Walserherbst 2004 Programmheft
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 1<br />
„Wen mu planget<br />
sêntz tüsuk Trêtta<br />
Fer z psêên<br />
Was mu nit weis“<br />
Wenn man sich sehnt,<br />
bedarf es der tausend Schritte,<br />
um das zu erreichen,<br />
was man nicht kennt.<br />
(Anna Maria Bacher, Brendo im Pomattertal/Ch)
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Herzlich Willkommen!<br />
Zum ersten WALSERHERBST Festival in einem der<br />
schönsten Bergtäler Österreichs -<br />
dem Großen Walsertal - laden wir herzlich ein.<br />
Dieses Tal ist seit ca. 700 Jahren ein bewohnter<br />
und bewirtschafteter Lebensraum. „Hier ist die<br />
Erde tatsächlich nur geborgt, von einer übermächtigen<br />
Natur nämlich. Hier hat es immer ein<br />
Bewusstsein dafür gegeben, dass man sie nicht<br />
besiegen kann, nicht gegen sie leben, sondern nur<br />
mit ihr.“ Eine der größten Lawinenkatastrophen<br />
des 20. Jh. (1954) hat viele Einwohner zur<br />
Auswanderung gezwungen.<br />
Heute ist das Tal ‚Biosphärenpark’, eine von der<br />
UNESCO ausgewiesene, besonders schützenswerte<br />
Region. Die Menschen betreiben aktiven<br />
Umweltschutz und vermarkten erfolgreich<br />
wertvolle Naturprodukte. In der Kommunikation<br />
nach außen ist das Konzept des Biosphärenparks<br />
äußerst erfolgreich, die internationale Aufmerksamkeit<br />
ist enorm.<br />
Zur Belebung der alpinen Kultur im 21. Jahrhundert<br />
bedarf es neuer Denkansätze, um Natur<br />
und Kultur zu verbinden, mit dem Menschen im<br />
Mittelpunkt. Den Blick auf kulturelle Traditionen<br />
zu klären, neue künstlerische Impulse zuzulassen,<br />
Identität zu erhalten und Offenheit für Neues zu<br />
entfalten ist ein Ziel des WALSERHERBST.<br />
Es genügt nicht, hier geboren zu sein, ungewöhnliche<br />
Ideen zu haben und mit Kulturmanagement<br />
vertraut zu sein, um im Großen Walsertal ein<br />
3-wöchiges Festival entstehen zu lassen. Ohne die<br />
mentale und materielle Unterstützung der<br />
Einwohner, ohne die Mithilfe vieler Walser wäre<br />
es nicht möglich das Unterfangen WALSERHERBST<br />
zu wagen. Wir können es wagen, denn wir haben<br />
diese uneingeschränkte Unterstützung.<br />
Sieglinde Müller-Eberhart<br />
Dietmar Josef Nigsch<br />
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28.8. 20:30 Walserzelt, Dorfzentrum Blons<br />
FESTIVAL ERÖFFNUNG<br />
Festliche Eröffnung des WALSERHERBST<br />
Die Eröffnung wird das vielseitig-bunte<br />
Festivalprogramm mit seinen unterschiedlichen<br />
Kunstrichtungen widerspiegeln.<br />
Mit Musik, Film und literarischen Beiträgen feiern<br />
wir so den Beginn des ersten <strong>Walserherbst</strong> <strong>2004</strong>.<br />
28.8. - 19.9. 04 im Großen Walsertal<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 7<br />
28.8. - 19.9.04 Thüringerberg<br />
FOTOAUSSTELLUNG<br />
„AUSSICHTSREICH - STEILES ERBE“<br />
Fotoausstellung:<br />
Jörg Heieck und Nikolaus Walter<br />
Jörg Heieck zeigt bisher unveröffentlichte<br />
Landschafts-Fotografien der Region, die mit einer<br />
6x17 Panoramakamera aufgenommen wurden.<br />
Nikolaus Walter hat das Große Walsertal über<br />
25 Jahre lang in seiner Entwicklung fotografisch<br />
begleitet und zeigt Werke aus seinem Bildband<br />
Steiles Erbe (Verlag C. Brandstätter, Wien 2003).<br />
Die Fotoausstellung ist von 28.8. – 19.9.04 in der<br />
ehemaligen Frächterei Franz Burtscher, Jagdbergstraße<br />
116, in Thüringerberg (Di-Sa 15-19h,<br />
So 10-16h, Tel. 0664/4850963) zu sehen.<br />
Am Samstag den 28.8. 04 um 17:00 Uhr ist<br />
Vernissage mit einer Eröffnungsrede von<br />
Dr. Gerhard Glüher (Freie Universität Bozen).<br />
Jörg Heieck ist Fotograf und<br />
promovierter Physiker. An der<br />
Fachhochschule Kaiserslautern<br />
lehrt Heieck im Studiengang<br />
Virtual Design das Fach Fotografie.<br />
Seine fotografischen Arbeiten, die<br />
in zahlreichen Publikationen<br />
erschienen sind, weisen ihn als<br />
Spezialisten für Landschafts- und<br />
Architekturfotografie aus.<br />
Er ist berufenes Mitglied der<br />
Deutschen Gesellschaft für<br />
Photographie (DGPh) und wurde<br />
1995 mit dem ITEK Award der<br />
American Society for Imaging<br />
Science & Technology ausgezeichnet.<br />
Die Gemeinschaftsausstellung wird vom 1.10.<br />
(Eröffnung um 19:00 Uhr) bis 22.10.04 auch im<br />
Walser Heimatmuseum/Gemeindezentrum in<br />
Triesenberg/FL Di - Fr 13:30 – 17:30, Sa u. So<br />
13:30 – 17:00; Tel. 0042-3-2621926) zu sehen sein.<br />
Siehe Seite 47<br />
Nikolaus Walter (geb. 1945 in<br />
Rankweil) lebt nach Aufenthalten<br />
in England, den USA und Kanada<br />
als freischaffender Fotograf in<br />
Feldkirch (A). Seit den 70er Jahren<br />
ist er auf dem Gebiet der<br />
„Autorenfotografie“ tätig, mit<br />
ausgesprochenem Schwergewicht<br />
auf zyklischen Arbeiten im Sinne<br />
der Reportage.<br />
Begleitend zur Ausstellung<br />
erscheint eine umfangreiche<br />
Broschüre.<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 8<br />
JODEL - WORKSHOP<br />
ECHO - KONZERT<br />
29.8. - 1.9. in Marul<br />
JODEL - WORKSHOP<br />
mit Evelyn Fink und Gerold Amann<br />
Gerold Amann, geb. 1937 in<br />
Schlins. Lehrer in Ruhestand und<br />
Komponist, beschäftigt sich mit<br />
Umweltschall.<br />
Evelyn Fink, geb. 1972 in<br />
Andelsbuch. Violinstudium in<br />
Wien, Diplomarbeit über den<br />
Jodler in Vorarlberg.<br />
Lehrbeauftragte für österreichische<br />
und europäische Volksmusik<br />
an den Musikuniversitäten in<br />
Wien und Salzburg.<br />
Information/Anmeldung:<br />
office@walserherbst.at<br />
und +43/ (0)664 / 48 50 963<br />
Bläserensemble:<br />
Johannes Bär &<br />
Simon Gmeiner - Trompete<br />
Stefan Kühne &<br />
Bernhard Kurzemann - Posaune<br />
Idee: Gerold Amann<br />
Jodler, Juz, Almschrei. Diese Ausdrucksformen und<br />
analoge Natur.Stimmen bilden die musikalischen<br />
Themen des Workshops. Einleiten wird Gerold<br />
Amann in die Welt der Vogelstimmen:<br />
Musizieren die Vögel oder pfeifen sie nur?<br />
Leben und Agieren mit/in der Natur bringt verschiedene<br />
musikalische Kommunikationsarten<br />
zwischen Mensch und Tier hervor. Vom Jagdzauber<br />
des Heute, der Lockjagd, wird ein Walser Jäger<br />
kundig berichten.<br />
Neben diesen Freiluftmusiken wird in den täglichen<br />
„Jodelshops“ aus dem Reichtum der österreichischen<br />
Jodlerkultur vom einstimmigen Juzer über<br />
einfache „Zweier“ bis hin zu komplizierteren<br />
dreistimmigen sogenannten „Gegeneinander“<br />
geschöpft.<br />
Die Kulturtechnik des Jodelns gehört zum<br />
Archaischsten und Artifiziellsten, was die vokale<br />
Volksmusik des Alpenraumes hervorgebracht hat.<br />
Man kennt diese Technik auch in anderen Ländern<br />
Europas und Stammeskulturen der Welt.<br />
Mittels exemplarischer Tonaufnahmen und dem<br />
Chor Rustavi aus Georgien wird das Jodeln unterschiedlicher<br />
Kulturen kurzzeitig ins Große Walsertal<br />
geholt.<br />
Anreise: Mit der Seilbahn Sonntag<br />
nach Stein. Von der Bergstation<br />
noch 20 Minuten Fußmarsch zur<br />
Echowand Steinfluh.<br />
(leicht begehbarer Höhenweg)<br />
Bei Schlechtwetter wird ein<br />
Ersatztermin angeboten.<br />
Genaue Information zur<br />
Veranstaltung: Homepage<br />
www.walserherbst.at (news)<br />
Tel. 0043 (0) 664/ 48 50 963<br />
Tagespresse<br />
30.8. bei Sonnenuntergang Sonntag/Stein<br />
ECHO - KONZERT<br />
AN DER WANDFLUH<br />
in Sonntag/Stein<br />
Das Publikum wird zum Echoplatz begleitet. Dort<br />
lädt das Bläserquartett und das Wandfluh-Echo zu<br />
einer einmaligen Klangüberlagerung ein.<br />
Ein Hörspiel in der Natur mit dem Echo als zweite<br />
Stimme.<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 9<br />
29.8. 20:30 Walserzelt<br />
BARONESS LIPS VON LIPSTRILL<br />
die weltweit einzige Kunstpfeiferin<br />
KUNSTPFEIFEN UND<br />
JODEL PERFORMANCE<br />
Sie scheint aus dem Nachlass von Fellini zu stammen<br />
- ein exzentrisches, selbstironisches, bizarres<br />
Theatermonster erster Klasse! - Gänsehäuf´l und<br />
Broadway - Katzenjammer und Allüre!<br />
Mühelos pfeift sie die Hits der Klassiker, erklimmt<br />
mit ihren Trillern und Tremolos die Tonleiter bis<br />
über das hohe C hinaus. In<br />
mehr als 35 Ländern ist sie<br />
aufgetreten und hat mit<br />
Stars wie Josephine Baker,<br />
Frank Sinatra und Edith Piaf<br />
auf der Bühne gestanden.<br />
Voluminös und hochdekoriert<br />
lässt sie im „Walserzelt“ in<br />
Glanz und Glamour alte<br />
Varieté-Zeiten erstrahlen.<br />
Am 12. Februar <strong>2004</strong> erhielt<br />
sie das Goldene<br />
Verdienstzeichen der<br />
Republik Österreich.<br />
ELEKTRONISCHE - JODEL - PERFORMANCE<br />
von Thomas Gorbach<br />
Start der Revue-Karriere<br />
in München<br />
Jeanette wurde am 6. November<br />
1924 als Rudolf Schmidt im<br />
böhmischen Wallern geboren. Da<br />
er Sudentendeutscher war, wurde<br />
er nach dem Zweiten Weltkrieg<br />
aus seinem Heimatort vertrieben.<br />
Die Revue-Karriere des jungen<br />
Schmidt begann in München.<br />
1964 wurde aus Rudolf Jeanette.<br />
„Ich pfeife mich durchs Leben,<br />
bis ich tot umfalle“<br />
In den 80er Jahren entdeckte<br />
Andre Heller die Kunstpfeiferin<br />
und brachte ihre aussterbende<br />
Kunst dem österreichischen<br />
Publikum näher. Lips von Lipstrill<br />
bedauert, dass es keinen Nachwuchs<br />
gibt. Für sie selbst ist aber<br />
klar: „Ich pfeife mich durchs<br />
Leben, bis ich tot umfalle.“<br />
„Hör, den Jodler auf dem Dach I + II“<br />
Die auf dem Computer errechneten und gespeicherten<br />
Stücke „Hör, den Jodler auf dem Dach I + II”<br />
verbinden die verschiedenen Themen dieses<br />
Abends: Pfeifen + Jodeln, klassisch instrumentale<br />
Musik + synthetische Musik, Vogelstimmen +<br />
Menschenstimmen, vokal + instrumental, Volksmusik<br />
vom Land + Geräusche aus der Stadt,<br />
Blechblasinstrumente + Lautsprecher. Dabei verwendet<br />
Gorbach Tonbandaufnahmen, die speziell für<br />
diesen Abend angefertigt werden. Er entwickelt sie<br />
durch komplizierte Klangveränderungsverfahren<br />
weiter und führt sie zusammen. Die Stücke spiegeln<br />
einander im Aufbau. Wo das Eine beginnt endet das<br />
Andere und umgekehrt.<br />
Thomas Gorbach wurde 1966 in<br />
Thüringerberg geboren.<br />
Nach 8-jährigem Oboen- und<br />
Kompositionsstudium in Bern/CH<br />
übersiedelte er nach Wien, um am<br />
elektroakustischen Institut der<br />
Musikhochschule Wien Computermusik<br />
zu studieren. Im Jahre<br />
2000 gründete er sein eigenes<br />
Label „LeCoq“ und veröffentlichte<br />
seine erste CD mit den Stücken<br />
„Trilogie“ und „Miasma“. Seit<br />
März <strong>2004</strong> unterrichtet er an der<br />
Technischen Universität Wien<br />
Elektroakustische Musik.<br />
09
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 10<br />
WELTMUSIK: JODELN<br />
31.8. 20:30 Walserzelt<br />
VOKALPOLYPHONIE<br />
Jodeln in den Alpen und im Kaukasus<br />
Der Rustavi Chor:<br />
wurde 1968 von Sängern aus<br />
traditionellen georgischen<br />
Sängerfamilien gegründet. Dieser<br />
aus 9 Männern bestehende Chor<br />
gehört mit über 600<br />
Tonaufnahmen und Konzerten in<br />
der ganzen Welt zu den berühmtesten<br />
Gesangsensembles<br />
Georgiens. Rustavi ist der Name<br />
einer Stadt in Georgien.<br />
Jodeln ist definiert als „Singen auf Singsilben ohne<br />
Wortbedeutung mit dem charakteristischen<br />
Registerwechsel“.<br />
WELTMUSIK JODELN:<br />
„krimantschuli“ trifft auf „jodeln“.<br />
An diesem Abend kommt es zu einer einzigartigen<br />
Zusammenführung von Sängerinnen und Sängern<br />
aus Georgien und Österreich, die sich dieser<br />
Singtechnik bedienen.<br />
Aus der georgischen Hauptstadt Tiflis reist dafür der<br />
weltberühmte „Rustavi Chor“ an.<br />
Und aus der Ramsau am Dachstein/Steiermark kommen<br />
die „Steiner Sänger“, eine der besten Jodlerformationen<br />
Österreichs.<br />
Die Steiner Sänger:<br />
Gretl Steiner, wurde in den 20er<br />
Jahren in Mandling als Tochter<br />
eines Loden-Walkers geboren.<br />
„Mich hat nicht der Storch<br />
gebracht, ich bin mit dem<br />
Filzmoser-Bach gekommen, vom<br />
Dachstein herunter, und in<br />
Mandling haben sie mich<br />
herausgefischt“.<br />
Im Elterhaus wurde ständig gesungen,<br />
Lieder und Jodler. „Wenn die<br />
Eltern den „Kuahmelcher-Jodler“<br />
gesungen haben, lief es mir immer<br />
kalt den Rücken runter...“<br />
Heli Gebauer, geboren in<br />
Wörschach im Ennstal,<br />
kommt mit sechs Jahren in die<br />
Ramsau und erinnert sich noch<br />
heute an die beeindruckende<br />
Loden-Walkerei Steiner...<br />
Dritter im Bunde der „Steiner<br />
Sänger“ ist Willi Mayer, aufgewachsen<br />
in Pruggern im Ennstal in<br />
einem Dorfgasthaus mit lebendiger<br />
Sing- und Musiziertradition.<br />
10
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 11<br />
1.9. 20:30 Tischlerei Kaufmann<br />
DIALEKTLESUNG<br />
„ufftröölt und gschindalat“<br />
DIALEKTLESUNG +<br />
KINDERMUSICAL +<br />
BUCHPRÄSENTATION<br />
Im einmaligen Ambiente der Bergholz-Tischlerei der<br />
Familie Gottlieb Kaufmann hören Sie Texte in<br />
Walser Mundart rund ums Holz von und mit Hadwig<br />
Keller- Bickel.<br />
Hadwig Keller- Bickel stammt aus Blons, arbeitet<br />
und lebt am Schweizer Bodenseeufer und ist begeisterte<br />
Dialektautorin und Malerin.<br />
Treffpunkt:<br />
20 Uhr, beim Walserzelt Blons<br />
Ein Shuttle-Bus bringt Sie nach<br />
Valentschina 64<br />
3.9. 20:00 Walserhalle Raggal<br />
BUCHPRÄSENTATION: Franz Elsensohn<br />
„Nachtvolch und Laguzerbutz“<br />
Das Sagen-Erzählgut des Großen Walsertales<br />
umfasst eine Vielzahl an Volkserzählungen, die in<br />
den letzten Jahrhunderten berichtet und niedergeschrieben<br />
worden sind. Sagen gehören nicht zu<br />
den »folkloristischen Harmlosigkeiten«. Auch wenn<br />
sie nicht wahr sind, sie enthalten viele Wahrheiten!<br />
Franz Elsensohn aus Götzis beschäftigt sich seit<br />
Jahren mit Forschung und Sammlung von Sagen<br />
und Legenden. Im Verlag Hämmerle Hohenems<br />
wurde sein Buch „Nachtvolch und Laguzerbutz“<br />
verlegt.<br />
Herausgeber:<br />
Ausschuss für Schule, Bildung und<br />
Kultur Großes Walsertal.<br />
3. + 5.9. 19:00 Pfarrkirche Raggal<br />
Kindermusical "David und Goliath"<br />
von Dagmar und Klaus Heizmann<br />
Die Rag-Kids, eine Musicalgruppe mit Mädchen und<br />
Burschen im Alter von 5 - 14 Jahren, bringen an<br />
zwei Abenden in der Pfarrkirche Raggal das Musical<br />
"David und Goliath" zur Aufführung.<br />
Musikalische Leitung:<br />
Anna Jenny, Raggal/Wien<br />
11
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 12<br />
WALSERKOST<br />
& MUSIK<br />
2.9. / 9.9. / 16.9. 20:30 Walserzelt<br />
WALSERKOST & MUSIK<br />
Während des <strong>Walserherbst</strong> wird jeden Donnerstag<br />
im Walserzelt von den Großwalsertaler Bäuerinnen<br />
groß aufgekocht.<br />
Wir dürfen neugierig sein<br />
• auf traditionelle Großwalsertaler Rezepte<br />
• auf köstliche Gerichte vom „Großwalsertaler<br />
Alpschwein“ (das auf der Alpe gezogene,<br />
biologische Schwein liefert einzigartiges Fleisch)<br />
• auf Walliser Wein aus dem Rhonetal (Schweiz)<br />
• auf Spezialitäten wie „Walserstolz“-<br />
Knödel und „Walser Käsesuppe“<br />
• oder Süßspeisen, die nicht in den üblichen<br />
Kochbüchern zu finden sind<br />
Das Zelt wird an den Walserkost & Musik- Abenden<br />
nach selbstgebackenem Brot und – im Tal gesammelten<br />
– Gewürzkräutern duften!<br />
Die drei Kulinarischen Donnerstage werden von<br />
Internationalen und Heimischen Musikgruppen<br />
begleitet.<br />
12
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 13<br />
2.9. 20:30 Walserzelt<br />
WALSERKOST & MUSIK<br />
mit der Slowakischen<br />
Volksmusikgruppe PONITRAN aus Nitra<br />
WALSERKOST<br />
& MUSIK<br />
die regelmäßig auf Festivals in ganz Europa und<br />
den USA auftreten.<br />
Das Repertoire umfasst mehrere Stilschichten:<br />
• Archaische Dudelsackslieder und Tänze<br />
aus dem Gebiet von Nitra und Tekov<br />
• Temperamentvolle und dynamische Tschardasche<br />
aus der Region von Nitra, Tekov und der<br />
Ostslowakei<br />
• Hirten- und Räubermelodien aus der Mittelslowakei<br />
mit typischen Hirteninstrumenten wie<br />
Fujara, Endflöte und Doppelflöte<br />
• Konzertstücke für die Besetzung mit Zymbal<br />
• Charakteristische gegenwärtige Tanzvolksschlager<br />
– Polkas, Walzer in regionalen Varianten<br />
Marian Jarek - erste Geige<br />
Peter Hujer - zweite Geige<br />
und Sologesang<br />
Jan Vaclavek - Kontraviola<br />
(Bratsche)<br />
Bernard Garaj - Cymbal, Dudelsack,<br />
Akkordeon, Fujara, Endflöte,<br />
Doppelflöte<br />
Pavol Vakos - Baßgeige<br />
Mariana Szaboova - Sologesang<br />
Nitra ist eine der ältesten und schönsten Städte in<br />
der Slowakei, 80 Km nördlich von Bratislava<br />
gelegen.<br />
Die Walserkost & Musik-Abende am 9. und 16. 9.<br />
sind kulinarisch und musikalisch in Vorbereitung<br />
und versprechen Großartiges. Sie hören von uns.<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 14<br />
LAWINENGEDENKEN<br />
4.9. Walserzelt Blons<br />
LAWINENGEDENKEN UND ERÖFFNUNG<br />
des Lawinenlehrpfades<br />
und des Lawinendokumentationszentrums<br />
Blons<br />
Veranstaltungsablauf:<br />
9.00 und 11.00 Uhr<br />
Treffpunkt beim neuen<br />
Gemeindezentrum zu den<br />
Führungen durch den<br />
Lawinenlehrpfad.<br />
(Gutes Schuhwerk ist<br />
dringend erforderlich)<br />
Anmeldung und Information<br />
im Gemeindeamt Blons<br />
Telefon: 0049 (0)5553 / 81 12 oder<br />
per E-Mail gemeinde@blons.at<br />
Der UNION Sportverein Blons<br />
sorgt für Verpflegung entlang<br />
des Lawinenlehrpfades.<br />
ab 14.00 Uhr<br />
Möglichkeit zur<br />
Besichtigung des Lawinendokumentationszentrums<br />
16.00 Uhr<br />
Offizielle Gedenkfeier<br />
mit Eröffnung des<br />
Dokumentationszentrums<br />
und Dank<br />
an die Helfer und Spender<br />
Das Große Walsertal wurde in den vergangenen<br />
Jahrhunderten von mehreren Lawinenkatastrophen<br />
heimgesucht. Am 10. und. 11. Jänner 1954 gingen<br />
im Großen Walsertal 29 Lawinen zu Tal, bei denen<br />
80 Personen den Tod fanden.<br />
Am schlimmsten davon betroffen war die Gemeinde<br />
Blons. Hier starben 57 Personen.<br />
Bereits am 11. Jänner <strong>2004</strong> gedachte die Gemeinde<br />
Blons in einer kleinen Feier der Katastrophe vor 50<br />
Jahren.<br />
Die Erfahrungen der Zeitzeugen und das Fachwissen<br />
der Wildbach- und Lawinenverbauung des Landes<br />
Vorarlberg wurden von einem ehrenamtlichen Team<br />
aus Blons in den vergangenen Jahren zusammengetragen<br />
und werden nun der Öffentlichkeit zugänglich<br />
gemacht.<br />
Der Lawinenlehrpfad besteht aus drei markierten<br />
Wanderwegen, die mit geschulten Begleitern<br />
begangen werden können. Einer der Wege führt in<br />
das Abbruchgebiet der Lawinen. Auf dem zweiten<br />
Weg können die Schutzmaßnahmen, wie Bannwald<br />
und technische Verbauungen, besichtigt werden.<br />
Der dritte Weg führt durch das Gebiet, in dem die<br />
Lawinen 1954 Schäden verursachten.<br />
Die Gemeinde Blons möchte sich an diesem Tag bei<br />
den Helfern und Gönnern von 1954 bedanken.<br />
18.30 Uhr<br />
Klingende Kirche<br />
mit Katharina Flückiger<br />
Ein musikalisches Erlebnis mit Bass-<br />
Streichpsalter, Klangharfe, Flöte,<br />
Gongs und Lithophon (klingende<br />
Schiefersteine). Siehe S 16<br />
14
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 15<br />
5.9. Walserzelt Blons<br />
ERÖFFNUNG DES<br />
GEMEINDEZENTRUMS BLONS<br />
ERÖFFNUNG<br />
GEMEINDEZENTRUM<br />
BLONS<br />
Holz zieht sich durch!<br />
Der überalterte Bannwald, der Blons bisher vor<br />
Lawinen geschützt hat, wird einer neuen<br />
Nutzung zugeführt.<br />
Es entsteht daraus das neue Gemeindezentrum.<br />
Der einstige Bannwald wird seiner neuen<br />
Bestimmung übergeben.<br />
In dem modernen Holzbau nach den Plänen von<br />
Mag. Arch. Bruno Spagolla haben das<br />
Gemeindeamt, eine Bankfiliale, ein<br />
Gastronomiebetrieb, der Dorfladen, die Volksschule,<br />
ein Vereinslokal, die Walserbibliothek Blons, ein<br />
Serverraum der Telekommunikationsgenossenschaft<br />
Blons, eine Schaltstelle der Telekom und das<br />
Dokumentationszentrum des Lawinenlehrpfades<br />
anspruchsvolle Räumlichkeiten erhalten.<br />
Insgesamt werden rund 2,6 Millionen Euro in die<br />
Zentrumsverbauung von Blons investiert.<br />
Eröffnungsprogramm:<br />
9.30 Uhr<br />
Sektempfang<br />
10.00 bis 17.00 Uhr<br />
Blons in Aktion:<br />
Die Ortsvereine und<br />
Firmen stellen sich mit<br />
verschiedenen Aktionen vor.<br />
10.30 Uhr<br />
Frühschoppen<br />
mit den „Ischmar gli“<br />
14.00 Uhr<br />
Eröffnung und Einweihung<br />
des Gemeindezentrums und<br />
Präsentation „Kunst am Bau“<br />
17.30 Uhr<br />
Ausklang<br />
15
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 16<br />
KLINGENDE KIRCHE<br />
4.9. 18:30 Bergkirche Blons<br />
KLINGENDE KIRCHE<br />
mit Katharina Flückiger<br />
"Aus der Stille wird jene Musik geboren, die das<br />
große Schweigen der Natur nicht stört: die Hymnen<br />
an die Schöpfung"<br />
Flückigers Instrumente sind einzigartig - im Laufe<br />
der Zeit gewachsen und nach ihren Wünschen vom<br />
Instrumentenbauer und Klangforscher Beat<br />
Weyeneth gebaut – bringen Bass-Streichpsalter,<br />
Klangharfe, Flöte, Gongs und Lithophon (klingende<br />
Schiefersteine) die Stille zum Klingen.<br />
Katharina Flückiger,<br />
1956 in Basel (Schweiz) geboren.<br />
Nach dem Musikgymnasium<br />
Ausbildung zur Heilpädagogin mit<br />
Studienaufenthalt in Israel,<br />
Holland und Deutschland. 1980<br />
Musikwanderstudium in Kunst,<br />
Pädagogik und Therapie (Schweiz,<br />
Deutschland, Schweden) Seit 1989<br />
im „Ita- Wegmann-Therapeutikum<br />
Linz“ als Musiktherapeutin.<br />
Der Weg von Katharina Flückiger zur Musik war ein<br />
Weg ohne Wegweiser. Über lange Zeit erforschte sie<br />
die Qualitäten der Intervalle, Rhythmen und das<br />
Eigenleben des einzelnen Tones. Dank dieser intensiven<br />
Forschungsarbeit begann sie eine Musik zu<br />
erahnen, die die Offenheit im Erlauschen zu wahren<br />
weiß. Sie wurde zur Lernenden ohne Lehrer, die auf<br />
jedem Instrument die ihm eigene musikalische<br />
Komposition zu entdecken suchte.<br />
Konzerttätigkeit:<br />
„Festival der leisen Töne“<br />
in Würzburg;<br />
„Stephansdom“ Wien;<br />
„Cathedrale de<br />
Chartres“ Frankreich;<br />
"Palais de la Musique et des<br />
Congres" Strasbourg;<br />
Budapest; Berlin; Kassel; Luzern;<br />
Zürich und Belgrad<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 18<br />
WALSER FILMTAGE<br />
6. - 9.9. im „Wyberhus“ der Propstei St.Gerold<br />
WALSER FILMTAGE<br />
Maria Hofstätter begleitet die Filmtage.<br />
Vorfilm: 20:00<br />
ALPBESTOSSUNG IM<br />
SCHEIDBODO OB GSPON<br />
Ein Film über die Walliser Kampfkühe<br />
im Saastal im Wallis (CH)<br />
Deutschland/Schweiz, 20 min<br />
Regie: Julia Mezger<br />
Sekunden nachdem der Pfarrer den<br />
Kampfplatz eilenden Schrittes verlassen<br />
hat, jagen die Nummer 18<br />
und die Nummer 28 aus einigen<br />
Metern Entfernung aufeinander zu<br />
und rammen mit einem gewaltigen<br />
Sprung ihre Köpfe gegeneinander.<br />
Mit verhakten Hörnern stellen sie<br />
ihr Gleichgewicht wieder her...<br />
Die Dokumentation zeigt den alljährlichen,<br />
dramatischen Kampf<br />
unter den Kühen um die Führung<br />
in der Herde für die 80 Tage auf<br />
der Alpe. Ein kurzer Film über ein<br />
kleines Fest und ein paar großartige<br />
Kämpferinnen.<br />
Schweiz 2002,<br />
124 Minuten, 35 mm,<br />
Regie: Erich Langjahr<br />
Über den Begriff Heimat kann man lange reden. Man denkt an kleine Orte<br />
mit Dirndl, Lederhosen, Gesangsverein und Kindervogelschießen, in denen<br />
dem Fremden misstrauisch begegnet wird; an Traditionen, die die einen<br />
schützen, die anderen ausschließen; an Beziehungs- statt<br />
Vertragsverhältnisse, an Vertriebene, an Flüchtlingsströme oder an bestimmte<br />
Gerüche oder auch, wie die Wolken am Himmel aussehen.<br />
Dort, wo man einen Baum pflanzt, ein Kind zeugt, ein Haus baut, sei die<br />
Heimat, meinen die Aktivisten, während die Melancholiker davon ausgehen,<br />
dass Heimat nur im Inneren sei als verlorene Landschaft der Kindheit.<br />
Der Heimatfilm ist eher übel beleumdet, ein Terrain der Reaktion, denkt man<br />
im Allgemeinen und vergisst dabei, dass auch die Filme von Tarkowski,<br />
Achternbusch und Jean Luc Godard von Heimat und Heimweh<br />
handeln....(Detlev Kuhlbrodt, taz 23. 1. <strong>2004</strong>)<br />
Wir danken Wolfgang Steininger, dem Begründer des Filmfestivals<br />
„Der neue Heimatfilm“ (seit 1988 jeden August in Freistadt/OÖ)<br />
für die großartige Zusammenarbeit.<br />
6.9. 20:30 - Eröffnungsfilm<br />
In Anwesenheit von Erich Langjahr<br />
(Regisseur und Drehbuchautor)<br />
HIRTENREISE INS DRITTE JAHRTAUSEND<br />
Nach „Sennen-Ballade“ und „Bauernkrieg“ ist<br />
„Hirtenreise ins dritte Jahrtausend“ der dritte Film<br />
einer Trilogie, in der Langjahr sich mit den elementaren<br />
Fragen des Menschen und seiner Existenz auseinandersetzt,<br />
mit den Fragen nach Identität, Überleben<br />
und Zukunft. Eine der ältesten Kulturformen<br />
menschlicher Existenz ist das Hirtentum. In einer<br />
Zeit des Umbruchs und des Wertewandels zwischen<br />
Tradition und Zukunft ist der Film auch Ausdruck<br />
zivilisationsbedingter Zerrissenheit.<br />
Es wird eine moderne Hirtengeschichte erzählt, ausgehend<br />
von der Transhumanz, der Weidewirtschaft<br />
zwischen den Jahreszeiten und dem damit verbundenen<br />
Überbringen der Herden von der<br />
Winterweide auf die Sommerweide und umgekehrt.<br />
Die Hirten im Film nehmen ein Leben voller<br />
Entbehrung auf sich. Sie kommen nicht aus der<br />
Tradition des Bäuerlichen, sondern haben diese<br />
Lebensform selber gewählt, im Bedürfnis nach der<br />
Freiheit, etwas Sinnvolles zu tun. www.langjahr-film.ch<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:39 Uhr Seite 19<br />
7.9. 18:00<br />
ZEIT DER MÄNNER, ZEIT DER FRAUEN<br />
Aicha ist eine junge Frau von der Insel Djerba. Mit<br />
18 Jahren heiratet sie Said, der elf Monate im Jahr in<br />
Tunis arbeitet. Wie die Frauen von Saids Brüdern<br />
lebt Aicha nun im Haus der Schwiegermutter unter<br />
strenger Aufsicht. Sie möchte mit nach Tunis gehen,<br />
doch Said verlangt, dass sie ihm zuerst einen Sohn<br />
gebiert. So bleibt Aicha in den ersten Jahren ihrer<br />
Ehe in Djerba, wo die verheirateten Frauen die alljährliche<br />
Heimkehr ihrer Männer aus Tunis wie ein<br />
Fest, wie eine zweite Hochzeitsnacht begehen. Doch<br />
nach einem Monat ist die „Zeit der Männer“ wieder<br />
vorbei. Aicha bringt endlich nach zwei Töchtern<br />
Aziz, den ersehnten Sohn, zur Welt, der es ihr erlaubt,<br />
nach Tunis zu ziehen. Aber der Sohn ist behindert<br />
und Aichas Leben in der Hauptstadt wird<br />
zum Alptraum. Mit ihren beiden halberwachsenen<br />
Töchtern sucht sie nach einem Weg den starren Fesseln<br />
der Tradition zu entkommen. Nach der „Zeit der<br />
Männer“ ist jetzt die „Zeit der Frauen“ gekommen.<br />
WALSER FILMTAGE<br />
Tunesien/Frankreich 2000,<br />
124 min, OmU<br />
Regie: Moufida Tlatli<br />
Darsteller: Rabiaa Ben Abdallah,<br />
Sabah Bouzouita, Ghalia Ben Ali,<br />
Hend Sabri, Ezzedine Gennoun,<br />
Mouna Noureddine<br />
Regisseurin Moufida Tlatli,<br />
eine der wenigen Filmemacherinnen<br />
im arabischen Raum,<br />
erzählt in diesem Film farbig<br />
und kunstvoll vom Leben<br />
tunesischer Frauen.<br />
7.9. 20:30<br />
NOI ALBINOI<br />
Nói, ein eigensinniger Außenseiter, von dem niemand<br />
weiß, ob er nun zurückgeblieben oder doch<br />
genial ist, lebt mit seiner Großmutter in einer kleinen<br />
Stadt an einem abgelegenen Fjord im Westen<br />
Islands. Eingeschlossen von hohen Bergen und<br />
begraben unter Schnee ist dieser Ort eine zu kleine<br />
Welt für Nói. Mit Iris, dem Mädchen von der<br />
Tankstelle, träumt er, diesem eisig-weißen Gefängnis<br />
zu entkommen und nach Hawaii zu entfliehen. Ihre<br />
unbeholfenen Fluchtversuche geraten allerdings<br />
außer Kontrolle und zum totalen Desaster.<br />
Erst als eine Naturkatastrophe sein kleines<br />
Universum erschüttert, eröffnet sich für Nói die<br />
Chance, ein neues Leben zu beginnen. Lakonisch,<br />
spannend und in schönen Bildern erzählt dieser Film<br />
eine tragikomische Geschichte voller poetischer<br />
Wahrheit und feinsinniger Komik über die Sehnsucht<br />
nach einem anderen Leben.<br />
Island 2002,<br />
91 min, OmU<br />
Regie: Dagur Kári<br />
Darsteller: Tomas Lemarquis,<br />
Throstur Leo Gunnarsson, Elin<br />
Hansdottir, Anna Fridriksdottir,<br />
Hjalti Rögnvaldsson<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 20<br />
WALSER FILMTAGE<br />
Deutschland 2003;<br />
93 Min. / Farbe / 35 mm / Dolby SRD<br />
Buch und Regie: Hans Steinbichler<br />
Darstelller: Johanna Wokalek,<br />
Barbara Sukowa, Josef Bierbichler,<br />
Peter Simonischek,<br />
Frank Giering, Alexander Beyerl<br />
8.9. 18:00<br />
HIERANKL<br />
Auf einem Bahnsteig in München steht Lene. Sie muss<br />
sich entscheiden; zurück nach Berlin, wo sie lebt oder in<br />
Richtung Süden. Dort, am Rande der Alpen, wohnt Lenes<br />
Familie auf einem einsamen Gehöft in Hierankl. Seit<br />
Jahren hat Lene ihre Familie nicht mehr gesehen. Mit<br />
siebzehn ist sie nach einem Zerwürfnis mit ihrer Mutter<br />
Rosemarie nach Berlin abgehauen. Jetzt endlich fühlt sie<br />
sich stark genug, nach Hierankl zurückzukehren und<br />
Rosemarie wieder zu begegnen. Der 60. Geburtstag ihres<br />
Vaters Lukas ist ein willkommener Anlass, und Lene wird<br />
Paul, ihren Bruder wieder sehen. Sie nimmt den Zug nach<br />
Süden. Am gleichen Tag trifft überraschend ein weiterer<br />
Gast in Hierankl ein. Goetz Hildebrand, ein gemeinsamer<br />
Freund der Eltern aus Studienzeiten. Er taucht nach dreißig<br />
Jahren zum ersten mal wieder auf. Goetz kennt<br />
Hierankl noch so, wie Lene es in Erinnerung hat. Sie hegt<br />
sofort tiefe Gefühle für den undurchschaubaren, gut aussehenden<br />
Fremden und stürzt sich in eine amour fou, die<br />
jedoch eine ungeahnte Kettenreaktion in Gang setzt.....<br />
8.9. 20:30<br />
Indien 2000, 99 min, OmU<br />
Regie: Buddhadeb Dasgupta<br />
Darsteller: Jaya Seal, Tapas Pal,<br />
Shankar Chakraborty, R. I. Asad<br />
Ausgezeichnet mit dem<br />
Regiepreis 2002 in Venedig.<br />
UTTARA<br />
Die beiden Freunde Balaram und Nimai leben als<br />
Bahnwärter in der bengalischen Provinz. In jeder<br />
freien Minute frönen sie ihrem Hobby, dem Ringkampf.<br />
Nichts scheint dieses harmonische Zusammenleben<br />
stören zu können, bis Balaram eines Tages sein<br />
Heimatdorf besucht und kurz darauf mit der schönen<br />
Uttara als Ehefrau zurückkehrt. Nimai fühlt sich von<br />
seinem Freund vernachlässigt, hat sich aber zugleich<br />
selbst in Uttara verliebt. Die zunehmende Spannung<br />
äußert sich in der steigenden Intensität und Ernsthaftigkeit<br />
ihrer Ringkämpfe.<br />
Dasguptas Werk über Freundschaft, Liebe und Hass ist<br />
ein Film über die Kraft, von einer besseren Welt zu<br />
träumen. Es ist ein engagierter Film zum hochbrisanten<br />
Thema Fundamentalismus und erzählt von<br />
menschlicher Selbstversessenheit, Intoleranz und religiösem<br />
Fanatismus. Gleichzeitig entwirft er mit poetischausdrucksstarker<br />
Bildsprache eine Gegenwelt, so luftig<br />
und verträumt wie im Märchenland. Seit langem eine<br />
der besten und anspruchvollsten Filme aus Indien.<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 21<br />
9.9. 18:00<br />
ARCIPELAGHI<br />
Gerichtsverfahren in Nuoro, Sardinien. Auf der<br />
Anklagebank der vierzehnjährige Oreste.<br />
Er ist wegen Mordes angeklagt. Bruchstückhafte<br />
Erinnerungen und unterdrückte Alpträume zeigen<br />
den Weg auf der Suche nach der Wahrheit. So stellt<br />
sich ein Zusammenhang mit einem unaufgeklärten<br />
Verbrechen aus dem vergangenen Jahr heraus: Der<br />
Mord an dem Jungen Giosuè, dem Bruder des<br />
Angeklagten, der unfreiwillig Zeuge eines<br />
Viehdiebstahls geworden war.<br />
Die Tragödie ARCIPELAGHI von Giovanni Columbu<br />
spielt im tiefsten, archaischen Sardinien, wo die<br />
Tradition der Blutrache, die fehlende Macht des<br />
Gerichts, das einfache und unbeschwerte Landleben<br />
mit seinen Festen und seinen grausamen Verbrechen<br />
und eine predigende statt helfende Kirche vorherrschen.<br />
Arcipelaghi ist ein schöner, nüchterner und<br />
gleichzeitig leidenschaftlicher Film, der mit<br />
Laiendarstellern gedreht wurde.<br />
WALSER FILMTAGE<br />
Italien, 2001, 95 min<br />
Regie: Giovanni Columbu<br />
Darsteller: Giancarlo Lostia,<br />
Paolo Lostia, Pietrina Mennea,<br />
Fiorenzo Mattu, Pietro Seche,<br />
Carlo Sannis<br />
9.9. 20:30 - Abschlussfilm<br />
In Anwesenheit der Filmregisseurin Sabine Derflinger<br />
VOLLGAS<br />
Evi arbeitet in einem Wintersportort als Saisonkellnerin.<br />
Abends, wenn sie Bardienst hat, kümmert sich ihre<br />
ältere Schwester um ihre Tochter Paula. Die<br />
Freiräume, die ihr zwischen anstrengendem Beruf und<br />
Mutterrolle bleiben, sind spärlich: Tagesdienst im<br />
Restaurant, am Nachmittag Bierausschank gleich<br />
neben dem Skilift, am Abend Barbetrieb in der<br />
Diskothek "Abfahrt“. Doch Evi ist jung und will das<br />
Leben genießen. „Immer am Limit, immer mit Vollgas“<br />
stürzt sie sich nach Dienstschluss ins Vergnügen. Durch<br />
die Dorfdiskos tanzend und mit ausreichend Alkohol<br />
im Blut fühlt sie sich unendlich gut, entspannt und<br />
frei. Schneller und anonymer Sex mit irgendwelchen<br />
erlebnishungrigen Touristen vertreibt jeden Anflug<br />
von Einsamkeit. In der durchorganisierten Spaßgesellschaft<br />
des Fremdenverkehrsortes haben alle permanent<br />
voll gut drauf zu sein. Dafür zahlen die<br />
Touristen, doch die, die für deren gute Dauerlaune<br />
verantwortlich sind, bezahlen mit ihrer Lebensenergie.<br />
Österreich 2002, 96 min, DF<br />
Regie: Sabine Derflinger<br />
Darsteller: Henriette Heinze,<br />
Philomena Wolflingseder,<br />
Carmen Gratl, Sibylle Gogg,<br />
Simon Schwarz, Gregor Bloéb<br />
Förderpreis der Jury für Sabine<br />
Derflinger & Femina- Filmpreis<br />
für Monika Buttinger beim<br />
Max-Ophüls-Preis<br />
Filmfestival 2002<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 23<br />
10. + 11.9. 20:30 Walserzelt<br />
THEATER<br />
DIE PRÄSIDENTINNEN<br />
Theaterstück von Werner Schwab<br />
Roter Teppich für die Präsidentinnen im Walserzelt!<br />
Seit 9 Jahren sind "Die Präsidentinnen" auf dem<br />
Spielplan des PROJEKTTHEATER Vorarlberg zu<br />
bestaunen. Für diese Produktion erhielt das<br />
Projekttheater den Förderpreis der Internationalen<br />
Bodenseekonferenz 1999.<br />
Die Presse schreibt:<br />
„schauspielerische Leistungen, die das Publikum am<br />
Ende zu Jubelstürmen hinriss“<br />
(Landshuter Zeitung)<br />
„Lachtränen in den Augen der Zuschauer. Köstlich.“<br />
(Neue Passauer Presse)<br />
„Gütesiegel Vorarlberger Projekttheater“<br />
(Krone, OÖ)<br />
„Die Golden Girls sind zurückgekehrt – bei Schwab<br />
stammen sie aus dem katholischen Bassenamilieu“<br />
(Tiroler Tageszeitung)<br />
„Die drei Präsidentinnen reizten das Publikum bis<br />
an die Grenze; eine perfekt-komische Darbietung“<br />
(OÖ Nachrichten)<br />
Werner Schwab (1958 - 1993)<br />
Die 16 Stücke, die er zwischen<br />
1990 und seinem Tod in der<br />
Silvesternacht 1993 schrieb,<br />
begründeten seinen kometenhaften<br />
Aufstieg in der<br />
Theaterlandschaft der 90er Jahre.<br />
„Aus dem hohen Dunkel fielen<br />
Theaterstücke, leuchteten beim<br />
Eintreten in unsere bürgerliche<br />
Atmosphäre kurz auf, schlugen<br />
ein und hinterließen ein<br />
riesiges Loch.“<br />
Es spielen: Christine Aichberger,<br />
Maria Hofstätter<br />
und Dietmar Nigsch<br />
Regie: Walter Hiller<br />
Ausstattung: Renate Schuler<br />
Produktion:<br />
Projekttheater Vorarlberg<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 24<br />
LESUNG<br />
MIT MUSIK<br />
12.9. 20:30 Walserzelt<br />
NORBERT C. KASER - LESUNG<br />
Sieglinde Müller-Eberhart liest, in musikalischer<br />
Zusammenarbeit mit dem AlpenSalonOrchester, aus<br />
dem Werk des Südtiroler Autors Norbert C. Kaser<br />
Patrik Haumer - Trompete,<br />
Flügelhorn, Gesang<br />
Bertram Müller - Trompete,<br />
Flügelhorn, Gesang<br />
Ulrike Pastella - Altsaxofon, Flöte<br />
Barabara Zwetti - Tenorsaxofon,<br />
Klarinette<br />
Markus Pastella - Gitarre<br />
Thomas Heel - Tuba<br />
N.N. - kleines Schlagwerk<br />
Kaser schrieb in seinem kurzen Leben (1947-1978)<br />
gegen Sprachenteignung und Entmündigung an,<br />
gegen die Übelstände im Wohlstand, gegen<br />
Kitschlügen älplerischer Lustigkeit, gegen ein<br />
freundlich getünchtes Außen. Er lehrte in abgelegenen<br />
Südtiroler Bergschulen, musste jedoch das<br />
Lehramt wieder quittieren, weil er sich weigerte,<br />
Schulpläne einzuhalten u. Formulare auszufüllen.<br />
Er empfand es als misslich „immerzu aelter“ zu<br />
werden. Mit 31 Jahren hatte er alles hinter sich...<br />
Der ‚Alpensalon’ ist eine kleine, abgenutzte Küche<br />
in der ‚Alpenstadt’ Bludenz: hier arbeitet ASO.<br />
Public domain- Musik aus ganz Europa, dem Balkan,<br />
Japan etc. wird da im heimischen Kochgeschirr (eine<br />
Blechtruppe) und mit Hum- Ta-Ta-Gewürzen zu<br />
einem alpinen Eintopf verkocht – Schottisch, Polka<br />
etc. Wenn wir zu verstehen beginnen, dass die Welt<br />
tatsächlich größer ist als die kleine, abgenutzte,<br />
alpine Küche, dann können wir vielleicht auch<br />
akzeptieren, dass das ASO keine manirierten Knödel<br />
serviert, sondern alles verknödelt.<br />
Im Anschluss spielt das AlpenSalonOrchester auf!<br />
24
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 25<br />
Ein Projekt des Frauennetzwerk Vorarlberg<br />
13.9. 19:30 Pfarrsaal Fontanella<br />
AUSSTELLUNG +<br />
SAGEN & MÄRCHEN<br />
ERÖFFNUNG DER WANDERAUSSTELLUNG<br />
"Familie und Beruf in Balance"<br />
Die Vorarlberger Initiative F&Mpower und die<br />
Frauensprecherinnen des Großen Walsertales laden<br />
zu einer Ausstellung ein, in der familiäre<br />
Entwicklungen in der Gesellschaft thematisiert werden.<br />
Auch in Vorarlberg entscheiden sich immer<br />
mehr Paare aus beruflichen Gründen erst sehr spät<br />
für Nachwuchs, bekommen weniger Kinder als früher<br />
oder verzichten ganz auf eine Familie. Diese<br />
Veränderungen werden in einigen Jahren dramatische<br />
Auswirkungen auf Wirtschaft u. Gesellschaft<br />
zeigen: immer weniger Junge werden für immer<br />
mehr alte Menschen sorgen müssen.<br />
Veranstaltungen der Walserbibliothek Raggal<br />
Die Schwerpunktthemen<br />
der Ausstellung sind:<br />
• Kinderbetreuungssituation<br />
in Vorarlberg<br />
• Die Veränderung im Rollenbild<br />
von Männern u. Frauen<br />
• Wirtschaft und Familie<br />
Dauer der Ausstellung: 13.9.-3.10.<br />
Öffnungszeiten: Mo-Fr 8-12 Uhr,<br />
Sa 16-18 Uhr, So 10-12 Uhr<br />
Kontakt: Theresia Bickel<br />
05550/3344<br />
14.9. 20:00 Textilwerkstatt Buchboden<br />
MONDBEGLÄNZTE MÄRCHEN UND SAGEN<br />
Textilwerkstatt Buchboden (alte Volksschule)<br />
Die Geschichtenerzählerin Herta Glück stammt aus<br />
Raggal und lebt am Bodensee. Sie spinnt mondbeglänzte<br />
Märchen, Sagen und Geschichten für<br />
Erwachsene.<br />
16.9. 14:00-17:00 Raggal<br />
WANDERUNG<br />
zur "Lasanggabrücke" mit Herta Glück<br />
Schon der Weg dorthin ist spannend. Sie erfahren<br />
Unglaubliches über die Walser und die holzüberdachte<br />
Lasanggabrücke.<br />
Mitzubringen: gutes Schuhwerk, Regenschutz und<br />
eine Jause für unterwegs. Kinder bitte in Begleitung<br />
von Erwachsenen.<br />
Bei Schlechtwetter findet die Veranstaltung in<br />
gekürzter Form im Gemeindeamt Raggal statt.<br />
Treffpunkt: Kirche Raggal,<br />
bei der großen Linde.<br />
Information/Reservierung:<br />
Walserbibliothek Raggal,<br />
Klaudia Büchel<br />
Tel: 0664/781 98 07<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 26<br />
LEHMHAUSBAU + SPORT<br />
14. - 16.9. Hauptschule Blons<br />
BAU EINES AFRIKANISCHEN<br />
LEHMHAUSES<br />
Ernst Stippl<br />
unterrichtete von 1976 - 96<br />
Lehmbau an der Uni Wien.<br />
Inspiriert durch zahlreiche<br />
Reisen in den Süden Afrikas,<br />
gestaltet er Gartenhäuser.<br />
Aus den Naturmaterialien Holz, Stroh, Schilf und<br />
Lehm bauen die Schüler der Hauptschule Blons -<br />
neben dem neu erbauten Gemeindezentrum - ein<br />
afrikanisches Lehmhaus.<br />
Unter fachkundiger Anleitung von Ernst Stippl<br />
lernen sie, wie man eine mit Strohfaserlehm ausgefachte<br />
Holztragekonstruktion erstellt, die dann<br />
außen und innen mit Lehm verputzt wird.<br />
Die Fasade des Lehmhauses mit wetterfestem<br />
Schilfdach wird dann noch mit individuellen<br />
Reliefornamenten bestückt (Kunst am Bau) und<br />
verschiedenen Maltechniken vollendet.<br />
Dieses Projekt wird gefördert von<br />
7.9. 10:00 - 18:00 Sportplatz Sonntag<br />
AUSTRALIAN RULES FOOTBALL -<br />
TRAININGSCAMP<br />
Beginn des Wettkampfs:<br />
16:00 Uhr<br />
Leitung:<br />
Patrick Burtscher, Fontanella<br />
Information und Anmeldung:<br />
patrick@fontanella.at<br />
Telefon: +43 / (0)5554 / 5257<br />
Sportbegeisterte Mädchen und Jungen können an<br />
diesem Tag eine hierzulande unbekannte Sportart<br />
kennen lernen: Australian rules football. Diese<br />
Australische Nationalsportart wird Jugendlichen von<br />
10-14 Jahren in einem eintägigen Trainingscamp<br />
näher gebracht. Abschließend gibt es einen –<br />
hoffentlich spannenden – Wettkampf!<br />
26
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 27<br />
15./16./17.9. in den Volksschulen des Tales<br />
KINDERTHEATER<br />
„NEBENSACHE“<br />
Ein Theaterstück für Kinder ab 6 Jahren<br />
Wenn die Zuschauer reinkommen, schläft der<br />
Landstreicher in der Ecke. So beginnt die<br />
„Nebensache“. Wahrscheinlich wird er aber nicht<br />
schlafen. Denn er hat ja eine Geschichte zu erzählen.<br />
Eine Geschichte von Aufbruch, von Wünschen,<br />
Hoffnungen und Enttäuschungen. Gemeinsam mit<br />
dem Publikum lässt der Erzähler einen Bauernhof<br />
entstehen. Hier lebte einst ein Bauer. Er bestellte<br />
die Felder, versorgte die Tiere. Er war zufrieden.<br />
Aber dann meinte er, es fehle etwas. Also fährt er<br />
eines Samstagabends auf seinem Traktor in die<br />
Stadt. Hier trifft er auf die Frau seines Herzens. Als<br />
er mit ihr eine Familie gründet, scheint das Glück<br />
perfekt. Doch genauso, wie das Idyll aus dem Nichts<br />
entsteht, so bricht es am Ende auch wieder zusammen.<br />
Wer von uns hat sich nicht schon mal selber<br />
gefragt: „Wie werde ich glücklich?“.<br />
Gerhard Bruckners Spiel lebt von unzähligen kleinen<br />
Dingen, die zusammen zum ganz großen Erlebnis<br />
werden. Eine Mischung aus Kabarett, Pantomime<br />
und Schauspiel verzaubert das Publikum.<br />
„Nebensache“ berührt die Gefühle der Zuschauer,<br />
egal welchen Alters.<br />
Text: Jakob Mendel & Gitte Kath<br />
Regie: Lotte Llacht<br />
Es spielt: Gerhard Bruckner<br />
Eine international viel beachtete<br />
Produktion des Theater EigenArt,<br />
Deutschland<br />
Informationen: 0664 / 48 50 963<br />
27
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 28<br />
BUCHPRÄSENTATION<br />
15.9. 20:30 Walserzelt<br />
„ANNÄHERUNGEN AN WALSER<br />
KULTURLANDSCHAFTEN“<br />
Buchpräsentation: Max Waibel<br />
„Das Walser Wanderbuch“<br />
Nach zahlreichen Veröffentlichungen über die<br />
Walser Kultur (u. a. „Walser Weisheiten“ 1998;<br />
„Unterwegs zu den Walsern“ 2003) hat Waibel nun<br />
„DAS WALSER WANDERBUCH: Unterwegs zu den<br />
schönsten Walserorten in der Schweiz, in<br />
Liechtenstein, Österreich, Italien und Frankreich“ im<br />
Frauenfeldverlag herausgegeben.<br />
Er zeigt in seinem Buch die schönsten<br />
Kulturwanderungen kreuz und quer durch bestehende<br />
und einstige Walsergebiete zwischen<br />
Hochsavoyen und Galtür in Tirol. Rund 100 Routen<br />
mit exakten Wegbeschreibungen und Zeitangaben,<br />
Tipps für Anreise, Hotelempfehlungen, Kulturtipps<br />
und Kochrezepte der regionalen Walser-Küchen<br />
wurden für diesen Führer zusammengetragen.<br />
Waibel wird das Buch im Rahmen eines Vortrags,<br />
unterstützt von zahlreichen Dias, präsentieren.<br />
Max Waibel,<br />
Germanist und Ethnologe,<br />
ist wissenschaftlicher Beirat<br />
bei der Internationalen<br />
Vereinigung für<br />
Walsertum in Brig.<br />
28
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 29<br />
16. - 18.9. Gemeinde Sonntag<br />
SCHRIIBWERCHSTATT<br />
SCHRIIBWERCHSTATT<br />
auf der Alpe Oberpartnom<br />
Zur ersten Walser Schriibwerchstatt sind alle<br />
Interessierten eingeladen unter Anleitung der<br />
Schriftstellerinnen Erika Hössli (Hinterrhein/Graubünden)<br />
und Elisabeth Burtscher (Fontanella/Großes<br />
Walsertal) Texte in der eigenen Mundart zu verfassen.<br />
In der Abgeschiedenheit einer Walser Alpe kann<br />
sich die schriftstellerische Kreativität voll entfalten.<br />
Jeder schafft und schreibt in seiner Mundart, allein,<br />
zu zweit, in Gruppen …<br />
Im Rahmen der langen Nacht im Heimatmuseum<br />
Sonntag am 18. 9. werden die Ergebnisse der<br />
Schriibwerchstatt einer interessierten Öffentlichkeit<br />
präsentiert.<br />
Wellä wett i scho<br />
Chönnä chan i minder<br />
Törfä taarf i vil<br />
Söllä sött i mee<br />
Müessä mues i ugäärä<br />
Tuä tuen i gäärä…<br />
Wollen will ich schon<br />
Können kann ich weniger<br />
Dürfen darf ich viel<br />
Sollen sollte ich mehr<br />
Müssen muss ich ungern<br />
Tun tu ich gerne...<br />
(Erika Hössli)<br />
Anreise regulär:<br />
Donnerstag 16. 9. um 16.30 Uhr<br />
zum Wanderparkplatz in Marul,<br />
wo sie mit dem Walser Wanderbus<br />
nach Oberpartnom gebracht<br />
werden.<br />
Anreise alternativ:<br />
mit der Seilbahn Sonntag/Stein<br />
und Fußmarsch ca. 1 Std.<br />
Unterkunft:<br />
Familie Martha und Hermann<br />
Bickel, Alpe Oberpartnom,<br />
Tel 05554 5601<br />
Information und Anmeldung<br />
bei Elisabeth Burtscher<br />
Tel. +43 (0)5554 5257, Mail:<br />
elisabeth.burtscher@fontanella.at<br />
29
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 30
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 31<br />
17.9. 18:00 Walserzelt<br />
JUGEND IM ZELT<br />
MUSIKNACHT DER JUGEND<br />
Jugend-Disco mit DJ Andy 18:00-22:00<br />
Mit Snacks und alkoholfreien Getränken.<br />
Mit Mitgliedskarte freier Eintritt!<br />
Kanapee und the basement corks ab 22:00<br />
Die Gruppe Kanapee<br />
hat bisher ca. 150 (!) Konzerte gespielt; beim<br />
Mundart-Pop-Wettbewerb gewann Kanapee den<br />
Publikumspreis. Ein neues Projekt, geprägt von<br />
Eigenkompositionen im Dialekt, führte im Juni 2003<br />
zur ersten CD "I dreh mi". Kanapee wird am 10.9.<br />
beim großen internationalen Walsertreffen, das<br />
dieses Jahr in Galtür durchgeführt wird, auftreten.<br />
the basement corks<br />
Die 5-Mann-und-1-Frau-Band aus St. Gerold spielen<br />
vor allem Rock- und Pop-Cover der 70er und 80er<br />
Jahre - Alles absolut live!! – fetziger, stimmiger<br />
Sound. Sie spielen auch eigene Songs (davon gibt es<br />
eine CD). Die Band hat vor kurzem ihr 10-Jahres-<br />
Jubiläum gefeiert!<br />
the basement corks:<br />
Judith Burtscher -<br />
Leadsängerin<br />
Walter Wechselberger -<br />
Gitarre Gesang<br />
Norbert Burtscher -<br />
Bass, Saxophon<br />
German Katschitsch -<br />
Schlagzeug, Gesang<br />
Gottlieb Burtscher -<br />
Gitarre, Gesang<br />
David Ganahl -<br />
Keyboard, Gitarre, Gesang<br />
Die Gruppe Kanapee:<br />
Joachim Frei -<br />
Gitarre und Gesang<br />
Gerold Burtscher -<br />
Bass, Gitarre und Gesang<br />
31
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 32<br />
LANGE MUSEUMSNACHT<br />
18.9. Sonntag und Blons<br />
LANGE MUSEUMSNACHT<br />
IM GROßEN WALSERTAL<br />
Das Heimatmuseum Großes Walsertal in Sonntag<br />
und das Puppenmuseum in Blons präsentieren sich<br />
in der langen Museumsnacht mit einem literarischmusikalischen<br />
Programm und mit Führungen durch<br />
die Museen.<br />
Programm:<br />
18:00 – 19:00<br />
Führung<br />
20:00 – 20:30<br />
Musik: Eugen Bertel - Flöte und<br />
Allen Smith - Fagott<br />
20:30 – 21:00<br />
Lesung Schriibwerchstatt<br />
21:00 – 21:30<br />
Musik: Eugen Bertel - Flöte und<br />
FAGOTT UND FLÖTE<br />
im Heimatmuseum Sonntag<br />
Eugen Bertel und Allen Smith spielen Werke von<br />
Bach, Beethoven, Francaix, Carter u. a.<br />
Bertel, geb. in Thüringen/A ist Soloflötist im<br />
Symphonieorchesters Vorarlberg, in der Wiener<br />
Kammerphilharmonie und in der Camerata<br />
Academica Salzburg u. a.<br />
Er ist Professor für Flöte und Kammermusik am<br />
Landeskonservatorium in Feldkirch und zeichnet als<br />
Initiator und Leiter der Konzertreihe „Musik auf<br />
Falkenhorst“ in Thüringen.<br />
Allen Smith, geb. in Ketchikan/Alaska/USA ist<br />
Solofagottist im Symphonieorchesters Vorarlberg,<br />
im ORF Sinfonieorchester Wien, in der Camerata<br />
u.a. Er ist Professor für Fagott und Kammermusik<br />
am Landeskonservatorium Feldkirch.<br />
Allen Smith – Fagott<br />
21:30 – 22:00<br />
Lesung Schriibwerchstatt<br />
22:00 – 23:00<br />
Führung<br />
MUNDARTLESUNG<br />
in der "Bürgerstube"<br />
Die Ergebnisse der Schriibwerchstatt werden mit<br />
Spannung erwartet. Die Autor/innen präsentieren<br />
ihre Schreiberträge in einer nächtlichen Lesung in<br />
der „Bürgerstube“ des Heimatmuseums.<br />
32
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 33<br />
PUPPENMUSEUM Blons<br />
LANGE MUSEUMSNACHT<br />
Das Museum zeigt eine in zwei Jahrzehnten<br />
liebevoll zusammengetragene Sammlung von alten<br />
Puppen und Spielzeug aus der Zeit von 1860 – 1960.<br />
Die Puppen werden in phantasievollen Szenen<br />
wie „Puppenweihnacht“, „Hausmusik“,<br />
„Puppenausfahrt“ u.v.a. mit entsprechenden<br />
Puppenmöbeln und reichhaltigem Zubehör aus der<br />
damaligen Zeit gezeigt. Natürlich gibt es auch eine<br />
Abordnung ehemals heißgeliebter Teddybären zu<br />
bestaunen.<br />
Programm:<br />
16.00 - 20.00 Uhr<br />
Trödlermarkt<br />
Im Walserzelt gegenüber dem<br />
Puppenmuseum finden Sie vielleicht<br />
die Puppe aus Ihrer<br />
Kindheit! Daneben gibt es viel<br />
„alts Züg“, wie z.B. Hausrat,<br />
Geschirr, Bücher, Wäsche,<br />
Christbaumschmuck u.v.a. Stöbern<br />
Sie und werden Sie fündig!<br />
21.00 Uhr<br />
Führung<br />
Bei einer Führung durchs Museum<br />
erfahren Sie viele Geschichten und<br />
Anekdoten ums alte „Hüslarzüg“.<br />
Anschließend laden wir zu einem<br />
Umtrunk ein.<br />
Öffnungszeiten<br />
des Puppenmuseums<br />
während des „<strong>Walserherbst</strong>“:<br />
29.8 / 4.9./ 5.9./ 12.9 jeweils von<br />
14.00 - 16.00 Uhr geöffnet<br />
Am 18.9. von 16.00 - 24.00 Uhr.<br />
Information/Anmeldung:<br />
Marlis Jenny 05552 67754<br />
33
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 34<br />
WALSERHERBSTMARKT<br />
18.9. 10:00-17:00 Thüringerberg Dorfplatz<br />
GROßER WALSER HERBSTMARKT<br />
auf dem Dorfplatz Thüringerberg<br />
In der Landschaft liegen die „Mittel des Lebens“<br />
verborgen.<br />
An diesem Tag präsentiert sich das Tal mit seinen<br />
biologisch-kulinarischen Erzeugnissen und Gerichten<br />
aus Küche und Garten sowie künstlerischen und<br />
kunsthandwerklichen Produkten.<br />
Die Erzeugnisse stammen ausschließlich aus dem<br />
Biosphärenpark Großes Walsertal.<br />
Geniesen Sie mit allen Sinnen die herbstliche Fülle<br />
des Tales.<br />
„Thüringerberger Heuriger“<br />
Im Anschluss an den Markt findet der bereits schon<br />
traditionelle Thüringerberger Heuriger statt.<br />
Information:<br />
Hildegard Burtscher,<br />
Ortsbäuerin Thüringerberg,<br />
Tel. 05550/4236<br />
34
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 35<br />
18.9. 8:30 Treffpunkt Walserzelt Blons<br />
GANZTÄGIGES PRAXISSEMINAR<br />
ÜBER WILDGEMÜSE<br />
mit Michael Machatschek<br />
PRAXISSEMINAR<br />
WILDGEMÜSE<br />
Durchwandern Sie mit dem Landschaftsökologen<br />
und Buchautor Michael Machatschek das Große<br />
Walsertal auf der Suche nach wildwachsenden<br />
Nutzpflanzen, die Sie dann gemeinsam in der<br />
Hauptschulküche in Blons zubereiten werden.<br />
„Landschaft unter dem Aspekt der Nahrhaftigkeit“<br />
Michael Machatschek, seit seiner Jugend leidenschaftlicher<br />
Sammler von Heilkräutern, Beeren und<br />
Pilzen, hat in seinem Buch „Nahrhafte Landschaft“<br />
zum Teil unbekanntes Wissen über die Verwendung<br />
von Pflanzen als Wildgemüse und Wildobst, für<br />
Heilzwecke und den praktischen Gebrauch<br />
zusammengetragen.<br />
Michael Machatschek,<br />
1963 in Bad Ischl geboren,<br />
im Salzkammergut<br />
aufgewachsen, studierte in Wien<br />
Landschaftsökologie. Er ist in<br />
verschiedenen Berufen tätig,<br />
u.a. als Hirte und freiberuflicher<br />
Landschafts- und Freiraumplaner.<br />
Er schreibt für verschiedene<br />
Fachzeitschriften.<br />
Treffpunkt:<br />
8.30 Uhr beim Walserzelt,<br />
Gemeindezentrum Blons<br />
Ausrüstung: gutes Schuhwerk,<br />
Regen-/Sonnenschutz und<br />
Schreibzeug<br />
Anmeldung ist erforderlich<br />
(begrenzte Teilnehmerzahl)<br />
Das ganztägige Praxisseminar<br />
findet bei jedem Wetter statt.<br />
Information & Anmeldung:<br />
office@walserherbst<br />
oder 0664/ 48 50 963<br />
35
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 36<br />
02
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 37<br />
19.9. 20:30 Walserzelt<br />
SCHLUSSKONZERT<br />
ABSCHLUSSKONZERT „HOMMA NIT“<br />
Barabara Stromberger und<br />
das Vokaltrio INSINGIZI aus Zimbabwe<br />
Carinthia meets Africa: Um jenseits des Gartenzauns<br />
objektiver zurückschauen zu können, ist Barbara<br />
Stromberger als Kunstschaffende mehrmals auf<br />
Distanz zu ihrer Heimat gegangen.<br />
Die Kärntner Liedermacherin hat für das Programm<br />
„Homma nit – Direkt im Dialekt” nicht zufällig mit<br />
Musikanten aus Afrika fusioniert.<br />
Die Liederschreiberin und Interpretin fand im Idiom<br />
des Ndebele (Heimatsprache der INSINGIZI), sowie in<br />
der Stimmführung (Chorsätze) eine deutlich erkennbare<br />
Ähnlichkeit zum traditionellen Kärntnerlied.<br />
Musikalisch und sprachlich verbrüdern sich lustvoll<br />
zwei Kulturen zu einem bewegt-bewegenden<br />
Liederbogen mit typischem Stromberger-Tiefgang.<br />
vocal -<br />
Barbara Stromberger (carinthia)<br />
vocal/chor/percussion -<br />
Insingizi (zimbabwe)<br />
knopfharmonika -<br />
Walther Soyka (vienna)<br />
gitarre -<br />
Thomas Palme (vienna)<br />
37
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 38<br />
GEMEINDEZENTRUM<br />
BLONS<br />
„Bauen auf dem Lande<br />
heißt für mich aus dem Ort heraus<br />
in den Ort hinein zu entwerfen“<br />
Von Mag. arch. Bruno Spagolla<br />
Die Errichtung des neuen Gemeindezentrums in<br />
Blons – zwei Häuser mit Volksschule, Bank und<br />
Dorfladen im einen, Gasthaus und Gemeindeamt im<br />
anderen Haus mit einem kleinen Dorfplatz dazwischen<br />
– stellt in mehrfacher Hinsicht einen namhaften<br />
Impuls für die Baugeschichte des Dorfes dar.<br />
Blons ist, wie fast alle Walserdörfer, eine<br />
Streusiedlung, die nie einen markanten, dichten<br />
Ortskern hatte. Nun wird erstmals ganz bewusst<br />
„Ortsraum“ gebaut. D. h., die neuen Objekte sind<br />
so situiert, dass sie im Zusammenwirken mit den<br />
bestehenden Bauten einen konkreten öffentlichen<br />
Raum bilden. Dieser wiederum steht in spannungsvollem<br />
Wechselspiel mit dem großen, imposanten<br />
Landschaftsraum. Schaut man von Raggal aus auf<br />
Blons, sieht man das Dorf als Ganzheit vor sich liegen;<br />
der Begriff „Ortsbild“ erhält dadurch seine<br />
eigentliche Bedeutung.<br />
Der Bergwald hat das Dorf zuerst beschützt,<br />
jetzt nützt er ihm.<br />
Ein ambitioniertes Anliegen war es, das<br />
Bauvorhaben unter Verwendung eigener<br />
Ressourcen zu errichten. Holz aus dem eigenen<br />
Schutzwald als zentraler Baustoff war daher naheliegend.<br />
Diese Entscheidung hat nicht nur eine ökonomische<br />
Bedeutung. Im Wissen um die tragische<br />
Geschichte von Blons gibt es auch einen tiefen, symbolischen<br />
Gehalt – der Bergwald hat das Dorf zuerst<br />
beschützt, jetzt nützt er ihm. In konsequenter<br />
Weiterführung dieser Ambition wurde dieser eigene,<br />
natürliche Rohstoff – weit über tausend<br />
Kubikmeter Rundholz – direkt und authentisch verwendet.<br />
Das Holz sollte nicht durch Zerkleinerung<br />
und Kunstharzverleimung zu einem „Werkstoff“<br />
verarbeiten werden. Das Holz wurde deshalb für<br />
Wände, Decken und Dachkonstruktionen als massives<br />
Flächenmaterial mit einer neuen – auf alten<br />
Handwerkskenntnissen beruhenden – Dübeltechnik<br />
verwendet.<br />
38
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 39<br />
GEMEINDEZENTRUM<br />
BLONS<br />
Dialog zwischen Gewachsenem und Wachsendem.<br />
Bauen auf dem Lande heißt für mich aus dem Ort<br />
heraus in den Ort hinein zu entwerfen; dabei ist es<br />
mir wichtig, den Ort an dem ich - als Architekt - bin<br />
und arbeite, genau zu kennen, seinen Geist, seine<br />
Poesie zu verstehen und nachzuempfinden. Es gilt,<br />
diese Poesie fortzuschreiben, zu entfalten, vielleicht<br />
auch zu erneuern. Dabei wird Neues, durchaus<br />
Ungewohntes an- und eingefügt, in spannungsvollem<br />
Umgang mit Tradition und Innovation, in immer<br />
wiederkehrendem Dialog zwischen Gewachsenem<br />
und Wachsendem. Dieses Neue soll den konkreten<br />
Ort zum Mitschwingen bringen und sich selbst dem<br />
spezifischen Gewicht des Lokalen angleichen.<br />
39
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 40<br />
SPONSOREN<br />
Wir danken<br />
Ich möchte mich bei allen<br />
recht herzlich bedanken,<br />
die zum Gelingen dieses<br />
Projekts beigetragen haben<br />
wie der Gemeindevertretung,<br />
den Planern, den Behörden,<br />
der Landesregierung, den<br />
Firmen, den Nachbarn und<br />
vielen anderen.<br />
Ganz besonders und<br />
persönlich bedanken möchte<br />
ich mich bei Bruno Spagolla<br />
und Martin Bereuter vom<br />
Büro Spagolla, bei Konrad<br />
Walter für die Durchführung<br />
der Bauaufsicht, sowie Klaus<br />
Türtscher als Obmann des<br />
Bauausschusses, der während<br />
des gesamten Bauablaufs<br />
mit Rat und Tat<br />
zur Seite stand.<br />
Otmar Ganahl, Bürgermeister Blons<br />
40
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 41<br />
Bei der Errichtung dieses innovativen und spannenden<br />
SPONSOREN<br />
Gemeindezentrums in Blons haben die folgend<br />
angeführten Firmen ihr ganzes Know-how eingebracht.<br />
Wir danken ...<br />
ARGE<br />
Planungsteam E P L U S<br />
Kaltheier Kraus OEG<br />
IBN- Ingenieurbüro Naßwetter<br />
Technische Gebäudeausrüstung<br />
und Energieberatung<br />
6833 EGG - 6832 Zwischenwasser/Batschuns<br />
05512 / 26068-0 und 05522 / 41896-0<br />
planungsteam@e-plus.at<br />
und p.nasswetter@ibn.at<br />
41
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 42<br />
SPONSOREN<br />
Wir danken ...<br />
Architekt Dipl.-Ing. Dr. techn.<br />
Lothar Künz<br />
Staatlich befugter<br />
und beeideter Ziviltechniker<br />
Tischler u. Glasermeister<br />
Bauphysik • Projektleitung • Bauleitung<br />
A-6971 Hard • Marktstraße 3<br />
T 05574 / 77851 • F 05574 / 61689<br />
E-Mail office@bauphysik-kuenz.at<br />
Nigsch Edelbert<br />
Blons 126<br />
6721 Blons<br />
Holz-u. Stiegenbau<br />
Mobil: 0664/2610160<br />
Tel: 05553/80080<br />
Ihr Zimmermeister für Spezielles<br />
42
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 43<br />
Wir danken ...<br />
SPONSOREN<br />
Zimmerei Heiseler, Sonntag: Aussenstrickfassade Schule<br />
Tischlerei Kaufmann, Blons: Fenster Schule, Haus- und Brandschutztüren, Möblierung<br />
Tischlerei Sparr: Fenster Gemeindehaus, Innentüren, Möblierung<br />
43
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:40 Uhr Seite 44<br />
02
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:41 Uhr Seite 45<br />
ANREISE- UND ORTSPLAN<br />
ANREISE- UND ORTSPLAN<br />
Richtung<br />
LINDAU (D)<br />
Richtung<br />
BREGENZ/DORNBIRN<br />
FASCHINA<br />
FELDKIRCH<br />
FONTANELLA<br />
BUCHBODEN<br />
THÜRINGERBERG<br />
ST.GEROLD<br />
BLONS<br />
SONNTAG<br />
THÜRINGEN<br />
RAGGAL/MARUL<br />
LUDESCH<br />
NENZING<br />
NÜZIDERS<br />
BLUDENZ<br />
Richtung<br />
INNSBRUCK<br />
WIEN<br />
Richtung<br />
TRIESENBERG (FL)<br />
GROßES WALSERTAL:<br />
Orte in der Reihenfolge<br />
Thüringerberg ><br />
St.Gerold ><br />
Blons ><br />
Sonntag/Buchboden ><br />
Raggal/Marul ><br />
Fontanella/Faschina<br />
Autobahnausfahrten:<br />
Nenzing und Bludenz/Nüziders<br />
45
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:41 Uhr Seite 46<br />
SPONSOREN Wir danken ...<br />
öffentliche Förderung<br />
Sponsoren<br />
Stiftungen/internationale Organisationen<br />
Stiftung PROPTER HOMINES<br />
Vaduz-Fürstentum Liechtenstein<br />
Gemeinde Triesenberg/FL<br />
Internat.& Vorarlberger Walservereinigung<br />
Förderer/Gönner des 1. <strong>Walserherbst</strong>es:<br />
Brigitte und Norbert ELLER, Zottelhof, Raggal<br />
Ruth und Walter WOHLGENANNT, Dornbirn<br />
Vitalhotel Walserhof, SPERGER KG; 6733 Faschina 66<br />
TESLAB-Technical Software Laboratory; www.teslab.com<br />
FETZEL Alois Maschinenbau, 6721 Thüringerberg 137<br />
Fini und Benno BURTSCHER, St.Gerold<br />
Susanne und Bruno SUMMER, St.Gerold<br />
PROPSTEI St.Gerold<br />
Ilga und Ernst BICKEL, Blons/Valentschina<br />
Norbert MÜLLER, Hauptschuldirektor der HS Blons<br />
Irmtraud und Theo Eckl, Wirzhaus WALSERKLAUSE, Marul<br />
Elisabeth, Hanno und Patrik BURTSCHER, Fontanella<br />
Gerda und Konrad BURTSCHER, St.Gerold<br />
Martha BURTSCHER, Rainer BURTSCHER, Thüringerberg<br />
Martin PURTSCHER, Thüringen<br />
Josef und Resi MÜLLER, Ludesch<br />
46
wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:41 Uhr Seite 47<br />
TRIESENBERG (FL)<br />
HERZLICH WILKOMMEN<br />
IM TRIESENBERG!<br />
Wir freuen uns über die gute Zusammenarbeit mit<br />
der Walsergemeinde Triesenberg im Fürstentum<br />
Liechtenstein.<br />
DIE GEMEINSCHAFTSAUSSTELLUNG<br />
„AUSSICHTSREICH - STEILES ERBE“<br />
mit den international renommierten Fotografen<br />
Jörg Heieck und Nikolaus Walter wird vom<br />
1.10. bis 22.10.04 auch im Walser Heimatmuseum/<br />
Gemeindezentrum in Triesenberg (FL) zu sehen sein.<br />
Zur Ausstellung siehe Seite 7<br />
HERZLICH WILLKOMMEN<br />
IN TRIESENBERG<br />
Vernissage: 1.10. 19.00 Uhr<br />
mit einer Eröffnungsrede<br />
von Dr. Gerhard Glüher<br />
(Freie Universität Bozen).<br />
Öffnungszeiten:<br />
Di bis Fr 13:30–17:30,<br />
Sa u. So 13:30–17:00 Uhr.<br />
Tel. 0042-3-2621926<br />
WALSER HEIMATMUSEUM<br />
TRIESENBERG (FL)<br />
Das Walser Heimatmuseum beinhaltet eine bedeutsame<br />
heimatkundliche Sammlung zur Kulturgeschichte<br />
der ab dem 13. Jahrhundert am Triesenberg<br />
angesiedelten Walser:<br />
Die Sammlung alten Kulturgutes repräsentiert u. a.<br />
die Geschichte der Walser, die Dorfgeschichte, die<br />
bergbäuerliche Tradition, dörfliches Handwerk und<br />
Gewerbe sowie religiöses Brauchtum. Zu zahlreichen<br />
Themen wie Essgewohnheiten, Hochzeitsbräuche,<br />
Totenkult etc. zeigt das Museum historische<br />
Belege (alte Schriften, Gerätschaften,<br />
Möbelstücke etc.) So ist z. B. auch eine vollständige<br />
Maiensässhütte zu sehen.<br />
Einmalig ist auch die Multivisionsschau in fünf<br />
Sprachen über das Leben der Walser und die<br />
Geschichte Triesenbergs, die in Überblendtechnik<br />
gestaltet ist.<br />
Öffnungszeiten:<br />
Dienstag bis Freitag<br />
13.30–17.30 Uhr<br />
Samstag 13.30–17.00 Uhr<br />
Juni, Juli und August<br />
auch sonntags 14.00–17.00 Uhr<br />
Führungen auf Anfrage im<br />
Verkehrsbüro 0042-3-2621926<br />
www.triesenberg.li<br />
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wh-programm rz 19.07.<strong>2004</strong> 8:41 Uhr Seite 48<br />
IMPRESSUM • KONTAKT<br />
WALSERHERBST <strong>2004</strong> Programm<br />
Herausgeber<br />
Dietmar Josef Nigsch<br />
und Sieglinde Müller-Eberhart<br />
Info-Kontakt<br />
www.walserherbst.at<br />
office@walserherbst.at<br />
Telefon: 0664 / 48 50 963<br />
verantwortlich<br />
D. J. Nigsch<br />
und S. Müller-Eberhart<br />
Fotografie<br />
Jörg Heieck, Nikolaus Walter,<br />
Anna Dworak, Josef Öfner,<br />
August Bickel,<br />
Rudi Klaffenböck,<br />
Projekttheater Vorarlberg,<br />
Hund & Katz Production<br />
Gestaltung<br />
www.hundundkatz.at<br />
Druck<br />
Gutenberg Linz<br />
gedruckt auf 100% Recycling-Papier<br />
20 JAHRE ST. GEROLDER<br />
WERKSTÄTTEN<br />
Im Jubiläumsjahr bieten die St. Gerolder<br />
Werkstätten von August bis September 04 ein breitgefächertes<br />
Kursprogramm an. Entdecken Sie ihre<br />
eigene Kreativität und genießen Sie eine schöne<br />
Zeit an einem schönen Ort.<br />
Kontakt:<br />
www.stgerolderwerkstaetten.net<br />
info@stgerolderwerkstaetten.net<br />
ing. michael mäser<br />
jagdbergstraße 106<br />
a-6721 thüringerberg<br />
tel.: 0043/(0)664/5411237<br />
mail: fam.maeser@aon.at<br />
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