30.04.2024 Aufrufe

HIM Magazine No.29

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

MAI<br />

Fetisch ∙ Lifestyle<br />

24 www.him-magazine.de<br />

Das <strong>HIM</strong> <strong>Magazine</strong> beschreitet<br />

neue Wege!<br />

AUF ZU NEUEN UFERN<br />

Die neusten Bilder von Pornosuperstar<br />

Robert Royal<br />

WELT-<br />

EXKLUSIV<br />

Cruising, Daddy-Sex, Fetischlust und<br />

Schwanzliebe<br />

PURE EKSTASE


Liebe Leser des<br />

<strong>HIM</strong>-<strong>Magazine</strong><br />

Ihr haltet hiermit eine ganz besondere Ausgabe in euren Händen,<br />

denn es ist die letzte Print-Ausgabe von <strong>HIM</strong> – aber das<br />

ist keineswegs das Ende! Das Team von <strong>HIM</strong> hat in den letzten<br />

Monaten fleißig und unerschrocken an dem Ausbau der Online-<br />

Präsenz unseres sexpositiven Magazins gearbeitet und voller<br />

Stolz dürfen wir heute verkünden: Wir leben online! Und das<br />

solltet ihr natürlich auch! Auch weiterhin bieten wir die heißesten<br />

Storys, die erotischsten News, Fetisch de Luxe und viele<br />

Boys und Kerle. Frech, mit eigener Meinung – und aktueller denn<br />

je. Genau diese Aktualität hat uns in digitalen Zeiten als Magazin<br />

leider auch immer wieder gefehlt und so freuen wir uns umso<br />

mehr, jetzt online mit euch durchstarten zu können. Das hier<br />

ist also kein „Tschüss“, sondern ein „Hallo“ und „Auf zu neuen<br />

Ufern“ – und mit dem anderen Ufer sollten wir uns als schwule<br />

Männer ja besonders gut auskennen. Und damit der Weg zu<br />

neuen Ufern noch besser gelingt, präsentieren wir euch hier die<br />

neusten weltexklusiven Bilder von Pornosuperstar Robert Royal.<br />

Der Sommer wird verdammt heiß! Mehr von Robert gibt es wo?<br />

Online! Richtig!<br />

Wir würden uns sehr freuen, wenn auch ihr euch zu den zehntausenden<br />

Lesern (mindestens 30.000 Leser / monatlich) online<br />

dazu gesellt und bedanken uns hiermit für eure jahrelange<br />

Treue im Print-Bereich und für die vielen positiven Feedbacks<br />

und Schreiben, die wir via E-Mail, bei Social-Media aber auch<br />

manchmal tatsächlich noch via Post bekommen haben. Dieses<br />

Heft ist daher auch ein Tribut an euch, denn wir haben einige<br />

der besten Storys und eure liebsten Artikel noch einmal in ein<br />

dickes <strong>HIM</strong> <strong>Magazine</strong> gepackt. Danke euch allen dafür! Ihr seid<br />

die Besten! Und habt die tollsten und größten Schwänze! Das<br />

musste noch abschließend gesagt werden. Aber das wisst ihr ja<br />

sowieso, oder?<br />

Wir sehen uns bei www.him-magazine.de<br />

Euer ganzes <strong>HIM</strong> Team


Lifestyle<br />

4


5<br />

Lifestyle<br />

SUCH´ DEN<br />

KNOCHEN !<br />

Warum geht nur so eine<br />

Faszination von einem<br />

männlichen Schwanz aus?<br />

Warum begehren wir ihn,<br />

mehr als alles andere auf<br />

der Welt? Warum richtet<br />

sich unser ganzes Suchen,<br />

unsere ganze Sehnsucht,<br />

unsere ganze Hingabe stets<br />

danach, einen prächtigen<br />

Schwanz vor uns zu haben<br />

oder Freude mit unserem<br />

eigenen Prachtexemplar zu<br />

empfinden?<br />

Dies ist eine Ode, eine Hymne an den<br />

männlichen Schwanz, ein vollkommen<br />

subjektives Empfinden über dieses Stück<br />

Fleisch, wie es warm in unseren Händen<br />

liegt. Darüber, wie es sich anfühlt, über<br />

seine Haut zu streichen, die dicken Venen<br />

zu spüren, die das Blut bis hinauf zur<br />

prall leuchtenden Eichelspitze pumpen,<br />

so lange, bis sich die Vorhaut langsam<br />

zurückschiebt und schlussendlich das<br />

Königreich unserer Wünsche in ganzer<br />

Größe und Vollkommenheit präsentiert.<br />

Doch vielleicht sollten wir ganz woanders<br />

anfangen, denn wie so oft kann uns ein<br />

großer Teil der wahren Lust, dieses Feuerwerks<br />

in unserem Kopf entgehen, wenn<br />

wir sexhungrig, schwanzgierig die ersten<br />

Passagen allzu schnell überspringen.<br />

Manchmal brauchen wir natürlich rohes,<br />

wildes Verlangen, dass in wenigen Minuten<br />

bereits wieder vorbei sein kann. Doch<br />

in die Tiefen der Leidenschaft, in jenen<br />

Bereich unserer Begierde und unseres<br />

Empfindens, der uns gänzlich von dieser<br />

Welt für eine Zeit lang entschwinden<br />

lässt, kommen wir so mit Sicherheit nicht.


Lifestyle<br />

6<br />

Wir sind Jäger. Jäger des verlorenen Schatzes. Jäger des Schwanzes.<br />

Und wir jagen gerne in jener urbanen Wildnis der Großstadt,<br />

wenn sich Männer eng an eng in der U-Bahn einen Platz<br />

suchen, wenn Beine gespreizt und Beulen lüstern aus den engen<br />

Jeans hervortreten. Wenn wir mit einem flüchtigen Blick über<br />

die Formen einer Hose gleiten und den Kerl im Supermarkt vor<br />

unserem inneren Auge bereits ausziehen, gierig niederknien, bereit<br />

zum Gebet, so wie es die Knaben in den Kirchen tun. Unser<br />

Kreuz der Anbetung ist ebenso hart, nur pulsiert es und lebt<br />

und es bedarf auch keiner Nägel, um in der Luft zu schweben.<br />

Nur ein wenig Aufmerksamkeit, schon beginnt die natürlichste<br />

Sache der Welt, eine Erektion. Zugleich ein Wunder und ein<br />

Wunderwerk, tausende von Nerven, die pochend in Bruchteilen<br />

von Sekunden einen Expresszug von unserem Gehirn bis in<br />

unsere prallen Eier schicken, immerzu hin und her, immerzu auf<br />

Reise, beladen mit unserer Begierde und unserem Verlangen,<br />

verpackt in dürstende Blicke, erste Berührungen und vorerst<br />

noch zarte Wellen der Ekstase. Wir wissen, was folgen wird und<br />

trotzdem ist es jedes Mal neu, jedes Mal anders, jedes Mal ganz<br />

individuell und ganz besonders. Eine Woge jagt die nächste,<br />

sie übertrumpfen sich, wachsen gemeinsam in unserem Kopf heran,<br />

füllen uns gänzlich aus, bis das Feuer der Begierde schlussendlich<br />

an unserer eigenen Schwanzspitze anbrandet und das<br />

Fleisch animalisch zuckt, jenseits unserer Kontrolle.<br />

Und ist das nicht eigentlich das Schönste an allem? Dieser Kontrollverlust,<br />

manchmal nur für kleine Momente im Alltag, in der<br />

U-Bahn, im Bus, beim Einkaufen, mitten auf der Straße? Unerwartet<br />

überkommt es uns, bemächtigt sich unser und wir lassen<br />

es jedes Mal erneut geschehen, ganz so, als würden wir unter<br />

dem Stockholm-Syndrom leiden. Doch wir sind gerne Opfer,<br />

ergeben uns den Entführern, sie dürfen mit uns machen, was sie<br />

wollen. In einer durchgetakteten Welt, in denen Sekundenzeiger<br />

den Stechschritt der Menschheit angeben, ist dieser Verlust an<br />

Kontrolle in unserem Kopf, dieses Entschwinden hin zu unserem<br />

puren animalischen Selbst die größte Form von Freiheit.


7<br />

Lifestyle<br />

Ein leichtes Zucken nur,<br />

eine Bewegung, entstanden<br />

aus dem unbedachten<br />

Schritt des Fremden, lässt<br />

uns weiter hinabsinken<br />

in die Dunkelheit unserer<br />

Fantasie, in der wir uns vor<br />

jener Realität verstecken,<br />

die mit unserem pochenden<br />

Herzen so wenig zu<br />

tun hat wie Äpfel mit<br />

Schwertwalen.


Lifestyle 8<br />

Für einen Moment taucht vor unserem<br />

Blick noch einmal jener Schwanz auf,<br />

der Schwanz des fremden Mannes. Wir<br />

zeichnen im Kopf seine Konturen nach,<br />

wie sich der Eichelkranz sanft hervorhebt,<br />

bevor er in den Schaft übergeht. Ein<br />

leichtes Zucken nur, eine Bewegung, entstanden<br />

aus dem unbedachten Schritt des<br />

Fremden, lässt uns weiter hinabsinken in<br />

die Dunkelheit unserer Fantasie, in der<br />

wir uns vor jener Realität verstecken, die<br />

mit unserem pochenden Herzen so wenig<br />

zu tun hat wie Äpfel mit Schwertwalen.<br />

Wenn wir uns dann ein anderes Mal<br />

tatsächlich einem Schwanz und seinem<br />

Besitzer nähern, kann unsere Reise<br />

weitergehen. Wir fahren mit unseren<br />

Fingern an der Beule entlang, die sich in<br />

seinem Schritt abzeichnet. Erst zaghaft,<br />

beinahe wie eine unbedarfte Jungfrau,<br />

dann packen wir fester zu. Spüren das<br />

Gewicht, spüren die automatische Gegenbewegung<br />

seines Kolbens, der sich in<br />

unsere Handinnenfläche schmiegt, der<br />

genommen und berührt werden will. Und<br />

dann geschieht einmal mehr das Wunder<br />

der Natur, das Wunder des Wachsens. Es<br />

kann sowohl von höchster Freude sein,<br />

durch den Stoff seiner Hose einfach nur<br />

zu spüren, wie mit jedem Herzschlag das<br />

Leben in den Schaft gepumpt wird, oder<br />

von Angesicht zu Angesicht sozusagen<br />

ganz direkt mitzuerleben, wie dieses Sexualorgan<br />

einige Zentimeter vor unseren<br />

Augen nur anschwillt und von Sekunde<br />

zu Sekunde dicker, praller und fester wird.<br />

Wahre Genießer verstehen, warum ein<br />

schlaffer Schwanz so wunderbar ist – er<br />

bietet noch keine fertigen Antworten,<br />

nur Möglichkeiten, grenzenlose Möglichkeiten.<br />

Es gibt kaum ein schöneres Gefühl,<br />

als zu spüren, wie die Lust eines anderen<br />

Mannes wächst, vor unseren Augen, in<br />

unseren Händen, mit Hilfe unserer hungrigen<br />

Zunge oder in einem festen lüsternen<br />

Arsch.<br />

Ein Schwanz darf dabei mit all unseren<br />

Sinnen genossen werden. Wir können<br />

unsere Nase tief in ihn vergraben und mit<br />

jedem Atemzug immer tiefer in diesen<br />

Duftwolken purer Männlichkeit entschwinden.<br />

Wir können ihn schmecken,<br />

langsam mit der Zunge hinauf wandern<br />

bis zur feuchten Spitze – wo sonst können<br />

wir das animalische Tier in einem<br />

Mann besser aufnehmen als hier? Wir<br />

spüren das Gewicht dieses männlichen<br />

Monstrums, wie es schwerer und immer<br />

schwerer wird, die Haut sich immer mehr<br />

spannt und immer weniger Raum für


9 Lifestyle<br />

Spekulationen lässt. Unsere Augen können<br />

Zeugen dieser Geburt werden, dieses<br />

Ursprungs allen Lebens, all unserer Lust,<br />

all dem, was uns wirklich Mensch sein<br />

lässt. Wenn der pralle Schwanz mitsamt<br />

seinen vollen Hoden das erste Mal gegen<br />

unser Gesicht klatscht, können wir hören,<br />

wie viel Kraft in seinem Inneren lebt. Und<br />

wir wollen mehr. Bestrafung, Liebkosung,<br />

Züchtigung oder pure Willenlosigkeit –<br />

ein steifer Schwanz kann alles zugleich<br />

und noch viel mehr sein.<br />

Das Eindringen in uns entfacht in beiden<br />

Männern dann ein ganz besonderes<br />

Feuer, jenes immerwährende Glühen,<br />

das uns seit dem ersten Blitzschlag auf<br />

Erden innewohnt und nie gänzlich verklungen<br />

ist. Wir spüren, wie der Schwanz<br />

nach und nach den Raum in uns ausfüllt,<br />

unseren Mund oder unseren Arsch<br />

erkundet und belebt, mehr noch, neuen<br />

Raum schafft, da, wo bisher keiner war. Er<br />

öffnet geheime Pforten zu einem prächtigen<br />

prunkvollen Saal in uns selbst, ein<br />

ganzes Schloss der Lust, Gänge und Flure,<br />

so unterschiedlich wie unsere Begierden;<br />

verschlungene Wege, die es zu erkunden<br />

gilt ebenso wie breite Pfade, die trotzdem<br />

jedes Mal neu beschritten und neu<br />

erlebt werden wollen. Diese animalische<br />

Lust ist der Schlüssel in uns zu wahrem<br />

Glück, sodass der Schwanz eines Mannes<br />

zu unserem Retter in der Not werden<br />

kann. Eine Barke in der Nacht, die uns<br />

ebenso durch die Höllenfeuer des Tages<br />

wie auch durch die Finsternis der tiefsten<br />

Leidenschaft trägt. Hier sind wir nicht<br />

nur sicher, wir wissen um die Belohnung,<br />

die uns erwartet. Jedes Mal. Das pure<br />

Leben, wie es durch ihn hinausströmt,<br />

fließt oder eruptiv hinausgeschleudert<br />

wird, als wolle dieser Schwanz mit seinem<br />

Samen die ganze Welt neu bevölkern. Er<br />

könnte es. So viel Zauber, so viel Magie<br />

steckt in ihm. So viel Kraft. All das Leben<br />

fließt in uns, vereint sich mit unserem<br />

Ursprung und wir… wir werden wahrlich<br />

eins. Mit uns. Mit dem anderen Mann und<br />

seinem Schwanz. Mit dem animalischen<br />

Ursprung unseres Daseins. Dein männlicher<br />

Schwanz vermag das alles – er ist der<br />

wahre Erlöser, der wahre Schöpfer, die<br />

größte Lust und stetige Begierde unseres<br />

Lebens. Alles andere ist nur Beiwerk.<br />

Dekorationen in unserem Leben. Und<br />

wir öffnen liebestrunken unsere Augen,<br />

schmecken, spüren, hören, keuchen,<br />

tasten, fühlen, Herzschlag im Kopf, alles<br />

zugleich, alles unreal, alles realer als je<br />

zuvor, alle Farben leuchten, wir leuchten<br />

in uns, alles versinkt in uns, Orkane auf<br />

kleinstem Raum, gigantische Landmassen<br />

verschieben sich und wir gehen zurück<br />

zum ruhenden Ausgangspunkt. Dann<br />

lächeln wir mit spermabefleckten Lippen<br />

und halten Ausschau nach dem nächsten<br />

Schwanz. Sucht den Knochen, liebe<br />

Freunde, sucht, solange ihr könnt. (mw)


Lifestyle 10<br />

WELT-EXKLUSIV<br />

Die neusten<br />

Bilder von<br />

Pornosuperstar<br />

Robert<br />

Royal<br />

Der Österreicher Robert Royal startete<br />

2020 im internationalen Porno-Business<br />

durch und gehört heute zu den weltweit<br />

erfolgreichsten Darstellern. Nebst seinem<br />

23-Zentimeter-Schwanz sind seine<br />

stetig wachsenden Ganzkörper-Tattoos<br />

sein Markenzeichen, sein Körper ist ein<br />

Gesamtkunstwerk. Inzwischen hat er mit<br />

den größten Studios weltweit gedreht,<br />

war bei Jean Paul Gaultier eingeladen<br />

und eingekleidet, um Seite an Seite mit<br />

Anna Wintour und Kim Kardashian einer<br />

Show in Paris beizuwohnen und hat unzählige<br />

Preise gewonnen, darunter den<br />

„Grabby Award Best European Top 2023“.<br />

Privat lebt er heute in Berlin und Thailand.<br />

Im Interview verrät er dem <strong>HIM</strong><br />

<strong>Magazine</strong>, welche Art von Sex er privat<br />

liebt, was das Geheimnis erfolgreicher<br />

Only-Fans-Creator ist, worüber er hemmungslos<br />

lachen kann und mit welchem<br />

Hollywood-Superstar er gerne noch Sex<br />

hätte. Alles unter: www.him-magazine.de


11<br />

Lifestyle<br />

Model<br />

Robert Royal<br />

https://myslink.app/<br />

youknowrobertnow<br />

Photographer<br />

Nam Manodee<br />

www.instagram.com/<br />

ur.fav.shortcake


Lifestyle 12<br />

Küssen und definitiv Knutschen,<br />

das wirkt bei mir wie Natural<br />

Viagra!»


13<br />

Lifestyle<br />

»<br />

Ich bin generell mehr der Fan von<br />

Long-Sessions als von Quickies.<br />

Es kommt immer auf die Person<br />

und die Situation an, aber ich liebe<br />

Edging – so ein herausgezögerter<br />

Orgasmus ist mit nichts anderem<br />

zu vergleichen!


Lifestyle 14<br />

»<br />

Es gibt Tage, wo ich mich einfach<br />

scheiß hässlich fühle, und dann<br />

wieder Tage, wo ich den ganzen<br />

Tag nackt rumrennen könnte.<br />

Selbst-Akzeptanz ist das Wichtigste!


15<br />

Lifestyle<br />

»<br />

Ich bin eigentlich keine Size-<br />

Queen, außer beim Lutschen.<br />

Der Größte, den ich komplett<br />

runterbekommen habe, war 28<br />

Zentimeter lang. Ich habe also<br />

den schwarzen Gürtel im Deepthroaten!<br />

Ich habe immer grandios<br />

guten Sex und ein gutes Händchen<br />

für Typen.


Lifestyle 16<br />

DAS<br />

CSD BULLSHIT<br />

BINGO<br />

Ich bin ja<br />

tolerant,<br />

aber…<br />

Du bist<br />

schwul? Das<br />

sieht man dir<br />

gar nicht an.<br />

Und wer ist bei<br />

euch der Mann<br />

und die Frau?<br />

Ich wünsch´ mir<br />

so sehr einen<br />

schwulen<br />

besten Freund!<br />

Schwul? Kein<br />

Problem. Aber<br />

du passt auf<br />

wegen HIV?<br />

Affenpocken?<br />

Bekommen doch<br />

nur schwule<br />

Jungs wegen<br />

ihrem tierischen<br />

Sex, oder?<br />

Du bist schwul?<br />

Mein Nachbar<br />

auch. Vielleicht<br />

kennst du ihn.<br />

Hast du dann<br />

mehr als zehn<br />

Sexpartner im<br />

Monat?


17 Lifestyle<br />

Ach, schwul,<br />

wie toll. Kann<br />

ich dich ins<br />

Fitnessstudio<br />

begleiten?<br />

Ich habe kein<br />

Problem damit,<br />

aber für mich ist<br />

das nichts.<br />

Kein Ding, aber<br />

sexuell läuft<br />

nichts.<br />

Ich bin hetero!<br />

Du bist schwul?<br />

Darf ich dich einmal<br />

besuchen?<br />

Deine Wohnung<br />

ist sicher total toll<br />

eingerichtet.<br />

Ich bin da ganz<br />

offen – aber du<br />

treibst dich nicht<br />

auf Toiletten oder<br />

im Park rum? Das<br />

ist ja gruselig.<br />

Kennst du den<br />

Witz schon:<br />

Kommt ein<br />

Schwuler zum<br />

Arzt.<br />

Ich habe ja<br />

nichts gegen<br />

Schwule, aber so<br />

ein Penis vor der<br />

Nase ist schon<br />

ekelhaft, oder?<br />

Ich mag Schwule<br />

sehr. Aber<br />

diese Typen in<br />

Hundemaske<br />

sind schon komisch,<br />

oder?<br />

Aber sag mal,<br />

die schrillen<br />

Schwulen sind<br />

doch zu schrill?<br />

Schwul?<br />

So schön, ihr<br />

seid ja alle so<br />

kultiviert.<br />

Zum Glück bist<br />

du nicht wie<br />

die anderen<br />

Homos.<br />

Meine Familie<br />

hat nichts<br />

gegen so …<br />

geartete<br />

Personen.<br />

Das gab es ja<br />

schon im alten<br />

Griechenland.<br />

Du bist schwul?<br />

Schnell, sag, was<br />

sind deine Lieblingshits<br />

beim<br />

ESC?<br />

Solange du<br />

nichts mit<br />

Kindern hast,<br />

ist das okay.<br />

Schwul? Also<br />

bist du immerzu<br />

geil und<br />

bereit, oder?<br />

Aber das mit<br />

dem Popo ist<br />

schon ekelhaft<br />

und unhygienisch.<br />

Hattest du denn<br />

schlechte<br />

Erfahrungen<br />

mit Frauen<br />

gemacht?<br />

Bist du dann<br />

auch als Kind<br />

vom Pfarrer<br />

betatscht<br />

worden?<br />

Schwul? Du bist<br />

ja voll cis und<br />

phob, Alter. Man<br />

sagt nur noch<br />

queer!<br />

Schwul?<br />

Ich finde dich<br />

trotzdem echt<br />

sympathisch!<br />

Trägst du dann<br />

auch Frauenkleider<br />

beim<br />

CSD?<br />

Woher weißt<br />

du, dass du<br />

schwul bist?<br />

Hast du es mit<br />

Frauen schon<br />

probiert?<br />

Vielleicht ist das<br />

nur eine Phase?<br />

War bei Onkel<br />

Edwin auch so.


Lifestyle 18


19 Lifestyle<br />

Sommer, Sonne,<br />

Sex im Freien!<br />

Was Du beim<br />

Outdoor<br />

Cruising<br />

beachten<br />

solltest!<br />

Endlich Sommer! Endlich Sonne! Und endlich wieder<br />

die Möglichkeit, draußen tagsüber oder nachts ungehemmt<br />

der Lust im Freien zu frönen. Was gibt es<br />

Schöneres, als Outdoor-Sex an einem warmen Sommerabend?<br />

Ob im Park, in einer Seitenstraße oder<br />

auch auf einem der vielen Parkplätze mitten in der<br />

Nacht – viele schwule Männer lieben das Cruising.


Lifestyle 20<br />

Aber, woher stammt eigentlich der Begriff Cruising?<br />

Der Name selbst kommt aus der Seefahrt und bezeichnet<br />

zwei Schiffe, die sich umkreisen beziehungsweise<br />

deren Wege sich kreuzen. Passt das nicht gut zu<br />

schwulen Jungs nachts im Park? Vor rund hundertfünfzig<br />

Jahren wurde der Begriff dann erstmals in den<br />

USA verwendet, um damit Prosituierte zu beschreiben,<br />

die öffentlich Sex hatten. Im deutschen Sprachgebrauch<br />

wird der Begriff seit gut fünfzig Jahren<br />

verwendet. Die Tatsache selbst ist dabei natürlich viel<br />

älter, die früheste Erwähnung findet sich in den Schriften<br />

des römischen Dichters Ovid aus dem 1. Jahrhundert<br />

vor Christus. Er empfahl als Cruising-Gebiete<br />

den Markplatz, den Tempel und die Rennbahn. Große<br />

Freunde des Cruisings waren zahlreiche Berühmtheiten,<br />

darunter Oscar Wilde, Freddy Mercury, George<br />

Michael oder auch Tom of Finland.<br />

Vor dem Aufkommen des Internets war Cruising in<br />

Klappen, öffentlichen Parks oder speziellen Kinos<br />

die einfachsten Möglichkeiten für schwule Männer,<br />

schnellen und zumeist anonymen Sex zu haben. Die<br />

Faszination daran hat für viele Männer bis heute trotz<br />

zahlreicher digitaler Dating-Portale nicht nachgelassen<br />

– nur allein schon der Gedanke daran sorgt oftmals für<br />

steife Tatsachen.<br />

Und so stehen wir in Parks oder auf einem abgelegenen<br />

Parkplatz - das Herz und der Schwanz pochen, bis<br />

im Lichtkegel eines Autoscheinwerfers ein fremder<br />

Kerl aufkreuzt und die Leidenschaft unseren ganzen<br />

Körper binnen weniger Sekunden erfasst. Man kann<br />

seinen Bauchnabel sehen und eine feine Spur Haare,<br />

die hinab in das Zentrum seiner Lust führen. Er blickt<br />

zu einem hinüber und für einen Moment scheint die<br />

Welt zum Stillstand zu kommen – dann streift er sein<br />

T-Shirt ab und man blickt mit halbsteifem Schwanz<br />

auf diesen Adonis der Finsternis. Er darf alles mit uns<br />

machen – und jede Vorsicht ist vergessen.<br />

Allerdings, ist das auch wirklich clever? Klar, oftmals<br />

sind wir Kerle gefangen zwischen dem Gedanken um<br />

Sicherheit und Aufmerksamkeit und der puren Lust,<br />

die sich von Zeit zu Zeit wie ein Lauffeuer in uns ausbreitet.<br />

Dabei lässt sich mit ein paar einfachen Vorkehrungen<br />

beides deutlich besser in Einklang bringen!<br />


21 Lifestyle<br />

Egal, wo du auf Männerfang gehst, hinterlasse eine<br />

Nachricht bei einem guten Freund/in. Dein »Cruising-Kontakt».<br />

Einfach kurz Bescheid geben, wo du<br />

dich aufhalten wirst. Und bis wann du dich sicher<br />

wieder zurückmelden kannst, sodass im Ernstfall<br />

dein Cruising-Bestbuddy zur Hilfe kommen oder die<br />

Polizei alarmieren kann.<br />

Nimm beim Cruising keine Wertsachen mit. Beschränke<br />

dich definitiv auf das Nötigste. Egal ob<br />

im Park, auf dem Parkplatz oder anderswo, was<br />

brauchst du wirklich? Ein paar Euro und deinen<br />

Haustürschlüssel. Dein Smartphone ist kein Muss,<br />

auch wenn es im Ernstfall gut ist, schnell telefonisch<br />

Hilfe holen zu können. Aber wie wäre es, wenn du<br />

dein Smartphone zuvor in der Nähe versteckst?<br />

Möchtest du es definitiv bei dir tragen, wäre es wenigstens<br />

gut, persönliche Daten zu löschen oder zu<br />

sperren. Die beste Variante? Besorge dir ein zweites<br />

Telefon für ein paar Euro, dein Notfall-Telefon, das du<br />

beim Cruising immer dabei haben kannst.<br />

Du triffst dich mit einem heißen Kerl, mit dem du<br />

vorher gechattet hast? Mach´ einen Screenshot vom<br />

Gesprächsverlauf und den Kontaktdaten beziehungsweise<br />

der Telefonnummer deines unbekannten<br />

Fremden. Und natürlich, nimm diese Daten nicht zum<br />

Cruising selbst mit, sondern speichere sie zu Hause<br />

oder lege sie dort irgendwo schnell sichtbar ab.


Lifestyle 22<br />

Der besondere Nervenkitzel am Cruising ist wohl eine<br />

Mischung aus Verbotenem, Public-Sex und der Reiz des<br />

Unbekannten. Trotzdem kann es sinnvoll sein, abzuchecken,<br />

wo du Sex haben willst. Einige Ecken wimmeln<br />

vor Überwachungskameras. Das mag vielleicht sogar<br />

kurzfristig den Reiz für dich noch erhöhen, wenn aber<br />

auf der Video-Aufzeichnung später dein Fahrzeug zu<br />

erkennen ist, kann man schnell herausbekommen, wer<br />

du bist. Je nachdem, wo du die Hüllen fallen gelassen<br />

hast, kann dir eine Strafanzeige drohen. Also, erst kurz<br />

den Kopf einschalten und dann darf es mit der Libido<br />

weitergehen.<br />

Du willst bewaffnet mit Messer oder<br />

ähnlichem zum Cruising gehen? Überlege<br />

dir das besser noch einmal und mache dir<br />

klar, dass jede Waffe auch schnell gegen<br />

dich verwendet werden kann, wenn dein<br />

Gegenüber dich überwältigt. Im besten<br />

Fall kann man noch Tränengas mitnehmen,<br />

aber auch nur dann, wenn du damit<br />

wirklich umgehen kannst – sprich: Übe<br />

vielleicht einmal vorher zu Hause, wie so<br />

ein Spray wirklich funktioniert, sodass<br />

du ihn im Zweifelsfall auch im Dunkeln<br />

bedienen kannst. Die beste Selbstverteidigung<br />

bleibt natürlich immer noch, wenn<br />

du ein paar Verteidigungstechniken oder<br />

eine Kampfsportart beherrscht. Ersteres<br />

lässt sich in ein paar Übungsstunden<br />

bei zahlreichen Anbietern erlernen. Die<br />

goldene Regel allerdings sollte stets sein:<br />

Lieber wegrennen, als dich freiwillig auf<br />

einen Kampf einlassen.<br />

Sei vorbereitet, nimm Kondome und gegebenenfalls<br />

Gleitgel mit. Kommt ganz<br />

darauf an, welchen Sex du haben willst.<br />

Für einen Blowjob hast du deine benötigte<br />

Vorrichtung ja bereits schon in der Hose.<br />

Für einen Fick versuche dich safe zu verhalten<br />

– auch wenn du auf PrEP bist. Das<br />

schützt nämlich vor allen anderen übertragbaren<br />

Krankheiten abseits von HIV<br />

nicht und beim Cruising kannst du von<br />

einem wildfremden Kerl nicht wirklich<br />

Ehrlichkeit erwarten, wenn es um seinen<br />

Gesundheitszustand geht. Wenn du dann<br />

wieder zu Hause bist, solltest du dich vielleicht<br />

erst einmal säubern und duschen.<br />

Du liebst Cruising im Urlaub? Grundsätzlich<br />

kein Problem, aber kläre vorher<br />

genau ab, wie das jeweilige Land mit<br />

Sex in der Öffentlichkeit umgeht. In den<br />

USA sind je nach Bundesland die Strafen<br />

deutlich drakonischer als in Europa. In<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz<br />

drohen dagegen meist Geldstrafen.


23 Lifestyle<br />

Cruise mit dem Freund oder<br />

Kumpel! Wenn du nicht alleine<br />

unterwegs bist, schafft das<br />

schon einmal einen dicken<br />

Pluspunkt. Ihr könnt gegenseitig<br />

aufeinander aufpassen<br />

und außerdem gemeinsam viel<br />

mehr Spaß haben.<br />

Höre auf dein Bauchgefühl!<br />

Wenn du – warum auch<br />

immer – ein schlechtes Gefühl<br />

bei der ganzen Sache hast, der<br />

Typ sich seltsam verhält oder<br />

es Ungereimtheiten in dem<br />

gibt, was er dir erzählt, dann<br />

Finger weg! Oftmals sendet<br />

uns unsere Intuition bereits<br />

erste Warnsignale, ohne dass<br />

wir dies logisch sofort begreifen<br />

können.<br />

Triffst du beim Cruising auf<br />

eine unbekannte Gruppe von<br />

Männern, die sich anscheinend<br />

oder ganz offensichtlich<br />

bereits kennen und nicht<br />

gerade eben jetzt für Sex zusammengefunden<br />

haben, sei<br />

vorsichtig. Es kann sich dabei<br />

um Diebesbanden handeln,<br />

zumeist junge Männer, die<br />

gar nicht Sex im Sinn haben,<br />

sondern nur sexgeile, schwule<br />

Jungs ausrauben wollen.<br />

Wo bist du? Ganz genau musst du das natürlich nicht wissen und nein,<br />

du musst auch nicht Botanik studiert haben, aber mit etwas Cleverness<br />

cruist man vielleicht nicht direkt im Auslaufgebiet von Hunden – außer<br />

man steht auf den Geruch von Kot. Und auch ein kurzer Blick auf die<br />

örtliche Flora und Fauna in unmittelbarer Nähe kann hilfreich sein.<br />

Brennnesseln können schmerzende Blasen auf der Haut (oder am Arsch/<br />

Schwanz!) verursachen und spitze Stacheln wie bei Brombeersträuchern<br />

böse Verletzungen zur Folge haben.<br />

Je nachdem, wo du bist, solltest du<br />

vielleicht Kleidung zum Wechseln mitnehmen<br />

oder im Auto verstauen. Treibt<br />

es dich in den tiefen, dunklen Wald, kann<br />

auch eine kleine Taschenlampe hilfreich<br />

sein. Und versuche, dir deine Wege einzuprägen,<br />

damit du auch wieder nach Hause<br />

beziehungsweise aus dem Wald herausfindest.


Kunst | Kultur 24<br />

Die meisterhaften<br />

Bilderwelten von<br />

Arjan Spannenburg<br />

Der Fetisch und<br />

die absolute<br />

Hingabe<br />

Wer mit dem Namen Arjan Spannenburg nicht in der<br />

ersten Sekunde etwas anfangen kann, ist entweder kein<br />

Fetisch-Freund oder hat eine massive Bildungslücke, die er<br />

jetzt schließen kann. Doch selbst wenn einem vielleicht der<br />

Name des Niederländers (Jahrgang 1978) aus Texel nicht<br />

sofort geläufig ist, seinen meisterhaften Bilderwelten ist<br />

man sicherlich schon einmal begegnet.


25<br />

Kunst | Kultur<br />

Titel: NCLINATION


Kunst | Kultur 26<br />

Spannenburg versteht es wie kaum<br />

ein zweiter mit Licht und Schatten zu<br />

spielen und hält dabei intime Momente<br />

der Leidenschaft, der Lust und der Suche<br />

nach der eigenen Identität fest. Besonders<br />

angetan haben es ihm Jungen an der<br />

Schwelle zum Erwachsensein. Spannenburg<br />

ist gern gesehener Gast in zahlreichen<br />

Galerien und gewann diverse Preise<br />

für seine Meisterwerke. Und während<br />

wir seine Bilder bestaunen, merken wir,<br />

dass er immer auch ein wenig von sich<br />

selbst in seine Fotografien einfließen<br />

lässt, umhüllt von diesem zerbrechlichen<br />

Konstrukt aus Zeit, Fetisch und Vergänglichkeit.<br />

Arjan, du hast dir in den letzten Jahren<br />

in der Fetisch-Community einen Namen<br />

gemacht mit deinen sehr eindrucksvollen<br />

Fotografien. Du selbst sagst, in deinen<br />

Bildern geht es auch immer um die<br />

Suche nach der Identität. Magst du uns<br />

mehr darüber erzählen?<br />

Wenn es um die Identität geht, sprechen<br />

wir über ein äußerst komplexes Thema.<br />

Die Entdeckung, wer man ist, ist für<br />

viele Menschen oftmals eine lange Suche<br />

gewesen, gefolgt von dem Versuch, sich<br />

dann auch selbst zu akzeptieren. Allzu oft<br />

sehe ich Menschen, die damit kämpfen.<br />

Manchmal fliehen sie vor Teilen ihrer<br />

Identität, während andere versuchen, sie<br />

ganz zu verstecken. Das war bei mir nicht<br />

anders, denn will man sein, wer man ist?<br />

Und wenn man sich schließlich selbst<br />

akzeptiert hat, dann hat die halbe Welt<br />

sofort eine Meinung über einen oder<br />

über das, womit man sich identifiziert.<br />

Mit meinen Fotografien gebe ich dem<br />

Betrachter einen Einblick in meine Welt,<br />

zeige meine Meinungen und wie ich die<br />

Welt sehe und erlebe. In meiner kreativen<br />

Arbeit versuche ich, Elemente wie<br />

Verletzlichkeit, aber auch die Schönheit<br />

und Kraft, die sie beinhaltet, zu reflektieren.<br />

Für mich ist es auch eine Suche nach<br />

dem Gleichgewicht im Leben, wobei die<br />

Hinzufügung von Fetisch eine zusätzliche<br />

Dualität in die Arbeit bringt. Der Fetisch<br />

verstärkt die Kontraste zwischen den<br />

Emotionen und Elementen, die man sieht.<br />

Verschiedene Betrachter sehen meine<br />

Arbeit auf ganz unterschiedliche Art und<br />

Weise, je nach eigenem Hintergrund. Das<br />

Werk LOVED ist ein gutes Beispiel dafür.<br />

Mancher sieht nur einen Jungen, der grob<br />

aufgehängt und misshandelt wird. Ein<br />

anderer sieht ein erotisches Bild, in dem<br />

das BDSM-Spiel lebendig wird, mit dem<br />

gegenseitigen Vertrauen, das so extrem<br />

wichtig ist. Meine Inspiration für das Bild<br />

kam von den vielen bösen Worten gegenüber<br />

der LGBTQ-Community, die ich auf<br />

der Straße gehört habe.<br />

Titel: CHERISHED<br />

Du wolltest jungen schwulen Männern


27<br />

Kunst | Kultur<br />

Du wolltest jungen schwulen Männern<br />

Mut machen. Aber du hast recht,<br />

nicht wenige Menschen von der Straße<br />

würden das Bild wahrscheinlich schlicht<br />

als pervers bezeichnen. Das Wort Liebe<br />

scheint da erst gar keinen Platz haben.<br />

Ich denke, nicht nur Heterosexuelle<br />

haben eine negative Meinung zum Thema<br />

Fetisch, auch innerhalb unserer Community<br />

sehe ich immer noch ein bemerkenswertes<br />

Maß an gegenseitigem Hass und<br />

Spaltung. Gerade bei meinem Bild LOVED<br />

geht es darum, geliebt zu werden. Nicht<br />

mehr und nicht weniger. Ich möchte<br />

einfach nur da sein dürfen, wo immer ich<br />

bin. Als ich dieses Bild veröffentlichte,<br />

war ich überwältigt von der schieren<br />

Menge an hasserfüllten Kommentaren<br />

aus allen Gruppen von Menschen. Die<br />

Leute haben sich nicht einmal die Zeit<br />

genommen, das Bild zu betrachten und<br />

darüber nachzudenken – sie sahen nur<br />

zwei grobe Hände, die einen angeketteten<br />

Jungen hielten. Daraus zogen sie in den<br />

sozialen Medien direkt den Schluss, dass<br />

es sich um ein perverses Bild eines missbrauchten<br />

und vergewaltigten Jungen<br />

handelt. Was die Leute an LOVED nicht<br />

verstehen, ist, dass es auch eine Art der<br />

Liebe ist. Vielleicht nicht so, wie man es<br />

selbst sieht, nennen wir es unorthodox.<br />

Aber so kann Liebe in der Fetischwelt<br />

aussehen. Wenn es absolute Hingabe,<br />

Hingabe und Vertrauen gibt, dann sind<br />

das Elemente, die einer Beziehung viel<br />

mehr Tiefe geben. Das mag für Außenstehende<br />

oberflächlich oder für viele<br />

vielleicht ein Alptraum sein, aber für<br />

andere kann es tatsächlich eine extreme<br />

Form von gegenseitigem Vertrauen und<br />

Romantik sein. Ich glaube, viele Menschen<br />

haben die Vorstellung, dass es beim<br />

Fetisch nur um Sex geht und dass dieser<br />

hauptsächlich hinter verschlossene Türen<br />

gehört. Wenn er dann plötzlich in der Öffentlichkeit<br />

sichtbar wird, ist die Reaktion<br />

oft negativ.<br />

und freundlicher sind, als ich es erwartet hatte. Langsam tauchte<br />

ich intensiver in diese Welt ein und entdeckte, wie Fetisch zur<br />

Vertiefung von gegenseitigen Beziehungen beitragen kann. Für<br />

mich ist es extrem wichtig, eine Grundlage des gegenseitigen<br />

Vertrauens zu haben. Das Spiel erfordert Aufmerksamkeit und<br />

Zeit, um sich gegenseitig zu beobachten, zu bewundern und<br />

zu spüren. Darüber hinaus erfordert es Hingabe an die andere<br />

Person. Denn egal, ob man eine unterwürfige oder dominante<br />

Rolle hat, ohne Hingabe an den anderen wird das Spiel unausgewogen.<br />

Hingabe scheint wirklich einer der Schlüssel im Fetisch zu sein.<br />

Was machst aus deiner Sicht diese Hingabe, dieses absolute<br />

Vertrauen einem anderen Menschen gegenüber beim Fetisch<br />

so besonders?<br />

Man kann sich nicht einfach jedem hingeben, und man kann<br />

auch nicht jeden beherrschen. Es braucht viel mehr, um diese<br />

Magie zu finden, etwas, das für jeden anders ist. Wo es dem<br />

einen viel leichter fällt, sich völlig hinzugeben, braucht ein anderer<br />

viel mehr Mühe. Aber das ist beim Dominieren nicht anders,<br />

denn wie viel Verantwortung ist man bereit zu tragen und wie<br />

viel kann man tatsächlich bewältigen? Sich jemandem als Untergebener<br />

hinzugeben, erfordert eine Menge Mut und Vertrauen.<br />

Du bist in diesem Moment sehr verletzlich und legst gleichzeitig<br />

die Grenzen dessen fest, was akzeptabel ist. Man könnte sogar<br />

behaupten, dass die unterwürfige Person mehr Kontrolle hat als<br />

die dominante Person. Es ist die Aufgabe des dominanten Spielers,<br />

die Grenzen zu wahren und das Vertrauen nicht zu beschädigen.<br />

Für mich ist das Spiel im Fetisch die Suche nach dem, was<br />

beiden Freude und Intimität verschafft, basierend auf Vertrauen<br />

und der Wahrung dieser Grenzen.<br />

Kann es sein, dass gerade der Fetisch<br />

eine Möglichkeit ist, tiefer in das Wesen<br />

eines anderen Menschen einzutauchen,<br />

vielleicht ihn dadurch auch noch mehr<br />

lieben zu lernen?<br />

Auf jeden Fall. Das Spiel mit dem Fetisch<br />

geht über die oft oberflächlichen Sexdates<br />

weit hinaus. Als ich mich gerade geoutet<br />

hatte, fand ich schnell Zugang zum Fetisch<br />

und fotografierte auf einem Festival<br />

viele Fetisch-Enthusiasten. Ziemlich bald<br />

entdeckte ich, dass die Ansichten, die mir<br />

in meiner Erziehung und von der Gesellschaft<br />

eingetrichtert worden waren, nicht<br />

stimmten. Ich lernte schnell, dass Fetischisten,<br />

aber auch BDSMler viel sanfter<br />

Titel: LOVED


Kunst | Kultur 28<br />

„Der Fetisch ist bei mir hängen<br />

geblieben, weil er eine tiefe<br />

Vielschichtigkeit innehat, die<br />

ich sonst nirgendwo so leicht<br />

finde.“<br />

Titel: ESCAPADE


29<br />

Kunst | Kultur<br />

„Fetisch regt die Fantasie<br />

an, und man sollte bedenken,<br />

nichts ist so, wie es<br />

scheint. Es hilft ungemein,<br />

wenn man mit Menschen<br />

direkt spricht. Schließlich<br />

gibt es so viel mehr zu entdecken<br />

als das, was man auf<br />

den ersten Blick sieht.“<br />

In deinem preisgekrönten Bild RECIPROCATION fängst du die<br />

Essenz des Fetischs sehr gut ein: Hingabe, Respekt, ein Tanz<br />

um Macht und Kontrolle. Wie bist du selbst zu diesem Tanz<br />

gekommen?<br />

Wenn man mit Tänzern spricht, bemerkt man ihre Hingabe<br />

und Stärke. Gleichzeitig sind sie furchtbar verletzlich, denn eine<br />

Verletzung zum falschen Zeitpunkt kann das Ende ihres Traums<br />

bedeuten. Ich wollte diese Verletzlichkeit und diese Hingabe<br />

in einem Bild zusammenfassen. Du siehst den Sub, der den<br />

Dom tragen muss, er stellt das Fundament da, auf dem der Dom<br />

steht. Wenn der Sub nicht mitmacht, fällt der Dom zu Boden.<br />

Ich glaube, der Fetisch ist bei mir hängen geblieben, weil er eine<br />

tiefe Vielschichtigkeit innehat, die ich sonst nirgendwo so leicht<br />

finde.<br />

Bleiben wir noch kurz bei dieser Hingabe. In deinem Bild<br />

ESCAPADE erkunden zwei Jungs ihre aufkeimende Sexualität<br />

– es fühlt sich für mich nach einem sehr persönlichen Werk<br />

von dir an.<br />

In ESCAPADE geht es um die Aufregung zweier Männer, die sich<br />

finden und einen Moment der Verbundenheit, der Liebe und der<br />

Erfahrung von Sex teilen. Ich glaube, viele Jungs und Männer,<br />

die auf der Suche nach ihrer Sexualität sind, beginnen zu experimentieren.<br />

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie<br />

das für mich am Anfang war. Der Moment, in dem man sich mit<br />

einer unbekannten Person trifft, bringt alle möglichen Spannungen<br />

mit sich. Und wenn alles stimmt wie zuvor festgehalten,<br />

kommt der Moment, in dem man sich auszieht. Ein schöner Körper<br />

kommt zum Vorschein, verbunden mit dem gegenseitigen<br />

Einverständnis, sich auch berühren zu dürfen. Solche Momente<br />

sind einzigartig, aufregend, intensiv und ein tolles Motiv zum<br />

Fotografieren.<br />

Wo du gerade auch von deinen Anfängen gesprochen hast:<br />

Stand für dich schon immer fest, dass du Fotograf werden<br />

willst? Erzähle uns doch bitte ein wenig von deinem Weg hin<br />

zum berühmten Fetisch-Künstler.


Kunst | Kultur 30<br />

„Ich denke, jeder Künstler muss eine gewisse<br />

Leidenschaft, Liebe oder vielleicht<br />

sogar Besessenheit für das Thema haben,<br />

von dem seine Arbeit handelt.“<br />

Ich bin in einer religiösen Familie aufgewachsen und auch das<br />

Leben außerhalb davon war meist von der Religion geprägt. Bis<br />

zum Einsetzen der Pubertät habe ich mich diesen Denkmustern<br />

im Allgemeinen angeschlossen. In dieser Zeit erlebte ich<br />

jedoch auch bereits viele Widersprüche zwischen dem, was die<br />

Leute behaupteten, und dem, was tatsächlich passierte. Als ich<br />

aufs Gymnasium ging, kam ich mit Menschen in Kontakt, die<br />

wirklich ganz anders über die Welt dachten. Langsam änderte<br />

sich dadurch auch mein Weltbild und ich konnte die Religion<br />

hinter mir lassen. Als ich 19 Jahre alt war, begann ich als Soldat<br />

für das Verteidigungsministerium zu arbeiten, nicht gerade eine<br />

sehr integrative Organisation. Infolgedessen blieb ich lange Zeit<br />

im Verborgenen. In der Highschool dann hatte ich bereits eine<br />

analoge Kamera und dokumentierte alle möglichen Aktivitäten<br />

– rückblickend denke ich, dass ich mich vor allem hinter der<br />

Kamera versteckt habe und sie dazu benutzte, die Welt zu beobachten.<br />

2013 beschloss ich, mein Wissen zu vertiefen und an der<br />

Fotografie-Akademie in Amsterdam zu studieren. An der Akademie<br />

hatte ich anfangs noch die Idee, Kriegs- oder Modefotograf<br />

zu werden, bis ich im zweiten Schuljahr einen schwulen Jungen<br />

fotografierte. Da kam der Ball für mich ins Rollen. Seine Freiheit,<br />

so zu sein, wie er war, hat mich inspiriert, und bald nutzte ich<br />

meine Kamera, um diese Welt weiter zu erforschen. Zwei Jahre<br />

später habe ich mich schließlich selbst geoutet. Ich denke, jeder<br />

Künstler muss eine gewisse Leidenschaft, Liebe oder vielleicht<br />

sogar Besessenheit für das Thema haben, von dem seine Arbeit<br />

handelt. Viele Leute erkennen das auch in meiner Arbeit.<br />

Manchmal geht es um Dinge, die ich als Kind verpasst habe, ein<br />

anderes Mal geht es um Ängste und Enttäuschungen. Insgeheim<br />

sind das alles Formen von Selbstporträts, nur dass ich Models<br />

verwende, die übrigens oft die gleichen Emotionen teilen.


Titel: RECIPROCATION


Kunst | Kultur 32<br />

Du erzählst sehr berührend in deinem Bild PERSISTANCE von<br />

einem Jungen, der von seiner Familie verlassen wurde, nur<br />

weil er auf andere Jungs steht. Und du rufst ihm zu, er möge<br />

sich nicht von den Meinungen dieser Welt an den Stuhl fesseln<br />

lassen, sondern der Welt sein wahres Ich zeigen. Ein Bild, das in<br />

der aktuellen Zeit wichtiger denn je erscheint.<br />

Neben meiner fotografischen Tätigkeit beschäftige ich mich regelmäßig<br />

mit dem Thema Diversität und Inklusion. Obwohl die<br />

Niederlande allgemein dafür bekannt sind, dass sie die LGBTQ-<br />

Community akzeptieren, ist die Realität etwas enttäuschender.<br />

Letztes Jahr gab es wieder viele Hassverbrechen gegenüber<br />

LGBTQ-Menschen. Die Zahl der Vorfälle und auch das Ausmaß<br />

der Gewalt scheinen in den letzten Jahren zugenommen zu<br />

haben. Es wird sich wenig daran ändern, wenn wir uns nicht<br />

zeigen und unseren Platz in der Welt nicht energisch einfordern.<br />

Die Gesellschaft verhärtet sich, polarisiert mehr und mehr und<br />

wird langsam immer intoleranter. Wir als Fetisch-Community<br />

werden wahrscheinlich auch mit diesem negativen Trend<br />

konfrontiert werden. Wie sich das in naher Zukunft entwickelt,<br />

wird nur die Zeit zeigen. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass<br />

die Menschen Vielfalt und Inklusivität für wichtig halten, bis<br />

sie selbst einen Schritt zurücktreten müssen. Deshalb denke ich,<br />

dass es wichtig ist, etwas zu unserer Gemeinschaft beizutragen.<br />

Titel: SEGREGATION<br />

In der digitalen Welt gibt es viele, die inzwischen Fotos von<br />

sich mit einem Hauch von Fetisch präsentieren. Du schaffst es<br />

dabei mit jedem deiner Werke, viel tiefer zu gehen. Wie gelingt<br />

dir das?<br />

Die meisten meiner Werke entstehen nicht an einem Tag. Oft<br />

verbringe ich Wochen oder sogar Monate damit, eine Idee zu<br />

recherchieren, sie zu vertiefen und zu ergründen. Dabei geht es<br />

nicht nur darum, was ich sagen will, sondern auch darum, wie<br />

ein Betrachter die Botschaft erkennen kann. In der Zwischenzeit<br />

dreht sich vieles darum, den richtigen Ort und die passenden<br />

Models zu finden. Erst wenn alle Elemente zusammenkommen,<br />

kann ich mit der Arbeit beginnen. Dann geht es darum, loszulassen<br />

und mich auf meine Intuition zu verlassen.<br />

Nebst dem Fetisch selbst spielst du in deinen Bildern auch gerne<br />

mit Tabus, beispielsweise mit dem Thema Kirche und Lust.<br />

Was reizt dich daran?<br />

Religion ist etwas, das man sich aussuchen kann, im Gegensatz<br />

zur Sexualität. Dennoch sehen wir allzu oft, wie religiöse<br />

Organisationen versuchen, Religion für sich allein zu beanspruchen,<br />

und mir scheint, dass es ihnen hauptsächlich um Einkommen<br />

und Macht geht. Die Religion ist nicht urheberrechtlich<br />

geschützt, sie ist ein öffentliches Gut, das sich jeder zu eigen<br />

machen und mit dem jeder machen kann, was er will. So kam ich<br />

auf das Motiv des nackten Jungens, der ein hölzernes Kruzifix<br />

umarmt. Das Spiel mit religiösen Symbolen in meiner Fotografie<br />

ist auch ein Spiel mit der Dualität. Ich sehe, wie viel Schaden<br />

religiöse Organisationen in der LGBTQ-Community anrichten.<br />

Viele Menschen leben aufgrund ihrer Aussagen immer noch<br />

im Verborgenen. Sogar die nationalen Gesetze schützen sie oft<br />

mehr als mein Grundrecht auf Existenz. Irgendwie möchte ich<br />

damit diese Ungerechtigkeit bekämpfen und gleichzeitig meine<br />

Freiheit in Anspruch nehmen. Indem ich diese Symbolik in meiner<br />

Kunst verwende, fordere ich ein Stück ihrer Macht zurück.<br />

Erlebst du diese Ambivalenz auch, wenn es um deine eigenen<br />

Bilder geht? Viele, gerade schwule Künstler kämpfen in diesen<br />

Tagen mit viel Prüderie auf dem Kunstmarkt.<br />

Was die Prüderie betrifft, so weiß ich inzwischen, dass völlig<br />

nackte Jungen in der Kunstwelt kaum verkauft werden, einfach<br />

weil sich die Leute nicht trauen, die Bilder zu Hause aufzuhängen.<br />

Das liegt vor allem daran, dass die Leute Angst vor einem<br />

verurteilenden Blick ihrer Gäste haben. Nackte Frauen sind in<br />

dieser Hinsicht gesellschaftlich eher akzeptiert. Das steht im<br />

Widerspruch zur Kunstgeschichte, in der Knaben und Männer<br />

in Gemälden und Skulpturen auf vielfältige Weise nackt dargestellt<br />

wurden. Heute darf man im Internet nicht einmal eine<br />

weibliche Brustwarze sehen, geschweige denn einen Schwanz,<br />

selbst wenn es sich um ein Kunstwerk handelt. Das hält mich<br />

in keiner Weise davon ab, meine Kunst zu machen, aber ich bin<br />

mir sehr wohl bewusst, dass deswegen einige meiner Werke<br />

vielleicht nie verkauft werden. Andere Kunstwerke müssen die<br />

Kosten dafür aufbringen.<br />

Abschließend, worin liegt deiner Meinung nach die Magie, das<br />

Besondere, die Einzigartigkeit in der Welt des Fetischs?<br />

Fetisch regt die Fantasie an, und man sollte bedenken, nichts ist<br />

so, wie es scheint. Es hilft ungemein, wenn man mit Menschen<br />

direkt spricht. Schließlich gibt es so viel mehr zu entdecken als<br />

das, was man auf den ersten Blick sieht.<br />

Arjan, vielen Dank dir für das Gespräch! (ms)<br />

www.arjanspannenburg.nl<br />

www.instagram.com/arjanspannenburg<br />

https://www.zerp.nl/arjan-spannenburg


Titel: PERSISTANCE 2


Lifestyle 34<br />

TAG<br />

Kalt und schneidend jagt der Wind um<br />

die Ecken der Häuser, schmiergelt sie<br />

rund und glatt und fährt einem gekonnt<br />

wie ein lüsterner Boy unter den Mantel,<br />

allerdings mit eiskalten Fingern, die den<br />

Schwanz zurückschrecken lassen. Ich<br />

lasse mich etwas tiefer auf meine blaue<br />

Couch sinken und meine Hand wandert<br />

an meinem nackten Oberkörper entlang<br />

bis in meine hellgraue Unterhose hinein.<br />

Das Wetter hinter den bodentiefen Fensterscheiben<br />

meines Lofts ist zu einem einzigen<br />

grau-hellen Weiß verschwommen. Der<br />

TV-Bildschirm flimmert farbenroh aber still<br />

im Hintergrund vor sich hin und vor meinem<br />

inneren Auge erscheint jener See, an dem<br />

wir letzten Sommer waren.


35<br />

Lifestyle<br />

Ein Geräusch von außerhalb reißt<br />

mich zurück ins Hier und Jetzt, in das<br />

Grau des Februars, das so unnachgiebig<br />

mit kleinen Regentropfen an die<br />

Fensterscheiben trommelt. Ich stehe<br />

auf, drücke meinen durchtrainierten<br />

Körper gegen die kühle durchsichtige<br />

Wand aus Glas, gebe den Voyeuren<br />

der Nachbarschaft das, was sie begehren,<br />

während ich mir langsam die<br />

Unterhose nach unten ziehe. Dann<br />

schließe ich die Augen und bin von<br />

einer Sekunde auf die andere sofort<br />

wieder an jenem magischen, beinahe<br />

jungfräulichen Ort, den wir mit unseren<br />

schwitzenden Männerkörpern<br />

penetrierten. Die Bediensteten des<br />

Waldes, die Äste samt ihren saftigen,<br />

grünen Blättern, machten den Weg frei für die kleine Lichtung und den<br />

dahinter liegenden See. Wie Millionen Diamanten funkelte das Licht der Sonne<br />

blendend hell vom Wasser her zu uns hinüber. Mit offenem Mund blieben wir<br />

beide stehen. Ein leises Plätschern klang zu uns hinüber, ab und an hörten wir<br />

Amseln und Blaumeisen, die um die Wette zwitscherten. Die Lust stieg in uns<br />

beiden hoch wie die Hitze des Tages, nahm immer mehr Besitz von uns, umschmeichelte<br />

unsere prallen Ärsche, liebkoste wie mit neugierigen Fingern<br />

unsere schweren, prall gefüllten Eier und wanderte dann langsam über unsere<br />

Bauchnabel hinauf bis zum Kopf, wo ein Lichtermeer in unseren Synapsen explodierte.<br />

Mit einem frechen Lächeln bist du auf mich zugekommen, hast mich<br />

zu dir gezogen. Ich folgte dir ohne Widerstand, du warst stärker als die Erdanziehung,<br />

hattest deine eigene Gravitation, in der ich vollends gefangen war. Unsere<br />

kurzen Sommershorts glitten ein Stück weit herab und die Dunkelheit des<br />

Waldes hinter uns blickte lüstern auf unsere prallen Ärsche, die warm schimmernd<br />

nach Aufmerksamkeit verlangten. Wir küssten uns und ich schmeckte<br />

deine Männlichkeit auf meinen Lippen, während der Geruch deines frischen<br />

Schweißes mich ganz um den Verstand brachte. Als unsere Münder langsam<br />

voneinander glitten, hast du abermals gelächelt und dann mit einer kleinen<br />

Kopfbewegung auf das Metallboot gezeigt, das dort halb im Dickicht verborgen<br />

neben uns am Ufer versteckt lag. Mit deinen kräftigen Armen packtest du den<br />

Wellenbrecher und gemeinsam drehten wir es herum, damit es mit uns in See<br />

stechen konnte, immer den Strömen der Leidenschaft und Lust folgend.<br />

Erinnerst Du dich? Wie wir durch<br />

das Unterholz gestapft sind und<br />

uns einzelne Äste immer wieder ins<br />

Gesicht schlugen, als wollten sie uns<br />

unter allen Umständen davon abhalten,<br />

weiterzugehen. Als wüssten<br />

sie, dass wir gerade unterwegs waren<br />

zu einem ganz besonderen Ort.<br />

»Komm schon, nur noch ein paar<br />

Minuten, okay?«, hast du gesagt und<br />

mich aufgefordert, weiterzugehen.<br />

Murrend bin ich dir gefolgt, bis sich<br />

die Äste und Sträucher von einem<br />

Moment auf den anderen vor uns zu<br />

verneigen schienen, ganz so, wie das<br />

Butler auf der Titanic gemacht haben<br />

mussten, bevor sie die Tür zum Speisesaal<br />

der ersten Klasse unterwürfig<br />

öffneten.


Lifestyle 36<br />

Meine Hände wanderten an deiner<br />

kraftvollen Brust entlang, glitten hinein<br />

in deine Hose und umfassten deinen<br />

wunderschönen Schwanz, der halbsteif<br />

von selbst in meine suchende Hand glitt.<br />

Ein warmer Speerreiter, der von Sekunde<br />

zu Sekunde weiter anschwoll. Ich ließ<br />

meine Finger langsam und genüsslich auf<br />

und ab wandern, spielte wie in Trance mit<br />

deiner Vorhaut und mein linker Daumen<br />

strich behutsam über deine inzwischen<br />

pralle feuchte Eichel. Dann zog ich meine<br />

Hand zurück und roch an meinen Fingern<br />

– der Duft purer Manneskraft stieg mir<br />

in die Nase und nahm mir jedweden Sinn<br />

für die Realität. Das Funkeln der Sonnendiamanten<br />

umschloss uns und ich wollte<br />

mehr, immer mehr von dir, ganz entschwinden<br />

im Rausch unserer Liebe.<br />

Wir bestiegen die<br />

kleine Barke, die zu<br />

unserer Liebesmuschel<br />

werden sollte.<br />

Ich fasste dich<br />

von hinten, wollte<br />

dich am liebsten<br />

für immer festhalten,<br />

so sehr gierte<br />

ich danach, jeden<br />

Moment, jeden<br />

lustvollen Augenblick<br />

für immer in<br />

mir festzuhalten.<br />

Arme griffen ineinander, Körper verschmolzen<br />

zu einem, unsere Säfte glitten<br />

ineinander. Ich küsste deinen Nacken,<br />

spürte, wie deine Rückenmuskulatur<br />

sich anspannte und sah lüstern zu, wie<br />

sich dein schwerer großer Schwanz mit<br />

unbändiger Kraft aus der engen, weißen<br />

Hose befreite, bis die Eichelspitze mit<br />

einem Mal hervorschaute, Morgenluft<br />

schnuppernd, und mutig voran noch<br />

weiter und immer weiter anwuchs. Deine<br />

Vorhaut glitt zur Gänze zurück und entblößte<br />

nun vollends diese Pracht. Zum<br />

Bersten angespannt strahlte die Haut<br />

deiner Eichel im sanften Licht der Nachmittagssonne,<br />

während sich ein erster<br />

Lusttropfen aus deinem Loch an der<br />

Schwanzspitze befreite und langsam, den<br />

Venen deines einzigartigen Lustkolbens<br />

folgend, nach unten wanderte.


37<br />

Lifestyle


Lifestyle 38<br />

Ich konnte es nicht mehr länger aushalten,<br />

entließ dich aus meiner Umklammerung<br />

und entstieg unserer Zuflucht auf<br />

schwerer See. Für einen Moment nahm<br />

ich auf einem großen Stein neben dem<br />

Boot Platz, während meine schwarze<br />

Hose immer mehr meinen prallen Arsch<br />

entblößte. Mein Loch brauchte diesen<br />

Schwanz, konnte keine Minute mehr<br />

ohne ihn leben. Ich sah zu dir hinüber. Du<br />

warst ebenso aus dem metallenen Gefährt<br />

gestiegen und lehntest lässig wie James<br />

Dean an einem Baumstamm, während<br />

dich die Flut der Lichtdiamanten umschloss.<br />

Ich stand auf, ging auf dich zu,<br />

lehnte mich an den Baum neben dir und<br />

meine Hose rutschte zu Boden. Langsam<br />

drückte ich mein Becken weiter von mir<br />

weg, sodass meine beiden Arschbacken<br />

den Blick freigaben zu meiner Lustgrotte.<br />

Dann spürte ich bereits deinen Feuerreiter<br />

an meinem Loch. Einen Augenblick<br />

lang verharrtest du in dieser Position, als<br />

würdest du Luft holen für den nächsten<br />

Schritt. Dann schob sich Zentimeter für<br />

Zentimeter dein Stab in mich hinein und<br />

mein Körper empfing ihn wie ein hungriger<br />

Gast den Kellner. Ich schnaufte tief<br />

ein und wieder aus, bevor ein lauter,<br />

lustvoller Schrei aus mir herausdrang<br />

und das Zwitschern der Amseln kurzzeitig<br />

unterbrach. Wie Wellen auf einem<br />

glatten Gewässer breitete sich meine Lust<br />

über den See hinweg aus, hallte wider an<br />

den dunkelgrünen Bäumen, die in ihrem<br />

eigenen Saft standen und verlor sich im<br />

Diamantenlicht am Ende des Waldsees.<br />

Dann hörte ich, wie deine Eier gegen<br />

meine Arschbacken klatschten.


39<br />

Lifestyle<br />

Du warst ganz in mir, ich spürte dich,<br />

jeden Zentimeter. Deine Männlichkeit<br />

zuckte in mir und mein<br />

wallendes Blut durchfuhr meinen<br />

ganzen Körper, bevor du dein Becken<br />

langsam und nach und nach immer<br />

schneller bewegtest. Mein eigener<br />

Schwanz, steif und hart, wippte mit<br />

jedem Stoß auf und ab und ich spürte<br />

wie mein eigener Saft bereits nach<br />

kurzer Zeit liebestrunken aus meiner<br />

Eichel tropfte, bevor du mir den<br />

finalen Todesstoß verpasstest und ich<br />

meine warme Gabe bis ans Ufer des<br />

Sees feuerte, während dein eigener<br />

Saft meinen Arsch flutete.<br />

Langsam öffne ich wieder die Augen,<br />

dann gleite ich langsam nach<br />

unten und setze mich hin. An den<br />

hellen Glasscheiben vor mir klebt<br />

mein eigener Saft, kühlt langsam, ja<br />

beinahe dampfend, ab und gleitet<br />

dann suchend hinab, bis ich ihn mit<br />

meiner rechten Hand empfange und<br />

für einen Moment schweigend und<br />

erschöpft anblicke. Fast ist es mir<br />

so, als applaudiert mir der Februarregen<br />

tropfend zu – oder sind es doch<br />

die Laute einiger Nachbarn, die mir<br />

lüstern zusahen, während ich nackt<br />

vor den Fensterscheiben stehend<br />

meinen Schwanz bearbeitete? Ich blicke<br />

abermals auf den kleinen See aus<br />

weißer Liebesmilch in meiner Hand<br />

und muss an den See unserer Leidenschaft<br />

zurückdenken. Schimmernd<br />

liegt all das vor mir, dann lecke ich<br />

vorsichtig daran und schmecke eine<br />

salzige Wärme auf meinen Lippen<br />

und meiner Zunge. Lass mich hier auf<br />

dich warten, mein Liebster, solange,<br />

bis wir wieder entschwinden ins<br />

ewige Grün hinab bis zu den Tiefen<br />

unserer animalischen Lust. (ms)


Lifestyle 40<br />

Die Lust am Pornokino<br />

an kalten Tagen<br />

GEIL IN DER<br />

DUNKELHEIT<br />

Der Sommer steht vor der Tür, doch noch immer gibt es kalte Tage<br />

dazwischen, die uns erschaudern lassen. Vielleicht sollten wir<br />

dabei nicht immer mit so viel Missgunst auf diese Tage blicken,<br />

sondern uns auch an ihren schönen Seiten erfreuen – an solchen<br />

Tagen wird die ganze Welt zum Darkroom, überall flimmern die<br />

Lichter der Stadt wie in einem gigantischen Pornokino auf, das<br />

nur darauf wartet, dass wir uns vergnügen…


41<br />

Lifestyle<br />

Da ist sie, die fremde Hand in der Dunkelheit.<br />

Nur spärlich flackert das Licht der<br />

Kinoleinwand durch den Saal. Blicke,<br />

nackte Haut, Lippen, Zungen, die pure<br />

Gier und Lust – alles ist nur für den<br />

Bruchteil weniger Sekunden immer<br />

wieder zu sehen und verschwindet dann<br />

wieder im Schatten. Macht uns noch<br />

neugieriger, noch gieriger nach diesem<br />

anderen Mann. Nach anderen Männern.<br />

Nach feuchten Lippen, Händen, die auf<br />

Wanderschaft gehen und warme Haut<br />

sowie harte Schwänze finden. Und immer<br />

wilder feuert die Lust ihr Flackern<br />

zwischen uns allen, die wir hier sitzen,<br />

stehen, uns voyeuristisch in dunkle Ecken<br />

kauern oder breitbeinig und wartend auf<br />

einem bequemen Kinosessel Platz genommen<br />

haben.<br />

Etwa jeder dritte schwule Mann besucht<br />

mehrmals im Jahr ein Pornokino, ganze<br />

sechs Prozent sogar wöchentlich. Auch<br />

wenn Männer online jederzeit verfügbar<br />

sind und Pornos zudem keine Wünsche<br />

offenlassen sollten, ist der Reiz am anonymen<br />

Sex in einem Pornokino noch immer<br />

stark ausgeprägt. An den Filmen selbst liegt<br />

es wohl dabei kaum. Geboren aus der Not<br />

und jener Zeit, als dunkle Kinos, Saunen<br />

und Klappen oftmals die einzigen Möglichkeiten<br />

waren, Sex mit anderen Männern zu<br />

haben, hat sich die Lust an dieser Variante<br />

des sexuellen Abenteuers bis heute erhalten.<br />

In den meisten Fällen kommt es dann dabei<br />

zu Oralverkehr oder gegenseitiger Masturbation.<br />

Analverkehr spielt nur für etwas mehr<br />

als die Hälfe der Besucher eine Rolle. Aber<br />

worin genau liegt jetzt der Reiz daran? Ein<br />

Boy ein Daddy und ein Pärchen erzählen uns<br />

ihre Geschichte… (ms)


Lifestyle 42<br />

DER BOY<br />

»Ich war unheimlich aufgeregt und hatte<br />

schon einen Steifen, kaum, dass ich durch<br />

das Drehkreuz gegangen war. Das war so<br />

ein klassisches Drehkreuz wie im Supermarkt<br />

und ich hab´ mir noch gedacht,<br />

dass ich aufpassen sollte, nicht mit meinem<br />

halbsteifen Schwanz darin hängen<br />

zu bleiben. Drinnen mussten sich meine<br />

Augen erst einmal an die Dunkelheit gewöhnen.<br />

Ich wanderte durch die Gänge,<br />

das war fast wie ein kleines Labyrinth.<br />

Immer den stöhnenden Geräuschen nach,<br />

bis ich um die Ecke bog und ein ziemlich<br />

großer Saal vor mir lag.<br />

Dieses Erlebnis hat mich so geil gemacht,<br />

dass ich seitdem immer wieder gerne in<br />

Pornokinos gehe, anfangs habe ich mich<br />

noch gefragt, was andere Männer in<br />

Zeiten von tausend Apps daran finden.<br />

Für mich ist das inzwischen aber einer<br />

der wenigen Orte, wo es roh und ungezwungen<br />

zugeht, wild und animalisch<br />

irgendwie. Und da die Pornokinos meist<br />

in der Nähe eines Bahnhofs sind, gibt es<br />

auch oft internationale Besucher, was das<br />

noch geiler macht. Egal, wer du bist, was<br />

du machst, hier konzentriert sich alles<br />

nur auf Lust und Schwänze. Genau meine<br />

Welt!»<br />

Michael (21) aus München<br />

Einzelne Kerle saßen in Abständen auf<br />

den Sesseln, auf der Leinwand fickte so<br />

ein haariger bulliger Kerl gerade den<br />

Arsch eines Jünglings heftig durch. Es<br />

dauerte nicht lang, bis ein Kerl um die<br />

30 zu mir kam und mir direkt in den<br />

Schritt fasste, während ich noch etwas<br />

unschlüssig herumgestanden hatte. Er<br />

hat mich dann in eine offene Kabine gezogen.<br />

Ich lehnte mich an die Wand und<br />

konnte durch die offene Tür direkt auf<br />

die Leinwand blicken. Der Jüngling dort<br />

schrie immer lauter. Und mein Kerl kniete<br />

sich hin, zog meinen inzwischen harten<br />

Schwanz heraus und gab mir einen Blowjob.<br />

Dann sah ich, wie sich uns nach und<br />

nach vier weitere Männer näherten. Ich<br />

stöhnte laut auf und machte wohl dem<br />

Twink auf der Leinwand Konkurrenz.<br />

Jedenfalls standen schließlich dann im<br />

Halbkreis um uns herum bald vier andere<br />

Kerle. Sie hatten alle ihre Schwänze rausgeholt<br />

und ich sah im Halbdunkel, wie sie<br />

heftig wichsten und uns beim Sex zusahen.<br />

Lange habe ich es nicht ausgehalten<br />

und kurz darauf ne große Ladung Sperma<br />

in die Fresse des Kerls vor mir geschossen.


43<br />

Lifestyle<br />

DER<br />

DADDY<br />

Ein Flug hatte Verspätung, also saß ich in Salzburg drei Stunden<br />

fest. Der Flughafen ist außerhalb des Zentrums, also wirklich<br />

was machen kann man da nicht. Ich ging online und entdeckte<br />

einen Kerl, der gerade auf der Suche war. Er schrieb mir, dass es<br />

fußläufig ein kleines Pornokino gäbe. Fünfzehn Minuten später<br />

haben wir uns vor der Tür getroffen, sind rein und haben uns<br />

mittig in einen der drei winzigen Säle hingesetzt. Da waren vielleicht<br />

zwanzig Sessel insgesamt. Ich kann mich gar nicht mehr<br />

erinnern, was für ein Film lief.<br />

Der Typ hat sich vor mir seine Jeans ausgezogen und heraus<br />

kam sein fetter Schwanz. Ein geiles Teil. Ich kniete mich hin und<br />

begann, dem Typen einen zu blasen, während ich eifrig meinen<br />

eigenen Kolben wichste. Zwei ältere Herren kamen plötzlich<br />

hinzu. Der eine setzte sich in die Reihe hinter uns, beugte sich<br />

nach vorne und feuerte mich an: »Ja, blas ihn, du Sau!», stöhnte<br />

er immer wieder. Der andere hatte sich links von meinem Typen<br />

hingesetzt und bearbeitete ihm wohl seine harten Nippel. Das<br />

schien ihm zu gefallen, denn sein Schwanz zuckte in meinem<br />

Maul immer wilder auf … bis er schließlich derbe abspritzte.<br />

Seine ganze Brust war voll mit Saft.<br />

Ich stand auf und kurz darauf landete mein Saft auch auf ihm.<br />

Ich glaube, wir vier waren wohl zu dieser Zeit die einzigen Kunden<br />

im Kino, aber es war trotzdem verdammt geil. Klein aber<br />

fein!»<br />

Georg (43) aus Köln


Lifestyle 44<br />

DAS<br />

dann versinke ich ganz im Rausch der<br />

Lust. Mehrere Männer näherten sich<br />

bis auf einen halben Meter, wichsten<br />

und versuchten allesamt einen Blick zu<br />

erhaschen. Markus und ich sind beide<br />

versatile, also streckte er seine prallen<br />

Arschbacken weit von sich. Einer der Kerle<br />

näherte sich, begann mit den Händen<br />

an Markus´ Rücken entlangzufahren und<br />

knetete schließlich seine Arschbacken<br />

mit seinen großen Pranken. Danach ließ<br />

er mehrere Finger in sein Loch gleiten.<br />

Der erste Kerl hinter ihm spritzte in<br />

hohem Bogen ab, ich sah, wie Markus<br />

ekstatisch aufstöhnte, meinen Schwanz<br />

noch im Mund – dann flutete ich seine<br />

Mundhöhle. Kurz darauf spritzten die<br />

anderen Männer ab, ein Cumshot nach<br />

dem anderen landete auf dem Rücken<br />

und dem Arsch meines Freundes. Ich<br />

denke, ein Pornokino ist auch deswegen<br />

bis heute so ein besonderer Raum, weil<br />

du dich ganz und vollkommen auf deine<br />

Sexualität konzentrieren kannst – was du<br />

da draußen in der ´echten` Welt machst<br />

oder bist, spielt keine Rolle. Hier holst du<br />

deinen Schwanz raus und lässt dich vom<br />

Stöhnen anderer Kerle hinwegtragen.<br />

Gibt es eine größere Form der Freiheit?»<br />

Andreas (28) und Markus (32) aus Hamburg<br />

PÄRCHEN<br />

Markus und ich sind inzwischen seit<br />

einigen Jahren zusammen und bereits<br />

seit dem ersten Tag teilen wir eine tiefe<br />

Leidenschaft für anonymen Sex in der<br />

Dunkelheit. Kennengelernt haben wir<br />

uns in einer Sauna – gleich, als er mir das<br />

erste Mal sein fettes Rohr reingeschoben<br />

hat, war mir klar, der weiß wirklich damit<br />

umzugehen. Zu meiner Freude hatte er<br />

auch was im Kopf, sodass es schnell Klick<br />

bei uns beiden gemacht hat. Egal, wohin<br />

wir im Urlaub reisen, bis heute versuchen<br />

wir, mindestens an einem Abend vor<br />

Ort ein Pornokino zu besuchen, so lernt<br />

man die schwule Szene in der Region am<br />

besten kennen. Wir beide lieben es, wenn<br />

uns andere Kerle zusehen, wenn du in<br />

ihren Blicken ablesen kannst, wie gerne<br />

sie dich anfassen und berühren wollen,<br />

wie geil der Anblick sie macht – das macht<br />

uns beide noch mehr an. Erst vor kurzem<br />

waren wir wieder in einer kleinen<br />

Kabine, die Tür blieb offen und der Blick<br />

ging hinaus in einen größeren Saal mit<br />

mehreren TV-Bildschirmen. Markus<br />

kniete vor mir und saugte bereits genüsslich<br />

an meinem Schwanz, der steinhart<br />

abstand – eingerahmt von einem dicken<br />

silbernen Cockring. Wenn die Adern an<br />

meinem Schwanz aussehen, als würden<br />

sie bald platzen, so prall ist mein Rohr,


Livestyle<br />

46


47<br />

Livestyle<br />

Be<br />

My<br />

Daddy<br />

Nach einem stressigen Tag lässt sich Max gerne auf die<br />

Couch fallen. Erschöpft sinkt er in den weichen Stoff, die<br />

Geräusche der großen Stadt verstummen nach und nach,<br />

der Schweiß auf seiner Haut trocknet und er schließt die<br />

Augen. Immer wieder taucht dabei vor seinem inneren<br />

Auge dieses Bild auf, dieser sehnliche Wunsch, jetzt in die<br />

Arme eines starken kräftigen Mannes zu fallen.<br />

Ein echter Kerl, wie man das früher gesagt hat, mit Haaren auf der Brust, einer sonoren<br />

Stimme und starken Händen, die einen festhalten und die Welt drum herum vergessen<br />

lassen. „Seitdem ich das erste Mal mit knapp 20 Jahren Sex mit einem echten Daddy gehabt<br />

habe, war ich verloren. Nachdem wir beide gekommen waren, lag ich schweißgebadet<br />

auf seiner Brust, roch diesen derben Männerduft, spürte seine Haare auf meiner<br />

Haut und hörte seinen pochenden, wilden Herzschlag. Erschöpft, mit halb geöffneten<br />

Augen folgte ich von meiner Position aus den wuscheligen Haaren, die langsam von<br />

seinem Bauch hinab zu seinem noch immer harten Männerschwanz führten. Sein<br />

Schwanz pochte noch immer, glänzte im fahlen Licht seines Schlafzimmers. Gebannt<br />

verfolgte ich jede Regung seiner Männlichkeit, sah, wie der harte Kolben langsam weicher<br />

wurde und beinahe liebevoll auf seinen Bauch sank, der sich ruhig und gemächlich<br />

auf und ab bewegte. Es war wie eine Meditation. Ich fühlte mich zu einhundert<br />

Prozent dort angekommen, wo ich hingehörte.


Livestyle<br />

48<br />

„Seitdem ich das erste Mal<br />

Sex mit einem echten Daddy<br />

gehabt habe, war ich verloren.<br />

Ich fühlte mich zu einhundert<br />

Prozent dort angekommen,<br />

wo ich hingehörte.<br />

Nach diesem Erlebnis fiel es<br />

mir schwer, Sex oder Intimität<br />

mit einem Boy meines<br />

Alters zu erleben.“


49<br />

Livestyle<br />

Währenddessen spürte ich, wie er mit<br />

seiner linken Hand sanft über meinen<br />

Rücken strich. Ich fühlte mich absolut sicher,<br />

geboren, angekommen. Nach diesem<br />

Erlebnis fiel es mir bis heute sehr schwer,<br />

Sex oder auch nur Intimität mit einem<br />

Boy meines Alters zu erleben“, so Max im<br />

Interview mit dem <strong>HIM</strong> <strong>Magazine</strong>.<br />

Die Erlebnisse von Max sind bei weitem<br />

kein Einzelfall, viele junge Männer entdecken<br />

im Laufe ihres Lebens die Lust an<br />

einem älteren Kerl. Was noch vor einigen<br />

Jahren undenkbar schien, wird plötzlich<br />

nicht nur möglich, sondern wünschenswert.<br />

Blättert man in Psychologie-Ratgebern,<br />

stolpert man öfters über den Begriff<br />

“Vater-Komplex“ oder im Fachausdruck<br />

auch gerne als Gerontophilie bezeichnet.<br />

Die Definition ist dabei fließend, für den<br />

berühmten schwulen Sexualforscher Magnus<br />

Hirschfeld war eine eher krankhafte<br />

Neigung erst ab einem Altersunterschied<br />

von über 50 Jahren erreicht. Gerade bei<br />

schwulen Jungs wird die Vorliebe für<br />

ältere Männer auch sehr gerne mit Problemen<br />

im eigenen Elternhaus, speziell mit<br />

dem Vater, in Verbindung gebracht. In<br />

der Realität trifft dieses simple Ursache-<br />

Wirkung-Prinzip kaum noch zu, einfach<br />

auch deswegen, weil in puncto Sexualität<br />

die Mehrzahl der schwulen Männer und<br />

Jungs freizügiger, offener und experimentierfreudiger<br />

unterwegs sind. Zumeist<br />

muss kein psychisches Kindheitstrauma<br />

mehr durch Sexualität bewältigt und<br />

überwunden werden, sondern viele Boys<br />

können heute selbstbestimmt schrittweise<br />

entdecken, auf was sie Lust haben<br />

– oder eben auch nicht. Und dabei auch<br />

lernen, dass die eigene Libido kein festgefahrenes<br />

Konstrukt ist, das, einmal festgelegt,<br />

für das restliche Leben bindend ist.<br />

„Als ich 16 Jahre alt war, fand ich ältere<br />

Kerle eher eklig. Ich weiß gar nicht so<br />

genau warum, ich hatte so eine veraltete<br />

Vorstellung, dass sie alle unangenehm<br />

riechen würden. Das änderte sich bei mir<br />

erst, als ich mit 19 Jahren das erste Mal<br />

in einer Sauna war. Mir saß ein Kerl in<br />

den fünfziger Jahren gegenüber, breitbeinig,<br />

lässig, mit einem wirklich schönen<br />

Schwanz, fleischig und gut geformt.<br />

Ich beobachtete unwillkürlich, wie die<br />

Schweißtropfen durch seine Haare am<br />

Bauchnabel abwärts über den Schaft bis<br />

zur Schwanzspitze wanderten und dann<br />

zu Boden fielen. In meiner Fantasie ertönte<br />

jedes Mal ein Zischen, wenn die einzelnen<br />

Wassertropfen auf dem Kachelboden<br />

aufklatschten. Ich hatte sofort einen<br />

Ständer. Es war aber nicht nur dieses Bild<br />

eines nackten Mannes - ich hatte wirklich<br />

schon einige Boys nackt gesehen - ,<br />

das mich so wahnsinnig machte, sondern<br />

es war diese Ruhe und Lässigkeit, die der<br />

Kerl ausströmte. Als wisse er alle Geheimnisse<br />

der Welt und ruhe ganz tief in sich.<br />

Er saß nur da, bei weitem kein perfekter<br />

Body in meiner Definition damals, er<br />

hatte einen Bauch und eine kräftige Brust,<br />

aber er war mit sich im Reinen. Das war<br />

sexier als alles, was ich zuvor in meinem<br />

Leben gesehen hatte! Ich bin jetzt knapp<br />

unter dreißig und wichse noch heute ab<br />

und an auf dieses Bild in meinem Kopf.<br />

Verrückt, oder?“, fragt uns Paul mit einem<br />

fetten Grinsen im Gesicht.<br />

Vielleicht ist es wirklich an der Zeit, die<br />

Vorurteile, die wir noch immer ab und an<br />

mit Bezug auf ältere Männer in unseren<br />

Köpfen haben, endlich über Bord zu werfen.<br />

Keiner muss mit einem älteren Mann<br />

intim werden, wenn er das nicht will,<br />

aber es wäre schade, wenn wir uns diese<br />

Erfahrung nur deswegen verwehren,<br />

weil wir dem Klischeedenken unserer<br />

Gay-Community nachjagen, für die offensichtlich<br />

nur Jugend wertvoll und wichtig<br />

zu sein scheint. Die Knabenliebe ist<br />

beinahe so alt wie die ersten Einträge in<br />

unseren verstaubten Geschichtsbüchern<br />

im Regal und jeder kennt die berühmten<br />

Erzählungen von älteren Männern zur<br />

Blütezeit Griechenlands oder auch noch<br />

im alten Rom, die sich junge Boys als<br />

Lover nahmen. Der ältere Mann gab sein<br />

Wissen gerade in puncto Sex zum Besten,<br />

der jugendliche Knabe seine Jugend und<br />

seinen Körper frei von den Zeichen der<br />

Zeit. Doch so einfach lässt sich dieses<br />

Tauschgeschäft der damaligen Zeit nicht<br />

auf die Gay-Community des 21. Jahrhunderts<br />

übertragen. Liebhaber von Bären<br />

und Daddys eint beispielsweise genau<br />

jener Punkt von innerer Ruhe und tiefer<br />

Entspanntheit, die für viele Jungs eine besondere,<br />

beinahe magische Ausstrahlung<br />

haben. Schwule Daddys ab einem gewissen<br />

Alter müssen nichts mehr beweisen,<br />

sie tun das, was sie tun, weil sie es wirklich<br />

tun wollen. Und können auch sehr<br />

klar formulieren, was sie nicht wollen.<br />

Diese Direktheit lässt sich nicht vortäuschen<br />

und sie ist nur sehr selten bei jungen<br />

Boys anzufinden, denn sie fußt nicht<br />

auf Selbstüberschätzung oder egomanisch<br />

verliebte Arroganz, sondern schlicht auf<br />

Erfahrung. Diese Erfahrung lässt sich nur<br />

durch ein gelebtes Leben in sich tragen,<br />

nicht durch Followerzahlen auf Twitter,<br />

TikTok oder Instagram. Diese Erfahrung<br />

„Nachdem wir beide gekommen<br />

waren, lag ich schweißgebadet<br />

auf seiner Brust,<br />

roch diesen derben Männerduft,<br />

spürte seine Haare<br />

auf meiner Haut und hörte<br />

seinen pochenden, wilden<br />

Herzschlag. Sein Schwanz<br />

pochte noch immer, glänzte<br />

im fahlen Licht seines<br />

Schlafzimmers. Es war wie<br />

eine Meditation.“


Livestyle<br />

50<br />

beinhaltet auch, mehr als einmal in seinem<br />

Leben gescheitert zu sein und daraus<br />

bestenfalls gelernt zu haben. Daddys<br />

mögen in ihrer Jugend ähnlich ungestüm<br />

und vielleicht auch naiv und unwissend<br />

durch die Welt gelaufen sein, doch sie<br />

konnten ihre Erlebnisse wie Kohlenstoff<br />

unter starkem Druck so pressen, dass<br />

daraus am Ende ein funkelnder Diamant<br />

der Erkenntnis geworden ist. Männer,<br />

die hingefallen und wieder aufgestanden<br />

sind, die Krisen überwunden, Beziehungen<br />

und die erste große Liebe gelebt<br />

haben, können zumeist heutzutage mehr<br />

denn je das Wichtige vom Unwichtigen<br />

trennen. Sie dürsten nicht nach Anerkennung<br />

Fremder, nach Bestätigung von der<br />

falschen Seite und sie haben sehr oft auch<br />

den Selbstlügen entsagt. Ihre Träume hängen<br />

nicht in den Wolken, sondern sie sind<br />

greifbar und spürbar. Sie haben vielleicht<br />

nicht die Antworten auf alle Fragen, aber<br />

sie wissen, welche Fragen sie wirklich<br />

beantworten können und welche nicht<br />

– und noch besser, sie wissen, welche Fragen<br />

im Leben eigentlich absolut unwichtig<br />

sind. Männer, die diesen Reifeprozess<br />

nicht durchgemacht haben, aus welchen<br />

Gründen auch immer, empfinden wir<br />

dagegen alsbald als oberflächlich, bodenlos<br />

langweilig und uninteressant. Nichts<br />

ist peinlicher und auch trauriger, als ein<br />

älterer Mann, der zwanghaft versucht,<br />

jung zu sein. Er spielt ein Spiel mit, das<br />

nur für Junge gedacht ist, er kann es nicht<br />

gewinnen und viel schlimmer: Er strahlt<br />

unbemerkt von sich selbst die tieftraurige<br />

Erkenntnis aus, dass er bis heute nicht<br />

einmal versteht, wie unwichtig dieses<br />

Spiel um Jugend und Schönheit für ein<br />

erfülltes Leben eigentlich ist.<br />

„Der Musikerin Madonna<br />

wird das Zitat<br />

zugeschrieben, sie<br />

liebe junge Männer,<br />

denn sie wissen zwar<br />

nicht, was sie tun,<br />

aber sie tun es die<br />

ganze Nacht. Aber,<br />

wenn wir wirklich<br />

ehrlich sind, wollen<br />

wir das wirklich?“<br />

Und der Sex? Natürlich geht das Alter<br />

nicht spurlos an unserem Daddy vorbei.<br />

Er mag vielleicht nicht mehr dreimal hintereinander<br />

ohne Pause ficken können,<br />

bei manchen bedarf es kleinerer Hilfsmittel,<br />

um den Schwanz länger hart bleiben<br />

zu lassen und an anderen Stellen haben<br />

sich zudem Narben, Falten und andere<br />

Alterserscheinungen in das Fleisch gegraben.<br />

Boys, die eine erste Ahnung davon<br />

bekommen haben, was wahre Intimität<br />

und Lust bedeuten können, können diese<br />

Anzeichen auf der Haut als das deuten,<br />

was sie wirklich sind: Wege und Spuren<br />

auf einer einzigartigen Landkarte des<br />

Lebens, die von Abenteuern und sexueller<br />

Ekstase erzählen, für die eine ganze<br />

Bibliothek voll mit dicken Büchern nicht<br />

ausreicht, um sie gebührend nachzuerzählen.<br />

Der Musikerin Madonna wird das


51 Lifestyle<br />

Zitat zugeschrieben, sie liebe junge Männer,<br />

denn sie wissen zwar nicht, was sie<br />

tun, aber sie tun es die ganze Nacht. Aber,<br />

wenn wir wirklich ehrlich sind, wollen<br />

wir das wirklich? Es gibt eine Phase im<br />

Leben der meisten jungen Männer, da<br />

definiert sich guter Sex vor allem an der<br />

Heftigkeit der Stöße, an der Radikalität,<br />

mit der Sex erlebt wird und an der scheinbar<br />

stets harten Erektion des Gegenübers.<br />

Diese Zeit ist wichtig und sie soll uns<br />

Freude bereiten, uns und unseren Körper<br />

bis an die Grenze bringen, vielleicht das<br />

ein oder andere Mal auch darüber hinaus,<br />

doch diese Art von Sex ist nicht das Ziel,<br />

das Glory Hole sozusagen, sondern nur<br />

der Auftakt, um von dort weiterzugehen.<br />

Erst danach können wir lernen, was wirklich<br />

Intimität ist. Erst danach können wir<br />

verstehen, wie lustvoll Lust wirklich sein<br />

kann. Erst danach, lange Zeit später, können<br />

wir mit etwas Glück erkennen, dass<br />

in unserem Kopf ganze Areale der Lust bis<br />

zum heutigen Tag brachgelegen sind. Und<br />

mit ein wenig Glück mehr, lernen wir<br />

einen Daddy kennen, der uns diesen Weg<br />

in uns und für uns ebnen kann.<br />

„Der Sex mit meinem Daddy heute ist<br />

erfüllender und besser, als ich mir das<br />

jemals hätte vorstellen können. Dabei<br />

ist es nicht nur der Sex, es ist alles davor<br />

und danach, was die Sache so besonders<br />

macht. Zum einen weiß ein Daddy im<br />

besten Fall einfach, was er da tut. Er muss<br />

auch nicht ständig die Stellung wechseln,<br />

weil er denkt, sonst sei der Sex nicht gut<br />

oder weil er irgendeine Version eines<br />

Pornodrehbuchs in seinem eignen Kopf<br />

abspielt, um der Rolle des perfekten<br />

Lovers bestmöglich zu entsprechen. Er<br />

kann einmal der Romantiker sein und<br />

ein anderes Mal der dominante Herr und<br />

beides gleitet in seinem Wesen perfekt<br />

zusammen. Zum anderen hat er aber auch<br />

keine Lust auf dumme Spielchen, das<br />

merkt man schon, wenn man mit einem<br />

echten Daddy schreibt oder spricht. Da<br />

gibt es keine Ausflüchte, keine Ausreden<br />

und keine Unsicherheiten. Er ist ehrlich,<br />

klar und direkt. Love It or Leave It. Das<br />

Besondere finde ich dabei zudem, dass er<br />

aber auch seinem Boy den Raum und die<br />

Möglichkeit gibt, zu wachsen, sich auszuprobieren,<br />

seine eigenen Erfahrungen zu<br />

machen, ohne dass er herrisch bestimmt,<br />

wo es langgehen muss. Er gibt dir stets die<br />

Sicherheit, mit dir den Weg zu gehen, ob<br />

im Leben oder beim Sex, er lässt dich aber<br />

auch wie einen jungen Hund an der langen<br />

Leine, wenn du das gerade brauchst.<br />

Wenn ein Mann das wirklich kann, ist


Lifestyle 52<br />

das anziehender als jeder Body-Mass-Index oder Zentimeterangaben<br />

in der Hose!“, so Max, der inzwischen seit vier Jahren<br />

seinen Daddy fürs Leben gefunden hat.<br />

Paul kann die Worte von Max nur bestätigen – auch er lebt<br />

inzwischen in einer Partnerschaft mit einem Mann, der rund<br />

dreißig Jahre älter ist als er selbst. Ein Moment in der Sauna hat<br />

dabei sozusagen sein ganzes restliches Leben verändert. Verbessert,<br />

wie er auf Nachfrage zwinkernd bestätigt. „Beim Sex<br />

finde ich an einem Daddy einfach auch großartig, dass er immer<br />

darauf bedacht ist, dass der Sex auch gut für dich ist. Natürlich<br />

ist das immer auch eine Frage der sexuellen Spielwiese.<br />

Ich beispielsweise finde ich es auch ab und an echt sexy, einfach<br />

nur benutzt zu werden und das Gefühl zu haben, nur ein<br />

Stück Fleisch zu sein, das nur zur Befriedigung meines Daddys<br />

da ist. Das kann mir mein Daddy auch perfekt vermitteln, aber<br />

dahinter im Unterbewusstsein gibt es zwischen uns noch ein<br />

anderes Band, eine tiefere Verbindung und ich weiß, dass meine<br />

Lusterfüllung Teil seines Lustgewinns ist, selbst wenn ich ab und<br />

an nur ein ´Stück Fleisch´ für ihn bin. Das mag für Außenstehende<br />

etwas verwirrend klingen, aber jeder, der wirklich bereits<br />

einmal guten Daddy-Sex gehabt hat, kann das nachvollziehen.<br />

Außerdem weiß er, dass Sex noch intensiver werden kann mit<br />

einem gewissen Gefühl der Sicherheit. Mit dieser Erkenntnis,<br />

ich kann mich fallen lassen, nicht nur körperlich, sondern auch<br />

tief in mir drinnen, wird Sex auf eine höhere Ebene katapultiert.<br />

Er ist da. Er fängt mich. Er hält mich. Sein Schwanz in mir ist<br />

wie ein massiver Leuchtturm in dunkler Nacht, der mir immer<br />

wieder den Weg nach Hause weist, auch wenn die Gefahr besteht,<br />

dass ich mich ab und an in mir selbst verlieren kann“, so<br />

Paul. Und Max ergänzt beinahe aufgeregt wie ein Schuljunge, in<br />

dem er seine Hand hebt: „Und richtig gute Daddys fördern dich,<br />

machen dich selbstbewusster. Sie wollen, dass du deinen eigenen<br />

Weg gehst und nicht nur ihr Anhängsel bist. Ich weiß ehrlich<br />

gesagt nicht, wie sie das machen, also, mir einerseits zu zeigen,<br />

ich kann absolut und zu einhundert Prozent ich sein, mich fallen<br />

lassen, und auf der anderen Seite mir den Mut mitzugeben, offen<br />

in die Welt hinauszuspringen.“<br />

Cole Blue<br />

Ein weiterer Aspekt, den beide Männer ansprechen, ist das Thema<br />

Humor. Ein richtig guter Daddy hat auch Humor und zwar<br />

jene Art davon, die es erlaubt, über irrwitzige Situationen genauso<br />

wie auch über sich selbst lachen zu können. Das schließt mit<br />

ein, bei passender Gelegenheit beispielsweise auch beim Sex<br />

lachen zu können, wir mir Paul und Max unisono bestätigen.<br />

Eine Besonderheit wollen beide Männer dann noch einmal gesondert<br />

hervorheben: Ehrlichkeit in Verbindung mit Vertrauen.<br />

„Es hat etwas sehr Spezielles, von älteren<br />

Kerlen benutzt zu werden. Es fühlt sich an,<br />

als wärst du der Hauptgewinn oder einfach<br />

nur ein Stück Fleisch, je nachdem.“


53 Lifestyle<br />

„Ich muss nicht alles über meinen Daddy wissen, weder, was er<br />

oder mit wem er es früher getrieben hat. Ich muss nicht einmal<br />

alles wissen, was mein Daddy heute macht und ja, das schließt<br />

für mich auch den Sex mit ein. Mein Daddy kann sich Appetit<br />

außerhalb unserer Beziehung holen, ich weiß, wirklich satt<br />

werden kann er nur bei, mit und in mir. Das ist ein so intensives<br />

Gefühl, dass alles andere plötzlich unwichtig daneben wird. Und<br />

ganz ehrlich, als ich 20 Jahre alt war, hätte ich das noch vollkommen<br />

anders gesehen. Ich hätte mir den perfekten monogamen<br />

Traumprinzen gewünscht und klammheimlich in Kauf genommen,<br />

dass dieses Konzept meist schon von Anbeginn an eine<br />

Lüge ist, selbst wenn das alle Beteiligten in der ersten Zeit noch<br />

gar nicht verstehen“, so Paul.<br />

„Ein Daddy macht nur ein Kompliment,<br />

wenn er es wirklich so meint. Und er macht<br />

dir Komplimente, nicht weil du perfekt bist,<br />

sondern weil du einfach du bist – und das<br />

reicht aus. Ein unfassbares Wow-Gefühl!“<br />

Diese Ehrlichkeit spiegelt sich auch für Max in seiner Beziehung<br />

wider, vor allem auch, wenn es um das Thema Komplimente<br />

geht. „Junge Boys werfen dir in einer Beziehung beinahe täglich<br />

Komplimente an den Kopf, leichtfertig und ebenso leicht<br />

und schnell vergessen. Wie sexy man ist, wie toll man aussieht.<br />

Ein Daddy macht nur ein Kompliment, wenn er es wirklich so<br />

meint. Und er macht dir Komplimente, nicht weil du perfekt bist,<br />

sondern weil du einfach du bist – und das reicht aus. Ein unfassbares<br />

Wow-Gefühl, kann ich nur sagen!“ Ganz ähnlich sehen das<br />

übrigens auch viele professionelle “Daddy-Lover“ in der Pornobranche<br />

– nicht wenige haben aus ihrer Lust für ältere Herren<br />

einen Job gemacht. Einer davon ist Cole Blue, der gegenüber dem<br />

<strong>HIM</strong> <strong>Magazine</strong> erklärt: „Ich hatte schon immer Sex mit älteren<br />

Männern. All diese Szenen, die ich heute drehe, gab es schon immer<br />

als Fantasie in meinem Kopf. Das hat etwas sehr Spezielles,<br />

von älteren Kerlen benutzt zu werden. Es fühlt sich an, als wärst<br />

du der Hauptgewinn oder einfach nur ein Stück Fleisch, je nachdem.<br />

Ich schätze es auch sehr, wie diese schwulen Männer aufgewachsen<br />

und zu Mentoren geworden sind.“ Alle drei Männer<br />

bestätigen uns abschließend auch, dass sich ihr Leben durch die<br />

Hingabe zu Daddys fundamental verbessert habe. Paul bringt<br />

das so auf den Punkt: „Daddys haben einfach mehr zu bieten. Sie<br />

sind die spannenderen Gesprächspartner, die heißesten und vor<br />

allem intimsten Liebhaber – und die meisten haben auch noch<br />

Grips im Kopf und können zudem verdammt lecker kochen.“<br />

Max ist gerade der Sex noch einmal ein besonderes Anliegen:<br />

„Ich kann nur allen Boys da draußen sagen: Rein-Raus-Spielchen<br />

werden euch irgendwann langweilen. Entweder werden<br />

eure sexuellen Spielarten also immer abgedrehter, damit es noch<br />

Klick im Kopf macht – gerne auch mal inklusive Drogen –, oder<br />

ihr wählt sozusagen den Weg zur ´natürlichen´ Ekstase, wie ich<br />

das nenne, und versinkt glücklich und selig auf der Brust und<br />

bestenfalls im Fell eines echten Daddys. Ich möchte jemanden,<br />

zu dem ich aufschauen kann und der gleichzeitig mir auf Augenhöhe<br />

begegnet, weil er mir den Raum gibt, diesen Platz einzunehmen.<br />

Was nützt mir ein Sixpack oder eine Dauererektion,<br />

wenn der Typ dahinter dumm durchs eigene Leben und über die<br />

Kerle in seinem Bett stolpert? Am Ende hat das vielleicht auch<br />

etwas mit Selbstachtung zu tun. Für mich ist ganz klar: Wer sich<br />

selbst wertschätzt, geht zu einem echten Kerl, der einen selbst<br />

ebenso wertschätzt. So easy ist das im Grunde.“ Und so bleibt<br />

abschießend nur eine Frage übrig: Wann triffst du einen echten<br />

Kerl und flüsterst ihm ins Ohr: Be My Daddy! (ms)


Fetish<br />

54<br />

Sex, schön und gut, aber wie wäre es<br />

einmal wieder mit richtiger Leidenschaft?<br />

LUST AUF<br />

LEIDEN-<br />

SCHAFT?!<br />

Mit einem Orgasmus, der nicht mit dem letzten Tropfen<br />

bereits vergessen ist? Etwas, das mehr ist als schnelle<br />

Triebabfuhr – und ja, das Wort klingt so unerotisch,<br />

wie wir das auch meinen. Wie wäre es zum Beispiel<br />

einmal mit einem richtig guten Vorspiel? Schon einmal<br />

gehört? Für viele schwule Männer mag das Wort fast<br />

ein Mythos sein, wo es doch nicht sehr viel bedarf, um<br />

einen Kerl geil zu machen. Der immer härter werdende<br />

Schwanz in der Hose ist zudem doch stets ein guter<br />

und verräterischer Gradmesser, was deinem Gegenüber<br />

gefällt. Und so liest man auch ganz nüchtern in<br />

der Enzyklopädie (die älteren Leser werden sich noch<br />

daran erinnern), dass dieses Vorspiel nichts mehr sei als<br />

eine Reihe von «emotional und physisch intimen Handlungen«.<br />

Das ist natürlich nicht die ganze Wahrheit,<br />

denn der Sex mit deinem Partner kann noch ein gutes<br />

Stück intensiver und geiler werden, wenn man sich –<br />

gerne auch in einer Beziehung – ab und zu vor dem Sex<br />

kräftig einheizt. Frei nach dem Motto von Oscar Wilde:<br />

Allem kann ich widerstehen, nur der Versuchung nicht!<br />

Wie das richtig gut gelingen kann, verrät dir das Team<br />

des <strong>HIM</strong> MAGAZINE.


55<br />

Fetish<br />

1 2<br />

Mache erotische Bilder oder kleine<br />

Videos von dir und schicke sie deinem<br />

Kerl per Smartphone, während er zum<br />

Beispiel in der Arbeit oder unterwegs ist.<br />

Zeige ihm darin mit intimen Berührungen<br />

und sanftem Stöhnen, wie sehr du<br />

ihn jetzt vermisst und was ihn erwartet.<br />

Dabei sei clever und präsentiere nicht<br />

sofort alles: Wie wäre es mit einer Reihe<br />

kleiner, gemeiner Bilder, die erst nach<br />

und nach deinen Schwanz oder deinen<br />

Arsch freilegen? Je länger du ihn quälst,<br />

desto mehr prickelt es zwischen euch.<br />

3<br />

Ihr seid unterwegs, aber ihr<br />

habt einen kurzen Augenblick<br />

für euch? Wie wäre es, nimm<br />

ein oder zwei seiner Finger und<br />

blase diese, küsse, lecke sie, als<br />

wären sie sein Schwanz. Schau<br />

ihm dabei tief in die Augen und<br />

grinse ihn frech an.<br />

Mach den Mund auf! Natürlich bitte auch<br />

während dem Sex, doch hier ist jetzt<br />

damit deine Stimme gemeint. Flüstere<br />

ihm unterwegs ein paar heiße Worte ins<br />

Ohr, erzähle ihm, wie gerne deine Lippen<br />

jetzt an seiner Schwanzspitze herumspielen<br />

würden. Oder wie großartig es für sie<br />

wäre, sich auf die Suche nach dem Eldorado<br />

durch deine Arschbacken arbeiten<br />

zu können. Ebenso funktionieren heiße<br />

Textnachrichten per Smartphone, in<br />

denen du ihm beschreibst, was bei eurem<br />

Wiedersehen passieren wird.<br />

4<br />

Lass ihn zuschauen! Auch eine Live-Show ist nicht zu verachten.<br />

Wie wäre es mit einer erotischen Nummer in der Dusche?<br />

Befriedige dich selbst, spiele mit deinen Arschbacken, deinem<br />

Schwanz, deinem Körper, seife alles genüsslich ein und lasse ihn<br />

bei geschlossener Duschtüre und dem Geräusch von plätscherndem<br />

Wasser zusehen. Als passiver Kerl nutze als Idee einen Dildo<br />

und zeige ihm, wie du es dir langsam selbst machst, während<br />

er vor Erregung immer geiler wird.


Fetish<br />

56<br />

7<br />

5Bist du ein Spielkind? Habt ihr etwas<br />

Fantasie? Nutzt doch zum Beispiel die<br />

Möglichkeit, euch bei einem Urlaub<br />

als scheinbar Fremde gegenüberzustehen.<br />

Vielleicht hat einer von euch<br />

versehentlich die Hoteltür offengelassen<br />

und der Andere überrascht<br />

seinen Partner nackt? Oder flirtet wie<br />

zwei Unbekannte miteinander im<br />

Lift, gerne auch, während wirklich<br />

fremde Menschen mit dabei sind. Seid<br />

ihr alleine? Dann fahre ihm kurz in<br />

die Hose, spiele an seinen Arschbacken<br />

oder seinem Schwanz, umkreise<br />

mit deinen Fingern seinen Bauchnabel,<br />

küsse ihn am Hals, kurzum, spüre<br />

das warme Fleisch in deiner Hand.<br />

Ziehe deine Finger langsam wieder<br />

aus seiner Hose heraus, rieche daran,<br />

nimm seinen Männerduft auf und<br />

blicke ihn geil dabei an. Lecke an deinen<br />

Fingerspitzen, schmecke deinen<br />

Mann ganz.<br />

Augen zu! Ihr seid<br />

bei euch zu Hause?<br />

Schnapp dir eine<br />

Augenbinde und<br />

ziehe sie deinem<br />

Kerl über. Falle<br />

nicht direkt über<br />

ihn her, sondern<br />

lasse ihn eine Zeit<br />

lang so stehen oder<br />

sitzen, berühre<br />

ihn nur ab und<br />

zu, sensibilisiere<br />

seine Sinne, bis die<br />

Lust in ihm immer<br />

mehr ansteigt.<br />

Finger weg vom<br />

Schwanz, das wäre<br />

zu einfach – er<br />

wird irgendwann<br />

sowieso nach einer<br />

Berührung betteln.<br />

Wenn du ihn noch<br />

weiter irre machen<br />

willst, flüstere ihm<br />

immer wieder kurz<br />

zu, was du mit ihm<br />

vorhast (Ich ficke<br />

dich!).<br />

6Wie wäre es einmal mit einem Jockstrap, der deinen Arsch<br />

noch besser zur Geltung bringt? Selbst bei einem Spaziergang<br />

ist die Hose mal schnell und kurzzeitig nach unten gezogen<br />

und dein Kerl kann einen Blick auf die geil verpackten Pobacken<br />

erhaschen. Oder streife einen Cockring über und vergesse<br />

deine Unterhose. So wird sich in deiner Jeans immer wieder<br />

dein Schwanz und der Cockring abzeichnen und deinen Mann<br />

extrem gierig und geil darauf machen. Wer geschickt von euch<br />

ist, kann die Gunst der Stunde auch nutzen, um sich kurz hinzuknien<br />

und das Teil seines Freundes durch die geschlossene Hose<br />

mit einem kurzen Kuss zu goutieren.


57<br />

Fetish<br />

8So ein Schwimmbadbesuch ist doch etwas<br />

Feines. Noch besser eine Therme. Da<br />

Seid<br />

kann man wunderbar nebeneinander<br />

an der Wand gelehnt im Wasser stehen<br />

oder sitzen, das heiße Nass sprudelt um<br />

einen herum und wer soll einen darin<br />

hindern, wenn einfach so deine Hand in<br />

die Badehose deines Kerls rutscht? Und<br />

damit du nicht versehentlich durch die<br />

starke Strömung abgetrieben wirst, ist es<br />

praktisch ein Muss, dass du einen Finger<br />

erst spielerisch und dann doch bestimmt<br />

in ihn einführst. Nur zur Sicherheit, versteht<br />

sich, oder? Außerdem kann man in<br />

puncto Biologie nie genug lernen – wo<br />

genau lag da noch einmal diese Prostata?<br />

10<br />

ihr freizügiger in eurer Beziehung<br />

unterwegs? Dann besucht doch einmal<br />

gemeinsam einen Sexshop, schaut<br />

euch all die Spielzeuge an, die man<br />

dort erwerben und mit denen man<br />

den Sex etwas aufregender machen<br />

kann. Streicht über warmes Leder,<br />

spürt die Peitschen oder wie wäre es<br />

mit ein paar Handschellen oder einer<br />

Nippelklemme? Die lässt sich gerne<br />

auch erst einmal an einem Finger ausprobieren.<br />

Geht auf Entdeckungstour<br />

wie im Garten der Lüste und macht ein<br />

Spiel daraus. Viele Sexshops verfügen<br />

auch über einen intimen Darkroom,<br />

bei Lust und Laune nutzt die Gelegenheit.<br />

Wie wäre es, wenn einer von<br />

euch einem fremden Kerl einen blasen<br />

muss und der Andere ist gezwungen,<br />

voyeuristisch einfach nur zuzusehen?<br />

Natürlich im Zuge der Gleichberechtigung<br />

musst dann du das nächste Mal<br />

zusehen. Aber das wirst du verdammt<br />

anregend finden – versprochen! (jh)<br />

9Mache ihn wild in der Öffentlichkeit. Das Spannende dabei ist, dass ihr tatsächlich nicht direkt übereinander<br />

herfallen könnt, sich die Situation für euch aber Stück für Stück immer mehr in den Wahnsinn treiben<br />

lässt. Ihr seid zum Beispiel gemeinsam einkaufen: Dann zeige ihm doch mit einer Banane, was du mit deiner<br />

Zunge so anstellen kannst. Oder packe kurz mit deiner Faust eine Zucchini so hart an, wie du gerne seinen<br />

Schwanz greifen oder wichsen würdest. Spiele mit der Haut eines reifen Pfirsichs. Drücke deinen Daumen<br />

durch das saftige Fleisch hinein und lecke ihn danach genüsslich ab, während du deinen Lover anblickst<br />

(Mitarbeiter von Supermärken mögen mir verzeihen! Oder mitmachen!). Für solche Spiele eignen sich auch<br />

andere Örtlichkeiten wie natürlich auch eine öffentliche Sauna. Setze dich deinem Kerl gegenüber auf die<br />

Saunabank, spreize die Beine, zeige ihm, was ihn erwartet. Wie durch Zufall streift deine Hand immer mal<br />

wieder an deinem baumelnden Gemächt entlang. Von Zeit zu Zeit kannst du dir auch den Schweiß langsam<br />

vom Oberkörper streifen. Spielt mit der Geilheit und der stetigen Gefahr, entdeckt zu werden.


IMPRESSUM<br />

Queere Medien<br />

Inhaber Martin Damerius<br />

Baumschulenstr. 23, 12437 Berlin<br />

Tel.: +49 (0)30. 2332190-50<br />

Fax: +49 (0)30. 2332190-59<br />

info@queeremedien.de<br />

www.him-magazine.de<br />

Verleger<br />

Martin Damerius (V.i.S.d.P)<br />

Geschäftsführer<br />

martin.damerius@queeremedien.de<br />

News<br />

Berichte<br />

Reportagen<br />

Wir halten Dich auf<br />

dem Laufenden.<br />

queeremedien.eu<br />

✃<br />

FETISCH ∙ LIFESTYLE ∙ EROTIK — Hol‘s Dir nach Hause!<br />

Redaktion<br />

Michael Soze (ms)<br />

Joe Heinrich (jh)<br />

Veit Georg Schmidt (vgs)<br />

Daniel Call (dc)<br />

Marie Miro (mm)<br />

Dan A. Monocero (dm)<br />

Skip Sheffield (ss)<br />

Robbie Todoro (rt)<br />

Mike Bahr (mb)<br />

Master Dominus (db)<br />

Michael Woodcock (mw)<br />

Mario Vogelsteller (mv)<br />

Zacker (za)<br />

Florian Greller (fg)<br />

German Rubberboy (gr)<br />

Tom Tietjen (tt)<br />

Slave Phil (sp)<br />

Mark Dawson<br />

Clemens Altmann-Pfeiffer (ca)<br />

Jacob Brennan<br />

Nina Queer<br />

redaktion@queeremedien.de<br />

Social Media Redaktion<br />

Tobias Schenk<br />

tobias.schenk@queeremedien.de<br />

Anzeigen- und Mediaberatung<br />

sales@queeremedien.de<br />

Anzeigenleitung<br />

Martin Damerius<br />

martin.damerius@queeremedien.de<br />

<strong>HIM</strong> <strong>Magazine</strong> - 12 Monate<br />

(12 Ausgaben)<br />

First Gay Love (16+) - 12 Monate<br />

(6 Ausgaben)<br />

Double Trouble (16+) - 12 Monate<br />

(12 Ausgaben <strong>HIM</strong> <strong>Magazine</strong>,<br />

6 Ausgaben First Gay Love)<br />

99,00 €<br />

50,00 €<br />

149,00 €<br />

Einfach das Formular ausfüllen und zurückschicken oder den<br />

QR-Code Scanen<br />

Lektorat<br />

Joe Heinrich<br />

Grafik<br />

Markus Biemann<br />

Copyright Bilder<br />

Cockyboys<br />

Helix Studios<br />

Nam Manodee<br />

Arjan Spannenburg<br />

Vorname:<br />

2<br />

Ausgaben<br />

geschenkt<br />

+ Welcomepresent<br />

Nachname:<br />

Adresse:<br />

PLZ:<br />

Geburtsdatum:<br />

Stadt:<br />

Telefon:<br />

E-Mail:<br />

Hiermit bestelle ich das angekreuzte<br />

Abonnement ab der nächsten Ausgabe.<br />

Wiederufsrecht: Die Vertragserklärung<br />

kann innerhalb von zwei<br />

Wochen ohne Angabe von Gründen<br />

in Textform wiederufen werden.Das<br />

Abonnement ist auf 12 Monate begrenzt<br />

und verlängert sich nicht automatisch.<br />

Datum/Unterschrift<br />

Per Mail: service@queeremedien.de<br />

Per Post: Queere Medien, Baumschulenstr. 23,<br />

12437 Berlin

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!