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DEIN MÜNCHEN JAHRESBERICHT 2023

Seit 2014 fördern wir jungen Menschen und machen sie stark für ein selbstbestimmtes Leben! Herzlich laden wir Sie ein, einen abwechslungsreichen Einblick in die Welt von DEIN MÜNCHEN zu bekommen und einzutauchen in die Erfolgsgeschichten, die junge Menschen mit unserer Unterstützung geschrieben haben und weiterhin schreiben. Wir machen #mutaufzukunft! Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr DEIN MÜNCHEN-Team

Seit 2014 fördern wir jungen Menschen und machen sie stark für ein selbstbestimmtes Leben!
Herzlich laden wir Sie ein, einen abwechslungsreichen Einblick in die Welt von DEIN MÜNCHEN zu bekommen und einzutauchen in die Erfolgsgeschichten, die junge Menschen mit unserer Unterstützung geschrieben haben und weiterhin schreiben.
Wir machen #mutaufzukunft! Viel Spaß beim Lesen wünscht Ihnen Ihr DEIN MÜNCHEN-Team

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20<br />

23


FAIRE<br />

STARTBEDINGUNGEN<br />

FÜR JUNGE MENSCHEN<br />

3


„DIE ZUKUNFT IST<br />

KEIN FERNER TRAUM.<br />

LASSEN SIE UNS FÜR<br />

JUNGE MENSCHEN<br />

HEUTE MUTIG SEIN<br />

IM DENKEN UND<br />

ENTSCHLOSSEN IN<br />

UNSEREM HANDELN.<br />

DANN BEGINNT DIE<br />

ZUKUNFT GENAU JETZT.<br />

MIT UNS.“<br />

MARA BERTLING<br />

VORWORT<br />

Liebe Leserinnen und Leser,<br />

ich freue mich sehr, dass wir Ihnen mit diesem – wie ich finde beeindruckenden –<br />

Bericht wieder einen umfangreichen Einblick in unsere facettenreiche Arbeit,<br />

Aktivitäten und Themenfelder bieten können.<br />

Ich habe mich in den letzten Wochen in diesem, für mich sehr besonderen Jahr,<br />

intensiv mit der Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte unserer Organisation<br />

beschäftigt. 10 Jahre <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> ließen mich weit zurückblicken und<br />

unsere Erfolge und Potentiale unter einem ganzheitlichen Blickwinkel betrachten.<br />

An unserer Vision, einer chancengerechten, integrativen Gesellschaft für Kinder<br />

und Jugendliche, hat sich nie etwas geändert. Trotz vieler Hindernisse und<br />

manchmal auch sehr hoch erscheinenden Hürden haben wir von dieser Idee nie<br />

abgelassen. Wir haben durchgehalten, weil wir etwas verändern wollen. Mich<br />

interessierte an dieser gesamten Betrachtung im Detail ganz besonders:<br />

Was war und ist das Geheimnis hinter dieser Ausdauer? Dem unbedingten Willen?<br />

Was hat unserem Team die Energie, die Motivation und Freude gegeben immer<br />

am Ball zu bleiben?<br />

In aller erster Linie hat uns unsere Vision<br />

getragen, eine klare Zielsetzung, eine sich immer<br />

mehr konkretisierende Perspektive:<br />

ein positiver Zukunftsentwurf.<br />

Wir wollen etwas verbessern und das haben bereits viele Menschen gesehen,<br />

erkannt und sich mit uns gemeinsam der Aufgabe einer chancengerechten und<br />

fairen Gesellschaft gestellt. Sie haben uns unterstützt und sich solidarisiert.<br />

Menschen, die, genau wie wir, Lust auf Zukunftsgestaltung haben. Das hat uns<br />

immer Mut gemacht und Energie vermittelt. Dafür möchte ich mich an dieser<br />

Stelle bei allen Beteiligten und Wegbegleiter*innen ganz besonders und von<br />

Herzen bedanken. Diese Hilfe ist gar nicht hoch genug zu bewerten!<br />

Ein besonderes Danke geht an dieser Stelle auch an mein Team, das mit dem<br />

positiven Spirit, Antrieb, Ideenreichtum, Gemeinschaftssinn und Gestaltungswillen<br />

unterwegs ist, den ich mir im ganz großen Stil auch für unsere Gesellschaft<br />

wünschen würde: Ihr macht damit auch mir persönlich Mut auf Zukunft.<br />

4 5


Es ist die Verantwortung unserer Generation, jungen Menschen ein Bild von der Welt von<br />

morgen zu vermitteln. Einer Welt, in der sie eine wichtige Rolle spielen, sie das Gefühl bekommen,<br />

gebraucht zu werden und vor allem Teil einer erstrebenswerten Zukunft sein zu können.<br />

Für die Realisierung dieses Bildes braucht es Perspektiven, Lösungen und Ideen. Wir müssen<br />

jungen Menschen Freude auf das, was kommt, vermitteln, die Zukunft machbar, lebbar und<br />

erlebbar zeichnen.<br />

Wir sollten uns daher alle die Frage stellen, wie wir Kindern<br />

und Jugendlichen Zukunft näherbringen.<br />

Erzählen wir nur eine Geschichte der existentiellen Bedrohungen, schüren wir Ängste und<br />

entwerfen düstere Zukunftsszenarien? Zweifellos gibt es viele Probleme, die Lösungen<br />

und Ambition erfordern. Eine Geschichte, in der jedoch alles immer nur noch schlechter und<br />

schwieriger wird, Vieles dem Untergang geweiht erscheint, eröffnet uns allen und vor allem<br />

jungen Menschen keine Perspektiven. Der Raum für gemeinsamen Optimismus verkleinert<br />

sich immer mehr, der ermutigende gedankliche Spielraum für ihre und damit auch für unser<br />

aller Zukunftsgestaltung schwindet.<br />

Lassen Sie uns Zukunft gemeinsam neu denken, Möglichkeiten und Chancen vorwärtsgerichtet<br />

durchleuchten und eröffnen. Die Zukunft erwächst für uns alle aus dem, was wir uns heute<br />

erlauben oder bereit sind, (neu) zu denken, und wofür wir dann gemeinsam antreten.<br />

Genau die positiven Geschichten und das Gefühl von „Mut auf Zukunft“ geben unseren jungen<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Programmteilnehmer*innen, aber auch uns selbst/unserem Team Kraft und<br />

beflügeln. Das schafft die Basis für vielversprechende Persönlichkeitsentwicklungen, öffnet Raum<br />

für Experimente und Ideen, vermittelt aktiv Kenntnisse und Interesse an allem, was kommt.<br />

Junge Menschen tragen unendlich viel Potential in sich.<br />

Es liegt an uns, wie es gelingt, vorhandene Ressourcen zu fördern,<br />

Talente und Stärken zu erkennen, anstatt – wie in vielen<br />

öffentlichen Debatten – viel zu häufig in frustrierte, ohnmächtig<br />

wirkende und geradezu apathische Haltungen zu verfallen.<br />

Wir müssen auch für uns selbst den optimistischen Gegenentwurf zu dieser Gesellschaft leben.<br />

Wenn sie sich im Anschluss die beeindruckenden Biografien und Geschichten von vielen der<br />

Jugendlichen aus unseren Programmen ansehen, wissen Sie wovon ich spreche, wenn ich von<br />

Förderung von Talent und Potentialen spreche. Deshalb bin ich stolz, Ihnen hier einige sehr<br />

motivierende Geschichten von jungen Menschen erzählen zu dürfen.<br />

Lesen Sie dazu doch beispielsweise das Interview ab Seite 44–47, mit der 18-jährigen Leilani, die<br />

authentisch, eindringlich und voller Enthusiasmus über ihre Schlüsselmomente im <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-<br />

Programm über die Jahre berichtet. Ich kann es mir gar nicht anders vorstellen: Die Power und<br />

Lebensfreude dieser jungen Frau werden auch Sie begeistern und anstecken.<br />

Für sehr viele Kinder und Jugendliche wurden wir also auch zu einer wichtigen Community.<br />

Einige sprechen sogar von „ihrer Familie“. Es gibt eine für uns immer wichtiger werdende Gruppe,<br />

die diese Einschätzung nicht nur teilt, sondern sich auch engagiert für „diese Familie“ einsetzt.<br />

Unsere Jugendbotschafter*innen – alles ehemalige Projektteilnehmer*innen und weiterhin eng<br />

mit uns verbunden – sind inzwischen ein zentrales Element unserer Kommunikation und unseres<br />

Auftritts nach Innen und Außen. Mittlerweile bilden 46 Jugendliche und junge Erwachsene ein<br />

Gremium, das als Interessensvertretung für unsere Zielgruppe fungiert und Jugendlichen eine<br />

dynamische Plattform für Austausch und Unterstützung bietet. Sie können authentisch, mit<br />

erlebter Kompetenz und Erfahrung, aber vor allem sehr emotional unsere Projekte und die<br />

gesellschaftlichen Themen, mit denen wir uns beschäftigen, anderen Jugendlichen, unseren<br />

Partner*innen, der Öffentlichkeit und mittlerweile auch der Politik nahebringen. In diesem<br />

Zusammenhang lege ich Ihnen ganz besonders das dazugehörige Kapitel und das Interview mit<br />

Jera, Kadaf, Miriam, und Stefan auf den Seiten 70–73 ans Herz.<br />

Und wenn Sie jetzt, nach vielen äußerst positiven Erfolgsgeschichten weiterhin auf der Suche<br />

nach Beweisen, tiefergehenden Betrachtungen und Belegen suchen, die den Erfolg unserer Arbeit<br />

im Detail aufzeigen, hätte ich mich vor einiger Zeit noch gefragt: Was denn noch?<br />

Heute sage ich: Wunderbar! Ich bitte darum. Beschäftigen Sie sich unbedingt auch mit unserem<br />

Monitoring und unserer Evaluation. In den letzten zwei Jahren haben wir neben dem laufenden<br />

operativen Geschäft noch einmal eins draufgesetzt und strategisch all unsere Aktivitäten und Zielsetzungen<br />

genauestens unter die Lupe genommen, Wirkungslogiken und Indikatoren entwickelt.<br />

Parallel wurde von uns eine digitale Infrastruktur geschaffen, in der alle wirkungsrelevanten Daten<br />

aus den einzelnen Programmen, Projekten und Angeboten zusammenlaufen, ausgewertet<br />

und analysiert werden. Ich denke nicht, dass es zu prahlerisch ist zu behaupten: Wir sind zu<br />

Expert*innen im wirkungsorientierten Denken und Handeln geworden, siehe Seite 22 – 25.<br />

Nun wünsche ich Ihnen eine inspirierende und motivierende Lektüre!<br />

Lassen Sie uns mutig sein im Denken neuer Ideen, visionär in unseren Zielen und entschlossen<br />

in unserem Handeln. Gemeinsam schaffen wir eine Welt der Möglichkeiten – für uns und für die<br />

Generationen von morgen. Für unser größtes Potential, das wir haben: unsere Kinder und<br />

Jugendlichen von heute.<br />

Ich hoffe, ich darf auf Sie zählen.<br />

Herzlich, Ihre Mara Bertling<br />

Mut auf Zukunft entsteht auch in unserem NO LIMITS!-Programm. Wir inspirieren, eröffnen<br />

neue Blickwinkel, stellen Kontakte her, beruflich oder für bestehende Interessen. Wir bauen<br />

Brücken, wecken Neugier, geben Anleitungen und Hilfestellung für unterschiedlichste Lebenslagen<br />

und Probleme. Wir erzeugen Interesse für Unbekanntes, loten Begabungen aus, lassen<br />

ausprobieren und Erfahrungen sammeln. Was dieses Programm alles auslösen kann, wie<br />

Verbindungen und gleichzeitig auch neue Freundschaften entstehen, erzählen Ihnen auf sehr<br />

charmante Weise die ehemaligen Projektteilnehmer*innen Basira, Jacob, Karolina und Viktoria<br />

im Interview auf den Seiten 58–61.<br />

6 7


INHALT<br />

01<br />

Seite<br />

02<br />

03<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

Dafür stehen wir 11<br />

Unsere Geschichte 13<br />

Unser Team 15<br />

Unsere Zielgruppe 18<br />

Unsere Programme 19<br />

Wirkung & Erfolge 21<br />

Evaluation des Social Impacts 22<br />

Partnerschaften, Kooperationen, Netzwerke 26<br />

Finanzierung 27<br />

Statements unserer Hauptförder*innen 28<br />

BASISPROGRAMM LET’S GO!<br />

Teilhabe für alle 31<br />

LET’S GO! im Überblick 32<br />

LET’S GO!: Ein Booster für Kopf, Herz und Physis 33<br />

Unser Theaterprojekt 38<br />

Unsere Feriencamps 39<br />

MISCH MIT! Graffitikunstprojekt mit Botschaft 40<br />

Podcast MOVING MINDS 42<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> wirkt: Ein Gespräch mit Leilani 44<br />

BILDUNGSPROGRAMM<br />

NO LIMITS!<br />

Ein einzigartiges Bildungsprogramm 49<br />

NO LIMITS! im Überblick 50<br />

Die NO LIMITS!-Roadshow 56<br />

Ausgewählte Statements Pat*innen 57<br />

„War dann irgendwie wie Domino.“ Ein Interview<br />

mit Basira, Jacob, Karolina und Viktoria 58<br />

22<br />

Wir machen unsere Erfolge messbar,<br />

wir zeigen Wirkung! Durch den Evaluationsprozess<br />

bringen wir <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> auf das nächste Level.<br />

Seite 40<br />

„Ihr reisst die Wand ein, von der wir denken, dass es sie gibt.“<br />

Leilani erklärt, wie sie mit <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> ihr Leben in die<br />

Hand nimmt.<br />

Seite 44<br />

04<br />

05<br />

JUGENDBOTSCHAFTER*INNEN<br />

CHANGEMAKER!<br />

Einen Unterschied machen 63<br />

Das Jugendbotschafter*innen-Gremium 66<br />

„Wir wollen was ändern!“ Kadaf, Miriam, Jera<br />

und Stefan im Interview 70<br />

HELFEN UND MITMACHEN<br />

Wir bewegen München, machen Sie mit! 75<br />

Nachhaltig und sinnstiftend wirken: Corporate<br />

Social Responsibily (CSR) mit <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> 76<br />

Unsere langjährigen Förder*innen 82<br />

Unsere Hauptförder*innen 83<br />

Spendenaktionen 84<br />

MISCH MIT!: 200 Meter Graffitikunstwerk<br />

mit Appell an unsere Stadtgemeinschaft.<br />

Seite 70<br />

Seite 58<br />

„War dann irgendwie wie Domino, eins nachdem<br />

anderen ist so für uns auf den Platz gefallen.“<br />

Lernen Sie Basira, Jacob, Karolina und Viktoria kennen.<br />

06<br />

Pressespiegel 86<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> #mutwear-Kollektion 88<br />

Impressum 90<br />

„Jugendliche haben viel mehr zu sagen, als man<br />

uns zutraut.“ Erfahren Sie mehr über das Engagement<br />

unserer Jugendbotschafter*innen und ihre Motivation<br />

im Interview mit Kadaf, Miriam, Jera und Stefan.<br />

8 9


<strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong><br />

DAFÜR STEHEN WIR<br />

Alle Kinder sollten mit dem Gefühl aufwachsen,<br />

dass ihnen die Welt offensteht,<br />

unabhängig ihres persönlichen Hintergrunds.<br />

Als unabhängige, gemeinnützige Organisation steht <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

für innovative, ganzheitliche Bildungsarbeit für benachteiligte Kinder<br />

und Jugendliche (im Alter von ca. 12 bis 21 Jahren).<br />

Mit einem bedarfsorientierten, partizipativen Programm fördern wir an<br />

den wesentlichen Schlüsselstellen des Lebens eine positive Entwicklung.<br />

Dabei setzen wir da an, wo Elternhaus, Schule und städtische Institutionen<br />

ihre Grenzen erreichen.<br />

Unser Ziel ist es, benachteiligte junge Menschen, die in einem problematischen<br />

finanziellen und/oder sozialen Umfeld aufwachsen, in die Gesellschaft zu<br />

integrieren und sie nachhaltig zu beteiligen. Es geht um Chancengerechtigkeit,<br />

Teilhabe, Vermittlung von Wissen, Kompetenzen und die Prägung eines gesunden<br />

Selbstwertgefühls.<br />

Als verlässliche Mutmacher*innen und gesellschaftliche Brückenbauer*innen<br />

schaffen wir ein Bewusstsein für die Potentiale derjenigen, die unsere Zukunft<br />

gestalten werden: unsere Kinder und Jugendlichen.<br />

Dabei setzen wir nicht auf kurzfristige Effekte, sondern auf eine langfristige<br />

Perspektive! Die neugeschaffenen Möglichkeiten zur Teilhabe und Gleichbehandlung<br />

verankern wir auf breiter Basis dauerhaft in unser Münchner Stadtleben.<br />

Wir machen #mutaufzukunft!<br />

01<br />

11


UNSERE GESCHICHTE<br />

„SOZIALE TEILHABE UND<br />

EIN UNEINGESCHRÄNKTER<br />

ZUGANG ZU AUSSER-<br />

SCHULISCHEN ANGEBOTEN<br />

IM BEREICH BILDUNG, KULTUR<br />

UND FREIZEIT SIND FÜR DIE<br />

KINDLICHE SOZIALISATION<br />

VON ZENTRALER BEDEUTUNG.“<br />

DIE REALITÄT<br />

München ist eine Stadt der Lebensfreude, eine<br />

wirtschaftliche und kulturell blühende Metropole<br />

mit einer Vielzahl von Möglichkeiten zur<br />

persönlichen Entfaltung, Weiterbildung und mit<br />

einem vielseitigen Freizeitangebot.<br />

In keiner deutschen Stadt ist Armut jedoch so<br />

wenig sichtbar wie in München. Laut des Münchner<br />

Armutsberichts 2022 lebt bereits mehr als ein<br />

Fünftel der Stadtbevölkerung in Armut oder ist von<br />

Armut bedroht. Allein über 45.000 Kinder und<br />

Jugendliche unter 18 Jahren sind von staatlichen<br />

Transferleistungen abhängig. Die soziale Notlage<br />

vieler Menschen, insbesondere von Kindern und<br />

Jugendlichen, verhindert eine echte Teilhabe am<br />

städtischen Leben und Erleben. Perspektiven<br />

und Lebensplanungen sind dadurch extrem eingeschränkt,<br />

ein Scheitern leider oft vorgezeichnet.<br />

Die gesellschaftlichen Rollen werden viel zu früh<br />

ungleich verteilt. Vielen jungen Menschen bleibt<br />

eine positive Entwicklung zu engagierten und<br />

gleichberechtigten Mitgliedern unserer Stadtgemeinschaft<br />

verwehrt.<br />

WIE ALLES BEGANN<br />

Gründerin Mara Bertling ist der festen Überzeugung,<br />

dass alle Kinder mit dem Gefühl aufwachsen<br />

sollten, dass ihnen die Welt offensteht<br />

und sie alles erreichen können, was sie sich vornehmen,<br />

egal, aus welchen Verhältnissen sie<br />

kommen. Für sie sind solidarisches Handeln und<br />

eine faire Stadtgesellschaft notwendig für ein<br />

nachhaltiges und lebenswertes Miteinander.<br />

Die diplomierte Sozialpädagogin, Sozialmanagerin<br />

und Public Relations-Fachwirtin BAW startete<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> zunächst als Initiative unter<br />

der Trägerschaft des Münchner Vereins für<br />

Sozialarbeit e. V. (VFS). 2014 gelang es ihr, im<br />

Rahmen einer Ausgliederung, <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

als eigenständigen, gemeinnützigen Verein<br />

zu gründen. 2020 folgte der nächste Schritt:<br />

Aus dem Verein entstand eine gemeinnützige<br />

Gesellschaft, die <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gGmbH.<br />

Mit ihrem wachsenden Team setzt Mara Bertling<br />

sich mit Herzblut, Überzeugung und Engagement<br />

für faire Startbedingungen und Chancengerechtigkeit<br />

ein.<br />

(S. Tophoven, T. Lietzmann,<br />

S. Reiter, C. Wenzig (IAB):<br />

„Aufwachsen in Armutslagen:<br />

Zentrale Einflussfaktoren<br />

und Folgen für die soziale<br />

Teilhabe.“ Bertelsmann<br />

Stiftung, 2018: S. 56)<br />

12 13


UNSER TEAM<br />

AUS VOLLER<br />

ÜBERZEUGUNG UND MIT<br />

HÖCHSTEM ENGAGEMENT<br />

SETZEN WIR UNS FÜR<br />

EIN ZUKUNFTSFÄHIGES<br />

WIR EIN, VON DEM AM ENDE<br />

ALLE PROFITIEREN.<br />

Katja Schubert<br />

Programmleitung<br />

Mara Bertling<br />

Gründerin & geschäftsführende<br />

Gesellschafterin<br />

Veronika Hofstätter<br />

Kommunikation<br />

Stefanie Lill<br />

Assistenz der Geschäftsführung<br />

Elisa Dudda<br />

Projektmanagement<br />

(in Elternzeit)<br />

Bettina Weber am Bach<br />

Projektmanagement<br />

Dr. Rebecca Gutwald<br />

Projektmanagement<br />

Anne Petersen-Landwehr<br />

Projektmanagement<br />

Florian Pittel<br />

Werkstudent<br />

Nitisha Khatri<br />

Werkstudentin<br />

Über 30 Fachkräfte &<br />

mehr als 100 Ehrenamtliche<br />

unterstützen das Team.<br />

Laya<br />

Happiness Management<br />

15


WIR MACHEN<br />

JUNGE MENSCHEN<br />

STARK FÜR EIN<br />

SELBSTBESTIMMTES<br />

LEBEN.


UNSERE<br />

ZIELGRUPPE<br />

UNSERE<br />

PROGRAMME<br />

Die Zielgruppe von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> sind benachteiligte Kinder und Jugendliche, die<br />

in einem problematischen finanziellen und/oder sozialen Umfeld aufwachsen, deren Zugang<br />

zu Informationen über Möglichkeiten und Perspektiven dadurch erschwert wird und<br />

die entsprechend nicht „mitgenommen“ werden. Es geht um junge Menschen, die sich<br />

ausgegrenzt fühlen, hinter anderen zurückstehen müssen und um diejenigen, die sich bereits<br />

enttäuscht von der Gemeinschaft zurückziehen. Doch wie gelingt es uns, Kinder und<br />

Jugendliche, die oft nur ihr eigenes Viertel kennen und ihre Perspektiven eher als<br />

beschränkt wahrnehmen, mit unseren Angeboten zu erreichen?<br />

UNSERE ZIELGRUPPENANSPRACHE<br />

Unsere Kontaktaufnahme zu jungen Menschen erfolgt dort, wo sie einen Großteil ihres<br />

Tages verbringen, wie z. B. der Schule. <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> arbeitet seit Jahren eng mit<br />

festen Sozialpartner*innen zusammen und zielt dabei stets auf eine dauerhafte Entwicklungspartnerschaft<br />

ab. Durch diese Kooperationen wird das sogenannte „Gießkannenprinzip”<br />

vermieden und ein bereits vertrauter Rahmen bietet den jungen Menschen<br />

Sicherheit. <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> nimmt dabei weder die Rolle eines schulischen Vertreters<br />

noch eines Amtes ein. Immer öfter eilt uns inzwischen unser Ruf als Partner auf Augenhöhe<br />

mit spannenden Angeboten voraus und unterstützt die Kontaktaufnahme. Sowohl bei<br />

langjährigen als auch bei neuen Kooperationspartner*innen legen wir großen Wert auf<br />

umfassende Kommunikations- und Informationsmaßnahmen, um unsere Angebote bekannt<br />

und verständlich zu machen. So machen wir regelmäßig Veranstaltungen für Schüler*innen<br />

direkt an den Schulen und anderen städtischen Orten. Vor allem die unmittelbare Kontaktaufnahme<br />

in den Schulklassen ist Ziel unserer Kampagnen, die maßgeblich durch die<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Jugendbotschafter*innen durchgeführt werden.<br />

Als Absolvent*innen der <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Programme erzählen sie authentisch und<br />

nahbar von ihren eigenen Erfahrungen und ermutigen als Vorbilder die Schüler*innen,<br />

es ihnen gleich zu tun und ihr Leben in die Hand zu nehmen. Begleitend erreichen wir die<br />

Jugendlichen durch altersgerechte Kommunikationsmaßnahmen, z. B. über Social-Media,<br />

Materialien mit QR-Code Verlinkungen etc., die ihren Gewohnheiten und Präferenzen<br />

entsprechen. Eine möglichst niedrigschwellige Kontaktaufnahme und problemlose<br />

Anmeldung sind uns dabei besonders wichtig.<br />

Junge Menschen haben bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> die Möglichkeit, langfristig<br />

an allen Programmen, Angeboten und Projekten teilzunehmen. Dieses<br />

ganzheitliche, nachhaltige Unterstützungs- und Förderangebot ist einzigartig<br />

und verdeutlicht unser Verständnis von echter Teilhabe, Partizipation<br />

und Gemeinschaft.<br />

BASISPROGRAMM<br />

LET’S GO!<br />

Alter: 12 – 21 Jahre<br />

Ermöglicht durch ein vielseitiges,<br />

niedrigschwelliges Programm in<br />

den Bereichen Bildung, Kultur und<br />

Sport den Einstieg und die aktive<br />

Teilhabe am gesellschaftlichen<br />

Leben der Stadt.<br />

» Lesen Sie mehr ab Seite 31<br />

BILDUNGS-<br />

PROGRAMM<br />

NO LIMITS!<br />

Alter: ca. 13 – 21 Jahre<br />

Legt den Fokus auf die Persönlichkeitsentwicklung<br />

der Teilnehmer*innen,<br />

die im Programm ihre Stärken identifizieren,<br />

Kompetenzen und Selbstvertrauen<br />

erlernen und gezielte<br />

Unterstützung bei der schulischen/<br />

beruflichen/akademischen Entwicklung<br />

erhalten.<br />

» Lesen Sie mehr ab Seite 49<br />

JUGEND-<br />

BOTSCHAFTER*INNEN<br />

CHANGEMAKER!<br />

Alter: ca. 14 – 27 Jahre<br />

Als Absolvent*innen unserer<br />

Programme wirken sie aktiv als<br />

Gremium beratend und repräsentativ<br />

mit und schlagen eine bedeutungsvolle<br />

Brücke zwischen der Zielgruppe,<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

und der Öffentlichkeit.<br />

» Lesen Sie mehr ab Seite 63<br />

AKTUELLE SOZIALPARTNER*INNEN<br />

Heilpädagogisches Centrum Augustinum, Mittelschule an der Feldbergstraße, Mittelschule<br />

am Inzeller Weg, Mittelschule an der Leipziger Straße, Mittelschule an der<br />

Lehrer-Wirth-Straße, Mittelschule an der Simmernstraße, Mittelschule an der Stuntzstraße,<br />

Mittelschule an der Toni-Pfülf-Straße, Mittelschule an der Waliser Straße,<br />

Münchner Kindl-Heim, Notunterkünfte für wohnungslose Familien der Landeshauptstadt<br />

München,Schutzstelle am Westpark, Tillmann Kinder- und Jugendhaus, Münchner<br />

Waisenhaus, Kinder- und Jugendtreff Zeugnerhof.<br />

18 19


WIRKUNG UND<br />

ERFOLGE<br />

AUSZEICHNUNGEN<br />

Kinder & Jugendliche schreiben sich nicht ab,<br />

sondern ihre Zukunft neu.<br />

Über 1000 Kinder und Jugendliche profitieren jedes<br />

Jahr von unseren Angeboten. Bei diesen Zahlen<br />

kommen wir manchmal selbst ins Staunen, wenn wir<br />

an unsere Gründungsgeschichte denken. Ohne<br />

Finanzierungsgrundlage und Partner*innennetzwerk,<br />

aber mit viel Überzeugung, Optimismus und Hartnäckigkeit<br />

wuchs die Idee zu einer breit angelegten,<br />

innovativen Initiative: <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>.<br />

Auszeichnung des Euclid Network an<br />

Mara Bertling als eine der „Top 100 Women<br />

in Social Enterprise in Europe 2021“<br />

Engagementpreis der Landeshauptstadt<br />

München „Münchens ausgezeichnete<br />

Unternehmen 2020″<br />

Innerhalb weniger Jahre gelang es mit vielen kleinen<br />

Etappenzielen, das Engagement auszubauen und<br />

aus der Idee einer chancengerechten Gesellschaft<br />

Schlagkraft zu entwickeln. Das war und ist natürlich<br />

nicht immer leicht. Hürden mussten und müssen<br />

überwunden, Finanzierungspartner*innen gefunden,<br />

Menschen begeistert werden. Heute lässt uns ein<br />

wachsendes Netzwerk an Partner*innen und<br />

Unterstützer*innen mit Zuversicht in die Zukunft<br />

blicken.<br />

„Social Impact-Preis 2020″ des Deutschsprachigen<br />

Dachverband für Positive<br />

Psychologie e. V.<br />

„Top 10 Projekte des Jahres 2020″ beim<br />

LupoLeo Award, dem größten Förderpreis für<br />

soziales Engagement in Deutschland<br />

10.500<br />

Kinder & Jugendliche,<br />

die bereits von<br />

unseren Angeboten<br />

profitierten.<br />

643<br />

SEIT 2014<br />

Projekte,<br />

die wir für junge Menschen<br />

seit 2014 bereits<br />

realisierten.<br />

221.926<br />

Stunden<br />

Aufmerksamkeit,<br />

die wir jungen Menschen<br />

bisher schenkten.<br />

1.000 +<br />

Ideen,<br />

die mit Ihrer<br />

Unterstützung Wirklichkeit<br />

werden können.<br />

Jede Mühe lohnt sich, denn unsere Arbeit wirkt!<br />

Jugendliche, die sich für unsere Programme anmelden,<br />

sehen für ihre Zukunft oft wenig Perspektive. Wir<br />

schenken die Aufmerksamkeit und konkrete Unterstützung,<br />

die für eine positive Entwicklung maßgeblich<br />

sind. Viele Erfolgsgeschichten junger Menschen und<br />

die Ergebnisse unserer Programmevaluation liefern<br />

die Beweise. Gemeinsam erleben und belegen wir<br />

die ersten Erfolge in Richtung eines gestärkten Selbstbewusstseins<br />

bis hin z. B. zum erfolgreich absolvierten<br />

Schulabschluss. Von der Mittelschule zum motivierten<br />

Auszubildenden oder gar zur Studentin? Ja, das geht!<br />

„Stern des Jahres 2013″ der Abendzeitung<br />

München, Kategorie Engagement,<br />

Mara Bertling, Initiative <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

21


EVALUATION DES SOCIAL IMPACTS<br />

Unser Ziel ist, durch wirkungsorientiertes Denken und Handeln die einflussreichste<br />

Vertretung unserer Zielgruppe in München zu werden und in<br />

professionellen Partnerschaften, Wirtschaft und Politik bei der Übernahme<br />

lokaler sozialer Verantwortung zu unterstützen.<br />

Mit diesem Anspruch initiierten wir bereits zu Beginn des Jahres 2022, unterstützt durch unseren<br />

Förderpartner, Knorr-Bremse Global Care e. V., das Projekt „Evaluation 2.0“ und bildeten ein<br />

Kompetenzteam, das sich diesem Thema seither intensiv widmet.<br />

Gerne möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick in unsere Vorgehensweise ermöglichen und<br />

orientieren uns dazu an den wie folgt abgebildeten Entwicklungsschritten der letzten zwei Jahre.<br />

1. WIRKUNGSLOGIKEN<br />

Um die Wirkung unseres Handelns messbar und bewertbar zu machen, stand zunächst eine<br />

analytische Betrachtung der beabsichtigten Wirkung unserer Aktivitäten auf unsere Zielgruppe<br />

(Kinder und Jugendliche) und übergeordnet auf die Münchner Stadtgesellschaft – im Kontext<br />

unserer Vision – auf dem Programm.<br />

Die Ergebnisse finden sich nun in stark verdichteten Wirkungszielen in der Wirkungstreppe bzw.<br />

der <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> Wirkungslogik wieder und bilden das Gerüst und die Leitplanken für die<br />

im Anschluss entwickelten Wirkungslogiken unserer drei Programmbereiche.<br />

Dieser sehr aufwändige Prozess beinhaltete auch, all unsere Aktivitäten auf den Prüfstand zu<br />

stellen. Passen die einzelnen Programmangebote zu unserer Logik und den damit verbundenen<br />

Wirkungszielen? Sind wir auf dem richtigen Weg?<br />

Diese Fragestellungen und Überlegungen stellten unser Programmangebot nicht nur in dieser<br />

Phase wirkungsorientiert auf den Prüfstand. Für die inhaltliche Weiterentwicklung sind sie<br />

mittlerweile ausschlaggebend.<br />

1<br />

Entwicklung von Wirkungslogiken<br />

2<br />

Entwicklung eines Evaluationsdesigns<br />

für die relevantesten Indikatoren auf<br />

Basis der Wirkungslogiken<br />

4<br />

Reflexion des Piloten<br />

in Bezug auf das Evaluationsdesign,<br />

die Machbarkeit und die organisationalen<br />

Abläufe<br />

3<br />

Durchführung eines Piloten<br />

• Erhebung der Daten durch die Workshopleitungen<br />

• Verarbeitung und Nutzung der Daten durch<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>: Digitalisierung, Auswertung,<br />

Interpretation und Kommunikation im Sinne<br />

des Wirkmodells<br />

5<br />

Anpassung der Evaluationsarchitektur<br />

Was muss geändert, geschärft und/oder<br />

ausgebaut werden, um die Wirkungsziele<br />

zu erreichen?<br />

6<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> ist in der Lage,<br />

Wirkmodelle als Basis zur Adaption,<br />

Evaluation und Kommunikation aller<br />

Projekte zu nutzen!<br />

Unsere Wirkungslogik verdeutlicht – vereinfacht gesagt – welche Wirkungsziele eine bestimmte<br />

Maßnahme (z. B. ein sozialpädagogisches Projekt) im Hinblick auf Zielgruppe und Gesellschaft verfolgt<br />

und wie diese Ziele erreicht werden sollen. Somit ermöglichen uns Wirkungslogiken systematisch<br />

zu überprüfen, ob bzw. inwieweit sie ihre Wirkungsziele erreichen und ob die angenommenen<br />

Wirkmechanismen belastbar sind.<br />

22 23


2. EVALUATIONSDESIGN<br />

Basierend auf den entwickelten Wirkungslogiken designten wir im nächsten Projektschritt<br />

ein Evaluationssystem, mit dessen Hilfe wir die Wirkung unseres Handelns messen und bewerten<br />

können. Dazu gehörte, neben der Definition von aussagekräftigen Indikatoren zur Abbildung<br />

unserer Wirkungsziele, auch die Entwicklung unterschiedlicher Methoden zur Messung dieser<br />

Indikatoren. Dabei war es uns von Anfang an wichtig, eine gute Balance zwischen sozialwissenschaftlicher<br />

Güte und praktischer Anwendbarkeit zu finden; nicht zuletzt auch deshalb, weil<br />

unsere Erfahrungen aus früheren Evaluationsprojekten zeigten, dass ein strikt sozialwissenschaftliches<br />

Vorgehen bei der Datenerhebung mit Blick auf unsere Zielgruppe nicht zwangsläufig<br />

zielführend ist.<br />

3./4./5. PILOTIERUNG, REFLEXION UND ANPASSUNGEN<br />

Die im Rahmen des Projekts „Evaluation 2.0“ angestoßenen Entwicklungen<br />

werden wir weiterhin kontinuierlich vorantreiben, um aktiv dazu beizutragen,<br />

entsprechend unserer <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Wirkungslogik, München und<br />

unsere Gemeinschaft offen, integrativ und chancengerecht für alle jungen<br />

Menschen und uns alle zu machen.<br />

Unser Modul ENTDECKE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN im Bildungsprogramm NO LIMITS! bot eine<br />

hervorragende Basis für die Pilotierung der Wirkungsmessung, an dem 75 Jugendliche in fünf<br />

Parallelgruppen innerhalb von sechs Monaten an jeweils 16 Workshops teilnahmen.<br />

Hierfür konzipierten wir eine Evaluationsarchitektur mit insgesamt fünf multimodalen<br />

Erhebungsformaten, die integral in das didaktische Konzept der Workshops eingebettet wurden.<br />

Mit Hilfe dieser Erhebungsformate wurden Daten aus Selbst- und Fremdeinschätzungen<br />

(u. a. Teilnehmende, Workshopleitungen, Sponsoren) mit Blick auf die Qualität, Ergebnisse<br />

als auch Bedürfnisse und Einschätzungen aller Beteiligten erhoben.<br />

Die systematische Durchführung ermöglichte, Learnings bereits im Prozessverlauf anzupassen<br />

und bildete die Basis des Modelllernens für alle Programm- und Projektleitenden von<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>, womit im Folgeprozess ein Rollout auf weitere Programmbereiche<br />

ermöglicht wurde.<br />

6. ERFOLGSGESCHICHTE UND WEITERENTWICKLUNG<br />

Mittlerweile verfügen wir über ein an sozialwissenschaftliche Standards orientiertes Evaluationssystem,<br />

das unterschiedliche Erhebungsmethoden (z. B. One-Item-Measures, Skalierungsfragen,<br />

Verhaltensbeobachtungen) nutzt und diese grundlegend in unser didaktisches Konzept einbettet.<br />

Notwendige Rollen, Strukturen und Abläufe konnten etabliert werden und helfen künftig,<br />

unsere Wirkungsmessung zu verstetigen und vor allem laufend weiterzuentwickeln.<br />

Eine digitale Infrastruktur, die die Wirkungslogiken und Indikatorensets widerspiegelt, bietet<br />

die notwendige Plattform, um alle wirkungsrelevanten Daten aus den einzelnen Programmen,<br />

Projekten und Angeboten zusammenzuführen, zu analysieren und in unserem Verständnis –<br />

als lernende Organisation – auszuwerten.<br />

Ein organisationsweites Monitoring erfasst zudem, wie viele Projekte und Angebote<br />

in den Programmbereichen erbracht werden und wie viele Jugendliche, Partner*innen und<br />

Sponsor*innen diese in Anspruch nehmen.<br />

Alexandra Rappl<br />

Mitglied bei Knorr-Bremse Global Care e. V. und Director Global Financ.<br />

Planning & Analysis, Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH<br />

„Als langjähriger Förderer von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> liegt es uns nicht nur am<br />

Herzen, sozial benachteiligte Jugendliche zu unterstützen. Es ist uns ebenso<br />

ein Anliegen, dass <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> die dafür wirksamsten Werkzeuge<br />

und Maßnahmen wählen kann. Der Aufbau eines qualitativ hochwertigen<br />

Monitoring- und Evaluierungssystems bietet die Möglichkeit, die erzielten<br />

Wirkungen der Arbeit in systematisch-kontinuierlicher Weise zu erfassen.<br />

Nicht zuletzt mit dem Ziel, die vielfältigen Programme an sich verändernde<br />

Bedürfnisse der Zielgruppe anzupassen und sich stets einer kritischen Selbstreflektion<br />

zu unterziehen – ganz im Sinne einer lernenden Organisation.“<br />

Katja Schubert<br />

Programmleitung <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

„In der Zusammenarbeit unseres internen Kompetenzteams mit externer<br />

Unterstützung von Ann-Kathleen Berg (Organisationspyschologin) und<br />

Johann Gutzmer (Sozial- und Motivationspsychologe) haben wir die Pilotierung<br />

unseres zweijährigen Evaluationsprojektes abgeschlossen. Die Learnings<br />

aus dieser Pilotphase sind in die Verstetigung unserer Prozesse eingeflossen.<br />

Unser innovatives Evaluationsdesign bietet uns nicht nur die Chance, die<br />

eigene Wirksamkeit zu maximieren, sondern auch die Möglichkeit, unsere<br />

eigenen Programme immer wieder zu hinterfragen und zu optimieren.<br />

Aus unserer Sicht ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.“<br />

24 25


PARTNERSCHAFTEN, KOOPERATIONEN<br />

UND NETZWERKE<br />

FINANZIERUNG<br />

... oder warum <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> ohne starke Partner*innen nicht funktionieren kann.<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> lebt nicht nur von ungeheuer<br />

viel Herzblut, Energie, Überzeugung und Optimismus,<br />

sondern in hohem Maße von starken<br />

Partnerschaften, nachhaltigen Kooperationen<br />

und einem wachsenden Netzwerk. Menschen aus<br />

unterschiedlichsten Kontexten unserer Stadtgesellschaft<br />

schließen sich uns an, teilen sowohl<br />

unsere Mission von fairen Startbedingungen<br />

für alle jungen Menschen als auch die Vision<br />

einer gerechteren, sozialeren Gemeinschaft<br />

für uns alle. Sie nutzen ihre Zeit, ihre Stimme<br />

und ihr Netzwerk, um durch die Unterstützung<br />

von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> etwas für Kinder und<br />

Jugendliche in München zu bewegen.<br />

Unseren Botschafter*innen Willy Astor,<br />

Luise Kinseher, Mark Mast, Max Uthoff und<br />

Konstantin Wecker danken wir an dieser<br />

Stelle sehr herzlich für ihr Engagement!<br />

Werden auch Sie Multiplikator*in für<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>: Unterstützen Sie uns<br />

und werden Sie Mutmacher*in für junge<br />

Menschen in unserer Stadt.<br />

Kein professionell geführtes Projekt<br />

funktioniert ohne starke Partner*innen<br />

und Unterstützer*innen!<br />

Besonders dann nicht, wenn es sich um ein<br />

nachhaltig angelegtes, soziales und gesellschaftliches<br />

Engagement handelt. Wir sehen uns<br />

immer wieder mit der Erwartungshaltung<br />

konfrontiert, dass „sozial“ automatisch auch<br />

„umsonst“ bedeutet.<br />

Leider ist das jedoch ein Trugschluss. Für<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> arbeiten Menschen mit Knowhow<br />

aus den unterschiedlichsten Professionen, die<br />

mit außerordentlich viel Engagement, einer großen<br />

Portion Mut, Optimismus und Energie antreten,<br />

um unsere Gesellschaft mitzugestalten und einen<br />

positiven Beitrag zu leisten. Sehr viele Menschen<br />

schenken uns ihre Zeit und ihr Wissen auf ehrenamtlicher<br />

Basis, opfern freie Tage, Abende und<br />

Wochenenden. Ohne dieses unglaublich wichtige<br />

Engagement wäre Vieles gar nicht möglich.<br />

Aber es geht eben nicht ausschließlich mit ehrenamtlicher<br />

Arbeit.<br />

SIEHE<br />

AUCH UNTER<br />

MITMACHEN<br />

Für unsere professionellen Fachkräfte ist es nicht<br />

nur Berufung, es ist ihr Beruf. Projekte einer<br />

gewissen Größenordnung erfordern eben auch<br />

ein wahres Vollzeitengagement. Eine breit angelegte<br />

Initiative, wie die von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>,<br />

braucht eine zentrale und verlässliche Steuerung<br />

und Koordination für alle Mitarbeiter*innen in<br />

Vollzeit, für Honorarkräfte und für das große<br />

Netzwerk ehrenamtlicher Mitarbeiter*innen. Hinzu<br />

kommen die direkten Kosten der Realisierung, z. B.<br />

für Fahrten, Verpflegung, Ausrüstung, Transporte,<br />

Unterkünfte, Materialien jeglicher Art, Workshops,<br />

sportliche Aktivitäten u. v. m. All das muss sich in allen<br />

Projektbudgets abbilden. Während alle Partner*innen<br />

und Unterstützer*innen „ihr“ Projekt bei uns also<br />

immer in guten Händen wissen, bereiten wir schon<br />

das Nächste vor, wickeln das Letzte ab, konzipieren<br />

Projekte für die Zukunft und halten während dieser Zeit<br />

die Kommunikation zu Partner*innen, Helfer*innen<br />

und natürlich zu unserer Zielgruppe, den Kindern<br />

und Jugendlichen, aufrecht. Unsere Projekte werden<br />

stets so kalkuliert, dass das zur Verfügung gestellte<br />

Budget nur im Rahmen des unterstützten Projekts<br />

eingesetzt wird. Bei der Berechnung der anfallenden<br />

Verwaltungskosten orientieren wir uns selbstverständlich<br />

an der empfohlenen Quote des DZI<br />

(Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen) und<br />

achten stets darauf, die Verwaltungskosten so niedrig<br />

wie möglich zu halten. Gerade deshalb brauchen wir<br />

Partner*innen und Spender*innen, die die Projekte<br />

ebenfalls ganzheitlich und nachhaltig betrachten und<br />

sich für die Fortführung und Entwicklung unserer<br />

Projekte engagieren – dann sind wir in der Lage<br />

Großes zu bewirken!<br />

AUF SEITE<br />

75<br />

Ein herzliches Danke geht an dieser Stelle<br />

an die ALR Treuhand GmbH, die uns als<br />

Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsgesellschaft<br />

pro bono betreut.<br />

26<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Graffitikunstwerk<br />

in der Thalkirchner Straße<br />

27


UNSERE HAUPTFÖRDER*INNEN<br />

Dr. Tobias Rosenthal<br />

Vorsitzender des Beirats Baerlocher GmbH<br />

„Respekt, Integrität, Exzellenz, das sind die Werte mit denen wir uns als Unternehmen identifizieren<br />

und die auch unserem sozialen Engagement zu Grunde liegen. Wir unterstützen das „NO LIMITS!“-<br />

Programm von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> finanziell und durch das Engagement unserer Mitarbeiter, die<br />

an den Workshops teilnehmen. An der Seite von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> möchten wir den Jugendlichen<br />

„Mut auf Zukunft“ machen. Mut sich die eigene Zukunft vorzustellen, Mut sie zu gestalten, eigene<br />

Stärken zu erkennen und sie zu fördern und sich dabei selbst als wertvollen Teil der Gesellschaft<br />

zu erleben. Das alles ermöglicht das „NO LIMITS!“-Programm und deshalb unterstützen wir<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gerne in ihrem Einsatz für Chancengerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.“<br />

Theresa Silbereisen<br />

Marketingleiterin LEGO GmbH<br />

„Als Unternehmen ist es seit jeher unsere höchste Priorität, Kinder zu inspirieren und in<br />

ihrer selbstbestimmten Entwicklung zu stärken, denn sie werden unsere zukünftige Welt<br />

gestalten. Spielerisches Lernen ist für Kinder und ihre Entwicklung elementar, um ihre<br />

Stärken zu entdecken, ihre Talente zu entfalten und sich bestärkt zu fühlen. Und jedes<br />

Kind weltweit sollte das Recht und die Chance bekommen, beim Spielen wichtige Zukunftskompetenzen<br />

zu entwickeln und dabei Spaß zu haben. Deshalb sind wir seit vielen Jahren<br />

überzeugter Partner der <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gGmbH und unterstützen ihre Projekte mit<br />

finanziellen Mitteln, LEGO Volunteering-Aktivitäten und Produktspenden. Wir danken<br />

allen Mitarbeiter/innen der <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gGmbH für die wunderbare Partnerschaft<br />

und gratulieren herzlich zum 10. Geburtstag.“<br />

Ralph Heuwing<br />

Partner & Head of DACH PAI Partners<br />

„Herzlichen Glückwunsch zu 10 Jahre <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>. Die Mission von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>, jungen<br />

benachteiligten Menschen faire Startbedingungen zu schaffen, finden wir großartig! München ist unser<br />

Zuhause und wir stehen mit voller Überzeugung finanziell, aber auch personell durch das starke<br />

Engagement unserer Mitarbeiter*innen im CSR-Projekt in NO LIMITS! <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> zur Seite:<br />

Für eine bessere, zukunftsfähige Gemeinschaft, die damit beginnen muss, allen jungen Menschen<br />

#mutaufzukunft zu machen. Die intensive Zusammenarbeit mit den Jugendlichen erfahren wir als<br />

eine echte Win-win-Situation für beide Seiten.“<br />

Julia Daboul<br />

Marketing & Communications, PIMCO Prime Real Estate GmbH<br />

„Bildung ist der Schlüssel für die Zukunftsperspektiven der nächsten<br />

Generation und sichert die Innovationsfähigkeit unserer Gesellschaft.<br />

Die PIMCO Prime Real Estate GmbH fördert <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>, um einen<br />

Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit zu leisten und wir freuen uns über<br />

die Zusammenarbeit, um an außerschulischen Lernorten wichtige Impulse<br />

auf dem Bildungsweg der jungen Menschen zu setzen und ihnen Mut<br />

auf Zukunft zu geben.“<br />

Florian Schick<br />

Managing Partner bei Bregal Unternehmerkapital<br />

„Benachteiligte Jugendliche fit für das Leben zu machen, ist die Mission der gemeinnützigen<br />

Organisation <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>. Seit Gründung ist Bregal Unternehmerkapital (BU) einer der<br />

Hauptförderer der Einrichtung, die den Heranwachsenden Zugang zu Bildung, Kultur und<br />

Sport ermöglicht und den Erwerb von Kompetenzen fördert. Wir unterstützen <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

nicht nur finanziell. Vielmehr beteiligt sich unser Team an Workshops, um das eigene Wissen<br />

mit den Jugendlichen zu teilen, mit ihnen in den Dialog zu treten und dabei auch von ihren<br />

Ansichten zu lernen. Es bereitet uns große Freude, einen persönlichen Beitrag zu leisten und<br />

so die großartige Arbeit von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> zu unterstützen.“<br />

Mario Beinert<br />

Stellvertretender Vorsitzender des Vereinsvorstandes von Knorr-Bremse Global Care e. V.<br />

„München und soziale Notlagen? Sicherlich nicht der erste Gedanke, wenn wir an<br />

die bayerische Landeshauptstadt denken. Doch es ist Realität. Besonders für<br />

Kinder und Jugendliche. Seit Jahren. Jeden Tag. Seit Beginn der Zusammenarbeit<br />

von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> und Knorr-Bremse Global Care war es uns deshalb ein<br />

Herzensanliegen, gemeinsam verbesserte Bildungschancen für alle Kinder und<br />

Jugendliche zu realisieren. Uns verbindet vor allem eines: Gemeinsam möchten<br />

wir junge Menschen dazu ermutigen, neue Fähigkeiten zu erlernen und so ihr<br />

volles Potenzial zu entfalten. Dadurch werden sie darin bestärkt, sich aktiv an der<br />

Mitgestaltung einer demokratischen und integrativen Gesellschaft zu beteiligen –<br />

und sich damit für unser aller Zukunft einzusetzen!“<br />

Nathalie Lepper<br />

Leitung Gesellschaftliches Engagement, Landeshauptstadt München<br />

„Das Sozialreferat der Landeshauptstadt München unterstützt das Engagement<br />

von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> aus voller Überzeugung, dass hier junge Menschen aus<br />

unserer Stadt gesehen, abgeholt und empowert werden, ihr Leben selbst in die<br />

Hand zu nehmen. Die methodisch professionellen Ansätze in Kombination mit<br />

der menschlichen Seite, die hier an erster Stelle steht, überzeugen mich immer<br />

wieder von Neuem. Also wünsche ich mit Nenas „Zukunft wird aus Mut gemacht“<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> alles Gute auf dem weiteren Weg!“<br />

Max Wagner<br />

Geschäftsführer Beisheim Stiftung<br />

„Für die Beisheim Stiftung stehen vor allem die individuelle Entfaltung, mentale<br />

Gesundheit und gesellschaftliche, kulturelle sowie künstlerische Teilhabe im Fokus.<br />

Uns motiviert die Vision von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>, jungen Menschen #mutaufzukunft<br />

zu machen und ihre gesellschaftliche Integration zu fördern. Angesichts der vielfältigen<br />

Umweltfaktoren sind viele Jugendliche erheblichen Belastungen ausgesetzt,<br />

weshalb uns ihr psychisches Wohlbefinden besonders wichtig ist. Im Theaterprojekt<br />

von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> werden sie auf ihrem Weg in die Zukunft nicht nur gestärkt<br />

und ermutigt, sondern auch ihre Resilienz und Selbstwirksamkeit gefördert.<br />

Wir freuen uns, dazu beitragen zu können.“<br />

28 29


BASISPROGRAMM<br />

LET’S GO!<br />

TEILHABE FÜR ALLE<br />

Unsere Stadt ist unsere Heimat. Sie ist der Raum für ein<br />

Gemeinschaftsleben mit vielen schönen Momenten und<br />

Möglichkeiten als Grundlage für eine selbstbewusste<br />

und positive Entwicklung. Nehmen wir alle Kinder dahin mit.<br />

DIE PROBLEMSTELLUNG<br />

Viele junge Menschen werden schon früh aufgrund<br />

ihrer sozialen und finanziellen Herkunft von einer<br />

Integration und Teilhabe am Stadtleben ausgeschlossen.<br />

Die Mitgliedschaft in einem Sportverein,<br />

das Erlernen eines Instruments oder der Besuch<br />

eines Konzerts etwa ist für viele aufgrund ihrer<br />

Lebenssituation unmöglich. LET’S GO! bietet einen<br />

unkomplizierten und offenen Zugang zu Angeboten<br />

in den Bereichen Bildung, Kultur und Sport, um<br />

jungen Menschen Optionen aufzuzeigen, Interessen<br />

zu entwickeln, Motivation zu wecken und Teil<br />

einer Gemeinschaft zu werden. Und all das, ohne<br />

durch Hürden wie einer fehlenden Finanzierung<br />

ausgebremst zu werden.<br />

DIE ZIELGRUPPE<br />

Finanziell und sozial benachteiligte Kinder und<br />

Jugendliche, die wenig bis keinen Zugang zu<br />

Integration und Teilhabe am städtischen Leben<br />

haben.<br />

Alter: ca. 12 – 21 Jahre<br />

DARUM GEHT’S<br />

• Durch einen niedrigschwelligen Einstieg den<br />

ersten Schritt zur aktiven Teilhabe am gesellschaftlichen<br />

Leben ermöglichen.<br />

• Identifikation mit der Gesellschaft und das<br />

Erleben von Zugehörigkeit.<br />

• Vermittlung eines Grundverständnisses von<br />

Werten, Ethik und Moral.<br />

• Flexible Programmbausteine in den Bereichen<br />

Bildung, Kultur und Sport ermöglichen individuelle<br />

Förderung und Interessensentwicklung<br />

ohne Druck.<br />

• Gezielte Unterstützung zu Bedarfslagen in den<br />

Bereichen mentale Stärke durch Bewegung,<br />

Nachhilfe, Lerncoaching, Resilienzaufbau und<br />

Umgang mit Krisen.<br />

Im Sinne der positiven Psychologie agiert <strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong> als verlässlicher Ansprechpartner<br />

für die Teilnehmer*innen und begleitet junge<br />

Menschen oft über Jahre auf dem Weg in das<br />

Erwachsenenleben.<br />

03<br />

BILDUNG ÄNDERT ALLES!<br />

KULTUR VERBINDET!<br />

SPORT MACHT STARK!<br />

31


LET’S GO!<br />

IM ÜBERBLICK<br />

BILDUNG • KULTUR • SPORT<br />

KONTINUIERLICHE PROJEKTE<br />

AUS DEN BEREICHEN<br />

KÖRPERLICHE UND MENTALE<br />

GESUNDHEIT, SPORT,<br />

UMWELT UND NATUR,<br />

KUNST & KREATIVITÄT<br />

FERIENCAMPS & EVENTS<br />

RAUS AUS DEM<br />

ALLTAG UND<br />

INTENSIVIERUNG<br />

DER PROJEKT-<br />

SCHWERPUNKTE<br />

DURCH GEMEIN-<br />

SCHAFTSERLEBNISSE<br />

PODCAST MOVING MINDS<br />

THEMEN, DIE JUNGE<br />

MENSCHEN BEWEGEN<br />

• Lerncoaching/schulische<br />

Unterstützung<br />

• Theatergruppe<br />

• Ernährungs- & Koch-Workshops<br />

• Musikunterricht<br />

• Konzertbesuche<br />

• Tanz<br />

• Fußball<br />

• Boxen<br />

• Wanderungen<br />

u. v. m.<br />

• Naturerfahrungen<br />

• exklusive Kinoevents & Konzerte<br />

• Tages- & Mehrtagesausflüge<br />

außerhalb Münchens<br />

• Sportevents<br />

u. v. m.<br />

• Orientierung schaffen<br />

• Wissen vermitteln<br />

• Perspektivwechsel vermitteln<br />

• Expert*innentipps<br />

• Junge Menschen erzählen<br />

ihre Geschichte<br />

• Vorbilder kennenlernen<br />

MENTALE STÄRKE • SELBSTWIRKSAMKEIT • TEILHABE OHNE HÜRDEN • ZUGEHÖRIGKEIT • GEMEINSCHAFT<br />

LET’S GO!<br />

EIN BOOSTER FÜR KOPF, HERZ UND PHYSIS<br />

Skaten ausprobieren, Teil einer Theatergruppe werden, Werte wie Ausdauer<br />

verinnerlichen, Selbstbewusstsein aufbauen, Neues lernen, Graffitis gestalten,<br />

die eigene Neugier ausleben, Orte kennenlernen, Wandern gehen, Freundschaften<br />

schließen, Teil einer verlässlichen Gemeinschaft sein: Das und vieles<br />

mehr ist LET’S GO!<br />

Wie all unsere Programme und Projekte ist LET’S GO! in der Positiven Psychologie methodisch<br />

verankert, um junge Menschen zu befähigen, sich bestmöglich zu entwickeln und ein<br />

offenes, selbstbestimmtes Leben zu führen. Wir stellen ein umfassendes, ständig wachsendes<br />

Angebotsspektrum aus den drei Hauptbereichen Bildung, Kultur und Sport für junge<br />

Menschen zur Verfügung, um sie vielseitig unterstützen und ihre Bedürfnisse umfassend<br />

abdecken zu können. Basierend auf den Erfahrungen aus unserem Corona-Soforthilfeprogramm<br />

und der aktuellen Bedarfslage haben wir die thematischen Bereiche „Mentale Stärke<br />

durch Bewegung“, „Clever Lernen“ und „Coaching, Krisenmanagement & Resilienz“ sowie<br />

die Durchführung von Feriencamps mit vielseitigen Förderschwerpunkten fest in unser<br />

Programm integriert.<br />

STARK DURCHS LEBEN MIT LET’S GO!<br />

Mit unserem Basisprogramm bieten wir allen jungen Menschen, ganz unabhängig von ihren<br />

persönlichen Lebenslagen und finanziellen Mitteln, eine Vielzahl an Möglichkeiten zur aktiven<br />

Teilhabe. Dabei geben wir ihnen die Unterstützung, die sie brauchen, um mit Offenheit und<br />

Neugier statt Angst und Druck sich auszuprobieren und eigene Erfahrungen machen zu können.<br />

In unseren Projekten helfen wir Kindern und Jugendlichen Selbstwirksamkeit, mentale<br />

Stärke und intrinsische Motivation aufzubauen, um Herausforderungen mit erhobenem Kopf<br />

zu begegnen. Durch Gemeinschafts- und Erfolgserlebnisse unterstützen wir die Ausbildung<br />

eines gesunden Selbstbewusstseins. Das Arbeiten an Projekten mit Eigenverantwortung<br />

stärkt z. B. Interesse und Durchhaltevermögen. Die konstante Begleitung durch unser Team<br />

als Partner auf Augenhöhe vermittelt Verlässlichkeit und eine optimistische Sicht aufs Leben.<br />

Mit der Teilnahme an LET’S GO! machen junge Menschen die ersten positiven Schritte<br />

in ein selbstbestimmtes Leben und lernen dabei die Programm- und Projektwelt von<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> kennen, und das in ihrer eigenen Geschwindigkeit.<br />

LET’S GO! – Einfach mal JA sagen und losstarten.<br />

32 33


BILDUNG<br />

ÄNDERT<br />

ALLES!<br />

KULTUR<br />

VERBINDET!<br />

„Irgendwie hatte ich schon aufgegeben. Schule und ich, das<br />

wird nichts mehr, das hab ich gedacht. Der Druck war so groß.<br />

Die Leute vom Lerncoaching haben aber alles voll geändert.<br />

Da hab ich echt viel gelernt und weiß jetzt, wie ich den Überblick<br />

behalte, Hausaufgaben und so gut machen kann. Meine<br />

Noten sind auch viel besser geworden, weil ich weiß, wie ich<br />

mich auf Prüfungen vorbereiten kann, ohne großen Stress.<br />

Ich geh wieder ganz gern in die Schule jetzt.“ Elyias, 14<br />

„Das war schon echt krass mit dem Theater.<br />

Ich hatte ja gar keine Ahnung, was man alles<br />

braucht für so ein Stück. Über ein Jahr haben<br />

wir uns ein ganzes Stück ausgedacht und<br />

geschrieben. Mit den Themen, die wir zeigen<br />

wollten. Auch die Dialoge so gemacht, wie wir<br />

sie sagen würden, nichts künstlich oder so.<br />

Wir haben uns alles überlegt, auch die Outfits<br />

zum Beispiel. Es ist wirklich unser Stück<br />

geworden, sind voll als Gruppe zusammengewachsen,<br />

hatten richtig Spaß. Dann die Aufführung<br />

vor 200 Leuten, alle haben gecheert<br />

und geklatscht. Wir waren so happy danach!“<br />

Natascha, 15


SPORT<br />

MACHT<br />

STARK!<br />

WIRKUNG X 3<br />

LET’S GO!<br />

INDIVIDUELLE WIRKUNG<br />

• Wiederkehrende Lebenslust und Steigerung des Selbstwertgefühls<br />

• Überwindung von Ängsten<br />

• Verbesserung körperlicher und geistiger Gesundheit<br />

• Verbesserung schulischer Leistungsfähigkeit<br />

• Steigerung der Selbstwirksamkeit<br />

INSTITUTIONELLE WIRKUNG<br />

• Entlastung von Mittelschulen und Notunterkünften für<br />

wohnungslose Menschen<br />

• Unterstützung von Lehrer*innen und Erzieher*innen durch<br />

für die Problemlage qualifizierte Fachkräfte<br />

• Verbesserung des allgemeinen Stimmungsbildes in Institutionen<br />

• Verringerung von Gewalttaten und Mobbing<br />

„Ich mach voll gern Sport, ganz egal was es ist. Ich mag<br />

es, neue Sachen auszuprobieren und schauen, wie ich<br />

damit klarkomme. Ich konnte im Feriencamp zum<br />

Beispiel Stand-Up-Paddling ausprobieren. Ich bin zwar<br />

ins Wasser gefallen, aber gleich wieder drauf. Ich war<br />

auch beim Skaten und Boxen. Sport hilft mir, alles zu<br />

vergessen und mich voll auf mich zu konzentrieren.“<br />

Anton, 17<br />

GESELLSCHAFTLICHE WIRKUNG<br />

• Steigerung der Sichtbarkeit der Problemlage benachteiligter<br />

junger Menschen<br />

• Beitrag zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Funktionalität<br />

• Verminderung gesellschaftlicher Folgekosten durch Bekämpfung<br />

negativer Langzeitfolgen der Pandemie<br />

37


„MONTAG IST IMMER DER<br />

SCHÖNSTE TAG DER WOCHE.“ Leilani, 18<br />

UNSER THEATERPROJEKT<br />

Das <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Theaterprojekt ermöglicht nicht nur Raum für Kreativität,<br />

Ideen und Ausdruck. Es ist auch eine feste Anlaufstelle im Leben unserer jugendlichen<br />

Teilnehmer*innen. So ist die Probe ein fester Termin im wöchentlichen Kalender,<br />

aber vor allem der Tag, an dem die Jugendlichen ihre Freund*innen aus der Gruppe<br />

sehen, sich austauschen, gemeinsam essen und natürlich zusammen mit unserer<br />

Theaterpädagogin Friederike Wilhelmi kreatives Theater schaffen.<br />

Im Februar <strong>2023</strong> starteten die Jugendlichen im Alter zwischen 14 und 21 Jahren unter<br />

professioneller Anleitung mit den ersten Proben. Anstelle eines vorgegebenen Textes aus<br />

dem Dramenkanon übernahmen die Jugendlichen selbst die Rollen der Autor*innen.<br />

Szenen und Text entwickelten sie ausschließlich durch die Methodik der Improvisation,<br />

die unseren Teilnehmer*innen viel Raum für die Fokussierung auf Thema und Botschaft<br />

ihres Stücks gab. Diese Methodik spiegelt auch hier den Ansatz von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

wider, jungen Menschen eine Stimme für ihre Anliegen zu geben und dies – hier im Kontext<br />

einer künstlerischen Darbietung – offen nach außen tragen zu können. Neben regulären<br />

Proben konnten die Jugendlichen für ihre Rollen Einzelcoachings in Anspruch nehmen und<br />

Tanz- und Gesangsunterricht sorgte für eine rundum vielfältige Theatererfahrung und<br />

zusätzliche Abwechslung.<br />

JUNGE MENSCHEN MENTAL<br />

UND PHYSISCH STARK MACHEN:<br />

UNSERE FERIENCAMPS<br />

Um die Proben zu intensivieren und sich auf die am 31.1. und 1.2. bevorstehenden Aufführungen<br />

umfassend vorzubereiten, verbrachte die Theatergruppe im November zusammen<br />

mit Friederike Wilhelmi ein Probenwochenende in der Villa K – Kinderhaus am See<br />

in Pöcking am Starnberger See. Gemeinsam wurde an den letzten Textzeilen geschliffen,<br />

Szenen finalisiert und Kostüme sowie Requisiten erarbeitet und besprochen. Ein besonderes<br />

Highlight war der Workshop mit Tanzpädagogin Alina Al-Khadi, die mit den jungen<br />

Schauspieler*innen zwei Tänze einstudierte, welche den Ausdruck von Emotionen zeigen<br />

sollten: Eine besondere Idee für ihr Stück von den Jugendlichen.<br />

Über elf Monate arbeiteten die Jugendlichen mit Friederike Wilhelmi von der ersten<br />

Probe bis hin zu den beiden Aufführungen. Ein Zeitraum, der für junge Menschen herausfordernd<br />

ist, um so lange an einem Thema dranzubleiben und das Ziel vor Augen zu<br />

behalten. Doch der Spaß am kreativen Schaffen, die Wertschätzung in der Gemeinschaft<br />

und die enge Begleitung durch Friederike Wilhelmi machte und macht den Montag<br />

„zum schönste(n) Tag der Woche“.<br />

Was heißt denn eigentlich eine gesunde Lebensweise führen? So viele junge Menschen<br />

wie noch nie leiden unter psychischen Belastungen, die sich häufig durch Antriebslosigkeit<br />

und Erschöpfung äußern. Der anstrengende Alltag mit persönlichen und schulischen Herausforderungen,<br />

aber zu wenig Abwechslung und Bewegung verstärkt diese Problematik<br />

zusätzlich. Hier wirken wir mit unseren Feriencamps dagegen! In einem vielseitigen<br />

Programm widmen wir uns mit den Jugendlichen der körperlichen und mentalen Gesundheit<br />

auf altersgemäße, kreative und abwechslungsreiche Weise außerhalb ihres gewohnten<br />

Umfelds, was die Offenheit für neue Perspektiven fördert.<br />

Beide unserer Feriencamps (Pfingst- und Herbstferien) fanden in der Villa K – Kinderhaus<br />

am See in Pöcking am Starnberger See statt, ein Ort, der durch seine ländliche Lage und<br />

der direkten Nähe zum See für viele Jugendliche eine komplett neue, positive Erfahrung<br />

mit dem „Draußensein“ darstellt. Die Workshopformate drehten sich u. a. um gesunde Ernährung<br />

inklusive eines vegetarischen Kochkurses, philosophischen Gesprächsrunden zur<br />

Führung eines ausgeglichenen, glücklichen Lebens, erlebnispädagogische Angebote, wie<br />

z. B. einem Bewegungsparcour oder einem Waldspaziergang mit spielerischen Elementen,<br />

um Natur und Umgebung mit offenen Augen zu begegnen.<br />

„Ich habe noch nie selbst Feuer gemacht. Ich dachte nicht, dass wir es wirklich schaffen“,<br />

so einer unser Teilnehmer. Doch gemeinsam meisterten die Jugendlichen auch diese<br />

Herausforderung und konnten als Belohnung ihr selbstangerührtes Stockbrot über dem<br />

Lagerfeuer backen. Dieses und viele andere Gemeinschaftserlebnisse schärfen nicht nur<br />

die Wahrnehmung für das eigene Wohlbefinden, sondern lassen Freundschaften und das<br />

eigene Selbstbewusstsein wachsen.<br />

Auf Probenwochenende am Starnberger See<br />

mit Theaterpädagogin Friederike Wilhelmi.<br />

38 39


MISCH MIT! <strong>2023</strong><br />

GRAFFITIKUNST ALS BOTSCHAFT FÜR DIE SOLIDARITÄT:<br />

„SCHÖN, DASS ES DICH GIBT!“<br />

DAS KUNSTWERK<br />

Bereits die Farbauswahl weist auf eine inhaltliche<br />

Konfrontation hin. Eine dunkle, triste und negativ<br />

wirkende Farbgebung dominiert den linken Abschnitt<br />

der Mauer. ln kreativer Typographie sind in Schlagwörtern<br />

die Probleme dargestellt, die das Leben von<br />

jungen Menschen in München prägen, worunter sie<br />

leiden und sie in ihrer positiven Entwicklung als aktive<br />

Mitglieder unserer Stadtgemeinschaft hindern.<br />

(Schlagwörter auf der Mauer links: Isolation, Angst,<br />

Versagen, Vorurteile, Einsamkeit, Sorgen, Ausgrenzung,<br />

Druck, Armut)<br />

Auf dem rechten Drittel der Mauer fällt die bunte,<br />

freundliche und lebensfrohe Farbgestaltung ins Auge.<br />

Dieser Teil ist gleichermaßen als Lösungsansatz als auch<br />

als Appell für uns alle – als Gemeinschaft und Individuum<br />

– zu verstehen, um das Leben für junge Menschen in<br />

München zu verbessern und gegen die im ersten Drittel<br />

genannten Probleme vorzugehen. Es ist unsere kollektive<br />

Aufgabe und gemeinsame Verantwortung, zu einer offenen,<br />

freundlichen und solidarischen Stadtgemeinschaft<br />

beizutragen und diese konstant voranzubringen, für<br />

junge Menschen und für uns alle. (Schlagwörter rechts:<br />

Liebe, Freundschaft, Offenheit, Vertrauen, Mitgefühl,<br />

Gemeinschaft, Wertschätzung, Gleichberechtigung,<br />

Sicherheit)<br />

In der Mitte, dem Herzstück des Kunstwerks, befinden<br />

sich – in Verbindung mit der großen Darstellung des<br />

Satzes „Schön, dass es Dich gibt“ – die selbstgestalteten<br />

Porträts unserer jungen Künstler*innen. Sie zeigen ihr<br />

Gesicht, um direkt an uns alle zu appellieren: Jede*r von<br />

uns ist mitverantwortlich, wie wir anderen Menschen<br />

begegnen, miteinander umgehen und wie wir zusammen<br />

als Gemeinschaft leben.<br />

Die Unterstützer*innen<br />

des Kunstwerks: oben v. l:<br />

Barbara Lauterbach und<br />

Luisa Pehle (BA 6 Sendling),<br />

Marion Henninger und<br />

Kira Weißbach (Markthallen<br />

München), u. v. l. Michael<br />

Zoller (Curt Wills-Stiftung)<br />

mit Mara Bertling.<br />

Dieses Gefühl möchten wir allen jungen Menschen in unserer Stadtgemeinschaft geben<br />

und sie wissen lassen: „Du gehörst dazu!“ Doch viele junge Menschen fühlen sich nicht<br />

als Teil unserer Gemeinschaft. Was wünschen und brauchen junge Menschen, um diese<br />

Zugehörigkeit zu spüren? Wovor haben sie Angst und worunter leiden sie? Welchen<br />

Einsatz benötigt es von uns allen als Gemeinschaft, aber auch von einer jeden Person<br />

in unserer Stadt, um Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen dieses Gefühl<br />

„Schön, dass es Dich gibt!“ zu vermitteln?<br />

Im Vorfeld der Gestaltung diskutierten wir viel mit den Jugendlichen über diese Fragen.<br />

Diese Thematik ist die Grundlage für unser drittes <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Graffitikunstwerk über<br />

200 Meter in der Thalkirchner Straße. Gemeinsam fiel die Entscheidung auf die Darstellung<br />

dieser Problematik durch eine künstlerisch gestaltete Gegenüberstellung von Schlagworten,<br />

die sich aus den Diskussionen ergaben. Im Sommer <strong>2023</strong> sprayten 30 Jugendliche unter<br />

professioneller Anleitung des Künstlerkollektivs Graphism das Kunstwerk auf die Mauer.<br />

Als Abschluss des Projekts luden wir involvierte Akteur*innen und Förder*innen zur Vernissage<br />

des Kunstwerks mit geführtem Artwalk ein. Die jugendlichen Künstler*innen berichteten<br />

zusammen mit Mara Bertling über die Hintergründe und die Botschaft des Kunstwerks und<br />

und führten im Anschluss die Gäste an der Mauer entlang.<br />

MISCH MIT! ist ein fester Bestandteil unseres Basisprogramms LET’S GO! und das<br />

künstlerische Gestalten für viele junge Menschen eine Möglichkeit, ihre individuellen Ideen<br />

zum Ausdruck zu bringen. Bereits seit 2021 setzen wir jährlich in einem Projekt mit<br />

Jugendlichen und Graphism professionelle Fassadengestaltungen in München um, so<br />

auf 56 Metern in der Schmellerstraße und auf 150 Metern in der Schwere-Reiter-Straße.<br />

Alle unsere Kunstwerke sind frei zugänglich und können jederzeit besucht werden.<br />

Mit unseren Kunstwerken möchten wir zu einer freundlichen und solidarischen Stadtgemeinschaft<br />

aufrufen, die sich durch gelebte Werte für ein positives und offenes<br />

Miteinander gerade auch in turbulenten und krisenbehafteten Zeiten gemeinsam mit<br />

uns für den sozialen Frieden für alle Stadtbewohner*innen einsetzt. Das WIR zählt!<br />

40 41


#24<br />

#50<br />

#25<br />

#26<br />

#27 #28 #29 #30 #40<br />

#33 #34–35<br />

#36<br />

MOVING MINDS<br />

DER PODCAST ZU DEN THEMEN,<br />

DIE JUNGE MENSCHEN BEWEGEN<br />

DER PODCAST<br />

Inspiration, Orientierung, Wissen und Geschichten aus dem echten Leben: Seit der ersten<br />

Folge unseres Podcastformats für junge Menschen, die im Juli 2022 „gedropped“ wurde,<br />

produzierten und veröffentlichten wir insgesamt 50 Folgen von MOVING MINDS, davon<br />

27 Folgen für <strong>2023</strong>.<br />

Bei der Konzeptentwicklung jeder einzelnen Folge standen immer die Themen im Fokus, die<br />

junge Menschen an uns herangetragen und sich gewünscht haben. Die flexible Anpassung<br />

unseres Formats und die aktive Mitgestaltung der Inhalte durch das Feedback sowie O-Töne<br />

junger Menschen positioniert MOVING MINDS dadurch ganz nah an die Lebenswelt unserer<br />

jugendlichen Zielgruppe. Durch unsere abwechslungsreiche Social-Media-Begleitung des<br />

Podcasts mit verschiedenen Formaten auf Instagram, TikTok und YouTube erhöhten wir die<br />

Reichweite und ermöglichten einen maximal niedrigschwelligen Zugang zu den Folgen von<br />

MOVING MINDS.<br />

#38 #39<br />

#47<br />

#42<br />

#50<br />

Playlist MOVING MINDS <strong>2023</strong><br />

50 FOLGEN<br />

Mit der 50. und letzten Folge, in der<br />

Mara Bertling und Veronika Hofstätter<br />

(Projektleitung) zusammen mit Bärbel<br />

Mees als Produktionsteam über zwei<br />

Jahre MOVING MINDS sprechen,<br />

beenden wir das Format MOVING MINDS<br />

mit einer unglaublichen Themenvielfalt,<br />

die natürlich weiterhin zum Anhören<br />

einlädt und alle Folgen über Podcastanbieter<br />

und auf YouTube zur Verfügung stehen.<br />

#24 „Auch Gegenwind kannst du nutzen, es kommt darauf an, wo du hinwillst.“<br />

Anselm übers Durchstarten<br />

#25 „Was ist Glück überhaupt?“ Bel & Chris über Glück<br />

#26 „Nicht sofort alles teilen, was krass aussieht.“ Helene über Fake News<br />

UNSERE GÄST*INNEN UND THEMEN<br />

In den Folgen sprach unsere Podcastmoderatorin Bärbel Mees mit den unterschiedlichsten<br />

Menschen, die authentisch über ihren Lebensweg, so manche Hürde und Herausforderungen<br />

berichteten und ihre Erfahrungen teilten. Expert*innen klärten auf und vermittelten Wissen,<br />

z. B. über toxische Freundschaften, Gleichberechtigung oder Essstörungen. Ganz besonders<br />

wichtig war für uns, dass junge Menschen Einblick in sehr persönliche Erlebnisse ermöglichten,<br />

über ihre Wahrnehmung und individuelle Entwicklung sprachen und Haltung zeigten, um<br />

unseren Zuhörer*innen als Identifikationsfigur und Impulsgeber*in zu dienen.<br />

Was alle Gäst*innen vereint, ist der Wille durch Expertise, Erfahrungen oder der persönlichen<br />

Lebensgeschichte jungen Menschen Mut zu machen und Perspektiven aufzuzeigen. Das große<br />

Engagement, die Offenheit und Bereitschaft unserer Gäst*innen, durch ihren ehrenamtlichen<br />

Einsatz, MOVING MINDS mit uns zu einem „Begleiter“ für junge Menschen zu machen, hat<br />

uns überwältigt und wir bedanken uns von Herzen bei allen Beteiligten!<br />

#44<br />

#43<br />

#48<br />

#49<br />

#27 „Wenn du nicht gewinnst, dann lernst du.“ Alfonso über Motivation<br />

#28 „Gib dich nicht mit dem Erstbesten zufrieden.“ Janne über Umwege<br />

#29 „Mein Herz hat einfach für diese Ausbildung geschlagen.“<br />

Erion über Bewerbungen<br />

#30 „Wie langweilig ist es, wenn immer alle gleich sind.“<br />

Maxi über sein Coming-Out<br />

#31 „Ein JA kann jederzeit zu einem NEIN werden.“ Nicole über Grenzen<br />

#32 „Niemand macht immer alles richtig.“ Bel & Chris über Fehler<br />

#33 „Es muss gar nicht so kompliziert sein.“ Tabea über Politik<br />

#34 RELAX #1 Meditation mit Katharina<br />

#35 RELAX #2 Einschlafübung mit Katharina<br />

#36 „Geh raus aus dem Kopf.“ Carina über Prüfungsangst<br />

#37 RELAX #3 Atemübung gegen Stress mit Katharina<br />

#38 „Zweifel gehören einfach dazu.“ Alec übers Leistung-Bringen<br />

#39 „Mein Motto: Alles wird gut.“ Anna über ihre Flucht aus der Ukraine<br />

#40 „Eine Essstörung gaukelt mir Kontrolle vor.“ Carolin über Essstörungen<br />

#41 „Polizei sind wie moderne Ritter.“ Marlon über Berufsfindung<br />

#42 „Vergleich dich nicht immer.“ Nitisha über das eigene Tempo<br />

#43 „Ich dachte aus mir wird nichts.“ Philip über Selbstbewusstsein<br />

#44 „Liebeskummer ist ein Klassiker.“<br />

Sebastian über seine Arbeit beim Jugendberatungstelefon<br />

Bei MOVING MINDS spricht<br />

Podcast-Host Bärbel Mees<br />

mit Jugendlichen, Expert*innen<br />

und spannenden Menschen<br />

über Themen, die junge<br />

Menschen beschäftigen.<br />

MOVING MINDS schafft<br />

Orientierung, vermittelt Lebenslust,<br />

fördert das Einnehmen neuer<br />

Betrachtungswinkel und wirkt<br />

nachhaltig positiv auf das Mindset.<br />

#45 „Wir sind oft zu gemein zu uns selbst.“ Ramona über Druck und Erwartungen<br />

#46 „In den Köpfen sind noch viele Vorurteile.“ Yanina über Gleichberechtigung<br />

#47 „Pornos sind oft eher wie Actionfilme, wenig realistisch.“ Anke über Sexualität<br />

#48 „Hör unbedingt auf dein Bauchgefühl.“ Ina über Fake Friends<br />

#49 „Hab Geduld und Hoffnung.“ Radina übers Ziele setzen<br />

#45<br />

#31<br />

#50 „Eine unglaubliche Vielfalt an berührenden Geschichten.“<br />

Mara & Veronika über MOVING MINDS<br />

42 43<br />

#46<br />

#41


Leilani, 18, absolviert das berufsvorbereitende<br />

Jahr an einer Münchner<br />

Berufsschule. Sie ist Jugendbotschafterin<br />

und seit 2018 bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>.<br />

„IHR REISST DIE WAND EIN,<br />

VON DER WIR DENKEN,<br />

DASS ES SIE GIBT.“ Ein Gespräch mit Leilani<br />

„Du, mir ist neulich was voll Krasses in der U-Bahn<br />

passiert“, sagt Leilani noch bevor sie ihre Jacke nach<br />

Betreten des <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Büros ausgezogen<br />

hat. Sie setzt sich an den Tisch in unserer kleinen<br />

Küche und trinkt einen Schluck Wasser.<br />

„Ja also, ich war neulich eben nach der Schule in der<br />

U-Bahn, hab Musik gehört und merke aber, dass ein<br />

Mann mich so komisch anschaut. Ich hab’s erst ignoriert<br />

und mich dann umgedreht, gedacht, dass er vielleicht<br />

jemand anders meint. Aber dann hat er mich angesprochen:<br />

,Ich kenn dich. Du hast doch neulich in<br />

dem Theaterstück in der Pasinger Fabrik mitgespielt,<br />

oder?‘“ Leilani bestätigte ihm seine Annahme. „Und<br />

dann hat er noch gesagt, dass ich richtig gut war.<br />

Wahnsinn, oder? Ich bin in der U-Bahn erkannt worden!<br />

Danach hab ich gleich meine Mama angerufen.“ Ein<br />

bisschen schüchtern, aber auch mit Stolz lächelt sie<br />

und dreht das Wasserglas in ihrer Hand.<br />

Leilani ist seit 2018 bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>. In gewisser<br />

Weise ist sie eine wahre Expertin für unsere<br />

Programme, da sie bereits viele Module absolvierte<br />

und an unterschiedlichsten Angeboten<br />

teilnahm. Daraus, erklärt sie, entwickelte sich die<br />

Motivation, mehr zu machen und die Chancen zu<br />

nutzen, die ihr <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> bietet, aber auch<br />

um Hilfe zu bitten, wenn es notwendig sei. Leilani<br />

ist aktives Mitglied unserer Theatergruppe und seit<br />

2022 engagierte Jugendbotschafterin.<br />

„Ich habe bei euch gelernt, dass<br />

immer mal eine Tür zugeht, dann<br />

aber eben auch wieder eine andere<br />

aufgeht, man aber auch selber<br />

was tun muss.“<br />

„Also das war so, dass eine Schulkameradin an einem<br />

Freitag in die Schule mit einem Koffer gekommen ist.<br />

Dann hab ich gesehen, dass noch weitere Kinder mit<br />

großen Taschen in der Schule waren“, erzählt Leilani<br />

auf die Frage, wann sie zum ersten Mal was von<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gehört habe. Diese Mitschülerin<br />

habe ihr dann von NO LIMITS! und dem Schullandheim<br />

erzählt und ihr war klar, „klingt gut, will<br />

ich auch gerne!“ Genau so machte sie es auch. Als<br />

das Projektteam an ihrer Schule das Bildungsprogramm<br />

vorstellte, meldete sich Leilani, damals in<br />

der 8. Klasse, als Teilnehmerin für die NO LIMITS! –<br />

ENTDECKE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN-Staffel von<br />

2018/2019 an. Besonders freute sie sich auf das<br />

Schullandheim, „einfach mal wegfahren, neue Leute<br />

kennenlernen, voll gut“ und dort auf die angekündigten<br />

Rapper und den zugehörigen Workshop, da sie<br />

selbst gerne Rap hört, aber auch ganz allgemein auf<br />

die kreativen Aktivitäten.<br />

NO LIMITS! überraschte Leilani: mit den Erfahrungen,<br />

die sie im Laufe des Projekts machte, den<br />

Themen, die sie als interessant für sich entdeckte<br />

und mit ihrer eigenen Entwicklung, die heute, einige<br />

Jahre später, klar reflektieren kann. „Ich erinnere mich<br />

gut an den Philosophie-Workshop. Da denkt man auch<br />

zuerst, ach was soll man da reden. Ich bin normalerweise<br />

nicht so, dass ich mich hinsetze und schwierige Themen<br />

stundenlang bespreche. Aber dann war das ganz<br />

anders. Ich konnte meinen Gedanken freien Lauf lassen<br />

und sagen, was man denkt oder gefühlt hat. Das hat<br />

mich motiviert, mich allgemein selber ein bisschen zu<br />

öffnen.“ Diese Sache mit den anderen Menschen, das<br />

sei auch etwas, was sie von NO LIMITS!, aber generell<br />

von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gelernt habe, erzählt die<br />

18-jährige. In den Programmen treffen Jugendliche<br />

aus verschiedenen Schulklassen, aber auch unterschiedlichen<br />

Schulen aufeinander, um miteinander in<br />

einem Projekt, wie z. B. einem Graffitikunstwerk zu<br />

arbeiten oder über Monate gemeinsam auf die NO<br />

LIMITS!-Reise zu gehen. „Man wird quasi gezwungen<br />

miteinander zu reden, dann muss man einfach.“ Sie<br />

lacht und fährt fort: „Und dann merkt man plötzlich,<br />

okay, ich hab ja doch was mit dieser Person gemeinsam<br />

und man hat Zeit, die Leute auch einfach kennenzulernen,<br />

das macht schon einen großen Unterschied.“ Auch<br />

bestimmte Erfolgserlebnisse durch NO LIMITS! sind<br />

ihr stark in Erinnerung geblieben. „Der Graffiti-Workshop<br />

hat mir so gut gefallen. Das eigene Porträt machen<br />

und vor allem es selber zu machen, also nicht einfach<br />

eine fertige Schablone zu bekommen. Sondern selber<br />

machen, daran konzentriert arbeiten und am Ende das<br />

fertige Bild haben mit dem Wissen, ok das hab ich jetzt<br />

alleine gemacht, das bin ich auf dem Bild. Hat mich voll<br />

motiviert.“ Sie zeigt auf die Graffitiporträts, die in<br />

unserer Küche hängen, betrachtet sie kurz und lächelt:<br />

„Allein dafür wollte ich gleich nochmal bei NO LIMITS!<br />

mitmachen.“<br />

44<br />

45


Leilani gefiel das Bildungsprogramm so gut, dass sie<br />

sich tatsächlich für eine erneute Teilnahme bewarb<br />

und einen Platz für die Staffel 2019/20 bekam. Eine<br />

Staffel, die sich aufgrund der Pandemie komplett<br />

von allen bisherigen Staffeln unterschied, denn sie<br />

musste beinahe komplett online stattfinden. „Ja das<br />

war schon anders“, erzählt Leilani, „aber ihr habt das voll<br />

gut gemacht, mit den Paketen, die wir in die Schule und<br />

beim Lockdown dann nach Hause bekommen haben,<br />

mit LEGO und so für die Workshops. Da hat man sich<br />

trotzdem miteinander verbunden gefühlt.“<br />

Ihre Neugier auf Neues ist geweckt und sie baut<br />

Vertrauen zu unserem Team, aber vor allem auch<br />

zu sich selbst auf. Sie habe von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

gelernt, dass „immer mal eine Tür zugeht, dann aber<br />

eben auch wieder eine andere aufgeht, man aber auch<br />

selber was tun muss.“ So absolvierte sie auch das<br />

nächste Modul, NO LIMITS! NUTZE <strong>DEIN</strong>E CHAN-<br />

CEN, um sich noch mehr Gedanken über sich und<br />

ihren beruflichen Weg zu machen. Während sie bei<br />

NUTZE noch Kosmetikerin als Berufswunsch angab,<br />

hat sie nun ein klares Ziel vor Augen. Sie möchte in<br />

Zukunft mit Kindern arbeiten und deshalb auf die<br />

Kinderpfleger*innenschule gehen. Das Praktikum<br />

in einem Kindergarten habe sie vollends überzeugt.<br />

Sie hat sich schon bei zwei Schulen fürs nächste<br />

Jahr angemeldet und hoffe nun, bei einer oder sogar<br />

beiden angenommen zu werden.<br />

(Anmerkung: Einige Wochen nach dem Gespräch bekam<br />

Leilani die Zusage für beide Kinderpflegeschulen.)<br />

„Ich hab immer schon total gern gesungen, war auch<br />

in der Grundschule in der Theater-AG“, erzählt sie.<br />

Dann verzieht sie traurig ihr Gesicht: „Aber in der<br />

Mittelschule gabs sowas nicht, nur Fußball und Nähen,<br />

das wars.“ Durch Zufall erwähnte Leilani im NO<br />

LIMITS!-Workshop ihre Leidenschaft fürs Singen.<br />

Ein Zufall mit weitreichenden Folgen, denn ihre<br />

damalige Workshopleiterin Friederike Wilhelmi<br />

wurde sofort hellhörig, leitet sie doch auch die <strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong>-Theatergruppe. So war Leilanis erster<br />

Beitrag zum <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Theaterprojekt (das<br />

aufgrund der zu diesem Zeitpunkt vorherrschenden<br />

Pandemiemaßnahmen in ein Kurzfilmprojekt<br />

umgewandelt wurde) neben der schauspielerischen<br />

Leistung, vor allem auch eine gesangliche, denn sie<br />

übernahm in dem von der Gruppe selbstgeschriebenen<br />

Song „Lebe deinen Traum“ die Leadstimme.<br />

Welch einschlägige Bedeutung dieser Eintritt in<br />

die Theatergruppe für sie hat, ist deutlich in ihrem<br />

Gesicht zu lesen. Ihre Augen blitzen vor Freude, als<br />

sie von den ersten Proben, lustigen Texthängern und<br />

der eingeschworenen, aber offenen und vor allem<br />

wertschätzenden Gemeinschaft spricht. „Es macht<br />

so Spaß gemeinsam ein Stück zu schreiben und da sagen<br />

zu können, ich hab da auch miterfunden und gestaltet.<br />

Und dann gemeinsam das fertige Stück zu sehen, das ist<br />

im Endeffekt so viel wert, da dranzubleiben. Auch wenn<br />

es [bis zur Aufführung] ein Jahr dauert.“ Sie überlegt<br />

kurz, als ob sie in ihre Zukunft blicken würde.<br />

„Wenn ich meine Ausbildung mache,<br />

dann will ich trotzdem dabeibleiben,<br />

so komm ich auch mehr von Zuhause<br />

raus und es macht einfach so Spaß<br />

mit all den Leuten.“<br />

Im Rahmen unseres Basisprogramms LET’S GO!<br />

können wir Leilani eine wöchentliche Gesangsstunde<br />

ermöglichen. Sogar mit den Stephanus Voices, einem<br />

großen Münchner Gospelchor, ist sie inzwischen<br />

aufgetreten. Als sie über ihre Gesangsstunden, die<br />

damit verbunden Übungen und ihre Fortschritte der<br />

letzten zwei Jahre erzählt, wird ihre Körperhaltung<br />

scheinbar unbewusst straffer. „Ich versuch auch zu<br />

Hause zu üben und vor allem abends, wenn ich mit meinem<br />

Hund Gassi gehe“, schmunzelt Leilani, „inzwischen ist<br />

mir das auch ganz egal, wenn ich beim Singen komische<br />

Grimassen mache, weil ich dadurch besser singe. Gerade<br />

lerne ich nun endlich „Skyfall“ von Adele“, sagt sie mit<br />

sehr viel Stolz. Denn genau dieses Lied hatte sie sich<br />

mit ihrer Gesangslehrerin ganz am Anfang als ein Ziel<br />

gesetzt.<br />

Leilani, macht eine kurze Pause, trinkt einen weiteren<br />

Schluck Wasser, bevor sie weiterspricht. „<strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong> war und ist eine große Unterstützung und<br />

Hilfe für mich. Ich bin selbstbewusster geworden, weiß<br />

jetzt, wo meine Stärken sind, worin ich gut bin. Und<br />

ich möchte mit euch was verändern, also als Jugendbotschafterin.<br />

Jetzt hab ich die Chance etwas besser<br />

zu machen für die nächste Generation. Erfahrungen<br />

teilen, mitreden, das will ich unbedingt, z. B. jetzt bei der<br />

Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut e. V.“<br />

Für Leilani ist Jugendbotschafterin sein nicht nur ein<br />

„Job“, sondern eine echte Aufgabe, die sie mit Überzeugung<br />

und Verlässlichkeit ausübt, egal, ob es um<br />

sozialpolitische Themen geht, sie vor einer lärmenden<br />

Schar aus 200 Schüler*innen über NO LIMITS!<br />

berichtet oder im Schullandheim als Betreuerin für<br />

die Einhaltung der Nachtruhe sorgt. „Ja dann ist<br />

man halt mal etwas müde, vergeht ja wieder“, sagt sie<br />

und grinst.<br />

„Egal, ob Junge, Mädchen, divers,<br />

braun, weiß, Mittelschüler, sonst was.<br />

Bei euch wird man einfach als Mensch<br />

gesehen und als Mensch behandelt.<br />

Alle haben die gleiche Berechtigung.“<br />

„Ich wünsche mir, dass noch mehr Jugendliche bei<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> mitmachen, denn ihr seid immer<br />

da und versucht zu helfen. Egal, ob Junge, Mädchen,<br />

divers, braun, weiß, Mittelschüler, sonst was. Bei euch<br />

wird man einfach als Mensch gesehen und als Mensch<br />

behandelt. Alle haben die gleiche Berechtigung, auch<br />

wenn man mit der Schule fertig ist. Für mich war<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> ein echter Türöffner für so viele<br />

Dinge, ist auch so wie eine Familie.“<br />

Eins liege ihr noch besonders am Herzen, was sie hier<br />

im Gespräch unbedingt einbringen wolle, weil die<br />

Leute es wissen sollen. Und zwar wie es ist, wenn man<br />

an der Mittelschule ist. So leiden, sagt sie, viele Kinder<br />

auf der Mittelschule darunter wie an einem Stigma,<br />

dass man einfach nicht mehr loskriegt.<br />

„Dieses Gefühl, ich bin jetzt ganz tief unten gelandet und<br />

komm nicht mehr hoch. Aber ihr von <strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong> macht Mut und vermittelt, dass man<br />

immer weitermachen kann, es mehr Möglichkeiten gibt.<br />

Ihr reißt die Wand ein, von der wir denken,<br />

dass es sie gibt!“<br />

Szenenwechsel: vom <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Büro in den<br />

Theatersaal der Pasinger Fabrik. Alles ist abgedunkelt,<br />

die Zuschauer*innen warten gespannt auf die letzte<br />

Szene des Stücks „ALLES AUF ANFANG! Lebst Du<br />

nur oder liebst du schon?“, das die <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-<br />

Theatergruppe über ein Jahr selbst geschrieben<br />

und erarbeitet hat. Es ertönen die ersten Klänge<br />

und Worte von Rihannas Song „Diamonds“ und die<br />

Bühne verwandelt sich in ein Lichtermeer, das die<br />

Dunkelheit im Rhythmus der Musik durchbricht.<br />

Plötzlich öffnet sich der Vorhang und Leilani tritt<br />

auf die Bühne, in der Hand das Mikro: Sie singt<br />

und gibt alles. Ein wahrer Gänsehautmoment. Die<br />

Zuschauer*innen brauchen einen kurzen Augenblick,<br />

fast wie eine positive Schockstarre, um zu<br />

verstehen, dass dieses perfekt gesungene Lied nicht<br />

vom „Tonband“ kommt, sondern live vor ihren Augen<br />

und Ohren von der Achtzehnjährigen performt wird.<br />

Tobender Applaus bricht los!<br />

„Shine bright like a diamond“, wie passend! Wir sind<br />

uns sicher, dass noch sehr viele dieser leuchtenden<br />

Erfolgsmomente auf Leilanis Weg auf sie warten<br />

werden.<br />

46 47


BILDUNGS-<br />

PROGRAMM<br />

NO LIMITS!<br />

MUT – INTERESSE – AUSDAUER – OFFENHEIT<br />

Seit 2014 machen wir mit NO LIMITS! junge Menschen stark,<br />

ihr Leben selbstbestimmt in die Hand zu nehmen.<br />

DIE AUFGABENSTELLUNG<br />

Besonders für sozial und finanziell benachteiligte<br />

junge Menschen sind die Möglichkeiten, Chancen<br />

und Perspektiven für die eigene Entwicklung im<br />

persönlichen und schulisch/beruflichen Bereich<br />

oft sehr eingeschränkt. Schule, Staat und Elternhaus<br />

stoßen hier an ihre Grenzen und können nicht<br />

die Aufmerksamkeit schenken, die notwendig ist,<br />

um diesen jungen Menschen zu ermöglichen, ihre<br />

vorhandenen Potentiale freizusetzen. Hier setzt<br />

NO LIMITS! als Programm mit drei aufeinander aufbauenden<br />

Modulen an, das Kinder und Jugendliche<br />

umfassend und ganzheitlich etwa vom ersten Aufbau<br />

persönlicher Stärke und Selbstwahrnehmung über<br />

den Schulabschluss bis hin zum beruflichen Einstieg<br />

teils über Jahre begleitet und unterstützt.<br />

DIE ZIELGRUPPE<br />

Motivierte Schüler*innen an Münchner Mittelschulen.<br />

Alter: ca. 13 – 21 Jahre<br />

DARUM GEHT'S<br />

• Persönlichkeit entwickeln und stärken.<br />

• Potentiale erkennen und nutzen.<br />

• Vorbilder kennenlernen: Bei uns sind Vorbilder<br />

keine Popstars, sondern Menschen mit interessanten<br />

Lebensgeschichten, Ambitionen, Werten<br />

und Visionen.<br />

• Chancen wahrnehmen und ergreifen.<br />

• Konkrete Vorbereitung auf das Berufsleben mit<br />

Bewerbungstraining und Coaching.<br />

• Vermittlung von Praktika und beruflichem<br />

Netzwerk.<br />

• Hilfe bei Ausbildungssuche, schulischen Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

und Berufseinstieg.<br />

• Individuelle 1 zu 1-Unterstützung durch<br />

Mentoring.<br />

• Aufbau von Fähigkeiten, um den eigenen<br />

Lebensweg positiv und optimistisch gestalten<br />

zu können.<br />

• Langfristige und nachhaltige Begleitung von<br />

jungen Menschen in ein selbstbestimmtes Leben.<br />

04<br />

49


NO LIMITS!<br />

IM ÜBERBLICK<br />

DAS ZIEL<br />

DER ERFOLG<br />

NO LIMITS!<br />

ENTDECKE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN<br />

(MODUL 1)<br />

FOKUS:<br />

PERSÖNLICHKEITS-<br />

ENTWICKLUNG<br />

ABLAUF<br />

• Zusammenarbeit mit Mittelschulen in Partnerschaft<br />

• Große Motivationsveranstaltung als Auftakt zum<br />

Bewerbungsprozess<br />

• Bewerbung von Jugendlichen aus den Klassen 7 – 10<br />

• Gemeinsames Wochenende zum Kennenlernen<br />

• Wöchentliche Workshops über 8 Monate in festen<br />

Gruppen und mit Workshopleiter*innen, z. B. zu den<br />

Themen Potentialtraining, Persönlichkeitsentwicklung<br />

Es geht um Identitätsfindung, positive Persönlichkeitsentwicklung,<br />

Teilhabe und soziale Integration<br />

junger Menschen. Das Programm gibt den notwendigen<br />

Impuls, um „ins Tun zu kommen“ und<br />

das eigene Leben motiviert in die Hand zu nehmen.<br />

NO LIMITS! leistet damit einen wesentlichen<br />

Beitrag zu unserer gesellschaftlichen Entwicklung.<br />

Denn nur Kinder und Jugendliche, die die Chance<br />

bekommen, etwas aus sich zu machen, machen<br />

auch etwas aus unserer Gesellschaft.<br />

Durch NO LIMITS! erlangen die Teilnehmer*innen<br />

Selbstvertrauen und lernen, an sich und ihre<br />

Potentiale zu glauben. Das macht sie stark genug,<br />

um Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen.<br />

Sie erfahren, dass sie mehr schaffen können, als sie<br />

bisher geglaubt haben. Damit ist es ihnen möglich,<br />

einen Schulabschluss zu erlangen, erfolgreich<br />

eine Ausbildung zu absolvieren oder sogar Schulabschlüsse<br />

bis zum Fachabitur oder Abitur zu<br />

erreichen, wie die bisherigen Erfolgsgeschichten<br />

ehemaliger Teilnehmer*innen zeigen. Sie erlangen<br />

zudem ausreichend Selbstvertrauen, um ihr<br />

soziales Umfeld positiv zu beeinflussen.<br />

und Berufsfelder. Gemeinsame Besuche in Unternehmen<br />

und Austausch mit Vorbildern<br />

• Große Abschlussveranstaltung: Präsentation von<br />

Lernerfolgen und Entwicklungen<br />

NO LIMITS!<br />

NUTZE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN<br />

(MODUL 2)<br />

FOKUS:<br />

KONKRETE<br />

BERUFLICHE/<br />

AKADEMISCHE<br />

ENTWICKLUNG<br />

NO LIMITS! LEBEN<br />

(MODUL 3)<br />

ABLAUF<br />

• Bewerbung für die Teilnehmer*innen aus NO LIMITS!<br />

ENTDECKE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN (Modul 1)<br />

• Thematische Entwicklung von der eigenen Fokussierung<br />

über Erstellung von Bewerbungsunterlagen, Vorbereitung<br />

von Bewerbungsgesprächen bis hin zu Praktika und<br />

beruflicher Netzwerkarbeit<br />

• Abschlusspräsentation und Erfahrungsbericht<br />

„Bei NO LIMITS! durfte ich erfahren, was<br />

für Jugendliche wertvoll ist und dass sie<br />

sich gerne öffnen, wenn man ihnen genug<br />

Offenheit entgegenbringt. Ich begleitete die<br />

Schüler*innen dabei, herauszufinden wer sie<br />

wirklich sind und was sie sich von ganzem<br />

Herzen wünschen. Gemeinsam machten wir<br />

uns auf den Weg. So durfte ich miterleben,<br />

wie sich ihre Herzen mit Stolz, Freude, Mut<br />

und neuen Freundschaften füllten.“<br />

OLIVER MEWALD<br />

Coaching & Psychologische Beratung<br />

Workshopleiter NO LIMITS! ENTDECKE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN<br />

FOKUS:<br />

LANGFRISTIGE<br />

BEGLEITUNG ZUR<br />

PERSÖNLICHEN<br />

SELBSTSTÄNDIGKEIT<br />

ABLAUF<br />

• Konkrete, bedarfsgerechte und individuelle<br />

Förderung<br />

• Unterstützung bei der Suche von Ausbildungsplätzen<br />

oder Weiterbildungsmöglichlichkeiten<br />

• 1-zu-1-Mentoring und Coaching<br />

• Beratung und Hilfe bei Fragen während der Ausbildung<br />

und in den ersten Arbeitsjahren<br />

• Bereitstellung des <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Netzwerks<br />

50 51


NO LIMITS!<br />

ENTDECKE <strong>DEIN</strong>E<br />

CHANCEN<br />

„Ich fand die Stimmung in der Gruppe jedes Mal so schön<br />

und auch die Leute, die wir kennengelernt haben, voll<br />

nett. In den Workshops konnte ich immer was Neues<br />

lernen und entdecken. Es war auch voll spannend, sich<br />

mal mit sich selber zu beschäftigen, zu schauen, worin<br />

bin ich gut, was interessiert mich und so. Ich hab viel über<br />

mich selber erfahren, also wer bin ich und was will ich.<br />

Ich glaub, ich bin auch selbstbewusster geworden, weil ich<br />

traue mich auch mal aus meiner Komfortzone raus und<br />

probiere was Neues, z.B. Boxen oder reden mit Fremden.<br />

Außerdem habe ich jetzt viele neue Freund*innen aus<br />

der Gruppe, das ist gut.“ Lilly, 15<br />

NO LIMITS!<br />

NUTZE <strong>DEIN</strong>E<br />

CHANCEN<br />

„Wir sind mit NUTZE eine Woche weggefahren,<br />

das war total schön. Wir konnten uns richtig auf<br />

die Themen konzentrieren, aber es hat auch Spaß<br />

gemacht einfach mal mit netten Leuten weg aus<br />

dem Alltag zu sein. Ich war am Anfang schon ein<br />

bisschen nervös. Hatte nicht wirklich einen Plan,<br />

wie ich das machen soll mit Bewerbungen und<br />

Ausbildung. Aber genau darum gings, wir haben<br />

uns diese Sachen angeschaut, z. B. Bewerbungsgespräche<br />

geübt und Bewerbungsfotos gemacht.<br />

Was mir auch voll gefallen hat, war das Rollenspiel,<br />

wo wir ein Start-Up gegründet haben. Ich wurde sogar<br />

Geschäftsführerin. Jetzt versteh ich viel besser,<br />

was da alles in einer Firma wichtig ist. Ich hab jetzt<br />

keine Angst mehr, sondern bin gespannt auf das,<br />

was nach der Schule kommt.“ Louisa, 16


NO LIMITS!<br />

LEBEN<br />

WIRKUNG X 3<br />

NO LIMITS!<br />

INDIVIDUELLE WIRKUNG<br />

• Entwicklung und Stärkung der individuellen Persönlichkeit<br />

• Aufbau von Fähigkeiten zur selbstwirksamen, positiven Gestaltung<br />

des eigenen Lebenswegs<br />

• Vorbereitung auf schulische/akademische/berufliche Situationen<br />

und Herausforderungen<br />

• Möglichkeiten, Perspektiven und Chancen für das eigene Leben<br />

erkennen und wahrnehmen<br />

• Individuelle Unterstützung und nachhaltige Begleitung<br />

• Nutzung des <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Netzwerks für berufliche<br />

Weiterentwicklung<br />

„Ich hab schon gemerkt, dass es mir nicht gut geht und mit<br />

meiner Ausbildung lief es auch nicht so toll. Ich wusste aber<br />

nicht genau, wie ich all diese Sachen und Probleme besser<br />

machen kann. Da bin ich zu <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gegangen.<br />

Ich war früher schon in den Programmen dabei und da war<br />

immer wer, der einem helfen konnte. Und man wird ernst<br />

genommen, egal was los ist. Ich hab mich einfach per Whats-<br />

App gemeldet, wir haben drüber gesprochen. Ich habe einen<br />

Coach zur Seite bekommen, mit dem ich mich viel getroffen<br />

habe. Gemeinsam haben wir uns mit meinen Themen<br />

beschäftigt und mir geht’s inzwischen viel besser.“ Juri, 22<br />

INSTITUTIONELLE WIRKUNG<br />

• Entlastung von Schulen und sozialen Einrichtungen<br />

• Unterstützung im Bereich Ausbildungs- und Arbeitsvermittlung<br />

• Beitrag zur verbesserten Interaktion zwischen Individuum und<br />

sozialen/pädagogischen Einrichtungen<br />

GESELLSCHAFTLICHE WIRKUNG<br />

• Steigerung der Sichtbarkeit der Problemlage benachteiligter<br />

junger Menschen<br />

• Beitrag zur Aufrechterhaltung gesellschaftlicher Funktionalität<br />

• Verminderung gesellschaftlicher Folgekosten durch Bekämpfung<br />

negativer Langzeitfolgen der Pandemie<br />

55


DIE „NO LIMITS! ROADSHOW“<br />

Wir bringen unser Bildungsprogramm<br />

an die Münchner Mittelschulen<br />

AUSGEWÄHLTE STATEMENTS<br />

Mittelschule<br />

Toni-Pfülf-Straße<br />

Barbara & Shane McMahon<br />

Gastronomie und Geschäftsführung Asam Schlössl<br />

Mittelschule<br />

München<br />

Moosach<br />

Mittelschule<br />

an der Walliser<br />

Straße<br />

Mittelschule<br />

Simmernstraße<br />

Mittelschule<br />

an der<br />

Stuntzstraße<br />

Mittelschule<br />

am Inzeller<br />

Weg<br />

Mittelschule<br />

an der Lehrer-<br />

Wirth-Straße<br />

Mittelschule<br />

an der Feldbergstraße<br />

Bettina Weber am Bach (Projektleitung<br />

NO LIMITS! ENTDECKE/NUTZE <strong>DEIN</strong>E<br />

CHANCEN) stellt mit Rebecca Gutwald<br />

und zwei Jugendbotschafter*innen das<br />

Projekt vor.<br />

„Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie wichtig es ist, dass jemand an einen glaubt. Es ist ein Geschenk,<br />

wenn man in seinem Leben auf Menschen trifft, die die eigenen Stärken erkennen und einem<br />

Mut machen. „Um ein Kind aufzuziehen, braucht es ein ganzes Dorf“, lautet ein bekanntes afrikanisches<br />

Sprichwort. Wir denken, da ist viel Wahres dran. Kinder und Jugendliche brauchen viele<br />

Impulse, um sich zu entwickeln. Das Elternhaus allein kann das in der Regel nicht mehr leisten. Eltern,<br />

Nachbarschaft, Staat, Gesellschaft und außerschulische Angebote prägen unsere Jugend. NO LIMITS!<br />

setzt dort an, wo die außerschulischen Angebote stocken. Mit Know-How, Liebe, Professionalität,<br />

Vorbildern und sehr strukturiert vermittelt das NO LIMITS!-Team den Jugendlichen Hoffnung,<br />

Perspektiven und Selbstwertgefühl. Wir sind sehr stolz, als Patin und Pate unseren kleinen Beitrag<br />

dazu geben zu dürfen. Weiter so, liebes <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Team!“<br />

13 Mal vorgestellt in 8 Schulen von unserem NO LIMITS!-Team:<br />

Das ist die „NO LIMITS!-Roadshow“.<br />

Seit Jahren sind wir unterwegs an Münchner Mittelschulen und haben über<br />

die Zeit inzwischen tausenden Schüler*innen unser Bildungsprogramm<br />

NO LIMITS! vorgestellt und viele davon zum Mitmachen motiviert. Jeder<br />

einzelne NO LIMITS!-Schultermin kann ganz unterschiedlich aussehen:<br />

So ist etwa zwischen sechs einzelnen Vorstellungen in jeweils einer Klasse<br />

an einem Tag bis zu einem großen Termin in der Schulturnhalle vor mehreren<br />

hundert Schüler*innen alles dabei. Unser Team bleibt und agiert flexibel,<br />

passt sich den Bedürfnissen und Gegebenheiten der Schulen an.<br />

Neben dem <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Projektteam stellt sich bei den Veranstaltungen<br />

bereits die für die jeweilige Schule zuständige Workshopleitung den Jugendlichen<br />

vor, beantwortet Fragen und lädt die jungen Menschen ein, sich mit uns auf die<br />

NO LIMITS!-Reise zu begeben. Eine besondere Rolle in dieser „Roadshow“ spielen<br />

unsere Jugendbotschafter*innen, die den Schüler*innen von ihren Erfahrungen<br />

und Erlebnissen im Programm berichten. Sie waren entweder selbst an der Schule,<br />

kennen dort Schüler*innen oder ihre Geschwister. Durch ihre ehrliche, authentische<br />

Art sprechen sie die Sorgen und Fragen der Jugendlichen aus, um sie im<br />

Anschluss klar und verständlich so zu beantworten, dass nur noch Neugier und<br />

Interesse zurückbleibt.<br />

Die NO LIMITS!-Roadshow: Ein echte Teamleistung, die von den Schüler*innen<br />

nicht selten mit tosendem Applaus und Vorfreude auf das Programm belohnt wird.<br />

Andrea Dehack<br />

Senior CSR Manager, FC Bayern Basketball<br />

„Sport has the power to change the world.“ Ganz nach dem Zitat von Nelson Mandela versuchen<br />

wir vom FC Bayern Basketball Verantwortung zu übernehmen, mit Herz. Das ist für uns nicht nur<br />

auf dem Spielfeld eine wünschenswerte Eigenschaft. Der FC Bayern Basketball übernimmt auch<br />

abseits des Courts Verantwortung, für die Gesellschaft in seiner Stadt, für die Menschen in der<br />

Metropolregion München.<br />

Konkret eröffnet FCBB HELPSIDE Kindern und Jugendlichen im Rahmen von NO LIMITS! die<br />

Möglichkeit, einen Einblick hinter die Kulissen des FCBB zu erhalten. Sport eignet sich hervorragend,<br />

Jugendliche zu begeistern, wichtige Lebenskompetenzen zu vermitteln und dabei Teamwork,<br />

Durchhaltevermögen, Selbstvertrauen und Disziplin zu entwickeln. Kompetenzen, die ihnen<br />

nicht nur auf dem Spielfeld, sondern auch im Leben helfen. Es freut uns, dass wir seit 2019 einen<br />

kleinen Teil dazu beitragen dürfen, die Kinder und Jugendlichen für den Weg ins Berufsleben<br />

zu motivieren und zu inspirieren.“<br />

Christian Mohr<br />

Geschäftsführer und CCO bei UnternehmerTUM und UnternehmerTUM MakerSpace<br />

„Noch immer hängen die Lebenschancen für Kinder zu sehr am finanziellen Hintergrund<br />

des Elternhauses. Das müssen wir ändern. Wir wollen, dass alle die gleichen Chancen<br />

haben – deshalb unterstützen wir als UnternehmerTUM sehr gerne die tolle Arbeit von<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>.<br />

In der Hightechwerkstatt MakerSpace lernen die Kinder praxisnahe MINT-Fähigkeiten.<br />

Etwa wie sie mit 3D-Druckern, Lasercuttern oder auch Lötgeräten für Computerchipplatinen<br />

umgehen. Das kann der Startschuss für eigene Ideen und Erfindungen sein oder<br />

Lust auf einen MINT-Beruf machen.“<br />

„Machen Sie sich als Förder*in mit uns auf den Weg.“<br />

56 57


Jacob, 16, Schüler (10. Klasse Mittelschule)<br />

Viktoria, 15, Schülerin (9. Klasse Mittelschule)<br />

Karolina, 15, Schülerin (10. Klasse Mittelschule)<br />

Basira*, 17, Schülerin (10. Klasse Mittelschule)<br />

„War dann irgendwie wie Domino,<br />

eins nach dem anderen ist so für uns<br />

auf den Platz gefallen.“<br />

Ein Interview mit Basira, Jacob, Karolina und Viktoria<br />

*Basira hat keine Fotoerlaubnis und ist deshalb nicht auf den Bildern zu sehen.<br />

Ihr habt gemeinsam bei NO LIMITS! mitgemacht<br />

und seid jetzt eng befreundet. Wie ist eure Freundschaft<br />

entstanden?<br />

(Anmerkung: Basira war nicht im Schullandheim dabei.)<br />

Jacob: „Also Basira und ich sind befreundet und in einer<br />

Klasse. Viktoria kannten wir so vom Sehen und Karolina<br />

gar nicht. Insgesamt hat das erst im Schullandheim so<br />

begonnen.“<br />

Karolina: „Es war ein bisschen random. Ich hab Viki beim<br />

HipHop-Workshop im Schullandheim kennengelernt.<br />

Dann kam Jacob einfach und war voll sympathisch.<br />

Basira hab ich beim Graffiti getroffen, die war dann<br />

auch sofort cool.“ (Basira lacht und bedankt sich.)<br />

Jacob: „Wir sind alle zurückhaltenden Personen. Ich<br />

glaub, weil wir diesbezüglich alle dasselbe Schicksal<br />

teilen, hat uns das geholfen, uns aufeinander einzulassen.<br />

Unsere Freundschaft hat sich voll schnell<br />

positiv entwickelt.“<br />

Karolina: „Früher war ich so, dass ich nur auf Leute zuging,<br />

wenn ich was wollte, weil ich in der Schule auch<br />

oft niedergemacht wurde. Aber ich bin dann trotzdem<br />

auf Viki zugegangen, weil ich dachte, so cringe ist das<br />

ja nicht, sich einfach mal zu unterhalten. NO LIMITS!<br />

hat meine Freundschaftsreichweite voll vergrößert!“<br />

(Alle freuen sich sichtlich.)<br />

„Bei uns passiert so eh nichts<br />

Aufregendes, also warum es<br />

nicht aufregend machen, mal was<br />

verändern und Neues wagen.“<br />

Jacob<br />

Jacob: „Am ersten Abend im Schullandheim haben wir<br />

Spiele gespielt, uns aber irgendwann einfach unterhalten.<br />

Am nächsten Tag war’s dann so, als ob wir uns<br />

Jahre und nicht erst seit zwölf Stunden kennen. Wir<br />

haben zusammen gefrühstückt und alles gemeinsam<br />

gemacht.“<br />

Warum habt ihr euch für NO LIMITS! angemeldet?<br />

Basira: „In meinem Leben passiert immer nur das Gleiche.<br />

Jacob und ich haben uns entschlossen, mal was Neues<br />

zu probieren. Es waren viele Workshops dabei, wo<br />

man viel über sich selbst lernen konnte. Jacob hat auch<br />

gesagt, er lebt zwar seit Jahren hier, aber kannte ganz<br />

viele dieser Ecken in München nicht. Wir haben sehr<br />

viele neue Leute und Orte so kennengelernt!“<br />

Jacob: „In der 8. oder 9. wurde uns NO LIMITS! schon<br />

mal vorgestellt, da wollt ich mich eigentlich anmelden,<br />

hab’s aber nicht gemacht. Dann saßen wir wieder in<br />

der Turnhalle und ihr habt NO LIMITS! vorgestellt.<br />

Dann haben ich und Basira gesagt, komm jetzt machen<br />

wir das einfach. Bei uns passiert so eh nichts<br />

Aufregendes, also warum es nicht aufregend machen,<br />

mal was verändern und Neues wagen. Ich hab bei<br />

NO LIMITS! Dinge ausprobiert, die hätte ich sonst nie<br />

gemacht. Als wir nach den Bewerbungsgesprächen angenommen<br />

wurden, haben wir uns schon sehr gefreut.<br />

Am Anfang in der Anmeldephase wäre ich jetzt nicht<br />

so traurig gewesen, wenn ich nicht genommen worden<br />

wäre, aber jetzt im Nachhinein bin ich wirklich froh,<br />

dass ich dabei war!“<br />

Karolina: „Meine Freunde waren letztes Jahr dabei. Die<br />

waren total begeistert, haben Bilder, Videos gezeigt<br />

und Sachen erzählt, das war cool. Ich wollt mich in der<br />

9. erstmal auf den Quali konzentrieren. Jetzt hat meine<br />

Lehrerin gesagt, ‚komm, du meldest dich jetzt an.‘ Dann<br />

hab ich es halt gemacht (lacht). Am Anfang wars für mich<br />

schwierig und ich bin noch nie allein U-Bahn gefahren.<br />

Deshalb war ich z. B. beim Boxen nicht dabei, das sag<br />

ich jetzt ganz ehrlich. Ich hatte panische Angst vorm<br />

U-Bahn-Fahren, aber es ist jetzt besser geworden, echt<br />

ein Vorteil für mich aus NO LIMITS!, ich kann allein<br />

U-Bahn fahren.“<br />

Viktoria: „In der 8. Klasse wurde es uns NO LIMITS!<br />

vorgestellt, aber da hab ich mich nicht getraut, weil ich<br />

es nicht allein machen wollte. Dann kam ich aber in eine<br />

neue Klasse und da waren Leute, die waren schon bei<br />

NO LIMITS! Die haben nur Gutes erzählt und da hab<br />

ich mich in der 9. beworben. Ich bin voll glücklich, dass<br />

ich es gemacht habe! Ich hatte aber schon Angst, dass<br />

mich die Leute nicht mögen, weil ich eh schon so ein<br />

schüchternes Mädchen war. War aber nicht so!“<br />

Wie war das Schullandheim am Anfang des<br />

Programms für euch?<br />

Viktoria: „Ich kannte nicht viele, wusste noch nicht so,<br />

was ich fühlen soll. Der erste Abend war aber ganz<br />

schön spannend, weil wir uns so schnell angefreundet<br />

haben. War ein echt sehr schönes Erlebnis.“<br />

Karolina: „Ja das war krass, als dann alle da waren,<br />

dachte ich mir schon, boah da sind richtig viele Leute.<br />

War dann irgendwie wie Domino, eins nach dem anderen<br />

ist so für uns auf den Platz gefallen.“ (Alle lachen.)<br />

Jacob: „Das Schullandheim war schon cool! Ich hab<br />

mir für NO LIMITS! vorgenommen, zu lernen, meine<br />

Meinung zu vertreten, da ich damit ein Problem hatte.<br />

Das ist durch NO LIMITS! insgesamt viel besser geworden,<br />

bin noch nicht ganz zufrieden damit, aber das<br />

dauert natürlich. Wir haben im Schullandheim viel über<br />

Selbstbewusstsein gesprochen. Ich höre oft, dass ich<br />

so selbstbewusst rüberkomme, aber fühl mich nicht so.<br />

NO LIMITS! hat mich gestärkt, selbstbewusst zu sein<br />

und in entsprechenden Situationen einfach an meine<br />

Freunde zu denken.“<br />

Viktoria: „Mir hat gefallen, so viele neue Leute kennenzulernen.<br />

Ich hab viel über mich und andere erfahren,<br />

das war eine tolle Zeit.“<br />

58 59


Was habt ihr durch NO LIMITS! über andere<br />

Menschen gelernt?<br />

Jacob: „Dass jeder andere Interessen hat und dass man<br />

mit unterschiedlichen Leuten klarkommen kann, auch<br />

wenn man sich nicht unbedingt mag.“<br />

Basira: „Man denkt immer, man ist so alleine mit eigenen<br />

Problemen, aber dann haben wir in den Workshops<br />

z. B. über Ängste geredet und da hab ich gemerkt, ich<br />

bin gar nicht alleine. Die Gedanken haben auch andere<br />

Menschen. Viktoria und ich sind z. B. total unterschiedlich.<br />

Aber wir haben so rausgefunden, dass wir gewisse<br />

Themen gemeinsam haben. Wenn ich vor etwas Angst<br />

habe, kann ich es z. B. ihr oder Jacob erzählen. Ihnen<br />

geht’s vielleicht auch so. Ich weiß jetzt, bei wem ich<br />

Hilfe holen kann, aber dass ich auch helfen oder motivieren<br />

kann.“<br />

„Man denkt immer, man ist<br />

so alleine mit eigenen Problemen,<br />

aber dann haben wir in den<br />

Workshops z. B. über Ängste<br />

geredet und da hab ich gemerkt,<br />

ich bin gar nicht alleine. Die<br />

Gedanken haben auch andere<br />

Menschen.“<br />

Basira<br />

Wie habt ihr euch über die Monate bei NO LIMITS!<br />

verändert?<br />

Karolina: „Ich war viel öfters draußen, vorher war ich<br />

immer drinnen, fand immer eine Ausrede, aber wir sind<br />

immer raus zu den Workshops gegangen.“<br />

Jacob: „Ich hab gelernt, auch mal Nein zu sagen und auf<br />

mich zu hören, z. B. wenn mein Körper erschöpft ist.<br />

Vor NO LIMITS! konnte ich nicht Nein sagen, hab mich<br />

dann immer schlecht gefühlt, aber es ist wichtig und<br />

oft richtig, die Meinung zu sagen. Ich hab mich selbst<br />

besser kennengelernt.“<br />

Basira: „Ich hab mir immer solche Gedanken gemacht,<br />

wenn jemand was über mich gesagt hat. Jetzt hab ich<br />

gelernt, dass es mir egal sein kann, weil die Probleme<br />

der anderen nicht meine sein müssen. So hab ich mehr<br />

Selbstvertrauen aufgebaut.“<br />

Viktoria: „Ich wurde selbstbewusster! Ich war vorher<br />

sehr schüchtern und hab nicht viel geredet. Ich hab<br />

gelernt, dass ich meine Meinung sagen darf. Das fühlt<br />

sich echt gut an. Ich weiß jetzt, ich kann Vieles machen,<br />

statt einfach nein dazu zu sagen.“<br />

Wie haben sich die anderen in eurer Gruppe<br />

verändert? Alle schauen erwartungsvoll in die Runde.<br />

Jacob: „Viktoria war so schüchtern und ist von Workshop<br />

zu Workshop mehr aufgetaut. Eine richtige 180<br />

Grad-Wendung! Am Anfang hat man kaum gemerkt,<br />

dass sie da ist. Sie saß still in der Ecke. Dann hat sie sich<br />

immer mehr miteinbezogen, gute Beiträge geliefert<br />

und überall mitgemacht, sogar uns andere motiviert.<br />

Und immer zum Lachen gebracht! Eine echt krasse<br />

Entwicklung ins Positive, sie ist richtig aufgeblüht.<br />

(Drei nicken, Viktoria lächelt.) Das hat auch unsere<br />

Freundschaft gestärkt.“<br />

Karolina: „Viki wollte sich mehr in den Mittelpunkt<br />

bringen. (Alle lachen). Nein ich mein, so von hinten in<br />

der Ecke, wo’s dunkel ist auf die Bühne, da hat sie sich<br />

langsam hinbewegt, um endlich zu zeigen: ‚Okay ich<br />

bin hier, ich hab auch was zu sagen.‘ Bei Jacob wars so,<br />

er war am Anfang zwar präsent, aber irgendwie war<br />

da eine Blockade, da war was versteckt, was er noch<br />

rausholen könnte aus diesem „Gefängnis“. Im Schullandheim<br />

hat er angefangen, seine Meinung zu sagen,<br />

aber so in cool, also wie, ja du kannst über mich sagen,<br />

was du willst, mach nur, aber mich interessiert es nicht,<br />

ich hab meine Freunde und das ist das, was zählt.‘“<br />

Viktoria: „Da stimm ich voll zu. Karolina, du warst am<br />

Anfang auch eher so schüchtern, aber dann hast du<br />

auch so eine Entwicklung gemacht. Und jetzt werd ich<br />

dich und euch nicht mehr los.“ (Lautes Gelächter in der<br />

Runde).<br />

Karolina: „Ey, ich werd dich nicht los, du schreibst mir<br />

jeden Tag.“ (Alle lachen, Karolina und Viktoria umarmen<br />

sich.)<br />

Jacob: „Basira, unsere Freundschaft ist noch stärker<br />

geworden, weil wir noch mehr übereinander erfahren<br />

haben. In Freundschaften gibt’s auch oft Tabuthemen,<br />

über die man nicht spricht, weil man sich eher nicht<br />

traut. Das haben wir jetzt gar nicht mehr, auch Basira<br />

ist da viel offener geworden.“<br />

Basira: „Ja da kann ich überall nur zustimmen.“<br />

„Ich hab gelernt, dass ich meine<br />

Meinung sagen darf. Das fühlt sich<br />

echt gut an. Ich weiß jetzt, ich kann<br />

Vieles machen, statt einfach nein<br />

dazu zu sagen."<br />

Viktoria<br />

„Aber ich bin dann trotzdem<br />

auf Viki zugegangen,<br />

weil ich dachte, so cringe<br />

ist das ja nicht, sich einfach<br />

mal zu unterhalten.“<br />

Karolina<br />

Bei LEGO habt ihr eure Träume/Ziele gebaut.<br />

Was sind eure Träume und Ziele?<br />

Jacob: „Unser erstes Ziel ist wohl für alle ein guter<br />

Abschluss. (Alle nicken.) Aber einer meiner Träume ist<br />

nach Kanada oder Alaska auszuwandern und dort meine<br />

eigene Farm zu haben. Ich bin eh so tierverrückt und<br />

möchte nach der Schule was mit Tieren machen. Und ich<br />

liebe es kalt! (Alle lachen.) Basira und ich machen noch<br />

FOS. Danach könnte ich mir auch vorstellen z. B. erstmal<br />

als AuPair dahin zu gehen, um es auszuprobieren.“<br />

Viktoria: „Ich will noch die Mittlere Reife machen und<br />

danach einen guten Job finden. Ich träume davon zu<br />

reisen. Ich will nach Japan, Korea, China, aber auch<br />

England oder Amerika. Ich will Länder und Sprachen<br />

kennenlernen.“<br />

Karolina: „Ich will die Schule gut beenden. Einen Ausbildungsplatz<br />

zur Kinderpflege habe ich schon. Danach<br />

will ich vielleicht weiter machen und z. B., ich bin gut<br />

in Mathe, darin Lehrerin werden oder PTA. Also einen<br />

Beruf, wo man Leuten helfen kann. Ich will eine Basis<br />

haben, die PTA-Schule kostet Geld. Ich kann mir schwer<br />

Ziele setzen, ich änder sie nämlich so schnell wieder.“<br />

(Lacht.)<br />

Basira: „Ich hab große Träume. (Lacht etwas schüchtern.)<br />

Mein Traum ist es, Jura zu studieren. Ich interessiere<br />

mich total für Gesetze und Rechtsprechung. Was ich<br />

gerne machen würde, obwohl Jacob nicht damit einverstanden<br />

ist (er grinst), ist hier mein Abi machen, dann<br />

nach Italien gehen und dort Jura studieren. Ich möchte<br />

mein Leben einfach halten und als Juristin arbeiten. Das<br />

wünsch ich mir für die Zukunft. Da gibt es auch richtig<br />

spannende Fälle, das liebe ich ja.“<br />

Jacob: „Graffiti fand ich echt mega, ich hab mein<br />

Bild in meinem Zimmer hängen. Aber ich hab auch<br />

ganz viele andere Sachen von NO LIMITS!<br />

aufgehoben, also z. B. die Sticker vom Skateboard<br />

und das Armband vom Bowling habe ich auch noch.“<br />

Karolina: „So als Erinnerungsstücke, oder?“<br />

Basira: „Jacob, wolltest du dir nicht so eine Art<br />

Tafel machen?“<br />

Jacob: „Genau. Ich kauf mir einen Bilderrahmen und<br />

dann druck ich Bilder von uns bei NO LIMITS!<br />

aus, pack da die anderen Sachen dazu und<br />

mach mir da ein Erinnerungsbild.“<br />

60 61


EINEN UNTERSCHIED MACHEN:<br />

ENGAGEMENT LEBEN<br />

2018 starteten die ersten 9 Jugendlichen in das Pilotprojekt. Mittlerweile<br />

05<br />

JUGEND-<br />

BOTSCHAFTER*INNEN<br />

CHANGEMAKER!<br />

bilden 46 Jugendliche und junge Erwachsene ein Gremium, das als<br />

Interessensvertretung für unsere Zielgruppe fungiert und Jugendlichen<br />

eine dynamische Plattform für Austausch und Unterstützung bietet.<br />

DIE PROBLEMSTELLUNG<br />

Für junge Menschen sind oft (aufgrund negativer<br />

Erfahrungen bereits in jungem Alter) die Berührungsängste<br />

mit unbekannten Erwachsenen zu Beginn sehr<br />

hoch, die Hürden und Vorurteile im eigenen Kopf<br />

schwer überwindbar. Für viele scheint es unvorstellbar,<br />

dass die Programme von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> eine<br />

unproblematische Handreichung für alle sind, unabhängig<br />

von ihrer Herkunft oder der bisherigen Schullaufbahn.<br />

Viele junge Menschen sind so daran gewöhnt,<br />

abgestempelt und stigmatisiert zu werden, dass einem<br />

„erwachsenen Team“ Misstrauen entgegengebracht<br />

wird oder die Angst vor einer weiteren Enttäuschung<br />

über ihre Neugier siegt.<br />

Hier wirken die Jugendbotschafter*innen als<br />

Mediator*innen und authentische Vertreter*innen<br />

der eigenen Peergroup, die für Vertrauen, Nähe und<br />

vor allem echte Glaubwürdigkeit für <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

sorgen. Als Interessensvertretung geben sie der<br />

eigenen Peergroup in der Außenwirkung von <strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong> und in der Öffentlichkeit eine Stimme<br />

und eine Lobby, die im sozialen und politischen Diskurs<br />

dringend benötigt werden.<br />

DIE ZIELGRUPPE<br />

Alle Jugendbotschafter*innen erlebten in ihrer Vergangenheit<br />

bereits Situationen der Unsicherheit,<br />

Benachteiligung oder auch Ausgrenzung. Sie wissen,<br />

wie schwer es ist, ohne Hilfe den eigenen Weg zu<br />

finden. Als Absolvent*innen von Angeboten von <strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong> stehen sie nun gefestigt im Leben und<br />

sind bereit, ihre eigenen Erfahrungen mit anderen<br />

jungen Menschen zu teilen und sie zu motivieren, ihre<br />

Perspektiven und Chancen zu ergreifen. Sie stehen<br />

hinter den gelebten Werten von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>,<br />

fühlen sich als Teil der <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Gemeinschaft<br />

und möchten sich aktiv für eine faire Gesellschaft für<br />

alle jungen Menschen einsetzen.<br />

Alter: ca. 14 – 27 Jahre<br />

DARUM GEHT’S<br />

• Aktive Mitwirkung für eine bedarfsgerechte, zukunftsweisende<br />

Gestaltung und Erweiterung der Angebote.<br />

• Authentische, verantwortungsvolle Repräsentation<br />

unserer Zielgruppe in zahlreichen Kontexten, z. B.<br />

in der Öffentlichkeitsarbeit, Programmvorstellungen<br />

in Schulen oder bei Partnergesprächen.<br />

• Die eigene Lebensgeschichte und positive Entwicklung<br />

als intrinsische Motivation, um Vorbild für andere<br />

Jugendliche zu werden.<br />

• Eine umfassende Jugendbotschafter*innen-Ausbildung<br />

in der neu gestalteten Jugendbotschafter*innen-<br />

Akademie. Eine Vielzahl an Weiterbildungsmöglichkeiten,<br />

Workshops und Einsatzkontexten fördern die<br />

weitere persönliche Entwicklung, z. B. in den Bereichen<br />

soziales Engagement, politisches Bewusstsein oder<br />

berufliches Netzwerk.<br />

• Die Jugendbotschafter*innen sind ein Teil einer ganzheitlichen<br />

Bewegung, die durch gelebte Mitbestimmung<br />

eine bedarfsgerechte Ausrichtung von <strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong> umfassend ermöglicht.<br />

Das Jugendbotschafter*innen- Gremium schlägt eine<br />

bedeutungsvolle Brücke zwischen der Zielgruppe und<br />

unseren Angeboten.<br />

63


DIE JUGENDBOTSCHAFTER*INNEN-AKADEMIE<br />

BASIS<br />

JAHR 1-2<br />

ADVANCED<br />

JAHR 2-5<br />

MITGESTALTEN &<br />

MENTORIEREN AB JAHR 3<br />

INHALTBEISPIELE<br />

„UNSERE JUGENDBOTSCHAFTER*INNEN<br />

AGIEREN ALS KRITISCHE BERATER*INNEN<br />

UNSERER ANGEBOTE UND MACHEN<br />

DIE THEMEN JUNGER MENSCHEN<br />

AUTHENTISCH SICHTBAR.“ MARA BERTLING<br />

DAS AUFGABENFELD<br />

Das Aufgabenfeld der Jugendbotschafter*innen<br />

ist vielfältig. Sie alle absolvieren in der Jugendbotschafter*innen-Akademie<br />

ein ausführliches<br />

Training und nehmen regelmäßig an Workshops teil<br />

(BASIS, siehe Grafik), um z. B. Kommunikationsmethoden<br />

oder Projektmanagementskills zu erlernen.<br />

Im Anschluss daran erwerben sie, entsprechend ihrer<br />

Interessen, weitere Kompetenzen (ADVANCED) und<br />

entwickeln sich weiter, z. B. zu Mentor*innen für andere<br />

Jugendliche (MITGESTALTEN & MENTORIEREN).<br />

Besonderer Wert wird daraufgelegt, dass die künftigen<br />

Jugendbotschafter*innen die Ziele, Aufgaben, Werte,<br />

Visionen und Projekte von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> verstehen<br />

und das Netzwerk von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> kennenlernen<br />

und nutzen.<br />

Als wichtiger Teil der <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Familie gehen<br />

sie in Schulen, um die Programme zu empfehlen und<br />

Teilnehmer*innen zu gewinnen. Vor allem machen die<br />

Jugendbotschafter*innen Mut, sich auf Neues einzulassen.<br />

Wenn Gleichaltrige Projekte vorstellen und<br />

dabei sowohl von ihren eigenen Berührungsängsten als<br />

auch dem Überwinden von eigenen Grenzen erzählen,<br />

überzeugt und motiviert dies.<br />

Sie repräsentieren <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> bei Partner*innen,<br />

Sponsoren, Veranstaltungen und in den Medien.<br />

Zusätzlich begleiten sie das <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Team<br />

bei Jahresgesprächen mit Partner*innen oder berichten<br />

von ihrer Lebenswelt vor großem Publikum bei<br />

Veranstaltungen und in Schulen. Sie assistieren<br />

bei Workshops und helfen bei der Betreuung junger<br />

Teilnehmer*innen. Auch in den sozialen Medien sind<br />

sie aktiv, um die Zielgruppe in ihrer Lebenswelt<br />

abzuholen und durch den Schneeballeffekt ihres<br />

Engagements mehr Jugendlichen ihre Chancen<br />

aufzuzeigen. Die Jugendbotschafter*innen betreuen<br />

inzwischen bereits eigene Projekte.<br />

DAS NETZWERK<br />

Seit <strong>2023</strong> beraten die<br />

Jugendbotschafter*innen<br />

das Deutsche Jugendinstitut<br />

e. V. im Rahmen<br />

des Nationalen Aktionsplans<br />

„Neue Chancen für Kinder<br />

in Deutschland“ des<br />

Bundesministeriums für<br />

Familie, Senioren, Frauen<br />

und Jugend (BMFSFJ).<br />

Die Jugendbotschafter*innen sind überzeugte<br />

Macher*innen, die sich ihrer Verantwortung und<br />

Funktion wohl bewusst sind. Mit ihren Aufgaben<br />

wachsen sie langsam in eine Mentor*innenrolle hinein,<br />

die wiederum den neuen Jugendbotschafter*innen<br />

und allen teilnehmenden Jugendlichen zugutekommt.<br />

Daraus entwickelt sich ein umfassendes Netzwerk,<br />

das in München und perspektivisch auch überregional<br />

fürJugendliche nutzbar werden soll. Ein internes<br />

Pat*innen-Programm fördert den Austausch der<br />

jungen Menschen untereinander. Die Altersspanne<br />

des Gremiums von 14 bis 27 Jahren ermöglicht ein<br />

breites Themenspektrum und Erfahrungen, die miteinander<br />

geteilt werden. Dabei entsteht ein nachhaltiges<br />

Netzwerk, das stetig wächst.<br />

Die <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Jugendbotschafter*innen<br />

sind ein Erfolgsmodell, denn sie agieren als realistische<br />

Vorbilder und üben ein Mitspracherecht<br />

genau da aus, wo ihnen und anderen Jugendlichen<br />

aus schwierigen Verhältnissen oft kein Gehör<br />

geschenkt wird: bei der Gestaltung der eigenen<br />

Zukunft.<br />

· Einführung in die Arbeit und<br />

Philosophie von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

· Workshops zur weiteren Persönlichkeitsentwicklung<br />

· Erlernen der Projektmanagement-Basics<br />

(Organisations-, Eventmanagement)<br />

· Stärkung von Teamfähigkeit &<br />

Präsentationskompetenzen<br />

· Workshops zur Weiterentwicklung<br />

der Programme und Marke<br />

· Training zu den Persönlichkeitsentwicklungsthemen:<br />

Resilienz,<br />

Krisenmanagement, Selbst-/Fremdbild<br />

· Erlernen weiterer Projektmanagement-<br />

Kentnisse (Fundraising, Finanzierung,<br />

Netzwerken etc.)<br />

· Intensivieren der Kompetenzen Teamfähigkeit,<br />

Kommunikation, Mentoring<br />

und Akquise<br />

· Workshops zu politischen und<br />

medialen Themen (soziale Gerechtigkeit,<br />

Journalismus etc.)<br />

· Mitgestaltung und Betreuung<br />

· Ausbildung als Jugendgruppenleiter*in<br />

· Teilnahme an politischen Aktivitäten<br />

(Organisieren von eigenen Vorträgen<br />

und Workshops)<br />

ZIELSETZUNG<br />

Grundkompetenzen erwerben, um<br />

Spezialisierung anhand von eigenen Mitgestaltung der Programme von<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> nach außen zu<br />

Interessen und in Bereichen von<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> und eigenes gesellschaftspolitisches<br />

repräsentieren und für die Entwicklung<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

Engagement<br />

persönlicher Stärken<br />

DIE JUGENDBOTSCHAFTER*INNEN IM EINSATZ <strong>2023</strong><br />

44 JUGENDBOTSCHAFTER*INNEN:<br />

3 FILMDREHS:<br />

Im Einsatz seit 2018<br />

z. B. Filmdreh für <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-<br />

Spendenkampagne „MORGEN“<br />

8 „LIVE“-AUFTRITTE:<br />

z. B. als Unterstützung bei Veranstaltungen<br />

KOMMUNIKATIONSMAßNAHMEN:<br />

und Schulbesuchen für NO LIMITS!<br />

z. B. für Teilnehmer*innenmotivation für<br />

NO LIMITS!, Beiträge (Stories, Reels)<br />

12 WORKSHOPS:<br />

für <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Instagramkanal;<br />

in der Jugendbotschafter*innen-Akademie,<br />

Live-Berichterstattung von Projekten<br />

u. a. zu Projektmanagement, Bildungsgerechtigkeit<br />

oder Werten.<br />

4 PODCASTAUFNAHMEN:<br />

als Interviewpartner*innen für den<br />

ZU GAST BEI 3 PARTNER*INNEN:<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Podcast MOVING MINDS<br />

z.B. bei Strategiemeetings<br />

ANWERBUNG WEITERER<br />

JUGENDLICHER:<br />

4 INTERVIEWS:<br />

Die Ansprache der Jugendbotschafter*innen<br />

u. a. für die Süddeutsche Zeitung und<br />

an Gleichaltrige – ein wichtiger Erfolgsfaktor<br />

München TV.<br />

für <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

VERSCHIEDENE VIDEOFORMATE<br />

2 EINSÄTZE IM RAHMEN<br />

z. B. für das <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Pfingstcamp<br />

DER WEIHNACHTSPÄCKCHENAKTION:<br />

oder unser Graffitiprojekt MISCH MIT!<br />

Besorgung und Verpackung der Geschenke<br />

64 65


Sophia, 26<br />

Auszubildende<br />

Leila, 14<br />

Schülerin<br />

Joycelyn, 18<br />

Schülerin<br />

Büsra, 22<br />

Auszubildende<br />

Amani, 17<br />

Schülerin<br />

UNSERE<br />

JUGENDBOTSCHAFTER*INNEN<br />

Shahnaz, 18<br />

Schülerin<br />

Sila, 17<br />

Schülerin<br />

Alina, 15<br />

Auszubildende<br />

Alireza, 24<br />

Verkäufer im Einzelhandel<br />

Ejona, 21<br />

Auszubildende<br />

Erion, 19<br />

Auszubildender<br />

Mohamed, 18<br />

Schüler<br />

Evelyn, 20<br />

Auszubildende<br />

Patricia, 17<br />

Auszubildende<br />

Hayaat, 22<br />

Auszubildende<br />

Hamide, 21<br />

Auszubildende<br />

Anna, 19<br />

Studentin<br />

Dara, 16<br />

Schülerin<br />

Jera, 18<br />

Auszubildende<br />

Sasha, 16<br />

Schüler<br />

Kadaf, 16<br />

Schüler<br />

Radina, 27<br />

Junior Fund Managerin<br />

Kamran, 19<br />

Schüler<br />

Leilani, 18<br />

Schülerin<br />

Kiet, 15<br />

Schüler<br />

Latisha, 15<br />

Schülerin<br />

Nitisha, 25<br />

Studentin<br />

Leontina, 16<br />

Schülerin<br />

Jared, 16<br />

Schüler<br />

Maksimilijan, 24<br />

Erzieher<br />

Marlon, 19<br />

Auszubildender<br />

Miriam, 16<br />

Schülerin<br />

Yama, 19<br />

Schüler<br />

Stefan, 16<br />

Schüler<br />

Tracy, 21<br />

Auszubildende<br />

Sina, 17<br />

Auszubildende<br />

Fatima, 15<br />

Schülerin<br />

Chris, 16<br />

Schüler<br />

Nawid, 22<br />

Student<br />

Arzou, 19<br />

Schülerin<br />

Valentina, 16<br />

Auszubildende<br />

Dimitra, 15<br />

Schülerin<br />

Thanh, 18<br />

Freiwilliges Soziales Jahr<br />

Nele, 16<br />

Schülerin<br />

Toby, 16<br />

Schüler<br />

Lanya, 16<br />

Schülerin<br />

66 67


WIRKUNG X 3<br />

JUGENDBOTSCHAFTER*INNEN<br />

INDIVIDUELLE WIRKUNG<br />

• Umfassende Ausbildung und Weiterbildungsmöglichkeiten<br />

• Aufbau von Kompetenzen zur Durchführung und Entwicklung<br />

von Gremiumsarbeit<br />

• Entwicklung eines sozialen, politischen und gesamtgesellschaftlichen<br />

Bewusstseins<br />

• Nutzung des <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Netzwerks für berufliche<br />

Weiterentwicklung<br />

• Motivation zur aktiven Teilhabe an der Gesellschaft durch<br />

ehrenamtliches Engagement<br />

• Mitwirkung an einer Vielzahl von Angeboten und Projekten<br />

• Förderung der eigenen Persönlichkeitsentwicklung<br />

INSTITUTIONELLE WIRKUNG<br />

• Motivation von jungen Menschen in sozialen und pädagogischen<br />

Einrichtungen durch authentische Vertretung der eigenen Peergroup<br />

durch Jugendbotschafter*innen<br />

• Unterstützung von Schüler*innen als Mentor*innen<br />

• Entlastung von Lehrer*innen und pädagogischem Fachpersonal<br />

GESELLSCHAFTLICHE WIRKUNG<br />

Beste Laune beim Jugendbotschafter*innen-Camp<br />

zum Thema Bildungsgerechtigkeit.<br />

• Kompetente Vertretung und Sichtbarkeit junger benachteiligter<br />

Menschen im Stadtleben<br />

• Aufbau einer Lobby für die Sichtbarkeit und Bedürfnisse junger<br />

Menschen aus benachteiligten Verhältnissen<br />

• Politische und soziale Diversität durch Mitwirkung in öffentlichen<br />

Räumen und Debatten<br />

• Befähigung zur Teilhabe und positivem Engagement am Stadtleben<br />

und der Gesellschaft<br />

68 69


„Ich würd sagen, aktuell werden junge Leute nicht<br />

so ernst genommen, weil sie halt noch jung sind.“ Stefan<br />

Kadaf, 16, Schüler (10. Klasse Mittelschule), Jugendbotschafter, bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> seit 2021<br />

Miriam, 16, Schülerin (10. Klasse FOS), Jugendbotschafterin, bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> seit 2021<br />

Jera, 18 (Auszubildende), Jugendbotschafterin, bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> seit 2020<br />

Stefan, 16, Schüler (9. Klasse Mittelschule), Jugendbotschafter, bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> seit 2021<br />

„WIR WOLLEN WAS ÄNDERN!“<br />

KADAF, MIRIAM, JERA UND STEFAN<br />

IM INTERVIEW<br />

Termin im<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Büro<br />

mit Veronika Hofstätter<br />

zum Gespräch.<br />

Ihr habt NO LIMITS! absolviert. Warum wolltet ihr<br />

im Anschluss Jugendbotschafter*innen werden?<br />

Stefan: „Mir haben die Jugendbotschafter schon bei<br />

NO LIMITS! gefallen. Die waren ein bisschen älter.<br />

Und die waren da, also nicht, um auf dich aufzupassen,<br />

sondern um zu helfen und waren da, wenn man reden<br />

wollte. Da wollte ich halt auch gerne Jugendbotschafter<br />

werden, damit ich Jüngeren ein Vorbild sein kann und<br />

auch ein bisschen mehr Verantwortung übernehmen<br />

kann.“<br />

Kadaf: „Ich wollte gerne das machen, was die Jugendbotschafter<br />

bei uns in der Schule gemacht haben, also<br />

NO LIMITS! und <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> präsentieren, aber<br />

auch auf Ausflüge und Activities mitgehen und Workshops<br />

machen. Das klang sehr interessant und wirkte<br />

wie eine Chance auf mich.“<br />

Jera: „Ich wollte dabei sein, weil ich es richtig schön<br />

fand, was <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> macht und repräsentiert.<br />

Dadurch hat sich mein Leben auch voll verändert. Ich<br />

war eher so verschlossen. Als ich bei NO LIMITS! dabei<br />

war, hab ich langsam mehr mit anderen geredet, bin<br />

sozialer geworden und näher mit meinen Freunden<br />

zusammen gekommen. Ich wollte auch Jugendbotschafterin<br />

werden, weil ich gerne verschiedene Sachen<br />

machen und ausprobieren wollte. Und, wie Kadaf, auch<br />

gerne für andere da sein wollte.“<br />

Wie fühlt ihr euch in der Jugendbotschafter*innen-<br />

Gemeinschaft?<br />

Kadaf: „Ich würd sagen, dass die Gemeinschaft voll<br />

cool ist, weil es Jüngere und Ältere gibt. Die Älteren<br />

geben total Acht darauf, wie es den Jüngeren geht<br />

und dass sie alles für die Aufgabe als Jugendbotschafter<br />

verstanden haben, damit sie es auch irgendwann alles<br />

allein gut selber machen können. Man kennt Leute und<br />

lernt neue Leute kennen, so wächst das auch richtig zu<br />

einem Netzwerk. Ich finde, es ist echt eine gute Bindung<br />

zueinander in dieser Gemeinschaft.“<br />

Stefan: „Man unterstützt sich und hilft sich gegenseitig,<br />

das ist da ganz normal. Es ist auch immer ein Spaß mit<br />

den Leuten, wird nie langweilig. Es ist eine richtig gute<br />

Gemeinschaft.“<br />

Jera: „Ich finde, das ist schon eine echt schöne Gruppe,<br />

denn es gibt Leute aus verschiedenen Altersgruppen.<br />

Auch so sind alle total unterschiedlich, wir passen trotzdem<br />

total gut zusammen. Ich hatte noch nie mit jemandem<br />

Streit gehabt und hab auch noch nie von einem<br />

gehört. Es ist echt eine sehr positive Atmosphäre<br />

innerhalb der Jugendbotschafter*innen. Besonders ist,<br />

dass keiner irgendwen verurteilt. Auch wenn du anders<br />

bist, ganz egal wie, ist dir keiner böse oder fängt Ärger<br />

an. Es ist alles sehr friedlich. Das find ich richtig super.“<br />

„Also ich mein, die Politiker,<br />

sie bräuchten ein bisschen mehr<br />

Fantasie für Ideen.“<br />

Kadaf<br />

Das Jugendbotschafter*innen-Gremium arbeitet<br />

seit <strong>2023</strong> mit dem Deutschen Jugendinstitut im<br />

Rahmen des Nationalen Aktionsplans „Neue Chancen<br />

für Kinder in Deutschland“ zusammen. Warum<br />

ist euch dieses politische Engagement wichtig?<br />

Kadaf: „Ich find das top, dass wir da jetzt mitmischen<br />

können, weil die Politiker sind ja an sich eher etwas<br />

älter und die denken halt nicht so wie Menschen in<br />

unserem Alter. Die denken irgendwie ein bisschen<br />

rationaler. (Die anderen drei nicken zustimmend.) Also<br />

ich mein, die Politiker, sie bräuchten ein bisschen mehr<br />

Fantasie für Ideen. Es ist immer alles so negativ. Leute<br />

in unserem Alter sind ja eigentlich voll lebensfroh und<br />

wenn wir gute Ideen haben, dann sollten die auch an<br />

die Politiker weitergeleitet werden, die sollten drüber<br />

nachdenken. Vielleicht können sie die dann auch umsetzen,<br />

das wäre doch super.“<br />

Stefan: „Wir Jugendliche werden dann nicht vergessen.<br />

Ich finde es gut, dass die Meinung, die ich und wir haben,<br />

so an höhere Autoritäten kommen und die Stimme<br />

von den Jüngeren gehört wird. Und auch mal wahrgenommen<br />

wird, wo was besser gemacht werden soll. Ich<br />

würd sagen, aktuell werden junge Leute nicht so ernst<br />

genommen, weil sie halt noch jung sind.“<br />

Jera: „Ich find das schon krass, weil ich nie gedacht<br />

hätte, dass wir zu so einem Punkt kommen und mit dem<br />

Deutschen Jugendinstitut e. V. zusammenarbeiten. Es<br />

ist echt voll cool, dass wir jetzt so nah an die Regierung<br />

kommen. Ist ja nicht so selbstverständlich, dass die<br />

Regierung uns, also Jugendliche und generell jüngere<br />

Menschen, ernst nimmt (lacht). Es ist so gut, dass wir<br />

diese Chance haben. Ist halt echt krass, weiß nicht, wie<br />

ich das besser beschreiben soll.“ (Alle lachen.)<br />

70 71


Jetzt kommt Miriam mit dazu, sie hatte länger Nachmittagsunterricht.<br />

Alle begrüßen Miriam mit Umarmungen und<br />

freuen sich sichtlich, dass sie da ist.<br />

In der Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut<br />

e.V. arbeitet ihr an etwas, was dann wirklich<br />

nach Berlin geht. Wie findet ihr das?<br />

Kadaf: „Das fühlt sich top an. So als hätte man jetzt viel<br />

mehr Möglichkeiten und als würden sich viel mehr<br />

Türen öffnen.“<br />

Stefan: „Ich fühl mich ernstgenommen von der Regierung.“<br />

(Alle bestätigen mit Nicken und Ja.)<br />

Jera: „Ich fühl mich mehr verantwortlich und auf Englisch<br />

würde ich jetzt sagen, ich fühl mich revolutionary.<br />

Dass wir halt jetzt stellvertretend für andere Jugendliche<br />

in Deutschland stehen, schon einfach krass!“<br />

Miriam: „Ich bin ja selber jugendlich, daher kann ich<br />

mich in andere Jugendliche hineinversetzen und dadurch<br />

helfen. Das fühlt sich gut an (sie lacht und strahlt),<br />

so als ob ich eine Macht habe. (Lautes Gelächter in der<br />

Runde.) Also Verantwortung mein ich.<br />

Was wünscht Ihr Euch, z. B. von der Politik oder<br />

der Gesellschaft?<br />

Miriam: „Politisch, dass sich etwas ändert, mit dem<br />

Schulsystem zum Beispiel. Aber auch generell, wie wir<br />

Jugendlichen gesehen werden. Wir werden oft so komisch<br />

dargestellt. Also ältere Menschen sagen, dass wir<br />

so laut sind und irgendwie Gangster-like. Jugendliche<br />

haben viel mehr zu sagen, als man uns zutraut. Beim<br />

Schulsystem stört mich generell schon diese Abtrennung<br />

von Mittelschule, Gymnasium, Realschule. Das<br />

ist voll unnötig, auch dass es so früh ist, weil in anderen<br />

Ländern ist das ja auch nicht so. Schon in der vierten<br />

Klasse, das macht ein Kind einfach voll unmotiviert. Das<br />

sollte unbedingt geändert werden. Als ich die Entscheidung<br />

bekam, dass ich auf die Mittelschule gehen muss,<br />

hab ich angefangen zu heulen und jeder hat gesagt,<br />

‚Boah du bist voll dumm und so, du bist voll peinlich.‘“<br />

(Alle nicken traurig im Konsens.)<br />

Kadaf: „Ich würd mir auch ein anderes Schulsystem<br />

wünschen, denn so wie es ist, ist es einfach nur Kacke.<br />

Eigentlich sogar böse Scheiße. Sobald man in der<br />

4. Klasse ist, muss man eine Entscheidung treffen oder<br />

die Entscheidung wird ja auch oft für dich getroffen.<br />

Auf dem Gymnasium wirst du sowieso gefördert,<br />

irgendwie auf der Mittelschule gar nicht. Mittelschüler<br />

werden auch als asozial abgestempelt. Wer so abgestempelt<br />

wird, benimmt sich dann auch oft so. Alles<br />

dumme Vorurteile.“<br />

Miriam: „Nach der 9. hieß es nur immer Ausbildung,<br />

Ausbildung, Ausbildung. Die FOS wurde immer so vermittelt,<br />

als ob das für uns viel zu schwer wäre. Aber<br />

jetzt bin ich dort!“<br />

„Ich fühl mich mehr verantwortlich<br />

und auf Englisch würde ich jetzt<br />

sagen, ich fühl mich revolutionary.“<br />

Jera<br />

Jera: „Ich wünsche mir auch ein anderes Schulsystem,<br />

denn dir wird vermittelt, dass mit dieser Aufteilung<br />

schon dein komplettes Leben geprägt sein wird. Dieses<br />

Schulsystem, finde ich, zerstört mehr, als dass es heilt.<br />

Das muss sich auf jeden Fall verändern und ich hoffe<br />

sehr, dass es sich in den nächsten Jahren und für die<br />

Zukunft, wie für meinen kleinen Bruder, ändert. Viele<br />

könnten einen anderen Weg gehen, aber dieses Abstempeln<br />

hat sie zu sehr negativ beeinflusst.“<br />

Was verbindet ihr mit <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>?<br />

Miriam: „Generell das Programm von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

ist voll gut, weil endlich werden mal die Mittelschüler*innen<br />

wahrgenommen. Ich hätte nicht gedacht,<br />

also als ich angefangen habe, dass ich da sein kann, wo<br />

ich heute bin. Es hat mir persönlich sehr geholfen, mit<br />

mir selber klarzukommen, aber auch Menschen kennenzulernen<br />

und dann gemeinsam was bewirken zu wollen.“<br />

Stefan: „Ich bin jetzt drei Jahre dabei und mit <strong>DEIN</strong><br />

<strong>MÜNCHEN</strong> weiter gewachsen. Ich hab in Workshops<br />

Sachen gelernt, die ich sonst nie gemacht hätte, z. B.<br />

wie man richtig redet, kommuniziert, ein Interview<br />

führt oder vor einer ganzen Schule zu sprechen. Ihr<br />

von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> seid mir nicht fremd. Ich fühl<br />

mich sicher, kann über alles reden und ich werde unterstützt,<br />

egal wobei. Das find ich halt echt gut.“<br />

Miriam: „Mein Selbstbewusstsein ist gewachsen, sehr,<br />

sehr stark sogar. Ich war immer selbstbewusst, aber<br />

nicht auf die Art, wie jetzt. Ich bin sehr ehrlich geworden<br />

und hab keine Probleme mehr, über meine Gefühle<br />

zu reden. Ich habe gelernt, mich zu öffnen.“<br />

„Jugendliche haben viel mehr<br />

zu sagen, als man uns zutraut.“<br />

Miriam<br />

Jera: „Seit ich bei <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> dabei bin, hab<br />

ich auch ein besseres Selbstbewusstsein bekommen.<br />

Gelernt, dass neue Leute kennenlernen nichts<br />

Gruseliges ist. Früher hatte ich da voll Angst, konnte<br />

nicht mit fremden Leuten reden. Jetzt kann ich<br />

offen mit Menschen sprechen, z. B. mit den dreien<br />

hier. (Alle lachen.) Es hat mir gezeigt, dass ich mehr<br />

sein kann und ich auch mehr in mir habe, mehr als<br />

ich mir je selbst zugetraut habe.“<br />

Miriam: „Man lernt hier echt tolle Menschen kennen.“<br />

(Alle nicken zustimmend.)<br />

Stefan: „Man kommt aus seiner Komfortzone raus.“<br />

(Es folgt ein langgezogenes JAAA bei allen.)<br />

Warum sollten Menschen <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

unterstützen?<br />

Stefan: „Ich würde ihnen sagen, dass sie mit dem<br />

Geld nicht nur in uns, sondern auch in die Zukunft<br />

investieren. Dass wir auch die Zukunft sind.“<br />

Jera: „Also Leute, wenn ihr wollt, dass die Jugend<br />

sich mehr entwickelt und wenn ihr wollt, dass die<br />

nächste Generation gute Menschen zum Vorbild<br />

haben kann, dann würde ich sagen, spenden Sie!“<br />

Miriam: „<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> hilft Jugendlichen, die<br />

Zukunft zu gestalten. Also die Zukunft für uns alle!<br />

Das heißt wir werden diejenigen sein, die entscheiden<br />

und regieren werden. Wenn ihr wollt, dass die<br />

Welt gut wird, dann helft uns jetzt dabei, dass wir<br />

sie gut machen können.“<br />

Kadaf: „Wir sind die Zukunft. Da stimme ich voll zu.<br />

Wenn ich ein älterer Mann wäre, würd ich lieber in<br />

junge Menschen investieren, damit sie gute Ziele<br />

erreichen können, und nicht in etwas investieren,<br />

wo schon ausreichend Geld da ist.“<br />

Wenn ihr <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> in Worte<br />

beschreiben müsstet, welche wären das?<br />

Miriam, Stefan und Jera spielen Wortpingpong,<br />

ergänzen sich gegenseitig und bejahen die Aussagen<br />

der anderen:<br />

„Groß, bedeutend, richtig, aufregend, prägnant,<br />

inspirierend, motivierend, einflussreich, Zukunft,<br />

weiterentwickeln, Safe Space, Freude, Spaß, engste<br />

Menschen, Kontakte, Freundschaft …“<br />

Kadaf (nach etwas ruhiger Bedenkzeit): „Einzigartig.“<br />

Miriam: „Kann der letzte Satz so sein: Bitte, liebe<br />

Menschen, spendet! <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> ist nämlich<br />

echt gut!“<br />

(Alle lachen, stimmen zu und applaudieren.)<br />

72 73


HELFEN UND<br />

MITMACHEN<br />

WIR BEWEGEN <strong>MÜNCHEN</strong>,<br />

MACHEN SIE MIT!<br />

Unterstützen Sie <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>, um faire Startbedingungen und<br />

echte Teilhabe für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt zu ermöglichen.<br />

WER?<br />

WIE?<br />

WARUM?<br />

• Privatpersonen<br />

• Unternehmen<br />

• Stiftungen<br />

• Vereine<br />

• Service-Clubs<br />

• …<br />

• Geldspenden<br />

z. B. Individual- und Dauerspenden<br />

• Anlassspenden<br />

z. B. Geburtstag, Weihnachten, Jubiläen etc.<br />

• CSR-Projekte<br />

eigens für Sie konzipiert & maßgeschneidert<br />

• Fachliches oder persönliches Pro-Bono-Engagement<br />

• Bereitstellung und Vermittlung von Netzwerkkontakten<br />

Gestalten Sie mit uns die Zukunft<br />

für junge Menschen, und damit für uns alle.<br />

Machen Sie mit uns #mutaufzukunft.<br />

06<br />

Wir beraten Sie gerne persönlich. Nehmen Sie Kontakt mit uns auf:<br />

Katja Schubert<br />

k.schubert@dein-muenchen.org<br />

Telefon: +49 89 1893459-0<br />

MIT IHREM ENGAGEMENT KÖNNEN WIR HELFEN!<br />

75


WARUM CSR MIT <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>?<br />

NACHHALTIG UND SINNSTIFTEND<br />

WIRKEN: CORPORATE SOCIAL RESPONSIBILITY<br />

MIT <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

Bereits seit 2014 arbeitet <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> eng mit Unternehmen<br />

aus München und dem Münchner Umland im Bereich Corporate Social<br />

Responsibility (CSR) zusammen. Über die Jahre sind dabei feste verlässliche<br />

Partnerschaften und ein ständig wachsendes Netzwerk entstanden.<br />

Was alle beteiligten Unternehmenspartner*innen vereint, ist die Erkenntnis,<br />

dass ein Investment in <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> und damit in die Akteur*innen<br />

von morgen, unsere Kinder und Jugendlichen, nachhaltig Wirkung zeigt<br />

STATEMENTS AUS UNSEREN<br />

CSR-WORKSHOPS<br />

Welches Potential sehen Sie, dass sich<br />

positive Effekte dieser CSR-Aktivität<br />

langfristig auf die Gesellschaft und die<br />

Wirtschaft auswirken?<br />

• „CSR mit <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> schärft unser<br />

Bewusstsein für die Bedürfnisse von<br />

Menschen, die nicht privilegiert aufwachsen.<br />

Keiner soll und darf vergessen werden.<br />

Denn ohne Perspektiven keine Zukunft.<br />

NO LIMITS! sensibilisiert mit seinem<br />

Programm und öffnet Türen.“<br />

• „Wer sich integriert fühlt und seinen Beitrag<br />

für die Gemeinschaft leisten kann, fühlt<br />

sich wohl und zufrieden und kann sich voll<br />

einbringen. Auch als Arbeitnehmer.“<br />

Welchen Einfluss hat Ihrer Meinung nach<br />

die Beteiligung Ihres Arbeitgebers an dieser<br />

CSR-Aktivität auf die Unternehmenskultur?<br />

• „Wir werden aus den anderen Büros immer<br />

als positives Beispiel genommen, wenn es<br />

um unsere CSR-Aktivitäten global geht und<br />

wir werden darauf angesprochen, dass so viele<br />

Mitarbeiter*innen mitmachen. Wir werden<br />

global wahrgenommen und ich denke, das hat<br />

auf jeden Fall einen Impact auf die Unternehmenskultur.“<br />

• „Die Teilnahme bei NO LIMITS! eröffnet<br />

uns die Möglichkeit unsere Unternehmenswerte<br />

in Aktion zu sehen.“<br />

• „Das steigert die Attraktivität des Unternehmens<br />

und zeigt seine Verantwortung<br />

gegenüber der Gesellschaft.“<br />

Unser CSR-Angebot ist einzigartig in München! CSR bedeutet bei uns den aktiven Einsatz<br />

und den direkten Austausch zwischen Unternehmen und jungen Menschen. So lernen sich<br />

beide Seiten, Mitarbeiter*innen und jugendliche Programmteilnehmer*innen, kennen und<br />

bauen Brücken zueinander auf. Neue Perspektiven eröffnen sich, der Blickwinkel weitet sich<br />

und einmalige Synergieeffekte entstehen. So profitieren Mitarbeiter*innen und Jugendliche<br />

gleichermaßen voneinander. Neben verschiedenen Unterstützungsmöglichkeiten ist besonders<br />

unser Bildungsprogramm NO LIMITS! ein erprobtes, erfolgreiches Projektformat für die<br />

Einbindung von CSR-Aktivitäten.<br />

WIE FUNKTIONIERT CSR MIT <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>?<br />

Gemeinsam entwerfen wir mit Ihnen ein für Ihr Unternehmen maßgeschneidertes Angebot<br />

für eine CSR-Maßnahme. In der Umsetzung bringen sich Ihre Mitarbeiter*innen entsprechend<br />

ihrer Expertise und ihrem Interesse gezielt in den Workshops ein, z. B. bei unserem Bildungsprogramm<br />

NO LIMITS! So gestalten Ihre Mitarbeiter*innen etwa einen Workshop zum Thema<br />

Berufsfelder und schildern eigene Erfahrungen, agieren als Vorbilder und Mutmacher*innen<br />

für die Teilnehmer*innen durch das Berichten der eigenen, oft komplexen Lebensgeschichten,<br />

helfen z. B. in der Berufsvorbereitung oder unterstützen die Jugendlichen auf dem Weg, ihre<br />

eigenen Talente und Stärken kennenzulernen.<br />

WIE WIRKT CSR MIT <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>?<br />

Wir bieten Ihnen durch die konsequente Evaluation nicht nur Belege über die Wirksamkeit<br />

unserer Angebote für junge Menschen, sondern ebenso Erkenntnisse über die Entwicklung<br />

Ihrer Mitarbeitenden durch unsere Zusammenarbeit.<br />

Eine Investition in CSR mit <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> lohnt sich! Sie wirkt dreifach: auf der individuellen<br />

Ebene für die Mitarbeiter*innen, der Unternehmensebene und der gesamtgesellschaftlichen<br />

Ebene. Die Daten der Evaluation liefern dabei den proof of concept, um unseren<br />

Partner*innen fundiert die Sicherheit geben zu können, einen nachhaltig sinnvollen Beitrag<br />

direkt am Unternehmensstandort zu leisten.<br />

Interesse am Investment in die Zukunft? Wir erstellen ein maßgeschneidertes Angebot<br />

für Ihr Unternehmen und beraten Sie gerne persönlich. Melden Sie sich bei Katja Schubert:<br />

k.schubert@dein-muenchen.org, Telefon +49 89 1893459-0<br />

Welche spezifischen Erkenntnisse haben<br />

Sie durch die Teilnahme an dem Workshop<br />

bei NO LIMITS! gewonnen, die sich auf<br />

Ihre tägliche Arbeit auswirken könnte?<br />

• „Andere Perspektiven und Sichtweisen<br />

als Chance zu verstehen und den eigenen<br />

Blickwinkel zu erweitern.“<br />

• „Kommunikation auf Augenhöhe mit unterschiedlichen<br />

Zielgruppen und mehr Verständnis<br />

für das Miteinander.“<br />

• „Wertschätzung von diversen Meinungen und<br />

sozialen Hintergründen.“<br />

• „Blickwinkel der Jugendlichen auf verschiedene<br />

und tagesaktuelle Themen.“<br />

76 77


IHR INVESTMENT FÜR<br />

NACHHALTIGEN ERFOLG<br />

AUF 3 EBENEN<br />

MITARBEITER*INNEN<br />

• Stärkere Identifikation und Zufriedenheit: Erhöhen Sie die Loyalität und das Engagement<br />

Ihrer Mitarbeiter*innen durch nachhaltige CSR-Maßnahmen.<br />

• Mehr als fachliche Qualifikationen: Ermöglichen Sie Ihren Mitarbeiter*innen, ihre vielfältigen<br />

Fähigkeiten und Stärken einzubringen.<br />

• Bessere Kommunikation: Fördern Sie den Austausch und die Zusammenarbeit auch über<br />

Abteilungsgrenzen hinweg.<br />

• Empathische Entwicklung: Stärken Sie die empathischen Fähigkeiten Ihrer Mitarbeiter*innen<br />

durch Begegnungen mit jungen Menschen.<br />

• Persönliches Wachstum: Fördern Sie persönliche Weiterentwicklung durch Perspektivenwechsel.<br />

• Sinnstiftende Tätigkeiten: Ihre Mitarbeiter*innen unterstützen junge Menschen und finden<br />

so zusätzliche Erfüllung in ihrer Arbeit.<br />

UNTERNEHMEN<br />

Matthias Winter<br />

Leiter Unternehmensengagement Landeshauptstadt München<br />

„Das gesellschaftliche Engagement von Unternehmen ist in München stark verwurzelt.<br />

Es hilft konkret vor Ort. Es stärkt das soziale Miteinander und kann mit dazu beitragen,<br />

die sozial-ökologische Lebensqualität in unserer Stadt zu verbessern. Erst recht in<br />

der Wirtschaftsmetrople München brauchen wir engagierte Unternehmen, die mit<br />

Geld-, Sach- oder Zeitspenden NGOs, wegweisende Projekte oder hilfsbedürftige<br />

Einzelpersonen unterstützen und damit auch ein Stück weit Verantwortung für eine<br />

solidarische Stadtgesellschaft übernehmen. <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gGmbH mit seinen<br />

Kooperationspartner*innen ist ein sehr gelungenes Beispiel dieser gelebten Verantwortungsgemeinschaft.<br />

Als Wegbegleiter habe ich die vergangenen Jahre mit großer<br />

Freude und Anerkennung erleben dürfen, wie <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> mit ideenreichem Mut,<br />

charmanter Kompetenz, leidenschaftlicher Überzeugungskraft und kluger Netzwerkarbeit<br />

immer mehr Unterstützer*innen aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung gewonnen<br />

und damit eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten erreicht hat. Immer im Blick dabei:<br />

faire Startbedingungen zu schaffen, für junge Menschen in unserer Stadt.“<br />

• Zeitgemäße Positionierung: Stärken Sie Ihr Image als modernes Unternehmen mit sozialer<br />

Verantwortung.<br />

• Attraktive*r Arbeitgeber*in: Präsentieren Sie Ihr Unternehmen und stärken Sie Ihr Employer<br />

Branding.<br />

• Positive Unternehmenskultur: Implementieren und leben Sie Ihre Unternehmenswerte<br />

und -kultur aktiv.<br />

• Mitarbeitendenbindung und Zufriedenheit im Job: Stärken Sie die Bindung Ihrer<br />

Mitarbeiter*innen durch sinnvolle CSR-Aktivitäten.<br />

• Verbessertes Betriebsklima: Fördern Sie ein positives Betriebsklima durch gemeinsames<br />

Engagement und Erlebnisse.<br />

• Starke Unternehmenskommunikation: Nutzen Sie die vielseitigen Kommunikationsmöglichkeiten<br />

in Marketing und PR, intern & extern.<br />

• Lokales Engagement: Werden Sie zum Vorbild durch Ihr Engagement am Unternehmensstandort.<br />

• Nachhaltigkeitsberichte: Profitieren Sie durch Ihr Engagement von unseren Projektdokumentationen<br />

und Evaluationsergebnissen für Ihr Reporting zur Erfüllung der Sustainable<br />

Development Goals (SDGs).<br />

GESELLSCHAFTLICH<br />

• Wertvoller Beitrag: Unterstützen Sie junge Menschen und tragen Sie so zum Gemeinwohl bei.<br />

• Brücken bauen: Fördern Sie den Austausch zwischen verschiedenen gesellschaftlichen<br />

Gruppen: Jugendliche, Mitarbeiter*innen und Führungskräfte.<br />

• Ungenutztes Potential nutzen: Fördern Sie das Potential junger Menschen und helfen Sie<br />

ihnen, ihre Fähigkeiten zu entfalten.<br />

• Sozialkosten senken: Durch die Integration junger Menschen unterstützen Sie die Entlastung<br />

der Sozialinvestitionen.<br />

• Vorurteile abbauen: Tragen Sie zur Reduktion von Vorurteilen und zum Aufbau von<br />

Verständnis bei.<br />

• Nachhaltige Entwicklung: Leisten Sie einen Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und<br />

zur Bewältigung gesellschaftlicher Herausforderungen.<br />

78 79


WIR UNTERSTÜTZEN<br />

JUNGE MENSCHEN,<br />

IHRE STÄRKEN<br />

UND POTENTIALE<br />

ZU ENTDECKEN.<br />

80 81


UNSERE<br />

LANGJÄHRIGEN FÖRDER*INNEN<br />

UNSERE<br />

HAUPTFÖRDER*INNEN<br />

WIR BEDANKEN UNS BEI ALLEN<br />

WEITEREN SPENDER*INNEN<br />

UND FÖRDER*INNEN DES JAHRES <strong>2023</strong><br />

SEHR HERZLICH!<br />

82 83


1<br />

1 Ein exklusiver Kinobesuch. Zusammen mit dem Sozialreferat<br />

und Disney Deutschland konnten wir 800 Münchner<br />

Jugendlichen mit ihren Familien einen spannenden Nachmittag<br />

im Mathäser Filmpalast bieten.<br />

2 #sietrinkenwirhelfen: Die Food & More GmbH unterstützte<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> mit jeder bestellten Flasche Wasser im<br />

Theatiner 8 mit einer Spende.<br />

3 Im Rahmen des 50. Geburtstags von DM Deutschland<br />

wählten uns drei Münchner Filialen in einer Abstimmaktion<br />

für eine Unterstützung aus.<br />

5 Erfrischung für den guten Zweck. Der Round Table 13 unter-<br />

stützte durch einen Eisverkauf unsere Arbeit.<br />

2<br />

6 Der 41. KS Energie- und Umweltpreis <strong>2023</strong> wurde an<br />

Knorr-Bremse verliehen, die das damit verbundene Preisgeld<br />

SPENDENAKTIONEN<br />

5<br />

an uns spendeten.<br />

7 23 Besuche absolvierten Stefan Pertler und sein Team<br />

als Nikolaus, Krampus und Engel. Die Aufwandsentschädigung<br />

„Nach ,lieben‘ ist ,helfen‘ das schönste Zeitwort der Welt.“<br />

Bertha von Suttner<br />

ging direkt an uns!<br />

8 Unsere Weihnachtspäckchenaktion <strong>2023</strong>: 454 Kinder,<br />

454 individuelle Wünsche, 454 Geschenke, 12 Partner und<br />

12 Einrichtungen. Wir danken unseren, teils schon langjährigen,<br />

Partner*innen für ihr herzliches und großzügiges Engagement:<br />

AmRest Coffee Deutschland, Bregal Unternehmerkapital,<br />

Nur mit einem treuen und wachsenden Unterstützenden-Netzwerk<br />

kann <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> nachhaltige Arbeit leisten und Kindern und<br />

Jugendlichen konsequent zur Seite stehen.<br />

6<br />

7<br />

colorbirds GmbH, DWF, E & S Bildungs- und Betreuungskonzepte<br />

GmbH, KLIEMT.Arbeitsrecht, Langhaarmädchen GbR,<br />

NIMMSTA GmbH, PAI Partners, Piepenbrock Service GmbH &<br />

Co. KG und roadsurfer GmbH.<br />

9 Beim 3. Münchner Adventsradeln traten die fröhlichen<br />

Weihnachtsmänner und Weihnachtsfrauen des Rotary Clubs<br />

München-Residenz gegen eine Spende erneut für unsere Arbeit<br />

in die Pedale.<br />

10 Die Chorgemeinschaft Stephanus Voices spendete den<br />

Erlös ihres Herbstkonzerts an uns.<br />

Während viele Unternehmen, Stiftungen, Förder*innen und Privatspender*innen<br />

uns über das Jahr hinweg mit finanzieller Hilfe und<br />

persönlichem Einsatz zur Seite stehen, gibt es auch immer wieder<br />

einzelne Spenden im Rahmen von Aktionen und Events, die uns große<br />

Freude bereiten.<br />

Dabei handelt sich um jahreszeitbezogene Hilfsaktionen, wie zu<br />

Weihnachten oder dem Schulanfang, aber auch unternehmensbezogene<br />

oder private Anlässe, wie zum Beispiel Firmenjubiläen, Geburtstage,<br />

Jahres- und Projektabschlüsse.<br />

11 Über die Spende von 150 Tickets für das LEGO Deutschland<br />

Resort durften sich unsere Jugendlichen freuen.<br />

Wir danken allen weiteren Chancengeber*innen,<br />

Wir danken allen, die zu den vielfältigen Anlässen an uns denken<br />

und mit ihrer Aktion, ihrer Spende und ihrem Einsatz den durch<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> betreuten Kindern und Jugendlichen mit vollem<br />

Einsatz und großem Herz konkret helfen.<br />

die durch eine Spendenaktion unsere Arbeit<br />

10<br />

für junge Menschen unterstützten.<br />

8<br />

9<br />

11<br />

85


AUSZUG PRESSESPIEGEL <strong>2023</strong><br />

1<br />

1 „Auf den Jugendlichen schauen“: Ein Beitrag von Kathrin Aldenhoff<br />

und Catherine Hoffmann in der Süddeutschen Zeitung über unser<br />

Programmmodul NO LIMITS! NUTZE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN.<br />

2 Vorstellung von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> als Partner der Beisheim Stiftung<br />

beim „Instagram Take-Over“ des Kanals der Deutsche Stiftungen.<br />

4<br />

10<br />

3 Interview mit Mara Bertling bei München TV über die Lage im<br />

Brennpunkt Riem.<br />

4 Gemeinsamer Beitrag des Instagram-Formats der Landeshauptstadt<br />

München „Soziales Engagement in München“ zu NO LIMITS!<br />

NUTZE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN als positive Maßnahme für junge<br />

Menschen zur Berufsvorbereitung.<br />

5 <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Video/Social-Media-Kampagne „Wir machen<br />

Mut auf Zukunft!“ mit Mara Bertling und unseren Jugendbotschafter*innen<br />

mit freundlicher Unterstützung realisiert von<br />

Benjamin Klopp (FRAMES FOR GOOD).<br />

6 Diverse Nennungen von <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> als Empfänger des<br />

Preisgeldes von Knorr-Bremse im Rahmen des 41. KS Energie- und<br />

Umweltpreises, z. B. in der Pressemeldung des Kraftfahrer-Schutz e. V.<br />

5<br />

11<br />

7 Veranstaltungshinweis in der Süddeutschen Zeitung zur Buchvorstellung<br />

von Dr. Rebekka Reinhard moderiert von Mara Bertling.<br />

8 Beitrag von BILD online zu NO LIMITS! NUTZE <strong>DEIN</strong>E CHANCEN.<br />

9 Veranstaltungshinweis zum <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Artwalk zum Graffitikunstwerk<br />

in der Thalkirchner Straße in der Rathaus Umschau.<br />

12<br />

10 Bericht von München TV über unser Kunstprojekt MISCH MIT!<br />

in der Thalkirchner Straße inklusive eines Interviews mit<br />

7<br />

Mara Bertling und Jugendbotschafterin Nitisha Khatri.<br />

2<br />

11 Interview mit Jugendbotschafterin Miriam zur Wahl mit 16 in der<br />

3<br />

6<br />

Süddeutschen Zeitung.<br />

12 Interview mit vier Jugendbotschafter*innen zum Thema<br />

„Aufwachsen in Armut“ mit BR24.<br />

13<br />

13 „Anliegen junger Menschen fließen in Nationalen Aktionsplan<br />

‚Neue Chancen für Kinder in Deutschland‘ ein“: Pressemeldung<br />

des Deutschen Jugendinstitut e. V. zur Zusammenarbeit mit<br />

den <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Jugendbotschafter*innen.<br />

14 Veröffentlichung von 27 Folgen des <strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong>-Podcasts<br />

MOVING MINDS.<br />

15 Gemeinsamer Beitrag des Instagram-Formats der Landeshaupt-<br />

8<br />

9<br />

14<br />

stadt München „Soziales Engagement in München“ zum<br />

Filmscreening für 800 Jugendliche und ihre Familien.<br />

16 Beitrag Wochenanzeiger über unser Kunstprojekt MISCH MIT!<br />

15<br />

16


MIT IHREM<br />

ENGAGEMENT<br />

KÖNNEN<br />

WIR HELFEN.<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong><br />

#MUTWEAR-KOLLEKTION<br />

HIER DIREKT SPENDEN<br />

Wir stehen für ein München, dass alle jungen Menschen<br />

mitnimmt, egal, wer sie sind und woher sie kommen!<br />

Mit dem Kauf Ihres neuen Lieblingsstücks oder eines Accessoires können<br />

Sie nicht nur zeigen, dass Ihnen junge Menschen und die Zukunft unseres<br />

Zusammenlebens am Herzen liegen, sondern Sie unterstützen natürlich<br />

auch unsere Arbeit.<br />

Werden Sie durch das Tragen unserer #mutwear-Kollektion zu<br />

Chancengeber*innen für junge Menschen.<br />

Klicken Sie auf unsere Homepage dein-muenchen.org auf Shop und wählen<br />

Sie aus vielen Designs Ihre Favoriten aus. Die hier präsentierten Designs<br />

sind nur eine kleine Selektion unsers Angebots.<br />

Spendenkonto<br />

Münchner Bank<br />

IBAN: DE90 7019 0000 0002 0100 20<br />

BIC: GENODEF1M01<br />

88 89


WIR MACHEN<br />

#MUTAUFZUKUNFT<br />

IMPRESSUM<br />

HERAUSGEBER<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gGmbH<br />

ADRESSE<br />

Kunigundenstraße 61, Rgb.<br />

80805 München<br />

Telefon +49 89 1893459-0<br />

Fax +49 89 1893459-29<br />

info@dein-muenchen.org<br />

dein-muenchen.org<br />

REDAKTION UND AUTORINNEN<br />

Mara Bertling, Veronika Hofstätter<br />

FOTOS<br />

Helena Heilig Fotografie<br />

Anselm Moors<br />

Andreas Reiter Photography<br />

ILLUSTRATIONEN<br />

iStockphoto, shutterstock,<br />

AdobeStock<br />

GESTALTUNG<br />

Veronika Hofstätter,<br />

Stefan Wittmann, wg-design.com<br />

DANKE<br />

AN ALLE<br />

UNTERSTÜTZER*INNEN,<br />

PARTNER*INNEN,<br />

FÖRDER*INNEN,<br />

SPENDER*INNEN,<br />

SPONSOR*INNEN UND<br />

MITARBEITER*INNEN<br />

IM JAHR <strong>2023</strong><br />

90


„NUR KINDER<br />

UND JUGENDLICHE,<br />

DIE DIE MÖGLICHKEIT<br />

HABEN, ETWAS AUS<br />

SICH ZU MACHEN,<br />

MACHEN AUCH<br />

ETWAS AUS UNSERER<br />

GESELLSCHAFT.“<br />

MARA BERTLING<br />

<strong>DEIN</strong> <strong>MÜNCHEN</strong> gGmbH<br />

Kunigundenstraße 61, Rgb.<br />

80805 München<br />

Telefon +49 89 1893459-0<br />

info@dein-muenchen.org<br />

SPENDENKONTO<br />

Münchner Bank<br />

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BESUCHEN SIE UNS AUCH AUF<br />

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