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akzent Juni BO

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DAS MAGAZIN FÜR DIE GROSS-STADT <strong>BO</strong>DENSEE JUNI 2024<br />

KOSTENFREI<br />

ZUM MITNEHMEN<br />

VERZAUBERT<br />

Die Freilichtbühnen rund um den See<br />

versprechen magische Sommernächte<br />

unterm Sternenhimmel<br />

VERHÜLLT<br />

Werke des wohl berühmtesten<br />

Künstlerduos Christo<br />

und Jeanne-Claude<br />

im Kunstmuseum Lindau<br />

VERGESSEN<br />

Das Kunstmuseum Thurgau<br />

präsentiert die zu Lebzeiten<br />

unterschätzte große<br />

Künstlerin Eva Wipf<br />

WWW.AKZENT-MAGAZIN.COM


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Innen- und Außeneinrichtungen Marienhausgasse 3 78462 Konstanz www.itta.de info@itta.de +49 7531 128 29 30


„Verdummung“ geht ja oft mit „Vereinfachung“<br />

einher: Je mehr Technik uns das Leben<br />

erleichtert, desto mehr Fertigkeiten –<br />

auch geistige – gehen parallel verloren; der<br />

alemannische „Simpel“ (zu hochdeutsch<br />

„Depp“) kommt nicht zufällig aus der Sprachfamilie<br />

der Simplifizierung. In dieser ganz<br />

speziellen Familie kommt es auffallend häufig<br />

zu krankhafter Intelligenzminderung.<br />

„Dummheit“ bezeichnet die „mangelhafte<br />

Fähigkeit, aus Wahrnehmungen angemessene<br />

Schlüsse zu ziehen beziehungsweise zu<br />

lernen“. Ein Vorwurf, den vornehmlich Ältere<br />

den sogenannt „Jungen“ pauschal machen<br />

– übrigens seit der Antike. Wenn der<br />

Taschenrechner zum Hirntod des Kopfrechners<br />

führt, liegt es nahe, dass auch andere<br />

technische – im Sinne von handwerklich –<br />

oder kulturtechnische Fertigkeiten mit jedem<br />

weiteren Technisierungsschritt ganzer<br />

Lebensbereiche zusehends (sic!) verkümmern.<br />

Bislang passiert sowas meist auf Seiten<br />

des „Consumers“ oder neudeutsch „Users“:<br />

mehr Technik, mehr Verblödung – übrigens<br />

altersunabhängig. Doch seit die KI Einzug<br />

hält, kann man Verblödung auch auf der<br />

„Gegenseite“ ausmachen – wenn man halt<br />

noch kann.<br />

So hat sich erst neulich ein Ganzschlauer<br />

gedacht, mit KI ließe sich wunderbar eine<br />

touristische Seite für den Bodensee aufbauen;<br />

weil da gibt’s ja bekanntlich noch nix.<br />

Und das funktioniert so: Man nehme einen<br />

Server möglichst im Ausland (auch wenn<br />

sich herausstellte, das Kerlchen wohnt in<br />

Deutschland – übrigens entgegen allen anderen<br />

Behauptungen bei KI international<br />

ziemlich gut mit dabei). Die schlaue KI klaut<br />

sich dann – wie dereinst die plündernden<br />

Nomadenvölker – überall alles online automatisiert<br />

zusammen, was schön ausschaut<br />

und glitzern tut; dann führt man das als<br />

Eigenleistung auf einer neuen Seite zusammen,<br />

wartet bis das „blöde Fußvolk“ draufgeht<br />

und den super Content used und mit<br />

der dann KI optimierten Reichweite kommt<br />

man an die eigentlichen Schatztruhen, die<br />

Milliarden von Werbegeldern, die nur darauf<br />

warten, endlich bodenseewirksam gehoben<br />

zu werden. Und weil‘s so schlau ist und<br />

so einfach geht, sichert man sich halt noch<br />

ein paar begehrte Touristik-Domains sonst<br />

Diesen & weitere Texte zum Weiterverbreiten unter<br />

SIMPEL LIFE<br />

wo in der Welt. Blöd nur, wenn die KI den<br />

neunmalklugen Jungunternehmer nicht davor<br />

warnt, einen bestehenden Markennamen<br />

ausgerechnet als Bodensee-Domain zu<br />

nutzen.<br />

Noch blöder, wenn man dann auf dieser<br />

schönen Seite das Aufmacherbild anschaut<br />

und sich wundert, warum das Konstanzer<br />

Münster so auffallend nach Berner ausschaut.<br />

„Schnödes Kirchturmdenken“, dachte<br />

sich wohl die KI; die auch sonst nicht zimperlich<br />

Dinge zusammenklaubt und – sagen wir<br />

mal – „kreativ neu arrangiert“.<br />

Wenn also Menschen an etwas dran sitzen,<br />

die Bescheid wissen und hier vielleicht<br />

die KI sorgsam einsetzen, stimmen auch die<br />

Ergebnisse. Drum recherchieren wir immer<br />

noch gerne selbst mittels schnödem Humankapital<br />

und checken unsere Medienangebote<br />

vermittels langjährigharterarbeiteten<br />

Knowhows. Nicht immer tech-sexy, nicht<br />

immer günstig, nicht immer schnell – aber<br />

wer auf Gründlichkeit statt auf Schnelligkeit<br />

setzt, weiß unsere Medien denn auch zu<br />

schätzen.<br />

www.<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Setzt man hingegen ausschließlich auf<br />

KI, wird’s schnell ein KO. Oder anders ausgedrückt:<br />

Wenn’s SO einfach wäre, könnt’s<br />

ja wirklich jeder Simpel machen. Aber so<br />

macht‘s halt einfach nur deppert…<br />

MARKUS HOTZ<br />

HERAUSGEBER<br />

© Mirjam Schultheiß © Mirjam Schultheiß<br />

INTRO<br />

KULTURUFER<br />

FRIEDRICHSHAFEN<br />

26.7.– 4.8.24<br />

FR/26.07. 20:00 Enno Bunger &<br />

Steiner und Madlaina<br />

Doppelkonzert Indie / Pop / Folk<br />

SA/27.07. 19:00 <strong>BO</strong>DECKER & NEANDER<br />

Pantomimetheater<br />

20:00 Fanfare Ciocărlia<br />

Gypsy-Brass<br />

SO/28.07. 19:00 Mar Malade Indie-Pop<br />

20:00 Joya Marleen Pop<br />

MO/29.07. 19:00 Vagabund Klezmerband<br />

20:00 NN Theater Köln<br />

Molière<br />

DI/30.07.<br />

MI/31.07.<br />

19:00 Wigald Boning<br />

Herr Boning geht baden<br />

20:00 Gravity & Other Myths<br />

Circus / Physical Theatre<br />

21:30 Kleine schmutzige<br />

Briefe Open Air Kino<br />

19:00 DAKAR Produktion<br />

Figurentheater<br />

20:00 Compañia Flamenca<br />

Antonio Andrade feat.<br />

Ursula Moreno Flamenco<br />

21:30 Wochenendrebellen<br />

Open Air Kino<br />

DO/01.08. 19:00 Valentinos Traumtheater<br />

Zirkus / Familienvarieté<br />

20:00 Kettcar<br />

Post-Punk / Indie-Rock<br />

21:30 Andrea lässt sich<br />

scheiden Open Air Kino<br />

FR/02.08. 19:00 The OhOhOhs<br />

Klassik / Techno<br />

20:00 Original Prague<br />

Syncopated Orchestra<br />

1920er-Jahre Jazz / Blues<br />

21:30 Bob Marley. One Love.<br />

Open Air Kino<br />

SA/03.08. 19:00 Wildes Holz<br />

Jazz / Klassik / Pop<br />

20:00 Les Brünettes &<br />

Unduzo A cappella<br />

21:30 Die einfachen Dinge<br />

Open Air Kino<br />

SO/04.08. 20:00 ALFONS – Le BEST OF<br />

Kabarett<br />

Außerdem Straßenkunst,<br />

Kinder- & Jugendprogramm,<br />

Kunsthandwerkermarkt,<br />

Gastronomie<br />

kulturufer.de<br />

Veranstalter: Stadt Friedrichshafen<br />

3


4<br />

INHALT<br />

Erinnerung an eine große<br />

Künstlerin: Eva Wipf<br />

im Kunstmuseum Thurgau<br />

© Museum Eva Wipf<br />

AKZENT INHALT<br />

6 Impressum<br />

10 Titel<br />

„Eva Wipf – Seismograf<br />

in Nacht und Licht“<br />

im Kunstmuseum Thurgau<br />

„Christo und Jeanne-Claude –<br />

Ein Leben für die Kunst“<br />

im Kunstmuseum Lindau<br />

14 Seeleute<br />

Geniale Leute von nebenan<br />

20 Freizeit<br />

Ausflugstipps & Termine<br />

vom Feinsten<br />

34 Seezunge<br />

Neues aus der Genussund<br />

Gastrowelt<br />

42 Seeclassics<br />

Oldtimern auf der Spur<br />

46 Body & Soul<br />

Wohlfühlen & Gesunden<br />

am See<br />

61 BÜHNE<br />

An der frischen Luft: Freilichtbühnen rund um<br />

den See<br />

10 TITEL<br />

12 TITEL<br />

Ein Leben für die Kunst: Christo und Jeanne-Claude im<br />

Kunstmuseum Lindau<br />

© Bregenzer Festspiele/Pigrafik<br />

48 Bildung & Wirtschaft<br />

Lernen & Schaffen in der Region<br />

52 Seeraum<br />

Architektonische Fundstücke<br />

& besondere Orte<br />

54 Kultur | Bühne<br />

Highlights<br />

64 Kultur | Kunst<br />

Highlights<br />

72 Kultur | Live<br />

Highlights<br />

79 Déjà Vu<br />

<strong>akzent</strong> on the road<br />

© Christo and Jeanne-Claude Foundation VG Bild-Kunst Bonn


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IMPRESSUM<br />

Labhard Medien GmbH<br />

Am Seerhein 6<br />

D-78467 Konstanz<br />

1<br />

Für Kunden aus der Schweiz:<br />

Postfach 1001<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

Telefon: +49 (0)7531 99148 00<br />

info@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

www.<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Redaktionsschluss:<br />

10. des Vormonats<br />

Termine: 15. des Vormonats<br />

Anzeigenschluss: 15. des Vormonats<br />

Erscheinungsweise: monatlich,<br />

jeweils zum Monatsanfang<br />

Erfüllungsort: Konstanz<br />

Geschäftsführung:<br />

Steven Rückert<br />

srueckerth@labhard.de<br />

Herausgeber:<br />

1 Markus Hotz<br />

Mengen<br />

Bad Saulgau<br />

Tuttlingen<br />

Ostrach<br />

Bad Schussenried<br />

Bad Waldsee<br />

Pfullendorf<br />

Aulendorf<br />

Stockach<br />

Bad Wurzach<br />

Engen<br />

Ludwigshafen Weingarten Leutkirch<br />

Überlingen<br />

Singen Radolfzell<br />

Ravensburg<br />

Markdorf<br />

Schaffhausen<br />

Stein am Rhein<br />

Frauenfeld<br />

7<br />

m.hotz@<strong>akzent</strong>-magazin.com (mh)<br />

Redaktion (V.i.S.d.P.):<br />

Meersburg Tettnang Wangen<br />

Konstanz<br />

Isny<br />

Kreuzlingen<br />

Friedrichshafen<br />

Weinfelden<br />

Wil<br />

2<br />

4<br />

Romanshorn<br />

St. Gallen<br />

Rorschach<br />

DAS MAGAZIN VOM<br />

<strong>BO</strong>DENSEE BIS<br />

OBERSCHWABEN<br />

3<br />

5<br />

Lindau<br />

Dornbirn<br />

2 Stefanie Göttlich (sg)<br />

s.goettlich@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

18 Anne Mittmann (am)<br />

a.mittmann@labhard.de<br />

8<br />

Bregenz<br />

Online-Redaktion:<br />

2 Stefanie Göttlich (sg)<br />

s.goettlich@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Sekretariat & Verteilung:<br />

4 Martina Menz<br />

m.menz@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

18<br />

5 Victor Martin<br />

Heftplanung:<br />

Johanna Lambach<br />

jlambach@labhard.de<br />

Autor*innen:<br />

seeclassics:<br />

Thomas Pfeifer<br />

t.pfeifer@seeclassics.com<br />

6 Dr. Patrick Brauns (pb)<br />

11 Ruth Eberhardt (rue)<br />

12 Susi Donner (dos)<br />

10 Julia Landig (jl)<br />

Judith Schuck (js)<br />

13 Andrea Vonwald (av)<br />

14 Heide-Ilka Weber (hiw)<br />

15 Anna Wirth (aw)<br />

Layout & Herstellung:<br />

SV Medienproduktion GmbH & Co. KG,<br />

Ravensburg<br />

Akquise:<br />

Stockach, Konstanz, Kreuzlingen:<br />

Thomas Pfeifer<br />

t.pfeifer@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Hegau, Schaffhausen:<br />

7 Alexandra Bürgel<br />

a.buergel@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Titelfoto:<br />

GB: © Ohne Titel, undatiert, Schublade,<br />

Ölfarbe, Stallschloss, Collage mit Sternzeichenkalender,<br />

Sonnenuhr, 54.2 × 32.6<br />

× 13.2 cm, Museum Eva Wipf, RC 544<br />

<strong>BO</strong>: Christo und Jeanne-Claude in<br />

ihrem Atelier mit Arbeiten für ihr Projekt<br />

Surrounded Islands New York City<br />

© 1981 Christo and Jeanne-Claude<br />

Foundation Foto: Bob Kiss<br />

Druck:<br />

Bonifatius GmbH Druck | Buch | Verlag<br />

Karl-Schurz-Str. 26 | 33100 Paderborn<br />

9<br />

Überlingen, Markdorf, Meersburg:<br />

8 Antje Efkes, ae@efkes.com<br />

Friedrichshafen, Lindau, Bregenz:<br />

9 Gisela Hentrich<br />

mail@giselahentrich.de<br />

Ravensburg-Weingarten, Tettnang:<br />

1 Markus Hotz<br />

m.hotz@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

seezunge:<br />

3 Maria Peschers<br />

m.peschers@seezunge.com<br />

Traumzeit:<br />

4 Martina Menz<br />

Die Teilnahmebedingungen für Gewinnspiele sind nachzulesen unter<br />

www.<strong>akzent</strong>-magazin.com/teilnahmebedingungen. Nachdruck von Bildern<br />

und Artikeln nur mit schriftlicher Genehmigung der Herausgeber. Für unverlangt<br />

eingesandte Beiträge wird keine Haftung übernommen. Die durch den Verlag<br />

gestalteten Anzeigen sind urheberrechtlich geschützt und dürfen nur mit<br />

schriftlicher Genehmigung des Labhard Verlags weiterverwendet werden.<br />

10<br />

11<br />

m.menz@<strong>akzent</strong>-magazin.com<br />

Die Labhard Medien GmbH<br />

ist Teil von Schwäbisch<br />

Media.<br />

EINFACH KURZE MAIL AN: VERTRIEB@AKZENT-MAGAZIN.COM<br />

AKZENT IM A<strong>BO</strong>: 35 JAHRE AKZENT – 60 EURO PRO JAHR<br />

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1 0<br />

TITEL<br />

ERINNERUNG AN EINE<br />

GROSSE KÜNSTLERIN<br />

Die Werke der surrealistischen Malerin und Objektkünstlerin Eva Wipf gehören zu den<br />

außergewöhnlichsten Phänomenen der Schweizer Kunstgeschichte. Doch wie so viele ihrer<br />

Zeitgenossinnen fand die eigenwillige Künstlerin in der männlich dominierten Kunstwelt zeit<br />

ihres Lebens zu wenig Anerkennung für ihr Schaffen. Nun widmet das Kunstmuseum Thurgau<br />

der unterschätzten Künstlerin ein Buch und ab 23. <strong>Juni</strong> eine umfassende Einzelausstellung: „Eva<br />

Wipf – Seismograf in Nacht und Licht“.<br />

VON STEFANIE GÖTTLICH<br />

Bis heute berühren die Objektassemblagen,<br />

in denen Eva Wipf die Brüche und Abgründe<br />

der Nachkriegszeit und damit ihrer Generation<br />

übersetzte. Der Weg dorthin führte sie<br />

durch eine existenzielle künstlerische Suche<br />

vom altmeisterlichen Tafelbild über visionäre<br />

Collagen und berührende Fotografien bis<br />

hin zu ihren aus Fund- und Flohmarktobjekten<br />

zusammengesetzten Plastiken. Eva Wipf<br />

zweifelte bis zuletzt an sich, hielt aber dennoch<br />

immer an ihrem Werk fest. Der Zweite<br />

Weltkrieg war gerade mal vier Jahre vorbei,<br />

als die 20-jährige Eva Wipf notierte: „Ich<br />

möchte immer Seismograf sein, in Nacht und<br />

Licht, auch wenn ich einmal zerbrechen müsste.“<br />

Doch seismografisch feine Linien reichten<br />

nicht aus: Ihre großen Assemblagen – Collagen<br />

mit plastischen Objekten – sind schonungslose<br />

Zeichen der Auflehnung gegen gesellschaftliche<br />

Normen und Konventionen.<br />

Schau eines bewegten Lebens<br />

Im Rahmen eines mehrjährigen Forschungsprojekts<br />

wurden die Aufzeichnungen von Eva<br />

Wipf gesichtet und ihr Werk in die Zeit und den<br />

kunsthistorischen Kontext eingeordnet. Die<br />

umfassende Retrospektive im Kunstmuseum<br />

Thurgau präsentiert neben vielen Werken von<br />

Eva Wipf auch deren Tagebuchaufzeichnungen<br />

und Briefe. Aus den 35 Agenden sowie losen<br />

Blättern wurden eine Auswahl getroffen und<br />

Zitate herausgestellt. So schreibt Eva Wipf am<br />

28. November 1947 über eine Begegnung vor<br />

ihrer ersten Ausstellung in Schaffhausen: „‘Warum<br />

malen Sie denn keine schönen Landschaften?<br />

… Ja, so malte Eugen Meier auch, bevor er<br />

ins Irrenhaus kam …‘ So tönte es von Bankdirektor<br />

Humm. Er wollte mein Bild zuerst nicht<br />

ausstellen. Dann aber wurde abgestimmt und<br />

die Mehrheit war dafür. So kam also mein Bild<br />

ins Fenster. Es war ein Bombenerfolg.“<br />

„Das schönste und<br />

wichtigste an meiner neuen<br />

Heimat fand ich den Ausblick<br />

auf den Hohentwiel, diesen<br />

merkwürdig geformten<br />

erloschenen Vulkan, der<br />

unweit der deutschen<br />

Grenze aus der flachen<br />

Landschaft hervorbrach.<br />

Dieser Berg zog mich mit fast<br />

magischen Kräften an, und<br />

in jedem freien Augenblick<br />

sah ich zu ihm herüber.“<br />

EVA WIPF<br />

BIOGRAFIE<br />

1929 wurde Eva Wipf in Santo Ângelo do Paraíso in Brasilien als ältestes von sieben Kindern des<br />

Missionsehepaares Frieda und Johannes Wipf geboren. 1934 kehrte die Familie in die Schweiz<br />

zurück und bezog das Pfarrhaus in Buch im Kanton Schaffhausen. 1946 begann Eva Wipf eine<br />

Lehre als Keramikmalerin in der Tonwarenfabrik Ziegler in Thayngen. Zur selben Zeit fing sie an,<br />

autodidaktisch erste Natur- und Landschaftsstudien zu malen. 1947 gab es eine erste Schaufensterausstellungen<br />

am Bahnhofplatz Schaffhausen. Weitere Einzelausstellungen wie in der<br />

Galerie Forum Schaffhausen, im Casino Winterthur und im Club 49 in Konstanz folgten. 1949<br />

bis 1952 unternahm sie mehrere Studienreisen ins Ausland, nach Florenz, Amsterdam, München<br />

und Paris. Zwischen 1953 und 1966 war Eva Wipf Teil der Künstlerkolonie Südstraße in Zürich.<br />

Mehrmals bekam sie Stipendien der Stadt Zürich und nahm an Gruppenausstellungen teil, wie<br />

1965 an der Ausstellung im Strauhof Zürich mit Vergita Gianini. 1966 zog Eva Wipf ins Fischerhaus<br />

in Merenschwand im Freiamt, Kanton Aargau zu ihrer Freundin und Mäzenin Mariann Werner.<br />

Ab dieser Zeit bestimmten Assemblagen ihr künstlerisches Schaffen. 1968 hatte sie eine<br />

Einzelausstellung mit Publikation im Wessenberghaus in Konstanz. 1968 und 1969 bekam sie<br />

ein Stipendium des Kantons Zürich und ihre Werke waren immer wieder in Einzel- und Gruppenausstellungen<br />

zu sehen. 1973 ermöglichte ihr ein Gönner, das Haus an der Falkengasse 11<br />

in Brugg, Kanton Aargau zu beziehen. 1975 erhielt sie ein Werkjahr des Kantons Aargau. 1977<br />

gab es eine Einzelausstellung im österreichischen Graz. Im <strong>Juni</strong> 1978 reiste sie nach Indien. In<br />

diesem Jahr brach Eva Wipf in Brugg tot zusammen, starb an Herzversagen.<br />

© Mario- und Hélène-Comensoli-Stiftung<br />

Eva Wipf mit Mario Comensoli, undatiert, Fotografie,<br />

Mario- und Hélène-Comensoli-Stiftung


TITEL<br />

1 1<br />

© Museum Eva Wipf<br />

Eva Wipf. Rote Landschaft, um 1952, Öl auf Pavatex, 60 × 80.8 cm,<br />

Museum Eva Wipf, RC 166<br />

BEGLEITENDE VERANSTALTUNGEN<br />

09.07., 18 Uhr | Wandel und Wandeln in<br />

Paradiesgärten<br />

Rundgang mit Ethnobotanikerin Maja dal<br />

Cero und Kuratorin Stefanie Hoch<br />

Eva Wipf, Landschaft mit thronendem Christus, 1958, Collage, 70 x 100 cm,<br />

Kunstverein Museum Eva Wipf, RC 921<br />

© Museum Eva Wipf<br />

19.09., 19 Uhr | Musik zur Kunst<br />

Christian Michelsen, Moritaten-Gesang<br />

und Curdin Janett, Handorgel<br />

24.10., 19 Uhr | Buchvorstellung: „Gemeinsinn.<br />

Der sechste, soziale Sinn“<br />

von Aleida und Jan Assmann<br />

mit Aleida Assmann, Anglistin, Ägyptologin,<br />

Literatur- und Kulturwissenschaftlerin<br />

28.07., 15.09., 10.11., jeweils 15 Uhr |<br />

Öffentliche Sonntagsführungen in der<br />

Ausstellung<br />

30.10., 14–16 Uhr | Kinderworkshop: Eva<br />

Wipf. Das Glück im Hosensack – Amulette<br />

und andere Glücksbringer<br />

19.11., 19–21 Uhr + Mittwoch, 20.11.,<br />

14–16 Uhr | Frauen-Kunst-Club<br />

Anmeldung erforderlich:<br />

sekretariat@kunstmuseum.ch<br />

Mehr auf www.kunstmuseum.tg.ch<br />

Das Kunstmuseum Thurgau zeigt auch Bezüge<br />

zu internationalen Positionen sowie Werke<br />

von Weggefährt*innen aus der damaligen<br />

Künstlerszene, wie der Künstlerkolonie Südstraße<br />

in Zürich. Neben den Arbeiten von Eva<br />

Wipf sind auch Werke von Mario Comensoli,<br />

Hanny Fries, Vergita Gianini, Friedrich Kuhn,<br />

Samuel Lier, Secondo Püschel und Carlotta Stocker<br />

zu sehen.<br />

Zerrissenes Seelenleben<br />

und große Kunst<br />

Zur Ausstellung gibt das Kunstmuseum Thurgau<br />

gemeinsam mit dem Eva Wipf Museum in<br />

Pfäffikon, Kanton Zürich, eine reich bebilderte<br />

Publikation heraus. Das Herz dieser Monografie<br />

bilden die erstmals ausführlich publizierten<br />

Tagebuchtexte von Eva Wipf. Die Texte<br />

zeichnen ein zerrissenes Seelenleben nach,<br />

bieten aber auch ein Bild der Schweizer Gesellschaft<br />

der 1950er- bis 1970er-Jahre. Wipfs<br />

Leben in und mit der jungen Kunstszene der<br />

Nachkriegszeit, insbesondere in der Künstlerkolonie<br />

Südstraße in Zürich, wird anhand ihrer<br />

Notizen greifbar. Der Band wird abgerundet<br />

durch ein ausführliches Personenglossar, das<br />

die wichtigen und prägenden Menschen aus<br />

dem Umfeld der Künstlerin porträtiert.<br />

(Herausgegeben von Stefanie Hoch und Felix Pfister, mit<br />

Texten von Stefanie Hoch, Christian Michelsen und Felix Pfister<br />

und über 100 farbige Abbildungen auf 208 Seiten. Grafik:<br />

Nadine Rinderer, Frauenfeld, Verlag Scheidegger & Spiess)<br />

23.06.–19.12. | „Eva Wipf – Seismograf in Nacht<br />

und Licht“<br />

23.06., 11.45 Uhr | Vernissage<br />

Kunstmuseum Thurgau<br />

Kartause Ittingen<br />

CH-8532 Warth<br />

www.kunstmuseum.tg.ch


12 TITEL<br />

Christo und Jeanne-Claude:<br />

Verhüllter Reichstag<br />

EIN LEBEN FÜR DIE KUNST<br />

Unter dem Titel „Christo und Jeanne-Claude – Ein Leben für die Kunst“ präsentiert das<br />

Kunstmuseum Lindau bis 13. Oktober rund 70 Werke des wohl berühmtesten Künstlerduos<br />

unserer Zeit. Die Ausstellung, die in Zusammenarbeit mit der Christo und Jeanne-Claude<br />

Foundation (New York) entstanden ist, zeigt virtuose Zeichnungen, detailreiche Collagen, frühe<br />

Objekte und faszinierende Fotografien und ist die erste umfassende Museumsschau zu Christo<br />

und Jeanne-Claude in Süddeutschland und Österreich.<br />

Sie haben den Reichstag verhüllt, einen gigantischen<br />

Vorhang zwischen zwei Berghänge in<br />

Colorado gespannt und es Hunderttausenden<br />

von Menschen ermöglicht, über das Wasser des<br />

Lago d’Iseo zu gehen. Christo und Jeanne-Claude<br />

waren Visionäre – ihre monumentalen Projekte<br />

wurden zu Kultur-Pilgerstätten auf der<br />

ganzen Welt. Die Lindauer Sonderausstellung<br />

gewährt nun mit bemerkenswerten Leihgaben<br />

Einblicke in das Schaffen und Lebenswerk des<br />

Künstlerpaares, das sich stets mit Vehemenz<br />

und Überzeugung für seine Kunst im öffentlichen<br />

Raum einsetzte und alle Arbeiten selbst<br />

finanziert hat. In Lindau erleben die Ausstellungsbesucher*innen<br />

neben den kühnsten<br />

Träumen des Künstlerpaares und den originalen<br />

Werken von Christo den besonderen Blick<br />

des exklusiven Fotografen und Wegbegleiters<br />

Wolfgang Volz, der seit 1972 in enger Zusammenarbeit<br />

mit dem Paar die internationalen<br />

Projekte dokumentarisch begleitet hat. Vor allem<br />

seine Aufnahmen haben dazu beigetragen,<br />

die Entwicklung und Realisierung der<br />

einzigartigen Kunstwerke für zahllose Menschen<br />

erlebbar zu machen. Die Schau mit dem<br />

Untertitel „Ein Leben für die Kunst“ beleuchtet<br />

aber nicht nur das Werk des wohl bedeutendsten<br />

Künstlerduos unserer Zeit, sie erzählt<br />

auch die berührende Geschichte eines Paares,<br />

das sich auf Augenhöhe begegnete.<br />

Das Künstlerpaar<br />

Christo und Jeanne-Claude sind am selben Tag,<br />

am 13. <strong>Juni</strong> 1935, geboren, er in Bulgarien, sie<br />

in Marokko. Sie begegneten sich 1958 in Paris<br />

und wurden ein Paar. Gemeinsam verwirklichten<br />

sie ihre aufsehenerregenden Projekte,<br />

wie etwa die Installation „The Gates“ im New<br />

Yorker Central Park (1979–2005), „The Floating


TITEL<br />

13<br />

© Christo and Jeanne-Claude Foundation, VG Bild-Kunst Bonn, Foto: Wolfgang Volz<br />

„Christo und Jeanne-Claude sind das wohl<br />

berühmteste Paar der zeitgenössischen<br />

Kunst. Ihr Werk passt in keine Schublade<br />

und geht weit über die bekannten<br />

Verhüllungsaktionen hinaus. Unsere<br />

Ausstellung erzählt die Geschichte dieses<br />

außergewöhnlichen Paares, das zu einer<br />

Künstlerperson verschmolzen ist.“<br />

ALEXANDER WARMBRUNN, KULTURAMTSLEITER LINDAU<br />

© Christo and Jeanne-Claude Foundation<br />

VG Bild-Kunst, Bonn Foto: Wolfgang Volz<br />

Christo und Jeanne-Claude auf dem Dach: Christo und Jeanne-Claude sitzen vor dem verhüllten Reichstag 1995<br />

Piers“ auf dem Lago d’Iseo in Italien (2014–<br />

16) oder die Verhüllung des Reichstags in Berlin<br />

(1971–95) und des Triumphbogens in Paris<br />

(1961–2021). Er war dabei der Visionär, sie<br />

das Kommunikationstalent. Nach dem Tod von<br />

Jeanne-Claude im Jahr 2009 arbeitete Christo<br />

allein weiter. Er starb 2020.<br />

Die Kuratoren<br />

Kuratiert wird die diesjährige Sonderausstellung<br />

von Prof. Dr. Roland Doschka und von Dr.<br />

Sophie Sümmermann. „Christo und Jeanne-<br />

Claude waren einzigartig, pulsierend und nie<br />

müde, an ihre Träume zu glauben, und zeigen<br />

uns einmal mehr in diesen Zeiten, dass es sich<br />

lohnt, dafür zu kämpfen. Ihre Kunst scheint zu<br />

beweisen: Alles ist möglich“, sagt Sophie Sümmermann.<br />

Die gebürtige Lindauerin ist eng<br />

mit der Christo und Jeanne-Claude Foundation<br />

in New York verbunden, die einen Großteil der<br />

Werke für die Ausstellung zur Verfügung stellt.<br />

„Diese Werkschau“, verspricht die Kunsthistorikerin,<br />

„wird innovativ und zugänglich sein“.<br />

Es ist die erste Ausstellung des Kunstmuseums<br />

Lindau, die nicht nur im Museum selbst, sondern<br />

auch durch großformatige Fotografien<br />

im Außenraum auf der Lindauer Insel zu sehen<br />

sein wird. Begleitend hierzu ist eine Rätseltour<br />

durch Lindau mit einer Schatzkarte<br />

entstanden, die vor allem Kindern das Werk<br />

und die Geschichte von Christo und Jeanne-<br />

Claude näherbringt. Roland Doschka war vor<br />

mehr als zehn Jahren gemeinsam mit Kulturamtsleiter<br />

Alexander Warmbrunn der Initiator<br />

für die erfolgreichen Sonderausstellungen in<br />

Lindau. Die Ausstellungsvorbereitungen wecken<br />

bei Doschka ganz persönliche Erinnerungen<br />

an die Verhüllung des Reichstages im Jahr<br />

1995. „Der nächtliche Besuch des hell erleuchteten<br />

und umhüllten Reichstages ist in meinem<br />

Leben ein besonderer Höhepunkt. Dass<br />

Christo und Jeanne-Claude mit einer Ausstellung<br />

nach Lindau und damit in mein Leben zurückkehren,<br />

ist für mich ein großes Geschenk<br />

und erfüllt mich mit Freude“, sagt Doschka.<br />

bis 13.10., täglich 10–18 Uhr<br />

Kunstmuseum Lindau<br />

Maximilianstraße 52<br />

D-88131 Lindau<br />

www.www.kultur-lindau.de/museum/


1 4<br />

SEELEUTE<br />

CHRISTO SO NAH<br />

Der erste Moment: Ein strahlendes, gewinnendes Lachen. Wer nun mit Dr.<br />

Sophie Sümmermann ins Gespräch kommt, entdeckt eine junge Frau, die für<br />

die Kunst brennt, die dafür sorgt, dass die Kunst ihre volle Wirkung entfalten<br />

darf. Die aktuelle Sonderausstellung im Kunstmuseum Lindau „Christo und<br />

Jeanne-Claude. Ein Leben für die Kunst“ hat sie gemeinsam mit Professor Dr.<br />

Roland Doschka kuratiert.<br />

VON SUSI DONNER<br />

Sophie Sümmermann kam 1985 in<br />

Lindenberg im Allgäu zur der Welt.<br />

Mit drei Schwestern wuchs sie auf<br />

dem Zeilerhof in Sigmarszell, im Lindauer<br />

Hinterland auf. „Kreativität und<br />

die Liebe zur Kunst war immer präsent<br />

bei uns zu Hause. Meine Eltern<br />

sind beide sehr kreativ und ich selbst<br />

war es von Kindertagen an. Wäre die<br />

Waldorfschule in Lindau und nicht in<br />

Wangen gewesen, wäre ich dort gelandet“,<br />

erzählt sie schmunzelnd auf die<br />

Frage, woher ihre Leidenschaft für die<br />

Kunst rührt.<br />

SOPHIE SÜMMERMANNS REISE IN DIE KUNST<br />

• 1985 geboren in Lindenberg im Allgäu.<br />

• Aufgewachsen in einem alten Bauernhaus, dem Zeilerhof,<br />

in Sigmarszell.<br />

• Nach dem Abitur eine Sommersaison Bühnenmalerin und<br />

Kascheurin bei den Bregenzer Festspielen.<br />

• Aufnahme an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe,<br />

mit Studienfach Kunstwissenschaft, ergänzt durch Philosophie,<br />

Ästhetik, sowie kuratorische Praxis und Ausstellungsdesign.<br />

• Sechs Jahre am Haus der Kunst in München, Promotion.<br />

• Stipendien an der New York Academy und dem UCCA in Peking.<br />

• Jubiläumsausstellung der Düsseldorfer ZERO-Künstler im<br />

Martin-Gropius-Bau Berlin.<br />

• Kunstpalast Düsseldorf + eine Zeit der Zusammenarbeit<br />

mit Christo persönlich.<br />

• Sophie Sümmermann lebt mit ihrem Mann, ihrer sechsjährigen<br />

Tochter und ihrem vierjährigen Sohn auf einem Bauernhof<br />

in Westfalen.<br />

• 2024 Ausstellung „Christo und Jeanne-Claude. Ein Leben<br />

für die Kunst“ für das Kunstmuseum Lindau, gemeinsam<br />

mit Professor Dr. Roland Doschka.<br />

Berlin, New York,<br />

Peking, Lindau<br />

Sophie Sümmermanns Vita ist so beeindruckend,<br />

wie ihr persönliches Engagement.<br />

Schon als Studentin wurde<br />

sie mit anspruchsvollen Aufgaben<br />

und Kurierreisen beispielsweise nach<br />

Turin und New York betraut. „Ich hatte<br />

eine großartige Mentorin, die mich in<br />

die ganze Welt geschickt hat.“ Damals<br />

war sie kaum Mitte zwanzig. Sie erhielt<br />

Stipendien für New York und Peking.<br />

Tauchte tief in die Welt der Kunst<br />

ein. Promovierte. Begleitete Ausstellungen<br />

beispielsweise mit Ai Weiwei.<br />

Kuratierte eine große Jubiläumsausstellung<br />

der ZERO-Künstler Günther<br />

Uecker, Heinz Mack und Otto Piene.<br />

2016 durfte Sophie Sümmermann am<br />

Düsseldorfer Kunstpalast Christo persönlich<br />

kennen lernen. „Wir haben einige<br />

wunderbare Projekte zusammen<br />

realisiert.“ Mit ihrem Mann und ihren<br />

zwei Kindern zog sie auf einen westfälischen<br />

Bauernhof. In dieser Zeit entschied<br />

sie sich für die Selbständigkeit.<br />

Aus Lindau kam die Anfrage zu Christo<br />

und Jeanne-Claude.<br />

Flügel und Wurzeln<br />

Was für eine schöne Fügung: Über 15<br />

Jahre lang hat sie Kunst auf der ganzen<br />

Welt erkundet und erlebt. „Dass<br />

ich meine Erfahrung nun mit meiner<br />

Heimat verknüpfen darf, ist etwas<br />

ganz Besonderes für mich.“ Denn<br />

trotz ihrer Weltoffenheit trage sie ein<br />

intensives Heimatgefühl in sich. „Meine<br />

Eltern haben mir Flügel gegeben,<br />

mit denen ich auch geflogen bin. Das<br />

habe ich sehr genossen. Aber die Wurzeln<br />

zu meiner Heimat habe ich nie<br />

verloren. “<br />

Ein erfolgreiches Duo<br />

Sophie Sümmermann genießt das<br />

Vertrauen der Christo und Jeanne-<br />

Claude Stiftung, wodurch für die Ausstellung<br />

in Lindau vieles möglich, und<br />

zeitgleich ihr eigener Anspruch ein<br />

Stück höher ist. „Mir geht es nicht nur<br />

um die Werke an der Wand, sondern<br />

vor allem um dieses außergewöhnliche<br />

Künstlerpaar“, erklärt die Kuratorin.<br />

Die Zusammenarbeit mit Roland<br />

Doschka sei faszinierend. Schon als<br />

Studentin habe sie bewundert, welch<br />

hochkarätige Kunst dieser Mann in<br />

eine Kleinstadt wie Lindau gebracht<br />

hat. „Wir sind ein gutes Duo. Er deckt<br />

die klassische Moderne ab und bringt<br />

ganz viel Weisheit und Lebenserfahrung<br />

mit. Ich bin der junge Part, kann<br />

die Moderne und die zeitgenössische<br />

Schiene abdecken mit einem frischen<br />

Blick von Außen. Wir ergänzen uns<br />

und träumen davon, ein weiteres Mal<br />

zusammen arbeiten zu dürfen.“<br />

Christos Leidenschaft<br />

weitertragen<br />

Dann erinnert sie sich an ihren persönlichen<br />

besonderen Moment mit<br />

Christo: „Es war unsere erste Begegnung.<br />

Ich weiß noch genau wie ich auf<br />

dem Vorplatz des Museums in Düssel-


SEELEUTE<br />

15<br />

dorf zum ersten Mal auf ihn zugelaufen<br />

bin und mich die Energie und die<br />

Dynamik dieses damals schon über<br />

80-Jährigen schwer beeindruckt hat.<br />

Es ist für mich wichtig, seine Werke<br />

und seine Leidenschaft weiterzutragen.“<br />

Zu den Menschen. Denn Kunst<br />

bewirke so vieles. „Sie lässt staunen,<br />

sie schenkt Inspiration, stellt Fragen,<br />

überrascht, macht glücklich.“<br />

Die Ausstellung im Kunstmuseum<br />

in Lindau, ist die erste museale Ausstellung<br />

zu Christo und Jeanne-Claudes<br />

Werk im Dreiländereck am See.<br />

„Sie ist wirklich etwas Besonderes und<br />

zeigt das Lebenswerk dieses außergewöhnlichen<br />

Künstlerpaares mit hochkarätigen<br />

Leihgaben.“ Privat ist es Sophie<br />

Sümmermann gelungen, ihre berufliche<br />

Leidenschaft und ihre Familie<br />

gut und erfolgreich zu leben. „Es ist<br />

wertvoll, dass es Orte wie Lindau gibt,<br />

mit einem innovativen Kulturamtsleiter,<br />

die dies möglich machen. Ich<br />

bin der Meinung, dass Mütter so vieles<br />

gleichzeitig organisieren können,<br />

dass diese Gabe für jeden Arbeitgeber<br />

ein Benefit ist.“<br />

Sophie Sümmermann. Der Untertitel der Christo und Jeanne-Claude-Ausstellung passt auch zu ihr:<br />

Ein Leben für die Kunst.<br />

© privat<br />

© privat<br />

© privat<br />

Christo und Sophie Sümmermann 2016 im Kunstpalast, Düsseldorf. Christo signiert das Gästebuch und (rechts) Christo vor seiner Arbeit „Wrapped Beetle“ in der<br />

Ausstellung „Hinter dem Vorhang: Verhüllung und Enthüllung seit der Renaissance – von Tizian bis Christo“.


16 SEELEUTE<br />

VON RUTH EBERHARDT (TEXTE)<br />

SEELEUTE … KURZ & KNAPP<br />

© Lisa Mathis<br />

Sebastian Hazod wechselt<br />

von Vorarlberg in die Schweiz:<br />

Er wird neuer Direktor des<br />

Musikkollegiums Winterthur,<br />

das zu den ältesten<br />

Musikinstitutionen in Europa<br />

zählt. Der gebürtige Oberösterreicher<br />

(*1986) tritt im<br />

Januar 2025 die Nachfolge<br />

von Dominik Deuber an, der<br />

künftig den Programmbereich<br />

Orchester, Chor und Konzerte<br />

beim Norddeutschen Rundfunk<br />

verantwortet. Hazod war<br />

seit 2018 Geschäftsführer<br />

des Symphonieorchesters<br />

Vorarlberg (SOV) und gestaltete<br />

jetzt noch das Programm<br />

der bevorstehenden Spielzeit<br />

2024/25 gemeinsam mit<br />

Chefdirigent Leo McFall.<br />

www.sov.at<br />

www.musikkollegium.ch<br />

© Landratsamt Bodenseekreis<br />

Nina Hanstein (44) leitet<br />

ab Herbst 2024 als neue Geschäftsführerin<br />

die Geschicke<br />

der Internationalen Bodensee<br />

Tourismus GmbH (IBT).<br />

Zentrale Aufgabe der IBT ist<br />

die Umsetzung einer gemeinsamen<br />

Tourismusstrategie<br />

der Vierländerregion Bodensee.<br />

Hanstein ist derzeit<br />

kaufmännische Leitung der<br />

Birkle-Klinik in Überlingen.<br />

Zuvor war sie von 2013 bis<br />

2022 für die Tourismus- und<br />

Stadtmarketing Radolfzell<br />

GmbH tätig, ab 2016 als deren<br />

Geschäftsführerin.<br />

www.bodensee.eu<br />

Erstmals hat ein Österreicher den Schweizer Eishockey-Meistertitel erobert. Der 19-jährige<br />

Stürmer Vinzenz Rohrer aus Rankweil (Vorarlberg) gewann mit den ZSC Lions Zürich das entscheidende<br />

siebte Spiel der Finalserie auf heimischem Eis vor 12.000 Fans gegen Lausanne HC<br />

mit 2:0. Die ZSC Lions sicherten sich damit erstmals seit 2018 und zum insgesamt zehnten Mal<br />

die Schweizer Eishockeykrone. Rohrer absolviert in Zürich seine erste Profi-Saison, nachdem<br />

er zwei Jahre lang in Kanada gespielt hat.<br />

www.zsclions.ch<br />

Das See-Burgtheater Kreuzlingen nutzt seine diesjährige Produktion „Prometheus“ (Premiere<br />

am 11. Juli) für einen fließenden Übergang im Leitungsteam. Die beiden Theaterpioniere<br />

Leopold Huber und Astrid Keller übergeben nach 30 Jahren die Gesamtleitung des Theaters<br />

im Laufe des Jahres an das designierte Intendanten-Trio Giuseppe Spina, Rahel Wohlgensinger<br />

und Simon Engeli (v.l.). Alle drei sind erfahrene Theaterschaffende, mit dem See-Burgtheater<br />

seit Jahren eng verbunden und wirken auch an „Prometheus“ in zentralen Funktionen und<br />

Rollen mit.<br />

www.see-burgtheater.ch<br />

© ZSC Lions<br />

© See-Burgtheater


SEELEUTE<br />

17<br />

Die Chansonkabarettistin Judith<br />

Bach hat den renommierten<br />

Kleinkunstpreis „Tuttlinger<br />

Krähe 2024“ gewonnen<br />

– sogar im Doppelpack:<br />

Sie erhielt den ersten Preis<br />

der Jury sowie den Publikumspreis.<br />

Die Jury bescheinigte<br />

ihr „eine Bühnenpräsenz<br />

von überwältigender Kraft“. Judith<br />

Bach wurde 1983 in Berlin<br />

geboren, wuchs bei Köln<br />

auf, machte ihr Abitur in Kapstadt<br />

(Südafrika), verbrachte<br />

fünf Jahre in Konstanz und<br />

lebt derzeit im Tösstal (Kanton<br />

Zürich). Sie spielt im Juli beim<br />

See-Burgtheater Kreuzlingen<br />

die Hauptrolle in „Prometheus“.<br />

www.judithbach.net<br />

© Katharina Good<br />

© Samuel Bosch<br />

Der Klimaaktivist Samuel Bosch<br />

(21) aus der Waldbesetzung bei<br />

Vogt im Altdorfer Wald (Landkreis<br />

Ravensburg) hat vor dem Bundesverfassungsgericht<br />

einen juristischen<br />

Sieg errungen. Es kassierte<br />

die Urteile des Augsburger Amtsund<br />

Landgerichts ein, das Bosch<br />

wegen übler Nachrede und Hausfriedensbruch<br />

zu drei Wochen Jugendarrest<br />

verurteilt hatte. Das<br />

Bundesverfassungsgericht bemängelte,<br />

dass bei der Verurteilung das<br />

Recht auf Meinungsfreiheit unzureichend<br />

geprüft worden sei. Bosch<br />

wurde deshalb vorzeitig aus dem<br />

Arrest entlassen, der Fall muss neu<br />

verhandelt werden. Hintergrund ist<br />

eine Protestaktion von Bosch und<br />

weiteren Aktivist*innen im Oktober<br />

2022 in Augsburg.<br />

© Maike Paasch<br />

Der 14-jährige Leon Paasch aus Lindau<br />

hat den Bodensee mit dem Fahrrad umrundet.<br />

Er legte an einem Tag 124 Kilometer<br />

bei fast ständigem Gegenwind und<br />

nass-kaltem Wetter zurück. Mit dieser Aktion<br />

machte er auf das Artensterben aufmerksam<br />

und warb um Spenden für das Projekt<br />

„Flower Kids“ der Bodensee-Stiftung. Ziel<br />

von „Flower Kids“ ist, Kindern die Bedeutung<br />

von Biodiversität und Artenschutz nahezubringen<br />

und sie bei Maßnahmen zur Insektenförderung<br />

zu unterstützen. Das Konzept<br />

für seine Aktion hat Leon Paasch im Rahmen<br />

eines Schulprojekts erarbeitet.<br />

www.bodensee-stiftung.org<br />

© Peter Wyss<br />

© Gian Paul Lozza<br />

© Max Zerrahn | Suhrkamp Verlag<br />

Zum neunten Mal in Folge hat Philip Egli<br />

den Tagessieg bei den vom ASC Thurgau<br />

organisierten Auto-Renntagen Frauenfeld<br />

errungen. Mit seinem Dallara-F3-Rennwagen<br />

stellte der in Zürich lebende Glarner<br />

auf dem 3,2 Kilometer langer Slalom-<br />

Parcours mit 49 Toren zudem einen neuen<br />

Streckenrekord auf. Die Renntage bildeten<br />

den Auftakt zur Schweizer Slalom-Meisterschaft<br />

2024.<br />

www.acs.ch<br />

Ulrich Khuon übernimmt für die Spielzeit 2024/25 die Interimsintendanz<br />

und den Vorsitz der Geschäftsleitung am<br />

Schauspielhaus Zürich. Der gebürtige Stuttgarter leitet<br />

seit 2009 das Deutsche Theater Berlin. Zuvor war er Intendant<br />

am Thalia Theater Hamburg, am Schauspielhaus<br />

Hannover und am Stadttheater Konstanz (1988 bis 1993).<br />

In Zürich bildet er eine Brücke zwischen dem zukünftigen<br />

Leitungsteam Pınar Karabulut und Rafael Sanchez (ab<br />

Spielzeit 2025/26) und dem abtretenden Intendanten-<br />

Duo Benjamin von Blomberg und Nicolas Stemann.<br />

www.schauspielhaus.ch<br />

Quecksilbrig und herznah, „sturzoffen“ und<br />

leuchtend schön: „Hasenprosa“ ist nach<br />

ihren von der Kritik hochgelobten Werken<br />

„Halb Taube Halb Pfau“ (2016) und „Luna<br />

Luna“ (2019) das dritte Buch der gebürtigen<br />

Überlingerin Maren Kames (40). Der Mitte<br />

März 2024 im Suhrkamp-Verlag erschienene,<br />

experimentelle Roman verbindet Autofiktion,<br />

biografische Elemente, Fotografien und<br />

Musikreferenzen zu einem Gesamtkunstwerk.<br />

Maren Kames lebt als Schriftstellerin<br />

und freie Übersetzerin in Berlin.


18 SEELEUTE<br />

(v.l.n.r.) Dramaturgin Carola von Gradulewski, Gabriel Venzago, Chefdirigent<br />

der Philharmonie, Intendantin Karin Becker, Chefdramaturgin Meike Sasse und<br />

die Dramaturginnen Romana Lautner, Sabrina Toyen und Lea Seiz.<br />

Die neue Spielzeit 2024/25 des Theaters Konstanz steht unter dem Motto<br />

„Hoffnung radikal“ und gibt damit die Antwort auf die Frage „Wer entscheidet<br />

Zukunft“ der aktuellen Spielzeit. Dabei betonten die Intendantin Karin<br />

Becker und ihr Team, es gehe um Radikalität im wörtlichen Sinn, also darum,<br />

etwas an der Wurzel zu packen. Ab Ende September geht es los mit 19<br />

Premieren, vier Uraufführungen und einer deutschen Erstaufführung.<br />

Das neue Programm bietet inhaltliche Auseinandersetzungen, sucht nachhaltige<br />

Lösungen, möchte Bewusstsein schaffen, den Blick schärfen, Räume<br />

öffnen und Geschichten erzählen. Es geht auch darum, dauerhaft erschreckenden<br />

Nachrichten etwas entgegenzusetzen, Utopien und Visionen aufzuzeigen<br />

und darum, einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft zu werfen.<br />

Höhepunkt wird eine Kooperation mit der Südwestdeutschen Philharmonie:<br />

„Die Dreigroschenoper“ Open Air auf dem Münsterplatz 2024!<br />

www.theaterkonstanz.de<br />

© Stefanie Göttlich<br />

Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat 22 Persönlichkeiten mit dem<br />

Verdienstorden des Landes Baden-Württemberg geehrt, darunter drei<br />

aus der Bodenseeregion. Gräfin Bettina Bernadotte af Wisborg wurde für<br />

ihr vielfältiges Engagement unter anderem als Geschäftsführerin der Mainau<br />

GmbH und als Präsidentin des Kuratoriums der Lindauer Nobelpreisträgertagung<br />

ausgezeichnet. Der Polizist und Theologe Werner Kubben aus<br />

Sigmaringen hat die Polizeiseelsorge umfassend ausgebaut und ist ehrenamtlich<br />

als Diakon tätig. Der Landwirt Egon Oehler aus Bad Saulgau war<br />

viele Jahre lang Geschäftsführer des Kreisbauernverbandes Biberach-Sigmaringen<br />

und engagiert sich zudem in der Kommunalpolitik und in der<br />

katholischen Kirche.<br />

© Staatsministerium Baden-Württemberg/Uli Regenscheit<br />

© Justus Stegemann<br />

Der VfB Friedrichshafen<br />

ist Vizemeister der Saison<br />

2023/24. Die Häfler Volleyballer<br />

verloren das Entscheidungsspiel<br />

in der Berliner<br />

Max-Schmeling-Halle mit 0:3<br />

(16:25, 16:25, 17:25) und somit<br />

die „best-of-five-Serie“ gegen<br />

die Berlin Recycling Volleys<br />

mit 2:3. Die BR Volleys errangen<br />

damit den achten Titel<br />

in Folge. Berlin gegen Friedrichshafen<br />

ist das ewige Duell<br />

des deutschen Volleyballs:<br />

Zum elften Mal in Folge trafen<br />

die Mannschaften im Finale<br />

aufeinander.<br />

www.vfb-volleyball.de<br />

Larissa Kasper, Samuel Bänziger, Rosario Florio und Olivier Hug (v.l.)<br />

vom St. Galler Verlag Jungle Books sind mit dem Jan-Tschichold-Preis<br />

ausgezeichnet worden. Dieser Preis für Buchproduktion und -gestaltung<br />

wird vom Schweizer Bundesamt für Kultur vergeben und gilt als höchste<br />

Auszeichnung der Branche. Der Namensgeber Tschichold vertrat eine<br />

schnörkellos funktionale Typografie, inspiriert vom Bauhaus Dessau. Jungle<br />

Books wurde 2015 gegründet und ist auf zeitgenössische bildende Kunst<br />

spezialisiert.<br />

www.jungle-books.com<br />

© Katalin Deér<br />

Die Handballer der HSG Konstanz sind vorzeitig Meister der Dritten Liga<br />

Süd geworden. Ihr Meisterstück vollbrachten sie bereits am drittletzten<br />

Spieltag mit einem souveränen 27:18-Auswärtssieg beim SV Salamander<br />

Kornwestheim. Damit krönten sich die Handballer vom Bodensee zum insgesamt<br />

sechsten Mal zum Meister der dritthöchsten Spielklasse im Süden.<br />

hsgkonstanz.de<br />

© Marco Wolf


SEELEUTE<br />

19<br />

Der Lions Club Bregenz<br />

hat den Jakob-Mennel-<br />

Zukunftspreis erhalten.<br />

Diese mit 5000 Euro dotierte<br />

Auszeichnung würdigt<br />

Vereine für zukunftsorientiertes<br />

Handeln<br />

in Bezug auf ein konkretes<br />

Projekt. Prämiert wurde<br />

das Projekt „Lions-<br />

Jahrhundertwald“ und<br />

hierbei das Thema „Kinder<br />

& Klima“. In Zusammenarbeit<br />

mit Bregenzer<br />

Volksschüler*innen<br />

sollen in Bregenz grüne<br />

Oasen geschaffen werden,<br />

die das Prinzip der<br />

Schwammstadt nutzen,<br />

um den städtischen<br />

Raum klimafreundlicher<br />

zu gestalten. Durch ihr Mitwirken<br />

sollen die Kinder<br />

ein tieferes Verständnis für<br />

die Thematik entwickeln.<br />

www.bregenz.at<br />

© Udo Mittelberger<br />

© zVg Stadt Kreuzlingen<br />

Die Künstlerin Elisabeth<br />

Nembrini (*1960)<br />

aus Berg im Kanton St.<br />

Gallen hat den Wettbewerb<br />

„Die Entdeckung<br />

des Stadtraums“ der<br />

Stadt Kreuzlingen gewonnen.<br />

Ziel des Wettbewerbs<br />

war es, ein<br />

Kunstprojekt am Steinweg<br />

im Bodanquartier<br />

zu entwickeln. Der<br />

Siegerentwurf von Elisabeth<br />

Nembrini (hier mit<br />

Stadtrat Daniel Moos)<br />

überzeugte die Fachjury<br />

durch seine klare Formästhetik<br />

und den direkten<br />

Ortsbezug. Das Projekt<br />

soll bis Herbst 2024<br />

realisiert werden.<br />

www.kreuzlingen.ch<br />

Seit 15 Jahren zieht es Autoenthusiasten aus aller Welt nach<br />

Romanshorn in die „autobau erlebniswelt“. In den denkmalgeschützten<br />

Industriehallen hat der Schweizer Unternehmer<br />

und Rennfahrer Fredy Lienhard (links) eine faszinierende<br />

Sammlung von 120 Fahrzeugen, vorwiegend aus dem Bereich<br />

Motorsport, geschaffen. Nun konnten er und Managing Director<br />

Yvonne Stütz (rechts) den 250.000sten Besucher begrüßen:<br />

Roman Schläpfer (Mitte). Zudem blickt die Geschäftsleitung<br />

der „autobau erlebniswelt“ auf ein erfolgreiches Jahr zurück:<br />

23.000 Besucher*innen wurden gezählt, dies entspricht<br />

einer Steigerung von 21 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.<br />

autobau.ch<br />

© zVg autobau erlebniswelt<br />

Der Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele fördert das Festivalprogramm erneut<br />

mit einer hohen Geldsumme. Die wiedergewählte Vorsitzende Judith Salzmann (3.v.r.)<br />

gab die Überweisung von mehr als 300.000 Euro an die Bregenzer Festspiele bekannt.<br />

Der Verein der Freunde der Bregenzer Festspiele wurde 1949 als „Bregenzer Festspielgemeinde“<br />

ins Leben gerufen, drei Jahre nach Gründung des Festivals. Er hat derzeit mehr<br />

als 1800 Mitglieder.<br />

www.bregenzerfestspiele.com<br />

© Bregenzer Festspiele/Dietmar Mathis<br />

Junge Tanztalente auf Erfolgskurs: Die Wettkampfgruppe<br />

„New Flame“ des Singener Tanzstudios „Colours of Dance“<br />

wurde beim Tanzformat UDO Germany (United Dance Organisation)<br />

am 13.+14. April Deutscher Meister und hat sich damit<br />

für die UDO European‘s qualifiziert.<br />

© zVg Colours of Dance


20 FREIZEIT<br />

POLARLICHTER<br />

ÜBER DEM <strong>BO</strong>DENSEE<br />

Polarlichter sorgten in der Nacht vom 11. auf den 12. Mai 2024 für ein<br />

buntes Spektakel am Nachthimmel über dem Bodensee. Auslöser des<br />

spektakulären Naturphänomens war ein extrem starker Sonnensturm,<br />

der auf das Magnetfeld der Erde traf.<br />

Barockkirche Birnau


FREIZEIT<br />

21<br />

© Achim Mende


22 FREIZEIT<br />

WIR SCHAFFEN WAS!<br />

Die neue Sonderausstellung im Konstanzer Rosgartenmuseum in Kooperation mit Museen<br />

und Sammlungen des Bodenseeraumes ist bis Januar 2025 der Darstellung von Arbeitswelten in<br />

der Kunst am Bodensee auf der Spur: Haben tiefgreifende Veränderungen des Bodenseeraumes<br />

und seiner angrenzenden Landschaften auch einen Niederschlag im künstlerischen Schaffen<br />

des 19. und 20. Jahrhunderts gefunden?<br />

© Rosgartenmuseum Konstanz<br />

Sehnsucht<br />

nach romantischer Natur<br />

Die Landschaftsmalerei an Bodensee und<br />

Rhein zeigt seit dem frühen 19. Jahrhundert<br />

meist die Idylle. Sie ist prägend für<br />

die Malerei rund um den See, wir kennen<br />

sie aus tausendfachen Reproduktionen.<br />

Sonnenuntergänge mit Fischerbooten<br />

auf dem Gewässer, romantische Buchten,<br />

der imposante Rheinfall, das urwüchsige<br />

Appenzellerland mit Sennen und Säntis:<br />

Solche wiederkehrenden Motive vermitteln<br />

ein idealisiertes Bild eines von<br />

gesellschaftlichen und technischen Entwicklungen<br />

scheinbar unberührten Naturraumes.<br />

Einheimische Künstler und<br />

wenige Künstlerinnen produzierten seit<br />

dem 19. Jahrhundert denn auch für einen<br />

wachsenden touristischen Markt, der Bilder<br />

der Idylle nachfragte als Erinnerungsschatz<br />

an arkadische Tage zwischen Voralpen<br />

und Rhein. Auch Künstler*innen<br />

aus den Metropolen zog die Idylle an:<br />

Während der „Sommerfrische“ an ländlichen<br />

Ufern entstanden so Bilder der weltabgewandten<br />

Innerlichkeit.<br />

Jenseits lauschiger Plätze<br />

Doch wie so oft, die Idylle trügt: Der weitere<br />

Bodenseeraum mit seinen angrenzenden<br />

Landschaften der Ostschweiz, Vorarlbergs,<br />

Oberschwabens und des Allgäus<br />

Fritz Hildebrandt:<br />

„Das Kaufhaus Hertie im Bau“, 1962<br />

© Rosgartenmuseum Konstanz<br />

Alexander Rihm,<br />

Blick vom Fürstenberg auf den Längerbohl


FREIZEIT<br />

2 3<br />

BEGLEITBAND ZUR AUSSTELLUNG<br />

Tobias Engelsing (Hrsg.): Wir schaffen was!<br />

Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee,<br />

reich illustriert, 168 Seiten, 16,- €<br />

© Archiv Keller<br />

Arbeiter in der<br />

Zeltfabrik Stromeyer,<br />

1972<br />

wird seit dem frühen 19. Jahrhundert<br />

zeit mit ihren Fabrikhallen, Dampfma-<br />

trale Bedeutung und ihre industriege-<br />

auch zu einem bedeutenden Schau-<br />

schinen und Kohlehalden weiter.<br />

schichtlich bedingte ideologische Auf-<br />

platz der Industrialisierung. Nach dem<br />

Niedergang der traditionellen Leinwandproduktion<br />

in der Ostschweiz<br />

wird 1790 in Herisau die erste Spinn-<br />

„Arbeiten, wo andere<br />

Urlaub machen“<br />

Die Sonderausstellung „Wir schaffen<br />

ladung? Werden „Work-Life-Balance“,<br />

Arbeitszeitreduzierungen und mehr<br />

gemeinnütziges Engagement die<br />

Arbeitswelt noch stärker als bisher be-<br />

maschine aufgestellt, 1801 nimmt die<br />

was“ hinterfragt, ob die Arbeitswel-<br />

stimmen oder sind sie nur kurzlebige<br />

erste mechanische Baumwollspinne-<br />

ten der Menschen in Fabrik und Werk-<br />

Zeiterscheinungen? Das Rahmenpro-<br />

rei in St. Gallen den Betrieb auf – das<br />

stätten, in Nähstuben, auf Güterbahn-<br />

gramm zur Ausstellung verhandelt<br />

Zeitalter der Baumwollverarbeitung<br />

höfen, auf dem Bau, im Hafen und in<br />

aktuelle Fragestellungen.<br />

hat begonnen. Im Thurgau, in Konstanz<br />

und in Vorarlberg werden Baumwolltücher<br />

in Kattunfabriken bunt bedruckt.<br />

Modisch gemusterte Tücher<br />

kommen zu erschwinglichen Preisen<br />

und in rasch wechselnden Moden auf<br />

der traditionellen Landwirtschaft nur<br />

idealisierend oder auch realistisch, gar<br />

sozialkritisch und mit Sympathie für<br />

die Lasten des Alltags dargestellt sind.<br />

Aus den Museumssammlungen<br />

rund um den Bodensee kommen über-<br />

bis 05.01.2025 | Wir schaffen was –<br />

Arbeitswelten in der Kunst am Bodensee<br />

Rosgartenmuseum<br />

Rosgartenstr. 3-5<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.rosgartenmuseum.de<br />

Fritz Hildebrand,<br />

Beim Holzmachen<br />

den Markt. Zur Jahrhundertmitte sind<br />

raschende Blicke auf den Alltag der<br />

Vorarlberg, die Ostschweiz, Konstanz<br />

und Teile des Hegaus Zentren der neuen,<br />

global vernetzten Textilindustrie.<br />

Schweizer<br />

Unternehmer investieren<br />

Am Nordufer des Bodensees investieren<br />

seit der zweiten Jahrhunderthälf-<br />

arbeitenden Bevölkerung zusammen.<br />

„Arbeiten, wo andere Urlaub machen“:<br />

Dieser Slogan der Fremdenverkehrswerbung<br />

des 20. Jahrhunderts hatte<br />

schon vor 150 Jahren einen nüchternen<br />

Realitätsbezug: Unweit von den<br />

Hotelpalästen am Seeufer und in Bergeshöhen<br />

zogen Arbeiter*innen und<br />

© Rosgartenmuseum Konstanz<br />

te in einer Zollschranken übersprin-<br />

bis ins 20. Jahrhundert hinein auch<br />

genden Expansionsstrategie überwie-<br />

Kinder in Fabrikhallen, auf Baustel-<br />

gend Schweizer Unternehmer (Escher<br />

len und zur Feldarbeit, um 12-stündi-<br />

Wyss, Sulzer, Schiesser, Maggi etc.) in<br />

ge Arbeitstage zu bewältigen.<br />

die Gründung von Maschinenfabriken,<br />

die der Textilindustrie die nöti-<br />

In Zusammenarbeit mit Partnermu-<br />

ge Technologie liefern. Auch in Arbon,<br />

seen in Bregenz, Meersburg, Stockach,<br />

Singen und Schaffhausen rauchen die<br />

Ittingen, Schaffhausen, St. Gallen,<br />

Schlote neuer Industriebetriebe, wird<br />

Steckborn, Urnäsch und Appenzell<br />

Metall gegossen, werden Motoren, in<br />

IR sowie mit Leihgaben aus privaten<br />

Friedrichshafen schließlich Luftschiffe,<br />

Sammlungen wirft das Rosgartenmu-<br />

Flugzeuge und Autos gebaut. Zugleich<br />

seum angesichts des aktuellen tief-<br />

existieren die traditionelle Land- und<br />

greifenden Bedeutungswandels von<br />

Alpwirtschaft, Handstickerei und be-<br />

Arbeit einen Blick zurück und damit<br />

währte Handwerkskunst neben den<br />

auch nach vorn: Verliert menschliche<br />

Fabrikanlagen der Industrialisierungs-<br />

Arbeit im digitalen Zeitalter ihre zen-


24 FREIZEIT<br />

SCHÖNE REICHE AU<br />

© Achim Mende<br />

Heute kennt man die kleine Insel im Untersee als Gemüseinsel,<br />

Ausflugsziel und Badestelle. Im Mittelalter jedoch<br />

war die Reichenau ein wichtiges geistliches, politisches<br />

und kulturelles Zentrum, das Kloster gehörte zu den Lieblingsklöstern<br />

von Kaiser Karl dem Großen. Sein Enkel Kaiser<br />

Karl der III. ließ sich sogar auf der Reichenau bestatten.<br />

Die romanischen Kirchen und die Prachthandschriften<br />

der Reichenauer Malschule zeugen bis heute von dieser<br />

bedeutenden Zeit. 1300 Jahre nach Klostergründung feiert<br />

die Insel Reichenau Jubiläum – mit einer großen Landesausstellung,<br />

in der unter anderem fünf zum Weltdokumentenerbe<br />

der UNESCO zählende Handschriften gezeigt werden,<br />

und vielen weiteren Veranstaltungen und Projekten<br />

der Reichenauer Bürgerinnen und Bürger selbst. Im <strong>Juni</strong><br />

stärkt das Jubiläums-Motto „Wir knüpfen ein Band“ vor allem<br />

die verbindende Kraft der Musik. Im Münster St. Maria<br />

und Markus ertönt am 1. <strong>Juni</strong> beim Augia Konzert – Benefizkonzert<br />

World Doctors Orchestra & Deutscher Ärztechor<br />

– die h-Moll Messe von Johann Sebastian Bach. Am 22. <strong>Juni</strong><br />

feiert das Open-Air-Festival „early bird“ zehnjähriges Jubiläum<br />

im Schloss Königsegg, und bei „Eine Insel macht Musik“<br />

präsentieren alle Reichenauer Musikvereine, -gruppen,<br />

Bands und Chöre von jung bis alt im Schlosspark Königsegg<br />

ihr Talent und ihre Musik unter freiem Himmel.<br />

„Nightscapes“ Reichenau<br />

www.reichenau1300.de<br />

HEUNEBURG – STADT PYRENE<br />

HANDWERKERTAG<br />

Handwerkliche Vorführungen und Kinderaktionen<br />

09. JUNI ‘24<br />

10 – 17 UHR<br />

Foto © Boris Bojic<br />

Tickets und Information:<br />

oder im Mainau-Servicezentrum<br />

Tel +49 7531 303-303<br />

info@mainau.de<br />

Foto © Yamaly Bayer-Gomez<br />

Information<br />

Heuneburg –Stadt Pyrene<br />

Telefon 07586 /8959405<br />

info@heuneburg-pyrene.de<br />

www.heuneburg-pyrene.de


WHO CARES?!<br />

FREIZEIT<br />

25<br />

Kinderbetreuung, Pflegedienste, Haushaltsaufgaben… Care- oder Sorgearbeit<br />

ist im breiten Verständnis eine unbezahlte oder bezahlte Tätigkeit<br />

der Fürsorge und Pflege. Doch was ist überhaupt als Sorgearbeit<br />

anerkannt, wer leistet sie, und unter welchen Bedingungen? Die Gruppenausstellung<br />

„Who Cares?! Aktuelle Perspektiven auf Sorgearbeit“ der<br />

Gastkuratorin Sarah Merten thematisiert die unterschiedlichen Aspekte,<br />

Formen und Facetten von Care, die im öffentlichen Diskurs weniger<br />

sichtbar sind. Ausgestellt werden Werke in unterschiedlichen Medien<br />

von zeitgenössischen in der Schweiz wohnhaften und tätigen Kunstschaffenden.<br />

02.06.–21.07.<br />

Vernissage 01.06., 17 Uhr<br />

Vebikus Kunsthalle Schaffhausen<br />

Baumgartenstrasse 19<br />

CH-8201 Schaffhausen<br />

www.vebikus.ch<br />

LuYang, Arcade Liverpool, FACT Liverpool, 2023<br />

© Rob Battersby<br />

© Frank Lüling<br />

SPIELWELTEN<br />

Eskapismus, Erfolgsstreben, Exploration: Warum, wie oder in welchen<br />

Kontexten spielt der Mensch? Die Ausstellung „Choose your Player.<br />

Spielwelten von Würfel bis Pixel“ im Zeppelin Museum Friedrichshafen<br />

befasst sich mit dem Phänomen des Spiels als Kulturmedium zur<br />

Gegenwartsflucht und Immersion. Zeppelinspiele aus der eigenen Techniksammlung<br />

vom frühen 20. Jahrhundert bis zur Gegenwart werden<br />

Werken zeitgenössischer Künstler*innen sowie Gamingklassikern von<br />

Spielbrett bis Konsole gegenübergestellt und kritisch eingeordnet. Entdecker*in,<br />

Wissenschaftler*in, Journalist*in, Hacker*in oder Kind? Ganz<br />

im Stil von Rollenspielen wird der Rundgang zum Soloabenteuer.<br />

Ana Vujić „Die Dreiteilung“, 2023. Kohle auf Papier, Installationsansicht<br />

Kammgarn West, 2023.<br />

bis 27.04.25<br />

Zeppelin Museum Friedrichshafen<br />

Seestraße 22<br />

D-88045 Friedrichshafen<br />

www.zeppelin-museum.de<br />

MITTSOMMER<br />

Der längste Tag des Jahres war schon bei den Kelten ein Grund zum Feiern.<br />

Im <strong>Juni</strong> gibt es gleich zwei gute Gründe für einen Besuch auf der<br />

Heuneburg. Beim „Handwerkertag“ vermitteln unterschiedliche handwerkliche<br />

Aussteller*innen einen Eindruck vom Leben und Arbeiten in<br />

der einstigen Handelsstadt Pyrene vor 2.500 Jahren. Doch zum Glück<br />

wurde nicht nur gearbeitet, sondern auch gefeiert. Zur Sommersonnwende<br />

gibt die keltische Folk-Rock-Band Cúl na Mara ihr traditionelles<br />

Konzert und präsentiert dabei ein breites musikalisches Repertoire:<br />

Von traditioneller Musik aus keltischen Ländern bis hin zu modernen<br />

Eigenkompositionen.<br />

09.06., 10–17 Uhr | Handwerkertag<br />

22.06., 19 Uhr | Cúl na Mara<br />

Heuneburg – Stadt Pyrene<br />

D-88518 Herbertingen-Hundersingen<br />

www.heuneburg-pyrene.de<br />

© zVg Heuneburg Stadt Pyrene<br />

Cúl na Mara


2 6<br />

FREIZEIT<br />

Anzeige<br />

ERBE DER ZISTERZIENSER<br />

Ein Tag auf Kloster und Schloss Salem ist ein den und dem Marstall, das gotische Münster<br />

Erlebnis für die ganze Familie: Die Gärten mit mit seiner frühklassizistischen Alabasterausstattung,<br />

die Prälatur mit dem barocken Kai-<br />

den Labyrinthen, ein Abenteuerspielplatz, die<br />

weitläufige Anlage mit den Wirtschaftsgebäusersaal<br />

und der Bibliothek, der Speisesaal der<br />

© Kloster und Schloss Salem<br />

Mönche („Betsaal“) sowie ein Klostermuseum<br />

und ein Feuerwehrmuseum sind immer einen<br />

Besuch wert. Salem wurde 1134 als Zisterzienserkloster<br />

gegründet und ist heute eines der<br />

bedeutendsten Kulturdenkmäler der Bodenseeregion.<br />

An diesem Ort treffen eine malerische<br />

Landschaft und geschichtsträchtige Gebäude<br />

unterschiedlicher Epochen aufeinander.<br />

Mit der Säkularisation 1802 wurde Salem<br />

Schloss der Markgrafen von Baden. Seit 2009<br />

gehört zum Land Baden-Württemberg. Tägliche<br />

Führungen durch Prälatur, Münster und<br />

Kreuzgang erwecken die geschichtsträchtigen<br />

Mauern zum Leben. Besondere Sommer-<br />

Highlights sind der Schlosserlebnistag am 16.<br />

<strong>Juni</strong> mit Sonderführungen und die Internationalen<br />

Salemer Orgelwochen im Juli und August.<br />

Der Mozart-Sommer im August und Anfang<br />

September verführt mit musikalischen<br />

Schmankerln in hochherrschaftlicher Atmosphäre.<br />

Bis 01.11. | Mo-Sa, 9.30 bis 18 Uhr,<br />

Sonn- und Feiertag 10.30 bis 18 Uhr<br />

Staatl. Schlösser und Gärten Baden-Württemberg<br />

D-88682 Salem<br />

www.salem.de<br />

ZEIT FÜR<br />

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Nr. 24 2024<br />

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www.seezunge.de<br />

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seezunge 2024<br />

Der größte Gastroführer für die Bodenseeregion<br />

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Marco Akuzun kocht mit Stern<br />

im Weingartener MARKOS<br />

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Die Bierkultur am See<br />

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seit dem 15. Dezember 2023 über den<br />

örtlichen Buch- und Zeitschriftenhandel erhältlich.<br />

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bestellung@labhard.de und unter www.labhard-shop.de<br />

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FREIZEIT<br />

27<br />

© Veronika Morscher, KulturWorx<br />

KULT-X-IVAL<br />

Jam-Sessions, Konzerte, Filme, Performances,<br />

Workshops, Lesungen, Ausstellungen, Führungen<br />

und (!) ein Kinderprogramm: Beim ersten<br />

Kult-X Festival zeigt das Kreuzlinger Kulturzentrum,<br />

was in ihm steckt. 20 Vereine und<br />

Kulturschaffende präsentieren regionale Kultur<br />

auf dem ehemaligen Schiesser-Areal. Das<br />

Programm verspricht Vielfalt und Inspiration,<br />

Unterhaltung und Mitgestaltung von 11 bis 23<br />

Uhr. Genuss und Austausch bietet die Garten-<br />

Lounge bei Kaffee und Kuchen, Vegi-Burger<br />

oder Grillfleisch. Drinks gibt es, na klar, an der<br />

Bar, und für die kleinen Gäste an der Kinderbar.<br />

Eintritt frei.<br />

01.06., 11–23 Uhr<br />

Hafenstraße 8<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

www.kult-x.ch<br />

© Bauernhaus-Museum Wolfegg<br />

BAUMKUNST<br />

© Stadt Wangen | Rainer Jensch<br />

IM ZEICHEN DER TRACHT<br />

Blühende Blumen und prächtige Trachten:<br />

Wangen begrüßt die große Trachtenfamilie<br />

zum Deutschen Trachtenfest in der Wangener<br />

Altstadt und auf dem Gelände der Landesgartenschau.<br />

Doch Tracht ist nicht gleich<br />

Tracht: Zum ersten Mal führt eine Sonderausstellung<br />

mit zehn ausgewählten Trachten aus<br />

ganz Deutschland in das Thema ein. Nach<br />

dem Galaabend am 7. <strong>Juni</strong> feiern Trachtler<br />

und Nichttrachtler gemeinsam in der Wangener<br />

Altstadt und auf dem Gelände der Landesgartenschau<br />

mit Tanz, Musik und zahlreichen<br />

Darbietungen. Am Sonntag ziehen rund<br />

3500 Trachtenfreunde und viele Musikkapellen<br />

durch die Altstadt bis zur Sparkassen-<br />

Kulturbühne mit anschließendem Fahneneinmarsch.<br />

07.–09.06. | Deutsches Trachtenfest<br />

bis 21.07. | Sonderausstellung „Trachten des<br />

Jahres“ im Stadtmuseum Wangen<br />

D-88239 Wangen<br />

www.lgswangen2024.de<br />

„Sinnhaft berührt sein…“ statt sachlich kühl zu<br />

bleiben. Die teils lebensgroßen, saisonal wechselnden<br />

Baumskulpturen des Künstlers Bernhard<br />

Schmid bilden in der Zehntscheuer Gessenried<br />

den Start- und Endpunkt einer Reise in<br />

die eigene Empfindungswelt im Angesicht der<br />

uns umgebenden Natur. Wir schützen, was wir<br />

lieben. In Zeiten polarisierender Debatten rund<br />

um Naturschutz, Klimawandel und Nachhaltigkeit<br />

eröffnet sich durch die schlichten<br />

Aufmerksamkeitsrahmen – je nach Motto<br />

an wechselnden Positionen – ein emotionaler<br />

Blick auf die zahlreichen Sträucher und<br />

Bäume auf dem Gelände des Bauernhaus-Museums<br />

Wolfegg.<br />

04.05.–01.07. | „Kind – Baum – Raum“<br />

15.06., 18, 19 und 20 Uhr | Künstlerführungen<br />

im Rahmen der Wolfegger „Langen Nacht der<br />

Kultur“<br />

02.07.–14.09. | „Ereignis – Wandel – Baum“<br />

16.09.–08.11. | „Baum – Frucht – Mensch“<br />

Zehntscheuer Gessenried | Bauernhaus-<br />

Museum Wolfegg<br />

Vogter Straße 4<br />

D-88364 Wolfegg<br />

www.bauernhaus-museum.de


28 FREIZEIT<br />

© Schienerberglauf<br />

© PR2<br />

LAUFERLEBNIS<br />

Ist es ein Fest oder ein Lauf? Beides! Der 16. Schienerberglauf führt auf<br />

beschatteten Waldwegen entlang von Bächen und Schluchten und bietet<br />

immer wieder einen Blick auf die Alpen. Ein Lauferlebnis nicht nur<br />

für erfahrene Bergläufer, sondern auch für Laufeinsteiger. Vom 1 km<br />

Schülerlauf über die beliebte 5 km-Distanz bis hin zur Langstrecke mit<br />

20 km und circa 445 Höhenmetern ist für alle etwas dabei. Dank der<br />

herzlichen Atmosphäre sind müde Beine schnell vergessen: Das halbe<br />

Dorf packt mit an, damit aus dem Schienerberglauf mit Livemusik,<br />

Verpflegungsposten und kulinarischen Leckerbissen aus dem Gasthaus<br />

Hirschen ein echtes Lauffest wird.<br />

30.06., ab 11 Uhr<br />

D-78337 Öhningen Schienen<br />

www.schienerberglauf.de<br />

GESTATTEN, EUGÈNE<br />

Stiefsohn von Napoleon I., Soldat im Russlandfeldzug, Schwiegersohn<br />

des bayerischen König Max und Vizekönig von Italien: Eugène de Beauharnais’<br />

Lebensgeschichte liest sich wie das Werk eines großen Romanciers.<br />

Sein Todestag jährt sich 2024 zum 200. Mal. Das Napoleonmuseum<br />

widmet seine diesjährige Sonderausstellung unter dem Titel „Eugène<br />

de Beauharnais: Vom Vizekönig zum Asylanten“ dem geliebten Bruder<br />

der Arenenberger Schlossherrin Hortense und Erbauer von Schloss Eugensberg,<br />

der oberhalb von Ermatingen für sich und seine Familie Zuflucht<br />

suchte und einst von Goethe als „einer von den großen Charakteren,<br />

die immer seltener werden“ bezeichnet wurde.<br />

bis 27.10.<br />

Napoleonmuseum Arenenberg<br />

Arenenberg 1<br />

CH-8268 Salenstein<br />

www.napoleonmuseum.ch<br />

GUTE LAUNE MIX<br />

Marina & The Kats<br />

© Hanna Fasching<br />

Kunterbuntes Treiben lässt sich bei den Summer Sessions<br />

der Kulturwerkstatt Kammgarn vom 20. bis 22.<br />

<strong>Juni</strong> in Hard erleben. In kompakter Form wird auf<br />

dem Kammgarn-Areal viel geboten: Von Konzerten<br />

über Kabarett bis hin zu Kinderprogramm und Kulinarik.<br />

Eine abwechslungsreiche und höchst unterhaltsame<br />

Programmvielfalt für Groß und Klein. Musikalische<br />

Highlights sind die Auftritte von Marina<br />

& The Kats, Prinz Grizzly, Chilimangaros + Martina<br />

Breznik oder Emelie Trahan. Auch beim Kultur-Cocktail<br />

mit Marvin Suckut ist für jeden Geschmack etwas<br />

dabei. Ganz nach dem Motto „Kultur ohne Zäune“ findet<br />

das Festival bei freiem Eintritt statt.<br />

20.–22.06.<br />

Kammgarn Areal<br />

A-6971 Hard<br />

www.kammgarn.at


ESSWELTEN<br />

FREIZEIT<br />

29<br />

Das Jahr 2024 steht in der St. Galler Museumslandschaft im Zeichen des<br />

Essens und Trinkens. Das Kulturmuseum St. Gallen, das Textilmuseum<br />

St. Gallen und die Stiftsbibliothek St. Gallen öffnen ihre Türen für eine<br />

einzigartige kulturelle Reise durch die kulinarischen Traditionen der<br />

Welt. Die Ausstellung „Cacao! Einverleibte Exotik.“ im Kulturmuseum St.<br />

Gallen lädt zu einer Reise durch Raum und Zeit ein. Sie folgt den Spuren<br />

der Schokolade, einem der bekanntesten Exportartikel der Schweiz,<br />

und zeigt auf, wie sich ein kleines mitteleuropäisches Land die exotische<br />

Frucht einverleiben konnte. Das Textilmuseum St. Gallen lädt ein<br />

zu einer einzigartigen Erfahrung: „All You Can NOT Eat. Fake Food auf<br />

Stoff“ erforscht die flüchtige Natur der Nahrungsaufnahme und stellt<br />

die Frage, wie Essen und Trinken soziale Rahmen durchbrechen. Die<br />

Ausstellung „Gesegnete Speisen – vom Essen und Trinken im Mittelalter“<br />

in der Stiftsbibliothek St. Gallen zeigt mit den Tischsegnungen<br />

des gelehrten Mönchs Ekkehard IV. die älteste und zugleich farbigste<br />

Schweizer Quelle zum Thema Essen und Trinken und findet Unterschiede<br />

– aber auch Gemeinsamkeiten – zur heutigen Esskultur. Während<br />

der Zeit des Genuss-Festivals „TASTE“ am 9. <strong>Juni</strong> kreieren die drei Museen<br />

unter dem Motto „Esswelten bitten zu Tisch“ in Kooperation mit<br />

den Starköchen Sebastian Zier und Richard Schmidtkonz vom Einstein<br />

Gourmet einen gemeinsamen Augen-, Ohren- und Gaumenschmaus.<br />

bis 16.06. | Genussfestival TASTE<br />

bis 20.10. | „Cacao! Einverleibte Exotik.“<br />

bis 13.10. | „All You Can NOT Eat. Fake Food auf Stoff“<br />

bis 10.11. | „Gesegnete Speisen – Vom Essen und Trinken im Mittelalter“<br />

www.st.gallen-bodensee.ch<br />

Table Company. Installation Jana Besimo, Valerie MetaEherenbold, Lisa<br />

Schöpflin. All You can NOT Eat. Fake Food auf Stoff/All You can NOT Eat. Fake<br />

Food on Fabric. Textilmuseum St. Gallen.<br />

© Laurids Jensen<br />

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30 FREIZEIT<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

FREIZEIT WAS<br />

ZUSAMMENGESTELLT VON ANNA WIRTH<br />

FESTE/MÄRKTE<br />

D-Bad Waldsee<br />

4. Nachhaltigkeitstag<br />

Am Nachhaltigkeitstag<br />

zeigt Bad Waldsee Projekte,<br />

Ideen, Macher<br />

und Gestalter rund um<br />

die Themen Energie,<br />

Lifestyle, Mobilität, Genuss,<br />

Natur und regionale<br />

Produkte.<br />

Bad Waldsee<br />

15.06., 10 Uhr<br />

www.bad-waldsee.de<br />

D-Konstanz/Kreuzlingen<br />

Grenzüberschreitender<br />

24h-Flohmarkt<br />

Über 1.000 Stände, 24<br />

Stunden, 9 Laufkilometer,<br />

2 Länder, 1 Flohmarkt.<br />

Flanieren, feilschen,<br />

schlemmen<br />

und besondere Herzensdinge<br />

finden – bei<br />

fröhlichem Beisammensein<br />

und gemütlichem<br />

Schlendern über<br />

die Landesgrenze.<br />

Rheinufer<br />

15.06., 16 Uhr bis<br />

16.06., 18 Uhr<br />

www.konstanz-info.com<br />

D-Radolfzell<br />

Internationaler Tag<br />

Ein Fest der Kulturen<br />

mit Musik, Tanz und<br />

kulinarischen Köstlichkeiten<br />

aus verschiedenen<br />

Ländern.<br />

Konzertsegel<br />

08.06., 12-22.30 Uhr<br />

www.radolfzell-tourismus.de<br />

D-Radolfzell<br />

Radolfzeller Abendmarkt<br />

Zwölf Wochen lang, jeden<br />

Donnerstag, lädt<br />

die kulinarische Marktreihe<br />

mitten im historischen<br />

Herzen der Stadt<br />

zum Flanieren und<br />

Genießen ein. Es gibt<br />

Kunsthandwerk, musikalische<br />

Vielfalt und<br />

heimatliche Manufakturen.<br />

Marktplatz<br />

20.06., 16-21 Uhr<br />

www.radolfzell-tourismus.de<br />

D-Tuttlingen<br />

Mittelaltermarkt<br />

In der Kulisse der Honbergruine<br />

wird ein einzigartiges<br />

Spektakel mit<br />

Händlern, Handwerkern<br />

und Lagergruppen<br />

inszeniert. Ritterturniere<br />

und Vorführungen<br />

mittelalterlicher Künstler*innen<br />

sorgen für<br />

Unterhaltung.<br />

Auf dem Honberg<br />

07.-09.06.<br />

www.tuttlinger-hallen.de<br />

D-Weingarten | Ravensburg<br />

| Baienfurt<br />

Landesturnfest<br />

Weingarten und das<br />

Schussental werden<br />

zum Turn-Mekka. Tausende<br />

Sportbegeisterte<br />

werden anreisen,<br />

um sich in Wettkämpfen<br />

zu messen und<br />

nicht zuletzt gemeinsam<br />

zu feiern. Das Fest<br />

findet an gleich fünf<br />

Standorten statt.<br />

Schussental<br />

bis 02.06.<br />

www.stadt-weingarten.de<br />

CH-Kreuzlingen<br />

Chrüzlinger Fäscht<br />

Über 35 Nationen präsentieren<br />

ein internationales<br />

Programm mit<br />

Musik, Tanz, Gastronomie<br />

und Traditionen.<br />

Außerdem gibt es ein<br />

abwechlungsreiches<br />

Bühnenprogramm.<br />

Boulevard<br />

22.06.<br />

www.chruezlingerfaescht.ch<br />

CH-Rorschach<br />

3. Bodensee Schallplattenbörse<br />

Über 28 Verkäufer sind<br />

auf dieser Börse anwesend.<br />

Alteingesessene<br />

Vinylliebhaber,<br />

die schon seit Beginn<br />

dabei sind, aber auch<br />

neue Gesichter.<br />

Sammler, Musikfans<br />

und solche, die es werden<br />

wollen. Dazu gibt<br />

es Live-DJs, Getränke<br />

und Verpflegung.<br />

Industrie36<br />

02.06., 10-16 Uhr<br />

www.industrie36.<br />

events<br />

AUSSTELLUNGEN<br />

D-Bad Waldsee<br />

Von Flusspiraten und<br />

Wandervögeln – Wie<br />

Bauer und Bürger erstürmen die Kartause Ittingen. Miniatur<br />

aus der züricherischen Kirchen- und Reformationsgeschichte<br />

Heinrich Bullingers, von der Hand von Heinrich Toman, 1605–<br />

1606. Zentralbibliothek Zürich, Ms B 316, fol. 139r.<br />

WECKRUF<br />

VOLKSAUFRUHR<br />

Die Ausstellung „1524 Stürmische Zeiten – der Ittinger<br />

Sturm im Fokus“ im Ittinger Museum greift ein Schlüsselereignis<br />

der schweizerischen Reformationsgeschichte auf<br />

und wirft einen vertieften Blick auf Geschichte und Konflikte<br />

jener Zeit. Rund anderthalb Tage dauerte der Tumult<br />

im Sommer 1524. Der Überfall durch etwa 3000 Personen<br />

auf die Kartause Ittingen mündete in der vollständigen<br />

Plünderung und Brandschatzung der Klosteranlage. Die<br />

Vorgänge hallten in der politischen und juristischen Aufarbeitung<br />

durch die Zeitgenossen und in der Geschichtsschreibung<br />

vielfältig nach. Für die herrschenden Kreise<br />

war der Überfall ein Weckruf in der zunehmend konfessionell<br />

gespaltenen Eidgenossenschaft.<br />

bis Frühjahr 2025<br />

Ittinger Museum im Kunstmuseum Thurgau<br />

Kartause Ittingen<br />

CH-8532 Warth<br />

www.kunstmuseum.tg.ch<br />

Im Rahmen des überkantonalen Projekts „1524 Stürmische<br />

Zeiten“ (www.1524.ch)<br />

Sportberger die Jugend<br />

zum Camping<br />

brachte<br />

Zahlreiche Exponate,<br />

von Faltbooten über<br />

Zelte und Campingzubehör<br />

bis zu Wohnwagen,<br />

zeigen, wie sich<br />

aus dem Wandervogel<br />

und dem Wasserwandern<br />

die Campingbewegung<br />

in Deutschland<br />

entwickelte.<br />

Erwin Hymer Museum<br />

bis September 2024<br />

www.erwin-hymermuseum.de<br />

D-Bad Wurzach<br />

Sepp Maler<br />

Das Leprosenhaus ist<br />

ein baugeschichtlich<br />

wertvolles Gebäude<br />

und prägte darüber hinaus<br />

das Leben und<br />

Werk des Künstlers immens.<br />

Von Sepp Mahler<br />

werden Bilder, Zeichnungen<br />

und literarische<br />

Texte aus 60 Schaffensjahren<br />

gezeigt.<br />

Leprosenhaus<br />

bis Ende Oktober<br />

www.leprosenhaus.<br />

de<br />

D-Konstanz<br />

Lebensraum Bodensee<br />

© zVg<br />

Die Nährstoffe im See,<br />

neu etablierte Tierund<br />

Pflanzenarten und<br />

natürlich der Klimawandel<br />

– diese Faktoren<br />

und die Auswirkungen<br />

auf die Lebewesen<br />

im und am See werden<br />

in dieser Ausstellung<br />

behandelt.<br />

Bodensee-Naturmuseum<br />

bis 09.03.25<br />

www.uni-konstanz.<br />

de<br />

D-Konstanz<br />

Konstanz im Nationalsozialismus<br />

1933-45<br />

Der Nationalsozialismus,<br />

der Zweite Welt-


FREIZEIT<br />

31<br />

krieg und der Holocaust<br />

liegen für jüngere<br />

Menschen in fernster<br />

Vergangenheit.<br />

Mit dem Angriffskrieg<br />

Russlands rückt eine<br />

neu-alte Form des Imperialismus<br />

wieder in<br />

den Fokus.<br />

Rosgartenmuseum<br />

Dauerausstellung<br />

www.rosgartenmuseum.de<br />

D-Konstanz<br />

Archäologie & Playmobil<br />

– Mönche, Mission,<br />

Abenteuer<br />

Eine Kooperation mit<br />

Staatliche Schlösser<br />

und Gärten Baden-Württemberg.<br />

Die<br />

überlieferten Personen<br />

und Ereignisse, die zur<br />

Entstehung des Reichenauer<br />

Klosters geführt<br />

haben, werden<br />

wissenschaftlich fundiert<br />

in den Fokus genommen.<br />

Archäologisches Landesmuseum<br />

Baden-<br />

Württemberg<br />

bis 20.10.24<br />

www.alm-konstanz.<br />

de<br />

D-Konstanz<br />

Meisterwerke der Eiszeit<br />

– die ältesten<br />

Tierskulpturen der<br />

Menschheit<br />

Die Höhlen- und Eiszeitkunst<br />

der Schwäbischen<br />

Alb wurde<br />

von der UNESCO in die<br />

Welterbeliste aufgenommen.<br />

Die Skulpturen<br />

gelten als die älteste<br />

mobile Kunst der<br />

Menschheit und zählen<br />

zu den bedeutendsten<br />

Funden der Altsteinzeit.<br />

Archäologisches Landesmuseum<br />

Baden-<br />

Württemberg<br />

ab 02.12.2023<br />

www.alm-konstanz.<br />

de<br />

D-Konstanz<br />

100 Jahre Hus-Haus<br />

in Konstanz – 1923<br />

– 2023<br />

Seit genau 100 Jahren<br />

wird im Hus-Haus im<br />

Schatten des Schnetztores<br />

des böhmischen<br />

Reformators Jan Hus<br />

gedacht, der 1415<br />

während des Konzils<br />

verurteilt und verbrannt<br />

wurde. Die diesjährige<br />

Sonderausstellung<br />

befasst sich<br />

mit der gesamten Geschichte<br />

des heutigen<br />

Hus-Hauses.<br />

Hus-Haus<br />

Verlängert bis Frühjahr<br />

2024<br />

www.konstanz.de<br />

D-Radolfzell<br />

Dorfleben. Geschichte(n)<br />

aus den Radolfzeller<br />

Ortsteilen.<br />

Vor 50 Jahren wurden<br />

alle sechs Ortschaften<br />

im Rahmen der<br />

Gemeindereform in<br />

Baden-Württemberg<br />

nach Radolfzell eingemeindet.<br />

Dieses Jubiläum<br />

wird nun zum Anlass<br />

genommen, diese<br />

Ortschaften in den Mittelpunkt<br />

zu stellen.<br />

Stadtmuseum Radolfzell<br />

bis 23.02.2025<br />

www.stadtmuseumradolfzell.de<br />

D-Ravensburg<br />

Menschenrechte und<br />

Menschenpflichten in<br />

Ravensburg<br />

Sie sind da, aber<br />

schwer zu greifen. Den<br />

Themen Menschenrechte<br />

und Menschenpflichten<br />

widmet sich<br />

die Ausstellung der<br />

Studierenden der<br />

Fachschule Heilpädagogik<br />

des Instituts für<br />

Soziale Berufe (IfSB)<br />

Ravensburg.<br />

Pfarrkirche St. Jodok<br />

bis 30.06.<br />

www.ifsb.de<br />

D-Reichenau<br />

Rund um die Insel –<br />

Guido Maria Frick<br />

Der Maler Guido Maria<br />

Frick zeigt zu Ehren<br />

des 1300-jährigen Bestehens<br />

der Reichenau<br />

Ölbilder und Aquarelle,<br />

die auf der Insel und<br />

einigen anderen Untersee-Gemeinden<br />

entstanden<br />

sind, die für<br />

ihn einen unverwechselbaren<br />

Charakter erhalten<br />

haben.<br />

Reichenauer Rathaus<br />

bis 31.08.<br />

www.reichenau1300.<br />

de<br />

D-Reichenau<br />

Zeichen – Videoinstallation<br />

Die Videoinstallation<br />

des Münchner<br />

Künstlers zeigt den<br />

Klangkörper aus ungewohnter<br />

Perspektive;<br />

nicht nur die Glocke<br />

schwingt, sondern mit<br />

ihr die aufnehmende<br />

Kamera – für die<br />

Betrachtenden entsteht<br />

dadurch ein ganz<br />

besonderes Filmerlebnis.<br />

Münster St. Maria<br />

und Markus<br />

bis 20.10.<br />

www.reichenau1300.<br />

de<br />

D-Tettnang<br />

Jubiläumsjahr –<br />

90 Jahre Fernsehen<br />

in Deutschland<br />

Vor 90 Jahren wurde<br />

die erste Fernsehübertragung<br />

in Deutschland<br />

vorgestellt. Zu<br />

diesem Jubiläum werden<br />

in der Wechselausstellung<br />

Fernseher aus<br />

den Anfängen bis zur<br />

Moderne und ein Stück<br />

eines der weltweit ersten<br />

Fernsehkabel ausgestellt.<br />

Elektronikmuseum<br />

Themenschwerpunkt<br />

für 2024<br />

www.emuseum-tettnang.de<br />

A-Bregenz<br />

tuten & blasen. Blasmusik<br />

in Vorarlberg<br />

Zum hundertsten Geburtstag<br />

des Vorarlberger<br />

Blasmusikverbands<br />

gibt es ein<br />

ganzjähriges Festprogramm.<br />

Die lange vorbereitete<br />

Sonderausstellung<br />

gibt Einlicke<br />

in Vorarlberger Traditionen.<br />

vorarlberg museum<br />

bis Frühjahr 2025<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

A-Bregenz<br />

Mythos Handwerk<br />

Die Schau richtet sich<br />

an alle, die sich fürs<br />

Handwerk interessieren<br />

oder einen der<br />

zahlreichen Berufe erlernen<br />

wollen. In der<br />

Ausstellung geht es um<br />

Gefühle und Werte, die<br />

man gemeinhin mit<br />

dem Handwerk verbindet.<br />

vorarlberg museum<br />

bis 06.01.25<br />

www.vorarlbergmuseum.at<br />

A-Dornbirn<br />

Tatsachen. Das materielle<br />

Erbe des Nationalsozialismus<br />

Mehr als 85 Jahre nach<br />

dem Anschluss Österreichs<br />

an das nationalsozialistische<br />

Deutschland<br />

finden sich immer<br />

noch Hinterlassenschaften<br />

und Überreste<br />

der NS-Zeit. Die<br />

Ausstellung basiert<br />

auf Objekten von Bürger*innen.<br />

Stadtmuseum<br />

bis 31.10.<br />

www.stadtmuseum.<br />

dornbirn.at<br />

CH-Bischofszell<br />

Armin Rüeger – mehr<br />

als der Textdichter<br />

von Othmar Schoeck<br />

Der Bischofszeller Apotheker<br />

Armin Rüeger<br />

erlangte indirekt Weltruhm,<br />

den das Museum<br />

Bischofszell nun<br />

mit einer Sonderausstellung<br />

thematisiert.<br />

Zeit seines Lebens<br />

schrieb, zeichnete und<br />

malte er, entwarf Plakate<br />

und Flyer.<br />

Museum Bischofszell<br />

ab April 2024<br />

www.museum-bischofszell.ch<br />

CH-Diessenhofen<br />

Kulturhistorisches<br />

Angebot<br />

Einzigartig ist nicht nur<br />

die Vielfalt und Fülle<br />

der über 10.000 gezeigten<br />

Originalgegenstände,<br />

sondern auch<br />

deren atmosphärische<br />

und publikumsnahe<br />

Präsentation auf 2700<br />

m2 – und dies ganz<br />

ohne Vitrinenglas.<br />

Schaudepot St. Katharinental<br />

Dauerausstellung<br />

www.historischesmuseum.tg.ch<br />

CH-Kreuzlingen<br />

Geplatzte Stadtträume<br />

Zusammen und doch<br />

getrennt durch die<br />

Grenze. In Konstanz<br />

und Kreuzlingen ist<br />

immer wieder von einer<br />

anderen Stadt geträumt<br />

worden. Hier<br />

wird sich auf eine Reise<br />

durch die Stadtteile<br />

begeben, mithilfe von<br />

Wegweisern und einem<br />

Plan.<br />

Museum Rosenegg<br />

bis 26.01.2025<br />

www.museumrosenegg.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

All You CanNOT Eat.<br />

Fake Food auf Stoff<br />

Einem Restaurant<br />

nachempfunden, in<br />

dem nichts Ess- oder<br />

Trinkbares angeboten<br />

wird.<br />

Auf Basis der Sammlung<br />

des Textilmuseums<br />

St.Gallen sind die<br />

Tische von diversen<br />

Gästen mit Exponaten,<br />

die Nahrungsmittel abbilden,<br />

gedeckt.<br />

Textilmuseum St.<br />

Gallen<br />

bis 13.10.<br />

www.textilmuseum.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Kindheit in der Ostschweiz<br />

und 200 Jahre<br />

Kinderfest<br />

Das Jubiläum ist Anlass,<br />

unterschiedliche<br />

Realitäten vergangener<br />

Kinderwelten in<br />

der Ostschweiz zu beleuchten.<br />

Gezeigt werden<br />

Erinnerungsstücke<br />

sowie Filminterviews<br />

mit St.Galler*innen,<br />

die von ihrer Kindheit<br />

erzählen.<br />

Kulturmuseum<br />

bis 05.01.2025<br />

www.kulturmuseumsg.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Kunstkästen Schaffhausen:<br />

Liao Wenfeng<br />

Der Künstler Liao Wenfeng<br />

beschäftigt sich in<br />

seiner Kunst seit mehreren<br />

Jahren mit der<br />

Bedeutung von Pilzen<br />

für Mensch und Umwelt.<br />

Die Kunstkästen<br />

sind darüber hinaus<br />

bewusst gesetzt, um<br />

den Betrachter*innen<br />

neue Perspektiven im<br />

Alltag aufzuzeigen.<br />

Schaffhauser Innenstadt<br />

29.06.-28.09.<br />

www.vebikus-kunsthalle-schaffhausen.ch<br />

CH-Zürich<br />

begehrt. umsorgt. gemartert.<br />

Körper im<br />

Mittelalter<br />

Mit zahlreichen Leihgaben<br />

aus dem In- und<br />

Ausland wirft die Ausstellung<br />

einen kulturhistorischen<br />

Blick auf<br />

den Körper im Mittelalter<br />

und gibt Impulse,<br />

auch unser heutiges<br />

Bild des Körpers zu reflektieren.<br />

Landesmuseum<br />

bis 14.07.<br />

www.landesmuseum.ch<br />

FL-Vaduz<br />

kollabor –<br />

Kunst+Raum für kleine<br />

Kinder<br />

Kleine Kinder begreifen<br />

die Welt mit allen Sinnen<br />

– Wahrnehmungsweisen,<br />

die in Museen<br />

gewöhnlich nicht erlaubt<br />

sind. Im Seitenlichtsaal<br />

wird ein Ort<br />

eingerichtet, der Kindern<br />

Begegnungen mit<br />

Kunst und freies kreatives<br />

Spiel ermöglicht.<br />

Kunstmuseum Liechtenstein<br />

bis 15.08.<br />

www.kunstmuseum.li<br />

FILM<br />

D-Konstanz<br />

40 Jahre Zebra-Kino<br />

Am 5. Mai 1984 wurde<br />

das Zebra-Kino feierlich<br />

eröffnet und besteht,<br />

dank viel Herzblut<br />

und ehrenamtlichem<br />

Engagement, bis<br />

heute fort. Zum Jubiläumswochenende<br />

gibt<br />

es eine handverlesene<br />

Auswahl an Filmen,<br />

die man gesehen haben<br />

muss.<br />

Zebra-Kino<br />

bis 04.06.<br />

www.zebra-kino.de<br />

A-Dornbirn<br />

Emile – Erinnerungen<br />

eines Vertriebenen<br />

Der Salon seiner Großmutter,<br />

der Einzug Hitlers,<br />

die Flucht nach Algerien:<br />

Emile Zuckerkandl<br />

erzählt in diesem<br />

Porträt von seinen Erinnerungen.<br />

Eine Filmvorführung<br />

in Kooperation<br />

mit dem Jüdi-


32 FREIZEIT<br />

schen Museum Hohenems.<br />

Spielboden<br />

05.06. + 26.06., jeweils<br />

um 19.30 Uhr<br />

www.spielboden.at<br />

FL-Vaduz<br />

Marcel Duchamp –<br />

Art of the Possible<br />

„Art of the Possible“ ist<br />

nicht einfach ein Biopic;<br />

vielmehr zeigt der<br />

Film von Matthew Taylor,<br />

wie Duchamps<br />

Ideen das öffentliche<br />

Bewusstsein und unser<br />

Verständnis von Ästhetik,<br />

Kunst und Kultur<br />

veränderten. Eine<br />

Kooperation mit dem<br />

Skino.<br />

Kunstmuseum Liechtenstein<br />

13.06., 18 Uhr<br />

www.kunstmuseum.li<br />

DIES & DAS<br />

D/CH-Bodensee<br />

Christopher Street<br />

Day (CSD)<br />

Im Zeichen des Regenbogens:<br />

Von <strong>Juni</strong> bis<br />

Juli finden rund um<br />

den See wieder CSD-<br />

Paraden für Gleichberechtigung,<br />

Toleranz<br />

und Menschenrechte<br />

für LGBTIQ+ People &<br />

Friends statt.<br />

Ravensburg und<br />

Memmingen | Überlingen<br />

| Konstanz-<br />

Kreuzlingen<br />

29.06. | 13.07. | 20.07.<br />

www.csd-ueberlingen.de<br />

| www.csdkonstanz.de<br />

| www.<br />

ba-wue.lsvd.de<br />

D-Bad Saulgau<br />

Umwelt- und Familientag<br />

Oberschwabens größter<br />

Umwelt und Familientag.<br />

Frei nach dem<br />

Motto „Niemand ist<br />

perfekt, aber kleine Taten<br />

sind ein großer Anfang“<br />

werden viele Aspekte<br />

rund um das<br />

Thema Nachhaltigkeit<br />

und Nachhaltigkeitsziele<br />

informativ und<br />

spielerisch greifbar gemacht.<br />

Innenstadt<br />

16.06., 10-16 Uhr<br />

www.bad-saulgau.de<br />

D-Bodman-Ludwigshafen<br />

Kaffee und Kunst<br />

Eine einzigartige Kombination<br />

aus Kunst,<br />

Kaffee und einer<br />

Bootsfahrt entlang des<br />

malerischen Bodensees.<br />

Den Besucher*innen<br />

wird die Möglichkeit<br />

geboten, die<br />

charmanten Orte Bodman<br />

und Ludwigshafen<br />

auf besondere Weise<br />

zu erleben.<br />

Platz vor der Kirche<br />

Bodman<br />

19.06., 13.45 Uhr<br />

www.bodman-ludwigshafen.de<br />

D-Friedrichshafen<br />

Tobias Beck – Rehbellion<br />

Deutschlands bekanntester<br />

Motivator und<br />

Autor, Tobias Beck, erobert<br />

mit<br />

seinem neuesten Buch<br />

Platz eins der Bestsellerlisten.<br />

Er bringt seine<br />

Besucher dazu, ihr<br />

volles Potenzial zu entfalten<br />

und ihr Denken<br />

umzukrempeln.<br />

Graf-Zeppelin-Haus<br />

05.06., 20 Uhr<br />

www.gzh.de<br />

D-Ittingen | Überlingen<br />

| Kreuzlingen |<br />

Roggwil | Waregg<br />

Blütenzauber der Bodenseegärten<br />

Auch in 2024 wird es<br />

wieder den Blütenzauber<br />

und die „Lange<br />

Nacht der Bodenseegärten“<br />

geben. Hier öffnen<br />

viele Bodenseegärten<br />

ihre Gartentür<br />

und lassen Interessierte<br />

an einem lauschigen<br />

Gartenabend teilhaben.<br />

diverse Standorte<br />

bis 02.06.<br />

www.bodenseegaerten.eu<br />

D-Konstanz<br />

Wasser und Klima<br />

Extremwetterlagen mit<br />

Starkregen, Trockenheit,<br />

Dürren und Hitzewellen<br />

stellen die<br />

Menschheit weltweit<br />

vor große Herausforderungen.<br />

Wie können<br />

wir ihnen begegnen?<br />

Ein Vortrag von Professor<br />

Herbert Dreiseitl.<br />

Kulturzentrum Wolkensteinsaal<br />

03.07., 20 Uhr<br />

www.johannes-huszweig.de<br />

D-Konstanz<br />

Vom Labor in die Praxis:<br />

Wie Forschung Innovationen<br />

schafft und Probleme<br />

löst<br />

In diesem Vortrag geht<br />

es um Forschungsergebnisse<br />

und innovative<br />

Technologien aus<br />

Hochschulen und<br />

Forschungseinrichtungen<br />

und wie sie in<br />

praktische Anwendungen<br />

überführt werden<br />

können und zur Lösung<br />

gesellschaftlicher Herausforderungen<br />

beitragen.<br />

Co-Working Space St.<br />

Johann<br />

06.06., 19 Uhr<br />

www.uni-konstanz.<br />

de<br />

D-Konstanz<br />

Female4Business<br />

2024<br />

Eine Messe- und Austauschplattform<br />

für<br />

Frauen, die sich in beruflicher<br />

Hinsicht verändern<br />

möchten. In<br />

entspannter Atmosphäre<br />

gibt es hier Information<br />

und Beratung<br />

rund um das<br />

Thema Karriere sowie<br />

nützliche Kontakte für<br />

die Zukunft.<br />

Bodenseeforum<br />

21.06., 14-19 Uhr<br />

www.female4business.de<br />

D-Konstanz<br />

Ulrich Büttner – Die<br />

jüngere Geschichte<br />

des Iran<br />

Ein Vortrag des Historikers<br />

und Stadtführers<br />

Ulrich Büttner über die<br />

aufreibende und interessante<br />

Geschichte<br />

des Iran.<br />

Palmenhaus Paradies<br />

05.06., 19.30 Uhr<br />

www.palmenhausonstanz.de<br />

D-Konstanz<br />

HTWG läuft!<br />

Studentinnen der<br />

HTWG Konstanz organisieren<br />

einen Spendenlauf.<br />

Für jede Runde,<br />

die die Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer<br />

innerhalb von 30<br />

Minuten im Bodenseestadion<br />

laufen, spenden<br />

Unternehmen aus<br />

der Region an den Förderverein<br />

Kinderklinik<br />

Konstanz e.V.<br />

Bodenseestadion<br />

11.06., 17 Uhr<br />

www.htwg-konstanz.de<br />

D-Konstanz<br />

Sonja Mühlberger:<br />

Exil in China – Aufwachsen<br />

in Shanghais<br />

Ghetto<br />

Sonja Mühlberger wurde<br />

als Tochter jüdischer<br />

Emigranten 1939<br />

in Shanghai geboren<br />

und kehrte 1947 nach<br />

Berlin zurück.<br />

19.06., 19.15 Uhr<br />

HTWG, Raum M002<br />

www.htwg-konstanz.<br />

de/chinazentrum<br />

D-Radolfzell<br />

Sonnenuntergangsfahrten<br />

Hier lässt sich auf dem<br />

Helio Solarschiff ein<br />

einmalig schöner Sonnenuntergang<br />

auf dem<br />

Untersee bei flüsterleiser<br />

Fahrt und wunderschöner<br />

Bodenseekulisse<br />

erleben.<br />

Steg Mettnau beim<br />

Strandcafé<br />

Jeden Di. + Do. im<br />

<strong>Juni</strong>, 19.30 Uhr<br />

www.radolfzell-tourismus.de<br />

D-Ravensburg<br />

Menschenrechte und<br />

Menschenpflichten in<br />

Ravensburg<br />

Die deutsche Literatur-<br />

und Kulturwissenschaftlerin<br />

Aleida Assmann<br />

gewann 2018<br />

gemeinsam mit Jan<br />

Assmann den Friedenspreis<br />

und hält im<br />

Zuge der Ausstellungseröffnung<br />

des IfSB einen<br />

interessanten Vortrag<br />

zum Thema.<br />

Pfarrkirche St. Jodok<br />

05.06., 19.30 Uhr<br />

www.ifsb.de<br />

D-Singen<br />

Internationale Clubpräsentation<br />

– Regionaltreff<br />

Bodensee &<br />

Alfaclub e.V.<br />

Der Regionaltreff Bodensee<br />

im bundesweit<br />

aktiven Alfaclub e.V.<br />

führt eine internationale<br />

Clubpräsentation<br />

auf dem Gelände des<br />

Museums durch. Der<br />

gesamte Erlös der Veranstaltung<br />

aus Tombola,<br />

Sonderverlosung<br />

und dem Sammeln<br />

von Geldspenden wird<br />

an die DRF übergeben.<br />

MAC Museum Art &<br />

Cars<br />

01.06., 11-16 Uhr<br />

www.museum-artcars.com<br />

D-Wangen<br />

Literatursommer<br />

Ein literarisches Programm,<br />

das bei Weitem<br />

nicht nur das klassische<br />

Lesepublikum<br />

anspricht. Prominente<br />

und weniger bekannte<br />

Autoren lesen aus ihren<br />

Werken, es gibt literarische<br />

Spaziergänge<br />

im Park für Kinder<br />

und Erwachsene und<br />

vieles mehr.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen<br />

bis 06.10., immer<br />

dienstags<br />

www.lgswangen2024.de<br />

A-Bregenz/Lochau<br />

Bodensee Frauenlauf<br />

Ohne weiblichen Einsatz<br />

geht nichts! Die<br />

Strecke des Frauenlaufes<br />

führt direkt am Bodensee<br />

entlang – von<br />

Lochau nach Bregenz.<br />

Zusätzlich wird den<br />

ganzen Tag ein vielseitiges<br />

Programm angeboten,<br />

unter anderem<br />

eine Sportmesse im<br />

ImmoAgentur Stadion.<br />

Seehotel am Kaiserstrand<br />

08.06.<br />

www.meinfrauenlauf.com<br />

A-Hohenems<br />

Von Wien über Hohenems<br />

in die Schweiz<br />

Vortrag von Jochewed<br />

Schwarz zur Flucht<br />

des 14-jährigen Max<br />

Schwarz und seinem<br />

Leben in Palästina und<br />

Israel. Gespräch mit<br />

Hanno Loewy.<br />

Jüdisches Museum<br />

25.06., 19.30 Uhr<br />

www.jm-hohenems.<br />

at<br />

CH-Frauenfeld<br />

Jubeltag & Generalversammlung<br />

Am Jubeltag findet die<br />

40. Generalversammlung<br />

der Genossenschaft<br />

Eisenwerk statt.<br />

Rundherum sind kleinere<br />

öffentliche Veranstaltungen<br />

geplant.<br />

Eisenwerk | Beiz<br />

08.06., 18 Uhr<br />

www.eisenwerk.ch<br />

CH-Rorschach<br />

Tanz dich inklusiv!<br />

Anlässlich der Aktionstage<br />

Behindertenrechte<br />

vom 15. Mai bis 15.<br />

<strong>Juni</strong> 2024 veranstaltet<br />

„mensch-zuerst<br />

schweiz“ in Zusammenarbeit<br />

mit der Kulturfabrik<br />

Rorschach<br />

eine inklusive Disco.<br />

Für tolle Stimmung<br />

und gute Musik an diesem<br />

Abend sorgt DJ-<br />

Gunter.<br />

Industrie36<br />

07.06., 19 Uhr<br />

www.industrie36.<br />

events<br />

CH-Salenstein<br />

Arenenberger Tag<br />

Der traditionelle Arenenberger<br />

Tag findet<br />

im <strong>Juni</strong> wieder mit einem<br />

abwechslungsreichen<br />

Programm für<br />

Gross und Klein in Salenstein<br />

statt. Dieses<br />

Jahr mit der ersten Piratenschule<br />

der Welt.<br />

Am Arenenberg<br />

09.06., 10-17 Uhr<br />

www.arenenberg.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Comic Labor – Urban<br />

Sketching<br />

Hier treffen sich Zeichner*innen<br />

zuerst in der<br />

Alten Kaserne, wo die<br />

Idee der Urban Sketchers<br />

erklärt wird. Anschließend<br />

wird in<br />

die Altstadt ausgeschwärmt<br />

und skizziert.<br />

Zum Schluss<br />

werden die Resultate<br />

und Erlebnisse ausgetauscht.<br />

Alte Kaserne<br />

26.06., 19.30 Uhr<br />

www.altekaserne.ch


SPIEL DOCH!<br />

FREIZEIT<br />

Anzeige<br />

33<br />

Ob Brett-, Karten- oder Rollenspiele – Mitte <strong>Juni</strong> wird gespielt,<br />

was das Zeug hält! Die SPIEL DOCH! am Bodensee richtet sich<br />

speziell an Familien und alle, die gerne spielen. So werden das<br />

Foyer West und die Halle A2 in der Messe Friedrichshafen zum<br />

Spieleparadies mit allem, was das Spielerherz begehrt: eine<br />

enorm gut sortierte Spieleausleihe mit neuen und alten Spielen,<br />

eine riesige Spielefläche mit über 400 Plätzen und professionelle<br />

Spieleerklärer und -erklärerinnen, die allen Spielbegeisterten<br />

mit Rat und Tat zur Seite stehen. Rund 90 Aussteller und Marken,<br />

darunter Branchengrößen wie Amigo, Game Factory, HA-<br />

BA, Hans im Glück und Ravensburger, und Kleinverlage präsentieren<br />

ihre Neuheiten. Illustratoren und Spieleautoren zeigen<br />

ihre Prototypen und bei den Spieleflohmarktständen gibt<br />

es altbewährte Klassiker für kleines Geld. Im Foyer West warten<br />

große Aktionsflächen und Entertainment in Zusammenarbeit<br />

mit Amigo, Brio, Ravensburger, dem Ravensburger Spieleland<br />

und anderen. Spielen macht hungrig: Für das leibliche Wohl ist<br />

natürlich gesorgt. Die SPIEL DOCH! am Bodensee ist der Ableger<br />

der erfolgreichen Messe SPIEL DOCH! in Dortmund. Kostenlose<br />

Shuttlebusse (Messeexpress) bringen die Besucherinnen und<br />

Besucher vom Fährhafen/Bahnhof direkt zur Messe.<br />

© Spiel doch!<br />

15. + 16.06., 10–18 Uhr<br />

Messe Friedrichshafen<br />

Neue Messe 1<br />

D-88046 Friedrichshafen<br />

www.spieldoch-messe.com<br />

Die Publikumsmesse für Brett-, Karten- & Rollenspiele<br />

SPIELDOCH!<br />

MESSE<br />

15. & 16. <strong>Juni</strong> 24<br />

Sa. und So. 10 – 18 Uhr<br />

Messe Friedrichshafen, Halle A2 + Foyer West<br />

Infos & Tickets unter:<br />

spieldoch-messe.com


34 SEEZUNGE<br />

Wie in Italien:<br />

Leckeres Eis und<br />

einen flotten<br />

Espresso macchiato<br />

„al bar“ gibt es<br />

bei Marco Martina<br />

alias Fernando am<br />

Eistresen<br />

EIS-MACHER*INNEN<br />

Sommerzeit ist Eiszeit: Rund um den See locken unendlich viele verführerische Eis-Oasen. Die Herstellung<br />

und der Verkauf der schmelzenden Köstlichkeit, lapidar Speiseeis genannt, ist sehr oft noch immer<br />

eine Familiensache. Traditionelle Eis-Cafés fertigen nach Bedarf und täglich frisch. Neu ist, dass einige<br />

Manufakturen in größerem Stil produzieren und kooperieren. Stellvertretend für all die eiskalten<br />

Genussfreuden aus der Waffel, dem Becher oder am Stiel haben wir Eismacher*innen am Untersee besucht, die<br />

Lust darauf machen, die besten selbstgemachten Eissorten in der eigenen Region zu entdecken.<br />

VON DORIS BURGER (TEXT UND FOTOS)<br />

Dolce Vita in Kugeln<br />

Kein Eis mehr an der Mole von Radolfzell. Doch<br />

wer unter dem Bahnhof durchgeht, darf sich<br />

gleich anschließen an die längste Eisschlange<br />

der Stadt. Bis auf den Seetorplatz reicht sie an<br />

diesem sonnigen Sonntag, führt am Eckhaus<br />

und der Tourist-Info vorbei bis zu Fernando.<br />

Zwanzig Jahre werden es 2025 sein, die er in<br />

Radolfzell Eis macht, sagt Fernando, der tatsächlich<br />

Marco Martina heißt. Mit seiner pfiffigen<br />

Frisur, die erste Reihe stakt steil nach<br />

oben, steht er hinter dem Eistresen. Fernando<br />

ist der Platzhirsch. Doch die Produktion hat er<br />

seit dieser Saison ausgelagert und zwar nach<br />

Ulm. Mittwochs ist er dort und leitet die neuen<br />

Mitarbeitenden an, der Laden in Radolfzell ist<br />

dann geschlossen. Vor Ort kann Marco Martina<br />

immer noch Eis fertigen, wie er betont, vor allem<br />

seine Spezialsorten: „Erdnuss-Brezel, Holunderblüten,<br />

Zirbe und Bergamotte“. Dazu bezieht<br />

Marco Frucht-Sorbet in Bio-Qualität von<br />

Peppe Gelato in Moos, denn dafür braucht es<br />

besondere Standards und eine Zertifizierung.<br />

Spezialsorten im Trend<br />

Eine Ecke weiter, in die Poststraße ist die<br />

Schlange bei Alfonso, der tatsächlich auch Alfonso<br />

heißt, genauer Alfonso Giudice, etwas<br />

kürzer, aber es staut sich wochenends im kleinen<br />

Laden. Dicke „Bubbl Waffeln“ sind hier der<br />

Hit, und die müssen erst aufgebacken werden,<br />

bevor sie gerollt und gefüllt werden können.<br />

Zwei Kugeln Eis plus zwei Toppings sind der<br />

Standard, heraus kommt eine ganze Mahlzeit.<br />

In die dicken „Bubbl Waffeln“ von Alfonso kommen<br />

zwei Kugeln Eis mit leckerem Topping


SEEZUNGE<br />

35<br />

Alternativ kann man Frozen Joghurt bekommen,<br />

zum Beispiel mit frischen Erdbeeren, das<br />

klingt nicht nur erfrischend, sondern bringt<br />

auch weniger Kalorien mit.<br />

Ein modernes, buntes Konzept, auch vegane<br />

Waffeln sind im Angebot, dazu eine tiefdunkle,<br />

fast schwarze Eis-Sorte: Vegane Zartbitter-<br />

Schokolade sei das, erklärt Alfonso. Damit Veganer<br />

nicht immer nur Fruchteis essen müssen.<br />

Er produziert selbst, im hinteren Ladenteil<br />

stehen seine Anlagen. Nach Bedarf, rund<br />

zwanzig Sorten permanent, dazu drei Sorten,<br />

die täglich wechseln. „Engelblau“ in schrillem<br />

Türkis müsse für die Kinder immer da sein.<br />

Lebensmittelfarbe, klar doch, das Eis schmecke<br />

nach Zuckerwatte. Sein Fruchteis jedoch<br />

kommt gänzlich ohne Aroma und Farbstoffe<br />

aus, 40 Prozent Frucht enthalte es.<br />

Erst die dritte Saison ist Alfonso nun in<br />

Radolfzell, zuvor war er in Engen. „Aber der<br />

Wechsel hat sich gelohnt, die Lage ist besser“,<br />

sagt er. Seine Preise hat er in diesem Jahr (im<br />

Gegensatz zu vielen Kollegen) nicht erhöht,<br />

1,40 Euro kostet die Kugel weiterhin. Unter<br />

der Woche ist oft seine Tante mit im Laden, am<br />

Wochenende helfen seine Frau und die Schwägerin.<br />

Und die Spezialsorte? „Siciliano“ mit<br />

Mandel, Pistazie und Mandarine. Auch Whisky-Cream<br />

klingt für Erwachsene verlockend<br />

und sieht perfekt aus.<br />

Tradition und bestes Handwerk<br />

An der Ecke Seestraße/Bahnhofstraße, die<br />

kleine Stadt Radolfzell bietet wirkliche Auswahl,<br />

kehren wir auf den Tipp einer wahren<br />

Kennerin bei Lazzara ein: „Nuss nehme ich<br />

Marco Lazzaras Hit ist die „Crema Lazzara“ mit Tonkabohnen,<br />

Wacholderbeeren, Kardamom, Vanille und mehr …<br />

dort immer, dazu ein Tages-Eis zum Probieren.<br />

Sonntag war das Joghurt-Eis mit Honig<br />

und Granola ganz köstlich.“ Marco Lazzara,<br />

der Eis-Macher, nimmt sich spontan Zeit, seine<br />

Sorten zu erklären.<br />

Bereits seit 1990 ist der gebürtige Sizilianer<br />

in Radolfzell, seine Frau kommt aus dem Veneto.<br />

Marco Lazzara arbeitet viel mit Gewürzen,<br />

die er teils sogar in Bioqualität bezieht:<br />

„Sie müssen zunächst aufbereitet werden“,<br />

erklärt er. Aus Zimt macht er eine Infusion,<br />

einen wässrigen Auszug, damit nur das Aroma<br />

bleibt. Sein Zimteis werde auch im Sommer<br />

gerne genommen. Kürbiskerne röstet er<br />

selbst, stellt dann eine Paste her, bevor er sie<br />

Jeden Tag ein anderes köstliches Lazzara-Tages-Eis<br />

– zum Beispiel: Joghurt-Eis mit Honig und Granola<br />

Kunterbunte Eisvielfalt und vegane Waffeln bei Alfonso<br />

weiterverarbeitet. Sein Hit, die „Crema Lazzara“<br />

mit Tonkabohnen, Wacholderbeeren, Kardamom,<br />

Vanille und mehr, zunächst ebenfalls<br />

für den Herbst gedacht, muss er inzwischen<br />

stets anbieten. Die Vanille bezieht er tatsächlich<br />

als Schoten, welche Arbeit!<br />

Etwa 160 Sorten Eis hat er über die Jahre<br />

schon kreiert, frisch in die Theke kommt natürlich<br />

immer nur eine Auswahl. Er tüftelt gerne,<br />

probiert aus und er ist der Erste, der mich<br />

auch in seine Küche lässt: Perfekt aufgeräumt<br />

und geputzt, der Pasteurisierer strahlt und<br />

wartet auf den nächsten Einsatz Die Gewürze<br />

und weitere trockene Zutaten sind im Ausziehschrank<br />

zur Hand wie in einer Backstube.<br />

Herrlich – und eine wirklich ehrliche Sache.


3 6 SEEZUNGE<br />

Nachwuchs bei den Eisfamilien<br />

Seit fünf Jahren stellen Giuseppe Scarpello<br />

und seine Frau Mona in Moos Bio-Eis her, Peppe<br />

Gelato heißt die Company. Peppe war der<br />

Spitzname, den ihm einst sein Opa gegeben<br />

hat. Eine klassische Eisfamilien-Geschichte:<br />

1970 kamen Großvater Luigi Fradella und seine<br />

Frau nach Deutschland und machten einen<br />

ersten Eisladen auf: „Eiscafé Mondello“ in Saarbrücken.<br />

Dann wurde das Geschäft mit 23 VW-<br />

HAUSGEMACHTES EIS VOM<br />

THURGAUER BAUERNHOF<br />

Nach der Expansion zur Reduktion: „Wir haben<br />

unser Eis immer im Kleinen gehalten“,<br />

sagt Elisabeth Stäheli, die seit rund zehn<br />

Jahren Eis produziert. „Es soll etwas Besonderes<br />

bleiben für unsere Gäste.“ Die Familie<br />

Stäheli betreibt einen Bauernhof mit<br />

Strohhotel und dem Eis-Café Chärnhuus direkt<br />

am Bodenseeradweg in Frasnacht. Elisabeth<br />

Stäheli ist inzwischen Oma von vier<br />

Großkindern und die Eischefin der Familie.<br />

Ihr Anliegen ist es, mit regionalen Früchten<br />

und Kräutern besondere Aromen zu zaubern.<br />

Gravensteiner-Sorbet beispielsweise<br />

passt gut zu „Mostindien“, dem Kanton mit<br />

den vielen Streuobstwiesen. Fior di Latte<br />

Birnel entsteht aus Milch und eingedicktem<br />

Birnensaft, dem Birnel. Elisabeth arbeitet<br />

mit Holunderblüten, Lavendel, Süßkirsche,<br />

Wildpflaume und Minze, Ananassalbei<br />

und Sanddorn. Gerade die Wildfrüchte<br />

machen sehr viel Arbeit, was die Mengen<br />

natürlicherweise einschränkt. Statt eines<br />

Pasteurisierers hat sie eine große Pfanne<br />

und ein Thermometer, immer zwei Liter<br />

Milch werden zugleich verarbeitet, die passen<br />

dann genau in die Eismaschine. Kleine<br />

Mengen wie im normalen Haushalt. Aber<br />

eine über die Jahre entwickelte außerordentliche<br />

Kennerschaft, die man schmecken<br />

kann – wenn man den Bezug zum feinen<br />

Aroma hat. Weniger Fett und weniger<br />

Zucker als üblich enthält ihr Eis, und nur natürliche<br />

Zutaten Da gehen auch mal zwei<br />

Kugeln ohne schlechtes Gewissen.<br />

Verkaufswagen ausgebaut und später nach Villingen-Schwenningen<br />

verlegt. Seit über fünfzig<br />

Jahren fertigen sie in der Familie Eis, „nur<br />

die Maschinen wurden moderner“, so die Firmenlegende.<br />

Doch auch die Zutaten haben sich geändert:<br />

Ei, das der Großvater noch als Bindemittel<br />

im Milcheis verwendete, wurde durch Johannisbrotkernmehl<br />

ersetzt, im Sorbet, also im<br />

Fruchteis, durch Guarkernmehl. So wurde das<br />

Eis vegan. Wichtigste Änderung: Nur Zutaten<br />

aus kontrolliert biologischem Anbau, viele sogar<br />

aus Bioland-Anbau, kommen ins Eis. Alle<br />

sind auf dem kleinsten Becher akribisch aufgelistet.<br />

Die Portionsbecher enthalten 135 Milliliter,<br />

das entspricht zwei Kugeln, die großen<br />

500 Milliliter, also etwa acht Kugeln für die Familie<br />

zu Hause.<br />

Alles bio: Peppe Gelato von Giuseppe und Mona Scarpello steht für Zutaten aus<br />

kontrolliert biologischen Anbau - nachhaltig bis zur Verpackung.<br />

dem Deckel verpackt. Apropos Verpackung:<br />

Wer das Eis online bestellt, erhält es in einer<br />

recycelten Hanfpackung aus Bayern, in Tro-<br />

© Corina Stäheli<br />

Elisabeth Stäheli zaubert besonders<br />

aromatisches Eis aus regionalen Früchten<br />

und Kräutern<br />

Nachhaltig, auch bei der Verpackung<br />

Bei Peppe Gelato steht rund um die Uhr ein<br />

Automat bereit – sollte man mitten in der<br />

Nacht Appetit auf Eis verspüren. Tagsüber hat<br />

auch der „Werksverkauf“ geöffnet, was vier<br />

Mooser Jungs wissen, die gerade anrücken: Etwa<br />

acht Jahre sind sie alt, sie lassen sich in die<br />

Holzsessel fallen wie die Routiniers und schlecken<br />

ihr Eis. Ein Holzlöffel gehört bei den kleinen<br />

Bechern zur Ausstattung, schlau unter<br />

Gero Lins hat zusammen mit seiner Frau Saskia<br />

und seinem Bruder Lars Froobie „erfunden“– ein<br />

fruchtiges Eis am Stiel ganz ohne Zucker.


SEEZUNGE<br />

3 7<br />

ckeneis und per express verschickt. So sollte<br />

es noch gefroren beim Kunden ankommen.<br />

Peppe Gelato liefert an Endkunden, an die<br />

Gastronomie auf der Höri und anderswo, für<br />

Hochzeiten und große Feiern, auch manche<br />

Bio-Supermärkte führen sein Eis. Etliche kleinere<br />

Eis-Cafés ebenso, zum Beispiel Da Bennardo<br />

in Singen oder eben Fernando in Radolfzell.<br />

Zu den drei Vollzeitkräften rund ums<br />

Jahr kommen im Sommer zahlreiche Saisonkräfte<br />

und Aushilfen, 24 Leute sind es dann<br />

insgesamt. Nein, meint Giuseppe Scarpello, sie<br />

seien noch nicht am Limit der Geschäftsentwicklung.<br />

Alleine die Lagerkapazitäten müssten<br />

dann nochmals erweitert werden.<br />

Wie es der Zufall so will, kommt an diesem<br />

Nachmittag Gero Lins vorbei. Mit seiner<br />

Frau Saskia und Bruder Lars ist er Gründer<br />

von Froobie, der Start in Konstanz gelang<br />

mit einem fruchtigen Eis am Stiel. Ohne Zucker,<br />

nur mit Agavendicksaft gesüßt. Veganes<br />

Eis im Becher liefert Peppe Gelato an Froobie,<br />

umgekehrt wandert das Eis am Stiel zu Peppe<br />

Gelato. Kooperationspartner auch hier. So lässt<br />

sich das Sortiment erweitern und jeder macht<br />

das, was er am besten kann.<br />

LIEBLINGSEIS – EMPFEHLUNGEN DER REDAKTION<br />

DEUTSCHLAND<br />

ALLENSBACH<br />

Eis Schuhmacher | Konstanzer Straße 2 | www.facebook.com/<br />

eisschuhmacher<br />

HAGNAU/ FRIEDRICHSHAFEN/ IMMENSTAAD<br />

Kibele Eis | Seestraße 38 | www.kibele-eis.de (Filialen in<br />

Friedrichshafen, Seestraße 3 und Immenstadt, am BSB-Landungssteg)<br />

KONSTANZ<br />

Nicoletti | Marktstätte 5 | www.eiscafe-nicoletti.de<br />

Pampanin | Theodor-Heuss-Straße 33 | www.eisdiele-pampanin.de<br />

Anelu Eishandwerk | Zollernstraße 17 | www.anelu-eishandwerk.de<br />

Froobie food | www.froobie.de (vegan und bio, Eis am Stiel)<br />

MOOS<br />

Peppe Gelato – Bio-Eis | Gewerbestraße 4 | www.peppe-gelato.de<br />

MÜHLINGEN BEI STOCKACH<br />

Bauernhofeis von Andreas Deyer | www.deyers-hofeis.de<br />

(auch bei Gastronomen der Gegend erhältlich und sehr begehrt!)<br />

LANGEN BEI BREGENZ<br />

Lena’s Eis im Hofladen Elbs | Gschwend 64 | www.langen.at/<br />

Lena_s_Eis_Elbs_Anna-Lena ( 24 Stunden geöffnet / Automat)<br />

SCHRUNS<br />

Eisplatzl | Kirchplatz 17 | www.eisplatzl.at<br />

SCHWEIZ<br />

FRASNACHT<br />

Stähelihof mit Eis-Café Chärnhuus | Kratzern 39 |<br />

www.strohhotelbodensee.ch<br />

LANGRICKENBACH<br />

Tomela-Glace| Obergreut 10 | www.tomela.ch<br />

(in der Ostschweiz weit verbreitet)<br />

Ehrliches Eis in Schruns von der Eismanufaktur Kolibri in Bregenz<br />

RADOLFZELL<br />

Lazzara | Bahnhofstraße 8 | www.radolfzell-tourismus.de/<br />

gastronomie/eiscafe-lazzara<br />

Alfonso | Poststraße 32 | www.facebook.com/eiscafealfonso<br />

Fernando | Seestraße 28 | www.fernando-eis.de<br />

ÜBERLINGEN<br />

Yammi Bioeis | www.bioeis.eu (handgefertigtes Bio-Eis)<br />

OCHSENHAUSEN<br />

Gran Cafe By Rino | Beliebtes Eis in Oberschwaben |<br />

www.byrino.de<br />

ÖSTERREICH<br />

BREGENZ<br />

Eiscafé Kolibri | Rheinstraße 61 | eismanufaktur-kolibri.at<br />

BEZAU<br />

Café Natter | Ellenboden 450 | www.bezau-bregenzerwald.com/<br />

poi/cafe-natter (hausgemachtes Konditoren-Eis)<br />

EGG<br />

Suzi Eiscafé | Eisdiele im KDW, Kaufhaus der Wälder |<br />

Eis von Suzana Marceta | www.suzi-eiscafe.com


38 SEEZUNGE<br />

GERÜCHTEKÜCHE<br />

VON<br />

ANDREA VONWALD (TEXTE)<br />

Interessentinnen können sich aktuell im Thurgau als Apfelkönigin<br />

und in Baden-Württemberg als Bierkönigin bewerben<br />

Der Thurgau sucht aktuell nach einer Nachfolgerin der amtierenden<br />

Thurgauer Apfelkönigin, Caira Imfeld. Wer sich für das<br />

Amt als Botschafterin für Thurgauer Obst bewerben möchte,<br />

sollte zwischen 20 bis 30 Jahre alt sein, einen engen Bezug zum<br />

Kanton Thurgau haben, Autofahren dürfen und Äpfel mögen.<br />

Bewerbungen werden noch bis zum 21. Juli entgegengenommen.<br />

Parallel dazu sucht Baden-Württemberg die diesjährige<br />

Bierkönigin. Noch bis zum 7. <strong>Juni</strong> können sich Interessentinnen<br />

zwischen 18 und 35 Jahren für das Amt zur Ehre heimischer<br />

Braukunst bewerben. Anschließend warten verschiedene Aufgaben<br />

auf die Kandidatinnen, von denen die acht besten ins Finale<br />

einziehen, das am 3. Oktober im Rahmen des Stuttgarter<br />

Volksfests stattfindet. Vor Publikum kürt eine Jury hier die „Baden-Württembergische<br />

Bierkönigin“ sowie deren Vertretung,<br />

die „Baden-Württembergische Bierprinzessin“.<br />

www.thurgauer-apfelkoenigin.ch<br />

www.bierkoenigin-bw.de<br />

© Cotidiano<br />

Nils Hünting, Geschäftsführer des<br />

Cotidiano im LAGO Shopping-Center<br />

Konstanz<br />

Modernes Konzept und frische Zutaten:<br />

Am 6. <strong>Juni</strong> eröffnet das Cotidiano<br />

neu im LAGO Shopping-<br />

Center in Konstanz. Wie alle Restaurants<br />

der deutschlandweiten<br />

Franchise-Kette arbeitet auch das<br />

rund 30 Mitarbeitende umfassende<br />

Team in Konstanz mit hausgemachten<br />

Produkten, saisonalen Angeboten<br />

und Lebensmitteln in Bio-Qualität.<br />

Seine nachhaltigen Zutaten<br />

und Getränke bezieht es von regionalen<br />

Partnern aus der Bodenseeregion.<br />

Das neugestaltete, mit viel<br />

Holz ausgestattete Ganztagesrestaurant<br />

bietet insgesamt 130 Sitzplätze<br />

– 70 innen und 60 außen auf der Terrasse.<br />

Als „Nachbarschaftsrestaurant“<br />

soll das Cotidiano Treffpunkt<br />

für Einheimische und Gäste werden.<br />

www.cotidiano.de<br />

© Verein Thurgauer Apfelkönigin<br />

Neuer Genussort in Markelfingen: Die vegane Gastrothek<br />

Charisma hat Ende April Eröffnung gefeiert. Seither bietet das<br />

Team in der Markolfstraße 8, direkt am Hotel Amelie chez Inez,<br />

eine umfangreiche Auswahl an veganen Speisen, Getränken<br />

und Desserts an. Die kulinarische Palette reicht vom Kaffee togo<br />

von der Überlinger Art Kaffee Rösterei über ein ausgiebiges<br />

Frühstück mit selbstgemachten Broten und Aufstrichen bis hin<br />

zum Kuchen am Nachmittag, warmen Gerichten zum Lunch<br />

oder Abendessen sowie Feierabend-Drinks. Geöffnet hat das<br />

Charisma montags, dienstags und donnerstags von 12 bis 23<br />

Uhr sowie freitags bis sonntags von 8 bis 23 Uhr.<br />

www.instagram.com/charisma_vegane_gastrothek<br />

Angelo Pannofino hat im April die Enoteca Il Salottino in der Hauptstrasse 45 in Kreuzlingen<br />

eröffnet. Verköstigt werden können hier 37 verschiedene Weine – vom Schaumwein<br />

über Rosé bis hin zu Weiß- und Rotweinen, wahlweise im Glas oder in der Flasche. Auch<br />

Aperitifs, italienische Kaffeespezialitäten und Softdrinks stehen auf der Karte. Als kulinarische<br />

Ergänzung gibt es Paninis und Aperitif-Platten. Von Montag bis Freitag bietet die<br />

Enoteca von 11.30 bis 13.30 Uhr zudem jeweils zwei frische Pasta-Variationen – eine vegetarische<br />

und eine mit Fleisch. Freitags ergänzt ein Lunchspecial das Angebot ab sofort um<br />

ein weiteres Gericht. Geöffnet hat das Lokal montags bis samstags von 8.30 bis 20 Uhr.<br />

www.salottino-enoteca.ch<br />

Jasmin Carangelo, stellvertretende<br />

Geschäftsführerin der Enoteca Il<br />

Salottino in Kreuzlingen<br />

Das Team der veganen Gastrothek Charisma in Markelfingen:<br />

Felix Dohr, Marina Dohr, Achim Dohr, Simon Hummel, Melvin<br />

Schlageter, Alexander Dohr und Yvonne Schlageter (v.l.n.r.)<br />

© Enoteca Il Salottino<br />

Angelo Pannofino, Inhaber der Enoteca Il Salottino<br />

in Kreuzlingen<br />

Bestsellerautor Manfred Kriener und Gewässerökologe Stefan Linzmaier analysieren<br />

in ihrem neuen Werk „Fisch in Seenot“ die Lage des Flossentiers – national und weltweit.<br />

Das Buch liefert viele Fakten inklusive 21 Fischporträts und behandelt zahlreiche Fragen.<br />

Wie geht es dem Fisch? Kann er der Klimakrise entkommen? Wird die Fischerei tatsächlich<br />

nachhaltiger? Journalismus trifft hier auf Wissenschaft. Eines der Kapitel ist dabei dem<br />

Bodensee gewidmet. Thematisiert werden unter anderem die Armut an Speisefischen,<br />

der damit verbundene Rückgang der Fischerei sowie die Ursachen davon.<br />

www.hirzel.de/fisch-in-seenot/9783777633992<br />

© Daniel Schlageter Fotografie<br />

© Enoteca Il Salottino


SEEZUNGE<br />

39<br />

© Maria Peschers<br />

Betreiben zusammen das Godimento im Schlemmerzentrum Kreuzlingen:<br />

Christian Erni, Markus Greiner und Uwe Schwierskott (v.l.n.r.).<br />

Anfang Mai hat das Godimento im Schlemmerzentrum Kreuzlingen eröffnet.<br />

In dem von Dienstag bis Samstag geöffneten Delikatessengeschäft<br />

werden mediterrane kulinarische Spezialitäten verkauft, die auf Wunsch<br />

vor Ort degustiert werden können. Mit über 500 Produkten reicht die Auswahl<br />

von Ölen und Oliven über Pasta und Kaffee bis hin zu speziellen Gewürzen.<br />

200, größtenteils im Offenausschank degustierbare Weine, ergänzen das<br />

Verkaufsangebot. Die Frischetheke bietet zudem verschiedene Fleischspezialitäten<br />

und Käsesorten. Panini Ciabatta und ein wechselnder Lunch runden<br />

das Tagesangebot von 9 bis 17 Uhr ab. Von 17 bis 22 Uhr verwandelt<br />

sich das Godimento dann in ein Restaurant mit erlesenen Weinen, Crostinis,<br />

frisch zubereiteten Plättlis und kleinen Gerichten.<br />

www.godimento.ch<br />

Georg Schönberger und Hannah Müller mit ihren Nudeln, die direkt aus dem<br />

Trockenschrank kommen.<br />

Georg Schönberger und seine Partnerin Hannah Müller produzieren in<br />

Georgs Genussmanufaktur in Konstanz seit 2022 tulpenförmige Nudeln<br />

und werden dabei von der Bio-Musterregion Bodensee unterstützt. Neu<br />

im Sortiment haben sie neben Nudeln aus Hartweizengries auch welche aus<br />

Urdinkel. Die Zutaten für die Nudeln kommen alle aus der Region. Das Getreide<br />

stammt beispielsweise von der Initiative „Hegaukorn“ und wird in der<br />

Engener Steigmühle zu Mehl verarbeitet. Auch die Herstellung in Handarbeit<br />

nach dem Bronze-Verfahren ist besonders. Bei dieser traditionellen Methode<br />

wird laut Schönberger die Oberfläche der Nudel rau, damit sie mehr Soße<br />

aufnimmt.<br />

www.georgs-genussmanufaktur.de<br />

© Angela Lamprecht<br />

© Torben Nuding<br />

© Gabriele Griessenboeck<br />

Andrea Trevisan tritt als österreichischer Kaffeeröstmeister Ende <strong>Juni</strong> bei den<br />

Kaffeeröst-Weltmeisterschaften in Kopenhagen an.<br />

Andrea Trevisan, Inhaber der TREVO Coffee Roastery in Bezau im Bregenzerwald,<br />

tritt Ende <strong>Juni</strong> für Österreich bei den Kaffeeröst-Weltmeisterschaften<br />

in Kopenhagen an. Im April wurde der gebürtige Italiener von<br />

der Speciality Coffee Association of Austria zum österreichischen Kaffeeröstmeister<br />

gekürt. Seit 2020 röstet er den von ausgewählten Bauern und<br />

Kooperativen bezogenen Kaffee auf Bestellung und liefert ihn von Bezau<br />

aus an Partner, die den Qualitätskaffee servieren. Auch Kaffee-Catering für<br />

Events bietet Trevisan an. Freitags und samstags wird die TREVO Coffee Roastery<br />

von 9 bis 17 Uhr zudem zum Café mit klassischem italienischem Café-<br />

Menü, Pour Over sowie Kaffeespezialitäten aus alternativen Methoden.<br />

www.trevo.coffee<br />

Die St. Galler Bratwurst ist das Genuss-Highlight St. Gallens, und sie ist auch<br />

als „die berühmteste Ostschweizerin“ bekannt.<br />

St. Gallen-Bodensee Tourismus ist neu dem schweizweiten Netzwerk der<br />

„Kulinarischen Genussorte“ beigetreten. Die Stadt darf sich damit offiziell<br />

„Kulinarischer Genussort“ der Schweiz nennen. Durch den Beitritt verstärkt<br />

St. Gallen seine strategische Positionierung als Genussregion. Das kulinarische<br />

Erbe der Stadt reicht bis ins Mittelalter zurück. Zu den bekanntesten<br />

Spezialitäten zählen die St. Galler Bratwurst und das Bier, das hier<br />

bereits im 11. Jahrhundert von Mönchen produziert wurde. Mit der 1779 gegründeten<br />

Brauerei Schützengarten befindet sich zudem die älteste Brauerei<br />

der Schweiz in St. Gallen.<br />

www.st.gallen-bodensee.ch<br />

www.myswitzerland.com/grands-sites-du-gout


40 SEEZUNGE<br />

© Heide-Ilka Weber<br />

VON HEIDE-ILKA WEBER (TEXTE)<br />

Jakob Stark, der Präsident des Branchenverbands Thurgau Weine, schätzt, dass die Winzer im Thurgau innovativer sind als<br />

in anderen Weinkantonen. Zwar bestimmen immer noch Blauburgunder und Müller-Thurgau den Löwenanteil bei der Weinproduktion<br />

im Thurgau, allerdings sind die neuen pilzwiderstandsfähigen robusten Sorten (Piwi) stark im Kommen und haben 2023<br />

bereits einen Anteil von 15 Prozent an der Gesamternte erreicht, unter den Neupflanzungen haben die Piwis sogar mit Abstand<br />

den größten Anteil. Einer der Winzer, die auf Piwis setzen, ist Benno Forster und sein Winzernachwuchs vom Weinbau Forster in<br />

Weinfelden. Er hat als einer der ersten in der Schweiz erfolgreich die robuste Sorte Solaris angepflanzt, die ohne Pflanzenschutz<br />

gegen Mehltau auskommt. Auch Markus Held Weinbau setzt robuste Sorten wie Souvignier Gris ein; seit Anfang 2024 ist das kleine<br />

Weingut in Boltshausen bei Märstetten am Weinwanderweg Weinfelden zudem ein Biobetrieb.<br />

www.thurgauweine.ch<br />

www.forster-weinbau.ch<br />

markus-held-weinbau.ch<br />

WEINSEELIG<br />

Im <strong>Juni</strong> ist wieder die<br />

Saison der Traubenblüte.<br />

Im Weinkanton<br />

Schaffhausen wird dieser<br />

Anlass in den Rebbaugemeinden<br />

gern<br />

mit gemütlichen Traubenblüten-<br />

und Räbhüüslifesten<br />

in den<br />

Weinbergen gefeiert,<br />

und zwar Mitte <strong>Juni</strong> in<br />

Hallau, Trasadingen,<br />

Osterfingen und Wilchingen.<br />

Einen Flyer<br />

mit den Terminen, Orten,<br />

Weinen und Spezialitäten<br />

kann man auf<br />

der Website herunterladen,<br />

sonst ab 11 Uhr<br />

einfach durch die einschlägigen<br />

Weinberge<br />

zu den offenen Räbhüüsli<br />

wandern.<br />

blauburgunderland.ch<br />

Das Staatsweingut<br />

Meersburg lädt wie<br />

alle Jahre Weingenießer<br />

und Weingenießerinnen<br />

am 31.05. und<br />

01.06. zu den Weinerlebnistagen<br />

in den<br />

historischen Weinkeller<br />

des Weinguts ein.<br />

Von jeweils 14 bis 20<br />

Uhr können 40 Weine<br />

und Schaumweine sowie<br />

einige Raritäten aus<br />

der Schatzkammer verkostet<br />

und die Weinexperten<br />

des Betriebs<br />

befragt werden. Außerdem<br />

gibt es wieder die<br />

beliebten Traktorfahrten<br />

durch die Weinberge<br />

und neu in diesem<br />

Jahr kann man ab 18<br />

bis 22 Uhr draußen am<br />

Platz vor der Vinothek<br />

zu Blasmusik, Dinnele<br />

und Wein entspannt<br />

nachglühen.<br />

staatsweingutmeersburg.de/pages/<br />

wein-erleben<br />

In den Weinbergen<br />

im Meersburger Ortsteil<br />

Stetten hat die<br />

überaus beliebte Aufricht-Besenwirtschaft<br />

„Fräulein Seegucker“<br />

neben dem Weingut<br />

wieder bunte Tische,<br />

und Stehtische direkt<br />

in den Reben aufgestellt,<br />

wo man zur herrlichen<br />

Panoramasicht<br />

gute Aufrichtweine<br />

und köstliche, frisch zubereitete<br />

Speisen aus<br />

lokalen Zutaten genießen<br />

kann – bei schönem<br />

Wetter immer<br />

Mittwoch bis Sonntag<br />

und an Feiertagen bis<br />

29. September (außer<br />

08.–23. Juli). Auch das<br />

Weingut selbst hat für<br />

2024 ein rundum genüssliches<br />

Veranstaltungsprogramm<br />

aufgelegt,<br />

darunter die<br />

fast monatliche Reihe<br />

„Wein-Salons“ mit<br />

Live-Musik-Begleitung.<br />

Da die Genussevents<br />

immer schnell<br />

ausgebucht sind, lohnt<br />

sich der gelegentliche<br />

Blick auf die Aufricht-<br />

Website.<br />

aufricht.de/fraeulein<br />

aufricht.de/events<br />

Am bayerischen Abschnitt<br />

des Bodensees<br />

ist der Generationswechsel<br />

schon<br />

bald komplett vollzogen.<br />

Mit Know-how<br />

und Herzblut produzieren<br />

junge Shootingstars<br />

wie Clemens<br />

Hendriks, Jonas Kurek<br />

und Simon Hornstein<br />

eine interessante<br />

Vielfalt an Sorten<br />

und hervorragende<br />

Qualitäten, für die sie<br />

bereits wertvolle Auszeichnungen<br />

bekommen<br />

haben. Das zweitägige<br />

Winzerfestival<br />

„Komm und See“<br />

bietet am 05./06. Juli<br />

gute Gelegenheit, die<br />

Weine aller Winzer aus<br />

der bayerischen Ecke<br />

direkt vor Ort auf deren<br />

Höfen zu verkosten,<br />

begleitet von Gaumenfreuden<br />

und meist<br />

geselliger Livemusik.<br />

Shuttlebusse verbinden<br />

die elf teilnehmenden<br />

Weingüter in<br />

Nonnenhorn, Wasserburg<br />

und Lindau. Beim<br />

Winzerfest am 16./17.<br />

August schenken dagegen<br />

alle Elf ihre Weine<br />

an einem einzigen<br />

Ort ein – direkt am See<br />

in Nonnenhorn.<br />

www.kommundsee.de<br />

Das Verwirrspiel mit<br />

den zwei Hornstein-<br />

Weingütern in Nonnenhorn<br />

hat sich entschärft,<br />

das Hornstein<br />

Weingut am See<br />

heißt ab sofort Seehaldenhof<br />

– Weingut<br />

Simon Hornstein.<br />

So bleibt als Einziges<br />

noch das Weingut<br />

Hornstein von Josef<br />

Hornstein in der Sonnenbichlstraße<br />

mit seiner<br />

rustikalen Rädle-<br />

Wirtschaft und Hotel.


42 SEECLASSICS<br />

EIN SCHIFF<br />

EROBERT DIE WELT<br />

Nur drei Exemplare gab es von der legendären Do X. Jetzt kehrt das Dornier-Flugschiff in<br />

literarischer Form zurück: Der Roman „Das fliegende Schiff Do X – eine Reise durch die Welt“ von<br />

Michael Ott erzählt die Geschichte der Do X nach wahren Begebenheiten.<br />

VON HILDEGARD NAGLER


SEECLASSICS<br />

43<br />

© AIRBUS CORPORATE HERITAGE<br />

„Im Jahr 1931 durch die Welt<br />

zu fliegen, muss ein kolossales<br />

Erlebnis für die Beteiligten<br />

gewesen sein“<br />

MICHAEL OTT<br />

© AIRBUS CORPORATE HERITAGE<br />

Do X-Besatzungsmitglieder posieren für den Fotografen.<br />

Die Ästhetik der Do X begeistert die<br />

Menschen noch heute.<br />

Im Zentrum des Romans steht der<br />

Transatlantikflug des Flugschiffs<br />

Do X, Kennung D 1929 vom 5. November<br />

1930 bis 24. Mai 1932. „Für<br />

sein [Flugzeugpionier Claude Dornier,<br />

Anm. Red.) junges Unternehmen<br />

war diese gewaltige Konstruktion<br />

in den Ausmaßen eines<br />

Fußballfeldes ein gigantisches<br />

Unterfangen. Drei Stockwerke<br />

hoch, 100 Menschen. Das größte<br />

Flugzeug der Welt“, so Michael<br />

Ott. Hauptperson ist Bordmechaniker<br />

und -steward Emil Martins.<br />

Weil ein Crewmitglied erkrankt,<br />

bekommt der junge Mechaniker<br />

bei den Flugzeugwerken Dor-<br />

Die Mannschaft des Weltfluges auf der Tragfläche, aufgenommen nach der Ankunft in Rio am 20.<strong>Juni</strong> 1931. Dritter<br />

von rechts (vordere Reihe ist Rudolf Cramer von Clausbruch, daneben Horst Merz (die beiden Piloten) sowie links<br />

daneben Kommandant Friedrich Christiansen.<br />

© AIRBUS CORPORATE HERITAGE


4 4<br />

SEECLASSICS<br />

DO X-NACHBAU<br />

Das legendäre Flugschiff wird derzeit im Maßstab 1:1<br />

nachgebaut. Nach langer Suche findet es seine endgültige<br />

Heimat im Schweizer Altenrhein, wo auch das Original<br />

gebaut wurde. Vor kurzem haben Do X-Liebhaber<br />

die ersten fertigen Teile für das Do X-Vorschiff nach Altenrhein<br />

gebracht. Spant 44, mit rund sechs Meter Höhe<br />

und 4,62 Meter Breite einer der größten und komplexesten<br />

Rumpfspante des Riesenflugschiffes, wurde zusammengeschraubt<br />

und aufgerichtet. Dann wurde der Mittellängsträger<br />

auf eine Helling gehievt. Zuletzt wurde der<br />

Spant aufgesetzt. Das Vorschiff soll im FFA-Museum in Altenrhein<br />

seinen endgültigen Platz haben. Gehen die Pläne<br />

der Do X-Fans auf, soll eine komplette Do X im Original<br />

Do X-Hangar nachgebaut werden.<br />

nier in Friedrichshafen von heute auf<br />

morgen „die Chance seines Lebens“. Er<br />

soll mithelfen, die Do X vom Bodensee<br />

über den Atlantik nach New York<br />

zu bringen.<br />

Der Einsatz wird ein großes Abenteuer.<br />

Ein Schiff zum Fliegen zu bringen,<br />

ist schon für sich allein eine<br />

Kunst. Dies unter Berücksichtigung<br />

der politischen und meteorologischen<br />

Verhältnisse zu tun, fordert zudem die<br />

ganze Mannschaft. Die steht immer<br />

wieder im Rampenlicht, beispielsweise<br />

beim Besuch von Edward, Prince of<br />

Wales, an der Bord der Do X. „Und was<br />

ist der wirkliche Kern der Innovation<br />

bei diesem Flugzeug?“, lässt der Autor<br />

den Prinzen von Wales fragen. „Da gibt<br />

es viel zu sagen, aber ich will mich beschränken“,<br />

lautet die Antwort des Navigationsoffiziers.<br />

„Es ist die vollständige<br />

Metallkonstruktion des Rumpfes<br />

aus Duraluminium und nicht mehr<br />

als Holz und Tuch. Und natürlich die<br />

Dimension…12 Motoren. Auf seinem<br />

Demonstrationsflug über dem Bodensee<br />

hatten wir 169 Menschen an Bord<br />

– allesamt Mitarbeiter der Firma.“ „Das<br />

sind beeindruckende Werte“, antwortet<br />

Edward. An anderer Stelle erwähnt<br />

der Autor den offenbar an Bord beliebten<br />

Do X-Cocktail, dessen Rezept<br />

aber nicht überliefert wurde. Auch das<br />

von Marcel Dornier extra für die Do X<br />

entworfene Geschirr mit Goldrand erwähnt<br />

der Autor – noch heute zieht es<br />

im Dornier Museum in Friedrichshafen<br />

bewundernde Blicke der Besuche-


SEECLASSICS<br />

4 5<br />

INFO<br />

„Das Flugzeug ist Legende“, hat Michael Ott noch in seinem Vorwort geschrieben.<br />

Im Zentrum des „Romans nach wahren Begebenheiten“ steht<br />

der Transatlantikflug des Flugschiffs Do X, Kennung D 1929, vom 5. November<br />

1930 bis 24. Mai 1932. „Ein gelungenes<br />

Buch mit einer völlig neuen Perspektive auf den<br />

Weltflug der Do X, bei der man angesichts der<br />

Dichte von Fakten und Fiktion ins Staunen gerät“,<br />

urteilt Margot Nistl, Dornier Unternehmensarchiv,<br />

Airbus Corporate Heritage.<br />

Das fliegende Schiff Do X:<br />

Eine Reise durch die Welt ab €19,90<br />

200 Seiten, ISBN: 978-9403704791<br />

Verlag: Bookmundo<br />

Autor Michael Ott erlebte die<br />

Veröffentlichung seines Romans<br />

nicht mehr. Der Autor verstarb<br />

im Herbst 2023.<br />

© Hildegard Nagler<br />

© Michael Ott<br />

Der Traum der Do X-Liebhaber wird wahr: Der Nachbau des Flugschiffs findet in<br />

Altenrhein im FFA-Museum eine Heimat. Jetzt wurden dort die ersten Teile des Vorschiffs<br />

der Do X – Spant 44 und der Mittellängsträger – aufgebaut.<br />

rinnen und Besucher auf sich.<br />

Michael Ott erzählt nicht nur die<br />

Geschichte der Do X. Er stellt sie auch<br />

in den zeitgenössischen Kontext, der<br />

neue Blicke auf die Do X ermöglicht.<br />

Und wohl auch für das Verständnis<br />

der Geschichte des Flugschiffs, die<br />

damalige Aufbruchsstimmung, den<br />

Willen, den eigenen Horizont zu erweitern,<br />

eine große Rolle spielt. Und<br />

die Sprache? „Ein historischer Roman<br />

lebt von der Authentizität“, schreibt<br />

Michael Ott in seinem Vorwort. „Eine<br />

Geschichte, deren Protagonisten inmitten<br />

dieser Zeiten agieren, kommt<br />

nicht umhin, auch die rassistischideologische<br />

Sprache anklingen zu<br />

lassen – auch wenn es heute empört.<br />

Aber es erscheint mir wichtiger zu<br />

empören, als es aus der Erinnerung<br />

zu verlieren.“<br />

Weltweit ließ die Do X die Menschen<br />

staunen. Trotzdem gab es für das Flugschiff<br />

kein gutes Ende. Die Do X (D-<br />

1929) wurde 1933 in Travemünde demontiert.<br />

Von dort kam sie nach Berlin<br />

in einen Vorläufer des Deutschen<br />

Technikmuseums. Im November 1943<br />

wurde die Maschine bei einem Bombenangriff<br />

beschädigt. Später zerstörten<br />

Sammler und Metallhändler große<br />

Teile der Do X. Die beiden Do X-Maschinen,<br />

die für Italien gebaut worden<br />

waren (Do X 2 und Do X 3), wurden<br />

1937 verschrottet. „Seine großen Hoffnungen<br />

hatten sich zerschlagen“,<br />

schreibt Michael Ott am Ende seines<br />

Romans über Flugzeugpionier Claude<br />

Dorner und seine Do X. „Ein großartiges<br />

Flugzeug, das nie fliegen würde.<br />

Er war zu spät gekommen – drei<br />

Jahre früher wäre alles möglich gewesen.<br />

Das Zeitfenster für Flugschiffe begann<br />

sich ohnehin zu schließen. Landflugzeuge<br />

hatten beim Beladen und<br />

beim Treibstoffverbrauch riesige Vorteile.<br />

Das Reichsluftfahrtministerium<br />

war erneut vorstellig geworden. Man<br />

brauche andere Flugzeuge. Für andere<br />

Zwecke. Er musste versuchen, das<br />

Werk zu retten. Und nicht schuldig zu<br />

werden. Prof. Claude Dornier schaute<br />

zur Wanduhr über der Eingangstür. Es<br />

war fünf vor zwölf.“<br />

www.das-fliegende-schiff-do-x.com


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Ausgabe 2024/2025<br />

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48 BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

© Pfänderbahn AG<br />

ANDREA VONWALD (TEXTE)<br />

Die Pfänderbahn wurde jüngst als Ökoprofit-Betrieb ausgezeichnet.<br />

Mitte Mai hat die Bregenzer Pfänderbahn AG für ihre Maßnahmen zum Umwelt- und Klimaschutz das Zertifikat als Ökoprofit-<br />

Betrieb erhalten. Bereits Anfang des Jahres wurde der Seminarraum in der Bergstation mit dem Österreichischen Umweltzeichen<br />

zertifiziert. Nachhaltig zu agieren, steht für die Pfänderbahn laut eigener Aussage seit jeher im Mittelpunkt. Seit 2021 fährt<br />

die Bahn beispielsweise zu 100 Prozent mit Ökostrom. Zudem wurden alle Leuchtmittel durch LED-Lampen ersetzt. Kooperiert<br />

wird bevorzugt mit regionalen Lieferanten, und Mitarbeitende erhalten ein Klimaticket. Als Nächstes sollen laut Pfänderbahn-Vorstand<br />

ein digitales Ticketsystem eingeführt, die Mülltrennung am Berg optimiert und Anreize für Gäste, die öffentlich anreisen,<br />

geschaffen werden.<br />

www.pfaenderbahn.at<br />

NEWSFLASH<br />

VON<br />

Die erneuten Spitzenplatzierungen beim CHE-Hochschulranking<br />

zeigen, wie beliebt die Universität Konstanz bei Studierenden ist.<br />

Das aktuelle Hochschulranking des Centrums für Hochschulentwicklung<br />

(CHE) 2024/25 bescheinigt der Universität Konstanz<br />

erneut sehr gute Studienbedingungen. Das Ranking vergleicht<br />

jedes Jahr rund ein Drittel der an den deutschen Hochschulen<br />

unterrichteten Fächer, wobei sich diese in einem dreijährigen<br />

Turnus wiederholen. In diesem Jahr wurden acht<br />

Fächer neu bewertet: Mathematik und Statistik, Informatik und<br />

Informationswissenschaften, Physik, Chemie, Biologie, Soziologie,<br />

Sportwissenschaft sowie Politik- und Verwaltungswissenschaft.<br />

Besonders die sehr gute Unterstützung am Studienanfang<br />

sticht hervor. Die Universität Konstanz ist hier in allen genannten<br />

Fächern in der bundesweiten Spitzengruppe vertreten.<br />

www.uni-konstanz.de<br />

© Universität Konstanz<br />

Seit 1951 bietet die Lindauer Nobelpreisträgertagung jährlich<br />

einen umfassenden und informellen Austausch zwischen den<br />

Generationen.<br />

Mehr als 30 Nobelpreisträger*innen und 650 Nachwuchswissenschaftler*innen<br />

aus über 90 Nationen treffen sich vom 30.<br />

<strong>Juni</strong> bis zum 5. Juli bei der 73. Lindauer Nobelpreisträgertagung<br />

und tauschen sich dort zu den Grundlagen und zur Zukunft<br />

der Physik aus. Im Fokus stehen in diesem Jahr einige gesellschaftlich<br />

relevante Themen der Physik: Lösungen zur Zukunft der<br />

Energie, Potenzial und Auswirkungen künstlicher Intelligenz sowie<br />

eine breite Diskussion von Grundlagen und angewandter Forschung<br />

im Bereich der Quantenphysik. Zum Rahmenprogramm<br />

zählen unter anderem der „International Evening“, der Bayerische<br />

Abend sowie die Schifffahrt zur Insel Mainau und zurück.<br />

www.lindau-nobel.org<br />

© Lindauer Nobelpreisträgertagung/Julia Nimke


BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

49<br />

Die Bodensee-Stiftung<br />

präsentiert internationalen<br />

Gästen vorbildliche<br />

Projekte und Beispiele<br />

zur Einbindung<br />

von regionalen Akteuren<br />

bei der Energiewende.<br />

So lernte eine Delegation<br />

aus Zypern im<br />

Mai von den Erfolgsmodellen<br />

der Bürgerenergie<br />

im Landkreis<br />

Konstanz. Die Teilnehmenden<br />

stammten<br />

aus dem zypriotischen<br />

Energieministerium,<br />

der Energieregulierungsbehörde<br />

sowie<br />

Kommunen, die selbst<br />

Bürgerprojekte entwickeln<br />

oder unterstützen<br />

möchten. Das Interesse<br />

bestand vor allem<br />

darin, wie öffentliche<br />

Stellen Bürgerenergiegemeinschaften<br />

helfen<br />

können. Der Hintergrund:<br />

Zypern erwartet<br />

den neuen detaillierten<br />

Rechtsrahmen für<br />

Energiegemeinschaften<br />

auf der Grundlage der<br />

Umsetzung der REDII-<br />

Richtlinie der Europäischen<br />

Union (Richtlinie<br />

zum Ausbau Erneuerbarer<br />

Energien).<br />

www.bodenseestiftung.org<br />

Schweizer Studierende<br />

der Zürcher Hochschule<br />

für Angewandte<br />

Wissenschaften<br />

(ZHAW) bauen im Rahmen<br />

der vom 13. bis<br />

17. Juli stattfindenden<br />

Formula Student<br />

Switzerland ein elektrisches<br />

Rennauto.<br />

Genutzt werden dafür<br />

auch 3D-gedruckte<br />

Rennwagenteile,<br />

die von Sintratec im<br />

selektiven Lasersinterverfahren<br />

(SLS) hergestellt<br />

werden. Ziel des<br />

umsetzenden Zurich<br />

UAS Racing Teams ist<br />

es, sich mit dem elektrischen<br />

Rennwagen für<br />

mindestens drei Formula<br />

Student Events in<br />

Europa zu qualifizieren.<br />

Diese sind die größten<br />

internationalen Konstruktionswettbewerbe,<br />

bei denen Studierende<br />

aus aller Welt mit selbst<br />

entwickelten Rennwagen<br />

in diversen Kategorien<br />

gegeneinander antreten.<br />

www.sintratec.com<br />

Mit dem St. Galler<br />

Leadership Award prämiert<br />

das Institut für<br />

Führung und Personalmanagement<br />

der<br />

Universität St. Gallen<br />

Unternehmen auch in<br />

diesem Jahr für mutige<br />

und wirksame<br />

Leadership-Initiativen.<br />

Vergeben wird der<br />

Award im Rahmen des<br />

St. Galler Leadership-<br />

Tags mit Nacht am 5.<br />

<strong>Juni</strong>. Unter dem Motto<br />

„Creating a Humanized<br />

New World of<br />

Work“ bietet der Tag<br />

zudem die Gelegenheit,<br />

Lösungen für Leadership-Herausforderungen<br />

aus Praxis- und<br />

Forschungssicht zu diskutieren<br />

sowie sich mit<br />

anderen Führungskräften<br />

zu vernetzen. Das<br />

Programm reicht von<br />

Keynotes von Top-Führungskräften<br />

erfolgreicher<br />

Unternehmen<br />

über Forschungsimpulse<br />

und Plenumsdiskussionen<br />

bis zu Teilnehmer-Interaktionen.<br />

www.unisg.ch<br />

Regis Rimbert wurde<br />

Anfang Mai vom Aufsichtsrat<br />

der in Bregenz<br />

ansässigen Wolford<br />

AG für ein Jahr<br />

zum Mitglied des Vorstands<br />

bestellt. Als<br />

Chief Transformation<br />

Officer (CTO)<br />

soll er die Umgestaltung<br />

des Textilunternehmens<br />

unterstützen<br />

und vorantreiben.<br />

Rimbert kehrt damit an<br />

seine ehemalige Wirkungsstätte<br />

zurück. Von<br />

2009 bis 2013 war er<br />

als Head of Sales International<br />

für den internationalen<br />

Vertrieb der<br />

Luxustextilien von Wolford<br />

zuständig. Zuvor<br />

arbeitete er unter anderem<br />

für Christian Dior<br />

Couture und Prada, anschließend<br />

für die Lavin<br />

Group, den Mutterkonzern<br />

von Wolford. Vor<br />

fünf Jahren gründete er<br />

zudem Uptify, eine Beratungsfirma<br />

für Textilmarken,<br />

und führte diese<br />

als CEO.<br />

company.wolford.com<br />

Niclas Fischer aus Weißensberg (Mitte) war der 1-Millionste Besucher der<br />

Therme Lindau. Thermen-Betriebsleiterin Magdalena Teich (links) und<br />

die stellvertretende Betriebsleiterin Laura Siebmacher (rechts) überreichten<br />

ihm das Jubiläumsgeschenk.<br />

Rund zwei Jahre und zehn Monate nach ihrer Eröffnung begrüßte die Therme<br />

Lindau Ende April ihren 1-Millionsten Besucher. Zum Dank gab es<br />

einen Strauß Blumen und freien Eintritt an 11 Besuchen in Form einer 11er-<br />

Karte für die Therme und Sauna. Die meisten Besucher*innen der Therme<br />

Lindau kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Für den<br />

Sommer plant das Team des größten Bäder-Ensembles am Bodensee erneut<br />

verschiedene Events, beispielsweise den „Natural Aufguss Cup“<br />

vom 14. bis 16. <strong>Juni</strong>, bei dem internationale Aufguss-Meister gegeneinander<br />

antreten. Zum Sommerangebot zählen in diesem Jahr zudem eine<br />

Surfwelle und der Verleih von SUP-Boards.<br />

www.therme-lindau.com<br />

© Therme Lindau<br />

Neuer Finalist: Beim<br />

START(C)UP Bodensee<br />

im Mai belegte FAI-<br />

BRICS aus Kirchheim<br />

den ersten Platz und<br />

zieht damit in das Landesfinale<br />

des Gründungswettbewerbs<br />

„Start-up BW Elevator<br />

Pitch 2024“ ein.<br />

Statt fand der regionale<br />

Vorentscheid,<br />

der von Kilometer1<br />

und dem Verein Unternehmer:innen<br />

für<br />

Gründer:innen e.V.<br />

(UfG e.V.) organisiert<br />

wird, an der Hochschule<br />

Konstanz Technik,<br />

Wirtschaft und Gestaltung<br />

(HTWG). Insgesamt<br />

zehn Teams präsentierten<br />

dort ihre Geschäftsideen.<br />

FAIBRICS<br />

überzeugte die Jury<br />

mit ihrem auf Künstlicher<br />

Intelligenz basierenden<br />

Qualitätskontrollsystem<br />

für textile<br />

Nähte. Mit dem Startup<br />

BW Elevator Pitch<br />

sucht das Wirtschaftsministerium<br />

jährlich<br />

nach den einfallsreichsten<br />

Geschäftsideen<br />

und besten Grüner*innen<br />

des Landes.<br />

www.faibrics.com<br />

www.startupbw.de<br />

www.kilometer1.de<br />

ww.ufg-konstanz.de<br />

Meisterprämie und Meistergründungsprämie sind laut Handwerkskammer Konstanz wichtige Bausteine,<br />

um dem Fachkräftebedarf im Handwerk zu begegnen.<br />

© Oliver Hanser<br />

1.500 Euro erhalten Absolvent*innen seit 2020 in<br />

Baden-Württemberg für den Meisterbrief im<br />

Handwerk, so auch im Bezirk der Handwerkskammer<br />

Konstanz. Diese hat seither rund 1,7 Millionen<br />

ausbezahlt und fordert nun gemeinsam<br />

mit Handwerk BW, die Meisterprämie auf 3.000<br />

Euro zu erhöhen. Unterstützend können die Jung-<br />

Meister bis zu zwei Jahre nach ihrem Abschluss<br />

die Meistergründungsprämie beantragen. Diese<br />

ist an Gründerprogramme der L-Bank gekoppelt<br />

und wird als Tilgungszuschuss von bis zu 10.000<br />

Euro angerechnet. Neben der Neugründung werden<br />

auch die Übernahme eines bestehenden Betriebs<br />

oder die Betriebsbeteiligung gefördert.<br />

www.hwk-konstanz.de


50 BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

© Stadt Winterthur<br />

Um Flora und Fauna zu schützen hat Stadtgrün Winterthur im<br />

Totentäli ein neues, großes Naturschutzgebiet geschaffen.<br />

Am südwestlichen Stadtrand, im sogenannten Totentäli zwischen<br />

Wülflingen und dem Dättnauertal, hat Stadtgrün Winterthur<br />

ein rund 54 Hektar großes, zusammenhängendes<br />

Biodiversitätsgebiet geschaffen. Ziel ist es, seltene Tier- und<br />

Pflanzenarten zu fördern, beispielsweise die vom Aussterben<br />

bedrohte Geburtshelferkröte. Ein neu gebauter, 340 Meter langer<br />

Holzsteg macht die Umgebung für Interessierte leicht zugänglich<br />

und schützt die verletzlichen Pflanzen vor der Zerstörung<br />

durch menschliche Fußabdrücke. Investiert wurden für<br />

das Projekt insgesamt 300.000 CHF, wovon 200.000 CHF aus<br />

dem Paul Kaspar Späni-Schättli Naturschutzfonds stammen.<br />

www.stadt.winterthur.ch<br />

© Tour de Suisse Rad AG<br />

Fahrräder und E-Bikes à la carte gibt es ab sofort in<br />

ausgewählten „Tour de Suisse à la carte Lounges“.<br />

Neue Möglichkeit für Radfans: Die in Kreuzlingen ansässige Tour<br />

de Suisse Rad AG eröffnet an verschiedenen Standorten in der<br />

Schweiz die sogenannten „Tour de Suisse à la carte Lounges“.<br />

Im April wurden bereits zwei Lounges eröffnet – bei Zubi in St.<br />

Gallen und bei Velo Gfeller in Ostermundingen. Weitere sollen<br />

folgen, unter anderem beim Velocenter Imholz in Chur und bei<br />

Velotrend in Seewen (SZ). Die Lounges ergänzen den Showroom<br />

der Velomanufaktur nahe des Kreuzlinger Hafenbahnhofes. In<br />

den Räumlichkeiten der Händler wird dazu jeweils eine kleine<br />

Tour de Suisse Markenwelt aufgebaut, in deren zugehöriger<br />

Lounge die Berater*innen nach Vorbild des Showrooms gemeinsam<br />

mit dem Kunden das Wunschvelo konfigurieren.<br />

www.tds-rad.ch<br />

Die Kandidaten bei der Diskussion: Anja Lange (Moderation), Lars<br />

Haise, Norbert Lins, Anja Widenmann, Anna Peters, Jeremy Tietz und<br />

Alexander Kauz (v.l.n.r.)<br />

© IHK/Fotografie Trautmann<br />

© Bodensee-Stiftung<br />

Begleitet von der Bodensee-Stiftung bereiteten die<br />

Auszubildenden von INGUN ihren „ Azubi-Garten“ vor.<br />

Mehr Artenvielfalt auf dem Firmengelände: Mit dem Projekt<br />

„Azubi-Gärten“ entwickelt die Bodensee-Stiftung in Konstanz<br />

gemeinsam mit Unternehmen wie der INGUN Group<br />

und dem Südkurier Maßnahmen für mehr Biodiversität.<br />

Die Auszubildenden schaffen dabei einerseits Lebensraum<br />

für Tiere, andererseits erhöhen sie die Aufenthaltsqualität für<br />

ihre Kolleg*innen. INGUN begrüßt Beschäftigte in der neuen,<br />

firmeneigenen Grünoase im Konstanzer Industriegebiet.<br />

Selbstgebaute Sitzgelegenheiten aus Holzpaletten treffen<br />

dort auf Blumen, schattenspendende Bäume, eine begrünte<br />

Garagenwand, ein Insektenhotel sowie einen Holzbohlenweg.<br />

Eidechsen, Würmer, Vögel und Insekten finden hier Nahrung<br />

und Lebensraum.<br />

www.bodensee-stiftung.org<br />

www.ingun.com<br />

Im Rahmen der Modernisierung der seit 1896 bestehenden<br />

Linie Rheineck-Walzenhausen für den vollautomatischen<br />

und führerlosen Betrieb testen die Appenzeller Bahnen (AB)<br />

in Zusammenarbeit mit Stadler ein Kollisionswarnsystem.<br />

Der Testlauf mit dem bestehenden Triebwagen dauert rund<br />

zwei Jahre und soll wichtige Erkenntnisse für den zukünftigen<br />

Betrieb liefern. Nach Beendigung der Testphase wird das seit<br />

1958 genutzte Fahrzeug, das am Ende seiner Lebensdauer ist,<br />

durch eine moderne Bahn<br />

ersetzt. Der dann vollautomatische<br />

und führerlose<br />

Betrieb soll einerseits<br />

eine Ausweitung der Betriebszeiten<br />

und andererseits<br />

Einsparungen ermöglichen.<br />

In Betrieb genommen<br />

werden soll die neue<br />

Bahn 2027.<br />

www.appenzellerbahnen.ch<br />

Am gut gedienten RhW-<br />

Triebwagen testen die<br />

Appenzeller Bahnen (AB)<br />

und Stadler gemeinsam<br />

das Kollisionswarnsystem<br />

„Stadler NOVA Smartsense“.<br />

© Appenzeller Bahnen<br />

Sechs Europakandidaten stellten sich anlässlich der am<br />

9. <strong>Juni</strong> stattfindenden Europawahl bei einer Podiumsdiskussion<br />

der IHK Bodensee-Oberschwaben in Weingarten<br />

im April den kritischen Fragen der regionalen Unternehmen.<br />

Bei der Diskussion, die eine der wenigen Veranstaltungen<br />

dieser Art in der Region darstellte, waren Kandidaten<br />

aller sechs zum Stichtag 31. Dezember 2023 als Fraktion im<br />

Bundestag vertretenen Parteien anwesend: Alexander Kauz<br />

(Die Linke), Jeremy Tietz (SPD), Anna Peters (Die Grünen),<br />

Anja Widenmann (FDP), Norbert Lins (CDU) und Lars Haise<br />

(AfD). Im Fokus der Debatte standen aktuelle wirtschaftspolitische<br />

Fragestellungen auf europäischer Ebene,<br />

unter anderem der Abbau von Bürokratie.<br />

www.ihk.de/bodensee-oberschwaben<br />

Volksabstimmung im<br />

Kanton Schaffhausen:<br />

Die Bürger*innen<br />

stimmen am 9. <strong>Juni</strong><br />

darüber ab, ob die Solarinitiative<br />

der Jungen<br />

Grünen umgesetzt<br />

werden soll oder nicht.<br />

Laut dieser sollen alle<br />

Dächer künftig mit<br />

Solarpanels ausgestattet<br />

werden, damit<br />

sich Schaffhausen bis<br />

in zwölf Jahren selbst<br />

mit Energie versorgen<br />

kann. Die SVP, FDP<br />

und die Die Mitte Partei<br />

sind gegen die Solarinitiative,<br />

da diese in der<br />

angedachten Zeit ihrer<br />

Meinung nach nicht<br />

umsetzbar ist. Sie befürworten<br />

Solarenergie<br />

und die Aufklärung<br />

der Bevölkerung darüber,<br />

sind jedoch gegen<br />

eine gesetzliche Verankerung.<br />

www.sh.ch<br />

www.jungegruene.<br />

ch/sh<br />

70 Jahre Partnerschaft:<br />

Zeppelin und<br />

Caterpillar feierten<br />

vor wenigen Wochen<br />

im Graf-Zeppelin-<br />

Haus in Friedrichshafen<br />

mit rund 700 Gästen<br />

ihr gemeinsames<br />

Jubiläum. Begonnen<br />

hat die deutsch-amerikanische<br />

Zusammenarbeit<br />

1954 auf<br />

dem Automobilsalon<br />

in Genf. Bereits vier<br />

Monate später, am 21.<br />

Juli desselben Jahres,<br />

unterzeichneten die<br />

beiden Unternehmen<br />

einen Ausfuhrhändler-,<br />

Verkaufs- und Dienstleistungsvertrag<br />

für<br />

Westdeutschland und<br />

-berlin. Zu Beginn der<br />

Kooperation kümmerten<br />

sich Zeppelin-Mitarbeitende<br />

um<br />

Cat-Baumaschinen<br />

und -Motoren und erwirtschafteten<br />

damit<br />

einen Umsatz von<br />

300.000 DM im Einstiegsjahr.<br />

Inzwischen<br />

erstreckt sich die Partnerschaft<br />

über zahlreiche<br />

Länder Mittelund<br />

Osteuropas bis hin<br />

nach Zentralasien. Im<br />

Geschäftsjahr 2023<br />

erwirtschafteten über<br />

10.000 Mitarbeitende<br />

im gesamten Konzern<br />

einen Umsatz von 3,9<br />

Milliarden Euro.<br />

www.zeppelin.com<br />

www.caterpillar.com


BILDUNG UND WIRTSCHAFT<br />

51<br />

HAPPY<br />

BIRTHDAY!<br />

Die RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten feiert im Jahr<br />

2024 ihr 60jähriges Bestehen und nimmt dieses Jubiläum<br />

zum Anlass, sich auch außerhalb des Campus zu zeigen – auf<br />

Marktplätzen, Pausenhöfen oder der Landesgartenschau. „Wir<br />

sind nicht irgendeine Hochschule, wir sind die RWU“, charakterisiert<br />

Rektor Professor Dr. Thomas Spägele die Ausgangsmotivation<br />

dieser besonderen „Geburtstagstour“, bei der die<br />

Hochschule ganz bewusst ihr gewohntes Terrain verlässt. „Wir<br />

haben uns gefragt: Wie begehen wir dieses Jubiläum, wenn es<br />

nicht der klassische Festakt sein soll?“, so Spägele. Das RWU-<br />

Mobil macht Station an zahlreichen Schulen in der Region –<br />

von Mengen bis Sonthofen. Dort bieten Dozierende der RWU<br />

über unterschiedliche Fachbereiche hinweg spezifische Kurse<br />

für Oberstufen an. Die Schulen können aus einem exklusiven<br />

Themenkatalog lehrplangerecht ein passendes Angebot<br />

wählen. Für alle anderen Interessierten stehen insgesamt<br />

fünf öffentliche Termine zur Wahl. Das Publikum erwartet dabei<br />

mehr als ein mobiler Messestand: Interaktive Workshops,<br />

Ausstellungen, informative Vorträge, Kulturdarbietungen und<br />

vieles Weitere stehen auf dem Programm. So werden Kultur<br />

und Kompetenzen der RWU im öffentlichen Raum erlebbar.<br />

15.06. | Basilika Beats Festival, Münsterplatz Weingarten<br />

22.06. | Landesmusikfestival Wangen<br />

28.06. | Marienplatz Ravensburg, am Schadbrunnen<br />

29.06. | Marienplatz Ravensburg, vor der Stadtbücherei<br />

07.07. | Landesgartenschau Wangen, Treffpunkt BW<br />

www.rwu.de<br />

Die RWU Hochschule Ravensburg-Weingarten feiert<br />

60-jähriges Bestehen<br />

© RWU © Elias Engelhardt<br />

KOLUMNE STEAUF-WERKSTATT<br />

23 JAHRE<br />

VORSICHT BLENDER<br />

In der Welt der Wirtschaft und Führung scheint die Bühne<br />

oft von jenen besetzt, deren Glanz mehr Blendwerk<br />

als echtes Leuchten ist. Blender, wie wir sie nennen, die<br />

Meister der Täuschung, die in Unternehmen nicht nur<br />

existieren, sondern florieren. Sie ziehen große Projekte<br />

an sich, mit der Versprechung, Berge zu versetzen. Doch<br />

hinter ihrer großen Klappe versteckt sich oft eine gähnende<br />

Leere. Und wenn die Maske fällt, die Realität sich<br />

Bahn bricht, dann wird es gefährlich. Nicht nur für sie<br />

selbst, sondern für alle, die in ihrem Schatten stehen.<br />

Die wahre Gefahr eines Blenders liegt nicht allein im<br />

Auffliegen ihrer Inkompetenz, sondern in der Verwüstung,<br />

die sie anrichten, wenn sie in die Enge getrieben<br />

werden. Ihre Bissigkeit, ein wildes Tier, das spürt, wie die<br />

Falle zuschnappt. Sie werden zu einem Risiko, einem unberechenbaren<br />

Faktor, der das Potenzial hat, das gesamte<br />

Team mit sich in den Abgrund zu reißen.<br />

Aber halten wir inne. Geben wir nicht alle manchmal vor,<br />

mehr zu wissen, als wir tatsächlich tun, mehr zu sein,<br />

als wir sind? Die Ironie dabei ist, dass ein offenes Eingestehen<br />

unserer Grenzen und Fehler uns nicht schwächt,<br />

sondern stärkt. Ehrlichkeit im Umgang mit unseren<br />

eigenen Unzulänglichkeiten fördert eine Kultur der Authentizität<br />

und des gegenseitigen Respekts.<br />

Wenn wir lernen, uns nicht allzu ernst zu nehmen und<br />

stattdessen zu schätzen, wo jeder von uns seine Fähigkeiten<br />

hat, dann können wir gemeinsam Großes bewirken.<br />

In Zeiten der Krise, der Herausforderung, da ist es<br />

diese Zusammenarbeit, diese Anerkennung der Vielfalt<br />

an Talenten, die wahre Lösungen hervorbringt.<br />

In diesem Sinne: Sei echt, sei du selbst, und erkenne die<br />

Stärke im Miteinander.<br />

Eure<br />

Stefanie<br />

STEAUF.de<br />

„Lebendige Unternehmen<br />

lernen von der Natur“, das<br />

ist das Thema von Stefanie<br />

Aufleger, seit 23 Jahren<br />

Business-Coach aus Konstanz.<br />

Mit ihren Klienten ent -<br />

wickelt sie naturkonforme<br />

Strategien und zeigt ihnen,<br />

wie sie auf „natürliche Weise“<br />

ihr Leben stabil und leicht<br />

gestalten können.<br />

Weitere Infos unter: STEAUF.de<br />

FAIR-FÜHRUNG ZUR<br />

VERANTWORTUNG


52 SEERAUM<br />

SEERAUM… ARCHITEKTURSCHAU<br />

Der für den Kreuzlinger Stadtteil Emmishofen geplante „Wolkenkratzer Alcan“<br />

Wolkenkratzer wie in Dubai auf Klein Venedig? Eine gigantische Brücke über den Überlinger See von Staad nach Meersburg<br />

oder von Litzelstetten nach Uhldingen? Oder gar eine „Kolosseum von Konstanz“? Alles geplant und nichts geworden: Studierende<br />

der Fakultäten Architektur und Design der HTWG in Konstanz setzen sich mit all den entworfenen und nicht verwirklichten<br />

Projekten auseinander, die einst in, um und zwischen den Grenzstädten Konstanz-Kreuzlingen auf dem Bauplan standen.<br />

Bis Ende Januar 2025 ist die Ausstellung „Geplatzte Stadtträume“ im Museum Rosenegg in Kreuzlingen zu sehen. Greifbare<br />

Modelle lassen eine alternative Realität interaktiv erfahrbar werden. Die Sinne und Meinungen der Besuchenden sind gefragt – Audioguides,<br />

Pläne und umfangreiche Recherche geben konkrete Eindrücke. Junge Perspektiven, kreative Entwürfe sowie der<br />

schlussendliche Blick in die Zukunft liefern neue Ansätze und regen regelrecht zum Träumen an. Besucher*innen können abstimmen,<br />

ob diese Stadtträume hätten verwirklicht werden sollen.<br />

bis 26.01.25<br />

Museum Rosenegg<br />

Bärenstraße 6<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

www.museumrosenegg.ch | www.htwg-konstanz.de<br />

© Wynrich Zlomke<br />

© Bettina Schröm<br />

Die Ausstellung „7980 Ravensburg.<br />

Alltag, Apokalypse Autonomie“<br />

im Museum Humpis-Quartier,<br />

die noch bis 18. August zu sehen<br />

ist, thematisiert die späten 70er<br />

und 80er Jahre in Ravensburg. Die<br />

Wende der 1970er zu den 80er<br />

Jahren war von weltpolitischen Ereignissen<br />

und Krisen geprägt. Auch<br />

in Ravensburg war es eine Zeit des<br />

Umbruchs, die zwischen Angst und<br />

Aufbruch, Spaß und Protest, Kollektivität<br />

und individueller Freiheit<br />

changierte. In den Blick genommen<br />

wird auch, wie sich in dieser kontrastreichen<br />

Epoche auf dem Weg<br />

zur heutigen Stadt das Gesicht der<br />

Stadt veränderte durch Sanierungsmaßnahmen,<br />

Neubauten<br />

und den zögernden Abschied vom<br />

Konzept der autogerechten Stadt.<br />

bis 18.08.<br />

Museum Humpis-Quartier<br />

Marktstraße 45<br />

D-88212 Ravensburg<br />

www.museum-humpis-quartier.de


SEERAUM<br />

53<br />

Umbau der Hauptstraße mit altem und neuem Rathaus, 1960, Singen<br />

© Stadtarchiv Singen<br />

Was ist „Healing Architecture“ und<br />

wie kann sie den Krankenhausbau<br />

reformieren? Die Ausstellung des<br />

Architekturmuseums der TU München<br />

„Das Kranken(n)haus. Wie<br />

Architektur heilen hilft“ in Dornbirn<br />

will Anstoß und Anregung für<br />

dieses Umdenken sein. Im Zentrum<br />

stehen dreizehn herausragende<br />

internationale Projekte sowie<br />

sieben „Wirkstoffe“ heilender<br />

Architektur, die die Ausstellung auch<br />

strukturieren.<br />

bis 07.09.<br />

vai Vorarlberger Architektur<br />

Institut<br />

Marktstraße 33<br />

A-6850 Dornbirn<br />

www.v-a-i.at<br />

© Stefan Müller-Naumann<br />

Kreiskrankenhaus Agatharied,<br />

Nickl&Partner<br />

Hochhaus in Singen<br />

Die Stadt Singen hat viele Gesichter und Facetten, die sich zu einem einzigartigen<br />

Kaleidoskop der Stadtgeschichte vereinen. Die Jubiläumsschau<br />

„125 x Singen. Geschichte. Identität. Vielfalt“ zur Stadterhebung vor<br />

125 Jahren zeigt im Kunstmuseum Singen ein Fotolangzeitprojekt des<br />

Düsseldorfer Fotokünstlers Marcus Schwier, das 200 gestaltete Fotografien<br />

zu einem zeitgeschichtlichen Porträt der Stadt verdichtet, und eine historische<br />

Ausstellung des Stadtarchivs Singen. Die Ausstellung „Marcus.<br />

Schwier. Singen.“ zeigt eine Auswahl von 200 dicht gestalteten Fotografien<br />

des Düsseldorfer Fotokünstlers Marcus Schwier mit seltenen Einblicken<br />

in das Innere der in Singen ansässigen Großindustrie mit Stadtbildern,<br />

die die Stadtentwicklung und Orte der Identität Singens vermitteln. Darüber<br />

hinaus zeigt eine historische Ausstellung als multimedial angelegte<br />

Schau des Stadtarchivs Singen, 3D-Rekonstruktionen baulicher Veränderungen<br />

zwischen 1879 bis 1970 am Hohgarten und verbindet sie mit historischen<br />

Filmaufnahmen aus den Beständen des Stadtarchivs. Sie lädt<br />

dazu ein, die verschiedenen Lebenswelten Singens näher kennenzulernen.<br />

Themenschwerpunkten sind: „Amerika in der Provinz“, „Eine Stadt, mehrere<br />

Welten“ oder „Made in Singen“.<br />

bis 15.09.<br />

Kunstmuseum Singen<br />

Ekkehardstraße 10<br />

D-78224 Singen<br />

www.kunstmuseum-singen.de<br />

© Marcus Schwier<br />

Das Apollo Kreuzlingen wird im <strong>Juni</strong> zur bunten Spielwiese rund um das<br />

Thema Architektur und alle sind herzlich eingeladen, mitzuspielen. Seit<br />

1932 ist das Apollo ein fester Bestandteil des Kreuzlinger Stadtbildes. Nun<br />

besinnt sich das Kulturdenkmal auf seine Wurzeln und veranstaltet gemeinsam<br />

mit zehn Akteuren aus Deutschland, der Schweiz und Österreich<br />

ein mehrtägiges, interdisziplinäres Ausstellungs- und Begegnungsformat.<br />

Eine Kunstausstellung, Vorträge, Workshops und ein Filmabend sollen<br />

das Thema Architektur für alle erfahrbar machen. Den Auftakt bildet die<br />

Schweizer Künstlerin, Architektin und Professorin Anna Kubelìk am<br />

13. <strong>Juni</strong> mit ihrer Ausstellung „Im Augenblick“ und im improvisierten Zusammenspiel<br />

am 20. <strong>Juni</strong> mit den Musikern Jonathan Chazan (Saxophon),<br />

Christian Walt (Kontrabass) und Oliver Schmid (Schlagzeug). Höhepunkt<br />

wird die mittlerweile traditionelle Apollo Tavolata am 27. <strong>Juni</strong>.<br />

13.–29.06.<br />

Kulturhaus Apollo Kreuzlingen<br />

Konstanzerstraße 32<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

www.apollokreuzlingen.ch<br />

Das Kulturhaus Apollo<br />

© zVg Apollo


5 4<br />

KULTUR | BÜHNE<br />

IRRUNGEN<br />

UND WIRRUNGEN<br />

DER LIEBE<br />

TEAM & ENSEMBLE<br />

Regie & Musik: Ekat Cordes; Bühne & Kostüme: Anike<br />

Sedello; Choreografie: João Cidade; Musikalische Einstudierung:<br />

Rudolf Hartmann; Dramaturgie: Carola von<br />

Gradulewski; Mitwirkende: Jasper Diedrichsen, Anna<br />

Eger, Luise Harder, Ulrich Hoppe, Odo Jergitsch, Thomas<br />

Fritz Jung, Kristina Lotta Kahlert, Julian Mantaj, Leonard<br />

Meschter, Ruby Ann Rawson, Jana Alexia Rödiger, Florian<br />

Rummel, Ioachim-Willhelm Zarculea und Statisterie des<br />

Theater Konstanz; Band: Ekaterina Afanasieva (Harfe),<br />

Fancy Axmo (Keyboard), Rudolf Hartmann (Keyboard)<br />

Auch nach über 400 Jahren hat William Shakespeares beliebteste Komödie,<br />

„Ein Sommernachtstraum“, ihren Zauber nicht verloren. Das ebenso komische<br />

wie schillernde Verwirrspiel um die Gefühlswelt von Menschen und Fabelwesen<br />

entführt die Zuschauer*innen ab 15. <strong>Juni</strong> in eine magische Welt. Die rauschhafte<br />

Nacht wird von Ekat Cordes (Regie & Musik) und Anike Sedello (Bühne & Kostüme)<br />

fantasievoll inszeniert. Im Interview erzählen sie, was das Publikum auf dem<br />

Konstanzer Münsterplatz erwartet.<br />

TEXT: STEFANIE GÖTTLICH, FOTOS: ILJA MESS


KULTUR | BÜHNE<br />

55<br />

<strong>akzent</strong>: Sie sind für „Ein Sommernachtstraum“<br />

erstmals nach Konstanz gekommen.<br />

Wie war der erste Eindruck?<br />

Ekat Cordes: Es macht Riesenspaß, hier zu<br />

arbeiten. Wir haben uns sofort vom Ensemble<br />

und dem gesamten Team herzlich aufgenommen<br />

gefühlt. Die Bewohner*innen in Konstanz<br />

empfinde ich als entspannend friedlich.<br />

Vielleicht liegt es daran, dass ich im manchmal<br />

doch recht rauen Berlin wohne, oder daran,<br />

dass Konstanz direkt am Bodensee liegt<br />

und gerade jetzt viel die Sonne scheint. Auf jeden<br />

Fall herrscht eine tolle Stimmung, Herzlichkeit<br />

und jede Menge Spielfreude im Ensemble.<br />

So machte das Arbeiten am „Sommernachtstraum“<br />

von Anfang an Spaß.<br />

Anike Sedello: Auch vonseiten der Abteilungen<br />

Kostüm, Maske, Requisite, Technik und<br />

Bühnenbildwerkstätten werden Umsetzung<br />

und Herstellung der Ausstattung neben viel<br />

Arbeitseinsatz mit Ideen, Engagement, Entgegenkommen<br />

und guter Laune begleitet und<br />

bestritten – das ist für uns natürlich toll!<br />

<strong>akzent</strong>: „Ein Sommernachtstraum“ bietet Beziehungsdramen,<br />

Eifersucht, Intrigen – Stoff,<br />

auf den auch heute noch fast jede Vorabendserie<br />

baut. Ist Shakespeare nach über 400 Jahren<br />

also aktuell wie eh und je … oder müssen<br />

Sie ihn entstauben?<br />

Ekat Cordes: Wir spielen eine Fassung von Rebekka<br />

Kricheldorf, die Shakespeares Klassiker<br />

leichtfüßig und voller Sprachwitz in die Gegenwart<br />

übertragen hat. Der Inhalt ist aktuell. Auf<br />

der einen Seite gibt es die Welt der Menschen,<br />

auf der anderen Seite die Welt der Elfen und<br />

Magie – Fantasy ist immer beliebt, da müssen<br />

wir uns zum Beispiel nur die „Herr der Ringe“-<br />

Trilogie und -Serie angucken. Beziehungsdramen,<br />

Herzschmerz, unglücklich verliebt sein –<br />

all diese Gefühle kennen wir doch zu gut. In<br />

unserem „Sommernachtstraum“ geht es den<br />

Elfen nicht anders als den Menschen.<br />

<strong>akzent</strong>: Worin besteht der Reiz, sich mit Klassikern<br />

zu beschäftigen und sie auf die Bühne<br />

zu bringen?<br />

Ekat Cordes: Am liebsten arbeite ich mit Klassikern<br />

und versuche, sie auf der einen Seite vor<br />

dem Hintergrund unserer Gegenwart neu zu befragen.<br />

Andererseits möchte ich, dass der Kern<br />

der Geschichte bestehen bleibt. Mir gefällt an<br />

Klassikern, dass sie Themen beinhalten, die uns<br />

auch heute noch – wie bei Shakespeare – beschäftigen<br />

und anfassen.<br />

<strong>akzent</strong>: Glauben Sie, Shakespeares Poesie des<br />

Textes und seine Metaphern sind heute noch verständlich?<br />

Oder müssen sie übersetzt werden?<br />

Anike Sedello (Bühne & Kostüme) und Ekat Cordes<br />

(Regie & Musik) sorgen in Konstanz für einen<br />

magischen „Sommernachtstraum“ auf dem<br />

Münsterplatz.<br />

„Es handelt sich beim<br />

,Sommernachtstraum‘<br />

ganz klar um eine Komödie.<br />

Und das möchte<br />

ich auch bedienen. Ich<br />

liebe es, Komödien zu<br />

inszenieren, denn das<br />

ist immer eine besondere<br />

Herausforderung.“<br />

Ekat Cordes: Es gibt einen Grund, weshalb<br />

Shakespeare nach so vielen Jahren immer<br />

noch sehr beliebt ist und seine Metaphern und<br />

Bilder nach wie vor verständlich sind. Das Tolle<br />

ist doch, dass ein Text nicht einfach einfriert!<br />

Schon alleine die Übersetzung vom englischen<br />

Original ins Deutsche im Falle Shakespeares<br />

ist ja eine krasse Veränderung.<br />

<strong>akzent</strong>: Sie beide arbeiten schon seit fast zwei<br />

Jahrzehnten immer wieder zusammen. Ein<br />

perfekt eingespieltes Team – auch in einer magischen<br />

Mittsommernacht?<br />

© Patricia Czerwinski<br />

EKAT CORDES<br />

Ekat Cordes: Wir sagen immer, dass wir wie<br />

ein altes Ehepaar sind – aber das im positiven<br />

Sinne. Wenn wir uns über eine neue Arbeit<br />

austauschen, dann sprudeln die Ideen nur so<br />

und wir kommen schnell zu Ergebnissen, die<br />

uns beiden gefallen. Ich weiß, dass ich Anike<br />

in ihrer tollen Arbeit ohne Wenn und Aber immer<br />

vertrauen kann. Wir haben in den Jahren<br />

gemeinsam einen sehr eigenen, klar zu erkennenden<br />

Stil erarbeitet. Uns ist es jedoch wichtig,<br />

uns immer neuen Herausforderungen zu<br />

stellen und uns stets weiterzuentwickeln.<br />

Theater bietet schier unendlich viele Möglichkeiten,<br />

sich kreativ auszuleben.<br />

Anike Sedello: Ich glaube auch, dass wir uns<br />

in unserer jeweiligen Arbeit sehr vertrauen<br />

und schätzen; wir verstehen uns einfach sehr<br />

gut und ergänzen uns auch. Oft müssen wir<br />

Dinge gar nicht mehr aussprechen, um zu wissen,<br />

was der andere dazu denkt. Das Schöne<br />

an einer so langen Zusammenarbeit ist natürlich,<br />

dass sie ein sehr erprobtes und verlässliches<br />

Fundament bietet, um von da aus weiterzuspinnen<br />

und -zuspielen. Ich empfinde das<br />

als großes Geschenk!<br />

<strong>akzent</strong>: Wann und wie haben Sie begonnen,<br />

sich auf die Inszenierung am Münsterplatz<br />

vorzubereiten?<br />

Ekat Cordes: Die Vorbereitung hat circa vor<br />

einem Jahr begonnen. Ich habe mir überlegt,<br />

was mir am „Sommernachtstraum“ am besten<br />

gefällt. Das ging ganz schnell: Die Fabelwesen,<br />

also die Elfen, die Liebe und die Magie.<br />

Mehr braucht es erstmal nicht. Ich lasse mich<br />

immer sehr von Filmen, Serien und Musik inspirieren.<br />

Ich bereite mich als Erstes vor, indem<br />

ich mich auf die Suche nach Musik begebe,<br />

die ich irgendwie mit dem, was mir im Kopf<br />

vorschwebt, assoziiere. So kam ich in der ganzen<br />

Vorbereitungszeit auf eine Liste von circa<br />

1.500 Songs, die ich dann, je näher der Probenstart<br />

kam, weiter einkreiste, um erstmal einen<br />

Soundtrack zu kreieren. Musik ist in der Vorbereitung<br />

das wichtigste Element. Für mich ist<br />

die Arbeit an einer Inszenierung immer sehr<br />

filmisch. Ich versuche, die Handlung hervorzuheben<br />

und spannend zu machen, und zwar<br />

so, dass sie für alle sofort verständlich ist. Für<br />

mich war zum Beispiel die „Herr der Ringe“-<br />

Trilogie eine wertvolle Inspiration. Wichtig ist<br />

uns, dass wir nicht eins zu eins Dinge kopieren,<br />

sondern unsere Ideen von Elfen und einer<br />

fantastischen Welt entwickeln.<br />

Anike Sedello: Bereits Monate im Vorfeld habe<br />

ich ein kleines Modell im Maßstab 1:50 gebaut.<br />

Zunächst, damit Ekat und ich unsere Überlegungen<br />

überprüfen können, später als Visualisierung<br />

und Vorlage sowohl für die Gewerke<br />

als auch die Akteure. Diese Informationen<br />

übertrage ich später noch in technische Unterlagen.<br />

Die Bauprobe, bei der das Bühnenbild<br />

sehr grob mit vorhandenen Materialien vor<br />

Ort in Originalgröße markiert wird,


56 KULTUR | BÜHNE<br />

„Grundsätzlich habe<br />

ich Freude an eher<br />

opulenten Entwürfen,<br />

es macht mir Spaß,<br />

Welten zu erschaffen.<br />

Der nächtliche Wald<br />

und die Fabelwesen, die<br />

ihn behausen, machen<br />

natürlich Lust darauf,<br />

dafür detaillierte Bilder<br />

zu finden.“<br />

ANIKE SEDELLO<br />

um die Dimensionen prüfen zu können, hat in<br />

den allerersten Februartagen stattgefunden.<br />

Im Anschluss daran habe ich dann die Figurinen<br />

angefertigt, das sind Zeichnungen, auf<br />

denen Kostüm und Maske zu erkennen sind.<br />

Alle Abteilungen arbeiten bereits seit Wochen<br />

am „Sommernachtstraum“.<br />

<strong>akzent</strong>: Sie haben es schon angesprochen, was<br />

wäre „Ein Sommernachtstraum“ ohne Musik?<br />

Schon Felix Mendelssohn Bartholdy hat Musik<br />

zum Stück komponiert. Sie sind bekannt dafür,<br />

eigene Sounddesigns für Ihre Inszenierungen<br />

zu entwickeln. Welche Klänge dürfen wir<br />

erwarten?<br />

Ekat Cordes: Wir haben eine Band, bestehend<br />

aus verschiedenen Musiker*innen – auch mit<br />

einer Harfenistin –, die allesamt auch Elfen<br />

sind. Es wird ein buntes Potpourri aus bekannten<br />

Love-Songs der Popgeschichte geben, von<br />

„Crazy in Love“ über „Love Hurts“ bis „Bridge<br />

Over Troubled Water“, die von unserem Musikalischen<br />

Leiter Rudolf Hartmann so arrangiert<br />

wurden, dass sie in unsere Elfenfantasie<br />

hineinpassen. Neben der Live-Musik habe ich<br />

einen Soundtrack erstellt, der das ganze Stück<br />

untermalt, auch hier gibt es viele sphärische<br />

und atmosphärische Flächen, gefüllt mit glasklaren<br />

Elfengesängen, Sounds, die an Kristalle<br />

erinnern und an mystische „Herr der Ringe“-Fantasien.<br />

<strong>akzent</strong>: Open-Air-Inszenierungen bringen besondere<br />

Herausforderungen mit sich. Sind Sie<br />

schon freilichtbühnenerprobt?<br />

Ekat Cordes: Ich habe bereits im Jahr 2017<br />

einen Open-Air-Liederabend für das Theater<br />

Erlangen mit dem Namen „I’m a Loser, Baby“<br />

geschrieben und inszeniert. Das Ergebnis<br />

unter freiem Himmel hat eine ganz besondere<br />

Magie, finde ich. Besonders, wenn es im Laufe<br />

des Abends dunkler wird und man mit Unterstützung<br />

des Lichtdesigns in die Inszenierung<br />

hineingesogen wird. Eine Herausforderung<br />

dabei ist natürlich das Wetter.<br />

Anike Sedello: Ich habe schon mehrere Freilichtarbeiten<br />

gemacht, neben der Tatsache,<br />

dass das Wetter natürlich eine Rolle spielt und<br />

man anders mit Licht arbeiten muss, finde<br />

ich, einer der größten Unterschiede sind die<br />

räumlichen Bedingungen. Wir haben hier am<br />

Münsterplatz sehr viel Platz, vor allem eine<br />

sehr breite Spielfläche, das hat nicht nur für<br />

Ekat und seine Inszenierung und die Spielweise<br />

Konsequenzen, sondern auch für sehr<br />

praktische Belange. Der Weg, um beispielsweise<br />

einen Kostüm- oder Perückenwechsel machen<br />

zu können, ist viel länger, als kurz ins Off<br />

zu gehen. Dementsprechend muss man dafür<br />

mehr Zeit einplanen. Außerdem sind draußen<br />

technische Umbauten natürlich in viel geringerem<br />

Maß möglich als drinnen.<br />

<strong>akzent</strong>: Jede Menge Verwirrungen und Irrungen<br />

in der Liebe. Noch dazu gibt es eine zweite<br />

Handlung, ein Spiel im Spiel. Wie sorgen Sie<br />

dafür, dass die Zuschauer*innen den Überblick<br />

behalten?<br />

Ekat Cordes: Unsere Fassung von Rebekka Kricheldorf<br />

ist wirklich sehr zugänglich und gut<br />

verständlich. Mir ist sehr wichtig, dass die Zuschauer*innen<br />

nie den roten Faden verlieren.<br />

Für mich gibt es im Theater nichts Schlimmeres,<br />

als dass ich der Handlung nicht folgen<br />

kann. Wir haben tatsächlich noch eine zusätzliche<br />

Ebene, die das Publikum im Hier und Jetzt<br />

abholt. Wir behaupten, dass es echte Menschen<br />

und echte Elfen sind, die zusammen den „Sommernachtstraum“<br />

aufführen. Durch das Theaterstück,<br />

das die Handwerker*innen im Verlauf<br />

des Stückes einstudieren, haben wir dann ein<br />

Spiel im Spiel im Spiel. Ich mag die Herausforderung<br />

und die vielen Möglichkeiten, die das<br />

mit sich bringt. Für mich ist Theater immer ein<br />

Spiel im Spiel.<br />

<strong>akzent</strong>: Bei Shakespeare gibt es zwei Handlungsorte:<br />

Die Rahmenhandlung spielt am Hof<br />

in Athen, der Rest im Wald. Bekommt man das<br />

bühnentechnisch unter einen Hut?<br />

Anike Sedello: Wir spielen ja vor dem imposanten<br />

Münster und nehmen diesen Platz als<br />

die höfische Umgebung an, wodurch wir die<br />

Möglichkeit haben, mit den weiteren Bühnenelementen<br />

die Waldszenen optisch zu unterstützen.


KULTUR | BÜHNE<br />

57<br />

<strong>akzent</strong>: Es gibt die These, Shakespeare habe<br />

sich einer bildhaften Sprache bedient, weil seine<br />

Fantasien, die er vermitteln wollte, mit dem<br />

damaligen einfachen Bühnenbau nicht darzustellen<br />

waren. Wie wird Ihre Bühne? Eher puristisch<br />

oder opulent?<br />

Anike Sedello: (schmunzelnd) Wahrscheinlich<br />

etwas dazwischen. Grundsätzlich habe ich<br />

Freude an eher opulenten Entwürfen, es macht<br />

mir Spaß, Welten zu erschaffen. Der nächtliche<br />

Wald und die Fabelwesen, die ihn behausen,<br />

machen natürlich Lust darauf, dafür detaillierte<br />

Bilder zu finden. Da der Münsterplatz aber auch<br />

sehr groß ist, gilt es auch, andere technische Gegebenheiten<br />

zu beachten. So wird es mitunter<br />

recht windig und die Befestigung von Dekorationsteilen<br />

ist schwieriger. Deshalb haben wir<br />

für unsere Verhältnisse eine etwas reduziertere<br />

Umsetzung mit einem durchstehenden Bild,<br />

das aber visuell viel hermachen wird.<br />

<strong>akzent</strong>: Knüpfen Sie inhaltlich an Themen der<br />

Gegenwart an?<br />

Ekat Cordes: Das passiert automatisch, davon<br />

bin ich nicht frei. Wichtig ist mir hierbei jedoch,<br />

dass aktuelle Bezüge tatsächlich etwas<br />

mit dem Stück zu tun haben und dass das Thema<br />

des Stücks im Fokus bleibt. Bei uns ist es<br />

zum Beispiel das Aufeinandertreffen von Wesen<br />

aus unterschiedlichen Welten: Elfen und<br />

Menschen, die so ihre Schwierigkeiten miteinander<br />

haben, weil sie einfach von Grund auf<br />

verschieden sind.<br />

<strong>akzent</strong>: Ein Spiel im Zwischenreich von Traum<br />

und Wirklichkeit mit Identitäten und deren<br />

Wandlung. Geht es auch um die Sehnsucht,<br />

sich zu verändern?<br />

Ekat Cordes: Bei uns geht es eher um die Sehnsucht,<br />

miteinander klarzukommen. Mensch<br />

und Elf, Liebe trotz äußerlicher Bestimmungen.<br />

Liebe beinhaltet doch immer die Sehnsucht,<br />

sich zu verändern oder etwas zu verändern. Ich<br />

will, dass jemand mich liebt. Da kommt auch<br />

manchmal die Frage auf: Muss ich mich dazu<br />

verändern?<br />

Anike Sedello: Meines Erachtens geht es auch<br />

um das Ausprobieren anderer Möglichkeiten,<br />

wie wir es ja auch im Traum tun. Wer kann ich<br />

noch sein? Was wäre, wenn ich mich für diesen<br />

Weg oder jenen Partner entscheide? Was passiert,<br />

wenn ich das vielleicht gar nicht selber<br />

tue, weil ich im wahrsten Sinne des Wortes „verzaubert“<br />

werde und damit eine andere bin? Mag<br />

ich dieses neue Ich oder vermisse ich das alte?<br />

mit heutigen Kostümteilen kombiniert werden.<br />

Insgesamt streben wir eine fantasievolle<br />

Kombination an, es geht nicht darum, heutige<br />

Mode, wie wir sie auf der Straße sehen, auf die<br />

Bühne zu bringen. Dazu wird sicherlich auch<br />

die Maske einiges beitragen – die Kolleginnen<br />

arbeiten schon an Elfenohren und ungewöhnlichen<br />

Frisuren in Pastellfarben. Es ist ja toll,<br />

dass hier so viele Menschen ihre Fähigkeiten<br />

und Berufe einbringen können – es wäre sehr<br />

schade, das alles nicht zu nutzen.<br />

<strong>akzent</strong>: Darf mit Klamauk gerechnet werden?<br />

Ekat Cordes: Es handelt sich beim „Sommernachtstraum“<br />

ganz klar um eine Komödie. Und<br />

das möchte ich auch bedienen. Ich liebe es, Komödien<br />

zu inszenieren, das ist immer eine besondere<br />

Herausforderung. Klamauk ist ein Element<br />

von Komödie. Doch bei aller Überzogenheit<br />

und Schrillheit nehme ich alle Figuren mit<br />

ihren Nöten ernst. Ich finde, nur dadurch kann<br />

es wirklich witzig werden.<br />

<strong>akzent</strong>: „Ein Sommernachtstraum“ hat trotz<br />

vieler komödiantischer Szenen auch eine dunkle<br />

Seite. Die Liebe als Machtspiel? Oder gar ein<br />

zynischer Traum von der Liebe als Narretei, wo<br />

Partner*innen jederzeit austauschbar sind?<br />

Ekat Cordes: Das Spannende am Stück ist, dass<br />

es auf der einen Seite die echte Liebe gibt, auf<br />

der anderen Seite die durch Magie erzeugte Liebe.<br />

Dann ist es fast so, als würde die verzauberte<br />

Person eine rosarote Brille tragen und alles<br />

andere ausblenden und bedingungslos lieben.<br />

Liebe hat, finde ich, auch oft eine absurde Seite<br />

und macht bekanntlich manchmal blind. Zu<br />

Beginn des Stücks möchte Egeus, Hermias Vater,<br />

darüber bestimmen, wen Hermia zu lieben hat.<br />

Wenn Puck und Oberon durch die magische Blume<br />

dann darüber bestimmen wollen, wer wen<br />

liebt, ist das quasi eine Überhöhung dessen.<br />

<strong>akzent</strong>: Ist der Wald im Stück der dunkle Spiegel<br />

der normierten Welt, wo verschüttete Wünsche<br />

und Triebe zum Vorschein kommen dürfen?<br />

Ekat Cordes: Auf jeden Fall. Der Wald ist ein<br />

Ort, an dem alles erlaubt ist und alle alles und<br />

jede*n lieben und begehren dürfen. Ein verwunschener<br />

Ort, in den Liebende vor den Regeln<br />

und Normen der „normalen“ Welt fliehen,<br />

sich jedoch darin verlaufen und dann wiederum<br />

dem Zauber des Elfenkönigs ausgeliefert<br />

sind.<br />

<strong>akzent</strong>: Was gehört abseits des Stücks für Sie<br />

zu einer perfekten Sommernacht, wie sieht Ihr<br />

persönlicher Sommernachtstraum aus?<br />

Ekat Cordes: Ein Aperol Spritz nach einem<br />

langen Theaterarbeitstag auf dem Münsterplatz<br />

zur untergehenden Sonne.<br />

Anike Sedello: Konstanz verspricht mit seiner<br />

Schönheit natürlich mehr als nur eine perfekte<br />

Sommernacht – ein milder Abend, Zeit & Muße,<br />

ein Spaziergang am Wasser oder ein Getränk<br />

am Ufer und die Liebe, sei es in Form<br />

von Freunden, Familie oder romantischer Natur,<br />

darf natürlich auch nicht fehlen.<br />

<strong>akzent</strong>: Vielen Dank für die spannenden Einblicke,<br />

die Lust machen, einen höchst vergnüglichen,<br />

zauberhaften und wohl auch hintersinnigen<br />

Abend zu erleben.<br />

15.06.–20.07. | „Ein Sommernachtstraum“<br />

Auf dem Münsterplatz<br />

Theater Konstanz, D-78462 Konstanz<br />

www.theaterkonstanz.de<br />

<strong>akzent</strong>: Erfolgt auch über Bühne oder Kostüme<br />

ein Brückenschlag in die Gegenwart?<br />

Anike Sedello: „Brückenschlag“ ist ein ganz<br />

guter Ausdruck – es wird besonders im Kostüm<br />

sehr freie historische Referenzen wie große<br />

Rüschen oder voluminöse Ärmel geben, die<br />

In Shakespeares „Ein Sommernachtstraum“ auf dem Konstanzer Münsterplatz sind Jana Alexia Rödiger,<br />

die unter anderem Titania, die Königin der Elfen, spielt, und Julian Mantaj, der die Rolle des Puck<br />

übernimmt, zu erleben.


58 KULTUR | BÜHNE<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

BÜHNE WAS<br />

ZUSAMMENGESTELLT VON ANNA WIRTH<br />

THEATER<br />

D-Bad Wurzach<br />

Hamlet – Prinzessin<br />

von Dänemark<br />

Prinz sein oder nicht<br />

sein, das ist hier die<br />

Frage. Und wenn es<br />

eine Prinzessin ist? Musiktheaterproduktion<br />

von Schüler*innen des<br />

Salvatorkollegs zum<br />

100-jährigen Jubiläum<br />

der Schule.<br />

Gymnasium Salvatorkolleg<br />

21.06., 19 Uhr |<br />

23.06., 17 Uhr | 25. +<br />

26.06., 19 Uhr<br />

www.salvatorkolleg.de<br />

D-Friedrichshafen<br />

4. KulturCampus<br />

Ein dickes, buntes Programm<br />

für Familien<br />

mit Theater, Kunst, Gestaltung<br />

und Gesang,<br />

Konzerten, Workshops,<br />

integrativer Ausstellung<br />

und zwei Premieren:<br />

die Jonglage „outside<br />

the Box“ und die<br />

Tanzband „Voice-id“<br />

aus Kressbronn.<br />

Kulturhaus Caserne<br />

14.-16.06.<br />

www.kulturhaus.caserne.de<br />

D-Konstanz<br />

Das Bildnis nach Motiven<br />

des Dorian Gray<br />

Hannes Weiler, der hier<br />

zuletzt sehr erfolgreich<br />

mit „Quijote“ überzeugte,<br />

befragt den<br />

Klassiker der Weltliteratur<br />

zusammen mit<br />

seinem Team auf neue<br />

Perspektiven und übersetzt<br />

ihn in die heutige<br />

Zeit – eine lebendige,<br />

unterhaltsame und erkenntnisreiche<br />

Auseinandersetzung.<br />

Theater Konstanz |<br />

Spiegelhalle<br />

01./02./04./06./07./<br />

08./12./13./14./15.06.<br />

www.theaterkonstanz.de<br />

D-Konstanz<br />

TmbH - Die Vintage-<br />

Show mit Überraschungsgästen<br />

Das TmbH gibt es bereits<br />

seit 1993. Dieser<br />

Abend auf der K9-Bühne<br />

zeigt Ex-TmbHler seit<br />

den Anfängen, die das<br />

Publikum mal wieder<br />

sehen will – erstaunlich<br />

frisch, manchmal schon<br />

etwas angerostet, aber<br />

immer voller Freude<br />

am Spiel.<br />

K9<br />

07.06., 20 Uhr<br />

www.k9-kulturzentrum.de<br />

D-Konstanz<br />

Dussel und Schussel<br />

Durch die Abenteuer<br />

der beiden Clowns<br />

Dussel und Schussel<br />

werden Kinder ermutigt,<br />

ihre Ängste zu erkennen<br />

und zu überwinden.<br />

KiKuZ<br />

28.06.<br />

www.clown-und-comedy.de<br />

D-Singen<br />

Fabula Rasa – Improtheater<br />

Die neue Improtheatergruppe<br />

stürmt die<br />

Studio-Bühne der<br />

Gems mit einer energiegeladenen<br />

Premiere!<br />

Hier lässt sich in<br />

eine Welt eintauchen,<br />

in der Struktur auf<br />

Spontaneität trifft und<br />

jeder Abend eine neue<br />

Wendung nimmt.<br />

Gems<br />

30.06., 19 Uhr<br />

www.diegems.de<br />

D-Weingarten<br />

Ein Rembrandt auf<br />

Reisen<br />

In dieser Komödie der<br />

Autorin Brigitte Wenzina<br />

steht das geschäftige<br />

Treiben im Hotel<br />

Lustenberg im Fokus!<br />

Hier haben sich einige<br />

mehr oder weniger seriöse<br />

Gäste eingemietet,<br />

um an der morgigen<br />

Auktion von Werken<br />

„Alter Meister“ teilzunehmen.<br />

Kulturzentrum Linse<br />

01.06., 19.30 Uhr +<br />

02.06., 18.30 Uhr<br />

www.kulturzentrumlinse.de<br />

A-Bregenz<br />

Der Sandmann<br />

Als ein eher beiläufiges<br />

Ereignis alte Wunden<br />

aufreißt, begibt<br />

sich der junge Student<br />

Nathanael auf die Spur<br />

des Sandmanns, einer<br />

rätselhaften Gestalt<br />

aus seiner Kindheit.<br />

Auf dem Bild: Kristján Jóhannesson (Mitte, oben)<br />

OPULENTES<br />

MUSIKTHEATER<br />

Im Theater St. Gallen ist mit Rossinis letzter Oper „Wilhelm<br />

Tell“ im <strong>Juni</strong> noch zweimal Gelegenheit, eine „Grand Opéra“<br />

zu sehen. Rossini setzte dem Schweizer Nationalhelden,<br />

der über Jahrhunderte hinweg zum Sinnbild der Schweizer<br />

Identität geworden ist, ein musikalisches Denkmal: Nicht<br />

nur eine der berühmtesten Ouvertüren der Musiktheatergeschichte,<br />

sondern auch musikalisches Lokalkolorit durch<br />

Schweizer Hirtenmelodien lassen die vermeintliche Alpenidylle<br />

rund um den Vierwaldstättersee hörbar werden. Die<br />

Oper schildert den Kampf der Eidgenossen gegen die Habsburger<br />

Gewaltherrschaft – und für die Freiheit und Unabhängigkeit<br />

der Schweizer*innen und passt damit perfekt<br />

zum Spielzeitmotto „Identitäten“.<br />

02. + 06.06.<br />

Konzert und Theater St. Gallen<br />

CH-9000 St.Gallen<br />

www.konzertundtheater.ch<br />

Schauspiel nach E.T.A.<br />

Hoffmanns gleichnamiger<br />

Erzählung.<br />

Vorarlberger Landestheater<br />

06.06., 19 Uhr (Premiere)<br />

| 07.+28.+30.06.,<br />

19.30 Uhr<br />

www.landestheater.org<br />

CH-Frauenfeld<br />

Schildkröten haben<br />

Zeit<br />

Nutzen wir unsere Zeit?<br />

Und fühlt sie sich von<br />

uns dann ausgenutzt?<br />

Rennen wir vor der Zeit<br />

davon, ihr entgegen<br />

oder gar mit ihr?<br />

Und … machen es die<br />

Schildkröten anders?<br />

Neun Frauen stellen<br />

sich neue - und sehr<br />

alte - Fragen zum Thema<br />

Zeit.<br />

Eisenwerk | Theater<br />

bis 07.06.<br />

www.eisenwerk.ch<br />

© Edyta Dufaj<br />

CH-Schaffhausen<br />

Flüchtlingstheater<br />

Malaika<br />

Was ein Museumsbesuch<br />

so alles auslösen<br />

kann! Ein berührendes<br />

Stück mit 35 Spielenden<br />

aus über 10 Ländern<br />

zum Weltflüchtlingstag.<br />

Eine gemeinsame<br />

Veranstaltung<br />

mit dem Verein Menschenrechtstage.<br />

Theater Bachturnhalle<br />

20.06., 19.30 Uhr<br />

www.allerheiligen.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Hedda Gabler<br />

Hedda Gabler dachte,<br />

dass ihr als Ehefrau des<br />

Kulturhistorikers Jörgen<br />

Tesman ein gutbürgerliches,<br />

finanziell<br />

sorgloses Leben bevorsteht.<br />

Schauspiel von<br />

Henrik Ibsen.<br />

Grosses Haus<br />

04. + 07.06., 19.30<br />

Uhr | 09.06., 17 Uhr<br />

www.konzertundtheater.ch


KULTUR | BÜHNE<br />

59<br />

© Milena Schilling<br />

© Anja Koehler<br />

Lilian Prent<br />

DURCHS LEBEN<br />

<strong>BO</strong>XEN<br />

In der deutschen Erstaufführung von „Bitch Boxer“ erzählt<br />

Charlie Josephine im Landestheater Vorarlberg die<br />

Geschichte einer jungen Frau, die hartnäckig ihren großen<br />

Traum verfolgt, koste es, was es wolle. Die 21-jährige<br />

Chloe boxt, seit sie elf ist, seit die Mutter fortging und ihr<br />

Vater sie in die Sporthalle brachte, damit sie ihre Wut an<br />

einem Sandsack auslassen konnte. Nun steht sie kurz davor,<br />

bei den Olympischen Spielen den Titel im Boxen zu<br />

holen. Auch im Privaten läuft es gar nicht schlecht, und<br />

mit Jamie hält sogar die Liebe Einzug in ihr Leben – bis<br />

dieses eines Tages unerwartet und brutal zuschlägt. Ihren<br />

härtesten Kampf wird Chloe außerhalb des Boxrings austragen<br />

müssen.<br />

16. + 20.06., 19.30 Uhr<br />

Vorarlberger Landestheater<br />

Seestraße 2<br />

A-6900 Bregenz<br />

www.landestheater.org<br />

SOUNDTRACK<br />

EINER STADT<br />

Wie klingt Konstanz? Wo spielt die Musik? In der Seestraße<br />

an einem warmen Frühlingstag, im Lorettowald am frühen<br />

Morgen, am Hörnle unterm Sternenhimmel, beim Slacklinen<br />

im Herosé-Park oder beim Wikinger-Schach in St. Katharina?<br />

Jeder Platz ist liebenswert. Das Theater Konstanz<br />

hat Biografien, Erinnerungen und Träume von Einheimischen<br />

und Gästen in „Konstanz I love you“ zu einer Komposition<br />

verwoben. Leidenschaftlich und stilübergreifend<br />

spielen sich Sabine Martin, Jonas Pätzold und Lilian Prent<br />

durch die Stadt. Aus berührenden und skurrilen Erzählungen<br />

und musikalischen Glanzstücken schafft das Trio einen<br />

Abend, der im Ohr bleibt.<br />

05./12./14.06. + 17.07., jeweils 20 Uhr<br />

Werkstatt des Theaters Konstanz<br />

Inselgasse 2<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.theaterkonstanz.de<br />

CH-Winterthur<br />

Der Theatermacher<br />

Thomas Bernhards<br />

Theatermacher ist auf<br />

der Suche nach Bedeutung<br />

und Hoffnung in<br />

einer bedeutungs- und<br />

hoffnungslosen Welt.<br />

Das Stück ist eine Liebeserklärung<br />

an und<br />

ein Abgesang auf das<br />

Theater zugleich.<br />

Theater Winterthur<br />

01.06., 19.30 Uhr<br />

www.theaterwinterthur.ch<br />

LESUNGEN<br />

D-Friedrichhafen<br />

Jutta Speidel – Amaryllis<br />

Seit über 50 Jahren<br />

zählt Jutta Speidel<br />

zu den beliebtesten<br />

Schauspielerinnen<br />

Deutschlands. Sie erzählt<br />

in dieser Lesung<br />

frech, heiter, tiefgründig<br />

und intensiv von<br />

Liebe, Hoffnung, Tragik,<br />

Verzicht, Betrug<br />

und Versöhnung.<br />

Kulturhaus Caserne<br />

01.06., 20 Uhr<br />

www.kulturhaus-caserne.de<br />

D-Engen<br />

Iris Wolf – Lichtungen<br />

Ein großer europäischer<br />

Roman über<br />

das Heranwachsen<br />

im kommunistischen<br />

Rumänien und eine<br />

berührende Freundschaft.<br />

Stadtbibliothek<br />

13.06., 20 Uhr<br />

www.engen.de<br />

D-Überlingen<br />

Monika Küble – Das<br />

Geheimnis des Klosterplans<br />

Der neue historische<br />

Roman der Reichenauer<br />

Autorin Monika Küble<br />

spielt in der Karolingerzeit<br />

am Bodensee.<br />

Gallerturm<br />

21.06., 18.30 Uhr<br />

www.gkue.de<br />

D-Wangen<br />

Wladimir Kaminer –<br />

Mein Leben im Schrebergarten<br />

Der russisch-deutsche<br />

Schriftsteller und Kolumnist<br />

erzählt mit viel<br />

Improvisationskunst<br />

und Spontaneität<br />

von seinem Leben als<br />

Schrebergärtner.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen | Sparkassen-Kulturbühne<br />

04.06., 19.30 Uhr<br />

www.lgswangen2024.de<br />

A-Hohenems<br />

Es werden leben Deine<br />

Todten<br />

Der Verein zur Erhaltung<br />

des Jüdischen<br />

Friedhofs in Hohenems<br />

und das Jüdische Museum<br />

Hohenems präsentieren<br />

mit dem<br />

Werk „Es werden leben<br />

Deine Todten“ das<br />

neue Buch zum Jüdischen<br />

Friedhof Hohenems.<br />

Vorplatz des Jüdischen<br />

Friedhofs<br />

06.06., 17 Uhr<br />

www.jm-hohenems.<br />

at<br />

CH-Gottlieben<br />

Charles Linsmayer<br />

und Robert Hunger-<br />

Bühler: 19/21 Synchron<br />

global<br />

Ein Spaziergang durch<br />

die Weltliteratur: 135<br />

Autorinnen und Autoren<br />

aus 45 Ländern, 28<br />

Sprachen und einem<br />

Zeitraum zwischen<br />

1870-2020 sind mit ihren<br />

Texten in der neuen<br />

Anthologie versammelt.<br />

Mit einigen dieser<br />

Texte wird sich hier<br />

auseinandergesetzt.<br />

Literaturhaus Thurgau<br />

06.06., 19.30 Uhr<br />

www.literaturhausthurgau.ch<br />

CH-Gottlieben<br />

Bernhard Setzwein


60 KULTUR | BÜHNE<br />

– Kafkas Reise durch<br />

die bucklige Welt<br />

Was wäre gewesen,<br />

wenn Franz Kafka<br />

nicht schon so früh gestorben<br />

wäre? Bernhard<br />

Setzwein lässt<br />

den Schriftsteller in<br />

den Nachkriegsjahren<br />

in Meran wieder auftauchen.<br />

Literaturhaus Thurgau<br />

27.06., 19.30 Uhr<br />

www.literaturhausthurgau.ch<br />

CH-Rorschach<br />

Dora Maar und die<br />

zwei Gesichter der<br />

Liebe<br />

Paris, 1936: Die erfolgreiche<br />

Fotografin Dora<br />

Maar ist das Herz des<br />

surrealistischen Kreises<br />

um André Breton<br />

und Man Ray. Dann begegnet<br />

die exzentrische<br />

junge Frau Pablo<br />

Picasso.<br />

Forum Würth Rorschach<br />

16.06., 11 Uhr<br />

www.rorschach.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Monika Schnyder –<br />

voyage voyage<br />

Monika Schnyders Texte<br />

führen zurück in ferne<br />

Epochen und was<br />

davon blieb. Zum Beispiel<br />

eines der ältesten<br />

je gefundenen Musikinstrumente.<br />

Inspirationsquellen<br />

sind auch<br />

immer wieder fremde<br />

Städte und ihre Faszination.<br />

1733<br />

04.06., 20 Uhr<br />

www.wartsab.org<br />

KABARETT/<br />

COMEDY<br />

D-Baienfurt<br />

Rolf Miller – Wenn<br />

nicht wann dann jetzt<br />

Grandios ignorant, vital<br />

dumpf und komplett<br />

halbwissend: Wie<br />

immer gibt der Comedian<br />

stoisch genau den<br />

Fels in der Brandung,<br />

der mit Zuversicht<br />

wegschaut und vollmundig<br />

alles, und dabei<br />

garantiert nichts zu<br />

sagen hat.<br />

Hoftheater<br />

06.06., 20.15 Uhr<br />

www.hoftheater.org<br />

D-Lindenberg<br />

Mackefisch – Lie-<br />

derPoetryKabarett-<br />

Wahnsinn<br />

Eine Mischung aus<br />

selbstgebauten Koffertrommeln,<br />

Piano, Banjo,<br />

Gitarren, Synthie-<br />

Klängen und Klimbim.<br />

Dazu deutsche Texte<br />

von außergewöhnlicher<br />

Bandbreite mit<br />

Harmoniegesang zum<br />

Dahinschmelzen und<br />

rasanter Wortakrobatik.<br />

Kulturfabrik<br />

06.06., 20 Uhr<br />

www.lindenberg.de<br />

D-Tettnang<br />

Meschugge<br />

Frank Fischer stellt<br />

sich die Frage: Wenn so<br />

viele Menschen<br />

um uns verrückt sind,<br />

sind wir dann die einzig<br />

Normalen? Oder<br />

sind wir am Ende vielleicht<br />

selbst meschugge?<br />

KiTT<br />

08.06., 20 Uhr<br />

www.kitt-tettnang.de<br />

CH-Frauenfeld<br />

Judith Bach – Claire<br />

alleene: Aus lauter<br />

Lebenslust<br />

Sturmfrei für Claire!<br />

Sie singt und schnabuliert<br />

frei nach Berliner<br />

Schnauze, purzelt<br />

von Augenblick zu Augenblick,<br />

verliert den<br />

Faden, aber nie sich<br />

selbst. Ein philosophisches<br />

Chansonkabarett<br />

von und mit Judith<br />

Bach.<br />

Eisenwerk | Theater<br />

14.06., 20 Uhr<br />

www.eisenwerk.ch<br />

CH-Kreuzlingen<br />

Jane Mumford –<br />

Reptil<br />

In ihrem Programm<br />

wundert sich die<br />

Schweizer Kabarettistin<br />

über das menschliche<br />

Überleben und<br />

konstatiert, es sei an<br />

der Zeit, dass Säugetiere<br />

ihre Vormachtstellung<br />

auf diesem<br />

Planeten abgeben.<br />

Theater an der Grenze<br />

im Kult-X<br />

08.06., 20 Uhr<br />

www.theaterandergrenze.ch<br />

MUSIKTHEATER<br />

D-Trossingen<br />

Im Weißen Rössl am<br />

Wolfgangsee<br />

Das Ensemble RIFI-<br />

FI spielt mit prominenten<br />

Gästen die erfolgreichste<br />

deutsche<br />

Comedy-Operette im<br />

schönsten Naturbad<br />

der Region. Wo ließe<br />

sich der Wolfgangsee<br />

besser inszenieren?<br />

Troase<br />

30.05.-09.06.,<br />

20.30 Uhr<br />

www.kulturbuero-suedwest.de<br />

CH-St. Gallen<br />

jung - ich du wir<br />

Die Produktion der<br />

Theatertanzschule SG<br />

mit mehr als 120<br />

Tänzer*innen nimmt<br />

das Publikum mit auf<br />

eine Identitätssuche,<br />

die fragt, wer wir als<br />

Gemeinschaft sind.<br />

Es wird bunt!<br />

Lokremise<br />

08./10./12./13./15.06.<br />

www.konzertundtheater.ch<br />

CH-Zürich<br />

Jukebox Heroes<br />

Alles ist geplant für das<br />

25. Jubiläum der legendären<br />

Musik-Kneipe<br />

„Rosengarten“,<br />

doch dann gibt die<br />

Jukebox den Geist auf.<br />

Also wird selbst gesungen,<br />

in Erinnerungen<br />

geschwelgt und<br />

Geschichten erzählt.<br />

Die ultimative Kneipen-Show<br />

mit Hits von<br />

ABBA bis Zucchero.<br />

Bernhard Theater<br />

01.-16.06., 19.30 Uhr<br />

www.bernhard-theater.ch<br />

TANZ<br />

CH-St. Gallen<br />

Times Two<br />

Tom Weinberger und<br />

Emilie Leriche sind<br />

zwei Choreograf:innen<br />

einer neuen Generation.<br />

Was bewegt diese<br />

beiden Stimmen?<br />

Aus welcher Perspektive<br />

blicken sie auf die<br />

Welt?<br />

Lokremise<br />

01., 04., 07. + 09.06.,<br />

20 Uhr<br />

www.konzertundtheater.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Current Currents<br />

In dieser Collage von<br />

Claire Dessimoz aus intimen<br />

Tableaus, in denen<br />

sich gespielte Akte<br />

und dokumentarische<br />

Szenen mischen, vermitteln<br />

die fünf Tänzer*innen<br />

durch ihre<br />

Körper und ihren Gesang,<br />

was ihnen zu aktuellen<br />

gesellschaftlichen<br />

Themen durch<br />

den Kopf geht.<br />

Phönix Theater<br />

01.06., 19.30 Uhr |<br />

02.06., 17 Uhr<br />

www.phoenix-theater.ch<br />

CH | FL-Rheineck |<br />

Triesen<br />

Sancta Wiborada<br />

Die Heilige Wiborada,<br />

Vorreiterin für das Inklusen-Dasein,<br />

prägt<br />

die Geschichte und<br />

Identität der Stadt St.<br />

Gallen stark. Zu diesem<br />

Anlass wird ihre<br />

Geschichte mit diesem<br />

Stück tänzerisch neu<br />

inszeniert.<br />

Hechtsaal | Gasometer<br />

29.06., 19 Uhr |<br />

04.07., 19 Uhr<br />

www.confusionartcollective.ch<br />

Anzeige<br />

MANEGE FREI<br />

© Matthias Hagmann<br />

Spannende Workshops, großartige Konzerte, preisgekröntes<br />

Theater, Zirkus auf internationalem Spitzenniveau und viel<br />

pulsierende Energie – dafür steht das ehrenamtlich organisierte<br />

Theaterfestival Isny. Mit der Band CARI CARI eröffnet<br />

eine der spannendsten Neuentdeckungen Europas das diesjährige<br />

Festival. Dann Spitzen-Zirkus: Die Staatliche Artistikschule<br />

Berlin, Weltklasse-Akrobatik von „Gravity & other<br />

myths“, Hippana Maleta und Stina & Lotta. Das Metropoltheater<br />

München mit dem Stück „Post von Karlheinz“. Und natürlich:<br />

Tanzen! Mit dem Guerilla Blasmusik-Rap von Moop Mama<br />

x Älice. Der positiven Energie von ok.danke.tschüss oder<br />

dem Ein-Mann-Dub-Orchester aus Australien, Dub FX.<br />

26.07.–03.08.<br />

Burkwang 4<br />

D-88316 Isny im Allgäu<br />

www.theaterfestival-isny.de


KULTUR | BÜHNE<br />

61<br />

SCHAURIG, SCHÖN<br />

UND LEIDENSCHAFTLICH<br />

Berühmte Helden und Antihelden der Theater- und Opernwelt tummeln sich in den Sommermonaten<br />

auf den Freilichtbühnen rund um den Bodensee. Graf Dracula, Pinocchio, Peter Pan, Pippi Langstrumpf,<br />

Prometheus und viele weitere legendäre Gestalten sorgen für fantastische Theatererlebnisse<br />

unter freiem Himmel. Unter den vielen Highlights ragen in diesem Jahr besonders die St. Galler<br />

Festspiele hervor, die mit ihrer Oper diesmal in luftige Höhen – nämlich auf den Flumserberg –<br />

gehen und zusätzlich ein umfangreiches Programm in den Bereichen Konzert, Tanz und Schauspiel<br />

bieten. Auf der Insel Reichenau wiederum gibt es eine spannende Zeitreise aus Anlass des<br />

1300-Jahr-Jubiläums. Auch an vielen weiteren Orten darf sich das Publikum auf wunderbare<br />

und sehenswerte Freilichtinszenierungen freuen. Gute Unterhaltung!<br />

VON RUTH EBERHARDT<br />

Direkt am Ufer des Bodensees<br />

bieten die Langenargener Festspiele<br />

eine schaurig-schöne Vampirkomödie<br />

mit Graf Dracula.<br />

© Nina Bröll


62 KULTUR | BÜHNE<br />

© Bregenzer Festspiele/Pigrafik<br />

Wo? Münsterplatz Konstanz (D)<br />

Was? „Ein Sommernachtstraum“, Komödie<br />

von William Shakespeare<br />

Wer? Theater Konstanz<br />

Wann? 15.06.–20.07.<br />

Merkmale: Für Shakespeares Spiel mit Identitäten,<br />

Liebeslust und Liebesleid tummeln sich Elfen,<br />

spielwütige Handwerker und sehnsüchtig<br />

Liebende auf dem Münsterplatz.<br />

www.theaterkonstanz.de<br />

Wo? Innenhof des Rathauses Konstanz (D)<br />

Was? „Rita“, Oper von Gaetano Donizetti<br />

Wer? RathausOper Konstanz<br />

Wann? 16.08. – 25.08.<br />

Merkmale: Komische Oper in einem Akt. In<br />

deutscher und italienischer Sprache. Turbulentes<br />

Liebesdreieck voller skurriler Wendungen.<br />

Sechs Aufführungen in einem der schönsten Renaissancehöfe<br />

Süddeutschlands.<br />

www.rathausoper.de<br />

Wo? Insel Reichenau, Schlosspark Königsegg<br />

Was? „Reichenau – Eine Zeitreise“<br />

von Konrad Adams<br />

Wer? Eine Veranstaltung der Gemeinde<br />

Reichenau<br />

Wann? 17.–28.07.<br />

Merkmale: Die Inszenierung verspricht eine<br />

Verbindung aus Geschichte, Kultur und<br />

musikalischer Unterhaltung aus Anlass des<br />

1300-Jahr-Jubiläums. Mitwirkende: Festspielorchester<br />

und Chor, Schauspielensemble<br />

der Glashausspiele, Bürgerinnen und Bürger<br />

der Reichenau<br />

www.reichenau1300.de<br />

www.glashausspiele.de<br />

Wo? Hofgut Rengoldshausen/Überlingen<br />

Was? „Sommertheater im Kuhstall“<br />

mit sechs verschiedenen Produktionen<br />

Wer? Sommertheater Überlingen<br />

Wann? 29.06.–06.07.<br />

Merkmale: Neue Spielstätte wegen Renovierung<br />

der Kapuzinerkirche. Gespielt wird:<br />

„Hochzeitsreise“ (Komödie, 29.06.), „Der Fahrraddieb“<br />

(Figurentheater, 30.06.), „Bericht für<br />

eine Akademie“ (Schauspiel, 30.06.), „Sommernacht“<br />

(Produktion des Theaters Konstanz,<br />

01.07.), „Familienglück“ (Lustspiel, 02.07.),<br />

„Sturm“ (Schauspiel W. Shakespeare,<br />

05. + 06.07.)<br />

www.sommertheater-ueberlingen<br />

Wo? Naturtheater Waldbühne<br />

Sigmaringendorf (D)<br />

Was? „Der große Gatsby“ und „Peter Pan“<br />

Wer? Theaterverein Waldbühne<br />

Sigmaringendorf e.V.<br />

Wann? 08.06.–01.09.<br />

Merkmale: Eine Laienspielgruppe bringt jeden<br />

Sommer zwei Theaterstücke auf die Bühne. „Der<br />

große Gatsby“ nach dem Roman von<br />

F. Scott Fitzgerald spielt in New York der 1920er-<br />

Jahre (Erwachsenenstück). Mit Peter Pan geht’s<br />

in die Welt von Nimmerland (Kinder- und Jugendstück).<br />

www.waldbuehne.de


KULTUR | BÜHNE<br />

63<br />

Die Oper auf der Seebühne<br />

in Bregenz ist jedes Jahr ein<br />

Publikumsmagnet.<br />

Wo? Naturbad Troase in Trossingen (D)<br />

Was? Comedy-Operette<br />

„Im Weißen Rössl am Wolfgangsee“<br />

Wer? Kulturbüro Südwest<br />

Wann? 30.05.–09.06.<br />

Merkmale: Turbulent-witzige Operette<br />

aus dem Jahr 1927. Ein Großteil der Zuschauerplätze<br />

ist überdacht.<br />

www.trossingen.de<br />

Wo? Innenhof des Theaters Ravensburg (D)<br />

Was? „Extrawurst“, Komödie von Dietmar Jacobs<br />

und Moritz Netenjakob<br />

Wer? Theater Ravensburg<br />

Wann? 08.–27.07.<br />

Merkmale: Die Komödie rund um einen Tennisverein<br />

zeigt unterhaltsam, durch welche Mechanismen<br />

gesellschaftliche Debatten aus dem<br />

Ruder laufen können.<br />

www.theater-ravensburg.de<br />

Wo? Schlosspark Langenargen (D)<br />

Was? „Dracula“ von Bram Stoker und „Pinocchio“<br />

von Carlo Collodi<br />

Wer? Langenargener Festspiele e.V.<br />

Wann? 15.06.–08.08.<br />

Merkmale: Freilichtbühne direkt am Ufer des<br />

Bodensees. Eine schaurig-schöne Vampirkomödie<br />

und eine Pinocchio-Geschichte über<br />

Mut und Abenteuer.<br />

www.langenargener-festspiele.de<br />

Wo? Zunftwinkel Wangen im Allgäu (D)<br />

Was? „Der Diener zweier Herren“ von Carlo<br />

Goldoni und „Pippi Langstrumpf“ von Astrid<br />

Lindgren<br />

Wer? Festspiele Wangen e.V.<br />

Wann? 24.07.–18.08.<br />

Merkmale: Eine Bühne inmitten der bezaubernden<br />

Altstadt. Goldonis turbulente Komödie<br />

verspricht flotte Unterhaltung mit Tiefgang.<br />

Es geht um Mord, Geld um Liebe. Zudem<br />

lebt Pippi Langstrumpf auch in Wangen nach<br />

dem Motto: „Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir<br />

gefällt!“<br />

www.festspiele-wangen.de<br />

Wo? Innenhof des Schlosses Isny (D)<br />

Was? „Die Mainacht“, Oper von Nikolai Rimski-<br />

Korsakow<br />

Wer? Isny-Oper Festival e.V.<br />

Wann? 16.–22.06.<br />

Merkmale: In der märchenhaften Oper geht es<br />

um Liebe, Aufruhr und Verwechslungen. Zwei<br />

Aufführungen und eine Variante für Kinder im<br />

Park des Schlosses Isny. Außerdem gibt es ein<br />

Festivalkonzert in der Nikolaikirche und ein<br />

Kammerkonzert im Kurhaus.<br />

www.isny-oper.de<br />

Wo? Freilichtbühne Altusried (D)<br />

Was? „Die Schöne und das Biest“<br />

Wer? Allgäuer Freilichtbühne Altusried<br />

Wann? 29.06.–28.07.<br />

Merkmale: Fantastisches Märchen für die ganze<br />

Familie. Freilichtbühne mit Naturkulisse und<br />

überdachter Zuschauertribüne.<br />

www.allgaeuer-freilichtbuehne.de<br />

Wo? Seebühne Bregenz (A)<br />

Was? „Der Freischütz“ von Carl Maria von Weber<br />

Wer? Bregenzer Festspiele<br />

Wann? 17.07.–18.08.<br />

Merkmale: Die Oper auf der größten Seebühne<br />

der Welt ist das Herzstück der Bregenzer Festspiele.<br />

„Der Freischütz“ spielt in einem Dorf<br />

nach dem 30-jährigen Krieg. Zudem gibt es ein<br />

hochkarätiges Festspielprogramm.<br />

www.bregenzerfestspiele.com<br />

Wo? Seebühne Kreuzlingen (CH)<br />

Was? „Prometheus – Revolution<br />

im Götterreich“<br />

Wer? See-Burgtheater Kreuzlingen<br />

Wann? 11.07.–07.08.<br />

Merkmale: Eine der bekanntesten Sagen<br />

der griechischen Mythologie in einer Fassung<br />

von Simon Engeli. Die Zuschauertribüne ist<br />

überdacht.<br />

www.see-burgtheater.ch<br />

Wo? Flumserberg, Theater und Tonhalle<br />

St. Gallen (CH)<br />

Was? St. Galler Festspiele mit Oper, Schauspiel,<br />

Tanz und Konzert<br />

Wer? Genossenschaft Konzert und Theater<br />

St. Gallen<br />

Wann? 12.06.–07.07.<br />

Merkmale: Die Oper als Herzstück der<br />

St. Galler Festspiele wird nicht mehr im Klosterhof,<br />

sondern auf dem Tannenboden am<br />

Flumserberg auf 1400 Metern gespielt – diesmal<br />

„The Fairy Queen“ von Henry Purcell<br />

(überdachte Zuschauertribüne). Neu ist auch,<br />

dass alle vier Sparten des Hauses vertreten<br />

sind: die Oper, die Komödie „Extrawurst“ im<br />

Bereich Schauspiel, die zweiteilige Performance<br />

„Skywards“ im Bereich Tanz sowie ein<br />

Festkonzert.<br />

www.konzertundtheater.ch<br />

Wo? Greuterhof in Islikon (CH)<br />

Was? „Die Katze auf dem heißen Blechdach“<br />

von Tennessee Williams<br />

Wer? Theaterwerkstatt Gleis 5, Frauenfeld<br />

Wann? 09.–24.08.<br />

Merkmale: Kammertheater mit intimem Charakter<br />

im Innenhof.<br />

www.theaterwerkstatt.ch<br />

Wo? Wasserschloss Hagenwil (CH)<br />

Was? „Der Tag, an dem der Papst gekidnappt<br />

wurde“, Komödie von João Estevão Weiner Bethencourt,<br />

und „Hänsel und Gretel“ Wer? Verein<br />

der Schlossfestspiele Hagenwil<br />

Wann? 07.08.–07.09.<br />

Merkmale: Aufführungen im historischen<br />

Schlossambiente bei Amriswil<br />

www.schlossfestspiele-hagenwil.ch<br />

Wo? Stein am Rhein (CH)<br />

Was? nordArt-Theaterfestival mit Kleinkunst<br />

und Familienprogramm<br />

Wer? nordArt-Theaterfestival<br />

Wann? 07.–17.08.<br />

Merkmale: Auf fünf Bühnen und Plätzen treten<br />

unter anderem Gardi Hutter, Patti Basler und<br />

Renato Kaiser auf.<br />

www.festival.nordart.ch<br />

Wo? Kiesgrube Punt in Illnau (CH)<br />

Was? „Julius Maggi – Ein kräftig gewürztes Freilichtspiel“<br />

Wer? Verein Freilichtspiele Illnau<br />

Wann? 07.–31.08.<br />

Merkmale: Das Stück erzählt die Geschichte<br />

von Julius Maggi zur Zeit der Industrialisierung<br />

und die Folgen für die Bevölkerung von Illnau<br />

und Umgebung.<br />

freilichtspieleillnau.ch, juliusmaggi.ch


64 KULTUR | KUNST<br />

© Armin Mueller-Stahl<br />

© zVg Galerie Bodenseekreis<br />

Armin Mueller-Stahl,<br />

Chronik der Gefühle,<br />

Giclée Print auf Bütten.<br />

Ex.: 39/180<br />

HÖHENFLUG<br />

Armin Mueller-Stahl – der Mann, der alles kann. Mit 60 Jahren hat er<br />

eine Hollywood-Karriere begonnen, mit 70 sein großes Talent als bildender<br />

Künstler gezeigt, mit 80 ging er als Sänger auf Tournee. Am 17.<br />

Dezember 2023 feierte der Ausnahmekünstler seinen 94. Geburtstag.<br />

Zuletzt erscheint 2018 der Lyrik- und Bildband „Der wien Vogel fliegen<br />

kann“. Hier verwebt der begnadete Künstler ein politisches Gedicht, in<br />

dem es um das Leben hinter Mauern in der DDR bis hin zu Diktaturen<br />

in aller Welt geht, mit expressiven Malereien. Die gleichnamige Ausstellung<br />

zeigt Radierungen, Lithografien, Gicléeprints, Siebdrucke und<br />

Mischtechniken auf Papier.<br />

20.06.–06.09. | Vernissage 20.06., 19 Uhr<br />

Galerie & Einrahmungen Heike Schumacher<br />

Hochbildstraße 22a<br />

D-88662 Überlingen<br />

www.galerie-ueberlingen.de<br />

JUNG +<br />

GEGENSTÄNDLICH<br />

„Zur Sache!“ geht es noch bis Ende <strong>Juni</strong> im Roten Haus in Meersburg:<br />

Sachliches, sprich Gegenständliches, bekommt zu sehen, wer sich für<br />

die Kunst aus dem Wettbewerb des Bodenseekreises interessiert. Dabei<br />

darf gerätselt werden, wer den begehrten Jury-Preis erhalten wird,<br />

und man darf seinen eigenen „Liebling“ wählen. Eine Jury hat aus den<br />

Bewerbungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz 32 Künstler*innen<br />

für die Ausstellung in der Kreisgalerie ausgewählt. Spannend<br />

bleibt es bis zum Schluss: Wählen können Besucher*innen in der Ausstellung<br />

oder online (www.galerie-bodenseekreis.de). Wer das große Los<br />

gezogen hat, verkündet die Preisverleihung am 28. <strong>Juni</strong>.<br />

Rotes Haus l Galerie Bodenseekreis<br />

Schlossplatz 13<br />

D-88709 Meersburg<br />

www.galerie-bodenseekreis.de<br />

SEIN +<br />

VERGÄNGLICHKEIT<br />

Erstmals präsentiert eine monografische Ausstellung in der Schweiz das Werk des<br />

international renommierten niederländischen Designers und Künstlers Maarten<br />

Baas. Das Gewerbemuseum Winterthur ermöglicht ab 7. <strong>Juni</strong> einen weitgefächerten<br />

Einblick in sein Schaffen, das geprägt ist durch einen intellektuellen, rebellischen,<br />

verspielten, aber auch theatralischen Stil. Im Zentrum der Soloschau stehen<br />

das übergreifende Thema Zeit und das Motiv Uhr, die durch raumgreifende Videoinstallationen,<br />

Designobjekte, Skulpturen oder auch konzeptionelle Projekte beleuchtet<br />

werden. Baas denkt Uhren neu, reflektiert die Relativität der Zeit und verleitet<br />

die Betrachtenden dazu, zuzuschauen, wie die Zeit vergeht.<br />

© Studio Maarten Baas<br />

07.06.–27.10. | Maarten Baas – New Times<br />

Gewerbemuseum<br />

Kirchplatz 14<br />

CH-8400 Winterthur<br />

www.gewerbemuseum.ch<br />

Maarten Baas: Real Time, Grandfather Clock, Self Portrait, Detail, 2016


KULTUR | KUNST<br />

65<br />

© Stefan Hafen<br />

© Anne Imhof / Foto: Mirko Kuzmanovic<br />

Velia Dietz „Blisterwald“<br />

UPCYCLING<br />

Aus alt mach Kunst: Während ihres zweijährigen<br />

Landesgraduiertenstipendiums setzte<br />

sich Velia Dietz kritisch mit Konsum, Recycling<br />

und Fast Fashion in einer eng vernetzten,<br />

digitalen Welt auseinander. Aus diesem<br />

Kontext heraus entstand eine breite Palette<br />

an unterschiedlichen Stoffen und – tragbaren!<br />

– Unikaten. Die Künstlerin arbeitet dabei mit<br />

unterschiedlichen Fremdmaterialien wie Glas,<br />

Stein oder Kunststoff-Stücken, die mit klassischen<br />

textilen Techniken wie Stricken, Sticken<br />

oder Bedrucken weiterverarbeitet werden. So<br />

entstehen textile Entwürfe voller Leichtigkeit<br />

und Ästhetik, die das brisante Thema nachhaltig<br />

beleuchten.<br />

bis 16.06.<br />

Städtisches Museum Engen + Galerie<br />

Klostergasse 9<br />

D-78234 Engen<br />

www.stubengesellschaft-engen.de<br />

ARTe<br />

DER MENSCH<br />

ALS PARADOX<br />

Zeitgenössische Kunst am See: Die<br />

vierte Ausgabe der ARTe Kunstmesse<br />

Konstanz versammelt vom 12. bis<br />

14. Juli 2024 rund 60 Galerien und<br />

Künstler*innen aus Deutschland<br />

und der Schweiz mit ihren Werken<br />

und aktuellen Positionen im Bodenseeforum:<br />

„Die Veranstaltung bringt<br />

Künstler*innen und Kunstinteressierte<br />

über die Landesgrenzen hinweg<br />

zusammen und schafft eine<br />

Plattform für grenzüberschreitende<br />

kreative Dialoge und Impulse,“ so Lisa<br />

Marie Nau, Marketingmanagerin<br />

der Messe. Das Zusammenspiel des<br />

sommerlichen Ambientes und der<br />

malerischen Kulisse der Veranstaltungslocation<br />

erzeugt eine einzigartige<br />

Atmosphäre aus Leichtigkeit<br />

und künstlerischer Inspiration.<br />

12.–14.07.<br />

Bodenseeforum Konstanz<br />

Reichenaustraße 21<br />

D-78467 Konstanz<br />

www.arte-kunstmesse.de<br />

Gabriela Blanchetta „Der Geruch von Wasser“<br />

© ARTe Kunstmesse Konstanz<br />

Anne Imhof bringt mit ihrer Ausstellung, die<br />

vom 8. <strong>Juni</strong> bis zum 22. September im Kunsthaus<br />

Bregenz zu sehen ist, wahre zeitgenössische<br />

Prominenz in die österreichische Kulturstadt.<br />

Die Performancekünstlerin durchbricht<br />

mit fesselnden Choreografien, künstlerischer<br />

Androgynität und umwerfenden Isolationserfahrungen<br />

Wahrnehmungsgrenzen. Mit den<br />

Mitteln der Malerei und Skulptur werden in<br />

den schlichten und doch aussagekräftigen<br />

Räumen Peter Zumthors die Gegensätze der<br />

Einsamkeit und des kollektiven Seins gegeneinander<br />

ausgespielt. Anne Imhofs Arbeiten<br />

hinterlassen Eindruck, paradoxe Bewusstseinserfahrungen<br />

und menschlich-sinnliche<br />

Rätsel. (aw)<br />

08.06.–22.09.<br />

Kunsthaus Bregenz<br />

Karl-Tizian-Platz<br />

A-6900 Bregenz<br />

www.kunsthaus-bregenz.at


66 KULTUR | KUNST<br />

ZUSAMMENGESTELLT VON ANNA WIRTH<br />

GALERIE<br />

D-Bad Waldsee<br />

Denise Bettelyoun –<br />

... Weil Filz die Wärme<br />

hält! – Josef Beuys<br />

Teils preußischen Ursprungs,<br />

teils von den<br />

Oglala-Sioux abstammend,<br />

wuchs Denise<br />

Bettelyoun in zwei Kulturkreisen<br />

auf. Ihre<br />

künstlerische Arbeit<br />

verbindet die Polarität<br />

unserer Existenz und<br />

vereint scheinbare<br />

Gegensätze.<br />

Kleine Galerie<br />

bis 23.06.<br />

www.bad-waldsee.de<br />

bis 09.06.<br />

www.villaprym.com<br />

D-Konstanz<br />

Flaneur mit Kamera<br />

oder die Reise zum<br />

Ich<br />

Fotoausstellung von<br />

Hans Schlemper, Philosoph,<br />

Fotograf und<br />

Dozent an der Universität<br />

Konstanz, mit<br />

einer Präferenz für<br />

schwarz-weiß Fotografie.<br />

Villa Prym<br />

23.06.-14.07. | Vernissage<br />

20.06., 19 Uhr<br />

www.villaprym.com<br />

IM RICHTIGEN LICHT<br />

Die Konstanzer Leica-Galerie zeigt aktuell Arbeiten des renommierten<br />

Politikjournalisten Marcus C. Hurek, der jüngst den Deutschen<br />

Preis für politische Fotografie für das beste Bild des Jahres<br />

2023 erhielt! Seine Fotografien erscheinen in vielen deutschen<br />

Zeitungen, Magazinen, als Bildbände, auf Buchcovern, landen regelmäßig<br />

in spannenden Ausstellungen und sind nun unter dem<br />

Titel „Made In Berlin“ in der Niederburg zu sehen. Sie dokumentieren<br />

das Zeitgeschehen und geben Einblicke in die Hintergründe<br />

von Politik und Gesellschaft. Die Ausstellung der Leica Galerie<br />

konzentriert sich auf klassische Reportagefotografien aus Hureks<br />

Heimatstadt Berlin.<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

KUNST WAS<br />

D-Biberach<br />

Matthias Garff – Getier<br />

Tierplastiken aus Fundstücken<br />

und Alltagsgegenständen.<br />

Die Kombination<br />

verschiedenster<br />

Materialien und<br />

Fundobjekte zu allerlei<br />

Getier ist voll tiefgründigem<br />

Witz, schalkhaftem<br />

Ideenreichtum und<br />

von skurriler Schönheit.<br />

Galerie der Stiftung S<br />

BC – pro arte<br />

bis 21.06.<br />

www.sbc-pro-arte.de<br />

D-Engen<br />

Lichter – Celso Martinez<br />

Naves<br />

Im Grunde gestaltet<br />

Celso Martínez Szenen<br />

der Statik und Unbewegtheit.<br />

Doch dienen<br />

ihm diese statischen<br />

Szenerien als Bühne,<br />

auf der sich umso fulminanter<br />

eine spezifische<br />

Dynamik und<br />

Bewegtheit entfalten<br />

kann.<br />

Städtisches Museum<br />

Engen + Galerie<br />

bis 23.06.<br />

www.museum-engen.de<br />

D-Konstanz<br />

Marcus Schuchmann<br />

– Wasser - Geometrisch<br />

Eine Fotoausstellung<br />

des Künstlers Marcus<br />

Schuchmann. Zur Vernissage<br />

im Mai hält<br />

Kerstin Conz einen Dialog<br />

zur Einstimmung.<br />

Musikalisch wird mit<br />

Saxophon und Querflöte<br />

begleitet.<br />

Villa Prym<br />

D-Konstanz<br />

Drumherum. Eine<br />

Ausstellung über Verpackungsdesign<br />

Jeden Tag haben wir<br />

sie in der Hand: Verpackungen.<br />

Unbewusst<br />

nebenher gestalten sie<br />

unser Umfeld. Die Ausstellung<br />

widmet sich<br />

dem Thema des nachrangigen<br />

Lebens der<br />

Verpackung als Abfall,<br />

vorrangig aber der Historie<br />

dieser Design-<br />

Gattung.<br />

Turm zur Katz<br />

bis 29.09.<br />

www.konstanz.de<br />

D-Konstanz<br />

Ignaz Heinrich von<br />

Wessenberg – Ein Leben<br />

im Glauben an<br />

die gute Schöpfung<br />

Ignaz Heinrich von<br />

Wessenberg ist als<br />

kirchliche Führungspersönlichkeit<br />

im südwestdeutschen<br />

Raum<br />

bekannt. Es wird an<br />

den 250. Geburtstag jenes<br />

Mannes erinnert,<br />

dessen nachgelassener<br />

Kunstsammlung<br />

die Galerie ihre Existenz<br />

verdankt.<br />

Städtische Wessenberg-Galerie<br />

Konstanz<br />

bis 01.09.<br />

www.konstanz.de<br />

bis 13.07.<br />

Leica Galerie<br />

Gerichtsgasse 14<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.leica-galerie-konstanz.de<br />

www.mchurek.de<br />

D-Konstanz<br />

Susan Hefuna – Urban<br />

Frames<br />

Susan Hefuna ist eine<br />

Reisende, eine Schauende,<br />

eine Impressionen,<br />

Traditionen und<br />

Kulturen Verknüpfende.<br />

Ihre Inspirationsquelle<br />

ist das Leben<br />

selbst.<br />

Galerie Geiger<br />

bis 08.06.<br />

www.galerie-geiger.de<br />

D-Konstanz<br />

art:verwandt – Lea,<br />

Jonas und Armin<br />

Göhringer<br />

Auf einen ersten Blick<br />

erscheinen die skulpturalen,<br />

zeichnerischen<br />

und malerischen Arbeiten<br />

von Armin, Jonas<br />

und Lea Göhringer<br />

kaum zugehörig. Auf<br />

den zweiten Blick wird<br />

klar: art:verwandt.<br />

Kunstverein Konstanz<br />

bis 14.07.<br />

www.kunstvereinkonstanz.de<br />

D-Lindau<br />

Herbert Rauer und<br />

Renate Karpstein –<br />

Im Dialog<br />

Die in sehr kräftigen<br />

Farben gemalten<br />

Landschaften und Abstraktionen<br />

des Künstlers<br />

Herbert Rauer stehen<br />

im Dialog zu den<br />

leichten luftigen Bildkompositionen<br />

von<br />

Renate Karpstein, die<br />

sich gerne mit den<br />

Themen Frauen, Bewegung<br />

und Marktszenen<br />

auseinandersetzt.<br />

Galerie im Innehof<br />

18.-30.06.<br />

www.art-rauer.de<br />

D-Markdorf<br />

Anne Carnein & Martina<br />

Geist – Gewächse<br />

Das Formengut der Natur<br />

ist der Leitfaden<br />

dieser Ausstellung, den<br />

beide Künstlerinnen<br />

auf ihre Weise verfolgen.<br />

Martina Geist arbeitet<br />

mit Holz, Anna<br />

Carnein malt mit Nadel<br />

und Faden.<br />

Stadtgalerie<br />

bis 28.06.<br />

www.kunstvereinmarkdorf.de<br />

D-Radolfzell<br />

Expressiv! – Michael<br />

Thümmrich und Stephan<br />

Hasslinger<br />

Michael Thümmrich<br />

breitet großformatige<br />

Bildteppiche auf Papier<br />

oder ungrundierter<br />

Leinwand vor uns<br />

aus. Stephan Hasslinger<br />

webt raumgreifende<br />

Objekte aus Keramikschnüren,<br />

die uns<br />

scheinbar vertraut<br />

sind, uns aber verwirren<br />

durch den sprengenden<br />

Maßstab.<br />

Kunstverein Radolfzell<br />

bis 09.06.<br />

www.kunstverein-radolfzell.de<br />

D-Ravensburg<br />

Helmut A. Mayer-<br />

Ehinger – Allerlei stille<br />

Bilder in neuer Umgebung<br />

Die Wirkung seiner Bilder<br />

kann als Wechselspiel<br />

aus Nähe und<br />

Distanz, Ruhe und Erregung<br />

zwischen Bild<br />

und Betrachter gesehen<br />

werden. Kompositionen,<br />

die von den<br />

Wahrnehmenden eine<br />

fast meditative Haltung<br />

einfordern.<br />

Galerie der Caritas<br />

bis 15.06.<br />

www.caritas-bodensee-oberschwaben.de<br />

D-Ravensburg<br />

Isa Dahl und Karin<br />

Brosa – Blickwechsel<br />

Isa Dahls Pinselduktus<br />

ist legendär, sie schafft<br />

es, malerisch den Tiefenraum<br />

zu erobern.<br />

Karin Brosas Umgang<br />

mit zeitgemäßen Themen<br />

macht ihre Kunst<br />

unverwechselbar. Ihre<br />

Grafiken sind stets poetisch-politisch.<br />

Galerie 21.06<br />

bis 14.06.<br />

www.dreher@galerie2106.de<br />

D-Singen<br />

Julia von Troschke –<br />

in der Welt


KULTUR | KUNST<br />

67<br />

Der Künstlerin ist unser<br />

Halt in dieser Welt<br />

ein besonderes Anliegen.<br />

Elementarer Bestandteil<br />

ihrer künstlerischen<br />

Aussage ist<br />

ihre individuelle Farbund<br />

Formgebung und<br />

das Hinterfragen unseres<br />

täglichen Umgangs<br />

miteinander.<br />

Galerie Vayinger<br />

bis 16.06.<br />

www.galerievayhinger.de<br />

D-Singen<br />

Stadtgartengalerie<br />

Anlässlich des internationalen<br />

Museumstages<br />

eröffnet Oberbürgermeister<br />

Bernd<br />

Häussler die Stadtgartengalerie<br />

in Singen<br />

mit einer Ausstellung<br />

von Künstlern aus der<br />

Partnerschaft Celje.<br />

Stadtgartengalerie<br />

(hinter der Stadthalle)<br />

bis September | Vernissage<br />

19.05., 11 Uhr<br />

www.singen-kulturpur.de<br />

D-Tettnang<br />

Peter Krauskopf<br />

Peter Krauskopf zeigt<br />

in dieser Ausstellung<br />

seine kräftigen Farbwerke,<br />

die von Verläufen,<br />

Textur und dem<br />

Übermalen leben. Er<br />

schafft eine Mixtur aus<br />

altem Untergrund und<br />

neuer Oberfläche und<br />

schafft eine wirkungsvolle<br />

Farbgebung.<br />

FS.ART Showroom<br />

bis 30.06.<br />

www.fs-art.de<br />

D-Tübingen<br />

Kunstschätze. Vom<br />

Barock bis zur Gegenwart<br />

aus Niederösterreich<br />

Anhand von hochkarätigen<br />

musealen Arbeiten<br />

wird hier eine Reise<br />

durch 250 Jahre österreichische<br />

Kunstgeschichte<br />

geboten, die<br />

viele Überraschungen<br />

bereithält – und das<br />

vom Barock bis in die<br />

Gegenwart.<br />

Kunsthalle Tübingen<br />

bis 15.09.<br />

www.kunsthalle-tuebingen.de<br />

D-Tuttlingen<br />

Lotte Günther – Aura<br />

Das Spektrum dieser<br />

Ausstellung reicht von<br />

großformatigen Malereien<br />

über textile Installationen<br />

bis hin zu<br />

Plastiken aus Keramik<br />

und geknoteten Satinbändern.<br />

Das Spiel<br />

mit den Dimensionen<br />

steht hierbei im Vordergrund.<br />

Galerie der Stadt<br />

Tuttlingen<br />

© Markus C. Hurek<br />

bis 02.06.<br />

www.tuttlingen.de<br />

D-Tuttlingen<br />

Andrea Francolino –<br />

Diversität | Rozmanitost<br />

| Rôznorodosť |<br />

Sokféleség Diversitate<br />

| Pазнообразие |<br />

Pізноманітніст<br />

Im Zentrum dieser Präsentation<br />

steht der<br />

materielle Riss. Die eröffnende<br />

Performance<br />

und folgende Ausstellung<br />

verarbeiten die<br />

gesellschaftliche Trennung<br />

ethnischer Verschiedenheiten<br />

sowie<br />

den Kampf um Zusammengehörigkeit.<br />

Galerie der Stadt<br />

Tuttlingen<br />

08.06.-21.07. | Eröffnung<br />

07.06., 19 Uhr<br />

www.tuttlingen.de<br />

D-Überlingen<br />

Fryderyk Heinzel –<br />

Die Vermessung der<br />

Landschaft<br />

Fryderyk Heinzel begibt<br />

sich fast täglich<br />

auf Motivsuche in den<br />

Linzgau, ins Oberschwäbische<br />

oder ins<br />

Allgäu. Mit dem geschulten<br />

Auge des<br />

Künstlers zeigt er<br />

Strukturen in der Landschaft<br />

und verblüfft mit<br />

ungewohnten Blickwinkeln.<br />

Städtische Galerie<br />

Fähnle<br />

bis 14.07.<br />

www.galerie-fähnlefreunde.de<br />

D-Überlingen<br />

Alexander Winter –<br />

Treescapes<br />

Bäume, die im Mondlicht<br />

tanzen, solo und<br />

im Dialog miteinander<br />

stehen. Ihre Pracht in<br />

lebendigen, geheimnisvollen<br />

oder einsamen<br />

Landschaften entfalten.<br />

Im Laufe der<br />

Jahreszeiten gemacht,<br />

erzählen sie von Leben,<br />

Tod und Verwandlung.<br />

Galerie Collot d‘Herbois<br />

19.06.-30.08.<br />

www.mercurialis.org<br />

D-Überlingen<br />

Dschungelwelten<br />

Der international renommierte<br />

Naturfotograf<br />

Dr. Roland Hilgartner<br />

ist Wissenschaftler<br />

und Direktor des Affenberg<br />

Salem. Zum ersten<br />

Mal sind Hilgartners<br />

Fotografien aus<br />

den abgelegensten<br />

Tropengebieten der<br />

Erde nun in einer Ausstellung<br />

zu erleben.<br />

Städtische Galerie<br />

bis 20.10.<br />

www.gkue.de<br />

D-Wald/ LK Sigmaringen<br />

Stein<br />

Umfangreiche Ausstellung<br />

zeitgenössischer<br />

Steinskulptur von<br />

Kleinplastik bis hin zu<br />

Großskulpturen in der<br />

Landschaft. Romantische<br />

Ausstellungsräume<br />

und ein weitläufiges<br />

Gartengelände erwarten<br />

die Besucher.<br />

Galerie KunstKonvent<br />

bis 30.06.<br />

www.kunstkonvent.<br />

de<br />

D-Wangen<br />

Stefan Bircheneder –<br />

Schichtwechsel<br />

Stefan Bircheneder<br />

schafft raumgreifende<br />

Environments und<br />

dreidimensionale Objekte<br />

aus großformatigen<br />

Leinwand-Installationen.<br />

Mittels tradierter<br />

Technik verleiht er<br />

längst Überkommenem<br />

den Eindruck von<br />

heutigem Realem.<br />

Städtische Galerie in<br />

der Badstube<br />

bis 30.06.<br />

Städtische Galerie in<br />

der Badstube<br />

D-Wasserburg<br />

11. Mitgliederversammlung<br />

– Punkt<br />

Punkt. Komma,<br />

Strich -<br />

Hier werden zeitgenössische<br />

Malerei, Skulptur,<br />

Grafiken und Fotografie<br />

der Mitglieder<br />

des Kunstvereins Wasserburg<br />

ausgestellt.<br />

Kunstverein Wasserburg<br />

bis 23.06.<br />

www.ku-ba.org<br />

D-Wasserburg<br />

Marina Stoiber, Alexander<br />

Stark – Installation,<br />

Malerei,<br />

Skulptur<br />

Im Kunstverein Wasserburg<br />

wird zeitgenössische<br />

Kunst mit<br />

neuen Perspektive betrachtet<br />

und interdisziplinär<br />

in Relation zueinander<br />

gesetzt. So<br />

entstehen innovative<br />

Wirkungen und einzigartige<br />

Kombinationen.<br />

Kunstverein Wasserburg<br />

28.06.-14.07. | Vernissage<br />

28.06., 19.30<br />

Uhr<br />

www.ku-ba.org<br />

D-Weingarten<br />

Kees Tillema – Fotografie<br />

Kees Tillema gibt einen<br />

Rückblick auf die<br />

Zeit, als Fotografie<br />

noch analog war: Gezeigt<br />

werden Schwarz-<br />

Weiß-Fotos aus vier Arbeitsserien<br />

sowie Farbfotografie<br />

und Polaroid<br />

Image Transfers. Es<br />

sind poetische Bilder<br />

mit Motiven aus dem<br />

alltäglichen Leben.<br />

Galerie Weingarten<br />

bis 02.06.<br />

www.stadt-weingarten.de<br />

A-Bregenz<br />

Martin Walde<br />

Die meisten Arbeiten<br />

von Martin Walde entwickeln<br />

sich aus verschiedenen<br />

Phänomenen,<br />

Situationen,<br />

Momenten, die in die<br />

Muster unseres sozialen<br />

Lebens, der Gesellschaft<br />

– unserer Freuden<br />

und Ängste – eingeflochten<br />

sind.<br />

Künstlerhaus<br />

bis 23.06.<br />

www.kuenstlerhausbregenz.at<br />

CH-Appenzell<br />

Allianzen. Arp/Taeuber-Arp/Bill<br />

In Kooperation des<br />

Kunstmuseums Appenzell<br />

mit der Fondazione<br />

Marguerite<br />

Arp, Locarno entsteht<br />

eine Ausstellung, welche<br />

die Freundschaft<br />

und das Zusammenarbeiten<br />

von Hans Arp<br />

(1886-1966), Sophie<br />

Taeuber-Arp (1889-<br />

1943) und Max Bill<br />

(1908-1994) beleuchtet.<br />

Kunstmuseum Appenzell<br />

bis 06.10.<br />

www.kunstmusuemkunsthalle.ch<br />

CH-Arbon<br />

Edit Oderbolz –<br />

I Have No Roots in<br />

This Life<br />

Der Raum ist ein zentrales<br />

Thema in der<br />

künstlerischen Arbeit<br />

von Edit Oderbolz. Ihre<br />

konzeptuellen Werke<br />

umfassen vorwiegend<br />

Objekte, Raumzeichnungen<br />

und Installationen,<br />

die sie aus der<br />

unmittelbaren Umgebung<br />

ableitet.<br />

Kunsthalle<br />

09.06.-21.07. | Vernissage<br />

08.06., 17 Uhr<br />

www.kunsthallearbon.ch<br />

CH-Basel<br />

Nolan Oswald Dennis<br />

– a recurse 4 [3]<br />

worlds<br />

Ein monumentales<br />

diagrammartiges<br />

Kunstwerk, das<br />

sich über die gesamte<br />

Rückwand der Kunsthalle<br />

Basel erstreckt,<br />

mathematische<br />

Abstraktionen, afrikanische<br />

fraktale Geometrie<br />

und andere Darstellungsmodelle<br />

nutzend.<br />

Kunsthalle Basel<br />

bis 11.08.<br />

www.kunsthallebasel.ch


68 KULTUR | KUNST<br />

Anzeige<br />

FASZINATION<br />

AQUATINTA<br />

Ein ungewöhnlicher künstlerischer Dialog auf höchstem Niveau: Die<br />

Ausstellung „Vor, bei und nach Goya – Experimente auf Papier von<br />

1762 bis heute“ begeistert für den besonderen Reiz von Druckgrafik.<br />

Anhand der berühmten „Caprichos“ von Francisco de Goya und<br />

dessen Vorläufer Jean-Baptiste Le Prince werden die experimentellen<br />

Anfänge der Tiefdrucktechnik Aquatinta und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten<br />

vorgestellt. Um die Aktualität der Aquatinta vor Augen<br />

zu führen, präsentiert die Ausstellung mit Eckhard Froeschlin<br />

(*1953) und Karin Brosa (*1978) zwei wichtige Gegenwartsstimmen.<br />

Eckhard Froeschlin: Die Russen kommen, 1987 © VG Bild-Kunst, Bonn 2024<br />

bis 03.11.<br />

Museum Langenargen<br />

Marktplatz 20<br />

D-88085 Langenargen<br />

www.museum-langenargen.de<br />

CH-Frauenfeld<br />

„Ach, du Scheibe!“<br />

– Ein audiovisuelles<br />

Vergnügen zur Fensterkunst<br />

Zahlreiche Glasgemälde<br />

erzählen packende<br />

Geschichten über<br />

Frauen, die ihre Väter<br />

an die Leine nehmen,<br />

über Herrschaften,<br />

Reichtum und Burgherren.<br />

Schloss Frauenfeld<br />

immer Di.-So., 13-<br />

17 Uhr<br />

www.historischesmuseum.tg.ch<br />

CH-Rorschach<br />

José Carlos Viana<br />

Vianas Farbkompositionen<br />

entstehen zunächst<br />

als Croquis,<br />

die dann in größerem<br />

Format auf Papier<br />

oder Leinwand wiederholt<br />

werden. Kombinationen,<br />

Wiederholungen,<br />

Kopien, Reproduktionen<br />

und<br />

Collagen sind somit<br />

zen-trale Elemente seiner<br />

Kunst.<br />

Forum Würth<br />

13.06.-06.10. | Vernissage<br />

12.06., 18 Uhr<br />

www.wuerth-hausrorschach.ch<br />

CH-Rorschach<br />

Gunter Damisch –Teile<br />

vom Ganzen<br />

Das Werk des österreichischen<br />

Künstlers<br />

Gunter Damisch<br />

(1958‒2016) stellt einen<br />

eigenen, zwischen<br />

Skulptur, Grafik, Zeichnung<br />

und Malerei oszillierenden<br />

Kosmos dar.<br />

Die Teile einer Einheit<br />

sind mindestens genauso<br />

wichtig wie das<br />

Ganze selbst.<br />

Forum Würth<br />

bis 02.06.<br />

www.wuerth-hausrorschach.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Dorian Sari & Andrea<br />

Ehrat – Doppio V<br />

Die Ausstellung arbeitet<br />

mit klaren Gegensätzen:<br />

schwarz und<br />

weiß, innen und außen,<br />

lieblich und düster.<br />

Eine raumgreifende<br />

Gesamtkomposition<br />

mit Elementen<br />

aus Gips und Plastik,<br />

Skulptur und Fotografie<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

Schaffhausen<br />

17.06.-17.09. | Vernissage<br />

16.06., 18.30<br />

Uhr<br />

www.allerheiligen.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Reto Müller – Le Nombril<br />

du Monde<br />

Das künstlerische<br />

Werk von Reto Müller<br />

ist zunächst sehr<br />

physisch, plastisch<br />

und ortsbezogen. Er<br />

arbeitet mit Materialien<br />

wie Zinn, Glas, Blei<br />

und Gold. Sein Augenmerk<br />

liegt dabei auf<br />

Umformungsprozessen<br />

aller Art.<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

Schaffhausen<br />

bis 15.10.<br />

www.allerheiligen.ch<br />

CH-Schaffhausen<br />

Mittelalter am Bodensee<br />

Schaffhausen war im<br />

Mittelalter eine wichtige<br />

Stadt in der Region.<br />

Mit rund 150 Exponaten<br />

erzählt die<br />

Wanderausstellung<br />

von Handel und Handwerkskunst,<br />

von Schifffahrt<br />

und dem Alltag<br />

zwischen Alpen und<br />

Rheinfall.<br />

Museum zu Allerheiligen<br />

Schaffhausen<br />

bis 27.10.<br />

www.allerheiligen.ch<br />

CH-Steckborn<br />

Mit Systemen spielen<br />

Der Versuch, Dinge in<br />

ein Verhältnis zueinander<br />

zu setzen, um ein<br />

System zu erkennen,<br />

schafft Ordnungen,<br />

die ebenso hinterfragen<br />

wie sie etwas vorstellen<br />

und darstellen.<br />

Welche Rolle nimmt<br />

dabei der künstlerische<br />

Blick ein?<br />

Haus zur Glocke<br />

08.06.-06.07. | Vernissage<br />

08.06., 18 Uhr<br />

www.hauszurglocke.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Experimental Ecology<br />

Eine interaktive Ausstellung,<br />

die neue<br />

Ideen zum Thema<br />

Ökologie präsentiert.<br />

Fünf Teams aus den<br />

Bereichen Kunst und<br />

Wissenschaft setzen<br />

sich aus verschiedenen<br />

Blickwinkeln mit aktuellen<br />

ökologischen Fragen<br />

auseinander.<br />

Kunstmuseum St.<br />

Gallen<br />

bis 24.11.<br />

www.kunstmuseumsg.ch<br />

RE-DISCOVER<br />

CH-St. Gallen<br />

versammelt – Erwin<br />

Schatzmann, Hermann<br />

Reinfrank,<br />

Karsten Neumann,<br />

Matthias Kuk Krucker<br />

Im Mittelpunkt steht<br />

das Phänomen Sammeln.<br />

Wie gestaltet<br />

sich die Sammlertätigkeit<br />

bei Künstler*innen<br />

und was bedeutet sie<br />

für den künstlerischen<br />

Prozess? Vorgestellt<br />

werden Künstler, die<br />

Gesammeltes neu formulieren.<br />

Open Art Museum<br />

bis 04.08.<br />

www.openartmuseum.ch<br />

CH-Stockach<br />

Dalí<br />

Die Ausstellung gibt<br />

Einblicke in das gra-<br />

Farbe, Form, Konzept: Das Leben sowie das Werk von Veit von Seckendorff<br />

sind bis heute geprägt von einem unerschütterlichen<br />

Streben nach der Entdeckung und Erforschung der Konstruktiven<br />

und insbesondere der Konkreten Kunst. Seine Werke – darunter<br />

Leinwandgemälde, Zeichnungen, Papiercollagen, Siebdrucke,<br />

Wandobjekte und Skulpturen – zeichnen sich durch klare Linienführung,<br />

die harmonische Verwendung ausgewählter Farben<br />

und stets präziser Komposition aus, die visuelle Eleganz und<br />

Abstraktion vermitteln. Die Einzelausstellung „RE-DISCOVER“<br />

zeigt Veit von Seckendorffs Reise zur Entdeckung der Konstruktiven<br />

Kunst in all ihrer visuellen Intensität und Anziehungskraft.<br />

bis 28.06.<br />

Galerie Lachenmann Art<br />

Brauneggerstraße 60<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.lachenmann-art.com


fische Werk von Salvador<br />

Dalí und seine<br />

ganz persönliche Art,<br />

seine Kunst zu leben.<br />

Grundlage bildet, wie<br />

in vergangenen Ausstellungen,<br />

der Bildschatz<br />

der einmaligen<br />

Sammlung Wagner.<br />

Stadtmuseum<br />

bis 17.11.<br />

www.stadtmuseumstockach.de<br />

CH-Warth<br />

Jeder kann nicht machen<br />

was er will<br />

Das Schaffen von Hans<br />

Krüsi wird nach über<br />

zwei Jahrzehnten wieder<br />

in ganzer Breite<br />

präsentiert. Der Autodidakt<br />

entsprach keinerlei<br />

Konventionen<br />

und fasziniert noch<br />

heute.<br />

Kunstmuseum Thurgau<br />

bis 09.06.<br />

www.kunstmuseum.<br />

tg.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Silvia Bächli –<br />

Dass eins zum anderen<br />

wurde. Welches<br />

welches ist?<br />

Durch alltägliche<br />

Wahrnehmung eignet<br />

sich die Künstlerin die<br />

Dinge an, um ihnen<br />

zugleich autonome<br />

zeichnerische Form zu<br />

verleihen. Es wird ein<br />

umfassender Überblick<br />

auf das zeichnerische<br />

Œuvre Silvia Bächlis<br />

gegeben.<br />

Kunstmuseum Winterthur<br />

| Beim Stadthaus<br />

bis 18.08.<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Low Land, New<br />

Heights –<br />

Holländische Landschaftsmalerei<br />

aus<br />

der Sammlung<br />

Die Niederlande galten<br />

im 17. Jahrhundert<br />

als Hochburg der<br />

Landschaftsmalerei.<br />

Der Rundgang der Ausstellung<br />

macht das bedeutende<br />

Ensemble<br />

niederländischer Kunst<br />

in einem neuen Umfeld<br />

und Kontext zugänglich.<br />

Kunstmuseum Winterthur<br />

| Beim Stadthaus<br />

22.06.-22.09.<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Bienvenue!<br />

Mit Bienvenue! feiert<br />

das Kunst Museum<br />

Winterthur im Frühjahr<br />

2024 den lang ersehnten<br />

Wiedereinzug der<br />

einzigartigen Sammlung<br />

von Hedy und Arthur<br />

Hahnloser in die<br />

Villa Flora. Meisterwerke<br />

von Cézanne, van<br />

Gogh und Manet sind<br />

zu sehen.<br />

Villa Flora<br />

bis 05.01.25<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Painted Love –<br />

Porträtminiaturen als<br />

Liebespfand<br />

Diese besondere Bildgattung<br />

verdeutlicht<br />

Intimität und die Fülle<br />

von möglichen Liebesbotschaften.<br />

In dieser<br />

Ausstellung wird<br />

der Fokus auf die Porträtminiatur<br />

als reiche<br />

Schatulle intimster<br />

Gefühle gelegt.<br />

Kunstmuseum Lindengut<br />

01.06.-17.11.<br />

www.kmw.ch<br />

CH-Winterthur<br />

Von Größe und Grazie<br />

– Maillol und Sintenis<br />

Die Ausstellung stellt<br />

Plastiken, Drucke und<br />

Zeichnungen zweier<br />

prägender Kunstschaffender<br />

zu Beginn des<br />

20. Jahrhunderts einander<br />

gegenüber. Gemeinsamkeiten<br />

und<br />

Unterschiede können<br />

in dieser Form erstmals<br />

beobachtet werden.<br />

Am Römerholz<br />

bis 15.09.<br />

www.roemerholz.ch<br />

Di-Fr 10-18 Uhr; Sa, So & Feiertag 10-17 Uhr; Mo geschlossen . www.rosgartenmuseum.de<br />

KULTUR | KUNST<br />

Wir<br />

schaffen<br />

was!<br />

Arbeitswelten in der<br />

Kunst am Bodensee<br />

18. Mai 2024<br />

–05. Januar 2025<br />

69<br />

© Jörg Rudolph Courtesy of Lachenmann Art<br />

Veit von<br />

Seckendorff<br />

Geviert (Aufl.<br />

60Ed.) 1967<br />

4-farbige<br />

Serigraphie<br />

825x575cm<br />

Kunstmesse<br />

Konstanz<br />

arte-kunstmessen.de/konstanz<br />

12.-14. Juli 2024<br />

Bodenseeforum<br />

Fr 17-21 Uhr | Sa 11-20 Uhr | So 11-18 Uhr


7 0<br />

KULTUR | KUNST<br />

© Martin Argyroglo © der Künstler und Hollybush Gardens, London.<br />

FACHZUSTAND<br />

Reto Pulfer (*1981 in Bern/CH) verwandelt Architekturen. Mittels<br />

selbstgenähter Zelte, überdimensionaler Stoffbahnen, umgenutzter<br />

Bettlaken und gefärbten Leintüchern dichtet der in Arlesheim<br />

bei Basel aufgewachsene Künstler bestehende Räume in transluzide<br />

Welten um. Für seine Einzelausstellung „Fachzustand“ wird ein<br />

langgezogener, halbtransparenter Korridor aus wiederverwerteten<br />

Stoffen die Räume im Erdgeschoss des 120 Jahre alten Lagerhauses<br />

umdeuten. Im Zusammenspiel mit bereits bestehenden Werken, Stickereien<br />

und einer neuen Webarbeit nimmt Reto Pulfer so auf die<br />

jahrhundertealte Textiltradition der Stadt St.Gallen Bezug.<br />

bis 18.08.<br />

Kunsthalle St.Gallen<br />

Davidstrasse 40<br />

CH-St.Gallen<br />

www.kunsthallesanktgallen.ch<br />

Reto Pulfer, ZR Die Vertretung des Erschöpften (Seidenzelt), 2011.<br />

CH-Zürich<br />

Born Digital. Videokunst<br />

im neuen Millenium<br />

Inhaltlich fokussiert<br />

die Werkauswahl der<br />

Ausstellung auf die Aspekte<br />

des digitalen<br />

Wandels.<br />

Dank unterschiedlicher<br />

Präsentationsformate<br />

kommen sowohl<br />

kunstsinnige<br />

wie auch technikaffine<br />

Menschen auf ihre<br />

Kosten.<br />

Kunsthaus Zürich<br />

07.06.-29.09.<br />

www.kunsthaus.ch<br />

CH-Zürich<br />

Kiki Kogelnik – Retrospektive<br />

Kogelnik arbeitete zuerst<br />

als expressionistische<br />

Malerin und entwickelte<br />

sich zu einer<br />

flamboyanten Vertreterin<br />

der Pop Art. Sie<br />

experimentierte mit<br />

Techniken der Collage<br />

und mit Airbrush,<br />

mit neuen Materialien<br />

wie Vinyl genauso wie<br />

mit dem traditionellen<br />

Werkstoff Keramik.<br />

Kunsthaus Zürich<br />

bis 14.07.<br />

www.kunsthaus.ch<br />

CH-Zürich<br />

Eine Zukunft für<br />

die Vergangenheit.<br />

Sammlung Bührle:<br />

Kunst, Kontext, Krieg<br />

und Konflikt.<br />

Bei der Konzeption<br />

der neuen Ausstellung<br />

steht nicht nur der historische<br />

Kontext der<br />

Sammlung Emil Bührle<br />

im Zentrum, sondern<br />

ein differenzierter<br />

Umgang mit ihr in<br />

der unmittelbaren Gegenwart.<br />

Kunsthaus Zürich<br />

bis Ende 2024<br />

www.kunsthaus.ch<br />

CH-Zurich<br />

Apropos Hodler –<br />

Aktuelle Blicke auf<br />

eine Ikone<br />

Die Ausstellung relativiert<br />

die althergebrachten<br />

Festschreibungen<br />

zu Hodlers<br />

Werk und ruckt sein<br />

kulturelles und politisches<br />

Wirken in ein aktuelles<br />

Licht, um die<br />

Vielschichtigkeit seiner<br />

Kunst ins Bewusstsein<br />

zu rufen.<br />

Kunsthaus Zurich<br />

bis 30.06.<br />

www.kunsthaus.ch<br />

CH-Zürich<br />

Oliviero Toscani – Fotografie<br />

und Provokation<br />

Seine Bilder erregen<br />

Aufsehen, erschüttern<br />

und empören: Oliviero<br />

Toscani hat als Fotograf,<br />

Creative Director<br />

und Bildredaktor Geschichte<br />

geschrieben.<br />

Das Museum zeigt eine<br />

umfassende Retrospektive<br />

des Künstlers.<br />

Museum für Gestaltung<br />

bis 15.09.<br />

www.museum-gestaltung.ch<br />

Tipps<br />

Natur im Blick<br />

Individuelle Blickwinkel und beeindruckende<br />

Aussichten präsentiert<br />

die Gesellschaft der Kunstfreunde<br />

Überlingen e.V. in ihrer<br />

Sommerausstellung „Landschaften<br />

am Bodensee“. Bis zum 21.07.<br />

lässt sich im Gallerturm die Natur<br />

in all ihren bunten Facetten erleben.<br />

Künstler*innen verarbeiten,<br />

durch ihre kreative Linse blickend,<br />

ihre subjektiven Eindrücke von der<br />

Region. Sie halten in atmosphärisch<br />

schöpferischer Art und Weise<br />

Augenblicke der Naturfaszination<br />

fest und laden die Betrachtenden<br />

auf einen Spaziergang entlang des<br />

Bodenseeufers ein. (aw)<br />

Künstler: Josef Zörner-Kampia<br />

bis 21.07.<br />

Gallerturm<br />

Zum Gallerturm 17<br />

D-88662 Überlingen<br />

So. 11–17 Uhr<br />

www.gkue.de<br />

© zVg Gesellschaft der Kunstfreunde<br />

Überlingen e.V.<br />

Ikonische Natur<br />

Das Reformationsjahr wird 2024<br />

in Stein am Rhein im Zuge der<br />

Schweizer Kooperation „1524 –<br />

Stürmische Zeiten“ gebührend<br />

zelebriert. Der Künstler Kris Martin<br />

präsentiert bis zum 31. Oktober<br />

seine Konzeptinstallation „Altar“<br />

im Kulturhaus Obere Stube.<br />

Seine Interpretation des Genter Altars<br />

der Brüder van Eyck liefert das<br />

Sujet der Ausstellung. Der Künstler<br />

reduziert diesen auf seine reinen<br />

Konturen. So wird eine Transparenz<br />

kreiert, die auf die dahinterliegende<br />

Landschaft blicken lässt<br />

und auf die Relationen zwischen<br />

künstlerischem Abbild, Natur und<br />

Religion verweist. (aw)<br />

Kris Martin, Altar, 2014, Courtesy of<br />

the artist and Guy Pieters Gallery<br />

bis 31.10.<br />

Kulturhaus Obere Stube<br />

Oberstadt 7<br />

CH-8260 Stein am Rhein<br />

www.kulturhaus-oberestube.ch


KULTUR | KUNST<br />

71<br />

CH-Zürich<br />

Collection Insights –<br />

7 Perspektiven<br />

Welche neuen Objekte<br />

nimmt das Museum in<br />

seine Sammlung auf?<br />

Warum erforscht es die<br />

Herkunft der alten Bestände?<br />

Erstmals werden<br />

zahlreiche Sichtweisen<br />

auf die eigene<br />

Sammlung ins Zentrum<br />

der Ausstellung<br />

gestellt.<br />

Museum für Gestaltung<br />

bis 01.12.<br />

www.museum-gestaltung.ch<br />

CH-Zürich<br />

Das Weltgeschehen<br />

im Fokus – Swiss<br />

Press Photo 2024 |<br />

World Press Photo<br />

2024<br />

Das Landesmuseum<br />

zeigt in den Ausstellungen<br />

World Press Photo<br />

2024 und Swiss Press<br />

Photo 24 die besten<br />

Pressefotografien der<br />

Welt und der Schweiz<br />

und blickt auch auf<br />

das Geschehen hinter<br />

den Schlagzeilen.<br />

Landesmuseum Zürich<br />

bis 30.06.| bis 09.06.<br />

www.landesmuseum.ch<br />

FL-Vaduz<br />

Bethan Huws – Artist‘<br />

s Choice<br />

Die walisische Kunstlerin<br />

Bethan Huws ist ein<br />

Multi-Media-Talent. Sie<br />

experimentiert in ihrer<br />

Kunst zwischen den Dimensionen<br />

von Raum,<br />

Identitat und Sprache.<br />

Readymade-Elemente,<br />

Text und Parodie kennzeichnen<br />

ihr Werk.<br />

Kunstmuseum Liechtenstein<br />

bis 01.09.<br />

www.kunstmuseum.li<br />

FL-Vaduz<br />

Barry Le Va – In a<br />

State of Flux<br />

Er gilt als Erneuerer der<br />

Skulptur in der Kunst<br />

nach 1960. In seinem<br />

multidisziplinären<br />

Werk, das in<br />

seinen Anfängen der<br />

Prozesskunst bzw.<br />

dem Postminimalismus<br />

zugerechnet<br />

wird, erweiterte er den<br />

Skulpturbegriff durch<br />

mehrdimensionale Offenheit.<br />

Kunstmuseum Liechtenstein<br />

bis 29.09.<br />

www.kunstmuseum.li<br />

FL-Vaduz<br />

Die ganze Palette.<br />

Werke aus der Hilti<br />

Art Foundation<br />

Gezeigt werden die<br />

schönsten Werke der<br />

Malerei, erstklassige<br />

Neuerwerbungen und<br />

neue Werke der Collage,<br />

der Plastik, der Fotografie<br />

und der Grafik.<br />

Eine überraschende<br />

Vielfalt an Gattungen<br />

und Stilen, an Motiven,<br />

Materialien und<br />

Farben.<br />

Kunstmuseum Liechtenstein<br />

bis 27.10.<br />

www.kunstmuseum.li<br />

SONSTIGES<br />

D-Friedrichshafen<br />

Kordula Schillig –<br />

Bilder aus der Stille –<br />

Malerei der Zuversicht<br />

Die Ausstellung zeigt<br />

die aktuellen Arbeiten<br />

der Malerin aus den<br />

letzten Jahren: Bilder<br />

in unterschiedlichen<br />

Formaten, mit Acrylfarbe<br />

auf Leinwand gemalt,<br />

lebendige und<br />

kräftige, meist abstrakte<br />

Farbräume.<br />

Kunsthaus Caserne<br />

ab 19.04.<br />

www.kulturhaus-caserne.de<br />

D-Konstanz<br />

Eckhard Besuden –<br />

Antideterministische<br />

Malerei<br />

Nach Eckhard Besuden<br />

soll Antideterminismus<br />

dazu fuhren, dass sich<br />

der Betrachter nur auf<br />

die reine Kraft der Malerei<br />

konzentrieren<br />

kann. Der Rezeptionsakt<br />

steht im Vordergrund.<br />

Sozialgericht<br />

bis <strong>Juni</strong><br />

www.eckhard-besuden.de<br />

D-Konstanz<br />

Das Auge horcht, das<br />

Auge spricht<br />

In einer Zeit, in der wir<br />

von einer Flut von<br />

Bildern umgeben sind,<br />

entstand dieses künstlerische<br />

Projekt der<br />

Gruppe Blaue Ampel<br />

als Versuch, eine<br />

tiefere Kommunikation<br />

zu ermöglichen. Sie<br />

nutzen Bilder als Sprache<br />

und initiieren Dialoge<br />

zwischen Menschen.<br />

Kulturzentrum am<br />

Münster | Gewölbekeller<br />

bis 07.07.<br />

www.konstanz.de<br />

D-Konstanz<br />

Jaro Heim<br />

Die einzigartigen Bilder<br />

der Künstlerin Jaro<br />

Heim sind in einer<br />

Dauerausstellung im<br />

MVZ PI zu sehen.<br />

MVZ PI<br />

Dauerausstellung<br />

www.clinic-pi.de<br />

D-Konstanz | Insel<br />

Mainau<br />

Blütenreiche Fotokunst<br />

Der bekannte und<br />

vielfach ausgezeichnete<br />

Fotodesigner<br />

Josh Westrich hat mit<br />

den Blüten unter anderem<br />

von Bartiris<br />

und Sumpfschwertlilie<br />

künstlerisch anspruchsvolle<br />

Fotokunstwerke<br />

geschaffen.<br />

Schloss Mainau<br />

bis 29.09.<br />

www.mainau.de<br />

KUNSTRAUM<br />

Die Künstlerin Katja Schenker arbeitet mehrheitlich mit Performances, Skulptur und<br />

Zeichnung. In ihrer Ausstellung „Die Augen der Hand“ öffnet sie den Blick vom Kunstraum<br />

Kreuzlingen in den Außenraum und nutzt dabei ihr eignes Werk als Rohmaterial.<br />

Ihre Arbeitsweise hat in vielerlei Hinsicht Parallelen zu geologischen Prozessen,<br />

welche überlicherweise nicht mit der Zeitlichkeit des menschlichen Lebens oder Körpers<br />

zu vereinen wären. „Die Augen der Hand“ laden dazu ein, dem vielschichtigen<br />

Werk von Katja Schenker im Kunstraum Kreuzlingen & Tiefparterre und bei einem<br />

Spaziergang durch den Stadtraum sowie anlässlich von zwei Carfahrten zu begegnen.<br />

bis 01.09. | 01.06. + 31.08., Spaziergang mit Katja Schenker<br />

Kunstraum Kreuzlingen<br />

Bodanstrasse 7a<br />

CH-8280 Kreuzlingen<br />

www.kunstraum-kreuzlingen.ch<br />

D-Ravensburg<br />

Sador Weinsčlucker –<br />

ein tag gut<br />

Anstatt nur projektbezogen<br />

zu arbeiten, ist<br />

Sador Weinsčlucker<br />

ein Maler, der stets<br />

konsequent in mehrjährigen<br />

thematischen<br />

Serien denkt und arbeitet.<br />

Für diese Ausstellung<br />

stellt er erstmalig<br />

zwei aktuelle<br />

Werkgruppen in Form<br />

eines expliziten Dialogs<br />

aus.<br />

Kreissparkasse Ravensburg<br />

13.06.-02.08. | Vernissage<br />

13.06., 19 Uhr<br />

www.ksk-rv.art<br />

CH-Stein am Rhein<br />

Kris Martin – Altar<br />

& Museum Kloster<br />

Sankt Georgen – Im<br />

Strudel der Reformation<br />

Die temporäre Kunstinstallation<br />

mit dem Titel<br />

„Altar“ des belgischen<br />

Konzeptkünstlers Kris<br />

Martin macht zum Reformationsjahr<br />

2024 in<br />

Stein am Rhein Station.<br />

Symbolträchtig bildet<br />

Martin die Umrisse<br />

des berühmten Genter<br />

Altars der Gebrüder<br />

van Eyck in Originaldimensionen<br />

nach.<br />

Stadtwiese neben der<br />

Espibadi<br />

bis 31.10.<br />

www.kulturhausoberestube.ch<br />

© Max-Otto Kraus


72 KULTUR | LIVE<br />

Beginner auf der Main Stage<br />

in Schaffhausen<br />

© Julius Hatt für Stars in<br />

Town AG<br />

FESTIVALFIEBER<br />

Rund um den See und im Hinterland locken groovige Sommernächte mit heißen<br />

Beats den ganzen Sommer über auf spektakuläre Konzerte unter freiem Himmel.<br />

Am Start sind namhafte Live-Acts, aber auch einige Neueinsteiger*innen. Von<br />

Rock, Pop, Schlager, Hip-Hop, Funk, Jazz, Klassik, Folk, Indie-Mucke bis hin zu<br />

Balladen ist alles dabei. Hier ein Überblick über die besten Festivals.<br />

VON STEFANIE GÖTTLICH<br />

JUNI BIS SEPTEMBER<br />

FESTIVALS VON<br />

Sarah Connor rockt die<br />

Bühne beim Pinot and Rock<br />

© Paul Huettemann<br />

Sommer fühlen mit Alvaro Soler ist<br />

nicht nur in Friedrichshafen möglich<br />

© Oxigeno28 zvG provinztour<br />

JUNI<br />

Ulmer Zelt Festival | 22.05.–06.07. | Ulm | www.ulmerzelt.de<br />

ANTE Konzertreihe | 28.05.–01.06. | Winterthur | www.antekonzerte.ch<br />

Seefestival | 30.05.–01.06. | Radolfzell | www.seefestival-radolfzell.de<br />

PULS Open Air | 06.–08.06. | Schloss Kaltenberg in Geltendorf | www.pulsopenair.de<br />

Meersburg Open Air | 06. + 08. + 09.06. | Meersburg | www.meersburg.de<br />

Markdorf Open Air | 12.–15.06. | Markdorf | www.markdorfopenair.de<br />

Open Park | 13.–15.06. + 25.06.–06.07. | Zürich | www.theater-rigiblick.ch<br />

B-Sides | 13.–15.06. | Sonnenberg | www.home.b-sides.ch<br />

Rock am Weiher | 14.–15.06. | Wil SG | www.rockamweier.ch<br />

Folk im Allgäu | 14.–15.06. | Uttenhofen/Leutkirch | www.folk-im-allgaeu.de<br />

Krach am Bach | 14.–15.06. | Tägerwilen | www.krachambach.ch<br />

Basilika Beats Festival | 15.06. | Weingarten | www.stadt-weingarten.de<br />

Conrad Sohm Kultursommer | 17.06.–23.08. | Dornbirn | www.conradsohm.com<br />

Aaargh Festival | 20.–22.06. | Uttenhofen/Leutkirch | www.aaarghfestival.de<br />

Summer Sessions | 20. – 22.06.| Hard | www.kammgarn.at<br />

Bison Folk Fest | 21.06. | Hofgut Bodenwald/Bodman | www.bison-folk-fest.de<br />

Southside Festival | 21.–23.06. | Neuhausen ob Eck | www.southside.de<br />

Early Bird Open Air | 22.06. | Insel Reichenau | www.openairreichenau.com<br />

Parknacht Festival | 22.06. | Lindenberg | www.lindenberg.de<br />

Open Air St. Gallen | 27.–30.06. | St. Gallen| www.openairsg.ch<br />

Konstanzer Chorfestival | 27.–30.06. | Konstanz | www.chorfestival-konstanz.de<br />

Woodstockenweiler | 29.06. | Stockenweiler | www.woodstockenweiler.rocks<br />

JULI<br />

Kulturfestival | 02.–20.07. | St.Gallen | www.openairsg.ch<br />

Poolbar Festival | 04.07.–11.08. | Feldkirch | www.poolbar.at<br />

Pinot and Rock | 04.–07.07. | Breisach am Rhein | www.pinotandrock.com<br />

Stimmen-Festival | 04.07.–04.08. | Lörrach | www.stimmen.com<br />

Rock & Blues Nights Gossau | 05.–06.07. | Gossau SG | www.blues-night.ch<br />

Honberg Sommer | 05.–21.07. | Tuttlingen | www.tuttlinger-hallen.de<br />

Sommerkonzerte | 07.07.–08.07. | Konstanz | www.kokon-entertainment.de<br />

Sound Beach Festival | 10.–13.07. | Überlingen | www.sound-beach.de<br />

Openair Frauenfeld | 11.–13.07. | Frauenfeld | www.openair-frauenfeld.ch<br />

Konstanzer Sommerkonzerte | 11.–13.07. | Konstanz | www.sommerkonzerte.com<br />

Sommersound Schopfheim | 11.–13.07. | Schopfheim | www.sommersound-schopfheim.de<br />

WET Festival | 13.07. | Gärtringen | www.wet-openair.de<br />

Erlenhof Open Air | 13.07. | Stockach-Wahlwies | www.erlenhof-openair.de<br />

Bruckfelden Open Air | 13.07. | Bruckfelden | www.bruckfelden-openair.de<br />

Kleines Palmenhausfestival | 15./16.07. + 18./19.07. | Konstanz | www.palmenhaus-konstanz.de<br />

Zelt-Musik-Festival Freiburg | 17.07.–04.08. | Freiburg | www.zmf.de<br />

Marktplatz Open Air | 18.–20.07. | Balingen | www.eventim.de<br />

Ferienzauber Rottweil | 18.07.–11.08. | Rottweil | www.ferienzauber.de<br />

Schloss Salem Open Airs | 18. + 23.07., 01. + 03.08. | Schloss Salem | www.schloss-salem-open-airs.de


KULTUR | LIVE<br />

7 3<br />

Summer Sound | 19.–20.07. | Bad Hindelang | www.badhindelang.de<br />

FN:Pop | 19.–20.07. + 09.08. | Friedrichshafen | www.vaddi-concerts.de<br />

bigBox Allgäu Open Air | 20.07. | Kempten | www.bigboxallgaeu.de<br />

Hohentwiel-Festival | 21.–27.07. | Singen | www.hohentwielfestival.de<br />

Schlossgarten Open Air | 24.–28.07. | Tettnang | www.veranstaltung-baden-wuerttemberg.de<br />

Einhaldenfestival | 25.–28.07. | Geratsreute | www.einhaldenfestival.de<br />

Summerty-Festival | 26.–27.07. | Seepark Pfullendorf |www.summerty-festival.de<br />

Schlichtenfest | 26.–27.07. | Guggenberg bei Ottobeuren | www.schlichtenfest.de<br />

Woodstoig | 26.–27.07. | Riedhausen | www.woodstoig.de<br />

Kulturufer | 26.07.–04.08. | Friedrichshafen | www.kulturufer.de<br />

Mainau Musical Night | 31.07–04.08. | Insel Mainau | www.mainau-musicalnights.de<br />

Kultursommer Konstanz | Juli/ August | Konstanz | www.kultursommerkonstanz.de<br />

AUGUST<br />

Szene Open Air | 01.–03.08. | Lustenau | www.szeneopenair.at<br />

Strandfestwochen | 02.–30.08. | Rorschach | www.strandfestwochen.ch<br />

Altheimer Open Air | 02.08. | Altheim | www.altheimer-open-air.de<br />

Sommernachtsfest Romanshorn | 02./03.08. | www.sommernachtsfest-romanshorn.ch<br />

Stars in Town| 02.–10.08. | Schaffhausen | www.starsintown.ch<br />

Winterthurer Musikfestwochen | 07.–18.08. | Winterthur | www.musikfestwochen.ch<br />

Stadtgartenfest/Seenachtsfest | 07.–10.08. | Konstanz | www.konstanz-tourismus.de<br />

Höri-Musiktage | 08.–18.08. | Öhningen | www.hoeri-musiktage.de<br />

Bezau Beats | 08.–11.08. | Bezau | www.bezaubeatz.at<br />

Das Große Treffen | 09.–11.08. | Aach | www.dgt.events<br />

Fantastical | 09.–11.08. | Kreuzlingen | www.fantastical.ch<br />

kultling am See | 09.–10.08. | Kreuzlingen/ Seeurgpark | www.kultling.ch<br />

Brass on Stage | 10.08. | Hergiswil | www.brassonstage.ch<br />

Street Parade | 10.08.| Zürich | www.streetparade.com<br />

Summer Breeze | 14.–17.08. | Dinkelsbühl | www.summer-breeze.de<br />

Open Air im Klosterhof | 14.–18.08. | Ulm-Wiblingen | www.provinztour.de<br />

Milchwerk-Musik-Festival | 15.–18.08. + 9.11. + 06.12. | Radolfzell | www.milchwerk-radolfzell.de<br />

Obstwiesenfestival | 15.–17.08. | Dornstadt bei Ulm | www.obstwiesenfestival.de<br />

Eine Liebe Festival | 22.–25.08. | Krauchenwies | www.eineliebe.de<br />

Zürich Open Air | 23.–24.08. + 30.–31.08. | Zürich | www.zurichopenair.ch<br />

Allgäus Finest Festival | 23.–24.08. | Karsee bei Wangen | www.allgaeusfinest.de<br />

Kammermusik Bodensee | 23.–25.08. | Ermatingen, Lilienberg | www.kammermusikbodensee.com<br />

JazzMeile Kreuzlingen | 24.–25.08. | www.jazzmeile.ch<br />

Wasser mit Geschmack Festival | 24.08. | Heubach | wmgfestival.de<br />

FAB-Festival | 28.–31.08. | Kulturhaus Caserne Friedrichshafen | www.kulturhaus-caserne.de<br />

Metalacker | 30.–31.08. | Tennebronn | www.metalacker.de<br />

SummerDays Festival | 30.–31.08. | Arbon | www.summerdays.ch<br />

h2o Festival | 30.–31.08. | Insel Reichenau | www.h2o-festival.de<br />

Graben Park | 30.–31.08. | Stadtpark St. Gallen | www.grabenhalle.ch<br />

Regionalwerk Bodensee Flieger Open Air | 31.08. | Tettnang | www.rw-bodensee.de<br />

Bergstadtsommer | 31.08.–07.09. | St. Georgen | www.bergstadtsommer.de<br />

SEPTEMBER<br />

Klang Moor Schopfe Festival | 04.–14.09. | Gais bei St. Gallen | www.klangmoorschopfe.ch<br />

Free Flow Festival | 06.–07.09. | Biberach | www.freeflowevents.de<br />

Irish Openair Toggenburg | 06.–07.09. | Riethbad/Ennetbühl SG | www.irish-openair.ch<br />

Umsonst und Draußen Weingarten | 13.–14.09. | Weingarten | www.umsonstunddraussen.org<br />

GuteZeit-Festival | 20.–21.09. | Konstanz | www.gutezeit-festival.de<br />

Heroes Festival | 06.–07.09. | Freiburg | www.heroes-festival.com<br />

Free Flow Festival | 06.–07.09. | Gigelberg Biberach | www.freeflowevents.de<br />

Nico Santos kommt nach Markdorf<br />

© lukaandsimon<br />

Italo-Legende Umberto Tozzi erleben<br />

auf seiner Gloria Forever IL Tour in Ulm/<br />

Wiblingen © zVg provinztour<br />

DER FESTIVALKALENDER FÜR DIE <strong>BO</strong>DENSEEREGION<br />

Wer sich einen Überblick über alle Festivals rund um den See verschaffen will, findet im größten<br />

Festivalkalender der Region unter www.<strong>akzent</strong>-magazin.com alle Termine, immer aktuell. Mit<br />

nur einem Klick geht es zu den jeweiligen Line-ups.


74 KULTUR | LIVE<br />

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© Felix Broede<br />

© Zuzanna Specjal<br />

© Marco Borggreve<br />

Herbert Schuch<br />

Ioana Cristina Goicea<br />

Alexey Stadler<br />

MUSIK FÜR ALLE SINNE<br />

Kammermusik und Orchesterwerke, Romantik und Moderne, Jazz und Soul – das<br />

Konstanzer Musikfestival präsentiert vom 10. bis 19. Juli hochkarätige Konzerte. Partner der<br />

Orchesterkonzerte sind die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz und das Südwestdeutsche<br />

Kammerorchester Pforzheim.<br />

Klassik und Jazz, Romantik und Soul – in<br />

sechs Konzerten vom 10. bis 19 Juli präsentiert<br />

das Konstanzer Musikfestival Musik, die<br />

bewegt und berührt. Im Festsaal des Konstanzer<br />

Inselhotels sind unter anderem Orchesterwerke<br />

von Mozart, Tschaikowski und Vasks zu<br />

hören, erlesene Kammermusik von Beethoven,<br />

Brahms und Janáček sowie Jazz und Soul.<br />

Herbert Schuch, der im gleichen Jahr den Casagrande-Wettbewerb,<br />

die London International<br />

Piano Competition und den Internationalen<br />

Beethovenwettbewerb Wien gewann, eröffnet<br />

das Festival mit einem Klavierabend.<br />

Mit dem KlaVierHändeKonzert für Klavier zu<br />

vier Händen und Orchester des Schweizers<br />

Frédéric Bolli steht im ersten Orchesterkonzert<br />

eine Uraufführung auf dem Programm.<br />

Im Zentrum des Werks steht die „Elegie für Elke“,<br />

die früh starb, deren Lebensfreude aber<br />

bis in diese Komposition hineinleuchtet. Den<br />

Klavierpart übernehmen Herbert Schuch und<br />

Gülru Ensari, die mit sechs Jahren das Klavierstudium<br />

am Konservatorium Istanbul begann<br />

und heute weltweit Konzerte gibt. Partner ist<br />

die Südwestdeutsche Philharmonie Konstanz.<br />

Sie begleitet zudem Alexey Stadler, Professor<br />

für Violoncello in Hamburg, bei Schostakowitschs<br />

ersten Cellokonzert und Ioana Cristina<br />

Goicea, Professorin für Violine in Wien, bei<br />

Tschaikowskis Violinkonzert. Der als Gründer,<br />

Texter und Sänger des Downtempo-Jazzensembles<br />

„De Phazz“ bekannte Karl Frierson<br />

gibt mit dem Pianisten, Komponisten und Festivalleiter<br />

Peter Vogel „Soul at it‘s best“. Im Orchesterkonzert<br />

mit dem Südwestdeutschen<br />

Kammerorchester Pforzheim umrahmen Mozarts<br />

viertes Violinkonzert und das Klavierkonzert<br />

„Jeunehomme“ das zweite Cellokon-<br />

Peter Vogel und Karl Frierson<br />

zert von Pēteris Vasks. Zum Abschluss bringen<br />

Peter Vogel & Band Jazz-Standards und eigene<br />

Songs auf die Bühne.<br />

10.–19.7.<br />

Festsaal des Steigenberger Inselhotels<br />

Auf der Insel 1<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.konstanzer-musikfestival.de<br />

www.birdmusic.de<br />

© Corinna Raupach


KULTUR | LIVE<br />

75<br />

© Dovile Sermokas<br />

UMSONST & DRAUSSEN<br />

Allensbach Hat’s: Auf der KULTUR-am-SEE-Bühne im Seegarten finden<br />

von <strong>Juni</strong> bis September unter dem Motto „umsonst & draußen“ insgesamt<br />

14 mitreißende Events statt. Los geht es am 4. <strong>Juni</strong> mit einem preisgekrönten<br />

Doppelkonzert. Der Liedermacher, Kabarettist und Preisträger<br />

Sven Garrecht singt, spielt und dichtet sich in seinem Programm<br />

„Wenn nicht jetzt, wo sonst?“ entlang der großen und kleinen Fragen<br />

unserer Zeit. Am selben Abend treten zudem Mackefisch mit ihrem<br />

Mix aus Harmoniegesang und rasanter Wortakrobatik auf. Das mehrfach<br />

ausgezeichnete Zwei-Personen-Orchester nimmt die Gefühlslage<br />

der Gesellschaft ins Visier und nutzt dabei verschiedene Instrumente<br />

– vom Piano über das Banjo und die Gitarre bis hin zum Gameboy und<br />

zu selbstgebauten Upcycling-Trommeln. Die beiden weiteren Konzerte<br />

im <strong>Juni</strong> finden unter dem Motto „Young & Next“ statt. Mit ihrem Ukrainian<br />

Folk Jazz bietet das junge multikulturelle Berliner Quartett Leléka<br />

um die ukrainische Sängerin Viktoria am 13. <strong>Juni</strong> einen Mix aus ukrainischer<br />

Volksmusik und Jazzanleihen. Am 27. <strong>Juni</strong> ist schließlich das<br />

Landesjugendjazz-Orchester (Lajazzo) zu Gast. Seit fast drei Jahrzehnten<br />

stellt dieses seine 16- bis 22-jährigen Talente auf der Allensbacher<br />

Seegartenbühne vor. (av)<br />

04.06., 13.06. + 27.06, jeweils 19.30 Uhr<br />

KULTUR-am-SEE-Bühne im Seegarten<br />

Strandweg 2<br />

D-78476 Allensbach<br />

www.allensbach.de<br />

LELÉKA<br />

Allensbach Hat‘s<br />

umsonst & draußen<br />

open-air feeling auf der KULTUR am SEE- Bühne<br />

Kultur- & Tourismusbüro Allensbach | Konstanzer Str. 12<br />

78476 Allensbach | +49 (0)7533 801 35 | www.allensbach.de<br />

KULTUR<br />

am SEE<br />

04.06. | 19.30 Uhr | Seegarten<br />

SVEN GARRECHT & DUO MACKEFISCH<br />

Musik-Kabarett & Comedy, ein hochmusikalisches Doppelkonzert<br />

13.06. | 19.30 Uhr | YOUNG & NEXT | Seegarten<br />

LELÉKA UKRAINIAN FOLK JAZZ<br />

Jung, multikulturell, preisgekrönt. Zwischen Volksmusik und Jazz.<br />

22.06. | 18 Uhr | Seegarten<br />

MUSIKVEREIN ALLENSBACH<br />

170 Jahre Musikverein, Jubiläumskonzert mit Jugendkapelle<br />

27.06. | 19.30 Uhr | YOUNG & NEXT | Seegarten<br />

LANDESJUGENDJAZZ-ORCHESTER<br />

Ltg. Thorsten Wollmann „Wir nehmen nur die Besten“<br />

04.07. | 19.30 Uhr | Seegarten<br />

DAGMAR EGGER BAND<br />

Rock & Pop, Jazz & Latin, Swing & Groove & Eigenkompositionen<br />

www.allensbach.de<br />

22. <strong>Juni</strong><br />

2024<br />

INKLUSIVES OPEN AIR FESTIVAL AM MÜHLEBACH<br />

in Mühlhausen-Ehingen ab 13.00 Uhr<br />

Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam auf und vor der Bühne.<br />

Groovy Colours<br />

Schulband der Karl-Wacker-<br />

Schule in Donaueschingen<br />

Hittexpress<br />

Von "ABBA" bis "Zappa“,<br />

von "Holzmichl"<br />

bis "Highway to hell“<br />

Lautenbacher<br />

Blaskapelle<br />

Menschen mit und ohne<br />

Assistenzbedarf, zeitgenössische<br />

Musik und Freejazz, Klassik und<br />

Tanzmusik<br />

Left Handed Boss<br />

and Friend<br />

Songs von Bruce Springsteen und<br />

Coverversionen bekannter Songs<br />

Lucia Ruf<br />

Mitmachlieder, Kinderlieder,<br />

Bewegungslieder<br />

Der Eintritt ist frei!<br />

HaM-Band<br />

Schüler*innen und<br />

Mitarbeiter*innen<br />

vom Haus am Mühlebach<br />

FAIR und COOL<br />

Mädchentanzwerkstatt<br />

vom Haus am Mühlebach<br />

mit ihrer Tanzperformance<br />

Schlaflos<br />

...schlafen könnt ihr später.<br />

Die Coverband aus Engen.<br />

Thomas Gantert<br />

Keyboarder, Sänger,<br />

Entertainer mit Schlager,<br />

Oldies und Pop<br />

Inside<br />

Rock-Klassiker mit<br />

straighter Rhythmusarbeit,<br />

knackigen Gitarrenriffs<br />

und röhrenden Orgelsounds<br />

Wo:<br />

SBBZ Haus am Mühlebach,<br />

Schule, Schulkindergarten<br />

und Internat mit den Förderschwerpunkten:<br />

geistige,<br />

körperliche und motorische<br />

Entwicklung<br />

Austraße 2<br />

78259 Mühlhausen-Ehingen<br />

Wann:<br />

Samstag, den 22. <strong>Juni</strong><br />

von 13.00 bis ca. 19.00 Uhr<br />

Parkplätze:<br />

Eugen-Schädler-Halle<br />

Ehingen mit Shuttle-Service<br />

Parkplätze am Haus für<br />

Menschen mit Mobilitätseinschränkung<br />

Essen und Trinken:<br />

Würziges vom Grill, Flammkuchen<br />

vom SKID-Backmobil,<br />

Eis vom Eiswagen, Kaffee<br />

und Kuchen, sowie gekühlte<br />

Getränke<br />

Bei jedem Wetter!<br />

Weitere Infos unter: www.haus-am-muehlebach.de


76 KULTUR | LIVE<br />

SIE DIESEN MONAT AUF KEINEN FALL VERPASSEN DÜRFEN<br />

LIVE-MUSIK WAS<br />

ZUSAMMENGESTELLT VON ANNA WIRTH<br />

ROCK/POP<br />

D-Bad Wurzach<br />

Jakob Longfield<br />

Der Singer-Songwriter<br />

Jakob Longfield verbindet<br />

mit seiner unverwechselbaren<br />

Stimme<br />

introspektive Texte<br />

mit rhythmischen Gitarren.<br />

Laute wie leise<br />

Töne bahnen sich so<br />

spielend ihren Weg in<br />

die Herzen der Zuhörenden.<br />

Musikpavillon beim<br />

Kurhaus<br />

13.06., 19 Uhr<br />

www.bad-wurzach.<br />

de<br />

D-Konstanz | Insel<br />

Mainau<br />

Joe Aldingers Downbeatclub<br />

Die rockigen, Blues-basierten<br />

Riffs und der<br />

lässige funky Groove<br />

erinnern an Bands der<br />

1970er Jahre.<br />

Palmenhaus Mainau<br />

07.06., 19 Uhr<br />

www.europaeischses-kulturforummainau-com<br />

D-Wangen<br />

Brass Band<br />

Die achtköpfige Hip-<br />

Pop-Brass-Band Fättes<br />

Blech hat der bodenständigen<br />

Blasmusik,<br />

von der sie ursprünglich<br />

kommen, eine gehörige<br />

Verjüngungskur<br />

verpasst. Sie ist<br />

eine der Bands, die in<br />

unserer Reihe „Brass<br />

Bands“ auftreten.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen |Sparkassen-<br />

Kulturbühne<br />

28.06., 19.30 Uhr<br />

www.lgswangen2024.de<br />

CH-Frauenfeld<br />

Krokodil<br />

Seit dem Comeback<br />

2019 mit Bandgründer<br />

und Schlagzeuger<br />

Düde Dürst und Bassist<br />

Terry Stevens sind mit<br />

dem Gitarristen Adrian<br />

Weyermann und Keyboarder<br />

Erich Strebel<br />

bereits zwei neue Alben<br />

entstanden.<br />

Eisenwerk | Beiz<br />

22.06., 21 Uhr<br />

www.eisenwerk.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Hit Nostalgique<br />

Mit Gitarre, Bass und<br />

Vibraphon führt<br />

Valérie Maerten’s Stimme<br />

das Publikum<br />

durch das abwechslungsreiche<br />

Repertoire<br />

der 70er, 80er, 90er<br />

und 00er Jahre. Dabei<br />

schaffen die Arrangements<br />

den Spagat zwischen<br />

Swing und Popmusik.<br />

1733<br />

19.06., 20 Uhr<br />

www.wartsab.org<br />

KLASSIK<br />

D-Bad Wurzach<br />

Junge Pianisten der<br />

Universität Ulm<br />

Valerij Petasch leitet<br />

seit 2000 als Dozent<br />

an der Universität Ulm<br />

– Studium generale<br />

– die Meisterklasse<br />

Klavier mit öffentlichen<br />

Semesterkonzerten.<br />

Hier präsentieren<br />

die Studierenden<br />

unter seiner Leitung ihr<br />

Können.<br />

Kurhaus Kursaal<br />

02.06., 17 Uhr<br />

www.valerijpetasch.<br />

de<br />

D-Heiligenberg<br />

Aris Alexander Blettenberg<br />

– Tanz durch<br />

Europa<br />

Der mehrfach preisgekrönte<br />

Pianist, Komponist<br />

und Dirigent Aris<br />

Alexander Blettenberg<br />

ist seit 2022 Bösendorfer<br />

Artist. Unter dem<br />

Titel „Tanz durch Europa“<br />

spielt er Werke<br />

von Schubert, Chopin,<br />

Grieg, Draeseke und<br />

anderen.<br />

Sennhof am Schloss<br />

29.06., 19 Uhr<br />

www.arisalexanderblettenberg.com<br />

D-Meersburg<br />

Lago Quartett – Matinée<br />

Die vier Mitglieder verfolgen<br />

als Saxophonquartett<br />

gemeinsam<br />

das Ziel, das konzertante<br />

Saxophon zu präsentieren.<br />

Dabei lassen<br />

sie die Grenzen zwischen<br />

Barock und Moderne,<br />

Klassik und<br />

Jazz, Komposition und<br />

Improvisation stets<br />

hinter sich.<br />

Anzeige<br />

VERWOBEN<br />

Verschränkte Stimmen, verlagerte Ebenen, verzahnte Dimensionen:<br />

Der Kölner Gitarrist und Komponist Frank Wingold kommt<br />

mit seinem Album „Entangled Music“ nach Singen. Im Trio mit<br />

Bassist Robert Landfermann und Schlagzeuger Jonas Burgwinkel<br />

wirkt „Entangled Music“ wie ein im Gegenlicht betrachtetes<br />

fein gewobenes Tuch voller reichhaltiger Muster und Ornamente.<br />

In den Kompositionen und improvisierten Passagen verlassen<br />

die Instrumente Schlagzeug, Bass und Gitarre ihren angestammten<br />

Platz und verwandeln sich in die einzelnen Fäden eines kostbaren<br />

Tongewebes. Hochmoderner Kammerjazz – ein potenzieller<br />

Klassiker.<br />

28.06., 20.30 Uhr<br />

Jazzclub im Kulturzentrum Gems<br />

D-78224 Singen<br />

www.jazzclub-singen.de<br />

Neues Schloss | Spiegelsaal<br />

23.06., 11 Uhr<br />

www.neues-schlossmeersburg.de<br />

D-Ravensburg<br />

Rathauskonzerte |<br />

Stadtorchester Ravensburg<br />

e.V.<br />

Die Rathauskonzerte<br />

sind Treffpunkt für Jung<br />

und Alt, Gäste und Einheimische.<br />

Jede Woche<br />

gibt eine andere Musikkapelle<br />

aus Ravensburg<br />

ein abendliches Konzert<br />

unter freiem Himmel.<br />

Den Auftakt macht<br />

das Stadtorchester Ravensburg.<br />

Marienplatz<br />

13.06., 19.30 Uhr<br />

www.ravensburg.de<br />

D-Reichenau<br />

Benefizkonzerte<br />

Das World Doctors Orchestra<br />

und der Deutsche<br />

Ärztechor verbinden<br />

musikalischen<br />

Genuss mit globaler<br />

medizinischer Verantwortung.<br />

Mit den beiden<br />

Konzerten unterstützen<br />

sie zwei lokale<br />

Projekte, die sich Kindern<br />

und Jugendlichen<br />

widmen.<br />

Münster St. Maria<br />

und Markus<br />

01.06., 17 Uhr<br />

www.world-doctorsorchestra.org<br />

D-Wolfegg<br />

Internationale Wolfegger<br />

Konzerte<br />

Mit dem mächtigen Renaissance-Schloss,<br />

der<br />

barocken Stiftskirche<br />

und der romanischen<br />

Alten Pfarr bietet Wolfegg<br />

ein einzigartiges<br />

Ensemble stimmungsvoller<br />

Spielorte. Dieses<br />

Jahr wird wieder ein internationales,<br />

vielfältiges<br />

Programm geboten.<br />

Alte Pfarr | Schloss<br />

Wolfegg | St. Katharina<br />

28./29.06., 20 Uhr +<br />

30.06., 17 Uhr<br />

www.wolfegger-konzerte.de<br />

A-Schwarzenberg<br />

Schubertiade<br />

Kammerkonzerte, Lieder-<br />

und Klavierabende:<br />

Zur Schubertiade<br />

geben sich renommierte<br />

Musikerinnen und<br />

Musiker, mal allein,<br />

mal im Duo, Trio und<br />

Quartett, die Klinke in<br />

die Hand.<br />

Angelika-Kauffmann-<br />

Saal<br />

15.-23.06.<br />

www.schubertiade.at<br />

CH-Amriswil<br />

Jubiläumskonzert –<br />

125-Jahre Stadtorchester<br />

Frauenfeld<br />

Avner Dorman kombiniert<br />

nahöstliche<br />

Trommeln, Rock-<br />

Schlagzeug und orchestrale<br />

Kräfte. Mit<br />

dem spanisch-thurgauischen<br />

Duo Conrado<br />

Moya und Fabian<br />

Ziegler treten zwei<br />

erstklassige Solisten<br />

auf. Außerdem werden<br />

Suiten von Edvard<br />

Grieg gespielt.<br />

Kulturforum Amriswil<br />

15.06., 19.30 Uhr<br />

www.kulturforumamriswil.ch<br />

CH-Ermatingen<br />

Lilienberg Rezital<br />

Jermaine Sprosse, ein<br />

Spezialist der Tasteninstrumente<br />

des 18<br />

Jahrhunderts präsentiert<br />

Werke von Johann<br />

Christoph Friedrich<br />

Bach und seinen<br />

Söhnen.<br />

Lilienberg<br />

12.06., 19 Uhr<br />

www.lilienberg.ch<br />

CH-Rorschach<br />

JSO Familien-Konzert<br />

Eine Musikreise für die<br />

ganze Familie. Voller<br />

Emotionen und Vielfalt<br />

präsentiert das<br />

Jugend-Sinfonieorchester<br />

einen bunten<br />

Strauß musikalischer<br />

Höhepunkte. Ein Ausflug<br />

in die faszinierende<br />

Welt der Klasik und<br />

Filmmusik.<br />

Forum Würth


KULTUR | LIVE<br />

77<br />

09.06., 16 Uhr<br />

www.wuerth-hausrorschach.ch<br />

CH-St.Gallen<br />

Mozarts Reise nach<br />

Prag<br />

Dieser Abend ist eine<br />

Hommage an Wolfgang<br />

Amadeus Mozart,<br />

inspiriert durch Eduard<br />

Mörikes Novelle: Mozart<br />

auf der Reise nach<br />

Prag. Das Klavierduo<br />

Pasquier/Ryser und Literaturrezitationen<br />

ermöglichen<br />

es, in Mozarts<br />

bewegte Welt einzutauchen.<br />

Fazioli Raum bei GSI<br />

Architekten<br />

29.06., 18.30 Uhr<br />

www.opus278.ch<br />

D-Wangen<br />

Siggi Schwarz &<br />

Frankfurter Sinfoniker<br />

© Bernd Arnold<br />

Hier kommen Fans<br />

von Gitarrenriffs sowie<br />

anspruchsvollen<br />

Arrangements auf ihre<br />

Kosten. Gitarrenlegende<br />

Siggi Schwarz<br />

sorgt mit seiner Band<br />

für einen Crossover-<br />

Abend, der ein absolutes<br />

Sound-Gewitter<br />

entfesselt.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen |Sparkassen-<br />

Kulturbühne<br />

29.06., 19.30 Uhr<br />

www.lgswangen2024.de<br />

JAZZ & SOUL<br />

D-Biberach<br />

The Soul Plumbers<br />

Die Band steht mehr<br />

denn je für eine energiegeladene<br />

Show aus<br />

Soul, Rhythm & Blues,<br />

Rock, Funk, Ska und<br />

allem, was sonst noch<br />

bewegt. Im Gepäck haben<br />

sie große Hits und<br />

auch seltene musikalische<br />

Perlen der letzten<br />

sechs Jahrzehnte.<br />

Jugendraum M-Pire<br />

22.06., 20.30 Uhr<br />

www.stadtteilhausgaisental.de<br />

D-Radolfzell<br />

Jazz Open – Uli Binetsch`s<br />

Own Bone<br />

Die Gruppe vereinigt<br />

einige der besten Musiker<br />

der Freiburger Szene.<br />

Funk und Fusion<br />

unter anderem von<br />

Jeff Lorber und den<br />

Yellow Jackets, aber<br />

auch Eigenkompositionen<br />

werden frisch,<br />

knackig, fantasievoll<br />

und locker gespielt.<br />

Konzertmuschel auf<br />

der Mettnau<br />

02.06., 11 Uhr<br />

www.radolfzell-tourismus.de<br />

D-Radolfzell<br />

Mettnau Summernights<br />

Ein Event mit Jürgen<br />

Waidele. Hier wird Jazz<br />

und mehr gespielt –<br />

vor romantischer Seekulisse.<br />

Konzertmuschel auf<br />

der Mettnau<br />

28.06., 20 Uhr<br />

www.radolfzell-tourismus.de<br />

CH-Ermatingen<br />

Nik West at Villa Felber<br />

Die Sängerin, Produzentin<br />

und Multi-Instrumentalistin<br />

Nik West<br />

hat schon für Prince<br />

und Quincy Jones Bass<br />

gespielt. Jetzt kommt<br />

sie auf ihrer Tour in die<br />

Villa Felber.<br />

Villa Felber<br />

27.06., 20 Uhr<br />

www.villa-felber.ch<br />

CH-Frauenfeld<br />

Larissa Baumann &<br />

Band: Showtime<br />

Ein erfrischender Wind<br />

aus der Schweizer<br />

Soul- und Bluesszene:<br />

Mit funky-bluesigen<br />

Tracks, erfrischenden<br />

Soulnummern und fulminanten<br />

Rockballaden<br />

aus der eigenen<br />

Feder feiert die innovative<br />

Künstlerin die Release-Party<br />

ihres neuen<br />

Albums „Showtime“.<br />

Eisenwerk | Saal<br />

01.06., 21 Uhr<br />

www.eisenwerk.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Liaison<br />

Die vier Rheintaler<br />

Sängerinnen Jris Pauli,<br />

Manu Olowu, Astrid<br />

Ziegler und Sonja<br />

Zünd sind „sisters“ in<br />

Seele und Musik. Unterstützt<br />

werden sie<br />

durch Dani Rieser,<br />

dem einfühlsamsten<br />

Pianisten der Region,<br />

und Mario Söldi, dem<br />

energetischen Tausendsassa<br />

an der Percussion.<br />

Bistro St.Gallen im<br />

Einstein<br />

03.06., 20 Uhr<br />

www.gambrinus.ch<br />

SONSTIGES<br />

D-Bad Waldsee<br />

Durlesbach Open-Air<br />

Kulturfestival mit Musikfreitag,<br />

Comedysamstag<br />

und Frühschoppensonntag,<br />

u.a.<br />

mit Ragmen, dem schicken<br />

Band-Trio rund<br />

um die drei Vollblutmusiker<br />

aus dem Herzen<br />

Oberschwabens,<br />

und fein ausgesuchten<br />

Rock-Classics, modern<br />

interpretierte Ohrwürmer<br />

aus den 80ern,<br />

90ern und aktuellen<br />

Songs.<br />

VIELSTIMMIG<br />

Klingendes Konstanz: Das Konstanzer Chorfestival holt regionale und international<br />

bekannte Ensembles in die Konzilstadt. Auftakt ist am 28. <strong>Juni</strong> die Chornacht<br />

mit 16 Chören aus Konstanz und Umgebung mit einem opulenten musikalischen<br />

Menu in der gesamten Konstanzer Altstadt. Höhepunkt des Festivals<br />

ist der Auftritt des weltweit konzertierenden Ensembles Slixs am 21. Juli.<br />

Es entführt das Publikum zu einem außergewöhnlichen A-Capella-Erlebnis im<br />

Münster mit Werken von Bach, Vertonungen von Shakespeare-Sonetten und<br />

selbst arrangierten Stücken. Mit dem Vokalensemble Konstanz, dem Konstanzer<br />

Kammerchor, der Gruppe Lylac aus Mainz und der Kinderchormatinée umfasst<br />

das Programm ein breites Repertoire von Klassik, Folk, Pop und Jazz.<br />

© Hagen Wolf<br />

28.06. | Chornacht | Altstadt<br />

21.07. | Ensemble Slixs | Münster ULF<br />

04.07. | Vokalensemble Konstanz | Stephanskirche<br />

12. + 13.07. | Konstanzer Kammerchor | Rathaushof<br />

17.07. | Lylac | Dreifaltigkeitskirche<br />

29.07. | Kinderchormatinée | Lutherkirche<br />

www.konstanzer-chorfestival.de<br />

Das Ensemble „Slixs“


7 8<br />

KULTUR | LIVE<br />

Kult-Bahnhof Durlesbach,<br />

Reute<br />

07.-09.06.<br />

www.bad-waldsee.de<br />

D-Bad Wurzach<br />

Traditionelles Serenadenkonzert<br />

mit<br />

Sternmarsch<br />

Die zehn Musikkapellen<br />

der Stadt Bad Wurzach<br />

marschieren mit<br />

über 400 Musikerinnen<br />

und Musikern im Gesamtchor<br />

und unter<br />

dem Dirigat von Petra<br />

Springer sternförmig<br />

zum Stadtbrunnen und<br />

spielen zum gemeinsamen<br />

Konzert auf.<br />

Innenstadt<br />

22.06., 19.30 Uhr<br />

www.bad-wurzach.de<br />

D-Baienfurt<br />

I CantAutori – Viaggio<br />

in Italia<br />

Eine musikalische Reise<br />

durch Städte wie<br />

Mailand, Rom, Neapel,<br />

Bologna und Genua.<br />

Dort besuchen die drei<br />

Musiker gleichsam die<br />

großen cantautori und<br />

entführen das Publikum<br />

in das Herz italienischer<br />

Poesie.<br />

Hoftheater Baienfurt<br />

13.06., 20.15 Uhr<br />

www.hoftheater.org<br />

D-Konstanz<br />

Zwei Singer-/Songwriter-Duos<br />

aus Konstanz<br />

im Dialog<br />

Die Duos Behning &<br />

Fyon sowie 2sam berühren<br />

mit ihren einzigartigen<br />

Klängen. Zusammen<br />

mit ihren außergewöhnlichen<br />

Texten<br />

versprechen sie<br />

eine unvergessliche<br />

Performance im K9-<br />

Kulturzentrum.<br />

K9<br />

08.06., 18.30 Uhr<br />

www.k9-kulturzentrum.de<br />

D-Konstanz<br />

Herr Jan und seine<br />

Superbänd<br />

Herr Jans Musik ist wie<br />

warme Milch mit Honig,<br />

seine Songs laufen<br />

im Kinderradion rauf<br />

und runter. Der Jurysieger<br />

des deutschen Kinderliederpreises<br />

2018<br />

und 2019 nimmt sein<br />

Publikum mit auf ein<br />

buntes Abenteuer für<br />

die ganze Familie.<br />

KULA<br />

08.06., 15 Uhr<br />

www.kulturladen.de<br />

D-Meckenbeuren<br />

Heavysaurus<br />

Vier Dinosaurier und<br />

ein Drache auf Pommesgabel-Tour!<br />

Heavysaurus<br />

kommt mit<br />

Rockmusik, kindgerechten<br />

Texten und<br />

bombastischer Show<br />

für die ganze Familie<br />

und Metalheads in jedem<br />

Alter ins Ravensburger<br />

Spieleland.<br />

Ravensburger Spieleland<br />

30.06., 17.30 Uhr<br />

www.spieleland.de<br />

D-Radolfzell<br />

Märchenhafte Musical<br />

Love Songs<br />

„Love is in the air“<br />

heißt es, wenn die beiden<br />

Gesangstalente<br />

Jan Ammann und Lisa<br />

Habermann ihr Publikum<br />

mit wunderschönen<br />

Duetten und Liebesklassikern<br />

aus weltbekannten<br />

Musicals<br />

verzaubern.<br />

Konzerthaus<br />

01.06., 19.30 Uhr<br />

www.gaienhofen.de<br />

D-Radolfzell<br />

Promenadenkonzerte<br />

am Konzertsegel<br />

In eine musikalische<br />

Genussmeile verwandelt<br />

sich das Seeufer<br />

rund um das Konzertsegel<br />

bei den Promenadenkonzerten.<br />

Verschiedene<br />

Musikvereine<br />

und -gruppen aus<br />

Radolfzell sorgen für<br />

abwechslungsreiche<br />

und mitreißende Töne.<br />

Beim Konzertsegel<br />

23. + 30.06.<br />

www.ravensburg.de<br />

D-Wangen<br />

Club Nacht – Loisach-Marci<br />

Zwischen Alphorn und<br />

Techno! Mit einer Mischung<br />

aus Tradition<br />

und Moderne verspricht<br />

Loisach-Marci<br />

einen stimmungsgeladenen<br />

und tanzbaren<br />

Abend!<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen | Sparkassen-Kulturbühne<br />

21.06., 19 Uhr<br />

www.lgswangen2024.de<br />

D-Wangen<br />

Hörfenster<br />

Junge musikalische<br />

Vielfalt aus dem Landkreis<br />

Ravensburg spielt<br />

beim „Hörfenster“ auf<br />

der Landesgartenschau<br />

eine bunte musikalische<br />

Palette von<br />

Rock & Pop über Blasmusik<br />

zu Singer-Songwriter-Klängen.<br />

Landesgartenschau<br />

Wangen<br />

jeden Freitag bis<br />

26.07., 17.30 Uhr<br />

www.kulturzentralesued.de<br />

D-Weingarten<br />

Fête de la Musique<br />

Das Kulturzentrum Linse<br />

präsentiert wieder<br />

das europäische Musikfest:<br />

Fête de la Musique.<br />

Ohne Gage musizieren<br />

die Menschen<br />

europaweit. Es wird<br />

gesungen, getanzt, gefeiert.<br />

Chöre und Musikanten<br />

aus Weingarten<br />

werden dieses Fest gestalten.<br />

Im Stadtgarten<br />

21.06., 17.30 Uhr<br />

www.stadt-weingarten.de<br />

CH-Bischofszell<br />

Rosen-und Kulturwoche<br />

Die größte Rosenschau<br />

der Schweiz verwandelt<br />

die Altstadt in ein<br />

Rosenmeer und bietet<br />

ein vielseitiges Konzertprogramm<br />

von<br />

Klassik über Schlager<br />

bis Rock und mehr.<br />

Altstadt<br />

22.-30.06.<br />

www.rosenwoche.ch<br />

CH-Steckborn<br />

Blühen – Chansons,<br />

Lieder und Trostreiches<br />

Liedhaftes und Literarisches<br />

am grünen<br />

Spinett im behaaglichen<br />

Ambiente. Unterm<br />

Haag, aber weit<br />

überm Durchschnitt<br />

wird weibliches Erblühen<br />

und Erglühen zelebriert.<br />

Nach der Veranstaltung<br />

laden die Gastgeber<br />

zu einem Apéro.<br />

KuH - Kultur unterm<br />

Haag<br />

02.06., 18 Uhr<br />

www.thurgaukultur.ch<br />

CH-Steckborn<br />

Klangerlebnisse –<br />

Eine musikalische<br />

Reihe | Marc Jenny<br />

und Charlotte Hug<br />

– Improvisierte Verschmelzung<br />

Über das Jahr verteilt,<br />

finden jeweils an einem<br />

Mittwochabend<br />

musikalische Performances<br />

im Haus zur<br />

Glocke statt, die experimentell<br />

und improvisierend<br />

auf die gezeigten<br />

Ausstellungen reagieren.<br />

Haus zur Glocke<br />

bis 11.12. | 19.06.,<br />

19.30 Uhr<br />

www.hauszurglocke.ch<br />

CH-St.Gallen<br />

EAZ<br />

Garage presents EAZ<br />

Live on Stage mit seinem<br />

neuen Song „Atrevida“,<br />

eine Kollaboration<br />

mit dem bekannten<br />

Künstler Loco Escrito.<br />

Garage Club<br />

14.06., 22 Uhr<br />

www.garage-sg.ch<br />

CH-St. Gallen<br />

Musik uf de Gass<br />

Alle Jahre wieder trifft<br />

sich die junge Ostschweizer<br />

Musikszene<br />

beim Musig uf de<br />

Gass zum Tête-à-Tête<br />

der krachenden Gitarren,<br />

tiefen Beats und<br />

verträumten Synthesizer-Klänge.<br />

So auch im<br />

Palace wieder mit drei<br />

Konzerten von Ostschweizer<br />

Künstler*innen.<br />

Palace<br />

01.06., 20 Uhr<br />

www.palace.sg<br />

Tipps<br />

Seelenverwandt<br />

© zVg K9<br />

See, the Whale!<br />

© URh<br />

Soul Connexion feat. Arno Haas:<br />

Das 2023 von Gitarrist Marcus Halvers<br />

initiierte Bandprojekt lässt der<br />

Leidenschaft für coole Sounds, packende<br />

Riffs und verlockend tanzbare<br />

Rhythmen freien Lauf. Die lässig-jazzigen<br />

Improvisationen des<br />

international gefragten Ausnahme-Saxofonisten<br />

Arno Haas bilden<br />

mit ihrem Groove eine mitreißende<br />

Symbiose. Ohrwurmverdächtige<br />

Melodien, emotionsgeladene<br />

Soli und funky Grooves – ein Feel-<br />

Good-Event mit Smile-Garantie.<br />

Positive Vibes „de luxe“ mit Marcus<br />

Halver an der Gitarre, Chris Barchet<br />

am Schlagzeug, Martin Bürger<br />

am Bass und Paul Schmincke<br />

an der Hammond-Orgel.<br />

09.06., 18.30 Uhr<br />

k9<br />

Hieronymusgasse 3<br />

D-78462 Konstanz<br />

www.k9-kulturzentrum.de<br />

Wer Wale sehen will, muss zuhören<br />

können: NŒISE, die interdisziplinäre<br />

Konzertreihe für Neue Musik, lädt<br />

zur musikalischen Walbeobachtungsfahrt<br />

auf dem Untersee. Der<br />

Komponist Léo Collin hat „See, the<br />

Whale!“ als Monodrama für Sprechstimme,<br />

Trompete, Saxofon, Flöte,<br />

Elektronik, Kontrabass und Schlagzeug<br />

konzipiert. Es ist eine Collage<br />

aus Texten über Menschen und<br />

Wale, inspiriert von bekannten Geschichten<br />

wie Jona und der Wal,<br />

Pinocchio oder Moby Dick. Das<br />

außergewöhnliche Musiktheater<br />

wird so zu einer Metapher für eine<br />

Gesellschaft, deren Bezug zur Natur<br />

mehr und mehr auf Konsum und<br />

Unterhaltung reduziert wird.<br />

01.06., 14–16.30 Uhr |<br />

ab Kreuzlingen Hafen<br />

02.06., 15.30–18 Uhr |<br />

ab Stein am Rhein<br />

www.noeise.ch


DEJA VU<br />

79<br />

WEIN & DER TRAUM<br />

VOM FLIEGEN<br />

Nostalgischer kann man Wein kaum<br />

präsentieren. Auch zur 13. Bodensee Weinmesse<br />

strömten Weinfreundinnen und<br />

Weinfreunde in Scharen in den Hangar<br />

des Dorniermuseums in Friedrichshafen<br />

und genossen das faszinierende Erlebnis,<br />

vor, neben und unter historischen<br />

Fliegern und Flugbooten die aktuellen<br />

Jahrgänge Bodenseeweine zu verkosten.<br />

Knapp 30 Weinbaubetriebe von Lindau bis<br />

Hohentengen, darunter auch immer mehr<br />

Jungwinzer, begeisterten die anwesende<br />

Bodenseeweinprinzessin Angela Staneker<br />

und die teils von weither angereisten<br />

Weinfans mit klassischen und zunehmend<br />

auch neuen Weinsorten wie Solaris, Souvignier<br />

Gris und Cabernet Blanc. Da Wein<br />

gern auf eine feste Unterlage trifft, fand<br />

das neu eingeführte, appetitlich zurechtgemachte<br />

Fingerfood-Angebot des Do-X<br />

Restaurants und die lange Holztafel in der<br />

Mitte des Hangars neben den üblichen<br />

Stehtischen riesigen Anklang.<br />

TEXT UND FOTOS: HEIDE-ILKA WEBER<br />

AUF KONSTANZ!<br />

120 Seiten Konstanz: Am 24. April wurde das 9. Konstanzer Magazin im Rosgarten<br />

Museum vorgestellt. Die Magazinpräsentation im Rosgarten Café hat<br />

bereits Tradition und bringt Partner und Unterstützer des Magazins in herzlicher<br />

Atmosphäre zusammen. Sie alle verfolgen das gleiche Ziel: Eine Stadt, ein<br />

Team, ein Magazin. Das jährlich erscheinende Magazin mit einer Auflage von<br />

30.000 Exemplaren richtet sich an Touristen wie Einheimische gleichermaßen<br />

und ist die Visitenkarte nach außen… mit Erfolg, wie OB Uli Burchardt in seiner<br />

Würdigung deutlich machte.<br />

Das Konstanz Magazin ist ab sofort an den Auslagestellen in Konstanz, zum<br />

Beispiel der MTK, und unter www.labhard-shop.de verfügbar.<br />

TEXT: ANNE MITTMANN | FOTO: MARKUS HOTZ<br />

▶ Mehr Bilder gibt es auf www.<strong>akzent</strong>-magazin.com


80 DEJA VU<br />

GRÜNER <strong>BO</strong>ULEVARD<br />

Der Kreuzlinger Gartentag ist ein Festtag für die ganze Familie. Bei erneut<br />

bestem Wetter genossen Groß und Klein die von Gärtnerinnen und anliegenden<br />

Geschäftstreibenden durch ein fulminantes Aufgebot an Blumen,<br />

Kulinarik, Modeschauen, Fachberatungen, Spiel und Spaß erzeugte Stimmung.<br />

Man kennt sich oder lernte sich kennen, denn ohne ein Schwätzchen<br />

zu halten kam man nicht aneinander vorbei bei dem lustigen Gedränge.<br />

TEXT UND FOTOS: MARIA PESCHERS<br />

GRENZENLOS RADELN<br />

Die Nachbarn treffen, gemeinsam Radeln und Picknicken – das war Ziel des<br />

ersten grenzüberschreitenden Velo-Picknicks, zu dem sich Konstanzerinnen<br />

und Kreuzlinger auf Klein Venedig trafen. Man radelte 12 Kilometer durch<br />

die Städte und ließ es dann auf Klein Venedig gemütlich angehen. Mancher<br />

Händler zeigte Neues rund um den Drahtesel, Mountainbiker warben für<br />

Trails und Vereinsmitglieder, Radreparaturdienst, Kaffeestand und andere<br />

Versorgungsstände trugen zur familiären Stimmung bei. Das Rad als über<br />

die Grenzen hinaus verbindendes Element – eine gute Idee!<br />

TEXT UND FOTOS: MARIA PESCHERS<br />

▶ Mehr Bilder gibt es auf www.<strong>akzent</strong>-magazin.com


DEJA VU<br />

81<br />

VOLLMAYER UND<br />

MAUTE<br />

Auf dem Weingut Vollmayer ist Gastfreundschaft<br />

eine Selbstverständlichkeit. Und so<br />

folgten Gastronomen und Weinhändler der<br />

Einladung der Winzerfamilie, die zusammen<br />

mit der Weinagentur Maute ein Weingipfel veranstaltete.<br />

Zur Ernsthaftigkeit, mit denen das<br />

gastronomische Fachpublikum verkostete, kam<br />

ein reger Austausch unter den Gästen, und die<br />

Stimmung zeigte, dass man sich unter Kollegen<br />

viel zu sagen hat. Als Premiere wurde ein Gemeinschaft<br />

Weinprojekt von den oben genannten<br />

Weingütern vorgestellt, das QUARTETT.<br />

Dieser Wein vereint das einzigartige Terroir des<br />

Bodensees, mit der Finesse eines Erstklassigen<br />

Burgunders. Die Trauben stammen aus den<br />

besten Parzellen der Winzer, z.B. höchste Lage<br />

(Weingut Vollmayer) und ist in ausgewählten<br />

Restaurants um den Bodensee zu finden.<br />

TEXT UND FOTOS: MARIA PESCHERS<br />

▶ Mehr Bilder gibt es auf www.<strong>akzent</strong>-magazin.com


82 DEJA VU<br />

STERNENFLOTTE<br />

Mit der traditionellen Flottensternfahrt beginnt<br />

die Saison.<br />

Sie stand diesmal im Zeichen des 200-jährigen<br />

Jubiläums der Personenschifffahrt auf dem Bodensee.<br />

Die Schiffe der Vereinigten Schifffahrtsunternehmen<br />

(VSU) bildeten vor der Stadt<br />

Meersburg den beeindruckenden Schiffs-Stern.<br />

Beim Festakt an Land durfte der amtierende<br />

Sternflotten-Admiral Norbert Reuter Neuland<br />

betreten: meist finden die Anlässe in Häfen<br />

statt; diesmal im Meersburger Freibad und<br />

noch nie waren die großen Pötte am Geschehen<br />

so nah aufgereiht und ungestört zu sehen.<br />

Auf zu neuen Ufern und Abenteuern also…<br />

TEXT UND FOTOS: MARKUS HOTZ<br />

DURCHBLICK MIT LICHTBLICK<br />

Die traditionelle Frühjahrs-Hausmesse des Fotofachgeschäftes Lichtblick<br />

schafft Durchblick.<br />

Das Besondere ist die Atmosphäre; in der LEICA-Galerie in Konstanz<br />

(die zu Lichtblick gehört) hat man drinnen und draußen das bestmögliche<br />

Ambiente, um Dinge auszuprobieren, zu fachsimpeln oder sich auszutauschen.<br />

Die angesagten Technikmarken für Foto und Zubehör sind<br />

jeweils mit kleinen, feinen Ständen vor Ort, präsentieren Neuheiten und<br />

ordnen kompetent ein, was grad an Trends angesagt ist. Kein Wunder<br />

pilgern die Semi- und Vollprofis zuhauf zu diesen immer sympathischorganisierten<br />

edra – und überregional Gubi Porro immer oluce seltener Farrow werdenden &– persön-<br />

ball PierreFrey elitis dedar ethimo Fermob treca Portaromana<br />

FlexForm<br />

lichen Treffpunkten. Ein schöner Lichtblick!<br />

TEXT UND FOTOS: MARKUS HOTZ<br />

ITTA & BREMER<br />

Innen- und Außeneinrichtungen Marienhausgasse 3 78462 Konstanz www.itta.de info@itta.de +49 7531 128 29 30<br />

▶ Mehr Bilder gibt es auf www.<strong>akzent</strong>-magazin.com


Nikon Profishop<br />

Canon Profishop<br />

OM-System ProDealer<br />

Sony ProDealer<br />

Panasonic ProDealer<br />

Fujifilm ProDealer<br />

Augustinerplatz 11 | D 78462 Konstanz | +49 (0)7531 29362<br />

www.lichtblick-foto.de<br />

Alpha 9 III<br />

Z 8<br />

Das Potenzial eines Bildes mit globalem Verschluss.<br />

Sie nimmt sich schnell bewegende Motive ohne jegliche<br />

Verzerrungen auf und hält Bruchteile beeindruckend fest.<br />

Am Lager vorrätig!<br />

Nicht einfach nur machen. Blühen Sie auf.<br />

Das ist alles, was Sie sich von einer Kamera wünschen. Ob Film<br />

oder Fotos. Aufträge für Projekte aus Leidenschaft.<br />

Bestellt. Jetzt vorbestellen!<br />

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ausgewählte Nikon Ferngläser und bis zu € 80,– Sofortrabatt auf ausgewählter Nikon Laser-Entfernungsmesser! *<br />

Fujifilm GFX – bis zu € 1.600,– Casback! * Auf ausgewählte Sony Kameras, Objektive und Zubehöre bis zu € 500,– Cashback! *<br />

* Ständig wechselnde Aktionen und Präsentationen von Neuheiten unter www.lichtblick-foto.de/news *<br />

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regional vor Ort!<br />

24h Lauf | Insel Reichenau<br />

08. und 09. <strong>Juni</strong> 2024 | www.24h-lauf-reichenau.de<br />

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22. <strong>Juni</strong> 2024 | Insel Reichenau<br />

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78462 Konstanz | Gerichtsgasse14 | +49 (0)7531 916 33 00 | Öffnungszeiten: Mo - Fr 10.00 bis 18.30 Uhr, Sa 09.30 bis 14.00 Uhr


The<br />

Perfect<br />

Moment<br />

Patti Smith<br />

und Robert<br />

Mapplethorpe<br />

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landestheater.org

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