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DVG FORUM 01/2024

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21. Jahrgang 1/<strong>2024</strong><br />

Mitgliederzeitschrift der Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft e.V.<br />

Fachgruppe im Fokus<br />

Innere Medizin und klinische Labordiagnostik (InnLab)<br />

Innere Medizin und klinische Labordiagnostik (InnLab)<br />

Seite 40


MONO-PROTEINSELEKTION<br />

SENSITIVE DIET<br />

GANS<br />

FRANKLIN (6),<br />

TROCKENE HAUT<br />

hat jetzt keine<br />

Schuppen mehr<br />

Auch als CAT ALLERGY GANS für Katzen<br />

Alleinfuttermittel für futtersensible<br />

Hunde – exklusiv beim Tierarzt und<br />

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EDITORIAL<br />

Sehr geehrte, liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

die <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle und der Vorstand<br />

der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft präsentieren Ihnen mit großer<br />

Freude unsere neueste Ausgabe des<br />

<strong>DVG</strong> Forums <strong>2024</strong>.<br />

Mit dem vorliegenden Journal zeigt<br />

sich einmal mehr, dass wir als die veterinärmedizinische<br />

Wissenschaftsgesellschaft<br />

in Deutschland mit über 6.000 Mitgliedern<br />

und mehr als 40 Fachgruppen<br />

überaus aktiv sind, um alle Fachrichtungen<br />

und Tierarten, die unser tiermedizinisches<br />

Berufsleben betreffen, abzudecken<br />

sowie neue wissenschaftliche Erkenntnisse<br />

zu generieren und zu verbreiten.<br />

Heute soll an dieser Stelle zunächst<br />

mein Dank an alle Menschen gehen, die<br />

unserer Gesellschaft so verbunden sind<br />

und sie so überaus positiv mitgestalten<br />

(sei es als Fachgruppenleiter/innen, AGoder<br />

AK-Leiter/innen, Organisatoren/innen<br />

von Seminaren, Workshops oder Kongressen,<br />

Referenten/innen oder als Helfer/<br />

innen). Nur durch so viel Engagement,<br />

durch Ihre Ideen und einen hohen Einsatz<br />

ist es möglich, eine solche wissenschaftliche<br />

und fachliche Vielfalt zu bündeln und<br />

gemeinsam weiterzuentwickeln.<br />

Die Fachgruppe „Innere Medizin und<br />

klinische Labordiagnostik (InnLab)“ feierte<br />

2022 ihre 30. Jahrestagung. Grund genug<br />

also, einmal diese Fachgruppe in den<br />

Fokus zu nehmen und in einem ausführlichen<br />

Bericht zu würdigen<br />

In bewährter Weise finden Sie zudem<br />

in dieser Ausgabe weitere Informationen<br />

über die Aktivitäten und Entwicklungen in<br />

den Arbeitsgebieten der <strong>DVG</strong> (von der Klinischen<br />

Veterinärmedizin, den Grundlagenwissenschaften,<br />

der Infektionsmedizin<br />

und Hygiene, der Lebensmittelsicherheit<br />

und dem Verbraucherschutz bis zum<br />

Tierschutz, zur Ethologie und Tierhaltung).<br />

Wichtig erscheint mir hierbei zu erwähnen,<br />

dass bei praktisch jeder Tagung/<br />

jedem Kongress Preise für Nachwuchswissenschaftler/innen<br />

ausgelobt werden, um<br />

herausragende wissenschaftliche Leistungen<br />

auszuzeichnen – sei es nun für einen<br />

Vortrag, ein Poster oder aber eine akademische<br />

Gesamtleistung.<br />

Schließlich finden Sie in der vorliegenden<br />

Ausgabe Neuigkeiten aus der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle,<br />

interessante Informationen<br />

über Persönlichkeiten aus der Tiermedizin<br />

sowie eine Übersicht unserer nächsten<br />

Veranstaltungen. Darunter sind altbekannte,<br />

aber auch neue Formate, wie z B.<br />

der Tierärztetag West und der Niedersächsische<br />

Tierärztetag.<br />

Ich würde mich freuen, Sie auf einer<br />

unserer Veranstaltungen zu treffen und<br />

wünsche Ihnen viel Spaß beim Lesen und<br />

Schmökern im neuen <strong>DVG</strong>-Forum<br />

Ihr<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. mult.<br />

(Bursa, Torun, Stara Zagora)<br />

Martin Kramer<br />

Präsident der <strong>DVG</strong><br />

Foto: MIKA-fotografie, Berlin<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 1


INHALT<br />

EDITORIAL<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. (Bursa, Torun, Stara Zagora)<br />

Martin Kramer . . . . . . . . . . . . . . 1<br />

<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

dvg.de – der neue Internetauftritt der <strong>DVG</strong> . . . . . . 3<br />

Tierärztetag West - Der Kammerkongress . . . . . . 4<br />

Gemeinsam in die Zukunft –<br />

Niedersächsischer Tierärztetag 2025 . . . . . . .4<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2024</strong> . . . . . . . . . . . . .5<br />

Initiative Transparente Tierversuche . . . . . . . . 6<br />

Satzungsänderungen . . . . . . . . . . . . . 6<br />

Stellungnahmen der <strong>DVG</strong> . . . . . . . . . . . . 7<br />

Delegiertenversammlung der <strong>DVG</strong> . . . . . . . . . 7<br />

<strong>DVG</strong>-Forum – digital und gedruckt . . . . . . . . .7<br />

Gendergerechte Sprache . . . . . . . . . . . . 7<br />

Fachgruppenversammlungen . . . . . . . . . . .9<br />

ARBEITSGEBIETE<br />

• KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin (DGK-<strong>DVG</strong>) . 10<br />

Die Gesellschaft zur Förderung<br />

Kynologischer Forschung e. V. . . . . . . . . 14<br />

Fachgruppe „Chirurgie“ . . . . . . . . . . . . 16<br />

Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde<br />

(DGT-<strong>DVG</strong>) . . . . . . . . . . . . . . . 17<br />

Fachgruppe „Reproduktionsmedizin“ . . . . . . . 20<br />

Fachgruppe „Kleine Wiederkäuer und Neuweltkamele“ . 22<br />

Fachgruppe „Wild-, Zoo- und Gehegetiere“ . . . . . 23<br />

• GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

Fachgruppe „Pathologie“ . . . . . . . . . . . .24<br />

Fachgruppe „Epidemiologie und Dokumentation“ . . . 26<br />

Fachgruppe „Didaktik und Kommunikation“ . . . . .27<br />

• INFEKTIONSMEDIZIN UND HYGIENE<br />

Fachgruppe AVID . . . . . . . . . . . . . . 28<br />

Berichte der Konsiliarlabore . . . . . . . . . . .29<br />

• LEBENSMITTELSICHERHEIT<br />

UND VERBRAUCHERSCHUTZ<br />

Arbeitsgebiet „Lebensmittelsicherheit und<br />

Verbraucherschutz“ . . . . . . . . . . . . 30<br />

Arbeitsgruppe „Eutergesundheit“ . . . . . . . . 30<br />

Arbeitskreis „Lehre in den lebensmittelhygienischen<br />

Fächern der deutschsprachigen Länder“ . . . . . 32<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong><br />

• TIERSCHUTZ, ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG<br />

Fachgruppe „Ethologie und Tierhaltung“ . . . . . . 32<br />

Fachgruppe „Tierschutz“ . . . . . . . . . . . . 34<br />

Fachgruppe „Versuchstierkunde“ . . . . . . . . . 35<br />

Tierärztliche Plattform Tierschutz . . . . . . . . 36<br />

Stellungnahme „Puppy-Yoga“ . . . . . . . . . . 37<br />

• ARBEITSKREISE UND AUSSCHÜSSE<br />

Arbeitskreis „Respiratorisches System“ . . . . . . . 37<br />

Arbeitskreis „Forensische Veterinärmedizin“ . . . . . 39<br />

FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

„Innere Medizin und klinische Labordiagnostik<br />

(InnLab)“ . . . . . . . . . . . . . . . . 40<br />

STIFTUNGEN UND PREISE<br />

Richard-Völker-Medaille <strong>2024</strong> . . . . . . . . . . 52<br />

Otfried-Siegmann-Preis 2023 . . . . . . . . . . 52<br />

Ausschreibung des<br />

Dr. Dr. Peter Fahrenkrug-Stipendiums . . . . . . 53<br />

Ausschreibung des Preises und des Stipendiums<br />

der Bruns-Stiftung . . . . . . . . . . . . 54<br />

NEUES AUS DER GESCHÄFTSSTELLE<br />

Neue „alte“ Mitarbeiterin in der <strong>DVG</strong> . . . . . . . 55<br />

Ihre E-Mail-Adresse für uns –<br />

Aktuelles aus der <strong>DVG</strong> für Sie . . . . . . . . . 55<br />

Ihre Vorteile einer <strong>DVG</strong>-Mitgliedschaft . . . . . . . 55<br />

Jetzt Junior-Mitglied werden . . . . . . . . . . 56<br />

PUBLIKATIONEN<br />

Aktuelle Publikationen im <strong>DVG</strong>-Verlag . . . . . . . 56<br />

PERSONEN<br />

Nachruf auf Dr. Eberhard Magunna . . . . . . . . 57<br />

„Warum erinnern?“ –<br />

Zum Tod von Prof. Dr. Hartwig Prange . . . . . . 58<br />

Nachruf auf Prof. Dr. Hans Lutz . . . . . . . . . .59<br />

Auszeichungen für Prof. Thomas Mettenleiter . . . . 60<br />

Bundesverdienstkreuz am Bande für Prof. Jörg Hartung . 61<br />

Wiederwahl von Fachgruppenleitungen . . . . . . 61<br />

Prof. Klaus Osterrieder ist neuer Präsident der TiHo . . 62<br />

Gastprofessur für Prof. Dr. Stefan Schwarz . . . . . .63<br />

AKTUELLES AUS UNTERSCHIEDLICHEN BEREICHEN<br />

Hochpathogene aviäre Influenza . . . . . . . . . 62<br />

Empfehlungen und Expertenrat von ESCCAP . . . . . 63<br />

TAGUNGSKALENDER <strong>2024</strong>/2025 . . . . . . . . 64<br />

2 <strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong><br />

IMPRESSUM . . . . . . . . . . . . . . . . 29


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

dvg.de – der neue Internetauftritt der <strong>DVG</strong><br />

Der neue Webauftritt der <strong>DVG</strong> unter dvg.de.<br />

Der Tagungskalender auf der neuen Webseite.<br />

Die <strong>DVG</strong> hat ihren Internetauftritt komplett<br />

neu gestaltet. Die Webseite, inhaltlich<br />

zwar stets aktuell, war optisch und<br />

technisch inzwischen stark veraltet. Nutzerinnen<br />

und Nutzer werden jetzt durch<br />

ein frisches und schlankes Design sowie<br />

eine übersichtliche Struktur begrüßt.<br />

Selbstverständlich ist die Webseite responsiv,<br />

so dass die Darstellung auch auf<br />

mobilen Endgeräten ansprechend und<br />

funktional ist.<br />

Der Tagungskalender bietet nun für<br />

alle Tagungen ein einheitliches Aussehen,<br />

welches die Fachgruppenlogos aufgreift<br />

und beim jeweiligen Termin mit Icons, also<br />

kleinen Symbolen, eine schnelle Orientierung<br />

ermöglicht. Auch die Online-Anmeldung<br />

zu den <strong>DVG</strong>-Veranstaltungen wurde<br />

vereinfacht und anwenderfreundlich gestaltet.<br />

Alle Fachgruppen und sonstigen Gruppierungen<br />

der <strong>DVG</strong> werden auch weiterhin<br />

auf jeweils einer eigenen Unterseite dargestellt,<br />

auf der die Fachgruppenleitungen<br />

abgebildet und weitere Informationen zu<br />

finden sind.<br />

Weitere bewährte Inhalte, wie z. B. zum<br />

Verlag der <strong>DVG</strong> mit Dissertations- und Habilitationsdruck,<br />

dem Link zur Seite des<br />

Ausschusses „Desinfektion in der Veterinärmedizin“<br />

und zu den <strong>DVG</strong>-Konsiliarlaboren<br />

sind weiterhin Bestandteil der Webseite.<br />

Die Vorstellung des Vorstands und<br />

der Geschäftsstelle, ein Organigramm, die<br />

Möglichkeit zur Buchbestellung und eine<br />

Stellenbörse runden das Internetangebot<br />

ab.<br />

Schauen Sie rein – es lohnt sich bestimmt!<br />

Und das <strong>DVG</strong>-Team freut sich über<br />

Feedback.<br />

https://www.dvg.de/<br />

•<br />

Icons ermöglichen eine schnelle Orientierung.<br />

Smartphone-Ansichten der neuen Webseite.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 3


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Tierärztetag West – Der Kammerkongress<br />

• Session Öffentlicher Dienst (Seuchenprävention,<br />

Tierarzneimittelrecht, teilund<br />

vollmobile Schlachtung, Tierschutz)<br />

• TFA-Fortbildung (Vortragsblock und Seminare<br />

„Aktualisierung Strahlenschutz“<br />

und „Labor“)<br />

• Seminare „Innere Medizin Pferd“, „Röntgenaktualisierung“,<br />

„Verhalten Hund“,<br />

2 Masterclasses Katze (Internistische<br />

Katzenfälle / Katzenzähne),<br />

• MLP-Seminare: Niederlassung lohnt<br />

sich / Gut beraten in den Ruhestand<br />

• Industrieausstellung<br />

In wenigen Wochen – vom 30. August bis<br />

zum 1. September <strong>2024</strong> – findet in Dortmund<br />

der Tierärztetag West statt.<br />

Freuen Sie sich auf das folgende spannende<br />

und praxisrelevante Programm:<br />

• Berufspolitisches Forum: Moderne Tiermedizin<br />

aus tiermedizinischer, juristischer<br />

und digitaltechnischer Sicht<br />

• 2 parallele Sessions Kleintiermedizin<br />

(mit Thementag „Patient Katze“)<br />

• Session Pferde (u. a. Endokrinologie,<br />

Trächtigkeit und Laktation, Mikrobiom,<br />

Kardiologie)<br />

• Session Nutztiere (inkl. Podiumsdiskussion:<br />

„Tierisch gesunde Lebensmittel<br />

in der Zukunft, ein Auslaufmodell in<br />

Deutschland?“)<br />

Veranstalter ist die Deutschen Veterinärmedizinische<br />

Gesellschaft unter fachlicher<br />

Mitkoordination der Kammern in Nordrhein,<br />

Westfalen-Lippe, Rheinland-Pfalz,<br />

Hessen und Saarland.<br />

Noch bis zum 21. Juli ist die Anmeldung<br />

mit Frühbucherrabatt möglich!<br />

https://www.tieraerztetag-west.de/ •<br />

Gemeinsam in die Zukunft – Niedersächsischer Tierärztetag 2025<br />

Vom 16. bis 18. Januar 2025 findet in Hannover<br />

der Niedersächsische Tierärztetag<br />

statt – eine Gemeinschaftsveranstaltung<br />

der Tierärztekammer Niedersachsen, des<br />

Ipt Niedersachsen und Bremen e.V. und des<br />

VbT Niedersachsen e.V., Vereinigung der<br />

Tierärztinnen und Tierarzte im öffentlichen<br />

Dienst.<br />

• Das umfassende Tagungs- und Kongressprogramm<br />

beinhaltet die Themenbereiche<br />

„Kleintiere“, „Pferde“, „Rinder“,<br />

„Schweine“ und „Öffentliches Veterinärwesen“.<br />

4<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

• Spannend verspricht auch die tierartübergreifende<br />

Podiumsdiskussion zum<br />

Thema „Tiermedizin, Tierschutz und<br />

Ethik – Zukunft gestalten“ zu werden.<br />

• Ein umfangreiches Seminarprogramm<br />

zu allen Tierarten (Kleintiere, Heimtiere,<br />

Pferde, Nutztiere inkl. Geflügel) am<br />

ersten Kongresstag (Donnerstag, 16. Januar)<br />

vervollständigt den Tierärztetag.<br />

Auch für Führungskräfte sowie zu den<br />

Themen „Arbeitsschutz“ und „Supervision“<br />

werden Seminare angeboten.<br />

• Der Kongress bietet zudem die Chance,<br />

alte Bekannte zu treffen und neue<br />

Freundschaften zu schließen. Eine innovative<br />

Industrieausstellung versorgt<br />

Sie mit Informationen sowohl zu neuen<br />

wie bewährten Produkten und Dienstleistungen.<br />

Veranstalter ist die <strong>DVG</strong> in Kooperation mit<br />

den genannten Institutionen und Verbänden.<br />

Programm und Informationen:<br />

https://www.niedersaechsischer-​<br />

tieraerztetag.de/<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2024</strong><br />

Der diesjährige <strong>DVG</strong>-Vet-Congress findet<br />

vom 30. Oktober bis 2. November <strong>2024</strong> im<br />

Estrel Congress Center in Berlin statt.<br />

Unter seinem Dach werden wieder zahlreiche<br />

Veranstaltungen durchgeführt. Freuen<br />

Sie sich auf das vielfältige Angebot:<br />

• 70. Jahreskongress der Deutschen<br />

Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Der Jubiläumskongress steht ganz im<br />

Zeichen des Leitmottos der DGK-<strong>DVG</strong>:<br />

Wissenschaft für die Praxis. Ziel ist,<br />

neueste wissenschaftliche Erkenntnisse<br />

zur Anwendung in die tägliche Praxis<br />

zu bringen – zum Wohl von Tier und<br />

Mensch.<br />

• 7. Internationaler Kongress zur Pferdemedizin<br />

und Tagung der AG Pferdeophthalmologie.<br />

<strong>DVG</strong><br />

Vet-Congress<br />

Berlin <strong>2024</strong><br />

www.dvg-vet-congress.de<br />

Vet-Congress<br />

24<br />

30. Oktober - 02. November <strong>2024</strong> I Berlin<br />

mit 3-tägigem<br />

Pferde-<br />

Programm!<br />

mit 2-tägigem<br />

Rinder-<br />

Programm!<br />

Festvortrag zur<br />

Künstlichen<br />

Intelligenz<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 5


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

• Tiergesundheit in der Rinderhaltung –<br />

treten wir auf der Stelle?<br />

Tagung der Deutschen buiatrischen<br />

Gesellschaft und der Fachgruppen „Reproduktionsmedizin“,<br />

„Tierzucht und<br />

Genomik“ und „Tierernährung“.<br />

• Thementag Gastroenterologie<br />

der AG Gastroenterologie der DGK-<strong>DVG</strong><br />

und der Fachgruppe „Tierernährung“ –<br />

nach dem erfolgreichen ersten Thementag<br />

im vergangenen Jahr wird es<br />

diesmal um das Thema „Lebererkrankungen“<br />

gehen.<br />

• Veranstaltung der Gesellschaft für Röntgendiagnostik<br />

genetisch beeinflusster<br />

Skeletterkrankungen bei Kleintieren<br />

e.V. (GRSK)<br />

• Weitere Tagungen<br />

Auch die Jahrestagungen und Veranstaltungen<br />

folgender <strong>DVG</strong>-Gruppierungen<br />

finden im Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-<br />

Congresses statt: Schweinekrankheiten,<br />

Bienen, Chirurgie, Deutsche Gesellschaft<br />

für Tierzahnheilkunde, Tierernährung,<br />

Veterinärmedizinische Anästhesie,<br />

Intensivmedizin, Notfallmedizin<br />

und Schmerztherapie, Versuchstierkunde,<br />

Verhaltensmedizin & Bissprävention,<br />

Naturheilverfahren & Regulationsmedizin,<br />

Arbeitskreis Antibiotikaresistenz,<br />

Arbeitsgruppen Katzenmedizin,<br />

Kleinsäuger, Neurologie und Onkologie<br />

der DGK-<strong>DVG</strong>.<br />

• Zwischen Mensch und Tier: KI als Brücke<br />

zum Verständnis<br />

Festvortrag auf der Eröffnungsveranstaltung<br />

(31. Oktober) mit anschließender<br />

Berliner Sause.<br />

Aktuelle Informationen:<br />

www.dvg-vet-congress.de<br />

•<br />

Initiative Transparente Tierversuche<br />

Die „Initiative Transparente Tierversuche (ITT)“<br />

zielt darauf ab, die transparente und offene<br />

Diskussion zur Forschung mit Tieren weiter<br />

voranzutreiben. Die ITT ist eine Initiative von<br />

„Tierversuche verstehen“ und der Ständigen<br />

Senatskommission für tierexperimentelle<br />

Forschung der Deutschen Forschungsgemeinschaft<br />

(DFG) unter Mitwirkung der Allianz<br />

der Wissenschaftsorganisationen.<br />

Die Initiative richtet sich zum einen an<br />

akademische Institutionen und die forschende<br />

Industrie mit der Aufforderung,<br />

sich der Initiative anzuschließen. Zum anderen<br />

möchte die Initiative die Öffentlichkeit<br />

ermutigen und einladen, die Informationsangebote<br />

der Institutionen und<br />

Unternehmen wahrzunehmen.<br />

Die <strong>DVG</strong> hat die Erklärung der „Initiative<br />

Transparente Tierversuche“ unterzeichnet<br />

und bekennt sich damit zu einer<br />

transparenten und offenen Kommunikation<br />

über Tierversuche.<br />

Hier finden Sie die Erklärung der Initiative<br />

sowie weitere Informationen:<br />

https://www.initiative-transparentetierversuche.de/<br />

•<br />

Satzungsänderungen<br />

Die Delegierten der <strong>DVG</strong> haben auf der Delegiertenversammlung<br />

am 22.11.2023<br />

Satzungsänderungen beschlossen, die inzwischen<br />

im Vereinsregister eingetragen<br />

wurden.<br />

Die Änderungen beinhalten neben einigen<br />

redaktionellen Formulierungen und<br />

einem Gender-Hinweis in der Präambel vor<br />

allem folgende Punkte:<br />

• Der Vorstand sowie auch die Fachgruppenversammlungen<br />

können Beschlüsse<br />

auch außerhalb von Sitzungen, insbesondere<br />

im Rund-um-Verfahren in<br />

schriftlicher Form, mündlich, telefonisch,<br />

oder auf elektronischem Wege<br />

(z.B. E-Mail, Videokonferenz) sowie in<br />

kombinierten Verfahren fassen, wenn<br />

kein Vorstandsmitglied bzw. kein Fachgruppenmitglied<br />

diesem Verfahren widerspricht.<br />

• Delegiertenversammlungen und Fachgruppenversammlungen<br />

können außer<br />

in Präsenz auch online oder hybrid<br />

durchgeführt werden.<br />

Die Möglichkeit der Online- bzw. Hybridversammlung,<br />

die sich während der Pandemie<br />

bewährt hat und zu dieser Zeit durch<br />

eine Ausnahmeregelung im Vereinsrecht<br />

erlaubt wurde, ist nun in der Satzung der<br />

<strong>DVG</strong> verankert.<br />

Die Satzung ist auf der Webseite der<br />

<strong>DVG</strong> zu finden:<br />

https://www.dvg.de/die-dvg/der-verein/ Die aktuelle Satzung der <strong>DVG</strong>. •<br />

6<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Stellungnahmen der <strong>DVG</strong><br />

Die <strong>DVG</strong> wird regelmäßig um fachliche<br />

Stellungnahmen z. B. zu Gesetzesvorhaben<br />

oder -änderungen gebeten; häufig<br />

fragt das Bundesministerium für Ernährung<br />

und Landwirtschaft (BMEL) an, teilweise<br />

ist die Frist zum Einreichen sehr<br />

kurz. Die thematisch relevanten Fachgruppenleitungen<br />

erhalten die Anfragen und<br />

haben die Möglichkeit, Kommentare oder<br />

Anmerkungen zu verfassen. Im Folgenden<br />

finden Sie eine Übersicht über die Anfragen<br />

der letzten Monate. <strong>DVG</strong>-Vorstand<br />

und -Geschäftsstelle danken allen Kolleginnen<br />

und Kollegen, die auf diese Weise<br />

ihre wissenschaftliche Expertise einbringen!<br />

Thema<br />

anfragende<br />

Institution<br />

involvierte Fachgruppen<br />

EU-Tierschutztransportverordnung BMEL Ethologie und Tierhaltung, Tierschutz<br />

EU-Verordungsvorschlag Tierschutz bei<br />

Hunden und Katzen<br />

Tierschutz: EFSA - Öffentliche<br />

Konsultationen zu Tierschutz bei<br />

Puten und Fleisch-/Mastrindern<br />

BMEL-Referentenentwurf - Verordnung<br />

über tierärztliche Hausapotheken<br />

(TÄHAV)<br />

Referentenentwurf zum Tierschutzgesetz<br />

BMEL<br />

BMEL<br />

BMEL<br />

BMEL<br />

Ethologie und Tierhaltung, Tierschutz,<br />

Verhaltensmedizin und Bissprävention<br />

Ethologie und Tierhaltung, Tierschutz,<br />

Geflügelkrankheiten, Deutsche<br />

buiatrische Gesellschaft<br />

Klinische Pharmakologie und Toxikologie<br />

Arbeitsgebiet Tierschutz, Ethologie und<br />

Tierhaltung, Input weiterer Gruppierungen<br />

(Kleinsäuger, Kleine Wiederkäuer<br />

und Neuweltkamele)<br />

Referentenentwurf TÄHAV BMEL Klinische Pharmakologie und Toxikologie<br />

Evaluation der EFSA 2<strong>01</strong>7-<strong>2024</strong> nach<br />

Artikel 61 Absatz 2 und 3 der<br />

Verordnung (EG) Nr. 178/2002<br />

Referentenentwurf - Erstes Gesetz zur<br />

Änderung des Tierarzneimittelgesetzes<br />

BMEL<br />

BMEL<br />

Arbeitsgebiet Lebensmittelsicherheit<br />

und Verbraucherschutz<br />

Klinische Pharmakologie und Toxikologie<br />

Delegiertenversammlung der <strong>DVG</strong><br />

Die Delegiertenversammlung der <strong>DVG</strong> findet<br />

am 30.10.<strong>2024</strong> um 14:00 Uhr im Estrel<br />

Congress Center in Berlin statt.<br />

Vorläufige Tagesordnung:<br />

1. Begrüßung und Feststellung der Beschlussfähigkeit<br />

2. Genehmigung der Tagesordnung<br />

3. Genehmigung des Protokolls der Delegiertenversammlung<br />

vom 22.11.2023<br />

in Berlin<br />

4. Bericht des Präsidenten<br />

5. Bericht des Vizepräsidenten<br />

<strong>DVG</strong>-Forum – digital und gedruckt<br />

Das <strong>DVG</strong>-Forum erscheint seit der Ausgabe<br />

2/2<strong>01</strong>9 als Online-Version mit Blätterfunktion,<br />

verlinkten www-Adressen sowie<br />

E-Mail-Adressen. Wir haben die <strong>DVG</strong>-Mitglieder<br />

in einer Umfrage per E-Mail bzw.<br />

per Post gefragt, welche Version des <strong>DVG</strong>-<br />

Forums sie bevorzugen. Ihrer Mitteilung<br />

entsprechend erhalten Sie die Online-Ausgabe<br />

per Link oder die Print-Ausgabe per<br />

Post zugeschickt. Überlegungen hin zu<br />

mehr Nachhaltigkeit und veränderte Lese-<br />

6. Bericht der Geschäftsführerin<br />

7. Bericht der Kassenprüfer<br />

8. Entlastung des Vorstandes<br />

9. Berichte aus den Arbeitsgebieten, Fachgruppen,<br />

Arbeitsgruppen, Ausschüssen<br />

und Arbeitskreisen<br />

10. Stiftungen, Stipendien und Preise<br />

(Ausschreibungen)<br />

11. Verschiedenes<br />

Die Delegiertenversammlung besteht aus<br />

den Fachgruppen der <strong>DVG</strong>, die durch die<br />

Fachgruppenleitungen vertreten werden.<br />

gewohnheiten haben uns zu dieser Entscheidung<br />

veranlasst. Wir würden uns sehr<br />

freuen, wenn Sie von der Möglichkeit, das<br />

Forum auf diese Weise z. B. auch vom mobilen<br />

Endgerät aus zu nutzen, Gebrauch<br />

machen würden.<br />

Bitte teilen Sie uns mit, wenn Sie künftig<br />

statt der gedruckten die Online-Ausgabe<br />

(oder umgekehrt) erhalten möchten<br />

forum@dvg.de<br />

Tel.: 0641 9844460<br />

<strong>DVG</strong>-Mitglieder, die keine Delegierten sind,<br />

haben Teilnahme-, jedoch kein Rede- und<br />

kein Stimmrecht. Die Delegierten erhalten<br />

rechtzeitig eine Einladung. Weitere Informationen<br />

sind in der Satzung zu finden<br />

(www.dvg.de).<br />

Gendergerechte Sprache<br />

In Artikeln, Beiträgen, Info-Broschüren<br />

und sonstigen Texten verwendet das<br />

Team der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle manchmal<br />

nur die männliche oder weibliche<br />

Berufs-, Status- oder Funktionsbezeichnung.<br />

Gleichzeitig weisen wir, z. B. im Impressum,<br />

immer darauf hin, dass diese<br />

Bezeichnungen für alle Geschlechter gelten.<br />

Uns ist bewusst, dass dies keine<br />

Ideallösung ist und nicht allen gerecht<br />

wird. Die bessere Lesbarkeit sowie auch<br />

die Tatsache, dass es mehr als weibliches<br />

und männliches Geschlecht gibt, liegen<br />

dieser Entscheidung zugrunde. Wie andere<br />

Autorinnen und Autoren Berufs-,<br />

Status- oder Funktionsbezeichnungen in<br />

ihren Beiträgen verwenden, überlassen<br />

wir ihnen. Daher finden sich im <strong>DVG</strong>-Forum<br />

im Hinblick auf gendergerechte<br />

Sprache unterschiedliche Schreibweisen.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 7


<strong>DVG</strong>-VET-<br />

PROGRESS<br />

BERLIN-GIESSENER-KLEINTIERMODULE<br />

Fortbildungsreihe für die Kleintierpraxis/-klinik<br />

© A. Moritz © K. Müller © pixabay.de<br />

Progress yourself – ideal zur Vorbereitung auf die Fachtierarztprüfung<br />

oder als „Update“ auf dem Gebiet der Kleintiermedizin.<br />

Jeweils freitags und samstags in Berlin und online.<br />

Information & Anmeldung<br />

<strong>DVG</strong> Service GmbH<br />

An der Alten Post 2 I 35390 Gießen<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Web: www.dvg-vet-progress.de


<strong>DVG</strong> ALLGEMEIN<br />

Fachgruppenversammlungen<br />

In der 2. Jahreshälfte <strong>2024</strong> führen voraussichtlich<br />

folgende Gruppierungen der <strong>DVG</strong><br />

ihre Versammlungen im Rahmen ihrer Jahrestagungen<br />

bzw. des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses<br />

durch:<br />

FG Parasitologie und parasitäre Krankheiten<br />

(08.–10.07.<strong>2024</strong>, Hannover)<br />

FG Epidemiologie und Dokumentation<br />

(04.–06.09.<strong>2024</strong>, Salzburg, A)<br />

FG AVID (11.–13.09.<strong>2024</strong>, Kloster Banz)<br />

FG Kleine Wiederkäuer und Neuweltkamele<br />

(11.–13.09.<strong>2024</strong>, Hannover)<br />

Fachgruppen des Arbeitsgebietes „Lebensmittelsicherheit<br />

und Verbraucherschutz“<br />

(24.–27.09.<strong>2024</strong>, Garmisch-Partenkirchen)<br />

Deutsche Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>, 30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

AG Gastroenterologie der DGK-<strong>DVG</strong><br />

(30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

AG Kardiologie der DGK-<strong>DVG</strong> (30.10.–<br />

02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

AG Onkologie der DGK-<strong>DVG</strong> (30.10.–<br />

02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

Deutsche buiatrische Gesellschaft<br />

(DbG-<strong>DVG</strong>, 30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

FG Schweinekrankheiten<br />

(30.10.-02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

FG Chirurgie (30.10.–02.11.<strong>2024</strong>,<br />

Berlin)<br />

FG Veterinärmedizinische Anästhesie,<br />

Intensivmedizin, Notfallmedizin und<br />

Schmerztherapie<br />

(VAINS, 30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde<br />

(DGT-<strong>DVG</strong>, 30.10.–02.11.<strong>2024</strong>,<br />

Berlin)<br />

FG Bienen (30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

FG Verhaltensmedizin und Bissprävention<br />

(30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

FG Tierernährung (30.10.–02.11.<strong>2024</strong>,<br />

Berlin)<br />

FG Naturheilverfahren und Regulationsmedizin<br />

(30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

FG Versuchstierkunde<br />

(30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

AK Forensische Veterinärmedizin<br />

(30.10.–02.11.<strong>2024</strong>, Berlin)<br />

FG Ethologie und Tierhaltung<br />

(28.–30.11.<strong>2024</strong>, Freiburg i.Br.)<br />

Die Tagesordnungen mit dem jeweiligen<br />

Versammlungsort und dem genauen Termin<br />

wird den Fachgruppenmitgliedern<br />

rechtzeitig per E-Mail zugestellt.<br />

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich<br />

gern an die Geschäftsstelle:<br />

info@dvg.de<br />

Tel.: 0641 9844460<br />

Regionaler und<br />

exklusiver Außendienst<br />

für Tierarztpraxen<br />

Der Spezialist für Tierkrankenversicherungen<br />

Versicherungsschutz<br />

in allen Lebenslagen!<br />

Sie wollen mehr über<br />

Santévet erfahren?<br />

tierarzt@santevet.de<br />

Santévet erstattet bis zum<br />

4-fachen GOT-Satz inkl. Notdienstgebühr.<br />

069 98949086<br />

Montag bis Freitag von 9 bis 18 Uhr<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 9<br />

Die Tierkrankenversicherung unter der Marke Santévet wird angeboten von der Vetassur SARL als bevollmächtigter Versicherungsvertreter der Allianz<br />

Versicherungs-Aktiengesellschaft.<br />

Den genauen Leistungsumfang entnehmen Sie bitte unseren Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB). © Santévet - April <strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Infektionskrankheiten und Resistenzprobleme beim Kleintier / <strong>DVG</strong>-Vet-Progress<br />

Logo: <strong>DVG</strong><br />

Tagungsleiterin Prof. Dr. Barbara Kohn begrüßte die Teilnehmenden. Foto: <strong>DVG</strong><br />

Logo: TZR<br />

Am 12. April fanden im Weiterbildungszentrum<br />

Veterinarium Progressum auf<br />

dem Campus Düppel der Freien Universität<br />

(FU) Berlin die 2. Düppeler Infektionsund<br />

Resistenztage zum Thema „Infektionskrankheiten<br />

und Resistenzprobleme<br />

beim Kleintier: Probleme und Lösungsansätze“<br />

statt.<br />

Die Veranstaltung wurde als gemeinsames<br />

Event des Tiermedizinischen Zentrums<br />

für Resistenzforschung (TZR) und der<br />

Veranstaltungsreihe <strong>DVG</strong>-Vet-Progress –<br />

Berlin-Gießener Kleintiermodule (4. Modul<br />

„Infektionskrankheiten“) durchgeführt.<br />

Das 4. Modul wurde am Samstag, den 13.<br />

April, fortgesetzt.<br />

Am ersten Tag wurden in spannenden<br />

und aktuellen Vorträgen die Themenblöcke<br />

„Resistente Bakterien im klinischen Fokus“,<br />

„Diagnostik und Bekämpfung resistenter<br />

Bakterien“, „Infektionskrankheiten:<br />

Alternative Therapie – Prävention“ sowie<br />

„Vektoren, Parasiten und Antiparasitika-<br />

Resistenzen“ angesprochen. Am zweiten<br />

Tag ging es um Herzwürmer, Virusinfektionen<br />

bei Hund und Katze, Zoonosen sowie<br />

zeckenübertragene bakterielle Infektionskrankheiten,<br />

Tetanus beim Kleintier und<br />

Leishmaniose. Die Teilnehmenden erfuhren<br />

neueste Erkenntnisse und diskutierten<br />

fachlich Umsetzbares für Praxis und Klinik.<br />

Die Fortbildungsreihe „Berlin-Gießener-Kleintiermodule“<br />

unter dem Dach von<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Progress bietet mit insgesamt 20<br />

Modulen innerhalb des Zeitraums von<br />

dreieinhalb Jahren einen Überblick über<br />

Prof. Dr. Maximilian von Kleist bei seiner Präsentation zu Möglichkeiten<br />

der Vorhersage der Pathogenevolution. Foto: <strong>DVG</strong><br />

Dr. Antina Lübke-Becker berichtete über einen spannenden Fall des<br />

Auftretens von S. aureus in einer Familie und ihren Katzen. Foto: <strong>DVG</strong><br />

10<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

In den Pausen konnten sich die Teilnehmenden in der Indiustrieausstellung<br />

informieren. Foto: <strong>DVG</strong><br />

Veranstaltungsort war das Veterinarium Progressum auf dem Campus<br />

Düppel des Fachbereichs Veterinärmedizin der FU Berlin. Foto: Uwe Leinen<br />

die Kleintiermedizin sowie einen Einblick<br />

in die Heimtiermedizin. Diese Fort- und<br />

Weiterbildungsreihe vermittelt praktizierenden<br />

Tierärztinnen und Tierärzten Wissen<br />

und Kompetenzen auf hohem fachlichen<br />

und wissenschaftlichen Niveau. Die<br />

Modulreihe ist ein Kooperationsprojekt<br />

der <strong>DVG</strong> mit der FU Berlin, der Justus-Liebig-Universität<br />

(JLU) Gießen und der Deutschen<br />

Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>). Sie eignet sich z. B. als Vorbereitung<br />

auf die Fachtierarztprüfung sowie<br />

als ein „Update“ auf dem Gebiet der Kleintiermedizin.<br />

Die Module finden an Freitagen<br />

von 14:00 bis 18:30 Uhr sowie an<br />

Samstagen von 9:00 bis 17:30 Uhr als Präsenzveranstaltung<br />

in Berlin statt. Die Online-Zuschaltung<br />

wird angeboten. Themen<br />

der weiteren Module sind:<br />

• Heimtierkrankheiten<br />

(13. & 14. September <strong>2024</strong>)<br />

• Bildgebende Diagnostik<br />

mit Strahlenschutzkurs<br />

(11. & 12. Oktober <strong>2024</strong>)<br />

• Gastrointestinaltrakt<br />

(13. & 14.12.<strong>2024</strong>)<br />

• Knochen-, Muskel-, Sehnenerkrankungen<br />

• Gelenkerkrankungen<br />

• Hämatologie<br />

• Gynäkologie, Geburtshilfe,<br />

Neonatologie<br />

• Neurologie<br />

• Ophthalmologie<br />

• Kardiologie<br />

• Anästhesiologie und Intensivmedizin<br />

• Dermatologie<br />

• Infektionskrankheiten Teil 2 /<br />

Veterinary Public Health<br />

Weitere Informationen, Programm und<br />

Anmeldungen finden Sie unter:<br />

https://www.dvg-vet-progress.de/<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

•<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Neues aus der AG Kleinsäuger der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Wir freuen uns, dass die Kleinsäugermedizin<br />

unter den Mitgliedern der <strong>DVG</strong> immer<br />

beliebter wird und unsere AG mittlerweile<br />

313 Mitglieder aufweisen kann (Stand Mai<br />

<strong>2024</strong>).<br />

Journal Clubs<br />

Am 8. April sowie am 13. Mai fanden wieder<br />

zwei allgemeine Journal Clubs Kleinsäuger<br />

statt und beleuchteten unter anderem<br />

die Themen „Adipositas bei Heimkaninchen“<br />

und „Die neurologische Untersuchung<br />

beim Meerschweinchen“ näher. An<br />

dieser Stelle noch einmal ein herzliches<br />

Dankeschön an alle freiwilligen Referentinnen,<br />

ohne die die Durchführung unseres<br />

Journal Clubs nicht möglich wäre.<br />

Foto: aleksandr, Fotolia.com<br />

AG Kleinsäuger goes Social Media<br />

Seit Oktober 2022 ist die AG Kleinsäuger<br />

nun auch auf Instagram und Facebook<br />

unterwegs. Stand Mai <strong>2024</strong> haben wir 735<br />

(Instagram) bzw. 717 (Facebook) Follower.<br />

Folgen Sie uns, lesen Sie uns, liken Sie uns!<br />

Wir freuen uns auf Sie!<br />

(@dvg_ag_Kleinsaeuger).<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 11


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Kongresse<br />

Die 6. ICARE in Gent vom 20. bis 24. Mai<br />

<strong>2024</strong> wurde als größter europäischer Kongress<br />

zum Thema Heimtier-, Vogel- und<br />

Reptilienmedizin von vielen Kleinsäugerpraktikern<br />

schon sehnsüchtig erwartet.<br />

Auch wir freuten uns schon darauf und waren<br />

mit Vorträgen zum Thema Urogenitaltrakt<br />

sowie Postern vertreten.<br />

Bei dem diesjährigen <strong>DVG</strong>-Vet-Congress<br />

vom 30.Oktober bis 2. November im<br />

Berliner Estrel Congress Center ist auch die<br />

AG Kleinsäuger erneut mit dabei. Neben<br />

neuen Erkenntnissen zu Magen-Darm-Erkrankungen<br />

bei Kaninchen werden die<br />

wichtigen Themen Schmerzbeurteilung<br />

und Schmerzmanagement bei Kleinsäugern<br />

behandelt.<br />

Auch auf dem bpt-Kongress in Hannover<br />

(14. bis 16. November <strong>2024</strong>) sowie auf<br />

dem Niedersächsischen Tierärztetag (16.<br />

bis 18. Januar 2025) werden wir in kleinerem<br />

Rahmen vertreten sein. Schauen Sie<br />

doch vorbei!<br />

Die Planungen für die Augsburger Thementage<br />

(30. Mai bis 1. Juni 2025) sind<br />

weiterhin in vollem Gange. Wir freuen uns<br />

darauf, Ihnen ein spannendes Programm<br />

zum Thema Zahnmedizin in Kürze vorstellen<br />

zu dürfen!<br />

Weitere Informationen zu anstehenden<br />

Veranstaltungen finden Sie auch unter<br />

www.dvg-kleinsaeuger.de<br />

oder<br />

www.dvg-vet-congress.de<br />

PD. Dr. Kerstin Müller und Dr. Milena Thöle<br />

Leiterinnen der AG Kleinsäuger •<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

AG Katzenmedizin: Thementage „Patient Katze“ / Podcasts / ISFM-Forum<br />

ein spannendes Vortragsprogramm, die<br />

Posterausstellung sowie die beiden Masterclasses<br />

„Internistische Katzenfälle“ /<br />

„Katzenzähne“. Auch für TFA wird ein Vortragsprogramm<br />

„Katze“ angeboten sowie<br />

zwei Seminare (Aktualisierung Strahlenschutz<br />

/ Laborkurs).<br />

Die Anmeldung mit Frühbucherrabatt ist<br />

bis zum 21. Juli möglich.<br />

Programm und Anmeldung:<br />

https://www.tieraerztetag-west.de/<br />

Foto: Nennieinszweidrei, pixabay.com<br />

In der AG Katzenmedizin hat sich in den<br />

vergangenen Monaten viel getan: Die Thementage<br />

„Patient Katze“, die dieses Jahr im<br />

Rahmen des Tierärztetages West stattfinden,<br />

wurden vorbereitet und die Podcastreihe<br />

„Aus der Wissenschaft in Ihre Ohren“<br />

sowie das deutschsprachige ISFM-Forum<br />

gingen an den Start.<br />

Thementage „Patient Katze“ auf<br />

dem Tierärztetag West<br />

Auf dem Tierärztetag West in Dortmund<br />

geht es bei den Thementagen „Patient Katze“<br />

vom 31. August bis zum 1. September<br />

um das Schwerpunktthema „Von Pankreas<br />

bis Dickdarm – Einblicke in Magen-<br />

Darm-Erkrankungen.“ Freuen Sie sich auf<br />

Aus der Wissenschaft in Ihre<br />

Ohren – Podcastreihe der AG<br />

Katzenmedizin<br />

Exklusiv für die Mitglieder der AG Katzenmedizin<br />

erscheint seit Januar <strong>2024</strong> etwa<br />

alle zwei Wochen eine Folge der Podcastreihe<br />

„Aus der Wissenschaft in Ihre Ohren“.<br />

In den Podcasts werden jeweils die wichtigsten<br />

Aspekte einer aktuellen wissenschaftlichen<br />

Studie oder eines aktuellen<br />

Reviews mit Take Home Message zur klinischen<br />

/ praktischen Umsetzung vorgestellt.<br />

Themen waren bislang u. a. FeLV,<br />

12<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


AG Katzenmedizin<br />

der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Tierärztetag West<br />

Der Kammerkongress<br />

mit Tagung der AG Katzenmedizin<br />

30.08. - <strong>01</strong>.09.<strong>2024</strong> I Dortmund<br />

www.tieraerztetag-west.de<br />

ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

T<br />

Vorträge – Masterclasses – TFA<br />

FGF23, Hypertension, FIP, MDR1, Calicivirus-Infektion<br />

und Xenotransfusion.<br />

Deutschsprachiges Internet-Forum<br />

der ISFM<br />

In Zusammenarbeit mit der ISFM (International<br />

Society of Feline Medicine) wurde<br />

ein deutschsprachiges, Internet-basiertes<br />

Diskussionsforum eingerichtet. Mitglieder<br />

der AG Katzenmedizin finden hier eine mo-<br />

derne Plattform, um sich kollegial und einfach<br />

zu Patienten, Medikamenten und allem<br />

Katzen-Medizinischen auszutauschen.<br />

Und das auf Deutsch und ohne, dass eine<br />

separate ISFM-Mitgliedschaft vorausgesetzt<br />

wird. Die Plattform kann über alle digitalen<br />

Endgeräte mit einem Browser genutzt<br />

werden: Desktop, Laptop, Tablet und<br />

Smartphone.<br />

Haben Sie Interesse an den Podcasts<br />

und dem Internet-Forum, sind aber noch<br />

kein Mitglied der AG Katzenmedizin? Schicken<br />

Sie uns eine Nachricht, wir senden Ihnen<br />

ein Aufnahmeformular (zusätzl. Jahresbeitrag<br />

von 35,70 Euro inkl. MwSt.):<br />

info@dvg.de<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

•<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

AG Onkologie der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Die AG Onkologie traf sich im Rahmen des<br />

letzten <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses erstmals in<br />

einem längeren Format. Zusätzlich zur<br />

jährlichen Mitgliederversammlung konnten<br />

sich einzelne Arbeitsgruppen in Kurzvorträgen<br />

vorstellen. Das Ziel eines besseren<br />

Austausches zwischen den einzelnen<br />

Praxen/Kliniken konnte erreicht werden.<br />

Daher ist für dieses Jahr eine eigene Kurztagung<br />

am Donnerstag vor dem eigentlichen<br />

Kongress geplant (31.10.<strong>2024</strong>). Sollte<br />

sich das Format bewähren, ist an eine<br />

jährliche Wiederholung gedacht.<br />

Gemeinsam mit der FG Chirurgie veranstaltete<br />

die AG Onkologie im Juni mit<br />

dem „Surgical oncology meeting“ eine<br />

hoch spezialisierte Tagung mit dem Thema<br />

„Fibrosarkom“. Die Tagung fand mit<br />

internationalen Spezialistinnen und Spezialisten<br />

in Gießen statt.<br />

Weiterhin wurde auf der letzten Mitgliederversammlung<br />

eine Arbeitsgruppe<br />

etabliert, die sich mit den Möglichkeiten<br />

einer Zusatzbezeichnung Onkologie beschäftigt.<br />

Im Fachgebiet Onkologie ist dies<br />

besonders komplex, da zunehmend mindestens<br />

drei verschiedene Spezialgebiete<br />

vorhanden sind. Es wird spannend sein,<br />

wie man die Spezialisierungen der chirurgischen<br />

Onkologie, der medizinischen Onkologie<br />

und der Radiotherapie in einem<br />

Weiterbildungsgang vereinen kann. Weitere<br />

Informationen wird es auf der nächsten<br />

Mitgliederversammlung geben.<br />

Dr. Stefan Scharvogel<br />

1.Vorsitzender der AG Onkologie <br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 13


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Die Gesellschaft zur Förderung Kynologischer Forschung e.V.<br />

Die Gesellschaft zur Förderung Kynologischer<br />

Forschung e.V. (gkf) wurde 1994 mit<br />

dem Ziel gegründet, Forschung für den<br />

Hund zu initiieren, zu fördern und finanziell<br />

zu unterstützen. Die finanziellen Mittel<br />

setzen sich aus Mitgliedsbeiträgen und<br />

Spenden zusammen.<br />

Die Fördersummen lagen z. B. im Jahr<br />

2020 bei 100.096 Euro und 2021 bei 119.700<br />

Euro. Insgesamt wurden bereits ca. 3,2 Mio<br />

Euro an Forschende seit der Gründung ausgezahlt.<br />

Zweimal im Jahr können Anträge eingereicht<br />

werden. Der Forschungsausschuss<br />

berät sehr intensiv über die wissenschaftliche<br />

Qualität der Anträge, die Bedeutung<br />

der Forschung für die Kynologie, aber auch<br />

über den Nutzen der zu erwartenden Ergebnisse<br />

für die Mitglieder und Förderer<br />

der gkf. Nach einer ersten Auswahl werden<br />

zu den Anträgen zwei Gutachten von Spezialisten/innen<br />

im jeweiligen Fachgebiet<br />

eingeholt. Nach erneuter Diskussion und<br />

Bewertung beschließt der Forschungsausschuss<br />

dann die Förderung oder auch eine<br />

Ablehnung. Damit Sie einen Eindruck über<br />

das Spektrum der Forschungsaktivitäten<br />

bekommen, sind hier beispielhaft aktuell<br />

geförderte Projekte sowie bereits kürzlich<br />

abgeschlossene Studien genannt.<br />

• Prof. Dr. Stephanie Krämer, Gießen<br />

Konzepte und Strategien zur Steigerung<br />

des Tierwohls und stetigen Optimierung<br />

des Tierschutzes in der tierärztlichen Ausbildung<br />

an der Justus-Liebig-Universität<br />

Gießen (abgeschlossen)<br />

• Prof. Dr. Wolfgang Bäumer, Berlin<br />

Einsatz von Bakteriophagen zur Behandlung<br />

der Otitis des Hundes ausgelöst<br />

durch Pseudomonas aeruginosa (abgeschlossen)<br />

• Dr. Andrea V. Volk, Hannover<br />

Untersuchungen zur Ätiologie und Pathogenese<br />

der primären sekretorischen<br />

Otitis media beim caninen Brachyzephalen,<br />

zielfokusiert auf mögliche Therapieansätze<br />

in der Zukunft (abgeschlossen)<br />

• Dr. Johanna Rieder, Hannover<br />

Die Bedeutung von DNA-Netzen bei Hunden<br />

mit chronischen Darmerkrankungen<br />

und bei der Immunabwehr gegen bakterielle<br />

Infektionserreger<br />

• Vanessa Dreller, Gießen<br />

Vergleich zweier in-house Kultursysteme<br />

für die Diagnostik der kaninen bakteriellen<br />

Zystitis und des Effekts einer unterschiedlich<br />

langen antibiotischen Therapie<br />

mit Amoxicillin-Clavulansäure hinsichtlich<br />

Genesung und Rezidivrate<br />

(Abschlussbericht in gkf-Info)<br />

• Dr. Anna-Lena Proksch, Gießen<br />

Evaluation von Gallensäuren- und Mikrobiota-Profilen<br />

als potentielle neue Biomarker<br />

in der Diagnostik von Lebererkrankungen<br />

am Beispiel des portosystemischen<br />

Shunts beim Hund (Abschlussbericht<br />

in gkf-Info)<br />

• PD Dr. Mirja Christine Nolff, Zürich<br />

Untersuchung von Zielgerichteter Nah-<br />

Infrarot Bildgebung zur Verbesserung der<br />

Resektionsgenauigkeit von Weichteilsarkomen<br />

beim Hund<br />

• Jan Christian Wohlsein, Hannover<br />

Pathomorphologische und labordiagnostische<br />

Untersuchung von Neutrophil<br />

Extracellular Traps bei Hunden mit steroid-responsiver<br />

Meningitis<br />

• Prof. Dr. Nadine Paßlack, München,<br />

Prof. Dr. Jürgen Zentek, Berlin<br />

Vom Wolf zum Hund – Ernährungsbiologische<br />

Untersuchungen zum Einsatz<br />

„neuer“ Proteinquellen (Leguminosen, Insekten)<br />

sowie zu der Relevanz des Getreideanteils<br />

in der Ernährung von Hunden<br />

• Pauline Rehder und Prof. Dr. Sandra<br />

Goericke-Pesch, Hannover<br />

Infertilität beim Rüden und chronische<br />

immun-mediierte Orchitis: Welche Rolle<br />

spielen die Sertolizellen?<br />

• Prof. Dr. Marcus Fulde, Berlin<br />

Unravelling the failure of antibiotic treatment<br />

in dogs with infective endocarditis:<br />

modelling biofilm formation on canine<br />

heart valves and antibiotic response in<br />

biofilms under shear stress conditions<br />

• Dr. Michele C. Klymiuk und Prof. Dr. Dr.<br />

Stefan Arnhold, Gießen<br />

Extrazelluläre Vesikel zur supportiven<br />

Therapie der caninen Osteoarthrose<br />

• PD Dr. Mirja Christine Nolff und Dr.<br />

Katrin Beckmann, Zürich<br />

Vergleichende Untersuchung von Indocyanin<br />

Grün und AngiostampTM zur Verbesserung<br />

der chirurgischen Therapie bei Hunden<br />

mit peripheren Nervenscheidentumoren<br />

des Plexus brachialis oder lumbalis<br />

• Prof. Dr. Irena Czycholl, Kiel<br />

Beurteilung der Folgen kongenitaler<br />

Brachyurie aus ethologischer Sicht<br />

• Prof. Dr. Marion Schmicke, Hannover<br />

Charakterisierung des Hypoadrenokortizismus<br />

(Morbus Addison) und Hyperadrenokortizismus<br />

(Morbus Cushing) des Hundes<br />

als Non-thyroidal Illness (NTI) mittels eines<br />

erweiterten Schilddrüsenhormonpanels<br />

Der Erfolg unserer Gesellschaft wird nicht<br />

nur durch motivierte und aktive Wissenschaftler/innen<br />

garantiert, sondern ist<br />

überhaupt erst durch das finanzielle Engagement<br />

vieler einzelner Förderer möglich.<br />

Wir wünschen uns, dass Sie, liebe Kolleginnen<br />

und Kollegen, sich ein wenig Zeit<br />

nehmen und die Homepage der gkf oder<br />

das aktuelle gkf-Info anschauen und natürlich<br />

würden wir uns sehr freuen, wenn<br />

wir Sie als neue Mitglieder begrüßen und<br />

Ihnen Aktuelles aus der kynologischen<br />

Forschung mit dem gkf-Info zuschicken<br />

könnten.<br />

https://www.gkf-bonn.de/<br />

Für den Forschungsausschuss der gkf<br />

Prof. Dr. Andreas Moritz<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. Martin Fischer •<br />

14<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR KLEINTIERMEDIZIN (DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

Ettlinger Thementage – ruhig Blut bewahren!<br />

Die Thementage fanden in der Stadthalle in Ettlingen statt.<br />

Vom 24. bis 26. Mai fanden die Thementage<br />

der DGK-<strong>DVG</strong> erstmals in Ettlingen<br />

statt. Die idyllische Stadt, am Fuß des<br />

Schwarzwaldes und in direkter Nähe zu<br />

Karlsruhe gelegen, stellte sich als sehr angenehmer<br />

Veranstaltungsort heraus, in<br />

dem die Stadthalle als Tagungslocation,<br />

die Hotels und die historische Altstadt<br />

fußläufig erreichbar waren.<br />

Das Thema lautete „Ruhig Blut bewahren!<br />

– Hämatologische Erkrankungen bei<br />

Hund und Katze“. Die etwa 150 Teilnehmenden<br />

wurden von der wissenschaftlichen<br />

Tagungsleiterin Dr. Dorothee Dahlem<br />

(Ettlingen) herzlich begrüßt. Auch der DGK-<br />

<strong>DVG</strong>-Präsident Prof. Dr. Andreas Moritz<br />

(Gießen) sprach Grußworte.<br />

Dr. Dahlem hatte ein spannendes Programm<br />

zu einem Thema zusammengestellt,<br />

das Praktikerinnen und Praktikern in<br />

der Kleintiermedizin täglich begegnet. So<br />

sind Zytopenien, leukämoide Leukozytose,<br />

Hämostasestörung, Infektionserkrankungen<br />

und neoplastische Erkrankungen<br />

Die wissenschaftliche Tagungsleiterin<br />

Dr. Dorothee Dahlem (Mitte) mit<br />

DGK-<strong>DVG</strong>-Präsident Prof. Dr. Andreas Moritz und<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsführerin PD Dr. Susanne Alldinger.<br />

nur wenige Beispiele für die Pathologien<br />

des hämatologischen Systems, mit denen<br />

jede Tierärztin und jeder Tierarzt konfrontiert<br />

wird – unabhängig von der gewählten<br />

Fachrichtung. Hier wurde besonders deutlich,<br />

wie wichtig die Zusammenarbeit von<br />

Kolleginnen und Kollegen verschiedener<br />

Fachrichtungen ist, um die vierbeinigen<br />

Patienten optimal versorgen zu können.<br />

Die Tagung begann am 24. Mai mit drei<br />

Seminaren (Ultraschall, Zytologie, Interaktive<br />

Fallbesprechung) und setzte sich am<br />

25. und 26. Mai mit dem Vortragsprogramm<br />

fort. Auch tiermedizinische Fachangestellte<br />

konnten am Samstag eine<br />

Fortbildungsveranstaltung besuchen. Die<br />

Industrieausstellung bot in den Pausen Informationen<br />

über neue und bewährte Produkte.<br />

Tagungsleitung und <strong>DVG</strong>-Team bedanken<br />

sich bei den Sponsoren und Ausstellern<br />

für die freundliche Unterstützung,<br />

insbesondere bei Dechra, Scil und Vet-Concept.<br />

Die Industrieausstellung war in den Pausen stets gut besucht.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong> <br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 15


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

FACHGRUPPE „CHIRURGIE“<br />

Aktuelles aus der Fachgruppe „Chirurgie“<br />

Am Donnerstag, den 31.10.<strong>2024</strong> findet<br />

zum 16. Mal die Fachgruppentagung im<br />

Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses statt.<br />

Auf dieser Fachtagung haben junge Nachwuchswissenschaftlerinnen<br />

und Nachwuchswissenschaftle<br />

die Möglichkeit, ihre<br />

Forschungsergebnisse aus den Bereichen<br />

Chirurgie, Neurologie und bildgebende<br />

Diagnostik einer Jury aus mehreren Diplomates<br />

des ECVS vorzustellen. Zusätzlich<br />

werden einige erfahrene Kolleginnen<br />

und Kollegen eigene Themen präsentieren.<br />

Wir hoffen, dass sich in diesem Jahr zahlreiche<br />

interessierte Teilnehmende einfinden<br />

werden und es wieder eine gelungene<br />

Veranstaltung wird wie 2023.<br />

In Zusammenarbeit mit der AG Onkologie<br />

der DGK-<strong>DVG</strong> veranstaltete die Fachgruppe<br />

„Chirurgie“ eine Expertentagung<br />

zum Thema „Weichteilsarkome“ in Gießen.<br />

Gemeinsam mit der AG Onkologie der DGK-<strong>DVG</strong> veranstaltete die Fachgruppe „Chirurgie“ ein<br />

„Surgical oncology meeting“. Foto: C. Peppler<br />

Die Referenten waren PD Dr. Mirja Nolff,<br />

Zürich, Prof. Dr. Damiano Stefanello, Mailand<br />

(I), Dr. Jonathan Bray, Guildford (UK),<br />

und Dr. Martin Kessler, Hofheim. Die Ta-<br />

gung fand am 14. und 15. Juni in Gießen<br />

statt.<br />

Dr. Christine Peppler<br />

Fachgruppenleiterin<br />

•<br />

FACHGRUPPE „CHIRURGIE“<br />

Intensivseminar „Arthroskopie“<br />

Am 8. und 9. März führte die Fachgruppe<br />

„Chirurgie“ ein Intensivseminar „Arthroskopie“<br />

in Gießen durch. Die Zahl der Teilnehmenden<br />

war auf 10 begrenzt, so dass<br />

ein wirklich intensives Arbeiten und Lernen<br />

garantiert war. In anschaulichen Präsentationen<br />

und praktischen Übungen<br />

brachten Dr. Christine Peppler (Gießen)<br />

und Dr. Philipp Winkels (Erftstadt) den Teilnehmenden<br />

die Arthroskopie an Knie- und<br />

Hüftgelenk nahe. Neben Technik und Fallbeispielen<br />

ging es in Live Demos u. a. um<br />

die Meniskusdiagnostik. Strategien zur<br />

Etablierung der Arthroskopie in der Praxis<br />

rundeten die intensive Fortbildung ab.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle • Die Referierenden des Arthroskopie-Seminar: Dr. Christine Peppler und Dr. Philipp Winkels. Foto: <strong>DVG</strong><br />

16<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR TIERZAHNHEILKUNDE (DGT-<strong>DVG</strong>)<br />

ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

19. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde<br />

Keynotespeaker Prof. Dr. Peter Eickholz (links)<br />

erhielt „Zahn-Pasta“ von Dr. Michael Hartmann.<br />

Die 19. Jahrestagung der DGT fand inzwischen<br />

schon traditionell im Vorkongressprogramm<br />

des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses<br />

am 23. November 2023 statt. Insgesamt<br />

424 angemeldete Teilnehmerinnen und<br />

Teilnehmer zeugen von einem bisher nie<br />

dagewesenen Interesse an qualifizierter<br />

Fortbildung in unserer auch weiterhin aufstrebenden<br />

Fachrichtung, und das, obwohl<br />

sich das Fortbildungsangebot in den<br />

letzten Jahren erheblich erweitert hat.<br />

Der gerade in seinem Amt bestätigte<br />

Präsident der <strong>DVG</strong>, Prof. Martin Kramer, eröffnete<br />

mit seinem Grußwort das vielseitige<br />

Programm und erhielt vom wissenschaftlichen<br />

Leiter der Tagung, Dr. Michael<br />

Hartmann, als Dank für die von der <strong>DVG</strong><br />

gewährte Unterstützung der Arbeit der Gesellschaft<br />

„Zahn-Pasta“ – d. h. Nudeln in<br />

Zahnform, um auch weiterhin den entsprechenden<br />

Biss zu haben.<br />

Als Schwerpunktthema war in diesem<br />

Jahr die Parodontologie ausgewählt worden<br />

und 16 Referent:innen hielten insgesamt<br />

23 Vorträge – wie gewohnt in zwei<br />

parallelen Vortragssträngen (Advanced<br />

und Basic). Neben zahlreichen renommierten<br />

Referent:innen aus dem In- und Ausland<br />

wurde das Tagungsprogramm zum<br />

großen Teil auch von den eigenen Mitgliedern<br />

gestaltet. Also in der Tat ein Kongress<br />

„von“ Mitgliedern „für“ Mitglieder.<br />

Besonderes Interesse weckten die Vorträge<br />

von Dr. Brook Niemiec (Dipl. AVDC,<br />

Dipl. EVDC) aus San Diego, einem seit Jahren<br />

gefragten Referenten auf allen internationalen<br />

Zahnkongressen.<br />

Mit Dr. Matthias Eberspächer-Schweda<br />

(Präsident der ÖGTZ) und Dr. Gottfried<br />

Morgenegg (Vorstandsmitglied der SSVD)<br />

waren auch zwei Vertreter der befreundeten<br />

tierärztlichen Fachgesellschaften aus<br />

Österreich und der Schweiz der Einladung<br />

als Referent nach Berlin gefolgt.<br />

Im Mittagsblock nahmen alle Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer gemeinsam im<br />

Saal A teil, denn hier warteten einige besondere<br />

Highlights. So ermöglichte der<br />

ehemalige Präsident der Deutschen Gesellschaft<br />

für Parodontologie, Prof. Dr. Peter<br />

Eickholz von der Johann-Wolfgang-<br />

Goethe-Universität aus Frankfurt, mit seinem<br />

Vortrag „Was ist Parodontitis und was<br />

kann man dagegen tun?“ einen spannenden<br />

Blick über den Tellerrand hinaus und<br />

gab auch gleich Antworten aus Sicht der<br />

Humanzahnheilkunde auf die in den Vorträgen<br />

des Vormittags aufgeworfenen Fragen.<br />

Preisträgerin des in diesem Jahr von<br />

der DGT gemeinsam mit der Firma Dechra<br />

verliehenen Erwin-Becker-Preises war Frau<br />

Dr. Doris Baumgartner von der Vetmeduni<br />

Wien. Der Becker-Preis wird im jährlichen<br />

Wechsel auf dem Gebiet der Klein- und<br />

Heimtierzahnheilkunde sowie auf dem<br />

Gebiet der Pferdezahnheilkunde ausgelobt.<br />

Namensgeber ist Prof. Erwin Becker,<br />

der ein in Lehre und Forschung sehr innovativer<br />

Hochschullehrer an der FU Berlin<br />

war.<br />

Die Preisträgerin bekam im Anschluss<br />

an die Preisübergabe auch gleich Gelegenheit,<br />

ihre Arbeit zum Thema „3D gedruckte<br />

patientenspezifische Implantate zur<br />

Überbrückung von größeren Unterkieferdefekten“<br />

einem interessierten Publikum<br />

vorzustellen. Ein Forschungsprojekt, an<br />

dem sicher auch Prof. Becker seine aufrichtige<br />

Freude gehabt hätte.<br />

Es schloss sich der Dank an die beteiligten<br />

Industriepartner an, die einzeln auf<br />

die Bühne gerufen wurden und deren<br />

Unterstützung bei den vielfältigen Aktivitäten<br />

der DGT vom Vorstand mit einer Erinnerungsmedaille<br />

gewürdigt wurde.<br />

Die Industrieausstellung war mit 20<br />

Ausstellerfirmen quasi ausgebucht und ist<br />

inzwischen an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt.<br />

Neben Verbrauchsmaterialien,<br />

Futtermitteln oder Dentalequipment spiegelte<br />

sich bei den Firmenpräsentationen<br />

auch der technische Fortschritt wider. So<br />

standen in diesem Jahr Dentaleinheiten,<br />

Dentalröntgen, Lupenbrillen und Cone<br />

Beam CT im Focus.<br />

Alle angemeldeten Teilnehmer erhielten<br />

im Vorfeld der Tagung den Tagungsband<br />

online zugesandt. Nur gegen Aufpreis<br />

war eine Printversion buchbar. Dies<br />

war als Beitrag zur Nachhaltigkeit gedacht,<br />

um die Papierflut einzudämmen. Zu unserem<br />

großen Erstaunen wurden jedoch immer<br />

noch ca. 125 gedruckte Kongressbände<br />

bestellt.<br />

Wer nach einem vollgepackten Tag<br />

Zahnheilkunde immer noch nicht genug<br />

hatte, konnte in den folgenden Kongresstagen<br />

noch an zwei Halbtagsseminaren<br />

von Brook Niemiec zu den Themen Komplikationen<br />

bei der Zahnextraktion bzw.<br />

bei der Endodontie teilnehmen oder am<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 17


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Samstag den Themenblock Zahnheilkunde<br />

im Kongresshauptprogramm besuchen.<br />

Das wieder bestens vorbereitete DGT-<br />

Seminar für Tiermedizinische Fachangestellte<br />

stand unter der Leitung von Dr. Cathrin<br />

Zehetmeier (Isen) und war innerhalb<br />

kürzester Zeit ausgebucht (30 Teilnehmerinnen).<br />

Wie der Seminartitel „Der ganz<br />

normale Zahnsinn – 360° Beratungs-Assistenz“<br />

bereits verriet, drehte sich vieles<br />

um fachgerechtes Reagieren bei der Telefonkommunikation.<br />

Die Teilnehmerinnen<br />

konnten das Gelernte dann auch im Rollenspiel<br />

vertiefen.<br />

Die DGT-Mitgliederversammlung war<br />

mit knapp 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmern<br />

gut besucht. Neben den üblichen<br />

Regularien erfolgte ein Ausblick auf <strong>2024</strong>.<br />

Hier ist unter anderem ein DGT-Intensivseminar<br />

mit Prof. Boaz Arzi (UC Davis) geplant.<br />

Die DGT-Modulfortbildung für TFA<br />

geht in die nunmehr 4. Runde und nach<br />

der Fortbildungsreihe Blended Learning:<br />

Anästhesie mit PD Eva Eberspächer-<br />

Schweda ist für <strong>2024</strong> ein ähnliches Format<br />

für TFA geplant.<br />

Verleihung des Becker-Preises (v.l.n.r.): Dr. Hans-Joachim Schäfer (Dechra), Dr. Florian Buck,<br />

Dr. Michael Hartmann, Preisträgerin Dr. Doris Baumgartner, Dr. Franziska Werhahn Beining,<br />

Dr. Katja Riedel.<br />

Die DGT-Mitglieder stimmten außerdem<br />

für eine Billigung (Endorsement) der<br />

Global Dental Guidelines der WSAVA durch<br />

die DGT und das Statement zur tierschutzwidrigen<br />

„schonenden professionellen<br />

Zahnreinigung ohne Narkose“ bei Hund<br />

und Katze des Royal College of Veterinary<br />

Surgeons (siehe folgenden Artikel).<br />

Dr. Michael Hartmann<br />

Vizepräsident der DGT<br />

Fotos: Sven Suhling / DGT<br />

•<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR TIERZAHNHEILKUNDE (DGT-<strong>DVG</strong>)<br />

DGT billigt WSAVA Global Dental Guidelines<br />

Die DGT-Mitgliederversammlung hat am<br />

23.11.2023 die Global Dental Guidelines<br />

der WSAVA (World Small Animal Veterinary<br />

Association) in der jeweils gültigen Fassung<br />

offiziell gebilligt (Endorsement).<br />

WSAVA Global Dental Guidelines<br />

Die WSAVA Global Dental Guidelines (2020)<br />

wurden entwickelt, um der Tierärzteschaft<br />

die Informationen zu liefern, die sie benötigen,<br />

um die „Best Practice“ Verfahren der<br />

tierzahnärztlichen Therapie zu verstehen<br />

und um realistische Mindestversorgungsstandards<br />

darzustellen. Die Guidelines geben<br />

Empfehlungen hinsichtlich der für tierzahnheilkundliche<br />

Eingriffe erforderlichen<br />

Ausstattung und der tierzahnheilkundlichen<br />

Therapie vor dem Hintergrund der<br />

fachlichen Anforderungen in Bezug auf Anästhesie<br />

und Tierschutz. Die Guidelines<br />

enthalten Informationen zu häufigen Erkrankungen<br />

der Maulhöhle, zu Diagnoseverfahren<br />

(Scoring Systeme) und zur tierärztlichen<br />

Behandlung (Parodontaltherapie,<br />

Extraktionen). Darüber hinaus gibt es<br />

u. a. Informationen zu Anästhesie und<br />

Schmerzmanagement, zu häuslicher Prophylaxe<br />

und Zahnpflege, sowie zur Rolle<br />

der Universitäten bei der Weiterentwicklung<br />

der Tierzahnheilkunde.<br />

Warum wurden Global Dental<br />

Guidelines erstellt?<br />

Es gibt abseits guter tierzahnärztlicher<br />

Praxis zahlreiche Mythen rund um die Tierzahnheilkunde.<br />

Mund-, Zahn- und Kiefererkrankungen<br />

sind weit verbreitet und<br />

werden häufig nur unzureichend behandelt.<br />

Fehlinformationen führen nicht nur<br />

zu einer schlechten Behandlung von Erkrankungen<br />

der Maulhöhle, sondern haben<br />

auch dazu geführt, dass Verfahren wie<br />

die anästhesiefreie Tierzahnheilkunde florieren.<br />

Fehlinformationen über die Ursache<br />

von Parodontitis haben auch zu einer<br />

Kultur geführt, in der Antibiotika bei<br />

18<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Zahnerkrankungen im Übermaß eingesetzt<br />

werden. Es gibt wahrscheinlich keinen<br />

Bereich der Veterinärmedizin, der<br />

mehr Fortbildung und Standardisierung<br />

benötigt als die Tierzahnheilkunde.<br />

Die DGT positioniert sich mit der Billigung<br />

der WSAVA Global Dental Guidelines<br />

zu allgemein anerkannten „Best Practice“<br />

Verfahren der tierzahnärztlichen Therapie<br />

und realistischen Mindestversorgungsstandards.<br />

Die DGT gibt sich somit selbst<br />

eine Leitlinie für anerkannte gute tierzahnärztliche<br />

Praxis. Die WSAVA Global<br />

Dental Guidelines sollten aus Sicht der<br />

DGT als Leitlinie für gute tierzahnärztliche<br />

Praxis herangezogen werden.<br />

Die WSAVA Global Dental Guidelines sind<br />

abrufbar unter<br />

https://wsava.org/global-guidelines/<br />

dental-guidelines/<br />

Statement on „anaesthesia-free<br />

dental procedures" for cats and<br />

dogs”<br />

Ebenso durch die DGT-Mitgliederversammlung<br />

gebilligt wurde am 23.11.2023<br />

das Statement on „anaesthesia-free dental<br />

procedures” for cats and dogs des Royal<br />

College of Veterinary Surgeons (Endorsement).<br />

Die DGT wird zunehmend durch Amtstierärzte<br />

um fachliche Unterstützung und<br />

Bereitstellung von Ressourcen gebeten,<br />

um gegen sogenannte „Tierbehandler“<br />

vorzugehen, die tierschutzwidrige „schonende<br />

professionelle Zahnreinigung ohne<br />

Narkose“ anbieten.<br />

Die DGT hatte bereits in 2009 in Kooperation<br />

mit der Tierärztlichen Vereinigung<br />

für Tierschutz eine Stellungnahme<br />

zur Zahnreinigung mit Ultraschallgeräten<br />

bei Hunden und Katzen ohne Narkose herausgegeben<br />

(TVT-Merkblatt Nr. 119).<br />

Das Royal College of Veterinary Surgeons<br />

hat mit seinem Statement on "anaesthesia-free<br />

dental procedures" for cats<br />

and dogs ein Dokument entworfen, das<br />

die für gute tierzahnärztliche Praxis und<br />

tierschutzgerechte Behandlung oraler Erkrankungen<br />

wesentlichen Punkte zusammenfasst.<br />

Das Statement erging in Abstimmung<br />

mit dem European Veterinary<br />

Dental College (EVDC), der European Veterinary<br />

Dental Society (EVDS) und der British<br />

Veterinary Dental Association.<br />

Das Statement ist abrufbar auf der<br />

Homepage des Royal College of Veterinary<br />

Surgeons unter www.rcvs.org.uk<br />

Die DGT beabsichtigt, die beiden Dokumente<br />

baldmöglichst auch in deutscher<br />

Übersetzung zur Verfügung zu stellen.<br />

Dr. Katja Riedel<br />

Deutsche Gesellschaft für<br />

Tierzahnheilkunde<br />

•<br />

DEUTSCHE GESELLSCHAFT FÜR TIERZAHNHEILKUNDE (DGT-<strong>DVG</strong>)<br />

TFA in der Tierzahnheilkunde<br />

Verleihung der Zertifikate durch Dr. Michael Hartmann (links) und Dr. Florian Buck.<br />

Bereits zum vierten Mal startete im Januar<br />

die Weiterbildungsreihe für Tiermedizinische<br />

Fachangestellte zur Zusatzqualifikation<br />

Assistenz in der Tierzahnheilkunde<br />

(zert. DGT) im Schlosshotel Neufahrn in<br />

Niederbayern. In insgesamt 12 Modulen<br />

wird an sechs Wochenenden umfangreiches<br />

Wissen in Theorie und Praxis aus allen<br />

Bereichen der Assistenz in der Tierzahnheilkunde<br />

vermittelt. Nach Abarbeitung<br />

eines Leistungskatalogs sowie Erstellung<br />

von drei Fallberichten schließt die von der<br />

AG-TFA anerkannte Weiterbildungsreihe<br />

mit einer Prüfung ab und berechtigt die<br />

Absolventen, den Titel „TFA mit Zusatzqualifikation<br />

Assistenz in der Tierzahnheilkunde<br />

(zert. DGT)“ zu führen. Eine Neuauflage<br />

der Weiterbildungsreihe für 2025 ist bereits<br />

geplant und die Anmeldung freigeschaltet.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 19


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Am 16.03.<strong>2024</strong> fand die 1.TFA-Jahrestagung<br />

der Deutschen Gesellschaft für<br />

Tierzahnheilkunde in Berlin im NH-Hotel<br />

Friedrichstraße statt. Bei der Vortragsgestaltung<br />

wurde viel Wert auf Praxisnähe<br />

und Umsetzbarkeit gelegt. Frau Dr. Cathrin<br />

Zehetmeier, Herr Dr. Michael Hartmann,<br />

Frau Simone Trautmann und Frau Sandra<br />

Polzer referierten vor 57 Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmern über Themen wie Kommunikation,<br />

Optimierung der dentalen<br />

Röntgendiagnostik, perioperative Assistenz,<br />

Ergonomie am Arbeitsplatz, Abrechnung<br />

nach der neuen GOT sowie häusliche<br />

Zahnpflege bei Hund und Katze. Abschließend<br />

fand eine Team-Challenge statt, bei<br />

der Fragen in Kleingruppen beantwortet<br />

werden mussten. Alle Teilnehmer erhielten<br />

abschließend von den Sponsoren Moeck<br />

& Moeck, Hill`s Pet Nutrition, Ecuphar,<br />

Sven Suhling Mediengestaltung und Visiovet<br />

kleine Präsente überreicht.<br />

Bereits zum dritten Mal ist die DGT-<br />

Weiterbildungsreihe für Tiermedizinische<br />

Fachangestellte zur Zusatzqualifikation<br />

„Assistenz in der Tierzahnheilkunde (zert.<br />

DGT)“ am 16.03.<strong>2024</strong> erfolgreich zu Ende<br />

gegangen. Parallel zur 1. TFA Jahrestagung<br />

der DGT fand die Abschlussprüfung in Berlin<br />

statt. Alle 14 Prüfungsteilnehmer haben<br />

bestanden, hierbei 2 Teilnehmerinnen<br />

mit „sehr gut“, und 12 Teilnehmer mit<br />

„gut“. Den Prüfungsabsolventen wurden<br />

im Rahmen der TFA-Tagung die Abschlusszertifikate<br />

verliehen. Herzlichen Glückwunsch<br />

unseren neuen Fachkräften!<br />

Dr. Florian Buck<br />

Deutsche Gesellschaft für<br />

Tierzahnheilkunde<br />

Foto: Sven Suhling / DGT<br />

•<br />

FACHGRUPPE „REPRODUKTIONSMEDIZIN“<br />

Physiologie und Pathologie der Fortpflanzung<br />

Vom 28. Februar bis 1. März fand die 57.<br />

Jahrestagung „Physiologie und Pathologie<br />

der Fortpflanzung“, gleichzeitig die 49.<br />

Veterinär-Humanmedizinische Gemeinschaftstagung,<br />

auf dem Campus Düppel<br />

des Fachbereichs Veterinärmedizin der<br />

Freien Universität Berlin statt. Sie wurde<br />

von der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Reproduktionsmedizin“<br />

und der Deutschen Gesellschaft<br />

für Reproduktionsmedizin (DGRM) durchgeführt.<br />

Das Organisationsteam, bestehend<br />

aus Prof. Dr. Marc Drillich (Berlin), Prof.<br />

Dr. Christine Wrenzycki (Gießen), PD Dr.<br />

Christoph Gabler (Berlin), PD Dr. Maike Heppelmann<br />

(Hannover) und Prof. Dr. Jennifer<br />

Schön (Berlin), freute sich, die etwa 140 Besucherinnen<br />

und Besucher begrüßen zu<br />

dürfen. Auch <strong>DVG</strong>-Vizepräsident Prof. Dr.<br />

Jörg Aschenbach (Berlin) sprach Grußworte.<br />

Tagungsprogramm<br />

Das Organisationsteam hatte ein abwechslungsreiches<br />

Programm aus den verschiedensten<br />

Teilgebieten der Reproduktionsmedizin<br />

und -biologie zusammengestellt.<br />

Übersichts- und Kurzvorträge sowie zahl-<br />

Prof. Dr. Marc Drillich begrüßte die Teilnehmenden.<br />

reiche Poster befassten sich mit den diesjährigen<br />

Schwerpunktthemen: „Uterusgesundheit<br />

als Grundlage der weiblichen<br />

Fertilität“, „Künstliche Intelligenz in der Reproduktionsmedizin<br />

und im Reproduktionsmanagement“,<br />

„Stammzell-basierte<br />

Reproduktionsbiotechniken“ sowie „Neue<br />

Ansätze zur Reduktion von Patientenbelastung<br />

und Tierversuchen in der reproduktionsmedizinischen<br />

Lehre“. Eine FBF-<br />

20<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

• Ann-Selina Fries (Gießen):<br />

Characterization of bovine oocytes during<br />

in vitro maturation using Microaspiration-assisted<br />

Electrical Impedance<br />

Spectroscopy<br />

• Dr. Eva Held-Hölker (Göttingen):<br />

Heat stress during maturation has long<br />

lasting effects on development, gene<br />

expression and mitochondrial metabolism<br />

of bovine pre-implantation embryos<br />

Reproduktionsmedizin<br />

57. Jahrestagung Physiologie und Pathologie der<br />

Fortpflanzung, gleichzeitig 49. Vet.-Hum.med.<br />

Gemeinschaftstagung <strong>2024</strong><br />

28. Februar bis <strong>01</strong>. März <strong>2024</strong> I Berlin<br />

Titelseite des Programmhefts mit KI-generierten<br />

Bildern (123RF KI Generator) zu den Stichworten<br />

„Jahrestagung Physiologie und Pathologie der<br />

Fortpflanzung“, „animal reproduction and<br />

reproductive medicine“, „human reproduction<br />

and reproductive medicine“ und „annual<br />

conference on physiology and pathology of<br />

reproduction“.<br />

Session mit insgesamt fünf Vorträgen<br />

ergänzte das Programm (der Förderverein<br />

Bioökonomieforschung e. V. – FBF – ist ein<br />

Zusammenschluss von Unternehmen und<br />

Verbänden in der Tierzucht und Besamung<br />

zum Zwecke der gemeinsamen Forschung).<br />

Das Organisationsteam (v.l.n.r.): PD Dr. Christoph Gabler, Prof Dr. Christine Wrenzycki, Prof. Dr. Marc<br />

Drillich, Prof. Dr. Jennifer Schön, PD Dr. Maike Heppelmann.<br />

Ausgezeichnete Vorträge und Poster<br />

In der „DGRM Prize Session“ stellten drei<br />

Nachwuchswissenschaftler:innen die Ergebnisse<br />

ihrer Studien vor und wurden mit<br />

Preisen der DGRM ausgezeichnet. Über<br />

ihre Preise freuten sich (in alphabetischer<br />

Reihenfolge):<br />

• Seyed Mohsen Aberoumandi<br />

(Gießen):<br />

Exploring the significance of Caspase-8<br />

and cell contacts in human ovarian cancer;<br />

in vitro and in vivo study<br />

Prof. Dr. Barbara Sonntag (DGRM, links) und Prof. Dr. Jennifer Schön mit<br />

den DGRM-Preisträgern (v.l.n.r.): Dr. Eva Held-Hölker, Ann-Selina Fries und<br />

Seyed Mohsen Aberoumandi.<br />

Freuten sich über ihre Preise (v.l.n.r.): Julia Hollenbach, Marie Sophie<br />

Greiling, Felix Reckers, Elena zu Klampen und Katarina Marcollova.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 21


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

Großen Zuspruch fanden die insgesamt<br />

fast 50 Poster, von denen ein Teil bereits<br />

auf dem Begrüßungsabend in einem Poster-Slam<br />

vorgestellt wurde. Mit Posterpreisen<br />

wurden ausgezeichnet:<br />

1. Elena zu Klampen (Neustadt):<br />

Single Cell Sequencing reveals transcriptional<br />

response to TGFB1 and MFGE8 in<br />

equine endometrial fibroblasts<br />

2. Katarina Marcollova (Neustadt):<br />

Zinc – essential molecule for mitochondrial<br />

function and trigger of acrosomal<br />

destabilization in viable porcine<br />

sperm<br />

3. Julia Hollenbach (Hannover):<br />

Osteopontin gene expression is not affected<br />

by steroid hormones in bovine<br />

endometrial gland cells in vitro<br />

Der Young Scientist Award ging an:<br />

1. Felix Reckers (Leipzig):<br />

Computer assisted analysis of canine<br />

vaginal cytology.<br />

2. Marie Sophie Greiling (Hannover):<br />

Canine uterine myocytes of dystocic<br />

bitches form contractile filaments in<br />

adherent cell culture<br />

Zum Abschluss der Tagung dankte das Organisationsteam<br />

den Teilnehmenden, den<br />

Referierenden, dem Team der <strong>DVG</strong> sowie<br />

allen, die bei der Vorbereitung der Tagung<br />

mitgewirkt hatten!<br />

Die nächste Tagung zur Reproduktionsmedizin<br />

findet voraussichtlich im Februar<br />

2025 in Leipzig statt.<br />

Die Abstracts der Tagung sind sowohl<br />

in „Reproduction in Domestic Animals“<br />

(Vol. 59, Issue S1, Feb <strong>2024</strong>) als auch im<br />

„Journal für Reproduktionsmedizin und<br />

Endokrinologie” (J. Reproduktionsmed. Endokrinol<br />

<strong>2024</strong>; 21 (1)) erschienen.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

FACHGRUPPE „KLEINE WIEDERKÄUER UND NEUWELTKAMELE“<br />

Tagung der Fachgruppe „Kleine Wiederkäuer und Neuweltkamele“<br />

Vom 11. bis 13. September <strong>2024</strong> findet die nächste Tagung der Fachgruppe „Kleine Wiederkäuer und Neuweltkamele“ statt. Tagungsort<br />

ist in diesem Jahr Hannover.<br />

Merken Sie sich den Termin schon vor. Es erwartet Sie ein breites Fachprogramm und ein tolles Rahmenprogramm, das zum persönlichen<br />

Austausch einlädt. Erstmals werden auf der Tagung die drei besten Poster mit Preisen ausgezeichnet! Alle an der Welt der<br />

kleinen Wiederkäuer und Neuweltkamele Interessierten sind herzlich eingeladen!<br />

Weitere Informationen: www.dvg.de<br />

•<br />

Foto: herbert2512, pixabay.com Foto: Pixel-Mixer, pixabay.com Foto: artellliii72, pixabay.com<br />

22<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

KLINISCHE VETERINÄRMEDIZIN<br />

FACHGRUPPE „WILD-, ZOO- UND GEHEGETIERE (WZG)“<br />

Health monitoring von Eiderenten<br />

Health monitoring of Common Eiders<br />

(Somateria mollissima) from the Western<br />

Baltic Sea and potential impact of TNT<br />

and other toxic compounds of dumped<br />

warfare on their health<br />

Luca Aroha Schick<br />

Büsum 2022<br />

Foto: Dr. Luca Aroha Schick.<br />

Für ihre im Jahr 2022 abgeschlossene Dissertation<br />

zum Gesundheitszustand von<br />

Eiderenten in der Ostsee erhielt Dr. Luca<br />

Aroha Schick im Frühjahr <strong>2024</strong> den Preis<br />

der Forschungsstiftung Ostsee, der jährlich<br />

an eine/n Nachwuchswissenschaftler/In<br />

für eine herausragende Arbeit auf<br />

dem Gebiet der Erforschung der Fauna und<br />

Flora der Ostsee verliehen wird. Die Dissertation<br />

wurde unter der Betreuung von Prof.<br />

Prof. h.c. Dr. Ursula Siebert, Leiterin der<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Wild-, Zoo- und Gehegetiere“,<br />

angefertigt.<br />

Im Rahmen ihrer Arbeit mit dem Titel<br />

„Health monitoring of Common Eiders (Somateria<br />

mollissima) from the Western Baltic<br />

Sea and potential impact of TNT and other<br />

toxic compounds of dumped warfare<br />

on their health“ wurden Obduktionen von<br />

Eiderenten durchgeführt, um einen Einblick<br />

in pathologische Befunde, Infektionskrankheiten<br />

und Krankheitsgeschehnisse<br />

innerhalb der Baltic / Wadden Sea<br />

flyway Population zu erlangen. Eine Vielzahl<br />

pathologischer Befunde umfasste<br />

unter anderem parasitäre Infektionen im<br />

Magen-Darm-Trakt, sowie Entzündungen<br />

in verschiedenen Organsystemen. Des<br />

Weiteren wurden toxikologische Analysen<br />

durchgeführt, um erstmals das Vorkommen<br />

der sprengstofftypischen Verbindungen<br />

Trinitrotoluol (TNT), der Metabolite<br />

2-Amino-4,6,-Dinitrotoluol (2-ADNT) und<br />

4-Amino-2,6-Dinitrotoluol (4-ADNT) und<br />

der Nebenprodukte 1,3-Dinitrobenzol und<br />

2,4-Dinitrotoluol in der Nahrungskette der<br />

Ostsee zu untersuchen.<br />

Eine Verbindung der sprengstofftypischen<br />

Verbindungen mit den erhobenen<br />

pathologischen Befunden konnte nicht<br />

festgestellt werden und aufgrund negativer<br />

Ergebnisse der Analysen wird eine besorgniserregende<br />

Anreicherung in der<br />

Nahrungskette zurzeit nicht vermutet. Die<br />

Arbeit hat einen grundlegenden Beitrag<br />

zur Erforschung der Rückgangsursachen<br />

der Eiderentenpopulation in der Ostsee<br />

geleistet, deren Gesundheitszustand bisher<br />

nur wenig erforscht war.<br />

Dr. Luca Aroha Schick<br />

Institut für Terrestrische und Aquatische<br />

Wildtierforschung <br />

•<br />

Parasitäre Infektionen im Magen-Darm-Trakt: (a) Parasite infection of the small intestine with<br />

granulomatous enteritis visible on the serosa (black arrow). (b) Bright orange parasites in the<br />

intestine. (c) Ulcerative lesions in the mucosa (black arrows). (d) Profilicollis botulus under the stereo<br />

microscope. Fotos: Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW)<br />

Dr. Luca Aroha Schick bei der Feldarbeit.<br />

Foto: Institut für Terrestrische und Aquatische<br />

Wildtierforschung (ITAW)<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 23


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

FACHGRUPPE „PATHOLOGIE“<br />

67. Jahrestagung und 29. Schnittseminar der Fachgruppe „Pathologie“<br />

Bewährter Tagungsort: das Parkhotel in Fulda.<br />

Vom 8. bis 10. Februar war das Parkhotel<br />

in Fulda wieder Treffpunkt der Fachgruppe<br />

„Pathologie“, die ihre 67. Jahrestagung und<br />

das 29. Schnittseminar durchführte. Tagungs-<br />

und Fachgruppenleiter Prof. Dr. Andreas<br />

Beineke (Hannover) begrüßte die<br />

über 280 Teilnehmenden, von denen die<br />

meisten sowohl an der Jahrestagung als<br />

auch am Schnittseminar teilnahmen.<br />

Prof. Christopher Premanandan war Referent des Schnittseminars.<br />

Auch Prof. Dr. Jörg Aschenbach, Vizepräsident<br />

der <strong>DVG</strong>, war vor Ort und sprach<br />

Grußworte.<br />

Thema des diesjährigen Schnittseminars<br />

unter der Leitung von Prof. Dr. Christopher<br />

Premanandan (Ohio State University,<br />

Columbus, USA), war die „Pathologie<br />

der Reproduktionsorgane“. Anhand histologischer<br />

Schnitte präsentierte er spannende<br />

Fälle und stellte das Thema anschaulich<br />

dar.<br />

Die Tagung startete mit drei Übersichtsvorträgen.<br />

Prof. Dr. iur. Niclas-Frederic<br />

Weisser (Bremen) sprach zum Thema<br />

„Tiermedizinische Gutachten im Strafverfahren“.<br />

Prof. Weisser stellte dar, dass es in<br />

Strafverfahren häufig um Paragraf 17 des<br />

Tierschutzgesetzes geht, also darum, ob<br />

ein Wirbeltier ohne vernünftigen Grund<br />

getötet oder ihm Schmerzen und Leiden<br />

zugefügt wurden. Ein veterinärmedizinisches<br />

Gutachten müsse Antworten auf die<br />

Fragen geben, woran das Tier gestorben<br />

ist, ob vorhandene Verletzungen durch<br />

Menschen zugefügt wurden, ob das Tier<br />

Schmerzen oder Leiden hatte und in welchem<br />

Ausmaß, wie lange sie anhielten und<br />

im Fall einer Krankheit, wie schwerwiegend<br />

diese war und ob sie für den Halter<br />

erkennbar war. Der Referent betonte die<br />

Notwendigkeit klarer Aussagen für das Gericht.<br />

Der Rechtsmediziner Prof. Dr. med.<br />

Matthias Graw (München) hielt den Übersichtsvortrag<br />

„Rechtsmedizin – Realität<br />

und Fiktion“ und erläuterte zunächst, wie<br />

umfassend die Rechtsmedizin sei, da zu<br />

ihr u. a. die Verkehrsmedizin (Fahrsicherheit<br />

und -eignung, Unfallanalyse) die Toxikologie<br />

und die Traumatologie gehören.<br />

Rechtsmedizin und Pathologie seien<br />

unterschiedliche Ausbildungen für Fachärztinnen<br />

und -ärzte. Auf unterhaltsame<br />

Weise verglich er dann z. B. die Darstellungen<br />

von Sektionen im Film und erläuterte<br />

die tatsächliche Situation in der Realität.<br />

Im dritten Übersichtsvortrag „Wie sicher<br />

ist Deine Diagnose? Probabilistische<br />

Schlussfolgerungen in Untersuchungsbefunden“<br />

befasste sich Prof. Dr. med. vet.<br />

Achim Gruber (Berlin) mit verschiedenen<br />

Grading Systemen und damit, wie Diagnoseunsicherheiten<br />

formuliert werden. Er<br />

24<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

Diskussion der Übersichtsvorträge mit den drei Referenten (v.l.n.r.):<br />

Dr. Christine Fast (stellv. Fachgruppenleiterin und Moderatorin),<br />

Prof. Achim Gruber, Prof. Niclas-Frederic Weisser und Prof. Matthias Graw.<br />

Rege Diskussion in der Posterausstellung.<br />

stellte die Fragen, mit welcher Wahrscheinlichkeit<br />

eine Diagnose zutrifft und<br />

wie diese Wahrscheinlichkeit ermittelt<br />

wird. Denn die Diagnose von Pathologinnen<br />

und Pathologen führt zu Konsequenzen<br />

für klinische Entscheidungen – z. B. ob<br />

eine Gliedmaße amputiert oder ein Tier<br />

euthanasiert wird. Pathologinnen und Pathologen<br />

seien für Fehldiagnosen haftbar.<br />

Er sprach sich für die Vereinheitlichung<br />

von Wahrscheinlichkeitsaussagen in Sachverständigengutachten<br />

aus und schlug<br />

vor, dass sich die Fachgruppe „Pathologie“<br />

über diese Vereinheitlichung verständigt.<br />

Die Übersichtsvorträge wurden im Anschluss<br />

unter Einbeziehung des Publikums<br />

gemeinsam diskutiert. Dieses Konzept ermöglichte<br />

die interdisziplinäre Sicht auf<br />

die Themen und kam bei den Anwesenden<br />

sehr gut an.<br />

Zwei weitere Übersichtsvorträge folgten<br />

am nächsten Tag:<br />

Prof. Sascha Knauf, PhD, der die Professur<br />

für One Health mit dem Schwerpunkt<br />

Internationale Tiergesundheit an<br />

der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen<br />

innehat und gemeinsam von der JLU und<br />

dem Friedrich-Loeffler-Institut (Greifswald-Insel<br />

Riems) berufen wurde, sprach<br />

zu „One Health – Was bedeutet das<br />

eigentlich?“<br />

Prof. Gruber hielt einen weiteren Übersichtsvortrag<br />

zum Thema „Zuchtpathologie<br />

bei Hund und Katze: Kernprobleme,<br />

Hintergründe und Auswege“.<br />

Die Gewinnerin des ersten Preises: Anna Lena<br />

Maschmeier mit Tagungs- und Fachgruppenleiter<br />

Prof. Andreas Beineke.<br />

Dr. Ninja Kolb gewann den zweiten Posterpreis.<br />

Rechts Tagungs- und Fachgruppenleiter<br />

Prof. Andreas Beineke.<br />

Freute sich ebenfalls über den zweiten<br />

Posterpreis: Katharina Landmann mit Tagungsund<br />

Fachgruppenleiter Prof. Andreas Beineke.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 25


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

9 Fachvorträge und über 60 Poster befassten<br />

sich mit Klein-, Heim- und Wildtieren<br />

sowie auch Großtieren und experimenteller<br />

Pathologie. Ergebnisse aktueller Studien<br />

und Fallberichte wurden vorgestellt.<br />

Die besten Poster wurden prämiert. In<br />

diesem Jahr wurden ein erster Preis (250,-<br />

Euro) und zwei zweite Preise (je 125,- Euro)<br />

vergeben:<br />

• Erster Preis: Anna Lena Maschmeier,<br />

Hannover<br />

Etablierung und Charakterisierung von<br />

respiratorischen Organoiden aus adulten<br />

Stammzellen von Hunden (Canis<br />

lupus familiaris)<br />

• Zweiter Preis: Katharina Landmann,<br />

Berlin<br />

Luftsackgefäßanomalie mit konsekutivem<br />

Aneurysma und klinisch dominierendem<br />

Horner Syndrom bei einem<br />

Pferd<br />

• Zweiter Preis: Dr. Ninja Kolb,<br />

München<br />

Kapilläre Teleangiektasien im Obex<br />

eines Lamms<br />

Die 68. Jahrestagung und das 30. Schnittseminar<br />

werden vom 7. bis 9. März 2025<br />

erneut im Parkhotel Fulda stattfinden. Das<br />

Thema des Schnittseminars wird „Pathologie<br />

des zentralen Nervensystems“ sein.<br />

Geleitet wird es von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfgang<br />

Baumgärtner (Hannover).<br />

Der Tagungsband mit den Abstracts der<br />

Vorträge und Poster kann für 15,00 Euro<br />

zzgl. 3,00 Euro für Verpackung und Versand<br />

in der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle bestellt<br />

werden (info@dvg.de).<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

FACHGRUPPE „EPIDEMIOLOGIE UND DOKUMENTATION“<br />

In diesem Jahr findet die 31. Tagung der<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Epidemiologie und Dokumentation“<br />

vom 4. bis 6. September<br />

<strong>2024</strong> in Salzburg, Österreich, statt. Als Tagungsort<br />

öffnet die Paris-Lodron-Universität<br />

Salzburg (PLUS) für uns ihre Pforten.<br />

Die Tagung beginnt am Mittwochvormittag<br />

mit teilnehmerbegrenzten Workshops.<br />

Nach der offiziellen Tagungseröffnung<br />

am Mittwochnachmittag folgen<br />

zwei Tage mit Keynote Lectures und Vorträgen<br />

der Teilnehmenden, die von einem<br />

wissenschaftlichen Komitee ausgesucht<br />

werden. Auch dieses Jahr wird es eine Poster-Ausstellung<br />

geben.<br />

Der inhaltliche Schwerpunkt der Tagung<br />

lautet „Epidemiologie und One<br />

Health". Dieses Thema wird auch in der<br />

DACh-Podiumsdiskussion aufgegriffen, in<br />

welcher die Podiumsgäste Thomas C. Mettenleiter<br />

(DE), Ulrich Herzog (AT) und Katharina<br />

Stärk (CH) die Zukunft der „reinen“<br />

Tierseuchenbekämpfung beleuchten werden<br />

– oder werden wir alle „reine“ One<br />

Health Spezialist:innen?<br />

Die Tagung wird in Kooperation mit der<br />

AGES (Österreichische Agentur für Gesundheit<br />

und Ernährungssicherheit GmbH), der<br />

Vetmeduni Wien, dem Bundesministerium<br />

für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz<br />

und dem Amt der Salzburger<br />

Landesregierung veranstaltet.<br />

Weitere Informationen, Programm und<br />

Anmeldung:<br />

https://akademie.ages.at/<br />

31_dach-epidemiologie-tagung_<strong>2024</strong> •<br />

26<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

FACHGRUPPE „DIDAKTIK UND KOMMUNIKATION“<br />

Online-Tagung der Fachgruppe „Didaktik und Kommunikation“<br />

Lehre findet nicht nur an der Universität<br />

statt, sondern auch im Rahmen der Praktika,<br />

die Studierende ableisten müssen.<br />

Die Fachgruppe „Didaktik und Kommunikation“<br />

führte daher vom 5. bis 6. März<br />

eine Online-Tagung durch, die sich auch<br />

an Kolleginnen und Kollegen richtete, die<br />

als Praktikumstierärztinnen/-tierärzte an<br />

der Lehre beteiligt sind. Fast 70 Personen<br />

nutzten diese Chance und nahmen teil.<br />

Die Vorträge stellten eine Vielzahl an<br />

kreativen und innovativen Möglichkeiten<br />

und Chancen dar, Lehre anschaulich und<br />

praxisnah zu gestalten. Auch Ersttagskomgitalen<br />

Hilfsmitteln und Inhalten in Ausund<br />

Weiterbildung.<br />

Mit Vortragspreisen wurden drei Vorträge<br />

ausgezeichnet, die durch eine Online-Abstimmung<br />

der Teilnehmenden ermittelt<br />

wurden:<br />

Fachgruppen- und Tagungsleiterin Prof. Dr. Mahtab Bahramsoltani begrüßte die Teilnehmenden.<br />

petenzen, Qualitätsstandards in der veterinärmedizinischen<br />

Praxis und ethische<br />

Dilemmata wurden angesprochen. Einen<br />

spannenden Einstieg gab Keynote Speaker<br />

Prof. Dr. med. Thomas Sauter (Bern), der<br />

sich schon seit Jahren sowohl wissenschaftlich<br />

als auch in der praktischen Anwendung<br />

mit den Chancen und Risiken der<br />

Digitalisierung der Notfallmedizin beschäftigt.<br />

Seine Interessensschwerpunkte<br />

dabei sind insbesondere Innovationen in<br />

telemedizinischen Anwendungen, digitale<br />

Triage und Entscheidungshilfen sowie<br />

die Anwendungen und Vermittlung von di-<br />

1. Rebecca Schirone, Berlin:<br />

Hilflos ertragen oder professionell<br />

meistern? Kommunikative Herausforderungen<br />

im veterinärmedizinischen<br />

Berufsalltag<br />

2. Hannah Hümmelchen, Gießen:<br />

Neuweltkamele in der veterinärmedizinischen<br />

Aus-, Fort- und Weiterbildung<br />

3. Anja Eigenseer, Leipzig:<br />

Impulse für das kurative Praktikum<br />

Im Anschluss an die Tagung führte die<br />

Fachgruppe ihre Fachgruppenversammlung<br />

durch.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

Prof. Dr. Thomas Sauter ging auf die Möglichkeiten der Virtuellen Realität<br />

in der Ausbildung ein.<br />

Dr. Christin Kleinsorgen, stellv. Fachgruppenleiterin, stellte Wunsch,<br />

Vakuum und Wirklichkeit bei den Ersttagskompetenzen dar.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 27


ARBEITSGEBIET:<br />

GRUNDLAGENWISSENSCHAFTEN<br />

FACHGRUPPE „DIDAKTIK UND KOMMUNIKATION“<br />

Sonderheft „Neue Wege in der veterinärmedizinischen Didaktik“<br />

Auch das Tiermedizinstudium und die tierärztliche<br />

Praxis bleiben nicht von Veränderungen<br />

verschont. Um sicherzustellen,<br />

dass die tierärztliche Aus-, Fort- und Weiterbildung<br />

weiterhin auf evidenzbasierten<br />

Erkenntnissen beruht, plant die Fachgruppe<br />

„Didaktik und Kommunikation“ der<br />

<strong>DVG</strong> dazu ein Sonderheft mit Beiträgen zu<br />

den Themen Lehre, Lernen und Prüfen in<br />

der Tiermedizin.<br />

Durch den Austausch von wissenschaftlichen<br />

Erkenntnissen, Erfahrungsberichten<br />

und transparenter Kommunikation<br />

sollen sowohl im Hochschulkontext<br />

als auch in der praktischen Anwendung<br />

nachhaltige Entwicklungen diskutiert, reflektiert<br />

und gefördert werden.<br />

Das Sonderheft erscheint voraussichtlich<br />

im Sommer <strong>2024</strong> und kann dann über<br />

die <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle bezogen werden<br />

(info@dvg.de). <br />

•<br />

ARBEITSGEBIET:<br />

INFEKTIONSMEDIZIN UND HYGIENE<br />

AVID-Workshops<br />

Am 14.11.2023 trafen sich über 80 Teilnehmende<br />

online zum AVID-Fachgrup -<br />

pen-Workshop „MALDI-TOF MS – von der<br />

Datenbank zu MALDI-UP“. Der Workshop<br />

gliederte sich in drei Teile. In der allgemeinen<br />

Einführung wurde ein Überblick zur<br />

Technik, ihrer Anwendung in der Bakteriologie,<br />

aber auch außerhalb der Mikrobiologie<br />

geboten. Im spezieller angelegten zweiten<br />

Teil konnten die Teilnehmenden die<br />

qualitätsgesicherte Erstellung eines neuen<br />

Referenzdatenbankeintrags auf einem<br />

gängigen MALDI-System Schritt für Schritt<br />

begleiten. Das Angebot zu praktischen<br />

Übungsaufgaben ergänzte hier den Lerninhalt.<br />

Im letzten Part der Veranstaltung<br />

wurde die MALDI-User-Plattform beleuchtet.<br />

Wir danken den beiden Workshop-Organisatoren<br />

Dr. Jörg Rau (Chemisches und<br />

Veterinäruntersuchungsamt Stuttgart)<br />

AVID-Tagung<br />

Die 42. Tagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

AVID mit Themenschwerpunkt „Bakteriologie“<br />

findet vom 11. bis 13. September<br />

<strong>2024</strong> als Hybridveranstaltung statt<br />

(im Kloster Banz und digital). Programm<br />

und Anmeldung: www.dvg.de<br />

FACHGRUPPE AVID<br />

Aktuelles aus der Fachgruppe AVID<br />

und Dr. Rebecca Bonke (Landesbetrieb Hessisches<br />

Landeslabor, Gießen) herzlich für<br />

diesen sehr interessanten, praxisnahen<br />

Workshop! Der große Zuspruch und das<br />

positive Feedback motivieren, weitere<br />

AVID-Workshops in ähnlichem Format anzubieten.<br />

Hierzu nimmt jedes AVID-Vorstandsmitglied<br />

Ihre Ideen und Vorschläge<br />

dankend entgegen. Mit der „klassischen Virologie“<br />

als Satelliten-Symposium zu den<br />

Riemser Diagnostiktagen im November<br />

Auch <strong>2024</strong> ist das Bildungszentrum Kloster Banz<br />

wieder Tagungsort der AVID-Tagung.<br />

Foto: geoworld, pixabay.com<br />

<strong>2024</strong> ist bereits ein weiterer Workshop in<br />

Planung.<br />

AVID-Themenabende<br />

Im November 2023 und Januar <strong>2024</strong> fanden<br />

die bereits 7. und 8. AVID-Themenabende<br />

statt, womit sich diese Veranstaltungsreihe<br />

als feste Größe in unserem<br />

Fortbildungsprogramm etabliert hat. Am<br />

7. Themenabend ging es um die Brucellose<br />

(Referent Dr. Falk Melzer vom Friedrich-<br />

Loeffler-Institut) und Dermatomykosen<br />

beim Tier (Dr. Ellen Prenger-Berninghoff<br />

von der Universität Gießen). Am 8. Themenabend<br />

haben uns Herr Prof. Dr. Gerhard<br />

Dobler vom Institut für Mikrobiologie<br />

der Bundeswehr und Herr Prof. Dr.<br />

Martin Pfeffer von der Universität Leipzig<br />

human- und veterinärmedizinisch relevante<br />

Aspekte der FSME nähergebracht.<br />

Mit über 120 Online-Teilnehmern war der<br />

erste Themenabend im Jahr <strong>2024</strong> auch<br />

wieder sehr gut besucht, und die regen<br />

Diskussionen nach beiden Vorträgen spiegelten<br />

das große Interesse an dem Thema<br />

wider.<br />

Kerstin Wernike, Jörg Balzer, Stefanie Barth,<br />

Tobias Eisenberg, Nelly Scuda<br />

(AVID-Vorstand)<br />

•<br />

28<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

INFEKTIONSMEDIZIN UND HYGIENE<br />

KONSILIARLABORE<br />

Berichte der Konsiliarlabore<br />

Die <strong>DVG</strong>-Konsiliarlabore erstellen jährliche<br />

Tätigkeitsberichte, die auf der <strong>DVG</strong>-Webseite<br />

veröffentlicht werden. Die Berichte<br />

und weitere Informationen sind auf der<br />

<strong>DVG</strong>-Webseite zu finden.<br />

Die Aufgaben der <strong>DVG</strong>-Konsiliarlabore<br />

umfassen unter anderem die Qualitätssicherung<br />

der Erregerdiagnostik z. B. durch<br />

die Bereitstellung von Referenzmaterial<br />

oder die Durchführung von Ringversuchen,<br />

die Weiter- und Neuentwicklung diagnostischer<br />

Verfahren, eine Mitwirkung<br />

bei der epidemiologischen Bewertung des<br />

Erregers, die Durchführung von wissenschaftlichen<br />

Studien zum Erreger und die<br />

fachliche Beratung der Tierärztinnen und<br />

Tierärzte, Tiergesundheitsdienste, tiermedizinischen<br />

Fachgesellschaften, zuständigen<br />

Veterinärbehörden der Länder, des<br />

Bundesministeriums für Ernährung und<br />

Herausgeber:<br />

Deutsche Veterinärmedizinische<br />

Gesellschaft e. V.<br />

Präsident:<br />

Prof. Dr. Dr. h. c. mult. (Bursa, Torun,<br />

Stara Zagora) Martin Kramer<br />

Vizepräsident, Schatzmeister:<br />

Prof. Dr. Jörg Aschenbach<br />

ISSN 1861-907X<br />

Redaktion: <strong>DVG</strong> Service GmbH<br />

PD Dr. Susanne Alldinger und<br />

Dr. Marion Selig<br />

An der Alten Post 2, 35390 Gießen<br />

Tel.: 0641 98 44 46 0<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Internet: www.dvg.de<br />

Registergericht Gießen<br />

Handelsregister Nr. HRB 3877<br />

Landwirtschaft, der Bundesforschungsinstitute<br />

und -ämter sowie ähnlicher Einrichtungen.<br />

Liste der <strong>DVG</strong>-Konsiliarlabore:<br />

• Konsiliarlabor für Methicillin-resistente<br />

Staphylokokken in der<br />

tierärztlichen Praxis und Klinik (kleine<br />

Haustiere und Pferde)<br />

• Konsiliarlabor für ESBL-bildende<br />

Enterobacteriaceae in der<br />

tierärztlichen Praxis und Klinik (kleine<br />

Haustiere und Pferde)<br />

• Konsiliarlabor für Intestinale Kokzidien<br />

• Konsiliarlabor für Kryptosporidien<br />

beim Tier<br />

• Konsiliarlabor für Rabbit Haemorrhagic<br />

Disease (RHD)-Virus<br />

• Konsiliarlabor für Clostridium<br />

botulinum/Botulinumtoxin in<br />

Lebensmitteln<br />

Fotos Titelseite (von oben links im Uhrzeigersinn):<br />

Prof. Dr. Romy M. Heilmann (hochgradiger<br />

Ikterus bei einer Katze mit obstruktiver<br />

Cholangitis), Vladimir-Borovic, istockphoto.com<br />

(Wissenschaftlerin im Labor),<br />

Zentrallabor FB10, JLU Gießen (Blutausstrich<br />

Hund), Ermolaev Alexandr, stock.<br />

adobe.com (Blutentnahme beim Hund)<br />

Verlag:<br />

Verlag der <strong>DVG</strong> Service GmbH<br />

An der Alten Post 2, 35390 Gießen<br />

Tel.: 0641 98 44 46 0<br />

Druck und Bindung:<br />

Druckerei Bender GmbH<br />

Hauptstr. 27, 35435 Wettenberg<br />

Tel.: 0641 9849960, Fax: 0641 98499620<br />

E-Mail: info@druckerei-bender.de<br />

Internet: www.druckerei-bender.de<br />

• Konsiliarlabor für Alaria alata mit<br />

Schwerpunkt Lebensmittel<br />

• Konsiliarlabor für Corynebacterium<br />

pseudotuberculosis<br />

• Konsiliarlabor für Leptospira spp.<br />

• Konsiliarlabor für Intestinale<br />

Nematoden bei Tieren<br />

• Konsiliarlabor für Vibrio spp.in<br />

Lebensmitteln<br />

• Konsiliarlabor für Yersinia spp. in<br />

Lebensmitteln<br />

• Konsiliarlabor für das Hundestaupe-<br />

Virus<br />

• Konsiliarlabor für das Porcines-reproduktives-und-respiratorisches-Syndrom-Virus<br />

(PRRSV)<br />

• Konsiliarlabor für beta-hämolysierende<br />

Streptokokken in der tierärztlichen Praxis<br />

und Klinik (kleine Haustiere und Pferde)<br />

www.dvg.de<br />

•<br />

IMPRESSUM<br />

Layout / Bildbearbeitung:<br />

Bernd Burkart, www.form-und-produktion.de<br />

Anzeigen:<br />

Alpha Informationsgesellschaft mbH,<br />

Lampertheim,<br />

E-Mail: info@alphapublic.de<br />

Das <strong>DVG</strong>-Forum erscheint in einer Onlinesowie<br />

in einer Print-Ausgabe.<br />

Auflage der Print-Ausgabe: 2.000<br />

Erscheinungsweise: zweimal jährlich<br />

Die Verantwortlichkeit für den Inhalt der<br />

Beiträge liegt bei den Verfasser:innen. Der<br />

auszugsweise Abdruck ist unter Angabe der<br />

Quelle gestattet. Die Übersendung eines<br />

Belegexemplars wird erbeten. Berufs-, Status-<br />

und Funktionsbezeichnungen im <strong>DVG</strong>-<br />

Forum gelten für alle Geschlechter.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 29


ARBEITSGEBIET:<br />

LEBENSMITTELSICHERHEIT UND VERBRAUCHERSCHUTZ<br />

ARBEITSGEBIET „LEBENSMITTELSICHERHEIT UND VERBRAUCHERSCHUTZ“<br />

64. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes<br />

Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz<br />

Vom 24. bis 27. September <strong>2024</strong> findet<br />

die 64. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes<br />

„Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz“<br />

der <strong>DVG</strong> in Garmisch-Partenkirchen<br />

und online statt. Die im deutschsprachigen<br />

Raum bedeutendste Tagung zur<br />

Lebensmittelhygiene umfasst Präsentationen<br />

und Workshops der vier Fachgruppen<br />

des Arbeitsgebietes „Lebensmittelhygiene“,<br />

„Fleischhygiene“, „Milchhygiene“ und<br />

„Lebensmittelrecht“.<br />

Die Vorträge werden live gehalten und<br />

simultan per Livestream für Online-Teilnehmende<br />

übertragen.<br />

Schwerpunktthemen der diesjährigen Tagung:<br />

• LMIV – MHD/VD – Lebensmittelverschwendung<br />

• Listeria monocytogenes<br />

• Vegetarische & vegane Lebensmittel<br />

• Digitalisierung in der Lebensmittelkette<br />

• Lebensmittelketteninformation:<br />

Fortschritte, Akzeptanz, Zukunft?<br />

Die Arbeitstagung wird zusammen mit der<br />

Sektion Lebensmittel tierischer Herkunft in<br />

der Österreichischen Gesellschaft der Tierärztinnen<br />

und Tierärzte und der Schweizerischen<br />

Tierärztlichen Vereinigung für Lebensmittelsicherheit,<br />

Tiergesundheit und<br />

Tierschutz durchgeführt.<br />

Weitere Informationen und Anmeldung:<br />

www.dvg-lebensmittelsicherheit.de/•<br />

AG Eutergesundheit<br />

ARBEITSGRUPPE „EUTERGESUNDHEIT“<br />

Eutergesundheit <strong>2024</strong> – Mythen, Daten, Fakten<br />

Vom 18. bis 19. März <strong>2024</strong> führte die<br />

Arbeitsgruppe (AG) Eutergesundheit der<br />

<strong>DVG</strong> ihre Tagung mit dem Schwerpunkt<br />

„Eutergesundheit <strong>2024</strong> – Mythen, Daten,<br />

Fakten“ in Schwäbisch Gmünd durch. AGund<br />

Tagungsleiter Prof. Dr. Volker Krömker<br />

Die Tagung zur Eutergesundheit fand in Schwäbisch-Gmünd statt.<br />

(Kopenhagen, Dänemark) und Dr. Martin<br />

Spohr (Fellbach), der die lokale Organisation<br />

übernommen hatte, begrüßten die<br />

etwa 90 Teilnehmenden herzlich.<br />

Im ersten Vortragsblock „Antibiotikaeinsatz<br />

und Mastitistherapie“ wurde insbesondere<br />

das Potential der Reduktion des<br />

Antibiotikaeinsatzes angesprochen. So sei<br />

die antibiotische Therapie nicht immer bei<br />

allen Mastitiden angezeigt. Nur wenn die<br />

erzielte bakteriologische Heilungsrate sich<br />

signifikant von der Spontanheilungsrate<br />

unterscheide, sei die antibiotische Therapie<br />

indiziert. Ein gezieltes Mastitistherapiekonzept<br />

sei notwendig. Die weiteren<br />

Vorträge gliederten sich in die Blöcke „Eutergesundheitsmanagement<br />

in der Trockenperiode“,<br />

„Diagnostik und Analyse“,<br />

„Neues aus der Industrie“ sowie „Digitalisierung“.<br />

Eine Posterausstellung bot kompakte<br />

Studienergebnisse und war in den<br />

Pausen steter Anziehungspunkt.<br />

Im Rahmen der Tagung wurde der Dr.-<br />

Wilfried-Wolter-Gedächtnispreis für den<br />

besten Beitrag (Vortrag oder Poster) verliehen.<br />

Der mit 300 Euro dotierte Preis erinnert<br />

an den Landwirt, Agraringenieur und<br />

Tierarzt Dr. Wilfried Wolter (1962-2<strong>01</strong>7),<br />

dem der Transfer wissenschaftlicher Er-<br />

30<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

LEBENSMITTELSICHERHEIT UND VERBRAUCHERSCHUTZ<br />

V.l.n.r.: Dr. Friederike Reinecke (stellv. AG-Leiterin), Prof. Dr. Volker Krömker<br />

(AG-Leiter), Dr. Martin Spohr (lokale Organisation.<br />

Gespannt verfolgten die Teilnehmenden die Vorträge.<br />

kenntnisse in die Praxis stets ein besonderes<br />

Anliegen war. Die Teilnehmerinnen und<br />

Teilnehmer gaben ihr Votum zu den 22 Vorträgen<br />

und 11 Postern ab. Den Preis erhielt<br />

Alexandra Beckmann vom Thünen-Institut<br />

für Ökologischen Landbau in Westerau mit<br />

dem Beitrag „Vom kuh- zum viertelselektiven<br />

Trockenstellen: Antibiotika-Einsparpotential<br />

in deutschen Praxisbetrieben“.<br />

Darin zeigte sie das große Einsparpotential<br />

bei einer umsichtigen, viertelselektiven<br />

Antibiotikaanwendung zum Trockenstellen,<br />

die sich auf majorpathogene Mastitiserreger<br />

beschränkt. Hohe Selbstheilungsraten<br />

bei Infektionen mit minorpathogenen<br />

Erregern machten eine antibiotische<br />

Behandlung zum Trockenstellen nicht notwendig.<br />

Für eine langfristig nachhaltige Reduktion<br />

des Antibiotikaeinsatzes sei jedoch<br />

die Verhinderung von Neuinfektionen<br />

rund um die Trockenstehphase sowie die<br />

Abkalbung anzustreben.<br />

Die stellvertretende Leiterin der AG<br />

Eutergesundheit, Dr. Friederike Reinecke<br />

(Wetzlar), gratulierte Frau Beckmann und<br />

dankte zum Abschluss der Tagung allen Referierenden,<br />

Teilnehmenden, Sponsoren<br />

und dem Tagungsleiter sowie dem Organisationsteam<br />

der <strong>DVG</strong>.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong><br />

Dr. Friederiche Reinecke (rechts) gratulierte<br />

Alexandra Beckmann zum Dr.-Wilfried-Wolter-<br />

• Gedächtnispreis.<br />

Anziehungspunkt in den Pausen: die Posterausstellung.<br />

Alexandra Beckmann bei ihrem mit dem Dr.-Wilfried-Wolter-Gedächtnispreis<br />

ausgezeichneten Vortrag.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 31


ARBEITSGEBIET:<br />

LEBENSMITTELSICHERHEIT UND VERBRAUCHERSCHUTZ<br />

ARBEITSKREIS „LEHRE IN DEN LEBENSMITTELHYGIENISCHEN FÄCHERN DER DEUTSCHSPRACHIGEN LÄNDER “<br />

Handbuch zur Qualifikation amtlicher Tierärzt:innen in der amtlichen<br />

Schlachttier- und Fleischuntersuchung (SFU)<br />

Das „Handbuch zur Qualifikation amtlicher<br />

Tierärzt:innen in der amtlichen Schlachttier-<br />

und Fleischuntersuchung (SFU)“ gibt<br />

einen Überblick über die rechtlichen Vorgaben<br />

und fachlichen Anforderungen an<br />

die anspruchsvolle Tätigkeit als amtliche:r<br />

Tierärztin/Tierarzt in der SFU und soll als<br />

Unterstützung beim Erwerb und Erhalt der<br />

erforderlichen Kenntnisse und Fähigkeiten<br />

dienen.<br />

Es wurde von den Ausschüssen für Lebensmittel-,<br />

Fleisch- und Milchhygiene<br />

und Tierschutz der Bundestierärztekammer<br />

(BTK), unter Mitarbeit der Arbeitsgruppen<br />

„Fleisch- und Geflügelfleischhygiene<br />

und fachspezifische Fragen von Lebensmitteln<br />

tierischer Herkunft (AFFL)“ und<br />

„Tierschutz (AGT)“ der Länderarbeitsgemeinschaft<br />

Verbraucherschutz (LAV) und<br />

des Arbeitsgebiets „Lebensmittelsicherheit<br />

und Verbraucherschutz“ sowie vom<br />

Arbeitskreis „Lehre in den lebensmittelhygienischen<br />

Fächern der deutschsprachigen<br />

Länder“ der <strong>DVG</strong> erstellt.<br />

Amtliche Tierärzt:innen leisten eine<br />

sehr verantwortungsvolle Aufgabe zur Gewährleistung<br />

des gesundheitlichen Verbraucherschutzes<br />

und des Tierschutzes<br />

sowie zur Ernährungsvorsorge und zum<br />

Erhalt regionaler Wertschöpfungsketten.<br />

Die fachlichen Anforderungen an diese<br />

Aufgabe umfassen nach geltendem Recht<br />

neben der Sicherstellung eines gesundheitlich<br />

unbedenklichen Lebensmittels<br />

und der Optimierung der Tiergesundheit<br />

auch die Gewährleistung des Tierschutzes.<br />

Sowohl für die Lebensmittelsicherheit, die<br />

Tiergesundheit, als auch für die Einhaltung<br />

des Tierschutzes sind in erster Linie Lebensmittelunternehmen<br />

bzw. Tierhalter:innen<br />

verantwortlich. Dem amtlichen<br />

tierärztlichen Personal fällt die wichtige<br />

Aufgabe zu, die Maßnahmen des Unternehmens<br />

bzw. der Tierhalter:innen zu bewerten,<br />

mit den gesetzlichen Vorgaben abzugleichen<br />

und ggf. Maßnahmen zu veranlassen.<br />

Das Handbuch kann von der Webseite der<br />

BTK heruntergeladen werden:<br />

https://bundestieraerztekammer.de/<br />

tieraerzte/beruf/amtliche-tieraerzte/ •<br />

ARBEITSGEBIET:<br />

TIERSCHUTZ, ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG<br />

FACHGRUPPE „ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG“<br />

55. Tagung „Angewandte Ethologie“<br />

Vom 30. November bis 2. Dezember 2023<br />

fand im Historischen Kaufhaus in Freiburg<br />

im Breisgau die 55. Tagung „Angewandte<br />

Ethologie“ der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Ethologie<br />

und Tierhaltung“ statt. Die Tagung<br />

wurde hybrid durchgeführt, so dass die<br />

Teilnahme auch online möglich war. Etwa<br />

100 Kolleginnen und Kollegen nutzten die<br />

Möglichkeit der Präsenzteilnahme und des<br />

persönlichen Austauschs vor Ort. Über 70<br />

weitere Teilnehmende schalteten sich online<br />

dazu. Prof. Dr. Elke Rauch, Leiterin der<br />

Fachgruppe, begrüßte alle Teilnehmerinnen<br />

und Teilnehmer herzlich. Auch <strong>DVG</strong>-<br />

Präsident Prof. Dr. Dr. h.c. mult. (Bursa,<br />

Die Tagung fand vor Ort in Freiburg und online statt.<br />

32<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

TIERSCHUTZ, ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG<br />

Hatten ein interessantes Programm zusammengestellt:<br />

Prof. Dr. Helen Louton und Prof. Dr. Elke<br />

Rauch (v.l.n.r.).<br />

Torun, Stara Zagora) Martin Kramer sprach<br />

Grußworte.<br />

Vortragsprogramm<br />

Prof. Rauch hatte zusammen mit der stellvertretenden<br />

Fachgruppenleiterin, Prof. Dr.<br />

Helen Louton, ein spannendes und interessantes<br />

Programm zusammengestellt.<br />

Insgesamt 22 Vorträge und 12 Poster befassten<br />

sich mit den „klassischen“ landwirtschaftlichen<br />

Nutztieren mit Fragestellungen<br />

zur Entwicklung neuer Methoden,<br />

mit der Mensch-Tier-Beziehung sowie mit<br />

dem Einfluss von Beschäftigungsmaterial<br />

und Haltung auf Tierwohl und Verhalten.<br />

In weiteren Beiträgen ging es um die sensorbasierte<br />

Auswertung von Verhaltenstests<br />

bei Pferden sowie um das Liegeverhalten<br />

von Pferden. In der Session<br />

„Promovierende stellen vor“ stellten die<br />

Doktorand:innen ihre Projekte dar und<br />

standen für Fragen und Diskussionen zur<br />

Verfügung.<br />

Die Präsentationen spiegelten die breite<br />

Themenvielfalt der Ethologie und zeigten,<br />

wie durch mehr Wissen Tiere besser<br />

verstanden werden, um ihr Wohlbefinden<br />

bei der Haltung in menschlicher Obhut zu<br />

steigern.<br />

Posterpreise<br />

Folgende Poster wurden mit Preisen ausgezeichnet:<br />

1. Preis<br />

Christopher Geßenhardt (Ettenhausen,<br />

CH)<br />

Haltung von Kuh und Kalb: Haltungsformen<br />

und Tierverhalten in der Mutterkuhhaltung<br />

und der Muttergebundenen<br />

Kälberaufzucht in der Schweiz<br />

2. Preis<br />

Dr. Sara Hintze (Wien, A)<br />

Ruffled minds? Characterising restlessness<br />

in bulls kept on fully slatted floors<br />

3. Preis<br />

Pia Helmerich (Berlin)<br />

Wie beeinflusst die Haltung von Pferden<br />

am Tag das Liegeverhalten in der<br />

darauffolgenden Nacht?<br />

Die 56. Tagung „Angewandte Ethologie“<br />

findet vom 28. bis 30. November <strong>2024</strong> als<br />

Präsenzveranstaltung erneut in Freiburg<br />

statt.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

Prof. Rauch zeichnete Christopher Geßenhardt<br />

mit dem ersten Posterpreis aus.<br />

Über den zweiten Posterpreis freute sich Dr. Sara<br />

Hintze (links).<br />

Den dritten Posterpreis erhielt Pia Helmerich<br />

(links).<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 33


ARBEITSGEBIET:<br />

TIERSCHUTZ, ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG<br />

FACHGRUPPE „TIERSCHUTZ“<br />

„Tierschutz ohne Grenzen“ – Gleiches Recht für Alle?<br />

Die Münchner Tagung ist die größte Tierschutzfachtagung im deutschsprachigen<br />

Raum.<br />

Die Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung, Ariane Kari, bei ihrem<br />

Grußwort.<br />

Zu diesem Themenschwerpunkt fand die<br />

29. Internationale Fachtagung zum Thema<br />

Tierschutz vom 29. Februar bis 2. März<br />

<strong>2024</strong> im Audimax der Ludwig-Maximilians-Universität<br />

(LMU) in München statt.<br />

Die Tagung wurde von der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

„Tierschutz“ in Verbindung mit dem<br />

Lehrstuhl für Tierschutz, Verhaltenskunde,<br />

Tierhygiene und Tierhaltung der Tierärztlichen<br />

Fakultät der LMU organisiert.<br />

Prof. Dr. Reinhard K. Straubinger, Dekan<br />

der tierärztlichen Fakultät der LMU, eröffnete<br />

die Tagung und begrüßte die etwa 430<br />

Teilnehmenden. Auch Dr. Andreas Franzky<br />

(Rolfsen), Vorsitzender der Tierärztlichen<br />

Vereinigung für Tierschutz, sprach Grußworte.<br />

Dr. Anna-Caroline Wöhr (München),<br />

wissenschaftliche Tagungsleiterin und Mitglied<br />

im Vorstand der <strong>DVG</strong>, hob hervor, dass<br />

es sich bei der Münchner Tagung um die<br />

größte Tierschutzfachtagung im deutschsprachigen<br />

Raum handele und dankte allen<br />

Referierenden, Teilnehmenden sowie<br />

allen an der Organisation Beteiligten.<br />

Grußwort der Tierschutzbeauftragten<br />

Die Tierschutzbeauftragte der Bundesregierung,<br />

Ariane Kari, sprach in ihrem Grußwort<br />

den ungleichen und damit ungerechten<br />

Umgang der Tiere verschiedener Arten<br />

an. So sei es menschlich, aber nicht gerecht,<br />

dass Heimtiere und Nutztiere unterschiedlich<br />

behandelt würden. Bei den Nutztieren<br />

müsse der Trend dahin gehen, deutlich weniger<br />

Tiere deutlich besser zu halten. Langfristig<br />

sei eine tiergerechte Gesellschaft<br />

ohne Speziesismus wünschenswert.<br />

Vortragsprogramm und<br />

Posterausstellung<br />

Die spannenden Vorträge befassten sich<br />

auf vielen Ebenen mit der Ungleichbehandlung<br />

von Tieren, so z. B. hinsichtlich<br />

der Anbindehaltung, des Transports oder<br />

auch in Bezug auf die unterschiedliche<br />

rechtliche Behandlung in Abhängigkeit von<br />

der vorgesehenen Nutzung. Interessant<br />

war auch der mehrfach in Vorträgen geäußerte<br />

Gedanke, den im Tierversuchsbereich<br />

international anerkannten 3R-Ansatz (replace,<br />

reduce, refine) für alle Nutzungsformen<br />

von Tieren einzuführen. Unter den<br />

Referierenden waren auch Vertreterinnen<br />

und Vertreter aus den Bereichen Rechtswissenschaften<br />

und Polizei. Sie boten nicht<br />

nur aufschlussreiche Einblicke in die Tierschutzarbeit<br />

aus ihrer Sicht, sondern gaben<br />

auch wichtige Hinweise. So kann die<br />

Veterinärbehörde z. B. mit einer sicheren<br />

Dokumentation der relevanten und unentbehrlichen<br />

Tatsachen und konsequenter<br />

Anzeigenerstattung eine solide Basis für<br />

eine effektivierte Strafverfolgung von Tierschutzdelikten<br />

in landwirtschaftlichen<br />

Nutztierhaltungen schaffen und ihren individuellen<br />

Beitrag leisten, die unbefriedigende<br />

Situation der Verfolgungsdefizite im<br />

Sinne des Tierschutzgedankens zu verbessern.<br />

Zahlreiche Diskussionsbeiträge nach<br />

den Vorträgen zeigten die Relevanz der<br />

Themen für die Teilnehmenden.<br />

Die Posterausstellung im Foyer vor<br />

dem Audimax mit 20 Postern ergänzte das<br />

Vortragsprogramm und bot in den Pausen<br />

eine weitere Möglichkeit zum Austausch<br />

und zur Vernetzung.<br />

34<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

TIERSCHUTZ, ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG<br />

Tagungsband und nächste Tagung<br />

Der Tagungsband enthält auf ca. 350 Seiten<br />

die ausführlichen Manuskripte der<br />

Vorträge und Poster sowie zahlreiche<br />

Fotos, Grafiken und Tabellen. Er kann für<br />

35,00 Euro zzgl. 5,00 Euro für Verpackung<br />

und Versand in der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

bestellt werden (info@dvg.de, Fax 0641<br />

98444625).<br />

V.l.n.r.: Dr. Andreas Franzky (TVT),<br />

Prof. Dr. Elke Rauch und Dr. Anna-Caroline Wöhr<br />

(Tagungsleitung).<br />

Die nächste Tierschutztagung findet vom<br />

13. bis 15. März 2025 in München statt.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong><br />

•<br />

FACHGRUPPE „VERSUCHSTIERKUNDE“<br />

Tagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Versuchstierkunde“<br />

Im Berufsstand sind sie durch ihre Tätigkeitsfelder<br />

in Industrie, Hochschulen. Forschungseinrichtungen,<br />

Veterinärämtern<br />

und Genehmigungsbehörden zahlreich<br />

vertreten, auf großen tierärztlichen Tagungen<br />

dagegen regelmäßig unterrepräsentiert:<br />

die Tierärzt:innen der Fachrichtung<br />

Versuchstierkunde. Mit der Gesellschaft für<br />

Versuchstierkunde (GV-SOLAS) gibt es zwar<br />

eine eigenständige wissenschaftliche Fachgesellschaft.<br />

Die Fachgruppe „Versuchstierkunde“<br />

in der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft (<strong>DVG</strong>) versteht sich als<br />

deren Ergänzung und zur möglichen Öffnung<br />

der Versuchstierkunde in die anderen<br />

Disziplinen der Veterinärmedizin in der<br />

<strong>DVG</strong>. Seit vier Jahren ist die Fachgruppe<br />

wieder mit einer eigenen Tagung auf dem<br />

jährlich stattfindenden <strong>DVG</strong>-Vet-Congress<br />

in Berlin präsent.<br />

Der Neustart der Fachgruppe fand<br />

unter schwierigen Bedingungen während<br />

der Coronapandemie statt. Dennoch gelang<br />

die Etablierung, und seitdem haben<br />

sich die Fachgruppe und ihre Tagung auf<br />

dem <strong>DVG</strong>-Vet-Congress weiterentwickelt.<br />

Der interdisziplinäre und translationale<br />

Brückenschlag der Versuchstierkunde vom<br />

Tierschutz bis zu den Kliniken bildete sich<br />

auf dem letztjährigen <strong>DVG</strong>-Vet-Congress<br />

am 24.11.2023 in Berlin im Tagungsthema<br />

„Innovative Behandlungskonzepte für Tier<br />

und Mensch“ ab. Humanmedizinische, veterinärmedizinische<br />

und versuchstierkundliche<br />

Themen wurden im interdisziplinären<br />

Ansatz aus unterschiedlichen<br />

Richtungen vorgestellt und diskutiert.<br />

Innovative Knorpel- und Sehnenersatzmethoden<br />

beim Pferd in Verbindung mit<br />

den weit verbreiteten Gelenkpathologien<br />

beim Menschen wurden ebenso diskutiert<br />

wie die verschiedenen Problematiken der<br />

Brachyzephalie und des Hydrozephalus in<br />

der Veterinär- und Humanmedizin aus<br />

neurologisch-klinischer und tierschützerischer<br />

Sicht. Sehr einhellig vertrat das Auditorium<br />

die Ansicht, dass der Tierärzteschaft<br />

eine Schlüsselrolle in der Prävention<br />

der Qualzuchten zukommt. Ein erster vielversprechender<br />

Ansatz ist mit Paragraf 10<br />

der neuen Tierschutz-Hundeverordnung<br />

erreicht, dass Hunde mit phänotypischen<br />

Qualzuchtmerkmalen nicht mehr ausgestellt<br />

werden dürfen. Der „One Health“-<br />

Ansatz der Tagung wurde mit der zielführenden<br />

Vorstellung von zoonotischen Endoparasitosen<br />

und steigenden Anthelmintikaresistenzen<br />

und in der Entwicklung von<br />

Tuberkulosevakzinen am Modellorganismus<br />

Ziege abgerundet. Interessante Einblicke<br />

bekam die Zuhörerschaft in das Refinement<br />

bei der Bewegungsanalyse aus Sicht<br />

der Evolutionsbiologie vermittelt.<br />

Schließlich zeigten die Vorträge des wissenschaftlichen<br />

Nachwuchses, dass die Versuchstierkunde<br />

in der <strong>DVG</strong> mit translationalen<br />

Projekten und einer angemessenen<br />

Bandbreite der Spezies zukunftsorientiert<br />

vertreten ist: Das freiwillige Laufradverhalten<br />

bei der Maus als möglicher Parameter<br />

in der Belastungsbeurteilung bei COPD wurde<br />

ebenso analysiert wie das Mikrobiom des<br />

Hamsters aufgrund seiner Bedeutung als<br />

Covid 19-Modell. Als anwendungsorientierte<br />

Neuentwicklung wurde ein standardisierter<br />

Cast beim Schaf als orthopädisches Modelltier<br />

vorgestellt. Der Cast ermöglicht im<br />

Gegensatz zu anderen postoperativen Versorgungsmöglichkeiten<br />

nicht nur die erforderliche<br />

therapeutische Stabilität, sondern<br />

insbesondere auch das spezies-spezifische<br />

physiologische Verhalten.<br />

Dass die <strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Versuchstierkunde“<br />

den richtigen Weg verfolgt,<br />

zeigt sich in den kontinuierlich ansteigenden<br />

Zuhörerzahlen seit 2020.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 35


ARBEITSGEBIET:<br />

TIERSCHUTZ, ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG<br />

<strong>DVG</strong>-Präsident Prof. Martin Kramer (links) verabschiedete<br />

Dr. Heinz Brandstetter und dankte ihm für seine langjährige Tätigkeit.<br />

Die neue Fachgruppenleitung: Prof. Stephanie Krämer (links) und<br />

Dr. Dr. Lisa Ernst.<br />

In der anschließenden Fachgruppenversammlung<br />

wurde Dr. Heinz Brandstetter<br />

als langjähriger Vorsitzender verabschiedet.<br />

Ihm gebührt ausdrücklicher<br />

Dank für die Wiederbelebung der Fachgruppe<br />

„Versuchstierkunde“ der <strong>DVG</strong>! Auch<br />

seiner Stellvertreterin Dr. Angelika Scheideler,<br />

die nicht mehr kandidierte, sei herzlich<br />

gedankt! Mit der einstimmigen Wahl<br />

von Prof. Dr. Stephanie Krämer von der Justus-Liebig-Universität<br />

Gießen und Dr. Dr.<br />

Lisa Ernst von der Rheinisch-Westfälischen<br />

Technischen Hochschule Aachen ist der<br />

neue Vorsitz der Fachgruppe bestens aufgestellt.<br />

Auch im nächsten Herbst wird die<br />

Fachgruppe „Versuchstierkunde“ auf dem<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress wieder ein interdisziplinäres<br />

Tagungsprogramm zusammenstellen,<br />

das sich insbesondere als Weiterbildung<br />

anbietet, die für alle tierexperimentell<br />

tätigen Personen nach Paragraf 3 Abs.<br />

2 und Paragraf 16 Abs. 1 der Tierschutz-<br />

Versuchstierverordnung gesetzlich gefordert<br />

ist. Hierzu zählen auch die Lehrenden<br />

und Forschenden an den tierärztlichen Fakultäten<br />

im Rahmen ihrer Tätigkeit. Alle interessierten<br />

Kolleg:innen sind herzlich zur<br />

Teilnahme eingeladen!<br />

Dr. Ulrike Teichmann<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe „Versuchstierkunde“<br />

Fotos: Carmen Körner, Cynthia Ruf<br />

•<br />

TIERÄRZTLICHE PLATTFORM TIERSCHUTZ<br />

Animal Hoarding – Leid für Tier und Mensch<br />

Foto: Deutscher Tierschutzbund e.V.<br />

Mit diesem komplexen Thema befasst sich<br />

die Tierärztliche Plattform Tierschutz (TPT)<br />

auf ihrer 6. Tagung am 21. und 22. Juni <strong>2024</strong><br />

in der Katholischen LandvolkHochschule<br />

Oesede (bei Osnabrück). Auf der Tagung<br />

sollen die diesbezüglich zunehmenden<br />

Aufgaben für die zuständigen Veterinärämter<br />

und die Sozialpsychiatrischen Dienste,<br />

aber auch für praktizierende Tierärztinnen<br />

und Tierärzte sowie die Tierheime beleuchtet<br />

werden.<br />

Ein Tagungsbericht wird in der nächsten<br />

Ausgabe des <strong>DVG</strong>-Forums erscheinen.<br />

Weitere Informationen: www.dvg.de<br />

Die Tierärztliche Plattform Tierschutz (TPT)<br />

wird von den nachfolgend aufgeführten<br />

Verbänden und Organisationen getragen:<br />

• Bundestierärztekammer e. V.,<br />

• Bundesverband der beamteten<br />

Tierärzte e.V.,<br />

• Bundesverband praktizierender<br />

Tierärzte e. V.,<br />

• Deutsche Veterinärmedizinische<br />

Gesellschaft e. V.,<br />

• Tierärztliche Vereinigung für<br />

Tierschutz e. V.<br />

•<br />

36<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

TIERSCHUTZ, ETHOLOGIE UND TIERHALTUNG<br />

FACHGRUPPE TIERSCHUTZ<br />

Gutachterliche Stellungnahme „Puppy-Yoga“<br />

Aktuell werden Hundewelpen als neue<br />

Nutzungsgruppe entdeckt: Welpen werden<br />

zunehmend bei Veranstaltungen wie<br />

Yoga-Kursen („Puppy-Yoga“) eingesetzt<br />

oder für Geburtstagsfeiern, Junggesellenabschiede<br />

usw. angeboten, um die Attraktivität<br />

dieser Veranstaltungen zu erhöhen.<br />

Hundewelpen sind jedoch eine besonders<br />

vulnerable Altersgruppe, die in besonderer<br />

Weise geschützt werden muss. Der Einsatz<br />

in tiergestützter Aktivität und bei Veranstaltungen,<br />

u. a. durch gewerbsmäßige<br />

Zurschaustellung, sind mit erheblichen Risiken<br />

für diese Tiergruppe verbunden. Es<br />

ist davon auszugehen, dass die Tiere überanstrengt<br />

und überfordert werden und<br />

Schäden erleiden. Hunde im Welpenalter<br />

sollten daher nicht genutzt werden dürfen.<br />

PD Dr. Dorothea Döring et al. vom Lehrstuhl<br />

für Tierschutz, Verhaltenskunde,<br />

Tierhygiene und Tierhaltung der Ludwig-<br />

Maximilians-Universität München hat<br />

eine Gutachterliche Stellungnahme zur<br />

Verwendung von Hundewelpen bei Veranstaltungen<br />

(u. a. „Puppy-Yoga“) verfasst,<br />

die Kolleginnen und Kollegen auf<br />

dem Veterinäramt als Entscheidungshilfe<br />

dienen und in der Geschäftsstelle der <strong>DVG</strong><br />

angefordert werden kann (info@dvg.de).<br />

<br />

•<br />

ARBEITSGEBIET:<br />

ARBEITSKREISE UND AUSSCHÜSSE<br />

25. Workshop des Arbeitskreises<br />

„Respiratorisches System“’<br />

Wie üblich fand in der Woche vor dem Start<br />

der Osterferien, am 20.03.<strong>2024</strong>, der jährliche<br />

Workshop des Arbeitskreises „Respiratorisches<br />

System“ im Rahmen des großen<br />

Kongresses der Deutschen Gesellschaft<br />

für Pneumologie und Beatmungsmedizin<br />

(DGP) statt. Diesmal im „Congress Centrum<br />

Rosengarten“ in Mannheim. Zum Schwerpunktthema<br />

„Wie atmet Wer? Physiologische<br />

und pathologische Entwicklungs- und<br />

Anpassungsmechanismen des respiratorischen<br />

Systems im Speziesvergleich“ konnte<br />

ein vielfältiges Programm von den Organisatoren<br />

zusammengestellt werden, das<br />

von zahlreichen Interessierten wahrgenommen<br />

wurde.<br />

So startete der Workshop nach der Begrüßung<br />

gleich mit einem Vortrag zur Lungenentwicklung<br />

bzw. zum Lungenaufbau.<br />

Professor Schittny aus Bern führte die Zuhörer<br />

bis in die kleinste Lungeneinheit und<br />

erläuterte dabei anschaulich, dass es schon<br />

im Bereich der Azini Speziesunterschiede<br />

z. B. zwischen Mensch und Ratte gibt, und<br />

viele „Kleinststrukturen“ nur mit geeigneten<br />

bildgebenden Methoden zu sehen und<br />

zu erforschen sind. So konnten die „Alveolar<br />

micro ducts“ erst mit Hilfe von hochauflösender<br />

Computertomographie (TOmographic<br />

Microscopy and Coherent rAdiology<br />

experimenTs = TOMCAT) und<br />

entsprechender 3D-Darstellung genauer<br />

charakterisiert werden. Diese Feinstrukturen<br />

im Bereich des Ductus alveolaris sorgen<br />

für eine höhere Effizienz der Atmung durch<br />

Intensivierung der Ventilation der Alveolen.<br />

Nach diesem Einführungsvortrag wurde<br />

es im zweiten Beitrag von Frau Dr. Syunyaeva<br />

aus Berlin spezieller. Sie referierte zur<br />

In den Pausen gab es für die Teilnehmenden ausreichend Möglichkeit zum fachlichen Austausch<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 37


ARBEITSGEBIET:<br />

ARBEITSKREISE UND AUSSCHÜSSE<br />

Museum für moderne und zeitgenössische Kunst – die Kunsthalle<br />

Mannheim.<br />

Angeregt wurde diskutiert.<br />

Mukoviszidose (bzw. Cystischen Fibrose)<br />

und stellte u .a. die Entwicklung der Behandlungsstrategien<br />

dieser genetisch bedingten<br />

Erkrankung gut strukturiert dar. Dabei fokussierte<br />

sie auf die Erfolge der verschiedenen<br />

Therapiekonzepte, die in der Vergangenheit<br />

ausschließlich symptomatisch und<br />

sehr aufwendig waren (und immer noch<br />

aufwendig sind). Doch mittlerweile können<br />

diese bei einigen Patientengruppen durch<br />

die Kausaltherapie der CFTR-Modulatoren<br />

(Cystic Fibrosis Transmembrane Conductance<br />

Regulator) so erfolgreich unterstützt werden,<br />

dass die Anzahl der Patienten, die das<br />

Erwachsenenalter erreichen, in den vergangenen<br />

Jahrzehnten stetig angestiegen ist<br />

(Durchschnittliche Lebenserwartung liegt<br />

bei ca. 60 Jahren). Dadurch stellt diese Erkrankung<br />

schon lange keine rein pädiatrische<br />

Problematik mehr dar.<br />

Nach einer kurzen Pause ging es dann<br />

mit „tierischen“ Themen weiter. Professor<br />

Kirschvink aus Namur in Belgien hielt<br />

einen Vortrag über die Lungenentwicklung<br />

beim Kalb. Sie stellte verschiedene Ergebnisse<br />

einer langjährigen Studie zur Kälberaufzucht<br />

bei der Fleischrasse Weißblauer<br />

Belgier vor. Durch die starke Bemuskelung<br />

dieser Rasse, die schon bei den Kälbern<br />

deutlich wird, müssen diese regelhaft per<br />

Kaiserschnitt „geboren“ werden. Um die<br />

Überlebensrate innerhalb der ersten Tage<br />

nach der Geburt und die Gesundheit dieser<br />

Kälber zu verbessern, deren schlechter<br />

Verlauf meistens durch Anoxie bei der Geburt<br />

verursacht wird, wurden verschiedene<br />

Faktoren während der Trächtigkeit, bei<br />

der Geburt und in der Nachsorge auf ihren<br />

positiven oder negativen Einfluss diesbezüglich<br />

untersucht. Es konnte hier festgestellt<br />

werden, dass das Bestandsmanagement<br />

ein großer Einflussfaktor ist.<br />

Im folgenden Beitrag blieb man thematisch<br />

bei den Großtieren, allerdings wurde<br />

zu den Equiden gewechselt. Frau Professor<br />

Fey aus Gießen erklärte zunächst, warum<br />

mittlerweile der Begriff „equines Asthma“<br />

verwendet wird, dieser aber nicht ganz zutreffend<br />

ist für das, was pathologisch in der<br />

Lunge passiert. Für die chronische Obstruktion<br />

der Atemwege scheint eventuell das<br />

starke Remodelling des Epithels bei dieser<br />

Erkrankung die Ursache zu sein, und die<br />

Krankheit ist eher mit dem neutrophilen<br />

Asthma des Menschen vergleichbar und<br />

nicht generell mit dem Asthma des Menschen.<br />

Sie stellte noch eine publizierte Studie<br />

von Michela Bullone et.al. (Scientific Reports<br />

vol. 7: 8843, DOI:10.1038/s41598-<br />

<strong>01</strong>7-09414-8) vor, in der u.a. die Kombinationsbehandlung<br />

mit Alpha-2- Agonisten<br />

und Cortison versus alleiniger Cortisonbehandlung<br />

in Bezug auf den Effekt des Remodellings<br />

gegenübergestellt wurde.<br />

Als letzten Vortrag zum Schwerpunktthema<br />

stellte Frau Dr. Gareis aus München<br />

neue Erkenntnisse zum felinen Asthma<br />

und der chronischen Bronchitis bei Katzen<br />

vor. Anhand von Fallbeispielen führte sie<br />

ins Thema ein. Neben den Pathomechanismen,<br />

bei denen auch das Lungenmikrobiom<br />

Einfluss zu haben scheint, wurden<br />

die verschiedenen Therapiemöglichkeiten<br />

beschrieben. Hierbei wurde insbesondere<br />

erläutert, wie wichtig es ist, einem genauen<br />

Diagnoseplan zu folgen, um diese beiden<br />

Atemwegserkrankungen zu differenzieren<br />

und somit die richtige Therapie zu<br />

wählen.<br />

Nach den Beiträgen zum Schwerpunktthema<br />

gab es wieder freie Vorträge zu aktuellen<br />

Forschungsthemen, die insbesondere<br />

vom wissenschaftlichen Nachwuchs<br />

präsentiert wurden. Frau Benz aus München<br />

zeigte ihre Ergebnisse zum Einfluss<br />

der Akklimatisierungszeit auf die Ergebnisse<br />

bei der Ganzkörperplethysmographie<br />

von Katzen, die sie an gesunden Tieren vorgenommen<br />

hatte. Je nach Länge der Akklimatisierungszeit<br />

zeigten sich signifikante<br />

Änderungen der gemessenen Parameter,<br />

was für die praktische Anwendung dieser<br />

Untersuchungsmethode sehr relevant sein<br />

kann. Beim nächsten Vortrag von Frau<br />

Schriever aus Leipzig wurde die Etablierung<br />

eines in vitro Modells aus primären Nasen-<br />

38<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


ARBEITSGEBIET:<br />

ARBEITSKREISE UND AUSSCHÜSSE<br />

epithelzellen von brachyzephalen Hunden<br />

vorgestellt. In dieser Studie wurden die Zellen<br />

und ihre Kultivierung mittels immunhistochemischer<br />

Färbung und funktioneller<br />

Messung (transzellulärer elektrischer<br />

Widerstand) in der Air-Liquid-Interface-<br />

Kultur charakterisiert. Mit Hilfe dieses in vitro<br />

Modells sollen zukünftig u.a. pharmakologische<br />

Therapien für solche Hunderassen<br />

überprüft werden können.<br />

Anschließend stellte Herr Professor<br />

Theegarten aus Essen, stellvertretend für<br />

Frau Bednaric, Ergebnisse einer beschreibenden<br />

Studie zu Biofilmen im respiratorischen<br />

System vor. Diese treten nur unter<br />

besonderen Umständen auf (z. B. Fremdkörperaspiration<br />

oder an eingesetzten<br />

Stents) und wurden in dieser Studie auch<br />

mittels FISHseq-Technik mikrobiologisch<br />

charakterisiert. Anschließend erläuterte<br />

Herr Schmitz aus Berlin welche Limitationen<br />

und Komplikationen bei der Lungendiagnostik<br />

des Pferdes im klinischen Alltag<br />

auftreten und was berücksichtigt werden<br />

sollte, um diese zu vermeiden.<br />

Zum Schluss gab es noch einen interessanten<br />

Beitrag aus der experimentellen<br />

Forschung. Herr Schickinger, ebenfalls aus<br />

Berlin, stellte die Ergebnisse seines Dissertationsprojektes<br />

vor, in dem er die Bedeutung<br />

bestimmter Zuckermotive (alpha-1,2-<br />

Fucosylierung) der Glykokalix für die Pa-<br />

thogenese der Streptococcus pneumoniae<br />

Pneumonie untersucht.<br />

Neben dem Workshop fand zudem ein<br />

weiteres Symposium im Rahmen des Hauptprogrammes<br />

statt, bei dem der Arbeitskreis<br />

„Respiratorisches System“ der <strong>DVG</strong> Mitorganisator<br />

war. Das beliebte Symposium „Der<br />

Mensch in Extremsituationen“ wurde zum<br />

siebten Mal abgehalten, und daher war der<br />

Titel, „Die magische Nummer 7: Mensch versus<br />

Tier“, sozusagen Programm. Wie in den<br />

vergangenen Jahren auch, wurden jeweils in<br />

Doppel-Vorträgen die Gegebenheiten beim<br />

Tier und beim Menschen dargestellt. Die gehaltenen<br />

Vorträge gaben jeweils sehr schöne<br />

Einblicke in die Physiologie und verschiedenen<br />

Verhaltensweisen von Rind, Wal,<br />

Pferd, Biene und Ascaris (hier als Infektion<br />

beim Menschen). Dabei lag der Fokus nicht<br />

nur auf dem respiratorischen System.<br />

Auch in diesem Jahr ist erneut festzustellen,<br />

dass das disziplinen- und speziesübergreifende<br />

Konzept des Arbeitskreises<br />

zu einem breit gefächerten Austausch zwischen<br />

den verschiedenen wissenschaftlichen/medizinischen<br />

Disziplinen in Humanund<br />

Veterinärmedizin führt, der für alle Beteiligten<br />

sehr interessant und für jede Seite<br />

mit Erkenntnisgewinn verbunden ist.<br />

Im Anschluss an das wissenschaftliche<br />

Programm trafen sich die Mitglieder des<br />

Arbeitskreises „Respiratorisches System“<br />

Impression aus der Kunsthalle Mannheim.<br />

zu einer abwechslungsreichen Abendführung<br />

durch die Kunsthalle Mannheim, die<br />

von Edouard Manet über Francis Bacon<br />

eine große Bandbreite der Kunst zu bieten<br />

hatte. Später ließen alle den Tag bei einem<br />

gemeinsamen Abendessen und interessanten<br />

Gesprächen gemütlich ausklingen.<br />

Der 26. Workshop des Arbeitskreises wird<br />

am 9. April 2025 im Rahmen des 65. DGP-<br />

Kongresses in Leipzig stattfinden. Wir<br />

freuen uns jetzt schon darauf!<br />

Dr. Birgitt Gutbier<br />

Leiterin des Arbeitskreises<br />

Fotos: Birgitt Gutbier<br />

•<br />

Arbeitskreis Forensische Veterinärmedizin der <strong>DVG</strong><br />

Auch in diesem Jahr führt der Arbeitskreis<br />

(AK) „Forensische Veterinärmedizin“ der<br />

<strong>DVG</strong> im Rahmen des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses<br />

am Donnerstag, den 31. Oktober, eine Tagung<br />

durch. Und bereits am Tag zuvor<br />

(Mittwoch, 30. Oktober) findet ein Seminar<br />

des 2021 gegründeten Arbeitskreises<br />

statt.<br />

Der AK will fachübergreifend aktualisierte<br />

und praxisbezogene Hinweise geben,<br />

um mit tiermedizinischem Handeln<br />

„rechtssicher“ zu bleiben. Ein weiterer Fokus<br />

soll auf die Aktualität und Qualität der<br />

tierärztlichen Sachverständigengutachten<br />

gerichtet werden.<br />

Informationen zu dieser und zu anderen<br />

Tagungen auf dem <strong>DVG</strong>-Vet-Congress finden<br />

Sie unter:<br />

www.dvg-vet-congress.de<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 39


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Fachgruppe „Innere Medizin und klinische Labordiagnostik (InnLab)“<br />

Blutentnahme bei einem Hund. Foto: Marc Zimmermann, stock.adobe.com<br />

In jeder Ausgabe des <strong>DVG</strong>-Forums wird in<br />

der Rubrik „Fachgruppe im Fokus“ eine<br />

Fachgruppe, ein Arbeitsgebiet oder eine andere<br />

Gruppierung innerhalb der <strong>DVG</strong> vorgestellt.<br />

So können sich auch <strong>DVG</strong>-Mitglieder,<br />

die dieser Fachgruppe (noch) nicht<br />

angehören, über deren Entstehung, Entwicklung,<br />

Tagungen und Aktivitäten informieren.<br />

Diesmal wird die Fachgruppe<br />

„Innere Medizin und klinische Labordiagnostik“<br />

näher betrachtet.<br />

Wie alles begann<br />

Im Jahr 1953 wurde die Fachgruppe „Innere<br />

Medizin“ im Arbeitsgebiet „Klinische<br />

Veterinärmedizin“ gegründet. Sie war damit<br />

eine der ersten Fachgruppen, welche<br />

die <strong>DVG</strong> – die selbst erst seit zwei Jahren<br />

bestand – benannte. Drei weitere Fachgruppen<br />

gehörten zu diesem Zeitpunkt<br />

dem Arbeitsgebiet an: „Allgemeine Diagnostik<br />

und Therapie“, „Chirurgie“ und „Geburtshilfe“.<br />

Die Fachgruppe „Kleintierkrankheiten“<br />

(der Vorläufer der DGK-<strong>DVG</strong>)<br />

wurde vier Jahre später eingerichtet. Da allerdings<br />

aus damaliger Sicht „die geringe<br />

Anzahl bestimmter Spezialisten wie der<br />

Internisten keine eigene Fachgemeinschaft<br />

rechtfertige“ 1 , wurde das Arbeitsgebiet<br />

„Klinische Veterinärmedizin“ 1959<br />

zusammengelegt und die Fachgruppen<br />

aufgelöst. Zu den verschiedenen Fachgebieten<br />

sollten sich Arbeitsgruppen zusammenfinden<br />

und tätig werden. In den folgenden<br />

Jahren führten insbesondere die<br />

Kleintierspezialisten Tagungen durch. Jedoch<br />

bewährte sich diese Struktur ohne<br />

eigene Fachgruppen offenbar nicht, denn<br />

1965 wurden sie erneut eingerichtet. 1979<br />

kam die Fachgruppe „Klinische Laboratoriumsdiagnostik“<br />

auf Vorschlag von „verschiedenen<br />

Herren der Industrie“ 2 hinzu.<br />

Erster Leiter wurde Prof. Dr. Wilfried Kraft<br />

(München). 1987 schließlich wurde diese<br />

Fachgruppe mit der Fachgruppe „Innere<br />

Medizin“ zusammengelegt. Die neue<br />

Fachgruppe erhielt den Namen „Innere<br />

Medizin und klinische Labordiagnostik<br />

(InnLab)“.<br />

Tagungsort 2<strong>01</strong>2 war Göttingen.<br />

1 Enderle, K. (1972): Die Geschichte der<br />

Deutschen Veterinärmedizinischen Gesellschaft<br />

in der Zeit von 1949 bis 1971. München, LMU,<br />

Tierärztliche Fakultät, Diss., S. 48.<br />

2 Protokoll der Sitzung des Vorstands der <strong>DVG</strong><br />

vom 04.04.1979.<br />

40<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

2<strong>01</strong>4 nahm auch Prof. Wilfried Kraft (Mitte) an der Tagung in Gießen teil.<br />

Prof. Kraft war Leiter der ersten InnLab-Tagung 1988 und langjähriger<br />

Fachgruppenleiter.<br />

Die Teilnehmenden stimmten in früheren Jahren per Voting-System ab und<br />

wählten so die besten Vorträge aus (2<strong>01</strong>8 in Hannover).<br />

Fachgruppenleitung „Innere Medizin“<br />

Jahr Leitung Stellvertretung<br />

1953 Prof. Dr. Otto Dehner (Gießen)<br />

1959 Auflösung der Fachgruppe<br />

1965 Wiedereinrichtung der Fachgruppe<br />

1965 Prof. Dr. Dr. Günther Schützler (Berlin) Prof. Dr. Hans Eikmeier (Gießen)<br />

1987 Zusammenlegung mit Fachgruppe<br />

„Klinische Laboratoriumsdiagnostik“<br />

Fachgruppenleitung „Klinische Laboratoriumsdiagnostik“<br />

Jahr Leitung Stellvertretung<br />

1979 Prof. Dr. Wilfried Kraft (München) Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartwig Bostedt<br />

(Gießen)<br />

Dr. Ulrich Dürr (Bremen)<br />

1986 Prof. Dr. Wilfried Kraft (München) Dr. Ulrich Dürr (Bremen)<br />

1987 Zusammenlegung mit Fachgruppe „Innere<br />

Medizin“<br />

Fachgruppenleitung „Innere Medizin und klinische Labordiagnostik“<br />

Jahr Leitung Stellvertretung<br />

1987 Prof. Dr. Wilfried Kraft (München) Dr. Ulrich Dürr (Bremen)<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hartwig Bostedt<br />

(Gießen)<br />

1991 Prof. Dr. Wilfried Kraft (München) Prof. Dr. Dr. Wolfgang Klee (München)<br />

2002 Prof. Dr. Andreas Moritz (Gießen) Prof. Dr. Katrin Hartmann (München)<br />

2009 Prof. Dr. Andreas Moritz (Gießen) Prof. Dr. Katrin Hartmann (München)<br />

Prof. Dr. Stephan Neumann (Göttingen)<br />

2<strong>01</strong>9 Prof. Dr. Johannes Hirschberger (München) Prof. Dr. Andreas Moritz (Gießen)<br />

Prof. Dr. Stephan Neumann (Göttingen)<br />

2022 Prof. Dr. Romy Heilmann (Leipzig) Prof. Dr. Andreas Moritz (Gießen)<br />

Prof. Dr. Stephan Neumann (Göttingen)<br />

Weitere Entwicklung<br />

Bereits im darauffolgenden Jahr wurde die<br />

erste Tagung dieser Fachgruppe am Fachbereich<br />

Veterinärmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität<br />

in München durchgeführt.<br />

Dort fanden die in der Regel jährlichen<br />

Veranstaltungen bis zum Jahr 2007 statt.<br />

Ab 2008 wechselten sich die Städte mit veterinärmedizinischer<br />

Bildungsstätte Berlin,<br />

Gießen, Hannover, Leipzig und München<br />

als Tagungsort ab, wobei auch Göttingen<br />

einbezogen wurde. 2021 und 2022 wurden<br />

pandemiebedingt Onlineveranstaltungen<br />

organisiert, die eine internationale Beteiligung<br />

erleichterten. 2022 wurde die Tagung<br />

bereits zum 30. Mal durchgeführt. Seit<br />

2023 sind Präsenztagungen wieder möglich.<br />

Über die Jahre hat sich die InnLab-Tagung<br />

zu einem Forum für Nachwuchswissenschaftlerinnen<br />

und -wissenschaftler<br />

entwickelt, die ausdrücklich gebeten wer-<br />

Prof. Reinhard Mischke (links) und Prof. Andreas<br />

Moritz 2<strong>01</strong>8 in Hannover.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 41


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Posterausstellung 2<strong>01</strong>8 in Hannover.<br />

Gute Stimmung beim Gesellschaftsabend 2<strong>01</strong>9 in München.<br />

Kurz bevor es mit der Coronavirus-Pandemie losging, fand die Tagung<br />

2020 in Präsenz in Gießen statt.<br />

Anlässlich der Tagung 2020 führte Prof. Andreas Moritz die Teilnehmenden<br />

durch die neue Kleintierklinik der Justus-Liebig-Universität.<br />

den, Abstracts für die vorgestellten Inhalte<br />

einzureichen. Auf jeder Tagung werden<br />

die drei besten Vorträge und Poster mit<br />

Preisen ausgezeichnet. Sehen Sie Fotos der<br />

Preisträgerinnen und Preisträger seit 2<strong>01</strong>1<br />

auf den nächsten Seiten. Die Abstracts der<br />

Vorträge und Poster werden in der Fachzeitschrift<br />

„Tierärztliche Praxis“ des Thieme<br />

Verlags, dem offiziellen Organ der<br />

Fachgruppe, veröffentlicht.<br />

Prof. Kraft leitete die Fachgruppe bis<br />

2002, ihm folgte Prof. Dr. Andreas Moritz<br />

Prof. Natali Bauer, Leiterin der InnLab-Tagung<br />

2020, und Fachgruppenleiter Prof. Johannes<br />

Hirschberger.<br />

2021 fand die Jahrestagung pandemiebedingt online statt. Tagungsleiterin war Prof. Romy Heilmann.<br />

42<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Auch 2022 war noch keine Präsenzveranstaltung möglich. Leiterin der Tagung war Prof. Barbara Kohn<br />

(kleine Fotos v.o.n.u.: Prof. Johannes Hirschberger, Prof. Andreas Moritz).<br />

Die Tagung fand 2022 bereits zum 30. Mal statt.<br />

(Gießen), der für viele Jahre die Leitung<br />

übernahm und die Fachgruppe prägte.<br />

2<strong>01</strong>9 stand Prof. Moritz für eine Wiederwahl<br />

nicht mehr zur Verfügung und Prof.<br />

Dr. Johannes Hirschberger (München) wurde<br />

zum Leiter gewählt. Auf der InnLab-Tagung<br />

des gleichen Jahres wurde Prof. Kraft<br />

zum Ehrenvorsitzenden ernannt.<br />

Nachdem Prof. Hirschberger angekündigt<br />

hatte, bei der Wahl 2022 nicht mehr<br />

zu kandidieren, stellte sich Prof. Dr. Romy<br />

Heilmann (Leipzig) zur Verfügung und<br />

wurde zur Fachgruppenleiterin gewählt.<br />

Sie hat dieses Amt bis heute inne.<br />

Die zu Beginn festgestellte und heute<br />

kaum mehr denkbare Situation einer „geringen<br />

Anzahl bestimmter Spezialisten<br />

wie der Internisten“ hat sich über die Jahre<br />

komplett gewandelt. Die Fachgruppe<br />

InnLab hat sich zu einer der größten Fachgruppen<br />

innerhalb der <strong>DVG</strong> entwickelt, deren<br />

Mitgliederzahl derzeit 1.275 beträgt!<br />

Auf den Tagungen werden aktuelle Studien<br />

und Erkenntnisse aus dem gesamten Fachgebiet<br />

vorgestellt und konstruktiv diskutiert.<br />

Gleichzeitig dienen die Tagungen der<br />

wissenschaftlichen und persönlichen Vernetzung.<br />

Auf den folgenden Seiten finden Sie<br />

Fotos der Preisträgerinnen und Preisträger<br />

der vergangenen Jahre sowie einen Bericht<br />

2023 konnte die Fachgruppe wieder in Präsenz<br />

tagen. Dr. Andrea Gessler und Prof. Stephan<br />

Neumann organisierten die Veranstaltung vor<br />

Ort in Göttingen.<br />

der 32. InnLab-Tagung, die vom 2. bis 3. Februar<br />

<strong>2024</strong> in Hannover stattfand. Lesen<br />

Sie zudem die Abstracts der auf dieser Tagung<br />

mit Preisen ausgezeichneten Vorträge<br />

und Poster.<br />

Ausblick<br />

Die 33. Jahrestagung der Fachgruppe „Innere<br />

Medizin und klinische Labordiagnostik“<br />

wird vom 31. Januar bis 1. Februar<br />

2025 in München stattfinden und erneut<br />

einen spannenden wissenschaftlichen<br />

Austausch bieten.<br />

Auf dem <strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2024</strong> in<br />

Berlin werden Vertreter der Fachgruppe<br />

„Innere Medizin und klinische Labordiagnostik“<br />

ein Seminar zu den aktuellen Entwicklungen<br />

und Chancen der Labordiagnostik<br />

darbieten.<br />

Dr. Marion Selig<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Fotos: <strong>DVG</strong> (außer Foto S. 40 oben)<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 43


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

32. Jahrestagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe InnLab<br />

Die 32. Jahrestagung der Fachgruppe Innere<br />

Medizin und Labordiagnostik (InnLab)<br />

der <strong>DVG</strong> fand vom 2. bis 3. Februar <strong>2024</strong><br />

an der Stiftung Tierärztliche Hochschule<br />

(TiHo) Hannover statt. Es organisierte in<br />

diesem Jahr die Tagung Herr Prof. Dr. Reinhard<br />

Mischke mit seinem Team der Kleintierklinik<br />

der TiHo Hannover.<br />

Mit insgesamt 19 Vorträgen und 18<br />

Postern mit Kurzvorträgen boten die vortragenden<br />

NachwuchswissenschaftlerInnen<br />

in diesem Jahr erneut ein sehr abwechslungsreiches<br />

und anspruchsvolles<br />

Programm. Prof. Dr. Reinhard Mischke, Tagungsleiter,<br />

und Prof. Dr. Romy Heilmann,<br />

Leiterin der Fachgruppe InnLab, begrüßten<br />

die 110 Tagungsteilnehmenden vor Ort in<br />

Hannover. Vorgetragen und diskutiert wurden<br />

aktuelle Forschungsergebnisse aus<br />

der Endokrinologie, Hämatologie, Pharmakologie,<br />

Notfallmedizin, Gastroenterologie,<br />

Labor- und Infektionsmedizin, Immunologie,<br />

Neurologie, klinischer Diätetik,<br />

Urologie und Reproduktionsmedizin aus<br />

dem Bereich der Kleintier- aber auch der<br />

Großtiermedizin. Die Posterausstellung<br />

bot, neben gustatorischen Höhepunkten,<br />

die Möglichkeit für einen lebhaften wissenschaftlichen<br />

Austausch. Vernetzende<br />

Gespräche konnten an der Abendveranstaltung<br />

im Bischofshol Hannover fortgesetzt<br />

werden. Das Tagungsprogramm rundete<br />

die Vorstellung von Naturfotografien<br />

in und um Hannover durch Herrn Prof. Dr.<br />

Mischke erlebnisreich ab.<br />

Das Team der <strong>DVG</strong> unterstützte die Organisation<br />

und Technik hervorragend und<br />

ermöglichte den Verantwortlichen der<br />

Fachgruppe InnLab eine zielführende Vorbereitung<br />

der 32. Jahrestagung. Frau Redzepagic<br />

und Frau Fritzius (<strong>DVG</strong>) ein herzliches<br />

Dankeschön für die Unterstützung<br />

vor Ort. Ebenso geht großer Dank an die<br />

DiskussionsleiterInnen, Herrn Prof. Dr. Andreas<br />

Moritz (Gießen), Herrn Prof. Dr. Reinhard<br />

Mischke (Hannover), Frau Prof. Dr.<br />

Barbara Kohn (Berlin), Frau Prof. Dr. Katrin<br />

Hartmann (München) und Frau Prof. Dr.<br />

Romy Heilmann (Leipzig), für die Begleitung<br />

der sehr regen Diskussionen zu den<br />

Beiträgen. Die Beurteilung der Vorträge<br />

und Posterbeiträge erfolgte durch eine insgesamt<br />

siebenköpfige Hochschullehrer-<br />

Gruppe. Zum Abschluss der InnLab-Jahrestagung<br />

wurden die besten Vorträge und<br />

Poster prämiert.<br />

Vortragspreisträgerinnen<br />

Der Thieme Verlag stiftete für die drei besten<br />

Vorträge folgende Preise:<br />

1. Vortragspreis: 500 € und ein Jahresabonnement<br />

der „Tierärztlichen Praxis“<br />

Katharina Buchta (München)<br />

Nebenwirkungen während und nach<br />

Therapie der felinen infektiösen Peritonitis<br />

mit oralem GS-441524<br />

Tagungsleiter Prof. Mischke begrüßt die Teilnehmenden. Foto: <strong>DVG</strong><br />

2. Vortragspreis: Jahresabonnement der<br />

„Tierärztlichen Praxis“<br />

Anna Zuzzi-Krebitz (München)<br />

44<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Kürzere Behandlungsdauer von 42 Tagen<br />

mit oralem GS-441524 führt bei<br />

Katzen mit feliner infektiöser Peritonitis<br />

zur vollständigen Remission<br />

3. Vortragspreis: Jahresabonnement der<br />

„Tierärztlichen Praxis“<br />

Vanessa Dreller (Gießen)<br />

Vergleich zweier in-house-Kultursysteme<br />

für die Diagnostik der kaninen bakteriellen<br />

Zystitis<br />

Posterpreisträgerinnen<br />

Für die drei besten Posterbeiträge wurden<br />

ebenfalls Preise vergeben. Royal Canin stiftete<br />

den 1. Preis und die Schlütersche Fachmedien<br />

GmbH den 2. und 3. Posterpreis.<br />

1. Posterpreis: 500 €<br />

Isabell Elzenbeck (München)<br />

Evaluierung des Effekts von Renaltec<br />

bei Katzen mit chronischer Nierenerkrankung<br />

im IRIS Stage 2 und 3<br />

2. Posterpreis: Jahresabonnement der<br />

„Kleintierpraxis“<br />

Marie Sophie Greiling (Hannover)<br />

Uterusmyozytenkulturen als Modellsystem<br />

für die Erforschung der caninen<br />

Dystokie<br />

V.l.n.r.: Prof. Dr. Romy M. Heilmann (Fachgruppenleiterin), Anna Zuzzi-Krebitz, Katharina Buchta,<br />

Vanessa Dreller, Prof. Dr. Reinhard Mischke (Tagungsleiter).<br />

Foto: A. Geks<br />

Die Abstracts der ausgezeichneten Beiträge<br />

finden Sie auf den folgenden Seiten.<br />

Die nächste <strong>DVG</strong>-Tagung Innere Medizin<br />

und Labordiagnostik wird vom 31. Januar<br />

bis 1. Februar 2025 in München unter<br />

der Leitung von Frau Prof. Dr. Katrin Hartmann<br />

stattfinden.<br />

Ein herzliches Dankeschön geht an<br />

Herrn Prof. Dr. Reinhard Mischke für die fabelhafte<br />

Organisation und Leitung der 32.<br />

InnLab-Jahrestagung. Durch seine Unterstützung<br />

und fabelhafte Vorbereitung gelang<br />

auch in diesem Jahr eine erfolgreiche<br />

Tagung.<br />

Dem gesamten <strong>DVG</strong>-Team ebenfalls<br />

ein herzliches Dankeschön für die vielsei-<br />

tige Unterstützung vor und während der<br />

Tagung.<br />

Prof. Dr. Romy M. Heilmann<br />

Leiterin der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe InnLab <br />

•<br />

3. Posterpreis: Jahresabonnement der<br />

„Kleintierpraxis“<br />

Dr. Michaela Gentil (Bad Kissingen)<br />

Infektionserreger im Liquor cerebrospinalis<br />

von Katzen<br />

V.l.n.r.: Prof. Dr. Romy M. Heilmann (Fachgruppenleiterin), Marie Sophie Greiling, Isabell Elzenbeck,<br />

Dr. Michaela Gentil, Prof. Dr. Reinhard Mischke (Tagungsleiter).<br />

Foto: A. Geks<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 45


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Nebenwirkungen während und nach Therapie der<br />

felinen infektiösen Peritonitis mit oralem GS-441524<br />

Einleitung<br />

Mit GS-441524 steht mittlerweile eine sehr<br />

effektive Therapie der felinen infektiösen<br />

Peritonitis (FIP) zur Verfügung. Während<br />

und nach Therapie werden bei manchen<br />

Katzen Symptome beobachtet, welche<br />

durch FIP verursacht oder Nebenwirkungen<br />

der GS-441524-Therapie sind.<br />

Ziel der Studie<br />

Ziel der Studie war es, Begleiterscheinungen<br />

auszuwerten, die während und nach<br />

Therapie der FIP mit GS-441524 auftraten.<br />

Material und Methoden<br />

40 Katzen wurden prospektiv eingeschlossen,<br />

mit GS-441524 (15 mg/kg, 1x täglich,<br />

per os, BOVA Specials UK) für 84 Tage<br />

(20/40) oder 42 Tage (20/40) behandelt<br />

und mindestens 168 Tage beobachtet.<br />

Ergebnisse<br />

38/40 Katzen erholten sich mit rascher<br />

Verbesserung der klinischen und labordiagnostischen<br />

Parameter. 2/40 Katzen<br />

mussten euthanasiert werden. 4/40 Katzen<br />

zeigten vor und während der Therapie<br />

Anzeichen einer Myokarditis (biatriale Dilatation,<br />

Ventrikelhypertrophie), die sich<br />

während der Therapie mit GS-441524 besserte.<br />

25/40 Katzen hatten während der<br />

Therapie Durchfall, der sich mit symptomatischer<br />

Therapie (Infusion/Probiotika)<br />

besserte. Eine Katze hatte vor Therapiebeginn<br />

Nierensteine, welche an Tag 42 durch<br />

Abgang eine einseitige Pyelektasie verursachten.<br />

Durch einen subkutanen urethralen<br />

Bypass konnte die Nierenfunktion erhalten<br />

werden. Die Steinanalyse ergab<br />

Calcium-Oxalat. 25/40 Katzen wiesen<br />

unter Therapie mit GS-441524 eine SDMA-<br />

Erhöhung auf. Eine Katze entwickelte eine<br />

immunhämolytische Anämie und erhielt<br />

zusätzlich eine immunsuppressive Therapie.<br />

27/40 Katzen hatten eine Lymphozytose,<br />

26/40 eine Eosinophilie. Neurologische<br />

Symptome nach GS-441524-Therapie<br />

wurden in dieser Kohorte nicht beobachtet.<br />

Schlussfolgerung<br />

GS-441524 ist hochwirksam zur Therapie<br />

der FIP, hat aber auch Nebenwirkungen.<br />

Daher sind regelmäßige Kontrollen und<br />

entsprechende symptomatische Therapiemaßnahmen<br />

anzuraten. Manche der Begleiterscheinungen<br />

sind eher als Folge der<br />

FIP zu werten.<br />

K. Buchta 1 , A. M. Zuzzi-Krebitz 1 ,<br />

M. Bergmann 1 , D. Krentz 1 ,<br />

K. Zwicklbauer 1 , R. Dorsch 1 , G. Wess 1 ,<br />

A. Fischer 1 , R. Hofmann-Lehmann 2 ,<br />

M. L. Meli 2 , A. M. Spiri 2 , A. Hönl 3 ,<br />

K. Matiasek 3 , Y. Zablotski 1 , L. Kolberg 4 ,<br />

M. Alberer 4 , U. von Both 3 , K. Hartmann 1<br />

1 Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-<br />

Universität München<br />

2 Veterinärmedizinisches Labor, Departement<br />

für klinische Diagnostik und Services,<br />

und Zentrum für klinische Studien,<br />

Vetsuisse-Fakultät, Universität Zürich,<br />

Schweiz<br />

3 Klinische und vergleichende Neuropathologie,<br />

Institut für Veterinärpathologie der<br />

Ludwig-Maximilians-Universität München<br />

4 Abteilung für pädiatrische Infektiologie,<br />

Dr. von Haunersches Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität<br />

München •<br />

Kürzere Behandlungsdauer von 42 Tagen mit oralem GS-441524 führt bei Katzen<br />

mit feliner infektiöser Peritonitis zur vollständigen Remission<br />

Einleitung<br />

Die feline infektiöse Peritonitis (FIP) galt in<br />

der Vergangenheit als tödliche Katzenkrankheit.<br />

Heute können hochwirksame<br />

Medikamente zur Remission führen. Das<br />

antivirale Nukleosid-Analogon GS-441524<br />

ist derzeit die vielversprechendste Behandlungsoption.<br />

Bislang beträgt die empfohlene<br />

Behandlungsdauer 84 Tage.<br />

Ziel der Studie<br />

Ziel der Studie war es, eine kürzere Behandlungsdauer<br />

mit GS-441524 von 42 Tagen<br />

mit der derzeit empfohlenen Behandlungsdauer<br />

von 84 Tagen zu vergleichen.<br />

Material und Methoden<br />

40 Katzen mit spontaner FIP und Erguss<br />

wurden prospektiv in die Studie aufgenommen,<br />

mit 15 mg/kg GS-441524 per os<br />

alle 24 Stunden behandelt und über 84<br />

Tage beobachtet. GS-441524 (50-mg-Tabletten)<br />

wurde kontrolliert von BOVA Specials,<br />

UK, hergestellt. Die Katzen wurden<br />

randomisiert in zwei Gruppen aufgeteilt,<br />

20/40 wurden für 84 Tage und 20/40 für<br />

42 Tage behandelt. Aufgrund der wiederholten<br />

Messungen an mehreren Tagen<br />

wurden alle Variablen mittels linearer Modelle<br />

mit gemischten Effekten analysiert;<br />

46<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

ein einzelnes Tier diente hierbei als Zufallseffekt.<br />

Ergebnisse<br />

38/40 Katzen zeigten schnelle Verbesserungen<br />

der klinischen und labordiagnostischen<br />

Parameter sowie eine massive Abnahme<br />

der Viruslast. 2/40 Katzen mussten<br />

aufgrund der bereits weit fortgeschrittenen<br />

Erkrankung euthanasiert werden. Eine Katze<br />

erlitt am dritten Behandlungstag einen<br />

Herz-Kreislauf-Stillstand. Die andere Katze<br />

wurde an Tag 31 euthanasiert; sie hatte<br />

massive Dyspnoe, wies jedoch eine deutliche<br />

Verbesserung der Laborparameter und<br />

Abnahme der Viruslast auf und bei der<br />

postmortalen Untersuchung konnte kein<br />

felines Coronavirus nachgewiesen werden.<br />

1 Kleintierklinik der Ludwig-Maximilians-<br />

Schlussfolgerung<br />

M. Alberer 3 , U. von Both 3 , K. Hartmann 1<br />

Oral verabreichtes GS-441524 ist hochwirksam,<br />

auch bei verkürzter Behandlungsdauer<br />

von 42 Tagen. Alle 38 Katzen<br />

befinden sich aktuell (84 Tage nach Therapie)<br />

in vollständiger Remission. Eine GS-<br />

441524-Behandlung von 42 Tagen ist daher<br />

ausreichend.<br />

Universität München<br />

Veterinärmedizinisches Labor, Departement<br />

für klinische Diagnostik und Services,<br />

und Zentrum für klinische Studien,<br />

Vetsuisse-Fakultät, Universität Zürich,<br />

Schweiz<br />

Abteilung für pädiatrische Infektiologie,<br />

Dr. von Haunersches Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität<br />

München<br />

A. M. Zuzzi-Krebitz 1 , K. Buchta 1 ,<br />

M. Bergmann1, D. Krentz 1 ,<br />

K. Zwicklbauer 1 , R. Dorsch1, G. Wess 1 ,<br />

4<br />

Klinische und vergleichende Neuropathologie,<br />

Institut für Veterinärpathologie der<br />

Ludwig-Maximilians-Universität München<br />

A. Fischer1, R. Hofmann-Lehmann 2 ,<br />

M. L. Meli 2 , A. M. Spiri 2 , A. Hönl 4 ,<br />

K. Matiasek 4 , Y. Zablotski 1 , L. Kolberg 3 ,<br />

<br />

•<br />

Vergleich zweier in-house-Kultursysteme für die Diagnostik der kaninen<br />

bakteriellen Zystitis<br />

Einleitung<br />

Die Differenzierung bakterieller und steriler<br />

Zystitiden bei Hunden mit unterer<br />

Harnwegssymptomatik (LUTDS) ist für<br />

einen sparsamen Antibiotikaeinsatz entscheidend.<br />

Ziel war der Vergleich der inhouse-Kultursysteme<br />

(IHKS) Uricult ® Vet<br />

und Flexicult ® Vet hinsichtlich Praxistauglichkeit,<br />

Sensitivität, Spezifität, Auswertbarkeit<br />

von Bakterienwachstum, korrekter<br />

Identifizierung der Bakteriengattung/<br />

-spezies und Antibiotikaresistenzen im<br />

Vergleich zur routinemäßig durchgeführten<br />

bakteriologischen Untersuchung mit<br />

Antibiogramm (Referenzkultur).<br />

Material und Methoden<br />

In die prospektive Studie wurden steril entnommene<br />

Urinproben von 36 Hunden mit<br />

LUTDS inkludiert. Neben einer Referenzkultur<br />

wurden beide IHKS zeitgleich angelegt.<br />

Die IHKS wurden separat durch 2 Expertinnen<br />

und 2 klinisch tätige Tierärztinnen<br />

(1 erfahren, 1 unerfahren mit IHKS) evaluiert<br />

und mittels κ-Statistik evaluiert.<br />

Ergebnisse<br />

Bei 18/36 Hunden wurde mittels Referenzkultur<br />

ein signifikantes Bakterienwachstum<br />

nachgewiesen. Sensitivität und Spezifität<br />

betrug für beide IHKS 9 % bzw.<br />

100%. Der Anteil korrekt identifizierter<br />

Bakteriengattungen/-spezies aller vier<br />

Untersucherinnen lag zwischen 42 % und<br />

84 % (Uricult ® Vet) bzw. 71 % und 77 %<br />

(Flexicult ® Vet). Die Übereinstimmung der<br />

Bewertungen dieser war moderat (κ=0,59<br />

Uricult ® Vet) bis gut (κ=0,63 Flexicult®Vet).<br />

Die Expertinnen und die erfahrene Tierärztin<br />

erzielten v.a. im Uricult®Vet eine bessere<br />

Übereinstimmung mit der Referenzkultur<br />

(74–84 %) als die unerfahrene<br />

Tierärztin (42 %). Mischinfektionen konnten<br />

mit beiden IHKS nur schwer detektiert<br />

werden (13 %). Eine vollständige korrekte<br />

Übereinstimmung der Resistenzen im Flexicult<br />

® Vet zeigte sich nur bei 25%.<br />

Schlussfolgerung<br />

Beide IHKS sind für die Detektion eines signifikanten<br />

Bakterienwachstums gut geeignet,<br />

jedoch nicht zur Beurteilung von<br />

Mischinfektionen oder Resistenzen, so<br />

dass bei rezidivierenden Zystitiden eine<br />

kulturell bakteriologische Untersuchung<br />

mit Resistenztest im mikrobiologischen<br />

Labor erfolgen sollte. Für die Anwendung<br />

der IHKS ist Erfahrung erforderlich.<br />

V. Dreller 1 , I. Klemm 1 , S. Aurich 2 ,<br />

C. Hoffmann 2 , E. Prenger-Berninghoff 2 ,<br />

N. Bauer 1 , A. Moritz, A. L. Proksch 1<br />

1 Klinik für Kleintiere-Innere Medizin, JLU<br />

Gießen<br />

2<br />

Institut für Hygiene und Infektionskrankheiten<br />

der Tiere, JLU Gießen<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 47


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Evaluierung des Effekts von Renaltec bei Katzen mit chronischer<br />

Nierenerkrankung im IRIS Stage 2 und 3<br />

Einleitung<br />

Bei Katzen, die an chronischer Nierenerkrankung<br />

(CKD) leiden, kommt es infolge<br />

des Funktionsverlustes der Nieren zur<br />

Akkumulation urämischer Toxine im Blut.<br />

Manche dieser Toxine, wie zum Beispiel<br />

Indoxylsulfat (IS), tragen wiederum direkt<br />

zur Progression der CKD bei. Das Ziel dieser<br />

prospektiven, randomisierten klinischen<br />

Pilotstudie war es, die Auswirkungen<br />

eines intestinalen, auf Kohlenstoff<br />

basierenden Adsorbers urämischer Toxine<br />

Renaltec (Porus One, Porus) bei Katzen mit<br />

CKD zu untersuchen.<br />

Material und Methoden<br />

19 Katzen mit stabiler CKD im IRIS Stadium<br />

2 oder 3 wurden in die Studie aufgenommen.<br />

Die Katzen wurden randomisiert der<br />

Renaltec-Gruppe oder der Kontrollgruppe<br />

zugeordnet. Katzen beider Gruppen wurden<br />

gemäß der IRIS-Guidelines behandelt.<br />

Die Renaltec-Gruppe (n=10) erhielt zusätzlich<br />

einmal täglich 500 mg Renaltec oral<br />

mit dem Futter verabreicht. Alle Katzen<br />

wurden an Tag 0, nach 3 Monaten und nach<br />

6 Monaten untersucht. Dies schloss eine<br />

klinische Allgemeinuntersuchung mit Körpergewichts-<br />

und Blutdruckmessung, Blutbild,<br />

Serumchemie, Urinuntersuchung,<br />

Messung der Plasmakonzentration von IS<br />

und des Dysbiose-Index ein. Alle Besitzer<br />

beantworteten wöchentlich Fragen zum<br />

Allgemeinbefinden ihrer Katzen.<br />

Ergebnisse<br />

Zu Studienbeginn und nach 3 Monaten<br />

waren zwischen den Gruppen keine Unterschiede<br />

in klinischen und labordiagnostischen<br />

Parametern vorhanden. Nach 6 Monaten<br />

hatten die Katzen der Renaltec -<br />

Gruppe eine signifikant niedrigere Plasma-<br />

IS-Konzentration (p=0.045) und ein signifikant<br />

niedrigeres Protein/Kreatinin-Verhältnis<br />

im Urin (p=0.0<strong>01</strong>) als Katzen der<br />

Kontrollgruppe. Die statistische Auswertung<br />

erfolgte mittels gemischter Modelle<br />

(linear mixed-effect models).<br />

Schlussfolgerung<br />

Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die<br />

Behandlung mit Renaltec als zusätzliche<br />

Therapie für Katzen mit CKD im IRIS Stadium<br />

II und III einen positiven Einfluss auf<br />

die Progression der Erkrankung haben<br />

könnte.<br />

I. Elzenbeck 1 , S. Teichmann-Knorrn 2 ,<br />

K. Hartmann1, Y. Zablotski 1 ,<br />

J. Suchodolski 3 , R. Dorsch 1<br />

1 Medizinische Kleintierklinik, Zentrum für<br />

Klinische Tiermedizin, Ludwig-Maximilians-Universität,<br />

München<br />

2<br />

Tierklinik Oberhaching, Oberhaching<br />

3 Gastrointestinal Laboratory, Department<br />

of Small Animal Clinical Sciences, College<br />

of Veterinary Medicine and Biomedical<br />

Sciences, Texas A&M University, College<br />

Station, USA<br />

•<br />

Uterusmyozytenkulturen als Modellsystem für die Erforschung<br />

der caninen Dystokie<br />

Mit einer Inzidenz von bis zu 5 % stellt die<br />

Dystokie eine der häufigsten Indikationen<br />

für die Durchführung tierärztlicher Geburtshilfe<br />

bei graviden Hündinnen dar und<br />

kann für das Muttertier und ihre Welpen<br />

mitunter lebensbedrohlich sein, wird sie<br />

nicht rechtzeitig erkannt und behandelt.<br />

Die häufigste Ursache für eine maternal<br />

bedingte Dystokie ist die canine primäre<br />

Wehenschwäche. Ein medikamentöser<br />

Therapieversuch mit Oxytocin und Calcium<br />

bleibt oft erfolglos, so dass in vielen Fällen<br />

die Durchführung eines Kaiserschnittes<br />

(Sectio caesarea) notwendig wird. Nicht<br />

unerheblich für die Limitierung der zur Verfügung<br />

stehenden Behandlungsoptionen<br />

ist die Tatsache, dass die Ätiologie und Pathophysiologie<br />

der caninen primären Wehenschwäche<br />

bis heute nicht abschließend<br />

geklärt werden konnten.<br />

Um das Kontraktionsverhalten caniner<br />

Uterusmyozyten des Stratum circulare<br />

und Stratum longitudinale auf zellulärer<br />

und molekularer Ebene zu evaluieren, haben<br />

wir erstmals ein Protokoll für die separierte<br />

Kultivierung dieser Zellen in der<br />

adhärenten Zellkultur etabliert. Hierzu<br />

wurden Uterusgewebeproben dystokischer<br />

Hündinnen verschiedener Rassen<br />

und unterschiedlichen Alters, bei denen<br />

ein Kaiserschnitt durchgeführt wurde, verwendet.<br />

Mittels Immunfluoreszenz wiesen<br />

wir in Primärkulturen bis zur sechsten Passage<br />

Smooth muscle actin (SMA) in Zellen<br />

beider Muskelschichten des Myometriums<br />

nach (n=5 Hündinnen). Zudem konnte<br />

mittels Immunfluoreszenz die Expression<br />

des Oxytocinrezeptors nachgewiesen werden,<br />

wobei die perinukleäre Expression<br />

48<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

vergleichbar mit immunhistochemischen<br />

Ergebnissen an Gewebeproben war.<br />

Unsere Ergebnisse zeigen, dass die etablierten<br />

Zellkulturen die untersuchten Proteine<br />

exprimieren und sich somit zur<br />

Untersuchung von Effekten uterotonischer<br />

Substanzen auf die Zellkontraktilität eignen.<br />

Die genannten caninen Uterusmyo-<br />

1 Reproduktionsmedizinische Einheit der<br />

zytenkulturen scheinen demnach als Ersatz<br />

S. Goericke-Pesch 1<br />

für Versuche an Hündinnen intra par-<br />

tum geeignet und können weitere Einblicke<br />

in die Rolle kontraktionsassoziierter Hormonrezeptoren<br />

Kliniken – Klinik für Kleintiere, Stiftung<br />

Tierärztliche Hochschule Hannover, Hannover<br />

und Proteine gewähren.<br />

Diese Studie wurde von der Akademie für<br />

M. S. Greiling 1 , E.-M. Packeiser 1 ,<br />

Tiergesundheit e.V. gefördert. •<br />

Infektionserreger im Liquor cerebrospinalis von Katzen<br />

Ziel der Studie<br />

Neurologische Erkrankungen bei Katzen<br />

haben vielfältige Ursachen, u.a. können sie<br />

infektiös bedingt sein. Dabei spielen v.a.<br />

Infektionen mit felinen Coronaviren (FCoV)<br />

und Toxoplasma gondii (TG) eine Rolle 1 . Für<br />

Infektionen mit felinem Herpesvirus 1<br />

(FHV-1), Bartonella henselae (BH) und Borna<br />

disease virus 1 (BoDV-1) liegen in der Literatur<br />

Einzelbeschreibungen vor 1,2 . Eine<br />

Infektion mit Rustrelavirus (RusV) ist Auslöser<br />

der „Staggering Disease“ der Katze,<br />

wie kürzlich nachgewiesen wurde 3 . Die<br />

vorliegende Studie fasst zusammen, wie<br />

häufig die genannten Erreger im Liquor<br />

von Katzen nachzuweisen waren. Da eine<br />

Liquorgewinnung i.d.R. nicht ohne klinischen<br />

Verdacht vorgenommen wird, ist<br />

von einer neurologischen Anamnese auszugehen.<br />

Methoden<br />

640 Liquorproben von Katzen aus Europa<br />

wurden im Zeitraum <strong>01</strong>/2021 bis 12/2022<br />

für die Durchführung eines Neurologie-<br />

Profils in ein Diagnostiklabor eingesandt<br />

und mittels PCR auf FCoV, TG, BH, und<br />

BoDV-1 untersucht. Restliche, aus den Proben<br />

gewonnene Nukleinsäuren wurden<br />

bei –18°C gelagert und im Frühjahr 2023,<br />

soweit ausreichend, zusätzlich retrospektiv<br />

auf das Vorliegen von RusV und FHV-1<br />

mittels PCR getestet.<br />

Ergebnisse<br />

FCoV konnte in 5,9 % (38/640), FHV-1 in<br />

1,4 % (5/368), TG in 1,1 % (7/640) und<br />

RusV in 0,2 % (1/532) der Liquorproben<br />

nachgewiesen werden. BH (n=640) und<br />

BoDV-1 (n=640) war in keiner Probe nachweisbar.<br />

Schlussfolgerung<br />

Die Nachweisraten spiegeln die Situation<br />

in der Literatur wider. Lediglich FHV-1 wurde<br />

häufiger nachgewiesen als erwartet.<br />

Trotz der eher niedrigen Nachweisraten ist<br />

eine entsprechende Diagnostik empfehlenswert,<br />

da sich infektiös bedingte neurologische<br />

Erkrankungen bezüglich Therapie<br />

und Prognose erheblich von anderen, zentralnervösen<br />

Problemen unterscheiden.<br />

Literatur<br />

1. Gunn-Moore, 2005: Infectious diseases<br />

of the central nervous system. Vet Clin<br />

North Am Small Anim Pract 35 (1): 103-<br />

128.<br />

2. Nghiem et al., 2<strong>01</strong>0: Conventional and<br />

molecular diagnostic testing for the<br />

acute neurologic patient. J Vet Emerg<br />

Crit Care 20 (1): 46-61.<br />

3. Matiasek et al., 2023: Mystery of fatal<br />

´staggering disease` unravelled: novel<br />

rustrela virus causes severe meningoencephalomyelitis<br />

in domestic cats.<br />

Nat Commun; 14 (1): 624.<br />

M. Gentil 1 , D. Rubbenstroth 2 , K. Matiasek 3 ,<br />

E. Müller 1<br />

1 Laboklin GmbH & Co.KG, Bad Kissingen<br />

2 Institut für Virusdiagnostik, Friedrich-<br />

Loeffler-Institut, Greifswald – Insel Riems<br />

3 Institut für Tierpathologie, Ludwig-Maximilians-Universität<br />

München<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 49


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Preisträgerinnen und Preisträger der InnLab-Tagungen<br />

Leipzig, 2<strong>01</strong>1<br />

Göttingen, 2<strong>01</strong>2<br />

München, 2<strong>01</strong>3<br />

München, 2<strong>01</strong>3<br />

Gießen, 2<strong>01</strong>4<br />

Leipzig, 2<strong>01</strong>5<br />

50<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


FACHGRUPPE IM FOKUS<br />

Berlin, 2<strong>01</strong>6<br />

Göttingen, 2<strong>01</strong>7<br />

Hannover, 2<strong>01</strong>8<br />

München, 2<strong>01</strong>9<br />

Gießen, 2020<br />

Göttingen, 2023<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 51


STIFTUNGEN UND PREISE<br />

Richard-Völker-Medaille <strong>2024</strong> für Prof. Dr. Michaele Alef<br />

und Prof. Dr. Andrea Meyer-Lindenberg<br />

Prof. Dr. Michaele Alef. Foto: privat<br />

In diesem Jahr werden zwei Kolleginnen<br />

mit der Richard-Völker-Medaille der Deutschen<br />

Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>) ausgezeichnet: Frau Universitätsprofessorin<br />

Dr. Michaele Alef, Leipzig,<br />

und Frau Universitätsprofessorin Dr. Andrea<br />

Meyer-Lindenberg, München. Die Verleihung<br />

findet im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung<br />

des <strong>DVG</strong>-Vet-Congresses<br />

<strong>2024</strong> am 31.10.<strong>2024</strong> in Berlin statt.<br />

Frau Prof. Dr. Michaele Alef und Frau<br />

Prof. Dr. Andrea Meyer-Lindenberg sind herausragende<br />

Tierärztinnen, die sich in Wissenschaft<br />

und Praxis gemäß der Verleihungsordnung<br />

für die Richard-Völker-Medaille<br />

in besonderem Maße um die Medizin<br />

am Kleintier verdient gemacht haben. Sie<br />

sind ein besonderes Vorbild für alle jungen<br />

Wissenschaftlerinnen.<br />

Eine ausführliche Würdigung der Verdienste<br />

von Frau Prof. Alef und Frau Prof.<br />

Meyer-Lindenberg wird in der nächsten<br />

Ausgabe des <strong>DVG</strong>-Forums erscheinen. •<br />

Prof. Dr. Andrea Meyer-Lindenberg. Foto: privat<br />

Otfried-Siegmann-Preis 2023<br />

Dr. Peter Behr (rechts) zeichnete Dr. Julia Hankel mit dem Otfried-Siegmann-Preis aus. Als Vertreter<br />

der wissenschaftlichen Einrichtung freute sich Prof. Dr. Christian Visscher über den Preis. Foto: <strong>DVG</strong><br />

Im Rahmen des 105. Fachgesprächs über<br />

Geflügelkrankheiten zeichnete Dr. Peter<br />

Behr am <strong>01</strong>.12.2023 in Hannover Dr. Julia<br />

Hankel vom Institut für Tierernährung der<br />

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover<br />

für ihre Arbeit „Monitoring of Campylobacter<br />

jejuni in a chicken infection model<br />

by measuring specific volatile organic<br />

compounds and by qPCR“ mit dem Otfried-Siegmann-Preis<br />

2023 aus.<br />

In dieser Studie wurde der Einfluss<br />

einer C. jejuni-lnfektion auf das Profil flüchtiger<br />

organischer Verbindungen (VOCs) in<br />

der Umgebung der Hühner untersucht.<br />

VOCs-Profile spiegeln die mikrobielle Stoffwechselaktivität<br />

wider. Potentielle, durch<br />

die Besiedlung mit C. jejuni hervorgerufe-<br />

52<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


STIFTUNGEN UND PREISE<br />

ne Veränderungen bakteriell gebildeter<br />

Metaboliten, könnten aus der Umgebungsluft<br />

der Tiere gesammelt, quantifiziert<br />

und diagnostisch genutzt werden.<br />

Techniken, wie diese nicht-invasive Nachweismethode<br />

aus Luftproben, können die<br />

Überwachung von C. jejuni in Geflügelbeständen<br />

erleichtern und Kontrollen unterstützen,<br />

um das Kontaminationsrisiko innerhalb<br />

der Lebensmittelkette zu minimieren.<br />

Diese Nachweismethoden erleichtern<br />

die Umsetzung eines logistischen<br />

Schlachtplans oder anderer Kontrolloptionen<br />

und verringern letztendlich das Infektionsrisiko<br />

für den Menschen.<br />

Als Vertreter der wissenschaftlichen<br />

Einrichtung war Prof. Dr. Christian Visscher<br />

bei der Preisverleihung.<br />

Mit dem von ANICON ® (www.anicon.<br />

eu) gestifteten Preis sollen Wissenschaftler:innen<br />

bis zu einem Alter von 40 Jahren<br />

ausgezeichnet werden, deren wissenschaftliche<br />

Publikationen sie als hoch qualifizierten<br />

wissenschaftlichen Nachwuchs<br />

ausweisen. Der Preis ist mit 10.000,00 €<br />

dotiert, die jeweils hälftig dem / der Preisträger:in<br />

und der wissenschaftlichen Einrichtung<br />

zufließen, an der die Arbeit erstellt<br />

wurde. <br />

•<br />

Ausschreibung des Dr. Dr. Peter Fahrenkrug-Stipendiums<br />

Die Deutsche Gesellschaft für Tierzahnheilkunde<br />

(DGT) vergibt mit Zustimmung<br />

der Witwe von Dr. Dr. Peter Fahrenkrug das<br />

Dr. Dr. Peter-Fahrenkrug-Stipendium der<br />

DGT für Tierärztinnen und Tierärzte mit der<br />

monatlichen Förderhöhe von 1.000,00 €<br />

für einen vierundzwanzigmonatigen Förderungszeitraum.<br />

Die Bewerbungsfrist<br />

läuft bis 30. September <strong>2024</strong>.<br />

Das Dr. Dr. Peter Fahrenkrug-Stipendium<br />

der DGT wird verliehen für Dissertationen<br />

und Habilitationen und für wissenschaftliche<br />

Originalarbeiten aus dem gesamten<br />

deutschsprachigen Raum in deutscher oder<br />

englischer Sprache. Literaturarbeiten, Fallberichte/-serien<br />

oder ähnliches, deren Ziel<br />

die Veröffentlichung in einem peer-reviewed<br />

Fachjournal ist, können bei entsprechendem<br />

Umfang des geplanten Forschungsvorhabens<br />

berücksichtigt werden.<br />

Die DGT würdigt mit diesem Stipendium<br />

die Lebensleistung des Gründungsund<br />

Ehrenpräsidenten der DGT Dr. Dr. Peter<br />

Fahrenkrug und fördert die Forschung<br />

auf dem Gebiet der Tierzahnheilkunde.<br />

Dr. med. vet. Dr. med. dent. Peter Fahrenkrug<br />

(† 2<strong>01</strong>9) ist der Begründer der modernen<br />

Tierzahnmedizin in Deutschland<br />

und Gründungs- und Ehrenpräsident der<br />

DGT. Er gab den Impuls zur Gründung der<br />

Deutschen Gesellschaft für Tierzahnheilkunde<br />

2004, deren Gründungspräsident er<br />

war. 1991, also schon viele Jahre zuvor, war<br />

auch er es, der zusammen mit Prof. Dr. Karl<br />

Zetner die Europäische Gesellschaft für<br />

Tierzahnheilkunde (EVDS) ins Leben rief.<br />

Die Etablierung des Faches in Europa<br />

und in Deutschland ist seinem enormen<br />

Engagement zu verdanken, ebenso wie die<br />

Einführung der „Zusatzbezeichnung Tierzahnheilkunde“<br />

sowie des Titels „Fachtierarzt/Fachtierärztin<br />

für Zahnheilkunde“.<br />

Peter Fahrenkrug war ein menschlich<br />

und fachlich auch international außerordentlich<br />

hochgeschätzter Tierzahnarzt,<br />

der in seinem Denken und seiner Vision<br />

seiner Zeit weit voraus war, und mit seiner<br />

unermüdlichen Tatkraft beeindruckt hat.<br />

Die Vergaberichtlinien für das Stipendium<br />

sind auf der DGT-Homepage im Bereich<br />

für die Tierärzteschaft veröffentlicht,<br />

und können bei der DGT oder der <strong>DVG</strong> angefordert<br />

werden:<br />

Dr. Dr. Peter Fahrenkrug († 2<strong>01</strong>9). Foto: privat<br />

• https://www.tierzahnaerzte.de/<br />

• mail@tierzahnaerzte.de<br />

• stiftungen@dvg.de<br />

Dr. Katja Riedel<br />

Deutsche Gesellschaft<br />

für Tierzahnheilkunde<br />

•<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 53


STIFTUNGEN UND PREISE<br />

Preis der<br />

Dres. Jutta & Georg Bruns-Stiftung<br />

Stipendium der<br />

Dres. Jutta & Georg Bruns Stiftung<br />

Für die Auszeichnung herausragender Wissenschaft hat die Dres.<br />

Jutta & Georg Bruns- Stiftung für innovative Veterinärmedizin<br />

einen Preis zur jährlichen Vergabe ausgelobt.<br />

Der mit 3000,– Euro dotierte Preis dient der Förderung und<br />

Auszeichnung von vielversprechenden Nachwuchswissenschaftlerinnen<br />

und Nachwuchswissenschaftlern. Er wird im Rahmen<br />

einer öffentlichen Veranstaltung verliehen.<br />

Um Benennung geeigneter Kandidatinnen und Kandidaten<br />

wird bis zum<br />

<strong>01</strong>.08.<strong>2024</strong><br />

gebeten.<br />

Die entsprechenden Unterlagen einschließlich wissenschaftlichem<br />

Lebenslauf und eine Würdigung der bisher erbrachten<br />

Leistungen sind durch die Vorschlagende/den Vorschlagenden<br />

zu senden an (bitte bevorzugt als pdf-Datei per E-Mail):<br />

Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft <strong>DVG</strong> e.V.<br />

An der Alten Post 2<br />

D-35390 Gießen<br />

E-Mail: stiftungen@dvg.de<br />

Hinweise zur Stiftung und zum Datenschutz finden Sie unter:<br />

https://www.dvg.de/die-dvg/preise-und-stiftungen/<br />

Die Dres. Jutta & Georg Bruns Stiftung für innovative Veterinärmedizin,<br />

betreut von der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft, hat sich zur Aufgabe gestellt, Arbeiten von Wissenschaftlerinnen<br />

und Wissenschaftlern, die das 40. Lebensjahr<br />

noch nicht überschritten haben, zu unterstützen. Ziel der Stiftung<br />

ist es, eine stärkere Verbindung zwischen klinischer Forschung<br />

und Grundlagenwissenschaften zu erreichen.<br />

Die Stiftung vergibt jährlich ein Stipendium mit der monatlichen<br />

Förderhöhe von<br />

€ 1.500,00<br />

für einen einjährigen Förderungszeitraum mit Option auf Verlängerung<br />

bei erneuter Antragstellung. Das Forschungsprogramm<br />

soll innovative, klinisch orientierte Fragestellungen aus<br />

dem Bereich Nutztier-, Pferde- oder Heimtierheilkunde sowie<br />

Regulationsmedizin beinhalten, die in Kooperation mit Grundlagenfächern<br />

bearbeitet werden sollen.<br />

Der Antrag soll die Seitenzahl von 5 (exkl. Publikations- und<br />

Literaturverzeichnis) nicht wesentlich überschreiten und ist mit<br />

einer detaillierten Beschreibung des Forschungsvorhabens nach<br />

DFG-Vorgaben bis zum<br />

<strong>01</strong>.08.<strong>2024</strong><br />

einzusenden an (bitte bevorzugt als pdf-Datei per E-Mail):<br />

Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft <strong>DVG</strong> e.V.<br />

An der Alten Post 2<br />

D-35390 Gießen<br />

E-Mail: stiftungen@dvg.de<br />

Hinweise zum Datenschutz finden Sie unter:<br />

https://www.dvg.de/die-dvg/preise-und-stiftungen/<br />

Social Media Kanäle der <strong>DVG</strong><br />

Die <strong>DVG</strong> ist auf folgenden Social Media Kanälen vertreten und<br />

postet dort z. B. Termine, Aktuelles, Storys und Neuigkeiten aus<br />

der Geschäftsstelle. Wir freuen uns über Follower und Fans.<br />

54<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


NEUES AUS DER GESCHÄFTSSTELLE<br />

Neue „alte“ Mitarbeiterin<br />

in der <strong>DVG</strong><br />

Ihre E-Mail-Adresse für uns –<br />

Aktuelles aus der <strong>DVG</strong> für Sie!<br />

Jessica Gräfenstein ist zurück und verstärkt<br />

das <strong>DVG</strong>-Team. Frau Gräfenstein hat<br />

an der Technischen Hochschule Mittelhessen<br />

in Gießen das Bachelorstudium Eventmanagement<br />

und -technik absolviert und<br />

war bereits von 2021 bis 2023 Mitarbeiterin<br />

in der <strong>DVG</strong>. Sie hat das Team auf eigenen<br />

Wunsch verlassen, um beruflich weitere<br />

Erfahrungen insbesondere im Bereich<br />

„Nachhaltiges Veranstaltungsmanagement“<br />

zu sammeln. Frau Gräfenstein verstärkt<br />

jetzt das Event-Team der <strong>DVG</strong> und<br />

befasst sich vor allem mit der nachhaltigen<br />

Gestaltung der <strong>DVG</strong>-Veranstaltungen<br />

sowie mit dem komplexen Thema „Prozessmanagement“,<br />

um die Abläufe in der<br />

<strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle zu optimieren.<br />

Das <strong>DVG</strong>-Team freut sich über die<br />

Rückkehr von Frau Gräfenstein!<br />

Liebe Kolleginnen und Kollegen,<br />

um Ihnen Informationen über anstehende<br />

Tagungen, günstige Frühbucherrabatte,<br />

Deadlines für Abstract-Einreichungen oder<br />

Bewerbungen für Preise sowie aktuelle<br />

Meldungen schnell und kostengünstig zukommen<br />

lassen können, nutzen wir die<br />

Zusendung per E-Mail.<br />

• Dafür benötigen wir Ihre aktuelle E-<br />

Mail-Adresse. Bitte teilen Sie uns Ihre<br />

E-Mail mit, falls Sie noch keine <strong>DVG</strong>-<br />

Mails erhalten.<br />

• Sie erhalten nur Meldungen, welche die<br />

von Ihnen gewählten Fachgruppen betreffen<br />

und die daher für Sie auch relevant<br />

sind.<br />

• Falls Sie früher E-<br />

Mail-Nachrichten<br />

von der <strong>DVG</strong> bekommen<br />

haben, diese jetzt aber vermissen,<br />

schauen Sie bitte im Spam-Ordner<br />

nach.<br />

• Falls sich Ihre Adresse geändert hat, teilen<br />

Sie uns dies bitte mit (auch Änderungen<br />

der postalischen Adresse).<br />

Selbstverständlich halten wir alle gesetzlichen<br />

Datenschutzbestimmungen ein und<br />

geben die Adressen nicht an Dritte weiter.<br />

Wir freuen uns über Mitteilungen an:<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Telefon: 0641 – 984446-0<br />

Vielen Dank!<br />

Ihr Team von der <strong>DVG</strong>-Geschäftsstelle<br />

Ihre Vorteile einer <strong>DVG</strong>-Mitgliedschaft<br />

• Ermäßigung bei Tagungen, Fortbildungen<br />

und Kongressen der <strong>DVG</strong> und ATF<br />

• Ermäßigung bei internationalen Kongressen<br />

von Veranstaltern, bei denen<br />

die <strong>DVG</strong> Mitglied ist<br />

• Networking in <strong>DVG</strong>-Fachgruppen<br />

• 20 Prozent Preisnachlass bei ausgewählten<br />

Publikationen des <strong>DVG</strong>-Verlags<br />

• Ein Jahr kostenfreier Bezug der „Kleintierpraxis“<br />

für Neu-Mitglieder, danach<br />

(und wenn schon ein Abonnement besteht)<br />

25 Prozent Rabatt<br />

• 30 Prozent Rabatt auf die „Tierärztliche<br />

Praxis“ (offizielles Organ der <strong>DVG</strong>-Fachgruppen<br />

InnLab, Pathologie, Anästhesie,<br />

kleine Wiederkäuer, Schweine, Geflügel,<br />

Bienen sowie Zier-, Zoo- und<br />

Wildvögel, Reptilien, Amphibien und Fische,<br />

erscheint sechsmal jährlich)<br />

• Mitgliederzeitschrift „<strong>DVG</strong>-Forum“ zweimal<br />

jährlich online oder per Post<br />

• aktuelle Informationen per E-Mail<br />

Jährliche Mitgliedsbeiträge<br />

• Regulärer Beitrag: 160 Euro<br />

• Junior-Mitgliedschaft für Studierende<br />

und Doktorand:innen: 25,00 Euro<br />

• Ermäßigter Beitrag für Tierärzt:innen in<br />

Elternzeit, Arbeitslose: 50,00 Euro<br />

• Kolleg:innen in Rente oder Pension: auf<br />

Antrag Ermäßigung auf 50,00 Euro<br />

Haben Sie Interesse an einer Mitgliedschaft?<br />

Alle Informationen sowie ein Online-<br />

Aufnahmeformular finden Sie unter:<br />

www.dvg.de Mitglied werden<br />

Jessica Gräfenstein. Foto: Oliver Nauditt<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 55


NEUES AUS DER GESCHÄFTSSTELLE<br />

Jetzt Junior-Mitglied werden!<br />

Studierende und Doktorand:innen können für 25,00 € im Jahr<br />

Junior-Mitglied in der <strong>DVG</strong> werden. Das hat viele Vorteile:<br />

<strong>DVG</strong>-Mitglieder erhalten u. a.:<br />

• Ermäßigungen bei Tagungen, Fortbildungen und Kongressen<br />

der <strong>DVG</strong> und ATF<br />

• Preisnachlass bei Publikationen des <strong>DVG</strong>-Verlags sowie bei<br />

weiteren Publikationen<br />

• günstige Abos für die Zeitschriften „Kleintierpraxis“ und<br />

„Tierärztliche Praxis“<br />

• ideale Möglichkeiten zum Netzwerken in den <strong>DVG</strong>-Fachgruppen<br />

Foto: Kar Tr, istockphoto.com<br />

Weitere Infos: www.dvg.de<br />

Oder fragen Sie uns! Tel.: 0641–984446-0, info@dvg.de<br />

Aktuelle Publikationen im <strong>DVG</strong>-Verlag<br />

Die folgenden aktuellen Tagungsbände und Publikationen können im Webshop auf der <strong>DVG</strong>-Homepage bestellt werden:<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress 2023<br />

Publikationen zu verschiedenen<br />

Fachgruppentagungen auf dem<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress 2023, u. a. Kleintiere<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>), Pferde, Bienen, Details und<br />

Preise siehe „Liste der Publikationen“<br />

unter www.dvg.de<br />

„Tierschutz ohne Grenzen?“<br />

Gleiches Recht für alle?<br />

29. Int. Fachtagung zum Thema<br />

Tierschutz, Tagungsband mit<br />

ausführlichen Manuskripten der<br />

Vorträge, München 29.02.–02.03.<strong>2024</strong>,<br />

35,00 Euro<br />

67. Jahrestagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

„Pathologie“<br />

Fulda, 08.–10.03.<strong>2024</strong>,<br />

15,00 Euro<br />

Online Marketing Guide für<br />

Tierärztinnen und Tierärzte 2022 –<br />

Ein Leitfaden zur praktischen<br />

Umsetzung<br />

von M. Dilly und R. Dihen (2022),<br />

19,80 Euro<br />

Bitte beachten: Für dieses Buch kann<br />

kein Mitgliederrabatt gewährt werden.<br />

Auf Wunsch sind einige Tagungsbände auch als pdf-Datei erhältlich. Dies können Sie bei Ihrer Bestellung im Webshop angeben.<br />

Die Preise verstehen sich jeweils zzgl. Verpackung und Versand (bei Versand innerhalb Deutschlands:1 bis 3 Artikel: 3,00 Euro, ab 4 Artikel 5,50 Euro,<br />

Tierschutzband umfangsbedingt 5,00 Euro).<br />

<strong>DVG</strong>-Mitglieder erhalten 20 Prozent Rabatt auf ausgewählte Publikationen im <strong>DVG</strong>-Verlag (excl. Blauer Hund und excl. Online-Marketing Guide)!<br />

Webshop zur Bücherbestellung und Liste mit allen Publikationen der <strong>DVG</strong>: https://www.dvg.de/der-verlag/buecher/<br />

56<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


PERSONEN<br />

Nachruf auf Dr. Eberhard Magunna<br />

Dr. Eberhard Magunna. Foto: privat<br />

Unser sehr geschätzter Kollege Dr. Eberhard<br />

Magunna ist am 20.12.2023 von uns<br />

gegangen.<br />

Dr. E. Magunna wurde am 21.08.1934<br />

in Hannover geboren. Nach dem Studium<br />

der Tiermedizin in Gießen, Wien und Hannover<br />

(1957 – 1962) erhielt er 1963 in Hannover<br />

die Approbation und wurde im gleichen<br />

Jahr an der TiHo Hannover mit einer<br />

von Prof. Völker inaugurierten Dissertationsarbeit<br />

über „Die Veränderungen der<br />

Kationenkonzentrationen im Serum von<br />

Hunden nach operativen Eingriffen“ zum<br />

Dr. med. vet. promoviert. Der prägende Einfluss<br />

von Prof. Völker inspirierte E. Magunna<br />

zur Weiterbildung an der Kleintierklinik<br />

der TiHo, die er erfolgreich als erster Fachtierarzt<br />

für Kleintierkrankheiten in<br />

Deutschland 1968 beendete. Kurz danach<br />

ließ er sich in Norderstedt nieder und gründete<br />

eine Kleintierklinik, die zur frequentiertesten<br />

Überweisungsklinik im Norden<br />

einschließlich der skandinavischen Nachbarländer<br />

avancierte und an deren Leitung<br />

er bis Anfang 2<strong>01</strong>8 beteiligt war.<br />

Während seiner 50jährigen Tätigkeit<br />

als niedergelassener Tierarzt war Dr. E. Magunna<br />

stets ehrenamtlich für den Berufsstand<br />

und berufspolitisch aktiv. So wirkte<br />

er von 1996 bis 2<strong>01</strong>2 im Ausschuss für<br />

Fachtierarztfragen und im Prüfungsausschuss<br />

der Tierärztekammer Schleswig-<br />

Holstein verantwortlich mit. Dafür wurde<br />

ihm 2<strong>01</strong>0 die Verdienstmedaille der Tierärztekammer<br />

Schleswig-Holstein verliehen.<br />

Mit Beginn seiner eigenständigen Tätigkeit<br />

wurde er Mitglied der FK-<strong>DVG</strong> und<br />

der WSAVA und beförderte die Entwicklung<br />

zur späteren deutschen Eigenständigkeit<br />

(heute DGK-<strong>DVG</strong>) mit den befreundeten<br />

Gruppen aus Österreich (VÖK) und der<br />

Schweiz (SVK). Er organisierte 1979 eine<br />

Arbeitstagung in Hamburg, engagierte<br />

sich auch im Vorstand der FK-<strong>DVG</strong> und<br />

hatte großen Anteil am Erfolg der lokalen<br />

Organisation des WSAVA-Weltkongresses<br />

in Hamburg (CCH) 1984.<br />

Ein besonderes Anliegen E. Magunnas<br />

war der Tierschutz: als aktives Mitglied von<br />

Arbeitskreisen zur Erforschung von Erb-<br />

krankheiten, wie der HD, ED und PRA, von<br />

Beginn an, und durch eine enge Zusammenarbeit<br />

mit Tierschutzorganisationen<br />

und engagierten Einzelpersonen, für die<br />

er Fundtiere uneigennützig behandelte.<br />

Erwähnt sei auch seine jahrzehntelange<br />

kompetente tierärztliche Tätigkeit (Mitglied<br />

<strong>DVG</strong>-FG Zootierkrankheiten) für Hagenbecks<br />

Tierpark sowie andere Zoos und<br />

Zirkusse.<br />

Im Jahr 2<strong>01</strong>8 ehrte ihn die Deutsche<br />

Gesellschaft für Kleintiermedizin in der<br />

<strong>DVG</strong> (DGK-<strong>DVG</strong>) mit der Richard-Völker-<br />

Medaille.<br />

Mit Dr. E. Magunna verlieren wir einen<br />

fachlich sehr kompetenten, humorvollen,<br />

hilfsbereiten und liebenswürdigen Kollegen.<br />

Mit großer Dankbarkeit werden wir Dr.<br />

Magunna in unserer Erinnerung behalten<br />

und ihm stets ein ehrendes Andenken bewahren.<br />

Unser aufrichtiges Mitgefühl gilt<br />

seiner Familie.<br />

Dr. Klaus-Peter Vick,<br />

Ehrenpräsident der DGK-.<strong>DVG</strong><br />

Dr. Friedrich Röcken,<br />

Ehrenpräsident der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Prof. Dr. Andreas Moritz,<br />

Präsident der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Dr. Evelin Stampa,<br />

Präsidentin der Tierärztekammer Schleswig-<br />

Holstein<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 57


PERSONEN<br />

„Warum erinnern?“ – Zum Tod von Prof. Dr. Hartwig Prange (1938-<strong>2024</strong>)<br />

Prof. Dr. Hartwig Prange, <strong>DVG</strong>-Geschichtstagung<br />

2<strong>01</strong>9. Foto: Dirk Löwke<br />

Die Fachgruppe Geschichte der Veterinärmedizin<br />

der Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft trauert um ihr langjähriges<br />

Mitglied Hartwig Prange, Professor<br />

em. für Tierhygiene mit Tierklinik der Martin-Luther-Universität<br />

(MLU) Halle-Wittenberg,<br />

der am 10. März <strong>2024</strong> in Halle an<br />

der Saale verstorben ist.<br />

Nach dem Studium der Veterinärmedizin<br />

und der Promotion an der Universität<br />

Leipzig habilitierte sich Hartwig Prange<br />

1978 in Berlin. Seine wissenschaftliche<br />

Laufbahn führte ihn zu DDR-Zeiten von der<br />

Leitung der Staatlichen Tierarztpraxis Groß<br />

Mohrdorf über das Institut für angewandte<br />

Tierhygiene Eberswalde zuletzt an das<br />

Institut für bakterielle Tierseuchenforschung<br />

der Akademie der Landwirtschaftswissenschaften<br />

in Jena.<br />

Im Zuge der friedlichen Revolution in<br />

der DDR startete Prange erneut durch, er<br />

wurde Direktor des Bezirksinstituts für Ve-<br />

Seine DDR-Erfahrungen seit der politisch<br />

motivierten Absetzung als kommissarischer<br />

Abteilungsleiter 1976 in Eberswalde<br />

haben Hartwig Prange politisch sensibilisiert,<br />

weshalb er engagiert den politischen<br />

Umbruch in der DDR sowohl allgemein-,<br />

regional- wie auch berufspolitisch mitgestaltete:<br />

als Kreistagspräsident der 1. Legislaturperiode<br />

des Kreistages Jena Land<br />

und Mitbegründer und 1. Vizepräsident<br />

des „Verbandes der Tierärzte der DDR“ und<br />

als 1. Präsident der Tierärztekammer Thüringen.<br />

Hierüber zu berichten gibt es berufenere<br />

Zeitzeugen. Namentlich genannt<br />

sei der Ministerpräsident a. D. des Landes<br />

Mecklenburg-Vorpommern und Präsident<br />

des Bundesrates der Bundesrepublik<br />

Deutschland von 1991 bis 1992, Dr. Berndt<br />

Seite, an dessen Wohnort Röbel der Verband<br />

der Tierärzte der DDR (VdT) begründet<br />

und dessen Präsident er wurde. Zum<br />

Engagement von Hartwig Prange für den<br />

Natur- und Wildtierschutz mit Fokus auf<br />

dem Kranichschutz verweisen wir gerne auf<br />

einen Nachruf des Fachvorstands von Kranichschutz<br />

Deutschland und des Teams des<br />

NABU-Kranichzentrums (https://kraniche.<br />

de/de/news-leser/nachruf.html).<br />

Hartwig Prange trat 1992 der Deutschen<br />

Veterinärmedizinischen Gesellschaft<br />

bei und war von 1997 bis 20<strong>01</strong> im Amt des<br />

Pressereferenten Mitglied des Vorstandes.<br />

Er gehörte zwei Fachgruppen der <strong>DVG</strong> an:<br />

der Deutschen Gesellschaft für Kleintiermedizin<br />

(DGK-<strong>DVG</strong>) und der Fachgruppe<br />

Geschichte der Veterinärmedizin. Sein Engagement<br />

auf veterinärhistorischem Geterinärwesen<br />

in Jena und zuletzt als Ministerialdirigent<br />

des Ministeriums für Soziales<br />

und Gesundheit an der Abteilung Veterinärwesen<br />

und Lebensmittelüberwachung<br />

thüringischer „Landestierarzt“. 1994 erhielt<br />

Hartwig Prange den Ruf auf die Professur<br />

für Tierhygiene mit Tierklinik der Landwirtschaftlichen<br />

Fakultät der MLU Halle. Die<br />

beruflichen Stationen seines Lebensweges<br />

aus der Feder von Hartwig Prange selbst<br />

sind in einem Kasten zusammengefasst.<br />

„In Reichenbach/Schlesien am 26.7.1938<br />

geboren, nach der Flucht Schulbesuch in<br />

Arendsee/Altmark (1945–49), dann in Halle/Saale<br />

bis zum Abitur 1956. Studium der<br />

Veterinärmedizin 1956–61 in Leipzig,<br />

Pflichtassistent 1962 (Praxis, Schlachthof,<br />

Klinik), Assistent am Institut für Veterinärwesen<br />

und Tierklinik der Universität Halle<br />

(1963–65). Promotion A zu einem klinischchemischen<br />

Thema an Rindern (Vet.-Physiol.<br />

Chemie Leipzig, 1964). Danach drei Jahre<br />

Praxis in Groß Mohrdorf, Kreis Stralsund<br />

(1965–67), 12 Jahre im Institut für angewandte<br />

Tierhygiene Eberswalde (IaT, 1967–<br />

79). Promotion B (= Habilitation) mit einer<br />

hygienisch-epidemiologischen Arbeit zur<br />

Tiergesundheit in Schweinegroßanlagen<br />

(Innere Tiermedizin Berlin, 1978). Fachtierarzt<br />

für die Gebiete Schweine und Tierhygiene.<br />

Weitere 11 Jahre beim Bereich Medizin<br />

der Friedrich-Schiller-Universität Jena, zunächst<br />

Kleintierklinik mit Tierexperimentellem<br />

Zentrum (1979–81), dann Institut<br />

für Pathologie (1982–88). Nach einem Jahr<br />

im Institut für bakterielle Tierseuchenforschung<br />

Jena der AdL/DDR (1989–90) Leitung<br />

des Bezirksinstituts für Veterinärwesen<br />

in Jena (1990–91) und der Abteilung<br />

Veterinärwesen und Lebensmittelüberwachung<br />

im Ministerium für Soziales und Gesundheit<br />

Erfurt (1991–94). Im Herbst 1994<br />

Berufung auf die Professur für Tierhygiene<br />

mit Tierklinik der Landwirtschaftlichen<br />

Fakultät der Martin-Luther-Universität<br />

Halle-Wittenberg. Nach der Emeritierung<br />

im September 2003 über weitere 2 Semester<br />

bis 2004 Vertretungsprofessor, seither<br />

Wahrnehmung der Lehre auf der Basis<br />

eines Honorarvertrags bis Januar 2008“<br />

(H. Prange 2<strong>01</strong>9, Curriculum vitae für die<br />

20. Jahrestagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte).<br />

58<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


iet war so außergewöhnlich, dass es einer<br />

gesonderten Ausführung bedarf.<br />

Lebensgeschichtlich ist sein Schwerpunkt<br />

in der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte<br />

der Veterinärmedizin offensichtlich: Es war<br />

die Veterinärgeschichte der DDR in all ihren<br />

Facetten. Unter anderem mit Berndt Seite<br />

konzipierte und begründete er die Schriftenreihe<br />

„Veterinärwesen und Tiermedizin<br />

im Sozialismus“, auch bekannt als „Weißbuch<br />

Tiermedizin in der DDR“, deren 9 Bände<br />

im Auftrag der <strong>DVG</strong> von ihm und anderen<br />

herausgegeben wurden.<br />

Hartwig Prange motivierte zahlreiche<br />

Autoren und Autorinnen, sich kritisch und<br />

reflektiert ihrer eigenen Geschichte zu stellen<br />

und wissenschaftlich objektivierbar<br />

auseinanderzusetzen. Das Konzept der<br />

Bände mit ihrer Aufteilung in die Abschnitte<br />

Deskription, Dokumentation, Diskussion<br />

war Programm und ließ Raum für<br />

unterschiedliche Bewertungen. Auch eine<br />

mehr als 500 Seiten umfassende Monografie<br />

wie sein Buch „Bauernschicksale: die<br />

Landwirtschaft im Osten Deutschlands<br />

seit dem Zweiten Weltkrieg“ erschien 2006<br />

als Band 8 der Reihe im Verlag der <strong>DVG</strong>.<br />

Hartwig Prange zählt auch zu den Veterinärmedizinhistorikern,<br />

die sich am intensivsten<br />

mit den Stasi-Unterlagen beschäftigten.<br />

In zahlreichen Vorträgen und<br />

Veröffentlichungen lässt sich dies belegen,<br />

insbesondere jedoch in Band 7 der Reihe<br />

mit dem Titel „Repression von Tierärzten<br />

im politischen System der DDR“.<br />

Hartwig Prange war als Vortragender<br />

und Hochschullehrer eine herausragende<br />

Persönlichkeit, wie die Unterzeichnenden<br />

zu vielen Anlässen erleben durften: Er war<br />

eine Persönlichkeit, die Heinrich von Kleists<br />

Diktum „von der allmählichen Verfertigung<br />

der Gedanken beim Reden“ verstehen lässt.<br />

Nicht dem „Vor“tragen, sondern dem<br />

„Mit“denken waren seine beruflichen wie<br />

ehrenamtlichen Initiativen gewidmet. Er<br />

hat damit viele junge Wissenschaftlerinnen<br />

und Wissenschaftler und im Berufsfeld<br />

Veterinärwesen Tätige geprägt und auf<br />

eigenverantwortliche Wege geführt.<br />

PERSONEN<br />

In seinem letzten Vortrag anlässlich der<br />

20. Jahrestagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe Geschichte<br />

im November 2<strong>01</strong>9 schöpfte Hartwig<br />

Prange noch einmal aus dem Vollen.<br />

Am Ende seines Beitrags „Warum erinnern?<br />

– Rückbesinnung auf DDR-Zeiten aus tierärztlicher<br />

Sicht“ zog er die Lehre, „dass jedwedem<br />

Absolutheitsanspruch mit alten<br />

und neuen Ideologien widerstanden werden<br />

sollte, denn sie nehmen geistige Freiheit<br />

und schaffen Unterordnung in politisch<br />

vorgegebene Denk- und Sprachregelungen“.<br />

Mit Hartwig Prange hat die Veterinärgeschichtsforschung<br />

einen über drei Jahrzehnte<br />

hochengagierten Mitstreiter verloren.<br />

Seiner Frau Christl, seinen Töchtern<br />

und deren Kindern gilt unser tiefes Mitgefühl.<br />

Johann Schäffer<br />

Martin Fritz Brumme<br />

Fachgruppe Geschichte<br />

der Veterinärmedizin<br />

Nachruf auf Prof. Dr. Hans Lutz<br />

Prof. Dr. Hans-Lutz. Foto: privat<br />

Am 29.03.<strong>2024</strong> ist unser hochgeschätzter<br />

Kollege Prof. em. Dr. med. vet. Hans Lutz<br />

nach kurzer schwerer Krankheit verstorben.<br />

Hans Lutz, geb. am 20.03.1946, studierte<br />

Veterinärmedizin in Zürich. Nach<br />

Assistenzzeiten im Institut für Veterinärbakteriologie,<br />

der Klinik für Geburtshilfe<br />

der Universität Zürich und in der Privatpraxis<br />

absolvierte er eine postgraduale Ausbildung<br />

in experimenteller Biologie und<br />

Medizin mit anschließender Anstellung im<br />

Institut für Pharmakologie und Biochemie<br />

in Zürich. Nach einem Forschungsaufenthalt<br />

an der University of California, Davis,<br />

Kalifornien, bei Prof. Niels Pedersen kam er<br />

ans Tierspital Zürich zurück und habilitierte<br />

sich 1984 auf dem Gebiet der Inneren<br />

Medizin, speziell Labordiagnostik der<br />

Haustiere mit seiner Forschung über das<br />

feline Leukämievirus. Seit 1981 leitete er<br />

das Veterinärmedizinische Labor der Fakultät,<br />

was er zu einem unverzichtbaren<br />

Teil des Tierspitals entwickelte. Im Jahr<br />

1993 wurde er als außerordentlicher Professor<br />

und am 1. April 2003 zum ordentlichen<br />

Professor für Labormedizin ernannt.<br />

Von 2006 bis 2<strong>01</strong>0 war Hans Lutz Prodekan<br />

der noch jungen Vetsuisse-Fakultät.<br />

2<strong>01</strong>1 trat er in den wohlverdienten Ruhestand.<br />

Seine weitgehend durch externe Drittmittel<br />

finanzierten Forschungsschwerpunkte<br />

waren die Pathogenese, Diagnos-<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 59


PERSONEN<br />

tik und Immunprävention von Infektionskrankheiten<br />

der Katze sowie die Entwicklung<br />

diagnostischer Verfahren (z. B.<br />

für den FeLV Nachweis). Hans Lutz war ein<br />

hervorragender Wissenschaftler, Lehrer<br />

und Mentor, ein national und international<br />

sehr geschätzter Redner, Autor von<br />

über 500 Publikationen und Gutachter in<br />

renommierten Fachzeitschriften. Weiterhin<br />

war er Autor vieler Buchkapitel und<br />

Mitherausgeber des Standardlehrbuchs<br />

„Krankheiten der Katze“.<br />

Hans Lutz war ein Gründungsmitglied<br />

des „European Advisory Boards on Cat Diseases“<br />

(ABCD). Er war von 1995 bis 2008<br />

Geschäftsführer des Nationalen Zentrums<br />

für Retroviren und in den letzten Jahren<br />

Präsident der Ruedi Lüthy Foundation. Er<br />

wurde mehrfach für seine herausragenden<br />

Leistungen ausgezeichnet, z. B. von der<br />

World Small Animal Veterinary Association.<br />

Die Mitgliedschaft im wissenschaftlichen<br />

Beirat der Veterinärmedizinischen<br />

Universität Wien sowie in der Deutschen<br />

Akademie der Wissenschaften Leopoldina<br />

und der Academia Europaea sind Zeichen<br />

seiner Anerkennung.<br />

Mit Prof. Dr. Hans Lutz verlieren wir<br />

einen hochgeschätzten Kollegen und liebenswerten<br />

Menschen. Wir werden uns an<br />

ihn und sein Lebenswerk stets mit Bewunderung<br />

und Dankbarkeit erinnern und ihm<br />

ein ehrendes Andenken bewahren.<br />

Prof. Dr. Andreas Moritz,<br />

Justus-Liebig-Universität Gießen und Präsident<br />

der DGK-<strong>DVG</strong><br />

Prof. Dr. Regina Hofmann-Lehmann,<br />

Vetsuisse Fakultät Universität Zürich<br />

Dr. Barbara Riond,<br />

Vetsuisse Fakultät Universität Zürich<br />

Auszeichnungen für Prof. Thomas Mettenleiter<br />

Ministerpräsidentin Manuela Schwesig ehrte Prof. Mettenleiter mit dem Bundesverdienstkreuz<br />

1. Klasse. Foto: Staatskanzlei Mecklenburg-Vorpommern<br />

Prof. Dr. Dr. h.c. Thomas Mettenleiter, von<br />

1997 bis 2023 Präsident des Friedrich-<br />

Loeffler-Instituts (FLI), und von der Bundestierärztekammer<br />

ausgezeichnet mit<br />

der Robert-von-Ostertag-Plakette, wurde<br />

von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier<br />

für sein jahrzehntelanges Wirken im<br />

Bereich der Tierseuchenforschung und für<br />

den Aufbau des FLI auf der Insel Riems mit<br />

dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse geehrt.<br />

Bei einer Feierstunde in Schwerin<br />

wurde ihm die Auszeichnung von Ministerpräsidentin<br />

Manuela Schwesig am<br />

13.<strong>01</strong>.<strong>2024</strong> überreicht.<br />

Zuvor wurde Prof. Mettenleiter beim<br />

„Politischen Erntedank“ des Bundesministeriums<br />

für Ernährung und Landwirtschaft<br />

(BMEL) von Bundesminister Cem Özdemir<br />

die Professor Niklas-Medaille überreicht.<br />

Mit dieser höchsten Auszeichnung des<br />

BMEL werden das besondere Engagement<br />

auf dem Gebiet der Ernährung, Land- und<br />

Forstwirtschaft sowie Leistungen zum<br />

Wohle der in diesem Bereich tätigen Menschen<br />

geehrt.<br />

Prof. Mettenleiter habe sich in herausragender<br />

Weise über Jahrzehnte auf dem<br />

Gebiet der virologischen Forschung engagiert.<br />

Er war mehr als 20 Jahre der Präsident<br />

des FLI und habe als leidenschaftlicher<br />

Virologe einen erheblichen Beitrag zu<br />

der Forschungsarbeit in seinem Fach geleistet.<br />

Nicht zuletzt dank seiner Einsatzbereitschaft<br />

sei das FLI heute ein Institut<br />

von Weltrang. Neben Studien zu den<br />

grundlegenden Prozessen der Virus-Wirt-<br />

Interaktion beschäftigt er sich mit der Entwicklung<br />

neuartiger Impfstoffe auf Basis<br />

molekularbiologischer Techniken. Seine<br />

Arbeit habe einen wesentlichen Anteil<br />

beigetragen zur Entwicklung von markierten<br />

Impfstoffen und der dadurch wirksamen<br />

Bekämpfung und Eradikation der<br />

Aujeszkyschen Krankheit. Prof. Mettenleiter<br />

setze sich überdies besonders für die<br />

Zusammenarbeit von Veterinär- und Humanmedizin<br />

im Sinne der One-Health-<br />

Strategie auf nationaler wie auch internationaler<br />

Ebene ein.<br />

Prof. Mettenleiter ist seit 2002 <strong>DVG</strong>-<br />

Mitglied und war auf zahlreichen <strong>DVG</strong>-Veranstaltungen<br />

Keynote Speaker sowie viel<br />

beachteter Referent. 2007 wurde er mit<br />

dem Martin-Lerche-Wissenschaftspreis<br />

der <strong>DVG</strong> ausgezeichnet.<br />

60<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


PERSONEN<br />

Bundesverdienstkreuz am Bande für Prof. Jörg Hartung<br />

Minister Falko Mohrs (links) zeichnete Prof. Hartung mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande aus.<br />

Foto: Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover<br />

Über Jahrzehnte engagierte sich Jörg Hartung<br />

erfolgreich für den Tierschutz und in<br />

der nationalen und internationalen Gremienarbeit.<br />

Außerdem setzt er sich für den<br />

internationalen Austausch ein. Für sein erfolgreiches<br />

Wirken überreichte ihm Niedersachsens<br />

Wissenschaftsminister Falko<br />

Mohrs am 27.03.<strong>2024</strong> eine der höchsten<br />

deutschen Auszeichnungen.<br />

Professor Dr. Dr. h. c. mult. Jörg Hartung<br />

setzte sich in Forschung und Lehre<br />

über 40 Jahre für die tier- und umweltge-<br />

rechte Haltung von Tieren ein. Er leitete 20<br />

Jahre das Institut für Tierhygiene, Tierschutz<br />

und Nutztierethologie der Stiftung<br />

Tierärztliche Hochschule Hannover (TiHo),<br />

war auf europäischer und Bundesebene in<br />

zahlreichen Gremien aktiv und pflegt bis<br />

heute zahlreiche internationale Beziehungen.<br />

In den vergangenen Jahren war er beispielsweise<br />

wiederholt über längere Zeiträume<br />

in Brasilien und engagiert sich dort<br />

für den Tierschutz. So lehrt er beispielsweise<br />

regelmäßig an der Fakultät für Veterinärmedizin<br />

und Tierwissenschaften der<br />

Universität in São Paulo, koordiniert ein<br />

Kooperationsprojekt zum Tierschutzrecht,<br />

gestaltete einen brasilianisch-deutschen<br />

Tierschutzkongress und veröffentlichte<br />

Bücher über Tierschutz in Brasilien.<br />

Professor Hartung ging während seiner<br />

wissenschaftlichen Karriere Faktoren<br />

auf den Grund, die das Wohlbefinden und<br />

die Gesundheit von Nutztieren nachteilig<br />

beeinflussen können. Dazu zählen chemische,<br />

physikalische und biologische Faktoren<br />

genauso wie die Haltungsbedingungen<br />

der Tiere. Das Ziel seiner Arbeiten war<br />

es, negative Umwelteinflüsse auf landwirtschaftliche<br />

Nutztiere frühzeitig zu erkennen,<br />

um Krankheiten vorzubeugen und<br />

ihre Haltungsbedingungen zu verbessern.<br />

Die Beschäftigten landwirtschaftlicher Betriebe<br />

profitieren von seinen Erkenntnissen<br />

zu Mikroorganismen, Staub und Bioaerosolen<br />

in der Stallluft, da sie die Arbeitsbedingungen<br />

verbesserten.<br />

Prof. Hartung ist seit 1981 Mitglied der<br />

<strong>DVG</strong>. Von 1991 bis 1995 war er stellvertretender<br />

Leiter der Fachgruppe „Umweltund<br />

Tierhygiene“ und übernahm ab 1995<br />

bis 2<strong>01</strong>3 die Leitung der Fachgruppe.<br />

Wiederwahl von Fachgruppenleitungen<br />

In den vergangenen Monaten fanden in drei Fachgruppen Wahlen der Fachgruppenleitungen statt. In allen Fachgruppen kandidierten<br />

die amtierenden Personen erneut und wurden wiedergewählt.<br />

Der <strong>DVG</strong>-Vorstand und das Team in der Geschäftsstelle bedanken sich bei allen Leiterinnen und Leitern für das Engagement, ohne<br />

das die <strong>DVG</strong> nicht bestehen könnte!<br />

Fachgruppe<br />

„Verhaltensmedizin und<br />

Bissprävention“<br />

Bereits am 24.11.2023 wurden Dr. Hildegard<br />

Jung (München) und PD Dr. Dorothea<br />

Döring in Berlin in ihren Funktionen als<br />

Leiterin bzw. stellvertretende Leiterin der<br />

Fachgruppe bestätigt.<br />

Fachgruppe<br />

„Reproduktionsmedizin“<br />

Auf der Fachgruppenversammlung am<br />

28.02.<strong>2024</strong> in Berlin wurden PD Dr. Maike<br />

Heppelmann (Hannover) als Leiterin und<br />

Prof. Dr. Christine Wrenzycki als stellvertretende<br />

Leiterin wiedergewählt.<br />

Fachgruppe<br />

„Tropenveterinärmedizin und<br />

Internationale Tiergesundheit<br />

(TVMIT)“<br />

Der bisherige Leiter der Fachgruppe Dr.<br />

Klaas Dietze (Greifswald-Insel Riems) und<br />

seine Stellvertreterin Antonia Braus (Berlin)<br />

wurden auf der Fachgruppenversammlung<br />

am 26.04.<strong>2024</strong> in Berlin im Amt bestätigt.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 61


PERSONEN<br />

Prof. Klaus Osterrieder ist neuer Präsident der TiHo<br />

Prof. Klaus Osterrieder. Foto: Daniel Möller<br />

Der Virologe Professor Dr. Klaus Osterrieder<br />

ist seit <strong>01</strong>.04.<strong>2024</strong> neuer Präsident der<br />

Stiftung Tierärztliche Hochschule Hannover<br />

(TiHo). Im Juli vergangenen Jahres hatten<br />

sich der Stiftungsrat und der Senat für<br />

Osterrieder als Nachfolger von Dr. Gerhard<br />

Greif ausgesprochen, der das Präsidentenamt<br />

an der TiHo fast 22 Jahre innehatte.<br />

Nach seiner Zusage sagte Klaus Osterrieder:<br />

„Die TiHo ist weltweit eine der be-<br />

deutendsten tierärztlichen Ausbildungsstätten<br />

und meine künftige Position in<br />

Deutschland einzigartig. Ich freue mich<br />

sehr, den weiteren Weg der TiHo mit den<br />

Beschäftigten und Studierenden gemeinschaftlich<br />

gestalten zu dürfen.“ An der<br />

TiHo ist Osterrieder kein Unbekannter. Viele<br />

kennen ihn seit Jahren aus gemeinsamen<br />

Projekten und Kooperationen. Dr. Nicole<br />

Elleuche, Vorsitzende des Stiftungsrates,<br />

führte die Verhandlungen. Sie<br />

beglückwünschte ihn zu seiner neuen Aufgabe<br />

und sagte: „Mit Professor Osterrieder<br />

konnten wir eine erfahrene und herausragende<br />

Persönlichkeit für diese verantwortungsvolle<br />

und spannende Position gewinnen.<br />

Ich freue mich sehr auf unsere Zusammenarbeit.“<br />

An der TiHo wird er im<br />

Präsidium eng mit Anna Mikolon, Hauptberufliche<br />

Vizepräsidentin, Professorin<br />

Prof. h. c. Dr. Ursula Siebert, Vizepräsidentin<br />

für Forschung, und Professorin Dr. Andrea<br />

Tipold, Vizepräsidentin für Lehre, zusammenarbeiten.<br />

Nach Studium, Promotion und Habilitation<br />

war Klaus Osterrieder bis 2002 auf<br />

der Insel Riems Gruppenleiter am Friedrich-Loeffler-Institut<br />

und bis 2007 in den<br />

USA als Associate Professor für Virologie<br />

am College of Veterinary Medicine der Cornell<br />

University tätig. Ende 2007 nahm er<br />

einen Ruf an die Veterinärmedizinische Fakultät<br />

der Freien Universität (FU) Berlin an.<br />

In Berlin übernahm Osterrieder 2007 die<br />

Leitung des Instituts für Virologie und<br />

baute es erfolgreich aus. Von 2<strong>01</strong>1 bis<br />

2<strong>01</strong>3 setzte sich Osterrieder für zwei Jahre<br />

als Vizedekan für Forschung für die Belange<br />

der Veterinärmedizinischen Fakultät<br />

ein und war von 2<strong>01</strong>4 bis 2020 für sechs<br />

Jahre Direktor der Graduate School ZIBI –<br />

Center of Infection Biology and Immunity<br />

in Berlin. Im Jahr 2020 ging er für zweieinhalb<br />

Jahre nach Hong Kong und leitete als<br />

Dekan den Jockey Club of Veterinary Medicine<br />

and Life Sciences der City University<br />

of Hong Kong. Trotz der widrigen Umstände<br />

während der Pandemie und des Nationalen<br />

Sicherheitsgesetzes in Hong<br />

Kong etablierte er in der Zeit unter anderem,<br />

ein akkreditiertes tiermedizinisches<br />

Ausbildungsprogramm.<br />

Prof. Osterrieder ist seit 1993 <strong>DVG</strong>-Mitglied<br />

und leitete einige Jahre das <strong>DVG</strong>-Konsiliarlabor<br />

für Equine Herpesviren am Institut<br />

für Virologie der FU Berlin.<br />

AKTUELLES AUS UNTERSCHIEDLICHEN BEREICHEN<br />

Weitere Ausbreitung der hochpathogenen aviären Influenza (HPAI)<br />

in der Antarktis<br />

Ein internationales Team von Wissenschaftlern<br />

mit FLI-Beteiligung, das das Vorhandensein<br />

und die Auswirkungen von<br />

Infektionen mit der hochpathogenen aviären<br />

Influenza des Subtyps H5 (HPAIV H5)<br />

auf die antarktische Tierwelt untersucht,<br />

hat eine weitere Ausbreitung des Virus in<br />

der Region des nördlichen Weddellmeeres<br />

in der Antarktis festgestellt. Das Team fand<br />

heraus, dass Skuas (Raubmöwen) bisher<br />

am stärksten betroffen sind. Die ermittelte<br />

hohe Sterblichkeitsrate zeigt, dass dies<br />

langfristige Folgen für deren Erhaltung in<br />

der Region haben könnte.<br />

Weitere Informationen:<br />

https://www.fli.de/de/<br />

62<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


PERSONEN<br />

Gastprofessur für Prof. Dr. Stefan Schwarz<br />

Prof. Schwarz mit dem Präsidenten der Henan Agricultural University Prof. Jie Xiaolei.<br />

Foto: Henan Agricultural University<br />

Am 6. Januar <strong>2024</strong> fand auf dem Longzihu<br />

Campus der Henan Agricultural University<br />

in Zhengzhou / China die Ernennungszeremonie<br />

für die Berufung von Prof. Dr.<br />

Stefan Schwarz (Berlin) als Gastprofessor<br />

statt. Präsident Prof. Jie Xiaolei nahm an<br />

der Zeremonie teil und überreichte die Ernennungsurkunde<br />

an Prof. Schwarz. An der<br />

Ernennungszeremonie nahmen auch Vertreter<br />

relevanter Abteilungen der Universität<br />

und Fakultätsmitglieder der Hochschule<br />

für Veterinärmedizin teil.<br />

Im Anschluss an die Ernennungszeremonie<br />

hielt Prof. Schwarz einen wissenschaftlichen<br />

Vortrag mit dem Titel „Genetic<br />

Studies on Mobile MCR-Resistance Genes<br />

in Bacteria from Humans and Animals“.<br />

Prof. Schwarz ist Mitglied der Nationalen<br />

Akademie der Wissenschaften Leopoldina<br />

und arbeitet derzeit am Institut für<br />

Mikrobiologie und Tierseuchenkunde der<br />

Freien Universität Berlin. Er ist außerdem<br />

Vorsitzender des Unterausschusses „Antibiotikaresistenz<br />

bei Bakterien tierischen<br />

Ursprungs“ der Bundestierärztekammer,<br />

Leiter der Bundesarbeitsgemeinschaft zur<br />

Überwachung der Antibiotikaresistenz bei<br />

Bakterien tierischen Ursprungs und Vorsitzender<br />

der Forschungsgruppe „Standard<br />

Methods for Antibiotic Susceptibility Testing<br />

of Animal-Origin Bacteria“ des Clinical<br />

Laboratory Standards Institute (CLSI) in<br />

den Vereinigten Staaten. Seine Forschung<br />

konzentriert sich hauptsächlich auf die<br />

Molekulargenetik mikrobieller Resistenzen<br />

sowie auf die Entwicklung und Überwachung<br />

von Testmethoden für die Empfindlichkeit<br />

gegenüber antimikrobiellen<br />

Arzneimitteln. Bis heute hat er über 590<br />

wissenschaftliche Arbeiten veröffentlicht<br />

und ist Mitherausgeber, leitender Redakteur<br />

oder Mitglied des Redaktionsausschusses<br />

von sechs internationalen Fachzeitschriften,<br />

darunter „One Health Advances“<br />

und „Veterinary Microbiology“.<br />

Prof. Schwarz ist seit 1990 <strong>DVG</strong>-Mitglied.<br />

Seit 20<strong>01</strong> ist er Leiter des <strong>DVG</strong>-Arbeitskreises<br />

„Antibiotikaresistenz“ und<br />

seit 2023 auch der Fachgruppe „Bakteriologie<br />

und Mykologie“, der er schon 2006<br />

bis 2008 vorstand. Zudem ist er Leiter des<br />

<strong>DVG</strong>-Konsiliarlabors für Methicillin-resistente<br />

Staphylokokken in der tierärztlichen<br />

Praxis und Klinik (kleine Haustiere und<br />

Pferde) und stellvertretender Leiter des<br />

Konsiliarlabors für ESBL-bildende Enterobacteriaceae<br />

in der tierärztlichen Praxis<br />

und Klinik (kleine Haustiere und Pferde).<br />

AKTUELLES AUS UNTERSCHIEDLICHEN BEREICHEN<br />

Empfehlungen und Expertenrat von ESCCAP<br />

Das European Scientific Counsel Companion<br />

Animal Parasites (ESCCAP) ist eine in<br />

Großbritannien eingetragene Vereinigung.<br />

Sie wurde im Jahr 2005 von acht europäischen<br />

Veterinärparasitolog:innen gegründet.<br />

In Deutschland ist ESCCAP ein eingetragener<br />

Verein (ESCCAP Deutschland e.V.).<br />

Vorsitzender ist Prof. Dr. Georg von Samson-Himmelstjerna<br />

(Berlin), 2. Vorsitzende<br />

ist Prof. Dr. Barbara Kohn (Berlin) und<br />

Schriftführer ist Dr. Ard Nijhof (Berlin).<br />

Die fundierten Informationen von ESCCAP<br />

sind auf der Webseite zu finden:<br />

https://www.esccap.de/<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong> 63


TAGUNGSKALENDER <strong>2024</strong>/2025<br />

Tagungen <strong>2024</strong>/2025 (siehe: https://www.dvg.de/aktuelle-tagungen/) <br />

Titel der Tagung Fachgruppe/Arbeitskreis Datum Ort<br />

6. TPT-Tagung: Animal Hoarding –<br />

Leid für Tier und Mensch<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Progress –<br />

Berlin-Gießener Kleintiermodule –<br />

Modul 5 Harnwegserkrankungen<br />

CARO (Campylobacter, Arcobacter &<br />

Related Organisms)<br />

Tagung der FG Parasitologie und<br />

parasitäre Krankheiten<br />

Tierärztetag West - Der Kammerkongress<br />

(Kleintiere, AG Katzenmedizin, Nutztiere,<br />

Pferde, Öffentlicher Dienst, TFA)<br />

Patient Katze - Thementage der AG<br />

Katzenmedizin auf dem Tierärztetag West<br />

DACh-Epidemiologietagung<br />

Tierärztliche Plattform Tierschutz 21.–22.06.<strong>2024</strong> Oesede<br />

(Kreis Osnabrück)<br />

und online<br />

<strong>DVG</strong>, DGK-<strong>DVG</strong>, JLU Gießen,<br />

21.–22.06.<strong>2024</strong> Berlin und online<br />

FU Berlin<br />

Charité, FU Berlin, Bayerisches<br />

Landesamt für Gesundheit &<br />

LM-Sicherheit<br />

<strong>01</strong>. – 02.07.<strong>2024</strong> Tutzing<br />

FG Parasitologie und parasitäre 08. – 10.07.<strong>2024</strong> Hannover<br />

Krankheiten<br />

<strong>DVG</strong> und Tierärztekammern 30.08. – <strong>01</strong>.09.<strong>2024</strong> Dortmund<br />

AG Katzenmedizin 31.08.–<strong>01</strong>.09.<strong>2024</strong> Dortmund<br />

Epidemiologie & Dokumentation und<br />

weitere Institutionen<br />

04.–06.09.<strong>2024</strong> Salzburg, A<br />

42. Jahrestagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe AVID Fachgruppe AVID 11.–13.09.<strong>2024</strong> Bad Staffelstein<br />

Tagung der <strong>DVG</strong>-Fachgruppe<br />

FG Kleine Wiederkäuer und<br />

11.–13.09.<strong>2024</strong> Hannover<br />

Kleine Wiederkäuer und Neuweltkamele Neuweltkamele<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Progress –<br />

Berlin-Gießener Kleintiermodule –<br />

Modul 6 Heimtierkrankheiten Teil 1<br />

64. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes Lebensmittelsicherheit<br />

und Verbraucherschutz –<br />

Poster Pitch<br />

64. Arbeitstagung des Arbeitsgebietes<br />

Lebensmittelsicherheit und Verbraucherschutz<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Progress - Berlin-Gießener<br />

Kleintiermodule - Modul 7 Bildgebende<br />

Diagnostik (mit Strahlenschutzkurs)<br />

<strong>DVG</strong>, DGK-<strong>DVG</strong>, JLU Gießen,<br />

FU Berlin<br />

AG Lebensmittelsicherheit und<br />

Verbraucherschutz<br />

AG Lebensmittelsicherheit und<br />

Verbraucherschutz<br />

<strong>DVG</strong>, DGK-<strong>DVG</strong>, JLU Gießen,<br />

FU Berlin<br />

13.–14.09.<strong>2024</strong> Berlin<br />

16.09.<strong>2024</strong> online<br />

24.–27.09.<strong>2024</strong> Garmisch-<br />

Partenkirchen<br />

11.–12.10.<strong>2024</strong> Berlin<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Congress <strong>2024</strong> <strong>DVG</strong> und Fachgruppen 30.10.–02.11.<strong>2024</strong> Berlin<br />

107. Fachgespräch über Geflügelkrankheiten FG Geflügelkrankheiten 28.–29.11.<strong>2024</strong> Hannover<br />

56. Internationale Tagung Angewandte<br />

Ethologie<br />

FG Ethologie & Tierhaltung 28.–30.11.<strong>2024</strong> Freiburg i. Br.<br />

<strong>DVG</strong>-Vet-Progress –<br />

Berlin-Gießener Kleintiermodule –<br />

Modul 8 Gastrointestinale Erkrankungen Teil 1<br />

<strong>DVG</strong>, DGK-<strong>DVG</strong>, JLU Gießen,<br />

FU Berlin<br />

13.–14.12.<strong>2024</strong> Berlin<br />

Niedersächsischer Tierärztetag Tierärztekammer Niedersachsen, <strong>DVG</strong> 16.–18.<strong>01</strong>.2025 Hannover<br />

8. Tierärztetag der Tierärztekammer<br />

Tierärztekammer Schleswig-Holstein, 08.02.2025 Schleswig<br />

Schleswig-Holstein<br />

DGK-<strong>DVG</strong>, <strong>DVG</strong>, bpt, VbT, GPM<br />

68. Jahrestagung und 30. Schnittseminar der FG Pathologie 07.–09.03.2025 Fulda<br />

<strong>DVG</strong>-Fachgruppe Pathologie<br />

Tierschutztagung FG Tierschutz 13.–15.03.2025 München<br />

108. Fachgespräch über Geflügelkrankheiten FG Geflügelkrankheiten 08.–09.05.2025 Hannover<br />

DGK-<strong>DVG</strong>: Erfurter Thementage DGK-<strong>DVG</strong> 16.–18.05.2025 Erfurt<br />

DGK-<strong>DVG</strong>: Augsburger Thementage<br />

AG Kleinsäuger der DGK-<strong>DVG</strong> 30.05.–<strong>01</strong>.06.2025 Augsburg<br />

Kleinsäuger<br />

9. Kölner Thementage Patient Katze AG Katzenmedizin der DGK-<strong>DVG</strong> 06.–07.09.2025 Köln<br />

64<br />

<strong>DVG</strong>-Forum <strong>01</strong>/<strong>2024</strong>


Anmeldung<br />

Hiermit erkläre ich meinen Beitritt zur Deutschen Veterinärmedizinischen<br />

Gesellschaft e.V. Mit der Speicherung und Verarbeitung meiner unten genannten<br />

Daten bin ich einverstanden.<br />

Titel & Name …………..……………………..………………………………………………<br />

Vorname ………………………………………………………………………………………<br />

geb. am ……………………………………………………………………………………….<br />

Straße …………………………………………………………………………………………<br />

PLZ ……………………………Ort …………………………………………………….…….<br />

Tel. priv. …..…………………………………………………………………………………..<br />

Anschrift:<br />

An der Alten Post 2<br />

D-35390 Gießen<br />

Kontakt:<br />

Telefon:<br />

+49 (0) 6 41 / 98 44 46 0<br />

E-Mail: info@dvg.de<br />

Internet: www.dvg.de<br />

Bankverbindung:<br />

Volksbank Mittelhessen eG<br />

IBAN:<br />

DE 08 5139 0000 0006 9549 28<br />

BIC:<br />

VBMHDE5F<br />

Tel. dienstl. ……………………………………………………………………………………<br />

E-Mail ………………………………………………………………………………………….<br />

Für die Überweisung des Jahresbeitrags von:<br />

€ 120,- 160,- (Vollmitglieder) € 25,- (Studierende, DoktorandInnen) oder<br />

€ 30,- 50,- (TierärztInnen in Elternzeit, arbeitslose TierärztInnen)<br />

erteile ich der <strong>DVG</strong> e.V. ein SEPA-Lastschriftmandat von meinem Konto<br />

(siehe Seite 2). Bei ermäßigten Beiträgen bitte Nachweis beifügen!<br />

Ich überweise den Mitgliedsbeitrag auf das Konto der Volksbank Mittelhessen<br />

eG, IBAN DE 08 5139 0000 0006 9549 28, BIC: VBMHDE5F.<br />

Kleintierpraxis – das Journal der DGK-<strong>DVG</strong> – möchte ich abonnieren.<br />

Als Neumitglied erhalte ich die Zeitschrift im 1. Bezugsjahr kostenfrei, sofern bislang<br />

noch kein Abonnement bestanden hat. Danach (und wenn schon ein<br />

Abonnement besteht) erhalte ich 25 % Rabatt auf den zu diesem Zeitpunkt<br />

geltenden Abopreis, der jährlich durch die Schlütersche Fachmedien GmbH<br />

(Hannover) erhoben wird. Ich bin einverstanden, dass meine Daten zu diesem<br />

Zweck an die Schlütersche Fachmedien GmbH weitergegeben werden. Bei<br />

Austritt aus der <strong>DVG</strong> endet das Abo nicht automatisch, sondern muss separat bei<br />

der Schlüterschen Fachmedien GmbH gekündigt werden.<br />

Tierärztliche Praxis – das Journal der <strong>DVG</strong>-Fachgruppen InnLab, Pathologie,<br />

Anästhesie, kleine Wiederkäuer, Schweine, Geflügel, Bienen sowie Zier-, Zoound<br />

Wildvögel, Reptilien, Amphibien und Fische, möchte ich abonnieren. Als<br />

<strong>DVG</strong>-Mitglied erhalte ich die Tierärztliche Praxis mit 30 % Rabatt.<br />

Ausgabe K Ausgabe G Ausgabe K + G<br />

Ich bin einverstanden, dass meine Daten zu diesem Zweck an den Georg Thieme<br />

Verlag KG (Stuttgart) weitergegeben werden. Bei Austritt aus der <strong>DVG</strong> endet das<br />

Abo nicht automatisch, sondern muss separat beim Georg Thieme Verlag KG<br />

gekündigt werden.<br />

<strong>DVG</strong>-Forum<br />

Ich erhalte das <strong>DVG</strong>-Forum, die Mitgliederzeitschrift der <strong>DVG</strong>, 2x pro Jahr als digitale<br />

Ausgabe per Download-Link an meine oben genannte E-Mail-Adresse.<br />

Statt der digitalen Ausgabe möchte ich das <strong>DVG</strong>-Forum per Post erhalten.<br />

Ort und Datum: ……………………………………………………………………………….<br />

Rechtsverbindl. Unterschrift: ………………………………………………………….…….<br />

Bitte schicken an: <strong>DVG</strong> e.V., An der Alten Post 2, 35390 Gießen, info@dvg.de


Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V.<br />

SEPA-Lastschriftmandat<br />

Hiermit ermächtige/n ich/wir die Geschäftsstelle der <strong>DVG</strong> widerruflich, die von mir/uns zu entrichtenden<br />

Zahlung(en) des Mitgliedsbeitrages für die Deutsche Veterinärmedizinische Gesellschaft e.V. bei<br />

Fälligkeit zu Lasten meines/unseres Bankkontos einzuziehen:<br />

<br />

Anschrift:<br />

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An der Alten Post 2<br />

35390 Gießen<br />

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E-Mail: info@dvg.de<br />

www.dvg.de<br />

Name & Vorname des <strong>DVG</strong>-Mitglieds: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Titel: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Straße: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Bankverbindung:<br />

Volksbank Mittelhessen eG<br />

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BIC VBMHDE5F<br />

PLZ: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ort: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Telefon privat: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Telefon dienstlich: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Fax: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

E-Mail: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Name & Vorname des Kontoinhabers: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Titel: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Straße: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

PLZ: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . Ort: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Name der Bank: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

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Ort & Datum: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Rechtsverbindl. Unterschrift: . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .<br />

Hinweis: Ich kann innerhalb von acht Wochen, beginnend mit dem Belastungsdatum, die Erstattung des<br />

belasteten Betrags verlangen. Es gelten dabei die mit meinem Kreditinstitut vereinbarten Bedingungen.<br />

Bitte per Post oder als Scan schicken an: <strong>DVG</strong> e.V. · An der Alten Post 2 · 35390 Gießen · info@dvg.de


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E-Mail: info@dvg.de I Tel.: 0641 984446-0<br />

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