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Die Masseneinwanderung in allen Formen stoppen!

Familiennachholung der Asylanten lässt Einwanderungszahlen zusätzlich steigen

Familiennachholung der Asylanten lässt Einwanderungszahlen zusätzlich steigen

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Nr. 17 . Donnerstag, 25. April 2024<br />

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WZ 02z032878 W<br />

Neue Freie Zeitung (NFZ), Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a,<br />

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Retouren an NFZ, Friedrich-Schmdt-Platz 4/3a, 1080 Wien<br />

Salzburgs Jugend fühlt<br />

sich nicht mehr sicher<br />

Der Jugendreport 2023 zeigt die Problemfelder der Salzburger<br />

Jugend unmissverständlich auf. Sexuelle Belästigung im Nachtleben<br />

hat be<strong>in</strong>ahe jedes zweite Mädchen bereits miterleben müssen.<br />

FPÖ-Jugendsprecher Dom<strong>in</strong>ic Maier fordert sofortiges<br />

Handeln bei der Gewaltprävention. S. 13<br />

Foto: FPÖ Salzburg<br />

<strong>Die</strong> <strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong><br />

<strong>in</strong> <strong>allen</strong> <strong>Formen</strong> <strong>stoppen</strong>!<br />

Familiennachholung der Asylanten lässt E<strong>in</strong>wanderungszahlen zusätzlich steigen<br />

S. 2/3<br />

Zusammen <strong>stoppen</strong> wir<br />

diesen EU-Wahns<strong>in</strong>n!<br />

Foto: NFZ<br />

Freiheitliche starten mit erster Plakatserie <strong>in</strong> den Europawahlkampf – S. 4/5<br />

PARLAMENT<br />

AUSSENPOLITIK<br />

WIEN<br />

MEDIEN<br />

Schlechte Kopie<br />

Gegen den Abstieg<br />

Rotes Chaos<br />

Ne<strong>in</strong> zur Zwangssteuer<br />

<strong>Die</strong> ÖVP hat <strong>in</strong> ihrer Panik jetzt<br />

auch zum Thema Jugendgewalt<br />

den Kopierer angeworfen. Obwohl<br />

sie bereits mehrfach FPÖ-Anträge<br />

zur Herabsetzung des Strafmündigkeitsalters<br />

auf zwölf Jahre abgelehnt<br />

hat, präsentiert sie jetzt das<br />

als „ihre Lösung“. S. 6<br />

<strong>Die</strong> EU verliert wirtschaftlich gegenüber<br />

Ch<strong>in</strong>a und den USA immer<br />

weiter an Boden. Immer mehr<br />

Unternehmen verlagern ihre Produktion<br />

<strong>in</strong> Drittstaaten. Jetzt will<br />

Brüssel mit umstrittenen Kapitalmarktreformen<br />

se<strong>in</strong>en Green Deal<br />

doch noch retten. S. 8/9<br />

<strong>Die</strong> großzügigen Sozialhilfegeschenke<br />

des roten Wien an Asyle<strong>in</strong>wanderer<br />

reißen e<strong>in</strong> Milliardenloch<br />

<strong>in</strong>s Budget. Wegen der<br />

steigenden Probleme aus dem Familiennachzug<br />

fordert die SPÖ jetzt<br />

plötzlich e<strong>in</strong>e „Residenzpflicht“ für<br />

Asylwerber. S. 11<br />

Das Chaos bei der Umwandlung<br />

der GIS <strong>in</strong> e<strong>in</strong>e „Haushaltsabgabe“<br />

setzt sich bei der E<strong>in</strong>treibung<br />

derselben fort. Weil mehrere Experten<br />

sie für gesetzeswidrig erachten,<br />

forderten die Freiheitlichen<br />

per Antrag die Abschaffung dieser<br />

Zwangssteuer. S. 14


2 Innenpolitik<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Foto: NFZ<br />

Andreas Rutt<strong>in</strong>ger<br />

andreas.rutt<strong>in</strong>ger@fpoe.at<br />

AUS DER<br />

REDAKTION<br />

Vor zwei Wochen hat das Europaparlament<br />

den „Asyl- und Migrationspakt“<br />

abgesegnet. Der enthält<br />

zwar e<strong>in</strong>ige gute Vorsätze, aber<br />

ke<strong>in</strong>e Anleitung zur Umsetzung.<br />

Wo sollen die Auffanglager<br />

für illegale E<strong>in</strong>wanderer an der<br />

EU-Außengrenze bzw. <strong>in</strong> Drittstaaten<br />

entstehen, <strong>in</strong> denen sie<br />

ihre Asylanträge stellen können?<br />

Wieviel wird das <strong>in</strong> etwa kosten?<br />

Was passiert mit den abgelehnten<br />

Asylwerbern?<br />

EUropas Irrs<strong>in</strong>n<br />

Wie es geht, hat der „EU-Flüchtl<strong>in</strong>g“<br />

Großbritannien vorgezeigt,<br />

mit se<strong>in</strong>em Asylpakt mit dem ostafrikanischen<br />

Ruanda. Alle illegalen<br />

E<strong>in</strong>wanderer, die über den Ärmelkanal<br />

aus Frankreich <strong>in</strong>s Land<br />

wollen, werden ausnahmslos nach<br />

Ruanda ausgeflogen. Dort f<strong>in</strong>det<br />

ihr Asylverfahren statt. Und egal,<br />

wie es ausgeht, sie werden ke<strong>in</strong>en<br />

Fuß auf britischen Boden setzen.<br />

Denn <strong>in</strong> der UN-Flüchtl<strong>in</strong>gskonvention<br />

ist mit ke<strong>in</strong>em Wort<br />

festgehalten, dass e<strong>in</strong> Asylwerber<br />

se<strong>in</strong> Zielland aussuchen kann,<br />

se<strong>in</strong> Antrag dort behandelt werden<br />

muss und er dann dort bleiben<br />

kann. E<strong>in</strong> Asylverfahren muss ihm<br />

nur <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em sicheren Staat garantiert<br />

werden.<br />

<strong>Die</strong> EU wollte e<strong>in</strong>mal Weltmacht<br />

werden auf Augenhöhe mit<br />

den USA, Ch<strong>in</strong>a und Russland.<br />

Wirtschaftlich stürzt die Union ab,<br />

politisch ist sie außerhalb Europas<br />

ohne jegliche Bedeutung.<br />

Übriggeblieben ist ihre Spitzenposition<br />

<strong>in</strong> der moralischen Überlegenheit.<br />

Ihr Verständnis von<br />

Menschenrechten und Klimarettung<br />

ist das e<strong>in</strong>zige „Exportgut“,<br />

das sie <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em missionarischen<br />

Kolonialismus <strong>allen</strong> Nicht-EU-<br />

Ländern aufzw<strong>in</strong>gen will.<br />

Es ist höchste Zeit, diesen<br />

EU-Wahns<strong>in</strong>n zu <strong>stoppen</strong>!<br />

E<strong>in</strong> zweites „Kärnten“ alle<strong>in</strong> für<br />

Drei Gebote gegen die illegale <strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong>: Asylstopp, Festung<br />

Sche<strong>in</strong>debatten und Showpolitik der schwarz-grünen Koalition halten<br />

die neue Völkerwanderung nicht auf. Es braucht aktives Handeln<br />

auf nationaler Ebene auch gegen den Widerstand der EU-Eliten.<br />

Für Herbert Kickl s<strong>in</strong>d das folgende drei Gebote: E<strong>in</strong>e Festung Österreich,<br />

Asylstopp und der Stopp des Familiennachzugs.<br />

Laut Innenm<strong>in</strong>isterium stellen<br />

K<strong>in</strong>der bis sieben Jahre mittlerweile<br />

die größte Asylwerbergruppe.<br />

Knapp e<strong>in</strong> Drittel ist unter sieben<br />

Jahre alt, die unter-18-Jährigen <strong>in</strong>sgesamt<br />

stellen bereits 53 Prozent.<br />

Und das alles unter dem Deckmantel<br />

der Familienzusammenführung<br />

für Asylwerber, anerkannte<br />

Asylanten und subsidiär Schutzbedürftige.<br />

Als gängige Formel bei der Asyle<strong>in</strong>wanderung<br />

zitierte die „Kronen<br />

Zeitung“ e<strong>in</strong>en Experten aus dem<br />

ÖVP-Innenm<strong>in</strong>isterium: E<strong>in</strong> E<strong>in</strong>wanderer<br />

zieht drei weitere nach.<br />

Seit 2015 wurden rund 185.000<br />

Schutztitel positiv beschieden sowie<br />

146.000 Asylanträge alle<strong>in</strong> <strong>in</strong><br />

den letzten beiden Jahren (!) gestellt.<br />

E<strong>in</strong> „Kärnten“ ohne Kärntner<br />

„Alle<strong>in</strong> anhand der Asylwerberzahlen<br />

der letzten beiden Jahre<br />

könnten <strong>in</strong>sgesamt bis zu 584.000<br />

illegale E<strong>in</strong>wanderer unter dem<br />

Titel ‚Familiennachzug‘ <strong>in</strong> unser<br />

Land kommen. Das entspricht ungefähr<br />

der E<strong>in</strong>wohnerzahl des gesamten<br />

Bundeslandes Kärnten!“,<br />

zeigte FPÖ-Bundesparteiobmann<br />

Herbert Kickl das komplette Versagen<br />

der Volkspartei <strong>in</strong> Sachen<br />

Asylpolitik auf.<br />

SPITZE FEDER<br />

Abgetaucht.<br />

„In der Fortsetzung des ÖVP-<br />

Totalversagens bei der illegalen<br />

<strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong> der letzten<br />

Jahre explodiert nun der Familiennachzug,<br />

<strong>in</strong>sbesondere aus<br />

Ländern wie Syrien, Afghanistan,<br />

der Türkei und Somalia“, erklärte<br />

FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes<br />

Amesbauer anhand der Zahlen des<br />

BMI. Das überfordere nicht nur<br />

das Sozial-, Gesundheits- und Bildungswesen<br />

sowie den Wohnungsmarkt,<br />

sondern auch die <strong>in</strong>nere​<br />

Sicherheit Österreichs.<br />

„Insbesondere bei der Jugendkrim<strong>in</strong>alität<br />

sehen wir die verheerenden<br />

Auswirkungen dieser völlig<br />

fehlgeleiteten Asyl- und Migrationspolitik“,<br />

erklärte Amesbauer<br />

und verwies auf das breite Unverständnis<br />

<strong>in</strong> der Bevölkerung dazu:<br />

Zuerst reisen zigtausende Wirtschaftsmigranten<br />

aus aller Herren<br />

Länder illegal <strong>in</strong> Österreich e<strong>in</strong>,<br />

werden hier unter ÖVP-Verantwortung<br />

vollalimentiert, und nun werden<br />

als Draufgabe noch die Angehörigen<br />

im großen Stil nachgeholt.<br />

„Festung Österreich“<br />

E<strong>in</strong>zig e<strong>in</strong>e „Festung Österreich“<br />

mit e<strong>in</strong>em sofortigen Asylstopp,<br />

konsequenten Abschiebungen,<br />

e<strong>in</strong>em Stopp des Nachzugs von<br />

Verwandten, der Umstellung von<br />

Foto: NFZ<br />

<strong>Die</strong> Sche<strong>in</strong>debatten der ÖVP <strong>in</strong> der Asy<br />

Chef Herbert Kickl: „Es braucht die kon<br />

Geld- auf Sachleistungen und e<strong>in</strong>er<br />

Deattraktivierung unserer Heimat<br />

für Asyle<strong>in</strong>wanderer könne dieser<br />

neuen Völkerwanderung effektiv<br />

e<strong>in</strong>en Riegel vorschieben, betonte<br />

der Bundesparteiobmann.<br />

„Den Österreichern ist diese illegale<br />

<strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong> längst<br />

nicht mehr zumutbar, genauso wenig<br />

wie die Showpolitik schwarzer<br />

Innenm<strong>in</strong>ister und deren permanenter<br />

Kniefall vor den EU-Eliten<br />

samt der absurden Rechtsprechung<br />

ihrer Gerichte“, erläuterte Kickl.<br />

Denn die ÖVP wie EU-Institutionen<br />

würden aus e<strong>in</strong>er selbstzer-<br />

IMPRESSUM<br />

Offenlegung gemäß § 25 Mediengesetz<br />

Medien<strong>in</strong>haber (Verleger) und Herausgeber:<br />

Freiheitlicher Parlamentsklub,<br />

Dr. Karl Renner-R<strong>in</strong>g 3, 1017 Wien<br />

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ) – <strong>Die</strong> Freiheitlichen,<br />

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Geschäftsführung: Ing. Mag. Joachim Stampfer<br />

Geschäftsführung, Redaktion, Verwaltung:<br />

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<strong>Die</strong> NFZ ersche<strong>in</strong>t wöchentlich. E<strong>in</strong>zelpreis: € 0,80;<br />

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Es gilt NFZ-Anzeigenpreisliste Nr. 16.<br />

Verlags- und Herstellungsort: Wien<br />

Grundlegende Richtung: Informationsblatt der Freiheitlichen<br />

Partei Österreichs (FPÖ) – <strong>Die</strong> Freiheitlichen und<br />

des Freiheitlichen Parlamentsklubs.


Nr. 17 Donnerstag, 25. April 2024<br />

g<br />

illegale E<strong>in</strong>wanderer?<br />

Österreich, Verwandtschaftsnachzug <strong>stoppen</strong><br />

KURZ UND BÜNDIG<br />

Foto: NFZ<br />

Innenpolitik 3<br />

Gewaltverharmlosung im ORF<br />

<strong>Die</strong> <strong>in</strong> ihrer Brutalität bisher e<strong>in</strong>zigartige<br />

l<strong>in</strong>ksextreme „Hammerbande“ stellt für den<br />

ORF trotzdem e<strong>in</strong> H<strong>in</strong>dernis dar, Mitglieder<br />

dieser Gruppierung als das zu bezeichnen,<br />

was sie s<strong>in</strong>d: Extremisten und Terroristen.<br />

So wurde auf ORF-On e<strong>in</strong>e <strong>in</strong> Ungarn angeklagte<br />

mutmaßliche Attentäter<strong>in</strong> mehrmals<br />

verharmlosend als „Aktivist<strong>in</strong>“ bezeichnet,<br />

empörte sich FPÖ-Mediensprecher Christian<br />

Hafenecker (Bild); „Aufgrund solcher Berichte<br />

wird der ORF e<strong>in</strong>e immer größere Zumutung<br />

für Zwangssteuerzahler.“<br />

lpolitik würden nichts am grundsätzlichen Problem ändern, kritisierte FPÖsequente<br />

Umsetzung unserer Maßnahmen der Festung Österreich.“<br />

Vorbild Großbritannien<br />

„Wenn der politische Wille da ist, kann<br />

man auch abschieben“ bemerkte FPÖ-Sicherheitssprecher<br />

Hannes Amesbauer (Bild) zum<br />

Beschluss des Asylpakts mit Ruanda im britischen<br />

Parlament. Mit den Massenanträgen<br />

habe das Asylrecht se<strong>in</strong>en ursprünglichen<br />

Wert verloren, erklärte Amesbauer. Der Begriff<br />

„Asyl“ stehe mittlerweile nicht mehr für<br />

Schutz vor persönlicher politischer Verfolgung,<br />

sondern nur noch für <strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong><br />

von Wirtschaftsflüchtl<strong>in</strong>gen unter<br />

dem Deckmantel des „Asylrechts“.<br />

Foto: NFZ<br />

störerischen Toleranz heraus die<br />

Interessen illegaler E<strong>in</strong>wanderer<br />

über jene der eigenen Bevölkerung<br />

stellen.<br />

Den Asylkurswechsel wählen!<br />

Tatsache sei, so der freiheitliche<br />

Parteiobmann, dass die noch amtierende<br />

schwarz-grüne Bundesregierung<br />

unter dem Beifall der<br />

rot-p<strong>in</strong>ken Sche<strong>in</strong>opposition die<br />

volle Verantwortung für diese seit<br />

Jahren ungebremst <strong>in</strong> unser Land<br />

strömende illegale <strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong><br />

und alle ihre negativen Folgewirkungen<br />

trage.<br />

„<strong>Die</strong> Umsetzung e<strong>in</strong>er ‚Festung<br />

Österreich‘, die für e<strong>in</strong>en freiheitlichen<br />

Volkskanzler e<strong>in</strong>es der obersten<br />

Gebote darstellt, bedeutet daher<br />

auch die Rückholung unserer Souveränität<br />

vom Brüsseler Institutionen-Moloch.<br />

Deshalb braucht es<br />

auch im EU-Parlament e<strong>in</strong>e starke<br />

Freiheitliche Fraktion rund um unseren<br />

erfahrenen Spitzenkandidaten<br />

Harald Vilimsky“, appellierte<br />

der FPÖ-Bundesparteiobmann an<br />

die Österreicher, bei der Europawahl<br />

am 9. Juni 2024 das erste Zeichen<br />

für e<strong>in</strong>en Kurswechsel <strong>in</strong> der<br />

Asylpolitik zu setzen.<br />

Foto: Gazprom<br />

Späte Erkenntnis<br />

Als „Erkenntnis des Jahres“ von Wirtschaftsm<strong>in</strong>ister<br />

Mart<strong>in</strong> Kocher kommentierte<br />

FPÖ-Energiesprecher Axel Kassegger dessen<br />

Aussage im „Standard“, wonach e<strong>in</strong> zu<br />

schneller Ausstieg aus dem Russland-Gas die<br />

Wirtschaft schädigen könnte. „Seit Monaten<br />

warnen wir Freiheitliche, dass e<strong>in</strong> Wegfall<br />

der russischen Lieferungen, die 70 bis 90<br />

Prozent unserer Gasimporte ausmachen,<br />

die Versorgungssicherheit gefährden wird“,<br />

er<strong>in</strong>nerte Kassegger. Aber e<strong>in</strong>e Energiepolitik<br />

mit Hausverstand im Interesse der eigenen<br />

Bevölkerung war niemals Sache dieser<br />

schwarz-grünen Sanktionsbefürworter.<br />

SPRUCH DER WOCHE<br />

„Wieso muss ich die ORF-Haushaltsabgabe<br />

zahlen? Ich dachte wegen dem Programm, das<br />

der ORF sendet, ist das mit der<br />

Müllgebühr schon beglichen.“<br />

Hannes Amesbauer<br />

17. April 2024<br />

Foto: NFZ<br />

Der FPÖ-Abgeordnete zitierte<br />

aus der Zuschrift e<strong>in</strong>es steirischen<br />

Landsmanns an ihn.<br />

BILD DER WOCHE Harald Vilimsky dom<strong>in</strong>iert mit dem ersten<br />

Wahlplakat und der „roten Stopptaste“ die mediale EU-Wahldebatte.<br />

Foto: NFZ


FPOE.AT<br />

4 Innenpolitik<br />

Neue Freie Zeitung<br />

„Ke<strong>in</strong>e Vere<strong>in</strong>igten Staaten von Europa,<br />

zurück zum Europa der Vaterländer!“<br />

Der freiheitliche Spitzenkandidat für die Europawahl am 9. Juni 2024, Harald Vilimsky, erläutert im<br />

NFZ-Interview die Ziele der Partei und ihrer Fraktion „Identität und Demokratie“ für die Union:<br />

„Zurück zum Ursprungsgedanken des ,Europa der Vaterländer‘ und weg von diesen Irrs<strong>in</strong>nigkeiten, die<br />

den Weg <strong>in</strong> die ,Vere<strong>in</strong>igten Staaten von Europa‘ aufbereiten.“<br />

Herr Delegationsleiter, <strong>in</strong> der<br />

EU – wie auch <strong>in</strong> Österreich – befürchtet<br />

man e<strong>in</strong>en „Rechtsruck“<br />

im Europaparlament und kampagnisiert<br />

gegen die FPÖ und ihre<br />

Fraktionsmitglieder der ID. Trägt<br />

die Kampagne bereits Früchte?<br />

Vilimsky: Im gewissen S<strong>in</strong>ne ja,<br />

aber eben nicht so, wie das unsere<br />

politische Konkurrenz gerne hätte.<br />

Wir als freiheitliche Geme<strong>in</strong>schaft<br />

ducken uns nicht weg oder treten<br />

zur Seite, wenn Angriffe von außen<br />

kommen. Wir halten zusammen,<br />

und wir lassen<br />

es im Interesse<br />

der Bevölkerung<br />

nicht<br />

noch e<strong>in</strong>mal zu,<br />

dass das, was<br />

wir für dieses<br />

Land machen, durch e<strong>in</strong>e erfundene<br />

Kampagnisierung und durch<br />

unflätige Angriffe oder sonstige<br />

Geme<strong>in</strong>heiten der politischen Hexenküche<br />

hier gegen uns <strong>in</strong> Stellung<br />

gebracht wird – vor allem<br />

vonseiten der Volkspartei.<br />

Man wirft der FPÖ – und jetzt<br />

sogar Herbert Kickl <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Buch<br />

– vor, „Europa zerstören“ zu wollen.<br />

Und Ihnen etwa, dass sie e<strong>in</strong>em<br />

„Öxit“, dem Austritt Österreichs<br />

aus der EU, das Wort reden.<br />

Vilimsky: Ich habe am Wiener<br />

Landesparteitag den Begriff gewählt:<br />

Ich will auf den roten Knopf<br />

drücken. Jeder weiß, was der Ausdruck<br />

„roter Knopf“ bedeutet, das<br />

ist das Stoppsignal. Damit ist geme<strong>in</strong>t,<br />

die aktuelle Entwicklung<br />

der Union zu <strong>stoppen</strong> und sie <strong>in</strong><br />

weiterer Folge auch zurückzuentwickeln<br />

zu ihrem<br />

Ursprungsgedanken, dem<br />

„Europa der Vaterländer“<br />

– und weg von diesen<br />

Irrs<strong>in</strong>nigkeiten, die den<br />

Weg <strong>in</strong> die „Vere<strong>in</strong>igten<br />

Staaten von Europa“<br />

bereiten. Daher<br />

haben wir uns dafür<br />

entschieden, <strong>in</strong> der<br />

ersten Plakatwelle<br />

nicht durch e<strong>in</strong><br />

Portrait ablenken<br />

zu wollen. Wir haben<br />

die Botschaft<br />

bewusst auf das reduziert, was wir<br />

wollen: Nämlich den EU-Wahns<strong>in</strong>n<br />

<strong>stoppen</strong>, und haben das anhand<br />

e<strong>in</strong>iger stilisierter Begrifflichkeiten<br />

skizziert.<br />

Kritiker werfen Ihnen genau deshalb<br />

vor, die EU zerstören zu wollen…<br />

Vilimsky: Unsere Kritiker ja,<br />

aber die Menschen verstehen sehr<br />

wohl, was wir me<strong>in</strong>en und worauf<br />

wir <strong>in</strong> der Wahlause<strong>in</strong>andersetzung<br />

abzielen. Es betrifft diese „von der<br />

Leyen und Selenskyj“-Geschichte,<br />

„Ich will auf den roten Knopf drücken. Jeder<br />

weiß, was der Ausdruck ,roter Knopf‘<br />

bedeutet, das ist das Stoppsignal.“<br />

wo wir mittlerweile 13 Sanktionspakete<br />

haben, die uns als Österreicher<br />

wie als Europäer so richtig als<br />

Knieschuss verabreicht wurden,<br />

weil sie uns selbst mehr treffen<br />

als den Sanktionierten. Verbunden<br />

mit der Kriegstreiberei wurde uns<br />

e<strong>in</strong>e Inflation von phasenweise fast<br />

zehn Prozent beschert, was e<strong>in</strong>en<br />

unglaublichen Wohlstandsverlust<br />

gebracht hat. Der nächste Punkt betrifft<br />

die 1,8 Milliarden<br />

Dosen<br />

des mehr als<br />

umstrittenen<br />

Covid-<br />

Impfstoffs,<br />

den Frau<br />

von der<br />

Leyen <strong>in</strong><br />

Foto: NFZ<br />

e<strong>in</strong>er noch umstritteneren Aktion<br />

selbst „beschafft“ hat. E<strong>in</strong> Vorgang,<br />

den mittlerweile die Europäische<br />

Staatsanwaltschaft <strong>in</strong>s Visier<br />

genommen hat. Und ja, wir sprechen<br />

den Migrationswahns<strong>in</strong>n an,<br />

der seit dem Jahr 2015 tobt. Wir<br />

haben rund acht Millionen Asylanträge<br />

von Migranten, die zum<br />

Großteil illegal aus Arabien und<br />

Afrika gekommen s<strong>in</strong>d. Das Gros<br />

hat – selbst nach den großzügigen<br />

Regeln der EU – ke<strong>in</strong>erlei Schutzanspruch.<br />

Wir zeigen auch den<br />

Ökokommunismus<br />

auf, der uns über<br />

den planwirtschaftlichen<br />

Green Deal<br />

und die Energiewende<br />

aufgezwungen<br />

werden soll.<br />

Und was wollen Sie und die Freiheitlichen<br />

<strong>in</strong> Brüssel ändern? Was<br />

wollen Sie – im Gegensatz zu den<br />

anderen Parteien – für Österreich<br />

erreichen?<br />

Vilimsky: Das Gegenteil von<br />

dem, das die Allianz der Österreich-Zerstörer<br />

von Rot, Schwarz,<br />

P<strong>in</strong>k und Grün wollen. Sie haben<br />

es darauf abgesehen, dieses Land<br />

und se<strong>in</strong>e gewachsene kulturelle<br />

Identität den <strong>in</strong>ternationalen Interessen<br />

zu opfern. Sie wollen es <strong>in</strong><br />

e<strong>in</strong>e Richtung entwickeln, wo die<br />

Nationalstaaten als Teil e<strong>in</strong>es Modells<br />

der Vere<strong>in</strong>igten Staaten von<br />

Europa nur noch regionale Folklore<br />

se<strong>in</strong> werden. Dann dürfen die demokratisch<br />

gewählten Mandatare<br />

der Österreicher <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Prov<strong>in</strong>zpossen-Parlament<br />

nur noch über<br />

Nebensächlichkeiten und Kle<strong>in</strong>igkeiten<br />

entscheiden. Das wollen wir<br />

Freiheitliche nicht. Wir haben e<strong>in</strong><br />

klares Ziel: Wir wollen Kompetenzen<br />

von der EU wieder <strong>in</strong> die Parlamente<br />

der Mitgliedsstaaten zurückholen.<br />

Wir werden auch dafür<br />

Sorge tragen, dass <strong>in</strong> Österreich<br />

wieder mehr an direkter Demokratie<br />

möglich se<strong>in</strong> wird. <strong>Die</strong>se direkte<br />

Demokratie soll dann auch über<br />

dem Unionsrecht stehen. Das ist<br />

es, was wir Freiheitliche für Österreich<br />

erreichen wollen. Für unser<br />

Österreich <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em Europa der<br />

souveränen Vaterländer.<br />

Foto: FPÖ<br />

EU-<br />

Thema<br />

der<br />

Woche<br />

Es ist höc<br />

Impressum: Freiheitiche Partei Österreichs | Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien<br />

Druck: Ger<strong>in</strong> Druck GmbH | Ger<strong>in</strong>straße 1, 2120 Wolkersdorf<br />

<strong>Die</strong> Freiheitlichen s<strong>in</strong>d die<br />

<strong>Die</strong> Freiheitlichen präsentierten<br />

vergangenen Freitag im<br />

burgenländischen Rust ihre erste<br />

Plakatwelle zur Europawahl.<br />

Nicht das Konterfei von Spitzenkandidat<br />

Harald Vilimsky,<br />

sondern der Wahlspruch<br />

„EU-Wahns<strong>in</strong>n <strong>stoppen</strong>“ f<strong>in</strong>det<br />

sich darauf: „Wir wollen nicht<br />

mit e<strong>in</strong>em Portrait ablenken,<br />

sondern unsere Inhalte präsentieren:<br />

EU-Wahns<strong>in</strong>n <strong>stoppen</strong>!“<br />

„Es reicht! <strong>Die</strong> Summe der politischen<br />

Wahns<strong>in</strong>nigkeiten <strong>in</strong> Brüssel<br />

hat e<strong>in</strong> Ausmaß erreicht, an dem<br />

man nur noch auf die Stopptaste<br />

drücken kann“, bemühte Harald<br />

Vilimsky erneut das Bild e<strong>in</strong>es<br />

„roten Knopfes“, das ihm <strong>in</strong> den<br />

Medien zuvor schon den Ruf als<br />

„Europazerstörer“ und EU-Austrittsbefürworter<br />

beschert hatte.<br />

Ne<strong>in</strong>, er wolle ke<strong>in</strong>en „Öxit“,<br />

sondern e<strong>in</strong>e Reform der Union,<br />

e<strong>in</strong>e Rückbes<strong>in</strong>nung auf den Ursprungsgedanken<br />

der EU, den des<br />

„Europa der Vaterländer“. <strong>Die</strong>sen<br />

hätten die EU-Kommission und<br />

das Europaparlament willkürlich<br />

beiseite gewischt, um die Bürger<br />

mit e<strong>in</strong>er bürokratischen Entmündigungs-<br />

und Vorschriftenflut <strong>in</strong><br />

Richtung der zentralistisch von


Nr. 17 Donnerstag, 25. April 2024<br />

g<br />

Innenpolitik 5<br />

WAHNSINN<br />

STOPPEN<br />

HARALD VILIMSKY<br />

FPÖ-SPITZENKANDIDAT<br />

hste Zeit, die Stopptaste zu drücken!<br />

patriotischen Herausforderer der „Viererallianz der Österreich-Zerstörer“<br />

Brüssel aus regierten „Vere<strong>in</strong>igten<br />

Staaten von Europa“ zu drängen.<br />

Und das mit voller Unterstützung<br />

der „Viererbande“ aus ÖVP,<br />

SPÖ, Grünen und Neos, die eifrig<br />

mithelfen, Österreichs Souveränität<br />

zu demolieren und das Land den<br />

Interessen der Eurokraten auszuliefern.<br />

EUropa auf Irrwegen<br />

Das ist auf dem ersten Plakat<br />

umrisshaft dargestellt: In der Mitte<br />

Kommissionspräsident<strong>in</strong> Ursula<br />

von der Leyen zusammen mit<br />

Ukra<strong>in</strong>es Präsident Wolodymyr<br />

Selenskyj auf e<strong>in</strong>em Foto, auf dem<br />

sie sich zur Begrüßung umarmen,<br />

als Symbol für die Kriegstreiberei<br />

der Union <strong>in</strong> der Ukra<strong>in</strong>e samt den<br />

„Knieschuss-Sanktionen“ gegen<br />

Russland, die <strong>in</strong> Europa e<strong>in</strong>e nie dagewesene<br />

Preisexplosion ausgelöst<br />

haben. Daneben e<strong>in</strong> Migrantenboot<br />

sowie das Stichwort „Corona-<br />

Chaos“ und W<strong>in</strong>dräder als Symbol<br />

des neuen „Öko-Kommunismus“<br />

über den Green Deal.<br />

Für die EU forderte der freiheitliche<br />

Spitzenkandidat e<strong>in</strong> „radikales<br />

Abspeckmodell“ auf <strong>allen</strong> Ebenen,<br />

beg<strong>in</strong>nend bei der Halbierung<br />

der Posten <strong>in</strong> Kommission und im<br />

Europaparlament.<br />

Außerdem sollen die nach Brüssel<br />

verschenkten staatlichen Kompetenzen<br />

<strong>in</strong> die nationalen Parlamente<br />

zurückgeholt werden. Und<br />

für die FPÖ e<strong>in</strong>e unabd<strong>in</strong>gliche<br />

Forderung: direktdemokratische<br />

Bürgerentscheide, also Volksabstimmungen,<br />

sollen über dem Unionsrecht<br />

stehen. „Wir fordern also<br />

ke<strong>in</strong>en ‚Öxit‘, sondern e<strong>in</strong>en Exit<br />

aus dem Zentralisierungswahns<strong>in</strong>n.<br />

Mehr Rot-Weiß-Rot, e<strong>in</strong>e friedliche<br />

Zusammenarbeit und weg vom<br />

Zentralismus und der Diktatur der<br />

Konzerne“, stellte Vilimsky als die<br />

Kernbotschaft der Freiheitlichen an<br />

die Wähler klar.<br />

Alle gegen die Freiheitlichen<br />

Der freiheitliche Generalsekretär<br />

Michael Schnedlitz sieht Österreich<br />

bereits mitten im Intensivwahlkampf,<br />

nicht nur für die EU-<br />

Wahl, sondern auch schon für die<br />

Ende September stattf<strong>in</strong>dende Nationalratswahl:<br />

„Es geht den anderen<br />

Parteien, angeführt von der<br />

ums Überleben kämpfenden ÖVP,<br />

nur darum, die Wähler mit allerlei<br />

„Raubersgschichten über die Freiheitlichen“<br />

zu manipulieren.<br />

„Seit Jörg Haider ist es stets dasselbe<br />

Spiel: Immer, wenn e<strong>in</strong> Politiker<br />

dem System zu gefährlich wird<br />

und ihm die Sympathien der Wähler<br />

Vilimsky und Schnedlitz: Start <strong>in</strong> die heiße Wahlkampfphase 2024.<br />

Foto: NFZ&/<br />

zufliegen, dann versucht man, ihn<br />

anzupatzen“, erklärte Schnedlitz<br />

zu den „plötzlich auftauchenden“<br />

Vorwürfen gegen FPÖ-Bundesparteiobmann<br />

Herbert Kickl.<br />

Das Superwahljahr 2024 biete<br />

aber den Österreichern die Chance,<br />

beg<strong>in</strong>nend mit der Europawahl e<strong>in</strong>e<br />

Wende zum Besseren für das Land<br />

e<strong>in</strong>zuleiten: „<strong>Die</strong> Wähler haben die<br />

Entscheidung, ob es auf europäischer<br />

und österreichischer Ebene<br />

fünf Jahre weitergehen soll wie bisher.<br />

Es geht um nichts Ger<strong>in</strong>geres<br />

als e<strong>in</strong>en Befreiungsschlag für die<br />

Menschen. Es gibt viele Probleme<br />

zu lösen. Das System hat sich aber<br />

<strong>in</strong> <strong>allen</strong> Ebenen e<strong>in</strong>genistet, um diese<br />

Lösungen zu verh<strong>in</strong>dern.“<br />

Anhaltend massive Probleme ortete<br />

Schnedlitz <strong>in</strong> der illegalen <strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong>.<br />

Denn die seit<br />

2015/16 illegal E<strong>in</strong>gewanderten<br />

würden – gemessen an der Bevölkerungszahl<br />

des Burgenlands – mittlerweile<br />

bereits e<strong>in</strong> „zehntes Bundesland“<br />

ausmachen. „Wie soll die<br />

Sicherheit wiederhergestellt werden,<br />

wenn der aktuelle Innenm<strong>in</strong>ister<br />

nicht e<strong>in</strong>mal die Probleme <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em<br />

e<strong>in</strong>zigen Bezirk <strong>in</strong> den Griff bekommt,<br />

Stichwort Favoriten – außer<br />

durch e<strong>in</strong>en Volkskanzler Herbert<br />

Kickl“, stellte Schnedlitz klar.


6 Parlament<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Foto: NFZ<br />

Norbert Nemeth<br />

Klubdirektor der FPÖ<br />

HOHES<br />

HAUS<br />

<strong>Die</strong> Akademie der Wissenschaften<br />

(ÖAW) hat sich mit der Frage<br />

befasst, ob die sozialen Medien<br />

e<strong>in</strong>e Gefahr für die Demokratie<br />

s<strong>in</strong>d. Dah<strong>in</strong>ter steckt die Angst des<br />

Systems zum Kontrollverlust über<br />

die veröffentlichte Me<strong>in</strong>ung. Präsident<br />

der ÖAW ist der ehemalige<br />

ÖVP-M<strong>in</strong>ister He<strong>in</strong>z Faßmann.<br />

Noch dazu ist die FPÖ <strong>in</strong> diesem<br />

Bereich führend.<br />

Digitaler Ordnungsruf?<br />

<strong>Die</strong> APA berichtete letzte Woche<br />

zur Überlegenheit unseres EU-Spitzenkandidaten:<br />

„Zum<strong>in</strong>dest was<br />

die Reichweite auf Social Media<br />

betrifft, ist der Vorsprung wohl<br />

nicht mehr e<strong>in</strong>zuholen. Mit 274.00<br />

Interaktionen liegt Vilimsky deutlich<br />

vor Brandstätter (64.000) und<br />

Schill<strong>in</strong>g (61.000), wie e<strong>in</strong>e Auswertung<br />

der Post<strong>in</strong>gs von Anfang<br />

Februar bis Mitte April der Social-<br />

Media-Marktforschungsagentur<br />

Buzzvalue zeigt. Weit abgeschlagen<br />

s<strong>in</strong>d SPÖ-Kandidat Andreas<br />

Schieder (32.000) und Re<strong>in</strong>hold<br />

Lopatka (ÖVP, 18.000).“<br />

Vor diesem H<strong>in</strong>tergrund hat die<br />

ÖAW die Forderung nach e<strong>in</strong>em<br />

„digitalen Ordnungsruf“ erhoben:<br />

„Politiker:<strong>in</strong>nen und <strong>in</strong>sbesondere<br />

Abgeordnete zum Nationalrat<br />

sollten sich im S<strong>in</strong>ne ihrer Vorbildfunktion<br />

für die Öffentlichkeit<br />

e<strong>in</strong>en „Code of Conduct“ für den<br />

– aktiven und passiven – Umgang<br />

mit Sozialen Medien auferlegen<br />

(…) Im Falle der Missachtung kann<br />

<strong>in</strong> Analogie zu den Regelungen im<br />

Plenum e<strong>in</strong> – <strong>in</strong> diesem Fall digitaler<br />

– Ordnungsruf erteilt werden.“<br />

<strong>Die</strong>ses Politmanöver ist nicht nur<br />

durchsichtig, es erweist sich auch<br />

als nicht durchdacht. <strong>Die</strong> Angst des<br />

Establishment vor dem Volk und<br />

jenen Politikern, die sich vor ihm<br />

nicht fürchten, sondern sich mit ihm<br />

identifizieren, muss gewaltig se<strong>in</strong>.<br />

Foto: NFZ<br />

WOHNBAUPOLITIK<br />

Marxismus als Lösung für ÖVP<br />

„<strong>Die</strong> von ÖVP, SPÖ und Grünen beschlossene<br />

Leerstandsabgabe ist der erste Akt zur Enteignung der<br />

Bevölkerung“, kritisierte FPÖ-Bundesparteiobmann<br />

Herbert Kickl. <strong>Die</strong> angebliche L<strong>in</strong>derung der Wohnungsnot<br />

und die Schaffung leistbaren Wohnraums<br />

seien nur Feigenblätter für diesen „ultramarxistischen<br />

Uns<strong>in</strong>n“. Beide Probleme hätten ihre Ursache <strong>in</strong> der<br />

Preissteigerung, die auf Maßnahmen (Lockdowns,<br />

EU-Sanktionen) der „E<strong>in</strong>heitspartei“ beruhten.<br />

Foto: NFZ<br />

BUDGETPOLITIK<br />

Schuldenberg wächst<br />

In fünf Jahren hat Schwarz-Grün<br />

106 Milliarden Euro neue Schulden<br />

aufgebaut und damit die Gesamtstaatsverschuldung<br />

um e<strong>in</strong><br />

Drittel erhöht. „<strong>Die</strong>se schwarzgrüne<br />

Bundesregierung hat niemals<br />

die Maastricht-Kriterien<br />

erfüllt“, kritisierte FPÖ-Budgetsprecher<br />

Hubert Fuchs.<br />

ÖVP wirft Kopierer an, um<br />

die Wähler zu täuschen<br />

Schwarze Strafmündigkeitsdebatte ist re<strong>in</strong>e Bürgertäuschung<br />

Alle Anträge der FPÖ zur Herabsetzung<br />

des Strafmündigkeit<br />

auf zwölf Jahre hat die<br />

ÖVP abgelehnt. Jetzt präsentiert<br />

sie e<strong>in</strong>e verwässerte Version des<br />

FPÖ-Vorschlags als Allheilmittel.<br />

<strong>Die</strong> heimische Industrie sei weiter<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Rezession. Von Wachstum<br />

der Industrieproduktion sei<br />

derzeit ke<strong>in</strong>e Rede, der Ausblick<br />

Schnedlitz: Den ÖVP-Ankündigungen<br />

folgt ke<strong>in</strong>e Umsetzung.<br />

Jetzt sche<strong>in</strong>t auch die ÖVP zum<br />

Thema Jugendgewalt aufgewacht<br />

zu se<strong>in</strong>. Innenm<strong>in</strong>ister Gerhard<br />

Karner und Verfassungsm<strong>in</strong>ister<strong>in</strong><br />

Karol<strong>in</strong>e Edtstadler präsentierten<br />

den Vorschlag, das Alter für die<br />

Strafmündigkeit von K<strong>in</strong>dern und<br />

Jugendlichen von 14 auf zwölf Jahre<br />

zu senken – aber nur bei „schweren<br />

Gewaltdelikten“.<br />

Primäres Ziel sei aber, so Karner,<br />

die „Aufklärung über Folgen und<br />

Konsequenzen der Tat“. Dazu sollen<br />

auch die Eltern der Gewalttäter<br />

„deutlich stärker zur Verantwortung“<br />

gezogen werden, gegebenenfalls<br />

mit Geldstrafen.<br />

Prompt hat der grüne Koalitionspartner<br />

dieses Ans<strong>in</strong>nen sofort zurückgewiesen.<br />

sei „überwiegend von Schatten<br />

geprägt“, erklärte am vergangenen<br />

Montag der Chefökonom der Industriellenvere<strong>in</strong>igung,<br />

Christian<br />

Helmenste<strong>in</strong>, bei der Präsentation<br />

des Konjunkturbarometers 2024.<br />

„ÖVP und Grüne tragen für<br />

diese andauernde Talfahrt unserer<br />

Wirtschaft die volle Verantwortung,<br />

weil sie e<strong>in</strong>fach nicht <strong>in</strong> der<br />

Lage s<strong>in</strong>d, wirtschaftspolitische<br />

Maßnahmen mit Weitblick zu setzen,<br />

um die Wirtschaft wieder auf<br />

Dauer zu stabilisieren“, bemerkte<br />

FPÖ-Wirtschaftssprecher Axel<br />

Kassegger (Bild) zu den Ergebnissen<br />

der IV-Konjunkturumfrage.<br />

Foto: NFZ<br />

Ideenklau von der ÖVP<br />

„Das ist wieder e<strong>in</strong>mal e<strong>in</strong>e Ideenkopie<br />

der ÖVP von uns, um die<br />

Bürger für dumm zu verkaufen“,<br />

bemerkte FPÖ-Generalsekretär<br />

Michael Schnedlitz dazu. Erst im<br />

März hatte die ÖVP die Möglichkeit,<br />

mit ihrer Zustimmung zu den<br />

freiheitlichen Anträgen im Nationalrat<br />

e<strong>in</strong>e Senkung der Strafmündigkeit<br />

umzusetzen. Aber die Abgeordneten<br />

der ÖVP haben zweimal<br />

dagegen gestimmt.<br />

„In der realen Welt hat die ÖVP<br />

auf <strong>allen</strong> Ebenen schon längst jegliche<br />

Glaubwürdigkeit verspielt.<br />

Denn stets folgte auf die großartigsten<br />

Ankündigungen aus der Kanzlerpartei<br />

ke<strong>in</strong>e Maßnahme, diese<br />

auch nur <strong>in</strong> irgende<strong>in</strong>er Weise umzusetzen“,<br />

er<strong>in</strong>nnerte der freiheitliche<br />

Generalsekretär.<br />

Ke<strong>in</strong>e Aussicht auf e<strong>in</strong> Ende der Rezession<br />

<strong>Die</strong>se Unsicherheit sowie die<br />

fehlende Planbarkeit belasten die<br />

Unternehmen ebenso wie die hohen<br />

Energiekosten, die den Preisanstieg<br />

fördern und diesen weiter<br />

über dem Euroraum-Schnitt halten.<br />

„In Österreich geht die Produktivität<br />

auch deshalb zurück, weil die<br />

Kle<strong>in</strong>- und Mittelbetriebe <strong>in</strong> der<br />

staatlichen Bürokratie geradezu<br />

vers<strong>in</strong>ken. <strong>Die</strong>se staatlich verordnete,<br />

aber unproduktive Tätigkeit<br />

verursacht hohe Kosten. Etwa die<br />

immer komplexere Lohnverrechnung,<br />

weil jedes Bundesland verschiedene<br />

Kollektivverträge habe“,<br />

führte Kassegger weiter aus.


Nr. 17 Donnerstag, 25. April 2024<br />

g<br />

<strong>Die</strong> „Aktuelle Stunde“ der letzten Nationalratssitzung zu Staatsund<br />

Verfassungsschutz wurde <strong>in</strong> die laufende Anti-FPÖ-Kampagne<br />

übernommen. Der „schwarz-rot-grün-p<strong>in</strong>ken E<strong>in</strong>heitspartei“ ist<br />

jedes Mittel recht, wenn es um den eigenen Machterhalt geht.<br />

Parlament 7<br />

Stunde der Des<strong>in</strong>formation und der Fake News<br />

„E<strong>in</strong>heitspartei“ fürchtet den Machtverlust und setzt auf Manipulation der Bevölkerung<br />

„Das neunte Gebot ‚Du sollst<br />

nicht lügen‘ hat <strong>in</strong>nerhalb der<br />

Volkspartei offensichtlich ke<strong>in</strong>e Bedeutung<br />

mehr. Aber ich weiß auch,<br />

warum die ÖVP das macht: Sie<br />

steht bei 20 Prozent <strong>in</strong> den Umfragen“,<br />

konterte FPÖ-Budnesparteiobmann<br />

Herbert Kickl auf die Anschüttungen<br />

der Volkspartei, die<br />

diese „Aktuelle Stunde“ <strong>in</strong>itiiert<br />

hatte.<br />

20 Prozent der Stimmen bedeuten,<br />

dass die Volkspartei nicht nur<br />

die Hälfte der Abgeordneten, sondern<br />

auch Millionen Euro an Klub-,<br />

Partei- und Akademieförderung zu<br />

verlieren drohe, erläuterte Kickl:<br />

„Mit e<strong>in</strong>em Satz: Ihr ‚tiefer Staat‘<br />

fliegt auf. Das wollen sie um jeden<br />

Preis verh<strong>in</strong>dern – da s<strong>in</strong>d sie bei<br />

mir aber an den Falschen geraten!“<br />

Das Bundesamt für Verfassungsschutz<br />

sei zu se<strong>in</strong>em Amtsantritt als<br />

Innenm<strong>in</strong>ister e<strong>in</strong>e verwahrloste,<br />

heruntergekommene und unfähige<br />

E<strong>in</strong>richtung gewesen – das Ergebnis<br />

jahrzehntelanger ÖVP-Verantwortung.<br />

Trotz Waffenverbotszone<br />

weiter Gewaltexzesse<br />

Nach „Karners Showauftritt“<br />

weiter Gewalttaten <strong>in</strong> Favoriten.<br />

Wer hätte das erwartet? Trotz der<br />

von ÖVP-Innenm<strong>in</strong>ister Gerhard<br />

Karner unter medialem Trommelwirbel<br />

verkündeten Waffenverbotszone<br />

am Reumannplatz <strong>in</strong> Wien-<br />

Favoriten füllen Gewalttaten aus<br />

diesem Bezirk weiter die Chronikseiten<br />

der Tageszeitungen.<br />

Für den freiheitlichen Generalsekretär<br />

Michael Schnedlitz steht damit<br />

fest: Weder Karners Waffenverbotszone<br />

am Reumannplatz noch<br />

das geplante „Schweizermesser-<br />

Verbot“ werde die krim<strong>in</strong>ellen<br />

Banden <strong>in</strong> Favoriten <strong>stoppen</strong>, die<br />

meist aus dem E<strong>in</strong>wanderermilieu<br />

stammen. „Der Rücktritt von ÖVP-<br />

Innenm<strong>in</strong>ister Karner ist absolut<br />

überfällig. Se<strong>in</strong>e Showpolitik ist<br />

e<strong>in</strong> Versagen <strong>in</strong> der Dauerschleife,<br />

mit der er Sicherheit und Leben<br />

der Österreicher grob fahrlässig gefährdet.“<br />

Wenn e<strong>in</strong> Innenm<strong>in</strong>ister wie<br />

Karner nicht e<strong>in</strong>mal fähig sei, für<br />

die Sicherheit <strong>in</strong> e<strong>in</strong>em e<strong>in</strong>zigen<br />

Wiener Bezirk zu sorgen und versuche,<br />

mit Pseudomaßnahmen se<strong>in</strong><br />

Versagen zu kaschieren, dann sei<br />

die Sicherheit e<strong>in</strong>es ganzen Landes<br />

bei ihm <strong>in</strong> den völlig falschen<br />

Händen, merkte dazu der Klubobmann<br />

der FPÖ-Favoriten Christian<br />

Schuch an.<br />

„Anstatt die Gewalteskalation<br />

an der Wurzel zu packen, die illegale<br />

<strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong> zu <strong>stoppen</strong><br />

und krim<strong>in</strong>elle Ausländer konsequent<br />

abzuschieben, bastelt der<br />

ÖVP-Innenm<strong>in</strong>ister an der nächsten<br />

Lachnummer, se<strong>in</strong>em Messertrage-Verbotsgesetz“,<br />

kritisierte<br />

FPÖ-Sicherheitssprecher Hannes<br />

Amesbauer. So werden <strong>in</strong> dem Entwurf<br />

auch Schweizermesser, Stilette<br />

und Macheten <strong>in</strong> e<strong>in</strong>en Topf<br />

geworfen. „Hanebüchener gehts<br />

nimmer!“, betonte Amesbauer.<br />

Foto: BMI/Jürgen Makowecz<br />

Kickl: <strong>Die</strong> ÖVP kämpft mit Des<strong>in</strong>formation ums nackte Überleben.<br />

ÖVP ließ BVT verwahrlosen<br />

<strong>Die</strong> Reform des Staatsschutzes<br />

sei von der FPÖ e<strong>in</strong>geleitet worden,<br />

er<strong>in</strong>nerte Kickl. Dazu sei mit<br />

dem langjährigen Chef des deutschen<br />

Bundesnachrichtendienstes<br />

e<strong>in</strong> Topexperte engagiert worden:<br />

„Und für alle, die das nicht wissen:<br />

Der BND ist e<strong>in</strong> Gegenspieler der<br />

Russen, der ist gegen Russland e<strong>in</strong>gestellt.“<br />

Der freiheitliche Sicherheitssprecher<br />

Hannes Amesbauer rückte<br />

die falsche ÖVP-Erzählung zur<br />

Hausdurchsuchung im BVT zurecht:<br />

„E<strong>in</strong> Innenm<strong>in</strong>ister kann ke<strong>in</strong>e<br />

Hausdurchsuchung anordnen.<br />

Das war Aufgabe der Staatsanwaltschaft<br />

und erfolgte mit richterlicher<br />

Genehmigung!“<br />

Er kritisierte <strong>in</strong>sbesondere die<br />

Personalauswahl der ÖVP, die Parteimitarbeiter<br />

ohne e<strong>in</strong>schlägige<br />

Ausbildung <strong>in</strong> die Spionageabwehr<br />

hievte: „Das ist das Sicherheitsproblem<br />

<strong>in</strong> Österreich, das die ÖVP alle<strong>in</strong><br />

zu verantworten hat!“<br />

Foto: NFZ


8 Außenpolitik<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Foto: NFZ<br />

Harald Vilimsky<br />

E<strong>in</strong>wanderung:<br />

Abflug nach Ruanda<br />

Zahlen für Brüsseler<br />

„Bankenrettungsschirm“?<br />

FÜR ÖSTERREICH IM EU-PARLAMENT<br />

Großbritannien zieht durch,<br />

was die EU bisher verabsäumt:<br />

Das britische Parlament hat jetzt<br />

den Asylpakt mit Ruanda verabschiedet.<br />

Damit sollen illegale<br />

E<strong>in</strong>wanderer, ungeachtet ihrer<br />

Herkunft oder Prüfung e<strong>in</strong>es<br />

Asylantrags, nach Ruanda gebracht<br />

werden. Dort können<br />

sie dann – weil es als sicheres<br />

Drittland e<strong>in</strong>gestuft ist – um Asyl<br />

ansuchen. E<strong>in</strong>e Rückkehr nach<br />

Großbritannien, auch nach e<strong>in</strong>em<br />

positiven Asylbescheid, ist nicht<br />

vorgesehen. <strong>Die</strong> Abschiebeflüge<br />

sollen <strong>in</strong> drei Monaten starten.<br />

Damit lösen die Briten die<br />

Selbstfesselung durch den Europäischen<br />

Menschenrechtsgerichtshof,<br />

der auch e<strong>in</strong>e zentrale<br />

Rolle bei der Aufrechterhaltung<br />

der <strong>Massene<strong>in</strong>wanderung</strong> spielt.<br />

Man will dessen Verfügungen<br />

künftig nicht mehr nachkommen,<br />

betonte Premier Rishi Sunak.<br />

Se<strong>in</strong> Kalkül: Wenn illegale E<strong>in</strong>wanderer<br />

zwar Schutz f<strong>in</strong>den (<strong>in</strong><br />

Ruanda), aber nicht mehr damit<br />

rechnen dürfen, <strong>in</strong> Großbritannien<br />

zu bleiben, dann schreckt das<br />

ab und weniger werden kommen.<br />

Völlig zurecht, denn Asyl ist der<br />

Anspruch auf Schutz, aber sicher<br />

nicht darauf, sich das Land aussuchen<br />

zu können, <strong>in</strong> dem man<br />

Schutz erhält, weil man <strong>in</strong> Wahrheit<br />

aus wirtschaftlichen Gründen<br />

e<strong>in</strong>wandern will.<br />

<strong>Die</strong> EU wird über kurz oder<br />

lang nicht daran vorbeikommen,<br />

ähnliche Lösungen zu forcieren.<br />

Um sie auf diesen Kurs zu br<strong>in</strong>gen,<br />

braucht es e<strong>in</strong>e klare Stärkung<br />

patriotischer Kräfte bei der<br />

kommenden EU-Wahl.<br />

Foto: NFZ<br />

„Es war schon e<strong>in</strong>e falsche<br />

Maßnahme, dass die staatliche<br />

E<strong>in</strong>lagensicherung <strong>in</strong> Österreich<br />

abgeschafft wurde und nun<br />

ist dieses EU-Vorhaben eigentlich<br />

die negative Krönung dieses<br />

se<strong>in</strong>erzeitigen Vorgehens“, kommentierte<br />

FPÖ-Konsumentenschutzsprecher<br />

Peter Wurm e<strong>in</strong>en<br />

aktuellen Ausschussbeschluss des<br />

Europaparlaments. Demnach soll<br />

die Hälfte der Mittel der e<strong>in</strong>zelnen<br />

nationalen E<strong>in</strong>lagensicherungsfonds<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>en europäischen Topf<br />

überwiesen werden.<br />

<strong>Die</strong> österreichischen Sparer sollen<br />

mit ihren E<strong>in</strong>lagen direkt für<br />

e<strong>in</strong>e Art „europäischen Bankenrettungsschirm“<br />

haften und für marode<br />

Banken im gesamten EU-Raum<br />

geradestehen, warnte Wurm: „Es<br />

kann sicher nicht widerstandslos<br />

h<strong>in</strong>genommen werden, dass bei<br />

Problemen notleidender Banken<br />

<strong>in</strong> Griechenland, Zypern, Italien<br />

oder <strong>in</strong> anderen EU-Staaten dann<br />

unsere heimische E<strong>in</strong>lagensicherung<br />

für diese ausländischen Pleiten<br />

mithaftet. Dazu kann ich nur<br />

e<strong>in</strong>es sagen: Hände weg von dieser<br />

E<strong>in</strong>lagensicherung für die heimischen<br />

Sparer!“<br />

Nun sei die schwarz-grüne Koalition,<br />

<strong>in</strong>sbesondere ÖVP-F<strong>in</strong>anzm<strong>in</strong>ister<br />

Magnus Brunner und<br />

Grün-Konsumentenschutzm<strong>in</strong>ister<br />

Johannes Rauch gefordert, diesem<br />

Vorhaben Brüssels e<strong>in</strong>en Riegel<br />

vorzuschieben, forderte Wurm:<br />

„Jetzt können die ,Bargeldretter‘<br />

der ÖVP beweisen, dass ihre Ankündigungen<br />

ernst geme<strong>in</strong>t s<strong>in</strong>d.“<br />

Wurm: Ke<strong>in</strong>e EU-Bankenhaftung!<br />

Wie auf der Titanic:<br />

Brüssel streitet um<br />

Europas Wirtschaft zerbröselt zwischen Green Dea<br />

Europas Wirtschaft fällt immer<br />

weiter h<strong>in</strong>ter der Ch<strong>in</strong>as<br />

und der USA zurück und Europas<br />

Konzerne lagern die Produktion<br />

<strong>in</strong> diese beiden Länder aus.<br />

Ausgerechnet die beiden ehemaligen<br />

italienischen Regierungschefs<br />

Enrico Letta und Mario<br />

Draghi hat EU-Kommissionspräsident<strong>in</strong><br />

Ursula von der Leyen<br />

mit der Ausarbeitung e<strong>in</strong>er<br />

„Rettungsstrategie“ beauftragt.<br />

<strong>Die</strong> unbequeme Wahrheit ihrer<br />

Analyse: Europas globale Pläne<br />

erfordern Geld, das niemand hat.<br />

Letta fordert e<strong>in</strong>en EU-weiten<br />

Kapitalmarkt, um Privatkapital<br />

zu aktivieren, Draghi h<strong>in</strong>gegen<br />

empfahl die Kopie der amerikanischen<br />

Subventionspolitik von<br />

Präsident Joe Biden.<br />

In die Schlagzeile schaffte es ke<strong>in</strong>er<br />

der beiden, denn die EU-Staatsund<br />

Regierungschefs wollten weltpolitische<br />

Weitsicht demonstrieren.<br />

So wurden medial „neue Sanktionen“<br />

gegen den Iran bejubelt, um<br />

ihn von weiteren Angriffen auf<br />

Israel abzuhalten. Sie sollten das<br />

Drohnen- und Raketenprogramm<br />

der Mullahs treffen, <strong>in</strong>dem ihnen<br />

elektronische Bauteile aus der EU<br />

verweigert werden.<br />

Dass der Iran se<strong>in</strong> Atomwaffenprogramm<br />

trotz ähnlicher Sanktionen<br />

ungebremst fortsetzen konnte,<br />

haben die Weltpolitiker <strong>in</strong> Brüssel<br />

wohl vergessen. Auch, dass sie dem<br />

damaligen US-Präsidenten Donald<br />

Trump bei se<strong>in</strong>en Sanktionsforderungen<br />

gegen das Mullah-Regime<br />

nicht gefolgt s<strong>in</strong>d.<br />

Rettungspläne für die Wirtschaft<br />

Verdrängt, weil ke<strong>in</strong>er öffentlich<br />

darüber sprach, haben sie wohl<br />

auch die Wirtschaftspläne der beiden<br />

italienischen Ex-Premiers. Das<br />

trotz der bitteren Erkenntnis, dass<br />

Europa wirtschaftlich und technologisch<br />

immer mehr h<strong>in</strong>ter die USA<br />

und Ch<strong>in</strong>a zurückfällt.<br />

Selbst die meisten Firmen der<br />

W<strong>in</strong>d- und Solarbranche, die angesichts<br />

des „Green Deal“ eigentlich<br />

brummen sollten, s<strong>in</strong>d nicht<br />

mehr wettbewerbsfähig. E<strong>in</strong>e nach<br />

Foto: EU<br />

Her mit dem Geld für den „Green Deal“<br />

marktreformen des ehemaligen italienis<br />

der anderen zieht ihre Produktion<br />

aus EUropa ab, weil sie wegen der<br />

Auflagen des „Green Deal“ nicht<br />

mehr mit der ch<strong>in</strong>esischen und der<br />

US-Konkurrenz mithalten können.<br />

Europa trete auf der Stelle, „weil<br />

unsere Organisation, Entscheidungsf<strong>in</strong>dung<br />

und F<strong>in</strong>anzierung<br />

für die Welt von gestern designed<br />

s<strong>in</strong>d“, nannte das Mario Draghi.<br />

Und er gab auch se<strong>in</strong>e Schuld daran<br />

bei der „Euro-Rettung“ zu: „Wir<br />

haben bewusst versucht, die Lohnkosten<br />

im Vergleich zue<strong>in</strong>ander zu<br />

senken – und <strong>in</strong> Komb<strong>in</strong>ation mit<br />

e<strong>in</strong>er prozyklischen Fiskalpolitik<br />

Alle<strong>in</strong>e um die CO2-Ziele beim Verkehr<br />

Europäischen Union jährliche Investitio


Nr. 17 Donnerstag, 25. April 2024<br />

g<br />

Das Schiff s<strong>in</strong>kt,<br />

die Rangordnung<br />

l und <strong>in</strong>ternationaler Wettbewerbsfähigkeit<br />

! Ratspräsident Charles Michel sche<strong>in</strong>t an den zentralistischen Kapitalchen<br />

Premiers Enrico Letta Gef<strong>allen</strong> gefunden zu haben.<br />

hat das unter dem Strich nur dazu<br />

geführt, dass unsere eigene B<strong>in</strong>nennachfrage<br />

geschwächt und unser<br />

Sozialmodell untergraben wurde.“<br />

Brüssels „Titanic-Syndrom“<br />

Aber er will weiter an staatlichen<br />

Vorgaben festhalten und empfahl<br />

die Kopie des amerikanischen „Inflation<br />

Reduction Act“, Subventionen<br />

und Steuererleichterungen für<br />

Unternehmen mit „klimafreundlicher<br />

Produktion“.<br />

Nur fehlt der Union das Geld dafür,<br />

zeigte Enrico Letta auf: „Das<br />

große Risiko ist, dass wir überzu<br />

erreichen, bräuchte es <strong>in</strong> der<br />

nen <strong>in</strong> Höhe von 1,5 Billionen Euro.<br />

Foto: NFZ<br />

haupt nicht genug Geld für den<br />

grünen Übergang haben werden.“<br />

Er wies darauf h<strong>in</strong>, dass für den<br />

Green Deal der EU wenig vorgesehen<br />

sei, wenn der 732 Milliarden<br />

Euro schwere Corona-Wiederaufbaufonds<br />

<strong>in</strong> zwei Jahren auslaufe.<br />

<strong>Die</strong> Kommission selbst schätzte,<br />

dass EUropa bis 2030 pro Jahr (!)<br />

mehr als das Doppelte dessen benötigen<br />

werde, alle<strong>in</strong> um die Emissionen<br />

fossiler Brennstoffe aus<br />

se<strong>in</strong>en Energie- und Verkehrssystemen<br />

zu beseitigen.<br />

Also schlug Letta vor, privates<br />

Kapital zu aktivieren. Der europäische<br />

Kapitalmarkt sei aber „zu<br />

fragmentiert und nicht attraktiv genug“.<br />

Startups, die digitale Technologien<br />

entwickeln, f<strong>in</strong>det man deswegen<br />

hauptsächlich <strong>in</strong> den USA.<br />

Also braucht es, so Letta, e<strong>in</strong>en<br />

EU-weiten Kapitalmarkt, den bisher<br />

aber die beiden EU-Schwergewichte<br />

Paris und Berl<strong>in</strong> wegen<br />

politischen Macht- und E<strong>in</strong>flußverlusts<br />

strikt ablehnen.<br />

„Es ist e<strong>in</strong> bisschen wie auf der<br />

Titanic“, zitierte das Onl<strong>in</strong>eportal<br />

„POLITICO“ e<strong>in</strong>en hochrangigen<br />

EU-Diplomaten: „Das Schiff s<strong>in</strong>kt,<br />

und wir streiten darüber, wer <strong>in</strong><br />

der ersten und wer <strong>in</strong> der zweiten<br />

Klasse sitzen wird. Vielleicht sollten<br />

wir verh<strong>in</strong>dern, dass das Schiff<br />

überhaupt untergeht.“<br />

KURZ UND BÜNDIG<br />

Außenpolitik 9<br />

Asylpakt mit Ruanda fixiert<br />

Großbritanniens Premierm<strong>in</strong>ister Rishi<br />

Sunak will e<strong>in</strong>stweilige Verfügungen des<br />

Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte<br />

zum Asylpakt mit Ruanda ignorieren.<br />

Das sagte der konservative Politiker kurz vor<br />

dem Beschluss des „Ruanda-Gesetzes“ im<br />

Parlament. Der Asylpakt mit Ruanda sieht<br />

vor, dass illegal e<strong>in</strong>gereiste Migranten <strong>in</strong><br />

Großbritannien ke<strong>in</strong>e Gelegenheit mehr zum<br />

Antrag auf Asyl erhalten sollen. Sie sollen<br />

stattdessen, ungeachtet ihrer Herkunft, nach<br />

Ruanda gebracht werden und dort Asyl beantragen.<br />

E<strong>in</strong>e Rückkehr nach Großbritannien ist nicht vorgesehen. Damit<br />

will London die illegale E<strong>in</strong>wanderung über den Ärmelkanal <strong>stoppen</strong>.<br />

Erster Budgetüberschuss<br />

Foto: twitter.com<br />

Argent<strong>in</strong>ien ist unter se<strong>in</strong>em Präsidenten<br />

Javier Milei auf dem besten Weg, die Staatsausgaben<br />

durch e<strong>in</strong> striktes Sparprogramm<br />

<strong>in</strong> den Griff zu bekommen. „Unser Plan<br />

funktioniert“, sagte der Regierungschef, da<br />

im ersten Quartal 2024 e<strong>in</strong> Plus von mehr<br />

als 300 Millionen Euro oder 0,2 Prozent des<br />

Brutto<strong>in</strong>landsprodukts (BIP) erzielt wurde.<br />

Bei se<strong>in</strong>em Amtsantritt im Dezember hatte<br />

der Ökonom Milei der maroden Wirtschaft<br />

Argent<strong>in</strong>iens e<strong>in</strong>en drastischen Sparkurs bei<br />

den Staatsausgaben verordnet, um die dreistellige Inflationsrate zu senken<br />

und die langjährige Wirtschaftsflaute zu beenden.<br />

Brüssel unterwirft sich<br />

erneut dem „Sultan“<br />

In e<strong>in</strong>er geme<strong>in</strong>samen Erklärung<br />

verkündeten die Staats- und Regierungschefs<br />

der Union so nebenbei<br />

am Brüsseler Gipfel, dass künftig<br />

e<strong>in</strong>e Wiederannäherung an die Türkei<br />

angestrebt werde. Als „völlig<br />

unangebracht“ und e<strong>in</strong>e „Wiederholung<br />

vergangener Fehler“ bezeichnete<br />

FPÖ-Europasprecher<strong>in</strong><br />

und EU-Kandidat<strong>in</strong> Petra Steger<br />

diese Entscheidung.<br />

„Staatspräsident Recep Tayyip<br />

Erdoğan hat nun schon über Jahre<br />

h<strong>in</strong>weg e<strong>in</strong>drucksvoll bewiesen,<br />

dass dieser Staat <strong>in</strong> fast <strong>allen</strong> Bereichen<br />

der denkbar schlechteste<br />

Partner der Union ist. 2016 hat die<br />

Türkei im Rahmen e<strong>in</strong>es Migrationsabkommens<br />

die EU nach Strich<br />

und Faden vorgeführt. Milliarden<br />

Euro wurden unter Anleitung der<br />

damaligen deutschen Bundekanzler<strong>in</strong><br />

Angela Merkel lockergemacht,<br />

<strong>in</strong> der Hoffnung auf e<strong>in</strong>en<br />

Rückgang der Asylzahlen – zu dem<br />

es aber nie gekommen ist“, er<strong>in</strong>nerte<br />

Steger. Darüber h<strong>in</strong>aus sei<br />

die Türkei unter Erdoğan nicht nur<br />

Foto: FPÖ<br />

e<strong>in</strong>mal mit bedenklichen Handlungen<br />

aufgef<strong>allen</strong> wie dem Abbau der<br />

Demokratie, der E<strong>in</strong>schränkung<br />

der Pressefreiheit, der Missachtung<br />

der Menschenrechte, dem Austritt<br />

aus der Istanbuler-Konvention, mit<br />

Verbotsverfahren von Oppositionsparteien,<br />

mit Kriegshandlungen <strong>in</strong><br />

Syrien, mit Provokationen rund<br />

um Zypern oder dem Anheizen der<br />

kriegsartigen Ausschreitungen an<br />

griechischen Grenzzäunen sowie<br />

mehrmaligen Erpressungen der EU<br />

mit „Flüchtl<strong>in</strong>gen“.<br />

Steger: Türkei passt nicht <strong>in</strong> die EU.<br />

Foto: twitter.com


10 Leserbriefe<br />

Neue Freie Zeitung<br />

TERMINE<br />

APRIL<br />

27<br />

MAI<br />

3<br />

MAI<br />

7<br />

Favoritner<br />

Bezirkswandertag<br />

FBI-Veranstaltung<br />

<strong>in</strong> Zirl/T<br />

FBI-Veranstaltung<br />

<strong>in</strong> Villach<br />

LESER AM WORT<br />

Messerverbotszone<br />

Glaubt die Regierung wirklich,<br />

dass sie mit „Messerverbotszonen“<br />

die Ausländerkrim<strong>in</strong>alität <strong>in</strong> den<br />

Griff bekommt? Was kommt als<br />

Nächstes? Verbotszonen für Vergewaltiger,<br />

K<strong>in</strong>derschänder,<br />

Zwangsehen oder Islam-Terror?<br />

Das wird nicht funktionieren. Wenn<br />

die Polizei am Reumannplatz nach<br />

Messern und Waffen sucht, so wird<br />

das als ausländerfe<strong>in</strong>dliche Aktion<br />

hochgespielt. Dass dort kaum noch<br />

Österreicher kontrolliert werden,<br />

hat e<strong>in</strong>en e<strong>in</strong>fachen Grund: Dort<br />

leben nur noch die „Alten“, die<br />

sich die Flucht aus ihrem Heimatbezirk<br />

nicht leisten konnten. Wie<br />

die Regierenden mit Illegalen umgehen,<br />

zeigt sie bei der Ehrung und<br />

der Förderung von Vere<strong>in</strong>en und<br />

Schlepperorganisationen, die sich<br />

als „Retter aus Seenot“ vermarkten,<br />

um staatliche Förderungen zu<br />

kassieren. Wer kann mir den Unterschied<br />

zwischen solchen Organisationen<br />

und den Schlepperbanden<br />

erklären?<br />

Stephan Pestitschek, Strasshof<br />

Anklage ohne Beweise<br />

Bei der letzten Parlamentssitzung<br />

wurde ohne Beweise gegen<br />

die FPÖ und Herrn Kickl vorgegangen.<br />

E<strong>in</strong> Stocker, e<strong>in</strong> Hanger<br />

oder e<strong>in</strong>e Sigrid Maurer waren <strong>in</strong><br />

ihren Reden eher <strong>in</strong> e<strong>in</strong>er Art von<br />

irrationaler Aggression geleitet,<br />

die durch ihre Mimik und Gesten<br />

sichtbar war. Warum werden ke<strong>in</strong>e<br />

Beweise vorgelegt, wenn man sich<br />

so sicher ist? Das ist doch e<strong>in</strong>er<br />

Politik und e<strong>in</strong>es Politikers nicht<br />

würdig. E<strong>in</strong>en darf ich auch nicht<br />

vergessen, den Herrn Brandstätter,<br />

e<strong>in</strong> S<strong>in</strong>nbild der Blamage nicht nur<br />

bei se<strong>in</strong>en Plakaten. <strong>Die</strong> SPÖ lassen<br />

wir außen vor, die zerstört sich<br />

selbst. <strong>Die</strong>se Politiker reden vieles<br />

schlecht, wofür man sich schämen<br />

muss und was e<strong>in</strong> Teil der Österreicher<br />

nicht mehr hören kann.<br />

Frank Christian, Aurolzmünster<br />

BVT-Debatte<br />

Anlässlich der aktuellen Debatte<br />

er<strong>in</strong>nere ich an den <strong>in</strong> „Der<br />

Presse“ vom 21. Oktober 2018<br />

erschienenen Kommentar des ehemaligen<br />

Chefredakteurs Ra<strong>in</strong>er<br />

Nowak: „Nicht zu vergessen der<br />

BVT-Skandal, der immer mehr<br />

zur Posse wird. Dank der bisherigen<br />

Erkenntnisse des Untersuchungsausschusses<br />

lautet der<br />

Zwischenwissensstand: Das e<strong>in</strong>st<br />

respektierte Bundesamt für Verfas-<br />

Foto: NFZ<br />

sungsschutz war offenbar weder<br />

Amt noch Geheimdienst, sondern<br />

e<strong>in</strong>e unprofessionelle Chaostruppe,<br />

<strong>in</strong> der manche auch das Gesetz für<br />

eigene oder politische Zwecke bogen….<br />

Dass die Staatsanwaltschaft<br />

mit dem neuen übermotivierten Innenm<strong>in</strong>ister<br />

im Genick überzogen<br />

reagiert hat, ist auch evident. Herbert<br />

Kickl hätte e<strong>in</strong>fach still und<br />

heimlich e<strong>in</strong> paar Dutzend Beamte<br />

im BVT austauschen sollen. (Wir<br />

Medien hätten dann „Umfärbung“<br />

geschrieben.) Der U-Ausschuss<br />

wäre ausgeblieben. Aber der politischen<br />

Dauerhysterie im Land wäre<br />

das natürlich abträglich gewesen.“<br />

<strong>Die</strong>ter Grillmayer, Garsten<br />

EU neu denken<br />

Ich muss mir die Frage stellen,<br />

wer schützt uns vor dieser EU? Es<br />

ist es mir völlig unverständlich,<br />

dass <strong>in</strong> Österreich im EU-Wahlkampf<br />

Parteien auftreten und den<br />

Bürgern erklären wollen, wie großartig<br />

und e<strong>in</strong>malig diese EU sei. Es<br />

braucht <strong>in</strong> der EU e<strong>in</strong>e Wende, vor<br />

allem die Rückführung von Kompetenzen<br />

zu den Mitgliedsstaaten.<br />

Auch sollte das EU-Parlament<br />

über der EU-Kommission stehen,<br />

weil die Kommission demokratisch<br />

nicht legitimiert ist und über<br />

die Köpfe des EU-Parlaments Entscheidungen<br />

trifft. Ich sehe mit dieser<br />

„alten EU“ ke<strong>in</strong>e positive Zukunft<br />

für Österreich und Europa.<br />

Franz Vorderw<strong>in</strong>kler, Ferschnitz<br />

Leserbriefe: redaktion.nfz@fpoe.at<br />

BESTELLSCHEIN<br />

Friedrich-Schmidt-Platz 4/3a, 1080 Wien<br />

Tel: 01 512 35 35 – 29, Fax: 01 512 35 35 – 9<br />

E-Mail: andreas.schoen@fpoe.at<br />

MAI<br />

8<br />

FBI-Veranstaltung<br />

<strong>in</strong> Sachsenburg/K<br />

Ich bestelle die Wochenzeitung „Neue Freie Zeitung“ zum (zutreffendes bitte ankreuzen):<br />

Halbjahrespreis € 15,-<br />

Auslandsjahresbezug € 73,-<br />

Jahrespreis € 30,-<br />

Jahrespreis zum Seniorentarif € 20,-<br />

Jahrespreis für Studenten € 20,-<br />

<strong>Die</strong> Bestellung gilt bis auf schriftlichen Widerruf, der entweder per E-Mail oder Postweg erfolgen muss.<br />

<strong>Die</strong> E<strong>in</strong>zahlung erfolgt mittels Erlagsche<strong>in</strong>, der Ihnen halbjährlich (bei Jahresabo jährlich) zugeschickt wird.<br />

Bankverb<strong>in</strong>dung: Bank Austria, IBAN: AT41 1200 0006 0257 4105<br />

Bestellungen auch per E-Mail: andreas.schoen@fpoe.at<br />

Name:<br />

(Vor- und Zuname, bitte <strong>in</strong> Blockschrift ausfüllen)<br />

Mitglied <strong>in</strong> FPÖ-Landesgruppe*:<br />

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(Postleitzahl, Ort, Straße, Hausnummer, Türnummer)<br />

Datum: Geburtsdatum: Unterschrift:<br />

Bitte geben Sie uns für Rückfragen Ihre E-Mail oder Telefonnummer bekannt**:<br />

* Bitte nur ausfüllen, wenn Sie Mitglied e<strong>in</strong>er FPÖ-Landesgruppe s<strong>in</strong>d. Wir wollen damit mögliche Doppelzusendungen vermeiden.<br />

** Wir erhalten von der Post <strong>in</strong> regelmäßigen Abständen Retoursendungen und wollen diese überprüfen. Ihre Daten werden vertraulich behandelt.


Nr. 17 Donnerstag, 25. April 2024<br />

g<br />

Wien 11<br />

WIEN<br />

SPÖ-<strong>in</strong>terner Asylstreit<br />

führt Wien <strong>in</strong>s Chaos<br />

FPÖ: M<strong>in</strong>destsicherung nur noch für österreichische Staatsbürger<br />

Der Streit <strong>in</strong>nerhalb der<br />

SPÖ-Wien über die Wohnsitzauflage<br />

für Asylanten zeigt<br />

für FPÖ-Landesparteiobmann<br />

Dom<strong>in</strong>ik Nepp e<strong>in</strong>mal mehr das<br />

Chaos <strong>in</strong> der rot-p<strong>in</strong>ken Stadtregierung<br />

auf: „Der Streit kostet die<br />

Wiener Steuerzahler Milliarden!“<br />

WIENER SPAZIERGÄNGE<br />

von Hannes Wolff<br />

Me<strong>in</strong> Traummännle<strong>in</strong> hatte offenbar<br />

E<strong>in</strong>sicht mit mir und sagte:<br />

Es ist jetzt so kalt, mach doch<br />

e<strong>in</strong>en Spaziergang im Traum.<br />

Und tatsächlich träumte ich.<br />

Bei der Wohnsitzauflage für<br />

Asylanten muss der Asylant <strong>in</strong> dem<br />

Bundesland bleiben und von diesem<br />

versorgt werden, <strong>in</strong> dem er<br />

den Asylantrag gestellt hat. Während<br />

SPÖ-Stadtrat Peter Hacker<br />

die Auflage als „hilflosen Vorschlag“<br />

bezeichnet und die Verfassungskonformität<br />

anzweifelt,<br />

drängt der p<strong>in</strong>ke Vizebürgermeister<br />

Christoph Wiederkehr vehement<br />

auf diese. Insbesondere wegen der<br />

aktuell immens anwachsenden zusätzlichen<br />

Belastung aus der Familienzusammenführung.<br />

<strong>Die</strong>se wird<br />

jetzt verstärkt von den 2015/16 <strong>in</strong>s<br />

Land gekommenen Syrern <strong>in</strong> Anspruch<br />

genommen.<br />

Für die FPÖ völlig überrraschend<br />

hat die rot-p<strong>in</strong>ke Koalitionsmehrheit<br />

e<strong>in</strong>en Antrag für genau diesen<br />

Vorschlag e<strong>in</strong>gebracht. „In der<br />

BEITRETEN<br />

Nepp: Ludwigs Geldgeschenke locken die Asylanten an.<br />

Wiener SPÖ weiß die e<strong>in</strong>e Hand<br />

nicht was die andere macht. Ganz<br />

offensichtlich ist hier e<strong>in</strong> heftiger<br />

Streit zwischen Hacker und dem<br />

Rest der Wiener SPÖ entbrannt“,<br />

vermutete der Wiener FPÖ-Chef<br />

Dom<strong>in</strong>ik Nepp.<br />

Weiterer E<strong>in</strong>wanderungsschub<br />

Er verwies darauf, dass SPÖ-<br />

Bürgermeister Michael Ludwig<br />

zuletzt am Landesparteitag erklärt<br />

habe, dass die großzügigen Sozialleistungen<br />

für Asylberechtigte<br />

nichts damit zu tun hätten, dass<br />

es diese fast ausschließlich nach<br />

Wien ziehe: „Mit den derzeitigen<br />

UNTERSTÜTZE UNS<br />

AUF TELEGRAM!<br />

Zahlen und der aktuellen Debatte<br />

ist jedoch bewiesen, dass Ludwigs<br />

Geldgeschenke e<strong>in</strong>e massive Sogwirkung<br />

bedeuten.“<br />

Wenn nun e<strong>in</strong>e Wohnsitzauflage<br />

beschlossen werde, dann sei zu<br />

befürchten, so Nepp, dass Asylberechtigte<br />

aus den anderen Bundesländern<br />

noch schnell nach Wien<br />

ziehen, um die großzügigen Sozialleistungen<br />

abzukassieren. Er forderte<br />

daher die Koppelung der M<strong>in</strong>destsicherung<br />

an die österreichische<br />

Staatsbürgerschaft, e<strong>in</strong>en Asyl- und<br />

Familienzusammenführungsstopp<br />

sowie die konsequente Abschiebung<br />

krim<strong>in</strong>eller Asylanten.<br />

WERDE JETZT TEIL<br />

UNSERER COMMUNITY!<br />

Foto: FPÖ Wien<br />

Wunschtraum<br />

Ich stand bei der Urania nahe<br />

e<strong>in</strong>em Ampelmasten. Und neben<br />

dem Masten stand die Frau<br />

Gewessler. Aufgeregt sagte sie:<br />

„Ich will nicht, dass es grün<br />

bl<strong>in</strong>kt. Wenn auf der Ampel grün<br />

zu sehen ist, dann muss es ganz<br />

e<strong>in</strong>wandfrei grün se<strong>in</strong> und nicht<br />

durch Bl<strong>in</strong>ken unterbrochen werden.<br />

Das ist nicht umweltfreundlich.“<br />

Tatsächlich, die Ampel zeigte<br />

grün, und von Bl<strong>in</strong>ken war ke<strong>in</strong>e<br />

Rede. Sie blieb grün. <strong>Die</strong> Radfahrer<br />

auf der e<strong>in</strong>en Seite radelten<br />

begeistert über die Kreuzung.<br />

Da aber erschien Herr Goethe.<br />

Wirklich, es war der Geheimrat<br />

Johann Wolfgang aus Frankfurt<br />

am Ma<strong>in</strong> persönlich. Er kam direkt<br />

aus der Volkshochschule,<br />

schritt die Stufen herab, näherte<br />

sich der Frau M<strong>in</strong>ister und sprach:<br />

„Schaut nach bei Wikipedia, da<br />

steht e<strong>in</strong>er me<strong>in</strong>er berühmtesten<br />

Sätze, gleich neben dem bekannten<br />

Berlich<strong>in</strong>gen-Spruch. Er lautet:<br />

Wer sich allzu grün macht,<br />

den fressen die Ziegen!“<br />

Im selben Moment raste e<strong>in</strong>e<br />

Herde Ziegen vom Donaukanal<br />

herauf, stürzte sich auf Frau<br />

Gewessler – und weg war sie.<br />

Und da wachte ich leider auf.


12 Länder<br />

Neue Freie Zeitung<br />

BURGENLAND<br />

Doskozils Spielwiese<br />

Im Burgenland soll sich das Verhältnis<br />

von SPÖ-Landeshauptmann<br />

Hans Peter Doskozil zu se<strong>in</strong>em<br />

Protegé Wolfgang Werderits merklich<br />

abgekühlt haben. Der Grund:<br />

Der Geschäftsführer der Verkehrsbetriebe<br />

Burgenland GmbH<br />

hat e<strong>in</strong>en Verlust von 65 Millionen<br />

Euro zu verantworten. „<strong>Die</strong>ser<br />

Landesbetrieb ist nichts anderes<br />

als e<strong>in</strong> weiteres sündteures Spielzeug<br />

des Landeshauptmanns, um<br />

sich <strong>in</strong>sbesondere im Südburgenland<br />

Stimmen kaufen zu können“,<br />

erklärte dazu FPÖ-Landesparteiobmann<br />

Alexander Petschnig.<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Wohnbau statt Steuer<br />

„E<strong>in</strong>e Leerstandsabgabe<br />

als<br />

Quasi-Vermögenssteuer<br />

wird es<br />

mit den Freiheitlichen<br />

<strong>in</strong><br />

Oberösterreich<br />

nicht geben. In<br />

Zeiten der Teuerung<br />

s<strong>in</strong>d weitere Abgaben der<br />

Herwig Mahr<br />

falsche Weg“, stellte FPÖ-Klubobmann<br />

Herwig Mahr klar. Es sei<br />

s<strong>in</strong>nvoller, den geförderten Wohnbau<br />

zu forcieren – und genau das<br />

passiere <strong>in</strong> Oberösterreich.<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Ärger um Wohnbaupaket<br />

Bei der Verabschiedung des<br />

schwarz-grünen Wohnbaupakets im<br />

Parlament wurden die Länder nicht<br />

e<strong>in</strong>gebunden. Mittlerweile fanden<br />

zahlreiche Sitzungen sowie e<strong>in</strong>e<br />

außerordentliche Wohnbaureferenten-Konferenz<br />

dazu statt. E<strong>in</strong>e taugliche<br />

Lösung ist jedoch nach wie<br />

vor ausständig. „<strong>Die</strong> Bundesländer<br />

haben geduldig und lösungsorientiert<br />

an den Gesprächen mit dem<br />

Bund teilgenommen. Das Problem<br />

besteht leider weiterh<strong>in</strong> dar<strong>in</strong>, dass<br />

die vorgegebenen Voraussetzungen<br />

wie die Zusätzlichkeit oder die<br />

Pflicht für e<strong>in</strong>e Solaranlage <strong>in</strong> der<br />

Praxis nicht zielführend s<strong>in</strong>d. <strong>Die</strong><br />

Beamten, die dies nun ausbaden<br />

müssen, s<strong>in</strong>d <strong>in</strong> Wahrheit – neben<br />

den enttäuschten Bürgern – auch<br />

Leidtragende dieser <strong>in</strong>kompetenten<br />

Bundesregierung“, kritisierte<br />

FPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter<br />

Manfred Haimbuchner.<br />

Foto: FPÖ Oberösterreich<br />

Foto: NFZ<br />

Personalmangel: Schließungen<br />

mehrerer Polizeidienststellen?<br />

FPÖ: Wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung des Personalengpasses<br />

Aufgrund des massiven Personalmangels<br />

bei der Polizei<br />

kursieren bereits Pläne für<br />

die Schließung mehrerer Polizeidienststellen<br />

<strong>in</strong> Vorarlberg.<br />

Auf der e<strong>in</strong>en Seite steigt die<br />

Krim<strong>in</strong>alität auf Rekordwerte, auf<br />

der anderen Seite nimmt der Personalengpass<br />

bei der Polizei <strong>in</strong> Vorarlberg<br />

dramatisch zu. „<strong>Die</strong>se Entwicklung<br />

ist für unser Land und die<br />

Vorarlberger brandgefährlich. Aber<br />

was macht die schwarz-grüne Landesregierung?<br />

Nichts! Sie nimmt<br />

sogar die drohende Schließung von<br />

Polizeidientsstellen billigend <strong>in</strong><br />

Kauf“, kritisierte FPÖ-Landesparteiobmann<br />

Christof Bitschi.<br />

FPÖ-Forderungen umsetzen!<br />

Für die Freiheitlichen sei klar,<br />

dass diese drohende Ausdünnung<br />

der Sicherheitsstrukturen mit voller<br />

Kraft verh<strong>in</strong>dert werden müsse, betonte<br />

Bitschi: „Es kann jedenfalls<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

VORARLBERG<br />

St. Pöltens leere Portokasse<br />

Luisser: Ich lade Stadler zu e<strong>in</strong>em<br />

persönlichen Gespräch e<strong>in</strong>.<br />

Foto: NFZ<br />

Bald nur noch H<strong>in</strong>weisschilder statt besetzter Polizeiposten?<br />

Während <strong>in</strong> 572 der <strong>in</strong>sgesamt<br />

573 Geme<strong>in</strong>den Niederösterreichs<br />

die Bürger bereits die<br />

Wiedergutmachung der während<br />

der Corona-Jahre verhängten unrechtmäßigen<br />

Strafen erhalten<br />

haben, verh<strong>in</strong>dert bisher St. Pöltens<br />

SPÖ-Bürgermeister Matthias<br />

Stadler diesen Schritt der Aufarbeitung<br />

des Corona-Wahns<strong>in</strong>ns <strong>in</strong> der<br />

Landeshauptstadt.<br />

Stadler behauptete, dass die f<strong>in</strong>anziellen<br />

Mittel für die Portokosten<br />

der Benachrichtigungen an die<br />

Bürger <strong>in</strong> der Stadtkasse fehlen würden.<br />

Interessanterweise gebe es aber<br />

Geld für die Unterstützung bestimmter<br />

Gruppen <strong>in</strong>nerhalb der eigenen<br />

politischen Geme<strong>in</strong>schaft, zeigte<br />

FPÖ-Landesrat Christoph Luisser<br />

auf. E<strong>in</strong> bezeichnendes Beispiel sei<br />

der Fall e<strong>in</strong>er Wohnungsgenossenschaft,<br />

bei der die Volksanwaltschaft<br />

e<strong>in</strong>e unrechtmäßige Unterstützung<br />

der Stadt bestätigt habe.<br />

„Ich lade den Bürgermeister daher<br />

e<strong>in</strong>, geme<strong>in</strong>sam mit mir e<strong>in</strong>en<br />

gangbaren Weg zu f<strong>in</strong>den, um auch<br />

den St. Pöltener Bürgern Wiedergutmachungen<br />

zu ermöglichen. Geme<strong>in</strong>sam<br />

können wir Gerechtigkeit<br />

für alle Bürger <strong>in</strong> Niederösterreich<br />

sicherstellen“, lud der FPÖ-Landesrat<br />

<strong>in</strong> e<strong>in</strong>em offenen Brief daher<br />

den SPÖ-Bürgermeister jetzt zu e<strong>in</strong>em<br />

„Runden Tisch“ e<strong>in</strong>.<br />

Foto: FPÖ Kärnten<br />

nicht se<strong>in</strong>, dass die Landesregierung<br />

tatenlos zusieht. <strong>Die</strong> Vorarlberger<br />

haben e<strong>in</strong> Recht auf funktionierende<br />

Sicherheitsstrukturen – <strong>in</strong><br />

<strong>allen</strong> Regionen des Landes!“<br />

Dazu brauche es wirksame Maßnahmen<br />

zur Bekämpfung des massiven<br />

Personalengpasses wie den<br />

von der FPÖ vorgestellten „Vorarlberg-Bonus“<br />

für e<strong>in</strong>e gerechte Entlohnung<br />

sowie e<strong>in</strong>e Entlastung der<br />

Beamten von unnötigen Bürokratietätigkeiten,<br />

forderte der Landesparteiobmann.<br />

KÄRNTEN<br />

Erw<strong>in</strong> Angerer<br />

Nur im „stillen<br />

Kämmerle<strong>in</strong>“<br />

<strong>Die</strong> letztwöchige Sitzung des<br />

Energieausschusses im Kärntner<br />

Landtag fand – entgegen dem<br />

FPÖ-Antrag – nicht öffentlich statt.<br />

„SPÖ und ÖVP haben schon gewusst,<br />

warum. <strong>Die</strong> Kärntner sollten<br />

nichts von der vernichtenden Kritik<br />

der Obfrau des Verbraucherschutzvere<strong>in</strong>es<br />

(VSV), Daniela Holz<strong>in</strong>ger-<br />

Vogtenhuber, an der Strompreispolitik<br />

des Landes und der Kelag<br />

mitbekommen“, erläuterte FPÖ-<br />

Landeschef Erw<strong>in</strong> Angerer deren<br />

Ablehnung. Der Strompreis der<br />

Kelag stehe nämlich <strong>in</strong> ke<strong>in</strong>er Relation<br />

zu der tatsächlichen Kostenund<br />

Beschaffungsstruktur.


Nr. 17 Donnerstag, 25. April 2024<br />

g<br />

Länder 13<br />

SALZBURG<br />

Foto: FPÖ Salzburg<br />

Paul Dürnberger<br />

FPÖ-Stadtparteiobmann Salzburg<br />

LÄNDER-<br />

SACHE<br />

Foto: NFZ<br />

<strong>Die</strong> FPÖ will sicherstellen, dass die jungen Menschen<br />

<strong>in</strong> Salzburg wieder frei und sicher leben können.<br />

Salzburgs Jugend fühlt<br />

sich nicht mehr sicher!<br />

Jugendreport 2023 zeigt die Problemfelder unmissverständlich auf<br />

Sexuelle Belästigung im Nachtleben<br />

hat be<strong>in</strong>ahe jedes zweite<br />

Mädchen bereits miterleben<br />

müssen. FPÖ fordert sofortiges<br />

Handeln bei Gewaltprävention.<br />

„Alltagsstress, Krieg und steigende<br />

Preise s<strong>in</strong>d die größten Problemfelder<br />

Salzburgs Jugendlicher“,<br />

kommentierte FPÖ-Jugendsprecher<br />

Dom<strong>in</strong>ic Maier die Ergebnisse des<br />

Jugendreports 2023. Interessanterweise<br />

spielten Gender-Toiletten,<br />

Ampelmännchen und Regenbogen-​<br />

Zebrastreifen für die heutige Jugend<br />

absolut ke<strong>in</strong>e Rolle, wie es der<br />

L<strong>in</strong>ksblock im Salzburger Landtag<br />

und die Medien weiszumachen<br />

versuchen. Be<strong>in</strong>ahe 50 Prozent<br />

der über 16-jährigen Mädchen gaben<br />

an, im Nachtleben bereits sexuell<br />

belästigt worden zu se<strong>in</strong> und<br />

18 Prozent fühlen sich <strong>in</strong> Salzburg<br />

eher oder sehr unsicher. „Wir müssen<br />

vermehrt die unkontrollierte<br />

und unqualifizierte E<strong>in</strong>wanderung<br />

aus patriarchalisch geprägten und<br />

uns kulturfremden Länder h<strong>in</strong>terfragen“,<br />

stellte Maier klar.<br />

Ke<strong>in</strong> Reumannplatz <strong>in</strong> Salzburg!<br />

Gerade nach den Wahlen befürchte<br />

man weitere Verschlechterungen<br />

der Sicherheitslage <strong>in</strong> der<br />

Nur Handlanger der Grünen?<br />

Tagtäglich haben Pendler bei ihrer<br />

Fahrt <strong>in</strong> die Landeshauptstadt<br />

mit zeitraubenden und nervenaufreibenden<br />

Staus zu kämpfen und<br />

werden mit immer weiteren Hiobsbotschaften<br />

konfrontiert. Zuletzt<br />

mit dem Vorhaben des Landes, auf<br />

der wichtigen Ost-E<strong>in</strong>fahrt, der<br />

Elisabethstraße, künftig Bussen die<br />

Vorfahrt zu erteilen.<br />

Weitere drastische E<strong>in</strong>schränkungen<br />

drohen den Autofahrern im<br />

Rahmen der Grazer „Radoffensive“,<br />

für die Autospur und hunderte<br />

Parkplätze geopfert werden sollen.<br />

„Ganz offensichtlich geht es nur<br />

darum, die E<strong>in</strong>fahrtstraßen nach<br />

Graz für Autofahrer möglichst<br />

unattraktiv zu machen“, kritisierte<br />

FPÖ-Klubobmann Mario Kunasek<br />

den zuständigen SPÖ-Landeshauptmann-Stellvertreter<br />

Anton Lang.<br />

„In e<strong>in</strong>er Dr<strong>in</strong>glichen Anfrage<br />

wollen wir daher von Lang wissen,<br />

<strong>in</strong>wieweit die e<strong>in</strong>stige Arbeiterpartei<br />

SPÖ noch h<strong>in</strong>ter den Pendlern<br />

steht, oder ob der rote Landeshauptmann-Stellvertreter<br />

bloß noch als<br />

Erfüllungsgehilfe der Grünen fungiert“,<br />

erklärte Kunasek.<br />

Landeshauptstadt. „In den Brennpunktbezirken<br />

wird die l<strong>in</strong>ks-l<strong>in</strong>ke<br />

Stadtregierung nichts gegen die<br />

Überfremdung und Jugendkrim<strong>in</strong>alität<br />

unternehmen, bis der Lehener<br />

Park endgültig zum Reumannplatz<br />

wird“, befürchtete Maier. Der<br />

Jugendreport mache deutlich, dass<br />

e<strong>in</strong> dr<strong>in</strong>gender Handlungsbedarf<br />

bestehe. <strong>Die</strong> FPÖ werde sicherstellen,<br />

dass unsere jungen Menschen<br />

<strong>in</strong> Salzburg wieder frei und<br />

sicher leben können, erklärte der<br />

FPÖ-Landtagsabegordnete: „E<strong>in</strong>e<br />

Freiheitliche Handschrift <strong>in</strong> puncto<br />

Sicherheitspolitik ist dr<strong>in</strong>gend erforderlich!“<br />

STEIERMARK<br />

Kunasek: Schluss mit der Frotzlei<br />

der hart arbeitenden Pendler.<br />

Foto: NFZ<br />

Im aktuellen „Krone“-Interview<br />

skizzierte unser Landesrat<br />

Mart<strong>in</strong> Zauner treffend die<br />

Wohn(bau)situation <strong>in</strong> Stadt<br />

und Land. Trotz der steigenden<br />

Herausforderungen zeigte sich<br />

Zauner optimistisch, weil das<br />

Wohnbaubudget 2023 nicht nur<br />

voll ausgeschöpft, sondern sogar<br />

nachbudgetiert worden ist.<br />

E<strong>in</strong> Erfolg s<strong>in</strong>d etwa die 150<br />

neuen Wohnungen des Wohnbauprojekts<br />

Dossenweg im geme<strong>in</strong>nützigen<br />

Wohnbau – auch wenn<br />

der Quadratmeterpreis hier bei<br />

rund 6.000 Euro liegt.<br />

E<strong>in</strong>fach erklärt<br />

Um bezahlbaren Wohnraum zu<br />

schaffen, forderte unser Wohnbaulandesrat<br />

e<strong>in</strong>e Entschärfung<br />

der immens teuren Baurechtsvorschriften<br />

und e<strong>in</strong>e effizientere<br />

Nutzung des vorhandenen Baulands.<br />

<strong>Die</strong> Bedeutung von gefördertem<br />

Wohnraum sowohl <strong>in</strong> städtischen<br />

als auch ländlichen Gebieten<br />

nehme aufgrund der multiplen<br />

Krisen, <strong>in</strong> denen sich das Land<br />

bef<strong>in</strong>det, gewaltig zu. E<strong>in</strong>e Herausforderung<br />

für Land und Kommunen.<br />

<strong>Die</strong> Wiederbelebung des Eigentums<br />

für junge Familien ist uns<br />

Freiheitlichen e<strong>in</strong> Kernanliegen,<br />

um gesellschaftliche und wirtschaftliche<br />

Verwerfungen zu vermeiden.<br />

Daher signalisierte unser<br />

Wohnbaulandesrat jedenfalls se<strong>in</strong>e<br />

Kooperationsbereitschaft mit<br />

der neuen Salzburger Stadtregierung<br />

und forderte e<strong>in</strong>e effiziente<br />

Geschäftsführung bei geme<strong>in</strong>nützigen<br />

Wohnbauträgern wie der<br />

GSWB.<br />

Wir Freiheitliche setzen uns<br />

entschieden für den Ausbau des<br />

günstigen Wohnbaus e<strong>in</strong>, um der<br />

steigenden Nachfrage gerecht zu<br />

werden.


14 Medien<br />

Neue Freie Zeitung<br />

GEZWITSCHER<br />

Heimo Lepuschitz<br />

@heimolepuschitz<br />

ÖVP-NÖ leidet unter Hanger<br />

und Kanzler, FPÖ gew<strong>in</strong>nt von<br />

Rekordniveau auch als Regierungspartei<br />

dazu. SPÖ erholt<br />

sich. Neos kämpfen auch hier<br />

absteigend ums Überleben.<br />

Norbert Bolz<br />

@NorbertBolz<br />

Es sche<strong>in</strong>t e<strong>in</strong>e Übere<strong>in</strong>kunft zwischen<br />

Unternehmen und Regierung<br />

zu geben: <strong>Die</strong> Unternehmen<br />

loben die grüne Transformation,<br />

und die Regierung hilft den Unternehmen,<br />

ihren Standort reibungslos<br />

<strong>in</strong>s Ausland zu verlegen.<br />

GEFÄLLT MIR<br />

23. April 2024 09:06<br />

Aktuelle Umfrage <strong>in</strong> Niederösterreich<br />

besche<strong>in</strong>igt der FPÖ, dass<br />

den Bürgern gefällt, was die Partei<br />

macht: Wahlversprechen umsetzen.<br />

19. April 2024 19:05<br />

Klimarettung über alles. Wer<br />

braucht schon Jobs für Menschen?<br />

TELEGRAM<br />

Für den ORF zahlen, ohne ihn zu<br />

konsumieren, ist ungerecht!<br />

Dr<strong>in</strong>glicher Antrag der FPÖ zur „Abschaffung der ORF-Zwangssteuer“<br />

E<strong>in</strong>e Mehrheit der Österreicher<br />

lehnt die neue ORF-<br />

„Zwangssteuer“ ab. Aber die<br />

„E<strong>in</strong>heitspartei“ im Parlament<br />

lehnte den Bürgerauftrag ab.<br />

In ihrer Rede zum Dr<strong>in</strong>glichen<br />

Antrag der FPÖ zur „Abschaffung<br />

der ORF-Zwangssteuer!“ kritisierte<br />

FPÖ-Klubobmann-Stellvertreter<strong>in</strong><br />

Dagmar Belakowitsch die<br />

Bundesregierung scharf für die<br />

E<strong>in</strong>führung der ORF-Haushaltsabgabe:<br />

„<strong>Die</strong>se schwarz-grüne<br />

Bundesregierung hat es möglich<br />

gemacht, dass der ORF jetzt alle<br />

Bürger schröpfen kann – unabhängig<br />

davon, ob sie den ORF konsumieren<br />

oder nicht.“<br />

„Privilegienstadl ORF“<br />

Deshalb müssen jetzt auch<br />

700.000 Haushalte, die bisher ke<strong>in</strong>e<br />

Zwangsgebühren bezahlen<br />

mussten, diese Zwangssteuer abführen,<br />

womit die E<strong>in</strong>nahmen des<br />

ORF um fast 20 Prozent auf rund<br />

800 Millionen Euro im Jahr steigen<br />

werden – exklusive der Werbee<strong>in</strong>nahmen.<br />

<strong>Die</strong> zweite Ungerechtigkeit sei,<br />

so Belakowitsch, dass die Geldvernichtungsmasch<strong>in</strong>e<br />

und der „Privilegienstadl<br />

am Küniglberg“ damit<br />

f<strong>in</strong>anziert werde. Das durchschnittliche<br />

Jahrese<strong>in</strong>kommen <strong>in</strong> Österreich<br />

betrage 31.407 Euro, aber das<br />

im ORF das Dreifache davon, nämlich<br />

rund 91.400 Euro.<br />

Belakowitsch: Nach der Wahl ist Schluss mit der ORF-Zwangssteuer.<br />

Pech haben jene Bürger, die diese<br />

ORF-Zwangssteuer ablehnen<br />

und diese daher bee<strong>in</strong>spruchen<br />

wollen. „Das geht aber nicht, weil<br />

sie aufgrund des verpfuschten Gesetzes<br />

von ÖVP und Grünen ke<strong>in</strong>en<br />

Bescheid erhalten“, erläuterte<br />

Belakowitsch. <strong>Die</strong>se müssten dann<br />

mit e<strong>in</strong>em Mahn-, e<strong>in</strong>em Ermittlungsverfahren<br />

oder gar e<strong>in</strong>en vollstreckbaren<br />

Rückstandsausweis<br />

rechnen, weshalb viele aus Angst<br />

vor dem Exekutor trotzdem bezahlen.<br />

Belakowitsch verwies auf<br />

die E<strong>in</strong>schätzungen e<strong>in</strong>er Vielzahl<br />

von Juristen, die die ORF-Haushaltsabgabe<br />

per se für gesetzeswidrig<br />

halten würden. Spätestens<br />

nach der Nationalratswahl im September<br />

werde die ORF-Haushaltsabgabe<br />

jedenfalls im S<strong>in</strong>ne der<br />

Bürger von „e<strong>in</strong>er FPÖ-geführten<br />

Bundesregierung und e<strong>in</strong>em Volkskanzler<br />

Herbert Kickl“ ersatzlos<br />

abgeschafft werden, versprach die<br />

FPÖ-Abgeordnete.<br />

„Grundfunk“ statt Parteifunk<br />

E<strong>in</strong> Plädoyer für den FPÖ-Vorschlag<br />

e<strong>in</strong>es verschlankten „Grundfunks“<br />

ohne Zwangssteuer hielt ihr<br />

Klubkollege Hannes Amesbauer.<br />

E<strong>in</strong> weiteres Problem des ORF sei<br />

auch dessen politische Schlagseite:<br />

„Man hat wirklich das Gefühl, der<br />

ORF tritt als Partei gegen die FPÖ<br />

an, wie die nervösen Proteste des<br />

Redakteursrats anlässlich der Entsendung<br />

von Peter Westenthaler <strong>in</strong><br />

den ORF-Stiftungsrat beweisen. Ja,<br />

wo kommen wir denn da h<strong>in</strong>, wenn<br />

sich die ORF-Mitarbeiter selbst die<br />

Aufsichtsräte für das Unternehmen<br />

aussuchen?“<br />

Foto: NFZ<br />

Herbert Kickl<br />

23. April 2024<br />

Bis jetzt habe ich bei me<strong>in</strong>en<br />

Bergtouren noch niemanden mit<br />

Anzug getroffen. Und Ihr?<br />

1.750 Personen gefällt das.<br />

Fehlt nur noch, dass er im Anzug<br />

auch über Wasser gehen kann, der<br />

neue Heiland der Genossen.


Nr. 17 Donnerstag, 25. April 2024<br />

g<br />

Der größte Friedhof Europas<br />

Das Burgtheater am Wege zum „Zenträu“<br />

Der Tod ist e<strong>in</strong> Fehler, dem sich<br />

Herbert Fritsch <strong>in</strong> ‚Zentralfriedhof’<br />

vollumfänglich widmet... Herbert<br />

Fritsch nähert sich der Geme<strong>in</strong>schaft<br />

der Toten vorsichtig an, voller<br />

Zärtlichkeit... Fritsch fragt sich,<br />

wie die ‚scheene Leich’ sich präsentiert...“<br />

Das s<strong>in</strong>d Zitate aus dem Programmheft<br />

des Burgtheaters. <strong>Die</strong><br />

Erwartungen s<strong>in</strong>d groß.<br />

Der Vorhang geht auf, es ist fast<br />

genau halb acht, und zunächst sucht<br />

e<strong>in</strong> roter Sche<strong>in</strong>werfer die Bühne<br />

ab. Sodann ersche<strong>in</strong>en nach und<br />

nach an die zehn Pompf<strong>in</strong>eberer.<br />

Zehn M<strong>in</strong>uten lang zeigen sie dem<br />

Publikum e<strong>in</strong>e Unzahl von Pantomimen.<br />

Dann ersche<strong>in</strong>en sie mit<br />

Fahrrädern und fahren stumm regellos<br />

über die Bühne, drehen die<br />

Fahrräder um und betätigen die<br />

H<strong>in</strong>terräder händisch mit den Pedalen.<br />

Dann schieben sie die Fahrräder<br />

stumm über die Bühne. Dann legen<br />

sie die Fahrräder stumm h<strong>in</strong> und<br />

laufen über sie h<strong>in</strong>weg.<br />

Leichen<br />

Spätestens nach weiteren zehn<br />

M<strong>in</strong>uten weiß man: Das Burgtheater<br />

hat se<strong>in</strong>e Sprache verloren. Und<br />

nicht nur diese.<br />

Etwa nach weiteren fünfzig M<strong>in</strong>uten<br />

ersche<strong>in</strong>t im H<strong>in</strong>tergrund e<strong>in</strong><br />

riesiges Skelett, das sich mitunter<br />

tanzartig bewegt. Vorne erblickt<br />

man auf dem Bühnenboden kle<strong>in</strong>e<br />

Rechtecke. <strong>Die</strong>se stellen sich nach<br />

und nach als Gräber heraus, aus denen<br />

Körperteile, vorwiegend Köpfe<br />

und Arme, herausragen. Begleitet<br />

werden die Ersche<strong>in</strong>ungen durch<br />

plötzliche Schreie, durch Stöhnen,<br />

Grunzen, Quietschen.<br />

Nach und nach ersche<strong>in</strong>en die<br />

Pompf<strong>in</strong>eberer wieder, tanzen mit<br />

dem Riesenskelett um die Wette<br />

und und hantieren an den Körperteilen<br />

herum, drücken sie h<strong>in</strong>unter,<br />

spielen mit ihnen. Schreie, Stöhnen,<br />

Grunzen, Quietschen.<br />

Gräber<br />

Es vergeht e<strong>in</strong>ige Zeit, da kommen<br />

die zu den Körperteilen gehörenden<br />

Figuren aus den Rechtecken,<br />

die Gräber s<strong>in</strong>d. <strong>Die</strong> Figuren s<strong>in</strong>d<br />

offensichtlich Tote, s<strong>in</strong>d hässlich<br />

und hässlich gekleidet. Der Fundus<br />

hat sichtlich e<strong>in</strong>iges preisgegeben.<br />

<strong>Die</strong> Gewänder s<strong>in</strong>d schwarz und<br />

grau, auch weit ausladende Röcke<br />

s<strong>in</strong>d dabei. <strong>Die</strong> Figuren laufen über<br />

die Bühne. Schreie, Stöhnen, Grunzen,<br />

Quietschen.<br />

Foto: Matthias Horn<br />

E<strong>in</strong> großes Grab <strong>in</strong> der Mitte der<br />

Bühne besitzt e<strong>in</strong> Federbrett, wenn<br />

e<strong>in</strong>e der Figuren h<strong>in</strong>e<strong>in</strong>spr<strong>in</strong>gt oder<br />

h<strong>in</strong>e<strong>in</strong>gestoßen wird, kommt sie,<br />

vom Trampol<strong>in</strong> h<strong>in</strong>aufbefördert, sofort<br />

wieder heraus.<br />

Aus dem Publikum hört man zeitweise<br />

Gelächter und Applaus, es ist<br />

nicht ergründbar, wofür und warum.<br />

<strong>Die</strong> Toten haben sich mittlerweile<br />

ihrer schwarzen und grauen Kostüme<br />

entledigt und präsentieren sich<br />

<strong>in</strong> abstoßender Unterwäsche.<br />

Zu den anfänglichen zwanzig<br />

verlustreichen M<strong>in</strong>uten kommen<br />

Kultur 15<br />

noch fünfundsechzig dazu. Knapp<br />

vor neun Uhr sche<strong>in</strong>t der Spuk zu<br />

Ende zu se<strong>in</strong>, denn das Publikum eröffnet<br />

großen Schlussapplaus. Es ist<br />

nicht ergründbar, wofür und warum.<br />

„Zentralfriedhof“ ist die letzte<br />

Premiere des scheidenden Burgtheaterdirektors<br />

Mart<strong>in</strong> Kusej. Er<br />

hat mit „Zentralfriedhof“ geme<strong>in</strong>sam<br />

mit dem Autor, Regisseur und<br />

Bühnenbildner Herbert Fritsch und<br />

der Dramaturg<strong>in</strong> Sabr<strong>in</strong>a Zach dem<br />

Burgtheater stumm und sprachlos<br />

den Todesstoß gegeben.<br />

Herbert Pirker<br />

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Foto: Österreichische Lotterien


16 Blitzlicht<br />

Neue Freie Zeitung<br />

Politische Bildung aktuell<br />

Partei Regierung Parlament<br />

4 EU<br />

Am 09. Juni 2024 f<strong>in</strong>det <strong>in</strong> Österreich die Wahl zum Europäischen Parlament statt.<br />

Dabei werden 20 der Insgesamt 720 Mandate vergeben. Aus Anlass dieser Europawahl<br />

werden die wichtigsten EU-Institutionen hier erklärt.<br />

<strong>Die</strong> Europäische Zentralbank<br />

<strong>Die</strong> Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank der 20 Mitgliedstaaten der Europäischen Union, die den Euro als offizielle Währung<br />

e<strong>in</strong>geführt haben. Sie soll vor allem die Preisstabilität im Euroraum gewährleisten und damit die Kaufkraft der geme<strong>in</strong>samen Währung erhalten.<br />

<strong>Die</strong> EZB ist als supranationale Institution somit das „Herzstück“ des Eurosystems.<br />

<strong>Die</strong> wichtigsten Beschlussorgane der Europäischen<br />

Zentralbank s<strong>in</strong>d e<strong>in</strong>erseits das<br />

Direktorium und andererseits der EZB-Rat.<br />

Dem Direktorium, das den Präsidenten sowie<br />

fünf weitere Mitglieder umfasst, obliegt die<br />

Leitung der Bank. Alle Direktoriumsmitglieder<br />

werden vom Europäischen Rat mit qualifizierter<br />

Mehrheit ausgewählt und ernannt.<br />

Aktuell ist Christ<strong>in</strong>e Lagarde die Präsident<strong>in</strong><br />

der Zentralbank. Der EZB-Rat dagegen ist das<br />

oberste Beschlussorgan. Er umfasst die sechs<br />

Mitglieder des Direktoriums sowie die Präsidenten<br />

der nationalen Zentralbanken der 19<br />

Mitgliedstaaten des Euroraums und erlässt<br />

die Leitl<strong>in</strong>ien und Beschlüsse, die zur Erfüllung<br />

der wesentlichen Aufgaben notwendig<br />

s<strong>in</strong>d, die der EZB und dem Eurosystem übertragen<br />

wurden.<br />

<strong>Die</strong>se grundlegenden Aufgaben der EZB und<br />

des Eurosystems bestehen dar<strong>in</strong>, die Geldpolitik<br />

für das Euro-Währungsgebiet festzulegen<br />

und auszuführen, Devisengeschäfte<br />

durchzuführen, die offiziellen Währungsreserven<br />

der Mitgliedstaaten des Eurogebiets zu<br />

halten und zu verwalten sowie das reibungslose<br />

Funktionieren der Zahlungs- und Abwicklungssysteme<br />

zu fördern.<br />

<strong>Die</strong>se weitreichenden Befugnisse der EZB,<br />

die de jure unabhängig ist, rufen natürlich<br />

auch Kritiker auf den Plan. So wird die EZB<br />

für die Zentralisierungstendenzen im F<strong>in</strong>anzsektor<br />

verantwortlich gemacht und ihr wird<br />

vorgeworfen, durch ihr Staatsanleihekaufprogramm<br />

die enorme Staatsverschuldung<br />

im Euroraum zu f<strong>in</strong>anzieren. Der jahrelange<br />

Niedrigz<strong>in</strong>skurs hat zur aktuellen Inflationswelle<br />

geführt, wodurch die Sparguthaben<br />

massiv entwertet wurden.<br />

FBI: Im Auftrag der staatsbürgerlichen Bildungsarbeit. /FreiheitlichesBildungs<strong>in</strong>stitut

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