SchlossMagazin Augsburg+Umgebung JUNI 2024
SchlossMagazin, Juni-Ausgabe 2024. Das regionale Lifestyle Magazin für Augsburg und Umgebung. Schönes Leben in der Region!
SchlossMagazin, Juni-Ausgabe 2024. Das regionale Lifestyle Magazin für Augsburg und Umgebung.
Schönes Leben in der Region!
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06<br />
24<br />
Das Lifestyle-Magazin<br />
für Augsburg und Umgebung<br />
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JEDEN MONAT<br />
TOP<br />
AKTUELL!<br />
Schönes Leben in der Region<br />
Augsburg<br />
steht Kopf …<br />
… und die Region auch!<br />
Jede Menge Festivals und Events<br />
Süßes Soul-Food<br />
Lukullisches<br />
Fugger-Spuren<br />
Reisen + Erleben<br />
Fußball-Fakten<br />
Sport + Spaß
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Augsburg<br />
steht Kopf…<br />
Editorial | 3<br />
Tegernbach. Mit Weitblick golfen.<br />
Lust auf Golf ?<br />
… und die Region auch! In diesem – hoffentlich<br />
sonnigen – Sommer steppt der Bär.<br />
Besonders Augsburg bringt wieder Leben<br />
in die City. Im Stadtsommer <strong>2024</strong> folgt<br />
ein toller Event auf den nächsten. Am 22.<br />
Juni lädt die Lange Kunstnacht alle Bürgerinnen,<br />
Bürger und Gäste ein, unter dem<br />
Motto #hinundweg ins Zentrum zu reisen<br />
und dort ab 18:00 Uhr bis Mitternacht unter<br />
den mehr als 200 Programmpunkten an<br />
rund 50 Spielorten die persönlichen Lieblingsevents auszuwählen. Alles<br />
ist fußläufig zu erreichen. Eine gute Übersicht bietet die Website. Drei<br />
Abende Action in Augsburgs Mitte verheißen auch die Sommernächte,<br />
eine Veranstaltung, die wohl zu den größten ihrer Art in Bayern zählt.<br />
Vom Rathausplatz bis St. Ulrich füllen sich die Straßen mit Klängen aller<br />
Genres. Es darf auch getanzt und geschlemmt werden – ein riesiges<br />
Freiluft-Fest für alle.<br />
Der 32. Internationale Augsburger Jazzsommer verspricht heuer ein<br />
ganz besonders ausgewogenes Lineup mit Frauenpower und internationalen<br />
Stars. Schauplätze sind wieder der Rosenpavillon im Botanischen<br />
Garten mit seinem unvergleichlichen Flair und der intime Brunnenhof<br />
am Zeughaus in der City. Das einmalige Ambiente der Open-Air-Bühne<br />
am Roten Tor ist nicht nur Schauplatz für zwei Theater-Acts – der Oper<br />
Turandot und das Musical Sister Act – sondern auch für fünf besondere<br />
Konzerte im Rahmen des Augsburger Stadtsommers. Aber auch in der<br />
Region ist viel geboten: Stadt- und Volksfeste, Open-Air-Events aller Art<br />
und andere Veranstaltungen freuen sich auf Gäste. Wir haben für Sie<br />
Informationen eingeholt – die Qual der Wahl bleibt bei Ihnen!<br />
Im April reiste eine Delegation der Regio Augsburg Tourismus „auf den<br />
Spuren der Fugger“ nach Polen bzw. Slowenien, um dort den neuen<br />
Partner der „Europäischen Fuggerstraße“, die Stadt Krakau, willkommen<br />
zu heißen und auch den „alten“ Partner Banská Bystrica zu besuchen.<br />
Die mehrtägige Reise eröffnete so viele wunderbare Einblicke in<br />
Historie und Gegenwart, dass man Lust bekommt, die verschiedenen<br />
Orte noch einmal zu besuchen. Wir möchten Ihnen die Erfahrungen auf<br />
dieser Reise nicht vorenthalten.<br />
In der vorliegenden Ausgabe startet das <strong>SchlossMagazin</strong> übrigens mit<br />
einer neuen Serie: Wir stellen die Macherinnen und Macher von schönen<br />
Produkten vor, die für Augsburg werben. Im Juni ist es Renate Uhlemann<br />
mit ihren Stühlen.<br />
Viel Vergnügen beim Schmökern wünscht Ihnen<br />
Schnupperkurse<br />
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Termine:<br />
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Lust auf mehr<br />
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4 | Inhalt<br />
Inhalt<br />
Besuchen Sie das <strong>SchlossMagazin</strong><br />
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Titelfoto<br />
Omnivolant<br />
Im Bild Nagetusch Cafe-Show bei der Langen Kunstnacht in Augsburg<br />
Region aktuell<br />
6 Kunst, Kultur + Wirtschaft<br />
Meldungen aus Kunst, Kultur und Wirtschaft<br />
14<br />
12 #hinundweg in Augsburg ♦ Die Lange Kunstnacht lockt.<br />
14 Ein Stück Augsburg „be-sitzen“<br />
Kunststühle von Renate Uhlemann, Serie Augsburg-Design, Teil 1<br />
16 Holz macht Sachen! ♦ Ausstellung im Aichacher Stadtmuseum<br />
17 Wenn ich einmal reich wär‘…<br />
Musical Anatevka auf der Freilichtbühne Donauwörth<br />
18 Sommerbühne im Brunnenhof<br />
Kulturprogramm der Freien Szene in Augsburg<br />
Bild des Monats<br />
20 Die Natur allein ist unendlich reich… ♦ Foto Chris Gug<br />
Lukullisches<br />
22<br />
22 Süßes Soul-Food ♦ Essen für die Seele – Rezepte<br />
25 Fan-Food ♦ Fußball für den Magen<br />
Beauty + Fashion<br />
26 Augenmerk auf die Details! ♦ Topaktuelle Modeaccessoires<br />
28 Vielseitigkeits-Sieger ♦ Tücher und Kopfbedeckungen<br />
Gesundheit + Wellness<br />
30 Der Schlüssel zur Gelassenheit ♦ Das Hier und Jetzt positiv gestalten<br />
Kunst + Kultur<br />
32 „aberwitzig“ ♦ Die Spielzeit <strong>2024</strong>/25 am Staatstheater Augsburg<br />
34 Musik und Genuss im Herzen der Stadt<br />
Der Augsburger Stadtsommer<br />
34<br />
35 Pulsierende Sommernächte ♦ Drei Abende Action in Augsburgs Mitte<br />
36 Markante Klänge in Botanik und City<br />
32. Internationaler Augsburger Jazzsommer
Inhalt | 5<br />
42<br />
62<br />
38 Theater-Acts am Roten Tor<br />
Turandot und Sister Act auf der Freilichtbühne<br />
39 Fördern durch Fordern ♦ Die Spanische Ballettschule bildet aus.<br />
40 Outdoor-Kultur in der Region<br />
Wo so richtig was los ist in diesem Sommer.<br />
Reisen + Erleben<br />
42 Auf den Spuren der Fugger<br />
Neue Stationen der „Europäischen Fuggerstraße” erleben<br />
Wirtschaft + Finanzen<br />
50 Frauen kaufen anders … Männer auch<br />
Geschlechtsspezifische Verkaufspsychologie<br />
51 Kolumne: Grüner wird’s nimmer ♦ Geschlechtersensible Nachhaltigkeit<br />
52 Mein Balkon, meine Freiheit? ♦ Worauf Mieter achten sollten<br />
53 Blitzsauber unterwegs ♦ Tipps rund um die Autowäsche<br />
Sport + Spaß<br />
54 Fußball-Geschichten ♦ Fakten und Anekdoten<br />
55 DAS Fußball-Ereignis <strong>2024</strong><br />
Wissenswertes über die Europameisterschaft<br />
Motor + Technik<br />
56 Das E-Lade-Einmaleins<br />
Tipps zu Ladedauer, Ladekarten und Bezahloptionen<br />
58 Motorradurlaub – aber sicher!<br />
Worauf Biker bei Gepäck und Fahrweise achten sollten<br />
Natur + Garten<br />
60 Damit es summt und brummt. ♦ Der Garten als Buffet für Insekten<br />
62 Schöne Sachen, die Freude machen ♦ Dekoratives für den Garten<br />
64 Wer Kann(e), der kann … ♦ Upcycling für alte Gefäße<br />
66 Vorschau + Impressum
6 | Region aktuell | Kurz gefasst<br />
Botanischer Garten<br />
Émile Parisien Quartet | Rebecca Trescher Tentett<br />
Walter Smith III | Sylvie Courvoisier Chimaera<br />
The Bad Plus | Omer Klein Trio<br />
Riegele weiter Bierpartner<br />
des FC Augsburg<br />
Das Brauhaus Riegele bleibt auch in den folgenden<br />
Jahren offizieller Bierpartner des FC Augsburg. Die<br />
langjährige Partnerschaft wurde für die kommenden<br />
drei Spielzeiten bis 2027 verlängert. Damit wird auch<br />
in Zukunft das Bier der traditionsreichen Augsburger<br />
Familienbrauerei – aktuell geführt in der 28. Generation –<br />
in der WWK Arena ausgeschenkt.<br />
Informationen www.riegele.de<br />
Im Bild Michael Ströll, Geschäftsführer FC Augsburg, und<br />
Sebastian Priller-Riegele, Geschäftsführer Brauhaus Riegele<br />
Foto Riegele<br />
Brunnenhof, Zeughaus<br />
Mikkel Ploug Trio | Bobby Rausch<br />
Paier Valcic Quartet<br />
Mirna Bogdanović Group Nora Kamm<br />
augsburger-jazzsommer.de<br />
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Drei Frauen, zwei Familien –<br />
Stadtführung<br />
Wer zog eigentlich hinter den Kulissen die Fäden,<br />
wenn die Herren Kaufleute Fugger und Welser auf Reisen<br />
waren? Bereits Jakob Fuggers Großmutter und<br />
Mutter hatten beträchtlichen Anteil am Aufstieg<br />
der Familie. Wie schaffte es Barbara Fugger-Bäsinger,<br />
ihre Söhne an die Spitze der europäischen Kaufleute<br />
emporzuheben? War Sybilla Fugger nur das schöne<br />
Aushängeschild ihres Mannes Jakob?<br />
Welchen Einfluss hatte Margarethe<br />
Peutinger, geb. Welser, auf<br />
ihren Gatten, den kaiserlichen Rat<br />
Konrad Peutinger? Bei den neuen<br />
Stadtführungen durch Augsburg<br />
mit einer Schauspielerin sind drei<br />
starke Frauen live zu erleben. Die<br />
Führungen finden statt jeweils<br />
samstags um 14:30 Uhr: 15. Juni,<br />
20. Juli, 17. August, 21. September<br />
und 20. Oktober (So). Dauer ca. 1,5 Std. Treffpunkt ist<br />
die Tourist-Information am Rathausplatz.<br />
Informationen www.fugger-und-welser-museum.de/programm/<br />
Foto Regio Augsburg Tourismus, Timian Hopf<br />
Im Bild Sybilla Arzt als Donna Gentile
BMG Anz 92 x 132 01_24.qxp_Layout 1 09.01.24 10:26 Seite 1<br />
Region aktuell | 7<br />
Augsburg Journal<br />
feiert rundes Jubiläum<br />
Der Augsburg Journal Verlag, gegründet von Walter<br />
Kurt Schilffarth, feierte kürzlich sein 60-jähriges<br />
Bestehen. Zur Party im Augsburger Schlachthof<br />
Restaurant konnten die zahlreichen geladenen Gäste<br />
Ministerpräsident Markus Söder begrüßen, der als<br />
Festredner vor Witz und Charme nur so sprühte. Er<br />
lieferte beim Talk mit dem Seniorchef und dem Sportreporter-Urgestein<br />
Waldemar Hartmann, moderiert<br />
von AJ-Chefin Anja Marks-Schilffarth, so manchen<br />
Lacher. Auch OB Eva Weber ließ es sich nicht nehmen,<br />
auf ein launiges Grußwort vorbeizuschauen.<br />
Informationen facebook.com/augsburgjournal<br />
Foto AJ<br />
Ballonmuseum Gersthofen<br />
Hoch über den Wolken schweben und die Erde von<br />
oben betrachten … Wer träumt nicht davon! Im Ballonmuseum<br />
erfahren die Besucher, wie mit der Ballonfahrt<br />
dieser Menschheitstraum Wirklichkeit wurde. Für<br />
die ganze Familie ist die in Europa einzigartige Dauerausstellung<br />
des Ballonmuseums mit ihren Originalen,<br />
begehbaren Modellen, Video- und Hörstationen und<br />
dem Hingucker in Form des originalgroßen<br />
Ballons des Freiherrn von<br />
Lütgendorf immer wieder einen Besuch<br />
wert. Beim Gang durch die Geschichte<br />
der Ballonfahrt lernt man<br />
Luftfahrtechnik kennen, begeg net<br />
wagemutigen Piloten und erfährt<br />
von spektakulären Rekorden, aber<br />
auch Pannen und Katastrophen.<br />
Zum reichhaltigen Angebot des Museums<br />
zählen Führungen für Erwachsene<br />
und Kinder sowie Audioguides und vieles mehr.<br />
Neben regelmäßigen öffentlichen Sonntagsführungen<br />
bietet das Ballonmuseum Gersthofen auch private Führungen<br />
mit erfahrenen Kunstvermittlern an – auf die<br />
persönlichen Interessen zugeschnitten und passgenau<br />
für eine Gruppe. Buchungshotline: 0821-2491 506<br />
Informationen www.ballonmuseum-gersthofen.de<br />
Mi, Fr: 13-17 Uhr<br />
Do: 10-18 Uhr<br />
Sa, So, Feiertage: 10-17 Uhr<br />
WEITERE INFOS UNTER:<br />
www.ballonmuseum-gersthofen.de<br />
AKTIONEN FÜR<br />
KINDER UND<br />
ERWACHSENE
8 | Region aktuell | Kurz gefasst<br />
Der<br />
Goggolore<br />
nach Otto Reuther<br />
20. Juli bis 10. August <strong>2024</strong><br />
Täglich außer sonntags und montags, Beginn 20 Uhr<br />
Karten ab 1. Juli <strong>2024</strong> unter www.seebuehne-utting.de<br />
Außendienst –<br />
Jürgen Scriba<br />
In der Neuen Galerie im<br />
Höhmannhaus Augsburg ist<br />
vom 14. Juni bis 8. September<br />
die Ausstellung „Außendienst“<br />
von Jürgen Scriba<br />
zu sehen. In seinem außergewöhnlichen Fotoprojekt dokumentiert<br />
der Künstler die mithilfe einer auf dem Auto<br />
montierten Kamera festgehaltenen Eindrücke seiner<br />
Außendienste. Für seine „Road Photography“ katalogisierte<br />
Scriba im Duktus einer imaginären Behörde seine<br />
fotografischen Fundstücke in 15 Kategorien, wie „Hauptverkehrswege",<br />
„Geschlossene Ortschaften" oder „Wartungs-<br />
und Rastanlagen". Der Eintritt ist frei.<br />
Informationen www.kmaugburg.de ♦ Foto Scriba<br />
Konzert und Stadtfest in Rain<br />
Am Sonntag, den 16. Juni, um 19:00 Uhr spielt das<br />
Streich- und Flöten-Trio Tifsaits in der Rainer Spitalkirche<br />
sein Programm<br />
„Gold“ – Fugen, Tänze, Präludien,<br />
Kanons und Choräle<br />
von Johann Sebastian<br />
Bach in neuem Licht. Ganz<br />
andere Klänge sind zu hören<br />
beim 43. Rainer Stadtfest<br />
am 13. und 14. Juli,<br />
dem Riesenbiergarten in der Innenstadt mit vielen Attraktionen<br />
unter freiem Himmel. Mit von der Partie ist<br />
am Sonntag auch der Comedian und „Freudenspender“<br />
Chris Boettcher.<br />
Informationen www.rain.de<br />
Im Bild Trio Tifsaits ♦ Foto Lux Studio productions<br />
Karl Horst Hödicke: Hand und Fuß<br />
Noch bis zum 14. Juli sind unter dem Titel „Hand und<br />
Fuß“ in der Galerie Noah im Augsburger Glaspalast<br />
Malereien und Plastiken des kürzlich verstorbenen<br />
Künstlers Karl Horst Hödicke<br />
aus sieben Jahrzehnten<br />
zu sehen. Er gilt als Pionier<br />
der neuen Figuration sowie<br />
des Neoexpressionismus und<br />
als Urvater der Jungen Wilden.<br />
Seine Werke lassen sich<br />
meist metaphorisch lesen, jedoch<br />
immer auch mit einem<br />
ironischen Schmunzeln.<br />
Informationen<br />
www.galerienoah.com
Region aktuell | 9<br />
„Wer Kunst ‚kauft‘,<br />
kommt ins Paradies!“<br />
Die AUKIO-Ateliergemeinschaft veranstaltet<br />
heuer am 13. und 14. Juli<br />
ihre alljährliche Gemeinschaftsausstellung<br />
in den ehemaligen Militärgebäuden<br />
des Warnamtes X mitten<br />
im Kerschlacher Forst. In diesen<br />
Ateliers entsteht nahezu die gesamte<br />
Bandbreite der Bildenden Kunst –<br />
von Malerei über Fotografie bis hin<br />
zur Bildhauerei. Künstlerische Qualität<br />
sieht man hier überall. Meist<br />
abstrakt, anspruchsvoll und hochkarätig,<br />
aber auch leicht verständliche<br />
Wohlfühlkunst ist hier zu finden.<br />
„Collaborative Painting“ findet aktiv unter den Künstlern statt. Man lernt<br />
voneinander, inspiriert sich und spricht miteinander. Während der Ausstellung<br />
kann aus nächster Nähe gefragt, gefachsimpelt aber auch gekauft werden.<br />
Die Preise sind erschwinglich und wirklich moderat, so dass man sich<br />
schon das ein oder andere Werk für sein Zuhause leisten darf. Die Ateliers<br />
haben an beiden Tagen jeweils von 12:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.<br />
Informationen und Anfahrtsskizze www.aukio-ateliers.dom<br />
Abstraktes Gemälde Matthias Riecker<br />
Seebühne Utting:<br />
Der Goggolore<br />
Der Seebühne Utting Verein bringt<br />
heuer vom 20. Juli bis zum 10. August<br />
die Streiche und Geschichten<br />
um die Sagengestalt Goggolore,<br />
aufgeschrieben vom Schriftsteller<br />
Otto Reuther und in der zauberhaften<br />
Theaterfassung von Florian<br />
Münzer, auf die Bühne am Ammersee.<br />
Seine Fähigkeit, Natur und Tiere<br />
zu verstehen und zu lenken, verleiht<br />
dem Goggolore eine magische<br />
und etwas unheimliche Aura. Wirklich<br />
einmalig in der Region ist die Atmosphäre<br />
des Theaters direkt am See,<br />
besonders dann, wenn die Sonne langsam<br />
untergeht. Geparkt werden darf<br />
auf der Wiese unterhalb des Rathauses.<br />
Der Ticket-Vorverkauf beginnt<br />
am 1. Juli; Aufführung täglich<br />
außer sonntags und montags, Beginn<br />
jew. 20:00 Uhr<br />
Informationen und Tickets<br />
www.seebuehne-utting.de<br />
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10 | Region aktuell | Kurz gefasst<br />
Reichsstädtische Macht in Kupfer<br />
Vor genau 400 Jahren erschien die erste Bilderserie der<br />
Augsburger Stadtpfleger. In einem dünnen Heftchen,<br />
im Verlag und auf Kosten des bedeutenden Augsburger<br />
Kupferstechers Lucas Kilian herausgegeben, wurden die<br />
seit 1548 amtierenden Stadtpfleger mit aufwändigen<br />
Porträts und Kurzbiografien vorgestellt.<br />
Das damalige Amt des<br />
Stadtpflegers entspricht dem eines<br />
heutigen Oberbürgermeisters. Die<br />
v i rtuelle, in Kupfer gestochene<br />
Bildergalerie der die Geschicke<br />
Augsburgs lenkenden Persönlichkeiten<br />
wurde mehrfach neu<br />
herausgegeben und entwickelte<br />
sich seit der Ausgabe von 1657<br />
zu einer Art Sammelalbum. Bis<br />
zum Ende der Reichsstadt wurden<br />
ihm immer wieder Bildnisse der jeweils neu gewählten<br />
Stadtpfleger beigefügt. Insgesamt handelt es sich<br />
um 43 Porträts.<br />
Das höchst anspruchsvolle kunst- und stadtgeschichtliche<br />
Werk präsentiert sich gleichermaßen als ein Kaleidoskop<br />
der in dieser Zeit maßgeblichen und international<br />
anerkannten Augsburger Kupferstecher. Neben den<br />
Mitgliedern der Familie Kilian wirkten über die Jahre<br />
auch Elias Hainzelmann, die Gebrüder Klauber und<br />
andere mit. Die Ausstellung „Reichsstädtische Macht in<br />
Kupfer" präsentiert vom 12. Juni bis zum 22. September<br />
im Grafischen Kabinett alle Porträts sowie die Mehrzahl<br />
der Buchausgaben dieser Sammlung, die bisher einzige<br />
nachweisbare gezeichnete Vorlage und mehrere originale<br />
Kupferplatten. Die Ausstellung ist eine Kooperation<br />
mit der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg.<br />
Informationen www.kmaugsburg.de<br />
Im Bild Johann Melchior Ilsung, Kupferstich, nicht vor 1688,<br />
Stecher: Elias Hainzelmann<br />
Foto Staats- und Stadtbibliothek Augsburg<br />
Musikfest<br />
in Blumenthal<br />
Vom 26. bis 28. Juli geben sich<br />
auf Schloss Blu menthal bei<br />
Aichach wieder zahlreiche<br />
Musikerinnen und Musiker<br />
die Ehre, auf dem ausgebauten<br />
Dachboden des Ökonomiegebäudes<br />
oder auf dem Gelände des Innenhofs.<br />
Es darf auch gekocht und genossen werden. Mit dabei<br />
sind u. a. am 26. Juli die Liedermacherin Dota, begleitet<br />
von Jan Rohrbach an der Gitarre und dem Orchester<br />
Camerata Vitilo, das auch am 27. Juli zu erleben ist. Den<br />
Abschluss bildet am 28. Juli das Große Orchesterkonzert<br />
mit Werken von Mozart, Beethoven und Ives.<br />
Informationen www.musikfest-blumenthal.de<br />
Foto Veranstalter<br />
Zirbelnuss Oldtimer Rallye<br />
Die 25. Augsburger Zirbelnuss Oldtimer Rallye am 23.<br />
Juni geht diesmal in Horgau an den Start. Ab 9:01 Uhr<br />
werden die ca. 100 Fahrzeuge im Minutenabstand auf<br />
die Strecke geschickt. Unterhaltsame<br />
Wertungsprüfungen in Welden und auf<br />
dem Hofgut Bäldleschwaige sorgen<br />
vor der Mit tags pause in Wemding für<br />
Abwechslung. Die Nachmittagsroute<br />
wird bis zum Ziel auf dem Fluggelände<br />
in Neresheim/Elchingen mit<br />
einer Bildersuchfahrt gewürzt. Die<br />
Siegerehrung mit Pokal vergabe findet<br />
ab ca. 17:30 Uhr statt. Als besonderes<br />
Schmankerl werden jugendliche Beifahrer bis zu einem<br />
Alter von 14 Jahren mit einem Youngster pokal belohnt.<br />
Veranstalter ist die Motorsport Abteilung Augsburg e.V.<br />
Informationen www.oldtimerveranstaltungen.com<br />
Foto Wiedemann<br />
Offene Stadtführungen<br />
Jeweils am 1. Sonntag im Monat (Apr.-Okt.), ohne Voranmeldung.<br />
Treffpunkt am Tillydenkmal vor dem Rathaus in Rain.<br />
Kosten: € 2,- p. Person. Keine Mindestteilnehmeranzahl.<br />
Termine: 02.06. | 07.07. | 04.08. | 01.09. | 06.10.<br />
Weitere Informationen:<br />
www.rain.de/fuehrungen<br />
Stadt Rain | Hauptstraße 60 | 86641 Rain |Tel. 09090 703 333 | tourismus@rain.de
Region aktuell | 11<br />
Werke von Hans Malzer<br />
und „Lindennächte“ im Eukitea<br />
Der Bildhauer Hans Malzer aus Adelsried hat sich<br />
mit Holz- und Steinplastiken, Mosaik und Glasmalerei<br />
ein überregionales Renommee erarbeitet. Im Rahmen<br />
der Ausstellung „Im Zeichen der Liebe und des<br />
Friedens“ werden ausgewählte<br />
Werke vom 14. Juni bis 1.<br />
Juli im Außenbereich des Eukitea<br />
Theater zu sehen sein.<br />
Eintritt frei<br />
An den Abenden des 28. und<br />
29. Juni im Rahmen der<br />
„Lindennächte“ entführt das<br />
Eukitea Theater sein Publikum<br />
in zauberhafte Sommergefilde<br />
– mit Live-Musik, Ter rassen-Cafe,<br />
Märchenerzäh lungen<br />
und der Theater-Performance<br />
„Traumnachtspiele“.<br />
Picknicken bei Live-Musik<br />
12. Juli - 7. September<br />
Open-Air-Konzerte im Rathausgarten und in den<br />
Stadtteilen Mittelstetten, Schwabegg und Klimmach<br />
Gesamtprogramm, Infos & Tickets unter<br />
www.kultur-schwabmuenchen.de<br />
Informationen www.eukitea-de<br />
Foto Julia Pietsch, LA Augsburg<br />
Leben und arbeiten<br />
in Schrobenhausen<br />
In Schrobenhausen hält ein starkes Netzwerk von Vereinen<br />
und Freizeitmöglichkeiten die Gemeinschaft eng<br />
zusammen. Hier ist soziales Miteinander kein bloßes<br />
Konzept, sondern gelebte Realität. Und die Stadt ist<br />
auch ein wirtschaftliches Zentrum, das Arbeitsplätze<br />
mit Perspektiven bietet. Das betrifft innovative Unternehmen<br />
genauso wie stabile traditionelle Handwerksbetriebe.<br />
Außerdem legt Schrobenhausen Wert auf<br />
Nachhaltigkeit und Qualität. Natürlich kommt auch die<br />
Kultur nicht zu kurz. Von Museen bis zu Musikfestivals:<br />
Schrobenhausen bietet jedem etwas. Und: Die Stadt in<br />
den Paarauen ist umgeben von grünen Wäldern und<br />
einem Netz vielfältiger Wanderwege, bietet also beste<br />
Voraussetzungen für Erholung und Einkehr, ebenso<br />
wie für Outdoor-Aktivitäten.<br />
Informationen www.schrobenhausen.de<br />
www.sobesonders.bayern<br />
schrobenhausen.de<br />
schrobenhausen
12 | Region | Lange Kunstnacht<br />
Das Theater Anu wird wieder eine<br />
seiner spektakulären Licht-<br />
Performances präsentieren und<br />
zwar im Fronhof am Dom.<br />
#hinundweg<br />
in Augsburg<br />
Die Lange Kunstnacht lockt.<br />
„Alle einsteigen!“ heißt es am 22. Juni, wenn die Lange Kunstnacht auf<br />
Reisen geht. An diesem Abend können die Besucherinnen und Besucher –<br />
mal hier, mal da – zahlreiche Kurzreisen buchen. Mehr als 200 Programmpunkte<br />
an ca. 50 Spielorten in der Augsburger Innenstadt sind zu erleben.<br />
Fotos Stadt Augsburg u.a.<br />
Augsburg als Kunst- und Kulturzentrum, ehemalige<br />
Handelsmetropole und „nördlichste<br />
Stadt Italiens“ steckt zur Langen Kunstnacht<br />
voller Entdeckungen: Die Prachtsäle öffnen<br />
ihre Türen und Tore, wie auch die Kirchen und Kapellen,<br />
die einst Pilgernden als Herbergen dienten. „In zahlreichen<br />
Orchesterkonzerten, Kammermusik- und Liedprogrammen,<br />
literarischen Beiträgen, Ateliereinblicken<br />
und Ausstellungen lädt die Lange Kunstnacht an diesem<br />
Abend ein zu einer unbeschwerten Reise – ganz ohne Gepäck,<br />
Rückflugticket oder Visum, aber mit vielen Eindrücken<br />
und einer Prise Fernweh“, so Jürgen K. Enninger,<br />
Referent für Kultur, Welterbe und Sport.<br />
Auf musikalische Gipfel<br />
Zu Beginn des Abends, beim traditionellen Eröffnungskonzert<br />
um 18:00 Uhr, führt die Reise auf den<br />
griechischen Parnass-Höhenzug und weitere musikalische<br />
Gipfel. Die Augsburger Philharmoniker und<br />
Solist Avtandil Kaspeli präsentieren im Goldenen<br />
Saal des Rathauses berühmte Bass-Arien aus Opern<br />
verschiedener Sphären, darunter die des Kerkermeisters<br />
Rocco aus Beethovens „Fidelio“, König Filippo<br />
aus Verdis „Don Carlos“ und des schlauen Basilio<br />
aus Rossinis „Barbier von Sevilla“.<br />
Lieder von unterwegs<br />
„Heute hier, morgen dort“ schmettert der Mozartchor in<br />
St. Anna, mit todo mundo geht es „reiselustig durch die<br />
Lande“ und die Kollaboration des zeitgenössischen Gitarristen<br />
Stefan Barcsay mit Spoken-Word-Künstler Martyn<br />
Schmidt kreiert mit „Leise Gleise“ ein Wort-Klang-<br />
Bild-Gerüst – Zugrattern inklusive. Die Verrophonistin<br />
Sabine Dobbertin berichtet in musikalischen Anekdoten
Region | 13<br />
vom Reisen mit ihrem fragilen Instrument<br />
und das Duo Lackerschmid<br />
Schlesinger verwandelt den Viermetzhof<br />
des Maximilianmuseums mit<br />
„Jazz in the bag“ in ein klingendes Tagebuch<br />
ihrer zahlreichen Tourneen<br />
und Musikreisen in der ganzen Welt.<br />
Fahrende Sänger<br />
Musique in Aspik bringen von ihren<br />
Reisen und Abenteuern Auswan derermelodien,<br />
Lieder junger Weltentdecker<br />
und liebestoller Nachtvagabunden<br />
mit in den malerischen<br />
Handwerkerhof. Dort besingt auch<br />
das his torische Madrigal-Ensemble<br />
Audite Gentes fahrende Sänger zwischen<br />
Tirol, Italien, Frankreich und<br />
England. Wer selbst reisen möchte,<br />
kann den ganzen Abend über vom Ulrichsplatz<br />
aus eine musikalische Fahrt<br />
in der nostalgischen Straßenbahn machen.<br />
Konzertante Begleitung: Brass<br />
pur, TubAkkord und die Boom Chuck<br />
Hollers.<br />
Ab in den Süden<br />
„Einmal ums Mittelmeer“ heißt es<br />
beim Ensemble Colours, das mit<br />
Melodien aus Andalusien, dem Balkan,<br />
der Ägäis und Nordafrika in<br />
die Musik sonnengeküsster Länder<br />
eintaucht. Dass die Italiensehnsucht<br />
der Deutschen lange Tradition hat,<br />
zeigen gleich zwei poetische Programme,<br />
die Goethes „Italienreise“<br />
in den Fokus nehmen: Gerald Fiedler<br />
vom Staatstheater Augsburg liest<br />
aus dem Original-Reisebericht, Text<br />
will Töne vertonen die Erzählung zusammen<br />
mit dem Uli Fiedler Trio in<br />
Auszügen. Auch dem Progetto 600<br />
haben es die Klangfarben des Südens<br />
angetan, die sie zu einem zündenden<br />
Stilmix zwischen Barock, Pop, Vesuv<br />
und Ätna vermischen.<br />
Christian Gruber (Gitarre) und Katharina<br />
Gruber (Gesang) gehen im Thalia Kaffeehaus<br />
am Obstmarkt mit Chansons auf<br />
Reisen ♦ Foto Kpaou Kondodji<br />
Um den Globus<br />
Das IMEA – Ensemble des Leopold<br />
Mozart College of Music nimmt<br />
sich einiges vor und bietet „4 Kontinente<br />
in 20 Minuten“, während<br />
andere Formationen in 30 Minuten<br />
eine Weltumrundung anstreben.<br />
Mit dem Streichquartett Pro Arte<br />
Strings hört man auf der kleinen<br />
Weltreise Klassiker von Mozart, mitreißende<br />
Ragtimes von Scott Joplin,<br />
feurige argentinische Tangos und<br />
Filmmusik. Das Ensemble JazzBreak<br />
rund um Sängerin Sieglinde Hahn<br />
startet in Augsburg und besucht<br />
Rom, New York und Rio mit jazzigen<br />
Melodien von Les Brown, Reinhard<br />
May, Cole Porter oder Irving Berlin.<br />
In einem „weltmusikalischen Salto<br />
um den Globus“ sucht das Quartett<br />
Al Mar gebrochene Herzen in Frankreich,<br />
„Trollabundins“ Zauber auf<br />
den Färöern und das blaue Einhorn<br />
„unicorn azul“ in Spanien.<br />
Chansons und mehr<br />
Unter dem Titel „France, mon<br />
amour“ reisen die Gäste, angeführt<br />
„Das Lachen des Windes“ macht das<br />
Theater Salpuri am Rathausplatz, in<br />
der Philippine-Welser-Straße und in<br />
der Kurzen Maxstraße erlebbar. ♦ Foto<br />
Theater Salpuri<br />
von den Augsburger „trois dames“<br />
Cathrin Lange, Simone Werner und<br />
Sabine Süß ins Land der Liebe – mit<br />
den schönsten Duetten aus der französischen<br />
Oper und berührenden<br />
Chansons. Katharina Gruber singt<br />
auf den Spuren von Edith Piaf, Ella<br />
Fitzgerald und Joni Mitchell und auf<br />
der musikalischen Zeitreise von Anna<br />
Holzhauser, Julia Kellner und Karla<br />
Andrä wird an begnadete Musikerinnen<br />
wie Ella Fitzgerald oder die<br />
tiefsinnige Billie Holiday erinnert.<br />
Tanz-Souvenirs<br />
Die vielgereiste Ballettkompanie des<br />
Staatstheaters Augsburg bringt im<br />
Goldenen Saal Souvenirs aus der aktuellen<br />
Spielzeit auf die Bühne und<br />
Daniel Zaboj öffnet im Moritzsaal<br />
seinen „Koffer voller Überraschungen“,<br />
in dem eine musikalisch begleitete<br />
Zeitreise ins Ich steckt. Im<br />
Glaspalast spinnt Kathrin Knöpfle<br />
getanzte Verbindungsfäden durch<br />
die Sonderausstellung des Berufsverbandes<br />
Bildender Künstler (BBK)<br />
in der Halle 1 und Pius und Christine<br />
Schwegler zeigen im Hofgarten Butoh,<br />
eine japanische Tanzkunst.<br />
Museen und Theater<br />
Auch die zahlreichen Führungen<br />
der Kunstsammlungen und Museen<br />
laden auf Zeitreisen ein – im Maximilianmuseum,<br />
Schaezlerpalais und<br />
Römerlager. Auch das Fugger und<br />
Welser Erlebnismuseum, die Regio<br />
Tourismus, das Diözesanmuseum<br />
und die vhs locken mit Sonderführungen.<br />
Spezielle Performances entführen<br />
in andere Sphären; auch aktuelle<br />
politische Entwicklungen sind<br />
Teil des Programms. Und auf Straßen,<br />
Plätzen und in Parks schicken<br />
Theaterkompanien ihr Publikum<br />
auf die Reise. Die Lange Kunstnacht<br />
#hinundweg ist Teil des Augsburger<br />
Stadtsommers.<br />
<br />
Informationen und Termine<br />
www.augsburger-stadtsommer.de<br />
www.langekunstnacht.de
14 | Region | Serie Augsburg-Design, Teil 1<br />
Ein Stück Augsburg „be-sitzen“<br />
Kunststühle von korsini kunst.stuhl, Renate Uhlemann<br />
Schick in Schale sind wortwörtlich die Stühle von Renate Uhlemann, deren Sitzflächen<br />
Motive von Augsburg zieren. Diese besonderen Augsburg-Souvenirs<br />
machen den Anfang unserer neuen Serie, in der Kreative und Designer ihre<br />
Vorstellung von nachhaltigen und sinnhaften Erinnerungsstücken an die<br />
Renaissancestadt präsentieren.<br />
Text Hannelore Eberhardt-Arntzen ♦ Fotos Uhlemann<br />
Auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung<br />
für den Unruhestand kam Renate<br />
Uhlemann auf die Idee, Sitzflächen von<br />
Stühlen dauerhaft mit Motiven zu verschönern.<br />
Nachdem die rührige Oberhauserin 2017 schweren<br />
Herzens ihren in dritter Generation existierenden Familienbetrieb,<br />
die Augsburger Autoverwertung Hafenecker,<br />
abgewickelt hatte – keines ihrer drei Kinder wollte den<br />
Betrieb weiterführen – suchte sie nach einem erfüllenden<br />
Zeitvertreib und einer neuen Herausforderung. Ur-<br />
sprünglich arbeitete sie alte Holzstühle aus der ehemaligen<br />
Firmenkantine zu Shabby Chic Unikaten um, um<br />
die Kollektion dann später um weitere aufgekaufte Stuhl-<br />
Oldies im Vintage-Look zu erweitern. Doch die Idee mit<br />
den flächig verzierten Stuhlsitzen und -lehnen hatte sie<br />
der Schauspielerin Audrey Hepburn zu verdanken. Deren<br />
Konterfei entdeckte sie nämlich auf einem bedruckten<br />
Brotzeitbrettchen. Warum nicht also solche Motive<br />
in größerem Maßstab auf hölzerne Stuhlsitze übertragen?<br />
Die Idee nahm Gestalt an. Foliendruck hieß das
Region | 15<br />
Die Sitzflächen der Stühle können mit allen möglichen Motiven verziert werden,<br />
auch mit persönlichen Wunschmotiven.<br />
Stichwort und einige Schulungskurse später ging Renate Uhlemann mit verfeinerter<br />
Technik und Unterstützung durch einen Fachmann in „Serienproduktion“.<br />
Die Holzstühle wurden bald ersetzt durch einheitliche Stühle aus<br />
Kunststoffschalen mit Holzbeinen.<br />
Die genaue Vorgehensweise, wie das Motiv auf den Stuhl kommt, ist<br />
Renate Uhlemanns Geheimnis. Das Fotomotiv wird entsprechend vergrößert<br />
und auf eine Spezialfolie gedruckt, die dann in einem besonderen<br />
Verfahren auf die Kunststoffschale aufgebrannt wird. Ein Grafiker<br />
bereitet die Folien vor und legt die optimale Position des Motivs<br />
fest, damit auch alles wie angegossen „sitzt“. Viele der Fotos knippst<br />
Renate Uhlemann selbst. Das können Sehenswürdigkeiten oder Blumenmotive<br />
sein, Landschaften, Gegenstände oder grafische Designs.<br />
Einen Großteil der Motive bringt die Oberhauserin von Reisen in die<br />
ganze Welt mit. Stark vertreten in der Kollektion sind aber Ansichten<br />
aus dem schönen Augsburg wie der Perlachturm, das Rathaus oder die<br />
Brunnen der Stadt. Auch die Logos der Augsburger Panther bzw. des<br />
AEV 1878 auf den Lehnen bzw. Sitzflächen der Stühle sind erhältlich<br />
und sogar in verschiedenen Farben. Tolle Objekte für Fans der Augsburger<br />
Eishockeymannschaft!<br />
Überhaupt eignen sich die Stühle bestens als personalisierte Geschenke,<br />
denn man kann auch seine eigenen Wunschmotive auf die Stühle folieren<br />
lassen. Ein Schalensitz mit einem Familienfoto zur goldenen Hochzeit,<br />
ein Oldtimer-Motiv zum Männer-Geburtstag, das Abbild der Liebsten zur<br />
Verlobung, die Lieblingstiere oder eine Kollage aus Jugendfotos zur Hochzeit.<br />
Fast alles ist möglich. In Vorbereitung sind Motive einer Künstlerin.<br />
Die Stühle mit Augsburg-Motiven stellen nicht nur Statement-Stücke<br />
für Lokalpatrioten dar, die ihre Heimatliebe im Flur oder im Vorzimmer<br />
von Büro bzw. Praxis dokumentieren wollen, sondern eignen sich auch<br />
als Souvenirs für Touristen, die die Erinnerung an den Augsburg-Besuch<br />
zuhause ständig im Blick behalten wollen. Aber keine Sorge: Abschleppen<br />
muss sich niemand mit den guten Stücken. Renate Uhlemann verschickt<br />
die Stühle auf Wunsch, sogar ins Ausland. Die bislang weiteste Sendung<br />
ging einmal nach Amerika.<br />
Wer bei seinem Augsburg-Bummel probesitzen<br />
möchte, kann dies im Ladengeschäft<br />
tun, das Renate Uhlemann<br />
zusammen mit ihrer Freundin Sabine<br />
Hofmann „Wäsche&Dessous“ betreibt.<br />
In der Maxpassage in der Philippine-<br />
Welser-Straße 17 ergänzen die Stühle<br />
ein breites Angebot an Wäsche und<br />
Dessous – unter dem gemeinsamen<br />
Motto „Hier sitzt alles perfekt.“ Ein<br />
Stuhl „von der Stange“ kostet 129.-<br />
Euro, mit einem eigenen Motiv 149.-<br />
Euro. Renate Uhlmann betreibt ihr<br />
Atelier im Erdgeschoss ihres Wohnhauses,<br />
das zum Glück viel Platz bietet<br />
– für noch mehr Stühle und Ideen<br />
der Marke „korsini kunst-stuhl“. <br />
Informationen<br />
www.kunststuhl.com
16 | Region | Holz macht Sachen<br />
Holz macht<br />
Sachen!<br />
Ausstellung im Aichacher Stadtmuseum<br />
In Aichach können Besucherinnen und Besucher derzeit im Stadtmuseum die<br />
jahrtausendealte Beziehung zwischen Baum und Mensch neu kennenlernen. Ob<br />
nachhaltiges Spielzeug, Klo2Go oder ein Modell, das neueste Forschungsergebnisse<br />
zeigt – die Ausstellung erlaubt unterschiedlichste Perspektiven auf das Thema.<br />
Fotos pixabay, Siedentopf<br />
macht Sachen! Holz, Baum, Wald<br />
und Du?“ ist eine Wanderausstellung, die<br />
wächst wie ein Baum, denn es kommen<br />
„Holz<br />
laufend neue Exponate hinzu. Diese stammen<br />
von über 50 Partnern aus den unterschiedlichsten<br />
Bereichen. Ergänzend werden in Aichach erstmals neue<br />
Objekte, neue Mitmachstationen und neue Schwerpunkte<br />
zum Thema gezeigt. Die Sonderausstellung will<br />
auch Erlebnisse bieten: Wie riechen Bäume, wie fühlen<br />
sich die verschiedenen Holzarten an? Man kann mit dem<br />
Modell einer „Bräutigamseiche“ auf Partnersuche gehen<br />
oder auf einer Holzliege des in Aichach ansässigen Unternehmens<br />
Züblin Timber vor dem Museum entspannen.<br />
Für Kinder gibt es Holzspielzeug zum Ausprobieren,<br />
ein Kasperltheater und ein eigenes Rätselheft.<br />
Modulare Holzelemente machen die Wanderausstellung mobil.<br />
Auch dieses Mal können sich die Menschen wieder<br />
an der Ausstellung beteiligen und „holzige Sachen“<br />
ins Museum bringen. Aber es muss nicht zwingend<br />
ein physisches Exponat sein. Auf einem Monitor, der<br />
wie ein Exponat auf einem Podest präsentiert wird,<br />
können digitale Objekte in die Ausstellung geliefert<br />
werden. Die Ausstellung wird durch den digitalen<br />
Raum übers Internet ergänzt. So können über Social<br />
Media und die Internetseite der Ausstellung unter<br />
dem Hashtag #holzmachtsachen Wünsche, Ideen und<br />
weitere digitale Exponate eingebracht werden.<br />
Unterstützt wird das Projekt von vielen Institutionen,<br />
so z. B. von der Hochschule Augsburg, die zusammen<br />
mit dem Technologietransferzentrum TTZ<br />
in Aichach ein Objekt zur CO2-Reduzierung im Bauwesen<br />
konstruiert hat. Der Kurator und Ideengeber<br />
der Ausstellung, Adrian Siedentopf, hat eigens<br />
für die Ausstellung einen „Holznutzungsbaum“ geschaffen,<br />
der veranschaulicht, welcher Anteil eines<br />
Kubikmeters Holz auf die verschiedenen Nutzungsarten<br />
entfällt. Zu den weiteren Partnern zählen der<br />
Imkerverein Aichach mit einem Bienenhaus, der<br />
städtische Bauhof mit einem Quiz-Apfelbaum und<br />
viele andere regionale Beteiligte. Ziel des Projektes<br />
ist es, Nachhaltigkeitsthemen zu vermitteln und<br />
das Umweltbewusstsein zu stärken. Die Ausstellung<br />
dauert bis zum 1. Dezember.<br />
<br />
Informationen www.holzmachtsachen.org
Freilichtbühne Donauwörth | Region | 17<br />
Auf der wunderbaren Open-Air-Bühne<br />
am Mangoldfelsen kommt in diesem Sommer<br />
das berühmte Broadway-Musical Anatevka zur<br />
Aufführung. Die Kinder- und Jugendgruppe<br />
des Theater Donauwörth e.V. präsentiert „Der<br />
Räuber Hotzenplotz“ von Ottfried Preußler.<br />
Wenn ich einmal reich wär’…<br />
Musical Anatevka auf der Freilichtbühne Donauwörth<br />
Fotos cinemathek, Thienemann-Verlag<br />
ich einmal reich wär’ ...“ so beginnen<br />
die Tagträume des Milchmanns<br />
Tevje aus dem kleinen ukrainischen<br />
„Wenn<br />
„Schtetl“ Anatevka Anfang des 20. Jahrhunderts.<br />
Tevje ist ein frommer, humorvoller Mensch,<br />
allerdings geschlagen mit „einem Stall voller Töchter“,<br />
die es zu verheiraten gilt. Besonders seine drei Ältesten<br />
wollen nicht so, wie der Vater es möchte, für den<br />
nur die Tradition als Maßstab gilt: „Auf Grund dieser<br />
Traditionen weiß hier in Anatevka jeder, was er zu tun<br />
und zu lassen hat und was der liebe Gott von ihm erwartet.“<br />
Nach anfänglicher Entrüstung trägt es Tevje<br />
aber mit Fassung, als er gezwungen wird, seine Lebensphilosophie<br />
ein ums andere Mal zu korrigieren.<br />
Doch dann gerät die Welt des Milchmanns aus den Fugen:<br />
Durch ein Pogrom wird die gesamte jüdische Bevölkerung<br />
aus Anatevka vertrieben.<br />
Seit der Uraufführung 1964 am New Yorker Broadway<br />
gehört „Anatevka“ (The Fiddler on the Roof), zu den<br />
Klassikern des Musicalrepertoires, auch in Deutschland.<br />
Es ist eines der eindringlichsten Werke der<br />
Musicalgeschichte. Eine Gratwanderung zwischen<br />
Komik und Tragik, zwischen jüdischem Witz und zu<br />
Herzen gehender Traurigkeit.<br />
Der Räuber Hotzenplotz<br />
Zur musikalischen Gaunerjagd laden die Nachwuchsakteure<br />
des Theatervereins ein: Der gefährliche<br />
Räuber Hotzenplotz mit den sieben Messern<br />
So kennen ihn alle, den legendären Räuber Hotzenplotz.<br />
und der Pfefferpistole aus dem Kultkinderbuch von<br />
Ottfried Preußler hält die Welt um Kasperl, Seppl<br />
und die Großmutter in Atem und den Wachtmeister<br />
auf Trab. Natürlich gibt es ein Happy End und Hotzenplotz<br />
muss klein beigeben. Martin Lingnau hat<br />
mitreißende Ohrwürmer für diese heitere Gaunerjagd<br />
komponiert.<br />
Anatevka und Der Räuber Hotzenplotz werden aufgeführt<br />
von Ende Juni bis Anfang August; die genauen<br />
Spieltermine sind der Website zu entnehmen. <br />
Informationen www.freilichtbuehne-donauwoerth.de
18 | Region | Bühne im Brunnenhof<br />
Für drei Monate steht der Innenhof im Augsburger Zeughaus im Zeichen von<br />
Konzerten, Tanz, Poesie, Popkultur und mehr – und feiert dabei ein kleines<br />
Jubiläum. Hier die Highlights des Monats Juni<br />
Sommerbühne im Brunnenhof<br />
Kulturprogramm der Freien Szene in Augsburg<br />
Jürgen K. Enninger, Referent für<br />
Kultur, Welterbe und Sport, ist<br />
begeistert: „Kultur im Herzen<br />
der Stadt wird über die Sommerbühne<br />
im Brunnenhof zum Greifen<br />
nah! Sie öffnet sich – insbesondere für<br />
den künstlerischen Nachwuchs – bereits<br />
im fünften Jahr. Eine Bühne, die<br />
damit zu einer vielfältigen kulturellen<br />
Belebung im Sommer beiträgt.“ Das<br />
Kulturprogramm im Brunnenhof ist Teil<br />
des Augsburger Stadtsommers.<br />
Seit 1. Juni läuft das Programm, das sich<br />
an jedes Publikum wendet und zu erschwinglichen<br />
Preisen erlebbar ist. Mittanzen<br />
und auch mal mitmachen ist angesagt.<br />
Bei KaraUke am 13. Juni heißt das<br />
Motto: Das Publikum ist die Band, die<br />
Band ist das Publikum. Das Mitmachkonzert<br />
richtet sich an „Ukulelelover“ aller<br />
Spielniveaus. Am 14. Juni verwandeln<br />
Bader and friends um Tenor Benedikt<br />
Linus Bader, Sopranistin Cathrin Lange<br />
und Pianistin Szilvia Miko den Brunnenhof<br />
mit Melodien aus Oper und Operette<br />
zum vierten Mal in die Arena di Verona.<br />
Ebenfalls in Trioformation begeistern<br />
Einladung zur „duften Sause“ mit<br />
„brennenstuhl“ am 21. Juni<br />
Foto brennenstuhl<br />
die erfahrenen Musiker der B-Bay Talkies.<br />
Ihre musikalische Marschroute für<br />
das Konzert am 15. Juni: schnörkelloser<br />
Power-Pop der Extraklasse. Wolle und<br />
Stiefel liefern als Wollstiefel am 20. Juni<br />
Acoustic-Punkrock mit Gitarre und Cajon,<br />
dessen Texte das gesamte menschliche<br />
Dasein abbilden. Mit im Bunde: „Solo-<br />
Punk-Liedermaching“ von Izy mit Akkordeon/Konzertina,<br />
Gitarre und manchmal<br />
sogar Trompete. brennenstuhl laden am<br />
21. Juni zu einer „Duften Sommersause“,<br />
bei der Bass und Schlagzeug als treibende<br />
Krautrock-Maschine, gepaart mit<br />
psychedelischem Gitarrenspiel aus Jazz<br />
und Blues, den Teppich für Saxophonistin/Sängerin<br />
Eva Welz (Augs burger Jazzpreisträgerin<br />
2023) bilden.<br />
Am 22. Juni hält die Lange Kunstnacht<br />
Einzug im Brunnenhof, unter dem Motto<br />
#hinundweg. Der 27. Juni gehört den drei<br />
Augsburger Singer-Songwritern Nica, Raffi<br />
Platz und Teemo Ben. María Moctezuma<br />
versieht bei ihrem Konzert am 28. Juni<br />
mexikanische Folklore und indigene Musik<br />
mit einem modernen Touch. Am 29.<br />
Juni performt die fünfköpfige Dillinger<br />
Alternative-Rockband Witches & Dreams. <br />
Informationen<br />
www.augsburg.de/brunnenhof<br />
www.augsburger-stadtsommer.de<br />
Tickets!<br />
Sa. 07.09.24 20 Uhr Schloss Sandizell SCHROBENHAUSEN<br />
Karten an allen örtlich bekannten Vorverkaufsstellen I www.PAULIS.de
Foto: Wilhelm Michels<br />
Kleider.<br />
Geschichten.<br />
Der textile Nachlass von<br />
Arno und Alice Schmidt<br />
22.3.—<br />
1 3 .1 0. 24<br />
im tim<br />
www.timbayern.de<br />
Staatliches Textil- und<br />
Industriemuseum Augsburg (tim)<br />
Eine Ausstellung der<br />
Arno Schmidt Stiftung<br />
Medienpartner
20 | Bild des Monats | Unterwasser-Pflanzen
Bild des Monats | 21<br />
Die Natur allein ist unendlich reich,<br />
und sie allein bildet den großen Künstler.<br />
Johann Wolfgang von Goethe (1749 – 1832)<br />
Quelle Goethe: Die Leiden des jungen Werther,<br />
1774, zweite Fassung 1787<br />
Foto Chris Gug, Finalist im Wettbewerb Close-up Photographer of the Year <strong>2024</strong>,<br />
Kategorie Pflanzen<br />
Das Foto eröffnet einen wundervollen Blick durch die treibenden Stängel von<br />
Seerosenblättern in einer mexikanische Süßwasser-Cenote in Richtung<br />
Wasseroberfläche und den Himmel darüber.
22 | Lukullisches | Süßes Soul-Food<br />
Manchmal braucht es Seelentröster wie seinerzeit von Mutti oder Oma, wenn<br />
man sich das Knie aufgeschrammt hatte, eine schlechte Note heimbrachte oder<br />
Stress mit den Freunden hatte. Aber auch, wenn Sommerabende nicht so lau<br />
sind wie erwartet, können uns fruchtig-süße Sachen auf dem Teller mit der<br />
Welt versöhnen.<br />
Süßes Soul-Food<br />
Essen für die Seele
Lukullisches | 23<br />
Grießauflauf mit<br />
Kirschen und Sahne<br />
Zutaten für 4 Portionen<br />
60 g Butter ♦ 500 ml Milch ♦ 400 g<br />
Sahne ♦ 150 g Weichweizengrieß ♦<br />
1 Limette (Schale) ♦ 4 Eier ♦ Prise Salz<br />
♦ 60 g Zucker ♦ 350 g Sauerkirschen<br />
aus dem Glas ♦ Butter zum Einfetten ♦<br />
Puderzucker<br />
Zubereitung<br />
♦ Zuerst Butter, Milch und Sahne<br />
in einen Topf geben und erhitzen.<br />
Grieß unter ständigem Rühren<br />
hinzugeben und für 3 bis 4 Minuten<br />
köcheln.<br />
♦ Wenn die Konsistenz wesentlich<br />
dicker ist, Grießbrei in eine<br />
Schüssel geben und kurz auskühlen<br />
lassen. Limette heiß waschen<br />
und die Schale abreiben.<br />
♦ Danach den Backofen auf 180 °C<br />
Umluft vorheizen. Eier trennen und<br />
das Eiweiß mit einer Prise Salz<br />
steif schlagen. Eigelb mit dem Zucker<br />
schaumig aufschlagen und<br />
unter den Grießbrei heben.<br />
♦ Anschließend den Eischnee ebenfalls<br />
unterheben. Eine große Auflaufform<br />
mit Butter fetten und<br />
etwas Zucker darin gleichmäßig<br />
verteilen.<br />
♦ Nun Sauerkirschen in ein Sieb geben<br />
und abtropfen lassen. Die Hälfte<br />
vom Grieß in die Auflaufform<br />
geben, die Hälfte der Kirschen darauf<br />
verteilen und nochmals Grießbrei<br />
und Kirschen darüber geben.<br />
♦ Den Grießauflauf mit Kirschen<br />
30 bis 35 Minuten im vorgeheizten<br />
Ofen backen.<br />
♦ Nach dem Backen kann man den<br />
Grießauflauf noch mit Puderzucker<br />
bestreuen. Am besten warm<br />
genießen.<br />
Zubereitungszeit ca. 45 Minuten<br />
Cranberry-Clafoutis<br />
Zutaten für 1 Form<br />
Teig: 1 Vanilleschote ♦ 150 g Schlagsahne ♦ 150 ml Milch ♦ 350 g Cranberrys<br />
(frisch, ersatzweise TK-Cranberrys) ♦ 4 EL brauner Zucker ♦ 1 Bio-<br />
Zitrone ♦ 5 Eier ♦ 130 g Zucker ♦ 80 g Mehl ♦ Fett für die Form ♦ Puderzucker<br />
zum Bestäuben<br />
Mohnsahne: 200 g Schlagsahne ♦ 1 Päckchen Vanillezucker ♦ 1 TL<br />
Sahnesteif ♦ 50 g Mohnback<br />
Zubereitung<br />
♦ Vanilleschote längs halbieren, mit einem spitzen Messer das Mark<br />
herauskratzen. Sahne, Milch, Vanillemark und -schote in einem<br />
Topf erhitzen. Kurz bevor die Mischung kocht, von der Kochstelle<br />
ziehen und etwa 10 Minuten abkühlen lassen. Schote entfernen.<br />
♦ Cranberrys verlesen, abspülen, trocken tupfen und mit dem Zucker<br />
mischen. In einer Pfanne unter Rühren etwa 2 Minuten erhitzen. Den<br />
Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze, Umluft 160 °C, Gas Stufe 3<br />
vorheizen.<br />
♦ Zitrone heiß abspülen, trocken tupfen, die Schale fein abreiben.<br />
Eier, Zucker und Zitronenschale mit den Quirlen des Handrührers<br />
4 bis 5 Minuten hellcremig aufschlagen. Dann im Wechsel das<br />
Mehl und die abgekühlte Sahnemischung dazugeben.<br />
♦ Eine Tarte-Form (etwa Ø 27 cm) einfetten. Etwa die Hälfte der Cranberrys<br />
in der Form verteilen und den Teig darüber gießen. Restliche<br />
Cranberrys in den Teig streuen.<br />
♦ Die Form auf den Ofenrost stellen, auf die 2. Schiene von unten in den<br />
heißen Ofen schieben und den Clafoutis etwa 40 Minuten backen.<br />
♦ Sahne, Vanillezucker und Sahnesteif mit den Quirlen des Handrührers<br />
halbsteif schlagen. Dann den Mohn kurz unterheben.<br />
Clafoutis dünn mit Puderzucker bestäuben, zusammen mit der<br />
Mohnsahne servieren – lauwarm schmeckt er am besten.<br />
Zubereitungszeit ca. 1 Std. 10 Minuten<br />
Rezept und Foto eat.de<br />
Foto Carsten Eichner<br />
Rezept Brigitte Küche<br />
➵
24 | Lukullisches | Süßes Soul-Food<br />
Grießnockerln-Rhabarber-Auflauf<br />
Zutaten für 6 Portionen<br />
500 g Rhabarber ♦ 2 EL Zitronensaft ♦ 1 EL Speisestärke ♦<br />
130 g Zucker ♦ ¾ l Milch ♦ 1 Päckchen Vanillezucker ♦ Salz ♦<br />
110 g Hartweizengrieß ♦ 2 Eier (Gr. M) ♦ 100 g Schmand ♦<br />
1 EL Mandelblättchen<br />
Pistazien-Flammerie<br />
mit Granatapfel-Salsa<br />
Zutaten für 4 Portionen<br />
Flammerie: ½ Liter Milch ♦ 1 Eigelb ♦ 45 g Speisestärke ♦<br />
100 g Pistazien ♦ 20 g Butter ♦ 2 EL Zucker ♦ 1 Prise Salz<br />
Salsa: 1 Granatapfel (groß) ♦ 3 EL Zucker ♦ 1 Apfel (groß,<br />
z. B. Elstar) ♦ 3 EL Zitronensaft ♦ 4 Puddingförmchen<br />
Zubereitung<br />
♦ 3 EL Milch, Eigelb und Stärke mit einem Schneebesen<br />
gut verrühren. Restliche Milch und 80 g Pistazienkerne<br />
in einem leistungsstarken Mixer auf höchster<br />
Stufe kurz pürieren, so dass die Milch grün wird.<br />
♦ Pistazienmilch, Butter, Zucker und Salz aufkochen. Vom<br />
Herd nehmen, angerührte Stärke einrühren. Nochmals<br />
unter Rühren aufkochen. Flammeri in kalt ausgespülte<br />
Förmchen füllen, abkühlen lassen, dann für 3 bis 4<br />
Stunden kaltstellen. Restliche Pistazien hacken.<br />
♦ Granatapfel halbieren, eine Hälfte auf der Zitruspresse<br />
auspressen. Saft in einem kleinen Topf mit dem Zucker<br />
unter Rühren aufkochen und zu einem Sirup einkochen.<br />
Den Topf vom Herd nehmen und abkühlen lassen.<br />
♦ Zweite Granatapfelhälfte mit der Schnittfläche nach<br />
unten über eine Schüssel halten, etwa 5 Minuten mit<br />
einem Holzlöffel die Schale klopfen, bis alle Kerne in<br />
die Schüssel gefallen sind. Kerne in den Sirup geben.<br />
Zubereitung<br />
♦ Für das Kompott Rhabarber putzen, waschen und in<br />
Stücke schneiden. Mit Zitronensaft und 1⁄8 l Wasser<br />
aufkochen. Zugedeckt ca. 5 Minuten köcheln. Stärke<br />
und 2 EL kaltes Wasser glattrühren. Unter den<br />
Rhabarber rühren und unter Rühren mind. 1 Minute<br />
köcheln. Mit 80 g Zucker süßen und in eine<br />
flache Auflaufform füllen.<br />
♦ Für die Nockerln Milch, 50 g Zucker, Vanillezucker<br />
und 1 Prise Salz aufkochen. Grieß unter Rühren<br />
einstreuen, einmal aufkochen und bei schwacher<br />
Hitze unter Rühren ca. 2 Minuten quellen lassen.<br />
Vom Herd nehmen und zugedeckt weitere 3 bis 4<br />
Minuten quellen lassen.<br />
♦ 1 Ei trennen. 3 EL Grieß nach und nach unter das Eigelb<br />
rühren, dann alles unter den restlichen Grieß rühren.<br />
Ofen vorheizen (Ober-/Unterhitze 200 °C, Umluft<br />
175 °C). Eiweiß und 1 Prise Salz steif schlagen und unter<br />
den Grieß heben. Vom Grieß mit zwei Esslöffeln<br />
Nockerln abstechen und auf den Rhabarber setzen.<br />
♦ Schmand und 1 Ei verrühren, über die Grießnockerln<br />
gießen. Mandeln darüberstreuen. Im heißen<br />
Backofen 15 bis 20 Minuten überbacken.<br />
Zubereitungszeit ca. 60 Minuten<br />
Rezept lecker.de<br />
Foto House of Food/Bauer Food Experts KG<br />
♦ Apfel abspülen, vierteln, entkernen, Fruchtfleisch<br />
würfeln. Sofort mit Zitronensaft beträufeln und<br />
mit den Granatapfelkernen mischen.<br />
♦ Flammerie vorsichtig aus den Förmchen auf Portionsteller<br />
stürzen, mit den gehackten Pistazien bestreuen<br />
und mit der Salsa servieren.<br />
Arbeitszeit ca. 20 Minuten, Wartezeit 3 bis 4 Std.<br />
Foto Thomas Neckermann<br />
Rezept Brigitte Küche, Marie-Louise Barchfeld
Fan-Food | Lukullisches | 25<br />
Fußball-Cookies<br />
Zutaten für ca. 20 Stück<br />
100 g Butter ♦ 1 Päckchen Vanillezucker ♦ 150 g<br />
Weizenmehl Type 405 ♦ 75 g Zucker ♦ 1 Ei<br />
(Zimmertemperatur) ♦ 1 Prise(n) Salz ♦ 250 g<br />
Puderzucker ♦ etwas Milch ♦ dunkle Zuckerschrift<br />
aus der Tube<br />
Außerdem: Handmixer, Frischhaltefolie,<br />
Backpapier, Nudelholz, kreisförmiger Plätzchenausstecher<br />
Fan-Food<br />
Fußball für den Magen<br />
Liebe geht durch den Magen; das gilt auch für<br />
Fußball-Fans. Hier zwei Rezepte für süßes Naschwerk<br />
zwischendurch<br />
Spielfeld-Blechkuchen<br />
Zutaten für ca. 16 Stücke<br />
2 Bio Zitronen ♦ 1 Vanilleschote ♦ 400 g Butter ♦ 350 g Puderzucker ♦ 8 Eier (Größe M) ♦<br />
250 g Weizenmehl, Type 405 ♦ 200 g Mandeln, gemahlen ♦ 0,5 Päckchen Backpulver ♦<br />
1 Päckchen grüne Lebensmittelfarbe<br />
Außerdem: Backblech ♦ Backpapier ♦ Küchenreibe ♦ Handmixer ♦ Spritzbeutel<br />
Zubereitung<br />
♦ Backofen vorheizen (200 °C, Ober-/Unterhitze). Backblech mit Backpapier auslegen.<br />
Zitronen waschen und die Schale reiben, Mark der Vanilleschote auskratzen.<br />
Zubereitung<br />
♦ Die kalte Butter in kleine Stücke schneiden<br />
und zusammen mit dem Vanillezucker,<br />
Mehl, Zucker, Eigelb und Salz in<br />
eine Rührschüssel geben. Zuerst mit<br />
den Knethaken eines Handrührgeräts,<br />
dann mit den Händen zu einem glatten<br />
Teig kneten. Teig zu einer Kugel formen,<br />
in Frischhaltefolie wickeln und<br />
30 Minuten in den Kühlschrank legen.<br />
♦ In der Zwischenzeit den Backofen auf<br />
200 Grad (Ober-/Unterhitze) vorheizen,<br />
ein Backblech mit Backpapier auslegen.<br />
Die Arbeitsfläche mehlen, den Teig<br />
dann ca. 0,5 cm dick ausrollen. Mit<br />
einem runden Förmchen Kekse ausstechen,<br />
auf das Backblech legen und 8 bis<br />
10 Minuten backen.<br />
♦ Für die Zuckerglasur den Puderzucker<br />
mit wenigen EL Milch zu einer dicken,<br />
weißen Glasur anrühren (Achtung: nur<br />
nach und nach sehr wenig Flüssigkeit zufügen,<br />
sonst wird der Guss zu dünn).<br />
Die Glasur auf den Plätzchen verteilen<br />
und komplett trocknen lassen. Dann<br />
mit Hilfe von schwarzer oder dunkelbrauner<br />
Zuckerschrift ein Fußballmuster<br />
auf die Glasur malen.<br />
Zubereitungszeit ca. 60 Minuten<br />
Rezept + Foto REWE<br />
♦ Weiche Butter, Vanillemark, Zitronenschale und 150 g Puderzucker schaumig<br />
aufschlagen. Eier nach und nach zugeben und unterrühren. Weizenmehl,<br />
Mandeln und Backpulver vermischen und zu der Ei-Butter-Masse geben. Alles<br />
vorsichtig vermengen, auf das Backblech geben und glattstreichen. Den Kuchen<br />
etwa 35 Minuten auf der mittleren Schiene backen.<br />
♦ Restlichen Puderzucker mit dem Saft von 1,5 Zitronen verrühren. 2 EL abnehmen<br />
und den Rest mit grüner Lebensmittelfarbe einfärben.<br />
♦ Den ausgekühlten Kuchen mit der grünen Glasur bestreichen. Die weiße Glasur<br />
in einen Spritzbeutel füllen, je nach gewünschter Linienstärke aufschneiden und das<br />
Spielfeld aufmalen. Kuchen nach Wunsch mit Gummibärchen-Spielern dekorieren.<br />
Zubereitungszeit ca. 45 Minuten<br />
Rezept + Foto REWE
26 | Beauty + Fashion | Accessoires<br />
Meist sind es die Kleinigkeiten, die den persönlichen<br />
Look ausmachen: Schuhe, Taschen, Tücher, Hüte…<br />
Mit ihnen lässt sich Mode vom letzten Jahr<br />
aktualisieren und sie unterstreichen den Stil der<br />
Trägerin. Diese Accessoires liegen heuer voll im Trend.<br />
Augenmerk auf<br />
die Details!<br />
Topaktuelle Modeaccessoires<br />
Fotos Hersteller / Anbieter<br />
3<br />
4<br />
1<br />
5<br />
2
Beauty + Fashion | 27<br />
1<br />
Linke Seite<br />
1 Marc Cain Ledershopper<br />
mit Durchbruchmuster<br />
und textiler Innentasche<br />
2 Marc Cain Perfekt zur<br />
Tasche: bequeme Sandalen<br />
3 Picard Ledertasche in<br />
trendigem Wasserblau<br />
4 Konstantin Starke Neu:<br />
Ballerinas mit eckiger<br />
Front<br />
5 AnneLee Luxuriöse<br />
Ledertasche mit<br />
integriertem Cupholder<br />
Diese Seite<br />
1 COS Luftige Ballerinas aus<br />
Meshgewebe<br />
2<br />
5<br />
3<br />
6<br />
7<br />
4<br />
9<br />
12<br />
11<br />
10<br />
2 COS Shopper aus Strohgeflecht<br />
3 H&M Flache Pantolette mit<br />
goldfarbenem Zierelement<br />
4 Suri Frey Handtasche mit<br />
markantem Griff<br />
5 Tamaris Schwarzer<br />
bedruckter Denim mit<br />
drei Henkelvarianten<br />
6 Marc Cain Stylishe Farbe,<br />
Blockabsatz, eckige<br />
Front – fashionable!<br />
7 Marc Cain Rosige Zeiten mit<br />
Ballerinas aus Veloursleder<br />
8 Picard Handtasche mit<br />
doppeltem „Anhang“<br />
9 COS Häkeltasche aus Bast<br />
mit Reißverschluss<br />
10 Tamaris Kordelgeflecht im<br />
Ethno-Look<br />
11 EmuAustralia Stoffsandale<br />
mit Flecht-Plateau<br />
12 Floris van Bommel Bunte<br />
Sneaker mit Glanzeffekt<br />
13 Suri Frey Rucksack mit<br />
intelligentem Innenleben<br />
14 Paul Green Silbermetallic-<br />
Ballerina mit Gummizug<br />
am Rist<br />
15 Marc Cain Glanzvolle<br />
Two-in-one Bag<br />
16 Tamaris Standfeste<br />
Handtasche aus<br />
pfirsichfarbenem<br />
Lackmaterial<br />
8<br />
14<br />
15<br />
13<br />
16<br />
➵
28 | Beauty + Fashion | Accessoires<br />
1<br />
Vielseitigkeits-Sieger<br />
Tücher und Kopfbedeckungen<br />
2<br />
Mit schicken Tüchern erhält das Outfit den gewissen Twist. Und sie lassen<br />
sich je nach Material, Größe und Form immer wieder anders stylen. Unverzichtbar<br />
im Sommer sind leichte Caps und Hüte – aber mit Stil!<br />
Fotos Hersteller / Anbieter<br />
4<br />
5<br />
6<br />
3<br />
7<br />
8
Beauty + Fashion | 29<br />
1<br />
2 3<br />
4<br />
6<br />
5<br />
Linke Seite<br />
1 Roeckl Seidentücher, geschlungen<br />
im Fifties Cabrio-Look<br />
2 Luis Trenker Minitasche mit<br />
Stickereimotiv auf der Klappe<br />
3 Fuchs Schmitt Zarter Schal mit<br />
grafischem Muster in Peach<br />
4 Marc Cain Sommerlicher,<br />
plissierter Schal<br />
5 Luis Trenker Bedrucktes<br />
Seidenkarree, 90 × 90 cm<br />
6 0039 Italy Blumige Krawatte,<br />
auch als Gürtel zu tragen<br />
7 Marc Cain Halstuch mit<br />
angesagtem Animal-Print<br />
8 Marc Cain Häkelhut aus Bast<br />
mit umstickter Krempe<br />
Diese Seite<br />
1 COS Statement-Strohhut<br />
im Häkellook<br />
2 COS Seiden-Karree, 90 × 90 cm,<br />
als Top gebunden<br />
3 Fuchs Schmitt Modische Baseball-<br />
Cap aus Baumwolle<br />
4 Marc Cain Sportliches<br />
Sonnenschild, geflochten<br />
5 Mayser Ballon-„Elbsegler“<br />
aus Viskose-Leinen<br />
6 Mayser Sommerlicher Bucket<br />
Hat ohne Krempe<br />
Die schönsten Trachtenlooks für den Sommer!<br />
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30 | Gesundheit + Wellness | Gelassenheit üben<br />
Der Schlüssel<br />
zur Gelassenheit<br />
Das Hier und Jetzt positiv gestalten<br />
Das Alter macht Menschen gelassener, heißt es oft. So pauschal lässt sich<br />
das aber gar nicht sagen. Also: Aus welchen Zutaten besteht Gelassenheit<br />
und wie holt man sich mehr davon ins Leben?<br />
Text Ricarda Dieckmann, dpa ♦ Foto pixabay<br />
Rumtoben mit den Enkelkindern? Das macht<br />
die Hüfte vielleicht nicht mehr mit. Eine<br />
liebe Freundin besuchen? Die ist nach<br />
schwerer Krankheit verstorben. Und größere<br />
Reisen? Davon bleiben nur die Fotos im Album.<br />
Neue Pläne wird es nicht mehr geben. Mit dem Alter<br />
kommt für viele das Gefühl, etwas zu verlieren. Und<br />
das schmerzt. Aber es gibt auch etwas zu gewinnen –<br />
und zwar im Inneren: Ruhe, Akzeptanz, Zufriedenheit.<br />
Und damit oft auch großen Genuss an kleinen Dingen<br />
des Alltags. Doch warum gelingt das einigen Menschen<br />
besser als anderen? Und wie kann man sich etwas<br />
mehr von dieser Gelassenheit ins Leben holen?<br />
Was man unter Gelassenheit versteht<br />
Das hängt davon ab, wie man den Begriff auslegt. „Es<br />
kann von Wohlbefinden im Alter die Rede sein, von positiven<br />
Gefühlen wie Ruhe oder Entspannung, die aber<br />
nicht aufregend sind“, sagt Prof. Maria Pavlova, Fachgebietsleiterin<br />
Psychologische Gerontologie an der Universität<br />
Vechta. Man kann den Begriff aber auch anders ausrichten,<br />
„als Phänomen, dass manche Menschen weniger<br />
stark auf negative Erlebnisse reagieren.“<br />
So schön es auch wäre: „Mit dem Alter zieht nicht automatisch<br />
die Gelassenheit ein.“ Das sagt der Pädagoge<br />
und Podcaster Bertram Kasper („Gelassen älter<br />
werden“), der sich selbst als Altersstratege bezeichnet.
Gesundheit + Wellness | 31<br />
Denn die Gruppe der Älteren ist – wie auch die Forschung<br />
immer wieder betont – heterogen. Eine Tendenz<br />
in Richtung Gelassenheit gibt es aber. „In wohlhabenden<br />
Ländern wie Deutschland beobachtet man,<br />
dass im Alter im Schnitt ruhige Emotionen stärker<br />
werden – dass man sein Leben genießen kann oder<br />
mehr Entspannung verspürt“, sagt Pavlova. Wichtig<br />
ist hier aber die Info: im Schnitt. „Es gibt große Unterschiede<br />
zwischen den einzelnen Menschen.“ Entscheidend<br />
dafür, wie gelassen man durchs Leben geht,<br />
ist weniger das Alter – und mehr die Struktur der eigenen<br />
Persönlichkeit. „Vieles deutet darauf hin, dass<br />
Menschen Kontinuität haben, in ihrer Persönlichkeit,<br />
in ihren Reaktionsmustern“, sagt Pavlova. Wer schon<br />
immer entspannt und mit viel emotionaler Stabilität<br />
durchs Leben gehen konnte, dem fällt Gelassenheit im<br />
Alter leichter, sagt auch Bertram Kasper. Wer schon<br />
immer eine Runde mehr auf dem Gedankenkarussell<br />
gedreht hat, der hat es schwerer.<br />
„Sie haben daraus gelernt, was im eigenen Leben gut<br />
funktioniert und wodurch ich als Individuum Sicherheit<br />
erlange. Das ist wertvoll“, sagt Kasper. Er verweist<br />
auf die sogenannten „Big Five“, ein Modell aus der Persönlichkeitspsychologie,<br />
das fünf Hauptdimensionen<br />
der Persönlichkeit abbildet. Eine von ihnen ist die<br />
Verträglichkeit, also das Maß an Empathie und Rücksicht<br />
im Umgang mit anderen Menschen. Laut Kasper<br />
nimmt sie bei vielen Menschen im Alter zu. „Wenn ich<br />
älter werde, muss ich mir nicht mehr so viel beweisen<br />
und nicht mehr so viel in Auseinandersetzung treten.“<br />
Auch die Gewissenhaftigkeit – eine weitere Dimension<br />
– verabschiedet sich bei vielen Älteren mehr und<br />
mehr. „Für die Gelassenheit ist es gut, wenn die Gewissenhaftigkeit<br />
abnimmt, weil man dann leichter alle<br />
fünf gerade sein lassen kann“, sagt Kasper. Dann kann<br />
man entscheiden: Nö, ich bleibe heute einfach länger<br />
im Bett liegen und verzichte heute auf meine kleine<br />
Morgenrunde. Und das auch genießen.<br />
Und bei Krankheit und Verlust?<br />
„Älterwerden ist eine ständige Akzeptanzübung“, sagt<br />
Bertram Kasper. Denn gerade in dieser Lebensphase<br />
zeigt sich in Form von Krankheiten, Todesfällen, vielleicht<br />
auch finanziellen Sorgen: Wir können nicht<br />
alle Bereiche unseres Lebens kontrollieren. Die gute<br />
Nachricht: Häuft sich nicht zu viel<br />
auf einmal an, können Ältere solche<br />
Erlebnisse in vielen Fällen gut bewältigen.<br />
„Verluste im nahen Umfeld<br />
oder Krankheiten werden im Alter<br />
in vielen Fällen als natürlich wahrgenommen“,<br />
sagt Pavlova. In der Psychologie<br />
ist dann von normativen<br />
Ereignissen die Rede. Man rechnet<br />
eher mit ihnen als in jüngeren Jahren. Schmerzhaft<br />
sind sie trotzdem. Aber wenn es zu viel wird – eine<br />
chronische Erkrankung, von Schmerzen begleitet, dann<br />
auch noch der Tod des Partners – kann es kippen, wie<br />
Maria Pavlova beschreibt. In der Forschung gibt es<br />
demnach Hinweise, dass Ältere mit solchen akut oder<br />
mehrfach belastenden Situationen schlechter umgehen<br />
können als jüngere.<br />
Der Faktor Lebenserfahrung<br />
Lebenserfahrung kann uns etwas an die Hand geben,<br />
um Herausforderungen besser zu bewältigen. „Wenn<br />
Menschen schon ein ganzes Leben hinter sich haben –<br />
ein ganzes Berufsleben etwa – da hat man sich gut<br />
kennengelernt und ein gutes Gespür für seine Stärken<br />
und Schwächen“, sagt Bertram Kasper. Und ältere Menschen<br />
haben schon Übergänge und Krisen gemeistert.<br />
„Glücklich ist,<br />
wer vergisst, was nicht<br />
mehr zu ändern ist:“<br />
Aus der Operette „Die Fledermaus“<br />
von Johann Strauß<br />
Auf seine Bedürfnisse hören<br />
Gelassenheit üben – das klingt groß, schwer greifbar.<br />
Aber weil sie sich laut Bertram Kasper immer auf einzelne<br />
Situationen bezieht, kann man sie immer wieder<br />
im Kleinen trainieren. Wenn die Bedienung im Café<br />
lange auf sich warten lässt. Oder beim Blick in den<br />
Spiegel, auf das Haar, das immer<br />
dünner wird. Laut Psychologin<br />
Maria Pavlova ist es für mehr<br />
Gelassenheit wichtig, zwischen<br />
wichtigen und unwichtigen Situationen<br />
unterscheiden zu können.<br />
„Also zwischen Situationen,<br />
in denen ich kämpfen muss, weil<br />
in einem mir sehr wichtigen<br />
Bereich etwas gegen meinen Willen passiert und Situationen,<br />
die nicht so wichtig sind“, sagt sie. Denn<br />
so setzt man seine Energie clever ein. Ein Gespür für<br />
diese Unterscheidung ist allerdings nicht zwangsläufig<br />
ans Alter geknüpft, sagt Pavlova. Man kann es also<br />
schon früher entwickeln. Am Ende kommt man um<br />
eines nicht herum: Akzeptieren, was sich nicht ändern<br />
lässt. Denn das schafft Raum, um die Bereiche<br />
des Lebens zu gestalten, auf die man Einfluss hat. Das<br />
gelingt am besten, wenn man sich in der Gegenwart<br />
verankert – anstatt sich in Grübeleien über Vergangenheit<br />
oder Zukunft zu verlieren. Bertram Kasper<br />
kennt eine Frage, die dabei helfen kann: „Was tut mir<br />
gerade gut – und was nicht?“ Wer auf seine Bedürfnisse<br />
hört, kann sich das Hier und Jetzt gestalten.<br />
Und dort wartet vielleicht das kleine Glück, das all die<br />
Schatten für einen kurzen Moment überstrahlt.
32 | Kunst + Kultur | Staatstheater Augsburg<br />
Die Mitglieder der Theaterleitung bei der<br />
Präsentation des neuen Spielzeitprogramms<br />
„aberwitzig“<br />
Die Spielzeit <strong>2024</strong>/25 am Staatstheater Augsburg<br />
Unter dem Motto „aberwitzig“ wird ein üppiges und vielseitiges Programm<br />
mit zehn Schauspielpremieren, neun Musiktheaterpremieren und jeweils<br />
vier Premieren in Ballett und Digitaltheater geboten. Ein ungewöhnliches<br />
Instrument steht in der Konzertsparte im Fokus: das Akkordeon.<br />
Fotos Staatstheater Augsburg / Jan-Pieter Fuhr<br />
Das Spielzeitmotto „aberwitzig“ bilde die<br />
gesellschaftliche Gesamtsituation ab, so<br />
Staatsintendant André Bücker bei der Präsentation<br />
des neuen Programms. „Viele<br />
Dinge können wir uns trotz immer größerer Massen<br />
an Informationen einfach nicht mehr erklären. In aberwitzigem<br />
Tempo, in ungekannter Rasanz prallen Meinungen<br />
aufeinander, wollen Fakten sein und fordern<br />
andauernd und damit ermüdend unsere ganze Aufmerksamkeit.<br />
Das Theater ist nicht das Medium, das<br />
die Antworten auf alle Fragen der Zeit parat hätte, aber<br />
es ist ein Ort, an dem man seine Gedanken, seinen<br />
Sinn sortieren kann und der zu konzentrierter Reflexion<br />
einlädt.“<br />
Musiktheater<br />
Gleich die erste der insgesamt neun Musiktheaterpremieren,<br />
Moritz Eggerts „Die letzte Verschwörung“<br />
(Deutsche Erstaufführung), widmet sich am 19. Oktober<br />
in diesem Sinne einer „aberwitzigen“ Geschichte,<br />
die auf unterhaltsame Weise der Verbreitung alternativer<br />
Realitäten nachspürt. Außerdem kommen, neben<br />
den Uraufführungen „The Last Night of the World“<br />
(von Agustí Charles) und „Exportschlager“ (von Simon<br />
Mack & Andreas Hillger), mehrere populäre Opernklassiker<br />
zur Premiere, etwa Verdis „Maskenball“, Mozarts<br />
„Così fan tutte“ oder Weills „Aufstieg und Fall der<br />
Stadt Mahagonny“.
Kunst + Kultur | 33<br />
Schauspiel<br />
Auch das Schauspiel bietet einen frischen Blick nicht<br />
nur auf klassische bzw. populäre Stoffe, sondern gegenwärtige<br />
Themen und zeitgenössische Stimmen.<br />
Mit „hildensaga. ein königinnendrama“ des österreichischen,<br />
vielfach preisgekrönten Autors Ferdinand<br />
Schmalz wird die Schauspielsaison am 21. September<br />
in der brechtbühne eröffnet. „Effi, Ach, Effi Briest“<br />
von Moritz Franz Beichl widmet sich ebenfalls in neuer<br />
Lesart einem vertrauten Epos. Neben wahren Klassikern<br />
wie Ibsens „Nora“ und Agatha Christies „Mord im<br />
Orientexpress“ kommt aber auch die Vertiefung wichtiger<br />
gesellschaftlicher Themen zum Tragen, wie etwa<br />
die NS-Zwangsarbeit in Augsburg in „Gesänge vom<br />
Überleben*“ von Tine Rahel Völcker oder das selbstbestimmte<br />
Sterben in „Weltwärts“ von Noah Haidle.<br />
Kartenvorverkauf<br />
Der Kartenvorverkauf für die Spielzeit 24/25 startet am 30.<br />
Juni (online über www.staatstheater-augsburg.de/spielplan<br />
oder beim Besucherservice des Staatstheater Augsburg, Telefon<br />
0821-324 49 00, E-Mail tickets@staatstheater-augsburg.de).<br />
Ballett<br />
Ballettdirektor Ricardo Fernando knüpft beim Tanz,<br />
in insgesamt vier Premieren, an die Erfolge der vergangenen<br />
Spielzeiten an, insbesondere mit „Frida“,<br />
einer Uraufführung, in der er der großen Malerin<br />
und willensstarken Individualistin Frida Kahlo ein<br />
tänzerisches Denkmal setzt.<br />
Sinfonieorchester<br />
Wie großartig das Akkordeon mit dem klassischen<br />
Instrumentarium eines Sinfonieorchesters harmoniert,<br />
zeigt die Konzertsparte, in der Artist in Residence<br />
Olivia Steimel in insgesamt sechs Konzerten<br />
präsent ist. Ihr 160-jähriges Bestehen feiern die<br />
Augsburger Philharmoniker mit Solisten und Solistinnen<br />
aus den eigenen Reihen im Sinfoniekonzert.<br />
Freilichtbühne<br />
Auf der Freilichtbühne erlebt im Sommer 2025 das<br />
beliebte Musical „Evita“ von Andrew Lloyd Webber<br />
seine Premiere. Außerdem findet dort auch das<br />
überaus erfolgreiche Format „Game Music in Concert“<br />
erstmals unter freiem Himmel statt.<br />
Digitaltheater<br />
Das Digitaltheater zeigt auch in der Spielzeit <strong>2024</strong>/25<br />
auf beeindruckende Weise, wie durch die Kombination<br />
aus Theater und Technologie ganz neuartige Werke<br />
und kreative Möglichkeiten entstehen. In einer erstmaligen<br />
Kooperation mit der Augsburger Puppenkiste<br />
treffen in E.T.A. Hoffmanns „Der Sandmann“ Marionetten<br />
und reale Welt aufeinander. Neue Formate wie<br />
Tintin Patrones experimentelle Oper „dolci. ingananni.<br />
zip“, Sybille Bergs „Wonderland Ave.“ und „Ekklesia“<br />
werfen auf spielerische und unterhaltsame Weise Fragen<br />
zu unserer heutigen Zivilisation, Arbeitswelt und<br />
Theaterfest<br />
Am Sonntag, den 30. Juni, ist das Publikum eingeladen,<br />
sich beim großen Theaterfest im martini-Park auf die<br />
kommende Saison einzustimmen – mit Einblicken in die<br />
neuen Produktionen und einem vielfältigen Mitmach-<br />
Programm.<br />
möglichen Veränderungen durch KI und neue Technologien<br />
auf. Außerdem demonstrierte das Digitaltheater<br />
bei der Präsentation seinen neuen, hauseigenen<br />
„Vorstellungs-Algorithmus“.<br />
Theorie & Praxis<br />
Das umfassende Programm der Theatervermittlung,<br />
der Vermittlungsplattform „Plan A“, der Inklusionsangebote<br />
sowie sämtlicher ergänzender Reihen und<br />
Mitmachprojekte wird auch in der Spielzeit <strong>2024</strong>/25<br />
fortgesetzt und ist mit allen aktuellen Terminen unter<br />
„Theorie & Praxis“ auf der Homepage des Staatstheaters<br />
einsehbar.<br />
<br />
Informationen www.staatstheater-augsburg.de/aberwitzig
34 | Kunst + Kultur | Stadtsommer<br />
Musik und Genuss<br />
im Herzen der Stadt<br />
Der Augsburger Stadtsommer<br />
Play Fountain<br />
Das Programm des Augsburger Stadtsommers verwandelt die Stadt bis September<br />
in eine wunderbare Bühne für Kultur, Genuss, Spaß und Gemeinschaft. Über<br />
die gesamten Sommermonate hinweg bietet der Augsburger Stadtsommer eine<br />
breite Palette für alle Altersgruppen und Interessen, wie z. B. den PlayFountain,<br />
der schon im letzten Jahr den Rathausplatz mit fröhlichem Kinderlachen flutete.<br />
Fotos Martin Augsburger<br />
Höhepunkte sind unter anderem Bayerns<br />
größtes Stadtfest, die Augsburger Sommernächte,<br />
die die Innenstadt mit Musik,<br />
Tanz und Streetfood zum Leben erwecken,<br />
die Freilichtbühnenkonzerte mit ihren<br />
tollen musikalischen Acts und das internationale<br />
Straßenkünstlerfestival La Strada, das Augsburgs<br />
Straßen und Plätze zu einer großen Bühne macht.<br />
Neu in diesem Sommer ist „Baila Bavaria in der<br />
City“, ein kostenloses Sport- und Tanzangebot unter<br />
freiem Himmel am Martin-Luther-Platz, veranstaltet<br />
von Baila Bavaria Social Dance in Augsburg.<br />
Interessierte aller Altersgruppen können kostenlos<br />
in verschiedene lateinamerikanische Tänze wie Salsa,<br />
Bachata, Kizomba und Zumba reinschnuppern.<br />
Über den gesamten Sommer hinweg gibt es für jeden<br />
Geschmack etwas zu entdecken: von Jazzkonzerten,<br />
der Konzertreihe „Hört, Hört!“, dem Mozartfest<br />
und dem Festival Water and Sound über die<br />
La Strada<br />
Lange Kunstnacht und das Freiluftkinoprogramm<br />
Lechflimmern bis hin zu sportlichen Aktivitäten<br />
im Freien wie Beach Yoga. Zahlreiche Mitmachaktionen<br />
laden Jung und Alt zum gemeinsamen Erleben<br />
ein. Ob Musikfans, Familien, Kunstbegeisterte oder<br />
Sportlerinnen und Sportler – der Augsburger Stadtsommer<br />
bietet einzigartige Gelegenheiten, die Stadt<br />
auf neue Weise zu erleben.<br />
<br />
Informationen www.augsburger-stadtsommer.de
Kunst + Kultur | 35<br />
Die Augsburger Sommernächte kehren<br />
vom 27. bis 29. Juni zurück und verwandeln<br />
das Zentrum der malerischen Stadt<br />
in eine pulsierende Zone voller Musik,<br />
kulinarischer Köstlichkeiten<br />
und sommerlicher Atmosphäre.<br />
Pulsierende<br />
Sommernächte<br />
Drei Abende Action in Augsburgs Mitte<br />
Foto Martin Augsburger<br />
Das beliebte Stadtfest, in Bayern das größte<br />
seiner Art, lockt Besucherinnen und Besucher<br />
aus Nah und Fern mit einem breitgefächerten<br />
Programm aus Live-Musik, darunter<br />
eine vielfältige Auswahl an Bands und DJs, die die<br />
Straßen von Rathausplatz bis St. Ulrich mit Klängen füllen.<br />
Die Augsburger Sommernächte bieten 16 Bühnen<br />
für regionale Talente, Newcomer und etablierte Künstlerinnen<br />
und Künstler, die eine breite Palette von Musikgenres<br />
abdecken, darunter Rock, Pop, Rap, Jazz, Klassik,<br />
Blues, Electronic und Weltmusik. Über 90 Acts, die das<br />
Publikum ab 17 Uhr zum Tanzen und Mitmachen einladen,<br />
versprechen eine mitreißende und vielseitige musikalische<br />
Erfahrung, Auch die Silent Disco ist dieses Jahr<br />
wieder dabei, bei der drei DJs im musikalischen Wettbewerb<br />
um die Gunst der Zuhörenden wetteifern.<br />
Doch nicht nur die Musik steht im Mittelpunkt dieses<br />
Festivals. Die Sommernächte verwandeln die Augsburger<br />
Innenstadt auch in eine Schlemmeroase, in der 99<br />
überwiegend lokale bzw. regionale Gastronomiebetriebe<br />
mit ihren Spezialitäten den Gaumen verwöhnen.<br />
Von traditionellen Gerichten bis zu innovativen kulinarischen<br />
Kreationen gibt es für jeden Geschmack etwas<br />
zu entdecken und zu genießen. Ob allein, mit Freunden<br />
oder der Familie – hier erlebt man die Magie des<br />
Sommers inmitten lebendiger Stadtatmosphäre. <br />
Informationen www.augsburg.city.de/sommernaechte
36 | Kunst + Kultur | Augsburger Jazzsommer<br />
Die Saxophonistin Nora Kamm macht dem<br />
afrikanischen Kontinent am 3. August im<br />
Brunnenhof eine musikalische Liebeserklärung.<br />
Foto Matthieu Hoarau<br />
Sylvie Courvoisier setzt am 24. Juli im<br />
Botanischen Garten auf Improvisation<br />
am Klavier ♦ Foto Mardok<br />
Markante Klänge<br />
in Botanik und City<br />
32. Internationaler Augsburger Jazzsommer<br />
Mirna Bogdanović ist der neue Stern<br />
am Himmel des weiblichen Vocaljazz<br />
(Brunnenhof 27. Juli). ♦ Foto Dovile<br />
Sermokas<br />
Vom 3. Juli bis zum 6. August bietet der 32. Internationale Augsburger Jazzsommer<br />
fünf Wochen lang besondere Konzerterlebnisse an zwei Spielorten:<br />
im Botanischen Garten und im Brunnenhof des Zeughauses.<br />
Kulturreferent Jürgen K. Enninger bezieht<br />
klar Position: „Jazz ist eine Haltung zur<br />
Welt.“ Der Augsburger Jazzsommer in<br />
seiner internationalen Ausprägung sei<br />
ein Zeichen für eine vielfältige Gesellschaft und<br />
stelle eine Phalanx gegen Rechts dar, so Enninger bei<br />
der Vorstellung des Programms. Und der Event setze<br />
einen Kontrapunkt zur Fußball EM, ergänzte er, der<br />
auch Sportreferent ist, mit einem Augenzwinkern.<br />
Die Veranstalter wollen mit ihrem Programm dem Publikum<br />
eine „auditive Hängematte“ bieten, zum Reinschnuppern<br />
und Balancefinden.<br />
Der Bogen spannt sich heuer von Trio bis Tentett, von<br />
kammermusikalischen Anklängen über Elektro-Jazz<br />
bis zu amerikanischem Modern Jazz. Der künstlerische<br />
Leiter Tilman Herpichböhm betonte, dass das<br />
diesjährige Jazz-Festival, das fünfte unter seiner Leitung,<br />
wegen seiner Vielfältigkeit wohl eines der spannendsten<br />
Programme seit Bestehen biete. Möglich sei<br />
dies durch die Unterstützung zahlreicher Sponsoren,<br />
darunter die Stadtsparkasse Augsburg, die Stadtwerke<br />
Augsburg, die asset bauen wohnen gmbh, das Bechstein<br />
Centrum und die Brauerei Riegele. Und durch<br />
die Kooperation mit BR-Klassik (heuer zum ersten<br />
Mal) sowie mit dem Jazzclub Augsburg.<br />
Am Mittwoch, 3. Juli, eröffnet das Émile Parisien<br />
Quartet im Botanischen Garten die Jazzsommer-<br />
Saison. Auf das Auftaktgastspiel eines der einflussreichsten<br />
Sopransaxophonisten Frankreichs folgt am<br />
Donnerstag, 11. Juli, das vielfach ausgezeichnete Rebecca<br />
Trescher Tentett. Während die große Besetzung rund<br />
um die namensgebende Klarinettistin musikalische Vielseitigkeit<br />
lebt, ist am Mittwoch, 17. Juli, das Quartett um<br />
US-Tenorsaxophonist Walter Smith III deutlich im amerikanischen<br />
Modern Jazz verwurzelt. Pianistin Sylvie<br />
Courvoisier hingegen fühlt sich seit mehr als 25 Jahren<br />
in der New Yorker Improvisations- und Jazzszene zuhause.<br />
Die experimentierfreudige Schweizerin begibt sich<br />
am Mittwoch, 24. Juli, mit dem atmosphärischen Sound<br />
ihres Projekts Chimaera in avantgardistische Sphären.
Kunst + Kultur | 37<br />
Walter Smith III steht für Modern Jazz aus<br />
den USA (Botanischer Garten, 17. Juli).<br />
Foto Jati Lindsay<br />
Mit The Bad Plus erwartet Jazzfans am<br />
Mittwoch, 31. Juli, in diesem Jahr eine<br />
Legende in frischer Besetzung. Die<br />
US-Band lotet auf unverkennbar eigenständige<br />
Weise spannende Zwischenräume<br />
zwischen Avantgarde, Pop<br />
und Rock aus. Zum Finale reist das in<br />
Frankfurt beheimatete Omer Klein Trio<br />
am Dienstag, 6. August, nach Augsburg.<br />
Das Klaviertrio um den als „Pianist<br />
des Jahres“ (Deutscher Jazzpreis<br />
Das Omer Klein Trio begeistert mit technischer<br />
Perfektion und musikalischer<br />
Klugheit (Botanischer Garten, 6. August).<br />
Foto Yvonne Schmedemann<br />
<strong>2024</strong>) nominierten Israeli verschmilzt<br />
Modern Jazz mit traditioneller Musik<br />
seiner orientalischen Herkunftskultur.<br />
Der Brunnenhof im Zeughaus wird<br />
mit seiner intimen Bühne auch in diesem<br />
Jahr zum urbanen Satelliten des<br />
Jazzsommers. Mit seinen moderaten<br />
Eintrittspreisen spricht er vor allem<br />
ein jüngeres Publikum an und bietet<br />
auch Newcomern des Genres eine<br />
Bühne. Die Konzerte im Botanischen<br />
Seit zehn Jahren leitet die Komponistin<br />
und Klarinettistin Rebecca Trescher ihr<br />
einzigartiges Tentett (Botanischer Garten,<br />
11. Juli). ♦ Foto Sebastian Autenrieth<br />
Garten finden traditionell jeweils<br />
mittwochs um 20:00 Uhr statt. Doch<br />
heuer gibt es zwei Ausnahmen, die<br />
der EM geschuldet sind: Das Rebecca<br />
Trescher Tentett performt am Donnerstag,<br />
11. Juli und das Omer Klein<br />
Trio am Dienstag, 6. August. Die<br />
Brunnenhof-Konzerte finden jeweils<br />
samstags statt.<br />
<br />
Informationen<br />
www.augsburger-jazzsommer.de<br />
Freilichtbühne<br />
am<br />
Roten<br />
Tor<br />
6. 7.–<br />
27. 7.<br />
<strong>2024</strong><br />
SISTER<br />
von<br />
Alan Menken<br />
ACTMusical<br />
Tickets und Informationen beim Besucherservice oder unter<br />
staatstheater-augsburg.de/freilichtbuehne
38 | Kunst + Kultur | Freilichtbühne Augsburg<br />
Gleich zweimal ist das Staatstheater Augsburg in diesem Sommer auf der Freilichtbühne<br />
präsent: zum einen mit dem märchenhaften Opernspektakel „Turandot“<br />
von Giacomo Puccini und zum anderen mit dem Kultmusical „Sister Act“.<br />
Theater-Acts am Roten Tor<br />
Turandot und Sister Act auf der Freilichtbühne<br />
Grafiken Staatstheater Augsburg<br />
Mit Turandot kehrt in diesem Sommer die<br />
Oper zurück auf die Freilichtbühne am<br />
Roten Tor. Dank seiner opulenten Gesangs-<br />
und Chorszenen ist das Werk wie<br />
geschaffen für die weitläufige Bühne vor der romantischen<br />
Kulisse der historischen Wallanlagen. Staatsintendant<br />
André Bücker inszeniert die märchenhafte<br />
und hochdramatische Oper um die chinesische Prinzessin<br />
Turandot, über menschliche Abgründe und die<br />
Kraft der Liebe in großen, beeindruckenden Bildern.<br />
Das Staatstheater lädt damit ab dem 15. Juni zu einem<br />
musikalischen Freiluft-Theaterabend für alle Sinne<br />
ein. Anlass für die Auswahl von Turandot („Nessun<br />
dorma“) ist das 100. Todesjahr von Giacomo Puccini.<br />
Zeig mir den Himmel!<br />
Mit „Sister Act – ein himmlisches Musical“ wird<br />
am 6. Juli die Musicalsaison eröffnet. Es basiert auf<br />
dem Film „Sister Act – Eine himmlische Karriere“,<br />
der in den 1990er Jahren mit der Schauspielerin<br />
und Sängerin Whoopi Goldberg große Erfolge feierte.<br />
Auch die Musicalfassung aus dem Jahr 2006<br />
atmet den Esprit von Popmusik und Gospelgesang,<br />
ist allerdings eine vom Film unabhängige Komposition<br />
des US-Amerikaners Alan Menken, der für<br />
seine Soundtracks zu verschiedenen Disney-Filmen<br />
mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet wurde. Seit<br />
der Uraufführung im kalifornischen Pasadena wurde<br />
„Sister Act“ unzählige Male in den USA, Kanada und<br />
Europa aufgeführt und vom Publikum gefeiert. Auch<br />
in der Musicalfassung krempelt die Hauptfigur Deloris<br />
einen Nonnenchor zu einem schmissigen Gospel-<br />
Ensemble in bester Harlem-Tradition um. Für die<br />
Hauptrolle der Deloris kommt zum ersten Mal Dominique<br />
Aref nach Augsburg. Sie brillierte in dieser<br />
Rolle im vergangenen Jahr im First Stage Theater in<br />
Hamburg.<br />
<br />
Informationen und Tickets<br />
https://staatstheater-augsburg.de/turandot<br />
https://staatstheater-augsburg.de/sister_act
Spanische Ballettschule | Kunst + Kultur | 39<br />
Isabella Römschied<br />
Foto Bruno Tenschert<br />
Fördern<br />
durch Fordern<br />
Die Spanische Ballettschule bildet aus.<br />
Die Elevinnen der Ausbildungsklassen der Spanischen<br />
Ballettschule aus Augsburg, die heuer ihr fünfjähriges<br />
Bestehen feiert, können bereits auf erste Erfolge stolz sein.<br />
Nicht nur tägliches Training macht den Meister, sondern auch der<br />
Besuch von Intensivkursen in den Ferien, gute Lehrer:innen und<br />
die Teilnahme an Wettbewerben. Darauf legt der Leiter der Schule,<br />
Paco Ruiz-Echarri Laguna, großen Wert. Bei Competitions erleben<br />
die jungen Ballerinen erstmals Profi-Feeling und lernen, mit Lampenfieber<br />
umzugehen. Im Dezember 2023 und in diesem Jahr konnten bereits<br />
mehrere Schülerinnen ihr tänzerisches Können öffentlich unter Beweis stellen.<br />
So nahmen bei der „International Dance Talent Competition Italy“ Theres<br />
Rau in der Kategorie „Junior I – classical ballet“, Isabella Römschied in der<br />
Kategorie „Junior II – contemporary dance“ und Antonia Katzenberger in der<br />
Kategorie „Senior – contemporary dance“ teil. Alle drei qualifizierten sich für<br />
das Finale im Juli in Italien. Beim European Grand Prix Wien nahm Sophia<br />
Claßen in der Kategorie „Teens Professional Solo“ auf Spitze teil.<br />
Beim diesjährigen Deutschen Ballettwettbewerb des Ballettförderkreis<br />
München e.V. waren auch gleich mehrere Schülerinnen erfolgreich: Soli<br />
in der Kategorie „Ballett Repertoire“ tanzten Clara Lange, die bereits 2023<br />
schon beste Plätze errang, auf Spitze sowie Sophia Claßen, ebenfalls auf<br />
Spitze und Theres Rau. An diesem Wettbewerb nahmen auch Gruppen teil,<br />
darunter die Gruppe Fortgeschrittene mit dem Stück „Demos-Tarantella“,<br />
die den ersten Platz machten. Den zweiten Platz belegte die Gruppe Mittlere<br />
Clara Lange ♦ Foto privat<br />
Stufe II und II mit dem Stück „Demos-<br />
Walzer“. In der Kategorie „Junior Modern“<br />
erreichte die Modern-Gruppe<br />
der Spa nischen Ballettschule einen<br />
respektablen vier ten Platz. Im Mai<br />
konnte Clara Lange beim alle zwei<br />
Jahre stattfindenden Talentwettbewerb<br />
„Der goldene Schuh“ des Ballett<br />
Forum Franken e.V. in Fürth als<br />
Jüngste in ihrer Kategorie einen viel<br />
beachteten Auftritt mit ihrem Solo<br />
auf Spitze „Fairy – Dornröschen“ zeigen<br />
und mit ihrer Technik sowie mit<br />
ihrer tänzerischen Ausstrahlung auch<br />
im Finale punkten.<br />
Paco Ruiz-Echarri Laguna fördert seine<br />
Schüler:innen durch individuell abgestimmtes<br />
Fordern, ohne jedoch zu<br />
überfordern. „Und das Wichtigste<br />
ist und bleibt immer noch die Freude<br />
am Tanz“, weiß er, die auch durch<br />
die gute Stimmung innerhalb der<br />
Ausbildungsklassen (und nicht nur<br />
denen) gewährleistet ist. Dass in der<br />
Spanischen Ballettschule aber nicht<br />
nur die Ballettausbildung wichtig ist,<br />
sondern auch der Hobbytanz, beweisen<br />
die jährlichen Aufführungen im<br />
Kulturhaus Abraxas, die heuer am 26.<br />
Juli (19:30 Uhr) und 27. Juli (12:00<br />
und 18:00 Uhr) stattfinden. Tickets<br />
sind ab dem 18. Juni u. a. über www.<br />
kulturhaus-abraxas.de erhältlich. <br />
Informationen www.spanische-ballettschule.de
40 | Kunst + Kultur | Outdoor-Events<br />
Längst Kult: die Presley Family in Aktion<br />
Foto Herbert Heim<br />
Outdoor-Kultur in der Region<br />
Wo so richtig was los ist in diesem Sommer.<br />
Möge der Wettergott gewogen sein bei den vielen Draußen-Veranstaltungen,<br />
die rund um Augsburg und in der Region auf bestes Event-Wetter hoffen.<br />
Hier eine (bestimmt nicht vollständige) Aufreihung von Festivals, Konzerten,<br />
Märkten und Stadtfesten in diesem Sommer, die sich zu besuchen lohnen<br />
Sonnwend-Töpfermarkt in Friedberg<br />
Am Wochenende vom 15. und 16. Juni veranstaltet der<br />
Verkehrsverein Friedberg e.V. den traditionellen Sonnwend-Töpfermarkt<br />
im Stadtgarten. Der Eintritt ist frei.<br />
Informationen und Ausstellerverzeichnis<br />
www.sonnwend-toepfermarkt.de<br />
Fête de la Musique in Friedberg<br />
Das internationale Musikfestival findet heuer am<br />
21. Juni von 17:00 bis 22:30 Uhr in der Altstadt an<br />
verschiedenen Orten statt. Der Eintritt ist frei, die<br />
Musiker spielen „auf Hut“.<br />
Informationen<br />
www.friedberg.de//kultur-tourismus/kultur/fete-de-la-musique/<br />
Brunnenfest in Kissing<br />
Am 21. und 22. Juni verwandelt sich der Kissinger<br />
Rathausplatz rund um den Brunnen in ein Festgelände.<br />
Geboten ist ein buntes Programm mit Musik,<br />
Mitmachaktionen und großer Speisen- und Getränkeauswahl,<br />
organisiert von Kissinger Vereinen.<br />
Informationen www.kissing.de<br />
Historisches Marktfest in Pöttmes<br />
Ein buntes Programm mit vielen Höhepunkten erwartet<br />
die Gäste im Rahmen des historischen<br />
Marktfests zum 700-jährigen Markt-Jubiläum. Drei<br />
Tage lang taucht Pöttmes in die Zeit des Mittelalters<br />
ein, am Wochenende vom 5. bis 7. Juli.<br />
Informationen www.markt-poettmes.de<br />
Barockpicknick im Aichacher Sisi-Schloss<br />
Am 7. Juli ab 16:00 Uhr unterhalten Kammermusiker<br />
aus der Region die Gäste im Schlosspark Unterwittelsbach<br />
mit festlicher Instrumental- und Vokalmusik<br />
aus der Zeit von Renaissance bis Neuzeit. Ein eigener<br />
gefüllter Picknickkorb ist mitzubringen. Bei<br />
Regen entfällt die Veranstaltung.<br />
Informationen www.aichach.de<br />
Kultursommer auf Schloss Scherneck<br />
Vom 8. bis 28. Juli geben sich auf dem malerischen<br />
Gelände von Schloss Scherneck wieder renommierte<br />
Künstler die Hand.<br />
Informationen www.schloss-scherneck.de
Kunst + Kultur | 41<br />
HIGHLIGHTS vom<br />
RASEN bis zum FEST<br />
05.10.<br />
SA<br />
19:30<br />
LESUNG | VORTRAG<br />
Wladimir Kaminer<br />
Die Kaminer Show <strong>2024</strong><br />
Pippo Pollina macht in Gersthofen Station<br />
Foto Lena Semmelroggen<br />
Volksfest in Aichach<br />
Von Donnerstag 11. bis Montag<br />
15. Juli sind auf dem Volksfestplatz<br />
wieder täglich wechselnde<br />
Attraktionen geboten, heuer mit<br />
neuer Festwirtin und neuem Bier.<br />
Informationen www.aichach.de<br />
Donauwörth:<br />
Schwäbischwerder Kindertag<br />
Vom 19. bis 21. Juli steht die Stadt<br />
ganz im Zeichen des traditionellen<br />
Historienspiels mit Umzug, Markt<br />
und Lagerleben.<br />
Informationen www.donauwoerth.de<br />
Der Sonnwend-Töpfermarkt in Friedberg<br />
hat Tradition. ♦ Foto bayerisch-schwaben.de<br />
Open Air im Schlosshof<br />
Friedberg<br />
Am 18. Juli kommt die Presley Family<br />
und am 26. Juli Oimara mit<br />
Band in den zauberhaften Innenhof.<br />
Weitere Open Air Konzerte<br />
sind bereits ausverkauft.<br />
Informationen<br />
www.wittelsbacher-schloss-friedberg.de<br />
Reggae in Wulf<br />
Am 26. und 27. Juli wird das Gelände<br />
am Wulfertshauser Sportplatz,<br />
das „Wulf Valley“, wieder<br />
zur Bühne für eine neue Runde<br />
internationaler Reggae-Musik.<br />
Informationen www.reggae-in-wulf.de<br />
13.10.<br />
KONZERT<br />
SO<br />
Joja Wendt<br />
18:00<br />
08.11.<br />
FR<br />
Hagen Rether<br />
19:30<br />
21.11.<br />
DO<br />
19:30<br />
29.11.<br />
FR<br />
19:30<br />
Spiel doch mal leiser!<br />
COMEDY | KABARETT<br />
Liebe<br />
COMEDY | KABARETT<br />
Han‘s Klaffl<br />
40 Jahre Ferien - ein Lehrer packt ein<br />
COMEDY | KABARETT<br />
Erwin Pelzig<br />
Der wunde Punkt<br />
Volksfest in Friedberg<br />
Vom 2. bis 11. August geht es rund<br />
auf dem Festplatz.<br />
Informationen www.friedberg.de<br />
Stadtfest in Aichach<br />
60 Vereine und Gastronomen verwöhnen<br />
ihre Gäste am 3. und 4. August<br />
in der Aichacher Innenstadt.<br />
Informationen www.aichach.de<br />
17.12.<br />
DI<br />
19:30<br />
KONZERT<br />
Till Brönner<br />
Das Weihnachtskonzert<br />
@<br />
Naturfreunde<br />
Gersthofen<br />
Barockpicknick im Schlosspark, mit<br />
musikalischer Begleitung ♦ Foto Stadt<br />
Aichach<br />
Rasenkonzerte Gersthofen<br />
Vom 2. bis 4. August finden drei<br />
der beliebten Rasenkonzerte auf<br />
dem Gelände der Naturfreunde<br />
Gersthofen statt: Es kommen Pippo<br />
Pollina, Wolfgang Ambros und<br />
die Protagonisten eines lustigen<br />
Kinderkonzerts. Chris de Burgh<br />
am 1. August ist ausverkauft.<br />
Informationen und Tickets<br />
www.stadthalle-gersthofen.de<br />
<br />
03.<br />
08.<br />
01.<br />
08.<br />
04.<br />
08.<br />
Chris de Burgh<br />
02.<br />
08.<br />
Pippo Pollina<br />
Bereits ausverkauft!<br />
Wolfgang Ambros<br />
Bereits ausverkauft!<br />
Eule<br />
Auf dem Gelände der<br />
Naturfreunde Gersthofen<br />
Tickethotline: 0821 - 24 91 550<br />
www.stadthalle-gersthofen.de
42 | Reisen + Erleben | Auf den Spuren der Fugger<br />
Die Partnerschaft ist besiegelt:<br />
Handshake zwischen Götz Beck,<br />
Tourismusdirektor der Regio<br />
Augsburg und Dr. Michał<br />
Niezabitowski, Direktor der<br />
städtischen Museen von Krakau<br />
vor den Tuchhallen<br />
Foto Daniel Biskup<br />
Auf den Spuren<br />
der Fugger reisen<br />
Neue Stationen der „Europäischen Fuggerstraße“ erleben<br />
Text Hannelore Eberhardt-Arntzen ♦ Fotos <strong>SchlossMagazin</strong> u.a.<br />
Die Familie der Fugger und vor allem Jakob Fugger der Reiche ist heute noch omnipräsent<br />
in der „Fuggerstadt“ Augsburg – und nicht nur dort. Im 15. und 16. Jahrhundert<br />
war die weltweit agierende Kaufmannsfamilie in ganz Europa aktiv. Nur<br />
wenigen bekannt sein dürfte, dass der Aufstieg des profitabelsten Geschäftszweigs,<br />
des Fuggerschen Montankonzerns, in Neusohl, dem heutigen Banská Bystrica in<br />
der Slowakei, begann. Aber auch in Bratislava und in den polnischen Städten Krakau<br />
und Breslau hat die schillernde „Fugger-Firma“ bis heute Spuren hinterlassen.<br />
Diesen Umstand nahm im April eine Delegation aus Augsburg zum Anlass, den östlichen<br />
Abschnitt der „Europäischen Fuggerstraße“ zu bereisen und bei dieser Gelegenheit<br />
den neuen Partner Krakau zu begrüßen. Die Mitreisenden durften schließlich<br />
neben spannenden Informationen zum Thema Fugger auch wunderbare und<br />
überraschende Eindrücke von den Etappenzielen mit nach Hause nehmen, die Lust<br />
machen, diese Städte noch einmal zu besuchen.
Reisen + Erleben | 43<br />
Der „Ring” (polnisch Rynek) rund ums alte und neue Rathaus bildet in Breslau heute<br />
den Kern der Fußgängerzone. Die Bebauung um diesen Platz erfolgte in verschiedenen<br />
Stilepochen, was an den wunderbar restaurierten Fassaden unschwer zu erkennen ist.<br />
Im Vorgängerbau dieses schmalen Hauses<br />
mit rosafarbener Fassade in Breslaus guter<br />
Stube befand sich einst eine Fuggersche<br />
Faktorei.<br />
Alle waren sich einig: „Wir waren fasziniert, jede Stadt ist für sich<br />
ein besonderes Juwel, unsere Erwartungen wurden mehr als erfüllt,<br />
von diesem Ort hatte ich vorher noch nichts gehört – da<br />
muss ich wieder hin …“ Kommentare dieser Art sprechen eine<br />
eindeutige Sprache. Und die Erlebnisse auf der Reise verdeutlichten ein<br />
weiteres Mal, welche wichtigen Verbindungen die vielfältigen Handelsbeziehungen<br />
der Fugger vor über 500 Jahren über sprachliche und territoriale<br />
Grenzen hinweg schufen. Diese Allianzen sollten auch im 21. Jahrhundert<br />
auf vielen Ebenen wiederbelebt werden, und aus diesem Grund wurde<br />
2019 offiziell die „Europäische Fuggerstraße“ von der Regio Augsburg Tourismus<br />
ins Leben gerufen. Die einzelnen Stationen in Deutschland, Österreich,<br />
Italien, der Slowakei und Spanien bekamen in diesem Jahr Zuwachs.<br />
Die polnische Stadt Krakau, eines der Ziele der Fugger-Reise, ist nun seit 7.<br />
Mai offiziell neuer Partner der Interessengemeinschaft. Michał Niezabitowski,<br />
Direktor der städtischen Museen von Krakau, ist stolz darauf, Teil der europäischen<br />
Fuggerstraße zu sein: „Diese Straße verbindet Städte, die europäische<br />
Werte wie Frieden, Vielfalt und Qualität pflegen”, sagte er im Beisein<br />
der Delegationsmitglieder beim Handshake mit Götz Beck, Chef der Regio<br />
Augsburg Tourismus, der die Aussage bekräftigte.<br />
Auf den Spuren der eigenen Vorfahren<br />
Zur Delegation gehörten neben dem Team des Augsburger Fugger und<br />
Welser Erlebnismuseums, Vertreterinnen der Fuggerschen Stiftungen und<br />
Augsburger Gästeführer:innen auch regionale Mitglieder von Skål International,<br />
der ältesten und bis heute einzigen, weltumspannenden Vereinigung<br />
von Führungspersonen aller Sparten der Reise-, Freizeit- und Verkehrs-<br />
Der Breslauer Dom auf der sog. Dominsel,<br />
dem ältesten Teil der Stadt, wurde in der Zeit<br />
zwischen 1244 und 1341 im gotischen Stil errichtet<br />
und nach den Zerstörungen im Zweiten<br />
Weltkrieg neu aufgebaut. Im Dom befindet<br />
sich auch das Grabmal von Johann Thurzo.<br />
➵
44 | Reisen + Erleben | Auf den Spuren der Fugger<br />
Am Südportal der Magdalenenkirche in Breslau lässt sich bei<br />
genauem Hinsehen ein Stuck-Wappen der „Fugger vom Reh” mit<br />
einem springenden Rehbock entdecken. Diese Kirche war im 16.<br />
Jh die Hauskirche des Geschlechts der Fugger vom Reh gewesen.<br />
Foto Fugger vom Reh<br />
Im Mariendom von Krakau hängt ein großes Kruzifix, gestiftet von<br />
Georg Thurzo, dem Sohn von Johann Thurzo, vereiratet mit Anna Fugger.<br />
Der riesige Marienaltar wurde vom Künstler Veit Stoß in zwölfjähriger<br />
Arbeit errichtet; die Muttergottes in der Mitte wurde aus einer 500<br />
Jahre alten Linde geschnitzt.<br />
industrie sowie das Ehepaar Fugger vom Reh aus der<br />
schlesischen Fuggerlinie, das sich auf die Suche nach der<br />
eigenen Familiengeschichte begab. Wie Marianne Fugger<br />
vom Reh resümierte, hatten sich ihre Erwartungen<br />
an die Reise voll erfüllt: Der Grund, wieso wir uns der<br />
Delegation der Regio Augsburg Tourismus angeschlossen<br />
hatten, war, dass unsere Familie der „Fugger vom<br />
Reh" fast 500 Jahre in Schlesien ansässig war. Ein Vertreter<br />
unserer Linie „Sebastian Fugger vom Reh" ging um<br />
das Jahr 1500 von Augsburg aus nach Breslau, heiratete<br />
dort und begründete den Zweig der schlesischen „Fugger<br />
vom Reh". Im Zuge der großen Flucht aus den Gebieten<br />
der Oder-Neiße-Linie in den Jahren 1945/46 kamen die<br />
„Fugger vom Reh", inzwischen untergliedert in diverse Familienverbände,<br />
in die spätere Bundesrepublik Deutsch-<br />
Diese Fußgängerbrücke über die Weichsel in Krakau mit den<br />
„sportlichen Figuren” wurde 2010 errichtet und nach einem<br />
Mönch „Pater Bernatek Steg” genannt. Im Volksmund heißt<br />
sie allerdings „Brücke der Liebe” – wegen der zahlreichen Liebesschlösser<br />
in den Geländern.<br />
Die Seniorchefs des Augsburger Reiseunternehmens Hörmann,<br />
Mathilde und Xaver Hörmann (li. Götz Beck), ließen es sich<br />
nicht nehmen, die Reise zu begleiten, wobei Mathilde Hörmann<br />
auch gleich den Bordservice im Reisebus managte. ♦ Foto<br />
Hörmann
Reisen + Erleben | 45<br />
Die slowenische Stadt Banská Bystrica ist schon seit einigen Jahren Teil der Fuggerstraße.<br />
Hier wurde mit einem Geschenk die Partnerschaft erneut bekräftigt.<br />
Im Bild (v l n r): Marta Mlíchová (Museumsleiterin), Ján Nosko (Bürgermeister),<br />
Götz Beck, Branislav Stančík (Gästeführer) ♦ Foto Daniel Biskup<br />
Das Museum Underground Market unter<br />
den Tuchhallen von Krakau vermittelt anschaulich<br />
Wissenswertes über die Stadtgeschichte,<br />
in der Kupfer als Handelsware<br />
einst eine gewichtige Rolle spielte und<br />
auch, warum das Niveau der Stadt heute<br />
mehrere Meter über dem des 14. Jh liegt.<br />
land. Weitere Familienmitglieder befanden sich im 16. Jahrhundert auch in<br />
Krakau. In der berühmten Marienkirche zu Krakau sollten sich Familiengräber<br />
und Epitaphien Angehöriger der Reh-Linie befunden haben; diese galt es zu<br />
finden. Und wir haben in Breslau am Südportal der Magdalenen Kirche ein<br />
Wappen der „Reh-Fugger" entdeckt, dass bis jetzt nicht bekannt war. Die Magdalenen<br />
Kirche in Breslau war die Hauskirche der „Fugger vom Reh".<br />
Beeindruckte Reise-Spezialisten<br />
Unterwegs war die Delegation in einem Bus von Hörmann Reisen. Mit an<br />
Bord waren die Senior-Chefs des Augsburger Reiseunternehmens (Firmensitz<br />
Fuggerstraße 16!) Mathilde und Xaver Hörmann, die die Idee von<br />
Regio-Chef Götz Beck, in der Mitte Europas auf Fugger-Spurensuche zu<br />
gehen, schon immer spannend fanden. Auch deren Erwartungen wurde<br />
um ein Vielfaches übertroffen: „Dank der profunden Kenntnisse, die<br />
Mitreisende vermittelt haben und das Wissen der Stadtführerinnen vor<br />
Dieser Zwerg hat in Breslau Dutzende von<br />
Gefährten, zu entdecken an allen möglichen<br />
Orten. Die kleinen Bronze-Burschen<br />
waren zu Zeiten des Kommunismus Ausdruck<br />
des Studentenprotests, heute sind<br />
sie die kleinsten Wahrzeichen der Stadt.<br />
Die „Cricoteka” in Krakau, das „Haus im Haus” ist ein kunsthistorisches Dokumentationszentrum<br />
und Museum, das 2014 eröffnet wurde und die erste Kunstinstitution in Polen, die<br />
einem einzelnen Künstler, Tadeusz Kantor, gewidmet ist.<br />
Mit Vintage-Charme überzeugt das Jüdische<br />
Viertel in Krakau Kazimierz, in dem<br />
heute viele kultige Bars und Restaurants<br />
für Leben sorgen.<br />
➵
46 | Reisen + Erleben | Auf den Spuren der Fugger<br />
Vom Umgang des alten Uhrenturms in Banska Bystrica aus genießt man in 20 Meter<br />
Höhe einen wunderbaren Blick über den Stadtplatz bis zu den Bergen. Zentrum des<br />
Stadtplatzes ist der steinerne Springbrunnen mit seiner besonderen Bauart. Im sog.<br />
Thurzo-Haus (im Bild Mitte links), früher Sitz der Thurzo-Fuggerschen Handelsgesellschaft,<br />
ist heute das Mittelslowakische Museum untergebracht. Sehenswert ist<br />
hier auch der „Grüne Saal“ mit seinen kostbaren Fresken.<br />
Das Ehepaar Marianne und Matthias Fugger<br />
nahm an der Reise teil, um seine persönlichen<br />
Forschungen über ihre Ahnen aus<br />
der Linie Fugger vom Reh zu ergänzen.<br />
Foto privat<br />
Ort, haben wir ein umfassendes Bild der einzelnen Stätten und der Aktivitäten<br />
der Fugger vor 500 Jahren erhalten … Wir waren vor allem fasziniert<br />
von den prächtig restaurierten und wieder aufgebauten Stadtzentren<br />
von Breslau, Krakau und Bratislava. Jede Stadt ist für sich ein<br />
besonderes Juwel. Das unterirdische Rynek-Museum und das Museum<br />
„Oskar Schindler`s Fabrik“ in Krakau haben uns sehr beeindruckt. Vor<br />
allem das Leid und grausame Schicksal der jüdischen Bevölkerung in<br />
Krakau im Stadtteil Kazimierz und die Geschichte von Oskar Schindler<br />
haben uns sehr betroffen gemacht. Auch das kleine Städtchen Banská<br />
Bystrica am Rande der Karpaten, von dem wir vorher noch nie gehört<br />
hatten, hat uns sehr gut gefallen … Jede Stadt auf dieser Reise ist durch<br />
Ihre His torie, durch Ihre Museen, Kirchen und Bauten zu empfehlen.“<br />
Die Stadtburg gehört zum historischen Kern<br />
von Banská Bystrica. Im „Barbakane” ist<br />
die Thurzo-Fugger-Erlebnisausstellung untergebracht,<br />
die eine multimediale Zeitreise in die<br />
Region mit den einst größten Kupfervorkommen<br />
Europas ermöglicht.<br />
Die Familie Thurzo kennenlernen<br />
Banská Bystrica, früher Neusohl im Herzen der heutigen Mittelslowakei,<br />
war die Keimzelle des Fuggerschen Kupferimperiums. Ausschlaggebend<br />
für den Erfolg war die Zusammenarbeit mit dem Krakauer Bergbauingenieur<br />
Johann Thurzo ab 1492. Beim Abbau des silberhaltigen Kupfererzes<br />
brachten die Thurzo ihre Kontakte zum ungarischen Königshof, ihr<br />
technisches Wissen und eine innovative Seigertechnik ein. Die Fugger<br />
gaben das Kapital. Der Kupferhandel, den der Montankonzern der Fugger<br />
europaweit dominierte, ließ beide Familien reich werden. Von 1496 bis<br />
1546 waren die Fugger führende Montanunternehmer in Neusohl; die<br />
Familie Thurzo war 1526 aus der Gesellschaft ausgeschieden. So steht<br />
es auf der Website der europäischen Fuggerstraße zu lesen. Zu Anfang<br />
also eine klassische Win-Win-Situation. Über die Zusammenarbeit und<br />
die Geschichte des Bergbaus in der Region informiert anschaulich und
Reisen + Erleben | 47<br />
Die Keller der Burg Červený Kameň messen auf zwei Etagen ca. 70<br />
Meter und sind 18 Meter noch. Sie sollten als Kupferlager dienen,<br />
wurden von den späteren Besitzern, der Familie Pálffy,<br />
jedoch als Weinlager genutzt.<br />
Der schönste Raum der Burg Červený Kameň bei Bratislava aus<br />
dem 17. Jh ist die Sala Terrena zwischen Erdgeschoss und Garten,<br />
mit Grotten und Springbrunnen, gestaltet von italienischen<br />
Künstlern.<br />
unterhaltsam die Thurzo-Fugger-Erlebnisausstellung<br />
auf dem Gelände der Stadtburg. „Lebende“ Bilder und<br />
interaktive Elemente erinnern nicht ganz zufällig an<br />
das Konzept des Augsburger Fugger und Welser Erlebnismuseums.<br />
Aber auch sonst ist Banská Bystrica einen<br />
Besuch wert. Die Stadt am Übergang der Hohen zur Niederen<br />
Tatra überzeugt durch besonderen Charme und<br />
stellt ganzjährig einen idealen Ausgangpunkt für Ausflüge<br />
und Wanderungen in die umgebende Natur dar.<br />
Wer intensiver in die Geschichte der Stadt eintauchen<br />
möchte, sollte sich dem „allwissenden“ und charmanten<br />
Stadtführer Branislav Stančík und seiner Kollegin und<br />
Leiterin der Ausstellung, Marta Mlíchová, anvertrauen,<br />
die bestens Deutsch sprechen. Die Partnerschaft zwischen<br />
Augsburg und Banská Bystrica besteht bereits seit<br />
einigen Jahren und auch der Besuch von Vertretern der<br />
Stadt Augsburg fand zum wiederholten Mal statt. Der<br />
Empfang war herzlich wie immer. Für den Bürgermeister<br />
Ján Nosko stelle „die Idee der Europäischen Fuggerstraße<br />
eine Blaupause für eine gemeinsame Zukunft dar<br />
– auch im Tourismus“, ließ dieser beim Empfang der Delegation<br />
im Hochzeitssaal des Rathauses verlauten.<br />
Mehr als Fachinformation<br />
Ganz persönliche Gründe für die Teilnahme an der Reise<br />
hatte auch das Ehepaar Dory Leeuwarden und Klaus Preidel.<br />
Als Gästeführerin ist Dory Leeuwarden besonders daran<br />
interessiert, Neues über das für Augsburg-Touristen<br />
➵<br />
Sehnsuchtsort in Augsburg – neue Stadtführung<br />
Rund um die Augsburger Kahnfahrt<br />
Die neue Stadtführung „Rund um die Augsburger Kahnfahrt“ führt zu UNESCO-Welterbe,<br />
vorbei an Stadttoren, Stadtmauern und Stadtgräben, Wehrtürmen, Wällen und Wasser.<br />
Alle Führungen enden in der Kahnfahrt, einem der schönsten Orte in der Stadt – bei<br />
Brotzeit und Bier am Wasser oder bei einer Bootsfahrt auf dem Äußeren Stadtgraben<br />
vor malerischer Kulisse. Führungen: Juni bis September, jeden Sonntag, 14 Uhr.<br />
Mehr Infos:<br />
• www.augsburg-tourismus.de/fuehrungen<br />
• Tourist-Info am Rathausplatz<br />
Regio Augsburg Tourismus GmbH | Tourist-Information | Rathausplatz 1 | 86150 Augsburg | Telefon 0821 50207-0 | tourismus@regio-augsburg.de | www.augsburg-tourismus.de
48 | Reisen + Erleben | Auf den Spuren der Fugger<br />
Die rekonstruierte Burg Červený Kameň, (auch Bibersburg oder<br />
Burg Rotenstein) liegt auf einer Anhöhe bei Bratislava. 1528 ging die<br />
ursprüngliche Burg in den Besitz der Fugger über. Sie sollte als befestigter<br />
Handelsumschlagplatz und Kupferlager dienen. 1583 verkauften<br />
sie die Fugger an die Familie Pálffy. Nikolaus Pálffy war mit<br />
Maria Magdalena Fugger verheiratet.<br />
Die Augsburger Gästeführerin Dory Leeuwarden und ihr Mann<br />
Klaus Preidel nahmen von der Reise neue Erkenntnisse über geschichtliche<br />
Ereignisse mit. ♦ Foto privat<br />
zentrale Thema Fugger zu erfahren. Ihr Mann dagegen ist<br />
nicht weit von den Reisezielen entfernt geboren, nämlich<br />
im Sudetenland: „Ich hatte eigentlich vor, die Geschichte<br />
der Deutschen in Breslau und Krakau von der Vertreibung<br />
ab 1945 alleine genauer unter die Lupe zu nehmen.<br />
Aber die Stadtführungen in diesen beiden Städten haben<br />
so viel Wissenswertes auch über diese Zeit erzählt, dass<br />
ich froh bin, mit der ganzen Gruppe mitgegangen zu sein.“<br />
Und seine Frau machte noch eine weitere Feststellung:<br />
„Nach Polen wollte ich nie so recht, hatte mir die Situation<br />
nicht so schön vorgestellt. Ich war total überrascht, wie<br />
gepflegt, sauber und schön alles war; so viel Grün in den<br />
Städten, auch entlang der Hauptstraßen … Krakau ist eine<br />
wunderschöne Stadt. Sensationell fand ich das Museum<br />
unter der Erde.“<br />
Bleibende Eindrücke<br />
Ein Besuch in den polnischen Städten Breslau und<br />
Krakau lohnt sich auch, wenn man nicht nur an den<br />
Spuren interessiert ist, die an die Fugger erinnern.<br />
Auch wenn diese durchaus zu finden sind, sofern man<br />
nach ihnen sucht. Auf dem Marktplatz von Breslau,<br />
dem Rynek, fällt z. B. ein wenige Meter schmales Gebäude<br />
mit rosafarbener Fassade auf, das den Platz besetzt,<br />
auf dem sich einst die Fuggersche Faktorei der<br />
Stadt befunden hatte. Nicht versäumen sollte man in<br />
Krakau einen Besuch des Underground Museums unter<br />
dem Rynek bzw. den Tuchhallen, in welchem unter<br />
anderem anschaulich dargestellt wird, dass sich das<br />
Niveau des Erdbodens der Stadt einst mehrere Meter<br />
tiefer befunden hatte – und aus welchem Grund. In der<br />
Slowakei besaßen die Fugger übrigens einst die Burg<br />
Červený Kameň (Rothenstein oder Biberburg) in der<br />
Nähe von Bratislava, die zu den schönsten Burganlagen<br />
der Slowakei zählt. Vorbesitzer war, was nicht verwundern<br />
mag, die Familie Thurzo. An allen Orten, an<br />
denen der Kult(o)urbus Station machte, beeindruckte<br />
die Offenheit und Herzlichkeit der Gastgeber. Und der<br />
hervorragende gepflegte Zustand der Altstädte, aber<br />
auch die Zukunftsgewandtheit der neueren Viertel<br />
mit ihren teils markanten, modernen Business-Bauten<br />
und der ökologisch orientierten Stadtplanung. Wer<br />
in seinem Urlaub Bildung, Sightseeing und Naturerlebnisse<br />
verbinden möchte, ist „auf den Spuren der<br />
Fugger“ im Osten bestens aufgehoben. „Wir werden<br />
die Reise in besonders schöner Erinnerung behalten“,<br />
schwärmt Teilnehmerin Mathilde Hörmann. <br />
Informationen<br />
www.fuggerstraße.eu<br />
www.fugger-und-welser-museum.de<br />
Das slowakische Nationaltheater im Stil des Historismus in<br />
Bratislava ist einer der Hotspots bei jeder Sightseeingtour durch die<br />
Stadt und quasi das Entree in einen baumbeschatteten Boulevard.
Verkaufsgespräch @AdobeStock_72421763.avif (AVIF-Grafik, 1200 × 800 Pixel)<br />
50 | Wirtschaft + Finanzen | Verkaufspsychologie<br />
Die Frau, das unbekannte Wesen? Nein! Das weibliche Geschlecht ist als Zielund<br />
Konsumentengruppe gut erforscht. Trotzdem beißen sich Verkäufer an<br />
Frauen oft die Zähne aus, wenn sie diese als Kundinnen gewinnen möchten.<br />
Frauen kaufen anders …<br />
Männer auch<br />
Geschlechtsspezifische Verkaufspsychologie<br />
file:///Users/mavisstudio/Documents/martina/01_Kunden_MV/<strong>SchlossMagazin</strong>/01_BSFS-09-18bis/SM-06-<strong>2024</strong>/01_Material-SM-06-<strong>2024</strong>/02...<br />
Text Barbara Liebermeister, Leitg. Institut für Führungskultur<br />
im digitalen Zeitalter, Wiesbaden<br />
Foto Adobe Stock<br />
Frauen kaufen anders. Verkäufer registrieren<br />
dies immer wieder. Auch Marktforscher bestätigen<br />
dies. Zielgruppenstudien belegen<br />
zum Beispiel: Für Frauen ist Geld ein geringeres<br />
Statussymbol als für Männer. Sie sehen darin<br />
primär ein Instrument, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen.<br />
Außerdem: Frauen messen bei ihren Einkaufsentscheidungen<br />
dem Thema Sicherheit eine höhere<br />
Bedeutung bei. Und sie wünschen eine umfassendere<br />
Beratung. Was folgt daraus – zum Beispiel für den Autoverkauf?<br />
Für viele eher durchschnittliche Verkäufer:<br />
„Ich muss die Kundin vor allem auf die große Knautschzone<br />
und die Airbags hinweisen. Und ihr die Kindersicherung<br />
an den Autotüren zeigen. Außerdem – welch’<br />
Graus – für das Verkaufsgespräch mindestens zwei<br />
Stunden einplanen.“<br />
1 von 1 28.05.24, 16:04<br />
„Die Frau“ gibt es nicht – „den Mann“ auch nicht.<br />
Anders agiert ein Spitzenverkäufer. Er hat zwar auch<br />
im Hinterkopf: Frauen ticken teilweise anders als<br />
Männer. Er misst dieser Tendenzaussage aber wenig<br />
Bedeutung bei, denn er weiß: „Die Frau an sich“<br />
gibt es nicht – ebenso wenig wie z. B. „den Deutschen“.<br />
Faktisch besteht die Kundengruppe Frauen<br />
vielmehr aus vielen Teilgruppen: alte und junge<br />
Frauen, Frauen mit Kindern und ohne, verheiratete<br />
und ledige Frauen, berufstätige und nicht berufstätige<br />
Frauen und so weiter.<br />
Die Aussage „Alle Frauen sind gleich“ oder „Alle Frauen<br />
zeigen dasselbe Kaufverhalten“ ist deshalb ein ähnlicher<br />
Nonsens wie die Aussage: „Alle Männer träumen<br />
davon, im eigenen Porsche mit einer Blondine im Arm<br />
spazieren zu fahren.“ Solcher Klischees kann sich die<br />
Werbung bedienen. Anders sieht dies aber aus, wenn<br />
sich Verkäufer und Kunde Auge in Auge gegenübersitzen<br />
oder stehen. Dann muss der Verkäufer als erstes<br />
prüfen: Entspricht mein Gegenüber dem Klischee.<br />
Was Frau will, ist verschieden.<br />
Nichtsdestotrotz ist das Kaufverhalten von Männern<br />
und Frauen verschieden. Die Wissenschaft erklärt dies<br />
teils biologisch, teils mit der gesellschaftlichen Funktion<br />
von Frauen. Was welchen Einfluss hat, darüber mögen<br />
sich die Soziologen, Pädagogen und Psychologen<br />
streiten. Fakt ist aber: Frauen gebären nicht nur die<br />
Kinder. Sie übernehmen auch immer noch den Großteil<br />
ihrer Erziehung und der Familienarbeit. Deshalb<br />
messen sie in der Regel den Themen Vorsorge und Sicherheit<br />
eine größere Bedeutung bei.<br />
Daraus schlussfolgern zum Beispiel manche Finanzberater:<br />
Frauen sollte man vor allem sichere Geldanlagen<br />
wie Versicherungspolicen und festverzinsliche<br />
Wertpapiere anstelle von börsennotierten Papieren<br />
anbieten. Und Immobilienmakler: Frauen bevorzugen<br />
Immobilien in sicheren, aber nicht selten gottverlassenen<br />
Wohngegenden. Auch dies ist ein Trugschluss,<br />
denn das Sicherheitsbedürfnis von Frauen kann sich<br />
außer auf das Produkt selbst auf viele Faktoren beziehen.<br />
Zum Beispiel darauf, dass Frau sicher sein möchte:<br />
„Der Verkäufer berät mich gut – und schwatzt mir<br />
nicht nur das Produkt auf, das ihm die höchste Provision<br />
bringt.“ Was also zum Beispiel Sicherheit für Frau<br />
bedeutet und welche Bedürfnisse daraus resultieren,<br />
das muss der Verkäufer zunächst erkunden. Denn nur<br />
dann kann er das Produkt oder die Problemlösung der
Kolumne | 51<br />
Kundin so präsentieren, dass bei ihr das Gefühl entsteht:<br />
Genau das will ich haben.<br />
Andere Bilder und Metaphern nutzen<br />
Damit Frau zu dieser Gewissheit gelangt, müssen Verkäufer<br />
im Kontakt mit weiblichen Kunden häufig andere<br />
Bilder und Metaphern nutzen als mit männlichen.<br />
Ein Beispiel: Finanzberater verwenden im Verkaufsgespräch<br />
oft Metaphern aus dem Automobilbereich<br />
wie „Diese Aktien sind der Turbo in Ihrem Depot“.<br />
Solche Bilder sprechen zwar viele Männer an, Frauen<br />
aber seltener. Bei ihnen wirken andere Bilder. Etwa:<br />
„Diese Aktienbeimischung ist wie der Dünger für Ihre<br />
Pflanzen. Sie lässt die Rendite schneller wachsen.“<br />
Selbstverständlich sind auch diese Beispiele mit Vorsicht<br />
zu genießen. Denn letztlich gilt: Was Frau wirklich<br />
will, muss der Verkäufer im Gespräch erkunden.<br />
Hierfür benötigt er neben einer professionellen Fragetechnik<br />
insbesondere Empathie. Der Verkäufer muss<br />
sich also in sein Gegenüber hineinversetzen können.<br />
Sonst fasst die Kundin zu ihm kein Vertrauen. Also<br />
teilt sie ihm auch nicht mit, was ihr wichtig ist.<br />
Frauen achten stärker auf die Manieren.<br />
Bei ihrer Entscheidung, wem sie vertrauen, lassen<br />
sich Frauen oft von anderen Kriterien als Männer leiten.<br />
Verallgemeinert gilt zum Beispiel: Frauen legen<br />
mehr Wert auf eine angemessene Kleidung und ein<br />
gepflegtes Äußeres. Sie achten auch stärker auf die<br />
Manieren. Kommt mir der Kundenbetreuer in der<br />
Bankfiliale entgegen? Breitet er beim Hausbesuch,<br />
ohne zu fragen, seine Unterlagen auf dem Tisch aus?<br />
Für manche Frauen ist es ein K.o.-Kriterium, wenn<br />
der Verkäufer einfach so, ohne zu fragen, mit Schuhen<br />
in ihr Wohnzimmer stapft. Solche Details mögen<br />
auf viele Männer kleinlich wirken. Für Frauen sind sie<br />
aber oft ein Indiz dafür, wie viel Wertschätzung der<br />
Verkäufer ihnen entgegenbringt.<br />
Auch Führungskräfte sind zuweilen „Verkäufer“.<br />
Die obigen auf Verkäufer bezogenen Aussagen gelten<br />
übrigens auch für Führungskräfte, denn auch sie<br />
stehen im Arbeitsalltag oft vor der Herausforderung,<br />
andere Menschen zu einem bestimmten Verhalten<br />
zu bewegen. Dabei dürfen sie sich – wie Verkäufer –<br />
nicht von Stereotypen bzw. Vorurteilen und Klischees<br />
gegenüber Frauen – oder Männern oder Angehörigen<br />
der Generation Z usw. leiten lassen. Sie müssen<br />
vielmehr ihr jeweiliges Gegenüber als Individuum<br />
wahr- und ernstnehmen. Denn nur dann können sie<br />
im Mitarbeiter-Kontakt das Verhalten zeigen, das der<br />
jeweiligen Person sowie ihren Wünschen und Bedürfnissen<br />
angemessen und deshalb zielführend ist. <br />
Sylvia Schaab ist Journalistin<br />
und „Weltverbesserin“. In<br />
Vorträgen und Workshops<br />
zeigt sie, wie einfach es ist,<br />
grüner und nachhaltig zu leben.<br />
Tipps zum Leben mit weniger<br />
Plastik und Müll gibt es unter<br />
www.gruenerwirdsnimmer.de.<br />
Foto privat<br />
Grüner wird’s nimmer<br />
Die Kolumne für mehr Nachhaltigkeit im Leben<br />
Geschlechtersensible<br />
Nachhaltigkeit<br />
Frauen sind anders, Männer auch – das gilt<br />
auch in Sachen Nachhaltigkeit: Beim Einkaufen<br />
achten Frauen vermehrt auf die<br />
Herkunft der Produkte, legen Wert auf das<br />
Tierwohl und engagieren sich häufiger für den Klimaschutz<br />
als Männer. Gründerinnen stellen Nachhaltigkeit<br />
in den Mittelpunkt ihrer Geschäftskonzepte und<br />
sind echte Trendsetterinnen in sozialer, ökonomischer<br />
und ökologischer Nachhaltigkeit – auch wenn<br />
sie seltener gründen als Männer.<br />
Trotz ihrer nachhaltigen Ansätze sind Frauen in Führungs-<br />
und Entscheidungspositionen unterrepräsentiert<br />
und verdienen oft weniger. Es wäre also an der<br />
Zeit, dass mehr Frauen mit dem Nachhaltigkeits-Gen<br />
die Chefetagen erobern und für eine gerechtere und<br />
nachhaltigere Welt sorgen. Und Männer? Sie sollten<br />
ihr Fürsorge-Gen auspacken und sich genauso um<br />
Heim und Familie kümmern!<br />
Die Vereinten Nationen haben erkannt, wie wichtig<br />
Geschlechter-Gleichstellung für eine bessere Welt ist.<br />
Unter ihren Zielen für nachhaltige Entwicklung steht<br />
die Forderung nach Gleichberechtigung unter Nr. 5.<br />
Denn Nachhaltigkeit bedeutet nicht nur grüne Wälder<br />
und saubere Luft, sondern auch faire Chancen für alle.<br />
Weltweit sind Frauen stärker vom Klimawandel betroffen.<br />
Der Zugang zu gesunden Lebensmitteln, Bildung,<br />
Land, Wasser oder einem sicheren Lebensumfeld ist<br />
für viele Frauen nicht selbstverständlich. Zudem ist<br />
ihre Gesundheit anfälliger für Umweltverschmutzung.<br />
Was also tun? Informationen sammeln und selbst aktiv<br />
werden ist ein guter Anfang. Hilfreich ist es, Projekte<br />
zu unterstützen, die sich für Umweltschutz und Gleichberechtigung<br />
einsetzen. Und vor allem: Selbst einen<br />
nachhaltigen und geschlechtersensiblen Lebensstil<br />
pflegen – und so mit gutem Beispiel vorangehen.
52 | Wirtschaft + Finanzen | Balkon-Regeln<br />
Balkonkraftwerke<br />
Sogenannte Stecker-Solargeräte können<br />
Strom für den Eigenbedarf produzieren<br />
und einige Städte und Kommunen bezuschussen<br />
eine Anschaffung sogar. Mieter<br />
müssen ihren Vermieter vor dem Aufstellen<br />
eines solchen Balkonkraftwerks um<br />
Erlaubnis fragen. Aber: Ist die Montage<br />
baurechtlich zulässig, stört die Anlage<br />
optisch nicht, ist sie fachmännisch installiert,<br />
leicht zurückbaubar und besteht<br />
keine Brandgefahr, darf der Vermieter<br />
die Anlage nach einem Urteil des Amtsgerichts<br />
Stuttgart nur aus einem triftigen<br />
und sachlichen Grund ablehnen.<br />
Mein Balkon, meine Freiheit?<br />
Worauf Mieter achten sollten<br />
Wer einen Balkon hat, kann ihn jetzt wieder richtig genießen. Aber ein solch Plätzchen<br />
an der frischen Luft bietet zum Beispiel auch Möglichkeiten zum Gärtnern,<br />
Wäschetrocknen oder Grillen. Wir sagen Ihnen, was erlaubt ist und was nicht.<br />
Foto ERGO<br />
Sonnenschutz<br />
Einen Sonnenschirm als Schattenspender darf man jederzeit ohne Probleme<br />
aufstellen. Wer allerdings Wände oder Decken anbohren möchte,<br />
um eine Markise zu befestigen, benötigt vorab die Erlaubnis des<br />
Vermieters, da dies einen Eingriff in die Bausubstanz darstellt. Außerdem<br />
können Vermieter besonders auffällige Verkleidungen oder einen<br />
Sichtschutz, der über die Brüstung ragt, untersagen, sollte dies das<br />
Erscheinungsbild des Hauses stark beeinflussen.<br />
Begrünung<br />
Bevor Mieter mit dem Gärtnern auf dem Balkon loslegen, sollten sie einen<br />
Blick in Mietvertrag und Hausordnung werfen. Sind keine entsprechenden<br />
Regelungen enthalten, können sie davon ausgehen, dass das Anpflanzen und<br />
sturmfeste Anbringen von Blumenkästen sowie das Aufstellen von Töpfen<br />
erlaubt sind. Besonders schwere Pflanzkübel, Hochbeete oder Rankgitter<br />
mit Wandbohrungen benötigen aber das Einverständnis des Vermieters.<br />
Übrigens: Außenfensterbänke gehören nicht zur Mietsache. Daher können<br />
Blumentöpfe und -kästen hier tabu sein. Mieter sollten auch darauf<br />
achten, dass das Gießwasser nicht auf den Balkon darunter tropft.<br />
Wäschetrocknen<br />
Auch hierfür kann die Hausordnung oder der Mietvertrag Regelungen<br />
enthalten. Die Gerichte sehen jedoch pauschale Verbote des Wäscheaufhängens<br />
in der Wohnung und auf dem Balkon meist als unwirksam an.<br />
Mieter sollten allerdings keine großen Wäschestücke wie Bettlaken über<br />
das Balkongitter hängen, die Nachbarn die Sicht aus dem Fenster versperren<br />
oder das äußere Gesamtbild des Hauses beeinträchtigen können.<br />
Grillen<br />
Ob Grillen auf dem Balkon erlaubt<br />
ist, steht meist in der Hausordnung<br />
oder dem Mietvertrag. Ist<br />
Grillen erlaubt, sollten Mieter dennoch<br />
Rücksicht auf die Nachbarn<br />
nehmen und zu viel Qualm und Gerüche<br />
vermeiden. Wie häufig Grillen<br />
auf dem Balkon erlaubt ist, beurteilen<br />
die Gerichte regional sehr<br />
unterschiedlich. Maßgabe sollte sein,<br />
es nicht zu übertreiben.<br />
Party<br />
Zur Heim-EM eine kleine Fußballparty<br />
auf dem Balkon schmeißen?<br />
Geht in Ordnung. Mieter müssen<br />
dabei allerdings die Ruhezeiten der<br />
Hausordnung berücksichtigen. Ab<br />
22:00 Uhr gilt in jedem Fall die<br />
Nachtruhe. Später die Party lieber<br />
nach drinnen verlegen und Zimmerlautstärke<br />
einhalten. Um Ärger zu vermeiden,<br />
empfiehlt es sich, Nachbarn<br />
vorab zu informieren – oder sie einfach<br />
direkt einzuladen. <br />
Quelle ERGO
Autowasch-Regeln | Wirtschaft + Finanzen | 53<br />
Blitzsauber unterwegs<br />
Tipps rund um die Autowäsche<br />
Pollen, Blüten und Saharastaub: Darf man sein Auto zuhause waschen oder muss<br />
man damit in die Waschanlage? Wir sagen Ihnen, ob eine Autowäsche in der eigenen<br />
Einfahrt erlaubt ist und worauf es bei der Haftung in der Waschanlage ankommt.<br />
Foto ERGO<br />
Eine regelmäßige Autowäsche schont den<br />
Lack. Aber einfach in der eigenen Einfahrt<br />
zu Eimer und Lappen greifen ist vielerorts<br />
nicht gestattet. Denn bei der Autowäsche<br />
können umweltbelastende Stoffe wie Bremsstaub, Ölrückstände,<br />
Benzinreste sowie Reinigungsmittel ins<br />
Grundwasser gelangen. Das Verbot gilt auch auf öffentlichen<br />
Straßen, denn die Entwässerungskanäle<br />
leiten nur Regenwasser ab und führen meist nicht in<br />
die Kläranlage, sondern zum nächsten Gewässer. Erlaubt<br />
ist hingegen meistens, die Scheiben zu reinigen,<br />
Politur aufzutragen, den Innenraum zu saugen oder<br />
andere kleine Säuberungsaktionen durchzuführen.<br />
Das Autowaschen in einer automatischen Waschanlage<br />
hat viele Vorteile, birgt aber auch Risiken.<br />
Doch es ist ärgerlich, wenn das Fahrzeug hinterher<br />
beschädigt ist. Sind beispielsweise Kratzer im Lack<br />
oder ist ein Außenspiegel abgerissen, haftet nicht<br />
automatisch der Waschanlagenbetreiber. Er ist nur<br />
für Schäden verantwortlich, die nachweislich durch<br />
den Waschvorgang entstanden sind. Betreiber sind<br />
dazu verpflichtet, das Risiko für Beschädigungen<br />
so gering wie möglich zu halten. Das bedeutet, sie<br />
müssen dafür sorgen, dass alle Sicherheitsstandards<br />
eingehalten werden und die Technik auf dem neuesten<br />
Stand ist. Außerdem müssen sie ihre Kunden über<br />
die Benutzung der Anlage und eventuelle Gefahren<br />
informieren. Wer trotzdem nach der Wäsche einen<br />
Kratzer im Lack entdeckt, muss nachweisen, dass<br />
die Waschanlage daran schuld ist. So ein Nachweis<br />
ist schwierig zu erbringen und Rechtsstreitigkeiten<br />
um Haftungsfragen sind nicht ohne Risiko<br />
Damit ein Schaden gar nicht erst entsteht, sollten<br />
sich Autofahrer an die Betriebsanleitung der Waschanlage<br />
halten. Das kann zum Beispiel heißen: Außenspiegel<br />
einklappen, Antennen abmontieren, Handbremse<br />
anziehen oder eine Schutzhülle über den<br />
Heckscheibenwischer stülpen. Beachten Autofahrer<br />
entsprechende Hinweise nicht, muss der Waschanlagenbetreiber<br />
im Schadensfall nicht haften.<br />
Aber nicht nur für Autos sind Waschanlagen und -boxen<br />
ein Risiko. Wasser und Reinigungsmittel machen<br />
den Boden rutschig und sorgen schneller als gedacht<br />
für einen Sturz. Ein Gericht hat entschieden, dass<br />
Waschanlagenbetreiber nicht haftbar gemacht werden<br />
können, wenn ein Kunde in einer Anlage oder einer<br />
Box ausrutscht. Das Risiko der Rutschgefahr müssen<br />
Autofahrer bei der Benutzung einer Waschanlage aufgrund<br />
ihrer Lebenserfahrung einkalkulieren. <br />
Quelle ERGO
54 | Sport + Spaß | Rund um die Fußball-EM<br />
Fußball-<br />
Geschichten<br />
Fakten und Anekdoten<br />
Geschichte<br />
des Fußballs<br />
Über die Entstehung und<br />
die Anfänge des Fußballspiels<br />
gibt es unterschiedliche<br />
Überlieferungen und<br />
Auslegungen. Gemeinsam<br />
ist allen, dass ein Ball mit<br />
den Füßen vorangetrieben<br />
und in ein Tor befördert<br />
werden muss. Erste Spuren findet man in China aus vorchristlicher<br />
Zeit. Auf einem Wandbild in Tepantitla bei Teotihuacán<br />
im Hochland von Mexiko aus dem 6. Jh. ist ein<br />
Fußballspieler dargestellt. Die Wiege des heutigen Fußballspiels<br />
liegt in England, vor allem, weil 1863 in London<br />
die Football Association (FA) gegründet wurde und das umfangreiche<br />
Regelwerk die Entwicklung des gesamten Fußballs<br />
förderte. In den 1860er und 1870er Jahren wurden die<br />
Abseitsregel eingeführt, Eckball und Freistoß sowie eine<br />
einheitliche Ballgröße festgelegt. 1878 fand das erste Spiel<br />
bei elektrischer Beleuchtung statt (durch sog. Flutlichter).<br />
1888 wurde die erste Fußballliga in England gegründet. In<br />
Kontinentaleuropa spielten die Schweiz, Dänemark und Belgien<br />
eine Vorreiterrolle. Das erste verbriefte Fußballspiel<br />
auf deutschem Boden fand 1865 in Stuttgart statt.<br />
Quelle wikipedia<br />
Der Volkssport No. 1 ist voller faszinierender Fakten und Anekdoten! Wir<br />
haben einige lustige und interessante für Sie herausgesucht.<br />
Fotos pexels, wikimedia/Daniel Lobo<br />
♦ Der längste Fußballmarathon: Die längste Zeit,<br />
die jemand ununterbrochen Fußball gespielt hat,<br />
beträgt erstaunliche 169 Stunden. Diese „Leistung“<br />
wurde 2016 in Singapur erreicht.<br />
♦ Rekord für die meisten Tore in einem Spiel: Der<br />
höchste dokumentierte Ergebnisstand in einem<br />
Fußballspiel ist 149 : 0. Das Spiel fand 2002 zwischen<br />
den Fußballnationalmannschaften von Madagaskar<br />
und St. Thomas und Principe statt.<br />
♦ Der teuerste Fußballspieler: Neymar Jr. hält den<br />
Rekord für den teuersten Transfer in der Fußballgeschichte.<br />
Im Jahr 2017 wechselte er für unglaubliche<br />
222 Millionen Euro von Barcelona zu Paris Saint-<br />
Germain.<br />
♦ Das schnellste Tor: Der Rekord für das schnellste Tor<br />
in einem Fußballspiel liegt bei 2,8 Sekunden. Der<br />
Spieler Nawaf Al Abed aus Saudi-Arabien erzielte dieses<br />
Tor bei einem Spiel gegen Kuwait im Jahr 2012.<br />
♦ Der älteste Fußballverein der Welt: Der Sheffield Football<br />
Club in England gilt als der älteste noch existierende<br />
Fußballverein der Welt. Er wurde 1857 gegründet<br />
und hat eine beeindruckende Geschichte im Fußball.<br />
♦ Die meisten Weltmeistertitel: Brasilien ist das erfolgreichste<br />
Team in der Geschichte der FIFA-Weltmeisterschaften.<br />
Die brasilianische Nationalmannschaft<br />
hat insgesamt fünf Titel gewonnen: 1958, 1962, 1970,<br />
1994 und 2002.<br />
♦ Der jüngste Nationalspieler: Der jüngste Spieler, der jemals<br />
für eine Fußballnationalmannschaft angetreten ist,<br />
war Mauricio Baldivieso aus Bolivien. Er debütierte im<br />
Alter von nur 12 Jahren und 338 Tagen für die bolivianische<br />
Nationalmannschaft im Jahr 2009.
Rund um die Fußball-EM | Sport + Spaß | 55<br />
Die Fußball-Europameisterschaft <strong>2024</strong><br />
verspricht ein fesselndes Ereignis zu<br />
werden, das die Herzen von Fußballfans<br />
weltweit höherschlagen lässt. Hier<br />
sind einige interessante Fakten<br />
über das Turnier.<br />
DAS Fußball-Ereignis <strong>2024</strong><br />
Wissenswertes über die<br />
Europameisterschaft<br />
Fotos UEFA/Getty Images<br />
Gastgeberland<br />
Deutschland hat die Ehre, die Fußball-Europameisterschaft<br />
<strong>2024</strong> auszurichten. Das Land der Dichter und<br />
Denker hat eine reiche Fußballgeschichte und eine leidenschaftliche<br />
Fanbasis. Das Auftaktspiel findet am 14.<br />
Juni in München, das Finale am 14. Juli in Berlin statt.<br />
Die k.o.-Phase beginnt am 29. Juni.<br />
Nachhaltigkeit und Umweltschutz<br />
Deutschland hat sich verpflichtet, die EM <strong>2024</strong> nachhaltig<br />
und umweltfreundlich auszurichten. Es werden<br />
Maßnahmen ergriffen, um den CO2-Fußabdruck zu<br />
reduzieren und Ressourcen effizient zu nutzen.<br />
Vielfalt der Austragungsorte<br />
Die Spiele der EM <strong>2024</strong> werden in verschiedenen Städten<br />
Deutschlands stattfinden, wodurch Fans die Möglichkeit<br />
haben, verschiedene Regionen des Landes zu erkunden<br />
und die einzigartige Atmosphäre des Fußballs zu erleben.<br />
Die Spielorte sind Berlin, Köln, Dortmund, Düsseldorf,<br />
Frankfurt am Main, Gelsenkirchen, Hamburg, Leipzig,<br />
München und Stuttgart.<br />
Qualifikation und Teilnehmer<br />
Über die Qualifikationsrunden haben sich diverse Nationalmannschaften<br />
für das Turnier qualifiziert. Deutsch-<br />
Mit dem „DB Ticket Euro <strong>2024</strong>“ zur EM<br />
Die DB ist nationale Partnerin der UEFA EURO <strong>2024</strong> in<br />
Deutschland. Inhaber einer Eintrittskarte zur UEFA Fußball-EM<br />
können hier für nur 29,90 Euro (2. Klasse) ihre<br />
Bahnreise zum Spielort buchen (von Umtausch und Stornierung<br />
ausgeschlossen). Für jedes Stadionticket kann jeweils<br />
eine Hin- und eine Rückreise gebucht werden.<br />
Informationen und Tickets<br />
www.bahn.de/angebot/aktionsangebote/fan-ticket-fussball<br />
land ist als Gastgeber automatisch qualifiziert. Die Deutsche<br />
Nationalmannschaft nimmt damit zum 14. Mal in<br />
Folge – seit 1972 – an einer EM-Endrunde teil. Sie hat<br />
die EM bisher dreimal gewonnen. Die übrigen 23 Endrundenteilnehmer<br />
wurden in den „European Qualifiers“<br />
2023 und in den „Play-offs“ im März <strong>2024</strong> ermittelt.<br />
Historische Stadien<br />
Einige der Stadien, die für die EM <strong>2024</strong> ausgewählt wurden,<br />
haben eine reiche Geschichte im Fußball. Von legendären<br />
Spielstätten bis hin zu modernen Arenen werden die Austragungsorte<br />
ein wichtiger Bestandteil des Turniererlebnisses<br />
sein. Deutschland war zum letzten Mal 1988 Gastgeber der<br />
Fußball-Europameisterschaft der Männer und ist nun erstmals<br />
seit der Wiedervereinigung wieder Gastgeber.
56 | Motor + Technik | E-Lade-Einmaleins<br />
Autos mit Verbrennermotor auftanken kann jeder Besitzer eines PKWs. Wer<br />
sich ein Elektroauto zulegt, dem stellen sich dagegen einige Fragen: Wie<br />
funktioniert das Laden an einer öffentlichen Ladesäule? Welche Bezahlmöglichkeiten<br />
gibt es? Wie finde ich die nächste E-Tankstelle?<br />
Das E-Lade-Einmaleins<br />
Tipps zu Ladedauer, Ladekarten und Bezahloptionen<br />
Laden mit Ladekarte, App oder ohne?<br />
Für die Nutzung der Ladesäulen gibt es je nach Anbieter<br />
unterschiedliche Zugangsmöglichkeiten: Einige E-Tankstellen<br />
sind mit einem QR-Code ausgestattet. Fahrer müssen<br />
diesen vor dem Laden einscannen und anschließend<br />
auf einer Website die gewünschte Bezahloption wählen.<br />
Bei anderen Anbietern ist eine entsprechende Ladekarte<br />
oder App Voraussetzung für die Nutzung. Wer eine Ladekarte<br />
nutzt, kann entweder einen bestimmten Anbieter<br />
oder ein sogenanntes Roaming-Angebot wählen. Damit ist<br />
das Aufladen an den Säulen verschiedener Betreiber möglich.<br />
Die Ladekarte können E-Auto-Fahrer online kaufen.<br />
Foto ERGO<br />
Auch wer eine eigene Wallbox für sein E-Auto<br />
hat, muss manchmal zum Aufladen an<br />
eine öffentliche Ladestation. Wer bisher<br />
einen Benziner oder einen Diesel gefahren<br />
hat, für den bedeutet der Stopp an einer E-Tankstelle<br />
eine Umstellung. Denn das „Volltanken“ an einer<br />
Ladestation dauert in der Regel deutlich länger. E-Auto-Fahrer<br />
benötigen außerdem ein eigenes Ladekabel<br />
sowie eine Ladekarte oder die App des Ladesäulenbetreibers<br />
oder des Elektromobilitätsanbieters.<br />
Was die Ladezeit beeinflusst<br />
Wer an einer öffentlichen Ladesäule hält, muss mit<br />
mindestens 30 Minuten Ladezeit rechnen. Es können<br />
aber unter Umständen auch bis zu 15 Stunden vergehen,<br />
bis der Akku wieder voll ist. Die Dauer des Ladevorgangs<br />
ist von folgenden Faktoren abhängig: Größe,<br />
Leistungsfähigkeit und Rest-Akkustand der Batterie,<br />
Qualität, Länge und Dicke des Ladekabels (Übrigens:<br />
Schnellladestationen verfügen oft auch über ein fest<br />
installiertes Kabel.), Art der Ladesäule (DC-Ladesäulen<br />
mit Gleichstrom ermöglichen meist ein schnelleres Laden<br />
als eine AC-Säule mit Wechselstrom.), unterschiedliche<br />
Lade leistung je nach Fahrzeugmodell.<br />
Bezahlmöglichkeiten<br />
Nutzer einer Ladekarte erhalten meist eine monatliche<br />
Rechnung. Abgerechnet wird entweder pro<br />
Ladevorgang oder es gibt einen monatlichen Festbetrag.<br />
Anders bei einer App: Hier bezahlen Fahrer<br />
meist direkt, nachdem sie sich bei der Ladesäule<br />
angemeldet und ihr E-Auto aufgeladen haben. An<br />
manchen Ladesäulen ist auch eine Bezahlung mit<br />
EC- oder Kreditkarte möglich. Seit 1. Juli 2023 muss<br />
an allen neu errichteten Ladestationen das Bezahlen<br />
mit mindestens einer gängigen Debit- oder Kreditkarte<br />
möglich sein. Weniger verbreitet ist das sogenannte<br />
Plug & Charge. Hier hinterlegt der Kunde<br />
einmalig seine Daten zu Fahrzeug und Abrechnung.<br />
Der Lade- und Bezahlvorgang läuft anschließend automatisch<br />
ab. Ob das E-Auto mit dem System ausgestattet<br />
ist, können Fahrer beim Hersteller erfragen.<br />
Wo ist die nächste E-Tankstelle?<br />
Noch ist das Netz an E-Tankstellen nicht mit dem von<br />
Benzin- oder Dieseltankstellen vergleichbar. Daher ist es<br />
für E-Auto-Fahrer ratsam, sich vorab via App oder Online<br />
über Auflademöglichkeiten auf der geplanten Strecke<br />
zu informieren. Oft zeigen auch die Navigations- beziehungsweise<br />
Multimediasysteme in E-Autos die Standorte<br />
von Ladestationen an. Übrigens: Immer mehr Handelsketten<br />
bieten auch Ladesäulen auf ihren Parkplätzen<br />
an – teilweise ist das Laden hier sogar kostenlos. <br />
Quelle ERGO
Laden zuhause leicht gemacht<br />
• Wallboxen fürs Eigenheim<br />
• Ladelösungen für Tiefgaragen<br />
in Mehrfamilienhäusern<br />
So gelingt dein Einstieg in die Elektromobilität –<br />
mit Ladelösungen von LEW<br />
lew.de/elektroauto<br />
Stand: 05.<strong>2024</strong> | © E.ON
58 | Motor + Technik | Tipps für Biker<br />
Eine größere Reise mit dem Zweirad benötigt eine<br />
gute Vorbereitung. Neben dem Fahrzeug-Check<br />
kurz vor der Abreise dürfen die richtige<br />
Ladungssicherung und eine Probefahrt<br />
nicht fehlen, damit im Urlaub<br />
nichts schiefgeht.<br />
Motorradurlaub –<br />
aber sicher!<br />
Worauf Biker bei Gepäck und Fahrweise achten sollten<br />
Foto ERGO<br />
Probefahrt unter „Echt-Bedingungen“<br />
Das erhöhte Gewicht durch Koffer, Taschen, Rucksäcke<br />
und Co. macht sich nicht nur bei Licht und<br />
Dämpfung bemerkbar, sondern wirkt sich auch auf<br />
das Fahrverhalten der Maschine aus. Um sich an die<br />
veränderte Handhabung zu gewöhnen, sollte man<br />
vor Reisebeginn eine kleine Test-Tour mit dem beladenen<br />
Bike unternehmen. Motorradfahrer sollten<br />
ihren Fokus hierbei vor allem auf Bremsweg, Kurvenverhalten,<br />
Schräglage und Ausweichmanöver legen.<br />
Außerdem können sie so testen, ob das Gepäck<br />
optimal befestigt ist und Spiegel, Scheinwerfer und<br />
Sitzhöhe richtig eingestellt sind. Eine Probefahrt<br />
hilft zudem dabei, mögliche Defekte rechtzeitig zu<br />
entdecken.<br />
Ausrüstung für alle Fälle<br />
Egal ob längere oder kürzere Tour: Die richtige<br />
Schutzausrüstung darf nicht fehlen. Die Grundausstattung<br />
besteht aus einem Motorradhelm, einer<br />
Jacke sowie Motorradhose mit Protektoren, Handschuhen<br />
und Stiefeln. Je nach geplanter Route<br />
können Temperatur und Witterung während der<br />
Tour sehr unterschiedlich sein. Das sollten Biker<br />
bei ihrer Schutzausrüstung und Kleiderwahl stets<br />
berücksichtigen. Weil Pannen schnell die Urlaubsstimmung<br />
ruinieren, ist es außerdem sinnvoll, ein<br />
kleines Werkzeugset, Flickmaterial sowie ein paar<br />
Ersatzteile wie beispielsweise Glühbirnen, Sicherungen,<br />
Schläuche und Isolierband dabei zu haben.<br />
Auch Kabelbinder und zusätzliche Spanngurte sind<br />
praktische Helfer für unterwegs. Zudem gehört der<br />
richtige Versicherungsschutz ins Gepäck.<br />
Sichere Gepäckbefestigung<br />
Um das Gepäck am Zweirad zu befestigen, gibt es viele<br />
Möglichkeiten. Welches System geeignet ist, hängt<br />
von den individuellen Bedürfnissen, der Tour und dem<br />
Motorrad ab. Je nachdem können zum Beispiel Tankrucksäcke,<br />
Gepäckrollen, Satteltaschen, Seitenkoffer<br />
oder ein Topcase in Frage kommen. Beim Beladen das<br />
zulässige Gesamtgewicht laut Herstellerangabe nicht<br />
überschreiten und alles so fixieren, dass bei einer Vollbremsung<br />
nichts verrutschen oder herunterfallen kann.<br />
Durch eine gleichmäßige Gewichtsverteilung beim<br />
Beladen sorgen Motorradfahrer:innen dafür, dass sich<br />
Handhabung und Schwerpunkt der Maschine so wenig<br />
wie möglich verändern. Circa 45 Prozent der Achslast<br />
sollten auf dem Vorderrad liegen.<br />
Auslandsregelungen beachten<br />
In so manchen Ländern können spezielle Regelungen<br />
herrschen, die Urlauber kennen sollten. Die Helmpflicht<br />
gilt aber überall in der EU. In vielen Ländern müssen<br />
Motorradhelme darüber hinaus der ECE-22-Norm<br />
entsprechen. Zum Beispiel in Frankreich ist das Mitführen<br />
einer Warnweste Pflicht. In Dänemark dürfen<br />
Biker nicht nebeneinander fahren. Und in Tschechien<br />
darf ein Verbandkasten nicht fehlen.<br />
<br />
Quelle ERGO
Gemeinsam<br />
nachhaltig<br />
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* Gilt für Abschlüsse einmalig ab 250 kWh Jahresverbrauch<br />
** Die Preisgarantie bezieht sich auf den Energiearbeits- und<br />
Energiegrundpreis. Ausgenommen von der Preisgarantie<br />
sind die unter Ziff. 5 in den AGB genannten Kosten und Belastungen<br />
(z. B. Abgaben, Umlagen, Steuern, Netznutzung und<br />
Messstellenbetrieb) in der jeweils geltenden Höhe.<br />
Immer an deiner Seite
60 | Natur + Garten | Insekten-Buffet<br />
Es ist wichtig, den Garten das<br />
ganze Jahr über mit blühenden<br />
Pflanzen zu gestalten. Lavendel<br />
(Lavandula angustifolia) bietet<br />
Bienen und Schmetterlingen<br />
reichlich Futter.<br />
Damit es summt<br />
und brummt.<br />
Der Garten als Buffet für Insekten<br />
Dass viele Wildbienenarten, darunter wichtige bestäubende Insekten, alarmierend<br />
vom Aussterben bedroht sind, ist mittlerweile allgemein bekannt.<br />
Ebenso unentbehrlich für ein funktionierendes Ökosystem sind aber auch<br />
Käfer, Schwebfliegen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten. Um dem<br />
Schwund entgegenzuwirken, ist es wichtig, Insekten gezielt Lebensräume<br />
und Nahrung zu bieten, auch in Privatgärten. Jeder Quadratmeter zählt!<br />
Fotos BGL<br />
Insekten tragen maßgeblich zum Erhalt unserer grünen<br />
Umwelt bei. Durch ihre Bestäubungsarbeit sichern<br />
sie die Nahrungsgrundlage für Mensch und<br />
Tier; als Nützlinge haben sie entscheidende Bedeutung<br />
in der Forst- und Landwirtschaft. Sie tragen zur<br />
Fruchtbarkeit des Bodens bei und sind als Nahrungsquelle<br />
für andere Tiere essentiell.<br />
Wie wird mein Garten zum Buffet?<br />
Für die Förderung der Artenvielfalt sind Grünflächen<br />
mit ausreichend Nahrung und Nistmöglichkeiten<br />
entscheidend. Das lässt sich im eigenen Garten ganz<br />
einfach durch die Auswahl geeigneter Pflanzen umsetzen.<br />
Dazu gehören vor allem Gewächse, die über einen<br />
längeren Zeitraum blühen und reichlich Pollen und<br />
Nektar bieten, den Insekten nutzen können. Stark gefüllte<br />
Blüten, wie sie beispielsweise bei einigen Zuchtrosen<br />
vorkommen, sind ökologisch gesehen weniger<br />
wertvoll, da die Staubgefäße durch die üppige Blütenpracht<br />
von Bienen, Hummeln und Co. kaum erreichbar<br />
sind oder durch Züchtungen sogar ganz fehlen können.<br />
Stattdessen sollte man auf ungefüllte Blütenpflanzen<br />
zurückgreifen, wie etwa die Wildrose und andere Gehölze<br />
sowie Stauden. Es gibt jedoch auch Pflanzen, die<br />
nicht wegen ihrer Blüten, sondern anderer Vorzüge<br />
ökologisch sehr wertvoll sind – so zum Beispiel Gräser.<br />
Sie bieten ideale Nistplätze oder dienen selbst als<br />
Nahrung. Viele Raupen, wie die des Schachbrettfalters,<br />
sind auf Gräser angewiesen, aber auch Heuschreckenarten,<br />
wie das große Heupferd, ernähren sich gerne
Natur + Garten | 61<br />
von ihnen. Letztere bedienen sich zudem an Insektenlarven und kleinen<br />
Raupenarten, was sie zu tollen Nützlingen im Garten macht. Da nicht alle<br />
Insekten die gleichen Pflanzen bevorzugen, ist neben der richtigen Auswahl<br />
auch eine große Vielfalt entscheidend.<br />
Ganzjährig planen<br />
Gerade im Sommer kann das Nektar- und Pollenangebot rapide abnehmen.<br />
Wenn die frühblühenden Stauden sowie die Bäume und Sträucher<br />
verblüht sind und vielerorts die Rasenflächen regelmäßig abgemäht<br />
werden, bleibt oft wenig Buntes und Nützliches für Insekten<br />
übrig. Daher ist es umso wichtiger, den Garten das ganze Jahr über mit<br />
blühenden Pflanzen zu gestalten. In den heißen Monaten kann Lavendel<br />
(Lavandula angustifolia) eine große Hilfe sein. Diese mediterrane<br />
Pflanze ist nicht nur an die wärmer und trockener werdenden Sommer<br />
angepasst, sondern bietet auch Bienen und Schmetterlingen reichlich<br />
Futter – ebenso wie die Sonnenblume (Helianthus annuus), der Echte<br />
Quendel (Thymus pulegioides) und viele mehr.<br />
Heimisch hilft<br />
Wer unsere heimischen Insekten unterstützen will, greift am besten auch<br />
zu heimischen Pflanzen. Diese sind den Sechsbeinern vertraut, werden<br />
von ihnen bevorzugt und sind oft sogar unentbehrlich für sie. Viele Insekten<br />
sind auf bestimmte Pflanzenarten spezialisiert, ohne die ihr Überleben<br />
nicht möglich wäre. Ein Paradebeispiel ist die Glockenblumen-Scherenbiene,<br />
die exklusiv auf Glockenblumenarten angewiesen ist. Andere<br />
heimische Pflanzenarten, die besonders bienenfreundlich sind, sind der<br />
Ackerrittersporn (Consolida regalis) oder der Winterling (Eranthis hyemalis).<br />
Schmetterlinge hingegen lassen sich gerne auf der schönen Moschusmalve<br />
(Malva moschata) oder der Traubenskabiose (Scabiosa columbaria)<br />
nieder, während Schwebfliegen vor allem gelbe Blüten wie die der Sumpfdotterblume<br />
(Caltha palustris) bevorzugen. Wer genug Platz im Garten<br />
hat, kann auch eine „wilde Ecke“ schaffen – schon ein kleiner Bereich<br />
reicht dazu aus. Wichtig ist nur, dass dieser nicht gemäht und nur selten<br />
betreten wird, damit sich die Flora und Fauna dort frei entwickeln<br />
kann. Hier ist eine neue Sicht gefragt, denn einige Pflanzen, die viele eher<br />
als „Unkraut“ kennen, sind für Insekten oft eine wahre Delikatesse. Die<br />
Brennnessel zum Beispiel dient mehr als dreißig Schmetterlingsraupen als<br />
wichtige Nahrungsquelle – Bienen sowie Schmetterlinge sind regelmäßige<br />
Besucher von Klee. Darüber hinaus bieten unberührter Boden, ungeschnittene<br />
Gewächse und abgestorbene Pflanzenteile ungestörte Nistplätze<br />
und Platz zum Überwintern.<br />
Ausgewogenheit ist wichtig<br />
Eine vielfältige Auswahl an futterbietenden Pflanzen, die sorgfältig<br />
und standortangepasst zusammengestellt ist, bereichert nicht nur die<br />
Insektenwelt, sondern auch unser gesamtes Ökosystem und letztendlich<br />
auch das Wohlbefinden der Menschen. Bei diesem Thema wird jedoch<br />
oft übersehen, dass es nicht ausschließlich darum gehen muss,<br />
nur ökologisch wertvolle Pflanzen anzubauen. Es dürfen auch gefüllte<br />
Rosen, Pompon-Dahlien oder die exotische Fuchsie angepflanzt werden.<br />
In einem ausgewogenen Gartenkonzept wachsen nützliche und<br />
eher dekorative Pflanzen im Gleichgewicht.<br />
<br />
Informationen www.mein-traumgarten.de<br />
Es gibt Pflanzen, die nicht wegen ihrer<br />
Blüten, sondern anderer Vorzüge ökologisch<br />
sehr wertvoll sind – so zum<br />
Beispiel Gräser.<br />
Stark gefüllte Blüten sind ökologisch<br />
gesehen weniger wertvoll, ungefüllte<br />
Blütenpflanzen sind da besser.<br />
Wildbienen sind nur eine Gruppe von<br />
Insekten, die langsam verschwinden. Ebenso<br />
unentbehrlich für ein funktionierendes<br />
Ökosystem sind z. B. Schmetterlinge.
62 | Natur + Garten | Outdoor-Deko<br />
1<br />
2<br />
Schöne Sachen,<br />
die Freude machen<br />
Dekoratives für den Garten<br />
3<br />
Mal lugen Vögelchen aus einem Busch heraus, mal<br />
zaubern lustige Zwerge ein Lächeln ins Gesicht:<br />
Hübsche Kleinigkeiten, die die Blicke auf sich ziehen,<br />
werten jeden Garten auf.<br />
6<br />
Fotos Hersteller/Anbieter<br />
4 5<br />
7
Natur + Garten | 63<br />
Linke Seite<br />
1 Barloon Wetterfeste Lampions aus<br />
Stoff in vielen Farben<br />
2 Ella James Deko-Zweige mit<br />
„Solar-Blüten“<br />
3 Nobunto Draht-Schmetterling mit<br />
Rocailles-Perlen<br />
4 Talking Tables Tischlaterne aus<br />
Metall<br />
5 Festive Lights Outdoorleuchte mit<br />
LED-Farbwechsler<br />
6 Ella James Solar-Hängelämpchen<br />
in viele Farben zum Anklemmen<br />
7 Hoff Interieur Keramik-Übertopf<br />
bzw. -Vase mit plastischen „Früchten“<br />
Diese Seite<br />
1 Formano Dekoschilder für den<br />
Garten mit humorigen Botschaften<br />
2 Festive Lights Solarbetriebener<br />
Mini-Kaskaden-Brunnen<br />
3 Formano Schwirrende Kolibris am<br />
Stab aus bemaltem Metall<br />
4 Servus am Marktplatz Dekorative<br />
Keramikhühner<br />
5 Formano „Wasser“-sportliche<br />
Deko-Zwerge<br />
6 Nobunto Handgeflochtene Schalen<br />
aus Afrika<br />
7 Nobunto Von Hand bemalte Kerzen<br />
8 Linvosges Dekokissen mit<br />
maritimen Motiven und<br />
Stickereien<br />
1<br />
4<br />
2<br />
3<br />
5<br />
6 7 8
64 | Natur + Garten | Kannen-Upcycling<br />
Wer Kann(e), der kann …<br />
Upcycling für alte Gefäße<br />
Aus alten Kannen – ob Gieß- oder Kaffeekannen – kann noch etwas Schönes<br />
werden. Bemalt oder bepflanzt, als Vase oder als Vogelfutterstation: Mit<br />
etwas Geschick und wenigen Mitteln erhalten die Gefäße ein zweites Leben..<br />
Bemalte Gießkanne<br />
Eine gebrauchte Gießkanne aus Blech mausert sich zur Outdoor-<br />
Blumenvase. Zum Bemalen braucht man: Polyurethan-Acryllack<br />
für den Außenbereich in der Farbe Beige, Lumocolor Paint Marker<br />
Acrylstifte mit Rundspitze in den gewünschten Farben, je 1<br />
harten und weichen Bleistift, Klebestreifen und evtl. eine Motiv-<br />
Vorlage, wer nicht frei Hand malen möchte. Die Gießkanne sorgfältig<br />
reinigen und in trockenem Zustand außen vollständig mit<br />
dem Acryllack bemalen; gut trocknen lassen. Die Vorlage auf der<br />
Rückseite mit einem weichen Bleistift schraffieren, diese Seite<br />
an gewünschter Stelle auf die Kanne legen und alle Konturen mit<br />
der Spitze des harten Bleistifts übertragen. Dazu die Vorlage mit<br />
Klebestreifen fixieren. Alternativ ein Motiv mit dem harten Bleistift<br />
direkt auf das Gefäß aufzeichnen.<br />
Die Motivelemente nach Wunsch mit den Paint Marker Farben<br />
ausmalen; trocknen lassen. Schnittblumen hineingeben<br />
und dekorativ platzieren.<br />
Idee und Fotos Staedtler<br />
Bepflanzte<br />
Kannen-Galerie<br />
Eine Kanne ist schön, ganz viele Kannen sind noch schöner!<br />
In Reih und Glied machen bepflanzte Porzellan- oder Keramikkannen<br />
am meisten her. Eine ideale Verwertungsidee für<br />
Flohmarktfunde und „Erbgeschirr“!<br />
Foto deavita
Natur + Garten | 65<br />
Garten-Fee<br />
Hier hat die Kanne Gesellschaft bekommen.<br />
Farblich passende Porzellanvasen,<br />
-teller und -schüsseln mit Porzellankleber<br />
dekorativ aufeinandersetzen, den<br />
Fuß mit der Öffnung nach unten und<br />
über einen Stock stülpen, der fest im<br />
Boden verankert ist. Fertig ist das Deko-Objekt.<br />
Foto Mary, NetteTipps<br />
Kannen-Solitär<br />
Ganz einfach und ohne Schnickschnack:<br />
Manchmal hat von einem Service nur<br />
die Kanne überlebt, aber Form und<br />
Mus ter sind zu schade zum Wegwerfen.<br />
Dann einfach mit Wasser füllen<br />
und Blumen in passenden Farben reinstellen<br />
– voilà!<br />
Foto pinterest<br />
Kaffee mit „Schaum“<br />
Alte Steingut-Kaffeetassen werden als<br />
Gruppe zur dauerhaften Deko, wenn<br />
man dem Inhalt „Kronen“ aus Sukkulenten<br />
oder Kakteen verpasst. Am edelsten<br />
wirkt das Ganze, wenn man die<br />
Tassen aus einer Farbfamilie wählt. Bitte<br />
vor Regenwasser schützen, damit die<br />
Bepflanzung nicht ertrinkt.<br />
Foto pinterest<br />
Blech-Beauties<br />
Eine Beule hie und da spielt keine Rolle,<br />
ja sie verbreitet noch mehr Charme.<br />
Alte Henkelkannen aus Metall einfach<br />
mit Erde füllen und bepflanzen – in der<br />
Gruppe noch attraktiver!<br />
Foto decoist<br />
Futterstelle<br />
Handwerklich Begabte mit Bohrer können<br />
aus einer alten Kaffeekanne und passendem<br />
Teller eine überdachte Futterstelle<br />
für Vögel bauen. Die Porzellanteile<br />
mittig anbohren und mittels Schrauben<br />
und Muttern wie im Bild miteinander verbinden.<br />
Unten nach Wunsche ein Stück<br />
Treibholz als „Landefläche“ anschrauben.<br />
Auch schön ohne Futter drin<br />
Foto privat<br />
Edelrost macht Furore<br />
Und ist die Milchkanne auch noch so<br />
alt und löchrig – mit der passenden Bepflanzung<br />
mausert sie sich zum rustikalen<br />
Deko-Objekt. Schön vor Landhäusern<br />
in Kombination mit viel Holz <br />
Foto pinterest
66 | Vorschau + Impressum<br />
Vorschau<br />
Fotos<br />
Natalija Ribovic, Weihenstephaner,<br />
unsplash, Gordigear<br />
Shake it!<br />
Serie, Teil 2:<br />
Augsburg-Design<br />
Schnorcheln<br />
Van-Urlaub<br />
Impressum<br />
<strong>SchlossMagazin</strong><br />
10. Jahrgang ♦ www.schlossmagazin.com<br />
Das regionale Lifestylemagazin <strong>SchlossMagazin</strong><br />
erscheint in Kooperation mit dem Verlag<br />
Kastner AG<br />
Schloßhof 2–6 ♦ 85283 Wolnzach<br />
Tel. +49 (0) 8442 - 92 53 - 0 ♦ Fax +49 (0) 8442 - 22 89<br />
E-Mail: info@kastner.de<br />
www.kastner.de<br />
Anzeigenpreisliste:<br />
Es gilt die Anzeigenpreisliste Nr. 13, gültig seit 1. Januar <strong>2024</strong><br />
Layout:<br />
Martina Vodermayer<br />
www.martavictor.design<br />
Druck:<br />
Kastner AG<br />
Schloßhof 2–6 ♦ 85283 Wolnzach<br />
www.kastner.de<br />
Social Media:<br />
https://www.facebook.com/schlossmagazinbs<br />
Herausgeber:<br />
Raimund T. Arntzen<br />
Tel. 08251 - 8 88 08 - 52 ♦ arntzen@medienfusion-online.de<br />
Chefredaktion:<br />
Hannelore Eberhardt-Arntzen<br />
Tel. 08251 - 5 10 59 ♦ eberhardt.arntzen@medienfusion-online.de<br />
Weitere Mitarbeiter:innen dieser Ausgabe:<br />
Ricarda Dieckmann, Barbara Liebermeister, Sylvia Schaab<br />
Online-Redaktion: onlineredaktion@medienfusion-online.de<br />
Anzeigen / Marketingleitung:<br />
Raimund T. Arntzen<br />
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