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Outdoormarkt_2024_04

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Firmenjubiläum<br />

Das Outdoor-Unternehmen Vaude<br />

wurde vor 50 Jahren gegründet. Wir<br />

zeichnen seinen Erfolgsweg nach. >> Seite 18<br />

Lage im Handel<br />

Signa, Galeria, SportScheck: Was<br />

bedeutet die Insolvenzwelle für den<br />

Sportfachhandel? >> Seite 50<br />

outdoor<br />

Jahrgang 18 | Ausgabe <strong>04</strong> | Mai<br />

markt<br />

<strong>2024</strong> | 4,00 Euro<br />

www.outdoormarkt.com<br />

Sportartikelzeitung für Industrie und Handel<br />

OUTDOOR<br />

MEETS FASHION<br />

>> Bekleidungstrend Gorpcore:<br />

der neuste Schrei oder ein alter<br />

„Urban Outdoor“-Hut? Wir gehen<br />

der Sache auf den Grund. >> ab Seite 6<br />

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Titelfoto: Vaude/Clara Ferrand<br />

TITELTHEMA 6<br />

Was ist eigentlich Gorpcore ?<br />

Immer mehr dringt ein neuer Bekleidungstrend ins Bewusstsein auch der Outdoor-Industrie:<br />

Gorpcore. Er verbindet Mode-mit Outdoor-Elementen. Wir steigen tief ein in die Philosophie<br />

dieses Style-Konzeptes und versuchen zu klären, was ihn von Urban Outdoor unterscheidet.<br />

Und welches Potenzial für Outdoor-Hersteller wie Händler darin stecken mag.<br />

INDUSTRIE 10<br />

Nächster Euroepan Outdoor Summit, Ordercenter: MOC, Euromoda, Messe-Previews: Caravan<br />

Salon, Outdoor Salzburg, ISPO Munich, 50 Jahre Vaude, Lowa: Geschäftszahlen und Ausblick,<br />

Sympatex: Design-Leitfaden, Neues aus der Textilforschung (Foto), Sportmarkt Schweiz<br />

(Zahlen), Odlo startet ReWEAR-Programm, Tatonka: Interview mit Geschäftsführer Andreas<br />

Schechinger (Teil 2), Petromax: Neue Markenstrategie, Mammut, Outdoor Research, Messe-/<br />

Event-Reviews: Performance Days, Techtextil/Texprocess, FIBO, hamburgpressday.<br />

HANDEL 46<br />

Geschäftszahlen: SportFits, Bergfreunde, Otto, Decathlon; Insolvenzwelle: Wie geht es weiter<br />

im deutschen Sportfachhandel?, Neue Shops: Sport 2000, Patagonia, Intersport; Globetrotter:<br />

Weitere Repair-Center eröffnet, Studien: Retouren, Bezahlarten.<br />

PRODUKTE 62<br />

Neuheiten mit Argumenten für den Verkauf.<br />

PEOPLE 72<br />

Die Wechselbörse der Branche.<br />

EDITORIAL<br />

Wilfried Spürck, Chefredakteur<br />

Ich hoffe, dass möglichst viele diese Zeilen lesen. Denn das wäre auch ein Zeichen dafür, dass viele auf der Messe<br />

OutDoor by ISPO zugegen sind, wo diese Ausgabe ausliegt und Sie sie vielleicht gerade gefunden haben. Natürlich<br />

freue ich mich auch über jeden Abonnenten, der diese Ausgabe jetzt in Händen hält. Aber was ich meine: Wir alle<br />

haben uns im Vorfeld der Branchenleitmesse ein wenig Sorgen um deren Zukunft gemacht. Und wie die diesjährige<br />

Ausgabe in der Branche angenommen wird, das wird sicher mit über diese Zukunft entscheiden. Und für mich steht<br />

fest: Die Outdoor-Branche braucht eine solche Messe! Und das ist auch genau das, was mir fast alle Gesprächspartner<br />

aus der Outdoor-Branche sagen. Trotzdem aber werden diesmal recht viele etablierte Marken nicht dabei sein.<br />

Und viele kann man in ihren Beweggründen sicher auch verstehen.<br />

Leider gibt es aber wohl auch einen Dominoeffekt. Wenn einmal eine nennenswerte Zahl von Unternehmen in den Messehallen fehlt – wie es schon<br />

zuletzt der Fall gewesen ist–, dann kommen auch andere ins Grübeln und schließlich zu der Entscheidung: Sparen wir uns erst einmal den Aufwand und<br />

das Geld und schauen wir mal, wie es weitergeht. Auch bei denjenigen, die diesmal nach wie vor dabei sind, gibt es nach meinem Eindruck einige, die sich<br />

vornehmen, das Ganze Sache mal zu beobachten, um dann für die nächste(n) Messe(n) noch einmal neu zu überlegen: Lohnt es sich, da hinzugehen?<br />

Insofern hoffe ich sehr auf eine rege Teilnahme an der OutDoor by ISPO – und dass die Messe allen Zweifeln zum Trotz ein Erfolg wird. Damit dieser<br />

Branchentreff, der in den 1990er Jahren ins Leben gerufen wurde, auch weiterhin seine – neben der Präsentation von Neuheiten – wichtige Funktion als<br />

Plattform, wo sich (fast) alle Player der Branche treffen, erfüllen kann.<br />

Herzlichst, Ihr<br />

Wilfried Spürck<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 3


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MENSCHEN: Personalnews aus der Branche sowie kurze<br />

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Holger Henopp, Tel. +49 (0)40 38 906 292<br />

<strong>04</strong> <strong>04</strong>/<strong>2024</strong><br />

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TITELTHEMA<br />

Outdoor und Fashion – zwei Welten, die in vielen Hinsichten unterschiedlicher<br />

kaum sein könnten. Doch sie können sich auch gegenseitig befruchten.<br />

Wie sieht es diesbezüglich mit dem neuen Trend Gorpcore aus?<br />

Gorpcore –<br />

Fashion meets<br />

Function<br />

Ein neuer Trend bewegt die Welt: Gorpcore. Mode und Outdoor gehen dabei eine Verbindung ein. Aber: Ist das<br />

nicht eigentlich Urban Outdoor, nur anders etikettiert? Oder doch etwas völlig Neues? Unser Autor Ralf Stefan<br />

Beppler hat sich in beiden Branchen kundig gemacht, um herauszufinden, was diesen Bekleidungsstil ausmacht –<br />

und welches Potenzial darin eventuell für Oudoor steckt.<br />

Wenn zwei das Gleiche tun, ist das noch<br />

lange nicht dasselbe“. Wie sehr diese<br />

Weisheit manchmal zutrifft, kann ich aus<br />

eigener Erfahrung bestätigen. Ich besitze ausschließlich<br />

Outdoor-Kleidung und trage auch<br />

nur diese. Doch wenn ich mit Outdoor-Kleidung<br />

im Alltag unterwegs bin, merke ich oft,<br />

dass das als unpassend empfunden wird. Und<br />

als modisch gehe ich damit nie durch. Aber<br />

wenn Rapper A$AP Rocky in Daunenjacke,<br />

Fleece und mit Gürteltasche auf der New York<br />

Fashion Week erscheint, gilt das als Statement,<br />

als neuer Style und wird als Beginn eines<br />

Modetrends gefeiert. Der inzwischen als „Gorpcore“<br />

bezeichnet und diskutiert wird.<br />

Der Begriff „Gorpcore“ tauchte erstmals<br />

2017 in einem Artikel von The Cut, dem Style-Blog<br />

des New York Magazines, nach der<br />

6 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


TITELTHEMA<br />

Modewoche in der Stadt, die niemals schläft,<br />

auf. Seitdem hört und liest man ihn immer<br />

wieder, wenn Rapper, Rocker, Basketballstars<br />

oder Schauspieler in Outdoor-Kleidung in der<br />

Öffentlichkeit auftauchen und ihrem Alltag<br />

nachgehen. „Gorpcore“ wird mitunter zum<br />

„Megatrend“ für den Alltag erklärt. Das Wort<br />

setzt sich zusammen aus den Anfangsbuchstaben<br />

von „Good Old Raisins and Peanuts“<br />

und dem Wort „Core“ („Kern“). Der erste Teil<br />

wiederum, also die „guten alten Rosinen und<br />

Erdnüsse“, gelten in Amerika als Trailfood, zu<br />

Deutsch Studentenfutter: Nahrung, die gut<br />

im Rucksack für unterwegs mitgenommen<br />

werden kann: eben Outdoor-Essen. Im Bekleidungsbereich<br />

bedeutet Gorpcore das Tragen<br />

von Outdoor-Kleidung im Alltag. Etwas fachlicher<br />

definiert das Modemagazin GQ Gorpcore<br />

als „die Integration von technisch-inspirierten<br />

Outdoor-Looks in Designs“.<br />

Doch wo Outdoor mitgemeint ist, sollten<br />

auch Outdoor-Vertreter ein definitorisches<br />

Wörtchen mitzureden haben: Lothar Baisch,<br />

Geschäftsführer Vertrieb und Marketing bei<br />

Maier Sports, sieht es so: „Gorpcore ist die<br />

Antwort der Modewelt auf Urban Outdoor<br />

oder Outdoor Leisure“. Er verwiest darauf,<br />

dass es nicht ungewöhnlich sei, „dass sich die<br />

Modeindustrie von der Sport- und Outdoor-<br />

Branche inspirieren lässt und umgekehrt“.<br />

Ähnlich sieht es Thomas Aichner, Marketing<br />

Director bei Salewa: „Viele unserer Kunden<br />

wohnen in Städten und verbringen ihre<br />

freie Zeit gerne in der Natur.“ Deshalb sei es<br />

naheliegend, „dass sie urbane mit alpinen<br />

Codes verknüpfen und die Grenzen oft fließend<br />

sind“. Salewa habe sogar auf das Thema<br />

„schon geachtet, bevor der Trend einen eigenen<br />

Namen erhielt“.<br />

Marco Redini, CEO von UYN, teilt diese<br />

Interpretation: „Wir haben die Bedeutung<br />

von Gorpcore verstanden, bevor es überhaupt<br />

aufgekommen ist.“ Das habe ihre Forschung<br />

„dazu gebracht, etwas Innovatives zu schaffen“,<br />

nämlich Biotech. Allerdings scheint uns<br />

die Quasi-Gleichsetzung von Gorpcore und<br />

Urban Outdoor etwas zu kurz gegriffen.<br />

Auf die Kontraste kommt’s an<br />

Nähern wir uns dem Konzept Gorpcore weiter<br />

an, indem wir das amerikanische Field Mag<br />

zitieren: „Während Sie theoretisch von Kopf<br />

bis Fuß in synthetischer Kleidung mit Gore-<br />

Tex-Futter herumlaufen können, empfehlen<br />

wir Ihnen, einen solchen Ansatz zu vermeiden,<br />

um nicht wie ein Angeber zu wirken“,<br />

heißt es dort. Empfohlen wird, die „sturmfeste<br />

Arc’teryx Alpha SV-Shell (…) über ein altes Flanellhemd<br />

mit etwas eingerissenem Denim<br />

und frischen New Balance 990v6“ zu werfen.<br />

„Streben Sie nach Kontrasten anstelle von<br />

ausgewachsener Outdoor-Tech-Bekleidung“,<br />

so der Style-Rat. Beim FashionHaus Breuninger<br />

hebt man die Bedeutung von Markenlogos<br />

in solchen Bekleidungskombinationen<br />

hervor. Die „Verbindung von etablierten Markenlogos<br />

auf technischer Kleidung“ erfreue<br />

sich immer größerer Beliebtheit. Weiter heißt<br />

es: „Neben einem vornehmlich ästhetischen<br />

Ansatz für Bekleidung erfüllen Luxusmarken<br />

mit Kleidung im Gorpcore-Stil ebenfalls steigende<br />

zweckmäßige Anforderungen.“<br />

Ein paar Etagen unterhalb der Gucci-Promi-<br />

Welt ist der Trend ein bisschen entspannter,<br />

alltäglicher und massentauglicher. Dafür<br />

kriegt der aber auch sein Fett weg, wenn die<br />

Die Welt in einem am 6. Mai erschienenen<br />

Beitrag („Und jetzt ist der deutsche Spießerlook<br />

globaler Modetrend“) schreibt: „Schon<br />

seit einigen Jahren inspiriert der funktionale,<br />

geschlechtsneutrale und oft nicht besonders<br />

modisch oder gar elegant anmutende<br />

Allwetter-Outdoor-Look die Generation Z und<br />

Luxuslabels gleichermaßen … aber nicht etwa<br />

als aufgehübschte Luxusversion, sondern eher<br />

trotzig hässlich‘“. Was hinter dem Trend steckt,<br />

fragt Autorin Katharina Pfannkuch auch Carl<br />

Tillessen, Geschäftsführer der Trendagentur<br />

DMI (Deutsches Mode-Institut): „Vor einigen<br />

Jahren war Outdoor- und Funktionskleidung<br />

noch sehr bunt“, sagt der. „Jetzt gibt es<br />

eine Hinwendung zu gedeckten Farben, etwa<br />

Braun- und Grüntönen, in denen man eher<br />

mit der Natur verschmilzt, statt sich von ihr<br />

abzukapseln.“ Tillessen sieht darin „mit Pragmatismus<br />

gepaarte Nachahmung der Natur<br />

(…) das eigene schlechte Gewissen“: In der<br />

Konsequenz solle „nur noch das vorgeblich<br />

Nötige, Vernünftige gekauft werden“. Etwa<br />

eine Funktionsjacke, deren praktischer Nutzen<br />

die ästhetische Dimension übertrumpfe.<br />

Vorteil Langlebigkeit<br />

Beim Frauen-Onlinemagazin desired.de sieht<br />

man das viel positiver: „Wir finden das superpraktisch,<br />

und Gorpcore hat extrem viele Vorteile<br />

in den Bereichen Qualität und Nachhaltigkeit“,<br />

heißt es im Beitrag „Gorpcore Trend:<br />

Das ist die Streetfashion auf Lebenszeit!“. Der<br />

Vorteil der Gorpcore-Mode: „Bei vielen Shops<br />

erhältst du mit dem Kauf von Outdoor-Kleidung<br />

entweder eine längere Garantie oder<br />

sogar ein lebenslanges Reparaturangebot! Das<br />

heißt, wenn etwas mal kaputtgehen sollte,<br />

kannst du zum Beispiel deine Jacke jederzeit<br />

einschicken und bekommst sie wie neu aus »<br />

Der Gorpcore-Style baut, ähnlich wie auf diesem Foto, auf einer gezielt unprätentiösen<br />

Grundausstattung auf und kommt bewusst „cool“ rüber. Anders als hier gehören oft auch<br />

Marken logos und Luxus- beziehungsweise Designer-Elemente dazu.<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 7


TITELTHEMA<br />

Manch einer würde wohl nicht vermuten, dass die Models hier Bekleidung einer Outdoor-Marke tragen. Ist aber so: Mit der „Oslo“-Serie bietet Bergans of<br />

Norway funktionale Styles, die zugleich sehr modisch sind und sich bestens für die Stadt und die Freizeit eignen.<br />

Fotos: Tommy Hilfiger, wayhomestudio on Freepik, Freepik. Bergans, Bogner<br />

der Reparatur zurück. Somit investierst du in<br />

ein Kleidungsstück, welches dir mehrere Jahrzehnte<br />

Freude bereitet.“ Wenn Fashion mit<br />

Langlebigkeit wirbt, ist das zumindest aus<br />

Nachhaltigkeitsgründen mal ein Fortschritt.<br />

Auf dem Retro-Trip?<br />

Langlebigkeit, Reparaturfähigkeit und<br />

Nachhaltigkeit sind klassische Argumente<br />

im Bereich Outdoor. Hinzu kommt die<br />

Funktionalität. All diese Aspekte spielen auch<br />

in der „Gorpcore-Theorie“ eine Rolle. Dennoch<br />

besteht der Eindruck, dass die beiden Branchen<br />

– Mode und Outdoor – nicht dasselbe<br />

meinen, wenn sie denselben Begriff verwenden.<br />

GQ beschreibt den Trend als „sehr clever<br />

entwickelte Kleidung, die dafür ausgelegt<br />

ist, dich vor extremen Wetterbedingungen<br />

zu schützen und dabei auch multifunktional<br />

zu sein“. Das könnte durchaus als Outdoor-<br />

Anspruch gesehen werden.<br />

Peek & Cloppenburg (P & C) indes schreibt<br />

Gorpcore „vier zentrale Merkmale“ zu: Volumen,<br />

Layering, Kordelzüge und Logos. In der<br />

genaueren Betrachtung bezieht sich das<br />

Unternehmen dabei eher auf Retro-Outdoor<br />

als auf die aktuellen Designs. Jacken werden<br />

dort als „kastig geschnitten und ausgesprochen<br />

voluminös“ definiert, Fleece sollten<br />

einen „geräumigen, kastigen Schnitt“ haben,<br />

und Hosen „sind weit und gerade, aber nicht<br />

ausgestellt“. Dies wird mit „ausreichend<br />

Bewegungsfreiheit“ begründet, um „darin<br />

wandern, klettern oder spazieren gehen zu<br />

können“. Die Idee dahinter sei, eine „Art Einheitsgröße<br />

zu schaffen, die sich dann flexibel<br />

in mehreren Lagen kombinieren lässt“. Von<br />

der Perspektive heutiger Outdoor-Designs aus<br />

sind diese Beschreibungen längst überwundene<br />

„Es war einmal“-Ansätze.<br />

Und überhaupt nicht Outdoor ist der Ruf<br />

nach Kordelzügen: „Tatsächlich verfügt ein<br />

Großteil der Gorpcore-Oberbekleidung über<br />

Kordelzüge, weil sich die Styles dadurch<br />

spontan anpassen lassen. Kordelzüge bieten<br />

einen praktischen Mehrwert und sind darüber<br />

hinaus ein schönes Stilelement, das allen<br />

Outfits eine sportive Note verleiht“, stellt<br />

P&C fest, ähnlich sehen es auch desired.de,<br />

Breuninger oder GQ. Markenlogos dienen<br />

dabei als „Show-off“-Element: „Generell können<br />

zwei bis drei gut sichtbare Logos dem<br />

Look nicht schaden. Schließlich zeugen sie<br />

von echtem Know-how und sind ein schönes<br />

Designelement“, heißt es bei P&C.<br />

„Statement-Teile“ sorgen für Gorpcore-Touch<br />

Aus Fashion-Sicht scheint Outdoor mehr<br />

Vehikel als Ideengeber. Die Modebranche differenziert<br />

Gorpcore und Outdoor-Look. „Der<br />

Outdoor-Look konzentriert sich hauptsächlich<br />

auf Funktionalität und Schutz vor den Ele-<br />

menten. (...) Der Gorpcore-Stil hingegen integriert<br />

Outdoor-Elemente in die Alltagskleidung<br />

und kombiniert sie mit urbaner Mode“,<br />

so der japanische Streetwear-Anbieter Fuga<br />

Studios. Für den echten Gorpcore-Look reiche<br />

ein „Key-Piece“ oder „Statement-Teil“ als<br />

„Herzstück deines Looks (..) für den unverwechselbaren<br />

Gorpcore-Touch“.<br />

Als geeignete Brands werden unter anderem<br />

genannt: The North Face, Nike, Jack Wolfskin,<br />

Khujo, Riot Division (desired.de „Fashion<br />

Trends“) oder Arc’teryx, Salomon, The North<br />

Face und Patagonia kombiniert mit Opium<br />

Style, Y2K, japanischer Streetwear (Fuga Studios)<br />

oder Levi‘s, Chi Chi London, Tommy Hilfiger,<br />

Lacoste, Boss, Esprit, Jack&Jones, Armani<br />

Exchange (Breuninger) oder Kronstadt,<br />

Carhartt, New Balance und wieder The North<br />

Face (Magazin Outfittery). Die Outdoor-Marken<br />

in der Liste haben dabei eines gemein: Sie<br />

wurden an einem Promi gesehen …<br />

Mode oder Outdoor Wer hat die Hosen an?<br />

„Für viele renommierte Outdoor-Brands ist<br />

jetzt die große Stunde gekommen“, verlautet<br />

von P & C. Doch große Jubelstürme dürften<br />

bei Outdoor-CEOs kaum ausbrechen. Lesen<br />

wir weiter: „Mit trendigen Schnitten, ausdrucksstarken<br />

Farben und modischen 90er-<br />

Jahre-Mustern verwandeln sie Softshelljacken,<br />

Funktionsshirts, Fleecepullis und »<br />

8 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


*


TITELTHEMA<br />

Co. in coole Fashion Must-haves.“ Passend<br />

dazu definiert desired.de in seinem „Fashion<br />

Trends“-Blog einen „Jogging-Set kombiniert<br />

mit einer Outdoor-Jacke von The North Face“<br />

als „den perfekten Gorpcore-Look“. Und wenn<br />

Fuga Studios von der „Fusion aus Outdoor<br />

und Mode“ spricht, dann sind weniger eventuelle<br />

Outdoor-Produkte im Alltag gemeint,<br />

sondern Outdoor-Features und -Optiken, die<br />

im Fashion-Bereich eingesetzt werden. Auch<br />

wenn „Marken wie Patagonia, The North Face<br />

und Arc’teryx (…) auch außerhalb der Outdoor-Szene<br />

an Beliebtheit gewonnen haben“.<br />

Die Outdoor-Branche ihrerseits begreift,<br />

siehe oben, Gorpcore offenbar nur als neuen<br />

Begriff für das, was sie als „Urban Outdoor“<br />

oder unter anderen Begriffen schon lange auf<br />

den Weg gebracht hat: „Mit Gorpcore greifen<br />

die Mode-Labels die schon länger anhaltende<br />

positive Entwicklung aus dem Outdoor-Bereich<br />

mit vielen lässigen, alltagstauglichen Styles<br />

auf, die sich vom ,Bergler-Look‘ verabschiedet<br />

haben. Eine Entwicklung, wie wir schon länger<br />

sehr aktiv vorantreiben mit vielen jüngeren,<br />

besonders vielseitigen Styles, die bequem<br />

und unkompliziert sind“, findet Lothar Baisch<br />

von Maier Sports. Auch Wolfgang Jahn, Sales<br />

Director Europe Sherpa Adventure Gear/Artilect,<br />

sieht das ähnlich: „Die Idee, die hinter dem<br />

von der Modeindustrie kreierten Trendthema<br />

Gorpcore steckt, findet in der strategischen<br />

Ausrichtung von Sherpa und Artilect in unterschiedlichen<br />

Formen schon länger ihren<br />

Niederschlag“. Und Oliver Robens, Europa-Chef<br />

von Craghoppers, ist überzeugt: „Unsere Mission<br />

ist es, die nachhaltigste und innovativste<br />

Outdoor-Ausrüstung für jedes Abenteuer und<br />

jede Umgebung zu entwerfen. Und wenn<br />

das Abenteuer mal in der Stadt wartet, dann<br />

kann man mit unseren leichten und sportlicheleganten<br />

Hosen gut dabei gut aus sehen.“ Und<br />

genau dies versteht er als<br />

Gorpcore- Ausprägung.<br />

Potenzial für Outdoor?<br />

Der Handel hofft natürlich,<br />

vom Trend profitieren zu<br />

können: „Das Thema Alltagsnutzen,<br />

vielseitige Einsatzmöglichkeiten<br />

und Kombinierbarkeit<br />

wird mit Sicherheit<br />

eine immer größere Rolle spielen.<br />

Hier ist dann auch der Einsatz<br />

als modische Bekleidung<br />

im Alltag ein Teil davon“, so<br />

Daniel Heydinger, Prokurist Ein- und Verkaufsleiter<br />

Unterwegs AG. Er sieht sogar, dass dieser<br />

Trend „einen Einfluss auf unsere Einkaufspolitik<br />

haben“ könnte. Das mag punktuell sogar<br />

sein, denn irgendwo kaufen die Fashionkunden<br />

ja auch die Key- und Statementprodukte.<br />

Viel Potenzial für Outdoor-Marken sieht<br />

auch Thomas Aichner von Salewa in dem<br />

Thema: „Die Chance besteht erstens darin,<br />

Mit seiner „Fire and Ice“-Kollektion richtet sich die Modemarke Bogner an „Urban Climbers“, für die<br />

der Weg „von der City direkt zum Berg“ führt – auch eine Variante von „Fashion meets Function“.<br />

sich von anderen Branchen inspirieren zu<br />

lassen, ohne dabei den eigenen Kern zu<br />

vernachlässigen. Zweitens trägt der Gorpcore-Trend<br />

sicher dazu bei, weiterhin neue<br />

Menschen an das Outdoor-Thema heranzuführen,<br />

und davon können Outdoor-Marken<br />

profitieren, sofern es ihnen gelingt, diese<br />

Zielgruppe richtig anzusprechen.“ Die erste<br />

Prämisse kann durchaus Sinn machen. Aber<br />

dass Outdoor „Fashion kann“ im Sinne von<br />

Gorpcore, ist doch fragwürdig.<br />

Aber vielleicht sollte man auch nicht<br />

krampfhaft versuchen, auf diesen Trendzug<br />

aufzuspringen? In diesem Sinne heißt<br />

es von Vaude: „In der Produktentwicklung<br />

spielt dieser vermeintliche Trend Gorpcore<br />

keine Rolle.“ Gleichzeitig sehen die Tettnanger<br />

manche eigene Produkte, die durchaus<br />

fashionfähig seien. „Ein Blick in unsere<br />

50-jährige Geschichte zeigt, dass sich einige<br />

Styles zu echten Klassikern entwickeln. Beispielsweise<br />

die ikonische Lhasa-Jacket aus<br />

„Die Mode-Labels greifen die<br />

Entwicklung aus dem Outdoor-<br />

Bereich mit vielen lässigen, alltagstauglichen<br />

Styles auf.“<br />

Lothar Baisch, Geschäftsführer Maier Sports<br />

den 80ern, deren Design wir im Laufe der<br />

Zeit immer wieder mal mit einem Revival<br />

aufleben ließen. Aber wir nennen das nicht<br />

Gorpcore“, betont Benedikt Tröster, Vaude-<br />

PR-Verantwortlicher. Ähnlich geht es Patagonia.<br />

„Wir versuchen, uns generell von<br />

Fashion-Trends fernzuhalten, da es nicht<br />

unser Business ist“, sagt Birgit Grossmann,<br />

Community Marketing & Impact Manager<br />

Central Europe. Dennoch spielen Icons wie<br />

der Synchilla Snap-T oder das Retro-Jacket im<br />

Gorpcore-Trend eine Rolle.<br />

Überraschende Wendung<br />

Andererseits kann Outdoor eventuell auch<br />

ohne gezielte Maßnahmen in Produktentwicklung<br />

und Marketing Gorpcore-Fans<br />

für sich gewinnen. Wenn diese tatsächlich<br />

„extrem viele Vorteile in den Bereichen Qualität<br />

und Nachhaltigkeit“ (desired.de, siehe<br />

oben) sehen, dann könnte die Outdoor-Branche<br />

hier einen Ansatz haben. Immerhin ist<br />

sie diesbezüglich auf einem guten Weg und<br />

mitunter Vorreiter bei Bekleidung. „Ich bin<br />

überzeugt, dass für die urbanen Zielgruppen<br />

neben dem Gorpcore-Trend als Erscheinungsbild<br />

die Nachhaltigkeit der Herstellungsprozesse<br />

und der Materialien immer wichtiger<br />

wird“, sagt Craghoppers-Europa-Chef Oliver<br />

Robens in diesem Sinne. Ähnlich formuliert<br />

es UYN-CEO Redini: „Dank Gorpcore denken<br />

wir, dass die Menschen unserer<br />

Philosophie immer näherkommen.<br />

Nachhaltigkeit und Natur<br />

sind zwei Begriffe, die wir oft<br />

hören, aber wir setzen sie in echte<br />

Produkte um.“<br />

Damit hätte die Outdoor-<br />

Branche einen vielversprechenden<br />

Ansatz in diesem<br />

Zusammenhang. Denn die<br />

schnelllebige und massenkonsumorientierte<br />

Fashion-Industrie<br />

hat ein gewaltiges Nachhaltigkeitsproblem.<br />

Man schaue sich etwa den neuen Film „Shitthropocene“<br />

von Patagonia an. Da wird<br />

deutlich, „wie sich die Bekleidungsindustrie<br />

zu dem entwickelt hat, was sie heute<br />

ist und warum ein Fokus auf Qualität und<br />

bewussten Konsum essenziell (…) ist.“ Nachhaltige<br />

Outdoor-Styles im Gorpcore-Trend<br />

könnten ein Teil der Lösung sein.<br />

10 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


SAVE<br />

TITELTHEMA<br />

THE<br />

DATE<br />

03.–05.12.<strong>2024</strong><br />

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<strong>2024</strong><br />

03.–05.12.<strong>2024</strong><br />

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<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 11


EOS im September in Cambridge: Am 18. und 19. September findet in der berühmten Universitätsstadt<br />

Cambridge, Großbritannien, der 9. European Outdoor Summit (EOS) statt. Tagungsort des von der<br />

European Outdoor Group (EOG) gemeinsam mit der britischen Outdoor Industries Association (OIA)<br />

als Gastgeber-Organisation durchgeführten Meetings mit Vorträgen, Diskussionen, Workshops und<br />

viel Gelegenheit zum Networking ist die Cambridge Union Society, ein geschichtsträchtiger Debattierclub.<br />

Es ist der zweite EOS in Großbritannien, nachdem die Konferenz 2015 in Sheffield zu Gast war.<br />

Ticktes für die zwei Tage kosten ab 685 britische Pfund (ca. 800 Euro) für EOG-Mitglieder und 769 Pfund<br />

(ca. 900 Euro) für Nicht-Mitglieder.<br />

www.europeanoutdoorsummit.com<br />

Drehscheibe<br />

des Handels<br />

Das MOC ORDERCENTER in München ist seit vielen Jahren ein wichtiger Ort des Austauschs zwischen Lieferanten<br />

und Fachhändlern. Zahlreiche Top-Marken der Sport-, Outdoor- und Schuhbranche sind dort präsent. Ihre Showrooms<br />

und die regelmäßigen Orderveranstaltungen bieten die Gelegenheit, sich zu treffen und zu informieren.<br />

Das Sommergeschäft steht vor<br />

der Tür und die Order für die<br />

Kollektionen FS 2025 muss platziert<br />

werden. Im MOC Ordercenter,<br />

der Drehscheibe des Sport-, Outdoor-<br />

und Schuhhandels im Süden<br />

Deutschlands, bündeln Fachhändler<br />

Termine und arbeiten<br />

eng und effizient mit ihren Lieferanten<br />

zusammen. Hier trifft der<br />

Händler nicht nur umsatzstarke<br />

Outdoor-Sortimente, sondern<br />

auch wichtige Marken im Bereich<br />

Outdoor-Hardware. Unternehmen<br />

wie Mammut, Bergans of Norway,<br />

Salewa, CMP, Houdini, Oakley, ON<br />

Running, Schöffel, Lowe Alpine,<br />

Osprey, Vaude etc. haben seit Jahren<br />

ihre Präsenz im MOC.<br />

Die steigende Nachfrage nach<br />

Outdoor-Bekleidung und -Ausrüstung<br />

spiegelt das wachsende<br />

Interesse der Menschen an Naturerlebnissen<br />

und Aktivitäten im<br />

Freien wieder. Gleichzeitig steigt<br />

das Bewusstsein für Umweltschutz<br />

und Nachhaltigkeit.<br />

Immer mehr Verbraucher legen<br />

Wert darauf, dass ihre Outdoor-<br />

Bekleidung aus umweltfreundlichen<br />

Materialien hergestellt<br />

wird und dass die Hersteller sozial<br />

verantwortlich handeln.<br />

Viele Marken setzen auf recycelte<br />

Materialien wie Polyesterfasern,<br />

recyceltes Nylon und<br />

andere nachhaltige Materialien,<br />

um die Umweltauswirkungen<br />

ihrer Produkte zu reduzieren.<br />

Dabei stehen vermehrt die Nachhaltigkeit,<br />

Langlebigkeit und<br />

technologische Innovationen im<br />

Fokus, um den Bedürfnissen der<br />

Verbraucher gerecht zu werden<br />

und die Naturerlebnisse noch<br />

besser zu gestalten.<br />

Fotos: Frommel Fotodesign<br />

Im MOC Ordercenter sehen Händler frühzeitig die Produktneuheiten der kommenden Saison.<br />

Trends entdecken<br />

Auch das Thema Outdoor-<br />

Technologie spielt eine immer<br />

größere Rolle. Wearables wie<br />

GPS-Geräte, Smartwatches<br />

und Fitness-Tracker sind aus<br />

dem Alltag nicht mehr wegzudenken<br />

– und das nicht nur<br />

bei Outdoor-Enthusiasten –, da<br />

sie dabei helfen, die eigenen<br />

Aktivitäten zu verfolgen und die<br />

Leistung zu verbessern.<br />

In Anbetracht des Wandels<br />

in der Outdoor-Branche ist<br />

der intensive Austausch mit<br />

den regionalen Akteuren von<br />

entscheidender Bedeutung und<br />

bietet wertvolle Einblicke in die<br />

zukunftsweisenden Entwicklungen.<br />

Dieser Trend spiegelt<br />

sich auch im MOC Ordercenter<br />

wieder, wo Händler und<br />

12 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong><br />

www.outdoormarkt.com


­Lieferanten zusammenkommen,<br />

um die neuesten Produkte und<br />

­Innovationen zu entdecken und<br />

zu ordern.<br />

Das MOC Ordercenter bietet<br />

Raum für Markendarstellung und<br />

Inspiration. Die Türen der Showrooms<br />

sind fast immer offen, und<br />

Händler und Lieferanten treffen<br />

sich hier ganz nach Bedarf.<br />

Die Orderveranstaltungen sind<br />

marktgerecht und sinnvoll geplant,<br />

sodass sie sich nicht mit<br />

anderen wichtigen Terminen der<br />

Branche überschneiden.<br />

Im MOC Ordercenter wird Wert<br />

auf guten Service gelegt. Die digitale<br />

Plattform mein.MOC unterstützt<br />

die Händler bei ihrer<br />

Besuchsplanung als Terminvereinbarungstool<br />

und<br />

gibt Auskunft zu allen Mietern<br />

und Marken im MOC<br />

Ordercenter. Händler haben<br />

hier die Möglichkeit, neue<br />

Marken zu entdecken und<br />

TOGETHER<br />

Auch viele Klettermarken haben einen Showroom im MOC Ordercenter.<br />

direkte Terminanfragen zu<br />

stellen. Das MOC bietet eine<br />

Infrastruktur, die konzentriertes<br />

und effizientes Arbeiten<br />

ermöglicht – sowohl analog<br />

als auch digital.<br />

Mehr Informationen zu den<br />

Showrooms und Marken im<br />

MOC finden Interessierte auf<br />

der Website (siehe Kasten).<br />

KONTAKT<br />

MOC Ordercenter, Lilienthalallee 40, 80939München<br />

Tel.: +49 (0)89 32353, info@moc-ordercenter.de<br />

www.moc-ordercenter.de<br />

TERMINE<br />

Outdoor Order MOC (Schwerpunkt: Hartware + Schuhe):<br />

11.–13. Juni<br />

SOC* Früheinteilertage**: 24.–26. Juni<br />

Orderstart: 4. August<br />

SOC Ordertage: 5./12./19. August & 2./9./16./30. September<br />

Inoffizieller SOC Ordertage**: 4. September & 7. Oktober<br />

SOC Orderwochen: 25.–31. August & 22.–24. September<br />

ANWR Ordertage (MOC): 26./27. August & 26./27. September<br />

Munich Fabric Start: 3./4. September<br />

Preview Day MOC: 27. November (noch nicht festgelegt)<br />

WE CARE<br />

Individuelle Ordertermine vereinbaren Sie direkt mit den<br />

Ansprechpartnern der Marken. Über die Kalenderfunktion von<br />

mein.MOC können Sie auch direkte Terminanfragen bei Ihren<br />

persönlichen Ansprechpartnern stellen. Sie benötigen hierfür<br />

einen eigenen Account bei mein.MOC.<br />

* SOC: Schuhe, ** Nicht alle SOC-Büros besetzt. SOC-Büros nur gemäß<br />

individueller Terminvereinbarung geöffnet!<br />

www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

Das Herz des<br />

Caravanings<br />

Mobiles Reisen ist eine Urlaubsform – aber auch ein Lebensgefühl, das immer mehr Anhänger für sich<br />

entdecken. Für die bietet der CARAVAN SALON in Düsseldorf vom 30. August bis 8. September wieder alle<br />

wichtigen Neuheiten und Trends der Branche.<br />

Vom 30. August <strong>2024</strong> an (Preview Day) wird<br />

das Düsseldorfer Messegelände für zehn<br />

Tage einmal mehr zum wichtigsten Treffpunkt<br />

für alle Liebhaber und Fans der mobilen Freizeit.<br />

Beim Caravan Salon schlägt dann bis zum<br />

8. September das Herz des Caravanings. Die<br />

wichtigsten Aussteller der Branche präsentieren<br />

in 16 Hallen Caravans, Reisemobile und<br />

Campervans für jeden Geschmack und jedes<br />

Budget. Das Angebot reicht vom Mini-Caravan<br />

mit Schlafstätte und Kochgelegenheit für den<br />

kleinen Geldbeutel bis zum rollenden Luxusreisemobil.<br />

Bewährte Grundrisse und Fahrzeugklassiker<br />

sind ebenso zu sehen wie die brandneuen<br />

Modelle für die neue Saison, die erstmals<br />

beim Caravan Salon präsentiert werden.<br />

Neben der Produktvielfalt und einer großen<br />

Auswahl an Caravaning-Dienstleistungen<br />

1962 in Essen gestartet, findet der Caravan Salon seit 1964 in Düsseldorf statt. Vom 30. August präsentiert<br />

die Branche dort wieder fast alles, was es an Neuheiten rund um das mobile Reisen gibt.<br />

bietet die Leitmesse wieder ein vielseitiges<br />

Rahmenprogramm, das perfekt auf die Interessen<br />

und Bedürfnisse rund um die mobile<br />

Freizeit ausgerichtet ist. Sondershows und<br />

viele Attraktionen mit Action, Spaß und guter<br />

Laune laden zum Besuch für Jung und Alt auf<br />

dem Düsseldorfer Messegelände ein. Darüber<br />

hinaus ist der Caravan Salon das bedeutendste<br />

Dialog-Forum für Fachleute, Experten und<br />

Industrieverbände aus aller Welt.<br />

Tickets gibt es ab dem 11. Juni unter<br />

www.caravan-salon.de<br />

Rund um den<br />

Kletterturm<br />

Vom 25. bis 27. Juni findet im Veranstaltungszentrum Brandboxx Salzburg die Messe OUTDOOR SALZBURG<br />

statt. Diesmal bietet sie einen besonderen Schwerpunkt …<br />

Fotos: Kris Benson, Messe Düsseldorf, Brandboxx<br />

Bei ihrer dritten Auflage wird die<br />

OUTDOOR Salzburg – Summer Edition<br />

vom 25. bis 27. Juni erstmals im Zeichen eines<br />

Themas stehen. Auf Klettern und Campen<br />

wird sich der Fokus der Messe im Veranstaltungszentrum<br />

Brandboxx Salzburg dann<br />

richten. Seinen Ausdruck findet dies im „Kletter-Village“.<br />

Dort wird ein Kletterturm den<br />

Fachbesuchern die Möglichkeit bieten, die<br />

Funktionalität und Qualität des Equipments<br />

gleich an Ort und Stelle selbst zu testen.<br />

Außerdem wird es eine Zeltstadt direkt in der<br />

Messehalle geben, wo das Thema Campen<br />

erlebbar sein wird.<br />

Neben diesen Bereichen präsentieren die Veranstalter<br />

aber auch eine vielfältige Auswahl an<br />

Outdoor-Marken, die die gesamte Bandbreite<br />

der Branche von Bekleidung über Schuhe bis zu<br />

Accessoires abdecken. Rund 100 Unternehmen<br />

werden in den fixen Schauräumen und auf<br />

der freien Fläche vertreten sein, darunter Marken<br />

wie Bergans, Black Diamond, La Sportiva,<br />

Osprey, Peak Performance, RAB/Lowe Alpin,<br />

Salewa, Vaude und viele andere. Die Brandboxx<br />

ist ein Anlaufpunkt für Händler aus Österreich<br />

und dem süddeutschen Raum. Viele Marken<br />

haben dort ganzjährig ihren Showroom.<br />

www.brandboxx.at<br />

Die Brandboxx in Bergheim bei Salzburg ist<br />

Österreichs größtes Orderzentrum.<br />

14 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

Vormerken, bitte!<br />

Für Marken und Händler aus dem Outdoor- und Sportsegment heißt es spätestens jetzt wieder, sich die<br />

ISPO MUNICH <strong>2024</strong> fett im Terminkalender zu notieren: Vom 3. bis 5. Dezember trifft sich die Branche in diesem<br />

Jahr zur Leitmesse in den Münchener Messehallen.<br />

Fotos: Messe München<br />

Auf großen Andrang wie 2023 hoffen die Veranstalter<br />

der ISPO Munich auch in diesem Jahr.<br />

Seit den Coronajahren mit einer Messe-<br />

Absage im Jahr 2021 ist die ISPO Munich<br />

längst wieder zurück als wichtiger jährlicher<br />

Treffpunkt der Sport- und Outdoor-Industrie.<br />

2022 feierte sie ihr Comeback mit einem<br />

neuen Termin zum Winterbeginn, der sich nun<br />

zu etablieren scheint. In diesem Jahr sind die<br />

Tage vom 3. bis 5. Dezember angesetzt. Kurz vor<br />

Weihnachten haben somit die Marken wieder<br />

die Gelegenheit, ihre Neuheiten vorzustellen.<br />

Dazu ist die Messe aber auch eine wichtige<br />

Plattform des Austauschs, weil alle Player der<br />

Branche vertreten sind: Produkt-Marken, Lieferanten,<br />

Händler, Experten, Journalisten etc.<br />

Das Vortrags-, Diskussions- und Workshopprogramm<br />

bietet zudem Einblicken in und<br />

Überlegungen zu Trends, Perspektiven und<br />

Visionen rund um die Outdoor- und Sportwelt.<br />

Im vergangenen Jahr freuten sich die Veranstalter<br />

über 2.400 Aussteller, ein Zuwachs<br />

von 57 Prozent zum (Comeback)-Jahr zuvor.<br />

Neben dem hohen Anteil von ausländischen<br />

Ausstellern und Besuchern zählte auch die<br />

Die Ausstellungsstände mit den Neuheiten-<br />

Schauen sind ein Fokuspunkt der Messe.<br />

bemerkenswerte Zahl von 93 Start-ups, die sich<br />

vor allem in der ISPO Brandnew Area präsentierten,<br />

zu den positiven Entwicklungen. Diese<br />

sollen in diesem Jahr fortgesetzt werden.<br />

www.ispo.com/munich<br />

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Bergen mit einem stabilen, eng anliegenden<br />

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Vollgepackt mit Features und beeindruckend komfortabel,<br />

ist er ein wahres Multitool unter den Rucksäcken.<br />

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INDUSTRIE<br />

Open House für<br />

Marken und Händler<br />

Ordercenter entwickeln sich immer mehr zum Erfolgsmodell. So auch das EUROMODA SPORT FASHION<br />

CENTER in Neuss am Niederrhein. Zu den Mietern dort zählen viele große Outdoor-Marken, die in ihren<br />

Showrooms Produkte präsentieren und für den Austausch mit Händlern zur Verfügung stehen.<br />

Fotos: Euromoda<br />

Ob Jack Wolfskin, Schöffel,<br />

Vaude, Fjällräven, Patagonia<br />

oder Amer Sports – im<br />

Euromoda Sport Fashion Center<br />

(SFC) sind fast alle wichtigen<br />

nationalen Outdoor-Marken<br />

vertreten und viele bekannte<br />

internationale Brands der Branche<br />

vertreten. Das ganze Jahr<br />

über empfangen sie Händler in<br />

ihren Showrooms in Neuss zwischen<br />

Köln und Düsseldorf, um<br />

ihre Produkte zu präsentieren,<br />

Details zu erläutern – aber auch,<br />

um sich einfach mal persönlich<br />

zu unterhalten und gegebenenfalls<br />

kennenzulernen.<br />

Orderhäuser wie das SFC gewinnen<br />

immer mehr an Bedeutung,<br />

was auch mit der Entwicklung<br />

der Messen zusammenhängen<br />

dürfte, die an Bedeutung zu verlieren<br />

scheinen. Zwar können<br />

und wollen sie diese nicht wirklich<br />

ersetzen, aber sie bieten<br />

Möglichkeiten, die für beide Seiten<br />

– Marken und Händler – sehr<br />

attraktiv sind. Dirk Peter Goeldner,<br />

der seit zehn Jahren als Centermanager<br />

des Euromoda House<br />

of Fashion tätig ist, zu dem das<br />

SFC gehört, beschreibt das so: „Im<br />

Ordercenter haben die Händler<br />

die Möglichkeit, ohne Zeitdruck<br />

und Terminabsprachen in Ruhe<br />

die Ware zu sichten und zu netzwerken.“<br />

Und das fast rund um<br />

die Uhr. An sieben Tagen in der<br />

Woche ist das SFC geöffnet. Laut<br />

Goeldner ist zudem ein „weiteres<br />

entscheidendes Argument die<br />

Tatsache, dass Händler das Ordercenter<br />

in ihrer Region aufgrund<br />

der kurzen Anreise bevorzugen“.<br />

Vermehrt große Marken<br />

Kein Wunder also, dass sich das<br />

SFC positiv entwickelt. „Man kann<br />

sagen, dass wir in den letzten Jahren<br />

leicht gewachsen sind“, sagt<br />

Die Showrooms und Flure auf den fünf Etagen im Euromoda Sports Fashion Center sind großzügig<br />

gestaltet und schaffen eine angenehme Atmosphäre für Mieter und Besucher.<br />

Goeldner. Insgesamt bietet das<br />

Haus auf sechs Etagen mit 10.000<br />

Quadratmetern Showrooms.<br />

Dort präsentieren sich zurzeit 70<br />

Mieter mit 200 Marken. „Damit<br />

sind wir sehr gut ausgelastet“,<br />

erklärt Goeldner. „Rund zehn Prozent<br />

der Flächen sind noch frei.“<br />

Der Centermanager berichtet<br />

zudem von „einem anhaltenden<br />

Zuwachs in der Mieterschaft …<br />

auch in Form von Flächenerweiterungen.<br />

Es ist zu beobachten, dass<br />

auch große Marken vermehrt<br />

Showrooms in Ordercentern<br />

anmieten oder ihre bestehenden<br />

Flächen erweitern, wie im Fall<br />

von Killtec mit seinem beeindruckenden<br />

300 Quadratmeter großen<br />

Flaggschiff-Showroom.“<br />

Das Familienunternehmen für<br />

Outdoor- und Skibekleidung aus<br />

der Nähe von Hamburg konnte<br />

diesen nach einer Erweiterung<br />

und Modernisierung Ende 2022<br />

eröffnen. „Ich glaube, uns ist hier<br />

ein toller Showroom gelungen“,<br />

sagte Werner Hamacher, Key<br />

Account Manager bei Killtec und<br />

gleichzeitig Sprecher des SFC.<br />

„Der Mix aus Camouflage-Teppichboden<br />

mit Holz und Betonoptik<br />

ist sehr gelungen. Auch tech-<br />

nisch – durch die beiden Touchscreen-Arbeitsplätze<br />

– sind wir<br />

hier auf dem neuesten Stand.“<br />

Große angelegte Modernisierung<br />

Das Upgrade des Killtec-Showrooms<br />

war Teil eines groß angelegten<br />

„Faceliftings“. 2021/22 wurden<br />

drei Etagen des SFC moder-<br />

Das Euromoda Fashion House in Neuss bietet eine erstklassige<br />

Infrastruktur. Es ist verkehrsgünstig gelegen, verfügt über 2.000<br />

überdachte Parkplätze, und in unmittelbarer Nähe befinden sich ein<br />

Hotel sowie zwei Restaurants.<br />

16 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


Die Outdoor-Bekleidungsmarke Killtec hat im SFC in Neuss einen<br />

300 Quadratmeter großen Flaggschiff-Showroom.<br />

nisiert, eine sechsstellige Summe<br />

hat der Betreiber dafür investiert.<br />

„Wenn wir Geld in die Hand nehmen<br />

für solche Maßnahmen, die<br />

die Wertigkeit des Ordercenters<br />

erhöhen, ist das natürlich auch für<br />

die Mieter ein Anreiz, hier zu investieren,<br />

wie es etwa Killtec getan<br />

hat“, erklärt Goeldner.<br />

Bei der Entwicklung des Centers<br />

hat das SFC die volle Unterstützung<br />

des Eigentümers, der Immobiliengruppe<br />

der Hamburger<br />

Familie Greve, die das Euromoda<br />

Fashion House, das heute eine<br />

Gesamtfläche von rund 100.000<br />

Quadratmetern hat, 1991 gegründet<br />

hat. Damals, erzählt Goeldner,<br />

habe die Sportbranche von sich<br />

aus Interesse und Bedarf angemeldet,<br />

einen eigenen Bereich im<br />

Haus zu bekommen.<br />

Zwei Outdoor-Ordertage im Jahr<br />

Heute bietet das SFC zehn Handels-/Oderplattformen<br />

an: Sport<br />

Fashion, Outdoor, Bademoden,<br />

Hartwaren/Ski, Bike, Golf und<br />

Kindermode. Für jedes Segment<br />

veranstaltet das Ordercenter<br />

ein oder zwei Mal im Jahr spezielle<br />

Ordertage. Am 9. und 10.<br />

Juni findet die „Sport Fashion &<br />

Outdoor Premiere“ statt, bei der<br />

die Sport-Fashion und die Outdoor-Marken<br />

ihre Kollektionen<br />

für den Sommer 2025 zum größten<br />

Teil erstmals präsentieren.<br />

„Dann ist bei uns Open House“,<br />

beschreibt Goldner den Charakter<br />

der Veranstaltung. Dazu<br />

gehört auch ein kostenloses<br />

Catering für die Gäste.<br />

Und im Zusammenhang mit<br />

den Ordertagen mieten sich<br />

auch Gastaussteller in das SFC<br />

ein, einige bleiben danach noch<br />

einige Wochen mit ihren Kollektionen<br />

in ihrem temporären<br />

Showroom. Manche lernen die<br />

Vorzüge des Ordercenters dabei<br />

so zu schätzen, dass sie später zu<br />

regelmäßigen Mietern werden.<br />

www.sfc-neuss.de<br />

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Dirk Peter Goeldner ist seit zehn Jahren Centermanager im Euromoda<br />

Fashion House. Der Diplom-Kaufmann führte mehrere Jahre eine<br />

Handelsvertretung für Mode, Schuhe, Accessoires und ist seit 2013<br />

Präsident der Centralvereinigung Deutscher Wirtschaftsverbände<br />

für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH).<br />

www.outdoormarkt.com<br />

Kilometer alleine zählen nicht,<br />

es ist die Leidenschaft. Kontrolle<br />

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INDUSTRIE<br />

Unternehmen mit<br />

Strahlkraft<br />

Auf dem europäischen Outdoor-Markt ist VAUDE eine der führenden Marken. Das Familienunternehmen vom<br />

Bodensee sorgt aber nicht nur mit innovativen Produkten für Aufsehen, sondern genießt auch dank seines Engagements<br />

für Nachhaltigkeit und die Interessen der Gesamtbranche ein hohes Ansehen. In diesem Jahr feiert Vaude<br />

seinen 50. Geburtstag. Wir blicken zurück auf die Anfänge und zeichnen die wichtigsten Entwicklungen nach.<br />

Fotos: Vaude<br />

In 50 Jahren hat Vaude viele wegweisende Outdoor-Produkte auf den Markt gebracht. Rucksäcke standen am Anfang und bilden bis heute ein wichtiges<br />

Segment der Marke, die unter der Leitung von Albrecht von Dewitz (ab 1974) und seiner Tochter Antje (ab 2009, beide u. a. auf dem Foto in der<br />

Mitte) zum Allround-Anbieter geworden ist. Hauptsitz des Familienunternehmens ist bis heute Tettnang am Bodensee (siehe Foto unten).<br />

Als Albrecht von Dewitz in<br />

Jahr 1974 beginnt, als Ein-<br />

Mann-Unternehmen Bergsportausrüstung<br />

zu vertreiben, gibt<br />

es den Begriff „Outdoor” noch<br />

nicht. Der ausgebildete Kaufmann<br />

und studierte BWLer ist<br />

damals 31 Jahre jung und als<br />

Exportleiter in einem Sportartikelunternehmen<br />

mit dem Bergsport<br />

in Verbindung gekommen.<br />

„Outdoor war vor 50 Jahren noch<br />

kein Thema”, erinnert sich von<br />

Dewitz, der damals aber schon<br />

erkennt, dass es die Menschen<br />

immer mehr in die Natur und in<br />

die Berge ziehen würde und sie<br />

dafür die passende Ausrüstung<br />

brauchen. Obwohl er mit seiner<br />

Idee auf Skepsis stößt, setzteer<br />

sie konsequent um und gründet<br />

das Unternehmen Vaude, die<br />

ersten Produkte sind Rucksäcke.<br />

Der Markennamen leitet sich<br />

aus den Initialen „V“ und „D“ des<br />

Nachnamens des Gründers ab.<br />

1980 wird das Betriebsgebäude<br />

in Tettnang-Obereisenbach<br />

und zugleich die eigene Produktion<br />

am Standort aufgebaut, in<br />

der bis heute Fahrradtaschen,<br />

Rucksäcke und Taschen „Made in<br />

Germany” hergestellt werden. Es<br />

folgen weitere Produktsegmente<br />

– Zelte, Schlafsäcke, Isomatten,<br />

Bekleidung etc. –, so dass Vaude<br />

bereits Ende der 1980er Jahre das<br />

komplette Sortiment an hochwertiger<br />

Outdoor-Ausrüstung bieten<br />

kann. 1992 gründet das Unternehmen<br />

den Geschäftsbereich Bike,<br />

der heute das komplette Bike-<br />

Zubehör von Rucksäcken über<br />

Rad taschen bis zu funktioneller<br />

Bekleidung umfasst. Vaude baut<br />

den Standort Tettnang im Laufe<br />

der Jahre immer weiter aus, ob<br />

durch den Bau eines neuen Logistikzentrums<br />

(2010), durch kompletten<br />

nachhaltig zertifizierten<br />

Umbau des Firmengebäudes (2015)<br />

oder den Neubau der Produktionshalle<br />

für die Manufaktur (2017).<br />

Albrecht von Dewitz hat 1974<br />

den Grundstein gelegt, seine<br />

der 1972 geborene Tochter Antje,<br />

18 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

die bereits seit Ende der 1990er<br />

Jahre im Unternehmen mitarbeitete,<br />

entwickelt die Marke<br />

seit 2009 entscheidend weiter,<br />

als die promovierte Kulturwirtin<br />

die Geschäftsführung von ihrem<br />

Vater übernimmt.<br />

Heute, 50 Jahre nach der<br />

Gründung, genießt Vaude hohe<br />

Anerkennung innerhalb der<br />

Branche und darüber hinaus.<br />

Denn die Tettnanger stehen<br />

nicht nur für eine breite Palette<br />

hochwertiger und innovativer<br />

Outdoor-Produkte, sondern<br />

sind auch ein Vorreiter in der<br />

Fokussierung von Nachhaltigkeit<br />

in der Geschäftstätigkeit<br />

und ebenso für viele ein Vorbild<br />

in Sachen Unternehmenskultur.<br />

Zahlreiche Auszeichnungen<br />

spiegeln das vielfältige Engagement<br />

von Vaude wider. Vor<br />

kurzem wurde das Familienunternehmen<br />

mit dem renommierten<br />

Deutschen Nachhaltigkeitspreis<br />

<strong>2024</strong> als nachhaltigstes<br />

Textilunternehmen<br />

Deutschlands geehrt – eine<br />

besondere Auszeichnung zum<br />

50. Geburtstag.<br />

Produkt-Meilensteine<br />

Die Basis des Erfolges ist, dass<br />

Vaude wegweisende Produkte<br />

entwickelt. 1983 bringt die Marke<br />

mit dem „Space”-Zelt das erste<br />

Doppelwand-Kuppelzelt auf den<br />

Markt, das sich dank innovativer<br />

Gestängekanäle sehr schnell<br />

aufbauen lässt. 1986 kommt<br />

das Tergoflex-Tragesystem, die<br />

erste Rucksackgeneration mit<br />

einem Kunststoffrahmen, der<br />

sich individuell an die Körpergröße<br />

anpassen lässt. 1987 folgt die<br />

legendäre „Lhasa“-Jacke als Initialzündung<br />

des bis heute erfolgreichen<br />

Doppeljacken-Segments.<br />

Ab 1988 erobern die „Mark”-Zelte<br />

mit ihrer neuartigen Wickelkonstruktion<br />

den Markt. 1992<br />

beginnt die Produktion der<br />

Hochfrequenz-verschweißten,<br />

wasserdichten Aqua-Radtaschen<br />

am Standort Tettnang, die stetig<br />

ausgebaut und modernisiert<br />

wird. Auch heute launcht Vaude<br />

immer wieder Produktinnovationen:<br />

Ergonomische Sitzpolster<br />

für Rad hosen, die die perfekte<br />

Passform für alle Einsatzbereiche<br />

bieten, oder die weltweit<br />

ersten nahtfrei verarbeiteten<br />

Ultraleicht-Zelte sowie der<br />

Leicht-Rucksack „Trail Spacer”<br />

mit gestricktem Rücken für<br />

maximalen Komfort zählen dazu.<br />

Innovation bedeutet für Vaude<br />

vor allem, im Produkt Performance<br />

mit Nachhaltigkeit zu vereinen.<br />

So zeigt die Marke zuletzt<br />

immer wieder, wie sich der ökologische<br />

Fußabdruck in der Produktentwicklung<br />

minimieren<br />

lässt, beispielsweise mit „ReCycle<br />

Back”, der ersten Radtasche<br />

aus Recycling-Material, funktionellen<br />

Trekkinghosen aus recyceltem<br />

Altreifen-Polyamid oder<br />

dem ersten biobasierten Polyester-Fleece<br />

aus Holzfasern. 2023<br />

entwickelt Vaude die „Rethink“-<br />

Produkte aus Monomaterial, die<br />

sich zu neuen Textilien recyceln<br />

lassen und geht damit einen<br />

weiteren Schritt in Richtung<br />

Kreislaufwirtschaft.<br />

Recycling, Green Shape, Klimaschutz<br />

Nachhaltigkeit ins Zentrum der<br />

Geschäftstätigkeit zu stellen ist<br />

eine Entwicklung, die stark mit<br />

dem Namen Antje von Dewitz<br />

verbunden ist, aber das Bewusstsein<br />

für ökologische und soziale<br />

Themen war von Anfang an verankert.<br />

Bereits 1994 startet Vaude<br />

das „Ecolog Recycling Netzwerk“,<br />

das es erstmals möglich macht,<br />

funktionelle Outdoor-Bekleidung<br />

zu 100 Prozent zu recyceln. 2010<br />

führt Vaude sein eigenes Nachhaltigkeitslabel<br />

„Green Shape”<br />

ein, da es zu der Zeit kein übergreifendes<br />

ökologisches Textilsiegel<br />

am Markt gibt. Green<br />

Shape, das mittlerweile für rund<br />

80 Prozent der gesamten Kollektion<br />

gilt, beruht auf den strengsten<br />

Standards, wird laufend<br />

weiterentwickelt und wurde »<br />

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• CE-Zertifizierung: Geprüfter Schutz<br />

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• Sonnenstich vermeiden<br />

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INDUSTRIE<br />

verringern. Neue Wege geht das<br />

Unternehmen 2020 auch mit der<br />

Gründung der „Vaude Academy“<br />

für nachhaltiges Wirtschaften,<br />

die andere Organisationen dabei<br />

unterstützt, Nachhaltigkeitskompetenz<br />

aufzubauen.<br />

Antje von Dewitz und ihr Vater Albrecht haben Vaude zu einem international führenden und über die<br />

Outdoor-Branche hinaus anerkannten Unternehmen gemacht.<br />

INFO<br />

jüngst von Greenpeace als bestes<br />

eigenes Nachhaltigkeitslabel aller<br />

Textilhersteller empfohlen. Seit<br />

2019 gilt auch das staatliche Siegel<br />

„Grüner Knopf” für den Großteil<br />

der Vaude-Produkte.<br />

Auch in puncto Klimastrategie<br />

gilt Vaude vielen als ein Vorreiter.<br />

2008 lässt die Firma ihr Umweltmanagement<br />

als erstes Outdoor-<br />

Unternehmen nach EMAS zertifizieren.<br />

Seit 2019 verpflichtet<br />

sich das Unternehmen freiwillig<br />

zu ambitionierten wissenschaftsbasierten<br />

Klimazielen<br />

(„Science Based Targets Initiative“)<br />

und arbeitet mit höchster<br />

Priorität daran, die weltweiten<br />

CO 2 -Emissionen bis 2030 mindestens<br />

um die Hälfte zu senken<br />

und bis 2<strong>04</strong>0 Net Zero zu erreichen.<br />

Im Jahr 2023 konnte die<br />

Outdoor-Marke ihre weltweiten<br />

CO 2 -Emissionen im Vergleich zu<br />

2019 um 30 Prozent reduzieren,<br />

während der Umsatz in diesem<br />

Zeitraum um 32 Prozent gewachsen<br />

ist. Damit zeigt Vaude, dass<br />

Vaude startet Second-Hand-Onlineshop<br />

es möglich ist, zu wachsen und<br />

gleichzeitig Ressourcenverbrauch<br />

und CO 2 -Ausstoß zu verringern.<br />

„Das ist eine großartige Leistung<br />

unseres ganzen Teams, die deutlich<br />

macht, dass wir gemeinsam<br />

dem Klimawandel entgegenwirken<br />

können“, so Antje von Dewitz.<br />

Auch die Pflege- und Reparatur-<br />

Angebote der Marke, der Mietservice<br />

„Vaude Rent“ oder der neue<br />

Second-Hand-Online-Shop (siehe<br />

Kasten) tragen dazu bei, den ökologischen<br />

Fußabdruck weiter zu<br />

Unter www.rent-secondhand.vaude.com verkauft Vaude nun Second-Hand-Produkte. Der „Vaude Second<br />

Hand“-Webshop bietet eine große Auswahl an gebrauchter Outdoor-Ausrüstung in Top-Zustand an.<br />

Dabei handelt es sich im ersten Schritt um Rückläufer, die bereits benutzt worden sind und nicht mehr als<br />

Neuware verkauft werden können. Jeder Artikel durchläuft einen Aufarbeitungs- und Qualitätsprüfungsprozess.<br />

In Kooperation mit der WKS Textilveredelungs-GmbH in Wilsum, einem Spezialisten für die Aufbereitung<br />

von Outdoor-Ausrüstung, wird sichergestellt, dass alle Produkte die hohen Vaude-Qualitätsansprüche<br />

erfüllen. Der professionelle Reinigungs- und Reparaturservice gewährleistet, dass jeder Artikel<br />

hygienisch einwandfrei und voll funktionsfähig ist. Der Zustand der Produkte wird anhand von drei Kriterien<br />

im Onlineshop gekennzeichnet: „Wie neu“ (kaum sichtbare Gebrauchsspuren), „Sehr gut“ (kleine<br />

sichtbare Gebrauchsspuren) und „Gut” (sichtbare Gebrauchsspuren). Die Plattform wird zusammen mit<br />

dem französischen Technologiepartner Lizee kontinuierlich<br />

weiterentwickelt. Ab 2025 soll es auch eine Ankaufoption<br />

geben, das heißt Endkonsumenten werden die Möglichkeit<br />

haben, gebrauchte Produkte an Vaude zu verkaufen.<br />

An dieser Stelle eine Korrektur zum Bericht im<br />

outdoor.markt 03/<strong>2024</strong>, Seite 6: Dort heißt es missverständlicherweise,<br />

Vaude „bediene“ den Bergzeit-Second-Hand-Shop<br />

RE-USE. Tatsächlich gibt es diesbezüglich keine Kooperation<br />

zwischen Vaude und Bergzeit.<br />

Engagement für die Branche<br />

Der hohe Stellenwert, den das<br />

Unternehmen innehat, beruht<br />

auch darauf, dass es sich umfassend<br />

für Belange engagiert, die<br />

über die Interessen des eigenen<br />

Haues hinausgehen. Vaude war<br />

maßgeblich am Aufbau der internationalen<br />

Fachmesse OutDoor,<br />

die 1994 erstmals in Friedrichshafen<br />

stattfand, als auch an der<br />

Gründung des Branchenverbands<br />

European Outdoor Group<br />

(EOG) beteiligt. „Damit wurde der<br />

Begriff Outdoor etabliert und das<br />

Wir-Gefühl gestärkt”, erinnert sich<br />

Albrecht von Dewitz. Vaude arbeitet<br />

aktiv in Verbänden, NGOs, Initiativen<br />

und politischen Gremien<br />

mit. Antje von Dewitz: „Gemeinsam<br />

können wir Lösungen für<br />

die globalen Herausforderungen<br />

entwickeln und Veränderungen<br />

voranbringen. Durch Kooperationen<br />

haben wir große Meilensteine<br />

in der Branche und darüber<br />

hinaus erreicht, ob im weltweiten<br />

Klimaschutz, bei den Sozialstandards<br />

in der globalen Lieferkette<br />

oder bei der Vermeidung von<br />

Schadstoffen wie PFAS.“. Seit 2010<br />

engagiert sich Vaude als Mitglied<br />

der Fair Wear Foundation – seit<br />

2015 mit Leader-Status – für faire<br />

Arbeitsbedingungen in der globalen<br />

Textilindustrie. Als Gründungsmitglied<br />

des „Bündnisses<br />

für nachhaltige Textilien” hat die<br />

Firma aktiv zur Entwicklung das<br />

des staatlichen Textilsiegels „Grüner<br />

Knopf” beigetragen, das seit<br />

2019 vergeben wird.<br />

Große Beachtung findet Vaude<br />

auch durch seine Unternehmensstruktur<br />

und -kultur. Vielfalt und<br />

Lebensqualität für die 650 Mitarbeitenden<br />

werden gefördert,<br />

indem schon seit vielen Jahren<br />

beispielsweise flexible Arbeitszeitmodelle,<br />

mobiles Arbeiten oder<br />

eine betriebseigene Kinderbetreuung<br />

angeboten wird. „Unsere<br />

Verantwortung gegenüber der<br />

Umwelt und den Menschen ist tief<br />

in unserer Unternehmenskultur<br />

verankert“, so Antje von Dewitz.<br />

www.vaude.com<br />

20 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

Gute Zahlen,<br />

starke Strategien<br />

Schuhhersteller LOWA präsentierte auf seiner Jahrespressekonferenz Anfang Mai die Zahlen für das<br />

Geschäftsjahr 2023. Diese zeigen einen nur leichten Rückgang. In die Zukunft geht das bayerische Unternehmen<br />

mit einer umfassenden Nachhaltigkeitsstrategie und neu aufgestellten Teams in Design und<br />

Produktentwicklung in die Zukunft – sowie mit einer Kollektion für 2025, die frische Akzente setzt.<br />

unsere Produktion überwiegend<br />

in Europa statt.“ Probleme bei<br />

den Arbeitsbedingungen werden<br />

eher mit Betrieben in Asien<br />

in Verbindung gebracht, die FWF<br />

baut ihr Audit-System für Europa<br />

gerade erst auf. „Aber auch<br />

in Europa ist nicht alles perfekt“,<br />

sagte Annika Jestädt.<br />

Fotos: Lowa, Anna Schoberth/Eva Koch<br />

In einem Raum des ehemaligen Kohlenwäsche-Gebäudes der Zeche Zollverein in Essen erläutert Lowa-<br />

Geschäftsführer Alexander Nicolai vor den Medienvertretern die Zahlen für 2023.<br />

Un gewohnt startete der<br />

bayerische Traditionsschuster<br />

Lowa seine Jahrespresse konferenz,<br />

die diesmal Anfang Mai in der ehemaligen<br />

Kohlenwäsche der Zeche<br />

Zollverein in Essen stattfand. Noch<br />

vor der Präsentation der Geschäftszahlen<br />

stellte Annika Jestädt<br />

vom CR-Team die Nachhaltigkeitsstrategie<br />

vor, deren Entwicklung<br />

das Unternehmen vor rund<br />

zwei Jahren angekündigt hatte<br />

und die nun nach circa eineinhalbjähriger<br />

Arbeit nun in ihren<br />

Grundzügen steht. Sie beinhaltet<br />

Handlungsfelder und Ziele. Die<br />

Bereiche „Umwelt & Klima“, „Produkt“,<br />

„Lieferkette“ sowie „Menschen<br />

& Unternehmen“ wurden<br />

als die Handlungsfelder definiert,<br />

in denen Lowa die Nachhaltigkeit<br />

vorantreiben kann und will.<br />

Im Mittelpunkt stehen das Produkt<br />

und der Produktionsprozess.<br />

Das Unternehmen entwickelt eine<br />

Produktnachhaltigkeitsrichtlinie<br />

mit Aspekten wie Materialien,<br />

Langlebigkeit, Reparierbarkeit, Zertifizierung<br />

und anderen. Ab 2027<br />

sollen alle Lowa-Produkte den Vorgaben<br />

der Richtlinie entsprechen.<br />

Jestädt wie auch Geschäftsführer<br />

Alexander Nicolai betonten, dass<br />

man volle Transparenz anstrebe.<br />

Verfehle man ein selbst gesetztes<br />

Ziel, werde dies auch offen kommuniziert<br />

– inklusive einer Analyse<br />

der Gründe. Zu dieser offenen<br />

Kommunikation gehört auch das<br />

Vorlegen eines Nachhaltigkeitsberichts:<br />

Der erste wird ab August<br />

online abrufbar sein.<br />

Zum Handlungsfeld „Umwelt<br />

& Klima“ gehört die Entscheidung,<br />

sich der UN-Initiative „Race<br />

to Zero“ anzuschließen, die Klimaneutralität<br />

bis 2050 vorsieht,<br />

also eine Reduzierung der CO 2 -<br />

Emissionen bis auf null. Dafür<br />

arbeitet Lowa auch mit der internationalen<br />

„Science Based Targets<br />

Initiative“ zusammen. Das Handlungsfeld<br />

„Menschen & Unternehmen“<br />

bezieht sich einerseits<br />

auf das Umfeld für die eigene<br />

Mitarbeiterschaft. Andererseits<br />

engagiert sich Lowa auch für<br />

sozial benachteiligte Menschen<br />

weltweit durch die Unterstützung<br />

entsprechender Projekte.<br />

Seit 2023 in der FWF<br />

Ein sehr umfassender Bereich<br />

ist die Entwicklung der Nachhaltigkeit<br />

in der Lieferkette. Er<br />

ruht auf mehreren Säulen – eine<br />

davon ist die Mitgliedschaft in<br />

der Fair Wear Foundation, der<br />

der Jetzendorfer Schuhhersteller<br />

bereits im vergangen Jahr beigetreten<br />

ist. „Da sind wir in zweierlei<br />

Hinsicht Pioniere“, sagte CEO<br />

Alexander Nicolai. „Erstens sind<br />

wir der erste reine Schuhhersteller<br />

in der FWF, zweitens findet<br />

Nur leichte Rückgänge<br />

Basis für diesen verstärkten Fokus<br />

auf das Thema Nachhaltigkeit ist<br />

die ökonomisch gesunde Entwicklung<br />

des Unternehmens. Nachdem<br />

Lowa im Geschäftsjahr 2022<br />

erstmals die „magische“ Marke<br />

von drei Millionen verkauften<br />

Paar Schuhen erreicht hatte (3,16<br />

Mio.), gab es 2023 nur einen leichten<br />

Rückgang auf 3,06 Millionen.<br />

Der Umsatz der Lowa-Gruppe,<br />

zu der die Lowa GmbH (Deutschland)<br />

sowie Lowa Schweiz und<br />

Lowa USA gehören, war ebenfalls<br />

sehr stabil: 230 Millionen Euro im<br />

Jahr 2022 gegenüber 236 Millionen<br />

im Vorjahr – ein Rückgang<br />

von knapp 2,5 Prozent. Während<br />

in Deutschland mit rund 217 Millionen<br />

Euro sogar ein Rekordergebnis<br />

erzielt und auch in China<br />

ein beachtliches Wachstum von<br />

circa 50 Prozent erreicht wurde,<br />

kam es vor allem in der Schweiz,<br />

wo der Handel besonders starken<br />

Turbulenzen ausgesetzt ist, zu<br />

stärkeren Rückgängen.<br />

Aber nicht nur in der Eidgenossenschaft<br />

waren und sind<br />

die Rahmenbedingungen für<br />

die Outdoor- und Sportbranche<br />

nicht einfach: „Nach den Nachholeffekten<br />

durch Corona in den<br />

Vorjahren war 2023 in unserer<br />

Branche durch hohe Lagerbestände<br />

des Handels, aber auch<br />

von der inflationsbedingten<br />

22 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

Kaufzurückhaltung der Verbraucher<br />

geprägt“, sagt Geschäftsführer<br />

Nicolai. Der Sportfachhandel<br />

befinde sich in der größten Krise<br />

seit Jahrzehnten, ergänzte er.<br />

Die Nachfrageschwäche sei vor<br />

allem im zweiten Halbjahr spürbar<br />

gewesen. Hinzu kam, dass<br />

Lowa in der Produktion in der<br />

Slowakei ein neues IT-System<br />

eingeführt hat, das im Oktober<br />

2023 an den Start ging und eine<br />

Zeit lang zu Verzögerungen in<br />

der Auftragsbearbeitung führte.<br />

Insgesamt, so Nicolai, habe sich<br />

Lowa, „gut geschlagen“.<br />

„Essentials“-Schuhe für den Alltag<br />

Für das Jahr <strong>2024</strong> geht man bei<br />

Lowa von einer stabilen Entwicklung<br />

aus. Basis dafür ist die<br />

Weiterentwicklung der Kollektion.<br />

„Im Bereich Produktentwicklung<br />

und Deisgn haben wir viel<br />

investiert“, hob Nicolai hervor.<br />

Die Teams in diesen Bereichen<br />

wurden neu aufgestellt. Jakob<br />

Krauss, seit Anfang 2023 Produktmanager<br />

beim Schuhhersteller,<br />

präsentierte die Highlights<br />

der Kollektion 2025, die auf<br />

einer Analyse der wichtigsten<br />

Trends basiert. Unter dem Stichwort<br />

„New Outdoor“ sieht man<br />

bei Lowa eine Verschiebung des<br />

Outdoor-Fokus hin zu einem<br />

breiteren Verständnis: „Outdoor“<br />

beginnt in der Stadt und kann<br />

auch die Runde im Park sein.<br />

Zudem hat die Pandemie dazu<br />

geführt, das sich mehr junge<br />

Menschen für Outdoor interessieren.<br />

Und schließlich verändert<br />

die Erderwärmung mit trockeneren<br />

und heißeren Sommern<br />

auch bei uns die Ansprüche an<br />

Outdoor-Schuhe.<br />

Diese Entwicklungen spiegeln<br />

sich in der neuen Lowa-<br />

Kollektion beispielsweise in<br />

der Einführung der Produktfamilie<br />

„Maddox“ im Bereich<br />

Light Hiking wieder. Die dynamischen<br />

Multifunktionsschuhe<br />

werden in unterschiedlichen<br />

Ausführungen auf den Markt<br />

gebracht, zum Beispiel mit und<br />

ohne Gore-Tex, als Mid- und<br />

Für Sommer 2025 hat Lowa die „Essentials“-Reihe entwickelt – mit<br />

Schuhen fürs Gelände wie für den Alltag und ideal für warme Tage.<br />

Lowcut, für Damen, Herren und<br />

Kinder. Die größte Neuheit ist<br />

die Kollektion „OTD Essentials<br />

by Lowa“, leichte Modelle, die<br />

Funktion und Style vereinen<br />

und für den Einsatz im Alltag<br />

gemacht sind. Die dazu gehörende<br />

Schuhfamilie Kaloya<br />

zeichnet sich durch Leichtigkeit<br />

und minimalistisches Design<br />

aus, zudem sind die Modelle<br />

leicht verpackbar und können<br />

im Rucksack verstaut werden.<br />

Sie sind in einer Textil- und<br />

einer Ledervariante erhältlich.<br />

Ausgebaut hat Lowa auch das<br />

erst 2023 gestartete Trailrunning-Segment,<br />

das sich über den<br />

Erwartungen entwickelt hat. Mit<br />

dem Modell „Madrix“ für Training<br />

und Wettkampf stellte Produktmanager<br />

Krauss auch hier<br />

ein neues Modell vor.<br />

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INDUSTRIE<br />

Leitlinien für ein<br />

durchdachtes Design<br />

Die Umstellung von der herkömmlichen linearen auf eine Kreislaufproduktion ist angesichts der fortschreitenden<br />

Erderwärmung unumgänglich. In seinem „Responsible Design Guide“ liefert Membranspezialist SYMPATEX Ideen<br />

und Anregungen für ein auf Kreislauffähigkeit ausgerichtetes Design von Bekleidungsprodukten.<br />

Fotos: Sympatex<br />

In Zukunft wird es darauf ankommen, Kleidungsstücke bis ins Detail so zu planen, dass sie kreislauffähig<br />

sind. In seinem Design-Guide (siehe rechts oben) entwirft Sympatex konzeptionelle Ideen für diese Arbeit.<br />

Produktion und Konsum von<br />

Textilien sind bisher meist<br />

eine Einbahnstraße, vielfach<br />

auch bei Funktionsbekleidung.<br />

Irgendwann ist auch das beste<br />

und schönste Kleidungsstück<br />

abgetragen, dann wird es in der<br />

Regel weggeworfen. Auf diese<br />

Art und Weise entstehen große<br />

Mengen an Abfall, deren Entsorgung<br />

die Umwelt belastet.<br />

Und die permanente Produktion<br />

von riesigen Stückzahlen<br />

an komplett neuen Bekleidungsstücken<br />

verschlingt viele<br />

Ressourcen und Energie. Angesichts<br />

der draus resultierenden<br />

Folgen für die Natur und das<br />

Klima sind erhebliche Veränderungen<br />

in der Textilindustrie<br />

erforderlich. Ein wichtiger Teil<br />

der Lösung ist die Umstellung<br />

auf eine Kreislaufwirtschaft.<br />

Neue Vorschriften geplant<br />

Dies ist inzwischen auch die<br />

Position der maßgeblichen<br />

politischen Instanzen. Speziell<br />

die EU versucht die Entwicklung<br />

in diese Richtung voranzutreiben<br />

und plant weitere<br />

Regulierungen, um die Kreislauffähigkeit<br />

für bestimmte<br />

Produktgruppen, einschließlich<br />

Textilien, zu verbessern. Es liegt<br />

ein Vorschlag für neue Eco-<br />

Design-Leitlinien auf dem Tisch<br />

(ESPR = Ecodesign for Sustainable<br />

Products Regulation), der das<br />

Kernstück des „Green Deal“ der<br />

EU sein soll und von vielen als<br />

bahnbrechend für den Textilsektor<br />

angesehen wird. Er soll einen<br />

Rahmen für die Festlegung von<br />

Eco-Design-Anforderungen<br />

schaffen. In ähnlicher Weise soll<br />

der digitale Produktpass eine<br />

Schlüsselrolle spielen, indem<br />

er die Transparenz erhöht und<br />

das Potenzial der Kreislaufwirtschaft<br />

freisetzt.<br />

Die wichtigsten Punkte der vorgeschlagenen<br />

Rechtsvorschriften<br />

sind zusammengefasst folgende:<br />

• Haltbarkeit, Wiederverwendbarkeit,<br />

Aufrüstbarkeit und Reparierbarkeit<br />

von Produkten<br />

• Check auf Stoffe, die die Kreislaufwirtschaft<br />

behindern könnten<br />

• Energie- und Ressourceneffizienz<br />

• Recycelter Inhalt<br />

• Wiederaufbereitung und<br />

Recycling<br />

• CO 2 - und Umweltfußabdruck<br />

• Informationsanforderungen,<br />

einschließlich eines digitalen<br />

Produktpasses.<br />

In seinem „Responsible<br />

Design Guide“ will der Mem-<br />

branspezialist Sympatex aus<br />

Unterföhring bei München<br />

einen Überblick über den Geltungsbereich<br />

und die Anforderungen<br />

an jede Marke durch<br />

die angesprochenen Gesetzes<br />

initiativen geben, denn sie<br />

werden große Veränderungen<br />

in der Bekleidungsbranche<br />

auslösen. Er richtet sich insbesondere<br />

an Designer und<br />

Markeninhaber und vermittelt<br />

Ideen, Produkte so zu gestalten,<br />

dass sie kreislauffähig sind<br />

sowie energieeffizient und fair.<br />

Denn kreislauffähige Tex tilien<br />

er fordern ein durchdachtes und<br />

verant wortungsvolles Design<br />

und basieren laut Sympatex<br />

„auf besseren Entscheidungen,<br />

die für den Aufbau einer<br />

nachhaltigen Marke in der<br />

Zukunft unerlässlich sind“. Es<br />

gelte, Lösungen des Eco-Designs<br />

mit den Recyclingkonzepten<br />

des Kreislaufdesigns in Verbindung<br />

mit fairen Bedingungen<br />

zu kombinieren.<br />

Blaupause für Designer<br />

Der „Responsible Design Guide“<br />

von Sympatex dient laut Unternehmen<br />

„als Blaupause für<br />

Designer und bietet praktische<br />

Strategien und umsetzbare<br />

Erkenntnisse, um Nachhaltigkeit<br />

in jede Phase des Lebenszyklus<br />

eines Kleidungsstücks zu integrieren.<br />

Von der Material- und<br />

Ausstattungsauswahl bis hin<br />

24 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

zu Produktionsprozessen, vom<br />

Lieferkettenmanagement bis<br />

hin zu Lösungen für das Ende der<br />

Lebensdauer bietet der Leitfaden<br />

einen ganzheitlichen Ansatz,<br />

der Marken befähigt, fundierte<br />

Entscheidungen für eine bessere<br />

Zukunft zu treffen.“<br />

Der rund 20 Seiten umfassende<br />

Guide ist getragen von<br />

der Methodik des „Design<br />

Thinking“, die darauf abzielt,<br />

„Lösungen zu finden, die sowohl<br />

aus Sicht des Nutzers überzeugen<br />

als auch markt- und produktorientiert<br />

sind“. Mit dem<br />

„Responsible Design Guide“<br />

will Sympatex „Anregungen,<br />

Strategien und Lösungsansätze<br />

aufzeigen, um gemeinsam zu<br />

erkunden, wie verantwortungsvolles<br />

Design in der Funktionsbekleidung<br />

unter verschiedenen<br />

Aspekten der Nachhaltigkeit<br />

aussehen kann und wie diese<br />

,Einschränkung‘ auch als Motor<br />

für Kreativität und Innovation<br />

dienen kann“.<br />

www.sympatex.com<br />

Sympatex startet Schulungsprogramm für Outdoor-Designer<br />

Unter dem Motto „Let’s create solutions. Together!“ startet Sympatex das „Sustainability Impact Program“.<br />

Das Schulungsprogramm richtet sich an junge Designer aus der Outdoor-Branche. Sympatex bietet im ersten<br />

Modul 20 ausgewählten Designern eine Plattform für Wissens-Austausch, Workshops und Vorträge rund<br />

um das Thema „Responsible Design“. Die Workshops finden auf relevanten Messen statt und sind darauf<br />

ausgerichtet, in enger Zusammenarbeit mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern kreative Lösungen zu<br />

entwickeln. Dabei sollen theoretische Konzepte vermittelt und konkrete Projekte umgesetzt werden.<br />

Sympatex ist überzeugt, dass Designer, die die Schritte zum Material und den Prozess nach der Bemus terung<br />

verstehen, besser zeitgemäße Ideen entwickeln und bewusste Entscheidungen treffen können. Dies ist ein<br />

wichtiger Baustein in der Wertschöpfungskette und kann nur durch Teamarbeit und interdisziplinäre Ansätze<br />

funktionieren. Sympatex ist als Ingredient Brand stark vernetzt und möchte dies nutzen, um die Kreislaufwirtschaft<br />

im Textilsektor unter anderem mit dem „Sustainability Impact Program“ voranzutreiben.<br />

Ein Programm-Modul umfasst zwei Praxis-Workshops und zwei Online-Sessions. Das erste startet am<br />

4. und 5. Oktober <strong>2024</strong> auf den Performance Days in München und endet mit einem Abschluss zu den<br />

Performance Days im Frühling 2025.<br />

Sowohl Spezialisten von Sympatex als auch unabhängige Experten aus der Branche vermitteln in den<br />

Workshops ihr Wissen. Jeder Teilnehmer bekommt zum Abschluss Zugang zum Netzwerk mit allen<br />

Kontakten und hat Zugriff auf exklusive Fact Sheets zu<br />

relevanten Inhalten rund um Ecodesign, wie eine nachhaltige<br />

Trimbibliothek inklusive Kontaktinformationen und<br />

Artikelnummern.<br />

Designer können sich um einen von 20 Plätzen für jeweils<br />

ein Modul bewerben. Details zum Auswahlverfahren werden<br />

in Kürze veröffentlicht.<br />

Kontakt: Eco-Design-Expertin Lisa:<br />

lisa.polk@sympatex.com<br />

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INDUSTRIE<br />

Biobasierte Superlsolation<br />

in Sicht<br />

Ein Blick in die Forschung: Die vom Bundesbildungsministerium geförderte Initiative BIOTEXFUTURE entwickelt<br />

im Projekt „Light Lining“ ein biobasiertes Hightech-Isolationsmaterial auf Zellulose-Basis. Kann dieses<br />

bald die im High-Performance-Bereich bisher überwiegend verwendeten Daune und Polyester ersetzen und<br />

den Wandel zu einer nachhaltigen, kreislauffähigen Produktion beschleunigen?<br />

Synthetisch vs. biobasiert: Das grüne Muster oben ist ein herkömmliches Acryl/Viscose-Aerogel-Vlies, dessen Fasern aufwendig geschnitten und<br />

verarbeitet werden müssen. Darunter die weißen „Demonstratoren“-Kissen (25 x 25 cm) mit verschiedenen hochbauschigen Versionen der im<br />

„Light Lining“-Projekt entwickelten biobasierten Zellulose-Aerogele der ITA-Forscher, die direkt als textile Fläche aus der Maschine kommen.<br />

Fotos: Eskil.Kirch@hummelWolke.de, Biotexfuture<br />

Um die Pariser Klimaziele zu<br />

erreichen, müssen alle Branchen<br />

einen Übergang zu mehr<br />

Nachhaltigkeit und zu einer<br />

Kreislaufwirtschaft vollziehen,<br />

was gemäß der textilen EU-Textil<br />

Strategie ein verpflichtendes Ziel<br />

bis 2030 ist. Die Sportbekleidungsindustrie<br />

kann in diesem Prozess<br />

eine Vorreiterrolle spielen. Dem<br />

dient auch der vom Bundesministerium<br />

für Bildung und Forschung<br />

(BMBF) geförderte Innovationsraum<br />

Biotexfuture. Im Rahmen<br />

dessen forschen Wissenschaftlerinnen<br />

und Wissenschaftler der<br />

Textilforschung am Institut für<br />

Textiltechnik der RWTH Aachen<br />

(ITA) gemeinsam mit Unternehmen<br />

aus der Textil- und Sportartikelbranche<br />

an biobasierten textilen<br />

Innovationen, von denen auch<br />

der Sport- und Outdoor-Bereich<br />

profitieren soll. Ein weit vorangeschrittenes<br />

Forschungsprojekt<br />

ist „Light Lining“, das vielversprechende<br />

Ergebnisse für eine leichte,<br />

biobasierte Hochleistungsisolation<br />

präsentiert, die zum Beispiel in<br />

Schlafsäcken und Jacken eingesetzt<br />

werden kann.<br />

Neuartige Aerogel-Fasern<br />

Aktuell werden im High-Performance-Bereich<br />

vor allem das<br />

Naturmaterial Daune und erdölbasierte<br />

synthetische Polyester-<br />

Isolationen verwendet. Neben<br />

der ökologischen und sozialen<br />

Verantwortung spielt für moderne<br />

Sport- und Outdoor-Marken<br />

auch der Tierschutz eine wichtige<br />

Rolle. Da die manchmal mangelnde<br />

Rückverfolgbarkeit der<br />

Daunen in der weltweiten Lieferkette<br />

zu Akzeptanzproblemen<br />

bei Konsumentinnen und Konsumenten<br />

führt, ist eine biobasierte<br />

Top-Isolation in diesem Segment<br />

ebenso von Interesse wie als<br />

Alternative zu Polyester, das auf<br />

dem nicht biologisch abbaubaren<br />

Rohstoff Erdöl basiert.<br />

Die Wissenschaftler des ITA<br />

präsentieren in Kooperation mit<br />

Unternehmen unter dem Namen »<br />

26 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


Step Outside<br />

Adventure Awaits<br />

Contemporary outdoor since 1870<br />

Contemporary outdoor since 1870


INDUSTRIE<br />

Oben: Querschnitt einer einzelnen superisolierenden Aerogel-Faser mit<br />

ihren Millionen von Nano-Hohlräumen, 1.000-fache Vergrößerung.<br />

Unten: Ausschnittvergrößerung des Faserquerschnitts der gleichen<br />

Aerogel-Faser 5.000-fach vergrößert.<br />

„Light Lining“ als Lösung neuartige<br />

Aerogel-Fasern. Aerogele<br />

sind hochporöse Festkörper, bei<br />

denen bis zu 99,98 Prozent des<br />

Volumens aus Poren bestehen,<br />

ähnlich wie bei einem Schwamm.<br />

Die nun in dem Forschungsprojekt<br />

entwickelten bieten zwei entscheidende<br />

Vorteile. Zum einen<br />

werden sie aus Holz gewonnen,<br />

und damit aus nachwachsenden<br />

und recyclingfähigen Rohstoffen.<br />

Zum anderen überzeugen sie auch<br />

mit einer wirksameren Isolierung<br />

pro Volumen. So bietet ein aktuell<br />

führendes Markenprodukt auf<br />

Polyester-Basis bei einer Qualität<br />

von 60 g/qm einen Wärmewert<br />

von 0.<strong>04</strong> W/mK (W/mk = Wärmeleitfähigkeit),<br />

Daune liegt bei circa<br />

0,037 W/mK. Es gilt: Je geringer<br />

die Wärmeleitfähigkeit, desto besser<br />

die Dämmwirkung. Der „Light<br />

Lining“-Demonstrator weist bei<br />

gleichem Gewicht pro Quadratmeter<br />

einen signifikant besseren<br />

Wert von 0,035 W/mK auf.<br />

Vier Schritte<br />

Ziel des Projekts ist der Nachweis,<br />

dass Zellulose-Aerogel-Vliese als<br />

geeignete Alternative für die Isolierung<br />

von Sport- und Outdoor-<br />

Bekleidung verwendet werden können.<br />

Die Projektstruktur besteht<br />

aus vier Entwicklungsschritten mit<br />

zunehmender Komplexität. Auf<br />

eine „superkritische Trocknung“<br />

folgen Veredelung, Montage und<br />

Prüfung sowie Integration.<br />

Zunächst werden verschiedene<br />

Zellulose-Proben aus nachhaltig<br />

produziertem Holz „superkritisch<br />

getrocknet“, um entsprechende<br />

Aerogel-Vliese zu erzeugen. Unter<br />

„superkritischer Trocknung“ versteht<br />

man ein spezielles physikalisches<br />

Verfahren, das verhindert,<br />

dass die nanoporösen Strukturen<br />

der Cellulose bei der Trocknung<br />

zerstört werden. Für die Isolation<br />

des Materials ist hierbei entscheidend,<br />

dass die Milliarden von<br />

Hohlräumen in der Struktur der<br />

aus Holz gewonnen Zellulosefasern<br />

erhalten bleiben. Die Umsetzung<br />

dieser „superkritischen<br />

Trocknung“ ist eine der größten<br />

Herausforderungen des Projekts.<br />

In einem zweiten Schritt werden<br />

die Proben mit verschiedenen<br />

Additiven behandelt, um zum Beispiel<br />

das Bakterienwachstum zu<br />

reduzieren oder hydrophobe, also<br />

wasserabweisende Eigenschaften<br />

zu erhalten. Anschließend<br />

werden die Aerogel-Vliese mit<br />

Ober- und Unterstoff versehen,<br />

um somit einen Teil eines Kleidungsstücks<br />

zu simulieren und<br />

so die Eigenschaften des Isolationsmaterials<br />

zu messen. Getestet<br />

werden sie bei der Adidas AG.<br />

Schließlich wird ein Demonstrationskleidungsstück<br />

aus dem<br />

Sport- und Outdoor-Bereich wie<br />

eine Jacke oder Weste hergestellt.<br />

Im Projektverlauf ist das aktuell<br />

einer der nächsten Schritte, nachdem<br />

man bislang für Demonstrationszwecke<br />

mit einem Kissen<br />

gearbeitet hat.<br />

Stetige Überprüfung<br />

Um den notwendigen Informationsfluss<br />

für eine stetige Verbesserung<br />

und Anpassung der<br />

Materialien zu gewährleisten,<br />

wird ein agiler Projektmanagementansatz<br />

mit Unterstützung<br />

des Transition Labs gewählt. Das<br />

TransitionLab ist integrativer<br />

Bestandteil des Biotexfuture-<br />

Konzepts und wird von Sozialwissenschaftlerinnen<br />

und Sozialwissenschaftlern<br />

betreut.<br />

In allen vier Entwicklungsschritten<br />

wird unter kontinuierlicher<br />

begleitender Bewertung<br />

des TransitionLab abgeklärt,<br />

inwieweit der jeweilige Entwicklungsschritt<br />

von den Konsumenten<br />

angenommen wird.<br />

Untersucht werden zuerst die<br />

Materialakzeptanz, später die<br />

gewünschten Eigenschaften und<br />

zuletzt die Produktakzeptanz.<br />

Mit jeder weiteren Überprüfung<br />

durch das TransitionLab werden<br />

neue Anforderungen an die<br />

Materialien aufgedeckt, die dann<br />

direkt in die Verbesserung des<br />

Produktes einfließen können.<br />

Nach dem letzten Konsumenten-<br />

Check werden die Aerogel-Vliese<br />

in modernste Kälteisolationskleidung<br />

integriert und final getestet.<br />

Von der Forschung zum Markt<br />

Das Projektteam konnte ein<br />

erfolgreiches Verfahren für die<br />

„superkritische Trocknung“<br />

der Zellulose-Aerogeltextilien<br />

entwickeln. Ein Gramm des so<br />

erzeugten Aerogel-Vlies verfügt<br />

über eine Material-Oberfläche<br />

von circa 200 Quadratmetern.<br />

Man kann sich gut vorstellen,<br />

dass die Nano-Poren des Zellulose-Materials<br />

mit dieser gewaltigen<br />

Oberfläche sehr viel isolierende<br />

Luft einschließen können.<br />

ITA-Projektleiter Maximilian<br />

Mohr hebt hervor, dass die Isolationsleistung<br />

von „Light Lining“<br />

mit dem oben genannten Wert<br />

von 0,035 W/mK besser ist als<br />

das Wärme-Gewichts-Verhältnis<br />

von Polyester. Aktuell arbeite<br />

das Wissenschaftsteam an der<br />

Hydrophobierung des innovativen<br />

Materials und kooperiere<br />

eng mit Adidas. Inzwischen ist<br />

man dabei, verschiedene textile<br />

Halbzeuge (Vormaterial, in eine<br />

grundlegende geometrische<br />

Form gebracht) aus dem Zellulose-Aerogel<br />

zu entwickeln – mit<br />

guten Ergebnissen. Diese Varianten<br />

erweitern den Einsatzbereich<br />

für die Sport-, Outdoor- und<br />

Modebranche entscheidend.<br />

Geplant ist, mit den Erkenntnissen<br />

in absehbarer Zeit am Markt<br />

zu agieren. Damit käme man<br />

einem weiteren Ziel des Projekts<br />

nahe – nämlich neben der<br />

Erforschung von Möglichkeiten,<br />

die Textilindustrie auf eine biobasierte<br />

Grundlage zu stellen,<br />

auch die in der Vergangenheit oft<br />

auftretende Lücke zwischen den<br />

Ergebnissen in der Forschung<br />

und ihrer industriellen, marktfähigen<br />

Umsetzung so klein wie<br />

möglich zu halten beziehungsweise<br />

sie zu schließen.<br />

https://biotexfuture.info/de/<br />

28 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong><br />

www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

Besser als erwartet<br />

Der SCHWEIZER SPORTMARKT hat im Jahr 2023 einen Umsatz von umgerechnet etwas mehr als zwei Milliarden<br />

Euro erzielt, leicht weniger als im Vorjahr. Das Ergebnis liegt damit über den Prognosen. Outdoor<br />

und Camping schwächelten etwas– doch dafür gibt es eine einfache Erklärung.<br />

Trailrunning liegt aktuell stark im Trend und konnte dazu beitragen, dass der Schweizer Sportmarkt 2023 insgesamt kaum Einbußen hatte.<br />

Foto: Leki<br />

Nachdem m Coronajahr 2021 der Jahresumsatz<br />

des Schweizer Sportmarktes um<br />

rekordverdächtige 14 Prozent gestiegen war<br />

und 2022 noch einmal um 2 Prozent, gab es im<br />

Jahr 2023 nun einen leichten Rückgang von -1,5<br />

Prozent auf 2,17 Milliarden Schweizer Franken<br />

(entspricht in etwa auch dem Euro-Betrag).<br />

Das beunruhigt Peter Bruggmann, Experte der<br />

Fachstelle Sportartikel Schweiz (Swisspo) und<br />

Präsident des Verbands Schweizer Sportfachhandel<br />

(ASMAS), nicht. „Dass wir 2023 nur so<br />

wenig an Umsatz einbüßen, obwohl es mit<br />

dem eher schneearmen Winter, der Inflation<br />

und der Teuerung gleich mehrere Herausforderungen<br />

zu meistern galt, ist absolut erfreulich.<br />

Zumal die Prognosen für das Jahr 2023<br />

tiefere Umsätze vorhergesagt hatten.“<br />

Rückgang bei Outdoor/Camping ist „logisch“<br />

Innerhalb des gesamten Sportmarkts Schweiz<br />

sank der Anteil des Schneesports von 14,8<br />

Prozent im Jahr 2022 auf 14,7 Prozent im letzten<br />

Jahr. Der Multisportanteil sank von 37,3<br />

Prozent auf 36,9 Prozent. Einen größeren<br />

Rückgang gab es dagegen im Bereich Outdoor/Camping.<br />

Dort ist der Umsatz um 4,1<br />

Millionen Franken zurückgegangen (-0,8 %).<br />

Bruggmann: „Vor allem der Bereich Camping<br />

erlebte während Corona einen riesigen Boom.<br />

Damals haben sich die Schweizerinnen und<br />

Schweizer mit größtenteils guter Ware eingedeckt,<br />

und die hält im Normalfall mehrere<br />

Jahre. Daher ist es nur logisch, dass wir jetzt in<br />

diesem Bereich weniger verkaufen.“<br />

Running und Freizeit legen zu<br />

Gesteigert werden konnte der Umsatz im vergangenen<br />

Jahr in den Bereichen Running (+0,3<br />

%) und Freizeitsport (+1 %). „In beiden Bereichen<br />

konnten wir den Umsatz zum dritten Mal in<br />

Folge steigern – das ist sehr erfreulich. Running<br />

und Freizeit profitieren davon, dass der<br />

Zugang sehr einfach ist und man die Produkte<br />

direkt vor der Haustüre nutzen kann. Running<br />

ist zudem auch eine sehr kostengünstige Sportart,<br />

die man zeitlich unabhängig ausüben kann<br />

und die ein sehr effizientes Training ermöglicht.<br />

Das sind alles Pluspunkte für den Running-<br />

Bereich, wobei aktuell auch das Trailrunning<br />

sehr stark im Trend liegt“, sagt Bruggmann.<br />

Gewachsen ist auch der Onlinehandel. Der<br />

Umsatz aus Onlineverkäufen betrug 28 Prozent<br />

des Gesamtumsatzes im Schweizer Sportmarkt<br />

2023 (+1 %). Dieser Wert lag 2019 noch<br />

bei 16 Prozent. „Der Onlinehandel wird auch in<br />

der Sportbranche immer wichtiger, wobei vor<br />

allem der Freizeit- und Sneakerbereich online<br />

sehr gut funktioniert. Spezialausrüstungen,<br />

die viel individuelle Beratung erfordern, werden<br />

weiterhin vorwiegend im stationären<br />

Sportfachhandel verkauft“, so Bruggmann.<br />

Erwartungen für <strong>2024</strong><br />

Für <strong>2024</strong> erwartet Peter Bruggmann ein vergleichbares<br />

Ergebnis wie im vergangenen Jahr:<br />

„Wenn das Wetter mitspielt und wir im kommenden<br />

Winter früh viel Schnee haben, können<br />

wir im Schneesport-Bereich mehr umsetzen<br />

als letztes Jahr. In allen anderen Bereichen<br />

erwarte ich in etwa ähnliche Zahlen – trotz<br />

Inflation und Teuerung. Denn der Fitness- und<br />

Gesundheitsgedanke ist in unserer Gesellschaft<br />

weiterhin sehr wichtig und die Leute<br />

wollen sich entsprechend ausrüsten.“<br />

www.swisspo.ch<br />

30 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

Gekauft, gebraucht,<br />

erneuert<br />

Der Schweizer Sportwäsche-Spezialist ODLO nimmt in seinen Stores im DACH-Raum nun gebrauchte<br />

Bekleidungsstücke zurück, um sie instandzusetzen oder dem Recycling zuzuführen.<br />

Foto: Janosch Abel<br />

Im Flagship-Store in Zürich hat Odlo sein ReWEAR -Programm getestet. Nun wird es ausgeweitet.<br />

Im Rahmen des neuen ReWEAR-Programms<br />

können Verbraucher in ausgewählten Odlo-<br />

Stores in Deutschland, Österreich und der<br />

Schweiz in dort aufgestellten sogenannten<br />

Take-Back-Boxen gebrauchte Kleidungsstücke<br />

abgeben, um diesen ein neues Leben zu schenken.<br />

Die abgegebenen Kleidungsstücke werden<br />

einer sorgfältigen Prüfung unterzogen<br />

und entweder instandgesetzt und wiederverkauft<br />

oder verantwortungsvoll recycelt. Kleidungsstücke<br />

von Odlo, die für den Wiederverkauf<br />

geeignet sind, nimmt das Unternehmen<br />

in seine ReWEAR-Resale-Kollektion auf, bei der<br />

die Artikel zu einem Bruchteil des ursprünglichen<br />

Preises erworben werden können.<br />

Der High-Performance-Sportwäsche-Spezialist<br />

aus der Schweiz betreibt diesen neuen Service<br />

in Zusammenarbeit mit dem auf Sammlung,<br />

Sortierung und Verwertung von Alttextilien<br />

spezialisierten Unternehmen Texaid, das<br />

ebenfalls aus der Schweiz kommt.<br />

„Durch den Wiederverkauf von gebrauchten<br />

Kleidungsstücken aus früheren Kollektionen<br />

lässt sich das Abfallaufkommen während<br />

des gesamten Lebenszyklus unserer Produkte<br />

reduzieren. Das ist ein Kernpunkt unseres Versprechens,<br />

die Kreislaufwirtschaft zu stärken“,<br />

sagt Johanna Heimlicher, Leiterin des Bereichs<br />

Nachhaltigkeit bei Odlo.<br />

Nach einer Testphase im Flagship-Store<br />

in Zürich konnte das Programm mittlerweile<br />

erfolgreich auf über 30 Odlo-Stores in<br />

Deutschland, Österreich und der Schweiz ausgeweitet<br />

werden. Als Dankeschön erhalten<br />

Kunden, die die Take-Back-Box nutzen, zusätzlich<br />

einen zehn Prozent Rabatt auf ihren<br />

nächsten Einkauf.<br />

www.odlo.com<br />

© Chiemgau Tourismus e.V<br />

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(auch als Herrenmodell erhältlich)<br />

www.meindl.de


INDUSTRIE<br />

„Unsere Wirkung<br />

ist begrenzt“<br />

Wie sieht ANDREAS SCHECHINGER die Rolle der Outdoor-Branche bei der Umstellung auf eine<br />

nachhaltigere Produktion? Darüber und über viele andere Facetten des Themas Nachhaltigkeit geht es<br />

im zweiten Teil des Interviews mit dem TATONKA-CHEF, der dabei klare Positionen bezieht. Zudem ließen<br />

wir uns von ihm das Tatonka-Projekt „Traceability“ erläutern.<br />

Fotos: Tatonka, Screenshot, Steffen Scholz<br />

Seit 2022 bietet die bayerische<br />

Outdoor-Marke<br />

Tatonka unter dem Label<br />

„Traceability by Tatonka“ für<br />

ihre Produkte die komplette<br />

Nachverfolgbarkeit der Lieferkette.<br />

Verbraucher können<br />

sich bei Interesse auf der<br />

„Traceability“-Website (www.<br />

tatonka.com/de/traceabilityby-tatonka)<br />

mit der auf dem im<br />

Produkt eingenähten Etikett<br />

verzeichneten Seriennummer<br />

auf einer Weltkarte genau über<br />

den Weg des Produktes vom<br />

Einkauf der Materialien über<br />

die Fertigung bis zum Versand<br />

ins Bestimmungsland informieren.<br />

Darum und um die<br />

vielfältigen Aspekte des Themas<br />

Nachhaltigkeit geht es im<br />

zweiten Teil unseres Interviews<br />

mit Tatonka-Geschäftsführer<br />

Andreas Schechinger.<br />

outdoor.markt: Herr Schechinger,<br />

für Ihr Traceability-Projekt<br />

war und ist es sicher eine gute<br />

Basis, mit ihren Fertigungsstätten<br />

in Vietnam die Produktion,<br />

wie Sie sagten, gänzlich unter<br />

eigener Kontrolle zu haben …<br />

Andreas Schechinger: Genau, wir<br />

können für jede Charge, die wir<br />

fertigen, zu 100 Prozent nachvollziehen,<br />

welches Material<br />

konkret für welche Produkte verwendet<br />

wurde, wo es herkommt<br />

und wer es gefertigt hat. Wir<br />

können auch ganz genau sagen,<br />

wann es Vietnam verlassen hat<br />

und in Deutschland eingetroffen<br />

ist. Diese Daten nutzen wir<br />

für die Traceability-Website, wo<br />

wir diesen Fertigungsprozess<br />

vom Materialienkauf bis hin zur<br />

Fertigung und zum fertigen Produkt<br />

sozusagen als digitale Wegpunkte<br />

optisch darstellen. Wenn<br />

nun zum Beispiel ein neuer<br />

Materiallieferant hinzukommt,<br />

muss der ohnehin bei uns im<br />

System angelegt werden – und<br />

wird dann auch automatisch in<br />

die Datenbank, die Grundlage<br />

für Traceability ist, eingepflegt.<br />

Wie hoch war dennoch der Aufwand,<br />

Traceability an den Start<br />

zu bringen?<br />

Unsere IT war am Anfang nicht<br />

besonders begeistert von meiner<br />

Idee (lacht). Denn es war<br />

schon eine große Herausforderung,<br />

aus den Produktionsdaten<br />

Daten zu generieren, die<br />

man sichtbar machen kann.<br />

Also einen relativ komplizierten<br />

Fertigungsprozess transparent<br />

zu machen, sodass es auch verständlich<br />

ist. Wir mussten uns<br />

überlegen, wie man das visuell<br />

und grafisch über Google<br />

darstellen kann. Wichtig war,<br />

dass wir uns dazu entschieden<br />

haben, das Ganze so einfach<br />

wie möglich zu halten. Wir<br />

machen keine Angaben für<br />

jedes einzelne Teil am Produkt,<br />

sondern fassen sie nach den<br />

Lieferanten zusammen.<br />

Wieso?<br />

Wenn wir tatsächlich für jedes<br />

Teil beispielsweise an einem<br />

Rucksack die Daten darstellen<br />

würden, würde das die Kunden<br />

erschlagen. Indem wir das nach<br />

Lieferanten zusammenfassen,<br />

wird die Liste deutlich kürzer und<br />

verständlicher. Und für unsere IT<br />

wurde es auch etwas einfacher.<br />

Tatonka-Geschäftsführer Andreas Schechinger versteht Nachhaltigkeit<br />

als ein selbstverständliches Prinzip des Wirtschaftens in einem<br />

Familienunternehmen. Den heutigen „Nachhaltigkeitstrend“ in der<br />

Outdoor-Branche und darüber hinaus sieht er aber teilweise auch kritisch.<br />

Wie stark wird die Möglichkeit<br />

von den Verbrauchern genutzt?<br />

Wir werden immer wieder<br />

darauf angesprochen und<br />

bekommen von vielen Kunden<br />

das Feedback, dass sie das<br />

gut finden. Es ist sicher nicht<br />

maßgeblich entscheidend,<br />

aber doch ein kleiner Baustein,<br />

sich für unsere Produkte zu<br />

entscheiden. Am wichtigsten<br />

bleiben das gute Design, die<br />

hochwertigen Materialien, die<br />

Verarbeitung und das gutes<br />

Preis-Leistungsverhältnis, das<br />

wir bieten. Es ist aber noch ein<br />

zusätzliches Argument, dass<br />

wir unsere Produktion so transparent<br />

darstellen können.<br />

Ein Argument, das bei Kaufentscheidungen<br />

eine zunehmend<br />

größere Rolle spielt, ist die<br />

Nachhaltigkeit und Umweltverträglichkeit<br />

eines Produktes.<br />

Da kommt auch die Sichtbarkeit<br />

für den Verbraucher ins Spiel,<br />

etwa durch eine entsprechende<br />

Kennzeichnung am Produkt.<br />

Was drückt in diesem Zusam-<br />

32 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

menhang Ihr Label „Green<br />

by Tatonka“ aus?<br />

Green by Tatonka ist das Projekt,<br />

unter dem wir unsere Verbesserungen<br />

auf dem Weg zur Nachhaltigkeit<br />

zusammenfassen und<br />

dokumentieren. Wir können ja<br />

nicht auf einen Schlag unsere<br />

Produkte zu 100 Prozent ökologisch<br />

machen. Manches lässt<br />

sich kurzfristig verbessern, anderes<br />

wird noch länger dauern.<br />

So können wir unsere Rucksäcke<br />

nicht aus nachwachsenden<br />

Rohstoffen herstellen, sondern<br />

werden auf absehbare Zeit in<br />

aller Regel auf erdölbasierte<br />

Materialien wie Polyester oder<br />

Nylon zurückgreifen müssen.<br />

„Bei vielen Siegeln lässt sich<br />

das, was sie behaupten, nicht<br />

wissenschaftlich belegen.“<br />

Wir können aber trotzdem die<br />

Nachhaltigkeit berücksichtigen<br />

und verbessern. Dazu gehört,<br />

dass wir ausschließlich hochwertige<br />

Materialien verwenden,<br />

die eine lange Nutzbarkeit<br />

des Produkts garantieren. Wir<br />

können aber auch Teile der<br />

Produkte mit recycelten oder<br />

auch recycelbaren Materialien<br />

fertigen und deren Anteil stetig<br />

erhöhen, und das tun wir. Im Projekt<br />

Green by Tatonka dokumentieren<br />

wir, was wir heute schon<br />

tun, auch wenn wir noch nicht<br />

da sind, wo wir am Ende hinwollen.<br />

Und das wollen wir auch<br />

gegenüber dem Verbraucher zeigen.<br />

Der weiß, dass Tatonka bei<br />

einem mit „Green<br />

by Tatonka“<br />

gekennzeichneten<br />

Produkt<br />

Schritte<br />

unternommen<br />

hat, um es<br />

nachhaltiger zu<br />

produzieren.<br />

Auf der „Traceability“-Website von Tatonka lässt sich mit der Seriennummer<br />

eines Produktes dessen Weg von der Materialbeschaffung über<br />

die Fertigung bis zur Auslieferung komplett nachvollziehen.<br />

Nun sind eine Reihe von Kennzeichnungen<br />

auf dem Markt.<br />

Siegel wie Bluesign oder Fair<br />

Wear, markenspezifische Nachhaltigkeitslabel<br />

etc. Ist dies<br />

nicht eher verwirrend für den<br />

Verbraucher?<br />

Das ist das eine. Zum anderen<br />

aber ist auch immer die Frage:<br />

Ist das wissenschaftlich belegbar,<br />

was diese Siegel behaupten?<br />

Es ist ein Unterschied, ob<br />

ich beispielsweise sage, dass 30<br />

Prozent meines Materials recycelt<br />

sind, und dies belegen kann.<br />

Oder ob ich dann behaupte, dass<br />

es besser und nachhaltiger als<br />

andere Produkte ist. Eine solche<br />

Aussage kann ich vermutlich<br />

nicht belegen – und wäre dann<br />

aus meiner Sicht Greenwashing.<br />

Und das ist das Problem<br />

bei vielen Siegeln, die das, was<br />

sie behaupten, nicht wissenschaftlich<br />

belegen können. Für<br />

mich ist es auch Greenwashing,<br />

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ist ein echtes Allround-Talent und wurde<br />

für Alltagsabenteurer entworfen, die<br />

Stil und Funktion in einer leichten Jacke<br />

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Das Obermaterial aus 100 % Polyester<br />

(PFAS-frei) ist mit der Bega Membrane<br />

Balanced-Technologie ausgestattet, die<br />

es wasser- und winddicht und dennoch<br />

atmungsaktiv macht. Die Unterarmreißverschlüsse<br />

sorgen für optimale Atmungsaktivität<br />

und ermöglichen die<br />

Körpertemperatur je nach Aktivität zu<br />

regulieren. Eine perfekt geformte Kapuze<br />

sorgt für zusätzlichen Schutz vor<br />

Regen und Wind. Das Produkt enthält<br />

bluesign® APPROVED Trimmings. Für<br />

Herren und Damen in jeweils drei Farbkombinationen<br />

erhältlich.<br />

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INDUSTRIE<br />

wenn ein Unternehmen sich<br />

als CO 2 -neutral bezeichnet und<br />

dies durch Zertifikate, die es sich<br />

durch die Unterstützung von<br />

Baumpflanzungen erworben<br />

hat, erreicht, während es mit seiner<br />

Produktion weiter einen großen<br />

CO 2 -Ausstoß erzeugt. Aber<br />

was nun wirklich als Greenwashing<br />

zu bezeichnen ist und was<br />

korrekterweise als nachhaltig<br />

bezeichnet werden kann, da<br />

sind wir gerade in einem Diskussionsprozess.<br />

Die Problematik<br />

muss geklärt werden. Man<br />

muss es vielleicht auf die einzelnen<br />

Materialebenen beziehen.<br />

Insofern müssen wir auch unser<br />

Projekt Green by Tatonka möglicherweise<br />

in Zukunft hinterfragen<br />

und anpassen.<br />

Die Politik, vor allem in der<br />

Gestalt der EU, plant stärkere<br />

Regulierungen für eine nachhaltige<br />

Produktion. Sie sollen<br />

im Rahmen des Green Deal die<br />

Umstellung auf eine Kreislaufwirtschaft<br />

beschleunigen. Was<br />

halten Sie davon?<br />

Es sind ja vor allem Schuhe und<br />

Textilien, die in der Produktion<br />

und der Entsorgung viele Probleme<br />

mit sich bringen. Die<br />

Regularien, um die es nun geht,<br />

betreffen vorwiegend die großen<br />

Textilunternehmen, die<br />

Tausende von Tonnen Textil in<br />

einem Jahr herstellen. Dazu zählt<br />

keine Outdoor-Firma, soweit ich<br />

weiß, und wir schon gar nicht.<br />

Wir stellen inzwischen ohnehin<br />

keine Textilien mehr her und<br />

konzentrieren uns auf Rucksäcke,<br />

Taschen und Zelte. In einem<br />

weitgehenden Sinne sind das<br />

zwar auch Textilien, aber solche,<br />

die deutlich länger verwendet<br />

werden und viel weniger modischen<br />

Aspekten unterliegen wie<br />

etwa Hemden oder Hosen. Insofern<br />

sehen wir dem Thema Regularien<br />

gelassen entgegen.<br />

Aber manche, auch aus der Branche<br />

selbst, sagen: Outdoor mit<br />

seinem besonderen Bezug zur<br />

Natur muss vorangehen. Wie<br />

sehen Sie das?<br />

Man kann man das in der Tat<br />

mit einem gewissen Recht von<br />

uns als Outdoor-Branche verlangen.<br />

Aber bei den Mengen, die<br />

wir herstellen, ist die Wirkung<br />

begrenzt, wenn wir etwas<br />

machen. Und ich glaube, bis<br />

unsere Rucksäcke und Taschen<br />

unter die geplanten strengeren<br />

Regularien fallen, sind wahrscheinlich<br />

schon Methoden<br />

entwickelt worden, die<br />

Pro duktions kreisläufe zu<br />

schließen.<br />

Wie weit sind wir in diesem<br />

Punkt Ihrer Meinung nach?<br />

„Wir als Familienunternehmen<br />

müssen nachhaltig wirtschaften<br />

… Sonst sind wir innerhalb von<br />

wenigen Jahren verschwunden.“<br />

Es kursieren viele Ideen und<br />

Konzepte dazu. Aber was die<br />

tatsächliche Umsetzung betrifft,<br />

erweist sich vieles als unklar<br />

und schwierig. Nehmen Sie die<br />

Frage der Sortierung von Textilien.<br />

Da sollen Chips, die in die<br />

Produkte verbaut werden, eine<br />

große Rolle spielen. Aber es gibt<br />

nicht einmal einen Standard<br />

dafür, welche Informationen<br />

dieser Chip genau enthalten soll.<br />

Aber irgendwann muss man<br />

anfangen und Ideen kreieren.<br />

Doch bis solche in großem Stil<br />

umgesetzt werden können, ist<br />

es noch ein langer Weg.<br />

Viele Marken auch und gerade<br />

in der Outdoor-Industrie betonen,<br />

Nachhaltigkeit und das<br />

Engagement für den Klima-<br />

und Umweltschutz seien Teil<br />

ihres Markenkerns oder ihrer<br />

Marken-DNA. Wie sehen Sie das<br />

für Tatonka?<br />

Wir als Familienunternehmen<br />

müssen nachhaltig wirtschaften.<br />

Denn wir machen unseren<br />

Umsatz nur mit dem, was wir<br />

effizient herstellen, vertreiben<br />

und letztendlich auch verkaufen.<br />

Wenn uns das nicht gelingt,<br />

dann sind wir innerhalb von<br />

wenigen Jahren verschwunden.<br />

In diesem Sinne ist Nachhaltigkeit<br />

überhaupt nichts Neues<br />

für uns, sondern elementar für<br />

unsere Existenz.<br />

Ist Nachhaltigkeit nicht ein<br />

Thema, das in der Outdoor-<br />

Industrie und darüber hinaus in<br />

den letzten fünf bis zehn Jahren<br />

besonders stark an Bedeutung<br />

gewonnen hat?<br />

Es wird in den Medien und im<br />

Marketing und der Werbung nun<br />

viel mehr darüber gesprochen.<br />

Und wir stehen auch vor Herausforderungen<br />

wie dem Klimawandel,<br />

die wir bewäl tigen müssen,<br />

da haben wir auch als Outdoor-<br />

Branche eine Verantwortung.<br />

Und viele sind hier auch ernsthaft<br />

engagiert. Aber dass die<br />

Unternehmen heute in dem großen<br />

Ausmaß von Nachhaltigkeit<br />

sprechen, wie sie es tun, hat viel<br />

mit den Interessen von Aktionären<br />

und Investoren zu tun, die<br />

auch hinter vielen internationalen<br />

Outdoor-Unternehmen stehen.<br />

Mit dem Label „nachhaltig“<br />

werten sie die Wertpapiere der<br />

Firmen, die sie finanzieren, auf.<br />

Investoren denken aber vielfach<br />

kurzfristig und nicht an den<br />

langfristigen Erfolg und Bestand<br />

eines Unternehmens, weil sie es,<br />

jedenfalls in vielen Fällen, nach<br />

wenigen Jahren gewinnbringend<br />

an den nächsten Investor<br />

weiterverkaufen wollen. Mitttelständisch<br />

geprägte und Familienunternehmen<br />

wie unseres<br />

führen das Wort „Nachhaltigkeit“<br />

gar nicht so oft im Munde – weil<br />

es für sie selbstverständlich ist.<br />

Vielen Dank für das Gespräch!<br />

www.tatonka.com/de<br />

Tatonka fertigt in zwei Werken der zum Unternehmen gehörenden Firma Mountech in Vietnam – und<br />

veranstaltet dort wöchentlich unter dem Titel „Open Factory“ Werksbesichtigungen.<br />

Teil 1 des Interviews mit Andreas<br />

Schechinger finden Sie in Ausgabe 03/24.<br />

Darin geht es vor allem um die firmeneigenen<br />

Fertigungsstätten von<br />

Tatonka in Vietnam.<br />

34 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

ACTIVE SUN PROTECTION<br />

Was macht mawaii SunCare so besonders?<br />

Ganz klar: die Qualität und die Eigenschaften. Gerade wenn<br />

man sich viel im Freien bewegt, muss ein Sonnenschutz<br />

optimal wirken, darf nicht kleben, keinen Fettfilm hinterlassen<br />

oder die Poren verstopfen.<br />

Beim Sport zählen darüber hinaus Faktoren, wie Wasserbeständigkeit,<br />

Einzugsverhalten beim Auftragen, Schweißfestigkeit<br />

oder Wind- und Kälteschutz. Ebenso sollte auch nach<br />

dem Eincremen ein rutschfester Griff erhalten bleiben.<br />

Bei der Entwicklung von mawaii SunCare haben aktive Sportler,<br />

Freizeitaktivisten und Wissenschaftler mitgewirkt, um<br />

einen Sonnenschutz zu entwickeln, der für jedes Alter, jeden<br />

Hauttyp geeignet ist und in jeder Situation optimal funktioniert,<br />

ob nun extrem oder alltäglich.<br />

Und mawaii SunCare geht noch zwei Schritte weiter als<br />

gewöhnlicher Sonnenschutz.<br />

Im Gegensatz zu vielen auf dem Markt erhältlichen<br />

Sonnencremes, wirkt mawaii SunCare wie ein Anti-Aging<br />

Produkt. Es schützt und pflegt Haut gleichzeitig und aktiviert<br />

die hauteigene Zellregeneration.<br />

mawaii® Suncare-Produkte schützen<br />

nicht nur vor UV-Strahlung, vielmehr<br />

wirken sie aktiv der Hautalterung<br />

entgegen und schützen vor Umweltgiften.<br />

Der aktive DNA Schutz durch den<br />

Kerzen baumextrak ist einzigartig.<br />

Darüber hinaus verzichtet mawaii auf<br />

haut- und korallen schädigende<br />

Konservierungsstoffe und<br />

Lichtschutzfilter.<br />

Der Verzicht auf Parfum und<br />

Stoffe wie Parabene, Cinnamate<br />

oder Benzophenone macht mawaii<br />

SunCare mit zu den verträglichsten<br />

Sonnenschutzmitteln,<br />

die es zurzeit gibt.<br />

Halle A2 / 534<br />

GEAR AID Europe • Kirchplatz 5 • D-29664 Walsrode/Germany • Tel. + 49 5161-48105-0<br />

info@mawaii-suncare.com<br />

www.outdoormarkt.com<br />

www.mawaii-suncare.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 33


INDUSTRIE<br />

Abenteuer im Fokus<br />

Der Magdeburger Outdoor-Ausrüster PETROMAX startet mit einer neuen Markenstrategie. In deren<br />

Zentrum stehen Abenteuer und Wildnis, ausgedrückt in einem griffen Slogan.<br />

Menschen, die das besondere Erlebnis in der Natur suchen, sind die Zielgruppe des Magdeburger Outdoor-Unternehmens Petromax.<br />

Fotos: Petromax, PR<br />

Born in the Wilderness“ – so lautet der<br />

neue Markenclaim von Petromax. Er<br />

steht für die neue Strategie des Outdoor-<br />

Ausrüsters aus Magdeburg. Petromax hat<br />

sich vorgenommen, die Abenteuer-Marke<br />

Nummer eins zu werden. Die Wildnis<br />

betrachtet man im Unternehmen als Kern<br />

der Marken-DNA von Petromax. Deren<br />

Produkte sind seit jeher für das Abenteuer<br />

gemacht – von der legendären Starklichtlampe<br />

HK500 angefangen, zeigen sie ihre<br />

Stärke an Orten ohne Strom und fließendem<br />

Wasser. Mit Petromax kann man draußen<br />

kochen, hat sehr helles Licht, eine wärmende<br />

Feuerstelle und tagelang gekühlte<br />

Lebensmittel und Getränke.<br />

Das Thema Outdoor-Adventure ist ein<br />

globaler Megatrend und ein spannendes<br />

Wachstums-Segment. Unsere Gesellschaft<br />

wird aktiver, und immer mehr Menschen,<br />

vor allem aus dem urbanen Umfeld, suchen<br />

Naturerlebnisse, möglichst in nächster<br />

Umgebung. Und sie sind bereit, in gute Ausrüstung<br />

dafür zu investieren. „Petromax ist<br />

der Gegenentwurf zu unserem modernen<br />

Leben vor dem Bildschirm“, sagt Hans-Jürgen<br />

Herr, seit Frühjahr dieses Jahres Interims-CEO<br />

bei den Magdeburgern (siehe Kasten unten).<br />

„Wir wollen den Menschen zeigen, wie sie<br />

die Natur in all ihren Facetten erfahren<br />

und genießen können. Unsere Ausrüstung<br />

kommt überall zum Einsatz: ob bei Expeditionen<br />

unter rauen Bedingungen, bei der<br />

Offroad- oder Floß-Tour, beim Camping oder<br />

Mikroabenteuer vor der Haustür oder auch<br />

im Garten. Jedes Abenteuer zählt. Man muss<br />

Markenepxerte ist Interims-CEO<br />

Beim Abenteuer-Ausrüster aus Magdeburg übernimmt interimsweise<br />

Hans-Jürgen Herr (Foto) den CEO-Posten, nachdem<br />

Jörk Meyerrose das Unternehmen nach rund einem Jahr als<br />

CEO wieder verlässt. Herr, bereits seit Ende 2023 Vorsitzender<br />

des Board of Directors, wird eng mit CFO Andreas Marx<br />

zusammenarbeiten. Der 1962 geborene Top-Manager zählt<br />

zu den Pionieren der Grillbranche. In seiner Zeit bei Weber-<br />

Stephen schrieb er als President EMEA mit der Umsetzung<br />

der globalen Wachstumsstrategie eine Erfolgsgeschichte. Bei<br />

Petromax mit den beiden Traditionsmarken Petromax und<br />

Feuerhand schnuppert der Marken experte jetzt Abenteuerluft.<br />

nicht in die Ferne ziehen, um Abenteuer zu<br />

erleben. Hauptsache raus! Wie das aussehen<br />

kann, wird man bei uns auf der spoga+gafa<br />

erleben können. Unser Messestand ist eine<br />

Einladung zum Outdoor-Abenteuer.“<br />

Auf der spoga+gafa, der internationalen<br />

Fachmesse für Sportartikel, Campingbedarf<br />

und Gartenmöbel vom 16. bis 18. Juni in Köln,<br />

eröffnet Petromax den neuen Bereich „Outdoor<br />

Adventures“.<br />

www.petromax.de<br />

36 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


THE NEW<br />

VERTICON GRIP.<br />

MADE FOR<br />

MOUNTAINS.<br />

LEKI.COM


ANZEIGE<br />

Photo: ©Anne Schoberth<br />

EINE NEUE GENERATION VON LOWA-PRODUKTEN<br />

In unsicheren Zeiten, in denen sich die Welt verändert und wir uns mit ihr wandeln<br />

müssen, hat LOWA längst die nötigen Transformationsprozesse eingeleitet.<br />

Um zugleich für Beständigkeit und Kontinuität zu sorgen, konzentriert man sich auf<br />

das, was man kann: funktionale Outdoorschuhe herzustellen, die mit bester Qualität,<br />

einer perfekten Passform und relevanten Innovationen punkten.<br />

Um diesen Ansprüchen von Saison zu Saison gerecht zu werden, setzt die Firma<br />

konti nuierlich Impulse in der Weiterentwicklung ihrer Produkte. Die intensiven<br />

Entwicklungsprozesse der letzten Monate kommen nun zum Tragen – sodass zur<br />

Kollektion Frühjahr_Sommer 2025 zahlreiche spannende Neuerungen ins Haus stehen.<br />

MADDOX PRO<br />

UNLEASH YOR SPEED<br />

Für Abenteuerlustige und Adrenalinjunkies ist die Produktfamilie MADDOX PRO<br />

das Ticket zu unvergleichlicher Performance und Agilität am Berg. Egal ob steile<br />

Steigungen, dichte Wälder oder felsige Landschaften – die MADDOX PRO-Modelle<br />

halten mit jeder Bewegungen Schritt. Mit innovativen Features und einer ausgefeilten<br />

Konstruktion sorgen sie dafür, immer einen Schritt voraus zu sein. Ihre Passform<br />

beeindruckt wie die einer zweiten Haut, die scharf profilierte LOWA® FAST HIKING-<br />

Sohle liefert hervorragenden Grip. Das bewährte Zwischensohlensystem aus LOWA®<br />

DYNAPU® als auch das leichte, atmungsaktive Ripstop-Obermaterial gewährleisten<br />

ein sportliches Maß an Flexibilität – sodass die MADDOX PRO-Modelle gediegenere<br />

Tempi als auch dynamische Fast-Hiking-Passagen meistern.<br />

MADDOX PRO GTX MID_MADDOX PRO GTX LO Ws_MADDOX PRO GTX LO SL<br />

LIGHT HIKING


IT’S TIME<br />

TO RUN<br />

Photo: ©Matthias Paintner<br />

ALL TERRAIN RUNNING BY LOWA<br />

MADRIX<br />

RUN YOUR TRAIL, WITH EASE<br />

AMPLUX 2<br />

RUN ANY TRAIL<br />

Der Trailrunningschuh MADRIX glänzt durch sein direktes Ansprechverhalten und<br />

seine überdurchschnittliche Rückstellkraft. Das äußerst responsive Zwischensohlensystem<br />

LOWA® DYNATPE mit ausgeprägter Rocker-Shape macht dies<br />

möglich. Durch einen Performance-Shank mit 30-prozentigem Carbonanteil und das<br />

äußerst geringe Gesamtgewicht des Schuhs (580 g/Paar, UK 8) sind neben knackigen<br />

Highspeed-Passagen aber auch längere Distanzen im Trail kein Problem.<br />

Der AMPLUX 2 erweitert die ATR by LOWA-Kollektion um ihren vielseitigsten Vertreter.<br />

So wurden die aus drei unterschiedlichen EVA-Härtegraden bestehende LOWA®<br />

DYNEVA-Zwischensohle, der carbonverstärkte Shank und die Fersenpartie optimiert,<br />

um Dämpfungs- sowie Abrolleigenschaften des Schuhs zu perfektionieren. Wie auch<br />

sein Vorgänger besticht der AMPLUX 2 dank der perfekten Mischung aus Dämpfung<br />

und Vortrieb, Komfort und Performance somit durch sein ausgeglichenes Laufverhalten.<br />

MADRIX_Ws<br />

ALL TERRAIN RUNNING BY LOWA<br />

AMPLUX 2_Ws<br />

ALL TERRAIN RUNNING BY LOWA<br />

OutDoor by<br />

ISPO<br />

Halle A1<br />

Stand 502<br />

www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

In Eigenregie<br />

Das Schweizer Bergsportunternehmen MAMMUT wird den Markt in Österreich künftig als direkte<br />

Vertriebsgesellschaft führen. Die Übergangsphase bis September wird mit der bisher zuständigen<br />

Mammut Sports Group um Armin Duda gestaltet.<br />

In den letzten eineinhalb Jahren hat Mammut<br />

den globalen Vertrieb reorganisiert und<br />

eine neue Vertriebsstruktur für die europäischen<br />

Märkte eingeführt. Bereits jetzt werden<br />

die Kernmärkte Deutschland und die<br />

Schweiz direkt von Mammut geführt. Ab <strong>2024</strong><br />

wird Mammut auch in Österreich den Markt<br />

als direkte Vertriebsgesellschaft führen. Diese<br />

Umstellung soll eine noch engere Zusammenarbeit<br />

mit unseren Handelspartnern<br />

ermöglichen, um die Bedürfnisse des Marktes<br />

besser zu verstehen und zu bedienen.<br />

Ab September <strong>2024</strong> werden Vertrieb und<br />

Marketing durch eine neu gegründete<br />

österreichische Tochtergesellschaft übernommen.<br />

Die Vorordersaison für Frühjahr/<br />

Sommer 2025 wird Mammut übergangsweise<br />

gemeinsam mit dem Team um Armin<br />

Duda von der Mammut Sports Group Austria<br />

GmbH gestalten, die die Marke Mammut<br />

in Österreich über drei Jahrzehnte hinweg<br />

erfolgreich vertreten hat. „Mit viel Herzblut<br />

und Engagement haben sie die Marke<br />

erfolgreich etabliert und den Bergsportsektor<br />

gefördert. Wir danken Armin Duda und<br />

seinem Team für die großartige Arbeit der<br />

letzten 35 Jahre und freuen uns, dass die<br />

Seit über 160 Jahren steht die Marke Mammut für höchste Kompetenz im Bergsport.<br />

GmbH mit 23 beschäftigten Personen auch<br />

in Zukunft die anderen Marken im Portfolio<br />

vertreiben wird.“, so Patrick Schmollinger,<br />

Head of Central Europe bei Mammut.<br />

Mit dem Ausbau seines Engagements<br />

im österreichischen Bergsportmarkt will<br />

Mammut sein Commitment zum Bergsport<br />

bekräftigen. In Partnerschaft mit Handelspartnern<br />

strebt das Unternehmen an, Kunden<br />

mit qualitativ hochwertigen Produkten<br />

und Kampagnen zu erreichen.<br />

www.mammut.com<br />

Neue Partnerschaft<br />

Seit Anfang des laufenden Jahres betreut die Kommunikationsagentur OUTKOMM PR das US-Unternehmen<br />

OUTDOOR RESEARCH in puncto Pressearbeit und Marketingkommunikation.<br />

Fotos: Lena Drapella, Scott Rinckenberger<br />

Outdoor Research ist ein renommierter<br />

Hersteller von High-Performance-Outdoor-Ausrüstung<br />

mit Sitz in Seattle, bekannt<br />

für seine technische Bekleidung und Ausrüstung<br />

für Aktivitäten wie Bergsteigen, Wandern,<br />

Fels- und Eisklettern. Outkomm PR, eine<br />

Kommunikationsagentur mit über 15 Jahren<br />

Erfahrung und Büros in Deutschland, Österreich<br />

und der Schweiz, ist spezialisiert auf die<br />

Verbindung von Marken, Medien und Menschen.<br />

Nun sind der US-Outdoor-Ausrüster<br />

und Outkomm eine strategische Partnerschaft<br />

eingegangen – seit Anfang des Jahres betreut<br />

die Agentur das US-Unternehmen bei Pressearbeit<br />

und Marketingkommunikation.<br />

Das interdisziplinäre<br />

Team von Outkomm unterstützt<br />

national und international<br />

agierende Marken,<br />

Athleten, Organisationen<br />

und Destinationen<br />

mit ergebnisorientierten<br />

Kommunikationsdienstleistungen<br />

in den Bereichen<br />

Public Relations, strategische<br />

Kommunikation,<br />

Content Creation und Marketing<br />

Communications.<br />

www.outdoorresearch.com<br />

www.outkomm.com<br />

Der US-amerikanische Outdoor-Ausrüster Outdoor Research<br />

launcht aktuell seine erste Mountainbike-Kollektion – in der Kommunikation<br />

professionell unterstützt von der Agentur Outkomm.<br />

40 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


Gipfelstürmer<br />

gesucht!<br />

Du bist ein Fachhändler mit Outdoor im Blut? Dein Team überzeugt mit Expertenberatung und<br />

Top-Marken? Du stehst deinen Kunden immer zur Seite, auch nach dem Verkauf?<br />

Dann ist SPORT 2000 dein Gipfelpartner.<br />

Wir bieten Austausch auf Fachmessen, ERFA-Tagungen und in Schulungskonzepten.<br />

Unser „Home of Experts“ ist immer für dich da.<br />

Besuch uns bei der OUTDOOR BY ISPO <strong>2024</strong>,<br />

Fläche A3, Stand 522.


INDUSTRIE<br />

lnnovativ und<br />

informativ<br />

Rund 3.000 Fachbesucher aus der ganzen Welt kamen zur Frühjahrsausgabe der PERFORMANCE DAYS<br />

in München. Die Vertreter aus Outdoor, Sport und Fashion informierten sich dort über die Faser- und<br />

Material trends der Saison F/S 2026, tauschten sich aus und knüpften neue Kontakte.<br />

Erstmals war in Halle C1 zum Trendthema<br />

Digitalisierung ein separater Technology<br />

Hub integriert. Firmen und Hersteller wie<br />

Vizoo, Kornit oder PB Accessoires zeigten<br />

dort Lösungen für Digitalisierungsprozesse.<br />

Andreas Büdel von PB Accessoires: „Der ,Tech<br />

Hub‘ war für uns ein überfälliges Konzept und<br />

passt perfekt zum Format der Performance<br />

Days! Als Produktlieferant hatten wir während<br />

der zwei Tage reichlich Gelegenheit, uns<br />

intensiv auf höchstem Niveau mit Systempartnern,<br />

Technologielieferanten und Kunden<br />

auszutauschen.“<br />

Fotos: Messe München<br />

Die Performance Days waren wieder der Treffpunkt für alle, die mit Funktionstextilien zu tun haben.<br />

Mit über 440 Ausstellern aus vielen Ländern<br />

boten die Performance Days am 20. und<br />

21. März in der Messe München ein breites Spektrum<br />

an Produkten und Lösungen im Bereich<br />

funktionaler Textilien. Mit rund 3.000 Fachbesuchern<br />

aus der Sport-, Outdoor- und Fashionbranche,<br />

darunter Designer, Einkäufer, Hersteller<br />

und Experten, vermeldete die Messe einen<br />

neuen Rekord. „Wir sind überwältigt von der<br />

positiven Resonanz“, sagte Marco Weichert, CEO<br />

der Performance Days. „Das ist ein Beweis für<br />

die Relevanz und Bedeutung dieser Messe für<br />

die gesamte Textilindustrie.“ Großen Anklang<br />

fand auch das umfangreiche Angebot an Informationsplattformen,<br />

wie das Trend Forum, der<br />

ab sofort fest integrierten Footwear Area, der<br />

Innovation Area, dem prall gefüllten Programm<br />

der Expert Talks, der Sustainability Lounge, der<br />

Media Lounge, der neuen Reality Zone und dem<br />

erstmals integrierten Tech Hub.<br />

Reality Zone und Technology Hub<br />

Mit zwei neuen Plattformen, die auch auf der<br />

Herbstveranstaltung weitergeführt werden,<br />

will man dies weiter ausbauen. Erstmals stellte<br />

die Messe mit der Reality Zone ein eigenes<br />

Workshop-Format vor. In Halle C2 wurden<br />

zusammen mit Accelerating Circularity zwei<br />

Tage lang Lösungen und Ansätze diskutiert,<br />

die Akteuren in der kreislauforientierten<br />

Lieferkette die Möglichkeit bieten, sich an<br />

Textil-zu-Textil-Systemen zu beteiligen. Die<br />

gemeinnützige Organisation mit Sitz in New<br />

York ist ein Katalysator für neue, kreislauforientierte<br />

Lieferketten und Geschäftsmodelle,<br />

um gebrauchte Textilien in gängige Rohstoffe<br />

umzuwandeln. Die Workshops konnten dazu<br />

beitragen, Polyester-Recycler der Branche und<br />

Stoffproduzenten miteinander zu vernetzen,<br />

die in der Lage sind, Textilrohstoffe in ihre<br />

Prozesse und Produkte zu integrieren. Karla<br />

Magruder, Gründerin von Accelerating Circularity,<br />

war begeistert: „Die Performance Days<br />

waren eine fantastische Veranstaltung, bei<br />

der man sich weiterbilden, bestehende und<br />

potenzielle Partner treffen und neue Innovationen<br />

sehen konnte. Das Format der Messe<br />

ist gut durchdacht, um bei der Umstellung<br />

der Industrie auf Kreislaufsysteme an vorderster<br />

Front zu stehen.“<br />

Recycling und Race to Zero im Fokus<br />

Ein Publikumsmagnet waren auch diesmal<br />

die Vorträge, Diskussionsrunden und Talks im<br />

Rahmen der Expert Talks. Sympatex-CSO Kim<br />

Scholze führte durch das Programm. Unter<br />

anderem wurde erörtert, wie es der Footwear-<br />

Branche gelingen kann, nachhaltiger zu arbeiten.<br />

Außerdem befasste sich René Bethmann<br />

von Vaude unter dem diesjährigen Focus<br />

Topic „Beyond Bottles“ mit der für das Recycling<br />

im Textilbereich wichtigen Frage, woher<br />

die (neuen) recycelten Garne kommen sollen,<br />

wenn, wie zu erwarten, aufgrund künftiger<br />

Regulierungen im Rahmen des EU Green Deal<br />

alte Getränkeflaschen zu neuen recycelt werden<br />

müssen. Mark Held, Gründer der European<br />

Outdoor Group (EOG), sprach darüber, wie die<br />

EOG als Teilnehmerin des Race to Zero das Ziel,<br />

CO 2 -neutral zu werden, erreichen will.<br />

Die nächsten Performance Days finden am<br />

23. und 24. Oktober <strong>2024</strong> in München statt.<br />

www.performancedays.com<br />

Das Trend Forum war einer der vielen Anziehungspunkte<br />

der Messe.<br />

42 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


INDUSTRIE<br />

Starkes Messe-Duo<br />

Die Fachmessen TECHTEXTIL UND TEXPROCESS präsentierten im April in Frankfurt die entscheidenden<br />

Entwicklungen im Bereich Textilien. Bei Ausstellern wie bei Besuchern gab es einen enormen Zuwachs.<br />

Fotos: Jean-Luc Valentin/ Messe Frankfurt, Thomas Fedra/Messe Frankfurt<br />

In Zeiten boomender KI-Technologien, steigender<br />

legislativer Anforderungen und<br />

hoher Energiekosten boten die Messen<br />

Techtextil und Texprocess in Frankfurt den<br />

bedeutendsten internationalen Marktplatz<br />

für Produktinnovationen entlang der textilen<br />

Wertschöpfungskette. Die Bilanz der Tage vom<br />

23. bis 26. April: 1.700 Aussteller aus 53 Ländern,<br />

38.000 Besucher aus 102 Ländern und ein<br />

Besucheranstieg um 29 Prozent. Detlef Braun,<br />

Geschäftsführer Messe Frankfurt GmbH, fasst<br />

zusammen: „Die textile Innovationskraft für<br />

unterschiedlichste Branchen ist in dieser globalen<br />

Breite und Stärke nur hier in Frankfurt<br />

zu finden. Die Textilindustrie wird durch beide<br />

Leitmessen zum Antriebsmotor und Enabler<br />

für industrieübergreifende Transformationen<br />

und eine weltweit zukunftsfähige Wirtschaft.“<br />

Die Techtextil verzeichnete bei ihrer Jubiläumsausgabe<br />

Nummer 20 einen Größenrekord<br />

und unterstrich Dynamik und Innovationskraft<br />

der Textilindustrie. Studien bestätigen<br />

die enormen Zukunftsaussichten technischer<br />

Textilien: Fortune Business Insights schätzt den<br />

weltweiten Markt im Jahr 2023 auf 225,99 Milliarden<br />

Dollar und prognostiziert einen Anstieg<br />

auf 346,67 Milliarden Dollar bis 2030. Innerhalb<br />

der EU-Textilindustrie sind technische Textilien<br />

die dynamischsten Treiber für Nachfrage in<br />

Bereichen wie Medizin, Landwirtschaft, Bau,<br />

Outdoor-Bekleidung und Automobilwesen.<br />

Als einzige Plattform weltweit zeigt die<br />

Techtextil die gesamte Bandbreite an Hightech-<br />

Textilien über zwölf Anwendungsbereiche.<br />

Oliver Spöcker, Global Sales Director der Lenzing<br />

AG, sagte: „Die Techtextil war für uns eine<br />

herausragende Erfahrung. Besonders beeindruckend<br />

war die Vielfalt der Besucher – von erfahrenen<br />

Experten bis hin zu neugierigen Studierenden,<br />

die sich über unsere innovativen und<br />

nachhaltigen Fasertechnologien informierten.<br />

Auf der Texprocess fand die Vielfalt an neuesten<br />

Maschinen, Verfahren und Dienstleistungen<br />

für die Verarbeitung von Bekleidung<br />

und Textilien ihren Ausdruck. „Die gesamte<br />

textilverarbeitende Industrie steht weltweit<br />

vor enormen Herausforderungen wie sich verändernde<br />

Handels bedingungen oder Arbeitskräftemangel.<br />

Hierfür waren auf der Texprocess<br />

viele neue technologische Lösungsansätze<br />

zu sehen. Vor allem in den Bereichen Digitalisierung,<br />

Automatisierung und KI gibt es tolle<br />

neue Entwicklungen. Die Texprocess hat hiermit<br />

den Fokus auf die Zukunft gelegt und viele<br />

neue Chancen aufgezeigt“, so das Fazit von<br />

Elgar Straub, Geschäftsführer VDMA Textile<br />

Care, Fabrics and Leather Technologies.<br />

Auch aufgrund bevorstehender Gesetzesvorgaben<br />

im Rahmen der EU-Strategie für nachhaltige<br />

Textilien standen auf beiden Frankfurter<br />

Textilmessen recyclingfähige Lösungen<br />

sowie die neuesten Forschungsergebnisse zu<br />

In der Messe Frankfurt drehte sich vier Tage<br />

lang alles um Trends und Innovationen im<br />

Bereich textiler Fasern und Garne.<br />

Ressourceneffizienz und Kreislauffähigkeit im<br />

Fokus. „Es ist deutlich spürbar, dass das Thema<br />

Recycling zunehmend an Bedeutung gewinnt“,<br />

stellte auch Oliver Spöcker von Lenzing fest.<br />

Techtextil und Texprocess finden alle zwei<br />

Jahre statt. Nächster Termin: 21. bis 24. April 2026.<br />

www.techtextil.messefrankfurt.com<br />

www.texprocess.messefrankfurt.com<br />

ZEIT FÜR ORDER<br />

MARKEN. TRENDS. VIELFALT.<br />

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SIE JETZT<br />

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INDUSTRIE<br />

In Saft und Kraft<br />

Auf der FIBO im April in Köln zeigte die Fitness- und Gesundheitsbranche, wie vital sie ist. Die Messe<br />

präsentierte Trends und Neuheiten – sowie jede Menge Frauenpower und Teamspirit.<br />

Die Fitness- und Gesundheitsbranche<br />

wächst stark. Das zeigen die Eckdaten der<br />

deutschen Fitnesswirtschaft <strong>2024</strong> des DSSV<br />

e. V., die in Kooperation mit Deloitte und der<br />

DHfPG durchgeführt wurde. Die Mitgliederzahlen<br />

stiegen auf 11,3 Millionen, der Gesamtumsatz<br />

der Branche wächst auf 5,44 Milliarden<br />

Euro. Diese Entwicklung fand auf der Fitness-<br />

Leitmesse FIBO vom 11. bis 14. April in Köln<br />

ihren Niederschlag: Über 1.000 Aussteller und<br />

Partner sowie 129.668 Besucher aus 114 Ländern<br />

lauten die beeindruckenden Zahlen.<br />

„Mit dem Angebot in den zehn Messehallen<br />

sowie unserem Programm war die FIBO<br />

<strong>2024</strong> ein Spiegelbild der sich wandelnden<br />

Gesundheitslandschaft. Wir sehen eine Bereitschaft<br />

der Besucher, in ihre Gesundheit zu<br />

investieren, und das schlägt sich auch auf die<br />

Geschäfte der Aussteller nieder, die von erfolgreichen<br />

Abschlüssen berichten“, fasst Silke<br />

Frank, Event Director der FIBO, zusammen. „Das<br />

Thema Krafttraining ist ganz weit oben“, sagt<br />

Jürgen Aschauer, Business Development Director<br />

von Johnson Health Tech. „Es bekommt eine<br />

immer höhere Relevanz und wird auch außerhalb<br />

der Branche verstärkt wahrgenommen.“<br />

Die FIBO bildet laut den Veranstaltern das<br />

Herz der Fitnessindustrie und schaffe eine<br />

eingeschworene Community<br />

– die an 365<br />

Tagen im Jahr auf<br />

Social Media präsent<br />

ist, auf der FIBO aber<br />

an vier Tagen live<br />

erlebbar wird. „Hier<br />

machen alle gemeinsam<br />

Sport, treten in<br />

Challenges gegeneinander<br />

an und kreieren<br />

so ein unglaublich<br />

tolles Teamgefühl“,<br />

beschreibt Felix Berndt<br />

(„doc.felix“), Arzt und<br />

Ernährungsexperte<br />

sowie ESN-Athlete, die<br />

einzigartige Atmosphäre der Messe. ESN füllte<br />

gemeinsam mit More und Oace eine ganze<br />

Halle und war mit seinen Challenges, Tasting-<br />

Stations und Fashion-Angeboten ein Besuchermagnet.<br />

„Funke übergesprungen“<br />

Mit dem zweiten FIBO Ladies Lunch und der<br />

Verleihung des „RX Female Awards“ lenkte FIBO-<br />

Veranstalter RX zudem den Fokus auf erfolgreiche<br />

Frauen in der Branche. Inspiration lieferte<br />

Knapp 130.00 Besucher strömten zur weltgrößten Messe der Fitnessbranche.<br />

der Panel-Talk mit Tijen Onaran, Denise Schindler<br />

und Céleste Kleinjans. Zudem zeigte sich<br />

auch in Köln Künstliche Intelligenz als ein wichtiger<br />

Zukunftstrend. KI sorgt dafür, Angebote<br />

spezifischer und diverser gestalten zu können.<br />

Diese Personalisierung zeigt sich in individualisierten<br />

Trainingsplänen, smarten Geräten und<br />

passgenauen Empfehlungen zur Ernährung.<br />

Die nächste FIBO findet vom 10. bis 13. April<br />

2025 in Köln statt.<br />

www.fibo.com<br />

Branchen-Treffpunkt<br />

Der HAMBURGPRESSDAY brachte wieder viele Vertreter der Sport- und Outdoor-Branche des Nordens zusammen.<br />

Foto: Lars Behrendt, Daniel Reinhardt (2)<br />

Am 25. April fand in Hamburg der 15. hamburgpressday<br />

statt, ein Treffpunkt für<br />

Branchenexperten, Journalisten und Influencer<br />

der Sport- und Outdoor-Branche in Norddeutschland.<br />

Organisiert von der in der Elbmetropole<br />

beheimateten Agentur ten°east<br />

communications, bot der Pressetag eine Plattform<br />

für führende Marken, um ihre neuesten<br />

Produkte und Innovationen vorzustellen.<br />

Renommierte Brands wie ARCh MAX, Aquaman,<br />

Bergans of Norway, Camper Games,<br />

Craghoppers, Darn Tough, Mammut, Nikwax,<br />

Petromax, Feuerhand, Xero Shoes sowie das<br />

Charity-Radsportteam Team Rynkeby waren<br />

vertreten. Vorgestellt wurden Neuheiten und<br />

Highlights von nationalen und internationalen<br />

Marken- und Agenturpartnern, darunter<br />

Matthias Köste, Anne Marei Laak, Giuliana<br />

Valencia, Tine Zelass, Dani Odesser, Tomasz<br />

Kruk, Sabine Freundt, Johannes Wessel, Fabian<br />

Geist, Martina Kink und viele andere.<br />

Der hamburgpressday bietet auch Gelegenheit<br />

zu Austausch und Vernetzung. Brancheninsider<br />

diskutierten bei einer Key Note von Videocoach<br />

Matthias Sdun den neusten Stand der KI-Bildund<br />

Videobearbeitungen, konnten über aktuelle<br />

Entwicklungen der Branche sprechen und neue<br />

Kooperationsmöglichkeiten entdecken.<br />

Wiebke Reimers, geschäftsführende Gesellschafterin<br />

von ten°east communications, war<br />

begeistert: „Wir sind stolz, mit dem hamburgpressday<br />

Marken und Medienvertreter*innen<br />

eine Plattform zu bieten, um sich zu präsentieren,<br />

persönlich auszutauschen und wertvolle<br />

Kontakte zu knüpfen.“<br />

www.teneast.de<br />

Das Team von Ausrichter ten°east communication<br />

(v. l.: Sina Neven, Kis Jessen, Geschäftsführerin<br />

Wiebke Reimers und Chiara Bertram) war sehr<br />

zufrieden mit dem 15. hamburgpressday.<br />

44 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


Neu Design-<br />

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www.gz-bag.de<br />

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SportFits wächst: Der auf Outdoor-, Bike- und Wintersportartikel spezialisierte Passauer E-Commerce-<br />

Anbieter SportFits hat sein bisher erfolgreichstes Geschäftsjahr vermeldet. Der Umsatz kletterte von<br />

18,6 auf 24,4 Millionen Euro, was einem Wachstum von 31 Prozent entspricht. Die operative Nettomarge<br />

vor Abschreibungen, Lagerbewertung und Steuern betrug 6,51 Prozent. Das Unternehmen konnte<br />

somit das sechste Jahr in Folge profitabel wachsen. Seit Ende 2023 ist SportFits Mitglied des Sporthandelsverbundes<br />

Sport 2000. Um den saisonalen Wechsel in der Sportbranche zu berücksichtigen, wurde<br />

das Geschäftsjahr auf Ende Februar angepasst.<br />

www.sportfits.de<br />

Gegen den Trend<br />

Während der Onlinehandel nach dem Corona-Boom insgesamt zuletzt etwas schwächelte, hat der Pure<br />

Player BERGFREUNDE mit seinem Outdoor- und Bergsport-Sortiment 2023 ein Umsatzwachstum erzielt.<br />

Foto: Bergfreunde, Otto<br />

Ein großes Sortiment an Artikeln für Bergsportaktivitäten wie Klettern bieten die Bergfreunde in ihrem<br />

Onlineshop – ud erzielt damit seit Jahren große Wachstumsraten.<br />

Die Bergfreunde GmbH,<br />

der Online-Fachhändler<br />

für Bergsport-, Kletter- und<br />

Outdoor-Ausrüstung, hat<br />

im Geschäftsjahr 2023 einen<br />

Umsatz von 272 Millionen<br />

Euro erzielt und ist damit um<br />

zwölf Prozent im Vergleich zum<br />

Vorjahr gewachsen. Und dies<br />

trotz eines schwierigen Marktumfeldes:<br />

Im deutschen E-Commerce<br />

fiel der Brutto-Umsatz<br />

mit Waren laut dem Bundesverband<br />

E-Commerce und Versandhandel<br />

Deutschland (bevh)<br />

erstmals zweistellig um 11,8 Prozent<br />

auf 79,7 Milliarden Euro.<br />

Die Bergfreunde, deren Sortiment<br />

rund 40.000 Artikel<br />

von über 850 Marken umfasst,<br />

setzen dagegen weiter auf<br />

Expansion. „Wir wollen im europäischen<br />

Ausland weiterwachsen<br />

und in neuen Fokusmärkten<br />

Kunden hinzugewinnen.<br />

Es geht also eher darum, unser<br />

bestehendes Modell noch mal<br />

weiter nach oben zu skalieren“,<br />

so Geschäftsführer Ronny Höhn.<br />

Der Online-Shop der Baden-<br />

Württemberger ist aktuell für<br />

insgesamt zwölf europäische<br />

Märkte individualisiert und<br />

lokalisiert, unter anderem in<br />

den Niederlanden und Frankreich.<br />

Höhn führt weiter aus:<br />

„Wir werden unsere Ressourcen<br />

darauf konzentrieren, die Dinge<br />

zu tun, die wirklich zählen:<br />

Kundenbindung und -begeisterung<br />

durch die Kuration der<br />

richtigen Produkte und einen<br />

exzellenten Service.“<br />

Kurswechsel bei Nachhaltigkeit<br />

2023 haben die Bergfreunde<br />

einen Strategiewechsel in<br />

Sachen Nachhaltigkeit vorgenommen.<br />

Anstatt in Kompensationsprojekte<br />

investiert das<br />

Unternehmen nunmehr in die<br />

Bindung und Speicherung von<br />

CO 2 im Boden. Dafür wurde im<br />

vergangenen Jahr der Grundstein<br />

gelegt: In Zusammen arbeit<br />

mit dem deutschen Klimaschutzunternehmen<br />

Positerra<br />

GmbH hilft der Outdoor-Händler<br />

regionalen Landwirten, ihre<br />

Bewirtschaftung so umzustellen,<br />

dass sie aktiven Humus-<br />

Aufbau betreiben. Emissionen<br />

werden dadurch langfristig im<br />

Boden gespeichert, zusätzlich<br />

wird dadurch die Biodiversität<br />

auf den Feldern erhöht. Auf<br />

diese Weise hat Bergfreunde in<br />

2023 die Umstellung von Flächen<br />

zur Bindung von 1.000 Tonnen<br />

CO 2 unterstützt.<br />

„Wir werden in den nächsten<br />

Jahren unser Carbon Management<br />

weiter ausbauen und<br />

Nachhaltigkeitsprinzipien in<br />

unserer Sortimentsstrategie<br />

verankern“, erklärt Matthias<br />

Gebhard, der zusammen mit<br />

Höhn die Geschäfte der Bergfreunde<br />

führt. „Wir gehen die<br />

letzte Meile bei unseren Science<br />

Based Targets – das sind<br />

unsere wissenschaftsbasierten<br />

Klimaziele zur Erreichung<br />

des 1,5-Grad- Zieles des Pariser<br />

Klimaabkommens – durch<br />

aktive Kommu nikation mit<br />

unseren Lieferanten. Gemessen<br />

am Einkaufsvolumen wollen<br />

wir bei 75 Prozent unserer<br />

Liefer anten bis zum Jahr 2026<br />

sicherstellen, dass sie sich ebenfalls<br />

wissenschaftsbasierte<br />

Klimaschutzziele setzen.“<br />

www.bergfreunde.de<br />

46 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


Stabil dank<br />

Marktplatz<br />

Der Hamburger Onlineshop OTTO hat das Geschäftsjahr<br />

2023/4 mit leichtem Plus abgeschlossen. Vor<br />

allem wegen des guten Marktplatzgeschäftes.<br />

platz-Händlern sind wir bereits<br />

sehr gut aufgestellt. Jetzt bereiten<br />

wir die Öffnung für europäische<br />

Marktplatz-Partner vor“, so Opelt.<br />

Bisher arbeite man ausschließlich<br />

mit Partnern zusammen, die<br />

eine deutsche Umsatzsteuer-ID<br />

vorwiesen. „Diese Hürde wollen<br />

wir in Zukunft abbauen“, so Opelt<br />

weiter, „um unseren Kund*innen<br />

eine noch größere Auswahl an<br />

Produkten und Marken zu ermöglichen<br />

… Wir setzen auf Produkte, die<br />

höchsten Qualitäts- und Nachhaltigkeitsanforderungen<br />

genügen.<br />

Deshalb wählen wir sehr bedacht<br />

aus, wer seine Waren auf unserem<br />

Marktplatz verkaufen darf – und<br />

wer auch nicht. Billigst produzierte<br />

*IFRS (International Financial Reporting Standards) sind internationale Rechnungslegungsvorschriften. Der IFRS-Außenumsatz bei<br />

Otto umfasst die Umsätze aus dem eigenen Handelsgeschäft, den Marktplatzprovisionen und den Plattform-Services.<br />

Marc Opelt, der Vorsitzende des Bereichsvorstandes Otto, ist<br />

zufrieden mit dem Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023/24.<br />

Rund 6,5 Milliarden Euro<br />

Umsatz im GMV (Gross Market<br />

Volume = Bruttowarenwert) hat<br />

der größte deutsche Onlineshop,<br />

Otto, im Geschäftsjahr 2023/24<br />

erzielt. Dies bedeutet eine Umsatzsteigerung<br />

im GMV um +2 Prozent<br />

gegenüber dem Vorjahr. Mit<br />

IFRS-Außenumsätzen* von 4,2<br />

Milliarden Euro im Geschäftsjahr<br />

2023/24 und einem Minus von<br />

acht Prozent liegt Otto deutlich<br />

über dem Gesamtmarkt im Onlinehandel,<br />

für den der Branchenverband<br />

bevh ein Minus von 11,8<br />

Prozent ermittelt hat. Insgesamt<br />

11,7 Millionen Kundinnen und<br />

Kunden kauften bei Otto ein (+3<br />

Prozent), davon 2,9 Millionen Neukunden.<br />

Die Zahl der Gesamtartikel<br />

im Shop ist um 26 Prozent auf<br />

mehr als 18 Millionen gestiegen.<br />

33 % mehr Marktplatzpartner<br />

Das 2020 gestartete Marktplatzgeschäft<br />

des Hamburger Anbieters<br />

wächst weiter, sorgt aktuell<br />

bereits für ein Drittel des Plattformumsatzes.<br />

Dagegen sei das<br />

eigene Handelsgeschäft rückläufig<br />

gewesen, so Marc Opelt, Vorsitzender<br />

des Bereichsvorstands<br />

Otto. Die Zahl der Marktplatzpartner<br />

stieg um 33 Prozent auf mehr<br />

als 6.500. „Mit deutschen Markt-<br />

Wegwerfware wird auch zukünftig<br />

keine Rolle im Geschäftsmodell<br />

von Otto spielen.“<br />

Weitere Warengruppen kommen<br />

Ab Sommer öffnen die Hamburger<br />

das Marktplatzsortiment für weitere<br />

Warengruppen: Dann können<br />

Partner auch Artikel verkaufen, die<br />

nicht mit 19 Prozent Mehrwertsteuer<br />

bepreist sind: darunter beispielsweise<br />

Nahrungsergänzungsmittel.<br />

Im vergangenen Geschäftsjahr war<br />

das Sortiment bereits um die Kategorie<br />

Drogerie erweitert worden.<br />

www.otto.de<br />

www.outdoormarkt.com


HANDEL<br />

Der Riese<br />

wächst weiter<br />

DECATHLON DEUTSCHLAND schloss sein Geschäftsjahr 2023 mit einem erneuten Umsatzrekord ab.<br />

Der größere Teil wurde in den stationären Filialen erwirtschaftet, deren Zahl hierzulande inzwischen<br />

87 beträgt. Auch in diesem Jahr soll das Wachstum fortgesetzt werden.<br />

Fotos: Decathlon<br />

Mit einem neuen Markenauftritt, der auch durch ein überarbeitetes Logo dargestellt wird (Foto links), will Decathlon sein Wachstum weiter<br />

vorantreiben. Die wichtigste Umsatzsäule sind die stationären Stores (Foto: Oststeinbek), Bergsport zählt zu den stärksten Produktsegmenten.<br />

Einen Bruttoumsatz von 1,11 Milliarden<br />

Euro erzielte Decathlon<br />

Deutschland im Jahr 2023. Dies<br />

bedeutet erneuten Umsatzrekord<br />

bei einem Plus von 4,7 Prozent<br />

gegenüber dem Vorjahr (1,06 Mrd.<br />

Euro). Das Ergebnis vor Steuern<br />

(EBIT) beträgt 38,6 Millionen Euro.<br />

Spitzenreiter im Produktsegment<br />

sind mit 55 Prozent Umsatzanteil<br />

Bergsport, Fitness und Radsport.<br />

Vor allem in den Filialen kauften<br />

Decathlon-Kunden kräftig ein:<br />

Rund 70 Prozent des Umsatzes<br />

wurde 2023 in den Stores erwirtschaftet,<br />

digital waren es circa 30<br />

Prozent. Insbesondere der Online-<br />

Marktplatz machte einen großen<br />

Sprung mit einem Umsatzanteil<br />

am Digitalgeschäft von 11 Prozent<br />

(2022: 7 %). Mehr als 400 aktive<br />

Partner und über 90.000 Marktplatz-Produkte<br />

sorgten neben den<br />

eigenen Produkten für ein breites<br />

und tiefes Sortiment. Nach fünf<br />

Neueröffnungen (Mainz, Elmshorn,<br />

Oststeinbek, Waiblingen,<br />

Aachen) kam der Sportriese Ende<br />

2023 auf 87 Filialen in Deutschland.<br />

Auch weltweit gewachsen<br />

Weltweit setzte der Multisportanbieter<br />

aus Frankreich sein<br />

Wachstum ebenfalls fort und stei-<br />

gerte den Umsatz bei konstanten<br />

Wechselkursen um 4,4 Prozent im<br />

Vergleich zum Vorjahr. Bereinigt<br />

um ungünstige Wechselkurse<br />

und die Auswirkungen der Schließung<br />

der Geschäftsaktivitäten<br />

von Decathlon in Russland stieg<br />

der Umsatz um 1,15 Prozent auf<br />

15,6 Milliarden Euro. Die digitalen<br />

Verkäufe machten 17,4 Prozent des<br />

Umsatzes der Gruppe aus (+0,7<br />

Punkte gegenüber 2022). Das Nettoergebnis<br />

der Gruppe erreichte<br />

931 Millionen Euro. Durch seine<br />

Einzelhandels- und Produktionsaktivitäten<br />

ist Decathlon weltweit<br />

in 78 Ländern vertreten und<br />

beschäftigt fast 101.000 Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter aus 86<br />

Nationen. In Deutschland waren<br />

es zum 31.12.2023 insgesamt 5.322.<br />

120.000 Reparaturen führte<br />

Decathlon Deutschland in seinen<br />

eigenen regionalen Werkstätten<br />

und Service Points 2023 durch<br />

und verkaufte mehr als 64.000<br />

gebrauchte Produkte über den<br />

Service Second Use. Zusätzlich<br />

führte das Unternehmen den Buy<br />

Back Service für Textilien mit dem<br />

Partner reverse.supply in Deutschland<br />

ein. Der Umsatzanteil an<br />

Produkten nach dem Ecodesign-<br />

Ansatz im deutschen Sortiment<br />

wuchs von 30 auf 40 Prozent. Dass<br />

Decathlon nicht nur Händler, sondern<br />

auch Hersteller und Marke<br />

ist, bewies das Unternehmen einmal<br />

mehr mit Produktinnovationen<br />

wie dem City E-Bike LD 920<br />

E mit innovativem Automatikgetriebe.<br />

Zahlreiche Partnerschaften,<br />

unter anderem mit der UEFA und<br />

NBA, ebneten den weiteren Weg<br />

in Richtung Profisport. Decathlon<br />

ist außerdem offizieller Partner<br />

der Olympischen und Paralympischen<br />

Spiele <strong>2024</strong> in Paris und<br />

stattet die 45.000 Freiwilligen mit<br />

Sportkleidung aus.<br />

Große Investitionen geplant<br />

<strong>2024</strong> rechnet Decathlon Deutschland<br />

mit einem Umsatzwachstum<br />

über Vorjahresniveau. Dabei<br />

setzt der Sportartikelhersteller<br />

und -händler weiterhin auf ein<br />

kräftiges Umsatzwachstum in<br />

den Filialen und einen spürbaren<br />

Aufschwung im E-Commerce. 40<br />

Millionen Euro sollen für Standortentwicklung,<br />

einschließlich<br />

Logistik, investiert werden. Zwei<br />

neue Filialen im Norden von<br />

Deutschland, zwei Relokalisierungen<br />

in Böblingen und Wiesbaden<br />

sind geplant sowie eine<br />

Rundum-Modernisierung in<br />

Aplerbeck, die bereits in vollem<br />

Gange ist. Zudem werden sich 12<br />

Filialen bis Jahresende mit der<br />

neuen Markenidentität, die kürzlich<br />

vorgestellt wurde (outdoor.<br />

markt 3/<strong>2024</strong>, S. 26), präsentieren.<br />

Decathlon Deutschland wird<br />

in diesem Jahr auch in Struktur,<br />

Prozesse und Ausbildungsqualität<br />

im Bereich Pflege und Reparatur<br />

Zufrieden mit der Geschäftsentwicklung:<br />

Arnaud Sauret,<br />

CEO Decathlon Deutschland.<br />

von Sportprodukten investieren<br />

sowie mit DIY-Tutorials und dem<br />

Technischen Support-Team eigene<br />

Reparaturen von zu Hause erleichtern.<br />

Zudem arbeitet der Multisportspezialist<br />

an dem Ausbau<br />

seiner eigenen regionalen Werkstätten.<br />

All diese Maßnahmen<br />

zielen laut Unternehmen darauf<br />

ab, den Weg für neue Geschäftsmodelle<br />

auf Basis der zirkulären<br />

Wirtschaft auszubauen.<br />

www.decathlon.de<br />

48 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


DIE FACHMESSE<br />

FÜR OUTDOORSPORT<br />

IN ÖSTERREICH<br />

Mehr Infos:<br />

brandboxx.at


HANDEL<br />

lnsolvenzwelle –<br />

Handel im Wandel<br />

Der deutsche SPORTFACHHANDEL befindet sich im Umbruch. Insolvenzen und markverändernde Übernahmen<br />

kennzeichnen die aktuelle Lage, in der alle Zeichen auf eine transformierende Neuordnung hindeuten. Unser<br />

Autor Christian Bonk geben einen Überblick, was sich getan hat und wohin die Entwicklung gehen könnte.<br />

Manchmal werfen scheinbar<br />

nebensächlich Gesten<br />

große Schatten in die Zukunft.<br />

Als im Dezember 2022 Immobilien-Tycoon<br />

René Benko mit dem<br />

Logistik-Mogul und Großinvestor<br />

Klaus-Michael Kühne beim Essen<br />

saß und seine Pläne für die Signa-<br />

Gruppe erläuterte, stand Kühne<br />

unvermittelt auf und verließ das<br />

Restaurant. In einer späteren<br />

E-Mail teilte er Benko mit: „Es tut<br />

mir leid – das Vertrauen ist zerstört“.<br />

So zumindest schildern die<br />

Autoren Rainer Fleckl und Sebastian<br />

Reinhart in ihrem neuen<br />

Buch „Der Anfang vom Ende“ (in<br />

Auszügen bei „Bild“ veröffentlicht)<br />

den Absturz des Benko-Imperiums.<br />

Die Signa Holding meldete<br />

im November 2023 Insolvenz an.<br />

Zu ihr gehörte auch die Warenhauskette<br />

Galeria Karstadt Kaufhof.<br />

Bereits im Oktober hatte die<br />

Signa Sports United Antrag auf<br />

Insolvenz stellen müssen.<br />

Foto: SportScheck,Screenshots Galeria-Webiste<br />

Rettung für SportScheck<br />

Bitter für den Sportfachhandel:<br />

In diesen Abwärtsstrudel wurde<br />

auch das Münchner Unternehmen<br />

SportScheck hineingezogen.<br />

Der Filialist mit deutschlandweit<br />

34 Niederlassungen und rund 350<br />

Millionen Euro Jahresumsatz war<br />

nach dem Insolvenzantrag der<br />

Signa Holding zahlungsunfähig.<br />

So sehr diese Nachricht auch den<br />

deutschen Einzelhandel erschüttert<br />

hat, so wenig ist der Fall<br />

SportScheck symptomatisch für<br />

eine Branche, die sich in einem<br />

tiefgreifenden Strukturwandel<br />

Das 1946 gegründete Sporthaus<br />

SportScheck schlitterte durch die<br />

Pleite der Signa-Gruppe auch in<br />

die Insolvenz - nun werden harte<br />

Einschnitte erwartet.<br />

50 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


HANDEL<br />

Galeria, hervorgegangen aus den Warenhäusern Karstadt und Kaufhof,<br />

ists eit Jahren das Sorgenkind im deutschen Handel.<br />

Positive Zukunft für Galeria? (V. l.) Insolvenzverwalter Stefan Denkhaus,<br />

der neue Investor Bernd Beetz und CEO Olivier van den Bossche.<br />

Foto: tonoxx<br />

befindet. Denn ohne die Signa-<br />

Pleite wäre das 1946 aus einer<br />

Schneiderei hervorgegangene<br />

Unternehmen kaum in finanzielle<br />

Schieflage geraten.<br />

Seit 2020 hatte SportScheck<br />

zum Benko-Konglomerat gehört.<br />

Es soll eine Reihe von Übernahmeinteressenten<br />

gegeben<br />

haben. Und das Management<br />

verwies immer wieder darauf,<br />

dass die Situation im Haus<br />

positiv sei und vor allem das<br />

stationäre Geschäft zuletzt gut<br />

verlief und die strategischen<br />

Planungen für die nächste Zeit<br />

unter Dach und Fach seien. Von<br />

den potenziellen Käufern verlautete<br />

indes, dass von sämtlichen<br />

Stakeholdern Sanierungsbeiträge<br />

erwartet würden – dass<br />

also Filialvermieter, Logistikdienstleister<br />

und SportScheck-<br />

Mitarbeiter eigene Forderungen<br />

hintanstellen sollten. Weil die<br />

Signa Holding eine vereinbarte<br />

Zahlungszusage nicht einhalten<br />

konnte, platzte der eigentlich<br />

schon perfekte Deal mit dem<br />

von Adidas und Puma unterstützten<br />

britischen Modehändler<br />

Fraser Group. Während gegen<br />

den Signa-Chef die Staatsanwaltschaft<br />

wegen Verdachts auf<br />

Geldwäsche und Insolvenzdelikten<br />

ermittelt, stimmten dann<br />

Ende April <strong>2024</strong> das Bundeskartellamt<br />

und die Gläubigerversammlung<br />

der Übernahme<br />

durch das italienische Familienunternehmen<br />

Cisalfa zum 1.<br />

Juni zu. Für eine Restrukturierung<br />

müssen allerdings mehrere<br />

SportScheck-Filialen aufgegeben<br />

werden. Zu ihnen gehört auch<br />

das Münchner Stammhaus. In<br />

den verbliebenen 26 Filialen<br />

können 1.050 der ehemals 1.340<br />

Arbeitsplätze erhalten werden.<br />

Voswinkel nun italienisch<br />

Der Name Cisalfa Sport ist in<br />

Deutschland kein unbekannter.<br />

Der mit 150 Standorten größte<br />

Sportfachhändler Italiens mit<br />

Hauptsitz in Rom hatte bereits<br />

Ende 2023 die Anteile von Intersport<br />

an Sport Voswinkel übernommen,<br />

die der Handelsverbund<br />

seinerzeit veräußert hatte.<br />

Voswinkel mit dem Gründungsjahr<br />

19<strong>04</strong> gehörte seit 1989 zu<br />

Intersport. 2019 musst das Dortmunder<br />

Sporthändler Insolvenz<br />

anmelden und konnte damals<br />

durch ein Schutzschirmverfahren<br />

gerettet werden. Doch vier Jahre<br />

vollzog Intersport die Trennung<br />

von Voswinkel und Cisalfa sprang<br />

ein. Die Römer, Mitglied des internationalen<br />

Intersport-Verbundes,<br />

erwarben auf einen Schlag<br />

50 Geschäfte an 37 Standorten.<br />

Beide Seiten versicherten sich<br />

einer langfristigen Partnerschaft.<br />

Auch künftig soll mit Voswinkel<br />

auf die Leistungen von Intersport<br />

Deutschland zugegriffen<br />

werden. Der in kurzer Zeit zweite<br />

Neustart ist für die Dortmunder<br />

die Chance zu mehr Stabilität<br />

in einem zunehmend ruppiger<br />

gewordenen Markt. Die Italiener<br />

wiederum können mit der nunmehr<br />

verdoppelten Teilnahme<br />

am deutschen Sportfachhandel<br />

ihre ehrgeizigen Expansionspläne<br />

weiter vorantreiben.<br />

Faktoren, die Hoffnung machen<br />

Was sagt die Rettung zweier Traditionsmarken<br />

über die Situation<br />

der Branche aus? Zunächst einmal<br />

nur wenig. Denn die Stimmung<br />

im stationären deutschen<br />

Sportfachhandel ist gut und gibt<br />

sogar zu verhaltener Hoffnung<br />

Anlass. Insgesamt ist die Kauflaune<br />

der Deutsche so schlecht<br />

nicht: „Zwei-Jahres-Hoch auf<br />

niedrigem Niveau“, verkündete<br />

die Gesellschaft für Konsumforschung<br />

(GfK) im April. Davon profitiert<br />

auch der Sportfachhandel.<br />

Ihn beflügelt die nach den letzten<br />

Testspielen der DFB-Elf gar<br />

nicht einmal so unbegründete<br />

Hoffnung auf ein neues Fußball-<br />

Sommermärchen. Danach sind<br />

die Olympischen Sommerspiele<br />

in Paris ein weiterer Motivator<br />

für den Kauf von Sport- und<br />

Outdoor-Artikeln. Die Händler<br />

sprechen zudem von einem Paradigmenwechsel,<br />

bei dem soziale<br />

Sportarten wie Off-Court-Golf<br />

oder Sporttrends wie Padel-Tennis<br />

die Nachfrage ankurbeln und<br />

Wachstum generieren. Nicht erst<br />

seit Pandemiezeiten ist ein Wandel<br />

bei den Kundenansprüchen<br />

zu beobachten, der hin zu einem<br />

neuen Konsumbewusstsein, zu<br />

bislang wenig repräsentieren<br />

älteren Zielgruppen sowie zu<br />

einer gestiegenen Wertschätzung<br />

von Nachhaltigkeit führt.<br />

Dieser vorsichtige Optimismus<br />

speist sich unter anderem<br />

aus dem Jahresbericht der World<br />

Federation of Sporting Goods<br />

Industry (WFSGI) und McKinsey.<br />

Der Report mit dem Titel „Sporting<br />

Good <strong>2024</strong> – Time to Move“<br />

wertet die Stimmung unter 85<br />

Unternehmen der Sportartikelindustrie<br />

aus und bezieht Verbraucherumfragen<br />

und Marktrecherchen<br />

ein. Die Ergebnisse: 90 Prozent<br />

der befragten Firmen erwarten<br />

<strong>2024</strong> stabile oder höhere<br />

Umsätze. Veränderte Verbraucherpräferenzen<br />

wie der Hype<br />

um niedrigschwellige Sportarten<br />

der Kategorie Pickleball werden<br />

als Chance gesehen. Weil regulatorische<br />

Vorgaben für nachhaltigere<br />

Produkte weiter zunehmen,<br />

müssen diese Zielvorgaben mehr<br />

als je zuvor in konkrete Handlungen<br />

umgemünzt werden. Zudem<br />

haben sogenannte Ökosystemstrategien<br />

Konjunktur, bei denen<br />

statt einzelner Produkte ganzheitlich<br />

konzipierte gesundheits- und<br />

aktivitätsorientierte Lösungen im<br />

Mittelpunkt stehen. Insgesamt<br />

bestünden zahlreiche Chancen,<br />

Innovationen, attraktive Produkte<br />

und Marken auf dem Markt zu<br />

positionieren.<br />

Volle Lager, Rabatte etc<br />

Auf der anderen Seite stehen<br />

handfeste Herausforderungen.<br />

Die Medien fassen die Schwierigkeiten,<br />

mit denen die Branche zu<br />

kämpfen hat, in Schlagzeilen wie<br />

„Sporthandel ächzt unter vollen<br />

Lagern“, „Rabatte fressen die<br />

Erträge auf“ oder „Handel wird<br />

für viele Hersteller unwichtig“.<br />

Auch hierzu nimmt der WFSGI-<br />

Branchenreport Stellung. 81 Prozent<br />

der Umfrageteilnehmer<br />

sehen in der Kapitalbildung durch<br />

hohe Lagerbestände weiterhin »<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 51


HANDEL<br />

Das traditionsreiche Sporthandelshaus Voswinkel, das seit 1989 deutschen Intersport-Verbund gehört, geriet vor Jahren ebenfalls in Schwierigkeiten.<br />

Ende des vergangenen Jahres übernahm die italienische Cisalfa-Gruppe Intersport- Voswinkel.<br />

ein großes Problem. Die Hälfte<br />

klagt über Fachkräftemangel. Die<br />

schon genannte Regulatorik für<br />

nachhaltige Produkte kann eine<br />

Chance sein, aber auch Bremswirkung<br />

entfalten, wie ebenfalls<br />

die Hälfte der Befragten findet.<br />

Und dann gibt es noch die keineswegs<br />

rosige makroökonomische<br />

Entwicklung, die von<br />

geopolitischen Konflikten, Inflation<br />

und Zukunftsängsten vieler<br />

Verbraucher geprägt ist. Überdies<br />

machen Online-Shops vielen stationären<br />

Händlern noch immer<br />

das Leben schwer, wenn auch<br />

hier die Qualitäten einer persönlichen<br />

Fachberatung und eigene<br />

Web-Vertriebskanäle den Wettbewerbsdruck<br />

in letzter Zeit etwas<br />

gemildert haben.<br />

Wenn Marktbeobachter in<br />

Verbänden und Beratungsunternehmen<br />

positive Signale vernehmen,<br />

muss dies an der Händlerbasis<br />

nicht unbedingt auch der<br />

Fall sein. Wie das Analysehaus<br />

Creditreform Rating unlängst<br />

meldete, können immer mehr<br />

deutsche Unternehmen Kredite<br />

nicht mehr bedienen. 2023 war<br />

der höchste jährliche Anstieg<br />

Foto: Intersport Voswinkel, Cisalfa, Sport 2000, Intersport, Decathlon<br />

Der Hauptsitz der Cisalfa-Gruppe, zu der auch Cisalfa Sport gehört, befindet sich im norditalienischen Curmo nahe Bergamo.<br />

52 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


HANDEL<br />

Kämpfen um die Nummer 1 in<br />

Deutschland: Die Verbünde prägen<br />

die Sporthandelslandschaft<br />

hierzulande seit Jahrzehnten.<br />

seit Beginn dieser Studie im Jahr<br />

2008 zu verzeichnen. Nach den<br />

Sektoren Verkehr und Logistik<br />

sind Einzel- und Großhandel mit<br />

den größten Risiken behaftet.<br />

Der Handel litt auch unter dem<br />

stärksten Anstieg der Ausfallrate.<br />

Die Finanzexperten führen<br />

diese Entwicklung im letzten<br />

Jahr auf die Kaufzurückhaltung<br />

bedingt durch Inflation und<br />

Energiepreisschock zurück. In<br />

diesem größeren Zusammenhang<br />

stellen sich auch die Komplikationen<br />

im Sportfachhandel<br />

nicht zwangsläufig als branchentypisch<br />

dar, sondern erweisen<br />

sich als gesamtgesellschaftliches<br />

Problem. Für <strong>2024</strong> erwartet Creditreform<br />

Rating eine weitere<br />

Zunahme von Insolvenzen deutscher<br />

Firmen – unter leicht verbesserten<br />

wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.<br />

Auch kleinere Händler betroffen<br />

Es trifft bei weitem nicht nur<br />

die Platzhirsche der Branche.<br />

Während bei SportScheck & Co.<br />

potente Konzerne das Überleben<br />

sichern und ein attraktives Filialnetz<br />

übernehmen können, suchen<br />

manche kleinere Filialisten händeringend<br />

nach Investoren. Die<br />

Fälle häufen sich. So musste Intersport<br />

Laschinski im Januar seine<br />

beiden Filialen in Cloppenburg<br />

und Oldenburg schließen. Den 49<br />

Mitarbeitern wurde gekündigt.<br />

Im Zuge des Insolvenzverfahrens<br />

war lange nach einem neuen<br />

Investor gesucht worden. Im April<br />

aber musste das Unternehmen<br />

abgewickelt werden. Die intensiv<br />

geführten Investorengespräche<br />

hatten keine Lösung bringen<br />

können. An dem leerstehenden<br />

Standort in der Cloppenburger<br />

Innenstadt will nun die Kaufhausgruppe<br />

Ceka mit Sitz in Leer<br />

einen exklusiven Sportfachmarkt<br />

eröffnen. Im Verdrängungswettbewerb<br />

im deutschen Sporthandel<br />

hat sich so einmal mehr<br />

das Großunternehmen<br />

gegenüber<br />

dem eingesessenen<br />

Mittelstand<br />

durchsetzen<br />

können.<br />

2020 meldete<br />

Sportwelt Eisert<br />

Insolvenz an. Das<br />

Sportgeschäft in<br />

der Erlanger Sedanstraße schaffte<br />

die Rettung nicht und musste<br />

Ende des Jahres schließen, als<br />

der Vermieter auf Rückgabe der<br />

Räumlichkeiten drängte. Mit<br />

einer Verkaufsfläche von 2.700<br />

Quadratmetern gehörte Eisert zu<br />

den Branchengrößen in Nordbayern.<br />

Bedingt durch die wochenlange<br />

Zwangsschließung während<br />

der beginnenden Corona-<br />

Zeit, brachen die Umsätze ein.<br />

Der bald bestellte Insolvenzverwalter<br />

versuchte zu retten, was<br />

zu retten war. Nach seinen Angaben<br />

hatte auch die treue Stammkundschaft<br />

keine langfristige<br />

Rentabilität sichern und so die<br />

Geschäftsaufgabe verhindern<br />

können. Ein Investor ließ sich<br />

nicht finden. Die Erlanger Traditionsmarke<br />

war damit Geschichte.<br />

Eisert wurde 1919 als Familienunternehmen<br />

gegründet,<br />

ein erstes Sporthaus entstand<br />

1949. Von den 64 Mitarbeitern<br />

konnten 95 Prozent einen neuen<br />

Arbeitsplatz finden.<br />

Abwanderung zu Online-Portalen<br />

Als Intersport Hahn in Kehl<br />

Anfang <strong>2024</strong> Insolvenz anmeldete,<br />

überwog in den Statements<br />

der Geschäftsführung die Enttäuschung<br />

über die Marktlage: Die<br />

„schmerzhafte Entscheidung“<br />

musste getroffen werden, weil<br />

immer mehr Kunden auf Online-<br />

Portale abgewandert waren oder<br />

im Geschäft nur noch mit Preisnachlässen<br />

einkauften. Auch<br />

Hahn ist eine Marke, die eine<br />

70-jährige Historie aufweist und<br />

nun vor dem Aus steht.<br />

Ein anderer traditionsreicher<br />

und größerer Outdoor-Filialist<br />

stellte im März <strong>2024</strong> einen Insolvenzantrag.<br />

Zum zweiten Mal<br />

seit 2020. McTrek mit Standort<br />

im Hessischen Bruchköbel hatte<br />

zuerst den Online-Betrieb eingestellt<br />

und bangt nun um die<br />

Fortführung von 17 Filialen in<br />

Deutschland. Bereits 2020 mussten<br />

infolge der einschneidenden<br />

Sanierung durch ein Bieterkonsortium<br />

25 Filialen schließen.<br />

Aber nicht nur der stationäre<br />

Handel ist von Insolvenzen<br />

betroffen. Mit Keller Sports<br />

verließ Anfangs 2023 ein anerkannter<br />

Online-Händler nach 18<br />

Jahren den Markt, nachdem kein<br />

Investor gefunden wurde. Dann<br />

die Wende: Zur Jahresmitte übernahm<br />

der schwedische Handelskonzern<br />

WeSports Scandinavia<br />

AB die Münchner Marke inklusive<br />

aller Rechte und Kundendaten.<br />

Fälle wie diese illustrieren sicher<br />

kein großräumiges Filialsterben,<br />

sind aber für die aktuelle Lage am<br />

Outdoor- und Sporthandelsmarkt<br />

charakteristisch. Das „Handelsblatt“<br />

urteilt: „Im deutschen Sportfachhandel<br />

werden die Machtverhältnisse<br />

neu sortiert.“ Ob diese<br />

reißerische Einschätzung den Kern<br />

Decathlon breitet sich hierzulande<br />

immer mehr aus, hat<br />

mittlerweile fast 90 Filialen.<br />

trifft, werden die nächsten Monate<br />

zeigen. Doch dass die Benko-Pleite<br />

einen großen Stein ins Rollen<br />

gebracht und für Verwerfungen<br />

und das Aufflammen von Verteilungskämpfen<br />

gesorgt hat, dürfte<br />

unbestreitbar sein. Im Ringen<br />

um Marktanteile bringen sich die<br />

großen Handelsketten neu in Stellung<br />

und versuchen die derzeitige<br />

Konsolidierung im Sportfachhandel<br />

nach<br />

Kräften<br />

zu nutzen.<br />

„Im deutschen Sportfachhandel<br />

werden die Machtverhältnisse neu<br />

sortiert“.<br />

Aus dem „Handelsblatt“<br />

So gab<br />

Intersport<br />

Deutschl<br />

a n d<br />

unlängst<br />

bekannt,<br />

bis 2030<br />

zum Marktführer mit einem Anteil<br />

von 30 Prozent aufsteigen zu wollen.<br />

Dieses Ziel will der genossenschaftliche<br />

Handelsverbund mit<br />

jährlichen Wachstumsraten von<br />

über fünf Prozent erreichen und<br />

Jahresumsätze von sechs Milliarden<br />

Euro erwirtschaften.<br />

Intersport hat mächtige Konkurrenten:<br />

Der französische<br />

Discounter Decathlon strebt in<br />

Deutschland eine jährliche Verdoppelung<br />

der Umsätze an und<br />

hat als Starthilfe das Online-Portal<br />

Bergfreunde übernommen. In<br />

der gleichen Liga spielt der Händlerverbund<br />

Sport 2000, der nach<br />

einem durchwachsenen Vorjahr<br />

<strong>2024</strong> nun verstärkt angreifen will.<br />

Die SportScheck-Übernahme und<br />

die Insolvenzen im regionalen<br />

Raum werden somit vorrangig im<br />

Konzert der Mächtigen für neue<br />

Impulse sorgen.<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 53


HANDEL<br />

Spezialisten auf<br />

dem Vormarsch<br />

Zwei weitere Partner der Spezialisten-Konzepte „Absolute Teamsport“ und „Absolute Run“ des Sporthandelsverbundes<br />

SPORT 2000 haben eröffnet. Die Expansion geht dabei über Deutschland hinaus …<br />

Fotos: Philipp Roszykiewicz, Yannick Fränkel<br />

Am 4. April hat im niederländischen<br />

Hoofddorp der Store<br />

„Absolute Run Runnercoach“<br />

eröffnet. Das Händlernetzwerk<br />

Sport 2000 und der langjährige<br />

Partner Dennis van Bakel,<br />

der seit Jahren sehr erfolgreich<br />

eine Laufschule betreibt, haben<br />

das Projekt realisiert. Van Bakel<br />

kann seinen Kunden ab sofort<br />

dank der Umgestaltung über 200<br />

Quadratmeter Verkaufsfläche<br />

anbieten. Neben den Running-<br />

Produkten in einer großen Auswahl<br />

besticht der Store durch<br />

Leidenschaft, Inspiration, Emotion<br />

und Erlebnisse rund um das<br />

Thema Running und ist sowohl<br />

auf fortgeschrittene Läufer wie<br />

auf Anfänger zu geschnitten.<br />

„Mit dem ,Absolute Run‘-Konzept<br />

unterstützt Sport 2000 Running-Spezialisten<br />

vor allem in<br />

der strategischen Positionierung<br />

und einer zukunftsfähigen Ausrichtung.<br />

Die Händler werden eng<br />

betriebswirtschaftlich betreut<br />

und zeichnen sich vor allem durch<br />

den aktiven Community-Ansatz<br />

und sehr reichweitenstarke Marketingkampagnen<br />

aus“, erklärt<br />

Christoph Görner, Retailmanager<br />

Running bei Sport 2000.<br />

Das Team in Hoofddorp bietet<br />

wöchentliche Community-Runs,<br />

Laufkurse und Einzelcoachings<br />

an. Dennis van Bakel führt dazu<br />

aus: „Mit meiner Firma Absolute<br />

Run Runnercoach hoffe ich, möglichst<br />

viele Menschen für das Laufen<br />

zu begeistern. Unabhängig<br />

davon, welcher Läufertyp zu uns<br />

als Kunde kommt. Jeder kann sich<br />

an uns wenden, um eine persönliche<br />

Laufberatung und alles, was<br />

dazu gehört, zu erhalten.“ Eine<br />

20 Meter lange Laufbahn ist im<br />

Geschäft integriert, auf der Kunden<br />

ausführlich testen können.<br />

Technische Unterstützung bieten<br />

außerdem eine Highspeed-Kamera<br />

sowie die Möglichkeit eines<br />

3D-Scans der Füße. Mit Adidas,<br />

Asics, Hoka, Brooks, New Balance<br />

und Saucony wird der Store alle<br />

wichtigen Running-Marken präsentieren<br />

und damit das größte<br />

spezialisierte Schuh- und Textil-<br />

Sortiment der Region anbieten.<br />

„Weitere Eröffnungen oder<br />

Umbauten sind dieses Jahr unter<br />

anderem auch in Aschaffenburg<br />

und Düsseldorf geplant. Ziel ist<br />

es, bis 2025 weitere 20 Handelspartner<br />

für das Spezialisten-<br />

Konzept in Europa zu gewinnen“,<br />

betont Jörg Seifert, Head of<br />

Running bei Sport 2000.<br />

Trierer Store mit Vereinsnähe<br />

Auch das Spezialisten-Konzept<br />

„Absolute Teamsport“ hat ein<br />

neues Mitglied. Das bereits 1998<br />

gegründete Sportgeschäft TTS-<br />

Sport Trier hat unter dem Namen<br />

„Absolute Teamsport TTS-Sport<br />

Trier“ neu eröffnet. Auf rund 700<br />

Quadratmetern bietet der Store in<br />

zentraler Lage in der Römerstadt<br />

seinen Kunden ein reichhaltiges<br />

Sortiment an – davon auf 350<br />

Quadratmeter Teamsport und auf<br />

weiteren 350 Quadratmetern Fitnessgroßgeräte,<br />

Indoor-, Runningsowie<br />

Freizeitware. Großen Wert<br />

legt der Sportfachhändler auf Service,<br />

eine eigene Textildruckabteilung,<br />

langjährige Berufserfahrung<br />

mit professionellem Personal,<br />

die große Nähe zu den Vereinen<br />

durch aktive Sportler: Aktuell<br />

besteht eine Zusammenarbeit<br />

mit 30 Vereinen aus den Regionen<br />

Mosel, Hunsrück und Eifel.<br />

„Wir sind stolz, dass TTS-<br />

Sport Trier diesen neuen Store<br />

gemeinsam mit uns umgesetzt<br />

hat“, freut sich Alexander<br />

Der „Absolute Run“-Store im niederländischen Hoofddorp nahe Amsterdam<br />

bietet eine große Produktauswahl für Läufer und viele Services.<br />

Löbe, „Absolute Teamsport“-<br />

Geschäftsführer und Head der<br />

Teamsport Division bei Sport<br />

2000. „Geschäftsführer Patrick<br />

Schmitt trägt mit seiner Teilnahme<br />

enorm zur Stärkung<br />

unseres ,Absolute Teamsport‘-<br />

Konzepts bei.“ Schmitt gründete<br />

den Store seinerzeit mit einem<br />

Partner und ist seit 2017 alleiniger<br />

Geschäftsführer des. „Das<br />

,Absolute-‘Konzept passt perfekt<br />

zu unseren Ansprüchen und<br />

unserer Ausrichtung. Wir freuen<br />

uns über die enge, vertrauensvolle<br />

Zusammenarbeit mit Alexander<br />

Löbe und seinem Team.“<br />

Dominik Solleder, Geschäftsführer<br />

der Sport 2000 GmbH, sagt:<br />

„Der Erfolg der Teamsport-Fachhändler<br />

in unserem Einkaufsverbund<br />

freut uns sehr. Der wesentliche<br />

Grund liegt darin, dass die<br />

Sportvereine nach den Mitgliederverlusten<br />

aus der Corona-Zeit<br />

stark wachsen. Vor allem Kinder<br />

wollen Teamsport erleben.“<br />

www.sport2000.de<br />

Im 700 Quadratmeter großen Store „Absolute Teamsport TTS-Sport<br />

Trier“ ist die Hälfte der Fläche dem Teamsport gewidmet.<br />

54 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


HANDEL<br />

lkonische Marke<br />

an Ikonischem Ort<br />

In Amsterdam, dem Ort ihrer Europa-Zentrale, hat die US-Outdoormarke PATAGONIA nun ihren ersten<br />

Niederlande-Store eröffnet. An einer Stelle, wo einst ein Kult-Club beheimatet war.<br />

Workshops, Filmscreenings und<br />

informative Vorträge, die von<br />

Patagonia und Partnern aus den<br />

Bereichen Sport und Umweltschutz<br />

organisiert werden, stehen<br />

auf dem Programm, das auf<br />

Instagram (@patagoniaamsterdam)<br />

und der Europa-Website<br />

veröffentlicht wird.<br />

Fotos: Margriet Hoekstra Fotografie<br />

An der bekannten Amsterdamer Gracht Singel hat Patagonia kürzlich einen neuen Store eröffnet.<br />

Der<br />

US-amerikanische<br />

Outdoor-Sportartikelhersteller<br />

Patagonia hat seinen<br />

ersten Store in den Niederlanden<br />

eröffnet. Er befindet sich<br />

in der Hauptstadt Amsterdam<br />

an der berühmten Gracht Singel<br />

am ehemaligen Standort<br />

des Roxy-Clubs. Diese Location<br />

hatte in den 1990er Jahren<br />

ikonischen Status, spielte eine<br />

zentrale Rolle in der Houseund<br />

Techno-Kultur der Stadt<br />

und war für extra vagante, multidisziplinäre<br />

Performances<br />

bekannt. Kunden finden in<br />

dem Store technische Produkte<br />

für unterschiedliche Outdoor-<br />

Sportarten, darunter Funktionsbekleidung<br />

zum Klettern<br />

und Skitourengehen ebenso<br />

wie Wetterschutzbekleidung<br />

für Trailrunning oder Trekking.<br />

Zugleich soll er ein Ort der<br />

Begegnung werden und Raum<br />

für Information und Austausch<br />

schaffen. Das Store-Design lässt<br />

Raum für aktives Miteinander<br />

und Workshops. Regelmäßige<br />

kostenlose Events wie Repair-<br />

Mit seinem stilsicheren Design lohnt der Shop einen Besuch für jeden Fan des Outdoor-Lifestyles.<br />

„Eine Art Liebeserklärung“<br />

In Amsterdam befindet sich<br />

seit 2014 auch die Europa-<br />

Zentrale der 1973 gegründeten<br />

US-Marke, die nun zwölf Stores<br />

auf dem Kontinent in Eigenregie<br />

führt. Nina Hajikhanian,<br />

General Manager EMEA,<br />

sagt: „Der neue Patagonia-<br />

Store in Amsterdam ist eine<br />

Art Liebeserklärung an unsere<br />

Hauptstadt und die blühende,<br />

engagierte Outdoorsport- und<br />

Umweltkultur, die wir hier<br />

erleben. Unsere Geschäfte und<br />

Engagements führen wir seit<br />

zehn Jahren von Amsterdam<br />

aus. In dieser Zeit sind wir in<br />

den Aktivismus, die Innovationskraft<br />

und die Kreativität<br />

eingetaucht, für die die Stadt<br />

berühmt ist, durch Initiativen<br />

wie unsere Partnerschaften mit<br />

dem United Repair Centre und<br />

Fashion for Good<br />

sowie durch unsere<br />

engen Verbindungen<br />

zu Umwelt-<br />

NGOs und Outdoor-<br />

Gemeinschaften.<br />

Unsere neue Filiale<br />

ist eine Fortsetzung<br />

dieser Arbeit und<br />

eine Gelegenheit,<br />

hier eine aktivere<br />

Kraft für positive<br />

Veränderungen zu<br />

werden.“<br />

eu.patagonia.com<br />

56 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


HANDEL<br />

„Neue Qualität<br />

des Einkaufens“<br />

Fotos: Intersport Siebzehnrübl<br />

Das Sportfachgeschäft INTERSPORT SIEBZEHNRÜBL in Ottobrunn in Oberbayern hat Anfang April nach<br />

einem Komplettumbau der Fitnesswelt neu eröffnet. Auch die anderen Bereiche des Stores wurden<br />

aufgefrischt. Im Fokus soll mehr denn je das Sporterlebnis stehen.<br />

Seit 2021 führt Udo Siebzehnrübl<br />

das Sportfachgeschäft Intersport<br />

Siebzehnrübl in der Daimlerstraße<br />

im oberbayerischen<br />

Ottobrunn. Anfang April hat die<br />

rund 400 Quadratmeter große<br />

Fitness- und Trainingswelt in der<br />

oberen Etage des 1.400 Quadratmeter<br />

umfassenden Stores nach<br />

einem kompletten Umbau neu<br />

eröffnet. Sie bietet einen modernen<br />

Ladenbau, ein innovatives<br />

Lichtkonzept, ein umfangreiches<br />

Sportartikelsortiment sowie exklusive<br />

Services und ein kompetentes<br />

Team mit über 30 Mitarbeitern.<br />

Inhaber Udo Siebzehnrübl spricht<br />

von einer „neuen Sportdimension<br />

in Ottobrunn“. „Wir haben intensiv<br />

in den Umbau investiert, um<br />

unseren Kundinnen und Kunden<br />

eine neue Qualität des Einkaufens<br />

zu bieten. Das Sporterlebnis steht<br />

im Fokus“, sagt er.<br />

Die Fitness- und Trainingswelt<br />

präsentiert sich im neuesten<br />

Intersport-Storedesign, das eine<br />

helle, freundliche und einladende<br />

Atmosphäre schafft. Durch<br />

anthrazitfarbene Möbelelemente<br />

und ein innovatives Beleuchtungskonzept<br />

werden optische<br />

Highlights gesetzt. Kunden dürfen<br />

sich über eine 14 Meter lange<br />

Präsentationswand freuen, auf<br />

der die neuesten Modelle der<br />

Marke On gezeigt werden.<br />

Geballte Sportschuhkompetenz<br />

Neben dem Umbau der Fitness-<br />

und Trainingswelt hat das<br />

gesamte Sportfachgeschäft ein<br />

Facelift erfahren. Intersport Siebzehnrübl<br />

setzt außerdem auf die<br />

Fokuskategorien Running, Outdoor,<br />

Tennis, Fußball, Wasser- und<br />

Wintersport mit jeweils exklusiven<br />

Services. Im Erdgeschoss<br />

des Sportfachgeschäfts befindet<br />

Der neu gestaltete Store bei Intersport Siebzehnrübl in Ottobrunn bietet ein modernes Einkaufserlebnis.<br />

sich auf 400 Quadratmetern die<br />

geballte Sportschuhkompetenz<br />

des Siebzehnrübl-Teams: Eine<br />

kostenlose dynamische Fußanalyse<br />

mittels digitalem Analysesystem<br />

findet für jeden Sportler den<br />

perfekt passenden Schuh. Auf der<br />

Wanderschuh-Teststrecke können<br />

Outdoor-Sportler ihre Schuhwahl<br />

direkt vor Ort auf unterschiedlichen<br />

Untergründen ausprobieren.<br />

Zur Wintersaison fällt<br />

Wintersportlern mithilfe einer<br />

3D-Fußvermessung die Suche<br />

nach dem passenden Ski- oder<br />

Snowboardboot nicht schwer.<br />

Für einen nahtlosen Zugriff<br />

auf das gesamte Sortiment des<br />

Intersport-Verbunds – sowohl<br />

online als auch stationär –<br />

sorgt der 360-Grad-Omnichannel-Ansatz;<br />

und für exklusive<br />

Vorteile und Zusatzinformationen<br />

rund um Sport und Gesundheit<br />

der „Intersport Club“.<br />

Udo Siebzehnrübl sagt zusammenfassend:<br />

„Kundenorientierung<br />

und eine große Begeisterung<br />

für Sport, Bewegung und<br />

Gesundheit zeichnen uns aus.<br />

Kundinnen und Kunden sollen<br />

sich bei uns wohlfühlen. Deshalb<br />

ist uns das Ambiente in unserem<br />

Geschäft gepaart mit einer<br />

durchdachten und umfangreichen<br />

Sportartikelauswahl und<br />

begleitenden Services besonders<br />

wichtig.“<br />

www.intersport.de<br />

Auch die Umkleidekabinen im Sporthaus sind modern und mit<br />

Naturmaterialien wie Holz gestaltet.<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 57


HANDEL<br />

Werkstatt-Offensive<br />

Outdoor-Ausrüster GLOBETROTTER hat in zwei weiteren Stores Werkstätten mit Pflege- und Reparaturdiensten<br />

eröffnet: in Stuttgart und Köln. In der Rheinmetropole ist nun die bisher größte Globetrotter-Werkstatt zu finden.<br />

Ausgebildete Experten für Näh- und andere Handarbeiten an Textilien kümmern sich in den Globetrotter-Werkstätten wie der neu eröffneten in<br />

Stuttgart (Foto rechts) um Reparatur und Ausbesserung von Outdoor-Produkten – denn kleinere Schäden sind meist kein Grund, sie wegzuwerfen.<br />

Fotos: Globetrotter<br />

Der Hamburger Outdoor-<br />

Ausrüster Globetrotter<br />

integriert in seinen Filialen<br />

bereits seit einigen Jahren eigene<br />

Werkstätten, in denen verschiedene<br />

Pflege- und Reparaturservices<br />

angeboten werden.<br />

Bereits 2018 wurde die erste<br />

lokale Werkstatt in Frankfurt<br />

eröffnet, in den Folgejahren<br />

wurden weitere Stores ausgestattet.<br />

Nun hat Globetrotter<br />

auch in den Stores in Stuttgart<br />

und Köln entsprechende<br />

Areale eröffnet. „Wir sind sehr<br />

stolz, dass mit den neuen Werkstätten<br />

in Stuttgart und Köln<br />

17 unserer 22 Globetrotter-<br />

Filialen über eigene, zentral<br />

gelegene Werkstätten für Outdoor-Ausrüstung<br />

verfügen“,<br />

sagt Globetrotter-CEO Andreas<br />

Vogler. „Mit den lokalen Reparaturangeboten<br />

machen wir<br />

nachhaltiges Handeln einfach<br />

und unkompliziert möglich.<br />

Mittelfristig möchten wir in<br />

jeder Filiale Reparaturen durchführen<br />

können.“<br />

Award für Re:Think Store<br />

Auch Second-Hand-Angebot<br />

Auf 25 Quadratmetern bietet<br />

die kleine Werkstatt in der<br />

Stuttgarter Erlebnisfiliale zahlreiche<br />

Pflege- und Reparaturservices<br />

für Outdoor-Ausrüstung<br />

und Bekleidung, wie Waschen,<br />

Imprägnieren oder Wachsen von<br />

Bekleidung, Schuhen, Schlafsäcken<br />

und Co. Ebenso können<br />

kleinere Näharbeiten und Reparaturen<br />

von Hartware durchgeführt<br />

werden. Aber auch kniffligere<br />

Fälle nehmen die Kolleginnen<br />

und Kollegen vor Ort<br />

gerne an. Diese können in der<br />

zentralen Werkstatt in Ludwigslust<br />

repariert werden. In Köln<br />

hat im Mai die bis dato größte<br />

Filialwerkstatt mit einer Fläche<br />

von 83 Quadratmetern eröffnet.<br />

Auch Second-Hand-Angebot<br />

Mittlerweile kauft Globetrotter<br />

außerdem in allen Filialen<br />

gebrauchte Bekleidung und<br />

Ausrüstung seiner Kundinnen<br />

und Kunden an und bietet dort<br />

auch ein breites Outdoor-Sortiment<br />

aus zweiter Hand. Beide<br />

Angebote sind auch online<br />

verfügbar. Auf alle Waren gibt<br />

der Händler eine Gewährleistung<br />

von zwölf Monaten.<br />

Auch ein Miet-Service für Outdoor-Ausrüstung<br />

wird sowohl<br />

online als auch in ausgewählten<br />

Filialen angeboten – darunter<br />

auch die Erlebnis-Stores in<br />

Stuttgart und Köln.<br />

www.globetrotter.de<br />

Für das innovative Konzept seines im vergangenen Jahr eröffneten Re:Think Stores in Bonn erhielt<br />

Globetrotter vom Handelsverband Deutschland (HDE) einen Sonderpreis im Rahmen der „Store of the<br />

Year“ Awards. Das Besondere an dem Store: Nahezu die gesamte Ausstattung des Vormieters, eines<br />

Elektronikmarktes, hatte der Outdoor-Händler übernommen und kreativ weiterverwendet. Zusätzlich<br />

wurden weitere gebrauchte Möbel und Materialien eingesetzt.<br />

Lediglich das Beleuchtungssystem wurde durch ein neues, energieeffizienteres<br />

System ersetzt. Eine wissenschaftliche Untersuchung<br />

zeigte, dass das Projekt erhebliche Einsparungen beim CO 2 -Ausstoß<br />

gebracht hat. „Wir sind sehr stolz auf diese besondere Ehrung. Nicht<br />

zuletzt freuen wir uns aber auch über die Aufmerksamkeit, die<br />

unserem Herzensprojekt dadurch zugutekommt“, so Globetrotter-<br />

Geschäftsführer Andreas Bartmann (Foto 2. v. r.).<br />

Der Re:Think Store war bereits mit renommierten Preisen wie<br />

dem Red Dot Design-Award ausgezeichnet worden. Nun folgte mit<br />

dem „Store of the Year“-Sonderpreis eine weitere Würdigung des<br />

nachhaltigen Ladenbauprojektes. Die Auszeichnung wird jährlich<br />

in fünf Kategorien durch eine mit Branchenexperten besetzte<br />

Jury vergeben. Die feierliche Preisverleihung fand im Rahmen des<br />

Handelsimmobilien kongresses am 22. April in Berlin statt.<br />

58 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


HANDEL<br />

Zurück damit!<br />

Retouren bleiben ein großes Problem im Onlinehandel. Die neuste Studie des Branchenverbandes<br />

BITKOM offenbart die Gründe für die weiterhin hohe Rücksendungsquote.<br />

Foto: Freepik<br />

Die Hose zu klein, die Schuhe zu<br />

groß … im Schnitt schicken die<br />

Deutschen 11 Prozent ihrer Online-<br />

Käufe zurück. Das ist das Ergebnis<br />

einer Befragung unter 1.050 Online-<br />

Shoppern in Deutschland ab 16 Jahren<br />

im Auftrag des Digitalverbands<br />

Bitkom im Herbst 2023.<br />

Männer retournieren im Schnitt<br />

einen kleineren Anteil (9 %) als<br />

Frauen (14 %). Auch sind Retouren<br />

vor allem unter den Jüngeren verbreitet:<br />

Personen zwischen 16 und<br />

29 Jahren schicken im Schnitt 15<br />

Prozent der bestellten Waren wieder<br />

zurück, bei den 30- bis 49-Jährigen<br />

sind es 13 Prozent, bei den 50- bis<br />

64-Jährigen 10 Prozent, in der Altersgruppe<br />

ab 65 Jahren nur 7 Prozent.<br />

Ist das Produkt schuld?<br />

Die Gründe, Waren zurückzuschicken,<br />

sind sehr unterschiedlich. Am<br />

häufigsten werden Online-Käufe<br />

laut Bitkom-Studie retourniert, da<br />

die Größe des Produkts, zum Beispiel<br />

bei Kleidung, nicht gepasst hat: Zwei<br />

Drittel (67 %) geben dies als Grund<br />

für Retouren an. Bei 56 Prozent war<br />

ein Produkt fehlerhaft oder beschädigt,<br />

50 Prozent hat das Produkt<br />

schlichtweg nicht gefallen. Bei 41<br />

Prozent entsprach das Produkt nicht<br />

dem Bild oder der Beschreibung im<br />

Netz, 37 Prozent gaben als Grund der<br />

Rücksendung an, das Produkt habe<br />

schlecht verarbeitet gewirkt, bei<br />

29 Prozent war schlicht das falsche<br />

geliefert worden.<br />

Rücksendung oft einkalkuliert<br />

Fast jeder Dritte (29 %) plante<br />

eine Rücksendung schon einmal<br />

von Anfang an mit ein, hat also<br />

absichtlich mehr bestellt, als er<br />

eigentlich benötigte, zum Beispiel<br />

Kleidung in verschiedenen Größen.<br />

Dies könnte laut Bitkom-Hauptgeschäftsführer<br />

Dr. Bernhard Rohleder<br />

mit modernen Technologien<br />

zumindest stark reduziert werden:<br />

„Digitale Tools wie KI-basierte<br />

Shoppingassistenten, datenbasierte<br />

Größenberatung und virtuelle<br />

Anproben können helfen, beim<br />

Einkauf im Netz auf Anhieb das<br />

passende Produkt zu finden und<br />

damit gleichzeitig die Rücksendequote<br />

zu verringern. Online-Händler<br />

haben das erkannt und bauen<br />

solche Anwendungen zunehmend<br />

in Webshops ein.“ Bleibt zu hoffen,<br />

dass die Retourenquote so tatsächlich<br />

reduziert werden kann, denn<br />

das spart Ressourcen und Aufwand<br />

zum Wohle des Klimas, der Händler<br />

und letztlich auch der Verbraucher.<br />

www.bitkom.org<br />

Nach wie vor viel zu oft wird in<br />

Deutschland Ware wieder verpackt<br />

und zurückgeschickt.<br />

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HANDEL<br />

Aber bitte mit Karte!<br />

Der Trend zur Kartenzahlung hält weiter an. Liebling der Deutschen ist die Girocard. Das zeigt eine neue<br />

Studie des EHI RETAIL INSTITUTES. Allerdings zeigen die Ergebnisse ein differenziertes Bild.<br />

Foto: Freepik<br />

Der Bedeutungsverlust des<br />

Bargelds beim Einkaufen<br />

setzt sich fort. Wie das EHI Retail<br />

Institute in der Erhebung für<br />

seine Studie „Zahlungssysteme<br />

im Einzelhandel <strong>2024</strong>” ermittelte,<br />

sank der Anteil des Bargelds<br />

am inflationsbedingt gegenüber<br />

2022 stark gewachsenen<br />

Gesamtumsatz im deutschen<br />

Einzelhandel (von 465 auf 485<br />

Mrd. Euro) 2023 um weitere 2,0<br />

Prozentpunkte im Vergleich zum<br />

Vorjahr auf 35,5 Prozent. Gut 172<br />

Milliarden Euro wurden an den<br />

Kassen bar bezahlt. Der Umsatz<br />

mit Karte hingegen wuchs auf<br />

fast 300 Milliarden Euro und<br />

macht nun 61,8 Prozent aus. „Die<br />

erheblichen Anteilsgewinne, die<br />

während Corona zu verzeichnen<br />

waren, werden aktuell noch weiter<br />

ausgebaut, in einem stärkeren<br />

Umfang als in den Jahren vor der<br />

Pandemie“, erklärt Horst Rüter,<br />

Mitglied der Geschäftsleitung<br />

und Zahlungsexperte im EHI. Nur<br />

noch 2,1 Prozent entfallen indes<br />

auf den Rechnungs-/Finanzkauf,<br />

der Rest auf sonstige Bezahlarten<br />

(z. B. Gutscheine).<br />

Beim Plastikgeld hat die Girocard<br />

klar die Nase vorn. Sie liegt<br />

mit 42,4 Prozent des Gesamtumsatzes<br />

deutlich vor Kreditkarten<br />

im klassischen Sinne (8,6 %) und<br />

deren neuen Debitvarianten (4,1<br />

%). Vor allem Visa Debit und mit<br />

Abstrichen auch Debit Mastercard<br />

weisen aktuell allerdings das<br />

größte Wachstum auf. Ihr Anteil<br />

lag im Vorjahr noch bei 2,9 Prozent.<br />

Allerdings sind die Services<br />

teuer und in größeren Teilen des<br />

Mittelstands daher gar nicht<br />

akzeptiert. Das Sepa-Lastschriftverfahren<br />

– unterschriftbasiert<br />

ebenfalls auf Basis der Girocard –<br />

hält sich beim Vorjahreswert von<br />

6,1 Prozent.<br />

Mehr Transaktionen<br />

Der Blick auf das Kaufverhalten<br />

der Verbraucher zeigt, dass sie<br />

den Einkauf im Geschäft wieder<br />

verstärkt nutzen. Gab es 2021<br />

mit 16,6 Milliarden Einkäufen<br />

das niedrigste Level, stieg die<br />

Zahl 2022 auf 17,9 Milliarden und<br />

erreichte 2023 sogar 19,55 Milliarden.<br />

Damit ist das relativ konstante<br />

Vor-Corona-Level von rund 20<br />

Milliarden Transaktionen pro Jahr<br />

im stationären Einzelhandel fast<br />

wieder erreicht und der Wachstumskurs<br />

des E-Commerce weiter<br />

gebremst.<br />

Allerdings konnte sich der Einzelhandel<br />

nur begrenzt über die<br />

höhere Einkaufslust der Menschen<br />

freuen. Denn die Kundinnen<br />

und Kunden gaben pro Einkauf<br />

weniger aus – und das trotz<br />

Inflation. Die durchschnittlichen<br />

Einkaufsbeträge über alle Zahlungsarten<br />

waren 2023 rückläufig.<br />

Gemessen an den Transaktionen,<br />

hat Bargeld übrigens nach wie<br />

vor die Nase vorn. 58,3 Prozent der<br />

19,55 Milliarden Einkäufe wurden<br />

mit Papier- und Münzgeld beglichen,<br />

40,4 Prozent mit Karte.<br />

Beliebtes Cash Back<br />

Ein weiter sehr beliebter Service<br />

ist die Bargeldauszahlung an der<br />

Kasse, das Cash Back. Das Volumen<br />

ist 2023 auf 12,31 Milliarden<br />

Euro gestiegen (2022: 10,23 Mrd.).<br />

Die Unternehmen, die heute Cash<br />

Back anbieten – vor allem Lebensmittelhandel,<br />

Drogeriemärkte<br />

und Baumärkte –, zahlen aktuell<br />

13,3 Prozent ihres vereinnahmten<br />

Bargelds wieder an ihre Kunden<br />

aus. Wenn die Bargeldquote dieser<br />

Unternehmen von momentan<br />

30 bis 35 Prozent weiter rückläufig<br />

sein sollte, wird es in einigen<br />

Fällen schwierig werden, diesen<br />

Service vollumfänglich aufrecht-<br />

Kartenzahlung ist auch in Bekleidungsgeschäften an der Tagesordnung.<br />

60 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


HANDEL<br />

zuerhalten. Dann müsste Bargeld<br />

von Versorgern „zugekauft“ werden,<br />

was bei den eh schon erheblichen<br />

Gebühren von insgesamt<br />

17,23 Millionen Euro im Jahr 2023,<br />

die der Handel für Cash Back an<br />

die Banken abführen musste, eine<br />

zusätzliche Belastung bedeuten<br />

würde und für viele Händler nicht<br />

mehr umsetzbar wäre.<br />

Das Erhebungspanel für die Studie<br />

umfasste 422 Unternehmen,<br />

was circa 100.000 Betrieben aus<br />

35 Branchen mit einem Brutto-<br />

Umsatz in 2023 von 270,5 Milliarden<br />

Euro (ca. 55,8 % des stationären<br />

Einzelhandelsumsatzes i. e. S. in<br />

Höhe von 485 Mrd. Euro) entspricht.<br />

Die Studie erscheint Ende Juni.<br />

www.ehi.org<br />

Paypal beim Onlineshopping vorne<br />

Beim Online-Shopping zahlt die deutsche Kundschaft nach wie vor am liebsten mit Paypal. Dies ist ein Ergebnis der EHI-Studie „Online-Payment<br />

<strong>2024</strong>“. Zwar ist demnach der Anteil dieses Bezahlsystems an den Online-Einkäufen 2023 mit 27,7 Prozent gegenüber 2022 (29,6 %) leicht<br />

rückläufig, dennoch führt er auch im Jahr 2023 die Rangliste der beliebtesten Zahlungsarten an, nachdem er bereits im Vorjahr den Rechnungskauf<br />

von der Spitze verdrängt hatte. Der Kauf auf Rechnung bleibt auf Platz zwei, er konnte seinen Umsatzanteil aber von 23,8 Prozent<br />

auf 26,7 Prozent steigern. An dritter Stelle der umsatzstärksten Zahlungsarten im E-Commerce steht das Lastschriftverfahren/Bankeinzug mit<br />

16,7 Prozent (Vorjahr: 20,9 %), an vierter Stelle die Kredit- beziehungsweise internationale Debitkarte mit 11,4 Prozent (Vorjahr: 12,1 %). Zu den<br />

Aufsteigern des vergangenen Jahres zählt der Ratenkauf, der seinen Umsatzanteil im Vergleich zum Vorjahr auf 3,9 Prozent fast verdoppeln<br />

konnte. „Die schnelle Abwicklung und der Komfort von Paypal gehören nach wie vor zu den Erfolgsfaktoren dieses Bezahlverfahrens“, erläutert<br />

Studienautor Radoslav Raychev die Ergebnisse der Studie. Dass es für Paypal dennoch einen leichten Rückgang zu verzeichnen gibt, ist auf<br />

Sondereffekte wie temporäre Unterbrechungen bei der Akzeptanz mancher Zahlungsarten zurückzuführen.<br />

Im Rahmen der Studie wurden die Payment-Verantwortlichen des Handels auch danach gefragt, welche Marktakteure sie für die Weiterentwicklung<br />

des Online-Payments als wichtig erachten. Wenig überraschend belegen Paypal und Apple aus Sicht des Handels die ersten Plätze im<br />

Ranking. Erstmals enthält die Studie auch Zahlen zur Bedeutung des Bezahldienstes Klarna, der ebenfalls vorne mit dabei ist und auf Rang drei<br />

vor Google liegt. Unter den bereits etablierten Bezahldiensten sehen die Befragten auch für die KI-Anwendungen von OpenAI (Platz zehn) ein<br />

Zukunftspotenzial im Bereich Payment.<br />

Die Studie „Online-Payment <strong>2024</strong>“ wurde zwischen Februar und März <strong>2024</strong> mithilfe einer Online-Erhebung durchgeführt. Das Panel<br />

be inhaltet Daten von 148 Onlinehandelsunternehmen (Pure Player und Omnichannel-Händler in Deutschland) unterschiedlicher Branchen<br />

und Umsatzgrößen mit einem Gesamtnettoumsatz in Höhe von 43,8 Mrd. Euro im Jahr 2023. Die komplette Studie erscheint im Juni <strong>2024</strong>.<br />

PRODUKTE<br />

Fotos: Hersteller<br />

GROENBERG<br />

DACHZELTEN LEICHT GEMACHT<br />

Das Tjelvar Alu-Hartschalenzelt ergänzt das durchdachte<br />

Reisekonzept von Groenberg. Ausgestattet mit großzügigen<br />

Fenstern mit engmaschigen Moskitonetzen, sorgt das<br />

Tjelvar für eine unschlagbare Luftzirkulation im Inneren.<br />

Dank Stabilus-Gasdruckfedern ist das Dachzelt in Sekundenschnelle<br />

auf gestellt und bietet Platz für zwei Erwachsene. Ein<br />

wasserdichtes, UV-beständiges Baumwollmischgewebe und<br />

ein PU-beschichtetes Nylon-Rainfly bieten Schutz vor den<br />

Elementen. Weitere Ausstattungsmerkmale: Memory-Foam-<br />

Matratze, 3D-Mesh- Matratzenunterlage, USB-LED-Licht,<br />

Teleskopleiter<br />

und<br />

wasserdichte<br />

Schuhtaschen.<br />

Optional<br />

erhältliches<br />

Trägersystem<br />

für<br />

zusätzliche<br />

Ladung.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Spielend leicht aufstellbar und zuklappbar, hervorragende<br />

Verarbeitung, durchdachtes Design.<br />

www.groenberg.com Halle A2, Stand 616<br />

FERRINO<br />

KULT UND KOMFORT<br />

Der Finisterre ist der kultige Wanderrucksack von Ferrino.<br />

Die Materialien wurden komplett erneuert, ebenso wie<br />

die Ausstattung, um Wanderern ein noch besseres Reiseerlebnis<br />

zu bieten. Mehrere Taschen und ein breiter Zugang<br />

auf der Vorderseite sorgen für eine optimale Organisation<br />

der Ausrüstung, so dass alles in Reichweite bleibt. Das<br />

Rückenpanel garantiert mit seinem Dry Net-<br />

System eine außer gewöhnliche Belüftung<br />

und ein angenehmes Tragegefühl.<br />

Ein Trägerrahmen aus flexib lem Stahl<br />

gewährleistet dabei eine perfekte<br />

Lastverteilung und hält das Netz, das<br />

den Rucksack vom Rücken des Trägers<br />

trennt. Seitliche Kompressionsriemen<br />

und vordere Materialschlaufen mit<br />

zusätzlichen Riemen ermöglichen<br />

eine sichere Befestigung von<br />

Ausrüstung. Eine Rucksackhülle ist<br />

im Lieferumfang enthalten.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Top-Rückenbelüftung dank Dry Net-System, perfekte<br />

Lastenverteilung, mehrere Taschen und ein breiter Frontzugang,<br />

Vorrichtung zum Befestigen von Ausrüstung,<br />

kompatibel mit dem H2 Bag-Trinksystem.<br />

www.ferrino.it Halle A1, Stand 310<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 61


PRODUKTE<br />

RAB<br />

ÜBERARBEITETER<br />

KLASSIKER<br />

Der britische Outdoor-Spezialist<br />

Rab bringt für Frühjahr 2025 ein<br />

komplettes Update seines erfolgreichen<br />

Softshell-Klassikers<br />

Borealis auf den Markt. Das Borealis<br />

Hoody für Damen und Herren<br />

ist eine leichte, atmungsaktive, ideal packbare<br />

und unglaublich vielseitige Softshell, die von<br />

Bergläufen über alpine Klettereien bis zu<br />

Skitouren alles mitmacht. Das Nylon-Material<br />

mit einer fluorcarbonfreien DWR ist nun zu<br />

100 Prozent recycelt, zudem wurde der Schnitt<br />

für einen noch passenderen Sitz verbessert.<br />

Zwei seitliche Handeinschubtaschen erhöhen<br />

den Tragekomfort. Die Borealis ist künftig zudem<br />

auch als Borealis Alpine Hoody sowie als<br />

Borealis Vest erhältlich.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Update des erfolgreichen Rab-Softshell-Klassikers,<br />

bessere Passform und mehr Tragekomfort, recyceltes<br />

Fabric, fluorcarbonfreie DWR.<br />

www.rab.equipment/eu-de Halle A1, Stand 202<br />

LA SPORTIVA<br />

LEICHT UND WENDIG<br />

Der Aequilibrium Hike GTX ist ein besonders wendiger<br />

und leichter Mid-Cut-Stiefel und die perfekte Ergänzung<br />

der Aequilibrium-Familie für Wanderungen in gemischtem<br />

Gelände. Das synthetische Gewebe mit hoher Atmungsaktivität<br />

garantiert ein leichtes Tragegefühl. Dabei bietet<br />

es dennoch ein hohes Maß an Schutz und Strapazierfähigkeit,<br />

nicht zuletzt dank des abriebfesten Materials in den<br />

besonders beanspruchten Zonen. Das 3D Flex-<br />

System Evo ermöglicht natürliche Flexibilität<br />

und Beweglichkeit im Knöchelbereich und<br />

garantiert sicheren Halt auf jedem Untergrund.<br />

Der Schuh ist dank Gore-Tex Extended<br />

Comfort-Membran zu 100<br />

Prozent wasserdicht, und<br />

das wiederbesohlbare Profil<br />

erhöht die Lebensdauer des<br />

Schuhs um ein Vielfaches.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Abriebfestes und wasserabweisendes Innenfutter,<br />

Bluesign-zertifiziertes Innenfutter mit Gore-Tex<br />

Extended Comfort-Membran, Vibram-Sohle, Zwischensohle<br />

aus PU-Schaumstoff mit abriebfester TPU-<br />

Beschichtung, für Damen und Herren erhältlich.<br />

www.lasportiva.com<br />

GEAR AID<br />

DWR-BESCHICHTUNG<br />

WIEDERHERSTELLEN<br />

Mit der Zeit nutzt sich die DWR-Beschichtung<br />

auf Funktionsbekleidung ab, das<br />

Gewebe wird schmutzig und nimmt Wasser<br />

auf. Eine regelmäßige Nachimprägnierung<br />

von Regenbekleidung, Softshells,<br />

Skihosen und Gore-Tex-Jacken wird<br />

deshalb dringend empfohlen, damit die Kleidungsstücke<br />

dauerhaft wasser ab weisend bleiben. Mit der<br />

neuen, PFAS- freien Formel von Revivex Durable Water<br />

Repellent (Foto rechts) lässt sich die DWR-Beschichtung<br />

von Gore-Tex-Jacken und anderer wasserdichter,<br />

atmungsaktiver Oberbekleidung wiederherstellen.<br />

Einfach das Kleidungsstück mit Revivex Pro Cleaner<br />

(Foto links) vor reinigen, anschließend die wasserabweisende<br />

Beschichtung aufsprühen und 24 Stunden trocknen<br />

lassen. Ein Aufheizen im Trockner zur Aktivierung<br />

ist nicht mehr nötig. Revivex Durable Water Repellent<br />

bietet zuverlässigen Schutz bei Regen und Schnee.<br />

GRÜEZI BAG<br />

DIE PERFEKTE ISOLATION<br />

Die nachhaltige „Refreshful SilkWool Jacket“ ist nicht nur<br />

traumhaft schön, sondern setzt mit der neuen SilkWool-<br />

Isolation einen neuen Standard bei Feuchtigkeitstransport,<br />

Trageklima und Isolation. Recycelte Seide aus Italien<br />

und Wolle aus den Alpen sorgen für ein optimales, trocken<br />

warmes Trageklima: Seide leitet Feuchtigkeit auf natürliche<br />

Weise sehr schnell weg vom Körper, während Wolle klimaausgleichend,<br />

geruchsneutralisierend und<br />

antibakteriell wirkt. Diese Kombi na tion<br />

ergibt eine ideale Isolation für Bergsportler<br />

und Biker an kühlen Frühlings-<br />

und Herbsttagen. Das recycelte<br />

Nylon als Außen- und Innenmaterial<br />

macht die Jacke robust, winddicht,<br />

atmungsaktiv und wasserabweisend.<br />

Die Beschichtung ist PFC-frei.<br />

Der ausgefeilte Schnitt mit längeren<br />

Ärmeln und Rücken sorgt für viel Bewegungsfreiheit.<br />

Neu: jetzt auch als Wendejacke<br />

mit Flowerpower-Design!<br />

Fotos: Hersteller<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Entwickelt für die Verwendung auf technischen Geweben<br />

wie eVent, NeoShell und Gore-Tex-Materialien, PFAS-frei, von<br />

Markenherstellern empfohlen.<br />

www.gearaid.eu Halle A2, Stand 534<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Hoch funktionelle und neue SilkWool-Isolation, bestes<br />

Trageklima auch bei wärmeren Temperaturen, extrem<br />

großer Einsatzbereich von Frühling bis Herbst.<br />

www.gz-bag.de Halle A2, Stand 406<br />

62 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


FÜR ALLE, DIE IHR BUSINESS<br />

AUF NEUE HÖHEN BRINGEN.<br />

30.08. – 08.09.<strong>2024</strong><br />

Treffen Sie neue Geschäftspartner und Kunden auf der weltgrößten<br />

Messe für mobiles Reisen. Der CARAVAN SALON präsentiert eine<br />

einmalige Auswahl an Freizeitfahrzeugen, Destinationen und passendem<br />

Outdoor-Equipment an einem Ort.<br />

Weitere Infos


PRODUKTE<br />

LOWA<br />

PERFEKT FÜR KLEINE FÜSSE<br />

Mit ihrem erwachsenen, sportlichen Look und einem ausgeprägten<br />

Maß an Funktionalität überzeugen die Maddox<br />

Pro GTX Jr-Modelle Jung und Alt. Praktischer Pluspunkt ist<br />

das Klettverschluss-Schnellschnürsystem, mit dem es in<br />

Windeseile an die frische Luft gehen kann. Für einen perfekten<br />

Sitz und hohen Komfort sorgt der neu gestaltete<br />

Textil-Veloursleder-Schaft mit weichem<br />

Kragen, sodass mehrstündige Aufenthalte<br />

im Schuh kein Problem für<br />

Kinder füße darstellen. Dank robuster<br />

Fersen- und Zehenkappe hat der<br />

Schuh eine hohe Widerstandsfähigkeit<br />

und lange Lebensdauer. Für<br />

absolute Wasserfestigkeit und<br />

hohe Atmungsaktivität<br />

ist er mit einer<br />

Gore-Tex-Membran<br />

ausgestattet.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Klettverschluss-Schnellschnürkombination für einfaches<br />

An- und Ausziehen, robuste Fersen- und Zehenkappe,<br />

wasserabweisend und atmungsaktiv dank Gore-Tex-<br />

Membran.<br />

www.lowa.de Halle A1, Stand 502<br />

PEDAL MAFIA & SYMPATEX<br />

NACHHALTIG UND<br />

LEISTUNGSSTARK<br />

Die Expertise von Pedal Mafia im<br />

Design von Fahrradbekleidung<br />

und von Sympatex in Sachen<br />

nachhaltige Materialien – diese<br />

Zusammenarbeit verspricht<br />

viel in Sachen umweltbewusste<br />

Performance-Bekleidung. Das<br />

Ergebnis: die Pro Heavy Rain<br />

Jacket und Pro Heavy Rain Vest<br />

fürs Radfahren bei widrigen Bedingungen. Die Jacke ist ausgestattet<br />

mit wasserdichtem und atmungsaktivem Sympatex-Material.<br />

Nahtversiegelt und winddicht, schützt sie selbst vor heftigsten<br />

Stürmen und bietet zugleich optimale Atmungsaktivität, so dass<br />

Radler auf langen Touren trocken bleiben. Die Pro Heavy Rain Vest<br />

ist leicht und klein verpackbar, aber mit der gleichen Sympatex-<br />

Technologie ausgestattet und bietet die perfekte Kombination<br />

aus Schutz und Vielseitigkeit. Mit dieser Weste ist der Träger bei<br />

unberechenbaren Wetterverhältnissen bestens ausgerüstet.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

100 % wasserdichte sowie 100 % recycelbare PTFE- und PFCfreie<br />

Membranen und Sympatex-Laminate, wasserdichter<br />

YKK Aqua Guard-Reißverschluss, wasserdichte seitliche Aufbewahrungstasche,<br />

optimal atmungsaktiv, sehr strapazierfähig.<br />

www.sympatex.com Halle A3, Stand 343<br />

TATONKA<br />

SPORTIVER WANDERRUCKSACK<br />

MIT KOMFORT-NETZRÜCKEN<br />

Der Hike Pack 22 vom bayrischen Outdoor-<br />

Hersteller Tatonka ist mit seinem komfortablen,<br />

belüfteten Netzrücken-System<br />

ein optimaler Begleiter für Tagestouren.<br />

Neben 22 Litern Volumen im Hauptfach<br />

bietet der Wanderrucksack ein Deckelfach<br />

sowie elastische Seiten taschen und<br />

eine elastische Front tasche, um Jacke,<br />

Trink flasche oder andere Ausrüstungsgegenstände<br />

zu verstauen. Auch sehr<br />

praktisch: die Reißverschlusstasche auf<br />

dem Hüftgurt, in der zum Beispiel das<br />

Smartphone griff bereit untergebracht<br />

ist. Trinksystem vor bereitung, Wanderstock<br />

halterung und Regenhülle<br />

vervollständigen die Ausstattung. Der<br />

Hike Pack 22 ist PFAS-frei ausgerüstet.<br />

MAIER SPORTS<br />

BEREIT FÜR DEN KREISLAUF<br />

Mit der Latit Vario W stellt Hosen- und Passformspezialist<br />

Maier Sports im Rahmen seiner Latit-Hosenfamilie eine kreislauffähige<br />

Wanderhose vor. Der spezielle<br />

Vario-Bund ist besonders weich und anschmiegsam<br />

und über eine integrierte Kordel<br />

individuell anpassbar. So sitzt die Hose<br />

auch ohne Gürtel sicher und bequem. Das<br />

komplett recyclingfähige Produkt besteht<br />

zu 88 Prozent aus recyceltem PES-Garn<br />

und verfügt über einen integrierten NFC-<br />

Tag, über den alle Infos über die Hose<br />

per Handy-App abrufbar sind und der<br />

das Recycling am Ende der Lebensdauer<br />

erleichtert. Natürlich ist sie PFC-frei<br />

imprägniert. Dank hochwertigem Elastan<br />

ist die Hose besonders flexibel, die<br />

dryprotec-Technologie lässt die Latit Vario<br />

W sehr schnell trocknen. Die vier Reißverschlusstaschen<br />

bieten viel Stauraum.<br />

Fotos: Hersteller<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Belüftetes Netzrücken-System, Deckelfach und Taschen für<br />

Ausrüstung und Utensilien, Wanderstockhalterung und<br />

Regenhülle.<br />

www.tatonka.com Halle A1, Stand 339<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Kreislauffähige Wanderhose aus 88 % recyceltem PES-Garn,<br />

dank nachhaltigem mStretch Pro 4 Eco sehr elastisch, anschmiegsamer<br />

Variobund, integrierter NFC-Chip für bessere<br />

Recyclingfähigkeit, dryprotec sorgt für schnelle Trocknung.<br />

www.maier-sports.de<br />

64 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


Hello<br />

Future<br />

Join the global platform for cycling<br />

and mobility of tomorrow<br />

3. – . Juli <strong>2024</strong><br />

Messe Frankfurt<br />

Festival Days: 6. – 7. Juli<br />

Partner


PRODUKTE<br />

MAWAII SUNCARE<br />

UV-SCHUTZ UND PFLEGE<br />

FÜR LIPPEN<br />

Mawaii verbindet<br />

Fun- und Outdoor-<br />

Sport mit individuellem<br />

Lifestyle<br />

und stellt hochwertige<br />

Hautpflegeprodukte her,<br />

die sich durch hervorragende Funktion<br />

und Nachhaltigkeit auszeichnen. Die Lippenpflegestifte<br />

Mawaii Lip Care Balm SPF/LSF 30 schützen die<br />

empfindliche Haut vor dem Austrocknen durch Wind, Kälte<br />

und andere Einflüsse, vor Sonneneinstrahlung sowie der Bildung<br />

freier Radikale. Sie unterstützen den Selbstheilungsprozess<br />

der Haut und sind für die tägliche Pflege geeignet.<br />

Die Lippenpflegestifte sind dermatologisch geprüft und für<br />

jeden Hauttyp geeignet, hergestellt ohne mineralische Öle,<br />

Alkohol und Wachse. Somit sind sie der ideale Begleiter bei<br />

Outdoor-, Wasser- und Alpinsport, ebenso wie im Alltag.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Für jeden Hauttyp geeignet, ohne mineralische Öle, Alkohol<br />

und Wachse hergestellt, nicht an Tieren getestet,<br />

Öko-Test-konforme Rezepturen, wird in Deutschland<br />

nach höchsten Qualitätsstandards hergestellt.<br />

www.mawaii-suncare.com Halle A2, Stand 534<br />

GRÜEZI BAG<br />

HOLZ & WOLLE – PERFEKTE<br />

KOMBINATION<br />

Dieses vielseitige Shirt in<br />

vielen farbenfrohen Designs<br />

ist perfekt geeignet<br />

für Outdoor-Aktivitäten<br />

wie Wandern, Bergsteigen,<br />

Skifahren, Radfahren und<br />

Reisen mit leichtem Gepäck.<br />

Es ist aus einer Mischung<br />

aus 50 Prozent Merinowolle<br />

und 50 Prozent Holzfaser<br />

hergestellt – die ideale<br />

Kombination: Die Merinowolle<br />

macht das Shirt geruchshemmend,<br />

schnelltrocknend und reguliert das Klima,<br />

der Holzfaseranteil sorgt für einen besonders weichen Griff<br />

und eine erhöhte Strapazierfähigkeit. Der Raglanschnitt bietet<br />

eine perfekte Passform und vermeidet unangenehme Naht-<br />

Reibungen im Schulterbereich. Der verlängerte Rücken macht<br />

dieses Shirt besonders komfortabel für Rucksackträger.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Strapazierfähiger als reine Merinoshirts, samtig-weicher<br />

Griff, schnelltrocknend, antibakteriell, geruchsneutral.<br />

www.gz-bag.de Halle A2, Stand 406<br />

Fotos: Hersteller<br />

ZAMBERLAN<br />

KOMFORTSTARK<br />

Dank seiner leichten und<br />

flexiblen Konstruktion<br />

ist der Metropolis ideal<br />

für Reisen, Alltag und<br />

leichte Wanderungen.<br />

Seine Stärke<br />

liegt im Komfort.<br />

Dank des breiten<br />

Leistens und des zusätzlichen<br />

Platzes im Vorfußbereich<br />

genießt der Träger viel Bewegungsfreiheit.<br />

Die Vibram Ecostep Recycle Compound-Sohle mit einem Anteil<br />

von 30 Prozent recyceltem Gummi sorgt für eine hohe Griffigkeit<br />

auf unterschiedlichen Böden und unter verschiedenen Bedingungen.<br />

Der Schuh ist auch mit Gore-Tex-Membran erhältlich,<br />

damit die Füße bei jedem Abenteuer trocken bleiben. Mit seinem<br />

hohen Anteil an recycelten Materialien erfüllt der Metropolis<br />

auch hohe Ansprüche an Nachhaltigkeit. Eine Zehenkappe aus<br />

Gummi bietet zusätzlichen Schutz vor Stößen und Kratzern.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Wide Last-Passform für mehr Komfort und Platz im Vorfußbereich,<br />

hochwertige recycelte Materialien, recycelte EVA-Zwischensohle<br />

für Dämpfung, Halt und Leichtigkeit, Vibram Bruce-Außensohle<br />

aus Ecostep Recycle-Mischung mit recyceltem Gummi.<br />

de.zamberlan.com<br />

WECHSEL TENTS<br />

GERÄUMIG UND LEICHT<br />

Das Wechsel Donna ist die großzügige Weiterentwicklung<br />

des Leichtgewicht-Zeltes Bella. Mit einer Liegefläche von<br />

210 x 125–150 x 95 cm (L x B x H) bietet es ausreichend Platz,<br />

um zwei Personen samt Gepäck bequem im Innenzelt zu<br />

beherbergen. Durch das außenliegende Gestänge ist das Zelt<br />

nicht nur schnell aufgebaut, sondern ermöglicht auch einen<br />

wetterunabhängigen Aufbau. Die freistehende Konstruktion<br />

erlaubt es jederzeit, das Zelt umzustellen. Neben dem<br />

großzügigen Haupteingang sorgt ein zweiter, kleinerer<br />

Ein-/Ausgang für<br />

gute Belüftung.<br />

Donna bietet ein<br />

perfektes Gleichgewicht<br />

für Outdoor-Enthusiasten,<br />

deren Prioritäten<br />

auf mehr Platz,<br />

Langlebigkeit und<br />

zuverlässigem Wetterschutz<br />

liegen.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

DAC-Aluminium-Gestänge, schneller Aufbau, flexible Raumnutzung,<br />

sehr gute Belüftung durch großen Haupt- und<br />

zusätzlichen kleineren Ein-/Ausgang.<br />

www.wechsel-tents.de Halle A2, Stand 616<br />

66 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


PRODUKTE<br />

VAUDE<br />

IM KREIS GEDACHT<br />

Bereits im letzten Jahr hat Vaude sein<br />

Rethink-Kreislaufkonzept vorgestellt, das<br />

Zirkularität für Outdoor-Produkte erleichtern<br />

soll. Der Skomer Hiking Hoody für Damen ist<br />

ein Teil der S25-Rethink-Kollektion und gehört<br />

definitiv in jeden Wanderrucksack.<br />

Unter einer Hardshelljacke getragen,<br />

ist das weiche Fleece in prägnanter<br />

Wabenstruktur die perfekt wärmende<br />

Zwischenschicht, da es einen<br />

hohen Wärmerückhalt bietet und<br />

bei schweißtreibenden Aktivitäten<br />

Feuchtigkeit rasch nach außen transportiert.<br />

Die Kapuze kann bei Wind<br />

schnell übergezogen werden. Der<br />

Hoodie ist pflegeleicht und schnelltrocknend<br />

und damit auch ein toller<br />

Begleiter auf mehrtägigen Touren, im<br />

Alltag und auf Reisen.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Warmer und atmungsaktiver Fleece-Hoodie mit top Klimaregulation,<br />

sortenreines PES-Material ermöglicht Kreislauffähigkeit,<br />

Hauptmaterial aus recyceltem Polyester, Teil des<br />

Vaude-Rethink-Kreislaufkonzeptes.<br />

www.vaude.com Halle A3, Stand 340<br />

ORIGIN OUTDOORS<br />

FÜR KAFFEELIEBHABER<br />

Diese robuste und kompakte<br />

Kaffeemühle verfügt über ein<br />

Keramikmahlwerk, der Mahlgrad<br />

ist von außen in sechs Stufen<br />

verstellbar. Die Kaffeebohnen<br />

können für einen Espresso sehr<br />

fein oder auch für die French Press<br />

oder Filterkaffee gröber gemahlen<br />

werden. Dank der abnehmbaren<br />

Kurbel lässt sich die Mühle<br />

platzsparend verstauen. Der ebenfalls<br />

abnehmbare Deckel bietet<br />

die Möglichkeit, die Bohnen in<br />

der Mühle sicher zu transportieren.<br />

Bei der Reinigung lassen sich<br />

die Komponenten leicht auseinander-<br />

und zusammenbauen. Das<br />

Keramikmahlwerk kann mit der<br />

mitgelieferten Bürste oder einem<br />

feuchten Tuch gesäubert werden.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

6 Mahlstufen (von außen verstellbar), Keramikmahlwerk,<br />

abnehmbare Kurbel, platzsparend verstaubar.<br />

www.relags.de Halle A2, Stand 525<br />

KAMA<br />

ZEITLOSER DAMENPULLOVER<br />

Ob im Büro oder beim Stadtbummel – dieser Damenpullover<br />

mit dezentem Muster ist in vielen Situationen tragbar.<br />

Auf den ersten Blick fällt das sehr geschmackvolle, zeitlose<br />

Jacquardmuster im oberen Teil des Pullovers ins Auge. Das<br />

Muster bildet optisch eine geschwungene Linie über die Teile<br />

und Ärmel und schließt perfekt an den Rag- lannähten<br />

ab. Der Schnitt des Pullovers entspricht<br />

dem aktuellen Trend und ist etwas<br />

lockerer gehalten. Die unteren<br />

Kanten der Teile und Ärmel sind<br />

mit einem feineren Rippenstrick<br />

abgeschlossen, der sich<br />

auch am hohen Rollkragen befindet.<br />

Der Pullover wurde aus<br />

feinster Merinowolle gefertigt<br />

und bietet außergewöhnlichen<br />

Tragekomfort dank der<br />

Raglanärmel und des feinen<br />

Rippenstricks an Roll kragen<br />

und Ärmelabschlüssen.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

100 % Merinowolle für höchsten Tragekomfort und einfache<br />

Pflege, Raglanärmel sorgen für uneingeschränkte Bewegungsfreiheit,<br />

zeitloser Komfort, hergestellt in einem<br />

Familienbetrieb in Prag, lebenslange Service-Garantie.<br />

www.kama.cz/de<br />

KOMPERDELL<br />

MINIMALISTISCH.<br />

PURISTISCH. EFFIZIENT.<br />

Die neuen Carbon FXP Ultra-Trailrunningstöcke<br />

von Komperdell sind komplett neu durchdacht<br />

und auf das Wesentlichste reduziert – genau<br />

das, was leistungsorientierte Trailrunner mit<br />

höchsten Ansprüchen suchen. Er besteht aus<br />

einem Carbon Cloud-Schaft aus extrem leichtem<br />

Carbon und besitzt trotzdem eine hohe<br />

Steifigkeit, die ein effizientes Schwingverhalten<br />

sowie einen dynamischen Bewegungsfluss<br />

ermöglicht. Zudem entfaltet sich der Stock<br />

beim Loslassen komplett von selbst und kann<br />

aufgrund des dünnen Rohrdurchmessers extrem klein<br />

und schmal zusammengefaltet werden. Eine leicht vorgeformte<br />

Griffform sorgt für direkte Kontrolle und somit<br />

für sicheren und angenehmen Halt, auch bei langen<br />

Läufen. Dank des Fly-Schlaufensystems, das maximale<br />

Kraftübertragung garantiert, lässt sich der Stock in<br />

Sekundenschnelle einhaken und hält zugleich felsenfest.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Extrem leichter Carbonstock für Trailrunner, sehr robust, direkte<br />

Kontrolle dank vorgeformter Griffform, äußerst einfache Handhabung,<br />

Grifftape in verschiedenen Farben erhältlich, kann<br />

leicht getauscht werden.<br />

www.komperdell.com Halle A1, Stand 400<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 67


PRODUKTE<br />

BERGANS OF NORWAY<br />

FÜR ABENTEUER IM ALLTAG<br />

Die Vaagaa 3L Light Shell Jacket<br />

ist ein echtes Allround-Talent<br />

und wurde für Alltagsabenteurer<br />

entworfen, die Stil und Funktion<br />

in einer leichten Jacke suchen.<br />

Das Obermaterial aus<br />

100 Prozent Polyester<br />

(PFAS-frei) ist mit der<br />

Bega Membrane Balanced-Technologie<br />

ausgestattet,<br />

die es wasser- und<br />

winddicht und dennoch<br />

atmungsaktiv macht. Die<br />

Unter armreißverschlüsse sorgen<br />

für optimale Atmungsaktivität<br />

und ermöglichen es, die Körpertemperatur je nach Aktivität<br />

zu regulieren. Eine perfekt geformte Kapuze sorgt für zusätzlichen<br />

Schutz vor Regen und Wind. Das Produkt enthält<br />

Bluesign-approved Trimmings. Für Herren und Damen in<br />

jeweils drei Farbkombinationen erhältlich.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Wasser- und winddicht sowie atmungsaktiv, Klimaregulation<br />

zusätzlich über Unterarmreißverschlüsse möglich,<br />

perfekt geformte Kapuze.<br />

www.bergans.de<br />

ESBIT<br />

KOMPAKTES<br />

CAMPING-KOCHSET<br />

Das neue Esbit-<br />

Trockenbrennstoff-<br />

Kochset (CS1000ST)<br />

ist kompakt und eignet<br />

sich für Outdoor-Touren zu zweit.<br />

Sein Topf fasst circa einen Liter und<br />

besteht aus robustem, 18/8 Edelstahl. Der<br />

Stand des Kochsets aus hartanodisiertem<br />

Aluminium lässt sich unterwegs platzsparend<br />

im Topf verstauen. Darüber hinaus bietet das Innere<br />

weiteren Stauraum – zum Beispiel für Trockenbrennstoff oder<br />

verpackte Mahlzeiten. Befeuert wird das Kochset mit<br />

2 x 14 Gramm oder 1 x 27 Gramm Trockenbrennstoff. Dieser ist<br />

besonders leicht und brennt auch in höheren Lagen zuverlässig.<br />

Für freie Hände beim Kochen ist auf der Unterseite des Deckels<br />

eine Aufhängung angebracht, mit der der Deckel am Topfrand<br />

fixiert werden kann. Zudem optimieren klappbare Griffe aus<br />

Edelstahl das kleine Packmaß des Kochsets.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Kompaktes Kochset, robuster 18/8 Edelstahl-Topf,<br />

Deckelaufhängung für mehr Anwendungskomfort,<br />

klappbare Griffe, Volumenanzeige in ml und oz, bewährtes<br />

Esbit-Design.<br />

www.esbit.de Halle A2, Stand 417<br />

Fotos: Hersteller<br />

LOWA<br />

FÜR JEDES TERRAIN UND<br />

JEDES TEMPO<br />

Egal, ob steile Steigungen, dichte Wälder oder felsige Landschaften<br />

– die Maddox Pro-Modelle von Lowa halten mit jeder<br />

Bewegung Schritt. Dank eines neu gestalteten Textilschaftes<br />

verfügen sie über eine ideale Passform und<br />

sitzen wie eine zweite Haut, die scharf profilierte<br />

Fast-Hiking-Sohle liefert einen hervorragenden<br />

Grip. Das bewährte Zwischensohlensystem aus<br />

Lowa Dynapu wie auch das leichte, atmungsaktive<br />

Ripstop-Obermaterial gewährleisten<br />

ein sportliches Maß an Flexibilität, sodass<br />

die Maddox Pro-Modelle sowohl gediegenere<br />

Tempi als auch dynamische<br />

Fast-Hiking-Passagen meistern.<br />

Ein glasfaserverstärkter<br />

Shank gewährt dabei mehr<br />

Kontrolle und Stabilität in<br />

komplexem Gelände.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Neu gestalteter Textilschaft für perfekte Passform, glasfaserverstärkter<br />

Shank für mehr Kontrolle und Stabilität, neuartige<br />

Fast-Hiking-Außensohle für präzisen Antritt, ein sportliches<br />

Abrollverhalten und hervorragenden Grip.<br />

www.lowa.de Halle A1, Stand 502<br />

MAIER SPORTS<br />

SUPERBEQUEM<br />

UND NACHHALTIG<br />

Funktional, flexibel und nachhaltig: So präsentiert sich die<br />

kreislauffähige Latit Zip. Der integrierte NFC-Tag erleichtert<br />

das Sortieren für den Recycling-Prozess. Die<br />

superbequeme Wanderhose lässt sich nicht<br />

nur per Reißverschluss in eine sommerliche<br />

Bermuda verwandeln – sie besteht auch<br />

aus dem besonders nachhaltigen mStretch<br />

Pro 4 Eco-Gewebe. Es ist zu 88 Prozent aus<br />

recyceltem Polyester gefertigt und bietet<br />

dank seines hohen Elastan-Anteils von<br />

12 Prozent viel Bewegungsfreiheit – perfekt<br />

auf anspruchsvolleren Touren! Die PFC-freie<br />

Imprägnierung schützt vor Regenschauern.<br />

Und sollte es mal richtig nass werden, ist die<br />

Latit Zip dank dryprotec-Technologie besonders<br />

schnell wieder trocken. Die vier geräumigen<br />

Reißverschlusstaschen bieten genügend<br />

Stauraum für Kleinigkeiten.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Kreislauffähige Zip-off-Wanderhose aus 88 % recyceltem<br />

PES-Garn, sehr elastisch dank mStretch Pro 4 Eco-Gewebe,<br />

integrierter NFC-Chip für bessere Recyclingfähigkeit,<br />

Material trocknet dank dryprotec-Technologie schnell.<br />

www.maier-sports.de<br />

68 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


PRODUKTE<br />

NEMO EQUIPMENT<br />

ZELTE FÜR JEDES ABENTEUER<br />

Ob fürs Backpacking<br />

oder Bikepacking – die<br />

leichtgewichtigen neuen<br />

Osmo-Zelte aus dem zu<br />

100 Prozent recycelten<br />

und PFAS-freien Osmo-<br />

Material von NEMO<br />

Equipment sind robuster,<br />

wasser abweisender<br />

und formbeständiger als<br />

Zelte aus herkömmlichem Material. Osmo ist der erste Poly-<br />

Nylon- Verbundzeltstoff auf dem Markt. Er ist umweltfreundlicher<br />

als die bisher verwendeten Materialien und bringt noch<br />

mehr Leistung, bietet eine sehr hohe Hydrolyse- Beständigkeit<br />

und eine viermal besser wasserabweisende Ausrüstung, und das<br />

ohne schädliche Chemikalien. Zudem ist der Stoff dreimal dehnungsresistenter<br />

bei Nässe und 20 Prozent reißfester als herkömmliche<br />

Zeltmaterialien. Für 2025 kommt das Dagger Osmo<br />

als erstes Bluesign-zertifiziertes Zelt heraus – und überzeugt mit<br />

noch größerer Apsis und verbesserter Schulter- sowie Kopfhöhe.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Erster Poly-Nylon-Verbundzeltstoff auf dem Markt, 100 %<br />

recycelt, ohne schädliche Chemikalien, hohe Hydrolyse-<br />

Beständigkeit, 4 x wasserabweisender als andere Materialien.<br />

www.nemoequipment.com Halle A2, Stand 407<br />

LEKI<br />

LEICHT UNTERWEGS<br />

Auf geht’s in die hohen Berge mit dem neuen<br />

Skytera FX Carbon SL. Der Stock gehört zur neuen<br />

Sky-Serie, die Leki im Sommer 2025 an den Start<br />

bringt. Führende Bergsteiger wie David Göttler<br />

haben an seiner Entwicklung mitgearbeitet.<br />

Der Skytera ist ideal für Mountain Hiking und<br />

Bergabenteuer. Mit nur 178 Gramm und seiner<br />

Schaft-Konstruktion von 14 und 12 Millimetern<br />

Durchmesser bietet er die richtige Mischung aus<br />

Leichtigkeit und Stabilität. Ausgestattet ist er mit<br />

dem neu konstruierten Foam-Griff „Verticon“. Das<br />

Besondere: die formstabile, ultraleichte und schnell<br />

trocknende D-Loop Mesh Strap. Das neue Schlaufenmaterial<br />

mit höchster Atmungsaktivität und<br />

geringer Flüssigkeitsaufnahme findet bereits im<br />

Trailrunning Anwendung. Der Griff wiegt samt<br />

Schlaufe nur 28 Gramm, überzeugt zudem mit der<br />

perfekten ergonomischen Form sowie mit einer<br />

Griffverlängerung für weitere Griffoptionen.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Leichter und trotzdem stabiler Trekkingstock, atmungsaktive<br />

und schnell trocknende D-Loop Mesh Strap, neu entwickelter<br />

Griff mit perfekter ergonomischer Form und Griffverlängerung.<br />

www.leki.com Halle A1, Stand 600<br />

MEINDL<br />

FRISCHE LUFT UND<br />

SICHERER HALT<br />

Als Einsteigermodell zum Wandern in Hochalmregionen und<br />

auf ausgebauten Wegen überzeugt der Air Revolution 1.5<br />

(Lady) mit der Air Revolution-Technologie. Die Lasche ist nach<br />

oben offen, so dass in der Auftrittphase frische<br />

Luft in den Schuh gesaugt und in der Abstoßphase<br />

warme Luft aus dem Schuh gepresst<br />

wird. Die weit nach vorne gezogene Zwei-<br />

Zonen-Schnürung ermöglicht eine perfekte<br />

Anpassung an den Fuß. Das freilaufende<br />

„Speedwire“ des Variofix-Systems zieht<br />

sich gleichmäßig eng um die Ferse und<br />

bietet so besten Halt im Schuh.<br />

Die Vibram Cleats Grip-Sohle<br />

bietet durch das spezielle Profil<br />

Griffigkeit und sicheren Halt.<br />

Dank Gore-Tex bleiben die<br />

Füße trocken.<br />

ORIGIN OUTDOORS<br />

DURCHDACHTER TOPF<br />

FÜR UNTERWEGS<br />

Zwei in einem: Dieser robuste und langlebige<br />

Edelstahltopf ist auch als Tasse verwendbar.<br />

Er ist ausgestattet mit Ausgießer im<br />

Deckel, Inhaltsanzeige in ml, Klappgriffen<br />

aus Stahl und Aufhängebügel.<br />

Platzsparend kann eine<br />

100-Gramm-Gaskartusche in<br />

dem nur 236 Gramm schweren<br />

Topf transportiert werden.<br />

Zudem ist dieser leicht zu<br />

reinigen und spülmaschinenfest.<br />

Somit ist dieser<br />

Topf mit einem Durchmesser<br />

von 9,5 x 11 Zentimetern<br />

von Origin Outdoors ein<br />

perfekter Begleiter zum Reisen,<br />

Wandern und Trekking.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Ausgestattet mit Air Revolution für eine top Klimaregulation,<br />

perfekt anpassbar dank Zwei-Zonen-Schnürung, bester<br />

Halt aufgrund von Variofix-System mit „Speedwire“, ausgerüstet<br />

mit Gore-Tex-Membran.<br />

www.meindl.de Halle A1, Stand 402<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Ausgießer im Deckel, Klappgriffe, Aufhängebügel, Inhaltsanzeige,<br />

passend für 100-g-Gaskartusche, platzsparend<br />

verstaubar.<br />

www.relags.de Halle A2, Stand 525<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 69


PRODUKTE<br />

DARN TOUGH<br />

SOCKEN FÜR LANGE TAGE<br />

Langlebig, leicht, ultrabequem:<br />

Egal ob auf<br />

Outdoor-Abenteuern oder<br />

im Alltag – die Merinowoll-Socken<br />

Light Hiker<br />

Micro Crew von Darn<br />

Tough sind die ideale Wahl<br />

für lange Tage auf den<br />

Beinen. Verstärkungen<br />

an Fersen und Zehen machen<br />

sie besonders robust<br />

und bequem, die Performance-Passform verhindert ein Verrutschen<br />

der Socken und somit unangenehme Blasenbildung. Der perfekte<br />

Sitz und die nahtlose Konstruktion sorgen für maximalen Komfort.<br />

Für die Socken wird hochwertige Merinowolle verwendet, die<br />

über ein hervorragendes Feuchtigkeitsmanagement verfügt und<br />

unangeneh me Gerüche neutralisiert. So können die Socken auch<br />

über mehrere Tage getragen werden und sind daher ideale und<br />

zuverlässige Begleiter für Tages- oder mehrtägige Trekkingtouren.<br />

Entwickelt, getestet und produziert wurden sie in Vermont/USA.<br />

HELLY HANSEN<br />

KLASSIKER MIT STARKEM UPDATE<br />

Helly Hansens Loke Jacket 2.0 zählt zu den beliebtesten<br />

Styles der Outdoor-Kollektion und ist dank einer PFC-freien<br />

DWR-Behandlung und vollständig<br />

versiegelter Nähte der<br />

ideale Beglei ter für wechselhafte<br />

Wetterbedingungen.<br />

Für Sommer 2025 kommt<br />

das 2,5- Lagen-Jacket aus<br />

100 Prozent recyceltem<br />

40-Denier- Polyamid-<br />

Ripstop-Gewebe mit<br />

Helly Tech Performance.<br />

Dank des Einsatzes von<br />

Recco-Reflektoren erhöht sich der Sicherheitsaspekt<br />

der Jacke enorm. Und für noch mehr Langlebigkeit lässt<br />

sich der Frontreiß verschluss bei Bedarf leichter entfernen<br />

und ersetzen, ohne die Wasserdichte zu beeinträchtigen.<br />

Für zusätzliche Tragekomfort bei wärmeren Temperaturen<br />

sorgen praktische Unterarmbelüftungsöffnungen.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Leichte und bequeme Outdoor-Socken, Top-Feuchtigkeitsmanage<br />

ment und Geruchsneutralisierung dank Merino wolle,<br />

Verstärkungen an Zehen und Fersen, nahtlose Konstruktion,<br />

lebenslange Garantie (in Deutschland 40 Jahre).<br />

https://darntough.eu<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

2,5-lagige Konstruktion, verstellbarer unterer Saum, seitliche<br />

Einschubtaschen, Unterarm-Belüftungsreißverschlüsse, PFCfreie<br />

DWR, vollständig versiegelte Nähte, verstellbare Kapuze,<br />

kleines Packmaß/klein komprimierbar, gedrucktes HH-Logo.<br />

www.hellyhansen.com<br />

VAUDE<br />

WANDERLUFTIKUS<br />

Alles dran, alles drin: Der Brenta-<br />

Rucksack ist ein Garant für<br />

Wander lust auf anspruchsvollen<br />

Tagestouren. Für die neue Saison<br />

hat Vaude das Aeroflex 3D-System<br />

nochmals verbessert, insbesondere<br />

im Hinblick auf leichte<br />

Reparierbarkeit. Der Netzrücken<br />

hält den Packsack auf Distanz<br />

zum Rücken und garantiert so eine<br />

ausgezeichnete Luftzirkulation.<br />

Unterstützt wird der Tragekomfort<br />

durch die anatomisch geformten<br />

und gepolsterten Schulterträger sowie<br />

die stufenlos anpassbare Rückenlänge.<br />

Die vollwertigen Hüftflossen (mit RV-Tasche<br />

fürs Handy) sorgen für eine gute Lastübertragung und einen<br />

sicheren Sitz. Schnell mal an die Brotzeitdose ganz unten im<br />

Rucksack? Kein Problem dank des praktischen Frontzugriffs.<br />

ZAMBERLAN<br />

LEISTUNGSSTARK UND<br />

NACHHALTIG<br />

Der Devero Mid GTX eignet sich bestens für schnelle und leichte<br />

Wanderungen auf Saumpfaden und breiten Bergpfaden. Aufgrund<br />

seiner idealen Passform sitzt er auch über viele Stunden bequem<br />

am Fuß. Der Schuh besteht aus einem innovativen und leistungsstarken<br />

Jacquard-Gewebe mit nur wenigen Nähten und einer Kombination<br />

aus verschiedenen Zonen mit abriebfesten Einsätzen. Er<br />

ist atmungsaktiv und sehr leicht sowie flexibel und widerstandsfähig.<br />

Sowohl in der Mid- als auch in der<br />

Low-Version verfügt der Devero über eine<br />

hervorragende Dämpfung, die dem Fuß<br />

Energie zurückgibt, sodass er nicht ermüdet.<br />

Ein hoher Anteil an recycelten<br />

Materialien macht den Schuh<br />

zudem sehr nachhaltig.<br />

Fotos: Hersteller<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Sportlicher Wanderrucksack mit top Rückenbelüftung dank<br />

Aeroflex 3D-Netzrücken, leichter reparierbar (Version 2.0),<br />

individuell anpassbare Rückenlänge, praktische<br />

Fächeraufteilung, Hauptmaterial zu 100 Prozent recycelt.<br />

www.vaude.com Halle A3, Stand 340<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Leistungsstarke Jacquard-Technologie, Recycling-Gewebe,<br />

atmungsaktiv, sehr leicht, widerstandsfähig, Zwischensohle<br />

aus recyceltem EVA für gute Dämpfung, Außensohle aus<br />

recyceltem Gummi für guten Grip, Gore-Tex-Membran.<br />

de.zamberlan.com<br />

70 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


PRODUKTE<br />

UQUIP<br />

BEMERKENSWERT KOMFORTABEL<br />

Die nächste Generation Uquip-Campingstühle punktet in<br />

Sachen Komfort und Funktionalität. Dank des modernen<br />

Comfort + Air Mesh sind die Stühle besonders bequem und<br />

wärmeregulierend. Durch die fortschrittliche Konstruktion sind<br />

die Sitzbezüge nun austauschbar und ab kommender Saison<br />

auch als Ersatzteil erhältlich.<br />

So können sie bei<br />

Bedarf repariert werden.<br />

Eine clevere Lösung für<br />

langanhaltende Freude<br />

am Produkt und mehr<br />

Nachhaltigkeit. Ein Highlight<br />

ist der Uquip Barry<br />

auch aufgrund seiner<br />

extra hohen Rückenlehne<br />

und einer beeindruckenden<br />

Tragfähigkeit von<br />

200 Kilogramm. Die Sitzfläche<br />

ist großzügig<br />

dimensioniert und lädt<br />

zum Entspannen ein.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

200 kg Tragfähigkeit, extra breite Sitzfläche, gepolsterter und<br />

austauschbarer Sitzbezug aus Comfort+ Air Mesh.<br />

uquip.com Halle A2, Stand 616<br />

NIKWAX<br />

REFRESH-SERIE FÜR SPORTLER<br />

Nikwax präsentiert neue desodorierende Spezialreiniger für<br />

Neoprenanzüge und Sportbekleidung, die Sportausrüstung<br />

effektiv reinigen und wieder auffrischen. Wetsuit Refresh<br />

wurde für die Pflege von Neoprenanzügen ent wickelt:<br />

ein enzymfreier Reiniger, der Gerüche beseitigt, Verunreinigungen<br />

wie Urin entfernt und Neoprenanzüge wieder<br />

geschmeidig macht. Sportbekleidung wird mit Sports<br />

Refresh wieder frisch, einem leistungsstarken Spezialreiniger,<br />

der Schweiß, Schmutz und Bakterien entfernt und so<br />

die Geruchsbildung verhindert. Der Nikwax-Reiniger für<br />

nicht-wasserdichte Sportschuhe,<br />

Einlegesohlen und<br />

Sandalen erscheint ebenfalls<br />

im neuen Design: Das<br />

Footwear Refresh entfernt<br />

Schmutz und reduziert die<br />

Bildung von geruchsverursachenden<br />

Bakterien.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Desodorierende Spezialreiniger für Sportbekleidung/-Schuhe<br />

und Neoprenanzüge, entfernen Verunreinigungen und Gerüche,<br />

verbessern die Leistung, verlängern die Lebensdauer<br />

der Ausrüs tung, reduzieren Abfall, ohne PFAS oder Aerosole.<br />

www.nikwax.com/de-de<br />

FERRINO<br />

ZELT FÜR ABENTEURER<br />

Das DEN 2 ist ein ultraleichtes Zelt für Outdoor-Abenteurer,<br />

die mehrere Tage unterwegs sind. Mit seinem Außenzelt<br />

aus Nylon Ripstop 10D Silikon und einem Boden aus Nylon<br />

Ripstop 20D Silikon ist es sehr robust und dank verschweißter<br />

Nähte absolut wasserdicht. Die dreilagige Konstruktion<br />

verstärkt die Bodenecken, um Langlebigkeit und Stabilität zu<br />

gewährleisten. Für Eingang und Belüftung bietet das Zelt ein<br />

Vestibül, eine Moskitonetztür und Lüftungsmanschetten. Das<br />

Camera Air-Lüftungssystem mit großem Moskitonetz sorgt<br />

für optimale Luftzirkulation. Interne Staufächer und eine<br />

Moskitonetzöffnung für den Zugang zur Apsis ermöglichen<br />

eine geordnete Aufbewahrung<br />

und einfachen<br />

Zugang zu Ausrüstung<br />

und persönlichen Gegenständen.<br />

Für den<br />

Aufbau benötigt man<br />

lediglich Trekkingstöcke<br />

(nicht im Lieferumfang).<br />

DEUTER<br />

PERFEKTER BEGLEITER FÜR<br />

HOCHALPINE TOUREN<br />

Der Rucksack Guide Ultra ist auf anspruchsvolle alpine Unternehmungen<br />

ausgelegt. Er ist aus Dyneema® gefertigt, einer<br />

Faser, die hohe Reißfestigkeit mit ultraleichtem Gewicht verbindet.<br />

Nur 570 Gramm bringt der Rucksack so auf die Waage. Das<br />

verwendete Dyneema® Composite Fabric (DCF) ist außerdem<br />

wasserdicht, dehnt sich nicht, ist faltfest sowie<br />

UV- und chemikalienbeständig. Zusätzlich<br />

erhöht ein 50 Denier-Polyester gewebe<br />

an der Außen seite die Abriebfestigkeit. Da<br />

die Nähte getapt sind, sind Ausrüstung und<br />

Bekleidung im Rucksack optimal geschützt<br />

und bleiben trocken. Hohen Tragekomfort<br />

und optimale Bewegungsfreiheit ermöglicht<br />

das Deuter Alpine-Rückensystem. Die<br />

mit Handschuhen bedienbare Roll-Top-Öffnung<br />

sowie die große Fronttasche und die<br />

Rückenöffnung optimieren das Handling.<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Ultraleichtes Zelt (1,1–1,2 kg), platzsparend packbar, robust<br />

konstruiert aus Nylon Ripstop, absolut wasserdicht, hervorragende<br />

Luftzirkulation, viel Raum für Ausrüstung und andere<br />

Gegenstände, Moskitonetz, einfacher Aufbau.<br />

www.ferrino.it Halle A1, Stand 310<br />

ARGUMENTE FÜR DEN VERKAUF<br />

Leichter und zugleich robuster Alpinrucksack aus Dyneema®,<br />

mit Deuter Alpine-Rückensystem ausgestattet, beidseitige<br />

Pickel- und Stockhalterung, seitliche Ski-Fixierung, abnehmbare<br />

Seilfixierung, seitliche Kompressionsriemen, PFAS-frei.<br />

www.deuter.com<br />

www.outdoormarkt.com<br />

<strong>04</strong>/<strong>2024</strong> 71


Mammut: Die Schweizer Bergsportmarke ernennt Dr. Oliver Merz (Foto) zum neuen Chief Financial<br />

Officer (CFO). Merz ist nun für die Bereiche Controlling, Finanzen, Accounting, Tax, Legal &<br />

Compliance und IT von Mammut verantwortlich. Mit rund zwei Jahrzehnten Erfahrung in Finanzen<br />

und Digitalisierung ist er aus Sicht der Unternehmensführung der ideale Mann, um das<br />

profitable Wachstum weiter mit zu beschleunigen. Merz war zuletzt als CFO und Mitglied der<br />

Geschäftsführung der Luqom Group tätig und stellte zuvor seine Kompetenzen in den Feldern<br />

Finanzen und Digitalisierung bereits in Führungspositionen im Finanzbereich bei ProSiebenSat.1<br />

Media SE und als Unternehmensberater bei Roland Berger und Oliver Wyman unter Beweis. Merz<br />

sagt. „Ich fühle mich geehrt, künftig als Teil von Mammut zum Erfolg dieser ikonischen Marke<br />

beizutragen.“ Mammut-CEO Heiko Schäfer freut sich, „Oliver in unserem Team begrüßen zu dürfen.<br />

Seine Finanzexpertise kombiniert mit einem ,Growth Mindset‘ machen ihn zur perfekten<br />

Ergänzung für unser Team, mit dem wir profitabel wachsen, global expandieren und unsere Position<br />

als führende Bergsportmarke stärken werden.“ www.mammut.com<br />

Ledlenser: Timo Winter (Foto) ist neuer VP Sales Central & East Europe beim Solinger Unternehmen,<br />

einer der führenden Hersteller von portablen LED-Lichtprodukten. Diese Position wurde neu<br />

geschaffen, um den Vertrieb in der DACH-Region sowie in Polen und ganz Osteuropa auf eine neue<br />

Ebene zu heben. Winter soll mit seinem 22-köpfigen Team die Strategie schärfen, Umsätze, Märkte<br />

und den Kundenstamm weiterentwickeln und die Markt-Position von Ledlenser ausbauen. Er hat<br />

die Internationalisierung und Digitalisierung bei diversen Unternehmen begleitet. So war er als<br />

Gesamtvertriebsleiter bei Lukas Erzett etwa für den Um- und Ausbau der Vertriebsabteilung in eine<br />

proaktive und moderne Vertriebseinheit verantwortlich und hat beispielsweise in den USA und<br />

China Vertriebsgesellschaften aufgebaut und geleitet. Auch war er bei der Rothenberger-Gruppe,<br />

der Gedore-Gruppe sowie bei Hudora für die Neuausrichtung des weltweiten Vertriebs im Multi-<br />

Channel-Absatz verantwortlich. „Timo Winter ist mit seiner langjährigen Erfahrung und seinem<br />

Know-how eine Bereicherung für unser internationales Sales-Team und wird neue Impulse setzen. Wir versprechen uns eine noch<br />

zielgerichtetere Betreuung unserer heterogenen Vertriebskanäle im Bereich der professionellen Abnehmer sowie im Bereich Lifestyle<br />

und Outdoor“, erklärt CEO Michael Reuter. Timo Winter freut sich auf die Herausforderung: „Mich motiviert es, Unternehmen<br />

und Vertriebsorganisationen auszubauen, zu modernisieren und das Team als Leader im Markt aktiv zu begleiten. Mein Ziel ist es,<br />

gemeinsam zukunftsorientierte Strategien aus dem Markt, mit dem Markt und für den Markt zu entwickeln und umzusetzen –<br />

und so die Führungsposition von Ledlenser zu festigen.“ www.ledlenser.com<br />

Schöffel: Das traditionsreiche Outdoor- und Sportbekleiungsunternehmen aus Schwabmünchen<br />

hat die Organisationsstruktur im Produktbereich verändert. Die Führungsrollen<br />

wurden in die Bereiche Produkt und Innovation unterteilt. Gesa van den Kerkhoff (Foto) übernimmt<br />

die Bereichsleitung Produkt, Peter Sontheimer (Foto) die Bereichsleitung Innovation.<br />

Van den Kerkhoff, zuletzt als Leitung Materials tätig, verantwortet in ihrer neuen Funktion<br />

den Sortimentsentwicklungsprozess. Sie wird damit das Schöffel-Produktportfolio in Zusammenarbeit<br />

mit den angrenzenden Bereichen in den Markt bringen. Mit neun Jahren Betriebszugehörigkeit<br />

bringt sie für die Führung und Entwicklung der Teams Materials, Design, Technical<br />

Development und dem Produkt-Management nicht nur fachliches Know-how, sondern<br />

auch die Nähe zum Umsetzungsteam mit. Sontheimer, bisher Leitung Produkt, wird in seiner neuen Rolle als Bereichsleitung<br />

Innovation die Verantwortung für die Entwicklung von Produkten übernehmen, die einen kundenorientierten Mehrwert<br />

schaffen und das Outdoor-Unternehmen vom Wettbewerb differenzieren sollen. Mit rund fünf Jahren Betriebszugehörigkeit<br />

und jahrelanger Branchenerfahrung ist er die optimale Besetzung für diese Position, da er für die Gestaltung des Bereichs<br />

umfassende Kenntnisse über das Unternehmen und Erfahrung im Produktbereich mitbringt. www.schoeffel.com<br />

Fotos:PR<br />

Otto Group: Benjamin Otto (Foto) übernimmt ab 1. März 2026 von seinem Vater Prof. Dr.<br />

Michael Otto die Führung beim Hamburger Handels- und Dienstleistungsunternehmen.<br />

Der 48-Jährige wird dann Vorsitzender des Stiftungs- und Gesellschafterrats und hat damit<br />

die Kontrolle im Unternehmen inne – mit Alexander Birken (59) an seiner Seite, der bereits<br />

2025 an die Spitze des Aufsichtsrats wechselt. Neue Vorstandsvorsitzende der Otto Group<br />

wird im kommenden Frühjahr Petra Scharner-Wolff (52), neue Finanz- und Personalchefin<br />

die 48-jährige Katy Roewer. Benjamin Otto ist Mitbegründer der börsennotierten Konzerngesellschaft<br />

About You und zurzeit noch stellvertretender Vorsitzender des Stiftungsrats<br />

und des Gesellschafterrats sowie Mitglied des Aufsichtsrats der Otto Group. Prof. Dr.<br />

Michael Otto ist seit 1971 verantwortlich im Unternehmen tätig und hat den einstigen Otto-Versand zu einer international<br />

erfolgreichen digitalen Handels- und Dienstleistungsgruppe geformt. Im vergangenen Jahr 80 geworden, gibt der vielfach<br />

ausgezeichnete Unternehmer die Verantwortung für die Gruppe an die jüngere Generation ab, um sich selbst verstärkt seinen<br />

vielfältigen Stiftungsaktivitäten zu widmen. www.ottogroup.com<br />

72 <strong>04</strong>/<strong>2024</strong> www.outdoormarkt.com


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DIE OUTDOOR-<br />

TRENDS <strong>2024</strong>!<br />

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Simone Mayer aus der Geschäftsleitung<br />

von Maier Sports im Gespräch über das<br />

Projekt Kreislaufwirtschaft. >> Seite 32<br />

Viele Outdoor-Marken feiern 2023 große<br />

Jubiläen: Deuter, Löffler, Leki … Ein Blick<br />

auf ihre Firmenhistorie. >> Seiten 26–30, 36–41<br />

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Jahrgang 17 | Ausgabe 10 | Dezember 2023 | 4,00 Euro<br />

www.outdoormarkt.com Sportartikelzeitung für Industrie und Handel<br />

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>> Lager und Shops quellen über vor Ware. Wie gehen Hersteller und Händler<br />

damit um? outdoor.markt hat sich in der Branche umgehört. >> ab Seite 6<br />

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Outdoor-Branche selbst im Fokus:<br />

Welche Marken und Produkte<br />

sind der Renner?<br />

Was gibt es an Produktneuheiten?<br />

Was planen die Branchenriesen<br />

in den kommenden Jahren?<br />

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PEOPLE<br />

Fotos: PR<br />

Lowa: Seit 1. April <strong>2024</strong> ist Klaus<br />

Flock (56, Foto rechts) neuer Chief<br />

Financial Officer (CFO) des bayrischen<br />

Traditionsschusters und damit<br />

neben Geschäftsführer Alexander<br />

Nicolai und dem internationalen Vertriebsleiter<br />

Matthias Wanner Teil der<br />

Geschäftsleitung. Der bisherige kaufmännische<br />

Leiter Rudi Limmer (links) verabschiedet sich nach fast 23 Jahren<br />

im Unternehmen zum 31. Juli <strong>2024</strong> in den Ruhestand. Flock war zuletzt<br />

als CFO bei Ecco und Adidas in den USA tätig. In seiner neuen Rolle als Teil<br />

der Geschäftsleitung soll der begeisterte Outdoor-Sportler dazu beitragen,<br />

die finanziellen Ziele des Unternehmens zu erreichen und dessen weiteres<br />

Wachstum sicherzustellen. www.lowa.de<br />

Equip: Die Equip Deutschland<br />

GmbH – zuständig für den Vertrieb<br />

der britischen Outdoor-Marken Rab<br />

und Lowe Alpine – verstärkt ihr<br />

Außendienstteam um zwei erfahrene<br />

Branchenexperten. Jens Kreutzmann<br />

(Foto) ist ab sofort für Equip in der<br />

Region Südwestdeutschland unterwegs<br />

und betreut seine Kunden vom<br />

Equip-Showroom in den Häusern der Konfektion Sindelfingen aus. Martina<br />

Tscharntke (Foto) deckt das Gebiet Nordbayern/Sachsen/Thьringen ab<br />

und nutzt dafür den Equip-Showroom im MOC Ordercenter in München.<br />

Kreutzmann hat nach seiner Ausbildung im Sporteinzelhandel verschiedene<br />

Positionen (Flächenleitung, Einkauf, Filialleiter) in der Sportbranche<br />

bekleidet und genießt in seiner Freizeit ausgedehnte Wanderungen in der<br />

Natur. Tscharntke arbeitet bereits seit über zehn Jahren als Handelsvertreterin<br />

für verschiedene Marken in der Mode- und Outdoor-Branche. In ihrer<br />

Freizeit reist die begeisterte Kletterin leidenschaftlich gerne, am liebsten<br />

mit ihrem Van. Die neuen Teammitglieder berichten an Robert Saal, Sales<br />

Manager Deutschland bei Equip. Saal wird auch weiterhin seine bestehenden<br />

Kunden in Bayern betreuen. www.equipuk.com<br />

Primus-Silva: Jonas Sjögren (Foto)<br />

ist neuer CEO von Primus-Silva, dem<br />

schwedischen Unternehmen für Outdoor-Equipment.<br />

Er folgt am 8. April auf<br />

Richard Jägrud, der nach sieben Jahren<br />

in der Leitungsfunktion das Unternehmen<br />

verlässt. Sjögren, geboren 1974, hat<br />

bis zum Herbst 2023 sieben Jahre als CEO die Geschäfte bei POC Sports<br />

geführt und davor als CEO des schwedischen Medienunternehmens<br />

Kanal 5/Discovery Networks gearbeitet. hrige Erfahrung in der Branche<br />

auf Handelsseite mit. Silva hatte Primus 2022 von Fenix Outdoor übernommen.<br />

Beide Marken besitzen eine Historie von über 100 Jahren und<br />

werden in mehr als 60 Ländern verkauft. https://silvasweden.com/de)<br />

Hanwag: Anton Pertl (Foto) ist beim bayerischen<br />

Schuhhersteller seit 1. März als Regional<br />

Sales Manager für den Außendienst Südbayern<br />

zuständig. Der gebürtiger Rosenheimer<br />

übernimmt die ehemalige Position von Manuel<br />

Jäckle, der bereits im November 2023 zum<br />

Sales Manager Deutschland ernannt wurde.<br />

Pertl verfügt über umfassende Erfahrung aus<br />

vorherigen Vertriebstätigkeiten in der Bikeund<br />

Sportartikelindustrie. Er wird an Jäckle<br />

berichten und aus dem Showroom im MOC<br />

München arbeiten. www.hanwag.com<br />

GESCHÄFTSFÜHRUNG<br />

Alexandra Jahr<br />

CHEFREDAKTEUR<br />

Wilfried Spürck<br />

REDAKTION<br />

Tobias Deppner (CvD),<br />

Ralf Stefan Beppler,<br />

Christian Bonk<br />

GESTALTUNG<br />

Redaktionsbüro<br />

Wipperfürth GmbH<br />

PRODUKTIONSMANAGEMENT<br />

Ilja Badekow, Sybille Hagen,<br />

Andreas Meyer<br />

VERTRIEB<br />

Vertrieb Einzelverkauf:<br />

DMV Der Medienvertrieb GmbH<br />

& Co. KG, Meßberg 1,<br />

20086 Hamburg<br />

www.dermedienvertrieb.de<br />

Vertrieb Abonnement:<br />

DPV Deutscher Pressevertrieb<br />

GmbH, Postfach 57 <strong>04</strong> 02,<br />

22773 Hamburg<br />

www.dpv.de<br />

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ISSN 1865-1216<br />

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