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Schwachhauser I Magazin für Bremen I Ausgabe 97

Liebe Leserin, lieber Leser, bald beginnen die Sommerferien, und viele Bremerinnen und Bremer starten in die geliebten Urlaubsorte. Für alle, die den Sommer lieber in Bremen verbringen, gibt es so viele Kulturangebote, viel Freude beim Entdecken. Wann sind Sie zuletzt durch die Überseestadt geradelt und haben die neuen Läden und das neue gastronomische Angebot besucht? Bis hin zum Speicher XI? Um Sie ein wenig daran zu erinnern, hat Stefan Freye für Sie die Überseestadt besucht und hat Bekanntes und Neues beschrieben. Zu dem Thema passt auch die Plauderei, die Karla Götz mit dem Geschäftsführer der HEC GmbH, Thorsten Haase, führte, dessen Passion die Fotografie ist. Kennen Sie Till Warwas? Nein? Dann lernen Sie ihn in dieser Ausgabe kennen, Karla Wagner stellt ihn vor, und Sie werden sich in seinen Malstil verlieben. Wunderbar, seine Landschaften und Stillleben! Der, hoffe ich, frei bleibende Domshof lädt in diesem Sommer wieder zu Open Air Konzerten ein und La Strada kommt! Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und bleiben Sie zuversichtlich, Ihre Susanne Lolk

Liebe Leserin, lieber Leser,

bald beginnen die Sommerferien, und viele Bremerinnen und Bremer starten in die geliebten Urlaubsorte. Für alle, die den Sommer lieber in Bremen verbringen, gibt es so viele Kulturangebote, viel Freude beim Entdecken.

Wann sind Sie zuletzt durch die Überseestadt geradelt und haben die neuen Läden und das neue gastronomische Angebot besucht? Bis hin zum Speicher XI? Um Sie ein wenig daran zu erinnern, hat Stefan Freye für Sie die Überseestadt besucht und hat Bekanntes und Neues beschrieben. Zu dem Thema passt auch die Plauderei, die Karla Götz mit dem Geschäftsführer der HEC GmbH, Thorsten Haase, führte, dessen Passion die Fotografie ist.

Kennen Sie Till Warwas? Nein? Dann lernen Sie ihn in dieser Ausgabe kennen, Karla Wagner stellt ihn vor, und Sie werden sich in seinen Malstil verlieben. Wunderbar, seine Landschaften und Stillleben!

Der, hoffe ich, frei bleibende Domshof lädt in diesem Sommer wieder zu Open Air Konzerten ein und La Strada kommt! Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer und bleiben Sie zuversichtlich,
Ihre Susanne Lolk

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KULTUR<br />

Theater<br />

Konzerte<br />

Ausstellungen<br />

KUNST<br />

Till Warwas<br />

PLAUDEREI<br />

Thorsten Haase<br />

ENTDECKEN<br />

Überseestadt<br />

KURZTRIPP<br />

Wien<br />

<strong>97</strong><br />

Juni / Juli 2024<br />

4,50 €<br />

1


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Editorial<br />

Liebe Leserin,<br />

lieber Leser,<br />

bald beginnen die Sommerferien,<br />

und viele Bremerinnen<br />

und Bremer starten in die<br />

geliebten Urlaubsorte. Für alle,<br />

die den Sommer lieber in <strong>Bremen</strong><br />

verbringen, gibt es so viele Kulturangebote, viel<br />

Freude beim Entdecken.<br />

Wann sind Sie zuletzt durch die Überseestadt<br />

geradelt und haben die neuen Läden und das<br />

neue gastronomische Angebot besucht? Bis hin<br />

zum Speicher XI?<br />

Um Sie ein wenig daran zu erinnern, hat Stefan<br />

Freye <strong>für</strong> Sie die Überseestadt besucht und hat<br />

Bekanntes und Neues beschrieben.<br />

Zu dem Thema passt auch die Plauderei, die Karla<br />

Götz mit dem Geschäftsführer der HEC GmbH,<br />

Thorsten Haase, führte, dessen Passion die Fotografie<br />

ist.<br />

Kennen Sie Till Warwas? Nein? Dann lernen Sie<br />

ihn in dieser <strong>Ausgabe</strong> kennen, Karla Wagner stellt<br />

ihn vor, und Sie werden sich in seinen Malstil<br />

verlieben. Wunderbar, seine Landschaften und<br />

Stillleben!<br />

Der, hoffe ich, frei bleibende Domshof lädt in<br />

diesem Sommer wieder zu Open Air Konzerten<br />

ein und La Strada kommt!<br />

Ich wünsche Ihnen einen schönen Sommer<br />

und bleiben Sie zuversichtlich!<br />

Susanne Lolk<br />

Mit dem QR-Code zuhause online<br />

lesen und im Archiv stöbern!<br />

3


Inhalt<br />

<strong>97</strong><br />

06<br />

KUNST<br />

Till Warwas<br />

26<br />

ENTDECKEN<br />

Überseestadt<br />

48<br />

ENGAGEMENT<br />

Bremer Krebsgesellschaft<br />

50<br />

KULTUR<br />

Musik<br />

Theater<br />

4


Immobilienrecht?<br />

Da<strong>für</strong> hab ich<br />

jemanden!<br />

14<br />

KURZTRIPP<br />

Von <strong>Bremen</strong> direkt<br />

nach Wien<br />

16<br />

PLAUDEREI<br />

Dr. Thorsten Haase<br />

58<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

<strong>Bremen</strong><br />

Oldenburg<br />

Fischerhude<br />

70<br />

UNTERHALTUNG<br />

Buchbesprechung<br />

Cartoon<br />

Kreuzworträtsel<br />

Melanie Kritzer,<br />

Haus & Grund-Mitglied seit 2013<br />

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5


Till Warwas<br />

Wirklichkeit und Ewigkeit<br />

KUNST<br />

Blaue Komposition (2017)<br />

6


von Karla Wagner<br />

der schuh.<br />

Till Warwas wurde 1962 in <strong>Bremen</strong> geboren und<br />

wuchs in einer Familie mit künstlerischer Affinität<br />

auf. Der Vater, Klaus Warwas, hatte lange Jahre eine<br />

Professur <strong>für</strong> Zeichnung und Fotografie an der Hochschule<br />

<strong>Bremen</strong>. In den siebziger Jahren illustrierte<br />

dieser unter anderem ein Kinderbuch von Siegfried<br />

Lenz „So war das mit dem Zirkus: Fünf Geschichten<br />

aus Suleyken“. Die Mutter, Monika Murken, ehemalige<br />

Geschäftsführerin des Teehandelskontors, zeichnete<br />

sich verantwortlich <strong>für</strong> die Gestaltungslinie des<br />

Unternehmens.<br />

Seit seinem 13. Lebensjahr wollte Till Warwas malen,<br />

seine Helden waren Van Gogh, die Farbe betreffend,<br />

wie auch Albrecht Dürer und dessen beeindruckende<br />

Fähigkeit und Professionalität zu zeichnen – und<br />

natürlich Rembrandt. Aber auch <strong>für</strong> Zeitgenossen wie<br />

Lucian Freud, Francis Bacon, David Hockney oder<br />

Frank Auerbach kann er sich begeistern.<br />

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Nach dem Abitur absolvierte Till Warwas seinen<br />

Zivildienst, erhielt in dieser Zeit bereits erste Portraitaufträge.<br />

Danach, 1984, Umzug nach Berlin und<br />

Studium an der Hochschule <strong>für</strong> Künste (HdK). Für die<br />

Aufnahme reichte damals das Vorzeigen einer Mappe,<br />

soll heißen, die Allgemeine Hochschulreife, die er mit<br />

dem Abitur am Alten Gymnasium (AG) erworben hatte,<br />

spielte keine Rolle. Kleines Schmankerl am Rande:<br />

die Zugangsberechtigung zur Oberstufe im AG hatte<br />

er nur aufgrund einer Klassenkonferenz erhalten,<br />

wurde doch die Sechs in Mathematik zur Fünf Minus<br />

„hochgesetzt“. Die Lehrkräfte hatten wohl ein Einsehen,<br />

dass dieser außerordentlich künstlerisch begabte<br />

Schüler sich vermutlich nie mehr in seinem weiteren<br />

Werdegang mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen,<br />

Dreisatz oder Kurvendiskussionen würde beschäftigen<br />

müssen.<br />

An der HdK suchte sich Till Warwas Klaus Fußmann<br />

als Lehrer aus und wurde 1990 dessen Meisterschüler.<br />

Als wegweisend lässt sich diese Begegnung be-<br />

7


Sommertag St. Jürgen (2003)<br />

schreiben, war Klaus Fußmann doch entscheidendes<br />

Vorbild <strong>für</strong> die künstlerische Entwicklung Till Warwas‘<br />

vom Figuren- und Portrait- zum Stilleben- und Landschaftsmaler.<br />

Beeindruckt habe ihn an Fußmann die<br />

Tiefe, Ehrlichkeit und Ausstrahlung seiner Werke.<br />

Das künstlerische Schaffen ist jahreszeitlich determiniert<br />

– im Winter malt er vorwiegend Stillleben in<br />

seinem Atelier, in den Frühlings- und Sommermonaten<br />

zieht es ihn nach draußen, häufig an die Ostsee,<br />

das St. Jürgensland, norddeutsche Landschaft, in der<br />

Nähe von Worpswede, durchzogen von Gräben und<br />

Kanälen, die Till Warwas besonders liebt. Aber auch<br />

in Italien, Südfrankreich und vor allem in der Bretagne<br />

begegnen ihm reichhaltige Motive, die ihn <strong>für</strong> seine<br />

Landschaftsmalereien einladen. Gleichwohl stellt er<br />

sich gelegentlich der Herausforderung der Zuhilfenahme<br />

von Fotos. Dabei, so Warwas, weiß er, dass<br />

das bloße Abmalen eines Fotos Starrheiten in das Bild<br />

trägt und zitiert in diesem Zusammenhang gern seine<br />

Malerkollegen Ulf Petermann: „Je schlechter das Foto,<br />

desto besser das Bild.“<br />

Till Warwas‘ Techniken lassen sich grob in zwei Kategorien<br />

einteilen: Öl- und Acrylmalerei. Die meisten<br />

Landschaften entstehen in Öl, durch Alla-Prima-<br />

Malerei, also Nass-in-Nass-Malerei, eine Technik, die<br />

vorwiegend in der Pleinairmalerei, also draußen, greift.<br />

In die noch feuchte Farbe wird dabei immer wieder<br />

hineingemalt. Die Technik eignet sich besonders <strong>für</strong><br />

spontanes, temperamentvolles Arbeiten. Sie wurde<br />

bereits von den im Freien malenden Impressionisten<br />

8


KUNST<br />

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und Einrahmungen<br />

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9


Woge (Heckwasser)(2017)<br />

bevorzugt. Pleinair sind Künstler und Künstlerinnen mit ständig wechselndem<br />

Licht und auch Witterungsverhältnissen konfrontiert, zwangsläufig<br />

ist es vorteilhaft, das Bild in einer Sitzung zu vollenden.<br />

seit 1888<br />

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Der erste Farbauftrag auf einer Leinwand oder einem anderen Untergrund<br />

besteht direkt aus Ölfarben, ohne dass zuvor eine Vorlage oder<br />

andere Art von Underpainting vorliegt. Der Künstler überprüft sie sofort<br />

auf ihre Wirkung und ihren Eindruck. Die schnellen Veränderungen von<br />

Licht und Farbe in der Natur lassen sich so auf die Leinwand übermitteln.<br />

Flüchtige Farbaufträge und Überlagerungen von Farben erzeugen eine<br />

lebendige Textur, die die Stimmung und Atmosphäre eines Augenblicks<br />

einfängt. Ölfarben trocknen langsam, lassen es zu, dass Übergänge hergestellt<br />

werden können, haben Substanz wie auch Tiefe und schaffen<br />

Körpervolumen.<br />

Wenn Till Warwas draußen malt, gibt es immer wieder neue Momente<br />

und Motive. Im Gegensatz zur Kamera, die nur einmal klick macht und die<br />

Wirklichkeit in ein starres Abbild überträgt, eröffnet die Pleinair-Malerei<br />

vor dem Hintergrund des Faktors Zeit und der sich ständig ändernden<br />

Ausgangssituation die Möglichkeit Plastizität zu entwickeln, viele Momente<br />

festzuhalten und diese in die Arbeiten hinein zu transportieren. Till<br />

Warwas sagt, er müsse schnell sein, wenn er draußen arbeite. Der Himmel<br />

beispielsweise biete kontinuierlich Neues und erlaube es ihm, Motive<br />

zu verdichten. Stabiles Wetter mit blauem Himmel sei <strong>für</strong> ihn dahingegen<br />

langweilig, er brauche den Wechsel.<br />

10


Die Klimaveränderung, die in den letzten Jahren deutlich zu spüren sei,<br />

habe auch Einfluss auf sein Schaffen, da es in einem Moment mit blauem<br />

Himmel und im nächsten mit Sturm und Regen konfrontiert sei. Er müsse<br />

schnell sein, könne anhand kleinformatiger Bilder den Facettenreichtum<br />

der Motive eindrucksvoll dokumentieren, wobei die Raumwirkung<br />

bei kleinen Bildern sehr viel schwieriger herzustellen sei, als bei großen<br />

Arbeiten. In seiner Herangehensweise arbeitet Till Warwas zunächst<br />

flächig, wird dann detaillierter und „spielt“ mit unterschiedlichen Tönen –<br />

kalt und warm, zart und kräftig, hell und dunkel. Er modelliert die Grüntöne,<br />

schafft Struktur und integriert Farben von Blüten und Blättern in den<br />

Träger Grün hinein. Himmel und Wasser sind die Protagonisten der meisten<br />

Landschaftsbilder von Till Warwas, Allegorien auch der ständigen<br />

Veränderung und Spiegelung.<br />

Neben der Pleinair-Malerei schafft Till Warwas sich mit seinen Stillleben<br />

eine Arbeitsmöglichkeit im Atelier, ist hier auf andere Weise mit der<br />

Wirklichkeit konfrontiert – „Natura morta“ oder „Nature morte“ wie dieses<br />

Genre im Italienischen oder Französischem heißt. Dabei sind es gar nicht<br />

so stille Wesen, die uns der Künstler präsentiert. Die Arbeiten wirken auf<br />

den ersten Blick kontemplativer und ruhiger als seine Landschaften. Lässt<br />

man sich intensiver darauf ein, erlebt man, wie die Gegenstände ein geradezu<br />

menschliches Verhalten an den Tag legen. Manche Gefäße, Früchte<br />

oder Blumen scheinen sich zuzuneigen oder abzuwenden und um den<br />

besten Platz zu konkurrieren. Vasen und Schalen entwickeln in den Abbildungen<br />

ein neues Selbstbewusstsein.<br />

Worpsweder Schlösschen<br />

…von der Kunst, mit Schönem zu leben.<br />

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Orange auf Grau (2022)<br />

Die Motivwahl hat sich <strong>für</strong> Till Warwas im Laufe der Jahre stetig entwickelt.<br />

Die Arbeiten entstehen in Acryltechnik, trocknen schnell, die Farben<br />

sind lasierend, nicht deckend, erlauben eine Vorskizze zu entwerfen,<br />

Korrekturen allerdings sind schwieriger vorzunehmen als in der Ölmalerei.<br />

Stillleben sind laut Till Warwas auf Dauer angelegt. Im Atelier ändern<br />

sich lediglich die Lichtverhältnisse. Der jeweilige Gegenstand eröffnet das<br />

Spiel, der Bildschwerpunkt liegt im linken oder rechten Drittel des Bildes.<br />

Hier greift der Goldene Schnitt als wichtige Regel der Bildkomposition, er<br />

bewirkt, dass die Arbeiten als vollkommen, harmonisch und schön empfunden<br />

werden. Intuitiv geht der Künstler dabei vor, wesentliches Prinzip<br />

ist eine starke Horizontale, eine strenge Waagrechte, die beispielsweise<br />

durch senkrechte Falten, Spiegelungen, Berge und Klüfte eines struktu-<br />

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11


12<br />

Grüner Tisch (2021)


ierten Tischtuchs gebrochen wird. Die Kompositionen<br />

erfahren so Ruhe und ein nahezu altarhaftes Arrangement.<br />

Der Maler ist präsent als solitärer<br />

Maler und Wegweiser <strong>für</strong> Stillleben<br />

wie auch Landschaftsmalerei. Für<br />

Außenstehende erscheint die Arbeit<br />

an der Staffelei wohl als zeitweise<br />

einsame Tätigkeit, selbstredend beeinflusst<br />

jedoch der innere Dialog<br />

mit den Sujets die Gestaltung und<br />

Ausgestaltung der Arbeiten. Till Warwas<br />

ist seit 2002 Mitglied der Norddeutschen<br />

Realisten, einer seit 1992<br />

mit diesem Namen bestehenden<br />

Künstlergruppe, die seinerzeit von<br />

Nikolaus Störtenbecker gegründet<br />

wurde. Nikolaus Störtenbecker, der<br />

2022 verstorben ist, wollte ein Zeichen<br />

gegen die damals übermächtige<br />

Till Warwas, Foto: privat<br />

Abstraktion setzen. Sein Ziel war es,<br />

Gleichgesinnte zur gegenseitigen Inspiration zusammenzubringen.<br />

Die Vereinigung der Norddeutschen<br />

Realisten steht in der Tradition des Pleinairismus des<br />

19.Jahrhunderts und somit auch den Künstlerkolonien<br />

von Worpswede, Barbizon in Frankreich und Skagen<br />

in Dänemark. Die Norddeutschen Realisten verstehen<br />

sich als „Mobile Künstlerkolonie auf Zeit“. Aktuell<br />

umfasst die Vereinigung 15 Mitglieder mit jeweiliger<br />

künstlerischer Selbstständigkeit – jeder<br />

<strong>für</strong> sich, wobei dem gegenseitigen<br />

Austausch eine entscheidende<br />

Rolle zuzumessen ist.<br />

Vorbilder <strong>für</strong> die Norddeutschen<br />

Realisten sind u.a. der schwedische<br />

Maler Andreas Zorn (1860-1920)<br />

sowie der deutsche Maler Lovis Corinth<br />

(1858-1925). Die Kunstschaffenden<br />

treffen sich regelmäßig, einbis<br />

zweimal jährlich finden Symposien<br />

statt, an Nord- und Ostsee, in<br />

Skandinavien, Frankreich, im Rheingau,<br />

in Hamburg oder auch in Berlin.<br />

Schleswig-Holstein, das kulturell geprägt<br />

ist von Gütern und Schlössern,<br />

Landschaft in all seiner Vielfältigkeit<br />

offeriert, ist immer wieder <strong>für</strong> die Künstlergruppe und<br />

vor allen Dingen auch Till Warwas Ziel. Er liebt dieses<br />

Fleckchen Erde und wird nicht müde, ihm in seinen<br />

Arbeiten Ewigkeit zu schenken.<br />

13


KURZTRIPP<br />

V.l.n.r. CEO Dr. Marc Cezanne, CCO Konrad Best vom Airport <strong>Bremen</strong>, Crew der Austrian Airline, ganz rechts CEO Julian Jäger, Vienna Airport<br />

Von der Weser<br />

an die Donau<br />

Erster Flug von <strong>Bremen</strong> nach Wien<br />

Premiere <strong>für</strong> die Anbindung an das sechste internationale Drehkreuz.<br />

Pünktlich hob am 6. Mai die Maschine der Austrian Airlines vom Flughafen<br />

<strong>Bremen</strong> in Richtung Wien ab. Österreichs größte Fluggesellschaft<br />

fliegt ab sofort viermal pro Woche ab <strong>Bremen</strong> direkt in die Donaumetropole.<br />

Jeweils montags, mittwochs, donnerstags und sonntags starten die<br />

rund 95-minütigen Verbindungen nach Wien – oder von dort aus weiter<br />

in die ganze Welt.<br />

Mit Austrian Airlines direkt von <strong>Bremen</strong> nach Wien, Foto: Susanne Lolk<br />

Wien bildet nach Amsterdam, Istanbul und Zürich<br />

sowie den beiden deutschen Großflughäfen Frankfurt<br />

und München das sechste internationale Drehkreuz,<br />

das aus <strong>Bremen</strong> direkt angeflogen wird. Damit erreichen<br />

Passagiere vom <strong>Bremen</strong> Airport aus mehr als<br />

500 Ziele weltweit – und das mit nur einem einzigen<br />

Umstieg.Die Möglichkeit, kurz mal nach Wien zu fliegen<br />

und diese wunderbare Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten<br />

zu besuchen, ein ist schöne, spontane<br />

Idee <strong>für</strong> alle kulturinteressierten Genießer.<br />

14


Kleine Wien Tipps<br />

Anreise<br />

Von <strong>Bremen</strong> nach Wien direkt mit: austrian.com<br />

Der Flughafen Wien und die Stadt sind verbunden<br />

mit dem City Airport Train CAT: cityairporttrain.com<br />

Typisch Wien, die Stadt mit dem Fiaker entdecken, Foto: Uniqueton<br />

Die Hauptstadt Österreichs ist bekannt <strong>für</strong> ihre reiche<br />

kulturelle Geschichte und beeindruckende Architektur.<br />

Zu den Highlights gehören sicherlich das Schloss<br />

Schönbrunn, die Hofburg, der Stephansdom und das<br />

Kunsthistorische Museum. Auch die berühmte Wiener<br />

Staatsoper und der Prater mit dem Riesenrad sind<br />

beliebte Attraktionen. Nicht zu vergessen sind die<br />

köstlichen Wiener Spezialitäten wie Sachertorte und<br />

Wiener Schnitzel. Wien bietet also eine Vielzahl an<br />

Sehenswürdigkeiten und kulinarischen Genüssen, die<br />

einen Besuch unvergesslich machen.<br />

Wenn Sie die Stadt nicht alleine erkunden möchten<br />

und Lust haben, sich führen zu lassen, kann ich Ihnen<br />

Rebel Tours empfehlen. Das Geschwisterpaar, das dahinter<br />

steckt, zeigt Ihnen, wie die Stadt Wien wirklich<br />

tickt. Sie erkunden Bezirke, die sie sonst vielleicht nicht<br />

besuchen würden. Lernen etwas über den Architekten,<br />

der die Zeilenhäuser am Naschmarkt baute und<br />

auch <strong>für</strong> andere wunderschöne Bauten verantwortlich<br />

ist. Die Architektur Wiens ist geprägt von einer<br />

Vielzahl an Baustilen, die sich über die Jahrhunderte<br />

entwickelt haben. Von den prächtigen Barockbauten<br />

wie dem Schloss Schönbrunn bis hin zu den modernen<br />

Gebäuden wie der UNO-City, bietet Wien eine<br />

faszinierende Mischung aus historischer und zeitgenössischer<br />

Architektur. Die Stadt ist bekannt <strong>für</strong> ihre<br />

eleganten Palais, imposanten Kirchen und beeindruckenden<br />

Jugendstilgebäude.<br />

Ein Spaziergang durch die Straßen Wiens ist wie eine<br />

Reise durch die Geschichte der Architektur. Bei solch<br />

einer Tour erfahren Sie aber auch etwas über ein<br />

Durchhaus. Was das ist? Das ist eine direkte Abkürzung<br />

durch Häuser (und auch schon mal durch ein<br />

Restaurant), um schneller von Straße zu Straße zu<br />

kommen. Am Ende solch eines Ganges, kommt man<br />

manchmal auch in Ruheoasen an und kann Kunst an<br />

Häuserwänden entdecken, die man sonst nicht gesehen<br />

hätte. Wien hält <strong>für</strong> Sie viele, kleine Überraschungen<br />

parat.<br />

Viel Freude beim Entdecken!<br />

Günstig und sehr gut schlafen<br />

Bunt, weltoffen und couragiert, oder einfach leiwand,<br />

wie man in Wien sagen würde:<br />

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Basis von fair erzeugten Produkten mit Respekt<br />

vor Natur, Mensch und Tier:<br />

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Das echte Wiener Schnitzel ist hier zu Hause:<br />

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und hier trifft sich alles am Abend:<br />

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Die Wiener Kaffehauskultur erleben, dabei eine<br />

Zeitung lesen, ist in Wien ein Muss:<br />

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und etwas Besonderes:<br />

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Entdecken<br />

Ungewöhnliche Touren durch die Stadt, andere<br />

Blickwinkel erleben mit Bastie und Gabi:<br />

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Sommer Event<br />

Kino am Dach Open-Air und Parties, auf dem Dach<br />

der Hauptbücherei:<br />

gogogo.at<br />

15


SERIE<br />

Karla Götz im Gespräch mit Dr. Thorsten Haase, Foto: Susanne Lolk<br />

„Immer schön neugierig bleiben“<br />

Die Fahrt in die Überseestadt geht so los: Wir sprechen im Auto über die neue<br />

Sonnenbrille eines namhaften Herstellers, die anrufen, fotografieren und Musikerlebnisse<br />

garantieren kann. Und die auch noch stylisch aussieht. Später, im<br />

Dialog mit dem Geschäftsführer eines großen Bremer IT-Unternehmens, hören<br />

wir von einem empathischen Tisch, der Stimmungen der Teammitglieder aufnimmt<br />

und (wie auch immer) zurückspiegelt. Und schließlich ist vom Spieglein<br />

an der Wand die Rede. Ein smartes Produkt mit digitalem Potential. Es kontaktiert<br />

selbständig den Arzt, wenn Du morgens verknautscht aussiehst.<br />

16


Bremer Persönlichkeiten<br />

Plauderei mit Dr. Thorsten Haase<br />

Geschäftsführer Hansea ti sche Soft ware-<br />

Entwick lungs- und Consul ting GmbH<br />

(HEC GmbH)<br />

Von Karla Götz<br />

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Empfang der HEC im Speicher 1, Foto: HEC<br />

Die Frage, die sich ängstlichen Zeitgenossen in dieser<br />

schönen neuen Welt stellt, kann einer exzellent beantworten:<br />

Dr. Thorsten Haase, Geschäftsführer der<br />

Hanseatischen Software-Entwicklungs- und Consulting<br />

GmbH, kurz HEC, einem team neusta Unternehmen.<br />

Obwohl die Autorin Abkürzungen hasst, lassen<br />

wir das jetzt so im Text. Und nun die Frage:<br />

WO BLEIBT DER MENSCH?<br />

Sie schaffen in der HEC maßgeschneiderte IT-Lösungen<br />

<strong>für</strong> Unternehmen. Daran arbeitet ein Mix aus<br />

Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vom IT-Spezialisten<br />

über die Wirtschaftspsychologin bis hin zum Betriebswirt,<br />

Nerds gibt es hier keine.<br />

„Auch, wenn der Mensch künftig teurer als automatisierte<br />

Systeme ist, werden wir gesellschaftlich dahin<br />

kommen müssen, bewusste Investitionsentscheidungen<br />

zu treffen, wo es klüger ist, auf ihn zu setzen“,<br />

sagt der promovierte Wirtschaftswissenschaftler und<br />

Chef der 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter starken<br />

Firma in der Konsul-Smidt-Straße 20 mit Außenstelle<br />

in Berlin. Wow! Von IT-lern nie so gehört! Eloquenz<br />

ist fast schon ein zu kleines Wort <strong>für</strong> das verbale Feuerwerk,<br />

das dieser sympathische Mann zündet. Man<br />

verliert irgendwie seine Angst, sogar vor KI (Künstlicher<br />

Intelligenz).<br />

„Jemand will ein Haus bauen…“<br />

Wir sitzen im Schuppen Eins im Büro von Thorsten<br />

Haase. Vor uns eine bunte, allerdings nicht sehr gesunde<br />

Schale mit kleinteiligen Snacks wie Yogurette<br />

und Co. Keiner nimmt was, weil wir gebannt zuhören.<br />

HEC Geschäftführer Dr. Thorsten Haase, Foto: HEC<br />

18


Wie muss man sich das jetzt vorstellen? Der Gesprächspartner,<br />

Herr Haase, illustriert das anhand<br />

einer Metapher. Einer eingängigen. Geht so: „Jemand<br />

hat, sagen wir mal finanzielle Mittel zur Verfügung,<br />

und er will ein Haus bauen. Aber er hat keine vollständigen<br />

Vorstellungen, wie das genau beschaffen sein<br />

und aussehen soll. Was brauche ich wirklich, was ist<br />

mir wichtig, wie kann ich mich auf kommende Anforderungen<br />

vorbereiten und welche Materialien setze<br />

ich ein?“ Und idealerweise, so Thorsten Haase, fangen<br />

wir dann bei der Idee des Kunden an und entwickeln<br />

– um im Bild zu bleiben – gemeinsam ein Gebäudemodell,<br />

kümmern uns um Architektur (ja in der IT heißen<br />

die Experten auch so) und um den reibungslosen<br />

Bau. Da müsse auch einbezogen werden, wie sich die<br />

Rahmenbedingungen verändern könnten. Schließlich<br />

ginge es nicht nur um die Idee und deren Umsetzung,<br />

sondern die Firma liefere auch die Betreuung. „Sozusagen<br />

das Facility Management.“ Und es sei wichtig,<br />

den Kunden ganzheitlich zu verstehen und zu unterstützen.<br />

Big Move<br />

Seine patente Kommunikationsfachfrau, Annekathrin<br />

Gut, hat gleich ein Beispiel <strong>für</strong> solch eine maßgeschneiderte<br />

Lösung parat. Sie spricht von einer digitalen<br />

Plattform der Schwerlastvereinigung, einem europaweiten<br />

Netzwerk <strong>für</strong> Schwergutlogistik, Big Move<br />

AG. Eine Menge Fahrzeuge, die vom Bagger bis zur<br />

Windkraftanlage die richtig großen Maschinen von<br />

A nach B transportieren, gehören dazu. „Es ist doch<br />

nicht ökologisch, wenn diese Schwerlasttransporter<br />

irgendwo hinfahren und leer zurückkommen“, sagt<br />

sie. Die Aufgabenstellung sei gewesen, eine verbindende<br />

Plattform, ein Onlinetool zu schaffen. „HEC hat<br />

die digitale Lösung entwickelt, die inzwischen zehn<br />

Speditionen nutzen“, so die Kommunikationsexpertin.<br />

„Sie haben damit eine bessere Auslastung erreicht,<br />

überzeugen durch handfeste wirtschaftliche Vorteile<br />

und agieren nachhaltig.“<br />

Wo bleibt der Mensch?<br />

So, jetzt wäre das an einem konkreten Beispiel geklärt.<br />

Der Geschäftsführer ist, so stellt sich im Gespräch<br />

heraus, mit einem philosophischen Ansatz unterwegs.<br />

Wo bleibt der Mensch? Welche Rolle spielt KI und<br />

wird sie in Zukunft spielen? Und er sagt so Nachdenksätze<br />

wie: „Man muss das Problem hinter dem<br />

Problem verstehen“. Nun sitzen wir an einem (nicht<br />

sprechenden) Tisch im Schuppen Eins. Hereingekommen<br />

sind wir durch das Portal mit dem Firmenlogo der<br />

neusta-Unternehmensgruppe. HEC gehört dazu. Die<br />

Philosophie lautet: „Echte Menschen. Digitale Lösungen.“<br />

Geschäftsführer Thorsten Haase sitzt vor einer<br />

19


Tokio Tower am Tag, Tokio, Shiba-Park Foto: Thorsten Haase<br />

bunten, mehrteiligen Grafik. Die Zierde des Raumes<br />

entpuppt sich bei näherem Hinsehen als U-Bahn-Plan<br />

der Megastadt Tokio mit durchaus künstlerischer Qualität.<br />

In dieser bevölkerungsreichsten Metropolregion<br />

an der Pazifikküste war er bereits zweimal und holt<br />

jetzt aus, um … über Fahrkartenautomaten in Deutschland<br />

zu sprechen. „Wir trachten auch nach Vereinfachungen<br />

der Schnittstelle Mensch-Maschine“, sagt er<br />

keck. „Fahrkartenautomaten sind ja in jeder Stadt anders<br />

und nicht selten steht man als Gast ratlos davor.“<br />

Welche Bahn, welche Tarifzone, welche günstige<br />

Fahrkarte? Das seien nicht selten kompliziert anmutende<br />

Entscheidungen, die schnell getroffen werden<br />

müssten. „Während ich noch über die Tarifzone nachgrübele,<br />

sind die ersten drei U-Bahnen schon weg.“<br />

Am Nutzerfreundlichsten wäre es, so Thorsten Haase,<br />

wenn Ticketautomaten in jeder Stadt in Deutschland<br />

gleich aussähen und idealerweise die Karten<br />

auch noch unter gleichen Bedingungen dieselbe<br />

Summe kosteten. „Ich weiß, ich weiß, das ist derzeit<br />

politisch nicht durchsetzbar“, räumt er ein. Trotzdem:<br />

„Man wird ja nochmal unter dieser Annahme nachdenken<br />

dürfen und: immer schön neugierig sein.“ Ein<br />

Schlüsselwort in unserm lockeren Tischgespräch ist<br />

tatsächlich das Adjektiv „neugierig“. Und diese Eigenschaft,<br />

so wird im Austausch deutlich, macht die Antizipation<br />

der Zukunft erst möglich. Sowie die gedachte<br />

Annahme, es gäbe keine Bedenken oder Hindernisse.<br />

Alltag vereinfachen<br />

KI, so Haase, werde auch Alltagsanwendungen vereinfachen.<br />

Künstliche Intelligenz hätte hierbei künftig<br />

ein großes Einsatzgebiet. „Wie komme ich innerhalb<br />

von einem halben Tag an die schönsten Sehenswürdigkeiten<br />

in Tokio und bekomme zwischendurch noch<br />

das beste Sushi zu essen?“ Das fragt der Reisende<br />

sein Smartphone, und eine Stimme liefert ihm die<br />

passenden Ideen einschließlich Buchungen und Routenplanung.<br />

Wir knüpfen an die Firmenphilosophie<br />

an. „Echte Menschen.“ Ja, der menschliche Faktor<br />

sei unverzichtbar, sagt unser Gesprächspartner. Wir<br />

tauschen Stories aus, wo uns Unbekannte in welchen<br />

Situationen helfend unter die Arme gegriffen haben.<br />

In Tokio hatte Thorsten Haase ein solches Erlebnis,<br />

als er in einem riesigen Bahnhof stand, sich mit dem<br />

Smartphone in der Himmelsrichtung zu orientieren<br />

versuchte und ihn schließlich ein freundlicher Japaner<br />

ansprach, um ihn eine Viertelstunde Fußweg zum<br />

gewünschten Gebäude zu begleiten.<br />

„Ich nehme an, dass es mindestens noch eine Generation<br />

dauert, bevor KI und digitale Technik ausreichend<br />

Empathie erlernt haben, um auch in diese<br />

20


Tokio Tower in der Dämmerung, Tokio, Shiba-Park Foto: Thorsten Haase<br />

Domäne des Menschen vorzudringen“, sagt der<br />

HEC-Geschäftsführer nachdenklich. Und er fügt leise<br />

hinzu: „Ich hoffe, wir haben genügend Zeit, um uns<br />

vorzubereiten.“ Na klar, war er in Japan in Restaurants,<br />

in denen alles vollautomatisch abläuft und ein<br />

Greifarm hinter einer Glasscheibe das Glas Wein einschenkt.<br />

Oder in Läden, in denen kein Mensch mehr<br />

zu sehen ist. „Beim Thema Technik haben wir die<br />

Verantwortung, den Menschen trotz aller Optimierung<br />

mitzudenken.“ Und auch, wenn der Mensch teurer sei<br />

als ein Automat, so muss das „eine bewusste Investitionsentscheidung“<br />

sein.<br />

Einladende Arbeitsumgebung<br />

Da kommen wir über irgendwelche Umwege schließlich<br />

zum Modethema „Fachkräftemangel“. Thorsten<br />

Haase kann das eigentlich nicht mehr hören.. Im<br />

Mittelpunkt müsse doch die Frage stehen: Was kann<br />

ich tun, um interessierte und passende Leute zu gewinnen<br />

und zu befähigen. Das Anforderungspotential,<br />

das unser Gegenüber in seiner Funktion als Arbeitgeber<br />

hat, ist glasklar. Neugierig, technologieoffen und<br />

empathisch, so müssen Leute sein, denen er einen<br />

Job anbietet. Unternehmen müssten im wahrsten<br />

Sinne des Wortes mehr attraktive Gestaltungsräume<br />

anbieten.<br />

Am Landherrnamt 4 • 28195 <strong>Bremen</strong><br />

Telefon: 0421 32 38 67<br />

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21


HEC im Speicher 1 bei team neusta, Foto: HEC<br />

Warum nicht einen Tinder <strong>für</strong> Ausbildungsplätze entwickeln?<br />

Das hat er in einer entsprechenden Runde<br />

gefragt. Mehrstimmige Antwort: Vor allem Bedenken.<br />

Nach Auskunft des Fachmanns kommt<br />

es auf die Unternehmensphilosophie an.<br />

„Die Umgebung muss zudem in jeder<br />

Hinsicht einladend sein, so dass Menschen<br />

gerne zum Arbeiten ins Büro<br />

kommen.“ Bei HEC in der zweiten<br />

Etage der Nummer 20 im Schuppen<br />

Eins ist das so. „Welchen Kaffee hätten<br />

Sie gern?“, fragt eine gut gelaunte<br />

Mitarbeiterin und zeigt auf einen professionellen<br />

Automaten in wuchtiger Größe.<br />

„Der kann alles.“ Schön sei es auch, so Haase,<br />

wenn ein kleiner Spieltrieb in der Software angelegt<br />

sei. „Gamification“ nennt er das Stichwort. Also Spielmöglichkeiten<br />

in einer Umgebung, die eigentlich nicht<br />

spielerisch ist.<br />

Bierdeckel im Theatro<br />

Seit 30 Jahren ist Thorsten Haase in dem Metier<br />

engagiert. HEC, so erfahren wir, sei eine Gründung<br />

der Firma Siemens und des Landes <strong>Bremen</strong>. Es hat<br />

irgendetwas mit Windows-Computern zu tun, über<br />

die die Autorin, sorry, nicht Bescheid weiß. Jedenfalls<br />

sollte die Firma nach einigen Jahren restrukturiert<br />

werden. Kurz und knapp: Thorsten Haase übernahm<br />

die Geschäftsführung. Weitere Jahre später wollten<br />

die Gesellschafter raus und verkaufen. Haase konnte<br />

die Verantwortlichen davon überzeugen, dass nicht<br />

nur ein Unternehmer oder Investor vom Softwarehaus<br />

profitieren sollte, sondern Mitarbeiterinnen<br />

und Mitarbeiter beteiligt werden. Das Ganze<br />

musste natürlich unter ein tragfähiges<br />

Dach gestellt werden. „2008 sind wir<br />

zur neusta-Unternehmensgruppe<br />

gekommen“, sagt Thorsten Haase.<br />

Er hat das Brainstorming mit Carsten<br />

Meyer-Heder draußen vorm Theatro<br />

an einem der weißgedeckten Tische<br />

abgewickelt. „Den Bierdeckel, auf dem<br />

wir die Zukunft des Unternehmens skizzierten,<br />

hab ich noch.“<br />

Bevor wir uns von dem magischen Blick auf den artifiziellen<br />

U-Bahn-Plan lösen, bleibt ja die Frage zu<br />

beantworten, ob Thorsten Haase Japan-Fan ist. Nein,<br />

seine Leidenschaft ist größer und ungewöhnlich. Sie<br />

gilt den Megacities dieser Welt. „Ich fliege eher nicht<br />

in Nationalparks, sondern besuche Städte wie Shanghai,<br />

Guangzhou, Singapur, Kuala Lumpur, Bangkok,<br />

Seoul, Ho Chi Minh City, Mumbai“. Da ginge er immer<br />

zuerst auf die Märkte, um etwas vom täglichen Leben<br />

der Einwohner mitzubekommen. Und der eigentliche<br />

Antrieb? „Ich will wissen, wie alles funktioniert. Verkehr,<br />

Öffentlichkeit, Logistik, Stadtentwicklung.“ Da<br />

haben wir sie: Die Neugierde.<br />

Weitere Informationen: hec.de<br />

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23


EMPFEHLUNG<br />

Als das Zech-Projekt am Europahafenkopf gerade<br />

fertig war, da zog Michael Götz mit seinem KVIK-Küchenstudio<br />

auch schon ein. Nun ist er zwar der erste<br />

Mieter einer Gewerbefläche in dem riesigen Gebäudekomplex.<br />

Aber keineswegs der letzte. „Hier passiert<br />

viel in den nächsten Jahren“, sagt der Möbelfachmann<br />

– und ist seit dem März 2023 mittendrin<br />

statt nur dabei. Denn Michael Götz und KVIK punkten<br />

ja nicht nur mit einem exponierten Standort in bester<br />

Lage. Das Küchenstudio am Ludwig-Franzius-Platz 3<br />

hält auch ein außergewöhnliches Angebot bereit:<br />

Auf rund 300 Quadratmetern gibt’s Küchen, die ganz<br />

zurecht als „munter und lebhaft“ bezeichnet werden<br />

– so übersetzt man kvik nämlich aus dem Dänischen.<br />

Dem Gesamteindruck verpflichtet, im Detail verliebt – schön kochen in den Küchen von KVIK<br />

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Dänisches Küchen-Design mit vielen Kombinationsmöglichkeiten<br />

Der Möbelhersteller stammt aus Dänemark. Er gibt<br />

sich konsequenter Weise recht dänisch, kommt also<br />

ohne großes Tamtam aus, sondern macht einfach.<br />

Seit über 40 Jahren produziert KVIK auf diese Weise<br />

seine Möbel, vorzugsweise Küchen, aber auch Bad-<br />

Einrichtungen und Schranklösungen. Dabei belässt<br />

es das mittlerweile auch mit sechs Standorten in<br />

Deutschland vertretene Unternehmen aber nicht beim<br />

einstigen Ansatz: Es geht schon längst nicht mehr nur<br />

um dänisches Design, das sich jeder leisten kann.<br />

Mittlerweile wird die Produktion<br />

auch durch Nachhaltigkeit begleitet.<br />

Das geht von recycelten Holzfasern<br />

im Kern der Platten bis zu<br />

Fronten, die einst PET-Flaschen<br />

waren. „In Dänemark hat man vor<br />

15 Jahren schon mit der Nachhaltigkeit<br />

begonnen“, sagt Michael<br />

Götz. Man merkt: Er ist schon<br />

ziemlich stolz auf ein Angebot, das<br />

elf Küchenserien in 25 verschiedenen<br />

Fronten in einer sehr transparenten<br />

Preisgestaltung umfasst.<br />

Und weil sich kvik auch als „flott“ übersetzen lässt, gilt<br />

ein Versprechen: Die neue Küche – natürlich montiert<br />

von Fachleuten – kommt in zwei bis vier Wochen.<br />

Das Bremer KVIK-Team um Michael Götz (ganz rechts)<br />

Da<strong>für</strong> sorgt Michael Götz als geschäftsführender Inhaber<br />

allerdings nicht allein: Das Team im KVIK-Studio<br />

umfasst allein vier Mitarbeiter, im Lager an der A27 bei<br />

Achim kümmern sich drei Tischler um die Vorbereitung<br />

der Montage, die schließlich von einem ebenfalls<br />

mehrköpfigen Team übernommen wird. „Bei uns gibt<br />

es keinen Mitarbeiter, den ich nicht mindestens sechs<br />

Jahre lang kenne“, sagt Michael Götz. Er ist seit über<br />

30 Jahren in der Branche und weiß: Nur wenn Qualität<br />

von Küche, Beratung, Planung und Abwicklung<br />

stimmen, sind die Kunden wirklich glücklich. In seiner<br />

„kleinen Familie“ läuft es jedenfalls: Gerade erst wurde<br />

der Newcomer als Filiale mit der größten, nämlich<br />

hundertprozentigen Kundenzufriedenheit ausgezeichnet<br />

– unter 190 Standorten in zwölf Ländern.<br />

KVIK <strong>Bremen</strong> Überseestadt<br />

Ludwig-Franzius-Platz 3<br />

T 0421 303 96 18 0<br />

kvik.de<br />

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UBERSEE<br />

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BREMEN<br />

<strong>Bremen</strong> Überseestadt, Foto: Carina Tank, wfb<br />

Von Stefan Freye<br />

Große Dimensionen am Hafenkopf<br />

Der Kopf des Europahafens sieht nun ganz anders<br />

aus: Wo der Ludwig-Franzius-Platz einst mehr oder<br />

weniger verwaist lag und auch nur noch selten mal<br />

ein Fest erlebte, steht heute eines der größten Bremer<br />

Bauprojekte der vergangenen Jahre.<br />

Gebäude der Zech-Gruppe am Hafenkopf, Foto: Stefan Freye<br />

Es sind beeindruckende Zahlen: Allein der Bau der<br />

vier Zech-Gebäude am Kopf des Europahafens taugt<br />

gleich in mehrfacher Hinsicht zur Superlative – zumindest<br />

<strong>für</strong> Bremer Verhältnisse. Seien es die Kosten<br />

von rund 300 Millionen, die vierjährige Bauzeit mit<br />

33 beteiligten Gewerken und bis zu 650 Arbeitern<br />

oder das, was zwischen 2019 und 2022 weg musste,<br />

damit das Ensemble entstehen konnte: 120.000 Kubikmeter<br />

Sand wurden ausgehoben, also rund 10.000<br />

Lastwagenladungen, die man über die Straße oder<br />

das Wasser abtransportierte. Der riesige Aushub war<br />

nötig, um eine Tiefgarage zu ermöglichen, die alle vier<br />

Einheiten miteinander verbindet. Sie sorgt gemeinsam<br />

mit dem mehrgeschossigen Mobilitätshaus <strong>für</strong> rund<br />

900 PKW-Stellplätze sowie deren 1200 <strong>für</strong> Fahrräder.<br />

Die Tiefgarage ist groß. Sie erstreckt sich über 260<br />

Meter, und spätestens jetzt wird klar: Die Gebäude an<br />

sich warten auch mit ziemlich ungewöhnlichen Dimensionen<br />

auf.<br />

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28<br />

Spannende und beeindruckende Shows<br />

lassen das GOP immer neu erleben,<br />

Foto: GOP


Da ist einmal die Höhe: Das größte der vier Bauten,<br />

die neue Zentrale des Zech-Konzerns, misst stolze 80<br />

Meter. Die beiden umliegenden Wohngebäude mit<br />

weiteren Büro- und Geschäftsflächen sowie den 338<br />

Wohneinheiten sind kleiner. Sie tragen aber ebenso<br />

wie das mit einem Kinderspielplatz versehene Mobilitätshaus<br />

zu einem enormen Raumangebot bei: Die<br />

vier Gebäude inklusive der Tiefgarage summieren sich<br />

auf eine Gesamtfläche von rund 82.000 Quadratmetern.<br />

Während die zu 25 Prozent sozial geförderten<br />

Wohnungen mittlerweile komplett vermietet sind, stehen<br />

noch einige der Flächen <strong>für</strong> Restaurant, Bars und<br />

Handel frei. Dabei soll die im Erdgeschoss des großen<br />

Bürohauses entstandene Markthalle flexibel nutzbare<br />

Flächen <strong>für</strong> Gastronomie und Ausstellungen bieten.<br />

Es wird wohl nicht mehr allzu lange dauern, ehe alle<br />

Räume der vier neuen Bauten rund um den Ludwig-<br />

Franzius-Platz genutzt sind.<br />

<strong>Bremen</strong>s stimmungsvolle Seite<br />

Mit einer sechsstelligen Besucherzahl zählt das Varieté<br />

GOP zu den Hotspots der Überseestadt. Aber<br />

das akrobatische Showprogramm kommt nicht nur<br />

bei den Menschen aus <strong>Bremen</strong> und seinem Umland<br />

an. Die Gäste des GOP wissen ihrerseits mit einer<br />

ausgelassenen Stimmung zu überzeugen.<br />

Der Startschuss erfolgte am 8. September 2013, und<br />

so gilt das GOP nun seit fast elf Jahren als ein Leuchtturm<br />

der Überseestadt. Oder wie soll man ein Varieté<br />

beschreiben, das jährlich rund 100.000 Menschen<br />

zu seinen Gästen zählt? Im vergangenen Dezember<br />

knackte das GOP jedenfalls die Marke von einer<br />

Million insgesamt verkaufter Tickets – trotz auch <strong>für</strong><br />

ein Varieté nicht leichter Pandemie-Jahre. „Da waren<br />

wir wie fast alle Branchen betroffen“, sagt Direktor<br />

Philipp Peiniger. Er ist ein Mann der ersten Stunde<br />

und rückte vor etwa acht Jahren in die verantwort-<br />

Edeka Jastrebow kommt<br />

im September in die Friedhofstraße<br />

Am 05. September 2024 ist es so weit. Nach langer Planung<br />

und zu dem langer Bauzeit wird an der Friedhofstraße 9-13<br />

das neue Wohn- und Geschäftsgebäude unter anderem von<br />

Edeka Jastrebow bezogen.<br />

Andreas Jastrebow freut sich auf sein drittes Geschäft in<br />

<strong>Bremen</strong>. Die Geschäfte in der Busestraße 42 und in der<br />

Philipp-Scheidemann-Str. 11 bleiben natürlich bestehen.<br />

„Da wird sich nichts ändern“ sagt Andreas Jastrebow,<br />

der schon öfter hören musste, dass er dann wohl in der<br />

Busestraße schließen wird. „Nein, unsere Kunden in der<br />

Busestraße sind uns wichtig, da bleibt alles beim Alten“.<br />

Der neue Laden wird schön hell und groß sein, über 580 qm<br />

Verkaufsfläche, viel Platz <strong>für</strong> alles, was die umliegend wohnenden <strong>Schwachhauser</strong>innen<br />

und <strong>Schwachhauser</strong> benötigen. Auch dort kann man sich alles nach Hause bestellen.<br />

Den Lieferservice bei Jastrebow gibt es schon lange und erleichtert vorwiegend den<br />

älteren Kunden die Last des schweren Einkaufs.<br />

Zum Eröffnungstag wird es <strong>für</strong> die Kunden einige Überraschungen geben. Was, das wird<br />

hier nicht verraten, lassen Sie sich am 05. September überraschen.<br />

Familie Jastrebow freut sich auf Sie!<br />

www.edeka-jastrebow.de<br />

Schwachhausen Busestr. 42 I T 0421 / 21 30 33<br />

Vahr Phillip-Scheidemann-Str. 11-13 I T 0421 / 8 78 25 88<br />

29


Artistik im GOP, Foto: GOP<br />

liche Position. Rund 100 Mitarbeiter zählt das GOP,<br />

darunter auch zahlreiche Auszubildende. Das passt ja<br />

ganz gut: Im großen Gebäude an der Weser wird eine<br />

Menge geboten, und so können dort Veranstaltungskaufleute,<br />

Show- und Event-Techniker, Fachleute <strong>für</strong><br />

Restaurant- und Veranstaltungs-Gastronomie sowie<br />

Köche ihr Handwerk erlernen. Neben dem Saal <strong>für</strong><br />

400 Besucher gibt es das Restaurant „Leander“ und<br />

eine Event-Location, inklusive großer Terrasse mit<br />

Weserblick. Insofern kann man sich gut vorstellen,<br />

dass immer etwas los ist im GOP. Aber was verbirgt<br />

sich eigentlich hinter diesem Namen? Nun, was nach<br />

einer mehr oder weniger kreativen Idee einer Marketingagentur<br />

klingt, hat einen ganz anderen Ursprung.<br />

Das erste GOP war nämlich bereits in 1915 entstanden<br />

und zwar im Georgspalast in Hannover. Daher kommt<br />

der Name. Nach einer lebhaften Geschichte – die<br />

durchaus gewisse Parallelen mit dem Bremer Astoria<br />

aufweist - wurde es in den sechziger Jahren allerdings<br />

geschlossen. Erst die Unternehmerfamilie Grote<br />

30


elebte das Hannoveraner GOP im Jahr 1992 neu<br />

und eröffnete dann regelmäßig weitere Häuser dieses<br />

Namens.<br />

Mittlerweile stehen sieben GOPs in Deutschland, und<br />

an sechster Stelle war der Bremer Ableger entstanden,<br />

versehen mit einer Besonderheit: In der Überseestadt<br />

wurde erstmals neu gebaut. Das Haus von Philipp<br />

Peiniger zählt deshalb auch zu den größten GOPs. Der<br />

Direktor sagt über sich, er sei „durch und durch Norddeutscher“<br />

und führt zum Beweis seine Vita an: Geboren<br />

in Hamburg und aufgewachsen in Lübeck, war<br />

Peiniger zunächst im GOP in Hannover beschäftigt,<br />

ehe er 2013 nach <strong>Bremen</strong> kam. Er war damals natürlich<br />

auch gespannt, wie die Mischung aus Akrobatik,<br />

Humor und Musik in der Stadt ankommen würde –<br />

und sah sich schnell in seiner Einschätzung bestätigt.<br />

Gute Stimmung im Saal an kleinen Tischen, Foto: GOP<br />

Es ist nämlich keineswegs so, dass der Bremer und<br />

die Bremerin tatsächlich so reserviert auftreten, wie<br />

gern behauptet wird. „Sie sind überhaupt nicht zurückhaltend“,<br />

sagt Philipp Peiniger. Im Gegenteil: Es<br />

gibt ja alle zwei Monate ein neues Programm, und so<br />

haben <strong>für</strong> die ebenfalls wechselnden Künstler gute<br />

Vergleichsmöglichkeiten. „Und in ihrer Beurteilung<br />

schneidet das Bremer Publikum sogar international<br />

sehr gut ab“, betont Peiniger. Wenn dann erst noch<br />

die Kinder mitmachen, wird es richtig wild.<br />

Faszinierende Shows,<br />

traumhaftes Ambiente<br />

und exzellente Küche<br />

Das GOP Varieté-Theater in der Bremer Überseestadt<br />

begeistert seine Gäste mit atemberaubenden Varieté-Shows<br />

und kulinarischen Genüssen – direkt an der Weser.<br />

Weltklasse-Artisten entführen die Zuschauer in immer neue<br />

Welten und sorgen mit ihren spektakulären Darbietungen<br />

<strong>für</strong> unvergessliche Showmomente – mal zum Staunen,<br />

mal zum Träumen und mal zum Lachen.<br />

Hier geht es zum aktuellen Showprogramm<br />

variete.de/bremen/programm<br />

In den Sommerferien ab Ende Juni bietet das GOP<br />

wieder die Aktion „Kids <strong>für</strong> Nix“ an: Kinder bis 14 Jahre<br />

haben in Begleitung eines Erwachsenen freien Eintritt.<br />

Die in diesem Zeitraum laufenden Programme „Wilderness“<br />

und „Handmade“ werden also von zahlreichen<br />

jungen Gästen begleitet. Sie dürften begeistert<br />

verfolgen, wie sich eine Gruppe von Menschen zufällig<br />

im Wald begegnet (Wilderness) oder ein großes<br />

Ensemble in die Kunst der Akrobatik einführt (Handmade).<br />

Peiniger: „Da ist dann sechs Wochen lang<br />

Highlife in Tüten.“<br />

31<br />

GOP_Anz_B_85x265.indd 1 28.05.24 11:48


Ein Hansa und Stückgut, arrangiert im Speicher 1, Foto: Stefan Freye<br />

Schuppen Eins:<br />

Vom Stückgut übers Obst zum Oldtimer<br />

Der Chrom glänzt, und es riecht nach Auto: Im<br />

Schuppen Eins stehen rund 60 Fahrzeuge nahezu<br />

jeden Alters, die wohl nicht nur das Herz von Liebhabern<br />

höher schlagen lassen. Die Ausstellung bildet<br />

das Herzstück der Anlage und zählt zu den Highlights<br />

der Überseestadt. Sie ist aber längst nicht alles,<br />

was die große Halle am Europahafen zu bieten hat.<br />

Es klingt ein wenig nüchtern und verrät so gar nichts<br />

vom Zauber, der sich hinter dem Eingang verbirgt:<br />

„Zentrum <strong>für</strong> Automobilkultur und Mobilität“ steht<br />

seit 2013 über den Türen von Schuppen Eins. Mit<br />

dem Eintritt in die nordwestliche Hälfte des rund 400<br />

Meter langen und 50 Meter breiten Bauwerks hat die<br />

Sachlichkeit aber schnell ein Ende: Autos, so weit das<br />

Auge reicht, schöne, alte und auch ganz schön teure.<br />

„Unser Schwerpunkt sind sicher die klassischen Automobile“,<br />

sagt André Castens von der KJH Schuppen<br />

Eins OHG. Das Unternehmen hinter diesem Teil des<br />

markanten Gebäudes hatte das Objekt 2007 erworben<br />

und die heutige Nutzung damit eingeleitet.<br />

Erbaut worden war der Schuppen Eins allerdings<br />

bereits 1959. Damals diente er in erster Linie dem<br />

Stückgut-Umschlag, und weil diese Form der Hafenwirtschaft<br />

an Bedeutung verlor, wurden dort ab<br />

1993 Früchte gelagert und Säfte im Schuppen Eins<br />

abgefüllt. Mittlerweile liegen über zehn Jahre „Automobilkultur“<br />

hinter dem Gebäude. Es gilt nun als Oltimerzentrum.<br />

Als Treffpunkt <strong>für</strong> Menschen aus dem<br />

gesamten Nordwesten.<br />

32


Ein kostenloser Ausflug in die Vergangenheit – auch am Wochenende kann die Ausstellung besichtigt werden, Foto: Stefan Freye<br />

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33


Derzeit gilt ein „Hansa“ aus dem Jahr 1911 als ältestes<br />

Fahrzeug, die Lloyds, Goliaths und Borgwards<br />

verkörpern das Bremer Wirtschaftswunder, und die<br />

zahlreichen „Youngtimer“ geben einen charmanten<br />

Überblick über den Design-Wandel der vergangenen<br />

Jahrzehnte.<br />

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Zu Beginn des Umbaus in 2009 hatte die KJH ziemlich<br />

genaue Vorstellungen von der zukünftigen Ausrichtung<br />

des Riesen an der Konsul-Smidt-Straße. Das<br />

Konzept sah drei Säulen vor: Neben den Automobilen<br />

und entsprechenden Dienstleistungen auch die<br />

Vermietung und den Verkauf von Immobilien. Heute<br />

sind die Hallen voller Oldtimer, rund 1000 Menschen<br />

arbeiten in den Büros der ersten Etage, und im Obergeschoss<br />

sind die 20 Lofts mit jeweils rund 200 Quadratmetern<br />

längst verkauft – und passend zum Ambiente<br />

über einen PKW-Aufzug auch mit dem eigenen<br />

Auto zu erreichen.<br />

Das Herzstück der Anlage bleibt aber die große Halle<br />

im Erdgeschoss mit ihren rund 60 Fahrzeugen.<br />

An sieben Tagen in der Woche lassen sich hier die<br />

Schmuckstücke der Automobilgeschichte besichtigen.<br />

Nicht wenige der automobilen Schätze werden verliehen<br />

oder stehen sogar zum Verkauf. Das gehört<br />

nämlich auch zum Konzept der große Halle: Sie wird<br />

gesäumt von diversen Dienstleistern rund um das<br />

beherrschende Thema. Aber neben Werkstätten zur<br />

Pflege und Restaurierung der Autos gibt es auch<br />

ein ganz aktuelles Mobilitätsangebot: Im Schuppen<br />

Eins lassen sich auch E-Roller, Pedelecs und E-Bikes<br />

testen und kaufen. Man geht offenbar mit der Zeit.<br />

Auch im Außenbereich, wo einige Stromtankstellen<br />

zur Verfügung stehen – eine Offerte, die allerdings <strong>für</strong><br />

keines der im Inneren ausgestellten Fahrzeuge infrage<br />

kommt.<br />

Zudem befinden sich etwa ein Escape-Room und<br />

ein Tätowierer in den Ladenzeilen der riesigen Halle.<br />

Sie wird daneben auch <strong>für</strong> Veranstaltungen aller Art<br />

genutzt, vom Meeting mit zehn Personen bis hin zur<br />

Hausmesse <strong>für</strong> 1000 Gäste. Wo einst Stückgut umgeschlagen<br />

wurde und man später Früchte lagerte<br />

und Säfte abfüllte, ist also längst ein Anziehungspunkt<br />

ganz anderer Art entstanden. Er steht <strong>für</strong> eine ganze<br />

Menge. Nüchtern ist er aber sicher nicht.<br />

Alter Borgward vor dem Speicher 1, Foto: Stefan Freye<br />

34


Ein wirklich großer Markt<br />

Wenn die Überseestadt schläft, geht’s im Großmarkt<br />

erst richtig los: In der Nacht ziehen zahlreiche Händler<br />

noch viel mehr gewerbliche Kunden ins Zentrum<br />

des Quartiers. Das Frischzentrum sorgt fraglos <strong>für</strong><br />

imposante Dimensionen – mittlerweile seit über 20<br />

Jahren.<br />

Seine Größe ist beeindruckend. Den Großmarkt <strong>Bremen</strong><br />

zu beschreiben, fällt deshalb nicht ganz leicht.<br />

Er ist ja nicht nur groß, sondern auch schon ziemlich<br />

alt, über 60 Jahre. Vielleicht fangen wir also mal von<br />

vorn an: Es war im Jahr 1961, als der Großmarkt gleich<br />

neben dem Flughafen errichtet wurde. Rund 40 Jahre<br />

später, nämlich in 2002, sollte eine Airport-City entstehen,<br />

und so musste der Standort weichen.<br />

Ein neuer Platz war allerdings schnell gefunden.<br />

Er machte aus dem Großmarkt einen Pionier der<br />

Überseestadt: Es ging auf die Fläche des einstigen<br />

Überseehafens, der zu diesem Zweck natürlich zugeschüttet<br />

worden war. Insofern gilt der Großmarkt<br />

als Vorläufer all dessen, was in den folgenden Jahren<br />

entstehen sollte. Es gab ihn, noch bevor im Jahr 2003<br />

der „Masterplan Überseestadt“ durch den Bremer Senat<br />

verabschiedet wurde.<br />

Einfahrt Grossmarkt, Foto: Jens Meier Fotodesign<br />

35


Frisches Obst und Gemüse im Großmarkt, Foto: Frank Thomas Koch<br />

Das flächenmäßig größte Kapitel des neuen Quartiers<br />

war also schon geschrieben, ehe die meisten<br />

Menschen überhaupt ahnten, was in der Überseestadt<br />

alles passieren würde. Wie es im Großmarkt zugeht,<br />

stand dagegen fest. Es gab ihn ja schon recht lange.<br />

Nur vergrößerte sich seine Fläche deutlich, nämlich<br />

auf 16,3 Hektar, was in etwa rund 23 Fußballfeldern<br />

entspricht. Bebaut ist rund ein Drittel der Fläche, und<br />

dabei nimmt die eigentliche Großmarkthalle mit über<br />

zwei Hektar den weitaus größten Raum ein.<br />

Rund 90 Händler sind auf dem Großmarkt vertreten.<br />

Sie verkaufen neben Obst und Gemüse viele weitere<br />

Lebensmittel, Spezialitäten und zudem auch alle<br />

erdenklichen Pflanzen und Blumen. Die Kaufleute<br />

versorgen rund 3000 Kunden, die aus einem<br />

Einzugsgebiet mit dem stattlichen Radius von 100<br />

Kilometern nach <strong>Bremen</strong> kommen. Der jährliche<br />

Warenumschlag des Großmarkts wird auf rund<br />

250.000 Tonnen geschätzt, was einem Umsatz von<br />

etwa 400 Millionen Euro entspricht.<br />

Mit einer Kernöffnungszeit von 2.00 bis 9.00 Uhr<br />

erwacht der Großmarkt in der Nacht zum Leben,<br />

von Montag bis Samstag. Da gilt allerdings nicht <strong>für</strong><br />

den benachbarten Edeka-Foodservice und den <strong>für</strong><br />

Endverbraucher gedachten REWE-Markt, der seit<br />

2021 ebenfalls auf dem Gelände des sogenannten<br />

Frischzentrums ansässig ist. Den Großmarkt gibt<br />

es übrigens nicht nur in der Überseestadt: Er ist mit<br />

33 Wochenmärkten in <strong>Bremen</strong>, Bremerhaven und<br />

Lilienthal gewissermaßen überall vertreten. Dabei<br />

sorgen rund 800 Marktkaufleute <strong>für</strong> nahezu 4000<br />

Markttage. Aber das ist eine ganz andere Geschichte...<br />

Die lange Reise zur Off-Location<br />

Allein der Name lässt auf ein gewisse Aktivität schließen:<br />

Die Energieleitzentrale dient seit fast 20 Jahren<br />

als Ort <strong>für</strong> die etwas andere Veranstaltung. Wo einst<br />

Strom erzeugt und Stapler gewartet wurden, finden<br />

heute Galas, Kongresse oder Ausstellungen statt. In<br />

einem der ältesten Gebäude der Überseestadt macht<br />

nun eine „Off-Location“ von sich reden.<br />

Der große Bruder steht gewissermaßen nebenan: Die<br />

Energieleitzentrale befindet sich in Sichtweite des Speicher<br />

XI, und auch sie stammt aus der Gründerzeit des<br />

Überseehafens, zählt also zu den ältesten erhaltenen<br />

Bauten des Quartiers. Noch etwas eint die alteingesessenen<br />

Hallen - ihr heutiger Zweck hat nichts mehr mit<br />

der einstigean Bestimmung zu tun.<br />

36


Die Energieleitzentrale wird nämlich als Veranstaltungszentrum<br />

genutzt, beherbergt im großen BLG-Forum<br />

und der angeschlossenen Generatorenhalle gleich<br />

zwei Räumlichkeiten <strong>für</strong> das etwas andere Event. Man<br />

nennt es „Off-Location“: Überdimensionierte Räume<br />

und ihr fabrikähnliches Ambiente verbreiten eine coole<br />

Atmosphäre. Dabei stand das heutige Erfolgsrezept<br />

zum Start noch nicht einmal fest. „Am Anfang sollte<br />

es eine reine Konzerthalle werden“, sagt Ernst Brandt,<br />

seit 2007 als Betriebsleiter der Energieleitzentrale tätig.<br />

Am Anfang, das war 2006: Damals trat Chansonnier<br />

Tim Fischer im BLG-Forum auf. „Die Veranstaltung war<br />

ausverkauft, aber ein Zusatzgeschäft“, erinnert sich<br />

Brandt. Es musste also ein anderes Konzept her, und<br />

so wurde die Idee geboren, aus den Räumlichkeiten der<br />

Energieleitzentrale eine Off-Location zu machen. „Für<br />

alle, die etwas anderes wollen als Messehallen“, sagt<br />

Ernst Brandt.<br />

JETZT<br />

GEÖFFNET!<br />

Er tritt dabei stets als Vermieter auf. Wer das rund<br />

2000 Quadratmeter große BLG-Forum oder die Generatorenhalle<br />

(300 qm) bucht, übernimmt in aller Regel<br />

auch die gesamte Organisation seines Events. „Und ein<br />

erheblicher Teil unserer Kunden kommt nicht aus <strong>Bremen</strong>“,<br />

berichtet Ernst Brandt. Es gäbe nämlich „nicht<br />

so viele“ Locations dieser Art in Norddeutschland. Also<br />

sind seit fast 20 Jahren regelmäßig Firmenfeste, Galas,<br />

BREMEN BLG-Forum<br />

www.koerperwelten.de<br />

Veranstaltung zur Verleihung des Stadtmuskantenpreises im BLG Forum, Foto BLG<br />

37


38<br />

Banksy Ausstellung im BLG Forum, Foto: Privat


Van Gogh im BLG Forum, Foto: Yvonne Punke<br />

Produktpräsentationen oder Messen zu Gast in der<br />

Energieleitzentrale. Sie eignet sich aber auch <strong>für</strong> so<br />

manches Event der bekannten Bremer Veranstaltungen:<br />

Das Musikfest und die Jazzahead! waren mit Konzerten<br />

vor Ort – und erinnerten damit gewissermaßen<br />

an den Einstand in 2006.<br />

Relativ neu ist dagegen ein ganz anderes Betätigungsfeld:<br />

die Ausstellungen. Sie hatten in 2018 mit der Terrakottaarmee<br />

begonnen, und über die „Van Gogh Experience“<br />

(2021) oder „The Mistery of Banksy“ (2022)<br />

ging bis zu den „Körperwelten“, dem aktuellen Event in<br />

der Energieleitzentrale. Die aufwendigen Produktionen<br />

nutzen dabei regelmäßig alle zur Verfügung stehenden<br />

Hallen, und so lässt sich heute nicht einmal mehr erahnen,<br />

was sich früher einmal in den alten Gebäuden<br />

abgespielt hatte.<br />

Das BLG-Forum diente einst als Staplerhalle. Die Bremer<br />

Lagerhaus Gesellschaft hatte nämlich bereits in<br />

den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts auf<br />

den Stückgut-Transport durch Elektrokarren gesetzt<br />

und das große Gebäude in 1927 zur Unterbringung<br />

und Wartung der Stapler erbaut. Noch etwas älter ist<br />

die Generatorenhalle, die 1906 als Maschinenhaus entstand<br />

und die gesamte Energieversorgung des Hafens<br />

sowie Sozialräume der Hafenarbeiter beherbergte.<br />

39


Das Hafenmuseum ist auch körperlich ein Erlebnis, Foto: Daniela Buchholz<br />

Speicher XI<br />

Vom „Brok“ über „Wahrschau“ bis zur Gestaltung<br />

Seit über 20 Jahren ist das Hafenmuseum im Speicher<br />

XI nicht mehr aus der Überseestadt wegzudenken:<br />

Auf 2000 Quadratmetern erleben jährlich 18.000<br />

Menschen, wie sich die Arbeit zwischen Schiffen, Kai<br />

und Lagerhallen verändert hat. Im Verlauf der Jahre<br />

hat sich allerdings auch das Museum entwickelt.<br />

Schiffsmodell im Hafen Museum Foto, Foto: Stefan Freye<br />

Im Februar dieses Jahres waren es bereits 20 Jahre:<br />

Das Hafenmuseum im Speicher XI zählt zweifellos zu<br />

den etablierten Größen der Überseestadt – und das<br />

könnte auch an der personellen Kontinuität liegen.<br />

„Wir sind gut gewachsen, mit einem tollen Team, dessen<br />

Mitglieder alle sehr lange bei uns sind“, sagt Claudia<br />

Seidel. Sie selbst zählte mit Anne Schweisfurth<br />

und der heutigen Ruheständlerin Astrid Müller zu den<br />

Frauen der ersten Stunde. Aus dem geschäftsführenden<br />

Trio wurde also irgendwann ein Duo, und nach<br />

wie vor zählt die Öffentlichkeitsarbeit zu den Aufgaben<br />

von Claudia Seidel. Wie ist es also gelaufen in den<br />

vergangenen 20 Jahren? „Es hat sich viel getan“, sagt<br />

Seidel und lächelt zufrieden. Das kann man sich gut<br />

vorstellen: Selbst ein etabliertes Museum muss sich<br />

entwickeln und darf sich nicht auf seinen Erfolgen<br />

ausruhen.<br />

So wurde nicht nur die Anzahl der Mitarbeiter auf insgesamt<br />

15 Teilzeitkräfte und Mini-Jobber ausgebaut.<br />

Auch das Programm des Hafenmuseums sieht mittlerweile<br />

ganz anders, nämlich deutlich umfangreicher<br />

aus. Neben den diversen Hafenrundfahrten werden<br />

nun auch Familiennachmittage und Mitmachausstellungen<br />

angeboten. Zudem geht es im großen Saal<br />

des Obergeschosses regelmäßig um Wissenswertes<br />

aus Hafen und Seefahrt. „Wir machen dort dokumentarische<br />

Ausstellungen zu maritimen Themen“, sagt<br />

40


Hafenmuseum und HfK im Speicher XI, Foto: Hafenmuseum <strong>Bremen</strong><br />

Claudia Seidel. So läuft seit dem April „Point of View“:<br />

Noch bis zum August gibt es „künstlerische und wissenschaftliche<br />

Perspektiven auf die deutsche Kolonialgeschichte<br />

im Westpazifik“ und begleitend dazu<br />

diverse Veranstaltungen.<br />

Aber da ist natürlich dieser eine spezielle Grund, warum<br />

mittlerweile rund 18.000 Menschen jährlich den<br />

Weg zur südöstlichen Spitze des alten Baumwollspei-<br />

chers finden: Es ist das eigentliche Hafenmuseum,<br />

das auf rund 2000 Quadratmetern eine ganze Menge<br />

der Dinge präsentiert, die das Arbeiten zwischen<br />

Schiffen, Kai und Lagerhallen eben ausmachen. „Wir<br />

begreifen uns als Schaufenster zur Hafenwirtschaft“,<br />

sagt Claudia Seidel. Das Museum startet mit einer<br />

Art Ahnengalerie: Im Erdgeschoss werden zunächst<br />

einige Menschen gewürdigt, ohne deren Ideen und<br />

Engagement es den Hafen gar nicht gegeben hätte.<br />

Familie Tielitz<br />

und Mitarbeiter<br />

in 5. Generation<br />

Laura und Henrick Tielitz<br />

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41


Daneben geht es um die Begradigung der Weser,<br />

eine weitere wichtige Voraussetzung <strong>für</strong> die maritime<br />

Geschichte der Stadt. Wer dann über eine echte<br />

Gangway ins Obergeschoss des Museums gelangt ist,<br />

befindet sich mitten in der alten Hafenwirtschaft. Unter<br />

dem Motto „Arbeiten Hand-in-Hand“ tauchen die<br />

Besucher in die Welt der Hafenberufe und des Warenumschlags<br />

ein.<br />

In der folgenden Abteilung wird es ein bisschen<br />

romantisch: Rund 15 Schiffsmodelle zeigen die Entwicklung<br />

der Frachtschifffahrt seit 1945, und daneben<br />

schildern viele Zeitzeugen ihre Erfahrungen. Das<br />

Museum hat nämlich einen biografischen Ansatz gewählt:<br />

Es liegt neben den eigentlichen Hafenvierteln,<br />

und so sollen die Hafenarbeiter auch zu Wort kommen.<br />

Sie berichten also von den „alten Zeiten“, die zudem<br />

in diversen Videos auch visuell erlebbar gemacht<br />

werden. Große Modelle des Neustädter Hafens und<br />

der Getreideverkehrsanlage sorgen mit zahlreichen<br />

Erklärungen <strong>für</strong> weitere Informationen, und mit einem<br />

begehbaren Fußboden-Modell des alten Hafengebietes<br />

wird den Besuchern ein etwas anderer Überblick<br />

verschafft.<br />

Den Abschluss des Hafenmuseums bildet derzeit<br />

ein aktuelles Modell des 300 ha großen Areals der<br />

Überseestadt. Zudem gibt es dort die letzten Ausstellungsstücke<br />

aus der Rubrik „Hafen von A bis Z“. Das<br />

Leitsystem begleitet die Besucher durch die einzelnen<br />

Räume, und so erfahren sie, dass ein „Brok“ ein Netz<br />

aus Draht oder Tau ist, mit dessen Hilfe Stückgut verladen<br />

wurde, als „Quittje“ ein Nicht-Bremer im Hafen<br />

bezeichnet wird und „Wahrschau“ der Warnruf der<br />

Hafenarbeiter ist.<br />

Zu erleben gibt es das Hafenmuseum von Dienstag<br />

bis Sonntag zwischen 11 und 18 Uhr. Der Eintritt <strong>für</strong><br />

Menschen über 18 Jahre beträgt 5 Euro, <strong>für</strong> alle anderen<br />

– also Kinder und Jugendliche – übernimmt<br />

die Sparkasse die Kosten des Museumsbesuchs. Das<br />

Bremer Kreditinstitut zählt damit zu den diversen Unterstützern<br />

des privaten Hafenmuseums. Betrieben<br />

wird es von der Kulturforum Speicher XI GmbH, die<br />

auch einen Teil des Jahresetats von rund 450.000<br />

Euro finanziert. Daneben wird das Museum durch die<br />

Hafenwirtschaft sowie Spenden- und Projektgelder<br />

unterstützt, und natürlich nehmen auch die Eintrittsgelder<br />

einen Posten im Finanzplan ein. So ist das seit<br />

20 Jahren, und so wird es vermutlich auch in 20 Jahren<br />

noch sein.<br />

Nachwuchs in der Speicher-Familie<br />

Als elementarer Bestandteil des großen Speichers<br />

XI hat sich die Hochschule <strong>für</strong> Künste (HfK) längst<br />

etabliert. Seit dem letzten Jahr gibt es gleich neben<br />

dem imposanten Gebäude aber noch einen kleinen<br />

Bruder: Der Speicher XI A soll die Künstler mit den<br />

Musikern aus der Dechanatstraße vereinen.<br />

Reges Treiben bei der HfK im Speicher XI, Foto: HfK<br />

42


Es ist ja nicht ganz leicht, den Überblick zu behalten.<br />

Aber es erscheint nicht allzu gewagt, den Speicher XI<br />

A als eines der neuesten Gebäude in der noch immer<br />

von reger Bautätigkeit geprägten Überseestadt zu<br />

bezeichnen. Erst im April 2023 eingeweiht, haben die<br />

gleich neben dem großen Speicher XI entstandenen<br />

drei Hallen eine klar definierte Aufgabe: Sie sollen<br />

die Bereiche Kunst und Design sowie Musik in einer<br />

großen Einheit miteinander verzahnen. Der Speicher<br />

XI A zählt schließlich zur Hochschule <strong>für</strong> Künste, und<br />

die gibt es an zwei Standorten in der Stadt: Der Fachbereich<br />

Musik ist in der Dechanatstraße beheimatet,<br />

und der Fachbereich Kunst und Design ist im Speicher<br />

XI untergebracht, ebenso wie ein Großteil der HfK-<br />

Verwaltung.<br />

Hockerz, Diplomarbeit der HfK, Foto: Stefan Freye<br />

Mit dem Speicher XI A soll nun verknüpft werden, was<br />

zuvor noch getrennt erschien. Denn in dem knapp<br />

100 Meter langen Gebäude und auf einer Fläche von<br />

rund 2000 Quadratmetern stehen nicht nur zwei<br />

Werkhallen mit aufteilbaren Ateliers und großen<br />

Wandflächen zur Verfügung. Der „kleine“ Speicher<br />

verfügt auch über eine Multifunktionshalle mit rund<br />

400 Plätzen, die etwa ein Drittel der Gesamtfläche<br />

einnimmt. Hier finden nun Ausstellungen und Performances<br />

ebenso statt wie Konzerte und Opernaufführungen.<br />

„Vor allem diese Halle bringt Kunst, Design<br />

und Musik zusammen“, sagt Melissa Lemcke. Was die<br />

Pressesprecherin der HfK damit meint, war schon bei<br />

der Eröffnung in 2023 ausgesprochen deutlich geworden:<br />

Unter dem Namen „Polytope Xia“ begeisterte<br />

eine große Klang- und Lichtinszenierung der Studierenden<br />

aus den Fachbereichen Kunst und Design<br />

43


sowie Musik die geladenen Gäste; zudem erklangen<br />

an allen Veranstaltungstagen neue Raumklang-Kompositionen<br />

von HfK-Studierenden.<br />

Spätestens in diesem Moment wusste Melissa Lemcke,<br />

dass sie richtig ist in der Hochschule <strong>für</strong> Künste.<br />

„Ich empfinde es als großes Glück, in diesem Bereich<br />

zu arbeiten und fühle mich hier zuhause“, sagt die<br />

Öffentlichkeitsarbeiterin. Sie rückte erst 2022 ins Amt<br />

und arbeitet nun <strong>für</strong> eine ziemlich traditionsreiche<br />

Hochschule. Die Geschichte der HfK geht nämlich<br />

zurück bis ins Jahr 1873. Die damals gegründete<br />

„Technische Anstalt <strong>für</strong> Gewerbetreibende“ gilt als<br />

eigentlicher Vorläufer der heutigen Hochschule. Ein<br />

paar Jahre nach der Umbenennung in eine „Kunstgewerbeschule“<br />

verlegte man die Ur-Hochschule 1923<br />

von der Bürgermeister-Smidt-Straße zur Straße Am<br />

Nun liegt die HfK zwar nicht mehr ganz so zentral wie<br />

am Wandrahm. Angesichts des imposanten Speichers<br />

verfügt sie aber über viel Platz und eine enorme Präsenz.<br />

Auf der Hälfte des mit 403 Metern zweitgrößten<br />

Bremer Gebäudes (Bunker Valentin misst 419 Meter)<br />

entstanden einst zahlreiche Ateliers, und mittlerweile<br />

hat sich auch die Anzahl der Studierenden im Speicher<br />

XI deutlich erhöht: Waren vor rund zehn Jahren<br />

noch 400 angehende Künstler eingeschrieben, sind<br />

es heute 650. Sie werden von 33 Professoren und 55<br />

Lehrbeauftragten betreut – und das lässt sich durchaus<br />

wörtlich nehmen. Die Studierenden besuchen<br />

zwar auch Vorlesungen, doch vorwiegend erfolgt eine<br />

individuelle Begleitung durch Professoren und Lehrbeauftragte.<br />

Diplomarbeit Fotografie HfK, Foto: Stefan Freye<br />

Wandrahm. Die Bezeichnungen der Anstalt wechselten<br />

in den folgenden Jahren, ihr Standort blieb – bis<br />

2003 der Umzug in den Speicher XI erfolgte.<br />

Es ist wohl kein Wunder, dass dieses Angebot eine<br />

gewisse Nachfrage erzeugt. Zum letzten Wintersemester<br />

gingen 1388 Bewerbungen im Fachbereich<br />

Kunst und Design ein, einen Platz an der HfK erhielten<br />

aber lediglich 118 Studierende, also nicht einmal zehn<br />

Prozent Die Kandidaten hatten sich dabei einer Vorauswahl<br />

zu stellen und danach eine Aufnahmeprüfung<br />

absolviert. Sie verteilen sich nun auf die drei Bereiche<br />

„freie Kunst“, „digitale Medien“ und „integriertes<br />

Design“. Dabei verfügt die Hochschule über 45 Prozent<br />

internationale Studierende, also Menschen, die<br />

aus dem Ausland zum Studium nach <strong>Bremen</strong> gekommen<br />

sind. Sie sind nun Teil einer Hochschule, deren<br />

Atmosphäre Melissa Lemcke als „lebhaft und bunt“<br />

beschreibt. Diese Atmosphäre lässt vielleicht am besten<br />

in den Speichern XI und XI A erleben, am 5. Juli,<br />

dem Tag der offenen Tür, sogar <strong>für</strong> alle Interessierten.<br />

Aber außerhalb der Überseestadt gibt es noch mehr<br />

HfK: Ein weiterer „Standort“ der Hochschule befindet<br />

sich seit 2022 nämlich auf der Weser. In der „MS<br />

Dauerwelle“ wurde das Angebot der HfK vor rund<br />

zwei Jahren noch einmal erweitert. Das einstige Fahrgastschiff<br />

misst 53 Meter, liegt an der Schlachte und<br />

bietet nach umfangreichen Umbauarbeiten viel Raum<br />

<strong>für</strong> Performances, Konzerte oder Vorträge. In gewisser<br />

Weise war die MS Dauerwelle also der erste Ort, der<br />

Kunst und Design mit der Musik vereint hat.<br />

44


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Einen der besten Sonnenuntergang-Spots in <strong>Bremen</strong>, Foto: WFB<br />

Strand-Feeling am Wendebecken<br />

Mit einem der schönsten Sonnenuntergänge<br />

Am Anfang stand eine Steinvorschüttung. So nannte<br />

man den künstlich geschaffenen Hochwasserschutz<br />

am Wendebecken bis 2018. Wohin man auch sah:<br />

Unzählige Steine schufen einen ebenso effektiven<br />

wie unansehnlichen Wall, der die Überseestadt vom<br />

Weserwasser trennte. Seit 2019 ist alles anders. Damals<br />

entstand der Strandpark Waller Sand, ein „Ort<br />

mit Aufenthaltsqualität“.<br />

So wird der Strand jedenfalls von den Tourismus-<br />

Fachleuten des Bremer Marketings beschrieben, und<br />

das scheint keine Übertreibung zu sein. Allein der<br />

Blick der Strandpark-Gäste kann sich ja sehen lassen:<br />

Zur linken liegt der schmucke Molenturm, im Hintergrund<br />

die Silhouette der Stahlwerke und gleich gegenüber<br />

befinden sich die Waterfront und die große<br />

Getreideverkehrsanlage. Die mit Gräsern, Sanddorn<br />

46


und Kiefern bewachsenen Dünen werten den Strand<br />

direkt auf, ebenso wie die Volleyballfelder, der Wasserspielplatz<br />

und die zahlreichen Sitzgelegenheiten.<br />

Schließlich wurde auch eine direkte Anbindung zur<br />

Hafenpromenade geschaffen, der Waller Sand also<br />

eingebunden in das Wegenetz der Überseestadt. Der<br />

einzige Schönheitsfleck in der ansonsten gelungenen<br />

Anlage: Angesichts des Schiffsverkehrs – allein die<br />

Weserfähre Pusdorp kommt regelmäßig vorbei - ist<br />

das Baden nicht erlaubt.<br />

FREITAG<br />

<br />

Ganztägig Shoppen und Genießen<br />

in den Geschäften und Restaurants<br />

Auf dem BENQUEPLATZ<br />

16 Uhr Warm-up Essen & Trinken mit Musik<br />

20 Uhr EM-Spieleröffnung<br />

Deutschland : Schottland<br />

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ViEWiNG<br />

21. Wachmann-<br />

Straßenfest<br />

SAMSTAG<br />

Entspanntes Shoppen und Genießen in den<br />

Geschäften und Restaurants<br />

Auf dem BENQUEPLATZ<br />

15 Uhr Begrüßung und Schulzirkus<br />

17 Uhr Live-Musik Coverground<br />

20 Uhr Live-Musik Alejandra Burgos<br />

Südsee trifft Industrie – der Waller Sand, Foto: WFB<br />

Entstanden ist der Waller Sand aus einer Notwendigkeit<br />

heraus: Der alte Steinwall war in die Jahre gekommen<br />

und musste erneuert werden, zudem sollte<br />

die Hochwasserlinie in diesem Bereich ohnehin erhöht<br />

werden. Also ergriff man die Chance und gestaltete<br />

das gesamte, drei Hektar große Areal ganz neu – in<br />

Zusammenarbeit mit dem Waller Beirat und den Anwohnern.<br />

Was 2019 eröffnet und bis 2022 erweitert<br />

wurde, erzeugte eine bundesweite Resonanz, wurde<br />

der Waller Sand doch zum Deutschen Städtebaupreis<br />

nominiert. Die Gesamtkosten von rund 10 Millionen<br />

Euro wurden zu rund drei Viertel vom Bund und der<br />

EU übernommen. Eine Steinvorschüttung gibt es übrigens<br />

nach wie vor. Sie liegt nun allerdings unterhalb<br />

der Wasserlinie.<br />

Das Aktionsprogramm liegt in den<br />

teilnehmenden Geschäften aus<br />

und ist nachzulesen auf<br />

www.diewachmannstrasse.de<br />

47


Bremer Krebsgesellschaft e. V.<br />

Unterstützungsangebote<br />

<strong>für</strong> Betroffene<br />

ENGAGEMENT<br />

Kuratorium der Bremer Krebsgesellschaft, v. l. Emily Lürßen, Rita Lürßen, Gabriele Strangemann,<br />

Luisa Finck<br />

Gala Gäste in der Oberen Rathaushalle<br />

Krebs erschüttert das ganze Leben. In <strong>Bremen</strong> erhalten<br />

jedes Jahr ca. 4200 Menschen eine Krebs-<br />

Diagnose. Nach dem ersten Schock kommen viele<br />

Fragen und Ängste. Vielfältige Veränderungen im<br />

Leben gehen mit der Diagnose einher. Das kann<br />

Partnerschaft, Kinder, Freundschaften, den Beruf<br />

und nicht selten die finanzielle Situation betreffen.<br />

Unterstützung und Beratung bietet die Bremer<br />

Krebsgesellschaft. Die Beratungen sind vertraulich<br />

und kostenfrei.<br />

<strong>für</strong> Betroffene, Angehörige und Hinterbliebene. Für<br />

Kinder, in deren Familie jemand an Krebs erkrankt ist,<br />

gibt es das Angebot „Pegasus“. Hier finden Kinder und<br />

Jugendliche einen Raum, in dem sie ihre Gedanken,<br />

Ängste und Gefühle teilen können.<br />

Mit besonderen Events wie der Gala gegen Krebs<br />

ist die Bremer Krebsgesellschaft zu einem Teil des<br />

Der ehrenamtliche Vorstand, das Kuratorium und die<br />

Mitarbeiterinnen in den Beratungsstellen <strong>Bremen</strong>-<br />

Stadt und <strong>Bremen</strong>-Nord setzen die Aufgaben der<br />

Bremer Krebsgesellschaft um. Neben der Beratung<br />

gibt es Projekte zur Krebsprävention, öffentliche<br />

Vorträge, Aktionstage und Seminare sowie Treffs<br />

Gemeinsam stark, die Drachenbootcrew der Bremer Krebsgesellschaft e.V.<br />

48


„Schau mich an“<br />

Fotoshooting <strong>für</strong> Frauen<br />

in Chemotherapie<br />

„Lauf Zur Venus“, zugunsten der Bremer Krebsgesellschaft e. V. durch den Bürgerpark<br />

gesellschaftlichen Lebens geworden. Alle zwei Jahre<br />

lädt das Kuratorium zur großen Spendengala in<br />

die obere Rathaushalle, unterstützt von den Bremer<br />

Philharmonikern und vielen ehrenamtlichen Helfern<br />

und Dienstleistern. Rita Lürssen und Gabriele Strangemann<br />

engagieren sich seit nunmehr 25 Jahren als<br />

Kuratorinnen. In diesem Jahr konnten zwei weitere<br />

Unterstützerinnen gewonnen werden, Emily Lürssen<br />

und Luisa Finck.<br />

Auch der „Lauf Zur Venus“, der immer am 3. Sonntag<br />

im September stattfindet, ist ein fester Bestandteil in<br />

vielen Terminkalendern. Im Bürgerpark und weltweit<br />

bewegen sich Menschen, spenden Geld und Kilometer<br />

<strong>für</strong> die Bremer Krebsgesellschaft.<br />

Zuhören. Begleiten. Helfen – in allen Lebenslagen,<br />

die eine Krebserkrankung mit sich bringt, ist die Bremer<br />

Krebsgesellschaft Ansprechpartner.<br />

Bremer Krebsgesellschaft e. V.<br />

Am Schwarzen Meer 101-105<br />

28205 <strong>Bremen</strong><br />

T 0421 491 92 22<br />

krebsgesellschaft-hb.de<br />

49


Florian Donderer und Tanja Tetzlaff<br />

Foto: Neda Navaee<br />

sendesaal bremen<br />

VERANSTALTUNGEN<br />

Juni / August<br />

Samstag, 1. Juni 2024 ,20 Uhr<br />

MISCHPOKE<br />

Die Musik der Hamburger Klezmer-Band Mischpoke<br />

ist ein höchst abwechslungsreicher Mix aus traditionellen,<br />

neu arrangierten und selbst komponierten Stücken,<br />

bei dem ein Miteinander der Genres zwischen Klezmer,<br />

Jazz, Tango, Weltmusik und Klassik ausgelotet wird. Ob<br />

kleine Bühnen oder großer Konzertsaal, ob Hamburger<br />

Weinbistro, internationale Festivals oder Berliner Philharmonie:<br />

Mit ihrem passionierten und hochvirtuosen<br />

Spiel entsteht jedes Mal diese kollektive Energie, die<br />

Herz und Hüfte in Schwingung versetzt.<br />

Sonntag, 2. Juni 2024, 20 Uhr<br />

NORMA WINSTONE:<br />

Grande Dame des Jazz<br />

Die Grande Dame des europäischen Jazzgesangs Norma<br />

Winstone betritt mit dem internationalen Quintett<br />

„The North“ die Bühne des Sendesaals: im Gepäck hat<br />

die Gesangslegende aus dem Vereinigten Königreich ein<br />

Programm mit Musik des kanadischen Jazztrompeters<br />

Kenny Wheeler (1930–2014), einem der größten Jazzkomponisten<br />

des letzten Jahrhunderts.<br />

Dienstag, 4. Juni 2024, 20 Uhr<br />

DAS BREMER KONZERT<br />

Das Bremer Konzert ist längst eine Institution: Tanja<br />

Tetzlaff und Florian Donderer, die die Reihe kuratieren,<br />

laden Freund:innen zur Kammermusik ein. Diesmal<br />

steht das Oktett von Franz Schubert <strong>für</strong> Klarinette, Horn,<br />

Fagott und Streicher im Mittelpunkt: ein schillerndes,<br />

abwechslungsreiches Stück mit wunderbaren Passagen<br />

<strong>für</strong> die einzelnen Instrumente.<br />

50


wie das andere, kein Stück, wie man es kennt und die<br />

Instrumente spielen auch nicht immer das, was man<br />

erwartet. Der Groove verbindet alles. Die vier hochtalentierten<br />

Hanke Brothers spielen sich virtuos über alle<br />

Genregrenzen hinweg. Jedes Konzert wird zum wohligen<br />

Anschlag auf alle Sinne. Unerwartet, unglaublich,<br />

unerhört.<br />

Mischpoke, Foto: Steven-Haberland<br />

Donnerstag, 6. Juni 2024, 20 Uhr<br />

AMARYLLIS QUARTETT<br />

Le nozze di Figaro – Mozart & Kelterborn<br />

Wenn das Amaryllis Quartett im Sendesaal Mozart<br />

spielt, ist einfach alles gut – dieses Gefühl stellt sich sehr<br />

schnell ein, wenn das renommierte Quartett wieder einen<br />

Halt in <strong>Bremen</strong> einlegt! Die „ECHO Klassik“-Preisträger<br />

bringen neben Mozart auch Musik von Rudolf<br />

Kelterborn, Albert Roussel und Joseph Martin Kraus in<br />

den Sendesaal mit. Als Gast: Henrik Wiese, Soloflötist<br />

des Orchesters des Bayerischen Rundfunks.<br />

Mittwoch, 12 .Juni 2024, 20 Uhr<br />

SONICO<br />

Piazzolla – Rovira: The Edge of the Tango<br />

Das belgische Tango-Ensemble Sonico widmet sich der<br />

Wiederbelebung der Musik von Eduardo Rovira, der<br />

zusammen mit Astor Piazzolla <strong>für</strong> die Entstehung des<br />

Avantgarde-Tangos steht. Sonico ist ein multinationales<br />

Ensemble, eines der wenigen modernen Tango-Orchester<br />

in Europa. Oft fälschlicherweisem als „der andere<br />

Piazzolla“ bezeichnet, gelang Eduardo Rovira mit seinen<br />

Innovationen eine kreative Verschmelzung zwischen<br />

den populären Wurzelnn des Tangos und der klassischen<br />

Musik. Sonico ist das einzige Ensemble weltweit,<br />

das sich der Wiederentdeckung und Aufführung der<br />

Musik Roviras widmet.<br />

Freitag, 14. Juni 2024, 20 Uhr<br />

HANKE BROTHERS IN CONCERT<br />

Klassik, Pop, Jazz und Techno – groovige Musik auf<br />

Tuba, Klavier, Bratsche und Blockflöte. Kein Konzert ist<br />

Sonntag, 16. Juni 2024, 18 Uhr<br />

PRISMA & Vincenzo Capezzuto<br />

Das dynamische Bremer Quartett PRISMA mit Blockflötistin<br />

Elisabeth Champollion trifft auf den charismatischen<br />

italienischen Allrounder-Sänger Vincenzo<br />

Capezzuto. In diesem süffigen italienischen Programm<br />

erklingen barocke Klassiker wie Monteverdis Si dolce<br />

è‘l tormento, italienische Volkslieder, Tänze wie die Tarantella,<br />

Saltarellos und Follias. PRISMA lädt <strong>für</strong> dieses<br />

Projekt den italienischen Sänger Vincenzo Capezzuto<br />

ein, der <strong>für</strong> seine große Zugänglichkeit und Publikums-<br />

Zugewandheit weltweit gefeiert wird – und <strong>für</strong> seine<br />

außerordentlich bewegliche, hochexpressive Stimme.<br />

Freitag, 23. August 2024, 20 Uhr<br />

Norddeutsches Schulmusikstudierendenorchester<br />

Studierende der fünf norddeutschen Musikhochschulen<br />

in <strong>Bremen</strong>, Hamburg, Hannover, Lübeck und Rostock<br />

vereinen sich in einem Orchester, um ein lebendiges<br />

Musikleben in Norddeutschland fördern. Im Programm<br />

haben sie Sibelius‘ atmosphärische „Finlandia“-Tondichtung,<br />

Beethovens „Pastorale“-Sinfonie Nr. 6 und<br />

Édouard Lalos Cello-Konzert.<br />

Hanke Brothers, Foto: WP-Steinheisser<br />

Sendesaal <strong>Bremen</strong><br />

Bürgermeister-Spitta-Allee 45<br />

28329 <strong>Bremen</strong><br />

AB 0421 33 00 57 67<br />

Kartenvorverkauf<br />

sendesaal-bremen.de<br />

oder über eventim.de<br />

T 01806 570070<br />

Alle Veranstaltungen und Online-Ticketverkauf auf sendesaal-bremen.de<br />

51


Vom 7. bis zum 9. Juni wird <strong>Bremen</strong> wieder Stadt<br />

der Straßenkünste. LA STRADA präsentiert ein<br />

buntes Programm voller Magie, mit Akrobatik und<br />

Clownerie, Tanz, Theater und Installationen. Unter<br />

dem Motto „Change of Perspectives“ erleben<br />

Besucherinnen und Besucher eine lebendige und<br />

urbane Festivalatmosphäre in der Innenstadt rund<br />

um das Bremer Rathaus und den Dom.<br />

LA STRADA 2024<br />

30. Internationales Festival der Straßenkünste<br />

Zum 30. Mal präsentiert LA STRADA in <strong>Bremen</strong><br />

Straßenkünstler:innen aus ganz Europa. Mit ihren<br />

neuen Shows aus allen Genres der Straßenkunst begeistern<br />

sie das Festival-Publikum auf dem Marktplatz<br />

und rund um den Dom und in diesem Jahr zum ersten<br />

Mal auch im Bremer Viertel.<br />

Fotos: Frank Schaffka<br />

Akrobatik und Jonglage, Theater, Tanz und Clownerie:<br />

<strong>für</strong> die Vielfalt der Darbietungen und die Auswahl<br />

hochkarätiger Künstlerinnen und Künstler ist LA<br />

STRADA über die Grenzen Deutschlands bekannt.<br />

52


Die Innenstadt wird erfüllt von einer lebendigen Festival-Atmosphäre,<br />

in der sich Menschen begegnen,<br />

die Stadt genießen und sich treiben lassen, denn LA<br />

STRADA ist ein Festival <strong>für</strong> alle: unter freiem Himmel<br />

und bei freiem Eintritt. Und am Ende der Show geht<br />

traditionell der Hut rum.<br />

Die Gruppe CIRQUE ON EDGE wird am Freitag, 7. Juni<br />

um 22.30 Uhr das 30. LA STRADA Festival eröffnen.<br />

Mit der Show „across the wall“ will die Künstlergruppe<br />

Abgründe und Distanzen überwinden. Das Stück<br />

erzählt vom Bau einer acht Meter überspannenden<br />

Holzbrücke, um Menschen miteinander zu verbinden.<br />

Durch den Bau der Brücke erlebt das Publikum, wie<br />

eine kleine Gruppe von Personen mit Mut und Willen,<br />

entgegen aller Widerstände, Lebensrealitäten verän-<br />

dern kann und einen neuen Weg öffnet. Der Spielort<br />

in den Wallanlagen sorgt in den Abendstunden <strong>für</strong><br />

eine ganz besondere Atmosphäre. Die Vorstellung<br />

wird ebenfalls tagsüber am Samstag und Sonntag<br />

um 11 Uhr sowie am Samstagabend um 22.30 Uhr<br />

und zum Festivalabschluss am Sonntag um 18 Uhr<br />

gezeigt. Die Vorstellungen der Gruppe CIRQUE ON<br />

EDGE sind ein Geschenk der Sparkasse <strong>Bremen</strong>!<br />

LA STRADA #30 konzentriert in diesem Jahr sich wieder<br />

vorwiegend auf die Innenstadt, in der die meisten<br />

Aufführungen gezeigt werden.<br />

LA STRADA<br />

<strong>Bremen</strong> vom 07. bis 09. Juni 2024<br />

Programm unter: lastrada-bremen.de<br />

PROGRAMMÜBERSICHT<br />

FREITAG<br />

19:00 – 22:00 Uhr / Open Space Domshof<br />

20:00 Uhr / Schaulust (am Güterbahnhof)<br />

22:30 – 23:30 Uhr Wallanlagen<br />

SAMSTAG<br />

11:00 – 12 Uhr / Wallanlagen<br />

12:00 – 18:00 / Marktplatz & Domshof<br />

12:00 – 16:00 Uhr / Wallwiese (vor der Kunsthalle)<br />

18:00 – 22:00 Uhr / Open Space Domshof<br />

20:00 Uhr / Schaulust (am Güterbahnhof)<br />

22:30 – 23:30 Uhr / Wallanlagen<br />

SONNTAG<br />

11:00 – 12 Uhr / Wallanlagen<br />

12:00 – 17:30 / Marktplatz, Domshof & Viertel<br />

12:00 – 16:00 Uhr / Wallwiese (vor der Kunsthalle)<br />

18:00 – 19:00 Uhr / Wallanlagen<br />

20:00 Uhr / Schaulust (am Güterbahnhof)<br />

07. JUNI 2024<br />

Urban Jazz Groove – Einstimmen auf LA STRADA<br />

GALA: Die Highlights des Festivals<br />

ERÖFFNUNG mit CIRQUE ON EDGE<br />

8. JUNI 2024<br />

across the wall, CIRQUE ON EDGE<br />

SHOWS – Straßenkünste<br />

MITMACHEN <strong>für</strong> Familien und Kinder<br />

TANZ mit Frauke 400 und weiteren DJs<br />

GALA: Die Highlights des Festivals<br />

across the wall, CIRQUE ON EDGE<br />

9. JUNI 2024<br />

across the wall, CIRQUE ON EDGE<br />

SHOWS – Straßenkünste<br />

MITMACHEN <strong>für</strong> Familien und Kinder<br />

across the wall, CIRQUE ON EDGE<br />

GALA: Die Highlights des Festivals<br />

Authentisch bleiben –<br />

bis zuletzt.<br />

Bestattungsvorsorge<br />

Alles geregelt.<br />

Familienbetrieb seit 1903<br />

Tel. 0421 45 14 53<br />

<strong>Bremen</strong>-Hemelingen<br />

<strong>Bremen</strong>-Osterholz<br />

www.ahrens-bestattungen.de<br />

53


SHAKESPEARE IM PARK, Foto: Marianne Menke<br />

bremer shakespeare company<br />

Juni / Juli 2024<br />

Der Juni und Juli sind <strong>für</strong> die bremer shakespeare company die Vorbereitungszeit auf das große<br />

Sommerevent »Shakespeare im Park«: von 14. bis zum 25. August zeigt die Company (fast) alles,<br />

was sie auf Lager hat: frische Komödien, bewährte Publikumslieblinge, herausfordernde Tragödien<br />

– alles Stücke zum Mitdenken, Mitlachen und Mitfühlen.<br />

SHAKESPEARE IM PARK<br />

29. Theatersommer mit Geburtstagsfeier<br />

Die bremer shakespeare company ist 40 Jahre alt geworden,<br />

das wird groß gefeiert: am 16. August steigt<br />

ein Fest mit Picknick, Spiel, Musik und einem Film über<br />

die Company mit aktuellen und früheren Weggefährten,<br />

Ausblicken in die Zukunft und Szenen aus dem<br />

Theateralltag.<br />

Rund um das Fest lockt ein kontrastreiches Programm<br />

im XXL-Format: „Love Love Love“ und Shakespeares<br />

„Wintermärchen“ erzählen auf unterschiedliche Weise<br />

einen Generationenkonflikts, in dem die Liebe, bzw.<br />

deren Abwesenheit ganze Familien zerstören kann.<br />

Mit Macbeth und Richard III (zum letzten Mal!) gehen<br />

zwei „Oberschurken“ ans Werk. Zusammen mit<br />

der bitteren Komödie „Maß <strong>für</strong> Maß“ führen sie uns<br />

die Vergeblichkeit von Machtstreben und Korruption<br />

vor Augen und nähren die Hoffnung, dass auch in<br />

unserer Realität, den Missetätern und Diktatoren das<br />

Handwerk gelegt werde. Die Komödien „Viel Lärm um<br />

Nichts“, „Die Komödie der Irrungen“ und „Wie es euch<br />

gefällt“ wiederum spielen gekonnt mit dem Rollentausch,<br />

da treten Männer als Frauen und Frauen als<br />

Männer auf – aber wen kümmert’s? Wenn die Liebe<br />

uns trifft, sind wir alle gleich!<br />

SHAKESPEARE IM PARK vom 14.-25. August:<br />

alle Infos und Termine unter:<br />

shakespeare-company.com<br />

54


DOKTOR FAUSTUS FÜR ZWEI<br />

nach Christopher Marlowe<br />

Foto: Marianne Menke<br />

Das Spiel konzentriert sich auf die ambivalente Beziehung<br />

von Doktor Faustus und Mephisto. Faustus ist ein hochstudierter<br />

Mann und besessen von der Idee, die Grenzen der<br />

Wissenschaften zu überschreiten. Ein Pakt mit Mephisto verspricht<br />

ihm Erkenntnis, Macht, Ruhm, Reichtum und höchste<br />

Lusterfüllung. Der Preis: seine Seele, an deren Existenz er<br />

ohnehin nicht glaubt. Doch auf dem Zenit seines Erfolgs, als<br />

alle seine Wünsche erfüllt und Ziele erreicht sind, münden<br />

sein Nihilismus und seine Gottesleugnung in Todesangst und<br />

der Erkenntnis „Wo wir sind, ist die Hölle!“<br />

TERMIN: 14.6. um 19.30 Uhr<br />

Theater am Leibnizplatz<br />

VIEL LÄRM UM NICHTS<br />

Shakespeare Komödie mit Criss-Cross Besetzung<br />

Foto: Marianne Menke<br />

Zwei Liebespaare: Hero und Claudio finden sich und werden<br />

durch eine Intrige auseinandergebracht. Benedick und<br />

Beatrice „verabscheuen“ sich und werden durch eine Intrige<br />

zusammengebracht. Funktioniert die Liebe gar nicht mehr<br />

ohne Beobachter und hängen die Liebenden nur wie Marionetten<br />

an den Fäden von Intriganten und Kupplern? Und vor<br />

allem: passen Männer und Frauen überhaupt zusammen? Es<br />

braucht schon einen Shakespeare, um aus solchen tiefschürfenden<br />

Zweifeln eine Komödie zu machen: frech, witzig und<br />

– weise!<br />

TERMINE: 15.6.und 20.6. um 19.30 Uhr<br />

Theater am Leibnizplatz.<br />

MEDEA<br />

Nach Euripides<br />

Foto: Marianne Menke<br />

Mit Medea verbindet sich vor allem der Mord einer Mutter an<br />

ihren eigenen Kindern. Doch wie ist es zu dieser Tat gekommen?<br />

Medea und Jason waren in ihrer übergroßen gegenseitigen<br />

Liebe aufgehoben und fähig, abscheuliche Verbrechen<br />

zu begehen. Selbst im Heimatland Jasons, wo Medea<br />

von den Griechen als „Barbarin“ verachtet und von der Gesellschaft<br />

ausgeschlossen wird, lebt sie zunächst sicher und<br />

zufrieden mit ihrer Familie. Doch als Jason sie verstößt, um<br />

eine andere Frau zu heiraten, sieht sie ihr Leben und ihre Zukunft<br />

vernichtet sie sinnt auf eine Rache, an der er genauso<br />

leiden wird wie sie: sie tötet die gemeinsamen Kinder!<br />

TERMIN: 16.6 um 19.30 Uhr<br />

Theater am Leibnizplatz<br />

bremer shakespeare company<br />

Theater am Leibnizplatz<br />

Schulstr. 26<br />

28199 <strong>Bremen</strong><br />

Tickets<br />

Vorverkauf: Stadtbibliothek am Wall<br />

Di-Fr 15-18 Uhr, Sa 12-16 Uhr<br />

T 0421 500 333 | Mo-Fr 15-18 Uhr<br />

Spielplan<br />

und Online-Kartenverkauf<br />

shakespeare-company.com<br />

55


COMMON GROUND, Foto: Theater <strong>Bremen</strong><br />

PROGRAMM JUNI 2024<br />

HAWAII<br />

Premiere: Do 13. Juni 2024, 20 Uhr<br />

Termine: So 16. Juni um 18:30 Uhr, Mi 26. Juni um 20 Uhr, Sa 29. Juni um 19 Uhr,<br />

So 30. Juni um 18:30 Uhr (zum letzten Mal)<br />

im Kleinen Haus<br />

Schauspiel<br />

nach dem Roman von Cihan Acar<br />

Kemal Arslan hatte es einmal weit gebracht: Er war ein Fußballstar.<br />

Ein Traum, der durch einen Autounfall allerdings früh platzte. Der<br />

21-Jährige kehrt in seine Heimatstadt zurück – nach Hawaii, ein<br />

Hochhausbezirk in Heilbronn, der von migrantischen Erfahrungen<br />

und sozialen Auseinandersetzungen geprägt ist. Kemal blickt nur noch zurück, die Gespräche mit seinen<br />

Eltern drehen sich im Kreis und seine Schritte führen ihn nicht weiter als in einen Club, in ein Wettbüro<br />

oder zu einer türkischen Hochzeitsfeier. Am liebsten würde er mit seiner Ex-Freundin Sina eine romantische<br />

Zukunft gestalten. Stattdessen findet er sich zwischen aufgeheizten Fronten wieder, die Lage in der<br />

Stadt droht zu kippen. Der Autor Cihan Acar erzählt in seinem Debütroman von einem jungen Mann in<br />

einer einsamen Suchbewegung – durch alte Erinnerungen und neue Begegnungen. Ihn treibt die Sehnsucht<br />

nach Geborgenheit und die Frage nach einem Sinn: Wie ist ein Neubeginn möglich, wenn man den<br />

Boden unter den Füßen verliert?<br />

Gefördert von der Stiftung Fußball & Kultur. Euro 2024 und den Bremer Theaterfreunden<br />

Regie: Berfin Orman<br />

56


NO RAIN!<br />

Premiere: Sa 8. Juni um 19:30 Uhr<br />

Do 6. Juni um 19:30 Uhr (Voraufführung), So 9. Juni um 18 Uhr,<br />

Do 13. und Fr 14. jeweils um 19:30 Uhr, So 16. und So 23. Juni jeweils um 18 Uhr,<br />

Mi 26. und Sa 29. Juni jeweils um 19:30 Uhr,<br />

So 30. Juni um 18 Uhr (zum letzten Mal)<br />

im Theater am Goetheplatz<br />

Musiktheater<br />

Eine Massenveranstaltung<br />

von Tom Ryser<br />

Schlachtrufe, Parolen, anfeuern, jubeln, feiern, protestieren, gegen<br />

etwas sein, <strong>für</strong> etwas sein. Träumen von einer besseren Welt<br />

oder zumindest dem erlösenden Tor. Emotionen pur in Fankurve,<br />

Demo oder Matschfeld, heute und damals. Regisseur Tom Ryser<br />

(Imagine, Lazarus, Das Horoskop des Königs) und ein Gesangsensemble lassen sich von Massenveranstaltungen<br />

zwischen Woodstock, Fridays for Future und der Fußball-Europameisterschaft inspirieren und<br />

feiern, wandernd zwischen Goetheplatz und Bühne, ein großes Get-together mit Orchester, Band und<br />

Bürgerchören.<br />

Gefördert von der Stiftung Fußball & Kultur. Euro 2024<br />

Musikalische Leitung: Yu Sugimoto<br />

Regie: Tom Ryser<br />

COMMON GROUND<br />

Draußen. Umsonst. Für alle!<br />

Konzerte, Performances, Begegnung<br />

vom 19. Mai bis 30. Juni<br />

auf dem Goetheplatz und im Theater am Goetheplatz<br />

Ein Programm zwischen Mensch und Natur, mit weißen Haien, sterbenden Arten und dem richtigen<br />

Soundtrack <strong>für</strong> den Sommer: Bereits zum vierten Mal gibt Common Ground den Auftakt in die warme<br />

Jahreszeit am Theater <strong>Bremen</strong>. Viel Musik, Begegnungen und Performances bringen ab dem 19. Mai<br />

wieder Leben auf den Goetheplatz. Mit Sommerbrise in den Haaren und Aperol in der Hand lädt gute<br />

Unterhaltung an lauen Sommerabenden zum Zusammenkommen ein.<br />

Das ganze Programm und alle Infos unter:<br />

theaterbremen.de/commonground<br />

Theater <strong>Bremen</strong><br />

Goetheplatz 1-3<br />

28203 <strong>Bremen</strong><br />

T 0421 3653 0<br />

Kartenverkauf<br />

Kartenbüro Theater <strong>Bremen</strong><br />

Goetheplatz 1-3<br />

T 0421 3653333<br />

Geschäftszeiten:<br />

Mo-Fr 11-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr<br />

Spielplan und Kartenverkauf<br />

theaterbremen.de<br />

Über die Vorstellung im<br />

Spielplan erreichen Sie das<br />

online Buchungsportal.<br />

57


Ulises Gaspar Bimmermann,<br />

„beautiful hell“, 2023,<br />

Mixed Media<br />

AUSSTELLUNG<br />

zip<br />

Das englische Wort zip bezeichnet ein komprimiertes<br />

Datenformat, ist aber auch ein Verb, das auf Schließen<br />

und Öffnen (mit oder ohne Reisverschluss) weist. Es<br />

kann eine Kurzform <strong>für</strong> Postleitzahl, die Bezeichnung<br />

<strong>für</strong> ein Zischlaut aber auch ein Kürzel <strong>für</strong> gar nichts<br />

sein. Auch in der deutschen Sprache kommt es vor:<br />

als historisch dokumentierter Rechtsausdruck in der<br />

Marktgrafschaft Meißen, mit dem die Getreideabgabe<br />

bemessen und benannt wurde, was aber wohl nur<br />

einige Mediävisten wissen.<br />

Die Bedeutungen überlappen sich und werden nur<br />

im konkreten Fall sichtbar. 15 Meisterschüler*innen<br />

der HfK-<strong>Bremen</strong> haben sich <strong>für</strong> ihre Ausstellung im<br />

Gerhard-Marcks-Haus 2024 auf diesen Laut als Titel<br />

geeinigt, worin sich sowohl der komprimierte Charakter<br />

der 15 Präsentationen verbirgt, die jeweils <strong>für</strong><br />

eine während des Studiums erarbeitete Fragestellung<br />

steht, als auch der gemeinsame Anspruch, dass sich<br />

Werke und künstlerische Haltungen im Museumsraum<br />

entfalten können.<br />

58<br />

Rui Diao, o.T.(Ein Moment der Stille), 2024, Holzfaserplatte,<br />

Acrylfarben auf Papier<br />

Wiebke Mertens, Rücken, 2023, Öl auf Leinwand


Shoji Matsumoto,<br />

o. T., 2023, Tinte und<br />

Acrylfarbe auf Papier<br />

Meisterschüler*innen der HfK 2024<br />

Das Ausstellungskonzept wird gemeinsam mit dem<br />

Museumsteam erarbeitet. Die 15 Positionen werden<br />

im ganzen Museum präsentiert, wobei einzelne<br />

Künstler*innen dezidiert Räume und Wände besetzen<br />

und andere ihre Werke durch das Gebäude verteilen<br />

werden. Die Ausstellung gibt einen guten Überblick<br />

über die heutigen Schwerpunkte in der künstlerischen<br />

Ausbildung an der HfK von Malerei bis hin zur 3D-<br />

Animation und -Druck und den Stand der zeitgenössischen<br />

Kunst in <strong>Bremen</strong>. Aus der Ausstellung wählt<br />

eine Jury die Gewinnerin oder den Gewinner des Karin<br />

Hollweg-Preises in Höhe von 18.000 Euro.<br />

Die Künstler*innen: Edson Colón Aguirre, Ulises Gaspar<br />

Bimmermann, Franca Brockmann, Rui Diao,<br />

Dorsa Eidizadeh, Enric Freund, Carlotta von Haebler,<br />

Mi-EL Kwak, Cantufan Klose, Atsushi Mannami, Shoji<br />

Matsumoto, Wiebke Mertens, Miki Nigo, Yoriko Seto,<br />

Raphael Wutz.<br />

TERMIN<br />

zip<br />

Meisterschüler*innen der<br />

HfK <strong>Bremen</strong> 2024<br />

15. Juni bis 18. August 2024<br />

Gerhard-Marcks-Haus<br />

Am Wall 208, 28195 <strong>Bremen</strong><br />

marcks.de<br />

Miki Nigo, Pure Brutality, 2023, Videoinstallation (Still)<br />

59


NEUES ANGEBOT<br />

Mit dem eigenen Smartphone oder einem Leihgerät auf eine besondere Entdeckungsreise durch die botanika gehen, Foto: botanika<br />

Spurensuche in der botanika<br />

An der Seite einer Schmetterlingsforscherin, eines<br />

Tierpflegers oder eines Reiseleiters die botanika<br />

erkunden? Die neuen digitalen Spuren<br />

lassen Klein und Groß <strong>Bremen</strong>s<br />

großer Entdeckerwelt mit anderen<br />

Augen sehen.<br />

Die begeisterte Schmetterlingsforscherin<br />

Lucia nimmt die Gäste<br />

mit auf eine Reise in das Reich der<br />

tropischen Falter. Das Besondere:<br />

Lucia lächelt ihnen von einem Tablet<br />

entgegen. Sie ist eine von sechs digitalen<br />

Begleitern, die die Besucher auf einem<br />

Mobilgerät durch die botanika führen und dabei<br />

unterschiedliche Perspektiven eröffnen.<br />

Auf ihrer gemeinsamen Tour mit der Schmetterlingsforscherin<br />

erfahren Mama, Papa, Oma, Opa und Kinder<br />

allerhand Wissenswertes über die faszinierenden Insekten,<br />

die um sie herumflattern. Auch lösen sie zusammen<br />

das eine oder andere lustige Rätsel. Ein interaktives<br />

Vergnügen <strong>für</strong> die ganze Familie! Aber nicht nur Gruppen<br />

begeben sich auf Spurensuche in den asiatischen<br />

Landschaften, dem Tropenhaus, dem Insektengarten<br />

und dem Entdeckerzentrum. Einzelpersonen<br />

kommen ebenfalls auf ihre Kosten.<br />

Eigenes Smartphone oder Leihgerät<br />

gezückt! Reiseleiter Erik entführt zu<br />

den eindrucksvollsten Orten in der<br />

botanika – vom Nebelwald über<br />

den Wasserfall bis zur liegenden<br />

Buddha-Statue.<br />

Ob Führungen <strong>für</strong> Einzelpersonen<br />

oder Gruppen, <strong>für</strong> Kinder oder Erwachsene,<br />

Touren in Leichter Sprache<br />

oder Gebärdensprache oder Wege ohne<br />

Treppen – <strong>für</strong> alle ist die passende Spur durch<br />

die botanika dabei!<br />

Spurensuche in der botanika<br />

botanika<br />

Deliusweg 40<br />

28359 <strong>Bremen</strong><br />

T. 0421 42 70 66 65<br />

botanika-bremen.de<br />

60


Kosten<br />

los.<br />

Kunsthalle<br />

<strong>Bremen</strong><br />

Übersee-<br />

Museum*<br />

Universum ®<br />

<strong>Bremen</strong>*<br />

Focke-Museum<br />

Hafenmuseum<br />

botanika*<br />

kek<br />

Kindermuseum*<br />

Museen<br />

Böttcherstraße<br />

Weserburg<br />

Atlantis<br />

Filmtheater*<br />

Wilhelm<br />

Wagenfeld Haus<br />

An diesen Kulturorten ermög lichen<br />

wir allen unter 18 Jahren<br />

den KOSTENLOSEN Besuch.<br />

Mehr Infos und Bedingungen ( * ) unter:<br />

www.sparkasse-bremen.de/vorteile<br />

Stark. Fair. Hanseatisch.<br />

61


AUSSTELLUNG<br />

Mi el Kwak, Macarone Eule (Detail)<br />

Hinter<br />

grund<br />

leuchten<br />

Mi-el Kwak und<br />

Ulrik Happy Dannenberg<br />

Das Schöne und das Niedliche<br />

haben es schwer in der zeitgenössischen<br />

Kunst. Da es keine allgemein<br />

verbindlichen Vorstellungen<br />

von Schönheit gibt, begegnet man<br />

dem allzu offensichtlich Schönen<br />

mit Misstrauen. Da laut Immanuel<br />

Kant nur das als schön gelten<br />

sollte, was vielen außerhalb eines<br />

besonderen Interesses gefällt, unterstellt<br />

man Farben und Formen<br />

schnell, selbst zu viel zum Gefallen<br />

beizutragen. Das gilt ganz besonders<br />

<strong>für</strong> das Niedliche, Süße, das<br />

mit weichen Formen, bunten Farben<br />

und großen Kulleraugen um<br />

Aufmerksamkeit wirbt.<br />

Die koreanische Künstlerin Mi-el<br />

Kwak und der in <strong>Bremen</strong> lebende<br />

Künstler Ulrik Happy Dannenberg<br />

setzen genau hier mit ihrer Kunst an.<br />

62


Mi-el Kwak ist zum Kunststudium<br />

von Korea nach Deutschland gekommen<br />

und ihr ist früh aufgefallen,<br />

dass es in Deutschland im<br />

Gegensatz zu ihrer koreanischen<br />

Heimat wenig Niedliches gibt. Das<br />

Süße und Weiche, das Gefühle<br />

mobilisiert und zum Berühren animiert,<br />

ist hier nur <strong>für</strong> Kinder reserviert.<br />

„In Korea ist Niedlichkeit bereits<br />

ein beliebtes Thema, ähnlich<br />

wie in anderen ostasiatischen Ländern.<br />

Was die Koreaner jedoch besonders<br />

auszeichnet, ist ihr starkes<br />

Interesse am Phänomen der ‚Cute<br />

Aggression‘“ sagt die Künstlerin.<br />

Mi-el Kwaks Suche nach Niedlichem<br />

wurde zur Erinnerungsarbeit<br />

an ihre Kindheit und eine Auseinandersetzung<br />

mit den Kulturen<br />

ihres Herkunftslandes und ihrer<br />

neuen Wahlheimat. Ihre Malerei<br />

setzt sich mit bunten Teddybären<br />

auseinander, mit Kulleraugen und<br />

Dackelblick, mit Süßigkeiten und<br />

Backwerk und mit dem Bedürfnis,<br />

die Dinge zu berühren und damit<br />

handhabbar zu machen. Ihre Reihe<br />

von „Meisterwerken“ adaptiert<br />

bekannte Tierzeichnungen von Albrecht<br />

Dürer. Mi-el Kwak setzt sie<br />

als berührbare Plüschtiere auf gemusterten<br />

Hintergrundstoff.<br />

Ulrik Hppy Dannenberg, Flügelaltar, klein<br />

2012, Gießharz, Metall 140 x 80 cm<br />

Ulrik Happy Dannenberg verwendet<br />

ein malerisches Verfahren auf<br />

Kunstharzbasis, das die Farben<br />

durchscheinend und dreidimensional<br />

wirken lässt. Sie entwickeln<br />

so eine hohe Attraktivität, was<br />

er durch die Wahl seiner Motive<br />

noch steigert. Mit Hilfe von Negativformen<br />

gießt er riesige Vergrößerungen<br />

von Süßigkeiten<br />

und Gummitieren in Kunstharz,<br />

deren durchsichtiger Glanz das<br />

Bedürfnis, sie zu berühren und<br />

sich einzuverleiben noch steigert.<br />

Glasklare Schichten aus Kunstharz<br />

bilden eine Barriere, erhöhen aber<br />

noch das Begehren. Ulrik Happy<br />

Dannenberg, ein Maler der süßen<br />

Dinge, die glücklich machen sollen,<br />

legt den Fokus auf die Elemente<br />

überbordender Schönheit.<br />

Die Durchsichtigkeit der Farben,<br />

ihr Glanz und ihre Erhabenheit zeigen<br />

eine hybride Form von Schönheit<br />

und Begehren, deren Nähe zu<br />

Kindheit, Konsum und Kommerz<br />

nicht zufällig ist.<br />

Hintergrundleuchten<br />

Mi-el Kwak und<br />

Ulrik Happy Dannenberg<br />

21. Juni bis 06. Juli 2024<br />

Galerie Kramer<br />

Vor dem Steintor 46<br />

28203 <strong>Bremen</strong><br />

galeriekramer.de<br />

KÜHE UND<br />

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JAN-HENDRIK BRINKMANN<br />

16. JUNI – 29. SEPTEMBER 2024<br />

www.syker-vorwerk.de<br />

63


ABDULLAH MURAD<br />

Die Poesie der Linie I Arbeiten auf Papier<br />

AUSSTELLUNG<br />

o.T., 2021, Tusche, Gouache auf Papier, 33 x 24,5 cm<br />

Ab Juni 2024 zeigt das Haus der syrischen Kunst erstmals eine Auswahl von<br />

Zeichnungen und Skizzenbüchern des syrischen Malers Abdullah Murad,<br />

angeordnet um ein einziges abstraktes Gemälde Untitled von 2012 (Mischtechnik,<br />

130 x 100 cm). Murad gilt als einer der herausragenden Pioniere der<br />

abstrakt expressionistischen, arabischen Kunst der Gegenwart.<br />

64


Die Zeichnung gibt in unmittelbarster<br />

Form die Bewegungen des Lebens<br />

wieder, ihr Auf und Ab, ihr Anschwellen<br />

und Ausklingen. „Man muss stets“,<br />

so schreibt Matisse, „dem Begehren<br />

der Linie folgen, dem Punkt, an dem<br />

sie einsetzten oder vergehen will“.<br />

Laden 37<br />

Mode ...<br />

Für Abdullah Murad hat jede Linie ihren<br />

Ursprung im menschlichen Körper,<br />

sie entspringt einem bewegten Impuls,<br />

der aus dem Innersten hervorquillt.<br />

Wenn er beginnt, eine Linie zu zeichnen,<br />

ist es niemals die gleiche, die sich<br />

auf das Blatt Papier einschreibt. Hierbei<br />

gleicht das Zeichnen einem Spiel,<br />

dem Spiel der Linien. Angeregt von<br />

der Form der Arabeske und asiatischer<br />

Kalligrafie ist Murad beim Zeichnen<br />

immer auf der Suche nach einem<br />

Gleichgewicht, jener Balance zwischen<br />

Linie, gesetzter Form und Leere. Auf der Suche nach der Poesie der Linie.<br />

o.T., 2024, Tusche, Aquarellfarbe<br />

auf Papier, 29,5 x 18 cm<br />

Abdullah Murad vergleicht die erste Linie auf dem Papier mit dem Ansetzen<br />

eines Vogels zum Flug – vom Ausbreiten der Flügel bis zum Moment<br />

des Abhebens. Trotzdem ereignet sich Kunst nie ohne dieses Moment<br />

des „Folgens“, ohne diese Bereitschaft, eine Chance, ein Glück wahrzunehmen<br />

– und folglich einer Lust oder einer Freude, die der Ausdruck<br />

„der Linie“ selbst sind, ihres Entstehens zwischen Hand und Papier, unter<br />

dem Bleistift oder der Feder; auf eine Art und Weise, dass ein Wissen<br />

und ein Können sich gleichzeitig mit allen ihren Intentionen von dieser<br />

Linie führen lassen, die noch nicht existiert, von dieser Form, die dabei ist,<br />

sich zu formen. (Jean-Luc Nancy, Die Lust an der Zeichnung, S. 56)<br />

So folgt Murad diesen seinen Linien<br />

immer wieder auf’s Neue, vertraut<br />

der Intelligenz seiner Hand, seines<br />

Herzens.<br />

TERMIN<br />

ABDULLAH MURAD<br />

Die Poesie der Linie<br />

Arbeiten auf Papier<br />

01. Juni bis 05. Oktober 2024<br />

TAKLA<br />

HAUS DER SYRISCHEN KUNST<br />

Wachtstraße 27-29<br />

28195 <strong>Bremen</strong><br />

Zugang über Hoetger-Hof<br />

takla-stiftung.org<br />

WIR LIEBEN DAS<br />

BESONDERE<br />

Laden 37<br />

Borgfelder Heerstr. 37<br />

28357 <strong>Bremen</strong><br />

Tel. 33 65 74 37 · laden37.de<br />

Öffnungszeiten:<br />

Mo.-Fr. 10-18 Uhr, Sa. 10-13 Uhr<br />

Mittwochnachmittag geschlossen<br />

o.T., 2018, Tusche, Gouache auf Papier,<br />

29 x 20 cm<br />

65


BLUES.<br />

Katja Liebmann<br />

AUSSTELLUNG<br />

„Blues“ bezeichnet eine Musikrichtung,<br />

eine Stimmung und: die<br />

Farbe Blau in all ihren Nuancen.<br />

Die Farbe Blau ist auch ein besonderes<br />

Merkmal der Arbeiten<br />

zweier zeitgenössischer Künstler<br />

des Oldenburger Landes: Katja<br />

Liebmann und Jub Mönster.<br />

Katja Liebmann, Fahrt/Berlin (7), 2009/2019, Cyanotypie © VG<br />

Bild-Kunst, Bonn 2024, Leihgabe HackelBury Fine Art, London<br />

Jub Mönster, Acht-Bahn a. d. Kramermarkt, 2023,<br />

Kugelschreiber auf lackierter Hartfaser<br />

© VG Bild-Kunst, Bonn 2024<br />

Katja Liebmann (*1965) bedient sich eines der ältesten<br />

fotografischen Verfahren, der „Cyanotypie“. Dazu<br />

werden Kupferdruckpapiere mit lichtempfindlichen<br />

Eisensalzen bestrichen, ein Negativ daraufgelegt und<br />

in der Sonne belichtet, wobei samtig blau changierende<br />

Töne entstehen. Die Bilder vermitteln den Eindruck<br />

von Erinnerungen, mitunter scheinen mehrere Zeitschichten<br />

übereinander zu liegen. So werden ungewöhnliche<br />

Blicke auf die Wirklichkeit möglich – auf die<br />

vergängliche Natur der Zeit.<br />

66


und Jub Mönster<br />

Katja Liebmann, Windows 2, London,<br />

1996/2020, Cyanotypie © VG Bild-Kunst,<br />

Bonn 2024, Leihgabe HackelBury Fine Art,<br />

London<br />

Die Ausstellung im Landesmuseum<br />

Kunst & Kultur Oldenburg führt<br />

die Werke Liebmanns und Mönsters<br />

erstmals zusammen und lädt<br />

dazu ein, die poetische Schönheit<br />

der Farbe Blau zu entdecken. Sie<br />

lässt die Besuchenden eintauchen<br />

in melancholische Stimmungen,<br />

versetzt sie an Sehnsuchtsorte<br />

in Paris, Berlin, London und New<br />

York und lässt auch immer wieder<br />

vertraute Motive aus Oldenburg<br />

und der Region aufscheinen.<br />

Jub Mönster, OL – ohne Dampf, 2023, Kugelschreiber auf lackierter Hartfaser<br />

© VG Bild-Kunst, Bonn 2024<br />

Jub Mönster (*1949) nennt seine blauen Stadtlandschaften<br />

„Sehnsuchtsfotos“. Es sind stille Erinnerungen<br />

an Plätze in Paris, den Hamburger Hafen,<br />

Kneipen und Cafés und auch an seine Geburtsstadt<br />

Oldenburg. Mönster fotografiert jedoch nicht, sondern<br />

zeichnet seine Motive mit blauen Kugelschreibern.<br />

Unzählige Kugelschreiberminen sind bereits zum Einsatz<br />

gekommen und stehen <strong>für</strong> die unverkennbaren,<br />

malerisch anmutenden Blau-Zeichnungen.<br />

TERMIN<br />

Blues.<br />

Katja Liebmann und Jub Mönster<br />

13. April bis 21. Juli 2024<br />

Landesmuseum Kunst & Kultur Oldenburg<br />

Schlossplatz 1 | 26122 Oldenburg<br />

landesmuseum-ol.de<br />

67


Fischerhude<br />

Künstlerdorf an der Wümme<br />

AUSSTELLUNG<br />

Werner Zöhl, Beerensammler<br />

Nach den diversen Blicken in die Ferne beabsichtigt der Lilienthaler Kunstverein<br />

wieder zu den Wurzeln zurückzukehren und und präsentiert in diesem Sommer<br />

eine Ausstellung über den Künstlerort Fischerhude. Das ist ein Novum, da Fischerhude<br />

als Künstlerort sich selten einheitlich darstellt und von außen zu oft<br />

und fälschlicherweise als Ableger oder Fortsetzung der Worpsweder Historie<br />

gesehen wird. Folgerichtig lehnt Fischerhude auch die Bezeichnung „Künstlerkolonie“<br />

ab, sondern wählt eher „Künstlerort“ oder „das stille Dorf der Künstler“.<br />

68


TERMIN<br />

Fischerhude<br />

Das Dorf der Künstler<br />

05. Mai bis 20. Oktober 2024<br />

Lilienthaler Kunststiftung<br />

Trupe 6 · 28865 Lilienthal<br />

kunststiftung-lilienthal.de<br />

Horst Breling, Kornernte<br />

Hier hat sich ab 1900 eine erstaunliche Vielfalt an<br />

Künstlern niedergelassen, deren Anfänge in <strong>Bremen</strong><br />

oder Worpswede lagen, und die Fischerhude später<br />

<strong>für</strong> ihre Individualität als den besseren Platz ansahen.<br />

Es waren Maler, Architekten, Grafiker, Bildhauer,<br />

Kunstgewerbler, Musiker, Tänzer und Philosophen,<br />

die in der Fischerhuder Abgeschiedenheit in einer<br />

noch lange nachzuspürenden Ländlichkeit ihre künstlerischen<br />

Wege gingen.<br />

Die Kunstgeschichte Fischerhudes kann in sechs Abschnitte<br />

unterteilt werden:<br />

1886 bis 1908 Die Entdeckung<br />

1908 bis 1918 Die ersten Künstler<br />

1918 bis 1933 Die Entwicklung<br />

1933 bis 1945 Die Zeit des Nationalsozialismus<br />

1945 bis 1<strong>97</strong>1 Der Neuanfang<br />

1<strong>97</strong>1 bis heute Die neue Generation<br />

Daraus ist die ebenfalls 100jährige Kunstgeschichte<br />

des Ortes zu erahnen. Ziel dieser Ausstellung ist es,<br />

gut 70 Gemälde aus dieser Zeitspanne so darzustellen,<br />

dass Fischerhude als Künstlerort mit seiner Geschichte,<br />

Eigenart und Sonderstellung erstmals außerhalb wahrgenommen<br />

wird und dem Publikum der „Kulturregion<br />

Wümme, Wörpe, Hamme“ bekannt wird.<br />

Bontjes van Beek, Masken<br />

Neben dem „Vater“ der Künstler, Heinrich Breling, sind<br />

es vor allem Otto Modersohn, Clara Rilke-Westhoff,<br />

Olga Bontjes van Beek und Christian Modersohn,<br />

deren Namen weit herausragen. Dabei werden ebenso<br />

gute Künstler wie Wilhelm Heinrich Rohmeyer,<br />

Helmuth Westhoff, August Haake, Hans Meyboden,<br />

Hellmut Müller-Celle, Hermann Angermeyer, Rudolf<br />

Franz Hartogh, Hans Buch, Erhard Mitzlaff sehr häufig<br />

und völlig unberechtigt als zweitrangige Künstler<br />

behandelt. Gleichwohl hat Fischerhude auch eine<br />

große Anzahl von Künstlerinnen wie Amelie Breling,<br />

Marie Fritsch, Bertha Schilling, Emma Eibler, Louise<br />

Modersohn-Breling, Johanna Eißler und Mietje Bontjes<br />

van Beek.<br />

Frei atmen?<br />

Wir helfen!<br />

Haben Sie Atemwegserkrankungen und inhalieren regelmäßig Medikamente?<br />

Eine standardisierte Einweisung und die richtige Anwendung von inhalierbaren<br />

Arzneimitteln erhalten Sie bei uns, damit Ihre Therapie effektiver verläuft.<br />

Das Team der Horner Apotheke steht Ihnen zur Seite und hilft,<br />

Ihre Gesundheit optimal im Blick zu behalten. Und das Beste daran:<br />

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Hotline 0800 – 20 366 10 | mail@hornerapotheke.de<br />

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69


BUCHEMPFEHLUNG<br />

Das Mädchen aus Harrys Straße<br />

Eine Buchbesprechung von Gretel Sattler<br />

Kinder mit dem „Judenstern“ 1942, Foto: wikicommons, deventer1942<br />

Kann man Kindern das Thema „Judenverfolgung“<br />

einfühlsam näher bringen? Ist dies überhaupt möglich?<br />

Ja, das ist möglich!<br />

Berlin 1942. Der zehnjährige Harry lebt mit seinen<br />

Eltern in Neukölln. Er ist mit seinem Freund Klaus<br />

verabredet, um gemeinsam Bombensplitter zu sammeln.<br />

Da begegnet ihm, wie zufällig „das Mädchen“.<br />

Er hat sie schon oft gesehen, sie heimlich beobachtet<br />

und sich dabei ein bisschen in sie verliebt, aber so nah<br />

wie heute war er ihr noch nie. So sieht er zum ersten<br />

Mal ihren leuchtend gelben Stern mit der Aufschrift<br />

„Jude“. Er erschrickt, denn es ist doch verboten mit<br />

Juden zu sprechen! Auf sein Nachfragen in der Schule<br />

erhält er nur menschenverachtende Kommentare<br />

und beim Gespräch zuhause spürt er vor allem die<br />

Angst seiner Eltern. Daraufhin beschließt er Miriam,<br />

denn ihren Namen hat er bei der von ihm „zufällig“<br />

arrangierten Begegnung erfahren, zu helfen. Er<br />

stiehlt <strong>für</strong> sie einige der von seiner Mutter gut gehüteten<br />

Lebensmittelmarken und bereitet ihr sogar<br />

ein Versteck vor. Aber wird er sie retten können?<br />

Das Buch ist aus der kindlichen Perspektive Harrys<br />

geschrieben. Dieser beschreibt seine Gefühle, Gedanken<br />

und Beobachtung so, dass Kinder sich leicht<br />

mit ihm identifizieren können. Ein guter Ansatz, um<br />

mit Kindern zu diesem Thema ins Gespräch zu kommen!<br />

Ergänzt wird die erzählte Geschichte durch ein<br />

Glossar mit Begriffen und Ausdrücken, die im heutigem<br />

Sprachgebrauch kaum noch verwendet werden.<br />

Außerdem stehen <strong>für</strong> den Einsatz im Unterricht von<br />

einer Pädagogin ausgearbeitete Unterrichtsmaterialien<br />

zur Verfügung, die beim Verlag angefordert werden<br />

können.<br />

Der bereits verstorbene Autor Sigmar Schollak (1930-<br />

2012), Kind eines jüdischen Vaters, hat die Geschichte<br />

von Harry und dem Mädchen Miriam erlebt und aufgeschrieben.<br />

Das Buch erschien erstmals 1<strong>97</strong>8 in der<br />

DDR, 1983 in den Niederlanden und 1992 erstmals in<br />

Deutschland. Nachdem es lange Zeit vergriffen war,<br />

erschien es 2008 im Donat Verlag. Dank der Unterstützung<br />

der Beate + Hartmut Schaefers-Stiftung,<br />

konnte es jetzt – ganz neu illustriert von Anna Schilling<br />

– wieder aufgelegt werden.<br />

Sigmar Schollak<br />

Das Mädchen aus Harrys Straße<br />

Donat Verlag<br />

12,00 €<br />

Für Kinder ab 10 Jahre<br />

Buchhandlung Sattler<br />

<strong>Schwachhauser</strong> Heerstr. 13<br />

28203 <strong>Bremen</strong><br />

T 0421 72228<br />

buchhandlungsattler.de<br />

70


Cartoon von Til Mette<br />

71


Ortsamt Schwachhausen/Vahr<br />

Wilhelm-Leuschner-Str. 27 A, Block D, 28329 <strong>Bremen</strong><br />

(Straßenbahn Linie 1 Haltestelle Wilhelm-Leuschner-Str.)<br />

T 0421 361-3063 oder -3064 oder -18039<br />

office@oaschwachhausen.bremen.de<br />

ORTSAMTSLEITER: Ralf Möller<br />

ÖFFNUNGSZEITEN:<br />

Mo-Do von 09:00 – 15:00 Uhr, Fr. von 09:00 - 13:30 Uhr<br />

nur nach vorheriger Terminvereinbarung unter Tel. 361-3063<br />

Für Pass-,Ausweis-, Meldeangelegenheiten u. ä. wenden Sie sich bitte an das Bürger-<br />

ServiceCenter, Stresemannstr. 48, oder an das BürgerServiceCenter Mitte, Pelzerstr. 40<br />

MITGLIEDER DES BEIRATES SCHWACHHAUSEN:<br />

Beiratssprecherin: Gudrun Eickelberg, GRÜNE<br />

Stellv. Beiratssprecher: Jörn H. Linnertz (CDU)<br />

Dr. Christine Börner, CDU<br />

Lukas Dietzel, CDU<br />

Jörg Findeisen, CDU<br />

Yvonne Funke, CDU<br />

Jörn H. Linnertz; Fraktionssprecher, CDU<br />

Robert Lippardt, CDU<br />

Inga Dominke, Grüne<br />

Gudrun Eickelberg, Grüne<br />

Dr. Vera Helling, Grüne<br />

Marek Helsner; Fraktionssprecher, Grüne<br />

Klaus-Peter Land, Grüne<br />

Jan Brockmann, SPD<br />

Dr. Dagmar Burgdorf, SPD<br />

Jörg Henschen; Fraktionssprecher, SPD<br />

Ingeborg Mehser, SPD<br />

Malte Lier, DIE LINKE<br />

André Walther; Fraktionssprecher, DIE LINKE<br />

Jan Hannemann; Fraktionssprecher, FDP<br />

Frank Köhler; Fraktionssprecher, BD<br />

Die Juni-Sitzung des Beirats Schwachhausen findet am 20.06.2024 um 19:30 Uhr<br />

im Bauernhaus auf dem Areal des Focke-Museums statt. Im Juli findet aufgrund der<br />

Sommerferien keine Sitzung des Beirats statt.<br />

Focke-Museum, <strong>Schwachhauser</strong> Heerstrasse 240, 28213 <strong>Bremen</strong>.<br />

Impressum <strong>97</strong><br />

Herausgeberin und Chefredakteurin<br />

Verlag Susanne Lolk I T 0421 25 75 747<br />

<strong>Schwachhauser</strong> Heerstraße 47<br />

28211 <strong>Bremen</strong><br />

Online<br />

schwachhauser.de<br />

facebook.com/schwachhauser.de/<br />

instagram.com/schwachhauser/<br />

Redaktionelle Mitarbeiter<br />

Karla Götz<br />

Stefan Freye<br />

Guenter G. Rodewald<br />

Karla Wagner<br />

Layout /Art Direction<br />

Konstantin Zigmann<br />

PR- und Anzeigenberatung<br />

Susanne Lolk I T 0421 2575747<br />

lolk@schwachhauser.de<br />

Erscheinungsweise<br />

Zweimonatlich<br />

<strong>Ausgabe</strong> 98<br />

August / September 2024<br />

Anzeigenschluss: 10. Juli 2024<br />

Erhältlich und zu lesen<br />

Erhältlich im Zeitschriftenhandel sowie<br />

bei Anzeigenkunden und zu lesen an<br />

über 2000 Auslegestellen in Arztpraxen,<br />

bei Friseuren, in der Gastronomie und<br />

in Vereinen und Institutionen.<br />

Vertrieb<br />

Lesezirkel Leserkreis Daheim,<br />

Haferwende 29/a1, 28357 <strong>Bremen</strong><br />

Titelbild<br />

Mi el Kwak, Macarone Eule (Detail)<br />

72


sagenh.<br />

weiser<br />

Ratgeber<br />

Odins<br />

Stern<br />

im<br />

„Löwen“<br />

skand.<br />

männlicher<br />

Vorname<br />

Münze<br />

im<br />

Libanon<br />

unreines<br />

Spiritusdestillat<br />

alter<br />

Name<br />

der<br />

Krim<br />

eine Verwandte<br />

(frz.)<br />

mit Planken<br />

belegen<br />

(Schiffbau)<br />

Stück<br />

des<br />

Reifenprofils<br />

See in<br />

Schottland<br />

(Loch ...)<br />

spanisch,<br />

katalan.:<br />

(kleine)<br />

Bucht<br />

Gesundung<br />

nordirischer<br />

Fluss<br />

Stadt in<br />

Mexiko<br />

engl.:<br />

Leistung,<br />

Verdienst<br />

span.<br />

Ordensstifter<br />

† 1556<br />

35<br />

früher <strong>für</strong>:<br />

Tross (frz.)<br />

Wiederaufleben<br />

Paarlauffigur<br />

auf<br />

dem Eis<br />

19<br />

Zeitalter<br />

13<br />

engl.:<br />

Nadel<br />

Sehorgan<br />

span.<br />

Clown<br />

(Charlie)<br />

† 1983<br />

Vorname<br />

d. Schauspielers<br />

Connery †<br />

4<br />

17<br />

Körperreinigung<br />

Leichtbenzin<br />

engl.:<br />

Gleis,<br />

Schiene<br />

11<br />

27<br />

28<br />

mundartl.:<br />

Widder<br />

Ort im<br />

Etschtal<br />

Planetoid<br />

unseres<br />

Sonnensystems<br />

9<br />

Sekret<br />

absonderndes<br />

Vorn. der<br />

Andersen †<br />

Rhone-<br />

Zufluss<br />

16<br />

25<br />

kleine<br />

Menge,<br />

Spritzer<br />

(engl.)<br />

23<br />

31<br />

Organ<br />

germanische<br />

Bronzetrompete<br />

3<br />

Kinderkrankheit<br />

Stadt Vorname<br />

im von Hitchcock<br />

Münsterland<br />

† 1980<br />

Hautreinigungsmittel<br />

früh.<br />

ungar.<br />

Armee<br />

mit ...<br />

und<br />

Klang<br />

lat.:<br />

Recht<br />

Brustknochen<br />

Warthe-<br />

Zufluss<br />

in Polen<br />

34<br />

eh. chin.<br />

Gewicht<br />

Abtretung e.<br />

Forderung<br />

18<br />

32<br />

Gewürzständer<br />

Befehlseingabetaste<br />

(engl.)<br />

33<br />

Abfall<br />

Fluss<br />

zur<br />

Seine<br />

Zimmerpflanzengefäß<br />

besitzanzeigendes<br />

Fürwort<br />

12<br />

8<br />

Gefühl<br />

(engl.)<br />

29<br />

Herausgeber<br />

Arzneikügelchen<br />

seel.<br />

Erschütterung<br />

1<br />

außerordentlich<br />

30<br />

griechischer<br />

Buchstabe<br />

Eiterkanal<br />

(Med.)<br />

der<br />

Glaube<br />

im Islam<br />

Farbe<br />

von Blut<br />

Sprung<br />

im Eiskunstlauf<br />

blutunterlaufener<br />

it. Bildhauer<br />

†<br />

Streifen<br />

Bittsteller<br />

(veraltet)<br />

türkischer<br />

Ehrentitel<br />

Ausflugsort<br />

bei<br />

Berlin<br />

altorient.<br />

Stadt a.<br />

Euphrat<br />

Klostervorsteherin<br />

tätig,<br />

wirksam<br />

22<br />

engl.:<br />

Kuchen,<br />

Gebäck<br />

Witterung,<br />

über lange<br />

Zeiträume<br />

betrachtet<br />

englisch:<br />

Stadt<br />

Alkaloid<br />

in Teeblättern,<br />

Koffein<br />

Fluss in<br />

Nordostspanien<br />

6 14 ®<br />

2<br />

7<br />

24<br />

5<br />

15<br />

36<br />

26<br />

37<br />

21<br />

20<br />

10<br />

Paste aus<br />

gemahlenen<br />

Sesamkörnern<br />

Grundbaustein<br />

der Lebewesen<br />

einstellige<br />

Zahl<br />

längliche<br />

Meeresbucht<br />

(span.)<br />

svd1719-0324<br />

Foto: GOP<br />

1<br />

2<br />

3<br />

4<br />

5<br />

6<br />

7<br />

8<br />

9<br />

10 11 12 13 14 15 16<br />

17 18 19<br />

20 21 22 23 24 25 26 27 28<br />

29 30 31 32 33<br />

34 35 36 37<br />

73


Leinen los!<br />

von Guenter G. Rodewald<br />

GEDÄCHTNISÜBUNGEN<br />

Im März gab das Deutsche Schifffahrtsmuseum Bremerhaven<br />

mit Stolz die Schenkung eines Konvoluts von zwei<br />

Filmrollen bekannt, die vier Jahrzehnte lang unentdeckt<br />

und verborgen auf dem Dachboden des ehemaligen Bremerhavener<br />

Schifffahrtsagenten Jochen Kienast geschlummert<br />

hatten. Sie enthalten überraschendes Filmmaterial<br />

von Ansichten der SS United States und zeigen das damalige<br />

Leben an Bord des Oceanliners, der bereits bei seiner Jungfernfahrt<br />

im Juli 1952 von seinem Heimathafen New York<br />

nach Europa, genauer nach Southampton, das heißbegehrte<br />

Blaue Band (The Blue Riband of the Atlantic) gewann. (Link:<br />

https://bit.ly/4b7LJd6)<br />

Diese Auszeichnung existierte seit den 1860er Jahren.<br />

Transatlantische Reedereien hatten sie sich zu Publizitätszwecken<br />

einfallen lassen. Sie galt als Siegertrophäe der Passagierschiffe,<br />

die die Transatlantik-Route als schnellste bewältigt<br />

hatten. In drei Tagen, zehn Stunden und 40 Minuten<br />

erreichte die United States die Alte Welt. Danach schaffte es<br />

auf dieser Route kein Passagierschiff mehr schneller. Damit<br />

hatte sie die bisherige Bestleistung überholt, die die Queen<br />

Mary ihrem Rekord immerhin ganze 15 Jahre und elf Monate<br />

lang verteidigen konnte.<br />

Die Filmrollen zeigen das mondäne Leben an Bord, in<br />

den Salons und Kabinen des seinerzeit modernsten und<br />

luxuriösesten Atlantik-Cruisers. Ziemlich weit hinter ihm<br />

lagen die Zeiten, als auf diesen Linien – zumindest in ostwestlicher<br />

Richtung – Millionen von Auswanderern den<br />

unbekannten Weg in die Neue Welt und in eine ungewisse<br />

Zukunft riskierten. Und all das unter erbärmlichen Transferbedingungen<br />

und zu hybriden Kosten, die <strong>für</strong> die Passagen<br />

aufzubringen waren.<br />

Mit der United States war ich als ‚Piefke‘ sogar in greifbarer<br />

Nähe vertraut: einer meiner älteren Brüder war leidenschaftlicher<br />

Fan der legendären papiernen ‚Wilhelmshavener<br />

Modellbaubogen‘. So stand unser gemeinschaftliches<br />

Jungenzimmer voll von seinen mit UHU-Alleskleber zusammengehaltenen<br />

Schiffsmodellen, alle im Maßstab 1:250.<br />

Manche Miniaturen, die Flieger - ich erinnere mich an die<br />

zivile Version der Junkers 52/3m, allerdings waren auch<br />

militärische Flugkörper darunter – kolonisierten, an durchsichtigen<br />

Nylonfäden an der Decke hängend, den Flugraum<br />

unseres Mansardenzimmers.<br />

Ich liebte es, meinem Bruder dabei zuzusehen, wie er mit<br />

seiner geduldigen Geschicklichkeit und Talent <strong>für</strong> solch feine<br />

Konstruktionen vermochte, aus den bunt mit den Details<br />

der Objekte bedruckten DIN-A3-Bögen die allerkleinsten<br />

Details herauszuziselieren und sie mit Fingerspitzengefühl<br />

zusammenzufügen. Immerhin bestand das Modell der United<br />

States aus 15 solcher Bögen, um am Ende zu einem Modell<br />

von einer Länge von 121 Zentimetern Länge zu wachsen.<br />

Immerhin trug dieser Modellbausatz bei der Angabe<br />

des Schwierigkeitsgrads das Prädikat sehr schwierig/very<br />

difficult.<br />

Mein Bruder erlaubte mir sogar, mit seiner in so großer<br />

Hingabe konstruierten Schiffsflotte zu spielen. Da es in seiner<br />

Sammlung alle Typen von Wasserfahrzeugen gab, vom<br />

Hochseeschlepper über Frachtschiffe und aber auch dem<br />

immerhin 100 cm langen Modell des Mai 1941 mit um die<br />

2000 Mann versunkenen Schlachtschiff Bismarck, bis eben<br />

hin zur United States, waren alle möglichen Spielideen, die<br />

meine Phantasien zuließen, kriegerische wie friedvolle, auf<br />

dem Zimmerteppich realisierbar.<br />

Unvergesslich blieb mir aber in gleichem Ausmaß das Ende<br />

dieser Flotten: irgendwann hatte <strong>für</strong> meinen Bruder die Begeisterung<br />

<strong>für</strong> dieses Hobby ein Ende. Er beschloss, sich von<br />

all den Fliegern und Dampfern, zivilen wie militärischen,<br />

zu trennen. Gemeinsam entschieden wir uns, die Modelle<br />

auf möglichst spektakuläre Weise untergehen, beziehungsweise<br />

abstürzen zu lassen.<br />

Wir trugen alle Modelle in den Hof hinter unserer Wohnung,<br />

übergossen sie alle mit Feuerzeugbenzin und zündeten<br />

einen Flieger und einen Dampfer nach dem anderen an.<br />

Den Feueranschlag auf die United States hoben wir uns bis<br />

an das Ende unserer Vernichtungsaktion auf. Noch heute<br />

steigt mir bei der Schilderung dieser Apokalypse der Geruch<br />

des brennenden, mittlerweile recht vollgestaubten Kartons<br />

und der Unmengen von verklebtem UHU in die Nase. Am<br />

Ende blieb von dem spektakulären Wilhelmshavener Ensemble<br />

nur ein Berg Asche über.<br />

So ging unsere époque en miniature zu Ende. Hoffen wir,<br />

dass es der United States besser ergeht. Heute liegt sie im<br />

Hafen von Philadelphia, rostet dort vor sich hin, während<br />

die Initiative SS United States Conservancy nach Möglichkeiten<br />

sucht, ihr einen würdigen neuen Daseinsabschnitt<br />

zu verschaffen. Das hätten sie und Bremerhavens Columbuskaje<br />

verdient, an der sie immerhin insgesamt 167-mal<br />

festgemacht hat.<br />

Im Juli wird im Bremerhavener Schifffahrtsmuseum eine<br />

neue Ausstellung eröffnet: Schiffswelten – Der Ozean und<br />

wir, da wird dann auch ein mehrere Meter langes Modell<br />

der United States zu sehen sein.<br />

74


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