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SPORTaktiv Outdoorguide 2024

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ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

FIT | RUN | BIKE | OUTDOOR<br />

OUTDOOR<br />

GUIDE <strong>2024</strong><br />

FOTO: Nationalpark Hohe Tauern Region Kärnten/Peter Maier


THE SALEWA TREKKING COLLECTION IS ENGINEERED IN THE DOLOMITES,<br />

CRAFTED FROM NATURAL FIBERS, AT HOME IN NATURE.<br />

ANYTIME, ANYWHERE.


EDITORIAL<br />

Alfred Brunner<br />

<strong>SPORTaktiv</strong>-Geschäftsführer<br />

alfred.brunner@styria.com<br />

Das pure Glück<br />

Schau dir das Coverfoto nochmals genau an. Das Erreichen einer<br />

urigen Hütte nach einer langen Wanderung macht was mit einem: Man<br />

spürt für einen Moment das pure Glück! Hüttenwirt Christian Krüger<br />

von der am Cover abgebildeten Adolf Nossberger Hütte auf 2488 m im<br />

Kärntner Gradental animiert uns, in die Berge zu gehen: „Gib dir selbst<br />

die Chance, ein wenig bei dir selbst zu sein.“ Ich kann dem nur beipflichten<br />

und einladen, den türkisblauen und wahrlich<br />

magischen Gradensee sowie die 15 Dreitausender<br />

dort oben zu bestaunen.<br />

Gib dir selbst<br />

die Chance, ein<br />

wenig bei dir<br />

selbst zu sein!<br />

Der in Österreich traditionelle OUTDOOR-<br />

GUIDE (Auflage 50.000 Stück) erscheint heuer<br />

erstmals mit der beeindruckenden Auflage von<br />

100.000 Stück in Deutschland. Ein großes DANKE<br />

an all unsere Vertriebspartner in Österreich<br />

(Intersport, Gigasport, Hervis, Bergspezl, Top100 Bikeshops) und nun<br />

auch in Deutschland (Süddeutsche Zeitung, Frankfurter Allgemeine<br />

Zeitung und Intersport Deutschland).<br />

Inhaltlich wollen wir dich motivieren, das pure Glück am Berg zu finden.<br />

Dazu braucht man die richtige Ausrüstung, wir zeigen dir zahlreiche<br />

Top-Produkte. Detailliert präsentieren wir 24 aktuelle Bergschuhe in vier<br />

Kategorien. Als Top-Motivation dienen die spannenden Einblicke unserer<br />

Interviewpartner Alexander Huber, Philipp Reiter, Jacopo Larcher und<br />

Babsi Zangerl.<br />

THINK WITH<br />

YOUR FEET!<br />

KOMFORT, SCHUTZ<br />

UND DÄMPFUNG<br />

THE RUN<br />

THE RUN<br />

COMPRESSION<br />

SOCKS<br />

COMPRESSION<br />

SOCKS<br />

HIKING<br />

80’S<br />

COMPRESSION<br />

SOCKS<br />

Vielfalt steht im Mittelpunkt unserer TOP20-Tourentipps: Von der<br />

erlebnisreichen familienfreundlichen Klammwanderung über ebenso<br />

herausfordernde wie erdende Weitwanderungen bis hin zu Hüttentouren<br />

mit Übernachtung, die zugleich alpine Gipfeltouren sind. Die Boomthemen<br />

Vanlife und Camping runden unsere Themen stimmig ab.<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> wünscht dir glückliche Momente am Berg!<br />

Für Anregungen zum Besserwerden an alfred.brunner@styria.com<br />

sag ich wie immer „Danke“.<br />

FOTO: Thomas Polzer<br />

Bleib fit,<br />

P.S.: Das echte Leben ist analog – geh raus und spür es!<br />

Hol dir dein <strong>SPORTaktiv</strong> bequem per Post nach Hause!<br />

Sechs Stammausgaben inkl. drei Guides pro Jahr um € 36,–<br />

Abobestellung: 01-51414-800, abo@sportaktiv.com<br />

Vertrieb Österreich<br />

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20<br />

Auf ins Leben 6<br />

Alexander Huber, Philipp<br />

Reiter: zwei Generationen<br />

und ihre Perspektiven<br />

6<br />

Schritt für Schritt20<br />

Wie man den richtigen<br />

Schuh für die Berge,<br />

Wiesen und Wälder findet<br />

Mit Sicherheit! 28<br />

Klassiker der alpinen<br />

Sicherheit und junge<br />

Themen im Fokus<br />

Bergwärts 32<br />

Warum es auch im Sommer<br />

lohnt, mit der Gondel<br />

auf den Berg zu schweben<br />

+ Bergbahnen-Übersicht<br />

Der weite Weg<br />

zum Ziel 40<br />

Hike, eat, sleep, repeat –<br />

worauf es beim Weitwandern<br />

wirklich ankommt<br />

Finde deinen<br />

Begleiter 56<br />

So findet jeder den<br />

passenden Rucksack für<br />

seine Unternehmung<br />

Tosendes Wasser 60<br />

Spannende Familienausflüge<br />

in der Natur warten in<br />

wanderbaren Klammen<br />

Die Jacken fürs<br />

Grobe 66<br />

Was die Zahl der Lagen<br />

über Hardshell-Jacken<br />

aussagt<br />

Einkehren statt<br />

Heimkehren 76<br />

Wichtige Dos und Don’ts<br />

für Nächte hoch droben<br />

auf der Berghütte<br />

Drahtseilakt 86<br />

Wichtige Ausrüstungstipps<br />

für deinen ersten<br />

oder nächsten Kletterstei<br />

Sehnsucht nach<br />

draußen 90<br />

Wanderunterkunft gesucht?<br />

Der Outdoor- Boom<br />

prägt das Hotelangebot<br />

PRODUKTE<br />

FOTO: LOWA/Benjamin Pfitscher<br />

24 Lowcut-Wanderschuhe<br />

25 Midcut-Wanderschuhe<br />

26 Alpine Bergschuhe<br />

27 Zustiegsschuhe<br />

56 Rucksäcke<br />

70 Hardshell-Jacken<br />

75 Outdoor-Hosen<br />

85 Uhren & Navi-Apps<br />

89 Klettersteig-Ausrüstung<br />

102 Zelte & Schlafsäcke<br />

FOTO: Jan Vincent Kleine<br />

Lukas Rinnhofer 72<br />

Biologe und Naturführer<br />

Lukas Rinnhofers Blick<br />

aufs „Draußen“<br />

Beinarbeit 74<br />

Lang oder kurz, maximal<br />

wetterfest oder atmungsaktiv:<br />

Hosen im Fokus<br />

Vanlife pur –<br />

Freiheit pur 98<br />

Die Kletterer Babsi Zangerl<br />

und Jacopo Larcher<br />

über die Freiheit im Van<br />

Zeltlager 104<br />

Was es für einen erholsamen<br />

Schlaf für die Nacht<br />

im Zelt braucht<br />

TOP 20<br />

46 Weitwanderungen<br />

64 Klammwanderungen<br />

80 Hüttentouren<br />

94 Wanderunterkünfte<br />

004


GLORYFY<br />

GREEN<br />

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PERSONALITY<br />

Alexander Huber / Philipp Reiter<br />

BLICK AUF DIE BERGE.<br />

Die Profis Alexander Huber<br />

(l.) und Philipp Reiter geben<br />

spannenden Einblick in ihr<br />

jeweiliges Berg-Erleben.<br />

FOTOS: Jan Vincent Kleine, @ the.adventure.bakery<br />

006


Auf ins Leben<br />

Urgestein Alexander Huber und Youngster Philipp Reiter<br />

stehen für zwei Generationen und eine Passion: Im Gespräch<br />

mit <strong>SPORTaktiv</strong> nehmen sie uns mit hinaus – und zeigen uns<br />

ihre Perspektive auf die Faszination der Berge. von Axel Rabenstein<br />

007


PERSONALITY<br />

Alexander Huber / Philipp Reiter<br />

A<br />

lexander Huber<br />

wurde im Duo mit<br />

seinem Bruder<br />

Thomas als die<br />

„Huberbuam“<br />

weltberühmt.<br />

Heute ist Alexander 55 Jahre alt<br />

und blickt auf ein Bergsteigerleben<br />

zurück, das Millionen von Menschen<br />

inspiriert hat. Philipp Reiter<br />

ist mit seinen 32 Jahren ein beachteter<br />

Newcomer, mehrfacher<br />

deutscher Meister im Skibergsteigen<br />

und erfolgreicher Trailläufer.<br />

Hoch hinaus ging’s für die beiden<br />

schon früh.<br />

Philipp, wie bist du zum Bergliebhaber<br />

geworden?<br />

Als Kinder haben wir mit meinen<br />

Eltern im Freien übernachtet, sind<br />

am Lagerfeuer gesessen, waren mit<br />

dem Mountainbike oder auf<br />

Klettersteigen unterwegs. Die<br />

Liebe zum Abenteuer wurde früh in<br />

mir geweckt. Heute sehe ich von<br />

der Terrasse auf meinen Hausberg,<br />

den Hochstaufen. Ich war da schon<br />

an die 300 Mal oben. Die Weite der<br />

Berge zieht mich einfach an.<br />

Was suchst du da oben?<br />

Ich will raus aus der Komfortzone<br />

und rein ins Unbekannte. In der<br />

Natur komme ich mir selbst viel<br />

näher, fühle mich authentischer als<br />

in einer künstlichen Umgebung.<br />

FOTO: @the.adventure.bakery<br />

Skibergsteiger, Trailrunner, Kletterer<br />

– wie bezeichnest du dich selbst?<br />

Begonnen hat es mit dem Skibergsteigen.<br />

Wir hatten eine Super-<br />

Trainingsgruppe, waren immer<br />

aktiv. Mit Anton Palzer, der heute<br />

als Radprofi für BORA-hansgrohe<br />

fährt, bin ich meine ersten 100 Kilometer<br />

geradelt, habe meine erste<br />

Watzmann-Überschreitung gemacht.<br />

Wettkämpfe bestritt ich vor<br />

allem, um die Welt zu entdecken.<br />

Ich bin ein 6-Tage-Rennen durch<br />

den Dschungel von Costa Rica gelaufen,<br />

in Südafrika über Stacheldrahtzäune<br />

gesprungen, in Tibet bis<br />

auf 4000 Meter hochgerannt. Der<br />

Sport hat mir diese Reisen ermöglicht.<br />

Deshalb hatte ich immer<br />

genug Motivation zu trainieren.<br />

Und heute würde ich mich wohl als<br />

einen Outdoor-Enthusiasten bezeichnen.<br />

Alexander, warum hast du dein<br />

Leben den Bergen gewidmet?<br />

Mein Vater war in der Welt der<br />

Berge zu Hause, und so war es auch<br />

ich. Die 4000er der Westalpen<br />

waren die ersten Berge, die mich<br />

fasziniert haben. Es war immer die<br />

Suche nach dem Abenteuer, das ich<br />

in den großen Bergen und der senkrechten<br />

Welt des Kletterns gesehen<br />

habe.<br />

Hast du gefunden, was du gesucht<br />

hast?<br />

Ja, sonst hätte ich es nicht weiterverfolgt.<br />

Bei mir war es wirklich<br />

ganz einfach: Ich liebe es, dort<br />

draußen zu sein. Gerne auch dort,<br />

wo es nicht die Massen hinzieht,<br />

sondern dort, wo ich mich alleine<br />

mit dem Berg auseinandersetzen<br />

kann.<br />

Ist Bergsteigen dein Sport oder<br />

deine Lebensphilosophie?<br />

Beides. Sport, weil wir uns fordern<br />

und an unsere physischen Grenzen<br />

gehen. Lebensphilosophie, weil<br />

beim Bergsteigen das Abenteuer<br />

essenziell ist. Wir setzen uns bewusst<br />

der wilden Natur aus, um uns<br />

in den damit verbundenen Gefahren<br />

zu bewähren.<br />

Alexander Huber war der erste<br />

Mensch, der eine Route mit dem<br />

Schwierigkeitsgrad 11+ kletterte, er<br />

realisierte einige der schwersten<br />

Free Solos (ohne Sicherung) und<br />

machte auch im Extremalpinismus<br />

auf sich aufmerksam, z. B. mit der<br />

Erstbegehung der Westwand am<br />

Latok II (7108 Meter) in Pakistan.<br />

Philipp Reiter überquerte die Alpen<br />

per Skitour von Wien nach Nizza in<br />

008


„Outdoor-Enthusiast“<br />

Philipp Reiter: „In der<br />

Natur komme ich mir<br />

selbst viel näher.“<br />

@philippreiter007<br />

36 Tagen. Für das Projekt „5 Tage, 7<br />

Summits“ bestieg er die höchsten<br />

Gipfel der sieben Alpenländer, eine<br />

Tour mit knapp 17.000 Höhenmetern.<br />

Worum geht’s dabei? Um Rekorde?<br />

Oder „nur“ ums pure Leben?<br />

Philipp, sind Rekordtouren für einen<br />

selbst? Oder für die Aufmerksamkeit?<br />

Ich habe schon solche Sachen gemacht,<br />

da gab es noch nicht einmal<br />

Facebook. Und ich mache es heute<br />

nicht anders als früher. Nur kann<br />

ich es größer spielen. Ein Smartphone<br />

ist ja ein Broadcast-Studio.<br />

Im Kern der Sache hat sich aber<br />

nichts verändert. Und das ist mir<br />

wichtig: Wir hatten immer unseren<br />

eigenen Antrieb. Als Teenies sind<br />

wir barfuß den Grünstein hochgelaufen.<br />

Keine Ahnung, warum!<br />

Dann wollten wir wissen, wie oft<br />

wir aufs Hocheck laufen können.<br />

Wir legten ein Lebensmitteldepot<br />

an und sind da an einem Tag dreimal<br />

hochmarschiert, mehr als 6000<br />

Höhenmeter. Meine Eltern haben<br />

uns abends abgeholt, beim Essengehen<br />

bin ich mit dem Gesicht in<br />

der Pizza eingeschlafen, weil ich so<br />

fertig war.<br />

Wie wählst du deine Projekte heute<br />

aus?<br />

Auch bei mir gibt es eine Art Evolution.<br />

Den Watzmann hochrennen,<br />

das müsste ich derzeit nicht. In<br />

Rennen orientiert man sich häufig<br />

an gesteckten Fahnen und schaltet<br />

das Hirn aus. Inzwischen gefällt es<br />

mir, wenn eine Aktivität eine Botschaft<br />

hat. 2020 liefen wir entlang<br />

der historischen Linien des Ersten<br />

Weltkriegs in den Alpen in einer<br />

Staffel mit Italienern, Österreichern<br />

und Deutschen. Es gab<br />

Zeiten, zu denen wir nicht gemeinsam<br />

im Camper gelegen und<br />

Bier getrunken hätten. Das war ein<br />

schönes Erlebnis. Und blieb mir<br />

stärker in Erinnerung als ein rein<br />

sportlicher Wettkampf.<br />

Ihr habt mehrfach versucht, auf Skiern<br />

die Pyrenäen vom Mittelmeer<br />

zum Atlantik zu überqueren. Leider<br />

war zu wenig Schnee. Wie erlebst du<br />

den Klimawandel?<br />

Extrem. Wir haben die 700 Kilometer<br />

durch die Pyrenäen am Ende<br />

mit dem Bike absolviert, nur einige<br />

ausgewählte Gipfel mit Skiern bestiegen.<br />

Vielleicht ist diese Tour nie<br />

wieder komplett mit Skiern zu laufen,<br />

so wie es schon vor 60 Jahren<br />

gemacht wurde. Es war eine faszinierende<br />

Reise, von der auch gerade<br />

ein Film geschnitten wird. Wir<br />

Ein Smartphone ist<br />

ja ein Broadcast-<br />

Studio. Im Kern der<br />

Sache hat sich aber<br />

nichts verändert.<br />

PHILIPP REITER<br />

haben Menschen getroffen, die sehr<br />

besorgt waren. Sie erzählten uns,<br />

dass in den Pyrenäen inzwischen<br />

Bedingungen herrschen, wie sie für<br />

das marokkanische Atlasgebirge typisch<br />

sind.<br />

Alexander, welches Projekt steht<br />

gerade an?<br />

Das ist glücklicherweise gar nicht<br />

mehr so wichtig. Wichtig ist, dass<br />

ich dort draußen Freude habe. In<br />

meinem Alter brauchst du nicht<br />

glauben, dass du noch irgendetwas<br />

sportlich Relevantes reißen kannst.<br />

Ich habe früher viele Highlights erlebt.<br />

Das Niveau habe ich heute<br />

nicht mehr.<br />

Kommen dir die Leistungen von<br />

damals surreal vor?<br />

Nein, das ist alles noch sehr nah,<br />

sehr real und absolut nachvollziehbar.<br />

Bei einigen Sachen hätte ich<br />

auch noch nachtarocken können.<br />

Aber ich habe die Entscheidung getroffen,<br />

das nicht zu tun. Ich konnte<br />

schöne Projekte für mich realisieren<br />

und dafür bin ich dankbar.<br />

Welche Touren waren die einprägsamsten?<br />

Für mich ist es die Summe der Begehungen,<br />

ein Ranking möchte ich<br />

gar nicht abgeben. Aber es gibt<br />

eine Sammlung von Eckpfeilern.<br />

Beim Sportklettern sind das die<br />

Routen Weiße Rose und Open Air,<br />

das Erobern eines neuen Horizonts,<br />

des oberen elften Grads. Die Free<br />

Solos am Grand Capucin oder an<br />

der Direttissima der Großen Zinne.<br />

Der obere zehnte Grad Free Solo<br />

mit der Route Kommunist.<br />

Expeditionsmäßig wohl der Latok<br />

II, die gewaltige Westwand bis auf<br />

über 7000 Meter rauf, das war eine<br />

neue Dimension. Auch die Begehung<br />

Eternal Flame im Karakorum<br />

mit Kletterpassagen bis in den<br />

zehnten Grad auf 6000 Meter Höhe<br />

war einmalig. Und nicht zu vergessen:<br />

Die Huberbuam halten<br />

009


PERSONALITY<br />

Alexander Huber / Philipp Reiter<br />

nach wie vor den Speedrekord an<br />

der Zodiac am El Capitan.<br />

Sind Rekorde in der heutigen Welt<br />

wichtiger als früher?<br />

Ich denke, man hat immer versucht,<br />

das Maximum herauszuholen.<br />

Der Sport lebt von der Jagd<br />

nach Rekorden. Du musst der<br />

Schnellste oder der Erste sein.<br />

Nachdem Reinhold Messner und<br />

Peter Habeler ohne Flaschensauerstoff<br />

auf den Mount Everest gestiegen<br />

sind, waren sie weltberühmt.<br />

Der nächste Bergsteiger,<br />

der das gemacht hat, war Hans<br />

Engel. Kennst du den Hans Engel?<br />

Nein.<br />

Siehst du …<br />

Und wenn’s kein Rekord ist? Was<br />

macht das Bergsteigen für dich zum<br />

Erfolg?<br />

Einen Berg über eine gewisse Linie<br />

hinaufzusteigen, hat für mich etwas<br />

von einem schöpferischen Akt. Man<br />

hat den Berg nicht verändert. Aber<br />

man hat für sich das Bild des Bergs<br />

verändert.<br />

Was würdest du nicht mehr tun?<br />

Die Latok II Westwand. Die hat<br />

Gefahren in sich getragen, die nicht<br />

vollends kontrollierbar waren. Ich<br />

denke, es war in der Zeit richtig, es<br />

zu machen. Aber heute würde ich<br />

es nicht mehr tun.<br />

Weil?<br />

Ich es schon gemacht habe. Das Risiko<br />

muss ich nicht mehr eingehen.<br />

Bei meinen Free Solos war’s das<br />

Gleiche: Ich habe einige Highlights<br />

gesetzt. Und dann damit aufgehört.<br />

Wenn Alexander Huber und Philipp<br />

Reiter dort oben stehen, genießen<br />

sie den Blick. Und machen sich ihre<br />

Gedanken. Über das, was war – und<br />

das, was noch kommen wird.<br />

In deiner eigenen<br />

kleinen Welt kannst<br />

du Dinge entscheiden.<br />

Darauf konzentriere<br />

ich mich.<br />

ALEXANDER HUBER<br />

Philipp, was denkst du dir, wenn du<br />

von oben auf die Welt blickst?<br />

Viele Menschen nehmen sich und<br />

ihr Leben sehr wichtig. Wenn man<br />

rauszoomt, sieht man die wahren<br />

Dimensionen, die Kräfteverhältnisse,<br />

wie klein der Mensch ist. Das<br />

erlebt man in verschiedenen Disziplinen.<br />

Wenn du bei minus 20 Grad<br />

in einem Schneesturm steckst.<br />

Oder bei brutalem Gegenwind auch<br />

mit dem besten Carbonrad nicht<br />

mehr vorankommst. In einer Welt,<br />

in der wir vermeintlich alles managen<br />

können, sind wir massiven<br />

Grenzen ausgesetzt. Wir können<br />

uns im T-Shirt nach draußen setzen.<br />

Unsere Wohlfühltemperatur umfasst<br />

aber nicht mehr als ein paar<br />

Grad, sonst ist es schon wieder zu<br />

kalt oder zu warm. Wo wir überhaupt<br />

wie leben können, ist extrem<br />

limitiert. Das Rauszoomen ist eine<br />

dankbare Möglichkeit, die Dinge<br />

besser einzuordnen.<br />

Warum zieht es die Menschen mehr<br />

denn je nach draußen?<br />

Vielleicht, weil sie mehr denn je<br />

drinnen sind? Ich würde nicht<br />

sagen, dass die Leute naturbewusster<br />

geworden sind. Es ist<br />

eine Art Lifestyle, sportlich zu sein.<br />

Vor 15 Jahren bin ich bei einer Skitour<br />

auf dem Gipfel angekommen<br />

und die Leute haben geklatscht!<br />

Weil ein junger Kerl diese lange<br />

Tour auf sich genommen hat! Das<br />

würde dir heute nicht mehr passieren.<br />

Körperliche Anstrengung ist<br />

angesagt, gerade in der jungen Zielgruppe.<br />

Und die zeigt das gerne<br />

über Social Media.<br />

Wie verändern neue Technologien<br />

das Entdecken?<br />

FOTO: Richard Felderer<br />

Abenteuer heißt, dass ich nicht<br />

genau weiß, was mich erwartet.<br />

Der Bergsport sollte eine Entdeckungsreise<br />

bleiben. Es ärgert<br />

mich, wenn ich in einem Blogeintrag<br />

die GPX-Daten einer 45 Grad<br />

steilen Abfahrt finde, die ich über<br />

die andere, flachere Bergseite erreichen<br />

kann. Das ist gefährlich!<br />

Wenn die Rinne eisig ist, machst du<br />

den Abgang. Deshalb sollte man<br />

den Hang von unten hochsteigen,<br />

um zu spüren, ob man umdrehen<br />

muss. Wir leben in einer Instant-<br />

Gesellschaft, man kann sich fast<br />

alles kaufen. Im achten Grad zu<br />

klettern, kann man sich aber auch<br />

für 10 Millionen nicht kaufen. Das<br />

ist das Schöne am Bergsteigen: Ich<br />

kann die Dinge nicht einfach überspringen.<br />

Dabei sollte es nach<br />

Möglichkeit auch bleiben.<br />

Wirst du durch das Bergsteigen in 20<br />

Jahren ein anderer Mensch sein?<br />

Ich hoffe, dass mein Erfahrungsschatz<br />

wächst. Ansonsten werde ich<br />

wohl der bleiben, der ich bin.<br />

010


Und worum geht’s am Ende?<br />

Um das Abenteuer. Mal mit anderen,<br />

mal alleine. Mal mit Botschaft,<br />

manchmal nicht. Wir haben die<br />

Möglichkeit, so viel zu erleben. Geschieht<br />

es zu schnell, hat man das<br />

Gefühl, gar nicht mehr zu wissen,<br />

was genau passiert ist. Wie früher<br />

bei einer Diskette, die wurde überschrieben,<br />

wenn sie voll war. Ich<br />

denke, in unserer beschleunigten<br />

Welt ist es wichtig, sich Zeit zu nehmen.<br />

Und sei es nur für einen lockeren<br />

Lauf bei Regen durch einen<br />

mystischen Wald, in dem die Nebelfetzen<br />

hängen.<br />

Alexander, wie würdest du deinen<br />

Blick auf die Welt beschreiben?<br />

Man kann sich Gedanken über die<br />

ganze Welt machen, was wir auf<br />

diesem Planeten hier insgesamt so<br />

veranstalten. Aber ich selbst kann<br />

das nicht grundlegend ändern. In<br />

deiner eigenen kleinen Welt kannst<br />

du Dinge entscheiden. Darauf konzentriere<br />

ich mich.<br />

Sind die Berge überlaufen?<br />

Berge wie der Mount Everest mit<br />

Sicherheit. Wer den besteigen<br />

möchte, soll das tun. Ich muss das<br />

nicht. Ich kann nachvollziehen, dass<br />

die Sherpas von den Bergen ihrer<br />

Heimat leben wollen. Die Berge<br />

werden verkauft, so wie wir es<br />

auch in den Alpen tun. Ich persönlich<br />

suche Berge, die keiner kennt.<br />

Die Latoks im Karakorum sind<br />

kaum präsent. Das liegt daran, dass<br />

keiner erzählt, wie geil es da oben<br />

ist. Weil nämlich kaum einer raufkommt.<br />

Mal eine besonders skurrile Situation<br />

dort draußen erlebt?<br />

2022 bezogen wir am Shivling unser<br />

Basislager zum Meru. Wir trafen<br />

auf eine bunte Truppe an Leuten,<br />

die ihre Expedition über eine Agentur<br />

gebucht hatten. Alle total gipfelferngesteuert.<br />

Mir wurde zugetragen,<br />

dass der indische Camp-<br />

Manager Probleme habe. Es war<br />

mehr als das: Der Mann lag im Endstadium<br />

von Hirn- und Lungenödem<br />

Alexander Huber, voll im Moment:<br />

„Am Ende des Tages mit einem<br />

schönen Erlebnis zurückkehren.“<br />

www.huberbuam.de<br />

@alexander_huberbuam<br />

schwer somnolent in seinem Zelt.<br />

Ich habe ihn akut behandelt, Fortecortin<br />

gespritzt und Nifedipin gegeben.<br />

Dann haben wir ihn runtergebracht,<br />

von 4300 auf etwa 3600<br />

Meter, um das Überleben zu sichern,<br />

bis tatsächlich ein Hubschrauber<br />

kam. Oben im Basislager wurde das<br />

Schicksal des Mannes nicht weiter<br />

thematisiert. Schweizer, Holländer,<br />

Deutsche, Norweger – weiß der Kuckuck,<br />

woher die alle kamen. Sie<br />

zeigten sich in keiner Weise berührt.<br />

Das Leben eines Inders, der vor Ort<br />

engagiert wurde, war offensichtlich<br />

nicht viel wert. Diesen Bergsteigern<br />

muss ich leider sagen: Ihr habt da<br />

eine ganze Menge falsch verstanden.<br />

Haben dich die Berge verändert?<br />

Man verändert sich mit jedem Berg<br />

und mit jedem Tag am Berg. Manche<br />

hinterlassen große, andere kleinere<br />

Spuren. Jedes Erlebnis hinterlässt<br />

einen Eintrag in dir, aber das<br />

originäre Erlebnis beim ersten Mal<br />

ist immer das eindrücklichste. Deshalb<br />

strebe ich nicht danach, Dinge<br />

zu kopieren. Weil ich glaube, dass es<br />

die Strahlkraft des Originals verschleiern<br />

kann.<br />

Worum geht’s am Ende?<br />

Ich bin Momentsammler. Wenn ich<br />

voll engagiert am Berg unterwegs<br />

bin, denke ich nicht an das Gestern<br />

oder an das Morgen, sondern lebe<br />

im Jetzt. Du gehst vollkommen im<br />

Moment auf und das schafft eindrucksvolle<br />

Erinnerungen. Das sind<br />

dann die bunten Seiten im Buch meiner<br />

Erinnerungen und dieses Buch<br />

ist der wahre Wert, den wir vom<br />

Berg mit nach Hause bringen. Die<br />

Berge können wir nicht mitnehmen.<br />

Wir bezwingen keinen Berg, denn<br />

der Berg lässt sich nicht besiegen.<br />

Es ist dem Berg ja völlig egal, ob wir<br />

da raufsteigen oder nicht. Aber am<br />

Ende des Tages können wir mit<br />

einem schönen Erlebnis zurückkehren.<br />

Das ist es, warum wir dort<br />

draußen sind.<br />

011


FERIENREGION TIROL WEST | TIROL<br />

FOTOS: Ferienregion TirolWest, Roman Huber<br />

Herrschaftliche Aussichten<br />

Auf dem Tiroler Burgenweg ist der Name Programm. Neben Schlössern, Burgen<br />

und Ruinen hat der Fernwanderweg auch allerhand Natur zu bieten.<br />

D<br />

urch die Orte Landeck,<br />

Fließ, Tobadill,<br />

Pians, Grins, Stanz,<br />

Zams und Schönwies<br />

führt der Tiroler<br />

Burgenweg auf seiner Reise durchs<br />

Mittelalter. Aufgeteilt in fünf Tagesetappen,<br />

können große und kleine<br />

Wanderer die 65 Kilometer des<br />

geschichtsträchtigen Fernwanderwegs<br />

erwandern. Schloss Landeck,<br />

Schloss Biedenegg, Schloss Wiesberg,<br />

die Burgruine Schrofenstein<br />

und die Ruine Kronburg liegen als<br />

Highlights direkt am Weg.<br />

Neben den Burgen warten viele<br />

weitere Highlights darauf, auf der<br />

Tour erkundet zu werden. Die erste<br />

Etappe führt von Landeck aus auf<br />

den Spuren der Römer nach Fließ,<br />

wo es im archäologischen Museum<br />

allerhand über die römische Kaiserstraße<br />

zu erfahren gibt. Auf der<br />

zweiten Etappe kann vom Bergdorf<br />

Tobadill die 86 Meter hohe<br />

Trisanna brücke bestaunt werden.<br />

Die Dörfer Grins und Stanz warten<br />

auf der dritten Etappe mit Heilwasser<br />

und Brennkunst. Bevor es an<br />

die vierte Etappe geht, lohnt sich<br />

ein Abstecher in den „Zammer<br />

Lochputz“: Dieser bietet schwindelerregende<br />

Einblicke in eines der<br />

schönsten wilden Wasser Tirols und<br />

begeistert mit der Sage rund um<br />

den Zammer Lochputz. Zurück in<br />

Landeck empfiehlt es sich, das<br />

Schloss Landeck mit dem Museum<br />

zu besuchen und dort die Reise in<br />

die Vergangenheit abzuschließen.<br />

Ritter, Burgfräulein, Minnesänger<br />

Darüber hinaus kann man während<br />

der Tour tief in die Welt der Ritter<br />

und Burgfräulein eintauchen – mit<br />

der „Burgenweg-App“ wird man bei<br />

der Wanderung durch ein Hörspiel<br />

begleitet. Ein stolzer Minne sänger<br />

und sein aufgewecktes Frettchen<br />

erzählen auf dem Weg allerlei Interessantes<br />

und Wissenswertes zu<br />

den einzelnen Burgen. Ein besonderes<br />

Erlebnis am Burgenweg ist das<br />

Sonnenuntergangs-Picknick bei der<br />

Ruine Kronburg jeden Montag.<br />

Guter Tipp: Mit der TirolWest<br />

Card sind viele Aktivitäten inbegriffen<br />

und auch sämtliche öffentliche<br />

Buslinien im Bezirk Landeck<br />

können kostenlos genutzt werden.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.tirolwest.at<br />

www.burgenweg.at<br />

012


EW<br />

KLICK DICH EIN!<br />

Vom 5.–7. Juli (Fr.–So.) findet das CLIMBHOW<br />

Klettersteig- Testival in Speikboden in der Südtiroler Skiworld<br />

Ahrntal statt. Hier können alle Bergsportinteressierten<br />

„reinschnuppern“, einfach nur vorbeischauen, Ausrüstung<br />

testen oder sich gezielt von Profis beraten lassen und<br />

Ratschläge holen. Dazu ist die Veranstaltung die perfekte<br />

Gelegenheit für Groß und Klein, um Klettersteige vor Ort<br />

unter professioneller Anleitung kennenzulernen. Alle Infos<br />

zum Event und Anmeldung: www.klettersteig-testival.info<br />

FOTO: KONI Studios<br />

FOTO: CIMALP<br />

Perfekt ausgerüstet<br />

Die CIMALP GUIDE PRO Ultrashell®<br />

Jacke für sie und ihn ist ausgerüstet mit<br />

dem Recco®-System und besitzt eine patentierte<br />

Ultra shell®-Membran für<br />

exzellente Wasserdichtigkeit<br />

(20.000 mm) und Atmungsaktivität<br />

(80.000 MVP). Sie verfügt<br />

über Unterarmbelüftungen<br />

und verstärkte Schultern und<br />

ist perfekt für anspruchsvolle<br />

Outdoor-Aktivitäten. Die<br />

Jacke ist bequem unter einem<br />

Klettergurt tragbar und mit 710 g<br />

in Größe M der ideale Begleiter für<br />

jedes Outdoor-Abenteuer.<br />

UVP: € 289,90. www.cimalp.de<br />

Wohltat für den Wanderfuß<br />

Genieß mit den „Hiking Light Merino Mid Cut Socks“<br />

(UVP € 24,95) von CEP Sportswear deine sommerlichen<br />

Wandertouren! Die mittelhohe Form eignet sich perfekt<br />

für warmes Wetter und bietet trotzdem eine<br />

Vielzahl von aktivierenden Benefits. Nicht<br />

sehen, aber fühlen lässt sich der<br />

ausgezeichnete Komfort dieser<br />

leichten Wandersocken für Herren<br />

– dank hochwertiger Materialien<br />

und optimierter Passform.<br />

www.cepsports.at<br />

014<br />

dolomite.it/saxifraga-capsule<br />

FOTO: CEP Sports


FOTO: Bergsport Festival St. Anton am Arlberg<br />

S<br />

TechOUTDOOR<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

ALLES IN DER VERTIKALEN<br />

„Sport am Berg“ wird beim Bergsport-Festival in St. Anton am Arlberg (28.–30. Juni<br />

<strong>2024</strong>) in all seinen Facetten hochgehalten. Drei Tage lang dreht sich alles ums Bewegen in<br />

der sommerlichen Bergwelt. Es gibt Kursangebote von Biken über Klettern bis Yoga,<br />

geführte Touren, eine Expo, Contests und jede Menge Live-Musik. Zu den einzelnen<br />

Sportarten werden neben Kursen auch geführte Touren und zum Teil sogar mehrtägige<br />

Camps angeboten. Zusätzlich kann man die neueste Ausrüstung verschiedenster<br />

namhafter Outdoor-Marken, die sich in der Expo-Area präsentieren, testen.<br />

Infos: www.stantonamarlberg.com/de/bergsport-festival<br />

Die Hütten der Zukunft<br />

Hochalpine Schutzhütten wie auch bewirtschaftete<br />

Berghütten – sie sind und bleiben<br />

zentral fürs Berg-Erlebnis. Und sie erfüllen<br />

eine lebensrettende Schutz- und Sicherheitsfunktion.<br />

In der Kärntner Region Villach fand<br />

der erste internationale Expertendialog<br />

„Berg- und Schutzhütten der Zukunft“ statt.<br />

Drei spannende Erkenntnisse: Erstens: Alpine<br />

Hütten können energieautark sein und betrieben<br />

werden, ohne verunreinigtes Abwasser zu<br />

verursachen. Zweitens: Digitale Lösungen ermöglichen,<br />

dass Hütten auch in Phasen mit<br />

weniger Gästen Versorgung und Schutz bieten.<br />

Drittens: Hütten leisten einen Frieden<br />

stiftenden und völkerverbindenden Beitrag,<br />

speziell in Grenzregionen.<br />

www.visitvillach.at<br />

FOTO: Hanwag<br />

3 FRAGEN AN<br />

FRANZISKA KÖHLER, COMMUNICA-<br />

TIONS MANAGER HANWAG GMBH<br />

Was bewegt dich<br />

aktuell im Business?<br />

Ich schätze es, für eine<br />

Marke zu arbeiten, die<br />

so viel Heritage hat –<br />

über 100 Jahre Unternehmensgeschichte<br />

sind einfach beeindruckend. Spannend<br />

zu beobachten ist, dass unsere<br />

HANWAG-Werte wie Handwerk, Qualität,<br />

Funktion und Passform zeitlos<br />

sind und wir mit unseren zwiegenähten<br />

Schuhen oder den aus den 1980ern<br />

inspirierten Rotpunkt-Schuhen auch<br />

eine junge, modebewusste Zielgruppe<br />

begeistern – ohne uns zu verbiegen.<br />

Welchen Stellenwert hat Sport<br />

in deinem Leben?<br />

Bewegung und mentale Gesundheit<br />

sind mir sehr wichtig. Im Alltag liebe<br />

ich es, mich nach einem Tag im Büro<br />

mit Yoga oder Pilates auszupowern<br />

bzw. zu entspannen. Im Sommer fahre<br />

ich außerdem so oft wie möglich mit<br />

dem Fahrrad in die Arbeit – dabei<br />

genieße ich besonders die Stimmung<br />

in der Früh, wenn die Natur sich von<br />

ihrer schönsten Seite zeigt.<br />

Dein vergangenes oder zukünftiges<br />

Aktivsport-Highlight?<br />

Als Allgäuerin bin ich nahe an den<br />

Bergen und naturverbunden aufgewachsen.<br />

Ich gehe sehr gern wandern<br />

und freue mich schon auf viele schöne<br />

Touren diesen Sommer. Im Winter ist<br />

Schneeschuhwandern mein Highlight<br />

– besonders gerne und eigentlich jedes<br />

Jahr bin ich auf der Lüsner Alm<br />

in Südtirol unterwegs.<br />

BEAT THE HEAT<br />

Die megaatmungsaktive leichte BUFF® CoolNet UV® besteht zu 95<br />

% aus recycelter REPREVE® Performance Microfiber und sorgt für<br />

optimales Schweißmanagement mit kühlender Wirkung. Dank der<br />

Polygiene®-Geruchsneutralisierung bleibst du frisch und riechst<br />

gut. Die 100% nahtlose 4-WAY Ultra Stretch Strickkonstruktion<br />

sorgt für extreme Leichtigkeit auf der Haut.<br />

www.buff.com<br />

FOTO: Region Villach Tourismus/Ferdinand Messner<br />

015


EW<br />

FOTO: Garmont<br />

Schritt in die Zukunft<br />

Mit dem neuen „Dragontail Tech Geo“ geht GARMONT<br />

einen entscheidenden Schritt in Richtung Zukunft und zeigt<br />

eine nachhaltigere Variante des Zustiegs-Klassikers. Dank der<br />

Verarbeitung recycelter und umweltfreundlicher Materialien<br />

wie Zuckerrohr wurde der ökologische Fußabdruck in der<br />

Herstellung um 28,8 % reduziert. de.garmont.com<br />

FOTO: Wanderhotels<br />

WO WANDERLUST<br />

BELOHNT WIRD<br />

Erkunde die schönsten<br />

Wanderregionen und -touren<br />

in Österreich, Südtirol<br />

sowie im Schwarzwald.<br />

Entdecke atemberaubende<br />

Wanderhotels samt deren<br />

herzlichen Gastgeberfamilien. Die Mühen deiner<br />

Wanderungen werden dank des neuen „Gipfelclubs“ in<br />

der Wanderhotels-App doppelt belohnt: Jetzt genießt<br />

du nicht nur traumhafte Bergpanoramen, sondern<br />

erfreust dich auch an Post-Hiking-Pleasures.<br />

Infos zur Wanderhotels-App:<br />

www.wanderhotels.com; Direktlink: t1p.de/wisdp<br />

ENTDECKE<br />

DEIN<br />

NÄCHSTES<br />

ABENTEUER<br />

Bestleistung<br />

in den Bergen<br />

Unabhängig vom Gelände<br />

stärkt die wissenschaftlich geprüfte,<br />

abgestufte Kompressionstechnologie<br />

der „STOX Merino<br />

Hiking Socks“ (ausgezeichnet mit<br />

der Kompressionsstufe 2) die Muskulatur<br />

und fördert die Durchblutung<br />

auch beim Wandern. Die thermoregulierende<br />

Merinowolle und das sportartspezifische<br />

Fußbett sorgen für höchsten Komfort<br />

und eine blasenfreie Wanderung und<br />

somit für unbeschwerte Abenteuer in der<br />

Natur. UVP: € 49,59.<br />

stoxenergy.com/de-de<br />

016<br />

FOTO: Stox


S<br />

TechOUTDOOR<br />

News<br />

Events<br />

Camps<br />

Szene<br />

HAPPY MORNING!<br />

So heißt ein neuer, mit der „Wilder Kaiser GästeCard“ in der gleichnamigen<br />

Tiroler Urlaubsregion buchbarer Aktivprogrammpunkt. Die einzigartige Morgenwanderung<br />

mit Yoga führt auf die Biedringer Platte, einen Aussichtspunkt<br />

auf 1224 m, von wo aus der Sonnenaufgang miterlebt wird. Dabei wird der Tag<br />

mit einer fließenden Yogapraxis, die für alle Level geeignet ist, begrüßt. In dieser<br />

Sommersaison immer donnerstags von 5 bis 9 in der Region Wilder Kaiser.<br />

Alle Infos und Anmeldung unter: www.wilderkaiser.info/happymorning<br />

FOTO: Rother<br />

FOTO: TVB Wilder Kaiser/Carmen Huter<br />

Grazer Hausberge entdecken<br />

Der neue ROTHER Wanderführer<br />

„Grazer Hausberge mit Mur- und<br />

Mürztal“ (UVP € 16,90) stellt 60 der<br />

schönsten Unternehmungen in dieser<br />

faszinierenden Bergwelt vor. Von der<br />

steirischen Landeshauptstadt Graz aus<br />

führen die Wanderungen in die oft<br />

auch öffentlich leicht erreichbaren Gebiete<br />

von Glein- und Stubalpe, in die<br />

Fischbacher, Mürzsteger, Eisenerzer,<br />

Seckauer, Seetaler Alpen, auf die Koralm<br />

und zu einer Vielzahl von<br />

beliebten Zielen und Gipfeln. Auch<br />

überaus spannende<br />

2000er-Gipfel<br />

mit grandiosen<br />

Weitblicken und<br />

hohem Erlebnisfaktor<br />

werden<br />

vorgestellt.<br />

www.rother.de<br />

Alles wird gut!<br />

Unser <strong>SPORTaktiv</strong>-<br />

Kollege und ambitionierte<br />

Freizeitsportler<br />

Axel Rabenstein<br />

beschäftigt sich in<br />

seinem neuen Buch<br />

mit dem Älterwerden.<br />

Mit Verletzungen<br />

und Unsicherheit,<br />

wenn die Leistung nicht mehr so gelingt<br />

wie früher. Ehrlich und humorvoll geht<br />

der Autor mit seinen Verhaltensweisen und<br />

seinem sportlichen Ehrgeiz ins Gericht. Auf<br />

seiner Reise durch Seele und Körper trifft er<br />

Wissenschafter und ehemalige Leistungssportler<br />

und fragt diese um Rat. „Wie alles<br />

gut wird, wenn wir nicht mehr besser werden“<br />

aus dem Verlag „Meyer & Meyer“ –<br />

um € 18,95 im Buchhandel erhältlich.<br />

FOTO: Meyer & Meyer Verlag<br />

Keep Cool!<br />

Mit dem Odlo Natural Merino 160<br />

Base-Layer-Shirt (UVP € 64,95) bekommst<br />

du einen leichten, aber leistungsstarken<br />

Begleiter für deine Outdoor-<br />

Aktivitäten in den wärmeren Monaten.<br />

Das Shirt aus mulesingfreier Merinowolle<br />

mit einem Gewicht von 160 g/m 2 bietet<br />

durch seine wärmeregulierenden und<br />

feuchtigkeitsableitenden Eigenschaften<br />

unübertroffenen Komfort und Trockenheit<br />

bei jeder Aktivität.<br />

www.odlo.com<br />

Vorbild VAUDE<br />

Mit seiner Klimabilanz 2023 beweist<br />

VAUDE, dass eine Reduktion der<br />

Treibhausgas-Emissionen gemäß dem<br />

Pariser Klimaabkommen möglich ist.<br />

Der Outdoor-Ausrüster konnte seine<br />

weltweiten Treibhausgas-Emissionen<br />

2023 im Vergleich zum Basisjahr 2019<br />

um 30 % senken, während der Umsatz<br />

im gleichen Zeitraum um 32 % stieg.<br />

Damit zeigt VAUDE, dass es möglich<br />

ist, den Ressourcenverbrauch vom<br />

Unternehmenswachstum zu entkoppeln<br />

und den Ausstoß schädlicher<br />

Emissionen im Einklang mit wissenschaftsbasierten<br />

Klimazielen zu senken.<br />

www.vaude.com<br />

017


Fitness<br />

kannst du<br />

dir nicht<br />

kaufen!<br />

FOTO: SalzburgerLand<br />

EW<br />

EIN HOCH AUF DIE ALMEN<br />

Das SalzburgerLand steht mit<br />

1800 bewirtschafteten Almen wie<br />

keine andere Region für seine<br />

Almlandschaften. Heuer feiert<br />

der Salzburger Almsommer sein<br />

20-jähriges Bestehen: Gefeiert<br />

wird dies am 16. Juni auf der<br />

Maurachalm im Großarltal – mit<br />

einem Hoch auf die Alm: auf die<br />

Bauern und Bäuerinnen, auf das<br />

Vieh, auf saftige Almwiesen, klare<br />

Bergseen, majestätische Gipfel,<br />

traumhafte Ausblicke und die<br />

frische Almluft!<br />

www.almsommer.com<br />

Hol dir den absoluten Grip!<br />

Mit dem „Via Ferrata X-trem II“ von CHIBA hast du auf dem Klettersteig alles im<br />

Griff. Er bietet guten Schutz und wird hohen Qualitäts-Ansprüchen gerecht. Elastische<br />

Oberhandmaterialien sorgen für eine perfekte Passform, die Innenhand aus<br />

robuster Mikrofaser mit Besatz<br />

aus Nappa-Leder sorgt für<br />

Schutz und besten Grip. Ein<br />

Silikon- Knöchelschutz,<br />

aramid verstärkter Besatz an<br />

Daumen und Zeigefinger,<br />

Klettverschluss am Handgelenk<br />

und extralange Finger für<br />

optimalen Schutz gehören auch<br />

zur Ausstattung. www.chiba.de<br />

FOTO: Chiba<br />

ONLINE<br />

ÖSTERREICHS GRÖSSTES<br />

AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

Tagesaktuell, schnell, umfassend und auf<br />

den Punkt gebrachte Informationen für dein<br />

sportliches Leben. Auf sportaktiv.com findest<br />

du fachlich fundierte Reportagen, Trainingsgeschichten,<br />

Produktneuheiten, Expertentipps,<br />

Gewinnspiele und Profi-Storys.<br />

www.sportaktiv.com<br />

Ein fairer Schritt<br />

NORRØNA, die norwegische Outdoor-Marke im<br />

Familienbesitz, arbeitet jetzt mit „Fair Wear Foundation“<br />

zusammen, um sich für die Rechte der in<br />

der Bekleidungsindustrie Beschäftigten auf sichere,<br />

würdevolle und angemessen bezahlte Arbeitsbedingungen<br />

einzusetzen. Für die Marke ist es ein<br />

wichtiger Schritt auf dem Weg zu den Nachhaltigkeitszielen,<br />

die in der Norrøna 2029 Roadmap festgelegt<br />

sind, mit dem Ziel, die Marke zum verantwortungsvollsten<br />

Outdoor-Unternehmen der Welt<br />

zu machen!<br />

norrona.com<br />

FOTO: Norrona<br />

018


FOTO: Rosskopf<br />

Ganz schön was los!<br />

Im Sommer ist auf dem Rosskopf über dem Südtiroler<br />

Sterzing ganz schön was los: Bei einzigartigen<br />

Sonnenaufgangskonzerten mit Bergfrühstück<br />

bei der Wunschglocke kann in der besonderen Atmosphäre<br />

des Morgenlichts der herrliche Panoramablick<br />

über die Stubaier Alpen genossen werden.<br />

Termine: 28. Juli Bürgerkapelle Sterzing | 7. August<br />

Spicy | 18. August Jimi Henndreck | 28. August<br />

Maschlmusig. Genuss der Extraklasse gibt es<br />

auch beim „Alpinen Gondel Dinner“ am 13. Juli:<br />

Ausgewählte Sterzinger Restaurants zeigen beim<br />

Dinner in der Gondel ihre Klasse – da kommen<br />

sich Stadt und Berg unerwartet nahe. In dieser<br />

exklusiven Location wird ein 5-Gänge-Menü serviert.<br />

Mit einem typisch italienischen Aperitivo<br />

wird das Dinner an der Talstation eröffnet, bei einem<br />

Dessert zu stimmungsvollen Pianoklängen<br />

findet es dort danach auch seinen Ausklang.<br />

Tickets gibt es im Rosskopf Online Shop.<br />

www.rosskopf.com<br />

S<br />

...weil die Berge unsere<br />

Heimat sind!<br />

MONTANE<br />

BEI HERVIS<br />

Die edle britische Outdoor-Marke<br />

MONTANE<br />

ist ab sofort in den fünf<br />

HERVIS SPORTS Stores<br />

in Salzburg, Villach, Innsbruck,<br />

Wörgl und Dornbirn<br />

erhältlich. Montane<br />

punktet mit einem schönen,<br />

zeitlosen Design, mit höchster Qualität und mit Lightweight-Produkten<br />

für den hochwertigen athletischen Einsatz.<br />

Alle Produkte sind für den Multisport-Einsatz gedacht,<br />

perfekt passend zum Montane-Motto: „Built for more“.<br />

de.montane.com<br />

FOTO: Montane<br />

NACHHALTIG<br />

DURCH<br />

LANGLEBIGKEIT<br />

HOCHWERTIGE<br />

QUALITÄT &<br />

VERARBEITUNG<br />

FAIRE &<br />

TRANSPARENTE<br />

PRODUKTION<br />

Deshalb gibt es in unserer vielfältigen Wanderrucksack-Kollektion genau den<br />

passenden Begleiter für deine individuellen Ansprüche und Bedürfnisse. Zudem<br />

sorgen wir durch die eigene Produktion nach TÜV-zertifizierten Sozialstandards<br />

für hohe Qualität, beste Verarbeitung und langlebigen Nutzen. Wie zum Beispiel<br />

bei unserem PFAS-frei ausgerüsteten Hike Pack 20 Women mit komfortablem<br />

Netzrücken für deine entspannten Wandertouren.<br />

PFC / PFAS free<br />

FAIRE &<br />

TRANSPARENTE<br />

PRODUKTION<br />

019<br />

TATONKA - OUTDOOR EQUIPMENT SEIT 1993


PRODUKT Outdoorschuhe<br />

GRIP UND STABILITÄT.<br />

Die zwei Aufgaben, die Outdoorschuhe<br />

erfüllen müssen.<br />

Je nach geplantem Einsatzbereich<br />

gilt es den richtigen für<br />

sich herauszufinden.<br />

FOTO: Lowa/Benjamin Pfitscher<br />

020


Schritt<br />

für Schritt<br />

Wer zu Fuß in den Bergen unterwegs ist, braucht – ganz<br />

logisch – als Erstes einen hochwertigen Schuh. Wie man<br />

seinen findet. Und wie er, einmal gefunden, zum Begleiter<br />

für möglichst viele Schritte wird.<br />

von Christof Domenig<br />

TO: LOWA/Benjamin Pfitscher<br />

D<br />

ie Zeiten, als manche<br />

in Flip-Flops<br />

über Wanderwege<br />

spazierten, sind<br />

zum Glück lange<br />

vorbei! Wie uns die<br />

Bergführer Martin Schmidt und<br />

Martin Edlinger versicherten, die<br />

wir für die große Bergsicherheits-Geschichte<br />

in diesem <strong>Outdoorguide</strong><br />

<strong>2024</strong> befragt haben, hapert<br />

es meistens nicht an der Qualität<br />

der Ausrüstung und der Bereitschaft,<br />

in hochwertige Produkte zu<br />

investieren, wenn die „Freiheit der<br />

Berge“ gesucht wird.<br />

Ganz oben auf der Liste sicherheitsrelevanter<br />

Ausrüstung steht<br />

der Schuh, der im jeweiligen Einsatzbereich<br />

für Grip und Stabilität<br />

verantwortlich ist. Und mit dem<br />

Stichwort „Einsatzbereich“ sind wir<br />

auch schon mitten drin in dieser<br />

Geschichte: Die Hersteller hochwertiger<br />

Outdoorschuhe halten<br />

heute für alle gewünschten Einsatzzwecke,<br />

von der einfachen Wanderung<br />

im Wald bis zur Hochtour,<br />

eine große Auswahl an perfektem<br />

Schuhwerk parat. Die Kunst ist es,<br />

in diesem breiten Angebot den richtigen<br />

für sich und den persönlichen<br />

Bedarf zu finden.<br />

Wie stets verweisen wir hier<br />

gleich auf den Sport- und Outdoorfachhandel<br />

mit kompetenter Beratung<br />

und der Möglichkeit, Schuhe<br />

ausführlich durchzuprobieren und<br />

auch länger anzubehalten, ehe man<br />

seine Entscheidung trifft. Ein Wander-<br />

oder Bergschuh ist zu wichtig,<br />

als dass man zum erstbesten greift.<br />

Und abgesehen vom Sicherheitsaspekt<br />

ist ein nicht wirklich passender<br />

Schuh, der vielleicht aufgrund<br />

einer falschen Größenwahl Druckoder<br />

Reibestellen verursacht, ein<br />

absoluter Spielverderber. In die Suche<br />

nach seinem Begleiter ein wenig<br />

Zeit zu investieren, sich gut beraten<br />

zu lassen und vielleicht auch<br />

in Zubehör wie eine zum eigenen<br />

Fuß passende Einlegesohle zu investieren,<br />

ist Goldes wert!<br />

Ein Bergschuh ist<br />

zu wichtig, als dass<br />

man zum erstbesten<br />

greift: Probieren und<br />

sich beraten lassen<br />

zahlt sich aus.<br />

021


PRODUKT Outdoorschuhe<br />

Auf einfachen Wegen sind leichte Lowcut-Wanderschuhe eine zunehmend beliebte Wahl.<br />

Trends und Materialien<br />

Worauf kommt es bei Outdoorschuhen<br />

nun an und welche Trends gibt<br />

es zu beobachten? Wir haben uns<br />

bei namhaften Outdoorschuhmarken<br />

umgehört. „Die erste Entscheidung<br />

bei der Schuhwahl“, sagt<br />

Bernd Fürtbauer von Lowa, „sollte<br />

immer der Einsatzbereich sein.<br />

Wandert man auf Waldwegen, plant<br />

man eine Weitwanderung, benutzt<br />

man ihn für eine Almwanderung,<br />

eine anspruchsvolle Trekkingtour<br />

oder für Touren im Gelände oberhalb<br />

der Baumgrenze?“ Wer seine<br />

Schuhe bei sehr unterschiedlichen<br />

Unternehmungen einsetzen möchte,<br />

müsse sich bewusst sein, „dass es<br />

nicht den einen Schuh für alles<br />

gibt.“ Also durchaus daran denken,<br />

sich ein kleines Schuhportfolio mit<br />

unterschiedlichen Modellen zuzulegen,<br />

rät Fürtbauer. Hersteller Columbia<br />

bietet einen „Wanderschuh-Berater“<br />

auf seiner Webseite,<br />

um dabei zu unterstützen, sich<br />

darüber klar zu werden, was man<br />

eigentlich benötigt – eine<br />

„Schritt-für-Schritt-Bedarfserhebung“.<br />

Was Trends betrifft, sind für<br />

den Lowa-Experten „Multifunktion<br />

und Leichtigkeit derzeit große Themen.“<br />

Wobei Multifunktion sich auf<br />

Lowcut- wie auf Midcut-Schuhe<br />

auswirke. „Viele Wanderer benötigen<br />

auch in weniger anspruchsvollem<br />

Gelände mehr Stabilität und Si-<br />

cherheit und da bietet sich ein<br />

leichter Midcut-Schuh gut an“, sagt<br />

Fürtbauer.<br />

Von Seiten Columbias ortet Issam<br />

Djemel einen „wachsenden<br />

Trend zu schnellen Wanderaktivitäten<br />

und Hybridschuhen aus Trailrunning-<br />

und Wanderschuhen.“<br />

Und: „Wir können auch einen Trend<br />

hin zu leichten und bequemen Wanderschuhen<br />

bestätigen – auch die<br />

Multifunktionalität der Schuhe<br />

spielt eine immer wichtigere Rolle.“<br />

Columbia habe auf die genannten<br />

Trends mit seinem besonders<br />

leichten „Omni-Max“-Dämpfungsund<br />

Sohlensystem reagiert, erklärt<br />

Djemel. „Diese Schuhe können auf<br />

verschiedenen Untergründen und<br />

für eine Vielzahl an Aktivitäten verwendet<br />

werden und bieten erstklassigen<br />

Komfort.“<br />

Vom Material her scheint Leder<br />

im Vergleich zu Synthetikschuhen<br />

seit einigen Jahren wieder beliebter<br />

zu werden. Bei Mammut hält<br />

man viel von Leder, wie Lorenza<br />

Kessler erklärt: „Wir produzieren<br />

Schuhe, die für starken Gebrauch<br />

gemacht sind – Leder hat eine sehr<br />

hohe Reißkraft und schützt damit<br />

den Fuß am Berg sehr gut.“ Leder<br />

könne zudem Schweiß aufnehmen,<br />

„nach dem Ausziehen gibt es die<br />

Feuchtigkeit wieder ab. Sind Lederschuhe<br />

wiederbesohlbar und werden<br />

gut gepflegt, sind sie langjährige<br />

Begleiter. Synthetikmaterialien<br />

sind zwar oft leichter, aber kaum<br />

reparierbar und weniger lange haltbar<br />

als gut gepflegtes Leder.“<br />

Für den Lowa-Experten haben<br />

beide Materialien ihre spezifischen<br />

Vor- und Nachteile: „Leder bietet<br />

etwas mehr Strapazierfähigkeit und<br />

Stabilität. Leichter, atmungsaktiver<br />

und dynamischer sind Schuhe aus<br />

Synthetik und Gore-Tex.“<br />

„Grüne“ Bestrebungen<br />

In Zeiten, in denen sich gerade outdooraffine<br />

Menschen Gedanken<br />

Im Hochgebirge mit Gletscherkontakt braucht es einen steigeisenfesten Schuh.<br />

TO: Columbia<br />

TO: Mammut<br />

022


TO: La Sportiva/Claudia Ziegler<br />

Ein etwas höherer Midcut-Schaft ist auf<br />

vielen Wanderwegen zu Recht die beliebteste<br />

Wahl.<br />

über ihren Fußabdruck machen,<br />

den sie in der Natur hinterlassen,<br />

stellt sich diese Frage natürlich<br />

auch bei Outdoorschuhen. Welche<br />

Bestrebungen zur Nachhhaltigkeit<br />

gibt es? „Unter Nachhaltigkeit verstehen<br />

wir auch, dass man sein<br />

Lieblingsstück lange nutzen kann“,<br />

verweist Fürtbauer auf die hohe<br />

Qualität von Lowa-Schuhen. „Bei<br />

vielen Modellen bieten wir die Möglichkeit<br />

des Neubesohlens an. 90<br />

Prozent unserer Schuhe sind made<br />

in Europe.“<br />

Den Kompromiss zwischen<br />

nachhaltigen Materialien und Funktionalität<br />

zu finden, sei keine leichte<br />

Aufgabe, sagt Columbias Issam<br />

Djemel, „auf diesem Weg sind wir<br />

ein gutes Stück vorangekommen.<br />

Bei der Produktion unserer<br />

FW24-Schuhmodelle haben wir<br />

komplett auf den Einsatz von PFAS<br />

verzichtet.“ Um Schuhe noch nachhaltiger<br />

zu machen, wolle man sich<br />

noch stärker auf das Verwenden<br />

von recycelten und biobasierten<br />

Materialien konzentrieren.<br />

Vonseiten Mammuts verweist<br />

Lorenza Kessler auf den schon erwähnten<br />

Einsatz hochwertigen Leders<br />

– „das bei richtiger Pflege sehr<br />

langlebig und dadurch umweltschonender<br />

ist“. Mit der Pflege unserer<br />

Schuhe haben wir Nutzer also auch<br />

selbst einen „Hebel“ in der Hand –<br />

die Pflegetipps der Mammut-Expertin,<br />

die natürlich auch für Schuhe<br />

anderer Marken gelten, helfen dabei:<br />

„Ein Outdoorschuh gehört nicht in<br />

die Waschmaschine, abgesehen von<br />

Einlegesohlen und Schnürsenkeln.<br />

Ihn zu reinigen ist Handarbeit.“ Mit<br />

einer nassen Bürste sichtbaren<br />

Schmutz und Staub entfernen und<br />

versteckten Schmutz lockern, indem<br />

man die Schuhe aneinanderklopft,<br />

rät Kessler. Den Schuh innen und außen<br />

sowie die Sohlen unter fließendem<br />

Wasser reinigen, eventuell fürs<br />

Innere ein wenig Sportwaschmittel<br />

verwenden und gründlich ausspülen.<br />

Danach bei Zimmertemperatur<br />

trocknen, nicht auf die Heizung oder<br />

in die Sonne stellen. Bevor die Schuhe<br />

ganz trocken sind, mit einem umweltfreundlichen<br />

Spray auf Wasserbasis<br />

imprägnieren. So bekommt<br />

man einen treuen Begleiter für viele<br />

Jahre und Touren an die Füße.<br />

Unsere Kategorien<br />

Lowcut-Wanderschuhe<br />

• Vielseitige, flexible Begleiter mit<br />

zweierlei Ausprägung:<br />

• einmal als bequeme Alternative zu<br />

schwereren Schuhen für einfachere<br />

Wandertouren mit eher leichtem<br />

Gepäck<br />

• einmal als flotte Begleiter für schnelle<br />

Bergtouren und Speedhikes nahe<br />

am Trailrunning<br />

• Mit und ohne wasserdichte<br />

Membran<br />

Midcut-Wanderschuhe<br />

• Die „Wander-Klassiker“ gibt es<br />

sowohl in Leder als auch Textil<br />

• Gut gehbare, dennoch griffige<br />

Außensohle<br />

• Höherer Schaft gibt Stabilität, auch<br />

für schwerere Lasten<br />

• Perfekt für Wanderungen im<br />

Mittelgebirge<br />

Alpine Bergschuhe<br />

• Robuste, meist wasserdichte<br />

Materialien, sowohl in Leder als auch<br />

in Textil-Varianten verfügbar<br />

• Hoher Schaft gibt Stabilität und hält<br />

Schnee & Co. vom Fuß ab<br />

• Griffige, steife Außensohle für<br />

schwieriges Gelände<br />

• Sohle mit Befestigungsmöglichkeiten<br />

für Steigeisen<br />

• Gemacht für schwierige Berg- und<br />

Hochtouren<br />

Zustiegsschuhe<br />

• Besonders griffige Sohlen mit Steigzonen<br />

geben auch beim Klettern<br />

Halt<br />

• Stabiler und mit besserem Schutz als<br />

normale Wander- oder Trailschuhe<br />

• Teils Schnürung bis weit nach vorne<br />

für eine präzise Anpassung<br />

• Gut für Zustiege zu Klettereien,<br />

Klettersteige – aber auch Wanderungen<br />

in schwierigem Gelände<br />

geeignet<br />

• Bieten bessere Beweglichkeit als<br />

alpine Bergschuhe<br />

FOTO: Runners unlimited by Ruefa<br />

023


PRODUKT Wanderschuhe<br />

Top 6 Wanderschuh low<br />

ADIDAS TERREX Terrex Free Hiker 2.0 Low GTX<br />

sehr agiler Multifunktions-Wanderschuh, perfekt für Hikes jeglicher<br />

Art • trotzt in der wasserdichten Gore-Tex®-Version jedem<br />

Wetter sitzt präzise und sockenartig am Fuß bietet eine moderate<br />

Kippstabilität und Führung mit energierückführender<br />

Boost-Sohle, stabilisierendem EVA-Rahmen und kompromisslosem<br />

Grip der Continental-Profilsohle für jedem Untergrund geeignet<br />

PREIS (UVP): € 190,– (ohne GTX: € 170,–) | www.adidas.de<br />

COLUMBIA Konos TRS OutDry<br />

der reaktionsfreudige Schaumstoff passt sich unterschiedlichem<br />

Terrain an und bietet verbesserte Aufpralldämpfung, Energierückgabe<br />

und dauerhaften Komfort verbesserte Stabilität gute Traktion<br />

auf nassem und trockenem Untergrund wasserdicht (auch ohne<br />

Membran erhältlich) Top-Preis-Leistungs-Verhältinis<br />

PREIS (UVP): € 120,– | www.columbiasportswear.de<br />

JACK WOLFSKIN Cyrox Texapore Low W<br />

robuster Zehen- und Fersenschutz aus Textil exklusive<br />

Vibram-Gummisohle dämpfende EVA-Mittelsohle längere<br />

Schnürung, speziell für Frauenfüße Ortholite-Einlegesohle für<br />

beste Dämpfung Texapore Ecosphere Pro: erstklassiger Wetterschutz,<br />

nachhaltig, besonders wasserdicht und atmungsaktiv<br />

PREIS (UVP): € 159,95 | www.jack-wolfskin.com<br />

GARMONT 9.81 Engage<br />

leichter Wanderschuh, ideal für flotte Aktivitäten auch auf<br />

unebenem Terrain äußerst atmungsaktives 3D-Polyester- Mesh-<br />

Obermaterial EVA-Zwischensohle für verbesserte Dämpfung und<br />

Reaktionsfähigkeit G-WRAP-Technologie für erhöhte Stabilität<br />

Garmont-Fußbett mit 20 % recycelten Materialien<br />

PREIS (UVP): € 160,– | de.garmont.com<br />

ON Cloudhorizon Waterproof<br />

die hohe CloudTec Phase® Dämpfung schützt vor Stößen und<br />

sorgt für weiche, abrollende Schritte eine robuste gummierte<br />

Missiongrip-Außensohle sorgt für zuverlässigen Grip, stabilen<br />

Halt und starke Traktion auf jedem Terrain wasserdichte und<br />

leistungsstarke Membran<br />

PREIS (UVP): € 199,95 | www.on.com<br />

SCARPA Rush 2 GTX M/W<br />

die IKS-(Interactive Kinetic System)Technologie definiert Komfort<br />

und Dämpfung neu ideal für Fast-Hiking dynamischer<br />

und komfortabler Schuh Anti-Torsion-System verbessert die<br />

Stabilität und den Fersenhalt Gore-Tex-Membran garantiert<br />

wasserdichten Schutz Presa-Sohle<br />

PREIS (UVP): € 190,– | scarpa.at<br />

FOTOS: Hersteller<br />

024


6<br />

der Fußform natürlich an und vereint Komfort, Langlebigkeit und<br />

Top 6 Wanderschuhe mid<br />

VAUDE Core STX M<br />

leichter, stabiler Wanderschuh aus Leder für leichte Trekkings bis<br />

zu Hüttentouren • wasserdichte Sympatex®-Membran zu 100 %<br />

RecPES • robuste Konstruktion mit Lederschaft umweltfreundlich<br />

hergestellt mit zertifiziertem TerraCare-Leder aus Deutschland<br />

Vaude HKG Gummi-Außensohle mit 30 % Re cycling-Anteil<br />

umlaufender Geröllschutz aus Gummi<br />

PREIS (UVP): € 190,–<br />

vaude.com<br />

TECNICA Forge 2.0 GTX<br />

moderner Trekkingschuh aus hochwertigem Nubukleder passt sich<br />

Schutz in anspruchsvollem Gelände anatomischer Leisten für einzigartigen<br />

Fersenhalt und perfekten Sitz „Adaptive Shape Technology“<br />

sowie das vorgeformte EVA-Fußbett erhöhen den Komfort<br />

stützende Versteifungselemente in der<br />

Zwischensohle erhöhen die Stabilität im<br />

unwegsamen Gelände<br />

PREIS (UVP): € 279,95<br />

www.blizzard-tecnica.com<br />

SALOMON X Ultra 360 Edge Mid GTX<br />

angelehnt an die X Ultra-Schuh-Legenden von Salomon<br />

vereint die besten Merkmale für Grip auf jedem Untergrund<br />

sowie Stabilität und Schutz bei Abenteuern aller Art<br />

die Gore-Tex®-Membran sorgt für Wetterschutz<br />

der robuste Schuhschaft besteht aus recycelten Materialien<br />

PREIS (UVP): € 170,–<br />

www.salomon.con<br />

LA SPORTIVA Aequilibrium Hike GTX<br />

abriebfestes und wasserabweisendes Obermaterial • Blue sign®zertifiziertes<br />

Gore-Tex Extended Comfort Innenfutter • Vibram®-<br />

Sohle • außergewöhnlicher Gehkomfort dank Double Heel-Konstruktion<br />

• natürliche Flexibilität und Beweglichkeit im Knöchelbereich<br />

dank 3D Flex System Evo • für (Mehr-)Tages touren mit<br />

mittlerem Gepäck und mittlerer bis hoher<br />

Geschwindigkeit in wechselndem Gelände<br />

mit technischen Passagen • wiederbesohlbar<br />

dank Resole Me-Technologie<br />

PREIS (UVP): € 240,–<br />

lasportiva.com/de<br />

HANWAG Makra Trek Extra GTX W<br />

geräumiges StraightFit Extra-Modell – für Wanderinnen mit breitem<br />

Vorfuß die angepasste Laufsohle mit breiter Auftrittsfläche<br />

sorgt für Stabilität und Standfestigkeit, wodurch sich der Schuh ideal<br />

für längere Wanderungen sowie Mehrtagestouren mit schwerem<br />

Gepäck eignet durch den Makra-Fit<br />

schmiegt er sich regelrecht um den Fuß – das<br />

sorgt für eine hervorragende Kraftübertragung<br />

PREIS (UVP): € 300,–<br />

www.hanwag.com<br />

DYNAFIT Traverse Mid GTX<br />

agil und vielseitig wie ein Trailrunningschuh mit dem Schutz,<br />

Komfort und Grip eines Bergschuhs • sportlicher, 380 g leichter<br />

Bergschuh • wasserdicht dank Gore-Tex-Membran<br />

• rundum sicher und stabil am Fuß, ohne einzuengen<br />

• viel Komfort auf schnellen und steilen An- und Abstiegen<br />

• für perfekten Grip in jedem Terrain sorgt die Pomoca-Außensohle<br />

mit ihren 5 mm tiefen Stollen<br />

PREIS (UVP): € 220,–<br />

www.dynafit.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

025


PRODUKT Bergschuhe<br />

Top 6 Alpine Bergschuhe<br />

HANWAG Ferrata Tour GTX W<br />

multifunktionaler Hochtourenschuh für Damen mit Fokus auf<br />

Performance in Fels, Eis und Schnee ob Hochtour in kombiniertem<br />

Gelände oder mit Gletscherpassagen – das bedingt steigeisenfeste<br />

Modell mit individueller Volumensanpassung überzeugt<br />

mit funktionellen Details der Schuh vereint<br />

Kletter-Performance mit bestmöglichem<br />

Geh-Komfort die Hanwag TubeTec Rock<br />

Sohlentechnologie ist speziell auf alpines<br />

Bergsteigen ausgerichtet<br />

PREIS (UVP): € 400,–<br />

www.hanwag.com<br />

LOWA Vajolet GTX Mid<br />

ob alpine Wanderung, Klettersteig oder Hochtour – der neue<br />

Alpinschuh ist bei jedem Outdoorabenteuer mit dabei bedingt<br />

steigeisenfest, wiederbesohlbar und mit einer carbonverstärkten<br />

Brandsohle ausgestattet, ist der wasserdichte Alleskönner perfekt für<br />

anspruchsvolle Bergtouren im ewigen Eis oder<br />

in felsigem Terrain<br />

PREIS (UVP): € 360,–<br />

lowa.at<br />

ASOLO Alta Via GV<br />

wasserfestes Perwanger Leder (2,2-2,4 mm), gefertigt nach<br />

Ökotex-Standard isolierende, wasserdichte und atmungsaktive<br />

Gore-Tex Insulated Comfort Footwear-Membran Duo Asoflex<br />

Ascent-Leisten aus glasfaserverstärktem Nylon + Eva-Hülle<br />

Asolo/Vibram Verical-Sohle<br />

Pebax-Rahmen PU Anti-Shock Einsatz<br />

voll steigeisenkompatibel wiederbesohlbar<br />

made in Europe/Italy<br />

PREIS (UVP): € 429,95<br />

www.asolo.com<br />

SALEWA Ortles Light Mid Powertex<br />

Salewas leichtester technischer Bergschuh für anspruchsvolle,<br />

schnelle Unternehmungen am Berg deckt einen breiten Einsatzbereich<br />

ab: vom felsigen Gelände bis hin zu anspruchsvollen Routen in<br />

Schnee und Eis die Pomoca Alpine Light Außensohle sorgt für<br />

verbesserten Grip und Traktion in unterschiedlichem<br />

Gelände die dämpfende EVA-Zwischensohle<br />

garantiert hohen Tragekomfort<br />

PREIS (UVP): € 300,–<br />

www.salewa.com<br />

SCARPA Phantom Tech HD<br />

für technisches, hochalpines Bergsteigen und Eisklettern<br />

Hochgebirgsschuh für Winteraktivitäten auffindbar dank<br />

Recco-Reflektor • steigeisenfest wärmster, leichtester und<br />

technischster Hochgebirgsschuh am Markt<br />

• Gewicht: 800 g<br />

PREIS (UVP): € 650,–<br />

scarpa.at<br />

DOLOMITE Miage Gore-Tex<br />

für Aktivitäten im Hochgebirge und auf Gletschern geeignet<br />

steigeisenkompatibel Gore-Tex-Futter für besten Schutz gegen<br />

Nässe und Kälte bester Grip dank Peak HC Vibram-Sohle<br />

innovatives Schnürsystem verhindert Überlappungen und<br />

vermeidet das Eindringen von Schutt<br />

und Schnee<br />

PREIS (UVP): € 329,95<br />

www.dolomite.it<br />

FOTOS: Hersteller<br />

026


Top 6 Zustiegsschuhe<br />

SALEWA Wildfire 2 GTX<br />

wasserdichter, atmungsaktiver Gore-Tex® Approach-Schuh, der<br />

für gute Kletter-Performance und technische Zustiege entwickelt<br />

wurde • Obermaterial aus robustem, recyceltem Mesh, verstärkt<br />

mit einem Netz aus Kevlar-Drähten – umhüllt den Fuß passgenau<br />

und sorgt für Flexibilität bei verbesserter Stabilität und Fersenhalt<br />

• Switchfit-Verstellsystem vom Wander- in den Klettermodus<br />

PREIS (UVP): € 190,– | www.salewa.com<br />

6<br />

MAMMUT Alnasca Knit III Low M/W<br />

im alpinen Terrain, bei Klettereien und auf Klettersteigen gibt der<br />

vielseitige Zustiegsschuh Halt und Stabilität, sodass sich keine Blasen<br />

bilden können • performt in felsigem Gelände zuverlässig und bietet<br />

mit seiner Vibram Megagrip-Außensohle inklusive Climbing-Zone<br />

Grip und Trittsicherheit • er ist leicht (380 Gramm) und dennoch<br />

strapazierfähig • auch als Gore-Tex-Version GTX erhältlich<br />

PREIS (UVP): € 200,– (GTX: € 220,–) | www.mammut.com<br />

ARC’TERYX Vertex Alpine (GTX)<br />

kombiniert die Robustheit und den Grip eines technischen<br />

Zustiegsschuhs mit der Flexibilität und Leichtigkeit eines Trailrunningschuhs<br />

• entstand in Zusammenarbeit mit dem Arc’teryx<br />

Kletter-Team • Vibram XS Flash 2 Außensohle und TPU-Platte<br />

an der Zehenkappe sorgen für Kantenstabilität und idealen Grip<br />

• auch als Gore-Tex-Version GTX erhältlich<br />

PREIS (UVP): € 220,– (GTX: € 250,–) | arcteryx.com<br />

TECNICA Sulfur GTX M/W<br />

Der Zustiegs- und Klettersteigschuh vereint Kletterperformance<br />

in anspruchsvollem Gelände mit Komfort durch seine anatomischpräzise<br />

Passform, auch auf langen Strecken • Shape-Technologie:<br />

einzigartige, auf den Fuß abgestimmte anatomische Konstruktion<br />

• Vibram Megagrip-Sohle mit einer Kletterzone vorne sorgt für<br />

optimalen Grip • Gore-Tex Extended Comfort Membran<br />

PREIS (UVP): € 219,95 | www.blizzard-tecnica.com<br />

LA SPORTIVA TX4 Evo GTX<br />

Obermaterial aus Wildleder • Bluesign-zertifizierte Gore-Tex<br />

Extended Comfort Membran • Sohle: Vibram MegaGrip mit<br />

Impact Brake System • Einsatzbereich: technische Zustiege und<br />

Klettersteige • großzügige Kletterzone im Zehenbereich<br />

• wiederbesohlbar dank Resole Me-Technologie<br />

PREIS (UVP): € 210,– | lasportiva.com<br />

DOLOMITE Crodarossa Gore-Tex<br />

leichter Zustiegsschuh, am besten für den Sommer geeignet<br />

• Obermaterial aus widerstandsfähigem Wildleder • Gore-Tex<br />

Futter für besten Schutz gegen Nässe und Kälte • angenehmer<br />

Tragekomfort und Dämpfung • Laufsohle aus Vibram Megagrip<br />

Gummi-Verbundstoff • bequemer und anschmiegsamer Sitz<br />

PREIS (UVP): € 189,95 | www.dolomite.it<br />

FOTOS: Hersteller<br />

027


SERVICE Sicher in den Bergen<br />

SICHER MEHR SPASS.<br />

Gute Vorbereitung, eine<br />

defensive Herangehensweise,<br />

Erfahrung sammeln und sich<br />

auch einmal professioneller<br />

Führung anvertrauen. So<br />

kommt man sicher durch<br />

den Bergsommer.<br />

028


Mit<br />

Sicherheit!<br />

Neben den „zeitlosen“ Safety-Basics im Bergsport wie<br />

umsichtiger Tourenplanung und guter Selbsteinschätzung<br />

wollen wir diesmal die Aufmerksamkeit auch auf<br />

spezielle Entwicklungen der letzten Jahre richten.<br />

von Christof Domenig<br />

TO: Getty Images/Kollektion E+/swissmediavision<br />

K<br />

raftquelle und Erholungsraum,<br />

Rückzugsort,<br />

Ruhezone –<br />

all das können die<br />

Berge sein. Kein<br />

Wunder, dass es<br />

viele, auf der Flucht vor einem<br />

durchgetakteten Alltag in die Natur<br />

und nach oben zieht. Bei allen<br />

sportlichen Unternehmungen sind<br />

in den Bergen allerdings für die<br />

eigene Sicherheit (und die der anderen)<br />

ein paar Spielregeln einzuhalten<br />

– die wichtigsten, sozusagen<br />

„zeitlosen“ Safety-Basics für den<br />

Sommer-Bergsport haben wir im<br />

Kasten zusammengefasst.<br />

In den letzten Jahren hat es allerdings<br />

auch einige Entwicklungen<br />

gegeben: Viele haben die Berge erst<br />

jüngst für sich entdeckt; Tourenplanung<br />

und Orientierung passieren<br />

zunehmend digital; aber auch<br />

klimatische Bedingungen ändern<br />

sich. Inwiefern solche Veränderungen<br />

sicherheitsrelevant<br />

und von Freizeit-Bergsportlern zu<br />

berücksichtigen sind, das haben wir<br />

zwei erfahrene Bergführer gefragt:<br />

Martin Schmidt vom Verband Deutscher<br />

Berg- und Skiführer und<br />

Martin Edlinger, Leiter der Bergsport-Abteilung<br />

der Naturfreunde<br />

Österreich.<br />

In den letzten Jahren haben viele<br />

den Erlebnisraum Berg neu entdeckt<br />

– ändern sich durch viele<br />

neue, unerfahrene Bergbegeisterte<br />

Sicherheits-Problematiken?<br />

„Wir sehen eine Zunahme der Ausübenden<br />

in Sportarten mit relativ<br />

geringen Zugangsvoraussetzungen:<br />

Wandern, Klettersteiggehen, im<br />

Winter Skitourengehen“, sagt Martin<br />

Schmidt. „Wir glauben, dass<br />

viele, die unterwegs sind, neu<br />

hereingekommen sind und noch<br />

nicht den Erfahrungshorizont<br />

haben, um risikoarm unterwegs zu<br />

sein. Die Anzahl der Rettungen<br />

nimmt zu und die Art der Einsätze<br />

verändert sich auch: Wir sehen<br />

mehr Unfälle, die durch gute<br />

Tourenplanung und Vorbereitung<br />

hätten vermieden werden können.“<br />

Was wird von Freizeitsportlern am<br />

häufigsten falsch gemacht?<br />

„Fehlende Tourenplanung, Einschätzen<br />

der eigenen Fähigkeiten<br />

oder der Schwierigkeiten der Tour<br />

und der Verhältnisse auf der Tour –<br />

das ist die Crux“, sagt Schmidt.<br />

Martin Edlinger verweist zunächst<br />

darauf, dass Unfallzahlen im Bergsommer<br />

zwischen 2020 und 2023<br />

insgesamt gestiegen sind, nicht<br />

jedoch die Zahl der schweren,<br />

029


SERVICE Sicher in den Bergen<br />

tödlichen Unfälle. Unfallursachen<br />

sind „gefühlt nach wie vor die Klassiker“,<br />

sagt Edlinger. Auffallend<br />

für Edlinger ist jedoch der „moderne<br />

Zugang mit digitaler Tourenplanung<br />

– was zwei Seiten hat: Die<br />

positive, dass Zugang zur Information<br />

heute leichter ist als früher.<br />

Der negative Aspekt: dass die Informationen<br />

oft nicht ausreichend<br />

hinterfragt werden.“ Mehr dazu<br />

beim übernächsten Punkt.<br />

Wie schaut es mit der Selbsteinschätzung<br />

der neu Hinzugekommenen<br />

aus – nehmen sich viele zu<br />

schnell ein zu hohes Ziel vor?<br />

„Ich denke, es ist definitiv so, dass<br />

relativ wenig Erfahrene sich zu<br />

etwas verleiten lassen, worauf sie<br />

nicht vorbereitet sind und wozu sie<br />

nicht ausgerüstet sind. Und wo<br />

ihnen das Können fehlt. Meistens<br />

geht es gut, des Öfteren jedoch<br />

nicht“, sagt Schmidt. Im Urlaub,<br />

wenn Zeitressourcen für Bergsport<br />

auf ein bis zwei Wochen beschränkt<br />

sind, verleite das zum Denken:<br />

„Jetzt muss es passen.“ Schmidts<br />

Empfehlung, wenn man ein höheres<br />

Ziel, aber wenig Erfahrung hat:<br />

„Sich an einen guten Bergführer<br />

wenden. Einsteiger und Unerfahrene<br />

reduzieren Risiken damit<br />

stark, knappe Zeit lässt sich so am<br />

besten nutzen.“<br />

Schafft also die zunehmende Digitalisierung<br />

– digitale Tourenplanung,<br />

das „Nachgehen“ von<br />

Tracks – Probleme? Oder nutzen<br />

die neuen technischen Möglichkeiten<br />

eher der Sicherheit?<br />

Beide Aspekte treffen gleichermaßen<br />

zu, sagt Martin Edlinger. Er<br />

erwähnt einen Bergrettungseinsatz,<br />

bei dem Wanderer in Latschen stecken<br />

geblieben waren und sich<br />

herausstellte, dass der GPS-Track,<br />

dem sie nachgegangen waren, im<br />

Winter auf einer Skitour aufgezeichnet<br />

worden war. „Ich tue<br />

mir schwer, digitale Möglichkeiten<br />

per se als Kritikpunkt zu sehen –<br />

TO: Getty Images/Kollektion E+/swissmediavision<br />

Genügend Wasser dabei? Der Flüssigkeitsbedarf<br />

auf einer Bergtour ist gerade im<br />

Sommer nicht zu unterschätzen.<br />

weil sie eigentlich sehr hilfreich<br />

sind. Wenn man damit gut und vollständig<br />

plant, sind die digitalen<br />

Möglichkeiten sehr wertvoll. Man<br />

muss sie aber auch fertigspielen.“<br />

Heißt: Nicht nur einen Track raussuchen,<br />

runterladen und nachgehen<br />

– diesen auch hinterfragen und auf<br />

Plausibilität prüfen. Wer ist es, der<br />

DIE EXPERTEN<br />

Martin Edlinger<br />

ist staatl. gepr. Berg- und Skiführer,<br />

Leiter der Abteilung Bergsport bei den<br />

Naturfreunden Österreich..<br />

www.naturfreunde.at<br />

Martin Schmidt<br />

ist staatl. gepr. Berg- und Skiführer, in<br />

der Organisation der Bergführerausbildung<br />

sowie für die Öffentlichkeitsarbeit<br />

im Verband Deuscher Berg- und<br />

Skiführer zuständig.<br />

www.vdbs.de<br />

die Tour zur Verfügung stellt, ein<br />

Privater oder eine offizielle Quelle<br />

wie ein Tourismusverband oder ein<br />

alpiner Verein?. Können die Angaben<br />

eigentlich stimmen? Ist jene<br />

Person, die eine Tour mit einer bestimmten<br />

Schwierigkeit bewertet,<br />

mutmaßlich objektiv – oder schreibt<br />

sie aus der subjektiven Perspektive<br />

eines sehr fitten Sportlers?<br />

„Es ist eines der Probleme,<br />

dass Informationen, die im Internet<br />

veröffentlicht werden, Unerfahrene<br />

dazu verleiten, Touren zu<br />

unterschätzen“, sagt auch Martin<br />

Schmidt dazu. Er verweist zugleich<br />

ebenfalls auf die positiven Seiten<br />

von GPS, auch unterwegs zur<br />

Orientierung, „das war früher<br />

wesentlich schwieriger“.<br />

Wird mit dem Handy orientiert,<br />

gelte es, die Stromversorgung im<br />

Auge zu behalten bzw. dafür vorzusorgen<br />

(z. B. mit Akkupacks), sagt<br />

Martin Edlinger. Auch bei einer<br />

Alarmierung im Notfall ist GPS<br />

sehr wertvoll. Sich im Vorfeld, und<br />

nicht erst am Berg oder gar im Notfall<br />

mit der Technik auseinanderzusetzen,<br />

zahlt sich definitiv aus.<br />

030


Eine vollständige und der Tour angepasste<br />

Ausrüstung muss immer mit.<br />

TO: Getty Images/Kollektion E+/Georgijevic<br />

Wie gut sind die Bergsportler<br />

heute ausgerüstet? Gibt es beispielsweise<br />

einen Trend zu einer<br />

„zu leichten“ Ausrüstung?<br />

Martin Schmidt ist in dieser Frage<br />

zweigeteilt: „Es gab jahrelang die<br />

Tendenz, dass Unfälle, die auf<br />

schlechte Ausrüstung zurückzuführen<br />

sind, zurückgehen. In den<br />

letzten beiden Jahren würde ich aus<br />

persönlichem Empfinden heraus<br />

wieder eine gewisse Steigerung beobachen.<br />

Gefühlt steigt die Zahl<br />

derer, die mit zu leichten Schuhen,<br />

vielleicht auch mit zu wenig Notfallausrüstung<br />

oder zu wenig warmer<br />

Kleidung im Hochgebirge<br />

unterwegs sind, wieder an – vor<br />

allem im Frühjahr.“<br />

Naturfreunde-Experte Edlinger<br />

findet, dass die meisten „topausgerüstet<br />

sind.“ Im Klettersteiggehen<br />

sieht er Anwendungsfehler<br />

als Problem an (z. B. nur einen<br />

Fang arm einzuklicken). Im Wanderund<br />

Tourenbereich „fällt mir auf,<br />

dass die Notfallausrüstung oft ein<br />

bisschen unterschätzt wird. Das<br />

Erste-Hilfe-Packerl haben die<br />

Leute oft mit, einen Biwaksack<br />

kaum.“ Auch bei Ausbildungskursen<br />

falle ihm auf, dass es beim<br />

Biwaksack auf der Ausrüstungsliste<br />

oft ein „Aha“ gäbe „und die<br />

Teilnehmer diesen erst für den<br />

Kurs kaufen.“<br />

Verändern sich durch den Klimawandel<br />

Gefahrenlagen im Gebirge<br />

– durch mehr Steinschlag oder<br />

auch höhere Temperaturen?<br />

„Das ist etwas, was vor allem Hochtouren<br />

ab 3000 m betrifft: Aber da<br />

sind die Auswirkungen ziemlich<br />

stark und unmittelbar zu spüren“,<br />

weiß VDBS-Experte Schmidt. „Wir<br />

haben mehr Steinschläge und Felsstürze,<br />

wir haben auch im Sommer<br />

mit immer schlechteren Verhältnissen<br />

auf den Gletschern zu rechnen.<br />

Im Frühjahr ist die Spaltensturzgefahr<br />

eine Zeit lang deutlich<br />

erhöht.“ All das bestätigt Edlinger.<br />

Aber auch Wanderer in tieferen Regionen<br />

sollten im Hochsommer den<br />

einen oder anderen Gedanken mehr<br />

aufwenden: „Sonneneinstrahlung<br />

und hohe Tagestemperaturen auch<br />

in größerer Höhe gewinnen in der<br />

Tourenplanung an Gewicht. Bin ich<br />

permament der Sonne ausgesetzt<br />

oder kann ich vielleicht die Schattseite<br />

raufgehen? Soll ich noch<br />

etwas mehr zu trinken einpacken?“<br />

Zusammenfassend – was ist am<br />

wichtigsten, um sicher durch den<br />

Bergsommer zu kommen?<br />

„Gute Vorbereitung und eine defensive<br />

Herangehensweise – lieber einmal<br />

zu viel umkehren als zu wenig.<br />

Wenn man noch wenig Erfahrung<br />

für große Touren hat: sich einer<br />

professionellen Führung anvertrauen“,<br />

rät Martin Schmidt. Ganz<br />

generell: „Zeit investieren, die nötige<br />

Erfahrung vorsichtig und umsichtig<br />

sammeln.“ Martin Edlinger<br />

fügt an: „Nie auf das Wetter in der<br />

Tourenplanung vergessen. Selbst<br />

wenn ich meinen Berg kenne, wo<br />

ich unterwegs bin, werde ich mir<br />

das Wetter, die Gewittergefahr<br />

immer anschauen.“ Und: Es lohnt<br />

sich auch, Ausbildungen von Bergschulen<br />

und alpinen Vereinen in<br />

Anspruch zu nehmen.<br />

Safety-Basics<br />

Tourenplanung<br />

Jede Bergtour gehört geplant – ob<br />

Wanderung, Klettersteigtour, Klettertour<br />

oder Hochtour.<br />

• Die objektiven Kenndaten der Tour<br />

gilt es herauszufinden<br />

• Es gilt realistisch das eigene Können<br />

und das aller Begleiter einzuschätzen<br />

• Wetterprognose ist einzuholen<br />

• Die für die Tour nötige Ausrüstung<br />

muss vollständig vorhanden sein<br />

Wettercheck<br />

Spezielle Bergwetterdienste sind als Informationsquelle<br />

die beste Wahl, etwa<br />

Wetterdienste alpiner Vereine oder<br />

von GeoSphere Austria. Beliebige<br />

Gratis-Wetterapps sind meist ungenau.<br />

Die Hauptgefahr im Sommer sind Gewitter:<br />

Sind Wärmegewitter prognostiziert,<br />

früh aufbrechen um rechtzeitig<br />

wieder im Tal zu sein. Sind Kaltfrontgewitter<br />

(Wetterumschwünge!) angesagt,<br />

ganz auf Touren verzichten.<br />

Vollständige Ausrüstung<br />

Neben festen, der Tour angepassten<br />

Bergschuhen gehören im Gebirge<br />

immer ein Wetterschutz, warme<br />

Bekleidung (inkl. Haube, Handschuhe),<br />

Verpflegung/Getränke, Orientierungsmittel,<br />

das Mobiltelefon (Notrufnummer<br />

einspeichern), Erste-Hilfe-Paket<br />

und ein Biwaksack in den Rucksack.<br />

Auf der Tour<br />

Für Unvorhergesehenes sollen immer<br />

Reserven, zeitlich wie körperlich, vorhanden<br />

sein. Auf Tour gilt es stets, den<br />

Durchblick zu behalten, wo ich mich<br />

gerade befinde, ob ich schneller oder<br />

langsamer unterwegs bin als gedacht.<br />

Ein GPS-Track hilft dabei, soll aber nie<br />

das alleinige Orientierungsmittel sein.<br />

Tritt ein Notfall ein, gilt es kühlen Kopf<br />

zu bewahren: 1. Für eine sichere Umgebung<br />

sorgen, 2. Notruf absetzen (der<br />

Euronotruf 112 funktioniert auch ohne<br />

Netz vom eigenen Anbieter), 3. Erste<br />

Hilfe leisten.<br />

031


TOURISMUS Sommerbergbahnen<br />

R<br />

auf auf den Berg! Es<br />

hat nichts mit mangelnder<br />

Sportlichkeit<br />

zu tun, jetzt<br />

eine von den Hunderten<br />

Sommerbergbahnen<br />

im Alpenraum zu nutzen.<br />

Lassen sich doch durch die Auffahrt<br />

die ersten Höhenmeter zeitsparend<br />

überwinden, um dann von<br />

oben wahlweise anspruchsvolle<br />

Gipfelziele, alpine Klettersteige,<br />

aber auch wunderschöne Panorama-<br />

und Höhenwege als ambitionierte<br />

Tagestouren in Angriff zu<br />

nehmen, die vom Tal aus so gar<br />

nicht machbar wären. Für Mountainbiker<br />

sind die Bergbahnen jetzt<br />

natürlich die wichtigsten Zubringer<br />

zu Bikeparks und Biketrails.<br />

Richtig ist aber auch, dass sich<br />

im Umfeld vieler Bergstationen<br />

heute Erlebniswelten befinden, um<br />

das Erlebnis Berg breiteren Zielgruppen<br />

zugänglich zu machen –<br />

mit einfachen, manchmal kinderwagentauglichen<br />

und barrierefreien<br />

Rundwegen, oft als spannende<br />

Abenteuer- und Erlebniswege gestaltet,<br />

wo man im Familienverband<br />

von Station zu Station wandert und<br />

die frische Berg luft atmet. Mancherorts<br />

wird auch die Auffahrt schon<br />

selbst zum Erlebnis, etwa mit einer<br />

Panoramagondel oder mit einem<br />

„Gondelfrühstück“, wie es von einigen<br />

Bergbahnen jetzt angeboten<br />

wird. Apropos Kulinarik: Bergrestaurants<br />

oder auch Hütten, wo man<br />

einkehren, sich kulinarisch verwöhnen<br />

oder sich auf der Terrasse die<br />

Sonne ins Gesicht scheinen lassen<br />

kann, die gibt es fast überall im<br />

Umfeld der Bergstationen.<br />

Dank unserem Partner Bergfex<br />

können wir auf den folgenden zwei<br />

Seiten eine Übersicht über jene<br />

Bergbahnen im Alpenraum, die<br />

auch im Sommer in Betrieb sind,<br />

bieten. Also: Aussuchen, auffahren,<br />

das Erlebnis Berg und den Ausblick<br />

von oben genießen!<br />

FOTO: Tourismusverband Salbach Hinterglemm/Karin Pasterer<br />

032


Bergwärts<br />

Man kann zu Fuß vom Tal aufsteigen – oder eine<br />

der vielen Bergbahnen, die im Alpenraum<br />

auch im Sommer in Betrieb sind, in<br />

Anspruch nehmen. Für Zweiteres<br />

gibt es gute Gründe.<br />

033


TOURISMUS Sommerbergbahnen<br />

powered by<br />

BAYERN<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

AktivArena am Kolben / Oberammergau 5 www.kolbensattel.de<br />

Alpspitz / Edelsberg – Nesselwang 2 www.alpspitzbahn.de<br />

Bodenmais – Silberberg 1 www.silberbergbahn.de<br />

Bolsterlang / Hörnerbahn 1 www.hoernerbahn.de<br />

Breitenberg – Hochalpe / Pfronten 2 www.breitenbergbahn.de<br />

Buchenbergbahn – Buching 1 www.buchenbergbahn.de<br />

Fellhorn – Kanzelwand 3 www.ok-bergbahnen.com<br />

Garmisch-Classic k. A. zugspitze.de<br />

Großer Arber 1 www.arber.de<br />

Herzogstand – Walchensee 1 www.herzogstandbahn.de<br />

Hochfelln 1 www.hochfellnseilbahn.de<br />

Hochgratbahn Oberstaufen – Steibis 1 hochgrat.de<br />

Hochplatte / Marquartstein 1 www.hochplattenbahn.de<br />

Hochschwarzeck – Ramsau/Berchtesgaden 1 www.hochschwarzeck.info<br />

Hohenbogen 1 www.hohenbogen.de<br />

Hündle – Thalkirchdorf k. A. www.huendle.de<br />

Imbergbahn & Ski-Arena Steibis k. A. www.imbergbahn.de<br />

Berchtesgadener Land 2 www.jennerbahn.de<br />

Kampenwandseilbahn/Aschau i. Chiemgau 1 www.kampenwand.de<br />

Kranzberg / Mittenwald 1 www.skiparadies-kranzberg.de<br />

Laber – Oberammergau 1 www.laber-bergbahn.de<br />

Nebelhorn / Oberstdorf 3 www.ok-bergbahnen.com<br />

Oberaudorf Hocheck 1 www.hocheck.com<br />

Oberjoch Bad Hindelang k. A. www.bergbahnen-hindelang-oberjoch.de<br />

Ochsenkopf 1 www.erlebnis-ochsenkopf.de<br />

Oedberglifte – Gmund am Tegernsee 1 www.oedberg.de<br />

Ofterschwang – Gunzesried 1 www.go-ofterschwang.de<br />

Predigtstuhl / Bad Reichenhall k. A. www.predigtstuhlbahn.de<br />

Schlossberg – Osternohe 1 www.skilift-osternohe.de<br />

Schwangau – Tegelberg 1 www.tegelbergbahn.de<br />

Söllereck / Oberstdorf 1 www.ok-bergbahnen.com<br />

Spitzingsee – Tegernsee k. A. www.alpenbahnen-spitzingsee.de<br />

Unternberg / Ruhpolding 1 meinebergwelt.de<br />

Wallberg Tegernseer Tal k. A. www.wallbergbahn.de<br />

Wendelstein – Brannenburg 2 www.wendelsteinbahn.de<br />

Zugspitze k. A. zugspitze.de<br />

VORARLBERG<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Andelsbuch Bergbahnen 2 www.bergbahnen-andelsbuch.at<br />

Brandnertal 5 www.vorarlberg-alpenregion.at/brandnertal<br />

Damüls 3 www.damuels-mellau.at<br />

Diedamskopf / Schoppernau 2 www.diedamskopf.at<br />

Faschina / Fontanella 1 www.seilbahnen-faschina.at<br />

Gargellen / Montafon 1 www.traumschnee.at<br />

Golm / Montafon 3 www.golm.at<br />

Kleinwalsertal / Kanzelwand / Fellhorn 3 www.ok-bergbahnen.com<br />

Kristbergbahn / Silbertal / Montafon 1 montafon.at/kristberg/de<br />

Lech Zürs / Arlberg 4 www.lechzuers.com<br />

Pfänderbahn / Bregenz am Bodensee 1 www.pfaenderbahn.at<br />

Seilbahn Bezau 3 www.seilbahn-bezau.at<br />

Silvretta Bielerhöhe/Vermuntbahn/Montafon 1 www.silvretta-bielerhoehe.at<br />

Silvretta Montafon 4 www.silvretta-montafon.at<br />

Skischaukel Mellau / Damüls / Faschina 1 www.damuels-mellau.at/de<br />

Sonnenkopf / Klostertal 1 www.sonnenkopf.com<br />

Walmendingerhorn / Ifen / Heuberg 4 www.ok-bergbahnen.com<br />

Warth / Schröcken am Arlberg k. A. www.warth-schroecken.at<br />

KÄRNTEN<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Ankogel / Mallnitz 2 www.moelltaler-gletscher.at/ankogel<br />

Bad Kleinkirchheim 3 www.badkleinkirchheim.com<br />

Dreiländereck / Arnoldstein k. A. www.3laendereck.at<br />

Flattnitz 1 www.gloednitz.com<br />

Gerlitzen Alpe 2 www.gerlitzen.com<br />

Goldeck am Millstätter See k. A. www.sportberg-goldeck.com<br />

Heiligenblut / Grossglockner 3 skisport.com/Grossglockner<br />

Katschberg 3 www.katschi.at<br />

Klippitztörl 1 www.klippitz.at<br />

Mölltaler Gletscher 3 www.moelltaler-gletscher.at<br />

Nassfeld 5 www.nassfeld.at<br />

Petzen / Feistritz ob Bleiburg 1 www.petzen.net<br />

Turracher Höhe 2 www.turracherhoehe.at<br />

Weinebene k. A. www.weinebene.at<br />

Weissensee 1 www.weissensee.com<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Feuerkogel / Ebensee 1 www.feuerkogel.info<br />

Freesports Arena Dachstein Krippenstein 3 www.dachstein-salzkammergut.com<br />

Gosau / Dachstein West 3 www.dachstein.at<br />

Hinterstoder / Höss 2 www.hiwu.at<br />

Hochficht / Böhmerwald 1 www.hochficht.at<br />

Katrin Seilbahn / Bad Ischl 1 www.katrinseilbahn.com<br />

Stoaninger Alm 1 www.stoaninger-alm.at<br />

Wurzeralm / Spital am Pyhrn 2 www.hiwu.at<br />

SÜDTIROL<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

3 Zinnen Dolomiten 6 www.dreizinnen.com<br />

Alta Badia 18 www.altabadia.org<br />

Carezza – Karersee – Rosengarten 5 www.carezza.it<br />

Dolomites Val Gardena/Gröden – St. Christina 17 www.valgardena.it<br />

Dolomites Val Gardena / Gröden – St. Ulrich 9 www.valgardena.it<br />

Dolomites Val Gardena / Gröden–Wolkenstein 8 www.valgardena.it<br />

Gitschberg Jochtal 4 www.gitschberg-jochtal.com<br />

Klausberg – Ahrntal 1 www.klausberg.it<br />

Kronplatz – Dolomiten 5 www.kronplatz.com<br />

Ladurns – Pflerschtal 1 www.ladurns.it<br />

Meran 2000 2 www.meran2000.com<br />

Naturns Seilbahn Unterstell 1 www.unterstell.it<br />

Obereggen–Pampeago–Predazzo/Latemar 5 www.obereggen.com<br />

Pfelders im Passeiertal 1 www.pfelders.info<br />

Plose Brixen 3 www.plose.org<br />

Ratschings Jaufen 1 www.ratschings-jaufen.it<br />

Rosskopf 2 www.rosskopf.com<br />

Rittner Horn 1 www.ritten.com/?l=de<br />

Schnalstal / Kurzras k. A. www.schnalstal.com<br />

Schöneben – Haideralm /Reschenpass k. A. www.schoeneben.it<br />

Schwemmalm – Ultental 1 www.schwemmalm.com<br />

Seiser Alm 7 www.seiseralm.it<br />

Skiwiese Innerpflersch 1 www.ladurns.it<br />

Speikboden – Tauferer Ahrntal 5 www.speikboden.it<br />

Stilfser Joch – Ortlergebiet 6 www.passostelvio.eu<br />

Sulden am Ortler 4 www.seilbahnensulden.it<br />

Trafoi am Ortler / Furkel 1 www.skischule-trafoi.com<br />

Vigiljoch – Lana k. A. www.vigiljoch.com<br />

Watles 1 www.watles.net<br />

034


STEIERMARK<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Aflenzer Bürgeralm 1 www.aflenzer-buergeralm.at<br />

Dachstein Gletscher/Schladming Ramsau/Ski amade k. A. www.derdachstein.at<br />

Hauser Kaibling / Schladming/Ski amade 3 www.hauser-kaibling.at<br />

Hochwurzen / Schladming / Ski amade k. A. www.planai.at<br />

Hoislifte / Modriach-Winkel k. A. www.hoiswirt.at<br />

Kreischberg / Murau 2 www.kreischberg.at<br />

Lachtal 1 www.lachtal.at<br />

Mariazeller Bürgeralpe 1 www.buergeralpe.at<br />

Miesenbach / Wiesenhofer 1 www.gasthof-wiesenhofer.at<br />

Planai / Schladming / Ski amade k. A. www.planai.at<br />

Ramsau / Dachstein / Ski amade 2 www.skiregion-ramsau.at<br />

Reiteralm / Schladming / Ski amade k. A. www.reiteralm.at<br />

Riesneralm / Schneebären k. A. www.riesneralm.at<br />

Salzstiegl / Hirschegg k. A. www.salzstiegl.at<br />

Schöckl 1 www.schoeckl.at<br />

Seeberg / Seewiesen k. A. www.wsv-au.at/seeberg-schilifte<br />

Tauplitz / Bad Mitterndorf / Schneebären 2 www.dietauplitz.com<br />

SALZBURG<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Annaberg / Lungötz / Dachstein West 2 www.annaberg-lungoetz.com<br />

Bad Gastein / Ski amade 6 www.skigastein.com<br />

Bad Hofgastein / Ski amade 3 www.skigastein.com<br />

Dorfgastein / Ski amade 2 www.dorfgastein.com<br />

Fanningberg / Mariapfarr 1 www.fanningberg.info<br />

Filzmoos / Ski amade 1 www.filzmoos.ski<br />

Großarl Tal / Ski amade 2 www.grossarltal.info<br />

Großeck / Speiereck / Mauterndorf 2 www.grosseck-speiereck.at<br />

Karkogel / Abtenau im Lammertal 1 www.karkogel.abtenau-info.at<br />

Kitzsteinhorn / Kaprun / Zell am See 5 www.kitzsteinhorn.at<br />

Königsleiten-Wald / Zillertal Arena 5 www.zillertalarena.com<br />

Leogang / Saalbach Hinterglemm Fieberbrunn 2 www.leoganger-bergbahnen.at<br />

Lofer / Almenwelt Lofer 2 www.skialm-lofer.com<br />

Maiskogel / Kaprun / Kitzsteinhorn 1 www.kitzsteinhorn.at<br />

Nussbaumer Lifte / Hof bei Salzburg 2 www.facebook.com/skilifthof<br />

Obertauern 2 www.obertauern.com<br />

Panoramabahn Kitzbüheler Alpen/Mittersill 2 www.panoramabahn.at<br />

Raurisertal / Hochalmbahnen 0 www.hochalmbahnen.at<br />

Rußbach am Pass Gschütt/Dachstein West 1 www.dachstein.at<br />

Saalbach Hinterglemm/Leogang/Fieberbrunn 10 www.saalbach.com<br />

Schmitten / Zell am See 6 www.schmitten.at<br />

Ski amade/Flachau/Snow Space Salzburg 2 www.snow-space.com<br />

Ski amade/Hochkönig/Maria Alm/Dienten 6 www.hochkoenig.at<br />

Ski amade/Shuttleberg Flachauwinkl-Kleinarl 1 www.shuttleberg.com<br />

Ski amade/St. Johann Alpendorf/Snow Space Salzburg 1 www.snow-space.com<br />

Ski amade Wagrain/Snow Space Salzburg 3 www.snow-space.com<br />

Ski amade / Zauchensee / Flachauwinkl k. A. www.zauchensee.at<br />

Weissee Gletscherwelt 1 www.weissee.at<br />

Werfenweng 2 www.bergbahnen-werfenweng.com<br />

Wildkogel-Arena/Neukirchen/Bramberg 4 www.wildkogel-arena.at<br />

Zwölferhorn / Seilbahn St. Gilgen 1 www.zwoelferhorn.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Annaberg k. A. www.annaberg.info<br />

Bonka 1 www.bonka.at/inhalte/skilift<br />

Familienskiland St. Corona am Wechsel 1 www.wexlarena.at<br />

Gemeindealpe / Mitterbach 2 www.gemeindealpe.at<br />

Hochkar 1 www.hochkar.com<br />

Kirchbach k. A. www.kirchbach.net<br />

Königsberg / Hollenstein/Ybbs k. A. www.koenigsberg.at<br />

Lackenhof / Ötscher 1 www.oetscher.at<br />

Mönichkirchen / Mariensee 1 www.erlebnisalm.com<br />

Puchberg am Schneeberg/Sesselbahn 1 www.schneebergsesselbahn.at<br />

Reichenau an der Rax / Raxalpe 1 www.raxalpe.com<br />

Semmering Hirschenkogel 1 semmering.com<br />

TIROL<br />

Name Anzahl Sommerlifte Homepage<br />

Achensee k. A. www.achensee.com<br />

Alpbach / Ski Juwel Alpbachtal Wildschönau 4 www.skijuwel.com<br />

Axamer Lizum 2 www.axamer-lizum.at<br />

Bergbahn Pillersee / Buchensteinwand 4 www.bergbahn-pillersee.com<br />

Bergeralm / Steinach am Brenner 2 www.bergeralm.net<br />

Berwang k. A. www.berwang.tirol<br />

Biberwier / Marienbergbahnen k. A. www.bergbahnen-langes.at<br />

Eggalm Bahnen / Tux-Lanersbach / Zillertal 1 www.hintertuxergletscher.at<br />

Ehrwalder Almbahn / Ehrwald 1 www.zugspitze.tirol<br />

Elferbahnen Neustift / Stubaital k. A. www.elfer.at<br />

Fieberbrunn / Saalbach Hinterglemm Leogang 2 www.fieberbrunn.com<br />

Finkenberger Almbahnen/Finkenberg/Zillertal 2 www.hintertuxergletscher.at<br />

Füssener Jöchle / Grän 1 www.lifte-graen.com<br />

Gerlos / Zillertal Arena 1 www.zillertalarena.com<br />

Gerlosstein-Hainzenberg / Zillertal Arena 1 www.zillertalarena.com<br />

Glungezer 2 www.glungezerbahn.at<br />

Hintertuxer Gletscher / Hintertux / Zillertal 14 www.hintertuxergletscher.at<br />

Hochkössen / Unterberg 1 www.bergbahnen-koessen.at<br />

Hochzeiger / Jerzens im Pitztal 2 www.hochzeiger.com<br />

Imster Bergbahnen 2 www.imster-bergbahnen.at<br />

Innsbruck / Nordkette 3 www.nordkette.com<br />

Innsbruck Igls / Patscherkofel 2 www.patscherkofelbahn.at<br />

Kappl / Paznaun-Ischgl 2 www.kappl.com<br />

Karwendel-Bergbahn Pertisau / Achensee 1 www.karwendel-bergbahn.at<br />

Kitzbühel / Kirchberg 7 www.kitzski.at<br />

Kühtai 1 www.kuehtai.info<br />

Landeck / Zams / Fliess / Venetregion 1 www.venet.at<br />

Lermoos / Grubigsteinbahnen k. A. www.bergbahnen-langes.at<br />

Lienzer Bergbahnen / Zettersfeld / Hochstein k. A. www.lienzer-bergbahnen.at<br />

Maurach am Achensee / Rofanseilbahn 1 www.rofanseilbahn.at<br />

Mayrhofen / Zillertal 3 www.mountopolis.at<br />

Muttereralm k. A. www.muttereralm.at<br />

Nauders 3 www.nauders.com/de<br />

Nesselwängle im Tannheimertal k. A. www.lifte-nesselwaengle.at<br />

Obergurgl / Hochgurgl k. A. www.gurgl.com<br />

Oberperfuss / Rangger Köpfl 2 www.rangger-koepfl.at<br />

Obertilliach / Golzentipp – Lesachtal k. A. obertilliacher-bergbahnen.com<br />

Oetz / Hochoetz 1 www.oetz.com<br />

Pitztaler Gletscher / Rifflsee / Pitztal 3 www.pitztaler-gletscher.at<br />

Schattwald / Zöblen im Tannheimertal 1 www.tannheimer-bergbahnen.at<br />

Schlick 2000 – Fulpmes 2 www.schlick2000.at<br />

Schwaz-Pill / Kellerjochbahn k. A. www.kellerjochbahn.at<br />

See / Paznaun-Ischgl 1 www.bergbahn.com<br />

Seefeld / Gschwandtkopf 1 www.skigebiet-seefeld.at<br />

Seefeld / Rosshütte 3 www.rosshuette.at<br />

Serfaus / Fiss / Ladis k. A. www.serfaus-fiss-ladis.at<br />

Serlesbahnen Mieders 1 www.serlesbahnen.com<br />

Silvapark Galtür / Paznaun-Ischgl 1 www.silvapark.at<br />

Silvretta Arena Ischgl / Samnaun 6 www.ischgl.com<br />

Ski- und Gletscherwelt Zillertal 3000 / Zillertal 2 www.tux.at<br />

SkiWelt / Brixen im Thale 2 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Ellmau 1 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Going 1 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Hopfgarten / Itter 3 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Scheffau 2 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Söll 3 www.skiwelt.at<br />

SkiWelt / Westendorf 2 www.skiwelt.at<br />

Sölden 7 www.soelden.com<br />

Spieljoch / Fügen / Zillertal 2 www.spieljochbahn.at<br />

St. Anton / Arlberg 6 www.abbag.at<br />

St. Johann in Tirol 2 www.bergbahnen-stjohann.at<br />

Stubaier Gletscher / Stubaital 3 www.stubaier-gletscher.com<br />

Tannheim / Neuneröpfle 1 www.tannheimer-bergbahnen.at<br />

Tiroler Zugspitzbahn 1 www.zugspitze.at<br />

Vent 2 www.vent.at<br />

Wildschönau / Ski Juwel Alpbachtal 3 www.wildschoenau.com/de/<br />

Wildschönau k. A. winter/skifahren-tirol<br />

Zahmer Kaiser / Walchsee 2 www.zahmerkaiser.com<br />

Zell am Ziller / Zillertal Arena 4 www.zillertalarena.com<br />

035


ZILLERTAL | TIROL<br />

Ein Tal voller Erlebnisse<br />

Im Zillertal kommen Wanderer, Trailrunner und Biker, Familien und Solosportler,<br />

Naturliebhaber und Ruhesuchende gleichermaßen auf ihre Kosten.<br />

FOTOS: Zillertal Tourismus, Tom Klocker, Philip Geisler<br />

Berg oder Tal,<br />

entspannt oder<br />

actionreich – das<br />

Zillertal weiß<br />

Bergliebhaber<br />

auf vielfältige<br />

Weise zu<br />

begeistern.<br />

D<br />

ort, wo im Winter Skibegeisterte<br />

über die<br />

Pisten wedeln, gibt es<br />

im Sommer sowohl<br />

für Naturliebhaber,<br />

Sportbegeisterte als auch Familien<br />

viel zu entdecken – und das zu Fuß,<br />

im Fahrradsattel oder mit einer<br />

der 10 Sommerbergbahnen. Die<br />

Zillertaler Berggipfel warten darauf<br />

erkundet zu werden.<br />

Pedalvernarrt<br />

Entspannt mit dem E-Mountainbike<br />

den steilen Berg erklimmen<br />

oder mutig über den Downhilltrail<br />

Richtung Tal brettern? Auf zwei<br />

Rädern können die fast 1400 km<br />

Bikespaß im Zillertal chillig oder<br />

actiongeladen genossen werden.<br />

Ein besonderes Highlight für alle<br />

Rennradfahrer ist die Zillertaler<br />

Höhenstraße. Sie gehört zu den<br />

schönsten Alpenstraßen Österreichs<br />

und lockt mit einer herrlichen<br />

Aussicht, gespickt mit vielen<br />

Ausflugszielen. Entspannter führt<br />

der 31 Kilometer lange Zillertal-<br />

Radweg entlang des Zillers von<br />

Strass bis nach Mayrhofen über<br />

den breiten, sonnigen Talboden.<br />

Direkt an der Strecke locken Spielplätze,<br />

Badeseen und zahlreiche<br />

Einkehrmöglichkeiten.<br />

Wanderlustig<br />

Von leichten Wanderungen auf<br />

dem breiten, sonnigen Talboden<br />

oder durch die wildromantischen<br />

Seitentäler bis hin zu anspruchsvollen<br />

Touren auf die höchsten<br />

Gipfel bietet das Zillertal knapp<br />

1500 km bestens beschilderte Wanderstrecken.<br />

Wer die besondere<br />

Herausforderung sucht, sollte sich<br />

unbedingt auf eine Weitwanderung<br />

im Zillertal begeben. Der Berliner<br />

Höhenweg ist zum Beispiel eine individuell<br />

gestaltbare, mehrtägige<br />

Tour, die Wanderer durch das Herz<br />

des Hochgebirgsnaturparks Zillertaler<br />

Alpen führt. Wer hingegen<br />

mit Kindern unterwegs ist, sollte<br />

spannende, abwechslungsreiche<br />

Routen wie den Erlebnisweg Tuxbach<br />

wählen. Hier sind Geschicklichkeit<br />

und Fantasie gefragt. So<br />

macht das Wandern auch den<br />

Kleinsten gleich doppelt so viel<br />

Spaß!<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.zillertal.at<br />

036


LÄUFT AUF<br />

HOCHTOUREN<br />

HANWAG FERRATA TOUR GTX<br />

Der Ferrata Tour GTX ist ein multifunktionaler Hochtourenschuh mit<br />

Fokus auf Performance in Fels, Eis und Schnee. Ob Hochtour mit<br />

Gletscherüberquerung oder ambitionierte Hüttentour mit<br />

Klettersteig – das bedingt steigeisenfeste Modell überzeugt<br />

MADE IN<br />

EUROPE<br />

mit funktionellen Details.<br />

WWW.HANWAG.COM


DAS WALCHSEE AKTIVRESORT | TIROL<br />

Zwischen Berg und See<br />

Das Walchsee Aktivresort bietet facettenreichen Aktivurlaub<br />

zwischen dem imposanten Kaisergebirge und dem kristallklaren Walchsee.<br />

FOTOS: Pletzer Resorts; Simon Hausberger<br />

D<br />

as Walchsee Aktivresort<br />

mit dem brandneuen<br />

Refugium „Das<br />

Walchsee Lakeside“<br />

steht für Wohlfühlurlaub<br />

der Extraklasse. Direkt am<br />

kristallklaren Walchsee und am<br />

Fuße des imposanten Kaisergebirges<br />

gelegen, lädt es Sportbegeisterte,<br />

Naturliebhaber und Entspannungssuchende<br />

gleichermaßen ein,<br />

ihren Alltag einfach mal hinter<br />

sich zu lassen.<br />

Aktive Auszeit<br />

Ein Aktivurlaub eignet sich für alle,<br />

die körperliches und geistiges Wohlbefinden<br />

leben und erleben wollen:<br />

Das Walchsee Aktivresort überzeugt<br />

mit einem abwechslungsreichen<br />

Aktiv- und Relax-Programm.<br />

Die Region zwischen den Chiemgauer<br />

Alpen und dem Kaisergebirge ist<br />

Kaiserliche<br />

Wandertage<br />

23.–30.06.<strong>2024</strong> und 22.–29.09.<strong>2024</strong><br />

• 7 Nächte inkl. Halbpension im<br />

Superior Lochnerhorn<br />

• 5 geführte Touren<br />

• 1 Ganzkörpermassage u.v.m.<br />

ab € 1458,– p. P./DZ<br />

wie geschaffen für herrliche Wanderungen<br />

inmitten saftiger Almlandschaften,<br />

egal ob allein oder mit<br />

erfahrenen Wanderführern. Wer lieber<br />

mit dem Rad unterwegs ist, entdeckt<br />

mit Mountainbike, Rennrad<br />

oder E-Bike die Berglandschaft.<br />

Und auch für jene, die das Wasser<br />

magisch anzieht, gibt es etliche<br />

Möglichkeiten in und auf dem<br />

Walchsee wie zum Beispiel Standup-Paddling,<br />

Schwimmen, Wasserski-<br />

oder Bootfahren.<br />

Aktiv entspannen<br />

Die hauseigene und holistische<br />

„Move & Relax“-Philosophie verbindet<br />

Bewegung, Entspannung und<br />

energiereiche Ernährung und führt<br />

so zu innerer Balance. Nach der Bewegung<br />

folgt die Entspannung im<br />

Indoor- und Outdoorpool, in der<br />

Sauna oder bei einer Kräuterstempelmassage.<br />

Gönne dir eine wohlverdiente<br />

Auszeit und schöpfe neue<br />

Energie für den Alltag.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.daswalchsee.at<br />

038


nein.<br />

Aiko Bode, Chief Sustainability Officer bei Fjällräven (mit Team)<br />

Wir haben schon oft Nein gesagt.<br />

Nein zu schädlichen Chemikalien, zur Misshandlung<br />

von Tieren, zu ressourcenintensiven Materialien<br />

und zu kurzlebigen Trends. Weitere Infos dazu<br />

findest du auf fjallraven.de


TOURISMUS<br />

Weitwandern<br />

MAGISCHE AUSSICHT,<br />

EPISCHE TRAILS.<br />

Wer Touren in fremden Gefilden<br />

zum vollen Erfolg machen<br />

möchte, muss gut planen.<br />

FOTO: Matthew Nelson/Trail Angels<br />

040


Der<br />

weite Weg<br />

zum Ziel<br />

Hike, eat, sleep, repeat: Weitwandern ist simpel,<br />

meditativ, erdet. Was es außer Schuhwerk,<br />

Rucksack und guter Kleidung sonst noch zu<br />

Bedenken gilt? Lest selbst … von Lukas Schnitzer<br />

041


TOURISMUS<br />

Weitwandern<br />

Dem Mittelalter auf<br />

der Spur: Durch die<br />

Region Tirol West<br />

verläuft der Tiroler<br />

Burgenweg.<br />

FOTO: TVB Tirol West/Roman Huber<br />

W<br />

eitwandern<br />

bedarf eines<br />

gewissen<br />

Maßes an<br />

Kondition<br />

und, je nach<br />

Tour, auch Trittsicherheit, eventuell<br />

auch Schwindelfreiheit. Vor allem<br />

bedürfen Weitwanderungen wie alle<br />

Wanderungen eines gewissen Maßes<br />

an Planung, und sei es nur der Wettercheck<br />

für die Tour auf vertrauten<br />

Pfaden. Wir haben für euch Tipps<br />

für vor und während eures Wanderabenteuers<br />

zusammengetragen, die<br />

euch helfen sollen, eure nächste<br />

Tour zum vollen Erfolg für alle Beteiligten<br />

zu machen.<br />

Weiter wandern<br />

„Ganz ohne (körperliche) Vorbereitung“,<br />

so weiß Trail Angels<br />

Mastermind Günter Musnig gefragt<br />

nach Tipps für Weitwanderungen,<br />

„sollte man nicht in das Abenteuer<br />

Weitwandern starten. Vor allem um<br />

unliebsame Überraschungen wie<br />

Muskelkater oder Blasen an den<br />

Füßen zu vermeiden.“ Sein klarer<br />

Tipp: „Die beste Vorbereitung für<br />

eine Weitwanderung ist das Wandern.“<br />

Als Fitness-Richtschnur empfiehlt<br />

er, zwei Tageswanderungen<br />

hintereinander mit jeweils sechs<br />

Gehstunden und zumindest 800<br />

Höhenmetern im Auf- und Abstieg<br />

zu absolvieren, sozusagen als Test.<br />

„Wenn dir das keine Mühe, sondern<br />

Vergnügen bereitet, dann bist du fit<br />

genug, um eine längere Weitwanderung<br />

zu unternehmen“, so die<br />

professionelle Einschätzung.<br />

Planung der Traumtour<br />

Hat man den Faktor Fitness im<br />

Griff, gilt es eine (auch für den<br />

„schwächsten“ Tourenkameraden)<br />

geeignete Route zu finden. Natürlich<br />

kann man sich auch in Zeiten<br />

des Internets noch klassisch mit<br />

Kartenmaterial auseinandersetzen<br />

und sich seine Tour selbst zusammenstellen.<br />

Leichter macht man<br />

es sich aber, wenn man sich Inspiration<br />

im Netz holt. „Eine Übersicht<br />

mit vielen Wegen weltweit ist<br />

beispielsweise unter www.asi-reisen.de/fw,<br />

auf den Seiten der Touris-<br />

musverbände und auch auf verschiedenen<br />

Plattformen wie Komoot<br />

zu finden“, gibt Stefanie Spiss vom<br />

TVB Tirol West Interessierten zur<br />

Tourenfindung mit auf den Weg.<br />

Natürlich lassen sich diese „vorgefertigten“<br />

Touren auch an individuelle<br />

Bedürfnisse bezüglich Tageskilometer<br />

und -höhenmeter anpassen,<br />

Quartiere anders als vorgeschlagen<br />

auswählen …<br />

Vorgefertigte Tourenangebote<br />

nutzen oder selbst planen oder umplanen?<br />

Barbara Walzer vom SalzburgerLand<br />

Tourismus sieht die<br />

Vorteile vorgefertigter Routen in<br />

der „Einfachheit“: „Man muss sich<br />

nicht um die exakte Tourenplanung<br />

kümmern, es gibt Hard-Facts –<br />

Gehzeit, Höhenmeter, Kilometer –<br />

zur Tour, es bestehen Übersichten<br />

zu Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeiten.<br />

Teilweise gibt es<br />

auch Angebote beziehungsweise<br />

Möglichkeiten, Wanderreisen online<br />

zu planen, wobei die gesamte<br />

Buchung aller Übernachtungsmöglichkeiten<br />

und was sonst noch<br />

dazugehört, übernommen wird“, so<br />

042


die Salzburgerin. Plant man hingegen<br />

individuell, kann man „die<br />

Routenführung bzw. Nächtigung<br />

am Etappenziel nach individuellen<br />

Wünschen und Voraussetzungen<br />

festlegen, hat mehr Freiheit und<br />

Flexibilität.“<br />

Allerdings bedarf es dabei auch<br />

etwas mehr Erfahrung in der Planung,<br />

im Lesen von Karten und in<br />

der Interpretation von Höhenschichtlinien.<br />

„Wie viele Höhenmeter<br />

und Kilometer man pro Tag<br />

einer Gruppe zutrauen kann, ist<br />

schwierig einzuschätzen und hängt<br />

in jedem Fall stark von der Erfahrung<br />

im alpinen Bereich und der<br />

Kondition ab. Grundsätzlich rechnet<br />

man mit 300 bis 400 Höhenmetern je<br />

Stunde“, rät Barbara Walzer bei<br />

selbst geplanten Touren zum sorgfältigen<br />

Abwägen zwischen Gruppe<br />

und geplanter Routenführung. „Wie<br />

viele Kilometer und Höhenmeter<br />

Die einen organisieren<br />

sich alles<br />

selber, die anderen<br />

bevorzugen ein „Susi<br />

Sorglos“-Paket.<br />

pro Tag machbar sind, hängt stark<br />

vom Verhältnis der beiden Größen<br />

zueinander ab. In den Alpen gehen<br />

wir immer von ca. 1000 Höhenmetern<br />

und 12 bis 15 Kilometern<br />

aus“, ergänzt Stefanie Spiss zur Planung<br />

der Tagesetappen.<br />

Packages<br />

Geht man „fertige Wege“ oder Teilabschnitte<br />

dieser nach, stellt sich<br />

mittlerweile bei vielen Touren die<br />

Frage nach der bereits kurz angeschnittenen<br />

Organisation. Hier, so<br />

Günter Mussnig, würden sich die<br />

Geister scheiden. Die einen organisieren<br />

sich alles selber, die anderen<br />

bevorzugen ein „Susi Sorglos“-<br />

Paket, wie er es nennt. Stefanie<br />

Spiss sieht in derlei Touren-Pa-<br />

ckages (Angeboten von Tourismusverbänden,<br />

aber auch von Reiseveranstaltern)<br />

eine „Super-Lösung, weil<br />

eben alles organisiert ist. Hotel oder<br />

Hütte, Transfer, Gepäcktransport<br />

von Quartier zu Quartier, Routeninformation<br />

und oftmals eine<br />

24/7-Servicenummer“. Gerade mehrere<br />

Unterkünfte hintereinander<br />

selbst zu organisieren, könne schnell<br />

mühsam werden, einen Gepäcktransport<br />

(man geht dann tagsüber<br />

nur mit Tagesrucksack) selbst zu organisieren<br />

sei teuer, das alles klappt<br />

im Package besser, so die Tirolerin.<br />

Wem das nun zu „starr“ und<br />

„straff organisiert“ klingt, der sei<br />

beruhigt, denn auch innerhalb der<br />

Packages bleibt eine gewisse Wahlfreiheit,<br />

wie Hanna Rieser vom<br />

SalzburgerLand Tourismus aufklärt:<br />

„Beim Hohe Tauern Panorama Trail<br />

und beim Salzburger Almenweg besteht<br />

die Möglichkeit, zwischen<br />

Gemeinsam<br />

umdenken<br />

Mit „RETHINK“definiert<br />

VAUDE kreislauffähige<br />

Produkte neu.<br />

Für die Wander-Saison <strong>2024</strong> hat<br />

VAUDE die Entwicklung von<br />

Outdoor-Produkten radikal neu<br />

gedacht. Einige visionäre Neuheiten<br />

aus den Bereichen Bekleidung<br />

und Rucksäcke folgen dem<br />

RETHINK-Konzept, sind möglichst<br />

sortenrein aus Monomaterialien<br />

hergestellt, aus 100% recycelten<br />

Materialien und mit höchstem<br />

Funktionalitäts- und Qualitätsanspruch.<br />

Sie zeichnen sich durch abnehmbare<br />

Teile, mechanischen<br />

Stretch aus PET und innovativen<br />

Wetterschutz aus Polyester aus.<br />

Die Elope Storm Jacket ist eine<br />

leichte Softshell, die Wandernde<br />

von Frühjahr bis Herbst auf Tour<br />

begleitet. Der Elope Rucksack (siehe<br />

Bilder) zeigt nicht nur eine<br />

höchst praktische Ausstattung und<br />

bei Bedarf eine Volumen-Erweiterung,<br />

sondern auch einen innovativen<br />

Rucksackrücken aus neuer<br />

PET 3D-Airmesh-Technologie anstelle<br />

von PU-Schaum. Beste Voraussetzung<br />

dafür, dass diese Pro-<br />

dukte am Ende ihres langen Lebenszyklus<br />

recycelt werden können,<br />

wenn es dann ein einheitliches<br />

Rücknahmesystem gibt. Umdenken<br />

schafft eine bessere Welt.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.vaude.com<br />

ANZEIGE / FOTOS: Vaude/Attenberger<br />

043


TOURISMUS<br />

Weitwandern<br />

Wanderbare Almenwelt: Der Salzburger Almenweg zeigt eindrucksvoll, was die Berglandschaften<br />

im SalzburgerLand einzigartig macht – nämlich die Vielzahl der bewirtschafteten Almen.<br />

vorgefertigten Angeboten – mit<br />

fixen Etappen und Unterkünften –<br />

und einem Online-Reiseplaner zur<br />

individuellen Buchung zu wählen“.<br />

Bei zweiterem kann man sich Etappen<br />

und Unterkünfte selbst wählen,<br />

die gesamte Buchung wird aber<br />

auch hier für den Gast übernommen.<br />

Günter Mussnig sieht die<br />

Zeiten der starren Packages ohnehin<br />

als passé. Für ihn als Tourenanbieter<br />

ist eine flexible Tourenplanung<br />

mit individuell zusammen-<br />

gestellten Services in der Zwischenzeit<br />

zum Standard geworden. Das<br />

Tourenportal www.bookyourtrail.<br />

com „seiner“ Trail Angels bietet<br />

hier beispielsweise einzigartige<br />

Möglichkeiten in der individuellen<br />

Tourenzusammenstellung.<br />

Nachhaltig auf Tour<br />

Manch Weitwanderweg mag im großen<br />

Kreis zurück zum Ausgangspunkt<br />

führen. Beim Großteil der<br />

Pfade geht man aber über mehrere<br />

FOTO: SalzburgerLand Tourismus/Christoph Oberschneider<br />

Tage von A nach B, was je nach Planung<br />

den Hin- oder Rückweg verkomplizieren<br />

kann. Packages umfassen<br />

häufig einen Transfer, wer<br />

selbst plant, muss sich Lösungen mit<br />

zwei Pkw, Taxi und/oder Öffis organisieren.<br />

Viele Touren sind so angelegt,<br />

dass sie nachhaltig an Bahn<br />

oder Öffis angebunden sind. Auch<br />

Sammeltaxis reduzieren den CO 2 -<br />

Ausstoß. Im SalzburgerLand lassen<br />

sich sogar speziell „grüne“ Nachhaltigkeits-Packages<br />

buchen. Unser<br />

Tipp: Versucht eure Weitwanderwege<br />

mit Öffis zu verbinden – das<br />

sorgt nicht nur für einen nachhaltigeren<br />

Urlaub, es spart auch<br />

Zeit und logistischen Stress bei Anund<br />

Abreise.<br />

Endlich auf Tour<br />

Ist alles geplant und gebucht, geht<br />

es ans Wandern. Informiert euch am<br />

Vorabend jeder Etappe bei eurem<br />

So vielfältig<br />

wie der Berg<br />

... zeigt sich die ORTOVOX<br />

Merino-Fleecekollektion 2o24.<br />

Seit 1988 verarbeitet der<br />

Bergsportexperte Ortovox aus<br />

dem Münchner Süden Wolle in<br />

Bekleidung – ausgehend von gewalkter<br />

Schafschurwolle in Midlayern<br />

wird seit 1993 auch leichtes<br />

Wollfleece eingesetzt. Zwei Jahre<br />

später waren die ersten Baselayer<br />

aus Merinowolle erhältlich. Die<br />

Vorteile der Naturfasern sind heute<br />

noch die gleichen wie vor 35 Jahren.<br />

Seit den ersten Kleidungsstücken<br />

Ende der 1980er-Jahre hat<br />

sich Wolle in Outdoor-Bekleidung<br />

längst etabliert.<br />

Für den Sommer <strong>2024</strong> bietet<br />

das bayerische Unternehmen eine<br />

Merino-Fleece-Kollektion an, die<br />

sich zum einen die Vorteile von<br />

Merinowolle zunutze macht, zum<br />

anderen fein auf verschiedene<br />

Vorlieben und Bedürfnisse von<br />

Bergsportlerinnen und -sportlern<br />

abgestimmt ist. Egal ob minimalistisches<br />

Leichtgewicht, Wärmespender<br />

mit Windschutz, mit robustem<br />

Schutz zum Klettern oder leichter<br />

Allrounder: Die Vorteile der<br />

nachhaltigen Merinofaser werden<br />

in allen Varianten bestmöglich zur<br />

Geltung gebracht.<br />

Mehr Infos auf:<br />

www.ortovox.com<br />

QR-Code<br />

scannen und<br />

direkt zur<br />

Kollektion<br />

gelangen.<br />

ANZEIGE/ FOTO: Ortovox/Max Dräger<br />

044


Quartiergeber oder Ortskundigen<br />

über den nächsten Tag, um auf etwaige<br />

Überraschungen (Schneefelder,<br />

Wegsperren etc.) vorbereitet<br />

zu sein, und checkt das Wetter. Bei<br />

Schlechtwetter empfiehlt es sich,<br />

einen „Plan B“ im Hemdsärmel zu<br />

haben, um auch mal eine Etappe abzukürzen.<br />

Das alte Berg-Credo<br />

„Oben war man erst, wenn man<br />

auch wieder unten ist“ zählt auch<br />

bei Weitwanderungen. Im alpinen<br />

Raum rechtzeitig (!) umzukehren,<br />

ist keine Schande. Unterwegs sollte<br />

man auch nicht blind dem Pfad<br />

oder den Markierungen folgen, sondern<br />

mit offenen Augen und einem<br />

regelmäßigen Blick ins Kartenmaterial<br />

oder die App prüfen, ob<br />

der Kurs stimmt und ob dieser mit<br />

der Situation am Berg (Altschnee,<br />

Felsstürze, Vermurungen, Weideflächen)<br />

übereinstimmt. Passt die<br />

Tour zu den eigenen Fähigkeiten,<br />

DIE EXPERTEN<br />

Günter Mussnig<br />

Der Kärntner weiß jahrzehntelange<br />

Bergerfahrung vorzuweisen und bietet<br />

mit seiner Plattform Trail Angels das<br />

„offizielle Info- und Buchungscenter“ für<br />

einige der schönsten Weitwanderwege<br />

in der Alpe-Adria-Region.<br />

www.trail-angels.com<br />

Stefanie Spiss<br />

lenkt die Marketing-Geschicke der<br />

Ferienregion TirolWest und ist dort als<br />

stellvertretende Geschäftsleitung auch<br />

ins (Weit-)Wanderangebot involviert.<br />

www.tirolwest.at<br />

Barbara Walzer & Hanna Rieser<br />

sind im SalzburgerLand Tourismus unter<br />

anderem für Urlaubsberatung und<br />

Themenmanagement sowie Betreuung<br />

& Weiterentwicklung des Leitproduktes<br />

Salzburger Almenweg verantwortlich<br />

www.almsommer.com<br />

ist man gut vorbereitet und ausgerüstet<br />

und lässt man übermäßigen<br />

Ehrgeiz zu Hause, ist man<br />

schon auf einem sicheren Weg, betont<br />

Günter Mussnig.<br />

Unbedingt achten sollte man am<br />

Berg aufs Wetter, wie der oberste<br />

Trail Angel weiter hervorstreicht:<br />

„Ich kann hier nur aus eigener Erfahrung<br />

sprechen, ich habe einen<br />

Mordsrespekt vor Gewittern. Die<br />

sind ein No-Go und gerade im Hochsommer<br />

sollte der Wetterbericht<br />

genau studiert werden, bei Gewittergefahr<br />

gilt es früh genug aufzubrechen“,<br />

mahnt der Kärntner<br />

Bergfex. Auf hochalpinen Weitwanderwegen<br />

muss man sich stets<br />

bewusst sein, dass es bei Wetterstürzen<br />

schneien kann – dies ist<br />

auch in der Ausrüstung zu berücksichtigen.<br />

Auch dichter Nebel kann<br />

schnell zum Spielverderber werden.<br />

Hier, so Mussnig, helfen (vorab<br />

downgeloadete) GPX-Tracks und diverse<br />

Apps. Regen ohne Gewittergefahr<br />

sieht Günter Mussnig mit<br />

heutiger Ausrüstung aber als keinen<br />

Hinderungsgrund mehr. Weitwandern<br />

hat etwas Meditatives,<br />

wandern im Regen ebenso.<br />

X ULTRA 360<br />

EDGE MID GORE-TEX<br />

THE OUTSIDER<br />

Inspiriert von einer Hiking-Legende,<br />

modernisiert für die Outdoor-<br />

Anforderungen von heute.


TOURISMUS<br />

Weitwandern<br />

Weitwanderwege<br />

TIROL<br />

Kaiserkrone<br />

In 5 Tagen rund um den Wilden<br />

Kaiser heißt es beim Weitwanderweg<br />

„Kaiserkrone“. Atemberaubende<br />

Ausblicke, Ruhe und Naturgenuss,<br />

kulinarische Belohnung bei der<br />

Hütteneinkehr sowie der zufriedene<br />

Schlaf nach einem langen Wandertag<br />

– schöner geht’s eigentlich nicht!<br />

Start ist bei jeder der 5 Etappen<br />

möglich.<br />

5 Etappen 4000 hm 57,7 km<br />

www.wilderkaiser.info<br />

Lechweg<br />

Moderates Weitwandern durch eine<br />

alpin geprägte Region. Klassisch in<br />

sieben, gemütlich in acht oder entschleunigend<br />

in zehn Wandertagen,<br />

kann der Lechweg je nach persönlicher<br />

Fitness individuell erlebt werden.<br />

Er beginnt in der Nähe des<br />

Formarinsees und endet in Füssen.<br />

15 Etappen 3021 hm 125 km<br />

www.lechtal.at<br />

Via Claudia Augusta<br />

Die Via Claudia Augusta folgt dem<br />

antiken Handelsweg von Landsberg<br />

FOTO: Niederösterreich Werbung/Consolati<br />

am Lech zum venezianischen<br />

Castelbrando. Highlight-Etappe:<br />

Ausgehend von der Stadtpfarrkirche<br />

Landeck beeindruckt der Abschnitt<br />

Landeck–Fließ neben der<br />

Fließer Platte mit römischen Wagenspuren,<br />

der Barbarakirche und<br />

dem Dokumentationszentrum Via<br />

Claudia.<br />

ca. 30 Etappen 9268 hm<br />

600 km<br />

www.tirolwest.at<br />

OSTTIROL<br />

Glocknerkrone<br />

In Osttirol startet in der Glocknergemeinde<br />

Kals ein neuer Weitwanderweg<br />

im Umfeld des sagenumwobenen<br />

Königs der österreichischen<br />

Berge, des Großglockners.<br />

Der Höhenweg Glocknerkrone<br />

führt über sechs teils anspruchsvolle<br />

Etappen im Blickfeld berühmter<br />

Gipfel der Ostalpen.<br />

6 Etappen 3337 hm ca. 65 km<br />

www.osttirol.com<br />

Weite Blicke gehören nicht nur am Wiener Alpenbogenweg zum<br />

Erlebnis Weitwanderweg einfach dazu.<br />

SALZBURG<br />

Hohe Tauern Panorama Trail<br />

17 Etappen Weitwandern in der Ferienregion<br />

Nationalpark Hohe Tauern<br />

im SalzburgerLand – von den<br />

Krimmler Wasserfällen bis ins Tal<br />

der Almen. Entlang des Weitwanderweges<br />

liegen Naturschauspiele,<br />

sehenswerte Ausstellungen, malerische<br />

Nationalpark-Orte und attraktive<br />

Ausflugsziele.<br />

17 Etappen 14.000 hm 275 km<br />

www.hohetauerntrail.at<br />

Salzburger Almenweg<br />

Ein 350 km langer Weitwanderweg,<br />

der alle 25 Talorte des Salzburger<br />

Pongaus verbindet. Über 120 Almen<br />

liegen entlang des Weges und<br />

über 90 % des Weges verlaufen auf<br />

über 1000 m Seehöhe. Einstiegsmöglichkeiten<br />

und Zubringer-Wege<br />

gibt es bei jeder Etappe. Neu: über<br />

ein offizielles Buchungscenter jetzt<br />

auch individuell buchbar!<br />

25 Etappen 20.158 hm 350 km<br />

www.salzburger-almenweg.at<br />

Pinzga Hatscha<br />

Das Salzburger Saalachtal, die Regionen<br />

Hochkönig, Maishofen, Viehhofen,<br />

Saalbach Hinterglemm und<br />

Saalfelden Leogang haben sich hier<br />

vereint. Auf 15 Etappen geht es<br />

durch sechs wunderschöne Regionen.<br />

Egal, für welche Etappe man<br />

sich entscheidet, die Naturerlebnisse<br />

und die grandiose Bergwelt<br />

suchen ihresgleichen.<br />

15 Etappen 16.317 hm 393 km<br />

www.pinzga-hatscha.at<br />

KÄRNTEN<br />

Panoramaweg Südalpen<br />

Vom Geheimtipp zum großen Aufsteiger!<br />

Von Thörl-Maglern an der<br />

italienischen Grenze wandert man<br />

durch die wilden Karawanken, nach<br />

der Petzen Richtung Norden auf die<br />

Saualm gen Zirbitzkogel. Auf der<br />

Saualm warten traumhafte Berghütten<br />

auf sanften Hügeln, sehr ähnlich<br />

den Highlands in Schottland.<br />

20 Etappen 17.700 hm 286 km<br />

www.panoramaweg.at<br />

Alpe Adria Trail<br />

Der Genuss-Weitwanderweg durch<br />

die drei Regionen Kärnten, Slowenien<br />

und Friaul-Julisch-Venetien. Vom<br />

Großglockner geht es ins Kärntner<br />

Seengebiet, nach Slowenien ins<br />

großartige Soca-Tal und weiter in<br />

die Goriska Brda. Dann nach Muggia<br />

ans Meer. Top-Buchungscenter!<br />

Gehen, Einkehren, Genießen.<br />

43 Etappen 24.000 hm 721 km<br />

www.alpe-adria-trail.com<br />

Kreuzeck Höhenweg<br />

Mega-Geheimtipp und somit absolute<br />

Ruhe garantiert! Der nur wenig<br />

frequentierte Kreuzeck Höhenweg<br />

liefert Nepal-Feeling in Kärnten.<br />

Entweder von West nach Ost oder<br />

umgekehrt. Tipp: rechtzeitige Reservierung<br />

in der Salzkofelhütte, der<br />

Feldnerhütte, dem Anna-Schutzhaus<br />

und der Hugo-Gerbers-Hütte.<br />

5 Etappen 3200 hm 53 km<br />

nationalpark-hohetauern.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Donausteig – Nordufer<br />

Der Weitwanderweg Donausteig<br />

führt entlang beider Flussufer von<br />

Passau über Linz bis Grein durch<br />

beeindruckende Landschaften. Die<br />

Variante Nordufer führt durch einzigartige<br />

Naturregionen und bietet<br />

Top-Aus- und -Weitblicke in ein<br />

„sagenhaft“ schönes Land.<br />

16 Etappen 6690 hm 288 km<br />

www.donauregion.at<br />

046


Übersicht online auf<br />

www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Region Südalpen/Stefan Filzmoser<br />

Aussichtsreich:<br />

schwer, sich (wie<br />

hier am Panoramaweg<br />

Südalpen)<br />

an der Landschaft<br />

sattzusehen.<br />

BergeSeen-Trail Salzkammergut<br />

Der BergeSeen-Trail ist der erste<br />

Weitwanderweg des Salzkammerguts<br />

mit einer Länge von 350 km<br />

und 23 Einzeletappen. Er verbindet<br />

stolze 35 Seen und bietet entsprechend<br />

einzigartige Panoramen.<br />

Highlight-Tipp: Etappe 5 von<br />

St. Gilgen nach Mondsee.<br />

23 Etappen 14.000 hm 13,9 km<br />

www.salzkammergut.at/trail.html<br />

STEIERMARK<br />

Via Alpina Steiermark<br />

Die Via Alpina ist ein Netz aus fünf<br />

Fernwanderwegen durch alle acht<br />

Alpenstaaten. Durch die Steiermark<br />

führt der violette Weg von der<br />

Soboth im Süden bis Spital am<br />

Pyhrn im Norden. Die Route<br />

verläuft meist auf gemütlichen<br />

Wald- und Wiesenwegen.<br />

11 Etappen 7500 hm 225 km<br />

www.suedsteiermark.at<br />

Jakobsweg Weststeiermark<br />

In 8 Etappen mit Ausgangspunkt<br />

von der Jakobskirche in Thal/Graz<br />

bis Lavamünd/Kärnten führt der<br />

Weg größtenteils über bestehende<br />

Wander- und Wallfahrtsrunden.<br />

8 Etappen 5224 hm 150 km<br />

www.steiermark.com/de/Region-Graz<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Wiener Alpenbogen-Weg<br />

Einmal durch die Wiener Alpen. Die<br />

19 Etappen sind einzeln gehbar<br />

auch zum Wiederkommen gedacht.<br />

Wer den durchgehend beschilderten<br />

Weg zur Gänze gehen möchte,<br />

beginnt in Wiener Neustadt und<br />

kommt um viele Erfahrungen<br />

reicher in Bad Fischau-Brunn an.<br />

19 Etappen 11.000 hm 303 km<br />

www.wieneralpen.at<br />

ITALIEN<br />

Meraner Höhenweg<br />

In fünf bis acht Tagesetappen erwandern<br />

geübte und trittsichere<br />

Bergsteiger auf knapp 100 Kilometern<br />

Länge den Naturpark Texelgruppe,<br />

begleitet von Ausblicken<br />

auf die Berglandschaft des Meraner<br />

Landes, den Vinschgau und bei klarer<br />

Sicht auf die Dolomiten und das<br />

Ortler-Massiv. Der südliche Teil<br />

zeigt sich mediterran, die nördlichen<br />

Teilstrecken teils hochalpin.<br />

5–8 Etappen 5100 hm<br />

ca. 100 km<br />

www.merano-suedtirol.it/de/<br />

Dolomites World Heritage<br />

Geotrail II<br />

Vom Bletterbach bis Sexten – der<br />

„Dolomites World Heritage Geotrail<br />

II“ erkundet in 10 Etappen die Südtiroler<br />

Dolomiten und führt durch einige<br />

der reizvollsten und geologisch<br />

interessantesten Berggruppen der<br />

Bleichen Berge. Eine Kombination<br />

aus Weitwanderweg und Lehrpfad.<br />

10 Etappen 8730 hm 176 km<br />

www.eggental.com<br />

SLOWENIEN<br />

Slowenischer Bergwanderweg<br />

Vom Pohorje-Gebirge bis zum<br />

Meer. Der Weg beginnt in Maribor,<br />

der Heimat der ältesten Rebe der<br />

Welt, und endet in Ankaran an der<br />

Adria. Dazwischen überquert man<br />

drei hochalpine Gebirgsketten.<br />

28 Etappen 37.600 hm 616 km<br />

www.slovenia.info<br />

JULIANA-Trail<br />

Der Rund-Fernwanderweg führt um<br />

die Julischen Alpen, durch Täler,<br />

über Bergpässe, durch Wälder und<br />

urbane Ortszentren, über einsame<br />

Hochebenen und vorbei an den<br />

Flüssen Sava und Soča. Auf den<br />

meisten Etappen streift der Triglav<br />

immer wieder das Panorama.<br />

16 Etappen 7323 hm 269 km<br />

julian-alps.com<br />

BAYERN<br />

Gunthersteig<br />

Ein Geheimtipp unter den Pilgerwegen.<br />

Neun Etappen führen durch<br />

die ursprüngliche und kulturreiche<br />

Landschaft des Bayerischen Waldes<br />

und des Böhmerwaldes. Auf den<br />

Spuren des Volksheiligen Gunther<br />

wird eine Landes- und vielleicht eine<br />

innere Grenze überwunden.<br />

9 Etappen 3696 hm 160 km<br />

www.arberland-bayerischer-wald.de<br />

047


Glückssuche in der World<br />

of Mountains and Lakes<br />

Wandern mit besten Aussichten auf echte Glücksmomente zwischen<br />

Nassfeld-Pressegger See, Weissensee und dem Lesachtal.<br />

ge kulinarische Highlights, die das<br />

Wandervergnügen abrunden.<br />

Nassfeld – Kärntens Erlebnisberg<br />

Charmante landschaftliche Kontraste,<br />

kulinarische Nachbarschaftsliebe<br />

und zahlreiche Superlative<br />

machen das Nassfeld zu<br />

„Kärntens Erlebnisberg Nr. 1“.<br />

Große und kleine Wanderfans werden<br />

hier mit unzähligen Glücksmo-<br />

D<br />

ie Hike World mit<br />

über 1000 Kilometern<br />

markierten<br />

Wanderwegen von<br />

den Gipfeln der Karnischen<br />

und Gailtaler Alpen bis zu<br />

den Ufern des Pressegger Sees<br />

und des Weissensees ist gespickt<br />

mit unvergesslichen Momentaufnahmen.<br />

Freu dich auf Naturwunder,<br />

Panoramaplätze und jede Menmente<br />

beschenkt. Entlang der Themenwege<br />

erkunden Kinder mit<br />

staunenden Augen die Bergwelt.<br />

Begleitet werden sie dabei vom<br />

klaren Nass, das zum Staudammbauen<br />

und Experimentieren einlädt.<br />

Mehr Nervenkitzel versprechen<br />

eine Fahrt mit der Riesen-Almschaukel<br />

„Dondolo“, mit<br />

Kärntens längster Sommerrodelbahn<br />

oder ein Besuch im Felsenla-<br />

048


KÄRNTEN | WORLD OF MOUNTAINS AND LAKES<br />

Von Klettervergnügen bis<br />

Badespaß, von Wellness bis<br />

eindrucksvolle Wanderung<br />

durch die Natur: Der Süden<br />

Kärntens weiß vielseitig zu<br />

begeistern.<br />

FOTOS: World of Mountains and Lakes, Kärnten Werbung/Gröger, lesachtal.com, nassfeld.at<br />

byrinth. Am Gartnerkofel ermöglicht<br />

die „Sky Plate“ einen unvergleichlichen<br />

Weitblick. In unmittelbarer<br />

Nähe befindet sich der<br />

Klettersteig Däumling, ein „Leckerbissen“<br />

für Kletterfans. Erreichbar<br />

sind all diese Angebote<br />

bequem mit drei Sommerbergbahnen,<br />

die Inhaber der +CARD holiday<br />

gratis nutzen können.<br />

ler und italienische Almen und garantiert<br />

wahre Genussmomente.<br />

Mit Blick auf den Weissensee<br />

Die einzigartige Symbiose aus<br />

Wasser, Wiese und Wald macht den<br />

besonderen Reiz der Naturlandschaft<br />

rund um den Weissensee<br />

aus. Zwei Drittel des Sees sind<br />

vollkommen unverbaut. Das macht<br />

den Weissensee zu einem Paradies<br />

für Wanderer, die auf den knapp<br />

200 Kilometern markierten Wanderwegen<br />

die glitzernden Wellen<br />

fast nie aus den Augen verlieren.<br />

Und wenn die Beine müde werden,<br />

finden sie dank Linienschifffahrt<br />

oder der Sommerbergbahn einen<br />

schnellen und sicheren Heimweg.<br />

Lesachtal – für Naturgenießer<br />

Zurück zur Natur, zu Bilderbuchlandschaften,<br />

die einen besonders<br />

nachhaltigen Tourismus forcieren.<br />

Wer sich danach sehnt, wird im<br />

malerischen Lesachtal sein Glück<br />

finden. Die 300 Kilometer an markierten<br />

Routen reichen von leichten<br />

Almwanderungen, heilklimatischen<br />

Wegen bis zu spektakulären<br />

Klettertouren. Ob am tiefblauen<br />

Wolayersee oder entlang des Brot-<br />

& Morendenwegs – Wandern im<br />

Lesachtal führt immer auch zu<br />

Gastgebern, die eine Extraportion<br />

Regionalität kredenzen!<br />

Geotrails & Karnische Milchstraße<br />

Gleiches gilt für die Geotrails, die<br />

anhand fossiler Fundstücke faszinierende<br />

Einblicke in die Welt von<br />

damals geben. In keinem anderen<br />

Gebiet im Alpenraum lassen sich<br />

so viele Zeugnisse aus den Millionen<br />

Jahren Erdgeschichte ablesen<br />

wie in den Karnischen Alpen. Einen<br />

kulturhistorisch-kulinarischen<br />

Schwerpunkt legt die Karnische<br />

Milchstraße: Sie verbindet Gailtawww.nassfeld.at<br />

www.weissensee.com<br />

www.lesachtal.com<br />

049


BERGFEX<br />

PRO-Features:<br />

Mit der Pro-Version<br />

der App<br />

bekommst du<br />

wichtige Zusatzfunktionen<br />

wie<br />

die Möglichkeit,<br />

Karten offline zu<br />

speichern.<br />

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Bergsport zum Anklicken<br />

Touren, Wetter, Regionen & Co. Mit den Bergfex-Apps bist du für<br />

deinen Sommer in den Bergen bestens gerüstet.<br />

D<br />

ie Online-Plattform<br />

bergfex.at bietet dir<br />

zur Planung deines<br />

Sommerurlaubs und<br />

auch für jeden Tagesausflug<br />

detaillierte Informationen<br />

zu allen Wander- und Seenregionen,<br />

dem Wetter, zu Freizeitangeboten<br />

und zu Unterkünften. Mit<br />

den Bergfex-Apps für iPhone und<br />

Android kannst du aus einem Angebot<br />

von über 200.000 Touren im Alpenraum<br />

wählen und hast Zugriff<br />

auf weltweites topografisches Kartenmaterial.<br />

Außerdem lassen sich<br />

damit deine Gipfelsiege, Wanderungen<br />

oder Laufstrecken tracken<br />

sowie überall Touren planen und<br />

analysieren.<br />

Wie wird das Wetter bei deiner Bergtour?<br />

Die Bergfex-Wetter-App verrät es dir.<br />

Finde oder plane deine Lieblingstour mit<br />

der Bergfex-Touren-App – als Wanderer<br />

oder Mountainbiker.<br />

Auch <strong>SPORTaktiv</strong> nutzt diese<br />

tolle Internetplattform: Dank der<br />

Bergfex-Profis können wir in diesem<br />

<strong>Outdoorguide</strong> <strong>2024</strong> einen Gesamtüberblick<br />

über die österreichischen<br />

Sommerbergbahnen und ihre<br />

Angebote liefern.<br />

Apropos: Wie erfolgreich und<br />

gern genutzt bergfex.at ist, beweist<br />

allein diese imponierende Zahl:<br />

Europas größte touristische Bergsportplattform<br />

wird pro Monat bis<br />

zu 200 Millionen Mal aufgerufen.<br />

Wir sehen uns in den Bergen!<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.bergfex.at/apps<br />

050


Die Sonnenseiten<br />

entdecken.<br />

PRÄSENTIERT VON<br />

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20 geheimnisvolle Etappen<br />

286 km sonnige Wanderwege<br />

17.700 grenzenlose Höhenmeter<br />

Die Sonnenseiten entdecken.<br />

PANORAMAWEG.AT


Im Süden Kärntens kannst du noch neue Wege<br />

gehen. Fern ausgetretener Pfade findest du hier<br />

Ruhe, Kraft und Freiheit. Mit der Sonne im Gesicht<br />

eroberst du dir dein eigenes kleines Paradies<br />

zwischen Himmel und Tal! Also pack deinen<br />

Rucksack, schnür‘ deine Wanderschuhe und<br />

entdecke die Sonnenseiten des Weitwanderns.


20 geheimnisvolle Etappen<br />

ETAPPE SCHWIERIGKEIT GEHZEIT STRECKE AUFSTIEG ABSTIEG<br />

1 Thörl-Maglern – Wurzenpass mittel 4 Std. 45 Min. 12,1 km 996 hm 560 hm<br />

2 Wurzenpass – Baumgartnerhöhe mittel 7 Std. 21,2 km 922 hm 1.075 hm<br />

3 Baumgartnerhöhe – Bertahütte schwer 5 Std. 30 Min. 10,0 km 1.279 hm 669 hm<br />

HERMAGOR<br />

SPITTAL<br />

SS13<br />

ITA<br />

Salzburg<br />

4 Bertahütte – Koča na Golici (Kahlkogelhütte) schwer 8 Std. 14,7 km 925 hm 877 hm<br />

5 Koča na Golici – Klagenfurter Hütte mittel 6 Std. 16,1 km 950 hm 861 hm<br />

6 Klagenfurter Hütte – Gasthof Deutscher Peter mittel 4 Std. 12,7 km 148 hm 1102 hm<br />

7 Deutscher Peter – Koschutahaus schwer 7 Std. 15,6 km 1.652 hm 1.082 hm<br />

8 Vom Koschutahaus zum Terklbauer mittel ST. MICHAEL 5 Std. 11,8 km 607 hm 1.032 hm<br />

9 Vom Terklbauer zur Eisenkappler Hütte mittel IM LUNGAU 5 Std. 11 km 1.249 hm 550 hm<br />

10 Eisenkappler Hütte nach Bad Eisenkappel leicht 2 Std. 30 Min. 7,2 km 107 hm 1.123 hm<br />

11 Bad Eisenkappel zum Gasthof Rogar mittel 5 Std. 13,7 km 1.175 hm 469 hm<br />

12 Gasthof Rogar – Alpengasthof Riepl schwer 6 Std. 17,9 km 1.279 hm 1.293 hm<br />

13 Alpengasthof Riepl – Bleiburg mittel 7 Std. 45 Min. 22,3 km 1.094 hm 1.833 hm<br />

A10<br />

bis Feistritz ob Bleiburg mittel 6 Std. 30 Min. 17,4 km 948 hm 1.645 hm<br />

14 Bleiburg – Lavamünd einfach 5 Std. 30 Min. 17,3 km 663 hm 823 hm<br />

ab Feistritz ob Bleiburg einfach 6 Std. 45 Min. 22,2 km 626 hm 854 hm<br />

15 Lavamünd – Gasthof Rabensteiner einfach 3 Std. 9,2 km 436 hm 133 hm<br />

16 Gasthof Rabensteiner – Griffner Berg einfach GMÜND 5 Std. 45 Min. 17,8 km 751 hm 668 hm<br />

17 Griffner Berg – Pöllinger Hütte mittel 5 Std. 15 Min. 14,9 km 1.095 hm 162 hm<br />

18 Pöllinger Hütte – Klippitztörl mittel 5 Std. 45 Min. 17,8 km 670 hm 772 hm<br />

19 Klippitztörl – St. Martiner Hütte einfach 4 Std. 45 Min. 16,6 km 398 hm 227 hm<br />

20 St. Martiner Hütte – Tonnerhütte mittel 4 Std. 30 Min. 12,4 km 691 hm 797 hm<br />

Panoramaweg<br />

Südalpen<br />

Der Weg erstreckt sich von Thörl-<br />

Maglern an der italienischen<br />

Grenze ostwärts über den Wurzenpass,<br />

den majestätischen<br />

Mittagskogel entlang sonniger<br />

Almen bis hin zum weit über das<br />

Laibacher Feld und die Julischen<br />

Alpen blickenden Hochstuhl,<br />

hinunter in das märchenhafte<br />

Bodental und zur Tscheppaschlucht.<br />

Weiter geht‘s unterhalb<br />

spektakulärer Nordabstürze der<br />

Koschuta auf den Hochobir. Über<br />

Bleiburg nach Lavamünd und<br />

dann nordwärts auf den<br />

sanften Rücken der<br />

Saualpe bis zu seinem<br />

höchsten Punkt am<br />

Zirbitzkogel.<br />

VENEDIG<br />

SALZBURG, DE<br />

Millstätter See<br />

Klosterruine<br />

Arnoldstein<br />

TARVIS<br />

Drau<br />

A10<br />

Villach<br />

Kärnten<br />

Kärnten<br />

Therme<br />

A2<br />

Dreiländereck<br />

Faaker See<br />

Ossiacher See<br />

Burg<br />

Landskron<br />

VEL<br />

Burgarena<br />

Finkenstein<br />

K


WK 218<br />

VILLACH<br />

I<br />

065<br />

62<br />

63<br />

KLAGENFURT<br />

Bleiburg<br />

Arnoldstein Ferlach<br />

Jesenice K a r a w a n k e n<br />

Sentvid<br />

Luce<br />

Triglav Bled<br />

Jerzersko<br />

2801<br />

SLO<br />

A<br />

223<br />

221<br />

226<br />

WIEN<br />

JUDENBURG<br />

SPIELBERG<br />

PANORAMAWEG.AT<br />

Tipp<br />

mehr als eine Wanderkarte<br />

Wanderkarte Gratis App<br />

Wo der Asphalt endet, beginnt<br />

KOMPASS. Jetzt noch übersichtlicher<br />

und besser lesbar.<br />

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Immer wissen, wo Du bist – die<br />

einzig echte Wanderkarte für Dein<br />

Smartphone.<br />

Als praktische Ergänzung gibt es<br />

die KOMPASS-Wanderkarten-APP:<br />

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Karte Nr. 218<br />

„Panoramaweg<br />

Südalpen“<br />

im Maßstab 1:50.000<br />

inkl. der praktischen<br />

offline Verwendung in<br />

der Wander-App.<br />

FELDKIRCHEN<br />

Panoramaweg Südalpen<br />

218<br />

2801<br />

Panoramaweg<br />

Südalpen<br />

Drau<br />

Murau Neumarkt Bad<br />

Gurk<br />

St.Michael<br />

St.Leonhard<br />

Krems Gurktaler Alpen<br />

Nationalpark Gurk Friesach<br />

Nockberge<br />

Wolfsberg<br />

Bad<br />

Eberstein<br />

Kleinkirchheim St.Veit<br />

an der Glan<br />

Völkermarkt<br />

Lavamünd<br />

2801<br />

Lav ant<br />

2 Karten<br />

im Set<br />

• Karte 1:50 000<br />

• Detailkarten bis 1:25 000<br />

• Karten 1 :50 000<br />

• Aktiv Guide<br />

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ST. VEIT<br />

AN DER GLAN<br />

Klagenfurt<br />

218<br />

FRIESACH<br />

ALTHOFEN<br />

Burg<br />

Hochosterwitz<br />

VÖLKERMARKT<br />

A2<br />

Steiermark<br />

BAD ST.<br />

LEONHARD<br />

WOLFSBERG<br />

Schloss<br />

Wolfsberg<br />

Museum im<br />

Lavanthaus<br />

ST. PAUL<br />

Stift<br />

St. Paul<br />

DEN<br />

ahlkogel<br />

Pyramidenkogel<br />

Ferlacher<br />

Stausee<br />

FERLACH<br />

A2<br />

Drau<br />

Wildensteiner<br />

Wasserfall<br />

Völkermarkter<br />

Stausee<br />

Klopeiner<br />

See<br />

Tscheppaschlucht<br />

Obir<br />

Tropfsteinhöhlen<br />

LAVAMÜND<br />

KÜHNSDORF-<br />

KLOPEINER SEE<br />

BLEIBURG<br />

BAD EISENKAPPEL<br />

ŽELEZNA KAPLA<br />

Petzen Bergbahnen<br />

Drau<br />

BLED<br />

SLO<br />

E61<br />

LJUBLJANA


Bin dann kurz mal weg: das<br />

Panoramaweg Wochenende-Paket<br />

3 Tage – 2 Übernachtungen – 2 Etappen<br />

Du hast schlechte Laune? Bist gestresst?<br />

Die Hektik des Alltages hat Dich schon im<br />

Griff und der nächste längere Urlaub ist noch<br />

nicht in Sicht? Dann haben wir für Dich den<br />

idealen Ratschlag: Eintauchen in die entschleunigte<br />

Gegenwelt am Panoramaweg<br />

Südalpen!<br />

ab € 227.-<br />

Aller Anfang ist leicht:<br />

das Panoramaweg Einsteigerpaket<br />

5 Tage – 4 Übernachtungen – 3 Etappen<br />

Wer dies jedoch noch nie getan hat, wird<br />

sich ganz sicher die Frage stellen: „Kann<br />

ich mir das zutrauen?“ Als Wanderspezialisten<br />

antworten wir darauf auch am Panoramaweg<br />

Südalpen mit einem überzeugten:<br />

„Yes, you can!“<br />

ab € 419.-<br />

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Entdecker<br />

Lass dich von den TOP-Angeboten<br />

des Panoramaweg Südalpen Info- &<br />

Buchungscenters inspirieren. Plane<br />

und buche deine persönliche Entdeckungsreise<br />

und verbinde Freiheit mit<br />

Service, Komfort und Sicherheit.<br />

Qualitätsgeprüfte Partnerbetriebe,<br />

Gepäcktransport, Shuttleservice und<br />

eine Trail-Hotline stehen dir zur<br />

Verfügung.<br />

Info- & Buchungscenter<br />

Trail Angels GmbH<br />

Hotline: +43 4782 93093<br />

www.bookyourtrail.com/trail/<br />

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In einer anderen Welt:<br />

die Panoramaweg Hüttentour<br />

6 Tage – 5 Übernachtungen – 4 Etappen<br />

So nah und doch so fern! Wer schon<br />

einmal eine Wanderung von Schutzhütte<br />

zu Schutzhütte unternommen hat, wird<br />

der Magie, sich mehrere Tage inmitten<br />

einer erhabenen Bergnatur fernab der<br />

Täler zu bewegen, sicherlich erlegen sein.<br />

ab € 497.-<br />

Die Wanderwoche<br />

am Panoramaweg Südalpen<br />

8 Tage – 7 Übernachtungen – 6 Etappen<br />

Ein praktisches Wochenpaket, von der<br />

Reservierung der Partnerunterkünfte,<br />

über den praktischen Gepäcktransport<br />

bis zu den Shuttle Services und der so<br />

beruhigenden Trail Hotline.<br />

ab € 852.-<br />

PANORAMAWEG.AT


Graz<br />

GRAZ<br />

A2<br />

Traumhafte Hütten<br />

Authentisch und bodenständig wie<br />

der Weg an sich sind auch die zahlreichen<br />

Nächtigungsmöglichkeiten<br />

am Weg. Einige Übernachtungen<br />

vor allem im ersten aber auch im<br />

letzten Teil des Panoramawegs<br />

Südalpen sind auf Almhütten bzw.<br />

Schutzhütten und damit in der Kategorie<br />

Basic. Die Alm- und Schutzhütten<br />

in den Karawanken und auf<br />

der Saualpe haben meist nur eine<br />

begrenzte Anzahl an Doppelzimmer,<br />

daher rechtzeitig reservieren!<br />

MARIBOR<br />

NAME ETAPPE KATEGORIE ORT<br />

Goldherzl 1 Basic Feistritz an der Gail<br />

Hotel-Gasthof Alte Post 1 Classic Feistritz an der Gail<br />

Baumgartner Hof 1, 2 Classic Finkenstein<br />

Bertahütte 3 Basic Finkenstein<br />

Kahlkogelhütte - Koca na Golici 4 Basic Jesenice<br />

Klagenfurter Hütte 5 Basic Feistritz im Rosental<br />

Gasthof Deutscher Peter 6 Classic Ferlach<br />

Koschutahaus 7 Basic Zell-Koschuta<br />

Gasthof Terklbauer 8 Classic Zell-Freibach<br />

Eisenkappler Hütte 9 Basic Ebriach<br />

Pension Besser 10 Classic Bad Eisenkappel<br />

Gasthof Rogar 11 Classic Solčava<br />

Alpengasthof Riepl 12 Basic Koprein Petzen<br />

Pension Pirkdorfersee 13 Classic Petzen<br />

JUFA Hotel Bleiburg Sport-Resort*** 13 Classic Bleiburg<br />

Gasthof Hüttenwirt 14 Classic Pfarrdorf<br />

Gasthof Rabensteiner 15 Classic Unterhaus<br />

Gasthof Brenner 16 Classic Zellbach<br />

Wolfsberger Hütte 17 Basic Wolfsberg<br />

Feldalmhütte 19 Basic Sommerau<br />

St. Martiner Hütte 19 Basic Sankt Martin am Silberberg<br />

JUFA Hotel Knappenberg 20 Comfort Knappenberg<br />

IMPRESSUM Ein Gemeinschaftsprojekt der Tourismusregionen Villach, Wörthersee-<br />

Rosental, Klopeiner See - Südkärnten und Lavanttal. www.panoramaweg.at/impressum<br />

Fotos: Stefan Filzmoser, Franz Gerdl, Stefan Leitner | Druck: Leykam<br />

Verlagspartner: „<strong>SPORTaktiv</strong>“ / TOP TIMES Medien GmbH<br />

PANORAMAWEG.AT


PANORAMAWEG SÜDALPEN<br />

Ein Gemeinschaftsprojekt der Tourismusregionen<br />

Villach, Wörthersee-Rosental,<br />

Klopeiner See – Südkärnten und Lavanttal.<br />

Allgemeine Information<br />

KSL Tourismus Marketing GmbH<br />

Schulstraße 10<br />

9122 St. Kanzian am Klopeiner See<br />

Tel: +43 (0) 4239 2222<br />

info@panoramaweg.at<br />

www.panoramaweg.at<br />

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Hotline: +43 4782 93093<br />

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Ich will hoch<br />

und hinaus<br />

PANORAMAWEG.AT


GARMIN<br />

Zeit als Lebensretter<br />

„Unterkühlung“ – was harmlos klingt, kann für Verunglückte im Outdoorsport schnell<br />

gefährlich werden. Genau hier schlägt die Stunde des Garmin inReach®.<br />

ANZEIGE / FOTOS: Garmin, Philipp Gülland<br />

D<br />

as Risiko einer Unterkühlung<br />

versteht<br />

kaum jemand besser<br />

als Dr. Hermann<br />

Meyer. Der Sportwissenschafter<br />

zählt zu den renommiertesten<br />

Experten im Bereich<br />

der alpinen Ersten Hilfe. Jedes<br />

Jahr gibt er mit seinem Team fast<br />

200 Coachings.<br />

In der Folge eines Unfalls besteht<br />

zu jeder Jahreszeit das Risiko<br />

einer Unterkühlung – was jedoch<br />

vielfach unterschätzt wird. Besonders<br />

in alpinen oder abgelegenen<br />

Regionen ist es wichtig, die verletzte<br />

Person so schnell wie möglich<br />

vor dem Verlust von Körperwärme<br />

zu schützen.<br />

Ein Erste-Hilfe-Set samt Rettungsdecke<br />

haben aber dennoch<br />

längst nicht alle dabei. Und auch<br />

Garmin inReach®<br />

• Weltweite Abdeckung dank<br />

Iridium-Netzwerk<br />

• 24/7-Anbindung an die Rettungszentrale<br />

Garmin Response<br />

• Nachrichten senden und<br />

empfangen ohne Mobilfunknetz<br />

• SOS-Notrufe absetzen<br />

• Lange Akkulaufzeit<br />

• Wetterdaten ohne Mobilfunknetz<br />

• TracBack® – zurück zum Start<br />

• Digitaler Kompass<br />

• Live-Tracking<br />

• MapShare-<br />

Funktion zur<br />

Standortabfrage<br />

durch Dritte<br />

ein satellitengestütztes Kommunikationsgerät<br />

befindet sich zu oft<br />

nicht in greifbarer Nähe. Gerade in<br />

(alpinen) Gegenden ohne ausreichende<br />

Mobilfunkabdeckung kann<br />

dies rasch problematisch werden.<br />

Rettung auf Knopfdruck:<br />

SOS-Notrufe an die<br />

Rettungszentrale<br />

Garmin Response.<br />

Was bei jeder Rettung zählt<br />

Können sich Betroffene nicht rasch<br />

bemerkbar machen oder keine konkreten<br />

Positionsdaten an die Leitstelle<br />

senden, rinnt allen Beteiligten<br />

das wichtigste Gut einer Rettung<br />

durch die Hände – nämlich die Zeit.<br />

Dr. Meyer mahnt: „Nicht nur weil<br />

man selbst betroffen sein könnte,<br />

sollte ein satellitengestütztes Kommunikationsgerät<br />

in abgelegenen<br />

Gebieten immer dabei sein.“ Der<br />

Experte vertraut deshalb beruflich<br />

und privat auf die inReach®-Technologie<br />

von Garmin.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.garmin.com<br />

051


SAALFELDEN LEOGANG | SALZBURG<br />

Einfach wandern, so wie ich will<br />

Wandern, genießen und, neu seit <strong>2024</strong>, „Waldbaden am Asitz“. Saalfelden Leogang im<br />

Salzburger Land zeigt sich Berg- und Naturhungrigen von seiner vielseitigen Seite.<br />

FOTOS: Julian Gruber, Michael Geißler<br />

Die Kraft der<br />

Berge und der<br />

Natur lässt sich<br />

in Saalfelden<br />

Leogang<br />

eindrucksvoll<br />

erleben – der<br />

perfekte Ort,<br />

um die Batterien<br />

für den Alltag<br />

wieder<br />

aufzuladen.<br />

I<br />

m vielleicht kontrastreichsten<br />

Lebensraum der Alpen<br />

warten Bergmomente der<br />

besonderen Art. In, um und<br />

hoch über Saalfelden Leogang<br />

hat man die Wahl zwischen<br />

den schroffen Steinbergen und den<br />

einmalig sanften Grasbergen, die<br />

Naturliebhaber, sportliche Gipfelstürmer<br />

und Genießer gleichermaßen<br />

begeistern.<br />

Volle Bandbreite<br />

Der Aufenthalt an der frischen<br />

Luft, die sportliche Herausforderung<br />

und unvergessliche Urlaubserinnerungen<br />

sind belebend und<br />

tun einfach gut. In Saalfelden<br />

Leogang gibt es dafür eine große<br />

Auswahl an Wandertouren wie den<br />

Saalachtaler Höhenweg, der mit<br />

einem beeindruckenden Panorama<br />

besticht, oder die Einsiedelei, die<br />

als absoluter Kraftplatz gilt. Hochalpine<br />

Gipfelerlebnisse werden am<br />

Birnhorn in den Leoganger Steinbergen<br />

oder auf der Schönfeldspitze<br />

im Steinernen Meer wahr.<br />

Neu ab Sommer <strong>2024</strong>:<br />

Waldbaden am Asitz<br />

Am bequem via Bergbahn erreichbaren<br />

Asitz gibt es mit Sinne-Park,<br />

TONspur Inseln, Sommerrodelbahn,<br />

Flying Fox und dem „Stillen<br />

Wasser“ am Speicherteich schon<br />

immer viel zu entdecken. Neu hinzu<br />

kommt <strong>2024</strong> das Waldbaden. Oben<br />

angekommen startet der naturbelassene<br />

Wanderweg „Waldbaden<br />

am Asitz“. Immer begleitet vom<br />

überwältigenden Ausblick auf die<br />

Leoganger Steinberge und von der<br />

umliegenden Natur, beginnt deine<br />

Regeneration genau hier. 14 Stationen<br />

laden auf dem 8,2 km langen<br />

Wanderweg zum Verweilen,<br />

Meditieren und Entspannen ein.<br />

Aussichtspunkte, Ruhestationen,<br />

eine Naturschaukel, ein Yogaplatz,<br />

ein Baumkronenbett und sogar ein<br />

Wasserfall verhelfen dir zu neuer<br />

Energie. Nach 1000 Höhenmetern<br />

Abstieg und ca. 3,5 h später<br />

kommst du körperlich und mental<br />

gestärkt an der Talstation an.<br />

Mehr Informationen unter:<br />

www.saalfelden-leogang.com<br />

052


SALZBURG | GASTEINERTAL<br />

FOTOS: Gasteinertal Tourismus GmbH/Ch. Oberschneider, Salzburgerland Tourismus/Marktl Photography<br />

Die Magie des Gehens<br />

Lust, richtig tief in den Gastein Trail einzutauchen? „Das Geheimnis des Vorwärtskommens<br />

besteht darin, den ersten Schritt zu tun“, schrieb einst schon Mark Twain ...<br />

J<br />

eder Schritt bringt einen<br />

weiter. Über sanfte Wiesen,<br />

zu bewirtschafteten<br />

Almen und auf imposante<br />

Gipfel. Durch drei Orte,<br />

die so vielfältig sind, wie die Landschaft<br />

und die Berge, die sie umgeben:<br />

Jeder zurückgelegte<br />

Meter stärkt den Körper –<br />

und gibt der Seele neue<br />

Kraft. Das ist die Magie des<br />

Gehens am Gastein Trail im<br />

Salzburger Land.<br />

Wanderer erfahren hier<br />

jene Art der Erholung, die<br />

einzig in der Natur zu finden ist –<br />

eine Erfahrung die einst Pionieren<br />

und Entdeckern vorbehalten war:<br />

Verborgene Kessellandschaften,<br />

die für großartige Landschaftserlebnisse<br />

sorgen und steile Grashänge,<br />

die hochalpines Gelände<br />

mit charmanten Promenaden und<br />

heilenden Quellen verbinden.<br />

In sechs Tagesetappen führt<br />

Hier geht’s zum<br />

Gastein Trail<br />

der Gastein Trail von Dorfgastein<br />

hoch über Bad Gastein zurück<br />

nach Bad Hofgastein: 75 Kilometer<br />

und 4643 Höhenmeter gilt es<br />

zurückzulegen. Wanderer, die diese<br />

Strecke bewältigt haben, werden<br />

von einer Kulisse empfangen, die<br />

früher Kaiser und Fürsten<br />

anlockte, und genießen<br />

unterwegs eine einzigartige<br />

Bergwelt – mit Naturerlebnissen,<br />

die zum Aufladen mit<br />

neuer Lebenskraft einladen.<br />

Der Gastein Trail bietet<br />

die einzigartige Gelegenheit,<br />

die natürliche Schönheit, die<br />

Geschichte und die heilenden<br />

Kräfte des Gasteinertals intensiv<br />

zu erleben. Nach den einzelnen<br />

Tagesetappen wird entweder auf<br />

der charmanten Alm oder großzügig<br />

im Hotel entspannt –<br />

Thermengenuss zur perfekten<br />

Regeneration inklusive. Wer den<br />

Rucksack nicht allzu schwer tra­<br />

gen möchte, kann – zwischen den<br />

Unterkünften im Tal – den Gepäcktransport<br />

dazubuchen.<br />

Der Gastein Trail ist insgesamt<br />

mehr als nur ein Weitwanderweg;<br />

er ist eine Entdeckungsreise durch<br />

eine der schönsten und heilkräftigsten<br />

Landschaften Europas.<br />

Ein Erlebnis, das zu neuen Wegen<br />

führt, mit Momenten, die in Erinnerung<br />

bleiben.<br />

Anreise mit dem Zug<br />

Beim Zugfahren beginnt der<br />

Urlaub garantiert bereits mit der<br />

Anreise: Mit der Bahn gelangen<br />

Gäste ebenso günstig, umweltfreundlich<br />

wie stressfrei in alle<br />

drei Orte des Gasteinertals.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.gastein.com<br />

053


POHORJE UND SLOWENIEN<br />

Slowenische Gastfreundschaft<br />

zwischen Wasser und Berg<br />

Slowenien lebt den Outdoor-Sport wie kaum eine andere Nation. Ein besonderes<br />

Juwel des Landes für Naturliebhaber versteckt sich im Pohorje-Gebirge.<br />

D<br />

as slowenische Pohorje-Gebirge<br />

ist eine<br />

grüne Oase am Ostrand<br />

der Alpen, ein<br />

naturnahes Ziel, um<br />

der stressigen Welt zu entfliehen,<br />

das Ruhe und Entspannung verspricht.<br />

Es eröffnet eine Welt mit<br />

mächtigen Wäldern, geheimnisvollen<br />

Mooren, tiefen Schluchten und<br />

weiten Ebenen.<br />

800 km 2 Rückzugsort<br />

Das Pohorje-Gebirge ist mit 800<br />

km 2 Größe auch eine der am besten<br />

erhaltenen Naturregionen Sloweniens.<br />

Das voralpine Gebirge im<br />

Nord osten des Landes ist größten-<br />

Dichte Wälder, malerische Hochebenen, wilde Wasser und ganz viel Erholung:<br />

Das alles und weitaus mehr versteckt sich im Pohorje-Gebirge.<br />

TOS: Jurij Pivka, Klara Kulovec, Jošt Gantar/STO<br />

054


teils mit Nadelwäldern bewachsen und erstreckt sich<br />

zwischen dem Fluss Drau im Norden und der Drau-<br />

Ebene im Süden, im Westen erreicht es Dravograd<br />

und Slovenj Gradec, im Osten Maribor, die Stadt der<br />

ältesten Rebe der Welt.<br />

Pohorje erleben<br />

In der Region wartet ein dichtes Netz von Wander-<br />

(1000 km) und Fahrradwegen (400 km), die zwischen<br />

Wäldern, Seen und Wasserfällen verlaufen und wunderschöne<br />

Aussichten bieten. Einzigartige Flora und<br />

Fauna, der mächtige Urwald Šumik und Wasserfälle,<br />

dazu glasklare Seen und Flüsse, abgelegene Hochgebirgswiesen,<br />

Hochmoore (Črno jezero, Lovrenška jezera,<br />

Ribniško jezero) und weite Ebenen kennzeichnen<br />

das Pohorje-Gebirge. Auf Aktive warten in den fünf<br />

Ski-Resorts und Outdoor-Zentren Mariborsko Pohorje<br />

mit Areh, Rogla, Kope, Trije kralji und Ribnica na Pohorju<br />

nicht nur Wanderungen und Radtouren, sondern<br />

auch Bikeparks und mehr. Dazu weiß die Küche der<br />

Region mit überlieferten, uralten Rezepten rund um<br />

Qualitätsfleisch und -gemüse, Walddelikatessen und<br />

Wiesenkräuter zu verwöhnen. Unbedingt ausprobieren:<br />

Pohorski pisker und Pohorska omleta.<br />

SLOWENIEN.<br />

MEINE ART DES<br />

ABENTEUERS.<br />

#ifeelsLOVEnia<br />

#myway<br />

#sloveniaoutdoor<br />

Ganz Slowenien lebt Sport<br />

Doch Slowenien ist noch weit größer und beherbergt<br />

neben Pohorje noch ganz andere landschaftliche und<br />

sportliche Juwele. Zwischen den schneebedeckten<br />

Gipfeln im Norden und den Stränden im Süden warten<br />

unzählige Outdoor-Abenteuer für Anspruchsvolle.<br />

Höhlentauchen, Paragliding, Rafting, Kajaking und<br />

Canyoning um Bovec; Gipfelstürmer finden bei Bohinj<br />

im Triglav-Nationalpark ihre Anlaufstelle und das Vipava-Tal<br />

hat sich bei Kletterern längst einen Namen<br />

gemacht. Dazu locken der romantischen See von Bled<br />

und Naturbadeplätze an den Ufern der Savinja. An der<br />

Kolpa, Sloweniens wärmstem Fluss, ist Kanu-Fahren<br />

angesagt. Entlang der „Slovenia Green Gourmet Route“<br />

lassen sich Sloweniens Küche & Keller „erradeln“.<br />

Oder lieber Weitwandern? Der „Juliana Trail” führt<br />

über einige neue Teilstrecken in die malerische Weinregion<br />

Goriška Brda, die zu Recht oft mit der Toskana<br />

verglichen wird.<br />

Weitere Infos unter:<br />

www.pohorje-slovenija.si/pohodnistvo | www.slovenia.info<br />

www.slovenia-outdoor.com<br />

www.slovenia.info


PRODUKT Wanderrucksäcke<br />

Finde deinen<br />

Begleiter<br />

ENTSPANNEND.<br />

Die Gewissheit, alles<br />

Nötige bei sich zu haben,<br />

hilft, sich beim Wandern<br />

aufs Wesentliche zu<br />

konzentrieren.<br />

Wanderrucksäcke gibt es in Groß und Klein, für<br />

Tages- und Mehrtagestouren. Wir erklären euch,<br />

wie man das richtige Modell wählt und worauf man<br />

beim Packen zu achten hat. <br />

von Lukas Schnitzer<br />

W<br />

er sich in den<br />

Bergen und<br />

draußen in der<br />

Natur bewegt,<br />

der braucht<br />

auch einiges an Ausrüstung. Wechselkleidung,<br />

Schlechtwetterschutz,<br />

Jause, Wasser, etwaige Schutzausrüstung,<br />

für mehrtägige Abenteuer<br />

eventuell auch Schlafsack, Zelt und<br />

Kochgerät. Vom Wanderweg zum<br />

Klettersteig haben sich daher nicht<br />

ohne Grund seit jeher Rucksäcke<br />

etabliert. Doch Rucksack ist heute<br />

längst nicht mehr gleich Rucksack<br />

– jeder Einsatzzweck hat hier seine<br />

spezifischen Modelle. René Gruber<br />

vom Hersteller Fjällräven und Michael<br />

Klotz von Tatonka standen<br />

uns für unsere Fragen Rede und<br />

Antwort.<br />

Tages- vs. Mehrtagesrucksack<br />

Für Wanderer und Bergsportler<br />

sind vorrangig zwei Rucksack-Gat-<br />

Rucksack ist heute<br />

längst nicht mehr<br />

Rucksack – der<br />

Markt kennt Allrounder,<br />

aber eben auch<br />

echte Spezialisten.<br />

tungen relevant: Der Tages- und<br />

der Mehrtagesrucksack. Die beiden,<br />

so Michael Klotz, unterscheiden<br />

sich in Größe, Rückensystem,<br />

Lastübertragung, maximal zu tragendem<br />

Gewicht, Belüftung und<br />

Ausstattung.<br />

Ein Wanderrucksack für 1-, maximal<br />

2-Tages-Touren ist in der Regel<br />

auf ein Tragegewicht von 3 bis 8<br />

kg ausgelegt. Bei diesem Gewicht<br />

spielt die Lastübertragung von den<br />

Schultern auf die Hüfte eine weniger<br />

wichtige Rolle als bei den größeren<br />

Touren- und Trekkingrucksäcken.<br />

Das Gewicht ruht hier meist<br />

auf den Schulterträgern, die Hüftgurte<br />

dienen mehr der Stabilisation<br />

als der Lastübertragung. Oft bieten<br />

diese Rucksäcke belüftete Netzrücken,<br />

welche ein besonders effektives<br />

Abdampfen von Schwitzfeuchtigkeit<br />

gewährleisten.<br />

Für bewegungsintensive Touren<br />

mit schnellen Lastwechseln,<br />

etwa am Klettersteig, empfiehlt<br />

Klotz Rucksäcke mit Kontaktrücken-Systemen,<br />

um die Last nah am<br />

Körper zu behalten. Das Tragesystem<br />

der meisten Wanderrucksäcke<br />

lässt sich nicht an die eigene Rückenlänge<br />

anpassen, oft gibt es<br />

aber Modelle für kurze und lange<br />

Rücken.<br />

Bei Tourenrucksäcken für<br />

Mehrtagestouren liegt der Schwerpunkt<br />

für Klotz klar auf einem<br />

FOTO: Fjällraven/Johan Wennerstrom<br />

056


057


PRODUKT Wanderrucksäcke<br />

Rucksäcke für Weitwanderungen sollten nicht nur viel Stauraum bieten, sie sollen<br />

auch bequem sitzen und so den Weg zum Erlebnis machen.<br />

leicht zugängliches Hauptfach für<br />

Essentials wie Wasser, Snacks und<br />

Regenjacke erweist sich im Einsatz<br />

als überaus praktisch.<br />

Trinksystemkompatibilität ist<br />

ein Plus (wenn man so ein System<br />

nutzen möchte). Strapazierfähige<br />

Materialien, die den Herausforderungen<br />

am Berg standhalten, etwa<br />

Nylon oder Polyester, sind zu empfehlen.<br />

Sucht man einen Rucksack<br />

für Klettersteige, so empfiehlt Klotz<br />

zusätzlich noch auf Helmhalterung<br />

sowie zusätzliche Schlingen und Befestigungsmöglichkeiten<br />

zu achten.<br />

Auch auf Gurtkompatibilität mit<br />

Klettergurten ist hier zu achten.<br />

Mehrtagesrucksäcke hingegen<br />

müssen genügend Platz für Ausrüsleichten,<br />

flexiblen und verstellbaren<br />

Tragesystem (z. B. Tatonka<br />

Frame Comfort Light), das in der<br />

Lage ist, einen Teil der Last (10–15<br />

kg) von den Schultern auf die Hüfte<br />

zu übertragen. Voraussetzung hierfür<br />

ist, dass der Hüftgurt idealerweise<br />

mittig auf den Hüftknochen<br />

aufliegt und geschlossen ist. Daneben<br />

spielen auch funktionelle Ausstattungsdetails<br />

eine Rolle: Für<br />

Kletterer ist beispielsweise wichtig,<br />

ob der Rucksack auch in Kombination<br />

mit einem Klettergurt<br />

praktikabel ist und Wintersportler<br />

interessieren sich für Dinge wie<br />

Skibefestigung oder vorbereitete<br />

Taschen für Lawinensonde, Schaufel,<br />

Helm.<br />

Darauf achten<br />

„Ein Tagesrucksack sollte groß genug<br />

sein, um das Notwendigste für<br />

einen Tag auf dem Trail zu tragen,<br />

aber nicht zu groß, um kein unnötiges<br />

Gewicht mitzuschleppen“, weiß<br />

René Gruber. Gepolsterte Schultergurte<br />

sorgen für Tragekomfort,<br />

mehrere Fächer und Taschen ermöglichen<br />

es, deine Ausrüstung optimal<br />

organisiert zu halten. Und ein<br />

Kompressionsriemen<br />

helfen dabei, die Last<br />

zu stabilisieren und<br />

das Volumen je nach<br />

mitgebrachter Ausrüstung<br />

anzupassen.<br />

FOTO: Tatonka<br />

tung inklusive Schlafsack, Zelt,<br />

Kochausrüstung, Wechselkleidung<br />

und Verpflegung bieten. Mit dem<br />

zusätzlichen Gewicht wird das verstellbare<br />

Tragesystem besonders<br />

wichtig. Um jederzeit an alle Ausrüstungsgegenstände<br />

heranzukommen,<br />

empfiehlt sich ein Front- oder<br />

Seiteingang. Kompressionsriemen<br />

helfen dabei, die Last zu stabilisieren<br />

und das Volumen je nach mitgebrachter<br />

Ausrüstung anzupassen.<br />

Ein Rucksack aus wasserfesten<br />

Materialien oder alternativ eine Regenhülle<br />

schützen deine Ausrüstung<br />

vor Nässe – ein Fakt, der sich<br />

auch bei Tagesrucksäcken bezahlt<br />

machen kann.<br />

Packen und tragen<br />

Damit ein Rucksack richtig sitzt,<br />

muss er einerseits korrekt gepackt,<br />

andererseits gut an den Wanderer<br />

angepasst sein. Dazu sollte man den<br />

Rucksack beim Kauf im Fachhandel<br />

anpassen lassen und auch beladen<br />

Probe tragen. Gute Shops haben<br />

dafür eigene Gewichte. „Damit<br />

der Rucksack nicht nach hinten<br />

zieht, sollte der Schwerpunkt immer<br />

dicht am Körper sein, und sofern<br />

möglich, auf Schulterhöhe liegen“,<br />

rät Michael Klotz zum Packen<br />

mit Bedacht. Heißt konkret: Leichte<br />

Ausrüstung kommt immer nach unten<br />

bzw. ins Bodenfach, mittelschweres<br />

Equipment weiter nach<br />

oben respektive in die Mitte und<br />

schwere Ausrüstung möglichst nah<br />

an den Rücken. Ganz oben ins Deckelfach,<br />

wenn vorhanden, kommen<br />

wieder leichte Gegenstände. René<br />

Gruber empfiehlt dabei auch auf<br />

die Balance – linke und rechte Seite<br />

ausgewogen beladen – zu achten.<br />

Sein finaler Tipp zur besseren Organisation<br />

im Rucksack: „Packtaschen<br />

und Kompressionsbeutel helfen,<br />

seine Ausrüstung zu organisieren<br />

und Platz zu sparen. Dadurch<br />

kannst du den verfügbaren Raum<br />

effizient nutzen und findest leichter,<br />

was du gerade brauchst.“<br />

058


6<br />

Top 6 Rucksäcke<br />

ORTOVOX Traverse 30 Dry<br />

ideal für ausgedehnte Tagesoder<br />

Mehrtagestouren wetterfester,<br />

vielseitiger und bequemer<br />

Ganzjahres-Bergrucksack<br />

Hauptstoff mit 50.000 mm<br />

Wassersäule • voller Zugang zu<br />

Material- Befestigungen • bequemes<br />

Rückensystem und optimale<br />

Lastenverteilung • permanente<br />

Luft zirkulation am Rücken<br />

• abnehmbares Deckelfach<br />

PREIS (UVP): € 220,–<br />

www.ortovox.de<br />

BERGHAUS Freeflow 30+5<br />

ISPO Award Winner 2023<br />

die revolutionäre 3D-Freeflow-<br />

Technologie optimiert die Belüftung<br />

und sorgt für deutlich bessere Stabilität,<br />

Gewichtsverteilung und Zugangsmöglichkeiten<br />

zum Gepäck<br />

ideal für lange und anstrengende<br />

Touren aus 100 % recyceltem Nylon<br />

gefertigt PFC-freie PU-Membran<br />

zum Schutz vor Regen und<br />

Schnee<br />

PREIS (UVP): € 200,–<br />

de.berghaus.com<br />

FJÄLLRÄVEN Abisko Hike 35<br />

vielseitiger Rucksack, perfekt<br />

für Hüttenwanderungen und Trekkingtouren<br />

mit leichtem Gepäck<br />

aus 100 % recyceltem Polyamid<br />

verstellbares Rückenlängensystem<br />

mit Airmesh zur Belüftung am<br />

Rücken, an den Schultergurten und<br />

am Hüftgurt von oben befüllbares<br />

Hauptfach mit Reißverschluss<br />

vorne viele Taschen Befestigung<br />

für Wanderstöcke oder Eispickel<br />

kompatibel mit Trinksystem<br />

PREIS (UVP): € 229,99<br />

www.fjallraven.com<br />

VAUDE Nyland 24<br />

moderner Tages wanderrucksack<br />

mit Deckelverschluss<br />

• ergonomisch geformte Schulterträger<br />

• umfangreiche Ausstattung<br />

• aus überwiegend recyceltem<br />

Material hergestellt • Vent Active-Rückensystem<br />

mit Ventilationskanälen<br />

• ideale Lastübertragung<br />

und Packstabilität durch ergonomische<br />

EMP-Rückenplatte<br />

PREIS (UVP): € 150,–<br />

vaude.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

TATONKA Pyrox 40+10 W<br />

topausgestatteter Mehrtageswander-<br />

bzw. Tourenrucksack für<br />

Frauen das auf die eigene<br />

Rückenlänge einstellbare Frame<br />

Comfort Light-Tragesystem<br />

bietet bei kraftschlüssigem Sitz<br />

eine gute Belüftung des Rückens<br />

die große Front öffnung ermöglicht<br />

schnellen Zugriff auf die<br />

Ausrüstung PFC-/PFAS-frei<br />

PREIS (UVP): € 230,–<br />

www.tatonka.com<br />

DEUTER Futura 32<br />

für längere Tages- und Mehrtageswanderungen<br />

hoher Tragekomfort<br />

und einfaches Handling neues<br />

Mesh des Aircomfort-Rückensystems<br />

für maximale Belüftung 100 %<br />

BlueSign-zertifiziert, PFAS-frei<br />

aus 50 % recycelten Materialien<br />

integrierte Regenhülle<br />

Rundprofilrahmen aus dauerelastischem<br />

Federstahl Halterungen für<br />

Schlaufen, Stöcke, Matten<br />

PREIS (UVP): € 175,–<br />

www.deuter.com<br />

059


TOURISMUS<br />

Klammwanderungen<br />

Tosendes<br />

Wasser<br />

Wanderausflüge gehören zum Schönsten, was<br />

man im Sommer im Familienverband erleben<br />

kann. Für alle, die noch auf der Suche nach<br />

einem spannenden Abenteuer für Jung und Alt<br />

sind: Ihr findet es in der Klamm. von Lara Wulz<br />

060


ES RAUSCHT UND TOST.<br />

Wanderwege durch Klammen,<br />

wie hier die Gilfenklamm im<br />

Südtiroler Ratschings, versprechen<br />

tolle Naturschauspiele, sind<br />

oft familientauglich – und an<br />

heißen Tagen herrlich kühl.<br />

FOTO: Ratschings Tourismus/Reinartz<br />

061


TOURISMUS<br />

Klammwanderungen<br />

W<br />

andern ist<br />

eine Freizeitbeschäftigung,<br />

die dem<br />

outdooraffinen<br />

Mitteleuropäer<br />

quasi in die Wiege gelegt wird.<br />

Mit einer Vielzahl an wunderschönen<br />

Möglichkeiten wird man<br />

oft bereits in einem kleinen Radius<br />

fündig und glücklich. Wenn man<br />

nach Wanderabenteuern für die<br />

ganze Familie sucht, die alle Teilnehmer<br />

des Ausflugs gleichermaßen<br />

begeistern sollen, wird es dann<br />

schon etwas anspruchsvoller. Will<br />

man nämlich beim Wanderausflug<br />

Spaß und Spannung für die ganze<br />

Familie und vor allem Kinder verschiedener<br />

Altersgruppen motivieren,<br />

dann kommt man an einem Element<br />

kaum vorbei: Wasser. Die Faszination<br />

Wasser hebt das Wandern<br />

durch den Mehrwert an Spiel und<br />

Spaß auf eine höhere Stufe. Egal, ob<br />

man an einem Bach entlanggeht<br />

oder auf einem Bergsee Steine<br />

springen lässt. Es stimmt, dass<br />

Wanderausflüge, die nicht nur das<br />

Gehen fokussieren, sondern auch<br />

„nasse Highlights“ bergen, besonders<br />

bei Kindern sehr gut ankommen.<br />

Genau deshalb ist es eine<br />

gute Idee, das Angenehme mit dem<br />

Nützlichen zu verbinden und diesen<br />

Familientipp auszuprobieren:<br />

Klammwanderungen.<br />

FOTOS: © JO Salzburg/Mirja Geh<br />

Rauschen, spritzen, schäumen<br />

Enge Schluchten haben eine besondere<br />

Anziehungskraft auf Kinder<br />

und Erwachsene. Es gibt nur<br />

wenige Dinge, die so atemberaubend<br />

sind wie eine Wanderung<br />

durch eine Klamm. Diese magischen<br />

Schluchten sind Schauplätze<br />

eindrucksvoller Naturschauspiele.<br />

Über Jahrhunderte hat<br />

sich das Wasser dort seinen Weg<br />

durch den Felsen gebahnt und einzigartige<br />

Spuren hinterlassen, die<br />

heute Heimat einer nur dort ansässigen<br />

Fauna und Flora sind.<br />

Genau dieses Highlight, das Element<br />

Wasser hautnah zu erleben, zu<br />

sehen, wie es rauscht, spritzt und<br />

schäumt, in Kombination mit der<br />

Beschaffenheit der Wege – man<br />

überquert Stege, Brücken, Treppen<br />

und wandert zwischen schmalen<br />

Felswänden hindurch: Das ist es,<br />

DIE EXPERTEN<br />

Hannes Rieser<br />

Geschäftsführer TVB & Verwaltung<br />

Liechtensteinklamm, St. Johann in<br />

Salzburg<br />

www.josalzburg.com<br />

Katarina Ciceri<br />

Mitarbeiterin im Marketing bei der<br />

Ratschings Tourismus Genossenschaft,<br />

Südtirol<br />

www.ratschings.info<br />

Daniela Haring<br />

Wanderexpertin des Tourismusverbands<br />

Südsteiermark.<br />

www.suedsteiermark.com<br />

was diese Wanderungen vor allem<br />

für die kleinsten Wanderkameraden<br />

interessant macht und für Abwechslung<br />

sorgt, weiß auch Katarina<br />

Ciceri von Ratschings Tourismus<br />

aus Südtirol, wo sich beispielsweise<br />

die Gilfenklamm oder die Pfeifer-<br />

Huisele-Schlucht als Ausflugsziele<br />

finden.<br />

Das Element Wasser bringt<br />

dabei aber nicht nur Spaß und<br />

Spannung, sondern sorgt vor allem<br />

in den heißen Sommermonaten für<br />

eine ersehnte Erfrischung. Im<br />

Gegensatz zu Wanderungen auf<br />

sonnigen Berghängen, wo man<br />

selbst oftmals die einzige (nämlich<br />

schwitzende) Wasserquelle ist, findet<br />

man in den magischen Wasserschluchten<br />

angenehme Abkühlung.<br />

Flora und Fauna<br />

Wem das nicht genügt, der kann mit<br />

ein bisschen Vorbereitung dann<br />

062


Blick in die Liechtensteinklamm<br />

in St.<br />

Johann in Salzburg.<br />

Hintergrundwissen<br />

einzuholen,<br />

lohnt sich – vieles<br />

erschließt sich nicht<br />

auf den ersten Blick.<br />

noch mehr aus einem Tag in der<br />

Klamm herausholen, weiß Hannes<br />

Rieser, Geschäftsführer des Tourismusverbandes<br />

St. Johann und Verwalter<br />

der Liechtensteinklamm:<br />

„Die Pflanzen- und Tierwelt in einer<br />

Klamm ist ganz besonders. Wenn<br />

man sich ein bisschen damit auseinandersetzt,<br />

kann man seinen<br />

Kindern am Weg viel Wissenswertes<br />

mitgeben. Auch historisch<br />

sind die meisten Klammen spannend.<br />

So wurde zum Beispiel das<br />

Holz aus dem Großarltal durch die<br />

Liechtensteinklamm mit ihren 300<br />

Meter hohen Felswänden, die teilweise<br />

nur einen Meter an Breite<br />

Platz lassen, durchgeleitet.“<br />

Wanderungen in einer Klamm<br />

bestechen noch durch einen weiteren<br />

wesentlichen Faktor. Die speziellen<br />

Bauten – seien es nun Wege,<br />

Tunnel, Treppen oder Schutzbarrieren<br />

– bringen Alt und Jung<br />

gleichermaßen zum Staunen. Man<br />

denke hier beispielsweise an die<br />

imposante Helixtreppe der Liechtensteinklamm,<br />

die Aussichtsplattform<br />

der Pfeifer-Huisele-Schlucht<br />

oder die Stiegen und Brücken der<br />

Altenbachklamm, die sich im südsteirischen<br />

Oberhaag befindet.<br />

In einer Klamm ist man im<br />

Familienverband nicht einfach nur<br />

unterwegs, man ist gleichsam auf<br />

Abenteuerreise. Um die Tour noch<br />

kinderfreundlicher zu gestalten, rät<br />

Wanderexpertin Daniela Haring<br />

aus der Region Südsteiermark, beispielsweise<br />

ein kleines Forscherset<br />

(Lupe, Sieb, Feldstecher usw.) einzupacken<br />

oder Erkundungskarten<br />

mitzunehmen und zu schauen, ob<br />

man die darin abgebildeten Tiere<br />

und Pflanzen in der Klamm findet.<br />

Katarina Ciceri empfiehlt, unterwegs<br />

mit Kindern immer wieder<br />

Pausen einzulegen, sich viel Zeit zu<br />

nehmen, um Touren spielerisch zu<br />

gestalten, indem man zum Beispiel<br />

Steinmännchen baut. Kindern den<br />

respektvollen Umgang mit der Umwelt<br />

näherzubringen, sollte an sich<br />

selbstverständlich sein, kann aber<br />

gerade auch beim Erkunden von<br />

Flora und Fauna in einer Klamm<br />

gut gelingen. Vorausgesetzt, man<br />

hat sich als Elternteil entsprechend<br />

darüber informiert.<br />

Ausrüstung und Sicherheit<br />

Bevor man sich gemeinsam ins<br />

Abenteuer stürzt, ist unbedingt<br />

noch die richtige Ausrüstung zu beachten.<br />

Denn, wie die südsteirische<br />

Expertin mahnt, kann es in den<br />

schattigen und wasserreichen<br />

Klammen vielerorts rutschig sein.<br />

Festes Schuhwerk mit rutschfester<br />

Checkliste fürs<br />

Klammwandern<br />

• Online-Check über Status und<br />

Begebenheiten<br />

• Wasserdichte Jacke<br />

• Kleiden nach dem Zwiebelprinzip<br />

• Wechselkleidung<br />

• Festes Schuhwerk, rutschfeste<br />

Sohlen<br />

• Erkundungskarten (Tier und<br />

Pflanzenkarten)<br />

• Ausreichend Verpflegung<br />

Sohle ist zu empfehlen. Auch ein<br />

Kleiden nach dem Zwiebelprinzip<br />

mit wasserdichter Außenschicht ist<br />

schlau – man sollte immer bedenken,<br />

dass es in einer Klamm<br />

gerne mal 5 bis 10 Grad kälter als<br />

in der umliegenden Umgebung ist.<br />

Das liegt daran, dass die engen<br />

Wände der Schluchten wenig<br />

Sonnenlicht durchlassen und das<br />

Wasser oft kühl ist, was zur niedrigeren<br />

Umgebungstemperatur beiträgt,<br />

weiß Hannes Rieser.<br />

Um Touren noch sicherer zu gestalten,<br />

sollte man laut den Profis<br />

noch zwei kleine Ratschläge berücksichtigen.<br />

Erstens: Eine<br />

Klamm bietet so viele Abenteuer,<br />

dass man nicht erst abseits der<br />

Wege danach suchen muss. Es gilt,<br />

am Weg zu bleiben und nicht auf<br />

Felsen oder Ähnlichem herumzuklettern.<br />

Viele Klammen bieten<br />

ohnehin Ausweichwege, auf denen<br />

man auch den umliegenden Wald<br />

bewandern kann. Zweiter Tipp: Die<br />

meisten Infos zu den einzelnen<br />

Schluchten findet man heutzutage<br />

online. Hier sollte man sich jedenfalls<br />

alle wichtigen In formationen –<br />

beispielsweise über den Status der<br />

Öffnung oder Beschaffenheit – zum<br />

anvisierten Ausflugsziel holen.<br />

Damit ist man bestens vorbereitet,<br />

um in die magische Welt einer<br />

Klamm einzutauchen und dieses<br />

Familienabenteuer zu erleben.<br />

063


TOURISMUS<br />

Klammwanderungen<br />

Klammwanderungen<br />

TIROL<br />

Griesbachklamm<br />

Die Griesbachklamm gehört ohne-<br />

Zweifel zu den Top-Wanderzielen<br />

der Region St. Johann in Tirol. Klares<br />

Wasser sowie romantische Einund<br />

Ausblicke bietet das Naturerlebnis<br />

in Erpfendorf. Die Wege zur<br />

Klamm sind mit sehr viel Liebe und<br />

Sensibilität für eine natürliche Wegführung<br />

angelegt.<br />

2,5 h 236 hm 6,1 km<br />

www.kitzalps.cc<br />

Leutascher Geisterklamm<br />

Besucher jeden Alters wandern auf<br />

vier verschiedenen Runden durch<br />

die Klamm und entdecken sie so auf<br />

spielerische Weise. Es warten fesselnde<br />

Geschichten, zahlreiche<br />

Spiele und interessante Fakten sowie<br />

ein authentisches Naturerlebnis<br />

zwischen dem rauschenden Gewässer<br />

und dem malerischen Bergwald.<br />

1,5 h 68 hm 3,2 km<br />

www.seefeld.com<br />

FOTO: Region St. Johann in Tirol<br />

Kundler Klamm<br />

Die Kundler Klamm gilt als eine der<br />

schönsten Naturschluchten in<br />

Österreich. 200 Meter hohe und<br />

steile Felsflanken beeindrucken, dazwischen<br />

bahnt sich die Wildschönauer<br />

Ache ihren Weg. Die Kombination<br />

aus rauschendem Wasser<br />

und die steil aufragenden Felsen<br />

sind ein wahres Erlebnis.<br />

3 h 10 hm 6,5 km<br />

www.wildschoenau.com<br />

Klammsteig – Radurschlklamm<br />

Der wildromantische Klammsteig,<br />

wo nicht nur seltene Farne und Gräser<br />

beheimatet sind, führt über viele<br />

Brücken, sogar über eine Hängebrücke,<br />

vorbei an Felsüberhängen<br />

und ständig in Begleitung vom<br />

Klang des tosenden Wassers. Im<br />

Ort Pfunds findet man diese auch<br />

an heißen Tagen ideale Tour.<br />

3 h 434 hm 7,5 km<br />

www.tiroler-oberland.com<br />

Die Griesbachklamm gehört zu den eindrucksvollen Wanderzielen in<br />

St. Johann in Tirol, die Wege sind mit Bedacht auf die Natur angelegt.<br />

SALZBURG<br />

Liechtensteinklamm –<br />

St. Johann in Salzburg<br />

Vom Parkplatz der Klamm geht es<br />

rund 400 m bis zum Einstieg, wo ein<br />

Ticket zu lösen ist. Die Stege und<br />

Treppen führen rund 700 m in die<br />

Klamm hinein, der Rückweg erfolgt<br />

auf demselben Weg. Neueste Attraktion<br />

ist die Helix – eine 30 m in<br />

die Tiefe führende imposante Wendeltreppe,<br />

auf der man dem rauschenden<br />

Wasser besonders nahe<br />

kommt.<br />

1,5 h 100 hm 1,4 km<br />

www.josalzburg.com<br />

Seisenbergklamm<br />

Ein Erlebnisweg mit 10 Stationen<br />

wartet in der Seisenbergklamm in<br />

Weißbach, den Eingang findet man<br />

beim Gasthaus Hirschbichl. „Duftender<br />

Wald“, „Niedermoore“, „Leben<br />

in der Feuchtwiese“ und weitere<br />

spannende wie lehrreiche Stationen<br />

warten auf dem einfachen Weg.<br />

ca. 1,5–2 h 250 hm 3,5 km<br />

www.lofer.com<br />

Kitzlochklamm in Taxenbach<br />

Die familienfreundliche Tour führt<br />

durch die Kitzlochklamm (und ist<br />

zugleich die 13. Etappe des Hohe<br />

Tauern Panorama Trails). Von der<br />

Aussichtsplattform hat man einen<br />

fantastischen Blick in die Tiefe der<br />

Schlucht. Ein weiteres Highlight der<br />

Tour ist die Kapelle Maria Elend,<br />

eine der ältesten Wallfahrtsstätten<br />

im Pinzgau.<br />

3 h 533 hm 7,38 km<br />

www.hohetauerntrail.at<br />

KÄRNTEN<br />

Groppensteinschlucht<br />

Im Nationalparkort Obervellach<br />

liegt die Groppensteinschlucht. Auf<br />

einer Länge von 2,5 Kilometern<br />

wandert man über spektakuläre<br />

Steiganlagen und Brücken vorbei an<br />

Wasserfällen mit bis zu 30 m Fallhöhe.<br />

Eine Schlucht zum Entdecken<br />

für die gesamte Familie. Tipp: den<br />

„Zauber der Nacht“ (immer Di., Fr.)<br />

einplanen!<br />

1,5 h 230 hm 2,5 km<br />

www.groppensteinschlucht.at<br />

Trögerner Klamm<br />

Das Naturschutzgebiet Trögerner<br />

Klamm beschreibt die wildromantische<br />

Schluchtenlandschaft hinter<br />

Bad Eisenkappel in Südkärnten. Die<br />

Klamm ist ein Wander- und Fischerparadies.<br />

Vom Parkplatz sind es<br />

rund 8 flache Kilometer, auch für<br />

Fahrrad, Kinderwagen und Rollstuhl<br />

geeignet.<br />

2 h 8 km<br />

www.suedkaernten.at<br />

Garnitzenklamm<br />

Unweit von Hermagor im Gailtal,<br />

konkret bei Möderndorf, liegt das<br />

Naturerlebnis Garnitzenklamm.<br />

Tolle Wasserfälle, steile Felswände,<br />

smaragdgrüne Buchten zeichnen<br />

eine der schönsten Klammwanderungen<br />

in den Alpen aus.<br />

4 h 850 hm 10 km<br />

www.nassfeld.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Dr. Vogelgesang Klamm<br />

in Rosenau<br />

Die längste begehbare Klamm<br />

Oberösterreichs führt durch eine<br />

wildromantische Felsenschlucht<br />

über 1,5 Kilometer und 500 Stufen.<br />

Die Wanderung ist als „leicht“ klassifiziert<br />

und gut gesichert. Am Ende<br />

stürzt nur wenige Meter neben der<br />

Aufstiegsroute ein kleiner Wasserfall<br />

herab. Benannt ist die Klamm<br />

nach dem Erbauer der Steige.<br />

5:20 h 777 hm 14 km<br />

www.oberoesterreich.at<br />

Echerntal<br />

Von Hallstatt führt ein kurzer, gut<br />

beschilderter Weg durch das wildromantische<br />

Echerntal zu den Waldbachstrub-Wasserfällen.<br />

Der Aufstieg<br />

kann über 3 Varianten erfol-<br />

064


Übersicht online auf<br />

www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Hohe Tauern Nationalpark Kärtnen/Peter Maier<br />

Im Kärntner Nationalparkort<br />

Obervellach<br />

findet man<br />

die spektakuläre<br />

Groppensteinschlucht.<br />

gen. Aus einer gewaltigen, 90 Meter<br />

hohen Klamm, die sich in drei<br />

Stufen gliedert, stürzen die Wassermassen<br />

tosend in die Tiefe.<br />

2 h 280 hm 7 km<br />

www.oberoesterreich.at<br />

STEIERMARK<br />

Wörschachklamm<br />

Rund 15 Minuten sind es vom Parkplatz<br />

bis zum Klammeinstieg beim<br />

„Klammstüberl“. Die Wanderung<br />

durch die Klamm mit den immer<br />

näher zusammenrückenden Felsen<br />

dauert etwa 30 Minuten. Beim Ausstieg<br />

geht es durch einen großen<br />

Kessel mit hochstämmigem Mischwald<br />

bis zu einem Aussichtsbankerl.<br />

Von dort retour über die Eselsranch<br />

und Ruine Wolkenstein.<br />

2 h 363 hm 3,8 km<br />

www.schladming-dachstein.at/<br />

Heiligengeistklamm –<br />

Kleeblattwanderung<br />

In unmittelbarer Nähe der Spitzmühle<br />

in Schlossberg/Leutschach<br />

befindet sich der Klamm-Einstieg.<br />

Nach dem wunderschönen Aufstieg<br />

durch die Klamm warten nahe der<br />

slowenischen Grenze zahlreiche<br />

Einkehrmöglichkeiten. Am Rückweg<br />

laden dann auch mehrere Buschenschänke<br />

zum Einkehren ein.<br />

3:30 h 480 hm 8,6 km<br />

www.suedsteiermark.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Gösing–Hintere Tormäuer–<br />

Lassingfall–Wienerbruck<br />

Vom Bahnhof Gösing führt der<br />

Weg bergab durch einen „verwunschenen“<br />

Wald bis nach Erlaufboden.<br />

Danach beginnen die imposanten<br />

Hinteren Tormäuer – eine<br />

Schlucht geformt von der türkisblauen<br />

Erlauf. Immer entlang des<br />

Flusses gelangt man zum Kraftwerk<br />

Wienerbruck; danach geht es, den<br />

Lassingfall in Seh- oder Hörweite,<br />

auf ehemaligen Holzknechtpfaden<br />

weiter zum Stausee Wienerbruck.<br />

3:30 h ~400 hm 8,62 km<br />

www.mostviertel.at<br />

BAYERN<br />

Partnachklamm<br />

Die wildromantische Partnachklamm<br />

ist ein einmaliges Erlebnis für alle,<br />

die gern wandern – auch mit Kindern<br />

problemlos machbar. Mit den<br />

wild tosenden Wasserfällen, Stromschnellen<br />

und Gumpen zieht sie jeden<br />

Klammliebhaber in ihren Bann.<br />

Der Steig liegt direkt am Wasser, ist<br />

gut ausgebaut und sicher.<br />

ca. 2 h 258 hm 6,29 km<br />

www.zugspitz-region.de<br />

ITALIEN<br />

Gilfenklamm<br />

Der beliebteste Zugang zur Klamm<br />

in Ratschings liegt vor der Stanger<br />

Brücke (Hotel Ratschingserhof).<br />

Man spaziert die Klamm entlang<br />

aufwärts, über Stege, Brücken und<br />

Wege, die in die umliegenden Felsen<br />

geschlagen sind, und folgt dabei<br />

stets dem Lauf der Wasserfälle,<br />

die aus bis zu 15 m Höhe in die Tiefe<br />

schießen.<br />

1 h 175 hm 2,5 km<br />

www.ratschings.info<br />

Rastenbachklamm<br />

Die Rastenbachklamm zwischen Altenburg<br />

und dem Kalterer See stellt<br />

mit ihren Wasserfällen und Wasserbecken<br />

ein beeindruckendes Naturschauspiel<br />

dar. Der Wanderweg<br />

durch die wildromantische Schlucht<br />

führt über eine Reihe von Stiegen<br />

und Brücken. Ausgangs- und Endpunkt<br />

beim Parkplatz Müllereck in<br />

Altenburg.<br />

1,5 h 248 hm 2,5 km<br />

www.kaltern.com<br />

SLOWENIEN<br />

Tolmin-Klammen<br />

Die Tolmin-Schluchten sind der<br />

tiefste und wahrscheinlich auch<br />

schönste Einstiegspunkt in den<br />

Triglav-Nationalpark. Der Rundweg<br />

führt durch die wilden Schluchten<br />

von Tolminka und Zadlascica, die in<br />

Slowenien einzigartig sind.<br />

1 h 100 hm 2,9 km<br />

www.soca-valley.com<br />

Vintgar-Klamm<br />

Die vom Fluss Radovna geschliffene<br />

Vintgar-Schlucht befindet sich in<br />

der Nähe von Gorje, etwa 4 km<br />

nordwestlich von Bled. Ein Lehrpfad<br />

führt über die Schlucht und die<br />

Holzbrücken sowie die Žumer-Galerien<br />

und endet mit dem mächtigen,<br />

13 Meter hohen Wasserfall des<br />

Flusses Šum, einem von drei Flusswasserfällen<br />

in Slowenien.<br />

ca. 2 h 153 hm 5,7 km<br />

www.vintgar.si/en<br />

065


PRODUKT Hardshelljacken<br />

SCHÖN SCHÜTZEND.<br />

Als Wind- und Wetterschutz,<br />

der zugleich Schweiß nach<br />

außen durchlässt, sind<br />

Hardshelljacken unübertroffen.<br />

Dass sie auch gut ausschauen<br />

können, ist ein angenehmer<br />

Nebeneffekt.<br />

FOTO: Martini Sportswear<br />

066


Die Jacken<br />

fürs Grobe<br />

Geht es um den Wetterschutz, führt an einer Hardshelljacke<br />

kein Weg vorbei. Was die Zahl der Lagen<br />

aussagt und wie Hersteller auch bei Hardshells auf<br />

Nachhaltigkeit achten.<br />

von Christof Domenig<br />

Z<br />

ugegeben, sie sind<br />

nicht die kuscheligen<br />

Lieblingsteile im<br />

Sortiment von Outdoorsportlern,<br />

die<br />

man abends auf der Hüttenterrasse<br />

überzieht – geht es aber ans Eingemachte,<br />

sprich: steht der Schutz<br />

vor Wind und Wetter im Vordergrund,<br />

dann sind Hardshelljacken<br />

erste Wahl. Hardshells sind somit<br />

für alle, die outdoor unterwegs<br />

sind, unverzichtbar. Kein anderes<br />

Material vermag es, Wasserdichtheit,<br />

Windschutz und Atmungsaktivität<br />

derart miteinander zu<br />

kombinieren.<br />

Auf der Suche nach (s)einer<br />

passenden Hardshell stößt man auf<br />

ein großes Angebot – und vor allem<br />

auch auf eine recht breite Preisrange.<br />

Wozu also greifen, wie viel<br />

investieren? Man stößt zunächst<br />

auch auf die Begriffe 2-Lagen,<br />

2,5-Lagen oder 3-Lagen. So werden<br />

die unterschiedlichen Macharten<br />

bezeichnet – und das ist deshalb<br />

von Bedeutung, weil man daraus<br />

schon einmal einige spezifische<br />

Eigenschaften der Jacken ableiten<br />

kann.<br />

2, 2,5 oder 3 Lagen?<br />

Hardshells bestehen also aus Lagen<br />

bzw. Schichten: Einem Oberstoff,<br />

einer Membran und einem Innenfutter.<br />

Membranen sind das Herzstück<br />

des Stoffes und sorgen (in<br />

Verein mit einer Imprägnierung)<br />

dafür, dass von außen kein Wasser<br />

eindringt, jedoch Wasserdampf von<br />

innen nach außen durch kann,<br />

Nässe durchs Schwitzen also vom<br />

Körper weggeleitet wird. „Membranen<br />

sind empfindlich und werden<br />

daher dauerhaft mit einem Trägermaterial<br />

– dem Oberstoff – verbunden;<br />

dabei entsteht das sogenannte<br />

Laminat“, erklärt Benedikt<br />

Tröster von Vaude.<br />

Und wo liegen nun die Unterschiede?<br />

Tröster erklärt: „Bei<br />

2-Lagen-Laminaten werden die<br />

Membran und der Oberstoff fest<br />

miteinander verbunden; das Innenfutter<br />

liegt lose darunter und<br />

schützt die Membran vor Schmutz,<br />

Abrieb und Körperfett.“ Ähnlich<br />

verhält es sich beim 2,5-Lagen-Laminat,<br />

jedoch: „Anstelle des Innenfutters<br />

wird eine weiche Kunststoff-Beschichtung<br />

aufgebracht.<br />

Die Jacke wird somit sehr leicht,<br />

die ‚halbe Lage‘ sorgt für einen höheren<br />

Tragekomfort und sie schützt<br />

ebenfalls die Membran.“<br />

Bei 3-Lagen-Laminaten sind<br />

Oberstoff, Membran und Innenfutter<br />

fest miteinander verbunden.<br />

„Dadurch entsteht ein extrem<br />

067


PRODUKT Hardshelljacken<br />

Bei groben Einsätzen, etwa mit<br />

Felskontakt, sind die robusten 3-Lagen-<br />

Hardshells die beste Wahl.<br />

strapazierfähiges und gleichzeitig<br />

leichtes Material, das sowohl die<br />

höchste Wassersäule als auch eine<br />

sehr hohe Atmungsaktivität aufweist“,<br />

erklärt der Vaude-Experte.<br />

Und was bedeutet das für die<br />

Produkt-Eigenschaften? Giuseppe<br />

Lira von Karpos gibt hierfür eine<br />

grobe Charakterisierung ab: Geht<br />

es um „leicht und packbar, wird<br />

man sich nach einer 2- oder<br />

2,5- Lagen-Jacke umschauen.<br />

3- Lagen-Jacken bestechen dagegen<br />

durch Robustheit und Haltbarkeit.“<br />

Beim Wandern und täglichen sportlichen<br />

Einsatz sind daher 2- bzw.<br />

2,5-Lagen eine gute Wahl. Im alpinen<br />

Einsatz oder beim Klettern<br />

werde man auf „3L“ zurückgreifen,<br />

rät der Karpos-Experte. Die grobe<br />

Faustformel: „Je mehr Lagen, desto<br />

hochwertiger und desto höher der<br />

Preis“, möchte Lira so nicht unterschreiben:<br />

„Sehr leichte 2L-Jacken<br />

können mehr kosten als eine 3L.“<br />

Unter der Prämisse, dass die<br />

gleiche Membran verwendet wird,<br />

„lässt sich die Frage grundsätzlich<br />

mit ‚Ja‘ beantworten“, meint dagegen<br />

Ludwig Moz von Martini<br />

Sportswear – auch dort haben wir<br />

betreffend Charakterisierung der<br />

unterschiedlichen Hardshells nachgefragt.<br />

„2L“ sieht der Martini-Experte<br />

tendenziell als den „Einstiegsbereich“,<br />

3L als „hochwertigste“<br />

Wahl an – was sich entsprechend im<br />

Preis abzeichne. Grundsätzlich gesprochen:<br />

„Hardshelljacken mit<br />

verschweißten Nähten müssen<br />

immer wasserdicht sein – die verschiedenen<br />

Lagen unterscheiden<br />

sich im Komfort und damit auch im<br />

Preis. Wie dicht eine Jacke ist, sagt<br />

die Wassersäule der Membran“, so<br />

ein Zwischenfazit von Martini-<br />

Experte Ludwig Moz.<br />

Kennwert Wassersäule<br />

Der Begriff „Wassersäule“ (die so<br />

heißt, weil beim Test ein Zylinder<br />

mit 10 cm Durchmesser mit Wasser<br />

2- oder 2,5-Lagen­<br />

Jacken sind klein<br />

und leicht packbar,<br />

3-Lagen-Jacken<br />

bestechen durch<br />

ihre Robustheit.<br />

FOTO: Vaude/Attenberger<br />

befüllt und geschaut wird, ab welcher<br />

Höhe durch den zunehmenden<br />

Wasserdruck Feuchtigkeit durchdringt)<br />

ist schon gefallen. Dieser<br />

Wert wird bei Hardshelljacken<br />

üblicherweise angegeben. „Die<br />

Wassersäule gibt Auskunft über die<br />

Wasserdichtigkeit eines Stoffes,<br />

wird in Millimeter angegeben und<br />

ab 1300 mm Wassersäule gilt ein<br />

Material laut DIN-Norm als wasserdicht“,<br />

weiß Vaude-Experte Tröster.<br />

Dieser Normwert ist aber nur<br />

Theorie, hochwertige Hardshells<br />

übertreffen ihn um ein Vielfaches.<br />

„Alle Vaude-Jacken mit Ceplex-<br />

Membran weisen eine Wassersäule<br />

von mindestens 10.000 mm oder<br />

mehr auf“, erklärt Tröster.<br />

Hardshells und Nachhaltigkeit<br />

In der jüngeren Vergangenheit ist<br />

der Aspekt Nachhaltigkeit und<br />

Umweltfreundlichkeit im gesamten<br />

Outdoorbereich immer stärker in<br />

den Blickpunkt gerückt – und betrifft<br />

natürlich auch die hochtechnischen<br />

Hardshelljacken. „Es<br />

gibt dabei verschiedene Ansätze,<br />

um Hardshelljacken nachhaltiger<br />

zu machen“, erklärt Martini-Experte<br />

Ludwig Moz und hebt drei Aspekte<br />

hervor: „Erstens Monokomponenten.<br />

Dabei wird jede Lage<br />

aus demselben Material gefertigt,<br />

wodurch das Material beim Recycling<br />

leichter wiederverwendet werden<br />

kann.“ Diese spezielle<br />

recyclingfreundliche Machart trifft<br />

zum Beispiel auf die „Pertex Revolve“-Membran<br />

zu, die nicht nur bei<br />

Martini-Jacken, sondern auch bei<br />

solchen von Karpos verwendet<br />

wird, wie Giuseppe Lira ebenfalls<br />

ins Treffen führt. Ludwig Moz erklärt<br />

weiter: „Bei gewöhnlichen<br />

Hard shells bestehen die Lagen aus<br />

unterschiedlichen Materialien, die –<br />

zumindest derzeit – dann nicht<br />

mehr getrennt werden können. Bei<br />

der Ensorgung gelten diese Stoffe<br />

als Sondermüll.“<br />

068


Vom Gletscher ans Meer<br />

Bei Monomaterialien wird jede<br />

Lage aus demselben Material<br />

gefertigt. Späteres Recycling<br />

wird dadurch ermöglicht.<br />

Unsere neuen Wanderangebote!<br />

Wandern ohne Fußabdruck<br />

Ein zweiter Punkt ist der Einsatz von recycelten<br />

Materialien. „Ein Beispiel dafür ist ‚Pertex<br />

NetPlus‘, das aus alten Fischernetzen gefertigt<br />

wird“, sagt Moz. Bei Vaude ist es die<br />

„Ceplex Green“-Membran als Variante, die zu<br />

mindestens 25 % aus recycelten oder biobasierten<br />

Materialien besteht.<br />

Als dritten wichtigen Punkt führt Moz<br />

PFC-freie Membranen an: „Fast alle Hersteller<br />

arbeiten daran, solche Jacken ohne Performance-Verlust<br />

herzustellen.“<br />

Immer stärker rückt auch das möglichst<br />

lange Verwenden von Produkten in den Nachhaltigkeits-Fokus.<br />

Worauf kann man beim<br />

Kauf schon achten, um später eine Hardshelljacke<br />

lange in Verwendung zu haben? „Man<br />

kann sich etwa die Jacke innen ansehen, ob die<br />

Nähte sauber verschweißt wurden, damit hier<br />

keine undichten Stellen auftauchen“, rät Moz.<br />

Und natürlich hängen Funktion und Langlebigkeit<br />

der Produkte auch wesentlich an der Pflege:<br />

„Man sollte die Jacke nicht zu oft waschen,<br />

da sich dadurch das getapte Band innen lösen<br />

kann und die Jacke dadurch undicht wird. Generell<br />

gilt es, sorgsam mit Lagen-Produkten<br />

umzugehen, damit die Membran nicht beschädigt<br />

wird. Und wenn nötig, wenn Wasser<br />

nicht mehr richtig abperlt, nachimprägnieren.“<br />

Die für die Funktion der Hard shelljacken<br />

nötige Imprägnierung ist ein Umweltthema<br />

für sich – auch dafür wurden bekanntlich<br />

lange die (wie man mittlerweile weiß) umweltschädlichen<br />

PFCs eingesetzt. Vaude etwa stattet<br />

alle seine Bekleidung seit 2018 mit PFCfreiem,<br />

umweltfreundlichem „Eco Finish“ aus.<br />

Diese wasserabweisende Ausstattung muss<br />

von Zeit zu Zeit erneuert werden: „Wir empfehlen,<br />

Wetterschutzbekleidung vor intensiven<br />

Einsätzen und nach jeder Wäsche zu imprägnieren“,<br />

sagt Benedikt Tröster. Dies lässt sich<br />

mit den passenden Pflegemitteln und unter<br />

Einhaltung der Pflegehinweise (siehe Angaben<br />

auf den Hersteller-Webseiten) einfach selbst<br />

erledigen, Vaude bietet aber auch einen<br />

Imprägnierservice per Post an.<br />

w An- und Rückreise mit der Bahn<br />

w Übernachtungen in nachhaltig geführten Partnerbetrieben<br />

w Gepäckservice mit E-Fahrzeugen<br />

w 7 Tage inkl. Basisleistungen ab € 798,–<br />

Weitwandern für Einsteiger<br />

w Sichere und nahe gelegene Destination<br />

w Einfach zu gehende Etappen<br />

w 4 Tage inkl. Basisleistungen ab € 286,–<br />

Wandern mit Hund<br />

w Hundefreundliche Unterkünfte und Etappen<br />

w Futtertransport und Hundeschlafplatz<br />

w 8 Tage inkl. Basisleistungen ab € 919,–<br />

Basis-Leistungen:<br />

• Tägliche Anreise möglich<br />

• Übernachtung im Trail-Qualitätsbetrieb<br />

• Gepäcktransport<br />

• Shuttle- und Rücktransfer<br />

• Trail-Hotline (12 Stunden / Tag)<br />

• Erweiterte Reiseunterlagen<br />

Weitere Details unter: www.alpe-adria-trail.com


PRODUKT Hardshelljacken<br />

Top 12<br />

COLUMBIA OutDry Extreme Wyldwood Shell Jacke<br />

• ausgestattet mit der OutDry Extreme-Technologie ist die<br />

neue 3-Lagen-Regenjacke aus recyceltem<br />

Polyester wasserdicht, zugleich besonders<br />

atmungsaktiv und sehr leicht • die Membran<br />

verzichtet auf PFCs und ist direkt mit<br />

dem Obermaterial verbunden – keine<br />

unangenehmen Wasserflecken,<br />

Regen perlt dauerhaft ab<br />

• 4-Wege-Stretch • reflektierende<br />

Details • verstellbare Kapuze<br />

PREIS (UVP): € 280,–<br />

www.columbiasportswear.de<br />

ODLO Aegis 2,5 L Waterproof Jacket<br />

• minimalistische Outdoor-Jacke aus<br />

2,5-lagigem Funktionsmaterial für<br />

jedes Wetter auf dem Trail • bietet<br />

zuverlässig wasserdichten (Wassersäule<br />

20.000 mm), winddichten und<br />

atmungsaktiven (20.000 g/m 2 /24 h)<br />

Schutz sowie langlebige Strapazierfähigkeit<br />

mit angenehmem Tragekomfort<br />

• verstellbare Kapuze<br />

• verstellbarer Saum • Bündchen<br />

mit Klettverschluss<br />

PREIS (UVP): € 169,95<br />

www.odlo.com<br />

HAGLÖFS Proof Jacke<br />

• aus strapazierfähigem 3-lagigen<br />

Proof-Gewebe aus 100 % recyceltem<br />

Polyester gefertigt – mit<br />

einer glatten Oberseite und einer<br />

recycelten Membran, die atmungsaktiven<br />

Wetterschutz<br />

garantiert • bei warmen<br />

Temperaturen sorgt die Unterarmbelüftung<br />

für Ventilation<br />

PREIS (UVP): € 250,–<br />

www.haglofs.com<br />

MAIER SPORTS Metor Rec W<br />

• komplett recyclingfähige 2-Lagen-Funktionsjacke<br />

zum Wandern und für die Freizeit<br />

• das mTEX 10.0000-Laminat ist wasserdicht,<br />

winddicht, atmungsaktiv und<br />

PFC-frei imprägniert • zu 100 % aus<br />

recyceltem Polyester-Garn und mit<br />

Polyester-Membrane gefertigt<br />

• geruchsneutrales silverplus-Netz-<br />

Innenfutter, 2 RV-Einschub- und 2<br />

Innentaschen • als Damen- und als<br />

Herren-Modell erhältlich<br />

PREIS (UVP): ab € 179,95 |<br />

www.maier-sports.com<br />

SALEWA Puez GTX-Pac Jacke<br />

• wasserdichte Jacke aus Gore-Tex<br />

Paclite® für alpines Trekking und zum<br />

Bergsteigen • leicht, platzsparend<br />

verstaubar und atmungsaktiv, ohne<br />

Kompromisse bei der Strapazierfähigkeit<br />

• die 2-Lagen-Laminat-<br />

Konstruktion besteht aus einer<br />

Gore-Tex®-Membran, die direkt mit<br />

einer Außenhülle verbunden ist –<br />

diese verfügt über eine robuste<br />

Schutzschicht und ein PFC-freies<br />

DWR-Finish<br />

PREIS (UVP): € 250,–<br />

www.salewa.com<br />

LÖFFLER Hooded Jacket<br />

Aquavent WPM Pocket<br />

• 2-Lagen-Jacke aus dem besonders<br />

leichten, wasser- und winddichten<br />

„WPM Pocket“-Material mit einer<br />

Wassersäule von 20.000 mm<br />

• dennoch extrem atmungsaktiv<br />

• die Nähte sind versiegelt, damit<br />

Nässe von außen auch wirklich keine<br />

Chance hat • sie lässt sich dank<br />

integriertem Verstaubeutel auf ein<br />

minimales Packmaß reduzieren<br />

• für Damen und Herren erhältlich<br />

PREIS (UVP): € 219,19<br />

www.loeffler.at<br />

070


Hardshelljacken<br />

MONTANE Phase Lite<br />

Waterproof Jacket<br />

• mit 300 Gramm extrem leichte<br />

wasserdichte Gore- Tex Active<br />

Shell Jacke • sehr atmungsaktiv<br />

• sehr klein verpackbar • für Skiund<br />

Hochtouren, Bergsteigen,<br />

Trekking • vorgeformte Ärmelenden<br />

mit Klettverschlusslaschen<br />

• alle Nähte vollständig versiegelt<br />

• vollständig verstell -<br />

bare, einrollbare Kapuze<br />

PREIS (UVP): € 390,–<br />

de.montane.com<br />

FJÄLLRAVEN Keb Eco-Shell Jacket M<br />

• anschmiegsame, technische, wind- und<br />

wasserfeste 3-Lagen-Ganzjahresjacke für<br />

anspruchsvolle Outdoor-Abenteuer bei<br />

jedem Wetter • aus stretchigem<br />

Eco-Shell gefertigt, das hohe Leistung<br />

mit maximaler Umweltfreundlichkeit<br />

vereint • das strapazierfähige<br />

Material bietet optimale Bewegungsfreiheit<br />

bei gleichzeitig höchster<br />

Atmungsaktivität • eng anliegende<br />

helmtaugliche Kapuze mit Drei-<br />

Wege-Verstell system<br />

PREIS (UVP): € 539,99<br />

www.fjallraven.con<br />

MARTINI SPORTSWEAR<br />

TrekTech 2.5L Jacket M<br />

• 2,5-Lagen Hard shell-Jacke<br />

• ihr superleichtes, revolutionäres<br />

Funktionsmaterial ist – inklusive<br />

Membran – zu 100 % aus recyceltem<br />

PFC-freien Polyester gemacht<br />

• mit komplett verschweißten<br />

Nähten und einer Wassersäule sowie<br />

Dampfdurchlässigkeit von je<br />

20.000 ist sie komplett wind- und<br />

wasserdicht, hoch atmungsaktiv<br />

und feuchtigkeitsregulierend<br />

PREIS (UVP): € 349,95<br />

www.martini-sportswear.com<br />

KARPOS Temporale Jacket<br />

• absolut wasserdichte Regenjacke, die<br />

auch bei langen Bergtouren oder anspruchsvollen<br />

Überschreitungen den<br />

nötigen Schutz bietet • leicht und gut<br />

komprimierbar, beansprucht kaum Platz<br />

im Rucksack • ist vollständig getaped<br />

• besteht aus einem leichten 2,5-Lagen-<br />

Material • bietet maximale Bewegungsfreiheit<br />

• hält einer Wassersäule von<br />

20.000 mm stand • Atmungsaktivität:<br />

10.000 g/m 2 /24 h<br />

PREIS (UVP): € 240,–<br />

www.karpos-outdoor.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

VAUDE Elope Jacke II W<br />

• umfangreich ausgestattete<br />

Frauen-Wanderjacke gegen Wind<br />

und Wetter • 2-Lagen Konstruktion<br />

mit Ceplex Pro Membran<br />

• wasserdicht, atmungsaktiv und<br />

robust • klein in eine Innentasche<br />

verpackbar • fast ausschließlich aus<br />

recycelten Materialien hergestellt<br />

• UA-Ventilation mit RV<br />

• EcoFinish schützt umweltfreundlich<br />

vor Regen, ganz<br />

ohne PFC<br />

PREIS (UVP): € 230,–<br />

vaude.com<br />

ORTOVOX Westalpen 3L Jacket<br />

• extrem vielseitig und perfekt für<br />

den Einsatz in Fels, Schnee und Eis<br />

• wind- und wasserdicht durch Verwendung<br />

der Hochleistungsmembran<br />

Dermizax® NX • optimale Passform<br />

für viel Bewegungsfreiheit<br />

• länger geschnittene Arme für<br />

Überkopfbewegungen<br />

• helmkompatible Kapuze mit<br />

weichen Merinoeinsätzen<br />

• PFC-freies DWR-Finish<br />

PREIS (UVP): € 620,–<br />

www.ortovox..com<br />

071


PERSONALITY Lukas Rinnhofer<br />

Vermittler<br />

der Natur<br />

Lukas Rinnhofer ist Biologe, Wanderführer und<br />

Naturguide. Der Wissenschafter und Hanwag-Markenbotschafter<br />

hat es sich zur Aufgabe gemacht, anderen<br />

die Faszination Natur näherzubringen. von Christof Domenig<br />

B<br />

iologische Zusammenhänge,<br />

die Funktion der<br />

Ökosysteme: Natürlich<br />

versuche er auch, den<br />

Menschen draußen die<br />

„großen Zusammenhänge“ zu vermitteln.<br />

Lieber aber blickt er auf<br />

die Details. „Wirklich spannend<br />

sind die kleine Dinge, an denen man<br />

schon hundertmal vorbeigelaufen<br />

ist und die einem nicht bewusst<br />

waren“, erklärt der Vorarlberger.<br />

„Wenn man eine Geschichte zu<br />

etwas hat, sieht man es mit ganz anderen<br />

Augen.“ Die Begeisterung,<br />

sagt Rinnhofer auch, wächst mit<br />

dem Wissen über eine Sache. Was<br />

als „Konsum“ beginnt, wird mit<br />

einem entsprechenden Hintergrundwissen<br />

zum „Genuss“ – wie<br />

bei einem guten Wein oder Steak:<br />

„Wenn ich den Biobauernhof kenne,<br />

auf dem das Rind aufgewachsen ist,<br />

habe ich zum Steak einen ganz anderen<br />

Bezug.“ Genauso sei das mit<br />

der Natur, in der man sich bewegt.<br />

Seine eigene Begeisterung für<br />

die Natur wurde in Australien geweckt,<br />

wohin es ihn als Rucksacktourist<br />

nach der Matura verschlug,<br />

wo er in einem Nationalpark südlich<br />

von Perth immer wieder über Monate<br />

hin mitarbeitete und wohin er<br />

fast ausgewandert wäre. Dass er in<br />

Tirol Biologie studieren würde,<br />

hätte er sich als Maturant nicht vorstellen<br />

können. Statt zu einer<br />

wissenschaftlichen Karriere zog es<br />

ihn nach dem Studium Stück um<br />

Stück wieder nach draußen – erst<br />

als gewöhnlicher Wanderführer, bis<br />

er sich als Naturguide wieder in seiner<br />

Heimat Vorarlberg selbstständig<br />

machte. Heute vermittelt er<br />

großen und kleinen Interessierten<br />

sein Wissen über die Natur „zielgruppengerecht“.<br />

Mit Studierenden<br />

tief in die Materie einzutauchen, sei<br />

spannend – „und dann gibt es diese<br />

von Herzen begeisterten Kinder,<br />

wenn man einen Alpensalamander<br />

entdeckt und diesen beobachtet.<br />

Das Leuchten in den Kinderaugen,<br />

das ist schon speziell“.<br />

Als Wissenschafter sieht er<br />

naturgemäß auch die voranschreitenden<br />

Veränderungen in der<br />

Bergwelt durch den Klimawandel<br />

viel stärker als der Laie. Wie geht<br />

er damit um? „Ich glaube einerseits<br />

schon, dass wir die Möglichkeit<br />

haben, noch Dinge zu schaffen. Wir<br />

Auf positive Art<br />

Veränderungen<br />

anstoßen – nicht<br />

den Kopf in den<br />

Sand stecken.<br />

FOTO: Elmar Nessler<br />

haben in Vorarlberg eine Klimaguide-Ausbildung<br />

geschaffen, wo es<br />

darum geht, das Thema auf positive,<br />

motivierende Art und Weise zu<br />

vermitteln. Aber klar: Wenn man<br />

im Hochgebirge unterwegs ist, den<br />

Zustand der Gletscher sieht,<br />

stimmt das nicht sehr optimistisch.<br />

Die andere Seite ist der rein<br />

wissenschaftliche, naturkundliche<br />

Zugang: Der Klimawandel an sich<br />

ist für die Natur nicht schlimm, die<br />

kommt damit zurecht. Nur wir<br />

Menschen haben ein Problem.“<br />

Um Trübsal zu blasen, ist freilich<br />

die Thematik einerseits zu<br />

ernst und das Zeitfenster, das noch<br />

bleibt, um Veränderungen anzu­<br />

072


stoßen, zu gering. Andererseits ist<br />

Lukas Rinnhofer gewiss nicht der<br />

Typ für Trübsal. „Auf positive Art<br />

und Weise Veränderung anstoßen –<br />

nicht den Kopf in den Sand stecken“,<br />

ist dabei sein Credo. Kritik<br />

verpackt er allenfalls dezent und<br />

bringt sie mit einem Lächeln vor:<br />

„Wünschen würde ich mir, dass<br />

man vielleicht ein bisschen weniger<br />

draußen inszeniert. Klar, touristische<br />

Infrastruktur gehört dazu, ich<br />

fahr auch gern Ski. Aber ein Bilderrahmen<br />

in der Natur, damit die<br />

Leute wissen: Hier ist es schön,<br />

hier kann ich ein Foto machen? Da<br />

muss ich schmunzeln. Nein, die<br />

Natur ist überall schön.“<br />

ZUR PERSON<br />

Lukas Rinnhofer<br />

Geb. 1982, hat der Vorarlberger seine<br />

Begeisterung für die Natur nach der<br />

Matura als Rucksacktourist in Australien<br />

entdeckt. Prägend war die Begegnung<br />

mit einem australischen Nationalpark-Tourguide<br />

– der ermöglichte ihm<br />

auch, mehrmals für mehrere Monate im<br />

Nationalpark zu arbeiten. In Innsbruck<br />

ergriff Rinnhofer ein Biologiestudium,<br />

arbeitete in Naturparks, als „gewöhnlicher“<br />

Wanderführer oder für die<br />

Tiroler Umweltanwaltschaft, ehe er sich<br />

zurück in Vorarlberg als Naturguide<br />

selbstständig machte. Er ist Mitglied<br />

der „HANWAG Sole People.“<br />

www.alpinus.at<br />

Was jeder auch ohne Hintergrundwissen<br />

in der Natur einfach<br />

(wieder-)finden kann, sei die Ruhe.<br />

„Dass die Menschen wieder merken,<br />

wie gut es tut, in der Natur zu<br />

sein. Alles wird schneller, man<br />

kommt im Alltag nicht zur Ruhe –<br />

sobald man in der Natur ist, passiert<br />

das automatisch.“ Mit Jugendlichen<br />

macht er manchmal die<br />

Übung, nur still dazustehen und der<br />

Natur zu lauschen – was vielen<br />

nicht leicht fallen würde. „Wir sind<br />

Stille fast nicht mehr gewöhnt,<br />

nicht nur Jugendliche, auch wir Erwachsene.<br />

Wenn man es dann bewusst<br />

wahrnimmt, merkt man erst,<br />

wie gut die Ruhe uns tut.“<br />

073


PRODUKT Wanderhosen<br />

Beinarbeit<br />

Lang oder kurz, maximal wetterfest oder atmungsaktiv:<br />

Darauf kommt es bei Wanderhosen wirklich an.<br />

von Lukas Schnitzer<br />

FOTO: Salomon/www.louisgarnierphoto.com<br />

W<br />

as tragen Wanderer<br />

und Wanderin <strong>2024</strong><br />

untenrum? Wir haben<br />

uns mit Sonja Greimel<br />

von Jack Wolfskin und Angelika<br />

Wratschko von Odlo ausführlich<br />

rund ums Thema Wanderhosen unterhalten.<br />

Um hier gleich ohne Umschweife<br />

in die Thematik einzutauchen:<br />

Worauf es beim Beinkleid ankommt,<br />

was es unbedingt braucht<br />

und worauf man eventuell verzichten<br />

kann, das, so Sonja Greimel, bedarf<br />

vorab einiger Gedanken um<br />

den Einsatzbereich. „Wo bewege ich<br />

mich und bei welchen Witterungsverhältnissen?<br />

Plane ich moderate<br />

Touren, komme ich schnell ins<br />

Schwitzen oder habe ich gegebenenfalls<br />

schwierige Routen und auch<br />

mal Passagen mit etwas Kletterei,<br />

also Kontakt mit dem Felsen geplant?“<br />

Nützliche Fragen, die den<br />

Weg zum passenden Beinkleid deutlich<br />

erleichtern. Je nach Einsatzgebiet,<br />

so Greimel, kann die Hose beispielsweise<br />

aus ganz leichten, atmungsaktiven<br />

Materialien oder eher<br />

robusten, strapazierfähigen Stoffen<br />

gearbeitet sein. Hinzu kommen individuelle<br />

Vorlieben wie Eingriffstaschen<br />

mit oder ohne Zipper, verstellbarer<br />

Hosenbund, Schuhhaken<br />

oder UV-Schutz. Was beide Expertinnen<br />

betonen: Die wichtigsten Eigenschaften<br />

sind ausreichend Bewegungsfreiheit<br />

rund um Knie und<br />

Schritt sowie ein angenehmer Tragekomfort.<br />

Hohe Schritte, bücken,<br />

hinknieen – all das sollte einschränkungsfrei<br />

funktionieren.<br />

Zur Materialfrage: Synthetische<br />

Materialien (Nylon, Polyester) sind,<br />

so Angelika Wratschko, atmungsaktiv<br />

und schnell trocknend, eignen<br />

sich gut für Wanderungen in gemäßigten<br />

Bedingungen und das Mittelgebirge.<br />

Softshell bietet ihr zufolge<br />

eine gute Kombination aus Atmungsaktivität,<br />

Wasserbeständigkeit<br />

und Bewegungsfreiheit, eignet<br />

sich für Wanderungen in wechselhaften<br />

Bedingungen im Mittelgebirge,<br />

wo sie ausreichend Schutz<br />

vor Wind und leichtem Regen bieten.<br />

Sonja Greimel unterscheidet<br />

hier zwischen einfach gewebten, etwas<br />

dünneren und leichteren Hosen<br />

sowie solchen aus Doppelgewebe,<br />

die etwas robuster ausfallen und<br />

sich für kühlere Einsätze eignen.<br />

Hardshells sind, pauschal zusammengefasst,<br />

wasser- und winddicht,<br />

aber deutlich weniger atmungsaktiv<br />

als Softshells. Das<br />

macht sie für Angelika Wratschko<br />

ideal für Touren im Hochgebirge,<br />

wo mit widrigen Wetterbedingungen<br />

wie starkem Regen oder<br />

Schnee zu rechnen ist. Leichte<br />

Hardshell-Varianten eignen sich<br />

auch als Backup im Rucksack.<br />

Kurz, lang oder …?<br />

Abgesehen vom Material spielt<br />

auch der Schnitt eine entscheidende<br />

Rolle. Eine kurze Hose empfiehlt<br />

sich für Sonja Greimel logischerweise<br />

bei sehr warmen Temperaturen.<br />

Dabei ist aber auch an den Faktor<br />

Sonnenschutz zu denken. Eine<br />

lange Hose, so die Jack Wolfskin­<br />

Expertin, kann dank moderner<br />

Stoffe einerseits Schutz und trotzdem<br />

auch Atmungsaktivität, Bewegungsfreiheit<br />

und sogar kühlende<br />

Wirkung bieten. Zip-Varianten eignen<br />

sich für längere Touren, bei denen<br />

sich das Wetter schnell ändern<br />

kann – oder auch für Mehrtagestouren,<br />

bei denen man mit minimalem<br />

Gepäck unterwegs ist. Wichtig, insbesondere<br />

auch für Zip-Hosen: Unbedingt<br />

vor dem Kauf anprobieren,<br />

auf Bewegungsfreiheit achten und<br />

die Reißverschlüsse des Zip-Mechanismus<br />

auf etwaigen Hautkontakt<br />

prüfen.<br />

074


Top 6 Wanderhosen<br />

CIMALP Fast Short<br />

dank der Teflon EcoElite-Technologie hat das strapazierfähige,<br />

wasserabweisende Gewebe eine garantierte Lebensdauer<br />

von 30 Wäschen Cimaflex®-Technologie: elastisches<br />

Gewebe für maximale Bewegungsfreiheit<br />

körpernahe<br />

Passform mit funktionalem Design<br />

zwei Seitentaschen und<br />

eine große Gesäßtasche mit<br />

Reißverschluss halbelastischer<br />

Bund und Gürtelschlaufen für<br />

den perfekten Sitz leicht,<br />

bequem, robust, winddicht<br />

PREIS (UVP): € 59,95<br />

www.cimalp.com<br />

JACK WOLFSKIN Rainy Days<br />

3L Pants M/W<br />

wasser- und winddichte sowie atmungsaktive<br />

Hose aus leichtem Stretch-Material<br />

das Obermaterial besteht aus recycelten<br />

6<br />

Kleidungsstücken und textilen Schnittabfällen<br />

die Membran wird aus Schnittresten<br />

hergestellt, die in den Produktionskreislauf<br />

zurückgeführt werden seitliche 2-Wege-<br />

Reißverschlüsse für Belüftung und leichtes<br />

An- und Ausziehen innenliegendes,<br />

V-förmiges Adjustierungssystem ermöglicht<br />

ein einfaches Einstellen des Beinprofils<br />

PREIS (UVP): € 239,95<br />

www. jack-wolfskin.com<br />

ODLO Ascent Light Pants Zip<br />

Off Hose M/W<br />

für sommerliche Tage gemacht<br />

ihr Materialmix ist angenehm luftig,<br />

leitet Feuchtigkeit ab und ist wasserabweisend<br />

sie bietet eine hohe<br />

Bewegungsfreiheit die Beinenden<br />

lassen sich abzippen, damit man sie<br />

bei Bedarf in eine Shorts umwandeln<br />

kann aus teilweise recyceltem<br />

2-Wege-Stretchmaterial<br />

PREIS (UVP): € 109,95<br />

www.odlo.com<br />

FJÄLLRÄVEN Abisko Midsummer Shorts M<br />

leichte, kühlende und gut verstaubare Hose für warme<br />

Klimazonen – sie funktioniert aber ebenso bei sonnigen<br />

Bergtouren in atmungsaktivem, schnell trocknendem<br />

G-1000 Air Stretch aus<br />

Bio-Baumwolle und teilweise<br />

recyceltem Polyester gefertigt<br />

die Passform sorgt für hervorragende<br />

Bewegungsfreiheit zwei<br />

Beintaschen für kleine Gegenstände,<br />

die Eingrifftaschen mit Reißverschluss<br />

haben ein Meshfutter<br />

PREIS (UVP): € 129,99<br />

www.fjallraven.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

CHILLAZ Jessy Short W<br />

robuste Damenhose, zum Klettern und Wandern gleichermaßen<br />

gut geeignet Bewegungsfreiheit liefern das<br />

stretchige Material, der lockere Schnitt und der eingesetzte<br />

Zwickel der elastische<br />

Bund mit Kordel sorgt<br />

für einen guten Sitz wie<br />

bei Chillaz üblich auch fesch<br />

für den Alltag – aber diese<br />

Short fühlt sich ganz klar an<br />

der Kletterwand zu Hause<br />

PREIS (UVP): € 80,–<br />

www.chillaz.com<br />

SCOTT Explorair Light Shorts M<br />

DUROxpand-Obermaterial für beste Bewegungsfreiheit<br />

angenehmer Tragekomfort und hohe<br />

Atmungs aktivität Reißverschlusstaschen für die Hände<br />

verstellbarer Bund mit Gürtel<br />

und Haken schnell trocknend<br />

für intensives Training<br />

leichtes Stretch-Material<br />

PREIS (UVP): € 69,95<br />

www.scott-sports.com<br />

075


TOURISMUS<br />

Hüttentouren<br />

EIN BILD WIE GEMALT. Die Adolf-<br />

Nossberger-Hütte liegt auf 2488 m im<br />

Gradental am Großen Gradensee im<br />

Nationalpark Hohe Tauern Kärnten.<br />

FOTO: Nationalpark Hohe Tauern Kärnten/Peter Maier<br />

076


Einkehren statt<br />

heimkehren<br />

Ob Sonnenuntergang über den Gipfeln, erhabene Nacht<br />

unterm Sternenzelt oder Frühstück mit Bergblick – auf einer<br />

Berghütte zu schlafen ist ein unvergessliches Erlebnis. Ein paar<br />

„Hütten-Dos und Don’ts“ gilt es dabei aber zu beachten.<br />

von Lara Wulz<br />

077


TOURISMUS<br />

Hüttentouren<br />

In den Leoganger Steinbergen auf 2051 m Seehöhe<br />

finden Wanderer die Passauer Hütte.<br />

FOTOS: Saalfelden Leogang/Christoph Oberschneider<br />

ie ist wieder da, die<br />

S<br />

Zeit im Jahr, in der<br />

Outdoor-Enthusiasten<br />

die Wanderschuhe<br />

stets griffbereit und<br />

das nächste Abenteuer<br />

im Kopf haben. Alle, denen eintägige<br />

Wandertouren aber nicht ausreichen,<br />

die sich gerne an größere Herausforderungen<br />

in Form von mehrtägigen<br />

Bergtouren wagen möchten,<br />

oder diejenigen, die nach einer neuen<br />

Erfahrung am Berg suchen, kommen<br />

an einer Übernachtung in einer<br />

Berghütte über kurz oder lang nicht<br />

vorbei.<br />

Dabei ist die Vielfalt an Hütten<br />

genauso breit gefächert wie jene<br />

der Menschen, die heute die Nähe<br />

der Berge suchen, weiß Florian<br />

Wechselberger, Bergführer aus dem<br />

Tiroler Zillertal: „Wandern, Bergsteigen,<br />

viele Arten von Outdoorsport<br />

boomen. Der Trend, in die<br />

Berge zu gehen, dort zu genießen,<br />

abzuschalten, zu erleben und zu entdecken,<br />

ist ungebrochen. Die klassischen<br />

Bergsteiger, wie man sie sich<br />

bildlich vor 30 Jahren vorgestellt<br />

hat, werden dabei ständig weniger.<br />

Heute sind es oft junge Familien,<br />

Paare, Freundeskreise – aber natürlich<br />

auch immer noch die Gipfel-Bergsteiger,<br />

die auf Hütten<br />

übernachten.“ Dieser Trend zum<br />

breit gestreuten Publikum beeinflusst<br />

auch die Hütten an sich, ergänzt<br />

Georg Oberlechner, Bergführer<br />

aus dem Salzburger Saalfelden-Leogang:<br />

„Man kann heute<br />

nicht alle Hütten in einen Topf wer-<br />

DIE EXPERTEN<br />

Florian Wechselberger<br />

Staatl. geprüfter Bergführer<br />

aus dem Zillertal (Tirol).<br />

www.zillertal.at<br />

Georg Oberlechner<br />

Staatl. geprüfter Bergführer aus<br />

Saalfelden-Leogang (Salzburg).<br />

www.saalfelden-leogang.com<br />

Luka Zelko Fornazaric<br />

Geprüfter Kärntner Bergwanderführer<br />

und Experience Concierge im<br />

Falkensteiner Hotel & Spa Carinzia<br />

(Kärnten)<br />

www.falkensteiner.com/hotel-spa-carinzia<br />

fen. Es gibt Hütten, die familientauglich<br />

sind, und es gibt die klassischen<br />

Bergsteigerhütten.“ Genau<br />

hier sollte man bereits bei der Planung<br />

einer Hütten-Übernachtung<br />

ansetzen. Die Hüttenarten, von einfach<br />

bis hin zu sehr komfortabel,<br />

bieten für jeden Geschmack und<br />

Anspruch das passende Angebot.<br />

Harmonisches Miteinander<br />

Diese Veränderung, dass der Bergsport<br />

noch breitentauglicher geworden<br />

ist und vermehrt ein sportbegeistertes<br />

Publikum abseits alpiner<br />

Vollblutbergsteiger in die Welt der<br />

Hütten bringt, führt auch dazu, dass<br />

man sich vermehrt mit der Art der<br />

Hütte und den jeweiligen Regeln<br />

dort vertraut machen sollte. Zusätzlich<br />

gilt, dass, egal für welche Art<br />

von Hütte man sich entscheidet, einige<br />

Regeln und Verhaltensweisen<br />

universell sind und immer eingehalten<br />

werden sollten, um ein harmonisches<br />

Hüttenerlebnis für alle zu gewährleisten.<br />

Man sollte seine Ansprüche<br />

auch den Gegebenheiten in<br />

den Bergen anpassen, weiß Wech-<br />

078


selberger: „Berghütten sind anders<br />

gebaut als moderne Häuser am<br />

Land. Es gibt nicht überall Heizungen,<br />

Panoramafenster und Dachterrassen<br />

oder riesige Gasträume. Man<br />

darf sich keinen großen Luxus erwarten,<br />

alles ist schlicht, einfach<br />

und funktional.“<br />

Das gilt vor allem für Hütten<br />

im Hochgebirge, ergänzt Oberlechner<br />

– Mittelgebirgshütten sind da<br />

dann schon etwas komfortabler und<br />

familienfreundlicher. Doch egal, auf<br />

welcher Hütte man schlussendlich<br />

einkehrt – spezielle Regeln sind auf<br />

Berghütten einfach notwendig, um<br />

die Umwelt zu schützen, die Sicherheit<br />

der Gäste zu gewährleisten und<br />

ein angenehmes Miteinander zu fördern.<br />

Dies kann beispielsweise das<br />

Einhalten von Ruhezeiten und den<br />

respektvollen Umgang miteinander<br />

umfassen, erklärt auch der Kärntner<br />

Bergfex und Experience Concierge<br />

im Falkensteiner Carinzia-Hotel,<br />

Luka Zelko Fornazaric.<br />

Der Hüttenwirt ist der Kapitän<br />

Behandle andere so, wie du selbst<br />

behandelt werden möchtest – diese<br />

Regel gilt auch bei Übernachtungen<br />

auf einer Hütte. Rücksichtnahme<br />

auf andere Gäste ist ein essenzielles<br />

Gebot. Fornazaric: „Wichtige<br />

Dos und Don’ts für eine positive Atmosphäre<br />

in Berghütten umfassen<br />

die Rücksichtnahme auf andere<br />

Gäste.“ Man sollte nie vergessen,<br />

dass man nicht allein auf der Hütte<br />

ist. Ein freundliches Lächeln und<br />

ein nettes Wort können den Unterschied<br />

machen.<br />

Außerdem ist es unerlässlich,<br />

die Hüttenordnung – die von einer<br />

Hütte zur anderen variieren kann –<br />

jedenfalls zu respektieren. Florian<br />

Wechselberger empfiehlt, sich von<br />

der Einhaltung der Hüttenruhe bis<br />

zur Müllentsorgung unbedingt an<br />

die Vorgaben zu halten, denn jede<br />

Regel dient dazu, ein angenehmes<br />

Miteinander zu gewährleisten. Die<br />

Regelungen gehen zumeist vom jeweiligen<br />

Hüttenwirt aus. Diesen als<br />

FOTO: Zillertal Tourismus/Bernd Ritschel<br />

Hüttenknigge<br />

• Vergiss nicht, passende Ausrüstung<br />

mitzubringen, aber halte dein<br />

Gepäck leicht<br />

• Sei offen für Interaktionen mit<br />

anderen Gästen – lass dein Handy<br />

mal im Rucksack und dich lieber<br />

auf ein nettes Gespräch oder<br />

Kartenspiel ein<br />

• Betritt die Schlafgelegenheiten<br />

nur mit Hausschuhen und lass<br />

die Bergschuhe draußen<br />

• Wenn du dich nicht auskennst, frag<br />

lieber einmal zu viel beim Wirt nach<br />

• Reserviere frühzeitig – Hütten<br />

sind beliebt und gerne schnell<br />

mal ausgebucht<br />

• Storniere auch frühzeitig – denn<br />

du bist meist nicht der Einzige, der<br />

gerne in der Hütte übernachten<br />

möchte<br />

• Informiere dich online über die<br />

Hütte – damit du weißt, was du<br />

erwarten kannst und was von dir<br />

erwartet wird<br />

• Genieße die einzigartige Stille<br />

der Berge<br />

„Kapitän an Bord“ zu akzeptieren,<br />

wie Oberlechner sagt, ist entscheidend.<br />

Denn die Hüttenwirte sind<br />

nicht nur für die Bewirtung zuständig,<br />

sondern auch für die Sicherheit<br />

und Ordnung auf der Hütte verantwortlich.<br />

Also: Wenn der Hüttenwirt<br />

etwas sagt, lohnt es sich zuzuhören.<br />

Dadurch, dass es in Hütten öfters<br />

etwas kuschelig ist (sprich: relativ<br />

viele Menschen treffen auf<br />

verhältnismäßig kleinem Raum aufeinander),<br />

sollten auch Lärm vermieden<br />

und die vom Hüttenwirt<br />

vorgegebenen Ruhezeiten eingehalten<br />

werden. Ebenfalls zu empfehlen<br />

ist es, rechtzeitig zu reservieren<br />

und am Tag der Übernachtung nicht<br />

zu spät anzukommen. Und falls man<br />

es trotz Reservierung doch nicht<br />

schafft, eine Tour anzutreten, so<br />

früh wie möglich abzusagen.<br />

Zu guter Letzt ist es wichtig, die<br />

Natur zu respektieren und zu schützen.<br />

Florian Wechselberger nennt<br />

ein Beispiel: „Vor allem im Spätsommer<br />

kann es vorkommen, dass<br />

Trinkwasser und Verbrauchswasser<br />

in den nahe gelegenen Quellen rar<br />

wird und zu Wasserknappheit führt.<br />

Es wird daher gebeten, mit Wasser,<br />

Strom und allen anderen Ressourcen<br />

sparsam umzugehen. Auch die<br />

Abwasser- und die Müllentsorgung<br />

sind in den Bergen aufwendig und<br />

teuer, deshalb den Müll bitte wieder<br />

selbst mit ins Tal nehmen.“<br />

Behält man diese ohnedies einfachen<br />

Regeln im Auge, steht einer<br />

gemütlichen Einkehr und Übernachtung<br />

in den Hütten der Alpenwelt<br />

nichts mehr im Weg. Wer will,<br />

kann sich auch von Bergführern<br />

oder Bergwanderführern bei mehrtägigen<br />

Touren mit Hüttenübernachtung<br />

begleiten lassen. Und eines<br />

ist sicher: Von einem erhabenen<br />

Standpunkt aus der Sonne beim<br />

Auf- und Untergehen zuzuschauen<br />

oder in den klaren Sternenhimmel<br />

zu blicken, ist nicht nur für Hüttenneulinge,<br />

sondern auch für erfahrene<br />

Bergfexe jedes Mal aufs Neue<br />

ein Erlebnis ...<br />

Von der Zittauer Hütte (2330 m) aus lassen sich Hohe Tauern und Zillertaler Alpen entdecken.<br />

079


TOURISMUS Hüttentouren<br />

Hüttentouren<br />

TIROL<br />

Steinsee Hütte (2069 m)<br />

Nach einer Übernachtung auf der<br />

Steinsee Hütte (2069 m) führt die<br />

Tour, die zugleich eine Etappe des<br />

Adlerwegs ist, über steile Pfade und<br />

seilversicherte Passagen erst zur<br />

Memminger Hütte, dann als Höhepunkt<br />

auf die Großbergspitze (2657<br />

m) mit sagenhaftem Panorama.<br />

8 h 1270 hm 13,5 km<br />

www.lechtal.at<br />

Brechhornhaus (1700 m)<br />

Das Brechhornhaus bietet eine<br />

spektakuläre Aussicht und ist ein<br />

beliebter Ausgangspunkt für Wanderer,<br />

die das Brechhorn (2037 m)<br />

erklimmen wollen. Der Weg zum<br />

Gipfel führt durch Wälder und Wiesen,<br />

mit wechselnden Steigungen,<br />

belohnt aber mit einem herrlichen<br />

Bergpanorama.<br />

1,5 h 330 hm 2,8 km<br />

www.brixental.tirol<br />

FOTO: René Eduard Perhab<br />

Brandberger Kolmhaus<br />

(1845 m)<br />

An der Vorderkante eines kleinen<br />

Talkessels, der geprägt ist von einer<br />

vielfältigen Flora, steht fast wie in einer<br />

Märchenlandschaft das Kolmhaus.<br />

Eine Wanderung durchs<br />

Brandberger-Kar und über einen<br />

Almboden führt zum Abschluss<br />

über eine kurze Kletterpartie zum<br />

Gipfelkreuz am Brandberg.<br />

ca. 2,5 h ca. 750 hm ca. 4 km<br />

www.zillertal.at<br />

Edmund-Graf-Hütte (2375 m)<br />

Die Hütte liegt in der Verwallgruppe<br />

und bietet herrliche Ausblicke<br />

auf die umliegende Bergwelt.<br />

Wanderer können auf der Hütte<br />

übernachten und am Morgen zum<br />

Hohen Riffler (3168 m) aufsteigen.<br />

Vom Gipfel genießt man einen<br />

traumhaften Ausblick.<br />

8 h 2053 hm 34,5 km<br />

www.stantonamarlberg.com<br />

SALZBURG<br />

Passauer Hütte (2051 m)<br />

Der Start ist beim Wanderparkplatz<br />

Ullachtal. Über Serpentinen, durch<br />

den Wald und Latschenfelder geht<br />

es steil hinauf zum Hochtor. Dieser<br />

Weg ist an einigen Stellen bereits<br />

mit Drahtseilen gesichert. Weiter<br />

durch einen felsigen Kessel bis zur<br />

Passauer Hütte. Der Hochzint (2243<br />

Das Guttenberghaus im steirischen Teil des Dachsteingebirges ist<br />

bei Weitwanderern ebenso beliebt wie bei Kletterern.<br />

m) eignet sich nach einer Übernachtung<br />

auf der Passauer Hütte<br />

sehr gut als Sonnenaufgangstour.<br />

ca. 4,25 h 1368 hm ca. 5 km<br />

www.saalfelden-leogang.com<br />

Neue Fürther Hütte im<br />

Hollersbachtal (2201 m)<br />

An der Hütte genießt man einen<br />

fantastischen Blick auf die Gletscherwelt<br />

des mächtigen Großvenedigers.<br />

Von dort startet man in<br />

Richtung Larmkogel (3017 m). Auf<br />

der Tour sind Trittsicherheit, Schwindelfreiheit<br />

und Hochgebirgserfahrung<br />

Voraussetzung! Oben angekommen,<br />

belohnt ein wahrlich grandioses<br />

Panorama den Aufstieg.<br />

3,5 h 770 hm 7,11 km<br />

www.nationalpark.at<br />

Kleinarler Hütte (1754 m)<br />

Vom Gernkogel in St. Johann nach<br />

Kleinarl führt die Tour, die zugleich<br />

Etappe 14 des Salzburger Almenwegs<br />

ist, über den 2037 Meter hohen<br />

Gipfel des Kitzsteins („Gabel“).<br />

Der Panoramablick reicht vom<br />

Tennengebirge über den Dachstein<br />

bis zum Großglockner. Am Etappenziel<br />

wartet die Kleinarler Hütte<br />

für Einkehr- und Übernachtung.<br />

4 h 548 hm 9,36 km<br />

www.josalzburg.com<br />

KÄRNTEN<br />

Adolf-Nossberger-Hütte<br />

(2488 m)<br />

Die Klassikerhütte liegt am türkisblauen<br />

Gradensee im Herzen der<br />

Schobergruppe im Nationalpark<br />

Hohe Tauern Kärnten. Von Juni bis<br />

September bewirtschaftet, 50<br />

Schlafmöglichkeiten. Direkt umgeben<br />

von 15 Dreitausendern! Grandioser<br />

Hüttenwirt, sogar mit Holzofen-Sauna<br />

und guter Weinauswahl.<br />

3 h 900 hm 5,7 km<br />

www.hohetauern.at<br />

Wolfsberger Hütte (1850 m)<br />

Von Mitte Mai bis Ende Oktober ist<br />

die Hütte auf der Saualm offen.<br />

Sehr leichter Zustieg vom Parkplatz<br />

in einer knappen halben Stunde.<br />

Perfektes Basecamp für Wanderungen<br />

auf den Ladinger Spitz (2079<br />

m), den Gertrusk (2044 m) und<br />

den Großen Sauofen (1895 m).<br />

Die Hütte liegt auf Etappe 15 des<br />

Panoramaweg-Südalpen.<br />

30 min 100 hm 1 km<br />

www.region-lavanttal.at<br />

Schwarzseehütte (1750 m)<br />

Urige Hütte mit toller Jause am<br />

Verditz in der Region Villach. Zuerst<br />

den malerischen Bergsee umrunden<br />

und das kultige „Rahmenfoto“ machen.<br />

Dann ab zur genialen Jause<br />

vom eigenen Hof; authentische<br />

Kärntner-Bergstimmung, geprägt<br />

von vier Generationen der Familie<br />

Pirker aus Afritz am See.<br />

3 h 520 hm 7 km<br />

www.visitvillach.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Goiserer Hütte (1592 m)<br />

Die Goiserer Hütte ist eine kleine<br />

Jausenstation mit fantastischer<br />

Aussicht von der Terrasse. Für<br />

Übernachtungen stehen insgesamt<br />

30 einfache Schlafplätze zur Verfügung.<br />

Da die Hütte am BergeSeen-<br />

Trail liegt, den Übernachtungsplatz<br />

am besten vorab reservieren. Aufstiegsvariante<br />

vom Parkplatz Nordisches<br />

Zentrum über Weg 888.<br />

3 h 800 hm 4,9 km<br />

www.oberoesterreich.at<br />

080


Tourenübersicht online<br />

auf www.sportaktiv.com<br />

FOTO: Wachaumarathon/Bernd Gruber<br />

Erhabener<br />

Ausgangspunkt<br />

für Touren im<br />

Ötschergebiet –<br />

das Terzerhaus auf<br />

der Gemeindealpe<br />

Mitterbach (NÖ).<br />

Seethalerhütte (2740 m)<br />

Die Seethalerhütte ist die am<br />

höchsten gelegene Schutzhütte in<br />

Oberösterreich und liegt am Fuß<br />

des Dachsteingipfels (2993 m), der<br />

von der Hütte aus in einer Stunde<br />

per Klettersteig erreichbar ist. Top:<br />

die Lage im Gletschereis und der<br />

Ausblick auf die umliegende Bergwelt<br />

bis zum Großglockner.<br />

1,50 h 200 hm 4,78 km<br />

www.oberoesterreich.at<br />

STEIERMARK<br />

Guttenberghaus (2146 m)<br />

Die Schutzhütte liegt im östlichen<br />

Teil des Dachsteingebirges über<br />

Ramsau und ist die höchstgelegene<br />

Alpenvereinshütte der Steiermark,<br />

Die Wanderung zum Guttenberghaus<br />

ist ein Klassiker in Ramsau am<br />

Dachstein, die Hütte Etappenpunkt<br />

mehrerer Weitwanderungen sowie<br />

Treffpunkt für Kletterer, Kletterrsteiggeher<br />

und Wanderer.<br />

4,5 h 1015 hm 10,75 km<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

Stubenberghaus (1445 m)<br />

Auf der Südseite des Grazer Hausbergs<br />

Schöckl in St. Radegund gelegen,<br />

wurde das Stubenberghaus<br />

bereits 1890 eröffnet. Dank hervorragender<br />

Kulinarik ein beliebtes<br />

Wanderziel. Klassiker: der Aufstieg<br />

mit Start beim „Fuß der Leber“.<br />

2,5 h 950 hm 6,5 km<br />

www.steiermark.com/de/<br />

Region-Graz<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Terzerhaus (1626 m)<br />

Vom Terzerhaus auf der Gemeindealpe<br />

Mitterbach (mit dem Lift<br />

oder zu Fuß von Mitterbach aus erreichbar)<br />

als Startpunkt führt unser<br />

Tourentipp abwärts zum Schutzhaus<br />

Vorderötscher und durch die Ötschergräben<br />

zur Ötscher-Basis<br />

Wienerbruck. Tipp: mit der Mariazellerbahn<br />

retour nach Mitterbach.<br />

5 h ca. 410 hm 14,4 km<br />

www.mostviertel.at<br />

BAYERN<br />

Chamer Hütte (1289 m)<br />

Die Chamer Hütte unterhalb des<br />

Großen Arbers ist typisch urig und<br />

ein Zwischenstopp auf der „Seven<br />

Summits Hüttentour“. Diese 47 km<br />

lange Zwei-Tages-Tour mit 1860 Höhenmetern<br />

zählt zu den anspruchsvollsten<br />

im ARBERLAND und wurde<br />

2023 zu einer der schönsten Wanderungen<br />

Deutschlands gewählt.<br />

2 Tage 1860 hm 47 km<br />

www.arberland-bayerischer-wald.de<br />

ITALIEN<br />

Vom Karer Pass zur Rotwand<br />

Hütte (2283 m)<br />

Start am Fuße des Rosengartens,<br />

auf den berühmten Hirzelsteig und<br />

über anspruchsvolle Serpentinen<br />

zum Vajolon Pass. Von dort bergab<br />

bis zur Rotwand Hütte zur<br />

Übernachtung und Einkehr. Am<br />

nächsten Tag geht es zurück zum<br />

Ausgangspunkt. Die Tour bietet<br />

einzigartige Panoramablicke auf die<br />

Latemargruppe, ins Fassatal bis zur<br />

Königin der Dolomiten, der Marmolata.<br />

5,5 h 946 hm 12,6 km<br />

eggental.com<br />

Hochfeilerhütte (2715 m)<br />

Nach dem Start im hinteren<br />

Pfitschtal steigt man in drei Stunden<br />

zur Hochfeilerhütte, die von Mitte<br />

Juni bis Mitte September geöffnet<br />

ist, auf. Oberhalb der Hütte nimmt<br />

die Steigung noch zu und führt hinauf<br />

bis zum Gipfelgrat und auf den<br />

Hochfeiler (3510 m).<br />

9,5 h 2052 hm 17,7 km<br />

www.sterzing.com<br />

Auronzohütte (2333 m)<br />

Sie befindet sich an der Südseite<br />

des Drei Zinnen Massivs und bietet<br />

ein einzigartiges Panorama, eine<br />

köstliche Küche und ein herzliches<br />

Hüttenteam. Die Hütte ist ein idealer<br />

Ausgangspunkt für leichte Wanderungen<br />

wie die Umrundung der<br />

Drei Zinnen über den Paternsattel,<br />

die Langalm und retour zur Hütte.<br />

2,5 h 255 hm 7 km<br />

www.drei-zinnen.info<br />

SLOWENIEN<br />

Kofce Berghütte (1488 m)<br />

Die Hütte (landessprachlich dom na<br />

Kofcah) liegt am Südhang von<br />

Košuta und bietet hausgemachte,<br />

lokale Gerichte. Bei guten Wetterbedingungen<br />

reicht die Sicht bis<br />

zum Triglav und ins Ljubljana-<br />

Becken. Hinter der Hütte warten<br />

mehrere 2000er-Gipfel wie der<br />

Weg auf den Veliki vrh (Košuta).<br />

ca. 2 h 597 hm 2,89 km<br />

www.slovenia.info<br />

081


ERLEBNISREGION GRAZ | STEIERMARK<br />

FOTOS: Graz Tourismus, Region Graz – studio draussen<br />

Bike & Hike: Abenteuer mal zwei<br />

Gönn dir das „doppelte Abenteuer“ in der Erlebnisregion Graz: Die Kombination<br />

„Bike & Hike“ gibt ein besonderes Lebensgefühl, wo einem das Herz aufgeht.<br />

E<br />

ntdecke Graz – die charmante<br />

Hauptstadt der<br />

Steiermark, zweitgrößte<br />

Stadt und einzige Genuss-<br />

Hauptstadt Österreichs.<br />

Mit einer Fülle an Auszeichnungen<br />

wie der Europäischen Kulturhauptstadt<br />

2003 oder dem Titel „City of<br />

Design“ strahlt Graz eine außergewöhnliche<br />

Anziehungskraft aus.<br />

Hier trifft Alt auf Neu, Gotik, Rennaissance<br />

und Barock vereinen sich<br />

mit moderner Architektur. Den besten<br />

Blick über Graz hat man vom<br />

Schlossberg herab – die rote Dachlandschaft<br />

und versteckte romantische<br />

Innenhöfe machen die Altstadt<br />

zum UNESCO-Weltkulturerbe.<br />

Direkt vor den Toren der Stadt<br />

warten atemberaubende Naturlandschaften<br />

und Top-Ausflugsziele.<br />

Nicht umsonst lautet das Motto:<br />

Von Stadt auf Land in 10 Minuten!<br />

Bike & Hike – Freiheit auf Rädern,<br />

Abenteuer zu Fuß<br />

Wer sich beim Outdoor-Erlebnis<br />

nicht zwischen Radfahren oder<br />

Wandern entscheiden möchte,<br />

für den ist die nachhaltige<br />

Kombination „Bike & Hike“<br />

die ideale Wahl. Diese Touren<br />

starten direkt von Graz aus,<br />

etliche Ausgangsorte sind<br />

auch sehr gut mit der S-Bahn<br />

(Fahrradmitnahme möglich) erreichbar.<br />

Unser „Bike & Hike“-Tipp ist die<br />

Tour auf den Schöckl. Die Radtour<br />

führt von Graz aus über den landschaftlich<br />

attraktiven Panoramaradweg<br />

bis zum Schöckl, dem Hausberg<br />

der Grazer. Weiter geht es mit einer<br />

Wanderung, wobei der Weg hinauf<br />

auch mit der Schöckl-Seilbahn erfolgen<br />

kann. Auf jeden Fall sollte man<br />

sich am Berg oben ausreichend Zeit<br />

für beide Gipfel (West und Ost), das<br />

herrliche Panorama und die ausgezeichnete<br />

Kulinarik bei den Hütten<br />

und Alpengasthöfen nehmen. Der<br />

Schöckl ist generell ein beliebtes<br />

Ausflugsziel für die<br />

ganze Familie und bietet ganzjährig<br />

vielseitigen Freizeitspaß.<br />

Eine Sommerrodelbahn,<br />

ein barrierefreier Wanderweg,<br />

ein Motorik-Pfad und die<br />

Trail Area warten dort ebenfalls.<br />

Nach der Schöckl-Wandertour geht<br />

es wieder gemütlich mit dem<br />

(E-)Bike zurück nach Graz – mit<br />

vielen Glücksmomenten im Gepäck.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.regiongraz.at<br />

#visitregiongraz<br />

082


STEIERMARK | SCHLADMING-DACHSTEIN<br />

FOTOS: Peter Burgstaller, Christoph Huber<br />

Die Heimat der Klettersteige<br />

Die steirische Region Schladming-Dachstein und der sagenumwobene Dachstein selbst<br />

gelten als Wiege der Klettersteige – 33 Klettersteige warten hier auf Wagemutige.<br />

O<br />

b oben am Berg oder<br />

unten im Tal: Im<br />

Sommer ist die<br />

Region Schladming-<br />

Dachstein reich an<br />

Kontrasten. Mitten in der Steiermark,<br />

dem grünen Herzen Österreichs,<br />

treffen schroffe Gipfel auf<br />

sanfte Almwiesen und pulsierende<br />

Orte auf stille Bergseen und einsame<br />

Gletscherlandschaften.<br />

Steiler Fels und eiserne Wege<br />

Die Region ist seit jeher auch ein<br />

beliebtes Ziel für Freunde der Vertikalen.<br />

Nicht umsonst gilt der<br />

Dachstein als Wiege der Klettersteige.<br />

Auf seinen 2996 Meter<br />

hohen Gipfel wurde bereits 1843<br />

der „Randkluft“-Klettersteig errichtet<br />

– der älteste Klettersteig<br />

der Ostalpen. Gemeinsam mit den<br />

beiden Klettersteigen „Anna“ und<br />

Tipp: Sparen mit der<br />

„Sommercard“<br />

Mit der „Schladming-Dachstein<br />

Sommercard“ sind neben den Sommerbergbahnen<br />

auch die Auffahrt<br />

auf den Dachstein sowie Mautstraßen<br />

und öffentliche Verkehrsmittel in<br />

der Region inklusive.<br />

„Johann“ bildet er die „Dachstein<br />

Super-Ferrata“ – den längsten und<br />

gleichzeitig auch einen der ambitioniertesten<br />

Klettersteige der Alpen,<br />

bei dem es über 1200 Höhenmeter<br />

zu überwinden gilt. In Schladming-Dachstein<br />

kommen aber alle<br />

Aufsteiger auf ihre Kosten: Insgesamt<br />

gibt es in der Region 33 Klettersteige<br />

in allen Schwierigkeiten.<br />

22 der Klettersteige befinden<br />

sich im sonnigen Klettersteiggebiet<br />

Ramsau am Dachstein. Hier sind<br />

vor allem die drei Klettersteige in<br />

der Silberkarklamm beliebt.<br />

Als Top-Klettersteiggebiet hat<br />

sich aber auch der lediglich einen<br />

Katzensprung vom Dachstein<br />

entfernte Stoderzinken etabliert.<br />

Unterhalb des beliebten Aussichtsgipfels,<br />

am berühmten Friedenskircherl,<br />

befindet sich der Einstieg zu<br />

einem grandiosen Klettersteiggarten<br />

mit insgesamt acht Klettersteigvarianten<br />

in den Schwierigkeitsstufen<br />

A bis E. Allesamt enden<br />

sie knapp unter dem Gipfel des<br />

Stoderzinken.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.schladming-dachstein.at<br />

083


PRODUKT Outdoor-Tech<br />

ße optimal nutzbar zu machen, seine<br />

ebenfalls kostenlosen Karten für<br />

die Suunto Vertical optimiert, erklärt<br />

Überbacher. „Informationen,<br />

die nicht zwingend nötig sind, wurden<br />

weggelassen und man hat sich<br />

auf Höhenlinien und Wege konzentriert,<br />

die für die Navigation mit der<br />

Uhr relevant sind. Hier fiel die Entscheidung<br />

klar auf die Performance,<br />

die Akkulaufzeit und die Einfachheit<br />

der Navigation.“<br />

Am üblichsten ist es, sich einen<br />

GPS-Track auf die Uhr zu laden<br />

und diesen zu verwenden. Bei Garmin,<br />

erklärt Weirether, gibt es auch<br />

die „Routing“-Möglichkeit direkt<br />

auf der Uhr: Man gibt einen Zielpunkt<br />

ein und die Route wird automatisch<br />

berechnet. Ebenso kann<br />

man, etwa bei einem Schlechtwettereinbruch,<br />

nicht nur den aufgezeichneten<br />

Track zurückgehen, sondern<br />

auch den schellsten Rückweg<br />

zum Ausgangspunkt (oder etwa zu<br />

einer Hütte) berechnen lassen. Man<br />

könne aber auch individuelle Routen<br />

direkt auf der Garmin-Uhr planen<br />

– was aufgrund der Displaygröße<br />

aber schwierig sei, sagt Weirether:<br />

Hier empfehle es sich doch,<br />

Planungstools am Smartphone oder<br />

Computer zu verwenden.<br />

Links abbiegen<br />

Wo es langgeht, verrät der Blick aufs Handgelenk.<br />

Wie gut funktioniert heute eigentlich das Navigieren<br />

mit einer GPS-Multisportuhr?<br />

von Christof Domenig<br />

T<br />

railrunner navigieren<br />

mit ihrer GPS-Uhr, hört<br />

man. Auch beim Wandern<br />

wäre es fein, wenn<br />

die Hände frei sind und kein Gerät<br />

aus der Hosentasche oder dem<br />

Rucksack herausgeholt werden<br />

muss. Mit einer hochwertigen<br />

Multisport uhr hat man heute ein<br />

vollwertiges elektronisches Navigationssystem<br />

am Handgelenk, erklären<br />

Peter Weirether von Garmin<br />

als auch Johannes Überbacher von<br />

Suunto.<br />

„Auf Uhren wie der Garmin<br />

Epix oder Fenix habe ich eine vorinstallierte<br />

topografische Karte, auf<br />

der Trails, Wanderwege usw. verzeichnet<br />

sind. Hervorzuheben ist,<br />

dass es sich um Offline-Karten handelt“,<br />

sagt Weirether. Bei Suunto<br />

hat man, um die kleine Displaygrö-<br />

FOTO: Garmin<br />

Lange Akkulaufzeiten<br />

Um die Akkulaufzeit muss man sich<br />

bei den nebenstehend vorgestellten<br />

hochwertigen GPS-Uhren keine Gedanken<br />

mehr machen. Eine Garmin<br />

Fenix halte im GPS-Modus 57 Stunden,<br />

mit optionalem Solar-Display<br />

bis zu 73 Stunden, so das Versprechen.<br />

„Selbst wenn ich sieben Stunden<br />

pro Tag auf Tour bin, ist der<br />

Akku also kein limitierender Faktor<br />

mehr.“ Suunto verspricht für seine<br />

Vertical 60 Stunden und beim Solarmodell<br />

bis zu 85 Stunden „in der<br />

höchsten Genauigkeit“, sagt Johannes<br />

Überbacher: Wird die Einstellung<br />

gewählt, dass nur alle 5 Sekunden<br />

ein GPS-Punkt getrackt wird,<br />

seien es bis zu 500 Stunden.<br />

Worauf nun achten, wenn man<br />

sich für eine Uhr aufgrund der Navigations-Funktion<br />

interessiert?<br />

„Den Tragekomfort, Akkulaufzeit<br />

und Offline-Karten. Und im Kontext<br />

Navigation ist ein entscheidender<br />

differenzierender Punkt, ob es eine<br />

Routing-Funktion gibt“, so zusammengefasst<br />

die Tipps von Garmin-Experte<br />

Peter Weirether.<br />

Suuntos Johannes Überbacher:<br />

„Sich zuerst fragen, wofür man die<br />

Uhr benötigt. Und dann auf eine<br />

einfache Bedienung achten. Interessant<br />

ist auch das ‚Ökosystem‘<br />

rundherum: Bei uns kann man in<br />

der Suunto-App in wenigen Klicks<br />

eine Route erstellen, mit der Uhr<br />

verbinden und hat so auch während<br />

der Aktivität eine Route in wenigen<br />

Sekunden auf der Uhr.“<br />

084


6<br />

POLAR Grit X2 Pro<br />

• robuste Outdoor-Uhr in Militärqualität für Entdecker und<br />

Abenteurer, mit einem High-Tech-Toolkit für absolut sichere<br />

Navigation und Leistungsfähigkeit in jeder<br />

Umgebung • Dual-Frequenz-GPS und<br />

Offline-Karten • Amoled-Touchscreen<br />

mit kratzfestem Saphirkristallglas im<br />

Edelstahlrahmen • Polar Elixir Biosensortechniken<br />

überwachen die<br />

Vitaldaten und die Reaktion des<br />

Körpers auf Bewegung • lange<br />

Akkulaufzeit • umfassendes<br />

Angebot an Trainings- und<br />

Erholungstools<br />

PREIS (UVP): € 749,90<br />

www.polar.com<br />

Top 6 Outdoor-Tech<br />

GARMIN Fenix 7 Pro Solar<br />

• Solar-Display mit Power-Glass oder Power Sapphire Glass<br />

• hochpräzise Streckenaufzeichnung durch Multi-Frequenz<br />

Empfang, SatIQ-Technologie und<br />

ABC-Sensoren • automatische Unfallbenachrichtigung<br />

und Notfallhilfe sowie<br />

Sicherheits- und Trackingfunktionen<br />

• bis zu 37 Tage Akkulaufzeit<br />

• 122 Stunden im GPS- Modus<br />

• internationale Topo-Karten<br />

• ganztägiges Gesundheits- und<br />

Fitnesstracking mit der neuesten<br />

Sensorgeneration inkl. Herzfrequenzmessung<br />

am Handgelenk<br />

PREIS (UVP): ab € 849,99<br />

www.garmin.com<br />

COROS Vertix2<br />

• 48 Tage Akkulaufzeit, 60 Stunden im vollen GPS-Modus,<br />

118 Stunden im Ultra-Modus • robustes Gehäuse aus Titan,<br />

LCD-Farbdisplay hinter kratzfestem<br />

Saphirglas • exakte GPS-Messung<br />

• Pulsoximeter • Herzfrequenzmessung<br />

am Handgelenk<br />

• Barometer, Höhenmesser<br />

und Kompass • touchscreenfähige<br />

Navigation<br />

• atmungsaktives, schnell<br />

trocknendes Nylon- und<br />

robustes Silikonband<br />

PREIS (UVP): € 699,–<br />

www.coros.com<br />

SUUNTO Vertical Solar<br />

• Abenteuer-Uhr für Outdoor-Expeditionen • kostenlose<br />

Outdoor Offline-Karten (Höhenlinien, Gewässer, Pfade und<br />

andere wichtige Orientierungspunkte sind in<br />

drei unterschiedlichen Kartenstilen verfügbar)<br />

• Navigationsfunktionen auch im Offline-Modus<br />

möglich • Höhenmesser,<br />

Barometer und Kompass erleichtern<br />

die räumliche Navigation<br />

• Unwetterwarnungen und<br />

aktuelle Wettervorhersagen<br />

PREIS (UVP): € 699,–<br />

www.suunto.com<br />

KOMOOT App<br />

• über 38 Mio. Outdoor- und Radfahrbegeisterte auf der ganzen<br />

Welt nutzen komoot zum Planen, Finden und Teilen ihrer Abenteuer<br />

• der komoot Entdecken-Bereich, der komoot Routenplaner und die<br />

komoot Navigation stehen weltweit zur Verfügung • kann kostenlos<br />

heruntergeladen und genutzt werden – zusätzlich zur kostenfreien<br />

Version gibt es komoot Maps und komoot Premium<br />

PREIS (UVP): komoot Maps: € 3,99/€ 29,99; komoot Premium:<br />

€ 59,99/Jahr)<br />

www.komoot.com<br />

OUTDOOR ACTIVE App<br />

• auf der App findet man kostenlose topografische Karten auf<br />

Basis amtlicher Daten, die u. a. alle wichtigen Infos fürs Wandern<br />

oder Bergsteigen beinhalten • Touren-Angebote vom Sonntagsspaziergang<br />

bis zum großen Alpinabenteuer • Tourenplanung<br />

• aktuelle Infos über Wetter, Wegverhältnisse, Gefahrenhinweise<br />

• finde Einkehrmöglichkeiten, Unterkünfte und Hütten<br />

PREIS (UVP): € 30,–/Jahr (Pro-Plus-Version: € 60,–/Jahr)<br />

www.outdooractive.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

085


PRODUKT Klettersteig-Ausrüstung<br />

Drahtseilakt<br />

Leicht oder bequem? Worauf es bei Klettersteigsets<br />

und Klettergurten zu achten gilt – und was sonst<br />

noch mit auf den Klettersteig muss. von Lukas Schnitzer<br />

L<br />

uftig wie beim Klettern,<br />

aber dank Fixseil technisch<br />

deutlich weniger<br />

anspruchsvoll als Mehrseillängen-Touren,<br />

erfreuen<br />

sich Klettersteige bei Alpinsportlern<br />

ungebrochen wachsender<br />

Beliebtheit. Die dafür notwendige<br />

Ausrüstung ist vergleichsweise minimal,<br />

was Klettersteige auch gut in<br />

Wander- und Weitwandertouren integrierbar<br />

macht. Worauf es bei der<br />

Ausrüstung im Detail ankommt?<br />

Daniel Gebel, Leiter Innovation bei<br />

Edelrid, und Thomas Aichner, bei<br />

Salewa als „Marketing Director“ tätig,<br />

haben mit uns dazu Klartext gesprochen.<br />

Ausrüstungsliste<br />

Um (verantwortungsbewusst) in einen<br />

Klettersteig einzusteigen,<br />

braucht es in erster Linie ein Klettersteigset<br />

und einen Klettergurt,<br />

um sich am Drahtseil zu sichern.<br />

Obligatorisch ist für Thomas Aichner<br />

auch ein Kletterhelm. Gerade<br />

am Klettersteig ist man oft den<br />

Steinschlägen der Vorsteigenden<br />

ausgesetzt, ein die Normen eines<br />

Kletterhelms hinsichtlich Steinschlag<br />

erfüllender Helm ist daher<br />

Pflicht. Eine Rastschlinge ist für<br />

Thomas Aichner vor allem dann<br />

sinnvoll, wenn man in einen sehr<br />

langen Klettersteig einsteigt oder<br />

man unterwegs fotografieren möchte.<br />

Zudem empfiehlt er Handschuhe,<br />

da es durch die Drahtseile schnell<br />

zu Blasen an den Händen kommen<br />

kann. Daniel Gebel rät hier auf jeden<br />

Fall zu dünnen, gut sitzenden<br />

Lederhandschuhen. Ob in Lang-<br />

oder Kurzfingerausführung, bleibt<br />

Geschmackssache, er selbst greift<br />

bevorzugt zu langen Fingern. Aus<br />

Sicht des Bergführers gehören für<br />

Daniel Gebel zusätzlich noch ein<br />

Handy, ein Erste-Hilfe-Set pro<br />

Gruppe, ein Biwaksack, Regenbekleidung,<br />

Trinken/Essen, Kartenmaterial<br />

oder andere Orientierungsmittel<br />

in den Rucksack und passendes<br />

Schuhwerk an den Fuß. Beim<br />

Rucksack selbst gilt es darauf zu<br />

achten, dass dieser „nicht zu groß<br />

und vollgepackt wird, weil das Gewicht<br />

am Rücken beim Klettern besonders<br />

sensibel wahrgenommen<br />

wird“, weiß Thomas Aichner.<br />

Zumindest ein Gros der Gruppe,<br />

mit der man in den Klettersteig<br />

einsteigt, sollte auch ein gewisses<br />

Maß an alpiner Erfahrung und entsprechendem<br />

Fachwissen mitbringen.<br />

„In letzter Zeit bekomme ich<br />

immer öfter von Unfällen mit, bei<br />

denen die Gestürzten nicht zurück<br />

ans Stahlseil gekommen sind und<br />

deshalb gerettet werden mussten.<br />

Insofern könnte man bei größeren<br />

Gruppen vielleicht mal anfangen,<br />

ein bisschen Rettungsmaterial mitzunehmen“,<br />

spricht Daniel Gebel<br />

Klartext. Ein kurzes Seilstück,<br />

Rücklaufsperre, Klemme oder Prusik,<br />

Rolle – wie bei der Spaltenbergung.<br />

Bei unsicheren oder unerfahrenen<br />

Gruppenmitgliedern empfiehlt<br />

der erfahrene Bergführer und<br />

Allround-Alpinist auch ein System,<br />

um an schwierigen Stellen nachzusichern.<br />

Wer sich dieses nicht selbst<br />

zusammenstellen möchte, der könnte<br />

hier etwa zum Edelrid Via Ferrata<br />

Belay Kit greifen.<br />

FOTO: Salewa<br />

SAFETY FIRST.<br />

Klettersteigset, Gurt, Helm<br />

und Handschuhe sind am<br />

Klettersteig Pflicht. Stürzen<br />

gilt aber dennoch als No-Go.<br />

086


087


PRODUKT Klettersteig-Ausrüstung<br />

Gut ausgerüstet und mit der nötigen<br />

Fitness ausgestattet, sind Klettersteige<br />

ein Top-Erlebnis. Es gilt immer: Mit einfachen<br />

Steigen beginnen und langsam<br />

an höhere Aufgaben herantasten.<br />

Der Klettergurt<br />

Bei der Auswahl eines Gurtes für<br />

Klettersteige sollte auf „Komfort<br />

bzw. Polsterung, Gewicht und Packmaß<br />

geachtet werden. Hochtourengurte<br />

sind zwar leicht und gut verstaubar,<br />

aber sie sind aufgrund der<br />

dünnen Gurte im Sturzfall nicht ideal.<br />

Besser ist es daher, einen etwas<br />

schwereren Gurt zu wählen, der bei<br />

einem Sturz dafür sorgt, dass die<br />

Polsterung die Energie etwas besser<br />

verteilt und nicht so einschneidet“,<br />

fasst Thomas Aichner seine<br />

Überlegungen beim Gurtkauf kompakt<br />

zusammen.<br />

Daniel Gebel, selbst ein Freund<br />

leichterer Ausrüstung, taucht hier<br />

etwas tiefer in die Materie ein und<br />

relativiert. Gurte seien ihm zufolge<br />

nach den Kategorien Hängekomfort<br />

und Tragekomfort zu unterscheiden,<br />

beides „beißt sich leider etwas<br />

in der Konstruktion“. Am Klettersteig,<br />

wo man in der Regel wenig<br />

hängt und viel mit dem Gurt am<br />

Körper steigt und geht, ihn bei Zuund<br />

Abstieg auch noch im Rucksack<br />

trägt, geht hier seine klare Tendenz<br />

zum Tragekomfort, Hochtourenund<br />

Leichtgurte sind aus seiner<br />

Sicht dafür gut geeignet. Da bei einem<br />

Sturz, wie es auch Thomas<br />

Aichner beschreibt, doch recht hohe<br />

Kräfte wirken, rät aber auch Gebel<br />

von absoluten Leichtbauteilen ab.<br />

Sein Tipp aus eigenem Haus ist der<br />

Prisma Guide, ein Gurt mit, wie er<br />

es ausdrückt, „noch passabler<br />

Krafteinleitung und Top-Packmaß<br />

und Gewicht“.<br />

Weiters empfiehlt der Bergführer<br />

allen mit weniger Kletter-Erfahrung,<br />

über zusätzliche Brustgurt-Erweiterungen<br />

nachzudenken.<br />

Speziell am Klettersteig sieht er<br />

den aufrechten, geraden Sturz als<br />

Utopie, ein Brustgurt gäbe dem<br />

Klettersteiggeher hier gerade auch<br />

durch den geänderten Schwerpunkt<br />

durch die am Klettersteig oft<br />

schwereren Rucksäcke zusätzliche<br />

Sicherheit.<br />

Das Klettersteigset<br />

Gefragt nach dem „idealen“ Klettersteigset<br />

nennt Thomas Aichner:<br />

Karabiner mit einer Öffnung, die<br />

groß genug ist, um eine einfache<br />

Bedienung zu ermöglichen; die zudem<br />

über einen Sicherheitsverschluss<br />

verfügen, der sich nur aktiv<br />

mit Handballendruck öffnen lässt.<br />

Ein funktionierender Bandfalldämpfer<br />

sowie elastische Bandschlingen<br />

(sogenannte Äste) gehören<br />

ebenfalls zum Anforderungsprofil<br />

des Klettersteigsets. Letztere<br />

würden verhindern, dass man sich<br />

mit den Knien und Beinen in den<br />

Schlingen verheddert. Für Gebel<br />

stellt sich einmal mehr die Gretchenfrage:<br />

Komfort oder Gewicht?<br />

„Komfort bedeutet Wirbel (ein<br />

Drehgelenk zwischen Bandfalldämpfer<br />

und Ästen) und möglichst<br />

große, einfach bedien bare Karabiner.<br />

Auf langen Touren mit nur kurzen<br />

Klettersteigabschnitten oder<br />

für sehr erfahrene Alpinisten kann<br />

aber der Gewichtsfaktor in den Fokus<br />

rücken, wofür es eigene Leichtgewichts-Sets<br />

gibt“.<br />

Abgesehen von derlei Anwendungen<br />

führt für Thomas Aichner<br />

aber kein Weg an den bequemen<br />

und damit sicheren großen Karabinern<br />

vorbei. Ebenfalls ratsam ist<br />

ein genauer Blick auf die Anseilschlaufe,<br />

welche den Klettergurt<br />

mit dem Set verbindet. Zu kurz, und<br />

das Einbinden wird zur Herausforderung,<br />

zu lang, und das Set hängt<br />

unnötig weit nach unten.<br />

Steigt man mit Kindern in den<br />

Klettersteig ein, gilt gleich wie mit<br />

Erwachsenen: Ein Sturz ins Klettersteigset<br />

muss ausgeschlossen sein,<br />

entsprechend gilt es die Schwierigkeit<br />

realistisch einzuschätzen! Das<br />

Klettersteigset ist immer nur als<br />

letzte Absturzsicherung zu sehen,<br />

ein Sturz ist anders als am elastischen<br />

Kletterseil oft mit schweren<br />

Verletzungen verbunden. Zusätzlich<br />

gibt es für Klettersteigsets nur eine<br />

Norm, für welche der Bandfalldämpfer<br />

ab 40 Kilogramm auslösen<br />

sollte. Ans Kindergewicht angepasste<br />

Varianten sind am Markt nicht<br />

erhältlich.<br />

Es sollte zwar auf der Hand liegen,<br />

wir wiederholen aber gerne die<br />

Worte von Daniel Gebel: „Langsam<br />

herantasten. Kurze, einfache Klettersteige<br />

und dann schön langsam<br />

steigern. Entweder sollten die Kids<br />

fit genug sein oder ich muss eben<br />

zusätzlich sichern, wo wir wieder<br />

beim Via Ferrata Belay Kit wären“,<br />

so die klaren Worte, die auch auf<br />

Erwachsene übertragbar sind. Für<br />

Klettersteigsets selbst könnten für<br />

Kinder kleinere Karabiner und kürzere<br />

Äste komfortabler sein. Ein abschließender<br />

Tipp: im Zweifel lieber<br />

mit Bergführer in die Klettersteigkarriere<br />

starten.<br />

FOTO: Edelrid<br />

088


Top 6 Klettersteig-Ausrüstung<br />

MAMMUT Skywalker Pro Turn Via Ferrata Set<br />

garantiert besten Kletterspaß bei Genusstouren wie auf extremen<br />

Steigen aufgrund der ergonomisch geformten Pro-Karabiner und<br />

der Handballenentriegelung lässt es sich besonders leicht klippen<br />

ultrakompakter Bandfalldämpfer, elastische Arme und das patentierte<br />

Drehgelenk sorgen für<br />

bestmöglichen Komfort in der<br />

Handhabung<br />

PREIS (UVP): € 130,– | www.mammut.com<br />

Petzl Scorpio Eashook Klettersteigset<br />

für Anwender/-innen zwischen 40 und<br />

120 kg zwei elastische Arme mit hohem<br />

6<br />

Dehnungsvermögen, um sich allen Körpergrößen<br />

anzupassen von Petzl patentiertes<br />

ultrakompaktes Dämpfungssystem<br />

(Bandfalldämpfer) kurze Anbindung des<br />

Verbindungsmittels am Gurt, sodass es beim<br />

Gehen nicht stört hohe Haltbarkeit für den<br />

intensiven Gebrauch<br />

PREIS (UVP): € 145,–<br />

www.petzl.com<br />

ARC’TERYX Skaha Harness Klettergurt<br />

zum Sportklettern, für Mehrseillängentouren und Klettersteige<br />

optimale Lastverteilung durch komfortable Warp Strength Technologie<br />

robuster und flexibler Hüftgurt aus 150D-Mono-Mesh-<br />

Gewebe in Wabenstruktur hochatmungsaktiv durch Spacermesh<br />

an der Innenseite auswechselbare,<br />

feste Beinschlaufen<br />

verlängern die<br />

Lebensdauer des Gurts<br />

und sorgen für Flexibilität,<br />

Bewegungsfreiheit und<br />

Hängekomfort<br />

PREIS (UVP): € 180,–<br />

arcteryx.com<br />

EDELRID MOE 3 R Klettergurt<br />

alle textilen Polyesteranteile sowie die Polsterung aus recycelten<br />

Materialien • Verwendung von sortenreinem Polyester für eine einfache<br />

Rückführung in den Recyclingprozess • Slide-Block-Schnalle<br />

für komfortables und sicheres Anlegen des Gurtes • 4 symmetrische<br />

Materialschlaufen, 2 Befestigungsmöglichkeiten<br />

für<br />

Eisschrauben-Clips<br />

• Zentralring in Kernmantel-Konstruktion<br />

• Oberstoffe aus bluesign®<br />

zertifizierten Materialien<br />

PREIS (UVP): € 65,–<br />

edelrid.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

CHIBA Via Ferrata X-trem II Klettersteighandschuh<br />

für Damen und Herren elastische Oberhandmaterialien für perfekte<br />

Passform Innenhand aus robuster Mikrofaser mit Besatz aus<br />

Nappa-Leder Silikon-Knöchel schutz aramidverstärkter Besatz<br />

an Daumen und Zeigefinger Klettverschluss am Handgelenk<br />

extralange Finger für optimalen Schutz Auszieh- & Anziehhilfe<br />

PREIS (UVP): € 30,–<br />

www.chiba.de<br />

SALEWA PIUMA 3.0 Helm<br />

leichtester Kletter- und Bergsteigerhelm, den Salewa je hergestellt<br />

hat innovative In-Mould-Konstruktion kombiniert intelligente<br />

Gewichtsreduktion und hohen<br />

Aufprallschutz mit exzellenter<br />

Belüftung mit einer<br />

Schale aus expandiertem Polypropylenschaum<br />

und einem<br />

Außendeckel aus Polycarbonat<br />

– für Rundumschutz konzipiert<br />

PREIS (UVP): € 130,–<br />

www.salewa.com<br />

089


TOURISMUS Wanderunterkünfte<br />

ALLE WANDERN GERN.<br />

Singles, Familien und Menschen<br />

jeden Alters lieben das Wandern<br />

und Draußensein. Allen<br />

Zielgruppen ihre Wünsche zu<br />

erfüllen, ist die Herausforderung<br />

spezialisierter Wanderunterkünfte.<br />

090


Sehnsucht<br />

nach draußen<br />

Wandern hat sich vom etwas angestaubten Hobby<br />

zu einem modernen Trend für die ganze Familie<br />

entwickelt. Entsprechend haben sich auch spezielle<br />

Wanderunterkünfte verändert. von Julia Hausstätter<br />

FOTO: Ferienregion Nationalpark Hohe Tauern Salzburger Land<br />

V<br />

iele haben die<br />

Freude am Wandern<br />

wiederentdeckt.<br />

„Wandern<br />

ist keine Frage der<br />

Generation mehr“, erklärt Sonja<br />

Gassner vom Wanderhotel Gassner<br />

in Neukirchen am Großvenediger<br />

im Salzburger Land, „da geht jeder,<br />

ob jung oder alt, Singles oder Familien<br />

mit Kindern.“ Das bestätigt<br />

auch Sandra Strolz von den Pletzer<br />

Resorts: „Wandern ist für alle „alle<br />

Alters- und Konditionsstufen machbar,<br />

ob Einsteiger, Genießer oder<br />

sportlich-ambitioniert. Der Fokus<br />

liegt beim Wandern auf sich selbst<br />

und der Natur.“ Der neue Urlauber<br />

„sucht die Ruhe und Bewegung in<br />

der Natur und schätzt die Kulturtradition<br />

der Almlandschaften“, erklärt<br />

Strolz weiter.<br />

Für Singles bietet gerade eine<br />

Wanderunterkunft viele Vorteile, so<br />

Nina Truntschnig vom Tourismusverein<br />

der Wanderhotels in Europa:<br />

„Alleinreisende werden in einem<br />

Wanderhotel nie alleingelassen. Mit<br />

organisierten Wandertouren können<br />

auch Singles gemeinsam mit<br />

Gleichgesinnten und somit auch sicherer<br />

in den Bergen unterwegs<br />

sein.“ Viele Wanderhotels wie das<br />

Hotel Gassner bieten auch einzigartige<br />

Erlebnisse für Familien wie<br />

Rutschenwege, die sowohl Kinder<br />

als auch Eltern vom Wandern begeistern.<br />

Es gilt Menschen wieder<br />

mit der Natur in Einklang zu bringen,<br />

Spaß an der Bewegung zu finden<br />

und – für viele Familien am<br />

wichtigsten – Zeit miteinander zu<br />

verbringen. Natürlich gibt es auch<br />

Wanderer, die Einsamkeit und andere<br />

Naturerlebnisse suchen. „Sie<br />

wollen die Schroffheit, das Alleinsein<br />

am Berg und den Fernblick“,<br />

erklärt Gassner.<br />

Die Rolle der Wanderunterkunft<br />

Die letzten Jahre und besonders<br />

die Pandemie haben die Bedürfnisse<br />

der Menschen verändert.<br />

Gassner bringt es auf den Punkt:<br />

„Die Leute haben Sehnsucht nach<br />

Bewegung und Abwechslung im<br />

Freien.“ Gäste wollen den Urlaub<br />

greifbarer und genussvoller erleben.<br />

„Viele sind auf der Suche<br />

nach Ruhe und Erholung: Raus aus<br />

dem Alltag und sich in der frischen<br />

Luft und der freien Natur aktiv<br />

erholen“, stimmt Strolz zu. Diese<br />

Balance aus Bewegung und Entspannung<br />

wird von den Unterkünften<br />

mit ausgewogener Kulinarik<br />

und Wellness weiter unterstützt<br />

wie bei der hauseigenen „Move &<br />

Relax“-Philosophie der Pletzer<br />

Resorts.<br />

091


TOURISMUS Wanderunterkünfte<br />

Dabei spielt auch ein nachhaltiges<br />

Reiseverhalten eine immer<br />

größere Rolle: „Ein Thema, das aktuell<br />

noch Mehrwert ist, aber künftig<br />

wichtiger Standard sein wird“,<br />

ist Sandra Strolz sicher. Gäste<br />

schätzen lokale und authentische<br />

Erlebnisse wie das Verkosten regionaler<br />

Lebensmittel. Wanderunterkünfte<br />

reagieren mit nachhaltigen<br />

Praktiken und regionalen<br />

Produkten, wie bei der Eat-Philosophie<br />

im Das Walchsee Aktivresort.<br />

„Der Gast wird zu diesem Erholungs-Natur-Erlebnis<br />

hingeführt.<br />

Und genießt dabei höchsten Komfort<br />

und persönliche Betreuung“,<br />

meint Strolz. Das Hotel Gassner<br />

beispielsweise bietet einen eigenen<br />

Kräutergarten, in dem die Gäste<br />

eingeladen sind, sich selbst zu bedienen<br />

und zu genießen. „Die Erwartungen<br />

haben sich in dem Sinn<br />

geändert, dass Gäste ihren Urlaub<br />

mit allen Sinnen erleben möchten“,<br />

erzählt Sonja Gassner.<br />

Wanderunterkünfte müssen<br />

mehr bieten als nur einen Platz<br />

zum Schlafen, sie sind ein Rundumerlebnis.<br />

Gäste erwarten heute<br />

auch eine persönliche und herzliche<br />

Atmosphäre, denn wie Sandra<br />

Strolz hervorhebt „sind immer die<br />

Menschen das Wichtigste“. Gäste<br />

sollen sich bei familiengeführten<br />

Hotels wie dem Hotel Gassner wie<br />

ein Teil der Familie fühlen und von<br />

den Gastgebern die besten Tipps<br />

und Empfehlungen erhalten. „Wenn<br />

man freundlich empfangen wird<br />

und entsprechende Tipps für Wanderungen<br />

und Touren bekommt,<br />

auf geführte Touren mit den hauseigenen<br />

Wanderführern hingewiesen<br />

wird, dann fühlt man sich<br />

direkt aufgehoben“, erzählt Strolz<br />

weiters. Es gilt außerdem, Erlebnisse<br />

abseits der Masse zu schaffen.<br />

„Bei einer Sonnenaufgangswanderung<br />

muss man als Gastgeber<br />

einfach die Geheimspots finden,<br />

wo nicht die Masse ist. Wenn<br />

1000 Besucher rechts raufgehen,<br />

muss die eigene Tour nach links<br />

Fein – sich nach der Tour verwöhnen lassen, wie hier im Walchsee Aktivresort der Pletzer Resorts.<br />

gehen“, ist sich Gassner sicher.<br />

Beliebter wird auch der gehobene<br />

Wanderurlaub: „Unterkunft,<br />

Massage-Angebot, geführte<br />

Wanderungen, und am besten im<br />

Gesamtpaket wie beispielsweise<br />

mit unseren Wanderpauschalen: ein<br />

Rundum-Paket. Da lasse ich es mir<br />

gut gehen und muss mich um<br />

wenig kümmern“, erklärt Strolz.<br />

„Zum Rundum-Service gehören<br />

auch praktische Kleinigkeiten, die<br />

einen Wanderurlaub erleichtern“,<br />

meint Nina Truntschnig, „etwa eine<br />

Wanderbibliothek, Wanderkarten<br />

und eine Schuhputzstation.“ Regionale<br />

Angebote wie diverse Regions-<br />

Cards, die viele Leistungen um-<br />

Um gut zu schlafen,<br />

macht einfach<br />

abends das Fenster<br />

auf. Wir haben hier<br />

eine natürliche<br />

Klimaanlage.<br />

fassen, sorgen dafür, dass immer<br />

etwas unternommen werden kann.<br />

Zukunftsträchtig<br />

Der Trend bei den Wanderunterkünften<br />

geht hin zu individuellen<br />

und authentischen Erlebnissen abseits<br />

des Massentourismus. „Wir<br />

setzen uns einfach immer wieder<br />

neu mit den individuellen Bedürfnissen<br />

und Sehnsüchten der Reisenden<br />

auseinander“, erklärt Sonja<br />

Gassner. „Gerade der persönliche<br />

Kontakt und die auf den Gast abgestimmten<br />

Touren sind Grundstein<br />

für einen unvergesslichen<br />

Wanderurlaub“, meint auch Sandra<br />

Strolz.<br />

Auch das Thema Klimawandel<br />

stellt eine Herausforderung für die<br />

Hotels dar, bietet aber ebenso<br />

Chancen für die Alpenregionen, die<br />

im Sommer eine angenehme Alternative<br />

zu den immer heißeren südlichen<br />

Regionen darstellen. „Ich<br />

sage zu meinen Gästen immer,<br />

damit sie am Abend gut schlafen:<br />

Macht das Fenster auf“, lacht die<br />

Hoteliere vom Wanderhotel Gassner,<br />

„wir haben eine natürliche<br />

Klimaanlage.“<br />

FOTO: Walchsee Aktivresort/Simon Hausberger<br />

092


ÖSTERREICHS GRÖSSTES AKTIVSPORT-MAGAZIN<br />

Komm in unser Team!<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> ist Österreichs größtes Aktivsportmagazin mit den Kernthemen Fit, Run, Bike, Outdoor<br />

und Wintersport. Neben sechs hochwertigen Stammausgaben punktet <strong>SPORTaktiv</strong> mit drei monothematischen<br />

Guides: Bikeguide, <strong>Outdoorguide</strong> und Winterguide. Im Rahmen einer offensiven<br />

Wachstumsstrategie expandiert <strong>SPORTaktiv</strong> mit diesen drei Guides auflagenstark nach Deutschland.<br />

Zahlreiche Camps und Digitalplattformen runden unser Portfolio ab. Zur Verstärkung unseres Teams<br />

suchen wir motivierte und vor allem sportliche Persönlichkeiten.<br />

KEY ACCOUNT MANAGER:IN<br />

Tirol, Vorarlberg oder Salzburg / Vollzeit, ab Herbst<br />

Was diesen Job ausmacht<br />

• Du betreust bestehende und akquirierst neue<br />

Werbekund:innen und berätst Touristiker:innen bei<br />

aktiv-sportlichen Themen.<br />

• Die Märkte Tirol, Vorarlberg, Bayern und Baden-<br />

Württemberg liegen dabei in deiner Verantwortung.<br />

Auf persönlichen Kund:innenbesuchen bist du in<br />

diesen Regionen unterwegs.<br />

• Du entwickelst crossmediale Angebote für unsere<br />

digitalen und gedruckten Plattformen und kümmerst<br />

dich um deren reibungslose Umsetzung.<br />

• Tatkräftige Unterstützung erfährst du von unserem<br />

engagierten Team, das gemeinsam mit dir Erfolge<br />

feiert und neue Wege geht.<br />

• Du führst zudem Marktanalysen durch und<br />

erkennst Trends, um unsere Angebote kontinuierlich<br />

zu verbessern.<br />

Was Dich ausmacht<br />

• Deine Leidenschaft für Aktivsport ist mehr als ein<br />

Hobby für dich.<br />

• Mit einem ausgeprägten Interesse an Marketing<br />

und einem Verständnis wie Medien funktionieren,<br />

bist du bestens ausgestattet, um in dieser Branche<br />

durchzustarten.<br />

• Du weißt, wie langfristige Partnerschaften gepflegt<br />

werden und kannst Brücken zwischen Kund:innen<br />

und unseren Produkten bauen.<br />

• Selbstständiges und eigenverantwortliches Arbeiten<br />

sind Grundpfeiler von dir.<br />

• Fundierte Windows-Kenntnisse kannst du vorweisen.<br />

Was Du noch wissen solltest<br />

• Du kannst deine Begeisterung für Sport in<br />

eine Karriere verwandeln.<br />

• Du hast die einmalige Chance, namhafte Tourismusregionen<br />

und die Sporthotellerie bei Aktivsport-<br />

Themen zu betreuen und viel Neues zu lernen.<br />

• Eine hohe Eigenverantwortung bezüglich deiner<br />

Arbeitszeit und -organisation inkl. Homeoffice<br />

ermöglicht dir viel Flexibilität.<br />

• Ein professionelles Team mit einer offenen<br />

Kommunikationskultur freut sich auf deine<br />

tatkräftige Unterstützung.<br />

• Eine flexible Mobilität ist mittels Dienstauto<br />

oder Kilometergeld gewährleistet.<br />

• Dein monatliches Bruttogrundgehalt beträgt<br />

mind. EUR 2.800,- auf Vollzeitbasis (14-mal jährlich),<br />

zzgl. erhältst du eine attraktive erfolgsabhängige<br />

Provision und einen Zielerreichungsbonus. Dein jährliches<br />

Bruttogehalt liegt damit je nach Zielerreichung<br />

zwischen EUR 39.200 und EUR 57.200<br />

Jetzt bewerben:<br />

https://karriere.styria.com/Register/228138


TOURISMUS Wanderunterkünfte<br />

Übersicht online auf<br />

www.sportaktiv.com<br />

Wanderunterkünfte<br />

TIROL<br />

Explorer Hotel Zillertal<br />

Dein perfektes Basislager für Aktivurlaub<br />

in Kaltenbach im Zillertal! Du<br />

schläfst im modernen Design-Zimmer<br />

inklusive reichhaltigem Frühstücksbuffet.<br />

Für die Regeneration<br />

warten Sport-Spa mit Sauna,<br />

Dampfbad & Infrarotkabine. Tourenvorschläge<br />

findest du auf der Explorer<br />

Wall.<br />

www.explorer-hotels.com/tirol<br />

Das Walchsee Aktivresort<br />

Das Aktivresort liegt direkt in<br />

Walchsee. Die Region zwischen<br />

Chiemgauer Alpen und dem Kaisergebirge<br />

lädt zu herrlichen Wanderungen<br />

inmitten saftiger und blühender<br />

Almlandschaften ein. Angeboten<br />

werden u.a. geführte Wanderungen<br />

sowie auch individuell<br />

angepasste Touren mit zwei Wanderführerinnen.<br />

www.daswalchsee.at<br />

VAYA Zillertal<br />

Direkt in Aschau im Herzen des Zillertals<br />

gelegen, bietet das VAYA<br />

Zillertal alles, was es für eine gelungene<br />

Wanderauszeit in den Bergen<br />

braucht. Spa-Suiten, einen Wellnessbereich<br />

mit In- und Outdoorpool<br />

(neu!) sowie regionale kulinarische<br />

Highlights lassen die Auszeit<br />

vom Alltag zum Erlebnis werden.<br />

www.vayaresorts.com/hotel/vayazillertal/<br />

OSTTIROL<br />

Naturhotel Outside<br />

Das familiengeführte Naturhotel<br />

Outside liegt zwischen Großglockner<br />

& Dolomiten bei Matrei im Nationalpark<br />

Hohe Tauern. Als offizielles<br />

Wanderhotel werden wöchentlich<br />

4 bis 5 Wanderungen mit den<br />

FOTO: Explorer Hotels<br />

Zentral und trotzdem nah am Berg. Das Explorer Hotel Zillertal.<br />

hoteleigenen Guides angeboten –<br />

kostenfrei. Zudem ist das familiengeführte<br />

Hotel bekannt für seine regionale<br />

& saisonale Gourmetküche.<br />

www.hotel-outside.at<br />

SALZBURG<br />

Wanderhotel Gassner<br />

Das Wander- & Wellnesshotel in<br />

Neukirchen am Großvenediger ist<br />

umgeben von den Kitzbüheler Alpen<br />

und dem Nationalpark Hohe<br />

Tauern. Wöchentlich 5 bis 7 geführte<br />

Wanderungen, 3000er-Touren<br />

zubuchbar, Wanderausrüstungsverleih,<br />

Sommercard, 1200 m 2 Spa mit<br />

Hallenbad, Naturpool & Saunen.<br />

www.hotel-gassner.at<br />

Aktivhotel Alpendorf<br />

Das Aktivhotel in St. Johann im<br />

Pongau zählt zu den „besten alpinen<br />

Wanderhotels“ und bietet Top-Ausstattung,<br />

mind. 3 persönlich geführten<br />

Touren pro Woche, Wander-<br />

Shuttle, Wander-Service-Paket, u. v.<br />

m. Die Familie Unterkofler ist selbst<br />

eine begeisterte Wanderfamilie.<br />

www.hotel-alpendorf.at<br />

Salzburger Hof<br />

Das Hotel in Leogang bietet eigene<br />

Wanderangebote und viele Inklusivleistungen<br />

wie mehrmals pro Woche<br />

geführte Wanderungen, morgendliche<br />

Speed-Wanderungen,<br />

Verleih von Wanderstöcken und<br />

Rucksäcken u. v. m. Entspannen<br />

lässt es sich im 1200 m 2 Panorama­<br />

Spa mit Infinity Sky-Pool, Saunen<br />

und mehr ...<br />

www.salzburgerhof.eu<br />

KÄRNTEN<br />

Dorf Schönleitn<br />

Idyllisch in Oberaichwald nahe dem<br />

Faaker See in der Region Villach<br />

liegt das „Dorf Schönleitn“. Das Hotel<br />

istTeil der Naturel Hotels Kärnten<br />

sowie authentisches Mitglied<br />

der Wanderhotels. Bergwanderführer<br />

begleiten die Gäste im Alpen­<br />

Adria-Raum. Tolle Küche, tolles<br />

Dorf-Ambiente, tolle Gastgeber.<br />

www.schoenleitn.at<br />

Das Katschberg<br />

Natur erleben ist das Motto des<br />

4 Sterne Superior Hotels „Das<br />

Katschberg“ am gleichnamigen<br />

Berg an der Grenze Kärnten/Salzburg<br />

auf 1650 m Seehöhe. 2021 neu<br />

eröffnetes Aktivhotel und ebenfalls<br />

Mitglied der Wanderhotels-Gruppe.<br />

Die Hoteliersfamilie Hinteregger<br />

steht auch hinter dem Projekt<br />

„Klimaberg Katschberg“.<br />

www.das-katschberg.at<br />

Der Daberer<br />

Das weit über die Grenzen hinaus<br />

bekannte Biohotel Daberer in Dellach<br />

ist auch das Premium-Wanderhotel<br />

im oberen Gailtal. Der Familienbetrieb<br />

punktet mit Kulinarik der<br />

Oberliga und mit viel Ruhe. Stimmiges<br />

Mitglied der Wanderhotels.<br />

Tipp: Wanderungen auf die karnischen<br />

Almen entlang des Karnischen<br />

Höhenwegs.<br />

www.biohotel-daberer.at<br />

OBERÖSTERREICH<br />

Poppengut<br />

In Hinterstoder, umgeben von den<br />

Bergen des Toten Gebirges, liegt<br />

das familiengeführte Relax- & Wanderhotel<br />

Poppengut mit Innen- und<br />

Außenpools, einem großen Garten<br />

und gemütlicher Sauna. Das ganze<br />

Jahr hindurch besticht das facettenreiche<br />

Gebiet zwischen Totem<br />

Gebirge und Sensengebirge durch<br />

seine malerischen Ausblicke.<br />

www.poppengut.at<br />

INNs HOLZ Hotel und<br />

Chaletdorf<br />

Das INNs HOLZ Hotel & Chaletdorf<br />

in Ulrichsberg im Mühlviertel<br />

ist der Inbegriff von Natürlichkeit<br />

und Luxus. Exklusive, gemütliche<br />

Almatmosphäre mit Private Spa im<br />

Chalet und zusätzlichem, resorteigenem<br />

Wellness- & Spa-Paradies<br />

auf rund 1000 m 2 für eine Auszeit<br />

094


voll Entspannung, Ruhe, Naturerlebnis<br />

und Genuss.<br />

www.innsholz.at<br />

STEIERMARK<br />

Hotel Winterer<br />

Das familiengeführte Hotel liegt<br />

oberhalb von Schladming auf 1253<br />

m und bietet einen herrlichen Blick<br />

auf das Dachsteinmassiv und die<br />

umliegende Bergwelt. Gastgeber<br />

Christine und Stefan sind geprüfte<br />

Bergwanderführer und kennen die<br />

schönsten Touren der Region.<br />

www.winterer.at<br />

Oskar-Schauer-Haus<br />

Das Oskar-Schauer-Haus (1409 m),<br />

auch Sattelhaus genannt, liegt auf<br />

der Terenbachalpe und feiert nächstes<br />

Jahr sein 100-jähriges Bestehen.<br />

Es war in seiner Geschichte immer<br />

ein beliebtes Ziel von Wanderern<br />

und Ausflüglern. Es gibt Zimmer mit<br />

Fließwasser und zwei Matratzenlager,<br />

Etagen-Duschen und -WC.<br />

www.sattelhaus.at<br />

NIEDERÖSTERREICH<br />

Österr. Wandergastgeber<br />

Gasthof Jagersberger<br />

Wer im zertifizierten Wanderbetrieb<br />

Gasthof Jagersberger nächtigt, bekommt<br />

als Hauptgang Natur pur.<br />

Der Gasthof liegt idyllisch am Königsberg<br />

von der Hektik des Alltags<br />

abgeschirmt – Wanderstartplatz<br />

und Bikepark im Sommer direkt vor<br />

der Haustür.<br />

www.gasthof-jagersberger.at<br />

ITALIEN<br />

Aktivhotel Panorama<br />

Das Aktivhotel in Gossensaß gehört<br />

zu den besten Wanderhotels in<br />

Italien. Ganz im Sinne von „best alpine“<br />

erfüllt das Hotel folgende Kriterien:<br />

Wanderwege direkt vor der<br />

Tür, die Gastgeber sind selbst passionierte<br />

und erfahrene Wanderexperten,<br />

dazu gibt es kostenlose geführte<br />

Touren, Wandertaxi uvm.<br />

www.hotel-panorama.it<br />

Drei Zinnen. Langjährige Erfahrung<br />

im alpinen Bereich, geführte Wanderungen,<br />

Wanderstöcke, Rucksäcke<br />

und mehr zum Ausleihen, dazu<br />

eine so genussreiche wie gesunde<br />

Küche und ein vielfältiges Wellness-Angebot<br />

mitten in Sexten.<br />

www.berghotel.com<br />

Ganischgerhof Mountain<br />

Resort & Spa ****S<br />

Das Wanderhotel in Deutschnofen<br />

– Eggental bietet einen Wander­<br />

Rundumservice sowie auf Wunsch<br />

Wanderausrüstung und Lunchpakete,<br />

einen Wander-Shuttle-Service,<br />

vielfältiges und attraktives Wander-Wochenprogramm<br />

mit erfahrenen<br />

Wanderführern u. v. m.<br />

www.ganischger.com<br />

SLOWENIEN<br />

Chalets HIKE&BIKE<br />

Die Chalets befinden sich im Triglav-Nationalpark<br />

und sind mit traditionellen<br />

architektonischen Elementen<br />

gestaltet, um das Berggefühl mit<br />

Stein und Holz zu bewahren. Grega<br />

und Maja bieten geführte Touren für<br />

Anfänger und Fortgeschrittene an<br />

und man kann die notwendige Ausrüstung<br />

vor Ort leihen.<br />

www.hikeandbike.si<br />

BAYERN<br />

Berggasthof Schön<br />

Nomen est omen, heißt es beim<br />

„Berggasthof Schön“! Ein idyllisches<br />

Wanderhotel in den Bayerwaldbergen<br />

nahe dem Nationalpark Bayerischer<br />

Wald. Perfekt für Naturliebhaber<br />

mit gemütlichen Zimmern,<br />

regionaler Küche und einer entspannten,<br />

familiären Atmosphäre.<br />

www.berggasthof-schoen.de<br />

Malerische<br />

Ausblicke<br />

gibt es, wie<br />

hier beim<br />

Poppengut,<br />

auch oft direkt<br />

im Quartier.<br />

GRÜNE WIESEN<br />

STATT<br />

HEISSEM SAND.<br />

Naturel Hotels & Resorts<br />

Kärnten · Faaker See · Naturpark Dobratsch<br />

naturelhotels.com<br />

Berghotel Sexten<br />

Ein Hotel inmitten der magischen<br />

Sextner Dolomiten mit Blick auf die<br />

FOTO: Poppengut Hinterstoder/Carolin Thiersch Photography<br />

Foto © Carolin Thiersch


ISTRIEN | KROATIEN<br />

FOTOS: TVB Medulin Riviera, Plava Laguna Croatia Open Umag<br />

Aktiv in Istrien von Nord bis Süd<br />

In Istrien lässt sich Spaß beim Sport mit dem Erkunden wunderschöner Natur verbinden.<br />

Stürz dich in dein authentisches Outdoorabenteuer.<br />

I<br />

m Norden der Halbinsel<br />

liegt Umag, wahrlich eine<br />

Stadt des Sports. In der<br />

Kleinstadt mit rund 13.000<br />

Einwohnern sind nicht weniger<br />

als 55 Sportvereine in 24<br />

Sportarten aktiv – vom Fußball bis<br />

zum Tauchen. Ebenso vielfältig und<br />

gut entwickelt ist auch die Sportinfrastruktur,<br />

von der auch Urlaubsgäste<br />

profitieren: Von den 80 Tennisplätzen<br />

über unzählige markierte<br />

Radwege und einen 18-Loch-Golfplatz<br />

bis hin zu zwei Segelplateaus<br />

dreht sich hier alles rund ums Aktivsein<br />

unter der istrischen Sonne,<br />

mit der Möglichkeit, im Meer Abkühlung<br />

zu finden. Die Sportevents<br />

der Region sind weithin bekannt –<br />

zum Beispiel das Plava Laguna Croatia<br />

Open Umag (19.–27. Juli), mit<br />

seinen abendlichen Sideevents direkt<br />

am Strand im Komplex Stella<br />

Maris; der Radmarathon Istria<br />

Granfondo; oder der Ultratrailrun<br />

„100 Meilen Istrien“, der Teil der<br />

„Ultra-Trail World Tour“ ist.<br />

Kap Kamenjak – ein Naturparadies<br />

an der Südspitze Istriens<br />

Ganz im Süden Istriens, in der Nähe<br />

von Pula und Medulin, liegt das Kap<br />

Kamenjak, ein wahres Naturparadies<br />

und eine der letzten Oasen entlang<br />

der Küste, die ihren ursprünglichen<br />

Charakter voll bewahrt haben.<br />

Zu den felsigen Stränden gelangt<br />

man über Radwege, man kann aber<br />

auch mit dem Paddelboot das Kap<br />

ansteuern. Aufpassen heißt es aber<br />

auf die Meeresströmungen, und das<br />

gilt hier auch für Surfer, die einerseits<br />

vom Wind profitieren, andererseits<br />

auf die Meeresströmungen<br />

achtgeben müssen: Das Einholen<br />

der Wetterprognose wird Besu-<br />

chern des Kaps Kamenjak stets<br />

empfohlen, da plötzliche Wetterwechsel<br />

hier keine Seltenheit sind.<br />

Das Naturparadies eignet sich<br />

hervorragend zum Radfahren oder<br />

Wandern (z. B. auf den Spuren der<br />

Dinosaurier mit 98 Millionen Jahre<br />

alten versteinerten Fußabdrücken),<br />

für sämtliche Wassersportarten<br />

und zum Baden und Erholen in den<br />

traumhaft schönen Buchten. Wer<br />

gern von Klippen herab ins Wasser<br />

springt, wird begeistert sein. Stärken<br />

und erfrischen kann man sich<br />

in einer der Beach-Bars in den<br />

Buchten.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.istra.hr/de<br />

096


WEINSBERG<br />

ANZEIGE / FOTOS: WEINSBERG Camper Vans<br />

Vier aus der WEINSBERG Camper<br />

Van Familie (v. l.): CaraBus (Ford),<br />

CaraTour (Ford), CaraBus 600 MQH<br />

(Fiat), CaraBus mit Aufstelldach.<br />

Das Beste aus zwei Welten<br />

WEINSBERG Camper Vans bieten eine vollwertige Caravaning-Ausstattung mit Top-Wohnkomfort<br />

auf kompaktem Kastenwagen-Grundriss. Das Abenteuer kann beginnen.<br />

D<br />

er erste WEINSBERG<br />

Camper Van wurde<br />

1969 in Weinsberg bei<br />

Heilbronn aufgebaut<br />

und er trug schon die<br />

typischen Gene in sich: Robust wie<br />

ein Kastenwagen, zugleich komfortabel<br />

wie ein Mini- Appartment.<br />

Heute zählen die WEINSBERG<br />

Camper Vans zu den erfolgreichsten<br />

ausgebauten Kastenwägen auf<br />

dem Markt. Sie kombinieren dabei<br />

stets das Beste aus zwei Welten:<br />

Eine vollwertige Caravaning-Ausstattung<br />

mit vorbildlichem Wohnkomfort,<br />

der dem von großen Reisemobilen<br />

um nichts nachsteht,<br />

trifft auf den Grundriss eines kompakten<br />

Kastenwagens, mit welchem<br />

enge Passstraßen problemlos zu<br />

meistern sind und das Rangieren<br />

auf engen Stellplätzen ganz einfach<br />

von der Hand geht. Dazu gesellt<br />

sich ein hervorragendes, einsteigerfreundliches<br />

Preis-Leistungs-<br />

Verhältnis. Jahrzehntelange Erfahrung,<br />

echte Handwerkskunst und<br />

jede Menge Herzblut stecken in<br />

allen WEINSBERG Camper Vans,<br />

und das macht sich bezahlt.<br />

CaraBus, CaraTour und CaraLife<br />

Der CaraBus ist der Allrounder mit<br />

klassisch-frischem Design im<br />

WEINSBERG Programm. Er ist<br />

geräumig, wendig und mit zahlreichen<br />

feinen Ausstattungsdetails erhältlich.<br />

Die modern-lässige Alternative<br />

zum CaraBus heißt CaraTour<br />

– er ist der „Einfach-los“-Camper-<br />

Van, mit dem der Start in den Urlaub<br />

easy wie mit keinem anderen<br />

gelingt. Besonders viel Platz fürs<br />

Sportequipment bieten CaraBus<br />

und CaraTour in der [OUTLAW]-<br />

Variante. In der riesigen Heck-<br />

garage finden sogar zwei Motorräder<br />

Platz – ohne auf einen vollausgestatteten<br />

Wohnraum verzichten<br />

zu müssen.<br />

„Erhaben“ lässt es sich in den<br />

MQH-Hochdach-Modellen oder<br />

auch im Camper mit Aufstelldach,<br />

unter dem sich 200 x 135 cm Liegefläche<br />

einrichten lassen, übernachten.<br />

Der CaraLife bietet alles, was<br />

man sich zum perfekten VanLife<br />

nur wünschen kann – bis hin zu<br />

individualisierbaren Wänden, flexibler<br />

Bad- und Pflegelösung sowie<br />

einer vollwertigen Küche.<br />

Weitere Informationen unter:<br />

www.weinsberg.com/<br />

camper-vans-kastenwagen<br />

097


PERSONALITY Babsi Zangerl & Jacopo Larcher<br />

Vanlife pur –<br />

Freiheit pur!<br />

Vanlife! Wohl kaum jemand kann über das Leben in<br />

einem Camper-Van mehr erzählen als Babsi Zangerl<br />

und Jacopo Larcher. Denn dem Weltklasse-Kletterpaar<br />

hilft tatsächlich ein geradezu minimalistischer Bus,<br />

ihre Freiheit und ihren Traum zu leben. von Thomas Polzer<br />

Ihr verbringt sehr viel Zeit<br />

des Jahres in eurem Van, bezeichnet<br />

ihn als euer Wohnzimmer.<br />

Wie kann man sich<br />

das im Alltag vorstellen?<br />

Babsi: Ja, wir sind sicher<br />

mehr als ein Drittel des Jahres im<br />

und mit dem Bus unterwegs. Von<br />

den Fahrten zur Kletterwand in der<br />

Nähe bis zu längeren Ausflügen über<br />

ein paar Wochen in halb Europa.<br />

Jacopo: Ich bin damit auch viel in<br />

meinem Job als Kletterroutenbauer<br />

mit der Gruppe on tour. Auch wenn<br />

der Veranstalter des Kletterevents<br />

ein Zimmer buchen würde, schlafe<br />

ich lieber im Bus. Es ist immer<br />

mein Bett und mein Zuhause. Ich<br />

hab dort meine Ruhe, kann meistens<br />

direkt bei der Kletterhalle parken<br />

– ich genieße es einfach im Bus<br />

zu sein.<br />

Was ist das genau für ein Bus?<br />

Babsi: Es ist ein einfacher Kastenwagen,<br />

Baujahr 2018. Hinten ohne<br />

Fenster, mit Standheizung. Man<br />

kann nicht aufrecht stehen, es gibt<br />

keinen Tisch, nur eine kleine Theke<br />

zum Kochen und beim Essen sitzen<br />

wir am Rand des Betts. Dafür haben<br />

wir viel Stauraum für unser<br />

ganzes Equipment. Das ist uns sehr<br />

wichtig. Sonst ist er aber nicht so<br />

groß und es wird zu zweit und gemeinsam<br />

mit unserem Hund Olli<br />

aka Ollibertos (Anm.: rumänischer<br />

Straßenhund) schon eng, vor allem,<br />

wenn es regnet. Es ist jedenfalls<br />

sehr minimalistisch.<br />

Jacopo: Da wir am liebsten in der<br />

Natur sind und von Frühling bis<br />

Herbst draußen kochen und drinnen<br />

nur schlafen, ist das ok. Im<br />

Winter sind wir ohnehin viel weniger<br />

damit unterwegs.<br />

Seid ihr auch mal im Hotel?<br />

Babsi: Wenn wir nur für Vorträge zu<br />

Events eingeladen werden, kann es<br />

schon mal in der Gruppe ein Airbnb<br />

sein. Aber wenn wir länger dort<br />

sind und auch klettern gehen, sind<br />

wir mit dem Bus unterwegs. Nur im<br />

Winter mieten wir uns ein – das ist<br />

erholsamer. Bei Eiseskälte regeneriert<br />

man fürs Klettern in unserem<br />

Bus nicht so gut. Bloß unser Hund<br />

will immer im Bus schlafen, der<br />

will gar nicht ins Hotel oder in unsere<br />

Wohnung.<br />

Klingt ganz nach der großen Freiheit,<br />

die heute in vielen Menschen<br />

Für uns ist das Leben<br />

im Van und auch das<br />

Klettern das pure<br />

Im-Moment-Sein.<br />

Sehnsucht auslöst. Ist dieser Lebensstil<br />

für euch in erster Linie pragmatisch<br />

oder könnt ihr euch tatsächlich<br />

nichts Schöneres vorstellen?<br />

Babsi: Es ist einfach schön, wenn<br />

man aus dem normalen Komfortleben<br />

heraustritt. Zum Beispiel, wenn<br />

man beim Klettern in einer Wand in<br />

einem Wandzelt schläft. Da hat man<br />

noch viel weniger als im Bus. Das<br />

sind intensive Erlebnisse, die extrem<br />

schön sind, wenn du in der Natur<br />

aufwachst und irgendwo an einem<br />

abgelegen Ort bist. Das bleibt<br />

dir ewig in Erinnerung. So was hast<br />

du in den eigenen vier Wänden<br />

nicht. Das ist – mit all den Schwierigen,<br />

die dazugehören, es ist ja oft<br />

kalt und grauslich – einfach cool!<br />

Dazu gehört eben auch das Platzerl<br />

am Fuß der Wand?<br />

Babsi: Direkt an der Wand geht mit<br />

dem Bus meistens nicht. Jetzt, wo<br />

es viele in die Natur zieht, kann<br />

man nicht mehr so leicht einfach irgendwo<br />

stehen. Das ist auch auf<br />

vielen Parkplätzen nicht mehr erlaubt.<br />

Es gibt noch zugewiesene<br />

Parkplätze oder ein paar Geheimflecken,<br />

es ist aber definitiv schwieriger<br />

als früher. Klassische Campingplätze<br />

sind aber trotzdem bei uns<br />

kein Thema.<br />

Jacopo: Die Kletterer geben oft untereinander<br />

Tipps, wo man stehen<br />

kann. Es ist jedenfalls von Vorteil,<br />

einen kleinen Bus wie unseren zu<br />

haben, der aussieht wie ein normales<br />

Arbeitsauto. Und man fällt auch<br />

nicht so auf, wenn man nur drin<br />

schläft und nicht davor sitzt. Das<br />

ist auch ein wichtiger Grund für<br />

unseren aktuellen Bus. Außerdem<br />

muss er in jede öffentliche Garage<br />

passen. Er ist vor allem Mittel zum<br />

Zweck, aber ich genieße es sehr, damit<br />

unterwegs zu sein. Man hat die<br />

volle Freiheit, kann hinfahren, wohin<br />

man will, jederzeit stehen bleiben,<br />

drin schlafen. Für mich ist das<br />

Urlaub pur, selbst bei der Arbeit<br />

fühlt sich das wie Urlaub an.<br />

Babsi: Ein Riesenvorteil ist auch,<br />

dass wir für Urlaube nichts planen<br />

098


VOLL IM MOMENT!<br />

Babsi und Jacopo genießen ihre<br />

gemeinsame Leidenschaft Vanlife<br />

in ihrem Bus: die Nähe zur<br />

Natur, die Ruhe, die Erlebnisse<br />

und die Freiheit, dadurch ihrer<br />

anderen großen Leidenschaft<br />

Klettern nachzugehen.<br />

TO: Klaus Dell’Orto<br />

099


PERSONALITY Babsi Zangerl & Jacopo Larcher<br />

Babsi und Jacopo<br />

leben das Abenteuer,<br />

genießen aber auch<br />

Momente der Ruhe.<br />

müssen! Wir fahren einfach drauflos<br />

und entscheiden vor Ort, wo wir<br />

bleiben. Das Busleben macht vor allem<br />

das Unkomplizierte aus. Es ist<br />

mit wenig Stress möglich, in eine<br />

andere Region mit besserem Wetter<br />

zu fahren. Das wäre bei einer gebuchten<br />

Unterkunft nicht möglich.<br />

Jacopo: Ich fahre einmal pro Jahr alleine<br />

oder mit dem Hund mit dem<br />

Bus einfach drauflos – zum Skifahren<br />

oder zum Klettern, je nach Lust<br />

und Laune. Das ist für mich das<br />

Coole am echten Vanlife. Dafür sitzen<br />

wir heute viel weniger im Flugzeug<br />

als früher – vielleicht ein bis<br />

zwei Mal im Jahr.<br />

Aber etwas mehr Komfort beim<br />

Vanlife wäre schon fein, oder?<br />

Babsi: Sicher, aber das Problem ist<br />

auf jeden Fall der Preis. Und bei<br />

dem vielen Salz im Winter rostet<br />

dir ein teurer Bus dann genauso unter<br />

dem Arsch weg.<br />

Jacopo: Für den Alltag ist es mit einem<br />

größeren Bus einfach nicht<br />

mehr so fein. Für mich ist er in erster<br />

Linie ein viel genutztes Zweckfahrzeug.<br />

Für welche Leidenschaften und Werte,<br />

die euch wichtig sind, hilft euch<br />

der Van, diese auch leichter zu leben?<br />

Babsi: Ohne den Van wäre unsere<br />

große Leidenschaft Klettern gar<br />

nicht möglich. Wir sind sehr viel<br />

unterwegs bzw. auf Reisen, da ist<br />

das Mobilsein, unser mobiles Bett,<br />

einfach ein Hit. Wir packen spontan<br />

ein und können los. Das ist Freiheit<br />

pur!<br />

Jacopo: Vanlife gehört für mich einfach<br />

zum Klettern dazu. Ich würde<br />

das Klettern nicht gleich genießen,<br />

wenn ich in einem Hotelzimmer<br />

oder mit Airbnb unterwegs wäre.<br />

Babsi: Ich finde es cool, wenn man<br />

in der Früh aufwacht, rundherum<br />

zwitschern die Vögel und man ist<br />

schon direkt in der Natur. Man<br />

kocht seinen Kaffee am Boden in<br />

der Bialetti. Das löst tolle Gefühle<br />

aus und ist beruhigend für uns –<br />

auch schon fürs Klettern danach.<br />

Und am Ende des Tages bleiben Erinnerungen,<br />

was man erlebt hat –<br />

extrem schöne und auch extrem<br />

harte – und die man tief drinnen abgespeichert<br />

hat. Das definiert für<br />

mich Leben oder Glück.<br />

Dafür verzichtet ihr auch gern<br />

auf Komfort.<br />

Babsi: Wenn man immer in der Komfortzone<br />

bleibt und immer entspannt<br />

und bequem ist, bleibt<br />

nichts. Genauso ist es mit Risiko:<br />

Jeder Mensch muss gewisse Risiken<br />

im Leben eingehen, damit das<br />

Leben lebenswert ist. Durchs Klettern<br />

kann man da auch viel fürs<br />

„normale“ Leben lernen.<br />

Jacopo: Für uns bedeutet das Leben<br />

im Van und das Klettern das pure<br />

„Im-Moment-Sein“. Die Natur genießen,<br />

Zeit für sich zu haben. Im<br />

Hotel ist das anders, da muss ich<br />

immer etwas Produktives machen<br />

oder etwas planen. Und auch wenn<br />

ich länger zu Hause bin, fehlt mir<br />

was.<br />

Gibt es auch Schattenseiten<br />

beim Leben im Van?<br />

Jacopo: Bei Kälte ist es die fehlende<br />

Erholung. Und es gibt auch Gegenden,<br />

wo öfters eingebrochen wird.<br />

Das nimmt mir natürlich das Gefühl<br />

der Freiheit, wenn man im<br />

Hinterkopf hat, dass ich nicht alles<br />

mitnehmen kann. Und das ist uns<br />

leider schon dreimal passiert, rund<br />

um Marseille und Monaco: Da sind<br />

organisierte Gruppen unerwegs –<br />

Scheibe eingeschlagen und Geldtasche<br />

und Fotoapparat gestohlen.<br />

War bei euch beiden der Zugang zum<br />

Leben im Van immer der gleiche?<br />

Babsi: Ich wollte schon als Kind immer<br />

im Zelt schlafen. Ein tolles<br />

Abenteuer, das alle Eltern ihren<br />

Kindern ermöglichen sollten, auch<br />

als Erfahrung für das spätere Le-<br />

FOTO: Francois Lebeau<br />

100


en. Mit 16 Jahren habe ich schon<br />

fürs Klettern im Auto geschlafen –<br />

auch am Vordersitz oder im<br />

Schlafsack draußen. Einfach, um<br />

ohne Geld zum Klettern zu kommen.<br />

Aber das hatte mit Vanlife<br />

nichts zu tun. Es war jedenfalls<br />

schon früh ein Traum und Ziel von<br />

uns beiden, mal einen Bus zu haben<br />

und nicht mehr im kleinen Auto<br />

schlafen zu müssen.<br />

Jacopo: Wir sind schon als Kinder<br />

mit den Eltern im Dachzelt unterwegs<br />

gewesen. Diese Art des Reisens<br />

war immer Teil meines Lebens.<br />

Habt ihr immer den gleichen Bus<br />

gehabt?<br />

Jacopo: Babsi hatte davor auch einen<br />

Bus, aber zusammen haben wir<br />

seit 2018 nur mehr den einen – das<br />

passt. Im aktuellen Bus haben wir<br />

nachträglich noch Solarpaneele installiert.<br />

So lädt sich die Batterie<br />

nicht nur beim Fahren, sondern<br />

ZUR PERSON<br />

Babsi Zangerl<br />

Die Tiroler Profikletterin ist 36, gilt als<br />

beste Allroundkletterin der Welt und ist<br />

vor allem auf Sportkletter-Routen weltweit<br />

unterwegs. Außerdem arbeitet sie<br />

im LKH Bludenz als Röntgenassistentin.<br />

Instagram: @babsizangerl<br />

Jacopo Larcher<br />

Der Südtioler Profikletterer ist 34,<br />

arbeitet als Kletterroutenbauer und<br />

hält Vorträge. Er beendete 2011 seine<br />

Wettkampf-Kletterkarriere (u. a. italienischer<br />

Meister im Bouldern), widmet sich<br />

seitdem dem Felsklettern und ist hier<br />

Weltspitze.<br />

www.jacopolarcher.com<br />

Sie leben gemeinsam in Bürs (V).<br />

auch, wenn wir stehen. Ein Mega-Upgrade<br />

für uns! Ja, und dazugekommen<br />

ist noch ein Radträger<br />

hinten, jetzt können wir manchmal<br />

mit den E-Bikes zur Kletterwand<br />

radeln.<br />

Habt ihr noch andere Pläne, was das<br />

Vanlife betrifft?<br />

Jacopo: Ich glaub schon, dass wir<br />

mal einen größeren Bus kaufen<br />

werden, in dem wir drinstehen<br />

und damit für eine längere Zeit<br />

gemütlich unterwegs sein können.<br />

Babsi: Ja, das wäre gewaltig! Es<br />

würde schon vieles einfacher machen,<br />

wenn man mehr Platz hat.<br />

Eine Eckbank und ein Tisch wären<br />

auch schön, damit man im Bus<br />

auch bei Regen gut Zeit verbringen<br />

kann, und ohne raus zu müssen,<br />

um den Bus innen umzubauen.<br />

Welche Tipps könnt ihr zum<br />

Vanlife weitergeben?<br />

Babsi: Das Wichtigste ist, dieses<br />

Leben überhaupt einmal auszuprobieren.<br />

Vielleicht mal einen<br />

Bus ausleihen. Viele wären wahrscheinlich<br />

positiv überrascht.<br />

Und wenn ihr dann mal wo frei<br />

steht: Verhaltet euch – bei aller<br />

Freiheit – stets dezent und rücksichtsvoll!


PRODUKT Zelte & Schlafsäcke<br />

Zeltlager<br />

Was es braucht, damit die Nacht im Zelt erholsamen<br />

Schlaf bringt? Vorab erstmal einiges an Überlegungen<br />

zu Einsatzgebiet und Material …<br />

von Lukas Schnitzer<br />

T<br />

rekking oder wandern<br />

mit Rucksack und Zelt<br />

ist, wenn man so<br />

möchte, das Vanlife<br />

des gemeinen Fußvolks.<br />

Stimmen die Rahmenbedingungen,<br />

sprich durchwandert<br />

man Gegenden mit toleranter Politik<br />

gegenüber Campern, oder plant<br />

man in heimischeren Gefilden seine<br />

Touren geschickt rund um ausgewiesene<br />

Campingplätze, gibt es<br />

wenig, was zu Land der „großen<br />

Freiheit“ näherkäme. Viel ist es<br />

nicht, was es dazu in Wahrheit<br />

braucht. Bekleidung, je nach<br />

Tourenlänge mehr oder weniger<br />

Proviant, Waschzeug, Zelt, Schlafsack<br />

und Isomatte – verpackt im<br />

passenden Rucksack. Alles, was<br />

man „draußen“ zum Überleben<br />

braucht, auf kleinem Rahmen komprimiert.<br />

Damit das Abenteuer<br />

auch wirklich zum gelungenen Erlebnis<br />

wird, ist aber vor allem eines<br />

wichtig: guter Schlaf. Auftritt also,<br />

für Schlafsack, Isomatte und Zelt.<br />

Trockener Wohnraum<br />

Maarten Harteveld hat als Brand<br />

Manager von BACH Equipment einiges<br />

an Einblick in die Welt des<br />

„Draußenschlafens“. Geht es um<br />

die Wahl des richtigen Zeltes für<br />

Trekking- und Wanderabenteuer,<br />

empfiehlt er dringend, die zu erwartenden<br />

Bedingungen abzuwägen:<br />

„Es ist zu einfach, nur das<br />

Packmaß und Gewicht zu betrachten,<br />

wenn man ein Zelt wählt.<br />

Während der Wanderung ist das<br />

Zelt dein Zuhause.“ Bei Bach, wie<br />

auch bei anderen Herstellern, wird<br />

grundsätzlich zwischen 3-Jahreszeiten-,<br />

4-Jahreszeiten- und<br />

Expeditionszelten unterschieden.<br />

3-Jahreszeiten-Zelte sind, so Harteveld,<br />

die richtige Wahl, wenn kein<br />

Schnee, kein starker Wind und<br />

wenig Regen zu erwarten sind. Um<br />

ausreichend Belüftung sicherzustellen,<br />

sind bei diesen Zelten die<br />

Seitenwände meist weit vom Boden<br />

ausgeschnitten. 4-Jahreszeiten-<br />

Varianten bestehen aus robusteren<br />

Stoffen und Gestängen, da die<br />

Außenwände in der Regel bis zum<br />

Boden reichen, sorgen Belüftungsschlitze<br />

für Luftaustausch.<br />

Expeditionszelte schließlich überstehen<br />

auch anhaltend schwere<br />

Stürme und starken Schneefall.<br />

Auch „Wasserdichtigkeit ist<br />

sehr wichtig, aber vielleicht nicht<br />

so, wie es die Leute erwarten“, gibt<br />

der Bach-Produktexperte weiter mit<br />

auf den Weg. Der Stoff des Außenzelts<br />

benötigt keine maximale<br />

Wassersäule, da in der Regel kein<br />

großer Druck von oben kommt: 3000<br />

bis 5000 mm reichen hier aus seiner<br />

Sicht aus. Andererseits darf die<br />

Wassersäule des Zeltbodens nicht<br />

unterschätzt werden, da Knie und<br />

der liegende Körper hier ständig<br />

Druck ausüben. 5000 bis 10.000 mm<br />

werden hier empfohlen.<br />

Eine weitere wichtige Frage erkennt<br />

Harteveld im benötigten<br />

Platzangebot. „Probiere das Zelt<br />

vor dem Kauf aus und überlege dir<br />

alles, was du auf Tour planst zu<br />

tun“, rät er. Wie groß sind Isomatte<br />

und Schlafsack, wie groß bist du<br />

und dein Schlafkamerad oder deine<br />

Schlafkameradin, wie nah möchtet<br />

FOTO: Zenbivy<br />

102


GUTER SCHLAF.<br />

Wer abseits von Hotels<br />

und Hütten wandern<br />

möchte, braucht für<br />

guten Schlaf hochwertige<br />

Camping-Ausrüstung.<br />

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PRODUKT Zelte & Schlafsäcke<br />

ihr schlafen, was soll sonst noch<br />

alles mit ins Zelt? Aus Erfahrung<br />

ist es gerade für längere Touren angenehm,<br />

eine Nummer „upzugraden“,<br />

solo zur Zweipersonenund<br />

im Duo zur Dreipersonen-<br />

Variante zu greifen.<br />

Beim Zelt-Typ selbst hilft es<br />

wohl nur, sich persönlich mit dem<br />

Material vertraut zu machen und so<br />

die ideale Lösung für seine Tour zu<br />

finden. Klassische Iglus oder Tunnelzelte<br />

mit fixen Gestängen sind<br />

einfach aufzustellen und bieten, vor<br />

allem mit Apsiden (Stauräumen<br />

fürs Gepäck), auch großen Komfort,<br />

haben aber auch ihr entsprechendes<br />

Packmaß und Gewicht.<br />

Ultraleicht-Varianten sind<br />

deutlich einfacher im Rucksack<br />

unterzubringen, sollten aber mit<br />

Bedacht gewählt werden und sind<br />

eher etwas für Spezialisten. „Ultraleichte<br />

Zelte mit Wanderstöcken als<br />

Gestänge erfordern etwas Übung<br />

beim Aufstellen, aber es ist keine<br />

Raketenwisschenschaft. Biwaks<br />

sind eine großartige Wahl für leichte<br />

Mikroabenteuer, und das für<br />

jeden“, rundet Maarten Harteveld<br />

die Übersicht ab.<br />

Bett für unterwegs<br />

Keinesfalls sparen sollte man bei<br />

der Isomatte – auch wenn hier, gerade<br />

was Gewicht und Packmaß angeht,<br />

viel Potenzial besteht. Abmessungen<br />

und Gewicht sind es<br />

auch, die für Maarten Harteveld<br />

ausschlaggebend an den „Matratzen“<br />

fürs Zelt sind. „Es gibt viele<br />

Faktoren, die das Gewicht und Packvolumen<br />

der Isomatten beeinflussen.<br />

Ein dünneres Material macht das<br />

Produkt leichter, aber auch anfälliger<br />

und möglicherweise lauter.<br />

Eine kleinere oder dünnere Matte<br />

reduziert das Gewicht, bietet aber<br />

weniger Komfort.“ Beim Schlafkomfort<br />

spielt neben der Dicke der<br />

Matte auch der sogenannte R-Wert<br />

eine Rolle. Je höher der Wert, desto<br />

besser die Isolation. Hartevelds<br />

kompakte Zusammenfassung: „Bis 3<br />

Kompakt und leicht, komfortabel und warm –<br />

schlafen in der Natur braucht Kompromisse.<br />

hält dich unter normalen 3-Jahrezeiten-Bedingungen<br />

– bis ca. 0° C<br />

warm und bis 5 passt für normale<br />

Winterbedingungen, bis rund -10° C.<br />

Werte um 7–8 sind für Extrembedingungen<br />

gedacht.“<br />

Was das Bett traditionell vervollständigt,<br />

sind (Mumien-)Schlafsäcke,<br />

wie sie etwa auch Bach in diversen<br />

Ausführungen aus synthetischen<br />

Materialien oder Daune für<br />

unterschiedliche Temperaturen und<br />

Einsatzzwecke führt. Entscheidend<br />

für den Schlafkomfort sind Schnitt<br />

und Größe sowie individuelles<br />

Wärmeempfinden, unterwegs spielen<br />

Gewicht und Packmaß eine<br />

große Rolle. Hier gilt es einen Kompromiss<br />

zu finden.<br />

Hersteller Zenbivy gilt hier als<br />

Wegbereiter etwas „anders“ gedachter,<br />

kompletter Hybridschlafsack-Systeme.<br />

„Diskutiert und verglichen<br />

werden Gewichtsangaben,<br />

Abmessungen, Temperatur-Ratings<br />

und Materialien, worauf es aber<br />

ganz besonders ankommt, ist der individuelle<br />

Schlafkomfort in der für<br />

mich idealen und oft auch wechselnden<br />

Schlafposition. Hier ist jeder individuell<br />

und genau hier spielt das<br />

Zenbivy-System seine Stärken aus“,<br />

erläutert Werner Koch, Österreich-<br />

Importeur der Marke, die Vorteile<br />

FOTO:Bach Equipment<br />

des Systems. Wird es im klassischen<br />

Schlafsack für Bauch- und Seitschläfer<br />

mitunter unbequem, kann<br />

man sich bei Schlafsystemen wie<br />

dem Zenbivy am Rücken, auf der<br />

Seite oder am Bauch frei bewegen,<br />

rutscht nicht von der Isomatte und<br />

kann die Temperatur perfekt regulieren<br />

– wie im Bett daheim. Isomatte,<br />

Sheet (ein Überzug) und<br />

Quilt, eine Art Überdecke, bilden<br />

bei diesem System eine Einheit, die<br />

zum Schlafen fest miteinander verbunden<br />

wird. Das patentierte System<br />

mit eingebautem Windschutz,<br />

bequemem Sheet unter und wärmendem<br />

Quilt über dir soll wie ein<br />

Bett zu Hause funktionieren und äußerst<br />

flexibel sein.<br />

Egal, für welches System man<br />

sich letztendlich entscheidet: Wichtig<br />

ist, ein Modell mit passenden<br />

Wärmewerten zu kaufen. Die meisten<br />

qualitativ hochwertigen Schlafsäcke<br />

weisen drei Temperaturbereiche<br />

aus. „Die Extremtemperatur“,<br />

so Maarten Harteveld,<br />

„beschreibt die niedrigste<br />

Temperatur, bei der eine sogenannte<br />

Standardfrau zittern<br />

würde, nach 6 Stunden in einer zusammengerollten<br />

Position wird die<br />

Situation gefährlich. Unter Grenztemperatur<br />

versteht man das Minimum,<br />

bei dem ein sogenannter<br />

Standardmann in zusammengerollter<br />

Position noch nicht friert. Die<br />

Komforttemperatur schließlich ist<br />

die niedrigste Temperatur, bei der<br />

eine Standardfrau sich in entspannter<br />

Haltung nicht kalt fühlt“.<br />

Wann man zu frieren beginnt, ist<br />

dabei aber natürlich höchst individuell<br />

– Beratung im Fachhandel gilt<br />

auch hier als Schlüssel zum Erfolg.<br />

Hier offenbart sich auch ein<br />

weiterer Vorteil der Zenbivys – da<br />

der Quilt von der Decke abgekoppelt<br />

werden kann, lässt sich das System<br />

auch luftig gestalten. Hier rät<br />

Werner Koch, mit Ausnahme von<br />

vorwiegendem Einsatz im sommerlichen<br />

Süden, im Zweifel immer zum<br />

wärmeren Modell zu greifen.<br />

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Wanderungen oder mehrtägige Wanderabenteuer von Frühling<br />

Top 6 Zelte & Schlafsäcke<br />

FJÄLLRÄVEN Abisko Lite 1 Zelt<br />

4-Jahreszeiten-Tunnelzelt mit geringem Gewicht, dazu sehr funktionell<br />

und zuverlässig gewichtssparendes, flaches Design mit einem<br />

Vorzelt, das für Trekking mit kleinerem Rucksack optimiert ist<br />

das Außenzelt kann an beiden Enden vollständig aufgerollt werden<br />

– zum Genießen der Aussicht und zur optimalen Belüftung<br />

PREIS (UVP): € 649,99 | www.fjallraven.com<br />

BACH Guam 2 Zelt<br />

superleichtes 3-Season-Kuppelzelt<br />

innovatives, strapazierfähiges Material und<br />

der geräumige Innenraum machen es ideal für Backpacking-Touren,<br />

bis Herbst<br />

perfekt belüftet<br />

PREIS (UVP): € 899,95<br />

www.bach-equipment.com<br />

aufrechte Seitenwände<br />

TATONKA Kyrkja Zelt<br />

sehr leichtes Ein-Mann-Tunnelzelt mit geringem Packmaß<br />

• dank des zweiten Gestängebogens finden auch größere Camper<br />

ausreichend Schlafplatz durch das dünne, 5-fach silikonbeschichtete<br />

Außenzelt perfekt für Tourengeher, die Gewicht sparen wollen<br />

Apsis mit Seiteneingang • Lüfter im Innenzelt<br />

PREIS (UVP): € 450,– | www.tatonka.com<br />

GRÜEZI BAG DownWool Summer Schlafsack<br />

leichter Trekkingschlafsack • hervorragendes Schlafklima dank<br />

klimaausgleichender DownWool® Isolation aus 70 % RDS zertifizierter<br />

Daune und 30 % Wolle aus den Alpen • unempfindlicher<br />

bei Feuchtigkeit, da Wolle die Luftfeuchtigkeit von der Daune<br />

wegnimmt • komfortabler Schnitt für einen besseren Schlaf<br />

PREIS (UVP): ab € 299,– | www.gz-bag.de<br />

ZENBIVY Ultralight Bed –4°C Schlafsystem<br />

besteht aus drei Teilen: Quilt, Sheet und einer Matratze<br />

das komfortable und mit allen Funktionen ausgestattete ultraleichte<br />

Schlafsystem eignet sich ideal für Backpacker, Bergsteiger oder<br />

Bergsportler, die Wert auf ein möglichst leichtes Gepäck legen<br />

der Ultralight-Quilt enthält hochwertige 900er-Gänsedaune<br />

mit ExpeDRY-Technologie in einer federleichten 10D Pertex®<br />

Quantum-Hülle, die weicher ist als herkömmliche ultraleichte Stoffe<br />

PREIS (UVP): ab € 615,– | zenbivy.eu<br />

VAUDE Sioux 800 II Kunstfaserschlafsack<br />

fürs Wandern, Trekking und Reisen • überarbeitet für kreislauforientierte<br />

Konzepte zur Abfallvermeidung und zum Recycling<br />

• körperbetonter, wärmeffizienter Mumienschnitt<br />

• Hauptmaterialien sowie Füllung zu 100 % aus recyceltem<br />

Polyester • optimale Wärmeisolation ohne Kältebrücken durch<br />

zwei Lagen Futterstoff • pflegeleicht und schnell trocknend<br />

PREIS (UVP): € 120,– | vaude.com<br />

FOTOS: Hersteller<br />

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TEAM<br />

Alfred Brunner<br />

Geschäftsführung<br />

T. +43 676 871 970 133<br />

alfred.brunner@styria.com<br />

Arnold Pauly<br />

Head of Sales<br />

T. +43 676 871 970 005<br />

arnold.pauly@styria.com<br />

Christof Domenig<br />

Head of Content Marketing<br />

T. +43 664 235 90 58<br />

christof.domenig@styria.com<br />

Claudia Riedl (Karenz)<br />

Head of Online Content Marketing<br />

T. +43 664 235 90 70<br />

claudia.riedl@styria.com<br />

Elisabeth Kowatschitsch<br />

Assistenz der Geschäftsführung,<br />

Backoffice und Verrechnung<br />

T. +43 664 806 392 586<br />

elisabeth.kowatschitsch@styria.com<br />

Nicole Gratzer<br />

Backoffice<br />

T. +43 664 881 40 737<br />

nicole.gratzer@styria.com<br />

Bertram Taferner<br />

Key Account Manager<br />

T. +43 676 871 970 007<br />

bertram.taferner@styria.com<br />

Veronika Kainer<br />

Key Account Manager<br />

T. +43 664 301 11 73<br />

veronika.kainer@styria.com<br />

Thomas Pirker<br />

Key Account Manager<br />

T. +43 676 871 970 006<br />

thomas.pirker@styria.com<br />

Thomas Polzer<br />

Content Marketing,<br />

Fotoredaktion<br />

T. +43 664 235 90 59<br />

thomas.polzer@styria.com<br />

Lukas Schnitzer<br />

Content Marketing<br />

T. +43 660 289 89 18<br />

lukas.schnitzer@styria.com<br />

Nicole Hofstetter<br />

Online Content Marketing<br />

T. +43 664 235 90 69<br />

nicole.hofstetter@styria.com<br />

Julia Hausstätter<br />

Online Content Marketing<br />

T. +43 664 806 392 587<br />

julia.hausstaetter@styria.com<br />

Christoph Geretschlaeger<br />

Art-Direktion, Produktion<br />

T. +43 699 107 38 720<br />

christoph.geretschlaeger@styria.com<br />

Eigentümer/Verleger<br />

TOP TIMES Medien GmbH,<br />

8010 Graz, Gadollaplatz 1<br />

Tel.: 0043 316/80 63-25 80<br />

<strong>SPORTaktiv</strong> ist ein Titel der STYRIA MEDIA<br />

GROUP. Offenlegung gem. § 25 MedienG mit der<br />

Url: sportaktiv.com/de/offenlegung<br />

Mitarbeiter dieser Ausgabe<br />

Axel Rabenstein, Lara Wulz<br />

Seit Anfang 2022 bezieht SPORT aktiv<br />

als Teil der STYRIA MEDIA GROUP<br />

100 Prozent Umweltzeichen-Strom aus<br />

erneuerbaren Energieträgern gem. RL UZ 46<br />

(Lizenznehmer UW 1185).<br />

Hersteller<br />

Leykam Druck GmbH & Co KG,<br />

7201 Neudörfl<br />

Beiträge über Tourismusregionen und Eventankündigungen<br />

werden in Kooperation mit der<br />

Tourismuswirtschaft und mit Veranstaltern<br />

gegen Druckkostenbeiträge produziert.<br />

Abo-Hotline<br />

Styria Marketing Services GmbH & Co KG,<br />

„Abo <strong>SPORTaktiv</strong>“,<br />

Hainburger Straße 33, A-1030 Wien<br />

Tel.: 0043 1/51414-900,<br />

Fax: 0043 1/51414-810<br />

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Das Jahresabonnement (6 Stammhefte und<br />

3 Guides) kostet € 36,–<br />

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