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Vitalstoffe 2/2024

Vitalstoffe ist die erste Zeitschrift in deutscher Sprache, die sich zum Ziel setzt, umfassend über die Roh- und Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie über deren Darreichungsformen zu berichten. Im Mittelpunkt stehen die Produktion und Mischung von Rohstoffen und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftlich fundierte Informationen und Studien bieten die Möglichkeit der Aufklärung, die durch die Health Claims Verordnung immer schwieriger geworden ist. Leser sind Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Vermarkter, Lohnhersteller und Rohstoffhersteller bis hin zum Point of Sales sowie Ärzte, Ernährungsspezialisten und Apotheker.

Vitalstoffe ist die erste Zeitschrift in deutscher Sprache, die sich zum Ziel setzt, umfassend über die Roh- und Wirkstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln sowie über deren Darreichungsformen zu berichten. Im Mittelpunkt stehen die Produktion und Mischung von Rohstoffen und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit. Wissenschaftlich fundierte Informationen und Studien bieten die Möglichkeit der Aufklärung, die durch die Health Claims Verordnung immer schwieriger geworden ist.

Leser sind Anbieter von Nahrungsergänzungsmitteln, Vermarkter, Lohnhersteller und Rohstoffhersteller bis hin zum Point of Sales sowie Ärzte, Ernährungsspezialisten und Apotheker.

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Ausgabe 2/2024 14. Jahrgang ISSN 2192-2632 8,90 €

22024

Das Magazin für Mikronährstoffe und deren Wirkungen

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*Für eine vollständige Liste der klinischen Studien und weitere Informationen besuchen Sie bitte unsere Website: www.pycnogenol.de Pycnogenol® Französischer Meereskiefernrindenextrakt ist ein

eingetragenes Warenzeichen von Horphag Research. ©2024 Horphag Research.


Editorial

Frauengesundheit

Benno Keller

In der letzten Zeit wurden vermehrt Forderungen laut, der Frauengesundheit endlich die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.

Nicht nur bezüglich der Physiologie bestehen entscheidende Unterschiede zur Gesundheit von Männern. Der weibliche Organismus

hat eine ganze Reihe individueller Anforderungen an bestimmte Wirkstoffe in der Nahrung, die theoretisch über eine gute und

ausgewogene Ernährung abgedeckt werden können.

Viele der spezifischen für die Frauengesundheit essentiellen Mikronährstoffe – Eisen – Selen – Zink – Calcium – Vitamin D –

B-Vitamine – Folsäure usw. kommen besonders in Fleisch, Milchprodukten und Nüssen, aber auch in Gemüse vor. Es ist aber kaum

möglich, den Nährstoffbedarf allein über die Ernährung zu decken.

Es liegt daher nahe, eine persönliche Supplementierung zu entwickeln, die an die Lebensumstände und die jeweilige Lebensphase

von Frauen angepasst ist. Sinnvoll ist immer eine Blutuntersuchung, die schnell Aufschluss über Defizite geben kann.

Es gibt aber auch Wirkstoffe, die der Körper nicht über die Nahrung bekommt, die aber zugeführt werden sollten – zum Beispiel

die hervorragende Kombination von Kollagenpeptiden und Astaxanthin, die Knochen und Gelenke stabilisieren kann und latente

Entzündungen und damit Schmerzen reduziert.

Die meisten Stoffe, über die wir berichten, kommen natürlich vor. Manche aber entfalten ihre Möglichkeiten erst als Extrakt, zum

Beispiel das Pycnogenol ® , das aus der Rinde der französischen Meereskiefer gewonnen wird. Dieser Stoff ist ein Multitalent, das

gegen Migräne, Menstruationsbeschwerden, Herz- und Kreislaufprobleme, Schlafstörungen und mangelnde Hautelastizität wirkt.

Der wichtigste erste Schritt zur Erhaltung der Gesundheit generell und besonders für Frauen ist die Information. Es lohnt sich,

systematisch aber unangestrengt und aufgeschlossen damit umzugehen.

Es grüßt Sie herzlich

Benno Keller

Herausgeber

Die „Vitalstoffe“ kann abonniert werden. Das Abonnement besteht immer aus 4 Ausgaben – z. B. Ausgabe 3 / 2024 – 2 / 2025.

Der Jahresbezugspreis beträgt in Deutschland € 40,00 inkl. MwSt und Versandkosten, im Ausland € 48,00.

Bitte bestellen Sie per E-Mail bei: bk@nutri-network.com

Juli 2024

3


V italstoffe

Inhalt

Titel: Kombinationen von Extrakten

Aus dem Affenbrotbaum – Baobab Frucht

(Adansonia digitata), der Akazie (Acacia

senegal) und Zimt (Cinnamomum verum) lassen

sich Extrakte herstellen, die in Kombination

wirkungsvolle Präbiotika und Ballaststoffe bieten.

Sie beeinflussen die Verdauung positiv und wirken

gegen Darmentzündung.

Titelgeschichte ab Seite 22

© shutterstock.com – SVV Media | Bremerlemons | Nuwan Hamitha

6 Aktuelle Studien

6 Chlorella Supplements

8 Eisenmangel

10 Multivitamine für Senioren

13 Pflanzenextrakte

13 Pycnogenol für den Sport

18 Ingwerextrakt

22 Präbiotika

49 Superfood Sanddorn

28 Vitamine

10 Multivitamine

28 B-Vitamine

33 Carotinoide

30 Kollagenpeptide

30 Menopause und Knochendichte

33 Hautgesundheit

33 Carotinoide für die Haut

36 Kognitive Gesundheit

36 Sekundäre Pflanzenstoffe

41 Superfood Sanddorn

44 Schilddrüsenfehlfunktionen

belasten das Herz

44 Mikronährstoffe

48 Technik

48 Pulvermischung

4


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V italstoffe

Aktuelle Studien

Unsere Studienredaktion unter der Leitung von Dr. Stefan Siebrecht, Carola Weise und Laura Ingenlath

wertet für jede Ausgabe der Vitalstoffe aktuelle Studien zur Präsentation aus.

Chlorella-Supplemente – Hilfe bei Verstopfung in der Schwangerschaft

Die Schwangerschaft ist eine spannende Zeit im Leben

einer Frau – bei den meisten steht die Freude auf

das Baby im Vordergrund. Allerdings ist sie auch gepaart

mit einschneidenden körperlichen Veränderungen

und nicht selten weniger angenehmen Begleiterscheinungen.

Dazu gehört für viele Frauen, dass sie unter

Verstopfung leiden, besonders in der Spätphase der

Schwangerschaft.

Verursacht wird diese meist durch eine Kombination

von Faktoren, zu denen der steigende Progesteronspiegel,

die Einnahme von Eisenpräparaten und die Umstellung

der Ernährung aufgrund von Übelkeit oder

Geschmacksveränderungen gehören. Darüber hinaus

verändern sich durch die Schwangerschaft der Stoffwechsel

und das Mikrobiom im Darm.

Japanische Forscher haben nun nach Wegen gesucht, wie

man den Schwangeren auf natürlichem Weg Linderung

verschaffen kann, ohne ständig auf Abführmittel zurückgreifen

zu müssen. Im Zentrum der kleinen Studie stand

dabei die Grünalge Chlorella pyrenoidosa, auch bekannt

unter dem Namen Auxenochlorella pyrenoidosa.

Ein Team, zusammengesetzt aus Wissenschaftlern

der Yoko Klinik, der Yui Klinik und des japanischen

Herstellers des getesteten Präparates, hatte dabei nicht

nur die Mikrobiom-modulierende Wirkung der Alge

im Blick, sondern auch weitere positive Gesundheitswirkungen,

die der Chlorella zugeschrieben werden.

Die Studie untersuchte die Auswirkungen einer Nahrungsergänzung

mit Chlorella-pyrenoidosa-Tabletten

bei schwangeren Frauen mit niedrigem Entzündungslevel,

die anhand des C-reaktiven Proteins gemessen

wurden. Die Chlorella-Gruppe wies eine geringere

Verstopfungsrate auf und musste daher seltener Abführmittel

verabreicht bekommen. Die Resultate wurden

im Magazin Food Science & Nutrition veröffentlicht.

Chlorella pyrenoidosa – eine

Süßwasser-Alge mit positiven

Eigenschaften

Chlorella pyrenoidosa war eine der ersten Algen, die

aufgrund ihrer gesundheitsfördernden Wirkstoffe für die

Nahrungsergänzung kultiviert wurde. Bereits kurz nach

dem Zweiten Weltkrieg begann man mit der industriellen

Produktion. Hervorzuheben ist ihr Potential, die Darm-

Mikrobiota modulieren zu können und damit die Darmgesundheit

positiv zu beeinflussen. Sie verfügt über einen

hohen Ballaststoff- und Nährstoffgehalt.

Frühere Studien haben gezeigt, dass Chlorella in der

Lage ist, Entzündungen zu reduzieren, stressbedingten

Geschwüren vorzubeugen, die Widerstandskraft gegen

Infektionen zu erhöhen und das Risiko einer Anämie zu

verringern. Diese positiven Effekte kommen insbesondere

bei einer Schwangerschaft zum Tragen, da sie für

die Immunfunktion von schwangeren Frauen und die die

immunologische Prägung des Kindes von Nutzen sein

können. Chlorella-Produkte sind Bestandteil von weithin

im Handel erhältlichen Nahrungsergänzungsmitteln.

Die Initiatoren der Studie schreiben dazu: „Chlorella ist

reich an Mikronährstoffen, darunter Folate, Vitamin B12

und Fasern, was auch für das Wachstum des Fötus Vorteile

liefern kann.“

Details der Studie

Für die offene, randomisierte und kontrollierte Studie

wurden 22 schwangere Frauen im Alter zwischen 23 und

38 Jahren, die sich zwischen der 12. und der 18. Schwangerschaftswoche

befanden, rekrutiert. Die Probandinnen

der Chlorella-Gruppe nahmen von der 12. bis 18.

Schwangerschaftswoche bis zur Entbindung Tabletten

mit 6 g Chlorella-Wirkstoff zu sich.

6


Aktuelle Studien

Kategorie

Die Ergebnisse wurden mittels biochemischer Bluttests

in der 25., 30. und 35. Schwangerschaftswoche ausgewertet,

und die Forscher beobachteten auch den Evakuierungsstatus,

die Nebenwirkungen und den Zustand des

Nachwuchses.

Bei der Analyse der Geburtskomplikationen und des

Allgemeinzustands des Neugeborenen sowie der Werte

des C-reaktiven Proteins und des Nährstoffstatus wurden

keine statistisch signifikanten Unterschiede zwischen der

Kontroll- und der Chlorella-Gruppe festgestellt.

Festzuhalten bleibt allerdings, dass in der Gruppe mit

der Chlorella-Supplementierung keine Verstopfung mehr

auftrat, wohingegen in der Kontrollgruppe 8 der 12 Teilnehmerinnen

weiterhin darunter litten.

Einschränkend merkten die Wissenschaftler an, dass die

Stichprobengröße für diese Studie relativ gering war.

Sie hoffen, in Zukunft eine randomisierte Doppelblind-

Kontrollstudie durchführen zu können, um den genauen

Mechanismus zu bestimmen und die Unterschiede im

Nährstoffstatus und im Spiegel des C-reaktiven Proteins

weiter zu analysieren.

„Eine Chlorella-Supplementierung hängt auch vom individuellen

Darmmilieu ab, so dass es sehr wichtig ist, den

täglichen Lebensstil und die Nahrungsaufnahme zu kontrollieren,

um ein gesundes Darmmilieu vor der Schwangerschaft

zu gewährleisten“, kommentierten die Forscher

abschließend.

Quelle: Food Science and Nutrition

“The effect of Chlorella supplementation in pregnant women

with low-grade inflammation”, October 2023

Autoren: Uchiyama-Tanaka, Y. et al.

doi.org/10.1002/fsn3.3759

© marekuliasz – shutterstock.com

Juli 2024

7


V italstoffe

Eisenmangel als Co-Faktor bei Depressionen

Ein unzureichender Eisen-Status ist sicher die bei Frauen häufigste

Mangelerscheinung, wenn es um eine ausreichende Mikronährstoff-Versorgung

geht. Das liegt in der Natur der Sache:

Bis zum Eintritt in die Menopause verlieren Frauen durch die

Menstruation regelmäßig viel Blut, was in der Regel auch mit

einem Absinken des Eisenspiegels einhergeht. Im Rahmen der

Geburt und danach kann sich der Mangel noch verschärfen.

Amerikanische Wissenschaftler wollten nun ermitteln, ob es

einen Zusammenhang zwischen einer Eisen-Unterversorgung

und dem Auftreten von Depressionen gibt. Ein Forscherteam

des Department of Nutritional Sciences der Pennsylvania State

University hat hierzu Daten und Informationen einer großangelegten

Vergleichsstudie herangezogen, die zwischen 2005

und 2010 in den Vereinigten Staaten durchgeführt wurde. Sie

trug den Titel „US National Health and Nutrition Examination

Survey (NHANES)“ und lieferte Daten darüber, inwieweit

der Eisenstatus und Depressionen miteinander korrelieren. Die

Ergebnisse dieser Auswertung wurden im Journal of Nutrition

veröffentlicht.

Eisenmangel – ein weitverbreitetes

Problem bei Frauen

Bereits frühere Analysen lieferten Anhaltspunkte dafür, dass

es einen Zusammenhang zwischen dem Eisen-Status und dem

Auftreten von Depressionen gibt. Dabei wurde festgestellt,

dass bei nicht schwangeren Frauen mit Eisenmangel eine um

1,3-mal höhere Wahrscheinlichkeit für Depressionen vorliegt.

NHANES lieferte hierzu umfangreiche Hinweise, es wurde

vermutet, dass mindestens 10% der amerikanischen Frauen im

gebärfähigen Alter unter einem Eisenmangel leiden.

„Die Folgen eines Eisenmangels gehen über die körperliche

Gesundheit hinaus und können die psychische Gesundheit beeinträchtigen“,

so die Forscher. „Dies ist die erste Untersuchung

des Zusammenhangs zwischen dem Eisenstatus und depressiven

Symptomen sowohl als binäre als auch als kontinuierliche

Variable in einer landesweit repräsentativen US-Bevölkerung

und auch die erste, die den Zusammenhang nach bestimmten

Aspekten depressiver Symptome kategorisiert.“

Die bisher durchgeführten Studien legen nahe, dass Eisen aufgrund

seiner Neurotransmitter-Biochemie eine Rolle bei Depressionen

spielen könnte.

Welche Rolle spielt das soziale Umfeld?

Nicht nur das Alter und die Herkunft, sondern auch der sozioökonomische

Status der Teilnehmerinnen wurde im Rahmen

von NHANES analysiert. Hierzu wurden soziodemografische

Variablen wie Alter bei der Untersuchung, ethnische Zugehörigkeit,

Familienstand, Gesamtzahl der Personen im Haushalt,

Einkommen und Bildungsniveau sowie die Frage, ob die

Teilnehmer eine Krankenversicherung haben, erfasst. Größe,

Gewicht und BMI wurden ebenfalls in den mobilen Untersuchungszentren

ermittelt.

Die Studie umfasste eine landesweit repräsentative Stichprobe

von 2.516 nicht schwangeren Frauen zwischen 20 und 44

Jahren, von denen 9,6% depressive Symptome aufwiesen. Die

Intervention erstreckte sich über einen Zeitraum zwischen 2005

und 2010.

In mobilen Untersuchungseinheiten nahm ein Phlebologe den

Teilnehmerinnen nach einer neunstündigen Fastenperiode 3 bis

5 ml venöses Blut ab. Die Forscher untersuchten die Probandinnen

auf eine Eisenmangelanämie und maßen auch mögliche

Entzündungszustände, die Depressionen auslösen oder verschlimmern

können.

Bei der Analyse der NHANES-Daten konzentrierten sich die

Wissenschaftler auf die Teilnehmerinnen, die unter Depressionen

litten. Sie verfolgten die depressiven Symptome mittels

computergestützter persönlicher Interviews in den mobilen Untersuchungseinheiten.

Die von den Wissenschaftlern verwendete

Skala umfasste neun Faktoren und bewertete die Häufigkeit der

depressiven Symptome über einen Zeitraum von zwei Wochen.

Anhand einer Skala wurden die depressiven Symptome in zwei

Kategorien unterschieden: kognitiv/affektiv oder somatisch.

Die Forscher erfassten, ob die Probandinnen unter Anhedonie

(die Unfähigkeit, Freude zu empfinden), depressiver Stimmung,

geringem Selbstwertgefühl, Konzentrationsschwierigkeiten,

psychomotorischen Störungen und Selbstmordgedanken litten.

Auch die Inzidenz von Schlafstörungen, Müdigkeit und Appetitveränderungen

wurde ermittelt.

Die soziodemografische Analyse unter den Teilnehmerinnen ergab,

dass diejenigen mit depressiven Symptomen im Vergleich

zu Frauen ohne depressive Symptome eher älter waren, einer

nicht-hispanischen oder nicht-schwarzen Ethnie angehörten, in

einem getrennten Familienstand oder einem Haushalt mit vielen

Mitgliedern lebten, ein niedriges Einkommen hatten, nicht

krankenversichert waren, Antidepressiva einnahmen, einen weniger

qualifizierten Schulabschluss hatten und einen sehr hohen

Body-Mass-Index aufwiesen. Gleichzeitig wurde bei den Teilnehmerinnen

mit Depressionen ein signifikanter Eisenmangel

festgestellt.

Ihre Analyse-Ergebnisse kommentierten die Wissenschaftler

wie folgt: „Wir fanden heraus, dass Frauen mit Eisenmangel

8


Aktuelle Studien

Kategorie

TM

nach Berücksichtigung soziodemografischer und gesundheitlicher

Merkmale eine höhere Wahrscheinlichkeit und höhere

Werte für depressive Symptome aufwiesen als Frauen mit ausreichendem

Eisenstatus, insbesondere diejenigen mit niedrigem

Einkommen. Diese Ergebnisse tragen zur bestehenden Literatur

bei, in der ein signifikanter Zusammenhang zwischen einem

schlechten Eisenstatus und depressiven Symptomen beschrieben

wird, tragen zur Klärung der zuvor gemischten Ergebnisse

bei und untermauern die Belege dafür, dass die Prävention und

Behandlung von Eisenmangel für die psychische Gesundheit

von Frauen hilfreich sein kann.“

Lebenslanger Risikofaktor für

Depressionen

Aus dem jüngsten Bericht der Weltgesundheitsorganisation

geht hervor, dass ein Eisen-Defizit nach wie vor der häufigste

Einzelnährstoffmangel weltweit ist und Frauen im gebärfähigen

Alter zwischen 18 und 45 Jahren sowie Kinder sowohl in

Entwicklungs- als auch in Industrieländern unverhältnismäßig

stark davon betroffen sind. Darüber hinaus haben Frauen zwischen

25 und 44 Jahren ein Lebenszeitrisiko von 10 bis 25%

für eine schwere depressive Störung, und Nährstoffmängel wie

Eisenmangel können zu diesem Risiko beitragen.

Abschließend kommen die Forscher zu folgendem Fazit: „Die

Ergebnisse dieser landesweit repräsentativen Studie an Frauen

mit Eisenmangel in den USA deuten darauf hin, dass nicht

schwangere Frauen mit Eisenmangel häufiger somatische depressive

Symptome aufweisen als Frauen mit einem vergleichsweise

guten Eisen-Status, besonders, wenn sie zu den einkommensschwachen

Frauen gehören. Künftige RCTs, bei denen

Umwelt- und sozioökonomische Faktoren kontrolliert werden

und die eine ausreichende Stichprobengröße aufweisen, sind

gerechtfertigt.“

Quelle: The Journal of Nutrition

“Iron Deficiency is Related to Depressive Symptoms in United

States Non-Pregnant Women of Reproductive Age: A Cross-

Sectional Analysis of NHANES 2005 – 2010”, December 2023

Autoren: Mihaela Ciulei et al.

© Helena Nechaeva – shutterstock.com

doi.org/10.1016/j.tjnut.2023.09.023

Juli 2024

9


V italstoffe

Carola Weise

Multivitamine für Senioren zur Steigerung

der geistigen Leistungsfähigkeit

© is1003- – shutterstock.com

Nicht nur im Gesundheitswesen, auch in der Pflege explodieren

seit geraumer Zeit die Kosten. Dafür gibt es vielfältige Ursachen.

In unserer Gesellschaft wird der Anteil derer, die über

60 sind, immer größer. Als „Baby Boomer“ werden – ziemlich

uncharmant – diejenigen bezeichnet, die in den Jahren 1950

bis 1965 geboren wurden. Mittlerweile steigt die Angst, dass

Heerscharen von älteren Mitmenschen sich demnächst in die

Demenz verabschieden und die Pflegekassen zusätzlich unter

Druck setzen – wie man jüngst aus dem Bundesgesundheitsministerium

verlauten ließ. Man kann nur davor warnen, solche

Horrorszenarien heraufzubeschwören, sie leisten der immer

stärker um sich greifenden Alters-Diskriminierung zusätzlich

Vorschub – im Zeitalter von Häme und Hetze im Netz ein fragwürdiges

Unterfangen.

Leider vergessen die Protagonisten, die solche Allgemeinplätze

besiedeln, dass die meisten Vertreter der Silver-Ager-Generation

im Gegensatz zu früheren Zeiten sehr aktiv sind, mitnichten

vor sich hinvegetieren, sobald sie das Rentenalter erreicht

haben und sich ständig auf irgendwelchen Kreuzfahrtschiffen

tummeln – und sich in der Regel nicht nur von Junk-Food, Zuckerbomben

und Fertigpizza ernähren wie viele, die zur jüngeren

Generation gehören.

Tatsächlich aber unterliegt ein alternder Körper verstärkt einem

graduellen Abbau, die Erneuerung von Zellen geht langsamer

vonstatten und viele dieser Prozesse sind leider nur schwer

aufzuhalten oder gar umzukehren. Umso wichtiger ist es, Strategien

zu entwickeln, mit denen man älteren Menschen ein gesundes

Altern ermöglicht – und hier sind sowohl Mediziner als

auch Politiker in der Verantwortung. Und natürlich jeder Einzelne

selbst. Klagelieder anzustimmen hilft hier nur wenig.

Bedauerlicherweise spielt die Relevanz von Mikronährstoffen

in der Altersmedizin immer noch eine untergeordnete Rolle.

Vielen Ärzten fehlt schlicht und ergreifend das Wissen, wie

eine altersgerechte Nährstoffversorgung dabei helfen kann, den

Alterungsprozessen entgegenzuwirken. Selbst in der Ausbildung

von Medizinern wird diesen Aspekten zu wenig Beachtung

geschenkt.

Es geht nicht darum, das Rad der Zeit zurückzudrehen. Aber

eine adäquate Nährstoffzufuhr, gepaart mit einer ausgewogenen

Ernährung und ausreichend Bewegung, kann dafür sorgen, dass

Menschen im fortgeschrittenen Alter lange selbstständig bleiben,

gesünder und in Würde altern – ohne dabei ständig zur Pillenschachtel

greifen zu müssen. Ein guter Mikronährstoff-Status

10


Aktuelle Studien

unterstützt dabei, den Körper lange funktionstüchtig zu halten,

aber auch die geistige Gesundheit zu bewahren. Und er hat weitere

maßgebliche Vorteile: Er senkt den Bedarf an Medikamenten,

auf die viele ältere angewiesen sind, und reduziert die Zahl stationärer

Behandlungen – was sich letztendlich auf die Kosten, die

die Allgemeinheit für die Gesundheitsversorgung zu tragen hat,

positiv auswirkt. Und er verhindert, dass alte Menschen in die

Pflegebedürftigkeit geraten. Besonderes Augenmerk sollte dabei

immer auf die Gewichtung der einzelnen Mikronährstoffe gelegt

werden, um Überdosierungen zu vermeiden.

Wie wichtig Vitamine und Mineralstoffe für die Gehirngesundheit,

die Gedächtnisleistung und die kognitive Fitness sind, darüber

berichtet eine Studie aus den USA, deren Ergebnisse im

vergangenen Jahr im American Journal of Clinical Nutrition

veröffentlicht wurden. Gegenstand der über 3 Jahre angelegten

Studie war es, zu ermitteln, inwieweit sich die regelmäßige

Einnahme von Multivitaminen auf die geistige Gesundheit von

Personen über 60 Jahren auswirkt. Die Resultate waren beeindruckend

und sollten auch in Deutschland nicht unbeachtet

bleiben.

die im Rahmen von COSMOS noch folgen werden, ist es von

entscheidender Bedeutung zu verstehen, wie ein tägliches Multivitaminpräparat

vor Gedächtnisverlust und kognitivem Abbau

schützen kann und ob bestimmte Untergruppen aufgrund ihres

Ernährungszustands oder anderer Faktoren mehr oder weniger

davon profitieren.“

Multivitamine – nicht nur für Ältere

Obwohl die Daten aus den Studien ältere Erwachsene in den Fokus

nehmen, fühlen sich Millionen von Amerikanern, die regelmäßig

Multivitamine konsumieren, sicher darin bestätigt, dass

die regelmäßige Einnahme ihre Gesundheit fördert. Nach den

Erhebungen im Rahmen einer Verbraucherumfrage des Council

for Responsible Nutrition aus dem Jahr 2022 zur Anwendung

von Nahrungsergänzungsmitteln sind Multivitamin-Präparate

die am häufigsten verwendeten Nahrungsergänzungsmittel in

den USA. 70% aller Nutzer von Nahrungsergänzungsmitteln

gaben an, in den letzten 12 Monaten ein Multivitamin eingenommen

zu haben.

COSMOS-Web und COSMOS-Mind

Hinter dem Titel COSMOS verbergen sich zwei großangelegte

Studien zur geistigen Gesundheit von Vertretern der Generation

60+, COSMOS-Web und COSMOS-Mind. Der Begriff ist die

Abkürzung für COcoa Supplement and Multivitamin Outcomes

Study (COSMOS).

Die oben erwähnten Ergebnisse beziehen sich auf die COS-

MOS-Web-Studie, an der 3.500 Probandinnen und Probanden

im Alter von 60 Jahren und älter teilnahmen, die über einen

Zeitraum von drei Jahren jährlich neu entwickelte webbasierte

Bewertungen von Gedächtnis und Kognition durchführten.

Die hierbei ermittelten Daten bestätigen frühere Ergebnisse von

COSMOS-Mind, die einen Zusammenhang zwischen der täglichen

Einnahme von Multivitaminpräparaten und der Verlangsamung

des kognitiven Abbaus herstellen.

„Die Erkenntnisse, dass ein tägliches Multivitaminpräparat das

Gedächtnis verbessert und den kognitiven Verfall in zwei separaten

Studien der randomisierten COSMOS-Studie verlangsamt

hat, sind bemerkenswert und deuten darauf hin, dass die

Einnahme von Multivitaminpräparaten einen sicheren, leicht

zugänglichen und erschwinglichen Ansatz zum Schutz der kognitiven

Gesundheit älterer Menschen verspricht“, so JoAnn

Manson, MD, Leiterin der Abteilung für Präventivmedizin am

Brigham and Women‘s Hospital (BHW) in Boston und Co-Leiterin

der übergeordneten COSMOS-Studie.

Und ihr Kollege Howard Sesso, ScD, stellvertretender Direktor

der Brigham‘s Division of Preventive Medicine und Co-Leiter

von COSMOS, kommentiert wie folgt: „Mit diesen beiden

vorliegenden COSMOS-Studien zur Kognition und weiteren,

Details der Studie

Die 3.500 Teilnehmer wurden nach dem Zufallsprinzip drei

Jahre lang entweder einer Gruppe, die täglich ein Multivitaminpräparat

einnahm, oder einer Gruppe, die ein Placebo verabreicht

bekam, zugeteilt. Am Ende eines jeden Jahres führten

die Mitwirkenden zu Hause eine Reihe von kognitiven Online-

Tests durch, um die Gedächtnisfunktion des Hippocampus zu

testen, einem Bereich des Gehirns, der durch die normale Alterung

beeinträchtigt wird.

Die Ergebnisse zeigten, dass sich das Gedächtnis am Ende des

ersten Jahres bei den Personen, die täglich ein Multivitamin

konsumierten, im Vergleich zu denen, die ein Placebo einnahmen,

verbesserte. Die Forscher schätzen, dass die Steigerung

der Gedächtnisleistung, die über den dreijährigen Studienzeitraum

anhielt, etwa drei Jahren altersbedingten Gedächtnisverlusts

entsprach. Die Daten deuten auch darauf hin, dass der Effekt

bei Teilnehmern mit kardiovaskulären Grunderkrankungen

stärker ausgeprägt war.

Vielversprechende Ergebnisse

„Dank unseres innovativen Ansatzes, die kognitiven Ergebnisse

mithilfe von internetbasierten Tests zu bewerten, konnten

wir die Auswirkungen eines Multivitamins bei Tausenden von

Studienteilnehmern untersuchen. Die Ergebnisse sind vielversprechend

und bilden sicherlich die Grundlage für wichtige

Folgestudien über die Auswirkungen einer Multivitaminergänzung

auf die Kognition“, so Dr. Adam Brickman, der die

COSMOS-Web-Studie gemeinsam mit Dr. Lok-Kin Yeung von

der Columbia University leitete.


V italstoffe

„Die meisten älteren Erwachsenen machen sich Sorgen über

die Veränderungen des Gedächtnisses, die mit dem Älterwerden

einhergehen. Unsere Studie deutet darauf hin, dass die Einnahme

von Multivitaminen eine einfache und kostengünstige

Möglichkeit für ältere Erwachsene sein könnte, den Gedächtnisverlust

zu verlangsamen“, fügte Yeung hinzu.

Resonanz bei den Handelsverbänden

Die Ergebnisse wurden – nicht ganz überraschend – auch von

den Handelsverbänden für Nahrungsergänzungsmittel begrüßt.

Dr. Jim Griffiths, PhD, Senior Vice President, International and

Scientific Affairs, Council for Responsible Nutrition (CRN),

erklärte dazu: „Der CRN hat schon immer erkannt, wie wichtig

Multivitamine sind, um Nährstofflücken zu schließen und um

sicherzustellen, dass die Öffentlichkeit die empfohlenen Mengen

an Nährstoffen erhält, die für das tägliche Leben wichtig

sind. Diese Studie ist ein weiteres spannendes Beispiel für die

ständig wachsende Zahl von Belegen, die den Nutzen von Multivitaminen

für die körperliche Gesundheit und die kognitiven

Funktionen belegen.“

Daniel Fabricant, PhD, Präsident und CEO der Natural Products

Association (NPA), ergänzte: „Es ist großartig, eine Studie zu

sehen, die dem gesunden Menschenverstand folgt und eine signifikante

statistische Aussagekraft hat. Sie trägt wesentlich

dazu bei, die Diskussion darüber zu führen, dass die meisten

von uns seit Generationen bestenfalls suboptimal ernährt sind

(insbesondere, was Mikronährstoffe betrifft) und dass Maßnahmen

zur Korrektur dieser Situation zu besseren Gesundheitsergebnissen

führen. Es lohnt sich, die Bedeutung eines Multivitaminpräparats

für die meisten von uns zu betonen.“

In einer Pressemitteilung der Consumer Healthcare Products

Association (CHPA) erklärte Duffy MacKay, ND, Senior Vice

President of Dietary Supplements der CHPA: „Wenn es um die

Ernährung geht, erreichen selbst die Menschen mit der gesündesten

Ernährung oft nicht die empfohlene Tagesdosis an Vitaminen

und Nährstoffen. Je älter wir werden, desto wichtiger

wird es, dieses Ziel zu erreichen, um Gedächtnis und Kognition

zu schützen. Deshalb freut sich die CHPA über die vielversprechenden

Ergebnisse dieser klinischen Studie.“

„Die Ergebnisse sind sicherlich wichtig, denn es besteht ein

dringender Bedarf an Strategien zur Erhaltung der kognitiven

Funktionen und zur Verringerung der Belastung der Familien

und der Gesellschaft durch Demenz. Diese klinische Studie

unterstreicht die wichtige Rolle, die Nahrungsergänzungsmittel

bei der Deckung des Nährstoffbedarfs von Erwachsenen

spielen, was für ein gesundes Altern für Geist und Körper von

entscheidender Bedeutung ist. Die wissenschaftliche Evidenz

wächst schrittweise, und diese Studie ist ein wichtiger Baustein

zur Stärkung der positiven Rolle von sicheren, leicht zugänglichen

und erschwinglichen Nahrungsergänzungsmitteln, die zur

Optimierung der Gesundheit durch Selbstfürsorge eingesetzt

werden können.“

Quelle: The American Journal of Clinical Nutrition

“Multivitamin supplementation improves memory in older

adults: a randomized clinical trial”, July 2023

Autoren: Lok-Kin Yeung et al.

doi: 10.1016/j.ajcnut.2023.05.011

Autorin:

Carola Weise

Frau Weise ist seit 2011 als Korrekturlektorin für die Vitalstoffe

tätig und betreut seit 2020 auch das Lektorat der Zeitschrift.

© is1003- – shutterstock.com

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Pflanzenextrakte

Franziska Weichmann

Pycnogenol® für den Sport: eNOS und mehr

© D-VISIONS – shutterstock.com

Körperliche Aktivitäten lösen eine Reihe

physiologischer Reaktionen im Körper

aus (1). Der Blutzuckerspiegel steigt, die

Fettverbrennung im Fettgewebe wird beschleunigt

und Schwitzen setzt ein. Das

zentrale Nervensystem wird stimuliert

und schüttet Hormone aus, um die Blutund

Sauerstoffversorgung des Gehirns

zu regulieren. Herzfrequenz, Blutfluss

und Atmung beschleunigen sich ebenfalls,

und das kardio-pulmonale System

passt sich an, um mehr Nährstoffe, Energie

und Sauerstoff zum Muskelgewebe

zu leiten und die anaerobe Bildung von

Milchsäure zu vermeiden. Die ausreichende

Sauerstoffversorgung der Muskeln

wird durch erweiterte Blutgefäße

und einen verbesserten Blutfluss erleichtert,

was die aerobe Energiegewinnung

gewährleistet. Diese erhöhte Sauerstoffzufuhr

führt zu akutem oxidativem

Stress aufgrund einer erhöhten Produktion

freier Radikale im Blut und in den

Muskeln (2).

Französischer Meereskiefernrindenextrak

Pycnogenol ® ist ein bekanntes

und starkes Antioxidans, das nachweislich

oxidativen Stress reduziert, der bei

sportlicher Betätigung erhöht ist (3, 4).

Darüber hinaus wurde beschrieben, dass

Pycnogenol ® das Enzym „endotheliale

Stickstoffmonoxid-Synthase“ (eNOS)

stimuliert, das Stickstoffmonoxid (NO)

erzeugt (5). NO normalisiert den Blutdruck

sowie die Aggregationsfähigkeit

der Blutplättchen und trägt durch die

Entspannung der Blutgefäße zu einer

verstärkten Durchblutung bei. Eine

weitere interessante Eigenschaft von

Pycnogenol ® im Zusammenhang mit der

Leistungssteigerung ist die verbesserte

Gewebedurchblutung durch Steigerung

der Mikrozirkulation (6 – 8).

Mit diesen zugrundeliegenden Mechanismen

bietet Pycnogenol ® eine natürliche

und gesunde Möglichkeit zur Verbesserung

der sportlichen Ausdauer (3,

4, 9) und zur Verbesserung der Erholung

nach dem Training (10), nicht nur bei

Profisportlern, sondern auch bei Freizeitsportlern.

Darüber hinaus wurde gezeigt,

dass Pycnogenol ® Gelenkbeschwerden

(11 – 14), die häufig während oder nach

bestimmten körperlichen Aktivitäten

auftreten, lindern kann, indem es entzündungshemmend

wirkt und die Synthese

von Kollagen und Hyaluronsäure erhöht

(15 – 20).

Verbesserung der

Leistung, der Ausdauer

und des oxidativen

Stressniveaus nach dem

Training

Eine doppelblinde, Placebo-kontrollierte

Crossover-Studie hat ergeben, dass die

Ausdauerzeit einer Gruppe von Freizeitsportlern

nach der Einnahme von

Pycnogenol ® im Vergleich zu Placebo

Juli 2024

13


V italstoffe

signifikant erhöht wurde (9). In der Studie

wurden die Messungen mit Hilfe von

Laufbandtests durchgeführt, bei denen

die Probanden mit einer Intensität von

85% ihres maximalen Sauerstoffverbrauchs

trainierten. Die 20 bis 35 Jahre

alten Teilnehmer nahmen 30 Tage lang

200 mg Pycnogenol ® pro Tag ein. Die

Ausdauer wurde durch die Messung der

Laufzeit in Sekunden auf dem Laufband

nach 30 und nach 60 Tagen bewertet. Die

Leistungszeit der Pycnogenol ® -Gruppe

stieg um 21% im Vergleich zum Ausgangswert

und um 13% im Vergleich zu

Placebo.

In einer anderen Studie zeigte

Pycnogenol ® bei untrainierten Probanden

und Sportlern positive Auswirkungen

auf die körperliche Fitness und die

oxidativen Stresswerte während des

Trainings (3). Die Wirksamkeit von

Pycnogenol ® auf die Leistungsfähigkeit

von 74 gesunden Probanden wurde

mit dem „Army Physical Fitness Test“

(APFT) bewertet. Der Test bewertete die

Leistung der Probanden auf der Grundlage

ihrer Ergebnisse in drei Disziplinen,

die aus Liegestützen, Sit-ups und einem

Zwei-Meilen-Lauf bestanden. Eine achtwöchige

Einnahme von Pycnogenol ®

verbesserte die Leistung im Vergleich

zur Kontrollgruppe mit 73 gesunden

Probanden erheblich. Die Zeit für den

Zwei-Meilen-Lauf verringerte sich um

11% und die Anzahl der Sit-ups und der

Liegestütze stieg um 23% bzw. 12%. Die

Leistungssteigerung war im Vergleich

zur Kontrollgruppe signifikant besser.

Darüber hinaus reduzierte die Einnahme

von Pycnogenol ® den oxidativen Stress

im Blut um 5,1% bei Männern und um

8,3% bei Frauen im Vergleich zum Ausgangswert.

Bei den Kontrollpersonen

hingegen stieg der oxidative Stress-Wert

um 11,1% (Männer) und 7,2% (Frauen).

Die antioxidativen Eigenschaften von

Pycnogenol ® wurden in einer anderen

doppelblinden, Placebo-kontrollierten

Cross-over-Studie mit 20 gesunden

männlichen Probanden bestätigt (4).

Die Teilnehmer erhielten vor einem

Belastungstest zwei Wochen lang eine

Einzeldosis von 200 mg Pycnogenol ®

pro Tag. Vor, eine Stunde, 24 und 48

Stunden nach dem Belastungstest wurde

eine Blutprobe entnommen, um die

oxidativen Stresswerte und andere Parameter

der Probanden zu untersuchen

und zu vergleichen. 48 Stunden nach

dem Training war der oxidative Stress,

gemessen als MDA (Malonaldehyd), mit

Pycnogenol ® im Vergleich zu den Werten

vor dem Training um 7,3% stark reduziert.

Diese Reduktion war statistisch

signifikant im Vergleich zu Placebo, wo

die Werte nach 48 Stunden um 28,5%

erhöht waren. Diese Ergebnisse bestätigen

erneut die starken antioxidativen

Eigenschaften von Pycnogenol ® und seinen

Schutz gegen den hohen oxidativen

Stress nach dem Training. Viele weitere

Studien haben gezeigt, dass Pycnogenol ®

eine starke antioxidative Wirkung auf Lipide,

DNA und Proteine im Körper hat

und dass die antioxidative Kapazität des

Blutes erhöht wurde (21 – 28).

Bessere Erholung nach

dem Sport

Die Wirkung von 200 mg Pycnogenol ®

pro Tag auf Krämpfe und Muskelkater

nach dem Training wurde in einer anderen

Studie mit gesunden Probanden

über vier Wochen untersucht (10). 22

der 45 Probanden waren untrainierte

Freizeitsportler mit häufigen Muskelkrämpfen

und 23 waren Athleten mit

Im zweiten Teil der vorangegangenen

Studie verbesserte die Einnahme von

Pycnogenol ® über einen Zeitraum von

vier Wochen die Leistung von 54 Triathleten,

indem sie die Gesamtzeit eines

Triathlons um 10,6% verringerte (3).

Die Werte des oxidativen Stresses nach

dem Training, gemessen als freie Radikale

im Blut innerhalb einer Stunde nach

dem Ende des Triathlons, waren in der

Pycnogenol ® -Gruppe um 26,7% reduziert.

Diese Verringerung des oxidativen

Stresses war im Vergleich zu den Kontrollen

und den Ausgangswerten statistisch

signifikant. Außerdem berichteten

die Athleten nach der Einnahme von

Pycnogenol ® , 39,5% weniger Muskelkater

nach dem Training und 56,7% weniger

Krämpfe zu haben.

wiederkehrenden Krämpfen während

des Trainings. Die Anzahl der berichteten

Krampfanfälle bei den Freizeitsportlern

verringerte sich deutlich von durchschnittlich

4,8 Ereignissen pro Woche auf

1,3 am Ende der Studie. Bei den Sportlern

war die Verringerung der Krämpfe

sogar noch deutlicher, mit einer Häufigkeit

von 8,6-mal pro Woche vor der Einnahme

von Pycnogenol ® auf 2,4-mal am

Ende der Studie. Darüber hinaus wurde

14


Pflanzenextrakte

der Schmerzwert der Krämpfe bei den

untrainierten Probanden und den Sportlern

um 76% bzw. 87% reduziert, verglichen

mit dem Schmerzwert zu Beginn

der Intervention. Die Autoren schlussfolgern,

dass Pycnogenol ® dazu beiträgt,

Förderliche

Auswirkungen auf die

Gelenkfunktion

Gelenkbeschwerden während oder nach

dem Sport können sehr störend sein.

Pycnogenol ® kann Gelenkbeschwerden

lindern, indem es seine entzündungshemmenden

Eigenschaften direkt in der

Flüssigkeit, die die Gelenke umgibt, ausübt

(15 – 19). Darüber hinaus vermochte

Pycnogenol ® , die Synthese von Kollagen

und Hyaluronsäure zu erhöhen – wichtige

Bestandteile des Gelenkknorpels, des

Stoßdämpfers des Gelenks (20).

Mehrere klinische Studien zeigten, dass

Pycnogenol ® bei Patienten mit Gelenkproblemen

eine positive Wirkung hat

(11 – 14). In einer Studie mit 55 Patienten

mit Osteoarthritis (einer knorpelschädigenden

Erkrankung der Gelenke) wurden

die Werte eines Entzündungsmarkers

signifikant um 72% und die Werte des

oxidativen Stresses um 30% gesenkt

(11). Diese Ergebnisse bestätigen frühere

Befunde, wonach die regelmäßige

Krämpfe, Muskelschmerzen in Ruhe und

Schmerzen während und nach dem Training

bei untrainierten Personen und bei

Sportlern, die zu Krämpfen neigen, zu

reduzieren.

Einnahme von Pycnogenol ® zu einem

starken Rückgang entzündungsfördernder

Marker wie NF-κB und COX-Enzymen

sowie zu einem Rückgang der

Matrix-Metalloproteasen (MMP)-Enzyme

führt, die für den Abbau von Gelenkknorpel

verantwortlich sind (15 – 19).

Eine randomisierte, doppelblinde und

Placebo-kontrollierte Pilotstudie mit 37

Patienten mit Gelenkknorpelschäden

zeigte, dass eine dreimonatige Einnahme

von Pycnogenol ® zu einer Reduktion der

Gelenkbeschwerden führte – mit einer

signifikanten Verringerung der selbstberichteten

Beschwerden um 43%, der

Steifheit um 35% und der Verbesserung

der körperlichen Funktion um 52% im

Vergleich zur Placebo-Kontrolle (12).

In einer anderen doppelblinden, Placebokontrollierten

und randomisierten Studie

wurden 100 Patienten mit leichter bis

mittelschwerer Arthrose im Knie drei

Monate lang mit 150 mg Pycnogenol ®

pro Tag supplementiert (13). Die Ergebnisse

dieser Studie bestätigten die

vorangegangenen Befunde einer Verringerung

der Beschwerden (um 21,4%), einer

Verringerung der Steifheit des Knies

(um 20%) und einer Verbesserung der

Fähigkeit, tägliche Aktivitäten auszuführen

(um 19,6%), im Vergleich zu den

Probanden der Placebo-Kontrolle.

In den meisten Fällen sind Gelenkschmerzen

auf eine Schädigung des

Gelenkknorpels zurückzuführen. Eine

klinische Studie mit 20 gesunden Freiwilligen

hat gezeigt, dass die vierwöchige

Einnahme von Pycnogenol ® die

Genexpression der Hyaluronsäure-Synthase,

eines Enzyms, das entscheidend

an der Synthese von Hyaluronsäure

beteiligt ist, um 44% erhöht (20). Hyaluronsäure

trägt zum Widerstand des

Knorpels gegen Kompression bei. Darüber

hinaus ergab die Studie eine deutliche

Zunahme der Genexpression, die

an der de-novo-Synthese von Kollagen

beteiligt ist. Diese Ergebnisse wurden

durch die Feststellung eines starken Anstiegs

der Metaboliten-Konzentration

von Pycnogenol ® in der Synovialflüssigkeit

von Arthrose-Patienten bestätigt

(19, 29). Die Synovialflüssigkeit ist

eine Flüssigkeit, die den Gelenkknorpel

in den Gelenken umgibt und dort

als natürliches Schmiermittel dient. Auf

diese Weise kann Pycnogenol ® direkt

dort, wo es gebraucht wird, wirken und

seine entzündungshemmende Wirkung

entfalten. Diese Effekte erklären, wie

Pycnogenol ® zur Wiederherstellung der

Gesundheit im geschädigten Gelenk

beiträgt.

Verbesserte

Endothelfunktion durch

die Induktion der NO-

Bildung

Es wurde gezeigt, dass körperliche Aktivität

mit einer anhaltenden Steigerung

der endothelialen Stickoxid (NO)-Produktionskapazität

verbunden ist (30). Im

Endothel trägt NO zu einem optimalen

Blutfluss bei, indem es die Wände der

Blutgefäße entspannt und somit eine

Schlüsselrolle bei der Koordination der

Gefäßreaktion auf körperliche Betätigung

spielt (5).

Juli 2024

15


V italstoffe

In einer doppelblinden, Placebo-kontrollierten

Studie mit 16 gesunden

Probanden wurde die Wirkung von

Pycnogenol ® auf die endothelabhängige

Vasodilatation durch Messung des

Blutflusses im Unterarm als Reaktion

auf steigende Acetylcholin-Dosen untersucht

(5). Nach zweiwöchiger Supplementierung

mit Pycnogenol ® war die

Fähigkeit zur Bildung von NO und damit

zur Vasodilatation als Reaktion auf steigende

Acetylcholin-Dosen im Vergleich

zum Ausgangswert um bis zu 46% erhöht.

Der Effekt war im Vergleich zu den

Placebo-Probanden signifikant. Darüber

hinaus hat sich gezeigt, dass die durch

Pycnogenol ® verbesserte NO-Synthese

dabei hilft, die Aggregation von Blutplättchen

zu regulieren und die Blutviskosität

in einem gesunden physiologischen

Bereich zu halten (31).

Bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit

wurde die Wirkung von

Pycnogenol ® auf die Endothelfunktion

durch Messung der „flussvermittelten

Dilatation“ in der Oberarmarterie untersucht

(21). Bei dieser Methode wird

die Ausdehnung der Arterie als Reaktion

auf einen Anstieg der mit dem Blutfluss

verbundenen Scherbelastung gemessen.

Diese achtwöchige randomisierte,

Placebo-kontrollierte, gekreuzte und

doppelblinde Studie zeigte eine Verbesserung

der flussvermittelten Dilatation

um 32% nach Pycnogenol ® -Einnahme,

während sie sich mit Placebo leicht verschlechterte.

In mehreren anderen klinischen Studien

wurde gezeigt, dass Pycnogenol ® die

Endothelfunktion verbessert und somit

die Verengung kleinster Blutgefäße abschwächt,

was auf die verstärkte Bildung

von gefäßerweiterndem NO zurückzuführen

ist (21, 32 – 35). Darüber hinaus

wurde gezeigt, dass die Metaboliten-

Moleküle, die im Darm nach Einnahme

von Pycnogenol ® entstehen, direkt von

den Endothelzellen aufgenommen werden

und somit direkt dort wirken können,

wo sie benötigt werden (36, 37). Die Ergebnisse

dieser Untersuchungen zeigen

eine positive Wirkung von Pycnogenol ®

auf den Blutfluss und die Gewebedurchblutung

bei gesunden Personen.

Verbesserte

Mikrozirkulation des

Blutes

Mehrere klinische Studien haben gezeigt,

dass Pycnogenol ® die Mikrozirkulation

des Blutes und die Gewebedurchblutung

verbessert (6, 7). In einer

klinischen Studie wurde nach sechswöchiger

Pycnogenol ® -Einnahme mittels

spezieller Hautsensoren ein Anstieg

des kutanen Sauerstoffgehalts (O 2 ) um

19,6% und ein Rückgang des kutanen

Kohlendioxidgehalts (CO 2 ) um 9,4%

gemessen (6). Dieser Befund deutet

darauf hin, dass Pycnogenol ® die Gewebedurchblutung

verbessert und somit

eine dauerhafte aerobe Muskelaktivität

bei körperlicher Betätigung unterstützt.

In einer randomisierten, doppelt verblindeten,

Placebo-kontrollierten Studie

wurde die Mikrozirkulation in den

Fingernägeln von 60 Patienten mit koronarer

Herzkrankheit durch Messung

des Durchmessers der Mikrogefäße

bestimmt (7). Bei 53,8% der Patienten,

die Pycnogenol ® eingenommen hatten,

verbesserte sich die Mikrozirkulation,

im Vergleich zu 34% der Patienten in

der Placebo-Gruppe. In einer Studie

zu Tinnitus wurden die Auswirkungen

von Pycnogenol ® auf die Mikrozirkulation

im Innenohr untersucht (8). Zu

diesem Zweck wurde die Blutflussgeschwindigkeit

in der Cochlea mit

Hilfe der Ultraschallsonographie gemessen.

Die sehr niedrige Blutflussgeschwindigkeit

in der Cochlea des Tinnitus-Ohres

konnte durch vierwöchige

Pycnogenol ® -Einnahme normalisiert

werden. Sowohl die systolische als auch

die diastolische Blutflussgeschwindigkeit

wurden um 48% bzw. 95% auf fast

normale Werte erhöht. Dies zeigt, dass

Pycnogenol ® das Durchblutungssystem

stärkt und zu einem verbesserten Blutfluss

und einer verbesserten Sauerstoffversorgung

beiträgt, was auch für die

Muskeln während des Trainings wichtig

ist.

16


Pflanzenextrakte

Pycnogenol ® französischer Meereskiefernrindenextrakt

ist eine sichere, natürliche

und evidenzbasierte Lösung für den

Sport, die sowohl Profisportlern als auch

Sportbegeisterten zahlreiche Vorteile

bietet – darunter die Verringerung von

Muskelkater nach dem Training, Muskel-

und Gelenkschmerzen, die Steigerung

von Ausdauer und Leistung sowie

die Verbesserung der Durchblutung und

Verringerung des oxidativen Stressniveaus.

Weitere Informationen unter

www.pycnogenol.de.

Referenzen:

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Autorin:

Dr. Franziska Weichmann,

Manager für Wissenschaftliche

Kommunikation und

Produktentwicklung bei

Horphag Research

© Dmitry Demidovich – shutterstock.com

Juli 2024

17


V italstoffe

Cosimo Cisternino

Ginfort®: patentierter, hochwirksamer

Ingwerextrakt für funktionelle Dyspepsie

In den letzten Jahren ist bei den Verbrauchern

eine deutliche Verschiebung hin

zu ganzheitlichen Ansätzen für Gesundheit

und Wellness zu beobachten. Dieser

Trend zeigt sich besonders deutlich im

Bereich der Verdauungsgesundheit, wo

die Konsumenten aktiv nach nutrazeutischen

Lösungen suchen, die sich auf

klinische Nachweise stützen. In dieser

sich entwickelnden Landschaft sticht

Ginfort ® , ein hochwirksamer Ingwerextrakt,

als bahnbrechender Fortschritt für

die Verdauungsgesundheit hervor. Ginfort

® stellt einen bemerkenswerten Meilenstein

dar, da es sich um den weltweit

ersten Ingwerextrakt mit einer noch nie

dagewesenen Konzentration von über

26% Gingeroiden handelt. Diese patentierte

Formulierung, die durch klinische

Nachweise gestützt wird, erweist sich als

wirksamer Verbündeter bei der Behandlung

von Verdauungsbeschwerden wie

der funktionellen Dyspepsie.

Das weltweit erste

Produkt mit einem

Anteil von mehr als 26%

Gingeroiden auf dem

Markt

Ginfort ® ist ein revolutionäres Produkt

im Bereich der Nahrungsergänzung mit

Ingwer, das das Potenzial dieser Pflanze

für die Verdauungsgesundheit neu definiert.

Die im Ingwer reichlich vorhandenen

Gingeroide sind seit langem für ihre

therapeutische Wirkung bekannt, einschließlich

ihrer entzündungshemmenden

und antioxidativen Eigenschaften.

Was Ginfort ® auszeichnet, ist nicht nur

der hohe Gehalt an Gingeroiden, sondern

auch die wegweisende Technologie, die

seiner Entwicklung zugrunde liegt.

Dank der innovativen Acqueosome ® -

Technologie von Olene Life Science

erreicht Ginfort ® ein noch nie dagewesenes

Maß an Standardisierung und Wirksamkeit,

das bei Nahrungsergänzungsmitteln

auf Ingwerbasis bisher nicht zu

beobachten war. Dieser richtungsweisende

Ansatz garantiert ein hochgradig

standardisiertes Produkt mit einem Mindestgehalt

an Ingweroiden von 26%, das

eine hervorragende Bioverfügbarkeit

und Wirksamkeit gewährleistet.

Ginfort® bietet einen mehr als 12-mal höheren Gehalt an Gingeroiden und 6-Gingerol als

herkömmliche Ingwer-Rhizom-Zubereitungen, ohne Lösungsmittel und mit nachgewiesener

Stabilität für mehr als 2 Jahre.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Ingwerpräparaten,

die Dosen von 2.000 bis

4.000 mg erfordern, bietet Ginfort ® eine

Wirksamkeit bei Dosen von nur 200 mg/

Tag. Darüber hinaus liefert Ginfort ® als

Ingwerextrakt die höchste Potenz in Bezug

auf die phenolischen Eigenschaften,

indem es eine konzentrierte Form mit

18


Pflanzenextrakte

© pilipphoto – AdobeStock.com

26% der gesamten Gingerole und Shogaole

liefert. Mit seiner verlängerten

Haltbarkeit und seiner Vielseitigkeit in

der Formulierung stellt Ginfort ® herkömmliche

Ingwer-Rhizom-Präparate

in den Schatten. Es bietet eine mehr als

12-fache Konzentration von 6-Gingerol

und damit unvergleichliche Vorteile für

Verbraucher, die eine natürliche Unterstützung

der Verdauung suchen.

Ginfort ® als sicheres und

wirksames Mittel gegen

funktionelle Dyspepsie-

Symptome

Die funktionelle Dyspepsie ist eine der

häufigsten funktionellen Magen-Darm-

Erkrankungen und betrifft mehr als 20%

der Bevölkerung. Diese weit verbreitete

gastrointestinale Störung stellt die Verbraucher

aufgrund ihrer Komplexität

und vielfältigen Symptomatik vor große

Herausforderungen. Sie ist gekennzeichnet

durch wiederkehrende Schmerzen

oder Beschwerden im Oberbauch, die

häufig von Symptomen wie Blähungen,

frühzeitiger Sättigung und Übelkeit begleitet

werden.

Die Pathophysiologie der funktionellen

Dyspepsie ist multifaktoriell und nicht

vollständig geklärt. Zu den ursächlichen

Mechanismen gehören Anomalien der

Magenmotilität, viszerale Hypersensibilität,

veränderte Magenakkommodation,

gestörte Magenentleerung, geringgradige

Entzündungen und psychologische

Faktoren wie Stress und Angst. Diese

komplexen Wechselwirkungen tragen zu

der vielfältigen Symptomatik bei, die bei

Patienten mit funktioneller Dyspepsie

beobachtet wird.

Ginfort ® hat sich in einer klinischen Studie

als sicher und wirksam bei der Verringerung

einer Reihe von Symptomen

im Zusammenhang mit funktioneller

Dyspepsie erwiesen, wobei sich herausstellte,

dass der Inhaltsstoff die Symptome

bei über 60 Prozent der Probanden

beseitigte.

Gingerole und Shogaole, die Hauptwirkstoffe

von Ginfort ® , haben eine karminative

Wirkung – sie reduzieren Blähungen

und Völlegefühl. Sie sollen auch

als Prokinetikum wirken, indem sie die

synchronisierte Peristaltik fördern und

die dysfunktionale Magen- und Dünndarmmotilität

überwinden – häufige

Anomalien, die die Ursache der

funktionellen Dyspepsie sind.

Unter Peristaltik versteht man die rhythmische

Kontraktion und Entspannung

des Magen-Darm-Trakts, die für den

Transport der Nahrung durch den Verdauungstrakt

erforderlich ist. Es ist

sehr wichtig, dass die Peristaltik in der

gewünschten Geschwindigkeit erfolgt.

Eine zu schnelle oder zu langsame Peristaltik

kann zu Durchfall bzw. Verstopfung

führen.

Was das Sicherheitsprofil von Ginfort ®

betrifft, so wurde es einer Reihe von Sicherheitsstudien

unterzogen, die sich an

den OECD-Richtlinien orientieren und

keine Hinweise auf Toxizität bei den

empfohlenen klinischen und überhöhten

Dosen ergaben. Die Studien umfassen

eine Analyse zur akuten oralen Toxizität,

eine zur akuten Hautreizung, eine

weitere zur akuten Augenreizung, Untersuchungen

zur Genotoxizität und Mutagenität,

eine Studie zur Ermittlung des

Dosisbereichs nach 14 Tagen und eine

zur Toxizität nach 90 Tagen.

Juli 2024

19


V italstoffe

Ginfort® bestätigte die Beseitigung der drei

Hauptsymptome der Dyspepsie: postprandiale

Dyspepsie: postprandiales Sättigungsgefühl,

Oberbauchblähung und frühes

Sättigungsgefühl.

Die klinischen Nachweise

zu Ginfort®

Die Wirksamkeit von Ginfort ® wurde

in einer randomisierten, doppelblinden,

Placebo-kontrollierten klinischen Studie

unter der Leitung von Sanjib Kumar

Panda, PhD, bestätigt und im Journal

of Dietary Supplements veröffentlicht.

Die Studie wurde am Maharaja Agrasen

Hospital in Neu-Delhi, Indien, durchgeführt

und umfasste 57 Teilnehmer, die

an funktioneller Dyspepsie litten. Ziel

der Studie war es, die Wirksamkeit von

Ginfort ® bei der Linderung von Symptomen

der funktionellen Dyspepsie zu

bewerten. Die Forscher rekrutierten 57

Mitwirkende, die an dieser Krankheit litten.

Diese Personen erhielten nach dem

Zufallsprinzip entweder zweimal täglich

200 mg Ginfort ® oder eine entsprechende

Dosis eines di-basischen, kalziumhaltigen

Placebos.

Um die Wirksamkeit der Behandlung zu

beurteilen, füllten die Probanden über

einen Zeitraum von vier Wochen wöchentlich

einen Fragebogen aus, in dem

sie ihre Symptome auf einer siebenstufigen

Likert-Skala bewerteten. Neun

FD-bezogene Symptome wurden bewertet,

darunter Oberbauchschmerzen,

Unwohlsein, postprandiales Völlegefühl,

Blähungen, frühzeitiges Sättigungsgefühl,

übermäßiges Aufstoßen, Übelkeit,

Erbrechen und Sodbrennen.

Nach nur zwei Wochen Behandlung

meldeten 41 Prozent der Teilnehmer der

Ginfort ® -Gruppe eine statistisch signifikante

positive Reaktion, ein Trend, der

während der gesamten Dauer der Studie

anhielt. Bemerkenswert ist, dass die

Ginfort ® -Ergänzung bei 79 Prozent der

Probanden wirksam war, während die

Placebogruppe nur eine Wirksamkeitsrate

von 21 Prozent aufwies.

Am Ende des vierwöchigen Zeitraums

erreichte die kollektive Eliminationsrate

für die drei wichtigsten Symptome

– postprandiales Völlegefühl,

Blähungen im Oberbauch und

frühzeitige Sättigung – bei den Ginfort ® -

Empfängern 64 Prozent. Im Gegensatz

dazu meldeten nur 13 Prozent der Teilnehmer

in der Placebogruppe, dass ihre

Symptome verschwunden seien. Darüber

hinaus zeigten mehrere einzelne

Symptome statistisch signifikante Raten

der Beseitigung zugunsten von Ginfort ®

gegenüber dem Placebo.

Eliminierungsrate der Hauptsymptome

am Tag 28: Signifikante Reduzierung der

gesamten dyspeptischen Symptome

begann bereits am Tag 14 und hielt bis

zum Tag 28 an.

Prozentuale Veränderung des Gesamtwertes der

dyspeptischen Symptome: 79% der Teilnehmer,

die mit Ginfort® supplementiert wurden,

berichteten über eine deutliche Reduzierung der

dyspeptischen Symptome (p <0,05).

Weitere Analysen der Blutwerte und Vitalparameter

bestätigten die Wirksamkeit

und Sicherheit von Ginfort ® als Behandlungsoption

für FD und lieferten überzeugende

Beweise für seinen therapeutischen

Nutzen bei der Behandlung dieser

Magen-Darm-Erkrankung.

20


Pflanzenextrakte

© peopleimages.com – AdobeStock.com

die Verkapselung und die nahtlose Integration

in verschiedene Herstellungsanwendungen

wie Pulverabfüllungen,

Weichgels und Flüssigkapseln.

Über die Produktionseffizienz hin aus

erschließt das Aqueosome ® -Extraktionsverfahren

das volle therapeutische Potenzial

des Ingwers und positioniert

Ginfort ® als leistungsstarke und hoch

bioverfügbare Lösung zur Behandlung

von funktioneller Dyspepsie.

Acqueosome® ist die

patentierte, revolutionäre

Technologie hinter

Ginfort®

Ginfort ® wird mit der innovativen

Aqueosome ® -Extraktionsmethode hergestellt,

die einen bedeutenden Fortschritt

bei der Nutzung der therapeutischen

Vorteile von Ingwer darstellt.

Dieser innovative Ansatz geht auf die

Herausforderung ein, niedrig dosierte

Wirkstoffe zu erhalten, um eine hohe

klinische Wirksamkeit zu gewährleisten

und die Stabilität zu erhalten. Tatsächlich

ermöglicht diese Technologie die Wirksamkeit

von Ginfort ® bei Dosen von nur

200 mg/Tag im Vergleich zu 2.000 mg –

4.000 mg bei herkömmlichen Ingwerpräparaten.

Das Herzstück der Aqueosome ® -

Technologie ist die CO 2 -Extraktion von

Ingwer-Rhizomen, die ein hochkonzentriertes

Oleoresin-Zwischenprodukt ohne

Lösungsmittel ergibt. Dieser Schritt

bewahrt die Reinheit und Potenz des

Extrakts und optimiert gleichzeitig die

Funktionalität der aktiven Inhaltsstoffe

des Ingwers. Durch die Verfeinerung des

Extraktionsprozesses macht Ginfort ®

das medizinische Potenzial von Ingwer

deutlich und bringt ihn an die Spitze der

wissenschaftlichen und marktwirtschaftlichen

Entwicklung.

Darüber hinaus verbessert eine patentierte

Mischung aus lebensmitteltauglichen

Wirkstoffen die Verwendbarkeit

von Ginfort ® , indem die konzentrierte

Oleoresin-Basis in ein frei fließendes

Pulver verwandelt wird. Dies erleichtert

Referenzen:

Products – Ginfort | DolCas Biotech

(dolcas-biotech.com)

Ginfort Shows Positive Role in Alleviating

Functional Dyspepsia | BioSpace

A Randomized, Double-Blind, Placebo

Controlled, Parallel-Group, Comparative

Clinical Study to Evaluate the

Efficacy and Safety of OLNP-06 versus

Placebo in Subjects with Functional

Dyspepsia: Journal of Dietary Supplements:

Vol 19, No 2 (tandfonline.com)

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/

NBK554563/

https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4228518/

Autor:

Cosimo Cisternino

Business Development Manager

VIVATIS Pharma Group

Die Aqueosome®-Technologie erzeugt einen hochkonzentrierten Ingwerextrakt aus Ingwer-

Oleoresin, wobei die Löslichkeit der lipophilen Ingweroide durch eine geschützte Anwendung

einer Mischung aus lebensmittelsicheren Inaktivatoren verbessert wird.

Juli 2024

21


V italstoffe

Julie Impérato

Nachhaltige Präbiotika

© Nexira

Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation

kann eine gesunde Ernährung

während des gesamten Lebens dazu beitragen,

eine Reihe von nicht übertragbaren

Krankheiten und gesundheitlichen

Beschwerden zu verhindern und die

Verdauung zu fördern. Da es schwierig

ist, sich stets gesund zu ernähren, sind

die Verbraucher auf der Suche nach Fertigprodukten,

die ihren Nährstoffbedarf

decken und ihren Wunsch nach gesundheitlichen

Vorteilen erfüllen. Innovative,

ballaststoffreiche Produkte in praktischen

Formaten für Darmkomfort oder

Immunität stellen in vielen Fällen eine

gute Lösung dar. Aber nicht alle Ballaststoffe

sind gleich...

Die Bedeutung von

Ballaststoffen

Funktionelle Fasern sind nicht verdauliche,

isolierte Glykoside, die physiologische

Vorteile für den Menschen bieten.

Ballaststoffe werden in zwei Gruppen

unterteilt: Lösliche Ballaststoffe, die sich

in Wasser auflösen und von der Darm-

Mikrobiota fermentiert oder teilweise

fermentiert werden, und unlösliche Ballaststoffe,

die sich nicht in Wasser auflösen,

dieses aber aufnehmen können.

Angaben der Europäischen Behörde für

Lebensmittelsicherheit (EFSA) zufolge

wird empfohlen, dass Erwachsene 25 g

Ballaststoffe pro Tag zu sich nehmen. In

vielen modernen Gesellschaften ist die

Ernährung jedoch sehr ballaststoffarm.

Heutzutage liegt die tägliche Zufuhr von

Ballaststoffen in den meisten europäischen

Ländern unter den empfohlenen

Werten, wobei die durchschnittliche

Aufnahme in Spanien und im Vereinigten

Königreich bei nur 12,7 bzw. 13,6 g

pro Tag liegt.

Die Vorteile einer ballaststoffreichen

Ernährung stehen in Zusammenhang

mit dem Verdauungsprozess und einem

gesünderen Verdauungstrakt. Ein intaktes

Verdauungssystem zeichnet sich

durch seine Fähigkeit aus, Nährstoffe effizient

zu verarbeiten, um den gesamten

Organismus richtig zu versorgen.

Ballaststoffe werden mit einem gesundheitlichen

Nimbus versehen und deren

Nutzen ist für die Verbraucher leicht

verständlich. Die gesundheitlichen

Vorteile von Ballaststoffen sind mit

unterschiedlichen Gesundheitsaspekten

wie Verdauungskomfort, Darmtransit,

Sättigungsgefühl und Gewichtskontrolle,

Verbesserung der Darmflora, Präbiotika,

Wohlbefinden von innen, Blutzuckerregulierung

usw. verbunden.

Im Zusammenhang mit dem allgemeinen

Gesundheits- und Wellness-Trend

werden Ballaststoffe auch mit einer

guten Darmgesundheit in Korrelation

gebracht. Der Verzehr ausreichender

Mengen löslicher, fermentierbarer

Ballaststoffe ist für eine optimale

22


Pflanzenextrakte

Gesundheit sehr wichtig, da sie die

Funktion der „freundlichen“ Bakterien

im Darm optimieren.

Viele der gesundheitlichen Vorteile,

die mit dem Verzehr von Ballaststoffen

verknüpft sind, werden durch die Darm-

Mikrobiota vermittelt – im Verdauungssystem

leben etwa 39 Billionen Bakterien.

Ballaststoffe ernähren die „guten“

Bakterien im Darm und wirken als Präbiotika.

Auf diese Weise fördern sie das

Wachstum der „guten“ Darmbakterien,

die verschiedene positive Auswirkungen

auf die Gesundheit haben können.

In diesem Zusammenhang bietet Nexira

mit inavea eine Reihe natürlicher,

organischer und CO 2 -neutraler präbiotischer

Inhaltsstoffe auf der Basis von

Akazienfasern an. Akazie ist ein löslicher

Ballaststoff, der von sorgfältig

ausgewählten Akazienbäumen stammt,

die nur die höchste und beste Qualität

aufweisen. Über die Nachhaltigkeit

hinaus ist inavea die einzige Akazienfaser

mit einem CO 2 -neutralen Fußabdruck.

Da inavea als FODMAPfreundlich

zertifiziert ist, bietet es den

Vorzug einer hohen Verdauungstoleranz

für die Ballaststoffanreicherung in einer

Vielzahl von Anwendungen. Die

Produktreihe besteht derzeit aus drei Inhaltsstoffen:

inavea PURE ACACIA,

der sanften präbiotischen Faser; inavea

BAOBAB ACACIA, dem präbiotischen

afrikanischen Superfood; inavea

CINNAMON ACACIA, dem

Aktivator für die metabolische Gesundheit.

Verdauungskomfort

dank inavea

PURE ACACIA

Einige Ballaststoffe, wie Fructooligosaccharide

(FOS), werden schnell fermentiert

und sind mit einer erhöhten

Gasbildung im Darm verbunden, was

zu unerwünschten Effekten wie Bauchkrämpfen,

Blähungen und Durchfall

führen kann, die das allgemeine Wohlbefinden

und die Lebensqualität stark

beeinträchtigen. Menschen mit einem

unzureichend funktionierenden Verdauungstrakt

leiden häufig unter diesen

Symptomen, aber auch unter anderen

unangenehmen Erscheinungen wie Blähungen

und Verstopfung.

Akazienfasern sind ein lösliches Exsudat

des Akazienbaums, das Ballaststoffe

enthält. inavea PURE ACACIA enthält

garantiert mindestens 90% lösliche

Ballaststoffe auf Trockengewichtsbasis.

Die spezifische Struktur der Akazienfaser

verleiht ihr eine hohe Beständigkeit

gegenüber Hitze, pH-Wert-Schwankungen,

Hydrolyse und enzymatischer Behandlung.

Auch wenn 95% des Polysaccharids

im Dickdarm abgebaut werden

(Cherbut et al. 2003), weist diese Faser

ein langsames und progressives Fermentationsprofil

durch die Darm-Mikrobiota

auf, wie in spezifischen Analysen

nachgewiesen wurde, insbesondere

in einer eigenen Studie (Terpend et al.

2013).

Aufgrund des progressiven Fermentationsprofils

wurde die Verdauungsverträglichkeit

von Akazienfasern untersucht

und in mehreren Studien in den Fokus

genommen. In einer eigenen klinischen

Studie von Nexira (Cherbut et al. 2003)

wurde die intestinale Verträglichkeit

von inavea PURE ACACIA mit der

von Saccharose (als neutrale Referenz)

und kurzkettiger FOS verglichen. Selbst

bei hohen Dosen waren die unerwünschten

gastrointestinalen Wirkungen von inavea

PURE ACACIA geringer als die

von FOS und unterschieden sich nicht

signifikant von denen von Saccharose;

inavea PURE ACACIA verursachte

unterhalb einer Dosis von 30 g/Tag

keine Blähungen, und bei Dosen von

mehr als 50 g/Tag traten keine Bauchkrämpfe

oder Durchfall auf. Somit wurde

die hohe Verdauungstoleranz von inavea

PURE ACACIA bestätigt.

Schrittweise Fermentation im Dickdarm

Juli 2024

23


V italstoffe

Inavea PURE ACACIA wurde klinisch

untersucht und hat eine hohe Verdauungstoleranz

gezeigt, insbesondere

aufgrund der langsamen Fermentation

der Akazie durch die Darm-Mikrobiota.

Diese langsame Fermentation und die

hohe Verträglichkeit machen die Akazie

zu einem sehr wirksamen Mittel

zur Erhöhung des Ballaststoffgehalts in

der Nahrung, selbst für Menschen, die

unter starken Verdauungsbeschwerden

wie dem Reizdarmsyndrom leiden. Im

Gegensatz zu vielen anderen Ballaststoffen

verursacht inavea PURE ACACIA

keine Beschwerden.

Die präbiotische

Wirkweise von inavea

PURE ACACIA

Definition:

Präbiotika werden von der ISAPP definiert

als „ein Substrat, das selektiv von

Wirtsmikroorganismen verwertet wird

und einen gesundheitlichen Nutzen

bringt“. Die Global Prebiotic Association

(GPA) beschreibt Präbiotika als „ein

Produkt oder eine Zutat, das/die in der

Mikrobiota verwertet wird und einen

Nutzen für die Gesundheit oder Leistungsfähigkeit

bringt“ (genauer: präbiotische

Aktivitäten als „ein Nutzen für die

Gesundheit oder die Leistungsfähigkeit,

der sich aus der Veränderung der Zusammensetzung

und/oder Aktivität der

Mikrobiota ergibt, als direktes oder indirektes

Ergebnis der Nutzung eines spezifischen

und genau definierten Produkts

oder Inhaltsstoffs durch Mikroorganismen“).

Die Beeinflussung der Darm-Mikrobiota

und der Stoffwechselprodukte durch

Akazienfasern ist seit vier Jahrzehnten in

mehr als 50 Studien nachgewiesen worden.

Eine der ältesten Studien (Wyatt et al.

1986) hat gezeigt, dass die Einnahme von

10 g Akazienfasern über 18 Tage die fäkale

Mikrobiota in menschlichen Fäkalien

mit Bifidobacterium spp. und vor allem B.

longum moduliert hat. Ergänzende Studien

(auch eigene) in verschiedenen Stadien

(auch klinisch) und unter verschiedenen

Bedingungen (auch bei Gesunden) haben

bestätigt, dass inavea PURE ACACIA

die Darm-Mikrobiota durch die Zunahme

von Lactobacillus- und Bifidobacterium-

Bakteriengruppen bei Dosierungen ab

10 g/Tag moduliert (Michel et al. 1998;

Matsumoto et al. 2006; Calame et al.

2008; Lakshmanan et al. 2020; Rawi et

al. 2021; Cherbut et al. 2003 und viele

andere).

Eine eigene klinische Studie (Cherbut et

al. 2003) hat gezeigt, dass der Verzehr

von 10 g/Tag inavea PURE ACACIA

das Wachstum von Laktobazillen und

Bifidobakterien fördert. Laktobazillen

und Bifidobakterien sind Indikatoren

für eine präbiotische Stimulierung,

wobei die Bifidobakterien einer der

wichtigsten Organismen für die Darmgesundheit

sind. Die löslichen Ballaststoffe

aktivieren die Fermentation im

Dickdarm und damit die Produktion

von kurzkettigen Fettsäuren (SCFAs)

wie Propionat, Butyrat und Acetat. Diese

Steigerung der SCFA-Produktion

(einschließlich Propionat, Acetat und

Butyrat) durch die Dickdarmfermentation

von inavea PURE ACACIA

wurde in wissenschaftlichen Studien

umfassend untersucht und beschrieben

(Matsumoto 2006, Alarafi 2018, Daguet

2015 & 2016, Rawi 2021 usw.). Diese

SCFA können viele potenzielle Vorteile

für den Verdauungstrakt, die metabolische

Gesundheit, die kardiovaskuläre

Gesundheit und die Immunität haben.

Modulation der

Darmpassage

Der Verzehr von ACACIA-Fasern könnte

sich auch bei gelegentlicher Verstopfung

auf die Darmpassage auswirken. Es wurde

eine interventionelle, doppelblinde

klinische Studie im Vergleich zu Placebo

durchgeführt. inavea PURE ACA-

CIA wurde an 120 Personen, bei denen

ein Reizdarmsyndrom (IBS)

24


Pflanzenextrakte

diagnostiziert worden war, untersucht.

Die Probanden haben 4 Wochen lang

10 g inavea PURE ACACIA eingenommen,

die Vergleichsgruppe bekam

ein Placebo. inavea PURE ACA-

CIA hat seine Wirksamkeit unter Beweis

gestellt, indem es die Verstopfung

bei Menschen mit Reizdarmsyndrom

deutlich verbessert hat. Es war das

erste Mal, dass Akazienfasern ihren

Nutzen für die Transitmodulation bei

Erwachsenen demonstriert haben. Gemäß

den Leitlinien der EFSA ist diese

Verbesserung des Transits auch bei

gelegentlicher Verstopfung in der Allgemeinbevölkerung

von Nutzen. Ein

sekundärer Endpunkt der Studie bezog

sich auf den Verdauungskomfort. Nexira

hat bereits früher gezeigt, dass

Akazienfasern sehr gut verträglich sind,

insbesondere im Vergleich zu FOS. Das

Interessante an dieser jüngsten Studie

ist, dass inavea PURE ACACIA bei

hochsensiblen IBS-Patienten ausgezeichnet

verträglich war. Die Supplementierung

mit inavea löste keine

höheren Schweregrade oder Symptome

aus und war sogar imstande, diese zu

verringern.

Diese neuen Ergebnisse bestätigen,

dass inavea PURE ACACIA die Modulation

des Transits unterstützt, indem

es die Verstopfung verbessert und einen

hohen Verdauungskomfort bietet.

Wiederherstellung

der Impermeabilität

und Modulation der

Darmentzündung

In einer proprietären In-vitro-Studie

wurden das M-SHIME ® -Modell (Daguet

et al. 2015, 2016) und fäkales Material

von IBS- und IBD-Spendern verwendet.

Inavea PURE ACACIA trägt dazu

bei, den Entzündungsstatus im Darm

umzuformen (durch die Modulation

spezifischer Bakterien und Marker). inavea

PURE ACACIA hat nachweislich

die Fähigkeit, die Darmdichtigkeit

wiederherzustellen.

Inavea Baobab-

Akazie, das präbiotische

afrikanische Superfood

Inavea BAOBAB ACACIA ist eine

Kombination aus Akazienfasern und

einer Superfrucht: dem Fruchtfleisch

des Affenbrotbaums. Die Kombination

bietet einen Ballaststoffgehalt von mindestens

67%, der sich aus löslichen und

unlöslichen Fasern zusammensetzt, und

einen leicht würzigen Geschmack, der

in Nahrungsmitteln und Nahrungsergänzungsmitteln

sehr geschätzt wird.

© matka_Wariatka - shutterstock.com

© Nattapol_Sritongcom– shutterstock.com

Juli 2024

25


V italstoffe

© Nexira

In einer kürzlich von Nexira durchgeführten

Studie (Prodigest, Veröffentlichung

in Arbeit) wurde ein Triple

SHIME ® (Simulator of Human Intestinal

Microbial Ecosystem) verwendet,

ein Modell zur Nachahmung des

Magen-Darm-Trakts (GIT). Es simuliert

den Magen, den Dünndarm und

verschiedene Regionen des Dickdarms

(aufsteigend, quer, absteigend), um das

präbiotische Potenzial unserer Baobab-

Faser mit unserer Akazienfaser (inavea

PURE ACACIA) und mit der

Kombination aus Baobab- und Akazienfasern

(inavea BAOBAB ACACIA)

zu vergleichen.

Die spezifische Kombination aus

Akazien fasern und Baobab-Fasern

(inavea BAOBAB ACACIA) hat bei

menschlichen Probanden signifikante

präbiotische Effekte ab einer Dosierungsäquivalenz

von 5 g gezeigt, mit

synergistischen Aktivitäten bei der Erhöhung

der Populationen von Akkermansiaceae

und Christensenellaceae.

Die meisten der wichtigsten repräsentativen

Arten dieser Bakteriengruppen

haben in Interventionsstudien eine signifikante

Verbesserung der metabolischen

Gesundheit und der Modulation der Fettmasse

gezeigt (Dao et al. 2016; Mazier

et al. 2021).

Inavea

CINNAMON ACACIA,

der Aktivator der

metabolischen

Gesundheit

Inavea CINNAMON ACACIA ist

eine Kombination aus Akazienfasern

und Zimtextrakt, standardisiert auf Polyphenole.

Die Kombination bietet einen

Ballaststoffgehalt von mindestens 80%.

Die präbiotische Wirkung wurde in einer

In-vivo-Studie mit einem HFHS-Modell

nachgewiesen. inavea CINNA-

MON ACACIA moduliert signifikant das

Profil der Darm-Mikrobiota im Vergleich

zur Kontrollgruppe nach Induktion einer

Dysbiose, induziert eine signifikant höhere

Konzentration von Butyrat und Propionat

im Vergleich zu HFHS-Mäusen,

die nur mit HFHS-Diät gefüttert wurden,

und erhöht signifikant die Abundanz von

Parabacteroides distasonis, was auf eine

schützende Rolle bei Stoffwechselstörungen

hindeutet.

Inavea CINNAMON ACACIA war in

der Lage, den HFHS-induzierten Anstieg

des Insulinspiegels, der am Ende der Studie

gemessen wurde, zu reduzieren. Hier

zeigt sich die synergistische Wirkung

von inavea CINNAMON ACACIA,

26


Pflanzenextrakte

während die Inhaltsstoffe allein keine

Signifikanz zeigen.

Seit mehr als 15 Jahren engagiert

sich Nexira für das ACACIA-Programm:

ein innovativer und kollaborativer

Ansatz, der die wirtschaftliche und

soziale Entwicklung und den Umweltschutz

miteinander verbindet und sich an

vier der Ziele für nachhaltige Entwicklung

der Vereinten Nationen orientiert.

Minderung seines CO 2 -Fußabdrucks um

9% pro Tonne Fertigprodukt zwischen

2019 und 2022 erreicht.

Darüber hinaus hat Nexira inavea

entwickelt, eine Serie von organischen

Inhaltsstoffen, die einen CO 2 -neutralen

Fußabdruck aufweisen.

Grafiken: Nexira

Über die Nachhaltigkeit hinaus verfolgt

Nexira eine CO 2 -reduzierende

Strategie, indem das Unternehmen seinen

CO 2 -Fußabdruck misst und seine

Emissionen durch einen ehrgeizigen

Plan verringert. Nexira hat bereits eine

Autorin:

Julie Impérato

Marketing & Communication Manager

Nexira SAS, France

ERHÄLTLICH BEI:

info@pfannenschmidt.de | www.pfannenschmidt.de

...der Stimmungsmacher

FÜR IHR INNOVATIVES

NÄHRSTOFFPRÄPARAT

www.PANMOL.com

Juli 2024

27


V italstoffe

Barbara Kocher

B-Vitamine: Teamwork makes the dream work

© PeopleImages.com – Yuri A – shutterstock.com

Die Gruppe der B-Vitamine umfasst insgesamt

8 essenzielle Vitamine, die als

Coenzyme vielfältige Stoffwechselvorgänge

modulieren. Obwohl jedes einzelne

davon unterschiedliche Aufgaben im

Körper erfüllt, sind es doch klassische

„Hand-in-Handwerker“: Einzeln wichtig,

gemeinsam unschlagbar. Keine andere

Vitamingruppe unterstützt und braucht

sich gegenseitig so sehr wie diese.

Im Hinblick auf die anstehende Europameisterschaft

ein guter Vergleich:

ein Profi-Fußballer ist wichtig, nützt

aber kaum, wenn er alleine aufs Feld

geschickt wird. Nur als Teil der Mannschaft

kann er sein Potenzial voll ausschöpfen

und gemeinsam mit dem Team

gute Leistungen abliefern. Ähnlich verhält

es sich auch mit den B-Vitaminen:

jedes für sich ein Stoffwechsel-Profi mit

besonderen Fähigkeiten, essenziell und

wichtig, doch als Teil des gesamten Vitamin-B-Komplexes

nochmals nützlicher.

Fehlt ein Mitspieler im Team, werden

Stoffwechselvorgänge nicht mehr optimal

ausgeführt. Ein Defizit bei einem

B-Vitamin kann den Mangel eines weiteren

B-Vitamins zur Folge haben. Die

Entstehung einzelner B-Vitamin-Mangelerscheinungen

ist vielgestaltig und

äußert sich in ebenso vielfältigen, unspezifischen

Symptomen. Meist sind Energiehaushalt,

das Herz-Kreislauf-System,

Muskulatur oder das Nervensystem betroffen.

Insbesondere bei körperlicher, psychischer

und emotionaler Belastung hat der

Körper einen hohen Bedarf an B-Vitaminen.

Sie sind daher unerlässlich für all

jene, die häufig unter akutem oder chronischem

Stress stehen. Nicht nur sorgen

sie in diesen Belastungsphasen für einen

ausgewogenen Neurotransmitterhaushalt

– also eine Versorgung mit jenen

Botenstoffen, die unser Verhalten und

Anpassungsvermögen beeinflussen und

steuern können, sondern vor allem auch

für Energie: B-Vitamine sind als Team

unentbehrlich für die Verwertung und die

Energiegewinnung aus unserer Nahrung.

Eine kürzlich veröffentliche Studie mit

einem pflanzlichen Vitamin-B-Komplex

zeigt auf, dass eine Vitaminmannschaft

bereits in physiologisch-niedrigen Dosierungen

kann, was Einzelspieler nur

mit sehr hohen Dosierungen schaffen.

So vermag es der gesamte Komplex beispielsweise,

den Risikofaktor Homocystein

im Blut bereits in physiologischen

28


Vitamine

Dosierungen einzudämmen und zu

senken. Erhöhte Homocystein-Spiegel

stehen im Zusammenhang mit einem

gesteigerten Risiko für kardiovaskuläre

Erkrankungen sowie für Dysbalancen

im Nervensystem. B-Vitamine können

Homocystein im Stoffwechsel zu Methionin

oder Cystein metabolisieren und

damit den Blutspiegel des Risikoindikators

senken. Im Falle der B-Vitamine gilt

daher einmal mehr: Top-Spieler sind gut,

die ganze Mannschaft aber auch!

Und noch eine Parallele zum Fußball:

Ein Profi wird ohne regelmäßiges Training

keine Höchstleistungen abrufen

können. B-Vitamine sind allesamt wasserlösliche

Vitamine und daher – mit

Ausnahme von Vitamin B12 – kaum im

menschlichen Organismus gespeichert.

Die regelmäßige Zufuhr dieser Mikronährstoffe

ist demnach unabdingbar.

Nicht einfach, denn der Bedarf steigt

in Zeiten erhöhter Belastungen (sowohl

körperlicher, als auch emotionaler Art),

bei einer hohen Zufuhr an Proteinen oder

verarbeiteten Lebensmittel und vielem

mehr.

die acht bekannten Vitamine aus der

B-Gruppe, sondern auch eine Vielzahl

organisch gebundener und biologisch

aktiver B-Vitamine, wie sie sonst nur

in hochwertigen Lebensmitteln wie

Vollkorngetreide oder Weizenkeimen

vorkommen. Im Vergleich zu Vollkorn

aber ist der Gehalt an B-Vitaminen in

PANMOL ® B-COMPLEX um hunderte

Male höher.

Quinoa, das historische Getreide der Inkas,

ist – im Gegensatz zu Weizen – frei

von Gluten. Der B-COMPLEX ist zudem

vegan, lactosefrei, GMO-frei, halal

und koscher. Der angenehm nussige Geschmack

ermöglicht einen vielfältigen

Einsatz in Kapseln, Tabletten, Pulvern

sowie innovativen Lebensmitteln.

Weitere Informationen unter:

www.vis-vitalis.com/rohstoffe

www.panmol.com

PANMOL® B-COMPLEX

Im österreichischen Lungau entwickelt

die vis vitalis gmbh seit den 1980er Jahren

einzigartige Vitalstoffe für innovative

Nahrungsergänzungs- und Lebensmittel:

PANMOL ® VITALSTOFFE, eine neue

Generation komplexer Pflanzen-Nährstoffe,

werden durch ein patentiertes

Verfahren hergestellt: Vitamine und

Spurenelemente aus keimenden Quinoa-

Samen. PANMOL ® (Pan = griech. alle;

moles = lat. Masse; Moleküle = Teilchen)

bedeutet, dass alle Moleküle in

lückenloser Form, eingebettet in einer

pflanzlichen Matrix, vorliegen.

Herzstück des Produktportfolios ist der

PANMOL ® B-COMPLEX – ein lückenloser

Komplex aller B-Vitamine,

gewonnen aus Quinoa aus kontrolliert

biologischem Anbau. Durch den besonderen

Herstellprozess enthält der

PANMOL ® B-COMPLEX nicht nur

Autorin:

Mag. Barbara Kocher absolvierte das

Studium für Ernährungswissenschaften

an der Universität Wien und ist seit 2012

bei der vis vitalis gmbh tätig. Schwerpunkt

ihrer Arbeit sind die pflanzlichen

PANMOL® VITALSTOFFE, die

weltweit in Nahrungsergänzungs- und

Lebensmitteln Einsatz finden. Sie beschäftigt

sich intensiv mit ernährungsmedizinischen

Fragen, sowohl als

Autorin für Fachmagazine sowie als Referentin

und Coach der Nährstoffakademie

Salzburg.

© Chotewang– shutterstock.com

Juli 2024

29


V italstoffe

Oliver Wolf

Starker Rückhalt in der Menopause

Bioaktive Kollagenpeptide verbessern die Knochendichte bei postmenopausalen Frauen

© FrankBoston – AdobeStock.com

Die Menopause markiert für Frauen oft

eine Lebensphase, die nicht nur körperlich,

sondern auch emotional belastend

sein kann. Die Umstellung des Hormonhaushalts

bringt Symptome wie Hitzewallungen,

Schlafstörungen, Haarausfall

und Erschöpfung mit sich, die das allgemeine

Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen

können. Darüber hinaus wirken

sich die hormonellen Veränderungen

auch auf die Knochengesundheit aus,

wodurch Frauen über 50 einem erhöhten

Risiko für Osteoporose ausgesetzt

sind. Studien zeigen, dass etwa 22% der

europäischen Frauen über 50 Jahre an

Osteoporose leiden. Im Vergleich dazu

sind nur etwa sieben Prozent der Männer

betroffen (1). Das gesteigerte Risiko bei

Frauen resultiert hauptsächlich aus dem

sinkenden Östrogenspiegel, der zu einem

Abbau der Knochenmineraldichte führt.

In diesem Kontext bietet die Supplementation

mit Bioaktiven Kollagenpeptiden

eine vielversprechende Möglichkeit, die

Knochengesundheit zu unterstützen und

dem Knochenschwund entgegenzuwirken.

Der Kollagenspezialist GELITA hat

speziell für diesen Zweck die Bioaktiven

Kollagenpeptide (BCP ® ) FORTIBONE ®

entwickelt, deren Wirksamkeit in klinischen

Studien mit postmenopausalen

Frauen nachgewiesen wurde.

Kollagen in der

Knochenmatrix

Die menschliche Knochenmatrix besteht

zu 70% aus anorganischen Mineralien

wie Kalzium und Phosphor, die für die

Festigkeit in den Knochen verantwortlich

sind. Etwa 20% der Knochenmatrix

bestehen aus organischen Stoffen, wobei

Kollagenfasern mit 95% den größten Teil

ausmachen und den Knochen Flexibilität

verleihen. Kollagen spielt eine entscheidende

Rolle bei der Mineralisierung der

Knochen, da es das Gerüst bildet, an dem

sich Kalzium und andere Mineralien

ablagern, um die Knochen zu festigen.

30


Kollagenpeptide

Ohne ausreichend Kollagen können diese

Mineralien nicht effektiv in die Knochenmatrix

eingebunden werden, was zu

einer schwachen Knochenstruktur führt,

in der nicht genügend Knochendichte

aufgebaut werden kann.

Östrogenmangel und

Osteoporose

Bei einer postmenopausalen Osteoporose

liegt eine solche schwache Knochenmatrix

vor. Aufgrund der hormonellen

Veränderungen produziert der

weibliche Körper weniger Östrogene,

die einen wesentlichen Beitrag zum

Knochenstoffwechsel leisten, indem sie

die Aktivität der knochenabbauenden

Zellen (Osteoklasten) hemmen. Durch

den absinkenden Östrogenspiegel in den

Wechseljahren werden die Osteoklasten

jedoch nicht mehr ausreichend gehemmt,

was zu einer Abnahme der Knochenmineraldichte

führt und das Risiko einer

postmenopausalen Osteoporose erhöht.

Laut dem Bundesselbsthilfeverband für

Osteoporose erkrankt jede dritte Frau

nach der Menopause an Osteoporose (2).

Prävention und

Behandlung von

Osteoporose

Osteoporose steigert insbesondere das

Risiko für Frakturen, sodass selbst

geringe Belastungen oder leichte Stürze

die wenig belastbaren Knochen schädigen

können. Maßnahmen zur Vorbeugung

von Osteoporose, wie eine

ausgewogene Ernährung, regelmäßige

Bewegung sowie der Verzicht auf Zigaretten

und einen übermäßigen Alkoholkonsum,

können die Knochengesundheit

unterstützen und den Verlust der Knochendichte

verlangsamen. Bei bereits diagnostizierter

Osteoporose können diese

präventiven Maßnahmen jedoch oft keine

Verbesserung bewirken. Kalziumund

Vitamin-D-Präparate werden dann

in der Regel empfohlen, können aber das

Fortschreiten der Erkrankung und das

Risiko von Knochenbrüchen nicht signifikant

reduzieren.

Bioaktive Kollagenpeptide

als Schlüssel für starke

Knochen

Mit Blick auf die Knochenmatrix gewinnen

Bioaktive Kollagenpeptide

zunehmend an Bedeutung, denn sie

können die Knochengesundheit von

postmenopausalen Frauen fördern: Je

mehr Kollagenfasern vorhanden sind,

desto stärker werden die Knochen mineralisiert

und die Knochendichte nimmt

zu. Martin Walter, Category Manager

Healthy Aging und Sports Nutrition bei

GELITA, betont hier: „Bei GELITA

erforschen wir schon seit vielen Jahren,

wie Bioaktive Kollagenpeptide

die Gesundheit von Gelenken, Sehnen

und Knochen unterstützten können. Für

starke und gesunde Knochen ist eine

stabile Kollagenstruktur enorm wichtig.

Studienergebnisse bestätigen, dass wir

mit FORTIBONE ® ein Produkt entwickelt

haben, das gezielt die Knochengesundheit

von Frauen nach der Menopause

unterstützen kann.“

Die Wissenschaft hinter

FORTIBONE ®

In einer randomisierten, kontrollierten

Doppelblindstudie aus dem Jahr 2018

wurde die Wirkung von FORTIBONE ®

auf die Knochenmineraldichte in der

Wirbelsäule und dem Oberschenkelhals

untersucht. Postmenopausale Frauen im

Alter von 46 bis 80 Jahren erhielten im

Rahmen der 12-monatigen Studie entweder

FORTIBONE ® oder ein Placebo.

Die Ergebnisse zeigten eine signifikante

Zunahme der Knochendichte bei den

Frauen, die FORTIBONE ® einnahmen.

Während sie in der Wirbelsäule um 4,2%

und im Oberschenkelhals sogar um 7,7%

anstieg, nahm sie in der Placebo-Gruppe

ab (3). Eine Folgestudie im Jahr 2021,

bei der Probandinnen der ersten Studie

weitere drei Jahre täglich FORTIBONE ®

einnahmen, bestätige die positiven Ergebnisse.

In der Studie konnte eine langfristige

Erhöhung der Knochendichte

nachgewiesen werden, bei der vor allem

die Probandinnen der vorherigen

© GELITA AG

Abb. 1: Durch den sinkenden Östrogenspiegel nach den Wechseljahren

kann der Knochenstoffwechsel gestört werden, so dass vermehrt

Knochenmasse durch die Osteoklasten abgebaut wird.

Abb. 2: Nach 12-monatiger Einnahme von FORTIBONE® erhöhte sich

die Knochenmineraldichte von postmenopausalen Frauen sowohl im

Oberschenkelhals als auch in der Wirbelsäule signifikant.

Juli 2024

31


V italstoffe

Placebo-Gruppe von der Einnahme von

FORTIBONE ® profitierten. Zudem erlitt

keine der Teilnehmerinnen in den vier

Jahren eine Fraktur. Stattdessen stieg die

Dichte in der Wirbelsäule während des

Beobachtungszeitraums zwischen 5,8

und 8,2% und im Oberschenkelhals zwischen

1,2 und 4,2% an (4).

Erste Untersuchungen zum Wirkmechanismus

von FORTIBONE ® deuten auf

eine stimulierende Wirkung auf die knochenaufbauenden

Zellen (Osteoblasten)

hin, was die Knochensynthese fördert

und den Aufbau einer stabilen Knochenstruktur

unterstützt. Im Gegensatz

zu herkömmlichen pharmakologischen

Behandlungen, die darauf abzielen, den

Knochenabbau zu verhindern, fördert

FORTIBONE ® den natürlichen Aufbau

des Knochens.

Technologische

Vielfältigkeit

der Bioaktiven

Kollagenpeptide

Die Bioaktiven Kollagenpeptide von

GELITA sind gut verträglich und haben

keine Nebenwirkungen. Nach oraler Einnahme

werden sie vom Körper schnell

resorbiert, passieren die Darmschleimhaut

und gelangen in teilweise intakter

Form in den Blutkreislauf.

Technologisch betrachtet bieten sie den

Vorteil, dass sie hervorragend mit Vitaminen,

Mineralstoffen und anderen

Nährstoffen kombinierbar sind und sich

aufgrund ihres neutralen Geschmacks

und ihrer klaren Löslichkeit ideal in

Endprodukte integrieren lassen. Sie

sind außerdem kaltwasserlöslich, hitzeund

säurestabil und haben eine niedrige

Viskosität, was eine problemlose Mischung

mit anderen Substanzen ermöglicht.

Darüber hinaus sind sie nicht nur

fett- und cholesterinfrei, sondern auch

vollkommen natürlichen Ursprungs,

wodurch sie sich ideal für Clean-Label-

Formulierungen eignen.

Referenzen:

(1) International Osteoporosis Foundation

(2021): A New Scorecard for Osteoporosis

in EU 27+2.

(2) Bundesselbsthilfeverband für

Osteoporose (2019): Osteoporose und

Wechseljahre. https://www.osteoporosedeutschland.de/wp-content/uploads/

osteoporose-und-wechseljahre-2019-lay.

pdf

(3) König et al. (2018): Specific Collagen

Peptides Improve Bone Mineral

Density and Bone Markers in postmenopausal

Women—A Randomized

Controlled Study. Nutrients. 2018 Jan

16;10(1):97. doi: 10.3390/nu10010097.

(4) Zdzieblik et al. (2021): Specific

Bioactive Collagen Peptides in

Osteopenia and Osteoporosis: Long-

Term Observation in Postmenopausal

Women. https://doi.org/10.11005/

jbm.2021.28.3.207

Autor:

Oliver Wolf

Head of B2B Marketing (global),

GELITA AG

Global Marketing & Communication

Baby elephants in

Kenya need our help.

Drought, human-wildlife conflict and habitat

loss is leading calves to become orphaned. Like

Mwinzi, who was abandoned during a

devastating drought.

Mwinzi was rescued by the Sheldrick Wildlife

Trust, who are pioneers in the hand-rearing of

milk dependent baby elephants so that they

can return to the wild when grown. He will

need specialist milk and care for up to 10 years

and you can help ensure his future by adopting

him today.

Adopt or donate and give fragile baby elephants a second

chance at life: sheldrickwildlifetrust.org

32

The David Sheldrick Wildlife Trust, known as Sheldrick Wildlife Trust, is a charity in Kenya, a registered charity in England and Wales number 1103836, and is supported by The David Sheldrick Wildlife Trust USA, Inc. a 501(c)3 in the United States (EIN 30-0224549)


Haut

Marie-José Épaule Chauvin

Die Vorteile von Carotinoiden für die Haut

Die antioxidativen Kräfte von Carotinoiden fördern die Gesundheit der Haut.

© 2020 bluedog studio – shutterstock.com

Carotinoide sind nicht nur natürliche

Pigmente, die von grünen Pflanzen, Algen

und photosynthetischen Mikroorganismen

produziert werden, um s ich

vor Umwelteinflüssen zu schützen,

sondern auch wertvolle Verbündete zur

Erhaltung der Gesundheit unserer Haut

(1).

Deshalb erweitert Vidya Europe das

Wissen über pflanzliche Lebensmittel-

Extrakte für die Nutra-Kosmetik. Vidya

Europe bietet seine natürlichen Carotinoid-Extrakte

wie Lycopin aus Solanum

lycopersicum (Tomate), Lutein aus

Tagetes erecta (Studentenblume), Astaxanthin

aus Haematococcus pluvialis

(Blutregenalge), ein Carotin-Gemisch

aus Dunaliella salina (Grünalge) und

Beta-Carotin aus Blakeslea trispora

(Pilz aus der Gruppe Zygomycota) an.

Von den derzeit sechshundert identifizierten

Carotinoiden wurden 34 Carotinoidformen

aus Geweben, Plasma und

Sekreten beim Menschen isoliert. Unter

diesen Molekülen finden sich in der Haut

Beta-Carotin, Lutein und Lycopin (2).

• Beta-Carotin, eine Quelle für Vitamin

A, stimuliert die Synthese von

Melanin, einem natürlichen Pigment

der Haut (3).

• Lutein, ebenso wie Zeaxanthin, trägt

wirksam zur Synthese von Phospholipiden

und Lipiden bei, die auf der

Hautoberfläche vorhanden sind (4).

• Lycopin, ein acyclisches Carotinoid

mit 11 trans-konfigurierten Doppelbindungen,

ist für seine starke

antioxidative Aktivität bekannt (5).

Carotinoide sind essenzielle Komponenten

des antioxidativen Systems der Haut

und gehören zu den stärksten Radikalfängern

unseres Körpers. Da der Körper

sie jedoch nicht selbst produziert,

müssen sie über die Nahrung zugeführt

werden (6). Viele dieser Carotinoide

sind Vorstufen von Vitamin A oder Retinol

und besitzen starke antioxidative

Eigenschaften, um die Zellalterung zu

verhindern und die Haut gesund zu erhalten.

So helfen Carotinoide unserem

Körper, sich gegen aggressive Sauerstoffformen

zu schützen, die durch

Juli 2024

33


V italstoffe

© wavebreakmedia – shutterstock.com

erheblichen oxidativen Stress aufgrund

unseres Lebensstils und unserer Umwelt

(UV, Blaulicht, Verschmutzung, Tabak

usw. (7)) entstehen.

Die patentierte Spektroskopiemethode

WO 2017/077237 A1 wurde verwendet,

um die Interaktionen zwischen Carotinoiden

und freien Radikalen in der Haut

zu untersuchen. Es wurde gezeigt, dass

Krankheiten, UV- oder Infrarotstrahlung

und Alkoholkonsum die Konzentration

von Carotinoiden in der Haut reduzieren

(8). Ebenso haben klinische Studien

zur Einnahme oder nur zur topischen

Anwendung (9) oder zur Kombination

beider Methoden von Carotinoiden eine

deutliche Verbesserung der Hautqualität

belegt (10).

Eine klinische Studie zur Absorption

eines carotinoidhaltigen Nahrungsergänzungsmittels

zeigt eine Erhöhung des

Carotinoidgehalts in der Haut ab dem

2. Tag für die Gruppe, die das Nahrungsergänzungsmittel

eingenommen hat.

Diese Personen erscheinen im Vergleich

zur Kontrollgruppe jünger (11).

Eine klinische Studie zur topischen Anwendung

einer Mischung aus zwei Carotinoiden

(Lutein und Zeaxanthin) wies

nach 12 Wochen Nutzung eine Reduktion

von 64% der Fettsäureperoxide, eine Verbesserung

der Hautfeuchtigkeit um 200%,

eine Verbesserung der Hautelastizität um

43% und eine Erhöhung der Produktion

von Hautlipiden bzw. eine Verbesserung

des Hydrolipidfilms um 200% nach.

Ein im Mai 2021 in der wissenschaftlichen

Zeitschrift Photodermatology,

Photoimmunology & Photomedicine

publizierter Artikel analysiert die in

den letzten 50 Jahren veröffentlichten

klinischen Beweise für die Vorteile von

Carotinoiden für die Haut und bestätigt

die Rolle der Carotinoide beim Schutz

vor UVB- und UVA-Strahlen sowie die

Hemmung molekularer Marker des oxidativen

Stresses. Es wurde auch gezeigt,

dass Carotinoide, die gleichzeitig eingenommen

und auf die Haut aufgetragen

werden, die negativen Auswirkungen

von UV auf die Hautalterung reduzieren.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass

die bei Vidya erhältlichen Carotinoide

auch starke Antioxidantien sind. Diese

pflanzlichen Extrakte, wie Lycopin aus

Solanum lycopersicum, fördern die Pigmentierung

der Haut und aktivieren die

Bräunung. Lutein aus Tagetes erecta bekämpft

wirksam die Zellalterung, indem

es freie Radikale neutralisiert, ebenso

wie Astaxanthin aus Haematococcus

pluvialis, Beta-Carotin aus Blakeslea

trispora und das Carotin-Gemisch aus

Dunaliella salina.

Da Carotinoide fettlöslich sind, werden

sie in der Regel sehr gut vom Körper

aufgenommen. Um jedoch die Absorption

von Carotinoiden in allen galenischen

Varianten zu erleichtern, bietet Vidya

Europe seine gesamte Palette natürlicher

Carotinoide in verschiedenen Formen

(Pulver, Granulat, ölige Suspension,

Emulsion, ...) und bietet weitere Lösungen

an.

Referenzen:

(1) Al Akhawayn University in Ifrane.

(n.d.). OCL2000 - 73, p266 Cours.

Retrieved from https://www.studocu.

com/row/document/al-akhawayn-university-in-ifrane/moroccan-accounting-and-taxation/ocl2000-73-p266-

cours/91888671

34


Haut

(2) Canfield, L. M., Krinsky, N. I., & Olson,

J. A. (1993). Carotenoids in human

health. Annals of the New York Academy

of Sciences, 691, 1-265.

(3) Köpcke, W., & Krutmann, J. (2008).

Protection from sunburn with beta-Carotene--a

meta-analysis. Photochemistry

and Photobiology, 84(2),

284-288.https://doi.org/10.1111/j.1751-

1097.2007.00253.x

(4) Roberts, R. L., Green, J., & Lewis,

B. (2009). Lutein and zeaxanthin in

eye and skin health. Clinics in Dermatology,

27(2), 195-201. https://doi.

org/10.1016/j.clindermatol.2008.01.011

(5) Bramley, P. M. (2000). Is lycopene

beneficial to human health? Phytochemistry,

54(3), 233-236. https://doi.

org/10.1016/S0031-9422(00)00103-4

(6) MDPI. (2022). Carotenoids in

Human Skin In Vivo: Antioxidant and

Photo-Protectant Role against External

and Internal Stressors. JOURNAL,

Volume(8), Page(s). https://www.mdpi.

com/2076-3921/11/8/1451

(7) Zhang, D., Li, T., Cui, Y., & Chen, H.

(2022). Probing the Reaction Mechanism

of Syngas Conversion to Lower

Olefins over Fe-Zn-K Catalyst by In

Situ NAP-XPS. ChemistrySelect, 7(29),

e202201595. https://doi.org/10.1002/

slct.202201595

(8) Inventeurs: Hervé Bertin, Paul Marché,

Anne Sorignet, Titre: Système de

contrôle de mouvement d’un véhicule,

Date de Publication: 11 mai 2017, Organisme:

OMPI (Organisation Mondiale

de la Propriété Intellectuelle), Lien:

WO 2017/077237 A1 sur Patentscope

(9) Flieger, J., Raszewska-Famielec, M.,

Radzikowska-Büchner, E., & Flieger, W.

(2024). Skin Protection by Carotenoid

Pigments. International Journal of Molecular

Sciences, 25(3), 1431. https://

doi.org/10.3390/ijms25031431 . PMID:

38338710.

(10) Palombo, P., Fabrizi, G., Ruocco,

V., Ruocco, E., Fluhr, J., Roberts, R., &

Morganti, P. (2007). Beneficial longterm

effects of combined oral/topical

antioxidant treatment with the carotenoids

lutein and zeaxanthin on human

skin: A double-blind, placebo-controlled

study. Skin Pharmacology and Physiology,

20(4), 199-210. https://doi.

org/10.1159/000101807

(11) Baswan, S. M., Klosner, A. E.,

Weir, C., Salter-Venzon, D., Gellenbeck,

K. W., Leverett, J., & Krutmann, J.

(2021). Role of ingestible carotenoids

in skin protection: A review of clinical

evidence. Photodermatology, Photoimmunology

& Photomedicine, 37(6),

490-504. doi:10.1111/phpp.12690.

Autorin:

Marie-José Épaule Chauvin

Leiterin Kosmetik-Aktiva

cosmetics@vidyaeurope.eu

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35


V italstoffe

Laura Ingenlath

Sekundäre Pflanzenstoffe und kognitive Gesundheit

© New Africa – shutterstock.com

Ein Überblick

Sekundäre Pflanzenstoffe bezeichnet man als bioaktive Verbindungen, die von Pflanzen zum Schutz gegen natürliche Fraßfeinde

oder als Lockstoff für Insekten, die zur Pflanzenbestäubung beitragen, produziert werden. Sie können aus verschiedenen Quellen

als Farb-, Duft- oder Aromastoffe gewonnen werden. Bis heute wurden bereits mehr als tausend verschiedene sekundäre

Pflanzenstoffe entdeckt. Einige der wichtigsten Klassen sind Flavonoide, Carotinoide, Polyphenole, Phytosterole und Saponine.

Sie alle haben eine antioxidative Wirkung und zeigen zudem antimikrobielle, antiallergische, krampflösende und antivirale Aktivitäten

(Sharma, Kumar V., Gat, Kumar N., Parashar & Pinakin, 2018; Jaeger & Cuny, 2016).

Nach bisherigen Erkenntnissen zählen

sekundäre Pflanzenstoffe nicht zu den

für Menschen essenziellen Nährstoffen,

dennoch haben sie Einfluss auf vielzählige

Stoffwechselprozesse. Möglicherweise

schützen einige Stoffe vor verschiedenen

Krebsarten und vermitteln vaskuläre

Effektive wie die Erweiterung der Blutgefäße

und senken damit den Blutdruck

(DGE, 2014).

Die aktuelle wissenschaftliche Datenlage

lässt zu, die präventive Wirkung von

sekundären Pflanzenstoffen zu bewerten,

jedoch ist es nicht möglich, Empfehlungen

für eine tägliche Zufuhr von sekundären

Pflanzenstoffen auszusprechen

(DGE, 2014).

Zufuhr und

Bioverfügbarkeit

Durchschnittlich nimmt ein Mensch

durch eine gemischte Kost etwa 1,5 g

sekundäre Pflanzenstoffe pro Tag zu

sich. Bei einer vegetarischen Ernährungsweise

ist die Aufnahme meistens

deutlich höher, da hier der Anteil

pflanzlicher Lebensmittel überwiegt

(Watzl, 2008).

In den letzten Jahren ist der Konsum

sekundärer Pflanzenstoffe teilweise angestiegen.

Dies zeigt die untenstehende

Tabelle mit einem Vergleich der DGE

Ernährungsberichte aus den Jahren 2004,

2008 und 2012.

36


Pflanzenstoffe

Gruppe

Geschätzte Zufuhr

sekundärer Pflanzenstoffe

(mg/Tag) laut

DGE Ernährungsbericht

2004

Einschätzung laut DGE Ernährungsbericht

2008

Einschätzung laut DGE Ernährungsbericht

2012

Flavonoide 50 – 00 Deutlich höhere Zufuhr wird vermutet

(50 – 200 mg/Tag)

Phenolsäuren 200 – 300

Carotinoide 5 – 6 Neuere Daten weisen auf eine höhere

Zufuhr hin.

Phytoöstrogene <5 Kinder und Jugendliche: 1,1 +/- 4,7 mg/

Tag

Glucosinolate <50 Neuere Daten weisen auf niedrigere

Zufuhr hin (15 mg/Tag)

Sulfide

unbekannt

Monoterpene <2

Saponine <15

Phytosterole 170 – 440 150 – 400 mg/Tag (100 – 400 mg Phytosterole,

20 – 50 mg Phytostanole)

Tabelle 1: Zufuhr sekundärer Pflanzenstoffe bei gemischter Kost (modifiziert nach DGE, 2014)

Verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe

weisen unterschiedliche Bioverfügbarkeiten

auf. Die Bioverfügbarkeit von

Polyphenolen scheint z.B. durch Hitzeeinwirkung

oder Partikelverkleinerung

günstig beeinflusst zu werden. Auch ein

höherer Fettanteil kann die Bioverfügbarkeit

von Polyphenolen erhöhen, während

ein höherer Proteinanteil oder die

Anwesenheit von Vitamin C und E dafür

sorgen können, dass die Bioverfügbarkeit

sinkt (DGE, 2014).

Neuesten Forschungsergebnissen nach

zu urteilen, soll eine Verkapselung der

Polyphenole für eine bessere Bioverfügbarkeit

sorgen, indem mögliche Wechselwirkungen

mit anderen Nährstoffen

reduziert werden. Z.B. konnte Bohn

im Jahr 2014 zeigen, dass verkapseltes

Curcumin (1 g/Portion) in einem Brot im

Vergleich zu freiem Curcumin in Brot zu

einen siebenmal höheren Plasmaspiegel

führen konnte.

Mögliche

gesundheitsförderliche

Wirkungen

Experimentelle Untersuchungen am

Tiermodell zur Erfassung der potenziellen

Wirkung von sekundären Pflanzenstoffen

konnten eine Vielzahl an

Daten zu den zugrundeliegenden Mechanismen

liefern. Jedoch ist es durch

die aktuell verfügbare Datenlage kaum

möglich, die Untersuchungsergebnisse

auf den Menschen direkt zu übertragen.

Dennoch konnte der Ernährungsbericht

aus dem Jahr 2012 zeigen, dass zahlreiche

Ergebnisse aus Studien zum Einfluss

von sekundären Pflanzenstoffen

auf das Risiko für die Entstehung verschiedener

Krankheiten vorliegen. Diese

Daten beruhen jedoch rein auf der

Zufuhr von sekundären Pflanzenstoffen

aus herkömmlichen Lebensmitteln und

schließen Nahrungsergänzung aus. Beobachtete

präventive Wirkungen können

deshalb auch durch andere Nährstoffe

wie Makronährstoffe, Vitamine,

Mineralstoffe oder Ballaststoffe ausgelöst

worden sein (DGE, 2014).

In der folgenden Tabelle werden die Ergebnisse

aus Humanstudien, die bereits

im Ernährungsbericht der DGE aus dem

Jahr 2012 beschrieben wurden, dargestellt.

Juli 2024

37


V italstoffe

Gruppe Enthalten in … Auswirkung auf die

Pflanze

Mögliche Gesundheitseffekte

(Tier- und

in-vitro-Versuche)

Einfluss auf menschliche

Gesundheit

Flavonoide

Äpfeln, Birnen, Trauben,

Kirschen, Beerenobst,

Zwiebeln, Grünkohl,

Soja, schwarzem und

grünem Tee etc.

Farbstoffe (rot, hellgelb,

blau, violett)

Antioxidativ

Antithrombotisch

Blutdrucksenkend

Entzündungshemmend

Immunmodulierend

Antibiotisch

Pos. Einfluss auf

kognitive Fähigkeiten

Verringertes Risiko für:

Krebskrankheiten

Herz-Kreislauf-Krankheiten

Phenolsäuren

Kaffee, Tee, Vollkornprodukten,

Weißwein,

Nüssen

Abwehrstoffe gegen

Fraßfeinde

Antioxidativ

Verringertes Risiko für:

Krebskrankheiten

Carotinoide

Karotten, Tomaten, Paprika,

Spinat, Grünkohl,

Aprikosen, Kürbis etc.

Farbstoffe

(gelb, orange, rot)

Antioxidativ

Immunmodulierend

Entzündungshemmend

Verringertes Risiko für:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Altersbedingte Augenerkrankungen

Krebskrankheiten,

metabolisches Syndrom,

Gefäßverengungen

(in Diskussion)

Phytoöstrogene

Getreiden und Hülsenfrüchten

Pflanzenhormone, die Antioxidativ

ähnlich wie das weibliche

Sexualhormon

Immunmodulierend

Östrogen aufgebaut sind

Protektive Wirkungen

hinsichtlich Krebs-,

Herz-Kreislauf-Krankheiten,

Knochendichte

(in Diskussion)

Glucosinolate

Alle Kohlarten, Rettich, Abwehrstoffe gegen

Radieschen, Kresse, Senf Fraßfeinde oder Pathogene

Antioxidativ

Immunmodulierend

Verringertes Risiko für:

Krebskrankheiten

Sulfide

Zwiebeln, Knoblauch,

Schnittlauch

Duft- und Aromastoffe

Antibiotisch

Antioxidativ

Antithrombotisch

Blutdrucksenkend

Cholesterolsenkend

Verringertes Risiko für:

Krebskrankheiten

Monoterpene

Minze, Zitronen, Kümmel

Duft- und Aromastoffe

Cholesterolsenkend

Antikanzerogen

Saponine

Hülsenfrüchten, Soja,

Spargel, Hafer, Lakritze

Bitterstoffe

Antikanzerogen

Antibiotisch

Phytosterole

Nüssen und Pflanzensamen,

Hülsenfrüchten

Membranbaustoff,

Pflanzenhormone

Cholesterolsenkend

Senken der Cholesterolkonzentration

im Blut

Zusammenhang mit

Herz-Kreislauf-Krankheiten

(in Diskussion)

Tabelle 2: Übersicht über die Wirkungen verschiedener sekundärer Pflanzenstoffe (modifiziert nach DGE, 2014)

38


Pflanzenstoffe

Aktuelle Studienlage zur

kognitiven Gesundheit

Kognitiver Abbau kann bei normalem

Altern (ohne spezifische Erkrankung),

bei altersbedingten Hirnleistungsstörungen

wie Demenz oder anderen Erkrankungen

des Gehirns auch schon im jungen

Alter, auftreten. Bei Erkrankungen

des Gehirns gibt es oft nur begrenzte

pharmakologische Therapien, die zur

Verfügung stehen. Deshalb ist es dringend

notwendig, andere Ansätze zur

Verringerung des kognitiven Abbaus zu

finden. Eine ausgewogene Ernährung,

die reich an sekundären Pflanzenstoffen

ist, und eine mögliche Supplementation

mit Nährstoffen spielen daher eine immer

wichtigere Rolle (Howes, Perry N.,

Vásquez-Londono & Perry E., 2020).

Verschiedene Studien konnten bereits

positive Wirkungen bezogen auf den kognitiven

Abbau bei regelmäßigem Verzehr

von Tee, Kaffee, Kakao, Rotwein,

Weintrauben oder Zitrusfrüchten beobachten.

Hinzu kommen sekundäre Pflanzenstoffe

aus Kurkuma, Safran, Salbei,

Rosmarin oder Zitronenmelisse (Howes,

Perry N., Vásquez-Londono & Perry E.,

2020).

Eine Übersichtsarbeit aus dem Jahr

2023 konnte Wirkungen verschiedener

sekundärer Pflanzenstoffe auf die Alzheimer

Demenzerkrankung zeigen. Vor

allem Epigallocatechin-3-gallat, ein wirkungsvolles

Catechin aus der Gruppe der

Flavonoide, Resveratrol, eine Substanz

aus der Gruppe der Phenolsäuren und

Rosmarinsäure, ebenfalls aus der Gruppe

der Phenolsäuren, spielen hier eine

bedeutende Rolle (Koul, Farooq, Yadav

& Song, 2023):

Epigallocatechin-3-gallat (EGCg) ist

in der Camellia-sinensis-Pflanze enthalten.

Zahlreiche Forscher haben die

Auswirkungen von Epigallocatechin-

3-gallat auf eine Vielzahl von Krankheiten

untersucht, darunter Krebs, Herz-

Kreislauf- und neurologische Störungen

(Smith, Giunta, Bickford, Fountain, Tan

& Shytle, 2010; Cano et al, 2019). Das

Epigallocatechin-3-gallat weist eine

starke antioxidative Aktivität auf. Bei

Mäusen mit Streptozotocin-induzierter

Demenz wurde nachgewiesen, dass

Epigallocatechin-3-gallat die Aktivität

der Glutathionperoxidase steigert, die

AChE-Aktivität verringert und die Ansammlung

von NO-Metaboliten (Stickstoff)

und ROS (reactive oxygen species)

verhindert (Cascella, Bimonte, Muzio,

Schiavone & Cuomo, 2017). Bei mutierten

PS2-Alzheimer-Mäusen verbesserte

Epigallocatechin-3-gallat auch das Gedächtnis

und reduzierte die Aktivität des

Enzyms γ-Sekretase. Epigallocatechin-

3-gallat reduzierte auch die Expression

des Amyloid-Vorläuferproteins, verringerte

die Aktivität des Enzyms, das

die Beta-Seiten von APP spaltet, und

verringerte den Aufbau von β-Amyloid,

um Apoptose und Gedächtnisverlust,

die durch LPS (lipopolysaccharide)

hervorgerufen werden, abzuwehren (Rezai-Zadeh

et al., 2008).

Resveratrol ist eine polyphenolische

Substanz, die zur Familie der Stilbene

gehört. Mandeln, Weintrauben und andere

Früchte enthalten Resveratrol. Zahlreiche

Untersuchungen haben gezeigt,

dass es kardiovaskuläre, krebshemmende,

entzündungshemmende, antioxidative

und blutzuckersenkende Eigenschaften

besitzt und auch eine neuroprotektive

Wirkung hat. Durch das Abfangen von

ROS, die Erhöhung des Glutathionspiegels

und die Verstärkung der endogenen

Antioxidantien übt Resveratrol

eine starke antioxidative Wirkung aus

(Li, Gong, Dong & Shi, 2012). Durch

die Auslösung der nichtamyloidogenen

Spaltung von APP und die Förderung der

β-Amyloid-Clearance kann Resveratrol

auch die β-Amyloid-Konzentration senken.

Außerdem reduzierte Resveratrol

die AChE-Aktivität in Nervenzellen. Es

hat sich gezeigt, dass Resveratrol sicher

und gut verträglich ist und die A40-Konzentrationen

im Liquor und Plasma bei

Alzheimer senken kann (Kola, Hecel,

Lamponi & Valesin, 2020).

Rosmarinsäure wird mit antioxidativen,

antibakteriellen, entzündungshemmenden,

krebshemmenden, antiviralen und

neuroprotektiven Eigenschaften in Verbindung

gebracht (Noguchi-Shinohara et

al, 2020). Die Fähigkeit der Rosmarinsäure,

die Expression von NF-ĸB und

TNF zu verringern, ist der Mechanismus,

© Natalia Lisovskaya – shutterstock.com

Juli 2024

39


V italstoffe

durch den sie den Amyloid-induzierten

Gedächtnisverlust stark reduziert (Kumar,

Seghal & Padi, 2007; Shekarchi,

Hajimehdipoor, Saeidnia, Gohari & Hamedani,

2012). Außerdem wurde nachgewiesen,

dass Rosmarinsäure neuronale

PC12-Zellen vor der durch Beta-Amyloid

hervorgerufenen Zytotoxizität schützt.

Sie könnte die Hyperphosphorylierung

des Tau-Proteins vermindern. In einem

Rattenmodell der Alzheimer-Krankheit

hat Rosmarinsäure durch die Verringerung

der Lipidperoxidation und der Entzündungsprozesse

dazu beigetragen, die

Bewegungsaktivität, das räumliche Kurzzeitgedächtnis

und die metabolischen

Veränderungen im Gehirngewebe positiv

zu beeinflussen (Shekarchi, Hajimehdipoor,

Saeidnia, Gohari & Hamedani,

2012).

Abschließend kann gesagt werden, dass

viele natürliche Substanzen bereits in

einigen in-vitro und in-vivo Untersuchungen

vielversprechende Wirkungen

für die Behandlung von Demenzerkrankungen

wie Alzheimer zeigen konnten.

Jedoch sind klinische Studien mit größerer

Probandenzahl und längeren Behandlungszeiträumen

erforderlich, um die

beobachtete therapeutische Wirksamkeit

der sekundären Pflanzenstoffe am Menschen

bestätigen zu können. Mehrere sekundäre

Pflanzenstoffe konnten bereits

als sicher eingestuft werden und wurden

für spätere Phasen der Forschung zugelassen,

sodass pflanzliche Arzneimittel in

der Zukunft eine nachhaltige alternative

Form der Therapie ermöglichen könnten.

Referenzen:

Bohn, T. (2014). Dietary factors affecting

polyphenol bioavailability. Nutr

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Cano, A. et al. (2019). Dual–drug

loaded nanoparticles of Epigallocatechin–3–gallate

(EGCG)/Ascorbic acid

enhance therapeutic efficacy of EGCG

in a APPswe/PS1dE9 Alzheimer’s

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Cascella, M., Bimonte, S., Muzio, M.R.,

Schiavone, V. & Cuomo, A. (2017).

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gallate (green tea) in the treatment of

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perspectives in clinical practice. Infect.

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Verfügbar unter https://www.dge.de/wissenschaft/fachinformationen/sekundaere-pflanzenstoffe-und-die-gesundheit/.

Howes, M.-J. R., Perry, N. S. L.,

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nutraceuticals for cognitive functions

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Jaeger R., Cuny E. (2016). Terpenoids

with special pharmacological significance:

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Kola, A., Hecel, A., Lamponi, S. &

Valesin, D. (2020). Novel perspective

on Alzheimer’s disease treatment:

Rosmanic acid molecular interplay with

copper (II) and amyloid ß. Life, 10, 118.

Koul, B., Farooq, U., Yadav, D. & Song,

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Alternative for the Prevention of

Alzheimer’s Disease. Life, 13(4), 999.

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extract containing rosmarinic acid in

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Autorin:

Laura Ingenlath

MSc Ernährungstherapie

40


Pflanzenstoffe

Heike Lück-Knobloch

Superfood Sanddorn

© AllaSaa – shutterstock.com

Wegen ihres Vitalstoffreichtums sind

die Beeren für den gesamten Körper

von Nutzen. Sanddornöl, das aus dem

Fruchtfleisch und den Kernen gewonnen

wird, hat sich besonders bei trockenen

Schleimhäuten bewährt.

Aufgrund der Symbiose mit Frankia-

Bakterien, Pilzen und Algen enthalten

die Früchte alle

Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente

sowie alle Omega-3-,-5,-6-,-7- und

-9-Fettsäuren, konjugierte Fettsäuren,

den Glukosetoleranzfaktor (GTF), den

organischen Chromkomplex Chrompolynikotinat,

den SRF/TRF (Skin Respiratory

Factor/Tissue Respiratory Factor),

den biologischen Aminosäure-Germanium/Vanadium-Komplex,

den natürlichen

Feuchtigkeitsfaktor (NMF) sowie den

Molybdän-pyro-Glutamat-Laktat-Harnstoff-Komplex,

der die kollagene Biomatrix

des Bindegewebes mit Wasser belädt

und versorgt. Sanddornbeerenextrakt

induziert zudem die Stammzellbildung

und ermöglicht somit eine Regeneration

und Reparatur des Gewebes.

Wegen seines Reichtums an Antioxidantien

wie Apigenin, Arginin, Vitamin

C und E sowie Tryptophan und

dessen Metaboliten kann der Sanddorn

ferner die neurovaskuläre Kopplung

von Gehirndurchblutung und Hirnleistung

positiv beeinflussen, weshalb er

auch als „Brainfood“ gilt (1).

Forscher aus der Slowakei und Indien haben

sich in ihrer aktuellen Arbeit mit den

bioaktiven Bestandteilen des Sanddorns

(Hippophae rhamnoides L.) befasst.

Teile der Pflanze enthalten Phenole, Carotinoide

(Lycopin, Carotin, Lutein und

Zeaxanthin), Flavonoide (Isorhamnetin,

Quercetin, Glycoside und Kaempferol)

und Sterole. Es wird angenommen, dass

hauptsächlich Isorhamnetin und Quercetin

für den gesundheitlichen Nutzen bei

kardiovaskulären Erkrankungen, metabolischem

Syndrom, Adipositas etc. verantwortlich

sind.

Ihnen werden antioxidative, antiinflammatorische

und Anti-Krebs-

Eigenschaften zugeschrieben. Zudem

scheinen sie eine gesunde Zellproliferation

sowie Hormonfreisetzung in

den Eierstöcken zu vermitteln und das

Ovarialkarzinomrisiko zu senken, und

zwar möglicherweise durch Apoptose

und Östrogenfreisetzung. Auch die im

Sanddorn enthaltenen Substanzen Apigenin,

Myricetin und Luteolin können

die Apoptose triggern und sollen den

Zellzyklus bei Eierstocktumoren stoppen

können. Bei weiteren gynäkologischen

Erkrankungen wie Gebärmutter-

Entzündungen (Endometritis) sowie

Endometriose soll der Sanddorn ebenfalls

Potenzial besitzen.

Zudem kann er Symptome wie die vulvovaginale

Atrophie bei postmenopausalen

Frauen lindern, indem er inflammatorische

Zytokine und den vaskulären

endothelialen Wachstumsfaktor (VEGF)

beeinflusst. Ferner wird spekuliert, ob

das Öl, welches Carotinoide, Sterole und

Juli 2024

41


V italstoffe

Hypericin enthält, als Alternative zur Östrogenersatztherapie

bei postmenopausalen

Frauen dienen kann, vor allem, um

die epitheliale Integrität der Vagina zu

verbessern (2).

Neben Procyanidinen in Sanddornsamen

(3) enthalten Fruchtfleisch und Samen

essentielle Aminosäuren, B-Vitamine

und Ursolsäure, wie schwedische und

chinesische Wissenschaftler ermitteln

konnten.

Der Sanddorn wird seit langer Zeit in

der traditionellen chinesischen Medizin

(TCM) u. a. zur Linderung von Husten,

Unterstützung der Verdauung, Verbesserung

der Blutzirkulation und Schmerzlinderung

genutzt. Neue pharmakologische

Studien haben gezeigt, dass

Rohextrakte bzw. deren Bestandteile

anti-inflammatorische, antioxidative, hepatoprotektive,

blutzucker- und lipidsenkende,

neuroprotektive, antibakterielle

und Anti-Krebs-Eigenschaften besitzen

(4).

Auch Forscher aus Rumänien bringen

die therapeutische Wirkung des Sanddorns

mit seiner reichhaltigen Zusammensetzung

an Nährstoffen und biologisch

aktiven Bestandteilen (über 200)

in Zusammenhang, und zwar besonders

mit hohen Mengen an lipo- und hydrophilen

Antioxidantien. Zu Letzteren

zählen u. a. Tannine, Phenolsäuren und

Ascorbinsäure. Alle Beerenbestandteile

(Haut, Fruchtfleisch, Samen) haben

einen beeindruckenden Gehalt an den

Vitaminen C, A und E sowie bemerkenswerte

Mengen an Polyphenol-Derivaten,

Triterpenoiden, Fettsäuren und

Phytosterolen (besonders β-Sitosterol).

Die Forscher fanden zudem Xylitol,

Violaxanthin, Tryptophan, Chinasäure

und Quercetin-3-Rutinosid in den

Früchten. Der Verzehr von Sanddornbeeren

und entsprechende Präparate

werden mit vorteilhaften Effekten auf

das kardiovaskuläre System, z. B. den

Glukose- und Lipidstoffwechsel, die

Thrombozytenaggregation und die Inflammation

in Verbindung gebracht

sowie mit immunmodulierenden, antiviralen

und protektiven Eigenschaften

assoziiert (5).

Studien zur Wirkung von

Sanddorn

In einer Studie konsumierten 56 Probanden

mit erhöhten Cholesterinwerten

täglich über einen Zeitraum von 90

Tagen 90 g Sanddornbeeren-Püree. Es

zeigte sich, dass Sanddornbeeren offenbar

den Energiestoffwechsel und die Zusammensetzung

des Darmmikrobioms

verbessern können. Denn die Glukose-,

Laktat- und Kreatinwerte sanken, und

Butyrat-produzierende Bakterien und

andere Darmmikroben, die mit dem

Lipidstoffwechsel verbunden sind wie

Prevotella und Faecalibacterium, nahmen

zu, während Parasutterella, die mit

einem erhöhten Risiko für kardiovaskuläre

Erkrankungen assoziiert werden,

abnahmen (6).

SBA24 ® enthält Sanddornöl, das sowohl

aus dem Fruchtfleisch der Beeren,

als auch aus den Samen extrahiert wird.

Dieses einzigartige standardisierte Öl

versorgt den Körper mit allen Omega-

Fettsäuren in einem ausgewogenen

Verhältnis. Es ist zudem reich an Antioxidantien

und Pflanzensterolen, die

wichtig für die Vitalität des Menschen

sind. Die gesamte westliche klinische

Sanddornöl-Forschung erfolgte mit

SBA24 ® , das von der finnischen Firma

Aromtech produziert wird (7).

SBA24 ® ist neben β-Carotin und D-

alpha-Tocopherol (Vitamin E) z. B. Bestandteil

des Nahrungsergänzungsmittels

BioActive Omega-7 von Pharma

Nord.

Forschungsarbeiten mit

dem Sanddornöl der

Firma Aromtech:

In einer randomisierten, Placebo-kontrollierten,

doppelblinden Studie mit insgesamt

116 postmenopausalen Frauen,

die unter vaginaler Trockenheit, Juckreiz

und Brennen litten und von denen 98

Probandinnen die Studie abschlossen,

nahmen diese über einen Zeitraum von

3 Monaten täglich 3 g Sanddornöl (zweimal

täglich 3 Kapseln) oder identisch

aussehende Kapseln mit Placebo-Öl ein.

Das Sanddornöl beeinflusste die vaginale

Gesundheit positiv und könnte eine

mögliche Alternative für die Schleimhautintegrität

von Frauen sein, die keine

Hormontherapie erhalten (8) oder bei denen

diese nicht anschlägt.

Gerade für den Intimbereich gibt es

auch viele Cremes, die Sanddornöl enthalten.

Doch während diese nur örtlich

wirken, lassen sich mit der Einnahme

von Kapseln auch gleichzeitig andere

Schleimhäute im Körper positiv beeinflussen,

wie z. B. die der Augen und des

Mundes.

In einer doppelblinden, randomisierten,

Parallel-Studie mit 20 bis 75 Jahre alten

Frauen und Männern, die unter trockenen

Augen litten, nahmen diese täglich,

über einen Zeitraum von 3 Monaten von

Herbst bis Winter entweder 2 g Sanddornöl

oder ein Placebo ein. Von den

100 Probanden, die rekrutiert wurden,

schlossen 86 die Studie ab. Das Verum

schwächte die Zunahme der Tränenfilm-Osmolarität

während der kalten

Jahreszeit ab und beeinflusste die Beschwerden

der trockenen Augen positiv.

Das trockene Auge ist typischerweise

mit einem hyperosmolaren Tränenfilm

assoziiert (9).

Die 1-monatige Einnahme von Sanddornöl

(5 g/d in Kapselform) kann bei

Patienten mit Sjögren-Syndrom von

Nutzen sein, bei denen auch der Speichelfluss

stark reduziert ist und/oder die

schwerwiegende Beschwerden durch die

Mundtrockenheit haben (10).

In einer randomisierten Crossover-

Studie mit 80 übergewichtigen Frauen

wurden diese in 2 Gruppen eingeteilt:

Gruppe A bestand aus Probandinnen mit

einem geringeren kardiometabolischen

Risikoprofil, während Gruppe B ein höheres

kardiometabolisches Risikoprofil

aufwies. Die Teilnehmerinnen nahmen

30 Tage lang u. a. das Sanddornöl der

Firma Aromtech ein. Dadurch zeigte sich

in Gruppe B ein Abwärtstrend v. a. bei

folgenden Serum-Lipoprotein-Werten:

Gesamt-Cholesterin, IDL (intermediatedensity

lipoprotein) und LDL-Cholesterin

(11).

42


Pflanzenstoffe

Literatur:

(1) https://www.fh-mittelstand.de/fileadmin/pdf/Schriftenreihe/Schriftenreihe_13_Meilensteine_der_Gesundheitsmedizin.pdf,

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Autorin:

Heike Lück-Knobloch

Heilpraktikerin / Medizinjournalistin

www.lueck-knobloch.de

© Dmitry Grigoriev – unsplash.com

Juli 2024

43


V italstoffe

Nathalie und Edmund Schmidt

Schilddrüsenfehlfunktionen belasten das Herz –

Mikronährstoffe als Therapieoption

Schilddrüsenfehlfunktionen sind weit verbreitet. Die Schilddrüse beeinflusst die Herzfunktion durch die

Produktion von Hormonen.

© Zinaida Zaiko – shutterstock.com

Bei der Schilddrüsenunterfunktion ist

die Arbeit des Herzens verlangsamt. Die

Auswurfleistung nimmt ab. Insgesamt

kann das Herz den Bedarf bei fortbestehender

Unterfunktion immer schlechter

decken und es bildet sich mit der Zeit

eine Herzinsuffizienz aus.

Bei der Schilddrüsenüberfunktion ist der

kardiogene Stoffwechsel beschleunigt.

Daraus können eine Hypertonie, eine

Myokardhypertrophie und eine Neigung

zu ventrikulären Extrasystolen entstehen.

Natürlich werden bei Fehlfunktionen der

Schilddrüse Medikamente gegeben, die

diese Problematik bekämpfen, aber gerade

kardiale Beschwerden benötigen verstärkt

Aufmerksamkeit und Vitalstoffe

stellen hier eine gute und unproblematische

Therapieoption dar.

Vitalstoffe, die kardiale Fehlfunktionen

bei Schilddrüsenerkrankungen korrigieren

können:

Jod

Der menschliche Körper kann Jod

nicht selbst herstellen und auch kaum

speichern. Die Schilddrüse verbraucht

jedoch 80% der aufgenommenen Gesamtmenge

an Jod täglich. Dadurch

sieht man schon, welche Bedeutung

ein Mangel dieses Spurenelements für

die Gesundheit der Schilddrüse hat.

Der Jodbedarf von Erwachsenen und

Kindern bis Jugendlichen ist fast gleich

hoch, nämlich um die 200 µg am Tag.

In der Schwangerschaft müssen zwei

Schilddrüsen mitversorgt werden, daher

neigen Frauen mit Jodmangel während

der Schwangerschaft leichter zur

Kropfbildung. Sie brauchen 230 µg

Jod täglich, während der Stillzeit sogar

260 µg. Jod ist ein wichtiger Baustein

für die Bildung der Schilddrüsenhormone

Trijodthyronin (T 3 ) und Thyroxin

(T 4 , Tetrajodthyronin). Beim Jodmangel

versucht die Schilddrüse durch

Größenwachstum, dem Hormonmangel

entgegenzuwirken und es bildet sich

ein Kropf, oder bei unregelmäßigem

Wachstum des Organs Schilddrüsenknoten.

Ein Jodmangel setzt die Entropie

des Herzens herab und fördert Extrasystolen.

44


Schilddrüse

Aktuelle Daten zeigen, dass etwa die

Hälfte der deutschen Bevölkerung inzwischen

ausreichend mit Jod versorgt ist, jedoch

die andere Hälfte immer noch nicht.

Selen

Neben dem Gehirn ist die Schilddrüse

das selenreichste Organ im Körper. Bei

der Bildung der Schilddrüsenhormone

entstehen fortlaufend größere Mengen

von Wasserstoffperoxid, die zur Vermeidung

von Schäden mit Hilfe von

Selenoproteinen inaktiviert werden müssen.

Weist der Körper zu wenig Selen

auf, kann das Wasserstoffperoxid das

Schilddrüsengewebe schädigen. Das

Spurenelement ist wichtig für die Umwandlung

des Hormons Thyroxin (T 4 ,

Speicherform) in Trijodthyronin (T 3 , aktive

Form) und für die Inaktivierung der

Schilddrüsenhormone. Denn eine übermäßige

Anreicherung dieser biologisch

sehr aktiven Hormone kann ebenfalls

schädlich sein. Wird zu wenig Selen aufgenommen

– und Deutschland ist Selenmangelgebiet

–, werden die Selenoproteine

1 – 3 (Dejodasen) der Schilddrüse

nicht ausreichend mit Selen versorgt.

Diese selenhaltigen Enzyme braucht der

Körper jedoch für den Auf- und Abbau

der Schilddrüsenhormone (1). Selen stabilisiert

so die Herzleistung und bewahrt

vor der Ausbildung einer Herzinsuffizienz.

Da organisches Selen deutlich

besser resorbiert wird, sollten täglich

200 µg Selen (z.B. SelenoPrecise ® ) substituiert

werden.

Magnesium

Magnesium wird zusammen mit Vitamin

B12, Zink und Proteinen benötigt,

um ein ordnungsgemäßes Thyroidea-stimulierendes

Hormon (TSH) zu erzeugen.

Insbesondere zu Beginn der Therapie mit

Schilddrüsenhormonen kommt es zu Problemen

mit der Magnesiumversorgung.

Das Schilddrüsenhormon Thyroxin verbessert

zwar die Magnesium-Aufnahme

in die Zellen, erhöht aber durch die allgemeine

Stoffwechselanregung auch den

Bedarf des Mineralstoffs und fördert die

Magnesium-Ausscheidung. Bei einem

Magnesiummangel haben Menschen

mit einer Schilddrüsenstörung oft das

Gefühl, Über- und Unterfunktionssymptome

würden gleichzeitig bestehen oder

in schneller zeitlicher Folge alternieren.

Am Herzen wechseln sich Bradykardien

und Tachykardien ab, die kardiale Leistungsfähigkeit

ist oft vermindert. Schon

täglich 2 x 250 mg Magnesium als Supplement

schaffen hier Abhilfe.

Eisen

Das Enzym Thyreoperoxidase ist eisenabhängig.

Seine Funktion wird durch einen

Eisenmangel beeinträchtigt. Daraus

lässt sich schließen, dass ein Eisenmangel

die gesamte Schilddrüsenfunktion

beeinflusst. Vor allem kardiale Rhythmusstörungen

aufgrund eines Eisenmangels

sistieren schnell nach Supplementation.

Zink

Schilddrüsenhormone beeinflussen den

Zinkstoffwechsel und ein Zinkmangel

wiederum hat Auswirkungen auf die

Schilddrüsenfunktion. Es gibt Hinweise

aus einer kleinen, aber hochwertigen

Studie, dass die Einnahme von Zink

oder Zink in Kombination mit Selen

vermutlich die Hormonproduktion bei

Unterfunktion unterstützen kann (2).

Bei einem Zinkmangel wird das Enzym

5′-Dejodase reduziert, das wichtig für

die Umwandlung des inaktiven T 4 in das

aktive T 3 ist.

Türkische Wissenschaftler konnten in

einer Studie bei Patienten mit verschiedenen

Schilddrüsenerkrankungen nachweisen,

dass der Zinkspiegel im Serum

korreliert mit (3):

• der Größe einer Struma

• mit den Schilddrüsen-Autoantikörpern

bei Autoimmunerkrankungen

der Schilddrüse

• mit der fT 3 -Konzentration bei

Patienten mit normaler Schilddrüsenfunktion

Schilddrüsenhormone verhindern wiederum

die Bildung des Enzyms Carboanhydrase

– eines wichtigen zinkhaltigen

Enzyms – in den roten Blutkörperchen.

Die Zinkkonzentration in den roten Blutkörperchen

ist ein Marker für die mittlere

Schilddrüsenhormonkonzentration.

Japanische Wissenschaftler konnten

nachweisen, dass die Zinkkonzentration

in den roten Blutkörperchen bei Patienten

mit dauerhafter Unterfunktion

deutlich niedriger ist als bei Patienten,

die unter einer vorübergehenden Unterfunktion

litten (4). Durch die Bestimmung

der Zinkkonzentration kann also

unterschieden werden, ob eine Therapie

mit Schilddrüsenhormonen notwendig

ist oder nicht.

B-Vitamine

Vitamin B2 reguliert die Schilddrüsenaktivität

und die Nebennierenfunktion. Ein

Vitaminmangel erhöht die Wahrscheinlichkeit

einer Schilddrüsenerkrankung,

mit begleitender Hypertonie und Rhythmusstörungen.

Eine von pakistanischen Wissenschaftlern

durchgeführte Studie ergab einen

Vitamin-B12-Mangel bei 40% der Patienten

mit einer Schilddrüsenunterfunktion

(5).

Vitamin D

Vitamin D steuert eine Vielzahl von

hormonabhängigen Körperfunktionen,

darunter auch die Bildung von Schilddrüsenhormonen

(6). Speziell die Selenoproteine

(Deiodase 1 bis 3) werden

in Gegenwart von Vitamin D gebildet

und mit Selen aktiviert. Zusätzlich ist

Vitamin D ein wichtiger Modulator

des Immunsystems. Bei verschiedenen

Autoimmunerkrankungen konnte

eine Verminderung der Vitamin-D-

Konzentration nachgewiesen werden.

In diversen Studien konnte gezeigt

werden, dass bei einem Vitamin-D-

Mangel vermehrt Antikörper gegen die

thyreoidale Peroxidase (TPO-AK) oder

TSH-Rezeptor-Antikörper (TRAK)

auftreten. TPO-AK-Werte sind bei

Juli 2024

45


V italstoffe

Autoimmunerkrankungen der Schilddrüse

wie Morbus Hashimoto erhöht

und weisen auf eine starke Entzündungsaktivität

hin. Die kardialen Folgen

sind Myokarditis und Endokarditis.

Gesteigerte TRAK-Antikörper-Werte

sind wiederum ein Zeichen für einen

Morbus Basedow (Autoimmunerkrankung

der Schilddrüse mit Schilddrüsenüberfunktion).

Typischerweise haben

Menschen mit Morbus Hashimoto oder

Morbus Basedow oft niedrige Vitamin-

D-Werte und hohe Antikörper-Werte

für TPO-AK oder TRAK-AK. Nicht

geklärt ist, ob unzureichende Vitamin-

D-Spiegel einen Morbus Hashimoto

oder Morbus Basedow auslösen oder ob

diese Krankheiten zu einem Vitamin-D-

Mangel führen (7). Basedow-Patienten

haben oft arterielle Hypertonie und

Herzrhythmusstörungen.

Da die Vitamin-D-Versorgung in

Deutschland zumeist mangelhaft ist,

sollte dieses Prähormon mit 1.500 bis

3.000 IE am Tag ergänzt werden

Vitamin K

Das Protein Transthyretin (Thyroxinbindendes

Präalbumin, TBPA, TBP, TTR)

ist ein Transportprotein, das Schilddrüsenhormone

im Serum befördert. Damit

es seine Funktion entfalten kann, muss

es durch Vitamin K 2 aktiviert werden.

Ohne diesen Transporter ist die Schilddrüsenfunktion

eingeschränkt.

Coenzym Q 10

Alle Funktionen der Schilddrüse sind

mit einem hohen Energieverbrauch verbunden,

speziell bei Erkrankungen der

Schilddrüse wie Morbus Hashimoto und

Morbus Basedow. Die Energiebildung in

den Mitochondrien hängt von Coenzym

Q 10 ab. Ist die Konzentration zu niedrig,

kommt es neben einer Hypothyreose zu

Rhythmusstörungen am Herzen und zur

Ausbildung einer Herzinsuffizienz. Da

oxidiertes Coenzym Q 10 deutlich besser

resorbiert wird als reduziertes Coenzym

Q 10 , sollte es als Supplement der ersten

Wahl zum Einsatz kommen (z.B. Bio-

Qinon ® Gold von Pharma Nord).

Weitere Mikronährstoffe

Zur Vorbeugung von Entzündungen bei

Autoimmunkrankheiten werden 1.000

bis 2.000 mg Omega-3-Fettsäuren empfohlen.

Die Aminosäure Tyrosin hat eine indirekte

natürliche Wirkung zur Stimulierung

der Schilddrüsenfunktion

und versorgt die Schilddrüse mit dem

notwendigen Substrat für die Hormonbildung.

Eingenommen werden sollte

Tyrosin besser morgens, um den chronobiologischen

Rhythmus der Bildung

der Schilddrüsenhormone zu beachten,

der den Höhepunkt zwischen 10 und

11 Uhr morgens hat. Die Konzentration

von Taurin in der Schilddrüse ist direkt

proportional zur guten Funktion der

Drüse.

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46


Schilddrüse

Zusammenfassung

Schilddrüsenfehlfunktionen sind häufig

und gehen nicht selten mit kardialen

Symptomen einher. Zu wenig wird

beim Vorliegen von kardialen Problemen

nach einer Fehlfunktion der Schilddrüse

gefragt. Das ist aber wichtig, denn eine

Einstellung der Schilddrüse hilft dem

Herzen bei der Gesundung. Vitalstoffe,

wie die hier vorgestellten, wirken im

besonderen Maße auf kardiale Störungen,

bedingt durch eine Fehlfunktion der

Schilddrüse.

Für diesen Artikel haben wir 60 Schilddrüsenpatienten

mit kardialer Symptomatik

ausgewertet. 25 von diesen Patienten

wollten keine Vitalstoffe einnehmen.

Die Regulation der Schilddrüsenfunktion

verbesserte natürlich die kardiale

Gesamtsituation. Dennoch profitierten

diese 25 Patienten bei weitem nicht so

stark wie jene, die zusätzlich mit Vitalstoffen

versorgt wurden. Bei dieser

Gruppe (Schilddrüsenmedikamente und

Vitalstoffe) kam es in den meisten Fällen

zu einem völligen Sistieren der kardialen

Beschwerden.

Dieses Ergebnis unterstreicht erneut die

essenzielle Rolle von Vitalstoffen in der

komplementären Therapie.

Referenzen:

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D in Hashimoto’s thyroiditis and its

relationship with thyroid function and

inflammatory status. Endocr J, doi:

10.1507/endocrij.EJ18-0166

Autoren:

Nathalie Schmidt arbeitet im Bereich Lebensberatung,

Coaching und Energiearbeit. Dazu passend ist sie Reiki-

Therapeutin. Zusammen mit ihrem Mann beschäftigt sie sich

seit 1998 intensiv mit Vitalstoffen. Neben den gemeinsamen

Büchern über Vitalstoffe und Wasser hat sie mehrere Bücher

zum Thema Lebenshilfe veröffentlicht.

www.energie-lebensberatung.de

Dr. med. Edmund Schmidt arbeitet als Allgemeinarzt und

Spezialist für Vitalstofftherapie zusammen mit seiner Frau in

eigener Praxis seit 1996 in Ottobrunn. Dr. Schmidt hat zum

Thema Vitalstoffe, zusammen mit seiner Frau, mehrere Bücher

veröffentlicht.

www.praxis-schmidt-ottobrunn.de

www.ensign-ohg.de

Juli 2024

47


V italstoffe

Pulvermischung auf höchstem Niveau

Goerlich Pharma GmbH und Prodima Mixers als erprobtes Team

Die Produktpalette der Goerlich Pharma

GmbH umfasst Nahrungsergänzungsmittel,

diätetische Lebensmittel und

Futterergänzungsmittel. Dieses Portfolio

spiegelt die tägliche Arbeit von

Goerlich Pharma GmbH wider, neue

Wege zu beschreiten, die einen Unterschied

im Leben der Menschen ausmachen.

Es ist also kein Wunder, dass der

Anspruch des Unternehmens „alles aus

einer Hand“ lautet. Dieses mittelständische,

familiengeführte Unternehmen

ist qualifiziert, eine breite Palette von

Formulierungen herzustellen, wie z.B.

Hartkapseln, Tabletten, Sticks oder

Ölmischungen und liefert auch Weichgelatinekapseln.

Die Dienstleistungen

der Goerlich Pharma GmbH reichen

von der Produktion und Befüllung von

oralen Feststoffdosen bis hin zu Flüssigkeiten

und Verpackungen. Ob Blister,

Behälter, Gläser oder Faltkartons,

Goerlich Pharma GmbH bietet auch

umfassende Verpackungslösungen an,

was zu maximaler Qualität des endgültigen,

verpackten Produkts führt. „Die

Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern

basiert auf einem Vertrauen, das

wir schaffen und pflegen“, sagt August

Wimmer, Leiter Produktion und Logistik

bei Goerlich. „Im Fokus unseres

Handelns steht das Ziel, Produkte in

exzellenter Qualität und zu wirtschaftlichen

Preisen für unsere Partner und

Kunden herzustellen.“ Modernste Technologien

unterstützen Goerlich Pharma

GmbH bei dieser anspruchsvollen Mission.

Für die Pulvermischung verwendet

Goerlich Pharma Mischer der Firma

Prodima Mixers. Diese zeichnen sich

durch eine hohe Mischgenauigkeit aus.

Höchste Präzision in

der Pulvermischung

mit Prodima: Das

Schneckenprinzip im

Fokus

In der Welt der industriellen Produktion

ist die gleichmäßige und präzise Mischung

von Pulvermaterialien für die

Qualität und Konsistenz der Endprodukte

von entscheidender Bedeutung.

Das Unternehmen Prodima hat sich seit

seiner Gründung als führender Anbieter

von Pulvermischern etabliert und setzt

seit 2009 auf ihre wegweisende Schneckenprinzip-Technologie,

um eine herausragende

Mischgenauigkeit und -effizienz

zu erreichen.

Das Schneckenprinzip:

Ein Meilenstein in der

Pulvermischtechnologie

Die Pulvermischer von Prodima basieren

auf der innovativen Schneckenprinzip-

Technologie, die eine gleichmäßige und

gründliche Vermischung der Pulvermaterialien

ermöglicht. Im Gegensatz zu

herkömmlichen Mischmethoden, bei

denen oft Unebenheiten oder Klumpen-

Bildung auftreten können, bewegt sich

das Pulvermaterial im Prodima Mischer

kontinuierlich entlang einer speziell

gestalteten Schnecke durch den Mischbehälter.

Dieses einzigartige Prinzip gewährleistet

eine gleichmäßige Verteilung

der Materialien und eine bemerkenswert

hohe Mischgenauigkeit, was zu homogenen

Endprodukten führt.

Vielfältige Größen

für verschiedene

Anwendungen

Prodima bietet eine breite Palette

von Pulvermischern mit dem Schneckenprinzip

an, um den vielfältigen

Anforderungen der Industrie gerecht

zu werden. Von kompakten 20-Liter-

Mischern bis hin zu großvolumigen

2.500-Liter-Mischern bietet Prodima

verschiedene Größenoptionen an, um

den Bedürfnissen von Laboratorien bis

hin zu industriellen Produktionsanlagen

gerecht zu werden. Die Baureihen von

MJ (light Duty) bis zur MP-Baureihe

(heavy Duty) können auf den individuellen

Einsatz abgestimmt werden. Bei

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Technik

Goerlich Pharma sind folgende Mischer

im Einsatz:

20-Liter-Mischer (MP-20): Ideal für

kleinere Chargen und Laboranwendungen,

bietet der 20-Liter-Mischer von

Prodima eine präzise und zuverlässige

Mischung für Forschungs- und Entwicklungsprojekte.

50-Liter-Mischer (MJ-C-50): Mit einer

Kapazität von 50 Litern eignet sich dieser

Mischer perfekt für Vormischungen

und bietet eine ausgezeichnete Mischgenauigkeit

für eine breite Palette von

Anwendungen.

150-Liter-Mischer (MJ-C150): Der

150-Liter-Mischer von Prodima ist ideal

für kleine Produktionsumgebungen mit

mittlerem Durchsatz oder größeren Vormischungen

und bietet eine herausragende

Mischleistung für Chargenproduktionen

und Prototypenentwicklungen.

500-Liter-Mischer (MP-500): Für industrielle

Produktionsanlagen mit größeren

Kapazitätsanforderungen bietet

der 500-Liter-Mischer von Prodima eine

robuste und zuverlässige Lösung für die

präzise Pulvermischung.

1.200-Liter-Mischer (MP-1200): Der

zweitgrößte Mischer in der Prodima

Produktpalette, der 1.200-Liter-Mischer,

ist ideal für Hochleistungsanwendungen

und Großproduktionen und bietet eine

außergewöhnliche Mischgenauigkeit

und Konsistenz für anspruchsvolle Produktionsumgebungen.

Langjährige

Kundenzufriedenheit und

hervorragender Service

Seit über 50 Jahren vertrauen Kunden

weltweit auf die Prodima Pulvermischer

und sind äußerst zufrieden mit ihrer

Leistung und Zuverlässigkeit. Neben der

herausragenden Mischgenauigkeit und

-effizienz zeichnet sich Prodima auch

durch seinen exzellenten Kundenservice

aus. Das Unternehmen bietet eine

umfassende Beratung und Vorführung

seiner Mischer, um sicherzustellen, dass

die Kunden die richtige Lösung für ihre

spezifischen Anforderungen erhalten.

Die Prodima Pulvermischer sind eine

Investition in die Qualität und Effizienz

der Produktionsprozesse und haben sich

als unverzichtbares Werkzeug in einer

Vielzahl von Industriezweigen bewährt.

Fazit

Die Pulvermischer von Prodima mit dem

Schneckenprinzip repräsentieren eine

wegweisende Technologie in der Welt der

industriellen Pulvermischung. Mit ihrer

herausragenden Mischgenauigkeit, ihrer

breiten Palette von Größenoptionen und

ihrem exzellenten Kundenservice bieten

sie eine zuverlässige und effiziente

Lösung für die anspruchsvollsten Produktionsanwendungen.

Wir bei Goerlich

Pharma setzen seit 15 Jahren ausschließlich

Prodima-Mischer ein, um unsere Pulvermischungsanforderungen

zu erfüllen,

und sind äußerst zufrieden mit der Leistung

und Zuverlässigkeit der Prodima

Pulvermischer.

Über

Goerlich Pharma GmbH

Die Goerlich Pharma GmbH ist seit

1984 ein spezialisierter deutscher Auftragshersteller

und Entwickler für Nahrungsergänzungsmittel,

Lebensmittel für

besondere medizinische Zwecke und für

die spezielle Klasse der Probiotika.

Das Leistungsspektrum der Goerlich

Pharma GmbH erstreckt sich in der

Auftragsherstellung, Entwicklung und

Dienstleistung über folgende Produkte:

Hartkapseln, Weichkapseln, Tabletten,

Sticks, Öle und Ölmischungen. Tabletten

und Weichkapseln können gecoatet

und somit sensorisch und optisch veredelt

werden. Ein weiterer Service ist die

Lohnverpackung der Produkte in Blister,

Faltschachteln, Dosen und Gläser.

Goerlich Pharma bietet somit Komplettlösungen

mit System und steht gerne als

Full-Service-Partner für Private Label

verpackte Nahrungsergänzungsmittel

zur Verfügung.

Darüber hinaus ist die Goerlich Pharma

GmbH exklusiver Vertriebspartner

für Epax ® Omega-3-Konzentrate

in Deutschland, Österreich und der

Schweiz und bietet eine große Auswahl

an Produkten mit Epax ® oder Omega 3

„inside“ weltweit an, alternativ auch aus

veganem Algenöl.

Weitere Information unter :

www.goerlich-pharma.com

Abbildungen: Goerlich Pharma GmbH

Juli 2024

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Das Magazin für Mikronährstoffe BK

und deren Wirkungen

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Verlagsleitung und Herausgeber

Benno Keller

Redaktion, Redaktionsbeirat

Dr. Stefan Siebrecht

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Mediaberatung

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