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Der Harz_05_24_I

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Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe <strong>05</strong>_20<strong>24</strong><br />

JHV am 13.04. in<br />

Clausthal-Zellerfeld<br />

Seiten 4-5<br />

Land fördert<br />

Naturtourismus<br />

im <strong>Harz</strong> Seite 13<br />

„Neuer <strong>Harz</strong>“ und<br />

Klosterwanderweg<br />

Seite 15<br />

www.harzklub.de


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1. November – 20. Dezember<br />

Sonntags 10:15 Uhr; 11:30 Uhr<br />

27. Dezember – 31. März<br />

10:15 Uhr; 11:30 Uhr; 12:45 Uhr<br />

Ruhetage: Montag und Freitag


EDITORIAL<br />

Impressum<br />

Herausgeber:<br />

<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>klub e.V.<br />

Heimat-, Wander- und<br />

Naturschutzbund<br />

Am Alten Bahnhof 5a<br />

38678 Clausthal-Zellerfeld<br />

Telefon <strong>05</strong>323 81758<br />

info@harzklub.de<br />

www.harzklub.de<br />

Redaktion:<br />

Christoph Steingaß (CS)<br />

Redaktionskollegium:<br />

David Rügner (Hauptpressewart),<br />

Christine Eggers (stellv. Hauptpressewartin),<br />

Michael Rudolph<br />

(stellv. Hauptpressewart), Marion<br />

Schmidt (Hauptschriftwartin), Klaus<br />

Dumeier (stellv. Präsident).<br />

Beiträge, die nicht ausdrücklich<br />

als Stellungnahme der genannten<br />

Institutionen gekennzeichnet sind,<br />

stellen die persönliche Meinung<br />

des Verfassers dar. Für unverlangt<br />

eingesandte Manuskripte und Fotos<br />

übernimmt der Verlag keine Gewähr.<br />

<strong>Der</strong> auszugsweise oder vollständige<br />

Abdruck von Beiträgen ist nur<br />

mit Genehmigung des Verlages<br />

gestattet.<br />

Redaktions- und Anzeigenschluss:<br />

Jeweils zum 15. des Vormonats.<br />

Verlag und Druck:<br />

(Redaktion, Anzeigen, Vertrieb)<br />

<strong>Harz</strong>druckerei GmbH<br />

Max-Planck-Straße 12/14<br />

38855 Wernigerode<br />

Telefon: 03943 54<strong>24</strong>-0<br />

Telefax: 03943 54<strong>24</strong>-99<br />

info@harzdruckerei.de<br />

www.harzdruckerei.de<br />

Layout:<br />

E. Köhler, Telefon: 03943 54<strong>24</strong>-46<br />

e.koehler@harzdruckerei.de<br />

Anzeigenverkauf:<br />

W. Schilling, Telefon: 03943 54<strong>24</strong>-26<br />

R. Harms, Telefon: 03943 54<strong>24</strong>-27<br />

Abo-Hotline:<br />

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DER HARZ erscheint Anfang des<br />

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30. September des laufenden Jahres<br />

für das Folgejahr.<br />

Titelseite:<br />

Im Okertal – ehrenamtlich für den<br />

<strong>Harz</strong>klub tätig. Foto: Otto Unruh<br />

Manchmal springen einen die Themen für das Grußwort förmlich<br />

an: war doch unlängst zu hören und zu lesen, dass der Nationalpark<br />

<strong>Harz</strong> aus EU- und Bundesmitteln eine Zuwendung von<br />

760.000 Euro erhält. Das ist zunächst eine gute Nachricht, wenn<br />

eine größere Summe in den <strong>Harz</strong> fließt.<br />

Gleich darauf aber begannen meine Gedanken zu kreisen: <strong>Der</strong><br />

Nationalpark <strong>Harz</strong> betreut eine Fläche von etwa zehn Prozent<br />

des Mittelgebirges. Müssten also für die restlichen 90 Prozent, um die sich im Wesentlichen<br />

der <strong>Harz</strong>klub kümmert, ungefähr neunmal so viel an Zuschüssen anfallen. Vorsichtshalber<br />

habe ich bei der Geschäftsstelle des <strong>Harz</strong>klubs in Clausthal-Zellerfeld nachgefragt, ob<br />

denn das Geld schon da sei! Nein, hieß es, es ist noch nichts angekommen und es wird<br />

auch nichts ankommen! Merkwürdig, wo doch das Land Niedersachsen sich bei dem<br />

neuen Turm auf Torfhaus, im Volksmund schon als „Schreckschraube“ tituliert, mit 1,4<br />

Millionen Euro beteiligt hat. Wieder nichts für den <strong>Harz</strong>klub, seine zahllosen ehrenamtlich<br />

tätigen Mitglieder, die sich um 50.000 Wegeschilder kümmern, über 400 Infotafeln<br />

betreuen, etwa 3.000 Bänke und 550 Sitzgruppen aufgestellt haben und daneben noch<br />

etliche Schutzhütten, Fußgängerbrücken, Grillplätze und Trinkwasserquellen pflegen. Von<br />

den ungezählten qualifizierten Wanderungen für Gäste und Einheimische und anderen<br />

Veranstaltungen ganz zu schweigen!<br />

Nichts! Jetzt mal eine einfache Frage: Ist das so in Ordnung? Alle, alle profitieren von der<br />

Tätigkeit des <strong>Harz</strong>klubs und dann: nichts?<br />

Das kann so nicht in Ordnung sein und diejenigen, die Verantwortung für unsere <strong>Harz</strong>er<br />

Heimat tragen, müssen endlich aufwachen! Es wird die ehrenamtliche umfassende Tätigkeit<br />

des <strong>Harz</strong>klubs auf längere Sicht nicht mehr geben, wenn die Aktiven noch mehr, als<br />

bislang schon, in die eigene Tasche greifen müssen, um die touristische Infrastruktur in der<br />

freien Landschaft aufrecht zu erhalten! Anerkennung sieht anders aus und die Aussagen:<br />

„Das macht doch sowieso der <strong>Harz</strong>klub, das hat der schon immer gemacht!“, sind nichts<br />

als scheinheilige Ausflüchte der Profiteure unserer Arbeit, um nicht selbst tätig werden<br />

zu müssen! Bitte, bitte, an alle, denen unser <strong>Harz</strong> am Herzen liegt, nehmt euch dieses<br />

Themas endlich an! Ehrlicherweise muss man hier anfügen, dass es durchaus Kommunen,<br />

Forstbetriebe und gelegentlich auch private Sponsoren gibt, die unterstützen. Das ist<br />

ganz toll und überaus lobenswert – aber nur der berühmte Tropfen auf den heißen Granit!<br />

Glück Auf!<br />

CS<br />

INHALT<br />

Jahreshauptversammlung des <strong>Harz</strong>klub e.V. 4<br />

Spiel, Spaß und Spannung beim 26. Naturschutztag des <strong>Harz</strong>klub e.V. 6<br />

Klare Haltung für Vielfalt, Demokratie und gegen Extremismus 7<br />

Zweigverein Wernigerode: Spenderbank aufgestellt 8<br />

Ein Glückstag für die Schlingnatter 8<br />

Zweigverein Thale: Arbeitseinsatz im Bodetal gestartet 9<br />

Zweigverein Lonau: Arbeitseinsatz 9<br />

Zweigverein Hildesheim: Gemeinsames Wandern im Mittelpunkt 10<br />

Wandergruppe Königslutter: Wandern im Fallstein zur Adonisblüte 10<br />

UNESCO-Waldzither-Antrag nimmt erste Hürde 11<br />

<strong>Harz</strong>er Schmalspurbahnen: Besonderes Jubiläum gewürdigt 12<br />

Nationalpark <strong>Harz</strong>: Land fördert Entwicklung des Natur-Tourismus im <strong>Harz</strong> 13<br />

Niedersächsische Landesforsten: Vorhang auf für neue Vögel 14<br />

HTV: Kampagne „Neuer <strong>Harz</strong>“ im Quellmarkt Hamburg und<br />

<strong>Harz</strong>er Klosterwanderweg bis Halberstadt erweitert 15<br />

Regionalverband <strong>Harz</strong>: Tag der biologischen Artenvielfalt 16<br />

Wie weit gehst du 16<br />

Die Welt der Bienen am Weltbienentag 17<br />

Wanderungen zum Europäischen Tag der Parke 17<br />

The circle of nature – Ein Umweltdrama 17<br />

Neues Aktiv-Angebot in der Welterbestadt Quedlinburg 18<br />

Sagenhafter <strong>Harz</strong>: Die Gebetssäulen von Sangerhausen 19<br />

Witz zu Ostern – Das Waldkappelchen 19<br />

Geführte Wanderungen Mai / Juni 20<strong>24</strong> 20/21<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong> 3


HARZKLUB<br />

Jahreshauptversammlung des <strong>Harz</strong>klub e.V.<br />

am 13. April 20<strong>24</strong> in Clausthal-Zellerfeld<br />

<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>klub „drückt die Schulbank“…<br />

könnte man meinen, betrachtet man die<br />

Tagungsstätte der diesjährigen Jahreshauptversammlung.<br />

Kein Klubhaus, kein<br />

Gasthof. Nein, in diesem Jahr hat sich<br />

der Vorstand, aus besonderem Anlass,<br />

die Mensa der Technischen Universität<br />

Clausthal auserwählt. Das Vereinsjahr<br />

steht unter dem Motto „<strong>Harz</strong>klub- Jugend<br />

aktiv“. <strong>Der</strong> demographische Wandel<br />

in unserer Gesellschaft und die Übernahme<br />

von gesellschaftlicher Verantwortung<br />

im Ehrenamt sind die Eckpfeiler dieser<br />

Aktion in 20<strong>24</strong>. Da ist eine renommierte<br />

Bildungsstätte in der Region geradezu<br />

prädestiniert für die Ausrichtung der<br />

Jahreshauptversammlung des <strong>Harz</strong>klub<br />

e.V.. Die Mensa der TU, wo normalerweise<br />

Studenten aus aller Welt sich mit kulinarischen<br />

Dingen das Studentenleben<br />

verschönern, war am 13.04.20<strong>24</strong> mit<br />

<strong>Harz</strong>klub-Bannern geschmückt.<br />

Um 10.00 Uhr eröffnete der Präsident, Prof.<br />

Dr. Oliver Junk, die Veranstaltung. Gleich<br />

zu Beginn lobte er die gute Vorbereitung<br />

der Jahreshauptversammlung durch die<br />

Geschäftsstelle des <strong>Harz</strong>klub. Dieser Dank<br />

klingt schon fast wie Routine, ist es aber<br />

bei weitem nicht.<br />

Jedes Jahr sind es neue Herausforderungen<br />

für die Ausrichtung solch einer Zusammenkunft.<br />

Es sind die „Kleinigkeiten“, wie z.B. die<br />

Textauslage des Steigerliedes, welche<br />

durch Frau Drache für die Teilnehmer der<br />

Versammlung bereitgelegt waren. Textunsicherheit<br />

war somit beim Auftaktsingen<br />

nicht gegeben. Vielstimmig hallte das Steigerlied,<br />

umrahmt<br />

von dem Flügelhorn-Duo<br />

Berhard<br />

und Steffen Lenk<br />

durch die Mensa<br />

der TU.<br />

Nach der musikalischen<br />

Einstimmung<br />

konnte der<br />

Präsident sieben<br />

neue Vorsitzende<br />

der Zweigvereine<br />

namentlich vorstellen.<br />

Diese Vorstellung<br />

erfolgte<br />

bewusst zum Beginn<br />

der JHV, so Dr.<br />

Weiterhin mit hohem Engagement an der Seite des Präsidenten:<br />

Rüdiger Kail (Hauptschatzmeister) und Christoph Steingaß<br />

(stellv. <strong>Harz</strong>klub-Präsident). (Foto: Axel Seiler)<br />

Junk. Verantwortung einen Zweigverein<br />

zu führen ist kein Selbstläufer.<br />

<strong>Der</strong> Landrat des Landkreises Goslar, Dr.<br />

Alexander Saipa, wandte sich als erster<br />

Redner mit seinen Grußworten an die 133<br />

Delegierten aus 48 Zweigvereinen. Ihm<br />

folgte der stellvertretende Bürgermeister<br />

von Clausthal-Zellerfeld, Udo Künstel. Alexander<br />

Saade, Landtagsabgeordneter in<br />

Niedersachsen, beendete den Reigen der<br />

Grußwortredner.<br />

Im Tagesordnungspunkt 7, Geschäftsbericht<br />

des Hauptvorstandes, untermauerte<br />

der Präsident erneut die absolute Notwendigkeit<br />

der Bereitstellung von Fördermitteln<br />

für den <strong>Harz</strong>klub. Gleichwohl muss der<br />

<strong>Harz</strong>klub auch <strong>Harz</strong>klub bleiben und kein<br />

billiger Dienstleister bei der Aufrechterhaltung<br />

der Wegeinfrastruktur im <strong>Harz</strong>.<br />

Im weiteren Verlauf der Jahreshauptversammlung<br />

folgten die Berichte der einzelnen<br />

Fachwarte. Besonders gut kam der<br />

Bericht der Jugendwarte<br />

an. Untermauert mit einer<br />

gelungenen Diaschau<br />

wurden den Anwesenden<br />

die Aktivitäten aus<br />

2023 präsentiert.<br />

Im Bericht des stellvertretenden<br />

Naturschutzwarts<br />

wurde der<br />

Naturschutztag 2023<br />

in Friedrichsbrunn, gemeinsam<br />

ausgeführt<br />

mit dem Zweigverein<br />

Das bewährte <strong>Harz</strong>klub-Präsidium setzt seine Arbeit auch 20<strong>24</strong> fort.<br />

(Foto: Otto Unruh)<br />

Bad Suderode, völlig berechtigt,<br />

als gelungene<br />

Veranstaltung hervorgehoben.<br />

Heimatgruppenwart Michael Kerl beklagte<br />

den demographischen Wandel in seinem<br />

Bereich. Hier muss in den kommenden Jahren<br />

das gewollte Motto „<strong>Harz</strong>klub-Jugend<br />

aktiv“ gezielt umgesetzt werden.<br />

Es folgten die Berichte des Hauptschatzmeisters<br />

Rüdiger Kail, und vom Kassenprüfer<br />

Jürgen Münnich.<br />

Für die Delegierten der Jahreshauptversammlung<br />

galt es abzustimmen. Abzustimmen<br />

über Punkt 12a der Tagesordnung:<br />

Antrag des <strong>Harz</strong>klub-Hauptvorstandes<br />

zum „Positionspapier des DWV/ DWJ: Klare<br />

Haltung für Vielfalt, Demokratie und gegen<br />

Extremismus“. Dieser Beschluss wurde einstimmig<br />

angenommen.<br />

Zum Antrag Tagesordnungspunkt 12b vom<br />

Zweigverein Sieber „Unterstützung der <strong>Harz</strong>klub-Zweigvereine<br />

bei der Pflege und Unterhaltung<br />

der Wanderwege und Schutzhütten“<br />

stellte der Präsident eine Lösung in Aussicht.<br />

In Vorbereitung ist ein neuer <strong>Harz</strong>verband.<br />

Musikalischer Auftakt des Flügelhorn-Duos,<br />

Bernhard und Steffen Lenk. (Foto: Annett Drache)<br />

4 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


HARZKLUB<br />

Hier ist angedacht, in Gemeinsamkeit von<br />

<strong>Harz</strong>-Landkreisen, HTV, Regionalverband<br />

e.V., <strong>Harz</strong>klub e.V. und <strong>Harz</strong>er Wandernadel<br />

GmbH bestehende Probleme anzugehen.<br />

Ganz speziell finanzielle Unterstützung<br />

sinnvoll und gezielt dort einzusetzen, wo<br />

es am meisten „brennt“. <strong>Der</strong> Hauptverein<br />

sieht sich hier in der Pflicht. Einen ersten<br />

Bericht zu der gewünschten finanziellen<br />

Unterstützung der Zweigvereine gibt es zur<br />

JHV in 2025.<br />

Unter TOP 14 der Tagesordnung standen<br />

Vorstandswahlen an. <strong>Der</strong> stellvertretende<br />

Präsident, Christoph Steingaß und der<br />

Hauptschatzmeister, Rüdiger Kail, wurden<br />

durch Wiederwahl in ihren Ämtern einstimmig<br />

bestätigt. Im erweiterten Hauptvorstand<br />

wurden bestehende Warte wiedergewählt.<br />

Es gab aber auch Neubesetzungen.<br />

Höhepunkt einer Jahreshauptversammlung<br />

des <strong>Harz</strong>klubs sind Ehrungen. Sechs<br />

Mitglieder wurden mit dem Ehrenabzeichen<br />

in Gold gewürdigt. Marianne Thurmann, ZV<br />

Ballenstedt; Herbert Riemeier,<br />

ZV Wernigerode;<br />

Hans-Joachim Wolf, ZV<br />

Tanne; Willi Salfeld, ZV<br />

Tanne; Dieter Klingsöhr,<br />

ZV Windhausen und Axel<br />

Pfannkuche, ZV Clausthal-Zellerfeld<br />

waren die<br />

Geehrten.<br />

Mit dem silbernen Ehrenabzeichen<br />

des <strong>Harz</strong>klubs<br />

wurden Claudia Wietbrok,<br />

ZV Hannover und<br />

Rainer Eikemeyer vom ZV<br />

Altenau geehrt.<br />

Nach den Ehrungen gab<br />

Prof. Dr. Junk wichtige<br />

Termine des <strong>Harz</strong>klubs für 2025 bekannt.<br />

So wird die kommende Jahreshauptversammlung<br />

in Darlingerode stattfinden.<br />

Für den Naturschutztag 2025 ist der <strong>24</strong>. Mai<br />

vorgemerkt. Als Veranstaltungsort ist der<br />

Kurpark von Hahnenklee festgelegt.<br />

Freude unter den Geehrten – die Überraschung ist gelungen.<br />

(Foto: Axel Seiler)<br />

<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>er Heimattag wird am 06.07.2025<br />

in Scharzfeld ausgerichtet.<br />

Nach 2013 ist im Jahr 2025 der ZV Thale<br />

wiederum Ausrichter der Sternwanderung.<br />

<strong>Der</strong> Präsident beendete mit seinem Schlusswort<br />

die Jahreshauptversammlung 20<strong>24</strong>.<br />

<strong>Harz</strong>klub Präsident mahnt Stärkung der Vereinsvorstände an<br />

Klares Votum des <strong>Harz</strong>klub e.V. für Vielfalt,<br />

Demokratie und gegen Rechtsextremismus<br />

Inhaltliche Positionsbestimmungen und<br />

Bestätigung des Hauptvorstandes waren<br />

wesentliche Inhalte der Jahreshauptversammlung<br />

des <strong>Harz</strong>klubs, die am vergangenen<br />

Wochenende in den Räumen der Technischen<br />

Universität in Clausthal-Zellerfeld<br />

stattgefunden hat.<br />

Rund 150 Delegierte und Gäste bestätigten<br />

einstimmig Christoph Steingaß<br />

als Stellv. Präsidenten und den Hauptschatzmeister<br />

Rüdiger Kail. <strong>Harz</strong>klub-<br />

Präsident Oliver Junk, der im vergangenen<br />

Jahr für vier Jahre gewählt wurde,<br />

kommentierte dies mit „starkem Rückenwind“<br />

für Kurs und Position des<br />

Hauptvorstandes.<br />

Die <strong>Harz</strong>klub-Mitglieder beschlossen<br />

einstimmig das Positionspapier des<br />

Deutschen Wanderverbands. Darin<br />

bekennen sich der Deutsche Wanderverband,<br />

seine Mitgliedsvereine in ganz<br />

Deutschland und die Deutsche Wanderjugend<br />

zu den Grundwerten einer offenen,<br />

vielfältigen und demokratischen Gesellschaft<br />

und positionieren sich insbesondere<br />

gegen Rechtsextremismus.<br />

Präsident Junk unterstrich in seinem Rechenschaftsbericht<br />

die besondere Bedeutung<br />

der Vereinsarbeit, die sich von bürgerschaftlichem<br />

Engagement unterscheide.<br />

Wörtlich führte er aus: „Kurzfristige, spontanere<br />

und flexiblere Formen zivilgesellschaftlicher<br />

Selbstorganisation können die Bedeutung<br />

des traditionellen Vereinswesens nicht<br />

übernehmen. Vereine sind unverzichtbarer<br />

Bestandteil einer Zivilgesellschaft, ohne die<br />

Demokratie nicht überleben kann. Vereine<br />

sind Ausdruck und zugleich Indiz einer demokratischen<br />

politischen Kultur. Unsere<br />

Gesellschaft ist umso demokratischer, je<br />

mehr Menschen in Vereinen engagiert sind.“,<br />

so Junk.<br />

Junk merkte kritisch und selbstkritisch an,<br />

dass die Besetzung der Vorstände in den<br />

Zweigvereinen immer komplizierter werde.<br />

Grund seien zuerst „gesellschaftliche, nicht<br />

demographische Veränderungen“ verbunden<br />

mit der zunehmenden Komplexität von<br />

Aufgaben: Organisationsinterne Verwaltungsaufgaben,<br />

Antrags- und Genehmigungsverfahren<br />

bei Ämtern und Behörden,<br />

Beantragung und Verwaltung von<br />

Fördermitteln, Steuerrecht – dies alles<br />

verbunden mit zahlreichen Regularien<br />

bei Aktivitäten: Hygiene, Brandschutz,<br />

Lebensmittelverordnungen, Minijobregeln,<br />

TÜV, Lärm- und Jugendschutzverordnungen<br />

etc.<br />

Goslars Landrat Dr. Alexander Saipa<br />

brachte als Festredner seine Wertschätzung<br />

für die große ehrenamtliche Leistung<br />

zum Ausdruck, die der <strong>Harz</strong>klub<br />

vor allem für die touristische Infrastruktur,<br />

z.B. durch die aufwändige Pflege der Wanderwege<br />

erbringt. Er kündigte an, dass mit<br />

der geplanten Gründung des <strong>Harz</strong>verbandes<br />

ehrenamtliche Strukturen des <strong>Harz</strong>klubs in<br />

Zukunft stärker gestützt werden.<br />

Prof. Dr. Oliver Junk<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong> 5


HARZKLUB<br />

<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>klub lädt ein:<br />

Spiel, Spaß und Spannung beim<br />

26. Naturschutztag des <strong>Harz</strong>klub e.V.<br />

am 8. Juni 20<strong>24</strong> in Bad Suderode<br />

unter dem Motto „<strong>Harz</strong>klub-Jugend aktiv“<br />

Am 8. Juni 20<strong>24</strong> ist es wieder soweit! In bereits bewährter Kooperation mit den <strong>Harz</strong>klub-Zweigvereinen Bad Suderode<br />

und Friedrichsbrunn lädt der Hauptverein ab 13.00 Uhr unter dem Motto „<strong>Harz</strong>klub-Jugend aktiv“ zum großen Naturschutztag<br />

in den Kurpark von Bad Suderode ein.<br />

Dem Ideenreichtum sind dabei keine<br />

Grenzen gesetzt, wenn es gilt,<br />

unsere Kinder und Jugendlichen<br />

für die Natur zu sensibilisieren. Mit<br />

ca. 25 vielfältigen Naturerlebnis-<br />

Stationen ist unser Naturschutztag<br />

ein Paradies für interessierte Kids,<br />

deren Eltern und Großeltern. Viele<br />

<strong>Harz</strong>klub-Partner bereichern unser<br />

abwechslungsreiches Programm!<br />

Ausgerüstet mit einer Stempelkarte<br />

sind durch die Teilnehmer/innen<br />

mindestens 15 Erlebnisstationen<br />

anzulaufen und knifflige Aufgaben<br />

zu lösen. Es werden etwa 500 große<br />

und kleine Gäste an den Start<br />

gehen. Auch kleine naturkundliche<br />

Wanderungen sind geplant.<br />

Während die Kids mit zahlreichen<br />

Aktivitäten beschäftigt sind, können<br />

Eltern und Großeltern entweder<br />

mitmachen oder sich an dem<br />

bunten Bühnenprogramm erfreuen<br />

und das kulinarische Angebot<br />

genießen<br />

Naturschutz und Umweltbildung<br />

gehören zu den wichtigsten Tätigkeitsfeldern<br />

des <strong>Harz</strong>klubs. Beim<br />

großen Naturschutztag präsentieren<br />

die Zweigvereine ihre Naturschutzaktivitäten.<br />

Die interessantesten<br />

Projekte werden gegen<br />

16.00 Uhr mit dem Naturschutz-<br />

Förderpreis ausgezeichnet.<br />

Für alle „Jäger und Sammler“ gibt<br />

es extra für den Naturschutztag<br />

einen Sonderstempel der <strong>Harz</strong>er<br />

Wandernadel. <strong>Der</strong> Eintritt zu unserem<br />

Naturschutztag ist frei:<br />

Aktiv für den Naturschutz im <strong>Harz</strong>!<br />

<strong>Harz</strong>klub e.V.<br />

und die Zweigvereine Bad Suderode<br />

& Friedrichsbrunn präsentieren den:<br />

Naturschutztag<br />

JUGEND AKTIV!<br />

DIE JUNGE GENERATION ZEIGT, WIE ES GEHT!<br />

Auf Euch warten Spaß und Mitmachaktionen.<br />

Seid Ihr neugierig – dann kommt in<br />

den Kurpark nach Bad Suderode!<br />

am<br />

8. Juni 20<strong>24</strong>, 13 - 18 Uhr<br />

Mit Sonderstempel der<br />

<strong>Harz</strong>er Wandernadel<br />

Ein Erlebnis für die ganze Familie!<br />

Kommt zu uns und macht<br />

mit. – Wir freuen uns auf<br />

Euch!<br />

Mit freundlicher Unterstützung von: Matthias Wagener<br />

Bad Suderode<br />

6 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


Klare Haltung für Vielfalt, Demokratie<br />

und gegen Extremismus<br />

HARZKLUB<br />

<strong>Der</strong> Deutsche Wanderverband (DWV) und<br />

die Deutsche Wanderjugend (DWJ) bekennen<br />

sich gemeinsam zu den Grundwerten<br />

einer offenen, vielfältigen und demokratischen<br />

Gesellschaft.<br />

Als führende Verbände in den Bereichen<br />

Wandern, Wege, Naturschutz und Kultur<br />

sehen wir es als unsere Verantwortung an,<br />

eine klare Haltung gegen rechts- und linksextreme<br />

sowie anderweitig menschenverachtende<br />

Strömungen einzunehmen. Unsere<br />

Verbände stehen für Toleranz, Respekt,<br />

Vielfalt und Solidarität und setzen sich als<br />

verbindende Akteure aktiv für eine friedliche<br />

Gesellschaft und einen respektvollen<br />

Dialog ein, der diese Werte schützt und<br />

fördert. Die Bundesebene und die DWV-<br />

Mitgliedsvereine leben vom Engagement<br />

ihrer Mitglieder – Engagement und gesellschaftliche<br />

Teilhabe sind Grundbausteine<br />

unserer Demokratie.<br />

Offenheit und Vielfalt<br />

<strong>Der</strong> DWV und die DWJ setzen sich für eine<br />

offene und vielfältige Gesellschaft ein, in<br />

der Menschen unterschiedlicher Herkunft,<br />

Religion, Geschlecht, sexueller Orientierung<br />

und sozialer Hintergründe gleichberechtigt<br />

miteinander leben. Wandern verbindet<br />

über Grenzen hinweg – der Wandersport<br />

in seiner Vielfalt bietet eine Plattform, die<br />

Menschen unterschiedlicher Lebensweisen<br />

und Hintergründe zusammenbringt.<br />

Wandern sowie die weiteren Aktionsfelder<br />

des DWV und der DWJ sind geeignet, den<br />

interkulturellen Austausch sowie die Verständigung<br />

zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen<br />

zu fördern. Wir verstehen<br />

unser Bemühen um Völkerverständigung<br />

als aktive Friedensarbeit und sehen die<br />

Vielfalt der Menschen als Bereicherung für<br />

unsere Gesellschaft. Unsere Aktivitäten<br />

schaffen Möglichkeiten, in einer lebendigen<br />

Gemeinschaft zusammen Natur und Kultur<br />

zu prägen, zu schützen und zu erleben, unabhängig<br />

von Herkunft und Hintergrund.<br />

Dabei legen wir großen Wert auf Fairness<br />

und Anerkennung, fördern den respektvollen<br />

Umgang miteinander und setzen uns<br />

aktiv gegen Diskriminierung ein.<br />

Demokratie und Menschenrechte<br />

<strong>Der</strong> DWV und die DWJ stehen fest auf dem<br />

Boden des Grundgesetzes. Sie bekennen<br />

sich zur freiheitlichen demokratischen<br />

Grundordnung und setzen sich für die uneingeschränkte<br />

Wahrung der Menschenund<br />

Grundrechte ein. Die Möglichkeit der<br />

Teilnahme am demokratischen Prozess und<br />

die Einhaltung der Menschenrechte sind<br />

für uns unverhandelbar. Wir unterstützen<br />

Institutionen, die sich dafür ebenfalls einsetzen,<br />

und widersetzen uns jeglichen Versuchen,<br />

diese Prinzipien einzuschränken.<br />

Die Verbände ermutigen ihre Mitglieder<br />

dazu, aktiv an demokratischen Prozessen<br />

teilzunehmen und sich für die Stärkung dieser<br />

Werte einzusetzen. Denn die Bewahrung<br />

unserer Demokratie braucht leidenschaftlichen<br />

Einsatz.<br />

Ablehnung von Extremismus und<br />

menschenverachtende Ideologien<br />

<strong>Der</strong> DWV und die DWJ lehnen jegliche Form<br />

von Extremismus ab, insbesondere Rechtsextremismus<br />

und menschenverachtende<br />

Ideologien. Wir setzen auf Aufklärung und<br />

Bildung, um Vorurteil abzubauen und für<br />

die Grundsätze von Demokratie, Vielfalt<br />

und Toleranz zu sensibilisieren. Wir treten<br />

aktiv gegen jede Form von Diskriminierung,<br />

Antisemitismus, Rassismus und Hass ein.<br />

Diese klare Haltung entspricht nicht zuletzt<br />

der historischen Verpflichtung gegenüber<br />

den Opfern der Gräueltaten des Nationalsozialismus<br />

und des Holocaust in Deutschlands<br />

dunkelster Epoche. Die Geschichte<br />

darf sich nicht wiederholen!<br />

Klare Stellung und Abgrenzung innerhalb<br />

des Verbands<br />

<strong>Der</strong> DWV und die DWJ nehmen eine klare<br />

Haltung ein: Mitglieder, die extremistische<br />

Inhalte verbreiten und die aktiv gegen unsere<br />

Grundwerte verstoßen, werden nicht<br />

toleriert. Die Verbände ergreifen Maßnahmen,<br />

die sicherstellen, dass extremistische<br />

Ansichten nicht in deren Namen verbreitet<br />

werden. Sie wirken unter Achtung der<br />

Autonomie ihrer Ortsgruppen und deren<br />

satzungsbedingten Möglichkeiten darauf<br />

hin, dass auch diese dies nicht tolerieren.<br />

Wir werden keine Gelegenheit bieten, um<br />

extremistische Inhalte zu verbreiten und<br />

zu legitimieren – weder digital noch analog<br />

etwa bei Veranstaltungen.<br />

Am politischen und gesellschaftlichen Diskurs<br />

werden sich die Verbände beteiligen<br />

und zu Äußerungen, die unseren Werten<br />

widersprechen, deutlich und kritisch Stellung<br />

beziehen. Das schließt eine deutliche<br />

Positionierung gegen die Verwendung menschenverachtender,<br />

rassistischer, antisemitischer<br />

und ausgrenzender Sprache sowie<br />

die ideologische Umdeutung von Begriffen<br />

ein. DWV und DWJ werden für eine weltoffene<br />

Gesellschaft gegen Extremismus<br />

Flagge zeigen.<br />

Umgang mit Unterwanderungsversuchen<br />

in unseren Strukturen<br />

<strong>Der</strong> DWV und die DWJ sind sich bewusst,<br />

dass es in ihren Organisationen Unterwanderungsversuche<br />

rechtsextremistischer<br />

Strömungen geben kann. Beide Verbände<br />

werden mit ihren Mitgliedern aktiv in einen<br />

offenen Dialog gehen, um solche Versuche<br />

zu erkennen und abzuwehren. Dazu gehören<br />

auch Schulungen für Funktionskräfte<br />

und Mitglieder sowie eine gemeinsame Erarbeitung<br />

von Richtlinien für den Umgang<br />

mit Unterwanderungsversuchen.<br />

Transparente Kommunikation<br />

<strong>Der</strong> DWV und die DWJ werden ihre Positionen<br />

und Maßnahmen transparent<br />

kommunizieren. Eine offene und ehrliche<br />

Kommunikation ist entscheidend, um das<br />

Vertrauen in die Werte und Prinzipien der<br />

Verbände zu stärken.<br />

<strong>Der</strong> DWV und die DWJ bekräftigen mit diesem<br />

Papier ihr Engagement für eine offene,<br />

vielfältige und demokratische Gesellschaft.<br />

Wir sind überzeugt, dass durch diese klare<br />

Stellungnahme und präventive Maßnahmen<br />

die Wanderverbände als sichere Räume<br />

für Toleranz und demokratische Werte<br />

erhalten bleiben.<br />

Deutscher Wanderverband, Deutsche Wanderjugend<br />

und die Mitgliedsorganisationen im Deutschen Wanderverband<br />

Kassel, den 3. April 20<strong>24</strong><br />

Diesem wichtigen Positionspapier hat sich der <strong>Harz</strong>klub e.V. auf seiner Jahreshauptversammlung am 13. April 20<strong>24</strong><br />

in Clausthal-Zellerfeld einstimmig angeschlossen!<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong> 7


HARZ AKTUELL<br />

<strong>Harz</strong>klub-Zweigverein Wernigerode<br />

Spenderbank<br />

aufgestellt<br />

Am 20.3.20<strong>24</strong> konnten wir nun endlich unsere<br />

Spenderbank am Bahnparallelweg<br />

(unser Patenweg) in der Nähe des Thumkuhlentals<br />

bei Wernigerode aufstellen.<br />

Geholfen hat uns bei der Vorbereitung vor<br />

allem Christian Fischer vom <strong>Harz</strong>klub ZV<br />

Wernigerode, der die Verbindung zum Fürstenhaus<br />

Stolberg-Wernigerode hergestellt<br />

hat, da dieses Gebiet Fürstenwald ist.<br />

Ein ortsansässiger Tischler hat die Bank<br />

gefertigt und wir denken, sie ist recht ordentlich<br />

geworden.<br />

Mögen sich viele Wander- und Eisenbahnfreunde<br />

dort zur Rast niederlassen.<br />

Anbei einige Impressionen davon.<br />

Mit harzlichen Grüßen<br />

Martina und Matthias Döhler, Wernigerode<br />

Ein Glückstag für die Schlingnatter<br />

Auf der Ellenbogen-Chaussee bei Drei Annen Hohne, ca. 50 m<br />

oberhalb des Hohnepfahls, lag eine Schlange quer über dem Weg<br />

und nahm ein Sonnenbad.<br />

Von unten näherte sich rasant eine Biker-Gruppe. Also blieb ich vor<br />

der Schlange mitten auf dem Weg stehen. Gerufe und Geschimpfe<br />

schon vom Weiten. Als die Gruppe nahe genug war konnte ich ihnen<br />

zurufen: „Ich stehe hier, damit sie die Schlange nicht überfahren!“<br />

So schnell die Biker kamen, waren sie auch wieder weg.<br />

Ich wusste, dass die Schlingnatter ungiftig aber beißfreudig ist.<br />

Also suchte ich einen geeigneten Stock, mit dem ich die Schlange<br />

problemlos aufnehmen konnte.<br />

Nach dem Aufruf zur Mithilfe bei der Erfassung von Schlangenbeobachtungen<br />

möchte ich meine Begegnung mit einer<br />

Schlingnatter schildern, die allerdings schon 6 Jahre zurück<br />

liegt.<br />

Am 29. April 2018 um die Mittagszeit war ich in Vorbereitung einer<br />

Gruppenwanderung allein auf dem Weg zum damals noch sehr<br />

versteckt im Wald gelegenen Hagen-Denkmal.<br />

Diese außergewöhnliche Begegnung wollte ich natürlich im Bild<br />

festhalten. Mit einer Hand, noch dazu mit links, den Fotoapparat<br />

aus der Tasche nehmen, öffnen und einstellen, dauerte etwas. Die<br />

Natter hatte aber (wahrscheinlich aus Dankbarkeit) jede Menge<br />

Geduld mit mir. Ich wollte unbedingt noch den kurzen Moment des<br />

Züngelns einfangen und auch diesen Gefallen hat sie mir getan.<br />

Danach habe ich sie am Waldrand abgelegt und wir hatten beide<br />

einen Glückstag.<br />

Mit herzlichen Grüßen<br />

Bärbel Meyer<br />

<strong>Harz</strong>klub-Wanderführerin, Tel. 0173 6276674<br />

8 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


HARZ AKTUELL<br />

<strong>Harz</strong>klub-Zweigverein Thale<br />

Arbeitseinsatz im Bodetal gestartet<br />

Das Bodetal ist, ganz besonders an den<br />

Wochenenden, eines der beliebtesten<br />

Wanderziele rund um Thale. Ob alt ob<br />

jung, ob Urlauber oder ob Einheimische,<br />

das Bodetal mit seinen Naturschönheiten<br />

zieht die Besucher an.<br />

Am Sonnabend, den 20.04.20<strong>24</strong> hat sich<br />

zu den Wanderbegeisterten eine kleine<br />

Gruppe arbeitswilliger <strong>Harz</strong>klubmitglieder<br />

gesellt. „Bewaffnet“ mit Hacke, Laubbesen,<br />

Spaten und Schippe war statt wandern,<br />

putzen angesagt.<br />

13 Mitglieder des Zweigvereins teilten<br />

sich in zwei Gruppen auf. Vier <strong>Harz</strong>klubler<br />

fuhren hinauf zur Walpurgishalle und die<br />

Verbleibenden nahmen sich das Bodetal,<br />

von der Talstation der Seilbahn bis hin<br />

zur Teufelsbrücke, „vor den Besen“. Die<br />

gemeinsame Aufgabe lautet.......Frühjahrsputz.<br />

Rund um die Sitzbänke entlang des Goetheweges<br />

wurde das Herbstlaub aus dem<br />

letzten Jahr entfernt. Gleiches erfolgte an<br />

den Sitzgelegenheiten vor der Walpurgishalle.<br />

An den vorhandenen Schautafeln und<br />

Wanderwegschildern galt es ungewünschte<br />

Ablagerungen zu entfernen.<br />

In unregelmäßigen Abständen queren gepflasterte<br />

Wasserrinnen den Wanderweg.<br />

Diese Rinnen leiten bei Starkregen abfließendes<br />

Regenwasser ab, welches von den<br />

Hängen herabfließt, weiter in die Bode. Mit<br />

dem Regenwasser wird aber auch Erdreich<br />

abgetragen, welches die Regenrinnen zu<br />

spült. Mit Hacken und purer Muskelkraft<br />

wurden die Rinnen gesäubert. Eine Arbeit<br />

nichts für „Warmduscher“. Die am Einsatz<br />

beteiligten Frauen des <strong>Harz</strong>klub-Zweigverein<br />

bewiesen, dass sie vor solchen Arbeiten<br />

nicht zurückschrecken.<br />

Alles im allen war dieser Sonnabendvormittag<br />

ein gelungener Einsatz im Ehrenamt.<br />

Als Dank dafür gab’s Mittagessen in der<br />

Gaststätte der Seilbahn-Talstation.<br />

Text u. Foto: Axel Seiler<br />

<strong>Harz</strong>klub-Zweigverein Lonau<br />

Arbeitseinsatz<br />

Kürzlich trafen sich Mitglieder vom <strong>Harz</strong>klub<br />

Lonau zu einem Arbeitseinsatz. Mit<br />

tatkräftiger Unterstützung von Thomas<br />

Ilgner, Inhaber der Firma Garten- und Landschaftsbau<br />

Thomas Ilgner in Sieber, und<br />

dessen Sohn wurde ein Teilstück des Weges<br />

entlang der Großen Lonau wieder gut begehbar<br />

gemacht. Die zum Teil stark ausgespülten<br />

Stellen mussten mit Kies aufgefüllt<br />

werden. Insgesamt 10,8 Tonnen wurden<br />

an diesem Tag verteilt. Mit einer Rüttelplatte<br />

ging Thomas Ilgner anschließend<br />

den Weg nochmals ab und verdichtete und<br />

befestigte die aufgefüllten Flächen, bevor<br />

alle Helfer vom 1. Vorsitzenden Friedhelm<br />

Kaufhold zur Vesper geladen wurden.<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong><br />

9


HARZ AKTUELL<br />

<strong>Harz</strong>klub-Zweigverein Hildesheim<br />

Gemeinsames Wandern im Mittelpunkt<br />

Bei der diesjährigen Jahreshauptversammlung<br />

des <strong>Harz</strong>klub Hildesheim stellte die<br />

Untere Naturschutzbehörde die Gesetzeslage<br />

in den (teils neu) ausgewiesenen<br />

Landschaftsschutzgebieten im Landkreis<br />

Hildesheim vor und erläuterte, welche<br />

Einschränkungen für das Wandern damit<br />

verbunden sind. Die Mitglieder des Klubs<br />

stellten fest, dass die eigenen Wandergruppen<br />

davon nur wenig betroffen sein werden.<br />

Die Wanderungen können an jedem<br />

Dienstagvormittag und am Sonntag – wie<br />

im neuen Programm auf der Homepage<br />

veröffentlicht – durchgeführt werden.<br />

Einen weiteren Höhepunkt der Veranstaltung<br />

bildete die Ehrung der aktivsten<br />

Wanderer des Jahres 2023. <strong>Der</strong> Klubvorsitzende<br />

Martin Schulz wurde in seinem Amt<br />

einstimmig bestätigt.<br />

Text: Karin Kleine und Melusine Preusse<br />

Strahlende Gesichter bei den beiden Wanderköniginnen des <strong>Harz</strong>klub-Zweigvereins Hildesheim.<br />

(Foto: Walid Hashas)<br />

Wandergruppe Königslutter<br />

Wandern im Fallstein zur Adonisblüte<br />

Ein immer wieder schönes Naturerlebnis<br />

der Wandergruppe Königslutter ist der<br />

Wandertag im Fallstein. Ziel sind die blühenden<br />

Adonisröschen. Fast vergeblich fiel<br />

dann die Suche nach den schönen Frühlingsblühern<br />

aus, die Blütezeit war bereits<br />

vorbei.<br />

Die Wanderung begann in Hoppenstedt. Die<br />

Sonne und der blaue Himmel waren für die<br />

Wanderung die besten Bedingungen. Die<br />

Wanderung führte am unteren Hangweg<br />

entlang um zum Anstieg des Höhenweges<br />

zu gelangen. Auf dem Höhenweg führte die<br />

Wanderung schließlich zum hohen Hang<br />

oberhalb von Hoppenstedt. Hier konnte<br />

man den schönen Weitblick zum Brocken<br />

genießen, das war dann doch auch eine<br />

Entschädigung für die verblühten Adonisröschen.<br />

Mit einer Einkehr im Gasthaus<br />

„Willeckes Lust“ wurde ein schöner Wandertag<br />

beendet.<br />

Die Wandergruppe Königslutter am Fallstein. (Foto: Christa Krull)<br />

10 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


HISTORIE<br />

UNESCO-Waldzither-Antrag nimmt erste Hürde<br />

Das abgebildete Instrument, ein Exponat<br />

aus dem Heimat- und Skimuseum<br />

Braunlage (Inv.-Nr. 783/1), ist eine Cister<br />

(später Waldzither, auch <strong>Harz</strong>zither genannt).<br />

Es wurde in Thüringen gefertigt.<br />

Sein Erbauer ist Georg Nicolaus Köllmer<br />

(*19.08.1775), Spross einer weit verzweigten<br />

Instrumentenbauerfamilie, die in Crawinkel<br />

ansässig war. Er starb kinderlos<br />

im Alter von 75 Jahren am 21.10.1850.<br />

Weitere Instrumente von ihm befinden<br />

sich im Bachhaus Eisenach sowie in einer<br />

Mühlhausener Privatsammlung; auch<br />

eine Cister im Oberharzer Bergwerksmuseum<br />

kann ihm vielleicht zugeordnet<br />

werden, denn seine Kopfplatte enthält<br />

eingeschnitzt die Initialen „GK“.<br />

Die Cister von Köllmer in Braunlage ist 650<br />

mm lang. Deckel und Boden sind aus Fichtenholz<br />

gefertigt, die Zarge (Seitenteil) aus<br />

Linde (?), der Hals aus Ahorn. Das Instrument<br />

hat 8 Saiten (vier Chöre) und 12 Bünde. Das<br />

Schall-Loch ist mit einer Papierrosette ausgekleidet.<br />

Signatur mit schwarzer Tinte „…/<br />

Köllmer/Crawinkel“. Das professionell gebaute<br />

Instrument hat eine florale Bemalung.<br />

Das Instrument stammt aus dem Besitz von<br />

Christoph Bernhard Schütze (1733-1808). Er<br />

war ein begüterter Knochenhauermeister<br />

in Braunlage und Mitspieler in der ersten,<br />

in Braunlage bekannten <strong>Harz</strong>zithergruppe,<br />

die von dem Wald- und Straßenarbeiter<br />

Fritz Klapproth (1827-1911) geleitet wurde.<br />

Dazu gehörten weiter Christian Friedrich<br />

gen. Fritz Heindorf (*1838; Schneider), der<br />

alte Pelz, sein Sohn August Ludwig gen. Fritz<br />

Pelz (*1832, Waldarbeiter). Später stießen<br />

aus der nächsten Generation Adolf Voigt,<br />

August Wiele (1874-1960, Steinhauer) sowie<br />

Wilhelm Bär (1873-1941, Stellmacher) und<br />

sein Bruder Hermann dazu. Im<br />

Gegensatz zu dem wirtschaftlich<br />

gut gestellten Bernhard<br />

Schütze konnten sich die einfachen<br />

Lohnarbeiter keine professionell<br />

gebaute Waldzither<br />

kaufen, sondern waren nebenberufliche<br />

Instrumentenbauer.<br />

Es mag sein, dass dem einen<br />

oder anderen das Instrument<br />

aus Crawinkel dabei als Vorlage<br />

gedient haben mag.<br />

Dieser kurze Ausflug in die<br />

Braunlager <strong>Harz</strong>zither-Geschichte<br />

soll zeigen, wie eng<br />

bereits im 19. Jahrhundert<br />

die Beziehungen im Instrumentenbau<br />

zwischen dem<br />

<strong>Harz</strong> und Thüringen gewesen<br />

sind, zumal sich im Oberharzer<br />

Bergwerksmuseum in<br />

Clausthal-Zellerfeld und im<br />

Stadtmuseum Goslar weitere<br />

Thüringen Cistern befinden.<br />

In neuerer Zeit haben die<br />

Braunlager <strong>Harz</strong>zitherspieler<br />

an diese alte Tradition angeknüpft<br />

und nahmen aktiv am<br />

1. Waldzither-Symposium in<br />

Suhl 2003 teil.<br />

Folgerichte führte dies zur Formulierung<br />

eines gemeinsamen Antrags für die Bewerbung<br />

von „Waldzitherbau und Waldzitherspiel<br />

in Thüringen und im <strong>Harz</strong>“ als Immaterielles<br />

Kulturerbe (s. a. DER HARZ 12/2023).<br />

Die Thüringische Staatskanzlei hat nun im<br />

März 20<strong>24</strong> auf Empfehlung eines Expertengremiums<br />

aus allen ihr vorliegenden<br />

Bewerbungen eine Vorauswahl getroffen<br />

und unter anderen auch den Waldzither-<br />

Cister von Georg Nikolaus Köllmer/Crawinkel<br />

(Foto: Archiv L. Wille).<br />

Antrag über das Sekretariat der Kultusministerkonferenz<br />

(KMK) an das Fachkomitee<br />

der Deutschen UNESCO-Kommission weitergeleitet,<br />

welches die Empfehlungen für<br />

das Bundesweite Verzeichnis erstellt. Die<br />

finale Entscheidung über die Aufnahmen<br />

trifft die Kultusministerkonferenz zusammen<br />

mit Kulturstaatsministerin Claudia<br />

Roth im Frühjahr 2025.<br />

Lutz Wille<br />

Die erste in Braunlage bekannte <strong>Harz</strong>zithergruppe, geleitet vom<br />

Wald- und Straßenarbeiter Fritz Klapproth<br />

Braunlager <strong>Harz</strong>zitherspieler beim 1. Waldzither-Symposium in<br />

Suhl 2003<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong><br />

11


HARZER SCHMALSPURBAHNEN<br />

125 Jahre <strong>Harz</strong>quer- und Brockenbahn<br />

Besonderes Jubiläum mit zwei Sonderzügen<br />

und Veranstaltung auf dem Brocken gewürdigt<br />

Auf den Tag genau vor 125 Jahren am 27. März 1899 wurde der<br />

Zugverkehr zum Brocken und damit auch der durchgehende<br />

Betrieb auf der <strong>Harz</strong>quer- und Brockenbahn offiziell eröffnet.<br />

Diesen besonderen Anlass würdigte die <strong>Harz</strong>er Schmalspurbahnen<br />

GmbH (HSB) mit einer offiziellen Jubiläumsveranstaltung<br />

auf dem Brocken.<br />

Sie führt auf insgesamt 61 Kilometern von Nordhausen nach Wernigerode<br />

und durchquert dabei in ganzer Länge das nördlichste<br />

Mittelgebirge Deutschlands, die <strong>Harz</strong>querbahn. In Drei Annen<br />

Hohne zweigt von ihr die 19 Kilometer lange Brockenbahn zum<br />

höchsten Berg des <strong>Harz</strong>es ab. Beide Bahnstrecken sind nun seit<br />

genau 125 Jahren offiziell in Betrieb. Ein ganz besonderes Jubiläum<br />

in der Geschichte der <strong>Harz</strong>er Schmalspurbahnen, welches<br />

die HSB am Jubiläumstag würdigte. Mit zahlreichen Ehrengästen<br />

aus Wirtschaft, Tourismus und Politik brachen dabei am Vormittag<br />

in Wernigerode und Nordhausen gleich zwei mit Jubiläumsschildern<br />

geschmückte Dampfsonderzüge auf, um ab Drei Annen<br />

Hohne dann vereint zum Brocken zu fahren. Bei Veranstaltung<br />

im Goethesaal der Brockenherberge wurden die Gäste zunächst<br />

von der HSB-Geschäftsführerin Katrin Müller begrüßt, die auf die<br />

aktuellen und zukünftigen Herausforderungen der heutigen HSB,<br />

aber insbesondere auch auf die lange und wechselvolle Geschichte<br />

der <strong>Harz</strong>quer- und Brockenbahn einging.<br />

Freude über das 125-jährige Jubiläum der <strong>Harz</strong>quer- und Brockenbahn<br />

(v.l.n.r.): Katrin Müller (HSB-Geschäftsführerin), Staatssekretär<br />

Torsten Weil (Thüringer Ministerium für Infrastruktur und<br />

Landwirtschaft), Prof. Dr. Corinna Salander (Abteilungsleiterin im<br />

Bundesministerium für Digitales und Verkehr), Tobias Kascha (OB<br />

Stadt Wernigerode), Staatssekretär Sven Haller (Ministerium für<br />

Infrastruktur und Digitales des Landes Sachsen-Anhalt) sowie Peter<br />

Panitz (Geschäftsführer Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt GmbH)<br />

(Foto HSB/Dirk Bahnsen)<br />

Grußworte an die Anwesenden richteten auch Staatsekretär Sven<br />

Haller vom Ministerium für Infrastruktur und Digitales des Landes<br />

Sachsen-Anhalt, Staatssekretär Torsten Weil vom Thüringer Ministerium<br />

für Infrastruktur und Landwirtschaft, der stellvertretende<br />

HSB-Aufsichtsratsvorsitzende und Nordhäuser Landrat Matthias<br />

Jendricke sowie der Wernigeröder Oberbürgermeister Tobias<br />

Kascha. Gemeinsam betonten sie die besondere Bedeutung der<br />

beliebten Dampfeisenbahn für beide Bundesländer sowie die<br />

<strong>Harz</strong>region. Die Verträge mit Sachsen-Anhalt und dem Freistaat<br />

Thüringen, die seit 2021 die Finanzierung des Betriebs und der<br />

Infrastruktur regeln und auf deren Grundlage die Länder Aufgabenträger<br />

für die Verkehrsangebote auf den HSB-Strecken sind, sowie<br />

die Finanzierung der neun kommunalen Gesellschafter bilden<br />

die heutige Grundlage für das tägliche Verkehrsangebot auf dem<br />

Streckennetz der HSB und die damit zusammenhängenden vielfältigen<br />

Aktivitäten des Unternehmens im touristischen Bereich.<br />

Doch wie begann alles bei der <strong>Harz</strong>quer- und Brockenbahn? Schon<br />

in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts gab es zahlreiche<br />

Ideen zum Bau einer Bahnlinie durch den <strong>Harz</strong> einschließlich der<br />

Anbindung des Brockens. Sie reichten von einer Dampfstraßenbahn<br />

über eine Pferdebahn bis hin zum Bau einer Zahnradbahn.<br />

Bereits seit 1887 erschloss die meterspurige Gernrode-<strong>Harz</strong>geroder<br />

Eisenbahn-Gesellschaft (GHE) Teile des <strong>Harz</strong>es. Aber erst im<br />

Jahre 1896 wurde mit Gründung der Nordhausen-Wernigeroder<br />

Eisenbahngesellschaft (NWE) dann auch tatsächlich mit dem Bau<br />

einer meterspurigen Eisenbahn quer durch den gesamten <strong>Harz</strong><br />

begonnen. Nur ein Jahr später folgte bereits die Eröffnung des<br />

ersten Streckenabschnitts von Nordhausen nach Ilfeld. <strong>Der</strong> Bau<br />

der <strong>Harz</strong>quer- und Brockenbahn schritt trotz teilweisen schwierigen<br />

Geländes zügig voran und wurde am 27. März 1899 mit der<br />

offiziellen Eröffnungsfahrt zum Brocken abgeschlossen. Die NWE<br />

entwickelte sich fortan zu einem erfolgreichen Bahnunternehmen<br />

im Personen- sowie Güterverkehr und strebte sogar eine Elektrifizierung<br />

der Brockenbahn an. Zusätzlich betrieb die NWE auch<br />

einen eigenen Busverkehr und sogar Güterverkehr auf der Straße.<br />

Das Ende des zweiten Weltkrieges und die anschließende Lage auf<br />

der östlichen Seite der innerdeutschen Grenze läutete auch das<br />

Ende der NWE ein. Nach ihrer Enteignung im Jahre 1948 erfolgte<br />

nur ein Jahr später die Übernahme der Betriebsführung durch die<br />

Deutsche Reichsbahn (DR). Mit dem Bau der Mauer im August 1961<br />

endete der Reisezugverkehr von Schierke zum Brocken und wurde<br />

erst nach der politischen Wende am 15. September wiedereröffnet.<br />

In der Zeit des Aufbruchs war dies die Initialzündung für die<br />

am 19. November 1991 durch die kommunalen Anrainer erfolgte<br />

Gründung der heutigen HSB. Das damals noch junge Unternehmen<br />

übernahm dann ab dem 1. Februar 1993 die Betriebsführung von<br />

der DR und betreibt seitdem das zusammenhängende und heute<br />

insgesamt 140,4 km umfassende Streckennetz aus <strong>Harz</strong>quer-,<br />

Brocken- und Selketalbahn.<br />

Zukünftig könnte die <strong>Harz</strong>querbahn sogar noch wachsen. Mit<br />

finanzieller Unterstützung der Bundesländer Niedersachsen und<br />

Sachsen-Anhalt wird die HSB in Kürze die Erstellung einer Machbarkeitsstudie<br />

zur Anbindung von Braunlage beauftragen. Bis 1945<br />

war die niedersächsische Stadt bereits über die damalige Südharz-<br />

Eisenbahn im Bahnhof Sorge an die <strong>Harz</strong>querbahn angeschlossen.<br />

Politischen Auftrieb hatte das Anbindungsprojekt im Jahre 2022<br />

durch den einstimmigen Beschluss des Braunlager Stadtrates<br />

und der anschließenden Befürwortung der HSB-Gesellschafter<br />

erhalten, zu denen Braunlage als Gründungsgesellschafter bereits<br />

seit 1991 zählt.<br />

12 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


NATIONALPARK HARZ<br />

Förderbescheide über rund 750.000 Euro für Naturerlebnis-Projekte<br />

im Nationalpark-Besucherzentrum und am Torfhausmoor.<br />

Land fördert Entwicklung des Natur-Tourismus<br />

im <strong>Harz</strong>: Nationalpark und BUND bauen<br />

Angebot in Torfhaus aus<br />

Anka Dobslaw, Staatssekretärin im Niedersächsischen<br />

Ministerium für Umwelt,<br />

Energie und Klimaschutz, hat im April in<br />

Torfhaus die Förderbescheide für zwei<br />

Naturerlebnis-Projekte des Nationalparks<br />

<strong>Harz</strong> in Höhe von insgesamt rund<br />

750.000 Euro an Nationalparkleiter Dr.<br />

Roland Pietsch und Susanne Gerstner,<br />

Vorsitzende des BUND-Landesverbands<br />

Niedersachsen e.V., dem Kooperationspartner<br />

des Nationalparks in Torfhaus,<br />

übergeben.<br />

Mit dem Geld wird nicht nur die Ausstellung<br />

im Nationalpark-Besucherzentrum<br />

TorfHaus (NBZ TorfHaus) erneuert, als attraktive<br />

Ergänzung dazu ist zudem ein Naturerlebnispfad<br />

entlang des Wanderweges<br />

rund um das Große Torfhausmoor geplant.<br />

Die beiden Vorhaben werden vom Land<br />

Niedersachsen und der EU mit Mitteln aus<br />

dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung<br />

(EFRE) im Rahmen der Richtlinien<br />

„Landschaftswerte 2.0“ gefördert. Dabei<br />

kommen rund 60 Prozent der Fördersumme<br />

vom Land Niedersachsen.<br />

Besondere Rolle des Nationalparks bei<br />

umweltverträglicher Ausrichtung des<br />

Tourismus<br />

TorfHaus (Foto: Heike Albrecht)<br />

Die Staatssekretärin betonte in ihrem Grußwort<br />

die Wichtigkeit, den Tourismus im <strong>Harz</strong><br />

umweltverträglich auszurichten, und stellte<br />

die besondere Rolle des Nationalparks dabei<br />

heraus. „Mit unserer Förderung wollen<br />

wir einen entscheidenden Beitrag zur nachhaltigen<br />

und zukunftsfähigen Entwicklung<br />

des <strong>Harz</strong>-Tourismus leisten. Torfhaus ist<br />

ein touristischer Hotspot im <strong>Harz</strong>, einer<br />

der meistbesuchten touristischen Plätze<br />

im Nationalpark, im <strong>Harz</strong> und in ganz Niedersachsen.<br />

Es ist deshalb außerordentlich<br />

wichtig, dass der Nationalpark <strong>Harz</strong> hier mit<br />

einem attraktiven Informations-, Bildungsund<br />

Naturerlebnisangebot präsent ist und<br />

Werbung für den Naturschutz und auch einen<br />

naturverträglichen Tourismus im <strong>Harz</strong><br />

macht“, sagte Anka Dobslaw. „Gerade in<br />

Zeiten verschiedener sich verstärkender<br />

Umweltkrisen wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust<br />

ist es dringend erforderlich,<br />

die Menschen zu erreichen und ihnen die<br />

Bedeutung der Natur, auch für ihr eigenes<br />

Wohlergehen, bewusst zu machen. Das ist<br />

zentraler Bestandteil der Arbeit der Nationalparkverwaltung,<br />

insbesondere in den<br />

Besuchereinrichtungen.“<br />

Es ist Ziel der Nationalparkverwaltung und<br />

ihres Kooperationspartners, dem BUND<br />

Niedersachsen als federführendem Betreiber<br />

des NBZ TorfHaus, diesen „Tourismus-<br />

Hotspot“ um ein aktuelles und attraktives<br />

Erlebnisangebot zu bereichern, das den<br />

Besucher*innen die Bedeutung des Großschutzgebietes<br />

Nationalpark <strong>Harz</strong> vermittelt.<br />

„Mit dem neuen Erlebnispfad möchten<br />

wir den vielen Torfhaus-Besucherinnen und<br />

-Besuchern die wichtigsten Ziele, Aufgaben<br />

und Lebensräume des Nationalparks auf<br />

informative und unterhaltsame Weise leicht<br />

zugänglich vorstellen. Unser Standort auf<br />

Torfhaus ist einer der wichtigsten für den<br />

Nationalpark und wird mit den neuen Angeboten<br />

zukunftsweisend für den Naturschutz<br />

weiterentwickelt. Davon profitieren auch<br />

unsere Nachbarn dort. Wir tragen damit<br />

insgesamt zur Stärkung des Standortes<br />

als wichtigen Ausgangspunkt für Naturerfahrung<br />

und Naturerlebnis bei, im Sinne<br />

des Naturschutzes und der Regionalentwicklung“,<br />

erläutert Nationalparkleiter Dr.<br />

Pietsch.<br />

Parallel dazu wird die Ausstellung im Besucherzentrum<br />

überarbeitet und aktualisiert.<br />

„<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>wald hat sich seit 2018<br />

klimawandelbedingt stark verändert“, so<br />

Susanne Gerstner, Vorsitzende des BUND<br />

Bei der Übergabe der Förderbescheide am<br />

Großen Torfhausmoor (von links): Anka Dobslaw,<br />

Staatssekretärin im Niedersächsischen<br />

Ministerium für Umwelt, Energie und Klimaschutz,<br />

Heike Albrecht-Fechtler vom BUND,<br />

Leiterin des NBZ TorfHaus, Nationalparkleiter<br />

Dr. Roland Pietsch und Susanne Gerstner,<br />

Vorsitzende des BUND Niedersachsen.<br />

(Foto: Martin Baumgartner, Nationalpark <strong>Harz</strong>)<br />

Niedersachsen. „Drängende Fragen nach<br />

der Zukunft des Waldes und den Auswirkungen<br />

großer Mengen Totholz sollen<br />

zukünftig in der Ausstellung aufgegriffen<br />

und vertieft werden. Unser Nationalpark-<br />

Besucherzentrum wird damit zu einer Einrichtung,<br />

die nicht nur informiert, sondern<br />

die Besucherinnen und Besucher auch<br />

emotional anspricht und Lust weckt, den<br />

Nationalpark <strong>Harz</strong> mit all seinen Facetten<br />

kennenzulernen und zu entdecken.“<br />

<strong>Der</strong> geplante Naturerlebnispfad rund um<br />

das Große Torhausmoor soll inhaltlich mit<br />

der Ausstellung im NBZ verknüpft werden<br />

und den Gästen so ein ganz besonderes Nationalpark-Erlebnisangebot<br />

„Draußen“ und<br />

„Drinnen“ bieten. Die beiden neuen Projekte<br />

sind Bausteine im übergeordneten Vorhaben<br />

der Nationalparkverwaltung, neue<br />

Naturerlebnis- und Informationsangebote<br />

zur Qualitätssteigerung des Tourismusstandorts<br />

Torfhaus zu etablieren. Bereits<br />

2022 konnte im Rahmen eines ebenfalls<br />

von der NBank geförderten Projektes die<br />

Außenwirkung und die Besucherlenkung<br />

des NBZ TorfHaus verbessert und das Erlebnispotential<br />

der Ausstellung mit neuen<br />

hochwertigen Filmen für das Nationalpark-<br />

Kino gesteigert werden.<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong><br />

13


NIEDERSÄCHSISCHE LANDESFORSTEN<br />

Vorhang auf für neue Vögel<br />

Naturschutz-Förster Johannes Thiery berichtet von seinen Beobachtungen seltener Bewohner<br />

<strong>Der</strong> Sturm Friederike und die anschließenden<br />

Dürrejahre haben unsere Wälder<br />

in einer bisher nicht gekannten Dramatik<br />

getroffen. Durch Trockenheit und<br />

Borkenkäfer sind Fichtenbestände vor<br />

allem in Südniedersachsen seit 2018<br />

auf zigtausenden Hektaren flächig abgestorben.<br />

Die im Wald Verantwortlichen<br />

sehen in den riesigen Kahlflächen eine<br />

schmerzhafte Wunde, die unsere Ohnmacht<br />

gegenüber den Veränderungen des<br />

Klimawandels deutlich vor Augen führt.<br />

In den Sommern 2022 und 2023 habe ich<br />

als Förster bei meiner Suche nach naturschutzwürdigen<br />

Flächen einige entwaldete<br />

Freiflächen im <strong>Harz</strong>, Solling und Kaufunger<br />

Wald erkundet. Dabei habe ich wiederholt<br />

eine spannende Entdeckung gemacht:<br />

Eine Reihe von besonderen und seltenen<br />

Vogelarten finden hier eine neue Heimat.<br />

Manche der baumlosen Flächen haben sich<br />

in den letzten Jahren gar zu einem Hotspot<br />

für eine seltene und bunte Vogelwelt<br />

entwickelt. Diese auffälligen Arten sind<br />

mehrheitlich Bewohner der offenen Landschaften<br />

und hatten dort in der jüngeren<br />

Vergangenheit teils dramatische Bestandseinbußen<br />

zu verzeichnen. Die Freiflächen<br />

im Wald bieten diesen Arten nun für einen<br />

begrenzten Zeitraum neue Lebensräume.<br />

Die Hauptdarsteller der neuen, lichten Bühne<br />

stellen sich vor:<br />

Goldammer<br />

Breits bei kleineren Freiflächen ab etwa<br />

zwei Hektar findet die Goldammer ihr passendes<br />

Habitat. Sie steht in der Roten Liste<br />

auf der sogenannten „Vorwarnstufe“. Ihr<br />

charakteristischer Ruf ist unverkennbar<br />

und bereits ab März zu vernehmen.<br />

Neuntöter (Vorwarnsturfe)<br />

<strong>Der</strong> Neuntöter erlebt seit 2018 ein echtes<br />

Comeback. <strong>Der</strong> auffällige amselgroße Singvogel<br />

jagt Insekten und kleine Mäuse, die<br />

er teilweise auf Dornenbüschen als Vorrat<br />

aufspießt. Er nutzt erhöhte Äste oder<br />

Baumstümpfe als Jagdansitz. Kulturflächen<br />

besiedelt er eher in der späteren Phase<br />

bis zum Dickungsschluss.<br />

Baumpieper (Vorwarnsturfe)<br />

Er beeindruckt durch seinen imposanten<br />

Singflug! Ähnlich einer Feldlerche steigt<br />

er von einer erhöhten Sitzwarte in die<br />

Luft auf, um dann wie ein kleiner<br />

Greifvogel mit lautem Gesang<br />

auf eine Sitzwarte zu segeln. Er<br />

besiedelt Kulturen, gerne auch<br />

mit Altholzresten ab drei Hektar<br />

Größe.<br />

Schwarzkehlchen<br />

Das Schwarzkehlchen ist ein<br />

kleiner, schicker Hingucker! <strong>Der</strong><br />

schwarze Kopf des Männchens<br />

und die weiße Flügelbilde unterscheiden<br />

es vom deutlich selteneren<br />

Braunkehlchen. Es besiedelt<br />

hochstaudenreiche Kulturen<br />

(gerne auch Douglasien) ärmerer Standorte<br />

ab einer Größe von fünf Hektar.<br />

Neuntöter<br />

Braunkehlchen<br />

Das Braunkehlchen (Vogel des Jahres<br />

2023) ist eine ornithologische Rarität und<br />

gilt als „vom Aussterben bedroht“. Beide<br />

Geschlechter haben im Gegensatz zum<br />

Schwarzkehlchen einen deutlichen Überaugenstreif.<br />

Im südniedersächsischen<br />

Bergland konnte das Braunkehlchen im<br />

letzten Jahr auf zwei Kulturflächen bestätigt<br />

werden.<br />

Heidelerche<br />

Die Heidelerche ist im Bergland eine Besonderheit,<br />

während sie im Tiefland noch<br />

relativ regelmäßig zu finden ist. Sie findet<br />

auf größeren Freiflächen ärmerer Standorten<br />

ab rund zehn Hektar neue Habitate. Die<br />

unverkennbare melodische Strophe wird,<br />

ähnlich wie bei der Feldlerche, im Flug in<br />

stattlicher Höhe vorgetragen. Im Bergland<br />

gilt sie als gefährdete Art.<br />

Ziegenmelker<br />

Einer unserer sonderbarsten Vögel ist sicherlich<br />

der Ziegenmelker. Da er sich als<br />

nachtaktiver Jäger von großen Insekten wie<br />

Nachtfaltern gerne um Schaf- und Ziegenherden<br />

herum aufhält, glaubte man früher,<br />

dass er sich des Nachts von Ziegenmilch<br />

ernährt. Sein eigenartiges Aussehen erinnert<br />

an irgendetwas zwischen Eule und<br />

Falke. Tagsüber verharrt er unsichtbar und<br />

perfekt getarnt auf dem Waldboden oder<br />

auf der Rinde von Baumstämmen. <strong>Der</strong> surrend,<br />

knatternde Gesang ist ein einmaliges<br />

Naturschauspiel. Er besiedelt größere Freiflächen<br />

auf ärmeren Standorten und ist<br />

bislang nicht im Bergland nachgewiesen.<br />

Aber Augen und Ohren bitte aufsperren!<br />

Vielleicht ist er ja in Ihrem Revier bereits<br />

angekommen!<br />

Die Niedersächsischen Landesforsten verbessern<br />

mit folgenden Maßnahmen den<br />

praktischen Vogelschutz auf ihren Freiflächen:<br />

» Beim Räumen und Vorbereiten der Aufforstungsflächen<br />

belassen sie höhere<br />

Reisighaufen und Wälle als Sing- und<br />

Sitzwarten.<br />

» Forstleute lassen einzelne abgestorbene<br />

Bäume stehen oder kappen Stämme erst<br />

in vier Meter Höhe. Das bietet auch Höhlenbrütern<br />

eine Chance und die Baumstümpfe<br />

werden gerne als Sitzwarten<br />

genutzt.<br />

» Die Wiederbewaldungsflächen sind stark<br />

besonnt und besiedeln sich rasch mit<br />

Gräsern, krautigen Pflanzen, Sträuchern<br />

oder Pionierbaumarten wie Weiden, Birken<br />

oder Vogelbeeren. Das zieht Insekten<br />

an, von denen wiederum die zuvor<br />

genannten Vogelarten leben.<br />

Übrigens: Jeder kann bei der Bestandserfassung<br />

der Vögel über die Website des<br />

Ornithologischen Dachverbandes (DDA)<br />

ornitho.de und die dazu passende Erfassungsapp<br />

NaturaList mitmachen! Einfach<br />

die App im PlayStore laden, registrieren<br />

und einloggen und über das Smartphone<br />

vor Ort die Beobachtung melden. Die Daten<br />

fließen z. B. bei der Aktualisierung der<br />

Roten Listen ein und tragen dazu bei, ein<br />

realistisches Bild über die Bestände der<br />

Arten zu erhalten.<br />

Johannes Thiery<br />

Niedersächsische Landesforsten<br />

14<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


HARZER TOURISMUSVERBAND<br />

HTV startet Kampagne<br />

„Neuer <strong>Harz</strong>“ im Quellmarkt Hamburg<br />

<strong>Harz</strong>er Tourismusverband<br />

Blümchentapete drinnen, draußen nur Kännchen und indische<br />

Zimmer mit Toiletten am Ende des Ganges – wer sie sucht, findet<br />

sie noch: die spitzzüngigen Beschreibungen für das vermeintlich<br />

verstaubte Image des <strong>Harz</strong>es. Auch im Hamburger Raum<br />

– einem der wichtigsten Quellmärkte für den <strong>Harz</strong> – halten sie<br />

sich hartnäckig.<br />

Genau hier setzt der HTV im 120. Jahr seines Bestehens mit der Multi-<br />

Channel-Kampagne „Neuer <strong>Harz</strong>“ an. Ein Damals-Heute-Vergleich<br />

in den zentralen Werbemotiven soll den Hanseaten verdeutlichen,<br />

was schon lange Realität ist. <strong>Der</strong> Urlaub im <strong>Harz</strong> hat Tradition und<br />

ist doch modern, abwechslungsreich, authentisch und alles andere<br />

als von gestern.<br />

Den Auftakt im Maßnahmenreigen<br />

machte Ende April für vier Wochen ein<br />

sogenanntes XXL Ground Poster im<br />

besucherstarken Hamburger Hauptbahnhof.<br />

Unter dem Motto „Neue<br />

Aussichten“ stellt das Motiv auf über<br />

15 Quadratmetern Bodenfläche unübersehbar<br />

den Ausblick vom Brocken<br />

von damals und heute gegenüber. Ergänzt<br />

wird die Außenwerbung durch<br />

die Motivausspielung auf 27 „digitalen<br />

Werbemotiv Seilbahnen Thale<br />

(Foto © Seilbahnen Thale Erlebniswelt)<br />

Leuchttürmen“, die eine Woche lang<br />

an hoch frequentierten Standorten in<br />

Hamburg wie Verkehrsknotenpunkte,<br />

Fußgängerzonen und touristischen<br />

Hotspots die Aufmerksamkeit auf<br />

den <strong>Harz</strong> lenken. Auch so mancher<br />

Kinobesucher wird sich der <strong>Harz</strong>er<br />

Werbebotschaft nicht entziehen<br />

können. Ein 20-sekündiger Spot<br />

wird vier Wochen lang den <strong>Harz</strong> in<br />

acht Hamburger Kinos in den Fokus<br />

rücken.<br />

Umfangreiche Online-Aktivitäten<br />

flankieren die analogen Marketingmaßnahmen.<br />

<strong>Der</strong> Dreh- und Angelpunkt<br />

ist die Kampagnenwebsite<br />

www.harzinfo.de/neuer-harz. Hier<br />

veranschaulichen weitere Damals-<br />

Heute-Vergleiche den Wandel im<br />

Werbemotiv Brockenausblick<br />

(Fotos: Oben: © fotoweberei, L. Weber,<br />

Unten: © Ahrens/Archiv/Bad <strong>Harz</strong>burg<br />

Stiftung<br />

<strong>Harz</strong> und zeigen u.a. den „Neuen Geschmack,“ den „Neuen Wald“,<br />

„Neue Perspektiven“, „Neue Looks“, „Neue Betten“ und „Neue Erlebnisse“<br />

– ein Blick in die Vergangenheit mit WOW-Effekt. Mit der<br />

Direktverlinkung zur Kampagnenwebsite lädt zudem eine Sonderveröffentlichung<br />

auf Abendblatt.de – dem offiziellen Onlineportal des<br />

Hamburger Abendblatts – die Großstädter zu einem Urlaub in den<br />

<strong>Harz</strong> ein. Eine Reihe von Social-Media-Anzeigen auf den Plattformen<br />

Facebook und Instagram, gezielt ausgespielt im Hamburger Raum,<br />

runden das Portfolio an Onlinemaßnahmen ab.<br />

Die Kampagne wird durch das Land Sachsen-Anhalt gefördert.<br />

<strong>Harz</strong>er Klosterwanderweg<br />

bis Halberstadt erweitert<br />

<strong>Der</strong> 20<strong>05</strong> in Ilsenburg gegründete <strong>Harz</strong>er<br />

Klosterwanderweg ist um eine attraktive<br />

Etappe reicher. Im April wurde der nunmehr<br />

7. Abschnitt des Weges offiziell in<br />

Halberstadt eröffnet. Auf einer Strecke<br />

von 22 km verbindet er die Welterbestadt<br />

Quedlinburg und die Bischofsstadt<br />

Halberstadt und könnte kurzweiliger<br />

nicht sein.<br />

Gläserner Mönch in den Thekenbergen<br />

(Foto: © M. Krilleke)<br />

Wer von Quedlinburg kommend die kurzen<br />

Anstiege zur Steinholzwarte oder zum sagenumwobenen<br />

Gläsernen Mönch in den<br />

Thekenbergen meistert, wird bei gutem<br />

Wetter mit einmaligen Ausblicken belohnt.<br />

<strong>Der</strong> Kammweg über die Harslebener Berge<br />

führt in die malerischen Spiegelsberge<br />

und den historischen Landschaftspark.<br />

Vor knapp 250 Jahren angelegt, zeugen<br />

u.a. der Belvedere Turm oder das Spiegel<br />

Mausoleum von der einst reichen Parkarchitektur.<br />

<strong>Der</strong> Domplatz im Herzen von<br />

Halberstadt bietet ein einmaliges Ensemble<br />

aus romanischer Liebfrauenkirche<br />

und gotischem Dom. Dieser beherbergt<br />

den größten mittelalterlichen Domschatz<br />

außerhalb des Vatikans mit einzigartigen<br />

Kostbarkeiten aus 1000 Jahren. Vorbei an<br />

der Fachwerkkunst aus fünf Jahrhunderten<br />

stoßen die Kulturwandernden auch<br />

auf die Spuren der jüdischen Geschichte<br />

Halberstadts im Berend Lehmann Museum<br />

und kommen schließlich am über 1.000<br />

Jahre alte Burchardikloster an. Ehemals<br />

von Zisterziensern gegründet, ist die Kirche<br />

St. Burchard heute Heimstätte des<br />

John-Cage-Orgel-Kunst-Projektes, dem<br />

langsamsten Musikstück der Welt, komponiert<br />

vom US-amerikanischen Avant-Garde<br />

Künstlers John Cage.<br />

Die Beschilderung des Weges ist an dem<br />

umkreisten Kreuz in dunkelroter Farbe erkennbar<br />

und wird im Laufe des Frühjahres<br />

auch entlang der neuen Etappe angebracht.<br />

Außerdem wurden zwei weitere rote Stempelkästen<br />

der <strong>Harz</strong>er Wandernadel am Dom<br />

I Schatz und am Burchardikloster aufgestellt.<br />

Eine Infostele markiert den neuen<br />

Start- und Zielort Burchardikloster und<br />

weist auf die Gesamtstrecke von nunmehr<br />

116 km bis Goslar.<br />

www.harzer-klosterwanderweg.de<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong><br />

15


REGIONALVERBAND HARZ<br />

Bildung für nachhaltige Entwicklung<br />

Tag der biologischen Artenvielfalt<br />

Am 22. Mai findet der Tag der biologischen Artenvielfalt statt. Dieser Tag soll auf den<br />

Rückgang der Artenvielfalt aufmerksam machen. Im Rahmen des Projektes Bildung<br />

für nachhaltige Entwicklung erkundet der Naturpark <strong>Harz</strong> in Sachsen-Anhalt mit<br />

den Kindern der Kita Hüttenrode die Insektenvielfalt in der näheren Umgebung.<br />

<strong>Der</strong> Erhalt der biologischen Artenvielfalt<br />

wurde auch in der 2015 von der Weltgemeinschaft<br />

beschlossenen Agenda 2030<br />

aufgenommen. In ihr wurden die 17 „Sustainable<br />

Development Goals“ (SDGs, Nachhaltigkeits-Ziele)<br />

verabschiedet. Die Ziele<br />

14 und 15 beinhalten dabei Maßnahmen,<br />

die dem Schutz des Lebens unter Wasser<br />

und an Land dienen. Die Ökosysteme – im<br />

Wasser und auf dem Land – sind Lieferanten<br />

für überlebenswichtige Rohstoffe und<br />

somit unsere Lebensgrundlage.<br />

Die Meere bedecken über<br />

70 % der Erdoberfläche<br />

und haben eine große<br />

Bedeutung für das ökologische<br />

Gleichgewicht. Sie<br />

dienen mit ihrem Artenreichtum an Fisch,<br />

bekannt sind etwa 30.000 Arten, für einen<br />

großen Teil der Menschheit als wichtige Eiweißquelle.<br />

Aber gut ein Drittel der Fischbestände<br />

sind überfischt. Hinzu kommt,<br />

dass Verschmutzung und Klimawandel die<br />

Ökosysteme der Weltmeere stark belasten.<br />

Im 14. Nachhaltigkeitsziel wurde deswegen<br />

konkret festgeschrieben, dass die Verschmutzung<br />

der Meere verringert, die Versauerung<br />

durch CO₂-Eintrag reduziert und<br />

die Fischbestände nachhaltig bewirtschaftet<br />

werden sollen. 10 % der Meere sollen außerdem<br />

als Schutzgebiete ausgewiesen und<br />

Subventionen, die zu einer Überfischung<br />

beitragen, abgeschafft werden.<br />

Auch an Land sind intakte<br />

Lebensräume die Grundlage<br />

für das Leben auf der<br />

Erde. Sie liefern uns bspw.<br />

Nahrungsmittel, aber<br />

auch sogenannte Ökosystemdienstleistungen,<br />

wie die Reinigung des Wassers<br />

und der Luft. Doch viele Ökosysteme stehen<br />

durch Bevölkerungswachstum und<br />

nicht nachhaltiger Industrie auf der Kippe.<br />

Jährlich wird eine Fläche so groß wie Irland<br />

entwaldet, große Flächen verlieren<br />

ihre Fruchtbarkeit und Wüsten breiten<br />

sich aus. Um dem entgegenzuwirken,<br />

wurden auch im SDG 15 konkrete Ziele<br />

hinterlegt. Intakte Ökosysteme sollen erhalten<br />

und nachhaltig genutzt werden.<br />

<strong>Der</strong> Waldrodung, Wüstenbildung, dem<br />

Verlust von Biodiversität und der Wilderei<br />

von geschützten Arten soll entgegengewirkt<br />

werden.<br />

Text: Christoph Diedicke<br />

Die Öffentlichkeitsarbeit des<br />

Regionalverbands <strong>Harz</strong> wird<br />

gefördert aus Mitteln des Ministeriums<br />

für Wissenschaft, Energie,<br />

Klimaschutz und Umwelt<br />

des Landes Sachsen-Anhalt.<br />

Wander-Challenge<br />

Wie weit gehst du?<br />

<strong>Der</strong> Startschuss für die Wanderchallenge<br />

des UNESCO Global Geoparks <strong>Harz</strong> .<br />

Braunschweiger Land . Ostfalen ist gefallen.<br />

Schafft euch euer eigenes Abenteuer!<br />

Vielleicht wartet am Ende eine<br />

Belohnung.<br />

Ihr wollt wissen wie? Ganz einfach! Wanderschuhe<br />

an, raus in die Natur und die<br />

Geopark-Sonderstempel einsammeln.<br />

Diese findet ihr von Mai bis Oktober 20<strong>24</strong><br />

an folgenden Stempelstellen der <strong>Harz</strong>er<br />

Wandernadel:<br />

» Stempelstelle 204 / Selkesicht an der<br />

Ackeburg<br />

» Stempelstelle 6 / Bremer Hütte (Obere<br />

Ilsefälle)<br />

Jetzt noch schnell ein Foto gemacht von<br />

den Geopark-Sonderstempeln und unter<br />

dieser Adresse einsenden:<br />

geopark@harzregion.de<br />

Betreff: Wanderchallenge 20<strong>24</strong> „Wie weit<br />

gehst du?“<br />

Alle Infos findet ihr auch auf unserer Website<br />

www.harzregion.de.<br />

Unter allen Teilnehmenden verlosen wir<br />

tolle Preise:<br />

» <strong>Harz</strong>cards für die ganze Familie<br />

» Tickets für die Hin- & Rückfahrt zum Brocken<br />

mit der <strong>Harz</strong>er Schmalspurbahn<br />

» Tickets für die Selketalbahn<br />

» Eintrittskarten für die ganze Familie für<br />

verschiedene museale Einrichtungen<br />

(Oberharzer Bergwerkmuseum / 19 Lachter<br />

Stollen / Grube Samson)<br />

» Geopark-Package für eure nächste Wanderung<br />

Teilnahmebedingungen:<br />

» Du bist mindestens 12 Jahre alt.<br />

» Du machst ein Foto von den gesammelten<br />

Sonderstempeln des Geoparks. (Beide<br />

Stempel müssen erkennbar sein)<br />

» Du reichst die Fotos per Mail bis zum<br />

31.10.<strong>24</strong> unter folgender Mailadresse:<br />

geopark@harzregion.de ein und für den<br />

Fall eines Gewinns fügst du deinen Namen<br />

und eine Kontaktmöglichkeit der Mail bei.<br />

<strong>Der</strong> Rechtsweg ist ausgeschlossen. Nur vollständige<br />

Einreichungen per Mail können in<br />

die Verlosung einbezogen werden.<br />

Text:<br />

Christel Zander<br />

& Ester Czymoch<br />

Links: Geopark-Sonderstempel mit den<br />

2 Stationen (Foto: RVH) | Mitte: Blick auf die<br />

Ilsefälle vom Heinrich-Heine-Weg (Foto: Martin<br />

Stockmann) | Rechts: Blick auf das Selketal<br />

vom Selketal-Stieg (Foto: HTV L.Weber)<br />

„Das Geheimnis des Vorwärtskommens besteht darin, den ersten Schritt zu tun.“ (Mark Twain)<br />

16 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


REGIONALVERBAND HARZ<br />

Erlebnis-Führung<br />

Die Welt der Bienen am Weltbienentag<br />

<strong>Der</strong> Naturpark <strong>Harz</strong> bietet in Kooperation mit dem <strong>Harz</strong>klub Wieda am 20. Mai 20<strong>24</strong> eine spannende Führung zum Thema „Bienen<br />

im Kräutergarten“ an. Im Anschluss findet im Rahmen des 7-jährigen Jubiläums des Bienenpfads in Wieda eine kleine Feier auf dem<br />

Gelände statt. Es werden kulinarische Köstlichkeiten, ein Bienenquiz und vieles mehr geboten. Lassen Sie sich überraschen.<br />

Niedersachsen<br />

Führung & Aktionstag:<br />

„Auf den Spuren der Bienen“<br />

Treffpunkt:<br />

10:00 Uhr, Bienenpfad in Wieda<br />

Programm: Kleine Wanderung um den Käseberg<br />

(4 km) und Kräutergartenführung<br />

Biene mit Blüte<br />

(Foto: Mariya M.)<br />

Führung: <strong>Harz</strong>klub Wieda, Henning Illers<br />

<strong>Harz</strong>klub Wieda, Jean Pierre Signard<br />

Naturpark <strong>Harz</strong>, Daniel Redant<br />

Anmeldung:<br />

Erforderlich bis 17.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong> unter naturpark@harzregion.de<br />

Naturpark <strong>Harz</strong> erleben<br />

Wanderungen zum Europäischen Tag der Parke<br />

<strong>Der</strong> Regionalverband <strong>Harz</strong> bietet am <strong>24</strong>. Mai 20<strong>24</strong> zwei Wanderungen durch den Naturpark <strong>Harz</strong> in Niedersachsen und<br />

Sachsen-Anhalt an. Bei den Wanderungen können Sie die geologischen, natürlichen und kulturellen Besonderheiten<br />

der <strong>Harz</strong>region erkunden und damit Anregungen zum Nachdenken über den Erhalt der Natur sammeln.<br />

Geführte Wanderung:<br />

„Aus dem Berg in die Wanne – Heilschlamm<br />

aus Blankenburg“<br />

Treffpunkt: 10.00 Uhr, Blankenburg,<br />

Parkplatz am Hasenwinkel<br />

Strecke: ca. 6 Kilometer, vom Mönchemühlenteich<br />

über den geologischen Wanderweg zur Sandstein-<br />

Klippe Hans Mönch, weiter zum ehemaligen Heilschlammbergwerk<br />

im Teufelsbachtal. Zurück über das Kloster Michaelstein und das<br />

Teufelsbad zum Parkplatz.<br />

Führung: Naturpark <strong>Harz</strong>, Christian Resow, 03946 964122<br />

Anmeldung: erforderlich bis 20.<strong>05</strong>.<strong>24</strong> unter naturpark@harzregion.de<br />

Teilnahmebegrenzung auf max. 25 Personen, wir empfehlen<br />

Rucksackverpflegung.<br />

Geführte Wanderung:<br />

„Flora, Fauna, Felsen – Wanderung im<br />

Naturpark <strong>Harz</strong>“<br />

Treffpunkt: 14.00 Uhr, Wolfshagen,<br />

Wanderparkplatz am Krähenberg<br />

Strecke: ca. 8 km, Krähenberg,<br />

Misplieth und Heimberg: Wir wandern<br />

in Wolfshagen in den unteren Höhenlagen<br />

des <strong>Harz</strong>es, am Rande eines einzigartigen Biotops in einem<br />

ehemaligen, offengelassenen Steinbruch.<br />

Führung: Naturpark <strong>Harz</strong>, Daniel Redant, 03946 964127<br />

Anmeldung: erforderlich bis 20.<strong>05</strong>.<strong>24</strong> unter naturpark@harzregion.de<br />

Teilnahmebegrenzung auf max. 25 Personen, wir empfehlen<br />

Rucksackverpflegung.<br />

Theater<br />

The circle of nature – Ein Umweltdrama<br />

„Mitreißend, irrwitzig und zuweilen so klarsichtig wie das Quellwasser aus der Plastik-Flaschen-Abfüllanlage des global agierenden<br />

Lebensmittelkonzerns, dass das Vogelnest samt Küken, als Firmenlogo nutzt.“ Mit diesen Worten wird das Theaterstück „The circle<br />

of nature“ im Internet beschrieben, welches von Peter Trabner, basierend auf dem Stück „<strong>Der</strong> Tod des Empedokles“ von Friedrich<br />

Hölderlin umgeschrieben wurde. Das unkonventionelle und teilweise interaktive Kleinkunstprogramm bietet eine Alternative zu<br />

klassischen Aufführungen, verbunden mit aktuellen Themen der Nachhaltigkeit. <strong>Der</strong> Eintritt ist frei.<br />

Theaterstück:<br />

„The circle of nature“<br />

Spielort:<br />

Kurgastzentrum Braunlage<br />

Termin: 26.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong>, 14:00 Uhr<br />

Aufführung: Peter Trabner<br />

Anmeldung: erforderlich bis<br />

<strong>24</strong>.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong> unter naturpark@harzregion.de<br />

Info: Das Stück ist für ein Publikum ab etwa 8 Jahren geeignet.<br />

Es stehen ca. 50 Sitzplätze zur Verfügung. Weitere Plätze können<br />

durch das Mitbringen von Decken oder Sitzkissen geschaffen<br />

werden.<br />

Gefördert aus Mitteln des<br />

Landes Niedersachsen.<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong><br />

17


HARZ AKTUELL<br />

Quedlinburg Tourismus<br />

Neues Aktiv-Angebot in der<br />

Welterbestadt Quedlinburg<br />

Teufelsmauer – Bodetal – Spiegelsberge,<br />

die Umgebung Quedlinburgs bietet jede<br />

Menge Ausflugsziele die nicht nur mit<br />

dem PKW oder öffentlichen Verkehrsmitteln<br />

gut zu erreichen sind. Perfekt<br />

für eure Erkundungstour ist eine Fahrt<br />

mit dem eBike. Aber was tun, wenn im<br />

Urlaub keine eigenen Räder dabei sind?<br />

Hier kommt die Quedlinburg-Information<br />

ins Spiel.<br />

Als zertifizierte <strong>Harz</strong>information hat sie<br />

ohnehin viele Tipps, passende Prospekte<br />

und natürlich hervorragende Rad-Wanderkarten<br />

im Angebot.<br />

In Zusammenarbeit mit dem Fahrzeughaus<br />

Killian aus Rieder / Ballenstedt startete<br />

am 02. April ein neues Angebot. Am<br />

Standort Marktkirchhof können eBikes in<br />

unterschiedlichen Größen für Ausflüge ins<br />

Quedlinburger Umland geliehen werden.<br />

Zum Start der Kooperation bietet die<br />

Quedlinburg-Information zehn Räder an,<br />

die für Halbtages,- Tages,- und Mehrtagesausflüge<br />

gebucht werden können. Helme für alle Räder, zwei<br />

Kindersitze und Handy-Halterungen sind ebenso verfügbar.<br />

Die Buchung der Räder erfolgt online im Erlebnis-Shop oder bei<br />

Die Welterbestadt Quedlinburg und Umgebung zu erkunden, ist jetzt auch mit eBikes der<br />

Quedlinburg-Information möglich (Foto: IMG / Nilz Böhme)<br />

Bedarf auch in der Quedlinburg-Information. Zu beachten ist<br />

dabei der Vorlauf von <strong>24</strong> Stunden zwischen Reservierung und<br />

Abholung für Buchungen von Montag bis Freitag bzw. 48 Stunden<br />

für Buchungen am Samstag und Sonntag.<br />

Ausführliche Informationen erhalten Interessierte unter<br />

quedlinburg-info.de/eBike<br />

Herausgeber der Information:<br />

Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH<br />

Nico Reischke (Ansprechpartner)<br />

Markt 4 | 06484 Quedlinburg<br />

www.quedlinburg-info.de<br />

Bonus für Leser von „<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>:“<br />

Bei Buchung bis 31.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong> gewährt die<br />

Quedlinburg-Information mit dem Rabattcode<br />

DERHARZ5<strong>24</strong><br />

10 % Ermäßigung<br />

auf den regulären Mietpreis.<br />

Rad und Helm an der Ausgabe-Stelle des neuen eBike-Verleihs<br />

(Foto: Welterbestadt Quedlinburg / Pressestelle)<br />

18 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


JUGEND<br />

Sagenhafter <strong>Harz</strong><br />

Die Gebetssäulen von Sangerhausen<br />

Auf dem prächtigen Schlosse zu<br />

Wallhausen thronte einst Bernd<br />

von der Asseburg der es wohl verstand<br />

seinen Reichtum auf Kosten<br />

anderer zu mehren. Vor langer Zeit<br />

hatte sein Vater, Bernd von Falkenstein,<br />

drei Kohlenbrennern<br />

aus dem Mannsfeldischen die<br />

Forstorte Hoyerberg, Bartenberg<br />

und Siebenthal zum Abholzen<br />

verkauft und dabei deren Größe<br />

viel zu hoch angegeben. Die<br />

Kohlenbrenner aber rochen den<br />

Braten, ließen nachmessen und<br />

erkannten, dass sie betrogen worden<br />

waren. Weil der Falkensteiner<br />

bereits unter der Erde zu faulen<br />

begann, richteten sie ihre Forderungen<br />

auf Rückgabe des zu viel<br />

gezahlten Geldes an den Asseburger.<br />

<strong>Der</strong> aber bezahlte lieber<br />

einen gescheiten Rechtsgelehrten,<br />

der den Fall mit einigen Kniffen zu drehen<br />

und wenden wusste, besiegelt mit dem<br />

Meineid des Asseburgers. Da mussten die<br />

Kohlenbrenner, zum zweiten Mal betrogen,<br />

geschlagen von dannen ziehen.<br />

Bernd von der Asseburg hatte aber seit<br />

dem falschen Eid keine ruhige Nacht mehr.<br />

Er reiste von einem seiner Schlösser auf<br />

das andere, von Wallhausen auf den Falkenstein,<br />

von Bayer-naumburg auf seinen<br />

Sangerhäuser Freisitz, doch nirgends fand<br />

seine Seele den ersehnten Frieden. Endlich<br />

beschloss er ins Heilige Land zu pilgern<br />

und Buße zu tun. Geläutert kam er nach<br />

vielen Jahren zurück und beschloss den<br />

Schmerzensweg Jesu, den er in Jerusalem<br />

täglich barfuß gegangen war, in Sangerhausen<br />

nachzustellen. Darum ließ er vor<br />

Sangerhausen zwei Gebetssäulen in gleicher<br />

Entfernung aufstellen, um in der Heimat<br />

täglich seine Pilgerfahrt fortzusetzen.<br />

„Hab‘ ich nicht geirrt?“, fragte er sich und<br />

zweifelte, ob er in Jerusalem auch richtig<br />

gemessen hatte und schickte zur Sicherheit<br />

zwei fromme Brüder auf seine Kosten<br />

ins Heilige Land nachzumessen. Wie sie<br />

zurück nach Sangerhausen kamen, bestätigten<br />

sie seine Messung: 1100 Schritte<br />

oder 987m, exakt die Entfernung, die Jesus<br />

mit Kreuz zurücklegte. – Bis zu seinem<br />

letzten Tag ging Bernd von der Asseburg<br />

täglich diesen Wallfahrtsweg, an den die<br />

Gebetssäule auf dem Schützenplatz erinnert.<br />

Auch du kannst auf Erlösung hoffen,<br />

berührst du bereuend die Säule.<br />

(aufgeschrieben von Carsten Kiehne in<br />

„SAGENHAFTER SÜDHARZ)<br />

Neuigkeiten unter: www.sagenhafter-harz.com<br />

Carsten Kiehne, Friedrichsdorfstr. 11, 06485 Bad Suderode - 0160 99557252<br />

Witz zu Ostern – Das Waldkappelchen<br />

In einigen europäischen Ländern, wie<br />

auch in einer Gemeinde in Bayern, ist es<br />

üblich, die Teilnehmer am Ostergottesdienst<br />

zum Lachen zu bringen. Das österliche<br />

Lachen, lateinisch risus paschalis,<br />

ist dort traditioneller Teil der Messe.<br />

Thematisch spielt die Geschichte in den<br />

1920er-Jahren in Bayern, als es mit dem<br />

Tourismus aus der Stadt ins Land so langsam<br />

anfing, aber es noch nicht überall fließend<br />

Wasser gab. Eine Städterin wandte sich vor<br />

einem anstehenden Urlaub an eine kleine<br />

Landgemeinde, besorgt fragte sie nach, ob<br />

auch ein WC zur Verfügung stehen würde.<br />

<strong>Der</strong> Bürgermeister und der Gemeinderat<br />

waren über diese Formulierung „WC“ aber<br />

verwundert. Sie kamen einfach nicht darauf,<br />

was damit gemeint sein soll und fragten<br />

deshalb sogar den Dorfgeistlichen. Dieser<br />

vermutete, dass es sich um das Waldkapellchen<br />

handeln muss, dass die neumodischen<br />

Städter neuerdings mit C schreiben.<br />

Entsprechend wurde eine Antwort verfasst<br />

an die besorgte Touristin.<br />

Die Antwort des Bürgermeisters und des<br />

Gemeinderats war:<br />

„Sehr verehrte, gnädige Frau. Herzlichsten<br />

Dank für ihre erfreuliche Anfrage, zu der wir<br />

erfreulicherweise erwidern dürfen, dass Sie<br />

an unserem Ort alles zu Ihrer vollsten Zufriedenheit<br />

vorfinden werden. Selbstverständlich<br />

verfügt unser Dorf auch über ein WC. Und<br />

dies bereits seit über 300 Jahren!<br />

Das WC ist günstig mitten im idyllischen<br />

Wald gelegen und kann bequem in einer<br />

Viertelstunde zu Fuß erreicht werden. Es hat<br />

etwa 30 Sitzplätze, ist tagsüber ständig geöffnet<br />

und steht zu ihrer Verfügung. Meistens<br />

wird unser WC von den Menschen alleine<br />

aufgesucht, aber an Fest- und Feiertagen<br />

versammeln sich dort oftmals mehrere, um<br />

gemeinsam den Zwecken zu huldigen, für<br />

die unser WC erbaut wurde.<br />

Dies geschieht meist unter sachkundiger<br />

Anleitung des Herrn Pfarrer, der auch unter<br />

der Woche öfter im WC anzutreffen ist. Zu<br />

besonderen Anlässen gibt es in unserem WC<br />

auch musikalische Begleitung durch unsere<br />

Blaskapelle. Auf Anregung des Herrn Pfarrers<br />

werden bei diesen Anlässen Zettel bereitgehalten,<br />

damit Sie es bequemer haben, der<br />

Veranstaltung zu folgen.<br />

Wir hoffen, dass damit Ihrem Aufenthalt in<br />

unserem schönen Ort nichts mehr im Wege<br />

steht. Es freut uns immer wieder, wenn die<br />

Menschen von weit her kommen, nur, um<br />

unser WC zu benutzen. Hochachtungsvoll,<br />

der Gemeinderat.“<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong><br />

19


HARZKLUB<br />

<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>klub wandert wieder, wandern Sie mit!<br />

Geführte Wanderungen Mai / Juni 20<strong>24</strong><br />

Bitte beachten Sie: Um Anmeldung zu den Wanderungen wird gebeten, wir empfehlen Rucksackverpflegung!!<br />

Montag, 13.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong><br />

„Wanderung zur Bergwiesenblüte“<br />

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)<br />

Wanderung: Rundgang über die Bergwiesen von Hahnenklee-<br />

Bockswiese. Streckenlänge: ca. 4 km Rückkehr: 12:00 Uhr<br />

Treffen: Montag, 10.00 Uhr Wandertreff Kurhaus Hahnenklee<br />

Wanderführung: Biologin Christine Eggers Tel. 0157 35341936<br />

Samstag, 18.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong><br />

„Auf den Wegen der Wasserversorgung“<br />

(Zweigverein Blankenburg)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften (Mitfahrkosten 5,00 €). Wanderung:<br />

von Drei Annen Hohne durch das Zillierbachtal zur Talsperre,<br />

zurück über Peterstein und Russenhai, ca. 11 km, Rückkehr gegen<br />

16.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 9.00 Uhr Blankenburg, Parkplatz Theaterstraße.<br />

Anmeldung erforderlich und Führung:<br />

Herbert Opitz, 03944 364625<br />

„Von Oderbrück zum Achtermann“<br />

(Zweigverein Braunschweig)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften (Mitfahrkosten 10,00 €). Wanderung:<br />

von Oderbrück zum Achtermann und zurück, ca. 11 km, Rückkehr<br />

gegen 16.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 09.30 Uhr Braunschweig, Thüringen Platz.<br />

Anmeldung und Führung: Dieter Claus, 01590 3025823<br />

„Gänseschnabel und Wetterfahne“<br />

(Zweigverein Tanne)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: von der Papierfabrik Ilfeld<br />

zum Gänseschnabel und zur Wetterfahne, ca. 8 km, Rückkehr<br />

gegen 15.30 Uhr.<br />

Treffpunkt: 10.00 Uhr Tanne, Wandertreff Lindenwarte<br />

Anmeldung und Führung: Willi Salfeld, 0162 9192085<br />

Sonntag, 19.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong><br />

„Längs des Zellerfelder Kunstgrabens“<br />

(Zweigverein Clausthal-Zellerfeld)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: über Kiefhölzer Teichdamm,<br />

Erbprinzentanne, Schröterbacher Teichdamm, Stadtweger<br />

Teich, Teilerhaus, Wasserläufer Teich nach Zellerfeld, ca. 9 km,<br />

Rückkehr gegen 14.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 9.00 Uhr Clausthal-Zellerfeld, Kronenplatz.<br />

Anmeldung und Führung: Axel Pfannkuche, <strong>05</strong>323 9828767<br />

Samstag, 25.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong><br />

„Unterwegs im Ellricher Stadtwald“<br />

(Zweigverein Ellrich)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: durch den Ellricher Stadtwald<br />

mit verschiedenen Hütten und diversen Stempelstellen, ca.<br />

8 km, Rückkehr gegen 13.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 09.00 Uhr Ellrich, Parkplatz am Stadtwaldeingang.<br />

Anmeldung und Führung: Adolf Dörpmund, 036332 70307<br />

„Über die Teufelsmauer“ von Timmenrode nach Blankenburg<br />

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)<br />

Wanderstrecke: Timmenrode-Teufelsmauer-Blankenburg<br />

Ausrüstung: festes Schuhwerk, wetterfeste Kleidung Streckenlänge:<br />

ca. 6 km. Einkehr: Rucksackverpflegung erforderlich, ggf.<br />

Einkehr in der Gaststätte „Großvater“ am Ende der Teufelsmauer<br />

Rückkehr: ca. 17.30 Uhr.<br />

Treffen: Samstag, 10.00 Uhr Wandertreff Kurhaus Hahnenklee<br />

(Fahrgemeinschaften) Wanderführung: Uwe Janssen. Anmeldung:<br />

bis Freitag, <strong>24</strong>.<strong>05</strong>. Uwe Janssen 0157 79060301 oder Claudia<br />

Janssen 0151 54822636<br />

Sonntag, 26.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong><br />

„Goslarer Warten und Mauern“<br />

(Zweigverein Bad <strong>Harz</strong>burg)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: von Goslar über Klusfelsen,<br />

Sudmerberg und Stadtmauer, ca. 15 km, Rückkehr gegen<br />

17.00 Uhr. Treffpunkt: 09.00 Uhr, Bad <strong>Harz</strong>burg, Parkplatz TEDI.<br />

Anmeldung und Führung: Christoph Cless, 0174 3914863<br />

„Blütenträume im WeltWald“<br />

(Zweigverein Neuekrug-Hahausen)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: Gemeinsam mit <strong>Harz</strong>klub<br />

Seesen, durch den WeltWald bei Bad Grund, ca. 8 km, Rückkehr<br />

gegen 14.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 09.30 Uhr Neuekrug-Hahausen, Parkplatz Neiletal.<br />

Anmeldung und Führung: Klaus Asmus, <strong>05</strong>381 47899<br />

Montag, 27.<strong>05</strong>. 20<strong>24</strong><br />

„Wanderung zur Bergwiesenblüte<br />

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)<br />

Wanderung: Rundgang über die Bergwiesen von Hahnenklee-<br />

Bockswiese Streckenlänge: ca. 4 km Rückkehr: 12.00 Uhr.<br />

Treffen: Montag, 10.00 Uhr Wandertreff Kurhaus Hahnenklee.<br />

Wanderführung: Biologin Christine Eggers Tel. 0157 35341936<br />

Donnerstag, 30.<strong>05</strong>.20<strong>24</strong><br />

„Gläserner Mönch Langenstein“<br />

(Zweigverein Blankenburg)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften (Mitfahrkosten 3,00€). Wanderung:<br />

Langenstein-Zwieberge mit Führung im Stollen „Malachit“, Gläserner<br />

Mönch und Thekenberge, ca. 7 km, Rückkehr gegen 15.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 9.00 Uhr Blankenburg, Parkplatz Theaterstraße.<br />

Anmeldung erforderlich und Führung:<br />

Werner Binkau, 0157 36518256.<br />

Sonntag, 02.06.20<strong>24</strong><br />

„Durch die Ohrtäler zur Hanskühnenburg“<br />

(Zweigverein Herzberg)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung (mit Einkehr): vom Paradies<br />

über Ohrtäler und Langfast zur Hanskühnenburg, zurück über<br />

Andrae Weg und Siebertal, ca. 15 km, Rückkehr gegen 17.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 13.00 Uhr Herzberg, Busbahnhof.<br />

Anmeldung und Führung: Hermann Schulze, <strong>05</strong>521 2330<br />

20 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


HARZKLUB<br />

Mittwoch, <strong>05</strong>.06. 20<strong>24</strong><br />

„Wanderung zur blühenden Bergwiese am Auerhahn“<br />

(Zweigverein Hahnenklee-Bockswiese)<br />

Wanderung: Oberer Auerhahnweg (1,4km) – Auerhahn-Bergwiese –<br />

Liebesbankweg (1,5 km) – Bergwiesen in Bockswiese –Hahnenklee<br />

Picknick: möglich, Streckenlänge: ca. 5 km Rückkehr: 17.00 Uhr.<br />

Treffen: Mittwoch, 14.00 Uhr Stabkirche Hahnenklee, am Glockenturm.<br />

Wanderführung: Biologin Christine Eggers Tel. 0157 35341936<br />

Donnerstag, 06.06.20<strong>24</strong><br />

„Im Selketal“<br />

(Zweigverein Blankenburg)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften (Mitfahrkosten 4,00€). Wanderung: von<br />

Mägdesprung über Carlswerk und Selkemühle zur Burg Anhalt,<br />

ca. 14 km, Rückkehr gegen 16.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 9.00 Uhr Blankenburg, Parkplatz Theaterstraße.<br />

Anmeldung erforderlich und Führung:<br />

Gerhard Fischer, 03944 63613<br />

„Rundwanderung bei Friedrichsbrunn“<br />

(Zweigverein Thale)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: von Friedrichbrunn über<br />

Friedrichsbrunnblick, Adlereiche, Echoweise und Hohle Eiche, ca.<br />

8 km, Rückkehr gegen 17.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 13.00 Uhr Thale, LIDL-Parkplatz.<br />

Anmeldung und Führung: Rainer Nicolai, 03947 63695<br />

Samstag, 08.06.20<strong>24</strong><br />

„Unterwegs im Naturpark Elm-Lappwald“<br />

(Zweigverein Braunschweig)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften (Mitfahrkosten 10,00€). Wanderung:<br />

von Bad Helmstedt nach Beendorf, ca. 13 km, Rückkehr gegen<br />

17.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 09:30 Uhr Braunschweig, Thüringen Platz.<br />

Anmeldung und Führung: Annette E., <strong>05</strong>31 611862<br />

„Trageburg und Rabenklippen“<br />

(Zweigverein Tanne)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: von Trautenstein über<br />

Silbermarie, Trageburg und Rabenklippen um die Rappbodevorsperre,<br />

ca. 12 km, Rückkehr gegen 16.30 Uhr.<br />

Treffpunkt: 10.00 Uhr Tanne, Wandertreff Lindenwarte.<br />

Anmeldung und Führung: Willi Salfeld, 0162 9192085<br />

Sonntag, 09.06.20<strong>24</strong><br />

„Zur Eckertalsperre“<br />

(Zweigverein Clausthal-Zellerfeld)<br />

PKW-Fahrgemeinschaften. Wanderung: von Torfhaus über Schubensteinweg,<br />

Skidenkmal, Pionierweg zur Staumauer Eckertalsperre,<br />

weiter über Luisenbank zum Radau-Wasserfall, Rückfahrt<br />

mit dem Bus nach Torfhaus, ca. 11 km, Rückkehr gegen 16.00 Uhr.<br />

Treffpunkt: 9.00 Uhr Clausthal-Zellerfeld, Kronenplatz.<br />

Anmeldung und Führung: Axel Pfannkuche, <strong>05</strong>323 9828767<br />

Turm und Pötschner-Hütte auf der Schalke werden den <strong>Harz</strong>klub<br />

noch eine Weile beschäftigen. (Foto: CS)<br />

<strong>05</strong> | 20<strong>24</strong><br />

21


Schutzgebühr 2,00 € | Ausgabe <strong>05</strong>_20<strong>24</strong><br />

HARZKLUB<br />

✂<br />

Beitrittserklärung<br />

Zutreffendes bitte ankreuzen:<br />

Ja, ich möchte die wichtigen Ziele und Aufgaben des <strong>Harz</strong>klubs unterstützen<br />

und erkläre hiermit meinen Beitritt als:<br />

Vollmitglied Lebenspartner Jugendlicher/Kind<br />

Familie<br />

Vorname/Name:<br />

Geburtsdatum:<br />

Straße:<br />

PLZ /Ort:<br />

E-Mail:<br />

Beitritt zum <strong>Harz</strong>klub-Hauptverein/Zweigverein:<br />

<strong>Der</strong> Jahresbeitrag ist unterschiedlich und liegt zwischen 10,- und 30,- €<br />

Ort, Datum<br />

Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«:<br />

Ort, Datum<br />

<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong> (-er Wald)<br />

geht nicht ohne uns<br />

<strong>Harz</strong>klub hilft!<br />

Hier geht es zur großen Pflanzaktion:<br />

https://harzklub.de/harzklub-hilft/<br />

Aktiv für den Naturschutz<br />

im <strong>Harz</strong>!<br />

Unterschrift<br />

Bei Minderjährigen, Unterschrift<br />

eines Erziehungsberechtigten.<br />

Ich abonniere die Mitgliederzeitschrift »DER HARZ«<br />

(Jahresabonnement 31,57 € – erscheint monatlich).<br />

Unterschrift<br />

JHV am 13.04. in<br />

Clausthal-Zellerfeld<br />

Seiten 4-5<br />

Land fördert<br />

Naturtourismus<br />

im <strong>Harz</strong> Seite 13<br />

„Neuer <strong>Harz</strong>“ und<br />

Klosterwanderweg<br />

Seite 15<br />

www.harzklub.de<br />

Vorteile der Mitgliedschaft<br />

im <strong>Harz</strong>klub e.V.<br />

✔ Vergünstigungen, preiswerte Nutzung<br />

von Wanderheimen z.B. beim Kauf<br />

von Wanderkarten, Übernachtungen in den<br />

Wanderheimen<br />

✔ DWV-Mitgliedskarte (Deutscher<br />

Wanderverband): Vergünstigungen regional<br />

und deutschlandweit bei vielen Partnern<br />

✔ Angebote: Möglichkeit der Teilnahme<br />

an Veranstaltungen des <strong>Harz</strong>klub e.V., z.B.<br />

<strong>Harz</strong>er Heimattag, Naturschutztag, Sternwanderung,<br />

Brockenveranstaltungen, den<br />

Veranstaltungen der Zweigvereine und an<br />

den geführten Wanderungen und Ausflügen<br />

des <strong>Harz</strong>klubs<br />

✔ Lehrgänge und Fachtagungen: Möglichkeit<br />

der Teilnahme an den Lehrgängen,<br />

Fachtagungen und Weiterbildungen (Wanderführer,<br />

Wegebeschilderung, Naturschutz,<br />

Jodeln und Peitschenknallen, Akkord-Zither,<br />

Klöppeln)<br />

✔ Kinder- und Jugendfreizeiten im<br />

Wanderheim Wildemann, Ausflüge:<br />

Teilnahme an den Kinderfreiten mit Aktivitäten<br />

im Wald, zu Bergbau und Naturschutz,<br />

Basteln, <strong>Harz</strong>er Brauchtum und Lagerfeuer,<br />

Ausflüge zum Weltwald <strong>Harz</strong>, auf den Brocken,<br />

in Höhlen oder Bergwerke<br />

✔ Versicherungen: günstige Beiträge aufgrund<br />

der hohen Mitgliederzahl im <strong>Harz</strong>klub-<br />

Gesamtverein (Haftpflicht,-Unfall,- Schutzhütten,-<br />

Musikinstrumente)<br />

✔ Gema-Rahmenvertrag: Durch Mitgliedschaft<br />

im Deutschen Wanderverband<br />

20 % Nachlass der Gema-Gebühren bei Auftritte<br />

und Möglichkeit der Mitgliedschaft im<br />

Landestrachtenverband<br />

✔ Vermarktung und Werbung für die<br />

Heimat- und Brauchtumsgruppen sowie für<br />

Wanderungen und sonstige Veranstaltungen<br />

über die Geschäftsstelle, das Internet,<br />

Rundschreiben und Presseinformationen<br />

✔ Information sämtlicher Zweigvereine<br />

zu den Geschehnissen im <strong>Harz</strong>klub und im<br />

gesamten <strong>Harz</strong> z.B. durch Rundschreiben,<br />

Vereinszeitschrift „<strong>Der</strong> <strong>Harz</strong>“, Versammlungen,<br />

Internet, Presse<br />

✔ Termine: Weitergabe aus den Zweigvereinen<br />

über Rundschreiben und Veröffentlichungen,<br />

Internet<br />

✔ Austausch der Zweigvereine untereinander<br />

z.B. über Vereinsrecht (Satzungen),<br />

Versicherungen, Betreuungsgebiete usw.<br />

✔ Stiftungen: Inanspruchnahme finanzieller<br />

Zuschüsse entsprechend den Richtlinien<br />

für besondere Projekte der Zweigvereine<br />

✔ Unterstützung der Zweigvereine durch<br />

den Hauptverein bei Problemen, Gründungen,<br />

Veranstaltungen usw.<br />

✔ Beratung durch den Hauptverein über<br />

die Zusammenarbeit mit Forstbetrieben,<br />

Kommunen, anderen Partnern, Pressearbeit,<br />

Datenschutz usw.<br />

✔ Hohe Mitgliederzahl: 12.000 Mitglieder<br />

im gesamten <strong>Harz</strong>klub können sich viel besser<br />

Gehör verschaffen, als einzeln agierende<br />

„Ortsvereine“<br />

✔ Aktive Mitwirkung in der großen<br />

<strong>Harz</strong>klub-Familie: Umsetzung gemeinsamer<br />

Aufgaben und Ziele, Pflege des Gemeinschaftssinns<br />

22 <strong>05</strong> | 20<strong>24</strong>


ührernachwuchs im Großdeutschen Reich werden. Ausparamilitärischen<br />

Internatsschulen nicht nur das Abitur,<br />

at, Verwaltung, Wehrmacht und SS an vorderster Stelle<br />

etzen. An zwei sehr unterschiedlichen Standorten kamen<br />

ngsanstalten (NAPOLA). Die Klosterschule Ilfeld verwann<br />

Vorzeigegymnasium in eine straff geführte Einrichtung<br />

en Ballenstedt entstand nach 1934 der einzige Neubau<br />

igantomanischen Architektur heute befremdet und einer<br />

n im Mikrokosmos der neuen Bildungsanstalten wehrhafals<br />

„Politische Soldaten“ dem Führerstaat bedingungslos<br />

NS-System von Lager, Kolonne und Fahne. Als Vorbilder<br />

nd die englischen Public Schools mit ihrer spartanischen<br />

er Parole „Mehr sein als scheinen“ wuchsen hier ausie<br />

auch nach dem Untergang des NS-Staates in Schlüssel-<br />

II. Weltkrieg ihr Leben ließen.<br />

hstgelegenen NAPOLAs in Schulpforta und Naumburg<br />

rschaft erhellt.<br />

Wie alles begann: Es nahte<br />

der 250. Geburtstag von Johann<br />

Wolfgang von Goethe<br />

und so dachte ich, würden im<br />

<strong>Harz</strong> diverse Publikationen<br />

an den Mann erinnern, der<br />

den <strong>Harz</strong> mit seinen faszinierenden<br />

Landschaftsformen<br />

weltberühmt gemacht hat.<br />

Das Elendstal und den Brocken<br />

im »Faust«, das Bodetal,<br />

das er als »gewaltigstes Felsental<br />

nördlich der Alpen«<br />

pries. Doch fast nichts geschah.<br />

So kam die Idee einer<br />

Zeitung für die <strong>Harz</strong>reisen<br />

des Dichters auf, zu der mich<br />

der legendäre »Windbeutelkönig«<br />

Dieter Friedrich Holste<br />

aus Schulenberg ermunterte.<br />

Die karge Bebauung zu Goethes Winterreise 1777 wird auf diesem<br />

Bild angedeutet. Nur das Wolkenhäuschen gab minimalen<br />

Schutz vor Witterungsunbilden.<br />

Goethefans lesen in der Jahresausgabe<br />

Bei einer Wanderung über<br />

Umwege auf den Brocken<br />

reifte der Entschluss, diese<br />

Reisen für heutige Besucher<br />

darzustellen. Viel Literatur<br />

wurde gewälzt, Fotos an den<br />

Örtlichkeiten gesammelt und<br />

zum Geburtstag 1999 war sie<br />

fertig. Tiefer und tiefer in die<br />

Welt des Dichterfürsten einzusteigen,<br />

das war der Plan.<br />

Schnell fanden sich Verbündete.<br />

Über viele Jahre gehörte<br />

der Goslarer Rammelsberg<br />

dazu. Nicht in den kühnsten<br />

Gedanken hatte ich diesem<br />

Blatt für Literatur- und Kulturtouristen<br />

eine so lange<br />

Lebensdauer prophezeit. Es<br />

kam anders – wie öfter im<br />

Leben. Immer neue Personen<br />

aus dem Dunstkreis des<br />

Aufgehübschte Darstellung von Brockenreisenden um 1839, die wohl so fein gekleidet den Brocken 62 Jahre nach Goethe eher<br />

nicht erreichten.<br />

Dichters fanden in den Folgejahren<br />

Platz im Blatt.<br />

Christlob Mylius, der weithin<br />

unbekannte frühe Bezwinger<br />

des Brockens, der schon<br />

1753 den unwegsamen Gipfel<br />

im Winter erreichte, sei<br />

genannt. Hans Christian Andersen,<br />

Theodor Fontane, der<br />

geniale Braunschweiger Maler<br />

Pascha Johann Friedrich<br />

Weitsch, der Quedlinburger<br />

Friedrich Gottlieb Klopstock,<br />

Johann Wilhelm Ludwig<br />

Gleim und sein heute ihn ehrendes<br />

Halberstädter Literaturzentrum<br />

wurden treue Begleiter.<br />

Maria Antonia<br />

Pessina von Branconi, die<br />

schöne Gräfin von Langenstein,<br />

inspirierte nicht nur<br />

Goethe, auch Bernd Wolff<br />

fand »Im Labyrinth der Täler«<br />

seinen Spielraum wie in<br />

weiteren Romanen rund um<br />

Goethes <strong>Harz</strong>reisen. Unvergessen,<br />

wie wir mit dem<br />

Heinrich Heine Spezial irrend<br />

vorwärtsstolperten und<br />

immer weiter ging es. Die<br />

Rockoper »Faust«, deren Gesamtkonzept<br />

in Kombination<br />

von Dampfbahnromantik<br />

mit Rockmusik und geschickter<br />

Literaturbearbeitung<br />

auf dem Brocken reüssierte,<br />

faszinierte uns, das<br />

Engagement Einzelner wie<br />

Achim Kapelle, der das Hotel<br />

Rathaus in Altenau buchstäblich<br />

vor dem Ruin rettete,<br />

ist aller Ehren wert!<br />

Allen, die dieses Projekt gefördert<br />

haben, sei hier ausdrücklich<br />

Dank gesagt, auch<br />

wenn sie namentlich nicht<br />

erwähnt worden sind.<br />

Aber so, wie jede Serie an ihr<br />

Ende kommt, soll diese<br />

Schutzgebühr: 1 €<br />

◗ 1. HARZREISE: 1777 – Winterbesteigung des Brockens<br />

von Nordhausen über Ilfeld, Elbingerode, Wernigerode,<br />

Goslar, Clausthal, Altenau, Brocken, St. Andreasberg,<br />

Duderstadt nach Mühlhausen S. 2–6<br />

◗ 2. HARZREISE: 1783 – mit geologischen Studien<br />

von Langenstein über Blankenburg, Rübeland, Halberstadt,<br />

Zellerfeld, Brocken, Schierke, Elend, St. Andreasberg nach<br />

Göttingen S. 7<br />

3. HARZREISE: 1784 – mit zeichnerischen Studien<br />

von Lauterberg über Osterode, Clausthal-Zellerfeld,<br />

Wildemann, Goslar, Brocken, Elbingerode, Thale,<br />

Blankenburg nach Langenstein S. 10–11<br />

◗ 4. HARZREISE: 18<strong>05</strong> – »Wallfahrt nach dem Roßtrapp«<br />

von Halberstadt über Thale, Bodetal, Gernrode, Ballenstedt<br />

nach Aschersleben S. 14<br />

Weltkulturerbe<br />

25. Ausgabe das Vierteljahrhundert<br />

der Begleitung von<br />

Kulturreisenden im <strong>Harz</strong> nun<br />

beschließen, auch wenn es so<br />

etwas angeblich deutschlandweit<br />

nicht noch einmal<br />

gibt. Jede Ausgabe veranschaulicht<br />

eine anstrengende<br />

und schöne Zeit, die ich nicht<br />

missen möchte. Bleiben Sie<br />

munter und weiter neugierig<br />

auf die Spuren, die Goethe<br />

uns im <strong>Harz</strong> hinterlassen hat!<br />

WolfgangSchilling<br />

Hotel & Veranstaltungshof<br />

Schlossmühle<br />

Kaiser-Otto-Straße 28<br />

D-06484 Quedlinburg<br />

Tel.: +49(0)3946.787-0<br />

info@schlossmuehle.de<br />

Arrangements buchbar unter: www.schlossmuehle.de<br />

Napola Verführte Elite im <strong>Harz</strong><br />

Napola<br />

Verführte Elite im <strong>Harz</strong><br />

Ballenstedt<br />

Ilfeld<br />

<strong>Harz</strong>reisen im Lichte<br />

Goethes<br />

Seit 1999 gibt es nun bereits den 25. Sonderdruck „Goethe<br />

im <strong>Harz</strong>“ als Edition der <strong>Harz</strong>druckerei Wernigerode aus der<br />

„Historischen Reihe“. Das Blatt beschäftigt sich mit des<br />

Dichters <strong>Harz</strong>reisen, seinen Intentionen, Gefühlen, Hoffnungen,<br />

wissenschaftlichen Forschungen und seinem Faible<br />

für diese einmalige Landschaft sowie die ihn umgebenden<br />

historischen Persönlichkeiten. Nach einem Vierteljahrhundert<br />

ist dieses Projekt nun in der finalen Phase. Es ist die<br />

abschließende Ausgabe für ein deutschlandweit einmalige<br />

Schriftenreihe, wie uns Goethekenner bescheinigten.<br />

Im Vordergrund steht<br />

dabei nicht so sehr der<br />

literarische Ertrag, sondern<br />

eher die ursächlichen<br />

Antriebe für die<br />

verhältnismäßig häufigen<br />

Visiten am und um<br />

den Blocksberg.<br />

In der Jahresausgabe<br />

2023/<strong>24</strong> beschäftigen wir<br />

uns u. a. mit der Wiederaufführung<br />

der Erfolgs-<br />

Rockoper „Faust“. Außerdem<br />

gibt es eine Information<br />

zum neuen Buch<br />

zum Bodetal und Thale,<br />

der Walpurgishalle auf<br />

dem Hexentanzplatz und<br />

NS-Eliteschulen gab es im <strong>Harz</strong> in Ballenstedt<br />

und Ilfeld. Erstmals befasst sich<br />

ein vierköpfiges Autorenteam umfassend<br />

mit diesem lange tabuisierten Thema. Im Internat<br />

sollten die Jungs nach sieben Jahren<br />

Konditionierung und ideologischer Schulung<br />

in einer paramilitärisch geführten Einrichtung<br />

das Abitur erreichen. Danach war<br />

ihnen die Berufswahl freigestellt. Kriegsbedingt<br />

gingen viele von ihnen zur Wehrmacht<br />

oder SS.<br />

Auf 304 Seiten mit 950 Fotos wird ein außergewöhnlich intensiver<br />

Blick in die Strukturen und Propaganda der NS-Zeit möglich.<br />

Informationen und Bestellung<br />

www.Napolaimharz.de oder ISBN 978-3-935971-94-2<br />

Goethe<br />

Die historische Reihe aus der<br />

im <strong>Harz</strong><br />

<br />

Auf den Spuren des großen deutschen Dichters 2023|20<strong>24</strong><br />

<strong>Harz</strong>reisen mit literarischem Ertrag<br />

25JahreaufdenSpurendesMalersWeberdurchsGebirge<br />

GOETHES HARZREISEN<br />

Quedlinburg<br />

Weltkulturerbe<br />

trifft Mittelalter<br />

und Fachwerk<br />

Faszination<br />

Romanik<br />

zu einem neu benannten Wanderweg unterhalb des<br />

Brockens – dem Benno Schmidt Weg. Die Veränderungen<br />

auf dem Teufelsstieg werden erneut beleuchtet. Nicht<br />

zuletzt bleibt der Brocken selbst ein zu jeder Jahreszeit<br />

sehr empfehlenswertes Ziel und damit natürlich auch<br />

Thema in der aktuellen Jahresausgabe. „Man muß oft<br />

etwas Tolles unternehmen, um nur wieder eine Zeitlang<br />

leben zu können. In meiner Jugend habe ich es nicht<br />

besser gemacht, und doch bin ich noch mit ziemlich heiler<br />

Haut davongekommen.“ Soweit der Sprachmagier selbst<br />

über seine jungen Jahre, in denen es ihn im <strong>Harz</strong> auf<br />

unwegsamen Pfaden zu neuen Einsichten trieb.<br />

Diese 25. Goethezeitung ist jetzt in vielen Touristinformationen<br />

des gesamten <strong>Harz</strong>es erhältlich.<br />

Sonderausgabe Nr. 25<br />

Einfach. Regional. Für alle.<br />

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Eine ereignisreiche Spurensuche<br />

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