br />
langfristig zu steigern. Reports<br />
und Statistiken ermöglichen außerdem<br />
den Vergleich von Produktionsdaten<br />
mit Durchschnittswerten<br />
aller bisherigen Chargen bzw. Produktionen<br />
pro Rezept und dienen<br />
somit als Basis für die Produktionsoptimierung<br />
und Produktionsplanung.<br />
Zur internen Abstimmung<br />
mit anderen Abteilungen oder zur<br />
Schichtübergabe lassen sich die<br />
Reports individuell generieren und<br />
als PDF drucken. In Summe sorgt<br />
das Weber FactoryCockpit somit<br />
für maximale Transparenz und unterstützt<br />
Entscheider und Führungskräfte<br />
in lebensmittelverarbeitenden<br />
Betrieben dabei, fundierte Entscheidungen<br />
in kurzer Zeit zu treffen.<br />
Gesamtanlageneffektivität<br />
Brandneu im Weber FactoryCockpit<br />
sind die Visualisierung und Analyse<br />
der Gesamtanlageneffektivität<br />
(OEE). Mithilfe der Daten der Endof-Line<br />
Kontrollwaage werden Verfügbarkeit,<br />
Leistung und Qualität als<br />
wichtigste Kennzahlen einer Produktion<br />
in Echtzeit und ohne manuelle<br />
Bedienereingaben in einem aussagekräftigen<br />
Wert dargestellt. Dadurch<br />
kann jederzeit und auf einen<br />
Blick die Produktivität einer Anlage<br />
beurteilt werden. Nach Bedarf kann<br />
jeder einzelnen Aspekten analysieren<br />
werden. Neben der detaillierten<br />
Speicherung aller Produktionsdaten<br />
gehört dazu auch die grafische Visualisierung<br />
inklusive Trendkurve.<br />
Darüber hinaus ist die gezielte Evaluierung<br />
von bestimmten Schichten<br />
oder Produktionsrezepten möglich.<br />
Um im Falle von unerwünschten<br />
Entwicklungen schnellstmöglich<br />
Korrekturen im Produktionsprozess<br />
vornehmen zu können, lassen sich<br />
im OEE-Dashboard individuelle<br />
Alarme einstellen. Fällt eine der<br />
Kennzahlen unter einen bestimmten<br />
Wert, wird eine vorher definierte<br />
Person via SMS oder E-Mail darüber<br />
informiert. Die kritischen Faktoren<br />
und Werte sowie die Art der<br />
Information lassen sich individuell<br />
vom Kunden hinterlegen. Als eine<br />
der elementaren Kennzahlen zur<br />
Bewertung der Produktivität einer<br />
Produktionslinie können mithilfe<br />
einer gezielten OEE-Analyse nicht<br />
nur Produktionsverluste vermieden,<br />
sondern auch ungenutzte Potenziale<br />
gehoben werden.<br />
VideoAssist<br />
Während des Produktionsablaufes<br />
treten teilweise Störungen auf oder<br />
es passieren Fehler, deren Ursache<br />
häufig schwer nachzuvollziehen ist.<br />
Dies führt zu ungeplanten Produktionsausfällen<br />
und bringt sowohl auf<br />
Kundenseite als auch für Servicetechniker<br />
Herausforderungen mit<br />
sich. Mit VideoAssist hat Weber für<br />
solche Situationen eine effektive Lösung<br />
entwickelt, um diese Störungen<br />
schnell und einfach zu analysieren<br />
und nachhaltige Gegenmaßnahmen<br />
zu finden. Mehrere Kameras werden<br />
über die gesamte Produktionslinie<br />
hinweg fest und sicher an den<br />
Maschinen platziert. Die Kameras<br />
nehmen den Produktionsablauf<br />
kontinuierlich auf und machen diesen<br />
als Videostream verfügbar. Tritt<br />
ein Problem auf, wird eine Videosequenz<br />
von einer Minute vor dem<br />
Ereignis bis 30 Sekunden nach dem<br />
Ereignis gespeichert. Diese Sequenz<br />
wird übertragen, automatisch dem<br />
dokumentierten Fehler in der FactoryCockpit<br />
Timeline zugeordnet<br />
und in Form einer Videomarkierung<br />
angezeigt. Somit wird es Kunden<br />
ermöglicht, die jeweilige Videosequenz<br />
im Rahmen der Fehleranalyse<br />
anzusehen und die Fehlerursache<br />
genau zu analysieren. Bei Bedarf<br />
lässt sich die Videospeicherung auch<br />
manuell auslösen. Darüber hinaus<br />
bietet VideoAssist die Möglichkeit,<br />
mitaufgezeichnete Personen im Video<br />
unkenntlich zu machen.
ganzheitlicher digitaler Transformation<br />
FactoryAssist<br />
Direkte und einfache Kommunikation<br />
zwischen Produktionspersonal<br />
und Büromitarbeitern stellt in vielen<br />
Betrieben eine Herausforderung<br />
dar. Weber FactoryAssist vereinfacht<br />
die Kommunikation und dient<br />
als Verbindung räumlich getrennter<br />
Teammitglieder, auch über Abteilungsgrenzen<br />
hinweg. Die digitale<br />
Kommunikationslösung ermöglicht<br />
das Versenden von Nachrichten und<br />
lässt sich sowohl über PCs, Tablets<br />
und andere mobile Endgeräte als<br />
auch über die Bedienterminals der<br />
Maschinen und Linien in der Produktion<br />
nutzen. Damit wird direkte<br />
und schnelle Echtzeitkommunikation<br />
möglich, etwa zwischen Schichtleiter<br />
und Linienpersonal. Die Kommunikation<br />
lässt sich dabei jederzeit<br />
individuell gestalten: Nachrichten<br />
können entweder an ein bestimmtes<br />
Bedienterminal einer Maschine<br />
oder an alle Terminals der Linie gesendet<br />
werden. Ein Band quietscht?<br />
Verbrauchsmaterial wird benötigt?<br />
Solch alltägliche Kommunikation<br />
lässt sich mithilfe von FactoryAssist<br />
bequem und schnell am direkten Arbeitsplatz<br />
erledigen. Ein zusätzlicher<br />
Vorteil: Die Kommunikation ist<br />
dokumentiert. Für die Schichtübergabe<br />
dient dies als ideale Informationsbasis<br />
und deckt auf, in welchen<br />
Bereichen oder bei welchen Tätigkeiten<br />
es Verbesserungspotenzial<br />
gibt. Ein klassischer Anwendungsfall<br />
ist außerdem die Meldung von<br />
Fehlern oder Störungen. Parallel zur<br />
Fehlermeldung werden automatisch<br />
Lösungsvorschläge ausgegeben, die<br />
das Bedienpersonal bei der Fehlerbehebung<br />
unterstützen. Dank eines<br />
integrierten Votings werden die<br />
hilfreichsten Lösungswege immer<br />
zuerst angezeigt. Findet ein Mitarbeiter<br />
eine geeignetere Lösung, das<br />
Problem zu beheben, kann diese neu<br />
hinterlegt werden – bei Bedarf sogar<br />
mit beschreibenden Fotos, Videos<br />
oder Dokumenten. Weber FactoryAssist<br />
hilft also nicht nur kurzfristig:<br />
Die Lösungswege und damit wertvolles<br />
Wissen der Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter werden in einer<br />
Datenbank archiviert und somit für<br />
die gesamte Produktion langfristig<br />
verfügbar gemacht. Durch den damit<br />
verbundenen Wissensaufbau lassen<br />
sich Störungen deutlich schneller<br />
beheben, was nicht nur die Maschineneffizienz<br />
erhöht, sondern auch<br />
Zeit und Kosten für den Einsatz<br />
von Technikern einspart sowie die<br />
Zufriedenheit des Bedienpersonals<br />
steigert. Darüber hinaus profitieren<br />
lebensmittelverarbeitende Betriebe<br />
von einer Entlastung des Personals,<br />
einer Reduktion von Stillstandszeiten<br />
und somit von einer höheren<br />
Verfügbarkeit und Produktivität. Natürlich<br />
ist FactoryAssist nicht nur<br />
mit den Weber Power Control Bedienoberflächen<br />
kompatibel, auch<br />
Maschinen anderer Hersteller sind<br />
in FactoryAssist integrierbar.<br />
Weber VideoAssist<br />
FactoryCare<br />
Ungeplante Maschinenstillstände<br />
oder Ausfälle von Linienkomponenten<br />
verursachen in einer automatisierten<br />
Produktion enorme Kosten<br />
und können darüber hinaus zu Strafzahlungen<br />
oder Auslistung durch<br />
den Lebensmitteleinzelhandel führen.<br />
Eine zentrale Maßnahme, um<br />
diesen Risiken entgegenzuwirken,<br />
ist die Durchführung von Wartungen<br />
der Produktionsmaschinen und -linien.<br />
Weber FactoryCare unterstützt<br />
lebensmittelverarbeitende Betriebe<br />
bei dieser Aufgabe und behält alle<br />
Wartungen und Aufgaben, die mit<br />
der Instandhaltung von Maschinen<br />
und Linien zusammenhängen, im<br />
Blick – zentral in einer App und herstellerunabhängig.<br />
Im Gegensatz zur<br />
aufwendigen manuellen Verwaltung<br />
von Listen können anstehende Wartungen<br />
mithilfe von Weber Factory-<br />
Care planbar, vollständig und fehlerfrei<br />
durchgeführt werden. Dabei<br />
haben Kunden die Möglichkeit, ein<br />
individuelles Benutzerkonzept nach<br />
Administratoren, Managern und Benutzern<br />
mit unterschiedlichen Zugriffs-<br />
und Bearbeitungsrechten zu<br />
hinterlegen. Darüber hinaus bietet<br />
FactoryCare verschiedene Optionen,<br />
das System mit weiteren Informationen<br />
anzureichen: So können beispielsweise<br />
für alle Wartungen und<br />
Aufgaben ganz spezifisch Intervalle,<br />
Zeitaufwände sowie verantwortliche<br />
Personen ergänzt werden. Bei<br />
Bedarf besteht außerdem die Möglichkeit<br />
Bilder, Videos, Dokumente<br />
und Textkommentare zu verknüpfen.<br />
Für ein Maximum an Transparenz<br />
können abgeschlossene Wartungen<br />
inklusive zugehöriger Abschlussberichte<br />
im System archiviert und versioniert<br />
werden.<br />
Durablade®Care<br />
Wie sieht der aktuelle Bestand an<br />
Slicer-Messern aus und auf welchen<br />
Maschinen befinden sich die Messer<br />
zum aktuellen Zeitpunkt? Wie viele<br />
Schleifvorgänge werden durchgeführt<br />
und in welchem Verschleißzustand<br />
befinden sich die Messer genau?<br />
Diese und viele weitere Fragen<br />
können ab sofort schnell und einfach<br />
beantwortet werden – mit Weber<br />
Durablade®Care. Unter der Marke<br />
Durablade vertreibt der Slicing-<br />
Marktführer Weber eigens entwickelte<br />
und gefertigte Kreis- und Sichelmesser<br />
für Slicer und nun auch<br />
ein intelligentes, digitales Managementsystem<br />
für ebendiese. Slicer-<br />
Messer sind Hochpräzisionswerkzeuge,<br />
nehmen als Herzstücke der<br />
Slicer maßgeblich Einfluss auf die<br />
Ablage der Portion und entscheiden<br />
nicht zuletzt über Give-away und<br />
Yield. Mithilfe von Durablade®Care<br />
sind lebensmittelverarbeitende Betriebe<br />
in der Lage, ihre Messer bestmöglich<br />
und abgestimmt auf Produkt<br />
und Anwendung einzusetzen,<br />
Kosten zu sparen und die Effizienz<br />
ihrer gesamten Produktionslinien zu<br />
steigern. Möglich wird dies durch<br />
die Bündelung aller Informationen<br />
rund um den Messerbestand, Einsatz-<br />
und Lagerorte der Messer, Betriebsdaten<br />
sowie Informationen zu<br />
Schleifprozessen. Dank der Zusammenführung<br />
dieser verschiedenen<br />
Daten, können diese gezielt ausgewertet<br />
und verglichen werden, woraus<br />
sich vielfältige Mehrwerte für<br />
Lebensmittelproduzenten ergeben.<br />
Neben Echtzeitinformationen dazu,<br />
auf welcher Linie bzw. auf welchem<br />
Slicer sich ein Messer befindet oder<br />
einer Historie, auf welchen Linien<br />
welche Messer verwendet wurden,<br />
gibt Durablade®Care detailliert<br />
Auskunft darüber, welche Schneidprogramme<br />
genutzt wurden und wie<br />
viele Portionen, Schnitte und Kilogramm<br />
an Produkt ein Messer pro<br />
Aufspannvorgang geschnitten hat.<br />
Durch die Anzeige genauer Informationen<br />
zu Parametern wie Schnittgeschwindigkeit<br />
und Schneidspalt<br />
lässt sich die Performance jedes<br />
einzelnen Messers in Bezug auf<br />
jede beliebige Anwendung exakt<br />
auswerten. Auch die tägliche Standzeit<br />
der Messer sowie die Gesamtlebenszeit<br />
werden dokumentiert,<br />
was einen transparenten Vergleich<br />
verschiedener Messer erlaubt und<br />
somit eine optimierte Einsatzplanung<br />
ermöglicht. Ein weiterer wertvoller<br />
Vorteil von Durablade®Care<br />
ist die Anzeige und Bewertung der<br />
Schleifvorgänge. Wird ein Messer in<br />
einem Schärfgerät nachgeschliffen,<br />
kann der gesamte Schleifprozess im<br />
Durablade®Care System visualisiert<br />
und ausgewertet werden. So lässt<br />
sich genau erkennen, mit welchen<br />
Parametern das Messer geschliffen<br />
wurde und ob zu viel oder zu wenig<br />
Material abgetragen wurde. Anhand<br />
dieser Daten können für folgende<br />
Schleifvorgänge entsprechende<br />
Korrekturen der Schleifparameter<br />
vorgenommen werden, sodass die<br />
Lebensdauer des Messers maximiert<br />
und Kosten eingespart werden. Darüber<br />
hinaus kann im System das<br />
individuelle Verschleißniveau jedes<br />
Messers nachgesehen werden. Dies<br />
ermöglicht eine planbare und ökonomische<br />
Beschaffung neuer Slicer-Messer.<br />
Zu lange oder unnötige<br />
Lagerhaltung sowie Stillstände von<br />
Produktionslinien aufgrund eines<br />
fehlenden passenden Messers werden<br />
somit vermieden.<br />
Mehr unter:<br />
www.weberweb.com<br />
oder beim österreichischen Partner:<br />
www.gramiller.at<br />
06/23<br />
19
ANUGA FOODTEC<br />
Lebensmittel flexibel und wirtschaftlich<br />
Gerade für die Lebensmittelbranche mit ihren vielfältigen Produkten sind die<br />
Cobots tog.519 des Verpackungsmaschinenherstellers Schubert ein Gewinn.<br />
Denn mit den autarken Robotern lassen sich schnell und einfach immer wieder<br />
neue Verpackungslösungen automatisieren. Grundlage dafür ist die KI-gestützte<br />
Bildverarbeitung: Sie ermöglicht den Griff in die Unordnung per Pick-and-Place<br />
ohne weitere Programmierung. Das macht die Cobots besonders flexibel und<br />
bietet den Lebensmittelherstellern zahlreiche Vorteile.<br />
In Zeiten des allgemeinen Personalmangels,<br />
der zu Produktionsengpässen<br />
führen kann,<br />
sind intelligente Lösungen gefragt.<br />
Mit dem Cobot tog.519 bietet die<br />
Gerhard Schubert GmbH jetzt eine<br />
unkomplizierte und hochflexible<br />
Technologie, um Automatisierungslücken<br />
effizient zu schließen. Der<br />
mobile Roboter ist ein völlig autarkes<br />
System, das an beliebigen<br />
Orten in der Produktion aufgestellt<br />
werden kann. Entweder freistehend<br />
oder in einer Schutzzelle, alternativ<br />
auch zusammengefügt zu einer<br />
ganzen Cobot-Linie oder ergänzend<br />
zu Fremdanlagen und Robotern anderer<br />
Hersteller.<br />
Griff in die Unordnung erspart<br />
Vorvereinzelung der Produkte<br />
Mit bis zu 90 Takten greift der<br />
tog.519 zielsicher Produkte aus der<br />
Unordnung und legt sie an dem vorgesehenen<br />
Platz wieder ab. Dafür<br />
sorgt das von Schubert entwickelte<br />
Bildverarbeitungssystem, unterstützt<br />
von einem trainierten neuronalen<br />
Netz. Eine Programmierung erübrigt<br />
sich dadurch, denn der Cobot „sieht“<br />
dank der KI, was er zu tun hat. Das<br />
eröffnet vielfältige Einsatzbereiche,<br />
wobei der Griff ins Chaos per Pickand-Place<br />
die sonst aufwendige<br />
Mit bis zu 90 Takten pro Minute greift der tog.519 Lebensmittel<br />
wie diese Riegel aus der Unordnung und platziert sie in jedes<br />
denkbare Ziel – ohne aufwendige Programmierung.<br />
Vorvereinzelung der Produkte sofort<br />
überflüssig macht. So wird der<br />
gesamte Verpackungsprozess gleich<br />
effizienter – egal ob nackte Produkte<br />
wie Teigwaren, in Schlauchbeutel<br />
verpackte Riegel oder Dosen mit<br />
Tiernahrung gegriffen werden. Der<br />
tog.519 gruppiert zum Beispiel Produkte<br />
vor, bestückt eine Kette zu einer<br />
Schlauchbeutelmaschine, führt<br />
einer Wickelmaschine zerbrechliche<br />
Schokoladenfiguren zu, befüllt<br />
Schachteln und Trays jeglicher Art<br />
oder erstellt verschiedenste Mixpackungen.<br />
Individuell entwickelte<br />
Pick-and-Place-Werkzeuge sorgen<br />
für ein sicheres und schonendes<br />
Handling. Optimal eignen sich Cobots<br />
für Offline-Anwendungen abseits<br />
einer Verpackungsanlage und<br />
für Hersteller, die oft kleine Losgrößen<br />
produzieren und eine große Flexibilität<br />
bezüglich ihres Warensortiments<br />
benötigen.<br />
Flexibel und schnell<br />
zwischen Produkten wechseln<br />
Insbesondere für Endverpackungen<br />
ist das Verpacken mithilfe<br />
eines oder mehrerer Cobots ebenfalls<br />
eine schlanke und vergleichsweise<br />
kostengünstige Lösung, die<br />
immer wieder schnell an neue Abläufe<br />
angepasst werden kann. Das<br />
lohnt sich vor allem für Lebensmittelproduzenten,<br />
die häufig neue<br />
Produkte mit kurzem Lebenszyklus<br />
auf den Markt bringen: Während der<br />
jeweiligen Testphasen können die<br />
Schubert-Cobots das Verpacken der<br />
neuen Waren ohne großes Umrüsten<br />
problemlos übernehmen, ohne dass<br />
zu diesem Zeitpunkt schon in eine<br />
spezialisierte Verpackungsanlage<br />
investiert werden muss. Das senkt<br />
das finanzielle Risiko und bietet die<br />
Möglichkeit, mit einer größeren Anlage<br />
so lange zu warten, bis das neue<br />
Produkt am Markt etabliert ist und<br />
der Kauf sich wirtschaftlich rentiert.<br />
Sinnvolle und wirtschaftliche<br />
Verpackungslösung<br />
In der Lebensmittelbranche bewährt<br />
sich der tog.519 von Schubert<br />
bereits beim Verpacken von<br />
Haferriegeln sowie Schokoriegeln<br />
in Kartonschachteln, sortenrein und<br />
als Mixpackungen. Geplant ist zudem<br />
die Zuführung von Schokoladenfiguren<br />
zu einer Wickelmaschine.<br />
Aber auch die Praxiserfahrungen mit<br />
dem Schubert-Cobot aus anderen<br />
Bereichen wie beispielsweise Kosmetik<br />
und Tierfutter lassen sich unkompliziert<br />
auf die Anforderungen<br />
der Lebensmittelhersteller übertragen.<br />
Schubert berät seine Kunden<br />
Fotos: Gerhard Schubert GmbH<br />
20<br />
Die Zuführung zerbrechlicher Schokoladenfiguren zu einer Wickelmaschine<br />
kann der tog.519 ebenfalls übernehmen, wobei 3D-gedruckte<br />
Pick-and-Place-Werkzeuge für ein schonendes Handling sorgen.<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
In der Praxis bewährt sich der Cobot auch in anderen Branchen<br />
wie Kosmetik und greift zum Beispiel sortierte Glasflaschen<br />
ohne Programmierung aus einer Kartonverpackung.
verpacken mit Cobots<br />
umfassend vor der Entscheidung<br />
für eine Verpackungslösung mit<br />
Cobots und bezieht den gesamten<br />
Produktionsprozess sowie mögliche<br />
zukünftige Anforderungen in die<br />
Überlegungen mit ein. Denn so lässt<br />
sich am besten analysieren, ob die<br />
Cobot-Technologie für den Kunden<br />
eine sinnvolle und wirtschaftliche<br />
Verpackungslösung ist.<br />
Anuga FoddTec<br />
Auf der Anuga FoodTec gehörte<br />
das Interesse der besucher neben<br />
den Cobots auch dem Flowpacker<br />
von Schubert. Schlauchbeutelfolien<br />
für Lebensmittel bestehen heute aus<br />
den unterschiedlichsten Materialien.<br />
Im Verpackungsprozess macht sich<br />
das vor allem beim Siegelvorgang<br />
bemerkbar: Viele neue Folien sind<br />
Der Cobot ist ein völlig autarkes System, das an beliebigen Orten in der<br />
Produktion aufgestellt werden kann. Entweder freistehend oder in einer<br />
Schutzzelle, alternativ auch zusammengefügt zu einer ganzen Cobot-Linie<br />
oder ergänzend zu Fremdanlagen und Robotern anderer Hersteller.<br />
anspruchsvoll zu verarbeiten und<br />
nicht jede Siegeltechnologie ist<br />
für jede Folie geeignet. Wollen Lebensmittelhersteller<br />
flexibel bleiben,<br />
benötigen sie Verpackungsanlagen,<br />
die den Spagat zwischen Flexibilität<br />
und sauberer Siegelung erfüllen<br />
können. Mit dem Flowpacker bietet<br />
Die Box-Motion-Einheit im<br />
Flowpacker lässt sich per<br />
Plug-and-Play mit<br />
einer rotierenden<br />
fliegenden Quersiegeleinheit<br />
zum Heißsiegeln tauschen.<br />
Schubert eine Schlauchbeutelmaschine,<br />
die je nach Anforderung per<br />
Plug-and-Play zwischen mehreren<br />
Siegeltechnologien wechseln kann.<br />
Mehr unter: www.schubert.group<br />
Individuelle und<br />
effiziente Lösungen<br />
vom Weltmarktführer<br />
für Schnelllauftore<br />
Lebensmittel<br />
Industrie<br />
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<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
21
ANUGA FOODTEC<br />
Die nachhaltigen Eimer<br />
Für seine wegweisende Verpackungslösung S-LINER PEEL erhielt das Unternehmen<br />
SAIER Verpackungstechnik in den letzten Jahren mehrere Auszeichnungen<br />
bis hin zum deutschen Nachhaltigkeitspreis und den WorldStar Award.<br />
Aber nicht nur dieses Produkt Stand im Mittelpunkt des Messeauftrittes des<br />
Unternehmens während der Anuga FoodTec. Passend zur Lebensmittelbranche<br />
war eines dieser Produkte der S-LINER BARRIER FOOD.<br />
SAIER Eimer finden im Lebensmittelbereich<br />
mit unterschiedlichen<br />
Füllgütern ihren<br />
Einsatz. Die Zeitspanne zwischen<br />
Abfülldatum und Verwendung des<br />
Lebensmittels kann dabei mehrere<br />
Monate betragen, in der unter Umständen<br />
bestimmte Flüssigkeiten,<br />
Dämpfe oder UV-Strahlen durch die<br />
Polymerstruktur des Verpackungsmaterials<br />
dringen können. Die mechanische<br />
Eigenschaft und die Qualität<br />
der Füllgüter können dadurch signifikant<br />
negativ beeinflusst werden.<br />
S-Liner Barrier Food<br />
Beim S-LINER BARRIER<br />
FOOD schützt eine innenliegende<br />
Barrierefolie das Füllgut im Eimer<br />
sicher durch eine verschweißte Boden-Wand-Folie,<br />
welche den kompletten<br />
Innenraum bis zum oberen<br />
Eimerrand abdeckt. Über eine an<br />
der Deckelinnenseite angebrachte<br />
Barrierefolie wird das Füllgut zusätzlich<br />
von oben geschützt, so dass<br />
ein wirkungsvoller 360°-Schutz erreicht<br />
wird.<br />
Produktveränderungen<br />
vermeiden<br />
Die integrierte Barrierefolie<br />
schützt das Kunststoffpolymer vor<br />
Veränderungen zum Beispiel durch<br />
Inhaltsstoffe wie ätherische Öle<br />
in Gewürzen oder Marinaden und<br />
deren Permeation von innen nach<br />
außen. Die Produkteigenschaften<br />
des Füllgutes sowie die Stabilität<br />
des Eimers werden somit bewahrt.<br />
Gleichermaßen erfolgt der Schutz<br />
des Füllgutes vor äußeren Einflüssen,<br />
die durch Permeation von<br />
außen nach innen in das Füllgut<br />
hineinwirken können. Mögliche<br />
Veränderungen von Produkteigenschaften<br />
der Füllgüter durch z.B.<br />
Sauerstoff oder UV-Strahlen werden<br />
somit wirkungsvoll vermieden.<br />
Barrierenschutz können zum Beispiel<br />
eine gesteigerte Haltbarkeit<br />
oder eine bessere Konservierung<br />
von Aroma- und Geschmackskomponenten<br />
bei Lebensmitteln erreicht<br />
werden. Den S-LINER BARRIER<br />
FOOD gibt es für die verschiedenen<br />
Eimerformen und -größen des Saier<br />
Sortiments an. Die mehrlagigen Barriereschichten<br />
der Innenfolie sind<br />
nur wenige µm dick und betragen<br />
damit nur einen Bruchteil der üblichen<br />
Eimergebinde-Wandstärken<br />
von ca. 0,6-2,5 mm. Deshalb ist, abhängig<br />
von der Barriereanforderung<br />
sowie von der gewählten Barriereschicht,<br />
die Recyclingfähigkeit des<br />
Eimergebindes mit bis zu 100 %<br />
weiterhin gegeben.<br />
Transparente Einblicke<br />
Bei einigen Lebensmitteln ist es<br />
verkaufsrelevant, das Produkt direkt<br />
in der Verpackung sichtbar zu<br />
zeigen. Beim S-LINER BARRIER<br />
FOOD ist es möglich, das IML, das<br />
Eimermatrixmaterial und den Barriere-Inliner<br />
transparent zu erhalten,<br />
um auf einen Blick Vertrauen zu<br />
schaffen.<br />
Die vorteilhafte Alternative<br />
Für einige Le bens mit tel waren<br />
Kunststoffgebinde bislang nur bedingt<br />
geeignet. Durch die Integration<br />
einer Barriere-Innenfolie ergänzen<br />
sich nun Funktionalitäten von<br />
Behältern mit hohen Barriereeigenschaf<br />
ten wie Metall- oder Glas behälter<br />
mit den positiven Eigenschaften<br />
von Kunststoffgebinden.<br />
o leichtes Verpackungsgewicht<br />
o formbewahrende Verkaufsverpackung<br />
ohne Beulen oder Bruch<br />
o kein Verrosten und keine zusätzliche<br />
Innenlackierung notwendig<br />
o keine Permeation nach innen<br />
und nach außen<br />
o Nestbarkeit von Leergebinden<br />
für effiziente und nachhaltige Outbound-<br />
und Inbound-Logistik<br />
o der Energieaufwand zur Herstellung<br />
eines definierten Verpackungsvolumens<br />
aus Kunststoff ist üblicherweise<br />
geringer, als bei Metall<br />
oder Glas<br />
S-LINER-MULTIFILL<br />
Ebenfalls gezeigt wurde auf der<br />
Messe der S-LINER MULTIFILL:<br />
Die revolutionäre Lösung zur Mehrfachverwendung<br />
von Eimergebinden.<br />
Der S-LINER MULTIFILL ist<br />
ein flexibles Eimer-Verpackungssystem,<br />
das eine nachhaltige Lösung<br />
zur Mehrfachverwendung und zur<br />
Vermeidung der Eimerverschmutzung<br />
bietet. Durch das Einlegen<br />
eines entnehmbaren und separat<br />
abfüllbaren Inliners bleibt der äußere<br />
Trägereimer sauber und kann<br />
mehrfach genutzt werden. Das Füllgut<br />
kommt ausschließlich mit dem<br />
S-LINER MULTIFILL in Kontakt,<br />
welcher nach Gebrauch fachgerecht<br />
recycelt werden kann. Der Trägereimer<br />
kann anschließend vom Abfüller<br />
zurückgeholt und wiederverwendet<br />
oder zum Recycling an SAIER<br />
Verpackungstechnik zurückgegeben<br />
werden.<br />
Verschluss<br />
Ebenso gezeigt wurde eine neue<br />
Deckellösung: Der S-RIM wurde<br />
mit dem Bestreben entwickelt, Beschädigungen<br />
des Füllgutes durch<br />
aufplatzen von Deckeln unter erhöhter<br />
Belastung mittels Außendruck,<br />
Innendruck oder Fall zu vermeiden.<br />
Die im S-RIM integrierte<br />
Rüstung greift beim Aufbringen<br />
am Eimerrand unter und fixiert den<br />
S-RIM sicher am Eimer. Dieser<br />
steigert den Deckelhalt bei Eimern<br />
mit S-RIM Signifikant gegenüber<br />
Eimer-Deckelverbindungen ohne<br />
Einsatz eines S-RIM`s.<br />
Mehr über die flexiblen<br />
nachhaltigen Lösungen sehen<br />
Sie unter: www.saier-web.de<br />
Flexibel anpassbar<br />
Der S-LINER BARRIER FOOD<br />
kann mittels Folientechnik an verschiedenen<br />
Anforderungen angepasst<br />
werden. Durch den erhöhten<br />
22 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
NEWS<br />
Expresso - seit 1953 für Sie innovativ<br />
1953 war das erste eigene EXPRESSO Produkt „geboren“ und auch die erste<br />
Patentanmeldung wurde vorgenommen. Es handelte sich dabei um eine erste<br />
Handtransportkarre, um das Handling von schweren Fässern zu erleichtern. Es<br />
folgten über 200 weitere Schutzrechte.<br />
Mittlerweile ist das Unternehmen<br />
nicht nur für seine<br />
hochwertigen Rodeln<br />
sondern auch für seine Lösungen<br />
für die Sicherheit an der Laderampe<br />
bekannt. Vom einfachen Verladesteg<br />
bis zur kompletten Rampenausstattung<br />
und LKW-Wegfahrsperre<br />
Stop Trucks® wird angeboten.<br />
Mobile Ladelifte runden das<br />
Programm genauso ab wie Hebehilfen<br />
bis zu 600kg.<br />
Neues Logo<br />
Insgesamt steht EXPRESSO damit<br />
für innovatives Sichern von<br />
Verladevorgängen. „Das ist unser<br />
zentrales Nutzerversprechen!“ so<br />
der österreichische Vertriebsleiter<br />
Ing. Marcus Bräuer. Zum neuen<br />
Logo, dass sich das Unternehmen<br />
quasi zum 70. Geburtstag geschenkt<br />
hat, sagt er: „Unser neues Logo<br />
betont unsere Unternehmensidentität<br />
und wirkt dabei gleichzeitig<br />
schnittig und modern. Es soll unsere<br />
Werte und Ziele in klarer und<br />
prägnanter Form repräsentieren. Ab<br />
sofort zeigen wir uns und unsere<br />
Produkte mit dem EXPRESSO Logo<br />
im neuen Erscheinungsbild. Wir<br />
hoffen, es gefällt Ihnen genauso gut<br />
wie uns!“<br />
Mehr unter:<br />
www.expresso.at<br />
Ing. Marcus Bräuer vor dem österreichischen Firmengebäude<br />
01/<strong>24</strong><br />
23
LOGIMAT<br />
One Family<br />
Unter dem Dach der Toyota Industries Corporation (TICO) bieten Toyota<br />
Material Handling, Vanderlande und viastore schlüsselfertige, integrierte Automatisierungslösungen<br />
aus einer Hand an. Um die Vorteile des spannenden „One<br />
Family“-Ansatzes für Interessenten zu verdeutlichen, präsentierten sich die drei<br />
Unternehmensschwestern heuer auch gemeinsam auf einem Zusatzstand den<br />
LogiMAT Besuchern.<br />
Die Messebesucher bewegten<br />
vor allem Fragen<br />
zur Zukunftsfähigkeit<br />
ihres Betriebs und Toyota Material<br />
Handling hat mit seiner umfangreichen<br />
Standgestaltung versucht,<br />
möglichst praxisnah Antworten zu<br />
geben. So gab es im Energy & Product-Park<br />
neben einem starken und<br />
nachhaltigen Produkt-Portfolio zum<br />
Transportieren, Schleppen, Stapeln<br />
und Kommissionieren, auch eine<br />
weitläufige Automation-Area. Dort<br />
wurde ein gesamter Lagerdurchlauf<br />
in Verbindung mit einem Shuttle-<br />
Regal und der neuesten Generation<br />
Radio-Shuttle sowie dazugehöriger<br />
Ladestation – ideal für automatisierte<br />
Nutzung und integrierbar ins<br />
Regal - simuliert. Ebenso gezeigt<br />
wurde ein AutoStore®-Demo-<br />
Grid. Das AutoStore®-System ist<br />
ein Lagerautomatisierungssystem,<br />
das kundenorientierte Logistik mit<br />
Hochleistungs-Output auf kleinstem<br />
Raum ermöglicht und in Kooperation<br />
mit Konzernschwester<br />
Bastian Solution angeboten wird.<br />
Dank der erst kürzlich gestarteten,<br />
strategischen Kooperation mit Gideon<br />
- einem in Zagreb ansässigen<br />
Technologieunternehmen, das modernste<br />
Softwarelösungen für Lokalisierung<br />
und Steuerung autonomer<br />
mobiler Roboter (AMRs) entwickelt<br />
– wurde ein Prototyp eines<br />
Kommissioniergerätes gezeigt,<br />
dass dank Gideon-Technologie kamerabasiert<br />
seine Wege findet.<br />
Heute wissen,<br />
was morgen bewegt<br />
Sowohl Automation-Area als<br />
auch Innovation-Camp stießen auf<br />
besonders großes Interesse: „Die<br />
Besucher standen immer wieder<br />
Schlange, um im Innovation-Camp<br />
einen Blick hinter die Kulissen<br />
werfen zu können. Als Pionier und<br />
Treiber neuer Technologien gewährte<br />
Toyota erstmals öffentlich<br />
Einblicke in zukunftsweisende,<br />
Entwicklungen und Konzeptstudien<br />
autonomer Geräte, die durch<br />
verbesserte Mensch-Maschine-<br />
Foto_ © Toyota Material Handling<br />
Während der LogiMAT: Blick in das Lager von heute und<br />
kleines Foto - desingter Stapler im „Racing Look“<br />
Interaktion und Machine-Learning<br />
punkten.“ erklärt Magistra Martina<br />
Eisler, Pressesprecherin Toyota<br />
Material Handling Austria. Im<br />
Hinblick auf Digitalisierung wurde<br />
der nächste Schritt des neuen Kundenportals<br />
vorgestellt. Es bietet<br />
informative Fuhrpark-Übersichten<br />
auf Basis präziser Telematik-Daten<br />
und liefert damit eine gute Basis<br />
zur Entscheidungsfindung. In der<br />
Praxis bedeutet das: Das Portal<br />
unterstützt bei der Kostenkontrolle,<br />
Überwachung von Ladezyklen<br />
sowie bei der Nutzung von Sicherheitsfunktionen<br />
und ermöglicht<br />
eine optimierte Beschaffung von<br />
Neu-, Gebraucht- oder Mietgeräten.<br />
Passend zur Unternehmens-<br />
Vision „Zero Muda“ – also keine<br />
Verschwendung – gab es im Innovation-Camp<br />
auch einen Geräte-<br />
Prototyp zu sehen, der einen evolutionären<br />
Einsatz von Produktionsmaterialien<br />
zur Erhöhung der<br />
Recyclingquote verdeutlicht und<br />
daher einen möglichst geringen<br />
CO 2 -Fußabdruck hinterlässt.<br />
Einblicke in Toyotas<br />
Sichtweisen und Aktivitäten<br />
Im Hinblick auf die raschen Veränderungen<br />
in der Logistikbranche<br />
ergeben sich zahlreiche neue Chancen,<br />
jedoch auch Risiken, welche<br />
eine immer schnellere Entwicklung<br />
von Grundlagentechnologien<br />
anheizen. Außerdem nimmt das<br />
steigende Umweltbewusstsein auch<br />
auf die Logistikbranche Einfluss.<br />
Sie leistet einen wichtigen Beitrag<br />
zur europäischen Wirtschaft und ist<br />
daher gefordert, ein nachhaltiges<br />
Geschäftsmodell zu entwickeln.<br />
Um Kunden und Interessenten bei<br />
diesen herausfordernden Themen<br />
Unterstützung zu bieten, bot Toyota<br />
in einer eigenen Coaching-Zone<br />
mehrmals täglich Fachvorträge zu<br />
Zukunftsperspektiven und Nachhaltigkeit<br />
an. So legte Top-Speaker<br />
Hans Larsson, Director Strategic<br />
Innovation Toyota Material Handling<br />
Europe und Autor des Toyota-<br />
Trendreports die Sichtweise des<br />
Weltmarktführers auf die größten<br />
Chancen und Risiken der kommenden<br />
Jahre dar. Larsson zeigte im<br />
Rahmen seines Vortrags, was jeder<br />
Logistikakteur im Auge behalten<br />
sollte und gab auch Einblicke sowie<br />
praktische Tipps. Wie lässt sich<br />
der Übergang zu einem nachhaltigen<br />
Geschäftsmodell bewerkstelligen<br />
und wie die Branche auf den<br />
wachsenden Bedarf an Transparenz,<br />
Kohlenstoffreduktion sowie Kreislaufwirtschaft<br />
reagieren wird oder<br />
welche Anforderungen und Auswirkungen<br />
der Green Deal der EU mit<br />
sich bringt? Sowie die wichtigste<br />
Frage überhaupt: Wie lassen sich<br />
Nachhaltigkeit und Gewinn vereinbaren?<br />
Auf diese Themenbereiche<br />
ging Marc Maureaux, Senior Sustainability<br />
Manager Toyota Material<br />
Handling Europe, im Rahmen<br />
seiner Vorträge ein. Außerdem gab<br />
er Einblick, welche Prioritäten Toyota<br />
setzt und welche Lösungen<br />
für Kunden<br />
sowie die gesamte<br />
Wertschöpfungskette<br />
angeboten<br />
werden. Nachhaltigkeit<br />
ist<br />
für Toyota seit<br />
jeher ein zentrales Element und<br />
innerhalb der Branche ist Toyota<br />
Material Handling seit über einem<br />
Jahrzehnt Vorreiter in Sachen<br />
Nachhaltigkeit in allen Geschäftsfeldern.<br />
Das dokumentiert Toyota<br />
in der Praxis auch in seiner Funktion<br />
als Logistikpartner der Olympiade<br />
2<strong>02</strong>4. Toyota ist offizieller<br />
Unterstützer der Olympischen und<br />
Paralympischen Spiele in Paris und<br />
sorgt mit nachhaltigen Produkten<br />
und Logistiklösungen dafür, die<br />
Bestrebungen des Veranstalters -<br />
Emissionsreduktion um 50% im<br />
Vergleich zu früheren Spielen - zu<br />
unterstützen.<br />
Fazit<br />
Magister Oskar Zettl, Geschäftsführer<br />
Toyota Material Handling<br />
Austria: „Wir sind mit dem hohen<br />
Interesse der Messebesucher sehr<br />
zufrieden und sehen uns in unseren<br />
Bestrebungen für unsere Kunden<br />
intralogistische Gesamtlösungen<br />
anbieten zu wollen und können, bestätigt.<br />
Denn das kundenseitig steigende<br />
Bedürfnis einen Ansprechpartner<br />
für alle Lösungsfragen zu<br />
haben ist bereits und wird sicher<br />
aufgrund der hohen sowie auch<br />
stetig steigenden Komplexität der<br />
Thematik immer wichtiger.“<br />
Mehr unter:<br />
www.toyota-forklifts.at<br />
<strong>24</strong> <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
LOGIMAT<br />
Nachhaltigkeitsbericht: Toyota – immer einen Schritt voraus!<br />
Toyota Material Handling Europe orientiert sich in seinem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht bereits an den neuen „European Sustainability Reporting<br />
Standards“, obwohl dieser Ansatz noch nicht verpflichtend ist. Indem sich Weltmarktführer Toyota auf diese Veränderungen einlässt, erhöht das<br />
Unternehmen sein Qualitätsniveau im Hinblick auf Nachhaltigkeit in allen Geschäftsfeldern.<br />
Für seinen sechsten Nachhaltigkeitsbericht hat Toyota Material Handling Europe seinen Berichtsprozess frühzeitig an den ESRS angepasst,<br />
obwohl die neuen Standards EU-weit erst 2<strong>02</strong>6 in Kraft treten. Dieser Ansatz ermöglicht es dem Unternehmen, allfällige Lücken in seiner<br />
Nachhaltigkeitskommunikation frühzeitig zu erkennen und aktuell verfügbare Informationen offenzulegen sowie sich auf die neuen Standards<br />
vorzubereiten. Die ESRS-Standards sind ein wichtiger Bestandteil der EU-Richtlinie über die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen (CSRD)<br />
und stellen eine Reihe von EU-Compliance- und Offenlegungsanforderungen für große Unternehmen dar. „Wir haben uns dazu verpflichtet,<br />
unseren Stakeholdern gegenüber transparent über die Herausforderungen auf unserem Weg zu einem immer nachhaltigeren Unternehmen zu berichten.<br />
Das Ziel unserer Reports ist es, öffentlich Rechenschaft über die Fortschritte bei unseren Nachhaltigkeitsbestrebungen abzulegen“,<br />
sagt Dr. Ernesto Domínguez, Präsident und CEO von Toyota Material Handling Europe.<br />
Innerhalb der Material Handling Branche ist Toyota Material Handling seit über einem Jahrzehnt Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit in allen<br />
Geschäftsfeldern. Durch vorzeitige Anpassung der eigenen Berichtsstruktur 2<strong>02</strong>3 an die neue ESRS-Struktur, noch vor der schrittweisen Einführung<br />
der EU-Anforderungen, beweist Toyota einmal mehr, dass es seine Vorreiterrolle auch weiterhin einnehmen möchte. Indem Toyota seinen Fokus nicht<br />
nur auf die eigenen Tätigkeiten, sondern auch auf die Beziehungen zu Lieferanten, Subunternehmern, Kunden und anderen Interessensgruppen legt,<br />
hat Nachhaltigkeit in allen Geschäftsfeldern höchste Priorität und ist damit auch Thema des Top-Management-Teams. Zu den weiteren Höhepunkten<br />
des Berichts gehören die Einreichung von Emissionszielen im Rahmen der Science Based Targets Initiative (SBTi) sowie eine neue Diversity-,<br />
Equity- und Inclusion-Verpflichtung (DE&I) zur Schaffung eines integrativen Arbeitsplatzes und die Einrichtung eines ESG-Ausschusses (zu Deutsch:<br />
Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) zur Verbesserung der Nachhaltigkeitsstrategie und der ESG-Entscheidungsfindung des Unternehmens.<br />
„Jede Nachhaltigkeitsherausforderung ist von Natur aus funktionsübergreifend. Aus diesem Grund können wir durch die Zusammenstellung<br />
eines Teams von Direktoren aus allen Geschäftsbereichen eine breite Palette von Nachhaltigkeitsthemen wie Klimawandel, Diversität sowie<br />
Gesundheit und Sicherheit angehen. Das ESG-Komitee wird es uns ermöglichen, unser Management zu unterstützen und den Übergang zu einem<br />
nachhaltigeren Geschäft voranzutreiben“, sagt Tom Schalenbourg, Director Sustainable Development bei Toyota Material Handling Europe.<br />
VIELFACH<br />
AUSGEZEICHNET<br />
Gewinner Staatspreis<br />
Smart Packaging 2<strong>02</strong>2<br />
www.pawel.at / Tel .: +43 1 6<strong>02</strong> 13 22<br />
Wien I Graz I Skycov (SK) I Szentgotthard (HU)<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
25
LOGIMAT<br />
TRAPO – mehr als nur Lösungsanbieter<br />
Hochmotiviert trifft auf hochinteressiert: Bei der LogiMAT in Stuttgart konnte<br />
das agile TRAPO-Team einen effizienten Portalpalettierer aus der HPS-Serie<br />
attraktiv in Szene setzen – und sich an allen drei Messetagen über die zahlreichen<br />
Besuche zufriedener Kunden wie auch begeisterter Erstkontakte freuen.<br />
Das Fazit? Ein rundum gelungener Auftakt der Messe-Saison. Mit konstruktiven<br />
Gesprächen, guter Stimmung und vor allem: mit vielversprechenden Leads.<br />
Die Notwendigkeit zur Automatisierung<br />
ist allgegenwärtig.<br />
Und sie ist den<br />
Entscheidern in den verschiedensten<br />
Unternehmen sehr bewusst“, unterstreicht<br />
Enrico Pes, der als CSO<br />
(Chief Sales Officer) die strategische<br />
Entwicklung und Kundenbetreuung<br />
bei TRAPO verantwortet. „Erfreulich<br />
für uns ist dabei insbesondere“,<br />
so der Brancheninsider, „dass mehr<br />
und mehr die Bereitschaft wächst,<br />
autonome Systeme im Lager und in<br />
der Logistik insgesamt einzusetzen.“<br />
Live-Performance auf engstem<br />
Raum – mit Wow-Effekt<br />
Mit ihrem Portalpalettierer aus<br />
der HPS-Serie (High-Speed Portal<br />
System) trafen die Pioniere der Fördertechnik<br />
den Nerv der Zeit: Das<br />
starke Modell palettiert im rauen<br />
Arbeitsalltag mehr als 800 Boxen<br />
pro Stunde. Bestückt ist das Portal<br />
mit einem wartungsfreundlichen<br />
Produktlagengreifer. Dessen Aufgabe<br />
bestand in Stuttgart darin, je<br />
vier KLT-Boxen im Live-Betrieb<br />
aufzunehmen und auf Fördertechnik<br />
umzusetzen: Zwei wurden direkt<br />
auf die Rollenbahn platziert, zwei<br />
parallel gepuffert und nachfolgend<br />
abgeschoben.<br />
Produkt-Präsentation<br />
in Bestform<br />
Einig waren sich am Ende alle am<br />
Stand, dass die LogiMAT wieder<br />
einmal die perfekte Bühne zur Präsentation<br />
des eigenen Produkt- und<br />
Leistungs-Portfolios und vor allem<br />
zur Kundenpflege bot. „Neben der<br />
hohen Quantität beeindruckte uns<br />
insbesondere die Qualität der Besucher,<br />
da viele mit konkreten Vorstellungen<br />
und Investitionsvorhaben im<br />
Gepäck angereist waren“, bekräftigt<br />
Area Sales Manager Thorsten Lütke.<br />
Dass bei den durchweg intensiven<br />
Gesprächen in erster Linie die umfassende<br />
Expertise von TRAPO in<br />
Bezug auf maßgeschneiderte Fördersysteme,<br />
Robotik, Greifertechnologie<br />
sowie Palettier- und Depalettierlösungen<br />
im Vordergrund<br />
stand, verwundert angesichts der<br />
Live-Performance des präsentierten<br />
HPS-Modells kaum. Aber auch zum<br />
TLS 3600 und seinen Weiterentwicklungen<br />
verzeichnete das Sales-<br />
Team ein starkes Besucherinteresse.<br />
Maximale Effizienz und<br />
Sicherheit an der Rampe<br />
Das innovative TRAPO Ladungssystem,<br />
das erstmals 2<strong>02</strong>3 in Stuttgart<br />
vorgestellt und gleich als „Bestes<br />
Produkt der LogiMAT“ in der Kategorie<br />
„Identifikation, Verpackungsund<br />
Verladetechnik, Ladungssicherung“<br />
ausgezeichnet wurde, besitzt<br />
das Potenzial, ein echter „Top-Seller“<br />
im TRAPO-Portfolio zu werden. „In<br />
den letzten Monaten stieg die Nachfrage<br />
nach dem TLS kontinuierlich.<br />
Dies spiegelt sich auch in unserem<br />
Auftragseingang deutlich wider“,<br />
bestätigt Geschäftsführer Dr. Thomas<br />
Gutwald.<br />
Expertenteam<br />
An den TRAPO Experience Hubs<br />
informierte das Expertenteam über<br />
die neuen Features und Funktionen<br />
der autonomen LKW-Be- und Entladung,<br />
die in puncto Effizienz und<br />
Sicherheit Maßstäbe setzt: So steht<br />
die jüngste Generation des wendigen<br />
Systems nun nicht mehr nur<br />
für Koffer-LKW, sondern auch für<br />
Fahrzeuge mit Plane zur Verfügung.<br />
Zudem wurde die Be- und Entladeleistung<br />
weiter erhöht. Ein neues Lokalisierungskonzept<br />
sorgt für höhere<br />
Sicherheit im System. Und dank des<br />
überarbeiteten teleskopierbaren und<br />
tragfähigeren Hubkonzepts mit drei<br />
Hubstufen können nun drei Europaletten<br />
längs oder – durch manuelles<br />
Umhängen der äußeren Zinken –<br />
zwei Europaletten quer in einem<br />
Zug verladen werden.<br />
Die Zukunft beginnt heute<br />
Mit ausgereiften, modularen Lösungen,<br />
innovativer Technologie<br />
und umfassender Automatisierungskompetenz<br />
ist TRAPO heute mehr<br />
denn je ein starker Partner für Unternehmen,<br />
die Produktion und Intralogistik<br />
optimieren wollen. Das<br />
perfekte Zusammenspiel aller Systemkomponenten<br />
ist dabei Garant<br />
für maximale Effizienz und Zuverlässigkeit,<br />
die hohe Fertigungstiefe<br />
die Basis für beste Qualität. Für die<br />
kommenden Jahre sieht CSO Enrico<br />
Pes das Unternehmen gut gerüstet<br />
– nicht zuletzt auch wegen seines<br />
hochmotivierten Sales-Teams: „Die<br />
Zukunft entscheidet sich nicht nur<br />
durch exzellente Technik und Qualität,<br />
sondern vor allem auch durch<br />
den Menschen. Wer kompromisslosen<br />
Service in einem dynamischen<br />
Markt bietet, für seine Produkte<br />
brennt und auch Visionen realisieren<br />
kann, wird Kunden dauerhaft oder<br />
immer wieder auf`s Neue begeistern<br />
– und mit ihnen gemeinsam wachsen.“<br />
Mehr unter:<br />
www.trapogroup.com<br />
26 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Impressionen<br />
vom Messestand
Die nestbare Mehrwegpalette<br />
aus 100% Recyclingkunststoff<br />
LOGIMAT<br />
Der Transport- und Lagertechnikspezialist KIGA GmbH aus Südwestfalen<br />
stellt ein neues Produkt vor. Die Kunststoffpalette KIGAnesto trägt eine ihrer<br />
Besonderheiten bereits im Namen: Nestbar im Leertransport spart die Palette<br />
viel Platz und lässt sich dank integrierter Stapelhilfe einfach aus dem Palettenstapel<br />
abheben.<br />
Die KIGAnesto ist aus<br />
100% recyceltem Kunststoff<br />
gefertigt und mit 7<br />
bzw. 8kg bewusst schwerer und<br />
deutlich robuster als viele Wettbewerbsprodukte,<br />
um der Philosophie<br />
eines nachhaltigen Mehrwegeinsatzes<br />
gerecht zu werden.<br />
Clever mitgedacht<br />
Clever mitgedacht wurde auch<br />
bei der weiteren Konstruktion<br />
der Palette: Vertiefungen am Seitenrand<br />
für Bänderungen, Befestigungshilfen<br />
für Folien sowie<br />
optionale Anti-Rutsch-Kanten<br />
ermöglichen effiziente Transportund<br />
Lagerprozesse. Die Stapelpalette<br />
ist mit durchbrochenem oder<br />
mit geschlossenem Deck erhältlich<br />
und somit vielfältig, branchenübergreifend<br />
einsetzbar.<br />
Foto: KIGA<br />
Großes Potential<br />
Mit diesem Neuprodukt präsentiert<br />
die KIGA GmbH ein weiteres<br />
nachhaltiges Produkt für die<br />
Transport- und Lagertechnik und<br />
zeigt, dass gerade im Kunststoffbereich<br />
großes Potenzial für einen<br />
ressourcenschonenden Einsatz der<br />
Materialien besteht.<br />
NESTO-Box<br />
Ergänzt wird die KIGAnesto<br />
durch die passende NESTO-Box<br />
zur Aufbewahrung diverser Güter<br />
auf der Palette. Das Besondere<br />
hierbei: Die Box lässt sich im<br />
Leertransport passgenau zusammenfalten<br />
und im System sicher<br />
aufeinanderstapeln.<br />
Mehr unter: www.kiga<br />
Platzsparend,<br />
nachhaltig,<br />
und robust.<br />
Geschäftsführer Christoph Kiendl präsentierte den<br />
Besuchern der LogiMAT die neue KIGAnesto<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
27
LOGIMAT<br />
Nachhaltige Kennzeichnungslösungen<br />
HERMA präsentierte auf der Logimat Etikettenlösungen für zentralen Herausforderungen<br />
der Zero Waste-Hierarchie, von Reduce über Reuse und Recycle<br />
bis Recover. Im Fokus standen das trägerbandlose InNo-Liner System, aber<br />
auch die Thin Range mit reduziertem Materialeinsatz sowie Wash-off und<br />
kompostierbare Etiketten. Nachhaltige Aspekte spielen auch immer stärker eine<br />
Rolle beim Etikettierer HERMA 500 sowie bei den Druck & Etikettiersystemen<br />
PA4 und PA6.<br />
Reduce, Reuse, Recycle,<br />
Recover: Wer sich an den<br />
vier zentralen „Rs“ der<br />
Zero Waste-Abfallhierarchie orientiert,<br />
leistet eine ganze Menge<br />
in Sachen Nachhaltigkeit. Was<br />
Etiketten bereits heute auf allen<br />
Ebenen dieser Hierarchie beitragen<br />
können, bildete einen Schwerpunkt<br />
von HERMA auf der Logimat 2<strong>02</strong>4.<br />
So zeigte der Spezialist für Verpackungs-<br />
und Produktkennzeichnung<br />
hier das gesamte Spektrum der sogenannten<br />
Thin Range. Das sind besonders<br />
leichtgewichtige Etiketten,<br />
die nicht nur Ressourcen, sondern<br />
auch Kosten sparen. Eine Vielzahl<br />
an Papier- und Folienetikettentypen<br />
decken die gängigsten Kennzeichnungsanwendungen<br />
ab.<br />
28 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Versand- und Logistiketiketten ohne Trägerband: Das<br />
HERMA InNo-Liner System spart nicht nur jede Menge<br />
Abfall, sondern reduziert auch den CO2-Fußabdruck eines<br />
Etiketts um etwa 45 Prozent. Auf der Logimat war es live zu erleben.<br />
Ausreden gelten nicht mehr<br />
„Ausreden gelten damit nicht<br />
mehr. Denn die materialreduzierten<br />
und damit nachhaltigeren Varianten<br />
der Thin Range bieten für die<br />
meisten Praxisfälle praktisch den<br />
gleichen funktionalen Nutzen wie<br />
die dickeren Varianten“, sagt Thomas<br />
Riedl, Vertrieb Etiketten Industrie.<br />
Drastisch reduzieren lassen<br />
sich Ressourcen auch mit dem auf<br />
der Logimat präsentierten HERMA<br />
InNo-Liner System. Dessen Etiketten<br />
sparen gleich das komplette<br />
Unterlagenmaterial, das Trägerband,<br />
ein. Zum Beispiel in Logistik- und<br />
Versandzentren eingesetzt, bedeutet<br />
das drastisch reduzierte Abfallmengen<br />
– und einen um etwa 45 Prozent<br />
geringeren CO 2 -Fußabdruck gegenüber<br />
konventionellen Etiketten. Da<br />
die InNo-Liner Etiketten gleichzeitig<br />
silikonfrei sind, ermöglichen<br />
sie vielfältige Druckoptionen. Für<br />
die Aspekte „Re-Use“ und „Recycle“<br />
präsentiert HERMA zudem<br />
unter anderem neueste Wash-off<br />
Lösungen für Etiketten, z. B. für<br />
immer wiederkehrende Kennzeichnung<br />
von Mehrwegbehältern oder<br />
für den Einsatz auf Plastikflaschen<br />
und -behältern, aus denen wieder<br />
sauberes Rezyklat gewonnen werden<br />
soll. Verpackungsmaterialien<br />
zumindest wieder einer sinnvollen<br />
Verwendung zuzuführen („Recover“)<br />
ist das Ziel von Kompostierbarkeit.<br />
Dafür zeigt HERMA Etiketten,<br />
die sowohl für die Garten- als<br />
auch die industrielle Kompostierung<br />
zertifiziert sind.<br />
Upgrades für<br />
Etikettierer per Knopfdruck<br />
Auch für die HERMA Etikettierer<br />
bekommt Nachhaltigkeit einen immer<br />
höheren Stellenwert. So lassen<br />
sich beim HERMA 500 Geschwindigkeits-<br />
oder Funktionsupgrades<br />
einfach per Code freischalten. Einen<br />
kompletten Austausch des<br />
Etikettierers kann man sich damit<br />
sparen. Speziell für Logistikanwendungen<br />
kann er auch nachträglich<br />
für den Druck von variablen Daten<br />
problemlos mit einem gängigen<br />
Thermotransferdrucker ausgerüstet<br />
werden. Dank modernster Schnittstellen<br />
ist er zudem bestens vorbe-<br />
Schwierige Oberfläche? Spezielle HERMA Etiketten<br />
sorgen dafür, dass jede Holzpalette eindeutig<br />
identifizierbar bleibt – effizient, zuverlässig und eindeutig.<br />
Fotos: Herma<br />
reitet auf Industrie 4.0-Anforderungen.<br />
Das macht ihn besonders investitionssicher<br />
– und erfüllt damit<br />
ebenfalls eine besondere Form von<br />
ressourcenschonender Nachhaltigkeit.<br />
P4 und P6<br />
Ähnliches gilt für die HERMA<br />
Druck & Etikettiersysteme PA4<br />
und PA6. Die dabei eingesetzten<br />
Komponenten wie Druckwerk,<br />
Spendeeinheit und Winder lassen<br />
sich in beliebiger Ausrichtung positionieren<br />
und bieten viele Möglichkeiten<br />
der Integration in bestehende<br />
Produktionslinien. Die bewährten<br />
Standardkomponenten des modularen<br />
HERMA Systems, die auch in<br />
Highperformance-Etikettieranlagen<br />
eingesetzt werden, garantieren ein<br />
zuverlässiges Applizieren der Etiketten<br />
und bei Bedarf einen unkomplizierten<br />
Umbau, ohne dass eine<br />
Neuinvestition fällig wird.<br />
Wie jede Palette<br />
eindeutig identifizierbar bleibt<br />
Dass HERMA als ein führender<br />
Spezialist für Verpackungs- und<br />
Produktkennzeichnung eine Antwort<br />
auf jede Herausforderung findet,<br />
gilt auch für die Etikettierung<br />
von Holzpaletten. Diese spielen<br />
gerade in der Intralogistik nach<br />
wie vor eine große Rolle. Doch<br />
sägeraues Holz hat eine anerkannt<br />
schwierige Oberfläche. Deshalb<br />
hat HERMA Etiketten mit einem<br />
besonders starken Haftkleber und<br />
hohem Klebstoffauftrag entwickelt.<br />
Beides stellt sicher, dass sich genügend<br />
Verbindungen zwischen der<br />
unebenen Oberfläche der Holzpalette<br />
und der Klebstoffschicht des<br />
Etiketts bilden können – und ermöglicht<br />
damit die permanent zuverlässige<br />
Etikettierung des Palettenfußes<br />
direkt auf der Holzoberfläche<br />
der Paletten, ohne zusätzliche<br />
Befestigung.<br />
Mehr unter:<br />
www.herma-etikettierer.at
LOGIMAT<br />
Parcel Pack<br />
optimiert die Logistik<br />
Lantech präsentierte auf der Messe LogiMAT<br />
erstmals seine neu entwickelte Lösung für die<br />
Trayverpackung. Das vollautomatische System<br />
Parcel Pack produziert verdeckelte Trays im<br />
Briefkastenformat. E-Commerce-Händler und<br />
Fulfillment-Dienstleister profitieren von einer<br />
effizienten Paketlogistik.<br />
Die PROPAK-<br />
Industrie ...<br />
... bietet<br />
Jobs ohne<br />
Grenzen<br />
GLOBAL<br />
FOOTPRINT<br />
→ Von der Lehre zum Masterstudium<br />
→ Von der Region zur<br />
internationalen Karriere<br />
→ Von einer Vielzahl an Ausbildungsmöglichkeiten<br />
zu bereichsübergreifender<br />
Weiterbildung<br />
Das neue System Parcel Pack ermöglicht<br />
eine effiziente Paketlogistik. (© Lantech)<br />
DIGITAL FOOTPRINT<br />
→ Mit multifunktionalen Produkten<br />
→ Mit intelligenten und<br />
individuellen Lösungen für die<br />
Global Supply Chains<br />
→ Mit Innovation, Kreativität und<br />
Smartness<br />
... ist immer<br />
einen Schritt<br />
voraus<br />
Trays erfüllen eine Doppelfunktion.<br />
Als stabile<br />
Transportverpackungen im<br />
Briefkastenformat sparen sie Versandkosten.<br />
Darüber hinaus nutzt<br />
der Einzelhandel die Kartons zur<br />
Präsentation mehrerer Produkte<br />
in Primärverpackungen am Point<br />
of Sale (POS). Lantech bietet jetzt<br />
das neue System Parcel Pack für<br />
die vollautomatische Fertigung<br />
von Trays an.<br />
Trayaufrichter und -verdeckler<br />
Die Anlage kombiniert den Trayaufrichter<br />
TE Parcel sowie den<br />
Trayverdeckler LA Parcel und<br />
erreicht einen Ausstoß von bis zu<br />
1000 Verpackungen pro Stunde.<br />
Anwender profitieren von großer<br />
Flexibilität bei den Formaten und<br />
können Trays mit Abmessungen<br />
zwischen 165 mm x 115 mm x<br />
20 mm und 400 mm x 300 mm x<br />
100 mm herstellen. Die Schalen<br />
und auch ihre Deckel sind absolut<br />
rechtwinklig.<br />
Sehr kompakte Konstruktion<br />
Sowohl der Trayaufrichter als<br />
auch der Trayverdeckler sind im<br />
Vergleich zu herkömmlichen Maschinen<br />
sehr kompakt konstruiert<br />
und benötigen daher nur wenig<br />
Aufstellfläche. Weitere Merkmale<br />
sind das vollständig geschlossene<br />
Design und die ergonomischen Zuschnittmagazine.<br />
Die Bedienung<br />
ist einfach und Formatwechsel<br />
lassen sich blitzschnell erledigen.<br />
Beide Maschinen sind auch einzeln<br />
erhältlich.<br />
Lantech<br />
Der Verpackungsmaschinenbauer<br />
Lantech gehört zu den weltweit<br />
führenden Unternehmen bei<br />
Stretchwicklern sowie bei robusten<br />
und effizienten Karton- und Tray-<br />
Handling-Maschinen. Das 1972<br />
gegründete US-amerikanische Familienunternehmen<br />
entwickelte<br />
die erste rotierende Stretchwickleranlage<br />
der Welt und hat diese<br />
Technologie seitdem kontinuierlich<br />
optimiert. Heute beschäftigt<br />
Lantech rund 750 Mitarbeiter. Der<br />
Europasitz befindet sich in Malden,<br />
Niederlande.<br />
Mehr unter:<br />
www.lantech.com<br />
... übernimmt<br />
Vorreiterrolle<br />
in der<br />
Nachhaltigkeit<br />
... und bietet ein<br />
innovatives<br />
und spannendes<br />
Arbeitsumfeld<br />
für die Zukunft!<br />
Weitere Informationen<br />
unter www.propak.at<br />
GREEN<br />
FOOTPRINT<br />
→ Dank 25-facher Rezyklierbarkeit<br />
der Papierfaser<br />
→ Dank umweltgerechter, emissionsarmer<br />
Produktionstechnologien<br />
→ Dank höchster Sammlungsund<br />
Verwertungsquoten<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
29
DISPLAYS<br />
Der professionelle Produktionspartner<br />
Die 1991 gegründete Firma eclipse, startete in Prag mit großformatigen<br />
Digitaldrucktechnologien für Anwendungen im Outdoorbereich. Heute produziert<br />
das Unternehmen in vier strategisch gut positionierten Produktionsstandorten<br />
Displays und eine Vielzahl an großformatigen Werbemitteln. eclipse<br />
verfolgt bei seiner Entwicklung den Weg hin zu mehr Unabhängigkeit, zu mehr<br />
Flexibilität und Transparenz. Zum Erfolg des Unternehmens tragen auch die<br />
hauseigenen Entwicklungsabteilungen in den Produktionswerken und in Wien<br />
(für die DACH-Regeion) bei. Zu den aktuellen Investitionen (2<strong>02</strong>3) gehört<br />
eine digitale Single-Pass-Druckmaschine Efi Nozomi 18000+.<br />
Mit der Investition in den<br />
Maschinenpark bieten<br />
die POS-Profis ihren<br />
Kunden einen noch umfassenderen<br />
Service, der zukunftsorientiert<br />
ist. „In unseren vier europäischen<br />
Produktionsstandorten verfügten<br />
wir bereits vor der Efi Nozomi über<br />
mannigfaltige Herstellungsmöglichkeiten.<br />
Schon zeitig haben wir auf<br />
den Digitaldruck gesetzt. So produzieren<br />
wir schon länger mit Durst<br />
1312, Durst 1000, Durst P5 350 oder<br />
der HP Latex R1000. Große Mengen<br />
werden wir nun entweder digital<br />
auf der neuen Single-Pass-Maschine,<br />
oder wie bisher im Bogenoffset, bei<br />
uns übrigens bis zu einem Format<br />
von 149 mal 205 Zentimeter möglich,<br />
herstellen“, erklärt Bernhard<br />
Müller, Geschäftsführer von eclipse<br />
in Wien, das den Vertrieb des Unternehmens<br />
in der gesamten DACH-<br />
Region verantwortet. „Das Großartige<br />
an der Efi Nozomi 18000+ ist,<br />
dass sie perfekt in unser Portfolio,<br />
unsere Marktausrichtung, sowie generell<br />
zu den Trends auf den Märkten<br />
passt. Mit einer Druckgeschwindigkeit<br />
von bis zu 75 Laufmetern<br />
pro Minute bei 180 Zentimetern<br />
Druckbreite, erreicht sie ein Maß<br />
an Produktivität, das wir bislang nur<br />
aus dem Bogenoffsetdruck kannten“,<br />
so Müller, der selbst seit 25 Jahren<br />
maßgeblich am Erfolg des Unternehmens<br />
beteiligt ist.<br />
Blick in die Produktionshalle in Prag<br />
Nachhaltigkeit<br />
Durch den Direktdruck mit LED-<br />
Tinten auf Wellpappe entfallen, bei<br />
ähnlicher Druckgeschwindigkeit<br />
und Qualität wie im Bogenoffset,<br />
kosten- und zeitintensive Produkti-<br />
onsschritte, wie beispielsweise die<br />
Druckplattenbelichtung oder das<br />
Kaschieren der Druckbögen auf<br />
Wellpappe. Der ökologische Fußabdruck<br />
wird dadurch auf ein Minimum<br />
reduziert. „Wir können damit<br />
sofort nach dem Direktdruck mit<br />
nachgelagerten Prozessen, wie dem<br />
Stanzen beginnen, ohne Wartezeiten.<br />
(Der Direktdruck auf Platten<br />
verringert die Feuchtigkeitsschwan-<br />
Vom Filmplakat inklusive Gestänge ... über die hauseigene Stanzenproduktion ... bis hin zum fertigen Display ... Blick in die Produktion.<br />
30 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
für große Werbung<br />
Zu den aktuellen Trends gehört auch der Anstieg im<br />
Bereich der Permanentdisplays (vorwiegend aus Holz)<br />
kungen beim Kleben und anschließenden<br />
Trocknen. Die Platten bleiben<br />
flach und stabil, während die<br />
Produktion keinen mehrtägigen<br />
Trocknungsprozess erfordert.) Das<br />
steigert die Effizienz und Flexibilität.<br />
Der schlanke Workflow bringt<br />
massive Vorteile hinsichtlich Ressourceneinsatz<br />
und Nachhaltigkeit“,<br />
freut sich Müller. Die eingesetzten<br />
Tinten erfüllen die Kriterien der<br />
OCC-Zertifizierung an Recycling-<br />
fähigkeit und Repulpierbarkeit, sie<br />
entsprechen dem Greenguard Gold<br />
Standard.<br />
Unabhängigkeit<br />
eclipse verfolgt seit Jahren den<br />
Weg hin zu mehr Unabhängigkeit,<br />
zu mehr Flexibilität und Transparenz.<br />
„Der gesamte Workflow, beginnend<br />
bei der Displayentwicklung<br />
bis hin zur Serienproduktion,<br />
wird intern umgesetzt. Für den Displayauftrag<br />
auf Format produzierte<br />
Wellpappebögen auf der hauseigenen<br />
Wellpappenanlage gehört hier<br />
ebenso dazu wie die Herstellung<br />
der Stanzen oder die diversen Möglichkeiten<br />
in der Konfektionierung.<br />
Selbst Webeplakatleisten werden<br />
selbst produziert. Im Rückblick hat<br />
sich dieser Ansatz gerade in den<br />
letzten Jahren wo es international<br />
Lieferschwierigkeiten gab, mehr<br />
als bewährt.<br />
Die Agentur EVENTBOX MFZE hat eine kultige Harry-Potter-<br />
Szene im größten Einkaufszentrum von Prag errichtet. Es wurden<br />
mehr als 3000 Quadratmeter verschiedener Materialien<br />
angewendet, die von Eclipse Print bedruckt wurden.<br />
Wellpappe. Das bringt neue Möglichkeiten<br />
im Designbereich. Permanentdisplays<br />
aus Holz gewähren<br />
zusätzlich eine längere Einsetzbarkeit<br />
und noch höhere Traglasten<br />
sind realisierbar.“<br />
Fazit<br />
In den vergangenen Jahrzehnten<br />
entwickelte sich eclipse zu einem<br />
international führenden Hersteller<br />
im Großformatdruck mit rund 250<br />
Mitarbeitern. Der Anspruch ist es,<br />
die stetig wachsenden Anforderungen<br />
des grafischen Werbemarktes<br />
nicht nur zu erfüllen, sondern mit<br />
Innovation und Investition aktiv<br />
mitzugestalten und gleichzeitig zu<br />
formen. „Unser stets lösungsorientierter,<br />
innovativer und effizienter<br />
Service unterstützt unsere Kunden<br />
ab der ersten Idee beim Design,<br />
inklusive 3D-Rendering und Prototypenbau,<br />
bei der Produktion auf<br />
modernsten XXL-Maschinen bis<br />
zur Konfektionierung und Logistik,<br />
und bietet durch die komplette Eigenabwicklung<br />
bestmögliche Kontrolle.<br />
Zur Kontrolle gehört auch<br />
das Überprüfen der Farbgenauigkeit<br />
auf Einhaltung von Industriestandards<br />
wie ISO und GRACoL<br />
(G7).“ erklärt abschließend Müller.<br />
Mehr unter:<br />
www.eclipse-print.at<br />
farbenfrohe Musterdrucke<br />
Trends<br />
Zu den aktuellen Trends gehört<br />
auch der Anstieg im Bereich der<br />
Permanentdisplays (vorwiegend<br />
aus Holz). „Wir produzieren schon<br />
lange Displays auch mit verschiedenen<br />
Materialien und nicht nur aus<br />
Sonderlösungen<br />
Bernhard Müller<br />
beim Firmenrundgang<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
31
DRUPA<br />
FOLD IT. GLUE IT. LOVE IT.<br />
Vom 28. Mai bis zum 7. Juni 2<strong>02</strong>4 präsentiert Robatech auf der drupa in<br />
Düsseldorf mit PerfectFold ein neues System, das das Falzen von Well-<br />
pappe effizienter und präziser macht. Zu den weiteren Highlights zählen<br />
Klebstoff-Auftragsköpfe für Haftklebeverschlüsse und Aufreissfäden im<br />
Bereich E-Commerce und ein Flächenkopf für das Verkleben von Papier-<br />
tragetaschen mit Kaltleim.<br />
Vom Start weg gab es interessante Gespräche<br />
Der Flüssigkeitsriller PerfectFold,<br />
den die Besucher<br />
auf der drupa live erleben<br />
können, ist so genial wie einfach.<br />
Das System trägt eine Rillflüssigkeit<br />
auf die Falzlinien eines Wellkartons<br />
auf, so dass die Zuschnitte<br />
präzise und mit geringem Kraftaufwand<br />
gefalzt werden können. Falzbrüche<br />
sowie unregelmässige Gaps<br />
und Fishtailing gehören damit der<br />
Vergangenheit an. Mit PerfectFold<br />
gerillte Wellkartons liefern exakte<br />
Innenmasse, so dass Einschübe ohne<br />
Probleme in Faltkartons eingepasst<br />
werden können. Für den Flüssigkeitsauftrag<br />
setzt Robatech die bewährten<br />
Auftragsköpfe vom Typ<br />
Sempre 30 ein. Die Rillflüssigkeit<br />
SpeedUp, die keine Spuren auf dem<br />
Wellkarton hinterlässt, wurde eigens<br />
für PerfectFold entwickelt.<br />
Elektrische Auftragsköpfe<br />
Die weiteren Attraktionen auf dem<br />
Stand von Robatech sind die beiden<br />
elektrischen Auftragsköpfe Vivo<br />
18 und Presto. Der platzsparende<br />
Heissleim-Flächenkopf Vivo 18<br />
zeichnet sich durch einen gleichmässigen,<br />
exakten Klebstoffauftrag<br />
aus, mit dem flexibel Haftklebeverschlüsse<br />
oder Aufreissfäden auf E-<br />
Commerce-Versandverpackungen<br />
appliziert werden können. Der Kaltleim-Flächenkopf<br />
Presto steht für<br />
einen hochwertigen Flächenauftrag<br />
mit präzisem Start und exaktem Abriss.<br />
Ideal für Anwendungen wie die<br />
saubere Verklebung von Fenstercouverts<br />
oder Papiertragetaschen.<br />
Mehr während der drupa:<br />
Halle 12 | Stand C10 oder vorab:<br />
go.robatech.com/de/drupa<br />
Fotos: Robatech<br />
32 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
drupa - Neues Sonderforum<br />
Als zentrales, anbieterunabhängiges Forum der drupa 2<strong>02</strong>4 thematisiert der neue<br />
Touchpoint Sustainability (tps) vom 28. Mai bis 7. Juni erstmals ganzheitlich die<br />
Rolle der Druck- und Papierindustrie im Rahmen der globalen Nachhaltigkeits-<br />
Transformation. Hier hat die Branche bereits viel erreicht, was aber oft nicht so<br />
wahrgenommen wird.<br />
Rund 30 Aussteller präsentieren<br />
wegweisende Best-<br />
Practice-Beispiele aus allen<br />
Teilen der Wertschöpfungskette,<br />
zum Teil mit mehreren Exponaten.<br />
Sie bieten damit sowohl einen Überblick<br />
über den Status quo als auch<br />
attraktive Zukunftsperspektiven.<br />
Ausgerichtet und gestaltet wird der<br />
mehr als 400m² große Stand, der<br />
Dialogplattform und Showroom zugleich<br />
ist, vom VDMA Fachverband<br />
Druck- und Papiertechnik.<br />
Bestandteil unserer Welt<br />
Druck und Papier sind wichtige<br />
Bestandteile unserer Welt: Bei der<br />
Produktion kommen zahlreiche anspruchsvolle<br />
Technologien aus dem<br />
Maschinen- und Anlagenbau zum<br />
Einsatz. Diese sind vor allem auch<br />
Garanten für Qualität und Prozesssicherheit<br />
in der Produktion – und<br />
für Nachhaltigkeit. Digitalisierung<br />
und Künstliche Intelligenz spielen<br />
dabei eine Schlüsselrolle, nicht nur<br />
im Hinblick auf den Transformationsprozess<br />
in der Branche, sondern<br />
auch für Skaleneffekte. Das macht<br />
sie besonders relevant für zentrale<br />
Ziele wie höhere Energieeffizienz<br />
und stärkere Abfallvermeidung.<br />
drupa<br />
„Die drupa ist die globale Leitmesse<br />
der Branche. Als Plattform<br />
für Austausch, Diskussion und<br />
Wissenstransfer ist sie der definitive<br />
Ort, um sich über Fragen wie<br />
die Auswirkungen von Nachhaltigkeit,<br />
Digitalisierung und technologischer<br />
Innovation auf die Zukunft<br />
der Druck- und Papierindustrie zu<br />
informieren. Dabei sind ausstellerübergreifende<br />
Foren wie der Touchpoint<br />
Sustainability ganz besondere<br />
Anlaufpunkte“, beschreibt Dr. Andreas<br />
Pleßke, Vorstandsvorsitzender<br />
und CEO von Koenig & Bauer und<br />
drupa-Präsident, die Bedeutung der<br />
Messe und des Touchpoint Sustainability.Im<br />
Rahmen des Sonderforums<br />
zeigen unterschiedlichste Stakeholder<br />
wie Hersteller, Wissenschaftler<br />
und Wissenschaftlerinnen oder auch<br />
Brand Owner gemeinsam, wie die<br />
Transformation durch den Einsatz<br />
zukunftsfähiger Technologien branchenweit<br />
gelingen kann. Das Spektrum<br />
der beteiligten Unternehmen in<br />
der Ausstellung und im Bühnenprogramm<br />
reicht dabei von Branchengrößen<br />
bis hin zu spezialisierten<br />
Start-ups.<br />
Mehr unter: www.drupa.de<br />
GO DIGITAL<br />
TO IDENTIFY THE REAL<br />
Die Produkte und Leistungen von Securikett®<br />
zeichnen sich durch ein maßgeschneidertes und<br />
vielschichtiges Sicherheitskonzept aus.<br />
Securikett® bietet nicht nur einen eindeutigen<br />
Herkunftsnachweis der Waren, sondern gleichzeitig<br />
einen Manipulationsnachweis, schnelle und<br />
eindeutige Authentifizierung, sowie Rückverfolgbarkeit<br />
aus einer Hand.<br />
15.05. - 17.05.2<strong>02</strong>4<br />
IACC | Orlando, FL, USA<br />
13.06. - 14.06.2<strong>02</strong>4<br />
InnoPack | Mumbai, IN<br />
19.05. - 22.05.2<strong>02</strong>4<br />
INTA | Atlanta, GA, USA<br />
<strong>24</strong>.09. - 26.09.2<strong>02</strong>4<br />
Fachpack | Nürnberg, DE<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
33
GETRÄNKEVERPACKUNG<br />
Mit Ultraschall Ablagerungen in<br />
Mit Ultraschall lassen sich Ablagerungen – beispielsweise in Flaschenreinigungsmaschinen<br />
– deutlich reduzieren, Reinigungsintervalle verlängern und<br />
Stillstandszeiten verkürzen, von Energie- und Ressourceneinsparungen ganz zu<br />
schweigen. Der deutsche Mineralbrunnen Staatlich Bad Meinberger nutzt das<br />
einfache Verfahren in der Praxis – und ist begeistert.<br />
Wir zählen zu den Vorreitern<br />
in puncto Nachhaltigkeit<br />
und Ressour-<br />
„<br />
ceneffizienz“, erklärt Robert Mühlenweg,<br />
Betriebsleiter der Technik<br />
und Logistik bei dem Getränkehersteller.<br />
„Deshalb besuchen Branchenkollegen<br />
uns gerne und schauen<br />
sich an, wie wir unseren Wasserund<br />
Energieverbrauch reduzieren.“<br />
Als mittelständischer Abfüller sei<br />
es wichtig, mit der Zeit zu gehen,<br />
findet er. Und nicht nur das: „Indem<br />
wir an unsere Grenzen gehen,<br />
sorgen wir in unserer Industrie<br />
gelegentlich für ein gewisses Aufsehen.“<br />
Wenn er und sein Kollege<br />
Jannis Maas, der bei BAD MEIN-<br />
BERGER als Betriebsleiter für die<br />
Produktion und Versorgung zuständig<br />
ist, über die Senkung des<br />
CO 2 -Ausstoßes sprechen, dann<br />
meinen sie echte Klimaneutralität<br />
und nicht Kompensation durch den<br />
Kauf von Zertifikaten. Aufgrund<br />
dieser Haltung und den daraus resultierenden<br />
Erfolgen genießen die<br />
beiden innerhalb der Geschäftsführung<br />
hohes Vertrauen und viele<br />
Freiheiten, so Maas: „Um die verschiedenen<br />
Verbrauchswerte weiter<br />
zu verbessern, probieren wir oft<br />
Neues und manchmal Experimentelles<br />
aus.“<br />
„In puncto Ressourceneffizienz und Energieeinsparung zählen wir seit<br />
Jahren zu den Pionieren unserer Branche“, sagt Volker Schlingmann,<br />
Sprecher der Geschäftsführung/Technik/Vertrieb, Staatlich Bad Meinberger<br />
Mineralbrunnen Vorsitzender des Technik-Ausschusses<br />
im Verband Deutscher Mineralbrunnenbetriebe (VDM).<br />
Lange<br />
Technologiepartnerschaft<br />
Einen solchen neuen Pfad hat man<br />
im März 2<strong>02</strong>2 gemeinsam mit KHS<br />
beschritten – übrigens nicht zum<br />
ersten Mal, verbindet den Mineralbrunnen<br />
mit dem Dortmunder Systemanbieter<br />
doch eine lange Technologiepartnerschaft.<br />
Immer wieder<br />
bietet sich der Abfüller für den nahegelegenen<br />
Maschinen- und Anlagenbauer<br />
als verlängerte Werkbank<br />
und Pilotkunde an, um Neu- und<br />
Weiterentwicklungen unter realen<br />
Bedingungen zu testen und gegebenenfalls<br />
Feinjustierungen vorzunehmen.<br />
Vom Schiffsbau<br />
in die Getränkeindustrie<br />
Dieses Mal handelte es sich jedoch<br />
nicht um eine neue Technologie,<br />
sondern um ein Verfahren,<br />
dass bereits in einem komplett anderen<br />
Bereich, dem Schiffsbau, seit<br />
Jahren bewährt ist und nun auf die<br />
Getränkeindustrie übertragen wird:<br />
KHS HASYTEC Dynamic Biofilm<br />
Protection ist ein einfaches Plugand-Produce-Produkt,<br />
bei dem<br />
Ultraschall-Aktoren an bestimmten<br />
Maschinenkomponenten die darin<br />
befindliche Flüssigkeit in minimale<br />
Schwingungen versetzen. Aktuell<br />
steht das System sowohl für<br />
Reinigungsmaschinen als auch für<br />
Pasteure zur Verfügung – sei es für<br />
Neumaschinen oder auch als Umbau<br />
für bestehende Anlagen.<br />
Früher ist es<br />
zu Versteinung gekommen<br />
Bei BAD MEINBERGER verringert<br />
Dynamic Biofilm Protection<br />
zum Beispiel in den Spritzrohren<br />
der KHS-Reinigungsmaschine Innoclean<br />
EE die Ablagerung von Biofilm,<br />
Kalk und Fasermaterial von<br />
Papieretiketten. Ohne das System<br />
ist es in der Vergangenheit immer<br />
wieder zu einer Versteinung gekommen,<br />
deren Entfernung mit erheblichem<br />
Aufwand verbunden war.<br />
„Gerade die Kombination aus Papier<br />
und Kalk hat uns vor eine echte Herausforderung<br />
gestellt“, sagt Maas.<br />
„Da mussten unsere Kollegen häufig<br />
mit dem Meißel ran.“<br />
1 2 3 4<br />
34 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
1) Bei BAD MEINBERGER ist das Dynamic Biofilm Protection System derzeit mit 2 Steuereinheiten und 12 Ultraschall-Aktoren in Betrieb. 2) Dank<br />
des Dynamic Biofilm Protection Systems musste in diesem Jahr bisher nicht eine einzige Säuerung durchgeführt werden. 3) In der bereits 20 Jahre<br />
im Einsatz befindlichen KHS-Reinigungsmaschine Innoclean EE werden seit 2<strong>02</strong>0 sowohl Mehrweg-PET- als auch Glasflaschen gewaschen.<br />
4)Mit der Senkung des CO2-Ausstoßes verfolgt der Mineralbrunnen echte Klimaneutralität – nicht Kompensation durch den Kauf von Zertifikaten.<br />
Fotos: Frank Reinhold
Maschinen reduzieren<br />
Mit dem Resultat sehr zufrieden: Jannis Maas, BAD MEINBERGER,<br />
Kathrin Gareis, KHS (Service), Robert Mühlenweg, BAD<br />
MEINBERGER, Dirk Dünnhaupt, KHS (Vertrieb).<br />
Ultraschall statt Kraftakt<br />
Anstrengend bei der Reinigung<br />
von Maschinenteilen ist nicht nur<br />
die zeitraubende körperliche Arbeit.<br />
Gerade in der Hochsaison, wenn der<br />
Betrieb an seiner Kapazitätsgrenze<br />
läuft, bereitet außerdem die Suche<br />
nach dem richtigen Zeitpunkt für<br />
ein Reinigungsintervall Kopfzerbrechen:<br />
„Vor der Installation der<br />
Ultraschallwandler musste die Maschine<br />
spätestens alle zwei Monate<br />
auf ihren Versteinungsgrad hin<br />
überprüft, gesäuert und teilweise<br />
auseinandergebaut werden, um die<br />
entstandenen Ablagerungen zu entfernen.<br />
Das hat einen ganzen Tag<br />
gedauert, den man in der Produktionsplanung<br />
blocken oder auf das<br />
Wochenende schieben musste. Und<br />
auch wenn das Team grundsätzlich<br />
motiviert ist, in der Hochsaison<br />
auch mal eine Samstags- oder<br />
Sonntagsschicht zu leisten, wenn es<br />
nötig ist, reißt sich verständlicherweise<br />
niemand um diese anstrengende<br />
und unproduktive Arbeit“,<br />
betont Maas.<br />
Einsatz in riesigen<br />
Containerschiffen überzeugte<br />
Seit rund 18 Monaten ist das Dynamic<br />
Biofilm Protection System<br />
bei BAD MEINBERGER mit 2<br />
Steuereinheiten und 12 Ultraschall-<br />
Aktoren nun in Betrieb. „Zum Einsatz<br />
des Systems hat uns vor allem<br />
das Vertrauen in KHS bewogen“,<br />
erinnert sich Mühlenweg. „Und<br />
natürlich hat uns die Tatsache überzeugt,<br />
dass das Verfahren selbst bei<br />
riesigen Containerschiffen bereits<br />
viele Jahren lang problemlos angewendet<br />
wird.“ Der Grund dafür ist<br />
leicht nachzuvollziehen: Anstelle<br />
einer konstanten Dauerfrequenz<br />
werden lediglich Impulse benötigt,<br />
um die Flüssigkeit in Schwingung<br />
zu versetzen und die darin enthaltenen<br />
Schwebstoffe in Bewegung<br />
zu halten.<br />
Autark und wartungsfrei<br />
Schließlich habe bei den beiden<br />
Ingenieuren die Neugier überwogen<br />
und dazu geführt, dass der<br />
Mineralbrunnen die Technik als<br />
einer der ersten Getränkebetriebe<br />
eingesetzt hat. „Das war eine der<br />
besten Entscheidungen, die wir je<br />
getroffen haben“, freut sich Mühlenweg.<br />
„Wenn wir früher häufig<br />
eine komplette Bruchkarre mit<br />
den Ablagerungen gefüllt haben,<br />
ist es inzwischen kaum noch ein<br />
20-Liter-Eimer. Und in diesem Jahr<br />
haben wir bisher nicht eine einzige<br />
Säuerung durchführen müssen. Das<br />
System läuft komplett autark und<br />
praktisch wartungsfrei.“ Maas erklärt<br />
schmunzelnd: „Die neue Lösung<br />
macht sich bei uns bemerkbar,<br />
in dem sie sich eben nicht bemerkbar<br />
macht. Oder – um es anders<br />
auszudrücken: Der beste Service ist<br />
der, den man nicht braucht.“<br />
Verkürzte Stillstandzeiten<br />
Auch in seinen Nachhaltigkeitsbestrebungen<br />
wird BAD MEIN-<br />
BERGER durch den Einsatz des<br />
neuen Verfahrens unterstützt. „Auf<br />
der einen Seite bringt das Dynamic<br />
Biofilm Protection System eine<br />
erhebliche Verlängerung der Reinigungsintervalle<br />
und verkürzte<br />
Stillstandszeiten, die zudem eine<br />
signifikante Mehrproduktion ermöglichen“,<br />
betont Kathrin Gareis,<br />
Product Manager Service bei KHS.<br />
„Auf der anderen Seite werden durch<br />
das Verfahren die Verbräuche von<br />
Wasser, Wärme, Strom und Chemikalien<br />
wie Zitronensäure zum<br />
Säuern der Komponenten deutlich<br />
verringert. Neben der dadurch erzielten<br />
Senkung der Betriebskosten<br />
trägt das vor allem zur Energie- und<br />
Ressourceneinsparung bei, die für<br />
unseren Kunden so wichtig ist.“<br />
Potenzial für<br />
Ressourceneinsparungen<br />
In diesem Sinne achten Mühlenweg<br />
und Maas penibel auf die Qualität<br />
der Lauge in ihrer Reinigungsmaschine:<br />
Deren Volumen beträgt<br />
immerhin rund 40 Kubikmeter, die<br />
– würde man sie verwerfen – erst<br />
auf Temperatur gebracht und jedes<br />
Mal aufs Neue mit Chemikalien<br />
versetzt werden müssten. So wird<br />
im Abfüllbetrieb kontinuierlich<br />
filtriert und Frischwasser beziehungsweise<br />
Lauge nur in dem Umfang<br />
zudosiert, wie etwa durch die<br />
abgelösten Etiketten verloren geht.<br />
Parallel hat man bei BAD MEIN-<br />
BERGER aufgrund spezifischer<br />
Prozessparameter mit höherem Belagsrisiko<br />
die Laugentemperatur<br />
mit Hilfe enger Laborbegleitung<br />
abgesenkt. „Die meisten Getränkehersteller<br />
nutzen höhere Temperaturen,<br />
aber das ist nicht unsere<br />
Ambition“, stellt Mühlenweg klar.<br />
„Angesichts der hohen Kosten der<br />
Wärmeerzeugung denkt man in<br />
der Branche aktuell allerdings um.<br />
Viele unserer Kollegen könnten<br />
unserem Beispiel folgen.“<br />
Energieeinsparung<br />
Dem stimmt Gareis uneingeschränkt<br />
zu und sieht dank Dynamic<br />
Biofilm Protection nicht nur<br />
deutlich reduzierte Ablagerungen<br />
und längere Intervalle zwischen<br />
den Reinigungszyklen bei aktuellen<br />
sowie künftigen KHS-Kunden,<br />
sondern auch ein Potenzial<br />
für Energieund Ressourceneinsparungen.<br />
Mehr unter: www.khs.com<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Wir sammeln Wir sammeln und recyceln und recyceln rund 260.000 rund 260.000 Tonnen Tonnen Altglas Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />
Wir tun dies Wir tun nach dies höchsten nach höchsten Umweltstandards Umweltstandards und und sozialen sozialen Benchmarks.<br />
Das ist Circular<br />
Das ist Circular<br />
Economy<br />
Economy<br />
mit Mehrwert.<br />
mit Mehrwert.<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
35
MESSE<br />
Neue<br />
nachhaltige Lösungen auf der NPE<br />
Spitzentechnologie für die effiziente Herstellung von Polymerbechern und<br />
Naturfasertrinkdeckel sind nur einige der Innovationen, die auf der NPE 2<strong>02</strong>4,<br />
die vom 6. bis 10. Mai in Orlando, Florida, stattfindet vorgestellt werden. Kiefel<br />
präsentiert sein umfangreiches Portfolio an innovativen, nachhaltigen Lösungen<br />
für die Verpackungsindustrie auf den Ständen W6361 & W6560 in der West Hall.<br />
36<br />
Die Besucher können Live-<br />
Demonstrationen zweier<br />
Verpackungsmaschinen<br />
sehen: die Bandstahlmaschine<br />
SPEEDFORMER KMD 90.1<br />
Premium, die mit einem 6-fach<br />
Sencorp-Werkzeug für 100% postconsumer<br />
recycelte PET-Deckel für<br />
Fertiggerichtschalen aus Aluminium<br />
herstellt, und die NATURE-<br />
FORMER KFT Lab, die Schalen<br />
auf Naturfaserbasis produziert.<br />
Einfache Integration von<br />
bestehenden Werkzeugen<br />
Auf der NPE 2<strong>02</strong>4 wird der Fokus<br />
auf der Bandstahlmaschine KMD<br />
90.1 Premium liegen, deren Vorteile<br />
in der bewährt hohen Leistung<br />
und Prozesskontrolle sowie ihrer<br />
kundenspezifische Konfiguration<br />
mit bewährtem Down-Stacking und<br />
Pick&Place-Stapelung liegen. Die<br />
KMD 90.1 Premium ermöglicht die<br />
effiziente Produktion verschiedener<br />
Arten von qualitativ hochwertigen,<br />
thermogeformten Polymerverpackungen<br />
für Food- und Non-Food-<br />
Anwendungen, darunter Schalen,<br />
Behälter, Deckel und technische<br />
Verpackungen, um nur einige zu<br />
nennen.<br />
Einfacher<br />
Anpassungsprozess<br />
„Diese Technologielösung zeichnet<br />
sich durch ihre Kompatibilität<br />
mit Standardwerkzeugen aus. Kunden<br />
profitieren davon, indem bestehende<br />
Werkzeuge, wie die Sencorp<br />
2500 Serie, durch einen einfachen<br />
Anpassungsprozess in die KMD<br />
90.1 Premium integriert werden<br />
können“, betont Armin Dietrich,<br />
Global Director der Polymer Packaging<br />
Division bei Kiefel.<br />
Ergonomischer<br />
Werkzeugwechsel<br />
Darüber hinaus bietet die KMD<br />
90.1 Premium einen schnelleren,<br />
ergonomischen und automatisierten<br />
Werkzeugwechsel in einem einzigartigen<br />
Werkzeugblock, der nur 1,5<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Vielfalt an hochwertigen Polymerschalen.<br />
Stunden dauert. Dies erleichtert den<br />
Folienwechsel zwischen den Produktionsläufen<br />
und erhöht die Maschinenauslastung.<br />
Mehr Leistung und<br />
tiefere Kunststoffbecher<br />
Außerdem zeigt Kiefel eine Vorschau<br />
auf seine neueste Kippmaschine<br />
SPEEDFORMER KTR 6.2,<br />
die für die Massenproduktion von<br />
thermogeformten High-End-Polymerbechern<br />
entwickelt wurde. Die<br />
Maschine bietet eine größere Formfläche<br />
und eine schnellere Formzeit<br />
dank eines optimierten Kühlprozesses.<br />
30% höherer Ausstoß<br />
Die KTR 6.2 bietet einen um<br />
mehr als 30% höheren Ausstoß an<br />
Bechern und Kaffeekapseln als ihr<br />
Vorgängermodell, abhängig von<br />
den Produktionsparametern, wie<br />
z. B. dem Folienmaterial, der Anzahl<br />
der Werkzeugkavitäten und<br />
den Produkteigenschaften. Darüber<br />
hinaus bietet diese neue Lösung<br />
dem Kunden die Möglichkeit, höhere<br />
Becher zu produzieren. Das<br />
leistungsstärkere Antriebssystem<br />
an der Trim-in-Place-Station bietet<br />
mehr Möglichkeiten für die Verarbeitung<br />
einer größeren Vielfalt an<br />
Materialien.<br />
Nachhaltige Verpackungslösungen<br />
aus Naturfasern<br />
Kiefel ist auch ein Partner für<br />
Markeninhaber und Verpackungshersteller,<br />
die nachhaltige Verpackungen<br />
wie beispielsweise Trinkdeckel,<br />
Kaffeekapseln, Schalen und<br />
Blumentöpfe aus recycelbaren oder<br />
biologisch abbaubaren Naturfasern<br />
effizient herstellen wollen. Das<br />
Expertenteam bietet Unterstützung<br />
von den ersten Schritten der Materialforschung<br />
und -prüfung bis hin<br />
zu kompletten schlüsselfertigen<br />
Projekten, Produktentwicklung und<br />
Technologievorführungen in den<br />
Customer Innovation Centern in<br />
Europa und den USA.<br />
Neues<br />
Deckelproduktionssystem<br />
„Kiefel freut sich, die bevorstehende<br />
Markteinführung unseres neuen<br />
Deckelproduktionssystems KFL<br />
90.1 ankündigen zu können“, betont<br />
Richard Hagenauer, Leiter des<br />
Produktmanagements der Fiber Packaging<br />
Division bei Kiefel. „Mit<br />
diesem zuverlässigen System können<br />
Kunden Deckel mit einer Höhe<br />
von bis zu 40 mm für verschiedene<br />
Lebensmittelanwendungen wie<br />
Heiß- und Kaltgetränke, Margarine,<br />
Frischkäse, Eiscreme, Heißgetränke<br />
und mehr herstellen.“<br />
Faser-<br />
Tiefziehmaschinen<br />
Diese innovative Lösung wird<br />
Teil des Faser-Tiefziehmaschinen-<br />
Portfolios sein, zu dem auch die auf<br />
der Messe vorgestellte kompakte<br />
KFT Lab-Maschine für Forschungsund<br />
Entwicklungszwecke sowie<br />
die KFT 90.1 gehören, die Dank<br />
der verbesserten Kiefel Steam Flow<br />
Technology, ihrer präzisen Temperaturregelung<br />
und ihrer optimierten<br />
HMI-Schnittstelle für höchste Prozesssicherheit<br />
steht. Ein weltweites<br />
Netz erfahrener Techniker sorgt für<br />
schnellen und umfassenden After-<br />
Sales-Support.<br />
Mehr unter: www.kiefel.com<br />
Die Maschine NATUREFORMER<br />
KFT Lab veranschaulicht auf<br />
der NPE 2<strong>02</strong>4 die Produktion<br />
von Naturfaserverpackungen.<br />
Fotos: © KIEFEL GmbH
WIRTSCHAFT<br />
Marzek Etiketten+Packaging setzt Maßstäbe<br />
Als eines der ersten Unternehmen in der Etiketten- und Verpackungsindustrie in<br />
Österreich bekennt sich Marzek Etiketten+Packaging zur Science Based<br />
Targets Initiative (SBTi) und berichtet nach den Standards der Global Reporting<br />
Initiative (GRI). Mit der Einführung dieser innovativen Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />
unterstreicht der Etiketten- und Verpackungsspezialist aus Traiskirchen<br />
neuerlich sein Engagement für Nachhaltigkeit und Umweltschutz.<br />
Klar definierte Roadmap<br />
Mit einer klar definierten Roadmap<br />
als Navigationsinstrument stellt<br />
sich Marzek Etiketten+Packaging<br />
den Herausforderungen und Chancen,<br />
die mit diesen Verpflichtungen<br />
einhergehen, und ist bereit, weiterhin<br />
innovative Lösungen zu entwickeln,<br />
die sowohl die Umwelt<br />
schützen und gleichermaßen auch<br />
die Bedürfnisse der Kund:innen optimal<br />
erfüllen.<br />
Marzek Etiketten+Packaging<br />
Das 1879 gegründete traditionsreiche<br />
Familienunternehmen Marzek<br />
Etiketten+Packaging produziert<br />
in der Zentrale in Traiskirchen<br />
sowie drei weiteren europäischen<br />
Werken mit über 700 Beschäftigten<br />
verkaufsfördernde Etiketten und<br />
Verpackungen für tausende kleingewerbliche<br />
Betriebe, Weingüter<br />
sowie für internationale Industrieunternehmen<br />
in ganz Europa.<br />
Für das traditionsreiche Familienunternehmen<br />
Marzek<br />
Etiketten+Packaging, das<br />
bereits in der 4. und 5. Generation<br />
geführt wird, sind Nachhaltigkeit<br />
und Umweltschutz Teil der Unternehmens-DNA.<br />
„In den 145 Jahren<br />
unserer Unternehmensgeschichte<br />
war es immer das Ziel, ein für künftige<br />
Herausforderungen noch besser<br />
gerüstetes und stabiles Unternehmen<br />
an die jeweils nachfolgende<br />
Generation zu übergeben. Daher<br />
sind alle Initiativen, die in Nachhaltigkeit<br />
und eine bessere Zukunft<br />
investieren, für uns selbstverständlich“,<br />
erläutert Dr. Johannes Michael<br />
Wareka, CEO und 4. Generation der<br />
Eigentümerfamilie.<br />
Emissionen<br />
signifikant reduzieren<br />
Mit dem Commitment zu<br />
SBTi verpflichtet sich Marzek<br />
Etiketten+Packaging, seine Emissionen<br />
signifikant zu reduzieren<br />
und einen Beitrag zur Begrenzung<br />
der globalen Erwärmung auf deutlich<br />
unter 2 °C zu leisten. Diese<br />
wissenschaftsbasierten Ziele<br />
sind ein klares Zeichen für das<br />
ernsthafte Engagement des Familienunternehmens,<br />
seine Umweltauswirkungen<br />
aktiv zu minimieren.<br />
Darüber hinaus wird Marzek<br />
Etiketten+Packaging als eines der<br />
ersten Unternehmen in der österreichischen<br />
Etiketten- und Verpackungsbranche<br />
nach GRI berichten.<br />
Dieser Schritt ermöglicht eine<br />
transparente Kommunikation über<br />
die ökologischen, sozialen und<br />
wirtschaftlichen Auswirkungen der<br />
Geschäftstätigkeiten und festigt die<br />
Position des Unternehmens als Vorreiter<br />
in Sachen Nachhaltigkeit.<br />
International<br />
positiven Einfluss nehmen<br />
„Unser Engagement für ethisches<br />
Handeln, langfristiges Denken,<br />
Nachhaltigkeit und Transparenz ist<br />
ein wesentlicher Teil unserer Strategie,<br />
um nicht nur in Österreich,<br />
sondern auch international einen<br />
positiven Einfluss auf unsere Branche<br />
zu nehmen. Mit der Einführung<br />
dieser Initiativen möchten wir auch<br />
andere Unternehmen inspirieren,<br />
unserem Beispiel zu folgen und<br />
gemeinsam einen Unterschied zu<br />
machen“, ergänzt Dr. Johannes Michael<br />
Wareka.<br />
Tel.: ++43 664 911 211 0<br />
Mehr unter: www.marzek.at<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
37
WIRTSCHAFT<br />
Investition in die Zukunft<br />
DS Smith investiert aktuell dreizehn Millionen Euro in seine beiden Produktionsstandorte<br />
in Österreich. <strong>KOMPACK</strong> berichtete und sprach mit Mag.<br />
Dieter Glawischnig/ Managing Director der DS Smith Packaging Austria<br />
GmbH über diese Investitionen, die PPWR und die aktuellen Entwicklungen<br />
am Markt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Sie haben eine<br />
große Investition in Österreich beschlossen<br />
- geht es dabei um Kapazitätssteigerung?<br />
Dieter Glawischnig: Prinzipiell<br />
ja, aber nicht nur. Wichtig für uns<br />
war auch die weitere Investition in<br />
die Automatisierung und eine Erhöhung<br />
der Effizienz. Die Investition<br />
ist Teil der Wachstumsstrategie<br />
von DS Smith Packaging East Europe<br />
und natürlich ein Bekenntnis<br />
zum österreichischen Standort. In<br />
Kalsdorf beinhaltet die Kapazitätserweiterung<br />
eine Faltklebemaschine<br />
(Masterfold) und eine Hochleistungsstanze<br />
(Masterline), die<br />
beide bereits zweischichtig laufen.<br />
In Margarethen am Moos wurden<br />
wiederum neue Palettierroboter<br />
und Verschiebewagen installiert.<br />
Die Modernisierung der Fördertechnik<br />
und Lagererweiterungen<br />
werden in Kürze an beiden Standorten<br />
umgesetzt. Wir wollen damit<br />
unseren Wachstumskurs fortsetzen<br />
und mittelfristig auch eine Reserve<br />
haben, damit wir in Zeiten des<br />
Aufschwungs - die sicher wieder<br />
kommen - auch eine Liefersicherheit<br />
für unsere Kunden gewährleisten<br />
können. Für uns ist es wichtig,<br />
ein 100%ig zuverlässiger Partner<br />
zu sein. Mit der Investition sichern<br />
wir außerdem bestehende Arbeitsplätze.<br />
Und wir eröffnen Chancen<br />
für neue Mitarbeiter:innen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Kurze Frage zur<br />
aktuellen wirtschaftlichen Lage -<br />
allgemein werden die Wirtschaftszahlen<br />
ja vorsichtig zurückgenommen.<br />
Dieter Glawischnig: Ja, jetzt sind<br />
alle sehr vorsichtig - es kann aber<br />
auch schnell eine Pendelbewegung<br />
in eine andere Richtung geben. Ich<br />
hoffe doch, dass sich über kurz<br />
oder lang die Lage in Osteuropa<br />
beruhigt - dann kann es schnell<br />
wieder bergauf gehen. Prinzipiell<br />
ist bei uns die Entwicklung nicht<br />
schlecht. Entgegen den allgemeinen<br />
Trends haben wir praktisch<br />
das Volumen gehalten. Dafür darf<br />
ich mich auch bei unserem krisenfesten<br />
Team bedanken.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Klingt erfreulich<br />
- wie auch die aktuelle Entwicklung<br />
bei der europäischen Verpackungsverordnung<br />
für die Wellpappebranche<br />
- wo ursprünglich<br />
geplante Ideen, die die Branche<br />
benachteiligt hätten, wieder verworfen<br />
wurden.<br />
Dieter Glawischnig: Ich muss gestehen,<br />
ich bin bei diesem Thema<br />
ziemlich ruhig geblieben. Ich habe<br />
es eigentlich immer für unmöglich<br />
gehalten, unseren umweltfreundlichen<br />
Packstoff einzuschränken.<br />
Unsere Wellpappe bleibt bis zu 20x<br />
und öfter im Wirtschaftskreislauf.<br />
Unsere Recyclingquote von 100%<br />
ist auch Fakt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Sie waren also nie<br />
beunruhigt?<br />
Dieter Glawischnig: Nein im Gegenteil<br />
- solche Situationen spornen<br />
einen an, noch kreativer zu<br />
sein. So arbeiten wir weiter daran,<br />
Einwegplastik zu ersetzen. Prinzipiell<br />
hat Kunststoff ja auch seine<br />
Berechtigung aber verschiedene<br />
Einweganwendungen können gut<br />
durch Naturfaserlösungen ersetzt<br />
werden.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Wie sieht es mit<br />
der Marktentwicklung im E-Commerce-Bereich<br />
aus?<br />
Dieter Glawischnig: Eigentlich<br />
gut - es ist nach Corona halt wieder<br />
Normalität eingetreten.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Im Biobereich hört<br />
man auch, dass Umsätze schwächer<br />
werden.<br />
Dieter Glawischnig: Da wir gerade<br />
auch in diesem Bereich mit<br />
Wellpappe punkten können, trifft<br />
das bei uns nicht zu. Allgemein<br />
können wir im Lebensmittelbereich<br />
gut punkten.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Wie auch die<br />
Lösung bei Coca-Cola HBC Österreich<br />
gezeigt hat, wo bei den<br />
6er-PET-Trays die Einwegfolien<br />
ersetzt werden konnten.<br />
Dieter Glawischnig: Ja, darauf<br />
sind wir schon sehr stolz. Die innovative<br />
Verpackungslösung DS<br />
Smith Lift Up ist ein zu 100 Prozent<br />
recycelbarer Griff aus Wellpappe,<br />
der die Tragefunktion für die<br />
Verbraucher:innen verbessert und<br />
zusammen mit anderen Partnern zu<br />
einer auf Kraftpapier und Karton<br />
basierenden Lösung beiträgt, mit<br />
der Coca-Cola HBC Österreich<br />
jährlich rund 200 Tonnen Kunststoff<br />
einspart. Halt erhält das Gebinde<br />
durch eine Papierbanderole.<br />
Wie so oft, ist es hier die Einfachheit<br />
der Lösung, die überzeugt.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Sind neue<br />
Mitarbeiter:innen leicht zu finden?<br />
Dieter Glawischnig: Irgendwie<br />
sind wir eine große Familie und<br />
das hilft dabei natürlich. Über<br />
unsere Belegschaft finden wir<br />
oft die besten Kontakte zu neuen<br />
Mitarbeiter:innen. Gleichzeitig<br />
hilft es natürlich, dass die Leute<br />
sehen, welche Möglichkeiten ihnen<br />
bei uns gegeben werden. Der Weg<br />
vom Lehrling bis zur Führungsposition<br />
ist bei uns keine Illusion<br />
- wir haben hier viele Erfolgsbeispiele<br />
im Unternehmen - auch international.<br />
Foto: © DS Smith / Anže Petkovšek<br />
Mag. Dieter Glawischnig/ Managing Director der DS Smith Packaging Austria GmbH<br />
38<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong>
<strong>KOMPACK</strong>: Sind weitere ähnliche<br />
Entwicklungen in der Schublade?<br />
Dieter Glawischnig: Lassen<br />
Sie sich überraschen - aber über<br />
ungelegte Eier möchte ich noch<br />
nicht reden. Ich darf dabei auch<br />
erwähnen, dass wir natürlich auch<br />
den Vorteil unseres internationalen<br />
Netzwerkes haben, wo wir auf<br />
viele unterschiedliche Lösungsansätze<br />
zurückgreifen können.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Klingt eigentlich<br />
alles sehr positiv - trotzdem die<br />
Frage - hätten Sie einen Wunsch<br />
an den Osterhasen frei - wie würde<br />
der lauten?<br />
Dieter Glawischnig: Nicht nur<br />
Foto: © DS Smith / Christof Hütter Photography<br />
oben: aktuelle Investition<br />
unten: mit einer einfachen Lösung wurden bei<br />
den 6er Trays die Einwegfolien ersetzt<br />
für unsere Branche, sondern für<br />
alle - dass bald wieder Frieden in<br />
Europa einkehrt. Ich bin ein notorischer<br />
Optimist und hoffe, dass<br />
dieser näher ist als viele hoffen -<br />
und wie gesagt dann kann das Wirtschaftspendel<br />
rasch wieder für alle<br />
in die richtige Richtung schlagen.<br />
<strong>KOMPACK</strong>: Hoffen wir das Beste.<br />
Coca-Cola Fotos: Coca-Cola HBC Österreich /<br />
© Christian Lendl (www.dchr.is)<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
39
Strichcode: Trends und häufige Fehler<br />
Was der jährliche Blick auf die von GS1 Austria überprüften Strichcodes und<br />
2D-Codes des Vorjahres verrät. - Stetig, aber doch geht der Trend bei den<br />
geprüften Mustern hin zu Codes mit mehr Inhalt sowie zu zukunftsorientierteren<br />
2D-Codes, also sozusagen hin zum GS1 Application Identifier Standard und zum<br />
GS1 DataMatrix Code. Einen EAN-13 Strichcode mit einer 13-stelligen<br />
Nummer mithilfe einer Software zu erstellen, sollte nach über 50 Jahren EAN-13<br />
kein Problem mehr bereiten, nachträgliche Manipulation durch den Menschen<br />
ausgenommen.<br />
Bei einem GS1-128 Strichcode<br />
sowie einem GS1<br />
DataMatrix, welche unterschiedliche<br />
Datenelemente<br />
(wie Identifikationsnummer, Datum,<br />
Charge, Seriennummer, Gewicht,<br />
…) verschlüsseln, sieht die<br />
Sache anders aus; diese Codes sind<br />
vom Aufbau her komplexer und<br />
erfordern ein höheres Fachwissen.<br />
Daher ist bei der Erstellung dieser<br />
Codes ein größeres Augenmerk auf<br />
die korrekte Verschlüsslung der<br />
Datenelemente, d. h. die richtige<br />
Verwendung der GS1 Application<br />
Identifier, zu legen. Oberflächlich<br />
betrachtet ist ein korrekter Code<br />
von drei Faktoren abhängig:<br />
1. Es muss der richtige Code mit<br />
korrekt verschlüsseltem Inhalt zur<br />
jeweiligen Anwendung passen.<br />
Ihr Ansprechpartner: Gerald Gruber Projektleiter<br />
GS1 System, Strichcodeprüfung gruber@gs1.at<br />
Foto: © GS1 Austria/Katharina Schiffl<br />
2. Die Abmessung muss auf die<br />
verwendeten Scanner abgestimmt<br />
sein.<br />
3. Die Druckqualität darf eine gewisse<br />
Qualität nicht unterschreiten.<br />
Die nachfolgenden Grafiken zeigen<br />
typische Fehler, die auf 325<br />
qualitativ ausgewerteten Codes<br />
im Jahr 2<strong>02</strong>3 basieren. Nutzen Sie<br />
das Strichcodeprüfservice von GS1<br />
Austria, um Fehler von vornherein<br />
zu vermeiden.<br />
Mehr unter: www.gs1.at/<br />
strichcodepruefung<br />
40 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Strichcodeprüfung: Die Gebühr für eine Überprüfung nach ISO/IEC 15416/15415 und nach GS1 Spezifikationen<br />
von Strichcodes, 2D-Codes und GS1 Transportetiketten beträgt 60 € je Code. Für GS1 Austria Teilnehmer<br />
sind zwei Prüfungen pro Monat kostenfrei, jede weitere Prüfung im Monat kostet jeweils nur 20 €.
Transparente,<br />
ultradünne Stretchfolie<br />
RAJA setzt erneut Maßstäbe mit seiner neuesten Produktinnovation:<br />
Die ultradünne, transparente, vorgedehnte Hand-Stretchfolie revolutioniert<br />
die Ladungssicherung durch ihre einzigartigen Merkmale.<br />
BARRIER FOOD<br />
INTEGRIERTE<br />
SCHUTZBARRIERE:<br />
S-LINER BARRIER FOOD<br />
Stretchfolien sind in verschiedenen Branchen<br />
für die Sicherung von Ladungen auf<br />
Paletten unverzichtbar. Weltweit beträgt<br />
der Jahresverbrauch von Folien für den Schutz<br />
von Paletten 7 Millionen Tonnen. Mit 80 % des<br />
Verbrauchs macht die Stretchfolie den absoluten<br />
Löwenanteil aus. In Anbetracht des essenziellen<br />
Einsatzes von Stretchfolien in verschiedenen<br />
Branchen, ist es von entscheidender Bedeutung,<br />
innovative Ansätze zu verfolgen, um sowohl die<br />
Ladungssicherung als auch ökologische Aspekte<br />
zu optimieren. Hier setzt die ultradünne Hand-<br />
Stretchfolie von RAJA mit einer minimalen Dicke<br />
von 3,8 Mikrometern an, die nicht nur optimale<br />
Leistung bietet, sondern auch durch ihre<br />
umweltfreundliche Herstellung einen Beitrag<br />
zur Reduzierung des Kunststoffverbrauchs und<br />
Abfalls leistet.<br />
Neue Maßstäbe<br />
Die Wahl der richtigen Stretchfolie hängt von<br />
verschiedenen Faktoren ab, darunter Größe,<br />
Gewicht der Paletten, Art der Ware und Transportbedingungen.<br />
Vorgedehnte Stretchfolien<br />
beispielsweise gewährleisten durch ihre Elastizität<br />
und maximale Dehnung von bis zu 250 %<br />
eine gesteigerte Rückspannkraft und damit eine<br />
erhöhte Stabilität der Paletten. Dieser Ansatz<br />
führt nicht nur zu einer effizienteren Nutzung<br />
von Materialien, sondern ermöglicht auch eine<br />
Zeitersparnis von rund 20 % bei der Transportsicherung.<br />
Widerstandsfähig trotz geringer Dicke<br />
Nicht allein die Art der Folie spielt eine Rolle,<br />
sondern auch ihre Stärke – und hier setzt die ultradünne<br />
Stretchfolie neue Maßstäbe. Trotz ihrer<br />
geringen Dicke von 3,8 µm überzeugt sie mit einer<br />
Klemmkraft, die mit herkömmlichen Folien<br />
vergleichbar ist, sowie in ihrer Fähigkeit, homogene<br />
Lasten von bis zu 220kg zuverlässig zu<br />
stabilisieren. Verstärkte Kanten, die nach oben<br />
gerichtet sind, begrenzen das Einreißen beim<br />
Entfernen der Folie und steigern gleichzeitig die<br />
Widerstandsfähigkeit.<br />
Zeiersparnis<br />
Mit einer Länge von 1.000 Metern pro Rolle<br />
minimiert diese innovative Folie die Unterbrechungen<br />
für Rollenwechsel erheblich, optimiert<br />
die Verpackungsprozesse und spart wertvolle<br />
Zeit. Die konstante Breite erfordert zudem weniger<br />
Lagen zum Umwickeln der Paletten und<br />
reduziert so ebenfalls Material und Kosten.<br />
Gut für Mensch und Umwelt<br />
Die Sicherung und das Umstretchen von Paletten<br />
stellen Aufgaben dar, die für die Mitarbeiter<br />
mit besonderen körperlichen Belastungen verbunden<br />
sind und somit ein gewisses Risiko für<br />
ihre Gesundheit bergen. Die ultradünne Folie<br />
zeichnet sich nicht nur durch ihre Steifheit, sondern<br />
auch durch ihre Leichtigkeit aus, was ein<br />
müheloses Umstretchen ermöglicht. Dies führt<br />
zu einer Reduzierung der Ermüdung der Anwender<br />
und begrenzt das Risiko von Muskel-Skelett-<br />
Erkrankungen (MSE), was zu einer Steigerung<br />
der Effizienz in den Verpackungsvorgängen<br />
führt.<br />
Geräuschlos<br />
Die Folie läuft geräuschlos und verbessert so<br />
durch Lärmreduzierung die Arbeitsbedingungen<br />
im Lager. Speziell für leichte, homogene Paletten<br />
entwickelt, bietet sie eine optimale Lösung<br />
für Unternehmen mit besonderen und nachhaltigen<br />
Verpackungsanforderungen.<br />
Nachhaltiger Wandel<br />
Die Entwicklung dieser Folie ist ein aktiver<br />
Beitrag von RAJA zu einem nachhaltigen Wandel<br />
in der Branche. Mit der Einführung trägt das<br />
Unternehmen aktiv zu diesem Wandel bei. Die<br />
Folie zeichnet sich durch einen geringeren Materialeinsatz<br />
und eine optimierte Ressourcennutzung<br />
aus.<br />
FÜR EINEN WIRKUNGSVOLLEN<br />
SCHUTZ VOR PERMEATION NACH<br />
INNEN UND NACH AUSSEN.<br />
BARRIERE- UND SCHUTZFUNK-<br />
TION MITTELS FOLIENTECHNIK<br />
FLEXIBEL AN VERSCHIEDENE<br />
ANFORDERUNGEN ANPASSBAR.<br />
DIE VORTEILHAFTE ALTERNATIVE<br />
ZUM METALLGEBINDE.<br />
Neuer Standard<br />
„Mit unserer ultradünnen Stretchfolie setzen wir<br />
einen neuen Standard im Verpackungsbereich.<br />
Sie vereint in sich die Vorteile von Nachhaltigkeit,<br />
Effizienz und Ergonomie. Wir sind überzeugt,<br />
dass sie Unternehmen dabei unterstützen<br />
wird, ihre Umweltbilanz zu verbessern und<br />
gleichzeitig ihre Verpackungsprozesse zu optimieren.“,<br />
sagt Fabian Kraft, Divisional Director<br />
Purchasing bei RAJA.<br />
Mehr unter: www.raja.at<br />
SAIER Verpackungstechnik<br />
Reutiner Straße 7<br />
D-72275 Alpirsbach<br />
Telefon: +49 7444 611 210<br />
E-Mail: info@saier-web.de<br />
Website: www.saier-web.de<br />
01/<strong>24</strong><br />
41
VERANSTALTUNG<br />
„Wir sind Spritzguss.“<br />
Die WITTMANN Gruppe lädt am 19. und 20. Juni dieses Jahres zu ihren<br />
Competence Days 2<strong>02</strong>4 in die MARX HALLE in Wien ein. Unter dem Motto<br />
„Wir sind Spritzguss.“ werden den Gästen Fachvorträge mit Fokus auf die<br />
Digitalisierung und interessante Exponate geboten.<br />
Die Competence Days der<br />
WITTMANN Gruppe haben<br />
lange Tradition. Für<br />
WITTMANN sind sie eine Plattform,<br />
um ihren Kunden und Partnern<br />
Neuheiten aus dem Produktsortiment<br />
zu präsentieren und ihre<br />
Kompetenz nicht nur bei den bestehenden<br />
Technologien, sondern auch<br />
bei Zukunftsthemen unter Beweis<br />
zu stellen. Davon zeugt eine Vielzahl<br />
an Exponaten aus allen Produktbereichen<br />
der WITTMANN<br />
Gruppe, von Maschinen über Roboter<br />
und Peripheriegeräte bis hin<br />
zu ganzen vollständig vernetzten<br />
Arbeitszellen.<br />
ten werden Werksrundgänge bei<br />
WITTMANN Technology in Wien,<br />
bei WITTMANN BATTENFELD<br />
in Kottingbrunn oder bei WITT-<br />
MANN Robottechnikai in Mosonmagyaróvár<br />
(Ungarn).<br />
„Holoverse“<br />
Der Streifzug durch das Maschinenspektrum<br />
der Gruppe umfasst<br />
elektrische Maschinen der EcoPower<br />
und MicroPower Reihe, darunter<br />
die mit Gleichstrom betriebene<br />
EcoPower DC Maschine mit ebenfalls<br />
mit Gleichstrom betriebenem<br />
Roboter und Temperiergerät, als<br />
auch ein Modell der servohydraulischen<br />
SmartPower Reihe, anhand<br />
dessen die Zukunftstechnologie<br />
„Holoverse“ – eine Studie zu intuitiven<br />
Interaktionsmöglichkeiten<br />
mit Spritzgießmaschine, Roboter<br />
60<br />
und Peripheriegeräten – demonstriert<br />
wird. Eine weitere Maschine<br />
der SmartPower Reihe ist mit einer<br />
komplexen Automatisierungsanlage<br />
von WITTMANN BATTEN-<br />
FELD Deutschland ausgerüstet.<br />
Neuvorstellungen<br />
Darüber hinaus wird ein breites<br />
Spektrum an Robotern, Temperiergeräten,<br />
Durchflussreglern, Materialtrocknern,<br />
Förder- und Dosiergeräten<br />
als auch Mühlen zu sehen sein,<br />
darunter einige Neuvorstellungen.<br />
Anhand eines leistungsstarken<br />
Temperiergeräts in Verbindung mit<br />
einem intelligenten Durchflussregler<br />
zeigt WITTMANN zukunftsweisende<br />
Temperiertechnik, die sowohl<br />
die Prozesssicherheit verbessert<br />
als auch den Energieverbrauch<br />
signifikant reduziert.<br />
Fachvorträge<br />
Neben der Präsentation der genannten<br />
Exponate werden in Fachvorträgen<br />
unterschiedlichste Aspekte<br />
der Digitalisierung beleuchtet.<br />
Einen Überblick zu diesem Thema<br />
wird Dr. Mikula Thiem vom VDMA<br />
geben. Den Mittwochabend leitet<br />
Ingemar Bühler, Hauptgeschäftsführer<br />
Plastics Europe Deutschland,<br />
mit seiner Keynote-Speech „AI and<br />
Digitalization – the Gamechangers<br />
for the Plastics Industry“ ein. Danach<br />
bittet die WITTMANN Gruppe<br />
ihre Gäste zu einem gemütlichen<br />
Abendessen in der MARX HALLE.<br />
Besichtigungen<br />
der Produktionsstätten<br />
Zusätzlich zu diesem Programm<br />
werden die Besucher der Competence<br />
Days auch dieses Jahr die<br />
Möglichkeit haben, einige der Produktionsstätten<br />
der WITTMANN<br />
Gruppe zu besichtigen. Angebo-<br />
Die WITTMANN Gruppe<br />
Die Gruppe ist ein weltweit führender<br />
Hersteller von Spritzgießmaschinen,<br />
Robotern und Peripheriegeräten<br />
zur Verarbeitung unterschiedlichster<br />
Arten plastifizierbarer Materialien.<br />
Die Unternehmensgruppe,<br />
mit Hauptsitz in Wien, besteht aus<br />
zwei Haupt-Geschäftsbereichen:<br />
WITTMANN BATTENFELD und<br />
WITTMANN. Im Sinne der Konzepte<br />
von Umweltschutz, Ressourcenschonung<br />
und Kreislaufwirtschaft<br />
beschäftigt sich die WITT-<br />
MANN Gruppe mit fortschrittlicher<br />
Prozesstechnologie für höchste<br />
Energieeffizienz im Spritzgießprozess<br />
sowie mit der Verarbeitung von<br />
Standardmaterialien und Materialien<br />
mit hohem Anteil an Rezyklat und<br />
nachwachsenden Rohstoffen. Die<br />
Produkte der WITTMANN Gruppe<br />
sind auf die horizontale und vertikale<br />
Integration in eine Smart Factory<br />
ausgelegt und können untereinander<br />
zu einer intelligenten Produktionszelle<br />
verbunden werden. Gemeinsam<br />
betreibt die Gruppe zehn<br />
Produktionswerke in sechs Ländern,<br />
und mit ihren 37 Standorten sind die<br />
zusätzlichen Vertriebsgesellschaften<br />
auf allen wichtigen Industriemärkten<br />
der Welt vertreten.<br />
Mehr unter:<br />
www.wittmann-group.com<br />
42 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
Verpackungstechnik<br />
JUBILÄUM<br />
50 Jahre Markenerfolg<br />
Als Franz Roither Senior 1953 in seiner Schlosserei mit Schmiedearbeiten<br />
begann, war noch nicht ersichtlich, dass gut 20 Jahre später Umwelttechnik das<br />
Top-Thema im Unternehmen werden würde. Der Startschuss dazu fiel 1973.<br />
Sein Sohn Franz gründete die Marke Austropressen und spezialisierte sich damit<br />
auf Maschinenbau und Umwelttech-nik. Seit 50 Jahren ist das nun eine wahre<br />
Erfolgsgeschichte.<br />
Von Anfang an steckt im<br />
Unternehmen Pioniergeist,<br />
Innovationskraft und Individualität.<br />
Bis heute die drei Säulen,<br />
um die Themen Nachhaltigkeit,<br />
Umweltbewusstsein und Ener-gieeffizienz<br />
in allen Produkten effektiv<br />
umzusetzen. Zunächst wurden Spezialmaschinen<br />
und Sonderlösungen<br />
für umliegende Betriebe hergestellt<br />
und erste Entwicklungen zum Patent<br />
angemeldet. Gleichzeitig stiegen<br />
die Ansprüche hinsichtlich Qualität<br />
und Spezialisierung. Die erfreuliche<br />
Konsequenz: kontinuierliche Entwicklungen<br />
bei Müll- und Ballenpressen,<br />
individuelle Lösungen für<br />
unterschiedlichste recyclebare Materialien<br />
und erste Lieferungen über<br />
Österreichs Grenzen hinaus.<br />
Lieferung in 100 Länder<br />
Heute entwickelt und produziert<br />
die Roither Maschinenbau GmbH<br />
die gesamte Produktpalette immer<br />
noch zu 100 % am Stammsitz in<br />
Seewalchen, Österreich. Sie liefert<br />
maßgeschneiderte Entsorgungslösungen<br />
in rund 100 Länder weltweit.<br />
Know-how, Inno-vationskraft und<br />
reibungsloser Service kommen ausschließlich<br />
aus dem Familienbetrieb<br />
mit über 50 kompetenten und erfahrenen<br />
MitarbeiterInnen.<br />
Dritte Generation<br />
Roither Maschinenbau ist in dritter<br />
Generation einer der international<br />
führenden Hersteller von Umweltund<br />
Recyclingtechnologien. Das<br />
Geschwistertrio Marlene (Marketing),<br />
Philipp (Geschäftsführung)<br />
und Lukas Roither (Vertrieb) zeichnen<br />
sich verantwortlich für die weitere<br />
Zukunft des Unternehmens. Die<br />
Schwerpunkte bleiben klar definiert:<br />
ein Markenunternehmen mit stetiger<br />
Produktentwicklung und starker<br />
Lehrlings- und Fachkräfteausbildung.<br />
Aus- und Weiterbildung<br />
Die geringen Fluktuationszahlen<br />
und die vielen 20, 30 bis hin zu<br />
40jährigen Dienstjubiläen von<br />
Foto: Austropressen<br />
Familie Roither<br />
MitarbeiterInnen bestätigen den<br />
Erfolgsweg von Seniorchef Franz<br />
Roither. Er hatte schon früh in die<br />
betriebsinterne Aus- und Weiterbildung<br />
investiert. Derart gut aufgestellt<br />
geht man mit Austropressen in<br />
die Zukunft.<br />
Austropressen 2<strong>02</strong>4<br />
Der Fokus liegt auf effektiven Lösungen<br />
für Recycling, Ressourcenschonung<br />
und Kreislaufwirtschaft.<br />
Den steigenden Anforderungen begegnet<br />
man mit einem Produktportfolio,<br />
das hinsichtlich Nachhaltigkeit,<br />
Umweltbewusstsein und Energieeffizienz<br />
auf dem neuesten Stand<br />
ist. Die Leistung- und Energiebilanz<br />
ist hier so wesentlich wie intelligente<br />
Verarbeitung und Vorbereitung zur<br />
Wiederverwertung. Dabei sind Austropressen<br />
branchenübergreifend<br />
ausgerichtet – für alle wesentlichen<br />
Belange der internationalen Abfallund<br />
Recyclingwirtschaft.<br />
Ein Blick in die Praxis.<br />
Die Kanalballenpresse APK-ES<br />
135 sorgt bei der Energie AG Umweltservice<br />
für ein effizientes Abfallmanagement<br />
und einen äußerst<br />
schonenden Umgang mit wertvollen<br />
Ressourcen. Die Energie AG Umwelt<br />
Service (100 % Tochtergesellschaft<br />
der Energie AG, österreichisches<br />
Energieversorgungs- und<br />
Infrastrukturunternehmen) bietet<br />
österreichweit nachhaltige Entsorgungsdienstleistungen<br />
für Gemeinden,<br />
Gewerbe- und Industriekunden<br />
an. Es wird die gesamte Wertschöpfungskette<br />
abgedeckt – also<br />
Sammlung, Sortierung, (Wieder-)<br />
Verwertung. Der Anspruch ist Auftrag<br />
zugleich: schonender Umgang<br />
mit Ressourcen und die Vermeidung<br />
Ihr Verpackungsmaschinenspezialist!<br />
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1.000t Material verarbeitet: 900t<br />
Karton und Papier, 70t Folien und<br />
30t Hartkunststoffe.<br />
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Eine funktionierende Kreislaufwirtschaft<br />
braucht das Zusammenspiel<br />
von Innovationen in vielen<br />
Bereichen. Austropressen präsentiert<br />
sich dem internationalen Fachpublikum<br />
aus 160 Ländern als ein<br />
Unternehmen, das Maschinen für<br />
eine bessere Material- und Rohstoffzukunft<br />
herstellt.<br />
Mehr: www.austropressen.com<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
43<br />
GIGANT_Einschaltung_100_140_Maschinenservice_01.indd 1 09.04.2<strong>02</strong>4 10:13:14
KUNSTSTOFF<br />
„Eigentlich sind wir reiner Kreislauf“<br />
„In letzter Zeit hören wir immer wieder: Oh, du böses Plastik! Ganz kann<br />
ich das nicht verstehen. Ich darf als gutes Beispiel unsere Verpackungstrays<br />
nehmen. Eigentlich kann ich hier fast von einem reinen Kreislauf sprechen,“<br />
erklärt Geschäftsführer Martin Hirsch/Glimberger Kunststofftechnik. Diese<br />
bestehen zu 90% aus Recyclingware. Alte Abschnitte werden wiederverwendet,<br />
sortiert und wieder zu Platten verarbeitet.<br />
Mittlerweile nimmt das<br />
Unternehmen auch Folien<br />
von Lieferanten retour.<br />
„Auch solche, die nicht von<br />
uns kommen. Das sehen wir als<br />
Service für unsere Kunden. Genauso<br />
gehört es zu unserem Service, die<br />
Kunden bei der Materialauswahl zu<br />
unterstützen. Dabei versuchen wir<br />
auch auszuloten, wie viel Recyclingmaterial<br />
bei der jeweiligen Lösung<br />
eingesetzt werden kann“, so<br />
Martin Hirsch. Ein Trend sind auch<br />
eingesetzte Materialien mit mehreren<br />
Schichten. Durch den Einsatz<br />
von 2 oder 3 Schichten kann auch<br />
vermehrt Recyclingmaterial eingesetzt<br />
werden (zum Beispiel in der<br />
Mitte). Dadurch ist nicht nur der<br />
Umwelt gedient, sondern auch der<br />
Preis für die Kunden interessant.<br />
„Auch Versuche mit nachwachsenden<br />
Rohstoffen haben wir schon<br />
gemacht. Hier gibt es aber nach wie<br />
vor das Problem der Verfügbarkeit,<br />
Festigkeit und des Preises“, so der<br />
Geschäftsführer.<br />
Mehrere Schichten können miteinamder verbunden werden - hier wird<br />
Neuware außen verwendet und Reccylingmaterial in der mittleren Schicht<br />
Automatisierung<br />
Schon vor der Corona Krise erkannte<br />
Geschäftsführer Martin<br />
Hirsch/Glimberger Kunststofftechnik<br />
einen interessanten Trend: „Sowohl<br />
im Automotivsektor, als auch<br />
in anderen Bereichen, werden wir<br />
immer früher in die Verpackungsentwicklung<br />
mit eingebunden. Da<br />
die Automatisierung in vielen Bereich<br />
im Vormarsch ist, werden wir<br />
immer öfter schon bei der Entwicklung<br />
mit ins Boot geholt damit es<br />
bei Beginn der Serienproduktion<br />
dann keine Stillstandzeiten mehr<br />
gibt“. Die Folie ist somit ein Teil<br />
der Automatisierung. Die Automatisierer<br />
geben vor, welches Format<br />
eine Folie haben soll. Von dessen<br />
Seite gibt es fertige Zeichnungen,<br />
wie ein Projekt aussehen soll. „Wir<br />
entwickeln die jeweilige richtige<br />
Folienlösung dafür und machen<br />
hier schon die Arbeit für zukünftige<br />
Aufträge. Früher kam die Folie erst<br />
am Ende dazu und wurde dann irgendwie<br />
angepasst. Jetzt steht die<br />
Folie vom Start weg - ohne Nacharbeiten<br />
- 1A da. Dadurch fallen dann<br />
auch keine Änderungskosten mehr<br />
an. Wir arbeiten zurzeit bereits an<br />
einigen Aufträgen, die erst in den<br />
nächsten drei Jahren realisiert werden.“<br />
Partner<br />
„Damit sind wir schon viel früher<br />
in den jeweiligen Prozess miteingebunden,<br />
als dass es bis jetzt der Fall<br />
war. Das bringt für uns den Vorteil,<br />
vom Start weg bei einem Projekt<br />
dabei zu sein. Die Kunden haben<br />
somit von Anfang an die richtige<br />
Folie im Einsatz.“ Auch wenn es<br />
um Elektronikteile geht, die automatisiert<br />
verpackt werden sollen,<br />
wird das Unternehmen schon bei<br />
den ersten Kleinserien miteingebunden,<br />
da es hier um millimetergenaue<br />
Planung geht. „Für die ersten<br />
Tests werden natürlich jeweils<br />
nur Kleinstmengen gebraucht. Bei<br />
der Automatisierung geht es aber<br />
um Nuancen. Deswegen sind Originalteile<br />
von Beginn an wichtig.“<br />
sagt Hirsch.<br />
Mehr unter: www.glimberger.at<br />
Verpackungstrays bestehen zu einem<br />
großen Anteil aus Recyclingmaterial<br />
44 <strong>02</strong>/<strong>24</strong>
Markus Rustler<br />
als interpack-Präsident bestätigt<br />
MESSE<br />
In der konstituierenden Sitzung des Beirats der interpack, der weltweit führenden<br />
Messe für Processing & Packaging, wurden der Vorsitzende und seine beiden<br />
Stellvertreter in ihren Ämtern bestätigt. Damit setzt der Beirat ein klares<br />
Zeichen für Kontinuität und unterstreicht die Bedeutung der engen Verbundenheit<br />
der interpack mit der Verpackungsindustrie.<br />
Die Interessen der Branche<br />
wirkungsvoll zu vertreten<br />
und als Impulsgeber für<br />
Innovationen und Wachstum zu<br />
fungieren – das ist das Ziel der interpack.<br />
Vom 7. bis 13. Mai 2<strong>02</strong>6<br />
findet sie das nächste Mal statt.<br />
Auf dem Weg dorthin wird sie von<br />
einem 21-köpfigen Messebeirat tatkräftig<br />
unterstützt, der sich aus führenden<br />
Persönlichkeiten der Verpackungsbranche<br />
und der verwandten<br />
Prozessindustrie auf Hersteller- und<br />
Verbandsseite zusammensetzt.<br />
Sitzung<br />
Markus Rustler, Geschäftsführender<br />
Gesellschafter der Theegarten-<br />
Pactec GmbH & Co. KG, wurde<br />
in der konstituierenden Sitzung<br />
am 9. April 2<strong>02</strong>4 erneut zum Präsidenten<br />
und damit zum Vorsitzenden<br />
des Gremiums gewählt. Christian<br />
Traumann, Geschäftsführender<br />
Direktor der MULTIVAC Gruppe<br />
und Roland Straßburger, CEO<br />
der SCHÜTZ GmbH & Co. KGaA<br />
wurden als Vizepräsidenten bestätigt.<br />
Alle Kandidaten wurden einstimmig<br />
gewählt.<br />
Gemeinsames Ziel<br />
„Ich bedanke mich für das entgegengebrachte<br />
Vertrauen und freue<br />
mich, diese Aufgabe fortzuführen.<br />
Unser gemeinsames Ziel ist es, an<br />
den Erfolg der interpack 2<strong>02</strong>3 anzuknüpfen<br />
und die Messe 2<strong>02</strong>6<br />
als Trend-, Technologie- und Lösungsplattform<br />
weiter zu stärken,<br />
um den Chancen der dynamischen<br />
Marktveränderungen proaktiv zu<br />
begegnen“, so Markus Rustler nach<br />
seiner Wiederwahl.<br />
Persönlicher Dialog<br />
„Der persönliche Dialog mit unseren<br />
Partnern aus den Unternehmen<br />
und Verbänden ist für uns von enormem<br />
Wert - gerade in Zeiten großer<br />
Herausforderungen. Wir freuen<br />
uns sehr über die außerordentliche<br />
Expertise und das vertrauensvolle<br />
Miteinander in unserem Beirat“, so<br />
interpack-Director Thomas Dohse<br />
zum Abschluss der Sitzung.<br />
Bild: Messe Düsseldorf<br />
Inhaltliche Vorbereitung<br />
Mit der ersten Sitzung des Messebeirates<br />
beginnt die Phase der konkreten<br />
inhaltlichen Vorbereitung<br />
auf die nächste Ausgabe der interpack<br />
im Mai 2<strong>02</strong>6. Als Aussteller<br />
werden wieder die weltweit wichtigsten<br />
Anbieter von Verpackungsmaschinen<br />
und Verarbeitungstechnik,<br />
Packmitteln, Packstoffen und<br />
Packhilfsmitteln, Packmittelproduktion,<br />
Veredelung und Verpackungsdruck,<br />
Kennzeichnungstechnik<br />
und Etikettierung sowie Lager-,<br />
Logistik- und Transporttechnik erwartet.<br />
Die Themenschwerpunkte<br />
der kommenden Leitmesse werden<br />
in den nächsten Monaten festgelegt.<br />
„components“<br />
Auch die Zuliefermesse „components“<br />
wird erneut parallel zur interpack<br />
an zentraler Stelle im Messegelände<br />
ausgerichtet.<br />
Anmeldung<br />
Die Anmeldung zur interpack<br />
und zur components 2<strong>02</strong>6 ist<br />
bereits seit Ende März<br />
online möglich unter:<br />
www.interpack.de<br />
(Aufgrund der großen<br />
Nachfrage wird eine frühzeitige<br />
Anmeldung empfohlen.)<br />
Markus Rustler<br />
interpack alliance<br />
Mit Veranstaltungen rund um den<br />
Globus erschließt die interpack<br />
vielversprechende Märkte für die<br />
Processing & Packaging-Industrie.<br />
Während die interpack als<br />
Flaggschiffmesse alle drei<br />
Jahre die Key-Player der<br />
Branche nach Düsseldorf holt,<br />
geht sie mit der interpack<br />
alliance direkt in spannende und<br />
dynamische Absatzregionen.<br />
Im Fokus stehen Lösungen für<br />
die Zielgruppen Nahrungsmittel,<br />
Getränke, Süß- und Backwaren,<br />
Pharma, Kosmetik, Non-Food<br />
sowie Industriegüter – je nach<br />
Veranstaltung mit unterschiedlicher<br />
Schwerpunktsetzung.<br />
Darüber hinaus bieten weitere<br />
Messen aus den Portfolios Print<br />
Technologies und Plastics &<br />
Rubber der Messe Düsseldorf<br />
weltweit wertvolle Synergien<br />
in allen Kernkompetenzen<br />
der Verpackungsbranche.<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
45
AUTOMATISIERUNG<br />
BEUMER stretch hood sorgt für effizientes<br />
Verpacken und sicheren Transport<br />
Paletten wirtschaftlich, sicher und automatisiert verpacken – mit der patentierten<br />
BEUMER stretch hood bietet die BEUMER Group dafür eine maßgeschneiderte<br />
Lösung. Fremdeingriffe, Beschädigungen oder andere Einwirkungen<br />
während der Lagerung und des Transports werden so verhindert. BEU-<br />
MER passt jedes System individuell an die jeweilige Anwendung an, integriert<br />
es in die Fördertechnik des Kunden oder setzt es als eigenständige Lösung um.<br />
Jörg Spiekermann, Head of<br />
Sales Division Consumer<br />
Goods bei der BEUMER<br />
Group: „Stabilität, Sicherheit und<br />
Schutz der Waren sind bei der Einoder<br />
Auslagerung entscheidend für<br />
maximale Rentabilität, minimale<br />
Abfälle und vermeidet Retouren. Eine<br />
Palette mit Folie zu überziehen,<br />
ist der einfache Teil. Sicherzustellen,<br />
dass der Inhalt zentriert, genau<br />
gewogen und gemessen wird, bevor<br />
er endgültig verpackt wird, erfordert<br />
wiederholbare Genauigkeit und<br />
Konsistenz, die nur mit Automatisierung<br />
erreicht werden kann. Dank<br />
unseres Haubenstretchverfahrens<br />
kann am Ende der Verpackungslinie<br />
problemlos eine automatisierte Lösung<br />
eingesetzt werden. Unsere Lösung<br />
minimiert die Wahrscheinlichkeit<br />
menschlicher Fehler in dieser<br />
kritischen Phase und sorgt für eine<br />
Stretchverpackung, die vor Verderb,<br />
46 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Fotos: BEUMER Group GmbH & Co. KG<br />
Schäden oder Diebstahl schützt.“<br />
Einsatzgebiet<br />
Das Einsatzgebiet des BEUMER<br />
stretch hood reicht von der Verpackung<br />
von hochwertigen Elektronik-Artikeln<br />
über Lebensmittel und<br />
Getränken bis hin zu palettierten<br />
Baustoffen. Es kommt sowohl vor<br />
dem Hochregal für die Sicherung<br />
der eingehenden Waren auf Paletten<br />
als auch für die Endverpackung<br />
am Warenausgang für den Versand<br />
und Transport zum Einsatz. Das<br />
Haubenstretchverfahren eignet sich<br />
gleichermaßen gut für transparente<br />
Folie, unter der das palettierte Produkt<br />
erkennbar ist und für undurchsichtige<br />
Folie zum Abdecken hochwertiger<br />
Ware, bei der die Sicherheit<br />
an erster Stelle steht.<br />
Ladungsstabilität<br />
Der BEUMER stretch hood erreicht<br />
durch die vertikalen und horizontalen<br />
Rückstellkräfte der Folie<br />
ein Höchstmaß an Ladungsstabilität.<br />
Die Folie ist hochflexibel und passt<br />
sich den unterschiedlichsten Produktabmessungen<br />
an. Durch den<br />
Einsatz von kaltdehnbaren Folien<br />
benötigt das System keine Wärmezufuhr,<br />
ein Verkleben der Folie ist<br />
somit ausgeschlossen. Außerdem<br />
erübrigt sich die Kühlung der Folienschweißnaht<br />
mit Blasluft, wodurch<br />
die Betriebskosten der Anlage<br />
gering sind.<br />
Produktverluste minimieren<br />
Einmal angebracht, schützt die Folienhaube<br />
vor dem Eindringen von<br />
Feuchtigkeit sowie Schmutz und hält<br />
die Produkte fest an Ort und Stelle,<br />
sodass die Paletten sicher bewegt<br />
und gestapelt werden können, ohne<br />
zu verrutschen. Überdies verringert<br />
die Haube die Wahrscheinlichkeit,<br />
dass Waren auf dem Transportweg<br />
„verloren“ gehen. Jörg Spiekermann<br />
erläutert: „Normale Wickelstretchverpackungen<br />
sind verlockend für<br />
Unbefugte, weil sie gelöst und neu<br />
angebracht werden können. Bei Folienhauben<br />
ist hingegen jeder Fremdeingriff<br />
sofort erkennbar.“ Ein<br />
Kunde der BEUMER Group hat<br />
durch die kürzliche Einführung des<br />
BEUMER stretch hood die Verluste<br />
zwischen Versandstelle und Zielstelle<br />
von vier Prozent auf nahezu null<br />
(0,03 %) reduziert.<br />
Individuelle Lösungen<br />
Die individuelle Auslegung der<br />
Anlage hängt von den Anforderungen<br />
des Kunden ab, z. B. dem Einsatz<br />
von Gabelstaplern und Transportwagen,<br />
dem manuellen Hebeaufwand<br />
und der Höhe, auf welche<br />
die Paletten angehoben werden<br />
müssen. Je nach Set-up kommen<br />
beispielsweise konventionelle oder<br />
niedrige Rollenbahnen und integrierte<br />
Hebesysteme zum Einsatz.<br />
Der BEUMER stretch hood kann als<br />
lineares System konzipiert oder um<br />
Ecken herum aufgestellt werden, um<br />
auf eine kleinere Stellfläche zu passen.<br />
Geräte von Drittanbietern, wie<br />
Etikettiersysteme oder Plattformwaagen<br />
etc., können berücksichtigt<br />
werden. Die Konstruktion kann<br />
auch einen Kompressor vorsehen,<br />
falls der Kunde nicht über einen<br />
Druckluftanschluss verfügt.<br />
Ständige Innovation<br />
In der Verpackungstechnik stehen<br />
laut Jörg Spiekermann viele weitere<br />
Innovationen bevor. „Bei der Etikettierung<br />
sowie dem Be- und Entladen<br />
sind zwar nach wie vor manuelle<br />
Arbeiten notwendig, beim Transport<br />
jedoch werden zukünftig wohl Automated<br />
Guided Vehicles (AGV), also<br />
fahrerlose Transportsysteme (FTS),<br />
zum Einsatz kommen. Die individuellen<br />
Lösungen von BEUMER<br />
arbeiten bereits auf ein vollautomatisches<br />
Szenario hin, welches das<br />
Prinzip des Dark Warehouse auch<br />
auf das Verpacken ausdehnen wird.“<br />
Mehr unter:<br />
www.beumer.com
RECYCLING<br />
ARA Patent läutet neue Ära ein<br />
Nicht jede Kunststoffverpackung ist recyclingfähig – sind sie zu stark verschmutzt,<br />
zu klein oder bestehen aus unterschiedlich chemischen Stoffen, werden<br />
Verpackungen aussortiert und anschließend thermisch verwertet. Die ARA<br />
hat nun ein Verfahren entwickelt, um diese Sortierreste ebenfalls im Kreislauf<br />
zu führen. Die österreichweit erste Anlage für Polyolefin-Aufbereitung startet<br />
im Sommer 2<strong>02</strong>4 im niederösterreichischen Pöchlarn.<br />
Mit UPCYCLE, das die<br />
Altstoff Recycling Austria<br />
AG (ARA) gemeinsam<br />
mit dem Anlagenbetreiber<br />
SRP Sekundär Rohstoff Produktion<br />
GmbH realisiert, werden damit jährlich<br />
zusätzlich rund 30.000 Tonnen<br />
Recyclingmaterial gewonnen. Für<br />
dieses innovative Verfahren besteht<br />
seitens ARA bereits eine EU-Patentanmeldung.<br />
Highthech-Prozesse<br />
2<strong>02</strong>4 geht in Oberösterreich die<br />
hochmoderne Kunststoffsortieranlage<br />
der ARA und ihrer Partner<br />
Bernegger und Der Grüne Punkt in<br />
Betrieb. (<strong>KOMPACK</strong> berichtete)<br />
Durch Hightech-Prozesse wird eine<br />
in Österreich einzigartige Sortiertiefe<br />
von 80 Prozent erreicht. Die verbleibenden<br />
20 Prozent bestehen zum<br />
Großteil aus sogenannten Mischkunststofffraktionen,<br />
die bisher nicht<br />
mehr wirtschaftlich sinnvoll weiter<br />
sortiert werden können. Diese Reste<br />
bestehen aus verschiedenen Arten<br />
von Kunststoffen und unterscheiden<br />
sich in ihren chemischen und physikalischen<br />
Eigenschaften. Damit<br />
gehen wertvolle Sekundärrohstoffe<br />
verloren.<br />
UPCYCLE<br />
Mit Österreichs erste Polyolefin-<br />
Aufbereitungsanlage gewinnt UP-<br />
CYCLE im niederösterreichischen<br />
Pöchlarn aus diesen Sortierresten<br />
bis zu 50 Prozent der Wertstoffe zurück,<br />
die bisher thermisch verwertet<br />
wurden. „Es ist von zentraler Bedeutung<br />
Rohstoffe so lange wie möglich<br />
im Kreislauf zu halten und damit<br />
gleichzeitig die ambitionierten EU-<br />
Ziele bei Kunststoffverpackungen<br />
zu erreichen. Unser neues Verfahren<br />
ist ein wichtiger Fortschritt zur Erreichung<br />
beider Ziele“, erklärt ARA<br />
Vorstand Martin Prieler.<br />
Neues Verfahren<br />
Neues Verfahren holt noch mehr<br />
aus der Gelben Tonne raus Sowohl<br />
Mischkunststofffraktionen aus dem<br />
Gelben Sack als auch Fraktionen<br />
aus der Gewerbesammlung werden<br />
dabei veredelt. „Das Ergebnis<br />
des Aufbereitungsprozesses sind<br />
hochwertige Polyolefin-Rezyklate<br />
in einer Reinheit von zumindest<br />
90 Prozent, die im Anschluss von<br />
der Industrie als Sekundärrohstoff<br />
mechanisch oder chemisch recycelt<br />
werden“, so Prieler. Während beim<br />
mechanischen Recycling die Abfälle<br />
zerkleinert, geschmolzen oder<br />
umgeformt werden, wandelt das<br />
chemische Recycling Kunststoffe<br />
auf molekularer Ebene in seine<br />
Grundbestandteile zurück.<br />
Standort<br />
Der Standort der UPCYCLE-<br />
Anlage im niederösterreichischen<br />
Pöchlarn wurde im Sinne einer<br />
360-Grad-Kreislaufwirtschaft strategisch<br />
gewählt. „Es ist uns damit<br />
gelungen eine einzigartige Kooperation<br />
von Kommune, Entsorgern<br />
und Zementindustrie sowie weiteren<br />
Partnern zu schaffen“, erklärt Prieler.<br />
Aufbereitungsanlage<br />
Die neue Aufbereitungsanlage<br />
wird von SRP Sekundär Rohstoff<br />
Produktion GmbH betrieben, Kirchdorfer<br />
Zement – Spezialist für Bindemittel<br />
und umweltschonenden<br />
Zement – übernimmt die CO 2 -optimierte<br />
thermische Verwertung der<br />
nicht weiter rezyklierbaren Restfraktion.<br />
Anlage schafft<br />
fünf Tonnen pro Stunde<br />
„Mit einer Verarbeitungsgeschwindigkeit<br />
von fünf Tonnen pro Stunde<br />
liegt die Kapazität der Polyolefin-Aufbereitungsanlage<br />
bei bis<br />
zu 30.000 Tonnen pro Jahr“, so<br />
SRP-Geschäftsführer Richard Walter.<br />
„Damit können wir einen erheblichen<br />
Anteil des Jahresaufkommens<br />
von anfallenden Mischkunststoffen<br />
bewältigen.“<br />
Die europäische Petrochemie hat<br />
das Endmaterial bereits getestet<br />
und positiv für den Einsatz im chemischen<br />
Recycling beurteilt. Die hohe<br />
Nachfrage bestätigt die Qualität<br />
Foto - © Daniel Willinger / ARA<br />
Martin Prieler (ARA Vorstand), Erich Frommwald (CEO Kirchdorfer<br />
Gruppe), Jürgen Secklehner (Geschäftsführer ARAplus), Reinhard<br />
Kerschner (Geschäftsführer TOP Umweltservice GmbH und Geschäftsführer<br />
Kerschner Umweltservice und Logistik GmbH), Richard<br />
Walter (Geschäftsführer SRP Sekundär Rohstoff Produktion GmbH).<br />
des Produkts. „Wir gehen davon aus,<br />
dass das Projekt UPCYCLE unsere<br />
hohen Erwartungen erfüllt und wir<br />
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<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
47
AUTOMATISIERUNG<br />
Mehrkopfwaage verpackt tonnenweise<br />
Schluss mit ineffizienten Prozessen. Der polnische Fleischverarbeiter<br />
Wierzejki hat die Abfüllung von Fleischknödeln automatisiert. Mit einer<br />
Mehrkopfwaage von Ishida spart das Unternehmen jetzt viel manuelle Arbeit<br />
und optimiert die Abfüllgenauigkeit. Eine Amortisierung der Investition soll<br />
innerhalb von 18 Monaten erreicht werden.<br />
Ishida GmbH<br />
Die Ishida GmbH mit Sitz<br />
in Schwäbisch Hall ist die für<br />
Deutschland und Österreich zustän-<br />
Wierzejki ist einer der<br />
größten Fleischverarbeiter<br />
in Polen und beliefert<br />
nicht nur den heimischen<br />
Markt, sondern auch viele weitere<br />
europäische, asiatische und afrikanische<br />
Länder. Zur breiten Produktpalette<br />
zählen neben traditionellem<br />
Fleisch diverse Feinkostartikel wie<br />
Kartoffelknödel mit Fleischfüllung.<br />
Letztere wurden bis vor Kurzem in<br />
einem mühsamen und zeitaufwändigen<br />
Prozess manuell verwiegt<br />
und in Tiefziehschalen abgefüllt.<br />
Der verlangte Ausstoß von 1,2 t<br />
pro Stunde machte den Einsatz<br />
von sechs Mitarbeitern erforderlich.<br />
Noch problematischer war der<br />
Produktverlust, denn die Verpackungen<br />
lagen um bis zu 25 g über<br />
dem Zielgewicht. „Präzision ist<br />
Alles in unserem Geschäft und das<br />
veranlasste die Beschaffung einer<br />
Mehrkopfwaage“, sagt Adam Zdanowski,<br />
Miteigentümer von Wierzejki.<br />
„In unserer Produktion nutzen<br />
wir bereits seit zwei Jahren eine<br />
Mehrkopfwaage von Ishida, die uns<br />
mit ihrer Genauigkeit und Zuverlässigkeit<br />
überzeugt hat. Und da es<br />
sich bei der Abfüllung der Fleischknödel<br />
um eine sehr spezifische<br />
Anwendung handelt, war auch die<br />
Erfahrung von Ishida mit solchen<br />
Produkten dafür ausschlaggebend,<br />
erneut in eine Mehrkopfwaage dieses<br />
Herstellers zu investieren.“<br />
Patentierte<br />
Pulsweitenmodulation<br />
Die jetzt installierte Mehrkopfwaage<br />
der Baureihe CCW-RVE ist<br />
mit der patentierten Pulsweitenmodulation<br />
(PWM) ausgestattet,<br />
die eine optimale Kontrolle der<br />
Produktzufuhr auf den Verteilteller<br />
und der Beschickung der Schalen<br />
ermöglicht. Sowohl die Amplitude<br />
als auch die Dauer der Vibration<br />
lassen sich automatisch steuern, so<br />
dass die Zuführrinnen einen kontrollierten<br />
und gleichmäßigen Produktfluss<br />
sicherstellen. Speziell beschaffene<br />
Oberflächen verhindern<br />
Anhaftungen. Ein spezielles Verteilsystem<br />
unter der Mehrkopfwaage<br />
Beispiel für ein fälschungssicheres Etikett mit Öffnungseffekt:<br />
beim Öffnen wird irreversibel ein Schloss sichtbar.<br />
Gelungene Automatisierung: Die Mehrkopfwaage<br />
CCW-RVE bei der Abfüllung der Fleischknödel (Fotos: © Ishida)<br />
sorgt anschließend für eine schnelle<br />
und effiziente Übergabe der Knödel<br />
an die Tiefziehmaschine.<br />
Hohe Genauigkeit<br />
Mit ihrer hohen Genauigkeit und<br />
Konsistenz bewirkt die Mehrkopfwaage<br />
erhebliche Effizienzsteigerungen<br />
und vermeidet zugleich<br />
menschliche Fehler. Wierzejki setzt<br />
die 14-köpfige Waage aktuell primär<br />
für die Abfüllung von Knödeln<br />
in Verpackungen mit 400 g Inhalt<br />
ein und kann darüber hinaus eine<br />
Vielzahl weiterer Füllgewichte verarbeiten.<br />
Durch Mehrfachabwürfe<br />
in eine Verpackung lassen sich<br />
zudem sehr große Foodservice-<br />
Verpackungen realisieren. Dies<br />
verschafft dem Hersteller die Flexibilität,<br />
schnell auf sich ändernde<br />
Markt- und Kundenanforderungen<br />
zu reagieren.<br />
Arbeitskosten<br />
und Produktverlust minimiert<br />
Wierzejki benötigt seit der Automatisierung<br />
nur noch einen Mit-<br />
Die Mehrkopfwaage wird<br />
bequem per Touchscreen bedient.<br />
arbeiter an der gesamten Verpackungslinie.<br />
Dank der Mehrkopfwaage<br />
konnte die Überfüllung von<br />
durchschnittlich fünf Prozent auf<br />
weniger als zwei Prozent reduziert<br />
werden. Ebenso wichtig ist, dass<br />
die Konsistenz der Füllgewichte<br />
dazu beiträgt, das Kundenerlebnis<br />
zu verbessern und das Premium-<br />
Markenimage von Wierzejki zu<br />
bewahren. Das Fleischverarbeitungsunternehmen<br />
hat die Waage<br />
täglich zwölf Stunden störungsfrei<br />
in Betrieb. Dank der intuitiven<br />
Touchscreen-Bedienung können<br />
Einstellungen und Produktwechsel<br />
einfach vorgenommen werden.<br />
Das modulare Design der wasserdichten<br />
Waage ermöglicht den einfachen<br />
Ausbau und Austausch von<br />
Kontaktteilen für eine schnelle und<br />
gründliche tägliche Reinigung.<br />
Ertragssteigerung<br />
„Unsere neue Mehrkopfwaage hat<br />
uns durch ihre hohe Genauigkeit,<br />
Effizienz und Zuverlässigkeit eine<br />
erhebliche Ertragssteigerung beschert“,<br />
schließt Adam Zdanowski.<br />
„Die Ishida-Waage ist aus unserer<br />
Knödelproduktion nicht mehr wegzudenken.“<br />
Die Mehrkopfwaage stellt einen<br />
reibungslosen Produktfluss sicher.<br />
48<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong>
Fleischknödel<br />
Die Fleischknödel erreichen<br />
die Wiegeschalen.<br />
dige Tochtergesellschaft von Ishida<br />
Europe (Birmingham, England).<br />
Das Unternehmen konzipiert, produziert<br />
und installiert innovative<br />
Wiege- und Verpackungstechnologien<br />
für den Food- und den Non-<br />
Food-Bereich. Angeboten werden<br />
effiziente Maschinen für das Verwiegen,<br />
das Abfüllen und Verpacken<br />
sowie die Qualitätskontrolle.<br />
Kunden erhalten auch komplette<br />
Linienlösungen und Service aus einer<br />
Hand.<br />
Mehr unter:<br />
www.ishidaeurope.com/de<br />
Ringwickler<br />
● aut. Wickelfolienwechsler<br />
● aut. Deckblattrollenwechsler<br />
● Doppelwickelkopf uvm.<br />
Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG<br />
www.riegler‐verpackungstechnik.com<br />
office@riegler‐verpackungstechnik.com<br />
Tel. 0043 1 40 500 35‐0<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
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WIRTSCHAFT<br />
„Die Erwartungen an<br />
mobile Roboter sind überzogen“<br />
50 <strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
Der Hype um mobile Transportroboter (MTR) hält an. Häufig wird der Eindruck<br />
erweckt, die Technologie sei bereits hunderttausendfach im Einsatz. Doch nur wenige<br />
Unternehmen setzen mobile Roboter im großen Stil ein. Und die Zahl der gescheiterten<br />
Projekte steigt. Der Grund: überzogene Erwartungen und zu wenig internes Wissen<br />
über die Technologie. SAFELOG-Geschäftsführer Mathias Behounek erklärt, welche<br />
Hürden die Branche noch nehmen muss.<br />
Herr Behounek, wo steht die mobile<br />
Robotik und wie sind die Zukunftsaussichten<br />
der Branche?<br />
Es herrscht große Einigkeit darüber,<br />
dass die mobile Robotik in<br />
den nächsten Jahren weiter stark<br />
wachsen wird. So prognostiziert<br />
das Marktforschungsinstitut Interact<br />
Analysis, dass der Markt für Transportroboter<br />
in den nächsten fünf Jahren<br />
trotz der momentan angespannten<br />
wirtschaftlichen Lage jährlich<br />
um bis zu 40% wachsen wird. Denn<br />
Fachkräftemangel und steigende<br />
Produktionskosten zwingen viele<br />
Unternehmen, in die Automatisierung<br />
ihrer Prozesse zu investieren.<br />
Allerdings sind die Erwartungen<br />
an die Leistungsfähigkeit mobiler<br />
Transportroboter völlig überzogen.<br />
Wie meinen Sie das?<br />
Der Druck auf die Industrie ist<br />
unglaublich hoch. Glaubt man den<br />
Medien und einigen Herstellern,<br />
werden wir in kurzer Zeit große<br />
Flotten in nahezu allen intralogistischen<br />
Anwendungen sehen. Die<br />
Roboter sollen autonom navigieren,<br />
Hindernissen ausweichen und<br />
keine Abhängigkeiten haben. Es<br />
scheint, als könnten sie ohne großen<br />
Aufwand in nahezu jedes Layout<br />
integriert werden, ohne dass bestehende<br />
Prozesse hinterfragt werden<br />
müssen. Dieser Eindruck ist falsch<br />
und einer der Hauptgründe, warum<br />
Projekte mit mobilen Robotern in<br />
der Praxis immer wieder scheitern.<br />
Um es klar zu sagen: Unsere Branche<br />
steht noch ganz am Anfang. Allen<br />
Prognosen zum Trotz werden die<br />
Stückzahlen in der Breite erst dann<br />
steigen, wenn wir es schaffen, AGV-<br />
Projekte beherrschbar und erfolgreich<br />
zu machen.<br />
Wie in der Factory 56 bei<br />
Mercedes Benz? Dort haben Sie<br />
mit 500 Robotern die größte Roboterflotte<br />
Europas in Betrieb genommen.<br />
Das ist richtig. Die Factory 56 war<br />
für uns ein Meilenstein und der Beweis,<br />
dass sich große AGV-Flotten<br />
Bild: SAFELOG GmbH<br />
SAFELOG-Geschäftsführer Mathias Behounek<br />
in diesem hochkomplexen Umfeld<br />
realisieren lassen, wenn man sich<br />
auf die wesentlichen Aufgaben fokussiert.<br />
Ich denke aber nicht, dass<br />
vollautomatisierte Fabriken in absehbarer<br />
Zeit Standard sein werden.<br />
Aber das Thema ist sexy und kommt<br />
deshalb bei Investoren und in der<br />
öffentlichen Wahrnehmung gut an.<br />
Je weiter man sich in der Intralogistik<br />
vom Shopfloor entfernt, desto<br />
größer werden die Erwartungen an<br />
das Thema. Mit einer realistischen<br />
Vorstellung davon, was MTR leisten<br />
können, hat das wenig zu tun.<br />
Also zurück zu den Basics?<br />
Das ist unser Ansatz bei SA-<br />
FELOG. Man muss sich radikal auf<br />
das Wesentliche konzentrieren. Dass<br />
bedeutet, dass wir nur die Technologie<br />
in unsere Roboter integrieren,<br />
die man unbedingt braucht, um die<br />
Aufgabe zu erledigen. Alles andere<br />
ist überflüssig. Im Bereich Automotive<br />
haben wir weltweit über 3000<br />
mobile Transportroboter im Einsatz.<br />
In vielen Montagewerken und Produktionsanlagen<br />
von Zulieferern<br />
bringen unsere Roboter Teile ans<br />
Band. Aber das war‘s dann auch<br />
schon. Kein Fahrzeug weicht selbstständig<br />
aus oder ist mit Sensorik<br />
ausgestattet, die es für diese eine<br />
Aufgabe nicht braucht. Wir wollen<br />
technische Komplexität und damit<br />
Fehleranfälligkeit vermeiden. Denn<br />
als Familienunternehmen, das nicht<br />
von Risikokapitalgebern finanziert<br />
ist, sind wir gezwungen Lösungen<br />
anzubieten, die wir verlässlich liefern<br />
können und erfolgreich sind.<br />
Lean Robotics: SAFELOG verfolgt den Ansatz, die gestellte<br />
Aufgabe mit so wenig Technik wie möglich zu lösen.<br />
Bild: KNOLL Maschinenbau<br />
Worauf kommt es Ihrer Meinung<br />
nach an, damit mobile Roboter<br />
den Durchbruch schaffen?<br />
Wir sollten aufhören, Szenarien zu<br />
propagieren, die noch in der Zukunft<br />
liegen, und uns auf das konzentrieren,<br />
was heute möglich ist. Statt immer<br />
neue vermeintliche technische<br />
Innovationen wie autonomes Navigieren<br />
zu feiern, sollten wir uns<br />
auf die Kernfrage konzentrieren:<br />
Wie kann ich heute mit mobilen<br />
Transportrobotern erfolgreich sein?<br />
Damit meine ich nicht nur die von<br />
den Herstellern eingesetzte Technik.<br />
Mindestens genauso wichtig ist das<br />
Know-how auf Kundenseite.<br />
Was raten Sie Unternehmen, die<br />
über den Einsatz mobiler Roboter<br />
nachdenken?<br />
Jedes Unternehmen braucht eine<br />
Vision von dem, was es erreichen<br />
will, um für sich ein Ziel zu definieren.<br />
Geht es um Einsparmaßnahmen,<br />
ergonomische Verbesserung<br />
oder die Prozessoptimierung? Ohne<br />
konkrete Zielsetzung ist es für uns<br />
als Hersteller schwierig, den Weg<br />
zu beschreiben, um dieses Ziel zu<br />
erreichen. Dazu gehört auch, zu<br />
wissen welche Prozesse sich für<br />
eine Automatisierung eignen, welche<br />
Voraussetzungen mein Lager<br />
mitbringen muss, wie die Verkehre<br />
gesteuert werden usw. Der Aufbau<br />
von internem Wissen ist also von<br />
zentraler Bedeutung. Nur so kann eine<br />
Vorstellung davon entstehen, was<br />
die Technologie leisten soll, welche<br />
Ziele realistisch sind und wie der<br />
Weg dorthin gemanagt werden kann.<br />
Im Idealfall ist die mobile Robotik<br />
ein Thema für die Standardisierung.<br />
Es geht darum, die Spielregeln zu<br />
definieren, das Spielfeld zur Verfügung<br />
zu stellen, aber auch Schiedsrichter<br />
zu sein.<br />
In vielen Fällen beginnt man am<br />
besten mit einem kleinen Projekt,<br />
um Erfahrungen zu sammeln. Die<br />
große Vollautomatisierung mit<br />
Transportrobotern wird ad hoc nicht<br />
funktionieren. Denn ohne Vorwissen<br />
und Erfahrung sind sowohl die<br />
Mitarbeiter als auch die Strukturen<br />
schnell überfordert. Wenn das gelingt<br />
sich diese Kenntnisse anzueignen,<br />
wird die mobile Robotik viele<br />
Unternehmen noch erfolgreicher<br />
machen.<br />
Vielen Dank für das Gespräch.
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Displays und Verpackungen<br />
aus Leidenschaft<br />
Hochwertige<br />
Aufsteller in<br />
kürzester Zeit<br />
aufgerichtet.<br />
FASTER DISPLAY<br />
Innovativ.<br />
Werbewirksam.<br />
Nachhaltig.<br />
In zertifizierter<br />
Qualität.<br />
<strong>02</strong>/<strong>24</strong><br />
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Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H. · T <strong>02</strong>230/<strong>24</strong>300 · office@mvg.co.at · www.mvg.co.at · Folgen Sie uns:
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