KOMPACK 3 24
ECM - Nachhaltige, modernste Produktion am neuen Standort, Eine Brauerei im Snackbusiness, Eine Milliarde Kunststoffteile ersetzt, Herausforderungen im Recycling, VSL investiert weiter, Weiterer Höhenflug vom Flying Rhino, Marzek Etiketten+Packaging siegt erneut, Schubert eröffnet neues Gebäude offiziell, Der perfekte Prüfraum, drupa ... u.v.m.
ECM - Nachhaltige, modernste Produktion am neuen Standort, Eine Brauerei im Snackbusiness, Eine Milliarde Kunststoffteile ersetzt, Herausforderungen im Recycling, VSL investiert weiter, Weiterer Höhenflug vom Flying Rhino, Marzek Etiketten+Packaging siegt erneut, Schubert eröffnet neues Gebäude offiziell, Der perfekte Prüfraum, drupa ... u.v.m.
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03/<strong>24</strong><br />
34 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
203. Ausgabe<br />
w w w . k o m p a c k . i n f o<br />
Unser 360-Grad-Ansatz<br />
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An&fürsich ................................................................................................ 4<br />
Meine Meinung<br />
Nachhaltige, modernste Produktion ... ....................................................... 6<br />
am neuen Standort<br />
Eine Brauerei ... ...................................................................................... 8<br />
im Snackbusiness<br />
Eine Milliarde Kunststoffteile ... .............................................................. 10<br />
durch Wellpappe ersetzt<br />
Österreichs industrielle ... ...................................................................... 14<br />
Papierverarbeiter unter Druck<br />
Herausforderungen im Recycling ... ..................................................... 16<br />
von Polyolefin und Polystyrol Verpackungen<br />
Warum Digitalisierung und KI ... ......................................................... 18<br />
über den Erfolg der Lagerlogistik entscheiden<br />
VSL ... ........................................................................................................ 20<br />
investiert weiter<br />
drupa-Partnerprojekte ... ............................................................ 21<br />
am touchpoint packaging<br />
Marzek Etiketten+Packaging ... ........................................................ 22<br />
siegt erneut<br />
Homogenisator mit ... ................................................................ <strong>24</strong><br />
geringerem Kohlenstoffausstoß<br />
Wellpappe-Industrie ... ............................................................................. 26<br />
zieht Bilanz<br />
Kleinster Greifer, ... .................................................................................. 27<br />
größtmögliche Sicherheit<br />
Gold wert! ... ............................................................................................. 28<br />
iF Design Award<br />
Die flexible Verpackung ... ................................................................... 30<br />
der Zukunft<br />
Anteil aus dem ... .................................................................................... 32<br />
Gelben Sack auf 75 Prozent erhöht<br />
Eine Revolution ... ................................................................................... 33<br />
am POS<br />
ARA ... ..................................................................................................... 34<br />
Eröffnung und neue Geschäftsführer<br />
Zahlreiche ... .............................................................................................. 38<br />
Veränderungsprozesse<br />
Exporteure optimistisch ... ...................................................................... 39<br />
trotz Risiko-Cocktail<br />
ABB erweitert Portfolio ... .................................................................. 42<br />
an modularen Großrobotern<br />
Verpackung läuft ... ................................................................................. 44<br />
WingsForLifeWorldRun<br />
Verbraucher präferieren ... ................................................................ 45<br />
Nachfüllpacks aus Karton<br />
ratioform und kaiserkraft ... ................................................................. 46<br />
werden zu einer Marke<br />
Potenzial entfalten: ... ........................................................................... 48<br />
ICE Euroße 2025<br />
News ... .................................................................................................... 50<br />
aus der Branche<br />
Impressum<br />
Crailsheim<br />
Redaktionsbüro: Paulusgasse 15, A-1030 Wien, Anzeigenbüro Wien: Landstraßer Hauptstraße 141/3a/5,<br />
A -1030 Wien • Telefon: 01/712 20 36 FAX: 01/712 20 36-99<br />
Mail: kompack@gmx.at • www.kompack.info • Objekt- und Redaktionsleitung: Harald Eckert •<br />
Redaktionelle Mitarbeiter dieser Ausgabe: Petra Schwarz, Bernd Neumann, Herbert Wallner<br />
Medieninhaber und Herausgeber: Werbeagentur Harald Eckert, Landstraßer Hauptstraße 146/7a/2, A-1030<br />
Wien • Belichtung und Druck: Druckwerk Stockerau 2000 Stockerau/Bösmüller •<br />
Einzelpreis: EURO 4,36 - Jahresabo Inland: EURO 22,--, Ausland: EURO 30,52- DVR#0578398<br />
<strong>KOMPACK</strong> ist Mitglied des österreichischen Presserates.<br />
Für unverlangt eingesandte Manuskripte, Broschüren, Grafiken und Ablichtungen<br />
übernimmt der Verlag keine Haftung. Mit der Zusendung verzichtet der Absender<br />
im Falle der vollständigen und teilweisen Veröffentlichung auf jedwedes Honorar<br />
oder sonstiges Veröffentlichungsentgeld.<br />
Foto: Gerhard schubert GmbH<br />
INHALT<br />
12 Sichtbares Zeichen für<br />
eine nachhaltige Zukunft<br />
Kindberg<br />
36 Der perfekte Prüfraum<br />
Steyrermühl<br />
40 Weiterer Höhenflug<br />
des Flying Rhino<br />
Cover<br />
03/<strong>24</strong><br />
34 Jahre <strong>KOMPACK</strong><br />
203. Ausgabe<br />
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Constantia Flexibles<br />
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T +43 1 888 5640<br />
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NEWS<br />
AN&FÜRSICH ... ...<br />
Nachhaltige<br />
Innovationen<br />
Das Brüderpaar Martin und Rudolf Hauer führen den<br />
mittelständischen Etikettenproduktionsbetrieb<br />
P. Hauer Gesellschaft m.b.H. bereits in der dritten<br />
Generation. (<strong>KOMPACK</strong> berichtete)<br />
Die Investition in nachhaltige<br />
Innovationen ist den<br />
beiden Geschäftsführern<br />
besonders wichtig. Durch die Digitalisierungsmaßnahmen<br />
im Unternehmen<br />
war nun der Bedarf für ein<br />
Nachverarbeitungssystem gegeben.<br />
Europäische Qualität<br />
Auf der Suche nach qualitativ<br />
hochwertigem Maschinenbau aus<br />
europäischer Fertigung wurde Hauer<br />
Etiketten beim portugiesischen<br />
Maschinenbauer Lemorau fündig.<br />
Nachverarbeitungssystem<br />
Gemeinsam mit dem österreichischen<br />
Vertriebs- und Servicepartner<br />
MCA PRO wurde ein modulares<br />
Nachverarbeitungssystem konfiguriert,<br />
das mit hochwertigen Komponenten<br />
für eine flexible Produktion<br />
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ausgestattet ist. Durch die Modularität<br />
ist für eine flexible Erweiterung<br />
für zukünftige Anforderungen<br />
vorgesorgt.<br />
Mehr auch unter: www.mcapro.at<br />
und: www.hauer-labels.at<br />
Foto: Studio Florian<br />
… wollte ich hier wieder ein paar Worte über die PPWR schreiben<br />
- aktuelle Schlagzeilen lassen mich aber wieder einmal nicht über<br />
Verpackung schreiben.<br />
Ich weiß ich nicht, ob Sie eine Zusatzversicherung haben … falls ja,<br />
kann ich nur gratulieren.<br />
Falls nein, geht es Ihnen wie mir.<br />
Als ich zuletzt beim Orthopäden (Kassenarzt) war (da ich ein<br />
Ziehen im rechten Arm hatte) meinte er, da gäbe es eine Sehne zu<br />
reparieren - das könnte er auch in Döbling (Privatspital) schnell<br />
machen. Dann fragte er mich verwundert, ob ich nicht zusatzversichert<br />
bin … . Aber für 4.000 Euro könnte er es auch ohne<br />
Versicherung reparieren. Theoretisch macht diesen Eingriff auch<br />
das Herz Jesu (öffentliches Spital). Als ich dort einige Wochen<br />
später einen Termin (mittlerweile keine Schmerzen mehr) hatte,<br />
fragte mich der dortige Arzt, was ich hier eigentlich will - ich kann<br />
mich eh gut bewegen …<br />
Wollte jetzt der Kassenarzt im Privatspital nur schnell „Kohle“<br />
machen, oder wurde ich wirklich nicht bestens beraten?<br />
So oder so hakt das Gesundheitssystem mittlerweile. Brauchen Sie<br />
eine MRT-Untersuchung? Privat gerne morgen, ansonsten in zwei<br />
Monaten - direkte Aussage als ich einen Termin wollte …<br />
Jetzt lese ich auch noch, dass Spitalsärzte ein Privatpraxis-Verbot<br />
bekommen sollen. Jetzt treibt man also die nächsten Ärzte aus den<br />
Spitälern. Mittlerweile werden in österreichischen Spitälern ganze<br />
Abteilungen geschlossen, da es entweder zu wenig Ärzte oder<br />
Pflegepersonal gibt. Jetzt kommt der nächste Schritt, dass keiner<br />
der Jungärzte im normalen Spital mehr arbeiten wird wollen.<br />
Schon jetzt treiben Überstunden und sinnlose administrative<br />
Arbeiten (das gibt es, glaube ich, wirklich nur in Österreich, dass<br />
die Ärzte sinnlos Formulare ausfüllen, statt sinnvoll zu arbeiten)<br />
die Jungärzte aus den Spitälern. „Was es braucht ist Motivation<br />
und nicht Erpressung“, sagt auch Erik Randall Huber, Vizepräsident<br />
der Wiener Ärztekammer im Presseinterview und weiter:<br />
„Wahlärzten zu verbieten, in einem Spital zu arbeiten, würde dazu<br />
führen, dass das Gesundheitssystem zusammenbricht.“<br />
4<br />
Rudolf und Martin Hauer bei der Maschinenabnahme in Portugal<br />
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03/<strong>24</strong><br />
Bis jetzt war ich bis auf kleinste Wehwehchen immer sehr gesund<br />
- aber schön langsam mache ich mir Sorgen, falls ich wirklich einmal<br />
was Ernstes haben sollte … Ärzte wird es genug geben - bleibt<br />
zu befürchten, dass diese nur privat zu besuchen sein werden - in<br />
den Spitälern stehen gerade Pensionswellen an und anstatt die<br />
Jungärzte zu motivieren, diese Lücken zu besetzen, treibt man sie<br />
ins Ausland (wo eklatant mehr gezahlt wird) oder in die Privatpraxis.<br />
Fakt ist - eigentlich habe ich immer daran geglaubt - wenn du in<br />
einem Land wie Österreich brav seine SV-Beiträge einzahlst, wirst<br />
du gut versorgt sein - mittlerweile fürchte ich, werde ich vielleicht<br />
umsonst eingezahlt haben …<br />
Anundfürsich bin ich ein positiv denkender Menschen aber in diesem<br />
Bereich geht mir langsam mein positives Denken verloren …<br />
Liebe Politiker - mit ist klar, ihr seid zusatzversichert, aber meine<br />
Bitte - schaut auf Eure Mitbürger und macht nicht so weiter. Ich<br />
darf hier noch unseren ehemaligen Bundespräsidenten zitieren:<br />
„Handeln Sie in erster Linie menschlich und ohne Formalismen.<br />
Entscheidend ist ausschließlich das menschliche Schicksal.“<br />
Trotzdem wünsche ich einen schönen Sommer und freue mich auf<br />
ein Wiederlesen im Herbst.<br />
Ihr Harald Eckert
WE THINK<br />
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INSIDE<br />
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Ihr Produkt. Genau darauf kommt es an, wenn wir bei Dunapack<br />
Packaging Verpackungslösungen entwickeln und produzieren,<br />
die einfach passen. Die Komplexität unserer Aufgaben verlangt<br />
zunehmend nach Lösungen „outside the box“. Im Mittelpunkt<br />
unseres Denkens steht aber immer noch „inside the box“.<br />
Wenn Sie mehr darüber erfahren möchten, was wir für Sie tun<br />
können, dann schenken Sie uns 10 Minuten - und wir schenken<br />
Ihnen 166 Jahre Erfahrung und Know-how eines<br />
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WIRTSCHAFT<br />
Nachhaltige, modernste Produktion am<br />
Vor rund zwei Jahren begann der Neubau des neuen Firmengebäudes der<br />
ECM-Group. Einen Steinwurf entfernt vom ehemaligen Standort wurde in<br />
einen modernen - nach allen Regeln der Nachhaltigkeit - neuen Firmensitz in<br />
der KTM-Straße investiert. Mit der Übersiedlung des Maschinenparks wurde<br />
im Februar begonnen. „Wir sind stolz darauf, dass uns diese Übersiedlung bei<br />
voller Produktion gelungen ist,“ erklärt stolz Geschäftsführer Dr. Christoph<br />
Schumacher.<br />
Mittlerweile sind auch<br />
schon alle Mitarbeiter<br />
übersiedelt und die Produktion<br />
läuft auf vollen Touren am<br />
neuen Standort. Besonderes Augenmerk<br />
legte das Unternehmen am<br />
neuen Standort auf eine nachhaltige<br />
Produktion. Neben einer Photovoltaikanlage,<br />
die am Dach auf einer<br />
Fläche von rund 700 Quadratmetern<br />
installiert wurde und die ECM weitgehend<br />
unabhängig von der externen<br />
Stromversorgung macht, wurde<br />
auch in eine HighEnd-Wärmerückgewinnung<br />
in der Produktion investiert,<br />
die ebenfalls für nachhaltige<br />
Optimierung des Energiebedarfs<br />
sorgt. Der restliche Energiebedarf<br />
wird über Fernwärme abgedeckt.<br />
Neben der nachhaltigen Bauweise<br />
ist auch der nicht alltägliche E-<br />
LKW zu erwähnen. Lieferungen im<br />
Regionalbereich erfolgen mit diesen<br />
hauseigenen ECM-E-LKW und damit<br />
wird auch in der Lieferung der<br />
ökologische Fußabdruck reduziert.<br />
Produktion<br />
Auch in der Produktion wird<br />
auf Nachhaltigkeit gesetzt. „Unser<br />
moderner Maschinenpark mit<br />
LED-UV-Trocknung reduziert den<br />
Energieaufwand und garantiert<br />
Top-Qualität vom Blanko-Etikett<br />
bis hin zum 8-Farben Schmucketi-<br />
Dr. Christoph Schumacher/Geschäftsführer Managing Director<br />
und Mag. Birgit Trunkenpolz/Geschäftsführende Gesellschafterin<br />
Managing Director<br />
kett. Diese Anlagen benötigen nur<br />
mehr rund 1/10 der Energie herkömmlicher<br />
Anlagen,“ erklärt der<br />
Geschäftsführer, der auch stolz auf<br />
die als erstes aufgebaute Anlage<br />
im neuen Haus ist. „Es geht dabei<br />
um eine neue Anlage, in die wir<br />
investiert haben. Diese ist eine absolute<br />
HighEnd Anlage - sozusagen<br />
der Mercedes unter den Druckmaschinen.<br />
ECM setzt prinzipiell auf<br />
HighEnd-Anlagen im Flexobereich.<br />
Die Hauptkunden kommen aus dem<br />
Lebensmittelbereich (Industrie und<br />
Handel) sowie Softpharmabereich.<br />
„Hier sind große Mengen in höchster<br />
Qualität gefragt. Deswegen<br />
haben wir auch noch nicht in den<br />
Digitalbereich investiert - unsere<br />
Hauptkunden können wir mit unseren<br />
High-End-Anlagen viel besser<br />
bedienen. Betriebswirtschaftlich<br />
sehen wir hier noch keinen<br />
Sinn für uns.“<br />
Nachhaltigkeit<br />
Betriebswirtschaftlichkeit ist auch<br />
dafür verantwortlich, dass das neue<br />
Gebäude in der jetzigen Form umgesetzt<br />
wurde. „Ursprünglich wollten<br />
wir hier nur eine Produktionshalle<br />
bauen - nach genauen Untersuchungen<br />
war aber rasch klar - auch<br />
im Sinne der Nachhaltigkeit ist es<br />
sicher besser, in ein gemeinsames<br />
Büro und Produktionsgebäude zu investieren<br />
- auch wegen der besseren<br />
Logistik,“ so der Geschäftsführer.<br />
Auch in Hinblick auf die Nachhaltigkeitsbewertung,<br />
die in einem Jahr<br />
auch rechtlich verankert ist, sicher<br />
eine sinnvolle Investition. Dass<br />
Nachhaltigkeit aber nicht nur ein<br />
Líppenbekenntnis ist, beweist auch<br />
der eigene Firmenhonig, der mittlerweile<br />
produziert wird und den die<br />
geschäftsführende Gesellschafterin<br />
Mag. Birgit Trunkenpolz gerne bei<br />
einem Besuch am neuen Firmenstandort<br />
präsentiert. Auch am neuen<br />
Standort kommt demnächst ein Bienenvolk<br />
als Mitarbeiter dazu. Mag.<br />
Trunkenpolz zum Unternehmen:<br />
„1985 von meinem Vater gegründet,<br />
ist die ECM mit der einzigartigen<br />
Position groß geworden, unseren<br />
Kundinnen und Kunden das gesamte<br />
Leistungs-Portfolio bei allen Kennzeichnungsprojekten<br />
anzubieten:<br />
Von der Projektierung über Konzep-<br />
6 03/<strong>24</strong><br />
Blick in die Druckhalle
neuen Standort<br />
Blick auf das neue Gebäude<br />
tion und Konfiguration bis hin zu<br />
allen Verbrauchsmaterialien und<br />
natürlich bieten wir unseren Kunden<br />
auch die <strong>24</strong>/7-Servicierung ihrer Anlagen<br />
an. Dr. Christoph Schumacher<br />
ergänzend: „Unser ECM-Team am<br />
Standort in Thalheim arbeitet dabei<br />
immer an den neuesten Lösungen in<br />
der Kennzeichnungstechnik und 1,5<br />
Milliarden von uns produzierte Etiketten<br />
pro Jahr und mehr als 5.000<br />
installierte Systeme am Markt sind<br />
ein klarer Beweis dafür, dass wir<br />
unser Handwerk verstehen! Wir sind<br />
eben der Fullserviceanbieter im Bereich<br />
der Kennzeichnungstechnik<br />
auch dank unseres nachhaltigen und<br />
modernen Maschinenparks.“<br />
Mehr unter: www.ecm.at<br />
oben: Solaranlage am Dach<br />
links: E-LKW<br />
03/<strong>24</strong><br />
7
LEBENSMITTELVERPACKUNGEN<br />
Investition in die Nachhaltigkeit<br />
Eine Brauerei im Snackbusiness<br />
Die Brauerei Locher steht in der Schweiz für schmackhafte Bierspezialitäten. Außer<br />
Gerstensaft wird jedoch auch Nahrung von fester Konsistenz produziert. Das umweltbewusste<br />
Unternehmen verwertet Nebenprodukte aus dem Brauprozess und verarbeitet<br />
diese zu hochwertigen Lebensmitteln. Jetzt investierte man in die Verpackungstechnik<br />
für das hauseigene Snackprodukt „Tschipps“. Die neue vollautomatische Anlage integriert<br />
eine Mehrkopfwaage von Ishida.<br />
Food Waste entsteht auf allen<br />
Stufen der Lebensmittelherstellung<br />
Die Brauerei<br />
Locher aus Appenzell will sich<br />
nicht damit abfinden und tüftelt<br />
ständig an Lösungen, die Verschwendung<br />
zu reduzieren. Ihr Ansatz<br />
ist es, nährstoffreiche Nebenprodukte<br />
aus dem Brauprozess von<br />
der Bierhefe über die Würze bis<br />
zum Treber in schmackhafte Lebensmittel<br />
zu verwandeln. Diese<br />
besonders nachhaltigen Produkte<br />
wie Snacks, Pizza, Müsli und<br />
Fleischalternativen werden dann<br />
unter der Food-Upcycling-Marke<br />
„Brewbee“ in Schweizer Supermärkten<br />
sowie im eigenen Webshop<br />
angeboten.<br />
Das Snackprodukt „Tschipps“ ist in fünf Geschmacksrichtungen<br />
und drei Beutelformaten erhältlich. /Fotos: © Ishida<br />
Snacks aus Treber<br />
Würzige Knabbereien stehen<br />
nicht nur bei Biertrinkern hoch<br />
im Kurs. So avancierten die<br />
„Tschipps“ seit ihrem Launch in<br />
2017 zu einem Verkaufsschlager<br />
der Brauerei Locher. Das Snackprodukt<br />
enthält viele pflanzliche<br />
Ballaststoffe und deutlich weniger<br />
Fett als beispielsweise herkömmliche<br />
Kartoffelchips. Grundzutaten<br />
sind nahrhafter Gerstenmalztreber<br />
aus dem Sudhaus sowie vitaminreiche<br />
Hefe und Vorderwürze aus<br />
dem Gärkeller der Brauerei. Hinzu<br />
kommen Kartoffeln, Mais, Sonnenblumenöl<br />
und Gewürze. Heute<br />
produziert das Unternehmen am<br />
Standort Bühler „Tschipps“ in fünf<br />
Geschmacksrichtungen, die in drei<br />
Beutelformate verpackt werden.<br />
Verpackungsprozess „inhouse“<br />
In der Anfangszeit hatte die<br />
Brauerei Locher die Verpackung<br />
der „Tschipps“ an einen Co-Packer<br />
ausgelagert. Angesichts von 30<br />
bis 40 Prozent Wachstum jährlich<br />
wurde jedoch bald die Entscheidung<br />
getroffen, den Prozess in<br />
Eigenregie durchzuführen und die<br />
Wertschöpfung im Unternehmen<br />
zu behalten. Durch den Wegfall<br />
von Transportwegen wollte man<br />
zudem die CO 2 -Bilanz verbessern.<br />
Mit der Installation einer vollautomatischen<br />
Verpackungsanlage<br />
beauftragte die Brauerei die Itech<br />
AG aus Rotkreuz und erhielt damit<br />
einen Ansprechpartner für die<br />
gesamte Linie. Die Experten konzipierten<br />
in 2019 eine Anlage bestehend<br />
aus Produktzuführungen,<br />
Mehrkopfwaage, Schlauchbeutelmaschine<br />
sowie Gestellen. Das<br />
Gewürzsystem wurde ebenfalls in<br />
die Linie integriert.<br />
Mehrkopfwaage steht<br />
auf einem separaten Gestell<br />
Im ersten Prozessschritt gelangen<br />
die frisch frittierten Snacks<br />
über ein Bunkerband und einen<br />
Steigförderer auf ein Gestell und<br />
werden dem Gewürzsystem zugeführt.<br />
Um eine Übertragung<br />
der Maschinenvibrationen auf die<br />
nachfolgende Mehrkopfwaage zu<br />
verhindern, wurde diese auf einem<br />
separaten Gestell platziert. Unterhalb<br />
der Waage befindet sich eine<br />
intermittierende Schlauchbeutelmaschine<br />
mit vorgeschaltetem Metalldetektor.<br />
Den Schlusspunkt der<br />
Linie markiert ein Drehtisch für<br />
die Endverpackung.<br />
Schnelle und<br />
präzise Dosierung<br />
Innerhalb der Verpackungslinie<br />
kommt der Dosierung eine Schlüsselrolle<br />
zu. Die „Tschipps“ müssen<br />
möglichst schnell und präzise portioniert<br />
in die Beutel gelangen. Mit<br />
einer Mehrkopfwaage lässt sich<br />
diese Aufgabe zuverlässig erfüllen.<br />
Der Hersteller Ishida entwickelte<br />
die Serie CCW-SE3 eigens für das<br />
automatische Wiegen trockener,<br />
freifließender Produkte mit kleinen<br />
Zielgewichten, so wie es bei der<br />
Anwendung der Brauerei Locher<br />
der Fall ist. Zu den Merkmalen der<br />
Waage zählen die einfache Bedienbarkeit<br />
und ihre hygienefreundliche<br />
Konstruktion. Für die Nassreinigung<br />
sind die Kontaktteile<br />
werkzeuglos abnehmbar.<br />
Die Brauerei Locher verpackt ihre Snacks jetzt<br />
selbst mit einer vollautomatischen Anlage.<br />
Die Mehrkopfwaage Ishida CCW-SE3 ermöglicht<br />
eine schnelle und gewichtsgenaue Abfüllung der Snacks.<br />
8 03/<strong>24</strong>
Zufuhr wird durch automatische<br />
Wiegezelle reguliert<br />
Die Snacks fallen von oben auf<br />
den Verteilteller der zehnköpfigen<br />
Waage, wobei ihre Zufuhr durch<br />
eine Wiegezelle automatisch reguliert<br />
wird. Über vibrierende,<br />
separat steuerbare Radialrinnen<br />
kommen die Produkte gleichmäßig<br />
zu den Schalen, deren Klappen<br />
mit Hochleistungs-Schrittmotoren<br />
angetrieben werden. Eine digitale<br />
Wiegesignalfilterung ermöglicht<br />
die hohe Genauigkeit von 0,1 g für<br />
die Berechnung der Gewichtskombinationen.<br />
Genau dosierte<br />
Produktportionen<br />
Die genau dosierten Produktportionen<br />
wirft die Waage durch einen<br />
Trichter direkt in die Schlauchbeutelmaschine<br />
ab. Aktuell produziert<br />
die Brauerei Locher Verpackungen<br />
mit Füllgewichten von 10 g, 30 g<br />
und 90 g. Die Produktwechsel ge-<br />
schehen blitzschnell über den Abruf<br />
von Voreinstellungen.<br />
Bis zu 50 Beutel/Minute<br />
Je nach Format werden pro Minute<br />
zwischen 30 und 50 Beutel abgefüllt,<br />
wobei die Mehrkopfwaage<br />
Ishida CCW-SE3 noch deutlich<br />
höhere Geschwindigkeiten ermöglicht.<br />
Auch hinsichtlich der Genauigkeit<br />
entspricht die Leistung den<br />
Vorgaben, die maximale Überfüllung<br />
beträgt 1,2 g.<br />
Basis für weiteres Wachstum<br />
Die Brauerei Locher will mithilfe<br />
der Prozesstechnik die Erfolgsgeschichte<br />
der „Tschipps“ fortschreiben.<br />
Konkret geplant ist die<br />
Einführung eines weiteren Verpackungsformates<br />
von 150 g. „Und<br />
eines Tages wollen wir sämtlichen<br />
Treber aus unserem Brauprozess<br />
nachhaltig verwenden“, blickt<br />
Yves Habermacher, Leiter Lebensmittelproduktion,<br />
in die Zukunft.<br />
Kontrollierter Produktfluss:<br />
Die Snacks auf der Mehrkopfwaage.<br />
Yves Habermacher, Leiter Lebensmittelproduktion bei der<br />
Brauerei Locher, steht neben der Mehrkopfwaage.<br />
Links: Die Mehrkopfwaage hat ein separates Gestell, um eine Übertragung der durch das Gewürzsystem verursachten Schwingungen zu verhindern.<br />
Mitte: Die Mehrkopfwaage wirft die Snacks durch einen Trichter direkt in die Beutel ab.<br />
Rechts: Die Schlauchbeutelmaschine wird durch die darüber befindliche Mehrkopfwaage bestückt.<br />
Die Brauerei Locher AG mit Sitz in Appenzell ist die nachhaltigste Brauerei der Schweiz und als Familienunternehmen seit fünf<br />
Generationen unabhängig. Die Innovationsfreude dieser Spezialitätenschmiede ist die Quelle für die spannende Vielfalt und die hohe<br />
Qualität über die bekannten Bierspezialitäten wie das Quöllfrisch hinaus. Als einzige Brauerei beschäftigt sie unabhängig vom Kerngeschäft<br />
zehn Personen in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von hochwertigen Lebensmitteln aus Nebenprodukten.<br />
www.brewbee.ch<br />
Ishida konzipiert, produziert und installiert innovative Verpackungstechnologien für den Lebensmittel- und den Non-Food-Bereich.<br />
Angeboten werden effiziente Maschinen für das Verwiegen, das Abfüllen und Verpacken sowie die Qualitätskontrolle. Kunden erhalten auch<br />
komplette Linienlösungen und Service aus einer Hand. Die Ishida GmbH mit Standorten in Schwäbisch Hall und Hamburg ist die für<br />
Deutschland und Österreich zuständige Tochtergesellschaft von Ishida Europe. In der Schweiz wird Ishida durch die Itech AG, Rotkreuz vertreten.<br />
www.ishidaeurope.com/de<br />
www.itech.eu<br />
03/<strong>24</strong><br />
9
WIRTSCHAFT<br />
Eine Milliarde Kunststoffteile durch<br />
16 Monate früher als geplant und in Zusammenarbeit mit einigen der weltweit<br />
bekanntesten Konsumgüter-Marken hat der global tätige Anbieter nachhaltiger<br />
Wellpappe-Verpackungslösungen, DS Smith, mehr als eine Milliarde Kunststoffverpackungen<br />
ersetzt. Alleine in Österreich wurden seit 2020 89 Millionen<br />
Kunststoffteile durch Verpackungslösungen aus Wellpappe ersetzt.<br />
Konkret hat DS Smith bis<br />
Mai 20<strong>24</strong> mehr als 1,2<br />
Milliarden Kunststoffteile<br />
in seinen internationalen<br />
Märkten substituiert und damit die<br />
Zielvorgaben 16 Monate früher<br />
erreicht als geplant. Das Ziel des<br />
Unternehmens bezog sich auf alle<br />
primären und sekundären Kunststoffverpackungen,<br />
die nun als<br />
direkte Folge der Verpackungslösungen<br />
von DS Smith reduziert<br />
oder vollständig aus den Verpackungen<br />
der Kunden im Bereich<br />
„Fast-Moving-Consumer-Goods“<br />
entfernt wurden.<br />
Verpackung neu definieren<br />
Dies ist das Ergebnis eines konzernweiten<br />
Projekts zur Substitution<br />
und Reduktion von Kunststoffen,<br />
das 2020 im Rahmen der<br />
Nachhaltigkeitsstrategie „Jetzt.<br />
Und zukünftig.“ initiiert wurde.<br />
Das Programm unterstützt das Ziel<br />
des Unternehmens, Verpackungen<br />
für eine sich verändernde Welt neu<br />
zu definieren.<br />
Mag. Dieter Glawischnig, Managing Director bei DS Smith<br />
Packaging Austria: „In den letzten vier Jahren hat DS Smith Packaging<br />
Austria mehr als 89 Millionen problematische Kunststoffteile durch<br />
nachhaltige Verpackungslösungen aus Wellpappe ersetzt. Das<br />
entspricht der Substitution von mehr als 60.000 Kunststoffteilen pro<br />
Tag. In enger Zusammenarbeit mit unseren Kunden arbeiten wir intensiv<br />
daran, diesen erfolgreichen Weg fortzusetzen. Kunststoffersatzlösungen<br />
wie DS Smith Lift Up unterstreichen unsere Vorreiterrolle in der<br />
Kreislaufwirtschaft und den herausragenden<br />
Innovationsgeist unseres Teams“.<br />
Österreich spielt wichtige Rolle<br />
Die Zielsetzung erstreckt sich auf<br />
DS Smith Betriebe in 27 Ländern<br />
in Europa und Nordamerika, die<br />
auf das gemeinsame, kreislauforientierte<br />
Ziel der Abfallvermeidung<br />
und der längeren Nutzung von Materialien<br />
hinarbeiten. Österreich,<br />
wo DS Smith zwei Werke in Kalsdorf<br />
bei Graz und Margarethen am<br />
Moos betreibt, spielt dabei eine<br />
entscheidende Rolle: Hier wurden<br />
seit 2020 bereits mehr als 89 Millionen<br />
Kunststoffteile durch Alternativen<br />
aus Wellpappe ersetzt.<br />
Obst- und Gemüsetassen<br />
Zu den alltäglichen Kunststoffartikeln,<br />
die aus den Supermarktregalen<br />
verschwunden sind, gehören<br />
unter anderem Obst- und Gemüsetassen<br />
und Schrumpffolien, die<br />
häufig auf Getränkeflaschen zu finden<br />
sind.<br />
Nachfrage steigt<br />
Die Nachfrage nach Ersatzstoffen<br />
für Kunststoffe nimmt weiter zu.<br />
So hat DS Smith beispielsweise in<br />
Osteuropa die jährliche Menge der<br />
ersetzten Kunststoffteile seit 2020<br />
fast verdoppelt. 1<br />
60.000 Kunststoffteile pro Tag<br />
vom Markt genommen<br />
Die „Circular Design Principles“<br />
und „Circular Design Metrics“<br />
von DS Smith, die in Zusammenarbeit<br />
mit der Ellen MacArthur<br />
Foundation entwickelt wurden,<br />
sind entscheidend für das Erreichen<br />
des Milliardenziels und ein<br />
wesentlicher Bestandteil des Designprozesses<br />
des Unternehmens.<br />
Jeder der 800 Designerinnen und<br />
Designer von DS Smith wurde in<br />
den Circular Design Principles geschult<br />
und ist in der Lage, in Zusammenarbeit<br />
mit den Kunden die<br />
Performance der Verpackung in<br />
Bereichen wie Recyclinganteil und<br />
Wiederverwertbarkeit, geschätzte<br />
CO 2 -Emissionen, übermäßige Abfallproduktion<br />
und Lieferkettenparameter<br />
zu bewerten. DS Smith<br />
hat die Circular Design Metrics<br />
- einzigartig und eine Branchenneuheit<br />
- in einer Reihe von Sektoren<br />
eingeführt, darunter Einzelhandel,<br />
Lebensmittel und Getränke, Automobilteile<br />
und Industrie.<br />
Fotos: DS Smith Packaging Austria GmbH<br />
DS Smith Round Wrap: Eine innovative Alternative zu herkömmlichen<br />
Flaschenverpackungen in der Getränkeindustrie. Round Wrap ist<br />
eine recycelbare Lösung, die Beschädigungen am Produkt verhindert.<br />
10 03/<strong>24</strong><br />
DS Smith Lift Up: Lift Up wurde in Zusammenarbeit mit<br />
Coca-Cola HBC Österreich entwickelt und ersetzt die Schrumpfverpackung<br />
von Multipack-Flaschen aus Kunststoff durch einen<br />
vollständig recycelbaren Tragegriff aus<br />
Wellpappe.m(<strong>KOMPACK</strong> berichtete)
Wellpappe ersetzt<br />
„Jetzt. Und zukünftig.“<br />
Miles Roberts, Group Chief Executive,<br />
DS Smith ergänzt: „Als<br />
wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie<br />
„Jetzt. Und zukünftig.“ entwickelten,<br />
wollten wir Ziele setzen,<br />
die einen ökologischen Wandel<br />
nicht nur innerhalb von DS Smith,<br />
sondern auch darüber hinaus bewirken.<br />
Durch Innovationen, die unseren<br />
Kunden helfen, Kunststoffe<br />
zu ersetzen oder zu reduzieren,<br />
reagieren wir auf die Forderung<br />
der Gesellschaft, die Kunststoffverschmutzung<br />
zu reduzieren, und<br />
stärken unsere Partnerschaften mit<br />
unseren Kunden. Ich bin stolz auf<br />
jedes einzelne Mitglied des DS<br />
Smith Teams, das dieses Ziel ein<br />
Jahr früher als geplant erreicht hat.<br />
Aber das ist erst der Anfang. Es gibt<br />
noch viele weitere positive Beiträge,<br />
die wir leisten können, indem<br />
wir unsere Kunden und die Gesellschaft<br />
bei der Erreichung ihrer<br />
Nachhaltigkeitsziele unterstützen.“<br />
Mehr unter: www.dssmith.com<br />
1 91%ige Steigerung der<br />
jährlich ersetzten Kunststoffmenge<br />
in der Region Osteuropa<br />
im Vergleich zwischen dem GJ<br />
2020/21 und dem GJ 2023/<strong>24</strong>.<br />
Obst- und Gemüsetassen: Diese Produkte ersetzen herkömmliche<br />
Einweg-Plastikverpackungen für Obst und Gemüse durch<br />
eine recycelbare Lösung aus Wellpappe. 2<br />
2 Die Recyclingfähigkeit eines Produkts kann<br />
von Land zu Land unterschiedlich sein<br />
CCE International 2025: Industrie-Widerstandsfähigkeit und Innovation im Fokus<br />
Entdecken Sie die Zukunft von Wellpappe und Faltschachteln auf der CCE International, Europas führender Fachmesse in München<br />
vom 11. bis 13. März 2025. Als internationaler Treffpunkt für die Beschaffung effizienter und kostengünstiger Produktionslösungen steht<br />
die CCE International für Widerstandsfähigkeit und Innovation und bringt die Branchenexperten mit den neuesten technologischen<br />
Entwicklungen und internationalen Herstellern in Kontakt. Schließen Sie sich den Branchenführern an, welche die neuesten Erfahrungen<br />
vorstellen und sich in einem Umfeld bewegen, das auf Wachstum ausgerichtet ist, denn die Prognosen deuten auf eine stetig steigende<br />
Nachfrage und erhebliche Investitionen in Kapazitäten hin. Von regulatorischen Änderungen bis hin zu sich verändernden<br />
Verbraucherpräferenzen verspricht diese Veranstaltung Einblicke und Chancen, die die Entwicklung der Branche in<br />
den kommenden Jahren prägen werden. Diese Fachmesse ist ein stabiler Ankerpunkt für nachhaltige Lösungen,<br />
der sich nahtlos an Marktveränderungen und technologische Fortschritte in der Wellpappen- und Faltschachtelproduktion anpasst.<br />
Diese Fachmesse wird Branchenexperten versammeln, um die solide Grundlage ihres Wachstums zu würdigen und den Wellpappen- und Faltschachtelsektor<br />
als zuverlässigen Baustein hervorzuheben, der für seine Vielseitigkeit und Nachhaltigkeit bekannt ist. Die Edition 2025 stellt einen<br />
bedeutenden Meilenstein dar, da dies die erste Messe mit uneingeschränktem Post-COVID-Potenzial sein wird, nachdem die Beschränkungen<br />
nur eine Woche nach der Edition 2023 aufgehoben wurden. Während der dreitägigen Fachmesse wird dieser pulsierende Markt Besucher<br />
anziehen, die Verpackungslösungen entdecken und ihre strategischen Investitionen durch konkrete Geschäftsabschlüsse in die Realität umsetzen<br />
wollen. Die Branche zeigt sich inmitten von Herausforderungen widerstandsfähig und passt sich kontinuierlich an Marktveränderungen, gesetzliche<br />
Rahmenbedingungen und technologische Fortschritte an, um den sich wandelnden Verbraucherbedürfnissen und Marktanforderungen gerecht<br />
zu werden. Die Teilnehmer erwartet ein intensives und bereicherndes Erlebnis, das sich auf die Verbesserung des Druckprozesses konzentriert<br />
und die Branche in eine von Innovation und Nachhaltigkeit geprägte Zukunft führt.<br />
Während die Branche in München zusammenkommt, ist es von entscheidender Bedeutung, die langjährige Rolle des Wellpappen- und Faltschachtelsektors<br />
als Eckpfeiler von Verpackungslösungen zu würdigen. Als Anbieter vielseitiger und nachhaltiger Angebote für verschiedene Branchen hat dieser<br />
Sektor inmitten von Herausforderungen seine Widerstandsfähigkeit bewiesen und sich an die wechselnde Marktdynamik, das regulatorische Umfeld<br />
und den technologischen Fortschritt angepasst. Mit ihrem Engagement für Innovation und Umweltschutz ist sie in der Lage, die sich verändernden<br />
Verbraucherbedürfnisse und Marktanforderungen erfolgreich zu erfüllen. Trotz der bisherigen Herausforderungen rechnet die Wellpappen- und Faltschachtelindustrie<br />
mit einem positiven Wachstum. Smithers prognostiziert für 20<strong>24</strong> ein leichtes Wachstum für Verpackungen aus Wellpappe und eine<br />
breitere Erholung der weltweiten Nachfrage, wobei der Wert von Verpackungen aus Wellpappe mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate<br />
von 2,5 % pro Volumen zunehmen und bis 2029 277,6 Milliarden US-Dollar erreichen soll. Große Anbieter von Wellpappe investieren in Kapazitätserweiterungen,<br />
und die bevorstehenden Vorschriften zum Verbot bestimmter Einwegkunststoffe bis 2030 bieten neue Chancen. Das Aufkommen<br />
von preisgünstigen Lebensmittelketten und E-Commerce wird voraussichtlich den Absatz von einzelhandelsgerechten Verpackungen ankurbeln<br />
und Innovationen in Design und Drucktechnik fördern, um das Branding und das Kundenerlebnis zu verbessern. Insgesamt ist die Branche für ein<br />
nachhaltiges Wachstum positioniert, das von der Marktdynamik, regulatorischen Änderungen und technologischen Fortschritten angetrieben<br />
wird. (Smithers foresees minor growth for corrugated board packaging in 20<strong>24</strong>, veröffentlicht von Packaging Europe am 13. Mai 20<strong>24</strong>)<br />
Mehr unter:<br />
www.cce-international.com<br />
03/<strong>24</strong><br />
11
WIRTSCHAFT<br />
Sichtbares Zeichen für eine nachhaltige<br />
Seit zwei Jahren macht Schubert seine Nachhaltigkeitsaktivitäten mit dem<br />
Programm Mission Blue öffentlich. (<strong>KOMPACK</strong> berichtete) Doch in nachhaltigen<br />
Kategorien denkt und plant der Verpackungsmaschinenhersteller schon<br />
viel länger. Sichtbarer Beweis ist der Neubau am Firmenstammsitz in Crailsheim:<br />
ein zukunftsorientiertes Gesamtkonzept aus Kapazitätserweiterung in<br />
der Montage, modernen Arbeitswelten und klimaneutralem Gebäudebetrieb.<br />
Das Gebäude wurde jetzt mit rund 150 Kunden offiziell eingeweiht. Erfreulich<br />
ist auch das beachtliche Wachstum des Unternehmens im letzten Jahr.<br />
Zwar startete der eigentliche<br />
Bau für die Endmontagehalle<br />
mit Bürotrakt im Frühjahr<br />
2022, doch bereits drei Jahre zuvor<br />
musste zunächst die Straße L2218<br />
zwischen Crailsheim und Dinkelsbühl<br />
verlegt werden, um Platz für<br />
die neuen Gebäude zu schaffen.<br />
Jetzt fügen sie sich mit ihrer luftigmodernen<br />
Bauweise harmonisch<br />
in den gesamten Komplex ein und<br />
schließen die Lücken. Insgesamt<br />
13.000 Quadratmeter Fläche sind<br />
entstanden, davon nimmt allein die<br />
Halle 8.500 Quadratmeter ein. Mit<br />
45 Millionen Euro ist der Bau die<br />
größte Einzelinvestition der Firmengeschichte<br />
und stärkt Schubert<br />
gleich in drei wesentlichen Aspekten<br />
für die Zukunft: Zum einen wird die<br />
Fläche für die Endmontage um 30<br />
Prozent aufgestockt, was größere<br />
Produktionskapazitäten und damit<br />
weiteres Wachstum des Unternehmens<br />
ermöglicht. Zweitens entstehen<br />
attraktive Räumlichkeiten für<br />
300 neue Arbeitsplätze, zugeschnitten<br />
auf die Arbeitswelten von morgen.<br />
Und zum dritten werden die<br />
neuen Gebäude mithilfe eines ausgeklügelten<br />
Energiekonzepts vollständig<br />
klimaneutral betrieben.<br />
Neue Arbeitswelten<br />
Transparenz – das ist das Anliegen<br />
des Verpackungsmaschinenherstellers<br />
in punkto Nachhaltigkeit, und<br />
transparent sind auch die sechs Meter<br />
hohen Glasfassaden der neuen<br />
Halle, ebenso wie die Fassade des<br />
direkt daneben liegenden, vierstöckigen<br />
Bürogebäudes. Konstruktion<br />
und Maschinenaufbau rücken<br />
jetzt noch näher zusammen: von<br />
den neuen Konstruktionsbüros lässt<br />
sich durch die Glaswand direkt in<br />
die Halle schauen. Für den gemeinsamen<br />
Austausch sind im gesamten<br />
Gebäude ansprechende Treffpunkte<br />
und Arbeitsbereiche entstanden. Alles<br />
State-of-the-art, ob beim Design<br />
oder der Raumplanung, damit sich<br />
12 03/<strong>24</strong><br />
Blick in die Montagehalle - am Abend - während der Schubert Days<br />
die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter<br />
wohl fühlen und optimale Arbeitsbedingungen<br />
vorfinden. Angefangen<br />
bei hochwertigen Materialien<br />
des Interieurs über die modernen<br />
Arbeits- und Ruhezonen bis hin zur<br />
großen, begrünten Dachterrasse mit<br />
Blick über die Region.<br />
len als Lieferant die an uns gestellte<br />
Anforderung, unseren CO 2 -Fußabdruck<br />
immer weiter zu verringern.“<br />
Unkonventionell ist vor allem der<br />
Eisspeicher unter der Halle: Weltweit<br />
der größte seiner Art, mit einem<br />
Reservoir von 1,9 Millionen Litern<br />
Wasser – einer Menge, die in etwa<br />
einem Schwimmbecken mit den<br />
Maßen von <strong>24</strong> Metern Länge, 13<br />
Metern Breite und einer Tiefe von<br />
3,5 Metern entspricht. Wie alle Eisspeicher<br />
ist auch dieser ein Unikat,<br />
dessen Volumen exakt berechnet<br />
wurde, damit er funktional und wirtschaftlich<br />
optimal ist. Der Speicher<br />
ist vorausschauend so ausgelegt,<br />
dass zukünftig sogar die noch fossil<br />
beheizte Nachbarhalle an das System<br />
angeschlossen werden kann.<br />
Eisspeicher als zentrales Element<br />
Das Funktionsprinzip ist simpel:<br />
Entzieht man Wasser Wärme, gefriert<br />
es zu Eis, und dabei entsteht<br />
zusätzliche Energie. Diese Energie<br />
Intelligente Lösungen von Schubert<br />
links: TLM Comfort Feeder - rechts: kollaborative Roboter tog.519<br />
Einzigartiges Energiekonzept<br />
Hinter den Kulissen arbeitet eine<br />
Heiz- und Kühlanlage mit einzigartigem<br />
Energiekonzept. Reiner<br />
Weidmann, Leiter der Facility Managements<br />
und Prokurist bei der<br />
Gerhard Schubert GmbH, hat die<br />
Planung und den Bau von Anfang<br />
bis Ende begleitet und sagt: „Seit<br />
1966 hat Schubert immer wieder mit<br />
großen Innovationssprüngen neue<br />
Märkte erobert. Pioniergeist zeigen<br />
wir auch im eigenen Unternehmen,<br />
indem wir uns an unkonventionelle,<br />
aber zukunftsweisende Technologien<br />
wagen. Dadurch produzieren<br />
wir auf Dauer nachhaltig und erfülwird<br />
über Wärmepumpen für den<br />
Heizkreislauf der Gebäude nutzbar<br />
gemacht – so lange, bis das gesamte<br />
Wasser gefroren ist. Für die<br />
Kühlfunktion wird der Eisblock<br />
im Sommer mithilfe zugeführter<br />
Wärme einfach wieder aufgetaut.<br />
Darüber hinaus wurde sämtliche<br />
sinnvoll nutzbare Abwärme in das<br />
Gesamtkonzept mit eingebunden.<br />
Im Herzstück der Anlage garantiert<br />
modernste Steuerungstechnik den<br />
effizienten Betrieb der Wärme- und<br />
Kältezentralen sowie die optimale<br />
Energieverteilung. Zusätzlich sorgt<br />
die Fotovoltaikanlage auf dem Dach<br />
der neuen Endmontagehalle und<br />
einer benachbarten Halle für jährlich<br />
mehr als ein Megawatt selbst<br />
erzeugten Strom, mit dem Schubert<br />
ein Viertel seines Bedarfs abdecken<br />
kann.<br />
Ehrgeizige Umweltschutzziele<br />
Gerald Schubert, Gesellschafter der<br />
Schubert-Gruppe, ist sehr zufrieden<br />
mit dem Ergebnis: „Mit unserem<br />
Nachhaltigkeitsprogramm Mission<br />
Blue haben wir uns selbst sehr ehrgeizige<br />
Umweltschutzziele gesetzt.<br />
Wir freuen uns, dass wir diesen mit<br />
den beiden energieeffizienten Neubauten<br />
nun wieder ein Stück nähergekommen<br />
sind.“<br />
Wachstum entgegen<br />
wirtschaftlicher Lage<br />
Entgegen der wirtschaftlichen Lage<br />
im Maschinenbau hat die Gerhard<br />
Schubert GmbH im Jahr 2023 ein<br />
beachtliches Wachstum hingelegt.<br />
Mit einer Gesamtleistung von 320<br />
Millionen Euro und einem Umsatzplus<br />
von mehr als neun Prozent zeigt<br />
sich der deutsche Verpackungsmaschinenhersteller<br />
trotz widriger<br />
Marktbedingungen äußerst stabil.<br />
Im Rahmen seines Nachhaltigkeitsprogramms<br />
Mission Blue fokussiert<br />
sich das Unternehmen jetzt<br />
noch stärker auf die Forschung und<br />
Entwicklung umweltschonender<br />
Verpackungstechnologien.
Zukunft<br />
Impressionen der<br />
neuen Gebäude<br />
Fotos: Gerhard Schubert GmbH<br />
Die richtige Zukunftsstrategie<br />
„Unsere Vision 2050 und die Mission<br />
Blue sind die richtige Zukunftsstrategie<br />
für Schubert. Denn<br />
entgegen dem Trend haben wir ein<br />
sehr gutes Jahresergebnis erreicht.<br />
Eine Teamleistung, auf die wir<br />
stolz sein können“, fasst Marcel<br />
Kiessling, Geschäftsführer Vertrieb<br />
und Service der Gerhard Schubert<br />
GmbH zusammen. Kontinuierliches<br />
Wachstum, im dreizehnten Jahr<br />
in Folge, selbst unter schwierigen<br />
Bedingungen – damit behauptet<br />
Schubert seine Vorreiterrolle in der<br />
Verpackungsbranche deutlich. Auch<br />
die Schubert-Gruppe hat sich mit<br />
geschätzten 400 Millionen Euro<br />
Gesamtleistung weiter gesteigert.<br />
Rund 1 700 Mitarbeiterinnen und<br />
Mitarbeiter gehören mittlerweile<br />
zur Unternehmensgruppe, von denen<br />
rund 1 200 für die Crailsheimer<br />
Gerhard Schubert GmbH tätig sind.<br />
Trotz Fachkräftemangel gelang es<br />
dem Maschinenbauer, seine Stammbelegschaft<br />
zu erhöhen und mithilfe<br />
der gestiegenen Produktivität die<br />
hohen Auftragsbestände des Jahres<br />
2023 abzuarbeiten. Auch im laufenden<br />
Jahr sind die Fertigungs- und<br />
Montagekapazitäten bisher zu 100<br />
Prozent ausgelastet und die Auftragsbücher<br />
bis hinein in das Jahr<br />
2025 gefüllt. Eine gute Ausgangsposition<br />
für innovative Produktentwicklungen,<br />
insbesondere, da das<br />
Budget für Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen<br />
20<strong>24</strong> mit<br />
einem Umfang von neun Prozent der<br />
Gesamtleistung erneut das größte<br />
Einzelbudget ist.<br />
Digitalisierung<br />
Ralf Schubert, geschäftsführender<br />
Gesellschafter und verantwortlich<br />
für die Technik, berichtet dazu:<br />
„Auch dieses Jahr werden wir in die<br />
Digitalisierung und den Ausbau des<br />
bisherigen Produktportfolios investieren.<br />
Zu unseren zentralen Zukunftstechnologien<br />
gehören unter<br />
anderem der ressourcenschonende<br />
TLM Comfort Feeder in Verbindung<br />
mit dem A3-Schachtelaufrichter zur<br />
Zuführung von Kartonzuschnitten<br />
sowie die Dotlock-Technologie für<br />
zugstarke Verbindungen von Kartonagen<br />
ohne Heißleim.“ Ebenfalls<br />
auf dieser Liste stehen die Ausweitung<br />
der Schubert-Motion-Technologie<br />
auf weitere Roboteraggregate<br />
zur Optimierung der Bahnplanung,<br />
der serienreife kollaborative Roboter<br />
tog.519 und die 4YOUconnect<br />
Service-Plattform. Die Forschungsaktivitäten<br />
im Bereich der Robotertechnologie<br />
werden weiter intensiviert,<br />
um durch KI-Projekte in der<br />
Robotik und Bildverarbeitung die<br />
Zukunftsfähigkeit des Unternehmens<br />
zu sichern. In diese Richtung<br />
geht auch die Arbeit an der neuen<br />
Maschinengeneration TLM 7.Zusätzliche<br />
Erfolgsfaktoren der aktuellen<br />
Geschäftsentwicklung sind<br />
die Etablierung von industriellen<br />
3D-Druckverfahren on demand für<br />
die additive Fertigung und die konsequente<br />
Weiterentwicklung nachhaltiger<br />
Verpackungslösungen mit<br />
den Dienstleistungen von Schubert<br />
Packaging Perspectives.<br />
Peter Gabriel, Ralf Schubert und Marcel Kiessling (v. l.), die<br />
Geschäftsführer der Gerhard Schubert GmbH, sehen den Verpackungsmaschinenhersteller<br />
für die Zukunft gut aufgestellt.<br />
Mehr unter: www.schubert.group<br />
Hohe Fertigungstiefe<br />
Ein weiterer entscheidender Vorteil<br />
für Schubert ist die hohe Eigenfertigungsquote<br />
von 53 Prozent. Peter<br />
Gabriel, Geschäftsführer Finanzen<br />
und Supply Chain, ergänzt „Mit der<br />
Schubert Fertigungstechnik GmbH,<br />
die mechanische Bauteile und Baugruppen<br />
aus Aluminium oder im<br />
3D-Druckverfahren produziert, sowie<br />
der Schubert System Elektronik<br />
GmbH, die elektronische Komponenten<br />
entwickelt und liefert, decken<br />
wir wichtige Bereiche unserer Produktion<br />
im eigenen Haus ab und machen<br />
sie dadurch unabhängiger von<br />
globalen Lieferketten.“ Gleichzeitig<br />
profitiert der Hersteller von kurzen<br />
Transportwegen, denn beide Tochterunternehmen<br />
liegen wie Crailsheim<br />
ebenfalls in Baden-Württemberg.<br />
Im Durchschnitt werden am Hauptstandort<br />
Crailsheim auf diese Weise<br />
ca. 140 Verpackungsmaschinen pro<br />
Jahr gebaut und ausgeliefert – knapp<br />
zwei Drittel davon allein für die Lebensmittelbranche<br />
(39 Prozent) und<br />
die Süßwarenbranche (25 Prozent).<br />
Weitere 17 Prozent gehen an Hersteller<br />
von Heimtiernahrung. Aber<br />
auch Getränke, Kosmetik, Reinigungsmittel<br />
und Pharma-Produkte<br />
werden mit Schubert-Maschinen<br />
verpackt.<br />
Schubert Days<br />
Zu den SchubertDays bei denen<br />
die offizielle Eröffnung des neuen<br />
Gebäudes gefeiert wurde legte die<br />
Schubert-Gruppe – obwohl sie nach<br />
den Standards der Europäischen<br />
Union noch nicht berichtspflichtig ist<br />
– erstmals exakte Zahlen und Fakten<br />
in einem Annual vor. Ein Überblick,<br />
der zeigt, wie und mit welcher Haltung<br />
der Maschinenbauer in eine klimaneutrale<br />
Zukunft gehen möchte.<br />
„Wir sind uns der Verantwortung bewusst,<br />
die das Pariser Klimaschutzabkommen<br />
nach sich zieht. Deshalb<br />
treiben wir nicht nur die wirtschaftliche,<br />
sondern auch die nachhaltige<br />
Entwicklung der Schubert-Gruppe<br />
voran“, erklärt Ralf Schubert, geschäftsführender<br />
Gesellschafter der<br />
Gerhard Schubert GmbH. Grundlage<br />
dafür ist die ebenfalls entwickelte<br />
Vision 2050: Schubert möchte als<br />
gesamte Unternehmensgruppe enkelgerecht<br />
handeln und einen Beitrag<br />
zu einer nachhaltigeren Lebensund<br />
Produktwelt für alle Menschen<br />
leisten. In vier Handlungsfeldern<br />
werden konkrete Nachhaltigkeitsziele<br />
verfolgt: 1. Nachhaltige Unternehmensführung,<br />
2. Klimaneutrale<br />
Produktion, 3. Umweltfreundliche<br />
Maschinen und Dienstleistungen<br />
sowie 4. Nachhaltige Verpackungen.<br />
Innerhalb dieser Schlüsselbereiche<br />
zahlen viele große und kleine Maßnahmen<br />
auf die ESG-Kriterien<br />
Umwelt (Environment), Soziales<br />
(Social) und Unternehmensführung<br />
(Governance) ein. Dabei verpflichtet<br />
sich das Unternehmen auch den globalen<br />
Nachhaltigkeitszielen (Sustainable<br />
Development Goals – SDG)<br />
der UNESCO.<br />
04/23<br />
13
WIRTSCHAFT<br />
Österreichs industrielle Papierver<br />
Stark steigende Personalkosten, gepaart mit stagnierender Produktivität und<br />
gedämpfter Nachfrage, bringen die industriellen Papierverarbeiter zunehmend<br />
unter Druck. Die 87 Betriebe der papier- und kartonverarbeitenden Industrie<br />
in Österreich (PROPAK) mussten im abgelaufenen Jahr in der Produktion<br />
mengenmäßig einen Rückgang von 9,1 Prozent auf 1,1 Millionen Tonnen verkraften.<br />
Der Wert der abgesetzten Menge fiel um 9,1 Prozent auf 2,8 Milliarden<br />
Euro. „Österreich ist keine Insel“, sagte PROPAK-Fachverbandsobmann<br />
Georg Dieter Fischer im Rahmen des heurigen Bilanzpressegesprächs. „Die<br />
rückläufige Entwicklung zeigt die europäische Konjunkturschwäche.“ Knapp<br />
80 Prozent aller hergestellten Produkte aus Papier, Karton und Wellpappe<br />
gehen in den Export, etwa die Hälfte davon wird nach Deutschland geliefert.<br />
„<br />
Für die PROPAK-Industrie<br />
wird es schwieriger, sich im<br />
internationalen Wettbewerb<br />
zu behaupten“, berichtet Marko<br />
Bill Schuster, stellvertretender Obmann<br />
der PROPAK.<br />
Firmen sehen<br />
Wettbewerbsnachteil - Standort<br />
Österreich in Gefahr?<br />
Allein in den vergangenen drei<br />
Jahren sind die KV-Löhne und Gehälter<br />
in der PROPAK-Industrie um<br />
über 20 Prozent gestiegen. „Damit<br />
unsere heimische Industrie wieder<br />
international mithalten kann,<br />
braucht es attraktivere Rahmenbedingungen.<br />
Wir benötigen eine<br />
neue sozialpartnerschaftliche Herangehensweise<br />
zur kollektivvertraglichen<br />
Lohn- und Gehaltsfindung.<br />
Und wir brauchen dringend<br />
einen Abbau von Bürokratie – hier<br />
droht den Unternehmen eine Lawine<br />
insbesondere an europäischen<br />
Regelwerken, Stichwort Lieferkettengesetz.“<br />
Unternehmen denken<br />
über Veränderungen nach<br />
Mehr Unternehmen als je zuvor<br />
denken über Veränderungen nach,<br />
was die Produktion und den Standort<br />
betrifft. Zu diesem Ergebnis<br />
kommt eine aktuelle Branchen-<br />
Umfrage, die der Fachverband<br />
PROPAK unter seinen Top-30-Mitgliedsunternehmen<br />
durchgeführt<br />
hat. Während zwei Drittel der Firmen<br />
derzeit keine Veränderungen<br />
planen, musste bereits jeder dritte<br />
papierverarbeitende Betrieb Maßnahmen<br />
ergreifen. „Das reicht vom<br />
Outsourcing einer Dienstleistung<br />
bis zur Verlagerung von Teilen der<br />
Produktion an einen anderen Firmenstandort<br />
- ob innerhalb oder<br />
außerhalb der EU“, so PROPAK-<br />
Branchenvertreter Schuster.<br />
14 03/<strong>24</strong><br />
„Resiliente Branche setzt auf Nachhaltigkeit und Innovation“<br />
erklärt PROPAK-Fachverbandsobmann Georg Dieter Fischer<br />
Mitarbeiter<br />
Die Anzahl der PROPAK-Beschäftigten<br />
in 87 Produktionsbetrieben<br />
ist im Vorjahr leicht auf<br />
8.678 (-2,0 Prozent) gesunken.<br />
Auch die Anzahl der Lehrlinge<br />
ging zurück (-4,8 Prozent). Zurzeit<br />
bildet die Industrie 217 Lehrlinge<br />
in 16 verschiedenen Berufen aus.<br />
Neben der Lehre setzt die Branche<br />
auf betriebliche und außerbetriebliche<br />
Aus- und Weiterbildung.<br />
„Die Lage ist derzeit noch stabil“,<br />
betont Schuster. „Aber wenn es im<br />
zweiten Halbjahr zu keiner wirtschaftlichen<br />
Erholung kommt, verlieren<br />
wir Kunden, und ein Abbau<br />
von Arbeitsplätzen, gerade bei den<br />
eher einfachen Tätigkeiten, wird<br />
unvermeidlich.“<br />
Der stellvertretende Pbmann der PROPAK Marko Bill Schuster<br />
sparach über den Standort Österreich<br />
Nachhaltig produzieren,<br />
verantwortungsvoll handeln -<br />
Was bringt die neue<br />
Verpackungsverordnung?<br />
Studien belegen, dass die<br />
Konsument:innen immer stärker<br />
auf Nachhaltigkeit setzen und die<br />
Recyclingfähigkeit von Verpackungen<br />
prioritär ist. „Das ist eine<br />
Kernkompetenz unserer Branche“,<br />
sagt PROPAK Geschäftsführer<br />
Martin Widermann. „Die Produkte<br />
unserer Industrie sind auch nach<br />
Gebrauch kein Abfall, sondern<br />
wertvoller Rohstoff, der Ressourcen<br />
schont wie kein anderer.“<br />
Vorsichtig positiv<br />
Vorsichtig positiv äußert sich<br />
der Fachverband PROPAK zum<br />
vorläufigen Text der neuen EU-<br />
Verpackungsverordnung PPWR<br />
(Packaging and Packaging Waste<br />
Regulation). „Wir begrüßen, dass<br />
die europäischen Institutionen eine<br />
gemeinsame Position gefunden<br />
haben, die der zentralen Rolle von<br />
Verpackungen aus Papier/Karton/<br />
Wellpappe in der Kreislaufwirtschaft<br />
Rechnung trägt – das hat im<br />
ersten Entwurf noch ganz anders<br />
ausgesehen“, so Widermann. Die<br />
finale Bestätigung durch die Mitgliedstaaten<br />
steht zwar noch aus.<br />
Widermann betont aber: „Es war<br />
eine Herkulesarbeit des Fachverbands<br />
PROPAK in Zusammenarbeit<br />
mit den europäischen Verbänden,<br />
dies zu erreichen. Nicht von<br />
der Hand zu weisen ist allerdings<br />
die Gefahr eines deutlich erhöhten<br />
bürokratischen Aufwands. Es<br />
bleibt abzuwarten, wie die nationalen<br />
Umsetzungen aussehen werden.“<br />
PROPAK-Ausblick 20<strong>24</strong><br />
„Ob Transportverpackung aus<br />
Wellpappe oder Kartonverpackung
arbeiter unter Druck<br />
im Supermarktregal, ob Hygieneprodukt<br />
und Papiertaschentuch,<br />
Etiketten aus Papier oder ein Spiel<br />
oder Buch – jede:r von uns hält<br />
mehrmals am Tag ein Produkt aus<br />
Papier oder Karton in Händen“,<br />
sagt PROPAK-Obmann Fischer.<br />
„Produkte aus Papier und Karton<br />
sind die Heroes unseres Alltags<br />
und unverzichtbar für unsere moderne<br />
Volkswirtschaft.“<br />
Konjunkturell<br />
schwieriges Jahr<br />
Konjunkturell erwartet die<br />
PROPAK-Industrie ein weiteres<br />
schwieriges Jahr. „PROPAK-Unternehmen<br />
bewiesen in den letzten<br />
Jahren im internationalen Wettbewerb<br />
ihre Resilienz. Wir rechnen<br />
mit einer leichten Erholung in<br />
der zweiten Jahreshälfte und mit<br />
einem flachen Wachstum von ein<br />
bis zwei Prozent“, gibt sich Fachverbands-Obmann<br />
Georg Dieter<br />
Fischer vorsichtig optimistisch.<br />
PROPAK<br />
Der Fachverband PROPAK und<br />
die Vereinigung PROPAK Austria<br />
repräsentieren die industriellen<br />
Hersteller von Produkten aus Papier<br />
und Karton in Österreich.<br />
87 Unternehmen<br />
Zur PROPAK zählen 87 Unternehmen.<br />
Diese verarbeiten<br />
und veredeln mit rund 8.700<br />
Mitarbeiter:innen jährlich rund 1,1<br />
Millionen Tonnen Papier und Karton<br />
zu Wellpappe, Verpackungen,<br />
Papierwaren für Hygiene und Haushalt,<br />
Büro- und Organisationsmitteln,<br />
Büchern, Broschüren, Tipping<br />
Paper sowie sonstigen Papierwaren.<br />
Mehr unter:<br />
www.propak.at<br />
„Wir begrüßen, dass die<br />
europäischen Institutionen eine<br />
gemeinsame Position gefunden<br />
haben, die der zentralen Rolle<br />
von Verpackungen aus Papier/<br />
Karton/Wellpappe in der<br />
Kreislaufwirtschaft<br />
Rechnung trägt – das hat<br />
im ersten Entwurf noch ganz<br />
anders ausgesehen“,<br />
erklärt Martin Widermann.<br />
03/<strong>24</strong><br />
15
Herausforderungen im Recycling von<br />
Polyolefin und Polystyrol Verpackungen<br />
Design for Recycling leistet einen wichtigen Beitrag zum geschlossenen Kreislauf<br />
für Verpackungen. Im Rahmen des branchenübergreifenden Forschungsprojekts<br />
„Pack2theLoop“ werden die Hürden für Polyolefine und Polystyrol identifiziert<br />
und gemeinsam mit Industriepartner nach entsprechenden Lösungen gesucht.<br />
Bis zum Jahr 2030 soll der<br />
Anteil recycelter Kunststoffverpackungen<br />
in den<br />
EU-Mitgliedsländern 55% betragen.<br />
Österreich liegt derzeit noch<br />
deutlich hinter diesem Ziel zurück.<br />
Im Rahmen des dreijährigen FFG-<br />
Forschungsprojekts „Pack2the-<br />
Loop“ wird intensiv am mechanischen<br />
Recycling von Kunststoffverpackungen<br />
aus Polyolefinen und<br />
Polystyrol geforscht. Das Projekt<br />
wird vom Kunststoff-Cluster der<br />
ecoplus geleitet.<br />
Das Forschungskonsortium, bestehend<br />
aus der FH Campus Wien,<br />
der Technischen Universität Wien<br />
(TU Wien), der Montanuniversität<br />
Leoben (MUL) sowie dem Österreichischen<br />
Forschungsinstitut für<br />
Chemie und Technik (OFI), betrachtet<br />
gemeinsam die gesamte<br />
Wertschöpfungskette, die für den<br />
Wiedereinsatz von Rezyklaten als<br />
Verpackungsmaterialien relevant ist.<br />
40 Projektpartner<br />
In Kooperation mit über 40 Projektpartnern<br />
aus unterschiedlichen<br />
Bereichen, darunter der Handel,<br />
Abfallsammler und -sortierer, Aufbereiter<br />
und Recycler sowie Verpackungshersteller,<br />
wird an zwei<br />
konkreten Anwendungsfällen gearbeitet.<br />
Diese umfassen tiefgezogene<br />
Becher aus Polypropylen (PP) und<br />
Polystyrol (PS) sowie geblasene<br />
Flaschen aus Polypropylen und<br />
High Density Polyethylen (PE-HD).<br />
Die Kreisläufe für Lebensmittelverpackungen<br />
und Nicht-Lebensmittelverpackungen<br />
werden in separaten<br />
Aufbereitungsverfahren behandelt.<br />
Lösungsansätze entwickeln<br />
Im dritten Jahr des Projekts werden<br />
alle Erkenntnisse zusammengetragen,<br />
wobei die bis dato erlangten<br />
Erkenntnisse hinsichtlich etwaiger<br />
Verbesserungspotenziale aufgearbeitet<br />
werden. Zudem werden Störstoffe<br />
sowie Hindernisse genauer<br />
beleuchtet. Ziel ist, die aktuellen<br />
Hürden zu identifizieren und Lösungsansätze<br />
zu entwickeln.<br />
Potentielle Stellschrauben<br />
Im Rahmen der Forschungsarbeit<br />
wurde festgestellt, dass die Anzahl<br />
der potenziellen Stellschrauben im<br />
Verlauf des Sortier- und Recyclingprozesses<br />
hoch ist.<br />
Sortierung<br />
Die Sortierung stellt einen entscheidenden<br />
Faktor für den Wiedereinsatz<br />
von Verpackungsmaterial<br />
dar. Für den nachfolgenden<br />
Recyclingprozess ist die Verwendung<br />
sortenreiner Materialien erforderlich,<br />
um qualitativ hochwertige<br />
Rezyklate zu gewinnen. Die<br />
Qualität des Materials ist folglich<br />
umso höher, je aufwendiger und<br />
genauer die Sortierung gestaltet<br />
wird. Störstoffe, die im Rahmen der<br />
Sortierung entfernt werden, stellen<br />
im nachfolgenden Prozess keine<br />
Probleme mehr dar. In diesem Kontext<br />
sind beispielsweise Fremdpolymere<br />
zu nennen. Diese können<br />
durch Packhilfsmittel, einen mehrschichtigen<br />
Aufbau der Verpackung<br />
oder das Zusammenstecken von<br />
unterschiedlichen Verpackungen<br />
auftreten. Eine weitere Möglichkeit<br />
der Sortierung stellt die Trennung<br />
nach Farben dar, da unterschiedlich<br />
eingefärbte Verpackungen ansonsten<br />
lediglich durch De-Inking zu<br />
einem optisch ansprechenden Rezyklat<br />
werden können.<br />
Sortenreine Rezyklate<br />
Des Weiteren ist es erforderlich,<br />
Bedruckungen, Sleeves oder<br />
Etiketten sowie deren Klebstoffe<br />
während des Recyclingprozesses<br />
zu entfernen, um sortenreine Rezyklate<br />
zu erhalten. Zur Entfernung<br />
dieser wurden verschiedene<br />
Wäschen und Aufbereitungsprozeduren<br />
durchgeführt. Es hat sich gezeigt,<br />
dass der Prozess der Aufbereitung<br />
von PET-Getränkeflaschen<br />
nicht ohne Weiteres auf Polyolefine<br />
übertragbar ist. Für Materialien,<br />
die erneut für Lebensmittelverpackungen<br />
eingesetzt werden sollen,<br />
ist eine Dekontamination der Polymere<br />
unabdingbar.<br />
Design for Recycling<br />
Im Anschluss werden alle Ergebnisse<br />
des Projekts zusammengetragen<br />
und dem Konsortium zur<br />
Verfügung gestellt. Im nächsten<br />
Schritt ist vorgesehen, die Daten<br />
in die „Circular Packaging Design<br />
Guidelines“ der FH Campus Wien<br />
zu integrieren, sodass die Erkenntnisse<br />
aus dem Forschungsprojekt<br />
„Pack2theLoop“ auch für Stakeholder<br />
außerhalb des Konsortiums zugänglich<br />
sind.<br />
Verpackungs- und Ressourcenmanagement<br />
Der Fachbereich Verpackungs- und Ressourcenmanagement der FH Campus Wien bietet zwei Bachelorstudiengänge an (Nachhaltige<br />
Verpackungstechnologie und Nachhaltiges Ressourcenmanagement) sowie ein Masterstudium in englischer Sprache (Packaging Technology and<br />
Sustainability). Die Studiengänge sind berufsbegleitend gestaltet, sodass Interessierte aus der Branche ihre Kompetenzen ohne Unterbrechung der<br />
Berufstätigkeit erweitern können.<br />
FH Campus Wien – Hochschule für Zukunftsthemen<br />
Mit über 8.000 Studierenden an sechs Standorten und fünf Kooperationsstandorten ist die<br />
FH Campus Wien die größte Fachhochschule Österreichs. In den Departments Angewandte Pflegewissenschaft, Applied Life Sciences, Bauen<br />
und Gestalten, Gesundheitswissenschaften, Soziales, Technik sowie Verwaltung, Wirtschaft, Sicherheit, Politik steht ein Angebot von nahezu<br />
70 Studien- und Lehrgängen in berufsbegleitender und Vollzeit-Form zur Auswahl. Anwendungsorientierte Forschung und Entwicklung wird in derzeit<br />
zehn fachspezifischen Forschungszentren gebündelt. Fort- und Weiterbildung in Form von Seminaren, Modulen und Zertifikatsprogrammen<br />
deckt die Fachhochschule über die Campus Wien Academy ab. Die FH Campus Wien ist Gründungsmitglied im Bündnis Nachhaltige Hochschulen.<br />
www.fh-campuswien.ac.at<br />
16 03/<strong>24</strong>
DRUCK<br />
AQUAFUZE-Technologie<br />
Vor kurzem vermeldete Fujifilm die Entwicklung der revolutionären<br />
AQUAFUZE-Technologie, einer neuen wässrigen UV-<br />
Tinte, für die das Unternehmen das Patent hält. Nun kündigte<br />
Fujifilm auf der drupa die neue 1,6-m-Druckmaschine Acuity<br />
Triton an.<br />
Die Acuity Triton ist das<br />
Ergebnis der Zusammenarbeit<br />
zweier Titanen<br />
der Großformat-Inkjetbranche.<br />
Die Hardware wird in Japan von<br />
Mutoh produziert, einem Hersteller,<br />
der im Verlauf der letzten 20<br />
Jahre einen hervorragenden Ruf<br />
für hochwertige und zuverlässige<br />
Inkjetdruckmaschinen erworben<br />
hat. Hinter der Entwicklung und<br />
Produktion der AQUAFUZE-Tinte<br />
steht Fujifilm, das beispiellose Innovationserfolge<br />
im Bereich der<br />
Druckfarben vorweisen kann.<br />
AUTORIN:<br />
DI Elisabeth Jahn,<br />
elisabeth.jahn<br />
@fh-campuswien.ac.at<br />
Elisabeth Jahn ist wissenschaftliche<br />
Mitarbeiterin im<br />
Fachbereich Verpackungs- und<br />
Ressourcenmanagement der<br />
FH Campus Wien.<br />
Ihre Fachkenntnisse reichen<br />
von zukunftsorientierter<br />
Verpackungsentwicklung,<br />
Recycling und Abfallwirtschaft<br />
bis hin zu Nachhaltigkeit.<br />
Idealer Gegenpart<br />
Die Acuity Triton ist der ideale<br />
Gegenpart für AQUAFUZE und<br />
setzt dessen großes Anwendungspotenzial<br />
mit hervorragenden Druckergebnissen<br />
um.<br />
Verschmelzung<br />
von Vorteilen<br />
AQUAFUZE erfüllt mit einer<br />
Verschmelzung der Vorteile von<br />
UV-LED und Inkjet auf Wasserbasis<br />
eine Vielzahl von Marktanforderungen.<br />
Im Vergleich zu<br />
herkömmlichen wässrigen Tinten<br />
trocknet AQUAFUZE bei einer geringeren<br />
Temperatur mit weniger<br />
Energieaufwand. Die Tinte haftet<br />
ohne Vorbehandlung mit Primer<br />
oder Optimierer hervorragend auf<br />
einer Vielzahl von Substraten. Die<br />
dünne Farboberfläche der Drucke<br />
ist kratzfest und benötigt keine<br />
Lackschicht. Darüber hinaus ist<br />
AQUAFUZE geruchsarm und sicherheitskonform.<br />
Die niedrigere<br />
Trocknungstemperatur sorgt für<br />
weniger Düsenverstopfungen und<br />
gewährleistet einen stabilen Ausstoß.<br />
Gesättigter Markt<br />
Der gesättigte Markt des Großformatdrucks<br />
wartete buchstäblich<br />
auf eine bahnbrechende Technologie,<br />
die sich in Sachen Produktivität<br />
und Gesamtleistung von allem<br />
anderen absetzt – und zwar ohne<br />
die Nachhaltigkeit zu vernachlässigen.<br />
Diese revolutionäre Technologie<br />
stellt sicherlich den so<br />
dringend benötigten Schritt nach<br />
vorne dar – und den ersten, mit<br />
dem Fujifilm einen neuen Tintenstandard<br />
für den Großformat-Inkjetdruck<br />
aufstellt.<br />
Mehr unter:<br />
www.fujifilmprint.eu<br />
01/<strong>24</strong><br />
17
AUTOMATISIERUNG<br />
Warum Digitalisierung und KI künftig über den<br />
Erfolg der Lagerlogistik entscheiden<br />
Die Anforderungen in der Lagerlogistik sind in den letzten Jahren beständig<br />
gewachsen, vor allem in puncto Flexibilität. Immer häufiger soll das Lager<br />
wertschöpfende Zusatzleistungen erbringen, zugleich nimmt die Zahl der Prozessbeteiligten<br />
zu. Durchgängige Digitalisierung, IoT und der Einsatz intelligenter<br />
Analysen für Planung und Vorhersage werden zum wirtschaftlichen<br />
Erfolgsfaktor.<br />
Nach Bereichen wie Entwicklung<br />
und Produktion<br />
sollten Unternehmen<br />
jetzt auch die Digitalisierung ihrer<br />
Lagerlogistik in Angriff nehmen.<br />
Praxisprojekte zeigen, dass sich<br />
hier durch eine bessere IoT-Vernetzung<br />
und Datenintegration große<br />
Effizienz- und Kostenpotenziale<br />
heben lassen. Die Daten liefern die<br />
Grundlage, um beispielsweise mittels<br />
Machine Learning besser prognostizieren<br />
zu können, wie lange<br />
der Ver- oder Entladeprozess für<br />
eine LKW-Lieferung dauert, wie<br />
viele Menschen im Verladeteam<br />
nötig sind oder welche optimalen<br />
Zeitfenster für Logistikpartner angeboten<br />
werden können. Auch im<br />
Lager selbst tragen KI-Algorithmen<br />
beispielsweise dazu bei, besser<br />
zu verstehen, welche Mengen<br />
bei Nachbestellungen nötig sind<br />
oder welche Kombination aus<br />
Artikeln besonders häufig kommissioniert<br />
wird und deshalb an<br />
an nah beieinander liegenden Lagerplätzen<br />
gelagert werden sollte.<br />
KI-Anwendungen ermöglichen<br />
eine bessere Vorhersagequalität<br />
und tragen so zu einem besseren<br />
Lagermanagement bei, das das<br />
richtige Produkt am optimalen<br />
Lagerplatz vorhält. Mit der Digitalisierung<br />
wird es auch einfacher,<br />
sich auf zunehmende Fluktuation<br />
im Marktgeschehen einzustellen.<br />
Transparenz gelingt<br />
nicht ohne Datenintegration<br />
Die Studie „Besser Zusammenarbeiten<br />
in der Logistik“ der Bundesvereinigung<br />
Logistik BVL und<br />
Arvato zeigt allerdings, dass es bei<br />
der Digitalisierung in der Intralogistik<br />
noch erhebliche Lücken<br />
gibt, obwohl gerade hier eine intensive<br />
Zusammenarbeit zwischen<br />
Unternehmen besteht. Mit 90 Prozent<br />
schätzen fast alle Unternehmen<br />
vollständig digitale Prozesse<br />
als wichtigsten Erfolgsfaktor ein.<br />
Zwar streben um die 85 Prozent<br />
der rund 600 befragten Unternehmen<br />
als Ziel in der Zusammenar-<br />
beit eine Kostenreduzierung durch<br />
effizientere Prozesse und Personaleinsatz<br />
an. Vor allem in der Industrie<br />
wünschen sich fast drei Viertel<br />
der Unternehmen (74 Prozent)<br />
eine Steigerung der Transparenz.<br />
Doch nur jedes Zweite setzt bisher<br />
auf Cloud-basierte Systeme. Obwohl<br />
der Umfrage zufolge bereits<br />
über 40 Prozent KI-Microservices<br />
für die Lageroptimierung oder<br />
Mobile Apps nutzen, sind diese<br />
Anwendungen bei deutlich mehr<br />
als der Hälfte nicht mit anderen<br />
IT-Systemen verbunden. Durch<br />
die mangelnde Datenintegration<br />
liegen viele Optimierungsmöglichkeiten<br />
brach.<br />
Scanner Technologie<br />
Die Einführung von Scanner-<br />
Technologie ist ein wichtiger erster<br />
Schritt. Dabei sind allerdings einige<br />
Hürden zu nehmen, zum einen<br />
bei der Hardware-Auswahl, zum<br />
anderen beim Change Management<br />
für Mitarbeiter:innen. Doch<br />
die automatisierte Erfassung einzelner<br />
Prozesspunkte möglichst in<br />
Echtzeit ist die wichtigste Voraussetzung,<br />
um zu mehr Prozesstransparenz<br />
und einer besseren Vorhersagequalität<br />
zu gelangen.<br />
Vom Papier<br />
zu geschlossenen Loops<br />
Besonders wichtig sind dabei<br />
leicht und intuitiv zu bedienende<br />
Systeme, die keine lange Einarbeitung<br />
erfordern: Die Logistikbranche<br />
hat traditionell mit einer<br />
hohen Fluktuation unter den Mitarbeitenden<br />
zu kämpfen. Gerade<br />
während der Corona-Krise fallen<br />
Mitarbeiter:innen noch häufiger<br />
aus; oft wird ohnehin am Minimum<br />
operiert. Umso flexibler<br />
muss ein Prozess durch Optimierung<br />
werden, damit auch mit weniger<br />
Personal die Arbeitsabläufe<br />
reibungslos umverteilt werden<br />
können. Die Basis für moderne<br />
Logistikkonzepte, die auf IoT und<br />
Data Analytics setzen, ist eine<br />
Technologieplattform, die flexibel<br />
auch neue und kommende Anforderungen<br />
abdecken kann. In der<br />
Praxis sind allerdings vielfach<br />
noch Lösungen anzutreffen, die<br />
entweder am Ende ihres Lebenszyklus<br />
stehen oder nicht nachhaltig<br />
ausgerichtet sind. Manuelle Baustellen<br />
mit Zettelwirtschaft und<br />
aufwendige, lange Suche gehören<br />
dabei zum Alltag. Oft fehlt die<br />
tagesaktuelle Bestandsübersicht,<br />
von Echtzeittransparenz ganz zu<br />
schweigen.<br />
Tagesaktuelle<br />
Übersicht ist wichtig<br />
Diese wird jedoch immer wichtiger,<br />
denn in den letzten Jahren<br />
hat sich vieles verändert: In der<br />
Regel gibt es heute deutlich mehr<br />
Prozessbeteiligte. Anders als früher<br />
üblich, beliefert nicht mehr<br />
ein zentraler Lieferant das Lager,<br />
stattdessen erfolgt die Anlieferung<br />
durch diverse Partner für unterschiedliche<br />
Waren.<br />
Kommissionierung optimieren<br />
Bei der Kommissionierung setzen<br />
viele Unternehmen nach wie<br />
vor auf veraltete und nicht digitalisierte<br />
Prozesse, welche keine<br />
Transparenz bieten und eine hohe<br />
Fehleranfälligkeit mit sich bringen.<br />
Eine beliebte Variante ist weiterhin<br />
die ausgedruckte Kommissionierliste,<br />
die als Arbeitsanweisung für<br />
die Lagerangestellten dient. Erst<br />
nach vollständiger Abarbeitung<br />
werden die getätigten Entnahmen<br />
manuell im System nachgepflegt.<br />
Als Resultat existiert in dieser<br />
Zeitspanne weder eine Transparenz<br />
über den Arbeitsfortschritt<br />
noch über die aktuelle Bestandssituation.<br />
Mobile Endgeräte<br />
Abhilfe schaffen mobile Endgeräte<br />
wie z. B. Scanner oder Datenbrillen,<br />
welche in Echtzeit mit dem<br />
System kommunizieren und somit<br />
eine Datenfortschreibung gewährleisten.<br />
Darüber hinaus können<br />
Verifikationsprüfungen stattfinden,<br />
um die Fehleranfälligkeit zu<br />
minimieren. Allerdings bestehen<br />
mit einem intelligenten Lagerverwaltungssystem<br />
noch viel größere<br />
Optimierungspotenziale. So kann<br />
mithilfe von Algorithmen eine<br />
Berechnung der nahezu optimalen<br />
Auftragsbündelung inkl. Wegoptimierung<br />
und Verpackungsplanung<br />
auf Basis von mehrdimensionalen<br />
Entscheidungsgrundlagen erfolgen.<br />
Datenvernetzung ist wichtig<br />
für Effizienz und<br />
Rückverfolgbarkeit<br />
Eine Lagerverwaltungsplattform,<br />
die auf KI setzt, lebt allerdings<br />
auch davon, das Know-how der<br />
Mitarbeitenden ins System einzubeziehen,<br />
um flexibel reagieren<br />
zu können: Die Lagerexpert:innen<br />
wissen schließlich oft am besten,<br />
wo was steht und welche Sonderbehandlung<br />
jeder Kunde erwartet.<br />
Das System entscheidet unter anderem<br />
auf Basis dieser Kriterien,<br />
wie die Arbeit verteilt wird, und<br />
muss entsprechend mit Wissen gefüttert<br />
werden. Stammdatenqualität<br />
ist deshalb einer der ultimativen<br />
Treiber für gelungene Digitalisierungsprojekte.<br />
Dazu zählen unterschiedlichste<br />
Infos, beispielsweise<br />
welcher Lieferant sich häufig verspätet<br />
oder am falschen Tor steht,<br />
wie Packstücke angeliefert werden<br />
oder wie groß die Gebindeeinheiten<br />
sind.<br />
Tracking von Bestellungen<br />
Die Frage, wie die Lagerwirtschaft<br />
mit angrenzenden Prozessen<br />
vernetzt ist, wird auch in einem anderen<br />
Punkt immer wichtiger. Die<br />
unterbrechungsfreie Rückverfolgbarkeit<br />
von Gütern und Paletten<br />
steht für viele Unternehmen mittlerweile<br />
weit oben auf der Agenda.<br />
Dazu tragen nicht zuletzt zunehmende<br />
gesetzliche Vorgaben und<br />
Regularien bei. Das Tracking einer<br />
Bestellung wird deshalb immer<br />
häufiger als Funktion von Kunden<br />
nachgefragt.<br />
18 03/<strong>24</strong>
Autor: Matthias Kraus, Consulting Director<br />
SAP EWM bei der leogistics GmbH/<br />
www.leogistics.com<br />
Die Anforderungen an<br />
das Lagermanagement steigen<br />
Immer regelmäßiger fordern<br />
Kunden auch zusätzliche Parameter<br />
beim Tracking der Waren ein.<br />
So will vielleicht ein Lackhersteller<br />
entlang der gesamten Lagerund<br />
Transportkette die Temperatur<br />
nachweisen, um die Qualität zu<br />
garantieren. Dafür sind Sensorik<br />
und IoT-Connectivity nötig. Ähnliches<br />
gilt bei der Erfassung von<br />
Chargenwerten, die auf einer integrierten<br />
Plattform dann im Chargenstammsatz<br />
automatisch an das<br />
Qualitätsmanagement weitergeleitet<br />
werden.<br />
Sonderprozesse<br />
Die Anforderungen steigen auch<br />
dort, wo mit neuen, wertschöpfenden<br />
Services oder Sonderprozessen<br />
im Lager den vor- oder<br />
nachgelagerten Prozessen Arbeit<br />
abgenommen werden soll. Dazu<br />
können Vormontagen gehören,<br />
Reinigungsarbeiten oder beispielsweise<br />
die Vorbehandlung<br />
von Stahlrohren mit Korrosionsschutzmittel.<br />
Logistische Zusatzleistungen,<br />
Just-in-Time-Anforderungen<br />
und eine stärkere Individualisierung<br />
je nach Vorgaben der<br />
Kunden werden immer wichtiger<br />
und erfolgsentscheidender. Das<br />
Lager wird insgesamt stärker als<br />
Teil der Supply Chain wahrgenommen.<br />
Kann ein Partner im digitalen<br />
Informationsfluss nicht mit den<br />
passenden Echtzeitinformationen<br />
mithalten, entstehen Brüche in der<br />
Kette. Für KMU`s kann das zum<br />
Problem werden, etwa wenn sich<br />
genügend andere Wettbewerber<br />
nahtloser in die digitale Supply<br />
Chain einfügen. Daher lohnt es<br />
sich, die digitale Transformation<br />
auch im Lager anzugehen.<br />
03/<strong>24</strong><br />
19
AUTOMATISIERUNG<br />
VSL investiert weiter<br />
Der österreichische Spezialist für kundenspezifische Transport- und Versandverpackungen,<br />
für alles, das sicher von A nach B kommen soll, hat wieder in<br />
die Automatisierung und Nachhaltigkeit des Produktionsbetriebes investiert.<br />
„Damit unsere konstruktiven Lösungen mit passgenauem Inlay und die auf die<br />
Produkte unserer Kunden abgestimmten Kartonverpackungen oder Holzkisten<br />
noch effizienter produziert werden können ist Automatisierung unabkömmlich.“<br />
erklärt Geschäftsführer Michael Lorenz.<br />
Der neue Plotter, in den<br />
VSL investiert hat arbeitet<br />
bis zu fünfmal schneller<br />
als bisherige Schneidetische und<br />
ist damit ein wichtiges Werkzeug<br />
zur Steigerung der Produkteffizienz.<br />
Mit zwei Köpfen zum Schneiden<br />
und Rillen sorgt der Plotter für<br />
Präzision und Vielseitigkeit bei einer<br />
Vielzahl von Materialien. Die<br />
vollautomatische Maschine verfügt<br />
über ein automatisches Ladeund<br />
Entladesystem und kann ohne<br />
Einsatz von Bedienerpersonal<br />
betrieben werden. Damit können<br />
Aufträge selbst in der Nacht ohne<br />
Personal produziert werden.<br />
Holzverarbeitung<br />
Seit einigen Jahren produziert das<br />
Unternehmen auch ÖBB Aufsatzrahmen.<br />
Damit die Produktion für<br />
diese ÖBB Rahmen, die bei vielen<br />
Kunden als Tauschgebinde im Einsatz<br />
sind, noch effizienter passiert,<br />
wurde in einen weiteren Roboter<br />
im Unternehmen investiert. Automatisierte<br />
Fertigung garantiert<br />
eine noch raschere und genauere<br />
Produktion als bisher. „Wie all unsere<br />
Verpackungen werden unsere<br />
Holzverpackungen bei uns gefertigt<br />
und sind dadurch flexibel an die<br />
Kundenanforderungen anpassbar.<br />
Sie sind außen mit Firmenbranding<br />
oder Werbebotschaften bedruckbar.<br />
Wir arbeiten mit unseren Kunden<br />
bei der Entwicklung ihrer individuellen<br />
Paletten und Kisten (Größe,<br />
Der neue Plotter<br />
Aufbau, Struktur) eng zusammen.<br />
Unser Ziel ist es, jeweils eine optimale<br />
individualisierte Lösung zum<br />
besten Preis-/Leistungsverhältnis<br />
zu liefern. Dabei hilft uns die Automatisierung“<br />
erklärt Geschäftsführer<br />
Michael Lorenz.<br />
Recycling<br />
Auch seit längerer Zeit besitzt<br />
VSL eine Recyclingmaschine für<br />
eigene Produktionsabfälle. Damit<br />
produziert VSL neues Material,<br />
das wieder verwendet werden<br />
kann. Bei der Extrusion von neuen<br />
Schäumen, wird dieses Material regranuliert<br />
und beigemengt. Anstatt<br />
wie bisher, wird kein Material entsorgt,<br />
sondern zu 100 % der neuen<br />
Extrusion im Lieferwerk wieder<br />
zugeführt. Dank der guten Entwicklung<br />
in diesem Bereich wurde<br />
aktuell eine zusätzliche Anlage mit<br />
mehr Kapazität in Betrieb genommen.<br />
Auch die eigene PV Anlage<br />
am Dach des neuen Firmengebäudes<br />
trägt zu einer Reduktion des<br />
ökologischen Fußabdruckes bei.<br />
Mit den aktuellen Investitionen ist<br />
das Unternehmen genau am Zug<br />
der Zeit - alle reden von Automatisierung<br />
und Nachhaltigkeit, wir<br />
investieren in diesen Bereichen.“<br />
so der Geschäftsführer. Mehrwegund<br />
Umlaufverpackungslösungen<br />
können im Herbst auch die Besucher<br />
der FachPack in Nürnberg bestaunen.<br />
Mehr unter: www.vsl.at<br />
FastRecycle:<br />
oben: Output<br />
links:<br />
automatische<br />
Zufuhr<br />
Neuer Roboter in der Holzverarbeitung.<br />
20<br />
03/<strong>24</strong>
DRUPA<br />
Partnerprojekte am touchpoint packaging<br />
Ein besonderes Highlight der drupa 20<strong>24</strong> war der touchpoint packaging (tpp).<br />
Dieses speziell kuratierte Forum bietet eine einzigartige Plattform, die sich<br />
Trends und Technologien im Verpackungsdruck widmet. Besucher konnten<br />
sich auf inspirierende Vorträge, Live-Demonstrationen und interaktive Workshops<br />
freuen, die darauf ausgerichtet sind, kreative und technologische Grenzen<br />
zu sprengen.<br />
Der tpp diente als zentraler<br />
Treffpunkt für alle, die<br />
sich mit innovativen Verpackungslösungen<br />
und deren Auswirkungen<br />
auf die Umwelt und<br />
die Gesellschaft auseinandersetzen<br />
möchten. LEONHARD KURZ,<br />
Platinum Partner der drupa und offizieller<br />
Partner des touchpoint packaging,<br />
widmete sich am Stand des<br />
Touchpoints B31 in Halle 3 einigen<br />
der Kernthemen „Neo-Ecology“,<br />
„Consumers‘ mind“, „Connectivity“,<br />
„Glocalization“ und „Future Regulations“.<br />
KURZ präsentierte sich mit<br />
diversen Partnerprojekten, innovativen<br />
Designideen und spannenden<br />
Talks.<br />
Neo-Ecology:<br />
Zum Thema „Neo-Ökologie“<br />
stellte KURZ ein Projekt mit der<br />
Heidelberger Druckmaschinen vor,<br />
bei dem die Kalttransfer-Technologie<br />
von HEIDELBERG und KURZ<br />
für die Inline-Veredelung von Verpackungen<br />
eingesetzt wird. Diese<br />
ressourcenschonende Technologie<br />
bietet ökologische und wirtschaftliche<br />
Vorteile, indem sie Material<br />
und Energie spart und gleichzeitig<br />
vielfältige Designmöglichkeiten für<br />
Verpackungen bietet. Das Projekt<br />
umfasst auch ein Recyclingprogramm<br />
für die verwendeten Trägermaterialien,<br />
was zu einer nachhaltigen<br />
Produktion führt.<br />
„Magical Shapes“-Boxen<br />
Die am Stand ausgestellten „Magical<br />
Shapes“-Boxen wurden inline<br />
auf einer Speedmaster XL 106<br />
v Druckmaschine von HEIDEL-<br />
BERG mit KURZ KPS slim 2.0<br />
(patent pending) veredelt, das auf<br />
einem 50 % dünneren Träger (6 μm<br />
statt 12 μm) hergestellt wird. Während<br />
des Prozesses wird der Träger<br />
abgezogen und kann dank KURZ<br />
RECOSYS® in der KURZ-eigenen<br />
Recyclinganlage aufbereitet werden,<br />
sodass der wertvolle Rohstoff rPET<br />
in den Kreislauf zurückgeführt wird.<br />
Das veredelte Endprodukt ist eine<br />
ansprechend gestaltete, wirtschaftlich<br />
und nachhaltig produzierte<br />
Verpackung, die Konsumenten am<br />
Point of Sale anzieht.<br />
Connectivity: Design, digitale<br />
Veredelung und Sicherheit<br />
Im Rahmen des Themas „Connectivity“<br />
stellt der Fürther Veredelungsexpertee<br />
ein Kooperationsprojekt<br />
mit HP Indigo und der<br />
KURZ-Tochterfirma SCRIBOS vor,<br />
bei dem eine funktional gestaltete<br />
und digital veredelte Honigverpackung<br />
mit Sicherheitsaspekten vom<br />
KURZ Design Management Team<br />
entwickelt wurde. Die Designerin<br />
Julia König stellt mit diesem Verpackungssystem<br />
dar, dass dieses nicht<br />
nur den Markenumsatz steigern,<br />
sondern auch Ressourcen sparen<br />
und die Authentizität der Produkte<br />
durch spezielle Sicherheitsfeatures<br />
wie den kopiergeschützten<br />
QR-Code SCRIBOS ValiGate®<br />
sicherstellen soll. Die Technologie<br />
ermöglicht es, durch Scannen des<br />
Etiketts mit einem Smartphone umfangreiche<br />
Informationen über Produkteigenschaften,<br />
Nachhaltigkeit,<br />
Inhaltsstoffe und mehr zu erhalten,<br />
was den Verbraucher zusätzlich anspricht<br />
und aufklärt.<br />
Veredelungen<br />
Die effizienten Druck- und Digitalveredelungsmaschinen<br />
HP Indigo<br />
6800 / 35K, KURZ DM-JETLINER<br />
und DM-MAXLINER 3D kommen<br />
zum Einsatz, um einen kopiergeschützten<br />
QR-Code ValiGate® mit<br />
einem 2-Faktor-Authentifizierungsverfahren<br />
zu verknüpfen, sodass<br />
Verbraucher den Code scannen und<br />
eine Rückmeldung über die Echtheit<br />
des Produkts erhalten können.<br />
Auf dem Smartphone wird dabei eine<br />
einzigartige und variable Bienenverteilung<br />
auf dem Etikett sichtbar.<br />
Durch den Vergleich von Position,<br />
Ausrichtung und Format der angezeigten<br />
Bienen mit der Verteilung<br />
auf der Verpackung lässt sich die<br />
Echtheit des Produkts überprüfen.<br />
Dieser interaktive Ansatz erhöht<br />
die Sicherheit durch einen „Slot<br />
Machine“-ähnlichen Prozess, der<br />
Digitaldruck, digitale Veredelung,<br />
Sicherheit (Merkmale), Track-&-<br />
Trace-Funktionen und Verbraucherinteraktion<br />
kombiniert. Der DM-<br />
MAXLINER 3D eröffnet eine Vielzahl<br />
von Veredelungsmöglichkeiten<br />
bei höchster Betriebsgeschwindigkeit<br />
in einem Durchgang, und die<br />
HP Indigo 6800 / 35K erzeugt variable<br />
Drucke, die KURZ wiederum<br />
mit verschiedenen Veredelungen<br />
kombinier.<br />
Consumer’s mind: Neuer<br />
Individualismus, Gesundheit<br />
und Sicherheit<br />
Im Rahmen des Themas<br />
„Consumer’s mind“ stellte KURZ<br />
das Projekt boxes Nr. 3 vor, welches<br />
als kreatives Werkzeug dient, um<br />
aktuelle gesellschaftliche, kulturelle<br />
und designtechnische Trends<br />
zu veranschaulichen. boxes Nr. 3<br />
besteht aus einer zeitlosen, vielseitigen<br />
und wiederverwendbaren Außenhülle,<br />
die vier Schachteln mit<br />
radikal unterschiedlichen Designs<br />
enthält, welche wiederum auf den<br />
neuesten Entwicklungen im Bereich<br />
der Veredelung basieren. Das<br />
bereits mehrfach ausgezeichnete<br />
Projekt dient als kreatives und inspirierendes<br />
Werkzeug, um neue Tendenzen<br />
in der Gesellschaft und im<br />
Design auf Verpackungen zu übertragen.<br />
Es zeigt auf, wie Design der<br />
Ausgangspunkt für Produktentwicklung<br />
und neue Farben sein kann.<br />
Mehr auch unter:<br />
www.kurz-world.com<br />
Projekte am<br />
touchpoint packaging<br />
Fotos: Kurz<br />
03/<strong>24</strong><br />
21
AUSZEICHNUNG<br />
Marzek Etiketten+Packaging siegt erneut<br />
Wie bereits in den Vorjahren konnte Marzek Etiketten+Packaging auch bei den<br />
diesjährigen renommierten FINAT-International-Label-Awards erfolgreich reüssieren<br />
und dieses Mal sogar den Gruppensieg „Marketing/End-uses“ über alle<br />
Kategorien und den Sieg in der Kategorie A2 „Marketing/End-uses: Beers and<br />
Spirits“ sowie fünf „Highly commended“- Auszeichnungen für sich verbuchen.<br />
FINAT, der internationale Verband<br />
der Etikettenindustrie,<br />
kürt alljährlich herausragende<br />
Leistungen bei der Produktion<br />
von selbstklebenden Etiketten<br />
sowie flexiblen Verpackungen und<br />
unterstreicht damit ihre Bedeutung<br />
für Marketing und Werbung. Marzek<br />
Etiketten+Packaging konnte seine<br />
FINAT-Erfolgsserie auch heuer fortsetzen<br />
und den Gruppensieg, einen<br />
Kategoriesieg sowie fünf „Highly<br />
Commended“-Auszeichnungen für<br />
sich verbuchen.<br />
Kategoriesieg<br />
Das Projekt YUZUCELLO gewann<br />
in der Gruppe „Marketing/<br />
End-uses“ über alle Kategorien.<br />
„Wir freuen uns, dass wir die Jury<br />
mit unserer hochwertigen Produktion<br />
überzeugen konnten, bei der mit<br />
einer goldenen Heißfolienprägung<br />
in Kombination mit ganz feinen<br />
sowie auch intensiven Elementen<br />
die Qualität des Produkts perfekt<br />
herausgearbeitet werden konnte“,<br />
so Dr. Johannes Michael Wareka,<br />
CEO und 4. Generation des traditionsreichen<br />
Familienbetriebs, der bei<br />
einer festlichen Gala in Athen den<br />
Preis entgegennahm.<br />
Noble Schlichtheit<br />
Die noble Schlichtheit des ein-<br />
Das Projekt YUZUCELLO gewann in der Gruppe<br />
„Marketing/End-uses“ über alle Kategorien.<br />
farbig in Schwarz gedruckten und<br />
mit feinster Goldfolienprägung auf<br />
hochwertigem Perlmuttsubstrat<br />
produzierten YUZUCELLO Etiketts<br />
hatte die Juroren überzeugt. In<br />
der Begründung der Jury heißt es:<br />
„Für dieses Etikett wurde silbernes,<br />
perlglänzendes Trägermaterial mit<br />
glatter Oberfläche gewählt, um das<br />
in Goldfolie geprägte Bild auf subtile<br />
und doch intensive Weise in den<br />
Vordergrund zu rücken und so die<br />
Qualität des Produkts zu betonen.<br />
Die erhabenen Abbildungen der<br />
Zahl 30 und der asiatischen Dame<br />
fungieren als Eyecatcher.“<br />
Die Projekte für Weingut Paul<br />
Achs GmbH, Copperstone OG, Rick<br />
Spirit GmbH, Weingut Schmidt<br />
GmbH und Wetschka Leopold<br />
Weingut Agerlhof erhielten eine<br />
„Highly Commended“-Auszeichnung.<br />
Ausgefeilte Veredelungen<br />
Allen Projekten gemeinsam ist der<br />
Einsatz ausgefeilter Veredelungen<br />
auf dem neuesten Stand der Technologie,<br />
die den Etiketten eine einzigartige<br />
Eleganz und Exklusivität<br />
verleihen. Darüber hinaus bringen<br />
sorgsam ausgewählte Bedruckstoffe<br />
das jeweilige Design perfekt<br />
zur Geltung und sorgen für ein einmaliges<br />
haptisches Erlebnis. Bei<br />
dem Projekt für die Copperstone<br />
OG wurde eine besonders interessante<br />
Technik realisiert: Für diese<br />
außergewöhnlichen und aufwendig<br />
produzierten Etiketten wurden zwei<br />
unterschiedliche Papierschichten<br />
aufeinander kaschiert. Die Vorderseite<br />
wurde auf Naturpapier mit<br />
prägnanten Folienprägungen in<br />
Gold, Blau, Rot und Anthrazit gedruckt.<br />
Für die Rückseite wurde ein<br />
transparentes Material gewählt. Die<br />
Motive, die durch den Flascheninhalt<br />
hindurchscheinen, lösen einen<br />
faszinierenden 3D-Effekt aus.<br />
Fazit<br />
„Wir freuen uns sehr über die<br />
neuerliche Prämierung bei den<br />
FINAT-International-Label-Awards.<br />
Auszeichnungen dieser Art zeigen<br />
eindrucksvoll, dass wir über all die<br />
Jahre hinweg verkaufsfördernde<br />
Etiketten produzieren, die höchsten<br />
Erwartungen gerecht werden und<br />
auch internationale Standards erfüllen”,<br />
kommentiert Dr. Johannes<br />
Michael Wareka die jüngsten internationalen<br />
Erfolge aus dem Haus<br />
Marzek.<br />
Mehr unter: www.marzek.at<br />
Die fünf<br />
Projekte mit<br />
„Highly<br />
commended“<br />
Auszeichnungen.<br />
Fotos:<br />
Marzek Etiketten+Packaging<br />
22<br />
03/<strong>24</strong>
Optimieren wir gemeinsam Ihre Verpackungen!<br />
Unter dem Motto „Redefining Packaging for a Changing World“ gehen wir bei<br />
DS Smith weit über herkömmliche Verpackungslösungen hinaus. Unser Team<br />
steht Ihnen von der Konzeption bis zur Umsetzung zur Seite, um wegweisende<br />
Verpackungen aus Wellpappe für verschiedene Branchen wie z.B. Einzelhandel,<br />
FMCG, Industrie, Automotive und E-Commerce zu entwickeln.<br />
Im PackRight Centre bringen<br />
wir Inspirationen direkt vom<br />
Zeichenbrett in die Produktion,<br />
indem wir die Ärmel hochkrempeln<br />
und innovative Ideen<br />
Wirklichkeit werden lassen. Gemeinsam<br />
mit Ihnen finden wir die<br />
richtigen Verpackungslösungen,<br />
mit denen Sie Ihre Ziele erreichen.<br />
Unsere erfahrenen Designer<br />
erarbeiten in einem strukturierten,<br />
vierstufigen Prozess maßgeschneiderte<br />
Konzepte, die exakt auf Ihre<br />
individuellen Anforderungen zugeschnitten<br />
sind. Doch bevor wir<br />
loslegen, hören wir Ihnen genau<br />
zu: Ihre Ziele, Anforderungen und<br />
Erfolgskriterien stehen im Mittelpunkt.<br />
Ob Umsatzsteigerung, Kostensenkung,<br />
Risikomanagement<br />
oder Förderung der Kreislaufwirtschaft<br />
- wir kreieren, testen und<br />
produzieren Verpackungen, die<br />
nicht nur recyclingfähig sind, sondern<br />
auch die Effizienz Ihrer gesamten<br />
Lieferkette steigern. Unsere<br />
bewährte PackRight-Methodik<br />
begleitet Sie durch den gesamten<br />
Prozess, von der Datenerhebung<br />
bis zur Umsetzung.<br />
Modernste Technologien<br />
Wir setzen modernste Technologien<br />
ein und berücksichtigen die<br />
branchenweit einzigartigen Circular<br />
Design Metrics, um sicherzustellen,<br />
dass Ihre Verpackung nicht<br />
nur funktional und kosteneffizient<br />
ist, sondern auch höchste Nachhaltigkeitsstandards<br />
erfüllt und dem<br />
Verbraucher ein optimales Produktbzw.<br />
Auspackerlebnis bietet. Unsere<br />
zahlreichen Services umfassen<br />
u.a. Druck- und Grafikdesign, 3D-<br />
Visualisierung im Verkaufsraum,<br />
logistische Bewertung, statische<br />
und dynamische Festigkeitsberechnungen,<br />
Lebensmittelsicherheitscheck,<br />
kreative Ideenentwicklung,<br />
Bewertung der Wirkung im<br />
Verkaufsraum, PackRight-Prüfung<br />
und umfassende Expertise, wenn<br />
es um eine effiziente Verpackungslinie<br />
geht.<br />
Sichern Sie sich Ihren kostenlosen<br />
PackRight-Workshop<br />
Im PackRight Centre haben Sie<br />
und Ihr Unternehmen die Möglichkeit,<br />
an interaktiven Workshops<br />
teilzunehmen. Sie werden von<br />
einem engagierten Expertenteam<br />
unterstützt. Dabei können Sie spezifische<br />
Optimierungsbereiche und<br />
Erfolgskriterien festlegen und zusammen<br />
mit uns die passende Verpackung<br />
entwickeln. Kontaktieren<br />
Sie uns und buchen Sie noch heute<br />
Ihren kostenlosen PackRight Workshop<br />
bei DS Smith.<br />
Lassen Sie uns Ihre Verpackung<br />
zur Erfolgsgeschichte machen!<br />
03/<strong>24</strong><br />
23
LEBENSMITTEL- UND GETRÄNKEINDUSTRIE<br />
Homogenisator<br />
mit geringerem Kohlenstoffausstoß<br />
Tetra Pak erweitert sein Homogenisatoren-Portfolio und weitet damit sein<br />
Angebot im Bereich der nachhaltigen Produktion von Lebensmitteln und<br />
Getränken aus. Der neue Tetra Pak Homogenisator besteht aus Outokumpu<br />
Circle Green® 1 -Edelstahl: Dieses Material weist im Vergleich zum weltweiten<br />
Branchendurchschnitt einen um bis zu 93 Prozent geringeren Kohlenstoff-Fußabdruck<br />
auf. 2<br />
Rund sieben Prozent der<br />
weltweiten Kohlendioxidemissionen<br />
werden von der<br />
globalen Stahlindustrie verursacht. 3<br />
Neuentwicklungen im Bereich Edelstahl<br />
tragen dazu bei, weniger Treibhausgase<br />
auszustoßen. Speziell für<br />
die Lebensmittel- und Getränkeindustrie<br />
ist dies eine wichtige Neuerung,<br />
da in allen Produktkategorien<br />
die Homogenisierung ein Teil des<br />
Produktionsprozesses ist. Ab Juni<br />
20<strong>24</strong> wird das Material als Option<br />
für alle Modelle der Homogenisatorenreihe<br />
von Tetra Pak in Europa<br />
erhältlich sein, bevor es im Laufe<br />
des Jahres weltweit eingeführt wird.<br />
Schritt Richtung<br />
Net-Zero-Emissionen<br />
Dank dem neuen Tetra Pak-Homogenisator<br />
mit Circle Green-Edelstahl<br />
können Unternehmen einen<br />
großen Schritt Richtung Net-Zero-<br />
Emissionen gehen: Homogenisatoren<br />
mit nachhaltiger Edelstahlhaube<br />
können die CO 2 -Emissionen<br />
je nach Modell um 160kg bis zu<br />
1.370kg pro Maschine 4 reduzieren.<br />
Gleichzeitig punktet das Gerät mit<br />
den gleichen Vorteilen wie andere<br />
Tetra Pak Homogenisatoren hinsichtlich<br />
Langlebigkeit, Zuverlässigkeit<br />
und einfacher Bedienung.<br />
Strategische Zusammenarbeit<br />
Tetra Pak und Outokumpu, der<br />
weltweit führende Hersteller von<br />
Fotos: © Tetra Pak<br />
Mitarbeiter vor dem neuen Homogenisator<br />
nachhaltigem Edelstahl, planen,<br />
ihre strategische Zusammenarbeit<br />
im Rahmen einer Partnerschaft<br />
fortzusetzen. So erforschen die<br />
beiden Unternehmen weitere Anwendungsmöglichkeiten<br />
von Circle<br />
Green-Edelstahl für das gesamte<br />
Tetra Pak-Portfolio. Ziel der Zusammenarbeit<br />
ist, Lebensmittelund<br />
Getränkehersteller beim Erreichen<br />
ihrer Nachhaltigkeitsziele zu<br />
unterstützen und damit auch auf regulatorische<br />
Initiativen wie den europäischen<br />
Green Deal zu reagieren.<br />
Cleaning in Place<br />
Diese Produktneuheit ist der<br />
jüngste Schritt auf dem Weg zu Tetra<br />
Paks eigenen Net Zero-Zielen.<br />
Dabei berücksichtigt das Unternehmen<br />
Emissionen im gesamten Produktionsprozess<br />
– von der Herstellung<br />
der Anlagen über Maßnahmen<br />
zur Energie- und Wassereinsparung<br />
bis hin zur ortsgebundenen Reinigung<br />
(Cleaning in Place) in der<br />
Fabrik. Die neuen Homogenisator-<br />
Modelle sind Teil des Bestrebens,<br />
Emissionen in allen Bereichen des<br />
Unternehmens zu senken.<br />
Unternehmensphilosophie<br />
Fiona Liebehenz, Vice President<br />
of Key Components Plant Solutions<br />
and Channel Management,<br />
Tetra Pak, kommentiert: „Innovation<br />
ist das Herzstück unserer Unternehmensphilosophie,<br />
und sie steht<br />
im Zentrum unseres Nachhaltigkeitsansatzes.<br />
Die Aufnahme von<br />
Circle Green in unser Produktportfolio<br />
ist ein wichtiger Schritt, um<br />
die neuesten Innovationen zu nutzen.<br />
Wir wollen unsere eigenen vorgelagerten<br />
Emissionen verbessern<br />
und gleichzeitig dazu beitragen, die<br />
Emissionen an den Kundenstandorten<br />
zu reduzieren. Gemeinsam<br />
werden wir so unseren Fortschritt<br />
in Richtung Netto-Null-Emissionen<br />
bis 2050 vorantreiben.“5<br />
Ökologischer Wandel<br />
Niklas Wass, Executive Vice President<br />
für Stainless Europe, Outokumpu,<br />
kommentiert: „Emissionsarmer<br />
Edelstahl steht im Fokus der<br />
weltweiten Nachhaltigkeitsbestreben.<br />
Er spielt eine wichtige Rolle<br />
bei der Beschleunigung des ökologischen<br />
Wandels, und die Lebensmittel-<br />
und Getränkeindustrie ist<br />
ein gutes Beispiel dafür, dass emissionsarmer<br />
Stahl einen erheblichen<br />
Einfluss haben kann. Wir sind stolz<br />
darauf, mit Tetra Pak bei dieser<br />
transformativen Initiative zusammenzuarbeiten<br />
und freuen uns darauf,<br />
nachhaltige Lösungen zu entwickeln,<br />
die die Dekarbonisierung<br />
der gesamten Wertschöpfungskette<br />
erleichtern. Die Zusammenarbeit<br />
mit beiden Unternehmen ist eine<br />
konkrete Maßnahme zur Reduzierung<br />
der Emissionen in der Produktion.“<br />
Mehr unter: www.tetrapak.com<br />
Außenansichten des neuen Tetra Pak Homogenisators<br />
<strong>24</strong> 03/<strong>24</strong><br />
1 https://www.outokumpu.com/en/expertise/2023/your-questions-about-circle-green-answered<br />
2 Globale durchschnittliche CO 2 -Emissionen (2023): 7 kg CO 2 e pro kg Edelstahls (Berechnung von Outokumpu auf der Grundlage von Daten von CRU, worldstainless und Kobolde & Partners AB).<br />
Outokumpu Circle Green CO 2 -Emissionen: bis zu 0,5 kg CO 2 e pro kg Edelstahl<br />
3 https://www.iea.org/reports/iron-and-steel-technology-roadmap<br />
4 Berechnung von Outokumpu basierend auf Daten von CRU und Worldstainless: Europäischer Durchschnitt 2,8t/tco2; Circle Green 0,57t/tco2.<br />
5 https://www.tetrapak.com/de/sustainability/focus-areas/climate-and-decarbonisation
MESSE<br />
Autonome Hebetechnik im Trend<br />
Auch in Österreich sind vollautomatische Hebehilfen angekommen. HtW<br />
zeigte diese gefragten Heber aus dem Hause Cobot Lift während der intertool.<br />
Den Cobot Lift gibt es als stationäre Hebehilfe sowie als mobile Variante, falls<br />
der Arbeitsbereich sich öfter ändert oder man mehrere Bereiche mit einem Lift<br />
abdecken möchte.<br />
Cobot Lift Lösungen werden<br />
in den verschiedensten Produktionen<br />
eingesetzt. Vor<br />
allem der Lebensmittelhandel und<br />
die Logistikbranche profitieren<br />
stark vom Einsatz automatisierter<br />
Hebehilfen. Die vollständig ausgestatteten<br />
und leicht zu benutzenden<br />
Heberoboter sind so konstruiert,<br />
dass sie jede Ware und jedes Material<br />
bis zu 45 kg Eigengewicht problemlos<br />
fassen und heben können.<br />
Mobile Schlepper<br />
Neben den bereits erwähnten autonomen<br />
Hebern zeigte HtW auch<br />
mobile E-Schlepper der Marke Movexx.<br />
„Uns zeichnet aus, dass wir<br />
nicht nur ein Produkt bieten, sondern<br />
uns den gesamten Hebeprozess<br />
widmen und dadurch eine optimale<br />
Lösung für den Kunden zusammenstellen<br />
können. Daher bieten<br />
wir auch saubere Lösungen für<br />
das Palettenhandling und Ziehhilfen<br />
mit leistungsstarkem Motor die<br />
branchenübergreifend eingesetzt<br />
werden können. Von Postpaketen<br />
Impressionen vom Messestand<br />
bis zu 6000 Kilogramm schweren<br />
Flugzeugen. Wir sorgen dafür,<br />
dass Lasten schneller, sicherer und<br />
einfacher bewegt werden können.<br />
Dank unserer Hebelösungen kann<br />
jede Bewegung von Lasten durch<br />
Personen ergonomisch durchdacht<br />
und effizient durchgeführt werden“<br />
– so Werner Winter, Geschäftsführer<br />
der Firma HtW. Auch wenn weniger<br />
Besucher auf der intertool waren<br />
als bei der letzten Veranstaltung<br />
zeigte sich HtW mit dem regen Interesse<br />
am Stand zufrieden.<br />
Mehr unter: www.h-t-w.at<br />
Displays, Filialdekorationen, Palettenummantelungen<br />
www.eclipse-print.com<br />
Kontakt<br />
01/<strong>24</strong><br />
25<br />
Bernhard Müller<br />
Geschäftsführer Eclipse GmbH<br />
mueller@eclipse-print.com
WELLPAPPE<br />
Wellpappe-Industrie zieht Bilanz<br />
Die wichtigste Transportverpackung Österreichs hieß 2023 Wellpappe. Das<br />
wird sich auch in Zukunft nicht ändern. Denn die Welt braucht umweltfreundliche<br />
Lösungen mehr denn je. Nachhaltige Verpackungen für Handel, Gewerbe<br />
und Industrie spielen eine immer wichtigere Rolle. Über zwei Drittel aller in<br />
Österreich hergestellten Waren werden in faserbasierter Wellpappe verpackt.<br />
Wellpappe ist ein zentraler<br />
Bestandteil unserer Lieferketten<br />
und das Mate-<br />
„<br />
rial ist perfekt darauf abgestimmt“,<br />
sagt Stephan Kaar, Sprecher des Forum<br />
Wellpappe Austria. Eine große<br />
Rolle spielt Wellpappe im B2B-<br />
Bereich. “„Optimal abgestimmte<br />
Wellpappe-Verpackungen wirken<br />
wie eine Reiseversicherung für unterschiedlichste<br />
Waren und Produkte.<br />
Wird Obst und Gemüse in Wellpappe<br />
verpackt, hält das Lebensmittel<br />
sogar bis zu drei Tage länger<br />
frisch“”, so Kaar.<br />
Lebensmittelwirtschaft<br />
Die mit Abstand wichtigsten Abnehmer<br />
der heimischen Wellpappe-<br />
Industrie waren 2023 die Lebensmittel-<br />
und Getränkewirtschaft mit<br />
knapp 46 Prozent, gefolgt von Maschinen,<br />
Möbel, Elektronik und Automotive<br />
mit 18 Prozent. Der Anteil<br />
von Versandverpackungen liegt bei<br />
rund zehn Prozent“, so der Branchen-Sprecher.<br />
Wirtschaftliche Entwicklung:<br />
Erholung erst zur Jahresmitte?<br />
Die heimische Wellpappe-Industrie<br />
blickt auf ein schwieriges Jahr<br />
zurück. 2023 war geprägt von hohem<br />
Kostendruck, geringer Konsumlaune,<br />
Zurückhaltung bei Investitionen<br />
und einer weiterhin hohen<br />
Inflation. „Überrascht hat, dass das<br />
traditionell stärkere vierte Quartal<br />
keine Entspannung gebracht hat“,<br />
berichtet Stephan Kaar.<br />
Fotos: ©com_unit/APA/L. Schedl<br />
Franz GRAFENDORFER (Forum Wellpappe Austria), Peter<br />
UMUNDUM (Vorstandsdirektor für Paket & Logistik, Österreichische<br />
Post AG), Stephan KAAR (Sprecher Forum Wellpappe Austria)<br />
Mengenabsatz<br />
Beim mengenmäßigen Absatz verzeichneten<br />
die im Forum Wellpappe<br />
Austria organisierten Unternehmen<br />
im Jahr 2023 mit 740 Millionen<br />
Quadratmeter gegenüber dem Vorjahr<br />
einen Rückgang von 11,2 Prozent.<br />
Beim Umsatz erzielten die heimischen<br />
Wellpappe-Unternehmen<br />
2023 ein Minus von 16,5 Prozent:<br />
gesamt waren es 548,7 Millionen<br />
Euro. „Da die Wellpappe-Industrie<br />
mit der Transportverpackung eng an<br />
die gesamtwirtschaftliche Entwicklung<br />
gekoppelt ist, überraschen diese<br />
Rückgänge nicht. Die Hoffnung<br />
liegt jetzt auf einer wirtschaftlichen<br />
Erholung ab dem dritten beziehungsweise<br />
vierten Quartal,“ sagt Forumssprecher<br />
Kaar. Für 20<strong>24</strong> rechnet die<br />
Branche mit einem leichten Plus von<br />
rund zwei Prozent.<br />
Kreislauf-Profi<br />
Verpackungen aus Wellpappe<br />
bestehen in Österreich im Schnitt<br />
bereits zu über 80 Prozent aus Recyclingmaterial,<br />
nur 20 Prozent aus<br />
Frischfaserpapier. Die Rohstoffe<br />
kommen aus Bruch- und Durchforstungsholz,<br />
das bei der Pflege<br />
nachhaltig bewirtschafteter Wälder<br />
anfällt. Ein Großteil des Materials<br />
verbleibt im Rohstoffkreislauf und<br />
kann bis zu 25 Mal zur erneuten<br />
Wellpappe-Herstellung verwendet<br />
werden. Für Konsument*innen und<br />
Unternehmen ist die einfache Entsorgung<br />
der Wellpappe-Verpackung<br />
ein großer Vorteil. Denn auch im<br />
Handel fällt Wellpappe als sortenreine<br />
Einstoffverpackung an und<br />
muss nicht aufwendig getrennt<br />
werden. Über 90 Prozent aller gebrauchten<br />
Wellpappe-Verpackungen<br />
werden dank des in Österreich bestens<br />
etablierten Sammel- und Recyclingsystems<br />
wieder als Rohstoff<br />
verwendet.<br />
Post Loop – wiederverwendbare<br />
Verpackungen als Regelservice<br />
Auch die Österreichische Post AG<br />
setzt auf nachhaltige Lösungen. Mit<br />
„Post Loop“ bietet sie einen Regelservice<br />
für Online-Händler*innen<br />
und wiederverwendbare Verpackungen<br />
aus Wellpappe und Holzfaser<br />
an. „Nachhaltigkeit ist uns ein<br />
ganz besonderes Anliegen und gehört<br />
schon lange zum Alltag der Post.<br />
Neben der CO2-neutralen Zustellung<br />
aller Sendungen in Österreich,<br />
der größten E-Flotte des Landes und<br />
einer grünen Bauweise der neuen<br />
Logistikstandorte, spielt angesichts<br />
des boomenden E-Commerce das<br />
Thema wiederverwendbare Verpackung<br />
eine große Rolle“, erklärt Peter<br />
Umundum, Vorstandsdirektor für<br />
Paket und Logistik, Österreichische<br />
Post AG. “„Wellpappe ist dabei ein<br />
ideales Verpackungsmaterial, um<br />
den Online-Handel noch nachhaltiger<br />
zu gestalten“.”<br />
Jobs und Ausbildung<br />
„Die österreichische Wellpappe-<br />
Industrie ist ein stabiler und attraktiver<br />
Arbeitgeber“, sagt Franz Grafendorfer<br />
vom Forum Wellpappe<br />
Austria. Die Unternehmen der Branche<br />
bieten zukunftsorientierte Ausbildungsmöglichkeiten<br />
und langfristige<br />
Perspektiven in großer Vielfalt,<br />
sowohl im technischen als auch im<br />
kaufmännischen Bereich. Die Anzahl<br />
der Unternehmen, Werke und<br />
Anlagen in Österreich ist in den<br />
letzten Jahren konstant geblieben.<br />
“„Trotz deutlich steigender Personalkosten<br />
setzen wir als Unternehmen<br />
alles daran, die Fachkräfte im<br />
Betrieb zu halten“”, so Grafendorfer.<br />
Die Zahl der Beschäftigten ist<br />
mit rund 1.600 Mitarbeiter*innen<br />
konstant geblieben. Jahr für Jahr<br />
bilden die heimischen Wellpappe-<br />
Unternehmen rund 60 Lehrlinge<br />
in 14 verschiedenen Lehrberufen<br />
aus, ein Drittel davon sind weiblich.<br />
Einmal im Jahr lädt das Forum<br />
Wellpappe Austria die Lehrlinge<br />
zu einem sportlichen Event – den<br />
Wellpappe Adventure Days – an<br />
den Faaker See ein. „Als besonderes<br />
Highlight haben wir in diesem<br />
Jahr Irene Fuhrmann, Österreichs<br />
Frauenfußball-Nationalteam-Chefin,<br />
eingeladen. Sie wird unsere Lehrlinge<br />
mit dem Teamspirit aus dem<br />
Fußball begeistern und mit ihnen<br />
auch ein Fußball-Training absolvieren,“<br />
so Grafendorfer.<br />
Best of Wellpappe<br />
Besonders innovative und kreative<br />
Verpackungen aus Wellpappe werden<br />
jährlich mit dem Wellpappe Austria<br />
Award ausgezeichnet. „Dieser<br />
Award jährt sich zum bereits zehnten<br />
Mal und zeigt die Leistungsfähigkeit<br />
der heimischen Wellpappe-Unternehmen,“<br />
sagt Franz Grafendorfer.<br />
„Besonders stolz sind wir auf unsere<br />
nationalen Gewinner, die heuer bei<br />
den WorldStar Packaging Awards<br />
auf internationaler Bühne sehr erfolgreich<br />
waren!“<br />
Mehr unter:<br />
www.wellpappe.at<br />
26 03/<strong>24</strong>
Kleinster Greifer,<br />
größtmögliche Sicherheit<br />
ACHEMA<br />
Um beim Etikettieren die Produktivität zu steigern und die Sicherheit zu erhöhen,<br />
kann Robotik eine herausragende Rolle spielen. Entscheidend ist jedoch<br />
dabei, dass gleichzeitig der „Fußabdruck“ des Gesamtsystems, also der Platzbedarf,<br />
gering bleibt. Wie das gelingt, zeigte Herma auf der ACHEMA<br />
Die dort präsentierte, speziell<br />
auf Pharmaanforderungen<br />
ausgelegte Robotik-Etikettierzelle<br />
211 HC RC ist praktisch<br />
genauso kompakt wie eine<br />
herkömmliche Etikettiermaschine.<br />
Auf weniger als drei Quadratmeter<br />
gelingt es damit, nicht-standsichere,<br />
unregelmäßig geformte Produkte<br />
zu etikettieren. Einzige Aufgabe<br />
des Bedieners im laufenden Betrieb:<br />
Produkte über ein intuitives<br />
Schubladensystem zuzuführen bzw.<br />
zu entnehmen. „Um die notwendigen<br />
Technologien auf engstem<br />
Raum zusammenzubringen, haben<br />
wir eng mit Spezialisten von Fanuc<br />
und Weiss Robotics zusammengearbeitet.<br />
So setzen wir jetzt zum Beispiel<br />
den kleinsten vollintegrierten<br />
Servogreifer der Welt ein“, erläutert<br />
Gary Hopkins, Robotik-Spezialist<br />
bei Herma. Das Greifmodul mit der<br />
Bezeichnung CLG 30-006 wurde<br />
vom deutschen Unternehmen Weiss<br />
Robotics entwickelt und kommt hier<br />
zum ersten Mal in einer Pharma-Etikettierlösung<br />
zum Einsatz. Gerade<br />
einmal 45 Kubikzentimeter umfasst<br />
das Volumen des kleinen Greifers.<br />
Er hat seine Vorteile bislang<br />
vor allem beim Handling winziger<br />
elektronischer Bauteile oder in der<br />
Mikromontage ausgespielt. „Aber<br />
durch sein hygienisches Design mit<br />
kleinsten Spaltmaßen ist der CLG<br />
auch optimal geeignet für pharmazeutische<br />
Anwendungen“, betont<br />
Sascha Wittig, Leiter Vertrieb und<br />
Marketing bei Weiss Robotics. Gary<br />
Hopkins von Herma ergänzt: „Für<br />
uns war natürlich darüber hinaus die<br />
nahtlose GRIPLINK Integration von<br />
Weiss Robotics entscheidend, damit<br />
der komplette Prozess samt notwendigen<br />
Einstellungen über das Herma<br />
HMI gesteuert und bedient werden<br />
kann. Das ist uns mit dem CLG sehr<br />
gut gelungen.“<br />
Compliance mit ISO-Klasse 5<br />
Gleiches gilt auch für den Scara<br />
Roboter SR-12iA von Fanuc, den<br />
Träger des kleinen Greifers. Trotz<br />
seiner kompakten Abmessungen<br />
hat er eine maximale Reichweite<br />
von 650 Millimetern. Aufgrund<br />
seiner Schnelligkeit kann er bis zu<br />
20 Etikettiervorgänge pro Minute<br />
inklusive der Kontrollprozesse abwickeln.<br />
„Die Epoxidbeschichtung,<br />
die lebensmittelechte Schmierung<br />
und Compliance mit der ISO-Klasse<br />
5, die Reinheitsklasse A gemäß EG-<br />
GMP-Leitfaden entspricht, macht<br />
ihn außerdem zur perfekten Wahl<br />
für Produktionsumgebungen mit<br />
besonders hohen Reinheitsanforderungen“,<br />
ergänzt Thilo Schmeling,<br />
Regional Senior Sales Manager bei<br />
Fanuc. Die ultrakompakte Stellfläche<br />
des Roboters aufgrund Podestbauweise<br />
und integrierter Verkabelung<br />
sorgt nicht nur für geringen<br />
Platzbedarf, sondern minimiert auch<br />
die Störkontur: Der Greifer kann ungehindert<br />
von störenden Bauteilen<br />
seinen präzisen Dienst verrichten.<br />
„Die Hersteller von Pharma- oder<br />
Healthcare-Produkten erhalten so eine<br />
Etikettierzelle mit optimal aufeinander<br />
abgestimmten Komponenten<br />
und komfortabler Steuerung durch<br />
den Bediener“, resümiert Gary Hopkins<br />
von Herma. „Einfacher und<br />
überzeugender kann der Einstieg in<br />
robotergestützte Etikettierung kaum<br />
sein.“<br />
Der kleinste vollintegrierte<br />
Servogreifer<br />
der Welt führt in der<br />
Etikettierzelle 211 HC<br />
RC nicht-standsichere<br />
Pharmaprodukte wie<br />
etwa Spritzen vom Tray<br />
sicher in die Etikettierstation,<br />
dann unter<br />
die Kontrollkamera<br />
und wieder ins Tray.<br />
Dank eines schnellen<br />
Scara Roboters mit<br />
ultrakompakter<br />
Stellfläche ist die<br />
Etikettierzelle<br />
211 HC RC von HERMA<br />
nicht nur leistungsstark,<br />
sondern auch ungewöhnlich<br />
platzsparend.<br />
Fotos: Herma<br />
Mehr:<br />
www.herma-etikettierer.at<br />
Pro Minute etikettiert die HERMA Etikettierzelle 211 HC RC rund<br />
20 Produkte. Sie ist damit etwa 25 Prozent schneller als eine<br />
vergleichbare halbautomatische Etikettiermaschine ohne Robotikeinsatz,<br />
und zwar ohne Konzentrationsverlust über längeren Zeitraum.<br />
Die Lizenz zum Recycling.<br />
Wir Wir sammeln und und recyceln rund rund 260.000 Tonnen Altglas pro pro Jahr. Jahr.<br />
Wir Wir tun tun dies dies nach nach höchsten Umweltstandards und und sozialen Benchmarks.<br />
Das Das ist ist Circular Economy mit mit Mehrwert.<br />
03/<strong>24</strong><br />
27
LOGISTIK<br />
Gold wert!<br />
Toyota Material Handling erhielt iF Design Awards für neuen Elektro-Hochhubwagen<br />
und Konzeptstudie Urban Runner. Aus rund 10.800 Einreichungen aus 72<br />
Ländern zeichnete die Fachjury nur die 75 herausragendsten Designs mit einem<br />
iF Design Award in Gold aus. Toyotas Elektro-Hochhubwagen BT Staxio<br />
SSI200D zählt zu diesem exklusiven Gewinnerkreis. Zusätzlich wurde die Konzeptstudie<br />
Urban Runner mit einem iF Design Award 20<strong>24</strong> belohnt.<br />
Die größte Theaterbühne der<br />
Welt bot am 29. April 20<strong>24</strong><br />
den festlichen Rahmen<br />
für die iF Design Award Night. Im<br />
berühmten Berliner Friedrichstadt-<br />
Palast warteten 75 Preisträger auf<br />
die Überreichung ihres iF Design<br />
Awards in Gold. Die 132-köpfige<br />
Jury, zusammengesetzt aus unabhängigen<br />
Design-Experten aus 20<br />
Ländern, hatte in den vergangenen<br />
Wochen in einem strengen zweistufigen<br />
Auswahlverfahren die Preisträger<br />
bestimmt.<br />
Elektro-Hochhubwagen<br />
Der neue Elektro-Hochhubwagen<br />
Toyota BT Staxio SSI200D mit<br />
Fahrerstand, integrierter Lithium-<br />
Ionen-<br />
Batterie und Doppelstock zählt zu<br />
den verdienten Preisträgern. „Viel<br />
kleiner und wendiger als ein Gabelstapler,<br />
ist dieser elektrobetriebene<br />
Stapler ein Meisterwerk des ergonomischen<br />
Designs. Gut aufgelöste<br />
Details und der subtile Einsatz<br />
von geschwungenen Formen und<br />
Farben sind eine Bereicherung für<br />
dieses hochindustrielle Produkt<br />
und verleihen ihm zudem höchste<br />
Bedienerfreundlichkeit“, lautete die<br />
Begründung der Jury für die Gold-<br />
Auszeichnung.<br />
Design- und Produktkompetenz<br />
„Der iF Design Award in Gold<br />
für den BT Staxio ist eine herausragende<br />
Anerkennung für unsere<br />
Design- und Produktkompetenz im<br />
Bereich des bedienerzentrierten Designs,<br />
das sich international immer<br />
weiter durchsetzt“, erklärt Magnus<br />
Oliveira Anderson, Head of Design<br />
bei Toyota Material Handling<br />
Europe, stolz. „Das Urban Runner<br />
Konzept steht für unser Engagement,<br />
Grenzen zu überschreiten und die<br />
Zukunft der Logistik neu zu gestalten.“<br />
Energieeffiziente<br />
Lithium-Ionen-Technik<br />
Der BT Staxio SSI200D ist eins<br />
von drei Modellen aus Toyotas S-Se-<br />
28 03/<strong>24</strong><br />
Elektro-Hochhubwagen Toyota BT Staxio SSI200D<br />
rie, die 2023 erstmals auf der Logi-<br />
MAT Messe in Stuttgart der Öffentlichkeit<br />
präsentiert wurde (KOM-<br />
PACK berichtete). Getreu dem<br />
Motto „Built Around You“ stehen<br />
bei diesen Lagertechnikgeräten das<br />
Design rund um den Bediener und<br />
das modulare Toyota Batteriesystem<br />
im Fokus. Dank der ultrakompakten<br />
und leichten Bauweise sowie der<br />
integrierten Lithium-Ionen-Technik,<br />
überzeugen die neuen Modelle<br />
durch eine branchenführende Ergonomie<br />
und Energieeffizienz.<br />
Intensive langstreckeneinsätze<br />
Die Elektro-Niederhubwagen<br />
(BT Levio LSI200) und -Hochhubwagen<br />
(BT Staxio SSI200D und<br />
SSI160LN) mit Fahrerstand eignen<br />
sich ideal für intensive Langstreckeneinsätze<br />
und den Umschlag<br />
von Waren in stark frequentierten<br />
Lagern. Durch die einzigartig<br />
kompakte Chassisgröße und den<br />
kurzen Wenderadius lassen sich die<br />
Lithium-Ionen-Stapler problemlos<br />
in engen Räumen oder schmalen<br />
Gängen manövrieren. Damit<br />
sind die Modelle für eine Vielzahl<br />
von Kunden aus unterschiedlichen<br />
Branchen, beispielsweise als Teil<br />
einer größeren Staplerflotte in Lagerhäusern<br />
und Distributionszentren,<br />
interessant. Die Einsetzbarkeit<br />
in Kühlhäusern ist für die Lebensmittelindustrie<br />
von Vorteil.<br />
Rundumsicht<br />
Bei der Entwicklung der neuen<br />
Staplermodelle wurde großer Wert<br />
auf die Sicherheit gelegt. Der Fahrer<br />
ist in der geschlossenen Fahrerkabine<br />
stets gut geschützt. In<br />
Kombination mit dem kompakten<br />
Chassis verfügt der Bediener außerdem<br />
über eine hervorragende Rundumsicht,<br />
die die Sicherheit bei Einsätzen<br />
mit hohem Durchsatz erhöht.<br />
Die automatische Geschwindigkeitsreduzierung<br />
bei Kurvenfahrten,<br />
das in die gedämpfte Plattform<br />
verbaute Fahrererkennungssystem<br />
und die blaue LED-Warnleuchte<br />
tragen ebenfalls zu einem sicheren<br />
Betrieb bei. Die neuen Stapler sind<br />
serienmäßig mit dem Flottenmanagementsystem<br />
I_Site von Toyota<br />
ausgestattet, mit dem Kunden ihre<br />
Staplerflotte überwachen und steuern<br />
können.<br />
Ergonomische Fahrerkabine<br />
Um Komfort und Produktivität<br />
während der gesamten Schicht zu<br />
gewährleisten, wurde die Fahrerkabine<br />
ergonomisch gestaltet, so<br />
dass alle Bedienelemente leicht zu<br />
erreichen und zu nutzen sind. Die<br />
Lagertechnikgeräte verfügen über<br />
einstellbare Bedienelemente mit<br />
einem ergonomischen Steuerhebel,<br />
ein Lenkrad für einfaches und reibungsloses<br />
Manövrieren sowie einen<br />
Touchscreen mit allen Einstellungsmöglichkeiten.<br />
Ein optimal<br />
auf den Bedienenden einstellbarer<br />
Stehstuhl, ein gedämpfter Boden<br />
und eine gute Rundumsicht tragen<br />
zu einer optimalen Produktivität<br />
und Effizienz der Bediener bei.<br />
Ausgezeichnetes<br />
RED-Designkonzept<br />
Der mit dem iF Design Award<br />
in Gold ausgezeichnete BT Staxio<br />
SSI200D ist das jüngste Ergebnis<br />
des Radical Energy Design-Projekt<br />
(RED) von Toyota Material Handling.<br />
Ganz im Sinne von Kaizen<br />
strebt Toyota stets danach, Produkte<br />
und Lösungen zu verbessern<br />
und Prozesse zu optimieren. Im<br />
Toyota Material Handling Design<br />
Center in Mjölby haben sich die<br />
Produktdesigner und Ingenieure<br />
die Möglichkeiten des modularen<br />
Toyota Batteriesystems zu nutzen<br />
gemacht, um Flurförderzeuge ohne<br />
klassischen Batterieraum zu<br />
entwerfen. Die einzelnen Batteriemodule<br />
werden dabei in das Gerät<br />
integriert und ermöglichen so ganz<br />
neue Gerätedesigns. Mit der Entwicklung<br />
des Elektro-Niederhubwagen<br />
BT Levio LWI160 wurde<br />
das RED-Projekt erstmals in die<br />
Realität umgesetzt und direkt mit<br />
dem iF Design Award 2020 ausgezeichnet.<br />
Die neue S-Serie der Lagertechnikgeräte<br />
führt diesen Weg<br />
konsequent fort, während Toyotas<br />
Designer und Ingenieure bereits<br />
an weiteren Geräten, die die neuen<br />
Möglichkeiten des modularen<br />
Batteriesystems beim Gerätedesign<br />
nutzen, arbeiten.<br />
Zukunftsvision für die Logistik<br />
Die mit dem iF Design Award ausgezeichnete<br />
Konzeptstudie Urban<br />
Runner ist mit seinem kompakten<br />
und vereinfachten Design sowie der<br />
eingebauten Künstlichen Intelligenz<br />
(KI) und Cloud-Kollaboration<br />
der perfekte Teamplayer in der Logistik.<br />
Kameratechnologien, Edge<br />
Computing und KI ermöglichen es<br />
dem Lieferfahrzeug Personen- und<br />
Objekterkennung, eigenständige
LOGISTIK<br />
Die mit dem iF Design Award<br />
ausgezeichnete Konzeptstudie<br />
Urban Runner<br />
Fotos: © Toyota Material Handling<br />
Entscheidungsfindung und Handlungsprioritäten<br />
beizubringen. Das<br />
Gerät kann somit Situationen einschätzen<br />
und entsprechend in Echtzeit<br />
reagieren, so dass ein reibungsloser<br />
Distributionsprozess vom Lager<br />
bis zum Endkunden ermöglicht<br />
wird.<br />
Logistik trifft Mobilität<br />
Der Urban Runner ist Teil des A.I.<br />
TeamDelivery-Konzepts, bei dem<br />
Logistik auf Mobilität trifft. Das<br />
Konzept spiegelt die Zukunftsvision<br />
von Toyota Material Handling, hin<br />
zu nachhaltigeren, produktiveren<br />
und sichereren automatisierten Logistikabläufen,<br />
wider. Das leicht<br />
einsetzbare und voll integrierbare<br />
automatisierte Lieferfahrzeug erweckt<br />
intelligente Lager zum Leben<br />
und sorgt für eine sichere Zustellung.<br />
Eine wertvolle Ergänzung für jedes<br />
Logistikportfolio.<br />
Mehr unter:<br />
www.toyota-forklifts.at<br />
Das europäische Design-Studio von Toyota Material Handling besteht<br />
aus einem Team von engagierten Fachleuten, die sich der<br />
Herausforderung stellen, das richtige Design für die Produkte von Toyota<br />
zu entwickeln und dabei sowohl das Styling als auch die Funktion zu<br />
berücksichtigen. Dazu gehört auch die Entwicklung von intuitiven<br />
Steuerungssystemen, die sicherstellen, dass Mensch und Maschine<br />
harmonisch zusammenarbeiten, um sowohl Sicherheit als auch maximale<br />
Produktivität zu gewährleisten. Das Designzentrum befindet sich in Mjölby,<br />
Schweden, sowie in einem Satellitenstudio in Bologna, Italien.<br />
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03/<strong>24</strong><br />
29
FLEXIBLE VERPACKUNGEN<br />
Die flexible Verpackung der Zukunft<br />
Die innovative Barrierebeschichtungsanlage von Sappi Europe beschleunigt<br />
die Entwicklung von Barrierepapieren der nächsten Generation. Als einer<br />
der weltweit führenden Anbieter von papierbasierten Verpackungslösungen<br />
und als Wegbereiter für Innovationen leistet der Papierhersteller Sappi Europe<br />
weiterhin Pionierarbeit auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit bei flexiblen<br />
Verpackungen. Mit der Investition in eine neue Barrierebeschichtungsanlage<br />
am Standort Alfeld (Deutschland) ist die nächste Generation von Funktionspapieren<br />
von Sappi Europe bestens aufgestellt, um die hohen Anforderungen der<br />
Zukunft zu erfüllen.<br />
Die Papiere sind eine Alternative<br />
zu nicht-recycelfähigen<br />
mehrlagigen<br />
Materialien und Kunststoffverpackungen.<br />
Mit der Gewährleistung<br />
der Produktsicherheit und<br />
der Einhaltung der strengen Verpackungsvorschriften<br />
unterstützt<br />
Sappi seine Partner – Markenartikel-Hersteller,<br />
Converter und Druckereien<br />
– und fördert gleichzeitig<br />
die Kreislaufwirtschaft. Seit über<br />
einem Jahrzehnt gehört Sappi zu<br />
den Vorreitern auf dem Markt der<br />
Funktionspapiere und entwickelt<br />
überzeugende Alternativen zu herkömmlichen<br />
Mehrschicht- und<br />
Kunststoffverpackungen.<br />
Umfangreiches Sortiment<br />
Mit seinem umfangreichen Sortiment<br />
an Barrierepapieren will das<br />
Unternehmen nicht-recycelfähige<br />
Materialien wie Papier-Folien-<br />
Laminate und extrusionsbeschichtete<br />
Papiere ersetzen und bietet<br />
flexible, innovative Lösungen für<br />
unterschiedlichste Verpackungsbedürfnisse.<br />
Integrierte Barrieren<br />
Die Papiere von Sappi weisen integrierte<br />
Barrieren auf – je nach Anwendung<br />
mit hohen, mittleren oder<br />
niedrigen Barriereeigenschaften<br />
– gegen Sauerstoff, Wasserdampf,<br />
Fette, Aromen, Mineralöl und mit<br />
zusätzlicher Heißsiegelfähigkeit.<br />
So wird die Qualität von Lebensmitteln<br />
und Non-Food-Produkten<br />
sichergestellt – ganz gleich, ob sie<br />
in Portionsbeuteln, Schlauchbeuteln,<br />
Doypacks oder Standbodenbeuteln<br />
verpackt sind. Im Zuge der<br />
globalen Suche nach nachhaltigen<br />
Verpackungsalternativen widmet<br />
sich Sappi weiterhin der Entwicklung<br />
von Lösungen, die die sich<br />
stetig wandelnden Anforderungen<br />
sowohl des Marktes als auch der<br />
Umwelt nicht nur erfüllen, sondern<br />
30 03/<strong>24</strong><br />
übertreffen. „Unsere funktionalen<br />
Papiere, einschließlich der Guard-,<br />
AvantGuard- und Seal-Produktfamilien,<br />
sind das Ergebnis von mehr<br />
als einem Jahrzehnt Erfahrung in<br />
der Barrieretechnologie“, bestätigt<br />
René Köhler, Director Paper &<br />
Packaging Solutions bei Sappi Europe.<br />
„Die kürzlich eingeführten<br />
Produkte wie Guard OHS, Guard<br />
ICC, Guard Twist und Seal Light<br />
unterstreichen unser ständiges<br />
Bestreben, durch Innovation eine<br />
Führungsposition einzunehmen.“<br />
Einige Muster<br />
Blich auf das Werk in Alfeld<br />
Fotos: Sappi Europe<br />
Vorsprung durch Innovation<br />
„Sappis Einsatz für Innovation<br />
und Nachhaltigkeit spiegelt sich<br />
in unseren kontinuierlichen Investitionen<br />
in Technologie und Produktentwicklung<br />
wider,“ fügt René<br />
Köhler hinzu. „Unsere kürzlich<br />
getätigte Investition in Höhe von<br />
mehreren Millionen Euro in eine<br />
neue weltweit einzigartige Barrierebeschichtungsanlage<br />
in Alfeld,<br />
Deutschland, erhöht nicht nur unsere<br />
Produktionskapazitäten, sondern<br />
unterstützt uns auch dabei, bahn-<br />
brechende Produkte auf den Markt<br />
zu bringen und unser Portfolio an<br />
Funktionspapieren der nächsten<br />
Generation zu erweitern.“ Das Sappi-Werk<br />
in Alfeld produziert derzeit<br />
verschiedene Barrierepapiere mit<br />
unterschiedlichen Flächengewichten<br />
von 44g/m² bis 120g/m², deren<br />
Druckseite in den Ausführungen<br />
Natural, Silk und Gloss erhältlich<br />
ist. Dazu gehören heißsiegelfähige<br />
Papiere mit niedriger, mittlerer und<br />
hoher Barriere. Viele weitere Produkte<br />
befinden sich derzeit in verschiedenen<br />
Entwicklungsstadien.<br />
Die Investition von Sappi Europe in<br />
eine neue Barrierebeschichtungsanlage<br />
am Standort Alfeld stellt einen<br />
weiteren Meilenstein bei der Umsetzung<br />
zukunftsweisender Innovationen<br />
dar.<br />
Strategische Investitionen<br />
Sappi Europe verbindet High-<br />
End-Technologien mit fundiertem<br />
Know-how, um faserbasierte Verpackungslösungen<br />
zu entwickeln.<br />
Mit seinen innovativen Verpackungs-<br />
und Spezialpapieren antwortet<br />
das Unternehmen auf sich<br />
ständig verändernde, wachsende<br />
Märkte. Im Laufe der vergangenen<br />
Jahre hat der Papierhersteller<br />
strategische Investitionen getätigt,<br />
um seine Position als Innovationsführer<br />
auf dem Markt der flexiblen<br />
Verpackungen zu stärken.<br />
Meilensteine<br />
Besondere Meilensteine waren<br />
der Umbau seiner Papiermaschine<br />
2 in Alfeld im Jahr 2014 von<br />
einer Anlage für grafische Papiere<br />
zu einer Anlage für Verpackungspapiere<br />
sowie die Übernahme der<br />
Cham Paper Group im Jahr 2018.<br />
Der jüngste Meilenstein war die<br />
Inbetriebnahme einer hochmodernen<br />
und einzigartigen Barrierebeschichtungsanlage<br />
im Jahr 2023.<br />
Diese Investitionen zeugen von der
Bei der<br />
Besichtigung der Anlage<br />
Neue Barrierebeschichtungsanlage<br />
in Alfeld<br />
Entschlossenheit des Unternehmens,<br />
sich mit der Marktnachfrage<br />
weiterzuentwickeln und seine<br />
Produktionskapazitäten weiter zu<br />
optimieren.<br />
Verpackungsbereich<br />
Mit der aktuellen Investition ist<br />
ein weiterer Wachstum im Bereich<br />
der Papiere für den Verpackungsbereich<br />
garantiert. Innerhalb der<br />
letzten zehn Jahre hat sich der prozentuale<br />
Anteil dieses Bereiches<br />
am Gesamtumsatz des Unternehmens<br />
rund verdreifacht.<br />
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31
UMWELT<br />
Anteil aus dem<br />
Gelben Sack auf 75 Prozent erhöht<br />
Werner & Mertz, ein familiengeführtes Unternehmen mit Standorten in Mainz<br />
und in Hallein, ist als innovativer Marktführer für Reinigungsprodukte und<br />
Pflege- und Waschmittel bekannt und etabliert. Werner & Mertz setzt sich<br />
gemeinsam mit seinem Partner ALPLA für eine klimafreundliche Kreislaufwirtschaft<br />
ein. Im Rahmen der Recyclat-Initiative ist den beiden Unternehmen<br />
nun ein weiterer Erfolg für echte Kreislaufwirtschaft gelungen: Bei den<br />
bewährten Frosch PET-Flaschen aus 100 Prozent Altplastik konnte der Anteil<br />
des aus dem Gelben Sack gewonnenen rPET auf 75 Prozent erhöht werden.<br />
Bereits seit 2012 hat Werner<br />
& Mertz gemeinsam mit<br />
ALPLA und weiteren Kooperationspartnern<br />
entlang der<br />
Wertschöpfungskette die Recyclat-<br />
Initiative ins Leben gerufen. Der<br />
große Erfolg des gesteigerten rPET-<br />
Anteils in Frosch PET-Flaschen aus<br />
100 Prozent Altplastik ist ein Grund<br />
zur Freude. „Werner & Metz treibt<br />
als Pionier die technologische Erschließung<br />
des Materials aus dem<br />
Gelben Sack für hochwertige Verpackungen<br />
weiter voran. Mehr als<br />
15 Millionen PET-Flaschen mit<br />
dem gesteigerten Anteil von 75<br />
Prozent Gelber Sack Material sind<br />
bereits im Handel. Damit beweisen<br />
wir einmal mehr die reelle Machbarkeit<br />
unseres Ansatzes, Plastik<br />
aus Endverbrauchersammlungen<br />
als Wertstoff nach der Verwendung<br />
erneut hochwertig mechanisch aufzubereiten,<br />
wiederzuverwenden<br />
und so im Kreislauf zu halten“,<br />
macht Alexander Schau, Leiter Verpackungsentwicklung<br />
bei Werner &<br />
Mertz, deutlich. Die restlichen 25<br />
Prozent Material stammen – ebenfalls<br />
mechanisch recycelt – aus der<br />
europäischen Getränkeflaschensammlung<br />
(Bottle to Bottle).<br />
Technologischer Fortschritt und<br />
breites Wissen ermöglichen<br />
Innovation<br />
Für die Konsument*innen ist<br />
dank gewohnt hoher Qualität und<br />
gleichem Aussehen der Flaschen<br />
kein Unterschied feststellbar. Den<br />
Schritt auf 75 Prozent machten<br />
einerseits die Sortieranlagen auf<br />
höchstem technischen Niveau möglich,<br />
andererseits aber auch das erworbene<br />
Wissen und die ständige<br />
Überprüfung der angelieferten<br />
PET-Ballen im Recyclingwerk.<br />
Kontinuierliche Weiterentwicklung<br />
und Investitionen<br />
ALPLArecycling konnte dank<br />
modernster Software und einer<br />
Rechentechnik, die eine genauere<br />
Sortierung bei hoher Geschwindigkeit<br />
erlaubt, die Sortiereffizienz<br />
noch weiter erhöhen. „Kunststoffe<br />
sind Wertstoffe und verdienen die<br />
bestmögliche Wiederverwertung<br />
im Kreislauf. Das schaffen wir nur<br />
durch die kontinuierliche Weiterentwicklung<br />
unserer Recyclingprozesse<br />
und Investitionen in neueste<br />
Sortiertechnologien. Die langjährige<br />
Zusammenarbeit mit Werner &<br />
Mertz zur Erhöhung des Recyclin-<br />
ganteils aus dem Gelben Sack ist<br />
ein ideales Beispiel für die gemeinsame<br />
Umsetzung fortschrittlicher<br />
Recyclingprojekte“, freut sich<br />
Dietmar Marin, Managing Director<br />
Recycling Division bei ALPLA.<br />
Die Verpackungsexpert*innen von<br />
Werner & Mertz nehmen im Recyclingwerk<br />
Ballenanalysen der angelieferten<br />
Altkunststoffe vor. Diese<br />
werden vor Ort in regelmäßigen<br />
Abständen ausgewertet. Das Wissen<br />
über diesen Abfallstrom fließt<br />
in die Prozessentwicklung ein.<br />
Die Quelle zählt fürs Klima<br />
„Das Altplastik aus dem Gelben<br />
Sack lässt sich mittlerweile hochwertig<br />
in einem Upcycling-Verfahren<br />
sortenrein und sauber aufbereiten.<br />
Plastik eignet sich aufgrund<br />
seines geringen Schmelzpunktes<br />
sehr gut dafür, immer wieder neu<br />
verwendet zu werden. Die direkteste<br />
und energieschonendste Form der<br />
Kreislaufwirtschaft unserer Branche<br />
ist damit das mechanische Recycling<br />
von Plastik“, erklärt Florian Iro, Geschäftsführer<br />
der Erdal GmbH bei<br />
Werner & Mertz Hallein. Bedenklich<br />
ist aber die Herstellung von neuem<br />
Plastik. Eine Untersuchung 1 der<br />
Foto&Grafik: ©Werner & Mertz<br />
Florian Iro, Geschäftsführer<br />
der Erdal GmbH bei<br />
Werner & Mertz Hallein<br />
ETH Zürich aus dem Jahr 2022 zeigt,<br />
dass bei der Herstellung von neuem<br />
Plastik doppelt so viel fossile Energie<br />
verbrannt wird, wie als Rohstoff<br />
im Plastik enthalten ist. Das Verfahren<br />
der Pyrolyse, auch chemisches<br />
Recycling genannt, erfordert viel<br />
Energie, um zum Beispiel aus Plastik<br />
das erwünschte Pyrolyseöl zu<br />
gewinnen. Eine Studie 2 großer Umweltorganisationen<br />
hat die schlechte<br />
Bilanz dieses Verfahrens belegt: Um<br />
eine Tonne Altplastik in Plastik zu<br />
verwandeln, braucht die Pyrolyse<br />
eine Tonne fossiler Brennstoffe als<br />
zusätzlichen Energielieferanten. Unabhängige<br />
Fachleute sehen die Pyrolyse<br />
daher auch nicht als Unterart<br />
des Recyclings an, sondern als eine<br />
Variante der Verbrennung.<br />
Kooperation<br />
Werner & Mertz wird daher die<br />
erfolgreiche Kooperation mit<br />
ALPLArecycling weiter fortführen<br />
und auf die direkteste und energieschonendste<br />
Form der Kreislaufwirtschaft<br />
der Branche setzen – auf<br />
das mechanische Recycling von<br />
Plastik.<br />
Werner & Mertz ist gemeinsam mit ALPLA gelungen, bei den PET-Flaschen aus Altplastik den Anteil<br />
aus der Quelle Gelber Sack auf 75 Prozent zu steigern.<br />
Mehr unter:<br />
https://werner-mertz.de/at/<br />
32 03/<strong>24</strong><br />
1 Link zur Untersuchung der ETH Zürich „Growing environmental footprint of plastics driven by coal combustion“: https://www.nature.com/articles/s41893-021-00807-2<br />
2 Link zur Studie über die Umweltauswirkungen des chemischen Recyclings von Kunststoffen:<br />
https://www.nabu.de/imperia/md/content/nabu/de/abfallpolitik/201218_die_umweltauswirkungen_des_chemischen_recyclings_von_kunststoffen_final.pdf
WELLPAPPE<br />
Eine Revolution am POS<br />
Als Komplettanbieter und Ideenlieferant für Displays am POS ist die<br />
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H immer bestrebt, neue Trends zu<br />
erkennen und noch innovativer zu werden. Auf der Suche hat Dipl. Ing. Höfer,<br />
Geschäftsführer das Faster Display im Ausland entdeckt, um das Display<br />
Portfolio erweitern zu können und war von der Effektivität des Aufrichtens<br />
sofort begeistert. Er sah in dieser Lösung eine ideale Ergänzung zum vorhandenen<br />
Programm. „Nach einigen Gesprächen und Besuchen waren wir überzeugt,<br />
das Produkt in Lizenz zu erwerben und dieses selbst zu produzieren.“ so<br />
Dipl. Ing. Höfer.<br />
Die ersten Faster Displays<br />
wurden von der Margarethner<br />
Verpackungsgesellschaft m.b.H.<br />
bereits umgesetzt.<br />
Die Lösung passt genau<br />
zu der Entwicklungslinie<br />
des Unternehmens. Große<br />
Werbewirksamkeit und leichte<br />
Verwendbarkeit sind mit diesem<br />
Display garantiert. „Das Faster<br />
Display ist für uns eine Revolution<br />
am POS. Als Komplettanbieter<br />
und individueller Lösungsanbieter<br />
sind wir immer drauf und dran, am<br />
Ball zu bleiben und Innovationen<br />
für den POS hervorzubringen.<br />
Lizenzpartner in Österreich<br />
Deswegen wurden wir alleiniger<br />
Lizenzpartner für Österreich und<br />
die Schweiz. Wir bieten unseren<br />
Kunden jetzt auch diese einfache,<br />
vorgeklebte, gefaltete und rasch<br />
aufzustellende Verkaufshilfe an.<br />
Faster Display<br />
Faster Display ist kinderleicht<br />
und schnell im Aufbau. Aufklappen<br />
– Einlegeboden einlegen – fertig!<br />
Das patentierte System ist in unter<br />
einer Minute aufgebaut (KOM-<br />
PACK konnte sich bei einem Versuch<br />
selbst davon überzeugen) und<br />
hält ohne Zusatzteile wie Kunststoff,<br />
Holz oder Metall zusammen.<br />
Pro Regal trägt das Faster Display<br />
bis zu 30kg Gewicht.<br />
Individuell gestaltber<br />
Das Display ist individuell gestaltbar<br />
- sowohl die Abmessungen<br />
des Displays wie auch die Anzahl<br />
der Fächer (bis zu 5) sind variabel.<br />
Nach Verwendung kann das Display<br />
schnell wieder flach zusammengelegt<br />
werden und platzsparend<br />
auf seine Wiederverwendung<br />
warten.<br />
Aussendienst<br />
„Der Aussendienst bei einigen<br />
Lebensmittelkunden verwendet<br />
bereits gerne unsere Lösungen.<br />
Durch den rascheren Aufbau des<br />
Displays können die Mitarbeiter<br />
einige Kunden mehr am Tag besuchen.“<br />
erklärt Dipl. Ing. Höfer.<br />
Umweltfreundlich<br />
Die Lösung passt auch genau in<br />
die heutige Zeit. Durch den geringen<br />
Platzbedarf beim Transport<br />
(Das Display wird im flachen Zustand<br />
transportiert) gestaltet sich<br />
dieser auch CO 2 freundlich. Da<br />
nur Monomaterial verwendet wird,<br />
können die Displays, wenn Sie<br />
keine Verwendung mehr finden,<br />
einfach über den Altpapiercontainer<br />
dem Recycling zugeführt<br />
werden. Die Nachhaltigkeit ist sowohl<br />
durch ReUse aber auch durch<br />
wertvolles Recycling gegeben.<br />
Druck<br />
Die Faster Displays können sowohl<br />
im Offset- als auch im Digitaldruck<br />
individuell bedruckt<br />
werden und alle Flächen sind als<br />
Werbeflächen nutzbar. Gerade<br />
auch für den Digitaldruck eignet<br />
sich das Faster Display ideal, da<br />
hier alle Teile bei der Umsetzung<br />
auf nur zwei Bögen produziert<br />
werden. Für die perfekte Promotion<br />
können die Sujets im Digitaldruck<br />
auch variiert werden.<br />
Auch auf Chep<br />
oder Dolly montierbar<br />
Auf Kundenwunsch kann das<br />
vielseitige Display auch auf Chep<br />
oder Dolly montiert werden. Damit<br />
ist es auch für die Logistik<br />
zwischen Lager und Handel bestens<br />
geeignet. Geliefert wird das<br />
Faster Display in einer handlichen<br />
Überverpackung.<br />
Fazit<br />
Eine rasche und attraktive Lösung<br />
für den POS die bereits ihre<br />
ersten Anhänger gefunden hat.<br />
Mehr unter: www.mvg.co.at<br />
Margarethner Verpackungsgesellschaft m.b.H<br />
Heidestraße 17, <strong>24</strong>33 Margarethen am Moos<br />
Tel: +43 2230 <strong>24</strong>300, Fax: +43 2230 3303<br />
Sehen Sie hier ein<br />
kurzes Video zum Aufbau<br />
03/<strong>24</strong><br />
33
UMWELT<br />
Rohstoffe im Kreilsauf halten<br />
Im oberösterreichischen Ennshafen haben ARA, Bernegger und Der Grüne<br />
Punkt Europas modernste Sortieranlage errichtet. Mit einer Sortierkapazität von<br />
100.000 Tonnen pro Jahr und 20 Tonnen in der Stunde ist die Anlage dreimal<br />
größer als bestehende Anlagen in Österreich. TriPlast befindet sich aktuell im<br />
Anfahrbetrieb und startet im Sommer 20<strong>24</strong> in den Regelbetrieb. <strong>KOMPACK</strong><br />
warf bereits einen Blick in die Anlage.<br />
Die Anlage deckt 50 Prozent<br />
der österreichischen Sortierkapazität<br />
für Leichtverpackungen<br />
ab und hat das primäre<br />
Ziel, Sekundärrohstoffe rückzugewinnen.<br />
Die Investitionssumme<br />
von mehr als 65 Millionen Euro<br />
bringt regionale Wertschöpfung und<br />
schafft 60 neue Green Jobs im Wirtschaftspark<br />
Ennshafen.<br />
Sortierkapazität rüstet<br />
Österreich für<br />
EU-Recyclingquoten<br />
Die neu adaptierten Recyclingziele<br />
des EU-Kreislaufwirtschaftspakets<br />
erfordern eine grundlegende Steigerung<br />
der Sammlung von Leichtverpackungen<br />
bei Kunststoff. Mit<br />
den bestehenden 15 österreichischen<br />
Anlagen und ihren Sortierkapazitäten<br />
von 1.000 bis 30.000 Tonnen<br />
pro Jahr ist dieses EU-Recyclingziel<br />
aktuell nicht erreichbar. Es müssen<br />
80 % aller Verpackungen gesammelt,<br />
daraus 80 % für das Recycling<br />
aussortiert und im Recycling selbst<br />
ebenfalls 80 % Ausbeute erzielt werden.<br />
Dann lässt sich das Ziel von 50<br />
% Recyclingquote bei Kunststoffverpackungen<br />
erreichen. Österreich<br />
steht heute bei 58 % x 58 % x 78 % –<br />
und einer Recyclingquote von 25 %.<br />
der neuen Sortieranlage TriPlast haben<br />
ARA, Bernegger und Der Grüne<br />
Punkt rechtzeitig für 2025 die Kapazität<br />
und Technologie geschaffen.<br />
25 Meter Hallenhöhe<br />
Die aktuelle Anlageninfrastruktur<br />
in Österreich sorgt bei Kunststoffverpackungen<br />
für eine Sortiertiefe<br />
von 58%, die Anlage von ARA, Bernegger<br />
und Der Grüne Punkt soll<br />
80% schaffen. Mit einer Hallenhöhe<br />
von 25 Metern wird die neue Anlage<br />
im oberösterreichischen Ennshafen<br />
zu einer der höchsten in Europa<br />
zählen, sie sorgt damit für geringen<br />
Flächenverbrauch und einen effizienten<br />
Materialfluss. Der Standort<br />
ist logistisch nachhaltig geplant<br />
und ermöglicht durch den direkten<br />
Bahnanschluss für die gleichzeitige<br />
Entladung von bis zu fünf Ganz-<br />
Rainhard Hofbauer (Betriebsleiter TriPlast), Harald Hauke (ARA<br />
Vorstandssprecher), Jürgen Secklehner (Geschäftsführer TriPlast),<br />
Martin Prieler (ARA Vorstand), Kurt Bernegger (Geschäftsführer TriPlast)<br />
zügen einen emissionsarmen und<br />
klimafreundlichen Transport per<br />
Schiene. Der Standort ist mit Blick<br />
auf die Novelle des österreichischen<br />
Abfallwirtschaftsgesetzes (AWG)<br />
strategisch besonders günstig gelegen.<br />
Schließlich pusht die Novelle<br />
den emissionsarmen Transport per<br />
Bahn; schon in wenigen Jahren sind<br />
mehr als zehn Tonnen Abfall bereits<br />
ab 100 km über die Schiene zutransportieren.<br />
Die Reise der Leichtverpackung<br />
Bei Verpackungsabfällen führen<br />
verschiedene Erfassungssysteme<br />
(z.B. Hol- oder Bringsystem, Behälterart)<br />
und Einzugsgebiete (z.B.<br />
ländlich, städtisch) zu unterschiedlich<br />
zusammengesetztem Inputmaterial.<br />
Die modernen Sensoren von<br />
TriPlast können <strong>24</strong> verschiedene<br />
Abfallfraktionen erkennen, analysieren<br />
und sortenrein trennen, um<br />
die wertvollen Rohstoffe ohne Qualitätseinbußen<br />
für das Recycling<br />
vorzubereiten. Expert:innen erwarten<br />
in der Input-Menge rund acht<br />
Prozent Metallverpackungen sowie<br />
14 Prozent Fehlwürfe, der Rest wird<br />
sich aus unterschiedlichen Kunststoffverpackungen<br />
zusammensetzen.<br />
Das in der Sortieranlage durchgeführte<br />
Behandlungsverfahren ist<br />
eine rein mechanische Sortierung<br />
von Abfällen. Der Materialmix<br />
wird mit Hilfe von Siebtrommeln,<br />
Windsichtern, Überbandmagneten,<br />
Wirbelstromscheidern und Nah-<br />
Infrarot-Geräten Schritt für Schritt<br />
in verschiedene Materialarten getrennt:<br />
• Kunststoffe<br />
(PP, PE, PS oder PET)<br />
• Weißblech<br />
• Aluminium<br />
• Getränkekartons<br />
• Pappe/Papier/Karton<br />
• Folienfraktionen<br />
• Sortierreste bzw.<br />
Mischkunststofffraktionen<br />
Modernste<br />
Nahinfrarot-Sensorik<br />
Wenn die Leichtverpackung die<br />
Reise durch die Sortieranlage beginnt,<br />
wird der Abfall der Gelben<br />
Tonne bzw. der Gelbe Sack in der<br />
Inputhalle entladen. Mittels Sackaufreißer<br />
werden die Säcke geöffnet<br />
und das Material gleichmäßig auf<br />
dem Förderband verteilt. Die Materialien<br />
werden mechanisch nach<br />
Größe sortiert, dies geschieht durch<br />
ein sogenanntes Trommelsieb. Mittels<br />
Windsichter werden Folien abgesaugt,<br />
Ballistiksichter rütteln das<br />
Material auf und ermöglichen eine<br />
weitere mechanische Trennung des<br />
Inputmaterials in Folien und Formkörper,<br />
wie beispielsweise Flaschen<br />
oder Kanister. Mit Hilfe modernster<br />
Nahinfrarot-Sensorik werden<br />
die Materialien nach Kunststoffart<br />
und nach unterschiedlichen Farben<br />
aufgeteilt. Bei allen Fraktionen gibt<br />
es im Sinne der Qualitätskontrolle<br />
die Möglichkeit, das Material in der<br />
eigens vorgesehenen Sortierkabine<br />
von mögliche Störstoffen oder<br />
Fehlwürfen zu befreien. Nach dieser<br />
Station sind die Verpackungen<br />
am Ende ihrer Reise in der Sortieranlage<br />
fast angekommen. In Ballen<br />
gepresst, werden die Hauptfraktionen<br />
zur Verwertung abgeholt.<br />
Neue Produkte<br />
Der Großteil der Outputfraktionen<br />
bleibt in Österreich, daraus<br />
entstehen wieder neue Produkte<br />
wie Behälter für Shampoos oder<br />
Spülmittel,Müllsäcke oder Folien .<br />
Mehr unter:<br />
www.triplast.at<br />
34 03/<strong>24</strong><br />
Blick in die Anlage<br />
Fotos: ARA<br />
© Markus Schneeberger
ARA setzt auf neue Geschäftsfelder<br />
Mit Blick auf neue und kommende EU-Verordnungen hat die ARA vier<br />
Zukunftsthemen definiert, um die Lücken im Wertstoffkreislauf zu schließen<br />
und Versorgungssicherheit für Österreich zu garantieren: Chemisches Recycling<br />
soll noch mehr aus der Gelben Tonne zurückholen, textiles Recycling soll die<br />
Auswirkungen der Fast Fashion-Industrie reduzieren. Darüber hinaus regt die<br />
ARA einen Schengenraum für Sekundärrohstoffe in Europa sowie ein finanziellbasiertes<br />
Rücknahmesystem für Lithium-Ionen-Batterien an.<br />
UMWELT<br />
Vier Zukunftsthemen für die Kreislaufwirtschaft<br />
Eine zirkuläre Wirtschaft erfordert<br />
die Umstellung von<br />
„ Produktionsabläufen, die<br />
Einführung neuer Materialien und<br />
damit verbunden hohe Investitionen.<br />
In Österreich sind viele Produkte<br />
für den weltweiten Export<br />
bestimmt; ein Umstand, der die<br />
Schließung von regionalen und nationalen<br />
Stoffkreisläufen erschwert“,<br />
beschreibt ARA Vorstandssprecher<br />
Harald Hauke die zentralen Herausforderungen.<br />
Unter diesen Umständen<br />
sei es wichtig, langfristig die<br />
ökonomische Bedeutung der Kreislaufwirtschaft<br />
zu heben. Von Rezyklaten<br />
über chemisches und Textilien-Recycling<br />
bis zur Batteriesammlung<br />
gestaltet die ARA schon heute<br />
erfolgreich diese Zukunftsfelder,<br />
fordert aber auch ein klares Bekenntnis<br />
seitens der Politik, um sie<br />
weiter vorantreiben zu können.<br />
Harald Hauke<br />
1. Zukunftsthema:<br />
Gesetzgebung muss Sekundärmaterialien<br />
gleichstellen<br />
Mit der neuen Anlage TriPlast/siehe<br />
links - wurde eine enorme Kapazität<br />
für die Sortierung von Kunststoffverpackungen<br />
geschaffen – nicht jede<br />
davon kann jedoch wirtschaftlich<br />
sinnvoll sortiert werden. Sind sie zu<br />
stark verschmutzt oder zu klein, bestehen<br />
sie aus unterschiedlich Materialien<br />
oder setzen sie sich aus verschiedenen<br />
Schichten (chemischen<br />
Stoffen) zusammen, erschweren<br />
sie den Sortierprozess. Solche Verpackungen<br />
werden aus den Recyclingströmen<br />
(rund 20%) aussortiert<br />
und wurden als sogenannte Mischkunststofffraktion<br />
bisher thermisch<br />
verwertet. Die ARA hat aus diesem<br />
Grund ein Patent für die Polyolefin-<br />
Aufbereitung angemeldet. Im Zuge<br />
des Projekts „UPCYCLE“ wird in<br />
Pöchlarn aktuell eine Anlage errichtet,<br />
die diese verbleibenden Reste<br />
aufbereitet. Ab August 20<strong>24</strong> sollen<br />
rund rund 50 % der sonst nur mehr<br />
thermisch verwertbaren Wertstoffe<br />
zurückgewonnen werden, die im<br />
Anschluss von der Industrie mechanisch<br />
oder chemisch recycelt werden.<br />
Am Standort Pöchlarn können<br />
fünf Tonnen pro Stunde verarbeitet<br />
werden; die Jahreskapazität liegt bei<br />
30.000 Tonnen. Allerdings ist chemisches<br />
Recycling aktuell durch den<br />
teilweise fehlenden Rechtsrahmen<br />
und die niedrigen Rohstoffpreise<br />
wirtschaftlich nicht immer kompetitiv<br />
gegenüber der Erzeugung<br />
von Primär-Kunststoffen (Virgin<br />
Material). Im Lebensmittelbereich<br />
ist der Einsatz von Rezyklaten aus<br />
dem klassischen mechanischen Recycling<br />
aus Gründen der Lebensmittelsicherheit<br />
nicht zugelassen – mit<br />
Ausnahme von PET-Rezyklat aus<br />
PET-Verpackungen. „Chemisches<br />
Recycling bietet die Möglichkeit,<br />
Material in Virgin-Qualität herzustellen.<br />
Würde die Gesetzgebung<br />
die Rahmenbedingungen für chemisches<br />
Recycling im Bereich von<br />
Lebensmittelverpackungen fördern,<br />
könnten wir lebensmitteltaugliche<br />
Sekundärrohstoffe zur Verfügung<br />
stellen. Dazu fehlt aktuell aber leider<br />
noch der regulatorische Rahmen<br />
und hemmt damit Investitionen“,<br />
betont ARA Vorstand Martin Prieler.<br />
2. Zukunftsthema:<br />
Schengenraum für Rezyklate<br />
sichert Rohstoffe<br />
Die EU-Recyclingquote für<br />
Kunststoffverpackungen (ab 2025<br />
auf 50%) fordert zusätzliche Sortierkapazitäten.<br />
Die Sortieranlage<br />
TriPlast kann 50% der erforderlichen<br />
Kapazität für Leichtverpackungen<br />
in Österreich stemmen.<br />
Es wird jedoch auch notwendig<br />
sein, in benachtbarten Ländern zu<br />
sortieren, um Kapazitätsengpässe<br />
auszugleichen. Die Rechtslage<br />
(grenzüberschreitende Abfallverbringung)<br />
erschwert den Export<br />
von Sekundärrohstoffen durch<br />
die Erfordernisse aufwändiger innerstaatlicher<br />
Notifizierungsverfahren.<br />
Abnehmer:innen warten<br />
sechs bis neun Monate auf die<br />
entsprechenden Mengen. Primärrohstoffe<br />
genießen hingegen eine<br />
EU-Warenfreizügigkeit und passieren<br />
die Grenzen ohne lange bürokratische<br />
Abläufe. Das stellt einen<br />
klaren Nachteil für heimische<br />
Kunststoffverwerter:innen dar.<br />
„Ein Schengenraum für Rezyklate<br />
würde der Wirtschaft Sicherheit<br />
bei Stoffströmen und Planbarkeit<br />
von Investitionen garantieren sowie<br />
den Standort attraktiver machen<br />
und gleichzeitig die bilateralen Beziehungen<br />
bei industriepolitischen<br />
Themen mit Nachbarländern stärken“,<br />
erklärt Harald Hauke.<br />
3. Zukunftsthema:<br />
Textilabfälle reduzieren<br />
Die Textilindustrie ist ein ressourcenintensiver<br />
Sektor und möchte<br />
daher einen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft<br />
leisten. Rund 26 kg Textilien<br />
kaufen Europäer:innen pro<br />
Jahr, 11kg werden im selben Zeitraum<br />
entsorgt. In Österreich fallen<br />
pro Jahr rund 220.000 Tonnen<br />
Textilabfälle (Altkleider, Schuhe,<br />
Heimtextilien, Sperrmüll) an, wovon<br />
nur rund 23% (überwiegend<br />
Altkleider und Schuhe) in Sammlung<br />
und Verwertung gelangen. Davon<br />
werden 42% in Österreich, CE<br />
und Afrika wiederverwendet, rund<br />
28% recycelt und mehr als ein Viertel<br />
(30%) thermisch verwertet.<br />
Die ARA sieht die Einführung der<br />
erweiterten Produzent:innen-Verantwortung<br />
im Wettbewerb mit anderen<br />
Systemen als Schlüssel, um<br />
Textilien im Kreislauf zu führen.<br />
„Über kurz oder lang benötigt es<br />
auch die entsprechenden Rahmenbedingungen,<br />
um Sortieranlagen<br />
für Textilrecycling zu errichten“,<br />
erklärt Martin Prieler.<br />
Fotos: © Altstoff Recycling Austria AG/Roland Rudolph<br />
Martin Prieler<br />
4. Zukunftsthema:<br />
Rücknahmesystem für<br />
Lithium-Ionen-Batterien<br />
Rund 50 % aller verkauften Batterien<br />
sind Lithium-Ionen-Batterien<br />
– die meisten von ihnen im Vergleich<br />
zu herkömmlichen Gerätebatterien<br />
mit einer sehr langen Verweildauer<br />
im Markt. In Österreich kommen<br />
jährlich 3.000 Tonnen auf den<br />
Markt; davon werden aktuell rund<br />
300 Tonnen pro Jahr gesammelt.<br />
Die gesetzliche Sammelquote von<br />
45% für Gerätebatterien (Lithium-<br />
Ionen- und andere Batterien) wurde<br />
2022 nur knapp verfehlt (44 %). Mit<br />
der seit Februar 20<strong>24</strong> gültigen EU-<br />
Batterieverordnung hat die europäische<br />
Union neue Recyclingquoten<br />
für Gerätebatterien vorgegeben:<br />
63% bis Ende 2027, 73% bis Ende<br />
2030. Bis 2027 evaluiert die EU-<br />
Kommission nun die Umsetzung<br />
eines entsprechenden Pfandsystems.<br />
Die Langlebigkeit von Lithium-Ionen-Batterien<br />
spricht allerdings dagegen:<br />
Nach Ende der Lebensdauer<br />
in 5 bis 15 Jahren haben die meisten<br />
Konsument:innen den Pfandeinsatz<br />
vergessen. Das macht ein derartiges<br />
System ineffektiv.<br />
Die Lösung besteht laut ARA in<br />
einem Rücknahmesystem für Lithium-Ionen-Batterien<br />
in Österreich,<br />
das sich an Lebensdauer und Marktgegebenheiten<br />
orientiert und auf Belohnung<br />
setzt.<br />
Mehr unter: www.ara.at<br />
03/<strong>24</strong><br />
35
LOGISTIK<br />
Der perfekte Prüfraum<br />
voestalpine Tubulars produziert seit 1980 nahtlose Stahlrohre mit einem Außendurchmesser<br />
bis zu 7 Zoll (177,80 mm), welche vorwiegend zur Beförderung<br />
von gasförmigen oder flüssigen Medien verwendet werden - oft auch Gefahrengüter.<br />
Mit nahtlosen Hohlprofilen hat das Unternehmen im März ein zusätzliches<br />
strategisches Geschäftsfeld eröffnet, dass das Unternehmen noch sicherer<br />
für die Zukunft macht. Neben Produkten für die Öl- und Gasproduktion bietet<br />
voestalpine Tubulars eine Reihe anderer Produkte an, wie Luppen für Ziehereien,<br />
mechanische Rohre, Kessel- und Wärmetauscherrohre in thermischen Kraftwerken<br />
sowie Druck- und Leistungsrohr. Um die hohe Qualität der Produkte noch<br />
besser gewährleisten zu können, wurde aktuell in eine neue Prüfkabine im Werk<br />
in Kindberg investiert die von der Firma Allclick realisiert wurde.<br />
Voestalpine Tubulars produziert<br />
seit 1980 nahtlose<br />
Stahlrohre mit einem<br />
Außendurchmesser bis zu 7 Zoll<br />
(177,80 mm), welche vorwiegend<br />
zur Beförderung von gasförmigen<br />
oder flüssigen Medien verwendet<br />
werden - oft auch Gefahrengüter.<br />
Neben Produkten für die Öl- und<br />
Gasproduktion bietet voestalpine<br />
Tubulars eine Reihe anderer Produkte<br />
an, wie Luppen für Ziehereien,<br />
mechanische Rohre, Kessel-<br />
und Wärmetauscherrohre in<br />
thermischen Kraftwerken sowie<br />
Druck- und Leitungsrohre. Anwendungen<br />
finden diese Produkte<br />
zum Beispiel in der Nutzfahrzeugund<br />
Automobilindustrie, im Tunnelbau,<br />
in der Petrochemischen<br />
Industrie sowie im Kranbau und in<br />
Raffinerien.<br />
Eigenentwicklung<br />
Durch die Entwicklung von thermomechanisch<br />
gewalzten nahtlosen<br />
Stahlrohren – Tough Tubes<br />
– eröffneten sich völlig neue Anwendungsgebiete.<br />
Sie zeichnen<br />
sich durch die hohe Festigkeit<br />
bei guter Zähigkeit, beste Kaltumformbarkeit<br />
und verbesserte<br />
Oberflächenqualität aus. Für den<br />
Transport dieser Rohre werden die<br />
Enden mit Schutzkappen versehen,<br />
Ing. Mag. Christian Wild und Fritz Schabernag vor der neuen Kabine<br />
welche in Kartonagen auf Paletten<br />
gelagert werden.<br />
Lager<br />
Die Firma Allclick war schon bei<br />
der Optimierung in das vorhandene<br />
Blocklager der Schutzkappen<br />
involviert, um die Lagerkapazität<br />
zu erhöhen. „Dafür wurde auf einer<br />
Hallengrundfläche von rund<br />
840 m 2 eine Palettenhochregalanlage<br />
geplant und mit einer Lagerkapazität<br />
von 516 Palettenplätzen<br />
eine optimale Ausnützung des<br />
vorhandenen Hallenabschnittes<br />
erreicht.“ erklärte Ing. Mag. Christian<br />
Wild/Allclick Austria GmbH,<br />
2011 nach der Umsetzung.<br />
Gitterrost<br />
Bei einer Regalhöhe von 6 m<br />
finden drei Paletten übereinander<br />
Platz. Somit ist der Zugriff auf jede<br />
einzelne Palette gewährleistet. Alle<br />
Regalfächer sind mit Gitterrosten<br />
und zusätzlichen Stahlblechauflagen<br />
ausgestattet und erleichtern<br />
dadurch die Ein- und Auslagerung<br />
erheblich. Die Steherpunktbelastung<br />
auf dem Palettenboden wurde<br />
durch große Lastausgleichsplatten<br />
minimiert. „Zur Erhöhung der Sicherheit<br />
wurden Gitterzwischenund<br />
Seitenverkleidungen, Durchschubsicherungen,<br />
Anfahrschutzprofile,<br />
massive Rohrrammschutze<br />
und diverse Warnstreifen montiert,“<br />
so Fritz Schabernag/Allclick<br />
Zusammenarbeit<br />
Nach der erfolgreichen Zusammenarbeit<br />
in diesem Bereich und<br />
der Umsetzung einiger Kabinen im<br />
Unternehmen trat die Firma wieder<br />
an Allclick heran, um eine neue<br />
Kabine zu realisieren. Diese wurde<br />
gebaut, um mehr Platz für Mitarbeiter<br />
zu schaffen. Gleichzeitig<br />
können hier in einem Schall- und<br />
Temperatur geschützten Raum Arbeiten<br />
wie die Prüfwartung erledigt<br />
werden. Dabei werden sensible<br />
und wesentliche Teile geprüft,<br />
um die Prozesssicherheit zu gewährleisten.<br />
Kabine<br />
Die Kabine wurde mit verzinkten<br />
C- und U-Profilen in Ständerbauweise<br />
umgesetzt und mit Spanplatten<br />
verkleidet. Die Hohlräume<br />
sind mit Steinwolle 40 mm<br />
hinterlegt. Gleichzeitig gewähren<br />
mehrere Fenster einen Blick in die<br />
Produktionshalle. Die ganze Ka-<br />
36 02/<strong>24</strong><br />
Impressionen vom Aufbau
Kabine aus der Vogelperspektive<br />
bine besteht aus drei Räumen – in<br />
einem Raum wird die Prüfung der<br />
Kontrollgeräte der Rohre durchgeführt.<br />
Dies passiert auf einem<br />
Granittisch, um den diese Kabine<br />
gebaut wurde. Die zwei weiteren<br />
Räume werden als Lager genutzt.<br />
In der Decke der Kabine wurden<br />
diverse technische Leitungen untergebracht,<br />
die für die Kontrolle<br />
und das Betreiben der Klimaanlage<br />
notwendig sind. Die Click-Akustikdecke<br />
wurde mit Sichtschienensystem<br />
umgesetzt.<br />
Böden<br />
Eine Besonderheit stellte hier dar,<br />
dass alle drei Räume unterschiedlich<br />
hohe Böden haben. Damit<br />
der Hinterteil der Kabine in Produktionshöhe<br />
ist wurde hier ein<br />
besonders hoher Boden eingebaut.<br />
Der Prüfraum ist ebenerdig und<br />
der zweite Lagerraum leicht erhöht.<br />
Die Böden in den einzelnen<br />
Räumen sind, je nach Verwendung,<br />
Blick in die Kabine<br />
mit dem Granittisch<br />
unterschiedlich. Ein Raum wurdemit<br />
Industriebodenplatten ausgelegt<br />
(Die „Virgin“ Platten werden<br />
aus 100% neuem Compound, in<br />
Übereinstimmung mit der Europäischen<br />
REACH (EC 1907/2006)<br />
Verordnung hergestellt und enthal-<br />
ten keine gesundheitsschädlichen<br />
Stoffe und sind garantiert blei- und<br />
cadmiumfrei.) Die anderen Räume<br />
wurden mit Click-Staffelboden<br />
bestehend aus 25 mm V100 Spanplatten<br />
mit Nut und Feder sowie<br />
Dampfsperre, Holzstaffeln und<br />
Steinwollfüllung beziehungsweise<br />
Click-Doppelboden aus hochverdichteten<br />
Spezial-Spanplatten umgesetzt.<br />
Die Türen wurden von voestalpine<br />
Tubulars auch mit einem<br />
Sicherheitszugangsschloss ausgestattet.<br />
„Wir freuen uns, dass wir<br />
auch heuer wieder unseren kleinen<br />
Teil dazu beitragen können, dass<br />
die nahtlosen Stahlrohre auch in<br />
Zukunft in bekannter Qualität<br />
produziert werden.“ so Ing. Mag.<br />
Christian Wild.<br />
Mehr unter: www.allclick.at oder<br />
https://www.voestalpine.com/tubulars<br />
Blick ins vor einigen<br />
Jahren umgesetzte Lager<br />
(rechts Schutzkappen<br />
für den Transport)<br />
03/<strong>24</strong><br />
37
UMWELT<br />
2023:<br />
zahlreiche Veränderungsprozesse<br />
Von der Etablierung eines zentralen Nachhaltigkeitsmanagements über konsequente<br />
Ressourcenschonung bei den Produktlösungen, Ansätze für autarkes<br />
Energiemanagement bis hin zu fairer und wertschätzender Zusammenarbeit:<br />
Über diese und weitere Themen informiert die KHS Gruppe in ihrem Nachhaltigkeitsbericht<br />
2023.<br />
Im Kern steht die Reduktion<br />
von Treibhausgasemissionen<br />
und die damit verbundene<br />
Teilnahme an der Science Based<br />
Targets Initiative (SBTi) – gemeinsam<br />
mit der Salzgitter AG. Erstmalig<br />
veröffentlicht der Komplettanbieter<br />
mit Stammsitz in Dortmund<br />
den Report als Jahresbericht. Mit<br />
der Straffung des Berichtszeitraums<br />
bereitet sich KHS auf die künftigen<br />
Anforderungen der Corporate<br />
Sustainability Reporting Directive<br />
(CSRD) vor.<br />
Richtlinie<br />
„Mit der jüngsten Veröffentlichung<br />
unseres Nachhaltigkeitsberichts<br />
schließen wir zum einen an<br />
den jährlichen Turnus des konsolidierten<br />
Konzernlageberichts der<br />
Salzgitter AG auf – zum anderen<br />
unterstreichen wir unseren eigenen<br />
Anspruch, die Nachhaltigkeitsberichterstattung<br />
schrittweise an die<br />
Anforderungen berichtspflichtiger<br />
Unternehmen in Anlehnung an die<br />
neue EU-Berichtsdirektive (CSRD)<br />
anzugleichen“ erklärt Nicole Pohl,<br />
Senior-CSR-Managerin bei KHS.<br />
Die Richtlinie verpflichtet Unternehmen<br />
zu einer jährlichen, EUweiten<br />
und einheitlichen Berichterstattung<br />
über Nachhaltigkeitsmaßnahmen.<br />
Seit Anfang des Jahres<br />
20<strong>24</strong> greift die CSRD und wird<br />
stufenweise überführt. „Auf diesem<br />
Wege ermöglichen wir einen<br />
direkten Vergleich von Berichtsinhalten<br />
mit denen unserer Marktteilnehmenden“,<br />
so Pohl.<br />
Foto: KHS GmbH<br />
„Unser Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2023 markiert eine<br />
bedeutende Weiterentwicklung auf dem Weg zur Erfüllung der<br />
EU-Berichtspflicht“, sagt Nicole Pohl, Senior-CSR-Managerin bei KHS.<br />
Kategorien „Strategie und Governance“,<br />
„Produktverantwortung“,<br />
„Betriebsökologie“ und „Soziales“<br />
zusammen. Ein konkretes Beispiel<br />
für die Nachhaltigkeitsmaßnahmen<br />
des Komplettanbieters ist die Inbetriebnahme<br />
einer Photovoltaikanlage<br />
am Hauptsitz Dortmund. Auf<br />
Initiative einer Mitarbeitenden-Genossenschaft<br />
schafft sie einerseits<br />
mehr unternehmerische Unabhängigkeit<br />
vom volatilen Energiemarkt.<br />
Andererseits dient das Projekt der<br />
Standortsicherung und somit der<br />
gesamten Belegschaft vor Ort als<br />
zukunftssichernde Maßnahme. Die<br />
Photovoltaikanlage steht somit exemplarisch<br />
für die ganzheitlichen<br />
Nachhaltigkeitsbestrebungen von<br />
KHS, wirtschaftliche, ökologische<br />
und soziale Werte in Balance zu<br />
bringen. Außerdem berichtet der<br />
Komplettanbieter, dass das brasilianische<br />
Werk in São Paulo als erster<br />
internationaler Standort 100 Prozent<br />
zertifizierten Grünstrom bezieht.<br />
Weitere Produktionsstätten folgen,<br />
sodass künftig alle KHS-Werke<br />
ausschließlich Strom aus regenerativen<br />
Quellen beziehen. Das wiederum<br />
verbessert schrittweise die<br />
betriebliche CO2-Bilanz und senkt<br />
die Emissionen in der vorgelagerten<br />
Wertschöpfung aus Kundensicht.<br />
Stetige Weiterentwicklung<br />
für umfassende Transparenz<br />
Mit dem Report über das vergangene<br />
Geschäftsjahr hat KHS<br />
die künftige Pflichtberichterstattung<br />
bereits übernommen. „Damit<br />
bieten wir Kunden einen verlässlichen<br />
Rahmen, um den wachsenden<br />
Anforderungen im Bereich<br />
Nachhaltigkeit gerecht zu werden<br />
und innerhalb der EU-Vorgaben zu<br />
agieren. Dafür entwickeln wir unseren<br />
Bericht kontinuierlich“, sagt<br />
Pohl. Ein verlässlicher Parameter<br />
zur Orientierung sei dabei das Berichtswesen<br />
nach dem internationalen<br />
Standard der Global Reporting<br />
Initiative (GRI), das weltweit seit<br />
mehr als 20 Jahren erfolgreich angewendet<br />
wird.<br />
Mehr unter: www.khs.com<br />
Veränderungsprozesse<br />
in allen Bereichen<br />
Im Einklang mit dem Mutterkonzern,<br />
der Salzgitter AG, gehört unter<br />
anderem die kontinuierliche Reduzierung<br />
der Treibhausgasemissionen<br />
auf Netto-Null bis spätestens<br />
2050 zu den wesentlichen Zielen.<br />
Das hatte im Berichtsjahr 2023<br />
eine Vielzahl übergreifender Veränderungen<br />
zur Folge. Diese fasst<br />
KHS in seinem Bericht unter den<br />
38<br />
03/<strong>24</strong>
WIRTSCHAFT<br />
Exporteure optimistisch trotz Risiko-Cocktail<br />
Trotz aller geopolitischen Spannungen blicken die Exporteure optimistisch<br />
in die Zukunft: acht von zehn Unternehmen (82 Prozent) erwarten steigende<br />
Umsätze, deutlich mehr als im Vorjahr (70 Prozent). Das ergab eine aktuelle<br />
Umfrage von Kreditversicherer Acredia in Zusammenarbeit mit Allianz Trade,<br />
bei der 3.200 Exporteure in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Polen,<br />
Großbritannien, den USA und China befragt wurden.<br />
Derzeit sieht es nicht nach<br />
einem kometenhaften Wiederaufstieg<br />
des Welthandels<br />
aus“, sagt Michael Kolb, Vorstand<br />
von Acredia.<br />
„<br />
Exportunternehmen<br />
zu optimistisch?<br />
„Vielmehr dürfte das Wachstum<br />
in der zweiten Jahreshälfte gerade<br />
einmal die Einbußen des Vorjahrs<br />
wettmachen.“ Der Kreditversicherer<br />
geht davon aus, dass der Welthandel<br />
20<strong>24</strong> wertmäßig um +2,8% steigen<br />
wird, nachdem er 2023 um -2,9%<br />
zurückging. Das läge deutlich unter<br />
dem langfristigen Durchschnitt<br />
von +5%. Auch in Österreich sind<br />
die Rahmenbedingungen für die<br />
Exporteure schwierig. Hohe Kosten<br />
für Energie, Personal und Verwaltung<br />
schmälern die Gewinnmargen.<br />
Gleichzeitig gibt es nur schwache<br />
Wachstumsimpulse aus den wichtigsten<br />
Exportmärkten, allen voran<br />
aus Deutschland. Zuletzt hat das<br />
Exportwachstum in Österreich an<br />
Dynamik verloren. Die österreichische<br />
Wirtschaft dürfte laut WI-<br />
FO-Schnellschätzung im 1. Quartal<br />
20<strong>24</strong> nur geringfügig gewachsen<br />
sein (+0,2%).<br />
Top-Risiken: Geo-Politik, Lieferketten<br />
und zuwenig Ressourcen<br />
Gefragt nach den größten Risiken<br />
antworteten 73% der Unternehmen<br />
mit der geopolitischen Lage. „Selten<br />
gab es so viele geopolitische<br />
Spannungen und Unsicherheiten<br />
wie jetzt“, sagt Kolb. „Diese wirken<br />
sich teilweise auf die Lieferketten<br />
und Transportwege aus, wie zum<br />
Beispiel die Krise im Roten Meer.<br />
Auch die neuen Brexit-Grenzkontrollen<br />
dürften Lieferketten auf eine<br />
harte Probe stellen.“ Wie stark sich<br />
geopolitische Risiken auf die Unternehmen<br />
auswirken können, zeigt<br />
die Tatsache, dass 53% aus diesem<br />
Grund über eine Verlagerung ihrer<br />
Produktion nachdenken. Auch die<br />
Lieferketten bereiten den Exporteuren<br />
nach wie vor Kopfzerbrechen.<br />
Vor allem die starke Konzentration<br />
und hohe Komplexität werden als<br />
Herausforderungen genannt. Auch<br />
in Österreich sagen drei von vier<br />
Unternehmen, dass sie nach wie vor<br />
mit Lieferkettenproblemen kämpfen<br />
(Quelle: OeKB). Nicht zuletzt bereitet<br />
der Mangel an Ressourcen - angefangen<br />
von Rohstoffen über Fachkräfte<br />
bis hin zu Finanzkapital – der<br />
Exportwirtschaft große Probleme.<br />
Schlechtere Zahlungsmoral,<br />
mehr Insolvenzen<br />
Trotz der optimistischen Umsatzerwartungen<br />
sind sich die Unternehmen<br />
der angespannten Risikolage<br />
bewusst – vor allem hinsichtlich der<br />
Finanzierung. Denn eine schlechtere<br />
Zahlungsmoral, steigende Zahlungsausfälle<br />
sowie ein deutlicher<br />
Anstieg der Insolvenzen bedrohen<br />
derzeit die finanzielle Stabilität vieler<br />
Unternehmen.„Fast 70 Prozent<br />
der Unternehmen weltweit werden<br />
erst nach 30 bis 70 Tagen bezahlt“,<br />
so Kolb. „Aufgrund des geringeren<br />
Wachstums, der zahlreichen Handelsunterbrechungen<br />
und der geopolitischen<br />
Unsicherheit erwarten<br />
42 Prozent der Unternehmen weltweit,<br />
dass sie in den nächsten sechs<br />
bis zwölf Monaten noch länger auf<br />
ihr Geld warten müssen. Längere<br />
Zahlungsfristen bedeuten einen<br />
stärkeren Druck auf den Cashflow.“<br />
Darüber hinaus gehen 40 Prozent<br />
der Befragten davon aus, dass das<br />
Zahlungsausfallrisiko im Jahr 20<strong>24</strong><br />
steigen wird. Das deckt sich mit der<br />
Prognose von Acredia, dass die weltweiten<br />
Unternehmensinsolvenzen in<br />
diesem Jahr um neun Prozent steigen.<br />
Auch in Österreich sieht der<br />
Kreditversicherer Alarmstufe Gelb<br />
für die Wirtschaft. „Anfang des Jahres<br />
gingen wir noch davon aus, dass<br />
die Zahl der Firmenpleiten in Österreich<br />
im selben Ausmaß wie global,<br />
nämlich um neun Prozent, steigen<br />
wird. Nachdem es aber im ersten<br />
Quartal bereits um 27% mehr Unternehmensinsolvenzen<br />
als im Vergleich<br />
zum Vorjahr gab, ist es fraglich,<br />
ob diese Prognose haltenwird“,<br />
so Acredia Vorstand Michael Kolb.<br />
Acredia Vorstand Michael Kolb<br />
Die gesamte Studie zum globalen Welthandel kann hier<br />
heruntergeladen werden: https://bit.ly/GlobalTradeSurvey20<strong>24</strong><br />
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02/<strong>24</strong><br />
39
WIRTSCHAFT<br />
Weiterer Höhenflug des Flying Rhino<br />
2013 legte Starkraft mit der PM2 den Grundstein für starke fexible Kraftpapier-<br />
Lösungen und übertraf seit damals regelmäßig die Erwartungen. <strong>KOMPACK</strong><br />
berichtete damals auch über den Transport des „Yankee-Zylinders“ mit einem<br />
Durchmesser von 6,7 Metern (dem bis dahin größten geschweißten Hochpräzisions-<br />
Trockenzylinder der Welt.) Bereits 2019 wurde mit der PM3 die Kapazität<br />
weiter ausgebaut. Auch der Durchmesser des Yankee Zylinders stieg auf 7,3<br />
Meter an. Nach wie vor ist das Wappentier der Starkraft – das „Flying Rhino“ –<br />
immer zu neuen Höhenflügen bereit. So auch jetzt wieder als die PM6 in Steyrermühl<br />
offiziell den Betrieb im Mai aufgenommen hat. Mit dieser strategischen<br />
Investition steigert Starkraft seine Produktionskapazität auf insgesamt 350.000<br />
Tonnen Kraftpapier (braun und weiß) pro Jahr.<br />
Starkraft bietet damit jetzt eine<br />
breite Palette von weißen<br />
und braunen Kraftpapieren<br />
an, deren Anwendungsfokus im flexiblen<br />
Verpackungsbereich und bei<br />
der Weiterverarbeitung von Spezialpapieren<br />
liegt (Pöls 200.000t – ‚<br />
Steyrermühl 150.000t).<br />
Sebastian Heinzel<br />
Sebastian Heinzel zum Thema:<br />
„Der Erwerb der Papierfabrik Steyrermühl,<br />
die wir übernommen haben,<br />
und unsere Partnerschaft im<br />
Paracel-Projekt zum Bau der ersten<br />
Zellstofffabrik in Paraguay in Südamerika<br />
sind mutige Weichenstellungen<br />
für eine nachhaltige Zukunft<br />
der ganzen Gruppe. (Die HEINZEL<br />
GROUP beteiligte sich 2022 ge-<br />
meinsam mit südamerikanischen<br />
und europäischen Unternehmerfamilien<br />
an einem bahnbrechenden<br />
Projekt für nachhaltige Forstwirtschaft<br />
und Zellstoffproduktion in<br />
Blick auf das Werk in Steyrermühl<br />
Paraguay. Es ist wahre Pionierarbeit:<br />
Für das Projekt Paracel zur Errichtung<br />
der ersten Zellstofffabrik im<br />
südamerikanischen Land Paraguay<br />
werden schon seit 2019 Millionen<br />
von Bäumen gepflanzt; mehr als 100<br />
Millionen werden es schlussendlich<br />
sein. Im vergangenen Jahr beteiligte<br />
sich die HEINZEL GROUP als strategischer<br />
Investor an Paracel und<br />
bringt ihr industrielles Know-how<br />
und ihre umfangreiche Vertriebserfahrung<br />
auf den globalen Zellstoffmärkten<br />
ein, um diesem Projekt zum<br />
Erfolg zu verhelfen. Gemeinsam<br />
wird hart daran gearbeitet, das modernste<br />
und nachhaltigste Zellstoffwerk<br />
der Welt mit einer Kapazität<br />
von 1,8 Millionen Tonnen Jahresproduktion<br />
zu errichten.)<br />
Nachhaltigkeitsstrategie<br />
Die Entschlossenheit zu diesen<br />
Schritten haben wir aus unserer<br />
Nachhaltigkeitsstrategie geschöpft.<br />
Foto: Heinzel Group<br />
40<br />
03/<strong>24</strong>
PM6<br />
Anfang 2022 haben wir unseren<br />
neuen Unternehmenszweck, unsere<br />
Mission und unsere Vision vorgestellt<br />
mit einem starken Bekenntnis,<br />
zum Wohle des Planeten beizutragen.<br />
Diesen Worten haben wir auch<br />
gleich Taten folgen lassen: Ich bin<br />
stolz, dass wir schon 2022 unsere<br />
CO 2 -Emissionen und unseren Einsatz<br />
fossiler Brennstoffe deutlich<br />
reduzieren konnten. Wir haben außerdem<br />
unsere detaillierte Strategie<br />
für 2030 ausgearbeitet und uns<br />
weitere ambitionierte Unternehmens-<br />
und Umweltziele gesteckt.<br />
Als Familienunternehmen mit einer<br />
langfristigen Perspektive sind wir<br />
bereit, die hohen erforderlichen Investitionen<br />
in eine erneuerbare Energieinfrastruktur<br />
zu tragen.“<br />
Energie<br />
Das Werk in Steyrermühl soll auch<br />
als Versorgungszentrum für Wärme<br />
und Energie für die Standorte<br />
Steyrermühl und Laakirchen und<br />
für umliegende Gemeinden fungieren.<br />
Mit Biomasse und mit eigenen<br />
Reststoffen aus den Unternehmen<br />
der HEINZEL GROUP soll in Steyrermühl<br />
verstärkt Energie produziert<br />
werden. Dadurch kann Erdgas<br />
ersetzt werden, und der Energiemix<br />
der beiden Papierfabriken an der<br />
Traun wird deutlich umweltfreundlicher<br />
dank reduzierter fossiler CO 2 -<br />
Emissionen. Mit dem zu Steyrermühl<br />
gehörenden Sägewerk betritt<br />
die HEINZEL GROUP außerdem<br />
ein neues Geschäftsfeld – ein strategischer<br />
Schritt zur Sicherung von biogenen<br />
Rohstoffen. Schon jetzt werden<br />
durch die im Jahr 2017 errichtete<br />
Anaerobie-Anlage in Laakirchen<br />
nahezu 5.000 Tonnen fossile CO 2 e<br />
jährlich eingespart. Der Startschuss<br />
für den Bau einer zweiten Anlage ist<br />
bereits gefallen – sie wird etwa doppelt<br />
so groß wie die bestehende sein<br />
und eine zusätzliche CO 2 -Einsparung<br />
von ca. 13.000 Tonnen jährlich<br />
erwirken. Heuer wird hier das erste<br />
Biogas produziert werden.<br />
PM6<br />
Doch nochmals zur PM6 – Business<br />
Unit Director Maximilian<br />
Ortner betont beim Besuch des<br />
Werkes die gute Zusammenarbeit<br />
zwischen Pöls und Steyrermühl:<br />
„Auch wenn ein Fahrweg von rund<br />
1 3/4 Stunden zwischen den Werken<br />
überschaubar ist, ist diese tolle<br />
Zusammenarbeit von Beginn an<br />
nicht selbstverständlich. Dafür darf<br />
ich mich an dieser Stelle bei allen<br />
Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern<br />
bedanken. Die PM6 in Steyrermühl<br />
ist ein Gamechanger für Starkraft.<br />
Produzieren werden wir hier Produkte<br />
mit 30-100g/m 2 . Eingesetzt<br />
werden unsere PM6 Papiere als flexible<br />
Verpackung für Lebensmittel,<br />
sowie im Bereich Retail (Tragetaschen)<br />
und E-Commerce. Weiters<br />
gibt es eine Reihe industrieller Spezialanwendungen.<br />
Wir freuen uns<br />
auf Ihre Anfragen – ob Paper Sticks<br />
für Lollipos oder flexible Verpackung<br />
im Hygienebereich. Wir sind<br />
auch stolz darauf sagen zu können<br />
uns ist kein Kunde zu klein oder<br />
groß. Die PM6 ermöglicht uns zum<br />
einen neue Kunden und Segmente<br />
zu erschließen. Zum anderen bieten<br />
wir unseren langjährigen Partnern<br />
die Möglichkeit gemeinsam mit<br />
uns zu wachsen.“<br />
Mehr unter: www.starkraft.com<br />
oder: www.heinzel.com<br />
Das stolze Team nach dem erfolgreichen Anlauf der PM6<br />
Saropack<br />
Schrumpffolienspezialist Nr.1<br />
Klimaneutrale Schrumpffolien<br />
Erster Anbieter von klimaneutralen Schrumpffolien<br />
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Saropack Saropack Handels Handels GmbH • GmbH Vorarlberger • Wiedengasse Wirtschaftspark 25 • A-6840 2 • A-6840 Götzis Götzis<br />
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UID Nr. ATU 41612108 • FB Nr. 149426w813 085 351<br />
www.saropack.eu<br />
03/<strong>24</strong><br />
41
WIRTSCHAFT<br />
ABB erweitert Portfolio an modularen<br />
Mit der Einführung der neuen Modelle IRB 7710 und IRB 7720 setzt ABB<br />
Robotics den Ausbau ihres Port-folios an modularen Großrobotern fort. Zusammen<br />
mit den kürzlich vorgestellten Modellen IRB 5710–IRB 5720 und IRB<br />
6710–IRB 6740 umfasst das Angebot nun insgesamt 46 Varianten mit Traglasten<br />
zwischen 70 kg und 620 kg und bietet Kunden ein Höchstmaß an Flexibilität,<br />
Auswahl und Leistung.<br />
Unternehmen setzen zunehmend<br />
auf neue Technologien<br />
und Komponen-<br />
„<br />
ten, um ihre Produktivitäts- und<br />
Nachhaltigkeitsziele zu erreichen.<br />
Daher haben wir unser Angebot an<br />
modularen Großrobotern so konzipiert,<br />
dass Kunden die am besten<br />
geeigneten Roboter und Varianten<br />
für einen effizienten Betrieb auswählen<br />
können“, erklärt Marc Segura,<br />
Leiter der Robotics-Division bei<br />
ABB. „Wir verfügen über das umfassendste<br />
Portfolio an Mechatronik-Plattformen:<br />
Industrierobotern,<br />
Cobots und AMR auf dem Markt.<br />
Die neuen Roboter erweitern dieses<br />
Angebot und helfen unseren Kunden<br />
dabei, dem Arbeitskräftemangel entgegenzuwirken,<br />
ihre Wettbewerbsfähigkeit<br />
zu sichern und gleichzeitig<br />
nachhaltig zu sein.“<br />
16 Varianten<br />
Die neuen ABB-Roboter IRB<br />
7710 und IRB 7720 sind in 16 Varianten<br />
erhältlich und unterstützen<br />
Anwen-dungen in unterschiedlichen<br />
Branchen. So können Hersteller von<br />
Elektro-, Hybrid- und Verbrennerfahr-zeugen<br />
aus einer breiten Palette<br />
60<br />
Die OmniCore-Steuerung von ABB sorgt für eine erstklassige<br />
Bewegungssteuerung der Roboter mit einer Bahngenauigkeit von 0,6<br />
mm. Das gilt auch, wenn mehrere Roboter mit Geschwindigkeiten<br />
von bis zu 1.600 mm/s Lasten von bis zu 620 kg bewegen.<br />
von ABB-Robotern die ideale Variante<br />
für verschiedene Anwendungen<br />
wählen – angefangen von der Pressenautomatisierung<br />
über die Karosseriefertigung<br />
und Batterieproduktion<br />
bis hin zur Endmontage.<br />
Die Roboter eignen sich perfekt für<br />
Montageaufgaben mit hohen Traglasten<br />
wie Giga-Casting, Hochgeschwindigkeits-Pressenbeschickung<br />
und -Palettierung sowie für hochpräzise<br />
Kontaktanwendungen wie<br />
maschinelles Bearbeiten und Rührreibschweißen.<br />
ABB OmniCore-Steuerung<br />
Die ABB OmniCore-Steuerung<br />
sorgt für eine erstklassige Bewegungssteuerung<br />
der Roboter mit<br />
einer Bahngenauigkeit von 0,6 mm.<br />
Das gilt auch, wenn mehrere Roboter<br />
mit Geschwindigkeiten von bis<br />
zu 1.600 mm/s Lasten von bis zu<br />
620 kg bewegen. Kunden profitieren<br />
zudem von einer Reduzierung der<br />
Zykluszeiten um bis zu 25 Prozent1<br />
bei einer gleichzeitigen Verbesserung<br />
der Produktivität und Qualität.<br />
In der Automobilindustrie ermöglicht<br />
der IRB 7710 mit der neuesten<br />
OmniCore-Steuerung eine Steigerung<br />
der Produktionsleistung von<br />
robotergestützten Pressenlinien von<br />
12 auf 15 Hübe pro Minute zur Fertigung<br />
von 900 Teilen pro Stunde. Im<br />
Bausektor können die neuen Roboter<br />
das Wachstum im Bereich des modularen<br />
Bauens unterstützen, indem<br />
sie zum Beispiel zur Fertigung von<br />
Stahlrahmen und zur Oberflächenbearbeitung<br />
eingesetzt werden und<br />
so zur Steigerung der Geschwindigkeit<br />
und Qualität beitragen.<br />
Energieeffizientes Design<br />
Das energieeffiziente Design des<br />
IRB 7710 in Kombination mit der<br />
regenerativen Technologie der Omni-Core-Steuerung<br />
senkt den Energiebedarf<br />
um bis zu 30 Prozent 1 ,<br />
während das integrierte Power Pack<br />
eine Energierückspeisung ins Netz<br />
ermöglicht.<br />
Hochgeschwindigkeitsregalbedienung<br />
42 03/<strong>24</strong>
Großrobotern<br />
Die neuen ABB-Roboter IRB 7710 und IRB 7720 sind in 16 Varianten<br />
erhältlich und unterstützen Anwendungen in unterschiedlichen<br />
Branchen. So können Hersteller von Elektro-, Hybrid- und<br />
Verbrennerfahrzeugen aus einer breiten Palette von<br />
ABB-Robotern die ideale Variante für verschiedene Anwendungen<br />
wählen – angefangen von der Pressenautomatisierung über die<br />
Karosseriefertigung und Batterieproduktion bis hin zur Endmontage.<br />
Anwendungsbeispiel<br />
Weitere Informationen zum Portfolio an modularen Großrobotern<br />
von ABB einschließlich der Modelle IRB 7710 und<br />
IRB 7720 erhalten Sie unter: https://new.abb.com/<br />
products/robotics/de/roboter/knickarmroboter/irb-7710<br />
1 IRB 7710 im Vergleich zum Vorgänger IRB 7600 bei gleicher Traglast (500 kg)<br />
mit der vorherigen Steuerung IRC5.<br />
Papierwickler:<br />
● Drehtischausführung<br />
● kombinierbar mit Folienwickler<br />
● Wickelkopf automatisch wechselbar<br />
Ing. Josef Riegler Verpackungstechnik GmbH & Co KG<br />
www.riegler-verpackungstechnik.com<br />
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Tel. 0043 1 40 500 35-0<br />
02/<strong>24</strong><br />
43
DER GUTE ZWECK<br />
Verpackung läuft<br />
Die geneigten Leser können sich vielleicht noch erinnern – in den Jahren vor<br />
Corona wagten Verpackungsexperten immer wieder einen direkten Vergleich<br />
mit ihren Produkten bei Sportereignissen - wie dem Marathon in München.<br />
Trotz toller Leistungen und vollem Einsatz mussten sie sich im direkten<br />
Vergleich mit den Produkten jedoch einmal knapp geschlagen geben und<br />
erreichten bei zwei weiteren Vergleichen nur ein Unentschieden. Für den<br />
nächsten Vergleich sollte dieses Mal der WingsForLifeWorldRun in Wien<br />
herhalten und der lang ersehnte Sieg eingefahren werden.<br />
Stark, perfekt geformt und<br />
immer für einen da. Der perfekte<br />
Mann? Nein, die perfekte<br />
Verpackung! Verpackungen<br />
überzeugen Tag für Tag mit unzähligen<br />
Vorteilen. Doch eines muss<br />
man fairerweise anerkennen: Auch<br />
die Männer und Frauen, die tagtäglich<br />
daran arbeiten, qualitativ hochwertige<br />
Verpackungen herzustellen<br />
(oder darüber zu schreiben), haben<br />
einiges zu bieten. Beim WingsForLifeWorldRun<br />
wollten Verpackungsprofis<br />
wieder beweisen, dass sie ihren<br />
Produkten in nichts nachstehen!<br />
Mit Feuereifer widmeten sich die<br />
Teilnehmer also den Vorbereitungen<br />
für den diesjährigen Vergleich. Doch<br />
wie soll man mit einem Produkt, das<br />
mit einer unglaublichen Vielseitigkeit<br />
in Hinblick auf Größe, Ausführung<br />
und Form brilliert, mithalten?<br />
Ganz klar – man muss selbst vielfältiger<br />
werden als bisher, es braucht<br />
Verstärkung! So kam die Idee, dass<br />
man in der Branche nach Verstärkung<br />
suchte - und fand. Neben Fans<br />
aus der Etikettenbranche, die sich<br />
mit dem Anfeuern begnügten, konnte<br />
tatkräftige Unterstützung von<br />
Verbänden (Spende von Pro Carton<br />
für den guten Zweck) sowie aktive<br />
Teilnehmer seitens der Messewelt<br />
- Messe Nürnberg und der Verpackungsproduzenten/Versand-<br />
und<br />
Transportverpackung durch VSL gefunden<br />
werden.<br />
Ideale Bedingungen<br />
Leistungen auch unter extremen<br />
Bedingungen abliefern - was für<br />
Verpackungen Alltag ist, darf für einen<br />
Verpackungsprofi natürlich kein<br />
Problem sein. Zu gute Bedingungen<br />
können aber auch täuschen - so kam<br />
es, dass durch das gute Wetter die<br />
bösen Gräserpollen flogen und das<br />
Catcher Car einen Mitläufer weit vor<br />
seinem angepeilten Laufziel überholte.<br />
So geht dieser erste Punkt an<br />
die Verpackung.<br />
Eyecatcher<br />
In Puncto Design sahen die Verpackungsexperten<br />
im Vergleich zur<br />
Verpackung noch einigen Aufholbedarf<br />
was die letzten Starts betraf.<br />
Trotz Steigerung in diesem Bereich<br />
von Lauf zu Lauf hatten Verpackungen<br />
bisher ganz klar die Nase<br />
vorn. Dank innovativer Drucktechniken<br />
und viel Know-how sind die<br />
Gestaltungsmöglichkeiten von Verpackungen<br />
äußerst vielfältig. VSL<br />
weiß dies ja aus erster Hand, so können<br />
deren Produkte mittels Digitaldruck<br />
veredelt werden. Auch die Unterstützer<br />
der Etikettenbranche kennen<br />
natürlich die unterschiedlichsten<br />
Veredelungsvarianten. Im Vergleich<br />
dazu war der Auftritt der Jogger bei<br />
den ersten Läufen noch etwas blass.<br />
Das sollte sich ändern: Ausgestattet<br />
mit neuen Shirts wollten die Starter<br />
stark aufholen - „wir Läufer“ behaupten<br />
zumindest ein Unentschieden<br />
in diesem Bereich erreicht zu<br />
haben - Punkt für beide Lager.<br />
Effizienzsteigerung<br />
Eine flexible Verpackung, die einen<br />
unkomplizierten Transport und<br />
eine praktische Lagerung ermöglicht<br />
- dies sind nur einige der Vorteile,<br />
die Verpackungen mit sich bringen.<br />
Die Läuferinnen und Läufer konnten<br />
diese Vorzüge natürlich nicht 1:1<br />
ummünzen, jedoch erreichten sie<br />
mit viel Einsatz eine weitere Effizienzsteigerung<br />
im Vergleich zum<br />
den Vorjahren. Der unparteiliche<br />
Schiedsrichter sieht hier ein Unentschieden.<br />
Nachhaltigkeit<br />
Bis auf die letzten Meter war es ein<br />
äußerst spannender Kampf, den sich<br />
die Verpackungsexperten und ihre<br />
Produkte boten. So setzten die Läufer<br />
im Bereich Nachhaltigkeit ihre<br />
Vorsätze aus den Vorjahren vorbildlich<br />
um: Immer öfter wurde auf das<br />
Auto verzichtet und die Anreise „per<br />
pedes“ gewählt. Den Verpackungen<br />
konnten sie mit diesen Bemühungen<br />
jedoch noch nicht das Wasser reichen.<br />
Immerhin ermöglicht die heutige<br />
Technik (und gerade ist in Ennshafen<br />
ja Europas modernste Sortieranlage<br />
im Anlaufen) als Ressource<br />
einen fortwährenden Kreislauf. In<br />
diesem Kreislauf kann aus Verpackung<br />
wieder eine Verpackung werden<br />
- bei aller Anstrengung schaffen<br />
das die Läufer noch nicht. Dank vermehrten<br />
Einsatz von Photovoltaik<br />
und Elektroautos in den Unternehmen<br />
gibt der Schiedsrichter hier aber<br />
auch jeden Team einen Punkt.<br />
Sieger<br />
Wer war also dieses Jahr der Sieger<br />
– eindeutig der gute Zweck. Die<br />
Laufergebnisse der Läufer und Teilnahmegebühren<br />
wurden vom Veranstalter<br />
in Spenden umgewandelt womit<br />
auch hier nachhaltig gearbeitet<br />
wurde. Immerhin wurden rund 70<br />
km vom Team Verpackung erlaufen<br />
und einige 100 Euro für den guten<br />
Zweck gespendet. Damit dieser gute<br />
Zweck in Zukunft noch mehr Unterstützung<br />
bekommt, würden wir uns<br />
freuen, wenn im Team Verpackung<br />
2025 noch mehr an den Start gehen -<br />
egal ob beim Hauptlauf oder mit der<br />
APP (womit jeder weltweit starten<br />
kann, wo er will). Über zahlreiche<br />
Anmeldungen freuen sich schon die<br />
heurigen Teilnehmer des Teams und<br />
die, die die Spenden erhalten - wie<br />
heißt das Motto so schön - leicht<br />
abgewandelt - Die Verpackung läuft<br />
für die, die es selbst nicht können …<br />
Heurige Teilnehmer:<br />
VSL - Michael Lorenz (Foto oben)<br />
- erreichte fast die<br />
Halbmarathondistanz<br />
NürnbergMesse Austria - Gerda<br />
Brandhuber mit tatkräftiger<br />
Unterstützung von Nicole<br />
Grohs (Foto unten)<br />
Pro Carton - SuzanneMc Ewen<br />
<strong>KOMPACK</strong> - Florian und<br />
Harald Eckert (Foto links unten)<br />
Fans: Marzek Etiketten+Packaging<br />
44 03/<strong>24</strong><br />
Wir freuen uns über Ihre Anmeldung zu Verpackung läuft<br />
beim WingsForLifeWorldRun 2025:<br />
https://www.wingsforlifeworldrun.com/de/teams/Xok7GX
Verbraucher präferieren<br />
STUDIE<br />
Nachfüllpacks aus Karton<br />
Aktuelle Konsumententests in Deutschland, Großbritannien und<br />
Schweden zeigen, dass Kartonverpackungen auch im Segment der<br />
Non-Food Produkte mit ihren ökologischen und funktionalen Vorzügen<br />
punkten. Im Rahmen der Studien wurden Nachfüllpackungen<br />
für flüssige Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel aus Plastik (sog.<br />
Pouches) mit Giebelkartons verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass<br />
Verbraucherinnen und Verbraucher insbesondere in den Bereichen<br />
Nachhaltigkeit, Handhabung und Stabilität deutliche Vorteile bei den<br />
Kartonverpackungen sehen.<br />
Die Studien wurden von Elopak in Auftrag<br />
gegeben und von den Marktforschungsunternehmen<br />
Kantar und Absolute Research<br />
im Dezember 2023 durchgeführt. Diese Konsumententests<br />
in Deutschland, Großbritannien und<br />
Schweden zeigen, dass Kartonverpackungen auch<br />
im Segment der Non-Food Produkte mit ihren ökologischen<br />
und funktionalen Vorzügen punkten. Im<br />
Rahmen der Studien wurden Nachfüllpackungen<br />
für flüssige Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel<br />
aus Plastik (sog. Pouches) mit Giebelkartons verglichen.<br />
Die Ergebnisse zeigen, dass Verbraucherinnen<br />
und Verbraucher insbesondere in den Bereichen<br />
Nachhaltigkeit, Handhabung und Stabilität<br />
deutliche Vorteile bei den Kartonverpackungen sehen.<br />
Die Studien wurden von Elopak in Auftrag gegeben<br />
und von den Marktforschungsunternehmen<br />
Kantar und Absolute Research im Dezember 2023<br />
durchgeführt.<br />
Attrraktiv<br />
Ob flüssige Handseife, Spülmittel, Weichspüler,<br />
Flüssigwaschmittel oder Reinigungsmittel – über<br />
nahezu alle Produktkategorien hinweg wäre mehr<br />
als die Hälfte der Befragten in Deutschland und<br />
Großbritannien bereit, flüssige Non-Food Produkte<br />
in einem Giebelkarton zu kaufen. Dabei ist er als<br />
Primär- sowie als Nachfüllverpackung gleichsam<br />
attraktiv. 97 Prozent der befragten Personen in<br />
Schweden bevorzugten die beim Test eingesetzte<br />
D-PAK Kartonverpackung gegenüber handelsüblichen<br />
Nachfüllbeuteln aus Plastik. Die wichtigsten<br />
Gründe für den Kauf von Nachfüllverpackungen<br />
sind der Wunsch, Plastik (91 %) und Kosten<br />
(77 %) zu sparen. Drei Viertel der Befragten<br />
möchten dadurch den eigenen CO 2 -Fußabdruck<br />
reduzieren und ebenso viele schätzen Nachfüllpackungen<br />
für die heimische Vorratshaltung. In<br />
Deutschland sind Nachfüllpacks vor allem bei den<br />
Handseifen verbreitet. Hierzulande kaufen bereits<br />
rund zwei Drittel der Befragten entsprechende Produkte.<br />
In anderen Segmenten wie den Reinigungsund<br />
Waschmitteln liegt dieser Wert noch deutlich<br />
darunter (zw. 15 und 30 %).<br />
Ökologische Sicht<br />
Aus ökologischer Sicht erwarten fast 90 Prozent<br />
der Befragten, dass Nachfüllpackungen vollständig<br />
recycelbar sind. Grundsätzlich werden Nachfüllpacks<br />
als umweltfreundlicher wahrgenommen, da<br />
weniger Abfall entsteht als beim Kauf einer Primärverpackung.<br />
Unzufrieden zeigen sich die Befragten<br />
Foto: Elopak<br />
allerdings mit der Handhabung und der Stabilität<br />
der aktuell verfügbaren Plastik-Pouches. Besonders<br />
wichtig ist ihnen ein einfaches Ausgießen und<br />
Dosieren (65 %), Wiederverschließbarkeit (60 %)<br />
sowie die Stabilität der Verpackung (56 %). Im<br />
Handling-Test schnitt der Giebelkarton in nahezu<br />
allen Kategorien besser ab als der Standbeutel aus<br />
Kunststoff.<br />
Großes Potential<br />
Patrick Verhelst, Senior Director Business Development<br />
P2C bei Elopak, kommentiert: „Diese<br />
Ergebnisse unterstreichen das große Potenzial, das<br />
unsere D-PAK Kartonverpackung für den Non-<br />
Food Bereich bietet. Die Verbraucherinnen und<br />
Verbraucher suchen gezielt nach umweltfreundlichen<br />
Verpackungen mit möglichst wenig Plastik.<br />
Gleichzeit muss die Handhabung überzeugen. Der<br />
D-PAK Karton punktet in all diesen Bereichen<br />
und bietet Herstellern zudem eine echte Differenzierungsmöglichkeit<br />
am POS.“<br />
Komplette Systemlösung<br />
Elopak hat mit dem D-PAK Karton eine komplette<br />
Systemlösung für den Non-Food Bereich<br />
im Angebot, die sich flexibel an unterschiedliche<br />
Produktanforderungen anpassen lässt. Kunden<br />
können zwischen den drei Standardgrößen 500,<br />
750 und 1000 ml wählen. Neu im Programm sind<br />
seit diesem Jahr die Großpackungen mit 1500,<br />
1750 und 2000 ml Füllvolumen. Der Karton ist<br />
mit einem Schraubverschluss inklusive „Nicht<br />
trinken“-Symbol und Verschlusslabel ausgestattet<br />
und wird ab Sommer auch in einer Kindersicherheitsvariante<br />
verfügbar sein.<br />
Mehr unter:<br />
www.elopak.de<br />
03/<strong>24</strong><br />
45
WIRTSCHAFT<br />
ratioform und kaiserkraft werden zu<br />
Seit Mai 20<strong>24</strong> wird ratioform, die führende Marke für Verpackungsexpertise, in<br />
Deutschland, Österreich und der Schweiz unter dem Markendach von kaiserkraft<br />
am Markt geführt. Das ist die logische Konsequenz vieler positiver Erfahrungen<br />
der vergangenen Monate, in denen ratioform und kaiserkraft ihre Zusammenarbeit<br />
intensiviert und Synergien ausgelotet haben.<br />
Bereits in der Vergangenheit<br />
haben ratioform und kaiserkraft<br />
erfolgreich an gemeinsamen<br />
Kundenprojekten und<br />
an der Verschmelzung von Expertise<br />
gearbeitet. Beide Unternehmen<br />
teilen dieselben Werte in Bezug auf<br />
lösungsorientierte Beratung, Service<br />
und Nachhaltigkeit und ergänzen<br />
sich nun im Angebot und Knowhow.<br />
Schon im Sommer 2023 hat<br />
kaiserkraft in Zusammenarbeit mit<br />
dem Schwesterunternehmen ratioform<br />
zudem sein Portfolio von Betriebs-,<br />
Büro- und Lagerausstattung<br />
um Verpackungsbedarf erweitert.<br />
Gemeinsames Markendach<br />
„Unter dem neuen, gemeinsamen<br />
kaiserkraft Markendach bieten wir<br />
ein außergewöhnlich großes Produktportfolio<br />
und das gebündelte<br />
Know-how aus beiden Marken.<br />
Unser Gesamtangebot entlastet<br />
Kunden, vereinfacht ihre Prozesse<br />
und ermöglicht zukunftsweisende<br />
Lösungen, die nicht nur den Kunden<br />
voranbringen. Sie stärken auch<br />
unsere Position im Markt“, so<br />
Sven Lauxmann, Geschäftsführung<br />
KAISER+KRAFT GmbH und Vice<br />
President Sales Division Industrial<br />
& Packaging. Die neue Marke kaiserkraft<br />
bündelt das Beste aus beiden<br />
Welten, Betriebsausstattung und<br />
Verpackungsexpertise, und bietet<br />
so besonderen Mehrwert für Kunden,<br />
Lieferanten und Partner. „Mit<br />
ratioform und kaiserkraft hatten wir<br />
zwei starke, sehr bekannte Marken,<br />
die sich hervorragend ergänzen und<br />
erstklassige Services bieten. Daraus<br />
eine Marke zu schaffen, die unsere<br />
Stärken und Werte vereint und den<br />
Kunden noch mehr Vorteile aus einer<br />
Hand anbietet, war eine logische<br />
Konsequenz. So entstand kaiserkraft,<br />
eine Marke, die sich den komplexen<br />
Herausforderungen von heute und<br />
morgen stellt. Eine Instanz, die die<br />
Arbeitswelt unserer Kunden mitgestaltet<br />
und nachhaltig zukunftsorientiert<br />
macht“, sagt Daniela Senkbeil,<br />
Vice President Category Management<br />
Division Industrial & Packaging.<br />
Neue Angebote<br />
Das Gute beider Marken bleibt und<br />
wächst um neue Angebote und Synergien.<br />
Für die ratioform-Kunden<br />
bleiben alle Rahmenbedingungen,<br />
die Teams, die Ansprechpartner,<br />
Sortimente und Konditionen gleich.<br />
Die ratioform-Kunden werden zu<br />
kaiserkraft-Kunden. Die gesamte<br />
Kundenmigration ist seit Ende April<br />
20<strong>24</strong> abgeschlossen.<br />
Geteilte Werte,<br />
gemeinsame Leidenschaft<br />
Die Vertriebsmarken kaiserkraft<br />
und ratioform waren bislang separat<br />
am Markt aktiv. Die Organisationsstruktur<br />
der TAKKT AG, der<br />
Muttergesellschaft von kaiserkraft<br />
und ratioform, wurde 2022 angepasst<br />
und hat ihre Tochtergesellschaften<br />
auf drei operative und<br />
kundenorientierte Divisionen aufgeteilt.<br />
Dabei setzt die Division<br />
Industrial & Packaging, kurz I&P,<br />
zu der die Marken kaiserkraft und<br />
ratioform gehören, auf eine stärkere<br />
Vernetzung und Synergien<br />
innerhalb der bisherigen Unternehmen.<br />
Kunden profitieren so von<br />
umfassenden, ganzheitlich optimierten<br />
Lösungen aus einer Hand<br />
und einem breiten, abgestimmten<br />
Produktportfolio. kaiserkraft bietet<br />
den kompletten Service, die Kunden<br />
können sich auf ihr Business<br />
konzentrieren. Der konkrete Vorteil:<br />
ein Ansprechpartner, weniger<br />
Schnittstellen, einfachere Bestellprozesse<br />
und somit Zeit- und auch<br />
Ressourcenersparnisse für die<br />
Kunden.<br />
Komprimiertes Netzwerk<br />
„Wir sehen einen hohen Bedarf<br />
an einem komprimierten Lieferantennetzwerk<br />
bei unseren Kunden.<br />
Durch die engere Zusammenarbeit<br />
der Unternehmen innerhalb der I&P<br />
können wir ganzheitliche Lösungen<br />
und ein noch attraktiveres Portfolio<br />
anbieten. Kunden können sowohl<br />
Produkte zur Geschäftsausstattung<br />
als auch Verpackungslösungen aus<br />
einer Hand beziehen. Beide Marken<br />
gehen schon länger Hand in<br />
Hand – der Zusammenschluss unter<br />
einem Markendach war der logische<br />
Schritt in Richtung Zukunft“, so<br />
Sonja Mechling, Geschäftsführung<br />
KAISER+KRAFT GmbH und President<br />
Division Industrial & Packaging.<br />
Mehrwert für Kunden –<br />
Alles aus einer Hand<br />
Die Ratioform Verpackungen<br />
GmbH ist Deutschlands Marktführer<br />
im Handel mit Transportverpackungen.<br />
Neben dem breiten und<br />
tiefen Sortiment an Artikeln unterstützt<br />
ratioform Unternehmen als<br />
Lösungsfinder und Vordenker vorrangig<br />
passgenauen Verpackungslösungen<br />
und bei der Optimierung von<br />
Verpackungsprozessen. ratioform<br />
bringt jahrzehntelange Marktexpertise<br />
im B2B-Handel für Transportverpackungen<br />
mit, von Standardverpackungen<br />
über individuelle<br />
Sonderprojekte bis zur Integration<br />
von Packstraßen. Der B2B-Omnichannelhändler<br />
kaiserkraft legt<br />
großen Wert auf einfache Abläufe<br />
sowie eine zeitnahe Lieferung. Dank<br />
des bewährten Logistiknetzes können<br />
Produkte schnellstmöglich geliefert<br />
werden. kaiserkraft ist zudem<br />
E-Procurement Spezialist und sorgt<br />
für Transparenz im kompletten Beschaffungsprozess,<br />
für einen optimalen<br />
Workflow und ist für Kunden<br />
und Partner ein zuverlässiger und<br />
erfahrener Entwicklungspartner auf<br />
Augenhöhe. Auch ein Montage- und<br />
Projektservice, 3D-Planungen, Sondermodelle<br />
sowie Inspektion und<br />
Wartung gehören zum Service. kaiserkraft<br />
trägt als etablierter Experte<br />
für Büro-, Betriebs- und Lagerausstattung<br />
mit einem breiten Sortiment,<br />
langlebigem Profi-Equipment und<br />
umfassenden Serviceleistungen zum<br />
gemeinsamen Erfolg bei.<br />
Neue Produkte<br />
kaiserkraft-Kunden bekommen<br />
zu ihrem regulären Portfolio, das<br />
über 100.000 Artikel für die gesamte<br />
Geschäftsausstattung bereithält,<br />
rund 20.000 neue Produkte<br />
und Verpackungslösungen von ratioform<br />
hinzu: Von einer vielfältigen<br />
Karton-Auswahl und passendem<br />
Füllmaterial, über alles, was man<br />
zum Verpacken, Verschließen und<br />
Kennzeichnen benötigt, bis hin zu<br />
komplexen Lösungen für den Verpackungsprozess.<br />
Kundenzufriedenheit auch<br />
beim Thema Nachhaltigkeit<br />
kaiserkraft arbeitet bereits seit 2011<br />
mit seinem SCORE-Programm an<br />
einer nachhaltigen Strategie. Für<br />
seine nachhaltigen Aktivitäten wurde<br />
das Unternehmen 20<strong>24</strong> erneut<br />
mit der Goldmedaille von EcoVadis<br />
ausgezeichnet. Die höchste Punktzahl<br />
erreichte das Unternehmen<br />
mit Firmensitz in Stuttgart in den<br />
Bereichen Environment, Labor &<br />
Human Rights sowie Sustainable<br />
Procurement. Auch in der Kategorie<br />
Ethics konnte sich das Unternehmen<br />
von 50 auf 60 Punkte steigern.<br />
Somit hat sich kaiserkraft in<br />
der Gesamtbewertung um 3 Punkte<br />
im Vergleich zum Vorjahr, von 73<br />
auf 76, verbessert. Das Schwesterunternehmen<br />
ratioform hat zudem<br />
46 03/<strong>24</strong>
einer Marke<br />
gemeinsam mit der Dachorganisation<br />
Haniel ein eigenes Bewertungssystem<br />
entwickelt, das Enkelfähig-System,<br />
um Nachhaltigkeit auf Produktebene<br />
transparent, vergleichbar und<br />
messbar zu machen. Basierend auf<br />
den Kriterien Kreislauffähigkeit,<br />
Klimaschutz, Umweltverträglichkeit,<br />
Innovation und Wirtschaftlichkeit<br />
wird für jedes Produkt ein sogenannter<br />
Enkelfähig Score errechnet.<br />
Seit 2023 wird das Programm auch<br />
auf die Produkte von kaiserkraft<br />
angewendet. „Nachhaltigkeit spielt<br />
eine immer wichtigere Rolle. Wir<br />
merken die stärkere Nachfrage<br />
nach ökologischen Produkten, aber<br />
auch nach einer gesamtunternehmerischen<br />
Strategie. Wir setzen uns<br />
intensiv damit auseinander, wie wir<br />
Produkte und die Prozesse unserer<br />
Kunden nachhaltiger gestalten können.<br />
Bis Ende 2023 wurde unser<br />
gesamtes Sortiment mit ca. 120.000<br />
Produkten mit dem Enkelfähig-Ranking<br />
versehen. Ob Verpackungsmaterial<br />
oder Etagenwagen, Kunden<br />
können direkt erkennen, wie nachhaltig<br />
ihr Wunschprodukt ist. Unser<br />
Ziel für 2023 mehr als 30 % unseres<br />
Firmenumsatzes mit Enkelfähig-<br />
Produkten zu machen, haben wir<br />
erreicht und mit 35 % sogar noch<br />
erfolgreicher abgeschlossen als geplant.<br />
Hier knüpfen wir 20<strong>24</strong> gerade<br />
sehr erfolgreich an”, so Daniela<br />
Senkbeil. So soll es dieses Jahr zum<br />
Beispiel pro Artikelgruppe mindestens<br />
eine nachhaltige Produktalternative<br />
für den Kunden als Kaufoption<br />
geben.<br />
Gemeinsam stark<br />
und erfolgreich<br />
Die neue Marke kaiserkraft gibt<br />
Kunden, Partnern und Lieferanten<br />
das Versprechen: »Empowered to<br />
work best«. Sie ist ein Garant für<br />
Qualität und Leistung, bietet ein<br />
außergewöhnlich großes Produktportfolio<br />
und das gebündelte Knowhow<br />
aus beiden Märkten. Der Kunde<br />
steht im Mittelpunkt, kaiserkraft<br />
agiert als Partner auf Augenhöhe<br />
getreu dem neuen Claim »works«.<br />
„Der neue Markenclaim heißt »kaiserkraft<br />
works.«, einfach und aussagekräftig.<br />
Damit wollen wir ausdrücken:<br />
Wir machen es möglich.<br />
Dieser Slogan sagt alles aus, was wir<br />
als Marke verkörpern. Wir arbeiten<br />
hart, um unsere Kunden zufriedenzustellen<br />
und ihre Arbeitswelt zu<br />
gestalten. Wir setzen uns für nachhaltige<br />
Lösungen ein und streben danach,<br />
ein Partner für unsere Kunden<br />
zu sein“, sagt Sonja Mechling. „Der<br />
Claim »kaiserkraft works.« ist nicht<br />
nur ein Satz – er verkörpert unsere<br />
tiefsten Überzeugungen und Werte.<br />
Mit diesem Slogan wollen wir neue<br />
Arbeitswelten Wirklichkeit werden<br />
lassen und die Bedürfnisse unserer<br />
Kunden erfüllen. Wir sehen uns als<br />
Partner auf Augenhöhe, der vertrauensvoll<br />
mit unseren Kunden zusammenarbeitet.<br />
Für uns bedeutet das,<br />
nicht nur Lösungen von heute zu<br />
bieten, sondern auch die Ideen und<br />
Innovationen von morgen. Wir wollen<br />
kreative Ideengeber sein und zusätzliche<br />
Werte für unsere Kunden<br />
schaffen. Es geht uns darum, den<br />
Bedarf unserer Kunden gezielt zu<br />
erfüllen, weil wir verstehen, was sie<br />
benötigen“, führt Mechling fort.<br />
Positiv gestimmt für die Zukunft<br />
„Die Begeisterung für unsere Kooperation,<br />
intern und auch seitens der<br />
Kunden ist überwältigend. Das zeigt<br />
das große Potenzial unserer Zusammenarbeit.<br />
In Zukunft segeln wir<br />
nun unter der gemeinsamen Flagge<br />
kaiserkraft. Unser Versprechen ist<br />
ein strahlendes Plus, das den großen<br />
Mehrwert unserer gemeinsamen<br />
Marke für den Kunden symbolisiert.<br />
Ein Plus an Service, an Produktvielfalt<br />
und an Lösungskompetenz“,<br />
sagt Sven Lauxmann. „Für mich<br />
persönlich ist offene und transparente<br />
Kommunikation der Schlüssel.<br />
Ich kann es kaum glauben, was wir<br />
in den vergangenen Monaten alles<br />
erreicht haben – es erforderte unermüdlichen<br />
Einsatz und eine wahre<br />
Leidenschaft jedes einzelnen für<br />
unsere Kunden. Alle im Team haben<br />
einen wichtigen Beitrag geleistet.<br />
Und das erfüllt mich mit großem<br />
Stolz und Dankbarkeit für alle, die<br />
in unserem Transformationsprozess<br />
an Bord sind. Ich freue mich auf das,<br />
was kommt“, sagt Sonja Mechling<br />
abschließend.<br />
Mehr unter: www.kaiserkraft.com<br />
03/<strong>24</strong><br />
47
MESSE<br />
Potenzial entfalten: ICE Europe 2025<br />
Knapp zwei Drittel des Jahres vor der ICE Europe 2025 wächst die Vorfreude<br />
auf die kommende Messe, die vom 11. bis 13. März in München stattfindet.<br />
300 Aussteller aus 20 Ländern haben bereits 80 % der Ausstellungsfläche<br />
gebucht und reserviert und damit ihre Unterstützung für den Branchentreff<br />
zum Ausdruck gebracht. Dieses Engagement unterstreicht den Wert der<br />
Messe als Plattform für die Präsentation von Innovationen und die Förderung<br />
der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Die Vorbereitungen für die ICE<br />
Europe 2025 laufen auf Hochtouren und machen die Veranstaltung zu einem<br />
für die Zukunft der Converting-Industrie entscheidenden Ereignis.<br />
Mit dem Schwerpunkt auf<br />
Entwicklung und Synergie<br />
will die ICE Europe<br />
2025 eine dynamische Plattform für<br />
Branchenexperten bieten, um die<br />
neuesten Fortschritte in der Verarbeitungstechnologie<br />
zu erkunden.<br />
Die ICE Europe 2025 stellt einen<br />
wichtigen Meilenstein dar, denn<br />
es ist die erste Messe mit uneingeschränktem<br />
Post-COVID-Potenzial,<br />
nachdem die Beschränkungen nur<br />
eine Woche nach der Messe 2023<br />
aufgehoben wurden. Das Ausstellungsprofil<br />
umfasst Produkte und<br />
Dienstleistungen aus allen grundlegenden<br />
Bereichen des Converting-<br />
Sektors, einschließlich Materialien,<br />
Beschichtung/ Kaschierung, Trocknung/<br />
Härtung, (Vor-)Behandlung,<br />
Maschinenzubehör, Schneide-/ Wickeltechnik,<br />
Flexo-/ Tiefdruck, Konfektionierung,<br />
Fabrikmanagement/<br />
Abfallbeseitigung/-verwertung,<br />
Retrofitting/ Runderneuerung von<br />
Anlagen, Lohnveredelung/ -verarbeitung,<br />
Kontroll-, Mess- & Prüfsysteme,<br />
Steuerung von Produktionsprozessen,<br />
Dienstleistungen, sowie<br />
Information & Kommunikation.<br />
Die Aussteller werden eine umfangreiche<br />
Palette von Angeboten präsentieren,<br />
die die Breite und Tiefe<br />
des Fachwissens innerhalb der Branche<br />
demonstrieren. Die ICE Europe<br />
ist die führende Messe für die Converting-Industrie<br />
und bringt Marken<br />
mit Unternehmen zusammen, die<br />
nach den neuesten Converting-Lösungen<br />
suchen. Die Teilnehmer können<br />
sich auf interessante Programme<br />
und Networking-Möglichkeiten<br />
freuen, die den Wissensaustausch<br />
fördern und konstruktive Kontakte<br />
mit Branchenexperten ermöglichen.<br />
Als maßgeblicher Marktplatz für<br />
die Beschaffung maßgeschneiderter,<br />
effizienter und kostengünstiger Verarbeitungslösungen<br />
bietet die ICE<br />
Europe ein Forum, in der die neuesten<br />
technologischen Entwicklungen<br />
zu sehen sind. „Im dynamischen<br />
Bereich der Konvertierung ist ICE<br />
Europe 2025 ein deutliches Zeugnis<br />
für die Kraft der Zusammenarbeit<br />
und des Fortschritts. Während sich<br />
die Möglichkeiten der Innovation<br />
entfalten, wird der reiche Umfang<br />
an Fachwissen und die Vielfalt, die<br />
uns umgibt, deutlich. Gemeinsam<br />
navigieren die Teilnehmer durch<br />
die sich ständig weiterentwickelnde<br />
Landschaft, entdecken neue Produktund<br />
Verarbeitungslösungen, knüpfen<br />
langfristige Verbindungen und<br />
gestalten die Zukunft der Branche“,<br />
erklärt Patrick Herman, Messedirektor<br />
der Converting, Papier und Print<br />
Events, im Namen von RX. Darüber<br />
hinaus betont er: „Die ICE Europe<br />
2025 wird ein zentrales Ereignis<br />
sein, das weltweit führende Unternehmen<br />
der Branche zusammenbringt,<br />
um nachhaltige Praktiken<br />
voranzutreiben und den Wandel in<br />
der Converting-Branche zu fördern.“<br />
Ausstellerliste<br />
Die ICE Europe Ausstellerliste<br />
bietet umfassende und regelmäßig<br />
aktualisierte Informationen über<br />
Aussteller und ihre Produkte. Mit<br />
diesem Online-Tool können die Besucher<br />
ihren Messebesuch effizient<br />
planen, indem sie die Unternehmen<br />
und Produkte identifizieren, die ihren<br />
Bedürfnissen am besten entsprechen.<br />
Zahlreiche namhafte Anbieter<br />
von Maschinen und Anlagen für die<br />
flexible Materialverarbeitung haben<br />
bereits ihre Teilnahme bestätigt. Unternehmen,<br />
die an einer Teilnahme<br />
an der ICE Europe 2025 interessiert<br />
sind, können online unter www.ice-x.<br />
com Standoptionen und Preise anfragen<br />
sowie ihre Standfläche reservieren.<br />
Zügiges Buchen wird empfohlen,<br />
da Premium-Standplätze fast<br />
vergeben sind.<br />
Aussteller, die inspirieren<br />
Für die ICE Europe ist es eine Ehre,<br />
die Beiträge von außergewöhnlichen<br />
Ausstellern hervorzuheben,<br />
die den Geist von Kreativität und<br />
Engagements verkörpern. Diese<br />
bemerkenswerten Teilnehmer<br />
repräsentieren eine Vielzahl von<br />
Branchen und bringen jeweils ihre<br />
einzigartige Perspektive und ihr<br />
Fachwissen in die Veranstaltung ein.<br />
Ihr Engagement für Innovation und<br />
Exzellenz zeigt sich in ihren Ausstellungen,<br />
die den Besuchern einen<br />
Einblick in die bahnbrechenden<br />
Fortschritte in diesem Sektor bieten.<br />
Ihre Teilnahme wird das Erlebnis<br />
der Veranstaltung bereichern und<br />
eine Atmosphäre der Zusammenarbeit<br />
und des Wachstums fördern.<br />
Aussteller wie BST GmbH, Davis-<br />
Standard, LLC, Erhardt + Leimer<br />
GmbH, Guidolin Girotto S.r.l., IMS<br />
Technologies SPA, Jagenberg Group,<br />
Kroenert GmbH, Matthews International<br />
GmbH, Neuenhauser Maschinenbau<br />
GmbH, New Era Converting<br />
Machinery, Inc. und viele andere haben<br />
ihre Teilnahme bereits bestätigt.<br />
ICE Awards<br />
Nach dem Erfolg der ICE Awards<br />
in den vergangenen Jahren werden<br />
auch 2025 wieder die innovativsten<br />
Aussteller mit dem prestigeträchtigen<br />
ICE Award für herausragende<br />
Leistungen und technologische<br />
Fortschritte geehrt. Jede Preiskategorie<br />
würdigt und fördert den Innovationsgeist<br />
der Aussteller in relevanten<br />
Bereichen wie Nachhaltigkeit,<br />
Digitalisierung und Effizienz.<br />
Kategorien<br />
Die Kategorien für die ICE<br />
Awards 2025 werden folgende Themen<br />
umfassen: Workflow-Konnektivität<br />
und Automatisierung, Nachhaltigkeit<br />
und neue Technologien.<br />
Weitere Einzelheiten zum Teilnahmeverfahren<br />
werden im Vorfeld der<br />
Messe veröffentlicht.<br />
Parallelveranstaltungen<br />
Besucher können von mehr Möglichkeiten<br />
und Synergien profitieren,<br />
da die ICE Europe parallel zur CCE<br />
International, Europas wichtigster<br />
Veranstaltung für die Wellpappenund<br />
Faltschachtelindustrie, stattfinden<br />
wird. (www.cce-international.<br />
com.)<br />
Weitere Informationen über die<br />
Veranstaltung und das Rahmenprogramm<br />
werden auf der<br />
Webseite der Messe veröffentlicht,<br />
sobald die Vorbereitungen<br />
voranschreiten: www.ice-x.com<br />
48 03/<strong>24</strong><br />
Impressionen von der lethzten Veranstaltung<br />
Fotos: ICE Europe Pressebüro
03/<strong>24</strong><br />
49
WIRTSCHAFT<br />
Jubiläum: 20 Jahre Brückner Slovakia<br />
Die Brückner-Gruppe hat seit den 1970er Jahren erfolgreiche Geschäftsbeziehungen in<br />
die heutige Slowakei. Ein großer Schritt zum eigenen Standort war 2004 die vorausschauende<br />
Entscheidung, in der Nähe wichtiger Zulieferer ein Montagewerk zu eröffnen.<br />
Die Standortentscheidung für die Slowakei hat sich im Rückblick der letzten 20<br />
Jahre mehrfach bestätigt – seit 2004 stellt Brückner Slowakei einen wichtigen Teil der<br />
Wertschöpfungskette der Brückner-Gruppe und aller ihrer Unternehmen dar.<br />
Das Leistungsspektrum von<br />
Brückner Slowakei umfasst<br />
auf insgesamt gut<br />
32.000 m² mechanische- und elektrische<br />
Vormontagen, Einkaufs- und<br />
Logistikdienstleistungen, sowie<br />
weltweite Montageleistungen bei<br />
den Kunden der Gruppenunternehmen.<br />
Investitionsschwerpunkt<br />
Brückner war damit sehr frühzeitig,<br />
wie einige andere Global Player, in<br />
der Slowakei erfolgreich vertreten.<br />
Das Land ist einer der industriellen<br />
Investitionsschwerpunkte in Europa<br />
und bietet hervorragende Voraussetzungen<br />
für Maschinenbau-Unternehmen:<br />
gute Zulieferstrukturen,<br />
qualifizierte Arbeitskräfte, hervorragende<br />
Universitäten.<br />
Bild: Brückner-Gruppe<br />
Weltweit größtes Montagewerk<br />
Aufgrund der positiven Entwicklung<br />
wurde nach einigen Jahren in<br />
gemieteten Hallen im Jahr 2011 ein<br />
eigenes Werk am Standort Topolcany<br />
gebaut, im Westen der Slowakei,<br />
wo auch andere hochrangige Industrieunternehmen<br />
angesiedelt sind.<br />
In Topolcany befindet sich heute<br />
das weltweit größte Montagewerk<br />
für Folienreckanlagen, zuletzt wurde<br />
2020 eine hoch automatisierte<br />
Montagelinie für Ketten und Kluppen<br />
eröffnet, mit einer Kapazitätssteigerung<br />
von gut 30%.<br />
Brückner in der Slowakei<br />
Zusätzliche Halle ab Sommer<br />
Im Jahr 2023 wurde eine weitere<br />
Produktionshalle mit 7.000 qm neu<br />
errichtet, im Juni 20<strong>24</strong> wird eine<br />
zusätzliche Halle mit 4.800 qm in<br />
Betrieb genommen, ein erneutes Bekenntnis<br />
in den Standort Topolcany<br />
und in das Wachstum der Brückner-<br />
Gruppe. Seit der Gründung vor 20<br />
Jahren ist die Zahl der Mitarbeiterinnen<br />
und Mitarbeiter bei Brückner<br />
Slowakei von 34 auf über 450<br />
gewachsen, überwiegend sehr gut<br />
ausgebildete Fachkräfte. Allein von<br />
2021 bis heute verdoppelte sich die<br />
Mitarbeiterzahl.<br />
Positive<br />
Entwicklungsmöglichkeiten<br />
Eckhard Böker, Geschäftsführer<br />
Brückner Slowakei: „Unsere Kunden<br />
aus aller Welt sind begeistert<br />
vom Standort Slowakei und von den<br />
Leistungen der Brückner Slowakei.<br />
Die Entwicklung zu neuen Informations-<br />
und Produktionstechnologien<br />
in Verbindung mit dem Know-how<br />
unseres Teams eröffnet uns noch<br />
einige positive Entwicklungsmöglichkeiten,<br />
wie etwa die Erhöhung<br />
der Wertschöpfungstiefe bei Inbetriebnahmeleistungen<br />
und Softwareprüfung<br />
in der Slowakei. Wir freuen<br />
uns darauf.“<br />
Mehr unter:<br />
www.brueckner.com<br />
Partnerschaft für neue Performance<br />
Die KAMA GmbH in Dresden und TRESU A/S, hochspezialisierter Anbieter für<br />
flexible Lösungen für Flexodruckmaschinen und Beschichtungstechnologie aus<br />
Dänemark, gaben auf der drupa 20<strong>24</strong> ihre Zusammenarbeit bekannt.<br />
Ziel der Partnerschaft ist es,<br />
gemeinsam eine Lösung<br />
zu kreieren, die die digitale<br />
Veredelung auf eine neue Effizienzstufe<br />
bringt. KAMA wird in den neu<br />
entwickelten Hammerhead 76/106<br />
für digitale Veredelung eine Beschichtungseinheit<br />
von TRESU integrieren,<br />
die das Anwendungsspektrum<br />
der bahnbrechenden Lösung<br />
erweitert. Zu den Applikationen<br />
‚digitaler UV-Spotlack‘ und ‚digitale<br />
Folienveredelung‘ kommen mit der<br />
TRESU iCoat II konventionelle Beschichtungsoptionen<br />
hinzu. Mit der<br />
50 03/<strong>24</strong><br />
kombinier¬ten Lösung setzen die<br />
beiden Hersteller neue Maßstäbe für<br />
die digitale Veredelung: Sie erweitern<br />
deutlich die Palette der veredelbaren<br />
Materialien und Substrate und<br />
heben die Effizienz auf ein neues<br />
Niveau.<br />
Zukünftige Zusammenarbeit<br />
Neben der gemeinsamen Entwicklung<br />
weiterer Optionen für den<br />
Hammerhead 76/106 legen KAMA<br />
und TRESU die Grundlage für eine<br />
zukünftige Zusammenarbeit in weiteren<br />
Bereichen, indem sie das Wissen<br />
und die Exzellenz ihrer Fachgebiete<br />
kombinieren.<br />
Stimmen<br />
Jordi Giralt, Chief Business Officer<br />
bei Kama: „TRESU ist der richtige<br />
Partner, um das von uns angestrebte<br />
Exzellenzniveau zu erreichen. Die<br />
Zusammenarbeit wird uns dabei helfen,<br />
die digitale Veredelung in die<br />
Position zu bringen, die sie unserer<br />
Meinung nach einnehmen muss: die<br />
Gleichstellung mit Offset- oder Flexodruck<br />
in Bezug auf Effizienz und<br />
Auslastung und natürlich die Rationalisierung<br />
der Produktionskosten.“<br />
Bahnbrechende Lösung<br />
Stephan Plenz, Chief Executive<br />
Officer bei TRESU: „KAMA ist auf<br />
dem richtigen Weg, eine bahnbrechende<br />
Lösung für den wachsenden<br />
Bereich der digitalen Veredelung<br />
auf den Markt zu bringen, die von<br />
unserem Knowhow profitieren kann.<br />
Wir wollen diesen Weg mit unserem<br />
neuen Partner gehen und sehen darin<br />
den ersten Schritt einer sehr produktiven<br />
Zusammenarbeit.“<br />
Mehr unter: www.kama.info oder<br />
unter: www.tresu.de<br />
Der neu entwickelte KAMA Hammerhead<br />
76/106 für digitale Veredelung<br />
mit TRESU Beschichtungsmodul.<br />
Foto: KAMA<br />
www.hm-werbung.at
z.B. Maschinen-<br />
Stellfüße<br />
Art. Nr. 00-BM<br />
4615 Holzhausen<br />
Gewerbeparkstrasse 8<br />
Tel. +43 7<strong>24</strong>3 50020<br />
Fax +43 7<strong>24</strong>3 51333<br />
stoeffl@stoeffl.at<br />
03/<strong>24</strong><br />
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Your Guide for a Packaging<br />
Industry in Transition.<br />
Ein Newsletter der FACHPACK<br />
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<strong>24</strong>.–26.9.2O<strong>24</strong><br />
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