Schulprogramm 2012 - Gutenbergschule Wiesbaden

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Schulprogramm 2012 - Gutenbergschule Wiesbaden

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Schulprogramm

der

Gutenbergschule, Wiesbaden

Gutenbergschule

Mosbacher Str. 1

65187 Wiesbaden


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort ................................................................................................................................................ 4

2. Die Schulprogrammarbeit an der Gutenbergschule, insbesondere nach der ersten Schulinspektion 5

3. Das Leitbild der Gutenbergschule ........................................................................................................ 8

4. Die Situation der Schule ....................................................................................................................... 9

4.01. Die unterrichtlichen Schwerpunkte.......................................................................................... 9

4.01.01. Fremdsprachen, deutsch-französisch bilingualer Zug, „Abi-Bac“, CertiLingua ................ 9

4.01.02. Musisch-künstlerisches Angebot .................................................................................... 11

4.01.03. Mathematik, Naturwissenschaften, MINT-EC, Wettbewerbe ....................................... 13

4.01.04. Die Gesellschaftswissenschaften, Studien- und Berufsorientierung ............................. 16

4.01.05. Sport, Schulsportzentrum, Partnerschule des Leistungssports, Sportklasse ................. 18

4.01.06. Fächerübergreifende Arbeitsgemeinschaften................................................................ 21

4.01.07. Wahlunterricht ............................................................................................................... 22

4.02. Die neuen Technologien ......................................................................................................... 23

4.03. Die Gymnasiale Oberstufe ...................................................................................................... 26

4.04. Das Gebäude und die räumliche Ausstattung ........................................................................ 26

4.05. Der Lebensraum Gutenbergschule ......................................................................................... 28

4.06. Die Ausbildungsschule ............................................................................................................ 28

4.06.01. Betreuung der Praktikanten ........................................................................................... 28

4.06.02. Referendariat .................................................................................................................. 29

4.06.03. Ausbilderinnen und Ausbilder ........................................................................................ 32

4.07. Die pädagogische Nachmittagsbetreuung ............................................................................. 32

5. Die Gutenbergschule auf einen Blick ................................................................................................. 34

6. Angaben der Gutenbergschule zu den Punkten................................................................................. 35

6.01. Unterrichtsarbeit .................................................................................................................... 35

6.02. Umsetzung der Kerncurricula ................................................................................................. 36

6.03. Schulmanagement .................................................................................................................. 37

6.04. Formen der Zusammenarbeit / Informationsfluss ................................................................. 39

6.05. Beratung und Betreuung ........................................................................................................ 41

6.06. Arbeit mit individuellen Förderplänen / Förderunterricht ..................................................... 44

6.07. Gesundheitsförderung ........................................................................................................... 46

6.08. Fortbildungsbedarf / Mitarbeitergespräche .......................................................................... 48

6.09. Lehrereinsatz und Personalentwicklung ................................................................................ 50

6.10. Grundsätze unseres Vertretungskonzeptes ........................................................................... 51

6.11. Evaluation ............................................................................................................................... 53

6.12. Abstimmung mit anderen Schulen ......................................................................................... 55

7. Ausblick und Ziele ............................................................................................................................... 56

7.01. Ausblick................................................................................................................................... 56

7.02. Ziele ........................................................................................................................................ 57

8. Externe Unterstützung der Schule beim Erreichen der dargelegten Ziele ......................................... 58

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Anlage 1 Übersicht über die MINT-Aktivitäten ..................................................................................... 61

Anlage 2 Übersicht über die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Europäischen Portfolio der

Sprachen (EPS) ............................................................................................................................................ 62

Anlage 3 Übersicht über das Schulsportzentrum – Standort Gutenbergschule ................................... 63

Anlage 4 Übersicht über die Angebote der französischsprachigen Schüleraustauschfahrten ............. 64

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1. Vorwort

Die Gutenbergschule ist bestrebt, ihren Schülerinnen und Schülern eine möglichst umfassende schulische Ausbil-

dung zu vermitteln, die sie befähigt, ihr späteres Leben in eigener Verantwortung erfolgreich zu gestalten.

Die Ziele dieser Arbeit können wie folgt zusammengefasst werden:

Unseren Schülerinnen und Schülern sollen die fachlichen und überfachlichen Kompetenzen nach den Bildungs-

standards und den Kerncurricula vermittelt werden.

Dazu notwendig ist:

- die Vermittlung von Fachwissen

- die Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken (Methodenkompetenz)

- die Vermittlung von Präsentationstechniken

- die Förderung der Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit

- die Gutenbergschule zu einem Lebensraum zu machen, in dem sich die Schülerinnen und Schüler wohl-

fühlen und erfolgreich lernen können (siehe Leitbild).

Die Schwerpunkte unseres Unterrichts sind:

- die Fremdsprachen, der deutsch-französische bilinguale Zug sowie das „Abi-Bac“

- die MINT-Fächer (Mathematik/Informatik/Naturwissenschaften/Technik)

- die Hinführung auf die Hochschul- und die Berufswelt

- der Sport

- die Angebote im musisch-künstlerischen Bereich.

Das vorliegende Schulprogramm zeigt auf, wie unsere Arbeit in der schulischen Praxis umgesetzt wird.

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2. Die Schulprogrammarbeit an der Gutenbergschule,

insbesondere nach der ersten Schulinspektion

Bereits zum Ende des Schuljahres 1997/1998 wurde in der erweiterten Schulleitung intensiv über die Frage disku-

tiert, ob man zum kommenden Schuljahr, also 1998/1999, bereits in die Schulprogrammarbeit eintreten solle und

wie dieser Schritt zu gestalten sei.

Einer Phase der Informationssammlung und des -austauschs im Kreise der Schulleitung folgte eine Diskussion in

der Gesamtkonferenz, die erwartungsgemäß kontrovers geführt wurde. Übereinstimmung bestand aber darin,

bereits im Schuljahr 1998/99 mit der Arbeit am Schulprogramm zu beginnen.

In einer Gesamtkonferenz am 7. Oktober 1998 wurde die Einrichtung einer Steuergruppe, die mit der Koordination

der Arbeit am Schulprogramm beauftragt wurde, beschlossen.

Auf der Grundlage einer umfassenden Bestandsaufnahme der schulischen Arbeit durch das Kollegium fand am

22.05.2000 an der Gutenbergschule eine pädagogische Konferenz mit dem Ziel statt, Schwerpunkte für die weitere

Arbeit am Schulprogramm zu diskutieren.

Es wurden Arbeitsgruppen zu folgenden Themenschwerpunkten gebildet:

- Unterrichtsarbeit

- Erziehungsarbeit

- Beratungs- und Betreuungsarbeit

- Schule und ihr Umfeld / Öffentlichkeitsarbeit

- Personalentwicklung: Schulklima

- Personalentwicklung: Gedankenaustausch / Fortbildung.

Ferner hatten sich das Kollegium, die Eltern- sowie die Schülerschaft intensiv mit der Erarbeitung eines Leitbildes

der Gutenbergschule beschäftigt, das am 27.09.2001 von der Schulkonferenz beschlossen und mit dessen Umset-

zung sofort im Schulalltag begonnen wurde.

Nach weiterer intensiver Arbeit wurde das Schulprogramm am 20.06.2002 dem Staatlichen Schulamt vorgelegt,

das am 09.09.2002 dem Programm „mit Dank und Anerkennung für die vom Kollegium geleistete Arbeit“ ohne

Einschränkungen zustimmte.

Die Schulprogrammarbeit wurde danach kontinuierlich weitergeführt und zwei Berichte zum Stand unserer Arbeit

dem Staatlichen Schulamt am 18.07.2003 sowie am 27.01.2005 zugesandt.

Da in jüngster Zeit eine Vielzahl von Veränderungen auf die Schule zukamen (zu nennen sind z. B.: die Verkürzung

des gymnasialen Bildungsgangs, das Landesabitur, die Umsetzung neuer Lehrpläne, der Oberstufenverordnung und

des Lehrerbildungsgesetzes, die Aufnahme der Gutenbergschule in das pädagogische Betreuungsprogramm des

Hessischen Kultusministeriums, die erfolgreiche Bewerbung als MINT-EC Schule und das verbindliche Erlernen von

zwei Fremdsprachen ab der Klasse 5), wurde es notwendig, auf der Grundlage einer erneuten umfassenden Be-

standsaufnahme, das Schulprogramm vollständig zu überarbeiten.

Dieser neuen Version unseres Schulprogramms stimmte die Schulkonferenz in ihrer Sitzung am 01. März 2007 zu.

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Nachdem die Schulinspektion vom 19. bis 22.08.2008 stattgefunden und charakteristische Merkmale der Schule

formuliert hatte, setzten sich Schulleitung und Steuergruppe mit den Ergebnissen der Schulinspektion auseinander

und legten Schwerpunkte der Schulentwicklung fest.

Festgestellte Verbesserungspotenziale waren insbesondere, dass ein ganzheitliches Fördern im Regelunterricht

nicht immer deutlich wurde (vergleiche Inspektionsbericht Seite 12).

In der Gesamtkonferenz vom 18.03.2009 wurde das Ergebnis der Schulinspektion sowie die bereits erfolgte Ausdif-

ferenzierung zur Fortführung der Schulprogrammarbeit dem Kollegium vorgestellt:

- Weiterentwicklung der Feedbackkultur und bestehender Instrumente

- Weiterentwicklung bestehender Förderkonzepte (insbesondere in den Fachgruppen)

- Formalisierte Verfahren zur Lernstandserhebung

- Ausschärfung der Rolle und der Aufgaben der Steuergruppe (im Nachgang zur Schulinspektion sowie in

der Vorbereitung im Vorfeld einer weiteren Schulinspektion).

Nach Beschluss der Gesamtkonferenz sollte die weiterführende Ausarbeitung in den Fachgruppen und in der Steu-

ergruppe erfolgen.

Die Steuergruppe initiierte einen pädagogischen Tag am 03.02.2011 an der Gutenbergschule mit dem Thema „In-

dividuelles Fördern“.

In folgenden Workshops unter der Leitung von Kolleginnen und Kollegen sowie externen Fachleuten wurde die

konkrete Umsetzung des Themas in der Schulrealität erarbeitet:

- Förderdiagnostik – Erhebung der individuellen Lernausgangslage

- Arbeiten mit dem Förderplan – Verwaltungsakt oder konstruktives Förderinstrument?

- Arbeiten mit dem Europäischen Portfolio der Sprachen (EPS) als Lernprozessbegleitung

- Leseförderung in der Schule

- Fördern in den Fachbereichen I und II durch Diagnosebögen

- Konkrete Methoden zum individuellen Fördern im Fach Mathematik

- LRS in der Schule – Fragen und Antworten

- Jungen in der Krise?

- Sportstacking

- Scientific literacy – Diagnose, Aufbau und Entwickelung von naturwissenschaftlichen Kompetenzen.

Es fand eine Evaluation des pädagogischen Tages statt, die Ergebnisse der einzelnen Workshops sind in Protokollen

festgehalten und konkrete Arbeitsergebnisse sind abrufbar:

- Standardisierte Erhebungsbögen zur Selbst- und Fremdeinschätzung sind angepasst und stehen bereit.

- Formulierungshilfen für individualisierte Förderpläne stehen zur Verfügung.

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- Eine gebündelte Materialiensammlung zum Europäischen Portfolio der Sprachen steht dem Fachkollegi-

um zur Verfügung.

- Ein schulspezifisches LRS Konzept ist erarbeitet und wird in den Fachschaften, auch den Fremdsprachen,

umgesetzt und weiterentwickelt.

- Ein Förderkonzept „Fit in Mathe“ wird kontinuierlich angewendet und weiterentwickelt.

- Das Angebot „Sportstacking“ ist Teil der Nachmittagsbetreuung und wird nachgefragt.

Ebenfalls abgeleitet aus dem formulierten Verbesserungspotenzial der Schulinspektion verfolgt die Steuergruppe

die Einleitung und Umsetzung weiterer Aktivitäten:

- Feedbackkultur: In den regelmäßigen Jahresgesprächen der Schulleitung mit den Kolleginnen und Kolle-

gen wird nachgefragt, ob und wie Feedback eingeholt wurde.

- Ausbau des Methodentrainings: In den Klassen 5 bis 8 wird das Methodentraining fachspezifisch ange-

bunden und im Klassenkollegium transparent gemacht.

- Vernetzung der Lehrkräfte: Ein Briefing der Jahrgangsteams der Klassen 5 zu Beginn des Schuljahres findet

durch die Schulleitung statt.

- Einsatz der Patenklassen neun in G8: Für die neuen 5. Jahrgänge sollen Kennenlern-, Wander- und Pro-

jekttage durchgeführt werden. Die Rolle und Verantwortlichkeit der Patenklassen sollen ausgeschärft und

gestärkt werden.

- Aufbau eines Schülermediatorenteams: Die Idee dieser Mediatorengruppe wurde angestoßen und ist um-

gesetzt. Das Mediatorenteam unter Leitung von Frau Dr. Claus kommt regelmäßig zum Einsatz.

- Zusammenschluss von G8/ G9: Eine Arbeitsgruppe „Oberstufe“ wurde eingerichtet. Die Mitglieder stam-

men aus allen Fachbereichen sowie der erweiterten Schulleitung, dem Oberstufenleiter. Im Rahmen der

konstituierenden Sitzung vom 17.08.2011 fand eine thematische Prioritätensetzung statt, wobei zwischen

kurzfristig, mittelfristig und langfristig zu behandelnden Arbeitsschwerpunkten unterschieden wurde.

Kurzfristig zu behandelnde Themen sind der Zusammenlauf G8/G9 (z. B. Vergleichsarbeiten, Kurswahlen),

die Stärkung und Ausschärfung der Rolle des Tutors, Auslandsaufenthalte in der E-Phase, Kursfahrten so-

wie der veränderte Raumbedarf. Mittelfristig zu behandelnde Themen sind die Übergangsfelder Schule –

Studium / Ausbildung – Beruf und als langfristig zu behandelnde Themen wurden die Themen Kurssystem

in der E-Phase und Identitätsbildung in den Klassen angesichts der Profilbildung in der E-Phase festgelegt.

Wir wollen auch in Zukunft die Schulprogrammarbeit an unserer Schule intensiv fortsetzen, sodass für unsere

Schülerinnen und Schüler und unsere Lehrerinnen und Lehrer die Gutenbergschule auch weiterhin ein Haus des

Lernens, Lehrens und Lebens bleibt.

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3. Das Leitbild der Gutenbergschule

An der Gutenbergschule wird in sehr vielfältiger Weise Unterrichts-, Erziehungs-, Beratungs- und Betreuungsarbeit

geleistet. Im Folgenden sind die Ziele unserer gemeinsamen Arbeit formuliert.

Die Gutenbergschule ist ein fünfzügiges Gymnasium mit den Jahrgangsstufen 5 bis 13 (5 bis 12 im achtjährigen

gymnasialen Bildungsgang). Es ermöglicht eine breit gefächerte und ausgewogene Ausbildung mit einer Vielzahl

besonderer Angebote.

Die Gutenbergschule bietet einen offenen und vielfältigen Lebensraum, in dem sich Schülerinnen, Schüler und

Lehrkräfte aufgrund des freundlichen und vertrauensvollen Schul- und Arbeitsklimas wohlfühlen. Dazu gehört,

dass von der Schulgemeinde erarbeitete Verhaltensgrundsätze und Regeln eingehalten werden. Die Eltern unter-

stützen dies durch konstruktive Mitarbeit, auch im häuslichen Umfeld.

Die Gutenbergschule ist eine Schule, in der intensiv gelernt und gearbeitet wird, wo Freude am Lernen wachsen

kann, wo Umwege und Fehler erlaubt und unterschiedliche Betrachtungsweisen erwünscht sind. Außerschulische

Lern- und Erfahrungsorte werden genutzt und internationale Beziehungen gefördert.

An der Gutenbergschule werden die Schülerinnen und Schüler durch Vermittlung von Sach- und Methodenkompe-

tenz, durch fächerverbindendes und fächerübergreifendes Lernen, durch gezieltes Kommunikationstraining und

durch die Ausbildung in Informationstechnologien auf die Anforderungen in Hochschule, Gesellschaft und Beruf

vorbereitet.

An der Gutenbergschule arbeiten Eltern, Lehrkräfte, Schulleitung, externe Erziehungsfachleute, Schülerinnen und

Schüler eng zusammen. Dabei wird ständig eine Kultur der Kommunikation und Konfliktbewältigung zwischen und

innerhalb der einzelnen Gruppen der Schulgemeinde weiterentwickelt.

Die Schulgemeinde der Gutenbergschule legt besonderen Wert darauf, die soziale Kompetenz und Verantwortung

der Schülerinnen und Schüler zu fördern. Das Ziel ist gegenseitiges Verständnis, friedlicher Austausch und Wert-

schätzung im kleinen wie im globalen Lebensraum.

An der Gutenbergschule werden Schülerinnen und Schüler gemäß ihren Begabungen gefördert. Sie sollen sich so

entwickeln, dass sie selbstständig, verantwortlich und erfüllt leben können. Im Sinne einer ganzheitlichen Persön-

lichkeitsentwicklung werden deshalb kognitive, emotionale und ästhetische Faktoren gleichermaßen berücksich-

tigt.

An der Gutenbergschule werden Schülerinnen, Schüler und deren Eltern intensiv beraten, auch im Hinblick auf

Studium und Beruf.

Die Gutenbergschule wird getragen durch die aktive Mitarbeit und das Engagement der Lehrenden und Lernenden.

Dies führt zu einem guten Schulklima und stärkt die Identifikation mit der Schule.

Das Kollegium der Gutenbergschule bildet sich sowohl fachlich als auch im Hinblick auf neue Lehr- und Lernmetho-

den fort und reflektiert die eigene Unterrichtsarbeit kritisch.

Die Schulleitung der Gutenbergschule schafft durch organisatorische Maßnahmen die Grundlage für die erfolgrei-

che Umsetzung des Leitbildes der Schule.

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4. Die Situation der Schule

4.01. Die unterrichtlichen Schwerpunkte

4.01.01. Fremdsprachen, deutsch-französisch bilingualer Zug, „Abi-Bac“,

CertiLingua

Fremdsprachenangebot und Fremdsprachenfolge

Seit dem Schuljahr 2006/2007 ist auch an der Gutenbergschule der verkürzte achtjährige gymnasiale Bildungsgang

(G8) eingeführt worden. Ab diesem Zeitpunkt erlernen erstmals alle Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5

bereits die beiden Fremdsprachen Französisch und Englisch. Das Modell „Zwei Fremdsprachen ab Jahrgangsstufe

5“ wurde eingeführt, um den besonderen Stellenwert des Faches Französisch an unserer Schule zu bewahren und

um beide Fremdsprachen als gleichwertiges Angebot bis zum Abitur zu etablieren.

Italienisch, Latein, Russisch und Spanisch werden im Rahmen des Wahlunterrichts als dritte Fremdsprache ab Jahr-

gangsstufe 8 angeboten. In Latein besteht die Möglichkeit das Latinum zu erwerben.

Neben dem Angebot Russisch als dritte Fremdsprache im Wahlunterricht neu zu erlernen, bietet die Gutenberg-

schule seit vielen Jahren für Aussiedlerkinder die Möglichkeit an, Russisch als anerkannte erste oder zweite Fremd-

sprache fortzuführen. Dieser zentral an der Schule durchgeführte Russischunterricht ist eine gute Möglichkeit,

Aussiedlerkindern mit kaum ausreichenden deutschen Sprachkenntnissen und oft unzureichenden Kenntnissen in

den geforderten Fremdsprachen, den schwierigen Übergang in das deutsche Schulwesen zu ermöglichen.

Europäisches Portfolio der Sprachen (EPS)

Ab der Jahrgangsstufe 5 werden die Schülerinnen und Schüler in die Arbeit mit dem Fremdsprachenportfolio ein-

geführt. Ziel ist es, einerseits das Fremdsprachenlernen zu dokumentieren und andererseits den Schülerinnen und

Schülern die Möglichkeit zu geben, ihren Lernprozess selbst zu steuern und zu reflektieren. Das EPS als ständiger

Lernbegleiter soll die Schülerinnen und Schüler zu mehr Selbstverantwortung für den eigenen Lern- und Arbeits-

prozess führen und sie darüber hinaus für das Sprachenlernen sensibilisieren. Die Arbeit mit dem Portfolio wird

schrittweise in die Unterrichtsarbeit in Französisch und Englisch integriert und in den dritten Fremdsprachen fort-

geführt.

Bilingualer Zug

Ab der Jahrgangsstufe 7 besteht die Möglichkeit, den bilingualen (zweisprachigen) deutsch-französischen Zug zu

besuchen. Im bilingualen Zug werden in den Jahrgangsstufen 7 bis 9 die Sachfächer Erdkunde (Jahrgangsstufe 7),

Geschichte (Jahrgangsstufe 8) und Politik und Wirtschaft (Jahrgangsstufe 9) zunächst phasenweise, später über-

wiegend in französischer Sprache unterrichtet.

Um am Ende der Schullaufbahn das bilinguale Zusatzzertifikat zu erhalten, muss in der gymnasialen Oberstufe in

der Einführungsphase ein bilingualer Geschichtskurs besucht werden. In der Qualifikationsphase ist der Besuch des

Leistungskurses in Französisch sowie des bilingualen Grundkurses in Geschichte verpflichtend. In Geschichte muss

eine schriftliche oder mündliche Abiturprüfung abgelegt werden.

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AbiBac

Seit Beginn des Schuljahres 2007/2008 ist unsere Schule eine von fünf hessischen „AbiBac-Schulen“. Es handelt

sich hierbei um eine Doppelqualifikation, da neben der deutschen Allgemeinen Hochschulreife auch das französi-

sche Abitur („Baccalauréat“) in einer zusätzlichen Prüfung erworben wird. Dieser Doppelabschluss bildet die kon-

sequente Fortführung des bilingualen Unterrichts in der Mittelstufe.

Schülerinnen und Schüler, die mit Beginn der gymnasialen Oberstufe „AbiBac“ gewählt haben, werden in der Ein-

führungsphase in einer Klasse („AbiBac-Klasse“) zusammengefasst. Der Französischunterricht ist in dieser Klasse

fünfstündig, die Sachfächer Geschichte sowie Politik und Wirtschaft werden dreistündig in französischer Sprache

unterrichtet. Unsere Partnerschule auf französischer Seite ist das renommierte „Lycée Janson de Sailly“ in Paris. In

der Einführungsphase findet jedes Jahr eine thematisch ausgerichtete Drittortbegegnung der „AbiBac-Klassen“

beider Partner statt.

In der Qualifikationsphase müssen die Schülerinnen und Schüler Französisch als Leistungsfach wählen sowie die

Grundkurse Geschichte und Politik und Wirtschaft in französischer Sprache belegen.

Nach dem Bestehen der deutschen Abiturprüfung gemäß Oberstufenverordnung, erfolgt eine zusätzliche mündli-

che Prüfung im Leistungsfach Französisch vor einer französischen Prüfungskommission. Bei bestandener Prüfung

wird dem Prüfling das französische „Baccalauréat“ zuerkannt. Schülerinnen und Schüler, die das „AbiBac“ erwor-

ben haben, sind bei der Wahl eines Studienplatzes in Frankreich den französischen Schülerinnen und Schülern

vollständig gleichgestellt.

CertiLingua Exzellenzlabel für Mehrsprachigkeit

Seit 2009 können Schülerinnen und Schüler das Exzellenzlabel CertiLingua mit dem Abiturzeugnis erwerben. Als

Zulassungsvoraussetzung müssen sie im Verlauf der Oberstufe folgende Qualifikationen nachweisen: Sehr gute bis

gute Leistungen in zwei modernen Fremdsprachen (Niveau B2), bilingualer Unterricht in der Oberstufe und gute

Kenntnisse in Politik und Wirtschaft, hier insbesondere im Bereich der internationalen Beziehungen (Q3). Darüber

hinaus muss ein Auslandspraktikum oder ein Austausch in der gymnasialen Oberstufe durchgeführt und mit einem

Projektbericht reflektiert werden. In Hessen gibt es zurzeit 21 CertiLingua-Schulen.

Internationale Sprachenzertifikate in Französisch, Englisch und Russisch

In Französisch bietet die Schule seit mehreren Jahren für interessierte Schülerinnen und Schüler DELF-Prüfungen

(diplôme d’etudes en langue française) an und zwar für die Niveaustufen A2 bis B2. Etwa 40 Schülerinnen und

Schüler werden pro Jahr in schuleigenen Kursen auf diese Prüfungen vorbereitet. Die Prüfung findet extern in der

„Maison de France“ in Mainz statt.

In Englisch können die Schülerinnen und Schüler zwei verschiedene Stufen der Cambridge ESOL (English for Spea-

kers of other Languages) Zertifikate erwerben. In der Einführungsphase kann nach Teilnahme an einem einstündi-

gen Vorbereitungskurs das FCE (First Certificate in English, Niveau B2) in einer externen Prüfung abgelegt werden.

Im ersten Jahr der Qualifikationsphase wird ein Kurs zum Erwerb des höherwertigen CAE (Certificate in Advanced

English, Niveau C1) angeboten. Die externen Prüfungen werden mit Unterstützung der VHS Mainz durchgeführt.

In Russisch kann seit kurzem das Zertifikat TKRI abgelegt werden. Im ersten Durchgang 2011 meldeten sich 18

Schülerinnen und Schüler an. In Italienisch ist es das CILS-Diplom.

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Austauschfahrten

Mit den ausländischen Partnerschulen werden regelmäßig Schüleraustauschfahrten durchgeführt. Ziel dieser Fahr-

ten ist es die fremdsprachlichen Kenntnisse zu verbessern und das jeweilige Land kennen zu lernen.

Zum Programm der Gutenbergschule gehören derzeit Austauschfahrten nach Montreux (Schweiz), Paris, Artemare

(Frankreich), Gemmenich (Belgien), St. Petersburg (Russland) und Rom (Italien). Der USA-Austausch mit der Dover

High School (NJ) findet nur alle 3 bis 4 Jahre statt.

Wettbewerbe

Die Gutenbergschule nimmt regelmäßig in mehreren Fremdsprachen am Bundeswettbewerb Fremdsprachen teil

und hat hier in den letzten Jahren im Gruppenwettbewerb der Mittelstufe in Französisch und Russisch mehrfach

Bundespreise gewonnen. Im Einzelwettbewerb gab es in der Mittelstufe mehrere Landessieger und im Mehrspra-

chenwettbewerb der Oberstufe auch Bundessieger, die in die Studienstiftung des Deutschen Volkes aufgenommen

wurden.

Fachräume für Fremdsprachen

Im Schuljahr 1999/2000 wurde in Zusammenarbeit mit dem französischen Konsulat ein CDI (Centre de documenta-

tion et d’information) eingerichtet, welches als Arbeitsbibliothek mit Internetzugang und Videoanlage den Schüle-

rinnen und Schülern für Fremdsprachenprojekte zur Verfügung steht.

Mit Hilfe der Möllgard-Stiftung hat die Schule im Jahr 2001 einen mit modernen Technologien ausgestatten Ar-

beitsraum („russkij Kabinett“) für die Fremdsprache Russisch aufgebaut.

Seit dem Schuljahr 2010/11 haben die Fachschaften Italienisch und Latein einen kleinen Unterrichtsraum als ge-

meinsamen Stützpunkt, der multimedial ausgestattet ist und zur Projekt- und Unterrichtsarbeit in Kleingruppen

verwendet wird.

Französisch am Nachmittag (FaN) für Grundschüler der vierten Klassen

Um Schwellenängste abzubauen, bietet unsere Schule seit 2006 Schnupperkurse für Grundschüler an, in denen die

Kinder einen spielerischen Zugang zur französischen Sprache erhalten. Dieses Angebot wird sehr gut angenom-

men, so dass mittlerweile pro Halbjahr zwei oder drei Parallelkurse stattfinden.

4.01.02. Musisch-künstlerisches Angebot

Besondere Schwerpunkte legt die Gutenbergschule auf den musisch - künstlerischen Bereich.

Orchester

Seit 35 Jahren wird an der Gutenbergschule eine intensive Orchesterarbeit gepflegt. Jährlich finden mehrere Auf-

tritte, zwei öffentliche Konzerte und zwei Probenfahrten statt.

Zurzeit sind ca. 80 Instrumentalisten der Jahrgangsstufen 4 bis 13 in vier klassenübergreifenden Orchestergruppen

aktiv: Bläser und Streicher ab Klasse 7 musizieren im Hauptorchester, fortgeschrittene Streicher und Solisten im

Kammerorchester. Alle Schülerinnen und Schüler, die bereits Unterricht in einem Orchesterinstrument haben,

können ab Klasse 5 im Vororchester mitspielen. Im Rahmen der Grundschulkooperation „Vier beginnt“ erhalten

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interessierte Grundschulinstrumentalisten im Schnupperorchester seit 2010 einen aktiven Einblick ins Ensemble-

spiel. Die Mitglieder von Vor- und Schnupperorchester nehmen bereits an allen Konzerten teil.

Gelegenheit Orchesterinstrumente kennen zu lernen und auszuprobieren bieten die Präsentation „Orchester zum

Anfassen“ am Tag der offenen Tür (für Viertklässler) und die Instrumentenvorstellung zu Beginn der Jahrgangsstu-

fe 5. Das Gutenbergorchester ist Mitglied der Jeunesses Musicales Deutschland.

Chor

Die Gutenbergschule hat zwei Chöre: den Kinderchor für die Klassen 5 und 6 und den Jugendchor von Klasse 7 bis

13. Diese Chöre geben zweimal im Jahr ein gemeinsames Konzert, bei dem sowohl „klassische“ Chorwerke als auch

internationale Chormusik und Popsongs auf dem Programm stehen. Die Chöre proben wöchentlich.

Chanson-AG

Im Schuljahr 2009/10 wurde die Chanson-AG ins Leben gerufen, die jedes Schuljahr einen Chansonabend gestaltet.

Dabei werden deutsche, französische sowie englischsprachige Chansons und Musical-Songs szenisch dargeboten.

Die Chanson-AG ist für Schülerinnen und Schüler der Klassen 9 bis 13 bestimmt und probt projektweise.

Schulband

Seit 1994 besteht die Schulband „G-Flat“, die ein buntes Repertoire von neuen und alten Hits, vorwiegend aus den

Bereichen Soul, Rock und Funk spielt. Die Entwicklung von Spielfreude, Kreativität und Selbstvertrauen, individuel-

len musikalischen Fertigkeiten im Rahmen des Zusammenspiels und viel Spaß sind Schwerpunkte der Bandarbeit.

Darstellendes Spiel

Im Wahlunterricht der Klassen 8 und 9 wird seit dem Schuljahr 2000/01 das Fach „Darstellendes Spiel“ angeboten.

In diesem Fach lernen die Schülerinnen und Schüler, ihre körperliche und sprachliche Ausdrucksfähigkeit im Zu-

sammenhang mit Raum und Bewegung zu entwickeln und eigene Darstellungsformen zu finden. Grundlegende

Kenntnisse des Theaterspiels werden erarbeitet, die Voraussetzungen für eigene Kreativität sind. Die Probenarbeit

ist Gruppenarbeit und fördert Kooperation, Disziplin, Toleranz und Kritikfähigkeit. Am Ende eines jeden Schuljahres

steht die Inszenierung eines Stückes, im Schuljahr 2010/11 die Märchen-Collage „Best of Grimms“. Die Auswahl

des Stückes ist jeweils von der Interessenlage der Gruppe abhängig. Ein Höhepunkt ist jedes Jahr die Teilnahme an

den Schultheatertagen, die vom Wiesbadener Staatstheater durchgeführt werden.

Im Fach „Darstellendes Spiel“ sollen die Schülerinnen und Schüler in erster Linie die eigenen kreativen Möglichkei-

ten entwickeln, um dann einem Publikum etwas zu vermitteln oder es zu unterhalten.

Theaterwerkstatt

Aufgabe und Sinn der Theaterwerkstatt sind Planung, Durchführung und Begleitung schulinterner Bühnenarbeit.

Dazu werden Kulissen, Requisiten und Kostüme von Schülerinnen und Schülern aller Altersgruppen in den Werk-

räumen der Schule hergestellt. Die 2 oder 3 stündige Arbeitsgemeinschaft hat in den letzten Jahren die Aufführun-

gen der Chorprojekte ausgestattet, das Improvisationstheater der Klassen 5 bis 7, die Theater-AG und die Projekte

des Darstellenden Spiels unterstützt. Im Rahmen des Nachmittagsangebotes können Schülerinnen und Schüler der

Klassen 5 und 6 ebenfalls hier Kurse wählen. Individuell gefördert werden künstlerische und handwerkliche Fähig-

keiten. Die Beiträge zur Gestaltung des Schulgebäudes und der Mensa tragen zur Identifikation mit der Schule bei.

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Die Leitung wird im Rahmen des Kunstunterrichts von einem Fachlehrer übernommen, zurzeit ist dies Frau Kauf-

mann-Ehses.

4.01.03. Mathematik, Naturwissenschaften, MINT-EC, Wettbewerbe

Der naturwissenschaftlich-technische Fortschritt unserer Gesellschaft führt zu einer Veränderung der Strukturen

und der Werteorientierungen. Die naturwissenschaftlichen und technischen Entwicklungen der letzten Jahrzehnte

verlangen von allen Mitgliedern der Gesellschaft ein hohes Maß an Flexibilität und das Lösen einer Vielzahl von

Problemen. Die Entwicklungen der Naturwissenschaften und Technik führen zu einer Umstrukturierung des Ar-

beitsmarktes, immer mehr Berufsfelder sind naturwissenschaftlich fundiert.

Besonders die Schulen sind von dieser gesellschaftlichen Veränderung betroffen. Eine Erkenntnis dieses Wandels

muss dazu führen, die Bedeutung der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) in der

Schule zu stärken und die Förderung der Jugendlichen intensiv zu betreiben.

Die Förderung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts ist daher ein wichtiges Anliegen der Guten-

bergschule. Durch die seit dem Jahr 2008 bestehende Mitgliedschaft im Verein MINT-EC, einem Netzwerk von 147

Schulen aus ganz Deutschland, die sich durch besondere Förderung Ihrer Schüler im mathematisch-

naturwissenschaftlichen Bereich auszeichnen, wird dies in besonderem Maße deutlich.

Ziel des mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterrichts ist es, die Neugierde und das Interesse unserer jungen

Schülerinnen und Schüler an diesen Fächern zu wecken. Dazu wird das reguläre Lehrplanangebot an der Guten-

bergschule in vielfältiger Weise ergänzt.

Naturwissenschaften: Biologie, Chemie, Physik

Im Schuljahr 2009/10 wurde ein naturwissenschaftlicher Projekttag für die fünften Klassen eigeführt, an dem sich

die Schülerinnen und Schüler über einen ganzen Vormittag in einem Projekt intensiv mit einem naturwissenschaft-

lichen Thema auseinandersetzen können.

Der reguläre Unterricht in Biologie, Chemie und Physik ist durch intensives experimentelles Arbeiten in der Unter-

und Mittelstufe geprägt. Durch das unterrichtliche Experimentieren in kleinen Gruppen (2 bis 4 Schüler) wird eine

unmittelbare Auseinandersetzung mit dem Lerninhalt erreicht.

Dass dieser Ansatz erfolgreich ist, zeigt sich darin, dass regelmäßig Arbeitsgruppen in Biologie, Chemie und Physik

im Wahlunterricht der Jahrgangsstufen 8 und 9, eine MINT-Klasse in der Einführungsphase und Leistungskurse in

der Oberstufe in allen drei Naturwissenschaften angeboten werden können.

Mathematik

Im Mathematikunterricht hält die Gutenbergschule für ihre Schülerinnen und Schüler von Beginn an Unterstüt-

zungsangebote bereit. Bestehende Stärken aber auch Schwierigkeiten werden erkannt und durch das bestehende

Förderkonzept (vgl. 6.06) erfahren die Schüler entsprechende Unterstützung.

Außerdem werden die digitalen Medien regelmäßig im Mathematikunterricht eingesetzt (z. B. DERIVE, EUKLID),

wobei jeder Schülerin und jedem Schüler in der Regel ein eigener Computer-Arbeitsplatz zur Verfügung steht.

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Informatik

Um eine sinnvolle Arbeit mit dem Computer zu gewährleisten, begleitet die Gutenbergschule sowohl die Schüle-

rinnen und Schüler als auch die Eltern von Beginn an. Hierzu findet ein verbindlicher Elternabend für alle Eltern der

Klassen 5 in der zweiten Schulwoche zum Thema Jugendmedien-Schutz statt, welcher durch eine Veranstaltung für

alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 ergänzt wird.

IT-Ausbildung an der Gutenbergschule seit dem Schuljahr 2010/2011

Die Gesamtkonferenz hat ein Medienkonzept mit einem verpflichtenden Umfang von 41 Stunden in den Klassen 5

bis 7 und von 6 fakultativen Stunden für die Jahrgangsstufe 9 beschlossen. Hier ein Überblick:

Klasse 5

(nach Herbstferien)

Klasse 6

(nach Sommerferien)

Klasse 7

(nach Weihnachtsferien)

Klasse 9

(fakultativ)

was? wer?

IT-EINFÜHRUNGSTAGE

(1 Std.) Einstieg im Klassenraum

(2 Std.) Einführung LANiS

(2 Std.) Datei-Handling

(2 Std.) Einführung Word

(2 Std.) Einführung Excel

(2 Std.) Jugendmedienschutz

IT-FACHTAGE

(3 Std.) Allgemeines

(9 Std.) Fächer

PRÄSENTATIONSTAGE

(6 Std.) Präsentationstechniken wie Methodentraining

(6 Std.) Powerpoint Schulung

(6 Std.) Feinarbeit,

Präsentieren (Klassenraum)

IT-STUDIENTAG

Studientag im PC-Raum mit 3-4 Fächern in Vorbereitung

auf die Oberstufe

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EDV-Lehrkraft

EDV-Lehrkraft

EDV-Lehrkraft

EDV-Lehrkraft

MA-Lehrkraft

EDV-Lehrkraft

EDV-Lehrkraft

Fach-Lehrkräfte

Fach-Lehrkraft

EDV-Lehrkraft

EDV-Lehrkraft, Fach-Lehrkraft

Fach-Lehrkräfte, Klassenleitung

Ergänzend werden digitale Handouts für Schülerinnen und Schüler (allgemeines Worddokument, LANis) bereitge-

stellt und die Lehrkräfte im Umgang mit LANiS (dem pädagogischen Netzwerk) und den interaktiven Whiteboards

geschult. Seit 2010 gibt es auch eine Multiplikator-Schulung (Mediensprechstunde).

Weitere begleitende Maßnahmen sind die jährlichen Einführungselternabende, die Information der neuen fünften

Klassen und die Lehrkräftefortbildungen zum Thema Jugendmedienschutz.


Diese Kenntnisse können die Schülerinnen und Schüler bei der Anwendung geeigneter Software im regulären Un-

terricht anwenden, sie können die erworbenen Grundkenntnisse aber auch im Rahmen von Informatik-Kursen in

den Jahrgangsstufen 8 und 9 oder im Informatikunterricht der Oberstufe erweitern. Die Lernenden profitieren

natürlich auch bei anderen Wettbewerben von der fundierten Ausbildung, zum Beispiel in Präsentationstechniken.

Wettbewerbe

Regelmäßig nehmen unsere Schülerinnen und Schüler sehr erfolgreich an den hessischen und bundesweiten Ma-

thematik- und naturwissenschaftlichen Wettbewerben (z. B. „Jugend forscht“, p&g MINT-Award, Kängugru-

Wettbewerb) teil. Im IT-Bereich sind das „Informatik-Biber“, „Intel Leibniz Challenge“ und die „Informatikolympia-

de“. So stellte die Gutenbergschule im Jahr 2009 einen der Bundessieger.

Seit dem Schuljahr 2009/10 werden zudem besondere naturwissenschaftliche Schülerarbeiten an der Gutenberg-

schule und die beste Abiturientin bzw. der beste Abiturient in den MINT-Fächern mit dem Dr. Peter Pagé-Preis in

Höhe von insgesamt jeweils 1000 € ausgezeichnet.

Zusätzliche Angebote

Um mehr Schülerinnen und Schüler für die naturwissenschaftlichen und technischen Studiengänge zu gewinnen,

versucht die Schule durch besondere Angebote wie z. B. Workshops, Vorträge, Vorlesungen, Praktika an Hochschu-

len, das Interesse für die Naturwissenschaften zu wecken.

Durch die Mitgliedschaft im Verein MINT-EC kann die Gutenbergschule einzelnen Schülerinnen und Schülern zu-

dem die Möglichkeit zur Teilnahme an nationalen und internationalen MINT-Camps ermöglichen.

MINT-EC Schule: Die Gutenbergschule als Mitglied des Vereins MINT-EC „mathematisch - naturwissenschaftli-

ches Excellence - Center“

Auf Initiative der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände wurde der Verein mathematisch-

naturwissenschaftlicher Excellence-Center an Schulen e.V. (Verein MINT-EC) im Jahr 2000 mit Sitz der Geschäfts-

führung in Berlin gegründet. Ziel des Vereins, dem inzwischen bundesweit 147 Mitgliedsschulen angehören, ist es,

mehr Schülerinnen und Schüler für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik, die „MINT-Fächer“,

zu begeistern. Der Verein bietet Exkursionen, Wettbewerbe, Gesprächsrunden und Projekte an, die Schülerinnen

und Schüler an die Naturwissenschaften heranführen und im Wettbewerb mit Schülerinnen und Schülern aus an-

deren Bundesländern zu besonderen Leistungen motivieren sollen. Er bietet die Teilnahme an Schülercamps und

Fortbildungskurse für Lehrer an.

Folgende Punkte sind dem Verein ein besonderes Anliegen:

- Förderung von begabten Schülerinnen und Schülern

- Gewinnung von Schülerinnen für mathematisch-naturwissenschaftliche Ausbildungen und Studiengänge

- Aufbau von Kooperationsnetzwerken mit Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen

- Stärkung des Schulmanagements und Beförderung des Wettbewerbs sowie Kooperationen zwischen den

Schulen

- Weiterbildung der MINT-Fachlehrerinnen und –lehrer.

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Die zahlreichen Aktivitäten im naturwissenschaftlichen Fachbereich der Gutenbergschule und die jahrelangen

Bemühungen um die Naturwissenschaften bewogen die Fachgruppen Mathematik, Physik, Chemie, Biologie und

Informatik Ende des Jahres 2004 dazu, sich mehrheitlich für eine Bewerbung der Gutenbergschule um die Mit-

gliedschaft im Verein MINT-EC auszusprechen.

Viele Kolleginnen und Kollegen trugen zu der Bewerbung durch detaillierte schriftliche Beiträge über ihre Arbeits-

bereiche bei. Schulelternbeirat und Schülervertretung unterstützten es, den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt,

für den die Kolleginnen und Kollegen durch ihre Arbeit verantwortlich sind, durch eine MINT-Mitgliedschaft zu

etablieren. Mit der Bewerbung verknüpften sich Erwartungen und Ziele:

- neue Kontakte zu Hochschulen und Betrieben, Vermittlung von Praktika

- Weiterbildung für MINT-Lehrkräfte

- Förderung von begabten Schülerinnen und Schüler

- Teilnahme an Schülercamps

- Bereitstellung von Geldern für Unterrichtsprojekte und naturwissenschaftliche Geräte

- Bereitstellung einer halben Lehrerstelle durch das Land Hessen

- Förderung einer Wettbewerbskultur

Die Gutenbergschule wurde 2007 als MINT-Schule im Stadium der Anwartschaft in den Verein MINT-EC aufge-

nommen und ist seit 2008 vollständiges Mitglied. Die Mitgliedschaft ist auf drei Jahre beschränkt, danach muss

sich die Schule neu bewerben. Durch die erfolgreiche Teilnahme am SIEMENS-Award im Jahr 2011 wurde die Mit-

gliedschaft bis 2014 verlängert.

Wir wollen den naturwissenschaftlichen Schwerpunkt unserer Schule weiter auszubauen. Um dieses Ziel zu errei-

chen, bieten wir insbesondere in der Sekundarstufe I für die Schülerinnen und Schüler Möglichkeiten an, sich im

naturwissenschaftlichen Bereich neben dem herkömmlichen Unterricht weitere Kenntnisse anzueignen.

Die MINT-Aktivitäten der Gutenbergschule lassen sich in vier verschiedene Bereiche einordnen:

- Neugierde und Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern wecken z. B. durch intensives experi-

mentelles Arbeiten in der Unter- und Mittelstufe

- Besondere Förderung über die Unterrichtsinhalte hinaus z. B. bei der Förderung von Mädchen in den

MINT-Fächern

- Aufrechterhaltung und Schaffen neuer außerschulischer Kontakte

- Entwicklung neuer Lernstrategien.

4.01.04. Die Gesellschaftswissenschaften, Studien- und Berufsorientie-

rung

Die Gesellschaftswissenschaften umfassen die Fächer Geschichte, Politik und Wirtschaft, Erdkunde, katholische

und evangelische Religion sowie Ethik.

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In diesem Fächerkanon nehmen Geschichte, Religion und Ethik eine exponierte Stellung ein, da sie durchgängig ab

der Klassenstufe 5 bis zum Abitur in Jahrgangsstufe 12 belegt werden müssen und nicht abwählbar sind.

Die Gutenbergschule erfüllt die ministeriellen Vorgaben für das Fach Ethik und unterrichtet Schüler ohne konfessi-

onelle Zugehörigkeit bereits mit dem Eintritt in die Jahrgangsstufe 5 im Fach Ethik.

Außerschulische Lernorte und Gedenkstättenfahrten.

An der Gutenbergschule wird den Schülern die Möglichkeit geboten, außerschulische Lernorte zu besuchen. Diese

Besuche sind vor allem im Fach Geschichte verankert. Dabei erleben die Schüler „vor Ort“ eine andere Wahrneh-

mung und Vermittlung von historischem Stoff. Historische Lernorte sind z. B. Orte des Gedenkens der Schrecken

des nationalsozialistischen Regims. Ebenso gestalten unsere Schülerinnen und Schüler regelmäßig Gedenkfeiern

für die Opfer der Verbrechen des nationalsozialistischen Regimes mit.

Im Schuljahr 2009 hat die Fachschaft Geschichte eine Gedenkstättenfahrt implementiert. Die Gedenkstättenfahrt

soll den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit geben, Geschichte möglichst direkt an historischen Orten zu

erfahren und zu erforschen. Ziele der Gedenkstättenfahrt sind z. B. das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz,

Berlin oder Verdun. Die Planung und Durchführung dieser Fahrten ist auch für Kolleginnen und Kollegen anderer

Fachgruppen offen.

Zeitzeugen- und Podiumsgespräche

Der Fachbereich Gesellschaftswissenschaften lädt regelmäßig Zeitzeugen ein, um die Geschichte „erlebbarer“ zu

gestalten. In den Gesprächen mit Schülerinnen und Schülern berichten die Zeitzeugen über das (alltägliche) Leben

in der Zeit des dritten Reiches oder über die Situation in den Konzentrationslagern. Es werden auch Zeitzeugen zu

Themen der jüngeren Geschichte wie dem Mauerbau, der Verfolgung in der DDR, dem Mauerfall, der Wiederver-

einigung oder dem Terror der RAF eingeladen. Podiumsdiskussionen und DOKU-Life-Veranstaltungen finden re-

gelmäßig zu den Themenbereichen Europa und den deutsch-französischen Beziehungen statt.

Wettbewerbskultur

Die Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule sind regelmäßig in den verschiedenen geografischen, politi-

schen und geschichtlichen Wettbewerben auf Länder- und Bundesebene vertreten.

Studien -und Berufsorientierung

Die Hinführung auf die moderne Arbeitswelt sowie die universitären Studiengänge ist ein wichtiges Anliegen der

schulischen Ausbildung.

Die Gutenbergschule stellt sich diesen Herausforderungen durch mannigfaltige Angebote. Die Schülerinnen und

Schüler der Jahrgangsstufe 10 führen ein dreiwöchiges Betriebspraktikum durch, in dessen Verlauf sie die Arbeits-

welt vor Ort hautnah erfahren dürfen. Des Weiteren werden in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsamt und der

Industrie- und Handelskammer berufskundliche Informationsveranstaltungen mit Bewerbungstraining angeboten.

Besuche an den umliegenden Hochschulen im Rahmen von Informationstagen, bei dem Verein der deutschen

Ingenieure oder Sonderveranstaltungen der Schule, bei denen namhafte Professoren über neue Studiengänge

informieren oder Fachleute über ihre Berufserfahrungen sprechen, sind weitere Angebote. Alle zwei Jahre findet

zudem an der Gutenbergschule eine Berufsinformationsbörse für die Oberstufe statt, auf der Fachleute unseren

Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Berufsfelder vorstellen. Hier besteht ebenfalls die Möglichkeit zum

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intensiven Austausch mit den Referenten. Seit 2010 werden turnusmäßig bestimmte Berufsfelder vom Club Gu-

tenberg, einer Vereinigung ehemaliger Gutenbergschüler, den Oberstufenschülerinnen und -schülern präsentiert.

Die Politik- und Wirtschaftsklasse

Die Gutenbergschule ermöglicht ihren Schülerinnen und Schülern mit dem Eintritt in die Oberstufe (E-Phase) die

Einwahl in Profilklassen. Seit dem Schuljahr 2010/11 besteht die Möglichkeit das Profil der Politik- und Wirt-

schaftsklasse (POWI-Klasse) anzuwählen. Das Profil zeichnet sich durch die Organisation und Unterhaltung des

hauseigenen Kiosks aus. Neben dem täglichen Verkauf der Waren managen die Schülerinnen und Schüler dieser

Klasse den gesamten betriebswirtschaftlichen Ablauf. Zu diesem Zweck ist das Stundenkontingent in Politik- und

Wirtschaft um eine Stunde erhöht worden.

4.01.05. Sport, Schulsportzentrum, Partnerschule des Leistungssports,

Sportklasse

Die Förderung sportlich talentierter Schülerinnen und Schüler ist ein wichtiger Schwerpunkt unserer schulischen

Arbeit. Seit mehr als 25 Jahren ist die Gutenbergschule wesentliche Trägerin des Schulsportzentrums Wiesbaden

(SSZ Wiesbaden) und seit 2005 Partnerschule des Leistungssports. Unsere erfolgreiche Arbeit zeigt sich jedes Jahr

an den sehr guten Ergebnissen des schulsportlichen Wettkampfprogrammes „Jugend trainiert für Olympia (JtfO)“.

Das verdanken wir unseren engagierten Schülerinnen und Schülern, den Lehrkräften und unseren qualifizierten

Lehrer-Trainern.

Das schulsportliche Profil der Gutenbergschule zeigt sich in erster Linie darin,

- dass in allen Klassenstufen der Sportpflichtunterricht voll erteilt wird. Für die Jahrgangsstufen 5 bis 8 be-

deutet dies: drei Stunden pro Woche als Doppel- und Einzelstunde. In der Jahrgangsstufe 7 wird in der

Doppelstunde ein halbes Jahr Schwimmen unterrichtet.

- dass ein breites Angebot in der Talentförderung verschiedener Sportarten existiert.

- dass in der gymnasialen Oberstufe seit dem Schuljahr 1976/77 Sport als Leistungsfach unterrichtet und

Sport (dreistündiger Grundkurs) als Abiturprüfungsfach angeboten wird. Eine große sportliche Vielfalt

zeigt sich in den unterschiedlichen Themen der zweistündigen Grundkurse.

- dass seit dem Schuljahr 2000/01 eine Sportklasse ab der Jahrgangsstufe 5 eingerichtet wird.

Schulsport hat sich in den letzten Jahren verändert: In dem für G8 entwickelten Lehrplan heißt es: „Schulsport ist

mehr als Sportunterricht. Mit seinen vielfältigen Bezügen zu anderen Bereichen des schulischen Lernens stellt er

über den Fachunterricht hinaus ein wesentliches Element der Ausgestaltung eines der Gesundheit förderlichen

und attraktiven Schullebens dar. Insbesondere der außerunterrichtliche Schulsport mit seinen Angeboten (z. B.

Arbeitsgemeinschaften, Wettkämpfe, Schul(sport)feste und mehrtägige Veranstaltungen mit sportlichem Schwer-

punkt) bildet einen weiteren wesentlichen Bestandteil der Bewegungs-, Spiel- und Sporterziehung.“ (Lehrplan

Sport, Hessisches Kultusministerium, Seite 3). Konkret heißt das bei uns, dass über das normale Angebot hinaus

vielfältige Veranstaltungen angeboten werden: Basketball-Ostercamp, Sport-AGs ( z. B. Fußball Mädchen und

Tanz), Skifreizeiten in der Jahrgangsstufe 7, die Bundesjugendspiele aber auch Laufabzeichenwettbewerbe und

Fußballturniere für die Sekundarstufe I.

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Auch die Einschulung der neuen Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 5 erfolgt im Rahmen einer Veranstal-

tung mit sportlichem Schwerpunkt.

Mit der Einführung des neuen Lehrplans wurden neue Begriffe geprägt: So genannte Bewegungsfelder (Spielen /

Turnen an und mit Geräten / Bewegung rhythmisch, gymnastisch und tänzerisch gestalten / Laufen, Springen,

Werfen / Rollen, Fahren, Gleiten / mit und gegen den Partner kämpfen / Körper trainieren - Fitness verbessern)

lösen die bisherigen klassischen Sportarten ab. Ergänzt werden die Bewegungsfelder durch die pädagogischen

Perspektiven: Leistung - Gesundheit - Kooperation - Wagnis - Gestaltung - Körpererfahrung.

Bewegungsbezogene Qualifikationsaufgaben und Erziehungsaufgaben stehen im Mittelpunkt des Sportunterrichts,

was für die Unterrichtsinhalte z. B. in der Jahrgangsstufe 5 bedeutet:

„Durch partnerschaftliches Üben vom Sportspiel übergreifenden zum Sportspiel gerichteten Lernen - Bewegungs-

aufgaben gemeinsam lösen und vielfältige Bewegungserfahrungen beim Laufen, Springen und Werfen sammeln -

sich vielfältig bewegen - durch turnerische Grundelemente die Bewegungserfahrung erweitern - Rhythmen (mit /

ohne Handgerät) erfahren, aufnehmen und in Bewegung umsetzen“ (Lehrplan Sport, Hessisches Kultusministeri-

um, Seite 30).

Sportklasse

Seit dem Schuljahr 2000/01 wird an der Gutenbergschule in den Jahrgangsstufen 5 und 6 jeweils eine Sportklasse

eingerichtet. Mit besonderen pädagogischen Maßnahmen soll erreicht werden, dass Leistungssport orientierte

Kinder und Jugendliche so gefördert werden, dass sie ihre Sportlaufbahn mit den Anforderungen in ihrer schuli-

schen Laufbahn in Einklang bringen können. Durch die veränderten Rahmenbedingungen (mehr Unterrichtsstun-

den aufgrund von G8) hat die Gutenbergschule seit 2009 das „2 + 2 Modell“ eingeführt. Dies bedeutet: Die Schüle-

rinnen und Schüler haben zwei Stunden regulären Sportunterricht in der Klasse und zwei Stunden Training in ihren

jeweiligen Talentfördergruppen bzw. -projekten. Hinzu kommen die Teilnahmen an schulsportlichen Wettkämp-

fen.

Auf folgende pädagogische Unterstützungsmaßnahmen können unsere sporttreibenden Jugendlichen zurückgrei-

fen: Wenn durch die Teilnahme an Wettkämpfen oder gar Verletzungen sehr starke schulische Belastungen ent-

stehen, wird durch Hauptfachlehrkräfte individuelle schulische Unterstützung (Nachführunterricht) erteilt. Darüber

hinaus erfolgt eine Nachmittagsbetreuung und Laufbahnberatung.

Seit 2010 laden wir bereits vor den Sommerferien die Eltern der für die Sportklasse bestimmten Kinder zu einem

Informationsabend ein. Die Eltern werden umfassend über das Konzept der Sportklasse informiert. Die Rückmel-

dungen von Elternseite sind bisher sehr positiv. Durch eine Umbenennung der Sportklasse in „5s“ bzw. „6s“ wurde

die Sonderstellung dieser Klasse unterstrichen. Sportklassen sind in das Programm der Talentaufbau- und Talent-

fördergruppen der Schule eingebunden. Sie sind dabei auch für Jugendliche offen, die andere Sportarten, als die

im Schulsportzentrum angebotenen, ausüben.

Talentfördergruppen (Tfgs)

Im Rahmen des Schulsportzentrums wird von der Gutenbergschule überschulische Talentförderarbeit (Klassen 5

und 6) in den Sportarten Basketball, Judo, Leichtathletik, Rudern und Tennis durchgeführt. Darüber hinaus erhal-

ten die Kinder in den ersten Wochen des Schuljahres Informationen zu den Tfgs und es finden Sichtungen vor Ort

oder in den Grundschulen statt.

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Für die Schwerpunktsportarten Judo, Tennis, Basketball und Leichtathletik ist jeweils eine schulische Fördermaß-

nahme in Wiesbaden eingerichtet und an der Gutenbergschule verankert worden. Initiatoren sind das Hessische

Kultusministerium in Kooperation mit den jeweiligen hessischen Landesverbänden und Wiesbadener Sportverei-

nen. In allen vier Sportarten wurde jeweils eine Lehrer-Trainer-Stelle geschaffen.

Die Projekte beinhalten neben dem eigentlichen sportartenspezifischen Training ein gemeinsames Mittagessen,

eine Hausaufgabenbetreuung sowie eine sportmedizinische Betreuung.

Gemeinsames Ziel aller Tfgs ist die optimale Förderung des Leistungssports ohne dabei Abstriche im schulischen

Bereich machen zu müssen.

Weitere Angebote des SSZ Gutenbergschule

- Betreuung zahlreicher Talentaufbaugruppen in den Klassen 1 bis 4 an 16 kooperierenden Grundschulen

- Zusammenarbeit mit dem Radsportclub Wiesbaden im Bereich Moutainbike und dem Golfclub Delken-

heim mit namhafter Unterstützung durch den hessischen Golfverband

- Seit dem Schuljahr 2005/06 gibt es die „Ballschule Gutenbergschule“, ein Zusatzangebot für Kinder aus

Talentaufbaugruppen. Im Mittelpunkt steht die Schulung Sportspiel übergreifender taktischer, koordinati-

ver und technischer Kompetenzen. Diese Arbeit wird von den Sportverbänden unterstützt.

Sportstättensituation

Das umfangreiche Angebot der Schule erfordert die entsprechende Anzahl an Sportstätten. Da die Gutenbergschu-

le nicht allein über die jeweiligen Sporthallen (Ausnahme ist die eigene Sporthalle auf unserem Gelände) bzw.

Sportplätze und Schwimmhallen verfügt, sondern sie mit anderen Schulen teilen muss, kommt es bei der Sport-

stättenbelegung immer wieder zu Engpässen. Auch ist die Ausstattung der Sportstätten nicht in allen Bereichen

optimal, um dem anspruchsvollen Lehrplan voll entsprechen zu können.

Folgende Sportstätten stehen der Gutenbergschule zur Verfügung:

- kleine Sporthalle, sowie ein kleiner Sportplatz an der Schule

- Großsporthalle am Konrad-Adenauer Ring

- Sportplatz Rheinhöhe (und der Sportplatz an der Berliner Straße )

- Trainingshalle Schwimmbad Kleinfeldchen

- Sporthalle Wettiner Straße.

- Ruderbecken in der Dyckerhoffhalle in Biebrich

- Bootshaus Schierstein, Schiersteiner Hafen

- Turnhalle des Turnerbunds Wiesbaden (TBW).

Zusammenarbeit mit anderen Schulen

In den regelmäßig stattfindenden Schulsportleiterdienstversammlungen sowie den vielfältigen Gesprächen im

Rahmen der hessischen Schulsportzentren werden Informationen ausgetauscht, anstehende Probleme diskutiert

und Lösungen erarbeitet. Seit Oktober 2011 gibt es auch wieder einen „Arbeitskreis Sport für die Oberstufe“.

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4.01.06. Fächerübergreifende Arbeitsgemeinschaften

SchulTV – Das Erste Gutenbergische Fernsehen (EGF)

Seit Ende 2008 bietet die Gutenbergschule eine praktische Möglichkeit, Medienbildung und Medienerziehung bei

Schülerinnen und Schülern zu fördern. Die Schule verfügt über zwei hochwertige Kamerasets samt Stativen und

Mikrofonangeln, einen Schnittcomputer sowie über mehrere fortgebildete Lehrkräfte, die im technischen Umgang

mit den Geräten sowie in der didaktischen Zielsetzung dieser Arbeit mehrfach geschult wurden.

Folgende Aktivitäten sind bislang durchgeführt bzw. etabliert worden:

- Filmen naturwissenschaftlicher Experimente

- Filmen szenischen Spiels im Deutsch- und Fremdsprachenunterricht

- Dokumentation besonderer schulischer Ereignisse (z. B. Sprachenfest 2009, Austausche, Tag der offenen

Tür)

- eine Präsentation der Gutenbergschule im Kurzfilm

- Erstellung einer Trick- sowie einer dreißigminütigen Spielproduktion

- Bildung einer festen TV-Redaktion des Ersten Gutenbergischen Fernsehens, bestehend aus Schülerinnen

Radio AG

und Schülern der Klassenstufen 8 bis 13, sowie zweier betreuender Lehrkräfte

Seit zehn Jahren gibt es einmal monatlich eine Stunde im Lokalradio, die von Schülerinnen und Schülern der Gu-

tenbergschule gestaltet wird. Auf Welle 92,5 MHz und auf 99,85 Kabel sowie im Internet unter www.radio-

rheinwelle.de kann man hören, was die Crew über den Schulalltag sendet. Die Mitgliederzahl schwankt zwischen

vier und zehn – ebenso viele passen in ein Sendestudio im Sendezentrum Unter den Eichen.

Im Jahr 2008 wurde Radio Gutenberg mit dem Preis „Hessens bestes Schulradio“ vom Kultusministerium in Wies-

baden ausgezeichnet. Begründet wurde dies mit der hohen Qualität der Beiträge und deren Abwechslungsreich-

tum. Insbesondere zu Kommunal- und Landtagswahlen gab es Sondersendungen mit prominenten Gästen.

Ansonsten liefert das Schulradio Neuigkeiten aus dem Alltag der Gutenbergschule: Reportagen über Veranstaltun-

gen von der Einschulung bis zum Vortrag, Interviews vom Hausmeister bis zum Schulleiter sowie Livemusik und

Mitschnitte.

„Radio Gutenberg“ ist ein lebendiges Stück Schulgeschichte, das von der Selbstständigkeit der Schülerinnen und

Schüler lebt, die einen Technikführerschein für das Studio machen können. Mehrere Schülerinnen und Schüler

haben bereits in Studium und Beruf ihre Erfahrungen als rasende Reporter nutzen können. Betreut wird das Radio

von Deutschlehrkräften.

Philosophie-AG

Seit dem Schuljahr 2008/09 existiert an der Gutenbergschule eine Philosophie-AG. Hier üben Schüler verschiede-

ner Jahrgangsstufen, sich im Denken durch das Denken zu orientieren – eine Kompetenz, die einen wichtigen Platz

im Rahmen der (Aus-)Bildung mündiger Bürger hat: Selbst denken, also nicht die Gedanken anderer einfach über-

nehmen; sich in andere hineinversetzen, also ihre Gedanken nachvollziehen; mit sich selbst einstimmig denken,

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also Widersprüche im eigenen Denken aufspüren und klären. In der Philosophie-AG der Gutenbergschule ist Philo-

sophie jedenfalls nichts was man hat, sondern etwas, das man macht.

4.01.07. Wahlunterricht

Nach der Verordnung über die Stundentafel für die Primarstufe und die Sekundarstufe I müssen die Schülerinnen

und Schüler zusätzlich zu dem Pflichtunterricht noch fünf oder sechs (bei der Wahl einer dritten Fremdsprache)

weitere Jahreswochenstunden besuchen. Die Belegung dieser Stunden kann in den Klassen 5 bis 9 erfolgen. Ziel

dieser Maßnahme war, die hohe Stundenbelastung in den Klassen 8 und 9 durch Wahlunterricht in den unteren

Klassen zu verringern. Allerdings bestand die Gefahr, dass die Schülerinnen und Schüler den gesamten Wahlunter-

richt in den Klassen 5 bis 7 absolvieren, sodass kein zusätzlicher Unterricht in den Klassen 8 und 9 belegt werden

müsste. Dies hätte zur Folge gehabt, dass die dritten Fremdsprachen, aber auch Angebote in den MINT-Fächern,

die häufig später zu der Wahl von Leistungsfächern im MINT-Bereich führen, verloren gegangen wären. Die Schul-

konferenz hat daher Folgendes beschlossen:

1. Eine Jahreswochenstunde Englisch wird in der Klasse 7 für alle Schülerinnen und Schüler verpflichtend,

zusätzlich zur Stundentafel, unterrichtet und diese Stunde wird dem Wahlunterricht zugeordnet, sodass

nur noch vier Jahreswochenstunden im Wahlbereich verbleiben.

2. Zwei der vier Jahreswochenstunden müssen in den Klassen 8 und 9 aus dem Angebot der Schule gewählt

werden.

3. Zwei der vier Jahreswochenstunden können in den Klassen 5 bis 7 besucht werden.

4. Wer eine dritte Fremdsprache (Latein, Italienisch, Spanisch oder Russisch) erlernen will, erhält jeweils

drei Jahreswochenstunden in den Klassen 8 und 9 und erfüllt damit die Verpflichtung für die Belegung des

Wahlunterrichts.

Die Schülerinnen und Schüler können in den Klassen 5 bis 8 den Wahlunterricht aus folgendem Schulangebot wäh-

len:

- Chor

- Orchester

- Talentfördergruppen Sport

- Kurse der Nachmittagsbetreuung, die im Elternbrief besonders gekennzeichnet sind

- die zusätzliche Stunde im deutsch-französisch bilingualen Zug.

In den Jahrgangsstufen 8 und 9 können die Schülerinnen und Schüler in der Regel zwischen folgenden Angeboten

wählen:

- Latein, Italienisch, Spanisch, Russisch

- Chemie, Physik (ggf. zusammengelegt als Naturwissenschaften), Informatik

- Kunst

- Darstellendes Spiel, Chor, Orchester

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- Rhetorik (s.u.)

Durch die Wahl der Kurse in den Jahrgangsstufen 8 und 9 haben die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit nach

persönlichem Interesse eine Schwerpunktbildung vorzunehmen. Besonders in den naturwissenschaftlichen Kursen

können aufgrund der kleineren Lerngruppen andere Methoden eingesetzt werden, die auf den Unterricht in der

Oberstufe vorbereiten. Vor allem das experimentelle Arbeiten steht hier im Mittelpunkt.

Auch die Wahl von Chor, Orchester oder Darstellendem Spiel sind Bausteine unseres Angebots im musisch-

künstlerischen Bereich.

Wahlunterricht „Rhetorik, Kommunikation, Debattieren“

Seit Sommer 2010 wird für das zweistündige Wahlunterrichtsfach „Rhetorik, Kommunikation, Debattieren“ für die

Schülerinnen und Schüler der Stufen 8 und 9 angeboten.

Der Grundgedanke des Unterrichts ist die Vermittlung überfachlicher Schlüsselkompetenzen wie Gesprächs-

fähigkeit, Kooperationsbereitschaft, Selbststeuerung, Konzentrationsfähigkeit und Medienkompetenz sowie die

Stärkung der Selbst- und Fremdwahrnehmung.

Die Schülerinnen und Schülern halten Reden und Vorträge, führen Diskussionen und Debatten und erlernen die

Technik der wertschätzenden Rückmeldung. Sie werden angeleitet, mediengestützt zu präsentieren und die Inhal-

te unterschiedlicher Schulfächer zu vernetzen. Sie lernen Kommunikationsmodelle kennen und lösungsorientierte

Konfliktgespräche zu führen und zu moderieren.

Die Teilnehmenden der Kurse in den Stufen 8 und 9 arbeiten auch jahrgangsübergreifend zusammen, z.B. im Rah-

men des Schulwettbewerbs „Jugend debattiert und der Organisation der Präsentationen an den Tagen der offenen

Tür. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Schulung zur Moderatoren schulischer Veranstaltung wie dem

Vorlesewettbewerb Deutsch der Stufe 6 und der Aufnahmefeier der Fünftklässler.

Ein an den Bildungsstandards des Fachs Deutsch orientiertes Curriculum ist in der Entwicklungsphase.

4.02. Die neuen Technologien

An der Gutenbergschule stehen zwei Computerräume mit je 31 vernetzten und internetfähigen PCs zur Verfügung.

An den Lehrerarbeitsplätzen sind interaktive Tafeln installiert. Des Weiteren stehen drei Notebooks inklusive Bea-

mer, sowie vier DVD-Beamer-Kombinationen im Sekretariat zur Ausleihe parat. Hinzu kommen weitere PCs in

Fach- und Lehrerarbeitsräumen, so dass insgesamt knapp über 100 Systeme zur Verfügung stehen.

Die Software auf allen PCs umfasst die gängigen Office-Anwendungen und fachspezifische Software für alle Fächer.

Durch eine hohe Abdeckung mit WLAN und einer abgeschlossenen Verkabelung der Räume im Altbau und im Neu-

bau kann in beiden Gebäuden überall auf das Internet zurückgegriffen werden. Anwendungen hierfür liegen bei

der Internetrecherche, dem Zugriff auf multimediale Inhalte im Internet oder bei Referaten. Einen großen Anteil an

der Finanzierung der IT-Geräte hat der Förderverein der Gutenbergschule. Knapp 30 weitere PC-Systeme wurden

der Gutenbergschule von der Firma Fink & Fuchs Public Relations AG aus Erbenheim gespendet.

Die sieben Fachräume für Physik und Chemie im Neubau sind alle mit an der Decke montierten Beamern und sechs

Notebooks ausgestattet. Im gemeinsamen Physik-Chemie-Raum ist ein SMART-Board installiert. Digitale Messwer-

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terfassung, Ausdrucken der Daten im Haupt- und Nebengebäude der Schule an insgesamt fünf Netzwerkdruckern

und / oder Weiterbearbeitung in der Schule oder zu Hause sind so kein Problem.

Die vier Biologieräume sind seit November 2009 ebenfalls mit Lehrer-PCs, Internetzugang und interaktiven Tafeln

ausgestattet. Auf diesen PCs wurden ca. 10 Biologie Lernprogramme, etc. installiert.

Das CDI (Centre de documentation et d'information) mit vielen Materialien für den Französischunterricht verfügt

ebenfalls über drei Computer inklusive Drucker. Hinzu kommen je ein weiterer PC im „Latein- und Italienisch“-

Raum und im sogenannten Russkij Kabinett. Dort findet neben dem russischen Fremdsprachenunterricht auch der

Unterricht für russische Aussiedlerinnen und Aussiedler statt. Der Geschichtsraum (HU20) wurde ebenfalls mit

einem PC und Drucker ausgestattet. Der Erdkunderaum hat 4 Computerarbeitsplätze für Schülerinnen und Schü-

ler. Dort, und im Musikraum des Neubaus ist ebenfalls ein SMART-Board installiert.

Aus Mitteln des Konjunkturprogramms II und des Sonderinvestitionsprogramms des Landes Hessen, Schulbudget-

mitteln und Mitteln des Fördervereins der Schule wurden ab Dezember 2009 sukzessive weitere SMART-Boards

gekauft, die nun den Oberstufenkursen in den Räumen H210, H221 und zwei Klassenräumen H304 und H316 ge-

nutzt werden.

Alle PCs befinden sich in einem pädagogischen Netzwerk (LANiS, ein pädagogisch-technisches Konzept für die Ein-

richtung, Verwaltung und Nutzung schulischer Netzwerke aus Hessen vom Amt für Lehrerbildung). Dieses Netz-

werk ermöglicht u.a. eine Videovernetzung während des Unterrichts, Verteilen von Arbeitsaufträgen und das an-

schließende Einsammeln der Ergebnisse der Lernenden. Das Netzwerk (Hard- und Software) wird von 2 Adminis-

tratoren mit einem Aufwand von je ca. 5 Wochenstunden gewartet. Hinzu kommt der Einsatz weiterer drei Mit-

glieder der Fachschaft Informatik für Schulungen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer

mit je ca. 2 Wochenstunden. Diesem Einsatz von 16 Wochenstunden steht eine Entlastung von 2 Stunden und

6.000 Euro (im Jahr 2009) gegenüber.

Die Schülerinnen und Schüler werden in den Jahrgangsstufen 5, 6, 7 und 9 im Umgang mit den PCs, dem schuli-

schen Netzwerk, den typischen Office-Anwendungen und der fachspezifischen Software geschult. Hierbei gewinnt

das Thema Jugendmedienschutz an Bedeutung, da Schülerinnen und Schüler sowie insbesondere deren Eltern

über die vielfältigen Risiken der digitalen Medien – Preisgabe der Privatsphäre, Computersucht, jugendgefährden-

de Inhalte, Kostenfallen, etc. – aufgeklärt werden müssen, um gravierende Folgen falscher bzw. exzessiver Medi-

ennutzung zu verhindern. Weiterhin ist festzustellen, dass ca. 10% der Schülerinnen und Schüler das Erlernte zu

Hause nur eingeschränkt nutzen können, da kein Breitbandanschluss bzw. eine nur mäßige IT-Ausstattung zur

Verfügung steht.

Die Lehrerinnen und Lehrer werden in schulinternen Fortbildungen qualifiziert. Diese beinhalten den grundlegen-

den Umgang mit dem PC, den Umgang mit dem pädagogischen Netzwerk und den interaktiven Tafeln, genauso

wie konkrete Softwarefragen. Der zeitliche Umfang variiert hierbei zwischen kurzen Gesprächen in der Pause und

mehrstündigen Fortbildungen.

Seit Mai 2009 kommt an der Schule ein sogenanntes „digitales schwarzes Brett“ zum Einsatz. Im Alt- und Neubau

werden im Treppenhaus auf großen Monitoren die Vertretungspläne des heutigen und des kommenden Tages,

sowie wichtige Meldungen immer aktuell angezeigt. Ein weiterer Monitor im Lehrerzimmer stellt diese Informatio-

nen den Lehrerinnen und Lehrern zur Verfügung. Die Stundenpläne zu Beginn des Schuljahres werden per Email

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zugesandt. Ebenso werden die Vertretungsnachrichten dem Kollegium per Email einen Tag im Voraus bekanntge-

geben.

Im Schuljahr 2009/10 wurde an der Gutenbergschule die „SchülerCard“ eingeführt. Sie dient als Schülerausweis,

Leseausweis in der Schulbibliothek und bargeldloses Zahlungsmittel in Mensa und Kiosk. Die Verwaltung hat einer

der Administratoren übernommen.

Die Schülerinnen und Schüler der Gutenbergschule nehmen regelmäßig an Wettbewerben teil. Im IT-Bereich sind

das „Informatik-Biber“, „Intel Leibniz Challenge“ und die „Informatikolympiade“. So stellte die Gutenbergschule im

Jahr 2009 einen der Bundessieger. Die Lernenden profitieren natürlich auch bei anderen Wettbewerben von der

fundierten Ausbildung, zum Beispiel in Präsentationstechniken.

Seit 2008 nehmen zwei Kollegen regelmäßig an Medienbildungsmessen und ähnlichen Veranstaltungen teil, um

das „Wiimote-Whiteboard“-Projekt vorzustellen. Dies ist eine kostengünstige und portable Alternative zu interak-

tiven Tafeln. Hierbei werden auch die Anwendungen der Wiesbadener Firma Braingame vorgestellt. Seit Herbst

2009 unterstützt die Schule die Firma bei der Entwicklung neuer Unterrichtssoftware für interaktive Whiteboards.

Die Zusammenarbeit umfasst die Beratung (Zusammenstellung von Unterrichtsinhalten, Ideen für die interaktive

Umsetzung) und den Test der Software während der Entwicklung.

An der Gutenbergschule kommen zwei Bildungsplattformen zum Einsatz: „Edunex“ und „lo-net²“. Letztere ist für

Bildungseinrichtungen gratis und bietet neben Email-, Datei- und Aufgabenverwaltung (zum Beispiel für Hausauf-

gaben) ein breites Angebot (Kalender, Wikis, etc.). Bei „Edunex“ handelt es sich um eine vergleichbare Plattform,

die im Rahmen eines Pilotprojekts bis zum Sommer 2010 an 100 hessischen Schulen getestet wurde. Außer den

oben genannten Funktionen stellt die Plattform zusätzlich einige Lerninhalte der Schulbuchverlage (derzeit Ma-

thematik und Sprachen) und ein virtuelles Klassenzimmer zur Verfügung.

Ausblick

Das Netzwerk der Gutenbergschule sowie die Anforderungen an die Kolleginnen und Kollegen, aber auch an die

Schülerinnen und Schüler im Umgang mit IT sind gewachsen. Seitens der Lehrpläne wird ebenfalls gefordert, IT

verstärkt im Unterricht anzuwenden und auch zu vermitteln. Hinzu kommen die gestiegenen Erwartungen der

Schülerinnen und Schüler, die gleichen technischen Möglichkeiten wie zu Hause auch in der Schule vorzufinden.

Daraus ergeben sich einerseits ein erhöhter Administrations- und Wartungsaufwand. Andererseits gilt es, den

Fortbildungsbedarf zu erfassen und abzudecken.

Diesen Anforderungen kann die Gutenbergschule nur gerecht werden, wenn die IT-Technik auf dem neuesten

Stand ist und der Forderung der Administratoren nach einer zeitlichen Entlastung nachgekommen wird. Zurzeit

können einige PCs mangels zeitlicher Ressourcen nicht gewartet und damit nicht benutzt werden. Des Weiteren

kann der Fortbildungsbedarf innerhalb des Kollegiums auf Grund der unterschiedlichen technischen Ausstattungs-

struktur an Schulen nur schulintern sinnvoll gestaltet werden. Für die Reparatur der IT-Geräte ist das Medienzent-

rum in Wiesbaden zuständig und entlastet hier bereits die Verantwortlichen in der Schule. Mit fünf IT-Fachkräften

für ca. 80 Schulen ist allerdings auch hier eine zu knappe Personaldecke vorhanden.

Die interaktiven Tafeln bewähren sich im Unterricht. Daher strebt die Schule an, weitere anzuschaffen.

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Die Auslastung der Computerräume bzw. der Ausleihgeräte zeigt, welchen wichtigen Stellenwert der Unterricht

mit IT an der Gutenbergschule mittlerweile hat. Der hierdurch entstandene Anspruch kann nur durch eine konse-

quente Umsetzung des eingeschlagenen Wegs erfüllt werden.

4.03. Die Gymnasiale Oberstufe

Für die Klassen 10 bis 12 (11 bis 13 in G9) ist die „Oberstufen- und Abiturverordnung (OAVO)“ bindend.

Die Gymnasiale Oberstufe gliedert sich in eine Einführungsphase (Jahrgangsstufe 10 (Jahrgangsstufe 11 in G9)) und

eine Qualifikationsphase (Jahrgangsstufen 11 und 12 (12 und 13 in G9)).

In der Einführungsphase werden die Schülerinnen und Schüler mit den Arbeitsweisen und Unterrichtsinhalten der

Qualifikationsphase vertraut gemacht. Der Unterricht findet prinzipiell im Klassenverband statt. Die OAVO sieht für

diese Jahrgangsstufe 34 Wochenstunden vor (29 Pflichtstunden und 5 sogenannte Profilbildungsstunden). An der

Gutenbergschule wählen die Schülerinnen und Schüler neben ihren 31 Pflichtstunden (jeweils 1 Stunde zusätzlich

in den Fächern Deutsch und Politik und Wirtschaft) drei weitere Profilbildungsstunden. Sie haben am Ende der

Jahrgangsstufe 9 die Möglichkeit sich u. a. in eine der folgenden Profilklassen zu wählen: die „AbiBac-Klasse“, die

„Mint-Klasse“, deren Schülerinnen und Schüler mit der Anwahl die nötigen 34 Wochenstunden abdecken oder die

„PoWi-Klasse“, die den schuleigenen Kiosk organisiert und eine Stunde im Fach Politik und Wirtschaft zusätzlich

hat. Alle Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase haben die Möglichkeit aus dem folgenden Angebot ihre

Profilbildungsstunden bzw. weitere Stunden zu wählen: Italienisch (3 Wochenstunden), Latein (3), Russisch (3),

Spanisch (3), Erdkunde (2), Informatik (2), Chor (2), Orchester (2), Vorleistungskurs Sport (1) und der Vorberei-

tungskurs zum Cambridge-Sprachenzertifikat (1).

In der Qualifikationsphase ist der Unterricht in zwei Leistungs- und mindestens acht Grundkursen organisiert. Die-

se wählen die Schülerinnen und Schüler am Ende der zehnten Klasse nach umfassender Information, wobei die

Fachwahl garantiert und der Kurswahl weitestgehend entsprochen wird.

Als Leistungsfächer werden Deutsch, Englisch, Französisch, Kunst, Musik, Politik und Wirtschaft, Geschichte, Ma-

thematik, Biologie, Chemie, Physik und als Besonderheit Sport angeboten. Grundkurse werden in den oben ge-

nannten Fächern sowie in Erdkunde, evangelischer bzw. katholischer Religion, Ethik, Informatik, Italienisch, Latein,

Russisch und Spanisch durchgeführt.

Dieses umfangreiche Fächerangebot in der gymnasialen Oberstufe ist ein wichtiges Profilelement unserer Schule

und es kann nur dann aufrecht erhalten werden, wenn genügend Schülerinnen und Schüler (etwa 120 pro Jahr-

gang) die Qualifikationsphase besuchen. Dies setzt aber die Fünfzügigkeit in der Sekundarstufe I voraus.

4.04. Das Gebäude und die räumliche Ausstattung

Die Gutenbergschule Wiesbaden wurde 1845 als Staatliches Realgymnasium gegründet und ist somit unter den

sieben Wiesbadener Gymnasien das zweitälteste.

Sie liegt im ruhigen Dichterviertel und wird wegen ihrer günstigen Verkehrslage von Schülerinnen und Schülern aus

allen Stadtteilen, insbesondere den östlichen Vororten Wiesbadens, besucht.

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Die rund 1350 Schülerinnen und Schüler unserer Schule werden bis einschließlich der Einführungsphase der gym-

nasialen Oberstufe in 36 Klassen und danach in Kursen von etwa 110 Lehrkräften unterrichtet.

Die Jahrgangsstufen 5 bis 9 sind fünfzügig. Diese Fünfzügigkeit ist Voraussetzung für die Durchführung unseres

deutsch-französisch bilingualen Zuges sowie für die Breite unseres Unterrichtsangebotes, speziell in der gymnasia-

len Oberstufe.

In der jetzigen Einführungsphase der gymnasialen Oberstufe, in der unsere G8- und G9- Züge zusammengelaufen

sind, werden 297 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Diese Schülerinnen und Schüler treten zum Schuljahr

2012/13 in die Qualifikationsphase ein. Da in der Kursphase weitaus mehr Kursräume benötigt werden als in der

Einführungsphase (Klassensystem), wird der Schulträger, die Stadt Wiesbaden, im Jahr 2012 zehn zusätzliche Klas-

senraumcontainer neben unseren Schulsportplatz auf das Gelände der Schule stellen. Diese zusätzlichen Klassen-

räume werden am Ende des Schuljahres 2013/14 wieder abgebaut.

Der Unterricht findet in einem Schulgebäude statt, das in den Jahren 1903 bis 1905 von dem bekannten Wiesba-

dener Baumeister Genzmer erbaut wurde und das eine angenehme Atmosphäre auf Lehrer, Schüler und Besucher

ausstrahlt.

Das Hauptgebäude wurde ergänzt durch einen architektonisch gelungenen Neubau, in dem naturwissenschaftliche

Räume (Physik und Chemie), die Klassenräume der fünften und sechsten Jahrgangsstufe sowie ein Mehrzweck-

raum mit Schülerbibliothek untergebracht sind.

Ferner steht der Schule eine Aula für schulische Veranstaltungen zur Verfügung.

Mit Mitteln aus dem Investitionsprogramm des Bundes wurde im Sommer 2011 eine Mensa mit 250 Plätzen fer-

tiggestellt.

Die Großsporthalle am Konrad-Adenauer-Ring bietet zusammen mit der Schulsporthalle auf unserem Gelände gute

Übungsmöglichkeiten für unseren Sportunterricht.

Die Gutenbergschule verfügt über sehr gut ausgestattete Fachräume, die es ermöglichen, das Experiment, speziell

das Schülerexperiment, in den Mittelpunkt des naturwissenschaftlichen Unterrichts zu stellen. Besonders hervor-

zuheben sind die vier Biologieräume im Altbau, die im Jahr 2010, ebenfalls mit Mitteln des Bundes, renoviert und

neu ausgestattet wurden.

Unsere beiden Multimediaräume, die mit leistungsfähigen und mit moderner Software ausgestatteten Computern

versehen sind, werden nicht nur im Informatikunterricht, sondern auch in den übrigen Fächern, speziell im Ma-

thematik- und im Sprachunterricht, benutzt. Die Computer sind vernetzt und internetfähig.

Mit Computern ausgestattete Arbeitsräume für die Fremdsprachen ergänzen unser multimediales Angebot.

Außerdem sind alle Klassenräume mit Internetanschluss versehen worden. Die Ausstattung jedes Klassenraumes

mit einem Arbeitscomputer ist vorgesehen.

Nach dem Schuljahr 2013/14 wird die Gutenbergschule einen Jahrgang verlieren und somit Klassenräume gewin-

nen. Dann wird es die Möglichkeit geben, Klassenräume in Fachräume, insbesondere für Musik und Erdkunde,

sowie Arbeitsräume für Lehrkräfte und Schüler umzuwandeln.

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4.05. Der Lebensraum Gutenbergschule

Im Schuljahr 1995/96 entstand an der Gutenbergschule die Initiative „Hausaufgabenbetreuung“, die im Schuljahr

2004/05 zur „pädagogischen Mittagsbetreuung“ ausgebaut und ab dem Schuljahr 2006/07 in das Förderprogramm

des Kultusministeriums aufgenommen wurde (siehe Kapitel 4.07).

Mit besonderem Nachdruck versuchen wir unsere Schule durch Initiativen wie pädagogische Nachmittagsbetreu-

ung, Patenschaften, Schulveranstaltungen, Schulfeste, Schulball, Konzerte, Theateraufführungen, Teilnahme an

Wettbewerben unterschiedlichster Art, Austauschfahrten, Projektwochen, Arbeitsgemeinschaften und vieles an-

dere mehr zu einem Lebensraum für unsere Schülerinnen und Schüler werden zu lassen, in dem sie sich wohlfüh-

len und in dem sie erfolgreich lernen können.

Die Identifikation unserer Schülerinnen und Schüler mit ihrer Schule ist uns ein sehr wichtiges Anliegen.

In der einmal wöchentlich stattfindenden Klassenleiterstunde in der Jahrgangsstufe 5 werden die Schülerinnen und

Schüler dazu angeleitet, ihre Interessen selbst zu vertreten, Konflikte friedlich zu lösen und eine Klassengemein-

schaft zu entwickeln. Ab der Klasse 6 bieten die SV-Stunden und darüber hinaus die Mitarbeit von Schülervertre-

tern in allen Gremien der Schule den Jugendlichen die Möglichkeit, ihre Anliegen in Eigenverantwortung vorzu-

bringen, zu bearbeiten und somit demokratisches Handeln innerhalb der Schulgemeinde zu erlernen und einzu-

üben. Auch die Monatsgespräche zwischen Schulleiter und Schülerschaft tragen dazu bei, dass sich Schülerinnen

und Schüler mit ihren Wünschen, Sorgen und Nöten ernst genommen fühlen und das Schulleben aktiv mitgestal-

ten können.

Unsere schulische Arbeit wird unterstützt durch eine engagierte und hilfsbereite Elternschaft sowie einen äußerst

aktiven und konstruktiven Förderverein.

2008 wurde der Club der Ehemaligen gegründet, der uns bei der Durchführung von Veranstaltungen, insbesondere

zur Berufsvorbereitung, aber auch durch die Bereitstellung finanzieller Mittel (z. B. die Anschaffung eines Doppel-

vierers) zur Seite steht.

4.06. Die Ausbildungsschule

4.06.01. Betreuung der Praktikanten

An der Gutenbergschule absolvieren regelmäßig Studierende aller gymnasialen Fächer der Universitäten Mainz

und Frankfurt die ihnen vorgeschriebenen schulpraktischen Studien. Während die Organisation für die Mainzer

Studierenden lediglich auf persönlichen Absprachen zwischen Praktikantinnen und Praktikanten und der Schule

basiert, die Praktikumszeit zwischen zwei und fünf Wochen beträgt und für das Praktikum keine quantitativen und

qualitativen Auflagen seitens der Universität Mainz bestehen, umfasst das Schulpraktikum für die Frankfurter Stu-

dierenden den vorherigen Besuch einer Schulpraxis-bezogenen Lehrveranstaltung, Hospitationen, Vorbereitung,

Durchführung und Nachbereitung von ca. 6 bis 8 eigenen Unterrichtsversuchen, von denen mindestens einer vom

universitären Praktikumsbeauftragten besucht wird, und schließlich einen benoteten ausführlichen Praktikumsbe-

richt. Dieses gilt sowohl für das sogenannte Erstpraktikum (allgemeinpädagogisch, nach dem zweiten oder dritten

Fachsemester) als auch für das Zweitpraktikum (fachbezogen, nach dem siebten Fachsemester).

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Die Gutenbergschule nimmt wegen der Belastung des Kollegiums nur noch Praktikanten im jeweils betreffenden

Zeitraum von 2 bis 5 Wochen vor den hessischen Herbstferien an.

Die Praktikantinnen und Praktikanten werden in der Regel von ein oder zwei Lehrkräften betreut. Bislang haben

sich stets genügend Lehrkräfte dazu bereitgefunden, allerdings nicht immer ohne Schwierigkeiten besonders bei

den Frankfurter Studierenden, die wegen der anspruchsvollen Auflagen intensive Betreuung benötigen.

Die Gutenbergschule hat deshalb einen Praktikumsbeauftragten bestellt, der während der Praktikumswochen die

Praktikumsgruppe (3 bis 5 Studierende) gemeinsam allgemeinpädagogisch betreut, wozu pro Woche 2 Schulstun-

den als „Block“ angeboten werden.

Die Terminkoordination mit der Universität Frankfurt für die „Vorführstunden“ ist mit Schwierigkeiten verbunden.

Für die betreuenden Lehrkräfte ergibt sich notwendigerweise Mehrarbeit. Frühzeitige Absprachen hinsichtlich

Praktikantinnen und Praktikanten mit besonderen, zur Gutenbergschule passenden Fächerkombinationen sind

zwar sehr anzuraten, aber nicht die Regel. Zudem sollte die Schule nur Studierende, die dasselbe Vorbereitungs-

seminar besucht haben, zu einem Praktikumstermin annehmen, um das schulische „Blockseminar“ ertragreicher

zu gestalten.

Da das Praktikum der Mainzer Studierenden nur in sehr losem Zusammenhang mit dem Studium steht, kann zu

den Resultaten für diese PraktikantInnen kaum Allgemeingültiges ausgesagt werden.

Alle Praktikantinnen und Praktikanten haben die Gelegenheit am EG-Seminar (erziehungs- und gesellschaftswis-

senschaftliches Seminar, auch Schulseminar genannt) der Gutenbergschule teilzunehmen. In diesem Rahmen kön-

nen sie Kontakte zu den Referendarinnen und Referendaren knüpfen und erhalten einen Einblick in die zweite

Phase der Lehrerausbildung.

Grundsätzliches

4.06.02. Referendariat

Die Gutenbergschule ist mit durchschnittlich zehn Lehrkräften im Vorbereitungsdienst eine der größten Ausbil-

dungsschulen des Studienseminars für Gymnasien in Wiesbaden. Die Zusammenarbeit mit dem Studienseminar ist

konstruktiv und von gegenseitigem Vertrauen geprägt. Wir bilden in nahezu allen Fächern Referendarinnen und

Referendare aus, die der Gutenbergschule nach Rücksprache von der Seminarleitung zugewiesen werden. Ein

wichtiges Kriterium für die Zuweisung der Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sind die Ausbildungsmöglichkeiten,

die die Gutenbergschule bietet. Dazu zählen neben den besonderen Unterrichtsangeboten der Schule auch die

Betreuung der jungen Kolleginnen und Kollegen im Unterricht und in allen schulpraktischen Fragen.

Den Referendarinnen und Referendaren steht für Ausbildungsveranstaltungen, für die Nachbesprechung ihrer

Unterrichtsbesuche oder allgemeine Beratungsgespräche der Raum H220 zur Verfügung. Dort befindet sich auch

eine kleine „Bibliothek“ mit didaktischer, methodischer und allgemein-pädagogischer Literatur.

Von der Zusammenarbeit mit den Referendarinnen und Referendaren und den Ausbilderinnen und Ausbildern

gehen nicht nur interessante Impulse für den Fachunterricht, sondern auch für die Gestaltung und Weiterentwick-

lung der pädagogischen Arbeit an der Gutenbergschule aus.

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Die modularisierte Ausbildung

Seit dem Wintersemester 2011/12 gilt das neue Hessische Lehrerbildungsgesetz (vom 28.09.2011), dessen wesent-

liche Neuerungen in einer Kürzung der Ausbildungszeit von 24 Monaten auf 21 Monate und in einer Reduktion der

Zahl der zu absolvierenden Module von 18 auf 8 Module besteht.

Die Ausbildung erfolgt in 4 Semestern, wobei das Einführungssemester auf 3 Monate gekürzt wurde. Die Einstel-

lungstermine sind der 1. Mai und der 1. November. Das Einführungssemester ist frei von eigenverantwortlichem

Unterricht und von bewerteten Modulen. Die Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst erhalten so die Chance, sich im

bewertungsfreien Raum in ihr neues Arbeitsfeld und ihre Berufsrolle hineinzufinden.

In den beiden Hauptsemestern werden in den Modulveranstaltungen theoretische Grundlagen in Verbindung mit

der Unterrichtspraxis vermittelt und reflektiert. Die Referendarinnen und Referendare unterrichten 10 bis 12

Stunden eigenverantwortlich, im Prüfungssemester 6 bis 8 Wochenstunden. Hinzu kommen Hospitationen sowie

Unterricht unter Anleitung.

Die Ausbildungsinhalte orientieren sich an Kompetenzen und Standards. Dabei beschreiben Kompetenzen berufs-

bezogene Fähigkeiten und Fertigkeiten, über die Lehrkräfte verfügen müssen. Standards stellen eine Konkretisie-

rung der Kompetenzen in Bezug auf den Ausbildungsstand dar. Sie sind Maßstäbe und beschreiben zu erreichende

Ausprägungsgrade, d. h. in welchem Umfang Kompetenzen ausgebildet sind. Standards sollen dazu beitragen, dass

größere Klarheit über das im Vorbereitungsdienst zu Lernende herrscht.

Die fachdidaktische Ausbildung findet pro Fach in jeweils zwei thematisch gegliederten Modulen in den beiden

Hauptsemestern und in einem Halbmodul im Prüfungssemester statt. Hier erwerben die Referendarinnen und

Referendare didaktische und methodische Kompetenzen zur Planung, Durchführung und Reflexion ihres Fachun-

terrichts mit Blick auf die besonderen Bedingungen, die die jeweilige Lerngruppe mitbringt.

Die drei allgemeinpädagogischen Module mit den Schwerpunkten „Erziehen, Beraten, Betreuen“, „Diagnostizieren,

Fördern, Beurteilen“, „Lehr- und Lernkultur innovativ gestalten“ vermitteln Kompetenzen, die die jungen Kollegin-

nen und Kollegen für ihre pädagogische Arbeit an der Schule benötigen. Zu nennen wären hier zum einen der pro-

fessionelle Umgang mit erzieherischen Fragen, mit Konflikten, die konstruktive Gesprächsführung mit Schülern und

Eltern und zum anderen das Hinführen der Schülerinnen und Schüler zu selbstständigem und eigenverantwortli-

chem Lernen in einem Unterricht, der so geplant und durchgeführt wird, dass individuelles Lernen und Fördern

möglich wird.

Darüber hinaus finden nicht bewertete Ausbildungsveranstaltungen statt, die die Lehrkräfte im Vorbereitungs-

dienst auf die Schulpraxis vorbereiten sollen. Das Seminar „Mitgestaltung der Selbstständigkeit von Schule“ wird

beispielsweise von Ausbilderinnen und Ausbildern des Seminars in Kooperation mit Schulleiterinnen und Schullei-

tern durchgeführt. Die Referendarinnen und Referendare werden im Rahmen dieses Moduls mit den Chancen,

aber auch Schwierigkeiten von Schulentwicklungsprozessen und Gremienarbeit vertraut gemacht.

Unterrichtseinsatz

Beim Unterrichtseinsatz der Referendarinnen und Referendare stehen an der Gutenbergschule Ausbildungsbelan-

ge im Vordergrund. Selbstverständlich müssen aber auch die Belange der Klassen und Kurse, wie z. B. Kontinuität

des Unterrichts oder kein gehäufter Einsatz von Referendarinnen und Referendaren in einer Klasse berücksichtigt

werden. Beim Unterrichtseinsatz der Referendarinnen und Referendare und beim Erstellen der Stundenpläne

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emüht sich die Schulleitung, der persönlichen Situation der einzelnen Lehrkräfte im Vorbereitungsdienst sowie

den jeweiligen Ausbildungsbelangen gerecht zu werden. Dem nicht unerheblichen Mehraufwand bei der Unter-

richtsorganisation, der durch die Koordination der Stundenpläne von Mentorinnen und Mentoren sowie der Refe-

rendarinnen und Referendare entsteht um Hospitationen sowie die Freistellung der Mentorinnen und Mentoren

vom Unterricht für die Teilnahme an Unterrichtsbesuchen und der anschließenden Beratung zu ermöglichen, wird

durch langfristige Planung und gute Kooperation zwischen Studienseminar und Schulleitung begegnet. Durch ihr

besonderes Profil bietet die Gutenbergschule als Ausbildungsschule in einigen Fächern – hier seien beispielsweise

Musik, Informatik, Sport und Französisch genannt – besondere Ausbildungschancen.

Mentorentätigkeit / Hospitation

Es ist an der Gutenbergschule möglich, in allen Fächern engagierte Mentorinnen und Mentoren für eine Zusam-

menarbeit mit den jungen Kolleginnen und Kollegen zu gewinnen. Die Aufgaben der Mentorinnen und Mentoren

sind folgendermaßen beschrieben:

1. Beratung in schul- und unterrichtspraktischen Fragen

2. Erteilung von Unterricht als Hospitationsangebot

3. Bereitstellung ihrer Lerngruppe für angeleiteten Unterricht

4. Teilnahme an Unterrichtsbesuchen und der Unterrichtsberatung

5. Zusammenarbeit mit den für die pädagogische Ausbildung Verantwortlichen vom Studienseminar

Darüber hinaus sehen wir an der Gutenbergschule die Funktion der Mentorin / des Mentors auch darin, dass sie /

er …

- Orientierungshilfen gibt, die in das Normensystem Schule einführen und den jungen Kolleginnen und Kol-

legen bei der Übernahme ihrer neuen Rolle helfen.

- der Referendarin / dem Referendar zu einer angemessenen Sprache verhilft, die eine altersgemäße An-

sprache der Schülerinnen und Schüler und einen situationsangemessenen Umgang mit der Lerngruppe

ermöglicht.

- durch didaktische und methodische Hilfen die Referendarin / den Referendar bei der Planung und Durch-

führung des Unterrichts unterstützt.

- gemeinsam mit der Referendarin / dem Referendar deren / dessen Unterricht reflektiert und damit die

Selbstwahrnehmung geschärft wird.

Damit die Kolleginnen und Kollegen diesen Aufgaben gerecht werden können, bedarf es der Unterstützung durch

die Schulleitung. Leider ist von der allgemeinen Dienstordnung her weder eine Stundenentlastung noch eine Ver-

gütung für diese sehr wichtige und verantwortungsvolle Tätigkeit als Mentorin bzw. Mentor vorgesehen.

Das Studienseminar bietet - soweit sächliche und personelle Ressourcen vorhanden sind - Fortbildungsveranstal-

tungen für Mentorinnen und Mentoren an, die zum einen über die neue modularisierte Ausbildung informieren

und zum anderen einen Einblick in die inhaltliche Arbeit mit den fachdidaktischen und allgemein-pädagogischen

Modulen geben sollen. Damit wird Transparenz bezüglich der Anforderungen an die Referendarinnen und Refe-

rendare und deren Bewertung geschaffen. Darüber hinaus kann die Kommunikation über die Ausbildungsinhalte

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mit den ausbildenden Lehrerinnen und Lehrern an den Schulen einen wichtigen Beitrag zur Verzahnung zwischen

Theorie und Praxis leisten.

Betreuung an der Schule

An jeder Ausbildungsschule steht eine Ausbilderin / ein Ausbilder zur Verfügung, der die Referendarinnen und

Referendare über den gesamten Zeitraum ihrer Ausbildung betreut.

Diese individuelle Betreuung und Beratung hat mehrere Funktionen:

- Sie begleiten die Lehrkräfte insbesondere in der Einführungsphase und unterstützen diese bei der Findung

und Reflexion ihrer Berufsrolle.

- In einem bewertungsfreien Raum besteht in dieser Zusammenarbeit die Möglichkeit für die Referendarin-

nen und Referendare im Dialog den eigenen Lernfortschritt kritisch zu reflektieren, sich selbst Ausbil-

dungsziele zu setzen und einen entsprechenden Unterstützungsbedarf zu formulieren.

- Diese Ausbilder/innen sind Ansprechpartner für alle unterrichts- und schulpraktischen Fragen, die vor Ort

an der Ausbildungsschule auftreten.

- Darüber hinaus koordinieren sie die Arbeit zwischen Ausbildungsschule und Studienseminar und stehen

als Ansprechpartner für die Schulleitung und die Mentorinnen und Mentoren zur Verfügung.

4.06.03. Ausbilderinnen und Ausbilder

In Ihrer Ausbildungszeit erfahren die Referendarinnen und Referendare durch ihre Ausbilderinnen und Ausbilder

eine pädagogische und fachdidaktische Ausbildung, die theoretisch fundiert und praxisbezogen ist.

Die an der Gutenbergschule tätigen Ausbilderinnen und Ausbilder stehen durch ihren eigenen Unterricht, durch

die Fachkonferenzen und das daraus resultierende persönliche Gespräch mit den Kolleginnen und Kollegen im

fachlichen Austausch. Auf diesem Wege tragen sie neue Elemente der fachwissenschaftlichen, didaktischen und

methodischen Entwicklung in die Schule und informieren über neu erschienene Unterrichtsmaterialien. Über Ta-

gungen sind sie in der Diskussion mit Vertretern anderer Studienseminare, Gymnasien, Schulformen und Schulstu-

fen und wirken, wenn sich die Möglichkeit dafür eröffnet, an der Entwicklung von Lehrplänen mit.

Bei Bedarf können die Ausbilderinnen und Ausbilder Beiträge zur schulinternen Fortbildung leisten, z. B. im Rah-

men eines „Pädagogischen Tages“.

4.07. Die pädagogische Nachmittagsbetreuung

Im Schuljahr 1994/95 entstand an der Gutenbergschule die Initiative „Hausaufgabenbetreuung“, die im Schuljahr

2004/05 zur „Pädagogischen Mittagsbetreuung“ ausgebaut und vom Kultusministerium genehmigt wurde. Die

pädagogische Mittagsbetreuung wird an vier Nachmittagen (Montag bis Donnerstag) für die Klassen 5 bis 7 ange-

boten. Zwischen 12.35 Uhr und 14.00 Uhr können die Kinder in unserer Mensa ein Mittagessen einnehmen, das

von der Firma „Dussmann“ angeboten wird. Von 14.15 Uhr bis 15.45 Uhr besuchen die Schülerinnen und Schüler

die Gruppen der Hausaufgabenbetreuung oder einen anderen Kurs. Die Hausaufgabenbetreuung findet täglich

statt, die übrigen Kurse jeweils nur an einem Nachmittag. Die Schülerinnen und Schüler können wählen, an wie

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vielen Tagen sie das Angebot wahrnehmen wollen. Die Inhalte der Kurse erwachsen aus dem Spektrum der Schul-

fächer (sprachlich-literarische, darstellende, künstlerische, mathematisch-naturwissenschaftliche, sportliche Berei-

che), ergänzen die Lehrpläne und geben solchen Aktivitäten Raum, die im regulären Unterricht oft zu kurz kommen

(z. B. praktisch-kreative Arbeit, Förderung besonderer Begabungen und Neigungen, Fördermaßnahmen zur Behe-

bung von Defiziten).

In den letzten beiden Jahren ist das Förderangebot erweitert worden, so dass kontinuierlich Kurse in Mathematik,

Deutsch, Englisch und Französisch gewählt werden können. Der Aspekt des sozialen Lernens findet sich im gesam-

ten Angebot wieder.

Die Gruppen der Hausaufgabenbetreuung (ca. sechs Schülerinnen und Schüler in einer Gruppe) werden von enga-

gierten Oberstufenschülerinnen bzw. -schülern betreut.

Zwei Lehrerinnen unterstützen dabei ihre Arbeit.

Die übrigen Kurse werden von Lehrkräften oder Eltern angeboten.

In der Regel werden je Nachmittag vier Gruppen im Bereich der Hausaufgabenbetreuung gebildet. Die übrigen

Kurse sind unterschiedlich groß, besonderer Beliebtheit erfreuen sich darstellerisch-kreative Angebote.

In den Kursen, die den Unterricht ergänzen, stehen die Prinzipien „Fördern, Lernen, Leisten“ im Vordergrund, wo-

bei im Sinne eines integrierten Konzeptes Unterricht und Nachmittagsangebot verzahnt sind.

Im Rahmen der Kurse „Französisch am Nachmittag (FaN)“ kooperiert die Gutenbergschule mit den Wiesbadener

Grundschulen. In den Kursen soll den Grundschülerinnen und –schülern ein erster Zugang zu der Fremdsprache

Französisch eröffnet werden.

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5. Die Gutenbergschule auf einen Blick

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6. Angaben der Gutenbergschule zu den Punkten

6.01. Unterrichtsarbeit

In der Gutenbergschule werden wöchentlich etwa 1800 Unterrichtsstunden gegeben.

In der möglichst professionellen Gestaltung jeder einzelnen Unterrichtsstunde liegt der Schwerpunkt unserer Ar-

beit.

Die in den Bildungsstandards und den Kerncurricula formulierten Ziele (Kompetenzen) sollen in unserer Unter-

richtsarbeit erreicht werden.

Die folgenden Prinzipien prägen deshalb unseren Unterricht:

- Vermittlung eines geordneten Rasters von Begriffen, Fakten und Verfahren

- Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken

- Vermittlung von Methoden, Problemlösungs-, Lese- und Sprachkompetenz

- Förderung von schöpferischem Denken und Selbstständigkeit, von Kommunikations- und Kooperationsfä-

higkeit

- Förderung konstruktiver Arbeitshaltungen

- Wecken von Motivation.

Die konkrete Umsetzung dieser unterrichtlichen Schwerpunkte zeigt sich sehr vielseitig.

Hierzu gehören u. a.:

- schülerorientierter Unterricht

- häufiger Wechsel von Arbeits- und Sozialformen

- fächerübergreifender Unterricht

- Einsatz moderner Medien und Präsentationstechniken

- Einsatz von binnendifferenzierenden Maßnahmen

- Phasen der Wiederholung und des Einübens

- Aufzeigen von Anwendungs- und Praxisbezug.

Unsere Unterrichtsarbeit gliedert sich in den Pflichtbereich, gemäß Stundentafel, den Wahlunterricht (siehe Kapi-

tel 4.01.07) und die Arbeitsgemeinschaften, die von den Schülerinnen und Schülern freiwillig gewählt werden kön-

nen.

Zurzeit bietet die Gutenbergschule folgende Arbeitsgemeinschaften an: Kinder- und Kammerchor, Vor- und

Hauptorchester, Theaterspiel, Theaterwerkstatt, Philosophie-AG, Jugend forscht-AG, Physik-AG, Garten-AG, Radio-

AG, Schul-TV-AG, Modelleisenbahn-AG, Jugend debattiert-AG, Speed-Stacking-AG.

Gerade durch die Arbeitsgemeinschaften versuchen wir die Schule lebendig und für unsere Schülerinnen und Schü-

ler möglichst interessant zu gestalten.

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6.02. Umsetzung der Kerncurricula

Seit dem 1. August 2011 ist die Verordnung über die hessischen Bildungsstandards in Kraft. In den hessischen

Kerncurricula werden die Bildungsstandards und die Inhaltsfelder der einzelnen Fächer zusammengefasst. Da die

Curricula die verbindliche Grundlage für den Unterricht sind, hat die Gutenbergschule sich die schnelle Umsetzung

für alle Fächer zur Aufgabe gemacht. Die Fachgruppen der einzelnen Fächer arbeiten derzeit an der Verknüpfung

der in den Curricula geschilderten Kompetenzfestlegung mit den Inhalten der Lehrpläne. So entsteht ein fachbezo-

genes wie auch fächerübergreifendes Gesamtkonzept für die Gutenbergschule. Die Schülerinnen und Schüler wer-

den in der Folge von einem modernen Unterricht profitieren, der neben Inhalten ein besonderes Augenmerk auf

den Erwerb von Kompetenzen legt, die unseren Schülerinnen und Schülern im weiteren Leben zum Vorteil gerei-

chen werden.

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6.03. Schulmanagement

Die Arbeitsorganisation an der Gutenbergschule lässt sich der folgenden Struktur entnehmen:

Fachbereich

I

Deutsch

Englisch

Französisch

Latein

Italienisch

Russisch

Spanisch

Kunst

Musik

Fachbereich

II

ev. Religion

kath. Religion

Ethik

Politik&Wirtschaft

Geschichte

Erdkunde

Fachbereich

III

Mathematik

Physik

Biologie

Chemie

Informatik

Schulleiter

erweiterte

Schulleitung

Lehrer Schüler Eltern

Sport

Gesamtkonferenz

Personalrat

Monatsgespräch

mit

Schulleiter

Schulkonferenz

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Klassen / Tutorengruppen

Klassen- /Tutorengruppensprecher

Schülerrat

Monatsgespräch

mit Schulleiter

Klassenelternschaft

Klassenelternbeirat

Schulelternbeirat

besondere Arbeitsgruppen

Steuergruppe

(Schulprogramm)

AGs* zur VorbereitungbesondererschulischerVeranstaltungen

AGs* zur VorbereitungschulischerMaßnahmen

* nach Bedarf


Zur Struktur

Geleitet wird die Schule vom Schulleiter in enger Absprache mit der erweiterten Schulleitung. Dieser gehören an:

stellvertretender Schulleiter, Studienleiter, Fachbereichsleiterin und Fachbereichsleiter, Fachgruppensprecherin

Sport, Portfolio-Beauftragte (zuständig für die Referendarausbildung) und der von der Gesamtkonferenz gewählte

Vertreter des stellvertretenden Schulleiters. Diese Gruppe trifft sich wöchentlich, um über alle die Schule betref-

fenden Dinge zu beraten und Innovationen vorzubereiten. Zu Beginn jeder Sitzung werden Berichte von dem

Schulleiter, dem Studienleiter, der Fachbereichsleiterin und den Fachbereichsleitern sowie der Fachgruppenspre-

cherin Sport vorgelegt. Dies garantiert einen umfassenden Informationsstand aller Mitglieder.

Die Schulgemeinde umfasst drei Gruppen: Lehrer, Schüler und Eltern.

1. Lehrer

Alle Lehrer gehören entsprechend ihren Fächern folgenden Fachbereichen und Fachgruppen an:

Fachbereich I (sprachlich-literarisch-künstlerisch Fachbereich)

Zugeordnete Fächer: Deutsch, Englisch, Französisch, Latein, Italienisch, Russisch, Spanisch, Kunst, Musik

Fachbereich II (gesellschaftswissenschaftlicher Fachbereich)

Zugeordnete Fächer: evangelische Religionslehre, katholische Religionslehre, Ethik, Politik und Wirtschaft, Ge-

schichte, Erdkunde

Fachbereich III (mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer Fachbereich)

Zugeordnete Fächer: Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Informatik.

Keinem Fachbereich zugeordnet ist das Fach Sport.

Alle den Unterricht betreffenden Fragen werden in regelmäßig stattfindenden Fachbereichs-und Fachkonferenzen

besprochen.

Fünf Lehrkräfte bilden in unserer Schule den Personalrat.

Dieser vertritt die Anliegen der Lehrerschaft gegenüber der Schulleitung und organisiert Veranstaltungen der Leh-

rerschaft.

Monatlich findet ein Gespräch zwischen der Schulleitung und dem Personalrat statt. Es dient der gegenseitigen

Information sowie der Behandlung von personellen und schulischen Fragen und Problemen.

2. Schüler

Die Schüler organisieren sich in der Schülervertretung. Hierzu gehören die Klassen-, die Kurssprecher sowie der

Schülerrat, der die Gesamtschülerschaft vertritt. Unterstützt werden die Schülervertreter in ihrer Arbeit durch den

von ihnen gewählten Vertrauenslehrer. Selbstverständlich ist eine gut funktionierende Schülervertretung ein ge-

meinsames Anliegen aller Lehrer, i. b. der Schulleitung. SV-Stunden finden in den Klassen 5 bis 9 und in der Einfüh-

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ungsphase wöchentlich einmal (in den Klassen 5 in Klassenleiterstunden sonst an wechselnden Wochentagen)

statt. Gespräche zwischen dem Schulleiter und der Schülerschaft werden monatlich einmal durchgeführt.

3. Eltern

Die Eltern organisieren sich in der Elternvertretung. Hierzu gehören die Klassenelternbeiräte, die aus ihrer Mitte

den Schulelternbeirat wählen, der die Anliegen der gesamten Elternschaft vertritt.

Die Schulkonferenz ist das Organ gemeinsamer Beratung und Beschlussfassung, in der Lehrerinnen und Lehrer,

Schülerinnen und Schüler sowie Eltern zusammenwirken.

Neben den oben erwähnten Konferenzen gibt es noch eine Vielzahl besonderer Arbeitsgruppen, die von der Ge-

samtkonferenz, den Fachbereichen oder Fachgruppen zur Bearbeitung unterschiedlichster Themen eingesetzt

werden. Die in den Arbeitsgruppen erzielten Ergebnisse werden den Gremien, die diese Gruppen eingesetzt ha-

ben, zur Entscheidung vorgelegt. Eine ständige Arbeitsgruppe ist die Steuergruppe, die von der Gesamtkonferenz

zur Fortentwicklung unseres Schulprogramms eingesetzt wurde.

6.04. Formen der Zusammenarbeit / Informationsfluss

Grundlage für die enge Zusammenarbeit der Mitglieder der Schulgemeinde ist das im Leitbild formulierte Ziel „ei-

ner Kultur der Kommunikation und Konfliktbewältigung, die ständig weiterentwickelt wird“.

Die Zusammenarbeit der Lehrkräfte erfolgt im Wesentlichen in den hierfür vorgesehenen Gremien. Dies sind die

Klassen-, Fach-, Fachbereichs- und Gesamtkonferenzen. Diese Konferenzen finden regelmäßig statt. Sie beraten

und beschließen im Rahmen der ihnen durch das Hessische Schulgesetz übertragenen Aufgaben. Über die genann-

ten Konferenzen hinaus stehen die Lehrkräfte in einem steten, intensiven Informationsaustausch, der alle schuli-

schen Fragen umfasst.

Gespräche zwischen den Lehrkräften und den Eltern finden vor allem in den wöchentlichen Sprechstunden der

Lehrkräfte statt. Hier wird von Seiten des Klassenlehrers und der Fachlehrer individuell informiert und beraten.

Gerade in Konfliktfällen können diese Gespräche zur Klärung beitragen. Über diese Einzelgespräche hinaus finden

regelmäßig Klassenelternabende statt, die vom Klassenelternbeirat einberufen und durchgeführt werden und an

denen neben der Klassenlehrerin bzw. dem Klassenlehrer ggf. auch die Fachlehrerinnen und Fachlehrer der Klasse

teilnehmen.

Über die wesentlichen schulischen Angelegenheiten wird auf den Schulelternbeiratssitzungen informiert und dis-

kutiert, an denen der Schulleiter regelmäßig und die erweiterte Schulleitung nach Bedarf teilnimmt.

Unsere Elternschaft zeigt sich äußerst interessiert am gesamten schulischen Leben.

Engagierte Mitarbeit in vielen Bereichen stellt dies unter Beweis. Einige Beispiele hierfür:

- Aktive Fördervereinsarbeit

- Mithilfe bei der Verwaltung der Schülerbücherei und des CDIs (Centre de documentation et

d´information)

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- Unterstützung der Hausaufgabenbetreuung, der Chor- und Orchesterarbeit

- effektive Mitarbeit in allen Schulgremien, speziell der Steuergruppe

- Durchführung von Sonderveranstaltungen des Schulelternbeirates, z. B. zu den Themen:

- Jugendkriminalität: ihre Ursachen und Gründe sowie ihre Bekämpfungsmöglichkeiten

- veränderte Kindheit - veränderte Jugend

- Drogenprävention

- effektives Lernen (Megamemory).

Grundlage der Zusammenarbeit mit der Schülerschaft ist die SV-Arbeit. In wöchentlichen SV-Stunden wird im Klas-

senrahmen über Schülerangelegenheiten informiert und diskutiert. In regelmäßigen SV-Vollversammlungen treffen

sich die Klassen- und Kurssprecher zu gemeinsamen Sitzungen und zur Vorbereitung von Entscheidungen in den

Gremien. In Problemsituationen stehen der Schülerschaft die Vertrauenslehrer Frau StR’n Momper und Herr OStR

Tonak (gewählt von den Schülerinnen und Schülern) und die Schulseelsorgerin Frau Dr. Claus zur Seite. Ferner

steht uns die Psychologin Frau Dr. Arnold zur Verfügung, die ehrenamtlich einen Sprechtag am Donnerstagvormit-

tag für die Schulgemeinde an unserer Schule eingerichtet hat.

Ausgebildete Mediatoren stehen außerdem unseren Schülerinnen und Schülern als Ansprechpartner zur Verfü-

gung.

Darüber hinaus finden einmal im Monat die „Monatsgespräche“ zwischen dem Schulleiter und der Schülerschaft

statt. An diesen Gesprächen können neben dem SV-Präsidium alle Schülerinnen und Schüler der Schule teilneh-

men. Hier besteht die Möglichkeit, auf „kurzem Weg“ Probleme anzusprechen und Verbesserungsvorschläge vor-

zutragen. Diese Gespräche geben dem Schulleiter aber auch die Möglichkeit, seine Entscheidungen gegenüber der

Schülerschaft transparent zu machen. Die Schülerinnen und Schüler erkennen in diesen Gesprächen, dass der Ent-

scheidungsspielraum des Schulleiters auf Grund der vorgegebenen Erlasse und Verordnungen häufig geringer ist

als angenommen.

Auch unsere Schülerschaft arbeitet im Schulalltag engagiert mit, was z.B. in folgenden Aktionen zum Ausdruck

kommt:

- Verwaltung des Schulkiosks

- Herrichtung von Schulräumen

- Ausrichtung besonderer schulischer Veranstaltungen (Schulfest, Sportveranstaltungen, Spielenachmittag

für die Klassen 5, Nikolausfeier, Valentinstag-Aktion)

- Organisation des Schulballs und der Abschlussfeier der Abiturientinnen und Abiturienten

- Patenschaften zwischen den Klassen 5 und 9

- Durchführung der Hausaufgabenbetreuung der Klassen 5 bis 7.

An allen Lehrerkonferenzen, mit Ausnahme der Zeugniskonferenzen, können Schüler- und Elternvertreter mit

beratender Stimme teilnehmen.

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Lehrerinnen und Lehrer, Eltern sowie Schülerinnen und Schüler wirken in der Schulkonferenz zusammen. Dieses

Gremium tagt zweimal im Schulhalbjahr und ist das Organ gemeinsamer Beratung und Beschlussfassung der Schul-

gemeinde. Die Schulkonferenz berät alle wichtigen Angelegenheiten der Schule, vermittelt bei Meinungsverschie-

denheiten und kann gegenüber anderen Konferenzen Empfehlungen abgeben.

In der Steuergruppe arbeiten Kolleginnen und Kollegen, Eltern und Vertreter der Schülerschaft gemeinsam an der

Fortschreibung und Evaluation des Schulprogramms und koordinieren die Arbeit an den einzelnen Vorhaben.

Eine weitere Form der Zusammenarbeit zwischen der Lehrer- und der Schülerschaft dokumentiert sich in der

Vergabe des Ehrenpreises der Gutenbergschule, der seit 1998 an eine Schülerin bzw. an einen Schüler vergeben

wird, die bzw. der sich in besonderer Weise für die Schule, insbesondere für die Schülerschaft, eingesetzt hat. Die

Auswahl des Preisträgers geschieht durch eine Jury, bestehend aus dem Schulleiter, dem stellvertretenden Schul-

leiter, dem Personalratsvorsitzenden, zwei Schülervertretern und dem Ehrenpreisträger des letzten Jahres. Der

Preis besteht aus einer Urkunde und einem Anstecker, die von Schülern entworfen wurden. Er wird anlässlich der

Verabschiedungsfeier der Abiturientinnen und Abiturienten vom Schulleiter überreicht.

Da an der Gutenbergschule eine Vielzahl von Sitzungen und Konferenzen im Schuljahr stattfinden, kommt dem

Informationsfluss eine besondere Bedeutung zu.

Grundsätzlich gilt: Jede Sitzung und jede Konferenz wird mit einer Tagesordnung und einem Protokoll dokumen-

tiert. Die umfangreiche Protokollsammlung kann im Schulleiterdienstzimmer eingesehen werden. Darüber hinaus

werden die Protokolle der Gesamtkonferenzen, der Schulkonferenzen und der Sitzungen des Schulelternbeirates

im Lehrerzimmer ausgelegt und auf unsere Homepage gestellt. Protokolle werden häufig auch allen Konferenz-

oder Sitzungsteilnehmern zur Verfügung gestellt. Ganz besonders wichtig ist, dass die erzielten Ergebnisse in den

Gremien auch an die „Basis“ (Lehrer, Schüler, Eltern) weitervermittelt werden. Eine Aufgabe, die den Vertretern

der einzelnen Gruppen in den Gremien obliegt. Hierfür dienen u.a. die SV-Stunden in den Klassen oder die Eltern-

abende, die mindestens zweimal im Schulhalbjahr stattfinden sollten. Unverzichtbar ist aber auch die Bereitschaft

jedes Einzelnen, sich um die notwendige Information zu bemühen.

6.05. Beratung und Betreuung

Die Beratung und Betreuung sind selbstverständlicher Teil unserer schulischen Arbeit.

Ausführliche Einzelfallberatung erfahren die Schülerinnen und Schüler und deren Eltern bei Problemen im Lern-

verhalten und im sozialen Verhalten von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern, den Tutorinnen und Tutoren,

den Fachlehrerinnen und Fachlehrern sowie dem Studien- und dem Schulleiter.

Wichtige Ansprechpartner sind ferner Frau Schulpfarrerin Dr. Claus (Schulseelsorge), Frau Dr. Arnold (ehrenamtli-

che Psychologin) sowie Frau StR’n Momper und Herr OStR Tonak (Vertrauenslehrer der Schülerschaft).

Die schulische Beratung wird ergänzt durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Stellen. Hier sind u.a. zu

nennen:

- der schulpsychologische Dienst

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- das Jugendamt

- die Lebensberatung des Diakonischen Werks

- die Fachstelle für Suchtprävention

- die AG Jaguar.

Pädagogische Klassenkonferenzen finden in jeder Klasse einmal pro Schulhalbjahr (November und April) statt. In

diesen Konferenzen werden von den Lehrkräften auf der Basis einer Stärken-Schwächen-Analyse individuelle För-

derpläne entwickelt, die dann in den folgenden Konferenzen evaluiert werden. In diesen Förderplänen werden die

Unterrichtsbeobachtungen der Lehrkräfte umfassend dargelegt und hieraus Empfehlungen für den Unterricht und

die Arbeit im häuslichen Bereich gegeben. Die Eltern nehmen den individuellen Förderplan mit ihrer Unterschrift

zur Kenntnis und wirken bei der Umsetzung der Förderempfehlungen im häuslichen Bereich mit.

Die Förderung besonderer Begabungen findet an der Gutenbergschule außer im regulären Unterricht in einer Viel-

zahl von Maßnahmen statt. Hier sind u. a. zu nennen:

- Chor, Orchester, Theater, Theaterwerkstatt

- Schülerwettbewerbe (z. B. Fremdsprachenwettbewerb, Europawettbewerb, Jugend debattiert, Jugend

forscht, Wettbewerbe in Mathematik, Naturwissenschaften und Informatik)

- Fremdsprachen-Zertifikate

- Arbeitsgemeinschaften (z. B. Jugend forscht, Physik-AG Philosophie-AG, …)

- Sportförderprojekte.

Ein besonderer Beratungs- und Betreuungsbedarf wird notwendig an den Stellen, an denen eine Veränderung in

der Schullaufbahn der Schülerinnen und Schüler erfolgt.

Ein besonderes Augenmerk legt die Gutenbergschule auf den Übergang von der Grundschule zum Gymnasium. Ein

Bündel von Maßnahmen soll diesen Übergang erleichtern. Hierzu gehören:

- die Teilnahme des Schulleiters an Informationsveranstaltungen der Grundschulen und des Stadtelternbei-

rates sowie Einzelberatung der Eltern

- die Durchführung von Informationsveranstaltungen an unserer Schule sowie die Verteilung eines Informa-

tionsblattes, das jährlich überarbeitet wird, an den Grundschulen

- die Berücksichtigung von Lehrerwünschen bei der Erstellung der Unterrichtsverteilung (Teambildung,

Klassenleitung, Einsatz in mehreren Fächern) für die Klassen 5

- die Erstellung eines möglichst ausgewogenen Stundenplanes

- die Aufnahmefeier am ersten Schultag

- die „Kennenlerntage“ zu Beginn des Schuljahres

- die Patenschaften zwischen den Klassen 5 und 9

- die Nachmittagsbetreuung für die Klassen 5 bis 7

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- der regelmäßige Informationsaustausch zwischen den in einer Klasse unterrichtenden Lehrkräften, insbe-

sondere anlässlich der Klassen- und pädagogischen Konferenzen.

Die Beratung beim Übergang von der Sekundarstufe I in die gymnasiale Oberstufe beginnt in der Jahrgangsstufe 9.

Von unserem Studienleiter, Herrn OStR Lorenz, werden erste Einführungen in die Oberstufenverordnung, speziell

über die Belegverpflichtungen in der Eingangsphase der gymnasialen Oberstufe, in den Klassen 9 gegeben.

Die Beratung verstärkt sich in der Einführungsphase: Gemeinsame Informationsabende für Eltern, Schülerinnen

und Schüler Anfang November über das gesamte System der gymnasialen Oberstufe mit den Abschlüssen Abitur

und Fachabitur, spezifische Beratungen durch die Fachgruppensprecher der zwölf als Leistungskurse wählbaren

Fächer im Januar, Beratung durch Schülerinnen und Schüler im März/April, die bestimmte Leistungsfächer belegt

haben und somit von ihren Erfahrungen berichten können.

Die berufs- und studienorientierende Beratung ist ein gemeinsames Anliegen aller Lehrkräfte. Für folgende Veran-

staltungen können sie sich daher individuell beim jeweiligen Fachlehrer beurlauben lassen:

Veranstaltung Termin

Hochschulinformationstage der Universität Gießen Januar

Hochschulerkundungswoche der Universität Marburg Januar

Tag der offenen Tür der Universität Mainz Februar

Studien- und Berufsinformationstage der Gesamtschule Kassel Februar

Tag der offenen Tür der Fachhochschule Wiesbaden Februar

Tag der offenen Tür der Fachhochschule Fresenius Februar

Tag der offenen Tür der TU Darmstadt März

Studieninformationstag der Berufsakademie Mannheim März

BISS-Veranstaltungen der Universität Mainz für einzelne Fächer nach vorheriger Anmeldung Mai

Ausbildungsmesse der Handwerkskammern Wiesbaden/Rheingau Mai

Berufsorientierungsseminar des Arbeitskreises Schule und Wirtschaft Wiesbaden/Rheingau Juni

Deutsch-französisches Forum in Straßburg November

Ergänzt werden diese Veranstaltungen durch

- ein dreiwöchiges Betriebspraktikum für unsere Schülerinnen und Schüler der Einführungsphase der gym-

nasialen Oberstufe

- die Möglichkeit eines zweiwöchigen Betriebspraktikums für unsere bilingualen Schülerinnen und Schüler

in der Region Montreux/Schweiz

- Vorträge von Naturwissenschaftlern und Ingenieuren aus Hochschule und Industrie an unserer Schule

- eine alle zwei Jahre stattfindende Berufsinformationsbörse.

Im bilingualen Zug wird in der Oberstufe ferner über die deutsch-französischen Studiengänge informiert.

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6.06. Arbeit mit individuellen Förderplänen / Förderunterricht

Die Arbeit mit individuellen Förderplänen

Die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler ist ureigenste Aufgabe der Schule. Dabei geht es sowohl

um die Förderung der Stärken als auch um die Behebung der Schwächen. Die Förderung der Schülerinnen und

Schüler geschieht auf der Grundlage der Förderdiagnostik, d.h. die Lehrerinnen und Lehrer müssen sich ein Bild

von der Lernausgangslage der Schülerin bzw. des Schülers machen. Dies geschieht durch die Beobachtung des

sprachlichen, kognitiven, emotional-sozialen und motorischen Entwicklungsstandes und der Lernmotivation. Auch

die Fähigkeit der optischen und akustischen Wahrnehmung und Differenzierung, das Symbolverständnis und die

feinmotorischen Fertigkeiten sowie das individuelle Lernverhalten und -tempo der Schülerinnen und Schüler müs-

sen bei der Lernausgangslage berücksichtigt werden. Der Unterricht muss sich dabei an den unterschiedlichen

Lernvoraussetzungen wie zum Beispiel den Sprach- und Sprechfähigkeiten, auch bezogen auf einen eventuellen

Migrationshintergrund, orientieren. Daten und Informationen können neben den Beobachtungen im Unterricht

(die Benutzung von Beobachtungsbögen wird empfohlen) auch durch den Einsatz von Testverfahren, Informatio-

nen der Eltern oder durch die Einbeziehung von Schulpsychologen oder in der Lese-, Rechtschreib- oder Rechendi-

agnostik ausgebildeten Lehrkräften gewonnen werden. Auch mit der Schule zusammenarbeitende Institute kön-

nen mit einbezogen werden.

Auf den pädagogischen Klassenkonferenzen, die zweimal im Schuljahr (November und April) stattfinden , tragen

die Lehrkräfte die gesammelten Daten und Informationen zusammen, erstellen ein Stärke/Schwäche-Profil der

Schülerin bzw. des Schülers und vereinbaren ggf. die Erstellung von Förderplänen und legen die Verantwortlichkeit

für den jeweiligen Förderplan fest. Der Förderplan wird in der Regel mit den in der Schule entwickelten Vordrucken

erstellt.

Die Arbeit mit den Förderplänen umfasst zusammenfassend folgende Schritte:

- Sammlung von Daten und Informationen unter Einbeziehung aller Beteiligten ggf. auch außerschulischer

Institute

- Ermittlung von Stärken und Schwächen

- Ableitung von messbaren Förderzielen

- Trennung von Beobachtung und Deutung

- Vereinbarung von Maßnahmen

- Überprüfung der Maßnahmen (Überprüfungstermin)

- Fortschreibung der Förderpläne.

Für die individuelle Förderung in der Unterrichtspraxis sind folgende Punkte maßgebend:

- Kernidee/Intentionen und Zielvorstellungen der Förderpläne transparent machen

- Individualisierten Unterricht anstreben

- Binnendifferenzierung und offene Unterrichtsformen soweit wie möglich durchführen

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- Aktivierung von Vorwissen und Interessen der Schülerinnen bzw. Schüler

- Einsatz von Lernjournal und Fremdsprachenportfolio zur Lernprozessbegleitung

- Zielvereinbarung mit Schülern und Eltern vorgeben.

Vorschläge zur Förderung von Schülerinnen und Schülern mit besonderen Fähigkeiten:

- Anregung zu selbstständigem Lernen

- Einbeziehung in die Unterrichtsarbeit

- Differenzierung und Individualisierung

- Möglichkeiten zum Projektlernen und eigener Themensuche

- Wahrnehmung inner- und außerschulischer Zusatzangebote

- Individuell sinnvolle Beschleunigung der Schullaufbahn (z. B. Überspringen einer Klasse)

- Wechsel auf die Internatsschule Schloss Hansenberg oder einer Schule mit besonderem Profil für Hochbe-

gabte (z.B. die Leibnizschule)

- Wege eröffnen zur verantwortlichen Mitgestaltung des schulischen Gemeinschaftslebens (z. B. SV-Arbeit,

schulische Gremienarbeit, Mitarbeit in Hausaufgabenbetreuung, individuelle Nachhilfe, zusätzliche Ange-

bote für Schülerinnen und Schüler (z. B. bei Projektwoche).

Individuelle Förderung im Fach Mathematik

- Einrichtung eines Materialpools mit Lernmaterial zur individuellen Förderung

- Fördern durch bestimmte Methoden im Unterricht (Expertenrunde, Stationenlernen, Coaching, Repetiti-

on)

- Nachhilfeclub Mathematik „Schüler helfen Schülern“

- Teilnahme an verschiedenen Wettbewerben:

o „Känguru-Wettbewerb“ in den Jahrgangsstufen 5 und 7 verbindlich

o Landeswettbewerb Hessen in der Jahrgangsstufe 11

o Mathematikolympiade des ZfM

LRS Förderkonzept und weitere Angebote

Ein Förderkonzept, welches alle Maßnahmen, die die Schule diesbezüglich anbietet, auf mehreren Seiten zusam-

menfasst, wurde im September 2011 von der Fachschaft Deutsch verabschiedet.

Wichtige Punkte daraus sind

- Verfahren zur Feststellung der LRS in Klasse 5 (Beobachtung/ Testverfahren)

- Zuordnung in den entsprechenden LRS-Förderkurs der Jahrgangsstufe

- Umgang mit dem Nachteilsausgleich / Rolle der Klassenkonferenz

- Rolle des Förderplans

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- Individuelle Förderung betroffener Schüler im Rahmen des Unterrichts (Binnendifferenzierung / häusliche

Trainingsprogramme, besonders für die Klassen 7-9)

- Beratung und Unterstützung von Eltern und Schülern

- LRS in der Sek II

- LRS und Fremdsprachen.

Mit Beginn des Schuljahres 2011/12 sind zwei Förderkurse für Schüler mit Schwierigkeiten im Schreiben und Lesen

eingerichtet worden, und zwar einen für die 5. und einen für die 6. Jahrgangsstufe. Durch einen halbjährlich statt-

findenden Elternabend innerhalb der Förderkurse werden die Information, Beratung und Zusammenarbeit mit den

jeweiligen Eltern über den normalen Unterricht und den Kontakt zu den Deutsch- und Klassenlehrern hinaus wei-

ter intensiviert.

Eine LRS- Sprechstunde bietet Kollegen, Schülern oder Eltern die Möglichkeit, sich individuell von der LRS-

Beauftragten beraten zu lassen. Termine können aber selbstverständlich auch außerhalb dieses Zeitfensters ver-

einbart werden. Bei Bedarf werden gemeinsame Elternberatungsgespräche mit Deutsch- und Klassenlehrer durch-

geführt, was für Transparenz sorgt und den Kommunikationsweg verkürzt.

Zur individuellen Weiterbildung zum Thema wurde aktuelle Sekundärliteratur angeschafft ebenso Fördermateria-

lien, die den Schülern zu Übungszwecken empfohlen werden können.

Die neuesten Verordnungen oder Aufsätze zum Thema ‚Fördern und LRS‘ liegen in einem speziellen Ordner für die

Hand der Kollegen jederzeit bereit.

Ein regelmäßiger Austausch über erfolgreiche und geeignete Fördermöglichkeiten findet in den Fach- und Gesamt-

konferenzen statt.

6.07. Gesundheitsförderung

Die sich ständig ändernden und wachsenden Anforderungen an die Lehrerinnen und Lehrer im täglichen Unter-

richt, den darüber hinausgehenden Aufgaben in der Schule und der häuslichen Vor- und Nachbereitung sowie die

Ansprüche seitens der Politik, der Gesellschaft, der Wirtschaft und nicht zuletzt der Eltern führen zu großen Belas-

tungen der Kolleginnen und Kollegen.

Ebenso zeigen Studien zur Schülergesundheit, dass die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit psychischen, psycho-

somatischen und physischen Beschwerden zunimmt.

Veränderungen, die zu einer Weiterentwicklung unserer Arbeit in der Schule und damit zu einer Verbesserung der

Unterrichtsqualität führen sollen, müssen demnach die Aspekte der Gesundheit der Lehrerinnen und Lehrer sowie

der Schülerinnen und Schüler im Blick haben. Gesundheit wird an der Gutenbergschule (i.S. der sog. Ottawa-

Charta) ganzheitlich verstanden und umfasst neben dem vollkommenen physischen und psychischen auch das

soziale Wohlbefinden aller in der Schule lernenden und arbeitenden Menschen.

Leitgedanke ist, dass ausgehend von den individuellen Ressourcen jeder aktiv und selbstverantwortlich seinen

Beitrag zur Herstellung gesundheitsförderlicher Bedingungen beiträgt.

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Ansätze der Gesundheitsförderung an der Gutenbergschule finden sich sowohl in den Konzepten zur Unterrichts-

arbeit als auch in den darüber hinausgehenden Angeboten und den unterschiedlichen Bereichen der Zusammen-

arbeit.

Im Folgenden werden die Arbeitsschwerpunkte noch einmal explizit aufgeführt:

Schulklima

- Gezielte Förderung von Teambildung und -entwicklung

- Zielvereinbarungsgespräche zwischen Schulleitung und Kollegen/innen

- Monatsgespräche zwischen Schulleitung und Personalrat

- Monatsgespräche zwischen Schulleitung und Schülervertretung

- Zusammenarbeit und Kooperation: Pädagogische Klassenkonferenzen, AGs zur Schulprogrammarbeit

- Pädagogische Nachmittagsbetreuung an vier Tagen.

Bewegung

- Schulsportzentrum Wiesbaden

- „Partnerschule des Leistungssports“

- Einrichtung einer „Sportklasse“, die Schüler/innen erhalten in den Jahrgangsstufen 5 bis 8 eine Sportstun-

de zusätzlich und werden darüber hinaus individuell gefördert

- Talentfördergruppen in verschiedenen Sportarten

- Zusammenarbeit mit Sportvereinen und –verbänden

- Schulinterne Turniere

- Wanderfahrten mit sportlichen Schwerpunkten.

Ernährung

- Angebot einer Mittagsverpflegung, die den Anforderungen einer „gesunden Ernährung“ entspricht

- Unterrichtsprojekte zum Thema „gesunde Ernährung“ und „gesundes Schulfrühstück“

- Einrichtung einer Mensa-AG.

Suchtprävention und Gesundheitsfürsorge

- Etablierung eines von Lehrer-, Schüler- und Elternschaft getragenen „Gesundheitskreises“ (Leitung und

Planung der unregelmäßig wiederkehrenden Treffs durch den Drogen- und Gesundheitsbeauftragten)

- regelmäßige Zusammenarbeit und Informationsaustausch mit dem Suchthilfezentrum Wiesbaden

- Angebote für Studien- und Infotage in allen Klassenstufen, z.B. zum Thema Alkohol oder Haschisch-

Cannabis-Marihuana

- fachbezogene Kollegiumsfortbildungen, z.B. Fortbildungsreihen für Lehrkräfte mit Dr. Peseschkian, Wies-

baden, zum Thema „Psychohygiene“ oder zum Thema „Mobbing an der Schule“

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- fachbezogene Vorträge und Projekttage für Kollegium, Schüler- und Elternschaft, insbesondere mit Prof.

Dr. Dieter F. Braus, Leiter der Abteilung für Psychiatrie der HSK Wiesbaden, Thema: „EinBlicke: Das ju-

gendliche Gehirn im Ausnahmezustand“

- Zusammenarbeit mit universitären Einrichtungen, z.B. Promotionsarbeit zum Thema „Rauchen an der

Schule“ (Deutsche Herzstiftung e.V.)

- Planung und - wo möglich - Hilfe bei der Ausführung gesundheitsfördernder Baumaßnahmen im Schulbe-

reich, z.B. akustisch relevante Renovierung von Klassen- und Kursräumen.

Gewaltprävention / Soziales Lernen

- Aufnahmefeier der Klassen 5 und Kennenlerntage

- Das Programm Lions Quest – Soziales Lernen in den Klassen 5 und 6

- Baustein Teamentwicklung und Kooperation in den Klassen 7 und 8

- Fest verankerte Klassenleiterstunden in der Jahrgangsstufe 5 und flexible SV-Stunden in den Klassen 6 bis

10 (Einführungsphase)

- Zusammenarbeit mit der AG Jaguar und dem schulpsychologischen Dienst

Erziehungsvereinbarungen

- siehe Leitbild (Kapitel 3)

- siehe Hausordnung.

6.08. Fortbildungsbedarf / Mitarbeitergespräche

Alle Lehrkräfte sind nach dem Lehrerbildungsgesetz verpflichtet, ein Qualifizierungsportfolio zu führen, das folgen-

de Teile enthält:

1. mit Leistungspunkten versehene Nachweise zum Erhalt und zur Erweiterung der berufsbezogenen Qualifi-

kation

2. Nachweise zur Vorbereitung auf neue oder erweiterte berufliche Aufgaben

3. Dokumente zu weiteren für die berufliche Laufbahn relevanten Tätigkeiten, Erfahrungen und Qualifikatio-

nen.

Zum Nachweis der berufsbezogenen Fortbildung werden für alle Fortbildungsaktivitäten Leistungspunkte verge-

ben.

Alle Lehrkräfte sind verpflichtet, im Laufe von drei Jahren mindestens 150 Leistungspunkte nachzuweisen.

Die Lehrkräfte der Gutenbergschule können diese Leistungspunkte durch folgende drei Maßnahmen erwerben:

1. mit Leistungspunkten versehene Nachweise zum Erhalt und zur Erweiterung der berufsbezogenen Qualifi-

kation

2. Nachweise zur Vorbereitung auf neue oder erweiterte berufliche Aufgaben

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3. Dokumente zu weiteren für die berufliche Laufbahn relevanten Tätigkeiten, Erfahrungen und Qualifikatio-

nen.

Die Lehrkräfte der Gutenbergschule können diese Leistungspunkte durch folgende drei Maßnahmen erwerben:

I. Hausinterne Tätigkeiten, die als Fortbildungsmaßnahme anerkannt werden

II. Teilnahme an schulinternen Lehrerfortbildungsmaßnahmen.

Folgender Ablauf wurde hierzu von der Gesamtkonferenz festgelegt:

1. Vorschlag der Lehrerfortbildungsmaßnahme durch die Fachgruppensprecherin bzw. den Fachgruppen-

sprecher an den Schulleiter

2. Antrag auf Akkreditierung (einschließlich des Vorschlags für die Fortbildungsleitung) durch den Schulleiter

und die Fachgruppensprecherin bzw. den Fachgruppensprecher online beim Institut für Qualitätsentwick-

lung (IQ)

3. Akkreditierung durch das IQ (einschließlich der Angabe der zu erreichenden Leistungspunkte)

4. Durchführung der Lehrerfortbildungsmaßnahme

5. Die Bescheinigung über die Teilnahme an der Fortbildung wird dem persönlichen Qualifizierungsportfolio

der Lehrkraft beigelegt

III. Teilnahme an Fortbildungsmaßnahmen schulischer oder privater Träger:

Eine Sammelmappe externer Fortbildungsveranstaltungen liegt im Lehrerzimmer aus. Die Teilnahme an

einer solchen Veranstaltung setzt die Genehmigung des Schulleiters voraus.

Folgende Themenbereiche sollen auf Wunsch des Kollegiums in schulinternen oder externen Fortbildungsveran-

staltungen in der nächsten Zeit behandelt werden:

- Fachbezogene Veranstaltungen

- Umgang mit den Bildungsstandards und der Kerncurricula

- Einsatz der neuen Technologien im Unterricht (Umgang mit dem interaktiven SmartBoard)

- Erweiterung der Methodenkompetenz

- Konfliktbewältigung, Stressmanagement, Supervision, Gesprächsführung.

Die Gutenbergschule ermöglicht den Kollegen die Teilnahme an externen Fortbildungen und berücksichtigt die

Wünsche der Kollegen nach Fortbildungen im Hause selbst. Die Fortbildungen können von Referentinnen und

Referenten von außen, sowie von eigenen Lehrkräften durchgeführt werden. Um eine größtmögliche Hilfe und

Unterstützung zu erhalten, legt die Gutenbergschule regelmäßig ihren systemischen Fortbildungsbedarf dem

Staatlichen Schulamt vor, das als Koordinationsstelle fungiert.

Seit dem Schuljahr 2005/2006 werden sogenannte „Mitarbeitergespräche“ zwischen dem Schulleiter und den

Kolleginnen und Kollegen durchgeführt. In diesen Gesprächen werden die folgenden Themenbereiche angespro-

chen: Selbsteinschätzung, Entwicklungsmöglichkeiten, Fortbildung, Kooperation, Teamarbeit. In einer Zielvereinba-

rung, die die Kriterien spezifisch, messbar, akzeptiert, realistisch, transparent (kurz: S.M.A.R.T.) erfüllen sollte,

werden künftige Arbeitsschwerpunkte der Lehrkraft festgelegt, die im kommenden „Mitarbeitergespräch“ evalu-

iert werden. Anlässlich der „Mitarbeitergespräche“ sind die Qualifizierungsportfolios dem Schulleiter vorzulegen.

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6.09. Lehrereinsatz und Personalentwicklung

Der Personaleinsatz erfolgt unter Beachtung des Fachlehrerprinzips (möglichst kein fachfremder Unterrichtseinsatz

der Lehrkräfte), der Wünsche der Kolleginnen und Kollegen, der Wünsche der Fachgruppen und pädagogischer

Notwendigkeiten.

Der Lehrereinsatz geschieht in enger Absprache zwischen den Mitgliedern der erweiterten Schulleitung. Auf einen

gleichmäßigen Einsatz der Lehrkräfte in ihren Fächern und in den verschiedenen Schulstufen wird geachtet. Be-

sonderer Wert wird auf die Besetzung der Klassenleitung gelegt, vor allem in den unteren Klassenstufen, wobei

diese Lehrkräfte mit möglichst vielen Stunden in ihrer Klasse unterrichten sollten. Wünsche der Lehrkräfte und

Teambildungen in den Klassen werden von der Schulleitung nach Möglichkeit umgesetzt.

Lehrerinnen und Lehrer, die als Tutorinnen und Tutoren in der gymnasialen Oberstufe eingesetzt sind, sollten ihre

Tutorengruppe in der gesamten Qualifikationsphase unterrichten. Aus diesem Grund und wegen unseres Zeitleis-

tenplans können als Tutorinnen und Tutoren nur die Lehrkräfte mit den Fächern Deutsch, Mathematik, Geschichte

und Religion/Ethik eingesetzt werden.

Ferner sollten Lehrkräfte, die Klassenleiter sind, nicht noch zusätzlich die Aufgabe einer Tutorin bzw. Tutors wahr-

nehmen müssen.

Beim Unterrichtseinsatz der Referendarinnen und Referendare stehen an der Gutenbergschule Ausbildungsbelan-

ge im Vordergrund. Selbstverständlich müssen aber auch die Belange der Klassen und Kurse, wie z.B. Kontinuität

des Unterrichts oder kein gehäufter Einsatz von Referendarinnen und Referendaren in einer Klasse, berücksichtigt

werden.

Da Veränderungen im Kollegium auf Grund von Versetzungen, Abordnungen und aus anderen Gründen häufig

nicht vorhersehbar sind, kann nur auf Veränderungen der Personalsituation auf Grund von Ruhestandsversetzun-

gen eingegangen werden.

Bis zum 31.07.2014 scheiden Kolleginnen und Kollegen aufgrund von Altersteilzeit (AT) oder Ruhestandsversetzun-

gen (P) wegen des Erreichens der Altersgrenze mit folgenden Fächern aus:

zum 31.01.2012: E/F (AT), Ch/B (AT)

zum 31.07.2012: D/kR (AT), Mu/kR (P), M/Ph (P)

zum 31.01.2013: M/Sp/Inf (P), E/Ek (P), Ku (AT), B/Sp (P), B/Ch (P)

zum 31.07.2013: M/Ph (P), D/G (AT)

zum 31.01.2014: -

zum 31.07.2014: -

Das Auffinden von gleichwertigem Ersatz für die ausscheidenden Kolleginnen und Kollegen wird eine der wichtigs-

ten Aufgaben für Schulleitung und Staatliches Schulamt in den nächsten Jahren darstellen, da hiervon wesentlich

der Erfolg unserer schulischen Arbeit und die Realisierung unseres Schulprogramms abhängen werden. Auch auf

eine paritätische Zahl von Lehrerinnen und Lehrern wird zu achten sein.

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In den letzten Jahren war, insbesondere in den naturwissenschaftlichen Fächern, festzustellen, dass auf Grund von

Lehrermangel frei werdende Stellen nur schwer besetzt werden konnten.

Dennoch ist es uns in der jüngeren Vergangenheit gelungen, auch in den sogenannten Mangelfächern junge Kolle-

ginnen und Kollegen für die Schule zu gewinnen, die sich sehr schnell in den Schulbetrieb eingefunden haben und

sich bereits neben ihrem Unterricht in vielen Bereichen schulischer Arbeit engagieren und Verantwortung mit

übernehmen.

Zu erwähnen bleibt, dass am 31.01.2013 der stellvertretende Schulleiter und am 31.07.2013 der Schulleiter aus

Altersgründen in den Ruhestand eintreten. Es ist zu hoffen, dass die Neubesetzungen dieser frei werdenden Füh-

rungspositionen zeitnah erfolgen.

Mit Ende des Schuljahres 2013/2014 werden etwa 290 Schülerinnen und Schüler des Doppeljahrgangs die Abitur-

prüfungen ablegen.

Im darauf folgenden Schuljahr werden in der gymnasiale Oberstufe ca. 380 Schülerinnen und Schüler unterrichtet

statt zurzeit 597. Ferner verliert die Gutenbergschule einen Jahrgang. Dies und das Auslaufen der Altersteilzeit, die

Ruhestandsversetzungen mit mindestens 65 Jahren sowie die wesentliche Verjüngung des Kollegiums werden eine

Überbesetzung der Schule und damit zusammenhängend eine erheblich geringere Zahl von Neueinstellungen über

einen längeren Zeitraum zur Folge haben.

6.10. Grundsätze unseres Vertretungskonzeptes

Vertretungen an der Gutenbergschule werden mit der Zielsetzung geregelt, einerseits den Unterrichtsausfall zu

minimieren, andererseits aber auch die Zusatzbelastung der Kolleginnen und Kollegen in einem vertretbaren Rah-

men zu belassen.

Prävention

Zur Vermeidung späterer Unterrichtsausfälle findet vor der Planung eines neuen Stundenplanes für das nachfol-

gende Schuljahr einen Befragung alle Kolleginnen und Kollegen nach zeitlichen Beschränkungen statt. Diese kön-

nen sich aus dienstlichen Vorgaben ergeben, z. B. durch die Tätigkeit am Studienseminar, Abordnungen an das

HKM, Mitarbeit im IQ oder dem Medienzentrum. Aber auch private Erfordernisse spielen zunehmend eine wichti-

ge Rolle, etwa durch die Betreuung von Kindern oder pflegebedürftiger Eltern. Zeitwünsche der Lehrkräfte besit-

zen eine hohe Priorität und konnten bisher in vollem Umfang berücksichtigt werden.

Zu den Grundvoraussetzungen späterer Vertretungsregelungen gehört aber auch die Einarbeitung einer Min-

destanzahl von Freistunden in den Gesamtstundenplan der Schule, damit ein flexibler Einsatz überhaupt möglich

ist.

Die größte Bedeutung im Hinblick auf die Reduzierung negativer Auswirkungen bei vorhersehbarem Unterrichts-

ausfall liegt jedoch in der Bereitschaft aller Kolleginnen und Kollegen, Arbeitsaufträge vorzubereiten. Diese werden

von den Schülerinnen und Schülern in der Sekundarstufe II eigenverantwortlich bearbeitet und in den übrigen

Lerngruppen von den zur Vertretung eingesetzten Lehrkräften umgesetzt.

Sollte Unterrichtsmaterial durch die abwesende Lehrkraft nicht zur Verfügung gestellt worden sein, können Vertre-

tungskräfte auf Arbeitsmaterial in einem speziellen „Vertretungsordner“ im Lehrerzimmer zurückgreifen oder

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spontan Unterricht in einen der beiden Multi-Media-Räume verlegen und die dort installierten Lernprogramme

nutzen.

Auswahl der Vertretungskräfte

Die Festlegung der jeweiligen Vertretungskräfte orientiert sich an mehreren Kriterien und Fragestellungen, die im

Einzelfall immer wieder neu gewichtet und gegeneinander abgewogen werden müssen:

Bevorzugt werden Kolleginnen und Kollegen eingesetzt,

- die in der von Unterrichtsausfall betroffen Lerngruppe ein anderes Fach unterrichten

- die das ausfallende Fach unterrichten können

- deren regulärer Unterricht an anderer Stelle ausfällt („Statt-Stunden“)

- die evtl. schon früher in der betroffenen Lerngruppe eingesetzt waren

- deren eigener Tagesstundenplan einen Einsatz zulässt

- deren allgemeine Unterrichtsbelastung einer zusätzlichen Belastung nicht widerspricht.

Als zusätzliches Kriterium für die Auswahl von Vertretungskräften dient der aktuelle Vertretungszähler unter Be-

rücksichtigung der monatlichen Mehrarbeitsverpflichtung.

Vertretungsumfang

In den Jahrgangsstufen 5 und 6 werden grundsätzlich alle Unterrichtsstunden vertreten. Bei extrem hohem Vertre-

tungsbedarf werden – als letzte Option - auch ältere Schülerinnen oder Schüler zur Betreuung von Klassen einge-

setzt. Dies können die Paten der jeweiligen Klasse sein, aber auch solche, die bereits im Bereich der Hausaufga-

benbetreuung Erfahrung tätig waren.

In der Jahrgangsstufe 7 findet Unterricht verlässlich von der 1. bis zur 6. Schulstunde statt. Im Vertretungsfall wer-

den jedoch, wenn erforderlich, Unterrichtsstunden aus dem Nachmittag in den Vormittag vorverlegt.

Diese Praxis wird in den Jahrgangsstufe 8 bis 10 beibehalten. Hinzu kommen Überlegungen, ob und in welcher

Weise Unterricht, zum Beispiel in Randstunden oder bei Arbeitsgemeinschaften, ausfallen kann.

Neu in den Jahrgangsstufen 9 und 10 ist bei Bedarf die Betreuung einzelner Lerngruppen durch Lehrkräfte, welche

in einem benachbarten Klassenraum unterrichten („Queraufsicht“).

In der Qualifikationsphase der Sekundarstufe II wird nur langfristiger Unterrichtsausfall vertreten, da in der Regel

Arbeitsaufträge für eigenverantwortliches Lernen vorliegen.

Der Vertretungsumfang orientiert sich auch an der schulinternen Festlegung, in jeder Lerngruppe mindestens vier

Unterrichtsstunden am Tag stattfinden zu lassen.

Zeitlicher Aspekt

1. Langfristiger Unterrichtsausfall

Sind langfristige Unterrichtsausfälle bekannt, werden diese in Absprache mit der vorgesehenen Vertretungskraft

besprochen und geregelt.

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In der Regel erfolgt eine zeitlich befristete Änderung des Gesamtstundenplans der Schule („Periodenbildung“),

kombiniert mit der kurzzeitigen Modifikation der Unterrichtsverteilung und ggf. der Anrechnung geleisteter Mehr-

arbeit bei zukünftigen Unterrichtsverpflichtungen.

Besonders wichtig bei langfristigen Unterrichtsausfällen ist die Möglichkeit, Vertretungsverträge beim SSA zu be-

antragen, so dass externe Personen den gesamten Unterricht in einer Lerngruppe übernehmen können und somit

eine kontinuierliche Weiterarbeit gewährleistet ist.

2. Kurzfristiger Unterrichtsausfall

Zusätzlich zu den beschriebenen Maßnahmen zur Auswahl von Vertretungskräften können wir inzwischen auf

einen (noch) kleinen Pool qualifizierter externer Personen zurückgreifen, die bei Bedarf telefonisch oder per E-Mail

über einen Vertretungseinsatz informiert und aus VSS-Mitteln vergütet werden.

3. Spontaner Unterrichtsausfall

Hauptsächlich als Reaktion auf Krankmeldungen vor Unterrichtsbeginn verfügt die Gutenbergschule über eine

Bereitschaftsreserve für die ersten beiden Schulstunden eines Tages. Derartige Bereitschaften sind fest im Stun-

denplan der betreffenden Kolleginnen und Kollegen verankert.

Information der Lerngruppen und Vertretungskräfte

Da Vertretungsregelungen häufig auch Stundenplanänderungen in anderen Lerngruppen erforderlich machen,

werden Schülerinnen und Schüler bereits am Vortag über die Anzeige am Info-Board informiert.

Kolleginnen und Kollegen erhalten spätestens am Nachmittag eine individuelle Benachrichtigung per E-Mail, aus

der alle erforderlichen Informationen zum Vertretungseinsatz am Folgetag hervorgehen.

Abschließende Bemerkungen

Alle dargestellten Verfahrensgrundsätze stehen im Einklang mit den entsprechenden Verordnungen und werden in

unregelmäßigen Abständen bei Besprechungen der Schulleitung mit dem Personalrat ebenso wie bei Sitzungen des

Schulelternbeirats thematisiert, bei Bedarf auch aktualisiert. Sie wurden in ihren Grundzügen bereits vor einigen

Jahren von der Schulkonferenz einstimmig beschlossen.

6.11. Evaluation

Die Evaluation dient bei der Schulprogrammarbeit dazu, sich zu vergewissern, inwieweit die im Schulprogramm

vereinbarten Entwicklungsziele erreicht wurden, ob die Arbeitsvorhaben tatsächlich umgesetzt wurden, die dabei

gewählten Wege wirksam waren und wo Bedarf für eine Fortschreibung des Schulprogramms besteht.

Die Schule hat somit die anspruchsvolle Aufgabe, Methoden und Verfahren zu entwickeln, um die Evaluation im

obigen Sinne durchführen zu können.

Da dies für unsere Schule eine erhebliche Herausforderung darstellt, ist es sinnvoll, nicht die Qualität aller Aspekte

der Schule und des Schulprogramms auf einmal zu untersuchen, sondern mit bestimmten Vorhaben zu beginnen.

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Dies bietet den Vorteil, dass bei den überschaubaren Vorhaben die Erfolgsaussichten größer sind, die Beteiligten

nicht überfordert werden und Daten und Ergebnisse für den weiteren Arbeitsprozess relativ schnell zur Verfügung

stehen.

Die folgenden Fragen sollen dabei eine Arbeitshilfe sein.

1. Entwicklungsziel: Was wollen wir erreichen?

2. Vereinbarte Maßnahmen: Was wollen wir tun?

3. Kriterien für die Zielerreichung: Woran wollen wir den Erfolg festmachen?

4. Verfahren/Methoden zur Evaluation

5. Wie erhalten wir aussagekräftige Daten?

Ziel ist es, die neuen Arbeitsfelder (siehe Kapitel 0) zum Gegenstand von Evaluation zu machen, um auf der Basis

der Ergebnisse weiterentwickeln und verändern zu können.

Wie oben erwähnt, ist es die Aufgabe der Schule, die Evaluation auf die Ziele und Inhalte des Schulprogramms zu

beziehen.

Mögliche Wege wären hierbei:

1. Dialoggespräche zum Schulprogramm vornehmen

2. Unterricht und Schulleben an Schulprogrammaussagen spiegeln

3. Befragungen zur Umsetzung von ausgewählten Arbeitsschwerpunkten des Schulprogramms durchführen.

Die Evaluation des Unterrichts geschieht in den einzelnen Fachgruppen.

In den Fächern Deutsch, Mathematik und Fremdsprachen leisten die verbindlichen Vergleichsarbeiten in den Jahr-

gangsstufen 6 und 8, aber auch die vom IQ vorgegebenen Lernstandserhebungen wertvolle Hilfen.

Die Ergebnisse dieser Arbeiten werden in den Fachgruppen erörtert und ggf. Konsequenzen für die Unterrichtsar-

beit veranlasst.

Auch die Vergleichsarbeiten in allen Fächern der Qualifikationsphase, die Kommunikationsprüfungen in den Leis-

tungskursen Englisch und Französisch sowie die Zweitkorrekturen in den schriftlichen Abiturprüfungen dienen der

Fortentwicklung des Unterrichts.

In besonderer Weise hat sich die Steuergruppe in den letzten drei Jahren mit den Ergebnissen der ersten Schulin-

spektion auseinandergesetzt (siehe hierzu auch Kapitel 0).

In einem Monatsgespräch im September 2011 begrüßte die Schulleitung ausdrücklich die Anregung des Personal-

rates, die „Stimmung“ im Kollegium regelmäßig zu hinterfragen, um so Unzufriedenheiten möglichst schnell be-

gegnen zu können. Selbstverständlich sollten auch die Dinge benannt werden, mit denen die Kolleginnen und Kol-

legen zufrieden sind.

Die Steuergruppe wurde beauftragt, einen Evaluationsbogen zu diesem Zweck zu entwerfen, der zeitnah einge-

setzt werden soll.

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6.12. Abstimmung mit anderen Schulen

Die Abstimmung mit den anderen Schulen, insbesondere den Gymnasien, erfolgt

- in regelmäßigen Schulleiterdienstversammlungen beim Staatlichen Schulamt und dem Studienseminar

- in regelmäßigen Treffen der Arbeitsgemeinschaft der Schulleiterinnen und Schulleiter von Schulen mit

gymnasialem Bildungsgang im Bereich des Staatlichen Schulamtes unter dem Vorsitz des Schulleiters der

Gutenbergschule (langjähriger Sprecher der AG)

- in den Arbeitsgemeinschaften der Studienleiter, der Fachbereichsleiter und der Sportkoordinatoren im

Rahmen des Schulsportzentrums

- im Abitur durch die Durchführung externer Zweitkorrekturen in bestimmten Fächern.

Ob eine engere Zusammenarbeit, insbesondere in der gymnasialen Oberstufe, mit anderen Schulen angestrebt

werden soll, wird nicht zuletzt von der weiteren Entwicklung der Schülerzahlen und der zukünftigen Lehrerversor-

gung abhängen (siehe hierzu auch Kapitel 6.09).

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7. Ausblick und Ziele

7.01. Ausblick

Der Schwerpunkt der schulischen Arbeit an der Gutenbergschule lag, auch in den letzten Jahren, in der professio-

nellen Durchführung des täglichen Pflicht- und Wahlunterrichts in allen Klassen und Kursen.

In der Durchführung dieses Unterrichts wird der entscheidende Beitrag zur schulischen Ausbildung und Erziehung

der uns anvertrauten Jugendlichen geleistet.

Darüber hinaus beschäftigte sich die Schulgemeinde mit einer Vielzahl von Weiterentwicklungen, die stichpunktar-

tig im Folgenden aufgeführt werden:

Weiterentwicklungen vor der ersten Schulinspektion

1. Umsetzung der neuen verbindlichen Lehrpläne (nicht mehr relevant)

2. Einführung von zwei Fremdsprachen Französisch und Englisch ab der Jahrgangsstufe 5

3. Einführung von Spanisch als dritter Fremdsprache

4. Erfolgreiche Bewerbung der Gutenbergschule als MINT-EC Schule

5. Durchführung von Multimediatagen in den Jahrgangsstufen 6 bis 8

6. Etablierung der Gutenbergschule als „Partnerschule des Leistungssports“

7. Einführung der Talentfördergruppe Leichtathletik und der „Ballschule Gutenberg“

8. Durchführung eines Methodentrainings in den Klassen 5 und 6

9. Erweiterung der Hausaufgabenbetreuung hin zur pädagogischen Nachmittagsbetreuung

10. Durchführung eines Sozialpraktikums im Wahlpflichtunterricht (wurde wegen G8 (Schüler zu jung)) gestri-

chen)

11. Teilnahme an „Jugend debattiert“

12. Umsetzung der neuen Oberstufenverordnung

13. Durchführung von Präsentationsprüfungen und besonderen Lernleistungen in den Abiturprüfungen

14. Durchführung von vorbereiteten, regelmäßig stattfindenden, pädagogischen Klassenkonferenzen

15. Umsetzung des Lehrerbildungsgesetzes (wurde novelliert)

16. Einführung von Mitarbeitergesprächen

17. Einführung von Lehrerportfolios zur Fortbildung

18. Vorbereitung des verkürzten gymnasialen Bildungsganges (G8) ab dem Schuljahr 2006/07

19. Vorbereitung auf die Durchführung des Landesabiturs ab dem Schuljahr 2006/07.

Weiterentwicklungen nach der ersten Schulinspektion

1. Einführung des französischen Baccalauréat (Abi-Bac)

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2. Einführung des Exzellenslabels CertiLingua

3. Einführung des Leistungsfachs Kunst

4. Erweiterung der Multimediatage auf die Klassen 5

5. Arbeit mit individuellen Förderplänen

6. Verbesserung der ganzheitlichen Förderung im Regelunterricht (siehe Kapitel 2)

7. Durchführung des Landesabiturs

8. Sukzessive Einführung des verkürzten gymnasialen Bildungsgangs (bis Schuljahr 2013/14)

9. Umsetzung des Projekts „Unterrichtsgarantie Plus“

10. Einführung des „Europäischen Sprachenportfolios (EPS)“

11. Weiterentwicklung des IT-Unterrichts

12. Verbesserung der räumlichen Situation.

7.02. Ziele

Auch in Zukunft wird der Schwerpunkt unserer Arbeit an der Gutenbergschule in der Durchführung des Pflicht- und

Wahlunterrichts liegen.

Darüber hinaus gilt es, die oben aufgeführten Innovationen weiterzuführen und zu festigen.

Eine ganz besondere Herausforderung wird in den kommenden Jahren die Umsetzung der Bildungsstandards und

der Kerncurricula darstellen. Sie wird wesentliche Ressourcen in unserer Schularbeit binden, da auch die Unter-

richtsarbeit der Kolleginnen und Kollegen hiervon in erheblichem Maße betroffen sein wird.

Ferner wird uns die Durchführung der Qualifikationsphase in den Schuljahren 2012/13 und 2013/14 sowie des

Abiturs im Sommer 2014 wegen der großen Schülerzahl (ca. 300) vor enorme organisatorische Aufgaben stellen.

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8. Externe Unterstützung der Schule beim Erreichen der dargelegten Ziele

Seit vielen Jahren erfreut sich die Gutenbergschule einer hohen Nachfrage der Wiesbadener Elternschaft beim

Wechsel ihrer Kinder von der Grundschule auf die weiterführende Schule. Dies hat sicherlich auch seinen Grund in

der engagierten Unterrichts-, Erziehungs-, Beratungs- und Betreuungsarbeit der Lehrkräfte der Schule.

Insgesamt besteht im Kollegium, nicht zuletzt durch das positive Verhalten und die guten Leistungen der überwie-

genden Mehrzahl unserer Schülerinnen und Schüler und die engagierte Elternmitarbeit, die Meinung, dass sich die

gemeinsamen Anstrengungen gelohnt haben und dass auch in Zukunft die engagierte pädagogische Arbeit fortge-

setzt werden soll.

Nicht zu übersehen sind dabei aber die Belastungen der Lehrkräfte, die in den letzten Jahren erheblich zugenom-

men haben.

Hier sind vor allem die folgenden Punkte anzuführen:

- die hohe Unterrichtsverpflichtung

- die teilweise sehr hohen Klassen- und Kursstärken

- die vermehrte Zahl von Zusatzaufgaben (z.B. Einarbeitung in neue Technologien, Arbeit am Schulpro-

gramm, Einarbeitung in neue Lehrpläne bzw. Umsetzung der Kerncurricula und der Bildungsstandards )

- die verstärkte Übernahme von Erziehungsaufgaben

- der hektisch verlaufende Unterrichtsalltag.

Die Belastungen der Lehrkräfte haben ein Maß erreicht, das eine Reduzierung des Stundensolls und der Klassen-

und Kursstärken durch das Hessische Kultusministerium als unabdingbar erscheinen lässt, wenn die durch die

Schulprogramme, sowie durch das Ministerium selbst, ausgelösten Entwicklungsprozesse an den Schulen erfolg-

reich verlaufen sollen.

Die zu erwartenden Überbesetzungen an den Schulen, beim Auslaufen von G9, könnten hierfür eine Möglichkeit

bieten.

Die Weiterentwicklung der schulischen Arbeit kann nur dann sinnvoll durchgeführt werden, wenn sie auf Unter-

richtsergebnissen basiert, die unter gleichen Voraussetzungen über längere Zeiträume gewonnen wurden.

Der häufige Wechsel von Rahmen- bzw. Lehrplänen (nie hatte in den letzten 40 Jahren ein Lehrplan neun Jahre

Bestand), von Stundentafeln, von Oberstufenverordnungen oder von Neueinführungen von Fächern bzw. Lernbe-

reichen in der Vergangenheit hat diese Arbeit nicht befördert. Es wäre geradezu fatal, wenn die an unserer Schule

begonnene Umsetzung der Kerncurricula durch das Ergebnis der kommenden Landtagswahl wieder in Frage ge-

stellt würde.

Auf zwei wichtigen Feldern ist die Schule abhängig von der Unterstützung durch das Staatliche Schulamt bzw. den

Schulträger:

1. bei der Lehrerversorgung

2. bei den baulichen Maßnahmen für unsere Schule.

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Zu 1.: Lehrerversorgung

Bis zum Ende des Schuljahres 2013/14 muss es uns wegen der Größe unserer gymnasialen Oberstufe gelingen, frei

werdende Stellen wieder zu besetzen. Gelingt dies nicht, werden wir kaum in der Lage sein, die große Anzahl von

Kursen, die in der im kommenden Schuljahr beginnenden Qualifikationsphase benötigt werden, zu besetzen. Auch

die zeitnahe Besetzung der Stellen des stellvertretenden Schulleiters und des Schulleiters sind für einen ungestör-

ten Schulbetrieb zwingend notwendig. Nach dem Schuljahr 2013/14 wird wegen des Auslaufens des Doppeljahr-

gangs und der vom Ministerium angekündigten 105%-igen Lehrerversorgung die Stellensituation neu zu berechnen

sein.

Zu 2.: Bauliche Maßnahmen für unsere Schule

Das Schulgebäude wurde in den Jahren 1901 bis 1904 von dem bekannten Architekten Genzmer errichtet. Zu-

nächst diente es als Grundschule, nach dem ersten Weltkrieg wurde es vom französischen Militär besetzt, ab 1933

beherbergte es das Staatliche Gymnasium und das Realgymnasium, aus dem später die Gutenbergschule hervor-

ging. Diese lange, wechselvolle Geschichte des Hauses macht eine dauernde Instandhaltung nötig. Nach der Reno-

vierung der Schülertoiletten wurde die gesamte Außenfassade, einschließlich der Erneuerung aller Fenster, mit

hohem Kostenaufwand hergerichtet. Brandschutzmaßnahmen wurden ebenfalls im ganzen Haus durchgeführt. Mit

Hilfe von Bundesmitteln wurden kürzlich sämtliche Biologieräume, einschließlich der Vorbereitungsräume, in

Stand gesetzt, eine Mensa für 250 Personen errichtet, Internetzugänge in allen Klassen- und Kursräumen installiert

sowie die Heizungsanlage erneuert. Die Renovierung des Gebäudeinneren, die Erneuerung der Bodenbeläge im

Haus sowie die Fertigstellung der Schulhofpflasterung wurden beim Schulträger beantragt, aber bisher nicht

durchgeführt. Auch wenn die Schulgemeinde sehr zufrieden über die genannten Baumaßnahmen ist, so muss doch

festgestellt werden, dass noch einige dringende Arbeiten zu bewältigen sind, die positiven Einfluss auf die Weiter-

entwicklung unserer pädagogischen Arbeit nehmen würden.

Die Schule besitzt nur:

- 1 Erdkunderaum im Keller

- 1 Musikraum (ein weiterer Mehrzweckraum dient den Klassen 5 und 6 als Musikraum)

Es gibt nur wenige Arbeits- und Aufenthaltsräume für Schülerinnen und Schüler und Lehrkräfte.

Dies ist ein untragbarer Zustand angesichts unseres pädagogischen Ziels, unsere Schülerinnen und Schüler zur

Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit zu erziehen und der Tatsache, dass die Schule wegen der Einführung

von G8 schon längst zu einer Ganztagsschule geworden ist .

Der Gutenbergschule fehlen zumindest:

- 2 Fachräume (Musik, Erdkunde)

- 2 Schülerarbeitsräume (je 20 Arbeitsplätze / 80 qm)

- 1 Schülerbibliothek (60-75 qm)

- 1 Seminarraum, da die Schule Ausbildungsschule für Lehrkräfte ist (60 qm)

- 1 Lehrerarbeitsraum (50 qm)

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- 1 Raum zur Einrichtung eines Informations- und Dokumentationszentrums für den Fremdsprachenunter-

richt, das seinen Namen verdient. Das sogenannte „CDI“ soll auch von der Öffentlichkeit benutzt werden

können.

- 1 Schülerexperimentierraum (Wettbewerbsbetreuung).

Die oben aufgeführten Mindestanforderungen an neuen Räumen zur Weiterentwicklung unserer pädagogischen

Arbeit wurden vom Schulträger zwar anerkannt, bisher aber noch nicht verwirklicht. Die pädagogische Arbeit wird

dadurch erschwert, dass die Klassenräume im Erweiterungsbau, in dem die Klassen 5 und 6 mit teilweise über 30

Schülerinnen und Schülern untergebracht sind, zu klein sind, ebenso wie die Räume H020, H022, H120, H122,

H222, in denen nur Kurse mit einer Schülerzahl von höchstens 20 untergebracht werden können.

Dagegen sind die Klassenräume H121, H210 und H221, die aus der alten Aula der Schule entstanden sind, überdi-

mensioniert, was erhebliche kommunikative Probleme aufwirft.

Ferner muss noch darauf hingewiesen werden, dass sich vier Kursräume im Dachgeschoss der Schule befinden

(Räume H303, H304, H316, H317), was brandschutztechnische Probleme zur Folge hat.

Nach dem Schuljahr 2013/14 stehen der Schule aufgrund des Wegfalls einer Jahrgangsstufe Klassenräume zur

Verfügung. Als Kompensation für den vom Schulträger nicht durchgeführten Ausbau des Dachgeschosses (dieser

wurde von der Schule bei der Zusammenführung von G8 und G9 in der Oberstufe gefordert), könnten diese freien

Kapazitäten in die oben aufgeführten benötigten Räume umgewandelt und somit die pädagogische Arbeit wesent-

lich unterstützt werden.

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Anlage 1 Übersicht über die MINT-Aktivitäten

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Anlage 2 Übersicht über die Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Europäischen

Portfolio der Sprachen (EPS)

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Anlage 3 Übersicht über das Schulsportzentrum – Standort Gutenbergschule

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Anlage 4 Übersicht über die Angebote der französischsprachigen Schüleraustauschfahrten

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