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SPORTaktiv Juni 2024

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ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

FIT | RUN | BIKE | OUTDOOR<br />

€ 6<br />

JUNI<br />

JULI<br />

<strong>2024</strong><br />

www.sportaktiv.com<br />

Raus ins<br />

Leben<br />

Tipps, Ratschläge und Produkte für<br />

deinen aktiven Start in den Sommer.<br />

ÖSTERREICHISCHE POST AG, MZ 03Z034992M, RETOUREN AN POSTFACH 100, 1350 WIEN, TOP TIMES MEDIEN GMBH,<br />

GADOLLAPLATZ 1, 8010 GRAZ, FOTO: WILDKOGEL-ARENA NEUKIRCHEN & BRAMBERG<br />

FIT OPEN WATER RUN TRAILRUN SPECIAL BIKE RÄDER MIT SPEED


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Vielfalt, die Träume weckt<br />

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Lieber klassisch oder modern? Lieber Life oder Style?<br />

Bei den Modellvarianten und den vielen Ausstattungspaketen<br />

sind Ihrem Freiheitsdrang kaum Grenzen gesetzt. Wählen Sie<br />

Ihren persönlichen Favoriten. Kurz oder lang – Sie entscheiden!<br />

Mit dem neuen, optionalen „Gute Nacht Paket“ für jeden<br />

Wochenendtrip gewappnet.<br />

Kraftstoffverbrauch: 6,4 – 9,8 l/100 km. CO₂-Emission: 167 – 221 g/km. Symbolfoto. Stand April <strong>2024</strong>.<br />

volkswagen.at


EDITORIAL<br />

Alfred Brunner<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Geschäftsführer<br />

alfred.brunner@styria.com<br />

Freiheit spüren<br />

Sommer! Eine magische Zeit mit langen Tagen sowie vielen Urlaubstagen<br />

und damit die große Chance, Augenblicke für die Ewigkeit abzuspeichern.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> hat sich wieder ordentlich ins Zeug gelegt, um<br />

eine Motivationslektüre der Extraklasse zu produzieren. Alle Storys verbindet<br />

die Freude an der Bewegung und der Drang nach draußen. Das<br />

überwältigende Gefühl, die Freiheit zu spüren, wird zum Megatrend.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> widmet sich im FIT-Teil der Hitze im Sommer, <strong>SPORTaktiv</strong><br />

Doc Robert Fritz gibt uns dazu wertvolle Tipps. Beim Freiwasserschwimmen<br />

geht’s über lange Distanzen.<br />

Österreichs Seen eignen sich dazu perfekt.<br />

Der gesamte RUN-Teil wird diesmal<br />

dominiert vom Trailrunning-Special. Wir<br />

beleuchten dieses Trend-Thema gemeinsam<br />

mit heimischen Top-Trailrunnern: von<br />

der Ausrüstung über die Lauftechnik bis<br />

zu den Events.<br />

Das überwältigende<br />

Gefühl, die Freiheit<br />

zu spüren, wird zum<br />

Megatrend.<br />

THE RUN<br />

THE RUN<br />

COMPRESSION<br />

SOCKS<br />

COMPRESSION<br />

SOCKS<br />

Das Rennrad-Special im BIKE-Teil zeigt mit der „Ode an die Pässe“<br />

jene Emotionen, die man erlebt, wenn man die Berge erklimmt. Rennrad-Legende<br />

Fabian Cancellara, heute Besitzer des TUDOR Pro Cycling<br />

Teams, blickt im EXKLUSIV-Interview zurück auf seine Karriere ebenso<br />

wie auf seine aktuelle Aufgabe. UND: Das E-MTB boomt und fasziniert<br />

unverändert. Wir haben Tipps für E-MTB-Einsteiger sowie 12 aktuelle<br />

Top-E-Bikes.<br />

Viel Spaß mit den motivierenden Storys der <strong>Juni</strong>/Juli-Ausgabe sowie<br />

dem parallel erscheinenden monothematischen OUTDOORGUIDE <strong>2024</strong>!<br />

UND: Wir erweitern unser Verkaufsteam im Westen Österreichs und<br />

freuen uns auf deine Bewerbung; Details siehe Jobinserat auf Seite 9.<br />

Für Anregungen zum Besserwerden an alfred.brunner@styria.com<br />

sag ich wie immer „Danke“.<br />

CEP ULTRALIGHT COLLECTION<br />

FOTO: Thomas Polzer<br />

Bleib fit,<br />

P.S.: Das echte Leben ist analog – geh raus und spür es!<br />

Hol dir dein <strong>SPORTaktiv</strong> bequem per Post nach Hause!<br />

Sechs Stammausgaben inkl. drei Guides pro Jahr um € 36,–<br />

Abobestellung: 01-51414-800, abo@sportaktiv.com<br />

Vertrieb Österreich<br />

Deeluxe Sportartikel Handels GmbH<br />

Europastraße 8 / I . A-6322 Kirchbichl<br />

T Vertrieb + 43 (0) Österreich 5332 930 81<br />

e-mail: Deeluxe info@deeluxe.com<br />

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44<br />

FIT<br />

Einfach mal drauflos<br />

schwimmen 16<br />

So gelingt der Einstieg ins<br />

Thema Freiwasserschwimmen<br />

Eine für alles 24<br />

Eine Brille für all deine<br />

sportlichen Ausflüge?<br />

Darauf musst du achten<br />

+Top 6 Sportbrillen<br />

Hitzebeständig 26<br />

Tipps für heiße Sommertage<br />

von <strong>SPORTaktiv</strong>-Doc<br />

Robert Fritz<br />

Schluck für<br />

Schluck 30<br />

Warum Trinken (nicht<br />

nur) im Sommer so wichtig<br />

ist<br />

+Top 6 Sportgetränke<br />

Stabil im Knie 34<br />

Mehr Stabilität im Knie<br />

für Läufe, Touren und<br />

Bikerunden? Yoga hilft!<br />

+6 Übungen<br />

16<br />

RUN<br />

Immer steil<br />

bergauf 44<br />

Markus Kröll über<br />

Berglauf einst und<br />

Trailrunning heute<br />

Ready for Trail 48<br />

Bei heimischen Profis<br />

nachgefragt: Was braucht<br />

es alles auf den Trails?<br />

+Top 12 Produkte<br />

Beideskönner 58<br />

Door to Trail-Schuhe: Auf<br />

Asphalt hinlaufen, dann<br />

die Trails genießen<br />

+Top 6 Door to Trail-Schuhe<br />

In der Kürze ... 60<br />

Was Trail-Schuhe für<br />

flotte, schnelle Läufe<br />

charakterisiert<br />

+Top 6 Short Trail-Schuhe<br />

Weiter, weiter 62<br />

Worauf es bei den gedämpften<br />

Schuhen für<br />

Ultra-Distanzen ankommt<br />

+Top 6 Ultra Trail-Schuhe<br />

Trail-Laufschule 64<br />

So läufst du schneller,<br />

sicherer und mit mehr<br />

Spaß über Stock und Stein<br />

+Top 20 Trail-Routen<br />

Mit dem Berg gegen<br />

die Zeit 72<br />

Trail-Events und Bergläufe<br />

im Kurzporträt<br />

+Top 20 Trail-Events<br />

BIKE<br />

Straßenträume 80<br />

Quo vadis, Rennrad? Eine<br />

Bestandsaufnahme rund<br />

um die schnellen Bikes<br />

+Top 6 Rennräder<br />

Stilikone 86<br />

Rennrad-Legende Fabian<br />

Cancellara über wahre<br />

Klasse am Fahrrad<br />

Ode an die Pässe 90<br />

Was ist eigentlich das<br />

Schöne am Plagen,<br />

Kurbeln und Schnaufen?<br />

+Top 20 Rennradtouren<br />

Typberatung 100<br />

Am Sprung in die Welt der<br />

E-MTBs? Wir wissen, worauf<br />

du achten musst<br />

+Top 12 E-Bikes<br />

FOTO: Red Bull Photofiles/ Philipp Carl Riedl<br />

FOTO: Südkärntenärnten gion<br />

6 10 Fragen<br />

10 Fit mit Sumi<br />

32 Kelag Sport-Talk<br />

113 Impressum<br />

114 Nachspiel<br />

Die „Big Five“ der<br />

Laktat-Fraktion 108<br />

Fünf Themen, die die<br />

XC- und DC-Bikes <strong>2024</strong><br />

wirklich bewegen<br />

+Top 6 XC-/DC-Bikes<br />

004


1<br />

Christoph Strasser / Ultracyclist<br />

1<br />

6-facher Race Across America Sieger<br />

2x-Transcontinental Race Sieger<br />

Weltrekordhalter 24 Stunden 1026km<br />

Foto: GEPA-Pictures<br />

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10 FRAGEN<br />

Tony Martin<br />

„Die beste Regeneration<br />

ist ein ausgewogenes Essen“<br />

FOTO: CADEX<br />

Was magst<br />

1 du an dir?<br />

Meine Zielstrebigkeit<br />

und meinen<br />

Ehrgeiz.<br />

Was fehlt<br />

2 unserer<br />

Gesellschaft?<br />

Rationales Denken<br />

frei von<br />

Ideologien.<br />

Wann hattest<br />

3 du zuletzt<br />

Angst? Und wie<br />

hast du sie<br />

be wältigt?<br />

Als unsere Fähre<br />

vor Sardinien<br />

meterhohen Wellen<br />

ausgesetzt<br />

war und ich mir<br />

nicht sicher war,<br />

ob wir in einem<br />

Stück das Festland<br />

erreichen.<br />

Ich habe rational<br />

bedacht, dass<br />

wahrscheinlich<br />

schon Tausende Schiffe vor uns in<br />

ähnlichen Situationen waren und am<br />

Ende alles gut gegangen ist.<br />

Was gibt dir Hoffnung?<br />

4 Die Liebe meiner Familie und<br />

Freunde.<br />

Deine Lieblingsserie? Warum?<br />

5 The Shield – Gesetz der Gewalt.<br />

ZUR PERSON<br />

Tony Martin (39) wurde mehrfacher<br />

Weltmeister im Zeitfahren.<br />

Er gewann zahlreiche Etappen bei<br />

den großen Rundfahrten sowie die<br />

Silbermedaille im Zeitfahren bei<br />

den Olympischen Spielen 2012.<br />

Aktuell ist er Testimonial für die<br />

Marke GIANT.<br />

Tolle Story, tolle Kameraführung.<br />

Man<br />

hat das Gefühl mitten<br />

im Geschehen zu<br />

sein.<br />

Was würdest du<br />

6 noch gerne<br />

lernen wollen?<br />

Klavier spielen.<br />

Was bereust du?<br />

7 Und warum?<br />

Nichts.<br />

Dein Trainingstipp<br />

8<br />

für unsere Leser?<br />

Lieber kurz und regelmäßig<br />

trainieren<br />

als lang, aber dafür<br />

seltener.<br />

Was wäre dein<br />

9 Regenerationstipp?<br />

Nach langen und<br />

harten Einheiten<br />

ist die beste Regeneration<br />

ein ausgewogenes<br />

Essen.<br />

Bitte noch um deinen<br />

10 Ernährungstipp?<br />

Neben der Aufnahme von Kohlenhydraten<br />

und Proteinen halte<br />

ich eine Omega-3-reiche Ernährung<br />

für sehr wichtig.<br />

006


BLUE<br />

MONDAY<br />

DEAL * BIS ZU<br />

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Aktiv am Berg,<br />

entspannt im Tal<br />

SPORT. SPA. STEIRISCH.<br />

Den Sommer vor der majestätischen Kulisse<br />

des Dachsteingebirges erleben, mit unzähligen<br />

Möglichkeiten, den Urlaub aktiv am Berg zu<br />

verbringen. Die Weite der Landschaft und die<br />

klare Bergluft wirken lassen, nach actiongeladenen<br />

Abenteuern in die Wellness-Oase des<br />

Acquapura SPA eintauchen und Momente der<br />

Entspannung genießen. Hochwertige steirische<br />

Küche und herzliche Gastfreundschaft runden<br />

diesen unvergesslichen Sommerurlaub ab.<br />

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Europaplatz 613 · A-8970 Schladming · LG Leoben · FN 379022 k · Firmensitz: Schladming


ZITAT<br />

Der Weg der<br />

Vereinfachung<br />

ist der<br />

richtige Pfad.<br />

Steve House, Extrembergsteiger<br />

zitiert aus dem Buch HELDENSTOFF<br />

(Autor Axel Rabenstein, Meyer & Meyer Verlag)<br />

008


ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

Komm in unser Team!<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> ist Österreichs größtes Aktivsportmagazin mit den Kernthemen Fit, Run, Bike, Outdoor<br />

und Wintersport. Neben sechs hochwertigen Stammausgaben punktet <strong>SPORTaktiv</strong> mit drei monothematischen<br />

Guides: Bikeguide, Outdoorguide und Winterguide. Im Rahmen einer offensiven<br />

Wachstumsstrategie expandiert <strong>SPORTaktiv</strong> mit diesen drei Guides auflagenstark nach Deutschland.<br />

Zahlreiche Camps und Digitalplattformen runden unser Portfolio ab. Zur Verstärkung unseres Teams<br />

suchen wir motivierte und vor allem sportliche Persönlichkeiten.<br />

KEY ACCOUNT MANAGER:IN<br />

Tirol, Vorarlberg oder Salzburg / Vollzeit, ab Herbst<br />

Was diesen Job ausmacht<br />

• Du betreust bestehende und akquirierst neue<br />

Werbekund:innen und berätst Touristiker:innen bei<br />

aktiv-sportlichen Themen.<br />

• Die Märkte Tirol, Vorarlberg, Bayern und Baden-<br />

Württemberg liegen dabei in deiner Verantwortung.<br />

Auf persönlichen Kund:innenbesuchen bist du in<br />

diesen Regionen unterwegs.<br />

• Du entwickelst crossmediale Angebote für unsere<br />

digitalen und gedruckten Plattformen und kümmerst<br />

dich um deren reibungslose Umsetzung.<br />

• Tatkräftige Unterstützung erfährst du von unserem<br />

engagierten Team, das gemeinsam mit dir Erfolge<br />

feiert und neue Wege geht.<br />

• Du führst zudem Marktanalysen durch und<br />

erkennst Trends, um unsere Angebote kontinuierlich<br />

zu verbessern.<br />

Was dich ausmacht<br />

• Deine Leidenschaft für Aktivsport ist mehr als ein<br />

Hobby für dich.<br />

• Mit einem ausgeprägten Interesse an Marketing<br />

und einem Verständnis, wie Medien funktionieren,<br />

bist du bestens ausgestattet, um in dieser Branche<br />

durchzustarten.<br />

• Du weißt, wie langfristige Partnerschaften gepflegt<br />

werden und kannst Brücken zwischen Kund:innen<br />

und unseren Produkten bauen.<br />

• Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten<br />

sind Grundpfeiler deiner Arbeitsweise.<br />

• Fundierte Windows-Kenntnisse kannst du vorweisen.<br />

Was du noch wissen solltest<br />

• Du kannst deine Begeisterung für Sport in<br />

eine Karriere verwandeln.<br />

• Du hast die einmalige Chance, namhafte Tourismusregionen<br />

und die Sporthotellerie bei Aktivsportthemen<br />

zu betreuen und viel Neues zu lernen.<br />

• Eine hohe Eigenverantwortung bezüglich deiner<br />

Arbeitszeit und -organisation inkl. Homeoffice<br />

ermöglicht dir viel Flexibilität.<br />

• Ein professionelles Team mit einer offenen<br />

Kommunikationskultur freut sich auf deine<br />

tatkräftige Unterstützung.<br />

• Flexible Mobilität ist mittels Dienstauto<br />

oder Kilometergeld gewährleistet.<br />

• Dein monatliches Bruttogrundgehalt beträgt<br />

mind. EUR 2.800,– auf Vollzeitbasis (14-mal jährlich),<br />

zzgl. erhältst du eine attraktive erfolgsabhängige<br />

Provision und einen Zielerreichungsbonus. Dein jährliches<br />

Bruttogehalt liegt damit je nach Zielerreichung<br />

zwischen EUR 39.200 und EUR 57.200<br />

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FIT MIT SUMI<br />

Christoph Sumann<br />

Als Biathlet viele Jahre Weltklasse, jetzt<br />

leidenschaftlicher Freizeitsportler.<br />

Panik am<br />

Seitenstreifen<br />

Kleine Zeitung<br />

Wörthersee<br />

Halbmarathon<br />

Pure Lauffreude<br />

Erlebe am 25. August beim einzig artigen<br />

Halb- und Viertel marathon entlang des<br />

türkisen Wörthersees Lauffreude pur.<br />

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Die belohnende Erfrischung nach dem Lauf holst<br />

du dir mit einem Sprung in den Wörthersee . . .<br />

Infos und Anmeldung auf<br />

→ kaerntenlaeuft.at<br />

Ein Event von<br />

Mit dem Rennrad fahre ich schon ewig, es war früher schon von<br />

Mai bis Mitte Oktober auch immer eines meiner Haupt-Trainings-<br />

Geräte. Das Rennrad ist ein bisschen wie das Laufen: einfach, du<br />

kannst es überallhin mitnehmen, es hat ja kein Gewicht und passt locker<br />

ins Auto. Es ist aber auch immer mit Emotion und Besitzerstolz<br />

verbunden. Die Rennräder sind auch immer sauber geputzt, kommt<br />

mir vor, sie werden gehegt und gepflegt von ihren Besitzern.<br />

Starke Emotionen gibt es in der Regel auch bei Rennrad-Events<br />

zu erleben. Zeit meiner Biathlon-Karriere bin ich zwar nie ein Rennradrennen<br />

gefahren – aber danach war gleich der Ötztaler Radmarathon<br />

2015 meine Premiere. Nichts Kleines zum Start, sondern gleich<br />

Champions League.<br />

Ich hab noch nie so Angst gehabt<br />

wie dort, auf den ersten 30 Kilometer<br />

ab Sölden bis zur Abzweigung nach<br />

Kühtai. 4000 Radfahrer in der Früh<br />

leicht bergab mit hoher Geschwindigkeit!<br />

Das Im-Feld-Fahren war ich ja<br />

nicht gewohnt, auch im Training sind<br />

wir als Team höchstens mal zu zehnt<br />

gefahren – am liebsten war ich aber<br />

immer allein im Wind unterwegs (ein<br />

Windschattenlutscher war ich nie!).<br />

Die ganzen 30 Kilometer bin ich immer<br />

am Seitenstreifen gefahren, damit ich<br />

Mein erstes Rennen<br />

war gleich der<br />

Ötztaler<br />

Radmarathon.<br />

Nichts Kleines,<br />

sondern gleich<br />

Champions League.<br />

in den Straßengraben ausweichen kann, falls was passiert. Richtig<br />

begonnen hat das Rennen für mich, als es endlich zum ersten Mal<br />

bergauf gegangen ist. Es hat dann noch jede Menge auf den restlichen<br />

rund 200 Kilometern und den Tausenden Höhenmetern auf mich<br />

gewartet, unter anderem mein erstes Mal über 100 km/h (107 runter<br />

von Kühtai Richtung Innsbruck). Aber was sich auf diesen ersten 30<br />

Kilometern abgespielt hat, das war mit nichts zu vergleichen.<br />

Heuer bin ich bei drei großen Events angemeldet: bei der<br />

Fuga300, bei der Tour de Franz und im Herbst beim Istria300. Ich<br />

freue mich riesig darauf – jetzt vor allem einmal auf die 300 Kilometer<br />

vom Großglockner bis Grado. Neben Vorfreude habe ich auch einen<br />

Riesenrespekt davor. Bei der Anmeldung hab ich ehrlich gesagt<br />

ein bisschen geschwindelt, eine gewisse Kilometerzahl sollst du ja<br />

gefahren sein und die habe ich bei dem Wetter heuer nicht ansatzweise<br />

geschafft. Aber mit Kampfkraft und Routine werde ich es schon<br />

schaffen und sie werden mich mitschleifen bis Grado ...<br />

FOTO: Christoph Sumann


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Ich arbeite am Lebensraum.<br />

Ich arbeite an Wien.<br />

Karoline ist stolz auf ihren Job und ihren Beitrag zu einer lebenswerten<br />

Stadt. Sie achtet darauf, dass beim Planen von Bauvorhaben alle Vorschriften<br />

eingehalten werden – damit die Gebäude in unserer Stadt sicher<br />

und beständig bleiben.<br />

Die Stadt Wien bietet ihr ein vielfältiges, motivierendes und sinnvolles<br />

Arbeitsumfeld in einem krisensicheren Job mit Verantwortung und einer<br />

guten Work-Life-Balance.<br />

Arbeite auch du an Wien und bewirb dich unter: jobs.wien.gv.at<br />

#arbeitenanwien<br />

jobs.wien.gv.at


EW<br />

Geh auf<br />

Ent deckungsreise<br />

Die Tourismusregion<br />

Millstätter See – Bad<br />

Kleinkirchheim – Nockberge präsentiert sich ab jetzt auf einer<br />

brandneuen Website, die alle Erlebnisse, Urlaubsangebote, Ausflugsziele<br />

und Co. in der Region abbildet. Nimm dir die Zeit und<br />

geh auf Entdeckungsreise auf www.seeundberg.at<br />

FOTO: MBN Toursimus<br />

Der Herbstklassiker<br />

durch die Grazer<br />

Innenstadt!<br />

Mach mit, wenn vom 11. bis 13. Oktober <strong>2024</strong><br />

die Devise lautet: „Pack die Laufschuhe und<br />

die Shoppingtasche ein!“<br />

Distanzen von 400 m bis 42 km<br />

Kinder- und Jugendläufe<br />

Lauf-Urlaub-Packages für die ganze Familie<br />

Streckenführung durch die Grazer Innenstadt,<br />

vorbei an atemberaubenden Sehenswürdigkeiten<br />

Einzigartige Stimmung durch „Hot-Spots“<br />

mit Musik, Tanz, u. v. m.<br />

Infos und Anmeldung auf<br />

→ grazmarathon.at<br />

Smarte Hilfe<br />

In einem stilvollen Design<br />

unterstützt die<br />

„Huawei Watch Fit 3“<br />

(UVP: ab € 159,–) einen<br />

gesunden Lebensstil.<br />

Mit über 100 Sportmodi,<br />

personalisierten Trainingsvorschlägen<br />

und<br />

präziser Herzfrequenzmessung<br />

ist sie ideal<br />

für aktives Gesundheitsmanagement.<br />

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MIT STIL<br />

Als unschlagbarer<br />

Performance-Allrounder<br />

lässt der<br />

Sport-BH extreme<br />

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active funktional<br />

und stilistisch keine<br />

Wünsche offen.<br />

Die dreigeteilten,<br />

seitlich mit Sichellösungen<br />

gestützten<br />

Cups und<br />

das weiche Unterbrustband sorgen für einen besonders<br />

attraktiven Shape und bieten bis Cup H selbst<br />

bei höchster Beanspruchung perfekten Halt. Das<br />

Anita Sweat-Management gewährleistet einen umfassenden<br />

Feuchtigkeitstransport und Temperaturausgleich.<br />

Und mit seinem neuen Arcade-Muster ist<br />

er zudem ein echter Hingucker. anita.com<br />

FOTO: ANITA<br />

012


FOTO: Intersport Austria<br />

60 JAHRE SPORTBEGEISTERUNG<br />

Mit dem Mut zur Innovation wurde aus einer Vision für den Sportfachhandel eine<br />

Erfolgsgeschichte: Vor 60 Jahren beschlossen 13 mittelständische Sporthändler aus<br />

sechs Bundesländern, sich zu einer Einkaufsgenossenschaft zusammenzuschließen.<br />

Das Ziel: voneinander zu lernen und die Kunden mit Qualität bei Sortiment, Beratung<br />

und Service für den Sport zu begeistern. Heute ist INTERSPORT sowohl international<br />

als auch in Österreich die Nummer eins im Sportfachhandel und genießt<br />

großes Vertrauen in der österreichischen Bevölkerung. www.intersport.at<br />

Zeig, wie fit du bist!<br />

Bereit für eine neue sportliche<br />

Herausforderung? Nach einem<br />

erfolgreichen Saisonauftakt in<br />

Graz lädt FITLETIX am 14. September<br />

<strong>2024</strong> in Wien zu einer<br />

weiteren herausragenden Fitness-Challenge.<br />

Die 2. Ausgabe<br />

verspricht nicht nur Spaß und<br />

Teamgeist, sondern bringt auch<br />

frischen Wind mit sich. Zwei<br />

neue Übungen, Tire Flips und<br />

Burpee Box Step Ups, wurden in<br />

das Repertoire aufgenommen.<br />

Über 200 Teams werden erwartet,<br />

um am Open-Air-Event teilzunehmen.<br />

Anmeldung unter:<br />

www.fitletix.at/wien<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

FOTO: Peeroton<br />

Mach aus Wasser Energie!<br />

Der Sommerhit von Peeroton – der „MVD Cola Zitrone<br />

und der Ice Tea Pfirsich limited Sommer Edition<br />

<strong>2024</strong>“ – liefert dir die für deine sportliche Aktivität<br />

wichtigsten Elektrolyte in Apotheken-Qualität. Er<br />

unterstützt das Immunsystem, ist außerdem zuckerfrei<br />

und hat einen erfrischenden Geschmack. Aus<br />

den 300 g des bewährten Magnesium Sportdrinks –<br />

der offizieller Ausstatter des Olympic Teams Austria<br />

ist – bekommst du ganze 30 Liter Getränk. Die spezielle<br />

Zubereitung findest du auf www.peeroton.com.<br />

FOTO: Powerbar<br />

S<br />

3 FRAGEN AN<br />

FIT<br />

ROBERT KAISER, KEY<br />

ACCOUNT MANAGER<br />

AUSTRIA POWERBAR<br />

Was bewegt<br />

dich aktuell im<br />

Business?<br />

Die aktuell steigenden<br />

Teilnehmerzahlen<br />

bei<br />

den Sportveranstaltungen<br />

wirken<br />

sich positiv auf unser Business<br />

aus, obwohl der Sportfachhandel<br />

weiter unter Druck steht<br />

und sich zum Teil weiter neu erfinden<br />

muss. Aufschwung gibt<br />

der sensationelle Erfolg mit unserer<br />

neuen „Powerbar Black<br />

Line“, die bei den Sportlern sowohl<br />

mit mehr Energy als auch<br />

guter Verträglichkeit punktet.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport<br />

in deinem Leben?<br />

Aktiver Ausdauersport begleitet<br />

mich sei meiner Jugend und ist<br />

ein fester Bestandteil meines<br />

Lebens! Begonnen hat alles mit<br />

der Leichtathletik und dem Mittelstreckenlauf.<br />

Aber auch das<br />

Mountainbiken, Endurofahren –<br />

zum Beispiel beim Erzberg Rodeo<br />

– Rennradfahren und seit einigen<br />

Jahren Skitourengehen<br />

sind wichtig für mich, um den<br />

notwendigen Ausgleich zu finden.<br />

Eine Startnummer dranzumachen<br />

und dann an meine<br />

Grenzen zu gehen, ist jedenfalls<br />

immer wieder ein tolles Gefühl.<br />

Dein vergangenes oder künftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Da gab es so einige sehr schöne<br />

und prägende Momente! Zum<br />

Beispiel der Sieg bei der KRKA<br />

Enduro 2015 oder das Finishen<br />

bei der RedBull Romaniacs, der<br />

Istria300 sowie beim „Ötzi“.<br />

Mein Saison-Highlight <strong>2024</strong> ist<br />

ganz klar wiederum der Ötztaler<br />

Radmarathon.<br />

FOTO: Fitletix<br />

013


NÖM<br />

Frozen Blueberry<br />

Cheesecake<br />

Bites<br />

E<br />

ntdecke die eiskalte Verlockung<br />

unserer Frozen Blueberry<br />

Cheesecake Bites mit<br />

NÖM PRO Topfencreme. Eine süße<br />

Belohnung, die nicht nur erfrischt,<br />

sondern auch deine Proteinversorgung<br />

optimiert.<br />

ZUTATEN für 2 Portionen<br />

• 235 g NÖM PRO Topfencreme<br />

Blueberry Cheesecake<br />

• 250 g Heidelbeeren<br />

• 150 g Schokolade (zuckerfrei)<br />

Zubereitung<br />

1 Die NÖM PRO Topfencreme Blueberry<br />

Cheesecake in einer Schüssel<br />

mit den Heidelbeeren vermengen.<br />

2 Die Heidelbeer-Topfencreme-<br />

Masse entweder in Eiswürfelformen<br />

oder Muffinförmchen füllen<br />

(ca. 1 EL Masse pro Stück) und anschließend<br />

für ca. 1 Stunde einfrieren.<br />

Alternativ können auch kleine<br />

Häufchen auf einem Backpapier<br />

eingefroren werden.<br />

3 Die gefrorenen Bites in geschmolzene,<br />

zuckerfreie Schokolade<br />

tunken, nochmals einfrieren und<br />

Frozen Bites genießen.<br />

ANZEIGE / FOTO: NÖM<br />

EW<br />

MEHR ALS MAGNESIUM<br />

Die praktischen Arthrobene® Sport Sticks liefern täglich eine ausgewogene<br />

Kombination aus Spurenelementen, Mikronährstoffen<br />

und Vitaminen. Sie enthalten außerdem wertvolle Aufbaustoffe wie<br />

NAG (N-Acetyl-Glucosamin), Vitamin C, Kalium und Mangan. Plus<br />

Zink – ein wahres Multitalent<br />

für Muskeln, Energiestoffwechsel,<br />

Regeneration und<br />

Widerstandskraft. Praktisch,<br />

handlich und gut verträglich<br />

sorgt es dafür, dass dir die<br />

Energie nicht ausgeht.<br />

Noch mehr Protein-Power<br />

Gleich zwei neue NÖM PRO Topfenaufstriche reihen sich<br />

als herzhafte Ergänzung in die breite NÖM PRO Produktpalette<br />

ein: Der NÖM PRO Topfenaufstrich Kräuter und der<br />

Topfenaufstrich Paprika-Tomate-Chili. Sie bieten<br />

20 g Protein pro Becher, sind fettarm<br />

und damit der proteinreiche und köstliche<br />

Snack für zwischendurch, zum Dippen<br />

mit Gemüsesticks oder auf frischem Vollkornbrot<br />

– die einfache, schnelle und ausgewogenen<br />

Mahlzeit nach einem Training.<br />

Erhältlich sind sie im Kühlregal bei<br />

BILLA PLUS und ausgewählten BILLA-<br />

Filialen. noem.at<br />

FOTO: Arthrobene<br />

Erhältlich in Apotheken (PZN 4630525)<br />

oder unter www.arthrobene-sport.at<br />

Barfuß für die Gesundheit<br />

Studien zeigen, dass beinahe alle gängigen Schuhe die normale<br />

Gehfunktion hemmen und die Füße deformieren. Kein Wunder<br />

also, dass immer mehr Expert:innen dazu raten, öfter barfuß zu<br />

gehen. Ein Barfußschuh-Hersteller, welcher auf diesem Gebiet<br />

bereits seit Jahren wissenschaftliche Pionierarbeit leistet, ist<br />

VIVOBAREFOOT. Galahad Clark, der Gründer der minimalistischen<br />

Schuhmarke, will nicht nur aufgrund seiner österreichischen<br />

Wurzeln jetzt mit dem Vertrieb der Barfußschuhe in Österreich<br />

starten. Ein Vivobarefoot-Store in Wien wurde Ende Mai eröffnet<br />

– weitere sollen folgen. Der Innovator und Schuster in siebter<br />

Generation will vor allem aufzeigen, warum im<br />

Alltag und bei beliebten Sportarten wie Wandern<br />

oder Laufen künftig auf herkömmliche Fußbekleidung<br />

verzichtet werden sollte.<br />

Infos: vivobarefoot.at<br />

FOTO: NÖM<br />

FOTO: Vivobarefoot<br />

014


News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

FIT<br />

S<br />

FOTO: MBN-Tourismus<br />

KOMPETENZZENTRUM FEIERT ERÖFFNUNG<br />

Die Tourismusregion Millstätter See – Bad Kleinkirchheim – Nockberge ist mit<br />

der Nockregion Oberkärnten unter ein Dach gezogen. Dafür wurde der leer<br />

stehende Staberhof im Zentrum von Radenthein revitalisiert. Das Projekt gilt<br />

als österreichweites Vorzeigeprojekt in Sachen organisationsübergreifendes<br />

Lebensraum-Management. Geschaffen wurde ein „Büro der Zukunft”. Ziel ist<br />

es, Synergien zu nutzen und den regionalen Lebensraum zu stärken, indem<br />

gemeinsame Projekte erarbeitet werden.<br />

mbn-tourismus.at<br />

Erste-Hilfe-Guide <strong>2024</strong><br />

Unser Erste-Hilfe-Guide <strong>2024</strong>,<br />

den wir wieder mit dem Roten<br />

Kreuz gemeinsam produziert<br />

haben, ist eben erschienen. Er<br />

ist einer Teilauflage der „<strong>Juni</strong>/<br />

Juli-Stamm ausgabe <strong>2024</strong>“ beigelegt,<br />

man kann ihn kostenlos<br />

unter office.sportaktiv@styria.<br />

com bestellen oder online lesen<br />

auf: magazin.sportaktiv.com<br />

20 JAHRE PANACEO<br />

PANACEO, führender Entwickler und Hersteller<br />

von natürlichen Gesundheitsprodukten, feiert in<br />

diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen. „Seit der<br />

Gründung im Jahr 2004 hat PANACEO die<br />

Gesundheitsbranche mit innovativen, auf<br />

PMA-Zeolith® basierenden Medizinprodukten<br />

bereichert, die darauf abzielen, die Gesundheit<br />

und die Leistungsfähigkeit nachhaltig zu verbessern.<br />

Die Produkte sind das Ergebnis intensiver<br />

Forschung und eine tiefe Verpflichtung zur<br />

Qualität, Sicherheit und Wirksamkeit“, so das<br />

PANACEO-Versprechen. www.panaceo.com<br />

FOTO: Panaceo<br />

Ein Event von<br />

Laufspaß<br />

für alle<br />

Euer Laufmix direkt am See<br />

Kärnten Läuft bietet mit 10 Bewerben für<br />

jeden den richtigen Mix aus sportlicher<br />

Herausforderung, Laufspaß und<br />

Urlaubsstimmung.<br />

X Heuer wieder mit kostenlosen Top Kabarett:<br />

Gernot Kulis am Freitagabend, 25. August <strong>2024</strong><br />

Speziell bei den Sidebewerben steht der Spaß<br />

an der Bewegung im Vordergrund:<br />

X Wiener Städtische<br />

Wörthersee Night Run<br />

X Dogging Hundelauf<br />

X Kinderläufe inkl. Maskottchenlauf<br />

X Hyundai Familienlauf<br />

X Raiffeisen Frauenlauf & Ladies Walk<br />

Worauf noch warten? Jetzt gleich den Laufurlaub<br />

am Wörthersee sichern:<br />

Infos und Anmeldung auf<br />

→ kaerntenlaeuft.at<br />

015


TRAINING<br />

Freiwasserschwimmen<br />

Einfach mal<br />

drauflos<br />

schwimmen<br />

Einmal den heimischen See durchschwimmen, endlich<br />

mal die kleine Bucht am Urlaubsort erkunden. Was es<br />

mit dem Freiwasserschwimmen auf sich hat, worauf es<br />

zu achten und was es zu vermeiden gilt. von Lukas Schnitzer<br />

016


FIT<br />

MODERNE BRILLE,<br />

NEO UND BOJE<br />

Ausgestattet wie dieser<br />

Schwimmer während des Alpe-<br />

Adria-Schwimmcups am Klopeiner<br />

See steht, gesetzt die Technik<br />

sitzt, dem Abenteuer Freiwasser<br />

nichts mehr im Weg.<br />

FOTO: Region Südkärnten<br />

017


TRAINING<br />

Freiwasserschwimmen<br />

Die Magie des<br />

Wassers fesselt,<br />

entschleunigt und<br />

schickt dich erholt<br />

wieder nach Hause.<br />

W<br />

asser, egal<br />

ob süß oder<br />

salzig, eiskalt,<br />

thermal<br />

oder künstlich<br />

gewärmt,<br />

von Wiesen und Steinen umrahmt<br />

oder in Fliesen gefasst – das<br />

nasse Element hat auf viele von uns<br />

eine magische Anziehungskraft.<br />

Die einen sitzen gerne am Ufer und<br />

genießen, die anderen nutzen es zur<br />

Abkühlung an heißen Sommertagen,<br />

wieder andere erholen sich<br />

im Thermalbecken. Aktive befahren<br />

die Gewässer mit dem SUP,<br />

nutzen Sportbecken, um sich kraulend,<br />

brust- oder rückenschwimmend<br />

fit zu halten. Egal,<br />

was dich in die heimischen Bäder<br />

und Thermalbäder, an die Seen und<br />

Flüsse treibt – die Magie des Wassers<br />

fesselt, entschleunigt und<br />

schickt dich ein paar Stunden später<br />

erholt wieder nach Hause.<br />

Was gerade an größeren Seen<br />

oder auch am Meer seit jeher fasziniert,<br />

ist die schwimmende Eroberung,<br />

das Entdecken. Ich erinnere<br />

mich noch gut an meine ersten<br />

Sommer ohne Schwimmflügel<br />

am Teich bei uns im Ort. Zwei, vielleicht<br />

dreihundert Meter vom Ufer<br />

der Liegewiese entfernt sah man<br />

immer wieder Menschen mitten im<br />

Wasser hüfttief stehen. Eine Sandbank,<br />

wie meine Großmutter wusste<br />

– und ab diesem Tag mein erklärtes<br />

Ziel. Ein Ziel, das ich auch<br />

heute am Abend stressreicher<br />

Sommertage noch gerne ansteuere.<br />

Einmal mitten durch den See, kurz<br />

verweilen, um den Fischen im glasklaren<br />

Wasser bei der Futtersuche<br />

entlang der Sandbank zuzusehen,<br />

und wieder zurück.<br />

Vom „Open Water“<br />

Sportlich gesehen hat diese Kindheitserinnerung<br />

einen Namen. Freiwasserschwimmen<br />

oder „Open<br />

Water“ meint das Schwimmen in<br />

Seen, Flüssen und im Meer, ganz<br />

ohne Beckenrand und Kacheln am<br />

Boden. Ein Sport, der Freischwimmer<br />

meist kraulend über<br />

weite Strecken führt und nicht zuletzt<br />

auch durch seinen Anteil an<br />

den diversen Triathlon-Distanzen<br />

mehr und mehr Zuspruch findet.<br />

Markus Strini, selbst in den Jahren<br />

2004 bis 2011 Triathlonprofi mit zahlreichen<br />

Ironman-Starts und heute<br />

unter anderem mit Schwimmkursen,<br />

als Schwimm- und Triathlon-Coach<br />

Wassersport<br />

neu definiert<br />

Mit der BECO BEactive Water<br />

Wear macht Sport im, am und<br />

rund ums Wasser mehr Spaß.<br />

Sport ist nicht nur eine Frage<br />

von Fitness, Ehrgeiz und<br />

Technik, sondern auch eine<br />

der richtigen Ausrüstung und Kleidung.<br />

Für Sport im und am Wasser<br />

kommen einem da zuerst Badehose<br />

und Bikini oder Swimsuit in den<br />

Sinn. Aber bei SUP, Paddeln, Surfen,<br />

Canyoning oder anderen Aktivitäten,<br />

bei denen du genauso oft<br />

im Wasser bist wie außerhalb, werden<br />

andere Anforderungen an deine<br />

Sportswear gestellt. Das betrifft<br />

vor allem Passform, Beweglichkeit<br />

und Funktion. Sie muss dich vor<br />

der Sonne schützen, vielleicht auch<br />

vor Wind oder Kälte. Die BEactive-<br />

Line von BECO ist genau dafür entwickelt.<br />

Stoffe, die es nicht nur<br />

aushalten, nass zu werden, sondern<br />

dafür gemacht sind, nass wie trocken<br />

formstabil und blickdicht zu<br />

bleiben und schnell wieder zu<br />

trocknen. Spezielle Schnitte ermöglichen<br />

auch schnelle oder ausladende<br />

Bewegungen, ohne zu behindern<br />

oder zu verrutschen.<br />

Das wasserbeständige Material der<br />

Shorts, Leggins, Sport-Tops, Bikinis,<br />

Shirts und Rashguards besteht<br />

aus Polyester und Elasthan.<br />

BEactive heißt: Einfach befreit<br />

Sport am Wasser machen, sich auf<br />

sich selbst, den Sport, den Spaß<br />

und die Challenge konzentrieren!<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.beco-beermann.com/de<br />

ANZEIGE / FOTOS: BECO<br />

018


Die Schwimmtechnik<br />

im Freiwasser hat so<br />

ihre Tücken – am<br />

besten lernt man diese<br />

in eigenen Kursen.<br />

FIT<br />

und mit seinem „Club Your Way“<br />

auch im Bereich Outdoorfitness<br />

sowie Betriebsgesundheit tätig, hat<br />

für diese Story den Sport, seine Anforderungen<br />

und Besonderheiten<br />

mit uns im Detail besprochen.<br />

Der Grundstock<br />

So wie man für den ersten Singletrail<br />

erst an der Fahrtechnik arbeitet,<br />

gilt es auch beim Freiwasser-<br />

DER EXPERTE<br />

Markus Strini<br />

war selbst jahrelang auf der Langdistanz<br />

erfolgreich. Heute gibt er sein Wissen<br />

(nicht nur) in den Kursen seines „Club<br />

Your Way“ weiter.<br />

www.clubyourway.at<br />

schwimmen vorab die grundlegenden<br />

Schwimmtechniken zu erlernen.<br />

Erfahrungsgemäß gelingt<br />

FOTO: Club your way<br />

dies am besten im Schwimmbecken.<br />

Um keine falschen Bewegungsabläufe<br />

einzulernen, empfehlen<br />

sich auch eigene Kurse und<br />

Trainings, wie sie auch Markus<br />

Strini laufend anbietet (Termine<br />

unter www.clubyourway.at). Sitzt<br />

die Technik im Pool, lassen sich<br />

Freiwasser-Basics wie die Orientierung<br />

(Kraulen mit Orientierungs-<br />

Blick nach vorne oder auch Wasserball-Kraul)<br />

mit diversen Drills<br />

üben, zusätzlich könnte man, um<br />

sich ans längere Durchschwimmen<br />

im Freiwasser zu gewöhnen, den<br />

Beckenrand am Kehrpunkt jeder<br />

Länge auslassen oder in leeren<br />

Sportbecken im Kreis schwimmen.<br />

Trainiert man für einen Triathlon,<br />

lässt sich auch die Hektik im Wasser<br />

mit mehreren Schwimmern<br />

nebeneinander gut üben. Auch hier<br />

kann ein guter Coach nützliche<br />

Techniken zeigen.<br />

Stille deinen Durst nach mehr Leistung:<br />

Der Iso Fuel 30 enthält wichtiges Natrium und 30 g<br />

Kohlenhydrate auf 0,5 l Flüssigkeit. Die neueste Carbohydrate-Formula<br />

der Powerbar Black Line liefert dir<br />

bis zu 120 g Kohlenhydrate/Stunde. Einfach zu dosieren<br />

und zu kombinieren dank unseres 30/60/90 g Kohlenhydrat-Systems.<br />

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TRAINING<br />

Freiwasserschwimmen<br />

Raus aufs Wasser<br />

Im Freiwasser ist aber dann doch<br />

vieles anders, weiß Strini. „Bei meinen<br />

Freiwasser-Kursen sind bei 30<br />

Teilnehmern immer 2 oder 3 dabei,<br />

die Angst vor dem trüben Wasser,<br />

den Fischen etc. haben.“ Hier, so<br />

sein Rat, sollte man sich in kleinen<br />

Schritten herantasten. Erst am Ufer<br />

entlang, später vielleicht durch kleine<br />

Buchten oder von Steg zu Steg<br />

und irgendwann dann raus zu einer<br />

Boje. Das Fehlen der Bodenmarkierungen,<br />

trüberes Wasser,<br />

Sonneneinstrahlung, Wind und Wellen:<br />

All das erschwert im Vergleich<br />

zum Sportbecken die Orientierung<br />

im Wasser, macht das „Geradeausschwimmen“<br />

für Einsteiger zur<br />

Herausforderung. Denn im Wasser<br />

liegend und mit dem Gesicht nach<br />

unten kraulend fehlt uns das Gefühl<br />

für Lage und Richtung: „Mit verbundenen<br />

Augen schwimmt auch<br />

der Profi im Kreis.“ Was hilft, sind<br />

Bojen oder markante Punkte an<br />

Land, etwa Kirchtürme und Bäume.<br />

Im besten Fall schwimmt man frontal<br />

darauf zu und orientiert sich<br />

regelmäßig nach vorne. In großen<br />

Gewässern und parallel zum Ufer<br />

hilft es auch, den seitlichen Abstand<br />

zum Ufer konstant zu halten. Beides<br />

muss aber genauso geübt werden<br />

wie der Umgang mit Wellen. Markus<br />

Strinis Tipp: klein anfangen und<br />

langsam steigern. Und im Zweifel<br />

lieber ein paar Tage in einen Kurs<br />

investieren, anstatt unnötig frustriert<br />

zu scheitern.<br />

Das Material<br />

Unnötigen Frust erspart sich auch,<br />

wer beim Material genau hinsieht<br />

und sich gut beraten lässt. Grundlegend<br />

ist für Markus Strini die gute<br />

Sicht. Hier empfiehlt er viele Modelle<br />

zu probieren und seine Brillen mit<br />

professioneller Beratung zu kaufen,<br />

um den richtigen Sitz zu finden.<br />

Auch Varianten mit echtem Filtern<br />

wie bei Sportbrillen kennt der Markt<br />

der Schwimmbrillen. Wenn man<br />

beim Schwimmen selbst einen Ge-<br />

Wer im freien Wasser schwimmt, steht vor anderen Herausforderungen als im Hallenbad.<br />

danken über die Brille verschwendet,<br />

so der Experte, ist es die<br />

falsche Brille. Ein No-Go sind alte,<br />

verkratzte Gläser oder alte Gummidichtungen.<br />

Wer im Chlorwasser<br />

trainiert, sollte hier immer gut mit<br />

reinem Wasser spülen.<br />

Große Masken bieten gegenüber<br />

den klassischen Schwimmbrillen<br />

nicht nur ein größeres Gesichtsfeld,<br />

sie neigen auch weniger<br />

zum Anlaufen. Damit das nicht passiert,<br />

hat Strini ebenfalls einen<br />

Tipp: Neben Beschichtungen (die<br />

irgendwann abgehen) und Sprays<br />

ist es am wirkungsvollsten, die<br />

Brille zu benetzen, auf Wassertemperatur<br />

zu bringen und ein<br />

klein wenig Wasser im Brillenrand<br />

zu belassen. „Dieses Wasser wirkt<br />

dann am Glas wie ein Scheibenwischer“,<br />

so sein Rat.<br />

Ebenfalls wichtig sind gutsitzende<br />

Badehauben (80 % der<br />

Körperwärme gehen über den Kopf<br />

verloren) – vielleicht zur besseren<br />

Sichtbarkeit von Schiff und Boot<br />

aus auch in leuchtenden Farben.<br />

Unnötiger Frust<br />

lässt sich vermeiden,<br />

indem man beim<br />

Material genau<br />

hinsieht und sich gut<br />

beraten lässt.<br />

Sowie spezielle Schwimm-Neos:<br />

Das Neopren schützt den Körper<br />

dabei nicht nur vor dem Auskühlen,<br />

es gibt auch zusätzlich Auftrieb,<br />

verbessert so die Wasserlage des<br />

Schwimmers und reduziert den<br />

Wasserwiderstand. Wer es selbst<br />

überprüfen will – am 11. <strong>Juni</strong> <strong>2024</strong><br />

veranstaltet Strini im steirischen<br />

Lebring ein kostenloses Neoprentestschwimmen.<br />

Ein weiterer wichtiger Ausrüstungsgegenstand<br />

sind sogenannte<br />

Schwimmbojen. Diese<br />

werden mit einem kurzen Stück<br />

Seil an der Hüfte befestigt und erfüllen<br />

drei Funktionen: Durch ihre<br />

Neonfarben warnen sie den Schiffsverkehr<br />

vor dem Schwimmer,<br />

durch ihren Auftrieb geben sie<br />

Sicherheit und erlauben kurze Pausen.<br />

Zusätzlich gibt es Modelle mit<br />

integriertem Staufach, wo sich<br />

Handy und Autoschlüssel verwahren<br />

lassen.<br />

Abschließend ein kurzer Gedanke<br />

zur Sicherheit: Wer in größeren<br />

Gewässern schwimmt, sollte<br />

sich immer über Gefahren wie<br />

Strömungen oder Schifffahrt bewusst<br />

sein, dazu auch die Wetterlage<br />

im Blick haben. Ein Sommergewitter<br />

oder starker Sturm mitten<br />

im See wird schnell zur gefährlichen<br />

Falle. Beachtet man aber ein<br />

paar Regeln, arbeitet an seiner<br />

Technik und lässt sich die eine oder<br />

andere Sache in Kursen näherbringen,<br />

steht dem Erfolg des<br />

„Unternehmens Freiwasserschwimmen“<br />

nichts im Weg.<br />

FOTO: Getty Images<br />

020


PARKTHERME BAD RADKERSBURG<br />

FOTOS: Parktherme Bad Radkersburg/ Arvid Auner, Ripix<br />

Nasser als Wasser!<br />

Bewegung und Entspannung stehen in der Parktherme Bad Radkersburg ganzjährig im Fokus.<br />

Beim 4. Parktherme Aquathlon am 13. Juli wird es nochmals zwei Stufen „funsportlicher“.<br />

D<br />

er Parktherme<br />

Aquathlon powered<br />

by JUFA Hotels, DAS<br />

Funsport-Event am<br />

Areal der Parktherme<br />

Bad Radkersburg, geht in die vierte<br />

Runde. Am 13. Juli gilt es für Zweierteams<br />

wieder, einen Funsport-<br />

Parcours im und rund ums Wasser<br />

zu bewältigen und dabei zwölf<br />

sportliche Challenges zu meistern.<br />

Die Challenges im Überblick<br />

Nach dem Sprung ins Abenteuer<br />

wartet auch schon ein glitschiger<br />

Felsen im 50-m-Sportbecken: Beim<br />

Water-Bouldern heißt es klettern,<br />

sprinten und Balance halten – und<br />

das auf über 20 Meter rutschigem<br />

Untergrund und gegen die Uhr.<br />

Weiter geht es zum Stand-up-<br />

Paddleball, wo neben Tempo auch<br />

Standfestigkeit und Treff sicherheit<br />

gefragt sind. Auf dem Lauf-Steg,<br />

den Wackelbrettern über das Erlebnisbecken,<br />

gilt es, die Balance<br />

zu halten. Beim Aqua-<br />

Blitzer heißt es „bitte lächeln“ fürs<br />

Erinnerungsfoto, bevor beim Full-<br />

Bucket-Run je zwei volle Wassereimer<br />

möglichst sicher durch den<br />

Wasserbomben- Regen balanciert<br />

werden müssen. Beim Herzerl-<br />

Fliegen ist der Name Programm –<br />

und danach gilt es beim Flamingo-<br />

Curling sowie der Motorikstrecke<br />

des Parktherme Fluidums eine<br />

gute Figur zu machen. Beim Donut-Wurf<br />

müssen süße Kringel im<br />

Megaformat treffsicher platziert<br />

werden, bevor es beim Wet-Lauf<br />

auf allen Vieren über Hürden sowie<br />

durch ein Outdoor-Bällebad und<br />

schließlich auf einer 11 Meter hohen<br />

Doppel-Slide mit Schwung ins<br />

Ziel geht.<br />

All inclusive<br />

Trotz Zeitnehmung steht beim<br />

Parktherme Aquathlon der Spaß im<br />

Vordergrund. Ob elegante Wassernixe<br />

oder gemächlicher Sonntagsplantscher,<br />

Pärchen, Vereinskollegen<br />

oder beste Freunde – alle sind<br />

herzlich willkommen, sich als Zweier-Team<br />

dem Rennen um den Titel<br />

Aqua-Champion <strong>2024</strong> zu stellen. So<br />

viel nasser Einsatz wird natürlich<br />

belohnt – auf die Aquathleten warten<br />

nicht nur tolle Preise, auch ein<br />

hochwertiges Starterpaket und der<br />

Eintritt in die Parktherme sind am<br />

Veranstaltungstag inkludiert.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.aquathlon.at<br />

021


DAS SEEPARK WÖRTHERSEE RESORT<br />

Den See im Blick<br />

Entspannung und Abenteuer pur rund um den einzigartigen Wörthersee: Im „Das Seepark<br />

Wörthersee Resort“ in Klagenfurt wird Aktivsein am und ums Wasser großgeschrieben.<br />

FOTOS: Daniel Waschnig, Franz Gerdl<br />

Yoga, Biken,<br />

Stand up<br />

Paddling – nur<br />

ein kleiner<br />

Auszug der<br />

vielen<br />

Interpretationen<br />

von „Aktiv am<br />

Wasser“ rund<br />

um „Das<br />

Seepark“.<br />

A<br />

ktivurlauber erwartet<br />

im Das Seepark<br />

Wörthersee Resort<br />

die perfekte Mischung<br />

aus Sport,<br />

Outdoor- Erlebnissen und Entspannung.<br />

Das Resort schmiegt sich in<br />

eine große Parkanlage an der wunderschönen<br />

Lendlagune in Klagenfurt.<br />

Die hauseigene „Move & Relax“-Philosophie<br />

bereichert jede<br />

Auszeit mit einem „Body, Mind &<br />

Soul Booster“. Ein Team aus erfahrenen<br />

Experten und Sportwissenschaftern<br />

kümmert sich im Das<br />

Seepark Wörthersee Resort um ein<br />

wohltuendes Gleichgewicht von Bewegung,<br />

Entspannung und Ernährung.<br />

Das Resultat: neue Energie,<br />

ein gutes Körpergefühl und viel Inspiration<br />

für ein vitaleres Leben.<br />

Dazu punktet das Restaurant „Das<br />

Laguna“ mit einer einzigartigen Atmosphäre,<br />

internationaler Küche<br />

und lokalen österreichischen Gerichten.<br />

Aktiv am Wasser<br />

Urlaub heißt auch immer Erleben,<br />

und das gilt in jedem Alter. Egal ob<br />

bei einer Wanderung um den<br />

Wörthersee, einer Erkundungstour<br />

auf dem Rennrad, Gravel- oder<br />

Mountainbike, einer Yogastunde im<br />

Park oder Wasserspaß direkt in der<br />

Lendlagune: Das Seepark Wörthersee<br />

Resort bietet Abwechslung pur.<br />

Und es ist für jeden das Richtige<br />

dabei.<br />

Eines ist aus dem Sommerurlaub<br />

für viele gar nicht mehr wegzudenken<br />

und auch am Wörthersee<br />

längst mehr als nur Trend: das Stand<br />

up Paddle. Anfänger und Profis kön-<br />

nen den Wörthersee wunderbar auf<br />

dem Brett erkunden. Auf dem Stand<br />

Up Paddle trainiert man seine Kondition<br />

und stärkt das Gleichgewicht.<br />

Dank der Verleihstation direkt beim<br />

Resort lassen sich die schönsten<br />

Ecken des Wörthersees bequem vom<br />

Wasser aus entdecken. Das Seepark<br />

Wörthersee Resort bietet zudem<br />

Personal Training auf dem SUP: Ob<br />

SUP Basis, SUP Technik, SUP Yoga<br />

oder SUP Fit. Entdecke die Schönheit<br />

des Wörthersees und finde zu<br />

deiner inneren Balance – der See<br />

wartet auf dich!<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.dasseepark.at<br />

022


9 9<br />

M A G A Z I N E<br />

B U N D E S L Ä N D E R<br />

DIE BUNDESLÄNDERINNEN –<br />

wir wissen, was Sie bewegt<br />

WIR SUCHEN SIE!<br />

Lust auf eine neue Herausforderung? Die Bundesländerinnen, Österreichs<br />

führende Frauen- und Lifestylemagazin-Gruppe, sucht Sales-Talente und<br />

-Expert:innen für die Wienerin, Niederösterreicherin, Oberösterreicherin,<br />

Steirerin und Unser Salzburg. Bewerben Sie sich jetzt und verstärken Sie<br />

unsere Teams in den Bundesländern!


PRODUKT Multisport-Brillen<br />

Eine für alles<br />

Sportbrillen gehören für viele Sportler zum guten<br />

Ton. Natürlich kann man sich mit mehreren Brillen für<br />

all seine Sportarten rüsten – doch auch Multisport-<br />

Lösungen überzeugen. <br />

von Lukas Schnitzer<br />

M<br />

it Sportbrille oder ganz<br />

ohne? „Soweit wir von<br />

Outdoor-Sportarten<br />

sprechen, gibt es<br />

eigentlich kaum Gründe, keine<br />

Sportbrille zu tragen“, bezieht Florian<br />

Wurm von evil eye klar Stellung<br />

und weiß diese auch mit schlagenden<br />

Argumenten zu untermauern:<br />

Neben UV-Strahlung dienen<br />

Sportbrillen als Schutz vor<br />

Wind, Staub, Insekten oder noch banaler<br />

als Schutz vor einem Ast beim<br />

Laufen im Wald. Zum Schutzfaktor<br />

kommt für Florian Wurm aber auch<br />

ein Performance-Faktor hinzu – gerade<br />

bei schnelleren Sportarten ist<br />

beispielsweise die Verbesserung<br />

der Reaktionszeit durch bessere<br />

Sicht wesentlich. Moderne Gläser<br />

verstärken Kontraste, gleichen<br />

Licht-Schatten-Wechsel aus, hellen<br />

auf – alles Punkte, die der Performance<br />

zuträglich sind.<br />

FOTO: evil eye<br />

Spezialisten vs. Multisport<br />

„Superleicht fürs Laufen, kompakt<br />

sitzend fürs Biken, besonders abdeckend,<br />

teils sogar mit Nasenschutz<br />

für hochalpines Terrain, dazu unterschiedliche<br />

Filter von hell bis dunkel:<br />

der Markt hat so gut wie alles zu<br />

bieten“, erklärt Florian Wurm. Aber:<br />

„In den meisten Fällen sind es aber<br />

trotzdem Multisport-Brillen, die angeschafft<br />

werden, die man ohne<br />

große Kompromisse für verschiedene<br />

Sportarten verwenden<br />

kann.“ Und auch bei Red Bull SPECT<br />

Eyewear zeigt man sich vom „Multisportkonzept“<br />

überzeugt. Dort, so<br />

Head of Marketing, Creative & PR<br />

Nikolaus Grissmann, versucht man<br />

in den Performance-Linien moderne<br />

Formen mit größerer Gesichtsabdeckung<br />

und alltagstauglichem<br />

Style so zu verbinden, dass die Brillen<br />

vom Golfsport bis zum Biken<br />

und auch für den gemütlichen Teil<br />

„danach“ vielseitig einsetzbar sind.<br />

Grissmanns klare Empfehlung<br />

für Multisport-Brillen, was die Tönung,<br />

sprich die Lichtdurchlässigkeit<br />

betrifft, sind Modelle mit universellem<br />

Cat.2- oder Cat.3-Filter.<br />

Diese bieten maximale Vielseitigkeit<br />

für ein möglichst breites Einsatzgebiet<br />

im Freizeitsport. Wer bereit<br />

ist, etwas tiefer in die Tasche zu<br />

greifen, für den können auch selbsttönende<br />

Filter eine Option sein.<br />

Hier, so Florian Wurm, eignen sich<br />

für Multisportler Varianten mit<br />

Schutzstufe 1–3 oder 0–3, um sowohl<br />

bei dunkleren Lichtverhältnissen<br />

als auch bei starkem Sonnenschein<br />

gute Sicht zu haben.<br />

Passform und Innovation<br />

„Das Um und Auf einer jeden Sportbrille<br />

ist der perfekte Sitz des Rahmens“,<br />

weiß Florian Wurm. Eng<br />

genug, um vor externen Einflüssen<br />

zu schützen, aber auch nicht zu eng,<br />

da die Gläser sonst schneller beschlagen<br />

können. Sowohl bei evil eye<br />

als auch bei Red Bull SPECT Eyewear<br />

bietet man daher unterschiedliche<br />

Größen an und stattet die Brillen<br />

teils mit anpassbaren Bügeln und<br />

Nasenteilen aus. Bei Red Bull<br />

SPECT versucht man, wie es Grissmann<br />

ausdrückt, „Innovation zu bieten,<br />

die auch einen echten Nutzen<br />

stiftet“ – und bietet daher nicht nur<br />

Brillenmodelle mit „gefederten“<br />

Nasenstegen für ein leichteres<br />

Tragegefühl, sondern hat mit der<br />

„WING DTS 2.0-Technologie“ auch<br />

in die Bügel integrierte, ausfahrbare<br />

Zusatzbügel im Programm, welche<br />

sich per Schieber aktivieren lassen,<br />

das Ohr von hinten umschließen und<br />

so für sicheren Sitz sorgen.<br />

024


Top 6 Sportbrillen<br />

POC Elicit<br />

außergewöhnlich leicht (23 g) dank rahmenlosem Design und<br />

Traversenstruktur an den Bügeln Bügel aus Bio-Grilamid – leicht,<br />

robust, langlebig und mehrheitlich aus erneuerbaren Quellen hergestellt<br />

Schnappscharniere ermöglichen einen sehr schnellen und einfachen<br />

Glaswechsel austauschbarer Nasenbügel Clarity-Glas<br />

PREIS (UVP): € 239,– | www.pocsports.com<br />

JULBO Fury<br />

sehr leichte Multisportbrille angesagter Style: zylindrische Panoramascheibe<br />

mit riesigem Sichtfeld optimale Belüftung Grip-Tech-<br />

Bügel und Grip Nose für sicheren Halt mit selbsttönender Reactiv -<br />

Scheibe oder Spectron Polycarbonat-Scheibe für absolut klare Sicht<br />

und perfekten Schutz 15 verschiedene Farben und Scheiben<br />

für Jugendliche und Kinder gibt es die FURY S bzw. die FURY mini<br />

PREIS (UVP): ab € 119,90 | julbo.com<br />

6FIT<br />

EVIL EYE Roadsense<br />

vielseitige, extrem leichte Sportbrille mit größtmöglichem Sichtfeld<br />

auch mit optischer Verglasung erhältlich LST® grey sorgt für kontrastverstärktes<br />

Sehen mit natürlicher und angenehmer Farbwahrnehmung<br />

bei hoher Belastung löst sich der Bügel vom Rahmen; kann<br />

sofort und einfach wieder eingeklickt werden dreifach verstellbare<br />

Bügelpositionen zur Anpassung an verschiedene Sportarten<br />

PREIS (UVP): € 215,– | www.evileye.com<br />

RED BULL SPECT EYEWEAR Kraft02<br />

innovative WING-Technologie mit ausfahrbaren Bügelelementen<br />

für maximalen Halt Belüftungsrillen für mehr Komfort<br />

robustes Shield-Design antiallergenes Material<br />

CAT 3-Gläser bieten hohen Schutz vor UV-Strahlung<br />

in vier trendigen Farben erhältlich<br />

PREIS (UVP): € 150,– | specteyewear.com<br />

GLORYFY G20<br />

unzerbrechliche Sportbrillen, schützen die Augen, sind airbagsicher<br />

und praktisch im Alltag alle Gloryfy-Brillen sind allround<br />

einsetzbar durch die Trinity-Glastechnologie hat man mit<br />

jeglicher Linse extrem klare und detaillierte Sicht federleichtes<br />

Material Hightech-Brillenproduktion in Tirol<br />

PREIS (UVP): € 199,–| www.gloryfy.com<br />

BLACKSHEEP Carve 2303<br />

sehr leichte universelle Sportbrille besonders geeignet für den<br />

Berg sowie Wassersport, aber auch für alle anderen sportlichen<br />

Tätigkeiten durch das leichte Gewicht sehr angenehmer Tragekomfort<br />

durch den Rahmen ist sie im Radsport nicht so optimal<br />

einsetzbar sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis<br />

PREIS (UVP): € 49,95 | www.blacksheep-eyewear.at<br />

FOTOS: Hersteller<br />

025


TRAINING Sport an heißen Tagen<br />

Hitzebeständig<br />

Bei den einen fallen bei Sommertemperaturen Trainingslust und Leistungsfähigkeit<br />

in den Keller – andere laufen problemlos weiter auf Hochtouren:<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Doc Robert Fritz’ Tipps für heiße Sommertage. von Christof Domenig<br />

W<br />

ie gut man Hitze<br />

beim Sport verkraftet,<br />

ist jedenfalls<br />

individuell<br />

und hat<br />

unter anderem mit unserem<br />

körper eigenen Kühlsystem zu tun:<br />

dem Schwitzen. Das ist nichts anderes<br />

als eine Art Wasserkühlung.<br />

„Eigentlich faszinierend, wie gut<br />

der Körper das schafft“, sagt Robert<br />

Fritz und erklärt: „Flüssigkeit<br />

wird an die Hautoberfläche transportiert,<br />

diese verdunstet und dadurch<br />

kühlen sich die Haut, die<br />

Haustschichten darunter und das<br />

Blut, das dort fließt, ab. Das heruntergekühlte<br />

Blut wird dann zum<br />

Zentrum des Körpers transportiert<br />

und kühlt dort die Organe.“ Etwa 37<br />

Grad soll die Körperkerntemperatur<br />

konstant betragen, damit unser<br />

Organismus bestmöglich funktioniert<br />

– ist es draußen zu heiß, läuft<br />

die körpereigene Kühlung auf<br />

Hochtouren.<br />

So weit, so ausgeklügelt – leider<br />

funktioniert dieses Kühlsystem bei<br />

manchen perfekt und bei anderen<br />

nicht ganz so gut. Bei einem „perfekten<br />

Schwitzer“ bildet sich ein<br />

dünner Schweißfilm auf der Haut,<br />

der sehr gut verdunsten kann. Bei<br />

denen, die zu wenig schwitzen,<br />

schraubt der Körper bei Anstrengung<br />

zwar die Durchblutung in die<br />

Höhe (was sich etwa am roten Kopf<br />

zeigt), ohne dass es zu einem adäquaten<br />

Herunterkühlen kommt.<br />

„Es kann zum Beispiel der Fall sein,<br />

dass genetisch bedingt weniger<br />

ZUR PERSON<br />

Dr. Robert Fritz<br />

Der Sport- und Ernährungsmediziner<br />

ist einer der Gründer und medizinischer<br />

Leiter einer Unit der „Sportordination“<br />

in Wien und einer der bekanntesten<br />

Sportärzte in Österreich. Als „<strong>SPORTaktiv</strong>-Doc“<br />

beleuchtet er kompetent<br />

in jeder Ausgabe ein Sport- oder<br />

Ernährungsthema.<br />

www.sportordination.at<br />

Schweißdrüsen vorhanden sind.<br />

Aber es können auch Probleme mit<br />

der Schilddrüse oder hormonelle<br />

Probleme dahinterstecken“, weiß<br />

der Sportmediziner – also eventuell<br />

mal einen Arzt konsultieren, wenn<br />

man das Gefühl hat, in die Gruppe<br />

der „Wenigschwitzer“ zu gehören.<br />

Und dann gibt es noch die „Vielschwitzer“,<br />

die auch nicht ideal ausgestattet<br />

sind: „Wo der Schweiß in<br />

Bächen runterrinnt: Die viele Flüssigkeit<br />

bildet dann eher eine zusätzliche<br />

Isolationsschicht, was die Verdunstung<br />

und den Hitzeabtransport<br />

behindert.“ Beeinflussen kann man<br />

das eigene Schwitzverhalten nur<br />

wenig – das körpereigene Kühlsystem<br />

unterstützen aber sehr wohl.<br />

Die Flüssigkeitsversorgung<br />

Denn natürlich will die Flüssigkeit,<br />

die über den Schweiß verloren<br />

geht, nachgefüllt werden. Bei leichten<br />

Grundlageneinheiten bis zu einer<br />

Stunde reicht Wasser, wobei<br />

auch unterwegs keine Versorgung<br />

nötig ist. Ab einer Stunde, spätestens<br />

90 Minuten sollte man dagegen<br />

eine Versorgung beim Sport mit<br />

einplanen – und: „Man kann die<br />

Wasseraufnahme in den Körper unterstützen,<br />

indem man das Wasser<br />

mit Mineralstoffen und mit Kohlenhydraten,<br />

also Energie, aufpeppt.“<br />

Es hat mit der Osmose zu<br />

tun, erklärt Fritz, dass die Aufnahme<br />

über den Darm schneller und<br />

besser vonstattengeht, wenn im Getränk<br />

eine gewisse, allerdings auch<br />

nicht zu hohe Konzentration an Teilchen<br />

vorhanden ist. „Wir haben früher<br />

jahrelang von isotonen Sportgetränken<br />

als ideal geredet – das<br />

muss aber gar nicht sein, heute haben<br />

wir auch hypotone Sportgetränke:<br />

solche, die ein wenig Kohlenhydrate,<br />

Mineralstoffe und Spurenelemente<br />

enthalten, damit die Osmose<br />

und Flüssigkeitsaufnahme optimal<br />

läuft, aber nicht gleichzeitig unnötig<br />

viel Energie zugeführt wird.“<br />

Das isotone Sportgetränk – mit<br />

mehr Energie als das hypotone – ist<br />

wiederum dann sinnvoll, wenn es<br />

im Training oder Wettkampf intensiv<br />

zur Sache geht. Fritz hat dazu<br />

eine Goldregel, auf die oft vergessen<br />

wird, die es an heißen Tagen<br />

aber zu beachten gilt: „Je heißer<br />

es ist, umso mehr gilt es zu ver-<br />

FOTOS: Getty Images/E+/FluxFactory, Thomas Polzer<br />

026


FIT<br />

WASSERKÜHLUNG.<br />

Schwitzen ist das eingebaute<br />

Kühlsystem des Körpers, das<br />

bei den einen perfekt, bei den<br />

anderen weniger gut funktioniert.<br />

Verlorene Flüssigkeit muss jedoch<br />

ständig ergänzt werden.<br />

027


TRAINING Sport an heißen Tagen<br />

dünnen. Denn die ideale Energieversorgung,<br />

beispielsweise mit 60 g<br />

Kohlenhydraten, bemisst sich ja<br />

pro Stunde und nicht pro Liter Getränk!<br />

Will ich im gleichen Zeitraum<br />

also mehr Flüssigkeit reinkriegen<br />

und die Energie konstant<br />

halten, muss ich das Getränk entsprechend<br />

mehr verdünnen.“<br />

Weitere Hitze-Maßnahmen<br />

Nicht der Blick aufs Thermometer<br />

allein entscheidet übrigens – hohe<br />

Luftfeuchtigkeit erhöht die Belastung,<br />

Wind (auch Fahrtwind etwa<br />

beim Radfahren) kühlt. Abgesehen<br />

vom Trinken kann man das körpereigene<br />

Kühlsystem auch anderweitig<br />

unterstützen – vor allem können<br />

das auch jene, die von Natur aus<br />

mit keinem optimalen Schwitzverhalten<br />

gesegnet sind. „Über Funktionsbekleidung,<br />

die bei direkter Sonneneinstrahlung<br />

möglichst hell sein<br />

sollte, um die Sonnenstrahlen zu<br />

refklektieren. Ein ganz banaler<br />

Trick, wenn du wenig schwitzt:<br />

Mach die Kleidung nass.“ Denn<br />

über ein Funktionsshirt und Wasser<br />

von außen wird die Wärme von der<br />

Haut ebenfalls wegtransportiert.<br />

Profis sieht man oft bei Hitze mit<br />

weißen Ärmlingen – auch das ein<br />

Trick, der die Kühlung unterstützt!<br />

Eine nass gemachte Kappe hat<br />

denselben Effekt. Die Kopfbedeckung<br />

ist in der Hitze auch deshalb<br />

wichtig, weil die direkte Sonneneinstrahlung<br />

auf den Kopf nicht zu unterschätzen<br />

ist, erklärt Fritz. Wer<br />

dichtes Haar hat, für den gilt das<br />

weniger, je dünner und lichter die<br />

Haare, umso mehr darauf achten.<br />

Beim Thema Sport unter der direkten<br />

Sonne ist das Thema Hautschutz<br />

unbedingt zu erwähnen: „Es<br />

gibt spezielle Sonnenschutzprodukte<br />

für den Sport, die wasserdicht<br />

und somit schweißresistent sind –<br />

zugleich sollen sie nicht zu milchig<br />

sein, um die Poren nicht zu verstopfen.<br />

Eher dünn, ölartig. Und man<br />

soll mindestens einen Lichtschutzfaktor<br />

30 oder höher wählen.“<br />

Bei hohen Temperaturen muss der Körper Mehrarbeit verrichten – daher gilt es Tempo und<br />

Intensität im Training zurückzuschrauben, um den gewünschten Effekt zu erzielen.<br />

Wie hoch die individuelle Zusatzbelastung<br />

des Körpers bei Sommerhitze<br />

ist, dafür ist die Herzfrequenz<br />

ein guter Indikator. Um diese<br />

einordnen zu können, braucht es logischerweise<br />

einen Referenzwert.<br />

Wer das ganze Jahr nie nach Herzfrequenz<br />

trainiert und seine passenden<br />

Trainings-Herzfrequenzbereiche<br />

auch nicht kennt, dem nutzt<br />

also auch bei Hitze die Kontrolle<br />

nichts. Umgekehrt hört der Sportmediziner<br />

oft das Argument: „Im<br />

Sommer schaue ich nicht auf die<br />

Herzfrequenz, da müsste ich ja<br />

sonst viel langsamer unterwegs<br />

sein.“ Aber genau das sei ja der<br />

Sinn der Sache: „Weil der Körper<br />

mehr Arbeit mit der Kühlung hat,<br />

werde ich mit weniger Leistung,<br />

weniger Geschwindigkeit eine höhere<br />

Herzfrequenz haben.“ Entsprechend<br />

gilt: Intensität zurückschrauben,<br />

um den gewünschten<br />

Trainingseffekt zu erzielen.<br />

Wenn du wenig<br />

schwitzt, mach<br />

deine Funtkionskleidung<br />

nass, um<br />

die Kühlung zu<br />

unterstützen.<br />

Auf Körpersignale achten<br />

Wie stets plädiert unser „<strong>SPORTaktiv</strong>-Doc“,<br />

aufs Körpergefühl zu achten.<br />

„Der gesunde Unter-35-Jährige,<br />

der nie ein Problem mit Sport<br />

bei hohen Temperaturen gehabt<br />

hat, sich bei 30 Grad pudelwohl<br />

fühlt, wird auch jetzt keines kriegen.“<br />

Wer dagegen merkt, dass an<br />

heißen Tagen seine Leistungsfähigkeit<br />

geringer ist, sollte sich daran<br />

anpassen, Trainings etwa an die<br />

Tagesrandzeiten legen oder auch<br />

einmal sportliche Alternativen suchen.<br />

Alles im und am Wasser ist<br />

hier ideal: „Schwimmen, Rudern,<br />

Stand-up-Paddeln. Oder man wechselt<br />

an heißen Tagen mal ins klimatisierte<br />

Fitnessstudio.“<br />

Belastend ist für den Körper übrigens<br />

vor allem auch ein starker<br />

Temperaturwechsel – heißt: An den<br />

ersten heißen Tagen des Jahres oder<br />

auch in einem Trainingslager im Süden<br />

das Pensum nicht sofort zu hoch<br />

legen, sondern langsam steigern und<br />

gewissermaßen akklimatisieren.<br />

Nicht vergessen, die nächtliche Erholungsqualität<br />

ins Sportpensum<br />

„einzupreisen“: Es ist logischerweise<br />

ein Unterschied, ob nach einem<br />

heißen Tag nachts angenehm kühle<br />

Bergluft beim Fenster reinweht –<br />

oder man in einer auf 28 Grad aufgeheizten<br />

Dachgeschosswohnung<br />

im Bett dahindunstet.<br />

FOTo: Getty Images/E+/skynesher<br />

028


MOVEO<br />

Moveo-Test war ein voller Erfolg<br />

Über 500 haben sich bei der <strong>SPORTaktiv</strong>-Leseraktion darum beworben, einen<br />

Moveo zur aktiven Regeneration zu testen. Hier das finale Feedback der Testpersonen.<br />

ANZEIGE / FOTO: moveo<br />

D<br />

er moveo ist ein vom<br />

Sportwissenschafter<br />

und -therapeuten<br />

Heinz Sitter mitentwickeltes<br />

Fitnessgerät<br />

mit breitem Anwendungsfeld.<br />

Er simuliert mit seiner 3-dimensional<br />

gesteuerten Bewegung<br />

die natürliche Gehbewegung des<br />

menschlichen Körpers, aktiviert<br />

dabei im vegetativen Nervensystem<br />

den Parasympathikus und<br />

regt die Durch blutung im ganzen<br />

Körper an. Der moveo ermöglicht<br />

auch, die tief unter der globalen<br />

Muskulatur liegende autochtone<br />

Muskulatur anzusprechen. Besagte<br />

tiefe Muskelschichten zwischen<br />

Lenden und Hals werden durch die<br />

vom moveo simulierte natürliche<br />

Gehbewegung aktiviert. Dies wirkt<br />

sich nebenbei positiv auf Durchblutung,<br />

Blutdruck und Herz-<br />

Kreislauf-System aus. Zusätzlich<br />

unterstützt der moveo in Phasen<br />

der Regeneration.<br />

In der Februar/März-Ausgabe<br />

hat moveo gemeinsam mit <strong>SPORTaktiv</strong><br />

Testpersonen gesucht und gefunden,<br />

die diese Innovation am<br />

heimischen Fitnessmarkt nunmehr<br />

ausführlich testen konnten.<br />

Romana Höllisch (Bgld):<br />

Der moveo vermittelt ein angenehmes<br />

Gefühl. Ich verwende<br />

moveo jeden Tag. Die hochwertige<br />

Verarbeitung wirkt edel.<br />

Michaela Neudorfer (OÖ):<br />

Ich verwende moveo 3–4 Mal pro<br />

Woche, meist nebenbei im Homeoffice.<br />

Der Muskelkater wird perfekt<br />

gelockert.<br />

Christian Troger (Stmk):<br />

Ich verwende moveo regelmäßig<br />

am Abend, die Muskulatur wird lockerer,<br />

man fühlt sich danach entspannt.<br />

Martin Aichinger (NÖ):<br />

Der moveo ist top für die Regeneration,<br />

eine tolle Alternative<br />

statt Massagen.<br />

Robert Lugmayr (OÖ):<br />

Ein wahrlich cooles Gerät, perfekt<br />

zur Regeneration, ich massiere mir<br />

damit die Wadeln.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.moveo.at<br />

DIE REVOLUTION FÜR<br />

DEINE GESUNDHEIT & FITNESS<br />

ohne zusätzlichen Zeitaufwand!<br />

einzigartig durch seine 3-dimensionale<br />

Bewegungssimulation<br />

reduziert Stress, trägt zur<br />

Entspannung bei und fördert die<br />

Schlafqualität<br />

fördert die Regeneration besonders<br />

nach starken körperlichen Belastungen<br />

Gleich<br />

online<br />

bestellen!<br />

www.moveo.at<br />

stärkt die Tiefenmuskulatur, Sehnen<br />

und Bänder<br />

029


PRODUKT Sportgetränke<br />

Folgen sind Apathie, Erbrechen und<br />

Krämpfe, was in der Regel zur Aufgabe<br />

führt.“<br />

Schluck für Schluck<br />

Warum ausreichende Flüssigkeitszufuhr für den<br />

Körper (nicht nur) beim Sport wichtig ist und was<br />

man wann trinken sollte.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

H<br />

and aufs Herz – egal ob<br />

im Alltag oder beim<br />

Sport, die wenigsten von<br />

uns trinken genug. Gerade<br />

im Sommer, wenn man zusätzlich<br />

auch noch mehr schwitzt, tappen<br />

wir häufig in die Trink-Falle. Wichtig<br />

dabei: „Wenn man Durst verspürt,<br />

ist der Körper bereits dehydriert,<br />

der Indikator dafür ist die<br />

Farbe des Urins. Hell ist o.k.,<br />

dunkelgelb deutet bereits auf Dehydrierung<br />

hin“, gibt Peerotons Experten<br />

Beirats Vorstand Dr. Werner<br />

Schwarz einen für jeden gut ersichtlichen<br />

Anhaltspunkt zum individuellen<br />

Flüssigkeitshaushalt. Als<br />

erste Symptome für eine Dehydrierung<br />

nenn Schwarz Müdigkeit,<br />

Kopfschmerzen, trockene Lippen<br />

und trockenen Mund bis hin zu<br />

Konzentrationsmangel und Verwirrung.<br />

Flüssigkeit ist demnach<br />

nicht nur Durstlöscher. Ein ausgewogener<br />

Wasserhaushalt ist vielmehr<br />

Voraussetzung für körperliche<br />

und geistige Leistungskraft,<br />

im Sport, aber auch im Alltag.<br />

Schwitzen, erklärt Schwarz weiter,<br />

dient „der Regulation der Körpertemperatur,<br />

um eine Überhitzung<br />

(Hyperthermie) zu vermeiden. Mangelnde<br />

Rehydrierung führt bereits<br />

bei einem Wasserverlust von 2–4 %<br />

des Körpergewichts zu einem<br />

Leistungsabfall. Hans-Peter Haslinger,<br />

Vertrieb Melasan Sport, rechnet<br />

an dieser Stelle mit Bezug auf<br />

sportliche Wettkämpfe weiter: „Ab<br />

einem Flüssigkeitsdefizit von 5 %<br />

kann die Leistungsfähigkeit nicht<br />

mehr aufrechterhalten werden. Die<br />

FOTO: Peeroton<br />

Was und wie viel trinken?<br />

Den individuellen Flüssigkeitsbedarf,<br />

so Hans-Peter Haslinger,<br />

kann man recht simpel mittels<br />

Wiegetechnik feststellen. Dazu wird<br />

das Körpergewicht vor und nach der<br />

Belastung gewogen, der Differenzbetrag<br />

in Kilogramm stellt in etwa<br />

den Flüssigkeitsverlust in Litern<br />

dar. Als Richtlinie empfiehlt er beim<br />

Ausdauersport 500 bis 700 ml pro<br />

Stunde zu trinken, versorgen sollte<br />

man seinen Körper insbesondere bei<br />

längeren Belastungen (ab 45 Minuten),<br />

indem man alle 15 bis 20 Minuten<br />

eine kleine Menge trinkt. Insgesamt<br />

fünf Inhaltsstoffe sind es,<br />

die für Werner Schwarz im Sportgetränk<br />

sein sollten, da sie beim<br />

Schwitzen verloren gehen: „Natrium<br />

ist hauptverantwortlich für die Aufnahme<br />

von Flüssigkeit, stimuliert<br />

den Durst und reguliert den Flüssigkeitshaushalt,<br />

Kalium spielt eine<br />

entscheidende Rolle in der Muskelkontraktion<br />

und Nervenfunktion,<br />

Magnesium ist ebenfalls essenziell<br />

für Muskel- und Nervenfunktion,<br />

dazu speziell vorbeugend mit<br />

Flüssigkeit gegen Krämpfe und<br />

Müdigkeit, Calcium spielt für die<br />

Knochen eine wichtige Rolle und<br />

Chlorid trägt zur Regulierung des<br />

Säure-Basen-Haushaltes bei.“<br />

Für eine Stunde Sport, so<br />

Schwarz, reicht Wasser bzw. ein<br />

hochwertiges hypotones Elektrolyt-<br />

Getränk. Isotonische Getränke seien<br />

hingegen bei normaler Ausdauerbelastung<br />

erst ab etwa einer Stunde<br />

sinnvoll, da man sonst mehr Energie<br />

zuführt als verbrennt. Bei längeren<br />

oder intensiveren Einheiten sollten<br />

aber auch Kohlenhydrate mit dabei<br />

sein. Hypertone Getränke schließlich,<br />

um hier einen Abschluss zu<br />

schaffen, fördern die Regeneration,<br />

indem sie die leeren Speicher des<br />

Körpers schnell wieder füllen, sind<br />

aber nur für danach geeignet.<br />

030


Top 6 Sportgetränke<br />

PEEROTON ISO Active 300 g<br />

(isotonisch)<br />

optimale Versorgung für Trainings<br />

und Wettkämpfe ab einer Stunde<br />

Dauer hochwertige Kohlenhydrate<br />

aus reinstem Maltodextrin Isomaltulose<br />

in Form von Palatinose, kein Industriezucker<br />

Vitamin-C-B-Komplex<br />

unterstützt den Energiestoffwechsel<br />

gluten- und laktosefrei, ohne<br />

künstliche Farb- und Konservierungsstoffe<br />

in 4 ausgezeichneten Sorten,<br />

3 davon ohne Koffein offizieller<br />

Ausstatter des Olympic Team Austria<br />

www.peeroton.com<br />

MELASAN Nutriose<br />

trägt zur normalen Funktion des Immunsystems<br />

während und nach intensiver körperlicher<br />

Betätigung bei trägt zur Erhaltung<br />

einer normalen Muskelfunktion bei<br />

Dextrin kann aufgrund seiner komplexen<br />

Eigenschaften den Blutzuckerspiegel<br />

länger konstant halten,<br />

dadurch wird der Abfall der Leistungskurve<br />

verringert Dextrin stellt<br />

keine Belastung für das Verdauungssystem<br />

dar<br />

www.melasan-sport.at<br />

6FIT<br />

PANACEO Energy Iso2<br />

optimales isotonisches Getränk für Sportler bei längeren<br />

Sporteinheiten beinhaltet hochwertige Naturstoffe ohne<br />

Chemie bzw. Zusatzstoffe Isomaltulose<br />

dient zur kontinuierlichen und<br />

gleichmäßigen Energieversorgung über<br />

eine längere Zeitdauer gute Verträglichkeit<br />

( außer bei Fructose-Intoleranz)<br />

hält den Blutzuckerspiegel konstant<br />

das Plus an Magnesium, Calcium,<br />

B-Vitaminen und Vitamin C sorgt<br />

zusätzlich für eine Verringerung der<br />

Müdigkeit und stärkt das Immunsystem<br />

www.panaceo.com<br />

PEEROTON MVD – Mineral Vitamin Drink<br />

300 g Elektrolyt- Drink (hypotonisch)<br />

regelt den Flüssigkeits-Elektrolyt haushalt,<br />

ideal für Training bis zu einer Stunde<br />

am besten frisch gemischt, unterstützt<br />

das Immunsystem mit Magnesium, trägt<br />

zum Elektrolytgleichgewicht bei für mehr<br />

Ausdauer individuell mischbar mit Ausdauer<br />

Manager CARBO Plus KH-Zusatz<br />

gluten- und laktosefrei und ohne künstliche<br />

Farb- und Konservierungsstoffe<br />

mehrere Geschmackssorten<br />

kalorienarm 30 Liter Sportgetränk<br />

pro Dose<br />

www.peeroton.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

POWERBAR Iso Fuel 30 Isotonic Sports Drink<br />

enthält 30 g Kohlenhydrate pro Portion im Verhältnis<br />

von 1:0,8 der Glukose-und Fruktosequellen – für eine optimale<br />

Energieversorgung während<br />

de Sports, basierend auf neuesten<br />

Erkenntnissen der Sporternährung<br />

einfache Anwendung im Powerbar<br />

30/60/90 Kohlenhydrat-System<br />

mit anderen Black Line Produkten<br />

versorgt nicht nur mit genügend<br />

Flüssigkeit und Energie, sondern<br />

auch mit wichtigem Natrium<br />

entwickelt für den Gebrauch vor<br />

und während moderater bis intensiver<br />

sportlicher Belastung<br />

www.powerbar.eu<br />

SPONSER Competition<br />

säurefreies Wettkampfgetränk mit hoher Energiedichte<br />

und wichtigen Elektrolyten<br />

durch seine spezielle Zusammensetzung<br />

und die geschmacksund<br />

pH-neutralen Eigenschaften<br />

ist es auch bei hohen Konzentrationen<br />

äußerst verträglich<br />

Geschmacks richtungen: Citrus,<br />

Orange, Himbeer, Fruchtmix,<br />

Cool Mint<br />

sponser.at<br />

031


SPORT TALK Magdalena Lobnig<br />

Seit der Diagnose nutzt du trainingsfreie<br />

Tage wirklich rein zur Regeneration.<br />

Ein Weg, den du auch Hobbyathleten<br />

ans Herz legen würdest?<br />

Ruhetage und Regeneration sind<br />

immer wichtig, auch im Hobbysport.<br />

Ein Spaziergang an der frischen<br />

Luft darf es immer sein und<br />

man fühlt sich danach auch meis-<br />

Tokio-Bronzemedaillengewinnerin<br />

Magdalena<br />

Lobnig hat Paris <strong>2024</strong><br />

trotz Verletzungsrückschlags<br />

im Visier.<br />

FOTO: Kelag/Richard Pichler Photography<br />

Arbeiten am Best Case<br />

Magdalena Lobnig kämpft nach ihrem Bandscheibenvorfall um ihren Olympiastart.<br />

W<br />

ie geht es dir, deiner<br />

Gesundheit und deinen<br />

Olympia-Plänen<br />

aktuell?<br />

Mir geht es den Umständen entsprechend<br />

ganz okay. Die ersten<br />

Einheiten zurück im Boot waren<br />

mental und körperlich sehr hart,<br />

aber mittlerweile vertrage ich die<br />

Rudereinheiten wieder recht gut,<br />

was mich positiv für Paris und meinen<br />

Olympia-Start stimmt.<br />

ZUR PERSON<br />

Name Magdalena Lobnig Geb. 19. Juli<br />

1990 Sportart Rudern Top-Erfolge<br />

Olympia-Bronze 2021, Platz 4 EM 2022<br />

(Einer) und WM 2022 (Zweier mit Katharina<br />

Lobnig), Europameisterin 2016,<br />

3 x EM-Silber, 2 x WM-Bronze,<br />

2 x Gesamt-Weltcupsiegerin<br />

narien analysiert: vom Worst zum<br />

Middle bis zum Best Case. Ich arbeite<br />

generell zielorientiert und in<br />

einem realistischen Rahmen. Ich<br />

bin zu lange dabei und habe den<br />

Sport mit all seinen Höhen und Tiefen<br />

kennengelernt, als dass mich so<br />

eine Diagnose komplett aus der<br />

Bahn werfen würde.<br />

Wie begegnest du solche Herausforderungen<br />

– einem Bandscheibenvorfall<br />

mitten in der Olympiavorbereitung<br />

– mental?<br />

Im ersten Moment war die Diagnose<br />

natürlich ein Riesen-Schock und<br />

eine krasse Umstellung im Training<br />

und im Alltag. Nicht nur für mich,<br />

für mein ganzes Team. Sie war<br />

gleichbedeutend mit dem Ende unseres<br />

wunderbaren Schwesternprojekts<br />

(mit Katharina Lobnig, Anm.)<br />

im Doppelzweier. Aber wir haben<br />

uns schnell auf die neue Situation<br />

eingestellt und alle möglichen Szetens<br />

besser. Ich nutze meine freien<br />

Tage gerne, um mit meinem Neffen<br />

etwas zu unternehmen. Der ist 2<br />

Jahre alt und hält mich auch an meinen<br />

Ruhetagen auf Trab.<br />

In vielen Fitnessstudios sind Rudergeräte.<br />

Was würdest du Fitnesssportlern<br />

raten, für welche Work outs<br />

sie diese am besten nutzen können?<br />

Als Erstes würde ich empfehlen,<br />

sich die richtige Technik zeigen zu<br />

lassen. Alternativ kann man sich<br />

auch ein seriöses Technik-Tutorial<br />

ansehen. Wenn die Technik sitzt,<br />

kann man beginnen, Wor k outs zu<br />

planen – da gibt es schier unendliche<br />

Möglichkeiten. Rudern ist das<br />

perfekte Ganzkörper-Workout. Man<br />

trainiert alle Hauptmuskelgruppen<br />

und verbrennt somit ordentlich Kalorien,<br />

was insbesondere für Menschen<br />

interessant ist, die immer unter<br />

Zeitdruck stehen. Ein gutes Training<br />

für die Grundlagenausdauer<br />

sind 2 x 20 Minuten mit Schlagzahl<br />

20. Mein Rat dazu: Den Widerstand<br />

nicht gleich auf 10 stellen ...<br />

032


© Richard Pichler Photography<br />

VOLLE<br />

WASSERKRAFT<br />

VORAUS<br />

Die Kelag, Kärntens regionaler<br />

Energieversorger, ist stolz darauf,<br />

Segelweltmeisterin Lara Vadlau mit<br />

voller Energie zu unterstützen. Wir<br />

wünschen als Sponsor und Fans viel<br />

Erfolg für die kommende Saison!


TRAINING Starke Knie<br />

FOTOS: Viktoria Leitner, Peter Leitner<br />

Stabil im Knie<br />

Stabilität im Knie ist fürs schmerzfreie Sporteln unabdingbar. Mit diesen sechs<br />

Yoga-Übungen bringst du deine Knie auf Vordermann.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

U<br />

nsere Knie(gelenke)<br />

sind schwer beschäftigte<br />

Gesellen. Immer<br />

dann, wenn ihre Nachbargelenke<br />

– Hüfte<br />

oder Sprunggelenk – nicht richtig<br />

arbeiten, sprich steif und immobil<br />

sind, müssen die Knie dafür büßen,<br />

indem sie in Bewegungsradien gezwungen<br />

werden, für die sie<br />

schlichtweg evolutionär nicht gedacht<br />

waren. Anders als etwa Hüfte<br />

und Schulter ist das Kniegelenk ein<br />

Dreh-Scharniergelenk und in seiner<br />

Funktion eher für Stabilität denn<br />

Mobilität ausgelegt. Seine Hauptbewegungsachsen<br />

sind Beugung und<br />

Streckung mit einem geringen Maß<br />

an lateraler Beweglichkeit und Rotation<br />

im gebeugten Zustand. Muss<br />

das Knie nun, etwa bei wiederholenden<br />

athletischen Bewegungen mit<br />

durch Hüfte und Sprunggelenk eingeschränkter<br />

Beweglichkeit, andere<br />

Bewegungen ausführen, kann es zu<br />

Überlastungs- und Abnützungsverletzungen<br />

kommen. Neben klassischer<br />

Physiotherapie kann hier auch<br />

Yoga positive Auswirkungen auf die<br />

Achsenstabilität zeigen.<br />

Yoga fürs Knie<br />

Im Yoga kennt man eine ganze Reihe<br />

von Übungen, sogenannte Posen,<br />

die unter anderem auch dem Knie<br />

Stabilität verleihen und jene Bänder<br />

und umgebende Muskulatur (wie<br />

Oberschenkel-Vorder- und -Rückseite,<br />

Unterschenkel) gezielt stärken,<br />

die dafür sorgen, dass die Knie in ihrer<br />

Bewegungsachse bleiben. Ein<br />

weiter Pluspunkt im Yoga: Man bewegt<br />

sich dynamisch in allen Bewegungsebenen<br />

– perfekt, um die Knie<br />

an multidirektionale Bewegungen<br />

im Sport zu gewöhnen und damit zusätzlich<br />

dem Verletzungsrisiko vorzubeugen.<br />

Die Übungen rechts empfehlen<br />

wir zu Beginn jeweils für 10,<br />

später gerne auch 15 oder mehr<br />

ruhige Atemzüge zu halten, immer<br />

beidseitig durchzuführen und gerne<br />

auch in zwei oder drei Zirkeln zu<br />

absolvieren.<br />

034


FIT<br />

Stuhl<br />

1 Stehe mit geschlossenen<br />

Füßen. Beuge die Knie, als ob<br />

du dich hinsetzen würdest.<br />

Hebe die Arme über den<br />

Kopf, die Handflächen zeigen<br />

zueinander. Halte den Rücken<br />

gerade und das Gewicht auf<br />

den Fersen. Atme tief.<br />

Krieger 1<br />

2 Stehe mit gespreizten Beinen.<br />

Drehe den rechten Fuß nach<br />

außen und den linken leicht nach<br />

innen. Beuge das rechte Knie,<br />

halte das linke Bein gestreckt.<br />

Hebe die Arme<br />

über den Kopf, Handflächen<br />

zeigen zueinander.<br />

Blick nach vorne.<br />

Krieger 2<br />

3 Stehe mit gespreizten Beinen.<br />

Drehe den linken Fuß nach außen<br />

und den rechten leicht nach innen.<br />

Beuge das linke Knie, halte das<br />

rechte Bein gestreckt. Hebe die<br />

Arme parallel zum Boden,<br />

Handflächen nach unten.<br />

Blick über die linke Hand.<br />

Silver Surfer<br />

4 Stehe mit gespreizten Beinen.<br />

Drehe den linken Fuß nach außen,<br />

den rechten leicht nach innen.<br />

Beuge das linke Knie. Greife mit<br />

den Händen hinter dem Oberkörper<br />

zusammen. Neige nun den<br />

Oberkörper leicht nach vorne,<br />

als ob du auf einem Surfbrett<br />

balancierst, und bringe die<br />

Arme nach oben.<br />

Extended Side Angle<br />

5 Stehe mit gespreizten Beinen. Drehe den linken Fuß nach<br />

außen, den rechten leicht nach innen. Beuge das linke Knie.<br />

Lege die linke Hand neben den linken Fuß oder auf den<br />

Oberschenkel. Strecke den rechten Arm über den Kopf,<br />

Handfläche nach unten. Blick nach oben.<br />

Brücke<br />

6 Lege dich auf den Rücken, beuge die Knie, stelle die Füße<br />

hüftbreit auf den Boden. Die Arme liegen seitlich, Handflächen<br />

nach unten. Hebe das Becken, drücke die Füße und Arme in<br />

den Boden. Halte den Rücken gerade und atme tief.<br />

035


PERSONALITY Energie AG Sportfamilie<br />

Wegbegleiter für<br />

Generationen<br />

E<br />

inige bekannte Namen<br />

aus der Sportfamilie:<br />

Vincent Kriechmayr, Michael<br />

Hayböck, Bettina<br />

Plank, Lukas Weißhaidinger,<br />

um nur die aktuell Erfolgreichsten<br />

zu nennen. Der Schwerpunkt<br />

dieser Sportförderung liegt nach<br />

wie vor in der nachhaltigen Unterstützung<br />

aufstrebender Talente mit<br />

Lebensmittelpunkt Oberösterreich.<br />

Die Sportler:innen sollen ihren Weg<br />

an die Weltspitze finden und sich<br />

sportlich und menschlich in einem<br />

geeigneten Umfeld weiterentwickeln<br />

können. Jenen, die bereits an<br />

der Weltspitze angekommen sind,<br />

bietet das Unternehmen ein Umfeld<br />

für die individuelle sportliche und<br />

menschliche Weiterentwicklung.<br />

„Die Energie AG Sportfamilie<br />

steht für nachhaltige Sportförderung<br />

von jungen Sportlerinnen und<br />

Sportlern aus Oberösterreich. Diese<br />

sind als Botschafter:innen im Unternehmen<br />

integriert und Vorbilder für<br />

die Jugend. Mit der gezielten Förderung<br />

können wir sie in ihrer sportlichen<br />

Entwicklung unterstützen, ihnen<br />

Stabilität und Sicherheit bieten.<br />

Wenn sie dann Erfolge erzielen,<br />

macht uns das stolz und bestätigt<br />

unseren Weg!“, sagt Leonhard Schitter,<br />

CEO Energie AG Oberösterreich.<br />

Um auch die Menschen hinter<br />

den Profisportler:innen besser kennenzulernen,<br />

besucht der CEO der<br />

Energie AG die Athlet:innen an ihren<br />

Trainingsstätten: „Der Blick hinter<br />

die Kulissen zeigt mir, was wirklich<br />

hinter den Sportarten, den Menschen<br />

und den Erfolgen steckt.<br />

Nämlich nicht nur Ehrgeiz, Fleiß,<br />

und Ausdauer, sondern auch sehr<br />

Die Energie AG Sportfamilie entstand vor knapp<br />

25 Jahren und hat sich zu einem einzigartigen<br />

Sportsponsoringprogramm zur Förderung von<br />

Einzelsportler:innen aus Oberösterreich entwickelt.<br />

viel Enthusiasmus, Selbstmotivation<br />

und mentale Stärke.“<br />

Um die Energie AG Sportfamilie<br />

auch in den Konzern einzubinden,<br />

gibt es immer wieder Aktionen mit<br />

Mitarbeiter:innen. Vom Selbstverteidigungskurs<br />

mit Bettina Plank über<br />

Schwimmtraining mit Alexander<br />

Trampitsch bis zum Kletterkurs mit<br />

Franziska Sterrer werden die Grenzen<br />

zwischen Sportler:innen und<br />

Mitarbeiter:innen aufgebrochen.<br />

Wenn die Sportler:innen<br />

dann Erfolge erzielen,<br />

macht uns das<br />

stolz und bestätigt<br />

unseren Weg.<br />

Franzi Sterrer ist eine von vier<br />

Nachwuchssportlerinnen, die im<br />

Vorjahr in einem mehrstufigen Auswahlverfahren<br />

in die Energie AG<br />

Sportfamilie aufgenommen wurden.<br />

Die 25-Jährige stammt aus einer<br />

begeisterten Bergsport- und Kletterfamilie<br />

in Vöcklabruck, ihr<br />

Großvater baute dort die erste<br />

Kletterhalle. Zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses<br />

kämpft sie noch<br />

um ein Ticket für die Olympischen<br />

Sommerspiele in Paris. Von Olympia-Bronzemedaillengewinnerin<br />

und Powerfrau Bettina Plank (Bild<br />

links) holt sich Franziska noch<br />

Tipps für den Tag der Olympiaqualifikation.<br />

Franzi steht gerade vor einer wichtigen<br />

Phase der Olympiaqualifikation.<br />

Du hast das geschafft, obendrauf<br />

auch noch Edelmetall gewonnen.<br />

Hast du Tipps für Franzi?<br />

BETTINA PLANK: Jede Sportlerin geht<br />

ihren eigenen Weg, der sehr individuell<br />

ist und unterschiedliche Herangehensweisen<br />

erfordert. In den<br />

Qualifikationsjahren habe ich einige<br />

Dinge gelernt, die mir geholfen haben<br />

– zum Beispiel konnte ich meine<br />

beste Leistung immer dann abrufen,<br />

wenn ich das bevorstehende Event<br />

als eigenständige Herausforderung<br />

betrachtete und nicht auf die Olympiaqualifikation<br />

fixiert war.<br />

ANZEIGE / FOTOS: @Energie AG<br />

036


FIT<br />

TALENTE-<br />

FÖRDERUNG.<br />

Leonhard Schitter,<br />

CEO Energie AG<br />

Oberösterreich, mit<br />

Franzi Sterrer: Eine<br />

wesentliche Aufgabe<br />

der Energie AG Sportfamilie<br />

ist es, junge<br />

Sportler:innen an die<br />

Spitze zu begleiten.<br />

037


PERSONALITY<br />

FOTOS: @Ensrgie AG, @LASK<br />

Lukas Weißhaidinger (Bild l. oben) Para-Kanute Mendy<br />

Swoboda (mit CEO Schitter, rechtes Bild). Auch gemeinsame<br />

Aktionen wie der Besuch bei einem LASK-Spiel sind in der<br />

Energie AG Sportfamilie Tradition.<br />

Franzi, wie wichtig ist der Zusammenhalt<br />

aller Sportler:innen – auch<br />

sportartenübergreifend?<br />

FRANZISKA STERRER: Zusammenhalt<br />

untereinander ist sehr wichtig. Oft<br />

fühlt man sich als Profisportlerin,<br />

vor allem in einer Nicht-Teamsportart<br />

wie Klettern, allein. Der Austausch<br />

der Sportler:innen untereinander<br />

und die Freundschaften, die<br />

daraus entstehen, machen den Profisport<br />

zu etwas Besonderem.<br />

Zwei arrivierte Sportler aus der<br />

Energie AG Sportfamilie, Mendy<br />

Swoboda und Lukas Weißhaidinger,<br />

haben die Olympiaqualifikation bereits<br />

geschafft und kämpfen in Paris<br />

um Medaillen.<br />

Lukas, zum dritten Mal bist du bei den<br />

Olympischen Spielen in Paris Fixstarter.<br />

Was dürften wir von dir erwarten?<br />

LUKAS WEISSHAIDINGER: Die beste Version<br />

von Lukas Weißhaidinger. Dann<br />

wäre ich mit meiner Leistung zufrieden,<br />

sollte ich auch unter den<br />

Top 8 landen. Das ist mein Minimalziel.<br />

2016 in Rio war ich Sechster,<br />

2021 in Tokio Dritter. Mein Team<br />

und ich arbeiten täglich hart an unseren<br />

Zielen!<br />

Mendy, welche Bedeutung haben die<br />

Paralympischen Spiele für dich?<br />

MENDY SWOBODA: Die Paralympics<br />

sind das größte Sportereignis im Behindertensport,<br />

dadurch haben sie<br />

für mich einen ganz wichtigen Stellenwert.<br />

Allein der komplexe und<br />

schwierige Prozess, sich für die Para-Kanubewerbe<br />

zu qualifizieren,<br />

Wir begegnen uns<br />

alle auf Augenhöhe<br />

und motivieren uns<br />

gegenseitig für die<br />

kommenden Ziele.<br />

zeigt, wie groß die Dichte auch im<br />

Parasport ist. Die intensive mediale<br />

Aufmerksamkeit kurz vorher und<br />

nachher teilt mir unmissverständlich<br />

mit, dass die Spiele etwas Besonderes<br />

sind. Einzig und allein die<br />

Tatsache, dass ich nicht mit meinen<br />

nicht behinderten Kollegen im Team<br />

bin wie bei all den anderen internationalen<br />

Bewerben im Jahr, trübt<br />

meine Freude an den Spielen.<br />

Was bedeutet die Energie AG Sportfamilie<br />

für dich persönlich?<br />

MENDY SWOBODA: Die Sportfamilie ist<br />

für mich nicht nur Kraftgeber, sondern<br />

hilft mir auch, meine Grenzen<br />

zu überschreiten, damit ich meine<br />

Träume verwirklichen kann. Mich<br />

Teil dieser Sportfamilie nennen zu<br />

dürfen, ehrt mich sehr. Wir begegnen<br />

uns alle auf Augenhöhe, haben<br />

großen Respekt vor den Leistungen<br />

der anderen und motivieren uns für<br />

die kommenden Ziele, obwohl wir<br />

aus unterschiedlichen Sportarten<br />

kommen. Das schweißt zusammen<br />

und ist ein schönes Gefühl.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.sportfamilie.at<br />

038


Entgeltliche Einschaltung<br />

Mendy Swoboda<br />

Parakanu<br />

Foto: © Mathias Lauringer<br />

R SPEKT<br />

Die Energie AG unterstützt oberösterreichische Sportlerinnen und Sportler in unterschiedlichen Sportarten. Mit gezielter,<br />

individueller Förderung wird die Entwicklung der aufstrebenden Talente unterstützt und Stabilität sowie Sicherheit geboten.<br />

Gegenseitiger Respekt, Zusammengehörigkeit, Vielfalt und Authentizität zeichnen die Energie AG-Sportfamilie aus. Dieses<br />

einzigartige Sportförderprogramm ist nachhaltig und erfolgreich.<br />

www.sportfamilie.at


ASCIS<br />

Next Generation<br />

ASICS führt seinen beliebten Trailrunning-<br />

Allrounder GEL-TRABUCO mit neuen<br />

Features in die 12 Generation.<br />

Mit dem GEL-TRABUCO hat ASICS seit Jahren<br />

einen bei der Fachpresse wie der Läuferschaft<br />

gleichermaßen beliebten Trail-Allrounder im<br />

Programm. Für <strong>2024</strong> führt der Hersteller den Schuh<br />

nun in die nächste Generation. Der GEL-TRABUCO 12<br />

verfügt über eine FF BLAST-Zwischensohle und 3D<br />

SPACE CONSTRUCTION-Technologien, um ein gedämpftes<br />

und stabiles Lauferlebnis zu schaffen. Die<br />

Außensohle mit ASICSGRIP-Technologie bieten guten<br />

Halt auf verschiedenen Untergründen und mit der Vorfußplatte<br />

und den Zehenverstärkungen ist der Fuß vor<br />

scharfen Kanten und spitzen Steinen auf dem Trail gut<br />

geschützt.<br />

„Mit der 12. Ausgabe des GEL-TRABUCO sind wir<br />

unseren japanischen Wurzeln treu geblieben und spiegeln<br />

die Praxis des ‚Kaizen‘ wider, was kontinuierliche<br />

Verbesserung bedeutet. Wir haben Updates am Design<br />

des Obermaterials eingeführt und unseren Fokus darauf<br />

gelegt, den GEL-TRABUCO 12 so gepolstert und<br />

schützend wie möglich zu machen. Wir sind zuversichtlich,<br />

dass die Schuhe ein großartiger Begleiter für alle<br />

Trail-Enthusiasten sein werden – von Profis bis zu Anfängern<br />

– um zu laufen und ihren Geist auf den Trails<br />

zu bewegen“, beschreibt Magdalena Gassebner, Senior<br />

Produktmarketing-Spezialistin bei ASICS EMEA, die<br />

Änderungen der jüngsten Generation.<br />

EW<br />

Ein einzigartiges Erlebnis<br />

ANZEIGE / FOTO: ASICS<br />

FOTO: GEPA pictures/Beat The City<br />

Bist du bereit für die spektakulärsten Hindernisläufe,<br />

getarnt als die härtesten Sightseeingtouren<br />

der Welt? Dann bist du bei den Läufen der „beat<br />

the city“-Serie genau richtig. Die Strecken führen<br />

vorbei an den schönsten Plätzen der Städte<br />

Linz, Innsbruck und Graz. Der GRAWE Grazathlon<br />

steht am 8. <strong>Juni</strong> in den Startlöchern, für den<br />

purora Innsbruckathlon am 29. <strong>Juni</strong> kann man<br />

sich noch anmelden. 5 oder 10 km durch die Innenstädte,<br />

gespickt mit 10+ oder 20+ Hindernissen<br />

gilt es – auch in Teamwork – zu überwinden.<br />

beatthecity.at<br />

Stabilität hat sich noch nie so angefühlt<br />

Der ASICS GEL-KAYANO 31 ist die neueste Entwicklung<br />

in einer der beliebtesten Stabilitätslaufschuhreihen von ASICS.<br />

Der optimierte Komfort, der Läufer mit dem neuesten Modell<br />

der GEL-KAYANO-Serie bei jedem Schritt spürbar begleitet,<br />

wurde durch ein überarbeitetes Obermaterial erreicht. Der<br />

legendäre Schuh bietet adaptive Stabilität, kombiniert mit fortschrittlichem<br />

Komfort, um Läufer in ihrer Bewegung zu unterstützen.<br />

Mit diesem neuen Ansatz für adaptive Stabilität und<br />

Premium-Komfort, den ASICS beim Design des Vorgängermodells,<br />

des GEL-KAYANO 30 Schuhs, verfolgt hat,<br />

ermöglicht der Schuh Läufern aller Fähigkeitsstufen und<br />

-niveaus, ihren Körper und Geist zu bewegen.<br />

Fazit: der ideale Laufschuh für Fersenläufer<br />

www.asics.com<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.asics.com<br />

040<br />

FOTO: Asics


SIEBEN PFLICHTTERMINE<br />

Diese sieben wunderschönen Marathons in Österreich sollte jeder begeisterte Marathonläufer<br />

zumindest ein Mal im Leben genießen. Die HDsports Laufsport-Jury hat<br />

unter allen Marathon-Veranstaltungen in Österreich diese sieben als schönste auserkoren:<br />

Salzburg-Marathon, Salzkammergut-Marathon, Montafon Arlberg Marathon,<br />

Gletscher Trailrun, Kärnten Marathon, Kaisermarathon Söll (Foto) und Pitztaler<br />

Gletschermarathon. Zahlreiche Landschaftsläufe, egal ob auf Trails oder entlang von<br />

Seen, finden sich darunter, aber auch in den Städten kommen Marathonfans voll auf<br />

ihre Kosten. www.hdsports.at/wettkampf/schoenster-marathon-oesterreich<br />

There’s more out there!<br />

Odlo hat seine neue Markenkampagne<br />

„There’s more out there“ gestartet. Mit<br />

der neuen Markenausrichtung möchte<br />

das Unternehmen Athlet:innen frische<br />

Inspiration geben und ihre Begeisterung<br />

für die Natur neu entfachen – damit<br />

sie Outdoor-Momente erleben, von<br />

denen sie immer mehr wollen. Im Zentrum<br />

stehen wiedererwachte Athlet:innen<br />

und damit Menschen, die körperliche<br />

und mentale Erfüllung in der Natur<br />

suchen. Schau rein:<br />

www.odlo.com/de/de/stories/<br />

theres-more-out-there<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

FOTO: Kaisermarathon Söll<br />

Let’s run there Graz!<br />

GIGASPORT organisiert zusammen mit<br />

BROOKS am 14. <strong>Juni</strong> ein Test- und Try-Event,<br />

das sich Laufbegeisterte nicht entgehen lassen<br />

sollten! Zu testen ist dabei beispielsweise das<br />

überragend softe Laufgefühl des Ghost 16.<br />

Neben zwei Gruppenläufen (in unterschiedlichen<br />

Geschwindigkeiten) gibt es ebenfalls die<br />

Möglichkeit, tolle Preise zu gewinnen! Also melde<br />

dich an und teste neben dem neuen Ghost<br />

16 viele weitere Schuhmodelle von Brooks, die<br />

zu dir und deinen persönlichen Zielen passen.<br />

Lasst uns gemeinsam durch Graz laufen!<br />

www.gigasport.at/blog/category/event<br />

FOTO: La Sportiva<br />

FOTO: Gigasport Graz<br />

S<br />

3 FRAGEN AN<br />

RUN<br />

VITTORIO BARRASSO, BRAND<br />

& COMMUNICATION MANA-<br />

GER, LA SPORTIVA<br />

Was bewegt<br />

dich aktuell im<br />

Business?<br />

Als Unternehmen<br />

in der Sportindustrie<br />

sind<br />

wir auf der Suche<br />

nach einem nachhaltigen<br />

Geschäftsmodell, das den sich<br />

schnell ändernden Bedürfnissen<br />

der Verbraucher:innen gerecht<br />

wird. Und als Unternehmen,<br />

dessen Zuhause in den Bergen<br />

ist, sehen wir uns in der Verantwortung,<br />

diesen Wandel mitzugestalten.<br />

Ein Höchstmaß an<br />

Technizität und Langlebigkeit<br />

bei unseren Produkten ist dabei<br />

ein Muss für sichere und bereichernde<br />

Erlebnisse.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport<br />

in deinem Leben?<br />

Für mich ist das Training ein<br />

täglicher Weg, um mit der Natur<br />

in Kontakt zu kommen und<br />

Inspiration zu finden, und damit<br />

essenziell für meine körperliche<br />

wie auch geistige Gesundheit.<br />

Darüber hinaus fühle ich als Vater<br />

die Verantwortung, gute Gewohnheiten<br />

vorzuleben, und bin<br />

fest davon überzeugt, dass Outdoor-Sport<br />

und damit verbunden<br />

der Respekt vor der Umwelt<br />

der beste Weg dafür ist.<br />

Dein vergangenes oder künftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Ich suche keine Höhepunkte in<br />

Form von Rekorden, aber ich<br />

liebe es, mir jedes Jahr neue<br />

sportliche Ziele zu setzen. <strong>2024</strong><br />

werde ich beim „La Sportiva<br />

Lavaredo Ultra Trail“ meinen<br />

ersten 50-Kilometer-Trailrun<br />

vor der wunderbaren Kulisse<br />

der Dolomiten absolvieren.<br />

FOTO: Odlo<br />

041


ASICS<br />

Schrittwechsel<br />

Mit der METASPEED PARIS-Serie zeigt ASICS<br />

zwei Wettkampf-Schuhe mit Cabonplatte für<br />

„Stride“- und „Cadence“-Läufer.<br />

EW<br />

Laufend durch ganz Afrika<br />

ANZEIGE / FOTOS: Asics<br />

Markus Christ, der sich mit seiner Filmproduktion<br />

„desertcut“ auf Sportdokus spezialisiert hat, begleitete<br />

den Extremläufer Russ Cook „hardestgeezer“<br />

ein ganzes Jahr lang immer wieder bei dessen<br />

unglaublichem Laufprojekt durch den gesamten<br />

Kontinent Afrika. Er fing dabei zahlreiche atemberaubende<br />

Momente bei diesem Lauf-Abenteuer<br />

ein. Bald wird es die entstandene Doku zu sehen<br />

geben. Infos: desertcut.com<br />

FOTO: Markus Christ<br />

Seit der Einführung der Metaspeed-Serie 2021<br />

steht die Produktlinie bei ASICS für pure Geschwindigkeit<br />

und Bestzeiten. Für Paris <strong>2024</strong> gehen<br />

die Japaner nun noch einen Schritt weiter und nehmen<br />

sich der individuellen Schrittlänge, respektive der<br />

Neigung von Athleten, bei höherem Tempo eher die<br />

Schrittfrequenz oder eher die Schrittlänge zu<br />

steigern, an. Wer im flotten Tempo zum langen<br />

Schritt neigt, der wird als<br />

„Stride-Läufer“ eingeordnet,<br />

wer seine Geschwindigkeit<br />

durch<br />

eine Erhöhung der<br />

Schrittfrequenz steigert,<br />

wird als „Cadence-Läufer“<br />

kategorisiert.<br />

Die Carbon-Zwillinge<br />

ASICS METASPEED SKY<br />

PARIS für Stride-Läufer und ASICS METASPEED<br />

EDGE PARIS für Cadence-Läufer berücksichtigen diese<br />

Laufstil-Unterschiede in ihrer Konstruktion. Beide<br />

Schuhe kommen mit leichtem, aber guten Halt bietendem<br />

Motionwrap 2.0 Obermaterial, schlanker Zunge,<br />

und überarbeiteter Dämpfung mit nochmals elastischerem<br />

Flytefoam Turbo+ Schaumstoff für ein weiches,<br />

federndes Laufgefühl.<br />

Der große Unterschied der beiden Modelle liegt in<br />

ihren Carbonplatten. Der Metaspeed Sky Paris läuft<br />

sich dadurch explosiver und verlängert den Schritt.<br />

Der Metaspeed Edge Paris verbessert die Antriebskraft<br />

nach vorne und beschleunigt deine Schritte.<br />

Mehr Infos unter:<br />

www.asics.com<br />

Leichte Beine und optimales Klima<br />

Topleistung und geringes Gewicht: Die hohen<br />

„Ultralight Socks“ (UVP: € 59,95) von CEP<br />

bringen beides in Einklang. Du profitierst von<br />

leistungssteigernder Kompression, dazu genießt<br />

du das angenehme Tragegefühl des ultraleichten<br />

und atmungsaktiven Materials. Eine perfekte<br />

Passform mit asymmetrischen Zehenboxen<br />

rundet das Gesamtpaket ab.<br />

www.cepsports.com<br />

FOTO: CEP Sports<br />

RUNNING UP FOR AIR<br />

2012 hat sich Jared Campbell dazu entschieden, 24 Stunden<br />

lang den Grandeur Peak in Salt Lake City (USA) hinauf- und<br />

wieder hinunterzulaufen, um Spenden für die Verbesserung<br />

der Luftqualität zu sammeln. Im Jahr darauf haben sich ein<br />

paar befreundete Menschen angeschlossen. Und im darauffolgenden<br />

Jahr noch mehr. 12 Jahre später ist aus Jareds<br />

Soloprojekt „Running Up For Air“ geworden: Ein weltweites<br />

Movement von unzähligen Laufbegeisterten, bei dem bereits<br />

mehrere Zehntausend Dollar gesammelt wurden. Es ist die<br />

Geschichte darüber, wie eine Running- Community positive<br />

Veränderungen bewirken kann, die weit über das Laufen<br />

hinausreichen. Den FOTO: Running Up For Air<br />

Film dazu gibt’s<br />

hier: www.youtube.com/<br />

watch?v=y33YMBk95r4<br />

042


News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

RUN<br />

Alle Lauftermine <strong>2024</strong> auf sportaktiv.at<br />

Einen sehr umfangreichen Lauf kalender (zur<br />

Verfügung gestellt vom Österreichischen<br />

Leichtathletik Verband ÖLV) von Österreichs<br />

Straßen- und Berg läufen <strong>2024</strong> findest du auf<br />

unserer Online- Plattform. Schau rein und mach<br />

mit bei deinem Lieblingslauf!<br />

Laufkalender <strong>2024</strong>: t1p.de/laufevents24<br />

S<br />

WEINMALIG<br />

25<br />

FOTO: Traunsee Halbmarathon<br />

LAUFEN IM<br />

WELTKULTURERBE WACHAU<br />

Ein paar laufenswerte aktuelle Events findest<br />

du hier auf einen Blick:<br />

22. <strong>Juni</strong>: Parktherme Wüstenlauf, Bad Radkersburg (St),<br />

www.wuestenlauf.at<br />

22. <strong>Juni</strong>: Traunsee-Halbmarathon (Foto), Obersee (OÖ) –<br />

mit seinem beeindruckenden Panorama und der für ein Laufevent<br />

außergewöhnlichen Startzeit wird er erneut Tausende Laufbegeisterte<br />

und Fans ins Salzkammergut locken.<br />

www.traunsee-halbmarathon.at<br />

29. <strong>Juni</strong>: Montafon Arlberg Marathon, Silbertal/Monafon (V)<br />

www.montafon.at/montafon-arlberg-marathon<br />

30. <strong>Juni</strong>: Steyr Stadtlauf, Steyr (OÖ),<br />

www.lac-amateure.at/steyrer-stadtlauf<br />

7. Juli: Gletschermarathon Pitztal, Arzl im Pitztal (T),<br />

gletschermarathon.at<br />

7. Juli: Großglockner Mountain Run, Heiligenblut am<br />

Großglockner (K), grossglockner-mountainrun.at<br />

26. Juli: Weisssee Gletscherwelt Trail, Enzingerboden (S),<br />

Shortlink: t1p.de/u6b26<br />

26. Juli: Citylauf Villach (K), www.citylauf-villach.at<br />

26. Juli: Großglockner Ultra-Trail, Kaprun (S),<br />

www.ultratrail.at<br />

2. Aug.: Pitztal Alpine Glacer Trail, Pitztal (T),<br />

www.pitz-alpine.at/de/pitz-alpine-glacier-trail<br />

15. September <strong>2024</strong><br />

www.wachaumarathon.com


PERSONALITY Markus Kröll<br />

044


RUN<br />

Immer steil<br />

bergauf<br />

Markus Kröll (52), Österreichs Traillauf-Pionier aus dem<br />

Tiroler Zillertal, über Berglauf einst und Trailrunning<br />

heute und seine herausragenden Erlebnisse in der Sportart.<br />

Er ist überzeugt: Trailrunning wird noch viel größer.<br />

von Christof Domenig<br />

WETTKAMPF-GEN.<br />

Markus Kröll war schon 1990<br />

<strong>Juni</strong>oren-Weltmeister im<br />

Berglauf und hat bis heute unzählige<br />

Wettkämpfe (hier beim<br />

Red Bull Dolomitenmann)<br />

bestritten, Rekorde erzielt<br />

und Erfolge gefeiert. <strong>2024</strong> will<br />

er noch einmal Wettkampf-<br />

Neuland betreten.<br />

FOTO: Red Bull Photofiles/Philipp Carl Riedl<br />

W<br />

as war dein erster<br />

Kontakt mit<br />

dem, was heute<br />

als Trailrunning<br />

gilt?<br />

Im hintersten Zillertal gibt es seit<br />

über 50 Jahren den Steinbockmarsch<br />

mit 30 Kilometern und 3000<br />

Höhenmetern. Den bin ich als Kind<br />

mit meinem Bruder schon gemeinsam<br />

mitmarschiert. Bei den Labestationen<br />

waren die Leute natürlich<br />

überrascht, dass wir zwei daherkommen<br />

– damals bin ich schon von<br />

dem Virus infiziert worden.<br />

Wie alt warst du da?<br />

Ich war sieben, mein Bruder noch<br />

jünger. Beim Steinbockmarsch gibt<br />

es auch einen Uralt-Rekord von<br />

mir, aufgestellt mit 24 Jahren, als<br />

ich schon <strong>Juni</strong>oren-Weltmeister<br />

war: 2:30:17. Seither bemühen sich<br />

Athleten vergeblich, da heranzukommen.<br />

Dabei gibt es heute viel<br />

mehr Forststraßen, damals waren<br />

alles noch Steigerl und schmale<br />

Wege. Es gibt die wildesten Mythen<br />

und Thesen, ich hätte wo abgekürzt.<br />

Aber es gibt eben den höchsten<br />

Punkt, die Mörchnerscharte, wenn<br />

du da von der Zeit nicht dabei bist,<br />

kannst du runterlaufen wo du<br />

willst, du wirst es nie schaffen.<br />

In der Jugend warst du auch ein starker<br />

Bahn- und Straßenläufer. Was<br />

hat für den Berglauf gesprochen?<br />

Mehrere Gründe – erstens: Im<br />

Berg lauf ist nachher einfach zusammengesessen,<br />

gefeiert, diskutiert<br />

worden. Heute spricht man<br />

von der Trail-Community. Im Bahnbereich<br />

ist jeder dagesessen, hat<br />

auf den Boden geschaut, keiner hat<br />

mit dem anderen was geredet. Trainingstechnisch:<br />

Ich bin im Bergsteigerdorf<br />

Ginzling aufgewachsen,<br />

da kannst du vielleicht 200 Meter<br />

geradeaus laufen, danach machst<br />

du schon Höhenmeter. Unzählige<br />

Male bin ich durchs ganze Zillertal<br />

nach Schwaz gefahren, um zur einzigen<br />

Laufbahn zu kommen.<br />

Trailrunning hat dich jedenfalls bis<br />

heute nicht losgelassen ...<br />

Nach wie vor trainiere ich jeden<br />

Tag. Sobald ich aus meiner Werkstatt,<br />

wo ich als Vergolder und Restaurator<br />

arbeite, raus bin, bin ich in<br />

den Bergen unterwegs. Nebenbei<br />

bin ich als externer Athletenmanager<br />

für Salomon aktiv dabei, um junge<br />

Talente zu entdecken, die in den<br />

Sport reinpassen.<br />

Wie war Trailrunning damals im<br />

Vergleich zu heute?<br />

045


PERSONALITY<br />

zum Positiven entwickelt. Und<br />

wenn man schaut, wie viele Marken<br />

heute einsteigen, Trailschuhe entwickeln,<br />

sieht man, welchen Stellenwert<br />

Trailrunning gekriegt hat.<br />

Ein Beispiel: Als ich mich für meine<br />

erste Weltmeisterschaft im<br />

Berg lauf qualifiziert hatte, war ich<br />

zu 100 Prozent fokussiert und sicher,<br />

dass ich der beste Bergläufer<br />

der Welt werde. Das war meine Antriebsfeder.<br />

Als <strong>Juni</strong>or hatte ich ja<br />

alles dominiert. Ich bin 17. geworden,<br />

habe geplärrt im Hotelzimmer.<br />

Dann habe ich realisiert, wie hart<br />

und leidensfähig du sein musst in<br />

dieser Sportart. Im Wort Leidenschaft<br />

steckt Leiden drin. Ich kann<br />

mich auch sehr gut erinnern, wie<br />

ich in Italien oder Frankreich oft<br />

händeringend eine Telefonzelle gesucht<br />

habe, um die Tiroler Zeitungen<br />

daheim anzurufen, wenn ich im<br />

Weltcup aufs Stockerl gelaufen bin<br />

– damit sie wenigstens eine kleine<br />

Meldung bringen. Heute stellst du<br />

einen Post rein und die ganze Welt<br />

weiß es. Das finde ich schon sehr<br />

positiv für die jungen Athleten.<br />

Und: Wenn man heute die Bilder bei<br />

Rennen sieht – da geht dir das Herz<br />

auf. Schon als Junger war ich überzeugt,<br />

dass es sich zur Massensportart<br />

entwickelt, und bin oft dafür<br />

belächelt worden.<br />

Du warst immer davon überzeugt?<br />

Immer. Meine Mama haben sie oft<br />

angerufen: Dein Bub läuft in engen<br />

ZUR PERSON<br />

Markus Kröll<br />

Geb. am 17. März 1972, gilt der Zillertaler,<br />

von Beruf Restaurator, als „der“<br />

Berglauf- und Trailrunning-Pionier in<br />

Österreich. Silbermedaillen im Berglauf<br />

bei Welt- und Europameisterschaften, ein<br />

<strong>Juni</strong>oren-Weltmeistertitel und gesamt<br />

sechs Medaillen stehen ebenso in seinem<br />

sportlichen Lebenslauf wie etliche Podestplätze<br />

im Berglauf-Weltcup und fünfmal<br />

Top 5-Plätze im Gesamtweltcup, 17<br />

Staatsmeistertitel oder 7 Siege beim Red-<br />

Bull-Dolomitenmann. Sein Heim-Event,<br />

den er auch maßgeblich mitverantwortet,<br />

ist der „Mayrhofen Ultraks“. Für Salomon<br />

ist er nicht nur Athlet, sondern auch<br />

Athleten- und Communitymanager.<br />

Instagram: @ markuskroell<br />

Strumpfhosen zehnmal eine Steigung<br />

rauf und übergibt sich zweimal.<br />

Das kann nix Gescheites sein,<br />

der muss das lassen.<br />

Stichwort Strumpfhosen – das Material<br />

hat sich natürlich auch stark entwickelt.<br />

Dein Blick darauf?<br />

Es gibt Fotos von mir beim Dolomitenmann<br />

im Schnee – in normalen<br />

Straßenlaufschuhen. Heute hast du<br />

einen eigenen Laufrucksack, Trailrunningschuhe,<br />

Stöcke – aber daneben<br />

auch das Wissen über Ernährung,<br />

Training. Also es hat sich sehr<br />

FOTO: Markus Kröll<br />

Wie siehst du die starke Dämpfung<br />

bei Trailrunningsschuhen, die es jetzt<br />

seit ein paar Jahren auch gibt?<br />

Das ist für jeden unterschiedlich,<br />

ob Dämpfung und Sprengung passen.<br />

Es macht wenig Sinn, 30 Kilometer<br />

mit starker Dämpfung und<br />

Sprengung zu laufen, aber sehr viel<br />

Sinn, wenn ich 100 Kilometer damit<br />

laufe. Ich finde es cool, dass die<br />

Marken hergehen und speziell für<br />

gewisse Distanzen und gewisse<br />

Trails eigene Schuhe bauen.<br />

Wenn du ein Highlight aus deinem<br />

Leben im Traillaufen heraushebst,<br />

was wäre es?<br />

Ein Erlebnis von vor 23 Jahren: Salomon<br />

hat weltweite Topathleten ins<br />

Gebiet unter den Mont Ventoux in<br />

Frankreich gekarrt – Kilian Jornet,<br />

Jonathan Wyatt, Francois Guy,<br />

Ryan Sanders und auch meine Wenigkeit<br />

– und wir haben eine Woche<br />

lang Material getestet. Da hab ich<br />

mir gedacht: Unglaublich, was da<br />

entstehen kann und wird. Greg<br />

Vollet, heute Boss der Golden Trail<br />

Series, hat damals vorausgesagt: Es<br />

wird eine Dynamik annehmen wie<br />

beim Radsport auf der Straße. Es<br />

werden sich Teams von Marken herauskristallisieren,<br />

wie es sie heute<br />

von Salomon, adidas Terrex, Hoka,<br />

Scarpa, La Sportiva gibt. Das ist<br />

jetzt wirklich eingetreten.<br />

Du bist 52 und planst etwas im Trailrunning,<br />

was du so noch nie gemacht<br />

hast. Was wird es sein?<br />

Ich möchte das Gefühl, die Atmosphäre,<br />

den Stress und das ganze<br />

Drumherum bei einem 100-km-Lauf<br />

erleben – also wettkampfmäßig einen<br />

100er laufen. Letztes Jahr war<br />

ich immer wieder verletzt, Achillessehnenprobleme,<br />

Knochenödem<br />

– was ich in 35 Jahren im Wett-<br />

046


kampfsport so bisher nicht gekannt<br />

habe. Heuer sollte es wieder passen.<br />

Ich will das nicht gewinnen<br />

oder vorne mitlaufen, sondern das<br />

Gefühl, die Atmosphäre, das Drumherum<br />

aufsaugen.<br />

Wann und wo steht noch nicht fest?<br />

Es steht deshalb noch nicht fest,<br />

weil ich dem wirklich die benötigte<br />

Zeit geben will, um fit zu sein, in einer<br />

guten Form dazustehen, mich<br />

wohlzufühlen. Auch das Wetter soll<br />

passen, damit ich das Ganze richtig<br />

genießen kann. Wenn nicht heuer,<br />

mache ich es nächstes Jahr.<br />

Du hast zu deinem 50er vor zwei<br />

Jahren einen Trail bei dir daheim<br />

geschenkt bekommen. Für wen<br />

passt der „Krölli-Trail“?<br />

Für mich war wichtig, dass er nicht<br />

für Superathleten ist, sondern dass<br />

den jeder machen kann. Dass die<br />

Leute Kontakt kriegen mit der<br />

Sportart; ein Trail mit einer Wahnsinns-Aussicht,<br />

wirklich coolen<br />

Plätzen, wo man ins Zillertal rausschaut,<br />

nach Mayrhofen runterschaut<br />

oder nach Ginzling hineinschaut,<br />

wo ich aufgewachsen bin.<br />

Wo auch eine Hütte dazwischen ist,<br />

wo man einkehren und was trinken<br />

kann. Das deckt der Trail zu 100<br />

Prozent ab und wer ihn nicht laufen<br />

kann, wandert ihn eben. Ehrlich:<br />

Ich wollte nie einen Trail mit meinem<br />

Namen haben. Dann sind sie<br />

vom Tourismusverband zu meinem<br />

50er dahergekommen und haben<br />

mir den offiziell geschenkt. Ich<br />

wollte nie ein Denkmal – wichtiger<br />

wäre mir gewesen, dass es heißt:<br />

„Der Kröll war ein cooler, zacher<br />

Typ, der den Sport extrem gelebt<br />

hat.“ Trotzdem bin ich jetzt irgendwie<br />

stolz, dass ich meinen Trail<br />

habe, ich laufe ihn auch jede Woche.<br />

Wenn ich Leute dort treffe, die<br />

auf Social Media dann schreiben,<br />

„bin den Krölli-Trail gelaufen“, ist<br />

das schon cool.<br />

Wohin geht Trailrunning noch?<br />

Wenn man vom Profisport spricht:<br />

dass es noch professioneller wird,<br />

dass viele Athleten davon leben<br />

können. Und es ist sicher noch<br />

nicht das Ende der Fahnenstange<br />

im Massenbereich. Es wird noch<br />

viel mehr Massensport werden – da<br />

bin ich 100-prozentig überzeugt.<br />

Kein Gipfel zu hoch,<br />

kein Lauf zu weit,<br />

kein Abenteuer unmöglich:<br />

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FOTO: Markus Kröll<br />

Die Entwicklung vom Berglauf zum Trailrunning hat kaum jemand<br />

so miterlebt, mitgelebt und mitgeprägt wie Markus Kröll.<br />

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PRODUKT Trailrunning-Ausrüstung<br />

TRAIL-TWINS.<br />

Die Salomon-Athleten Manuel<br />

(vorne im Bild) und Hans-Peter<br />

Innerhofer aus Salzburg sind<br />

beide tendenziell auf kürzeren<br />

Trail-Distanzen unterwegs.<br />

Wenngleich Hans-Peter heuer<br />

beim „Istria 100 by UTMB“ auf<br />

der 70-km-Distanz Zweiter wurde.<br />

FOTO: Salomon<br />

048


RUN<br />

Ready<br />

for Trail<br />

Schuhe, Bekleidung, Trailrucksack, Stöcke und<br />

Co.: Was es im Trailrunning braucht und worauf<br />

es bei der Auswahl ankommt – nachgefragt bei<br />

vieren aus der heimischen Trailrunning-Elite.<br />

von Christof Domenig<br />

049


PRODUKT Trailrunning-Ausrüstung<br />

o auch immer<br />

W<br />

man auf der<br />

Welt gerade<br />

ist – Laufschuhe<br />

und<br />

Laufkleidung<br />

können immer dabei sein, passen<br />

sie doch ins kleinste Gepäck. Beim<br />

Trailrunning ist das Ausrüstungspaket<br />

zwar ein wenig umfangreicher<br />

als beim Straßenlauf – aber dennoch<br />

ist auch das Benötigte beim<br />

Laufen im Gelände (verglichen mit<br />

anderen Sportarten) überschaubar.<br />

Wie halten es eigentlich die Könner<br />

auf den Trails mit ihrem Equipment<br />

– und was raten sie Hobby-Athleten<br />

oder gar Einsteigern bezüglich Ausrüstung<br />

zu beachten? Wir haben bei<br />

vier Topathleten nachgefragt – bei<br />

Hans-Peter und Manuel Innerhofer<br />

aus dem Salomon-Team, Asics-Läuferin<br />

Esther Fellhofer und dem<br />

Brooks-Athleten Alexander Hutter.<br />

Alle waren sie übrigens im Vorjahr<br />

bei der Trailrunning-WM 2023 in<br />

Innsbruck-Stubai im Einsatz, ebenso<br />

wie bei der heurigen Berglaufund<br />

Trailrunning- EM Ende Mai, Anfang<br />

<strong>Juni</strong> in Annecy in Frankreich.<br />

Die Schuhwahl<br />

Grip und Schutz auf allen Wegen –<br />

das ist die Aufgabe von Trailschuhen.<br />

Entsprechend kommt die<br />

Schuhwahl an erster Stelle. Mittlerweile<br />

gibt es ein richtig breites Angebot<br />

an Traillaufschuhen am<br />

Markt – von superleicht bis stark<br />

gedämpft; mit und ohne Schutzplatten<br />

aus unterschiedlichen Materialien<br />

und teils mit Carbon in Wettkampfvarianten;<br />

mit Sohlen für unterschiedliche<br />

Untergründe oder<br />

manchmal auch optional mit wasserdichter<br />

Membran. „Wir verwenden<br />

stets unterschiedliche Paar<br />

Schuhe“, sagen Hans-Peter und Manuel<br />

Innerhofer und empfehlen<br />

auch Hobbyläufern, je nach Streckenlänge<br />

und Untergrund zu variieren:<br />

Die wechselnde Belastung<br />

hilft auch der Fußmuskulatur und<br />

die Schuhe halten auch länger,<br />

FOTO: Asics/The Adventure Bakery<br />

Je länger, je mehr Höhenmeter, umso<br />

lieber, ist die Devise von Asics-Athletin<br />

Esther Fellhofer. Die in Salzburg lebende<br />

Oberösterreicherin spielt weit jenseits der<br />

100 km ihre wahren Stärken aus.<br />

wenn man ihnen nach einem Lauf<br />

eine Erholungspause gönnt.<br />

Hans-Peter Innerhofers Schuhportfolio<br />

schaut übrigens so aus: „ein<br />

Paar mit viel Dämpfung und Komfort<br />

für die langen Läufe, ein mittel<br />

gedämpftes für die Dauerläufe und<br />

ein Wettkampfmodell, das ich auch<br />

für die schnellen Trainingseinheiten<br />

und Intervalle hernehme“. Der<br />

aktuelle Wettkampfschuh beider Innerhofers,<br />

die tendenziell kürzere<br />

Trail-Rennen bevorzugen, ist der<br />

Salomon S/LAB Pulsar 3, während<br />

für ihre längeren Läufe der S/LAB<br />

Genesis ihre erste Wahl ist.<br />

Esther Fellhofer: „Ich habe<br />

meine zwei Modelle, die mir perfekt<br />

passen und die ich im Training<br />

ebenso wie im Wettkampf verwende:<br />

den Asics Trabuco 12 für technisches<br />

Gelände und, wenn es nicht<br />

so technisch ist, den Trabuco Max,<br />

mit noch einmal mehr Dämpfung.“<br />

Ihr Rat an Hobbyathleten? „Ist man<br />

050


Einen Schuh mit viel<br />

Dämpfung kann man<br />

auch gut für kurze<br />

Distanzen verwenden.<br />

Das Um und<br />

Auf ist der Grip.<br />

eher auf kurzen<br />

Strecken<br />

unterwegs,<br />

ist man recht<br />

flexibel: Einen<br />

Schuh<br />

mit viel<br />

Dämpfung<br />

kann man<br />

auch gut auf kurzen Distanzen verwenden – umgekehrt<br />

geht das nicht. Für mich ist der Grip auf<br />

felsigem Gelände das Um und Auf.“ Blasen an<br />

den Füßen sind für die Oberösterreicherin – die<br />

auch schon Läufe jenseits der 200 Kilometer bestritten<br />

hat – interessanterweise gar kein Thema.<br />

Einzige Ausnahme: „Als ich einmal einen Carbon-Trailschuh<br />

verwendet habe. Es gibt genug<br />

Athleten, die sehr gut damit laufen können – für<br />

mich ist ein Carbonschuh nicht ideal.“<br />

Alex Hutter hat einen aktuellen Favoriten,<br />

den er für alle nicht zu technischen Läufe ab 50<br />

Kilometer verwendet: „den Brooks Caldera 7.<br />

Der ist mit seiner starken Dämpfung richtig cool<br />

auf den langen Distanzen. Die Sohle ist dabei natürlich<br />

weicher und man hat im schwierigen Gelände<br />

nicht so viel Gefühl für den Untergrund –<br />

wer ein direkteres Gefühl mag, greift zum Beispiel<br />

zum Catamount Agil 3. Das ist ein bisschen<br />

Typsache.“<br />

„Nass und schlammig“ sind für den Tiroler<br />

die Bedingungen, wo sich bezüglich Grip die<br />

Spreu vom Weizen trennt und es wirklich auf die<br />

passende Sohle ankommt. Apropos nass: Braucht<br />

es eine wasserdichte Membran? „Ich selbst bin<br />

kein Freund davon, man schwitzt dann eher innen<br />

– und irgendwann kommt auch von oben das<br />

Wasser rein. Aber auch das ist ein bisschen eine<br />

Sache der persönlichen Vorliebe.“<br />

Trailrucksack und Kleidung<br />

Bei den Langdistanz-Spezialisten unseres Experten-Teams<br />

kommt der Trailrucksack in der persönlichen<br />

Wertigkeit gleich unmittelbar nach<br />

den Schuhen: „Bei Läufen unter zwei Stunden<br />

komme ich ohne aus, man findet immer eine<br />

Wasserquelle, um die Flask nachzufüllen“, erklärt<br />

Esther Fellhofer, „wird es länger, kommt<br />

der Laufrucksack aber immer mit.“ Wichtig:<br />

Dass er wirklich passt, nicht zu locker ist, „wenn<br />

sich der Rucksack bewegt, kann man nicht gescheit<br />

damit laufen.“ Auch wenn die Flasks, die<br />

vorne an den breiten Gurten der westenartigen<br />

Trailrucksäcke ihren Platz haben, leerer werden,<br />

soll alles noch fest sitzen, so ihr Tipp.<br />

Arlberger<br />

Wadlbeisser<br />

Auf die harte Tour<br />

SAMSTAG,<br />

31. AUGUST <strong>2024</strong><br />

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ZWEI VARIANTEN STEHEN DIR<br />

ZUR AUSWAHL:<br />

Langstrecke<br />

13,5 Kilometer<br />

700 Höhenmeter<br />

24 Hindernisse<br />

Kurzstrecke<br />

7,5 Kilometer<br />

350 Höhenmeter<br />

15 Hindernisse


PRODUKT Trailrunning-Ausrüstung<br />

„Die Stockbefestigung ist wichtig“,<br />

ergänzt Alex Hutter, „und dass<br />

die gut funktioniert“. Welches Volumen<br />

passt? „Beim 5-Liter-Modell bekommt<br />

man in der Regel alles rein,<br />

ich bin fast immer damit unterwegs“<br />

– lediglich bei Rennen mit umfangreicher<br />

Pflichtausrüstung brauche es<br />

ein gößeres Modell.<br />

„Es gibt Hosen mit integriertem<br />

Gurt, da kriegt man Gels und auch<br />

eine Regenjacke unter“, empfiehlt<br />

Manuel Innerhofer für kürzere Strecken.<br />

Genereller Tipp der Salzburger<br />

Brüder: „Hose, Shirt und Rucksack<br />

soll man vor einem Rennen<br />

schon oft genug getragen haben, um<br />

sicherzugehen, dass nichts reibt.<br />

Das kann man nämlich oft erst nach<br />

Stunden beurteilen.“ Selbiges betont<br />

auch Fellhofer: „Auf langen Distanzen<br />

ist eine enge Innenhose fein, die<br />

so weit die Oberschenkel bedeckt,<br />

dass es zu keinen Reibestellen<br />

kommt.“ Fellhofer wie Hutter bevorzugen<br />

2-in-1-Hosen. Beim Shirt<br />

ist eng oder weit Geschmackssacke,<br />

meint unser Expertenquartett, weit<br />

ist eher luftiger, für Esther Fellhofer<br />

sollte es auf langen Distanzen<br />

nicht gerade ärmellos sein, damit<br />

keine Reibestellen entstehen.<br />

Immer im Gepäck, wenn es in<br />

die Berge geht: eine leichte, klein<br />

packbare Wind- oder Regenjacke.<br />

„Wenn am Berg Wind weht, ist es<br />

schon angenehm, etwas drüberziehen<br />

zu können. Oder auch, falls man<br />

einmal stürzt und sich verletzt“,<br />

sagt Hutter. „Wenn ich weiß, dass es<br />

regnen wird, nehme ich eine wasserdichte<br />

Jacke – sonst ist möglichst<br />

leicht das Kriterium.“ Ein Ratschlag<br />

unserer Experten: Alles, was im<br />

Trailrucksack ist, in ein Plastiksackerl<br />

stecken, weil der Schweiß<br />

durch das Mesh des Rucksacks nach<br />

außen transportiert wird.<br />

Stöcke und weitere<br />

Ausrüstungsteile<br />

„Bergauf“, weiß Esther Fellhofer,<br />

„sind Stöcke auf langen Distanzen<br />

eine große Entlastung für die Beine.“<br />

Ihr Ratschlag zu den Stöcken<br />

deckt sich mit denen Alex Hutters:<br />

Carbon („den Gewichtsvorteil von<br />

Carbon im Vergleich zu Alu spürt<br />

man weniger in der Hand als vielmehr<br />

beim langen Tragen am Rucksack“,<br />

sagt Hutter) und dazu<br />

Fixlängen-Faltstöcke: „Das Falten<br />

geht auch im Lauf, auseinanderziehen<br />

und fertig: Vor allem im Wettkampf<br />

ist das eine große Erleichterung<br />

und da versucht man, Zeit zu<br />

sparen, wo immer es geht“, so Esther<br />

Fellhofer.<br />

Auch fein auf Trails: eine GPS-<br />

Uhr. „Das ist auf jeden Fall ein<br />

wichtiges Ausrüstungsteil – auch<br />

weil die Markierungen in den Rennen<br />

mitunter nicht so gut sind und<br />

Zeichen für<br />

Klimaschutz<br />

Die Odlo x POW Zeroweight<br />

Running Capsule sensibilisiert<br />

erneut für die Klimakrise.<br />

Odlo hat, nach der Blackcomb<br />

Baselayer Serie 2023,<br />

sooeben eine zweite Serie<br />

in Kooperation mit der NGO Protect<br />

Our Winters (POW) Schweiz<br />

vorgestellt. Die Odlo x POW Zeroweight<br />

Running Capsule besteht<br />

aus recycelten Materialien und umfasst<br />

verschiedene Ausrüstungsteile:<br />

die „Zeroweight Dual Dry<br />

Performance Knit“-Laufjacke, die<br />

Running Jacket, das „Chill-Tec<br />

Running“-Shirt, die „5 Inch 2-in-1<br />

Running“-Shorts und die Zeroweight<br />

Short Tights.<br />

Gemeinsam mit POW und weiteren<br />

Partnern will Odlo eine deutliche<br />

Reduktion der Treibhausgasemissionen<br />

in der Produktion erreichen.<br />

Mit der neuen Kollektion<br />

soll das Bewusstsein für die Klimakrise<br />

weiter geschärft werden. Das<br />

markante, vom Wasser inspirierte<br />

Design soll auf die Problematik der<br />

Wasserknappheit und die Gefahren<br />

des Klimawandels aufmerksam<br />

machen. Die Serie kombiniert<br />

Komfort, Stil und Atmungsaktivität,<br />

bietet leichten Schutz vor den<br />

Elementen und ist ideal für Straßen-,<br />

Trail- und Stadtläufe sowie<br />

intensive Trainingseinheiten.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.odlo.com<br />

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052


Alex Hutter läuft für das Brooks-Team.<br />

Im Vorjahr war er bester Österreicher<br />

beim „Trail Long“ (87 km, 6500 hm)<br />

bei der WM in Innsbruck-Stubai. Für<br />

den Stubaitaler, der Distanzen zwischen<br />

50 und 100 km bevorzugt, war<br />

es damals ein echtes Heimspiel.<br />

RUN<br />

FOTO: Brooks<br />

man sich dann auf den Track auf<br />

der Uhr verlassen kann“, so Alex<br />

Hutter. Hans-Peter Innerhofer:<br />

„Eine Kopfbedeckung, die die Stirn<br />

bedeckt – die Sonne in der Höhe unterschätzen<br />

viele und es ist auch angenehm,<br />

wenn man sie zur Kühlung<br />

in einem Bach nass machen kann.“<br />

Für Esther Fellhofer ist die Brille<br />

ein unverzichtbares Ausrüstungsteil<br />

auf den Trails. Worauf<br />

kommt es da an? „Erstens auf den<br />

Kontrast beim Sonne-Schatten-<br />

Wechsel und zweitens, dass sie richtig<br />

gut sitzt: Vor allem beim Bergablaufen<br />

ist das entscheidend.“<br />

Im Anschluss findet ihr unsere<br />

„Top 12“-Trail Ausrüstung – da ist<br />

bestimmt noch die eine oder andere<br />

weitere nützliche Anregung mit<br />

dabei.<br />

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053


PRODUKT Trailrunning-Ausrüstung<br />

Top 12<br />

SALOMON Sense Aero<br />

Windjacke<br />

mit nur 88 Gramm ultraleicht,<br />

winddicht, wasserabweisend und<br />

atmungsaktiv kann klein in<br />

ihrer eigenen Tasche verstaut<br />

werden perfekt belüftet<br />

aus Ripstop, einer Materialkonstruktion<br />

mit einem verstärkten<br />

Garn – für bessere Haltbarkeit<br />

und Langlebigkeit<br />

gute Passform und gleichzeitig<br />

Bewegungsfreiheit<br />

PREIS (UVP): € 120,–<br />

www.salomon.com<br />

LEKI Ultratrail FX.One Superlight Trailrunningstöcke<br />

der superleichte Schaft mit schlanken 14 mm Durchmesser wurde<br />

gemeinsam mit Spitzenathleten für den Wettkampf-Einsatz<br />

entwickelt mit High-End Carbon auf minimales Gewicht optimiert<br />

ausgestattet mit dem neuen Trail-Shark, das erste zu 100 Prozent<br />

für Trail Running entwickelte Griff-Schlaufen-System<br />

PREIS (UVP): € 190,– | www.leki.com<br />

FIDLOCK HIP BELT single + bottle 450 – Hipbag<br />

magnetmechanische selbstverschließende Hüfttasche<br />

100 % wasserdichtes Hauptfach mit drei selbstschließenden<br />

Magnetreihen integrierte Twist base zur Mitnahme einer Twist<br />

bottle 450 zusätzliches Fach mit Reißverschluss für Schnellzugriff<br />

intuitiver und praktischer Fidlock-Verschluss am Bauchgurt<br />

keine Störungen an elektronischen Geräten und Karten<br />

PREIS (UVP): € 139,99 | www.fidlock.com<br />

VAUDE First Aid Kit S – Erste-Hilfe-Set<br />

kleines Packmaß und Gewicht Basis-Ausstattung zur<br />

Erstversorgung kleinerer Verletzungen beim Wandern,<br />

Hiken oder Biken Tasche aus 100 % Recyclingmaterial<br />

recyceltes PET – hochwertiges<br />

Polyester aus<br />

recycelten PET-Flaschen<br />

PREIS (UVP): € 20,–<br />

vaude.com<br />

PEEROTON Hydro-Gel - Liquid Manager<br />

dünnflüssiges konzentriertes Hydrogel mit spezieller Hydrofast-<br />

Formel erfordert keine zusätzliche Einnahme von Wasser<br />

länger anhaltende Energie durch<br />

Isomaltulose 391 mg BCAA 2:1:1<br />

pro Gel unterstützt die Muskeln<br />

für Veganer geeignet glutenfrei<br />

wahlweise mit 39 mg Koffein oder<br />

ohne ideal für Trailrunning im<br />

Spitzensport erfolgreich getestet<br />

PREIS (UVP): € 2,49<br />

www.peeroton.com<br />

DYNAFIT Ultra 12 Vest<br />

Laufweste für lange, fordernde<br />

Ultra-Läufe (12 Liter) viel<br />

Stauraum und clevere Taschenaufteilung<br />

höhenverstellbare<br />

Brustbänder und seitliche Regulationsmöglichkeiten<br />

erlauben<br />

optimale Anpassung sitzt<br />

dank Mesh-Material sicher und<br />

stabil bietet drei Möglichkeiten<br />

der Stockhalterung<br />

Reflektoren 190 g leicht<br />

PREIS (UVP): € 140,–<br />

www.dynafit.com<br />

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BUFF® CoolNet® UV+ Kappe<br />

95 % recyceltes Material UPF50+ UV-Schutz<br />

optimales Schweiß-Management mit kühlender Wirkung<br />

aus dehnbarem, nahtlosem und hochwertigem CoolNet®<br />

Gewebe 4-Wege-Stretch<br />

PREIS (UVP): € 19,95 | www.buff.com<br />

12<br />

GARMIN Enduro 2<br />

Trailrunning-Ausrüstung<br />

leichte Multisport-Smartwatch dank Titanelementen<br />

Power-Sapphire-Glas mit<br />

Solar-Ladelinse ermöglicht extralange Akkulaufzeiten<br />

(150 Stunden/GPS-Modus; bis<br />

zu 46 Tagen/Smartwatch-Modus)<br />

interna tionale TopoActive-Karten<br />

• besser trainieren mit Features wie<br />

Trainings bereitschaft, Stamina, Running<br />

Power und an Steigung angepasste Pace<br />

hochpräzise Streckenaufzeichnung<br />

durch Multi-Frequenz Empfang<br />

globaler Satellitensysteme<br />

PREIS (UVP): € 949,99<br />

www.garmin.com<br />

RUN<br />

LA SPORTIVA Trail Bite Short M<br />

Unterstützung, Komfort und Atmungsaktivität waren für das Design<br />

der neuen Shorts ausschlaggebend der Stil orientiert sich an langen<br />

Läufen und Ultradistanzen<br />

und ist gekennzeichnet durch<br />

einen elastischen Gürtel mit<br />

mehreren Taschen und einer<br />

Innenhose aus schnell trocknendem<br />

Stoff Gesäßtasche<br />

mit Reißverschluss Mesh<br />

an Rückseite für noch mehr<br />

Atmungsaktivität<br />

PREIS (UVP): € 80,–<br />

lasportiva.com<br />

KARPOS Moved EVO Jersey<br />

Jersey aus Polartec® Delta in<br />

zweifarbigem Mesh-Design<br />

das Material hilft, die Körpertemperatur<br />

bei Hitze konstant zu halten<br />

dank Lyocell, einer hydrophilen<br />

Naturfaser, ist das Material in der<br />

Lage, einen Teil der Feuchtigkeit zurückzuhalten,<br />

was den Komfort an heißen,<br />

trockenen Tagen erhöht – selbst bei<br />

hochintensiven Aktivitäten<br />

atmungsaktiv und extrem leicht<br />

PREIS (UVP): € 70,–<br />

www.karpos-outdoor.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

EVIL EYE vistair-x – Sportbrille<br />

27 Gramm leicht verschiedene Formen und Farben verstell bare<br />

Nasenauflage VARIO- und LST-Filtertechnologie LST® active<br />

ermöglicht eine kontrastreiche Wahrnehmung des Geländes und sorgt<br />

für einen harmonischen Übergang zwischen hellen und schattigen<br />

Bereichen bei hoher Belastung löst sich der Bügel vom Rahmen –<br />

er kann sofort und einfach wieder eingeklickt werden<br />

PREIS (UVP): ab € 184,– | www.evileye.com<br />

CHIBA Thermo Fleece – Laufhandschuh<br />

aus atmungsaktivem Thermofleece, die Innenhand hat einen Besatz<br />

aus robuster Mikrofaser reflektierende Streifen an den Fingern und<br />

reflektierendes Logo auf der Oberhand Fleece-Pulswärmer verhindert<br />

schnelles Auskühlen<br />

der Hände Touchfinger<br />

zur Bediengung<br />

von Smartphones<br />

waschbar bis<br />

30°C<br />

PREIS (UVP): € 30<br />

www.chiba.de<br />

055


PILLERSEETAL<br />

FOTOS: Pillerseetal, Andi Frank<br />

Auf ins Trailrunning-Abenteuer<br />

Im Tiroler PillerseeTal finden Trailrunner abwechslungsreiche Trails<br />

zwischen Berg und Tal, glitzernden Bergseen und dichten Wäldern.<br />

D<br />

as PillerseeTal am<br />

östlichsten Ende der<br />

Kitzbüheler Alpen<br />

bietet eine facettenreiche<br />

Kulisse, die<br />

Läufern aller Niveaus eine unvergleichliche<br />

Erfahrung ermöglicht.<br />

Von sanften Talwegen und Hügeln<br />

bis hin zu anspruchsvollen Bergpfaden<br />

findet jeder Läufer die perfekte<br />

Route. Die erfrischende Bergluft<br />

erleben, während man entlang<br />

glitzernder Bergseen, durch dichte<br />

Wälder und vorbei an imposanten<br />

Gipfeln läuft – das Trailrunning-<br />

Eldorado PillerseeTal wartet schon!<br />

Highlight für Trailrunner<br />

Während das PillerseeTal im Frühling,<br />

Sommer und Herbst gleichermaßen<br />

ein Paradies für Trailrunner<br />

ist, wartet Anfang August zweifel-<br />

los das absolute Saison-Highlight:<br />

Der KAT100 by UTMB zieht Athleten<br />

aus aller Welt an und verspricht<br />

mit unterschiedlichen Distanzen<br />

eine Herausforderung für jeden.<br />

Zusätzlich wird im Oktober erstmals<br />

ein Trailrunningcamp angeboten,<br />

bei dem der erfahrene Ultra-<br />

Läufer Markus Reich gemeinsam<br />

mit Einsteigern und Fortgeschrittenen<br />

das PillerseeTal abseits der<br />

ausgetretenen Pfade erkundet.<br />

Im Einklang mit der Natur<br />

Trailrunning bietet nicht nur die<br />

Gelegenheit, sportliche Leistungen<br />

zu erbringen und sich immer wieder<br />

neuen Herausforderungen zu<br />

stellen, sondern verbindet auch<br />

Menschen auf eine ganz besondere<br />

Weise mit der Natur. Indem man<br />

die malerischen Trails abseits<br />

asphaltierter Wege entdeckt, wird<br />

nicht nur die Fitness gefördert,<br />

sondern auch das Bewusstsein für<br />

die Schönheit der Natur sowie für<br />

den Schutz derselben geschaffen.<br />

Dein nächstes Trail-Abenteuer<br />

Das PillerseeTal weiß Trailrunnern<br />

also schier endlose Möglichkeiten<br />

zu bieten. Übrigens: Im gesamten<br />

Tal nutzen Urlauber mit der Gästekarte<br />

kostenlos den öffentlichen<br />

Regiobus und kommen so einfach<br />

und umweltschonend ans Ziel.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.pillerseetal.at<br />

056


FIND<br />

YOUR FLOW.<br />

#citizensofthemountain<br />

Kilometer alleine zählen nicht, es ist die Leidenschaft. Kontrolle und Reaktionsfähigkeit auf<br />

jedem Terrain dank des neuen XFlow - Schaumstoffs in der Zwischensohle - für eine konstante<br />

Energierückgabe und anhaltenden Komfort. Finde deinen Rhythmus, passend zu deinem Ultra.<br />

Mehr erfahren über Prodigio auf lasportiva.com<br />

Anton Krupicka, Dolomites.


PRODUKT Door to Trail<br />

Beideskönner<br />

Auf Asphalt hinlaufen, dann die Trailrunde genießen<br />

– diese Schuhe eignen sich für beide Untergründe.<br />

Was Einsteigern entgegenkommt. von Christof Domenig<br />

K<br />

ilian Jornet ist auf einer<br />

Berghütte aufgewachsen.<br />

Die meisten haben<br />

aber eher keinen Trail<br />

direkt vor der Haus- oder Wohnungstür.<br />

Ob in der Stadt oder am<br />

Land – einige Anlaufkilometer über<br />

Asphalt, bevor es in den Wald hinein<br />

oder den Berg oder Hügel hinaufgeht,<br />

sind meist die Regel.<br />

Wer sich im Asics-Sortiment<br />

umschaut, bekommt aktuell Straßenmodelle<br />

wie den Novablast 4<br />

oder den Nimbus 26 in einer<br />

„TR“-Version mit Trail sohle – diese<br />

sieht Anneke Maikranz von Asics<br />

auf leichten „Wald- und Wiesenwegen“<br />

ideal eingesetzt. Eine Stufe darüber<br />

ließe sich aber auch der<br />

Trail-Allrounder Trabuco 12 sowohl<br />

für die harten Anwege zum Trail<br />

wie auch auf der Geländerunde<br />

selbst sehr gut verwenden: „Die<br />

Hauptunterschiede zu einem Straßenschuh<br />

liegen in der Stabilität<br />

und in der Außensohle. Bei der Sohle<br />

haben wir ein weicheres Material<br />

und eine andere Form für mehr<br />

Grip am Trail. Das ist es auch, was<br />

den Schuh auf Asphalt einschränkt,<br />

weil sich die Außensohle einen Tick<br />

schneller abnutzt. Für den Anlauf<br />

zum Trail ist das kein Thema – aber<br />

würde man ihn dauerhaft auf Asphalt<br />

verwenden, würde man die<br />

schnellere Abnützung merken.“<br />

Von der Dämpfung her funktioniert<br />

der Trabuco 12 genauso wie<br />

ein Straßenschuh, „weil wir im<br />

Trailbereich auch eine Superdämpfung<br />

haben wollen, sodass sich der<br />

Schuh gut anfühlt und man nicht<br />

das Gefühl hat, der Untergrund<br />

schlägt durch.“ Zugleich sind eine<br />

FOTO: Brooks<br />

höhere Stabilität und mehr Festigkeit<br />

im Obermaterial zum Ausgleich<br />

für den unebenen Untergrund<br />

für den Trailschuh charakteristisch.<br />

Ein derartiger Allround-Trailschuh<br />

ist auch eine sehr gute Wahl<br />

für Einsteiger, die noch gar nicht so<br />

genau wissen, welche Untergründe<br />

sie bevorzugen und wie „ernst“ ihre<br />

Trail ambitionen werden. „Absolut“,<br />

bestätigt Maikranz, „und das auch,<br />

weil er vom Sohlenaufbau noch<br />

nicht so hoch gebaut ist wie andere.<br />

Man hat immer noch ein relativ direktes<br />

Laufgefühl, zugleich eine<br />

gute Dämpfung und wird vom<br />

Schuh gut geführt und gestützt.“<br />

Von Brooks passt der Divide 4<br />

in diese Kategorie. „Trail ist<br />

manchmal auch der klassische<br />

Wald- und Wiesenlauf, dafür ist der<br />

Divide ideal, aber man kann damit<br />

genauso in die Berge, dafür ist er<br />

ebenso konzipiert“, erklärt Arne<br />

Tinnemeyer. Zielgruppe? Trail-Einsteiger,<br />

„die vielleicht erst einmal<br />

den kleinen Hügel vor der Haustür<br />

ins Visier nehmen“, und solche, „die<br />

direkt mit dem Traillauf beginnen<br />

wollen, ohne erst lange wo hinzufahren.“<br />

Auch der Brooks-Schuh<br />

hat eine ähnliche Dämpfung wie<br />

Brooks-Straßenschuhe und die Sohle<br />

ist „hybrid“ ausgelegt: „Bei<br />

Trail-Wettkampfschuhen ist die<br />

Sohle wirklich für Up- und Downhill<br />

konzipiert – hier haben wir<br />

auch Sicherheit und Halt im Gelände,<br />

man kann damit aber auch gut<br />

auf der Straße laufen.“ Und: Das<br />

Obermaterial ist nicht nur fester<br />

und noch strapazierbarer, es hält<br />

auch Feuchtigkeit länger stand als<br />

ein klassisches Obermaterial von<br />

Straßenschuhen, erklärt Tinnemeyer.<br />

„Es ist nicht wasserfest –<br />

dafür haben wir Gore-Tex-Varianten.<br />

Aber man kann damit über eine<br />

feuchte Wiese laufen, ohne dass die<br />

Feuchtigkeit gleich durchdringt.“<br />

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Top 6 Door to Trail<br />

BROOKS DIVIDE 4 M/W<br />

• für Läufer:innen gedacht, die Trails ein wenig ausprobieren möchten,<br />

aber noch nicht wirklich von der Straße auf Trails umgestiegen<br />

sind • überarbeitetes Mesh, das die Atmungsaktivität verbessert<br />

• TPU-Schmutzfang für zusätzlichen Schutz<br />

• DNA LOFT Dämpfung für soften, angenehmen Laufkomfort<br />

PREIS (UVP): € 110,– | brooksrunning.eu<br />

SALOMON Genesis<br />

• inspiriert vom S/LAB Genesis • robuster, stabiler und griffiger<br />

Schuh für Freizeitläufer:innen • mit Salomons Energy Foam-<br />

Zwischensohle und dem Active Chassis ausgestattet • in der Ferse<br />

bietet der Schuh eine einzigartige Kombination aus Komfort und<br />

Stabilität und schützt vor spitzen Steinen und vor dem Umknicken<br />

PREIS (UVP): € 150,– | www.salomon.com<br />

6RUN<br />

DYNAFIT Alpine Pro 2<br />

• Komfort, Stabilität und Schutz für jedes Terrain • Speedlite-<br />

Zwischensohle bietet eine hohe Dämpfung und absorbiert Stöße<br />

für dauerhaften Komfort • Pebax-Platte sorgt für Stabilität und<br />

Sicherheit auf anspruchsvollen Trails • Schnellschnürsystem<br />

• 240 g (w), 280 g (m) • Vibram® Megagrip Sohle für Top-Grip<br />

PREIS (UVP): € 180,– | www.dynafit.com<br />

ON Cloudsurfer Trail<br />

• CloudTec Phase®-Zwischensohle für geschmeidige Schritte<br />

• stoßdämpfender Helion-Foam mit weich gepolsterter Ferse<br />

• Missiongrip Gummi-Außensohle für Traktion und Stabilität<br />

• Obermaterial aus flexiblem, weichem Mesh • präzisionsgefertigt<br />

mit Finite-Elemente-Analyse (FEA) • mit weniger TPU-Kunststoff<br />

PREIS (UVP): € 169,95| www.on.com<br />

ASICS Gel Trabuco 12<br />

Asicsgrip-Technologie bietet hohen Grip ohne Kompromisse<br />

bei der Haltbarkeit • FF Blast-Zwischensohle sorgt für ein<br />

Leichtgewicht und einen energiegeladenen Lauf • Schutz platte<br />

aus EVA schützt vor scharfen Steinen • zusätzliche elastische<br />

Spitzenschlaufe hält Schnürsenkel an Ort und Stelle<br />

PREIS (UVP): € 160,– | www.asics.com<br />

MIZUNO Wave Rider GTX<br />

• Mizuno Enerzy Foam in der gesamten Zwischensohle bietet<br />

Dämpfung und Energierückgabe • die Wave Plate bietet nicht nur<br />

Dämpfung und Stabilität, sondern unterstützt auch den Vorwärtsdrang<br />

und die Abrollbewegung • Gore-Tex Invisible Fit verbindet<br />

umfassenden Schutz mit einer optimalen Passform und natürlichem<br />

Tragekomfort • Wgrip-Gummi bietet eine bessere Griffigkeit<br />

PREIS (UVP): € 175,–| emea.mizuno.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

059


PRODUKT Short Trail<br />

Trails.“ Typische Merkmale solcher<br />

Schuhe, die Schober aufzählt: „eine<br />

aggressive, griffige Außensohle mit<br />

tiefem Profil für optimale Traktion,<br />

ein leichtes und abriebfestes Obermaterial<br />

sowie ein geringes Gewicht,<br />

um Schnelligkeit und Agilität<br />

zu fördern. Einige Modelle verfügen<br />

auch über eine Carbon- oder<br />

TPU-Platte – der Scott Supertrac<br />

Speed jedoch nicht.“<br />

In der Kürze ...<br />

Wer leichtfüßig und schnell auf den Trails unterwegs<br />

sein will – und auch die körperlichen Voraussetzungen<br />

dafür mitbringt: Der wird hier fündig. von Christof Domenig<br />

E<br />

hrlicherweise ist es nicht<br />

ganz einfach, bei „kurzen“<br />

Traildistanzen von einer<br />

einzigen Kategorie zu<br />

sprechen, wie wir es hier der Einfachheit<br />

halber tun: So gibt es die<br />

Verticals, steile reine Bergaufrennen<br />

mit vielen Höhenmetern auf<br />

tatsächlich kurzen (horizontalen)<br />

Distanzen. Der Scott Supertrac<br />

Speed RC ist in der nebenstehenden<br />

Vorstellung so ein Schuh, der laut<br />

Alexander Schober von Scott beispielsweise<br />

perfekt für solche Einsätze<br />

passt. Bei Salomon versteht<br />

man „Short“ im Trail-Kontext als<br />

Gegenstück zu „Ultra“, erklärt Tobias<br />

Bogner – also: Alles bis Marathonlänge<br />

gilt als Short und bergauf<br />

wie bergab gehört dabei dazu. Ein<br />

Schuh wie der S/LAB Pulsar 3 ist<br />

hierfür ein prototypischer Vertreter.<br />

Im Vergleich zum Straßenlauf<br />

verschieben sich im Trailrunning so<br />

gesehen deutlich die Relationen.<br />

Und nur ein Satz noch zum „Schubladisieren“:<br />

Auch im Ultra-Trail<br />

sind 50 km und 160 km eigentlich<br />

„zwei Paar Schuhe“, gibt der Salomon-Experte<br />

zu bedenken ...<br />

Zu den uphillorientierten Modellen:<br />

Für welche Hobbyrunner<br />

passen solche Schuhe? „Sie sprechen<br />

ambitionierte Hobbyläufer an,<br />

die gern schnelle, intensive Läufe<br />

in technischem Gelände absolvieren“,<br />

sagt Scott-Experte Schober.<br />

„Schuhe wie der Scott Supertrac<br />

Speed RC eignen sich für kurze,<br />

steile Anstiege, also ‚Verticals‘, sowie<br />

für Wettkämpfe und Trainingseinheiten<br />

auf anspruchsvollen,<br />

steilen Trails. Weniger für lange,<br />

gemütliche Läufe auf sanften<br />

FOTO: Scott Sports<br />

Von Athleten für Athleten<br />

Leicht – das trifft auch beim Salomon<br />

S/LAB Pulsar 3 den Nagel auf<br />

den Kopf, wiegt der Schuh doch<br />

kaum mehr als 200 Gramm. „Wie<br />

alle S/LAB-Modelle ist er mit Salomon-Athleten<br />

gemeinsam entwickelt<br />

und für Wettkampfeinsätze<br />

gemacht, das Obermaterial deshalb<br />

auf ein Minimum reduziert“, erklärt<br />

Tobias Bogner. In der Mittelsohle<br />

finden sich zwei unterschiedliche<br />

Schäume, ein härterer im Vorfußbereich,<br />

um uphill mit ordentlich<br />

Druck Grip und Vortrieb zu<br />

generieren. Im hinteren Bereich ist<br />

der Schaum weicher, für Support<br />

bei schnellen Downhills, so Bogner.<br />

Beim Vorgängermodell gab es<br />

noch eine Soft- und Hardground-Variante<br />

– beim aktuellen nicht: Die<br />

4,5 mm Stollen geben auf jedem Natur-Untergrund<br />

Grip, verspricht Salomon.<br />

Welche Hobbyathleten können<br />

so einen Schuh ins Auge fassen?<br />

„Der S/LAB Pulsar 3 ist auf jeden<br />

Fall für ambitionierte Läufer,<br />

die sich beispielsweise in einem<br />

„Golden Trail National Series“-Rennen<br />

ausprobieren und ihre Grenzen<br />

austesten wollen“, sagt Bogner. Die<br />

bekommen dasselbe Material wie<br />

Profis an die Füße. Einsteiger, Komfortorientierte<br />

und alle, die mit einem<br />

einzigen universellen Schuh<br />

die Saison durchlaufen wollen, werden<br />

in einer unserer zwei anderen<br />

Kategorien besser bedient.<br />

060


Top 6 Short Trail<br />

SCOTT Supertrac Speed RC<br />

• speziell entwickelt für steile, schnelle Rennen und Trainings<br />

• beste Traktion durch ausgeprägte Stollen AeroFoam+ für maximalen<br />

Vortrieb • eRide-Zwischensohle für optimierte Laufeffizienz<br />

• schützendes und widerstandsfähiges Obermaterial aus Cordura-Mesh<br />

• Zehenschutz • Gewicht: 215 g • Ferse: 18 mm,<br />

Vorderfuß: 15 mm, Sprengung: 3 mm<br />

PREIS (UVP): € 149,95 | www.scott-sports.com<br />

MIZUNO Wave Daichi 8<br />

• vielseitiger Trailrunningschuh für alle Untergründe und Distanzen<br />

• rutschfeste Vibram-Sohle für hervorragenden Grip • Mizuno<br />

Enerzy in der gesamten Zwischensohle für hervorragende Dämpfung<br />

und Energierückgabe • Mizuno Foam Wave verbessert die<br />

Stabilität, ohne die Dämpfung zu beeinträchtigen<br />

PREIS (UVP): € 150,– | www.mizuno.com<br />

6RUN<br />

ARC’TERYX Vertex Alpine<br />

• kombiniert die Robustheit und den Grip eines technischen<br />

Zustiegsschuhs mit der Flexibilität und Leichtigkeit eines Trailrunningschuhs<br />

• entstand in Zusammenarbeit mit dem Arc’teryx<br />

Kletter-Team • Vibram XS Flash 2 Außensohle und TPU-Platte<br />

an der Zehenkappe sorgen für Kantenstabilität und idealen Grip<br />

PREIS (UVP): € 220,– (GTX: € 250,–) | arcteryx.com<br />

HAGLÖFS L.I.M Intense Trail Low<br />

• mit 230 Gramm der bisher leichteste und atmungsaktivste Schuh<br />

von Haglöfs • die FF-Blast Zwischensohle verspricht in Kombination<br />

mit Verstärkungselementen den nötigen Schutz, angenehme<br />

Dämpfung und ein reaktionsfreudiges Laufgefühl • die superdünne,<br />

laminierte Materialkonstruktion hält Geröll fern und macht die<br />

Schuhe hochflexibel, atmungsaktiv und schnell trocknend<br />

PREIS (UVP): € 170,– | www.haglofs.com<br />

SALOMON S/LAB Pulsar 3<br />

ein Schuh, der auf kurzen und intensiven Trail-Rennen für Tempo<br />

sorgt • das Shaftdesign hüllt sich um den Fuß und sitzt wie ein<br />

Handschuh • Matryx-Mesh schmiegt sich an wie eine zweite<br />

Haut, bietet optimale Präszision und sicheren Halt • mit optimiertem<br />

Gummimaterial für dynamischen Grip und Trittfestigkeit<br />

PREIS (UVP): € 200,– | www.salomon.com<br />

LA SPORTIVA Bushido III<br />

Weiterentwicklung des Trailrunning-Klassikers • Sohle: FriXion®<br />

Red mit neuem Stollen-Design für noch mehr Grip • neue Konstruktion<br />

der Seitenteile für noch mehr Atmungsaktivität • Gewicht:<br />

300 g (m), 250 g (w) • Slip-on-Konstruktion für engen, aber<br />

komfortablen und sicheren Sitz • Wide-Fit-Versionen erhältlich<br />

PREIS (UVP): € 175,– | lasportiva.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

061


PRODUKT Ultra Trail<br />

Weiter, weiter<br />

Trailrunning ist nicht gleich Ultralaufen – aber die<br />

Extremdistanzen faszinieren zweifellos. Was Schuhe<br />

für Ultra Trails ausmacht. <br />

von Christof Domenig<br />

D<br />

er Abenteuerfaktor,<br />

wenn Trailrunner über<br />

viele Stunden bergauf<br />

und bergab in den Bergen<br />

unterwegs sind, mitunter ganze<br />

Gebirge umrunden, in dreistellige<br />

Kilometer- und fünfstellige Höhenmeterbereiche<br />

vordringen, in der<br />

Nacht mit Stirnlampe starten und<br />

nach einem ganzen Tag auf den Beinen<br />

im Dunklen wieder im Ziel ankommen:<br />

Der ist unbestritten groß.<br />

Ultra-Trailrunners’ Schuhe haben<br />

einige typische Merkmale, die Alexander<br />

Schober von Scott am Beispiel<br />

des Scott Kinabalu 3 so auf<br />

den Punkt bringt: „Charakteristisch<br />

ist eine stark gedämpfte Zwischensohle<br />

für hohen Komfort sowie eine<br />

robuste Außensohle mit vielseitigem<br />

Profil für verschiedene Untergründe.<br />

Ebenso ein widerstandsfähiges,<br />

atmungsaktives Obermaterial<br />

sowie ein stabiler Aufbau, der<br />

auch nach vielen Kilometern noch<br />

Halt bietet. Einige Modelle, so auch<br />

der Kinabalu 3, verfügen über eine<br />

Rocker-Technologie für ein effizienteres<br />

Abrollverhalten.“ Von Asics<br />

gehört der Trabuco Max in diese<br />

Kategorie – auch Anneke Maikranz<br />

betont hier den hohen Sohlenaufbau<br />

und die „dicke“ Dämpfung. „Zugleich<br />

fühlt der Schuh sich relativ<br />

leicht an, was auf den langen Distanzen<br />

auch wichtig ist: nicht am<br />

Ende das Gefühl eines Klotzes am<br />

Bein zu haben.“<br />

FOTO: Asics<br />

Schmale oder breite Zielgruppe?<br />

Nicht jeder freilich hat das Zeug<br />

dazu, Extremdistanzen zurückzulegen.<br />

Ginge es danach, wäre die Zielgruppe<br />

solcher Schuhe überschaubar.<br />

Vom Straßenlauf weiß man andererseits,<br />

dass maximal gedämpfte<br />

Schuhe sogar eine sehr breite<br />

Zielgruppe ansprechen: Vom Profi<br />

beim Grundlagentraining bis zum<br />

komfortorientierten Genussläufer<br />

und sogar Einsteiger sind maximal<br />

gedämpfte Straßenlaufschuhe eine<br />

ebenso beliebte wie passende Wahl.<br />

Bei den stark gedämpften<br />

Ultra- Trailschuhen gilt das mit Einschränkung,<br />

erklärt Asics-Expertin<br />

Maikranz: „Der Trabuco Max ist<br />

zwar tatsächlich ein Schuh, der<br />

auch auf kürzeren Distanzen super<br />

funktioniert, die maximale Dämpfung<br />

ist auch auf 10, 20 Kilometern<br />

angenehm. Durch den sehr hohen<br />

Sohlenaufbau kann es jedoch sein,<br />

dass man sich als Einsteiger damit<br />

etwas unwohl fühlt.“ Im unebenen<br />

Geläuf ist eben deutlich mehr (muskuläre)<br />

Ausgleichsarbeit gefragt<br />

als auf der Straße, was einen entsprechenden<br />

körperlichen Zustand<br />

voraussetzt. Ein bodennäherer<br />

Stand könnte hier für weniger gut<br />

Trainierte von Vorteil sein.<br />

Für den Scott-Experten Alexander<br />

Schober lassen sich wichtige<br />

Erkenntnisse von den Straßenschuhen<br />

– was Dämpfung, breite Auftrittsflächen<br />

oder Rockerform betrifft<br />

– durchaus auf die Trails<br />

übertragen: „Komfort und Effizienz<br />

sind auch im Trailbereich wichtig.<br />

Jedoch müssen Trailschuhe auch<br />

mit unebenem Gelände, Schlamm<br />

und Felsen umgehen können. Daher<br />

benötigen sie oft mehr Profil, seitlichen<br />

Halt und eine robustere Konstruktion.“<br />

Zum Stichwort robust –<br />

wie lange halten eigentlich Trailrunningschuhe?<br />

Hier kommt es<br />

stark auf den tatsächlichen Gebrauch<br />

an, sagt Anneke Maikranz –<br />

zwischen Wald und Wiese oder<br />

Geröllfeld ist die Belastung fürs<br />

Material logischerweise sehr unterschiedlich.<br />

Als Richtwert werden<br />

bei Asics jedoch 800 Kilometer<br />

angegeben.<br />

062


Top 6 Ultra Trail<br />

LA SPORTIVA Prodigio<br />

• Obermaterial: atmungsaktives, leichtes HT-Mesh • Innenfutter:<br />

abriebfestes Mesh aus recycelten Materialien • Zwischensohle:<br />

XFlow: 18 % leichter, 15 % mehr Dämpfung, 18,5 % mehr Rebound<br />

– im Vergleich zu gängigen EVA-Materialien • Gewicht:<br />

270 g (m), 230 g (w) • Wrapping-System umschließt den Fuß<br />

komfortabel eng und garantiert maximalen Schutz und Stabilität<br />

PREIS (UVP): € 160,– | lasportiva.com<br />

ASICS Trabuco Max 3<br />

• vereint maximalen Schutz mit ultimativem Komfort für sicheren<br />

Tritt im Gelände • der FF Blast Plus-Foam sorgt für ultrakomfortable<br />

Landungen • die Asicsgrip-Außensohle bietet enormen Grip<br />

bei jedem Wetter • sein höheres Mittelsohlendesign ermöglicht<br />

noch mehr Laufkomfort<br />

PREIS (UVP): € 180,– | www.asics.com<br />

6RUN<br />

VIKING Anaconda Trail 2 Low GTX BOA<br />

• hergestellt aus recycelten Materialien • enorm stoßdämpfendes<br />

EVA-Material • gripstark dank Vikings UGC (Ultimate Grip<br />

Concept )-Sohle • ergonomische Passform • BOA-Fit-System<br />

und wasserdichte GoreTex-Membran<br />

PREIS (UVP): € 230,– | www.vikingfootwear.com<br />

NNORMAL Tomir 2.0<br />

• Schuh für alles, vom sanften Trailrunning bis zu technisch anspruchsvolleren<br />

Strecken • überragender Tragekomfort und Halt,<br />

angepasst an dynamische Bewegungen beim Trailrun • atmungsaktive<br />

und wasserfeste Technologie • außergewöhnlicher Grip und<br />

Stabilität auf rutschigem oder unwegsamem Untergrund<br />

PREIS (UVP): € 160,– | www.nnormal.com<br />

SCOTT Kinabalu 3<br />

• angenehmes Laufgefühl und Dämpfung durch Scott Kinetic<br />

Foam • Versatile Traktion Außensohle • weiterentwickelte<br />

Rocker-Technologie für noch effizienteres Laufen über lange<br />

Distanzen • Obermaterial aus Ripstop-Mesh • Gewicht: 300 g<br />

• Fersenhöhe 29,5 mm; Sprengung: 7 mm<br />

PREIS (UVP): € 149,95 | www.scott-sports.com<br />

SALOMON S/LAB Genesis<br />

• das erhöhte Sohlenprofil mit einem einzigartigen, zweiteiligen<br />

Stollenprofil gibt auf jedem Untergrund Halt • für besonderen<br />

Langstreckenkomfort wurde ein Profeel-Film in der Zwischensohle<br />

integriert, der felsige und scharfe Oberflächen filtert • eine kurze,<br />

den Knöchel angenehm umschließende Gamasche verhindert das<br />

Eindringen von kleinen Steinen und Schmutz<br />

PREIS (UVP): € 200,– | www.salomon.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

063


TOURISMUS<br />

Trailrunning<br />

Trail-<br />

Laufschule<br />

Trailrunning findet immer mehr Anhänger.<br />

Wer sich laufend sicher auf Naturwegen<br />

bewegen möchte, sollte aber auch der<br />

Lauftechnik einige Gedanken widmen.<br />

von Christof Domenig<br />

064


RUN<br />

TRAILZAUBER.<br />

Bei Könnern schaut es einfach<br />

aus – neben Kondition braucht<br />

es aber auch ein paar technische<br />

Grundlagen. Hier im Pillerseetal<br />

unterwegs Markus Reich, einer<br />

der Experten dieser Geschichte.<br />

FOTO: TVB PillerseeTal/Daniel Gollner<br />

L<br />

aufen ist intuitiv, zumindest<br />

wenn man es<br />

nicht auf Bestzeiten<br />

abgesehen hat. Und<br />

auch wenn manche<br />

den folgenden Satz<br />

nicht unterschreiben werden – aber<br />

als Straßen-Freizeitläufer muss<br />

man sich über seine Lauftechnik<br />

nicht allzu viele Gedanken machen.<br />

Anders schaut es jedoch beim Trailrunning<br />

aus, das in der jüngsten<br />

Zeit immer mehr als abwechslungsreichere<br />

Alternative zum Straßenlauf<br />

mit deutlich höherem Naturfaktor<br />

entdecken – oder aber, von<br />

der anderen Seite her, als beschleunigte,<br />

modernere Alternative<br />

zum Wandern in den Bergen. Wer<br />

mit Laufschuhen auf Naturtrails<br />

und Wanderwegen unterwegs sein<br />

will, für den lohnt es sich absolut,<br />

sich ein paar Gedanken über die<br />

Lauftechnik zu machen. „Je ökonomischer,<br />

je kraftsparender man<br />

arbeitet, umso mehr Spaß hat man<br />

und umso länger kann man die<br />

Natur genießen“, sagt dazu Sibylle<br />

Schild, Top-Trailläuferin aus dem<br />

Salzburger Gasteinertal. „Hat man<br />

die Technik dagegen nicht, wird es<br />

am Berg schnell mühsam.“ Trail-<br />

Lauftechnik ist vor allem aber auch<br />

sicherheitsrelevant. „Am Berg sind<br />

häufig feuchte Stellen oder du<br />

kommst in den Regen – und wenn<br />

du dann bei Steinen und Wurzeln<br />

nicht eine gewisse Lauftechnik<br />

hast, wird es schnell rutschig und<br />

gefährlich.“<br />

Für Sibylle Schild gehört zum<br />

guten, sicheren Traillaufen zunächst<br />

auch die Schuhwahl mitbedacht:<br />

Die Zehenbox soll groß<br />

genug sein und zugleich die Schnürung<br />

im Bereich Vorfuß und Rist<br />

gut passen – sonst rutscht man<br />

beim Bergablaufen nach vor und<br />

damit sind blaue Zehen vorprogrammiert.<br />

Zudem ist ein fester<br />

Sitz im Fersenbereich essenziell,<br />

sagt Schild, um die Stabilität im<br />

Schuh zu erhöhen. Dadurch verringert<br />

sich die Gefahr des Um-<br />

065


TOURISMUS<br />

Trailrunning<br />

FOTO: Gasteinertal Tourismus/Marktl Photography<br />

knickens auf unebenem Boden. Da<br />

jeder Fuß anders ist, gilt es, zu probieren<br />

und Beratung im Sportfachhandel<br />

in Anspruch zu nehmen, um<br />

seinen passenden Schuh zu finden.<br />

Allgemeine Tipps<br />

Klaus Gösweiner aus der steirischen<br />

Region Schladming-Dachstein<br />

hat in seiner Karriere legendäre<br />

Trailruns wie den GGUT<br />

(Großglockner Ultra-Trail) gewonnen<br />

und gibt nun in Trail-<br />

Camps sein Wissen und seine Erfahrung<br />

weiter. Für ihn ist der<br />

wichtigste Punkt für Spaß auf den<br />

Trails die Vorfußlauftechnik. Und<br />

damit verbunden: genügend Zeit,<br />

die man sich und seinem Körper<br />

gibt. „Wir machen in den Camps<br />

Übungen auf abschüssigen Wegen<br />

und lassen die Teilnehmer probieren,<br />

nur am Vorfuß runterzulaufen.<br />

Denn im Gelände kann man sich<br />

nur sicher bewegen, wenn man mit<br />

dem Vorfuß hinsteigt. Am Ende des<br />

Tages kommt man dabei drauf, dass<br />

es so zwar besser geht – aber man<br />

auch eine ganz andere Muskulatur<br />

dafür braucht.“ Also: Nicht zu viel<br />

vornehmen, langsam, Schritt für<br />

Schritt steigern.<br />

Markus Reich aus dem Tiroler<br />

Pillerseetal ist unser dritter Experte<br />

im Bunde – seine allgemeinen<br />

Tipps, um im Trailrunning weiterzukommen,<br />

betreffen ebenfalls die<br />

Muskulatur: „Slacklinen hilft<br />

enorm, um die tiefliegende Muskulatur<br />

aufzubauen. Eine stabile<br />

Rumpfmuskulatur bergauf wie<br />

bergab ist sehr nützlich, ein paar<br />

Minuten Planken am Tag hilft da<br />

schon. Was ich selber auch mache:<br />

barfuß oder mit speziellen Socken,<br />

die unten einen Schutz haben, im<br />

Gelände unterwegs zu sein, um die<br />

Fußmuskulatur zu stärken.“<br />

Bergauf-Lauftechnik<br />

Trailrunning bergauf, zumindest ab<br />

einer gewissen Steilheit, bedeutet<br />

auch bei Könnern oft Gehen. Eine<br />

Message, die alle unsere Experten<br />

weitergeben: „Nur Topeliteläufer<br />

laufen wirklich steile Passagen<br />

bergauf, oft ist es effizienter zu<br />

gehen, der Puls bleibt niedriger und<br />

man ist nur unmerklich langsamer<br />

– wenn man es gut kann“, rät Sibylle<br />

Schild. Leichte Vorlage ist normal,<br />

zu intensiv sollte diese allerdings<br />

nicht sein – Rückenmuskeltraining<br />

hilft hier. „Wird es richtig<br />

Eine Grundregel: bergab nicht mit<br />

der Ferse hinsteigen. Dann läuft es<br />

irgendwann so locker wie bei der<br />

Läuferin im Gasteinertal.<br />

steil, gibt es zwei Varianten: erstens<br />

sich mit den Händen auf den<br />

Oberschenkeln abstützen. Oder<br />

man verwendet Stöcke.“<br />

Ähnlich äußert sich Klaus Gösweiner<br />

zum Bergaufthema – auch<br />

die Profis, zumindest im Ultrabereich,<br />

gehen im Steilen, betont<br />

auch er. Man dürfe auch nicht den<br />

Fehler machen, zu glauben, als Einsteiger<br />

gleich mehrere Hundert<br />

oder gar 1000 Höhenmeter bergauf<br />

durchlaufen zu können. Und: „Nicht<br />

am letzten Zacken oben ankommen,<br />

es braucht immer genügend Reserven<br />

zum Runterkommen.“<br />

Stöcke? „Ich habe es am eigenen<br />

Leib verspürt, wie viel diese<br />

bringen“, sagt Gösweiner. Welche<br />

Technik wendet man dabei an? Das<br />

ist jedenfalls situationsabhängig<br />

und Pauschalaussagen sind schwierig,<br />

betonen unsere Experten. „Eine<br />

echte Diagonaltechnik wie im Langlauf<br />

ist bergauf kaum einmal möglich“,<br />

sagt der Steirer Gösweiner,<br />

der in der Jugend nordischer<br />

066


RUN<br />

Leistungssportler war – er empfiehlt<br />

eine Mischung aus der<br />

Diagonaltechnik, wobei es aber<br />

nicht aufs exakte Einhalten der<br />

Schrittfolge ankomme, sowie gelegentlicher<br />

Doppelstock-Technik.<br />

Sibylle Schild verweist auf eine<br />

leicht versetzte Doppelstock-<br />

Technik als weitere Option – und<br />

darauf, dass selbst unter Profi-<br />

Trailrunnern keine einheitliche<br />

„Stocktechnikschule“ existiert.<br />

Ein paar weitere Hinweise hat<br />

Markus Reich für die Aufwärts-<br />

Höhenmeter. Erstens – Laufen und<br />

Gehen braucht bergauf eine andere<br />

Muskulatur. Er empfiehlt, ab 30<br />

Prozent Steigung zu gehen, und<br />

wichtig: Zwischen Gehen und Laufen<br />

immer wieder zu wechseln, um<br />

beides zu trainieren. Er selbst achtet<br />

darauf, bergauf den Atemrhythmus<br />

an den Schrittrhythmus anzupassen,<br />

dabei eine Zeit lang „nach<br />

innen“ auf den Atem zu hören und<br />

dann wieder auf Geräusche von<br />

außen, „die Kuhglocken, den rauschenden<br />

Bach“. Um so bergauf in<br />

einen Flow zu kommen. Dagegen<br />

soll man nicht zu viel auf die sich<br />

auftürmende Steigung, und auch<br />

nicht auf die Pulsuhr schauen.<br />

Bergab-Lauftechnik<br />

„Bergab ist es in meinen Augen die<br />

Kunst“, sagt Sibylle Schild, „kleinschrittig<br />

und mit einer dezenten<br />

Vorlage des Körpers nicht auf der<br />

Ferse zu landen. Sonst ist die Gefahr<br />

des Ausrutschens groß. Ist der<br />

Körperschwerpunkt zu weit hinten,<br />

lande ich jedoch automatisch auf<br />

der Ferse.“ Zugleich dürfe aber<br />

auch die Vorlage nicht zu groß sein,<br />

weil man damit das Tempo beschleunigen<br />

würde.<br />

Markus Reich lässt bei seinen<br />

Camps die Teilnehmer diese Übung<br />

machen: „Auf einer Kuppe sich einfach<br />

mal nach vorne fallen lassen,<br />

bis es nicht mehr geht, und dann<br />

erst zu laufen anfangen. Meist ist<br />

bergab nämlich der Hintern zu weit<br />

hinten und damit der Schwerpunkt.<br />

Wichtig ist auch: kleine Schritte in<br />

DIE EXPERTEN<br />

Sibylle Schild<br />

ist erfolgreiche Trailrunnerin und<br />

Physiotherapeutin, in ihrer Salzburger<br />

Heimat Gasteinertal für die adidas<br />

Infinite Trails verantwortlich.<br />

www.gastein.com<br />

Klaus Gösweiner<br />

Bis vor wenigen Jahren Spitzen-Trailrunneraus<br />

der steirischen Region<br />

Schladming-Dachstein, mehrfacher<br />

Sieger von Ultratrailläufen wie dem<br />

GGUT (Großglockner Ultra-Trail).<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

Markus „Meex“ Reich<br />

Erst Heavy Metal-Gitarrist, dann<br />

„spätberufener“ starker Straßenläufer<br />

(u. a. bester Österreicher beim<br />

Linz-Marathon), schließlich Ultratrailrunner<br />

aus dem Tiroler PillerseeTal.<br />

www.pillerseetal.at<br />

Verbindung mit leichter Vorlage.<br />

Das klingt leichter, als es ist, und<br />

muss man immer wieder üben.“<br />

Eine Übungs- und letztlich auch<br />

Mutsache, sagt Klaus Gösweiner,<br />

ist es auch, den Blick vorausschweifen<br />

zu lassen, vorausschauend<br />

zu laufen statt auf die<br />

eigenen Füße zu schauen. „Wie ein<br />

Scanner“ die vorausliegende Strecke<br />

im Blick zu haben, rät auch Sibylle<br />

Schild. Wird es zu schnell,<br />

könne man zum Beispiel große, stabile<br />

Steine nutzen, um dort draufzutreten<br />

und Tempo rauszunehmen.<br />

Geländeabhängig könne man auch<br />

seitlich aus dem Trail raussteigen,<br />

dort Energie durch einen Sprung in<br />

die Vertikale wegnehmen, so Reich.<br />

All das, betont auch Klaus Gösweiner,<br />

könne man sich nur durch<br />

viel Üben aneignen. Es gilt wie<br />

stets, mit einfachen Aufgaben zu<br />

beginnen und sich langsam an<br />

schwierigere heranzutasten. Versuche<br />

mit etwas höherem Tempo<br />

unbedingt im einfachen Gelände bei<br />

festem Untergund starten – Sicherheit<br />

geht immer vor! Dabei aufs<br />

eigene Gefühl hören, wo man sich<br />

noch wohlfühlt und wo nicht mehr.<br />

Noch eines: Die Stöcke werden<br />

nicht umsonst auch vom Gros der<br />

Profis vorm Downhill weggepackt.<br />

Lernen von Profis<br />

Der beste Ort, sich Trail-Lauftechnik<br />

in der Praxis anzueignen,<br />

ist in einem der Trailrunning-<br />

Camps mit professioneller und<br />

kompetenter Anleitung, wie es sie<br />

mittlerweile in vielen Urlaubsregionen<br />

(unsere „Top 20 Trailrunning-Regionen“<br />

findet ihr im Anschluss)<br />

gibt. Der Profiblick von<br />

außen hilft extrem, Ratschläge können<br />

dort maßgeschnei dert werden.<br />

„Die Community kommt in einem<br />

Camp immer dazu und ist ein ganz<br />

wichtiger Faktor“, betont Sibylle<br />

Schild. „Die Gemeinschaft, aufeinander<br />

Rücksicht nehmen, miteinander<br />

lernen und der Spaßfaktor<br />

in der Gruppe.“ „Ultra“ sind im<br />

Trailrunning bekanntlich nicht nur<br />

oftmals die Distanzen – auch der<br />

Gemeinschaftssinn ist riesig.<br />

Weiß man ein paar Grundlagen, macht es viel mehr Spaß: unterwegs am King Dachstein Trail in<br />

Ramsau unterm Stoderzinken in der Region Schladming-Dachstein.<br />

FOTO: The Adventure Bakery/Philipp Reiter<br />

067


TOURISMUS<br />

Trailrunning<br />

Trailrunning Routen<br />

TIROL<br />

KAT100 Speed Trail<br />

Der Speed Trail im PillerseeTal vereint<br />

Geschwindigkeit und Genuss<br />

zugleich. Bergseen, Wälder und<br />

rasante Downhills warten am Fieberbrunner<br />

Hausberg. Von anspruchsvollen<br />

Gipfeln bis zu gemütlichen<br />

Waldläufen – hier finden Läufer aller<br />

Niveaus perfektes Terrain.<br />

24 km 1640 hm<br />

www.pillerseetal.at<br />

Stubai K15 Sunnenseit’n-Trail<br />

Der Trail rund um das Dorfzentrum<br />

von Neustift ist eine attraktive Strecke,<br />

die großteils auf der Sonnenseite<br />

des Tals verläuft und auch für<br />

Trail-Neulinge sehr spannend sein<br />

kann. Besonderes Highlight ist die<br />

110 Meter lange Hängebrücke, die<br />

am Weg überquert wird.<br />

15 km 700 hm<br />

www.stubai.at<br />

FOTO: Laufarena Warmbad Villach/Hofmann<br />

Pölventrail<br />

Der Start des Trails in der Region<br />

Wilder Kaiser ist in Söll, danach<br />

geht’s auf wurzeligen Trails und gut<br />

24 Kilometern sowie 1200 Höhenmetern<br />

einmal um den „Hausberg“.<br />

Die Strecke ist übrigens auch eine<br />

von drei Wettkampfstrecken bei der<br />

18. Tour de Tirol (4.–6. Oktober).<br />

24 km 1200 hm<br />

www.wilderkaiser.info<br />

3-Gipfel-Runde Zillertal<br />

Die einzigartige Runde über einen<br />

langen Bergrücken mit Startpunkt in<br />

Hochfügen im Zillertal ist ein absolutes<br />

Highlight für ambitionierte<br />

Läufer. Drei Gipfeln auf einer Tour<br />

versprechen ein unvergessliches Erlebnis<br />

und testen deine Grenzen.<br />

17,9 km 1194 hm<br />

www.best-of-zillertal.at<br />

SALZBURG<br />

Poserhöhe Trail Gastein<br />

Der Poserhöhe Trail gehört zu den<br />

permanent markierten Trailrunning-Strecken<br />

im Gasteinertal und<br />

bietet viel Abwechslung – von gemütlich<br />

über steile Anstiege bis hin<br />

zum imposanten Wasserfallweg.<br />

Gestartet wird direkt im historischen<br />

Ortszentrum von Bad Gastein.<br />

11,5 km 720 hm<br />

www.gastein.com<br />

Auf Naturwegen lässt sich von Warmbad Villach aus hervorragend<br />

laufend die Natur erkunden.<br />

Hochkönigman Speed Trail<br />

Eine tolle Traillaufrunde in Maria<br />

Alm, die aber nicht unterschätzt<br />

werden sollte. Die Runde führt über<br />

Asphalt, Schotter und tolle Single<br />

Trails und zeichnet sich dadurch als<br />

sehr abwechslungsreiche Traillaufrunde<br />

aus. Ausgangspunkt: der<br />

Parkplatz bei der Natrunbahn.<br />

21,67 km 1280 hm<br />

www.hochkoenig.at<br />

Super 7 Gipfeltour<br />

Die Obertauern-Trailrunningroute<br />

11a ist eine Runde für ausdauernde<br />

Gipfelsammler: 7 Gipfel zwischen<br />

2160 und 2411 m gilt es am Weg zu<br />

erklimmen. Der Ausgangspunkt in<br />

Obertauern liegt auf 1740 m. Bitte<br />

nur gut ausgerüstet und mit alpiner<br />

Erfahrung in Angriff nehmen!<br />

27,7 km 2480 hm<br />

www.obertauern.com<br />

Lochalm Aussichts-Trail<br />

Startpunkt ist die Bergstation der<br />

Asitz- oder Steinbergbahn. Der Trail<br />

führt auf einem Schotterweg Richtung<br />

Geierkogel. Von dort aus läuft<br />

man auf dem Grat und zweigt dann<br />

zur Lochalm ab. Der Rückweg erfolgt<br />

immer leicht bergauf auf offenen<br />

Forststraßen. Am Ende der<br />

Runde kommt man am Gipfel des<br />

Großen Asitz und am Kleinen Asitz<br />

bei einem Speicherteich vorbei.<br />

12,1 km 553 hm<br />

www.saalfelden-leogang.com<br />

KÄRNTEN<br />

Rauchkofel Trail<br />

Der Start erfolgt bei der Unteren<br />

Valentinalm nahe dem Plöckenpass.<br />

Zum Heidenstein, weiter unter die<br />

Felswände der Kellerwand zum Valentintörl.<br />

Entlang des Karnischen<br />

Höhenwegs KHW 403, Aufstieg<br />

zum Rauchkofel. Am Rückweg zur<br />

Wolayersee-Hütte, Sprung in den<br />

See und back home.<br />

15,1 km 1567 hm<br />

www.nassfeld.at<br />

Tscheltschnigkogel Trail<br />

Das Areal im Warmbad-Villach ist<br />

das Lauf- und Trailrunningmekka in<br />

Villach. Diese Strecke führt entlang<br />

des Maibachls zum Tscheltschnigkogel<br />

und zurück zum Kurpark. Am<br />

Gipfel genießt man den herrlichen<br />

Blick auf Villach. Im Ziel: einkehren<br />

bei der berühmten Warmbad Konditorei!<br />

4,8 km 200 hm<br />

www.visitvillach.at<br />

Kitzelberg Slow Trail<br />

Oberliga-Ausblick auf den Klopeiner<br />

See! Am besten gleich in der<br />

Früh rein in die Laufschuhe. Vom<br />

Westufer des Klopeiner Sees zum<br />

Kleinsee durch den Wald zur Aussichtsplattform<br />

Kitzelberg auf 686<br />

m Seehöhe. In Summe machbare<br />

3,5 km mit „nur“ 230 Höhenmetern.<br />

Eines der beliebtesten Fotomotive<br />

in Kärnten!<br />

3,5 km 230 hm<br />

www.suedkaernten.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Donausteig Trail-Challenge<br />

Die Strecke zwischen Wesenufer<br />

und Lembach bietet zahlreiche<br />

Highlights wie das Hochplateau<br />

Hundsfülling, Schloss Marsbach,<br />

Burgruine Haichenbach auf dem<br />

Höhenrücken der Schlögener<br />

Schlinge als Fotospot. Sie ist auch<br />

Teil der buchbaren Donausteig<br />

Trail-Challenge, die vier Tage durch<br />

die Region führt.<br />

35 km 1238 hm<br />

www.oberoesterreich.at<br />

068


Routenübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Mostviertel Tourismsu/Gerald Demolsky<br />

Die Große<br />

Ötscher-Runde<br />

ist eine Challenge<br />

für erfahrene<br />

Trailrunner und<br />

belohnt mit einem<br />

Traum-Ausblick.<br />

Mondsee – Irrsee Trail<br />

Direkt in Mondsee am Wasser startet<br />

der Trail, welcher über den aussichtsreichen<br />

Kolomansberg und<br />

anschließend abwechslungsreich bis<br />

runter an denn Irrsee führt. Am<br />

Wasser des Irrsees entlang läuft<br />

man gemütlich die letzten Kilometer<br />

aus, bevor es mit dem Bus zurück<br />

geht.<br />

18,4 km 685 hm<br />

www.oberoesterreich.at<br />

Dult–Alpengarten Rannach<br />

Von der Dult in der Region Graz<br />

aus (Parkmöglichkeit am Ende der<br />

Dultstraße – oder Anreise von Graz<br />

mit dem Bus) führt diese kurze<br />

schöne Runde zum Alpengarten<br />

Rannach mit schönen Ausblicken<br />

auf das Grazer Bergland. Einkehrmöglichkeit<br />

beim Höchwirt und<br />

dann geht es retour zum Parkplatz.<br />

9,2 km 285 hm<br />

www.regiongraz.at<br />

ITALIEN<br />

Panoramarunde Naturns–<br />

Rabland<br />

Mit Start beim Rathaus Naturns<br />

verläuft der Trail bergauf und bergab<br />

an den wunderschönen Hängen<br />

des Sonnenberges entlang. Der<br />

Dursterhof bietet die Möglichkeit<br />

zu einer Stärkung und einem tollen<br />

Ausblick. Danach geht es wieder<br />

retour nach Naturns.<br />

15,95 km 802 hm<br />

www.merano-suedtirol.it/de<br />

KROATIEN<br />

„443“ – Magisches Istrien<br />

Diese Strecke ist ideal, um Istrien an<br />

einem halben Tag in all seinen Formen,<br />

Düften und Farben kennenzulernen.<br />

Start und Endpunkt befinden<br />

sich in Kanfanar. Von den Klippen<br />

in Lim, wo sich auch die interessante<br />

Romualdo-Höhle befindet,<br />

führt die Strecke weiter durch das<br />

Lim-Tal bis tief ins Innere Istriens.<br />

35 km 425 hm<br />

www.istria-trails.com<br />

STEIERMARK<br />

Hochwurzen Trail<br />

Der Hochwurzen Trail verläuft entlang<br />

der Wanderwege #60, #61 sowie<br />

#773 bis zum Gipfel auf der<br />

Hochwurzen. Der Trail ist für leicht<br />

fortgeschrittene Läufer geeignet,<br />

die Hochwurzenhütte am Gipfel<br />

bietet sich gut für eine Pause an.<br />

8,8 km 760 hm<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Große Ötscher-Runde<br />

Die Königsrunde in Lackenhof am<br />

Ötscher: zunächst durch den Wald<br />

und dann über den bekannten,<br />

technisch anspruchsvollen und<br />

teils ausgesetzen „Rauhen Kamm“<br />

zum Gipfel. Der flowige Downhill<br />

führt über das Ötscherschutzhaus<br />

und die Skipiste wieder zurück in<br />

den Ort.<br />

15,1 km 1110 hm<br />

www.mostviertel.at<br />

Piz Lad Trail<br />

Eine Strecke mit einem steilen Anstieg<br />

und flowigen Trails, mit einigen<br />

Gipfeln und traumhaften Blicken<br />

zum Reschensee sowie zur Ortlergruppe.<br />

Der Trail startet bei der<br />

Rescher Alm, führt über den Äußeren<br />

Nockenkopf zum Piz Lad,<br />

einem der schönsten Gipfel im<br />

Dreiländereck.<br />

15,3 km 1146 hm<br />

www.reschenpass.it<br />

BAYERN<br />

Himmelreich–Weißer Riegel–<br />

Osser<br />

Der Start der herrlichen Tour im<br />

Bayerischen Wald ist im Himmelreich.<br />

Dem Panaromaweg folgend<br />

gelangt man über anspruchsvolle<br />

steinige Trails zum Ossergipfel. Am<br />

flowigen und abwechslungsreichen<br />

Singeltrail kann man das gigantische<br />

Panorama des Lamer Winkels und<br />

des Böhmerwaldes bestaunen.<br />

11,21 km 649 hm<br />

www.bayerischer-wald.org<br />

069


ACHENSEELAUF<br />

FOTOS: Achensee Tourismus und Sportograf.com<br />

Auf zum Achenseelauf!<br />

Im Laufschritt am türkisblauem Wasser entlang und vor spektaktulärer Bergkulisse –<br />

der Int. Achenseelauf (7. und 8. September) zählt zu Österreichs schönsten Laufevents.<br />

D<br />

ie idyllische Landschaft<br />

in Tirols Sport<br />

& Vital Park am<br />

Achensee bildet die<br />

ideale Location für<br />

ein Top-Lauferlebnis. Die abwechslungsreiche<br />

Strecke des Hauptbewerbs<br />

führt über unterschiedliche<br />

Terrains (flache Wege und Steige<br />

entlang des Sees) sowie unterschiedliche<br />

Bodenbeschaffenheiten<br />

(Schotter, Asphalt, Waldwege), was<br />

für Abwechslung und eine<br />

einmalige Atmosphäre sorgt.<br />

Mit verschiedenen Distanzen<br />

– von der zehn Kilometer<br />

langen Strecke bis hin<br />

zum 23,2 Kilometer langen<br />

Hauptbewerb – ist für alle<br />

Leistungsniveaus etwas dabei. Der<br />

Nachwuchs kommt beim Kinderlauf<br />

ebenfalls auf seine Kosten.<br />

Abwechslungsreiche Wege und der große<br />

Genussfaktor zeichnen den Laufevent aus.<br />

Die Strecken<br />

23,2 Kilometer gilt es beim<br />

„großen“ Achenseelauf am<br />

Sonntag, dem 8. September<br />

zu bewältigen. Bezwingen<br />

kann man die Strecke allein<br />

oder auch zu zweit in Form eines<br />

Staffel laufs. Die längere der beiden<br />

Staffel-Teilstrecken (14 Kilometer)<br />

ist eine flache Schotter- bzw.<br />

Asphalt strecke, während bei der<br />

kürzeren Etappe (9,2 Kilometer)<br />

150 Höhenmeter auf einem anspruchsvollen<br />

Trail zu bewältigen<br />

sind. Laufspaß und Landschaftsgenuss<br />

warten dabei definitiv auf alle,<br />

die mitmachen. Und das gilt auch<br />

schon für den Samstag, den 7. September:<br />

Da finden der Fitnesslauf<br />

powered by gloryfy unbreakable<br />

eyewear über 10 Kilometer und der<br />

Kinderlauf über 0,4 bis 2,6 Kilometer<br />

statt.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.achenseelauf.at<br />

070


PANACEO<br />

ANZEIGE / FOTOS: Carsten Beier, Dynafit<br />

Auch Ultraläuferin<br />

Rosanna Buchauer<br />

setzt auf die<br />

Unterstützung von<br />

PANACEO.<br />

Isotonische Power im Sport<br />

Wie Sportgetränke die Leistung optimieren können, wer sie wirklich braucht und warum<br />

PANACEO bei seinen isotonischen Getränken auf natürliche Inhaltsstoffe setzt.<br />

In der Welt des Sports und<br />

der Fitness wird viel Wert<br />

auf die optimale Ernährung<br />

und Flüssigkeitszufuhr gelegt<br />

und speziell im Ausdauersport<br />

ist eine ideale Verpflegung<br />

entscheidend, um Bestleistungen<br />

zu erzielen. Isotonische Getränke<br />

spielen hierbei eine<br />

Schlüsselrolle, indem sie<br />

den Körper optimal mit den<br />

notwendigen Substanzen<br />

während intensiver Belastungen<br />

versorgen.<br />

Einnahme ja/nein?<br />

Für kürzere Ausdauereinheiten<br />

unter einer Stunde reicht Wasser<br />

oder stilles Mineralwasser oft aus,<br />

um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen.<br />

Eine Zufuhr von isotonischen<br />

Getränken ist hier nicht<br />

immer zwingend notwendig. Bei<br />

längeren und intensiveren Trainingseinheiten<br />

bzw. Wettkämpfen<br />

Besuche uns auf<br />

panaceo-sport.com<br />

jedoch ist die aufeinander abgestimmte<br />

Kombination von Kohlenhydraten<br />

und Mineralstoffen wie<br />

Natrium in Form von isotonischen<br />

Getränken allerdings wichtig, um<br />

Leistungseinbußen vorzubeugen<br />

und den Elektrolyt haushalt zu unterstützen.<br />

Zudem fördern<br />

sie die schnelle Flüssigkeitsaufnahme<br />

und helfen bei der<br />

Regeneration nach dem<br />

Training.<br />

Natürliche Power<br />

von PANACEO<br />

PANACEO setzt auf Reinheit und<br />

Natur, um qualitativ hochwertige<br />

isotonische Getränke anzubieten.<br />

Diese zeichnen sich vor allem<br />

durch die Verwendung von natürlichen<br />

Inhaltsstoffen aus, frei von<br />

unnötigen Zusatzstoffen und mit<br />

nicht zu hohem Zuckergehalt. Die<br />

einzigartige Formel basiert auf naturbelassenen<br />

Mineralien und Elek-<br />

trolyten, um eine optimale Unterstützung<br />

während intensiver sportlicher<br />

Aktivitäten zu gewährleisten.<br />

Rosanna Buchauer, Ultraläuferin<br />

mit Fokus auf Distanzen<br />

zwischen 50 und 120 km, setzt für<br />

Training und Wettkampf auf die<br />

Unterstützung von PANACEO. Die<br />

in Innsbruck ansässige Bayerin<br />

gestaltet ihr Training äußerst abwechslungsreich,<br />

egal ob beim Laufen,<br />

Radfahren oder Skifahren. Isotonische<br />

Getränke von PANACEO<br />

gehören dabei mittlerweile zu ihrer<br />

Routine.<br />

Vertraue auch du auf die bewährte<br />

Formel, um deine Ausdauer<br />

und Leistungsfähigkeit zu steigern.<br />

PANACEO Iso-Getränke sind ideal<br />

für Sportler, die das Beste aus sich<br />

herausholen wollen.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.panaceo-sport.com<br />

071


EVENTS Trailrunning Events<br />

072


RUN<br />

Mit dem Berg<br />

gegen die Zeit<br />

Trail- und Skyrunning boomt – nicht nur als Hobby, sondern<br />

auch als Wettkampfsport. Ein Versuch, der grenzenlosen<br />

laufenden Freiheit einen Namen zu geben. von Lukas Schnitzer<br />

MIT LAUFSCHUHEN<br />

ÜBER ALLE BERGE.<br />

Berglauf, Bergmarathon, Trail- oder<br />

Skyrun? Trailrunning ist, gerade<br />

auch was Wettkämpfe und<br />

Veranstaltungen betrifft, ein weit<br />

dehnbarer Begriff. Aber: Im breiten<br />

Angebot findet jeder Geschmack<br />

und Fitnesszustand seinen Platz.<br />

Im Bild: Der Stubai Ultratrail.<br />

FOTO: Stubai Ultra/Wisthaler<br />

L<br />

ost in „Trailslation“?<br />

Berglauf, Trailrun, Ultra<br />

& Co., dazu Skyrun und<br />

Vertical. So simpel der<br />

Sport (du, deine Laufschuhe,<br />

ein einsamer Pfad und die<br />

Natur), so kompliziert und unübersichtlich<br />

kann es bei modernen Trail-<br />

Wettkämpfen werden. Klassisch entspricht<br />

das Trailrunning wohl am<br />

ehesten den Bergmara thons, allerdings<br />

weitet sich das Angebot und<br />

somit auch das Streckenprofil auch<br />

im Trailrunning immer weiter aus.<br />

Was Distanzen, Format und Höhenmeter<br />

betrifft, sind die Läufe dem<br />

Mountainbike- oder Rennradsport<br />

ohne starre Grenzen näher als dem<br />

eher genormten Straßenlauf mit<br />

fixen Distanzen. Der Sport ist gerade<br />

im Aufschwung, vielfach haben Verbände<br />

und Veranstalter eigene Serien<br />

und Formate, wir wollen uns<br />

aber, ohne Anspruch auf Vollständigkeit,<br />

dennoch an einer kompakten<br />

Übersicht versuchen.<br />

Was erwartet mich also am Start<br />

und auf der Strecke der diversen<br />

Veranstaltungen? Im Trailrunning<br />

setzen Veranstalter meist auf sehr<br />

hohe Wanderweg-/Steig-Anteile, versuchen<br />

den Anteil an Asphalt oder<br />

Schotter-/Forststraßen anders als<br />

beim Bergmarathon möglichst gering<br />

zu halten. In den Veranstaltungskalendern<br />

finden sich Distanzen<br />

um die 20 Kilometer genauso wie<br />

„Marathon“-Distanzen um die 40 bis<br />

50 Kilometer. Alles darüber wird<br />

typischerweise als „Ultra“ bezeichnet.<br />

Die auf den Strecken zu erwartenden<br />

Höhenmeter variieren<br />

stark, hängen natürlich auch von der<br />

lokalen Topografie ab und bieten<br />

somit sowohl Einsteigern als auch<br />

Profis passende Rennen. Durch den<br />

Trend des Trailrunnings scheinen<br />

sich auch viele einstige Bergmarathons<br />

an den höheren Singletrail-Anteil<br />

anzupassen, respektive<br />

werden die Veranstal tungen umbenannt.<br />

Klassische Bergläufe –<br />

rund 10 Kilometer in gut laufbarem<br />

Gelände bergauf, Ziel am Berg – sind<br />

heute schon eher selten zu finden.<br />

Ungleich technischer, alpinistisch<br />

mit Klettereien bis in den<br />

zweiten Grad oder Klettersteigen<br />

anspruchvoller sowie in Summe<br />

steiler geht es auf den Skyruns zu.<br />

Bei deren kürzester Variante, dem<br />

Vertical, handelt es sich um reine<br />

Uphill-Rennen mit mindestens 800<br />

Höhenmetern und 20 % durchschnittlicher<br />

Steigung (5 % der Strecke<br />

sogar über 33 % Steigung).<br />

Typischerweise zwischen 20 und 45<br />

km lang sind die sogenannten Sky-<br />

Wettkämpfe, bei 50 bis 80 Kilometern<br />

spricht man von Skyultra –<br />

viele Höhenmeter und alpinistische<br />

Herausforderungen sind aber überall<br />

vorprogrammiert.<br />

Du findest dich in diesen Zeilen<br />

wieder? Auf den folgenden Seiten<br />

haben wir 20 Lauf-Tipps in ganz<br />

Österreich und bei den Alpen-Nachbarn<br />

FOTO: adidas Terrex Infiniite Trails<br />

zusammengesammelt.<br />

073


EVENTS Trailrunning Events<br />

Trailrunning Events<br />

TIROL<br />

Paznaun Ischgl Ultra Trail<br />

12.–13.07.<strong>2024</strong> / Die Trendsportart<br />

Trailrunning nimmt im hohen Gebirge<br />

des Paznauns ganz neue Seiten<br />

an: Im Sommer wird aus dem Silvrettarun3000<br />

der erste Ultratrail im<br />

Paznaun. Dieser feiert unter dem<br />

Namen PIUT (Paznaun Ischgl Ultra<br />

Trail) um Ischgl seine Premiere.<br />

20 bis 85 km 1300 bis 5200 hm<br />

www.ischgl.com<br />

Ultratrail KAT100<br />

01.–03.08.<strong>2024</strong> /Die fünfte Auflage<br />

des KAT100 im PillerseeTal in den<br />

Kitzbüheler Alpen ist erneut Teil der<br />

UTMB World Series. Der 100<br />

Meilen lange Ultratrail ist der längste<br />

Österreichs, vier weitere Distanzen<br />

stehen zur Auswahl.<br />

8 bis 173 km 243 bis 9929 hm<br />

www.pillerseetal.at<br />

FOTO: adidas Terrex Infinity Trails/Ronny Katsch<br />

Pitz Alpine Glacier Trail<br />

02.–04.08.<strong>2024</strong> / Bis zu 106 Kilometer<br />

und 6100 Höhenmeter in hochalpinem<br />

Gelände müssen die<br />

Teilnehmenden des 12. Pitz Alpine<br />

Glacier Trail mit Start in Mandarfebewältigen.<br />

Der herausfordernde<br />

Lauf mit sieben Streckenvarianten<br />

am Dach Tirols verspricht wieder<br />

ein außergewöhnliches Event für<br />

Trail Runner.<br />

16 bis 106 km 850 bis 6100 hm<br />

www.pitztal.com<br />

Arlberger Wadlbeisser<br />

31.08.<strong>2024</strong> / Der Schweiß rinnt, die<br />

Wadln brennen, der Puls spielt verrückt.<br />

Aber du bist verrückter: Du<br />

läufst, robbst und rutschst atemlos<br />

durch St. Anton, um dich beim Arlberger<br />

Wadlbeisser, dem Hindernislauf<br />

unter den Trailruns, ins Ziel zu<br />

retten. 13,5 Kilometer, 700 Höhenmeter,<br />

24 Hindernisse. Und du gibst<br />

nicht auf, holst das Letzte aus dir<br />

heraus.<br />

13,5 km 700 hm<br />

www.stantonamarlberg.com<br />

Mayrhofen Ultraks Zillertal<br />

06.–07.09.<strong>2024</strong> / Die Ultraks­<br />

Trailruns finden zum bereits sechsten<br />

Mal in Mayrhofen statt. Das<br />

obere Zillertal mit seinen Dreitausendern<br />

bietet dabei die Bühne für<br />

Hoch über Gastein belohnt die Aussicht für alle Strapazen.<br />

sieben unterschiedlich lange Strecken<br />

mit bis zu 101 Kilometern.<br />

14 bis 101 km 900 bis 8800 hm<br />

mayrhofen.ultraks.com<br />

SALZBURG<br />

Mountainman Großarltal<br />

29.06.<strong>2024</strong> / Für Profis bis Einsteiger.<br />

Die anspruchsvollen Strecken<br />

rund um Großarl führen über beeindruckende<br />

Gipfel, weite Almen und<br />

aussichtsreiche Bergrücken, vorbei<br />

an 400 Jahre alten Almen. 4 Strecken<br />

(9 km & 540 hm, 15 km & 920<br />

hm, 31 km & 1600 hm, 51 km & 2620<br />

hm) stehen zur Wahl<br />

9 bis 51 km 540 bis 2620 hm<br />

www.mountainman.de<br />

adidas TERREX INFINITE<br />

TRAILS<br />

06.–08.09.<strong>2024</strong> / Trailrunning-Team­<br />

Challenge rund um Gastein: Jedes<br />

Staffelteam wird gemeinsam insgesamt<br />

100 km und 7600 hm bewältigen.<br />

Für Einzelstarter gibt es Herausforderungen<br />

mit einer Ultradistanz<br />

von 60 km, einer Langdistanz<br />

mit 45, einer Mitteldistanz mit 30<br />

und die 15 km Schnupper-Distanz.<br />

15 bis 100 km 900 bis 7600 hm<br />

www.infinite-trails.com<br />

Alpin Team Trailrun<br />

28.09.<strong>2024</strong> / Der „kleine“ ATT (23<br />

km & 1523 hm) in Werfenweng ist<br />

der perfekte Einstieg ins Trailrunning,<br />

die Strecke hat es aber trotzdem<br />

in sich. Der „große“ ATT (52<br />

km & 3450 hm) ist für Profis gemacht.<br />

Ein Trailrun für den guten<br />

Zweck – alle Einnahmen werden<br />

gespendet!<br />

23 bis 53 km 1523 bis 3450 hm<br />

www.alpinteamtrail.at<br />

KÄRNTEN<br />

Großglockner Mountain Run<br />

07.07.<strong>2024</strong> / Der Großglockner-<br />

Berg lauf ist der Berglauf-Klassiker<br />

mit Basecamp in Heiligenblut!<br />

Durch den Nationalpark Hohe Tauern<br />

Kärnten, über Forstwege, vorbei<br />

an Wasserfällen, weiter zum Pasterzengletscher.<br />

Final über 522 Stufen<br />

zum legendären Ziel auf der<br />

Kaiser-Franz-Josefs-Höhe.<br />

13,3 km 1300 hm<br />

grossglockner-mountainrun.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Traunsee Bergmarathon<br />

6. 7. <strong>2024</strong> / Der Klassiker in Gmunden<br />

für echte Trailrunning-Freaks.<br />

Die Route führt einmal um den<br />

Traunsee herum und bietet atemberaubende<br />

Ausblicke auf die umliegende<br />

Landschaft. Startplätze sind in<br />

der Szene heiß begehrt. Die Anmeldung<br />

ist heuer bereits geschlossen.<br />

30 bis 63 km 2000 bis 4500 hm<br />

traunsee-bergmarathon.com<br />

Granit Trailrun Kleinzell<br />

3. 8. <strong>2024</strong> / Bezwinge das Mühlviertel<br />

– beim 3. popaflo Granit Trailrun in<br />

Kleinzell. Es stehen verschiedene<br />

Streckenlängen zur Auswahl: 25 km,<br />

15 km, 10 km und 7 km sowie ein Kids<br />

Trailrun. Die Anmeldung ist kurzfristig<br />

bis zum 2. August <strong>2024</strong> möglich.<br />

7 bis 25 km 300 bis 1150 hm<br />

gtr-kleinzell.at<br />

STEIERMARK<br />

Koralm Trailrunning Event<br />

24.8.<strong>2024</strong> / Die dritte Auflage des<br />

Koralm Trailrunning Events in<br />

Deutschlandsberg führt ebenfalls<br />

wieder in mehreren Distanzen gen<br />

Koralm. Start ist im Stadtzentrum<br />

von Deutschlandsberg.<br />

074


Eventübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Dachstein Torlauf/Photo Austria<br />

So flach wie hier,<br />

am Start des<br />

Dachstein Torlaufs,<br />

geht es bei Trailruns<br />

nur selten zu.<br />

8 bis 58 km 250 bis 2660 hm<br />

www.koralmtrailrunningclub.at<br />

Dachstein Torlauf<br />

7.9.<strong>2024</strong> / Toporganisiertes familiäres<br />

Event vor der pittoresken Kulisse<br />

des Dachstein Massivs. Von der 10<br />

km Distanz über Staffel bis zum<br />

Marathon mit 2500 hm ist für jede<br />

Könnensstufe etwas dabei. Für Anmeldungen<br />

2025 bereits heuer bietet<br />

man Early Bird Preise an.<br />

10 bis 42 km 150 bis 2336 hm<br />

www.torlauf-dachstein.info<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

3. Mostviertler Voralpentrail<br />

10.08.<strong>2024</strong> / Parallel zum Mostviertler<br />

MTB-Marathon führt die<br />

landschaftlich sehr abwechslungsreiche<br />

Strecke von Mank aus auf<br />

Forststraßen und Waldwegen<br />

durchs Alpenvorland. Ein Geheimtipp<br />

für Trailrunner mit langgezogenen,<br />

zum Teil auch steilen Anstiegen<br />

und lässigen Downhills.<br />

18 bis 42 km 350 bis 1300 hm<br />

www.mostviertel.at<br />

ITALIEN<br />

Alpe Adria Ultra Trail<br />

15.06.<strong>2024</strong> / Heuer wechselt das<br />

Trailrunning-Event von der Alpe­<br />

Adria-Trail-Etappe in Tarvisio zu jener<br />

in Valbruna. Es gibt fünf Distanzen<br />

mit traumhafter Kulisse: Saisera<br />

Trail, Pellarini, Brutal Trail, Shock<br />

Trail und Ultra Trail. Hier ist für alle<br />

das Passende dabei.<br />

9,3 bis 54,7 km 280 bis 4250 hm<br />

www.alpeadriaultra.com<br />

Ratschings Mountain Trails<br />

16.06.<strong>2024</strong> / Das Trailrun-Event in<br />

Ratschings in Südtirol bietet drei<br />

verschiedene Strecken: Sky Trail mit<br />

27 km und 1610 hm, Mountain Trail<br />

mit 17,7 km und 950 hm und die<br />

Mountain Trail Staffel – hier wird die<br />

Distanz des Mountain Trails als<br />

Staffel im Zweierteam bewältigt.<br />

17,7 bis 27 km 950 bis 1610 hm<br />

www.ratschings-mountaintrail.it<br />

terra raetica trails<br />

02.–06.07.<strong>2024</strong> / Ein neues Format<br />

im Trailrunning. Man läuft die<br />

schönsten Trailrunningstrecken der<br />

5 Erlebnisregionen Kaunertal, Tiroler<br />

Oberland, Samnaun, Nauders<br />

und Reschen. Dabei gibt es 5 Tages-Etappen,<br />

die auch einzeln gelaufen<br />

werden können.<br />

15,9 bis 28,1 km 1042 bis 2123 hm<br />

www.terra-raetica-trails.com<br />

Südtirol Drei Zinnen Alpine Run<br />

14.09.<strong>2024</strong> / Die einzigartige Kulisse<br />

der Sextner Dolomiten lockt jedes<br />

Jahr rund 1000 Bergläuferinnen und<br />

Berg läufer nach Sexten. Nach der<br />

anspruchsvollen Strecke wird man<br />

im Ziel bei der Drei Zinnen Hütte<br />

mit einem fantastischen Ausblick<br />

auf die drei majestätisch in den<br />

Himmel ragenden Bergpfeiler der<br />

Drei Zinnen reich belohnt.<br />

17 km 1333 hm<br />

www.dreizinnenlauf.com<br />

SLOWENIEN<br />

Julian Alps Trail Run<br />

20.–22.09.<strong>2024</strong> / Das in die idyllische<br />

Umgebung des Nationalparks<br />

Triglav eingebundene Event hat sich<br />

mit seinen malerischen Strecken<br />

schnell zu einem der 30 Eliteläufe<br />

der UTMB-Weltserie entwickelt.<br />

Die längste Strecke führt von Kobarid<br />

um das gesamte Gebiet der Julischen<br />

Alpen und die Bergrücken<br />

der West-Karawanken bis zum Ziel<br />

in Kranjska Gora.<br />

10 bis 120 km 290 bis 5000 hm<br />

www.trailrun.si<br />

BAYERN<br />

Arberland Ultra Trail<br />

21.09.<strong>2024</strong> / Der Arberland Ultra<br />

Trail ist ein Fest für alle Woidläufer<br />

und findet in Bayerisch Eisenstein<br />

statt. Die Veranstalter stecken sehr<br />

viel Mühe und Herzblut ins Event<br />

und das merkt man als Sportler. Die<br />

kürzeste Strecke ist der Arbersee­<br />

Trail mit 18 km und 800 hm.<br />

18 bis 68 km 800 bis 2700 hm<br />

www.woidlaeufer.de<br />

075


嘀 䔀 刀 䠀 䤀 一 䐀 䔀 刀 吀<br />

䔀 䤀 一 匀 䌀 䠀 䰀 䄀 䘀 䔀 一 䐀 䔀<br />

䠀 쐀 一 䐀 䔀<br />

EW<br />

Nachhaltige Kilometer<br />

Zukunftstaugliche Fortbewegung ist auch für Banken<br />

ein immer wichtigeres Thema – nicht zuletzt<br />

aufgrund des ungebrochen hohen Mobilitätsbedarfs<br />

der Branche. Für ihre berufliche Tätigkeit legen die<br />

Mitarbeiter:innen der österreichischen Bankinstitute<br />

jährlich Hunderttausende Kilometer zurück. Ökologisch<br />

nachhaltige Lösungen gelten dabei aus Gründen<br />

der Kosten, der Unternehmensphilosophie und<br />

auch des Images als immer gefragter. Der Mobilitätsdienstleister<br />

movelo versorgt Banken bereits seit<br />

vier Jahren mit maßgeschneiderten E-Bike-Flotten –<br />

eine Lösung, die sich bewährt. Zu den etablierten<br />

Bestandskunden von movelo gehört u. a. die Steiermärkische<br />

Sparkasse. movelo.com<br />

FOTO: Movelo Bikes<br />

アパート 㘀 㠀 ㈀ 簀 䈀 椀 漀 堀 䌀 攀 氀 氀 䄀 椀 爀<br />

吀 伀 吀 䄀 䰀 倀 刀 伀 吀 䔀 䌀 吀 䤀 伀 一 ⸀ 䄀 䈀 匀 伀 䰀 唀 吀 䔀 䌀 伀 䴀 䘀 伀 刀 吀 ⸀<br />

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洀 椀 琀 猀 攀 椀 渀 攀 洀 刀 愀 搀 ⸀ 䴀 椀 琀 搀 攀 渀 䠀 渀 搀 攀 渀 眀 椀 爀 搀 最 攀 氀 攀 渀 欀 琀 Ⰰ 最 攀 猀 挀 栀 愀 氀 ⴀ<br />

琀 攀 琀 甀 渀 搀 最 攀 戀 爀 攀 洀 猀 琀 ⸀ 䜀 氀 攀 椀 挀 栀 稀 攀 椀 琀 椀 最 猀 椀 渀 搀 猀 椀 攀 瘀 椀 攀 氀 攀 渀 䈀 攀 氀 愀 猀 琀 甀 渀 ⴀ<br />

最 攀 渀 愀 甀 猀 最 攀 猀 攀 琀 稀 琀 Ⰰ 猀 漀 搀 愀 猀 猀 㠀 ─ 搀 攀 爀 刀 愀 搀 昀 愀 栀 爀 攀 爀 ⴀ 戀 攀 猀 漀 渀 搀 攀 爀 猀<br />

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SHORT REACH<br />

Im vergangenen Jahr hat SHIMANO die 11/10/9-fach CU-<br />

ES-Komponenten als universelle Lösung für Trekking und<br />

Mountainbike vorgestellt. Mit dem nun eingeführten Short<br />

Reach-Konzept bietet SHIMANO Radfahrer:innen mit kleineren<br />

Händen spürbar bessere Ergonomie. Das Konzept bringt<br />

den Bremsgriff und die Schalthebel näher an den Lenker und<br />

verkürzt den Leerweg der Schalthebel.<br />

bike.shimano.com


FOTO: Rose Bikes<br />

ISTRIA300 – RIDE YOUR LIMITS!<br />

Istrien, das versteckte Juwel an der Adriaküste, etabliert sich in der Vor- und Nachsaison zunehmend<br />

als wahres Paradies für internationale Rennradfahrer. Beim legendären Istria300,<br />

DEM Gran Fondo-Klassiker der Region, wird die bis zu 300 km lange Strecke für den Autoverkehr<br />

gesperrt. Alle Teilnehmer starten und finishen gemeinsam am 28. September in der<br />

wunderschönen Küstenstadt Poreč. Die Entscheidung, ob die Istria300-, die Istria235- oder<br />

die Istria155-Strecke zurückgelegt wird, kann während der Fahrt getroffen werden. Verlängere<br />

den Sommer in Istrien und schließe die Radsaison mit Freunden ab – Meerblick inklusive.<br />

Epische Rennradstrecken auf den schönsten Straßen und den spektakulärsten Plätzen<br />

Istriens sorgen für ein unvergessliches Raderlebnis. www.istria300.com<br />

Service in nächster Nähe<br />

Rose Bikes baut sein stationäres Netz an Partnerwerkstätten<br />

strategisch aus. Ergänzend<br />

zu den neun eigenen Stores und acht Kooperationsgeschäften<br />

arbeitet der Fahrradhersteller<br />

jetzt insgesamt mit über 130 ausgewählten<br />

Partnerwerkstätten im DACH-Raum zusammen<br />

und stellt damit seinen Kundinnen und<br />

Kunden ein umfassendes Service-Netzwerk in<br />

ihrer Nähe zur Verfügung. www.rosebikes.de<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

FOTO: Sport-IT<br />

Die Kunst<br />

des Leidens<br />

Staub und<br />

Regen, Ermüdung,<br />

gebrochene<br />

Knochen<br />

– bei wenigen Sportarten geht es<br />

so sehr um den Umgang mit Schmerz<br />

wie im Radsport. Und auch die Fotografen,<br />

die Radsportler begleiten, müssen<br />

bei jedem Wetter ihre beste Arbeit<br />

abliefern. Kristof Ramon schafft es, die<br />

außergewöhnlichen Momente einzufangen.<br />

Mit „Die Kunst des Leidens. Von<br />

der brutalen Schönheit des Radsports“<br />

legt er einen beeindruckenden Bildband<br />

über eine der anspruchsvollesten Sportarten<br />

der Welt vor.<br />

FOTO: Valamar / Toni Hrvatin<br />

S<br />

3 FRAGEN AN<br />

TONI HRVATIN, DESTINATION<br />

BIKE<br />

FOTO: Laurence King Verlag<br />

PRODUCT DEVELOPMENT<br />

MANAGER BEI VALAMAR RIVIERA<br />

Was bewegt dich<br />

aktuell im Business?<br />

Als Destination Product<br />

Development<br />

Manager bei Valamar<br />

Riviera, der führenden<br />

Hotelgruppe in Kroatien,<br />

liegt mein Fokus auf der Entwicklung<br />

von Fahrraderlebnissen an den<br />

Reisezielen, in denen unser Unternehmen<br />

tätig ist. Im Laufe der Jahre<br />

hat Valamar Riviera verschiedene<br />

spannende Bike-Events, hochmoderne<br />

Bike-Zentren und viele unvergessliche<br />

Erlebnisse für Radfahrer aller<br />

Niveaus ins Leben gerufen.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport in<br />

deinem Leben?<br />

Sport spielt in meinem Leben eine<br />

unersetzliche Rolle. Als begeisterter<br />

Mountainbiker und Rennradfahrer<br />

kann ich mir einfach nicht vorstellen,<br />

dass eine Woche vergeht, in der<br />

ich nicht mit meinem Fahrrad auf<br />

Trails oder Straßen unterwegs bin.<br />

Es ist nicht nur ein Hobby – es ist ein<br />

grundlegender Teil von dem, wer ich<br />

bin und wie ich lebe.<br />

Dein vergangenes oder zukünftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Ein Highlight ist meine regelmäßige<br />

Teilnahme an Freizeit-MTB-Marathons<br />

und Gran Fondos jedes Jahr.<br />

Mein Ziel ist einfach, die Rennen zu<br />

genießen. Bei diesen Veranstaltungen<br />

geht es nicht nur um Wettbewerb, es<br />

geht darum, den Nervenkitzel und die<br />

Kameradschaft des Sports zu spüren.<br />

Mit Blick auf die Zukunft freue ich<br />

mich darauf, weiterhin an meine<br />

Grenzen zu gehen und die Spannung<br />

jedes Rennens zu genießen.


FOTO: Wachauer Radtage<br />

Rein in die Pedale!<br />

Du sucht ein lässiges Bike- Event-<br />

Erlebnis? Hier findest du einige<br />

heimische Tipps für <strong>Juni</strong> und Juli.<br />

16. <strong>Juni</strong>: Hügelland MTB Trophy, Laßnitzhöhe (St),<br />

radclublassnitzhoehe.sportunion.at<br />

16. <strong>Juni</strong>: Int. Mondseer 5 Seen Marathon,<br />

Mondsee (OÖ),<br />

www.mondsee-radmarathon.com<br />

20. <strong>Juni</strong>: Alpentour Trophy, Schladming (St),<br />

www.raceacrossaustria.com<br />

23. <strong>Juni</strong>: Challenge Kaiserwinkl-Wachsee (T),<br />

www.challenge-walchsee.com<br />

28./29. <strong>Juni</strong>: Race Across the Alps, Nauders (T),<br />

www.raceacrossthealps.com<br />

6./7. Juli . 3/6/24 Std. Radmarathon,<br />

Grieskirchen (OÖ),<br />

www.radmarathon-grieskirchen.at<br />

6./7. Juli: Grazer Bike Opening, Stattegg (St),<br />

www.bike09.at<br />

10. bis 4. Juli: Glemmride Bike Festival,<br />

Saalbach/Hinterglemm (S),<br />

www.glemmride.at<br />

13. Juli Salzkammergut Trophy + Gravel Marathon,<br />

Bad Goisern (OÖ),<br />

www.trophy.at<br />

14. Juli: Wachauer Radmarathon (Foto) – drei herausfordernde<br />

Strecken durch das UNESCO-Weltkulturerbe<br />

Wachau und das Waldviertel warten auf euch.<br />

Für den Radnachwuchs gibt es die KidsBikeTrophy.<br />

Mautern an der Donau (NÖ),<br />

www.wachau-radmarathon.at<br />

27. Juli. MTB Kernland Trophy,<br />

Grünbach bei Freistadt (OÖ),<br />

www.kernlandtrophy.at<br />

EW<br />

JOIN THE EVOLUTION<br />

Die Rennsport-Gene des SCARP von KTM BIKES waren schon immer ein Garant für<br />

höchste Qualität und maximale Performance. Voller Stolz präsentiert die Bikeschmiede<br />

die bereits dritte Evolutionsstufe ihrer Speerspitze im Cross- und Downcountry-Bereich.<br />

Der EVO-III-Rahmen kommt bei der gesamten Range zum Einsatz und kennzeichnet den<br />

Start in eine neue Scarp-Ära. Alle Modelle sind Resultat der jahrelangen Erfahrung<br />

der KTM-Fahrrad-Ingenieure, kombiniert mit dem Feedback direkt von den härtesten<br />

Rennstrecken der Welt. Die Ansprüche der besten Rennfahrer an Geometrie und Fahrverhalten<br />

konnten somit exakt in die Serie übertragen werden. Für den finalen Härtetest<br />

musste sich der Scarp-Evo-III-Rahmen beim Cape Epic in Südafrika und beim<br />

Mountainbike- Worldcup in Brasilien beweisen. Die Lobeshymnen der Athleten bestätigten<br />

die Kreation eines Meisterstückes. Besonders überzeugen die vielen technischen Feinheiten,<br />

die die Perfektion bis ins kleinste Detail widerspiegeln. www.ktm-bikes.at<br />

FOTO: TVB Nordburgenland<br />

Radeln am See<br />

Das Nordburgenland gilt<br />

als eine der Top-Raddestinationen<br />

in Österreich<br />

und unterstreicht<br />

diese Positionierung mit<br />

neuen Infrastrukturmaßnahmen<br />

zur Verbesserung<br />

des radtouristischen Angebots. Völlig neu gestaltet<br />

wurden nun die Übersichtstafeln entlang des beliebten<br />

Neusiedler-See-Radweges. www.neusiedlersee.com<br />

FOTO: KTM Bikes<br />

078


FOTO: Chiba<br />

Alles im Griff<br />

Die Bike Handschuhe „BioXCell Air“ für Damen und<br />

Herren von CHIBA (UVP: € 42,–) bieten zahlreiche<br />

Features für eine entspannte Ausfahrt: Die Oberhand<br />

aus elastischen, luftdurchlässigen Materialien<br />

garantiert eine perfekte Passform und die Innenhand<br />

aus Airmesh eine optimale Belüftung. Die BioXCell-<br />

Polsterung – ein zweistufiges, anatomisches Gelkissen<br />

– verhindert das Einschlafen der Hände und die<br />

Ulnar-Nerve- und Carple Tunnel Protection-Gelpolster<br />

reduzieren den Druck auf den Ulnar- Nerv und<br />

den Handwurzelkanal. Sonst: Quick-Pull Ausziehhilfe,<br />

verstärkter Daumenbereich, waschbar bis 30 °C.<br />

www.chiba.de<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

Tech<br />

S<br />

BIKE<br />

Die pure Rennmaschine<br />

RADON schickt seinen Rennrad-Klassiker VAILLANT mit drei<br />

Modellen und einem vollständig überarbeiteten Rahmen in die neue<br />

Saison. Es ist ihr schnellstes Rennrad mit einem leichten Carbonrahmen<br />

und einem aerodynamisch optimierten Design – der perfekte<br />

Allrounder! Ebenso neu entwickelt und aus Carbon gefertigt sind die<br />

Lenker-Vorbau-Einheit mit integrierter Leitungsführung und die auf<br />

die Rahmenform abgestimmte Sattelstütze. www.radon-bikes.de<br />

Perfekter Sitz<br />

im Sattel<br />

VAUDE denkt das Thema<br />

Sitzpolster nachhaltig neu.<br />

ANZEIGE / FOTO: Vaude<br />

Bei VAUDE möchte man mit<br />

seinen Produkten Radbegeisterten<br />

ermöglichen, ihre individuellen<br />

Bike-Aktivitäten bestmöglich<br />

zu genießen. Aus diesem<br />

Anliegen heraus machte sich das<br />

Team auch an die Entwicklung dreier<br />

neuer Sitzpolster für die hauseigenen<br />

Radhosen. Sie liegen im Sitzen<br />

angenehm an und verteilen sowie<br />

dämpfen den Druck optimal.<br />

Wie es sich für VAUDE gehört,<br />

werden die Pads unter anderem aus<br />

biobasierten und recycelten Materialien<br />

hergestellt.<br />

Die drei Sitzpolster sind jeweils<br />

auf unterschiedliche Einsatzbereiche<br />

angepasst. Um hier jeweils den<br />

höchsten Komfort in Bezug auf typische<br />

Sitzpositionen und Anforderungen<br />

zu bieten, hat das Entwicklerteam<br />

zusammen mit führenden<br />

Universitäten über zwei Jahre eine<br />

ganze Reihe von Studien durchgeführt.<br />

Die drei Sitzpolster sind jeweils<br />

auf unterschiedliche Einsatzbereiche<br />

angepasst und farblich<br />

leicht zu unterscheiden. Das X-Pad<br />

für sportliche Cross- Fahrten wie<br />

MTB, Gravel und Crosscountry;<br />

das R-Pad für sportliche Road-Einsätze<br />

am Rennrad; und das T-Pad<br />

für jedes Gelände und Trail & Travel-Touren<br />

wie etwa Radreisen.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.vaude.com<br />

079


PRODUKT<br />

Rennräder<br />

FLOTTE RUNDE.<br />

Moderne Rennräder sind vielseitiger,<br />

komfortabler, schneller<br />

– was sie aber noch immer<br />

ausmacht, ist die pure Freude<br />

am lautlosen Gleiten über<br />

glatten Asphalt.<br />

FOTO: BH Bikes<br />

080


BIKE<br />

Straßenträume<br />

Was sich in den vergangenen Jahren am Rennradsektor<br />

getan hat? Lasst euch sagen, es blieb so gut wie keine<br />

Carbon-Faser auf der anderen …<br />

von Lukas Schnitzer<br />

081


PRODUKT<br />

Rennräder<br />

in Tanz auf zwei Rädern,<br />

eine Sinfonie aus<br />

E<br />

Bewegung und Geschwindigkeit<br />

– weitaus<br />

mehr als nur Sport.<br />

Rennrad fahren ist für<br />

viele passionierte Jünger der zwar<br />

italienischstämmigen, aber international<br />

gültigen „passione bici“ vielmehr<br />

wahre Leidenschaft, eine Art<br />

des Lebens. Tatsächlich gibt es<br />

kaum Vergleichbares zum Gefühl<br />

der Freiheit, lautlos über glatten Asphalt<br />

zu gleiten, den Wind im Gesicht,<br />

die Sonne wärmend auf der<br />

Haut. Die Härte der Pässe und Anstiege,<br />

der langen Distanzen mag<br />

dich an deine Grenzen bringen,<br />

gleichzeitig fühlst du dich lebendiger<br />

denn je, wenn du dich dem Leiden<br />

stellst, die Strapazen überwindest.<br />

Wahrlich, eine Leidenschaft,<br />

die Leiden schafft. Ein way of life,<br />

den die „Velominati“ mit Regeln wie<br />

„free your mind and your legs will<br />

follow“, „tan lines should be cultivated<br />

and kept razor sharp“ oder „it<br />

never gets easier, you just go faster“<br />

augenzwinkernd, aber doch treffend<br />

in ihrem Regelwerk umreißen. Für<br />

ein paar Schmunzler nachzulesen<br />

unter www.velominati.com.<br />

Heutige Rennräder<br />

zeichnen sich durch<br />

ihre vielseitigen<br />

Einsatzgebiete bei<br />

gleichzeitig starker<br />

Spezialisierung aus.<br />

Was es für die große Leidenschaft<br />

– respektive fürs Ausleben<br />

dieser – bedarf, ist nicht viel: Helm<br />

und Brille, Hose mit Sitzpolster und<br />

Trikot, ein Paar Schuhe mit passenden<br />

Pedalen und natürlich ein Rad.<br />

Was es mit diesem einen Rad <strong>2024</strong><br />

auf sich hat, was es von älteren<br />

Rennrädern unterscheidet und wieso<br />

sich ein Upgrade im Fuhrpark lohnt,<br />

darüber haben wir mit Alexander<br />

Steurer vom heimischen Hersteller<br />

Simplon, mit Benjamin Brochhagen<br />

von Radon und mit Julian Pfeiffer<br />

von BH Bikes gesprochen.<br />

Der Stand der Technik<br />

„Heutige Rennräder zeichnen sich<br />

durch ihre vielseitigen Einsatzgebiete<br />

bei gleichzeitig starker Spezialisierung<br />

aus“, eröffnet Julian Pfeiffer<br />

seine Sichtweise aufs Rennrad<br />

anno <strong>2024</strong>. Ein Satz mit Widerspruch<br />

in sich, wie er einlenkt, gleichzeitig<br />

aber erklärt: „Das mag zwar widersprüchlich<br />

klingen, aber durch aller-<br />

FOTO: Simplon Bikes<br />

lei Verbesserungen in der Geometrie,<br />

Leichtbauweise und Bremsanlage<br />

sind heute selbst Aero-Rennräder<br />

extrem gute Kletterer und auch auf<br />

gröberen Straßen mit 30–32 mm<br />

breiten Reifen sicher und komfortabel<br />

unterwegs. Viele Roadbikes,<br />

auch wenn es auf den ersten Blick<br />

,reine‘ Aero-Bikes oder Bergziegen<br />

sind, vereinen immer mehr der positiven<br />

Eigenschaften anderer Kategorien<br />

in sich, was moderne Rennräder<br />

extrem vielseitig macht.“<br />

So gut wie alle Kletter-Spezialisten<br />

würden heute aerodynamische<br />

Vorteile, die ursprünglich für ihre<br />

Aero-Geschwister entwickelt wurden,<br />

nutzen, ohne dadurch an Klettereigenschaften<br />

einzubüßen oder<br />

im Gewicht große Kompromisse<br />

einzugehen. Gleichzeitig sieht Pfeiffer<br />

Aero-Rennräder dank hochwertigem<br />

Carbon und neuen Fertigungstechniken<br />

so leicht, dass sie sich<br />

auch in den Bergen nicht verstecken<br />

müssen. Vor einigen Jahren noch<br />

undenkbar, waren in diesem Jahr<br />

bei Paris–Roubaix ebenfalls mehr<br />

Aero-Rahmen zu sehen als je zuvor.<br />

Ein Fakt, den Julian Pfeiffer mit einer<br />

Anekdote vom jüngsten UCI<br />

Wörthersee Gravel Race eindrucksvoll<br />

untermauert: Der dortige Sieger<br />

war auf einem Aero-Rennrad<br />

mit 32 mm Bereifung unterwegs.<br />

Moderne Geometrien und große Reifenfreiheit<br />

machen moderne Rennräder<br />

also nicht nur auf der Straße<br />

überlegen, sie sorgen auch für Komfort<br />

und Reserven auf schlechten<br />

Wegen.<br />

Und, ja, auch das Thema Nachhaltigkeit<br />

hat man in der Branche<br />

am Schirm. So gibt es etwa bei Simplon<br />

mit einem neuen Produktionspartner<br />

in Portugal das Bestreben,<br />

regional(er) zu produzieren. Das sogenannte<br />

„Nearshoring“ hatten die<br />

Vorarlberger schon vor Corona geplant,<br />

ihr komplexes Baukastensystem<br />

mit vielen Custom- Optionen für<br />

den Kunden macht es für sie wichtig,<br />

Lieferketten auch geografisch zu<br />

verkürzen, so Alexander Steurer.<br />

082


EINEN TAG DURCH<br />

KÄRNTEN<br />

€18,– *<br />

AKTIV-TICKET<br />

Kärnten entdecken.<br />

Und das Rad kommt mit.<br />

Mit dem Aktiv-Ticket sind Sie mit Ihrem Fahrrad einen ganzen<br />

Tag in Kärnten auf allen S-Bahn-Strecken unterwegs. Das Ticket<br />

kostet für Erwachsene € 18,– und für Kinder nur € 12,–*.<br />

Weitere Infos auf oebb.at/kaernten<br />

Foto: © Villach/Gert Perauer<br />

HEUTE. FÜR MORGEN. FÜR UNS.<br />

* Das AKTIV-Ticket Kärnten erhalten Sie unter tickets.oebb.at, in der ÖBB App, an den ÖBB-Ticketautomaten, sowie den ÖBB-Ticketschaltern. Gültig am gewählten Datum bis am Folgetag<br />

03:00, Tageskarte für eine Person inkl. Rad, gültig im Verkehrsverbund Kärnten nur in S-Bahn, Regionalzug, REX, gültig nur in Verbindung bei Fahrradmitnahme. Gilt nicht im Bus, Railjet-,<br />

Eurocity-, Intercity-, D- und Nightjet-/Euronight Zügen. Stornierbar vor dem 1. Geltungstag. Tarifstand Jänner <strong>2024</strong>


PRODUKT<br />

Rennräder<br />

Enge Kurvenradien statt langer<br />

Geraden: Am Rennrad ist oft<br />

der Weg das Ziel.<br />

Zwar ist die Rahmenproduktion<br />

in Europa etwas kostenintensiver,<br />

im Falle von Simplon<br />

aber auch mit Vorteilen<br />

in Qualität und Steifigkeit<br />

verbunden.<br />

Tubeless findet hier eine immer<br />

größer werdende Fangemeinde,<br />

die etwas aufwendigere Handhabung,<br />

so Steurer, macht es<br />

aber nicht für jeden zum optimalen<br />

System.<br />

Trends und neue Standards<br />

Was sich in den letzten Jahren<br />

vom Trend zum Standard<br />

entwickelt hat, ist der Einsatz<br />

von Disc-Bremsen. Während<br />

Scheibenbremsen mittlerweile<br />

in allen Preispunkten<br />

zum „Stand der Technik“,<br />

gehören, wie es Alexander<br />

Steurer ausdrückt, hat sich<br />

in jüngster Zeit „einiges im<br />

Bereich der Integration von<br />

Komponenten“ getan. So gut<br />

wie alle Hersteller verstecken<br />

mittlerweile Züge/<br />

Bremsleitungen vom Lenker<br />

über den Vorbau und durch<br />

den Steuersatz diskret im Rahmen,<br />

„die Wäscheleinen vor dem Lenker<br />

sind von gestern“, drückt es Alexander<br />

Steurer treffend aus.<br />

Zusätzlich fügen sich immer<br />

mehr Sattelstützen und Vorbauten<br />

nahtlos in das Rahmendesign, gerne<br />

greifen Hersteller auch zu komplett<br />

integrierten Lenker-Vorbaueinheiten.<br />

„Die Integration von Zügen und<br />

Leitungen bietet viele Vorteile. Die<br />

Optik des Rades wird deutlich cleaner<br />

und störende Züge liegen geschützt<br />

im Inneren des Rahmens.<br />

Auch aerodynamisch hat die Integration<br />

Vorteile. Luftverwirbelungen<br />

durch Züge und Leitungen, besonders<br />

im Bereich des Steuerrohrs,<br />

gibt es nicht mehr. Ein Nachteil ist<br />

sicherlich die aufwendigere Anpassbarkeit<br />

des Cockpits“, fasst Benjamin<br />

Brochhagen die Vor- und Nachteile<br />

der Integration treffend zusammen.<br />

Immer mehr hält auch die Elektronik<br />

Einzug ins Rennrad. Fahrradcomputer<br />

sind Standard und auch<br />

Powermeter werden immer günstiger<br />

und entsprechend weiter verbreitet.<br />

Aber auch elektronische<br />

Schaltgruppen sind längst nicht<br />

mehr den hochpreisigen Modellen<br />

vorbehalten. So gibt es mittlerweile<br />

auch Shimanos „Preis-Leistungs-<br />

Gruppe“ 105 als elektronisch die<br />

Gänge wechselnde Di2-Version.<br />

Eine Entwicklung, die auch Onlineversender<br />

Radon untermauert, indem<br />

er seinen jüngst vorgestellten<br />

Rennrad-Allrounder Vaillant ausschließlich<br />

mit elektronischen<br />

Gruppen von SRAM und Shimano<br />

ausliefert.<br />

Scheiben- statt Felgenbremsen<br />

ermöglichen es den Herstellern, ihren<br />

Rädern mehr Reifenfreiheit zu<br />

schenken. Galt 25 mm lange als<br />

breit, ist heute 28 mm der Standard.<br />

Wer auch gerne mal auf schlechten<br />

Straßen unterwegs ist, dem empfiehlt<br />

Alexander Steurer auch Breiten<br />

ab 30 mm. Wichtig war, dass<br />

auch Felgenhersteller den Trend<br />

mittrugen, denn breite Reifen brauchen<br />

auch breitere Felgen, um ihre<br />

Vorteile hinsichtlich Rollwiderstand,<br />

Sicherheit, teils Aerodynamik und<br />

durch das größere Volumen und den<br />

niedrigeren Druck schließlich auch<br />

Komfort ausspielen zu können. Auch<br />

Dem Körper Platz geben<br />

Galten früher „Heldenkurbeln“<br />

mit 53/39 Zähnen als besonders<br />

maskulin, hat man sich heute<br />

teils selbst im Profisport darauf<br />

geeinigt, dass zu harte Übersetzungen<br />

weder für die Effizienz,<br />

noch die Gelenke ideal sind.<br />

Längst haben sich im Breitensport<br />

Compact- und Semi-<br />

Compact-Kurbeln mit kleineren<br />

Kettenblättern sowie Kassetten<br />

mit größerer Bandbreite durchgesetzt.<br />

„Sportmedizin und<br />

Trainingswissenschaft empfehlen<br />

höhere und somit effizientere<br />

Trittfrequenzen, außerdem<br />

ist es für den Kopf gut, wenn man<br />

noch ein oder zwei Gänge Reserve<br />

am Berg hat“, schmunzelt Alexander<br />

Steurer.<br />

Für Julian Pfeiffer ebenfalls gut<br />

zu erkennen: „Die Denkweise, je tiefer<br />

und gestreckter die Sitzposition,<br />

desto schneller, hat ausgedient“.<br />

Eine entspanntere und auf den Körper<br />

perfekt abgestimmte Sitzposition<br />

macht nicht langsamer, sondern<br />

lässt den Fahrer hohe Leistung über<br />

einen längeren Zeitraum aufrechterhalten.<br />

Einerseits investieren immer<br />

mehr Fahrer in ein professionelles<br />

Bikefitting, um Problemen vorzubeugen<br />

und ihre Effizienz am Bike<br />

zu steigern. Andererseits erkennt<br />

der Insider aber auch den klaren<br />

Trend moderner Rennrädern hin zu<br />

deutlich moderateren Geometrien.<br />

Lust bekommen auf ein neues<br />

Rennrad? Dann haben wir dir auf<br />

der nächsten Seite einige Modelle<br />

zur Inspiration zusammengetragen.<br />

Die Velominati berechnen die ideale<br />

Zahl an Fahrrädern im Fuhrpark ja<br />

ohnehin als „n+1“, wobei „n“ stets<br />

die Zahl der bereits vorhanden Untersätze<br />

beschreibt.<br />

FOTO: BH Bikes<br />

084


Top 6 Rennräder<br />

SCOTT Foil RC Pro<br />

vereint Aerodynamik, geringes Gewicht und Komfort<br />

der HMX-Carbonrahmen des Foil RC Pro ist mit ca. 900 g einer<br />

der leichtesten auf dem Aero-Markt das voll integrierte Cockpit<br />

von Syncros wurde in Verbindung mit dem Foil entwickelt<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 7,2 kg<br />

PREIS (UVP): € 8999,–<br />

www.scott-sports.com<br />

6<br />

alter Name, aber ein komplett neu entwickelter, aerodynamisch<br />

RADON Vaillant 10.0<br />

optimierter Rahmen SRAMs innovative Schalttechnologie und<br />

eine präzise hydraulische Bremsanlage „Selle Italia SLR Boost Kit<br />

Carbonio Superflow“-Sattel<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 7,6 kg<br />

PREIS (UVP): € 4499,–<br />

www.radon-bikes.de<br />

BIKE<br />

TREK Emoda ALR 5<br />

leichtestes 300 Series Alpha Aluminium und schlankes Design<br />

für jede Menge Fahrspaß optimierte Renngeometrie für eine<br />

optimale Kraftentfaltung integrierte Zugführung<br />

RAHMEN: Alu; GEWICHT: 9 kg<br />

PREIS (UVP): € 1999,–<br />

www.trekbikes.com<br />

SPECIALIZED Tarmac SL8 Pro<br />

herausragend leicht sehr aerodynamisch steif für eine gute<br />

Kraftübertragung – aber trotzdem komfortabel<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 7,44 kg (Größe 56)<br />

PREIS (UVP): € 9000,–<br />

www.specialized.com<br />

SIMPLON Pavo IV<br />

zeichnet sich durch eine Fusion aus Leichtbau und Aerodynamik aus<br />

extrem leichter und gleichzeitig sicherer Carbon-Rahmen auf höchster<br />

Qualitätsstufe bergauf beflügelt durch das geringe Gewicht,<br />

im Flachland beschleunigt durch den geringen Luftwiderstand<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: ab 6,5 kg<br />

PREIS (UVP): ab € 5999,–<br />

www.simplon.com<br />

BH RS1<br />

aerodynamisch optimierter Rahmen mit hohem Komfort<br />

Shimano Ultegra Di2 Ausstattung Vision TC40 Carbon<br />

Laufräder vollständige Integration durch innen verlegte Kabel,<br />

versteckte Sattelstützenklemmung und integrierte Schnellspanner<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 8,1 kg (M)<br />

PREIS (UVP): € 5999,90<br />

www.bhbikes.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

085


PERSONALITY<br />

Fabian Cancellara<br />

FOTO: Tudor Pro Cycling<br />

086


BIKE<br />

Stilikone<br />

Zweimal Olympiasieger, viermal Weltmeister:<br />

Radlegende Fabian Cancellara über seine<br />

Aufgabe als TUDOR-Teambesitzer, über wahre<br />

Klasse auf dem Fahrrad und die schönsten<br />

Ausfahrten seines Lebens.<br />

von Axel Rabenstein<br />

087


PERSONALITY<br />

Fabian Cancellara<br />

abian, wo erreichen<br />

F<br />

wir dich?<br />

Ich war in Zürich, wo<br />

unser Hauptsponsor Tudor<br />

seine erste Schweizer<br />

Boutique eröffnet<br />

hat. Jetzt bin ich auf dem Weg ins<br />

Teamhotel. Maikel Zijlaard hat für<br />

uns gestern den Prolog der Tour de<br />

Romandie gewonnen. Ein sehr emotionaler<br />

Moment, genau hier haben<br />

wir vor zwei Jahren verkündet,<br />

dass das Team künftig Tudor Pro<br />

Cycling Team heißen wird und wir<br />

2023 die Pro Lizenz anstreben.<br />

Traurig, dass du nicht dabei warst?<br />

Klar, aber das bringt meine Aufgabe<br />

als Teambesitzer mit sich. Ich<br />

bin nah dran, kann aber nicht immer<br />

dabei sein. Jeder im Team hat<br />

seine Aufgabe.<br />

Kannst du euren Fahrern dennoch<br />

mit deiner Erfahrung helfen?<br />

Ich weiß, was es bedeutet, am Start<br />

zu stehen. Was ich tun kann, ist<br />

Ruhe auszustrahlen und vor allem<br />

keine Ego-Show abzuziehen. Es<br />

geht nicht um mich, sondern um<br />

uns. Ich denke, dass dies ein wichtiger<br />

Teil unseres Erfolgsrezepts ist.<br />

Es geht darum, sich zu ergänzen.<br />

Wir haben eine flache Hierarchie,<br />

jeder bringt seine Erfahrung ein, so<br />

kompensieren wir auch gegenseitig<br />

unsere Schwächen.<br />

Ihr setzt vor allem auf Nachwuchsfahrer.<br />

Wie entwickelt man sie am<br />

besten?<br />

Indem man ihnen Vertrauen<br />

schenkt! Wir arbeiten hart, legen<br />

aber auch großen Wert auf seelisches<br />

Gleichgewicht. Wir stellen<br />

die Menschen in den Mittelpunkt<br />

unseres Tuns. Mit ihren Wünschen<br />

und Bedürfnissen, ihren Ängsten<br />

und Möglichkeiten. Nur zufriedene<br />

und glückliche Athleten können<br />

wirklich performen. Der Erfolg ergibt<br />

sich daraus ganz automatisch.<br />

Bjarne Riis hat einmal gesagt, nur<br />

wenige Radrennfahrer verfügten<br />

ZUR PERSON<br />

Fabian Cancellara<br />

wurde am 18. März 1981 in Wohlen bei<br />

Bern (CH) geboren. 2006 gewann<br />

er mit Paris–Roubaix seinen ersten<br />

Klassiker, bei dem er zwei weitere Male<br />

(2010, 2013) triumphierte. Er siegte bei<br />

Mailand-Sanremo (2008) und gewann<br />

dreimal die Flandern-Rundfahrt (2010,<br />

2013, 2014). Im Einzelzeitfahren war<br />

Cancellara über Jahre hinweg der<br />

Mann, den es zu schlagen galt, er wurde<br />

zweimal Olympiasieger und viermal<br />

Weltmeister. Seit 2022 ist er Besitzer<br />

des Tudor Pro Cycling Teams, das<br />

aus dem U23-Nachwuchsteam Swiss<br />

Racing Academy hervorging.<br />

www.tudorprocycling.com<br />

über einen „so geschmeidigen und<br />

regelmäßigen Tritt“ wie du. Wie<br />

fühlte sich das an?<br />

Ganz ehrlich, in gewissen Momen-<br />

ten hatte ich nicht das Gefühl, dass<br />

ich rund trete. Aber wenn’s läuft,<br />

dann läuft’s. Es geht um die Verbindung<br />

zwischen Mensch und Maschine,<br />

aus der eine einzigartige Dynamik<br />

hervorgehen kann. Es ist diese<br />

Souplesse, die pure Freude am geschmeidigen<br />

Fahren. Als Kind habe<br />

ich das bei meinen Idolen bewundert.<br />

Und so habe ich dann meinen<br />

eigenen Stil entwickelt.<br />

Wer waren deine Idole?<br />

Einer meiner Helden war Miguel<br />

Indurain. Und besonders fasziniert<br />

hat mich Franco Ballerini, der auch<br />

Paris–Roubaix gewann. Er hatte<br />

Klasse, eine ganz besondere Eleganz,<br />

als würde er über das Kopfsteinpflaster<br />

schweben. Selbst unter<br />

vollem Druck schien er mit<br />

Leichtigkeit zu treten. Das hat mich<br />

inspiriert. Und daran habe ich gear-<br />

FOTO: Tudor Pro Cycling<br />

088


BIKE<br />

beitet. Um ein solches Fahrgefühl<br />

zu verinnerlichen, brauchst du allerdings<br />

viel Zeit und Geduld.<br />

Der Sportwissenschaftler Paul<br />

Köchli hat deine Fahreigenschaften<br />

untersucht. Er stellte eine hohe<br />

Trittfrequenz fest sowie die Fähigkeit,<br />

instinktiv zu schalten. Ist das<br />

Intuition oder Training?<br />

Ich habe immer viel geschaltet.<br />

Zwei hoch, drei runter, ich war nie<br />

einer von denen, die eine Stunde<br />

oder länger im gleichen Gang vor<br />

sich hintreten. Ich war auch einer<br />

der Letzten, die noch mechanisch<br />

geschaltet haben, als alle anderen<br />

schon elektronisch unterwegs waren.<br />

Die Beine machen die Arbeit,<br />

aber die Maschine muss perfekt damit<br />

harmonieren.<br />

Zumeist erfolgsverwöhnt, war das<br />

Jahr 2012 ein schwieriges mit mehreren<br />

Stürzen und Verletzungen.<br />

War der Körper müde? Oder der<br />

Kopf?<br />

Vielleicht bin ich zu euphorisch in<br />

die Saison gegangen. Der Sturz bei<br />

der Flandern-Rundfahrt mit vierfachem<br />

Schlüsselbeinbruch war natürlich<br />

Pech. Bei der Tour de France<br />

bin ich dann zwar einige Tage in<br />

Gelb gefahren, aber bei den Olympischen<br />

Spielen beging ich einen<br />

Fahrfehler, und am Ende war die<br />

Saison wirklich zum Abhaken. Der<br />

Körper war ausgelaugt, ich war<br />

müde im Kopf, habe nicht mehr dieses<br />

Feuer gespürt und an mir gezweifelt.<br />

Heute denke ich mir, dass<br />

es solche Down-Momente während<br />

einer längeren Karriere geben<br />

muss. Daraus wächst neue Kraft,<br />

um sich aufzurichten und das Momentum<br />

für die nächsten Erfolge<br />

zu nutzen.<br />

Du hast dreimal Paris–Roubaix mit<br />

seinen berüchtigten Abschnitten<br />

über Kopfsteinpflaster gewonnen.<br />

Ist das Quälerei oder Faszination?<br />

Das Material hat sich entwickelt<br />

und damit hat sich auch das Rennen<br />

verändert. Früher warst du auf 26<br />

FOTO: Tudor Pro Cycling<br />

Die Beine machen<br />

die Arbeit, aber<br />

die Maschine<br />

muss perfekt damit<br />

harmonieren.<br />

oder 28 Millimeter unterwegs, heute<br />

kannst du schon mal mit<br />

32er-Reifen fahren, das gibt dir<br />

neue Möglichkeiten. Aber es bleibt<br />

das Pflaster, es bleibt Roubaix …<br />

Und es bleibt vor allem eine absolute<br />

Faszination.<br />

Werden die großen Rundfahrten immer<br />

härter, so wie von vielen kritisiert?<br />

Ich denke schon, dass die Rennen<br />

schneller geworden sind. Aber so<br />

haben die Fahrer nach sechs Stunden<br />

Feierabend, während wir früher<br />

schon mal sieben Stunden im Sattel<br />

saßen. Generell sind die großen Touren<br />

in meinen Augen etwas wilder<br />

geworden, es sind mehr junge Athleten<br />

dabei, die sich nicht immer an<br />

die Hierarchie im Team halten. Das<br />

war früher nicht machbar. Bei uns<br />

hieß es für die Jungen: Klappe halten,<br />

tief gehen und treten!<br />

Es gab mal die Idee, einen Klassementfahrer<br />

für die großen Rundfahrten<br />

aus dir zu machen. Warum hast<br />

du das abgelehnt?<br />

Ich hätte fünf Kilo Gewicht verlieren<br />

müssen. Einen anderen Typ von<br />

Rennfahrer aus mir zu machen,<br />

ohne zu wissen, ob es funktionieren<br />

wird, hielt ich für keine gute Idee.<br />

Ich wollte der bleiben, der ich bin.<br />

Und genau so war ich dann auch<br />

über Jahre erfolgreich.<br />

Du warst bei wichtigen Events fast<br />

immer auf den Punkt fit. Lag das am<br />

perfekten Training? Oder am Killerinstinkt?<br />

Ich habe trainiert, um Rennen zu<br />

gewinnen. Das war mein Antrieb.<br />

Und dabei habe ich offenbar eine<br />

gute Balance aus physischen und<br />

mentalen Komponenten gefunden.<br />

Bei den Spielen in Rio 2016 hast du<br />

im letzten Jahr deiner Karriere noch<br />

einmal Gold geholt. Geht’s besser<br />

zum Abschied?<br />

Nein, besser geht’s wirklich nicht.<br />

Wenn du mit dem größten Erfolg im<br />

Sport das Buch schließen kannst,<br />

um ein neues Kapitel zu öffnen,<br />

dann ist das schon sehr dankbar.<br />

Und mit dem Blick zurück: Was<br />

waren die schönsten Ausfahrten?<br />

Als Profi fährst du meistens mit einem<br />

konkreten Ziel los, vielleicht<br />

eine Stunde mit Intervallen oder<br />

fünf Stunden Grundlage. Die<br />

schönsten Momente auf dem Rad<br />

habe ich immer dann erlebt, wenn<br />

ich einfach losgefahren bin – ganz<br />

ohne Plan.<br />

Seit 2022 ist<br />

Cancellara<br />

Besitzer des<br />

Tudor Pro<br />

Cycling Teams.<br />

Sein Credo:<br />

„Nur glückliche<br />

Athleten<br />

können performen.“<br />

089


TOURISMUS<br />

Rennradtouren<br />

Ode an<br />

die Pässe<br />

Was ist eigentlich das Schöne am Plagen,<br />

Kurbeln und Schnaufen? Oder anders<br />

gefragt: Was lässt das Herz eines wahren<br />

Kletterers am Rennrad höherschlagen?<br />

von Michael Forster<br />

090


BIKE<br />

DEM GIRO D’ITALIA<br />

AUF DER SPUR.<br />

Im Trentino warten 23 ausgeschilderte<br />

legendäre<br />

Rennrad-Anstiege – hier in<br />

Madonna di Campiglio.<br />

FOTO: Region Trentino/Montigiani<br />

091


TOURISMUS<br />

Rennradtouren<br />

V<br />

on oben brennt<br />

die Sonne, von<br />

unten glüht der<br />

Asphalt und mit<br />

jeder Kehre baut<br />

sich eine weitere<br />

Serpentine auf. Für die einen ein<br />

Albtraum – für eingefleischte Bergfahrer<br />

der Traum in den Alpen.<br />

Auch in diesem Jahr werden wieder<br />

Tausende Radler versuchen, beeindruckende<br />

Pässe und Bergstraßen<br />

zu erklimmen. Aber es müssen<br />

nicht immer die klingenden Namen<br />

sein, die Rennradfahrers Herzschlag<br />

(wegen der Anstrengung,<br />

aber auch aus schierer Freude an<br />

der Herausforderung und am Aufwärtskurbeln)<br />

beschleunigen.<br />

Damit liegt die erste Frage an<br />

unser Expertenteam dieser Geschichte<br />

– allesamt mit einer ausgesprochenen<br />

Liebe zum Rennrad<br />

ausgestattet – auf der Hand: Woher<br />

kommt die Begeisterung fürs Überwinden<br />

von Höhenmetern?<br />

Gunter Brandstätter, Geschäftsführer<br />

der Tourismusregion<br />

Mittelkärnten, erklärt es so: „Für<br />

Rennradenthusiasten sind Bergetappen<br />

das ultimative Abenteuer.<br />

Es geht nicht nur darum, von A<br />

nach B zu gelangen, sondern vielmehr<br />

um die Herausforderung, sich<br />

selbst und seine inneren Grenzen<br />

zu übertreffen.“ Dazu ergänzt Raimund<br />

Stanger von Radsport Stanger<br />

in Kitzbühel: „Pass- oder<br />

Höhenstraßen sind meistens landschaftlich<br />

besonders reizvoll und<br />

der Ausblick auf die Bergwelt ist<br />

gigantisch. Außerdem gibt es eine<br />

Vielzahl an Bergstrecken, die ein<br />

Muss für jeden Rennradenthusiasten<br />

sind.“<br />

Für Rennradprofi Letizia Borghesi<br />

vom amerikanischen „EF Education-Easy<br />

Post“-Team, die in der<br />

Region Trentino zu Hause ist, ist es<br />

nicht immer ein Genuss und dennoch<br />

faszinierend. „Das Erklimmen<br />

der langen, harten Anstiege stellt<br />

Körper und Geist auf die Probe. Es<br />

ist ein ständiger Kampf, trotz des<br />

Brennens in den Beinen und der<br />

Kurzatmigkeit das Leiden zu ertragen.<br />

Manchmal ist der Verstand<br />

DIE EXPERTEN<br />

Gunter Brandstätter<br />

Rennradbegeisterter Geschäftsführer<br />

der Region Mittelkärnten.<br />

www.mittelkaernten.at<br />

Raimund Stanger<br />

Inhaber von Radsport Stanger in<br />

Kitzbühel, Tirol.<br />

www.kitzbuehel.com<br />

Letizia Borghesi<br />

Rennradprofi (Team EF Education-Easy<br />

Post) aus der Region Trentino, Italien.<br />

www.visittrentino.info<br />

im Zwiespalt und sagt, man solle<br />

langsamer machen, aber dann blickt<br />

man zurück und sieht, wie weit man<br />

schon gekommen ist, dann sammelt<br />

man die letzte Energie, um weiterzumachen.“<br />

Startklar<br />

Die Vorbereitung auf eine solche<br />

Tour von mitunter mehreren Tausend<br />

Höhenmetern sollte gut durchdacht<br />

sein. Dafür empfiehlt Raimund<br />

Stanger ein abwechslungsreiches<br />

Programm: „Es müssen<br />

nicht immer extrem lange Anstiege<br />

sein. Auch der kurze Hausberg<br />

reicht aus, wenn man ihn entsprechend<br />

oft fährt. Ideal ist es,<br />

wenn man Tempofahrten bzw. Intervalle<br />

einbaut. Das können kürzere<br />

von 1 bis 3 Minuten sein oder auch<br />

längere zwischen 5 und 10 Minuten.“<br />

Und ein Tipp vom Profi: „Ich<br />

empfehle auch einen Testanstieg,<br />

bei dem die Zeit gemessen wird und<br />

so der Fortschritt beobachtet werden<br />

kann. So sieht man, ob das<br />

Trainingsprogramm die richtigen<br />

Reize setzt. Am Wochenende würde<br />

ich dann eine längere Fahrt mit einigen<br />

Anstiegen einplanen, um die<br />

aerobe Basis zu stärken.“ Zeitlich<br />

empfiehlt Gunter Brandstätter den<br />

Spätsommer oder Frühherbst als<br />

perfekten Zeitpunkt für die jährliche<br />

„Passkontrolle“, denn „da erreicht<br />

die eigene Fitness den Höhepunkt<br />

und das Wetter in den Bergen<br />

ist stabil. Es geht aber schon Mitte,<br />

Ende Mai los, wenn die großen<br />

Pässe geöffnet und vom Schnee<br />

befreit sind.“<br />

FOTO: Kitzbühel Tourismus<br />

Raimund Stanger<br />

klettert in seiner<br />

Heimatregion<br />

Kitzbühel.<br />

Geschmackssache<br />

Bei der Frage nach dem perfekten<br />

Anstieg scheiden sich die Geister –<br />

stundenlang hochkurbeln oder<br />

Meter für Meter die knackigen<br />

Rampen hinaufquälen? Bei Letizia<br />

Borghesi fällt die Antwort eindeutig<br />

aus: „Wenn ich ans Bergfahren<br />

denke, kommen mir als Erstes<br />

Anstiege mit vielen Haarnadelkurven<br />

in den Sinn, die kultigsten<br />

092


BIKE<br />

Bergauf kann man an seine Grenzen gehen, bergab aber sollte vorausschauend und mit<br />

Sicherheitsreserven gefahren werden: Abfahrt von der Simonhöhe in der Region Mittelkärnten.<br />

Berge bestehen aus unzähligen<br />

Kehren.“ Raimund Stanger: „Der<br />

perfekte Anstieg ist sicherlich<br />

jener, der mit einer entsprechenden<br />

Geschwindigkeit gefahren werden<br />

kann. Das hängt natürlich sehr vom<br />

eigenen Leistungszustand ab. Für<br />

einen Einsteiger sind so eher die<br />

weniger steilen Rampen feiner zu<br />

fahren, leistungsstarke Fahrer finden<br />

auch an steileren Anstiegen<br />

ihren Spaß.“ Und Gunter Brandstätter<br />

fasst es so zusammen:<br />

„Letztendlich kommt es darauf an,<br />

was sich am besten anfühlt und<br />

welche Art von Erfahrung gesucht<br />

wird. Manche mögen die Einfachheit<br />

und Vorhersehbarkeit von<br />

ordentlichen Gefällen, während andere<br />

die Abwechslung und das Gefühl<br />

des Hochkletterns von Kurve<br />

zu Kurve schätzen.“<br />

So weit das Auge reicht<br />

Wer seinen Rennrad-Urlaub gern<br />

mit „viel Pass“ garniert, der ist in<br />

den Alpen genau richtig. Hier<br />

schlängeln sich unzählige steile<br />

Bergstraßen die Hänge hoch. „Bei<br />

uns in Kitzbühel ist sicherlich das<br />

Kitzbüheler Horn die prominenteste<br />

Bergstraße; es wird nicht umsonst<br />

als der ‚steilste‘ Radberg<br />

Österreichs bezeichnet. Es gibt<br />

aber in unserer Region auch viele<br />

andere Strecken, speziell in den<br />

Seitentälern des Brixentals oder im<br />

Kaisertal“, so die Empfehlung Stangers.<br />

Im Trentino findet man unter<br />

den 23 hervorragend ausgewiesenen<br />

„Salita da Mito“-Anstiegen<br />

unzählige Legenden des Giro<br />

d’Italia wie beispielsweise den malerischen<br />

Manghen-Pass zwischen<br />

Valsugana und Val di Fiemme:<br />

„Aber es gibt nicht nur die Pässe,<br />

sondern auch andere versteckte<br />

Anstiege wie den zum Lago di<br />

Tovel, der mir am besten gefällt.<br />

Ein etwa 8,5 Kilometer langer Anstieg<br />

mit Rampen von fast 20 %.<br />

Ich liebe diesen Anstieg, weil die<br />

Landschaft um ihn herum bezaubernd<br />

und die Natur unberührt<br />

ist. Nach der Anstrengung erreicht<br />

man einen kleinen Almsee, der in<br />

der Vergangenheit für sein rot gefärbtes<br />

Wasser berühmt war.“<br />

Beim Rennradfahren<br />

geht es nicht um die<br />

Fahrt von A nach B,<br />

sondern darum, sich<br />

selbst und seine<br />

inneren Grenzen zu<br />

übertreffen.<br />

TO: Region Mittelkärnten/Stabentheiner<br />

In Kärnten empfiehlt Gunter<br />

Brandstätter, Sport, Naturgenuss<br />

und Kultur zu verbinden: „Der<br />

Magdalensberg ist vielleicht nicht<br />

der bekannteste Berg in Kärnten,<br />

aber er ist definitiv ein Pflichttermin<br />

für Rennradfahrende und<br />

Besucher gleichermaßen. Und während<br />

der Tour können Radfahrer<br />

auch den Herzogstuhl besichtigen,<br />

einen steinernen Thron, der ein<br />

Symbol für die Selbstständigkeit<br />

Kärntens ist.“<br />

Abwärts!<br />

Vorsicht ist geboten, wenn es wieder<br />

nach unten geht. Mit den<br />

Scheibenbremsen am Renner hat<br />

sich die Bremsleistung verbessert,<br />

das richtige Betätigen will aber gelernt<br />

sein: „Wichtig ist, beide Bremsen<br />

zu verwenden“, rät Raimund<br />

Stanger, „die Bremsleis tung ist am<br />

Vorderrad durch die dynamische<br />

Gewichtsverteilung wesentlich größer.<br />

Hier besteht bei Radfahrern<br />

oft die Angst, dass das Vorderrad<br />

wegrutschen kann, oder dass man<br />

einen Überschlag verursacht.“ Im<br />

Trentino gibt es Aktionen wie den<br />

Sellaronda Bike Day – zwei autofreie<br />

Tage im Jahr, an denen das<br />

Sella- und Grödnerjoch sowie Pordoi-<br />

und Campolongopass den Radlern<br />

vorbehalten sind. So bleiben<br />

Überraschungen bei der Abfahrt in<br />

Form anderer Verkehrsteilnehmer<br />

aus. Aber: „Mein Rat ist, bergauf,<br />

hart fahren, aber bergab, mit einer<br />

Geschwindigkeit, die nicht übertrieben<br />

ist und die den eigenen<br />

Fahrkünsten entspricht. Lass dich<br />

nicht vom Stolz treiben, anderen<br />

Radfahrern folgen zu müssen oder<br />

dich von ihnen abzusetzen. Bergab<br />

ist es dringend notwendig, einen<br />

kühlen Kopf zu bewahren“, empfiehlt<br />

Profi Letizia Borghesi. Gunter<br />

Brandstätter stimmt zu: „Vorausschauend<br />

und nicht über die eigenen<br />

Verhältnisse fahren, immer ein<br />

gutes Gefühl haben. Und auf den<br />

regelmäßigen Reifendruck-Check<br />

niemals vergessen.“<br />

093


TOURISMUS<br />

Rennradtouren<br />

Rennradtouren<br />

TIROL<br />

Quer durch den Chiemgau<br />

Die anspruchsvolle Tour mit Start/<br />

Ziel in Kufstein führt durch urige<br />

Dörfer mit malerischen Hügeln und<br />

zählt zu den Great Rides, den zehn<br />

aussichtsreichsten Rennradtouren in<br />

Tirol. In Kufsteins Innenstadt warten<br />

verschiedene kulinarische Highlights<br />

mit Cafés und Restaurants.<br />

124 km 1350 hm<br />

www.kufstein.com<br />

Innsbruck–Kühtai<br />

Der Klassiker von Innsbruck ins Kühtai<br />

ist eine konditionelle Herausforderung<br />

mit atemberaubenden Panoramen,<br />

rasanten Abfahrten und<br />

idyllischen Dörfern. Startend auf<br />

dem Innradweg führt die Tour über<br />

Telfs, Ötz und Ochsengarten zum<br />

höchsten Punkt des Kühtais. Dort<br />

folgt die Abfahrt nach Kematen,<br />

flach geht es zurück nach Innsbruck.<br />

110 km 1600 hm<br />

www.innsbruck.info<br />

Kaunertaler Gletscherstraße<br />

Die Gletscherstraße zählt zu den<br />

spektakulärsten Rennradtouren in<br />

den Alpen. Ausgehend vom Talort<br />

Prutz sind rund 2260 Höhenmeter<br />

FOTO: Region Villach Tourismus/Martin Steinthaler/tinefoto.com<br />

auf dieser kurvenreichen und teils<br />

steilen Strecke zu überwinden, ehe<br />

man auf einer Höhe von 2750<br />

Meter am Fuße der hohen Weißseespitze<br />

ankommt. Rückweg auf<br />

gleicher Strecke.<br />

77 km 2260 hm<br />

www.kaunertal.com<br />

OSTTIROL<br />

Dolomitenradrundfahrt<br />

Nahrung für Körper, Geist und<br />

Seele: Die Dolomitenradrundfahrt<br />

begeistert auf 112 km mit Start und<br />

Ziel in Lienz, kleinen romantischen<br />

Dörfern entlang des Lesachtales,<br />

bizarren Bergspitzen und eindrucksvollen<br />

Naturlandschaften – ein<br />

Raderlebnis für alle Sinne.<br />

112 km 1870 hm<br />

www.osttirol.com<br />

Die Villach 3 Länder Runde führt durch Österreich, Italien und Slowenien.<br />

SALZBURG<br />

Am Fuße des Dachsteins<br />

Die Rennradtour führt durch das<br />

Zentrum von Ski amadé. Start beim<br />

Tourismusbüro Wagrain in Richtung<br />

Flachau, entlang des Ennsradweges<br />

nach Radstadt und weiter bis nach<br />

Schladming. Über das 20 km lange<br />

Plateau von Ramsau geht es über<br />

die Hachau nach Filzmoos mit seiner<br />

imposanten Bischofsmütze und<br />

zurück zum Ausgangspunkt<br />

95,82 km 1510 hm<br />

www.salzburgersportwelt.com<br />

Postalmrunde<br />

Die Tour führt ausgehend von<br />

Fuschl am See vorbei am<br />

Wolfgangsee auf die Postalm -<br />

Österreichs größtes Hochplateau.<br />

In rasanter, langer Abfahrt geht es<br />

dann in das Lammertal und mit dem<br />

beeindruckenden Tennengebirge im<br />

Rücken über Kuchl, Hallein und das<br />

Wiestal retour bis in die Fuschlseeregion.<br />

108 km 2100 hm<br />

www.rennrad-austria.at<br />

Gaisbergtour<br />

Von Fuschl am See führt die Tour<br />

durch idyllische Dörfer und über<br />

Nebenstraßen in Richtung des vor<br />

der Festspielstadt Salzburg liegenden<br />

Gaisberges. Nach einem heftigen<br />

Anstieg über die Serpentinen<br />

auf den Gaisberg wird man mit<br />

einem traumhaften Panoramablick<br />

auf die Stadt Salzburg belohnt.<br />

60 km 1290 hm<br />

www.rennrad-austria.at<br />

KÄRNTEN<br />

Villach 3 Länder Runde<br />

Die Highlighttour im Alpen-Adria-<br />

Dreieck Österreich, Italien und Slowenien:<br />

Sehr anspruchsvolle Rundtour<br />

ab Villach durch den Triglav-<br />

Nationalpark, es geht über den<br />

Predil-Pass, den Vršič-Pass und den<br />

Wurzenpass. Tipp: einkehren bei<br />

Espresso in Tarvisio und Cremeschnitte<br />

in Kranjska Gora!<br />

106 km 2340 hm<br />

www.visitvillach.at<br />

Mittelkärntner Gurktalrunde<br />

Die Gurktalrunde mit Start in Pörtschach<br />

verbindet das verkehrsarme<br />

Rennradgebiet im Gurktal in Mittelkärnten<br />

mit der Wörtherseeregion<br />

im Süden. Wenig Höhenmeter! Tipp<br />

zum Einkehren: Burg Strassburg,<br />

Burg Hochosterwitz, der Herzogstuhl<br />

und der Dom in Maria Saal.<br />

117 km 630 hm<br />

www.mittelkaernten.at<br />

Wörthersee-Hinterland<br />

Geheimtipp: Der Wörthersee abseits<br />

der Hauptstraßen. Mittelschwere<br />

Tour mit zwei mittleren<br />

Bergen von Velden nach Süden<br />

zum Pyramidenkogel, dann nach<br />

Klagenfurt. Weiter nach Norden<br />

zum Forstsee, nach Köstenberg und<br />

zurück nach Velden. Da wartet<br />

schon das verdiente Eis am See.<br />

75 km 1100 hm<br />

www.woerthersee.com<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Rennrad Tour Donautal<br />

Abwechslungsreiche Fahrt ins Donautal<br />

mit der Schlögener Schlinge.<br />

Start in Aigen-Schlägl über Haslach<br />

nach Wimberg. Über Neuhaus<br />

dann hinab ins Donautal und flussaufwärts<br />

nach Obermühl. Retour<br />

über Rohrbachberg.<br />

79 km 1374 hm<br />

www.oberoesterreich.at<br />

Rund um den Moldaustausee<br />

Die Tour startet in Aigen-Schlägl<br />

und bietet etwas für alle Ansprüche.<br />

Entlang des Moldaustausees auf<br />

wenig befahrenen Straßen durch<br />

vielfältige Landschaften und das<br />

Naturschutzgebiet Sumava und<br />

über den Schwarzenbergischen<br />

Schwemmkanal nach Glöckelberg.<br />

95 km 1272 hm<br />

www.boehmerwald.at<br />

094


Tourenübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Valamar<br />

Traumtour auf<br />

Istrien: die Runde<br />

„Die Drei Burgen“<br />

mit Start und Ziel<br />

in Poreč.<br />

STEIERMARK<br />

Rennrad-Tour Riegersburg<br />

Wunderschöne Panoramatour mit<br />

Startpunkt bei der Heiltherme Bad<br />

Waltersdorf. Über Wagerberg entlang<br />

des R12, Feistritztalradwegs,<br />

nach Riegersburg mit Option auf<br />

Burgbesichtigung oder Besuch<br />

beim Schokoladier Zotter. Retour<br />

über die Thermenhauptstadt Fürstenfeld<br />

mit dem größten Freibad<br />

Europas.<br />

81 km 620 hm<br />

www.oststeiermark.at<br />

Südsteirische<br />

Weinstraßen- Runde<br />

Start der mittelschwere Rennrad-Tour<br />

zu den schönsten Seiten<br />

der Südsteiermark ist in Gamlitz.<br />

Locker geht es dabei bergauf und<br />

bergab durch Weinberge, stets<br />

begleitet von herrlicher Aussicht<br />

und bestem Weitblick. Zahlreiche<br />

Einkehr-Möglichkeiten säumen den<br />

Weg.<br />

44 km 626 hm<br />

www.suedsteiermark.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Weinradroute Veltliner<br />

Die Weinradroute Veltliner führt<br />

ausgehend von der Thermenstadt<br />

Laa/Thaya durch das nordöstliche<br />

Weinviertel. Die Namenswahl ist<br />

kein Zufallstreffer, denn die Radroute<br />

führt vorbei an zahlreichen Weinlagen,<br />

malerischen Kellergassen und<br />

namhaften Weinorten.<br />

76 km 558 hm<br />

www.weinviertel.at<br />

Radberg Hochkar –<br />

DIE Herausforderung<br />

Die Tour zur „Cima Coppi Niederösterreichs“<br />

von Waidhofen aufs Hochkar<br />

bietet alles fürs Rennradlerherz:<br />

Flusslandschaft, Naturpark, Wälder,<br />

Almen – alles auf Radwegen und ruhigen<br />

Nebenstraßen. Bis zu 25 %<br />

Steigung verlangen Kletterkünste –<br />

als Belohnung gibt’s eine Erinnerungsmedaille,<br />

herrliches Panorama<br />

und jede Menge Endorphine.<br />

107 km 1910 hm<br />

www.ybbstaler-alpen.at<br />

ITALIEN<br />

Drei-Alpen-Täler-Rundtour<br />

Eine sportliche Rundtour, die durch<br />

die drei Haupttäler der Julischen<br />

Alpen führt: das Fella-Tal, das Raccolana-Tal<br />

und das Rio del Lago-Tal.<br />

Die Strecke beginnt in Pontebba<br />

und ist historisch, landschaftlich,<br />

kulturell sehr interessant, aber auch<br />

anspruchsvoll.<br />

73,6 km 1084 hm<br />

www.turismofvg.it/de/bike/<br />

Tour durch das Val di Cembra<br />

und Pinè<br />

Die Tour beginnt in Trient und führt<br />

über die Piana Rotaliana, die Hochebene<br />

von Pinè und die obere Valsugana<br />

und ist somit ideal, um die<br />

zentralen und östlichen Gebiete des<br />

Trentino zu erkunden. Der legendärste<br />

Anstieg auf dieser Tour ist<br />

die „Salita dei Campionissimi“<br />

(„Aufstieg der großen Champions“),<br />

eine Hommage an die<br />

Leistungen der Familie Moser und<br />

Gilberto Simoni.<br />

86,9 km 1655 hm<br />

www.visittrentino.info<br />

KROATIEN<br />

Route 159 „Die Drei Burgen“<br />

Eine wundervolle Tour für Rennradbegeisterte,<br />

bei der man in der<br />

Nähe der drei berühmtesten istrischen<br />

Schlösser (Kulturdenkmäler)<br />

radelt. Start der Tour ist Poreč. Die<br />

Tour führt größtenteils über wenig<br />

befahrene Straßen des istrischen<br />

Hinterlandes mit mehreren kürzeren<br />

und zwei etwas längeren Anstiegen.<br />

88 km 930 hm<br />

www.istria-bike.com<br />

SLOWENIEN<br />

Rundtour Vipava-Tal & Karst<br />

Diese Tour führt auf wenig befahrenen<br />

Landstraßen durch Weinberge<br />

und Wälder sowie durch die Dörfer<br />

des Vipava-Tals und des Karsts – zu<br />

jeder Jahreszeit ein Genuss!<br />

Sehens würdigkeiten entlang der<br />

Strecke: römische Festung von<br />

Castra, Schloss Rihemberk in Branik,<br />

Quellen des Flusses Vipava u. v. m.<br />

62,5 km 581 hm<br />

www.vipavskadolina.si/de<br />

www.visitkras.info/de<br />

095


ENNSRADWEG<br />

FOTOS: Sebastian Canaves | Off The Path, STG | Tom Lamm<br />

Der Fluss, dein Begleiter<br />

Lust auf eine Radreise durch historische Städte und Nationalparks?<br />

Hier schlägt die Stunde des eindrucksvollen Ennsradwegs.<br />

D<br />

er Ennsradweg gilt<br />

als Geheimtipp für<br />

Naturbegeisterte und<br />

Genießer: Auf 263 Kilometern<br />

folgt er dem<br />

Lauf der Enns, des längsten Binnenflusses<br />

Österreichs, und führt<br />

dabei durch die Bundesländer Salzburg,<br />

Steiermark und Oberösterreich.<br />

Imposante Bergpersönlichkeiten<br />

wie der Dachstein säumen<br />

seinen Weg – vorbei an romantischen<br />

Tälern, rauschenden Wildbächen<br />

und verträumten Dörfern.<br />

Historische Städte wie Radstadt,<br />

Schladming oder Steyr sind dabei<br />

die Begleiter durch die einzigartige<br />

Naturkulisse zwischen Niederen<br />

Tauern, Salzkammergut, Gesäuse<br />

und Reichraminger Hintergebirge.<br />

Besonders beeindruckend ist,<br />

wie sich die gemütliche und ruhige<br />

Enns im Nationalpark Gesäuse zum<br />

Der Ennsradweg<br />

auf einen Blick<br />

Start: Flachauwinkl<br />

Ziel: Enns (mit Anschluss an den<br />

Donauradweg)<br />

Länge: 263 km<br />

Empfehlenswerter Zeitplan:<br />

5–8 Tage inklusive Reservezeit für<br />

Besichtigungen<br />

An- und Rückreise:<br />

Zwischen<br />

Selzthal und<br />

Radstadt wird der<br />

Ennsradweg von<br />

Hier geht‘s zum<br />

den ÖBB begleitet<br />

& Habersatter<br />

Ennsradweg<br />

Reisen (+43/6452/7788) und Bus<br />

& Taxi Hubner (+43/3687/81227-0)<br />

bieten einen Rad shuttle entlang des<br />

Ennsradwegs an<br />

tosenden, reißenden Fluss entwickelt,<br />

bevor sie wieder sanfter wird<br />

und schlussendlich in die Donau<br />

mündet. Gleichzeitig hat diese Radreise<br />

sowohl für Sportler als auch für<br />

Genuss-Radfahrer einiges zu bieten.<br />

Start der Tour ist in etwas mehr als<br />

1000 m Seehöhe am Fuße der Niederen<br />

Tauern in Flachauwinkl. Eindrucksvolle<br />

Berge wie der Dachstein<br />

oder der Grimming und unzählige<br />

Badeseen wie der Putterersee begleiten<br />

die Rad-Urlauber genauso wie<br />

kulturelle Highlights wie das Benediktinerstift<br />

Admont oder Österreichs<br />

älteste Stadt Enns.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.ennsradweg.com<br />

096


HEPHA<br />

ANZEIGE / FOTOS: Hepha/Rudi Schedl<br />

Mühelos steil gehen<br />

Seit einem Jahr ist HEPHA in aller Munde. Der deutsche Hersteller will<br />

Mikromobilität erschwinglich machen, ohne dabei auf Performance zu verzichten.<br />

H<br />

EPHA ist eine<br />

Abkürzung von<br />

„HEPHAISTOS“, dem<br />

Namen des griechischen<br />

Gottes des Feuers<br />

und des Handwerks. Mit ihm<br />

verbindet die Marke eine gemeinsame<br />

Vision: Durch Technologie<br />

und Kunst das Leben zu verbessern.<br />

Die Verbindung aus High-<br />

Tech und Design ist auch für<br />

HEPHA der Schlüssel, um mit zeitgemäßen<br />

Mobilitätsprodukten eine<br />

wachsende Community zu begeistern.<br />

Und das in jedem Segment,<br />

vom E-Citybike bis zum performanten<br />

E-MTB aus Carbon.<br />

Eigener E-Antrieb<br />

Ein entscheidender Schlüssel zum<br />

Erfolg und das Unterscheidungskriterium<br />

schlechthin: Die Marke<br />

verbaut einen eigenen E-Bike-Antrieb.<br />

Der P101 ist ein perfekt abgestimmter<br />

Mittelmotor, der trotz<br />

seiner Leistungsfähigkeit von bis<br />

zu 100 Nm nur 2,8 kg auf die Waage<br />

bringt.<br />

HEPHA Mountain 7 Carbon<br />

Der Motor ist auch das Herzstück<br />

des neuen HEPHA Mountain 7 Carbon:<br />

Das leistungsstarke All-Mountain-Fully<br />

deckt einen weiten Einsatzbereich<br />

von Touren bis anspruchsvolle<br />

Trails ab. Selbst extreme<br />

und technische Uphills<br />

meistert es spielend – wie der deutsche<br />

E-MTB Pro Rider Guido<br />

Tschugg regelmäßig unter Beweis<br />

stellt. Seit diesem Jahr unterstützt<br />

er die Marke als Technical Advisor.<br />

Das E-MTB steht in drei Versionen<br />

zur Verfügung: 80 Nm (Long<br />

Range), 90 Nm (Performance) und<br />

100 Nm (Ultra). Versorgt werden<br />

alle Modelle von einer kapazitätsstarken<br />

Intube-Batterie mit standardmäßigen<br />

708 Wh (alternativ<br />

804 Wh), die genügend Energie für<br />

grenzenlose Bike-Action liefert.<br />

Die bei jedem Modell mitgelieferte<br />

HEPHA 6A-FastCharger Wallbox<br />

lädt den Akku in nur 1,6 Stunden<br />

zur Hälfte und in 4 Stunden vollständig<br />

auf. Perfekt abgestimmte<br />

Spezifikationen, smarte Features<br />

und ein durchdachtes Design runden<br />

das HEPHA Mountain 7 Carbon<br />

ab. Der UVP: ab € 4199,–<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.hepha.com<br />

097


Einstieg in die<br />

Oberklasse<br />

Im Xyrons S 7.9 vereint<br />

CONWAY einen Carbonrahmen<br />

mit Alu-Hinterbau,<br />

150 mm Federweg<br />

und Bosch Performance<br />

CX zu einem<br />

tourentauglichen<br />

Gesamtkonzept<br />

für jedermann.<br />

C<br />

ONWAYS Xyron<br />

S-Familie ist groß<br />

und weiß für jeden<br />

Preispunkt und Anspruch<br />

ein Modell zu<br />

bieten. Angeboten werden Varianten<br />

mit komplettem Carbon-Rahmen,<br />

mit Carbon-Rahmen und<br />

Aluminium- Hinterbau sowie komplett<br />

aus Aluminium, dazu gibt es<br />

Federwege von 150 bis 160 mm sowie<br />

MX- und 29“-Konfigurationen.<br />

Das 150 mm 29er Xyron S 7.9 bildet<br />

dabei den Einstieg in die E-Fully-Oberklasse.<br />

Sein Rahmen ist<br />

enorm verwindungssteif und wie<br />

die ganze Xyron- Serie wie aus einem<br />

Guss konzipiert. Die Front ist<br />

bei diesem Bike aus Carbon gefertigt,<br />

der Hinterbau aus Aluminium.<br />

Viel Federweg<br />

macht sich am Trail<br />

bezahlt, sorgt aber<br />

auch für viel Komfort<br />

abseits des schweren<br />

Geländes.<br />

ANZEIGE / FOTOS: / CONWAY<br />

098


CONWAY<br />

CONWAY Xyron S 7.9 Carbon/Alu<br />

ANTRIEB: Bosch Performance CX/ 750 Wh<br />

RAHMEN: Carbon/Alu, 150 mm Federweg<br />

SCHALTUNG: Sram GX Eagle I BREMSEN: TRP Slate<br />

203/203 mm | GABEL: RockShox Lyric Select, 150 mm<br />

DÄMPFER: Fox Float DPS | GEWICHT: ca. 25,5 kg<br />

PREIS (UVP): € 5999, 95<br />

www.conway-bikes..com<br />

5 FRAGEN AN<br />

ULI WILMES<br />

PRODUKTMANAGER<br />

CONWAY BIKES<br />

1. Wo lagen für euch<br />

die Prioritäten in der<br />

Entwicklung des neuen<br />

Xyron S 7.9<br />

Wir wollten ein E-MTB<br />

bauen, das seinem<br />

Besitzer lange Zeit<br />

treue Dienste zu erweisen vermag.<br />

Entsprechend lag der Fokus stark<br />

auf den Attributen Robustheit und<br />

Langlebigkeit.<br />

2. Was zeichnet das Bike ganz<br />

besonders aus?<br />

Der Rahmen. Hier wurde ein leichter<br />

und steifer Carbonhauptrahmen<br />

mit einem robusten Alu-Hinterbau<br />

kombiniert.<br />

Smartes System<br />

Upgedatet mit dem neuen Bosch<br />

Smart System ist das Xyron S 7.9<br />

nicht einfach nur ein ganz normales<br />

Oberklassen-Fully, sondern ein voll<br />

vernetztes und digitales Exemplar.<br />

Alle Tourendaten sind jederzeit<br />

über das „Kiox300“-Display oder<br />

die E-Bike Flow-App abrufbar. Der<br />

Bosch-Akku ist vollständig integriert<br />

im Unterrohr und sorgt so<br />

zusammen mit dem „Performance<br />

CX“ Mittelmotor für einen tiefliegenden<br />

Schwerpunkt. Das Fahrverhalten<br />

ist sehr ausgeglichen. Zusammen<br />

mit den Laufrädern in 29‘‘<br />

sind das optimale Eigenschaften<br />

für längere Touren, für die der<br />

Akku mit seinen 750 Wh über ausreichend<br />

Kapazitäten verfügt.<br />

Alltag trifft Trail<br />

Bergab spielen das Fahrwerk mit<br />

der RockShox „Lyrik Select“-Gabel<br />

mit 150 mm Federweg und dem Fox<br />

„Float DPS“ Dämpfer bestens zusammen.<br />

Die Gabel ist auf den<br />

All-Mountain-Einsatz fokussiert<br />

und spricht butterweich an dank<br />

der Luftfederung mit RockShox<br />

„DebonAir+“-Technologie.<br />

Das Xyron S 7.9 ist somit perfekt<br />

für lange Touren, aber auch ein<br />

idealer Begleiter am Weg ins Büro.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.conway-bikes.com<br />

3. Wie würdest du euer Xyron S<br />

7.9 beschreiben?<br />

Ich sehe unser Xyron S 7.9 vor allem<br />

als das E-Bike für jedermann. Eine<br />

gemäßigte Geometrie gepaart mit<br />

einer hohen Front sorgt für ein entspanntes<br />

Fahren auf langen Touren.<br />

4. Und wen siehst du in der<br />

Kernzielgruppe?<br />

Vom täglichen Weg zur Arbeit bis<br />

hin zur ausgedehnten Tour durchs<br />

Gebirge ist mit dem Xyron S alles<br />

möglich. Entsprechend breit aufgestellt<br />

sehen wir auch die Zielgruppe.<br />

5. Womit dürfen wir in naher<br />

Zukunft sonst noch aus dem<br />

Hause CONWAY rechnen?<br />

Woran arbeitet ihr gerade?<br />

Nach dem Corona Boom folgt bei<br />

uns das große Aufräumen. Es werden<br />

diverse bestehende Plattformen<br />

überarbeitet und angepasst.<br />

099


PRODUKT E-MTBs für Einsteiger<br />

Typberatung<br />

E-MTBs gibt es nicht nur in vielen Farben, Formen<br />

und Preisklassen, auch in Konzept und Einsatzbereich<br />

unterscheiden sich die Räder enorm. Worauf<br />

man als Einsteiger achten sollte. von Lukas Schnitzer<br />

D<br />

u bist auf der Suche<br />

nach deinem ersten<br />

E-MTB, weißt aber<br />

nicht, wo du damit<br />

beginnen sollst? Das<br />

Angebot am Markt ist groß, die<br />

Verwirrung bei Kunden oft ebenso.<br />

Mario Meßmer vom Hersteller Centurion,<br />

Marco Wolff-Staudacher von<br />

HoheAcht und Christian Gaal von<br />

Conway standen uns Rede und Antwort,<br />

um hier etwas Licht ins Dunkel<br />

der Produktvielfalt zu bringen.<br />

Grundsätzliches<br />

Die ersten Fragen, die man sich vor<br />

einem Kauf stellen sollte, so Mario<br />

Meßmer, sind: In welcher Umgebung<br />

möchte ich fahren? Und welche<br />

Belastungen ergeben sich<br />

durch diese und meinen Fahrstil?<br />

Die Entscheidung, ob Fully oder<br />

Hardtail definiert für Marco<br />

Wolff-Staudacher den Einsatzbereich<br />

am stärksten. Auch der Antrieb,<br />

sprich Full-Power oder Light/<br />

Minimal-Assist ist ein für ihn wichtiger<br />

Faktor. Mit Nachdruck weist<br />

Wolff-Staudacher auch darauf hin,<br />

dass im artgerechten MTB-Einsatz<br />

Nabenmotoren wenig verloren haben.<br />

Hier führt kein Weg am Mittelmotorkonzept<br />

vorbei.<br />

Dazu gilt es beim Kauf auf<br />

Fahrwerke namhafter Hersteller sowie<br />

auf 4-Kolben-Bremsen zu achten.<br />

„Auf den ersten Blick funktionale,<br />

aber einfache Parts entpuppen<br />

sich mitunter nach kurzer Dauer als<br />

Ärgernis, da sie schnell verschlei-<br />

ßen können und teuer ersetzt werden<br />

müssen. Unterdimensionierte<br />

und billige Federgabeln bieten oft<br />

nicht die gewünschte Performance,<br />

die geringe Steifigkeit sowie hohe<br />

innere Reibung machen sie unkomfortabel“,<br />

ergänzt Meßmer.<br />

Ein weiterer Punkt, den Christian<br />

Gaal oft sieht und offen hinterfragt,<br />

ist die Auslegung des Bikes<br />

als reines Sportgerät oder SUV:<br />

„Wir sehen oft unsägliche Bastellösungen<br />

mit Vorbauverlän gerungen,<br />

irgendwie befestigten Schutzblechen<br />

und Halterungen – warum<br />

dann nicht gleich ein SUV kaufen,<br />

das genau diese Punkte ab Werk<br />

bietet?“ Für ihn ebenfalls ein wichtiger<br />

Punkt: Sind Akkus leicht entnehmbar?<br />

Viele können nicht im<br />

Keller laden – das Rad jedes Mal<br />

hoch- und runterschleppen, um es<br />

aufzuladen, ist durchaus mühsam.<br />

Daher sollte der Akku leicht entnehmbar,<br />

bei Anwendungen in der<br />

Stadt auch abschließbar sein. Zusätzlich,<br />

so betont man bei Centurion,<br />

müssen E-Bikes StVO-konform<br />

(Klingel, Beleuchtung) an die Kunden<br />

übergeben werden.<br />

Hardtail vs. Fully<br />

„Braucht“ es ein Hardtail oder ein<br />

Fully? „Grundsätzlich hat ein Fully,<br />

erst recht als E-Bike, den größeren<br />

Einsatzbereich, aber auch meist<br />

das höhere Gewicht und auch einen<br />

höheren Preis“, fasst Wolff-Staudacher<br />

kurz und knapp zusammen.<br />

Wer es gern entspannter mag und<br />

FOTO: Centurion<br />

VOLL IM TREND<br />

E-MTBs sind perfekt für<br />

den (Wieder-)Einstieg ins<br />

Mountainbiken, bringen<br />

dich mühelos raus in die<br />

Natur und motivieren zu<br />

mehr Höhenmetern und<br />

weiteren Strecken.<br />

100


BIKE<br />

101


PRODUKT E-MTBs für Einsteiger<br />

nicht unbedingt auf verblockten<br />

Single-Trails unterwegs sein möchte,<br />

kann auch zum Hardtail greifen.<br />

Viele MTB-Fahrer wünschen sich<br />

auch ein direkteres Feedback, wie<br />

es nur ein Hardtail bietet. Ein angenehmer<br />

Nebeneffekt ist auch,<br />

dass sich Hardtails meist einfacher<br />

und vielseitiger mit Zubehör bestücken<br />

lassen, da das Hauptrahmendreieck<br />

frei ist, so der HoheAcht<br />

Entwickler.<br />

„Wenn jemand sicher weiß, er<br />

möchte nur auf Radwegen pendeln,<br />

ist das Hardtail vom Serviceaufwand<br />

über das niedrigere Gewicht<br />

bis hin zum einfacheren Setup des<br />

Fahrwerks sicher die bessere Wahl.<br />

Ist man sich jedoch unsicher, empfehle<br />

ich meistens ein Fully – aus<br />

Erfahrung trifft man diese Leute<br />

später wieder im Wald“, rät Christian<br />

Gaal. Zudem sei der Mehrpreis<br />

des Fullys gegenüber dem Hardtail<br />

mit einigen Abstrichen in der Ausstattung<br />

oft auch gar nicht so groß,<br />

wie man annehmen mag. Entscheidet<br />

man sich aus Komfort-Gründen<br />

oder aufgrund des geplanten Einsatzes<br />

in anspruchsvollem Gelände<br />

und auf Trails pro Fully, führt für<br />

Mario Meßmer aber auch an einer<br />

fachmännischen Anpassung der<br />

Fahrwerkskomponenten kein Weg<br />

vorbei. Und auch die regelmäßigen<br />

Serviceintervalle sollte man ernst<br />

nehmen.<br />

Full Power vs. Minimal Assist<br />

Die Entscheidung zwischen Full Power<br />

Konzepten (Bosch Performance<br />

CX, Shimano EP8 etc.) und<br />

Light-E-Bike respektive Minimal<br />

Assist (Bosch Performance SX, TQ<br />

HPR50 etc.) ist vielschichtig, aber<br />

grundsätzlich einfach, ist man beide<br />

Konzepte einmal Probe gefahren.<br />

Dann weiß man schnell, ob<br />

man nach viel Power, Reichweite<br />

(große Akkus) und Schub oder nach<br />

leichtfüßiger, maximal natürlicher<br />

Unterstützung sucht. Trotzdem unschlüssig?<br />

„Die Hauptvorteile des<br />

Ein Bike für Einsteiger: Das kann ein SUV mit Licht, Schutzblechen und Gepäckträger sein – man<br />

kann aber auch direkt auf die Trails einsteigen. Die Vielfalt am Markt ist groß.<br />

Light-E-Bikes sind das leichte<br />

Handling durch das teils erheblich<br />

geringere Gewicht und ein daher<br />

natürlicheres Fahrgefühl. Range-<br />

Extender (Zusatz-Akkus) erlauben<br />

bei vielen Rädern im Bedarfsfall<br />

auch längere Touren. Full-Power-E-Bikes<br />

bieten in allen Fahrsituationen<br />

ausreichend Unterstützung<br />

und man muss sich kaum Sorgen<br />

um die Reichweite machen. Häufig<br />

sind zudem robustere/stabilere<br />

Komponenten verbaut, die sowohl<br />

mehr Performance als auch mehr<br />

Langlebigkeit mit sich bringen“,<br />

wägt Mario Meßmer die beiden<br />

Konzepte gegeneinander ab.<br />

SUV vs. „Sportgerät“<br />

„Wer sein E-MTB auch zum Pendeln<br />

nutzen möchte und es weniger<br />

hart im Gelände angehen lässt“,<br />

dem legt Marco Wolff-Staudacher<br />

nahe, über ein SUV-Modell nachzudenken.<br />

Die dort ab Werk verbauten<br />

Schutzbleche und Gepäckträger<br />

(sowie integrierte Beleuchtung,<br />

Full-Power oder<br />

Minimal Assist; SUV<br />

oder reines Sportgerät?<br />

Einsteiger<br />

stehen vor einer<br />

großen Auswahl.<br />

Anm.) erachtet er gegenüber Nachrüstlösungen<br />

als überlegen und<br />

auch mit Vollausstattung bliebe ein<br />

gemäßigter Trail-Einsatz möglich.<br />

SUVs haben meist auch eine komfortablere<br />

Geometrie und kommen<br />

dem Genussradler oder Langstrecken-Tourer<br />

eher entgegen.<br />

Argumente pro „Sportgerät“<br />

liefert Mario Meßmer: „Für alle,<br />

die ihr Rad vor allem zur Freizeit<br />

und für Sport nutzen, sind ‚nackte‘<br />

Räder aufgrund des geringeren Gewichts<br />

und des geringeren Preises<br />

sinnvoller. Häufig bieten an solchen<br />

Modellen Komponenten wie Federgabel<br />

und Federbein mehr Performance.“<br />

Individuelle Anpassung<br />

Egal, wofür man sich entscheidet –<br />

viele E-Bike Einsteiger kommen,<br />

wie es Christian Gaal treffend beschreibt,<br />

aus einer langen „Abstinenz“<br />

vom Radfahren zum E-MTB.<br />

Das Wichtigste hier ist, sich das<br />

Bike an sich anpassen zu lassen, da<br />

man „auf einen Schlag nicht mehr<br />

10 km, sondern 30, 40, 50 km lange<br />

Touren fahren wird“. Man muss<br />

sich, so seine Zusammenfassung,<br />

auf dem Rad einfach wohlfühlen,<br />

die Geometrie muss passen, Fahrposition,<br />

Kontaktpunkte wie Sattel<br />

und Griffe etc. sollen ebenfalls<br />

stimmen. Damit ist schon mal ein<br />

großer Schritt hin zum perfekten<br />

(Wieder-)Einstieg in den (E-)MTB-<br />

Sport gemacht.<br />

FOTO: Conwayx<br />

102


THE NEW<br />

SCARP EXONIC<br />

E V O///<br />

JOIN THE<br />

EVOLUTION


PRODUKT E-MTBs für Einsteiger<br />

Top 12<br />

HEPHA Mountain 7 Ultra<br />

ein absolutes Allround-Talent: leistungsstark, robust und vielseitig<br />

performanter P101-Mittelmotor mit bis zu 100 Nm Drehmoment<br />

Hardtail mit Suntour SF25 Gabel mit 100 mm Federweg<br />

dezent integrierte Anschraubpunkte für Ständer-, Gepäckträgeroder<br />

Schutzblechmontage<br />

RAHMEN: Alu; GEWICHT: 23,2 kg<br />

PREIS (UVP): ab € 3299,–<br />

www.hepha.com<br />

GIANT Fathom E+ 2<br />

SR Suntour XCR 34 2-CR Coil Gabel mit 130 mm Federweg<br />

Flexpoint-Hinterbau SyncDrive Pro2 und Sport2 Motoren<br />

EnergyPak Smart 800 – 625 Akkus robuster Shimano LinkGlide<br />

Antrieb 2 EX-Modelle (als Mullet) trailfreundliche Geometrie<br />

RAHMEN: Alu Rahmen; GEWICHT: 24,6 kg<br />

PREIS (UVP): € 3499,–<br />

www.giant-bicycles.com<br />

RADON Jealous Hybrid 10.0<br />

moderner, hydrogeformter Aluminium-Rahmen Fox 34 Rhythm-<br />

Gabel mit 120 mm Federweg Bosch Performance Line CX Motor<br />

der 4. Generation Bosch 750 Wh Powertube Akku Shimano<br />

XT 12-fach Schaltgruppe<br />

RAHMEN: Alu; GEWICHT: 23,2 kg<br />

PREIS (UVP): € 4199,–<br />

www.radon-bikes.de<br />

CENTURION Backfire R800i EQ<br />

perfekter Allrounder mit smartem Bosch-System reichweitenstarker<br />

750-Wh-Akku plus optionaler Zusatz-Akku Centuriontypische<br />

smarte Detaillösungen SR Suntour Zeron35 Boost Air<br />

Lock Gabel, 100 mm Snapkit 2.0 Pro Gepäckträger<br />

RAHMEN: Alu; GEWICHT: 25,8 kg (M)<br />

PREIS (UVP): ab € 4249,–<br />

www.centurion.de<br />

BIONICON Jesse FS 2 750<br />

All-Mountain-Fully für schnelle Abfahrten und lange Touren<br />

SR Suntour SF23-XCR34-BOOST Gabel, 150 mm, RockShox<br />

Deluxe Select+ Dämpfer herausnehmbarer 750 Wh PowerTube<br />

vergrößert die Reichweite<br />

RAHMEN: Alu; GEWICHT: 27,2 kg<br />

PREIS (UVP): € 4299,–<br />

www.bionicon.de<br />

MOUSTACHE Samedi 29 Trail 3<br />

leistungsstarkes High-End-Mountainbike zu einem guten Preis<br />

erhältlich mit 625 und 750 Wh Akkukapazität • Bosch Performance<br />

CX Motor mit 85 Nm Drehmoment • Marzocchi, Bomber Z2 Gabel,<br />

150 mm, Moustache, Magic Grip Control Dämpfer<br />

RAHMEN: Alu, GEWICHT: 25 kg<br />

PREIS (UVP): ab € 4999,–<br />

moustachebikes.com/de<br />

104


12<br />

E-MTB Einsteiger<br />

NOX Hybrid Trail 5.1<br />

NOX Power-Bike, ein Kraftpaket für jede Lebenslage kräftiger<br />

BMZ RS Antrieb mit überdurchschnittlich hoher Leistung (112 Nm)<br />

ausdauernder 720 Wh Akku für eine hohe Reichweite robuster<br />

NOX High-Performance Aluminium Rahmen Fox 34 Float 29“<br />

AWL Gabel mit 140 mm Federweg und Fox Float DPS Dämpfer<br />

RAHMEN: Alu<br />

PREIS (UVP): ab € 5699,–<br />

www.noxcycles.com<br />

BIKE<br />

BÄRENBIKE Grizzly 8.2 Kärnten-Edition<br />

wie bei allen BärenBikes macht die geringe Stückzahl das Bike zu<br />

etwas Besonderem: Es gibt davon 50 Stück Rock Shox 35 Gold RL<br />

Gabel mit 160 mm Federweg und Rock Shox Super Deluxe Dämpfer<br />

komplettes Shimano-System: Motor, Akku, Bremsanlage, Schaltung<br />

RAHMEN: Alu; GEWICHT: 23 kg<br />

PREIS (UVP): € 5800,–<br />

www.baerenbikes.at<br />

BERGAMONT E-Trailster 130 Pro<br />

neues, vollgefedertes Chassis mit RockShox-Fahrwerk,<br />

Gabel 130 mm und Dämpfer 120 mm High-End Performance<br />

Line CX Bosch- Antrieb und 750-Wh-PowerTube-Akku<br />

Tragfähigkeit des Gepäckträgers von 20 kg<br />

RAHMEN: Alu; GEWICHT: 27,5 kg<br />

PREIS (UVP): € 5999,– | www.bergamont.com<br />

HOHEACHT Besta Roko<br />

solide ausgestattetes Carbon E-MTB mit verlässlichem RockShox-<br />

Fahrwerk, Gabel 160 mm und Hinterbau 150 mm Federweg vielseitig,<br />

zuverlässig und komfortabel für großen Fahrspaß und ordentlich Power<br />

in den Bergen sorgt der 85 Nm Shimano EP8 Motor mit 630 Wh Akku<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: ab 24,1 kg<br />

PREIS (UVP): € 5999,–<br />

www.hoheacht-bikes.de<br />

CONWAY Ryvon ST 4.0<br />

leichtgewichtige Trailrakete überzeugt mit der dezenten<br />

Durchsicht auf die Carbonfasern in mattem Schwarz auch optisch<br />

ausgewogene Kombination aus Leistung und Komfort RockShox<br />

„Lyrik Select“ Gabel mit 150 mm und RockShox „Deluxe Select“<br />

Dämpfer; RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 18,6 kg (M)<br />

PREIS (UVP): € 5999,95<br />

www.conway-bikes.com<br />

KTM Macina Scarp SX Master<br />

bietet mit seinem robusten Rahmen und der leistungsstarken Fox 34<br />

Float Gabel mit 140 mm eine ausgezeichnete Federung und Fahrkontrolle<br />

der Fox Float Dämpfer bietet zusätzlichen Komfort und Traktion<br />

Shimano Deore XT Schaltung sorgt für präzise Gangwechsel<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 18,1 kg<br />

PREIS (UVP): € 6299,–<br />

www.ktm-bikes.at<br />

FOTOS: Hersteller<br />

105


Bestseller, neu<br />

interpretiert<br />

Radon geht mit dem komplett<br />

überarbeiteten JAB MX in<br />

die Enduro-Offensive. Ein<br />

Enduro mit moderner<br />

Geometrie, smarten<br />

Details, jeder Menge<br />

Fahrspaß – und unschlagbarem<br />

Preis.<br />

D<br />

ie Karten werden neu<br />

gemischt: Das<br />

Vollcarbon Enduro<br />

JAB MX steht komplett<br />

überarbeitet in<br />

den Startlöchern und wartet sehnlichst<br />

darauf, von dir adäquat bewegt<br />

zu werden.<br />

Was das bedeutet? Ein mit 63,9°<br />

flacher Lenkwinkel, ein gewachsener<br />

Reach plus ein steiler Sitzwinkel<br />

von 76,5° laden förmlich dazu<br />

ein, auf den härtesten Enduro-<br />

Strecken der Welt nicht nur die<br />

Pace zu fokussieren – auch der<br />

Fahrspaß steht ganz weit oben auf<br />

der Menükarte. Kaum ein anderes<br />

Bike ist so vielseitig wie das JAB<br />

MX: verspielt, flink und dennoch<br />

mit jeder Menge Reserven im<br />

MX-Bereifung, flache,<br />

lange Geometrie und<br />

smarte Details – das<br />

JAB MX rüttelt<br />

zum vernünftigen<br />

Preis am Thron der<br />

Enduro-Welt.<br />

ANZEIGE / FOTOS: RADON BIKES, Jannik Hammes<br />

106


RADON<br />

RADON JAB MX 10.0<br />

RAHMEN: Carbon, 160 mm Federweg, 29/27,5“ MX<br />

SCHALTUNG: Shimano XT/SLX | BREMSEN: Shimano XT<br />

203/180 mm | GABEL: Fox 36 Performance Elite, 160 mm<br />

DÄMPFER: Fox Float X2 | GEWICHT: ca. 14,15 kg<br />

PREIS (UVP): € 4.799,–<br />

www.radon-bikes..com<br />

4 FRAGEN AN<br />

BENNY BROCHHAGEN,<br />

MARKETINGMANAGER<br />

RADON BIKES<br />

1. Wo lagen für euch<br />

die Prioritäten in der<br />

Entwicklung des neuen<br />

JAB MX?<br />

Schon in der Planung<br />

zum neuen RADON<br />

JAB MX wollten wir die<br />

Vorteile des Vorgängermodells<br />

mit den Vorzügen eines modernen<br />

Bikes vereinen. Wendigkeit, Verspieltheit,<br />

gute Downhillqualitäten,<br />

dennoch aber auch eine sichere<br />

Kletterperformance standen im<br />

Pflichtenheft.<br />

2. Was zeichnet das Bike ganz<br />

besonders aus?<br />

Das JAB MX hat einen leichten<br />

Vollcarbonrahmen, mittels Steuersatzschalen<br />

kann der Lenkwinkel in<br />

zwei Positionen verstellt werden. Ein<br />

weiteres Highlight ist die Storage im<br />

Unterrohr, in der Tool und Riegel sicher<br />

untergebracht werden können.<br />

Grenzbereich. Die Neuauflage<br />

kommt im Mullet-Setup mit bis zu<br />

170 mm Federweg an der Front und<br />

anpassbarem Lenkwinkel via Winkelsteuersatz.<br />

Hinzu kommen weitere<br />

smarte Details wie ein integrierter<br />

„Kofferraum“ im Unterrohr und<br />

ein komplett überarbeiteter Vollcarbonrahmen.<br />

Goldene Mitte<br />

Wie bei Radon üblich wird auch das<br />

neue JAB MX in unterschiedlich<br />

ausgestatteten Modellen zu verschiedenen<br />

Preispunkten angeboten.<br />

Das JAB MX 10.0 schafft für<br />

4799 Euro den Spagat zwischen<br />

Traumausstattung und Budget. Eine<br />

Fox 36 Performance Elite Gabel mit<br />

160 mm Federweg trifft auf einen<br />

Fox Float X2 Performance Elite<br />

Dämpfer am Heck – damit bist du<br />

für alle Enduro-Strecken dieser<br />

Welt gewappnet. Großen Anteil an<br />

der Performance haben aber auch<br />

die leichten wie stabilen Newmen<br />

Evolution SL A.30-Laufräder. Die<br />

Gänge wechselt ein Mix aus Shimano<br />

SLX- und XT-Komponenten, verzögert<br />

wird mittels XT-Vier-Kolben-<br />

Bremsen, die Reifen-Kombi Schwalbe<br />

Magic Mary/Big Betty sorgt für<br />

den nötigen Grip.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.radon-bikes.com<br />

3. Und wen siehst du in der<br />

Kernzielgruppe?<br />

Das RADON Enduro Team setzt<br />

das JAB MX im Enduro World Cup<br />

ein, dementsprechend ist das Rad<br />

ein vollwertiges Enduro. Durch die<br />

Geometrieverstellung im Steuersatz<br />

kann es aber durchaus auch als potentes<br />

All-Mountain-Bike gesehen<br />

werden.<br />

4. Was ist bei euch in nächster<br />

Zeit an spannenden Entwicklungen<br />

zu erwarten?<br />

Wir arbeiten an vielen spannenden<br />

Projekten. Sei es im elektrisierten<br />

Bereich, aber auch im klassischen<br />

MTB-Bereich. Unsere Position<br />

werden wir auch im Gravelsegment<br />

ausbauen.<br />

107


PRODUKT<br />

XC-Bikes<br />

FORSCHE GANGART.<br />

XC- und Marathonbikes, aber<br />

auch deren „Trail-Ableger“,<br />

die Downcountrys mögen es<br />

schnell. Im Flachen, bergauf<br />

und immer mehr auch bergab.<br />

FOTO: KTM Bikes<br />

108


BIKE<br />

Die „Big Five“ der<br />

Laktat-Fraktion<br />

In den Raum gestellt, analysiert und erklärt:<br />

fünf Trends, die die XC- und Marathon-Bikes<br />

anno 2o24 bewegen.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

E<br />

in XC- oder Marathonbike<br />

war vor kurzer Zeit noch<br />

ein echter Asket. Reduzierter,<br />

möglichst effizienter<br />

Federweg, eine auf<br />

Vortrieb getrimmte Geometrie<br />

mit oft messerscharfem Handling<br />

am Trail und möglichst leichte<br />

Rahmen und Anbauteile. Dropper und<br />

breite Reifen jenseits der 2,2 Zoll? Viel<br />

zu schwer. Die rassigen Hardtails und<br />

Fullys wollten bergauf dominieren, am<br />

technischen Trail von kundiger Hand<br />

beherrscht werden. Doch Zeiten ändern<br />

sich. 2023 und <strong>2024</strong> erhob sich<br />

eine neue Generation XC- und Marathonbikes<br />

aus dem Staub der Weltcupstrecken<br />

dieser Welt. Bikes, die vor<br />

Kurzen noch Downcountry, teils gar<br />

Trailbike geheißen hätten. Bikes, die<br />

Leichtbau durch Abfahrtsspaß ersetzen<br />

und so den immer technischeren<br />

Kursen im XC-Weltcup mehr als gerecht<br />

werden. Wir haben mit<br />

KTM-Konstrukteur Florian Eisenhut<br />

und Specializeds Category Lead Mountain<br />

Christoph Joch über fünf Trends<br />

am XC-Sektor gesprochen.<br />

Moderne<br />

Geometrien<br />

Um den Anforderungen moderner<br />

Rennstrecken, sei es den kurzen XCoder<br />

den langen Marathondistanzen,<br />

sowie den Einsatzbereichen der<br />

Hobbysportler gerecht zu werden,<br />

benötigt es Geometrien mit längeren<br />

Oberrohren, flacheren Lenkwinkeln und<br />

steileren Sitzwinkeln, weiß Florian Eisenhut.<br />

Zusätzlich wird durch die dadurch kürzeren<br />

Vorbauten ein direkteres Lenkverhalten erzielt,<br />

breitere Lenker geben mehr Stabilität<br />

und Kontrolle. Mögliche dadurch bedingte<br />

Zeiteinbußen im Anstieg werden durch<br />

Zeit- und Kraftersparnis bergab mehr als<br />

nur kompensiert, so der KTM-Konstrukteur.<br />

Wie stark die Nachfrage der Weltcup-Elite<br />

nach modernen Geometrien war<br />

und ist, zeigt sich auch bei Specialized. Hier,<br />

lässt Christoph Joch hinter die Kulissen<br />

blicken, waren vor Einführung des neuen<br />

Epic 8 viele Fahrer auf der Downcountry-Variante<br />

des alten Epic-Fullys mehr als<br />

erfolgreich auf Sekundenjagd im XC-Zirkus<br />

unterwegs.<br />

Mehr Federweg<br />

Aus Punkt 1 ergibt sich für Christoph Joch auch direkt Punkt zwei, die Sache mit dem<br />

Mehr an Federweg. 120 mm fand man früher an Tourenfullys, heute sind sie an XC- und<br />

Marathonmaschinen keine Seltenheit mehr. „Reichen für die Marathonstrecken dieser<br />

Welt meist 100 mm noch aus, sind auf XC-Strecken oft 120 mm fast ein Muss“, erklärt<br />

Florian Eisenhut. Das Mehrgewicht der Gabel sieht er als vernachlässigbar, beim Dämpfer<br />

ist es sowieso mehrheitlich ident. Wie schon bei der Geometrie ergibt sich durch das<br />

Mehr an Federweg eine spürbare Kraftersparnis und mehr Kontrolle bergab.<br />

109


PRODUKT<br />

XC-Bikes<br />

Moderne<br />

XC- und<br />

DC-Bikes<br />

bringen<br />

auch am<br />

Trail mächtig<br />

Spaß.<br />

Volle Integration<br />

Das Thema der Integration ist, wie es Florian Eisenhut treffend<br />

beschreibt, „ein sehr zweischneidiges Schwert“. Einerseits sind<br />

Züge und Leitungen durch die Integration besser geschützt<br />

und das gesamte Fahrrad sieht schlichtweg „aufgeräumter“ aus.<br />

Allerdings, so räumt der Konstrukteur ein, wird auch die Wartung<br />

aufwendiger – für typische Problemstellen sieht er aber schon Lösungen<br />

am Horizont. Auch den integrierten Stauraum – am von ihm entwickelten neuen<br />

KTM Scarp bewusst weggelassen, am Specialized Epic 8 Standard – sieht er zwiegespalten.<br />

XC-Racer mit Mechaniker und Ersatzmaterial in der Tech-Zone schleppen<br />

damit konstruktionsbedingt unnötiges Zusatzgewicht mit. Bei Hobby-Sportlern<br />

oder in der Marathon-Fraktion sieht die Sache schon ganz anders aus – hier ist das<br />

Zusatzgewicht des Stauraums mit dem einer Satteltasche vergleichbar.<br />

Breitere Felgen<br />

und Reifen<br />

FOTO: Specialized<br />

Tubeless und TPU ersetzen Butyl<br />

Ein weiterer Trend: Butylschläuche sind passé. Auch wenn der<br />

Aufbau von Tubeless-Reifen doch mit etwas mehr Aufwand<br />

verbunden ist, spricht für Florian Eisenhut alles für Tubeless.<br />

TPU-Schläuchen, wie sie im Amateurbereich immer mehr Freunde<br />

finden, kann er im sportiven Bereich einzig den Vorteil des geringen<br />

Packmaßes und Gewichts als Ersatzschlauch abgewinnen,<br />

für den Fall, dass die Dichtmilch bzw. der Reparatur-Plug nicht<br />

zur Behebung eines Lochs im Reifen ausreicht. Die enormen<br />

Komfort- und Traktionsvorteile moderner Tubeless-Systeme in<br />

Verbindung mit breiten Reifen, passenden Felgen<br />

und dem Mut zum niedrigeren Luftdruck sind<br />

enorm. Im XC-Weltcup, um ein Beispiel aus<br />

Specialized- Kreisen zu nennen, wird je nach Kurs<br />

bei 65 kg Körpergewicht mit 1,1 bis 1,2 bar gefahren.<br />

Mitunter gehen Leichtgewichte im Sattel auch<br />

unter 1 bar Reifendruck. Unsicher? Hersteller<br />

Schwalbe bietet hier mit dem „Pressure Prof“<br />

ein praktisches Online-Tool zur Findung des<br />

richtigen Drucks.<br />

Moderne Geometrien, mehr Federweg<br />

– all das zeugt davon, dass der extreme<br />

Leichtbau, wie er vor einigen Jahren<br />

noch Standard war, aktuell durch mehr<br />

Gewichts-Akzeptanz ersetzt wird. Das<br />

zeigt sich auch in breiteren und somit etwas<br />

schwereren Felgen und Reifen. Gerade<br />

in Kombination mit Geometrie und<br />

Federweg sind für beide Experten breite<br />

Felgen und Reifen im Tubeless-Setup ein<br />

logisches Muss. „Die bessere Performance und der bessere<br />

Grip der breiten Reifen – hier wurden auch schon 2,5“ im<br />

Weltcup gesichtet – auf entsprechend breiten Felgen ist<br />

unbestritten.“ Betrachtet man die vorangehenden Punkte, so<br />

ist es im Grunde das Komplettpaket aus Reifen und Felgen,<br />

mehr Federweg und traillastigeren Geometrien, das ein<br />

modernes XC oder XCM-Bike ausmacht – leichter macht<br />

all dies das Fahrrad natürlich nicht. „Aber leicht bedeutet<br />

auch nicht zwingend schnell“, wie Florian Eisenhut als letzte<br />

Weisheit mit auf den Weg gibt.<br />

110


Top 6 XC-Bikes<br />

BH Ultimate 8.5<br />

hochwertiger, steifer Carbonrahmen aus EC (Evo Carbon) Layup<br />

• Fox Factory 34SC 100 mm Federgabel mit Lock-out • Shimano<br />

XT-Ausstattung (1 x 12-fach) • max. Reifenfreiheit bis 2,4“<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 10,5 kg<br />

PREIS (UVP): € 4099,90<br />

www.bhbikes.com<br />

SIMPLON Razorblade 29 IV SL<br />

superleichter Rahmen (800 g), trotzdem hohe Steifigkeit<br />

extrem auf Vortrieb getrimmter Rahmen ohne Design kanten für<br />

maximale Effizienz einlaminierte Rahmenprotektoren aus Metall<br />

an Laufradinnenseite und Kettenblatt 100 mm Federweg<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: ab 7,9 kg<br />

PREIS (UVP): ab € 5299,–<br />

www.simplon.com<br />

6BIKE<br />

SCOTT Spark RC Team Issue TR Bike<br />

vergrößerter Federweg Fox 34 SC Float Performance Air<br />

Grip Gabel, 120 mm und Fox Nude 5 Evol Trunnion Dämpfer<br />

verbesserte Geometrie verstellbarer Lenkkopfwinkel<br />

einfacher Zugriff auf Dämpfer patentiertes, integriertes<br />

Federungssystem; RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 11,6 kg<br />

PREIS (UVP): € 5999,–<br />

www.scott-sports.com<br />

KTM Scarp Exonic<br />

jedes einzelne Anbauteil ist auf Performance getrimmt<br />

eine reine Carbon-Ausstattung drückt das Gewicht bis an die<br />

unterste Grenze Gabel und Dämpfer von Fox garantieren mit<br />

dem Straight-Line-Link-Konzept (110 mm Federweg) optimales<br />

Fahrverhalten; RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 9,5 kg<br />

PREIS (UVP): k. A.<br />

www.ktm-bikes.at<br />

CANNONDALE Scalpel 1 Lefty<br />

fortschrittliches XC-Fahrwerk, überarbeitete Geometrie und trailtaugliche<br />

Ausstattung superleichter Rahmen aus hochwertigem<br />

Series 1 Carbon mit FlexPivot-Kettenstreben, 120 mm Federweg<br />

und Proportional Response-Fahrwerk und -Geometrie<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 11,4 kg<br />

PREIS (UVP): € 9499,–<br />

www.cannondale.com<br />

SPECIALIZED S-Works Epic 8<br />

das leistungsstärkste 120-mm-Bike aller Zeiten RockShox SID<br />

Ultimate Flight Attendant Gabel und Dämpfer in Sachen<br />

Pedaliereffizienz besser als die vergleichbare Konkurrenz<br />

76 Gramm leichter als das vorhergehende S-Works Epic<br />

RAHMEN: Carbon; GEWICHT: 10,24 kg<br />

PREIS (UVP): € 14.500,–<br />

www.specialized.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

111


MITTELKÄRNTEN<br />

Kärntens Rennrad-Geheimtipp<br />

Sanfte Hügel, lange Täler, aber auch feine Bergstraßen und dazwischen türkisblaue Badeseen<br />

– genau das richtige Terrain für Rennradfahrer, die sich Abwechslung wünschen.<br />

FOTOS: Region Mittelkärnten/Michael Stabentheiner, Marvin Walder<br />

Mit dem Rennrad<br />

(gerne auch Gravel)<br />

auf der Suche nach<br />

Entschleunigung?<br />

Mittelkärnten bietet<br />

einsame Straßen,<br />

harte Anstiege,<br />

Top-Kulinarik und<br />

mittelalterliche<br />

Burgen.<br />

D<br />

u suchst nach spannenden<br />

Rennradtouren<br />

und möchtest abseits<br />

vom Verkehr in<br />

die Pedale treten?<br />

Rund um das Mittelkärntner St. Veit<br />

an der Glan verbirgt sich ein einzigartiger<br />

Mix aus Natur, Kultur und<br />

Kulinarik.<br />

Verkehrsarm und burgenreich<br />

Die Straßen in den Seitentälern sind<br />

kaum befahren und führen durch<br />

unberührte Wiesen und Wälder.<br />

Immer wieder blinzeln aus den Hügeln<br />

und von den Berghängen imposante<br />

Festungsanlagen hervor, denn<br />

Mittelkärnten an sich ist ein kleines<br />

Burgenreich. Zu den bekanntesten<br />

Burgen gehören Hochosterwitz,<br />

Taggenbrunn, Liebenfels, Glanegg,<br />

Straßburg und Friesach.<br />

Quer durch die<br />

Region mit komoot<br />

Alle Rennrad-Highlights der Region<br />

findest du in den Collections auf komoot.<br />

Geheimtipp: von St. Veit über<br />

den Wimitzgraben nach Pisweg,<br />

weiter nach Weitensfeld,<br />

Zammelsberg<br />

und<br />

über Feldkirchen<br />

wieder zurück.<br />

Wer harte Anstiege sucht, findet<br />

diese auf den Straßen zur Simonhöhe<br />

(14 %), auf die Flattnitz und auf<br />

den Magdalensberg. Letzterer ist einer<br />

der vier „heiligen Berge Kärntens“<br />

und als Ausgangspunkt des<br />

Vierbergelaufs bekannt.<br />

See trifft Kulinarik<br />

Krönung eines Radausflugs in Mittelkärnten<br />

ist der Sprung ins kühle<br />

Nass. Fünf kleine, feine Seen mit<br />

optimaler Wasserqualität und angenehmen<br />

Temperaturen locken zur<br />

kurzen Pause. Als Zentrum des guten<br />

Geschmacks kann die Region<br />

Mittelkärnten auch mit vielen kulinarischen<br />

Highlights aufwarten.<br />

Von Buschenschank über gutbürgerliche<br />

Küche bis zum Sterne-Restaurant<br />

ist für jeden Geschmack eine<br />

perfekte Stärkung nach einer Tour<br />

garantiert.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.mittelkaernten.at/radfahren<br />

112


TEAM<br />

Alfred Brunner<br />

Geschäftsführung<br />

T. +43 676 871 970 133<br />

alfred.brunner@styria.com<br />

Arnold Pauly<br />

Head of Sales<br />

T. +43 676 871 970 005<br />

arnold.pauly@styria.com<br />

Christof Domenig<br />

Head of Content Marketing<br />

T. +43 664 235 90 58<br />

christof.domenig@styria.com<br />

Claudia Riedl (Karenz)<br />

Head of Online Content Marketing<br />

T. +43 664 235 90 70<br />

claudia.riedl@styria.com<br />

Elisabeth Kowatschitsch<br />

Assistenz der Geschäftsführung,<br />

Backoffice und Verrechnung<br />

T. +43 664 806 392 586<br />

elisabeth.kowatschitsch@styria.com<br />

Nicole Gratzer<br />

Backoffice<br />

T. +43 664 881 40 737<br />

nicole.gratzer@styria.com<br />

Bertram Taferner<br />

Key Account Manager<br />

T. +43 676 871 970 007<br />

bertram.taferner@styria.com<br />

Veronika Kainer<br />

Key Account Manager<br />

T. +43 664 301 11 73<br />

veronika.kainer@styria.com<br />

Thomas Pirker<br />

Key Account Manager<br />

T. +43 676 871 970 006<br />

thomas.pirker@styria.com<br />

Thomas Polzer<br />

Content Marketing,<br />

Fotoredaktion<br />

T. +43 664 235 90 59<br />

thomas.polzer@styria.com<br />

Lukas Schnitzer<br />

Content Marketing<br />

T. +43 660 289 89 18<br />

lukas.schnitzer@styria.com<br />

Nicole Hofstetter<br />

Online Content Marketing<br />

T. +43 664 235 90 69<br />

nicole.hofstetter@styria.com<br />

Julia Hausstätter<br />

Online Content Marketing<br />

T. +43 664 806 392 587<br />

julia.hausstaetter@styria.com<br />

Christoph Geretschlaeger<br />

Art-Direktion, Produktion<br />

T. +43 699 107 38 720<br />

christoph.geretschlaeger@styria.com<br />

Eigentümer/Verleger<br />

TOP TIMES Medien GmbH,<br />

8010 Graz, Gadollaplatz 1<br />

Tel.: 0 316/80 63-25 80<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> ist ein Titel der STYRIA MEDIA<br />

GROUP. Offenlegung gem. § 25 MedienG<br />

mit der Url: sportaktiv.com/de/offenlegung<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />

Michael Forster, Axel Rabenstein, Lara Wulz<br />

Seit Anfang 2022 bezieht <strong>SPORTaktiv</strong><br />

als Teil der STYRIA MEDIA<br />

GROUP 100 Prozent Umweltzeichen-Strom<br />

aus erneuerbaren Energieträgern<br />

gem. RL UZ 46 (Lizenznehmer UW 1185).<br />

Hersteller<br />

Leykam Druck GmbH & Co KG,<br />

7201 Neudörfl<br />

Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen<br />

werden in Kooperation mit der<br />

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern<br />

gegen Druckkostenbeiträge produziert.<br />

Abo-Hotline<br />

Styria Marketing Services GmbH & Co KG,<br />

„Abo <strong>SPORTaktiv</strong>“,<br />

Hainburger Straße 33, 1030 Wien<br />

Tel.: 01/51414-800, FAX: 01/51414-810,<br />

E-Mail: abo@sportaktiv.com<br />

Das Jahresabonnement (6 Stammhefte und<br />

3 Guides) kostet € 36,–<br />

Die nächsten<br />

Themen<br />

GREEN-SPECIAL Sportindustrie im<br />

Wandel & nachhaltiger Tourismus, made in Austria<br />

HERBSTURLAUB-SPECIAL<br />

Aktivsportlicher Urlaubsgenuss im Herbst<br />

FIT Sporternährung (Mikronährstoffe),<br />

Sportwissenschaft/Sportmedizin, Trainingstipps<br />

RUN Laufschuhe (nachhaltig), Laufshirts,<br />

Lauftraining, Top 20 Herbstläufe (Straße & Trail)<br />

BIKE MTB-Tour/Allmountain, Eurobike-Messe,<br />

Scheibenbremsen, Top 20 Herbst-Trailtouren<br />

OUTDOOR Wanderschuhe (Leder),<br />

Imprägnierung & Pflege, Outdoor-Messe,<br />

Top 20 Herbst-Kulinarikwanderungen<br />

<strong>SPORTaktiv</strong><br />

Aug./Sep. <strong>2024</strong><br />

erscheint am<br />

1. August<br />

www.sportaktiv.com facebook.com/<strong>SPORTaktiv</strong>.Magazin instagram.com/sportaktiv


NACHSPIEL<br />

Egyd Gstättner<br />

Der Klagen furter ist freier<br />

Schriftsteller und Hobby sportler.<br />

Soccergolf und<br />

Fruchtwechselwirtschaft<br />

Im Märzen hat der Bauer diesmal nicht die Rösser eingespannt,<br />

sondern gleich neben dem Kukuruz-Acker aus<br />

seiner Wiese 18 Rasenbahnen herausgemäht,<br />

18 Löcher gegraben, 18 Betonringe<br />

eingesetzt, in alle 18 Löcher ein bisschen<br />

Kies geschüttet, 18 Fahnen hineingesteckt,<br />

aus dem noch brachliegenden Unterholz<br />

seines Waldes 18 Hindernisse gebastelt,<br />

außerdem einen Kantinen-Container aufgestellt<br />

– und fertig war der Bauer mit der<br />

„Errichtung einer neuen, trendigen und erlebnisorientierten<br />

Infrastruktur“, wie das<br />

Projekt „Fußballgolf Kärnten St. Johann im<br />

Rosental“ genannt wird. Fruchtwechselwirtschaft<br />

einmal anders!<br />

Jetzt vor der EURO in Deutschland kann man sich des<br />

Zulaufs kaum erwehren, aber das Projekt soll sich v. a.<br />

durch „Nachhaltigkeit“ kennzeichnen. Alsdann, analysieren<br />

wir:<br />

Vorteile gegenüber Fußball: 1) Man muss nicht so viel<br />

laufen. 2) Man muss nicht beidbeinig sein. 3) Männerfußballgolf<br />

und Frauenfußballgolf sind absolut identisch! 4)<br />

Kinder sind gratis. 5) Viel geringeres Verletzungsrisiko:<br />

Beim Fußball golf<br />

wären Alaba,<br />

Schlager, Kalajdzic<br />

usw. ihre<br />

Verletzungen<br />

nicht passiert.<br />

Beim Fußballgolf in St. Johann wären Alaba, Schlager,<br />

Kalajdzic usw. ihre Verletzungen nicht passiert. Jetzt<br />

könnten sie dort zumindest ihre Rehabilitation<br />

beginnen.<br />

Vorteile gegenüber Golf: Man<br />

braucht keine Golfschläger. Man braucht<br />

auch keine Golfhosen, Golfschlägerträger,<br />

Golfomobile; man muss nicht so<br />

viel spazieren gehen (oder: spazieren<br />

fahren). Vorteile gegenüber früher: Bei<br />

Hochwasser gehen nur 18 Löcher über.<br />

Romantrilogien wie Josef Winklers „Das<br />

Wilde Kärnten“ sollen damit zukünftig<br />

verhindert werden. Missernten sind ausgeschlossen.<br />

Wenn nur der blöde Klimawandel<br />

nicht wäre, könnte der Bauer die Bahnen im Dezember<br />

abspritzen und zu Weihnachten Eishockeygolf<br />

spielen lassen …<br />

Dieses Projekt wird übrigens nicht vom Sport-,<br />

sondern vom Landwirtschaftsministerium und der EU<br />

unterstützt (Getreide wird jetzt in Brüssel angebaut). Spätestens<br />

in ein paar Jahren wird Österreich Europmeister<br />

und alle seine Bauern werden Soccergolfmanager sein.<br />

G r a v e l - B i k e n a m<br />

ANMELDUNG www.tourdekaernten.at<br />

Bergzeitfahren ... Bodenalm /<br />

Weißensee ... Gold Tour /<br />

Race around ... Naggler Alm /<br />

20. – 22. 9. <strong>2024</strong><br />

. . . G O E S G R A V E L<br />

3 E t a p p e n / m e h r a l s 2 . 5 0 0 h m


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