24.05.2024 Aufrufe

maxfeldbote-202406

Kirchengemeinde Maxfeld Nürnberg

Kirchengemeinde Maxfeld Nürnberg

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Sie wollen auch ein ePaper? Erhöhen Sie die Reichweite Ihrer Titel.

YUMPU macht aus Druck-PDFs automatisch weboptimierte ePaper, die Google liebt.

Kirchengemeinde Reformations-Gedächtnis-Kirche

Maxfeldbote Juni und Juli 2024


2 Sich fallen lassen ...

Sich fallen lassen - ganz unbeschwert

Er strahlt und lächelt, während er fällt.

Ganz unbeschwert setzt der Junge

darauf, dass sein Papa ihn gleich mit

seinen starken Armen auffangen wird.

Sein Vertrauen ist groß. Das sieht

man auf dem Foto der Titelseite sofort

und das ist schön. Ein Zeichen guter

Erfahrungen.

Leider gibt es auch andere. Der

Schriftsteller Franz Kafka, dessen Todestag

sich am 3. Juni zum hundertsten

Mal jährt, erzählt davon. Zeitlebens

hat er mit sich und seinem Verhältnis

zum Vater gerungen. In seinem

Brief an den Vater schildert er

ein einschneidendes Erlebnis aus seiner

Kindheit: „Ich winselte einmal in

der Nacht immerfort um Wasser, gewiss

nicht aus Durst, sondern wahrscheinlich

teils um zu ärgern, teils um

mich zu unterhalten. Nachdem einige

starke Drohungen nicht geholfen hatten,

nahmst Du mich aus dem Bett,

trugst mich auf die Pawlatsche (offener

Hauseingang) und ließest mich

dort allein vor der geschlossenen Tür

ein Weilchen im Hemd stehen. Ich will

nicht sagen, dass das unrichtig war,

vielleicht war damals die Nachtruhe

auf andere Weise wirklich nicht zu

verschaffen, ich will aber damit Deine

Erziehungsmittel und ihre Wirkung auf

mich charakterisieren. Ich war damals

nachher wohl schon folgsam, aber ich

hatte einen inneren Schaden davon.

Das für mich Selbstverständliche des

sinnlosen Um-Wasserbittens und das

außerordentlich Schreckliche des Hinausgetragenwerdens

konnte ich

meiner Natur nach niemals in die richtige

Verbindung bringen.

Noch nach Jahren litt ich unter der

quälenden Vorstellung, dass der riesige

Mann, mein Vater, die letzte Instanz

fast ohne Grund kommen und

mich in der Nacht aus dem Bett auf

die Pawlatsche tragen konnte und

dass ich also ein solches Nichts für

ihn war.“

Schon in diesem kurzen Ausschnitt

aus dem Brief erahnt man, wie verletzend

solche Erfahrungen für Kafka

waren und wie nachhaltig sie ihre Furchen

bis ins Erwachsenenalter hinein

zogen. Zeitlebens ging es Kafka um

die Klärung der Vater-Sohn-Beziehung,

bei der ein beherrschendes

Thema die Machtverhältnisse waren.

Immer hatte er die Ohnmacht vor Augen,

die er damals in der Nacht als

kleiner Junge erlebte. Immer empfand

er die Übermacht des Vaters, der er

sich hilflos ausgeliefert fühlte und die

keine Widerrede duldete. Den Vater

offen zu kritisieren, wagte er nicht.

Auch schickte er den Brief, der in seiner

Handschrift hundertfünf Seiten

dick war, nie ab. Den Adressaten erreichte

dieser Riesenbrief nie. Seltsam.

Offenbar war das Vertrauen zwischen

beiden so sehr gestört.

Mich erschreckt, wie nachhaltig sich

Kafkas negative Kindheitserfahrungen

auswirkten. Denn als Vater oder Mutter

macht man hin und wieder auch

mal etwas falsch, was man manchmal

erst im Nachhinein erkennt.

Ich hoffe doch sehr, dass es später

noch die Möglichkeit gibt, daran zu

arbeiten. Bei Kafka schien es, keine

Möglichkeit gegeben zu haben.

- Bitte lesen Sie weiter auf Seite 4 -


Die dritte Seite 3

Liebe Leserinnen und Leser,

Sommer wirds ... also laden wir

Sie herzlich ein zu Gottesdiensten

im Freien (hoffentlich

bei allerschönstem Wetter): Am

Sonntag, 7. Juli, im Rahmen des

Gemeindesfestes rund um unsere

Kirche und am Sonntag, 9.

Juni, zu einem ökumenischen

Gottesdienst am Wöhrder See.

Auch Kirche Kunterbunt für Familien

zieht es im Juni und ihm Juli

hinaus in die Natur.

Auf den folgenden Seiten blicken

wir zurück auf bereits Vergangenes

und weisen hin und laden

ein zu dem ein oder anderen

demnächst anstehenden Termin

und hoffen dabei, dass für Alle

das Passende dabei ist.

Herzliche Grüße aus dem

Pfarramt, Jutta Meier

In dieser Ausgabe lesen Sie:

Rückblicke

Konfi-Gruppenbild 5

Sonntagsgottesdienst in der Krise 7

Baumpflanzaktion im Kindergarten

Mörlgasse 10

Rückblicke in Bildern 14

Maxfeld aktuell

Gottesdienst am Wöhrder See 4

Gemeindefest am 7. Juli 5

Taizé-Projekt: Wer macht mit? 6

Orgelkonzerte am 9. Juni und am

28. Juli 6

Abschied und Neuanfang im

Kinderhaus Schatzkiste 11

Kirche kunterbunt am 23. Juni

und am 14. Juli 12

Familienfreizeit in Bad Windsheim 13

Gottesdienste in den Altenheimen 18

Kaffee und Mehr, neue Termine 18

Kirchenvorstandswahl 2024 19

Predigt

zum Pfingstfest, gehalten von

Prädikant Dieter Prechtel 21

Rubriken

Freud und Leid

Wir treffen uns

Dienste in der Gemeinde

20

31

32

Titelbild: © PantherMedia / altanaka


4 Sich fallen lassen ... / Gottesdienst im Grünen

- Fortsetzung von Seite 2 -

Er konnte die Sache nicht offen und

ohne Furcht mit seinem Vater klären -

einerseits, weil sein Selbstwertgefühl

unter den Erfahrungen so sehr gelitten

hatte und er sich offenbar nicht

traute, andererseits, weil er das Temperament

und den Jähzorn seines Vaters

kannte. Wären beide Seiten bereit

gewesen, sich einmal zuzuhören,

hätte sich manches im Leben Kafkas

vielleicht anders entwickelt.

Jedenfalls macht die Erfahrung Kafkas

deutlich, dass nicht jeder ein positives

Vaterbilder hat. Wenn wir in unsern

Gottesdiensten das Vaterunser

beten, dann schwingen da also ganz

unterschiedliche Gefühle mit. In dem

zentralen Gebet der Christenheit begegnet

uns aber auch das Vaterbild

Jesu:

Der hat mit Gott geredet wie ein Kind

mit seinem Vater. Wenn man das

Gebet durchgeht, dann spürt man

etwas von der vertrauensvollen Zuwendung

beider. Da ist die Zuversicht,

dass der Vater das Kind nicht

im Stich lassen wird, wenn es hungert.

Und es geht ums Vorbildsein

des Vaters: Wie er vergibt, so wird

auch das Kind es tun. Ich entdecke

aber auch etwas von Ehrerbietung

und Gehorsam. Im ersten Moment

irritiert mich das, denn Gehorsam

klingt nach vorgestern. Gerade das ist

aber ein ungeheures Lebenskorrektiv

für uns. Wenn wir danach fragen, was

Gott will, stellt es unsere Wünsche

und Wege auch mal in Frage und wir

beginnen darum zu ringen, was der

richtige Weg für uns ist. All das geschieht

aber nicht in so einer aufgeladenen

Atmosphäre wie bei Kafka,

sondern da gibt es ein tiefes Vertrauen

wie bei dem Foto. Und Jesus hofft,

dass wir uns ebenso entspannt in

Gottes Vaterhände fallen lassen.

Gottfried Kaeppel

Willkommen!

Ökumenischer Gottesdienst im

Grünen am 9. Juni um 10.00 Uhr am

Nordufer Wöhrder See beim Sandstrand,

nahe dem Café

Willkommen heißen wir sie alle. Gemeinsam

mit der methodistischen

Zionskirchengemeinde, der altkatholischen

Gemeinde aus der Landauerkapelle,

der römisch-katholischen Gemeinde

St. Josef und den evangelisch-lutherischen

Kirchengemeinden

St. Bartholomäus, Reformations-Gedächtnis-Kirche

und St. Jobst wollen

wir auf einer mitgebrachten Picknickdecke

oder einer Bierbank Platz finden,

miteinander singen, beten, gemeinsam

Gottesdienst feiern und

über das Willkommen nachdenken.

Seien Sie dabei und herzlich willkommen!

Bei schlechtem Wetter findet der

Gottesdienst in der St. Bartholomäuskirche

in Wöhrd statt.

Herzliche Einladung an alle!


Gemeindefest / Konfirmation 2024 5

Gemeindefest 2024

Herzliche Einladung

zum Gemeindefest

rund um die

Reformations-Gedächtnis-Kirche

am Berliner Platz

am Sonntag, 7. Juli

mitwirken werden

der Posaunenchor, die Band , der

Sanjola-Chor und der Kinderchor

Beginn ist um 11.00 Uhr mit einem

Gottesdienst vor dem Kinderportal

unserer Kirche.

Im Gottesdienst verabschieden wir

Paul Wilke, der das Kinderhaus

Schatzkiste verlässt. Eingeführt als

neue Leitung der Schatzkiste wird

Katharina Röder (siehe auch Seiten

11 und 12).

Im Anschluss an den Gottesdienst

wird gegrillt, es gibt auch Kaffee und

Kuchen und dazu ein Kinderprogramm

mit Hüpfburg außerdem

Turmführungen und Vorstellung der

großen Orgel in der Kirche.

Für das Fest bitten wir Sie um

Kuchen- und Salatspenden.

Vielen Dank dafür schon im Voraus!


6 Musikalisches

Musik in Maxfeld

Herzliche Einladung zu einem

Taizé-Chorprojekt!

Sängerinnen und Sänger mit Erfahrungen

im mehrstimmigen Chorsingen

laden wir sehr herzlich ein zu einem

Taizé-Chorprojekt.

Gemeinsam gestallten wir den Gottesdienst

am Sonntag, 21. Juli, um

9.30 Uhr in der Reformations-Gedächtnis-Kirche.

Die Proben dazu finden statt am

Dienstag, 9.7. und Dienstag, 16.7.

jeweils um 19.00 Uhr im Luthersaal

des Gemeindehauses Maxfeld (Berliner

Platz 20, 1. Stock).

Sonntag,

9. Juni, 17.00 Uhr

Orgelkonzert

Musik für große und kleine Orgel von

Johann Gottfried Walther, Jan Pieters

Sweelinck, Johann Sebastian Bach,

Felix Mendelssohn-Bartholdy u.a.

KMD Thomas Schumann spielt auf

der großen Orgel und auf einer

Truhenorgel

mit historischer Stimmung

Eintritt frei! Spenden am Ausgang für

die Kirchenmusik.

Interessierte melden sich bitte bis 2.

Juli an bei KMD Thomas Schumann

unter Tel. 0173 3607919 oder Mail:

dkthomasschumann@arcor.de

Sonntag, 28. Juli,

17.00 Uhr

Orgelkonzert

mit Werken von Johann Sebastian

Bach, Sigfrid Karg-Elert und Max

Reger

An der Orgel: Carlos Olvera López /

Nürnberg

Eintritt frei! Spenden am Ausgang für

die Kirchenmusik.


Sonntagsgottesdienst

in der Krise

Der Sonntagsgottesdienst steckt in

der Krise. Wie heftig, das zeigt der

ganzseitige Artikel von der Hildesheimer

Pastorin Hanna Jacobs, die sich

in der Ausgabe vom 8. Mai im Beilageblatt

„Christ & Welt“ der Wochenzeitung

„Die Zeit“ für die Abschaffung

des Gottesdienstes am Sonntag ausspricht

und mit wenigen, aber gut und

professionell durchgestylten Events

ersetzen würde. Sie denkt etwa an

eine biblische Weinprobe in der Kirche

ergänzt um einen Jazz-Gottesdienst,

an einen Schlager-Gottsdienst

oder einen feministisch-theologischen

Lesekreis… Ich finde, dass der Abschied

von einem allsonntäglichen

Gottesdienst der Kirche ein Stück

Identität nehmen und ihr massiv scha

KV-Klausurtag Maxfeld (Foto: Christine Gögelein)

Gottesdienst neu denken 7

den würde. Aber ihre Beobachtung

stimmt, dass es um den Sonntagsgottesdienst

nicht wirklich gut steht. Seit

Jahren schon gehen die Besuchszahlen

zurück und die Kirchenräume werden

viel zu groß für die schrumpfende

Zahl der Feiernden. Diese Tendenz

haben wir nicht nur bei uns in Maxfeld,

sondern überall – in der Stadt

wie auf dem Land. Warum?

Warum gehen Menschen in den Gottesdienst?

Mit dieser Frage beschäftigte

sich deshalb der Kirchenvorstand

unsrer Kirchengemeinde Mitte

April bei einem Klausurtag. Um Antworten

zu finden, lud er den ehemaligen

Leiter des Gottesdienstinstituts

der Evangelisch-Lutherischen Kirche

in Bayern, Dr. Konrad Müller, ein. Seine

Antworten waren vielschichtig.

Zunächst informierte er über die grobe

Entwicklung

der Kirchenmitgliedszahlen

und

machte deutlich:

Der Megatrend

der Entkirchlichung

schreitet

schon seit zwei

Jahrhunderten

voran. Mit einem

Blick auf

Gemeinden in

den USA

machte er aber

Mut. Denn dort

gebe es Beispiele,

die zei


8 Gottesdienst neu denken

gen, dass eine Trendumkehr möglich

sei. In jenen Gemeinden spielte folgender

Grundsatz eine Rolle: Belonging

before believing – Zugehörigkeit

vor Glauben. Menschen erfahren

Gemeinschaft, spüren eine Zugehörigkeit,

werden wertgeschätzt, engagieren

sich vielleicht hier und dort

und wachsen so schrittweise in die

Kirche hinein. Das heißt: Vor dem Ruf

zum Gottesdienst gilt es, Kontakt aufzunehmen

und Gemeinschaft zu fördern.

Und jeder der an der Gemeinschaft

partizipiert hat sein eigenes Bedürfnis

nach Selbstsorge, was letztlich zu verschiedenen

Formen von Gottesdiensten

führt.

Der eine mag es stiller, der andere

braucht was Aktives, mehr Beteiligung.

Manche brauchen für sich die

Auseinandersetzung mit tiefgehenden

Gedanken, andere schätzen tolle fetzige

Musik, die einen abschalten

lässt. Während die einen zu viele

schwierige Texte stören und gerne alles

verstehen möchten, schätzen andere

bedeutungsoffene Gottesdienstgestaltungen.

Wir Menschen sind

eben vielfältig und bunt. So wird klar:

Den einen Gottesdienst, der alle Bedürfnisse

auf einmal erfüllt, gibt es

nicht. Eigentlich wäre es auch ziemlich

langweilig, wenn es anders wäre.

Was heißt das jetzt für uns? Es erklärt,

warum nicht alle vom üblichen Sonntagsgottesdienst

begeistert sind, den

wir in der Form mit Liturgie, Orgelmusik,

Predigt und eher klassischen

Liedern feiern. Manche schätzen ihn,

andere nicht. Aber es ist nicht zu verachten,

dass es noch eine treue

Schar gibt, die diesen Gottesdienst

besucht.

Im weiteren Verlauf des Tages führte

dann der Referent in die Tiefenstruktur

des üblichen Sonntagsgottesdienstes

ein, was alle sehr interessant

fanden. Er entfaltete, dass der christliche

Gottesdienst von Anfang an,

also schon im frühen Christentum,

traditionsorientiert war. Denn die Jüngerinnen

und Jünger haben am Jerusalemer

Tempelkult teilgenommen

und bei den frühen Gottesdiensten

entdeckt man in den Lesungen,

Psalmgebeten, Auslegungen und

dem Segen jüdische Wurzeln. Es habe

aber auch von Anfang ein christliches

Profil gegeben: Das Abendmahl

und die Christusverkündigung.

Er hob den Aspekt heraus, dass

Jesus mit dem Abendmahl vor allem

ein Ritual hinterlassen habe. Ab dem

vierten Jahrhundert begann dann die

Gottesdienstordnung zu wachsen. So

entwickelte sich eine Form mit Abendmahlsfeier,

Psalm, Kyrie, Gloria, erst

noch einige Jahrhunderte später

kommen das Sündenbekenntnis und

Glaubensbekenntnis hinzu.

Welchen Sinn hat die Gottesdienstordnung,

die wir heute haben? Schritt

für Schritt zeigte er auf, dass die einzelnen

Elemente folgende Aspekte

verdeutlichen: Hab keine Angst, wir

gehören zu Gottes Bund, Gott ist gegenwärtig.


Gottesdienst neu denken 9

Der Grundgedanke der Evangeliumslesung

sei, dass Christus selbst zu

uns spreche, und wir ihm im Abendmahl

dann begegnen und nahe sind.

Mit dem Abendmahl verbinden sich

auch diakonische Aspekte wie etwa

das Teilen, aber auch die Krankenund

Armenfürsorge.

In der anschließenden Feedbackrunde

wurde deutlich, dass vor allem der

Gedanke zur Gemeinschaft auf große

Ressonanz traf und dass wir alle unterschiedliche

Bedürfnisse haben, die

nicht so leicht zusammenzubringen

sind. Vielleicht liegt aber gerade hier

auch die Chance der Vernetzung unter

unsren fünf Kirchengemeinden in

der Sub-Region des Prodekanats

Nürnberg-Nord. Unser gemeinsamer

Gottesdienstplan hat das Potential,

um unterschiedliche Profile auszuprägen

und verschiedene Bedürfnisse zu

stillen. Zur Zeit haben wir vormittags

alle unsre üblichen Gottesdienstformen.

die ehrenamtlichen und hauptamtlichen

Gottesdienstgestalterinnen und

-gestalter unsrer fünf Kirchengemeinden

in den letzten Wochen ausgewertet

haben, zeigte, dass die Vormittagsgottesdienste

unumstritten sind.

Besser müssen wir mit der Kommunikation

der verschiedenen Gottesdienstzeiten

werden. Man sprach sich

dafür aus, die Abendgottesdienste mit

einer eigenen festen Form stärker zu

profilieren, um andere Zielgruppen zu

erreichen. Das Profil soll zur Kirchengemeinde

und dem Kirchenraum passen.

Hierzu werden sich in den verschiedenen

Gemeinden Teams bilden,

die miteinander was Passendes

erarbeiten. Startpunkt für diese neue

Form des Abendgottesdienstes soll

der Beginn des neuen Kirchenjahres

sein. Wir sind gespannt, welches

Profil wir für uns finden werden und

wie es angenommen wird.

Gottfried Kaeppel

Die gemeinsame Evaluation der Gottesdienstumfrage

der Sub-Region, die

Gottesdienstevaluationstreffen Subregion (Foto: Gottfried Kaeppel)


10 Kindergarten Mörlgasse

Vom Hoffnungsäen

und Bäumepflanzen

Das Wetter war wie gemacht für diesen

Tag, dem Baumpflanztag im Kindergarten

Mörlgasse.

Die Kinder gruben mit vollem Einsatz

ein Loch für den Apfelbaum, den die

Baumschule Andreas Geiger aus

Hersbruck gespendet hat. Unterstützt

wurden sie vom Förster Michael

Ludwig, der extra aus dem Nürnberger

Land gekommen war, und sich

mit sichtlicher Freude ans Werk

machte. Der Baum musste hineingehoben,

ausgerichtet und festgehalten

werden, bevor wieder die Erde zurückgeschaufelt

wurde. Anschließend

wurde noch zwei wirklich lange Pfähle

zur Baumstabilisierung eingeschlagen,

wo Holger, einer der Erzieher,

seinen Wumms unter Beweis stellen

konnte. Zu guter Letzt gossen die Kinder

noch eifrig den Baum, denn das

Wurzelwerk braucht jetzt viel Wasser.

Pfarrer Kaeppel begleitete die Aktion

mit einer kleinen Andacht und schlug

den Bogen zum Nürnberger Kirchentag

mit dem Motto: Hoffnung säen.

Das geschieht am besten mit Taten.

Der Baum ist da schon ein guter Anfang,

klein - aber immerhin treibt das

Bäumchen inzwischen schon kleine

grüne Blätter aus und wird den Kindern

irgendwann Schatten und Äpfel

spenden.

Die Idee zur Baumpflanzaktion entstand

bei der Vorbereitung des Kirchentagsstands

der beiden Kirchengemeinden

Reformations-Gedächtnis-

Kirche und St. Bartholomäus.

Nochmals ein herzliches Dankeschön

an die Baumschule Andreas Geiger

für den Baum und die Gartenbaumschule

Geiger GmbH für Pfähle und

Schnur, beide Hersbruck

Gottfried Kaeppel

Von rechts nach links: Förster Michael Ludwig, KiTa-Leitung

Heidi Dotterweich, Pfarrer Kaeppel mit Kirchentagsschal


Kinderhaus Schatzkiste 11

Abschied und

Neuanfang

Leitungswechsel im

Kinderhaus Schatzkiste

Liebe Maxfeld Gemeinde,

nach über zwölf sehr ereignisreichen

Jahren ist für mich am 31. Juli

Schluss. Meine Partnerin und ich werden

Nürnberg verlassen und nach

Plauen ins Vogtland ziehen.

Damit endet für mich eine wunderschöne

Reise hier im Kinderhaus

Schatzkiste. In den Jahren 2013 bis

2018 habe ich als Gruppenleitung in

der Sonnengruppe gearbeitet. Seit

dem Januar 2019 bis nun zum Juli

2024 war es mir eine Ehre, dieses

Haus als Gesamtleitung zu führen. Ich

bin in den vielen Jahren so vielen

großartigen Menschen begegnet und

möchte mich bei allen, die mich kennen,

nun zum Schluss bedanken:

Danke: an alle Familien für Ihr Vertrauen

in unsere pädagogische Arbeit.

Danke: für viele inspirierende Gespräche.

Danke: an das gesamte Pfarramt für

eine sehr gute Zusammenarbeit und

einen konstruktiven Austausch.

Danke: für viele lachende Momente.

Danke: für emotionale und nachdenkliche

Momente.

Danke: für Zusammenhalt, Gemeinschaft

und Loyalität.

Danke: dass ich Teil ihrer Gemeinde

sein durfte.

Danke für alles! Ich werde die

Schatzkiste und die Zeit in der Maxfeld

Gemeinde immer in meinem Herzen

tragen.

Gesegnete Grüße, Ihr

Paul Wilke

Liebe Gemeinde,

mit großer Freude darf ich mich heute

bei Ihnen vorstellen! Mein Name ist

Katharina Röder, ich bin ab dem 1.

August die neue Leitung des Kinderhauses

Schatzkiste.

Im Norden Nürnbergs geboren habe

ich Sozialpädagogik an der evangelischen

Hochschule Nürnberg studiert.

Danach habe ich zunächst mit Menschen

verschiedenen Alters in der offenen

Behindertenarbeit gearbeitet,

um dann einige Jahre im Bereich der

Jugendarbeit tätig zu sein.

Seit Februar 2014 arbeite ich im Kinderhaus

Schatzkiste, zunächst als

Gruppenleitung der Integrativgruppe,

seit Januar 2019 zusätzlich als stellvertretende

Leitung.


12 Kinderhaus Schatzkiste / Kirche für Familien

Besonders gut an diesem Arbeitsfeld

gefällt mir die große Vielfalt der Menschen,

mit denen ich interagieren

darf. Wir haben in unserem Kinderhaus

verschiedene Konfessionen, Nationalitäten

und Familienmodelle.

Den Kindern einen sicheren Ort zu

bieten, an dem sie sich entfalten und

wachsen können, ist ein großes Privileg

und täglicher Ansporn.

Wenn ich nicht im Kinderhaus bin,

verbringe ich gerne Zeit mit Familie

und Freunden, mache Sport und lese.

Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit

mit der Gemeinde bei Festen

oder Gottesdiensten. Bei Fragen

steht meine Tür jederzeit offen.

Herzlichst

Katharina Röder

Kirche Kunterbunt

Herzliche Einladung an

Familien mit Kindern

Am Sonntag, 23. Juni, um 11.00 Uhr

in Maxfeld mit Picknick

Treffpunkt: am Gemeindehaus Maxfeld,

Berliner Platz 20.

Bitte mitbringen: eigene Verpflegung,

Trinkflasche, Picknickdecke. Die Kirchengemeinde

stellt aber auch eine

Kleinigkeit an Verpflegung zur Verfügung.

am Sonntag, 14. Juli, um 10.00 Uhr

in Wöhrd draußen

Startpunkt wird noch in Whats-App

bekanntgegeben, nähere Infos dazu

siehe QR-Code

Im Rahmen des Gottesdienstes

beim Gemeindefest am Sonntag, 7.

Juli, um 11.00 Uhr vor dem Kinderportal

unserer Kirche führen wir

Katharina Röder ein in ihre zukünftige

Aufabe. Gleichzeitig verabschieden

wir uns von Paul Wilke.


Kirche für Familien 13


14 Rückblicke

Osternacht 2024

Familiengottesdienst am 5. Mai mit

Band, Flötengruppe von Maria

Schmidauer und Kinderchor

Foto: Rosalinde Wittkopf

Vormittagsgottesdienst am Ostersonntag

(Fotos: Kaeppel)

Die Band

Simone Spaeth und Thomas Schumann

Flötenmusik zu Beginn

Der Taizé-Chor

Simone Spaeth und Thomas Schumann

Der Kinderchor singt gute Laune Hit ...


Rückblicke 15

Ökumenischer Gottesdienst am

Himmelfahrtstag im Stadtpark

(Fotos: Christian Bauer)

Viele Gäste groß und klein sind gekommen

Günter Pöllot stellt

die Akustikanlage

auf

Posaunenchöre von Maxfeld, St.

Matthäus und St. Jobst unter der

Leitung von Simone Spaeth

Alle warten gespannt auf den Anfang

Sanjolachor singt

Pfarrer Wagner, Vikar Friedrich und die

Ministranten von St. Martin animieren die

Gemeinde zum Mitmachen


16 Rückblicke

Es gibt viel zu tun, bevor die Besucher kommen.

Dankeschön den fleißigen Helfern!

Der "Chef der Bratwurstbrötchen". Vielen

Dank an die Küche der Schwesternschaft

des Bayerischen Roten Kreuzes!!!

Bewirtung auf der Kirchenwiese

Der Kantatengottesdienst am 28.

April wurde vom Frankenfernsehen

aufgezeichnet. Einfach unten den

QR-Code scannen, um ihn anzusehen.

Auch im Gemeindehaushof wird Essen

angeboten


Rückblicke 17

Konzert mit dem Posaunenquartett

"4Bones4Fun" am 12. Mai

(Fotos: Gottfried Kaeppel)

Jazzsängerin: Antonia Dikhoff

KMD Thomas Schumann begrüßt

die Gäste und die Musikerinnen und

Musiker

Der satte tiefe Sound des weißen Sousaphones

war eine Überraschung

"4Bones4fun", das Werbefoto der Band

"4Bones4Fun" musiziert ...


18 Seniorenarbeit

Gottesdienste in den

Altenheimen

gehalten von Pfarrerin Dietel

"max am Stadtpark"

18. Juni und 9. Juli

jeweils um 10.30 Uhr

"max am Rennweg"

26. Juni und 3. Juli

jeweils um 10.00 Uhr

Altenheim Hensoltshöhe

13. Juni, 15.30 Uhr

11. Juli, 10.30 Uhr

Herzliche Einladung!

Kaffee und Mehr in

Maxfeld

Herzliche Einladung an alle

Seniorinnen und Senioren der

Maxfeld-Gemeinde!

17.9., Heinrich-Schick-Haus

Lassen Sie sich überraschen!

22.10., Gemeindehaus Maxfeld

Alpenüberquerung mit dem Heißluftballon

(W. Bauer)

19.11., Heinrich-Schick-Haus

„Väter und Söhne“, 1. Samuel 20

(Pfr.i.R. Bammessel)

10.12., Gemeindehaus Maxfeld

Adventliches mit Thomas Schumann

Es erwarten Sie:

Begegnung und Austausch bei Kaffee

und Kuchen

Ein abwechslungsreiches Programm

für Körper, Seele und Geist

Wir freuen uns auf Sie!

Diakonin Antje Keller

und alle Engagierten

Teefon: 95 98 023

Hier die weiteren geplanten Termine

für unsere monatlichen Treffen im

Jahr 2024, immer am Dienstag von

14.30 bis 16.30 Uhr.

18.6., Gemeindehaus Maxfeld

Reiseerlebnisse auf der Ostsee von

Ehepaar Mörgelin

23.7., Gemeindehaus Maxfeld

Sommerliches: u.a. gemeinsames

Singen


Kirchenvorstandswahl 2024 19


20 Freud und Leid

Aus Datenschutzgründen wurde der

Inhalt dieser Seite aus der Online-

Version des Maxfeldboten entfernt.


Predigt 21

Predigt zum

Pfingstfest

gehalten von Prädikant

Dieter Prechtel

am Sonntag, 19. Mai 2024

Die Gnade unseres Herrn Jesus

Christus und die Liebe Gottes und die

Gemeinschaft des heiligen Geistes sei

mit euch allen! Amen!

Die Pfingstgeschichte (Apg 2,1-21),

die wir vorhin hörten, gehört zu meinen

Lieblingsgeschichten aus der Bibel.

Sie ist so lebendig. Da geschieht

so viel. Der Geist Gottes macht aus

einfachen Menschen wunderbare Verkünder

des Wortes Gottes.

Unser heutiger Predigttext, der ebenfalls

Pfingsten zugeordnet ist, ist da

ganz anders. Wer häufiger die Bibel

liest, weiß wie unterschiedlich die Texte

darin sind. Eine junge Frau, die bisher

nie mit dem Christentum in Berührung

kam und erstmals die Bibel las,

sagte zu mir: Darin geht es zu, wie im

Kriminalfilm. Immer wieder Mord und

Totschlag und viele Intrigen. Die Bibel

als Krimi, so hatte ich das noch nie

gesehen.

Mit Krimis beschäftige ich mich ja

ganz gern, aber unser Predigttext ist

noch krasser. Er könnte als Vorlage

für manche Gruselfilme herhalten.

Gruselfilme kann ich eigentlich nicht

leiden, insbesondere mit Untoten. Da

schalte ich sofort aus.

Aber hören sie selbst was im Buch

Hesekiel Kapitel 37 steht. Ich lese die

Verse 1 bis 14:

Des HERRN Hand kam über mich,

und er führte mich hinaus im Geist

des HERRN und stellte mich mitten

auf ein weites Feld; das lag voller Totengebeine.

Und er führte mich überall

hindurch. Und siehe, es lagen sehr

viele Gebeine über das Feld hin, und

siehe, sie waren ganz verdorrt.

Und er sprach zu mir: Du Menschenkind,

meinst du wohl, dass diese Gebeine

wieder lebendig werden? Und

ich sprach: HERR, mein Gott, du

weißt es. Und er sprach zu mir: Weissage

über diese Gebeine und sprich

zu ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, höret

des HERRN Wort! So spricht Gott

der HERR zu diesen Gebeinen: Siehe,

ich will Odem in euch bringen, dass

ihr wieder lebendig werdet. Ich will

euch Sehnen geben und lasse

Fleisch über euch wachsen und überziehe

euch mit Haut und will euch

Odem geben, dass ihr wieder lebendig

werdet; und ihr sollt erfahren,

dass ich der HERR bin. Und ich weissagte,

wie mir befohlen war. Und siehe,

da rauschte es, als ich weissagte,

und siehe, es regte sich und die Gebeine

rückten zusammen, Gebein zu

Gebein. Und ich sah, und siehe, es

wuchsen Sehnen und Fleisch darauf

und sie wurden mit Haut überzogen;

es war aber noch kein Odem in ihnen.

Und er sprach zu mir: Weissage zum

Odem; weissage, du Menschenkind,

und sprich zum Odem: So spricht

Gott der HERR: Odem, komm herzu

von den vier Winden und blase diese

Getöteten an, dass sie wieder lebendig

werden! Und ich weissagte, wie

er mir befohlen hatte.


22 Predigt

Da kam der Odem in sie, und sie

wurden wieder lebendig und stellten

sich auf ihre Füße, ein überaus

großes Heer.

Und er sprach zu mir: Du Menschenkind,

diese Gebeine sind das ganze

Haus Israel. Siehe, jetzt sprechen sie:

Unsere Gebeine sind verdorrt, und unsere

Hoffnung ist verloren, und es ist

aus mit uns. Darum weissage und

sprich zu ihnen: So spricht Gott der

HERR: Siehe, ich will eure Gräber auftun

und hole euch, mein Volk, aus euren

Gräbern herauf und bringe euch

ins Land Israels. Und ihr sollt erfahren,

dass ich der HERR bin, wenn ich

eure Gräber öffne und euch, mein

Volk, aus euren Gräbern heraufhole.

Und ich will meinen Odem in euch geben,

dass ihr wieder leben sollt, und

will euch in euer Land setzen, und ihr

sollt erfahren, dass ich der HERR bin.

Ich rede es und tue es auch, spricht

der HERR.

Soweit die Worte aus der heiligen

Schrift. Herr, segne du dein Wort an

uns allen.

Harter Tobak für Pfingsten! Was will

Gott uns damit sagen? Wenn wir es

als Vorlage zum Gruseln verstehen,

kommen wir nicht weiter. Wir brauchen

einen anderen Zugang zum

Text. Es wird hier offensichtlich ein

Schlachtfeld beschrieben. Die Toten

liegen schon lange hier. Die Sonne

dorrte die Skelette aus. Da ist keine

Spur von Leben mehr drin. Ein hoffnungsloser,

entsetzlicher Anblick!

Hesekiel wird von Gott dort hinaus

geführt. Gott fragt ihn: „Du Menschenkind,

meinst du wohl, dass diese

Gebeine wieder lebendig werden?“

Was für eine Frage! Sind wir

doch einmal ehrlich. Was hätten wir

geantwortet? Vergiss es, die Knochen

sind so kaputt da geht gar nichts

mehr. Aber was antwortet Hesekiel?

„Herr, mein Gott, du weißt es.“ Er

sieht zwar das wüste Feld mit Knochen,

aber er weiß auch, dass er hier

mit dem allmächtigen Gott spricht.

Für ihn ist es zwar unvorstellbar, dass

in diese vertrockneten Knochen

Leben zurückkehrt, aber er ist unsicher,

was Gott hier vorhat. Also

schiebt er den Ball unbeantwortet zurück.

Er schwankt zwischen Zweifel

und Vertrauen. Ich weiß nicht, was

überwiegt, die Skepsis oder die

Spannung was passieren wird.

Auch die Jünger Jesu waren sicherlich

von Zweifeln geplagt bevor das

Wunder an Pfingsten geschah. Ihr

Herr war tot. Er war zwar wieder auferstanden,

aber er war eben nicht

ständig greifbar. Wie sollte es weitergehen.

Jesus gab ihnen den Auftrag:

„Ihr aber sollt in der Stadt bleiben, bis

ihr angetan werdet mit Kraft aus der

Höhe.“ (Luk. 24, 49b) Sie blieben

folglich in Jerusalem und warteten auf

etwas, das sie sich nicht vorstellen

konnten. Bisher hatten sie sich komplett

auf den körperlich anwesenden

Jesus verlassen.

Von Hesekiel und den Jüngern können

wir etwas lernen. Auch wir haben

immer wieder Zweifel. Die Welt erscheint

uns manchmal so gottesfern

und tot. In unseren Zweifeln sollen wir

nicht vor Gott davonlaufen, sondern


Predigt 23

zu ihm kommen. Ihm dem allmächtigen

Gott vertrauen. So macht Leben

Sinn und ein Weg tut sich auf. Nun

kommt ein überraschender Aspekt in

die Geschichte bei Hesekiel. Wir

würden sicherlich erwarten, dass Gott

ein Machtwort spricht und irgendetwas

Wundervolles passiert. Aber er

beauftragt Hesekiel dieses Wort zu

sprechen. Hesekiel ist also nicht nur

Zuschauer eines Spektakels, sondern

er bekommt eine aktive Rolle. Lieber

würden wir doch Gott zuschauen bei

seinem Wunder. Dann wären wir nicht

verantwortlich, wenn es schief geht.

Hesekiel überwindet seine Zweifel

und nimmt den Auftrag Gottes an. Er

verlässt die Zuschauerrolle und

weissagt den Gebeinen. Beim ersten

Versuch entstehen tatsächlich wieder

intakte Körper nur der Odem fehlt. Im

zweiten Anlauf kommt auch dieser

dazu.

An Pfingsten waren die Jünger auch

nicht nur Zuschauer, wie der Geist

Gottes wirkte, sondern sie predigten

und der Geist wirkte durch sie. Sie

hätten sich sicherlich nicht vorstellen

können, dass die Fremden sie verstehen.

Sie konnten sich sicherlich nicht

vorstellen, dass an diesem Tag 3000

Menschen zum Glauben an Jesus

kommen würden. Gott wirkte durch

sie. Es geschah eben ein Wunder

durch sie. Unglaublich, aber es passierte.

Wir sitzen oft da und bitten Gott um

alles Mögliche. Dann sind wir vielleicht

enttäuscht, dass das eine oder

andere nicht eintrifft. Aber haben wir

uns schon einmal überlegt, dass Gott

uns für den einen oder anderen Auftrag

brauchen will, so wie Hesekiel

oder die Jünger an Pfingsten? Dass

er uns zur Erfüllung seiner Pläne gebrauchen

will. Vielleicht ist es nur ein

kleiner Beitrag, den Gott wundersam

vermehren will. Da arbeitet einer bei

der Tafel mit, gibt Lebensmittel aus

und hilft damit Bedürftigen. Eine andere

engagiert sich für die Erhaltung

der Schöpfung, indem sie alte Smartphones

sammelt und dem Recycling

zuführt. Das kann dann wundersame

Kreise ziehen. Das sind nur zwei

Beispiele von vielen.

Anfangs erwähnte ich die gruselige

Vorstellung dieses Schlachtfeldes.

Aber Gott gibt Hesekiel sogar eine Erläuterung,

was er mit diesem Bild sagen

will. Die Israeliten waren in der

Verbannung in Babylon. Sie versanken

dort teils in tiefe Resignation oder

sogar Depression. Sie sahen keine

Perspektive mehr. Fern der Heimat

fühlten sie sich von Gott verlassen.

Resignation und Depression sind die

Feinde des Lebens. Wer darin gefangen

ist weiß nicht, wie das Leben

sinnvoll weitergehen soll. Das kann

soweit gehen, dass man sich tot fühlt

oder von anderen in dieser Starre wie

tot empfunden wird.

Hesekiel soll die Israeliten aus dieser

Erstarrung herausreißen. Er soll ausrichten,

Gott will euch aus dieser Erstarrung

auferwecken, ins Leben zurückholen.

Er will euch eine Perspektive

zeigen und er lässt euch in der aktuellen

Not nicht allein. Gott ist mit ihnen

auch in Babylon und er wird sie

eines Tages nach Israel zurückbrin-


24 Predigt

gen. Das sind Ankerpunkte Gottes an

den sich die Israeliten fest machen

können. Mit denen sie wieder Orientierung

für ihr Leben bekommen. Mit

denen sie wieder lebendig und lebensfroh

werden. Sie müssen dazu

wieder Vertrauen zu Gott und zu ihrem

weiteren Leben fassen.

Von was sind wir gefangen? Was

raubt uns manchmal den Optimismus,

die Perspektive? Es gibt so vieles,

was uns packen kann. Lebendig

begraben sein. Vielleicht ist es die Arbeit,

die manche Menschen überfordert

und sie der Perspektive beraubt.

Vielleicht ist es ein gesundheitliches

Problem. Vielleicht ist es eine Sucht,

die das Leben so sehr bestimmt, dass

man zum eigentlichen Leben nicht

mehr fähig ist. Drogen- oder Spielsucht

kann einen komplett blockieren.

Ich kenne jemanden, der ist in seinen

Depressionen so gefangen, dass er

zu normalen sozialen Kontakten und

damit zum Leben nicht mehr fähig ist.

Er weigert sich aber das anzuerkennen

und behandeln zu lassen.

Das können alles so kleine Tode sein,

die uns am Leben hindern. Die Gott

aus dem Weg schaffen möchte, damit

wir leben können. Ich weiß nicht, wer

der Hesekiel in unserem Leben ist,

den uns Gott schicken möchte, um

uns herauszuholen. Ein Verwandter,

ein Freund, ein Arzt oder jemand

ganz unerwartetes. Die Jünger an

Pfingsten gaben den Menschen eine

ungeahnte Perspektive für ihr Leben

mit dem Glauben an Jesus Christus.

Zuletzt wollen wir uns noch kurz mit

dem Odem beschäftigen.

Der Lebenshauch wie man auch sagt.

Gott gibt diesen Lebensatem den

Israeliten zurück. Sein Odem erweckt

sie zu einem neuen Leben mit einem

Sinn und einem Ziel. Die Zusage,

dass Babylon nicht das Ende, sondern

nur eine Durchgangsstation ist,

schafft neue Lebenskraft. Der Gott,

der sogar Tote erwecken kann, kann

auch meine guten Lebensgeister

zurückbringen.

Der Odem bei Hesekiel unterscheidet

sich ein klein wenig vom Heiligen

Geist an Pfingsten. Bei Hesekiel ist es

die Lebenskraft, die Lebensenergie

der positive Lebensdrang. An Pfingsten

ist es der Geist Gottes und damit

Gott, der direkt in uns wirken will. Gott

will uns ganz erfüllen. Öffnen wir uns

ihm und spüren der wunderbaren

Kraft Gottes nach. Durch sie sind wir

nie allein. Sie will uns begleiten, führen

und stärken. Wir können mit den

Jüngern über dieses Wunder staunen.

Der Friede Gottes, der höher ist als

alles, was wir uns vorstellen können,

bewahre uns in Christus Jesus.

Amen.


Nicht alle können so, wie sie wollen 25

"Aktion 1+1 mit Arbeitslosen teilen"

Auf die Plätze fertig los. Die Bedingungen

sind scheinbar fur alle gleich.

Nur der eine kommt schon nicht richtig

aus dem Startblock, fur die andere

ist die Hurde zu hoch. Der eine verknackst

sich den Fuß, die andere hat

schlechtes Schuhwerk.

Ein Lauf wie im richtigen Leben. Manche

nehmen die Hurden des Lebens

muhelos, andere straucheln.

Ja, es gibt viele offene Stellen und Arbeitskräfte

werden allerorts gesucht.

Aber nicht alle können eben so wie

sie eigentlich wollen. Alter, Krankheit,

Schicksalsschläge oder schlechte

Startchancen werfen Menschen aus

der Bahn. Die eine springt locker uber

alle Hurden, der andere verzweifelt

schon, wenn er die Anforderungen

sieht.

Mancher Jugendliche braucht einen

individuellen Startblock oder auch jemanden

der anschiebt. Fur Ältere, die

länger auf der (Arbeits)Bahn stehengeblieben

sind oder stehen bleiben

mussten sind niedrigere Hurden notwendig.

Andere sind nach einer

Krankheit nicht mehr in der Lage, auf

die normale Strecke zuruckzukehren.

Die „Aktion 1+1“ unterstutzt so einen

besonderen Parcour, der angepasst

ist an die besonderen Situationen der

Menschen. So können sie ihrer Lage

gerecht in verschiedenen Projekten

am Arbeitsleben teilnehmen.

Mit Ihren Spenden, die die Landeskirche

nach wie vor verdoppelt, kann

die „Aktion 1+1“ Projekte in Jugendwerkstätten,

in Kirchengemeinden

und bei der Diakonie fördern und so

Arbeitsplätze schaffen, die dem individuellen

Umstand der Menschen gerecht

werden.

Im vergangenen Jahr konnte die „Aktion

1+1“ 250 Arbeitsplätze schaffen

und uber 70 Jugendliche bei ihrem

Ausbildungsplatz unterstutzen.

Helfen Sie mit und setzen Sie bitte ein

Zeichen mit Ihrer Spende!

Mehr uber die „Aktion 1+1“ finden

Sie im Internet: 1plus1.kda-bayern.de

Spendenkonto

Evangelische Bank eG Kassel

IBAN: DE79 5206 0410 0101 0101 15

Hier können Sie online spenden:

www.1plus1.kda-bayern.de

Mehr Informationen im neuen Arbeitsheft,

das Sie bestellen können:

aktion1plus1@kda-bayern.de


26 In eigener Sache

Abschied nehmen in Ruhe und in Würde

Trauergottesdienste in der Reformations-Gedächtnis-Kirche

Ein geliebter Mensch ist

gestorben und Sie suchen

für den Abschied einen

geeigneten Ort?

Der Raum unserer Kirche

bietet einen würdigen

Rahmen, in dem ohne

Hektik und Zeitdruck ein

Trauergottesdienst gefeiert

werden kann.

Trauergottesdienste können

in der Reformations-

Gedächtnis-Kirche für alle

Menschen stattfinden, die

Mitglied in einer Kirche waren,

die zur Arbeitsgemeinschaft

christlicher Kirchen

gehört.

Der Gottesdienst muss von einem Pfarrer oder einer Pfarrerin gehalten

werden.

Trauergottesdienste in der Kirche sind bei Feuer- wie auch bei Erdbestattungen

möglich. Der Sarg wird nach dem Gottesdienst zum

Friedhof oder ins Krematorium überführt.

Wünschen Sie weitere Informationen? Oder möchten Sie einen

Termin vereinbaren? Dann wenden Sie sich bitte an unser

Pfarramt.


Werbung 27


28 Werbung

Alles aus einer Hand von

Raumausstatter und

Malermeister

Tapezieren, Bodenverlegung

Teppich und PVC

Maler- und

Lackierarbeiten

Schöppler

GmbH

Mathildenstraße 7

90489 Nürnberg

Tel.: 0911/56 41 86

Fax: 0911/95 18 420


Werbung 29


30 Werbung

Wir erstellen Ihre

Einkommensteuererklärung

(Für unsere Mitglieder i.R.d. §4 Nr. 11 StBerG)

Arbeitnehmer-

Steuerhilfe Delphin

(Lohnsteuerhilfeverein e. V.)

Beratungsstelle:

90409 Nürnberg, Gellertstrasse 6

Beratungsstellenleiter: Bernhard Neller

Tel. 09 11 / 3 66 88 61

Neller@ashdelphin.de

Nach Vereinbarung kommen wir gerne zu Ihnen.


Wir treffen uns 31

Gemeindehaus

Berliner Platz 20

Bücherei

Mittwoch, 15.00 h – 17.30 h

Tel. 0163/3869419

Gedächtnistraining

Montag, 3. u. 17.6., 1. u. 15.7., 14.30 h

Sylke Neumann, Tel. 59 52 29

Aquarell- und Zeichengruppe

Mittwoch, 10.00 – 12.00 h

Frau Ulbrich, Tel. 55 16 03

Kreatives Arbeiten für Jedermann

Montag, 10.00 – 12.00 h

Frau Ulbrich, Tel. 55 16 03

Konfirmandenarbeit in der Subregion

Ansprechpartnerin: Inga Ludvigsen

Sturzvorsorge mit Thai Chi und Qigong

Donnerstag, 13.30 - 14.45 h

Rüdiger Kalesse , Tel. 0178/138 91 60

Tanzkreis

Dienstag, 10.00 h

Susanne Hiemeyer, Tel. 240 24 41

Kantorei

Dienstag, 9.7., 16.7., 19.00 h

Thomas Schumann, Tel. 0173 360 7919

Gospelchor „Sanjola“ (deutsch-afrikanisch)

Freitag, 18.00 h – 21.00 h

info@sanjola.de (Ursula Stein)

Posaunenchor

Montag, 19.00 h – 20.30 h

Simone Spaeth, Tel. 0162/3009819

Ensemble "Veeharfen-Klänge am Maxfeld"

Montag, 10.6., 15. u. 22.7., 15 h – 17 h

Margret Kusterer, Tel. 0157/35226757

Heinrich-Schick-Haus

Schmausengartenstraße 10

Seniorengymnastik

Dienstag, 10.00 h

Frau Thürauf, Tel. 35 72 84

Atemgymnastik

Neue Termine im September 2024

Gabi Schwab, Tel. 366 77 25

Weitere Veranstaltungen siehe Aushang im

Haus

Kinderchor

Mittwoch, 17.00 - 17.45 h

Gottfried Kaeppel, Tel. 58 63 70

Herausgeber:

Verantwortlich:

Redaktion:

Satz:

Ausgabe:

Druck:

Impressum

Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Nürnberg-Maxfeld

Pfarrer Gottfried Kaeppel

Jutta Meier, Michael Scheuerer

Jutta Meier

Pfarramt

Nova-Druck Goppert GmbH, Nürnberg-Ziegelstein

Konten

Kirchengemeinde (für Spenden): Sparkasse Nürnberg

IBAN: DE08 7605 0101 0001 1016 16

Diakonieverein: Sparkasse Nürnberg

IBAN: DE14 7605 0101 0005 0014 90

Gemeindeverein: Sparkasse Nürnberg

IBAN: DE33 7605 0101 0001 1494 72

Redaktionsschluss

für die nächste

Ausgabe ist der

1. Juli 2023

Eine Auswertung der kirchengemeindlichen Daten ist untersagt. Mit Namen gekennzeichnete Artikel geben

nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wieder. Die Redaktion behält sich vor, Artikel zu verändern und

zu kürzen.


32 Adressen in der Gemeinde

Reformations-Gedächtnis-Kirche

Berliner Platz 11 • 90489 Nürnberg

Pfarramt

Jutta Meier, Sekretärin

Berliner Platz 20 • 90489 Nürnberg

Telefon: 58 63 7-0 • Telefax: 58 63 7-23

Mo, Di, Do, Fr 9.00 bis 12.00 Uhr

Mi 15.00-18.00 Uhr

Maxfeld im Internet:

www.maxfeld-evangelisch.de

pfarramt.maxfeld-n@elkb.de

Pfarrdienst

Gottfried Kaeppel, Pfarrer

Berliner Platz 20 • 90489 Nürnberg

Telefon: 58 63 70

gottfried.kaeppel@elkb.de

Jonas Schiller, Dekan

Schmausengartenstraße 8 • 90409 Nürnberg

Telefon: 366 77 25 • Telefax: 366 77 28

jonas.schiller@elkb.de

Kirchenmusik

Thomas Schumann, Kirchenmusikdirektor

Erlenstegenstraße 6 • 90491 Nürnberg

Telefon: 0173 360 7919 • Telefax: 59 74 344

dkthomasschumann@arcor.de

Kirchenvorstand

Sabine Altrichter, Vertrauensfrau

Hausmeister

Michael Kemper

Stelle für Menschen im Alter

im Prodekanat Nürnberg Nord

Subregion Mitte

Sonja Dietel, Pfarrerin und zugleich Beauftragte für

Altenheimseelsorge im Dekanat Nürnberg

Schmausengartenstraße 8 • 90409 Nürnberg

Telefon: 801 94 325

sonja.dietel@elkb.de

Antje Keller, Diakonin

Äußere Sulzbacher Straße 146 • 90491 Nürnberg

Telefon: 959 80 23

antje.keller@elkb.de

Regionale Stellen für

die 0-35jährigen

Daniela Baderschneider, Sozialpädagogin

Telefon: 0156 79 311 995

daniela.baderschneider@elkb.de

Inga Ludvigsen, Religionspädagogin

Telefon: 597 530 70

inga.ludvigsen@elkb.de

Sebastian Ludvigsen-Lohse, Pfarrer

Telefon: 0163 914 8914

sebastian.ludvigsen-lohse@elkb.de

Diakoniestation

Schwester Heike Riechert, Standortleitung

Schmausengartenstraße 10 • 90409 Nürnberg

Telefon: 30003-130

Kinderhaus Schatzkiste Berliner Platz 18

Paul Wilke, Leitung

Telefon: 597 155 04 • Telefax: 597 155 09

Mo-Fr, 14.00-15.00 Uhr

www.ekin-nuernberg.de

Kita.ekin.schatzkiste@elkb.de

Kindergarten Mörlgasse 22

Heidi Dotterweich, Leitung

Telefon: 35 17 82

www.ekin-nuernberg.de

Kita.ekin.moerlgasse@elkb.de

Öffentliche Gemeindebücherei

Miriam Reuthlinger

Telefon: 580 73 33

Seniorennetzwerk Nordstadt

Di, 15-17.00 und Do, 9.00-11.00 Uhr

Monika Ittner, Koordinatorin

Telefon 30003-139

monika.ittner@diakonieneuendettelsau.de

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!