Vitalstoffe 2/2024
Vitalstoffe ist die erste Zeitschrift in deutscher Sprache, die sich zum Ziel setzt, umfassend über die Roh- und Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie über deren Darreichungsformen zu berichten. Im Mittelpunkt stehen die Produktion und Mischung von Rohstoffen und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftlich fundierte Informationen und Studien bieten die Möglichkeit der Aufklärung, die durch die Health Claims Verordnung immer schwieriger geworden ist. Leser sind Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Vermarkter, Lohnhersteller und Rohstoffhersteller bis hin zum Point of Sales sowie Ärzte, Ernährungsspezialisten und Apotheker.
Vitalstoffe ist die erste Zeitschrift in deutscher Sprache, die sich zum Ziel setzt, umfassend über die Roh- und Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie über deren Darreichungsformen zu berichten. Im Mittelpunkt stehen die Produktion und Mischung von Rohstoffen und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftlich fundierte Informationen und Studien bieten die Möglichkeit der Aufklärung, die durch die Health Claims Verordnung immer schwieriger geworden ist.
Leser sind Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Vermarkter, Lohnhersteller und Rohstoffhersteller bis hin zum Point of Sales sowie Ärzte, Ernährungsspezialisten und Apotheker.
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Ausgabe 2/2024 14. Jahrgang ISSN 2192-2632 8,90 €
22024
Das Magazin für Mikronährstoffe und deren Wirkungen
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eingetragenes Warenzeichen von Horphag Research. ©2024 Horphag Research.
Editorial
Frauengesundheit
Benno Keller
In der letzten Zeit wurden vermehrt Forderungen laut, der Frauengesundheit endlich die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.
Nicht nur bezüglich der Physiologie bestehen entscheidende Unterschiede zur Gesundheit von Männern. Der weibliche Organismus
hat eine ganze Reihe individueller Anforderungen an bestimmte Wirkstoffe in der Nahrung, die theoretisch über eine gute und
ausgewogene Ernährung abgedeckt werden können.
Viele der spezifischen für die Frauengesundheit essentiellen Mikronährstoffe – Eisen – Selen – Zink – Calcium – Vitamin D –
B-Vitamine – Folsäure usw. kommen besonders in Fleisch, Milchprodukten und Nüssen, aber auch in Gemüse vor. Es ist aber kaum
möglich, den Nährstoffbedarf allein über die Ernährung zu decken.
Es liegt daher nahe, eine persönliche Supplementierung zu entwickeln, die an die Lebensumstände und die jeweilige Lebensphase
von Frauen angepasst ist. Sinnvoll ist immer eine Blutuntersuchung, die schnell Aufschluss über Defizite geben kann.
Es gibt aber auch Wirkstoffe, die der Körper nicht über die Nahrung bekommt, die aber zugeführt werden sollten – zum Beispiel
die hervorragende Kombination von Kollagenpeptiden und Astaxanthin, die Knochen und Gelenke stabilisieren kann und latente
Entzündungen und damit Schmerzen reduziert.
Die meisten Stoffe, über die wir berichten, kommen natürlich vor. Manche aber entfalten ihre Möglichkeiten erst als Extrakt, zum
Beispiel das Pycnogenol ® , das aus der Rinde der französischen Meereskiefer gewonnen wird. Dieser Stoff ist ein Multitalent, das
gegen Migräne, Menstruationsbeschwerden, Herz- und Kreislaufprobleme, Schlafstörungen und mangelnde Hautelastizität wirkt.
Der wichtigste erste Schritt zur Erhaltung der Gesundheit generell und besonders für Frauen ist die Information. Es lohnt sich,
systematisch aber unangestrengt und aufgeschlossen damit umzugehen.
Es grüßt Sie herzlich
Benno Keller
Herausgeber
Die „Vitalstoffe“ kann abonniert werden. Das Abonnement besteht immer aus 4 Ausgaben – z. B. Ausgabe 3 / 2024 – 2 / 2025.
Der Jahresbezugspreis beträgt in Deutschland € 40,00 inkl. MwSt und Versandkosten, im Ausland € 48,00.
Bitte bestellen Sie per E-Mail bei: bk@nutri-network.com
Juli 2024
3
V italstoffe
Inhalt
Titel: Kombinationen von Extrakten
Aus dem Affenbrotbaum – Baobab Frucht
(Adansonia digitata), der Akazie (Acacia
senegal) und Zimt (Cinnamomum verum) lassen
sich Extrakte herstellen, die in Kombination
wirkungsvolle Präbiotika und Ballaststoffe bieten.
Sie beeinflussen die Verdauung positiv und wirken
gegen Darmentzündung.
Titelgeschichte ab Seite 22
© shutterstock.com – SVV Media | Bremerlemons | Nuwan Hamitha
6 Aktuelle Studien
6 Chlorella Supplements
8 Eisenmangel
10 Multivitamine für Senioren
13 Pflanzenextrakte
13 Pycnogenol für den Sport
18 Ingwerextrakt
22 Präbiotika
49 Superfood Sanddorn
28 Vitamine
10 Multivitamine
28 B-Vitamine
33 Carotinoide
30 Kollagenpeptide
30 Menopause und Knochendichte
33 Hautgesundheit
33 Carotinoide für die Haut
36 Kognitive Gesundheit
36 Sekundäre Pflanzenstoffe
41 Superfood Sanddorn
44 Schilddrüsenfehlfunktionen
belasten das Herz
44 Mikronährstoffe
48 Technik
48 Pulvermischung
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V italstoffe
Aktuelle Studien
Unsere Studienredaktion unter der Leitung von Dr. Stefan Siebrecht, Carola Weise und Laura Ingenlath
wertet für jede Ausgabe der Vitalstoffe aktuelle Studien zur Präsentation aus.
Chlorella-Supplemente – Hilfe bei Verstopfung in der Schwangerschaft
Die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit im Leben
einer Frau – bei den meisten steht die Freude auf
das Baby im Vordergrund. Allerdings ist sie auch gepaart
mit einschneidenden körperlichen Veränderungen
und nicht selten weniger angenehmen Begleiterscheinungen.
Dazu gehört für viele Frauen, dass sie unter
Verstopfung leiden, besonders in der Spätphase der
Schwangerschaft.
Verursacht wird diese meist durch eine Kombination
von Faktoren, zu denen der steigende Progesteronspiegel,
die Einnahme von Eisenpräparaten und die Umstellung
der Ernährung aufgrund von Übelkeit oder
Geschmacksveränderungen gehören. Darüber hinaus
verändern sich durch die Schwangerschaft der Stoffwechsel
und das Mikrobiom im Darm.
Japanische Forscher haben nun nach Wegen gesucht, wie
man den Schwangeren auf natürlichem Weg Linderung
verschaffen kann, ohne ständig auf Abführmittel zurückgreifen
zu müssen. Im Zentrum der kleinen Studie stand
dabei die Grünalge Chlorella pyrenoidosa, auch bekannt
unter dem Namen Auxenochlorella pyrenoidosa.
Ein Team, zusammengesetzt aus Wissenschaftlern
der Yoko Klinik, der Yui Klinik und des japanischen
Herstellers des getesteten Präparates, hatte dabei nicht
nur die Mikrobiom-modulierende Wirkung der Alge
im Blick, sondern auch weitere positive Gesundheitswirkungen,
die der Chlorella zugeschrieben werden.
Die Studie untersuchte die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung
mit Chlorella-pyrenoidosa-Tabletten
bei schwangeren Frauen mit niedrigem Entzündungslevel,
die anhand des C-reaktiven Proteins gemessen
wurden. Die Chlorella-Gruppe wies eine geringere
Verstopfungsrate auf und musste daher seltener Abführmittel
verabreicht bekommen. Die Resultate wurden
im Magazin Food Science & Nutrition veröffentlicht.
Chlorella pyrenoidosa – eine
Süßwasser-Alge mit positiven
Eigenschaften
Chlorella pyrenoidosa war eine der ersten Algen, die
aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkstoffe für die
Nahrungsergänzung kultiviert wurde. Bereits kurz nach
dem Zweiten Weltkrieg begann man mit der industriellen
Produktion. Hervorzuheben ist ihr Potential, die Darm-
Mikrobiota modulieren zu können und damit die Darmgesundheit
positiv zu beeinflussen. Sie verfügt über einen
hohen Ballaststoff- und Nährstoffgehalt.
Frühere Studien haben gezeigt, dass Chlorella in der
Lage ist, Entzündungen zu reduzieren, stressbedingten
Geschwüren vorzubeugen, die Widerstandskraft gegen
Infektionen zu erhöhen und das Risiko einer Anämie zu
verringern. Diese positiven Effekte kommen insbesondere
bei einer Schwangerschaft zum Tragen, da sie für
die Immunfunktion von schwangeren Frauen und die die
immunologische Prägung des Kindes von Nutzen sein
können. Chlorella-Produkte sind Bestandteil von weithin
im Handel erhältlichen Nahrungsergänzungsmitteln.
Die Initiatoren der Studie schreiben dazu: „Chlorella ist
reich an Mikronährstoffen, darunter Folate, Vitamin B12
und Fasern, was auch für das Wachstum des Fötus Vorteile
liefern kann.“
Details der Studie
Für die offene, randomisierte und kontrollierte Studie
wurden 22 schwangere Frauen im Alter zwischen 23 und
38 Jahren, die sich zwischen der 12. und der 18. Schwangerschaftswoche
befanden, rekrutiert. Die Probandinnen
der Chlorella-Gruppe nahmen von der 12. bis 18.
Schwangerschaftswoche bis zur Entbindung Tabletten
mit 6 g Chlorella-Wirkstoff zu sich.
6
Aktuelle Studien
Kategorie
Die Ergebnisse wurden mittels biochemischer Bluttests
in der 25., 30. und 35. Schwangerschaftswoche ausgewertet,
und die Forscher beobachteten auch den Evakuierungsstatus,
die Nebenwirkungen und den Zustand des
Nachwuchses.
Bei der Analyse der Geburtskomplikationen und des
Allgemeinzustands des Neugeborenen sowie der Werte
des C-reaktiven Proteins und des Nährstoffstatus wurden
keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen der
Kontroll- und der Chlorella-Gruppe festgestellt.
Festzuhalten bleibt allerdings, dass in der Gruppe mit
der Chlorella-Supplementierung keine Verstopfung mehr
auftrat, wohingegen in der Kontrollgruppe 8 der 12 Teilnehmerinnen
weiterhin darunter litten.
Einschränkend merkten die Wissenschaftler an, dass die
Stichprobengröße für diese Studie relativ gering war.
Sie hoffen, in Zukunft eine randomisierte Doppelblind-
Kontrollstudie durchführen zu können, um den genauen
Mechanismus zu bestimmen und die Unterschiede im
Nährstoffstatus und im Spiegel des C-reaktiven Proteins
weiter zu analysieren.
„Eine Chlorella-Supplementierung hängt auch vom individuellen
Darmmilieu ab, so dass es sehr wichtig ist, den
täglichen Lebensstil und die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren,
um ein gesundes Darmmilieu vor der Schwangerschaft
zu gewährleisten“, kommentierten die Forscher
abschließend.
Quelle: Food Science and Nutrition
“The effect of Chlorella supplementation in pregnant women
with low-grade inflammation”, October 2023
Autoren: Uchiyama-Tanaka, Y. et al.
doi.org/10.1002/fsn3.3759
© marekuliasz – shutterstock.com
Juli 2024
7
V italstoffe
Eisenmangel als Co-Faktor bei Depressionen
Ein unzureichender Eisen-Status ist sicher die bei Frauen häufigste
Mangelerscheinung, wenn es um eine ausreichende Mikronährstoff-Versorgung
geht. Das liegt in der Natur der Sache:
Bis zum Eintritt in die Menopause verlieren Frauen durch die
Menstruation regelmäßig viel Blut, was in der Regel auch mit
einem Absinken des Eisenspiegels einhergeht. Im Rahmen der
Geburt und danach kann sich der Mangel noch verschärfen.
Amerikanische Wissenschaftler wollten nun ermitteln, ob es
einen Zusammenhang zwischen einer Eisen-Unterversorgung
und dem Auftreten von Depressionen gibt. Ein Forscherteam
des Department of Nutritional Sciences der Pennsylvania State
University hat hierzu Daten und Informationen einer großangelegten
Vergleichsstudie herangezogen, die zwischen 2005
und 2010 in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurde. Sie
trug den Titel „US National Health and Nutrition Examination
Survey (NHANES)“ und lieferte Daten darüber, inwieweit
der Eisenstatus und Depressionen miteinander korrelieren. Die
Ergebnisse dieser Auswertung wurden im Journal of Nutrition
veröffentlicht.
Eisenmangel – ein weitverbreitetes
Problem bei Frauen
Bereits frühere Analysen lieferten Anhaltspunkte dafür, dass
es einen Zusammenhang zwischen dem Eisen-Status und dem
Auftreten von Depressionen gibt. Dabei wurde festgestellt,
dass bei nicht schwangeren Frauen mit Eisenmangel eine um
1,3-mal höhere Wahrscheinlichkeit für Depressionen vorliegt.
NHANES lieferte hierzu umfangreiche Hinweise, es wurde
vermutet, dass mindestens 10% der amerikanischen Frauen im
gebärfähigen Alter unter einem Eisenmangel leiden.
„Die Folgen eines Eisenmangels gehen über die körperliche
Gesundheit hinaus und können die psychische Gesundheit beeinträchtigen“,
so die Forscher. „Dies ist die erste Untersuchung
des Zusammenhangs zwischen dem Eisenstatus und depressiven
Symptomen sowohl als binäre als auch als kontinuierliche
Variable in einer landesweit repräsentativen US-Bevölkerung
und auch die erste, die den Zusammenhang nach bestimmten
Aspekten depressiver Symptome kategorisiert.“
Die bisher durchgeführten Studien legen nahe, dass Eisen aufgrund
seiner Neurotransmitter-Biochemie eine Rolle bei Depressionen
spielen könnte.
Welche Rolle spielt das soziale Umfeld?
Nicht nur das Alter und die Herkunft, sondern auch der sozioökonomische
Status der Teilnehmerinnen wurde im Rahmen
von NHANES analysiert. Hierzu wurden soziodemografische
Variablen wie Alter bei der Untersuchung, ethnische Zugehörigkeit,
Familienstand, Gesamtzahl der Personen im Haushalt,
Einkommen und Bildungsniveau sowie die Frage, ob die
Teilnehmer eine Krankenversicherung haben, erfasst. Größe,
Gewicht und BMI wurden ebenfalls in den mobilen Untersuchungszentren
ermittelt.
Die Studie umfasste eine landesweit repräsentative Stichprobe
von 2.516 nicht schwangeren Frauen zwischen 20 und 44
Jahren, von denen 9,6% depressive Symptome aufwiesen. Die
Intervention erstreckte sich über einen Zeitraum zwischen 2005
und 2010.
In mobilen Untersuchungseinheiten nahm ein Phlebologe den
Teilnehmerinnen nach einer neunstündigen Fastenperiode 3 bis
5 ml venöses Blut ab. Die Forscher untersuchten die Probandinnen
auf eine Eisenmangelanämie und maßen auch mögliche
Entzündungszustände, die Depressionen auslösen oder verschlimmern
können.
Bei der Analyse der NHANES-Daten konzentrierten sich die
Wissenschaftler auf die Teilnehmerinnen, die unter Depressionen
litten. Sie verfolgten die depressiven Symptome mittels
computergestützter persönlicher Interviews in den mobilen Untersuchungseinheiten.
Die von den Wissenschaftlern verwendete
Skala umfasste neun Faktoren und bewertete die Häufigkeit der
depressiven Symptome über einen Zeitraum von zwei Wochen.
Anhand einer Skala wurden die depressiven Symptome in zwei
Kategorien unterschieden: kognitiv/affektiv oder somatisch.
Die Forscher erfassten, ob die Probandinnen unter Anhedonie
(die Unfähigkeit, Freude zu empfinden), depressiver Stimmung,
geringem Selbstwertgefühl, Konzentrationsschwierigkeiten,
psychomotorischen Störungen und Selbstmordgedanken litten.
Auch die Inzidenz von Schlafstörungen, Müdigkeit und Appetitveränderungen
wurde ermittelt.
Die soziodemografische Analyse unter den Teilnehmerinnen ergab,
dass diejenigen mit depressiven Symptomen im Vergleich
zu Frauen ohne depressive Symptome eher älter waren, einer
nicht-hispanischen oder nicht-schwarzen Ethnie angehörten, in
einem getrennten Familienstand oder einem Haushalt mit vielen
Mitgliedern lebten, ein niedriges Einkommen hatten, nicht
krankenversichert waren, Antidepressiva einnahmen, einen weniger
qualifizierten Schulabschluss hatten und einen sehr hohen
Body-Mass-Index aufwiesen. Gleichzeitig wurde bei den Teilnehmerinnen
mit Depressionen ein signifikanter Eisenmangel
festgestellt.
Ihre Analyse-Ergebnisse kommentierten die Wissenschaftler
wie folgt: „Wir fanden heraus, dass Frauen mit Eisenmangel
8
Aktuelle Studien
Kategorie
TM
nach Berücksichtigung soziodemografischer und gesundheitlicher
Merkmale eine höhere Wahrscheinlichkeit und höhere
Werte für depressive Symptome aufwiesen als Frauen mit ausreichendem
Eisenstatus, insbesondere diejenigen mit niedrigem
Einkommen. Diese Ergebnisse tragen zur bestehenden Literatur
bei, in der ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem
schlechten Eisenstatus und depressiven Symptomen beschrieben
wird, tragen zur Klärung der zuvor gemischten Ergebnisse
bei und untermauern die Belege dafür, dass die Prävention und
Behandlung von Eisenmangel für die psychische Gesundheit
von Frauen hilfreich sein kann.“
Lebenslanger Risikofaktor für
Depressionen
Aus dem jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation
geht hervor, dass ein Eisen-Defizit nach wie vor der häufigste
Einzelnährstoffmangel weltweit ist und Frauen im gebärfähigen
Alter zwischen 18 und 45 Jahren sowie Kinder sowohl in
Entwicklungs- als auch in Industrieländern unverhältnismäßig
stark davon betroffen sind. Darüber hinaus haben Frauen zwischen
25 und 44 Jahren ein Lebenszeitrisiko von 10 bis 25%
für eine schwere depressive Störung, und Nährstoffmängel wie
Eisenmangel können zu diesem Risiko beitragen.
Abschließend kommen die Forscher zu folgendem Fazit: „Die
Ergebnisse dieser landesweit repräsentativen Studie an Frauen
mit Eisenmangel in den USA deuten darauf hin, dass nicht
schwangere Frauen mit Eisenmangel häufiger somatische depressive
Symptome aufweisen als Frauen mit einem vergleichsweise
guten Eisen-Status, besonders, wenn sie zu den einkommensschwachen
Frauen gehören. Künftige RCTs, bei denen
Umwelt- und sozioökonomische Faktoren kontrolliert werden
und die eine ausreichende Stichprobengröße aufweisen, sind
gerechtfertigt.“
Quelle: The Journal of Nutrition
“Iron Deficiency is Related to Depressive Symptoms in United
States Non-Pregnant Women of Reproductive Age: A Cross-
Sectional Analysis of NHANES 2005 – 2010”, December 2023
Autoren: Mihaela Ciulei et al.
© Helena Nechaeva – shutterstock.com
doi.org/10.1016/j.tjnut.2023.09.023
Juli 2024
9
V italstoffe
Carola Weise
Multivitamine für Senioren zur Steigerung
der geistigen Leistungsfähigkeit
© is1003- – shutterstock.com
Nicht nur im Gesundheitswesen, auch in der Pflege explodieren
seit geraumer Zeit die Kosten. Dafür gibt es vielfältige Ursachen.
In unserer Gesellschaft wird der Anteil derer, die über
60 sind, immer größer. Als „Baby Boomer“ werden – ziemlich
uncharmant – diejenigen bezeichnet, die in den Jahren 1950
bis 1965 geboren wurden. Mittlerweile steigt die Angst, dass
Heerscharen von älteren Mitmenschen sich demnächst in die
Demenz verabschieden und die Pflegekassen zusätzlich unter
Druck setzen – wie man jüngst aus dem Bundesgesundheitsministerium
verlauten ließ. Man kann nur davor warnen, solche
Horrorszenarien heraufzubeschwören, sie leisten der immer
stärker um sich greifenden Alters-Diskriminierung zusätzlich
Vorschub – im Zeitalter von Häme und Hetze im Netz ein fragwürdiges
Unterfangen.
Leider vergessen die Protagonisten, die solche Allgemeinplätze
besiedeln, dass die meisten Vertreter der Silver-Ager-Generation
im Gegensatz zu früheren Zeiten sehr aktiv sind, mitnichten
vor sich hinvegetieren, sobald sie das Rentenalter erreicht
haben und sich ständig auf irgendwelchen Kreuzfahrtschiffen
tummeln – und sich in der Regel nicht nur von Junk-Food, Zuckerbomben
und Fertigpizza ernähren wie viele, die zur jüngeren
Generation gehören.
Tatsächlich aber unterliegt ein alternder Körper verstärkt einem
graduellen Abbau, die Erneuerung von Zellen geht langsamer
vonstatten und viele dieser Prozesse sind leider nur schwer
aufzuhalten oder gar umzukehren. Umso wichtiger ist es, Strategien
zu entwickeln, mit denen man älteren Menschen ein gesundes
Altern ermöglicht – und hier sind sowohl Mediziner als
auch Politiker in der Verantwortung. Und natürlich jeder Einzelne
selbst. Klagelieder anzustimmen hilft hier nur wenig.
Bedauerlicherweise spielt die Relevanz von Mikronährstoffen
in der Altersmedizin immer noch eine untergeordnete Rolle.
Vielen Ärzten fehlt schlicht und ergreifend das Wissen, wie
eine altersgerechte Nährstoffversorgung dabei helfen kann, den
Alterungsprozessen entgegenzuwirken. Selbst in der Ausbildung
von Medizinern wird diesen Aspekten zu wenig Beachtung
geschenkt.
Es geht nicht darum, das Rad der Zeit zurückzudrehen. Aber
eine adäquate Nährstoffzufuhr, gepaart mit einer ausgewogenen
Ernährung und ausreichend Bewegung, kann dafür sorgen, dass
Menschen im fortgeschrittenen Alter lange selbstständig bleiben,
gesünder und in Würde altern – ohne dabei ständig zur Pillenschachtel
greifen zu müssen. Ein guter Mikronährstoff-Status
10
Aktuelle Studien
unterstützt dabei, den Körper lange funktionstüchtig zu halten,
aber auch die geistige Gesundheit zu bewahren. Und er hat weitere
maßgebliche Vorteile: Er senkt den Bedarf an Medikamenten,
auf die viele ältere angewiesen sind, und reduziert die Zahl stationärer
Behandlungen – was sich letztendlich auf die Kosten, die
die Allgemeinheit für die Gesundheitsversorgung zu tragen hat,
positiv auswirkt. Und er verhindert, dass alte Menschen in die
Pflegebedürftigkeit geraten. Besonderes Augenmerk sollte dabei
immer auf die Gewichtung der einzelnen Mikronährstoffe gelegt
werden, um Überdosierungen zu vermeiden.
Wie wichtig Vitamine und Mineralstoffe für die Gehirngesundheit,
die Gedächtnisleistung und die kognitive Fitness sind, darüber
berichtet eine Studie aus den USA, deren Ergebnisse im
vergangenen Jahr im American Journal of Clinical Nutrition
veröffentlicht wurden. Gegenstand der über 3 Jahre angelegten
Studie war es, zu ermitteln, inwieweit sich die regelmäßige
Einnahme von Multivitaminen auf die geistige Gesundheit von
Personen über 60 Jahren auswirkt. Die Resultate waren beeindruckend
und sollten auch in Deutschland nicht unbeachtet
bleiben.
die im Rahmen von COSMOS noch folgen werden, ist es von
entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie ein tägliches Multivitaminpräparat
vor Gedächtnisverlust und kognitivem Abbau
schützen kann und ob bestimmte Untergruppen aufgrund ihres
Ernährungszustands oder anderer Faktoren mehr oder weniger
davon profitieren.“
Multivitamine – nicht nur für Ältere
Obwohl die Daten aus den Studien ältere Erwachsene in den Fokus
nehmen, fühlen sich Millionen von Amerikanern, die regelmäßig
Multivitamine konsumieren, sicher darin bestätigt, dass
die regelmäßige Einnahme ihre Gesundheit fördert. Nach den
Erhebungen im Rahmen einer Verbraucherumfrage des Council
for Responsible Nutrition aus dem Jahr 2022 zur Anwendung
von Nahrungsergänzungsmitteln sind Multivitamin-Präparate
die am häufigsten verwendeten Nahrungsergänzungsmittel in
den USA. 70% aller Nutzer von Nahrungsergänzungsmitteln
gaben an, in den letzten 12 Monaten ein Multivitamin eingenommen
zu haben.
COSMOS-Web und COSMOS-Mind
Hinter dem Titel COSMOS verbergen sich zwei großangelegte
Studien zur geistigen Gesundheit von Vertretern der Generation
60+, COSMOS-Web und COSMOS-Mind. Der Begriff ist die
Abkürzung für COcoa Supplement and Multivitamin Outcomes
Study (COSMOS).
Die oben erwähnten Ergebnisse beziehen sich auf die COS-
MOS-Web-Studie, an der 3.500 Probandinnen und Probanden
im Alter von 60 Jahren und älter teilnahmen, die über einen
Zeitraum von drei Jahren jährlich neu entwickelte webbasierte
Bewertungen von Gedächtnis und Kognition durchführten.
Die hierbei ermittelten Daten bestätigen frühere Ergebnisse von
COSMOS-Mind, die einen Zusammenhang zwischen der täglichen
Einnahme von Multivitaminpräparaten und der Verlangsamung
des kognitiven Abbaus herstellen.
„Die Erkenntnisse, dass ein tägliches Multivitaminpräparat das
Gedächtnis verbessert und den kognitiven Verfall in zwei separaten
Studien der randomisierten COSMOS-Studie verlangsamt
hat, sind bemerkenswert und deuten darauf hin, dass die
Einnahme von Multivitaminpräparaten einen sicheren, leicht
zugänglichen und erschwinglichen Ansatz zum Schutz der kognitiven
Gesundheit älterer Menschen verspricht“, so JoAnn
Manson, MD, Leiterin der Abteilung für Präventivmedizin am
Brigham and Women‘s Hospital (BHW) in Boston und Co-Leiterin
der übergeordneten COSMOS-Studie.
Und ihr Kollege Howard Sesso, ScD, stellvertretender Direktor
der Brigham‘s Division of Preventive Medicine und Co-Leiter
von COSMOS, kommentiert wie folgt: „Mit diesen beiden
vorliegenden COSMOS-Studien zur Kognition und weiteren,
Details der Studie
Die 3.500 Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip drei
Jahre lang entweder einer Gruppe, die täglich ein Multivitaminpräparat
einnahm, oder einer Gruppe, die ein Placebo verabreicht
bekam, zugeteilt. Am Ende eines jeden Jahres führten
die Mitwirkenden zu Hause eine Reihe von kognitiven Online-
Tests durch, um die Gedächtnisfunktion des Hippocampus zu
testen, einem Bereich des Gehirns, der durch die normale Alterung
beeinträchtigt wird.
Die Ergebnisse zeigten, dass sich das Gedächtnis am Ende des
ersten Jahres bei den Personen, die täglich ein Multivitamin
konsumierten, im Vergleich zu denen, die ein Placebo einnahmen,
verbesserte. Die Forscher schätzen, dass die Steigerung
der Gedächtnisleistung, die über den dreijährigen Studienzeitraum
anhielt, etwa drei Jahren altersbedingten Gedächtnisverlusts
entsprach. Die Daten deuten auch darauf hin, dass der Effekt
bei Teilnehmern mit kardiovaskulären Grunderkrankungen
stärker ausgeprägt war.
Vielversprechende Ergebnisse
„Dank unseres innovativen Ansatzes, die kognitiven Ergebnisse
mithilfe von internetbasierten Tests zu bewerten, konnten
wir die Auswirkungen eines Multivitamins bei Tausenden von
Studienteilnehmern untersuchen. Die Ergebnisse sind vielversprechend
und bilden sicherlich die Grundlage für wichtige
Folgestudien über die Auswirkungen einer Multivitaminergänzung
auf die Kognition“, so Dr. Adam Brickman, der die
COSMOS-Web-Studie gemeinsam mit Dr. Lok-Kin Yeung von
der Columbia University leitete.
V italstoffe
„Die meisten älteren Erwachsenen machen sich Sorgen über
die Veränderungen des Gedächtnisses, die mit dem Älterwerden
einhergehen. Unsere Studie deutet darauf hin, dass die Einnahme
von Multivitaminen eine einfache und kostengünstige
Möglichkeit für ältere Erwachsene sein könnte, den Gedächtnisverlust
zu verlangsamen“, fügte Yeung hinzu.
Resonanz bei den Handelsverbänden
Die Ergebnisse wurden – nicht ganz überraschend – auch von
den Handelsverbänden für Nahrungsergänzungsmittel begrüßt.
Dr. Jim Griffiths, PhD, Senior Vice President, International and
Scientific Affairs, Council for Responsible Nutrition (CRN),
erklärte dazu: „Der CRN hat schon immer erkannt, wie wichtig
Multivitamine sind, um Nährstofflücken zu schließen und um
sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit die empfohlenen Mengen
an Nährstoffen erhält, die für das tägliche Leben wichtig
sind. Diese Studie ist ein weiteres spannendes Beispiel für die
ständig wachsende Zahl von Belegen, die den Nutzen von Multivitaminen
für die körperliche Gesundheit und die kognitiven
Funktionen belegen.“
Daniel Fabricant, PhD, Präsident und CEO der Natural Products
Association (NPA), ergänzte: „Es ist großartig, eine Studie zu
sehen, die dem gesunden Menschenverstand folgt und eine signifikante
statistische Aussagekraft hat. Sie trägt wesentlich
dazu bei, die Diskussion darüber zu führen, dass die meisten
von uns seit Generationen bestenfalls suboptimal ernährt sind
(insbesondere, was Mikronährstoffe betrifft) und dass Maßnahmen
zur Korrektur dieser Situation zu besseren Gesundheitsergebnissen
führen. Es lohnt sich, die Bedeutung eines Multivitaminpräparats
für die meisten von uns zu betonen.“
In einer Pressemitteilung der Consumer Healthcare Products
Association (CHPA) erklärte Duffy MacKay, ND, Senior Vice
President of Dietary Supplements der CHPA: „Wenn es um die
Ernährung geht, erreichen selbst die Menschen mit der gesündesten
Ernährung oft nicht die empfohlene Tagesdosis an Vitaminen
und Nährstoffen. Je älter wir werden, desto wichtiger
wird es, dieses Ziel zu erreichen, um Gedächtnis und Kognition
zu schützen. Deshalb freut sich die CHPA über die vielversprechenden
Ergebnisse dieser klinischen Studie.“
„Die Ergebnisse sind sicherlich wichtig, denn es besteht ein
dringender Bedarf an Strategien zur Erhaltung der kognitiven
Funktionen und zur Verringerung der Belastung der Familien
und der Gesellschaft durch Demenz. Diese klinische Studie
unterstreicht die wichtige Rolle, die Nahrungsergänzungsmittel
bei der Deckung des Nährstoffbedarfs von Erwachsenen
spielen, was für ein gesundes Altern für Geist und Körper von
entscheidender Bedeutung ist. Die wissenschaftliche Evidenz
wächst schrittweise, und diese Studie ist ein wichtiger Baustein
zur Stärkung der positiven Rolle von sicheren, leicht zugänglichen
und erschwinglichen Nahrungsergänzungsmitteln, die zur
Optimierung der Gesundheit durch Selbstfürsorge eingesetzt
werden können.“
Quelle: The American Journal of Clinical Nutrition
“Multivitamin supplementation improves memory in older
adults: a randomized clinical trial”, July 2023
Autoren: Lok-Kin Yeung et al.
doi: 10.1016/j.ajcnut.2023.05.011
Autorin:
Carola Weise
Frau Weise ist seit 2011 als Korrekturlektorin für die Vitalstoffe
tätig und betreut seit 2020 auch das Lektorat der Zeitschrift.
© is1003- – shutterstock.com
12
Pflanzenextrakte
Franziska Weichmann
Pycnogenol® für den Sport: eNOS und mehr
© D-VISIONS – shutterstock.com
Körperliche Aktivitäten lösen eine Reihe
physiologischer Reaktionen im Körper
aus (1). Der Blutzuckerspiegel steigt, die
Fettverbrennung im Fettgewebe wird beschleunigt
und Schwitzen setzt ein. Das
zentrale Nervensystem wird stimuliert
und schüttet Hormone aus, um die Blutund
Sauerstoffversorgung des Gehirns
zu regulieren. Herzfrequenz, Blutfluss
und Atmung beschleunigen sich ebenfalls,
und das kardio-pulmonale System
passt sich an, um mehr Nährstoffe, Energie
und Sauerstoff zum Muskelgewebe
zu leiten und die anaerobe Bildung von
Milchsäure zu vermeiden. Die ausreichende
Sauerstoffversorgung der Muskeln
wird durch erweiterte Blutgefäße
und einen verbesserten Blutfluss erleichtert,
was die aerobe Energiegewinnung
gewährleistet. Diese erhöhte Sauerstoffzufuhr
führt zu akutem oxidativem
Stress aufgrund einer erhöhten Produktion
freier Radikale im Blut und in den
Muskeln (2).
Französischer Meereskiefernrindenextrak
Pycnogenol ® ist ein bekanntes
und starkes Antioxidans, das nachweislich
oxidativen Stress reduziert, der bei
sportlicher Betätigung erhöht ist (3, 4).
Darüber hinaus wurde beschrieben, dass
Pycnogenol ® das Enzym „endotheliale
Stickstoffmonoxid-Synthase“ (eNOS)
stimuliert, das Stickstoffmonoxid (NO)
erzeugt (5). NO normalisiert den Blutdruck
sowie die Aggregationsfähigkeit
der Blutplättchen und trägt durch die
Entspannung der Blutgefäße zu einer
verstärkten Durchblutung bei. Eine
weitere interessante Eigenschaft von
Pycnogenol ® im Zusammenhang mit der
Leistungssteigerung ist die verbesserte
Gewebedurchblutung durch Steigerung
der Mikrozirkulation (6 – 8).
Mit diesen zugrundeliegenden Mechanismen
bietet Pycnogenol ® eine natürliche
und gesunde Möglichkeit zur Verbesserung
der sportlichen Ausdauer (3,
4, 9) und zur Verbesserung der Erholung
nach dem Training (10), nicht nur bei
Profisportlern, sondern auch bei Freizeitsportlern.
Darüber hinaus wurde gezeigt,
dass Pycnogenol ® Gelenkbeschwerden
(11 – 14), die häufig während oder nach
bestimmten körperlichen Aktivitäten
auftreten, lindern kann, indem es entzündungshemmend
wirkt und die Synthese
von Kollagen und Hyaluronsäure erhöht
(15 – 20).
Verbesserung der
Leistung, der Ausdauer
und des oxidativen
Stressniveaus nach dem
Training
Eine doppelblinde, Placebo-kontrollierte
Crossover-Studie hat ergeben, dass die
Ausdauerzeit einer Gruppe von Freizeitsportlern
nach der Einnahme von
Pycnogenol ® im Vergleich zu Placebo
Juli 2024
13
V italstoffe
signifikant erhöht wurde (9). In der Studie
wurden die Messungen mit Hilfe von
Laufbandtests durchgeführt, bei denen
die Probanden mit einer Intensität von
85% ihres maximalen Sauerstoffverbrauchs
trainierten. Die 20 bis 35 Jahre
alten Teilnehmer nahmen 30 Tage lang
200 mg Pycnogenol ® pro Tag ein. Die
Ausdauer wurde durch die Messung der
Laufzeit in Sekunden auf dem Laufband
nach 30 und nach 60 Tagen bewertet. Die
Leistungszeit der Pycnogenol ® -Gruppe
stieg um 21% im Vergleich zum Ausgangswert
und um 13% im Vergleich zu
Placebo.
In einer anderen Studie zeigte
Pycnogenol ® bei untrainierten Probanden
und Sportlern positive Auswirkungen
auf die körperliche Fitness und die
oxidativen Stresswerte während des
Trainings (3). Die Wirksamkeit von
Pycnogenol ® auf die Leistungsfähigkeit
von 74 gesunden Probanden wurde
mit dem „Army Physical Fitness Test“
(APFT) bewertet. Der Test bewertete die
Leistung der Probanden auf der Grundlage
ihrer Ergebnisse in drei Disziplinen,
die aus Liegestützen, Sit-ups und einem
Zwei-Meilen-Lauf bestanden. Eine achtwöchige
Einnahme von Pycnogenol ®
verbesserte die Leistung im Vergleich
zur Kontrollgruppe mit 73 gesunden
Probanden erheblich. Die Zeit für den
Zwei-Meilen-Lauf verringerte sich um
11% und die Anzahl der Sit-ups und der
Liegestütze stieg um 23% bzw. 12%. Die
Leistungssteigerung war im Vergleich
zur Kontrollgruppe signifikant besser.
Darüber hinaus reduzierte die Einnahme
von Pycnogenol ® den oxidativen Stress
im Blut um 5,1% bei Männern und um
8,3% bei Frauen im Vergleich zum Ausgangswert.
Bei den Kontrollpersonen
hingegen stieg der oxidative Stress-Wert
um 11,1% (Männer) und 7,2% (Frauen).
Die antioxidativen Eigenschaften von
Pycnogenol ® wurden in einer anderen
doppelblinden, Placebo-kontrollierten
Cross-over-Studie mit 20 gesunden
männlichen Probanden bestätigt (4).
Die Teilnehmer erhielten vor einem
Belastungstest zwei Wochen lang eine
Einzeldosis von 200 mg Pycnogenol ®
pro Tag. Vor, eine Stunde, 24 und 48
Stunden nach dem Belastungstest wurde
eine Blutprobe entnommen, um die
oxidativen Stresswerte und andere Parameter
der Probanden zu untersuchen
und zu vergleichen. 48 Stunden nach
dem Training war der oxidative Stress,
gemessen als MDA (Malonaldehyd), mit
Pycnogenol ® im Vergleich zu den Werten
vor dem Training um 7,3% stark reduziert.
Diese Reduktion war statistisch
signifikant im Vergleich zu Placebo, wo
die Werte nach 48 Stunden um 28,5%
erhöht waren. Diese Ergebnisse bestätigen
erneut die starken antioxidativen
Eigenschaften von Pycnogenol ® und seinen
Schutz gegen den hohen oxidativen
Stress nach dem Training. Viele weitere
Studien haben gezeigt, dass Pycnogenol ®
eine starke antioxidative Wirkung auf Lipide,
DNA und Proteine im Körper hat
und dass die antioxidative Kapazität des
Blutes erhöht wurde (21 – 28).
Bessere Erholung nach
dem Sport
Die Wirkung von 200 mg Pycnogenol ®
pro Tag auf Krämpfe und Muskelkater
nach dem Training wurde in einer anderen
Studie mit gesunden Probanden
über vier Wochen untersucht (10). 22
der 45 Probanden waren untrainierte
Freizeitsportler mit häufigen Muskelkrämpfen
und 23 waren Athleten mit
Im zweiten Teil der vorangegangenen
Studie verbesserte die Einnahme von
Pycnogenol ® über einen Zeitraum von
vier Wochen die Leistung von 54 Triathleten,
indem sie die Gesamtzeit eines
Triathlons um 10,6% verringerte (3).
Die Werte des oxidativen Stresses nach
dem Training, gemessen als freie Radikale
im Blut innerhalb einer Stunde nach
dem Ende des Triathlons, waren in der
Pycnogenol ® -Gruppe um 26,7% reduziert.
Diese Verringerung des oxidativen
Stresses war im Vergleich zu den Kontrollen
und den Ausgangswerten statistisch
signifikant. Außerdem berichteten
die Athleten nach der Einnahme von
Pycnogenol ® , 39,5% weniger Muskelkater
nach dem Training und 56,7% weniger
Krämpfe zu haben.
wiederkehrenden Krämpfen während
des Trainings. Die Anzahl der berichteten
Krampfanfälle bei den Freizeitsportlern
verringerte sich deutlich von durchschnittlich
4,8 Ereignissen pro Woche auf
1,3 am Ende der Studie. Bei den Sportlern
war die Verringerung der Krämpfe
sogar noch deutlicher, mit einer Häufigkeit
von 8,6-mal pro Woche vor der Einnahme
von Pycnogenol ® auf 2,4-mal am
Ende der Studie. Darüber hinaus wurde
14
Pflanzenextrakte
der Schmerzwert der Krämpfe bei den
untrainierten Probanden und den Sportlern
um 76% bzw. 87% reduziert, verglichen
mit dem Schmerzwert zu Beginn
der Intervention. Die Autoren schlussfolgern,
dass Pycnogenol ® dazu beiträgt,
Förderliche
Auswirkungen auf die
Gelenkfunktion
Gelenkbeschwerden während oder nach
dem Sport können sehr störend sein.
Pycnogenol ® kann Gelenkbeschwerden
lindern, indem es seine entzündungshemmenden
Eigenschaften direkt in der
Flüssigkeit, die die Gelenke umgibt, ausübt
(15 – 19). Darüber hinaus vermochte
Pycnogenol ® , die Synthese von Kollagen
und Hyaluronsäure zu erhöhen – wichtige
Bestandteile des Gelenkknorpels, des
Stoßdämpfers des Gelenks (20).
Mehrere klinische Studien zeigten, dass
Pycnogenol ® bei Patienten mit Gelenkproblemen
eine positive Wirkung hat
(11 – 14). In einer Studie mit 55 Patienten
mit Osteoarthritis (einer knorpelschädigenden
Erkrankung der Gelenke) wurden
die Werte eines Entzündungsmarkers
signifikant um 72% und die Werte des
oxidativen Stresses um 30% gesenkt
(11). Diese Ergebnisse bestätigen frühere
Befunde, wonach die regelmäßige
Krämpfe, Muskelschmerzen in Ruhe und
Schmerzen während und nach dem Training
bei untrainierten Personen und bei
Sportlern, die zu Krämpfen neigen, zu
reduzieren.
Einnahme von Pycnogenol ® zu einem
starken Rückgang entzündungsfördernder
Marker wie NF-κB und COX-Enzymen
sowie zu einem Rückgang der
Matrix-Metalloproteasen (MMP)-Enzyme
führt, die für den Abbau von Gelenkknorpel
verantwortlich sind (15 – 19).
Eine randomisierte, doppelblinde und
Placebo-kontrollierte Pilotstudie mit 37
Patienten mit Gelenkknorpelschäden
zeigte, dass eine dreimonatige Einnahme
von Pycnogenol ® zu einer Reduktion der
Gelenkbeschwerden führte – mit einer
signifikanten Verringerung der selbstberichteten
Beschwerden um 43%, der
Steifheit um 35% und der Verbesserung
der körperlichen Funktion um 52% im
Vergleich zur Placebo-Kontrolle (12).
In einer anderen doppelblinden, Placebokontrollierten
und randomisierten Studie
wurden 100 Patienten mit leichter bis
mittelschwerer Arthrose im Knie drei
Monate lang mit 150 mg Pycnogenol ®
pro Tag supplementiert (13). Die Ergebnisse
dieser Studie bestätigten die
vorangegangenen Befunde einer Verringerung
der Beschwerden (um 21,4%), einer
Verringerung der Steifheit des Knies
(um 20%) und einer Verbesserung der
Fähigkeit, tägliche Aktivitäten auszuführen
(um 19,6%), im Vergleich zu den
Probanden der Placebo-Kontrolle.
In den meisten Fällen sind Gelenkschmerzen
auf eine Schädigung des
Gelenkknorpels zurückzuführen. Eine
klinische Studie mit 20 gesunden Freiwilligen
hat gezeigt, dass die vierwöchige
Einnahme von Pycnogenol ® die
Genexpression der Hyaluronsäure-Synthase,
eines Enzyms, das entscheidend
an der Synthese von Hyaluronsäure
beteiligt ist, um 44% erhöht (20). Hyaluronsäure
trägt zum Widerstand des
Knorpels gegen Kompression bei. Darüber
hinaus ergab die Studie eine deutliche
Zunahme der Genexpression, die
an der de-novo-Synthese von Kollagen
beteiligt ist. Diese Ergebnisse wurden
durch die Feststellung eines starken Anstiegs
der Metaboliten-Konzentration
von Pycnogenol ® in der Synovialflüssigkeit
von Arthrose-Patienten bestätigt
(19, 29). Die Synovialflüssigkeit ist
eine Flüssigkeit, die den Gelenkknorpel
in den Gelenken umgibt und dort
als natürliches Schmiermittel dient. Auf
diese Weise kann Pycnogenol ® direkt
dort, wo es gebraucht wird, wirken und
seine entzündungshemmende Wirkung
entfalten. Diese Effekte erklären, wie
Pycnogenol ® zur Wiederherstellung der
Gesundheit im geschädigten Gelenk
beiträgt.
Verbesserte
Endothelfunktion durch
die Induktion der NO-
Bildung
Es wurde gezeigt, dass körperliche Aktivität
mit einer anhaltenden Steigerung
der endothelialen Stickoxid (NO)-Produktionskapazität
verbunden ist (30). Im
Endothel trägt NO zu einem optimalen
Blutfluss bei, indem es die Wände der
Blutgefäße entspannt und somit eine
Schlüsselrolle bei der Koordination der
Gefäßreaktion auf körperliche Betätigung
spielt (5).
Juli 2024
15
V italstoffe
In einer doppelblinden, Placebo-kontrollierten
Studie mit 16 gesunden
Probanden wurde die Wirkung von
Pycnogenol ® auf die endothelabhängige
Vasodilatation durch Messung des
Blutflusses im Unterarm als Reaktion
auf steigende Acetylcholin-Dosen untersucht
(5). Nach zweiwöchiger Supplementierung
mit Pycnogenol ® war die
Fähigkeit zur Bildung von NO und damit
zur Vasodilatation als Reaktion auf steigende
Acetylcholin-Dosen im Vergleich
zum Ausgangswert um bis zu 46% erhöht.
Der Effekt war im Vergleich zu den
Placebo-Probanden signifikant. Darüber
hinaus hat sich gezeigt, dass die durch
Pycnogenol ® verbesserte NO-Synthese
dabei hilft, die Aggregation von Blutplättchen
zu regulieren und die Blutviskosität
in einem gesunden physiologischen
Bereich zu halten (31).
Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit
wurde die Wirkung von
Pycnogenol ® auf die Endothelfunktion
durch Messung der „flussvermittelten
Dilatation“ in der Oberarmarterie untersucht
(21). Bei dieser Methode wird
die Ausdehnung der Arterie als Reaktion
auf einen Anstieg der mit dem Blutfluss
verbundenen Scherbelastung gemessen.
Diese achtwöchige randomisierte,
Placebo-kontrollierte, gekreuzte und
doppelblinde Studie zeigte eine Verbesserung
der flussvermittelten Dilatation
um 32% nach Pycnogenol ® -Einnahme,
während sie sich mit Placebo leicht verschlechterte.
In mehreren anderen klinischen Studien
wurde gezeigt, dass Pycnogenol ® die
Endothelfunktion verbessert und somit
die Verengung kleinster Blutgefäße abschwächt,
was auf die verstärkte Bildung
von gefäßerweiterndem NO zurückzuführen
ist (21, 32 – 35). Darüber hinaus
wurde gezeigt, dass die Metaboliten-
Moleküle, die im Darm nach Einnahme
von Pycnogenol ® entstehen, direkt von
den Endothelzellen aufgenommen werden
und somit direkt dort wirken können,
wo sie benötigt werden (36, 37). Die Ergebnisse
dieser Untersuchungen zeigen
eine positive Wirkung von Pycnogenol ®
auf den Blutfluss und die Gewebedurchblutung
bei gesunden Personen.
Verbesserte
Mikrozirkulation des
Blutes
Mehrere klinische Studien haben gezeigt,
dass Pycnogenol ® die Mikrozirkulation
des Blutes und die Gewebedurchblutung
verbessert (6, 7). In einer
klinischen Studie wurde nach sechswöchiger
Pycnogenol ® -Einnahme mittels
spezieller Hautsensoren ein Anstieg
des kutanen Sauerstoffgehalts (O 2 ) um
19,6% und ein Rückgang des kutanen
Kohlendioxidgehalts (CO 2 ) um 9,4%
gemessen (6). Dieser Befund deutet
darauf hin, dass Pycnogenol ® die Gewebedurchblutung
verbessert und somit
eine dauerhafte aerobe Muskelaktivität
bei körperlicher Betätigung unterstützt.
In einer randomisierten, doppelt verblindeten,
Placebo-kontrollierten Studie
wurde die Mikrozirkulation in den
Fingernägeln von 60 Patienten mit koronarer
Herzkrankheit durch Messung
des Durchmessers der Mikrogefäße
bestimmt (7). Bei 53,8% der Patienten,
die Pycnogenol ® eingenommen hatten,
verbesserte sich die Mikrozirkulation,
im Vergleich zu 34% der Patienten in
der Placebo-Gruppe. In einer Studie
zu Tinnitus wurden die Auswirkungen
von Pycnogenol ® auf die Mikrozirkulation
im Innenohr untersucht (8). Zu
diesem Zweck wurde die Blutflussgeschwindigkeit
in der Cochlea mit
Hilfe der Ultraschallsonographie gemessen.
Die sehr niedrige Blutflussgeschwindigkeit
in der Cochlea des Tinnitus-Ohres
konnte durch vierwöchige
Pycnogenol ® -Einnahme normalisiert
werden. Sowohl die systolische als auch
die diastolische Blutflussgeschwindigkeit
wurden um 48% bzw. 95% auf fast
normale Werte erhöht. Dies zeigt, dass
Pycnogenol ® das Durchblutungssystem
stärkt und zu einem verbesserten Blutfluss
und einer verbesserten Sauerstoffversorgung
beiträgt, was auch für die
Muskeln während des Trainings wichtig
ist.
16
Pflanzenextrakte
Pycnogenol ® französischer Meereskiefernrindenextrakt
ist eine sichere, natürliche
und evidenzbasierte Lösung für den
Sport, die sowohl Profisportlern als auch
Sportbegeisterten zahlreiche Vorteile
bietet – darunter die Verringerung von
Muskelkater nach dem Training, Muskel-
und Gelenkschmerzen, die Steigerung
von Ausdauer und Leistung sowie
die Verbesserung der Durchblutung und
Verringerung des oxidativen Stressniveaus.
Weitere Informationen unter
www.pycnogenol.de.
Referenzen:
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(37) Kurlbaum M, et al. PLoS One.
2013;8(4):e63197.
Autorin:
Dr. Franziska Weichmann,
Manager für Wissenschaftliche
Kommunikation und
Produktentwicklung bei
Horphag Research
© Dmitry Demidovich – shutterstock.com
Juli 2024
17
V italstoffe
Cosimo Cisternino
Ginfort®: patentierter, hochwirksamer
Ingwerextrakt für funktionelle Dyspepsie
In den letzten Jahren ist bei den Verbrauchern
eine deutliche Verschiebung hin
zu ganzheitlichen Ansätzen für Gesundheit
und Wellness zu beobachten. Dieser
Trend zeigt sich besonders deutlich im
Bereich der Verdauungsgesundheit, wo
die Konsumenten aktiv nach nutrazeutischen
Lösungen suchen, die sich auf
klinische Nachweise stützen. In dieser
sich entwickelnden Landschaft sticht
Ginfort ® , ein hochwirksamer Ingwerextrakt,
als bahnbrechender Fortschritt für
die Verdauungsgesundheit hervor. Ginfort
® stellt einen bemerkenswerten Meilenstein
dar, da es sich um den weltweit
ersten Ingwerextrakt mit einer noch nie
dagewesenen Konzentration von über
26% Gingeroiden handelt. Diese patentierte
Formulierung, die durch klinische
Nachweise gestützt wird, erweist sich als
wirksamer Verbündeter bei der Behandlung
von Verdauungsbeschwerden wie
der funktionellen Dyspepsie.
Das weltweit erste
Produkt mit einem
Anteil von mehr als 26%
Gingeroiden auf dem
Markt
Ginfort ® ist ein revolutionäres Produkt
im Bereich der Nahrungsergänzung mit
Ingwer, das das Potenzial dieser Pflanze
für die Verdauungsgesundheit neu definiert.
Die im Ingwer reichlich vorhandenen
Gingeroide sind seit langem für ihre
therapeutische Wirkung bekannt, einschließlich
ihrer entzündungshemmenden
und antioxidativen Eigenschaften.
Was Ginfort ® auszeichnet, ist nicht nur
der hohe Gehalt an Gingeroiden, sondern
auch die wegweisende Technologie, die
seiner Entwicklung zugrunde liegt.
Dank der innovativen Acqueosome ® -
Technologie von Olene Life Science
erreicht Ginfort ® ein noch nie dagewesenes
Maß an Standardisierung und Wirksamkeit,
das bei Nahrungsergänzungsmitteln
auf Ingwerbasis bisher nicht zu
beobachten war. Dieser richtungsweisende
Ansatz garantiert ein hochgradig
standardisiertes Produkt mit einem Mindestgehalt
an Ingweroiden von 26%, das
eine hervorragende Bioverfügbarkeit
und Wirksamkeit gewährleistet.
Ginfort® bietet einen mehr als 12-mal höheren Gehalt an Gingeroiden und 6-Gingerol als
herkömmliche Ingwer-Rhizom-Zubereitungen, ohne Lösungsmittel und mit nachgewiesener
Stabilität für mehr als 2 Jahre.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Ingwerpräparaten,
die Dosen von 2.000 bis
4.000 mg erfordern, bietet Ginfort ® eine
Wirksamkeit bei Dosen von nur 200 mg/
Tag. Darüber hinaus liefert Ginfort ® als
Ingwerextrakt die höchste Potenz in Bezug
auf die phenolischen Eigenschaften,
indem es eine konzentrierte Form mit
18
Pflanzenextrakte
© pilipphoto – AdobeStock.com
26% der gesamten Gingerole und Shogaole
liefert. Mit seiner verlängerten
Haltbarkeit und seiner Vielseitigkeit in
der Formulierung stellt Ginfort ® herkömmliche
Ingwer-Rhizom-Präparate
in den Schatten. Es bietet eine mehr als
12-fache Konzentration von 6-Gingerol
und damit unvergleichliche Vorteile für
Verbraucher, die eine natürliche Unterstützung
der Verdauung suchen.
Ginfort ® als sicheres und
wirksames Mittel gegen
funktionelle Dyspepsie-
Symptome
Die funktionelle Dyspepsie ist eine der
häufigsten funktionellen Magen-Darm-
Erkrankungen und betrifft mehr als 20%
der Bevölkerung. Diese weit verbreitete
gastrointestinale Störung stellt die Verbraucher
aufgrund ihrer Komplexität
und vielfältigen Symptomatik vor große
Herausforderungen. Sie ist gekennzeichnet
durch wiederkehrende Schmerzen
oder Beschwerden im Oberbauch, die
häufig von Symptomen wie Blähungen,
frühzeitiger Sättigung und Übelkeit begleitet
werden.
Die Pathophysiologie der funktionellen
Dyspepsie ist multifaktoriell und nicht
vollständig geklärt. Zu den ursächlichen
Mechanismen gehören Anomalien der
Magenmotilität, viszerale Hypersensibilität,
veränderte Magenakkommodation,
gestörte Magenentleerung, geringgradige
Entzündungen und psychologische
Faktoren wie Stress und Angst. Diese
komplexen Wechselwirkungen tragen zu
der vielfältigen Symptomatik bei, die bei
Patienten mit funktioneller Dyspepsie
beobachtet wird.
Ginfort ® hat sich in einer klinischen Studie
als sicher und wirksam bei der Verringerung
einer Reihe von Symptomen
im Zusammenhang mit funktioneller
Dyspepsie erwiesen, wobei sich herausstellte,
dass der Inhaltsstoff die Symptome
bei über 60 Prozent der Probanden
beseitigte.
Gingerole und Shogaole, die Hauptwirkstoffe
von Ginfort ® , haben eine karminative
Wirkung – sie reduzieren Blähungen
und Völlegefühl. Sie sollen auch
als Prokinetikum wirken, indem sie die
synchronisierte Peristaltik fördern und
die dysfunktionale Magen- und Dünndarmmotilität
überwinden – häufige
Anomalien, die die Ursache der
funktionellen Dyspepsie sind.
Unter Peristaltik versteht man die rhythmische
Kontraktion und Entspannung
des Magen-Darm-Trakts, die für den
Transport der Nahrung durch den Verdauungstrakt
erforderlich ist. Es ist
sehr wichtig, dass die Peristaltik in der
gewünschten Geschwindigkeit erfolgt.
Eine zu schnelle oder zu langsame Peristaltik
kann zu Durchfall bzw. Verstopfung
führen.
Was das Sicherheitsprofil von Ginfort ®
betrifft, so wurde es einer Reihe von Sicherheitsstudien
unterzogen, die sich an
den OECD-Richtlinien orientieren und
keine Hinweise auf Toxizität bei den
empfohlenen klinischen und überhöhten
Dosen ergaben. Die Studien umfassen
eine Analyse zur akuten oralen Toxizität,
eine zur akuten Hautreizung, eine
weitere zur akuten Augenreizung, Untersuchungen
zur Genotoxizität und Mutagenität,
eine Studie zur Ermittlung des
Dosisbereichs nach 14 Tagen und eine
zur Toxizität nach 90 Tagen.
Juli 2024
19
V italstoffe
Ginfort® bestätigte die Beseitigung der drei
Hauptsymptome der Dyspepsie: postprandiale
Dyspepsie: postprandiales Sättigungsgefühl,
Oberbauchblähung und frühes
Sättigungsgefühl.
Die klinischen Nachweise
zu Ginfort®
Die Wirksamkeit von Ginfort ® wurde
in einer randomisierten, doppelblinden,
Placebo-kontrollierten klinischen Studie
unter der Leitung von Sanjib Kumar
Panda, PhD, bestätigt und im Journal
of Dietary Supplements veröffentlicht.
Die Studie wurde am Maharaja Agrasen
Hospital in Neu-Delhi, Indien, durchgeführt
und umfasste 57 Teilnehmer, die
an funktioneller Dyspepsie litten. Ziel
der Studie war es, die Wirksamkeit von
Ginfort ® bei der Linderung von Symptomen
der funktionellen Dyspepsie zu
bewerten. Die Forscher rekrutierten 57
Mitwirkende, die an dieser Krankheit litten.
Diese Personen erhielten nach dem
Zufallsprinzip entweder zweimal täglich
200 mg Ginfort ® oder eine entsprechende
Dosis eines di-basischen, kalziumhaltigen
Placebos.
Um die Wirksamkeit der Behandlung zu
beurteilen, füllten die Probanden über
einen Zeitraum von vier Wochen wöchentlich
einen Fragebogen aus, in dem
sie ihre Symptome auf einer siebenstufigen
Likert-Skala bewerteten. Neun
FD-bezogene Symptome wurden bewertet,
darunter Oberbauchschmerzen,
Unwohlsein, postprandiales Völlegefühl,
Blähungen, frühzeitiges Sättigungsgefühl,
übermäßiges Aufstoßen, Übelkeit,
Erbrechen und Sodbrennen.
Nach nur zwei Wochen Behandlung
meldeten 41 Prozent der Teilnehmer der
Ginfort ® -Gruppe eine statistisch signifikante
positive Reaktion, ein Trend, der
während der gesamten Dauer der Studie
anhielt. Bemerkenswert ist, dass die
Ginfort ® -Ergänzung bei 79 Prozent der
Probanden wirksam war, während die
Placebogruppe nur eine Wirksamkeitsrate
von 21 Prozent aufwies.
Am Ende des vierwöchigen Zeitraums
erreichte die kollektive Eliminationsrate
für die drei wichtigsten Symptome
– postprandiales Völlegefühl,
Blähungen im Oberbauch und
frühzeitige Sättigung – bei den Ginfort ® -
Empfängern 64 Prozent. Im Gegensatz
dazu meldeten nur 13 Prozent der Teilnehmer
in der Placebogruppe, dass ihre
Symptome verschwunden seien. Darüber
hinaus zeigten mehrere einzelne
Symptome statistisch signifikante Raten
der Beseitigung zugunsten von Ginfort ®
gegenüber dem Placebo.
Eliminierungsrate der Hauptsymptome
am Tag 28: Signifikante Reduzierung der
gesamten dyspeptischen Symptome
begann bereits am Tag 14 und hielt bis
zum Tag 28 an.
Prozentuale Veränderung des Gesamtwertes der
dyspeptischen Symptome: 79% der Teilnehmer,
die mit Ginfort® supplementiert wurden,
berichteten über eine deutliche Reduzierung der
dyspeptischen Symptome (p <0,05).
Weitere Analysen der Blutwerte und Vitalparameter
bestätigten die Wirksamkeit
und Sicherheit von Ginfort ® als Behandlungsoption
für FD und lieferten überzeugende
Beweise für seinen therapeutischen
Nutzen bei der Behandlung dieser
Magen-Darm-Erkrankung.
20
Pflanzenextrakte
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die Verkapselung und die nahtlose Integration
in verschiedene Herstellungsanwendungen
wie Pulverabfüllungen,
Weichgels und Flüssigkapseln.
Über die Produktionseffizienz hin aus
erschließt das Aqueosome ® -Extraktionsverfahren
das volle therapeutische Potenzial
des Ingwers und positioniert
Ginfort ® als leistungsstarke und hoch
bioverfügbare Lösung zur Behandlung
von funktioneller Dyspepsie.
Acqueosome® ist die
patentierte, revolutionäre
Technologie hinter
Ginfort®
Ginfort ® wird mit der innovativen
Aqueosome ® -Extraktionsmethode hergestellt,
die einen bedeutenden Fortschritt
bei der Nutzung der therapeutischen
Vorteile von Ingwer darstellt.
Dieser innovative Ansatz geht auf die
Herausforderung ein, niedrig dosierte
Wirkstoffe zu erhalten, um eine hohe
klinische Wirksamkeit zu gewährleisten
und die Stabilität zu erhalten. Tatsächlich
ermöglicht diese Technologie die Wirksamkeit
von Ginfort ® bei Dosen von nur
200 mg/Tag im Vergleich zu 2.000 mg –
4.000 mg bei herkömmlichen Ingwerpräparaten.
Das Herzstück der Aqueosome ® -
Technologie ist die CO 2 -Extraktion von
Ingwer-Rhizomen, die ein hochkonzentriertes
Oleoresin-Zwischenprodukt ohne
Lösungsmittel ergibt. Dieser Schritt
bewahrt die Reinheit und Potenz des
Extrakts und optimiert gleichzeitig die
Funktionalität der aktiven Inhaltsstoffe
des Ingwers. Durch die Verfeinerung des
Extraktionsprozesses macht Ginfort ®
das medizinische Potenzial von Ingwer
deutlich und bringt ihn an die Spitze der
wissenschaftlichen und marktwirtschaftlichen
Entwicklung.
Darüber hinaus verbessert eine patentierte
Mischung aus lebensmitteltauglichen
Wirkstoffen die Verwendbarkeit
von Ginfort ® , indem die konzentrierte
Oleoresin-Basis in ein frei fließendes
Pulver verwandelt wird. Dies erleichtert
Referenzen:
Products – Ginfort | DolCas Biotech
(dolcas-biotech.com)
Ginfort Shows Positive Role in Alleviating
Functional Dyspepsia | BioSpace
A Randomized, Double-Blind, Placebo
Controlled, Parallel-Group, Comparative
Clinical Study to Evaluate the
Efficacy and Safety of OLNP-06 versus
Placebo in Subjects with Functional
Dyspepsia: Journal of Dietary Supplements:
Vol 19, No 2 (tandfonline.com)
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/
NBK554563/
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4228518/
Autor:
Cosimo Cisternino
Business Development Manager
VIVATIS Pharma Group
Die Aqueosome®-Technologie erzeugt einen hochkonzentrierten Ingwerextrakt aus Ingwer-
Oleoresin, wobei die Löslichkeit der lipophilen Ingweroide durch eine geschützte Anwendung
einer Mischung aus lebensmittelsicheren Inaktivatoren verbessert wird.
Juli 2024
21
V italstoffe
Julie Impérato
Nachhaltige Präbiotika
© Nexira
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation
kann eine gesunde Ernährung
während des gesamten Lebens dazu beitragen,
eine Reihe von nicht übertragbaren
Krankheiten und gesundheitlichen
Beschwerden zu verhindern und die
Verdauung zu fördern. Da es schwierig
ist, sich stets gesund zu ernähren, sind
die Verbraucher auf der Suche nach Fertigprodukten,
die ihren Nährstoffbedarf
decken und ihren Wunsch nach gesundheitlichen
Vorteilen erfüllen. Innovative,
ballaststoffreiche Produkte in praktischen
Formaten für Darmkomfort oder
Immunität stellen in vielen Fällen eine
gute Lösung dar. Aber nicht alle Ballaststoffe
sind gleich...
Die Bedeutung von
Ballaststoffen
Funktionelle Fasern sind nicht verdauliche,
isolierte Glykoside, die physiologische
Vorteile für den Menschen bieten.
Ballaststoffe werden in zwei Gruppen
unterteilt: Lösliche Ballaststoffe, die sich
in Wasser auflösen und von der Darm-
Mikrobiota fermentiert oder teilweise
fermentiert werden, und unlösliche Ballaststoffe,
die sich nicht in Wasser auflösen,
dieses aber aufnehmen können.
Angaben der Europäischen Behörde für
Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge
wird empfohlen, dass Erwachsene 25 g
Ballaststoffe pro Tag zu sich nehmen. In
vielen modernen Gesellschaften ist die
Ernährung jedoch sehr ballaststoffarm.
Heutzutage liegt die tägliche Zufuhr von
Ballaststoffen in den meisten europäischen
Ländern unter den empfohlenen
Werten, wobei die durchschnittliche
Aufnahme in Spanien und im Vereinigten
Königreich bei nur 12,7 bzw. 13,6 g
pro Tag liegt.
Die Vorteile einer ballaststoffreichen
Ernährung stehen in Zusammenhang
mit dem Verdauungsprozess und einem
gesünderen Verdauungstrakt. Ein intaktes
Verdauungssystem zeichnet sich
durch seine Fähigkeit aus, Nährstoffe effizient
zu verarbeiten, um den gesamten
Organismus richtig zu versorgen.
Ballaststoffe werden mit einem gesundheitlichen
Nimbus versehen und deren
Nutzen ist für die Verbraucher leicht
verständlich. Die gesundheitlichen
Vorteile von Ballaststoffen sind mit
unterschiedlichen Gesundheitsaspekten
wie Verdauungskomfort, Darmtransit,
Sättigungsgefühl und Gewichtskontrolle,
Verbesserung der Darmflora, Präbiotika,
Wohlbefinden von innen, Blutzuckerregulierung
usw. verbunden.
Im Zusammenhang mit dem allgemeinen
Gesundheits- und Wellness-Trend
werden Ballaststoffe auch mit einer
guten Darmgesundheit in Korrelation
gebracht. Der Verzehr ausreichender
Mengen löslicher, fermentierbarer
Ballaststoffe ist für eine optimale
22
Pflanzenextrakte
Gesundheit sehr wichtig, da sie die
Funktion der „freundlichen“ Bakterien
im Darm optimieren.
Viele der gesundheitlichen Vorteile,
die mit dem Verzehr von Ballaststoffen
verknüpft sind, werden durch die Darm-
Mikrobiota vermittelt – im Verdauungssystem
leben etwa 39 Billionen Bakterien.
Ballaststoffe ernähren die „guten“
Bakterien im Darm und wirken als Präbiotika.
Auf diese Weise fördern sie das
Wachstum der „guten“ Darmbakterien,
die verschiedene positive Auswirkungen
auf die Gesundheit haben können.
In diesem Zusammenhang bietet Nexira
mit inavea eine Reihe natürlicher,
organischer und CO 2 -neutraler präbiotischer
Inhaltsstoffe auf der Basis von
Akazienfasern an. Akazie ist ein löslicher
Ballaststoff, der von sorgfältig
ausgewählten Akazienbäumen stammt,
die nur die höchste und beste Qualität
aufweisen. Über die Nachhaltigkeit
hinaus ist inavea die einzige Akazienfaser
mit einem CO 2 -neutralen Fußabdruck.
Da inavea als FODMAPfreundlich
zertifiziert ist, bietet es den
Vorzug einer hohen Verdauungstoleranz
für die Ballaststoffanreicherung in einer
Vielzahl von Anwendungen. Die
Produktreihe besteht derzeit aus drei Inhaltsstoffen:
inavea PURE ACACIA,
der sanften präbiotischen Faser; inavea
BAOBAB ACACIA, dem präbiotischen
afrikanischen Superfood; inavea
CINNAMON ACACIA, dem
Aktivator für die metabolische Gesundheit.
Verdauungskomfort
dank inavea
PURE ACACIA
Einige Ballaststoffe, wie Fructooligosaccharide
(FOS), werden schnell fermentiert
und sind mit einer erhöhten
Gasbildung im Darm verbunden, was
zu unerwünschten Effekten wie Bauchkrämpfen,
Blähungen und Durchfall
führen kann, die das allgemeine Wohlbefinden
und die Lebensqualität stark
beeinträchtigen. Menschen mit einem
unzureichend funktionierenden Verdauungstrakt
leiden häufig unter diesen
Symptomen, aber auch unter anderen
unangenehmen Erscheinungen wie Blähungen
und Verstopfung.
Akazienfasern sind ein lösliches Exsudat
des Akazienbaums, das Ballaststoffe
enthält. inavea PURE ACACIA enthält
garantiert mindestens 90% lösliche
Ballaststoffe auf Trockengewichtsbasis.
Die spezifische Struktur der Akazienfaser
verleiht ihr eine hohe Beständigkeit
gegenüber Hitze, pH-Wert-Schwankungen,
Hydrolyse und enzymatischer Behandlung.
Auch wenn 95% des Polysaccharids
im Dickdarm abgebaut werden
(Cherbut et al. 2003), weist diese Faser
ein langsames und progressives Fermentationsprofil
durch die Darm-Mikrobiota
auf, wie in spezifischen Analysen
nachgewiesen wurde, insbesondere
in einer eigenen Studie (Terpend et al.
2013).
Aufgrund des progressiven Fermentationsprofils
wurde die Verdauungsverträglichkeit
von Akazienfasern untersucht
und in mehreren Studien in den Fokus
genommen. In einer eigenen klinischen
Studie von Nexira (Cherbut et al. 2003)
wurde die intestinale Verträglichkeit
von inavea PURE ACACIA mit der
von Saccharose (als neutrale Referenz)
und kurzkettiger FOS verglichen. Selbst
bei hohen Dosen waren die unerwünschten
gastrointestinalen Wirkungen von inavea
PURE ACACIA geringer als die
von FOS und unterschieden sich nicht
signifikant von denen von Saccharose;
inavea PURE ACACIA verursachte
unterhalb einer Dosis von 30 g/Tag
keine Blähungen, und bei Dosen von
mehr als 50 g/Tag traten keine Bauchkrämpfe
oder Durchfall auf. Somit wurde
die hohe Verdauungstoleranz von inavea
PURE ACACIA bestätigt.
Schrittweise Fermentation im Dickdarm
Juli 2024
23
V italstoffe
Inavea PURE ACACIA wurde klinisch
untersucht und hat eine hohe Verdauungstoleranz
gezeigt, insbesondere
aufgrund der langsamen Fermentation
der Akazie durch die Darm-Mikrobiota.
Diese langsame Fermentation und die
hohe Verträglichkeit machen die Akazie
zu einem sehr wirksamen Mittel
zur Erhöhung des Ballaststoffgehalts in
der Nahrung, selbst für Menschen, die
unter starken Verdauungsbeschwerden
wie dem Reizdarmsyndrom leiden. Im
Gegensatz zu vielen anderen Ballaststoffen
verursacht inavea PURE ACACIA
keine Beschwerden.
Die präbiotische
Wirkweise von inavea
PURE ACACIA
Definition:
Präbiotika werden von der ISAPP definiert
als „ein Substrat, das selektiv von
Wirtsmikroorganismen verwertet wird
und einen gesundheitlichen Nutzen
bringt“. Die Global Prebiotic Association
(GPA) beschreibt Präbiotika als „ein
Produkt oder eine Zutat, das/die in der
Mikrobiota verwertet wird und einen
Nutzen für die Gesundheit oder Leistungsfähigkeit
bringt“ (genauer: präbiotische
Aktivitäten als „ein Nutzen für die
Gesundheit oder die Leistungsfähigkeit,
der sich aus der Veränderung der Zusammensetzung
und/oder Aktivität der
Mikrobiota ergibt, als direktes oder indirektes
Ergebnis der Nutzung eines spezifischen
und genau definierten Produkts
oder Inhaltsstoffs durch Mikroorganismen“).
Die Beeinflussung der Darm-Mikrobiota
und der Stoffwechselprodukte durch
Akazienfasern ist seit vier Jahrzehnten in
mehr als 50 Studien nachgewiesen worden.
Eine der ältesten Studien (Wyatt et al.
1986) hat gezeigt, dass die Einnahme von
10 g Akazienfasern über 18 Tage die fäkale
Mikrobiota in menschlichen Fäkalien
mit Bifidobacterium spp. und vor allem B.
longum moduliert hat. Ergänzende Studien
(auch eigene) in verschiedenen Stadien
(auch klinisch) und unter verschiedenen
Bedingungen (auch bei Gesunden) haben
bestätigt, dass inavea PURE ACACIA
die Darm-Mikrobiota durch die Zunahme
von Lactobacillus- und Bifidobacterium-
Bakteriengruppen bei Dosierungen ab
10 g/Tag moduliert (Michel et al. 1998;
Matsumoto et al. 2006; Calame et al.
2008; Lakshmanan et al. 2020; Rawi et
al. 2021; Cherbut et al. 2003 und viele
andere).
Eine eigene klinische Studie (Cherbut et
al. 2003) hat gezeigt, dass der Verzehr
von 10 g/Tag inavea PURE ACACIA
das Wachstum von Laktobazillen und
Bifidobakterien fördert. Laktobazillen
und Bifidobakterien sind Indikatoren
für eine präbiotische Stimulierung,
wobei die Bifidobakterien einer der
wichtigsten Organismen für die Darmgesundheit
sind. Die löslichen Ballaststoffe
aktivieren die Fermentation im
Dickdarm und damit die Produktion
von kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs)
wie Propionat, Butyrat und Acetat. Diese
Steigerung der SCFA-Produktion
(einschließlich Propionat, Acetat und
Butyrat) durch die Dickdarmfermentation
von inavea PURE ACACIA
wurde in wissenschaftlichen Studien
umfassend untersucht und beschrieben
(Matsumoto 2006, Alarafi 2018, Daguet
2015 & 2016, Rawi 2021 usw.). Diese
SCFA können viele potenzielle Vorteile
für den Verdauungstrakt, die metabolische
Gesundheit, die kardiovaskuläre
Gesundheit und die Immunität haben.
Modulation der
Darmpassage
Der Verzehr von ACACIA-Fasern könnte
sich auch bei gelegentlicher Verstopfung
auf die Darmpassage auswirken. Es wurde
eine interventionelle, doppelblinde
klinische Studie im Vergleich zu Placebo
durchgeführt. inavea PURE ACA-
CIA wurde an 120 Personen, bei denen
ein Reizdarmsyndrom (IBS)
24
Pflanzenextrakte
diagnostiziert worden war, untersucht.
Die Probanden haben 4 Wochen lang
10 g inavea PURE ACACIA eingenommen,
die Vergleichsgruppe bekam
ein Placebo. inavea PURE ACA-
CIA hat seine Wirksamkeit unter Beweis
gestellt, indem es die Verstopfung
bei Menschen mit Reizdarmsyndrom
deutlich verbessert hat. Es war das
erste Mal, dass Akazienfasern ihren
Nutzen für die Transitmodulation bei
Erwachsenen demonstriert haben. Gemäß
den Leitlinien der EFSA ist diese
Verbesserung des Transits auch bei
gelegentlicher Verstopfung in der Allgemeinbevölkerung
von Nutzen. Ein
sekundärer Endpunkt der Studie bezog
sich auf den Verdauungskomfort. Nexira
hat bereits früher gezeigt, dass
Akazienfasern sehr gut verträglich sind,
insbesondere im Vergleich zu FOS. Das
Interessante an dieser jüngsten Studie
ist, dass inavea PURE ACACIA bei
hochsensiblen IBS-Patienten ausgezeichnet
verträglich war. Die Supplementierung
mit inavea löste keine
höheren Schweregrade oder Symptome
aus und war sogar imstande, diese zu
verringern.
Diese neuen Ergebnisse bestätigen,
dass inavea PURE ACACIA die Modulation
des Transits unterstützt, indem
es die Verstopfung verbessert und einen
hohen Verdauungskomfort bietet.
Wiederherstellung
der Impermeabilität
und Modulation der
Darmentzündung
In einer proprietären In-vitro-Studie
wurden das M-SHIME ® -Modell (Daguet
et al. 2015, 2016) und fäkales Material
von IBS- und IBD-Spendern verwendet.
Inavea PURE ACACIA trägt dazu
bei, den Entzündungsstatus im Darm
umzuformen (durch die Modulation
spezifischer Bakterien und Marker). inavea
PURE ACACIA hat nachweislich
die Fähigkeit, die Darmdichtigkeit
wiederherzustellen.
Inavea Baobab-
Akazie, das präbiotische
afrikanische Superfood
Inavea BAOBAB ACACIA ist eine
Kombination aus Akazienfasern und
einer Superfrucht: dem Fruchtfleisch
des Affenbrotbaums. Die Kombination
bietet einen Ballaststoffgehalt von mindestens
67%, der sich aus löslichen und
unlöslichen Fasern zusammensetzt, und
einen leicht würzigen Geschmack, der
in Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln
sehr geschätzt wird.
© matka_Wariatka - shutterstock.com
© Nattapol_Sritongcom– shutterstock.com
Juli 2024
25
V italstoffe
© Nexira
In einer kürzlich von Nexira durchgeführten
Studie (Prodigest, Veröffentlichung
in Arbeit) wurde ein Triple
SHIME ® (Simulator of Human Intestinal
Microbial Ecosystem) verwendet,
ein Modell zur Nachahmung des
Magen-Darm-Trakts (GIT). Es simuliert
den Magen, den Dünndarm und
verschiedene Regionen des Dickdarms
(aufsteigend, quer, absteigend), um das
präbiotische Potenzial unserer Baobab-
Faser mit unserer Akazienfaser (inavea
PURE ACACIA) und mit der
Kombination aus Baobab- und Akazienfasern
(inavea BAOBAB ACACIA)
zu vergleichen.
Die spezifische Kombination aus
Akazien fasern und Baobab-Fasern
(inavea BAOBAB ACACIA) hat bei
menschlichen Probanden signifikante
präbiotische Effekte ab einer Dosierungsäquivalenz
von 5 g gezeigt, mit
synergistischen Aktivitäten bei der Erhöhung
der Populationen von Akkermansiaceae
und Christensenellaceae.
Die meisten der wichtigsten repräsentativen
Arten dieser Bakteriengruppen
haben in Interventionsstudien eine signifikante
Verbesserung der metabolischen
Gesundheit und der Modulation der Fettmasse
gezeigt (Dao et al. 2016; Mazier
et al. 2021).
Inavea
CINNAMON ACACIA,
der Aktivator der
metabolischen
Gesundheit
Inavea CINNAMON ACACIA ist
eine Kombination aus Akazienfasern
und Zimtextrakt, standardisiert auf Polyphenole.
Die Kombination bietet einen
Ballaststoffgehalt von mindestens 80%.
Die präbiotische Wirkung wurde in einer
In-vivo-Studie mit einem HFHS-Modell
nachgewiesen. inavea CINNA-
MON ACACIA moduliert signifikant das
Profil der Darm-Mikrobiota im Vergleich
zur Kontrollgruppe nach Induktion einer
Dysbiose, induziert eine signifikant höhere
Konzentration von Butyrat und Propionat
im Vergleich zu HFHS-Mäusen,
die nur mit HFHS-Diät gefüttert wurden,
und erhöht signifikant die Abundanz von
Parabacteroides distasonis, was auf eine
schützende Rolle bei Stoffwechselstörungen
hindeutet.
Inavea CINNAMON ACACIA war in
der Lage, den HFHS-induzierten Anstieg
des Insulinspiegels, der am Ende der Studie
gemessen wurde, zu reduzieren. Hier
zeigt sich die synergistische Wirkung
von inavea CINNAMON ACACIA,
26
Pflanzenextrakte
während die Inhaltsstoffe allein keine
Signifikanz zeigen.
Seit mehr als 15 Jahren engagiert
sich Nexira für das ACACIA-Programm:
ein innovativer und kollaborativer
Ansatz, der die wirtschaftliche und
soziale Entwicklung und den Umweltschutz
miteinander verbindet und sich an
vier der Ziele für nachhaltige Entwicklung
der Vereinten Nationen orientiert.
Minderung seines CO 2 -Fußabdrucks um
9% pro Tonne Fertigprodukt zwischen
2019 und 2022 erreicht.
Darüber hinaus hat Nexira inavea
entwickelt, eine Serie von organischen
Inhaltsstoffen, die einen CO 2 -neutralen
Fußabdruck aufweisen.
Grafiken: Nexira
Über die Nachhaltigkeit hinaus verfolgt
Nexira eine CO 2 -reduzierende
Strategie, indem das Unternehmen seinen
CO 2 -Fußabdruck misst und seine
Emissionen durch einen ehrgeizigen
Plan verringert. Nexira hat bereits eine
Autorin:
Julie Impérato
Marketing & Communication Manager
Nexira SAS, France
ERHÄLTLICH BEI:
info@pfannenschmidt.de | www.pfannenschmidt.de
...der Stimmungsmacher
FÜR IHR INNOVATIVES
NÄHRSTOFFPRÄPARAT
www.PANMOL.com
Juli 2024
27
V italstoffe
Barbara Kocher
B-Vitamine: Teamwork makes the dream work
© PeopleImages.com – Yuri A – shutterstock.com
Die Gruppe der B-Vitamine umfasst insgesamt
8 essenzielle Vitamine, die als
Coenzyme vielfältige Stoffwechselvorgänge
modulieren. Obwohl jedes einzelne
davon unterschiedliche Aufgaben im
Körper erfüllt, sind es doch klassische
„Hand-in-Handwerker“: Einzeln wichtig,
gemeinsam unschlagbar. Keine andere
Vitamingruppe unterstützt und braucht
sich gegenseitig so sehr wie diese.
Im Hinblick auf die anstehende Europameisterschaft
ein guter Vergleich:
ein Profi-Fußballer ist wichtig, nützt
aber kaum, wenn er alleine aufs Feld
geschickt wird. Nur als Teil der Mannschaft
kann er sein Potenzial voll ausschöpfen
und gemeinsam mit dem Team
gute Leistungen abliefern. Ähnlich verhält
es sich auch mit den B-Vitaminen:
jedes für sich ein Stoffwechsel-Profi mit
besonderen Fähigkeiten, essenziell und
wichtig, doch als Teil des gesamten Vitamin-B-Komplexes
nochmals nützlicher.
Fehlt ein Mitspieler im Team, werden
Stoffwechselvorgänge nicht mehr optimal
ausgeführt. Ein Defizit bei einem
B-Vitamin kann den Mangel eines weiteren
B-Vitamins zur Folge haben. Die
Entstehung einzelner B-Vitamin-Mangelerscheinungen
ist vielgestaltig und
äußert sich in ebenso vielfältigen, unspezifischen
Symptomen. Meist sind Energiehaushalt,
das Herz-Kreislauf-System,
Muskulatur oder das Nervensystem betroffen.
Insbesondere bei körperlicher, psychischer
und emotionaler Belastung hat der
Körper einen hohen Bedarf an B-Vitaminen.
Sie sind daher unerlässlich für all
jene, die häufig unter akutem oder chronischem
Stress stehen. Nicht nur sorgen
sie in diesen Belastungsphasen für einen
ausgewogenen Neurotransmitterhaushalt
– also eine Versorgung mit jenen
Botenstoffen, die unser Verhalten und
Anpassungsvermögen beeinflussen und
steuern können, sondern vor allem auch
für Energie: B-Vitamine sind als Team
unentbehrlich für die Verwertung und die
Energiegewinnung aus unserer Nahrung.
Eine kürzlich veröffentliche Studie mit
einem pflanzlichen Vitamin-B-Komplex
zeigt auf, dass eine Vitaminmannschaft
bereits in physiologisch-niedrigen Dosierungen
kann, was Einzelspieler nur
mit sehr hohen Dosierungen schaffen.
So vermag es der gesamte Komplex beispielsweise,
den Risikofaktor Homocystein
im Blut bereits in physiologischen
28
Vitamine
Dosierungen einzudämmen und zu
senken. Erhöhte Homocystein-Spiegel
stehen im Zusammenhang mit einem
gesteigerten Risiko für kardiovaskuläre
Erkrankungen sowie für Dysbalancen
im Nervensystem. B-Vitamine können
Homocystein im Stoffwechsel zu Methionin
oder Cystein metabolisieren und
damit den Blutspiegel des Risikoindikators
senken. Im Falle der B-Vitamine gilt
daher einmal mehr: Top-Spieler sind gut,
die ganze Mannschaft aber auch!
Und noch eine Parallele zum Fußball:
Ein Profi wird ohne regelmäßiges Training
keine Höchstleistungen abrufen
können. B-Vitamine sind allesamt wasserlösliche
Vitamine und daher – mit
Ausnahme von Vitamin B12 – kaum im
menschlichen Organismus gespeichert.
Die regelmäßige Zufuhr dieser Mikronährstoffe
ist demnach unabdingbar.
Nicht einfach, denn der Bedarf steigt
in Zeiten erhöhter Belastungen (sowohl
körperlicher, als auch emotionaler Art),
bei einer hohen Zufuhr an Proteinen oder
verarbeiteten Lebensmittel und vielem
mehr.
die acht bekannten Vitamine aus der
B-Gruppe, sondern auch eine Vielzahl
organisch gebundener und biologisch
aktiver B-Vitamine, wie sie sonst nur
in hochwertigen Lebensmitteln wie
Vollkorngetreide oder Weizenkeimen
vorkommen. Im Vergleich zu Vollkorn
aber ist der Gehalt an B-Vitaminen in
PANMOL ® B-COMPLEX um hunderte
Male höher.
Quinoa, das historische Getreide der Inkas,
ist – im Gegensatz zu Weizen – frei
von Gluten. Der B-COMPLEX ist zudem
vegan, lactosefrei, GMO-frei, halal
und koscher. Der angenehm nussige Geschmack
ermöglicht einen vielfältigen
Einsatz in Kapseln, Tabletten, Pulvern
sowie innovativen Lebensmitteln.
Weitere Informationen unter:
www.vis-vitalis.com/rohstoffe
www.panmol.com
PANMOL® B-COMPLEX
Im österreichischen Lungau entwickelt
die vis vitalis gmbh seit den 1980er Jahren
einzigartige Vitalstoffe für innovative
Nahrungsergänzungs- und Lebensmittel:
PANMOL ® VITALSTOFFE, eine neue
Generation komplexer Pflanzen-Nährstoffe,
werden durch ein patentiertes
Verfahren hergestellt: Vitamine und
Spurenelemente aus keimenden Quinoa-
Samen. PANMOL ® (Pan = griech. alle;
moles = lat. Masse; Moleküle = Teilchen)
bedeutet, dass alle Moleküle in
lückenloser Form, eingebettet in einer
pflanzlichen Matrix, vorliegen.
Herzstück des Produktportfolios ist der
PANMOL ® B-COMPLEX – ein lückenloser
Komplex aller B-Vitamine,
gewonnen aus Quinoa aus kontrolliert
biologischem Anbau. Durch den besonderen
Herstellprozess enthält der
PANMOL ® B-COMPLEX nicht nur
Autorin:
Mag. Barbara Kocher absolvierte das
Studium für Ernährungswissenschaften
an der Universität Wien und ist seit 2012
bei der vis vitalis gmbh tätig. Schwerpunkt
ihrer Arbeit sind die pflanzlichen
PANMOL® VITALSTOFFE, die
weltweit in Nahrungsergänzungs- und
Lebensmitteln Einsatz finden. Sie beschäftigt
sich intensiv mit ernährungsmedizinischen
Fragen, sowohl als
Autorin für Fachmagazine sowie als Referentin
und Coach der Nährstoffakademie
Salzburg.
© Chotewang– shutterstock.com
Juli 2024
29
V italstoffe
Oliver Wolf
Starker Rückhalt in der Menopause
Bioaktive Kollagenpeptide verbessern die Knochendichte bei postmenopausalen Frauen
© FrankBoston – AdobeStock.com
Die Menopause markiert für Frauen oft
eine Lebensphase, die nicht nur körperlich,
sondern auch emotional belastend
sein kann. Die Umstellung des Hormonhaushalts
bringt Symptome wie Hitzewallungen,
Schlafstörungen, Haarausfall
und Erschöpfung mit sich, die das allgemeine
Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen
können. Darüber hinaus wirken
sich die hormonellen Veränderungen
auch auf die Knochengesundheit aus,
wodurch Frauen über 50 einem erhöhten
Risiko für Osteoporose ausgesetzt
sind. Studien zeigen, dass etwa 22% der
europäischen Frauen über 50 Jahre an
Osteoporose leiden. Im Vergleich dazu
sind nur etwa sieben Prozent der Männer
betroffen (1). Das gesteigerte Risiko bei
Frauen resultiert hauptsächlich aus dem
sinkenden Östrogenspiegel, der zu einem
Abbau der Knochenmineraldichte führt.
In diesem Kontext bietet die Supplementation
mit Bioaktiven Kollagenpeptiden
eine vielversprechende Möglichkeit, die
Knochengesundheit zu unterstützen und
dem Knochenschwund entgegenzuwirken.
Der Kollagenspezialist GELITA hat
speziell für diesen Zweck die Bioaktiven
Kollagenpeptide (BCP ® ) FORTIBONE ®
entwickelt, deren Wirksamkeit in klinischen
Studien mit postmenopausalen
Frauen nachgewiesen wurde.
Kollagen in der
Knochenmatrix
Die menschliche Knochenmatrix besteht
zu 70% aus anorganischen Mineralien
wie Kalzium und Phosphor, die für die
Festigkeit in den Knochen verantwortlich
sind. Etwa 20% der Knochenmatrix
bestehen aus organischen Stoffen, wobei
Kollagenfasern mit 95% den größten Teil
ausmachen und den Knochen Flexibilität
verleihen. Kollagen spielt eine entscheidende
Rolle bei der Mineralisierung der
Knochen, da es das Gerüst bildet, an dem
sich Kalzium und andere Mineralien
ablagern, um die Knochen zu festigen.
30
Kollagenpeptide
Ohne ausreichend Kollagen können diese
Mineralien nicht effektiv in die Knochenmatrix
eingebunden werden, was zu
einer schwachen Knochenstruktur führt,
in der nicht genügend Knochendichte
aufgebaut werden kann.
Östrogenmangel und
Osteoporose
Bei einer postmenopausalen Osteoporose
liegt eine solche schwache Knochenmatrix
vor. Aufgrund der hormonellen
Veränderungen produziert der
weibliche Körper weniger Östrogene,
die einen wesentlichen Beitrag zum
Knochenstoffwechsel leisten, indem sie
die Aktivität der knochenabbauenden
Zellen (Osteoklasten) hemmen. Durch
den absinkenden Östrogenspiegel in den
Wechseljahren werden die Osteoklasten
jedoch nicht mehr ausreichend gehemmt,
was zu einer Abnahme der Knochenmineraldichte
führt und das Risiko einer
postmenopausalen Osteoporose erhöht.
Laut dem Bundesselbsthilfeverband für
Osteoporose erkrankt jede dritte Frau
nach der Menopause an Osteoporose (2).
Prävention und
Behandlung von
Osteoporose
Osteoporose steigert insbesondere das
Risiko für Frakturen, sodass selbst
geringe Belastungen oder leichte Stürze
die wenig belastbaren Knochen schädigen
können. Maßnahmen zur Vorbeugung
von Osteoporose, wie eine
ausgewogene Ernährung, regelmäßige
Bewegung sowie der Verzicht auf Zigaretten
und einen übermäßigen Alkoholkonsum,
können die Knochengesundheit
unterstützen und den Verlust der Knochendichte
verlangsamen. Bei bereits diagnostizierter
Osteoporose können diese
präventiven Maßnahmen jedoch oft keine
Verbesserung bewirken. Kalziumund
Vitamin-D-Präparate werden dann
in der Regel empfohlen, können aber das
Fortschreiten der Erkrankung und das
Risiko von Knochenbrüchen nicht signifikant
reduzieren.
Bioaktive Kollagenpeptide
als Schlüssel für starke
Knochen
Mit Blick auf die Knochenmatrix gewinnen
Bioaktive Kollagenpeptide
zunehmend an Bedeutung, denn sie
können die Knochengesundheit von
postmenopausalen Frauen fördern: Je
mehr Kollagenfasern vorhanden sind,
desto stärker werden die Knochen mineralisiert
und die Knochendichte nimmt
zu. Martin Walter, Category Manager
Healthy Aging und Sports Nutrition bei
GELITA, betont hier: „Bei GELITA
erforschen wir schon seit vielen Jahren,
wie Bioaktive Kollagenpeptide
die Gesundheit von Gelenken, Sehnen
und Knochen unterstützten können. Für
starke und gesunde Knochen ist eine
stabile Kollagenstruktur enorm wichtig.
Studienergebnisse bestätigen, dass wir
mit FORTIBONE ® ein Produkt entwickelt
haben, das gezielt die Knochengesundheit
von Frauen nach der Menopause
unterstützen kann.“
Die Wissenschaft hinter
FORTIBONE ®
In einer randomisierten, kontrollierten
Doppelblindstudie aus dem Jahr 2018
wurde die Wirkung von FORTIBONE ®
auf die Knochenmineraldichte in der
Wirbelsäule und dem Oberschenkelhals
untersucht. Postmenopausale Frauen im
Alter von 46 bis 80 Jahren erhielten im
Rahmen der 12-monatigen Studie entweder
FORTIBONE ® oder ein Placebo.
Die Ergebnisse zeigten eine signifikante
Zunahme der Knochendichte bei den
Frauen, die FORTIBONE ® einnahmen.
Während sie in der Wirbelsäule um 4,2%
und im Oberschenkelhals sogar um 7,7%
anstieg, nahm sie in der Placebo-Gruppe
ab (3). Eine Folgestudie im Jahr 2021,
bei der Probandinnen der ersten Studie
weitere drei Jahre täglich FORTIBONE ®
einnahmen, bestätige die positiven Ergebnisse.
In der Studie konnte eine langfristige
Erhöhung der Knochendichte
nachgewiesen werden, bei der vor allem
die Probandinnen der vorherigen
© GELITA AG
Abb. 1: Durch den sinkenden Östrogenspiegel nach den Wechseljahren
kann der Knochenstoffwechsel gestört werden, so dass vermehrt
Knochenmasse durch die Osteoklasten abgebaut wird.
Abb. 2: Nach 12-monatiger Einnahme von FORTIBONE® erhöhte sich
die Knochenmineraldichte von postmenopausalen Frauen sowohl im
Oberschenkelhals als auch in der Wirbelsäule signifikant.
Juli 2024
31
V italstoffe
Placebo-Gruppe von der Einnahme von
FORTIBONE ® profitierten. Zudem erlitt
keine der Teilnehmerinnen in den vier
Jahren eine Fraktur. Stattdessen stieg die
Dichte in der Wirbelsäule während des
Beobachtungszeitraums zwischen 5,8
und 8,2% und im Oberschenkelhals zwischen
1,2 und 4,2% an (4).
Erste Untersuchungen zum Wirkmechanismus
von FORTIBONE ® deuten auf
eine stimulierende Wirkung auf die knochenaufbauenden
Zellen (Osteoblasten)
hin, was die Knochensynthese fördert
und den Aufbau einer stabilen Knochenstruktur
unterstützt. Im Gegensatz
zu herkömmlichen pharmakologischen
Behandlungen, die darauf abzielen, den
Knochenabbau zu verhindern, fördert
FORTIBONE ® den natürlichen Aufbau
des Knochens.
Technologische
Vielfältigkeit
der Bioaktiven
Kollagenpeptide
Die Bioaktiven Kollagenpeptide von
GELITA sind gut verträglich und haben
keine Nebenwirkungen. Nach oraler Einnahme
werden sie vom Körper schnell
resorbiert, passieren die Darmschleimhaut
und gelangen in teilweise intakter
Form in den Blutkreislauf.
Technologisch betrachtet bieten sie den
Vorteil, dass sie hervorragend mit Vitaminen,
Mineralstoffen und anderen
Nährstoffen kombinierbar sind und sich
aufgrund ihres neutralen Geschmacks
und ihrer klaren Löslichkeit ideal in
Endprodukte integrieren lassen. Sie
sind außerdem kaltwasserlöslich, hitzeund
säurestabil und haben eine niedrige
Viskosität, was eine problemlose Mischung
mit anderen Substanzen ermöglicht.
Darüber hinaus sind sie nicht nur
fett- und cholesterinfrei, sondern auch
vollkommen natürlichen Ursprungs,
wodurch sie sich ideal für Clean-Label-
Formulierungen eignen.
Referenzen:
(1) International Osteoporosis Foundation
(2021): A New Scorecard for Osteoporosis
in EU 27+2.
(2) Bundesselbsthilfeverband für
Osteoporose (2019): Osteoporose und
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Density and Bone Markers in postmenopausal
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(4) Zdzieblik et al. (2021): Specific
Bioactive Collagen Peptides in
Osteopenia and Osteoporosis: Long-
Term Observation in Postmenopausal
Women. https://doi.org/10.11005/
jbm.2021.28.3.207
Autor:
Oliver Wolf
Head of B2B Marketing (global),
GELITA AG
Global Marketing & Communication
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32
The David Sheldrick Wildlife Trust, known as Sheldrick Wildlife Trust, is a charity in Kenya, a registered charity in England and Wales number 1103836, and is supported by The David Sheldrick Wildlife Trust USA, Inc. a 501(c)3 in the United States (EIN 30-0224549)
Haut
Marie-José Épaule Chauvin
Die Vorteile von Carotinoiden für die Haut
Die antioxidativen Kräfte von Carotinoiden fördern die Gesundheit der Haut.
© 2020 bluedog studio – shutterstock.com
Carotinoide sind nicht nur natürliche
Pigmente, die von grünen Pflanzen, Algen
und photosynthetischen Mikroorganismen
produziert werden, um s ich
vor Umwelteinflüssen zu schützen,
sondern auch wertvolle Verbündete zur
Erhaltung der Gesundheit unserer Haut
(1).
Deshalb erweitert Vidya Europe das
Wissen über pflanzliche Lebensmittel-
Extrakte für die Nutra-Kosmetik. Vidya
Europe bietet seine natürlichen Carotinoid-Extrakte
wie Lycopin aus Solanum
lycopersicum (Tomate), Lutein aus
Tagetes erecta (Studentenblume), Astaxanthin
aus Haematococcus pluvialis
(Blutregenalge), ein Carotin-Gemisch
aus Dunaliella salina (Grünalge) und
Beta-Carotin aus Blakeslea trispora
(Pilz aus der Gruppe Zygomycota) an.
Von den derzeit sechshundert identifizierten
Carotinoiden wurden 34 Carotinoidformen
aus Geweben, Plasma und
Sekreten beim Menschen isoliert. Unter
diesen Molekülen finden sich in der Haut
Beta-Carotin, Lutein und Lycopin (2).
• Beta-Carotin, eine Quelle für Vitamin
A, stimuliert die Synthese von
Melanin, einem natürlichen Pigment
der Haut (3).
• Lutein, ebenso wie Zeaxanthin, trägt
wirksam zur Synthese von Phospholipiden
und Lipiden bei, die auf der
Hautoberfläche vorhanden sind (4).
• Lycopin, ein acyclisches Carotinoid
mit 11 trans-konfigurierten Doppelbindungen,
ist für seine starke
antioxidative Aktivität bekannt (5).
Carotinoide sind essenzielle Komponenten
des antioxidativen Systems der Haut
und gehören zu den stärksten Radikalfängern
unseres Körpers. Da der Körper
sie jedoch nicht selbst produziert,
müssen sie über die Nahrung zugeführt
werden (6). Viele dieser Carotinoide
sind Vorstufen von Vitamin A oder Retinol
und besitzen starke antioxidative
Eigenschaften, um die Zellalterung zu
verhindern und die Haut gesund zu erhalten.
So helfen Carotinoide unserem
Körper, sich gegen aggressive Sauerstoffformen
zu schützen, die durch
Juli 2024
33
V italstoffe
© wavebreakmedia – shutterstock.com
erheblichen oxidativen Stress aufgrund
unseres Lebensstils und unserer Umwelt
(UV, Blaulicht, Verschmutzung, Tabak
usw. (7)) entstehen.
Die patentierte Spektroskopiemethode
WO 2017/077237 A1 wurde verwendet,
um die Interaktionen zwischen Carotinoiden
und freien Radikalen in der Haut
zu untersuchen. Es wurde gezeigt, dass
Krankheiten, UV- oder Infrarotstrahlung
und Alkoholkonsum die Konzentration
von Carotinoiden in der Haut reduzieren
(8). Ebenso haben klinische Studien
zur Einnahme oder nur zur topischen
Anwendung (9) oder zur Kombination
beider Methoden von Carotinoiden eine
deutliche Verbesserung der Hautqualität
belegt (10).
Eine klinische Studie zur Absorption
eines carotinoidhaltigen Nahrungsergänzungsmittels
zeigt eine Erhöhung des
Carotinoidgehalts in der Haut ab dem
2. Tag für die Gruppe, die das Nahrungsergänzungsmittel
eingenommen hat.
Diese Personen erscheinen im Vergleich
zur Kontrollgruppe jünger (11).
Eine klinische Studie zur topischen Anwendung
einer Mischung aus zwei Carotinoiden
(Lutein und Zeaxanthin) wies
nach 12 Wochen Nutzung eine Reduktion
von 64% der Fettsäureperoxide, eine Verbesserung
der Hautfeuchtigkeit um 200%,
eine Verbesserung der Hautelastizität um
43% und eine Erhöhung der Produktion
von Hautlipiden bzw. eine Verbesserung
des Hydrolipidfilms um 200% nach.
Ein im Mai 2021 in der wissenschaftlichen
Zeitschrift Photodermatology,
Photoimmunology & Photomedicine
publizierter Artikel analysiert die in
den letzten 50 Jahren veröffentlichten
klinischen Beweise für die Vorteile von
Carotinoiden für die Haut und bestätigt
die Rolle der Carotinoide beim Schutz
vor UVB- und UVA-Strahlen sowie die
Hemmung molekularer Marker des oxidativen
Stresses. Es wurde auch gezeigt,
dass Carotinoide, die gleichzeitig eingenommen
und auf die Haut aufgetragen
werden, die negativen Auswirkungen
von UV auf die Hautalterung reduzieren.
Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass
die bei Vidya erhältlichen Carotinoide
auch starke Antioxidantien sind. Diese
pflanzlichen Extrakte, wie Lycopin aus
Solanum lycopersicum, fördern die Pigmentierung
der Haut und aktivieren die
Bräunung. Lutein aus Tagetes erecta bekämpft
wirksam die Zellalterung, indem
es freie Radikale neutralisiert, ebenso
wie Astaxanthin aus Haematococcus
pluvialis, Beta-Carotin aus Blakeslea
trispora und das Carotin-Gemisch aus
Dunaliella salina.
Da Carotinoide fettlöslich sind, werden
sie in der Regel sehr gut vom Körper
aufgenommen. Um jedoch die Absorption
von Carotinoiden in allen galenischen
Varianten zu erleichtern, bietet Vidya
Europe seine gesamte Palette natürlicher
Carotinoide in verschiedenen Formen
(Pulver, Granulat, ölige Suspension,
Emulsion, ...) und bietet weitere Lösungen
an.
Referenzen:
(1) Al Akhawayn University in Ifrane.
(n.d.). OCL2000 - 73, p266 Cours.
Retrieved from https://www.studocu.
com/row/document/al-akhawayn-university-in-ifrane/moroccan-accounting-and-taxation/ocl2000-73-p266-
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(8) Inventeurs: Hervé Bertin, Paul Marché,
Anne Sorignet, Titre: Système de
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Date de Publication: 11 mai 2017, Organisme:
OMPI (Organisation Mondiale
de la Propriété Intellectuelle), Lien:
WO 2017/077237 A1 sur Patentscope
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doi.org/10.3390/ijms25031431 . PMID:
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(10) Palombo, P., Fabrizi, G., Ruocco,
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Morganti, P. (2007). Beneficial longterm
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skin: A double-blind, placebo-controlled
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20(4), 199-210. https://doi.
org/10.1159/000101807
(11) Baswan, S. M., Klosner, A. E.,
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(2021). Role of ingestible carotenoids
in skin protection: A review of clinical
evidence. Photodermatology, Photoimmunology
& Photomedicine, 37(6),
490-504. doi:10.1111/phpp.12690.
Autorin:
Marie-José Épaule Chauvin
Leiterin Kosmetik-Aktiva
cosmetics@vidyaeurope.eu
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35
V italstoffe
Laura Ingenlath
Sekundäre Pflanzenstoffe und kognitive Gesundheit
© New Africa – shutterstock.com
Ein Überblick
Sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet man als bioaktive Verbindungen, die von Pflanzen zum Schutz gegen natürliche Fraßfeinde
oder als Lockstoff für Insekten, die zur Pflanzenbestäubung beitragen, produziert werden. Sie können aus verschiedenen Quellen
als Farb-, Duft- oder Aromastoffe gewonnen werden. Bis heute wurden bereits mehr als tausend verschiedene sekundäre
Pflanzenstoffe entdeckt. Einige der wichtigsten Klassen sind Flavonoide, Carotinoide, Polyphenole, Phytosterole und Saponine.
Sie alle haben eine antioxidative Wirkung und zeigen zudem antimikrobielle, antiallergische, krampflösende und antivirale Aktivitäten
(Sharma, Kumar V., Gat, Kumar N., Parashar & Pinakin, 2018; Jaeger & Cuny, 2016).
Nach bisherigen Erkenntnissen zählen
sekundäre Pflanzenstoffe nicht zu den
für Menschen essenziellen Nährstoffen,
dennoch haben sie Einfluss auf vielzählige
Stoffwechselprozesse. Möglicherweise
schützen einige Stoffe vor verschiedenen
Krebsarten und vermitteln vaskuläre
Effektive wie die Erweiterung der Blutgefäße
und senken damit den Blutdruck
(DGE, 2014).
Die aktuelle wissenschaftliche Datenlage
lässt zu, die präventive Wirkung von
sekundären Pflanzenstoffen zu bewerten,
jedoch ist es nicht möglich, Empfehlungen
für eine tägliche Zufuhr von sekundären
Pflanzenstoffen auszusprechen
(DGE, 2014).
Zufuhr und
Bioverfügbarkeit
Durchschnittlich nimmt ein Mensch
durch eine gemischte Kost etwa 1,5 g
sekundäre Pflanzenstoffe pro Tag zu
sich. Bei einer vegetarischen Ernährungsweise
ist die Aufnahme meistens
deutlich höher, da hier der Anteil
pflanzlicher Lebensmittel überwiegt
(Watzl, 2008).
In den letzten Jahren ist der Konsum
sekundärer Pflanzenstoffe teilweise angestiegen.
Dies zeigt die untenstehende
Tabelle mit einem Vergleich der DGE
Ernährungsberichte aus den Jahren 2004,
2008 und 2012.
36
Pflanzenstoffe
Gruppe
Geschätzte Zufuhr
sekundärer Pflanzenstoffe
(mg/Tag) laut
DGE Ernährungsbericht
2004
Einschätzung laut DGE Ernährungsbericht
2008
Einschätzung laut DGE Ernährungsbericht
2012
Flavonoide 50 – 00 Deutlich höhere Zufuhr wird vermutet
(50 – 200 mg/Tag)
Phenolsäuren 200 – 300
Carotinoide 5 – 6 Neuere Daten weisen auf eine höhere
Zufuhr hin.
Phytoöstrogene <5 Kinder und Jugendliche: 1,1 +/- 4,7 mg/
Tag
Glucosinolate <50 Neuere Daten weisen auf niedrigere
Zufuhr hin (15 mg/Tag)
Sulfide
unbekannt
Monoterpene <2
Saponine <15
Phytosterole 170 – 440 150 – 400 mg/Tag (100 – 400 mg Phytosterole,
20 – 50 mg Phytostanole)
Tabelle 1: Zufuhr sekundärer Pflanzenstoffe bei gemischter Kost (modifiziert nach DGE, 2014)
Verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe
weisen unterschiedliche Bioverfügbarkeiten
auf. Die Bioverfügbarkeit von
Polyphenolen scheint z.B. durch Hitzeeinwirkung
oder Partikelverkleinerung
günstig beeinflusst zu werden. Auch ein
höherer Fettanteil kann die Bioverfügbarkeit
von Polyphenolen erhöhen, während
ein höherer Proteinanteil oder die
Anwesenheit von Vitamin C und E dafür
sorgen können, dass die Bioverfügbarkeit
sinkt (DGE, 2014).
Neuesten Forschungsergebnissen nach
zu urteilen, soll eine Verkapselung der
Polyphenole für eine bessere Bioverfügbarkeit
sorgen, indem mögliche Wechselwirkungen
mit anderen Nährstoffen
reduziert werden. Z.B. konnte Bohn
im Jahr 2014 zeigen, dass verkapseltes
Curcumin (1 g/Portion) in einem Brot im
Vergleich zu freiem Curcumin in Brot zu
einen siebenmal höheren Plasmaspiegel
führen konnte.
Mögliche
gesundheitsförderliche
Wirkungen
Experimentelle Untersuchungen am
Tiermodell zur Erfassung der potenziellen
Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen
konnten eine Vielzahl an
Daten zu den zugrundeliegenden Mechanismen
liefern. Jedoch ist es durch
die aktuell verfügbare Datenlage kaum
möglich, die Untersuchungsergebnisse
auf den Menschen direkt zu übertragen.
Dennoch konnte der Ernährungsbericht
aus dem Jahr 2012 zeigen, dass zahlreiche
Ergebnisse aus Studien zum Einfluss
von sekundären Pflanzenstoffen
auf das Risiko für die Entstehung verschiedener
Krankheiten vorliegen. Diese
Daten beruhen jedoch rein auf der
Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen
aus herkömmlichen Lebensmitteln und
schließen Nahrungsergänzung aus. Beobachtete
präventive Wirkungen können
deshalb auch durch andere Nährstoffe
wie Makronährstoffe, Vitamine,
Mineralstoffe oder Ballaststoffe ausgelöst
worden sein (DGE, 2014).
In der folgenden Tabelle werden die Ergebnisse
aus Humanstudien, die bereits
im Ernährungsbericht der DGE aus dem
Jahr 2012 beschrieben wurden, dargestellt.
Juli 2024
37
V italstoffe
Gruppe Enthalten in … Auswirkung auf die
Pflanze
Mögliche Gesundheitseffekte
(Tier- und
in-vitro-Versuche)
Einfluss auf menschliche
Gesundheit
Flavonoide
Äpfeln, Birnen, Trauben,
Kirschen, Beerenobst,
Zwiebeln, Grünkohl,
Soja, schwarzem und
grünem Tee etc.
Farbstoffe (rot, hellgelb,
blau, violett)
Antioxidativ
Antithrombotisch
Blutdrucksenkend
Entzündungshemmend
Immunmodulierend
Antibiotisch
Pos. Einfluss auf
kognitive Fähigkeiten
Verringertes Risiko für:
Krebskrankheiten
Herz-Kreislauf-Krankheiten
Phenolsäuren
Kaffee, Tee, Vollkornprodukten,
Weißwein,
Nüssen
Abwehrstoffe gegen
Fraßfeinde
Antioxidativ
Verringertes Risiko für:
Krebskrankheiten
Carotinoide
Karotten, Tomaten, Paprika,
Spinat, Grünkohl,
Aprikosen, Kürbis etc.
Farbstoffe
(gelb, orange, rot)
Antioxidativ
Immunmodulierend
Entzündungshemmend
Verringertes Risiko für:
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Altersbedingte Augenerkrankungen
Krebskrankheiten,
metabolisches Syndrom,
Gefäßverengungen
(in Diskussion)
Phytoöstrogene
Getreiden und Hülsenfrüchten
Pflanzenhormone, die Antioxidativ
ähnlich wie das weibliche
Sexualhormon
Immunmodulierend
Östrogen aufgebaut sind
Protektive Wirkungen
hinsichtlich Krebs-,
Herz-Kreislauf-Krankheiten,
Knochendichte
(in Diskussion)
Glucosinolate
Alle Kohlarten, Rettich, Abwehrstoffe gegen
Radieschen, Kresse, Senf Fraßfeinde oder Pathogene
Antioxidativ
Immunmodulierend
Verringertes Risiko für:
Krebskrankheiten
Sulfide
Zwiebeln, Knoblauch,
Schnittlauch
Duft- und Aromastoffe
Antibiotisch
Antioxidativ
Antithrombotisch
Blutdrucksenkend
Cholesterolsenkend
Verringertes Risiko für:
Krebskrankheiten
Monoterpene
Minze, Zitronen, Kümmel
Duft- und Aromastoffe
Cholesterolsenkend
Antikanzerogen
Saponine
Hülsenfrüchten, Soja,
Spargel, Hafer, Lakritze
Bitterstoffe
Antikanzerogen
Antibiotisch
Phytosterole
Nüssen und Pflanzensamen,
Hülsenfrüchten
Membranbaustoff,
Pflanzenhormone
Cholesterolsenkend
Senken der Cholesterolkonzentration
im Blut
Zusammenhang mit
Herz-Kreislauf-Krankheiten
(in Diskussion)
Tabelle 2: Übersicht über die Wirkungen verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe (modifiziert nach DGE, 2014)
38
Pflanzenstoffe
Aktuelle Studienlage zur
kognitiven Gesundheit
Kognitiver Abbau kann bei normalem
Altern (ohne spezifische Erkrankung),
bei altersbedingten Hirnleistungsstörungen
wie Demenz oder anderen Erkrankungen
des Gehirns auch schon im jungen
Alter, auftreten. Bei Erkrankungen
des Gehirns gibt es oft nur begrenzte
pharmakologische Therapien, die zur
Verfügung stehen. Deshalb ist es dringend
notwendig, andere Ansätze zur
Verringerung des kognitiven Abbaus zu
finden. Eine ausgewogene Ernährung,
die reich an sekundären Pflanzenstoffen
ist, und eine mögliche Supplementation
mit Nährstoffen spielen daher eine immer
wichtigere Rolle (Howes, Perry N.,
Vásquez-Londono & Perry E., 2020).
Verschiedene Studien konnten bereits
positive Wirkungen bezogen auf den kognitiven
Abbau bei regelmäßigem Verzehr
von Tee, Kaffee, Kakao, Rotwein,
Weintrauben oder Zitrusfrüchten beobachten.
Hinzu kommen sekundäre Pflanzenstoffe
aus Kurkuma, Safran, Salbei,
Rosmarin oder Zitronenmelisse (Howes,
Perry N., Vásquez-Londono & Perry E.,
2020).
Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr
2023 konnte Wirkungen verschiedener
sekundärer Pflanzenstoffe auf die Alzheimer
Demenzerkrankung zeigen. Vor
allem Epigallocatechin-3-gallat, ein wirkungsvolles
Catechin aus der Gruppe der
Flavonoide, Resveratrol, eine Substanz
aus der Gruppe der Phenolsäuren und
Rosmarinsäure, ebenfalls aus der Gruppe
der Phenolsäuren, spielen hier eine
bedeutende Rolle (Koul, Farooq, Yadav
& Song, 2023):
Epigallocatechin-3-gallat (EGCg) ist
in der Camellia-sinensis-Pflanze enthalten.
Zahlreiche Forscher haben die
Auswirkungen von Epigallocatechin-
3-gallat auf eine Vielzahl von Krankheiten
untersucht, darunter Krebs, Herz-
Kreislauf- und neurologische Störungen
(Smith, Giunta, Bickford, Fountain, Tan
& Shytle, 2010; Cano et al, 2019). Das
Epigallocatechin-3-gallat weist eine
starke antioxidative Aktivität auf. Bei
Mäusen mit Streptozotocin-induzierter
Demenz wurde nachgewiesen, dass
Epigallocatechin-3-gallat die Aktivität
der Glutathionperoxidase steigert, die
AChE-Aktivität verringert und die Ansammlung
von NO-Metaboliten (Stickstoff)
und ROS (reactive oxygen species)
verhindert (Cascella, Bimonte, Muzio,
Schiavone & Cuomo, 2017). Bei mutierten
PS2-Alzheimer-Mäusen verbesserte
Epigallocatechin-3-gallat auch das Gedächtnis
und reduzierte die Aktivität des
Enzyms γ-Sekretase. Epigallocatechin-
3-gallat reduzierte auch die Expression
des Amyloid-Vorläuferproteins, verringerte
die Aktivität des Enzyms, das
die Beta-Seiten von APP spaltet, und
verringerte den Aufbau von β-Amyloid,
um Apoptose und Gedächtnisverlust,
die durch LPS (lipopolysaccharide)
hervorgerufen werden, abzuwehren (Rezai-Zadeh
et al., 2008).
Resveratrol ist eine polyphenolische
Substanz, die zur Familie der Stilbene
gehört. Mandeln, Weintrauben und andere
Früchte enthalten Resveratrol. Zahlreiche
Untersuchungen haben gezeigt,
dass es kardiovaskuläre, krebshemmende,
entzündungshemmende, antioxidative
und blutzuckersenkende Eigenschaften
besitzt und auch eine neuroprotektive
Wirkung hat. Durch das Abfangen von
ROS, die Erhöhung des Glutathionspiegels
und die Verstärkung der endogenen
Antioxidantien übt Resveratrol
eine starke antioxidative Wirkung aus
(Li, Gong, Dong & Shi, 2012). Durch
die Auslösung der nichtamyloidogenen
Spaltung von APP und die Förderung der
β-Amyloid-Clearance kann Resveratrol
auch die β-Amyloid-Konzentration senken.
Außerdem reduzierte Resveratrol
die AChE-Aktivität in Nervenzellen. Es
hat sich gezeigt, dass Resveratrol sicher
und gut verträglich ist und die A40-Konzentrationen
im Liquor und Plasma bei
Alzheimer senken kann (Kola, Hecel,
Lamponi & Valesin, 2020).
Rosmarinsäure wird mit antioxidativen,
antibakteriellen, entzündungshemmenden,
krebshemmenden, antiviralen und
neuroprotektiven Eigenschaften in Verbindung
gebracht (Noguchi-Shinohara et
al, 2020). Die Fähigkeit der Rosmarinsäure,
die Expression von NF-ĸB und
TNF zu verringern, ist der Mechanismus,
© Natalia Lisovskaya – shutterstock.com
Juli 2024
39
V italstoffe
durch den sie den Amyloid-induzierten
Gedächtnisverlust stark reduziert (Kumar,
Seghal & Padi, 2007; Shekarchi,
Hajimehdipoor, Saeidnia, Gohari & Hamedani,
2012). Außerdem wurde nachgewiesen,
dass Rosmarinsäure neuronale
PC12-Zellen vor der durch Beta-Amyloid
hervorgerufenen Zytotoxizität schützt.
Sie könnte die Hyperphosphorylierung
des Tau-Proteins vermindern. In einem
Rattenmodell der Alzheimer-Krankheit
hat Rosmarinsäure durch die Verringerung
der Lipidperoxidation und der Entzündungsprozesse
dazu beigetragen, die
Bewegungsaktivität, das räumliche Kurzzeitgedächtnis
und die metabolischen
Veränderungen im Gehirngewebe positiv
zu beeinflussen (Shekarchi, Hajimehdipoor,
Saeidnia, Gohari & Hamedani,
2012).
Abschließend kann gesagt werden, dass
viele natürliche Substanzen bereits in
einigen in-vitro und in-vivo Untersuchungen
vielversprechende Wirkungen
für die Behandlung von Demenzerkrankungen
wie Alzheimer zeigen konnten.
Jedoch sind klinische Studien mit größerer
Probandenzahl und längeren Behandlungszeiträumen
erforderlich, um die
beobachtete therapeutische Wirksamkeit
der sekundären Pflanzenstoffe am Menschen
bestätigen zu können. Mehrere sekundäre
Pflanzenstoffe konnten bereits
als sicher eingestuft werden und wurden
für spätere Phasen der Forschung zugelassen,
sodass pflanzliche Arzneimittel in
der Zukunft eine nachhaltige alternative
Form der Therapie ermöglichen könnten.
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Autorin:
Laura Ingenlath
MSc Ernährungstherapie
40
Pflanzenstoffe
Heike Lück-Knobloch
Superfood Sanddorn
© AllaSaa – shutterstock.com
Wegen ihres Vitalstoffreichtums sind
die Beeren für den gesamten Körper
von Nutzen. Sanddornöl, das aus dem
Fruchtfleisch und den Kernen gewonnen
wird, hat sich besonders bei trockenen
Schleimhäuten bewährt.
Aufgrund der Symbiose mit Frankia-
Bakterien, Pilzen und Algen enthalten
die Früchte alle
Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente
sowie alle Omega-3-,-5,-6-,-7- und
-9-Fettsäuren, konjugierte Fettsäuren,
den Glukosetoleranzfaktor (GTF), den
organischen Chromkomplex Chrompolynikotinat,
den SRF/TRF (Skin Respiratory
Factor/Tissue Respiratory Factor),
den biologischen Aminosäure-Germanium/Vanadium-Komplex,
den natürlichen
Feuchtigkeitsfaktor (NMF) sowie den
Molybdän-pyro-Glutamat-Laktat-Harnstoff-Komplex,
der die kollagene Biomatrix
des Bindegewebes mit Wasser belädt
und versorgt. Sanddornbeerenextrakt
induziert zudem die Stammzellbildung
und ermöglicht somit eine Regeneration
und Reparatur des Gewebes.
Wegen seines Reichtums an Antioxidantien
wie Apigenin, Arginin, Vitamin
C und E sowie Tryptophan und
dessen Metaboliten kann der Sanddorn
ferner die neurovaskuläre Kopplung
von Gehirndurchblutung und Hirnleistung
positiv beeinflussen, weshalb er
auch als „Brainfood“ gilt (1).
Forscher aus der Slowakei und Indien haben
sich in ihrer aktuellen Arbeit mit den
bioaktiven Bestandteilen des Sanddorns
(Hippophae rhamnoides L.) befasst.
Teile der Pflanze enthalten Phenole, Carotinoide
(Lycopin, Carotin, Lutein und
Zeaxanthin), Flavonoide (Isorhamnetin,
Quercetin, Glycoside und Kaempferol)
und Sterole. Es wird angenommen, dass
hauptsächlich Isorhamnetin und Quercetin
für den gesundheitlichen Nutzen bei
kardiovaskulären Erkrankungen, metabolischem
Syndrom, Adipositas etc. verantwortlich
sind.
Ihnen werden antioxidative, antiinflammatorische
und Anti-Krebs-
Eigenschaften zugeschrieben. Zudem
scheinen sie eine gesunde Zellproliferation
sowie Hormonfreisetzung in
den Eierstöcken zu vermitteln und das
Ovarialkarzinomrisiko zu senken, und
zwar möglicherweise durch Apoptose
und Östrogenfreisetzung. Auch die im
Sanddorn enthaltenen Substanzen Apigenin,
Myricetin und Luteolin können
die Apoptose triggern und sollen den
Zellzyklus bei Eierstocktumoren stoppen
können. Bei weiteren gynäkologischen
Erkrankungen wie Gebärmutter-
Entzündungen (Endometritis) sowie
Endometriose soll der Sanddorn ebenfalls
Potenzial besitzen.
Zudem kann er Symptome wie die vulvovaginale
Atrophie bei postmenopausalen
Frauen lindern, indem er inflammatorische
Zytokine und den vaskulären
endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF)
beeinflusst. Ferner wird spekuliert, ob
das Öl, welches Carotinoide, Sterole und
Juli 2024
41
V italstoffe
Hypericin enthält, als Alternative zur Östrogenersatztherapie
bei postmenopausalen
Frauen dienen kann, vor allem, um
die epitheliale Integrität der Vagina zu
verbessern (2).
Neben Procyanidinen in Sanddornsamen
(3) enthalten Fruchtfleisch und Samen
essentielle Aminosäuren, B-Vitamine
und Ursolsäure, wie schwedische und
chinesische Wissenschaftler ermitteln
konnten.
Der Sanddorn wird seit langer Zeit in
der traditionellen chinesischen Medizin
(TCM) u. a. zur Linderung von Husten,
Unterstützung der Verdauung, Verbesserung
der Blutzirkulation und Schmerzlinderung
genutzt. Neue pharmakologische
Studien haben gezeigt, dass
Rohextrakte bzw. deren Bestandteile
anti-inflammatorische, antioxidative, hepatoprotektive,
blutzucker- und lipidsenkende,
neuroprotektive, antibakterielle
und Anti-Krebs-Eigenschaften besitzen
(4).
Auch Forscher aus Rumänien bringen
die therapeutische Wirkung des Sanddorns
mit seiner reichhaltigen Zusammensetzung
an Nährstoffen und biologisch
aktiven Bestandteilen (über 200)
in Zusammenhang, und zwar besonders
mit hohen Mengen an lipo- und hydrophilen
Antioxidantien. Zu Letzteren
zählen u. a. Tannine, Phenolsäuren und
Ascorbinsäure. Alle Beerenbestandteile
(Haut, Fruchtfleisch, Samen) haben
einen beeindruckenden Gehalt an den
Vitaminen C, A und E sowie bemerkenswerte
Mengen an Polyphenol-Derivaten,
Triterpenoiden, Fettsäuren und
Phytosterolen (besonders β-Sitosterol).
Die Forscher fanden zudem Xylitol,
Violaxanthin, Tryptophan, Chinasäure
und Quercetin-3-Rutinosid in den
Früchten. Der Verzehr von Sanddornbeeren
und entsprechende Präparate
werden mit vorteilhaften Effekten auf
das kardiovaskuläre System, z. B. den
Glukose- und Lipidstoffwechsel, die
Thrombozytenaggregation und die Inflammation
in Verbindung gebracht
sowie mit immunmodulierenden, antiviralen
und protektiven Eigenschaften
assoziiert (5).
Studien zur Wirkung von
Sanddorn
In einer Studie konsumierten 56 Probanden
mit erhöhten Cholesterinwerten
täglich über einen Zeitraum von 90
Tagen 90 g Sanddornbeeren-Püree. Es
zeigte sich, dass Sanddornbeeren offenbar
den Energiestoffwechsel und die Zusammensetzung
des Darmmikrobioms
verbessern können. Denn die Glukose-,
Laktat- und Kreatinwerte sanken, und
Butyrat-produzierende Bakterien und
andere Darmmikroben, die mit dem
Lipidstoffwechsel verbunden sind wie
Prevotella und Faecalibacterium, nahmen
zu, während Parasutterella, die mit
einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre
Erkrankungen assoziiert werden,
abnahmen (6).
SBA24 ® enthält Sanddornöl, das sowohl
aus dem Fruchtfleisch der Beeren,
als auch aus den Samen extrahiert wird.
Dieses einzigartige standardisierte Öl
versorgt den Körper mit allen Omega-
Fettsäuren in einem ausgewogenen
Verhältnis. Es ist zudem reich an Antioxidantien
und Pflanzensterolen, die
wichtig für die Vitalität des Menschen
sind. Die gesamte westliche klinische
Sanddornöl-Forschung erfolgte mit
SBA24 ® , das von der finnischen Firma
Aromtech produziert wird (7).
SBA24 ® ist neben β-Carotin und D-
alpha-Tocopherol (Vitamin E) z. B. Bestandteil
des Nahrungsergänzungsmittels
BioActive Omega-7 von Pharma
Nord.
Forschungsarbeiten mit
dem Sanddornöl der
Firma Aromtech:
In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten,
doppelblinden Studie mit insgesamt
116 postmenopausalen Frauen,
die unter vaginaler Trockenheit, Juckreiz
und Brennen litten und von denen 98
Probandinnen die Studie abschlossen,
nahmen diese über einen Zeitraum von
3 Monaten täglich 3 g Sanddornöl (zweimal
täglich 3 Kapseln) oder identisch
aussehende Kapseln mit Placebo-Öl ein.
Das Sanddornöl beeinflusste die vaginale
Gesundheit positiv und könnte eine
mögliche Alternative für die Schleimhautintegrität
von Frauen sein, die keine
Hormontherapie erhalten (8) oder bei denen
diese nicht anschlägt.
Gerade für den Intimbereich gibt es
auch viele Cremes, die Sanddornöl enthalten.
Doch während diese nur örtlich
wirken, lassen sich mit der Einnahme
von Kapseln auch gleichzeitig andere
Schleimhäute im Körper positiv beeinflussen,
wie z. B. die der Augen und des
Mundes.
In einer doppelblinden, randomisierten,
Parallel-Studie mit 20 bis 75 Jahre alten
Frauen und Männern, die unter trockenen
Augen litten, nahmen diese täglich,
über einen Zeitraum von 3 Monaten von
Herbst bis Winter entweder 2 g Sanddornöl
oder ein Placebo ein. Von den
100 Probanden, die rekrutiert wurden,
schlossen 86 die Studie ab. Das Verum
schwächte die Zunahme der Tränenfilm-Osmolarität
während der kalten
Jahreszeit ab und beeinflusste die Beschwerden
der trockenen Augen positiv.
Das trockene Auge ist typischerweise
mit einem hyperosmolaren Tränenfilm
assoziiert (9).
Die 1-monatige Einnahme von Sanddornöl
(5 g/d in Kapselform) kann bei
Patienten mit Sjögren-Syndrom von
Nutzen sein, bei denen auch der Speichelfluss
stark reduziert ist und/oder die
schwerwiegende Beschwerden durch die
Mundtrockenheit haben (10).
In einer randomisierten Crossover-
Studie mit 80 übergewichtigen Frauen
wurden diese in 2 Gruppen eingeteilt:
Gruppe A bestand aus Probandinnen mit
einem geringeren kardiometabolischen
Risikoprofil, während Gruppe B ein höheres
kardiometabolisches Risikoprofil
aufwies. Die Teilnehmerinnen nahmen
30 Tage lang u. a. das Sanddornöl der
Firma Aromtech ein. Dadurch zeigte sich
in Gruppe B ein Abwärtstrend v. a. bei
folgenden Serum-Lipoprotein-Werten:
Gesamt-Cholesterin, IDL (intermediatedensity
lipoprotein) und LDL-Cholesterin
(11).
42
Pflanzenstoffe
Literatur:
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bilberry on serum metabolites differ
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Autorin:
Heike Lück-Knobloch
Heilpraktikerin / Medizinjournalistin
www.lueck-knobloch.de
© Dmitry Grigoriev – unsplash.com
Juli 2024
43
V italstoffe
Nathalie und Edmund Schmidt
Schilddrüsenfehlfunktionen belasten das Herz –
Mikronährstoffe als Therapieoption
Schilddrüsenfehlfunktionen sind weit verbreitet. Die Schilddrüse beeinflusst die Herzfunktion durch die
Produktion von Hormonen.
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Bei der Schilddrüsenunterfunktion ist
die Arbeit des Herzens verlangsamt. Die
Auswurfleistung nimmt ab. Insgesamt
kann das Herz den Bedarf bei fortbestehender
Unterfunktion immer schlechter
decken und es bildet sich mit der Zeit
eine Herzinsuffizienz aus.
Bei der Schilddrüsenüberfunktion ist der
kardiogene Stoffwechsel beschleunigt.
Daraus können eine Hypertonie, eine
Myokardhypertrophie und eine Neigung
zu ventrikulären Extrasystolen entstehen.
Natürlich werden bei Fehlfunktionen der
Schilddrüse Medikamente gegeben, die
diese Problematik bekämpfen, aber gerade
kardiale Beschwerden benötigen verstärkt
Aufmerksamkeit und Vitalstoffe
stellen hier eine gute und unproblematische
Therapieoption dar.
Vitalstoffe, die kardiale Fehlfunktionen
bei Schilddrüsenerkrankungen korrigieren
können:
Jod
Der menschliche Körper kann Jod
nicht selbst herstellen und auch kaum
speichern. Die Schilddrüse verbraucht
jedoch 80% der aufgenommenen Gesamtmenge
an Jod täglich. Dadurch
sieht man schon, welche Bedeutung
ein Mangel dieses Spurenelements für
die Gesundheit der Schilddrüse hat.
Der Jodbedarf von Erwachsenen und
Kindern bis Jugendlichen ist fast gleich
hoch, nämlich um die 200 µg am Tag.
In der Schwangerschaft müssen zwei
Schilddrüsen mitversorgt werden, daher
neigen Frauen mit Jodmangel während
der Schwangerschaft leichter zur
Kropfbildung. Sie brauchen 230 µg
Jod täglich, während der Stillzeit sogar
260 µg. Jod ist ein wichtiger Baustein
für die Bildung der Schilddrüsenhormone
Trijodthyronin (T 3 ) und Thyroxin
(T 4 , Tetrajodthyronin). Beim Jodmangel
versucht die Schilddrüse durch
Größenwachstum, dem Hormonmangel
entgegenzuwirken und es bildet sich
ein Kropf, oder bei unregelmäßigem
Wachstum des Organs Schilddrüsenknoten.
Ein Jodmangel setzt die Entropie
des Herzens herab und fördert Extrasystolen.
44
Schilddrüse
Aktuelle Daten zeigen, dass etwa die
Hälfte der deutschen Bevölkerung inzwischen
ausreichend mit Jod versorgt ist, jedoch
die andere Hälfte immer noch nicht.
Selen
Neben dem Gehirn ist die Schilddrüse
das selenreichste Organ im Körper. Bei
der Bildung der Schilddrüsenhormone
entstehen fortlaufend größere Mengen
von Wasserstoffperoxid, die zur Vermeidung
von Schäden mit Hilfe von
Selenoproteinen inaktiviert werden müssen.
Weist der Körper zu wenig Selen
auf, kann das Wasserstoffperoxid das
Schilddrüsengewebe schädigen. Das
Spurenelement ist wichtig für die Umwandlung
des Hormons Thyroxin (T 4 ,
Speicherform) in Trijodthyronin (T 3 , aktive
Form) und für die Inaktivierung der
Schilddrüsenhormone. Denn eine übermäßige
Anreicherung dieser biologisch
sehr aktiven Hormone kann ebenfalls
schädlich sein. Wird zu wenig Selen aufgenommen
– und Deutschland ist Selenmangelgebiet
–, werden die Selenoproteine
1 – 3 (Dejodasen) der Schilddrüse
nicht ausreichend mit Selen versorgt.
Diese selenhaltigen Enzyme braucht der
Körper jedoch für den Auf- und Abbau
der Schilddrüsenhormone (1). Selen stabilisiert
so die Herzleistung und bewahrt
vor der Ausbildung einer Herzinsuffizienz.
Da organisches Selen deutlich
besser resorbiert wird, sollten täglich
200 µg Selen (z.B. SelenoPrecise ® ) substituiert
werden.
Magnesium
Magnesium wird zusammen mit Vitamin
B12, Zink und Proteinen benötigt,
um ein ordnungsgemäßes Thyroidea-stimulierendes
Hormon (TSH) zu erzeugen.
Insbesondere zu Beginn der Therapie mit
Schilddrüsenhormonen kommt es zu Problemen
mit der Magnesiumversorgung.
Das Schilddrüsenhormon Thyroxin verbessert
zwar die Magnesium-Aufnahme
in die Zellen, erhöht aber durch die allgemeine
Stoffwechselanregung auch den
Bedarf des Mineralstoffs und fördert die
Magnesium-Ausscheidung. Bei einem
Magnesiummangel haben Menschen
mit einer Schilddrüsenstörung oft das
Gefühl, Über- und Unterfunktionssymptome
würden gleichzeitig bestehen oder
in schneller zeitlicher Folge alternieren.
Am Herzen wechseln sich Bradykardien
und Tachykardien ab, die kardiale Leistungsfähigkeit
ist oft vermindert. Schon
täglich 2 x 250 mg Magnesium als Supplement
schaffen hier Abhilfe.
Eisen
Das Enzym Thyreoperoxidase ist eisenabhängig.
Seine Funktion wird durch einen
Eisenmangel beeinträchtigt. Daraus
lässt sich schließen, dass ein Eisenmangel
die gesamte Schilddrüsenfunktion
beeinflusst. Vor allem kardiale Rhythmusstörungen
aufgrund eines Eisenmangels
sistieren schnell nach Supplementation.
Zink
Schilddrüsenhormone beeinflussen den
Zinkstoffwechsel und ein Zinkmangel
wiederum hat Auswirkungen auf die
Schilddrüsenfunktion. Es gibt Hinweise
aus einer kleinen, aber hochwertigen
Studie, dass die Einnahme von Zink
oder Zink in Kombination mit Selen
vermutlich die Hormonproduktion bei
Unterfunktion unterstützen kann (2).
Bei einem Zinkmangel wird das Enzym
5′-Dejodase reduziert, das wichtig für
die Umwandlung des inaktiven T 4 in das
aktive T 3 ist.
Türkische Wissenschaftler konnten in
einer Studie bei Patienten mit verschiedenen
Schilddrüsenerkrankungen nachweisen,
dass der Zinkspiegel im Serum
korreliert mit (3):
• der Größe einer Struma
• mit den Schilddrüsen-Autoantikörpern
bei Autoimmunerkrankungen
der Schilddrüse
• mit der fT 3 -Konzentration bei
Patienten mit normaler Schilddrüsenfunktion
Schilddrüsenhormone verhindern wiederum
die Bildung des Enzyms Carboanhydrase
– eines wichtigen zinkhaltigen
Enzyms – in den roten Blutkörperchen.
Die Zinkkonzentration in den roten Blutkörperchen
ist ein Marker für die mittlere
Schilddrüsenhormonkonzentration.
Japanische Wissenschaftler konnten
nachweisen, dass die Zinkkonzentration
in den roten Blutkörperchen bei Patienten
mit dauerhafter Unterfunktion
deutlich niedriger ist als bei Patienten,
die unter einer vorübergehenden Unterfunktion
litten (4). Durch die Bestimmung
der Zinkkonzentration kann also
unterschieden werden, ob eine Therapie
mit Schilddrüsenhormonen notwendig
ist oder nicht.
B-Vitamine
Vitamin B2 reguliert die Schilddrüsenaktivität
und die Nebennierenfunktion. Ein
Vitaminmangel erhöht die Wahrscheinlichkeit
einer Schilddrüsenerkrankung,
mit begleitender Hypertonie und Rhythmusstörungen.
Eine von pakistanischen Wissenschaftlern
durchgeführte Studie ergab einen
Vitamin-B12-Mangel bei 40% der Patienten
mit einer Schilddrüsenunterfunktion
(5).
Vitamin D
Vitamin D steuert eine Vielzahl von
hormonabhängigen Körperfunktionen,
darunter auch die Bildung von Schilddrüsenhormonen
(6). Speziell die Selenoproteine
(Deiodase 1 bis 3) werden
in Gegenwart von Vitamin D gebildet
und mit Selen aktiviert. Zusätzlich ist
Vitamin D ein wichtiger Modulator
des Immunsystems. Bei verschiedenen
Autoimmunerkrankungen konnte
eine Verminderung der Vitamin-D-
Konzentration nachgewiesen werden.
In diversen Studien konnte gezeigt
werden, dass bei einem Vitamin-D-
Mangel vermehrt Antikörper gegen die
thyreoidale Peroxidase (TPO-AK) oder
TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK)
auftreten. TPO-AK-Werte sind bei
Juli 2024
45
V italstoffe
Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse
wie Morbus Hashimoto erhöht
und weisen auf eine starke Entzündungsaktivität
hin. Die kardialen Folgen
sind Myokarditis und Endokarditis.
Gesteigerte TRAK-Antikörper-Werte
sind wiederum ein Zeichen für einen
Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung
der Schilddrüse mit Schilddrüsenüberfunktion).
Typischerweise haben
Menschen mit Morbus Hashimoto oder
Morbus Basedow oft niedrige Vitamin-
D-Werte und hohe Antikörper-Werte
für TPO-AK oder TRAK-AK. Nicht
geklärt ist, ob unzureichende Vitamin-
D-Spiegel einen Morbus Hashimoto
oder Morbus Basedow auslösen oder ob
diese Krankheiten zu einem Vitamin-D-
Mangel führen (7). Basedow-Patienten
haben oft arterielle Hypertonie und
Herzrhythmusstörungen.
Da die Vitamin-D-Versorgung in
Deutschland zumeist mangelhaft ist,
sollte dieses Prähormon mit 1.500 bis
3.000 IE am Tag ergänzt werden
Vitamin K
Das Protein Transthyretin (Thyroxinbindendes
Präalbumin, TBPA, TBP, TTR)
ist ein Transportprotein, das Schilddrüsenhormone
im Serum befördert. Damit
es seine Funktion entfalten kann, muss
es durch Vitamin K 2 aktiviert werden.
Ohne diesen Transporter ist die Schilddrüsenfunktion
eingeschränkt.
Coenzym Q 10
Alle Funktionen der Schilddrüse sind
mit einem hohen Energieverbrauch verbunden,
speziell bei Erkrankungen der
Schilddrüse wie Morbus Hashimoto und
Morbus Basedow. Die Energiebildung in
den Mitochondrien hängt von Coenzym
Q 10 ab. Ist die Konzentration zu niedrig,
kommt es neben einer Hypothyreose zu
Rhythmusstörungen am Herzen und zur
Ausbildung einer Herzinsuffizienz. Da
oxidiertes Coenzym Q 10 deutlich besser
resorbiert wird als reduziertes Coenzym
Q 10 , sollte es als Supplement der ersten
Wahl zum Einsatz kommen (z.B. Bio-
Qinon ® Gold von Pharma Nord).
Weitere Mikronährstoffe
Zur Vorbeugung von Entzündungen bei
Autoimmunkrankheiten werden 1.000
bis 2.000 mg Omega-3-Fettsäuren empfohlen.
Die Aminosäure Tyrosin hat eine indirekte
natürliche Wirkung zur Stimulierung
der Schilddrüsenfunktion
und versorgt die Schilddrüse mit dem
notwendigen Substrat für die Hormonbildung.
Eingenommen werden sollte
Tyrosin besser morgens, um den chronobiologischen
Rhythmus der Bildung
der Schilddrüsenhormone zu beachten,
der den Höhepunkt zwischen 10 und
11 Uhr morgens hat. Die Konzentration
von Taurin in der Schilddrüse ist direkt
proportional zur guten Funktion der
Drüse.
© Zinaida Zaiko – shutterstock.com
46
Schilddrüse
Zusammenfassung
Schilddrüsenfehlfunktionen sind häufig
und gehen nicht selten mit kardialen
Symptomen einher. Zu wenig wird
beim Vorliegen von kardialen Problemen
nach einer Fehlfunktion der Schilddrüse
gefragt. Das ist aber wichtig, denn eine
Einstellung der Schilddrüse hilft dem
Herzen bei der Gesundung. Vitalstoffe,
wie die hier vorgestellten, wirken im
besonderen Maße auf kardiale Störungen,
bedingt durch eine Fehlfunktion der
Schilddrüse.
Für diesen Artikel haben wir 60 Schilddrüsenpatienten
mit kardialer Symptomatik
ausgewertet. 25 von diesen Patienten
wollten keine Vitalstoffe einnehmen.
Die Regulation der Schilddrüsenfunktion
verbesserte natürlich die kardiale
Gesamtsituation. Dennoch profitierten
diese 25 Patienten bei weitem nicht so
stark wie jene, die zusätzlich mit Vitalstoffen
versorgt wurden. Bei dieser
Gruppe (Schilddrüsenmedikamente und
Vitalstoffe) kam es in den meisten Fällen
zu einem völligen Sistieren der kardialen
Beschwerden.
Dieses Ergebnis unterstreicht erneut die
essenzielle Rolle von Vitalstoffen in der
komplementären Therapie.
Referenzen:
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D in Hashimoto’s thyroiditis and its
relationship with thyroid function and
inflammatory status. Endocr J, doi:
10.1507/endocrij.EJ18-0166
Autoren:
Nathalie Schmidt arbeitet im Bereich Lebensberatung,
Coaching und Energiearbeit. Dazu passend ist sie Reiki-
Therapeutin. Zusammen mit ihrem Mann beschäftigt sie sich
seit 1998 intensiv mit Vitalstoffen. Neben den gemeinsamen
Büchern über Vitalstoffe und Wasser hat sie mehrere Bücher
zum Thema Lebenshilfe veröffentlicht.
www.energie-lebensberatung.de
Dr. med. Edmund Schmidt arbeitet als Allgemeinarzt und
Spezialist für Vitalstofftherapie zusammen mit seiner Frau in
eigener Praxis seit 1996 in Ottobrunn. Dr. Schmidt hat zum
Thema Vitalstoffe, zusammen mit seiner Frau, mehrere Bücher
veröffentlicht.
www.praxis-schmidt-ottobrunn.de
www.ensign-ohg.de
Juli 2024
47
V italstoffe
Pulvermischung auf höchstem Niveau
Goerlich Pharma GmbH und Prodima Mixers als erprobtes Team
Die Produktpalette der Goerlich Pharma
GmbH umfasst Nahrungsergänzungsmittel,
diätetische Lebensmittel und
Futterergänzungsmittel. Dieses Portfolio
spiegelt die tägliche Arbeit von
Goerlich Pharma GmbH wider, neue
Wege zu beschreiten, die einen Unterschied
im Leben der Menschen ausmachen.
Es ist also kein Wunder, dass der
Anspruch des Unternehmens „alles aus
einer Hand“ lautet. Dieses mittelständische,
familiengeführte Unternehmen
ist qualifiziert, eine breite Palette von
Formulierungen herzustellen, wie z.B.
Hartkapseln, Tabletten, Sticks oder
Ölmischungen und liefert auch Weichgelatinekapseln.
Die Dienstleistungen
der Goerlich Pharma GmbH reichen
von der Produktion und Befüllung von
oralen Feststoffdosen bis hin zu Flüssigkeiten
und Verpackungen. Ob Blister,
Behälter, Gläser oder Faltkartons,
Goerlich Pharma GmbH bietet auch
umfassende Verpackungslösungen an,
was zu maximaler Qualität des endgültigen,
verpackten Produkts führt. „Die
Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern
basiert auf einem Vertrauen, das
wir schaffen und pflegen“, sagt August
Wimmer, Leiter Produktion und Logistik
bei Goerlich. „Im Fokus unseres
Handelns steht das Ziel, Produkte in
exzellenter Qualität und zu wirtschaftlichen
Preisen für unsere Partner und
Kunden herzustellen.“ Modernste Technologien
unterstützen Goerlich Pharma
GmbH bei dieser anspruchsvollen Mission.
Für die Pulvermischung verwendet
Goerlich Pharma Mischer der Firma
Prodima Mixers. Diese zeichnen sich
durch eine hohe Mischgenauigkeit aus.
Höchste Präzision in
der Pulvermischung
mit Prodima: Das
Schneckenprinzip im
Fokus
In der Welt der industriellen Produktion
ist die gleichmäßige und präzise Mischung
von Pulvermaterialien für die
Qualität und Konsistenz der Endprodukte
von entscheidender Bedeutung.
Das Unternehmen Prodima hat sich seit
seiner Gründung als führender Anbieter
von Pulvermischern etabliert und setzt
seit 2009 auf ihre wegweisende Schneckenprinzip-Technologie,
um eine herausragende
Mischgenauigkeit und -effizienz
zu erreichen.
Das Schneckenprinzip:
Ein Meilenstein in der
Pulvermischtechnologie
Die Pulvermischer von Prodima basieren
auf der innovativen Schneckenprinzip-
Technologie, die eine gleichmäßige und
gründliche Vermischung der Pulvermaterialien
ermöglicht. Im Gegensatz zu
herkömmlichen Mischmethoden, bei
denen oft Unebenheiten oder Klumpen-
Bildung auftreten können, bewegt sich
das Pulvermaterial im Prodima Mischer
kontinuierlich entlang einer speziell
gestalteten Schnecke durch den Mischbehälter.
Dieses einzigartige Prinzip gewährleistet
eine gleichmäßige Verteilung
der Materialien und eine bemerkenswert
hohe Mischgenauigkeit, was zu homogenen
Endprodukten führt.
Vielfältige Größen
für verschiedene
Anwendungen
Prodima bietet eine breite Palette
von Pulvermischern mit dem Schneckenprinzip
an, um den vielfältigen
Anforderungen der Industrie gerecht
zu werden. Von kompakten 20-Liter-
Mischern bis hin zu großvolumigen
2.500-Liter-Mischern bietet Prodima
verschiedene Größenoptionen an, um
den Bedürfnissen von Laboratorien bis
hin zu industriellen Produktionsanlagen
gerecht zu werden. Die Baureihen von
MJ (light Duty) bis zur MP-Baureihe
(heavy Duty) können auf den individuellen
Einsatz abgestimmt werden. Bei
48
Technik
Goerlich Pharma sind folgende Mischer
im Einsatz:
20-Liter-Mischer (MP-20): Ideal für
kleinere Chargen und Laboranwendungen,
bietet der 20-Liter-Mischer von
Prodima eine präzise und zuverlässige
Mischung für Forschungs- und Entwicklungsprojekte.
50-Liter-Mischer (MJ-C-50): Mit einer
Kapazität von 50 Litern eignet sich dieser
Mischer perfekt für Vormischungen
und bietet eine ausgezeichnete Mischgenauigkeit
für eine breite Palette von
Anwendungen.
150-Liter-Mischer (MJ-C150): Der
150-Liter-Mischer von Prodima ist ideal
für kleine Produktionsumgebungen mit
mittlerem Durchsatz oder größeren Vormischungen
und bietet eine herausragende
Mischleistung für Chargenproduktionen
und Prototypenentwicklungen.
500-Liter-Mischer (MP-500): Für industrielle
Produktionsanlagen mit größeren
Kapazitätsanforderungen bietet
der 500-Liter-Mischer von Prodima eine
robuste und zuverlässige Lösung für die
präzise Pulvermischung.
1.200-Liter-Mischer (MP-1200): Der
zweitgrößte Mischer in der Prodima
Produktpalette, der 1.200-Liter-Mischer,
ist ideal für Hochleistungsanwendungen
und Großproduktionen und bietet eine
außergewöhnliche Mischgenauigkeit
und Konsistenz für anspruchsvolle Produktionsumgebungen.
Langjährige
Kundenzufriedenheit und
hervorragender Service
Seit über 50 Jahren vertrauen Kunden
weltweit auf die Prodima Pulvermischer
und sind äußerst zufrieden mit ihrer
Leistung und Zuverlässigkeit. Neben der
herausragenden Mischgenauigkeit und
-effizienz zeichnet sich Prodima auch
durch seinen exzellenten Kundenservice
aus. Das Unternehmen bietet eine
umfassende Beratung und Vorführung
seiner Mischer, um sicherzustellen, dass
die Kunden die richtige Lösung für ihre
spezifischen Anforderungen erhalten.
Die Prodima Pulvermischer sind eine
Investition in die Qualität und Effizienz
der Produktionsprozesse und haben sich
als unverzichtbares Werkzeug in einer
Vielzahl von Industriezweigen bewährt.
Fazit
Die Pulvermischer von Prodima mit dem
Schneckenprinzip repräsentieren eine
wegweisende Technologie in der Welt der
industriellen Pulvermischung. Mit ihrer
herausragenden Mischgenauigkeit, ihrer
breiten Palette von Größenoptionen und
ihrem exzellenten Kundenservice bieten
sie eine zuverlässige und effiziente
Lösung für die anspruchsvollsten Produktionsanwendungen.
Wir bei Goerlich
Pharma setzen seit 15 Jahren ausschließlich
Prodima-Mischer ein, um unsere Pulvermischungsanforderungen
zu erfüllen,
und sind äußerst zufrieden mit der Leistung
und Zuverlässigkeit der Prodima
Pulvermischer.
Über
Goerlich Pharma GmbH
Die Goerlich Pharma GmbH ist seit
1984 ein spezialisierter deutscher Auftragshersteller
und Entwickler für Nahrungsergänzungsmittel,
Lebensmittel für
besondere medizinische Zwecke und für
die spezielle Klasse der Probiotika.
Das Leistungsspektrum der Goerlich
Pharma GmbH erstreckt sich in der
Auftragsherstellung, Entwicklung und
Dienstleistung über folgende Produkte:
Hartkapseln, Weichkapseln, Tabletten,
Sticks, Öle und Ölmischungen. Tabletten
und Weichkapseln können gecoatet
und somit sensorisch und optisch veredelt
werden. Ein weiterer Service ist die
Lohnverpackung der Produkte in Blister,
Faltschachteln, Dosen und Gläser.
Goerlich Pharma bietet somit Komplettlösungen
mit System und steht gerne als
Full-Service-Partner für Private Label
verpackte Nahrungsergänzungsmittel
zur Verfügung.
Darüber hinaus ist die Goerlich Pharma
GmbH exklusiver Vertriebspartner
für Epax ® Omega-3-Konzentrate
in Deutschland, Österreich und der
Schweiz und bietet eine große Auswahl
an Produkten mit Epax ® oder Omega 3
„inside“ weltweit an, alternativ auch aus
veganem Algenöl.
Weitere Information unter :
www.goerlich-pharma.com
Abbildungen: Goerlich Pharma GmbH
Juli 2024
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Redaktion, Redaktionsbeirat
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